![]() METRO AGDüsseldorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 30.09.2013KonzernabschlussGewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 2013scroll
1
Ungeprüft Überleitung vom Periodenergebnis zum Gesamtergebnis für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 2013scroll
1
Ungeprüft Bilanz zum 30. September 2013Aktiva scroll
1
Ungeprüft Passiva scroll
1
Ungeprüft Eigenkapitalentwicklung1 für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 2013scroll
scroll
scroll
1
Die Eigenkapitalentwicklung wird im Anhang
unter Nummer 31 „Eigenkapital" erläutert Kapitalflussrechnung1 für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 2013scroll
1
Die Kapitalflussrechnung wird im Anhang unter
Nummer 41 „Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung" erläutert AnhangSegmentberichterstattung1Geschäftssegmentescroll
scroll
scroll
scroll
Regionensegmentescroll
scroll
scroll
scroll
1
Die Segmentberichterstattung wird unter Nummer
42 „Segmentberichterstattung" erläutert Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des KonzernabschlussesGrundlagen der RechnungslegungDie METRO AG als Konzernmutter des METRO AG Konzerns (auch METRO GROUP) hat ihren Sitz in der Metro-Straße 1 in Düsseldorf, Deutschland. Der vorliegende Konzernabschluss der METRO AG zum 30. September 2013 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, aufgestellt. Er berücksichtigt alle zu diesem Zeitpunkt verabschiedeten und in der Europäischen Union verpflichtend anzuwendenden Bilanzierungsstandards und Interpretationen. Durch Einhaltung der Standards und Interpretationen wird ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der METRO AG vermittelt. Der Konzernabschluss entspricht in der vorliegenden Fassung der Vorschrift des § 315 a Handelsgesetzbuch (HGB). Diese bildet die Rechtsgrundlage für die Konzernrechnungslegung nach internationalen Standards in Deutschland zusammen mit der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002, betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards. Das Datum der Unterschrift durch den Vorstand der METRO AG (5. Dezember 2013) ist gleichzeitig das Datum der Freigabe des Konzernabschlusses durch den Vorstand zur Veröffentlichung und Weitergabe an den Aufsichtsrat. Der vorliegende Konzernabschluss basiert grundsätzlich auf dem historischen Anschaffungskostenprinzip. Wesentliche Ausnahmen hiervon sind zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente sowie finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die als Grundgeschäft innerhalb eines Fair-Value-Hedges mit ihren Fair Values bewertet werden. Ferner sind zur Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen mit dem Fair Value abzüglich Veräußerungskosten bilanziert, sofern dieser Wert unter dem Buchwert liegt. Verbindlichkeiten aus anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich werden ebenfalls zum Fair Value ausgewiesen. Darüber hinaus sind die finanziellen Verpflichtungen aus nicht beherrschenden Gesellschaftern gewährten Andienungsrechten zum Fair Value bewertet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit werden einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Der Konzernabschluss wurde in Euro erstellt. Alle Beträge sind in Millionen Euro (Mio. €) angegeben, sofern nicht auf Abweichungen besonders hingewiesen wird. Beträge unter 0,5 Mio. € werden abgerundet und als 0 berichtet. Seit 2012 werden lediglich in der Gewinn- und Verlustrechnung, der Überleitung vom Periodenergebnis zum Gesamtergebnis, der Bilanz, der Eigenkapitalentwicklung sowie der Kapitalflussrechnung die Zahlen so gerundet, dass sich aus ihnen die jeweilige Summe ergibt. In allen anderen Tabellen wurden die einzelnen Zahlen sowie die Summen getrennt voneinander gerundet. Dementsprechend können Rundungsdifferenzen auftreten. In den folgenden Kapiteln werden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt, die bei der Erstellung des Konzernabschlusses zur Anwendung kamen. GeschäftsjahresumstellungIm Jahr 2013 hat die METRO AG ihr Geschäftsjahr umgestellt. Durch die Umstellung soll das wichtige Weihnachtsgeschäft von Beeinträchtigungen durch Stichtagsinventuren oder Planungsarbeiten für das kommende Geschäftsjahr entkoppelt werden. Zudem wird durch die Umstellung bereits im ersten Quartal eine höhere Planungsqualität für das Gesamtjahr angestrebt. Ab diesem Jahr enden die Geschäftsjahre der METRO AG künftig am 30. September anstatt am 31. Dezember. Zum Übergang ist das Geschäftsjahr 2013 ein 9-monatiges Rumpfgeschäftsjahr, das den Zeitraum 1. Januar 2013 bis 30. September 2013 umfasst. Das folgende Geschäftsjahr 2013/14 wird wieder ein reguläres 12-monatiges Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014. Um eine größtmögliche Vergleichbarkeit zu gewährleisten, werden im vorliegenden Konzernabschluss als Vorjahreszahlen jeweils der 30. September 2012 sowie der 31. Dezember 2012 dargestellt. Bei zeitraumbezogenen Angaben werden sowohl die Periode 9M 2012 (1. Januar 2012 bis 30. September 2012) als auch die Periode 12M 2012 (1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012) gezeigt. Die Vorjahreszahlen zum 31. Dezember 2012 beziehungsweise für die Periode 12M 2012 entsprechen dem letzten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012; sofern Anpassungen vorgenommen wurden, wird dies explizit genannt. Diese Vergleichslogik wird sowohl in tabellarischen Übersichten als auch im Textteil verwendet. Die in den Spiegeldarstellungen präsentierten Entwicklungen beinhalten jeweils die gleichen Gesamtzeiträume wie in vorherigen Konzernabschlüssen für 12-monatige Geschäftsjahre. Hierbei unterteilen sich die Darstellungen in die Entwicklungen vom 1. Januar 2012 zum 30. September 2012, vom 30. September 2012/1. Oktober 2012 zum 31. Dezember 2012 sowie vom 31. Dezember 2012/1. Januar 2013 zum 30. September 2013. Bei den Vorjahreszahlen zum 30. September 2012 beziehungsweise für die Periode 9M 2012 handelt es sich um ungeprüfte Zahlen des Quartalsabschlusses zum 30. September 2012; sofern Anpassungen vorgenommen wurden, wird dies explizit genannt. Anwendung neuer RechnungslegungsvorschriftenIm Rumpfgeschäftsjahr 2013 erstmals angewendete RechnungslegungsvorschriftenIm vorliegenden Konzernabschluss kamen erstmals diejenigen vom IASB überarbeiteten, ergänzten sowie neu herausgegebenen Bilanzierungsstandards und Interpretationen zur Anwendung, die im Rumpfgeschäftsjahr 2013 für die METRO AG verpflichtend waren: IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben)Seit dem 1. Januar 2013 ist die Änderung „Angaben - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten" des IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben) anzuwenden. Hiernach sind Angaben zu Verrechnungsrechten und damit verwandte Vereinbarungen offenzulegen, um über ihre Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens zu informieren, sowie Abschlüsse nach IFRS und US-GAAP vergleichbar zu machen. Die Offenlegungspflicht umfasst sowohl saldierte Finanzinstrumente als auch solche nicht saldierte Finanzinstrumente, die einer durchsetzbaren Globalaufrechnungsvereinbarung oder einer vergleichbaren Vereinbarung unterliegen. - Eine tabellarische Darstellung der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die Verrechnungsvereinbarungen, einklagbaren Globalverrechnungsverträgen und ähnlichen Vereinbarungen unterliegen, findet sich unter Nummer 38 „Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten".IFRS 13 (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert)Der neue Standard IFRS 13 stellt einheitliche Vorgaben auf, wie Fair Values zu ermitteln sind. Lediglich für IAS 17 (Leasingverhältnisse) und IFRS 2 (Anteilsbasierte Vergütungen) gibt es weiterhin separate Regelungen. In welchen Fällen zum Fair Value bewertet werden muss oder der Fair Value im Anhang anzugeben ist, wird allerdings weiterhin in dem jeweiligen themenbezogenen IFRS geregelt. Nach IFRS 13 ist der Fair Value als Preis definiert, der durch den Verkauf eines Vermögenswerts erzielt werden würde beziehungsweise der gezahlt werden müsste, um eine Schuld zu übertragen. Hierfür sieht der Standard ein dreistufiges Hierarchiesystem vor, das bezüglich der Abhängigkeit von beobachtbaren Marktpreisen abgestuft ist. Sofern es einen Unterschied zwischen Angebots- und Nachfragepreis gibt, wird der zur Bewertung geeignetste Preis angesetzt. Sofern nicht anders angegeben, wird der Mittelwert aus Angebots- und Nachfragepreis verwendet. Die Erstanwendung des IFRS 13 im aktuellen Rumpfgeschäftsjahr führte bei der METRO AG zu keinen wesentlichen Abweichungen bei der Ermittlung von Fair Values. IAS 1 (Darstellung des Abschlusses)Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 wurde erstmals die Änderung „Darstellung von Posten des Sonstigen Ergebnisses" des IAS 1 umgesetzt. Diese gibt vor, dass in der Überleitung vom Perioden- zum Gesamtergebnis die Posten des Sonstigen Ergebnisses dahingehend unterteilt werden müssen, ob sie in Zukunft bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen ergebniswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden oder ob sie dauerhaft im Eigenkapital verbleiben. Zusätzlich müssen für diese beiden neuen Kategorien des Sonstigen Ergebnisses die jeweiligen Steuereffekte gesondert dargestellt werden. IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer)Seit dem 1. Januar 2013 ist der überarbeitete IAS 19 verpflichtend anzuwenden. In diesem wurde das bislang bestehende Wahlrecht für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen abgeschafft, nach welchem diese entweder sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung, erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis oder nach der sogenannten Korridormethode erfasst werden durften. Mit der Überarbeitung des IAS 19 ist für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste nur noch die sofortige erfolgsneutrale Erfassung im Sonstigen Ergebnis zulässig. Die im Eigenkapital angesammelten Beträge verbleiben dort und werden auch in Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt. Demzufolge bleibt die Gewinn- und Verlustrechnung zukünftig dauerhaft frei von Effekten aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten. Da von der METRO AG bisher die Korridormethode angewandt wurde, führte dies zu einem Methodenwechsel. Eine weitere Änderung besteht darin, dass zukünftig für die Ermittlung der erwarteten Erträge aus dem Planvermögen der gleiche Zinssatz verwendet wird wie für die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen. Zusätzlich wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand künftig ebenfalls vollständig in der Periode der dazugehörigen Planänderungen erfolgswirksam erfasst. Gemäß den Übergangsvorschriften erfolgt die Erstanwendung des überarbeiteten IAS 19 bei der METRO AG retrospektiv. In der Bilanz wurden entsprechend der Höhe der am jeweiligen Stichtag bestehenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, welche gemäß der Korridormethode bislang außerhalb der Bilanz mitgeführt wurden, die Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2012 um -627 Mio. €, zum 30. September 2012 um -586 Mio. € sowie zum 1. Januar 2012 um -203 Mio. € erfolgsneutral angepasst (einschließlich der auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallenden Beträge, exklusive des gegenläufigen Effekts aus latenten Steuern). Korrespondierend wurden die Rückstellungen zum 31. Dezember 2012 um +471 Mio. €, zum 30. September 2012 um +437 Mio. € sowie zum 1. Januar 2012 um +155 Mio. € beziehungsweise die Aktivwerte aus Pensionen zum 31. Dezember 2012 um -140 Mio. €, zum 30. September 2012 um -138 Mio. € sowie zum 1. Januar 2012 um -49 Mio. € angepasst. Der Bilanzgewinn wurde zum 31. Dezember 2012 um +12 Mio. €, zum 30. September 2012 um +5 Mio. € sowie zum 1. Januar 2012 um -1 Mio. € geändert. Darüber hinaus mussten Anpassungen in der Gewinn- und Verlustrechnung für 12M 2012 und 9M 2012 vorgenommen werden. Durch die ergebniswirksame Ausbuchung des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands wurden die allgemeinen Verwaltungskosten um 4 Mio. € für 12M 2012 sowie um 2 Mio. € für 9M 2012 gesenkt, was zu einer entsprechenden Erhöhung des EBIT führte. Infolge der Ausbuchung der in 12M 2012 und 9M 2012 vorgenommenen Amortisation von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten sanken die Zinsaufwendungen um 8 Mio. € für 12M 2012 sowie um 7 Mio. € für 9M 2012. Zusätzlich stiegen die Zinserträge aufgrund der Anwendung des Rechnungszinssatzes der Pensionsverpflichtung auf das Planvermögen um 7 Mio. € für 12M 2012 sowie um 5 Mio. € für 9M 2012. Insgesamt ergab sich somit eine Erhöhung des Finanzergebnisses um 15 Mio. € für 12M 2012 sowie um 12 Mio. € für 9M 2012. Korrespondierend wurde ein rechnerischer Steueraufwand von 5 Mio. € für 12M 2012 sowie von 7 Mio. € für 9M 2012 berücksichtigt. Wäre der IAS 19 nicht überarbeitet worden, hätte dies zu folgenden Auswirkungen geführt: Zum 30. September 2013 wären die Pensionsrückstellungen um 374 Mio. €, das EBIT um 1 Mio. € und das Finanzergebnis um 114 Mio. € geringer ausgefallen. Desweiteren wären die Aktivwerte aus Pensionen um 109 Mio. € und die Gewinnrücklagen um 627 Mio. € (exklusive des gegenläufigen Effekts aus latenten Steuern) höher angesetzt worden. Verbesserungen der IFRS (2009-2011)Darüber hinaus waren die „Verbesserungen der IFRS (2009-2011)" erstmals ab dem 1. Januar 2013 anzuwenden. Diese hatten allerdings keinen wesentlichen Einfluss auf den vorliegenden Konzernabschluss. Weitere IFRS-ÄnderungenZusätzlich zu den aufgeführten Änderungen sind zum IFRS 1 (Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards) die Änderung „Darlehen der öffentlichen Hand" sowie die Interpretation IFRIC 20 (Abraumbeseitigungskosten während der Produktionsphase im Tagebau) zum 1. Januar 2013 in Kraft getreten. Da diese jedoch nur für IFRS-Erstanwender beziehungsweise im Tagebau tätige Unternehmen relevant sind, hatten diese Änderungen keine Auswirkungen für die METRO AG. Veröffentlichte, aber im Rumpfgeschäftsjahr 2013 noch nicht angewendete RechnungslegungsvorschriftenVom IASB wurde eine Reihe weiterer Bilanzierungsstandards und Interpretationen neu verabschiedet beziehungsweise überarbeitet, die von der METRO AG im Rumpfgeschäftsjahr 2013 noch nicht umgesetzt wurden, da sie entweder noch nicht zwingend anzuwenden waren oder noch nicht von der Europäischen Kommission zur Anwendung genehmigt wurden. scroll
1
Ohne vorzeitige Anwendung IFRS 9 (Finanzinstrumente - Phase 1: Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten)Durch den neuen Standard IFRS 9 (Finanzinstrumente) sollen in Zukunft die derzeitigen Regelungen des IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten ersetzt werden. Die Entwicklung des IFRS 9 erfolgt in drei Phasen, von denen bislang nur die erste Phase „Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten" abgeschlossen wurde. Des Weiteren sind die Phasen „Fortgeführte Anschaffungskosten und Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten" sowie „Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen" geplant. Der bislang veröffentlichte Stand des IFRS 9 enthält daher ausschließlich die Resultate der ersten Phase „Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten". Im Rahmen dieser ersten Phase werden die vier Bewertungskategorien des IAS 39 zur Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten auf zwei reduziert - Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten und Bewertung zum Fair Value. Die Einordnung in diese beiden Kategorien erfolgt auf Grundlage der Eigenschaften der vertraglich festgelegten Cashflows des jeweiligen finanziellen Vermögenswerts sowie des Geschäftsmodells, mit dem das Unternehmen seine finanziellen Vermögenswerte steuert. Aufgrund dieser Kriterien dürfen Eigenkapitalinstrumente in Zukunft lediglich zum Fair Value bewertet werden. Wertänderungen von finanziellen Vermögenswerten bewertet zum Fair Value sind grundsätzlich erfolgswirksam zu erfassen. Für Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, besteht jedoch ein unwiderrufliches Wahlrecht, bei erstmaligem Ansatz die Fair-Value-Änderungen erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis zu erfassen. Zudem ist eine Fair-Value-Option wie nach IAS 39 gemäß IFRS 9 für finanzielle Vermögenswerte nur noch erlaubt, falls hierdurch Ansatz- oder Bewertungsinkonsistenzen (Accounting Mismatches) vermieden werden können. Finanzielle Verbindlichkeiten werden im Regelfall zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten werden hingegen zum Fair Value bilanziert. Des Weiteren besteht auch für finanzielle Verbindlichkeiten eine Fair-Value-Option. Bei Ausübung dieser Option sind allerdings in Zukunft diejenigen Fair-Value-Änderungen, die aus einer Bonitätsänderung des Unternehmens selbst resultieren, erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis zu erfassen, während andere Änderungen erfolgswirksam berücksichtigt werden. Da der IFRS 9 in der vorliegenden Fassung nach heutigem Stand voraussichtlich erst zum 1. Januar 2015 anzuwenden sein wird, was durch die Geschäftsjahresumstellung zu einer Erstanwendung bei der METRO AG in dem am 1. Oktober 2015 beginnenden Geschäftsjahr 2015/16 führen würde, kann derzeit noch keine Aussage zu den möglichen Effekten getroffen werden. IFRS 10 (Konzernabschlüsse), IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen) und IFRS 12 (Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen)Die neuen Standards IFRS 10, 11 und 12 beinhalten geänderte Regeln für die Konzernrechnungslegung. IFRS 10 (Konzernabschlüsse) führt neue Vorgaben für die Abgrenzung des Konsolidierungskreises ein. Durch diesen werden die bisherigen Regelungen zu Konzernabschlüssen des IAS 27 (Konzern- und Einzelabschlüsse - in Zukunft nur noch Einzelabschlüsse) und des SIC-12 (Konsolidierung - Zweckgesellschaften) ersetzt. Die wesentlichste Änderung durch IFRS 10 besteht in der Einführung eines einheitlichen Begriffs der Beherrschung. Damit in Zukunft Beherrschung vorliegt, müssen drei Kriterien erfüllt sein. Zum einen hat der Investor Bestimmungsmacht über das Beteiligungsunternehmen. Das bedeutet, dass es dem Investor aufgrund bestehender Rechte möglich ist, die maßgeblichen Tätigkeiten, also diejenigen Tätigkeiten, welche die wirtschaftlichen Erfolge des Beteiligungsunternehmens signifikant beeinflussen, zu bestimmen. Zum anderen trägt der Investor das Risiko beziehungsweise hat das Recht, an variablen wirtschaftlichen Erfolgen des Beteiligungsunternehmens und kann des Weiteren seine Bestimmungsmacht nutzen, um die Höhe der variablen Rückflüsse zu beeinflussen. IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen) regelt die Bilanzierung von Sachverhalten neu, bei denen mehrere Parteien die gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) ausüben. Hierdurch werden der IAS 31 (Anteile an Gemeinschaftsunternehmen) und der SIC-13 (Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen) ersetzt sowie der IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen - zukünftig: Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) angepasst. Für Gemeinschaftsunternehmen wird das derzeit durch IAS 31 gewährte Wahlrecht zur Quotenkonsolidierung abgeschafft. In Zukunft sind diese ausschließlich gemäß der Equity-Methode zu bilanzieren, die weiterhin den Vorgaben des IAS 28 folgt. Da die METRO AG die Möglichkeit der Quotenkonsolidierung nicht in Anspruch genommen hat, ergeben sich aus dieser Änderung keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der METRO AG. Bei gemeinschaftlichen Tätigkeiten weist jedes der Partnerunternehmen gemäß IFRS 11 seinen Anteil an den gemeinschaftlich gehaltenen Vermögenswerten sowie den gemeinschaftlich entstandenen Verbindlichkeiten in der eigenen Bilanz aus. Analog weist es den eigenen Anteil aus den mit der gemeinschaftlichen Tätigkeit verbundenen Umsatzerlösen, Erträgen und Aufwendungen in seiner Gewinn- und Verlustrechnung aus. Mit dem neuen IFRS 12 (Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen) werden die Angabepflichten zu Beteiligungen an anderen Unternehmen stark ausgeweitet. Zukünftig sind detaillierte Informationen für Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen, gemeinschaftliche Tätigkeiten, Gemeinschaftsunternehmen, konsolidierte Zweckgesellschaften (sogenannte strukturierte Unternehmen) und für alle nicht konsolidierten Zweckgesellschaften, zu denen Beziehungen bestehen, erforderlich. Der Erstanwendungszeitpunkt für die neuen Standards IFRS 10, 11 und 12 sowie die Änderungen der Standards IAS 27 und 28 ist der 1. Januar 2013. Allerdings wurde in der Genehmigung zur Anwendung (Endorsement) der EU der Anwendungsbeginn für börsennotierte Unternehmen innerhalb der EU auf den 1. Januar 2014 verschoben. Daher erfolgt die erstmalige Anwendung durch die METRO AG aufgrund der Geschäftsjahresumstellung in dem am 1. Oktober 2014 beginnenden Geschäftsjahr 2014/15. Von der Erstanwendung der genannten Standards werden keine bedeutenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss der METRO AG erwartet. IAS 32 (Finanzinstrumente: Darstellung)Gemäß IAS 32 (Finanzinstrumente: Darstellung) werden finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten saldiert ausgewiesen, sofern die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind: Zum einen muss das Unternehmen zum Stichtag einen unbedingten Rechtsanspruch auf die Saldierung haben. Zum anderen muss es in seiner Absicht liegen, entweder den Ausgleich auf einer Nettobasis durchzuführen oder zeitgleich den finanziellen Vermögenswert zu verwerten und die finanzielle Verbindlichkeit zu begleichen. Durch die Änderung „Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten" des IAS 32 wurde konkretisiert, wann diese Bedingungen als erfüllt gelten. Insbesondere wurden Kriterien für das Vorliegen eines unbedingten Rechtsanspruchs festgelegt. Die Änderung des IAS 32 ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2014 anzuwenden. Dies bedeutet, dass die Änderung aufgrund der Geschäftsjahresumstellung von der METRO AG erstmals in dem am 1. Oktober 2014 beginnenden Geschäftsjahr 2014/15 umgesetzt wird. Derzeit werden hieraus keine wesentlichen Effekte für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der METRO AG erwartet. Die erstmalige Anwendung der übrigen in der Tabelle aufgeführten Standards und Interpretationen wird nach derzeitiger Einschätzung zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns führen. Geänderter AusweisAndienungsrechte von nicht beherrschenden GesellschafternIm Geschäftsjahr 2012 wurde die bilanzielle Behandlung von nicht beherrschenden Gesellschaftern gewährten Andienungsrechten harmonisiert. Bislang wurden die Verbindlichkeiten aus Andienungsrechten innerhalb der Bilanzposition „Sonstige finanzielle und andere Verbindlichkeiten" entweder unter der Position „Verbindlichkeiten gegenüber konzernfremden Gesellschaftern" oder unter den „Übrigen Verbindlichkeiten" ausgewiesen. Seit dem vierten Quartal 2012 werden sie einheitlich unter den „Verbindlichkeiten gegenüber konzernfremden Gesellschaftern" gezeigt. Da die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2012 nach der alten Logik berichtet wurden, erfolgte eine entsprechende retrospektive Anpassung. Dabei wurden zum 30. September 2012 aus den „Übrigen Verbindlichkeiten" 309 Mio. € in die „Verbindlichkeiten gegenüber konzernfremden Gesellschaftern" umgegliedert. Dies führte auch zu einer Reduzierung der Segmentschulden zum 30. September 2012 im Segment Sonstige um 250 Mio. € und im Segment METRO Cash & Carry um 59 Mio. €, da die „Übrigen Verbindlichkeiten" in die Segmentschulden eingerechnet werden, die „Verbindlichkeiten gegenüber konzernfremden Gesellschaftern" jedoch nicht, da letztere nicht Teil des operativen Ergebnisses (EBIT) sind und somit nicht zu den Segmentschulden zählen. VorzugsaktienZum 1. Januar 2013 hat die METRO AG die bisherige Erfassung der aus der Ausgabe von Vorzugsaktien erhaltenen Beträge teilweise im Eigenkapital und teilweise im Fremdkapital aufgegeben. Die Vorzugsaktien, wie sie von der METRO AG ausgegeben werden, erfüllen nicht die Definition von Fremdkapital nach IAS 32, da die Zahlung einer Vorzugsdividende von einem entsprechenden Gewinnverwendungsbeschluss der Hauptversammlung abhängt und eine Nachzahlungspflicht unschädlich für eine Eigenkapitalklassifizierung ist. Diese Auffassung wird durch die herrschende Meinung bestätigt. Seit dem Rumpfgeschäftsjahr 2013 werden daher die Vorzugsaktien der METRO AG als reine Eigenkapitalinstrumente behandelt. Ein entsprechender Betrag in Höhe von 7 Mio. € wurde aus den „sonstigen finanziellen und anderen Verbindlichkeiten" (langfristig) in die „Kapitalrücklage" umgebucht. Aufgrund der fehlenden Wesentlichkeit unterblieb eine retrospektive Anpassung. Geänderte Bezeichnungen und neue PositionenGeänderte Bezeichnung in der Gewinn- und VerlustrechnungIn der Gewinn- und Verlustrechnung wurde der Posten „Ergebnis aus assoziierten Unternehmen" in „Ergebnis aus assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen" umbenannt. Dadurch soll deutlich werden, dass auch Ergebnisse aus Gemeinschaftsunternehmen in dieser Position enthalten sind. Neue Position in der BilanzDa die Beträge der unter Anwendung der Equity-Methode erfassten Beteiligungen im Berichtsjahr 2012 wesentlich wurden, erfolgt der Ausweis seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 in der separaten Bilanzposition „Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen". Änderung von rechnungslegungsbezogenen SchätzungenNutzungsdauer von Immobilien bei Galeria KaufhofMit Wirkung zum 1. Januar 2013 wurden die Nutzungsdauern der Galeria Kaufhof Immobilien erhöht. Die neuen Nutzungsdauern liegen zwischen 30 und 50 Jahren. Im Rumpfgeschäftsjahr verminderten sich die Abschreibungsaufwendungen dadurch um 10,1 Mio. €. Ausgehend von dem heutigen Immobilienbestand von Galeria Kaufhof wird sich in den Folgejahren ein um 13,5 Mio. € geringerer Aufwand für Abschreibungen ergeben. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden neben der METRO AG alle Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die METRO AG die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik durch die Mehrheit der Stimmrechte oder gemäß Satzung, Unternehmensvertrag oder vertraglicher Vereinbarung innehat. Es sind 710 deutsche (30.9.2012: 705; 31.12.2012: 701) und 614 internationale (30.9.2012: 630; 31.12.2012: 630) Tochterunternehmen einbezogen, die von der METRO AG gemäß IAS 27 (Konzern- und Einzelabschlüsse) in Verbindung mit SIC-12 (Konsolidierung - Zweckgesellschaften) beherrscht werden. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 hat sich der Konsolidierungskreis wie folgt geändert: scroll
Die Zugänge aufgrund von Neugründungen (30 Gesellschaften) betreffen im Wesentlichen die Vertriebslinie Media-Saturn (19 Gesellschaften). Die Verkäufe beinhalten im Wesentlichen 3 russische und 2 ukrainische Gesellschaften sowie 1 rumänische Gesellschaft im Zusammenhang mit der Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa sowie die vormals vollkonsolidierte Gesellschaft OPCI FRENCH WHOLESALE STORES - FWS (OPCI), die zum 30. September 2013 als nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung ausgewiesen wird. In den sonstigen Abgängen sind im Wesentlichen Marktschließungen durch Media-Saturn enthalten. Einflüsse aus der Veränderung des Konsolidierungskreises werden, sofern sie von besonderer Bedeutung sind, unter den entsprechenden Abschlussposten gesondert erläutert. 6 assoziierte Unternehmen (30.9.2012: 4; 31.12.2012: 5) und 7 Gemeinschaftsunternehmen (30.9.2012: 7; 31.12.2012: 7) werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Insgesamt 7 Gesellschaften (30.9.2012: 6; 31.12.2012: 7), bei denen die METRO AG einen Stimmrechtsanteil zwischen 20 und 50 Prozent innehat, werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da entweder die Assoziierungsvermutung widerlegt wurde oder aus Wesentlichkeitsüberlegungen auf die Anwendung der Equity-Methode verzichtet werden konnte. - Eine Übersicht aller wesentlichen Konzerngesellschaften ist unter Nummer 54 „Übersicht der wesentlichen vollkonsolidierten Konzerngesellschaften" aufgeführt. Darüber hinaus erfolgt eine vollständige Auflistung aller Konzerngesellschaften sowie der assoziierten Unternehmen unter Nummer 56 „Anteilsbesitz der METRO AG zum 30. September 2013 gemäß § 313 HGB".KonsolidierungsgrundsätzeDie in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß IAS 27 (Konzern- und Einzelabschlüsse) nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Soweit die lokalen Geschäftsjahre einbezogener Tochterunternehmen nicht am Abschlussstichtag der METRO AG am 30. September enden, wurden für Zwecke der IFRS-Konsolidierung Zwischenabschlüsse aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung wird gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) nach der Erwerbsmethode vorgenommen. Dabei erfolgt bei Unternehmenszusammenschlüssen die Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Nach Aufdeckung der stillen Reserven und Lasten verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal pro Jahr - bei Vorliegen von Anhaltspunkten auch unterjährig - auf Wertminderungen hin überprüft. Sofern bei einer Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt, wird der Geschäfts- oder Firmenwert um den Differenzbetrag abgeschrieben. Darüber hinaus werden bei Unternehmenserwerben auch die auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallenden stillen Reserven und stillen Lasten aufgedeckt und im Eigenkapital unter der Position „Anteile nicht beherrschender Gesellschafter" gezeigt. Von dem Wahlrecht, die auf die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallenden Geschäfts- oder Firmenwerte zu bilanzieren, wird in der METRO GROUP kein Gebrauch gemacht. Negative Unterschiedsbeträge aus einem Unternehmenszusammenschluss werden gemäß IFRS 3 nach Zuordnung stiller Reserven und stiller Lasten sowie nochmaliger Überprüfung in der Periode, in der der Zusammenschluss stattgefunden hat, erfolgswirksam vereinnahmt. Erwerbe von weiteren Anteilen an Gesellschaften, bei denen die Kontrolle bereits erlangt wurde, werden als Eigenkapitaltransaktionen verbucht. Somit erfolgen weder Anpassungen auf den Fair Value der Vermögenswerte und Schulden noch werden Gewinne oder Verluste vereinnahmt. Ein Unterschiedsbetrag zwischen den Kosten des zusätzlichen Anteils und dem Buchwert des Nettovermögens zum Zugangszeitpunkt wird direkt mit dem auf den Erwerber entfallenden Kapital verrechnet. Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen werden gemäß den für die Vollkonsolidierung geltenden Grundsätzen behandelt, wobei ein vorhandener Geschäfts- oder Firmenwert im Beteiligungsansatz enthalten ist und eventuell anfallende Wertminderungen hierauf entsprechend im Ergebnis aus assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen innerhalb des Finanzergebnisses enthalten sind. Gegebenenfalls abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den der Equity-Bewertung zugrunde liegenden Abschlüssen werden beibehalten, sofern sie den konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der METRO GROUP nicht wesentlich entgegenstehen. In Einzelabschlüssen konsolidierter Tochterunternehmen getätigte Ab- beziehungsweise Zuschreibungen auf Anteile an konsolidierten Tochterunternehmen werden zurückgenommen. Konzerninterne Gewinne und Verluste werden eliminiert, Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge sowie zwischen konsolidierten Konzernunternehmen bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten beziehungsweise Rückstellungen werden konsolidiert. Zwischenergebnisse im Anlage- oder Vorratsvermögen aus konzerninternen Lieferungen werden eliminiert, wenn sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Auf Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) abgegrenzt. Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen mit nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden gegen die Beteiligung in Höhe des Anteils des Konzerns an dem Beteiligungsunternehmen ausgebucht. Eine Verminderung der Anteile an Tochterunternehmen ist als erfolgsneutrale Eigenkapitaltransaktion in den Gewinnrücklagen darzustellen, solange die Muttergesellschaft weiterhin über eine Beherrschungsmöglichkeit verfügt. Führt eine Verminderung oder der gesamte Abgang der Anteile zum Verlust der Beherrschungsmöglichkeit, wird die Vollkonsolidierung des Tochterunternehmens zu dem Zeitpunkt beendet, an dem das Mutterunternehmen die Möglichkeit der Beherrschung verliert. Sämtliche zuvor vollkonsolidierten Vermögenswerte, Schulden und Eigenkapitalposten werden zu fortgeführten Konzernbuchwerten ausgebucht. Die Entkonsolidierung der abgehenden Anteile erfolgt gemäß den allgemeinen Regeln zur Entkonsolidierung. Liegt weiterhin eine Restbeteiligung vor, wird diese mit ihrem Fair Value als Finanzinstrument nach IAS 39 oder als Beteiligung bewertet nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 eingebucht. WährungsumrechnungGeschäftsvorfälle in FremdwährungIn den Einzelabschlüssen der Tochterunternehmen werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Zum Abschlussstichtag werden monetäre Vermögenswerte und Schulden in fremder Währung zum Stichtagskurs bewertet. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zum Fair Value in einer Fremdwährung bewertet sind, werden zu dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des Fair Values gültig war. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in Fremdwährung bewertet werden, werden zum Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Gewinne und Verluste aus bis zum Bilanzstichtag eingetretenen Wechselkursschwankungen werden grundsätzlich erfolgswirksam berücksichtigt. Währungsumrechnungsdifferenzen aus Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, die als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb anzusehen sind, sowie aus zur Veräußerung gehaltene Eigenkapitalinstrumente und qualifizierte Absicherungen von Zahlungsströmen werden erfolgsneutral unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Ausländische GeschäftsbetriebeDie Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen werden gemäß IAS 21 (Auswirkungen von Wechselkursänderungen) nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Als funktionale Währung gilt hiernach die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Tochterunternehmen tätig ist. Die einbezogenen Unternehmen betreiben ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht grundsätzlich selbstständig, sodass ihre jeweilige Landeswährung in der Regel die funktionale Währung darstellt. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden erfolgt daher zum Mittelkurs am Bilanzstichtag; die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Geschäftsjahresdurchschnittskurs umgerechnet. Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen werden erfolgsneutral behandelt und unter den Gewinnrücklagen gesondert ausgewiesen. Soweit das ausländische Tochterunternehmen nicht vollständig im Besitz des Mutterunternehmens ist, wird der entsprechende Teil der Währungsdifferenzen den nicht beherrschenden Anteilen zugewiesen. Im Jahr der Entkonsolidierung ausländischer Tochterunternehmen werden die Währungsdifferenzen erfolgswirksam über das Finanzergebnis aufgelöst. Bei teilweisem Abgang ohne Verlust der Beherrschungsmöglichkeit eines ausländischen Tochterunternehmens wird der entsprechende Teil der kumulierten Währungsdifferenzen den nicht beherrschenden Anteilen zugeordnet. Werden ausländische assoziierte oder gemeinschaftlich geführte Unternehmen teilweise veräußert, ohne Verlust des maßgeblichen Einflusses oder der gemeinschaftlichen Führung, wird der entsprechende Teil der kumulierten Währungsdifferenzen erfolgswirksam erfasst. Im 9-monatigen Rumpfgeschäftsjahr 2013 wird mit dem Durchschnittskurs für den Zeitraum 1. Januar 2013 bis 30. September 2013 umgerechnet. Bei den Vergleichszahlen kam für die Periode 9M 2012 der Durchschnittskurs vom 1. Januar 2012 bis zum 30. September 2012 sowie für die Periode 12M 2012 der Durchschnittskurs des Kalenderjahres 2012 zur Anwendung. Die Stichtagskurse wurden jeweils für die dargestellten Stichtage 30. September 2013, 30. September 2012 und 31. Dezember 2012 ermittelt. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 war keine funktionale Währung eines einbezogenen Unternehmens als hochinflationär im Sinne des IAS 29 (Rechnungslegung in Hochinflationsländern) klassifiziert. Für die Währungsumrechnung wurden hinsichtlich der für die METRO GROUP wichtigsten Währungen der Länder, die nicht an der Europäischen Währungsunion teilnehmen, folgende Wechselkurse zugrunde gelegt: scroll
scroll
Gewinn- und VerlustrechnungErtrags- und AufwandsrealisierungDie Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt gemäß IAS 18 (Umsatzerlöse), sobald die Leistungen erbracht beziehungsweise die Waren geliefert worden sind. Maßgeblich hierfür ist bei der Lieferung von Waren der Gefahrenübergang auf den Kunden. Falls dem Kunden Rückgabe- und Widerrufsrechte gewährt werden, erfolgt die Erfassung des Umsatzes nur, sofern die Wahrscheinlichkeit der Rückgabe zuverlässig geschätzt werden kann. Hierzu werden auf Basis historischer Daten Rückgabequoten ermittelt und auf künftige Rücknahmeverpflichtungen projiziert. Für den auf die erwarteten Rücknahmen entfallenden Anteil wird kein Umsatz ausgewiesen, sondern eine Rückstellung gebildet. Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer, Rabatte und Skonti ausgewiesen. Der Ausweis erfolgt brutto, das heißt in Höhe der Kundenzahlung (abzüglich Umsatzsteuer und Erlösschmälerungen), wenn die maßgeblichen Chancen und Risiken, die mit dem Verkauf der Güter oder der Erbringung der Dienstleistungen einhergehen, beim Unternehmen liegen. Liegt aus Sicht des Unternehmens ein Kommissionsgeschäft vor, wird der Umsatz netto, das heißt in Höhe der Marge, ausgewiesen. Umsatzerlöse aus Verträgen, die mehrere Vertragskomponenten beinhalten (zum Beispiel Warenverkauf mit zusätzlicher Dienstleistung), werden realisiert, wenn die jeweilige Vertragskomponente erfüllt wird. Die Erlösrealisation erfolgt auf Basis der geschätzten relativen Fair Values der einzelnen Vertragskomponenten. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand erfasst. Finanzerträge und Finanzierungsaufwendungen umfassen bei der METRO GROUP primär Dividenden und Zinsen. Dividenden werden grundsätzlich mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung vereinnahmt. Zinsen werden periodengerecht, gegebenenfalls unter Anwendung der Effektivzinsmethode, als Aufwand beziehungsweise Ertrag erfasst. Eine Ausnahme von der erfolgswirksamen Erfassung bilden Fremdkapitalzinsen, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines sogenannten qualifizierten Vermögenswerts zuzurechnen sind und daher gemäß IAS 23 (Fremdkapitalkosten) zwingend als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts aktiviert werden. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen die tatsächlichen und die latenten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Sie werden prinzipiell erfolgswirksam erfasst, außer sie stehen im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen oder mit einem direkt im Eigenkapital oder im Sonstigen Ergebnis erfassten Posten. BilanzGeschäfts- oder FirmenwerteGeschäfts- oder Firmenwerte werden in Übereinstimmung mit IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) aktiviert. Ein aus einem Unternehmenszusammenschluss resultierender Geschäfts- oder Firmenwert wird derjenigen Gruppe sogenannter zahlungsmittelgenerierender Einheiten zugeordnet, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen zieht. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit ist gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) definiert als die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugt, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit innerhalb der METRO GROUP ist grundsätzlich ein einzelner Standort. Geschäfts- oder Firmenwerte innerhalb der METRO GROUP werden grundsätzlich auf Ebene der Organisationseinheit Vertriebslinie pro Land für interne Managementzwecke überwacht. Die Prüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte auf Wertminderung erfolgt daher auf Ebene dieser jeweiligen Gruppe zahlungsmittelgenerierender Einheiten. Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden regelmäßig einmal pro Jahr - bei Vorliegen von Anhaltspunkten auch unterjährig - auf Wertminderungen hin überprüft, gegebenenfalls wird eine Wertänderung erfasst. Zur Ermittlung einer möglichen Wertminderung wird der erzielbare Betrag einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit der Summe der Buchwerte verglichen. Der erzielbare Betrag ergibt sich aus dem höheren Wert aus Nutzungswert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten. Eine Wertminderung für den einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert liegt nur dann vor, wenn der erzielbare Betrag kleiner als die Summe der Buchwerte ist. Eine Zuschreibung erfolgt bei Wegfall der Gründe einer in Vorperioden vorgenommenen Wertminderung nicht. Sonstige immaterielle VermögenswerteEntgeltlich erworbene sonstige immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden mit den Herstellungskosten für ihre Entwicklung aktiviert, wenn die Aktivierungskriterien gemäß IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte) erfüllt sind. Die Kosten der Forschungsphase werden hingegen nicht aktiviert, sondern sofort als Aufwand erfasst. Die Herstellungskosten umfassen alle der Entwicklung direkt zurechenbaren Kosten. Hierzu können folgende Kosten zählen: scroll
Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden Fremdkapitalkosten nur einbezogen, falls es sich um einen sogenannten qualifizierten Vermögenswert im Sinne des IAS 23 (Fremdkapitalkosten) handelt. Ein qualifizierter Vermögenswert ist ein nicht finanzieller Vermögenswert, bei dem ein beträchtlicher Zeitraum benötigt wird, um diesen in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Die Folgebewertung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte erfolgt gemäß dem Anschaffungskostenmodell. Das Wahlrecht zur Neubewertung wird nicht ausgeübt. Alle sonstigen immateriellen Vermögenswerte in der METRO GROUP haben eine begrenzte wirtschaftliche Nutzungsdauer und werden daher planmäßig linear abgeschrieben. Aktivierte selbst erstellte und erworbene Software sowie vergleichbare immaterielle Vermögenswerte werden über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren, Lizenzen über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für diese immateriellen Vermögenswerte wird zu jedem Bilanzstichtag geprüft, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird vorgenommen, falls der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten liegt. Eine Zuschreibung erfolgt bei Wegfall der Gründe einer in Vorperioden vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibung. SachanlagenVermögenswerte des Sachanlagevermögens sind mit ihren fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemäß IAS 16 (Sachanlagen) bewertet. In den Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen sind neben den Einzelkosten angemessene Teile der zurechenbaren Gemeinkosten enthalten. Finanzierungskosten werden ausschließlich bei qualifizierten Vermögenswerten als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Erhaltene Investitionszuschüsse werden gemäß IAS 20 (Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand) berücksichtigt, indem die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswerts um den Betrag des Zuschusses gekürzt werden. Eine passivische Abgrenzung der Zuschüsse erfolgt nicht. Rückbauverpflichtungen werden in Höhe des abgezinsten Erfüllungsbetrags in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten einbezogen. Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten einer Sachanlage werden lediglich hinzuaktiviert, sofern diese zu einem höheren zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen für die METRO GROUP führen. Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt ausschließlich linear nach der Anschaffungskostenmethode gemäß IAS 16. Die wahlrechtlich mögliche Neubewertungsmethode kommt nicht zur Anwendung. Den planmäßigen Abschreibungen liegen grundsätzlich konzerneinheitlich folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Aktivierte Rückbaukosten werden ratierlich über die Nutzungsdauer des Vermögenswerts abgeschrieben. Bestehen Anhaltspunkte für die Wertminderung einer Sachanlage, wird ein Wertminderungstest gemäß IAS 36 durchgeführt. Liegt hierbei der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, wird die Sachanlage außerplanmäßig abgeschrieben. Bei Wegfall der Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen. Das wirtschaftliche Eigentum an Leasingobjekten ist in Übereinstimmung mit IAS 17 (Leasingverhältnisse) dem Leasingnehmer zuzurechnen, wenn dieser alle wesentlichen mit dem Leasingobjekt verbundenen Chancen und Risiken trägt (Finanzierungs-Leasingverhältnis). Sofern ein Unternehmen der METRO GROUP als Leasingnehmer auftritt und das wirtschaftliche Eigentum ihm zuzurechnen ist, erfolgt die Aktivierung des Leasingobjekts zum Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses in Höhe des Fair Values beziehungsweise des niedrigeren Barwerts der Mindestleasingzahlungen. Die Abschreibungen erfolgen - entsprechend vergleichbaren erworbenen Gegenständen des Sachanlagevermögens - planmäßig über die Nutzungsdauer beziehungsweise über die Laufzeit des Leasingverhältnisses, sofern diese kürzer ist. Falls es allerdings hinreichend sicher ist, dass das Eigentum am Leasingobjekt zum Ende der Laufzeit auf den Leasingnehmer übertragen wird, erfolgt die Abschreibung über die Nutzungsdauer. Die aus den zukünftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind passiviert. Sofern das wirtschaftliche Eigentum an dem Leasingobjekt nicht auf den Leasingnehmer übertragen wird, liegt aus seiner Sicht ein Operating-Leasingverhältnis vor. Hierbei weist der Leasingnehmer keinen Vermögenswert und keine Verbindlichkeit in seiner Bilanz aus, sondern er zeigt lediglich den über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linearisierten Mietaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung. Bei einem Leasingverhältnis über ein Gebäude und ein zugehöriges Grundstück werden diese beiden Elemente grundsätzlich getrennt voneinander betrachtet und als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnis klassifiziert. Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienAls Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen nach IAS 40 (Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) solche Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten werden. Sie werden analog zu den Sachanlagen gemäß dem Anschaffungskostenmodell mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und gegebenenfalls notwendiger außerplanmäßiger Abschreibungen bilanziert. Eine erfolgswirksame Bewertung zum Fair Value gemäß dem „Modell des beizulegenden Zeitwerts" erfolgt nicht. Die planmäßige Abschreibung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt über eine Nutzungsdauer von 15 bis 33 Jahren. Zusätzlich wird der Fair Value dieser Immobilien im Anhang angegeben. Dieser wird entweder mithilfe anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt oder basiert auf externen Gutachten. FinanzanlagenSofern es sich hierbei nicht um assoziierte Unternehmen im Sinne des IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen) oder Joint Ventures gemäß IAS 31 (Anteile an Gemeinschaftsunternehmen) handelt, werden finanzielle Vermögenswerte (Finanzanlagen) gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) einer der folgenden Kategorien zugeordnet: - „Kredite und Forderungen" - „Bis zur Endfälligkeit gehalten" - „Erfolgswirksam zum Fair Value" - „Zur Veräußerung verfügbar" Beim erstmaligen Ansatz erfolgt die Bewertung eines finanziellen Vermögenswerts zum Fair Value. Bei allen Kategorien, außer „Erfolgswirksam zum Fair Value", werden hierbei die angefallenen Transaktionskosten einbezogen. Der Ansatz erfolgt stets zum Handelstag. Die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt gemäß der Zuordnung zu den zuvor genannten Kategorien entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value: - „Kredite und Forderungen" sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. - In die Bewertungskategorie „Bis zur Endfälligkeit gehalten" fallen nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festgelegten Laufzeit, für die das Unternehmen sowohl die Absicht als auch die Fähigkeit hat, sie bis zum Ende der Laufzeit zu halten. Sie werden ebenfalls mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. - Innerhalb der Kategorie „Erfolgswirksam zum Fair Value" sind alle finanziellen Vermögenswerte als „Zu Handelszwecken gehalten" klassifiziert, da von der Fair-Value-Option des IAS 39 innerhalb der METRO GROUP kein Gebrauch gemacht wird. Um dies deutlich zu machen, wird die gesamte Kategorie im Konzernanhang als „Zu Handelszwecken gehalten" bezeichnet. „Zu Handelszwecken gehaltene" Finanzinstrumente sind solche, die entweder mit kurzfristiger Verkaufs- oder Rückkaufabsicht erworben beziehungsweise eingegangen wurden oder die Teil eines Portfolios gemeinsam verwalteter Finanzinstrumente sind, das in der jüngeren Vergangenheit für kurzfristige Gewinnmitnahmen genutzt wurde. Ferner sind derivative Finanzinstrumente, die nicht in einer wirksamen bilanziellen Sicherungsbeziehung stehen, dieser Kategorie zuzuordnen. „Zu Handelszwecken gehaltene" Finanzinstrumente werden erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. - Die Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar" stellt eine Restkategorie für diejenigen originären finanziellen Vermögenswerte dar, die keiner der drei anderen Kategorien zugeordnet werden können. Die wahlrechtliche Designation von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar" erfolgt innerhalb der METRO GROUP nicht. „Zur Veräußerung verfügbare" finanzielle Vermögenswerte werden erfolgsneutral zum Fair Value bewertet. Die Übernahme der erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfassten Wertschwankungen in das Periodenergebnis erfolgt erst zum Zeitpunkt des Abgangs oder im Fall einer nachhaltigen Wertminderung des Vermögenswerts. Beteiligungen gehören der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar" an. Wertpapiere sind den Kategorien „Bis zur Endfälligkeit gehalten", „Zur Veräußerung verfügbar" oder „Zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet. Ausleihungen sind als „Kredite und Forderungen" klassifiziert. Finanzielle Vermögenswerte, die als gesichertes Grundgeschäft innerhalb eines Fair-Value-Hedges designiert sind, werden erfolgswirksam mit ihrem Fair Value bilanziert. Eigenkapitalinstrumente, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren Fair Value nicht verlässlich ermittelt werden kann, sowie Derivate auf solche Eigenkapitalinstrumente sind zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Dies trifft auf einige Beteiligungen der METRO GROUP zu. Zu jedem Bilanzstichtag werden nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen. Zu diesen Hinweisen zählen beispielsweise Verzögerungen oder Ausfälle von Zins- oder Tilgungszahlungen sowie Bonitätsveränderungen des Kreditnehmers. Falls solche Hinweise bestehen, wird die Werthaltigkeit des finanziellen Vermögenswerts überprüft, indem der Buchwert mit dem Barwert verglichen wird. Hierbei entspricht der Barwert der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte den erwarteten künftigen Cashflows, diskontiert mit dem bislang verwendeten Effektivzinssatz. Der Barwert der zu Anschaffungskosten bewerteten Eigenkapitalinstrumente der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar" entspricht hingegen den mit dem aktuellen Marktzins diskontierten erwarteten zukünftigen Cashflows. Liegt der Barwert unter dem Buchwert, wird eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe der Differenz vorgenommen. Sofern Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar" bislang erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst wurden, werden diese bis zur Höhe der ermittelten nachhaltigen Wertminderung erfolgswirksam erfasst. Wenn zu einem späteren Zeitpunkt der Barwert wieder steigt, wird eine Wertaufholung in entsprechender Höhe erfasst. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten ist die Wertaufholung auf die Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten, die sich ohne die Wertminderung ergeben hätten, begrenzt. In der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar" erfolgt die Wertaufholung bei Schuldinstrumenten erfolgswirksam, bei Eigenkapitalinstrumenten erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis. Die Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte erfolgt, wenn die vertraglichen Rechte auf Cashflows aus dem Posten erloschen beziehungsweise ausgelaufen sind oder der finanzielle Vermögenswert übertragen wird. Sonstige finanzielle und andere VermögenswerteDie in den sonstigen finanziellen und anderen Vermögenswerten ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte, die gemäß IAS 39 der Kategorie „Kredite und Forderungen" angehören, sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unter den übrigen Vermögenswerten werden unter anderem derivative Finanzinstrumente ausgewiesen, die gemäß IAS 39 als „Zu Handelszwecken gehalten" zu klassifizieren sind. Alle anderen Forderungen und Vermögenswerte sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Im Rahmen der Rechnungsabgrenzungsposten werden transitorische Abgrenzungen ausgewiesen. Latente Steueransprüche und latente SteuerschuldenDie Ermittlung latenter Steueransprüche und latenter Steuerschulden erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 12 (Ertragsteuern). Danach werden für temporäre Unterschiede zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden zukünftig wahrscheinlich eintretende Steuerent- und -belastungen bilanziert. Erwartete Steuerersparnisse aus der Nutzung von als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen werden aktiviert. Aktive latente Steuern aus abzugsfähigen temporären Unterschieden und steuerlichen Verlustvorträgen, die die passiven latenten Steuern aus zu versteuernden temporären Unterschieden übersteigen, werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Realisierung des entsprechenden Nutzens erzielt wird. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden grundsätzlich saldiert, sofern die ertragsteuerlichen Ansprüche und Schulden gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und sich auf dasselbe Steuersubjekt oder eine Gruppe unterschiedlicher Steuersubjekte beziehen, die ertragsteuerlich gemeinsam veranlagt werden. VorräteDie als Vorräte bilanzierten Handelswaren werden gemäß IAS 2 (Vorräte) zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden entweder auf Basis einer Einzelbewertung der Zugänge aus Sicht des Beschaffungsmarkts oder unter Verwendung der Durchschnittskostenmethode ermittelt. Vergütungen von Lieferanten, die als Anschaffungskostenminderung zu klassifizieren sind, reduzieren den Buchwert der Vorräte. Die Bewertung der Handelswaren am Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert. Bei den Handelswaren werden individuelle Bewertungsabschläge vorgenommen, sofern der Nettoveräußerungswert niedriger ist als der Buchwert. Als Nettoveräußerungswert werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden, direkt zurechenbaren Verkaufskosten angesetzt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung der Handelswaren geführt haben, nicht länger bestehen, wird eine entsprechende Wertaufholung vorgenommen. Da es sich bei den Vorräten der METRO GROUP nie um sogenannte qualifizierte Vermögenswerte handelt, erfolgt bei den Vorräten keine Aktivierung von zurechenbaren Fremdkapitalzinsen gemäß IAS 23 (Fremdkapitalkosten). Forderungen aus Lieferungen und LeistungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen werden gemäß IAS 39 als „Kredite und Forderungen" klassifiziert und mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Bestehen an der Einbringbarkeit Zweifel, werden die Kundenforderungen mit dem niedrigeren Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows angesetzt. Neben den erforderlichen Einzelwertberichtigungen wird den erkennbaren Risiken aus dem allgemeinen Kreditrisiko durch Bildung von pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Ertragsteuererstattungsansprüche und ErtragsteuerschuldenDie bilanzierten Ertragsteuererstattungsansprüche und Ertragsteuerschulden betreffen in- und ausländische Ertragsteuern für das laufende Jahr sowie aus Vorjahren. Sie werden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften des jeweiligen Landes ermittelt. Die Ermittlung der Ertragsteuerschulden beinhaltet darüber hinaus die Konsequenzen aus steuerlichen Risiken. Die diesen Risiken zugrunde liegenden Prämissen und Einschätzungen werden regelmäßig überprüft und im Rahmen der Steuerermittlung berücksichtigt. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Schecks, Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten und sind mit den jeweiligen Nennwerten bewertet. Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte, Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten und nicht fortgeführte AktivitätenDie Klassifizierung als zur Veräußerung vorgesehener Vermögenswert gemäß IFRS 5 (Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche) erfolgt, sofern der zugehörige Buchwert vornehmlich durch Veräußerung und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll. Ein Verkauf muss grundsätzlich innerhalb der nächsten zwölf Monate geplant und durchführbar sein. Unmittelbar vor der erstmaligen Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten sind die Buchwerte des Vermögenswerts entsprechend den einschlägigen IFRS zu bewerten. Bei Umklassifizierung wird der Vermögenswert zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten angesetzt und in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Ebenso werden Schulden im Zusammenhang mit „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" in der Bilanz separat gezeigt. Ein aufgegebener Geschäftsbereich wird nach IFRS 5 als nicht fortgeführte Aktivität bilanziert, wenn dieser zur Veräußerung vorgesehen ist oder bereits veräußert wurde. Bei einem Geschäftsbereich handelt es sich um einen Unternehmensbestandteil, der einen gesonderten wesentlichen Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellt, der Teil eines einzelnen abgestimmten Plans zur Veräußerung eines gesonderten wesentlichen Geschäftszweigs oder geografischen Geschäftsbereichs ist oder der ein Tochterunternehmen darstellt, das ausschließlich mit der Absicht einer Weiterveräußerung erworben wurde. Unmittelbar vor der erstmaligen Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten sind die Buchwerte des Unternehmensbestandteils entsprechend den einschlägigen IFRS zu bewerten. Bei Umklassifizierung wird die nicht fortgeführte Aktivität mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. In Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung und Segmentberichterstattung sind nicht fortgeführte Aktivitäten jeweils gesondert dargestellt und im Anhang erläutert. Vorjahreszahlen sind hierbei - mit Ausnahme der Bilanz - entsprechend angepasst. Leistungen an ArbeitnehmerZu den Leistungen an Arbeitnehmer gehören: - Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer - Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses - Pensionsähnliche Verpflichtungen - Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses - Anteilsbasierte Vergütungen Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer beinhalten beispielsweise Gehälter und Löhne, Sozialversicherungsbeiträge sowie Urlaubs- und Krankengeld und werden als Verbindlichkeiten zum Rückzahlungsbetrag angesetzt, sobald die mit ihnen verbundene Arbeitsleistung erbracht ist. Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgen entweder im Rahmen eines beitragsorientierten oder eines leistungsorientierten Plans. Für beitragsorientierte Pläne wird die periodische Beitragsverpflichtung an den externen Versorgungsträger zeitkongruent mit der Erbringung der Arbeitsleistung des Begünstigten als Altersvorsorgeaufwand erfasst. Versäumte oder im Voraus geleistete Zahlungen an den Versorgungsträger werden als Verbindlichkeit beziehungsweise als Forderung abgegrenzt. Verbindlichkeiten mit einer Fälligkeit von über zwölf Monaten werden entsprechend abgezinst. Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen für die betriebliche Altersversorgung im Rahmen eines leistungsorientierten Plans erfolgt nach der in IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) vorgeschriebenen Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten. Im Rahmen dieses Anwartschaftsbarwertverfahrens werden unter Berücksichtigung biometrischer Daten sowohl die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gehälter und Renten berücksichtigt. Falls die ermittelte Leistungsverpflichtung oder der Fair Value des Planvermögens zwischen dem Beginn und dem Ende eines Geschäftsjahres aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen (zum Beispiel bei einer höheren Fluktuationsrate) oder Änderungen der zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen (zum Beispiel beim Diskontierungszinssatz) steigen oder sinken, entstehen hieraus sogenannte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste. Diese werden erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst. Effekte aus Planänderungen werden erfolgswirksam im Dienstzeitaufwand berücksichtigt. Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil der Rückstellungszuführung wird als Zinsaufwand innerhalb des Finanzergebnisses gezeigt. Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen (wie zum Beispiel Jubiläums- und Sterbegelder) setzen sich aus dem Barwert der künftig an den Arbeitnehmer zu leistenden Zahlungen abzüglich etwaiger damit verbundener Vermögenswerte, bewertet zum Fair Value, zusammen. Die Höhe der Rückstellungen wird mittels versicherungsmathematischer Gutachten gemäß IAS 19 bestimmt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in derjenigen Periode erfolgswirksam erfasst, in der sie entstehen. Bei den Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses handelt es sich um Abfindungsanzahlungen an Arbeitnehmer. Diese werden erfolgswirksam als Schuld erfasst, wenn aufgrund einer vertraglichen oder faktischen Verpflichtung Zahlungen an Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu leisten sind. Eine solche Verpflichtung liegt vor, wenn für die vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses ein formaler Plan existiert und keine Möglichkeit besteht, sich dem zu entziehen. Liegt die Fälligkeit der Leistung mehr als zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag, ist sie in Höhe ihres Barwerts anzusetzen. Die im Rahmen des anteilsbasierten Vergütungssystems gewährten Aktienprämien sind als „Anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich" gemäß IFRS 2 (Anteilsbasierte Vergütung) klassifiziert. Für diese werden ratierliche, mit dem Fair Value der eingegangenen Verpflichtungen bewertete Rückstellungen gebildet. Der ratierliche Aufbau der Rückstellungen erfolgt dabei erfolgswirksam als Personalaufwand über die jeweils zugrunde liegende Sperrfrist verteilt. Der Fair Value wird mithilfe eines Optionspreismodells zu jedem Bilanzstichtag während der Sperrfrist bis zur Ausübung neu berechnet. Die Rückstellung wird entsprechend erfolgswirksam angepasst. Soweit die gewährten anteilsbasierten Vergütungen durch den Abschluss korrespondierender Sicherungsgeschäfte abgesichert wurden, sind die Sicherungsgeschäfte zum Fair Value bewertet und unter den sonstigen finanziellen und anderen Vermögenswerten ausgewiesen. Hierbei wird der Teil der Wertschwankung der Sicherungsgeschäfte in dem Maße, in dem sie der Wertschwankung der anteilsbasierten Vergütungen entsprechen, erfolgswirksam als Personalaufwand erfasst. Der überschießende Teil der Wertschwankungen wird erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis gezeigt. (Sonstige) Rückstellungen(Sonstige) Rückstellungen werden gemäß IAS 37 (Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen) gebildet, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Die Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbarer Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei einer einzelnen Verpflichtung wird hierfür grundsätzlich von dem Erfüllungsbetrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen. Ergibt sich bei der Ermittlung der Rückstellung für einen einzelnen Sachverhalt eine Bandbreite gleich wahrscheinlicher Erfüllungsbeträge, so ist die Rückstellung in Höhe des Mittelwerts dieser Erfüllungsbeträge anzusetzen. Für eine Vielzahl gleichartiger Sachverhalte wird die Rückstellung zum Erwartungswert angesetzt, welcher sich durch die Gewichtung aller möglichen Ergebnisse mit den damit verbundenen Wahrscheinlichkeiten ergibt. Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden auf den Bilanzstichtag mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich der Zinseffekte widerspiegelt. Eine entsprechende Abzinsung erfolgt für Rückstellungen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr, sofern der Zinseffekt wesentlich ist. Rückgriffsansprüche werden nicht mit dem Rückstellungsbetrag verrechnet, sondern separat als Vermögenswert bilanziert, sofern ihre Realisation so gut wie sicher ist. Rückstellungen für belastende Verträge werden gebildet, wenn die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung einer vertraglichen Verpflichtung höher sind als der erwartete aus dem Vertrag zufließende wirtschaftliche Nutzen. Zur Ermittlung der Rückstellung für Mietunterdeckung werden die angemieteten Objekte einzeln betrachtet. Für alle geschlossenen oder nicht kostendeckend untervermieteten Objekte erfolgt eine Rückstellungsbildung in Höhe des Barwerts der gesamten Deckungslücke. Für standortbezogene Risiken angemieteter weiterbetriebener beziehungsweise noch nicht geschlossener Standorte wird darüber hinaus eine Rückstellung gebildet, sofern sich für den jeweiligen Standort aus der aktuellen Unternehmensplanung über die Grundmietzeit eine Unterdeckung der operativen Kosten beziehungsweise eine Mietunterdeckung trotz Berücksichtigung einer möglichen Untervermietung ergibt. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden angesetzt, soweit zum Bilanzstichtag die faktische Verpflichtung zur Restrukturierung durch Verabschiedung eines detaillierten Restrukturierungsplans und dessen Kommunikation an die Betroffenen formalisiert wurde. Die Restrukturierungsrückstellungen enthalten ausschließlich solche Ausgaben, die zwangsweise im Zuge der Restrukturierung entstehen und nicht mit den laufenden Aktivitäten des Unternehmens im Zusammenhang stehen. Rückstellungen für Garantieleistungen werden auf Grundlage der tatsächlich eingetretenen Garantieleistungen der Vergangenheit sowie der Umsätze des Geschäftsjahres gebildet. Finanzielle VerbindlichkeitenSofern es sich nicht um Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen handelt, werden finanzielle Verbindlichkeiten gemäß IAS 39 einer der folgenden Kategorien zugeordnet: - „Erfolgswirksam zum Fair Value" („Zu Handelszwecken gehalten") - „Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" Die erstmalige Erfassung finanzieller Verbindlichkeiten sowie die Folgebewertung „Zu Handelszwecken gehaltener" finanzieller Verbindlichkeiten erfolgt nach den gleichen Vorgaben wie bei den finanziellen Vermögenswerten. In die Kategorie „Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" sind sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten eingeordnet, die nicht „Zu Handelszwecken gehalten" werden. Sie sind zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt, da die Fair-Value-Option in der METRO GROUP nicht angewandt wird. Finanzielle Verbindlichkeiten, die als Grundgeschäft innerhalb eines Fair-Value-Hedges designiert sind, werden erfolgswirksam mit ihrem Fair Value passiviert. Die im Anhang angegebenen Fair Values der finanziellen Verbindlichkeiten sind auf Basis der am Bilanzstichtag für die entsprechenden Restlaufzeiten und Tilgungsstrukturen gültigen Zinssätze ermittelt. Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen sind grundsätzlich mit dem Barwert der zukünftigen Mindestleasingzahlungen passiviert. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird nur dann ausgebucht, wenn diese erloschen ist, das heißt, wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Sonstige finanzielle und andere VerbindlichkeitenDie sonstigen finanziellen und anderen Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt, sofern es sich nicht um derivative Finanzinstrumente oder um mit Andienungsrechten versehene Gesellschaftsanteile handelt, die gemäß IAS 39 mit dem Fair Value bilanziert sind. Im Rahmen der Rechnungsabgrenzungsposten werden hier transitorische Abgrenzungen gezeigt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. SonstigesEventualverbindlichkeitenEventualverbindlichkeiten sind einerseits mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren, deren Existenz jedoch erst durch das Eintreten oder Nichteintreten unsicherer künftiger Ereignisse bestätigt wird, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Unternehmens stehen. Andererseits stellen Eventualverbindlichkeiten gegenwärtige Verpflichtungen dar, die aus vergangenen Ereignissen resultieren, bei denen ein Ressourcenabfluss jedoch als nicht wahrscheinlich eingeschätzt wird oder deren Höhe nicht ausreichend verlässlich bestimmt werden kann. Solche Verpflichtungen sind nach IAS 37 nicht in der Bilanz zu erfassen, sondern im Anhang anzugeben. Die Ermittlung der Höhe der Eventualverbindlichkeiten orientiert sich an den Grundsätzen der Rückstellungsbewertung. Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten und Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting)Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Risikoreduzierung eingesetzt. Ihr Einsatz erfolgt im Rahmen der Vorgaben der entsprechenden Konzernrichtlinie. Alle derivativen Finanzinstrumente sind gemäß IAS 39 zum Fair Value bilanziert und unter den sonstigen finanziellen und anderen Vermögenswerten beziehungsweise unter den sonstigen finanziellen und anderen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zur Bewertung der derivativen Finanzinstrumente werden die Interbankenkonditionen gegebenenfalls inklusive der für die METRO GROUP gültigen Kreditmargen oder Börsenkurse herangezogen; dabei werden die Mittelkurse am Bilanzstichtag verwendet. Falls keine Börsenkurse Anwendung finden, wird der Fair Value mittels anerkannter finanzwirtschaftlicher Modelle berechnet. Liegt ein wirksames Sicherungsgeschäft (Hedge Accounting) nach IAS 39 vor, werden Fair-Value-Änderungen von als Fair-Value-Hedges designierten Derivaten und Fair-Value-Änderungen, die sich auf das abgesicherte Risiko des zugehörigen Grundgeschäfts beziehen, erfolgswirksam erfasst. Bei Cashflow Hedges wird der effektive Teil der Fair-Value-Änderung des Derivats erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst. Eine erfolgswirksame Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt erst bei Realisation des Grundgeschäfts. Der ineffektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments wird sofort erfolgswirksam erfasst. Vergütungen von LieferantenVergütungen von Lieferanten werden je nach zugrunde liegendem Sachverhalt als Anschaffungskostenminderungen, als Kostenerstattung oder als Entgelt für erbrachte Dienstleistungen bilanziert. Die Lieferantenvergütungen werden zum Bilanzstichtag periodengerecht abgegrenzt, sofern sie vertraglich vereinbart sind und die Realisation wahrscheinlich ist. Die Abgrenzungen basieren auf Hochrechnungen, soweit es um Lieferantenvergütungen geht, die an gewisse Kalenderjahresziele gekoppelt sind. Zusammenfassung ausgewählter Bewertungsmethodenscroll
Ermessensentscheidungen, Schätzungen und AnnahmenFür die Erstellung dieses Konzernabschlusses mussten Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen werden, die sich auf Ausweis und Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. ErmessensentscheidungenInformationen zu bedeutenden Ermessensentscheidungen, welche die im vorliegenden Konzernabschluss erfassten Beträge am wesentlichsten beeinflussen, finden sich in den folgenden Anhangangaben: - Festlegung des Konsolidierungskreises durch Beurteilung der Beherrschungsmöglichkeiten (Kapitel „Konsolidierungskreis"); hiervon betroffen sind neben Zweckgesellschaften (Special Purpose Entities) insbesondere Beteiligungen, bei denen aufgrund besonderer Satzungsregelungen die Beherrschungsmöglichkeit nicht zwangsläufig mit der einfachen Stimmrechtsmehrheit verbunden ist - Klassifizierung von Leasingverhältnissen als Finanzierungs-Leasing oder Operating-Leasing - auch bei Sale-and-Leaseback-Transaktionen (Nummer 2 „Sonstige betriebliche Erträge" und Nummer 20 „Sachanlagen") - Einordnung von Immobilien als Finanzinvestitionen (Nummer 21 „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien") - Zuordnung von Finanzinstrumenten zu der Kategorie „Bis zur Endfälligkeit gehalten" (Nummer 40 „Buchwerte und Fair Values nach Bewertungskategorien") Schätzungen und AnnahmenInformationen zu Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen mit bedeutenden Auswirkungen für den vorliegenden Konzernabschluss sind in den folgenden Anhangangaben enthalten: - Konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern für abnutzbare Vermögenswerte (Nummer 14 „Abschreibungen", Nummer 19 „Sonstige immaterielle Vermögenswerte" und Nummer 20 „Sachanlagen") - Anlassbezogene Überprüfung der Werthaltigkeit von abnutzbaren Vermögenswerten (Nummer 14 „Abschreibungen", Nummer 19 „Sonstige immaterielle Vermögenswerte" und Nummer 20 „Sachanlagen") - Jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten (Nummer 18 „Geschäfts- oder Firmenwerte" - inklusive Sensitivitätsanalyse) - Einbringbarkeit von Forderungen - insbesondere Forderungen an Lieferanten (Nummer 23 „Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte") - Realisierbarkeit künftiger Steueransprüche - insbesondere aus Verlustvorträgen (Nummer 24 „Latente Steueransprüche/Latente Steuerschulden") - Bewertung von Vorräten (Nummer 25 „Vorräte") - Ermittlung von Rückstellungen für Pensionen (Nummer 32 „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen") - Ermittlung von sonstigen Rückstellungen - beispielsweise für Mietunterdeckungen, Restrukturierungen und Garantieleistungen (Nummer 33 „Sonstige Rückstellungen [langfristig] / Rückstellungen [kurzfristig]") Obwohl die Schätzungen und Annahmen mit großer Sorgfalt getroffen wurden, können die tatsächlichen Werte in Einzelfällen von diesen abweichen. Die für den Konzernabschluss verwendeten Schätzungen und Annahmen werden regelmäßig überprüft. Änderungen werden zum Zeitpunkt der besseren Kenntnis berücksichtigt. KapitalmanagementZiele der Kapitalmanagementstrategie der METRO GROUP sind die Sicherung des Geschäftsbetriebs, die Steigerung des Unternehmenswerts, die Schaffung einer soliden Kapitalbasis zur Finanzierung des zukünftigen Wachstums sowie die Gewährleistung attraktiver Dividendenzahlungen und des Kapitaldienstes. Die Kapitalmanagementstrategie der METRO GROUP hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. EBIT after Cost of Capital (EBITaC)Im Rahmen einer wertorientierten Unternehmensführung kommen unter anderem die Kennzahlen EBIT after Cost of Capital (EBITaC) und Return on Capital Employed (RoCE) zum Einsatz. Im Fokus stehen der erfolgreiche Einsatz des Geschäftsvermögens und das Erreichen eines über den Kapitalkosten liegenden Wertbeitrags für die METRO GROUP. - Weitere Informationen zum EBITaC sowie zum RoCE enthält der zusammengefasste Lagebericht - Kapitel 4 Ertragslage - Abschnitt „Wertorientiertes Management".RatingDie Ratings der METRO GROUP durch die beiden internationalen Agenturen Moody's und Standard & Poor's dienen aktuellen sowie potenziellen Fremdkapitalinvestoren als Bonitätsnachweis. Die aktuellen Ratings der METRO GROUP sichern den umfassenden Zugang zu allen Fremdkapitalmärkten. - Nähere Informationen zum Rating der METRO GROUP sind im zusammengefassten Lagebericht - Kapitel 5 Finanz- und Vermögenslage - Abschnitt „Finanzmanagement" zu finden.Eigen- und Fremdkapital sowie bilanzielle Nettoverschuldung im KonzernabschlussDas Eigenkapital hat eine Höhe von 5.206 Mio. € (30.9.2012: 5.649 Mio. €; 31.12.2012: 5.666 Mio. €), während das Fremdkapital 23.605 Mio. € (30.9.2012: 25.959 Mio. €; 31.12.2012: 29.136 Mio. €) beträgt. Die bilanzielle Nettoverschuldung beläuft sich auf 5.391 Mio. € gegenüber 7.734 Mio. € am 30.9.2012 (31.12.2012: 3.245 Mio. €). scroll
1
Vorjahresanpassung (siehe Kapitel „Erläuterungen
zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses") Lokale KapitalanforderungenDie Kapitalmanagementstrategie der METRO GROUP zielt stets darauf ab, dass die Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Im Rumpfgeschäftsjahr wurden alle extern auferlegten Kapitalanforderungen erfüllt. Diese beinhalten beispielsweise die Einhaltung eines bestimmten Verschuldungsgrads oder einer festen Eigenkapitalquote. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse (netto) setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die im Segment Sonstige ausgewiesenen Umsätze betreffen im Wesentlichen die MGB METRO Group Buying HK Ltd. mit 6 Mio. € (9M 2012: 7 Mio. €; 12M 2012: 9 Mio. €) und die Logistikgesellschaften mit 3 Mio. € (9M 2012: 12 Mio. €; 12M 2012: 12 Mio. €). Von den Umsatzerlösen entfallen 28,5 Mrd. € (9M 2012: 29,5 Mrd. €; 12M 2012: 41,1 Mrd. €) auf Konzernunternehmen mit internationalem Sitz. Die Entwicklung der Umsätze nach Geschäfts- und Regionensegmenten ist in der Segmentberichterstattung dargestellt. 2. Sonstige betriebliche Erträgescroll
Die Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus Zuschreibungen beinhalten hauptsächlich Erträge aus Sale-and-Leaseback-Transaktionen in Höhe von 137 Mio. € (9M 2012: 67 Mio. €; 12M 2012: 233 Mio. €). Diese betreffen mit 134 Mio. € im Wesentlichen den Abgang von 43 französischen Standorten von METRO Cash & Carry im Rahmen der Veräußerung der OPCI FRENCH WHOLESALE STORES - FWS. Darüber hinaus sind insbesondere Erträge aus Immobilienveräußerungen in Höhe von 62 Mio. € (9M 2012: 8 Mio. €; 12M 2012: 12 Mio. €) enthalten. In den Erträgen aus Entkonsolidierung sind im Wesentlichen die Erträge aus der Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa enthalten (9M 2012 und 12M 2012: im Wesentlichen Großhandelsgeschäft im Vereinigten Königreich). Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insbesondere Erträge aus Bauleistungen 26 Mio. € (9M 2012: 11 Mio. €; 12M 2012: 15 Mio. €). Darüber hinaus sind unter anderem Erträge aus Schadensersatz in Höhe von 11 Mio. € (9M 2012: 9 Mio. €; 12M 2012: 16 Mio. €), Erträge aus sonstigen Provisionen 10 Mio. € (9M 2012: 5 Mio. €; 12M 2012: 7 Mio. €), Zuschüsse der öffentlichen Hand 7 Mio. € (9 M 2012: 7 Mio. €; 12M 2012: 10 Mio. €) und Erträge aus der Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten 7 Mio. € (9M 2012: 8 Mio. €; 12M 2012: 9 Mio. €) enthalten. 3. Vertriebskostenscroll
Ursache für den Rückgang der Vertriebskosten gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum sind im Wesentlichen die innerhalb der Sachkosten abgebildeten Abschreibungen. Grund für deren Rückgang sind die im Vorjahresvergleichszeitraum vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen vor dem Hintergrund der Veräußerung des Großhandelsgeschäfts im Vereinigten Königreich sowie die auf diesen Geschäftsbereich entfallende planmäßige Abschreibung im Rumpfgeschäftsjahr. Weiterhin haben die Entscheidungen zum Rückzug der Vertriebsmarke Media Markt aus China sowie zum Verkauf des Real-Geschäfts in Osteuropa und die damit verbundene Umgliederung des Real-Geschäfts in Osteuropa in die „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte" zum 31. Dezember 2012 dazu geführt, dass die planmäßige Abschreibung für diese Geschäftsbereiche im Rumpfgeschäftsjahr entfällt. 4. Allgemeine Verwaltungskostenscroll
Der Rückgang der allgemeinen Verwaltungskosten resultiert im Wesentlichen aus den im Vorjahr im Rahmen der Reorganisation von Verwaltungsstrukturen angefallenen Einmalaufwendungen. 5. Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens beinhalten hauptsächlich Aufwendungen aus der Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa in Höhe von 34 Mio. €. Die Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen auf die Vertriebslinie METRO Cash & Carry und verteilen sich auf die Länder Dänemark (16 Mio. €) und Ungarn (15 Mio. €) (9M 2012: METRO Cash & Carry Vereinigtes Königreich 37 Mio. €; 12M 2012: METRO Cash & Carry in den Ländern Ungarn 50 Mio. €, Vereinigtes Königreich 37 Mio. € und Griechenland 20 Mio. €). - Nähere Angaben über die Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sind unter Nummer 18 „Geschäfts- oder Firmenwerte" enthalten.Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere Aufwendungen aus Bauleistungen in Höhe von 28 Mio. € (9M 2012: 10 Mio. €; 12M 2012: 14 Mio. €). 6. Ergebnis aus assoziierten und GemeinschaftsunternehmenDer Anteil des Konzerns am Gewinn aus assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen beträgt 6 Mio. € (9M 2012: 2 Mio. €; 12M 2012: 2 Mio. €). 7. Sonstiges BeteiligungsergebnisDas sonstige Beteiligungsergebnis in Höhe von 7 Mio. € (9M 2012: 3 Mio. €; 12M 2012: 15 Mio. €) beinhaltet hauptsächlich Gewinnausschüttungen. 8. Zinsertrag/ZinsaufwandDas Zinsergebnis setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Die Zinserträge und Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten sind den Bewertungskategorien gemäß IAS 39 anhand der Grundgeschäfte zugeordnet. 9. Übriges FinanzergebnisDie sonstigen finanziellen Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten sind den Bewertungskategorien gemäß IAS 39 anhand der Grundgeschäfte zugeordnet. Dabei sind neben Erträgen und Aufwendungen aus der Bewertung von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 auch Bewertungen von Fremdwährungspositionen gemäß IAS 21 berücksichtigt. scroll
Das Gesamtergebnis aus Wechselkurseffekten sowie aus Bewertungsergebnissen von Sicherungsgeschäften und Sicherungszusammenhängen beträgt -51 Mio. € (9M 2012: -4 Mio. €; 12M 2012: -12 Mio. €). Dieser Wert resultiert überwiegend aus Fremdwährungsfinanzierungen in Osteuropa. Die Entwicklung insbesondere einzelner osteuropäischer Währungen verursachte sowohl im Bereich der Wechselkurseffekte als auch der Sicherungsgeschäfte im Gegensatz zum Vorjahr ein negatives Ergebnis. Darüber hinaus ist das übrige Finanzergebnis mit -66 Mio. € (9M 2012: -21 Mio. €; 12M 2012: -21 Mio. €) aus Währungseffekten belastet, die aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen entstanden sind und im Jahr der Entkonsolidierung des Tochterunternehmens erfolgswirksam aufgelöst werden. - Zu möglichen Auswirkungen von Währungsrisiken wird auf Nummer 43 „Management der finanzwirtschaftlichen Risiken" verwiesen.10. Nettoergebnisse nach BewertungskategorienDie wesentlichen Ergebniseinflüsse aus Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar: 12M 2012scroll
scroll
9M 2012scroll
scroll
9M 2013scroll
scroll
Die Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten sind den Bewertungskategorien gemäß IAS 39 anhand der Grundgeschäfte zugeordnet. Die Erträge aus Beteiligungen sind im sonstigen Beteiligungsergebnis berücksichtigt. Die Erträge und Aufwendungen aus Zinsen sind Bestandteil des Zinsergebnisses. Fair-Value-Bewertungen sowie Effekte aus der Währungsumrechnung werden im übrigen Finanzergebnis erfasst. Ergebniseffekte aus dem Abgang sonstiger finanzieller Verbindlichkeiten sind Bestandteil des betrieblichen Ergebnisses (EBIT). Ergebniseffekte aus dem Abgang von Vermögenswerten, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert waren, werden im übrigen Finanzergebnis erfasst. Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen sind im Wesentlichen Bestandteil des betrieblichen Ergebnisses. - Wertberichtigungen sind detailliert unter Nummer 27 „Wertberichtigungen auf aktivierte Finanzinstrumente" beschrieben.Bei den verbleibenden finanziellen Erträgen und Aufwendungen, die im übrigen Finanzergebnis erfasst werden, handelt es sich überwiegend um Bankprovisionen und ähnliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten stehen. 11. Steuern vom Einkommen und vom ErtragAls Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten beziehungsweise geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. scroll
In diesem Abschnitt erfolgt ein Vergleich der aktuellen Werte mit den Werten zum 31. Dezember 2012, da eine Vergleichbarkeit mit dem Neun-Monats-Zeitraum 2012 nicht gegeben ist. Ursache hierfür ist, dass die Steuer im Rahmen der Quartalsberichterstattung nach den Vorschriften der Zwischenberichterstattung mithilfe des sogenannten integralen Ansatzes ermittelt wird. Diesem Ansatz zufolge entspricht der ausgewiesene Steueraufwand der prognostizierten Jahressteuerquote. Eine detaillierte Ist-Steuerberechnung für den 9-Monats-Zeitraum 2012 liegt daher nicht vor. Der Ertragsteuersatz der deutschen Gesellschaften der METRO GROUP setzt sich zusammen aus dem Körperschaftsteuersatz von 15,00 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,50 Prozent sowie dem Gewerbesteuersatz von 14,70 Prozent bei einem durchschnittlichen Hebesatz von 420,00 Prozent. Insgesamt ergibt sich daraus ein Gesamtsteuersatz von 30,53 Prozent. Die Steuersätze stimmen mit den Vorjahreswerten überein. Die angewandten ausländischen Ertragsteuersätze basieren auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen und variieren zwischen 0,00 Prozent (Tax Holidays) und 36,15 Prozent (12M 2012: 40,69 Prozent). Der Ermittlung der latenten Steuern liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen beziehungsweise verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Der latente Steueraufwand des Geschäftsjahres beinhaltet keinen Effekt aus Steuersatzänderungen (12M 2012: Aufwand 2 Mio. €). scroll
Der Ertragsteueraufwand von 260 Mio. € (12M 2012: 714 Mio. €), der vollständig auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entfällt, ist um 202 Mio. € (12M 2012: 461 Mio. €) höher als der erwartete Ertragsteueraufwand von 58 Mio. € (12M 2012: 253 Mio. €), der sich bei Anwendung des deutschen Gesamtsteuersatzes auf das Jahresergebnis des Konzerns vor Ertragsteuern ergäbe. Vom erwarteten zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand ist wie folgt überzuleiten: scroll
Die überdurchschnittlich hohe Steuerquote im Rumpfgeschäftsjahr 2013 resultiert im Wesentlichen aus dem - aufgrund des fehlenden Weihnachtsgeschäfts - niedrigen Ergebnis vor Steuern. Diesem steht ein vergleichsweise hoher Steueraufwand gegenüber, da keine Erträge aus der Bewertung der inländischen laufenden Steuerverluste berücksichtigt wurden. Der positive Effekt der sonstigen Abweichungen im Rumpfgeschäftsjahr 2013 ist zum überwiegenden Teil auf die Entkonsolidierung des Real-Geschäfts in Osteuropa zurückzuführen. Im Jahr 2012 wurde der hohe Betrag der nicht angesetzten beziehungsweise wertberichtigten latenten Steuern verursacht durch Aufwendungen, die durch die Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa, die Entscheidung zum Rückzug von Media Markt aus China sowie durch mehrere Restrukturierungsprogramme der METRO GROUP in Deutschland angefallen waren. Diese Aufwendungen wurden nicht mit latenten Steuern bewertet. Der hohe Betrag der sonstigen Abweichungen 2012 resultierte im Wesentlichen aus der nicht mit Steuern belegten Veräußerung des Großhandelsgeschäfts im Vereinigten Königreich. 12. Den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zuzurechnendes PeriodenergebnisDas den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zuzurechnende Periodenergebnis betrifft mit 53 Mio. € (9M 2012: 62 Mio. €; 12M 2012: 156 Mio. €) Gewinnanteile und mit 53 Mio. € (9M 2012: 57 Mio. €; 12M 2012: 58 Mio. €) Verlustanteile. Im Wesentlichen handelt es sich um Gewinn-/ Verlustanteile nicht beherrschender Gesellschafter in der Vertriebslinie Media-Saturn. 13. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnenden Periodenergebnisses durch eine gewichtete Zahl ausgegebener Aktien. Den Vorzugsaktionären der METRO AG stand im Geschäftsjahr 2012 mit 1,06 € eine Mehrdividende von 0,06 € gegenüber den Stammaktionären zu. Diese Mehrdividende wird bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie vom Periodenergebnis, das den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnen ist, abgezogen. Ein Verwässerungseffekt, der sich aus sogenannten potenziellen Aktien ergeben könnte, ist weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahr eingetreten. scroll
Das Ergebnis je Vorzugsaktie entspricht dem Ergebnis je Aktie, da der Vorstand der METRO AG der Hauptversammlung vorschlägt, den Bilanzgewinn von 137 Mio. € in voller Höhe in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. 14. AbschreibungenDie Abschreibungen in Höhe von 997 Mio. € (9M 2012: 1.138 Mio. €; 12M 2012: 1.636 Mio. €) beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 157 Mio. € (9M 2012: 200 Mio. €; 12M 2012: 411 Mio. €). Abwertungen im Zusammenhang mit der Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa tragen hierzu mit 39 Mio. € bei. Vor dem Hintergrund der negativen Geschäftsentwicklung von METRO Cash & Carry in den Ländern Ägypten und Kasachstan waren Abwertungen der Sachanlagen in Höhe von 44 Mio. € notwendig. Darüber hinaus beinhalten die außerplanmäßigen Abschreibungen die Abwertung der Geschäfts- oder Firmenwerte von METRO Cash & Carry Dänemark in Höhe von 16 Mio. € und METRO Cash & Carry Ungarn in Höhe von 15 Mio. €. Die Aufteilung der Abschreibungsbeträge in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf die betroffenen Vermögenswertkategorien stellt sich wie folgt dar: scroll
scroll
1
Enthalten nach der Equity-Methode bilanzierte
Beteiligungen Von den außerplanmäßigen Abschreibungen entfallen auf METRO Cash & Carry 39 Mio. € (9M 2012: 133Mio. €; 12M 2012: 205 Mio. €), auf Media-Saturn 16 Mio. € (9M 2012: 10 Mio. €; 12M 2012: 71 Mio. €), auf Real 39 Mio. € (9M 2012: 1 Mio. €; 12M 2012: 46 Mio. €), auf das Immobiliensegment 59 Mio. € (9M 2012: 56 Mio. €; 12M 2012: 86 Mio. €) und auf andere Gesellschaften 4 Mio. € (9M 2012: 1 Mio. €; 12M 2012: 2 Mio. €). 15. MaterialaufwandIn den Umsatzkosten sind folgende Materialaufwendungen enthalten: scroll
16. PersonalaufwandDer Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Die im Personalaufwand aufgeführten Löhne und Gehälter enthalten Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von 55 Mio. € (9M 2012: 29 Mio. €; 12M 2012: 68 Mio. €). Darüber hinaus sind in den Löhnen und Gehältern Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 20 Mio. € (9M 2012: 119 Mio €; 12M 2012: 119 Mio. €) enthalten, die ebenfalls Abfindungskomponenten beinhalten. Ein weiterer Bestandteil der Löhne und Gehälter sind Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von 7 Mio. € (9M 2012: 2 Mio. € Ertrag; 12M 2012: 3 Mio. € Ertrag). Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern beschäftigt : scroll
Hierin sind auf Personenbasis 75.144 (9M 2012: 76.329; 12M 2012: 76.749) Teilzeitbeschäftigte berücksichtigt. Der Anteil der im Ausland beschäftigten Mitarbeiter betrug auf Vollzeitbasis 63,5 Prozent (9M 2012: 64,0 Prozent; 12M 2012: 64,1 Prozent). 17. Sonstige SteuernDie sonstigen Steuern (zum Beispiel Grundsteuer, Kraftfahrzeugsteuer, Verbrauch- und Verkehrsteuer) in Höhe von 118 Mio. € (9M 2012: 111 Mio. €; 12M 2012: 158 Mio. €) sind in den Umsatzkosten, in den Vertriebskosten sowie in den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten. Erläuterungen zur Bilanz18. Geschäfts- oder FirmenwerteDie Geschäfts- oder Firmenwerte betragen 3.763 Mio. € (30.9.2012: 4.022 Mio. €; 31.12.2012: 3.780 Mio. €). Eine Anzahl von Geschäftsanteilen an der Media-Saturn-Holding GmbH war zugunsten eines nicht beherrschenden Gesellschafters mit einem Andienungsrecht ausgestattet. Im Rahmen der Ausübung dieses Andienungsrechts veräußerte der nicht beherrschende Gesellschafter im Rumpfgeschäftsjahr 2013 seine Anteile an die METRO Kaufhaus und Fachmarkt Holding GmbH. Im Konzernabschluss der METRO GROUP führte dieser Erwerb von Anteilen zu einem Anstieg der Geschäfts- oder Firmenwerte um 10 Mio. €. 2009 erhielten die nicht beherrschenden Gesellschafter von METRO Cash & Carry Rumänien die Möglichkeit zur Andienung ihrer Gesellschaftsanteile gegenüber der METRO GROUP. Im Rahmen der Folgebewertung dieser Andienungsrechte erhöhte sich der Geschäfts- oder Firmenwert um 5 Mio. € (30.9.2012: Abnahme um 10 Mio. €; 31.12.2012: Abnahme um 2 Mio. €). Mit Vertrag vom 30. November 2012 trafen die METRO GROUP und das französische Handelsunternehmen Groupe Auchan die Vereinbarung, das Real-Geschäft in Osteuropa an Groupe Auchan zu veräußern. Seit Inkrafttreten der Vereinbarung werden alle Vermögenswerte und Schulden, die Bestandteil der Vereinbarung sind, als Veräußerungsgruppe im Sinne des IFRS 5 behandelt. In diesem Zusammenhang wurden zum 31. Dezember 2012 die Geschäfts- oder Firmenwerte von Real Polen und Real Russland in die Position „Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" umgegliedert. Der Geschäfts- oder Firmenwert von Real Russland ist im Rahmen der Entkonsolidierung inzwischen abgegangen. Wesentliche Anteile der Geschäfts- oder Firmenwerte bestanden zum Berichtsstichtag bei folgenden Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten: scroll
Aufgrund der Vorschriften des IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 wird eine jährliche Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte durchgeführt. Diese erfolgt auf Ebene einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Diese Gruppe ist beim Geschäfts- oder Firmenwert grundsätzlich die Organisationseinheit Vertriebslinie pro Land. Ausnahme von dieser Regel ist die zahlungsmittelgenerierende Einheit METRO Cash & Carry Spanien/Portugal. Nach Zusammenführung der zentralen Managementfunktionen von METRO Cash & Carry Spanien und Portugal erfolgt die Werthaltigkeitsprüfung für die neue zahlungsmittelgenerierende Einheit METRO Cash & Carry Spanien/Portugal. Bei der Prüfung auf Werthaltigkeit wird die Summe der Buchwerte der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten dem erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Als erzielbarer Betrag wird der Fair Value abzüglich Verkaufskosten verwendet, der aus diskontierten zukünftigen Cashflows berechnet wird. Die erwarteten Cashflows basieren auf einem qualifizierten Planungsprozess unter Beachtung von unternehmensinternen Erfahrungswerten sowie unternehmensextern erhobenen volkswirtschaftlichen Rahmendaten. Der Detailplanungszeitraum umfasst grundsätzlich drei Jahre, in Ausnahmefällen kann dieser bei Vorliegen einer darüber hinausgehenden Detailplanung sechs Jahre betragen. Im Anschluss an den Detailplanungszeitraum wird wie im Vorjahr in der Regel eine Wachstumsrate von 1,0 Prozent unterstellt. Als Kapitalisierungszinssatz wird der durchschnittliche gewichtete Kapitalkostensatz (WACC) unter Anwendung des Capital Asset Pricing Model abgeleitet. Hierbei wird für alle im gleichen Geschäftsfeld agierenden Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten eine individuelle Gruppe von Vergleichsunternehmen (Peer Group) unterstellt. Die Kapitalisierungszinssätze bestimmen sich ferner unter Annahme eines Basiszinssatzes von 2,5 Prozent (wie zum 31. Dezember 2012) sowie einer Marktrisikoprämie von 6,5 Prozent (wie zum 31. Dezember 2012) in Deutschland. Sowohl auf den Eigenkapitalkostensatz als auch auf den Fremdkapitalkostensatz werden jeweils landesspezifische Risikozuschläge auf Basis des Ratings des jeweiligen Landes erhoben. Die individuell für jede Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelten Kapitalisierungszinssätze nach Steuern liegen zwischen 5,8 und 9,7 Prozent (31.12.2012: 5,9 bis 10,7 Prozent). Für die als wesentlich erachteten Geschäfts- oder Firmenwerte wurden bei der vorgeschriebenen jährlichen Werthaltigkeitsprüfung zum 30. September 2013 die folgenden Annahmen zur Entwicklung der Umsätze, des EBIT und der EBIT-Marge für Bewertungszwecke während des Detailplanungszeitraums bis hin zum nachhaltig erzielbaren Ergebnis getroffen: scroll
Der Ermittlung der nachhaltig erzielbaren Ergebnisse liegen Annahmen zu verschiedenen Kosteneinsparungen zugrunde, und es wurden für das nachhaltig erzielbare Ergebnis marktübliche EBIT-Margen unterstellt; das EBIT-Wachstum ergibt sich mittelfristig aus dem derzeitigen Transformationsprozess, den verschiedene Einheiten durchlaufen. Die vorgeschriebene jährliche Prüfung bestätigte zum 30. September 2013 die Werthaltigkeit aller aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte mit Ausnahme für METRO Cash & Carry Ungarn sowie METRO Cash & Carry Dänemark. Aufgrund der Geschäftsentwicklung in diesen beiden Ländern wurde für METRO Cash & Carry Dänemark eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 16 Mio. € und für METRO Cash & Carry Ungarn in Höhe von 15 Mio. € vorgenommen. Zusätzlich zum Impairment-Test wurden für jede Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten drei Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Bei der ersten Sensitivitätsanalyse wurde eine um 1 Prozentpunkt geringere Wachstumsrate unterstellt. Im Rahmen der zweiten Sensitivitätsanalyse wurde für jede Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Kapitalisierungszinssatz um jeweils 10,0 Prozent angehoben. Bei der dritten Sensitivitätsanalyse wurde ein pauschaler Abschlag von 10,0 Prozent auf das in der Perpetuität angenommene EBIT erhoben. Aus diesen Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen würde mit Ausnahme von METRO Cash & Carry Deutschland, METRO Cash & Carry Niederlande, Real Deutschland und Redcoon Deutschland für keine der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten eine Wertminderung resultieren. Bei der Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts von METRO Cash & Carry Deutschland überstieg der Fair Value abzüglich Veräußerungskosten den Buchwert um 50 Mio. €, während es bei METRO Cash & Carry Niederlande 20 Mio. €, bei Real Deutschland 16 Mio. € sowie bei Redcoon 6 Mio. € waren. Bei einem Kapitalisierungszinssatz von 6,1 Prozent anstatt 5,8 Prozent oder einem pauschalen Abschlag von 6,4 Prozent auf das in der Perpetuität unterstellte EBIT würde bei METRO Cash & Carry Deutschland der Fair Value abzüglich Veräußerungskosten dem Buchwert entsprechen. Bei METRO Cash & Carry Niederlande würde der Fair Value abzüglich Veräußerungskosten bei einer um 0,2 Prozentpunkte geringeren Wachstumsrate oder einem Kapitalisierungsszinssatz von 6,1 Prozent anstatt 5,9 Prozent oder einem pauschalen Abschlag von 4,5 Prozent auf das in der Perpetuität unterstellte EBIT dem Buchwert entsprechen. Bei einem Kapitalisierungszinssatz von 5,9 Prozent anstatt 5,8 Prozent oder einem pauschalen Abschlag von 1,2 Prozent auf das in der Perpetuität unterstellte EBIT würde bei Real Deutschland der Fair Value abzüglich Veräußerungskosten dem Buchwert entsprechen. Bei Redcoon Deutschland würde bei einem Kapitalisierungszinssatz von 8,8 Prozent anstatt 8,5 Prozent oder einem pauschalen Abschlag von 4,4 Prozent auf das in der Perpetuität unterstellte EBIT der Fair Value abzüglich Veräußerungskosten dem Buchwert entsprechen. scroll
19. Sonstige immaterielle Vermögenswertescroll
1
Enthalten Umgliederungen von Vermögenswerten
in die „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte" Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte weisen eine begrenzte wirtschaftliche Nutzungsdauer auf und werden daher planmäßig abgeschrieben. Die außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen mit 3 Mio. € (9M 2012: 0 Mio. €; 12M 2012: 8 Mio. €) selbst erstellte Software, mit 2 Mio. € (9M 2012: 0 Mio. €; 12M 2012: 0 Mio. €) Miet- und Nutzungsrechte sowie mit 0 Mio. € (9M 2012: 5 Mio. €; 12M 2012: 10 Mio. €) erworbene Konzessionen, Rechte und Lizenzen. Die Zugänge zu den Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte werden mit 3 Mio. € (9M 2012: 2 Mio. €; 12M 2012: 3 Mio. €) in den Umsatzkosten, mit 38 Mio. € (9M 2012: 44 Mio. €; 12M 2012: 58 Mio. €) in den Vertriebskosten und mit 72 Mio. € (9M 2012: 81 Mio. €; 12M 2012: 121 Mio. €) in den allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen. Die Abgänge enthalten Umgliederungen von Vermögenswerten in die „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte" in Höhe von 0 Mio. € (9M 2012: 0 Mio. €; 12M 2012: 1 Mio. €). Die als Aufwand erfassten Ausgaben für Forschung und Entwicklung betreffen im Wesentlichen selbst erstellte Software und betragen im laufenden Geschäftsjahr 32 Mio. € (9M 2012: 33 Mio. €; 12M 2012: 47 Mio. €). Für immaterielle Vermögenswerte bestehen - wie im Vorjahr -keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Es wurden Erwerbsverpflichtungen für immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 3 Mio. € (30.9.2012: 3 Mio. €; 31.12.2012: 2 Mio. €) eingegangen. 20. SachanlagenZum 30. September 2013 wurden Sachanlagen in Höhe von 10.709 Mio. € (30.9.2012: 12.202 Mio. €; 31.12.2012: 11.324 Mio. €) bilanziert. Der Rückgang der Sachanlagen resultiert in Höhe von 235 Mio. € (9M 2012: +123 Mio. €; 12M 2012: +70 Mio. €) aus negativen Währungseffekten. Diese betreffen im laufenden Geschäftsjahr im Wesentlichen die Länder Russland, Türkei und Japan. Des Weiteren wird die Investitionstätigkeit des laufenden Geschäftsjahres, die sich in den Zugängen und Zugängen zum Konsolidierungskreis widerspiegelt, durch die planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen überkompensiert. Dieser Effekt führt zu einer zusätzlichen Verringerung der Sachanlagen in Höhe von 224 Mio. € (9M 2012: -4 Mio. €; 12M 2012: +75 Mio. €). Ebenfalls zu dem Rückgang beigetragen haben Abgänge von Sachanlagevermögen in Höhe von 162 Mio. € (9M 2012: 603 Mio. €; 12M 2012: 1.525 Mio. €). Diese beinhalten Umklassifizierungen von Vermögenswerten in die „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte" in Höhe von 100 Mio. € (9M 2012: 352 Mio. €; 12M 2012: 1.170 Mio. €). scroll
1
Enthalten Umgliederungen von Vermögenswerten
in die „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte" Verfügungsbeschränkungen in Form von Grundpfandrechten und Sicherungsübereignungen für Gegenstände des Sachanlagevermögens liegen in Höhe von 272 Mio. € (30.9.2012: 301 Mio. €; 31.12.2012: 288 Mio. €) vor. Für Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden Erwerbsverpflichtungen in Höhe von 125 Mio. € (30.9.2012: 311 Mio. €; 31.12.2012: 190 Mio. €) eingegangen. Diese entfallen mit 0 Mio. € (30.9.2012: 8 Mio. €; 31.12.2012: 1 Mio. €) auf das zur Veräußerung vorgesehene Real-Geschäft in Osteuropa. Vermögenswerte, die dem Konzern im Rahmen eines Finanzierungs-Leasingverhältnisses zur Verfügung stehen, sind mit 976 Mio. € (30.9.2012: 1.275 Mio. €; 31.12.2012: 1.026 Mio. €) enthalten; sie betreffen im Wesentlichen angemietete Gebäude. Finanzierungs-Leasingverhältnisse werden in der Regel über eine Grundmietzeit zwischen 15 und 25 Jahren abgeschlossen und sehen nach Ablauf der Grundmietzeit die Option vor, den Vertrag mindestens einmal für fünf Jahre zu verlängern. Die Zinssätze, die den Verträgen zugrunde liegen, variieren je nach Markt und Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zwischen 4,6 und 7,5 Prozent. Neben den Finanzierungs-Leasingverhältnissen bestehen in der METRO GROUP Miet- beziehungsweise Leasingverhältnisse, die nach ihrem wirtschaftlichen Gehalt als Operating-Leasingverhältnisse zu qualifizieren sind. Operating-Leasingverhältnisse werden in der Regel über eine Grundmietzeit von bis zu 15 Jahren abgeschlossen. Die Leasingverträge beinhalten Leasingraten, die teilweise auf variablen, teilweise auf fixen Mietzinsen basieren. Die Verpflichtungen aus Finanzierungs- und Operating-Leasingverhältnissen werden in den Folgeperioden wie folgt fällig: scroll
scroll
scroll
In den ausgewiesenen Barwerten der Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen zum 30. September 2013 sind zukünftige Zahlungen mit einer Fälligkeit bis zu einem Jahr in Höhe von 5 Mio. € (31.12.2012: 32 Mio. €), von einem Jahr bis fünf Jahren in Höhe von 17 Mio. € (31.12.2012: 56 Mio. €) und über fünf Jahren in Höhe von 49 Mio. € (31.12.2012: 184 Mio. €) aus dem zur Veräußerung vorgesehenen Real-Geschäft in Osteuropa enthalten. In den ausgewiesenen Beträgen der zukünftig zu leistenden Leasingzahlungen (nominal) aus Operating-Leasingverhältnissen zum 30. September 2013 sind zukünftige Zahlungen mit einer Fälligkeit bis zu einem Jahr in Höhe von 80 Mio. € (31.12.2012: 97 Mio. €), von einem Jahr bis fünf Jahren in Höhe von 262 Mio. € (31.12.2012: 337 Mio. €) und über fünf Jahren in Höhe von 211 Mio. € (31.12.2012: 353 Mio. €) aus dem zur Veräußerung vorgesehenen Real-Geschäft in Osteuropa enthalten. Die zukünftig zu leistenden Leasingzahlungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen enthalten für die Ausübung günstiger Kaufoptionen erforderliche Kaufpreiszahlungen in Höhe von 42 Mio. € (30.9.2012: 42 Mio. €; 31.12.2012: 42 Mio. €). Leasingzahlungen, die der METRO GROUP zukünftig aus Objekten zufließen werden, die als Finanzierungs-Leasingverhältnisse klassifiziert sind (Untervermietung), betragen nominal 178 Mio. € (30.9.2012: 178 Mio. €; 31.12.2012: 176 Mio. €). Leasingzahlungen, die der METRO GROUP zukünftig aus Objekten zufließen werden, die als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert sind (Untervermietung), betragen nominal 921 Mio. € (30.9.2012: 959 Mio. €; 31.12.2012: 958 Mio. €). Von diesen Leasingzahlungen in Höhe von 921 Mio. € zum 30. September 2013 entfallen 36 Mio. € (31.12.2012: 43 Mio. €) auf das zur Veräußerung vorgesehene Real-Geschäft in Osteuropa. Im Periodenergebnis sind geleistete Zahlungen aus Leasingverhältnissen in Höhe von 1.231 Mio. € (9M 2012: 1.187 Mio. €; 12M 2012: 1.584 Mio. €) und erhaltene Zahlungen aus Mietverhältnissen in Höhe von 279 Mio. € (9M 2012: 304 Mio. €; 12M 2012: 407 Mio. €) enthalten. Die in der Periode als Aufwand erfassten bedingten Mietzahlungen aus den Finanzierungs-Leasingverhältnissen betragen 10 Mio. € (9M 2012: 7 Mio. €; 12M 2012: 9 Mio. €) und die aus den Operating-Leasingverhältnissen 46 Mio. € (9M 2012: 21 Mio. €; 12M 2012: 78 Mio. €). Aus der Vermietung von Immobilien, die sich im juristischen Eigentum der METRO GROUP befinden, bestehen Ansprüche auf den Erhalt von Leasingzahlungen gegenüber Konzernfremden (METRO GROUP als Leasinggeber), die in den Folgeperioden wie folgt fällig werden: scroll
scroll
scroll
Bei den bestehenden Finanzierungs-Leasingverhältnissen aus Sicht des Leasinggebers ist zu den nominalen Mindestleasingzahlungen in Höhe von 11 Mio. € (30.9.2012: 14 Mio. €; 31.12.2012: 14 Mio. €) der nicht garantierte Restwert hinzuzurechnen. Dieser beträgt im Geschäftsjahr 2 Mio. € (30.9.2012: 3 Mio. €; 31.12.2012: 3 Mio. €). Der sich daraus ergebende Bruttoinvestitionswert beträgt insofern 13 Mio. € (30.9.2012: 17 Mio. €; 31.12.2012: 17 Mio. €). Daneben besteht ein noch nicht realisierter Finanzertrag von 5 Mio. € (9M 2012: 6 Mio. €; 12M 2012: 6 Mio. €). 21. Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienAls Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit ihren fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Zum 30. September 2013 waren insgesamt 156 Mio. € (30.9.2012: 207 Mio. €; 31.12.2012: 199 Mio. €) bilanziert. Der Rückgang in Höhe von 43 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus dem Abgang eines von fremden Dritten genutzten Verwaltungsstandorts sowie einer Buchwertminderung vor dem Hintergrund der Anpassung eines Finanzierungs-Leasingvertrags. Darüber hinaus tragen außerplanmäßige Abschreibungen zu einer Reduzierung des Buchwerts der „Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien" bei. Die Summe der Fair Values dieser Immobilien beträgt 236 Mio. € (30.9.2012: 301 Mio. €; 31.12.2012: 313 Mio. €). Diese sind nicht anhand von beobachtbaren Marktpreisen ermittelbar. Daher werden die Fair Values nach international anerkannten Bewertungsmethoden, insbesondere mithilfe des Vergleichswertverfahrens und der Discounted-Cashflow-Methode, ermittelt (Level 3 der dreistufigen Bewertungshierarchie des IFRS 13 [Bewertung zum beizulegenden Zeitwert)). Dabei wird ein Detailbetrachtungszeitraum von zehn Jahren zugrunde gelegt. Neben Marktmieten wurden aus dem Markt abgeleitete Diskontierungszinssätze als wesentliche Bewertungsparameter verwendet. Die Ermittlung der Diskontierungszinssätze beruht auf der Analyse der jeweiligen Immobilienmärkte mit Auswertung von Vergleichstransaktionen und Marktpublikationen internationaler Beratungshäuser. Die auf diese Weise bestimmten Diskontierungssätze reflektieren dabei sowohl das jeweilige Länder- und Standortrisiko als auch das spezifische Immobilienrisiko. Die Mieterträge aus diesen Immobilien betragen 24 Mio. € (9M 2012: 28 Mio. €; 12M 2012: 36 Mio. €) und die damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen belaufen sich auf 14 Mio. € (9M 2012: 16 Mio. €; 12M 2012: 21 Mio. €). Für Objekte ohne Mieteinnahmen sind Aufwendungen in Höhe von 0 Mio. € (9M 2012: 0 Mio. €; 12M 2012: 1 Mio. €) entstanden. Verfügungsbeschränkungen in Form von Grundpfandrechten und Sicherungsübereignungen liegen in Höhe von 25 Mio. € (30.9.2012: 29 Mio. €; 31.12.2012: 28 Mio. €) vor. Für die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wurden wie im Vorjahr keine Erwerbsverpflichtungen eingegangen. scroll
1
Enthalten Umgliederungen von Vermögenswerten
in die „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte" 22. Finanzanlagen und nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungenscroll
scroll
Zusammenfassende Finanzinformationen zu den nach der Equity-Methode bilanzierten wesentlichen Beteiligungen enthält folgende Tabelle: scroll
scroll
23. Sonstige finanzielle und andere Vermögenswertescroll
scroll
Die sonstigen Steuererstattungsansprüche beinhalten Umsatzsteuererstattungsansprüche in Höhe von 147 Mio. € (30.9.2012: 338 Mio. €; 31.12.2012: 191 Mio. €), noch nicht verrechenbare Vorsteuer in Höhe von 206 Mio. € (30.9.2012: 62 Mio. €; 31.12.2012: 63 Mio. €) und andere Steuererstattungsansprüche in Höhe von 16 Mio. € (30.9.2012: 16 Mio. €; 31.12.2012: 15 Mio. €). Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält abgegrenzte Miet-, Leasing- und Zinsvorauszahlungen sowie übrige Abgrenzungen. Die übrigen anderen Vermögenswerte bestehen insbesondere aus den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe von 25 Mio. € (30.9.2012: 29 Mio. €; 31.12.2012: 25 Mio. €). Die Forderungen an Lieferanten beinhalten die nachlaufenden Vergütungen von Lieferanten (zum Beispiel Boni und Werbekostenzuschüsse). Die übrigen finanziellen Vermögenswerte bestehen insbesondere aus den Forderungen gegen die METRO Unterstützungskasse e. V. in Höhe von 168 Mio. € (30.9.2012: 134 Mio. €; 31.12.2012: 144 Mio. €), den Forderungen aus Kreditkartengeschäften in Höhe von 116 Mio. € (30.9.2012: 213 Mio. €; 31.12.2012: 203 Mio. €), den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten aus dem Immobilienbereich in Höhe von 77 Mio. € (30.9.2012: 75 Mio. €; 31.12.2012: 69 Mio. €), den Forderungen aus dem Abgang des Real-Geschäfts in Osteuropa in Höhe von 48 Mio. € (30.9.2012: 0 Mio. €; 31.12.2012: 0 Mio. €), den Forderungen aus sonstigen Finanzgeschäften in Höhe von 30 Mio. € (30.9.2012: 24 Mio. €; 31.12.2012: 19 Mio. €) und Finanzierungsprovisionen in Höhe von 19 Mio. € (30.9.2012: 12 Mio. €; 31.12.2012: 22 Mio. €). 24. Latente Steueransprüche/Latente SteuerschuldenDie aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge und temporäre Differenzen betragen 837 Mio. € und haben im Vergleich zum 31. Dezember 2012 um 77 Mio. € abgenommen; die adjustierten Wertansätze der Pensionsrückstellungen nach Berücksichtigung des überarbeiteten IAS 19 sind darin berücksichtigt. Bei den passiven latenten Steuern vermindert sich der Bilanzwert des Vorjahres um 32 Mio. € auf 127 Mio. €. Die bilanzierten latenten Steuern betreffen folgende Bilanzposten: scroll
Gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) sind passive latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden (sogenannte Outside Basis Differences), wenn mit der Realisierung zu rechnen ist. Ursächlich für diese Unterschiedsbeträge sind im Wesentlichen thesaurierte Gewinne in- und ausländischer Tochtergesellschaften. Auf diese thesaurierten Gewinne wurden keine latenten Steuern berechnet, da sie auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden oder keiner entsprechenden Besteuerung unterliegen. Im Falle von Ausschüttungen von Tochterkapitalgesellschaften unterlägen diese einer Dividendenbesteuerung von 5 Prozent. Ausschüttungen aus dem Ausland könnten darüber hinaus Quellensteuer auslösen. Zum 31. Dezember 2012 wurden für geplante Dividendenzahlungen 9 Mio. € passive latente Steuern aus Outside Basis Differences berücksichtigt. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung waren die beschlossenen Dividendenzahlungen in voller Höhe vereinnahmt. Aus diesem Grund wurden keine passiven latenten Steuern in diesem Zusammenhang ausgewiesen. Aufgrund der Gliederungstiefe des METRO-Konzerns wäre die Ermittlung der zu versteuernden temporären Differenzen mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden. Folgende Verlust- und Zinsvorträge sowie temporäre Differenzen wurden nicht mit latenten Steuern bewertet, da mit einer kurzfristigen Nutzung nicht zu rechnen ist: scroll
Die Verluste betreffen im Wesentlichen Deutschland. Sie sind unbegrenzt vortragsfähig. Steuerliche Auswirkungen auf Komponenten des Sonstigen Ergebnissesscroll
scroll
25. Vorrätescroll
Die Vorräte verteilen sich auf die Vertriebslinien wie folgt: scroll
Der Rückgang der Vorräte im Rumpfgeschäftsjahr um 970 Mio. € ist im Wesentlichen bedingt durch den starken Bestandsabbau der Vertriebslinie Media-Saturn (850 Mio. €). Hauptursache hierfür sind saisonbedingt hohe Lagerbestände zum 31. Dezember 2012, die im Folgequartal deutlich reduziert wurden. Im Vergleich zum 30. September 2012 verminderte sich das Vorratsvermögen um 743 Mio. €. Wesentliche Faktoren hierfür sind bestandsoptimierende Maßnahmen der Vertriebslinien Media-Saturn (235 Mio. €) und METRO Cash & Carry (229 Mio. €) sowie die Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa (227 Mio. €). Im Vorratsvermögen sind Wertberichtigungen in Höhe von 267 Mio. € (30.9.2012: 260 Mio. €; 31.12.2012: 283 Mio. €) enthalten. 26. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenVon den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 547 Mio. € (30.9.2012: 532 Mio. €; 31.12.2012: 568 Mio. €) weisen 15 Mio. € (30.9.2012: 1 Mio. €; 31.12.2012: 1 Mio. €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist unter anderem auf eine veränderte Tageskonstellation zum Jahresende sowie Wertberichtigungen im Rahmen der Insolvenz von Praktiker zurückzuführen. Der Anstieg der langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert aus einer Vertragsveränderung mit einem Mobilfunkanbieter der Vertriebslinie Media-Saturn in Deutschland. 27. Wertberichtigungen auf aktivierte FinanzinstrumenteDie Wertberichtigungen auf aktivierte Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, lauten wie folgt: scroll
Für die Kategorie „Kredite und Forderungen", hierzu zählen insbesondere Ausleihungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen an Lieferanten sowie Forderungen und sonstige Vermögenswerte aus dem Immobilienbereich, liegen negative Ergebniseinflüsse aus Wertberichtigungen in Höhe von 55 Mio. € (9M 2012: 35 Mio. €; 12M 2012: 53 Mio. €) vor. Hierin enthalten sind auch Erträge aus dem Erhalt von Zahlungsmitteln aus bereits wegen erwarteter Uneinbringlichkeit ausgebuchten Forderungen in Höhe von 1 Mio. € (9M 2012: 1 Mio. €; 12M 2012: 1 Mio. €). Im laufenden Geschäftsjahr sind Umklassifizierungen von Vermögenswerten in die „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte" in Höhe von 0 Mio. € (9M 2012: 0 Mio. €; 12M 2012: 5 Mio. €) enthalten. Für die Kategorie „Bis zur Endfälligkeit gehalten" liegen wie im Vorjahr keine Ergebniseinflüsse vor. Darüber hinaus liegen negative Ergebniseinflüsse aus Wertberichtigungen von Forderungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen (Wertansatz gem. IAS 17) in Höhe von 4 Mio. € (9M 2012: 0 Mio. €; 12M 2012: 0 Mio. €) vor. Wertminderungen auf aktivierte Finanzinstrumente werden grundsätzlich mit einem Wertberichtigungskonto vorgenommen und reduzieren den Buchwert der finanziellen Vermögenswerte. 28. Fälligkeiten und Wertberichtigungen aktivierter FinanzinstrumenteDie aktivierten Finanzinstrumente weisen zum Bilanzstichtag folgende Fälligkeiten und Wertberichtigungen auf: scroll
scroll
scroll
scroll
scroll
scroll
Die innerhalb der letzten 90 Tage fälligen Kredite und Forderungen resultieren im Wesentlichen aus dem geschäftsüblichen Zahlungsverkehr mit sofortigen beziehungsweise mit kurzen Zahlungszielen. Bei den nicht einzelwertberichtigten Krediten und Forderungen, die seit mehr als 90 Tagen überfällig sind, deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Für die nicht überfälligen und nicht einzelwertberichtigten aktivierten Finanzinstrumente liegen keine Anhaltspunkte aus der Kreditwürdigkeit des Schuldners (Kreditqualität) vor, die zu einer Wertberichtigung führen würden. 29. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalentescroll
- Im Einzelnen wird auf die Kapitalflussrechnung sowie auf Nummer 41 „Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung" verwiesen.30. Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte/ Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen VermögenswertenVeräußerung des Real-Geschäfts in OsteuropaMit Vertrag vom 30. November 2012 trafen die METRO GROUP und das französische Handelsunternehmen Groupe Auchan die Vereinbarung, das Real-Geschäft in Osteuropa an Groupe Auchan zu veräußern. Das Real-Geschäft in Osteuropa umfasste zu diesem Zeitpunkt 91 Real SB-Warenhäuser in Polen, Russland, Rumänien und der Ukraine inklusive des Immobilieneigentums an 14 dieser Standorte. Die Veräußerung stand am 31. Dezember 2012 noch unter dem Vorbehalt verschiedener aufschiebender Bedingungen, wie zum Beispiel der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden in den jeweiligen Ländern. Bis zum Zeitpunkt der Erfüllung der jeweiligen landesspezifischen aufschiebenden Bedingungen verbleibt das Real-Geschäft in Osteuropa Bestandteil der METRO GROUP und trägt bis dahin zum Konzernergebnis bei. Seit Inkrafttreten der Vereinbarung zwischen der METRO GROUP und Groupe Auchan werden alle Vermögenswerte und Schulden, die Bestandteil der Vereinbarung sind, als eine Veräußerungsgruppe im Sinne des IFRS 5 behandelt. Nach Konsolidierung aller konzerninternen Vermögenswerte und Schulden erfolgt ihr Ausweis demnach in der Konzernbilanz seit dem 31. Dezember 2012 unter der Position „Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" beziehungsweise unter der Position „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten". Bei Erfüllung der jeweiligen landesspezifischen Bedingungen reduzieren sich diese beiden Positionen im Rahmen der Entkonsolidierung der betroffenen Landesorganisation entsprechend den Abgangswerten im Rahmen der Entkonsolidierung. Im Nachgang der im ersten Quartal 2013 erfolgten Zustimmung der ukrainischen Wettbewerbsbehörden wurde die Entkonsolidierung des Real-Geschäfts in der Ukraine erstmals im Quartalsbericht zum 31. März 2013 abgebildet. Die letzte aufschiebende Bedingung im Zusammenhang mit dem Real-Geschäft in Russland wurde zu Beginn des zweiten Quartals 2013 erfüllt. Entsprechend wurde die Auswirkung der Entkonsolidierung des Real-Geschäfts in Russland erstmals im Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2013 dargestellt. Im Verlauf des dritten Quartals 2013 wurden schließlich auch die letzten Voraussetzungen zur Veräußerung des rumänischen Real-Geschäfts erfüllt, sodass dessen Entkonsolidierung im Konzernabschluss zum Rumpfgeschäftsjahr per 30. September 2013 vorgenommen werden konnte. Durch den Abgang des Real-Geschäfts in der Ukraine, in Russland und in Rumänien reduzierten sich die „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte" seit dem 31. Dezember 2012 um 795 Mio. €. Die „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" sanken vor diesem Hintergrund um 430 Mio. €. Die im Zusammenhang mit den Entkonsolidierungen im Rumpfgeschäftsjahr 2013 abgegangenen zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte und Schulden setzen sich aus folgenden Positionen zusammen: scroll
Insgesamt verminderten sich die „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte" durch die Entkonsolidierung des ukrainischen, russischen und rumänischen Real-Geschäfts sowie durch die Fortführung des operativen Real-Geschäfts in Polen somit auf 174 Mio. €. Die „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögensgegenständen" sanken in diesem Zusammenhang auf 264 Mio. €. Nach Konsolidierung aller konzerninternen Vermögenswerte und Schulden beinhaltet die verbleibende Veräußerungsgruppe in Polen die folgenden Einzelpositionen: scroll
Die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte und Schulden des Real-Geschäfts in Polen tragen im Segment Real mit 168 Mio. € zum Segmentvermögen und mit 212 Mio. € zu den Segmentschulden bei. Im Segment Immobilien haben sie keine Auswirkungen. Für das Segment Konsolidierung ergeben sich Auswirkungen auf das Segmentvermögen von -7 Mio. € sowie auf die Segmentschulden von -24 Mio. €. Im Zusammenhang mit der Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa sollen außer an die Groupe Auchan weitere Vermögenswerte an diverse andere Erwerber veräußert werden. Diese Vermögenswerte werden mit 13 Mio. € in den „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" ausgewiesen und tragen im Segment Immobilien in selber Höhe zum Segmentvermögen bei. Am Segmentvermögen des Segments Real haben sie keinen Anteil. „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" bestehen hinsichtlich dieser weiteren Vermögenswerte nicht. Die METRO GROUP geht davon aus, dass das derzeit verbleibende Real-Geschäft in Polen kurzfristig veräußert wird. Das aus der Entkonsolidierung des Real-Geschäfts in der Ukraine, in Russland und Rumänien sowie aus hiermit im Zusammenhang stehenden Bewertungseffekten entstandene EBIT-wirksame Ergebnis beträgt 162 Mio. €. Es wird im Wesentlichen mit 192 Mio. € unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und mit 34 Mio. € unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Es entfällt mit 119 Mio. € auf das Segment Real sowie mit 43 Mio. € auf das Segment Immobilien. Veräußerung französischer ImmobilienIm August 2013 veräußerte die METRO GROUP 75,00 Prozent ihrer bis dahin 100-prozentigen Tochtergesellschaft OPCI FRENCH WHOLESALE STORES - FWS (OPCI) an die luxemburgische Hexagon Real Estate Investments S.à.r.l. Der Eigentumsübergang fand am 29. August 2013 statt. Seit diesem Zeitpunkt werden die verbleibenden 25,00 Prozent der Anteile an OPCI im Konzernabschluss der METRO GROUP als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert. Aus dem Abgang von OPCI erzielte die METRO GROUP einen EBIT-wirksamen Ertrag von 134 Mio. €, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird. Hierin enthalten ist ein Ertrag aus der Aufwertung der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung von 1 Mio. €. Aus der Folgebewertung der nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile zum 30. September 2013 entstand ein Ertrag von 0,1 Mio. €, der im Finanzergebnis ausgewiesen wird. Zum Zeitpunkt des Abgangs führte die Veräußerung von OPCI nach Konsolidierung aller konzerninternen Sachverhalte zu einer Abnahme der „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte" in Höhe von 114 Mio. €. „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" bestanden nicht. Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Vermögenswerte reduzierten im Segment Immobilien das Segmentvermögen um 114 Mio. €. Das Segmentvermögen des Segments METRO Cash & Carry erhöhte sich vor dem Hintergrund der Aktivierung eines Finanzierungs-Leasingverhältnisses um 2 Mio. €. Im Rahmen der Veräußerung von OPCI verließen insgesamt 43 französische Standorte des Segments METRO Cash & Carry die METRO GROUP, wovon ein Standort im Zusammenhang mit einer Sale-and-Leaseback-Transaktion als Finanzierungs-Leasingverhältnis klassifiziert und erneut im Sachanlagevermögen der METRO GROUP bilanziert wird. Insgesamt sank der Buchwert der „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte" durch die Veräußerung von Immobilien sowie durch Währungseffekte um 241 Mio. €. Die Absicht, weitere Immobilien im Verlauf eines Jahres zu veräußern sowie die renovierungsbedingte Nachaktivierung bei bereits in den „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" bilanzierten Immobilien erhöhen die Bilanzposition um 131 Mio. €. Die METRO GROUP hat die Erwartung, dass die als „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte" bilanzierten Immobilien im Verlauf des Geschäftsjahres 2013/14 veräußert werden. Eine außerplanmäßige Abschreibung dieser Immobilien auf einen niedrigeren Fair Value abzüglich Veräußerungskosten war nicht erforderlich. Innerhalb der Segmentberichterstattung werden sie im Segmentvermögen des Segments Immobilien mit einem Wert von 105 Mio. € ausgewiesen. 31. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital hat sich hinsichtlich Höhe und Zusammensetzung nach Stamm- und Vorzugsaktien gegenüber dem Stand am 30. September 2012 und dem Stand am 31. Dezember 2012 nicht verändert und beträgt 835.419.052,27 €. Es ist wie folgt eingeteilt: Inhaberstückaktien, anteiliger Wert je Aktie am Grundkapital rund 2,56 €scroll
Jede Stammaktie gewährt eine Stimme. Stammaktien berechtigen darüber hinaus insbesondere zum Erhalt von Dividenden. Im Unterschied zu den Stammaktien gewähren Vorzugsaktien grundsätzlich kein Stimmrecht und sind mit einem Gewinnvorzug gemäß § 21 der Satzung der METRO AG ausgestattet. Hierin heißt es: „(1) Die Inhaber von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht erhalten aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,17 Euro je Vorzugsaktie. (2) Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, daß die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. (3) Nach Ausschüttung der Vorzugsdividende erhalten die Inhaber von Stammaktien eine Dividende von 0,17 Euro je Stammaktie. Danach wird an die Inhaber von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 Euro je Vorzugsaktie gezahlt. Die Mehrdividende beträgt 10 vom Hundert der unter Berücksichtigung von Absatz 4 an die Inhaber von Stammaktien gezahlten Dividende, wenn diese 1,02 Euro je Stammaktie erreicht oder übersteigt. (4) An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen die Inhaber von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht und die Inhaber von Stammaktien entsprechend ihren Anteilen am Grundkapital gleichberechtigt teil." Genehmigtes KapitalDie Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Mai 2017 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Geld- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, höchstens jedoch um bis zu 325.000.000 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten festgelegten Fällen ausschließen. Das genehmigte Kapital I wurde bisher nicht ausgenutzt. Bedingtes KapitalDie Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 hat eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 127.825.000 €, eingeteilt in bis zu 50.000.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien, beschlossen (bedingtes Kapital I). Diese bedingte Kapitalerhöhung steht im Zusammenhang mit der Schaffung einer Ermächtigung des Vorstands, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 4. Mai 2015 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Options- oder Wandelschuldverschreibungen (zusammen „Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.500.000.000 € zu begeben und den Inhabern Options- beziehungsweise Wandlungsrechte auf bis zu 50.000.000 Stück neue Stammaktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren oder aufzuerlegen, entsprechende Options- oder Wandelpflichten zu begründen oder das Recht der Gesellschaft vorzusehen, statt einer Rückzahlung der Schuldverschreibungen in bar ganz oder teilweise Stammaktien der Gesellschaft zu liefern. Es wurden bisher keine Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen aufgrund der vorgenannten Ermächtigung begeben. Erwerb eigener AktienDie Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 hat die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 4. Mai 2015 eigene Aktien, gleich welcher Gattung, bis zu insgesamt 10 vom Hundert des Grundkapitals zu erwerben. Von dieser Ermächtigung hat bisher weder die Gesellschaft noch ein abhängiges oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehendes Unternehmen oder ein anderer für Rechnung der Gesellschaft oder eines abhängigen oder eines in Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmens Gebrauch gemacht. - Weitere Angaben zum genehmigten Kapital, zum bedingten Kapital beziehungsweise zur Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen sowie zum Erwerb eigener Aktien sind unter Kapitel 10 „Angaben gemäß § 315 Abs. 4 und § 289 Abs. 4 HGB sowie erläuternder Bericht des Vorstands" des zusammengefassten Lageberichts enthalten.Kapitalrücklage1Die Kapitalrücklage beträgt 2.551 Mio. € (30.9.2012: 2.544 Mio. €; 31.12.2012: 2.544 Mio. €). Gewinnrücklagenscroll
Die Veränderungen der Rücklagen für den effektiven Teil der Gewinne/Verluste aus Cashflow Hedges von 6 Mio. € (9M 2012: -33 Mio. €; 12M 2012: -34 Mio. €), den Bewertungseffekten auf zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten von 65 Mio. € (9M 2012: 0 Mio. €; 12M 2012: 3 Mio. €) sowie für die Ertragsteuer auf das „Sonstige Ergebnis" in Höhe von -13 Mio. € (9M 2012: 112 Mio. €; 12M 2012: 133 Mio. €) setzen sich aus folgenden Komponenten zusammen: scroll
Daneben haben Währungsumrechnungsdifferenzen mit -91 Mio. € das Eigenkapital gemindert. (30.9.2012: 160 Mio. €; 31.12.2012: 122 Mio. €, jeweils eigenkapitalerhöhend). Die währungsbedingte Eigenkapitalminderung stammt im Wesentlichen aus den Ländern Russland, Indien, Türkei, Polen, und Tschechische Republik, dagegen resultieren währungsbedingte Eigenkapitalerhöhungen hauptsächlich aus den Ländern Rumänien und Kasachstan. Die übrigen Gewinnrücklagen verringerten sich um 398 Mio. € auf 2.506 Mio. €. Im Wesentlichen wird dieser Rückgang durch den Jahresfehlbetrag von 71 Mio. € und durch die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2012 von 327 Mio. € beeinflusst. Anteile nicht beherrschender GesellschafterDie Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen die Anteile Dritter am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen. Sie betragen zum Jahresende 27 Mio. € (30.9.2012: 31 Mio. €; 31.12.2012: 73 Mio. €). Der Rückgang um 46 Mio. € setzt sich im Wesentlichen zusammen aus dem Anteil am Gesamtergebnis, der den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnen ist (0 Mio. €), abzüglich von Dividenden (-51 Mio. €). Nennenswerte Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bestehen lediglich bei der Media-Saturn-Holding GmbH. Verwendung des Bilanzgewinns, DividendenDie Dividendenausschüttung der METRO AG richtet sich nach dem handelsrechtlichen Jahresabschluss der METRO AG. Aus dem für das Geschäftsjahr 2012 ausgewiesenen Bilanzgewinn von 349 Mio. € wurden im Geschäftsjahr 2013 gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Mai 2013 Dividenden in Höhe von 1,00 € je Stammaktie und 1,06 € je Vorzugsaktie, also insgesamt 327 Mio. €, ausgeschüttet. Der Restbetrag wurde als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen. Zur Verwendung des Bilanzgewinns schlägt der Vorstand der METRO AG der Hauptversammlung vor, den ausgewiesenen Bilanzgewinn von 137 Mio. € in voller Höhe in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. 32.Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie Rückstellungen für Pensionen werden nach den Regelungen des IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) bilanziert. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 wurde erstmals der IAS 19 nach einer umfassenden Änderung durch das IASB angewandt (siehe Kapitel „Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses"). Die Rückstellungen für Pensionen beinhalten Verpflichtungen, bei denen es sich größtenteils um Leistungen aus Regelungen der betrieblichen Altersversorgung handelt. Es bestehen leistungsorientierte Ansprüche aus unmittelbaren Zusagen (Direktzusagen) und gegenüber externen Versorgungsträgern (Unterstützungskassen in Deutschland und Pensionsfonds oder Versicherungen im Ausland). Das Vermögen der externen Träger dient ausschließlich der Finanzierung der Pensionsansprüche und ist als Planvermögen qualifiziert. Die Versorgungsleistungen sind gemäß den jeweiligen Leistungsplänen einkommens- und dienstzeitbezogen; daneben werden dienstzeitbezogene Versorgungsleistungen auf der Grundlage von Festbeträgen gewährt. Im Folgenden werden die wichtigsten leistungsorientierten Altersversorgungspläne beschrieben. DeutschlandDie METRO GROUP gewährt einer Vielzahl von Mitarbeitern in Deutschland eine Zusage auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen. Neuzusagen werden in Form von leistungsorientierten Zusagen im Sinne des IAS 19 (beitragsorientierte Leistungszusagen im Sinne des Betriebsrentengesetzes) gewährt, die eine Entgeltumwandlungs-Komponente und eine Arbeitgeber-Matching-Komponente enthalten. Die Beiträge werden an eine Rückdeckungsversicherung gezahlt, aus der im Versorgungsfall die fällige Leistung gewährt wird. Nicht durch die Rückdeckungsversicherung gedeckte Ansprüche sind in den Rückstellungen enthalten. Darüber hinaus bestehen verschiedene für den Neuzugang geschlossene Versorgungswerke, die in der Regel lebenslängliche Renten ab dem gesetzlichen Renteneintrittsalter oder ab anerkannter Invalidität vorsehen. Die Leistungen sind größtenteils als Festbetrag oder über einen jährlichen Steigerungsbetrag definiert. In Sonderfällen berechnet sich die Leistung unter Anrechnung der gesetzlichen Renten. Diese Zusagen sehen Witwenleistungen in unterschiedlicher Höhe in Abhängigkeit der Leistung vor, die der ehemalige Mitarbeiter erhalten hat oder im Falle der Invalidität erhalten hätte. Die Altzusagen werden zum Teil durch in Unterstützungskassen gehaltenes Vermögen gedeckt. Die Gremien der Unterstützungskassen setzen sich sowohl aus Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmervertretern zusammen. Der Vorstand hat über die Mittelverwendung und die Kapitalanlage zu entscheiden. Er kann Dritte mit der Verwaltung des Kassenvermögens beauftragen. Gesetzliche Mindestdotierungsverpflichtungen existieren nicht. Sofern zugesagte Leistungen nicht aus dem Vermögen der Unterstützungskasse erbracht werden können, hat der Arbeitgeber die Leistungen direkt zu erbringen (Subsidiärhaftung). NiederlandeIn den Niederlanden gibt es einen leistungsorientierten Pensionsplan, der zusätzlich zu Altersleistungen auch Leistungen bei Invalidität und Tod vorsieht. Die Höhe der Leistungen bemisst sich am jeweiligen ruhegeldfähigen Einkommen pro Dienstjahr. Die Finanzierung erfolgt über einen Pensionsfonds, in dessen Gremien Arbeitgeber- und Arbeitnehmer vertreten sind. Der Vorstand des Fonds ist für die Vermögensanlage verantwortlich. Zu diesem Zweck besteht ein Investment Committee innerhalb des Pensionsfonds. Im Rahmen gesetzlich vorgegebener Mindestfinanzierungsvorschriften hat der Vorstand des Pensionsfonds sicherzustellen, dass die Verpflichtungen zu jeder Zeit mit Vermögen gedeckt sind. Im Falle einer bestehenden Unterdeckung können vom Vorstand des Pensionsfonds verschiedene Maßnahmen ergriffen werden, um diese auszugleichen. Dies schließt die Forderung zusätzlicher Beiträge durch den Arbeitgeber oder auch Kürzungen von Leistungen an Arbeitnehmer ein. Zudem existiert in den Niederlanden ein weiterer leistungsorientierter Plan, der als beitragsorientierter Plan (Multi-Employer-Plan) bilanziert wird, weil der Fonds nicht die erforderlichen Informationen liefert, um ihn als leistungsorientierten Plan abzubilden. Es handelt sich hierbei um den „Bedrijfspensioenfonds voor de Detailhandel" (Einzelhandelspensionsfonds). Vereinigtes KönigreichIm Juli 2012 hat die METRO GROUP das Großhandelsgeschäft im Vereinigten Königreich an die Booker Group PLC veräußert. Die Pensionsverpflichtungen waren nicht Gegenstand des Verkaufs. Seit dem Zeitpunkt der Veräußerung bestehen nur noch unverfallbare Anwartschaften und laufende Renten aus der bei der METRO GROUP verbrachten Dienstzeit. Die erreichten Anwartschaften sind aufgrund gesetzlicher Vorschriften um Inflationseffekte anzupassen. Die Verpflichtungen werden durch Vermögen gedeckt, welches von einem Corporate Trustee verwaltet und angelegt wird. Der Vorstand dieses Corporate Trustee setzt sich aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammen. In jedem Fall ist durch den Trustee die zukünftige, jederzeitige Erfüllbarkeit der Leistungen sicherzustellen. Dies ist durch gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen geregelt. Im Fall einer Unterdeckung kann der Trustee zusätzliche Beiträge des Arbeitgebers zur Schließung der Finanzierungslücke einfordern. BelgienEs gibt sowohl Altersrenten- als auch Kapitalzusagen, deren Höhe sich nach der pensionsfähigen Dienstzeit und dem pensionsfähigen Entgelt bemisst. Darüber hinaus werden Abfertigungsleistungen im Falle der Arbeitslosigkeit nach Vollendung des 58. Lebensjahres gezahlt. Die Finanzierung der Leistungen erfolgt grundsätzlich über Gruppenversicherungsverträge, die belgischem Aufsichtsrecht unterliegen. Weitere Altersvorsorgepläne sind bei Einzelbetrachtung unwesentlich und werden als Summe unter „Übrige Länder" ausgewiesen. Einen Überblick über die prozentuale Aufteilung des Anwartschaftsbarwerts auf Länder der METRO GROUP mit wesentlichen Verpflichtungen bietet die nachfolgende Tabelle: scroll
Das Planvermögen der METRO GROUP ist prozentual auf folgende Länder aufgeteilt: scroll
Die genannten Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch nach den einschlägigen Prinzipien des IAS 19 bewertet. Grundlage der Bewertungen sind die rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Lands. Die folgenden durchschnittlichen Annahmen wurden für die wesentlichen Parameter versicherungsmathematischer Bewertung herangezogen: scroll
scroll
scroll
Die METRO GROUP hat wie in den Vorjahren zur Bestimmung des Rechnungszinses auf allgemein anerkannte Verfahren zurückgegriffen. Diese werden auf Basis der Rendite von Unternehmensanleihen hoher Bonität am Bilanzierungsstichtag unter Berücksichtigung der Währung und der Laufzeit der zugrunde liegenden Verpflichtungen den jeweils anzuwendenden Rechnungszins ermitteln. Der Rechnungszins für die Eurozone und das Vereinigte Königreich basiert auf den Ergebnissen einer vom Konzernaktuar einheitlich verwendeten Methode, die auf die Marktdaten zum 31. August 2013 angewandt wurde. Für die Zinsfestsetzung wurde die Duration der Verpflichtungen auf Basis der Ergebnisse zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 berücksichtigt. In Ländern, in denen kein liquider Markt an zur Zinsfestsetzung geeigneten Unternehmensanleihen besteht, wurden stattdessen Renditen von Staatsanleihen als Referenz bei der Festsetzung des Rechnungszinses verwandt. Die Höhe der sonstigen nicht wesentlichen bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen verwendeten Parameter entspricht den langfristigen Erwartungen der METRO GROUP. Neben dem Rechnungszins stellt die Inflation einen weiteren wesentlichen versicherungsmathematischen Parameter dar. Die nominale Lohn- und Gehaltssteigerungsrate wurde dabei aus der erwarteten Inflation und einer realen Steigerungsrate ermittelt. Die Rentensteigerungsrate in Deutschland wird, soweit die Rentenanpassungen mit dem Anstieg der Lebenshaltungskosten zu ermitteln sind, direkt von der Inflation abgeleitet. Auch in den ausländischen Gesellschaften wird die Rentenanpassung in der Regel in Abhängigkeit von der Inflation festgesetzt. Der Einfluss von Veränderungen bei Fluktuations- und Sterblichkeitsannahmen wurde für die wesentlichen Pläne analysiert. Bei den deutschen Konzernunternehmen basieren die Berechnungen der Sterblichkeitsrate auf den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Diese wurden wie in den Vorjahren, basierend auf Untersuchungen des Konzernaktuars, um aktuelle Entwicklungen der Sterblichkeitsraten modifiziert. Den versicherungsmathematischen Bewertungen im Ausland liegen länderspezifische Sterbetafeln zugrunde. Die resultierenden Effekte aus Fluktuations- und Sterblichkeitsannahmen wurden als nicht wesentlich eingeschätzt und nicht als gesonderte Komponente aufgeführt. Nachstehend erfolgt eine Sensitivitätsanalyse für die wesentlichen Parameter der Bewertung im Hinblick auf den Anwartschaftsbarwert. Als wesentliche Einflussparameter auf den Anwartschaftsbarwert wurden der Rechnungszins und die Inflationsrate identifiziert. Im Rahmen der Sensitivitätsanalyse wurde nach den gleichen Methoden vorgegangen wie im Vorjahr. Es wurden diejenigen Parameteränderungen berücksichtigt, die angemessener Weise für möglich gehalten werden, was einem Konfidenzintervall von 75 Prozent entspricht. Der Betrachtungshorizont für mögliche Parameteränderungen umfasst den Zeitraum bis zum nächsten Abschlussstichtag am 30. September 2014. Stress-Tests oder „Worst Case"-Szenarien sind hingegen nicht Gegenstand der Sensitivitätsanalyse. Die Auswahl der jeweiligen Bandbreite von möglichen Parameteränderungen basiert auf mehrjährigen historischen Beobachtungen. Dieses Anknüpfen an nahezu ausschließliche Vergangenheitswerte zur Ableitung möglicher künftiger Entwicklungen stellt eine Einschränkung der Methodik dar. Im Folgenden werden die Auswirkungen eines Anstiegs/ Rückgangs des Rechnungszinses um 100 Basispunkte beziehungsweise der Inflationsrate um 25 Basispunkte auf den Anwartschaftsbarwert aufgezeigt: scroll
Die Zusage von leistungsorientierten Pensionsansprüchen setzt die METRO GROUP verschiedenen Risiken aus. Zu diesen zählen die allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken aus der Bewertung der Pensionsverpflichtung (zum Beispiel Zinssatzänderungsrisiko) sowie die Kapitalbeziehungsweise Anlagerisken des Planvermögens. Im Hinblick auf die Finanzierung der zukünftigen Rentenzahlungen aus mittelbaren Zusagen sowie einen stabilen Bestand an Deckungskapital investiert die METRO GROUP das Planvermögen überwiegend in wenig risikobehaftete Anlageformen. Die Finanzierung der unmittelbaren Pensionszusagen ist über einen operativen Cashflow der METRO GROUP gesichert. Der Fair Value des Planvermögens verteilt sich prozentual wie folgt auf die einzelnen Vermögenswertkategorien: scroll
Die festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und Fonds werden regelmäßig an aktiven Märkten gehandelt. Marktpreise liegen infolgedessen vor. Innerhalb der Vermögenskategorie „Festverzinsliche Wertpapiere" wird nur in Unternehmensanleihen, Staatsanleihen und Pfandbriefe mit hoher Bonität (Investment-Grade) investiert. Innerhalb der Kategorie „Aktien und Fonds" wird das Risiko durch geografische Diversifikation minimiert. Nicht an einem aktiven Markt gehandelt wird das Immobilienvermögen. Von diesen Werten werden 137 Mio. € (30.9.2012: 137 Mio. €; 31.12.2012: 137 Mio. €) von der METRO GROUP selbst genutzt. Der Bestand an sonstigen Vermögenswerten umfasst im Wesentlichen Forderungen gegenüber Versicherungsunternehmen in Deutschland, der Schweiz und Belgien. Es handelt sich dabei um erstklassige Versicherungsunternehmen. Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen beträgt im Berichtsjahr 32 Mio. € (9M 2012: 74 Mio. €; 12M 2012: 90 Mio. €). Für das Geschäftsjahr 2013/2014 werden Arbeitgeberzahlungen an externe Versorgungsträger in Höhe von ungefähr 23 Mio. € und Arbeitnehmerbeiträge von ungefähr 6 Mio. € in das Planvermögen erwartet, wobei der Großteil dieser Beiträge auf Beitragszahlungen in den Niederlanden entfällt. Die erwarteten Beiträge aus den Entgeltumwandlungszusagen in Deutschland können nur schwer prognostiziert werden und sind daher in den erwarteten Zahlbeträgen nicht enthalten. Die Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts ergeben sich wie folgt: scroll
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung für die Länder mit wesentlichen Pensionsverpflichtungen beträgt: scroll
Der Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Gruppen von Versorgungsberechtigten: scroll
Die Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens stellt sich wie folgt dar: scroll
scroll
Bei einer Gesellschaft in der Schweiz übersteigt das Planvermögen zum Bilanzstichtag den Wert der Verpflichtung. Da das Unternehmen keinen wirtschaftlichen Nutzen aus der Überdotierung ziehen kann, wurde der Bilanzbetrag unter Anwendung von IAS19.64 (b) auf Null reduziert. Die Änderung des Effekts der Vermögensobergrenze in Höhe von rund 4 Mio. € wurde als Aufwand im Sonstigen Ergebnis erfasst. Des Weiteren besteht in Belgien bei einem leistungsorientierten Plan eine Überdeckung. Eine Vermögenswertanpassung ist hier nicht notwendig. Die Pensionsaufwendungen aus unmittelbaren und mittelbaren Zusagen der betrieblichen Altersversorgung setzen sich wie folgt zusammen: scroll
1
Darin verrechnet: von Mitarbeitern geleistete
Beiträge Zusätzlich zum Aufwand aus leistungsorientierten Pensionszusagen wurden für beitragsorientierte Versorgungszusagen Aufwendungen für Zahlungen an externe Versorgungsträger im Geschäftsjahr in Höhe von 40 Mio. € (9M 2012: 39 Mio. €; 12M 2012: 53 Mio. €) berücksichtigt. Bei Media-Saturn in den Niederlanden liegt ein Versorgungsplan vor, der gemäß den Vorschriften des IAS 19.148 als Multi-Employer-Plan klassifiziert ist. Es handelt sich um einen landestypischen Plan, der strikten Reglementierungen unterliegt. Im Fall einer Unterdeckung wäre Media-Saturn Niederlande verpflichtet, diese Unterdeckung durch höhere Beiträge in der Zukunft auszugleichen. Die höheren Beiträge gelten dann für alle teilnehmenden Unternehmen. Media-Saturn kann für die Verpflichtungen von anderen Unternehmen nicht herangezogen werden. Rund 30.000 Unternehmen im Einzelhandel nehmen an dem Plan teil, wobei Beiträge für insgesamt mehr als 240.000 Mitarbeiter von allen Unternehmen erhoben werden. Media-Saturn Niederlande leistet zurzeit für 5.333 Mitarbeiter Beiträge an den Plan. Die Kalkulation der Beiträge erfolgt für fünf Jahre (aktuell von 2012 bis 2016). Diese entsprechen einem festgelegten Prozentsatz vom Gehalt eines Mitarbeiters (derzeit 19,4 Prozent), wobei der Mitarbeiter für Gehälter über 12.415 € einen Teil der Beiträge übernimmt und für Gehälter über 50.064 € keine Beiträge mehr zu leisten sind. Im Geschäftsjahr 2013/2014 werden Beiträge in Höhe von rund 6 Mio. € an den „Bedrijfspensioenfonds voor de Detailhandel" Fonds erwartet. Im September 2013 lag der Deckungsgrad bei 107 Prozent. Die Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Jubiläums- und Sterbegeldern, Gehaltsfortzahlungen im Todesfall sowie Altersteilzeitvereinbarungen. Für diese Verpflichtungen wurden Rückstellungen in Höhe von 76 Mio. € (30.9.2012: 73 Mio. €; 31.12.2012: 76 Mio. €) gebildet. Die Verpflichtungen werden auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten bewertet. Die hierfür herangezogenen Bewertungsparameter sind grundsätzlich identisch mit denen der betrieblichen Altersversorgung. 33. Sonstige Rückstellungen (langfristig)/Rückstellungen (kurzfristig)Die sonstigen Rückstellungen (langfristig)/Rückstellungen (kurzfristig) haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt: scroll
Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Immobilienbereich betreffen standortbezogene Risiken in Höhe von 123 Mio. € (30.9.2012: 90 Mio. €; 31.12.2012: 116 Mio. €), Mietunterdeckungen in Höhe von 49 Mio. € (30.9.2012: 46 Mio. €; 31.12.2012: 22 Mio. €), Mietverpflichtungen in Höhe von 37 Mio. € (30.9.2012: 24 Mio. €; 31.12.2012: 46 Mio. €) sowie Rückbauverpflichtungen in Höhe von 21 Mio. € (30.9.2012: 20 Mio. €; 31.12.2012: 20 Mio. €). Sonstige Verpflichtungen des Immobilienbereichs in Höhe von 10 Mio. € (30.9.2012: 12 Mio. €; 31.12.2012: 13 Mio. €) entfallen im Wesentlichen auf Instandhaltungsverpflichtungen. Bedeutende Komponenten der Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Warengeschäft sind Rückstellungen für Kundentreueprogramme in Höhe von 72 Mio. € (30.9.2012: 71 Mio. €; 31.12.2012: 75 Mio. €), Rückstellungen für Garantieleistungen in Höhe von 42 Mio. € (30.9.2012: 47 Mio. €; 31.12.2012: 52 Mio. €) sowie Rückstellungen für Rückgabe rechte in Höhe von 24 Mio. € (30.9.2012: 28 Mio. €; 31.12.2012: 40 Mio. €). Die Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 141 Mio. € (30.9.2012: 199 Mio. €; 31.12.2012: 186 Mio. €) betreffen im Wesentlichen die Vertriebslinien Real mit 48 Mio. € (30.9.2012: 42 Mio. €; 31.12.2012: 67 Mio. €) und METRO Cash & Carry mit 32 Mio. € (30.9.2012: 73 Mio. €; 31.12.2012: 47 Mio. €) sowie sonstige Gesellschaften mit 30 Mio. € (30.9.2012: 59 Mio. €; 31.12.2012: 50 Mio. €). Die übrigen Rückstellungen beinhalten vor allem Rückstellungen für die Risikovorsorge im Zusammenhang mit Portfoliomaßnahmen in Höhe von 71 Mio. € (30.9.2012: 0 Mio. €; 31.12.2012: 51 Mio. €), Verpflichtungen für Prozesskosten/ -risiken in Höhe von 52 Mio. € (30.9.2012: 49 Mio. €; 31.12.2012: 76 Mio. €). Darüber hinaus enthalten die übrigen Rückstellungen Abfindungsverpflichtungen in Höhe von 48 Mio. € (30.9.2012: 8 Mio. €; 31.12.2012: 35 Mio. €) sowie Bürgschafts- und Gewährleistungsrisiken in Höhe von 19 Mio. € (30.9.2012: 19 Mio. €; 31.12.2012: 22 Mio. €). Die Rückstellungen für anteilsbasierte Vergütungen betragen 12 Mio. € (30.9.2012: 7 Mio. €; 31.12.2012: 6 Mio. €). Darüber hinaus werden in dieser Kategorie Zinsen auf sonstige Rückstellungen in Höhe von 47 Mio. € (30.9.2012: 40 Mio. €; 31.12.2012: 49 Mio. €) ausgewiesen. - Ergänzende Erläuterungen zu den anteilsbasierten Vergütungen sind unter Nummer 49 „Anteilsbasierte Vergütung für Führungskräfte" angegeben.Die Umbuchungen betreffen sowohl Umgliederungen innerhalb der sonstigen Rückstellungen als auch Umgliederungen zwischen sonstigen Rückstellungen und anderen Bilanzpositionen. Die Zinssätze für unverzinsliche langfristige Rückstellungen liegen, je nach Laufzeit und Land, zwischen 1,1 Prozent und 9,7 Prozent. 34. Verbindlichkeitenscroll
scroll
35. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDer Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Rumpfgeschäftsjahr um 3.708 Mio. € ist hauptsächlich auf die Vertriebslinien Media-Saturn (2.661 Mio. €) sowie METRO Cash & Carry (718 Mio. €) zurückzuführen. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen das durch das Weihnachtsgeschäft hohe Verbindlichkeitenvolumen am Jahresende, welches bereits im Folgequartal auf ein Normalmaß zurückgeführt wird. Im Vergleich zum 30. September 2012 ergibt sich eine Verminderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 625 Mio. €. Hiervon entfallen auf Media-Saturn 168 Mio. € und auf METRO Cash & Carry 146 Mio. €. Bei beiden Vertriebslinien sind verkürzte Zahlungsziele der Lieferanten sowie Währungseffekte die maßgeblichen Auslöser. Bei der Vertriebslinie Real ist der Rückgang in Höhe von 263 Mio. € größtenteils auf die Veräußerung des Geschäfts in Osteuropa zurückzuführen. 36. FinanzschuldenDer mittel- und langfristigen Finanzierung dient ein Daueremissionsprogramm, in dessen Rahmen im Rumpfgeschäftsjahr 2013 keine Transaktionen vorgenommen wurden. Die Deckung des kurzfristigen Finanzierungsbedarfs erfolgt sowohl über das „Euro Commercial Paper Programme" als auch über ein auf französische Investoren ausgerichtetes weiteres „Commercial Paper Programme". Beide Programme verfügen über ein maximales Volumen von jeweils 2 Mrd. €. Insgesamt wurden beide Programme im Rumpfgeschäftsjahr 2013 zusammen im Durchschnitt mit 922 Mio. € (30.9.2012: 1.641 Mio. €; 31.12.2012: 1.629 Mio. €) in Anspruch genommen. Zum 30. September 2013 wurden die Programme mit rund 383 Mio. € (30.9.2012: 2.007 Mio. €; 31.12.2012: 587 Mio. €) ausgenutzt. Des Weiteren stehen der METRO GROUP syndizierte Kreditlinien im Gesamtbetrag von 2.500 Mio. € (30.9.2012: 2.500 Mio. €; 31.12.2012: 2.500 Mio. €) mit Laufzeitenden zwischen Dezember 2015 und Januar 2017 zur Verfügung. Im Falle der Inanspruchnahme liegen die Zinssätze zwischen EURIBOR +85,0 Basispunkten (BP) und EURIBOR +95,0 BP. Der durchschnittliche im Rumpfgeschäftsjahr 2013 in Anspruch genommene Betrag lag bei 0 Mio. € (30.9.2012: 0 Mio. €; 31.12.2012: 0 Mio. €), der Betrag zum Stichtag bei 0 Mio. € (30.9.2012: 0 Mio. €; 31.12.2012: 0 Mio. €). Die Vertragsbedingungen für die Konsortialkreditlinien sehen im Falle einer Ratingaufwertung der METRO GROUP um eine Stufe eine Verringerung der Margen von 5 bis 20 BP vor. Der METRO GROUP standen zum 30. September 2013 zusätzliche bilaterale Bankkreditlinien in Höhe von 1.826 Mio. € (30.9.2012: 2.097 Mio. €; 31.12.2012: 2.075 Mio. €) zur Verfügung, wovon 405 Mio. € (30.9.2012: 473 Mio. €; 31.12.2012: 433 Mio. €) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr aufweisen. Zum Bilanzstichtag wurden von den bilateralen Kreditlinien insgesamt 1.096 Mio. € (30.9.2012: 1.331 Mio. €; 31.12.2012: 1.305 Mio. €) in Anspruch genommen. Davon valutierten 310 Mio. € (30.9.2012: 352 Mio. €; 31.12.2012: 308 Mio. €) mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Freie Kreditlinien der METRO GROUPscroll
scroll
Der Ausfall eines Kreditgebers kann durch die bestehenden unausgenutzten Kreditfazilitäten beziehungsweise die verfügbaren Geld- und Kapitalmarktprogramme jederzeit gedeckt werden. Die METRO GROUP trägt somit kein Kreditgeberausfallrisiko. Sicherheiten für die Finanzschulden werden von der METRO GROUP grundsätzlich nicht gegeben. Eine Ausnahme besteht aufgrund der Erstkonsolidierung der METRO PROPERTIES GmbH & Co. KG sowie ihrer Tochtergesellschaften im Jahr 2003. Zum 30. September 2013 wurden hieraus für Finanzschulden in Höhe von 328 Mio. € (30.9.2012: 358 Mio. €; 31.12.2012: 351 Mio. €) dingliche Sicherheiten gestellt. Die Fälligkeitsstruktur der Finanzschulden ist in den folgenden Tabellen dargestellt. Die angegebenen Buchwerte und Fair Values beinhalten die aufgelaufenen Zinsen, deren Restlaufzeit jeweils unter einem Jahr liegt. Anleihenscroll
scroll
scroll
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (ohne Kontokorrent)scroll
scroll
scroll
Schuldscheindarlehenscroll
scroll
scroll
Tilgungsdarlehen, die unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen werden, sind in den Restlaufzeiten entsprechend ihren Tilgungszeitpunkten dargestellt. Die Angaben zum Fair Value dieser Darlehen enthalten bei den Restlaufzeiten über einem Jahr grundsätzlich den Buchwert. Der Differenzbetrag zwischen Buchwert und Fair Value des gesamten Darlehens ist in der Fälligkeit unter einem Jahr dargestellt. Die Zinsstruktur der Finanzschulden ist den folgenden Tabellen zu entnehmen: Anleihenscroll
scroll
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (ohne Kontokorrent)scroll
scroll
Schuldscheindarlehenscroll
scroll
Die Zinsbindung der kurz- und mittelfristigen Finanzschulden und die Zinsanpassungstermine aller festverzinslichen Finanzschulden entsprechen im Wesentlichen den dargestellten Restlaufzeiten. Die Zinsanpassungstermine variabler Zinssätze liegen unter einem Jahr. - Die Auswirkungen von Zinsänderungen beim variablen Anteil der Finanzschulden auf das Periodenergebnis und das Eigenkapital der METRO GROUP sind unter Nummer 43 „Management der finanzwirtschaftlichen Risiken" ausführlich beschrieben.37. Sonstige finanzielle und andere VerbindlichkeitenDie sonstigen Steuerverbindlichkeiten beinhalten Umsatzsteuer, Grundsteuer, Lohn- und Kirchensteuer sowie sonstige Steuern. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält abgegrenzte Miet-, Leasing- und Zinserträge sowie abgegrenzte Umsätze aus Kundentreueprogrammen, dem Verkauf von Gutscheinen, Garantieverträgen und übrige Abgrenzungsposten. Wesentliche Positionen in den übrigen anderen Verbindlichkeiten sind erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 47 Mio. € (30.9.2012: 48 Mio. €; 31.12.2012: 45 Mio. €) und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen (keine Finanzierungs-Leasingverhältnisse) in Höhe von 47 Mio. € (30.9.2012: 43 Mio. €; 31.12.2012: 41 Mio. €). Wesentliche Positionen in den übrigen finanziellen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Andienungsrechten gegenüber konzernfremden Gesellschaftern in Höhe von 78 Mio. € (30.9.2012: 388 Mio. €; 31.12.2012: 347 Mio. €), Verbindlichkeiten aus dem Erwerb übriger Anlagewerte in Höhe von 299 Mio. € (30.9.2012: 216 Mio. €; 31.12.2012: 304 Mio. €), Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 155 Mio. € (30.9.2012: 148 Mio. €; 31.12.2012: 174 Mio. €) sowie Verbindlichkeiten aus dem Immobilienbereich in Höhe von 31 Mio. € (30.9.2012: 49 Mio. €; 31.12.2012: 34 Mio. €). Darüber hinaus beinhalten die übrigen Verbindlichkeiten noch eine Vielzahl weiterer Einzelpositionen. scroll
scroll
38. Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen VerbindlichkeitenFinanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die Verrechnungsvereinbarungen, einklagbaren Globalverrechnungsverträgen und ähnlichen Vereinbarungen unterliegen, bestanden wie folgt: scroll
scroll
scroll
Die zugehörigen Beträge, die in der Bilanz nicht saldiert werden, beinhalten sowohl Finanzinstrumente als auch Sicherheiten. Die nicht saldierten Finanzinstrumente wären durch die zugrunde liegenden Rahmenverträge saldierungsfähig, erfüllen jedoch nicht die Saldierungskriterien des IAS 32 (Finanzinstrumente: Darstellung). Die Sicherheiten können sowohl finanzielle Vermögenswerte, die als Sicherheiten für Verbindlichkeiten an eine dritte Partei gestellt wurden, als auch finanzielle Verbindlichkeiten, die die METRO GROUP von einer dritten Partei als Sicherheiten für Vermögenswerte erhalten hat, enthalten. - Nähere Angaben zu den Sicherheiten sind unter Nummer 43 „Management der finanzwirtschaftlichen Risiken" enthalten.39. Undiskontierte Cashflows finanzieller VerbindlichkeitenDie undiskontierten Cashflows der Finanzschulden, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der passivierten Derivate lauten wie folgt: scroll
scroll
scroll
scroll
scroll
scroll
40. Buchwerte und Fair Values nach BewertungskategorienDie Buchwerte und Fair Values der bilanzierten Finanzinstrumente lauten wie folgt: scroll
scroll
scroll
Die Klassenbildung ist anhand gleichartiger Risiken für die jeweiligen Finanzinstrumente vorgenommen worden und ist gleichlautend zu den festgelegten Kategorien des IAS 39. Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungszusammenhang gemäß IAS 39 und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten sind jeweils einer eigenen Klasse zugeordnet. Die Hierarchie der Fair Values umfasst drei Level und wird durch die Marktnähe der in die Bewertungsverfahren eingehenden Eingangsparameter festgelegt. In den Fällen, in denen verschiedene Eingangsparameter für die Bewertung maßgeblich sind, wird der Fair Value dem Hierarchielevel zugeordnet, das dem Eingangsparameter des niedrigsten Levels entspricht, das für die Bewertung von Bedeutung ist. Eingangsparameter des Levels 1: Notierte (unverändert übernommene) Preise an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden, auf die das Unternehmen am Bewertungsstichtag zugreifen kann. Eingangsparameter des Levels 2: Andere Eingangsparameter als die auf Level 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind. Eingangsparameter des Levels 3: Für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbare Eingangsparameter. Vom Gesamtbuchwert der Beteiligungen in Höhe von 266 Mio. € (30.9.2012: 193 Mio. €; 31.12.2012: 199 Mio. €) werden 13 Mio. € (30.9.2012: 10 Mio. €; 31.12.2012: 12 Mio. €) zu Anschaffungskosten bewertet, da eine verlässliche Ermittlung des Fair Values nicht möglich ist. Es handelt sich hierbei um nicht börsennotierte Finanzinstrumente, für die kein aktiver Markt besteht. Eine Veräußerung der zu Anschaffungskosten bewerteten Beteiligungen ist zurzeit nicht vorgesehen. Börsennotierte Beteiligungen in Höhe von 253 Mio. € (30.9.2012: 183 Mio. €; 31.12.2012: 187 Mio. €) werden erfolgsneutral zum Fair Value bewertet. Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Andienungsrechten nicht beherrschender Gesellschafter in Höhe von 78 Mio. € (30.9.2012: 388 Mio. €; 31.12.2012: 347 Mio. €), die erfolgsneutral zum Fair Value folgebewertet werden. Die nachstehende Tabelle stellt die Finanzinstrumente dar, die in der Bilanz zum Fair Value bewertet werden. Diese sind in eine dreistufige Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, deren Level die Marktnähe der bei der Ermittlung der Fair Values einbezogenen Daten widerspiegeln: scroll
scroll
Die Bewertung der Wertpapiere (Level 1) erfolgt anhand quotierter Marktpreise auf aktiven Märkten. Bei Zinsswaps und Devisengeschäften (alle Level 2) erfolgt eine Mark-to-Market-Bewertung auf Basis notierter Devisenkurse und am Markt erhältlicher Zinsstrukturkurven. Der Fair Value der Rohstoffderivate (Level 2) wird als Durchschnitt des an der Börse festgestellten Preises des abgelaufenen Monats berechnet. Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Leveln 1 und 2 vorgenommen. Level 3 beinhaltet die Fair Values von Verbindlichkeiten aus Andienungsrechten nicht beherrschender Gesellschafter. Die Fair-Value-Bewertung richtet sich nach der jeweiligen Vertragsgestaltung. Die Fair Values von Verbindlichkeiten aus Andienungsrechten werden nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelt. Dabei werden die erwarteten zukünftigen Cashflows über einen Detailplanungszeitraum von drei Jahren (31.12.2012: drei bis fünf Jahren) zuzüglich einer ewigen Rente zugrunde gelegt. Für die ewige Rente wird eine Wachstumsrate zwischen 4,1 und 7,7 Prozent (31.12.2012: zwischen 1,9 und 9,3 Prozent) angenommen. Als Diskontierungszins wird der jeweilige lokale WACC verwendet. Die Diskontierungszinssätze lagen im Berichtsjahr zwischen 11,1 und 15,8 Prozent (31.12.2012: zwischen 9,5 und 17,6 Prozent). Würden die einzelnen Zinssätze um je 10,0 Prozent steigen, würde der Fair Value dieser Verbindlichkeiten um 9 Mio. € (31.12.2012: 7 Mio. €) sinken. Von den Wertänderungen der zum 31. Dezember 2012 bestehenden Andienungsrechte reduzieren 21 Mio. € die Geschäfts- oder Firmenwerte. Ferner sind 23 Mio. € transaktionsbedingt entstanden. Die Wertänderungen der Andienungsrechte entwickelten sich vom 1. Januar bis 30. September 2013 wie folgt: scroll
Die Wertänderung der zum 30. September 2013 bestehenden Andienungsrechte erhöhte die Geschäfts- oder Firmenwerte um 5 Mio. € und das Sonstige Ergebnis um 1 Mio. €. Finanzinstrumente, die in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert sind, für die der Fair Value aber im Anhang angegeben ist, sind ebenfalls in eine dreistufige Fair-Value-Hierarchie eingeordnet. Die Fair Values der Forderungen an Lieferanten, der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entsprechen aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeit im Wesentlichen deren Buchwerten. Die Ermittlung der Fair Values der Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen erfolgt auf der Basis der Marktzinskurve nach der Zero-Coupon-Methode unter Berücksichtigung von Credit Spreads (Level 2). Die auf den Stichtag abgegrenzten Zinsen sind in den Werten enthalten. Die Fair Values aller anderen übrigen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht börsennotiert sind, entsprechen den Barwerten der mit diesen Bilanzpositionen verbundenen Zahlungen. Bei der Berechnung wurden die zum Stichtag gültigen landesspezifischen Zinsstrukturkurven (Level 2) herangezogen. Sonstige Erläuterungen41. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7 (Kapitalflussrechnungen) zeigt, wie sich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten umfasst Schecks und Kassenbestände sowie unterwegs befindliche Gelder und die Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Mittelveränderungen aus der betrieblichen Tätigkeit, aus Investitions- und aus Finanzierungstätigkeit. Cashflows aus nicht fortgeführten Aktivitäten werden separat ausgewiesen, sofern es sich um aufgegebene Geschäftsbereiche handelt. Im Dezember 2012 wurden die Vermögenswerte und Schulden des Real-Geschäfts in Osteuropa als „Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte" beziehungsweise unter „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" ausgewiesen. In den umgegliederten Vermögenswerten waren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 66 Mio. € enthalten. Aus der betrieblichen Tätigkeit wurden im Berichtsjahr Cashflows in Höhe von -1.768 Mio. € (9M 2012: -2.095 Mio. €; 12M 2012: 2.340 Mio. €) generiert. Die Abschreibungen entfallen mit 802 Mio. € (9M 2012: 829 Mio. €; 12M 2012: 1.198 Mio. €) auf Sachanlagen, mit 144 Mio. € (9M 2012: 127 Mio. €; 12M 2012: 252 Mio. €) auf immaterielle Vermögenswerte und mit 16 Mio. € (9M 2012: 10 Mio. €; 12M 2012: 13 Mio. €) auf „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien". Im Zusammenhang mit der Veräußerung des Großhandelsgeschäfts im Vereinigten Königreich wurde im Vorjahr (9M und 12M 2012) eine Abwertung dieser Veräußerungsgruppe in Höhe von 172 Mio. € vorgenommen. Dagegen laufen Zuschreibungen in Höhe von 7 Mio. € (9M 2012: 5 Mio. €; 12M 2012: 12 Mio. €). Die Veränderung des Netto-Betriebsvermögens beträgt -2.395 Mio. € (9M 2012: -2.783 Mio. €; 12M 2012: 80 Mio. €) und enthält die Veränderungen der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der in der Position „Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte" enthaltenen Forderungen an Lieferanten sowie Forderungen aus Kreditkarten und geleisteten Anzahlungen auf Vorräte. Darüber hinaus enthält sie die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, der abgegrenzten Umsätze aus Gutscheinen und Kundentreueprogrammen, der Rückstellungen für Kundentreueprogramme und Rückgaberechte sowie der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen. Die Position „Sonstiges" beinhaltet diverse Einzelposten. Wesentliche Bestandteile sind die Veränderungen der sonstigen Steuerverbindlichkeiten (im Wesentlichen Umsatzsteuer) mit -330 Mio. € (9M 2012: -206 Mio. €; 12M 2012: 65 Mio. €), die Eliminierung des EBIT um Entkonsolidierungsergebnisse mit -162 Mio. € (9M 2012: -6 Mio. €; 12M 2012: -32 Mio. € ), gegenläufig die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern mit 74 Mio. € (9M 2012: 24 Mio. €; 12M 2012: -19 Mio. €) sowie die Adjustierung von unrealisierten Wechselkurseffekten in Höhe von 94 Mio. € (9M 2012: 46 Mio. €; 12M 2012: 58 Mio. €). Aus dem Bereich der Investitionstätigkeit resultiert im Berichtsjahr ein Mittelzufluss von 747 Mio. € (9M 2012: Mittelabfluss von 600 Mio. €; 12M 2012: Mittelabfluss von 626 Mio. €). Hierin sind in Zahlungsmitteln erhaltene Entgelte für die Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa in Höhe von 953 Mio. € sowie 138 Mio. € aus dem Verkauf der OPCI-II-Immobilien in Frankreich enthalten. Im Zusammenhang mit dem 2011 getätigten Erwerb von Redcoon wurden 12 Mio. € vom einbehaltenen Kaufpreis ausgezahlt. Im Vorjahr (12M 2012) beinhaltete der Cashflow aus der Investitionstätigkeit Einzahlungen aus der Veräußerung der OPCI I Immobilien in Frankreich in Höhe von 203 Mio. € sowie 14 Mio. € für den Verkauf von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich (9M 2012). Der Betrag der als Mittelabfluss dargestellten Investitionen in Sachanlagen unterscheidet sich von dem im Anlagenspiegel dargestellten Zugang in Höhe der nicht zahlungswirksamen Vorgänge. Diese betreffen im Wesentlichen Zugänge aus Finanzierungs-Leasing, Wechselkurseffekte sowie die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Erwerb von übrigen Anlagewerten. Die sonstigen Investitionen beinhalten Investitionen in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 123 Mio. € (9M 2012: 99 Mio. €; 12M 136 Mio. €) sowie Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 56 Mio. € (9M 2012: 0 Mio. €; 12M 2012: 7 Mio. €). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit weist im Berichtsjahr einen Mittelabfluss von 1.690 Mio. € (9M 2012: Mittelzufluss 1.403 Mio. €; 12M 2012: Mittelzufluss 279 Mio. €) aus. Die Verschlechterung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit ist im Wesentlichen auf die Begebung von Anleihen im Vorjahr zurückzuführen. 42. SegmentberichterstattungDie Segmentberichterstattung ist nach IFRS 8 (Geschäftssegmente) aufgestellt. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung des Konzerns und richtet sich grundsätzlich nach der Einteilung des Geschäfts in einzelne Branchen. METRO Cash & CarryMETRO Cash & Carry ist im Selbstbedienungsgroßhandel mit den Marken METRO und MAKRO in 29 Ländern Europas, Asiens und Afrikas vertreten. In Deutschland ergänzt zudem die Marke C+C Schaper das Portfolio. Mit seinem vielfältigen Produkt- und Serviceangebot richtet sich METRO Cash & Carry speziell an gewerbliche Kunden: Hotel- und Restaurantbesitzer, Cateringunternehmen, unabhängige Einzelhändler sowie Dienstleister und Behörden. Media-SaturnMedia-Saturn bietet im Elektrofachhandel ein umfassendes Sortiment mit neuesten Markenprodukten an. Mit den zwei starken Vertriebsmarken Media Markt und Saturn ist die Vertriebslinie in 15 Ländern vertreten. Zudem gehören der Internethändler Redcoon, der russische Online-Shop 003.ru sowie das Unternehmen 24-7 Entertainment zu Media-Saturn. RealReal betreibt SB-Warenhäuser in Deutschland und ist dort sowohl im stationären Einzelhandel als auch im Online-Handel aktiv. Die Vertriebslinie betreibt darüber hinaus im Wesentlichen Standorte in Polen und in der Türkei. Alle Märkte bieten ein umfassendes Lebensmittelangebot mit einem hohen Anteil an Frischeprodukten, ergänzt um ein Sortiment von Nicht-Lebensmitteln. Galeria KaufhofGaleria Kaufhof betreibt Warenhäuser in Deutschland und Belgien. In Belgien tritt die Vertriebslinie als Galeria Inno auf. Die Warenhäuser von Galeria Kaufhof bieten internationale Sortimente und hochwertige Eigenmarken mit einem Schwerpunkt auf Bekleidungsartikeln. Das stationäre Geschäft ist dabei eng mit dem Online-Shop verzahnt. ImmobilienMETRO PROPERTIES ist das Immobilienunternehmen der METRO GROUP und betreut Handelsstandorte in nahezu allen METRO-Ländern. METRO PROPERTIES hat sich zum Ziel gesetzt, den Wert des Immobilienvermögens durch aktives und strategisches Portfolio- und Asset-Management langfristig zu steigern. Zum Leistungsspektrum gehören unter anderem die Standortauswahl, die Entwicklung und Betreuung moderner Groß- und Einzelhandelsimmobilien sowie das Energiemanagement für die Standorte der METRO GROUP. Ab dem Beginn des Geschäftsjahres 2013/14 wird das Segment Immobilien nicht mehr gesondert ausgewiesen. Die segmentrelevanten Informationen werden dann in den Segmenten der Vertriebslinien beziehungsweise im Segment Sonstige gezeigt. Auf den Ausweis der Regionensegmente wird diese Änderung keine Auswirkung haben. - Weitere Angaben zu den Segmenten enthält der zusammengefasste Lagebericht.Neben den Informationen zu den oben genannten Geschäftssegmenten werden gleichwertige Informationen zu den METRO-Regionen veröffentlicht. Dabei wird nach den Regionen Deutschland, Westeuropa (ohne Deutschland), Osteuropa und Asien/Afrika unterschieden. - Der Außenumsatz repräsentiert den Umsatz der Geschäftssegmente mit Konzernexternen. - Der Innenumsatz zeigt die Umsätze mit anderen Geschäftssegmenten. - Das Segment-EBITDAR repräsentiert das EBITDA vor Mietaufwendungen abzüglich Mieterträgen. - Das Segment-EBITDA umfasst das EBIT vor Abschreibungen und Zuschreibungen auf Sachanlagevermögen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. - Die Segmentsteuerungsgröße EBIT beschreibt das betriebliche Ergebnis der Periode vor Finanzergebnis und Ertragsteuern. Konzerninterne Mietverträge werden in den Segmenten als Operating-Leasingverhältnisse dargestellt. Die Vermietung findet dabei zu marktüblichen Konditionen statt. Standortbezogene Risiken sowie Werthaltigkeitsrisiken von langfristigen Vermögenswerten werden in den Segmenten grundsätzlich nur dann abgebildet, wenn es sich um Konzernrisiken handelt. Dies gilt analog für aktive und passive Abgrenzungen, die auf Segmentebene nur dann abgebildet werden, wenn dies auch in der Konzernbilanz erforderlich wäre. - Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge (einschließlich der Zugänge zum Konsolidierungskreis) zu den langfristigen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Ausgenommen hiervon sind Zugänge aufgrund der Reklassifikation von „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" als langfristige Vermögenswerte. - Das Segmentvermögen enthält das lang- und kurzfristige Vermögen. Nicht enthalten sind hauptsächlich Finanzanlagen, nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen, Steuerpositionen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Vermögenswerte, die nicht fortgeführten Aktivitäten zuzuordnen sind. Nachfolgend wird die Überleitung des Segmentvermögens auf die Vermögenswerte des Konzerns dargestellt: scroll
1
Vorjahresanpassung (siehe Kapitel „Erläuterungen
zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses") - Die Segmentschulden umfassen lang- und kurzfristige Schulden. Nicht zugeordnet sind insbesondere Finanzschulden, Steuerpositionen sowie Schulden, die nicht fortgeführten Aktivitäten zuzuordnen sind. Nachfolgend wird die Überleitung der Segmentschulden auf die Schulden des Konzerns dargestellt: scroll
1
Vorjahresanpassung (siehe Kapitel „Erläuterungen
zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses") - Transfers zwischen den Segmenten finden grundsätzlich auf Basis der aus Konzernsicht entstehenden Kosten statt. 43. Management der finanzwirtschaftlichen RisikenDie Treasury der METRO AG steuert die finanzwirtschaftlichen Risiken der METRO GROUP. Dies sind speziell - Preisänderungsrisiken, - Liquiditätsrisiken, - Bonitätsrisiken und - Risiken aus Zahlungsstromschwankungen. - Nähere Angaben zum Risikomanagementsystem en hält der zusammengefasste Lagebericht im Kapitel 5 Finanz- und Vermögenslage.PreisänderungsrisikenPreisänderungsrisiken resultieren für die METRO GROUP daraus, dass der Wert eines Finanzinstruments durch Änderungen der Marktzinssätze, der Wechselkurse, der Aktienkurse oder aber der Rohstoffpreise beeinflusst wird. Zinsrisiken entstehen durch Veränderungen des Zinsniveaus. Zur Begrenzung dieser Risiken werden Zinsswaps eingesetzt. Die Ermittlung des verbleibenden Zinsrisikos der METRO GROUP erfolgt gemäß IFRS 7 mittels einer Sensitivitätsanalyse. Dabei werden folgende Annahmen bei der Betrachtung einer Zinssatzänderung zugrunde gelegt: - Die durch die Sensitivitätsanalyse ermittelte Gesamtauswirkung bezieht sich auf den Bestand zum Bilanzstichtag und drückt den Effekt für ein Jahr aus. - Variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäft im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinssatzänderungen designiert sind, wirken sich in der Sensitivitätsanalyse ergebniswirksam im Zinsergebnis aus. Aufgrund des derzeitig niedrigen Zinsniveaus wird die Sensitivität für eine Veränderung von 10 Basispunkten ermittelt. - Festverzinsliche originäre Finanzinstrumente haben generell keine ergebniswirksamen Auswirkungen im Zinsergebnis. Sie werden nur dann ergebniswirksam im übrigen Finanzergebnis, wenn sie im Rahmen eines Fair-Value-Hedges als Grundgeschäft designiert sind und mit dem Fair Value bewertet werden. Hierbei gleicht sich aber die zinsbedingte Wertänderung des Grundgeschäfts mit der Wertänderung des Sicherungsgeschäfts bei voller Effektivität des Sicherungsgeschäfts aus. Die im Rahmen eines Fair-Value-Hedges im Konzern entstehenden variablen Zinsströme werden ergebniswirksam im Zinsergebnis berücksichtigt. - Finanzinstrumente, die als Sicherungsgeschäft im Rahmen eines Cashflow Hedges zur Absicherung von variablen Zinsströmen designiert sind, wirken sich nur dann im Zinsergebnis aus, wenn die Zahlungsströme ausgelöst werden. Aus der Bewertung des Sicherungsgeschäfts zum Fair Value entstehen jedoch ergebnisneutrale Effekte in den Gewinnrücklagen. - Zinsderivate, die nicht in einem qualifizierten Sicherungszusammenhang nach IAS 39 stehen, wirken sich durch die Bewertung zum Fair Value ergebniswirksam im übrigen Finanzergebnis und durch eintretende Zinsströme im Zinsergebnis aus. Das verbleibende Zinsrisiko der METRO GROUP resultiert zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aus variabel verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einem Gesamtanlagesaldo nach Berücksichtigung von Sicherungsgeschäften in Höhe von 2.089 Mio. € (30.9.2012: 1.474 Mio. €; 31.12.2012: 4.852 Mio. €). Eine Zinssatzerhöhung von 10 Basispunkten hat bei diesem Gesamtsaldo einen um 2Mio. € (9M 2012: 1 Mio. €; 12M 2012: 5 Mio. €) höheren Ertrag im Zinsergebnis pro Jahr zur Folge. Bei einer Zinssatzreduzierung von 10 Basispunkten ergibt sich ein gegenläufiger Effekt in Höhe von -2 Mio. € (9M 2012: -1 Mio. €; 12M 2012: -5 Mio. €). Aus der Bewertung von Zinsswaps und Zinswährungsswaps mit einem Nominalvolumen von 310 Mio. € (30.9.2012: 312 Mio. €; 31.12.2012: 312 Mio. €), die in einem Cashflow Hedge stehen, ergibt sich bei einer Zinssatzerhöhung von 100 Basispunkten eine Erhöhung des Eigenkapitals um 5 Mio. € (9M 2012: 9 Mio. €; 12M 2012: 8 Mio. €). Bei einer Zinssatzverringerung ergibt sich eine Eigenkapitalverschlechterung um 6 Mio. € (9M 2012: 9 Mio. €; 12M 2012: 8 Mio. €). Währungsrisiken entstehen der METRO GROUP im internationalen Einkauf von Waren und aufgrund von Kosten sowie Finanzierungen, die in einer anderen Währung als der jeweiligen Landeswährung anfallen oder an die Entwicklung einer anderen Währung gebunden sind. Für daraus resultierende Fremdwährungspositionen besteht eine Sicherungspflicht gemäß der Konzernrichtlinie „Fremdwährungstransaktionen". Ausnahmen bestehen dort, wo es wirtschaftlich nicht sinnvoll ist, sowie bei gesetzlichen und regulatorischen Beschränkungen in den Ländern. Bei der Absicherung kommen Devisentermingeschäfte/-optionen sowie Zins- und Währungsswaps zum Einsatz. Die Darstellung des durch die Ausnahmen entstehenden Fremdwährungsrisikos erfolgt gemäß IFRS 7 ebenfalls mittels einer Sensitivitätsanalyse. Dabei werden folgende Annahmen bei der Betrachtung einer Ab- beziehungsweise Aufwertung des Euro gegenüber Fremdwährungen getroffen: Die durch die Sensitivitätsanalyse dargestellte Gesamtauswirkung bezieht sich in ihrer Höhe und ihren Ergebnischarakteristika auf die Fremdwährungsbestände innerhalb der konsolidierten Tochtergesellschaften der METRO GROUP und drückt den Effekt bei Vorliegen der Ab- beziehungsweise Aufwertung des Euro aus. Bei einer Abwertung des Euro tritt ein positiver Effekt ein, sofern eine Fremdwährungsforderung in einer Tochtergesellschaft besteht, deren funktionale Währung der Euro ist, sowie bei einer Verbindlichkeit in Euro in einer Tochtergesellschaft, deren funktionale Währung nicht der Euro ist. Ein negativer Effekt tritt bei einer Abwertung des Euro ein, sofern eine Forderung in Euro in einer Tochtergesellschaft besteht, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, sowie bei einer Verbindlichkeit in Euro in einer Tochtergesellschaft, deren funktionale Währung der Euro ist. Eine Aufwertung hingegen bewirkt jeweils einen gegenläufigen Effekt. Die Effekte aus der Bewertung von Fremdwährungspositionen, die gemäß IAS 21 mit dem Stichtagskurs umgerechnet werden und die keinen Eigenkapitalcharakter haben, werden in der Sensitivitätsanalyse ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. In den Fällen, in denen die Fremdwährungspositionen Eigenkapitalcharakter haben, sogenannte Net Investments, werden die Effekte der Stichtagskursbewertung erfolgsneutral im Eigenkapital (Sonstiges Ergebnis) berücksichtigt. Devisentermingeschäfte/-optionen sowie Zins- und Währungsswaps, die nicht in einem qualifizierten Sicherungszusammenhang gemäß IAS 39 stehen, wirken sich durch die Bewertung zum Fair Value ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demgegenüber stehen die Effekte aus der Bewertung des in Fremdwährung gehaltenen Grundgeschäfts, sodass sich bei voller Effektivität des Sicherungsgeschäfts beide Effekte ausgleichen. Devisentermingeschäfte/-optionen sowie Zins- und Währungsswaps, die als Sicherungsgeschäft im Rahmen eines Cashflow Hedges zur Absicherung von Fremdwährungs-Zahlungsströmen designiert sind, wirken sich nur dann in der Gewinn- und Verlustrechnung aus, wenn die Zahlungsströme ausgelöst werden. Aus der Bewertung der Sicherungsgeschäfte zum Fair Value entstehen jedoch ergebnisneutrale Effekte in den Gewinnrücklagen. Effekte aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen, deren funktionale Währung nicht die Berichtswährung der METRO GROUP ist, berühren die Cashflows in lokaler Währung nicht und sind deshalb nicht Bestandteil der Sensitivitätsanalyse. Das verbleibende Währungsrisiko der METRO GROUP zum Bilanzstichtag lautet wie folgt: scroll
scroll
Darüber hinaus bestehen Währungsrisiken der Währungspaare USD / KZT, USD / VND mit einer Auswirkung von -/+18 Mio. € (30.9.2012: -/+19 Mio. €; 31.12.2012: -/+18 Mio. € der Währungspaare USD / CNY, USD / HKD, USD / KZT, USD / RUB, USD / TRY, USD / VND, USD / UAH) bei einer Ab- beziehungsweise Aufwertung des USD um 10 Prozent sowie des Währungspaars CNY / HKD von -/+2 Mio. € (30.9.2012: -/+2 Mio. €; 31.12.2012: -/+2 Mio. €) und RUB / KZT von -/+2 Mio. € (30.9.2012: +/-0 Mio. €; 31.12.2012: +/-1 Mio. €). Aktienkursrisiken entstehen aus einer anteilsbasierten Vergütung der Führungskräfte der METRO GROUP. Dabei orientiert sich die Vergütung (Geldprämie) im Wesentlichen an der Kursentwicklung der METRO-Stammaktie sowie an der relativen Performance der Stammaktie gegenüber definierten Indizes. Die Aktienkursrisiken aus dem Performance Share Plan wurden bisher nicht begrenzt. Preisrisiken für Eigenkapitalinstrumente entstehen aus gehaltenen Anteilen an anderen Unternehmen. Aus der Bewertung dieser Anteile mit einem Buchwert von 253 Mio. € (30.9.2012: 183 Mio. €; 31.12.2012: 187 Mio. €) ergibt sich bei einer Werterhöhung von 10 Prozent eine Erhöhung des Eigenkapitals um 25 Mio. € (9M 2012: 18 Mio. €; 12M 2012: 19 Mio. €). Bei einer Wertminderung ergibt sich eine Eigenkapitalverschlechterung in Höhe von 25 Mio. € (9M 2012: 18 Mio. €; 12M 2012: 19 Mio. €). Hinsichtlich der Stromderivate beeinflussen die Strompreise den Fair Value dieser Instrumente. Die Wertschwankungen wirken sich im übrigen Finanzergebnis aus. Das Portfolio läuft zum 31. Dezember 2013 aus. Aufgrund des geringfügigen Werts des Portfolios zum 30. September 2013 ist mit wesentlichen Auswirkungen im übrigen Finanzergebnis nicht zu rechnen, daher wird von einer Value-at-Risk-Bewertung abgesehen. Zum 30. September 2012 betrug der Wert des Portfolios 23,0 Mio. € (31.12.2012: 20,9 Mio. €) mit einer Lieferung im Jahr 2013. Der Wert des Portfolios bezieht sich auf den Wert der zum Stichtag beschafften Menge. Mittels der Bestimmung des Value at Risk zum 30. September 2012, mit einem Konfidenzniveau von 99 Prozent und einer Haltedauer von 20 Tagen, wurde für das Portfolio mit einer Lieferung im Jahr 2013 ein maximaler Gewinn in Höhe von 1,7 Mio. € (12M 2012: 1,6 Mio. €) beziehungsweise ein maximaler Verlust in Höhe von 1,7 Mio. € (12M 2012: 1,6 Mio. €) ermittelt. Das Value-at-Risk-Modell basiert auf einer historischen Simulation der Marktpreise der jeweils vorangegangenen 500 Handelstage. Zins- und Währungsrisiken sind durch die in den METRO GROUP internen Treasury-Richtlinien festgeschriebenen Grundsätze deutlich reduziert und limitiert. Darin ist konzernweit verbindlich geregelt, dass jede Absicherungsmaßnahme im Rahmen vorher definierter Limits erfolgen muss und in keinem Fall zu einer Erhöhung der Risikoposition führen darf. Die METRO GROUP nimmt dabei bewusst in Kauf, dass die Möglichkeiten, aktuelle oder erwartete Zins- beziehungsweise Wechselkursentwicklungen zur Ergebnisoptimierung zu nutzen, stark eingeschränkt sind. Zur Absicherung dürfen außerdem ausschließlich marktgängige derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, deren korrekte finanzmathematische und buchhalterische Abbildung und Bewertung in den Treasury-Systemen sichergestellt sind. Am Bilanzstichtag sind folgende derivative Finanzinstrumente zur Risikoreduzierung eingesetzt: scroll
scroll
Das Nominalvolumen der Devisentermingeschäfte/-optionen und der Zinsbegrenzungsvereinbarungen bestimmt sich aus der Nettoposition der den einzelnen Geschäften zugrunde liegenden An- und Verkaufsbeträge in Fremdwährung, umgerechnet zum entsprechenden Wechselkurs des Bilanzstichtags. Das Nominalvolumen der Zinsswaps beziehungsweise der Zins-/Währungsswaps und der Zinssicherungskontrakte ist brutto ausgewiesen. Das Nominalvolumen der Rohstoffkontrakte erfolgt für Dieselderivate in metrischen Tonnen (t), dies entspricht etwa 1.183 Litern, für Stromderivate in Gigawattstunden (GWh). Sämtliche Fair Values stellen den theoretischen Wert bei Auflösung der Geschäfte zum Stichtag dar. Unter der Prämisse des Haltens der Geschäfte bis zur Endlaufzeit handelt es sich hierbei um unrealisierte Gewinne und Verluste, die sich bei voller Effektivität des Sicherungsgeschäfts bis zur Fälligkeit mit Gewinnen und Verlusten der Grundgeschäfte ausgleichen werden. Um diesen Ausgleich periodengerecht darstellen zu können, werden zwischen Sicherungsgeschäften und Grundgeschäften Beziehungen hergestellt, die wie folgt gebucht werden: - Innerhalb eines Fair-Value-Hedges wird sowohl das Sicherungsgeschäft als auch das abzusichernde Risiko des Grundgeschäfts mit dem Fair Value bilanziert. Die Wertschwankungen beider Geschäfte werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der sie sich bei voller Effektivität des Sicherungsgeschäfts ausgleichen. - Innerhalb eines Cashflow Hedges werden die Sicherungsgeschäfte ebenfalls grundsätzlich zum Fair Value bilanziert. Bei voller Effektivität des Sicherungsgeschäfts werden die Bewertungsveränderungen so lange im Eigenkapital erfasst, bis die abgesicherten Zahlungsströme beziehungsweise erwarteten Transaktionen das Ergebnis beeinflussen. Erst dann erfolgt die Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung. - Sicherungsgeschäfte, die nach IAS 39 nicht in einer Sicherungsbeziehung stehen, werden mit dem Fair Value bilanziert. Wertveränderungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Auch wenn hier formal kein Sicherungszusammenhang hergestellt wurde, handelt es sich hierbei um Sicherungsgeschäfte, die in einem engen Zusammenhang mit einem Grundgeschäft stehen und die sich in ihrer Ergebnisauswirkung mit denen des Grundgeschäfts ausgleichen (natürlicher Hedge). Die eingesetzten Währungsderivate beziehen sich vor allem auf das Britische Pfund, den Chinesischen Renminbi, die Dänische Krone, den Japanischen Yen, den Polnischen Złoty, den Rumänischen Leu, den Russischen Rubel, den Schweizer Franken, die Tschechische Krone, die Türkische Lira, den Ungarischen Forint sowie den US-Dollar. Folgende Fälligkeitstermine liegen bei den derivativen Finanzinstrumenten vor: scroll
scroll
Unter den Fälligkeitsterminen sind die Fair Values der in diesen Zeiträumen fälligen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten angegeben. Die Zinsanpassungstermine variabler Zinssätze liegen unter einem Jahr. LiquiditätsrisikenMit Liquiditätsrisiko wird das Risiko bezeichnet, Zahlungsmittel nicht oder nur zu erhöhten Kosten beschaffen beziehungsweise bereitstellen zu können. Liquiditätsrisiken entstehen beispielsweise durch temporäres Versagen der Kapitalmärkte, Ausfall von Kreditgebern, unzureichende Kreditlinien oder das Fehlen eingeplanter Zahlungseingänge. Die METRO AG fungiert für die Gesellschaften der METRO GROUP als finanzwirtschaftlicher Koordinator, um eine möglichst kostengünstige und betragsmäßig stets ausreichende Deckung des Finanzbedarfs für das operative Geschäft und für Investitionen sicherzustellen. Die erforderlichen Informationen werden durch eine monatlich aktualisierte Konzernfinanzplanung der einzelnen Konzerngesellschaften bereitgestellt und einer monatlichen Abweichungsanalyse unterzogen. Diese Finanzplanung wird zusätzlich durch eine wöchentlich rollierende 14-Tages-Liquiditätsplanung ergänzt. Als Instrumente der Finanzierung werden Produkte des Geld- und Kapitalmarkts (Fest- und Tagesgelder, Schuldscheindarlehen, Commercial Papers und börsennotierte Anleihen im Rahmen der Daueremissionsprogramme) sowie bilaterale und syndizierte Kredite eingesetzt. Die METRO GROUP verfügt über eine ausreichende Liquiditätsreserve, sodass Liquiditätsrisiken auch dann nicht entstehen, wenn unerwartet auftretende Ereignisse negative finanzwirtschaftliche Auswirkungen auf die Liquiditätslage haben. Zu den Instrumenten der Finanzierung und Kreditlinien wird auf die Ausführungen unter den entsprechenden Bilanzpositionen verwiesen. - Nähere Angaben sind unter Nummer 29 „Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" sowie unter Nummer 36 „Finanzschulden" enthalten.Durch den konzerninternen Finanzausgleich (Cash Pooling) wird eine Reduzierung des Fremdfinanzierungsvolumens sowie eine Optimierung der Geld- und Kapitalanlagen der METRO GROUP mit positiven Auswirkungen auf das Zinsergebnis erreicht. Das Cash Pooling ermöglicht die Nutzung der Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur internen Finanzierung des Liquiditätsbedarfs anderer Konzerngesellschaften. Des Weiteren wird das in der Treasury der METRO AG gebündelte Know-how genutzt, um die Konzerngesellschaften in allen relevanten Finanzfragen zu beraten und zu betreuen. Das reicht von grundsätzlichen Überlegungen zur Finanzierung von Investitionsvorhaben bis hin zur Unterstützung der Finanzverantwortlichen der einzelnen Konzerngesellschaften in Gesprächen mit Banken und Finanzdienstleistern vor Ort. Dadurch wird sichergestellt, dass zum einen die Finanzressourcen der METRO GROUP optimal eingesetzt werden und zum anderen alle Konzerngesellschaften an der Bonität und Stärke der METRO GROUP im Hinblick auf ihre Finanzierungskonditionen teilhaben. BonitätsrisikenBonitätsrisiken entstehen durch den vollständigen oder teilweisen Ausfall eines Kontrahenten, beispielsweise durch Insolvenz, im Rahmen von Geldanlagen sowie bei derivativen Finanzinstrumenten mit positiven Marktwerten. Das maximale Ausfallrisiko, dem die METRO GROUP zum Bilanzstichtag ausgesetzt ist, wird durch die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte in einer Gesamthöhe von 5.500 Mio. € (30.9.2012: 5.163 Mio. €; 31.12.2012: 8.640 Mio. €) widergespiegelt. - Nähere Angaben über die Höhe der jeweiligen Buchwerte sind unter Nummer 40 „Buchwerte und Fair Values nach Bewertungskategorien" enthalten.Die in den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten berücksichtigten Kassenbestände in Höhe von 105 Mio. € (30.9.2012: 137 Mio. €; 31.12.2012: 138 Mio. €) unterliegen dabei keinem Ausfallrisiko. Im Zuge des Risikomanagements von Geldanlagen in Gesamthöhe von 2.308 Mio. € (30.9.2012: 1.722 Mio. €; 31.12.2012: 4.765 Mio. €) und derivativen Finanzinstrumenten in Gesamthöhe von 18 Mio. € (30.9.2012: 13 Mio. €; 31.12.2012: 11 Mio. €) sind für alle Geschäftspartner der METRO GROUP Mindestanforderungen an die Bonität und zudem individuelle Höchstgrenzen für das Engagement festgelegt. Bei der Ermittlung der Bonitätsrisiken werden Schecks und unterwegs befindliche Gelder nicht berücksichtigt. Grundlage ist dabei eine in den Treasury-Richtlinien festgeschriebene Limitsystematik, die im Wesentlichen auf den Einstufungen internationaler Rating-Agenturen, der Entwicklung des Credit Default Swap oder auf internen Bonitätsprüfungen basiert. Jedem Kontrahenten der METRO GROUP wird ein individuelles Limit zugewiesen, dessen Einhaltung fortlaufend in Treasury-Systemen überwacht wird. In der nachfolgenden Tabelle ist eine Einteilung der Geschäftspartner in Rating-Klassen dargestellt: Rating-Klassenscroll
scroll
Aus der Tabelle ist ersichtlich, dass per Stichtag rund 96 Prozent des Anlagevolumens inklusive der positiven Marktwerte von Derivaten bei Kontrahenten mit einer Investment-Grade-Einstufung, die somit eine gute bis sehr gute Bonität aufweisen, platziert wurden. Bei Kontrahenten, die bisher noch kein international anerkanntes Rating aufweisen, handelt es sich größtenteils um renommierte Finanzinstitute, deren Bonität aufgrund von Analysen als einwandfrei betrachtet werden kann. Die METRO GROUP ist auch in Ländern vertreten, deren Finanzinstitute aufgrund ihrer eigenen Länder-Ratings keine Investment-Grade-Einstufung erreichen. Eine Zusammenarbeit mit diesen Instituten ist aus länderspezifischen Gründen sowie unter Kosten- und Effizienzgesichtspunkten notwendig. Der Anteil am Gesamtvolumen liegt hier bei rund 4 Prozent. Zur Steuerung des Bonitätsrisikos aus lang laufenden Derivaten schließt die METRO AG Credit Support Annexes (CSA) mit Banken ab. In der Bilanzposition „Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte" sind aus diesen Verträgen Forderungen in Höhe von 10 Mio. € (30.9.2012: 6 Mio. €; 31.12.2012: 6 Mio. €) enthalten. Die Höhe der Sicherungszahlung ist abhängig von den Marktwerten und sichert die Zahlungsverpflichtungen dieser Zins-/Währungsswaps ab. Die METRO GROUP ist Bonitätsrisiken somit nur in sehr geringem Maße ausgesetzt. Risiken aus ZahlungsstromschwankungenVerursacht durch eine Änderung des zukünftigen Zinsniveaus, können sich bei variabel verzinslichen Vermögens- beziehungsweise Schuldposten Schwankungen der Zahlungsströme einstellen. Ein Teilbetrag der variabel verzinslichen Schuldposten wurde durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten gesichert. Anhand sogenannter „stress tests" wird untersucht, welche Auswirkungen die Veränderungen des Zinsniveaus auf die Zahlungsströme haben könnten. 44. Eventualverbindlichkeitenscroll
Die Eventualverbindlichkeiten haben sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich verändert. 45. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDer Nominalwert der sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Rumpfgeschäftsjahr 2013 beträgt 664 Mio. € (30.9.2012: 679 Mio. €; 31.12.2012: 629 Mio. €) und beinhaltet im Wesentlichen Abnahmeverpflichtungen für Dienstleistungsverträge. Davon entfallen auf das zur Veräußerung vorgesehene Real-Geschäft in Osteuropa 4 Mio. € (30.9.2012: 18 Mio. €; 31.12.2012: 17 Mio. €). - Zu den Erwerbsverpflichtungen für sonstige immaterielle Vermögenswerte, Gegenstände des Sachanlagevermögens, Verpflichtungen aus Finanzierungs- und Operating-Leasingverhältnissen sowie für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien wird auf Nummer 19 „Sonstige immaterielle Vermögenswerte", Nummer 20 „Sachanlagen" und Nummer 21 „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" verwiesen.46. Sonstige RechtsangelegenheitenRechtsstreitigkeiten in Bezug auf die Media-Saturn-Holding GmbHDie METRO AG hält mittelbar - über ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft METRO Kaufhaus und Fachmarkt Holding GmbH (METRO KFH) -78,38 Prozent der Anteile an der Media-Saturn-Holding GmbH (MSH). Im März 2011 hat die Gesellschafterversammlung der MSH zur Stärkung der Strukturen der Unternehmensführung mit den Stimmen der METRO KFH die Einrichtung eines Beirats bei der MSH beschlossen. Der Beirat entscheidet über zustimmungsbedürftige operative Maßnahmen der Geschäftsführung der MSH nach Köpfen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Nach der Satzung der MSH hat die METRO AG beziehungsweise die METRO KFH das Recht, jeweils ein Beiratsmitglied mehr zu entsenden als die Minderheitsgesellschafter in ihrer Gesamtheit, und verfügt somit über die Mehrheit der Köpfe im Beirat. Die von einem Minderheitsgesellschafter angerufene ordentliche Gerichtsbarkeit hat rechtskräftig zugunsten der METRO entschieden, dass der Beirat wirksam eingerichtet und für die Fragen der Zuständigkeit und Mehrheitserfordernisse des Beirats ein Schiedsgericht zuständig ist. In diesem Verfahren hat das Oberlandesgericht (OLG) München (Berufungsinstanz) die Klage des Minderheitsgesellschafters am 9. August 2012 abgewiesen. Die gegen die Nichtzulassung der Revision durch das OLG München gerichtete Beschwerde des Minderheitsgesellschafters hat der Bundesgerichtshof (BGH) am 9. Juli 2013 zurückgewiesen. Das von der METRO KFH in diesem Zusammenhang angerufene Schiedsgericht hat der METRO mit Schiedsspruch vom 8. August 2012 in wesentlichen Teilen recht gegeben: Der Beirat entscheidet über die zustimmungsbedürftigen operativen Geschäfte der Geschäftsführung der MSH; ausreichend ist eine einfache Mehrheit nach Köpfen. Die METRO KFH hat im August 2012 einen Antrag zur Vollstreckbarkeitserklärung dieses Schiedsspruchs beim OLG München gestellt. Der Minderheitsgesellschafter der MSH hat beantragt, den Antrag von METRO KFH unter Aufhebung des Schiedsspruchs abzulehnen. METRO rechnet damit, dass das OLG München den Schiedsspruch antragsgemäß für vollstreckbar erklären wird. Mit der rechtskräftigen Entscheidung des OLG München in der Klage des Minderheitsgesellschafters und dem Schiedsspruch ist die Frage der Beherrschung der Media-Saturn-Gruppe aus Sicht der METRO geklärt, sodass im Einklang mit den Regelungen nach IFRS weiterhin eine Vollkonsolidierung der Media-Saturn-Gruppe erfolgt. Der Beirat der MSH hat sich konstituiert und nimmt seine satzungsmäßigen Aufgaben wahr. Von dem Minderheitsgesellschafter entsandte Beiratsmitglieder haben allerdings mehrere Klagen gegen MSH vor dem Landgericht (LG) Ingolstadt erhoben und darin Beschlüsse des Beirats - unter anderem die Budgetbeschlüsse für 2012/13 und 2013/14 - angegriffen. Gerügt wird insbesondere, dass im Beirat eine Mehrheit von 80 Prozent erforderlich und diese Mehrheit nicht erreicht worden sei und ein Verstoß gegen die gesellschaftsvertragliche Kompetenzverteilung vorliege. Eine dieser Klagen - im Zusammenhang mit der Zustimmung zur Aufstellung des Jahresabschlusses der MSH zum 30. September 2012 - wurde erstinstanzlich bereits abgewiesen. Die Erfolgsaussichten der übrigen Klagen sind nach Ansicht der METRO ebenfalls gering, insbesondere geht die METRO nicht von einer vom Schiedsspruch abweichenden Beurteilung der Frage der Mehrheitserfordernisse im Beirat aus. Aktienrechtliche KlagenEin Aktionär der METRO AG hat Klage erhoben auf Feststellung der Nichtigkeit des festgestellten Jahresabschlusses der METRO AG zum 31. Dezember 2012 gestützt auf einen angeblichen Verstoß insbesondere gegen die Vorschriften über die Gliederung des Jahresabschlusses wegen angeblich fehlerhafter Konsolidierung der Media-Saturn-Unternehmensgruppe im Konzernabschluss der METRO AG. Derselbe Aktionär hat darüber hinaus eine Anfechtungsklage unter anderem gegen die Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 8. Mai 2013 über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2012 sowie die Wahl des Abschlussprüfers erhoben. Auch diese Klage stützt er inhaltlich im Wesentlichen auf die angebliche Nichtigkeit des Jahresabschlusses der METRO AG und die angeblich fehlerhafte Konsolidierung der Media-Saturn-Unternehmensgruppe im Konzernabschluss der METRO AG. Die METRO AG sieht keinen Anlass, an der Rechtswirksamkeit des Jahresabschlusses, der auf dieser Grundlage erfolgten Beschlussfassung der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2012 und der übrigen Beschlussfassungen der Hauptversammlung zu zweifeln; die Argumentation des Klägers geht nach Ansicht der METRO AG insgesamt ins Leere. Der Jahresabschluss der METRO AG wurde gemäß den Bilanzierungsvorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Der METRO AG steht mittelbar über ihre Tochtergesellschaft METRO Kaufhaus und Fachmarkt Holding GmbH die Mehrheit der Stimmrechte zu. Sie übt damit unwiderleglich nach § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB beherrschenden Einfluss auf die Media-Saturn-Holding GmbH aus und diese ist damit unzweifelhaft ein verbundenes Unternehmen im Sinne der für den Jahresabschluss maßgeblichen handelsrechtlichen Vorschriften. Im Übrigen ist die METRO AG nach wie vor der Auffassung, dass die Konsolidierung der Media-Saturn-Unternehmensgruppe in der Vergangenheit und auch im nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind) aufgestellten Konzernabschluss zum 30. September 2013 zutreffend erfolgt ist. Selbst wenn die Einbeziehung der Media-Saturn-Unternehmensgruppe in den Konzernabschluss der METRO AG aber fehlerhaft erfolgt wäre, würde dies die Rechtswirksamkeit des Jahresabschlusses der METRO AG nicht berühren, da für den Jahresabschluss ausschließlich die handelsrechtlichen Vorschriften und nicht die internationalen Rechnungslegungsvorschriften maßgeblich sind. Untersuchung des BundeskartellamtsAm 14. Januar 2010 durchsuchte das Bundeskartellamt ehemalige Geschäftsräume der MGB METRO GROUP Buying GmbH. Am 19. Dezember 2011 hat das Bundeskartellamt die Untersuchung auf die METRO AG, die METRO Cash & Carry International GmbH und die METRO Dienstleistungs-Holding GmbH ausgeweitet sowie sachlich erweitert. Diese Ausweitung resultiert aus der Tatsache, dass die MGB METRO GROUP Buying GmbH im Rahmen der Dezentralisierung des Zentraleinkaufs in Deutschland auf die METRO Dienstleistungs-Holding GmbH verschmolzen wurde. Dies nimmt das Bundeskartellamt zum Anlass, die Untersuchung auf die Mutter- beziehungsweise Konzernobergesellschaft auszuweiten, um der Gefahr zu begegnen, dass der Verfahrensgegner infolge gesellschaftsrechtlicher Umstrukturierung wegfällt. Die Untersuchung des Bundeskartellamts dauert an; die Behörde hat bislang keine konkretisierten und individualisierten Tathandlungsvorwürfe gegen eine Gesellschaft der METRO GROUP erhoben. Daher können hinsichtlich möglicher Auswirkungen dieser Untersuchung in Bezug auf den Konzernabschluss der METRO AG zurzeit keine Angaben gemacht werden. Kartellverfahren in der UkraineDie ukrainische Kartellbehörde führt aktuell ein Kartellverfahren gegen METRO Cash & Carry Ukraine und einen Großteil des modernen Einzelhandels in der Ukraine. In Beschwerdepunkten wurden die Vorwürfe dahingehend präzisiert, dass METRO Cash & Carry Ukraine mit einer Vielzahl von Einzelhändlern ein Einkaufspreiskartell und ein Verkaufspreiskartell durch Parallelverhalten und Zusammenarbeit mit einem Marktforschungsunternehmen gebildet hätte und für eine mögliche Sanktion auf den gesetzlichen - wie international üblichen - Bußgeldrahmen von bis zu 10 Prozent des Jahresumsatzes verwiesen. Die Vorwürfe sind nach Auffassung der METRO und ihrer Rechtsberater juristisch wie wettbewerbsökonomisch nicht haltbar. Eine umfassende Verteidigung gegen die Vorwürfe läuft. Betriebsprüfung im AuslandIm Jahr 2011 kam es bei einer ausländischen Konzerngesellschaft in Zusammenhang mit einer Betriebsprüfung aus dem Jahr 2006 zu einer Ertragsteuernachzahlung im zweistelligen Millionenbereich. Derzeit befindet sich die Gesellschaft in einem Rechtsstreit über die Rechtmäßigkeit des Steuerbescheids. Parallel macht die Gesellschaft Regressansprüche geltend. Schadenersatzansprüche wegen kartellrechtswidriger InterbankenentgelteGesellschaften der METRO GROUP haben bei einem Londoner Gericht eine Klage gegen Gesellschaften von MasterCard eingereicht. Mit der Klage werden Schadenersatzansprüche auf der Basis der Entscheidung der EU-Kommission geltend gemacht, die festgestellt hat, dass im Zeitraum zwischen 1992 und 2007 die von MasterCard als Teil ihres Zahlkartensystems festgelegten grenzüberschreitenden Interbankenentgelte, die auch bei der Festlegung von nationalen Interbankenentgelten eine Rolle spielten, gegen europäisches Kartellrecht verstoßen haben. Traditionell werden Interbankenentgelte als Teil der Händlergebühren von der Händlerbank an den Händler weiterbelastet. Übrige RechtsangelegenheitenDarüber hinaus sind Gesellschaften der METRO GROUP Partei beziehungsweise Beteiligte in weiteren gerichtlichen und schiedsgerichtlichen Klageverfahren sowie Kartellverfahren in diversen europäischen Ländern. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erwartet die METRO GROUP jedoch aus den in diesem Abschnitt nicht separat dargestellten Rechtsangelegenheiten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der METRO GROUP. Des Weiteren sieht sich die METRO GROUP in einigen Ländern zunehmend regulatorischen Strömungen im Zusammenhang mit dem Beschaffungswesen sowie der geänderten Auslegung umsatzsteuerlicher Regelungen ausgesetzt. 47. Ereignisse nach dem BilanzstichtagZwischen dem Bilanzstichtag (30. September 2013) und dem Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses (5. Dezember 2013) ist folgender Sachverhalt eingetreten, der für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der METRO AG und der METRO GROUP von Bedeutung ist: Aktuell führt die EU-Kommission eine Nachprüfung bei der Media-Saturn-Unternehmensgruppe in Deutschland wegen Verdachts auf Verstöße gegen das Kartellrecht durch. Die Nachprüfung bedeutet nicht, dass ein Rechtsverstoß vorliegt; das diesbezügliche Verfahren kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Daher können hinsichtlich möglicher Auswirkungen dieser Nachprüfung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der METRO AG und der METRO GROUP zurzeit keine Angaben gemacht werden. 48. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie METRO GROUP hatte im Rumpfgeschäftsjahr 2013 zu nahestehenden Unternehmen folgende Geschäftsbeziehungen: scroll
Unternehmen der METRO GROUP erbrachten im Rumpfgeschäftsjahr 2013 Leistungen in Höhe von 1 Mio. € an Unternehmen, die dem Kreis der nahestehenden Unternehmen zuzurechnen sind. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Energie- und Vermietungsleistungen. Die Leistungen in Höhe von 13 Mio. €, die Unternehmen der METRO GROUP im Rumpfgeschäftsjahr 2013 von nahestehenden Unternehmen erhalten haben, bestanden in Höhe von 8 Mio. € aus der Erbringung von Dienstleistungen und in Höhe von 5 Mio. € aus der Vermietung von Immobilien. Der Rückgang der erhaltenen Leistungen resultiert im Wesentlichen aus der Beendigung von Mietverhältnissen mit nahestehenden Unternehmen. - Die Grundzüge des Vergütungssystems und die Höhe der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sind unter Nummer 50 „Vorstand und Aufsichtsrat" aufgeführt.Die Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen sind vertraglich vereinbart und entsprechen Marktkonditionen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 bestanden wie im Jahr 2012 keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden natürlichen Personen. 49. Anteilsbasierte Vergütung für FührungskräfteDie METRO AG unterhält seit 1999 Programme für anteilsbasierte Vergütungen, um die oberen Führungskräfte an der Wertentwicklung des Unternehmens zu beteiligen und ihren Beitrag zum nachhaltigen Erfolg der METRO GROUP im Vergleich zum Wettbewerb zu honorieren. Der bezugsberechtigte Personenkreis umfasst die Mitglieder des Vorstands und die oberen Führungskräfte der METRO AG sowie Geschäftsführungsorgane und die oberen Führungskräfte der Unternehmen der METRO GROUP. Performance Share Plan und Share Ownership Guidelines (2009-2013)Im Jahr 2009 hat die METRO AG einen auf fünf Jahre angelegten Performance Share Plan eingeführt. Die Bezugsberechtigten erhalten entsprechend der Bedeutung ihrer Funktion einen individuellen Betrag für den Performance Share Plan (Zielwert). Um die Zielanzahl der Performance Shares zu ermitteln, wird der Zielwert durch den Aktienkurs bei Zuteilung dividiert. Maßgeblich ist dabei der Drei-Monats-Durchschnittskurs der METRO-Aktie vor dem Zuteilungszeitpunkt. Ein Performance Share berechtigt zu einer Barauszahlung in Höhe des Kurses der METRO-Aktie zum Auszahlungszeitpunkt. Auch hier ist der Drei-Monats-Durchschnittskurs der METRO-Aktie vor dem Auszahlungszeitpunkt maßgeblich. In Abhängigkeit von der relativen Performance der METRO-Aktie im Vergleich zum Mittelwert aus den Aktienindizes DAX 30 und Dow Jones Euro STOXX Retail - Total Return - wird nach Ablauf eines Performance-Zeitraums von mindestens drei und maximal 4,25 Jahren die endgültige Anzahl der auszuzahlenden Performance Shares bestimmt. Diese entspricht der Zielanzahl, wenn eine Gleichperformance zu den genannten Aktienindizes erreicht wird. Bis zu einer Outperformance von 60 Prozent erhöht sich die Anzahl linear auf den Maximalwert von 200 Prozent der Zielanzahl. Bis zu einer Underperformance von 30 Prozent reduziert sich die Anzahl entsprechend bis auf 50 Prozent. Bei einer höheren Underperformance fällt die Anzahl auf null. Die Auszahlung kann zu sechs möglichen Zeitpunkten erfolgen. Der früheste Auszahlungstermin ist drei Jahre nach Zuteilung der Performance Shares. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Auszahlung alle drei Monate möglich. Die Berechtigten haben die Wahl, zu welchem Zeitpunkt ihre Performance Shares ausgezahlt werden. Eine Aufteilung auf mehrere Auszahlungszeitpunkte ist nicht möglich. Die Obergrenze der Auszahlung (Cap) liegt beim Fünffachen des Zielwerts. Mit dem Performance Share Plan wurden zugleich sogenannte Share Ownership Guidelines eingeführt: Als Voraussetzung für die Auszahlung der Performance Shares sind die Berechtigten verpflichtet, bis zum Ablauf der dreijährigen Sperrfrist ein eigenfinanziertes Investment in METRO-Aktien aufzubauen und zu halten. Dadurch partizipieren sie als Aktionäre unmittelbar an Kursanstiegen, aber gegebenenfalls auch an Kursverlusten der METRO-Aktie. Das zu haltende Volumen beträgt in der Regel circa 50 Prozent des individuellen Zielwerts. Der Wert der im Rumpfgeschäftsjahr 2013 zugeteilten Performance Shares betrug zum Zeitpunkt der Zuteilung 23 Mio. € (12M 2012: 31 Mio. €) und wurde durch externe Gutachter nach einem anerkannten finanzmathematischen Verfahren (Monte-Carlo-Simulation) ermittelt. Es gelten folgende Bedingungen: Performance Share Plan (Tranchen 2009-2013)scroll
Aus der Tranche 2009 sowie aus der Tranche 2010, deren Sperrfrist im August 2012 beziehungsweise im August 2013 endete, erfolgte im Rumpfgeschäftsjahr 2013 keine Auszahlung. Aus den im Rumpfgeschäftsjahr 2013 laufenden Tranchen anteilsbasierter Vergütungsprogramme ist ein Aufwand in Höhe von 7 Mio. € (9M 2012: Ertrag von 2 Mio. €; 12M 2012: Ertrag von 3 Mio. €) angefallen. Dieser resultiert im Wesentlichen aus der positiven Entwicklung der METRO-Aktie, die direkten Einfluss auf die Ermittlung der Verpflichtung hat. Die damit im Zusammenhang stehenden Rückstellungen zum 30. September 2013 betragen 12 Mio. € (30.9.2012: 7 Mio. €; 31.12.2012: 6 Mio. €). Davon betreffen 0 Mio. € (30.9. 2012: 0 Mio. €; 31.12.2012: 0 Mio. €) die Tranche 2009, 0 Mio. € (30.9.2012: 2 Mio. €; 31.12.2012: 3 Mio. €) die Tranche 2010, 2 Mio. € (30.9.2012: 2 Mio. €; 31.12.2012: 1 Mio. €) die Tranche 2011, 5 Mio. € (30.9.2012: 3 Mio. €; 31.12.2012: 2 Mio. €) die Tranche 2012 sowie 5 Mio. € die Tranche 2013. 50. Vorstand und AufsichtsratVergütung der Mitglieder des Vorstands im Rumpfgeschäftsjahr 2013Die Vergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands setzt sich im Wesentlichen zusammen aus der Grundvergütung, den erfolgsbezogenen Ansprüchen (Short-Term Incentive) sowie der im Rumpfgeschäftsjahr 2013 gewährten anteilsbasierten Vergütung (Long-Term Incentive). Die erfolgsabhängige Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird im Wesentlichen durch die Entwicklung der Net Earnings und des Return on Capital Employed (RoCE) bestimmt und berücksichtigt darüber hinaus die Erreichung individuell gesetzter Ziele. Durch die Verwendung der Kennziffer Net Earnings in Kombination mit dem RoCE wird eine positive Ergebnisentwicklung der METRO GROUP honoriert. Der Kalkulation der erfolgsabhängigen Vergütung im Rumpfgeschäftsjahr 2013 wird ein voller Jahreszyklus (1. Januar bis 31. Dezember 2013) zugrunde gelegt. Die auf dieser Grundlage ermittelten Beträge werden sodann ratierlich auf den Neun-Monats-Zeitraum des Rumpfgeschäftsjahres gekürzt. Die Vergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands im Rumpfgeschäftsjahr 2013 beträgt 8,6 Mio. € (12M 2012: 9,3 Mio. €). Davon entfallen 2,6 Mio. € (12M 2012: 3,8 Mio. €) auf die Grundvergütung, 0,2 Mio. € (12M 2012: 0,5 Mio. €) auf erfolgsbezogene Ansprüche, 5,6 Mio. € (12M 2012: 4,5 Mio. €) auf die anteilsbasierte Vergütung und 0,2 Mio. € (12M 2012: 0,5 Mio. €) auf sonstige Vergütungen. Die im Rumpfgeschäftsjahr 2013 gewährte anteilsbasierte Vergütung (Performance Shares) ist mit dem Fair Value zum Zeitpunkt ihrer Gewährung angegeben. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 haben sich Wertveränderungen aus den laufenden Tranchen anteilsbasierter Vergütungsprogramme ergeben. Der Aufwand für die Gesellschaft betrug betreffend Herrn Koch 0,644 Mio. €, betreffend Herrn Frese 0,391 Mio. €, betreffend Herrn Haas 0,221 Mio. €, betreffend Herrn Hutmacher 0,398 Mio. € und betreffend Herrn Muller 0,523 Mio. €. Die Mitglieder des Vorstands erhielten 248.688 Performance Shares. Die sonstigen Vergütungen entfallen auf geldwerte Vorteile aus Sachbezügen. Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des VorstandsFür frühere Mitglieder des Vorstands der METRO AG und der auf die METRO AG verschmolzenen Gesellschaften sowie ihre Hinterbliebenen wurden Leistungen in Höhe von 7,0 Mio. € (12M 2012: 8,3 Mio. €) erbracht. Der Barwert des Verpflichtungsvolumens für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen für diese Personengruppe beträgt 54,1 Mio. € (31.12.2012: 55,1 Mio. €). - Die Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 a Satz 5 bis 9 HGB finden sich im ausführlichen Vergütungsbericht unter Kapitel 9 des zusammengefassten Lageberichts.Die Vergütung der AufsichtsratsmitgliederDie Gesamtvergütung sämtlicher Mitglieder des Aufsichtsrats für das Rumpfgeschäftsjahr 2013 beträgt 1,4 Mio. € (12M 2012: 1,7 Mio. €). - Weitere Angaben zur Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder finden sich im ausführlichen Vergütungsbericht unter Kapitel 9 des zusammengefassten Lageberichts.51. Honorare des KonzernabschlussprüfersFür die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist das unten stehende Gesamthonorar berechnet worden. scroll
Es wurden ausschließlich Leistungen erbracht, die mit der Tätigkeit als Abschlussprüfer des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der METRO AG vereinbar sind. 52. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtsrat haben im September 2013 eine Erklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex abgegeben und auf der Homepage der METRO AG (www.metrogroup.de) dauerhaft zugänglich gemacht. 53. Befreiungswahlrechte nach §§ 264 Abs. 3 beziehungsweise 264 b HGBNachfolgende inländische Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft beziehungsweise Personenhandelsgesellschaft werden die Befreiungsvorschriften gemäß § 264 Abs. 3 und § 264 b HGB nutzen und deshalb auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen 2013 verzichten sowie überwiegend auch auf die Erstellung des (HGB-)Anhangs und Lageberichts. a) Operative Gesellschaften und Serviceeinheitenscroll
b) Immobiliengesellschaftenscroll
54. Übersicht der wesentlichen vollkonsolidierten Konzerngesellschaftenscroll
1
Inklusive einbezogener nationaler Tochtergesellschaften 55. Organe der METRO AG und ihre Mandate1Mitglieder des AufsichtsratsFranz M. Haniel (Vorsitzender)Vorsitzender des Aufsichtsrats der Franz Haniel & Cie. GmbH a) BMW AG Delton AG (stellv. Vorsitzender) Franz Haniel & Cie. GmbH (Vorsitzender) Heraeus Holding GmbH secunet Security Networks AG b) TBG Limited, St. Julian's, Malta - Board of Directors Werner Klockhaus (stellv. Vorsitzender)Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der METRO AG Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der real,-SB-Warenhaus GmbH a) real,- Holding GmbH, bis 23. April 2013 real,- SB-Warenhaus GmbH (stellv. Vorsitzender), seit 24. April 2013 b) Keine Prof. Dr. oec. Dr. iur. Ann-Kristin AchleitnerWissenschaftliche Direktorin des Center for Entrepreneurial and Financial Studies (CEFS) an der Technischen Universität München a) Linde Aktiengesellschaft Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft, seit 3. Januar 2013 b) Bank Vontobel AG, Zürich, Schweiz - Verwaltungsrat, bis 23. April 2013 Vontobel Holding AG, Zürich, Schweiz - Verwaltungsrat, bis 23. April 2013 GDF SUEZ S.A., Paris, Frankreich - Verwaltungsrat Dr. Wulf H. BernotatEhemaliger Vorsitzender des Vorstands der E.ON AG Geschäftsführer der Bernotat & Cie. GmbH a) Allianz SE (stellv. Vorsitzender) Bertelsmann SE & Co. KGaA Bertelsmann Management SE Deutsche Annington Immobilien SE (Vorsitzender), seit 18. Juni 2013 Deutsche Telekom AG b) Keine Ulrich DaliborBundesfachgruppenleiter Einzelhandel der Gewerkschaft ver.di a) Zweite real,- SB-Warenhaus GmbH (stellv. Vorsitzender) b) Keine Jürgen FitschenCo-Vorsitzender des Vorstands der Deutsche Bank AG a) Keine b) Deutsche Bank S.p.A., Mailand, Italien - Aufsichtsrat (Vorsitzender) Deutsche Securities Saudi Arabia LLC, Riad, Königreich Saudi-Arabien - Board of Directors (Vorsitzender) Kühne + Nagel International AG, Schindellegi, Schweiz -Verwaltungsrat Hubert FrielingHauptabteilungsleiter Entgeltabrechnung der real,- SB-Warenhaus GmbH a) Keine b) Keine Dr. Florian FunckMitglied des Vorstands der Franz Haniel & Cie. GmbH a) Celesio AG TAKKT AG b) Keine
1
Stand der Mandate: 5. Dezember 2013 beziehungsweise
jeweils das Datum des Ausscheidens aus dem Organ der METRO AG Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Erich GreiplVerstorben am 2. Juli 2013 Ehemaliger Geschäftsführer der Otto Beisheim Group GmbH & Co. KG a) GALERIA Kaufhof GmbH, bis 2. Juli 2013 METRO Großhandelsgesellschaft mbH, bis 2. Juli 2013 real,- Holding GmbH, bis 23. April 2013 real,- SB-Warenhaus GmbH, vom 24. April bis 2. Juli 2013 Zweite real,- SB-Warenhaus GmbH, bis 10. April 2013 b) BHS Verwaltungs AG, Baar, Schweiz - Verwaltungsrat (Präsident), bis 2. Juli 2013 Bürgschaftsbank Bayern GmbH - Verwaltungsrat (erster stellv. Vorsitzender), bis 2. Juli 2013 Andreas HerwarthVorsitzender des Betriebsrats der METRO AG a) Keine b) Grundstücksgesellschaft der Stadt Willich mbH -Aufsichtsrat (Vorsitzender) Uwe HoepfelStellv. Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der METRO AG Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der GALERIA Kaufhof GmbH a) GALERIA Kaufhof GmbH (stellv. Vorsitzender) b) Keine Peter KüpferSelbstständiger Unternehmensberater a) Keine b) ARH Resort Holding AG, Zürich, Schweiz - Verwaltungsrat bmpi AG, Zürich, Schweiz - Verwaltungsrat Breda Consulting AG, Zürich, Schweiz - Verwaltungsrat Gebr. Schmidt GmbH & Co. KG - Beirat GE Money Bank AG, Zürich, Schweiz - Verwaltungsrat (Präsident), bis 18. September 2013 Holcim Ltd., Jona, Schweiz - Verwaltungsrat, bis 17. Juni 2013 Peter Steiner Holding AG, Zürich, Schweiz - Verwaltungsrat Supra Holding AG, Baar, Schweiz - Verwaltungsrat Travel Charme Hotels & Resorts Holding AG, Zürich, Schweiz - Verwaltungsrat Rainer KuschewskiGewerkschaftssekretär ver.di Bundesverwaltung a) GALERIA Kaufhof GmbH, seit 27. Mai 2013 real,- Holding GmbH, bis 23. April 2013 real,- SB-Warenhaus GmbH, seit 24. April 2013 b) Keine Prof. Dr. Klaus MangoldBis 8. Mai 2013 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Rothschild GmbH a) Continental AG TUI AG (Vorsitzender) Alstom Deutschland AG b) Alstom S.A., Paris, Frankreich - Verwaltungsrat Ernst & Young Global Ltd., New York, Vereinigte Staaten von Amerika - Global Advisory Board Rothschild Europe B.V., Amsterdam, Niederlande - Aufsichtsrat (stellv. Vorsitzender) Rothschild GmbH - Aufsichtsrat (Vorsitzender) Susanne MeisterSeit 8. Mai 2013 Mitglied des Gesamtbetriebsrats der Zweite real,-SB-Warenhaus GmbH a) Zweite real,- SB-Warenhaus GmbH, seit 11. April 2013 b) Keine Baroness Lucy Neville-Rolfe DBE CMGSeit 8. Mai 2013 Mitglied des House of Lords, London, England Mitglied des Board of Directors der ITV plc, London, England Beraterin a) Keine b) ITV plc, London, England - Board of Directors Boparan Holdings Limited, Wakefield, England - Board of Directors, seit 1. September 2013 Hermes Equity Ownership Services Limited, London, England - Board of Directors, seit 1. Juli 2013 Mattheus P. M. (Theo) de RaadMitglied des Aufsichtsrats der Corbion N.V. a) Keine b) Corbion N.V. (ehemals CSM N.V.), Diemen, Niederlande -Aufsichtsrat HAL Holding N.V., Willemstad, Curacao, Niederländische Antillen - Aufsichtsrat Vion N.V., Eindhoven, Niederlande - Aufsichtsrat Vollenhoven Olie Groep B.V., Tilburg, Niederlande -Aufsichtsrat Dr. Fredy RaasSeit 31. Juli 2013 Geschäftsführer der Otto Beisheim Holding GmbH, Baar, Schweiz und der Otto Beisheim Group GmbH S Co. KG a) Keine b) ARISCO Holding AG, Baar, Schweiz - Verwaltungsrat Montana Capital Partners AG, Baar, Schweiz - Verwaltungsrat SSZ Equipment AG, Zug, Schweiz - Verwaltungsrat Gabriele SchendelStellv. Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der GALERIA Kaufhof GmbH a) GALERIA Kaufhof GmbH b) Keine Xaver SchillerGesamtbetriebsratsvorsitzender METRO Cash & Carry Deutschland GmbH Vorsitzender des Betriebsrats des METRO Cash & Carry Großmarkts München-Brunnthal a) METRO Großhandelsgesellschaft mbH (stellv. Vorsitzender) b) Keine Dr. jur. Hans-Jürgen SchinzlerEhrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft a) Keine b) Keine Peter StiegerBis 8. Mai 2013 Ehemaliger Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der real,- SB-Warenhaus GmbH a) real,- Holding GmbH (stellv. Vorsitzender), bis 23. April 2013 b) Keine Angelika WillVorsitzende des Betriebsrats des METRO Cash & Carry Großmarkts Düsseldorf a) METRO Großhandelsgesellschaft mbH, bis 16. April 2013 b) Keine Ausschüsse des Aufsichtsrats und deren BesetzungAufsichtsratspräsidiumFranz M. Haniel (Vorsitzender) Werner Klockhaus (stellv. Vorsitzender) Dr. Wulf H. Bernotat Uwe Hoepfel PersonalausschussFranz M. Haniel (Vorsitzender) Werner Klockhaus (stellv. Vorsitzender) Dr. Wulf H. Bernotat Uwe Hoepfel Bilanz- und PrüfungsausschussDr. jur. Hans-Jürgen Schinzler (Vorsitzender) Werner Klockhaus (stellv. Vorsitzender) Franz M. Haniel Rainer Kuschewski Dr. Fredy Raas Xaver Schiller NominierungsausschussFranz M. Haniel (Vorsitzender) Jürgen Fitschen Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler Vermittlungsausschuss gem. § 27 Abs. 3 MitbestGFranz M. Haniel (Vorsitzender) Werner Klockhaus (stellv. Vorsitzender) Uwe Hoepfel Dr. jur. Hans-Jürgen-Schinzler Mitglieder des VorstandsOlaf Koch (Vorsitzender)a) GALERIA Kaufhof GmbH (Vorsitzender), bis 27. Mai 2013 METRO Großhandelsgesellschaft mbH, seit 16. April 2013 (Vorsitzender, seit 14. Mai 2013) real,- Holding GmbH (Vorsitzender), bis 23. April 2013 real,- SB-Warenhaus GmbH (Vorsitzender), seit 24. April 2013 b) Media-Saturn-Holding GmbH - Beirat (Vorsitzender) MediaMarkt (China) International Retail Holding Limited, Hongkong, China - Board of Directors (Vorsitzender), bis 15. Oktober 2013 MGB METRO Group Buying HK Limited, Hongkong, China - Board of Directors, bis 17. Juli 2013 Mark Fresea) GALERIA Kaufhof GmbH (Vorsitzender, seit 28. Juni 2013) METRO Großhandelsgesellschaft mbH b) METRO Cash & Carry International Holding GmbH, Vösendorf, Österreich - Aufsichtsrat METRO Distributie Nederland B.V., Diemen, Niederlande - Aufsichtsrat METRO Finance B.V., Venlo, Niederlande - Aufsichtsrat METRO Reinsurance N.V., Amsterdam, Niederlande - Aufsichtsrat Pieter HaasSeit 1. April 2013 a) METRO SYSTEMS GmbH, seit 18. April 2013 (Vorsitzender, seit 24. April 2013) b) Keine Heiko Hutmacher (Arbeitsdirektor)a) METRO Großhandelsgesellschaft mbH real,- Holding GmbH, bis 23. April 2013 real,- SB-Warenhaus GmbH, seit 24. April 2013 b) Keine Frans W. H. MullerBis 31. März 2013 a) METRO Großhandelsgesellschaft mbH (Vorsitzender), bis 16. April 2013 b) Makro Cash and Carry Polska S.A., Warschau, Polen -Aufsichtsrat, bis 31. März 2013 MediaMarkt (China) International Retail Holding Limited, Hongkong, China - Board of Directors, bis 25. April 2013 METRO Cash & Carry International Holding GmbH, Vösendorf, Österreich - Aufsichtsrat (Vorsitzender), bis 26. Februar 2013 METRO Distributie Nederland B.V., Diemen, Niederlande -Aufsichtsrat, bis 31. März 2013 METRO Dolomiti S.p.A., Mailand, Italien - Verwaltungsrat (Vorsitzender), bis 31. März 2013 Metro Holding France S.A., Vitry-sur-Seine, Frankreich -Verwaltungsrat (Vorsitzender), bis 31. März 2013 METRO Italia Cash and Carry S.p.A., Mailand, Italien -Verwaltungsrat (Vorsitzender), bis 31. März 2013 METRO Jinjiang Cash & Carry Co., Ltd., Shanghai, China - Board of Directors, bis 1. April 2013 PT Paserda Indonesia, Jakarta, Indonesien - Aufsichtsrat (Vorsitzender), bis 31. März 2013 56. Anteilsbesitz des METRO AG Konzerns zum 30. September 2013 gemäß § 313 HGBscroll
1
Einzubeziehen nach SIC-12
5. Dezember 2013 Der Vorstand OLAF KOCH MARK FRESE PIETER HAAS HEIKO HUTMACHER ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHTÜberblick über das Rumpfgeschäftsjahr 2013 und Prognose 1. Geschäftsmodell des Konzerns 2. Steuerungssystem 3. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 4. Ertragslage 5. Finanz- und Vermögenslage 6. Mitarbeiter 7. Innovationsmanagement 8. Nachhaltigkeitsmanagement 9. Vergütungsbericht 10. Angaben gemäß § 315 Abs. 4 und § 289 Abs. 4 HGB sowie erläuternder Bericht des Vorstands 11. Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sowie erläuternder Bericht des Vorstands 12. Risiko- und Chancenbericht 13. Nachtrags- und Prognosebericht 14. Ergänzende Angaben für die METRO AG (gemäß HGB) Überblick über das Rumpfgeschäftsjahr 2013 und PrognoseErtragslage- Umsatz der METRO GROUP wuchs im Rumpfgeschäftsjahr 2013, bereinigt um Portfolioveränderungen und Wechselkurseffekte, um 0,9 Prozent auf 45,0 Mrd. € - Berichteter Umsatz sank leicht um 2,2 Prozent auf 46,3 Mrd. € (in lokaler Währung: -1,3 Prozent) - EBIT vor Sonderfaktoren der METRO GROUP stieg auf 728 Mio. € (9M 2012: 706 Mio. €) - Periodenergebnis vor Sonderfaktoren erreichte 16 Mio. € (9M 2012: 165 Mio. €) - Ergebnis je Aktie vor Sonderfaktoren lag bei 0,03 € nach 0,49 € im Vorjahresvergleichszeitraum Finanz- und Vermögenslage- Nettoverschuldung gegenüber dem 30. September 2012 deutlich um 2,3 Mrd. € auf 5,4 Mrd. € zurückgeführt - Investitionen lagen bei 691 Mio. € (9M 2012: 954 Mio. €) - Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit deutlich um 0,3 Mrd. € auf -1,8 Mrd. € (9M 2012: -2,1 Mrd. €) verbessert - Bilanzsumme beträgt 28,8 Mrd. € (30.9.2012: 31,6 Mrd. €; 31.12.2012: 34,8 Mrd. €) - Eigenkapital lag bei 5,2 Mrd. € (30.9.2012: 5,6 Mrd. €; 31.12.2012: 5,7 Mrd. €); Eigenkapitalquote beträgt 18,1 Prozent (30.9.2012: 17,9 Prozent; 31.12.2012: 16,3 Prozent) - Langfristiges Rating ist „BBB-" (Standard & Poor's) sowie „Baa3" (Moody's) Prognose der METRO GROUPUmsatzFür das Geschäftsjahr 2013/14 erwarten wir - trotz der weiterhin unterdurchschnittlichen Wirtschaftsdynamik und bereinigt um die umgesetzten beziehungsweise angekündigten Portfoliomaßnahmen - ein leicht positives Gesamtumsatzwachstum. Bei der Berechnung dieser Prognose haben wir nahezu konstante Wechselkurse unterstellt. Beim flächenbereinigten Umsatzwachstum erwarten wir nach -1,3 Prozent im Vorjahr eine Trendverbesserung und einen Umsatz in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. ErgebnisAuch die Ergebnisentwicklung wird im Geschäftsjahr 2013/14 von der weiterhin unterdurchschnittlichen Wirtschaftsdynamik geprägt sein. Dementsprechend werden wir auch 2013/14 weiterhin einen starken Fokus auf effiziente Strukturen und strikte Kostenkontrolle legen. Die bereits angekündigte Neuausrichtung der Immobilienstrategie wird sich auf das Ergebnis auswirken. Im Vorjahr waren im EBIT vor Sonderfaktoren von 2.000 Mio. € über das übliche Ausmaß hinausgehende Erträge aus Immobilienveräußerungen enthalten. Zudem reduziert sich die Vergleichsbasis um Ergebnisbeiträge aus Portfolioveränderungen. Bereinigt um diese Effekte in Höhe von insgesamt rund 300 Mio. € beträgt der vergleichbare Vorjahreswert 1,7 Mrd. €. Diesen Wert wollen wir im Geschäftsjahr 2013/14 spürbar übertreffen. Bei der Berechnung der Prognose haben wir nahezu konstante Wechselkurse unterstellt. GeschäftsjahresumstellungIm aktuellen Jahr hat die METRO GROUP das Ende ihres Geschäftsjahres vom 31. Dezember auf den 30. September umgestellt. Zum Übergang ist das aktuelle Geschäftsjahr 2013 ein neunmonatiges Rumpfgeschäftsjahr (1. Januar 2013 bis 30. September 2013). Das kommende Geschäftsjahr 2013/14 ab dem 1. Oktober 2013 ist wieder ein normales zwölfmonatiges Geschäftsjahr. Im zusammengefassten Lagebericht wird bei stichtagsbezogenen Aussagen der 30. September 2013 dem 31. Dezember 2012 als Vorjahreswert gegenübergestellt, um hierdurch die Entwicklung im Rumpfgeschäftsjahr 2013 darzustellen. Bei zeitraumbezogenen Aussagen wird das Rumpfgeschäftsjahr 2013 mit dem entsprechenden Vorjahresvergleichszeitraum (1. Januar 2012 bis 30. September 2012) verglichen. Da die Zahlen zum 30. September 2012 aus dem Quartalsabschluss Q3 2012 stammen, der keiner Prüfung durch den Abschlussprüfer unterlag, sind diese ungeprüft. In Ausnahmefällen wird von dieser Vorgehensweise abgewichen, sofern die entsprechenden Vorjahreszahlen nicht verfügbar sind oder wenn diese keine geeigneten Vergleichswerte darstellen (beispielsweise bei hohen saisonalen Schwankungen). Auf Abweichungen wird im entsprechenden Textabschnitt explizit hingewiesen. Die Vorjahresperioden werden in den Texten des Geschäftsberichts als „Vorjahresvergleichszeitraum" (= 9M 2012) und „Vorjahr" (= 12M 2012) bezeichnet. Erstanwendung DRS 20Der neue Deutsche Rechnungslegungs Standard 20 (DRS 20) „Konzernlagebericht" wurde im vorliegenden Geschäftsbericht erstmals angewendet. Dies führte zu einer Reihe von Änderungen des Lageberichts. Es wurde ein neues Kapitel „Steuerungssystem" ergänzt, in dem die für die interne Steuerung der METRO GROUP relevanten Steuerungskennzahlen aufgeführt werden. Die bedeutsamsten Steuerungskennzahlen bilden gemäß DRS 20 die Basis für die Beschreibung des Geschäftsverlaufs sowie die Prognose für das nächste Geschäftsjahr. Auf der Basis der Prognose wird im Bericht des folgenden Geschäftsjahres ein Vergleich der Prognose mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung für die bedeutsamsten Steuerungskennzahlen vorgenommen. Außerdem wurden neue Anforderungen für den Risikobericht umgesetzt, der darüber hinaus mit dem Chancenbericht zusammengefasst wurde. Des Weiteren wurden durch den DRS 20 zusätzlich geforderte Angaben in verschiedenen Kapiteln ergänzt. Zusammengefasster LageberichtIm vorliegenden Lagebericht wurde erstmals das Wahlrecht genutzt, den Lagebericht der METRO AG in den Konzernlagebericht zu integrieren. Dieser zusammengefasste Lagebericht wird anstelle des Konzernlageberichts im Geschäftsbericht der METRO GROUP veröffentlicht. Er enthält am Ende ein Kapitel mit Angaben gemäß HGB speziell für die Gesellschaft METRO AG. 1. Geschäftsmodell des KonzernsDie Struktur der METRO GROUP ist durch eine klare Zuteilung der Verantwortlichkeiten gekennzeichnet. An der Spitze des Unternehmens steht die METRO AG. Als zentrale Management-Holding nimmt sie Aufgaben der Konzernführung wahr. Dies sind insbesondere die Bereiche Finanzen, Controlling, Recht und Compliance. Zentrale Führungs- und Verwaltungsfunktionen für METRO Cash & Carry sind fest in der METRO AG angesiedelt. Das operative Geschäft verantworten unsere vier Vertriebslinien. Die Vertriebslinien agieren teilweise mit unterschiedlichen Marken oder über Tochtergesellschaften am Markt, abhängig von der jeweiligen Strategie, dem Segment und dem spezifischen Wettbewerbsumfeld. METRO Cash & Carry ist in unserem Unternehmen für Selbstbedienungsgroßhandel zuständig, Media-Saturn für Elektrofachhandel, Real für SB-Warenhäuser und Galeria Kaufhof für Warenhäuser. Alle Vertriebslinien haben die ungeteilte Verantwortung für ihre gesamte Wertschöpfungskette - vom Einkauf über die Logistik bis hin zum stationären Handel und zum Online-Vertrieb. Unsere Immobilienkompetenzen, -strukturen und -funktionen haben wir bislang in der Gesellschaft METRO PROPERTIES gebündelt. Mit dem Ziel, effiziente Prozesse innerhalb unseres Unternehmens zu ermöglichen, werden wir die operativen Aktivitäten ab dem kommenden Geschäftsjahr in die Vertriebslinien integrieren und dieses Segment nicht mehr separat darstellen. Servicegesellschaften unterstützen die Vertriebslinien der METRO GROUP übergreifend mit Dienstleistungen, unter anderem in den Bereichen Einkauf, Informationstechnologie sowie Logistik. Sie werden zusammen mit der Management-Holding METRO AG als „Sonstige" ausgewiesen. METRO GROUP im Überblick![]() Die METRO GROUP im Überblick![]() METRO Cash & Carry ist international führend im Selbstbedienungsgroßhandel. Mit den Marken METRO und MAKRO ist die Vertriebslinie in 29 Ländern Europas, Asiens und Afrikas vertreten. Das Produkt- und Lösungsangebot der Großmärkte ist speziell auf die Anforderungen gewerblicher Kunden zugeschnitten. Dazu zählen vor allem Hotels, Restaurants, Cateringunternehmen, unabhängige Einzelhändler sowie Dienstleister und Behörden. ![]() Media-Saturn ist die Nummer eins im europäischen Elektrofachhandel. Das stationäre Geschäft von Media Markt und Saturn ist dabei in nahezu allen 15 Ländern, in denen die Vertriebslinie vertreten ist, eng mit ihren Online-Shops verzahnt. Der reine Internethändler Redcoon, dessen Anteile Media-Saturn seit Juni 2013 zu 100 Prozent hält, vertreibt Produkte in zehn Ländern. Zu den Erfolgsmerkmalen von Media-Saturn gehören die dezentrale Organisationsstruktur, attraktive Angebote, engagierte Mitarbeiter und das innovative Marketing. ![]() Real zählt zu den führenden SB-Warenhaus-Betreibern in Deutschland und ist dort sowohl im stationären Einzelhandel als auch im Online-Vertrieb aktiv. Die Vertriebslinie betreibt darüber hinaus Standorte in der Türkei. Die SB-Warenhäuser zeichnen sich durch einen großen Anteil an hochwertigen Frischeprodukten, ein vielfältiges Sortiment an Nicht-Lebensmitteln und ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Das Geschäft in Rumänien, Russland und der Ukraine wurde im Berichtszeitraum bis auf vier Standorte in Rumänien und einen Standort in Russland an das französische Handelsunternehmen Groupe Auchan übergeben. Die Übertragung des Geschäfts in Polen wird im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/14 nach erfolgter Kartellfreigabe erwartet. ![]() Galeria Kaufhof ist als Warenhausunternehmen Marktführer in Deutschland und Belgien. In Deutschland tritt die Vertriebslinie unter dem Namen Galeria Kaufhof auf, in Belgien als Galeria Inno. Charakteristisch für die Warenhäuser und den Online-Shop sind leistungsstarke Sortimente mit internationalen Marken und hochwertigen Eigenmarken. Die Warenpräsentation in den Filialen macht den Einkauf zu einem besonderen Erlebnis für die Kunden. Galeria Kaufhof ist als moderne Marke des Einzelhandels mit einem unverwechselbaren Profil positioniert. ![]() Immobilien: METRO PROPERTIES ist das Immobilienunternehmen der METRO GROUP. Die Gesellschaft konzentriert sich ab dem 1. Oktober 2013 auf die wichtigsten Werttreiber im Immobilien- und Portfoliomanagement, in der Projektentwicklung und bei Transaktionen. Darüber hinaus fördert sie die Entwicklung ausgewählter Projekte, die unsere Vertriebslinien dabei unterstützen, attraktiver für ihre Kunden zu werden und gleichzeitig den Wert des Immobilienportfolios der METRO GROUP zu steigern. Ab dem Geschäftsjahr 2013/14 werden die Immobilien nicht mehr als separates Segment ausgewiesen. Standortportfolio nach Ländern und Segmentenscroll
scroll
scroll
2. SteuerungssystemDie konsequente Ausrichtung der METRO GROUP auf den Mehrwert für den Kunden spiegelt sich auch in unserem internen Steuerungssystem wider. Vorrangiges Ziel ist es, den Unternehmenswert durch die strategische Fokussierung auf den Kundenmehrwert nachhaltig zu steigern. Zur Planung, Steuerung und Kontrolle der Geschäftstätigkeiten setzt die METRO GROUP daher seit dem Jahr 2000 wertorientierte Kennzahlen ein. Im Mittelpunkt unserer operativen Steuerung stehen die entsprechenden Treiber, die unmittelbaren Einfluss auf die Wertschaffung haben. Unser Fokus richtet sich dabei auf Wachstum (Umsatz), operative Effizienz (EBIT) und einen optimierten Kapitaleinsatz. Formal gilt es darauf hinzuweisen, dass nach den Vorgaben des Deutschen Rechnungslegungs Standards 20 (DRS 20) ausschließlich die bedeutsamsten Steuerungskennzahlen (Umsatzwachstum sowie EBIT vor Sonderfaktoren) Bestandteil des Prognoseberichts und des hierauf basierenden Vergleichs mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung im Folgejahr sind. Falls freiwillige Prognosen anderer Kennzahlen erfolgen, sind diese nicht mehr im Prognosebericht, sondern in den entsprechenden Kapiteln des zusammengefassten Lageberichts zu finden, auf die nachfolgend verwiesen wird. Grundsätzlich werden die Kennzahlen analog zum Konzernabschluss, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt wurde, verwendet, sofern kein Hinweis auf eine andere Definition erfolgt. Steuerungskennzahlen der ErtragslageFür die METRO GROUP als Handelsunternehmen stellt das Umsatzwachstum eine elementare Steuerungsgröße des operativen Geschäfts dar. Entsprechend gehört das Umsatzwachstum zu den beiden bedeutsamsten Kennzahlen der METRO GROUP und wird sowohl als Gesamtumsatz in Euro als auch flächenbereinigt in Landeswährung berichtet. Um die operative Entwicklung besser beurteilen zu können, informiert sich der Vorstand regelmäßig auch über die Treiber der Umsatzentwicklung, wie etwa das Online- oder das Belieferungsgeschäft. Neben dem Umsatzwachstum zählt auch das EBIT vor Sonderfaktoren zu den bedeutsamsten Steuerungskennzahlen des Konzerns. Die Bereinigung um Sonderfaktoren erfolgt dabei im Sinne einer Konzentration auf die operative Entwicklung und dient der besseren Vergleichbarkeit der Ergebnisse zwischen den Berichtszeiträumen. - Erläuterungen der Sonderfaktoren sind im Kapitel 4 Ertragslage enthalten.Das Ergebnis je Aktie sowie das Periodenergebnis zählen ebenso zu den Steuerungskennzahlen der METRO GROUP. Diese integrieren das Steuer- und Finanzergebnis in die Steuerung der Ertragslage und unterstützen die Beurteilung der Ertragslage aus Perspektive der Anteilseigner. - Detaillierte Informationen zu diesen Kennzahlen sind im Kapitel 4 Ertragslage enthalten.Steuerungskennzahlen der Finanz- und VermögenslageDie Steuerung der Finanz- und Vermögenslage der METRO GROUP dient dem Ziel, die Liquidität der Konzerngesellschaften nachhaltig sicherzustellen und deren Finanzierungsbedarf kostengünstig zu decken. - Für eine umfassende Darstellung der Finanz- und Vermögenslage siehe Kapitel 5 Finanz- und Vermögenslage.Zu den Steuerungskennzahlen zählen die Investitionen, die aggregiert für die Gruppe, aber auch separat nach Vertriebslinien geplant und berichtet werden. Der Vorstand nimmt zudem eine differenzierte Betrachtung verschiedener Investitionen (zum Beispiel Expansion und Online-Geschäft) hinsichtlich einer Steigerung des Kundennutzens und des Unternehmenswerts der METRO GROUP vor. Neben dem Fokus auf Investitionen stellen regelmäßige Analysen des Netto-Betriebsvermögens die Konzentration auf das operative Geschäft und einen optimierten Kapitaleinsatz sicher. - Die Zusammensetzung des Netto-Betriebsvermögens kann dem Konzernanhang unter Nummer 41 „Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung" entnommen werden.Die Investitionen und das Netto-Betriebsvermögen beeinflussen nicht ausschließlich Kundennutzen und Unternehmenswert, sondern haben auch Auswirkungen auf den Verschuldungsgrad und die Finanzlage. In diesem Zusammenhang dienen der Cashflow vor Finanzierungstätigkeit und die bilanzielle Nettoverschuldung als Steuerungsgrößen der Liquidität und der Kapitalstruktur. - Eine detaillierte Beschreibung dieser Kennzahlen erfolgt in Kapitel 5 Finanz- und Vermögenslage.Wertorientierte KennzahlenDa das Steuerungssystem der METRO GROUP stark auf den Unternehmenswert ausgerichtet ist, beinhaltet es auch wertorientierte Kennzahlen, wie das EBIT after Cost of Capital (EBITaC) oder den Return on Capital Employed (RoCE), die auf den bereits genannten operativen Steuerungsgrößen aufbauen. - Eine ausführliche Analyse dieser Kennzahlen findet sich in Kapitel 4 Ertragslage.3. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen1Die Weltwirtschaft entwickelt sich im Jahr 2013 das zweite Jahr in Folge äußerst schwach. Insgesamt bleibt die globale Wirtschaftsleistung mit voraussichtlich 2,1 Prozent sogar noch hinter der des Vorjahres (12M 2012: 2,4 Prozent) zurück. Viele Länder in Europa befanden sich gerade zu Jahresanfang noch in der Rezession. Im Euroraum ging die Konjunktur im ersten Quartal 2013 verglichen mit dem jeweiligen Vorquartal das sechste Mal in Folge zurück. Die staatlichen Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung beeinflussen nach wie vor die wirtschaftliche Entwicklung in vielen Ländern Europas. Gleichzeitig steigt die Arbeitslosigkeit in der Eurozone auf neue Rekordwerte an. Beides wirkt sich wiederum negativ auf die verfügbaren Einkommen und die Kaufkraft der Bevölkerung aus. Erst im Jahresverlauf konnte die Eurozone die bisher längste Rezession in ihrer Geschichte überwinden. Insgesamt bleibt die Erholung dabei verhalten und die Wirtschaft entwickelt sich im Jahr 2013 ein weiteres Jahr rückläufig. Die insgesamt schwache Nachfrage aus Westeuropa beeinträchtigt auch das Wirtschaftswachstum in anderen Regionen. Osteuropa ist dabei aufgrund der starken Handelsverflechtungen besonders betroffen. Als Folge liegen die Exporte nach und die Direktinvestitionen aus Westeuropa weiter auf niedrigem Niveau. Gleichzeitig dämpfen auch in den osteuropäischen Ländern staatliche Sparmaßnahmen die private Nachfrage. Das Wirtschaftswachstum in der Region bleibt 2013 daher noch hinter dem schwachen Wachstum des Vorjahres zurück. Die asiatischen Länder können zwar insgesamt weiter hohe Wachstumsraten erzielen. Allerdings schwächt sich das Wirtschaftswachstum vor allem in China und Indien ab. In Indien kam es aufgrund des hohen Leistungsbilanzdefizits zu einer erheblichen Abwertung der Währung. Die meisten anderen asiatischen Länder, in denen die METRO GROUP tätig ist, erleben ebenfalls negative Währungsanpassungen. Trotzdem verzeichnet Asien im Jahr 2013 ein weiteres Mal das höchste Wachstum weltweit. Als Folge der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung fällt der Anstieg der Verbraucherpreise im Berichtszeitraum geringer aus als im Vorjahr. Dagegen legen die Nahrungsmittelpreise in vielen Ländern trotz der weltwirtschaftlichen Schwächephase erneut zu. Grund dafür ist das weiterhin hohe Preisniveau bei Nahrungsmittelrohstoffen. Teilweise steigen die Nahrungsmittelpreise 2013 sogar noch stärker als im Vorjahr. In der Eurozone beispielsweise beträgt die Preissteigerung bei Lebensmitteln rund 3 Prozent, wohingegen die Verbraucherpreise insgesamt nur um rund 1,5 Prozent zulegen. In den Schwellenländern, in denen die Nahrungsmittelausgaben einen hohen Anteil am verfügbaren Einkommen ausmachen, führt diese Entwicklung erneut zu erheblichen Belastungen für die Verbraucher. Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts wichtiger Weltregionen und Deutschlands Veränderungen zum Vorjahr in Prozentscroll
Quelle: Feri
1
Vorjahreswerte können gegenüber dem Geschäftsbericht
2012 abweichen, falls bei dessen Fertigstellung finale Zahlen noch
nicht vorlagen Konsumgüterhandel weiterhin belastetDie schwierige wirtschaftliche Situation und die hohe Arbeitslosigkeit belasten 2013 die Verbraucher und damit auch das Handelsgeschäft. Die Rahmenbedingungen für den Handel haben sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr noch einmal verschlechtert. Grund hierfür ist, dass sich die seit Ende 2011 anhaltend schwache Wirtschaftsentwicklung erst mit Verzögerung auf den Arbeitsmarkt sowie die verfügbaren Einkommen ausgewirkt hat. Gleichzeitig kommt auch die wirtschaftliche Erholung erst mit Verzögerung im Handel an. DeutschlandAuch Deutschland konnte sich 2013 nicht von dem schwachen konjunkturellen Umfeld abgrenzen. Insbesondere im ersten Quartal ging die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. Nach einer Erholung im weiteren Jahresverlauf kann die Wirtschaft immerhin noch um rund 0,5 Prozent (12M 2012: 0,7 Prozent) zulegen. Damit entwickelt sich Deutschland im Vergleich zu den anderen Ländern der Eurozone weiter relativ robust. Die Arbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur geringfügig angestiegen. Die verfügbaren Einkommen entwickeln sich auch aufgrund der vergangenen wachstumsstarken Jahre positiv. Als Folge davon hellt sich auch das Konsumklima wieder auf. Dementsprechend fällt die Handelsentwicklung mit einem nominalen Wachstum von rund 1,5 Prozent insgesamt solide aus. Preisbereinigt stagniert der Handel im Berichtszeitraum allerdings ein weiteres Mal. WesteuropaIn vielen Ländern Westeuropas setzte sich die Rezession zu Anfang des Berichtszeitraums weiter fort. Im zweiten Quartal schließlich konnten die Länder der Eurozone nach sechs Quartalen mit rückläufiger Wirtschaftsentwicklung erstmals wieder ein Wachstum erzielen. Insgesamt erholte sich dabei die Wirtschaft im Jahresverlauf. Die Staatsschuldenkrise ist weiterhin der wesentliche Belastungsfaktor. Insgesamt trifft die Krise alle Länder Westeuropas; die Divergenz zwischen den besonders stark betroffenen Peripherieländern und den robusteren Kernländern besteht jedoch fort. Neben Deutschland verzeichnen auch Österreich, die Schweiz sowie die skandinavischen Länder 2013 ein leichtes Wachstum. Dagegen entwickeln sich neben den Krisenländern Italien, Portugal und Spanien auch die Niederlande rückläufig. Die negativen Folgen für den Handel haben sich im Berichtszeitraum noch einmal verstärkt. Nach einer Stagnation im Jahr 2012 weisen die nominalen Handelsumsätze weiter eine rückläufige Tendenz auf und liegen im Berichtszeitraum rund 1 Prozent unterhalb des Vorjahresniveaus. Bereinigt um Preissteigerungen fällt das Minus sogar noch größer aus. Für die Handelsentwicklung der Länder im Einzelnen ergibt sich ein ähnliches Bild wie für die wirtschaftliche Entwicklung: Ein nominales Umsatzwachstum erzielen insbesondere Belgien, Österreich, Schweden und die Schweiz. Die stärksten Rückgänge verzeichnen Spanien, Portugal, Italien und die Niederlande. Bereinigt um Preissteigerungen entwickeln sich nahezu alle westeuropäischen Länder rückläufig. OsteuropaAls Folge der Rezession in Westeuropa fällt auch das Wirtschaftswachstum in Osteuropa nur schwach aus. Einzeln betrachtet ist die konjunkturelle Entwicklung der Länder Osteuropas sehr unterschiedlich. Das höchste Wachstum verzeichnet voraussichtlich Kasachstan mit über 5 Prozent. Dahinter folgen Moldawien und die Türkei mit rund 4 Prozent. Die türkische Wirtschaft wächst damit wieder etwas stärker als im Jahr zuvor, bleibt aber weiter hinter den Wachstumsraten der Vorjahre zurück. Rumäniens Wirtschaft erzielt ein BIP-Wachstum von 2,0 Prozent, Russland liegt leicht darunter. Dabei schwächt sich Russlands Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr erheblich ab, während die rumänische Wirtschaft sich von der Stagnation des vergangenen Jahres leicht erholen kann. Erneut rückläufig entwickelt sich die Wirtschaftsleistung in Tschechien. Am stärksten fällt der Konjunkturrückgang in Griechenland aus: Bereits zum sechsten Mal in Folge sinkt dort 2013 die Wirtschaftskraft. Analog zum Wirtschaftsverlauf fiel auch die Handelsdynamik sehr uneinheitlich aus. Ein gutes nominales Einzelhandelswachstum im knapp zweistelligen Bereich können vor allem Russland und die Türkei erzielen. Das Wachstum liegt allerdings unterhalb des Vorjahres und ist zu einem erheblichen Teil inflationsbedingt. Schwach verläuft das Einzelhandelsgeschäft dagegen in Bulgarien und Tschechien. Die Handelsentwicklung in Griechenland ist erneut rückläufig. Asien/AfrikaVor dem Hintergrund der insgesamt schwachen weltwirtschaftlichen Konjunktur weisen die asiatischen Schwellenländer im Berichtszeitraum erneut die höchsten wirtschaftlichen Wachstumsraten auf. Trotz wirtschaftlicher Abschwächung erreicht China mit rund 7,5 Prozent einmal mehr das stärkste Wachstum aller Länder, in denen die METRO GROUP vertreten ist. Ein robustes Wachstum in der Größenordnung von 5,0 Prozent verzeichnet Vietnam. Indiens Wirtschaft verlangsamte sich dagegen mit einem Wachstum unterhalb von 3 Prozent deutlich. Dagegen weist die reife Volkswirtschaft Japans mit knapp 2 Prozent ein vergleichsweise robustes Wachstum auf. Ursache hierfür sind in erster Linie von der Regierung beschlossene Konjunkturmaßnahmen. Aufgrund der vergleichsweise robusten Wachstumsraten zeigt sich die private Nachfrage ebenfalls verhältnismäßig stabil. Asien erzielt daher auch 2013 die höchsten Einzelhandelszuwächse aller Regionen, in denen die METRO GROUP vertreten ist. Vorreiter ist erneut China mit weiter zweistelligen Wachstumsraten im Handel. Auch Indien und Vietnam können in ähnlicher Größenordnung zulegen, allerdings fällt auch die Inflation in beiden Ländern hoch aus, sodass das preisbereinigte Handelsvolumen nur ein geringfügiges Plus aufweist. Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts der METRO GROUP Länder Veränderungen zum Vorjahr in Prozentscroll
1
Vorjahreswerte können gegenüber dem Geschäftsbericht
2012 abweichen, falls bei dessen Fertigstellung finale Zahlen noch
nicht Vorlagen METRO Cash & Carry: Branchenentwicklung im SelbstbedienungsgroßhandelDie Vertriebslinie METRO Cash & Carry ist der globale Marktführer im Selbstbedienungsgroßhandel in Bezug auf Umsatz und internationale Präsenz. Der Umsatz im Selbstbedienungsgroßhandel liegt im Rumpfgeschäftsjahr 2013 in Deutschland unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Das Cash-and-Carry-Segment entwickelt sich erneut schwächer als der Lebensmitteleinzelhandel, der leichte Erlössteigerungen verzeichnen kann. Preissteigerungen bei Lebensmitteln wirken sich insgesamt positiv auf die Branchenentwicklung aus. METRO Cash & Carry hat auch im Berichtszeitraum die führende Marktposition im Selbstbedienungsgroßhandel in Deutschland inne. Jedoch geht der Marktanteil der Vertriebslinie im Rumpfgeschäftsjahr 2013 weiter zurück. In Westeuropa verfehlen die Umsätze im Selbstbedienungsgroßhandel im Rumpfgeschäftsjahr 2013 das Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums leicht. Dabei setzt sich die uneinheitliche Entwicklung des Cash-and-Carry-Segments in den einzelnen Ländern fort. Die Erlösrückgänge in den Krisenstaaten des Euroraums fallen trotz der weiterhin schwachen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geringer aus als in der Vorperiode. Verglichen mit dem modernen Lebensmitteleinzelhandel zeigt das Cash-and-Carry-Geschäft erneut einen insgesamt schwächeren Verlauf. Die Umsätze im Cash-and-Carry-Segment sind in Osteuropa im Rumpfgeschäftsjahr 2013 gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum gestiegen. Erneut sorgen in einzelnen Ländern auch positive Preiseffekte für Wachstumsimpulse. Aufgrund der unterschiedlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verläuft die Entwicklung in der Region insgesamt weiter uneinheitlich. Bei guten gesamtwirtschaftlichen Voraussetzungen legen die Erlöse im Selbstbedienungsgroßhandel zum Beispiel in Russland zu. Trotz der innenpolitischen Auseinandersetzungen in der Türkei setzt sich auch dort der Positivtrend fort. METRO Cash & Carry konnte den Marktanteil in der Region im Berichtszeitraum ausbauen. In Asien setzt sich das Wachstum des Selbstbedienungsgroßhandels mit weiterhin hoher Dynamik fort. Der Umsatz des Cash-and-Carry-Segments steigt auch im Rumpfgeschäftsjahr 2013 stärker als die Umsätze des modernen Lebensmitteleinzelhandels. Aufgrund der in vielen Ländern weiterhin geringen Marktkonzentration und des hohen Anteils an kleinen, traditionellen Einzelhändlern bietet die Region ein unverändert großes Wachstumspotenzial und bildet auch weiterhin den Schwerpunkt der strategischen Expansion von METRO Cash & Carry. Media-Saturn: Branchenentwicklung im ElektrofachhandelDie Media-Saturn-Unternehmensgruppe kann ihre führende Stellung im europäischen Elektrofachhandel auch im Rumpfgeschäftsjahr 2013 festigen. Ergänzend zum stationären Geschäft baut die Vertriebslinie die Präsenz im weiterhin wachsenden Vertriebskanal Internet weiter aus. Der deutsche Elektrofachhandel bewegt sich im Rumpfgeschäftsjahr 2013 etwa auf dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums. Diese Entwicklung lässt sich unter anderem darauf zurückführen, dass 2013 keine sportlichen Großereignisse stattfanden. In der Folge reduziert sich der wichtige Teilmarkt TV stark. Media-Saturn kann trotz geringerer Werbeaktivitäten im Langzeitvergleich weiter Marktanteile gewinnen und an die positive Bilanz des Vorjahres anknüpfen. Im Vertriebskanal Internet, der etwa ein Fünftel des gesamten deutschen Elektrofachhandels ausmacht, kann die Unternehmensgruppe stärker zulegen als der Online-Markt insgesamt. In Westeuropa entwickeln sich die Umsätze im Elektrofachhandel im Rumpfgeschäftsjahr 2013 negativ. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresvergleichszeitraum fällt der Umsatzrückgang jedoch geringer aus. Die Krisenländer Spanien und Portugal entwickeln sich weiterhin schwach; der italienische Markt verzeichnet hingegen wieder ein leichtes Wachstum. In Osteuropa können die Umsätze im Elektrofachhandel im Berichtszeitraum weiter zulegen. Wesentliche Treiber sind erneut Russland und die Türkei. Aber auch der polnische Markt kann trotz einer starken Vorjahresbasis, bedingt durch die Fußball-Europameisterschaft, weiter wachsen. Auch in Ungarn verläuft die Entwicklung auf dem Elektromarkt positiv. Insgesamt entwickeln sich die Marktanteile von Media-Saturn auch außerhalb Deutschlands überwiegend positiv beziehungsweise bleiben stabil. Real: Branchenentwicklung im LebensmitteleinzelhandelDie Vertriebslinie Real ist in Deutschland die Nummer zwei im großflächigen Lebensmitteleinzelhandel. Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel verzeichnet im Rumpfgeschäftsjahr 2013 ein leichtes Umsatzwachstum. Die Umsätze wachsen bei einem insgesamt starken Anstieg der Lebensmittelpreise schwächer als im Vorjahr. Erneut verzeichnen kleine Verbrauchermärkte und Discounter eine deutlich bessere Entwicklung als der Gesamtmarkt. Die Umsätze der großflächigen Verbrauchermärkte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 2.500 Quadratmetern liegen nominal über der Vorjahresentwicklung und damit auf dem Niveau des Gesamtmarkts. Auf bereinigter Fläche verzeichnen die großen Verbrauchermärkte einen leichten Umsatzzuwachs. Real entwickelt sich flächenbereinigt leicht negativ und liegt damit unterhalb des Wettbewerbsniveaus. Nach dem Verkauf des Osteuropageschäfts ist Real außer in Deutschland lediglich noch in der Türkei sowie mit vier Standorten in Rumänien und einem Standort in Russland vertreten. Der türkische Lebensmittelmarkt entwickelt sich weiter dynamisch, wovon insgesamt auch Real profitierte. Die Übergabe des Geschäfts in Polen wird nach erfolgter Kartellfreigabe im ersten Halbjahr 2013/14 erwartet. Galeria Kaufhof: Branchenentwicklung im WarenhausgeschäftDas Warenhaussegment in Deutschland verzeichnet im Berichtszeitraum erneut eine rückläufige Umsatzentwicklung. Dies gilt auch für die Umsätze mit Textilien und Bekleidung, dem Sortimentsschwerpunkt der Warenhäuser. Der Rückgang fällt jedoch im Vergleich zum gesamten Warenhaussegment geringer aus. Die gegenläufige Marktentwicklung bei den unterschiedlichen Einkaufskanälen setzt sich weiter fort: Während die Umsätze im Versandhandel insbesondere durch die enthaltenen Online-Erlöse bei Textilien und Bekleidung erneut deutlich zulegen, gehen die Erlöse im stationären Einzelhandel weiter zurück. Entgegen diesem Trend kann Galeria Kaufhof den Umsatz mit Textilien und Bekleidung steigern und damit weitere Marktanteile in diesem Segment gewinnen. Auch über das gesamte Sortiment hinweg erzielt Galeria Kaufhof auf vergleichbarer Fläche ein Wachstum. In Belgien ist das Marktumfeld weiterhin krisenbedingt schwierig, worunter auch der Umsatz von Galeria Inno gelitten hat. Immobilien: Branchenentwicklung im ImmobiliengeschäftDie gestiegene Volatilität an den Kapitalmärkten hat dazu beigetragen, dass Gewerbeimmobilien als Asset-Klasse global an Attraktivität gewonnen haben. Das Transaktionsvolumen zog daher in den ersten neun Monaten 2013 weltweit weiter an. Fast alle wichtigen Märkte konnten im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum teilweise deutliche Zuwächse verbuchen. Obwohl Core-Immobilien weiterhin im Fokus standen, werden Anleger risikoreicher und nehmen verstärkt auch Objekte abseits des Top-Segments ins Visier. Entsprechend wird die Nachfrage immer vielfältiger. METRO PROPERTIES konnte die günstigen Rahmenbedingungen nutzen und in saturierten wie in aufstrebenden Märkten erfolgreich Immobilien verkaufen. Neben der Portfoliotransaktion mit dem Verkauf der zweiten Tranche von OPCI in Frankreich konnten auch Einzelimmobilien wie zum Beispiel das Shopping-Center Ümraniye in Istanbul veräußert werden. Die europäischen Immobilienmärkte entwickelten sich von Januar bis September des laufenden Jahres grundsätzlich positiv und zeigten dabei quartalsweise eine stetige Verbesserung. Anleger bewerteten die etablierten und saturierten Märkte wie Deutschland, Frankreich oder Großbritannien weiterhin als sichere Investitionshäfen. Zudem haben sich die von der Krise besonders stark getroffenen südeuropäischen Märkte weitgehend erholt. Bis September 2013 wurden europaweit rund 95 Mrd. € mit Gewerbeimmobilien umgesetzt. Die Renditen bei gewerblichen Immobilien blieben im Jahresverlauf zumeist stabil beziehungsweise bewegten sich in einzelnen Märkten leicht nach unten. Der deutsche Investmentmarkt für gewerbliche Immobilien genießt dank der großen Stabilität im Hinblick auf Immobilienwerte und das wirtschaftliche Umfeld bei Investoren nach wie vor höchstes Vertrauen. Dies äußerte sich in einer Steigerung des Transaktionsvolumens in den ersten drei Quartalen 2013 um rund 30 Prozent im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum. Immobilieninvestoren verfolgen nach wie vor eine eher risikoaverse Anlagestrategie. Infolge der hohen Nachfrage nach Core-Produkten verharren die Spitzenrenditen in allen Asset-Klassen weiterhin stabil auf niedrigem Niveau beziehungsweise haben sich sogar leicht nach unten bewegt. Durch den Nachfrageüberhang ist eine beginnende zunehmende höhere Risikobereitschaft festzustellen. Von diesem positiven Umfeld konnte METRO PROPERTIES unter anderem durch die erfolgreichen Verkäufe zweier revitalisierter Fachmarktzentren in Dortmund und Mannheim oder der Adler-Zentrale in Haibach profitieren. Die Immobilienmärkte in Asien sowie im pazifischen Raum gewannen in den ersten neun Monaten 2013 deutlich an Schwung, sodass ein Anstieg des gewerblichen Transaktionsvolumens um fast 55 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum verbucht wurde. Mit insgesamt rund 111 Mrd. € konnte sogar der höchste jemals in den ersten drei Quartalen gemessene Transaktionsumsatz verzeichnet sowie bereits das Investitionsvolumen des ganzen Jahres 2012 erreicht werden. Das Wachstum war vor allem durch die großen Investmentmärkte wie Japan und China getrieben. Die Renditen im Spitzensegment für Gewerbeimmobilien blieben in der Region weitestgehend stabil. 4. ErtragslageGeschäftsverlauf des Konzerns im ÜberblickDie METRO GROUP hat auch im Rumpfgeschäftsjahr 2013 ihren Umsatz gesteigert. In einem nach wie vor herausfordernden Umfeld wuchs der Konzernumsatz um 0,9 Prozent auf 45,0 Mrd. € (bereinigt um Portfolioveränderungen und Wechselkurseffekte). Zu den Portfolioänderungen zählten der Verkauf des Großhandelsgeschäfts von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich, die Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa sowie der Rückzug von Media Markt aus China. Alle Transaktionen wurden im Jahr 2012 eingeleitet. Das Konzern-EBIT vor Sonderfaktoren stieg im Rumpfgeschäftsjahr 2013 um 22 Mio. € auf 728 Mio. €. Vergleich der im Vorjahr berichteten Prognose mit der tatsächlichen GeschäftsentwicklungUmsatzFür das Rumpfgeschäftsjahr 2013 haben wir ein moderates Umsatzwachstum für die METRO GROUP (bereinigt um Portfolioeffekte) erwartet. Mit einem Anstieg von 0,9 Prozent haben wir dieses Ziel erreicht. Für METRO Cash & Carry haben wir, bereinigt um das Großhandelsgeschäft im Vereinigten Königreich, ein geringes Umsatzwachstum prognostiziert. Tatsächlich sank der Umsatz geringfügig um 0,2 Prozent. Media-Saturn sollte, adjustiert um Media Markt in China, ein leichtes Umsatzwachstum aufweisen. Tatsächlich stieg der entsprechende Umsatz um erfreuliche 1,1 Prozent. Bei Real (adjustiert um Real Osteuropa ohne Türkei) hatten wir ein moderates Umsatzwachstum geplant. Hier ist der Umsatz um 1,5 Prozent zurückgegangen. Für Galeria Kaufhof haben wir trotz vier Standortschließungen einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. Mit einem Rückgang um 0,5 Prozent wurde das Vorjahr fast erreicht. EBITBeim EBIT vor Sonderfaktoren haben wir für die METRO GROUP einen Wert oberhalb des Werts des Vorjahreszeitraums (9M 2012: 706 Mio. € - retrospektiv angepasst) prognostiziert. Mit einem EBIT vor Sonderfaktoren von 728 Mio. € haben wir dieses Ziel leicht übertroffen. Umsatz- und ErgebnisentwicklungIm Rumpfgeschäftsjahr 2013 lag der Konzernumsatz mit 46,3 Mrd. € um 2,2 Prozent unterhalb des Werts des Vorjahresvergleichszeitraums (9M 2012: 47,4 Mrd. €). In lokaler Währung ging der Umsatz um 1,3 Prozent zurück. Dies ist auf das in weiten Teilen Europas nach wie vor schwierige wirtschaftliche Umfeld, die bereits beschriebenen Portfoliomaßnahmen sowie negative Wechselkurseffekte zurückzuführen. Bereinigt um die Abgabe von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich, die Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa sowie den Rückzug von Media Markt aus China lag der Umsatz 0,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums. Umsatzentwicklung im Konzern nach Vertriebslinien und nach Regionenscroll
In Deutschland blieb der Umsatz stabil bei 17,8 Mrd. €. Im internationalen Geschäft hingegen ging der Umsatz um 3,6 Prozent zurück, in lokaler Währung um 2,1 Prozent. Damit reduzierte sich der internationale Umsatzanteil leicht von 62,3 Prozent auf 61,5 Prozent. In Westeuropa verringerte sich der Umsatz um 4,3 Prozent auf 13,7 Mrd. € (in lokaler Währung: -4,2 Prozent). Hierfür war neben der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Südeuropa vor allem die Abgabe von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich verantwortlich. Portfoliobereinigt ging der Umsatz in Westeuropa lediglich um 1,4 Prozent zurück. Der Umsatz in Osteuropa verringerte sich um 4,5 Prozent auf 12,0 Mrd. € (in lokaler Währung: -2,2 Prozent), insbesondere aufgrund der Veräußerung der Real SB-Warenhäuser. Die Wachstumsdynamik in der Region Asien/Afrika setzte sich weiter fort: Hier stieg der Umsatz deutlich um 5,1 Prozent, in lokaler Währung sogar um 9,7 Prozent. Konzernumsatz METRO GROUP 9M 2013 nach Regionen![]() Das EBIT der METRO GROUP lag im Rumpfgeschäftsjahr 2013 mit 703 Mio. € um 294 Mio. € über dem Wert des Vorjahresvergleichszeitraums. Darin enthalten sind Sonderfaktoren in Höhe von 25 Mio. € (9M 2012: 297 Mio. €). Diese Sonderfaktoren beinhalten positive Effekte aus dem Verkauf des Real-Geschäfts in Osteuropa. Dagegen liefen vor allem Belastungen aus der Insolvenz der Praktiker AG nebst Tochtergesellschaften sowie Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen und Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte. Ferner enthalten die Sonderfaktoren Aufwendungen aus der Neuausrichtung und der Straffung des Nicht-Lebensmittel-Sortiments bei METRO Cash & Carry. Als Sonderfaktoren werden Geschäftsvorfälle klassifiziert, die nicht wiederkehrend sind, darunter zum Beispiel Restrukturierungen oder Änderungen im Konzernportfolio. Eine Darstellung vor Sonderfaktoren spiegelt die operative Entwicklung besser wider und erhöht somit die Aussagekraft der Ergebnisbetrachtung. - Eine Übersicht mit der Überleitung der Sonderfaktoren befindet sich auf den Seiten 106 und 107.Entwicklung des Konzern-EBITDA/-EBIT und des EBITDA/EBIT der Vertriebslinienscroll
1
Vor Sonderfaktoren Vor Sonderfaktoren stieg das EBIT der METRO GROUP im Rumpfgeschäftsjahr 2013 von 706 Mio. € auf 728 Mio. € - trotz herausfordernder Marktbedingungen und daraus resultierender Preisinvestitionen. Umsatz- und Ergebnisentwicklung der VertriebslinienMETRO Cash & CarryDer Umsatz von METRO Cash & Carry ging im Rumpfgeschäftsjahr 2013 um 2,0 Prozent (in lokaler Währung: -0,5 Prozent) auf 22,6 Mrd. € zurück. Auf vergleichbarer Fläche verminderte er sich um 0,5 Prozent. Die Umsatzentwicklung war spürbar durch den Marktaustritt aus dem Vereinigten Königreich beeinträchtigt; bereinigt um diese Änderung im Portfolio ging der Umsatz lediglich um 0,2 Prozent zurück. Der Umsatzanstieg mit Kunden aus dem Bereich Hotels, Restaurants, Caterer (Horeca) wurde durch Umsatzrückgänge bei SCO-Kunden (Services, Companies, Offices) überkompensiert. Das Belieferungsgeschäft entwickelte sich weiterhin dynamisch und wuchs deutlich um fast 20 Prozent auf 2,0 Mrd. € (9M 2012: 1,6 Mrd. €). Der Umsatzanteil der Eigenmarken legte ebenfalls zu und belief sich auf 17,0 Prozent vom Umsatz (9M 2012: 16,9 Prozent). Kennzahlen METRO Cash & Carry 2013 im Vorjahresvergleichscroll
scroll
1
Vorjahresanpassung (siehe Kapitel „Erläuterungen
zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses") Positiv ist die deutliche Verbesserung im Umsatztrend, die wir im dritten Quartal in den meisten Ländern verzeichnen konnten. In Deutschland ging der Umsatz im Berichtszeitraum um 3,3 Prozent auf 3,4 Mrd. € zurück. Dies ist im Wesentlichen auf das schwierige Geschäft mit Nicht-Lebensmitteln zurückzuführen. Flächenbereinigt sank der Umsatz um 3,4 Prozent. In Westeuropa (ohne Deutschland) war die Umsatzentwicklung vor allem durch den Verkauf des Großhandelsgeschäfts von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich beeinträchtigt. Auch das schwierige wirtschaftliche Umfeld in Südeuropa belastete vor allem das Geschäft mit Nicht-Lebensmitteln. Der Umsatz verringerte sich um 5,9 Prozent auf 7,8 Mrd. € (in lokaler Währung: -5,7 Prozent). Bereinigt um den Verkauf von MAKRO Cash & Carry im Vereinigten Königreich ging der Umsatz lediglich um 0,8 Prozent zurück. Flächenbereinigt sank der Umsatz um 1,6 Prozent. In Osteuropa verminderte sich der Umsatz leicht um 1,0 Prozent auf 8,6 Mrd. €, während er in lokaler Währung um 1,6 Prozent zulegen konnte. Sehr erfreulich waren dabei vor allem die Entwicklungen in Russland und der Türkei sowie die Trendverbesserung in Polen. Flächenbereinigt ging der Umsatz in der Region leicht um 0,2 Prozent zurück. Der Umsatz in der Region Asien/Afrika wuchs weiterhin dynamisch um 8,5 Prozent auf 2,8 Mrd. € (in lokaler Währung: +13,3 Prozent). Insbesondere China und Indien zeigten eine sehr gute Entwicklung. Flächenbereinigt betrug das Wachstum deutliche 5,7 Prozent. Der Anteil des internationalen Geschäfts am Gesamtumsatz von METRO Cash & Carry nahm leicht von 84,5 Prozent auf 84,7 Prozent zu. Umsatz METRO Cash & Carry 9M 2013 nach Regionen![]() Das EBIT von METRO Cash & Carry stieg um 80 Mio. € auf 339 Mio. €. Aufwendungen aus der Neuausrichtung und der Straffung des Nicht-Lebensmittel-Sortiments, Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Restrukturierungsaufwendungen belasteten das Ergebnis. Vor Sonderfaktoren sank das EBIT nur leicht um 3,7 Prozent auf 442 Mio. €. Der umsatzbedingte Ergebnisrückgang sowie die weiteren Preisinvestitionen für das Geschäft mit Lebensmitteln konnten zum Großteil durch Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen sowie den Wegfall des Verlusts aus dem Geschäft im Vereinigten Königreich kompensiert werden. Mit der Stabilisierung der EBIT-Marge vor Sonderfaktoren in Höhe von 2,0 Prozent hat METRO Cash & Carry die Profitabilität in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld bestätigt. Zum 30. September 2013 war METRO Cash & Carry in 29 Ländern an 752 Standorten vertreten, davon mit 107 Märkten in Deutschland, 236 in Westeuropa (ohne Deutschland), 286 in Osteuropa sowie 123 in Asien/Afrika. Media-SaturnMedia-Saturn hat im Rumpfgeschäftsjahr 2013 die Marktführerschaft in Europa weiter ausgebaut. Insgesamt konnten zusätzliche Marktanteile in 9 von 15 Ländern gewonnen werden. Vor diesem Hintergrund stieg der Umsatz trotz der weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen um 0,6 Prozent auf 14,4 Mrd. € (in lokaler Währung: + 1,0 Prozent). Bereinigt um den Rückzug aus China legte der Umsatz sogar um 1,1 Prozent zu. Flächenbereinigt ging der Umsatz hingegen um 2,1 Prozent zurück. Der Online-Umsatz wuchs rasant um 75,0 Prozent auf 0,8 Mrd. € und erreichte einen Anteil von 5,9 Prozent am Gesamtumsatz von Media-Saturn. Kennzahlen Media-Saturn 2013 im Vorjahresvergleichscroll
scroll
In Deutschland entwickelte sich der Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr 2013 weiterhin überaus positiv und wuchs um 3,1 Prozent auf 6,7 Mrd. €. Flächenbereinigt legte er um 1,6 Prozent zu, obwohl sportliche Großereignisse wie die Olympischen Spiele oder internationale Fußballturniere fehlten. Media-Saturn hat bei beiden Vertriebsmarken weitere Marktanteile hinzugewonnen. Sowohl das „Online only" als auch das Mehrkanalangebot verzeichnen weiterhin eine sehr starke Kundennachfrage. Das Mehrkanalproduktangebot im Internet haben wir weiter erhöht, es umfasste Ende September 2013 mehr als 20.000 Artikel bei Mediamarkt.de und Saturn.de. Die Abholrate lag mit mehr als 40 Prozent weiterhin auf einem hohen Niveau. Umsatz Media-Saturn 9M 2013 nach Regionen![]() Der Umsatz in Westeuropa (ohne Deutschland) sank um 2,2 Prozent auf 5,8 Mrd. € (in lokaler Währung: -2,1 Prozent). Flächenbereinigt lag der Umsatz 5,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums. Ursachen hierfür waren insbesondere die schwache Umsatzentwicklung in den von der Wirtschaftskrise besonders betroffenen Ländern in Südeuropa, in den Niederlanden sowie in Schweden. In den Niederlanden und in Spanien wirkten zudem noch die Mehrwertsteuererhöhungen nach. In Osteuropa stieg der Umsatz deutlich um 4,8 Prozent (in lokaler Währung: +7,9 Prozent) auf 1,9 Mrd. €. Flächenbereinigt ging der Umsatz um 2,9 Prozent zurück. Während Russland sich schwächer entwickelte, zeigte Polen eine sehr positive Entwicklung. Der internationale Umsatzanteil von Media-Saturn verringerte sich von 54,7 Prozent auf 53,5 Prozent. Das EBIT von Media-Saturn betrug -54 Mio. € (9M 2012: -3 Mio. €). Sonderfaktoren fielen insbesondere im Zusammenhang mit Restrukturierungen in Schweden und der Türkei, der Umwandlung von Saturn-Standorten in Media Markt Standorte in einigen Ländern sowie als positive Effekte aus zuvor gebildeter Risikovorsorge für den Marktaustritt aus China an. Vor Sonderfaktoren veränderte sich das EBIT von -6 Mio. € auf -33 Mio. €. Hier machten sich Preisinvestitionen sowie ein Rückgang des Umsatzanteils brauner Ware zugunsten eines höheren Umsatzanteils neuer Medien bemerkbar. Zudem führte die rückläufige Umsatzentwicklung in einigen Ländern West- und Osteuropas zu niedrigeren Ergebnissen. Positiv wirkten sich dagegen effizientere Kostenstrukturen aus. Der Vorjahresvergleichszeitraum war noch durch operative Verluste aus den zwischenzeitlich beendeten Geschäftsaktivitäten in China belastet. Ende September 2013 umfasste das Standortnetz von Media-Saturn 948 Elektrofachmärkte in 15 Ländern, davon 405 in Deutschland, 362 in Westeuropa (ohne Deutschland) sowie 181 Standorte in Osteuropa. RealDie Veräußerung der Aktivitäten in Russland, Rumänien und der Ukraine haben den Umsatz von Real im Rumpfgeschäftsjahr 2013 stark beeinflusst. Er ging deutlich um 8,2 Prozent auf 7,3 Mrd. € (in lokaler Währung: -7,9 Prozent) zurück. Auf vergleichbarer Fläche reduzierte sich der Umsatz dagegen nur um 2,1 Prozent. Kennzahlen Real 2013 im Vorjahresvergleichscroll
scroll
Umsatz Real 9M 2013 nach Regionen![]() In Deutschland verringerte sich der Umsatz um 1,3 Prozent auf 5,7 Mrd. €. Flächenbereinigt betrug der Rückgang 0,5 Prozent. Der Umsatzanteil der Eigenmarkenprodukte entwickelte sich erfreulich und stieg von 16,0 Prozent auf 16,4 Prozent. In Osteuropa sank der Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr 2013 um 27,6 Prozent auf 1,5 Mrd. € (in lokaler Währung: -26,6 Prozent). Dieser Rückgang ist vor allem auf den Verkauf des Real-Geschäfts in Russland, Rumänien und der Ukraine zurückzuführen. Der flächenbereinigte Umsatz ging um 10,6 Prozent zurück und wurde vor allem durch die anhaltende Kaufzurückhaltung in Polen bedingt. Der internationale Umsatzanteil von Real entwickelte sich dementsprechend rückläufig und sank von 26,5 Prozent auf 20,9 Prozent. Das EBIT erhöhte sich deutlich von 0 Mio. € auf 118 Mio. €. Darin sind positive Sonderfaktoren in Höhe von 119 Mio. € enthalten (9M 2012: 4 Mio. €), die vor allem aus dem Verkauf des Real-Geschäfts in Osteuropa resultierten. Vor Sonderfaktoren verbesserte sich das EBIT von -4 Mio. € auf -1 Mio. €. In Deutschland stieg das EBIT vor Sonderfaktoren um 8 Mio. € auf -9 Mio. €. Dabei wurden gestiegene Energie- und Personalkosten durch Kostensenkungen in den übrigen standortbezogenen Vertriebskosten überkompensiert. Ende September 2013 umfasste das Standortnetz von Real 384 SB-Warenhäuser in 5 Ländern, davon 310 in Deutschland und 74 in Osteuropa. Galeria KaufhofAufgrund von vier Standortschließungen im Vorjahr sank der Umsatz von Galeria Kaufhof im Rumpfgeschäftsjahr 2013 leicht um 0,5 Prozent auf 2,1 Mrd. €. Flächenbereinigt stieg der Umsatz dagegen um 0,9 Prozent. In Deutschland erzielte Galeria Kaufhof im Rumpfgeschäftsjahr 2013 einen Umsatz von 2,0 Mrd. €, das sind schließungsbedingt 0,5 Prozent weniger als im Vorjahresvergleichszeitraum. Flächenbereinigt wuchs der Umsatz jedoch um 1,0 Prozent. Eine überaus positive Entwicklung im Berichtszeitraum zeigte das Textilsortiment, insbesondere bei den Konfektionen und Accessoires. Dadurch konnte Galeria Kaufhof gegenüber dem gesamten Textilmarkt deutlich Marktanteile gewinnen, vornehmlich bei der Damen- und Kinderkonfektion. Darüber hinaus hat Galeria Kaufhof den Online-Umsatz auf 24 Mio. € mehr als verdoppelt. Kennzahlen Galeria Kaufhof 2013 im Vorjahresvergleichscroll
scroll
In Westeuropa (ohne Deutschland) ging der Umsatz um 0,6 Prozent auf 0,1 Mrd. € zurück. Flächenbereinigt betrug das Minus ebenfalls 0,6 Prozent. Das EBIT verringerte sich auf -32 Mio. € (9M 2012: -24 Mio. €). Hier machten sich weitere Maßnahmen zur Optimierung des Standortnetzes bemerkbar. Vor Sonderfaktoren verbesserte sich das EBIT aber um 8 Mio. € auf -16 Mio. €. Dies ist vor allem auf Kostenoptimierungen zurückzuführen. Ende September 2013 verfügte Galeria Kaufhof über 137 Standorte, davon 122 in Deutschland und 15 in Belgien. Umsatz Galeria Kaufhof 9M 2013 nach Regionen![]() ImmobilienDas Segment Immobilien umfasst alle Immobilien der METRO GROUP sowie immobiliennahe Dienstleistungen und trägt zur Wertsteigerung unseres Unternehmens bei. Zum 30. September 2013 befanden sich 565 Standorte im Eigentum der METRO GROUP (31. Dezember 2012: 620). Eigentumsstandorte (565 Standorte) nach Regionen![]() Das EBIT des Segments Immobilien stieg im Rumpfgeschäftsjahr 2013 von 368 Mio. € auf 447 Mio. €. Der Zuwachs ist auf höhere Erträge aus Portfoliotransaktionen, insbesondere aus der Veräußerung der restlichen französischen METRO Cash & Carry Standorte, zurückzuführen. Diesen Veräußerungserträgen stehen geringere Mieterträge aufgrund von Desinvestitionen und höhere Wertminderungen auf Immobilien gegenüber. Darin enthalten sind positive Sonderfaktoren aus der Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa sowie negative Sonderfaktoren aus der Insolvenz von Praktiker und Wertminderungen im Zusammenhang mit Portfoliobereinigungen. Das EBIT vor Sonderfaktoren stieg um 44 Mio. € auf 455 Mio. €. SonstigeDas Segment Sonstige enthält außer der METRO AG als Management-Holding der METRO GROUP unter anderem die Einkaufsorganisation in Hongkong, die auch für fremde Dritte tätig ist, sowie Logistikdienstleistungen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 ging der Umsatz des Segments Sonstige auf 10 Mio. € (9M 2012: 21 Mio. €) zurück. Der Umsatz resultierte im Wesentlichen aus Provisionen für das Geschäft mit Dritten über die Einkaufsorganisation in Hongkong sowie aus der Logistik. Das EBIT erreichte im Berichtszeitraum -104 Mio. € (9M 2012: -184 Mio. €). Darin enthalten sind als Sonderfaktoren Aufwendungen für die Geschäftsjahresumstellung sowie die Risikovorsorge im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Insolvenz der Praktiker AG nebst Tochtergesellschaften. Gegenläufig wirkte sich die Auflösung von Rückstellungen aus Restrukturierungen und dem Spruchstellenverfahren aus. Das EBIT vor Sonderfaktoren verbesserte sich deutlich von -124 Mio. € auf -105 Mio. €. Dies ist vor allem auf verbesserte Kostenstrukturen zurückzuführen. Finanzergebnis und Steuernscroll
1
Vorjahresanpassung (siehe Kapitel „Erläuterungen
zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses") FinanzergebnisDas Finanzergebnis setzt sich im Wesentlichen aus dem Zinsergebnis von -365 Mio. € (9M 2012: -394 Mio. €) und dem übrigen Finanzergebnis von -162 Mio. € (9M 2012: -50 Mio. €) zusammen. Das Zinsergebnis verbesserte sich hauptsächlich durch geringere Zinsaufwendungen. Die Veränderung des übrigen Finanzergebnisses um -112 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme des Gesamtergebnisses aus Wechselkurseffekten sowie Bewertungsergebnissen von Sicherungsgeschäften und Sicherungszusammenhängen. Dies ist überwiegend eine Folge der Entwicklung einiger osteuropäischer Währungen und der damit verbundenen Wechselkurseffekte und Sicherungsgeschäfte. Ferner wirkten sich Währungseffekte in Höhe von 66 Mio. € aus, die aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen entstanden sind und aufgrund des Abgangs des Tochterunternehmens erfolgswirksam aufgelöst und als Sonderfaktor im Finanzergebnis gezeigt werden. - Weitere Angaben zum Finanzergebnis sind im Konzernanhang unter den Nummern 6 bis 9 „Ergebnis aus assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen", „Sonstiges Beteiligungsergebnis", „Zinsertrag/Zinsaufwand" und „Übriges Finanzergebnis" enthalten.SteuernDer deutliche Rückgang an gezahlten beziehungsweise geschuldeten Steuern gegenüber dem Geschäftsjahr 2012 resultiert im Wesentlichen aus dem - aufgrund des fehlenden Weihnachtsgeschäfts - niedrigen Vorsteuerergebnis im Rumpfgeschäftsjahr 2013. Davon entfällt der überwiegende Teil auf das Cash-and-Carry-Geschäft im Ausland. In Deutschland ist der Rückgang an Ertragsteueraufwendungen auf die Vertriebslinie Media-Saturn zurückzuführen. Eine Vergleichbarkeit des Steueraufwands im Rumpfgeschäftsjahr 2013 zum ausgewiesenen Steueraufwand im Vorjahresvergleichszeitraum ist nicht gegeben. Ursache hierfür ist, dass die Steuer zu den unterjährigen Quartalen nach den Vorschriften der Zwischenberichterstattung - IAS 34 (Zwischenberichterstattung) - mithilfe des sogenannten integralen Ansatzes ermittelt wird. Diesem Ansatz zufolge entspricht der ausgewiesene Steueraufwand der prognostizierten Jahressteuerquote und umfasst einen zwölfmonatigen Berichtszeitraum. Das Steuerergebnis im Rumpfgeschäftsjahr 2013 bezieht sich dagegen auf neun Monate. Der vergleichsweise geringe Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern im Berichtszeitraum basiert im Wesentlichen auf der Umkehrung beziehungsweise dem Auslaufen abzugsfähiger temporärer Differenzen im Vorjahr. Darüber hinaus erfolgte eine proportionale Fortschreibung der temporären Differenzen im Rumpfgeschäftsjahr 2013. scroll
Im Berichtszeitraum beträgt die Konzernsteuerquote 137,8 Prozent (12M 2012: 86,2 Prozent). Bereinigt um Sonderfaktoren liegt die Quote bei 94,5 Prozent (12M 2012: 49,1 Prozent). Die Konzernsteuerquote bildet das Verhältnis zwischen dem ausgewiesenen Ertragsteueraufwand und dem Vorsteuerergebnis ab. Die rechnerisch hohe Konzernsteuerquote ist im Wesentlichen auf das niedrige Vorsteuerergebnis im Rumpfgeschäftsjahr 2013 zurückzuführen, sodass geringe Veränderungen beim Ergebnis beziehungsweise Steueraufwand zu hohen Ausschlägen in der Quote führen. - Weitere Erläuterungen zu Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Konzernanhang unter der Nummer 11 „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" enthalten.Periodenergebnis und Ergebnis je AktieDas Periodenergebnis im Rumpfgeschäftsjahr 2013 liegt mit -71 Mio. € um 57 Mio. € unter dem Wert des Vorjahresvergleichszeitraums. Nach Abzug der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter verbleibt ein auf die Aktionäre der METRO AG entfallendes Periodenergebnis von -71 Mio. € (9M 2012: -19 Mio. €). Das Periodenergebnis enthält Sonderfaktoren in Höhe von 87 Mio. € (9M 2012: 179 Mio. €). Das um diese Sonderfaktoren bereinigte Periodenergebnis beträgt somit 16 Mio. € (9M 2012: 165 Mio. €). Die METRO GROUP erzielte im Rumpfgeschäftsjahr 2013 ein Ergebnis je Aktie von -0,22 € (9M 2012: -0,06 €). Der Berechnung war im Berichtszeitraum wie im Vorjahr eine gewichtete Anzahl von 326.787.529 Aktien zugrunde zu legen. Auf diese Aktienanzahl wurde das den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnende Periodenergebnis von -71 Mio. € verteilt. Ein Verwässerungseffekt aus sogenannten potenziellen Aktien war weder im Rumpfgeschäftsjahr 2013 noch im Vorjahr gegeben. Das Ergebnis je Aktie vor Sonderfaktoren lag bei 0,03 € (9M 2012: 0,49 €). scroll
1
Vorjahresanpassung (siehe Kapitel „Erläuterungen
zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses") Wertorientiertes ManagementDie Leistungsstärke der METRO GROUP zeigt sich unter anderem in ihrer Fähigkeit, den Unternehmenswert durch Wachstum und operative Effizienz kontinuierlich zu steigern und dabei das Geschäftsvermögen optimal einzusetzen. Um eine nachhaltige Wertsteigerung sicherzustellen, setzt die METRO GROUP daher seit dem Jahr 2000 auch wertorientierte Kennzahlen ein, die auf operativen Steuerungsgrößen aufbauen. Seit 2009 ermitteln wir den Wertbeitrag mit der Kennzahl EBITaC (EBIT after Cost of Capital). Ein positiver Wertbeitrag ist erreicht, wenn das Ergebnis vor Zinsen und Steuern über den Kapitalkosten, die für die Finanzierung des durchschnittlich gebundenen Geschäftsvermögens erforderlich sind, liegt. EBITaC = EBIT1 - Kapitalkosten = EBIT1 - (Geschäftsvermögen x WACC2 )
1
Bonderfaktoren grundsätzlich über vier Jahre
periodisiert Die Verwendung der Kennzahl EBITaC ermöglicht generell, sich auf die wesentlichen und vom Management beeinflussbaren Treiber des operativen Geschäfts zu konzentrieren: wertsteigerndes Wachstum, Steigerung der operativen Effizienz und Optimierung der Kapitalbindung. Wertsteigerndes Wachstum wird durch die Strategie der METRO GROUP erreicht, sich in den bestehenden Märkten auf Umsatzsteigerungen auf vergleichbarer Fläche zu konzentrieren, das stationäre Geschäft durch neue Absatzkanäle wie Online-Handel und Belieferungsservice gezielt zu ergänzen sowie die Expansion in ausgewählten Ländern zu beschleunigen. In allen Fällen steht dabei der Kunde jeweils im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns. Ergänzend werden weiterhin Maßnahmen zur Sicherung der Effizienz im operativen und administrativen Bereich verfolgt und eine Optimierung des Kapitaleinsatzes wird vorangetrieben. Letztere spiegelt sich beispielhaft in der Überarbeitung der Nicht-Lebensmittel-Strategie im Großhandelsgeschäft wider, die eine umfassende Sortimentsoptimierung sowie eine noch stärkere Fokussierung auf die Anforderungen unserer Kunden vorsieht. Die Kapitalkosten stellen die erwartete Entlohnung der Investoren für das zur Verfügung gestellte Kapital und das eingegangene Anlagerisiko vor Steuern dar. Sie werden ermittelt, indem das durchschnittlich gebundene Geschäftsvermögen mit dem gewichteten Kapitalkostensatz vor Steuern (WACC -Weighted Average Cost of Capital) multipliziert wird. Der Kapitalkostensatz vor Steuern wird auf Basis von Kapitalmarktmodellen abgeleitet. Er stellt eine Maßgröße für die von den Kapitalgebern geforderte Mindestrendite auf das eingesetzte Kapital dar. Dabei spiegelt er die gesamten Kosten des eingesetzten Kapitals wider und setzt sich demnach aus dem Eigen- und dem Fremdkapitalkostensatz zusammen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 lag der Kapitalkostensatz der METRO GROUP vor Steuern bei 9,6 Prozent. Dieser ergibt sich grundsätzlich aus den segmentspezifischen Kapitalkostensätzen, die mit dem Geschäftsvermögen gewichtet werden. Das Geschäftsvermögen stellt das zu verzinsende Vermögen dar. Es setzt sich aus dem Segmentvermögen zuzüglich der operativen Kasse und abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie weiterer operativer Verbindlichkeiten und passiver Rechnungsabgrenzungsposten zusammen. Dabei stellen wir auf Durchschnittswerte auf Basis von Quartalsbilanzen ab, um auch unterjährige Entwicklungen des Geschäftsvermögens in die Kalkulation einfließen zu lassen. scroll
1
Vorjahr vergleichbar gerechnet Sonderfaktoren werden bei der Berechnung des EBITaC grundsätzlich linear über vier Jahre periodisiert im EBIT berücksichtigt. Da die entsprechenden positiven EBIT-Wirkungen zum großen Teil zeitverzögert zu den Aufwendungen entstehen, verbessert sich durch Periodisierung dieser Sonderfaktoren die Darstellung der operativen Performance. Kurzfristige Sondereinflüsse wirken sich dadurch nicht in vollem Umfang auf das Ergebnis der Periode des Auftretens aus. Die Berechnung des EBITaC erfolgt auch im Rumpfgeschäftsjahr 2013 auf Basis eines Zwölf-Monats-Zeitraums, da eine Beurteilung der Wertentwicklung nicht ohne die Berücksichtigung des für Handelsunternehmen zentralen Weihnachtsquartals sinnvoll möglich ist. Das EBIT 2012/13 lag nach Periodisierung der Sonderfaktoren aus den Vorjahren (2009/10: 329 Mio. €; 2010/11: 177 Mio. €; 2011/12: 463 Mio. €) sowie nach Berücksichtigung der periodisierten Einmalaufwendungen aus dem Jahr 2012/13 in Höhe von 313 Mio. € bei 1.680 Mio. €. Bei einem durchschnittlichen Geschäftsvermögen in Höhe von 15.076 Mio. € betrugen die Kapitalkosten 1.445 Mio. €. Trotz der makroökonomischen Herausforderungen und verstärkter Preisinvestitionen setzte die METRO GROUP im Jahr 2012/13 ihr Geschäftsvermögen erfolgreich ein und erzielte ein positives EBITaC in Höhe von 235 Mio. €. Neben dem EBITaC wird zur besseren Vergleichbarkeit der einzelnen Segmente die Renditekennzahl Return on Capital Employed (RoCE) herangezogen. Der RoCE misst die in der betrachteten Periode erzielte Rendite auf das eingesetzte Geschäftsvermögen. Das Geschäftsvermögen beinhaltet für diesen Vergleich der Segmente über die oben dargestellten Positionen hinaus Mietbarwerte, um den unterschiedlichen Eigentumsverhältnissen am Immobilienvermögen Rechnung zu tragen. Bei der Berechnung des RoCE stellt die METRO GROUP auf das EBIT vor Sonderfaktoren ab, da dieses die operative Ertragskraft der Einheiten losgelöst von Einflüssen der Sonderfaktoren angemessen widerspiegelt. RoCE = EBIT1 / Geschäftsvermögen inkl. Mietbarwerten Der RoCE wird dem jeweiligen segmentspezifischen Kapitalkostensatz vor Steuern gegenübergestellt, da dieser eine auf Basis von Kapitalmarktmodellen abgeleitete marktgerechte Mindestverzinsung auf das eingesetzte Kapital darstellt. Die Ergebnisse der Analyse des EBITaC und des RoCE werden unter anderem zur Steuerung des Portfolios der METRO GROUP sowie zur Allokation der Investitionsmittel eingesetzt. Entscheidend bei der Allokation ist die mittel- und langfristige Auswirkung auf die Wertschaffung. Das wesentliche Kriterium für alle Investitionen innerhalb der METRO GROUP ist daher der Barwert der zukünftigen Wertbeiträge. Um auch steuerliche Gesichtspunkte bei der Entscheidung über die zukünftige Expansion zu berücksichtigen, werden die Wertbeiträge nach Steuern kalkuliert. Als weitere Kriterien zur Beurteilung von Investitionsprojekten werden insbesondere der Discounted Cashflow sowie die Amortisationsdauer als liquiditätsorientierte Kennzahlen verwendet. Im Zuge der weiterhin starken Priorisierung bei der Zuteilung der Investitionsmittel werden neben der strategischen Relevanz insbesondere Rentabilitätskennziffern bezogen auf die eingesetzten Mittel zur Beurteilung alternativer Investitionsprojekte als zusätzliche Entscheidungsgrundlage herangezogen. SonderfaktorenSonderfaktoren nach Vertriebslinienscroll
scroll
Sonderfaktoren nach Regionenscroll
scroll
5. Finanz- und VermögenslageFinanzmanagementGrundsätze und Ziele der FinanzaktivitätenÜber unser Finanzmanagement stellen wir sicher, dass unser Unternehmen dauerhaft liquide ist, reduzieren finanzielle Risiken soweit wirtschaftlich sinnvoll und vergeben Kredite an die Konzerngesellschaften. Die METRO AG erbringt und steuert diese Aufgaben zentral für den Gesamtkonzern durch Garantien und Patronatserklärungen. Ziel ist es, den Finanzbedarf der Gesellschaften in ausreichender Form kostengünstig und möglichst über die internationalen Kapitalmärkte zu decken. Dies gilt sowohl für das operative Geschäft als auch für Investitionen. Bei der Auswahl der Finanzprodukte orientiert sich die METRO AG grundsätzlich an der Fristigkeit des zugrunde liegenden Geschäfts. Durch den konzerninternen Finanzausgleich (Cash-Pooling) können wir das Fremdfinanzierungsvolumen reduzieren sowie unsere Geld- und Kapitalanlagen mit positiven Auswirkungen auf das Zinsergebnis optimieren. Das Cash-Pooling ermöglicht es uns, die Liquiditätsüberschüsse einzelner Gesellschaften zu nutzen, um den Geldbedarf anderer Konzernunternehmen intern zu finanzieren. Grundlage für unsere Finanzaktivitäten ist die monatlich aktualisierte Konzernfinanzplanung, die alle wesentlichen Gesellschaften berücksichtigt. Zusätzlich erstellt die METRO AG eine auf 14 Tage ausgerichtete Liquiditätsplanung. Das derzeitige Rating im Investment-Grade-Bereich von langfristig BBB-/Baa3 beziehungsweise kurzfristig A-3/P-3 unterstützt den Zugang zu den Kapitalmärkten. Bei sämtlichen Finanzaktivitäten gelten konzernweit die folgenden Grundsätze: Finanzielle EinheitDer Gesamtkonzern tritt nach außen als finanzielle Einheit auf und erzielt dadurch bessere Konditionen an den Finanzmärkten. Finanzieller HandlungsspielraumBei finanzwirtschaftlichen Entscheidungen wahren wir im Verhältnis zu Banken oder Geschäftspartnern stets unseren Handlungsspielraum, um unabhängig zu bleiben. Im Rahmen der Bankenpolitik sind Limits so definiert, dass der Konzern einen Finanzpartner jederzeit durch einen anderen ersetzen kann. Zentrales RisikomanagementÜber Finanzgeschäfte decken wir zum einen unseren Finanzbedarf. Zum anderen sichert das Unternehmen Grundgeschäfte ab, die mit Risiken behaftet sind. Die METRO AG überwacht zentral das Gesamtportfolio aller Finanzgeschäfte der METRO GROUP. Zentrale RisikoüberwachungVeränderte finanzwirtschaftliche Rahmenbedingungen, darunter beispielsweise Zinssatz- oder Devisenkursänderungen, können sich auf die Finanzierung der METRO GROUP auswirken. Die damit verbundenen Risiken quantifiziert die METRO AG regelmäßig in Szenarioanalysen. Offene Risikopositionen - wie etwa der Abschluss von Finanztransaktionen ohne korrespondierendes Grundgeschäft - dürfen nur nach entsprechender Freigabe durch den Vorstand der METRO AG gehalten werden. Ausschließlich zugelassene VertragspartnerFür Finanzgeschäfte der METRO GROUP kommen ausschließlich Vertragspartner infrage, die von der METRO AG zugelassen sind. Die Bonität dieser Vertragspartner wird anhand ihres Ratings und der Beobachtung von Kreditrisikokennziffern (im Wesentlichen Credit-Default-Swap-Analysen) täglich überprüft. Auf dieser Basis überwacht das in der Treasury der METRO AG angesiedelte Treasury Controlling fortlaufend die Einhaltung der freigegebenen Limits. FreigabepflichtFinanzgeschäfte der METRO-Konzerngesellschaften werden grundsätzlich mit der METRO AG abgeschlossen. Ist dies aus rechtlichen Gründen nicht möglich, werden sie in Abstimmung mit der METRO AG im Namen der Konzerngesellschaft oder auch direkt zwischen der Konzerngesellschaft und dem externen Finanzpartner vereinbart. RevisionssicherheitIn unserem Unternehmen gilt generell das Vier-Augen-Prinzip. Abläufe und Verantwortlichkeiten sind in konzernweit geltenden Richtlinien festgelegt. Der Abschluss von Finanzgeschäften ist organisatorisch von Abwicklung und Kontrolle getrennt. - Die Risiken aus Finanzinstrumenten und Sicherungsbeziehungen werden im Konzernanhang unter Nummer 43 „Management der finanzwirtschaftlichen Risiken" erläutert.RatingsRatings bewerten die Fähigkeit eines Unternehmens, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Sie dienen dem Nachweis der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens gegenüber potenziellen Fremdkapitalgebern. Ein Rating erleichtert zudem den Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten. Die METRO AG hat die zwei international führenden Rating-Agenturen - Moody's und Standard & Poor's - beauftragt, die Kreditwürdigkeit der METRO GROUP kontinuierlich zu analysieren. Die Entwicklung des lang- und kurzfristigen Ratings der METRO GROUP der vergangenen fünf Jahre ist in der folgenden Grafik dargestellt: Entwicklung von Rating und Ausblick![]() Die aktuelle Bewertung des Ratings der METRO GROUP durch Moody's und Standard & Poor's lautet wie folgt: scroll
Mit diesen Ratings stehen der METRO GROUP alle Finanzmärkte offen. FinanzierungsmaßnahmenDie Deckung des mittel- bis langfristigen Finanzierungsbedarfs erfolgt über ein kapitalmarktfähiges Daueremissionsprogramm, das über ein maximales Volumen von 6 Mrd. € verfügt. In seinem Rahmen wurden im Rumpfgeschäftsjahr 2013 keine Transaktionen abgewickelt. Das Daueremissionsprogramm wurde zum 30. September 2013 mit insgesamt 4,5 Mrd. € in Anspruch genommen. Die Deckung des kurzfristigen Finanzierungsbedarfs erfolgt sowohl über das „Euro Commercial Paper Programme" als auch über ein auf französische Investoren ausgerichtetes weiteres „Commercial Paper Programme". Beide Programme verfügen über ein maximales Volumen von jeweils 2 Mrd. €. Insgesamt wurden beide Programme zusammen im Berichtszeitraum im Durchschnitt mit 922 Mio. € in Anspruch genommen. Zum 30. September 2013 wurden die Programme mit rund 383 Mio. € ausgenutzt. Ferner wurden zum 30. September 2013 bilaterale Kreditlinien von insgesamt 1.096 Mio. € genutzt. - Weitergehende Informationen zu Finanzierungsprogrammen und Kreditlinien sind im Konzernanhang unter Nummer 36 „Finanzschulden" enthalten.Außer den etablierten Emissionsprogrammen stand dem Konzern zu jedem Zeitpunkt ausreichende Liquidität durch umfangreiche, im Wesentlichen mehrjährige Kreditlinien zur Verfügung. Sie sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Freie Kreditlinien der METRO GROUPscroll
scroll
Investitionen/DesinvestitionenIm Rumpfgeschäftsjahr 2013 hat die METRO GROUP 691 Mio. € investiert und liegt damit 262 Mio. € unter den Investitionen im Vorjahresvergleichszeitraum. Wie angekündigt wurde die Expansion fokussiert und mit den Investitionen verstärkt die Umsatzentwicklung der bestehenden Standorte unterstützt. Ein Großteil des Investitionsrückgangs ist somit auf eine reduzierte Expansionstätigkeit zurückzuführen. Diese zeigt sich in einer geringeren Anzahl von 34 Neueröffnungen inklusive Zugängen gegenüber 40 Neueröffnungen im Vorjahresvergleichszeitraum. Investitionen zur Modernisierung und Instandhaltung des bestehenden Standortnetzes liegen nach Bereinigung um Verlängerungen von Finanzierungs-Leasingverhältnissen leicht über dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums. Investitionen der METRO GROUPscroll
METRO Cash & Carry hat im Rumpfgeschäftsjahr 2013 211 Mio. € investiert. Die Investitionen liegen damit um 8 Mio. € unter dem Wert des Vorjahresvergleichszeitraums. Durch die Einführung eines Cash Committee wurde ein verstärkter Fokus auf die effiziente Nutzung der Investitionsmittel zur Erzielung von Umsatzsteigerungen gelegt. Die durch das Cash Committee freigegebenen Mittel wurden insbesondere in den Bereichen Konzeptumstellungen, IT und sicherheitsrelevante Modernisierung investiert. Der leichte Investitionsrückgang gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum resultiert aus einer reduzierten Expansionstätigkeit (zehn Neueröffnungen in 9M 2013 gegenüber 21 Neueröffnungen in 9M 2012). Die deutliche Fokussierung der Expansion spiegelt sich hier nur bedingt wider, da der Großteil der Investitionen für den Erwerb von Grundstücken und die Errichtung der Märkte im Zusammenhang mit der Expansion im Segment Immobilien gezeigt wird. Der Expansionsschwerpunkt lag weiterhin bei den Fokusländern China und Russland, in denen das bestehende Filialnetz um sechs beziehungsweise zwei neue METRO Cash & Carry Märkte erweitert wurde. In Indien und Belgien wurde jeweils ein neuer METRO Cash & Carry Standort eröffnet. In China wurde ein Standort geschlossen. Die Investitionen von Media-Saturn lagen im Rumpfgeschäftsjahr 2013 mit 183 Mio. € um 14 Mio. € unter den Investitionen im Vorjahresvergleichszeitraum. Der leichte Investitionsrückgang ist auf Einsparungen von Investitionen sowohl für die Modernisierung des bestehenden Marktnetzes als auch für die Erweiterung des Standortportfolios zurückzuführen. Im Berichtszeitraum wurden 20 Märkte eröffnet. Der Fokus der Expansion lag mit 14 neu eröffneten Elektrofachmärkten in Osteuropa. Hier wurden sechs neue Märkte in der Türkei sowie fünf neue Märkte in Russland eröffnet. In Polen kamen drei neue Standorte dazu. In Westeuropa (ohne Deutschland) wurde das Standortnetz um vier neue Märkte erweitert, davon zwei in den Niederlanden und jeweils ein neuer Markt in Schweden und Spanien. Zusätzlich wurden in Deutschland zwei Märkte eröffnet. Außerdem wurden im Geschäftsjahr 14 Standorte geschlossen. Aufgrund des Rückzugs aus dem chinesischen Markt kam es dort zur Schließung von sieben Standorten. Zusätzlich wurden vier Märkte in Spanien, zwei Märkte in der Schweiz sowie ein Markt in Deutschland geschlossen. Real investierte im Rumpfgeschäftsjahr 2013 63 Mio. €. Das sind 65 Mio. € weniger als im Vorjahresvergleichszeitraum. Der Investitionsrückgang resultiert aus der Aufgabe der Geschäftstätigkeit in Russland, Rumänien und der Ukraine und der geplanten Abgabe des Geschäftes in Polen sowie aus einem Rückgang der Neuverpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen. Die investierten Mittel wurden unter anderem genutzt, um durch neue Konzepte das Geschäftsmodell weiterzuentwickeln. Real hat im Rumpfgeschäftsjahr 2013 das Ladennetz um vier Märkte in Polen erweitert und insgesamt 39 Märkte abgegeben. Dies betrifft die Veräußerung von Real Rumänien (20 Standorte), Real Russland (17 Standorte) und Real Ukraine (zwei Standorte). Zusätzlich wurde das bestehende Filialnetz aufgrund von Schließungen in Deutschland um weitere zwei Standorte reduziert. Die Investitionen von Galeria Kaufhof beliefen sich auf 60 Mio. € und lagen damit 6 Mio. € über dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums. Im Vordergrund standen Konzept- und Modernisierungsmaßnahmen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 wurden weder neue Filialen eröffnet noch bestehende Warenhäuser geschlossen. Im Segment Immobilien beliefen sich die Investitionen im Berichtsjahr auf 113 Mio. € und lagen damit um 163 Mio. € unter dem Wert des Vorjahresvergleichszeitraums. Die Investitionen wurden für die Erweiterung und den Erhalt des Immobilienportfolios sowie für den Erwerb von Immobilien im Zusammenhang mit der Expansion der Vertriebslinie METRO Cash & Carry getätigt. Der Investitionsrückgang gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum ergibt sich zum größten Teil aus der geringeren Anzahl von Neueröffnungen bei METRO Cash & Carry. Die Investitionen im Segment Sonstige beliefen sich im Rumpfgeschäftsjahr 2013 auf 61 Mio. € (9M 2012: 79 Mio. €). Die Investitionen entfielen primär auf immaterielle Vermögenswerte sowie auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die bereits eingegangenen Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagevermögen, immateriellen Vermögenswerten und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien belaufen sich auf 129 Mio. €. - Angaben hierzu sind im Konzernanhang unter Nummer 19 „Sonstige immaterielle Vermögenswerte", Nummer 20 „Sachanlagen" und Nummer 21 „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" enthalten.Aus Desinvestitionen sind der METRO GROUP Zahlungsmittel in Höhe von 1.487 Mio. € zugeflossen, die im Wesentlichen auf den Verkauf des Real-Geschäfts in Osteuropa und den Verkauf von Immobilien zurückzuführen sind. - Weitere Informationen zu Desinvestitionen sind im Konzernabschluss unter „Kapitalflussrechnung" sowie im Konzernanhang unter Nummer 41 „Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung" enthalten.Liquidität (Kapitalflussrechnung)Die Liquidität der METRO GROUP wird anhand der Kapitalflussrechnung ermittelt. In dieser wird der Zahlungsmittelfluss berechnet und dargestellt, den die METRO GROUP im Geschäftsjahr aus der betrieblichen Tätigkeit sowie der Investitions- und Finanzierungstätigkeit erwirtschaftet oder verwendet hat. Außerdem beschreibt sie die Gesamtveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zwischen dem Beginn und dem Ende des Geschäftsjahres. Aus der betrieblichen Tätigkeit wurde im Berichtszeitraum ein Mittelabfluss von 1.768 Mio. € (9M 2012: -2.095 Mio. €) generiert. Aus dem Bereich der Investitionstätigkeit ist ein Mittelzufluss von 747 Mio. € (9M 2012: -600 Mio. €) zu verzeichnen. Daraus ergibt sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum eine Steigerung des Cashflows vor Finanzierungstätigkeit um 1.674 Mio. € auf -1.021 Mio. €. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit weist einen Mittelabfluss von 1.690 Mio. € (9M 2012: +1.403 Mio. €) aus. - Erläuterungen sind im Konzernabschluss unter „Kapitalflussrechnung"sowie im Konzernanhang unter Nummer 41 „Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung" enthalten. Kapitalflussrechnung1scroll
1
Verkürzte Fassung. Die vollständige Fassung
ist im Konzernabschluss enthalten. KapitalstrukturKapitalstruktur der METRO GROUP Mio. €AKTIVAscroll
![]() PASSIVAscroll
![]() Die Konzernbilanz der METRO GROUP weist zum 30. September 2013 ein Eigenkapital von 5.206 Mio. € aus (30.9.2012: 5.649 Mio. €; 31.12.2012: 5.666 Mio. €). Die Gewinnrücklagen sind seit dem 31. Dezember 2012 um 421 Mio. € gesunken. Dieser Rückgang resultierte insbesondere aus der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 327 Mio. €. Die Eigenkapitalquote beträgt 18,1 Prozent (30.9.2012: 17,9 Prozent; 31.12.2012: 16,3 Prozent). Der Anteil der Gewinnrücklagen am Eigenkapital liegt bei 34,4 Prozent gegenüber 39,1 Prozent zum 31. Dezember 2012. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter reduzierten sich gegenüber dem 31. Dezember 2012 um 46 Mio. € auf 27 Mio. €. Der Rückgang setzt sich im Wesentlichen zusammen aus dem Anteil am Gesamtergebnis, der den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnen ist (0 Mio. €), abzüglich von Dividenden (-51 Mio. €). scroll
Die bilanzielle Nettoverschuldung beträgt 5.391 Mio. € (30.9.2012: 7.734 Mio. €; 31.12.2012: 3.245 Mio. €). Sie wird ermittelt durch Saldierung der Finanzschulden inklusive Finanzierungs-Leasingverhältnissen in Höhe von 7.963 Mio. € (30.9.2012: 9.814 Mio. €; 31.12.2012: 8.550 Mio. €) mit den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten gemäß Bilanz in Höhe von 2.564 Mio. € (30.9.2012: 2.075 Mio. €; 31.12.2012: 5.299 Mio. €) sowie den Geldanlagen in Höhe von 8 Mio. € (30.9.2012: 5 Mio. €; 31.12.2012: 6 Mio. €). scroll
1
In der Bilanz in den sonstigen finanziellen
und anderen Vermögenswerten (kurzfristig) enthalten An den langfristigen Schulden zum 30. September 2013 haben die langfristigen Finanzschulden mit 5.763 Mio. € (30.9.2012: 7.052 Mio. €; 31.12.2012: 6.736 Mio. €) den größten Anteil. Ihr Rückgang resultiert im Wesentlichen aus fälligkeitsbedingten Umgliederungen in die kurzfristigen Finanzschulden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken im Rumpfgeschäftsjahr 2013 auf 9.805 Mio. € (30.9.2012: 10.430 Mio. €; 31.12.2012: 13.513 Mio. €). Der deutlich niedrigere Wert gegenüber dem 31. Dezember 2012 ist hauptsächlich auf die Vertriebslinien Media-Saturn sowie METRO Cash & Carry zurückzuführen. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen das bedingt durch das Weihnachtsgeschäft hohe Verbindlichkeitenvolumen am Jahresende, das bereits im Folgequartal auf ein Normalmaß zurückgeführt wurde. Im Vergleich zum 30. September 2012 ergibt sich eine Verminderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 625 Mio. €. Den größten Anteil an diesem Rückgang trägt Real, was auf die Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa zurückzuführen ist. Darüber hinaus trugen verkürzte Zahlungsziele der Lieferanten sowie Währungseffekte bei METRO Cash & Carry und Media-Saturn zu der Reduzierung bei. Zum 30. September 2013 betrugen die kurzfristigen Finanzschulden 2.200 Mio. € (30.9.2012: 2.762 Mio. €; 31.12.2012: 1.814 Mio. €). Der Zugang gegenüber dem 31. Dezember 2012 resultiert im Wesentlichen aus Umgliederungen von langfristigen Finanzschulden in Höhe von 756 Mio. € für Fälligkeiten im kommenden Geschäftsjahr. Gegenläufig wirkte sich die Tilgung von Commercial Papers in Höhe von 205 Mio. € sowie die Tilgung von Schuldscheindarlehen mit 150 Mio. € aus. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen und anderen Verbindlichkeiten waren zum 30. September 2013 mit 2.531 Mio. € deutlich niedriger als zum 31. Dezember 2012 (30.9.2012: 2.364 Mio. €; 31.12.2012: 2.910 Mio. €). Der Grund hierfür sind im Wesentlichen die hohen Umsatzsteuerverbindlichkeiten zum Ende des Kalenderjahres aufgrund des Weihnachtsgeschäfts. Die Abnahme der Ertragsteuerschulden gegenüber dem 31. Dezember 2012 um 110 Mio. € ergibt sich vor allem aus den geleisteten Steuerzahlungen aufgrund von veranlagten Steuererklärungen im In- und Ausland. Die „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten" in Höhe von 264 Mio. € resultieren im Wesentlichen aus dem veräußerten, aber aufgrund aufschiebender Bedingungen noch nicht abgegangenen Real-Geschäft in Polen. Die Fremdkapitalquote ist gegenüber dem 31. Dezember 2012 um 1,8 Prozentpunkte auf 81,9 Prozent gesunken. Die kurzfristigen Schulden haben einen Anteil von 66,1 Prozent am gesamten Fremdkapital nach 68,9 Prozent zum 31. Dezember 2012. - Angaben zur Fälligkeits-, Währungs- und Zinsstruktur der finanziellen Schulden sowie zu Kreditlinien sind im Konzernanhang unter Nummer 36 „Finanzschulden" enthalten.scroll
- Weitere Informationen zur Entwicklung der Schulden sind im Konzernanhang unter den in der Tabelle angegebenen Nummern zu finden. Angaben zu Eventualverbindlichkeiten sowie sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden im Konzernanhang unter Nummer 44 „Eventualverbindlichkeiten" und Nummer 45 „Sonstige finanzielle Verpflichtungen" gemacht.VermögenslageIm Rumpfgeschäftsjahr 2013 verringerte sich die Bilanzsumme um 5.991 Mio. € auf 28.811 Mio. €. Bei den Langfristigen Vermögenswerten war im Rumpfgeschäftsjahr 2013 ein Rückgang von 677 Mio. € auf 16.646 Mio. € zu verzeichnen. Langfristige Vermögenswertescroll
1
Neue Bilanzposition (siehe Kapitel „Erläuterungen
zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses") Die Sachanlagen betragen 10.709 Mio. € (30.9.2012: 12.202 Mio. €; 31.12.2012: 11.324 Mio. €). Die Reduzierung der Sachanlagen in Höhe von 615 Mio. € ist vor allem mit negativen Währungseffekten in Russland, der Türkei und Japan zu begründen. Zudem lagen die Investitionen im Berichtszeitraum unter den planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen. Die latenten Steueransprüche betragen zum 30. September 2013 837 Mio. € (30.9.2012: 1.077 Mio. €; 31.12.2012: 914 Mio. €). Der Rückgang gegenüber dem 31. Dezember 2012 resultiert im Wesentlichen aus der laufenden Fortschreibung temporärer Differenzen im Rumpfgeschäftsjahr 2013. - Weitere Informationen zur Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte sind im Konzernanhang unter den in der Tabelle angegebenen Nummern zu finden.Kurzfristige Vermögenswertescroll
Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken um 5.314 Mio. € auf 12.165 Mio. €. Zum 30. September 2013 besitzt die METRO GROUP Vorratsvermögen in Höhe von 5.856 Mio. € (30.9.2012: 6.599 Mio. €; 31.12.2012: 6.826 Mio. €). Der Rückgang um 970 Mio. € im Rumpfgeschäftsjahr 2013 ist im Wesentlichen bedingt durch den starken Bestandsabbau bei Media-Saturn. Hauptursache hierfür sind saisonbedingt hohe Lagerbestände zum 31. Dezember 2012, die im Folgequartal deutlich reduziert wurden. Im Vergleich zum 30. September 2012 verminderte sich das Vorratsvermögen um 743 Mio. €. Wesentliche Faktoren hierfür sind bestandsoptimierende Maßnahmen der Vertriebslinien Media-Saturn und METRO Cash & Carry sowie die Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa. Die Verringerung der Ertragsteuererstattungsansprüche gegenüber dem 31. Dezember 2012 um 50 Mio. € auf 297 Mio. € ist auf erstattete Kapitalertragsteueransprüche zurückzuführen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betragen zum 30. September 2013 2.564 Mio. € (30.9.2012: 2.075 Mio. €; 31.12.2012: 5.299 Mio. €). Der Rückgang gegenüber dem 31. Dezember 2012 ist insbesondere dadurch begründet, dass zum Ende des Kalenderjahres eine hohe Liquidität durch das Weihnachtsgeschäft besteht. Der Anstieg im Vergleich zum 30. September 2012 resultiert im Wesentlichen aus der Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa, Immobilientransaktionen sowie dem niedrigeren Investitionsvolumen. Die „Zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte" fielen im Wesentlichen durch den Abgang des Real-Geschäfts in Russland, der Ukraine und Rumänien um 1.239 Mio. € auf 292 Mio. €. - Weitere Informationen zur Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte sind im Konzernanhang unter den in der Tabelle angegebenen Nummern zu finden.Gesamtaussage des Vorstands der METRO AG zum Geschäftsverlauf und zur Lage der METRO GROUPDas Rumpfgeschäftsjahr 2013 ist für die METRO GROUP erfolgreich verlaufen. Wir haben das Geschäft in allen Vertriebslinien weiterentwickelt und die Transformation vorangetrieben. Der Verkauf von Real Osteuropa wurde, abgesehen von der ausstehenden Kartellfreigabe in Polen, erfolgreich umgesetzt. Dadurch und aufgrund unserer disziplinierten Investitionspolitik ist es uns gelungen, die Verschuldung der METRO GROUP weiter deutlich zu verringern. Der Vorstand ist mit der Geschäftsentwicklung sehr zufrieden, auch da alle kommunizierten, auf die METRO GROUP bezogenen Ziele erreicht wurden. Für das Weihnachtsgeschäft fühlen wir uns gut gerüstet und blicken zuversichtlich auf das Geschäftsjahr 2013/14. 6. MitarbeiterUnser Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, ein langfristig nachhaltiges Wachstum bei Umsatz und Ergebnis sicherzustellen. Dafür benötigen wir engagierte Mitarbeiter, die unsere Strategie in ihrem Arbeitsalltag mit Leben füllen und vor allem Mehrwert für unsere Kunden bieten. Sie müssen im wahrsten Sinne des Worts „Zum Handeln geschaffen." sein, das heißt unternehmerisch denken und eigenverantwortlich agieren. Wir haben somit einen weiterhin hohen Bedarf an motivierten und qualifizierten Mitarbeitern. Vor dem Hintergrund, dass sich der Fachkräftemangel infolge des demografischen Wandels auch im Handel weiter verschärfen wird, verfolgen wir eine nachhaltige Personalpolitik: Wir investieren gezielt in die Entwicklung von Nachwuchskräften sowie in individuelle Aus- und Weiterbildungsprogramme, verbessern das Arbeitsumfeld und entwickeln unsere Führungskultur auf Basis unseres Leitbilds weiter. Ziel ist es, die besten Mitarbeiter zu gewinnen, sie entsprechend ihrer Leistungsbereitschaft und ihren Fähigkeiten zu fördern und sie langfristig an unser Unternehmen zu binden. Auf diese Weise wollen wir für bestehende und künftige Mitarbeiter ein bevorzugter Arbeitgeber sein. Entwicklung der MitarbeiterzahlenIm Berichtszeitraum beschäftigte die METRO GROUP durchschnittlich 239.909 (9M 2012: 247.469) Mitarbeiter auf Vollzeitbasis. Das sind 3,1 Prozent weniger als im Vorjahresvergleichszeitraum. Der größte Teil unserer Mitarbeiter ist außerhalb unseres Heimatmarkts Deutschland beschäftigt. In Westeuropa (ohne Deutschland), Osteuropa und Asien/Afrika hatten wir mit 152.308 Mitarbeitern auf Vollzeitbasis 3,8 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ein wesentlicher Grund für diesen Rückgang ist der Verkauf des Osteuropageschäfts von Real. In Deutschland hat sich die Zahl der Mitarbeiter auf Vollzeitbasis weiter um 1,7 Prozent auf 87.601 verringert. Unsere Vertriebslinie METRO Cash & Carry beschäftigte im Berichtszeitraum im Durchschnitt 111.395 Mitarbeiter auf Vollzeitbasis. Das entspricht einer Reduktion um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Für Media-Saturn waren im Berichtszeitraum durchschnittlich 56.338 Vollzeitkräfte tätig, das sind 0,5 Prozent mehr als im Vorjahresvergleichszeitraum. Bei Real verringerte sich die Zahl der Mitarbeiter auf Vollzeitbasis um 10,4 Prozent auf 45.238. Bei Galeria Kaufhof sank die Zahl der Vollzeitkräfte im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum um 2,7 Prozent auf 17.231 Beschäftigte. Im Segment Immobilien beschäftigten wir 1.614 Mitarbeiter auf Vollzeitbasis und damit 12,2 Prozent mehr als im Vorjahresvergleichszeitraum. Die Zahl der Vollzeitkräfte im Segment Sonstige nahm leicht ab - um 0,7 Prozent auf 8.093 Beschäftigte. Mitarbeiterentwicklung der METRO GROUP DurchschnittMitarbeiterzahl nach Köpfen![]() Mitarbeiterzahl auf Vollzeitbasis![]() Entwicklung des PersonalaufwandsUnsere Personalaufwendungen sanken gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 2,9 Prozent auf 5,4 Mrd. € (9M 2012: 5,6 Mrd. €). Davon entfielen 4,4 Mrd. € (9M 2012: 4,6 Mrd. €) auf Löhne und Gehälter, einschließlich Lohnsteuer und Arbeitnehmeranteil an der Sozialversicherung. Der Rest entfiel auf soziale Abgaben sowie auf Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung. Wir fördern den Aufbau der privaten Altersvorsorge unserer Mitarbeiter. Unser konzernweites Zukunftspaket bietet ihnen freiwillige Leistungen, die über branchenübliche tarifliche Standards hinausgehen. Im Berichtsjahr haben 55.064 Mitarbeiter in Deutschland dieses Angebot in Anspruch genommen (9M 2012: 55.579 Mitarbeiter). Das entspricht einer Quote von 53,9 Prozent (9M 2012: 53,9 Prozent). - Weitergehende Informationen zum Personalaufwand sind im Konzernanhang unter Nummer 16 „Personalaufwand" enthalten.Mitarbeiterentwicklung nach Ländern und Segmenten nach Köpfen zum Stichtagscroll
scroll
scroll
scroll
1
Beschäftigte in Singapur sind Mitarbeiter
von Verwaltungsgesellschaften Mitarbeiterentwicklung nach Ländern und Segmenten auf Vollzeitbasis zum Stichtag1scroll
scroll
scroll
scroll
1
Rundungsdifferenzen möglich Mitarbeiter nach Segmenten auf Vollzeitbasis![]() Mitarbeiter nach Regionen auf Vollzeitbasis![]() Nachhaltige PersonalpolitikDie Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens hängt in hohem Maße davon ab, dass wir flexibel und schnell auf sich verändernde Rahmenbedingungen und Kundenbedürfnisse reagieren. Innerhalb der METRO GROUP befähigen wir unsere Mitarbeiter deshalb dazu, die Erwartungen unserer Kunden optimal zu erfüllen. Indem wir unserer Verantwortung als Arbeitgeber nachkommen, begegnen wir gleichzeitig den Herausforderungen des demografischen Wandels: einem sinkenden Erwerbstätigenpotenzial, einem weltweit steigenden Durchschnittsalter der Arbeitnehmer sowie zunehmender Migration in Westeuropa. Im Wettbewerb um die besten Fach- und Führungskräfte verschafft uns unsere Personalpolitik wesentliche Vorteile. Die Personalpolitik der METRO GROUP ist deshalb darauf ausgerichtet, qualifizierte Mitarbeiter langfristig an unser Unternehmen zu binden. Im Berichtszeitraum stieg die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit um 0,4 auf 9,1 Jahre. Die Fluktuationsrate betrug konzernweit 18,1 Prozent (9M 2012: 17,9 Prozent). In Deutschland ist die Fluktuationsrate weiter gesunken auf 7,7 Prozent (9M 2012: 8,1 Prozent). Ein wichtiges Instrument, um die Zufriedenheit der Belegschaft und die Bindung an unser Unternehmen zu ermitteln, ist unsere globale Mitarbeiterbefragung, die wir in den Ländern, in denen METRO Cash & Carry vertreten ist, sowie in der Hauptverwaltung regelmäßig durchführen. Im Rahmen des Folgeprozesses erhalten Führungskräfte einen fundierten Einblick in die Befragungsergebnisse, besprechen diese mit ihrem Team und erarbeiten Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung. Im Berichtszeitraum hat die Erhebung bereits zum sechsten Mal stattgefunden. Um Mitarbeitern und Führungskräften den zugrunde liegenden Prozess zu erläutern und die Bedeutung der Befragung zu verdeutlichen, haben wir im Vorfeld begleitende Informationsunterlagen sowie spezielle Trainings und E-Learning-Module entwickelt. 89 Prozent der Mitarbeiter in den befragten Unternehmenseinheiten beteiligten sich. Das Ergebnis der Umfrage: Seit der letzten Befragung stieg der Zufriedenheitswert (Anzahl der engagierten Mitarbeiter) von 56 Prozent auf 66 Prozent und liegt damit 10 Prozentpunkte über dem Global Retail Average Benchmark von Aon Hewitt. Diese positive Entwicklung lässt sich unter anderem auf konzernweit etablierte Initiativen zurückführen, mit denen wir verstärkt den Umgang mit innovativen Ideen sowie die Wertschätzung und Anerkennung unserer Mitarbeiter fördern. Unsere dialogorientierte Unternehmenskultur und die offene, auf Vertrauen basierende Atmosphäre haben ebenfalls zur Verbesserung des Zufriedenheitswerts beigetragen. Führungskräfteentwicklung und NachfolgeplanungInnerhalb der METRO GROUP ist die systematische Führungskräfteentwicklung eine zentrale Aufgabe der Geschäftsführungen der Gesellschaften sowie der strategischen Management-Holding der METRO AG. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass die Fähigkeiten und Kompetenzen unserer Manager konsequent an den Bedürfnissen und strategischen Zielen unseres Unternehmens ausgerichtet sind. Zudem können wir unseren Führungskräften gezielt internationale Karrierewege eröffnen - unabhängig davon, bei welcher Vertriebslinie oder in welchem Segment sie beschäftigt sind. Unsere Prozesse für die Karriereplanung ermöglichen es uns darüber hinaus, geeignete Kandidaten für Schlüsselpositionen im Unternehmen zu identifizieren und zu fördern. So stellen wir sicher, dass frei werdende Positionen aus den eigenen Reihen besetzt werden können. Im Berichtszeitraum lag die interne Nachbesetzungsquote für Top-Führungskräfte - also insbesondere Geschäftsführer von Konzerngesellschaften sowie Bereichsleiter der METRO AG -bei 86 Prozent. Individuelle LeistungsbeurteilungEinmal im Jahr führen wir mit unseren Top-Führungskräften eine individuelle Leistungsbeurteilung im Rahmen des RESULTS & GROWTH-Prozesses durch. Ziel ist es, Fortschritte und Fähigkeiten besser einschätzen zu können und eine starke Feedback-Kultur zu etablieren, die einen Schwerpunkt auf individuelle Leistungen und Entwicklungen legt. Zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres werden hierfür Prioritäten definiert, die die Richtung vorzugeben. Diese Schwerpunkte werden im Rahmen eines Halbjahresgesprächs erneut überprüft und gegebenenfalls angepasst. Zum Ende eines jeden Geschäftsjahres erfolgt dann die Leistungsbeurteilung inklusive eines Feedback-Gesprächs, das sowohl die Erreichung der Prioritäten als auch die Einhaltung der Führungsgrundsätze zum Inhalt hat. Für die weitaus überwiegende Zahl der weiteren Führungskräfte und Mitarbeiter werden in den verschiedenen Gesellschaften jährliche Leistungsbeurteilungen durchgeführt. Systematische NachfolgeplanungIm Rahmen des neu eingeführten Leadership Talent Review werden einmal im Jahr die Nachfolgeplanungen für unsere Kernpositionen besprochen. Dabei berücksichtigen wir die Kompetenzen, Fähigkeiten und Erfahrungen jedes potenziellen Nachfolgekandidaten und stellen diese den Anforderungsprofilen der Positionen gegenüber. Das Verfahren unterstützt unseren Führungskreis dabei, geeignete interne Kandidaten für Schlüsselpositionen frühzeitig zu identifizieren und zu fördern. In einem anschließenden Entwicklungsgespräch legen Mitarbeiter und Vorgesetzte gemeinsam die weiteren Entwicklungsschritte sowie zielgerichtete Maßnahmen fest. Das Leadership Talent Review ist damit nicht nur eine Nachfolgeplanung, sondern vielmehr ein systematischer und langfristig orientierter Entwicklungsprozess unserer Kandidaten im Hinblick auf die Top-Positionen in unserem Unternehmen. Programme für die FührungskräfteentwicklungDer Führungskräfteentwicklung messen wir in allen unseren Gesellschaften eine hohe Bedeutung bei. Für die Entwicklung und Qualifizierung unserer bestehenden und angehenden Führungskräfte bei METRO Cash & Carry und der Hauptverwaltung haben wir im Berichtsjahr die drei neuen Programme „Impact", „Connect" und „Excellence" entwickelt, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Teilnehmergruppen gerecht werden. Als Trainer fungieren zum einen unsere eigenen Top-Führungskräfte. Zum anderen stellen wir über internationale externe Partner und Experten sicher, dass Inhalte und Themen der Programme stets auf dem neuesten Stand der Forschung sind. Zu den externen Partnern gehören beispielsweise das Institut Européen d'Administration des Affaires (INSEAD) in Fontainebleau, Frankreich, sowie die London Business School, England. Im Berichtszeitraum haben insgesamt mehr als 100 angehende und bestehende Führungskräfte an diesen Programmen teilgenommen. Leistungsorientierte Vergütung der Top-FührungskräfteEnde 2012 haben wir die Vergütungspolitik bezüglich unserer Top-Führungskräfte überprüft und mit unseren neuen Vergütungsprinzipien und Führungsgrundsätzen verknüpft. Unser neues Vergütungssystem PERFORM & REWARD beinhaltet eine feste monatliche Grundvergütung sowie variable Gehaltsanteile, deren Höhe zum einen von der wirtschaftlichen Entwicklung unseres Unternehmens abhängt. Zum anderen orientiert sich die Höhe der variablen Anteile an der individuellen Leistung der Führungskraft, Kundenmehrwert zu schaffen und die Führungsprinzipien unseres Unternehmens im Arbeitsalltag umzusetzen. Das neue System wurde mit dem Rumpfgeschäftsjahr 2013 verbindlich eingeführt. VergütungsprinzipienDas Vergütungsmodell für die Top-Führungskräfte der METRO GROUP, die sogenannten Executives, beruht auf den folgenden vier Prinzipien: - Fair und konsistent nach innen - vergleichbare Tätigkeiten innerhalb der METRO GROUP werden auch vergleichbar vergütet. Basis ist unser internes Bewertungssystem für Jobprofile (Grading). - Leistungsdifferenziert - die Höhe der variablen Vergütung hängt von der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens und dem jeweiligen Beitrag der Top-Führungskräfte ab. Indem wir die individuelle Leistung und Zielerreichung an eine variable Vergütung koppeln, stärken wir das Verantwortungsgefühl der Top-Führungskräfte für den Gesamterfolg. - Marktgerecht und angemessen - um eine wettbewerbsfähige Bezahlung anbieten zu können, prüfen wir regelmäßig das Vergütungsniveau vergleichbarer Unternehmen. Die Vergütung muss für uns dabei jedoch immer finanzierbar sein. Das heißt sie steht in Einklang mit der Ergebnisentwicklung der METRO GROUP. - Förderung von vorbildlichem Führungsverhalten - der variable Vergütungsanteil orientiert sich auch daran, ob die Führungsgrundsätze der METRO GROUP im Arbeitsalltag umgesetzt werden und damit unsere Strategie unterstützt wird, Kundenmehrwert zu schaffen und operative Höchstleistung zu erzielen. VergütungsbestandteileDie Hauptelemente unseres Vergütungsmodells sind die Grundvergütung, die einjährige variable Vergütung (Short-Term Incentive) sowie die mehrjährige variable Vergütung (Long-Term Incentive). Darüber hinaus bietet die METRO GROUP eine betriebliche Altersversorgung für Top-Führungskräfte an, die eine beitragsorientierte und eine leistungsorientierte Komponente enthält. Die Finanzierung der beitragsorientierten Komponente erfolgt gemeinsam zu gleichen Anteilen durch die Führungskraft und das Unternehmen. - Weitere Informationen zur Vergütung innerhalb der METRO GROUP sind in Kapitel 9 Vergütungsbericht enthalten.Aus- und WeiterbildungDie Ausbildung von Mitarbeitern ist für uns essenziell, um unseren Bedarf an geeigneten Fachkräften zu decken. Mit einer Ausbildungsquote - einschließlich Praktikanten und Studenten - von 7,7 Prozent (9M 2012: 7,6 Prozent) zählen wir zu einem der großen Ausbilder in Deutschland. Aber auch in vielen anderen Ländern, in denen unsere Vertriebslinien aktiv sind, bieten wir jungen Menschen die Möglichkeit, den Berufseinstieg in die Handelswelt zu finden. Im Berichtszeitraum belief sich die Zahl der Auszubildenden in unserem Unternehmen auf weltweit 9.101. Sie ging damit um 0,5 Prozent zurück. In Deutschland haben wir im Berichtszeitraum 2.351 Auszubildende neu eingestellt. Die Gesamtzahl unserer Auszubildenden betrug im Berichtszeitraum 7.248. Gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum stieg sie damit um 6,8 Prozent. In fast allen Vertriebslinien setzen wir auf eine bedarfsgerechte Ausbildung. Dies ermöglicht es uns, einem Großteil der Absolventen am Ende der Ausbildung eine Übernahme anzubieten. Allerdings kann die jährlich wechselnde Bedarfsplanung auch zu schwankenden Zahlen bei den Auszubildenden führen. Im Berichtszeitraum haben 61,4 Prozent der Absolventen einen Anschlussvertrag erhalten. Wir profitieren dabei auch von der guten Leistung unserer Nachwuchskräfte, denn 94,9 Prozent der Prüflinge haben im Berichtsjahr ihre Ausbildung erfolgreich abschließen können. Die hohe Qualität unserer Ausbildung wird auch von externen Experten honoriert. Im Berichtsjahr hat etwa die Zeitschrift „Lebensmittel Praxis" die besonderen Leistungen von drei Ausbildern von METRO Cash & Carry beziehungsweise Real ausgezeichnet. Zusätzlich zu den 29 klassischen Ausbildungsberufen im Handel bieten wir jungen Menschen auch die Möglichkeit, ein duales Studium, insbesondere im Rahmen eines Bachelor-Studiengangs, aufzunehmen. Hierbei handelt es sich um ein Studium an einer Berufsakademie oder Fachhochschule kombiniert mit der praktischen Ausbildung an einem Standort der METRO GROUP. Wir bieten derzeit neun Studiengänge an verschiedenen Hochschulen in Deutschland an. Mit Beginn des Wintersemesters 2013/14 lag die Zahl der Studierenden bei 309. Ein hohes Ausbildungsniveau zu sichern und den eigenen Nachwuchs zu fördern - diese Ziele stehen bei der Ausbildung in unseren Vertriebslinien an oberster Stelle. Ihr Anspruch ist es, nicht nur klassische Ausbildungsinhalte zu vermitteln. Nachwuchskräfte erhalten zudem die Möglichkeit, frühzeitig Verantwortung zu übernehmen und Engagement zu zeigen. Ein Beispiel hierfür ist das Projekt „Frisch vom Nachwuchs" unserer Vertriebslinie Real: 20 bis 25 Auszubildende leiten hierbei für eine Woche eine Frischeabteilung mit den Bereichen Fleisch, Wurst und Käse. In dieser Zeit steuern sie den Verkauf und den Warenfluss selbstständig und sind für die hauseigene Produktion zuständig. Ein weiteres Beispiel der Vertriebslinie Real ist das Projekt „Handeln aus Verantwortung - Azubis zeigen wie", in dessen Rahmen die Auszubildenden Aktionstage zum Themenfeld „Nachhaltigkeit" in deutschlandweit rund 40 Real SB-Warenhäusern durchgeführt haben. „Lebensmittel Praxis" hat das Projekt im September 2013 mit dem zweiten Platz im Wettbewerb „ECO-CARE" in der Kategorie „Projekte" ausgezeichnet. Kontinuierliche WeiterbildungDie METRO GROUP hat sich zum Ziel gesetzt, das kontinuierliche Lernen ihrer Mitarbeiter zu fördern, um den aktuellen und künftigen Herausforderungen im Handel zu begegnen. Für die Konzeption und Durchführung unternehmensspezifischer Personalentwicklungsmaßnahmen ist beispielsweise für METRO Cash & Carry der Bereich House of Learning verantwortlich. Dieser entwickelt umfassende Lernangebote für Schlüsselpositionen und unterstützt deren Einführung in allen Ländern, in denen METRO Cash & Carry vertreten ist. Experten aus der Didaktik und international anerkannte Spezialisten aus dem Handel erarbeiten gemeinsam die modernen, zielgruppenorientierten Trainingslösungen. Der Fokus liegt dabei auf der Qualifizierung von Mitarbeitern sowie von Führungskräften aus den Bereichen Vertrieb, Außendienst, Einkauf, Marketing und Finanzen. Der Trainingscampus Royaumont bei Paris ermöglicht in Präsenzseminaren den internationalen Austausch und die Vernetzung der Teilnehmer. Um Mitarbeitern aller Ebenen den Zugang zu Qualifizierungs- und Weiterbildungslösungen zu ermöglichen, bieten wir einen kombinierten Ansatz aus flexiblem computergestütztem Lernen (E-Learning) und Trainings. Im Berichtszeitraum wurden bei METRO Cash & Carry allein 50.596 Mitarbeiter per E-Training geschult und insgesamt 190.095 E-Training-Module absolviert. Wir setzen dabei auf den „Train-the-Trainer-Ansatz": Mitarbeiter, die zentral entwickelte Qualifizierungsmaßnahmen bereits durchlaufen haben, leiten wir zusätzlich an, ihre Kolleginnen und Kollegen vor Ort zu schulen. Dieser Ansatz ermöglicht es uns, eine große Zahl von Mitarbeitern anzusprechen. Trainingsinhalte sind beispielsweise Warenkunde, Kundenorientierung, Verhandlungstechniken, Projektmanagement sowie Verhaltens- und Sozialkompetenz. Auch die übrigen Vertriebslinien setzen Maßstäbe in der Weiterbildung. So haben beispielsweise bei Real mehr als 110 Mitarbeiter die Qualifizierungsmaßnahme „Fachkraft für Qualitätsbackwaren (IHK)" erfolgreich abgeschlossen. Diese Zertifizierung ist die zweite Kooperation mit der IHK Düsseldorf. Bereits vor 2012 haben die Partner die Maßnahme „Fachkraft für Frischfisch und Fischfeinkost (IHK)" ins Leben gerufen. Inklusive dem Berichtszeitraum haben daran bereits mehr als 240 Mitarbeiter von Real teilgenommen. Diversity ManagementDie METRO GROUP gehört international zu den führenden Handelsunternehmen. Genauso vielfältig wie unsere Kunden, Märkte und Lieferanten sind auch unsere Mitarbeiter: Im Berichtsjahr waren Beschäftigte aus 170 Nationen für die METRO GROUP tätig. Auf den Führungsebenen 1 bis 3 -also Vorstand/Geschäftsführung, Bereichsleitung, Hauptabteilungs- beziehungsweise Abteilungsleitung sowie Marktleitung - arbeiten Manager aus 56 Nationen für unser Unternehmen. Das Durchschnittsalter unserer Belegschaft betrug 38,3 Jahre (9M 2012: 38,0 Jahre). Gleichwohl ermöglichen wir auch älteren Arbeitnehmern den Zugang zur Arbeitswelt. Im Berichtszeitraum hat die METRO GROUP zum Beispiel in Deutschland 382 (9M 2012: 439) Mitarbeiter der Altersgruppe 50 plus eingestellt; international waren es 659 (9M 2012: 647) Beschäftigt e. Der Anteil der Mitarbeiter dieser Altersgruppe an der Gesamtbelegschaft belief sich auf 19,1 Prozent (9M 2012: 18,1 Prozent). In Deutschland betrug ihr Anteil 33,3 Prozent (9M 2012: 30,3 Prozent). Im Berichtsjahr beschäftigten wir bundesweit zudem 5.884 Menschen mit anerkannter Schwerbehinderung oder ihnen Gleichgestellte. Damit liegt die Quote über der gesetzlich geforderten Mindestquote von 5 Prozent. Unser Unternehmen setzt sich außerdem für den dauerhaften Erhalt von Ausbildungsplätzen für behinderte Menschen ein: So beteiligen sich unsere Vertriebslinien bereits seit 2007 am Projekt „Verzahnte Ausbildung mit Berufsbildungswerken" (VAmB) der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke. Dieses ermöglicht benachteiligten Jugendlichen eine praktische Ausbildung. Unsere Vertriebslinie Galeria Kaufhof beteiligt sich darüber hinaus seit 2013 am Projekt „InkA - Inklusive Ausbildung", das vom Unternehmens-Forum initiiert wurde. Die Initiative hat zum Ziel, in den Ausbildungsjahren 2013 und 2014 jeweils 20 zusätzliche Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Jugendliche in allen teilnehmenden Unternehmen zu schaffen. Auch Real richtet seinen Fokus auf Jugendliche, die auf dem Arbeitsmarkt nicht sofort eine Ausbildungsstelle finden konnten beziehungsweise die noch nicht in vollem Umfang für eine Ausbildung geeignet, lernbeeinträchtigt oder sozial benachteiligt sind. Sie erhalten bei unserer Vertriebslinie die Möglichkeit, an der sogenannten betrieblichen Einstiegsqualifizierung (EQ) teilzunehmen. Dabei handelt es sich um eine bundesweite Maßnahme zur Berufsorientierung im Rahmen des Nationalen Pakts für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs. Dieser wurde durch die Agentur für Arbeit in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und den Industrie-, Handels- und Handwerkskammern initiiert. In einem Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten lernen die Jugendlichen Teile eines Ausbildungsberufs, einen Betrieb und das Berufsleben kennen. Die Einstiegsqualifizierung dient somit als Türöffner für eine Ausbildung oder eine Beschäftigung. Im Berichtszeitraum haben mehr als 70 junge Menschen bei Real an dem EQ-Programm teilgenommen. Rund 50 Prozent wurden nach Abschluss des Programms in eine Ausbildung übernommen. Die METRO GROUP bekennt sich klar dazu, die Vielfalt der Belegschaft weiter vorantreiben zu wollen. Bereits 2007 haben wir die „Charta der Vielfalt" unterzeichnet - mit mehr als 1.600 Unterstützern eine der anerkanntesten Initiativen zu diesem Thema in Deutschland. Im vergangenen Jahr sind wir dem gleichnamigen Mitgliederverein beigetreten. Seit Januar 2013 ist die METRO GROUP zusammen mit vier weiteren Unternehmen und Institutionen im Vorstand des Charta der Vielfalt e. V. vertreten. Wir wollen Vorbild sein beim Thema Diversity Management, Aufmerksamkeit für dessen Bedeutung schaffen und weitere Unterstützer gewinnen. Chancengleichheit im BerufIm Rahmen unseres Diversity Managements fördern wir die berufliche Chancengleichheit von Männern und Frauen. Gemeinsam mit weiteren börsennotierten deutschen Unternehmen hat sich die METRO GROUP freiwillig dazu verpflichtet, den Anteil von Frauen auf den Führungsebenen 1 bis 3 weiter auszubauen. Bis Ende 2013 streben wir einen Anteil von 20 Prozent an. Bis Ende 2015 soll der Anteil an Frauen in Führungspositionen 25 Prozent betragen. Diese Ziele berücksichtigen wir entsprechend im Rahmen unserer Rekrutierung und Nachfolgeplanung. Der Anteil von Frauen an der Gesamtbelegschaft belief sich im Berichtszeitraum auf 55,0 Prozent (9M 2012: 55,3 Prozent). In den Managementpositionen der Ebenen 1 bis 3 waren 18,5 Prozent der Führungskräfte weiblich (9M 2012: 19,6 Prozent). Dieser Rückgang lässt sich auf die Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa zurückführen. Dort war der Anteil an Frauen in Führungspositionen im Vergleich zum Gesamtunternehmen überdurchschnittlich hoch. Die beiden 2012 gegründeten Mitarbeiterinitiativen zu den Themenschwerpunkten „Frauen" beziehungsweise „Gender" sind im Berichtszeitraum zu dem gemeinsamen Netzwerk WiT - Women in Trade verschmolzen. Das Netzwerk ist offen für Interessierte beider Geschlechter und steht für eine nachhaltige Förderung und Entwicklung von Frauen innerhalb der METRO GROUP. Das Netzwerk möchte dazu beitragen, den Anteil von Frauen in Führungspositionen nachhaltig zu steigern, den internen und externen Dialog zu relevanten Fragestellungen zu fördern und durch Austausch bessere Rahmenbedingungen für Frauen im Konzern zu schaffen. Durch Themensetting, zielgruppenspezifische Veranstaltungsformate und den Aufbau eines Mentoring-Programms fördert WiT die interne Vernetzung der Mitarbeiter. Das Netzwerk ist international ausgerichtet und wendet sich an Kolleginnen und Kollegen aus allen Ländern. Beruf und FamilieFür den Ausbau der Vielfalt innerhalb der METRO GROUP sind Maßnahmen im Hinblick auf eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben unerlässlich. Unsere Konzernzentrale in Düsseldorf stellt seit Februar 2012 insgesamt drei Kindertagesstätten mit 238 Vollzeitbetreuungsplätzen für Kinder ab vier Monaten bis zum Schuleintrittsalter zur Verfügung. Eine Besonderheit der „METRO-Sternchen" ist das bilinguale Konzept: Die Kinder werden in deutscher und englischer Sprache betreut. Auch im Berichtszeitraum haben wir in unserer Konzernzentrale wieder ein Ferienbetreuungsprogramm angeboten, an dem mehr als 106 Kinder von Mitarbeitern teilgenommen haben. Die Teilzeitquote der METRO GROUP ist gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum auf 27,9 Prozent (9M 2012: 27,5 Prozent) leicht gestiegen. In Deutschland arbeiteten 44,6 Prozent unserer Mitarbeiter in Teilzeit (9M 2012: 44,3 Prozent). Als Unternehmen ist es für uns von hoher Bedeutung, das Potenzial unserer erfahrenen älteren Mitarbeiter gezielt zu nutzen. Um älteren Mitarbeitern darüber hinaus den Übergang in den Ruhestand zu erleichtern, hat unsere Vertriebslinie Galeria Kaufhof in Kooperation mit dem Centrum zur nachberuflichen Orientierung Ceno e.V., Köln, Anfang 2013 ein Pilotprojekt gestartet. Im Rahmen einer Veranstaltung informierten die Kooperationspartner die Beschäftigten der Hauptverwaltung in Köln und der Filiale in Köln-Nippes über Möglichkeiten, ihre beruflichen Erfahrungen im Rahmen von ehrenamtlichen Tätigkeiten zu nutzen und weiterzugeben. Im Juli 2013 wurde außerdem Media-Saturn am Unternehmenshauptsitz in Ingolstadt im Rahmen des Audits „berufundfamilie" von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung zum zweiten Mal nach 2010 als familienfreundliches Unternehmen zertifiziert. Arbeitssicherheit und GesundheitsmanagementDer Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter messen wir hohe Bedeutung bei. Deshalb ergreifen wir Maßnahmen, um potenziellen Unfällen und gesundheitlichen Schädigungen vorzubeugen, die mit dem Arbeitsablauf zusammenhängen oder sich im Arbeitsalltag ereignen können. Die 1.000-Mann-Quote für die deutschen METRO GROUP Gesellschaften liegt für das Jahr 2012 bei 23,11. Das bedeutet, pro 1.000 Mitarbeiter auf Vollzeitbasis gab es 23,11 Unfälle. Um eine international einheitliche Bewertung für Arbeitssicherheit innerhalb der METRO GROUP sicherzustellen, erarbeiten wir derzeit eine konzernweit gültige einheitliche Definition. Ein wesentliches Ziel unseres Gesundheitsmanagements ist es, den steigenden Anforderungen im Berufsleben und der demografischen Entwicklung gerecht zu werden. Mit Angeboten wie beispielsweise Rückenschulen, Fitnesskursen, Betriebssport, Ernährungs- und Ergonomie-Beratungen sowie Trainings zur Stressprävention unterstützen wir unsere Mitarbeiter dabei, ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit über ihr gesamtes Erwerbsleben hinweg aufrechtzuerhalten. Wir setzen bei den Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement auf die Eigenverantwortung aller METRO GROUP Gesellschaften. Sie sind für die Einhaltung von Arbeitsschutzgesetzen und konzernweit geltenden Standards sowie für die Umsetzung eigener Projekte zuständig. Den gesellschafts- und länderübergreifenden Informationsaustausch stellt die METRO AG sicher. Mit diesem Ansatz verfolgen wir zwei Ziele: Zum einen wollen wir Zeit- und Kosten sparen, indem wir Informationen über vorbildliche Projekte konzernweit zur Verfügung stellen. Nur wenn alle Verantwortlichen wissen, was ihre Kollegen im In- und Ausland planen und an welchen Projekten sie arbeiten, lassen sich Ressourcen effizient einsetzen. Zum anderen streben wir danach, durch gezielten Wissenstransfer ein international hohes Niveau bei den Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement zu erreichen. Zu unseren Projekten gehört unter anderem die Erstellung von Online-Trainings: Wir übersetzen beispielhafte Trainings aus den Landesorganisationen ins Englische und stellen sie allen Gesellschaften zur Verfügung. Länder, deren Arbeitsschutzsysteme sich noch im Aufbau befinden, werden so mit qualitativ hochwertigen Werkzeugen und Informationen ausgestattet. Um die Arbeitssicherheit konsequent zu verbessern und die Gesundheit der Beschäftigten gezielt zu fördern, engagieren sich unsere Vertriebslinien darüber hinaus in eigenen Projekten. Galeria Kaufhof hat beispielsweise einen weiteren Schritt hin zur Unterstützung der Führungskräfte und Mitarbeiter unternommen. Im September 2013 verteilte die Vertriebslinie den Praxisordner „Kein Stress mit dem Stress" an alle Filialen und Fachbereiche. Das Informationsmaterial wird von der Initiative Neue Qualität der Arbeit herausgegeben und richtet sich speziell an Führungskräfte. Es enthält viele konkrete Hilfen für die tägliche Arbeit und gibt praktische Tipps für ein gesundes Führen. Als Apell an die Eigenverantwortung bei diesem Thema erhielten zudem alle Mitarbeiter eine Broschüre mit Tipps, Checklisten und Tagebücher zur praktischen Umsetzung der Maßnahmen im Arbeitsalltag. Wandel der UnternehmenskulturenIm Rahmen ihrer Strategie hat sich die METRO GROUP zum Ziel gesetzt, den Mehrwert für ihre Kunden deutlich zu steigern. Dies setzt voraus, dass unsere Mitarbeiter die Strategie kennen, verstehen, mittragen und die Möglichkeit erhalten, sie in der Praxis umzusetzen. Dazu bedarf es einer Anpassung der Unternehmenskulturen innerhalb der Vertriebslinien. Im Berichtsjahr hat insbesondere METRO Cash & Carry, die größte Vertriebslinie der METRO GROUP, einen umfassenden Prozess des kulturellen Wandels angestoßen. Im Rahmen von Managementkonferenzen hatte der Führungskreis bereits 2012 neue Führungsgrundsätze (Guiding Principles) für alle Mitarbeiter und leitenden Angestellten entwickelt. Im Einzelnen sind dies: - Kundenorientierung - Globales Unternehmertum - Erfolg durch hervorragende Leistungen - Vertrauen in unsere Mitarbeiter - Authentische Führung - Nachhaltigkeit Diese Führungsgrundsätze wurden im Berichtsjahr zunächst konsequent in Personalprogramme und -prozesse integriert, die im Rahmen der Mitarbeiterentwicklung durchgeführt wurden. Auf diese Weise unterstützen wir signifikant die Neuausrichtung des Unternehmens mit dem Ziel, eine Unternehmenskultur zu etablieren, die geprägt ist von gegenseitiger Unterstützung, Verantwortung jedes Einzelnen und persönlichem Wachstum. Darüber hinaus haben sich bei METRO Cash & Carry im Rahmen einer Workshop-Serie, der „Leadership for Growth"-Workshops, bereits rund 26.000 Mitarbeiter und Führungskräfte aus 22 Ländern über den Kulturwandel ausgetauscht. Mittelfristig wird die Vertriebslinie alle Mitarbeiter in diesen Prozess einbeziehen -angefangen bei den Führungsebenen 1 bis 3 bis hin zu den Mitarbeitern in den Märkten und Verwaltungen. Dies ist eine signifikante Investition in die Führungsfähigkeit aller Mitarbeiter bei METRO Cash & Carry. Diese Workshops bilden den ersten Abschnittt des langfristig angelegten Veränderungsprozesses. Denn wir sind als Unternehmen überzeugt davon, dass das Führungsverhalten der ausschlaggebende Faktor für die Weiterentwicklung ist. Wirtschaftliches Wachstum ist eng verknüpft mit dem persönlichen und beruflichen Wachstum der Mitarbeiter. Ziel von „Leadership for Growth" ist demnach, die Fähigkeit jedes einzelnen Mitarbeiters zur Selbstführung zu erhöhen, um damit die notwendige Voraussetzung für den gewünschten kulturellen Wandel zu schaffen. Auch die übrigen Vertriebslinien arbeiten gezielt daran, den Wandel ihrer Unternehmenskulturen voranzutreiben und zu gestalten. So entwickelt sich Real von einem vormals mehr zentral gesteuerten Unternehmen hin zu einem Unternehmen, dessen Strukturen stärker dezentralisiert und näher am Kunden ausgerichtet sind. PersonalmarketingIm Wettbewerb um die besten Fach- und Führungskräfte setzen wir auf Maßnahmen, die unsere Außenwahrnehmung bei potenziellen Bewerbern verbessern. Um eine gezielte Ansprache von verschiedenen Zielgruppen zu ermöglichen, haben wir im Berichtszeitraum unterschiedliche Maßnahmen umgesetzt, mit denen wir das Profil unserer Arbeitgebermarke am Bewerbermarkt schärfen und die METRO GROUP bei relevanten Zielgruppen positionieren. Auf zentraler Ebene kooperieren wir mit ausgewählten Universitäten, Fachhochschulen und Studentenorganisationen, um den Führungskräftenachwuchs von morgen anzusprechen. So unterstützen wir zum Beispiel die internationale Vereinigung Enactus, in der sich weltweit rund 60.000 Studenten organisieren. Mit finanziellen und ideellen Fördermaßnahmen beteiligen wir uns am Förderprogramm „Accounting Talents" der Universität Münster, das Spitzenleistungen von Studenten in den Fachgebieten Rechnungswesen und Controlling auszeichnet. Zudem ist die METRO GROUP auf unterschiedlichen Karrieremessen vertreten, um Studenten und Absolventen über unser Unternehmen und die vielfältigen Ein- und Aufstiegsmöglichkeiten zu informieren. Den direkten Austausch mit Studenten und Absolventen sucht die METRO GROUP seit 2012 auch über eine Kooperation mit dem Karrierenetzwerk „careerloft". So vermitteln wir den Fördermitgliedern Praktikums- und Jobangebote, Mentoren aus unserem Unternehmen und bieten exklusive Veranstaltungen in Kooperation mit unseren Vertriebslinien an. Beispielhaft zu nennen ist in diesem Zusammenhang der METRO Cash & Carry Experience Day im Juli 2013. Ausgewählte Studierende erhielten intensive Einblicke in die Welt der Vertriebslinie METRO Cash & Carry. Der Experience Day bestand aus einer Unternehmenspräsentation, Speeddating-Gesprächen und einer unternehmensspezifischen Fallstudie. Eine Führung durch den Düsseldorfer Großmarkt rundete den Tag ab. Seit dem Berichtsjahr 2013 ist die METRO GROUP zudem mit einem Unternehmensprofil im sozialen Netzwerk XING vertreten. Die bislang 1.418 Mitglieder werden dort ständig über Neuigkeiten aus dem Konzern und aktuelle Jobangebote informiert. Unser Personalmarketing ist von einer hohen Zielgruppenorientierung geprägt. Daher übertragen wir die Verantwortung für die Umsetzung von Personalmarketingmaßnahmen an unsere Vertriebslinien und Querschnittsgesellschaften. Diese kennen ihre Zielgruppen und deren Bedürfnisse am besten und können sie mit geeigneten Maßnahmen ansprechen. Hierbei unterstützen wir sie, indem wir einen gesellschafts- und länderübergreifenden Informationsaustausch sicherstellen. So informieren sich beispielsweise die Verantwortlichen aus den Ländern und aus den einzelnen Vertriebslinien regelmäßig gegenseitig über aktuelle Projekte und mögliche Synergien. Ein Beispiel für das Personalmarketing unserer Vertriebslinien sind die Informationsveranstaltungen zur Berufswahl, die Real an Schulen anbietet. Die Vertriebslinie beteiligt sich außerdem an nationalen Aktionstagen wie dem „Girls' Day" und dem „Boys' Day": Im Berichtsjahr 2013 blickten rund 450 Jugendliche einen Tag lang hinter die Kulissen des Unternehmens und machten sich ein Bild von den verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten. Zur Nachwuchsgewinnung setzt Real auf zahlreiche weitere Kanäle, darunter bundesweite Radiospots, Ausbildungsinformationen auf Eigenmarken oder Beiträge auf der Facebook-Seite der Vertriebslinie. Auch Media-Saturn nahm im Berichtsjahr erneut am „Girls' Day" teil. Die Unternehmensgruppe informierte insbesondere über die interessanten und herausfordernden technischen Berufe im Bereich der Informationstechnologie (IT). Galeria Kaufhof wiederum gestaltete den Girls' und Boys' Day zum dritten Mal als Familientag für Kinder und Enkel von Mitarbeitern und deren Freunde und drückt damit gleichzeitig Wertschätzung gegenüber Mitarbeitern mit Familie aus. Darüber hinaus hat Galeria Kaufhof seine Karriereseite im Internet komplett überarbeitet und lässt Mitarbeiter hier nun selbst zu Wort kommen - in Videos, handschriftlichen Statements und Erfahrungsberichten. Die Karrierewebsite ist auch als mobile Variante mit weniger Inhalten verfügbar. Beliebter ArbeitgeberUnabhängige Rankings bestätigen die Attraktivität der METRO GROUP als Arbeitgeber im In- und Ausland. So zeigt etwa die Umfrage des europäischen Forschungsinstituts trendence unter europäischen Studierenden, dass unser Unternehmen zu den 100 attraktivsten Arbeitgebern Europas zählt (Platz 75). Auch auf Ebene der Ländergesellschaften wird die Personalpolitik unseres Unternehmens honoriert. So haben beispielsweise MAKRO Cash & Carry Belgien sowie MAKRO Cash & Carry Spanien im Berichtsjahr erneut das Arbeitgebersiegel Top Employer erhalten. 7. InnovationsmanagementAls Handelsunternehmen stellt die METRO GROUP keine eigenen Produkte her und betreibt folglich keine Forschung und Entwicklung im engeren Sinn. Nichtsdestotrotz stehen wir vor der Herausforderung, dass sich das Einkaufsverhalten von Verbrauchern und Gewerbetreibenden strukturell verändert. Zentrale Treiber sind die zunehmende Digitalisierung sowie die steigende Mobilität der Gesellschaft. Davon betroffen ist nicht nur das Kaufverhalten, sondern auch die Art und Weise, wie sich Kunden über Produkte, Dienstleistungen und Angebote informieren und wie sie diesbezüglich kommunizieren. Vor diesem Hintergrund - und um den sich wandelnden Erwartungen der Kunden an uns auch künftig gerecht zu werden - haben wir Business Innovation als ein zentrales Themenfeld für unser Unternehmen definiert. Ziel ist es erstens, die Relevanz unserer bestehenden Vertriebskonzepte für Verbraucher und Gewerbetreibende dauerhaft zu gewährleisten und den Mehrwert für die Kunden beständig zu steigern. Ein Beispiel hierfür ist der Belieferungsservice von METRO Cash & Carry. Zweitens wollen wir in diesem Kontext auch neue Vertriebskonzepte etablieren. Dazu zählt etwa der reine Internetvertrieb über die Vertriebsmarke Redcoon, die Media-Saturn im Berichtszeitraum zu 100 Prozent übernommen hat. - Weitere Beispiele für innovative Angebote und Dienstleistungen unserer Vertriebslinien sind im Kapitel „Strategische Ausrichtung der METRO GROUP" auf den Seiten 36 bis 49 beschrieben.Business Innovation: Fokus und OrganisationUm ein effektives Innovationsmanagement sicherzustellen, analysieren und bewerten wir laufend aktuelle Trends im Handel und in darüber hinausgehenden Bereichen, identifizieren zukunftsweisende Entwicklungen und schätzen ab, inwieweit wir mit neuen Technologien, Prozessen oder Konzepten den Mehrwert für Kunden erhöhen und unsere Prozesse effizienter gestalten beziehungsweise unser Unternehmen nachhaltiger ausrichten können. Im Rahmen unserer Business-Innovation-Aktivitäten konzentrieren wir uns darauf, - uns mit innovativen Partnern zu vernetzen, um externes Know-how und neue Kompetenzen für die METRO GROUP zu erschließen; - eigene Projekte und Initiativen innerhalb der METRO GROUP zu starten; - Innovationsschwerpunkte zu definieren, die relevant für heutige und künftige Kunden sind und uns somit weiteres Wachstum ermöglichen; - die Innovationskraft der METRO GROUP zu steigern, um neue Ideen systematisch und schneller als bislang in praxisgerechte Konzepte zu überführen. Vernetzung mit externen PartnernEin Beispiel für die beschriebene Vernetzung mit externen Partnern ist die 2002 gegründete METRO GROUP Future Store Initiative. In diesem Zusammenschluss sind derzeit knapp 70 Unternehmen beziehungsweise Organisationen aus der Konsumgüterindustrie, der Informations- und Kommunikationswirtschaft, dem Dienstleistungssektor sowie aus der Wissenschaft vertreten. Gemeinsam testen die Partner innovative Lösungen für die Herausforderungen im operativen Geschäft. Im Berichtszeitraum haben wir darüber hinaus damit begonnen, eine weltweit einzigartige Initiative für Rückverfolgbarkeitslösungen bei frischen Lebensmitteln zu etablieren. Wir kooperieren dabei mit GS1, einem Dienstleister für globale Standards zur Verbesserung von Wertschöpfungsketten. Den Anfang haben wir im Frühjahr 2013 mit einem Pilotprojekt in der Warengruppe Frischfisch gemacht. Die Verwendung weltweit gültiger Standards von GS1 ermöglicht eine breite Anwendbarkeit über Händler, Produktkategorien und Ländergrenzen hinweg. Dabei wird die Informationsversorgung der Geschäftspartner entlang der Prozesskette bis zum Endkunden durch eine dezentrale Datenhaltung und eine zentral verfügbare Datensuche etabliert. Projekte und InitiativenIm Bereich der Radiofrequenz-Identifikation (RFID), deren Potenzial wir bereits frühzeitig erkannt haben, hat Media Markt in Russland im November 2013 mehrere Anwendungen in einem Pilotmarkt in Moskau eingeführt. Neben Anwendungsfällen zur Optimierung des Sortiments und zur Erhöhung der Produktivität, wird auch die Möglichkeit getestet, dem Kunden durch den Einsatz dieser Technologie direkt ein besseres Einkaufserlebnis zu sichern. Hierzu werden CDs, DVDs, und Blu-Ray Discs direkt im Zentrallager mit RFID-Transpondern versehen. Im Markt kann der Kunde an dort bereitgestellten Terminals nicht nur die Titel anspielen, sondern bekommt auch die aktuelle Position des Mediums angezeigt. Hierdurch kann er schnell und unkompliziert den gewünschten Artikel finden. Die xplace GmbH ist seit 2012 mehrheitlich Teil der METRO GROUP. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung und Vermarktung multimedialer Kundeninformations- und Kundenbindungssysteme für den Einzelhandel. Diese kommen zum Beispiel auf digitalen Displays und an sogenannten Kiosk-Terminals in den Einkaufsstätten zum Einsatz. Neben der Soft- und Hardware liefert und pflegt xplace auch die digitalen Inhalte. Bereits seit 2008 stattet das Unternehmen Standorte von Media Markt und Saturn mit Instore-Lösungen zur Verkaufsförderung aus, mittlerweile arbeitet Media-Saturn in 14 Ländern mit Lösungen der xplace GmbH. Dazu zählen beispielsweise Touchscreen-Entertainment-Terminals mit Barcode-Scanner, Druckerpatronen-Terminals und Instore-TV. Geplant ist, insbesondere das Instore-TV auch an Standorten in weiteren europäischen Ländern einzuführen. Die METRO GROUP sichert sich mit der Investition in xplace nicht nur die Teilhabe an der geschäftlichen Entwicklung und die langfristige strategische Partnerschaft mit dem Unternehmen. Wir profitieren darüber hinaus auch von dem direkten Zugang zum technischen Know-how und zu den künftigen Innovationen der xplace GmbH. Für sämtliche unserer Vertriebslinien hat das Thema mobiler Einkauf mittlerweile eine strategische Bedeutung. Innovationen in diesem Bereich treibt unter anderem das in Köln ansässige Unternehmen MobiLab Solutions voran, an dem die METRO GROUP beteiligt ist. MobiLab Solutions ist einer der führenden Anbieter von Softwarelösungen für das mobile Bestellen und Bezahlen per Smartphone. Zu den Kernprodukten des Unternehmens gehört der Mobile-Payment-Service, der Kunden beim mobilen Einkaufen mehrere Zahlungsmöglichkeiten und -methoden bietet. Die Anwendungen von MobiLab Solutions könnten somit beim künftigen Ausbau der Einkaufsmöglichkeiten per Smartphone oder Tablet-PC in unseren Vertriebslinien eine wichtige Rolle spielen. Zusätzlich zu MobiLabs haben wir im Berichtszeitraum die Gründung einer händlerübergreifenden Initiative zum Aufbau eines händlereigenen Zahlsystems in Deutschland unterstützt. Einen weiteren Meilenstein zur Stärkung der Vernetzungsbemühungen der METRO GROUP stellt die seit Dezember 2012 wirksame Beteiligung an dem High-Tech Gründerfonds II dar. Dieser Fonds finanziert bereits in der zweiten Generation seit 2005 junge Technologieunternehmen. Von der Zusammenarbeit mit dem Fonds versprechen wir uns die frühzeitige Identifikation von relevanten Marktentwicklungen und den direkten Zugang zu innovativen Unternehmen. Definition von InnovationsschwerpunktenFür Kunden ist es beim Einkauf heute selbstverständlich, zwischen unterschiedlichen Vertriebskanälen - stationär und online - wählen zu können. Aus Sicht der METRO GROUP wird das operative Handelsgeschäft dabei insbesondere durch die zunehmende Verlagerung von Informations- und Kommunikationsprozessen ins Internet beeinflusst. Konkret: Angebote von Händlern lassen sich heute schnell und unkompliziert vergleichen. Diese hohe Transparenz erschwert es den Unternehmen, einzigartige Positionierungsmerkmale wie die größte Auswahl oder den günstigsten Preis dauerhaft aufrechtzuerhalten. Die steigende Verbreitung von Geräten, mit denen ein mobiler Zugriff auf das Internet möglich ist, beschleunigt diese Entwicklung noch. Im Rahmen der Business-Innovation-Aktivitäten treiben wir deshalb die Verzahnung des stationären Geschäfts mit unseren Online-Shops und mobilen Angeboten weiter voran, um damit die Wettbewerbsfähigkeit unserer Gesellschaften langfristig zu sichern. Der sogenannte No-Line-Handel ist das Ziel: Das heißt, wir wollen die optimale Vernetzung aller Vertriebskanäle, um ein Einkaufserlebnis zu schaffen, das über alle Berührungspunkte zum Kunden hinweg konsistent ist und das Vertrauen in unsere Vertriebsmarken stärkt. Weitere Schwerpunkte sind Marketing und Logistik. Steigerung der InnovationskraftOrganisatorisch ist das Thema Business Innovation seit April 2013 mit dem neu geschaffenen Zuständigkeitsbereich „Business Innovation" unmittelbar im Vorstand der METRO AG verankert. Innerhalb der Konzern-Holding arbeiten spezialisierte Teams daran, Trends zu identifizieren und zu bewerten sowie neue Ideen unter angemessenem Mitteleinsatz in Zusammenarbeit mit den Vertriebslinien in der Praxis zu testen und ihre Marktreife zu ermitteln. Erfolgreiche Ideen werden anschließend unter Leitung einer unserer Vertriebslinien großflächig eingeführt. Forschung und Entwicklung der METRO GROUP in ZahlenIm Rumpfgeschäftsjahr 2013 wurden bei der METRO GROUP Entwicklungskosten für immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 67 Mio. € (9M 2012: 67 Mio. €) aktiviert. Des Weiteren fielen 32 Mio. € (9M 2012: 33 Mio. €) Forschungs- und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten an. Die Aktivierungsquote beträgt 68,1 Prozent (9M 2012: 66,7 Prozent). Auf aktivierte Entwicklungskosten wurden Abschreibungen in Höhe von 71 Mio. € (9M 2012: 78 Mio. €) erfasst. 8. NachhaltigkeitsmanagementVerantwortliches Wirtschaften ist langfristig nur möglich, wenn wir uns den gesellschaftlichen Anforderungen an unser Unternehmen stellen und die Grenzen berücksichtigen, die uns die Umwelt vorgibt. Von diesem Prinzip der Nachhaltigkeit sind wir fest überzeugt. Unser Verständnis von NachhaltigkeitWir handeln heute für morgen - aus Verantwortung. Diese Maxime bildet den Kern unserer Geschäftstätigkeit und die Basis für unseren langfristigen Erfolg. Um zu entscheiden, wie wir handeln und unsere Ressourcen am wertbringendsten einsetzen können, messen wir diesen Erfolg dabei nicht nur an ökonomischen Ergebnissen, sondern auch an ökologischen und sozialen Werten. Solche Werte entstehen, wenn wir über gesetzliche Anforderungen hinaus einen positiven Beitrag zur gesellschaftlichen und ökologischen Entwicklung leisten und so die positiven Wirkungen unseres Handelns verstärken. Dieses Grundverständnis unternehmerisch verantwortlichen Wirtschaftens spiegelt sich auch in unserer Nachhaltigkeitsvision wider: METRO GROUP. Wir bieten Lebensqualität. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 haben wir für jeden Aspekt, den wir in unserer Nachhaltigkeitsvision benennen, strategische Zielvorgaben definiert. Auf diese Weise konkretisieren wir unsere Vision, machen unsere unternehmerischen Leistungen messbar und schaffen die Grundlagen für unsere künftige Geschäftstätigkeit. Wir bieten Lebensqualität ...scroll
Weil wir im Handeln nachhaltiger werden, ...scroll
Systematisches NachhaltigkeitsmanagementZentrales Organ des Nachhaltigkeitsmanagements ist der Nachhaltigkeitsrat der METRO GROUP. Er ist dafür verantwortlich, dass das Thema Nachhaltigkeit im Unternehmen systematisch erfasst und bearbeitet wird. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf den Wechselwirkungen zwischen wirtschaftlichen sowie umwelt- und sozialbezogenen Aspekten. Dazu zählen beispielsweise die Steigerung von Effizienz im Umgang mit Rohstoffen, die Wahrung von Menschenrechten sowie die gesellschaftliche Verantwortung gegenüber der Umwelt. NACHHALTIGKEITSRAT![]() Der Nachhaltigkeitsrat entscheidet zudem über das Vorgehen in der Praxis. Die Abteilung Nachhaltigkeit der METRO AG berät ihn fachlich und unterstützt ihn dabei in koordinierender Funktion. Die thematische Zuarbeit erfolgt über vier Arbeitsgruppen. Auf Ebene der Vertriebslinien und Servicegesellschaften begleiten Nachhaltigkeitsverantwortliche die Einführung und Umsetzung von Beschlüssen im operativen Geschäft. Das Nachhaltigkeitsmanagement ist eng mit dem Chancen- und Risikomanagement der METRO GROUP verbunden. Die Geschäftsführung wird dabei unterstützt, mögliche Abweichungen von den Nachhaltigkeitszielen, also Chancen und Risiken, systematisch zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern. - Weitere Informationen zum Chancen- und Risikomanagement sind im Kapitel 12 Risiko- und Chancenbericht enthalten.Strategische Umsetzung der Nachhaltigkeitsvision2012 hat die METRO GROUP ihre Nachhaltigkeitsvision veröffentlicht. Damit wir unsere Vision auch konsistent verwirklichen können, gilt es, das Thema Nachhaltigkeit fest in unserem Unternehmen zu verankern - sowohl in unseren Strukturen als auch in unserem Denken und Handeln. Dies gewährleisten wir einerseits durch unseren Nachhaltigkeitsrat und seine Gremien, andererseits durch entsprechende Prozesse, Programme und die Veränderung unseres individuellen Verhaltens. Auf diese Weise gelingt die über die Fachabteilungen hinausgehende Integration von Nachhaltigkeit in sämtliche relevanten Geschäftsprozesse und -entscheidungen. Daher haben wir im Berichtszeitraum ein Konzept erarbeitet und ein erstes Maßnahmenpaket abgeleitet, um Nachhaltigkeit systematischer als bisher in unserem Unternehmen zu verankern. Denn das Thema kann von oben getrieben, muss aber von allen getragen werden. VERANKERUNG VON NACHHALTIGKEIT![]() Handlungsfelder des NachhaltigkeitsmanagementsDas strategische Nachhaltigkeitsmanagement der METRO GROUP erstreckt sich inhaltlich auf die folgenden vier Handlungsfelder: - Lieferkette und Produkte - Energie- und Ressourcenmanagement - Mitarbeiter und Soziales - Gesellschaftspolitik und Stakeholder-Dialog Diese Handlungsfelder decken die Teile der Wertschöpfungskette und unsere Berührungspunkte mit der Gesellschaft ab, bei denen unser Einfluss auf nachhaltigkeitsrelevante Prozesse am größten ist und Maßnahmen entsprechend effiziente Wirkung zeigen. Innerhalb jedes Handlungsfelds tragen zahlreiche Maßnahmen dazu bei, dass wir unsere strategischen Ziele erreichen. Uns ist es wichtig, die strategische Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsvision kontinuierlich zu überprüfen und transparent zu kommunizieren. Daher geben wir innerhalb der Handlungsfelder Auskunft zu wesentlichen Kennzahlen für Nachhaltigkeit, darunter auch die im Rahmen der Lageberichterstattung relevanten sogenannten Sustainable Development Key Performance Indicators (SD-KPIs). Lieferkette und ProdukteDer Kern unseres Geschäfts liegt im Handel mit Waren und Dienstleistungen. Verantwortlich zu wirtschaften bedeutet für uns dabei zweierlei: Als Gruppe von Unternehmen unterschiedlicher Handelsformate wollen wir für Kunden mit verschiedensten Einkaufsbedürfnissen Mehrwert schaffen. Gleichzeitig wollen wir bei der Gestaltung unserer Sortimente und Dienstleistungen umweltbezogene und gesellschaftlich-soziale Anforderungen berücksichtigen. Ziel ist es, Chancen und Risiken für unser Geschäft zu identifizieren und gezielt zu handeln. Rückverfolgbarkeit in der WertschöpfungsketteFür uns ist es essenziell, den Ursprung und die einzelnen Prozessschritte innerhalb der Wertschöpfungskette zu kennen. Denn nur so können wir Einfluss auf die Sicherheit, Qualität und Nachhaltigkeit der Produkte in unserem Sortiment nehmen. Daher setzen wir uns gezielt für die Rückverfolgbarkeit der Waren ein. Unser Anspruch ist es, lückenlose Transparenz herzustellen hinsichtlich der genutzten Ressourcen und der Beschaffung von Produkten über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Dabei gehen wir innovative Wege: Seit März 2013 arbeiten wir zusammen mit weiteren Händlern und namhaften Partnern in der Wertschöpfungskette an einer branchenübergreifenden internationalen Lösung, die bereits jetzt schon zukunftweisend ist. Unterstützt werden wir dabei von GS1, einem weltweiten Dienstleister, der globale Standards zur Verbesserung von Wertschöpfungsketten setzt. Kern des Ansatzes ist eine dezentrale Speicherung relevanter Daten, die den Zugriff auf diese Informationen deutlich vereinfacht, zuverlässiger ausgestaltet und so noch mehr Transparenz in der gesamten Kette schafft - bis hin zum Endverbraucher. Im Frühjahr 2013 haben wir in einem ersten Schritt ein Pilotprojekt für die Warengruppe Fisch gestartet. Diese Warengruppe haben wir bewusst gewählt. Nur durch transparente Lieferketten sind wir in der Lage, illegale Fischerei zu stoppen und so eine Grundlage für die Ernährung der Weltbevölkerung für die Zukunft zu sichern. In einem nächsten Schritt werden wir die Branchenlösung auf andere Produktgruppen wie beispielsweise Fleisch, Obst und Gemüse übertragen. Auch Nicht-Lebensmittelprodukte sollen künftig einbezogen werden. ![]() Die Erläuterungen zu den Symbolen finden sich auf Seite 145. Nachhaltigere Produkte durch nachhaltige BeschaffungAm Beginn unserer Lieferkette stehen die Produktion beziehungsweise die Beschaffung, am Ende fragen unsere Kunden Waren nach. Sowohl für einige unserer Kunden als auch für uns spielen dabei neben der Qualität und Sicherheit auch die Sozial- und Umweltverträglichkeit der Produkte sowie des Herstellungsprozesses zunehmend eine Rolle. Um diese Themen systematisch und nachvollziehbar berücksichtigen zu können, hat die METRO GROUP im Berichtszeitraum eine konzernweite, produktübergreifende Einkaufspolitik erarbeitet. Diese schreibt die Basisanforderungen an ein nachhaltiges Lieferketten- und Beschaffungsmanagement fest. Gleichzeitig bildet sie das Dach für solche Richtlinien, die sich mit spezifischen Fragestellungen einzelner Produktbeziehungsweise Rohstoffkategorien befassen. Darunter fallen beispielsweise die seit September 2011 bestehende Einkaufspolitik für Fisch sowie die im Rumpfgeschäftsjahr 2013 in Kraft getretenen Leitlinien für Palmöl und Verpackung. Indem wir solche Richtlinien für den nachhaltigen Einkauf erarbeiten und umsetzen sowie die Einhaltung von Sozial- und Qualitätsstandards kontrollieren, stärken wir unsere Beschaffungswege und tragen zur Verbesserung der Qualität und Nachhaltigkeit unserer Produkte bei. Verschiedene Kennzeichnungen und Label informieren die Kunden über einzelne Nachhaltigkeitsaspekte von Produkten und unterstützen bei der Entscheidungsfindung. Im Sortiment unserer Vertriebslinien finden sich beispielsweise Artikel aus fairem Handel sowie Lebensmittel, die mit dem europäischen Biosiegel gekennzeichnet sind. Im Berichtszeitraum betrug der Umsatz unserer Vertriebslinien METRO Cash & Carry und Real mit nach EU-Bioverordnung zertifizierten Produkten insgesamt 85 Mio. €. Ebenso bietet unser Sortiment Erzeugnisse aus bestandserhaltender und umweltverträglicher Fischerei und Aquakultur. Dies erkennt der Kunde am Siegel des Marine Stewardship Council (MSC) für Wildfisch beziehungsweise am Siegel des Aquaculture Stewardship Council (ASC) für Zuchtfisch. Mittlerweile bieten unsere Vertriebslinien METRO Cash & Carry und Real zusammen eine große Zahl MSC-zertifizierter Marken- und Eigenmarkenartikel. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 umfasste unser nachhaltiges Fischsortiment 64 MSC-zertifizierte Eigenmarkenartikel und 514 Markenartikel. Damit wurde ein Umsatz von rund 45 Mio. € erwirtschaftet. Daneben sind bereits 39 ASC-zertifizierte Produkte in unseren Märkten erhältlich. Darüber hinaus bieten unsere Vertriebslinien ihren Kunden in vielen Warengruppen ein breites Angebot besonders umweltfreundlich und sozial verträglich hergestellter Produkte. Dazu zählen beispielsweise - effiziente Elektrogeräte mit Energielabel von A+ bis A+++, - Schreibwaren nach den Standards des Blauen Engels oder für nachhaltige Forstwirtschaft, - Naturkosmetik und - Textilien aus Biobaumwolle oder aus Baumwolle gemäß „Cotton made in Africa"-Standard. Als Orientierungshilfe für ihre Kunden zeichnet unsere Vertriebslinie Galeria Kaufhof Produkte, die einem definierten Nachhaltigkeitsstandard entsprechen, zusätzlich mit dem Logo „natürlich GALERIA" aus. Derzeit entsprechen knapp 9.400 Produkte aus dem Kaufhof-Sortiment diesem Standard. ![]() Die Erläuterungen zu den Symbolen finden sich auf Seite 145. Faire und sozial gerechte Arbeitsbedingungen bei ZulieferernEin wesentlicher Aspekt nachhaltiger Beschaffung ist neben der Umweltverträglichkeit und Ressourcenschonung die Sicherstellung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen. Um unserer unternehmerischen Verantwortung in diesem Bereich gerecht zu werden, wurde innerhalb des Handlungsfelds „Lieferkette und Produkte" bereits 2011 die Projektgruppe „Sozialstandards" gegründet. Diese Projektgruppe hat im Berichtszeitraum einen Prozess entwickelt, wie sämtliche Beschaffungskanäle sozialverträglich gestaltet werden können. Unser Ziel bis Ende 2014 ist es, alle Eigenmarkenlieferanten und -produzenten von Nicht-Lebensmitteln, die für uns Handelsware in sogenannten Risikoländern (definiert nach Business Social Compliance Initiative [BSCI]) wie beispielsweise Bangladesch oder der Türkei produzieren, in ein Sozialmanagementsystem zu überführen. Maßgeblich in diesem Prozess ist die enge Zusammenarbeit aller Parteien entlang einer transparenten Lieferkette. Nur so können die Herausforderungen bewältigt werden, die mit der Durchsetzung sozialverträglicher Arbeitsbedingungen vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern als den klassischen Produktionsländern verbunden sind. Der Nachweis, dass eine Produktionsstätte unter fairen und sozial gerechten Arbeitsbedingungen produziert, erfolgt durch ein Audit der BSCI oder ein äquivalentes Sozialstandard-Audit. Die BSCI zielt darauf ab, die Wahrung grundlegender Menschenrechte in der Produktions- und Lieferkette sicherzustellen. Entscheidend für den Erfolg des Konzepts ist es, alle Mitarbeiter der Produktionsstätten auf dem Weg hin zu einer sozialverträglichen Arbeitsstätte durch spezielle Schulungen zu unterstützen. Maßgeblich für uns als Mitgliedsunternehmen der BSCI ist es, unsere Lieferanten beziehungsweise die Produktionsstätten beim Aufbau eines entsprechenden Managementprozesses zu begleiten. Dieser Prozess soll es unseren Geschäftspartnern fortan ermöglichen, sozial gerechte Arbeitsbedingungen systematisch zu implementieren. Alle unsere Produzenten für Nicht-Lebensmittel, die über unsere Importgesellschaft MGB Hongkong in die EU liefern, werden nach BSCI-Standard oder äquivalenten Standards auditiert. Zum 30. September 2013 waren dies 853 Produzenten. Davon haben 65 Prozent das Audit mit „gut" bestanden. Dieses weist zum Stichtag 30. September 2013 einen Anstieg von 3 Prozent im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres, dem 31. Dezember 2012, auf. Produzenten mit einem nicht bestandenen Audit haben innerhalb von 18 Monaten nach dem Tag des Audits die Möglichkeit, eine Verbesserung nachzuweisen. Gelingt dies nicht, wird die Produktionsstätte für weitere Aufträge gesperrt, bis sie vorweisen kann, dass sie ihre Organisationsprozesse nachhaltig verbessert hat. Sozialaudits bezogen auf Eigenimporte durch MGB Hongkong zum Stichtag![]() Status der BSCI-Audits aktiver Lieferanten für Eigenimporte durch MGB Hongkong aus den von der BSCI bewerteten Risikoländern, die die METRO GROUP in dem jeweiligen Jahr zum Stichtag 31.12. bzw. 2013 zum 30.9. mit Bekleidung, Schuhen, Spielwaren und Hartwaren für den EU-Markt beliefert haben. Aktive Lieferanten sind solche mit tatsächlichem Umsatz zum Stichtag 31.12. bzw. 2013 zum 30.9. Lieferanten mit bestandenem Audit können die erfolgreiche Umsetzung des BSCI-Standards durch das Zertifikat unabhängiger Dritter nachweisen. Akzeptiert wird auch der Nachweis einer unabhängigen Drittpartei über die erfolgreiche Umsetzung eines äquivalenten Sozialstandardsystems. Wo erforderlich setzt sich die METRO GROUP nicht nur für sozial gerechte Arbeitsbedingungen, sondern auch für die Gebäudesicherheit von Textilfabriken in den Produktionsländern ein. Daher haben wir im Juni 2013 den „Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh" unterzeichnet. Das Abkommen entstand aus einer Multistakeholder-Initiative heraus, an der sich Unternehmensvertreter, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen beteiligen. Zusammen mit derzeit mehr als 100 europäischen Handels- und Markenunternehmen hat sich die METRO GROUP verpflichtet, das Abkommen organisatorisch und aktiv bei seiner Arbeit für mehr Gebäudesicherheit in Bangladesch zu unterstützen. ![]() Strategische Partnerschaft zur Harmonisierung von StandardsSeit vielen Jahren unterstützt die METRO GROUP Nachhaltigkeitsstandards und Zertifikate bei Fisch, wie beispielsweise das Marine Stewardship Council (MSC) oder das Aquaculture Stewardship Council (ASC), und trägt so zum Erhalt der Fischbestände bei. Jedoch können sich kleinere Produzenten die Zertifizierungen oft nicht leisten. Hinzu kommt, dass die mittlerweile große Zahl der Zertifikate die Kaufentscheidung der Kunden eher erschwert als erleichtert. Deshalb setzt sich die METRO GROUP im Rahmen der Global Sustainable Seafood Initiative (GSSI) mit Partnern aus Industrie, Politik und nichtstaatlichen Organisationen dafür ein, eine Übersicht über alle weltweit verfügbaren Zertifizierungen für nachhaltigen Fisch zu erstellen und diese objektiv zu bewerten. Die im Februar 2013 gestartete GSSI wird den Verbrauchern den Kauf von nachhaltigen Fischprodukten erleichtern sowie den Zertifizierungsaufwand insbesondere für kleinere Produzenten verringern. Die METRO GROUP unterstützt das Projekt administrativ und repräsentiert die Industrie und den Handel gegenüber öffentlichen Partnern. Energie- und RessourcenmanagementUm unser Kerngeschäft erfolgreich betreiben und die Bedürfnisse unserer Kunden erfüllen zu können, benötigen wir heute wie in Zukunft Energie und natürliche Ressourcen. Beides ist jedoch nicht unbegrenzt verfügbar. Als Handelsunternehmen übernehmen wir Verantwortung für den Klima- und Ressourcenschutz in den Bereichen innerhalb der Wertschöpfungskette, auf die wir unmittelbar Einfluss nehmen können: angefangen bei der Lagerung und Kühlung von Produkten über den Transport bis hin zum Betrieb unserer Märkte und Verwaltungsstandorte. Dabei verfolgen wir zwei zentrale Ziele: Erstens wollen wir die klimarelevanten Emissionen in Verbindung mit unserem Geschäftsbetrieb verringern. Daher streben wir bis 2020 eine Reduktion ausgewählter Treibhausgasemissionen pro Quadratmeter Verkaufsfläche um 20 Prozent gegenüber 2011 an. Zweitens wollen wir unseren Ressourcenverbrauch reduzieren. Auf diese Weise tragen wir nicht nur zum Klima- und Umweltschutz bei, sondern senken auch unsere Betriebskosten. Energieverbrauch reduziertDer Großteil unseres Energiebedarfs entfällt auf die Beleuchtung sowie die Heiz- und Kühltechnik. Um den Verbrauch hier weiter zu reduzieren, haben wir unsere Energieeinsparprogramme im Berichtszeitraum fortgeführt und über alle vier Vertriebslinien hinweg in technische Maßnahmen mehr als 30 Mio. € investiert. Media-Saturn hat fünf neue und einen bestehenden Media-Markt mit LED-Lichtbändern ausgestattet. Im Vergleich zur aktuell eingesetzten Beleuchtung (T5) lässt sich der Energieverbrauch hiermit um rund 40 Prozent reduzieren. Bei älteren Beleuchtungslösungen (T8) ist das Einsparpotenzial noch höher. Media-Saturn wird weitere Märkte mit LED-Lichtbändern ausstatten, um auch den richtigen Zeitpunkt für einen wirtschaftlich sinnvollen Einsatz der LED-Beleuchtung zu ermitteln. Real Deutschland hat seinen Stromverbrauch pro Quadratmeter Verkaufsfläche im Rumpfgeschäftsjahr 2013 gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um mehr als 3 Prozent gesenkt. Erreicht hat unsere Vertriebslinie dies unter anderem durch die weitere Optimierung der Marktbeleuchtung, das Nachrüsten von Abdeckungen für Tiefkühltruhen und von Türen bei Möbeln für Wurst- und Molkereiprodukte, die Erneuerung von Backöfen und deren Umstellung von Strom auf Erdgas sowie den Aufbau eines Energiemanagements. Seit 2007 konnte Real den Energieverbrauch pro Quadratmeter Verbrauchsfläche, bereinigt um abgegebene Märkte, insgesamt um 7 Prozent reduzieren, trotz gestiegener Ansprüche an Warenpräsentation, Ausleuchtung und Gesamtkonzept. Unternehmensleitung und Betriebsrat von Galeria Kaufhof haben 2013 den Grundstein dafür gelegt, in Zukunft Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs noch effizienter umsetzen zu können. Die beiden Gremien haben Regeln vereinbart für die Einführung von Systemen zur Messung und Steuerung von Raumparametern wie Temperatur, Luftqualität und -volumenstrom. Ziel ist es, die Heiz- und Lüftungsanlagen und ihren Einsatz zu optimieren, um den Energieverbrauch der Filialen weiter zu senken. Um weniger abhängig von Energiepreisentwicklungen zu sein und unsere eigene Klimawirkung weiter zu verringern, setzen wir auch auf Projekte zur dezentralen Energieversorgung. Strom und Wärme oder Kälte dort zu erzeugen, wo sie unmittelbar gebraucht werden, ist für viele Anwendungen eine effiziente und klimaschonende Alternative. Daher haben wir 2013 mit Eon eine strategische Partnerschaft zur Energieerzeugung vereinbart. Der Energieversorger errichtet an Standorten von METRO Cash & Carry gasbetriebene Blockheizkraftwerke. Diese versorgen den jeweiligen Markt mit Strom und Wärme. In Deutschland sind im Düsseldorfer und in einem Berliner Großmarkt bereits die ersten beiden Blockheizkraftwerke in Betrieb gegangen. Beide produzieren jeweils mehr als 25 Prozent des im Großmarkt benötigten Stroms und die gesamte Wärme. Dies reduziert unsere Energiekosten um rund 5 Prozent je Standort und unsere spezifischen Treibhausgasemissionen jeweils um circa 300 Tonnen CO2 pro Jahr. Die Errichtung weiterer Blockheizkraftwerke ist vorgesehen, so befinden sich zwei bereits in der Planungsphase. Strom- und Wärmeenergieverbrauch in kWh je m2 Verkaufsfläche![]() Maßnahmen zur Verhaltensänderung gestartetAußer auf technische Investitionen setzen wir auf Änderungen im Verhalten jedes einzelnen Mitarbeiters. Denn durch umweltbewusstes Verhalten können unsere Mitarbeiter entscheidend dazu beitragen, Energie einzusparen. Aus diesem Grund hat METRO Cash & Carry im Rumpfgeschäftsjahr 2013 das sogenannte Energy Awareness Programme (EAP) gestartet. Es soll Mitarbeiter dazu motivieren, Energie effizienter einzusetzen. Wir fokussieren uns hierbei auf Ausleuchtung, Gewerbekälte, Klimatisierung und Wasser. So werden Schnelllaufrollos benutzt, um Temperaturzonen voneinander zu trennen. Beleuchtung wird nur so lange angeschaltet, wie sie benötigt wird, und anderenfalls auf sogenannte Drittelschaltung reduziert. Zudem erhält jeder Standort ein konkretes Reduktionsziel. Von Januar bis September 2013 konnte durch das EAP der spezifische Stromverbrauch aller METRO Cash & Carry Märkte weltweit um 9,5 Prozent gegenüber dem Zeitraum Januar bis September 2011 gesenkt werden. Insgesamt hat sich METRO Cash & Carry das Ziel gesetzt, den Stromverbrauch je Quadratmeter Verkaufsfläche bis 2015 um 18 Prozent und den Heizenergieverbrauch um 8 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2011 zu reduzieren. Dies entspräche beim heutigen Preisniveau einer Kosteneinsparung von insgesamt 36 Mio. € jährlich rein aus Verhaltensänderung. In der METRO GROUP betrug der Energieverbrauch für Strom und Wärme im Rumpfgeschäftsjahr 303 kWh pro Quadratmeter Verkaufsfläche (1.1.-30.9.12: 307 kWh/m2; 1.10.12- 30.9.13: 413 kWh/m2;1.1.-31.12.12: 417 kWh/m2). Klimaschutzziel und KlimabilanzVon Januar bis September 2013 verursachte die METRO GROUP pro Quadratmeter Verkaufsfläche 222 Kilogramm CO2 -Äquivalente (1.1.12-30.9.12: 226 kg CO2/m2; 1.10.12-30.9.13: 295 kg CO2/m2; 1.1.12-31.12.12: 300 kg CO2/m2) in Bezug auf die Emissionsquellen des Klimaschutzziels. Damit sanken unsere Emissionen konzernweit um rund vier Kilogramm CO2 pro Quadratmeter Verkaufsfläche gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das entspricht 1,8 Prozent. Diese Entwicklung ist vor allem auf die Maßnahmen zur Energieeinsparung zurückzuführen. Der Nachhaltigkeitsrat der METRO GROUP hat 2012 beschlossen, die spezifischen Treibhausgasemissionen der METRO GROUP, die bis 2020 um 20 Prozent gegenüber dem Wert von 2011 zu reduzieren. Das heißt, wir verringern die Emissionen pro Quadratmeter Verkaufsfläche von 309 Kilogramm CO2 -Äquivalenten pro Jahr auf 247 Kilogramm. Die Abweichung gegenüber dem 2012 berichteten Wert resultiert aus einer Bereinigung der Klimabilanz und der Ziel- und Basisjahrwerte, die durch die Veräußerung des Real-Geschäfts in Osteuropa erforderlich geworden war. Unser Klimaschutzziel umfasst die Emissionen, die für uns als Handelsunternehmen wesentlich und vor allem direkt beeinflussbar sind. Dies sind die Emissionen aus - dem Verbrauch von Elektrizität und Wärmeenergie sowie deren Vorkettenemissionen und Netzverluste, - den Kühlmittelverlusten für Gewerbekälte und Klimatisierung, - dem Verbrauch von Papier, - dem Kraftstoffverbrauch der Dienstwagen und Notstromaggregate inklusive der Vorkette sowie - den Geschäftsreisen. Emissionsquellen des Klimaschutzziels 9M 2013![]() Diese Emissionen machen etwa 40 Prozent der Emissionen aus, die wir insgesamt über unsere Klimabilanz erfassen. In der Klimabilanz weisen wir außer den direkt beeinflussbaren Emissionen auch diejenigen aus, die wir nicht oder nur begrenzt steuern können. Damit liegen wir hinsichtlich der Transparenz unseres Beitrags zum Treibhauseffekt deutlich über dem Branchendurchschnitt. Basis für unsere Berichterstattung sind der Corporate Accounting and Reporting Standard und der Corporate Value Chain (Scope 3) Accounting and Reporting Standard des Greenhouse Gas Protocol. Es werden die Emissionen aller Vertriebslinien und Servicegesellschaften sowie der Verwaltungen berücksichtigt. Insgesamt beziehen wir 19 verschiedene Emissionsquellen ein. ![]() Die Erläuterungen zu den Symbolen finden sich auf Seite 145. Verringerung klimaschädlicher Kühlmittel initiiertOptimierungsbedarf sehen wir vor allem bei Emissionen, die aus dem Verlust von Kühlmitteln (Gewerbe- und Klimakälte) entstehen. Hier stiegen die Emissionen von Januar bis September 2013 im Rumpfgeschäftsjahr um 4,4 Kilogramm CO2 pro Quadratmeter Verkaufsfläche gegenüber dem Vorjahreszeitraum (1.1. - 30.9.13: 44,8 kg CO2 /m2; 1.1. - 30.9.12: 40,4 kg CO2/m2; 1.10.12 - 30.9.13: 55,8 kg CO2/m2; 1.1. - 31.12.12: 51,3 kg CO2/m2). Mithilfe des 2011 eingeführten gruppenweiten Carbon Intelligence System erfassen wir den Energieverbrauch und andere wesentliche Umweltwirkungen in nahezu allen Märkten und Warenhäusern, den Verwaltungen und Lägern. Da mehr als 95 Prozent der Emissionen nach Scope 1 und Scope 2 auf erfassten Daten beruhen, ist die Qualität der ermittelten Angaben hoch. Weniger als 5 Prozent gehen auf Hochrechnungen zurück. Wir berichten die Gesamtwirkung aller wesentlichen Treibhausgasemissionen in Form von CO2 -Äquivalenten. Seit 2011 prüft und bescheinigt die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Korrektheit unserer Klimabilanz. Zudem informieren wir seit 2006 innerhalb des Carbon Disclosure Project (CDP) über unsere Klimaschutzstrategie und unsere Emissionen. Ziel der gleichnamigen unabhängigen Organisation ist es, Transparenz in der Unternehmensberichterstattung zu klimarelevanten Daten zu schaffen. Verluste bei Kühlmitteln durch Leckagen in Kühlsystemen sind nicht nur eine wesentliche Emissionsquelle für Treibhausgase, sie sind zudem ein bedeutender Kostenfaktor. Deshalb ist es unser Ziel, die Nachfüllrate bei Kühlmitteln zu verringern. Seit 2012 führen wir neben der Fernüberwachung der Kälteanlagen jährlich mindestens vier Dichtheitsprüfungen an allen Kühlsystemen in Deutschland bei Real und Galeria Kaufhof durch. Im Zeitraum Januar bis September 2013 beläuft sich die Nachfüllrate der Gewerbekälteanlagen auf 12,3 Prozent (1.1.-30.9.12: 11,0 Prozent; 1.10.12.-30.9.13: 15,4 Prozent; 1.1.- 31.12.12: 14,2 Prozent). Status Klimaschutzziel Treibhausgas-Emissionen in kg CO2 (CO2-Äquivalent) je m2 Verkaufsfläche![]() Wir haben uns im Rahmen des Consumer Goods Forum verpflichtet, ab 2015 bei jeder neuen Kälteanlage nur noch natürliche Kühlmittel wie Kohlendioxid einzusetzen. Diese Selbstverpflichtung wurde im Berichtszeitraum durch den Nachhaltigkeitsrat erweitert. Zusätzlich werden Kälteanlagen, die erneuert werden müssen, auf natürliche Kühlmittel umgestellt, soweit dies technisch möglich ist. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 wurden bei METRO Cash & Carry, Real und Galeria Kaufhof an insgesamt 14 Standorten Gewerbekälteanlagen auf natürliche Kältemittel umgestellt. Der Einsatz von natürlichen Kühlmitteln ist ein wesentlicher Baustein unserer Strategie zur Anpassung an regulatorische Änderungen bezüglich Kühlmitteln. Auf EU-Ebene erwarten wir in den nächsten Monaten eine überarbeitete Verordnung über fluorierte Treibhausgase. Diese wird aktuell vorbereitet und hat zum Ziel, das Treibhausgaspotenzial (GWP) der in der EU verwendeten Kühlmittel mittelfristig zu senken. Dies soll durch verschiedene Maßnahmen erreicht werden, unter anderem durch das Verbot, hermetisch geschlossene gewerbliche Kühl- und Gefriergeräte, die ein Kühlmittel mit einem Treibhausgaspotenzial von mehr als 150 enthalten, auf den europäischen Markt zu bringen. Eine weitere Maßnahme ist die schrittweise Reduzierung der Mengen besonders klimaschädlicher Kühlmittel. Bestehende Kühlanlagen, die Kühlmittel mit einem Treibhausgaspotenzial von mehr als 2.500 verwenden, sollen ab 2020 nicht mehr nachgefüllt werden dürfen. Für Klimabilanz erfasste Emissionsquellen 9M 2013![]() - Vertiefende Informationen und weitere Kennzahlen zu unserer Klimabilanz finden sich auf unserer Website unter der Rubrik Nachhaltigkeit.Mitarbeiter und SozialesHinter dem geschäftlichen Erfolg und dem gesellschaftlichen Beitrag der METRO GROUP steht der Einsatz unserer 269.493 Mitarbeiter. Daher bedeutet nachhaltige Unternehmensführung für die METRO GROUP auch, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie wir die Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter und unser tagtägliches Handeln weiter verbessern können. Deshalb ist das Engagement für unsere Belegschaft ein Schwerpunkt unseres Nachhaltigkeitsmanagements. Mit vorausschauenden Personalkonzepten wollen wir die Zufriedenheit, die Leistungsbereitschaft und die Werteorientierung unserer Mitarbeiter fördern. Langfristig sichern wir damit den Bedarf an Mitarbeitern, insbesondere an Fach- und Führungskräften. Darüber hinaus bieten wir eine Vielzahl an Beschäftigungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie ein attraktives Arbeitsumfeld, das durch Vielfalt und Wertschätzung geprägt ist. So stärken wir unsere Attraktivität als Arbeitgeber und investieren in die Zukunft unseres Unternehmens. - Die Personalpolitik der METRO GROUP sowie die wesentlichen Kennzahlen werden in Kapitel 6 Mitarbeiter beschrieben.Unser Ziel ist es, unsere Mitarbeiter nicht nur in ihrer beruflichen Weiterentwicklung zu fördern, sondern sie darüber hinaus für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und in ihrem nachhaltigen Engagement zu stärken. Denn unsere Mitarbeiter, die Vorbilder sind und eigenverantwortlich nach unseren gemeinsamen Werten handeln, - schaffen Kundenmehrwert, indem sie unseren Kunden das Gefühl geben, willkommen, verstanden und geschätzt zu sein. - bauen im Kontakt mit unseren Partnern Vertrauen auf, als Basis für langfristige Geschäftsbeziehungen. - nutzen Chancen und schaffen tragfähige Lösungen, indem sie Prozesse optimieren sowie unsere Produkte und Services fortlaufend hinsichtlich ihrer umwelt- und sozialbezogenen Folgen verbessern. Damit jeder Einzelne das Konzept nachhaltigen und eigenverantwortlichen Handelns kennenlernen, verinnerlichen und umsetzen kann, hat es sich die METRO GROUP zum Ziel gesetzt, diesen Ansatz auf Prozesse, Trainingsprogramme und das Verhalten zu übertragen. Vor diesem Hintergrund haben wir im Rumpfgeschäftsjahr 2013 entsprechende Angebote und Programme entwickelt, die auf Verhaltensänderungen abzielen. Dazu zählen beispielsweise die Entwicklung eines interaktiven Trainings zum Grundverständnis von Nachhaltigkeit bei der METRO GROUP sowie die Durchführung einer Informationskampagne, die anhand von praktischen Beispielen zeigt, wie beispielsweise Energie eingespart werden kann. Abgerundet wird das Maßnahmenpaket 2014 durch einen Tag der Nachhaltigkeit. ![]() Die Erläuterungen zu den Symbolen finden sich auf Seite 145. Gesellschaftspolitik und Stakeholder-DialogDas Vertrauen verschiedener Akteure bildet die Basis der gesellschaftlichen Akzeptanz gegenüber einem Unternehmen. Ein zentraler Bestandteil, um dieses Vertrauen zu erhalten, ist die Auseinandersetzung mit unseren Stakeholdern: Denn neben den engen Beziehungen zu unseren Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden gibt es viele andere Menschen, die in Berührung mit unserem unternehmerischen Handeln kommen. Daraus erwachsen verschiedene Ansprüche an das unternehmerische Verhalten. In der Schnittmenge zwischen Unternehmens- und Gesellschaftswerten bedeutet nachhaltige Unternehmensführung für uns, im Rahmen der eigenen Geschäftstätigkeit auch zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beizutragen. Die Kompetenz dazu bündeln wir in den zuvor beschriebenen Handlungsfeldern Lieferkette und Produkte, Energie- und Ressourcenmanagement sowie Mitarbeiter und Soziales. Innerhalb dieser Felder können wir dort, wo wir tätig werden, unsere Prozesse sowie unsere Produkte und Services fortlaufend hinsichtlich ihrer umwelt- und sozialbezogenen Folgen verbessern. Im Querschnitt zu den übrigen Handlungsfeldern unterstützen uns der Austausch im Unternehmen sowie der wirtschafts- und gesellschaftspolitische Diskurs und die Zusammenarbeit mit unseren Anspruchsgruppen dabei, frühzeitig die Anforderungen zu identifizieren und relevante Themen anzugehen. Beispielsweise geben Konferenzen und Roadshows, aber auch Besuche in unserem Hauptsitz in Düsseldorf mit Vorstandsgesprächen und Standortbesichtigungen eine sinnvolle und gute Gelegenheit, die METRO GROUP verschiedenen Akteuren des Kapitalmarkts zu präsentieren. Den direkten Dialog nutzen wir, um auf spezifische Anliegen unserer Aktionäre, potenzieller Investoren und Analysten einzugehen. Für den gesellschaftspolitischen Meinungsaustausch geben wir unseren Stakeholdern in der neuen Publikation „METRO GROUP HANDELSBRIEF" ein Forum und wir beziehen sie eng in die inhaltliche Vorbereitung unserer Veranstaltungen wie der MITTWOCHSGESELLSCHAFTEN in Berlin und Brüssel ein. Eine Mitarbeit in verschiedenen Gremien ist für uns sinnvoll, weil wir Fach- und Branchenkenntnisse besitzen, die im Diskurs mit Verbänden, Nichtregierungsorganisationen, der Politik und der Öffentlichkeit häufig unabdingbar sind, um geeignete Lösungen für gesellschaftliche, technische oder wirtschaftliche Herausforderungen zu finden. Beispiele für die Zusammenarbeit sind die Strategische Partnerschaft zur Harmonisierung von Standards im Rahmen der Global Sustainable Seafood Initiative (GSSI) und die branchenübergreifende Kooperation zum Thema Rückverfolgbarkeit mit GS1 und weiteren Partnern entlang der Wertschöpfungskette (siehe dazu Abschnitt „Lieferkette und Produkte"). Darüber hinaus hat die METRO GROUP 2013 ein dreijähriges Abkommen mit der European Federation of Food Banks (FEBA) geschlossen, um die Tafel- bzw. Food-Bank-Bewegung auch auf europäischer Ebene zu unterstützen. Neben diesem gesellschaftlichen Beitrag aus dem Kerngeschäft heraus wollen wir zudem unserer Verantwortung als guter Unternehmensbürger gerecht werden. Zu den Schwerpunkten unseres gemeinnützigen Engagements zählen Investitionen in das Gemeinwesen. So unterstützen wir beispielsweise Projekte an unseren Standorten oder leisten einen Betrag zur Milderung der Folgen von Katastrophen. ![]() Die Erläuterungen zu den Symbolen finden sich unten auf dieser Seite. Bewertung in relevanten Nachhaltigkeitsindizes und -rankingsscroll
- Vertiefende Informationen und weitere Kennzahlen zum Thema Nachhaltigkeit finden sich im METRO GROUP Nachhaltigkeitsbericht 2012 sowie auf unserer Website unter der Rubrik Nachhaltigkeit.![]() 9. VergütungsberichtDer nachstehende Bericht erläutert die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der METRO AG für das Rumpfgeschäftsjahr 2013 (1. Januar bis 30. September 2013) im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 (1. Januar bis 31. Dezember 2012) nach Maßgabe des Handelsgesetzbuchs und des Deutschen Corporate Governance Kodex. Er beschreibt das System der Vorstandsvergütung und gibt auch Informationen zur anteilsbasierten Vergütung der Führungskräfte der METRO GROUP. Das Vergütungssystem für den Vorstand wird durch den Aufsichtsrat der METRO AG beschlossen. Er wird hierbei durch seinen Personalausschuss beraten. Das bestehende Vergütungssystem wurde von der Hauptversammlung am 6. Mai 2011 gebilligt. Vergütungssystem für die Mitglieder des VorstandsDie Vorstandsvergütung besteht aus einer fixen Grundvergütung und zwei variablen Komponenten: der erfolgsabhängigen Vergütung (Short-Term Incentive) sowie der Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung (Long-Term Incentive). Zusätzlich gewährt das Unternehmen eine betriebliche Altersversorgung und Nebenleistungen. Die Gesamtbezüge sowie die einzelnen Vergütungskomponenten stehen in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Mitglieds des Vorstands sowie zur Lage der Gesellschaft und erfüllen die gesetzlichen Anforderungen an die Üblichkeit von Vergütungen. Die Incentivierung setzt Leistungsanreize für den Vorstand, den Unternehmenswert zu steigern, und ist auf eine nachhaltige und langfristige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die einzelnen Komponenten der Vorstandsvergütung stellen sich im Rumpfgeschäftsjahr 2013 wie folgt dar: GrundvergütungDie Grundvergütung ist fest vereinbart und wird in monatlichen Raten ausbezahlt. Erfolgsabhängige Vergütung (Short-Term Incentive)Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 hat die METRO AG ihr Geschäftsjahr auf den Zeitraum 1. Oktober bis 30. September umgestellt. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2013 ein neunmonatiges Rumpfgeschäftsjahr (1. Januar bis 30. September 2013) gebildet. Das System der erfolgsabhängigen Vergütung wurde allerdings für ein zwölfmonatiges Geschäftsjahr konzipiert, das einen vollen Jahreszyklus im Handelsgeschäft einschließlich des Weihnachtsgeschäfts abbildet. Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand bereits 2012 beschlossen, den Führungskräften und Mitarbeitern der METRO AG eine Übergangsregelung anzubieten. Danach wird der Kalkulation der erfolgsabhängigen Vergütung im Rumpfgeschäftsjahr ein voller Jahreszyklus (1. Januar bis 31. Dezember 2013) zugrunde gelegt. Die auf dieser Grundlage ermittelten Beträge werden sodann ratierlich auf den Neun-Monats-Zeitraum des Rumpfgeschäftsjahres gekürzt. Der Aufsichtsrat hat die Übergangsregelung auf Empfehlung seines Personalausschusses auch mit den Mitgliedern des Vorstands vereinbart. Der Aufsichtsrat ist der Überzeugung, dass hierdurch eine angemessene Überleitung des bestehenden Bonussystems auf das neue Geschäftsjahr erfolgt ist. Zudem wurde eine konsistente Handhabung für die Mitglieder des Vorstands und die Mitarbeiter der METRO AG erreicht. Das Short-Term Incentive der Mitglieder des Vorstands wird im Wesentlichen dadurch bestimmt, wie sich der Return on Capital Employed (RoCE) und die Net Earnings entwickeln. Durch die Verwendung der Kennziffer Net Earnings in Kombination mit dem RoCE wird eine positive Ergebnisentwicklung der METRO GROUP honoriert. Der RoCE ergibt sich aus der Division des EBIT durch das Capital Employed, die Net Earnings entsprechen grundsätzlich dem Periodenergebnis. Der Aufsichtsrat kann eine Bereinigung um Sonderfaktoren beschließen. Um die individuelle Leistungsbezogenheit der Vorstandsvergütung sicherzustellen, behält sich der Aufsichtsrat der METRO AG generell das Recht vor, das individuelle Short-Term Incentive nach seinem Ermessen um bis zu 30 Prozent zu reduzieren oder um bis zu 30 Prozent zu erhöhen. Die Mitglieder des Vorstands erhalten pro 0,01 Prozentpunkte RoCE oberhalb von 7 Prozent einen Betrag zwischen 500 € und 833 €. Hinzu kommt pro Million € Net Earnings ein Betrag von 304 € bis 506 € (alle Werte auf Zwölf-Monats-Basis). Der Aufsichtsrat der METRO AG legt die Höhe der Beträge auf Basis der Unternehmensstrategie und der mittelfristigen Zielsetzung fest, prüft sie regelmäßig und passt sie gegebenenfalls an. Die jährliche Auszahlung der erfolgsabhängigen Vergütung gemäß RoCE und Net Earnings ist begrenzt. Für die Vorstandsvergütung im Rumpfgeschäftsjahr 2013 wurden individuell folgende Werte zugrunde gelegt: scroll
1
Werte auf Zwölf-Monats-Basis Die erfolgsabhängige Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird im Regelfall vier Monate nach dem Ende eines Geschäftsjahres zur Zahlung fällig. Für das Rumpfgeschäftsjahr 2013 erfolgt die Auszahlung im April 2014, da der Kalkulation der erfolgsabhängigen Vergütung ein voller Jahreszyklus zugrunde gelegt wird, der sodann ratierlich auf den Neun-Monats-Zeitraum des Rumpfgeschäftsjahres gekürzt wird. Herr Muller, der mit Wirkung zum 31. März 2013 aus dem Vorstand ausschied, erhielt die erfolgsabhängige Vergütung für den Zeitraum 1. Januar 2013 bis 31. März 2013 auf Grundlage einer Schätzung bereits im April 2013. Anteilsbasierte Vergütung (Long-Term Incentive)Das Long-Term Incentive ist eine Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung. Sie ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet und hat eine mehrjährige Bemessungsgrundlage. Performance Share Plan 2009-2013Durch Beschluss des Personalausschusses des Aufsichtsrats und mit Zustimmung des Aufsichtsrats hat die METRO AG 2009 einen auf fünf Jahre angelegten Performance Share Plan eingeführt. Für jedes Mitglied des Vorstands wird zunächst ein Zielwert in Euro festgesetzt. Um die Zielanzahl der Performance Shares zu ermitteln, wird der Zielwert durch den Aktienkurs bei Zuteilung dividiert. Maßgeblich ist dabei der Drei-Monats-Durchschnittskurs der METRO-Aktie vor dem Zuteilungszeitpunkt. Ein Performance Share berechtigt zu einer Barauszahlung in Euro in Höhe des Kurses der METRO-Aktie zum Auszahlungszeitpunkt. Auch hier ist der Drei-Monats-Durchschnittskurs der METRO-Aktie vor dem Auszahlungszeitpunkt maßgeblich. In Abhängigkeit von der relativen Performance der METRO-Aktie im Vergleich zum Mittelwert aus den Aktienindizes DAX 30 und Dow Jones Euro STOXX Retail - Total Return - wird nach Ablauf eines Performance-Zeitraums von mindestens drei und höchstens 4,25 Jahren die endgültige Anzahl der auszuzahlenden Performance Shares bestimmt. Diese entspricht der Zielanzahl, wenn eine Gleich-Performance zu den genannten Aktienindizes erreicht wird. Bis zu einer Outperformance von 60 Prozent erhöht sich die Anzahl linear auf den Maximalwert von 200 Prozent der Zielanzahl. Bis zu einer Underperformance von 30 Prozent reduziert sich die Anzahl entsprechend bis auf 50 Prozent. Bei einer höheren Underperformance fällt die Anzahl auf Null. Die Auszahlung kann zu sechs möglichen und vorab fest definierten Zeitpunkten erfolgen. Der früheste Auszahlungstermin ist drei Jahre nach Zuteilung der Performance Shares. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Auszahlung alle drei Monate möglich. Die Mitglieder des Vorstands haben die Wahl, zu welchem dieser Zeitpunkte sie ihre Performance Shares ausüben möchten. Eine Aufteilung auf mehrere Auszahlungszeitpunkte ist nicht möglich. Die Obergrenze der Auszahlung in Euro (Cap) liegt beim Fünffachen des Zielwerts. Mit dem Performance Share Plan wurden zugleich sogenannte Share Ownership Guidelines eingeführt: Als Voraussetzung für die Auszahlung der Performance Shares sind die Mitglieder des Vorstands verpflichtet, bis zum Ablauf der dreijährigen Sperrfrist ein eigenfinanziertes Investment in METRO-Aktien aufzubauen und zu halten. Dadurch partizipieren sie als Aktionäre unmittelbar an Kursanstiegen, aber gegebenenfalls auch an Kursverlusten der METRO-Aktie. Das Aktieninvestment unterstützt die langfristige und auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtete Ausgestaltung des Vergütungssystems und führt zu einer ausgewogenen Aufteilung zwischen den verschiedenen Vergütungskomponenten. Das eigenfinanzierte Investment gilt für die gesamte Laufzeit des Performance Share Plan. AltersversorgungIm Jahr 2009 wurde für die Mitglieder des Vorstands eine betriebliche Altersversorgung in Form einer Direktzusage mit einer beitragsorientierten und einer leistungsorientierten Komponente eingeführt. Die Finanzierung der beitragsorientierten Komponente erfolgt gemeinsam durch den Vorstand und das Unternehmen. Dabei gilt die Aufteilung „7 + 7 + 7". Sofern das Vorstandsmitglied einen Eigenbeitrag von 7 Prozent seiner definierten Bemessungsgrundlage erbringt, fügt das Unternehmen den gleichen Beitrag hinzu. In Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Lage leistet das Unternehmen darüber hinaus einen Zusatzbeitrag in nochmals gleicher Höhe. Aufgrund des gesamtwirtschaftlichen Umfelds wurde dieser Zusatzbeitrag im Berichtsjahr erneut ausgesetzt. Die beitragsorientierte Komponente ist über die Hamburger Pensionsrückdeckungskasse VVaG (HPR) kongruent rückgedeckt. Die Verzinsung der Beiträge erfolgt nach Maßgabe der Überschussbeteiligung der HPR mit einer Garantie auf die eingezahlten Beiträge. Bei Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds vor Eintritt eines Versorgungsfalls bleiben die Beiträge mit dem erreichten Stand erhalten. Anspruch auf Versorgungsleistungen besteht, - wenn das Dienstverhältnis mit oder nach Erreichung der Regelaltersgrenze in der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung endet, - als vorzeitige Altersleistung, wenn das Dienstverhältnis nach Vollendung des 60. Lebensjahres und vor Erreichen der Regelaltersgrenze endet, - als Invalidenleistung, wenn das Dienstverhältnis vor Erreichen der Regelaltersgrenze endet und die Voraussetzungen vorliegen, - als Hinterbliebenenleistung, wenn das Dienstverhältnis durch Tod endet. Die Auszahlung sieht ein Wahlrecht zwischen Kapital, Ratenzahlungen und lebenslanger Rente vor. Bei Invalidität oder Tod wird eine Mindestauszahlung gewährt. Hierbei wird das bestehende Versorgungsguthaben um die Summe der Beiträge aufgestockt, die dem Vorstandsmitglied für jedes Kalenderjahr bis zu einer Beitragszeit von insgesamt zehn Jahren, maximal jedoch bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres, künftig noch gutgeschrieben worden wären. Diese leistungsorientierte Komponente ist nicht rückgedeckt, sondern wird im Versorgungsfall unmittelbar vom Unternehmen erbracht. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der TätigkeitDie aktiven Mitglieder des Vorstands erhalten über die beschriebene Altersversorgung hinaus keine Leistungen für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeit. Es werden insbesondere keine Ruhegelder gewährt. Im Falle des Todes eines Vorstandsmitglieds während der aktiven Dienstzeit wird den Hinterbliebenen die Grundvergütung für den Sterbemonat sowie für weitere sechs Monate gezahlt. NebenleistungenDie den Mitgliedern des Vorstands gewährten Nebenleistungen umfassen geldwerte Vorteile aus Sachbezügen (zum Beispiel Dienstwagen). SonstigesDie Mitglieder des Vorstands der METRO AG haben keinen Anspruch auf zusätzliche Vergütungen oder besondere Leistungen aufgrund eines Wechsels der Beherrschung (Change of Control). Vergütung des Vorstands im Rumpfgeschäftsjahr 2013 (1. Januar bis 30. September 2013)1scroll
scroll
1
Angaben nach HGB § 285 Satz 1 Nr. 9a beziehungsweise
§ 314 Abs. 1 Nr. 6a (ohne Altersversorgungsaufwendungen) Long-Term Incentive im Rumpfgeschäftsjahr 2013Der Zielwert für die Tranche 2013 beträgt für Herrn Koch 1,6 Mio. € und für die Herren Frese, Haas und Hutmacher jeweils 0,96 Mio. €. Nach den Bedingungen des Performance Share Plan wurden Herrn Koch 70.053 Performance Shares und den Herren Frese, Haas und Hutmacher jeweils 42.032 Performance Shares zugeteilt. Der Wert einer Share Unit betrug im Zeitpunkt der Gewährung 22,84 €. Bei den zugeteilten Performance Shares handelt es sich nicht um eine fixe Stückzahl von Rechten im Sinne der §§ 285 Satz 1 Nr. 9 a Satz 4 HGB beziehungsweise § 314 Abs. 1 Nr. 6 a Satz 4 HGB, sondern um eine Zielanzahl. Nach den Bedingungen des Performance Share Plan können Ansprüche hieraus im Zeitpunkt ihrer Gewährung nicht mit einer fixen Stückzahl beschrieben werden. Der Wert der im Rumpfgeschäftsjahr 2013 zugeteilten Performance Shares wurde durch externe Gutachter nach einem anerkannten finanzmathematischen Verfahren (Monte-Carlo-Simulation) ermittelt. Das geforderte eigenfinanzierte Investment beträgt für Herrn Koch 0,5 Mio. € und für die Herren Frese, Haas und Hutmacher jeweils 0,32 Mio. €. Die im Rumpfgeschäftsjahr 2013 aktiven Mitglieder des Vorstands verfügen außer über die in diesem Geschäftsjahr aus gegebene Tranche des Performance Share Plan über Rechte aus den folgenden Tranchen: die Herren Koch und Muller über Rechte aus den Tranchen 2010, 2011 und 2012; Herr Muller auch über Rechte aus der Tranche 2009. Herr Frese verfügt, außer über die Rechte aus der Tranche 2012, aus Vordienstzeiten innerhalb der METRO GROUP vor seiner Bestellung zum Mitglied des Vorstands über Rechte aus den Tranchen 2009, 2010 und 2011. Herr Hutmacher verfügt über Rechte aus der Tranche 2012. - Weitere Angaben zur Tranche 2013 finden sich im Abschnitt „Leistungen nach Beendigung der Tätigkeit im Rumpfgeschäftsjahr 2013".Performance Share Plan (Tranchen 2009-2013)scroll
Aus der Tranche 2009 sowie aus der Tranche 2010, deren Sperrfrist im August 2012 bzw. im August 2013 endete, erfolgte im Rumpfgeschäftsjahr 2013 keine Auszahlung an die Mitglieder des Vorstands. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 haben sich Wertveränderungen aus den laufenden Tranchen anteilsbasierter Vergütungsprogramme ergeben. Der Aufwand für die Gesellschaft betrug betreffend Herrn Koch 0,644 Mio. €, betreffend Herrn Frese 0,391 Mio. €, betreffend Herrn Haas 0,221 Mio. €, betreffend Herrn Hutmacher 0,398 Mio. € und betreffend Herrn Muller 0,523 Mio. €. Leistungen nach Beendigung der Tätigkeit im Rumpfgeschäftsjahr 2013 (einschließlich Altersversorgung)Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 wurden für die aktiven Mitglieder des Vorstands der METRO AG (davon ist ein Mitglied des Vorstands im Berichtszeitraum ausgeschieden) 4,6 Mio. € für Leistungen nach Beendigung der Tätigkeit aufgewendet (12M 2012: 5,1 Mio. €). Davon entfielen auf die Altersversorgung von Herrn Koch rund 0,127 Mio. €, von Herrn Frese rund 0,098 Mio. €, von Herrn Haas rund 0,063 Mio. €, von Herrn Hutmacher rund 0,101 Mio. € und von Herrn Muller rund 0,032 Mio. €. Die entsprechenden Werte nach HGB betragen für die Altersversorgung von Herrn Koch rund 0,123 Mio. €, von Herrn Frese rund 0,090 Mio. €, von Herrn Haas rund 0,084 Mio. €, von Herrn Hutmacher rund 0,092 Mio. € und von Herrn Muller rund 0,032 Mio. €. Mit Herrn Muller, der mit Wirkung zum Ablauf des 31. März 2013 einvernehmlich aus dem Vorstand ausschied, wurde im Rumpfgeschäftsjahr 2013 eine Vereinbarung über die vorzeitige Aufhebung seines Dienstvertrags getroffen. Zur Abgeltung der Restlaufzeit seines Dienstvertrags (1. April 2013 bis 31. Juli 2014) wurde eine Abfindung in Höhe von 3,85 Mio. € vereinbart, die die Ansprüche von Herrn Muller unter Berücksichtigung der Entwicklung erfolgsabhängiger und anteilsbasierter Vergütungskomponenten auf Grundlage einer Schätzung abdeckt. Hinzu kamen Nebenleistungen in Höhe von 0,29 Mio. € für Dienstleistungen, Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Abschluss der Aufhebungsvereinbarung und betriebliche Altersversorgung. Darüber hinaus wurde Herrn Muller die Tranche 2013 des Performance Share Plan mit einem Zielwert von 1,2 Mio. € und einer daraus resultierenden Zuteilung von 52.539 Performance Shares gewährt; das geforderte eigenfinanzierte Investment beträgt 0,4 Mio. €. Die in der Abfindung enthaltenen variablen Komponenten für den Short Term Incentive vom 1. Januar 2013 bis 31. Juli 2014 sowie die Long Term Incentive-Tranchen 2009 bis 2013 können in Abhängigkeit vom wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft zu einer zusätzlichen Vergütung führen: Herr Muller kann den etwaigen Differenzbetrag aus diesen Vergütungsteilen, die er als Mitglied des Vorstands erhalten hätte, und der insoweit gezahlten Abfindung beanspruchen. Gesamtbezüge Rumpfgeschäftsjahr 2013 der früheren Mitglieder des VorstandsFür frühere Mitglieder des Vorstands der METRO AG und der auf die METRO AG verschmolzenen Gesellschaften sowie ihre Hinterbliebenen wurden Leistungen in Höhe von 7,0 Mio. € (12M 2012: 8,3 Mio. €) erbracht. Die für Herrn Muller beschriebenen Leistungen nach Beendigung der Tätigkeit im Rumpfgeschäftsjahr 2013 sind hierin enthalten. Der Barwert des Verpflichtungsvolumens für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beträgt 54,1 Mio. € (31.12.2012: 55,1 Mio. €). Der entsprechende Barwert des Verpflichtungsvolumens für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen nach HGB beträgt 46,6 Mio. € (31.12.2012: 46,7 Mio. €). Ausblick: anteilsbasierte Vergütung (Long-Term Incentive)Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 wurde die fünfte und letzte Tranche des Performance Share Plan begeben. Für die folgenden Jahre wird ein neuer Long-Term Incentive Plan ausgearbeitet, der auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist. Anteilsbasierte Vergütung der FührungskräfteEntsprechend der Empfehlung in Ziffer 7.1.3 Deutscher Corporate Governance Kodex wird im Folgenden auch über die anteilsbasierte Vergütung der Führungskräfte der METRO GROUP berichtet. Performance Share Plan 2009-2013Der Performance Share Plan 2009-2013 gilt nicht nur für die Mitglieder des Vorstands, sondern ebenso für die oberen Führungskräfte der METRO AG sowie für Geschäftsführungsorgane und die oberen Führungskräfte der Unternehmen der METRO GROUP. Die Bezugsberechtigten erhalten entsprechend der Bedeutung ihrer Funktion einen individuellen Betrag im Rahmen des Performance Share Plan (Zielwert). Die weitere Systematik entspricht den Festlegungen für den Vorstand. Mit dem Performance Share Plan wurden auch für diesen bezugsberechtigten Personenkreis Share Ownership Guidelines eingeführt. Das zu haltende Volumen beträgt in der Regel circa 50 Prozent des individuellen Zielwerts. Der Wert der im Rumpfgeschäftsjahr 2013 insgesamt zugeteilten Performance Shares betrug zum Zeitpunkt der Zuteilung 17,3 Mio. € (12M 2012: 26,8 Mio. €) und wurde durch externe Gutachter nach einem anerkannten finanzmathematischen Verfahren (Monte-Carlo-Simulation) ermittelt. Es gelten folgende Bedingungen: Performance Share Plan (Tranchen 2009-2013)scroll
Aus der Tranche 2009 sowie aus der Tranche 2010, deren Sperrfrist im August 2012 bzw. im August 2013 endete, erfolgte im Rumpfgeschäftsjahr 2013 keine Auszahlung. Die Vergütung der AufsichtsratsmitgliederDie Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 13 der Satzung der METRO AG geregelt. Nach der für die Vergütung für das Rumpfgeschäftsjahr 2013 maßgebenden Fassung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer baren Auslagen eine feste und eine erfolgsabhängige Vergütung. Die feste Vergütung beträgt 35.000 € je ordentliches Mitglied. Die erfolgsabhängige Vergütung knüpft an das Ergebnis vor Steuern (EBT) und Anteilen anderer Gesellschafter im Konzernabschluss der METRO AG als Bemessungsgrundlage an. Je 25 Mio. € EBT, das im Durchschnitt des Rumpfgeschäftsjahres 2013 und der zwei diesem vorangegangenen Geschäftsjahre ein EBT von 100 Mio. € übersteigt, erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats eine Vergütung von 600 €. Für das Rumpfgeschäftsjahr 2013 beträgt die erfolgsabhängige Vergütung 17.376 € je ordentliches Mitglied. Die auf die feste und die erfolgsabhängige Vergütung in Rechnung zu stellende Umsatzsteuer wird den Mitgliedern des Aufsichtsrats gemäß § 13 Abs. 5 der Satzung der METRO AG gezahlt. Vergütungsmultiplikatorenscroll
1
Bei mindestens zwei Sitzungen/Beschlussfassungen Die individuelle Höhe der festen und der erfolgsabhängigen Aufsichtsratsvergütung berücksichtigt den Arbeitsaufwand und die Verantwortung der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder aufgrund besonderer Aufgaben. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache, sein Stellvertreter sowie Ausschussvorsitzende erhalten je das Doppelte und die sonstigen Mitglieder der Ausschüsse je das Eineinhalbfache der Vergütungen eines ordentlichen Mitglieds des Aufsichtsrats. Die Vergütung für eine Mitgliedschaft oder den Vorsitz in einem Ausschuss wird nur gezahlt, wenn mindestens zwei Sitzungen oder sonstige Beschlussfassungen dieses Ausschusses im jeweiligen Geschäftsjahr stattgefunden haben. Wenn ein Mitglied des Aufsichtsrats zur gleichen Zeit mehrere Ämter innehat, erhält es die Vergütung nur für ein Amt, bei unterschiedlicher Vergütung für das am höchsten vergütete Amt. Individuell ergeben sich für das Rumpfgeschäftsjahr 2013 folgende Werte: Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder für das Rumpfgeschäftsjahr 2013 gemäß § 13 der Satzung1scroll
1
Jeweils zuzüglich gegebenenfalls anfallender
Umsatzsteuer gemäß § 13 Abs. 5 der Satzung Die Mitgliedschaften im Vermittlungsausschuss des Aufsichtsrats wurden im Rumpfgeschäftsjahr 2013 nicht vergütet. Für Aufsichtsratsmandate bei Konzerngesellschaften wurden einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats der METRO AG durch die Konzerngesellschaften für das Rumpfgeschäftsjahr 2013 ebenfalls Vergütungen gewährt. Konzerninterne Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Rumpfgeschäftsjahr 20131scroll
1
Jeweils zuzüglich Umsatzsteuer In den Angaben nicht enthalten sind Vergütungsansprüche eines Aufsichtsratsmitglieds aus konzerninternen Aufsichtsratsmandaten, auf deren Auszahlung das Mitglied verzichtet hat. Darüber hinaus wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats von Gesellschaften der METRO GROUP keine Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, im Sinne von Ziffer 5.4.6 Deutscher Corporate Governance Kodex gewährt. Ausblick: Umstellung der Aufsichtsratsvergütung auf eine reine FixvergütungDie Hauptversammlung 2013 hat auf Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats der METRO AG beschlossen, die Aufsichtsratsvergütung auf ein reines Fixum umzustellen. Ab dem Geschäftsjahr 2013/14 (1. Oktober 2013 bis 30. September 2014) wird keine variable Vergütung mehr gezahlt. Die künftige feste jährliche Vergütung beträgt für ein einfaches Mitglied des Aufsichtsrats 65.000 €. 10. Angaben gemäß § 315 Abs. 4 und § 289 Abs. 4 HGB sowie erläuternder Bericht des VorstandsZusammensetzung des Kapitals (§ 315 Abs. 4 Nr. 1 und § 289 Abs. 4 Nr. 1 HGB)Das Grundkapital der METRO AG zum 30. September 2013 beträgt 835.419.052,27 € und ist eingeteilt in 324.109.563 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien (anteiliger Wert am Grundkapital: 828.572.941 €, 99,18 Prozent) sowie 2.677.966 Stück auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien (anteiliger Wert am Grundkapital: 6.846.111 €, 0,82 Prozent). Der anteilige Wert je Aktie am Grundkapital beträgt rund 2,56 €. Jede Stammaktie gewährt eine Stimme. Stammaktien berechtigen darüber hinaus dazu, Dividenden zu erhalten. Im Unterschied zu den Stammaktien gewähren Vorzugsaktien grundsätzlich kein Stimmrecht und sind mit einem Gewinnvorzug gemäß § 21 der Satzung der METRO AG ausgestattet. Hierin heißt es: „(1) Die Inhaber von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht erhalten aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine Vorzugsdividende von 0,17 Euro je Vorzugsaktie. (2) Reicht der verteilbare Bilanzgewinn in einem Geschäftsjahr zur Zahlung der Vorzugsdividende nicht aus, so ist der Rückstand ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachzuzahlen, daß die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. (3) Nach Ausschüttung der Vorzugsdividende erhalten die Inhaber von Stammaktien eine Dividende von 0,17 Euro je Stammaktie. Danach wird an die Inhaber von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht eine nicht nachzahlbare Mehrdividende von 0,06 Euro je Vorzugsaktie gezahlt. Die Mehrdividende beträgt 10 vom Hundert der unter Berücksichtigung von Absatz 4 an die Inhaber von Stammaktien gezahlten Dividende, wenn diese 1,02 Euro je Stammaktie erreicht oder übersteigt. (4) An einer weiteren Gewinnausschüttung nehmen die Inhaber von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht und die Inhaber von Stammaktien entsprechend ihren Anteilen am Grundkapital gleichberechtigt teil." Weitere mit den Stamm- und Vorzugsaktien verbundene Rechte sind insbesondere das Recht auf Teilnahme an der Hauptversammlung (§ 118 Abs. 1 AktG), das Auskunftsrecht (§ 131 AktG) sowie das Recht auf Erhebung einer Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage (§§ 245 Nr. 1-3, 246, 249 AktG). Neben dem angesprochenen Recht auf Erhalt einer Dividende besteht für die Aktionäre grundsätzlich ein Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen (§ 186 Abs. 1 AktG); sie haben zudem Ansprüche auf den Liquidationserlös nach Auflösung der Gesellschaft (§ 271 AktG) sowie auf Abfindung und Ausgleich bei bestimmten Strukturmaßnahmen, insbesondere nach den §§ 304 ff., 320 b, 327 b AktG. Stimmrechtsrelevante Beschränkungen (§ 315 Abs. 4 Nr. 2 und § 289 Abs. 4 Nr. 2 HGB)Nach Kenntnis des Vorstands bestehen folgende Vereinbarungen, die als Beschränkungen im Sinne von § 315 Abs. 4 Nr. 2 und § 289 Abs. 4 Nr. 2 HGB angesehen werden können: Zwischen der BVG Beteiligungs- und Vermögensverwaltung GmbH, der Franz Haniel & Cie. GmbH, der Haniel Finance B. V., der Haniel Finance Deutschland GmbH, der METRO Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG, der METRO Vermögensverwaltung GmbH, der 1. HSB Beteiligungsverwaltung GmbH & Co. KG sowie der 1. HSB Verwaltung GmbH besteht eine Vereinbarung zur Koordination der Ausübung der Stimmrechte aus Aktien der METRO AG. Ferner besteht zwischen der BVG Beteiligungs- und Vermögensverwaltung GmbH, der Franz Haniel & Cie. GmbH, der Haniel Finance Deutschland GmbH und der Haniel Finance B. V. eine Vereinbarung mit dem Zweck der einheitlichen Interessenwahrnehmung aus den den Gesellschafterstämmen Haniel und Schmidt-Ruthenbeck wirtschaftlich zuzurechnenden Aktien der METRO AG. Schließlich besteht zwischen der Otto Beisheim Betriebs GmbH, der Otto Beisheim Holding GmbH und der OB Beteiligungsgesellschaft mbH ein Pool-Vertrag, in den die von der Otto Beisheim Holding GmbH und der OB Beteiligungsgesellschaft mbH gehaltenen Aktien der METRO AG einbezogen sind. Daneben können auch gesetzliche Beschränkungen des Stimmrechts, etwa gemäß § 136 AktG oder, sofern die Gesellschaft eigene Aktien halten sollte, gemäß § 71 b AktG, bestehen. Beteiligungen am Kapital (§ 315 Abs. 4 Nr. 3 und § 289 Abs. 4 Nr. 3 HGB)Es bestehen die folgenden direkten und indirekten (gemäß § 22 WpHG) Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten: scroll
Die obigen Angaben basieren insbesondere auf den Mitteilungen nach § 21 WpHG, die die METRO AG erhalten und veröffentlicht hat. - Durch die METRO AG veröffentlichte Stimmrechtsmitteilungen sind auf der Website www.metrogroup.de unter der Rubrik Investor Relations abrufbar.Inhaber von Aktien mit Sonderrechten sowie Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind (§ 315 Abs. 4 Nr. 4 und 5 und § 289 Abs. 4 Nr. 4 und 5 HGB)Aktien mit Sonderrechten gemäß § 315 Abs. 4 Nr. 4 und § 289 Abs. 4 Nr. 4 HGB hat die Gesellschaft nicht ausgegeben. Arbeitnehmer sind nicht im Sinne von § 315 Abs. 4 Nr. 5 und § 289 Abs. 4 Nr. 5 HGB am Kapital beteiligt. Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung des Vorstands und Änderung der Satzung (§ 315 Abs. 4 Nr. 6 und § 289 Abs. 4 Nr. 6 HGB)Für die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der METRO AG sind die §§ 84, 85 AktG und §§ 30, 31, 33 MitbestG maßgebend. Ergänzend regelt § 5 der Satzung der METRO AG, dass der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern besteht und im Übrigen der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt. Änderungen der Satzung der METRO AG bestimmen sich grundsätzlich nach den §§ 179, 181, 133 AktG. Daneben gibt es zahlreiche weitere Vorschriften des Aktiengesetzes, die im Fall einer Satzungsregelung zur Anwendung gelangen können und die vorgenannten Vorschriften modifizieren oder verdrängen, zum Beispiel die §§ 182 ff. AktG bei Kapitalerhöhungen, die §§ 222 ff. AktG bei Kapitalherabsetzungen oder aber § 262 AktG für die Auflösung der AG. Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, können gemäß § 14 der Satzung der METRO AG ohne Beschluss der Hauptversammlung durch den Aufsichtsrat beschlossen werden. Befugnisse des Vorstands (§ 315 Abs. 4 Nr. 7 und § 289 Abs. 4 Nr. 7 HGB)Befugnisse zur Ausgabe neuer AktienDie Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Mai 2017 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Geldoder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, höchstens jedoch um bis zu 325.000.000 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Dabei haben die Aktionäre grundsätzlich ein Bezugsrecht. Die neuen Aktien können auch von durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in den folgenden Fällen auszuschließen: - zum Ausgleich von Spitzenbeträgen; - sofern die Aktien gegen Sacheinlagen zum Zwecke von Unternehmenszusammenschlüssen oder des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Anteilen an Unternehmen ausgegeben werden; - bei Kapitalerhöhungen gegen Geldeinlagen, soweit es erforderlich ist, um den Inhabern der von der METRO AG oder von Konzerngesellschaften, an denen die METRO AG unmittelbar oder mittelbar zu mindestens 90 Prozent beteiligt ist, begebenen Options- oder Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Stammaktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- oder Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Options- oder Wandlungspflicht zustehen würde; - bei Kapitalerhöhungen gegen Geldeinlagen, wenn der Nennbetrag dieser Kapitalerhöhungen insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals nicht übersteigt und jeweils der Ausgabepreis der neuen Stammaktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Stammaktien der Gesellschaft mit gleicher Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet. Die Höchstgrenze von 10 Prozent des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals (i) unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG als eigene Aktien verwendet oder veräußert werden oder (ii) aus bedingtem Kapital zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die ihrerseits ohne Bezugsrecht in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG begeben wurden oder werden, ausgegeben werden. Die gemäß dem vorstehenden Satz verminderte Höchstgrenze wird mit Wirksamwerden einer nach der Verminderung von der Hauptversammlung beschlossenen neuen Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG wieder erhöht, soweit die neue Ermächtigung reicht, höchstens aber bis zu 10 Prozent des Grundkapitals. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhungen festzulegen. Das genehmigte Kapital I wurde bisher nicht ausgenutzt. Es bestehen derzeit auch keine konkreten Pläne, von der Ermächtigung Gebrauch zu machen. Befugnisse zur Ausgabe von Options-und/oder WandelschuldverschreibungenDie Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 4. Mai 2015 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Options- oder Wandelschuldverschreibungen (zusammen „Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.500.000.000 € auszugeben und den Inhabern von Optionsschuldverschreibungen Optionsrechte oder -pflichten und den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten für auf den Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 127.825.000 € nach näherer Maßgabe der Options- oder Wandelanleihebedingungen zu gewähren oder aufzuerlegen. Im Zusammenhang mit dieser Ermächtigung besteht ein bedingtes Kapital in Höhe von bis zu 127.825.000 €. Die Schuldverschreibungen können auch durch eine Konzerngesellschaft der METRO AG im Sinne von § 18 AktG ausgegeben werden, an der die METRO AG unmittelbar oder mittelbar zu mindestens 90 Prozent beteiligt ist. Für diesen Fall wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Gesellschaft die Garantie für diese Schuldverschreibungen zu übernehmen und deren Inhabern Options- oder Wandlungsrechte oder -pflichten auf auf den Inhaber lautende Stammaktien der METRO AG zu gewähren oder aufzuerlegen. Das gesetzliche Bezugsrecht wird den Aktionären in der Weise eingeräumt, dass die Schuldverschreibungen von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Werden Schuldverschreibungen von einer Konzerngesellschaft der METRO AG im Sinne von § 18 AktG ausgegeben, an der die METRO AG unmittelbar oder mittelbar zu mindestens 90 Prozent beteiligt ist, hat die Gesellschaft die Gewährung des gesetzlichen Bezugsrechts für die Aktionäre der METRO AG nach Maßgabe des vorstehenden Satzes sicherzustellen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und das Bezugsrecht auch insoweit auszuschließen, wie es erforderlich ist, damit denjenigen, denen bereits zuvor ausgegebene Options- oder Wandlungsrechte oder -pflichten zustehen oder auferlegt sind, ein Bezugsrecht in dem Umfang eingeräumt werden kann, wie es ihnen nach Ausübung des Options- oder Wandlungsrechts oder bei Erfüllung der Options- oder Wandlungspflicht als Aktionär zustehen würde. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auf gegen Barzahlung ausgegebene Schuldverschreibungen, die mit Options- oder Wandlungsrecht oder Options- oder Wandlungspflicht ausgegeben werden, vollständig auszuschließen, sofern der Vorstand nach pflichtgemäßer Prüfung zu der Auffassung gelangt, dass der Ausgabepreis der Schuldverschreibungen ihren nach anerkannten, insbesondere finanzmathematischen Methoden ermittelten hypothetischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts gilt für Schuldverschreibungen, die mit einem Options- oder Wandlungsrecht oder -pflicht ausgegeben werden, mit einem Options- oder Wandlungsrecht oder -pflicht auf Stammaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals, der insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals nicht übersteigen darf, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung. Auf die vorgenannte 10-Prozent-Grenze werden (i) sowohl neue Stammaktien angerechnet, die aus einem genehmigten Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zur nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG bezugsrechtsfreien Ausgabe der Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder -pflicht ausgegeben werden, (ii) als auch solche Stammaktien, die aufgrund einer Ermächtigung der Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben und gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zur nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG bezugsrechtsfreien Ausgabe der Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder -pflicht unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert werden. Im Fall der Begebung von Schuldverschreibungen, die ein Options- oder Wandlungsrecht gewähren oder eine Options- oder Wandlungspflicht begründen, bestimmt sich der Options- oder Wandlungspreis nach den Regelungen in § 4 Abs. 8 der Satzung der METRO AG. Bei mit Options- oder Wandlungsrechten oder -pflichten verbundenen Schuldverschreibungen kann der Options- oder Wandlungspreis im Fall der wirtschaftlichen Verwässerung des Werts der Options- oder Wandlungsrechte oder -pflichten nach näherer Bestimmung der Schuldverschreibungen wertwahrend angepasst werden, soweit die Anpassung nicht schon durch ein Gesetz geregelt ist. Die Bedingungen der Schuldverschreibungen können darüber hinaus für den Fall der Kapitalherabsetzung oder anderer außerordentlicher Maßnahmen oder Ereignisse (zum Beispiel ungewöhnlich hohe Dividenden, Kontrollerlangung durch Dritte) eine Anpassung der Options- oder Wandlungsrechte oder -pflichten vorsehen. Bei einer Kontrollerlangung durch Dritte kann eine marktübliche Anpassung des Options- oder Wandlungspreises vorgesehen werden. Ferner können die Bedingungen der Schuldverschreibungen vorsehen, dass das Umtauschverhältnis und/oder der Options- oder Wandlungspreis variabel sind und der Options- oder Wandlungspreis innerhalb einer festzulegenden Bandbreite in Abhängigkeit von der Entwicklung des Aktienkurses während der Laufzeit festgelegt wird. Der Mindestausgabebetrag nach den Regelungen in § 4 Abs. 8 der Satzung der METRO AG darf auch insoweit nicht unterschritten werden. Die Bedingungen der Schuldverschreibungen können das Recht der METRO AG vorsehen, im Fall der Wandlung oder Optionsausübung statt der Gewährung von Aktien einen Geldbetrag zu zahlen, der für die Anzahl der anderenfalls zu liefernden Aktien dem volumengewichteten Durchschnittskurs der Stammaktien der METRO AG im XETRA-Handel (oder in einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während eines vom Vorstand zu bestimmenden angemessenen Zeitraums von Tagen vor oder nach Erklärung der Wandlung oder der Optionsausübung entspricht. Die Bedingungen der Schuldverschreibungen können auch vorsehen, dass nach Wahl der METRO AG statt in neue Aktien aus bedingtem Kapital in bereits existierende Stammaktien der METRO AG oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft gewandelt oder das Optionsrecht oder die Optionspflicht durch Lieferung solcher Aktien erfüllt werden kann. Die Bedingungen der Schuldverschreibungen können auch eine Options- oder Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit (oder zu einem anderen Zeitpunkt) oder das Recht der METRO AG vorsehen, bei Endfälligkeit der mit einem Options- oder Wandlungsrecht verbundenen Schuldverschreibungen (dies umfasst auch eine Fälligkeit wegen Kündigung) den Gläubigern der Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der METRO AG oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zu gewähren. Der anteilige Betrag des Grundkapitals der bei Wandlung oder Optionsausübung auszugebenden Stammaktien der METRO AG darf den Nennbetrag der Schuldverschreibungen nicht übersteigen. §§ 9 Abs. 1, 199 Abs. 2 AktG sind zu beachten. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Schuldverschreibungen, insbesondere Zinssatz, Ausgabekurs, Laufzeit und Stückelung, Verwässerungsschutzbestimmungen sowie Options- oder Wandlungszeitraum zu bestimmen oder im Einvernehmen mit den Organen der die Schuldverschreibungen begebenden Konzerngesellschaft der METRO AG festzulegen. Die Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen wurde bisher nicht ausgenutzt und es bestehen derzeit auch keine konkreten Pläne, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen. Befugnisse zum Erwerb eigener AktienDie Gesellschaft ist ermächtigt, im Rahmen des § 71 AktG eigene Aktien zu erwerben. Aufgrund des § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG wurde die Gesellschaft mit Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2010 bis zum 4. Mai 2015 ermächtigt, eigene Aktien, gleich welcher Gattung, zu erwerben. Die Ermächtigung ist auf den Erwerb von Aktien beschränkt, auf die insgesamt ein anteiliger Betrag von höchstens 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals entfällt. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien kann ganz oder teilweise, in letzterem Fall auch mehrmals, ausgeübt werden. Sie kann auch zum Erwerb lediglich von Stammaktien oder lediglich von Vorzugsaktien ausgeübt werden. Der Erwerb kann über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erfolgen; dabei enthält die Ermächtigung Vorgaben hinsichtlich des Erwerbspreises und des Vorgehens bei Überzeichnung eines öffentlichen Kaufangebots. Der Vorstand ist ermächtigt, die aufgrund der vorgenannten Ermächtigung oder aufgrund einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen Aktien der Gesellschaft neben der Veräußerung über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats zu folgenden Zwecken zu verwenden: - Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind, wobei die Ermächtigung Vorgaben hinsichtlich des Einführungspreises enthält; - Übertragung von Aktien der Gesellschaft an Dritte im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen; - Einziehung von Aktien der Gesellschaft, ohne dass die Einziehung und die Durchführung der Einziehung eines weiteren Beschlusses der Hauptversammlung bedarf. Die Einziehung kann auch ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft erfolgen. Der Vorstand wird in diesem Fall zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt; - Veräußerung von Aktien der Gesellschaft in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre, sofern die Veräußerung gegen Barzahlung und zu einem Preis erfolgt, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft mit gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung ist beschränkt auf die Veräußerung von Aktien, auf die insgesamt ein anteiliger Betrag von höchstens 10 Prozent des Grundkapitals entfällt. Die Höchstgrenze von 10 Prozent des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt, die (i) während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben wurden oder die (ii) zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder einer Options- oder Wandlungspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben wurden; - Lieferung von Aktien an die Inhaber von Options- oder Wandelschuldverschreibungen der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften gemäß den Options- oder Wandelanleihebedingungen; dies gilt auch für die Lieferung von Aktien aufgrund der Ausübung von Bezugsrechten, die bei einer Veräußerung eigener Aktien durch Angebot an alle Aktionäre den Inhabern von Options- oder Wandelschuldverschreibungen der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften in dem Umfang gewährt werden dürfen, in dem die Inhaber der Options- oder Wandelschuldverschreibungen nach Ausübung des Options- oder Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Options- oder Wandlungspflicht ein Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft hätten. Insgesamt darf auf die aufgrund dieser Ermächtigung übertragenen Aktien ein anteiliger Betrag von höchstens 10 Prozent des Grundkapitals entfallen. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung zum Zeitpunkt der Verwendung ausgegeben oder veräußert wurden. Die vorgenannten Ermächtigungen zur Verwendung eigener Aktien können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden. Eigene Aktien, die zur Absicherung von Verpflichtungen unter dem Performance Share Plan 2009 aufgrund der vorgenannten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien erworben wurden, können ausschließlich über die Börse veräußert werden. Bei Verwendung eigener Aktien gemäß den vorgenannten Ermächtigungen mit Ausnahme der Ermächtigung zur Einziehung von Aktien wird das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bisher nicht ausgenutzt und es bestehen derzeit auch keine konkreten Pläne, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen (§ 315 Abs. 4 Nr. 8 und § 289 Abs. 4 Nr. 8 HGB)Die METRO AG ist zurzeit als Kreditnehmerin an zwei Konsortialkreditverträgen beteiligt, die im Falle eines Kontrollwechsels durch die Kreditgeber kündbar sind, sofern zusätzlich und als Folge des Kontrollwechsels das Kredit-Rating der METRO AG in einer vertraglich festgelegten Weise fällt. Erste Voraussetzung eines Kontrollwechsels ist, dass die Aktionäre, die die METRO AG zum Zeitpunkt des jeweiligen Vertragsschlusses kontrolliert haben, diese Kontrolle verlieren. Zweite Voraussetzung ist die Erlangung der Kontrolle über die METRO AG durch eine oder mehrere Parteien. Nur wenn der Kontrollwechsel und infolgedessen das Fallen des Kredit-Ratings kumulativ eintreten, können die kreditgebenden Banken den Vertrag kündigen und einen herausgelegten Kredit zurückverlangen. Diese Regelungen sind in der beschriebenen Weise marktüblich und dienen dem Schutz der Gläubiger. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 wurden diese Kredite nicht in Anspruch genommen. Entschädigungsvereinbarungen bei Kontrollwechseln (§ 315 Abs. 4 Nr. 9 und § 289 Abs. 4 Nr. 9 HGB)Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen worden sind, bestehen nicht. 11. Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sowie erläuternder Bericht des VorstandsDas rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der METRO GROUP besteht aus Instrumenten und Maßnahmen, mit denen wir Risiken koordinieren, verhindern beziehungsweise rechtzeitig erkennen, bewerten und steuern. Der Bereich Corporate Accounting der METRO AG ist dafür verantwortlich, die Instrumente und Maßnahmen im Konzern umzusetzen. Die Gesamtverantwortung für alle Prozesse zur Erstellung des Konzern- beziehungsweise Jahresabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts der METRO AG liegt im Ressort des Finanzvorstands der METRO AG, Herrn Mark Frese. Die eigentliche Aufstellung der Abschlüsse sowie des zusammengefassten Lageberichts im rechtlichen Sinn obliegt jedoch dem Gesamtvorstand der METRO AG. Im Nachgang der Erstellung prüft der Abschlussprüfer die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und erteilt für den Konzern- beziehungsweise Jahresabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht einen Bestätigungsvermerk. Anschließend findet eine Erörterung und Prüfung durch den Aufsichtsrat der METRO AG statt. Bei dieser Aufsichtsratssitzung ist der Abschlussprüfer anwesend. Er berichtet über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und steht für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Sofern der Aufsichtsrat keine Einwendungen zu erheben hat, billigt er die Abschlüsse sowie den zusammengefassten Lagebericht. Der Jahresabschluss der METRO AG ist mit dieser Billigung auch festgestellt. Konzernweites RahmenwerkAufbauend auf dem Konzept „Internal Control - Integrated Framework" des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) hat der Bereich Corporate Accounting der METRO AG konzernweite Mindestvorgaben zur Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems für die METRO AG, die Vertriebslinien und die wesentlichen Servicegesellschaften gemacht. Durch diese Vorgaben soll insbesondere sichergestellt werden, dass die relevanten Rechnungslegungsvorschriften sowie die entsprechenden internen Richtlinien, zum Beispiel die IFRS-Bilanzierungsrichtlinie, eingehalten werden. Diese Vorgaben umfassen unter anderem das Kontrolldesign, die Kontrollausführung, die Überprüfung der Wirksamkeit der Kontrollen und die Berichterstattung über die Wirksamkeitsanalysen. - Kontrolldesign: Für elf Finanz- und Rechnungslegungsprozesse wurden im Rahmen eines Top-down-Ansatzes Risiken für wesentliche Fehler im Hinblick auf die Finanzberichterstattung identifiziert. Zudem hat der Bereich Corporate Accounting konzernweit verbindliche Kontrollziele vorgegeben, die die wesentlichen Konzerngesellschaften durch gesellschaftsspezifische Kontrollaktivitäten abdecken müssen. - Kontrollausführung: Die Ausführung dieser Kontrollen ist durch die Konzerngesellschaften zu dokumentieren. Dies schafft die Voraussetzung für eine unabhängige Überprüfung der Effektivität der Kontrollen durch den Bereich Group Internal Audit und den Abschlussprüfer. - Wirksamkeit der Kontrollen: Die wesentlichen Konzerngesellschaften sind verpflichtet, die Effektivität der Kontrollen jeweils im letzten Quartal eines Geschäftsjahres zu evaluieren (Selbsteinschätzung). Hierzu wird eine konzernweit einheitliche Methodik durch den Bereich Corporate Accounting vorgegeben. Außerdem ist die Wirksamkeit der Kontrollen Gegenstand der risikoorientierten, unabhängigen Prüfungen des Bereichs Group Internal Audit. - Berichterstattung: Die Ergebnisse der Selbsteinschätzungen sind in einem standardisierten Berichtsformat an den Bereich Corporate Accounting zu melden. Dabei sind die Konzerngesellschaften verpflichtet zu bestätigen, dass die Selbsteinschätzungen gemäß der vorgegebenen Methodik erfolgt sind. Neben den Kontrollaktivitäten umfasst die Berichterstattung auch Aussagen zu den übrigen vier Komponenten des COSO-Rahmenwerks: Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Information und Kommunikation sowie Überwachung. Die Einzelberichte der Gesellschaften werden von dem Bereich Corporate Accounting validiert und zu einem Gesamtbericht über das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem der METRO GROUP zusammengefasst. Dieser wird an das Governance, Risk, and Compliance Committee (GRCC) sowie den Vorstand der METRO AG berichtet. Im Folgenden werden die zentralen Vorgaben (zum Beispiel die IFRS-Bilanzierungsrichtlinie), die Rechnungslegungsprozesse, einzelne Kontrollen sowie die unabhängige Überprüfung durch den Bereich Group Internal Audit und den Abschlussprüfer näher erläutert. IFRS-BilanzierungsrichtlinieDie unterjährigen Konzernzwischenabschlüsse und der Konzernabschluss der METRO AG werden gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie die Europäische Kommission genehmigt hat. Mit einer konzernweit gültigen und von allen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften verpflichtend anzuwendenden IFRS-Bilanzierungsrichtlinie stellen wir für die gesamte METRO GROUP die einheitliche Bilanzierung im Einklang mit den IFRS sicher. Die Richtlinie erläutert den Konzerngesellschaften die Regelungen der IFRS und macht Vorgaben für die Bilanzierung. Die Geschäftsführung jedes Konzernunternehmens ist dazu verpflichtet, zu jeder Berichterstattung in einer entsprechenden Erklärung (Letter of Representation) zu bestätigen, dass die IFRS-Bilanzierungsrichtlinie eingehalten wurde. Die IFRS-Bilanzierungsrichtlinie deckt alle für die METRO AG relevanten IFRS ab und bezieht sich nicht nur auf bestimmte Bilanzierungssachverhalte. Für den Richtlinieninhalt ist der Bereich Corporate Accounting der METRO AG zuständig. Änderungen der IFRS fließen kontinuierlich in die IFRS-Bilanzierungsrichtlinie ein und werden allen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften mitgeteilt. Rechnungslegungsprozesse der in den Konzernabschluss einbezogenen UnternehmenDie Einzelabschlusserstellung der einbezogenen Unternehmen nach den IFRS für Konsolidierungszwecke erfolgt grundsätzlich in SAP-basierten Rechnungslegungssystemen (SAP-FI). Durch die organisatorische Trennung von Haupt- und Nebenbuchhaltungen, zum Beispiel Anlagenbuchhaltung, stellen wir zum einen die klare Zuständigkeit für die einzelnen Abschlusserstellungstätigkeiten sicher. Zum anderen ist eine Funktionstrennung gegeben, durch die Kontrollprozesse wie beispielsweise ein Vier-Augen-Prinzip gewährleistet sind. In diesen Systemen werden die Einzelabschlüsse eines Großteils der Konzernunternehmen unter Zugrundelegung eines zentral gepflegten Kontenplans nach einheitlichen Buchungsvorgaben erstellt. Die Zusammenführung der rechnungslegungsbezogenen Geschäftsdaten im Rahmen der Konzernberichterstattung erfolgt durch ein zentrales, SAP-basiertes Konsolidierungssystem (SAP EC-CS), in das ausnahmslos alle konsolidierten Konzernunternehmen der METRO GROUP eingebunden sind. In diesem System ist ein einheitlicher Kontenplan hinterlegt, der von allen einbezogenen Unternehmen unter Berücksichtigung der IFRS-Bilanzierungsrichtlinie anzuwenden ist. Die Kontenpläne für die IFRS-Einzelabschlüsse und den Konzernabschluss sind miteinander verknüpft. Außer aus der Nichteinhaltung von Bilanzierungsregeln können Risiken auch aus der Missachtung formaler Fristen und Termine entstehen. Zur Vermeidung dieser Risiken wie auch zur Dokumentation der im Rahmen der Einzel- und Konzernabschlusserstellung nach den IFRS zwingend durchzuführenden Arbeitsabläufe, deren zeitlicher Abfolge und der hierfür verantwortlichen Personen wurde ein onlinebasiertes Planungswerkzeug eingeführt. Mit diesem werden die Arbeitsabläufe zur Einzel- und Konzernabschlusserstellung nach den IFRS inhaltlich und zeitlich überwacht. Somit ist für übergeordnete Konzerneinheiten die Statusverfolgung sichergestellt, um Risiken frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen. Das Planungswerkzeug gliedert den Erstellungsprozess des Einzelabschlusses in wesentliche Meilensteine, die wiederum in einzelne Aktivitäten unterteilt sind. Inhaltlich orientieren sich diese Meilensteine und Aktivitäten an der IFRS-Bilanzierungsrichtlinie der METRO GROUP und spiegeln somit ihre Umsetzung wider. Die darüber hinaus für Zwecke der Strukturierung und Koordination der Konzernabschlusserstellung im Planungswerkzeug zentral vorgegebenen Termine und Meilensteine überwacht der Bereich Corporate Accounting der METRO AG hinsichtlich ihrer Einhaltung. Die Terminierung und Kontrolle der notwendigen Meilensteine und Aktivitäten im Rahmen der Einzelabschlusserstellung liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der jeweiligen Einzelgesellschaft. Im Anschluss an die Übertragung der Einzelabschlussdaten nach den IFRS in das SAP-basierte Konsolidierungssystem werden die Daten dort einer automatisierten Plausibilitätsprüfung vor dem Hintergrund rechnungswesenspezifischer Zusammenhänge und Abhängigkeiten unterzogen. Sollte das System im Rahmen dieser Validierungen Fehler- oder Warnmeldungen erzeugen, sind diese vom Einzelabschlussverantwortlichen vor Weitergabe der Daten an die Konsolidierungsstelle entsprechend zu bearbeiten. Ein weiteres Kontrollinstrument stellt der von allen wesentlichen Konzernunternehmen anlässlich der Einzelabschlusserstellung an die METRO AG weiterzuleitende Report dar, in dem die wesentlichen Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung den Werten der Vorperiode gegenübergestellt und kommentiert werden. Um die Sicherheit der Informationstechnik (IT) zu gewährleisten, sind Zugriffsregelungen in den rechnungslegungsbezogenen EDV-Systemen (SAP-FI) definiert. Jedes in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen unterliegt den Regeln der IT-Sicherheit, die in einer entsprechenden Richtlinie zusammengefasst sind und deren Einhaltung der Bereich Group Internal Audit der METRO AG konzernweit überwacht. Dadurch wird sichergestellt, dass die Nutzer der Systeme nur auf die Informationen und Systeme Zugriff haben, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen. Rechnungslegungsprozesse im Rahmen der KonsolidierungDas Planungswerkzeug gliedert den Prozess der Konzernabschlusserstellung ebenfalls in wesentliche Meilensteine, Aktivitäten und Termine. Hierbei stellen unter anderem auch die abzuarbeitenden typischen Konsolidierungsschritte - darunter zum Beispiel die Umsatzeliminierung, Aufwands- und Ertrags-, Schulden- und Kapitalkonsolidierung - spezifische Meilensteine zur Erstellung des Konzernabschlusses dar. Die personellen Verantwortlichkeiten für die oben genannten Konsolidierungsschritte sind unter Berücksichtigung einer Vertretungsregelung dokumentiert. Unterstützende Tätigkeiten im Umfeld des Erstellungsprozesses für den Konzernabschluss werden auch von externen Dienstleistungsunternehmen ausgeführt. Diese Dienstleistungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Bewertung von Immobilien, Pensionsverpflichtungen sowie aktienorientierten Vergütungen. Die zur Erstellung des Konzernabschlusses durchzuführenden Konsolidierungsschritte werden diversen systemtechnischen wie auch manuellen Kontrollen unterzogen. Für die Konsolidierungsmaßnahmen gelten die gleichen automatisierten Plausibilitätsprüfungen (Validierungen) wie für die Einzelabschlussdaten. Weitere Kontrollmechanismen auf Konzernebene sind Soll-Ist-Vergleiche sowie Analysen der inhaltlichen Zusammensetzung und von Veränderungen der einzelnen Positionen in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Bereich Group Internal Audit der METRO AG prüft regelmäßig, ob interne Kontrollen über den Erstellungs- und Buchungsprozess im Rahmen der Konzernabschlusserstellung eingehalten werden. Zur Gewährleistung der Einhaltung von Regeln der IT-Sicherheit sind Zugriffsregelungen im Konsolidierungssystem SAP EC-CS in Kraft gesetzt (Schreib- und Leseberechtigungen). Die Berechtigungen zur Nutzung des Konsolidierungssystems werden zentral bei der METRO AG verwaltet. Die Freigabe erfolgt nur durch die Bereiche Corporate Accounting und Corporate Planning & Controlling und stellt sicher, dass der Nutzer nur Zugriff auf die Daten hat, die er zur Erfüllung seiner Aufgaben benötigt. Unabhängige Prüfung/KontrolleGroup Internal Audit (Konzernrevision)Der Bereich Group Internal Audit der METRO AG erbringt unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungsleistungen in der METRO GROUP und unterstützt den Vorstand der METRO AG und die Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften durch die potenzialorientierte Bewertung der wesentlichen Führungs- und Geschäftsprozesse dabei, ihre Ziele zu erreichen. In Abstimmung mit dem Vorstand und den Konzerngesellschaften entwickelt der Bereich Group Internal Audit einen risikoorientierten jährlichen Prüfungs- und Projektplan. Auf Basis der beschriebenen Grundsätze nimmt der Bereich Group Internal Audit unabhängige Prüfungen der Kontrollen der Abschlusserstellungsprozesse, der Anwendung der IFRS-Bilanzierungsrichtlinie und der Konzernrechnungslegungsprozesse innerhalb der METRO GROUP vor. Hierbei werden im Rahmen der risikoorientierten Jahresrevisionsplanung Schwerpunktthemen definiert. Externe PrüfungDer Abschlussprüfer des Konzernabschlusses prüft die IFRS-Bilanzierungsrichtlinie und stellt sie den Abschlussprüfern der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften zur Verfügung. Diese wiederum bestätigen die vollständige Anwendung der IFRS-Bilanzierungsrichtlinie durch die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften. Darüber hinaus prüfen und kontrollieren die jeweiligen Wirtschaftsprüfer sowohl die von den wesentlichen Konzerngesellschaften für Konsolidierungszwecke erstellten Einzelabschlüsse nach den IFRS als auch den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht der METRO AG daraufhin, ob die anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften sowie weitere relevante Vorschriften eingehalten wurden. Dabei unterziehen sie den Konzernzwischenabschluss zum Halbjahr einer prüferischen Durchsicht und prüfen den Konzernabschluss zum Jahresende. Die abschließende prüferische Beurteilung des Konzernabschlusses wird in Form eines Bestätigungsvermerks im Geschäftsbericht veröffentlicht. 12. Risiko- und ChancenberichtRisiko- und ChancenmanagementsystemIn einem dynamischen Marktumfeld ist es eine grundlegende unternehmerische Aufgabe, Chancen frühzeitig zu erkennen und zu nutzen. Dies ist die Voraussetzung für den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens. Die METRO GROUP ist zudem regelmäßig Risiken ausgesetzt, die das Erreichen ihrer kurz- und mittelfristigen Ziele oder die Umsetzung langfristiger Strategien erschweren können. Zum Teil müssen wir beherrschbare Risiken sogar bewusst eingehen, um Chancen gezielt nutzen zu können. Als Risiken verstehen wir aus der Ungewissheit über zukünftige Entwicklungen resultierende interne oder externe Ereignisse, die sich negativ auf die Erreichung der Unternehmensziele auswirken können. Chancen definieren wir als mögliche Erfolge, die über die festgelegten Ziele hinausgehen und unsere Geschäftsentwicklung auf diese Weise begünstigen können. Risiken und Chancen sind für uns untrennbar miteinander verbunden. So können beispielsweise Risiken aus verpassten oder nur schlecht genutzten Chancen entstehen. Umgekehrt ist etwa die Wahrnehmung von Chancen in dynamischen Wachstumsmärkten oder neuen Geschäftsfeldern stets mit Risiken verbunden. In diesem Sinne verstehen wir unser Risiko- und Chancenmanagement als ein Instrument, das uns dabei unterstützt, die Unternehmensziele zu erreichen. Es ist ein systematischer, den Konzern umfassender Prozess. Er unterstützt das Management dabei, Risiken und Chancen zu identifizieren, zu klassifizieren und zu steuern. Risiko- und Chancenmanagement bilden somit eine Einheit. Das Risikomanagement macht Entwicklungen und Ereignisse, die sich negativ auf die Erreichung unserer Geschäftsziele auswirken können, frühzeitig transparent und analysiert ihre Auswirkungen. So können wir gezielt und zeitnah geeignete Maßnahmen zur Bewältigung einleiten. Gleichzeitig eröffnet uns dieser Prognoseprozess die Möglichkeit, sich ergebende Chancen gezielt zu nutzen. Zentrale Steuerung und effiziente OrganisationZuständigkeiten und Verantwortlichkeiten für das Risiko- und Chancenmanagement sind im Konzern eindeutig geregelt und spiegeln die Unternehmensstruktur der METRO GROUP wider. Wir verbinden die zentrale Konzernsteuerung durch die Management-Holding METRO AG mit der dezentralen Verantwortung der Vertriebslinien für das operative Geschäft. Dem Vorstand der METRO AG obliegt die Verantwortung und rechtliche Verpflichtung, ein Governance-System für die METRO GROUP zu organisieren. Das Risikomanagement-, das interne Kontroll- und das Compliance-Managementsystem sowie die interne Revision verstehen wir als Teilsysteme des Governance, Risiko und Compliance-Systems (kurz GRC-System). Diese Organisation orientiert sich an den in § 107 Abs. 3 AktG sowie im Deutschen Corporate Governance Kodex benannten Governance-Teilsystemen. Mit Wirkung zum 1. Juli 2013 hat der Vorstand der METRO AG eine Richtlinie für „Governance, Risiko und Compliance" erlassen, in der die Grundprinzipien des GRC-Systems geregelt und dokumentiert werden. Ziel ist es, die Transparenz von Strukturen und Prozessen zu erhöhen sowie die Teilsysteme ablauforganisatorisch zu harmonisieren. Die Richtlinie bildet den verbindlichen Rahmen für bestehende oder künftige Regelungen der GRC-Teilsysteme. Auf dieser Basis wollen wir die Effizienz des GRC-Systems innerhalb der METRO GROUP insgesamt erhöhen und die Wirksamkeit der GRC-Teilsysteme kontinuierlich verbessern. Im Konzernkomitee für Governance, Risiken und Compliance unter gemeinsamer Leitung des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands der METRO AG erfolgt regelmäßig ein Austausch über die Methodenharmonisierungen der GRC-Teilsysteme und über die aktuelle Risiko- und Chancensituation. Ständige Mitglieder sind Vertreter der Konzernbereiche Corporate Accounting (einschließlich Corporate Risk Management und Internal Control Finance), Corporate Planning & Controlling, Corporate Legal Affairs & Compliance (einschließlich Internal Control Operations), Group Internal Audit, Corporate Group Strategy/M&A sowie der Group Finance Director. RisikomanagementDer Vorstand der METRO AG sorgt für die Effektivität des Risikomanagementsystems als Teil des GRC-Systems. Die Verantwortung für die Identifikation, die Bewertung und das Management der Risiken liegt bei den Vertriebslinien und Konzerngesellschaften. Zentrale Elemente der internen Überwachung sind die Selbsteinschätzung der Wirksamkeit durch die Geschäftsführung der Konzerngesellschaften sowie die Prüfung der Effektivität durch die interne Revision. Der Aufsichtsrat der METRO AG überwacht ebenfalls die Effektivität des Risikomanagements. Gemäß den Vorschriften des KonTraG (Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich) unterzieht der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem als Teil des Risikomanagementsystems einer periodischen Beurteilung. Das Ergebnis dieser Prüfung legt er Vorstand und Aufsichtsrat vor. Das Mandat für die Aufrechterhaltung und Entwicklung des Risikomanagementsystems der METRO GROUP obliegt der Abteilung Risk Management innerhalb des Bereichs Corporate Accounting der METRO AG. Ansatz, Methoden und Standards des Risikomanagements legt der Risikobeauftragte der METRO GROUP fest. Er koordiniert den zugrunde liegenden Prozess. In diesem Zusammenhang informiert er den Vorstand der METRO AG zeitnah und kontinuierlich über wesentliche Entwicklungen im Risikomanagement, stellt den Informationsaustausch innerhalb der METRO GROUP sicher und unterstützt die Weiterentwicklung des Risikomanagements in sämtlichen Vertriebslinien und Konzernbereichen. Das Risikomanagementsystem ist als Regelkreislauf organisiert. Damit stellen wir die Wirksamkeit des Designs im Hinblick auf die definierten Regeln zum Risikomanagement sicher. Des Weiteren können wir auf diese Weise eine wirksame Umsetzung sowie die kontinuierliche Verbesserung des Systems auf Basis der erzielten Ergebnisse und gemachten Erfahrungen gewährleisten. Risikomanagement als Regelkreislauf![]() ChancenmanagementDie systematische Identifikation und Kommunikation von Chancen ist integraler Bestandteil des Steuerungs- und Controllingsystems der METRO GROUP. Bei Chancen kann es sich um interne oder externe Ereignisse und Entwicklungen handeln, die unsere Geschäftsentwicklung positiv beeinflussen können. Grundsätzlich streben wir ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken an. Wir führen makroökonomische Untersuchungen durch und werten Markt-, Wettbewerbs- sowie Standortanalysen aus. Zudem befassen wir uns mit den kritischen Erfolgsfaktoren und relevanten Kostentreibern unseres Unternehmens. Die daraus abgeleiteten Markt- und Geschäftschancen sowie Effizienzsteigerungspotenziale konkretisiert der Vorstand der METRO AG im Rahmen der strategischen sowie der kurz- und mittelfristigen Planung. Dazu sucht er den engen Austausch mit dem Management der Vertriebslinien, Konzerngesellschaften und zentralen Holdingeinheiten. Als Unternehmen verfolgen wir bei diesem Prozess insbesondere markt- und kundengetriebene Geschäftsansätze. Die Elemente unserer Strategie des profitablen Wachstums überprüfen wir laufend. BerichtswesenZentrales Element der internen Chancen- und Risikokommunikation ist das Konzernberichtswesen. Es wird durch das Berichtswesen zum Chancen- und Risikomanagement ergänzt. Ziel ist es, die strukturierte und kontinuierliche Auseinandersetzung mit Risiken und Chancen zu ermöglichen und gemäß den gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen zu dokumentieren. Einmal im Jahr führen wir eine Risikoinventur durch, in deren Rahmen wir unternehmensweit alle wesentlichen Risiken systematisch erfassen, beschreiben und anhand quantitativer und qualitativer Indikatoren in den Dimensionen Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit nach einheitlichen Maßstäben bewerten. Die Ergebnisse der Risikoinventur sowie das Risikoportfolio werden regelmäßig aktualisiert. Die zentral fachlich verantwortlichen Risikokoordinatoren, etwa für Einkauf, Vertrieb oder administrative Funktionen, validieren die von den Vertriebslinien, Konzerngesellschaften und Zentralbereichen gemeldeten Ergebnisse. In einem zweiten Schritt fassen sie diese in einem funktionalen Risikoprofil mit detaillierter Beschreibung der wesentlichen Einzelrisiken zusammen. Für selektive Kategorien werden die Risikoprofile in direkter Interaktion zwischen Risikokoordinatoren und GRC-Komitee in einem dritten Schritt validiert und konkrete Handlungsmaßnahmen zur verbesserten Risikosteuerung abgeleitet. Darüber hinaus berücksichtigen wir die im Kontext des strategischen Planungsprozesses erstellten Analysen der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken (SWOT - Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats). Außerdem beziehen wir die Analysen der Berichte ein, die wir im Rahmen von Mittelfristplanungen und Hochrechnungen erstellen. Bei plötzlich auftretenden, gravierenden Risiken für unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nutzen wir ein Eilmeldesystem. In diesem Fall erhält der Vorstand der METRO AG direkt und unverzüglich alle notwendigen Informationen. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat beziehungsweise den Bilanz- und Prüfungsausschuss fortlaufend zum Risiko- und Chancenmanagement. Einmal im Jahr erhält der Aufsichtsrat einen ausführlichen schriftlichen Bericht über die Organisation und Ausrichtung des Risiko- und Chancenmanagements sowie die aktuelle Risiko- und Chancensituation. Im Berichtszeitraum haben wir erstmals ein übergreifendes Risiko- und Chancenportfolio für die METRO GROUP erstellt, das zusätzlich die Erkenntnisse aus dem internen Kontroll- und aus dem Compliance-Managementsystem, dem Chancen-Managementsystem sowie aus der internen Revision berücksichtigt. Diese Aufstellung ermöglicht uns eine verbesserte Gesamtbetrachtung der Risiko- und Chancensituation unseres Unternehmens. Der sogenannte GRC-Bericht beschreibt den Status quo und enthält Empfehlungen zur Risikosteuerung sowie Verbesserungsmaßnahmen mit Blick auf die Wirksamkeit der GRC-Teilsysteme. Strikte Grundsätze für den Umgang mit RisikenUnternehmerische Risiken gehen wir grundsätzlich nur dann ein, wenn sie beherrschbar sind und aus den verbundenen Chancen eine angemessene Wertsteigerung des Unternehmens zu erwarten ist. Risiken, die mit den Kernprozessen des Groß- und Einzelhandels einhergehen, tragen wir selbst. Zu den Kernprozessen gehören: die Entwicklung und Umsetzung von Geschäftsmodellen, Standortentscheidungen sowie der Ein- und Verkauf von Waren und Dienstleistungen. Risiken aus unterstützenden Prozessen werden im Konzern gemindert oder, soweit sinnvoll, auf Dritte übertragen. Risiken, die sich weder auf Kernprozesse noch auf unterstützende Prozesse beziehen, gehen wir grundsätzlich nicht ein. Details des Risikomanagements klar definiertDer koordinierte Einsatz von Maßnahmen innerhalb des Risikomanagements ist dadurch gewährleistet, dass alle relevanten Fakten in Regelwerken zusammengestellt sind. Dazu zählen Satzungen und Geschäftsordnungen der Konzerngesellschaften, konzerninterne Richtlinien sowie die konzernweit gültige Risikorichtlinie der METRO GROUP. Sie umfasst Definitionen - zum Rahmenwerk (Begriffe, Grundstruktur, Strategie, Prinzipien), - zur Aufbauorganisation (Rollen und Verantwortlichkeiten, Risikoeinheiten), - zu Prozessen (Risikoidentifikation, -bewertung und -steuerung), - zur Risikoberichterstattung sowie - zur Überwachung und Kontrolle der Wirksamkeit des Risikomanagements. Das Rahmenwerk adressiert auf Basis des international anerkannten Standards COSO II die drei Ebenen des Risikomanagements: Unternehmensziele, Prozesse und Aufbauorganisation. Die erste Ebene des Risikomanagements bezieht sich auf die Bündelung (englisch: Cluster) der Unternehmensziele. Die METRO GROUP hat hierfür folgende Gruppierungen definiert: - Strategische Ziele mit Bezug auf die Sicherung der wirtschaftlichen Grundlagen für die Zukunft (englisch: Cluster Strategy) - Operative Ziele mit Bezug auf die Erreichung festgelegter operativer Kennzahlen (englisch: Cluster Operations) - Ziele für die Unternehmensführung mit Bezug auf die Einhaltung von Gesetzen, Normen, internen Richtlinien und Verfahrensbeschreibungen (englisch: Cluster Governance) - Ziele mit Bezug auf eine adäquate Vorbereitung zur Bewältigung von Ereignisrisiken wie Störfällen, Betriebsunterbrechungen und sonstigen krisenhaften Ereignissen (englisch: Cluster Events) Auf der zweiten Ebene des Risikomanagements - der Prozessebene - ist die Definition der Ziele gleichzeitig Ausgangspunkt der Risikobeschreibung. In diesem Kontext identifizieren, klassifizieren und steuern wir diejenigen Risiken, deren Eintritt die Erreichung unserer Ziele gefährden beziehungsweise verhindern würde. Grundsätzlich betrachten wir alle externen und internen Risiken. Daneben erfolgt entsprechend der Aufbauorganisation des Konzerns eine Zuordnung zu funktionalen Kategorien wie beispielsweise Einkauf, Vertrieb, Personal oder Immobilien. Grundsätzlich betrachten wir Risiken für einen prospektiven einjährigen Zeitraum, strategische Risiken decken mindestens den Zeithorizont der Mittelfristplanung (drei Jahre) ab. Sofern es wahrscheinlich ist, dass diese Risiken eintreten, haben wir sie in unsere Geschäftspläne und unseren Ausblick aufgenommen. RisikoklassifizierungSämtliche identifizierten Risiken klassifizieren wir nach einheitlichen Maßstäben anhand quantitativer und qualitativer Indikatoren in den Dimensionen Schadensausmaß (negative Auswirkungen bezogen auf unsere Unternehmensziele, wesentliche Kennziffer ist das EBIT) und Eintrittswahrscheinlichkeit (in Prozent). Bei der Bewertung des konzernrelevanten Schadensausmaßes unterscheiden wir nach drei Klassen: ≥ 50 Mio. €, ≥ 100 Mio. €, ≥ 500 Mio. €. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird in fünf Klassen aufgeteilt: gering (< 10 Prozent), unwahrscheinlich (≥ 10-25 Prozent), möglich (> 25-50 Prozent), wahrscheinlich (> 50-90 Prozent), hoch (> 90 Prozent). Alle Risiken werden mit ihrer möglichen Auswirkung zum Zeitpunkt der Risikoanalyse und vor eventuellen risikomindernden Maßnahmen bewertet (Darstellung der Bruttorisiken, das heißt vor Einleitung von Maßnahmen zur Risikobegrenzung). RisikoeinheitenAuf der Organisationsebene bestimmen wir die Unternehmenseinheiten, die in einem klar abgegrenzten Bereich dafür verantwortlich sind, die Ziele festzulegen und die Risiken zu identifizieren, zu klassifizieren und zu managen. Das Risikomanagement der METRO GROUP grenzt diese Bereiche kongruent zur Unternehmensorganisation über eigenständige Risikoeinheiten - in der Regel Gesellschaften - sowie funktional über Kategorien ab, die jeweils für eine bestimmte operative Funktion oder Verwaltungsaufgabe zuständig sind. Mit den Risikoeinheiten wird der gesamte Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses abgedeckt. Darstellung der RisikosituationDas gesamte Risikoportfolio der METRO GROUP haben wir Risikogruppen zugeordnet. Für den Berichtszeitraum hat der Vorstand der METRO AG neben den allgemeinen Risiken zwölf besonders relevante Risiken (Bruttorisiken) für die METRO GROUP identifiziert und bewertet, die in folgender Übersicht dargestellt sind: scroll
Diese zwölf besonders relevanten Risiken werden anhand des möglichen Schadensausmaßes (vor Risikobegrenzungsmaßnahmen) sowie der Eintrittswahrscheinlichkeit wie folgt eingeordnet: ![]() Kreisgröße = potenzielle Auswirkung![]() ErläuterungGering < 10 % Unwahrscheinlich ≥ 10-25 % Möglich> 25-50 % Wahrscheinlich> 50-90 % Hoch> 90 % Die Breite der Ringe visualisiert die zugrunde liegende Eintrittswahrscheinlichkeit. Nachfolgend erläutern wir die einzelnen Risikogruppen und wesentliche Steuerungsmaßnahmen sowie die zwölf besonders relevanten Risiken. Grundsätzlich sind alle Segmente des Konzerns betroffen. Bei spezifischen Themen sind die jeweiligen Geschäftsfelder angegeben. UmfeldrisikenGesamtwirtschaftliche und gesellschaftspolitische RisikenAls international agierendes Unternehmen ist die METRO GROUP abhängig von der politischen und wirtschaftlichen Situation der Länder, in denen sie tätig ist. Insbesondere in den Ländern Europas war die Entwicklung im Rumpfgeschäftsjahr 2013 erneut von der Staatsschuldenkrise geprägt. Erst im Jahresverlauf kam es nach der längsten Rezession in der Geschichte der Europäischen Währungsunion zu einer allmählichen wirtschaftlichen Erholung. Die Handelsentwicklung bleibt dennoch belastet, da sich die Sparprogramme der Regierungen und eine hohe Arbeitslosigkeit weiter negativ auf die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte auswirken. Insgesamt wird diese Belastung im Zeitverlauf abnehmen, allerdings ist bei der Konsolidierung der Staatshaushalte immer wieder mit Rückschlägen zu rechnen. Die Region Osteuropa hat während der Rezession in Westeuropa ebenfalls an wirtschaftlicher Dynamik eingebüßt. Für die kommenden Jahre erwarten wir aber für die Länder Osteuropas wieder ein höheres Wachstum. Gleichzeitig ist das Wachstumspotenzial in der Region nach wie vor hoch. In den Wachstumsmärkten Asiens rechnen wir - trotz eines Rückgangs der hohen Dynamik früherer Jahre - damit, dass die Binnennachfrage weiter zunimmt und sich eine kaufkräftige Mittelschicht herausbildet. Das Risiko-Chancen-Profil für die kurz- und mittelfristige Entwicklung des Handelssektors und damit der METRO GROUP hat sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt erneut leicht verbessert. Um mögliche Risiken aus der regional uneinheitlichen wirtschaftlichen Entwicklung zu reduzieren, expandieren wir gezielt in den Wachstumsregionen Asien und Osteuropa. Unsere internationale Aufstellung macht es erforderlich, mögliche volkswirtschaftliche, rechtliche und politische Risiken zu berücksichtigen. Die Rahmenbedingungen in einzelnen Ländern können sich schnell ändern. Unruhen, Wechsel in der politischen Führung, Terroranschläge oder Naturkatastrophen können die Geschäfte der METRO GROUP in einem Land gefährden. Soweit möglich und sinnvoll, versichern wir uns umfassend gegen Betriebsausfälle, die beispielsweise infolge politischer Unruhen entstehen können. Ein professionelles Krisenmanagement ermöglicht eine schnelle Reaktion und Krisenbewältigung. So haben wir im Rumpfgeschäftsjahr 2013 schnell und effektiv auf die erneuten Unruhen in Ägypten durch vorübergehende Schließung unserer zwei Märkte und der Zentrale reagiert. Unsere internationale Präsenz hat den Vorteil, dass wir volkswirtschaftliche, rechtliche und politische Risiken sowie Nachfrageschwankungen zwischen Ländern ausgleichen können. Um die Risiken der Expansion so weit wie möglich zu begrenzen, planen wir jede Investition und jeden Markteintritt in einem strukturierten Prozess und mit bewährten Methoden. Die Risiken und Chancen identifizieren wir durch Machbarkeitsstudien. Nur bei einer angemessenen Risiko- und Chancensituation erfolgt die Erschließung. Die Risiken lassen sich auch durch Kooperationen mit lokalen Unternehmen verringern. Diese kennen das rechtliche, politische und wirtschaftliche Umfeld in dem jeweiligen Land. Obwohl wir unsere Expansionsentscheidungen stets auf Grundlage der besten zur Verfügung stehenden Informationen treffen, können wir nicht ausschließen, dass die Wachstumsdynamik in den kommenden Jahren in einzelnen Ländern hinter unseren Erwartungen zurückbleibt. Ein weiteres Risiko stellen Schwierigkeiten mit lokalen Behörden insbesondere in Schwellenländern dar. Der Eintritt dieser Risiken hätte zur Folge, dass sich Umsatz und Ergebnis schlechter als prognostiziert entwickeln würden. - Details zur Einschätzung der weiteren Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds sind im Kapitel 13 Nachtrags- und Prognosebericht dargestellt.UmweltrisikenDie METRO GROUP ist sich ihrer Verantwortung für die Umwelt bewusst und hat das Prinzip des nachhaltigen Wirtschaftens fest in ihrer Unternehmensstrategie verankert. Umweltschädliches Verhalten entlang der Wertschöpfungskette kann unser Ansehen nachhaltig schädigen und unsere Geschäftsgrundlagen gefährden. Wir setzen deshalb zahlreiche Maßnahmen um, mit denen wir eine ökologisch verantwortungsvolle Geschäftstätigkeit gewährleisten. So werden wir bis 2020 unsere spezifischen Treibhausgasemissionen gegenüber 2011 signifikant verringern. Um dieses Ziel zu erreichen, optimieren wir unter anderem unser Energiemanagement. Mithilfe von Energiesparmaßnahmen können wir zudem unsere Kosten für Energie reduzieren beziehungsweise angesichts steigender Preise stabil halten. Die METRO GROUP hat sich im Rahmen des Consumer Goods Forum verpflichtet, ab 2015 bei jeder neuen Kälteanlage nur noch natürliche Kühlmittel wie Kohlendioxid einzusetzen. Der Einsatz von natürlichen Kühlmitteln ist auch ein wesentlicher Baustein zur Anpassung an regulatorische Änderungen bezüglich Kühlmittel. Auf Ebene der Europäischen Union wird derzeit eine Überarbeitung der Verordnung über fluorierte Treibhausgase vorbereitet. Mittelfristig können die Auswirkungen des Klimawandels zu Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von Rohstoffen führen, zum Beispiel durch Ernterückgänge bei landwirtschaftlichen Produkten infolge veränderter klimatischer Bedingungen. Dies kann Preisanstiege für landwirtschaftliche Produkte verursachen. Hier setzt die METRO GROUP bereits heute an und schult Lieferanten in Schwellenländern, um dort Nachernteverluste zu verringern. Über Risiken und Chancen aus dem Klimawandel berichtet die METRO GROUP ausführlich im Rahmen ihrer jährlichen Teilnahme am Carbon Disclosure Project (CDP). - Weitere Informationen zum Umweltschutz sind im Kapitel 8 Nachhaltigkeitsmanagement dargestellt.BranchenrisikenRisiken aus dem HandelsgeschäftGerade in den saturierten Märkten Westeuropas ist der Einzelhandel von einer hohen Veränderungsdynamik und einem intensiven Wettbewerb geprägt. Dadurch entstehen Faktoren, die den Geschäftsverlauf beeinflussen und natürliche Geschäftsrisiken darstellen können. Ein grundsätzliches Geschäftsrisiko ist die schwankende Konsumbereitschaft der Verbraucher. Der Wandel des Konsumverhaltens und der Kundenerwartungen birgt hohe Risiken - auch vor dem Hintergrund der demografischen Veränderungen, des zunehmenden Wettbewerbs sowie der fortschreitenden Digitalisierung. Gehen wir nur unzureichend auf Kundentrends und Preisentwicklungen ein oder verpassen Trends im Sortiment oder im Hinblick auf geeignete Vertriebsformate beziehungsweise neue Vertriebskanäle, kann dies die Umsatzentwicklung beeinträchtigen und unsere Wachstumsziele gefährden (Nummer 1). Um diesen Risiken entgegenzuwirken, haben wir unsere Vertriebskanäle erweitert, indem wir im Sinne einer vertriebslinienspezifischen Mehrkanalstrategie unsere Online-Aktivitäten verstärkt, das Belieferungsgeschäft ausgebaut und ein „Drive-in"-Konzept eingeführt haben. Darüber hinaus bauen wir für die Vertriebslinie METRO Cash & Carry mit einem Franchise-Konzept neue Standorte auf und intensivieren parallel dazu die Beobachtung von Wettbewerbern. Für die Vertriebslinie METRO Cash & Carry besteht das Risiko des Verlusts von Kunden mit relativ geringen Umsätzen, der sogenannten C-Kunden (Nummer 2). Als Gegenmaßnahme implementieren wir notwendige Sortiments-, Preis-, Kommunikations- und Marketingmaßnahmen auch unter Einbezug sozialer Medien. Darüber hinaus lancieren wir gezielte Kampagnen, die unseren Marktanteil im C-Kunden-Bereich stärken (zum Beispiel 50-Jahres-Jubiläumskampagne bei METRO Cash & Carry). Generell besteht bei METRO Cash & Carry das potenzielle Risiko, den Kundenbedürfnissen im Nicht-Lebensmittel-Bereich nicht gerecht zu werden (Nummer 3). Um diesem Risiko Rechnung zu tragen und zielgerichtete Angebote vorzuhalten, optimieren wir unsere Vertriebskonzepte kontinuierlich und passen sie den Bedürfnissen und dem Einkaufsverhalten unserer Kunden an. So erweitern wir beispielsweise unser Angebot an regional gehandelten Produkten und gehen mit unseren Sortimenten verstärkt auf die zunehmenden Erwartungen unserer Kunden hinsichtlich ökologischer, sozialer und gesundheitlicher Aspekte ein. In diesem Zusammenhang haben wir im aktuellen Berichtszeitraum gezielt unser Nicht-Lebensmittel-Sortiment überarbeitet und aus Kundensicht weniger attraktive Artikel aus dem Sortiment genommen. Wir verfolgen Transformationsprogramme, um Umsatz und Ertrag nachhaltig zu steigern und die Werthaltigkeit von Vermögenswerten sicherzustellen. Des Weiteren existieren strategische Projektrisiken, die dem Projekterfolg gegebenenfalls entgegenstehen (Nummer 8). Zur Begrenzung dieser Risiken ist ein umfassendes Monitoring der Umsetzung von Projekten in den Landesgesellschaften implementiert. Zusätzlich setzen wir gezielt finanzielle Anreize zur erfolgreichen Umsetzung unserer Projekte. Damit wir Markttrends und sich verändernde Ansprüche frühzeitig erkennen, werten wir regelmäßig interne und externe Informationen aus. Die konzerneigene Marktforschung bedient sich dabei neben qualitativen Markt- und Trendanalysen auch quantitativer Verfahren wie Zeitreihenanalysen oder Prognosen zur Marktentwicklung, die auf Analysen von Verkaufsdaten und auf Ergebnissen der Panel-Marktforschung beruhen. Zu den Zeitreihenanalysen zählt auch die Beobachtung von Produktsegmenten im Markt über einen bestimmten Zeitraum. ImmobilienrisikenDie Werthaltigkeit des Standortportfolios der METRO GROUP ist aus verschiedenen Gründen Risiken ausgesetzt. Dazu zählen unter anderem - Verkaufsflächen, die nicht mehr profitabel genutzt werden können (Nummer 4), - ein starker Wettbewerb um geeignete Grundstücke, - das Risiko von Fehlentscheidungen bei der Standortwahl, die sich beispielsweise darin zeigen, dass Neueröffnungen nicht so gut wie geplant von den Kunden angenommen werden, sowie - die Verschlechterung der Profitabilität eines Standorts, zum Beispiel aufgrund rückläufiger Umsätze oder Mietsteigerungen. Um dem Risiko der Entstehung eines Wartungs- und Reparaturstaus in den Märkten vorzubeugen, erfolgt ein laufendes Monitoring der Einhaltung von Instandhaltungserfordernissen. Zudem kann es an einigen Standorten zu Mietausfällen durch Insolvenzen von Drittmietern, wie im Berichtszeitraum die Insolvenz von Praktiker, oder einer möglichen Mietunterdeckung kommen. Darüber hinaus ist unser Immobilienportfolio in manchen Regionen Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen oder Stürmen ausgesetzt, gegen deren mögliche Auswirkungen wir uns durch bauliche Maßnahmen sowie entsprechende Versicherungen schützen. Wir begegnen diesen Risiken durch ein aktives Immobilienmanagement, ein professionelles strategisches und operatives Investitionscontrolling sowie durch technisches Risikomanagement. Das aktive Immobilienmanagement schließt die Entwicklung von Konzepten zur Nutzung von überschüssigen Flächen ein. In allen Ländern treffen wir unsere Standortauswahl erst nach intensiver Prüfung. Da wir die Profitabilität unseres Standortnetzes kontinuierlich beobachten, können wir negative Entwicklungen einzelner Märkte oder Filialen frühzeitig erkennen und schnell darauf reagieren. Sollte keine der eingeleiteten Maßnahmen zum Erfolg führen und ist eine nachhaltige Verbesserung der Situation des jeweiligen Markts oder der jeweiligen Filiale nicht wahrscheinlich, trennen wir uns von diesen und stellen dadurch die permanente Optimierung des Standortnetzes sicher. Eine kontinuierliche Überwachung der Mieteingänge und die frühzeitige Suche nach bonitätsstarken Drittmietern sind unsere Antwort auf Risiken aus der externen Vermietung. Leistungswirtschaftliche RisikenLieferanten- und ProduktrisikenAls Handelsunternehmen ist die METRO GROUP auf externe Hersteller und Anbieter von Waren und Dienstleistungen angewiesen. Bei der Auswahl der Lieferanten, speziell im Bereich der Eigenmarken, gehen wir mit größter Sorgfalt vor. Wir achten insbesondere auf die Verlässlichkeit unserer Eigenmarkenlieferanten in Bezug auf die Produktqualität sowie die Einhaltung von Sicherheits- und Sozialstandards sowie die eigenen Anstrengungen der Lieferanten in Bezug auf Compliance. Fehlerhafte oder unsichere Produkte, eine Ausbeutung der Umwelt, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen sowie die Nichteinhaltung der Compliance-Standards der METRO GROUP könnten dem Ansehen der METRO GROUP großen Schaden zufügen und den Unternehmenserfolg nachhaltig gefährden. Deshalb kontrollieren wir unsere Eigenmarkenlieferanten kontinuierlich dahingehend, ob sie den hohen einkaufspolitischen und Compliance-Standards der METRO GROUP entsprechen. Dazu zählen besonders die von der Global Food Safety Initiative (GFSI) geprüften Qualitätsstandards, wie zum Beispiel der International Food Safety Standard und die GLOBALGAP-Zertifizierung für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Sie helfen, die Sicherheit von Lebensmitteln auf allen Erzeugungs-, Produktions- und Vertriebsstufen zu gewährleisten. Die METRO GROUP engagiert sich zudem seit vielen Jahren für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in ihren Zulieferbetrieben und setzt dafür zahlreiche Maßnahmen um. So verlangen wir von unseren Eigenmarkenlieferanten grundlegende Menschenrechte zu wahren und faire Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Als Beleg dafür fordern wir in den Lieferverträgen eine Prüfung nach den Anforderungen des BSCI-Standards (englisch: Business Social Compliance Initiative) oder äquivalenter Standards. Diese Anforderung gilt für Eigenmarkenlieferanten von Nicht-Lebensmitteln, die in Risikoländern Endprodukte fertigen und in die Europäische Union importieren. Mit gezielten Trainingsprogrammen unterstützen wir Lieferanten besonders in Schwellenländern dabei, die gesetzten Anforderungen zu den Bereichen Produktqualität, Sicherheits- und Umweltstandards zu erfüllen sowie faire und menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu schaffen. Seit diesem Jahr unterstützen wir außerdem inhaltlich und finanziell das internationale Brandschutzabkommen für mehr Gebäudesicherheit in der Textilindustrie von Bangladesch. Unsere Anforderungen an Zulieferer sind vor allem vertraglich geregelt. Die Einhaltung überprüfen wir regelmäßig. Verstöße gegen die Auflagen können zum Ausschluss aus unserem Lieferantennetzwerk führen oder bei nicht akzeptablen Produktionsmethoden wie beispielsweise der gesundheitsschädlichen Sandstrahltechnik bei Jeans gar zum Einkaufsverbot für ein Produkt. Dadurch minimieren wir die vorhandenen Risiken auf Lieferantenseite weiter. Sollte es dennoch zu einem Qualitätsvorfall kommen, greifen die in unserem Handbuch für Störungen und Krisen beschriebenen Prozessschritte. Priorität hat für uns dabei, den Vorfall auch im Sinne der Kunden angemessen zu bewältigen. Zusätzlich prüfen wir mögliche Verbesserungen für unsere Qualitätssicherungssysteme. Um Störungen beim Bezug von Waren oder gar Warengruppen vorzubeugen, kooperieren wir mit einer Vielzahl von Lieferanten und achten darauf, dass keine Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen entsteht. So wird sichergestellt, dass wir die gewünschte Ware in der Regel immer in ausreichender Menge und guter Qualität anbieten können und damit eine hohe Kundenzufriedenheit erzielen. Unser Erfolg ist außerdem in hohem Maße abhängig von den Einkaufspreisen der angebotenen Produkte. Unsere großen Einkaufsvolumina in zahlreichen Ländern wirken sich vielfach positiv aus. Die Produktpreise orientieren sich an der Verfügbarkeit der Rohstoffe, die sich zeitweise oder kontinuierlich verknappen können. Dies kann dazu führen, dass Einkaufspreise steigen oder eine gewisse Volatilität entsteht. Beispielsweise können sich die Einkaufspreise einer Vielzahl von Artikeln auch durch einen Preisanstieg im Energiebereich erhöhen. Den Beschaffungsrisiken treten wir durch weitere Optimierungen der Einkaufprozesse entgegen, wie beispielsweise durch die gemeinsame Beschaffung und die Konditionsverhandlung mit unseren Lieferanten. Die zügige Umsetzung dieser Maßnahmen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Über das eigene Engagement und die aktive Unterstützung von Initiativen, die sich den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen zum Ziel setzen, gelingt es uns, einen Beitrag zur dauerhaften Verfügbarkeit von Rohstoffen zu leisten. Ein Beispiel hierfür ist unsere konzernweit gültige Fischeinkaufspolitik, die zur bestandserhaltenden Fischerei beiträgt. Darüber hinaus engagieren wir uns in den Organisationen Marine Stewardship Council (MSC) und Aquaculture Stewardship Council (ASC). Diese vergeben Produktsiegel für umweltverträglichen und bestandserhaltenden Fischfang beziehungsweise für Aquakulturen, die ökologisch nachhaltig und sozial verantwortungsvoll arbeiten. Bereits 2011 ist die METRO GROUP dem Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO - Roundtable on Sustainable Palm Oil) beigetreten. Die Organisation setzt sich aus Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen zusammen und tritt für nachhaltige Anbaumethoden bei der Palmölpflanze ein, einem Rohstoff, der vor allem im Kosmetik- und Süßwarenbereich eingesetzt wird. Weitere Beispiele für Produktrisiken sind Versorgungsengpässe nach Naturkatastrophen, längere Lieferzeiten und Preiserhöhungen. Das Beschaffungsmanagement der METRO GROUP schafft die erforderlichen Strukturen, um die Warenverfügbarkeit jederzeit sicherzustellen. - Unser Engagement für eine nachhaltige Lieferkette ist im Kapitel 8 Nachhaltigkeitsmanagement beschrieben.Risiken der LogistikAufgabe der Logistik ist es, eine hohe Sicherheit bei der Versorgung mit Waren bei optimierten Kostenstrukturen und gleichzeitiger Berücksichtigung von nachhaltigkeitsrelevanten Aspekten wie Energie- und Kraftstoffverbrauch zu gewährleisten. Die große Vielfalt von Waren und Artikeln sowie der hohe Warenumschlag sind allerdings mit organisatorischen, informationstechnischen und logistischen Risiken sowie mit Warenbestands-Risiken verbunden. Diese Risiken erhöhen sich durch die internationale Ausrichtung sowie die Konzentration auf nationale, regionale und lokale Warensortimente. Mit dem Ausbau unserer Online-Aktivitäten und des Mehrkanalgeschäfts, der Belieferung sowie weiterer innovativer Vertriebsformate ergeben sich zusätzliche Herausforderungen. Störungen in der Wertschöpfungskette, etwa bei der Lieferung von Waren, können zu unzureichender Warenverfügbarkeit führen. Wir reduzieren die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten und Dienstleistungsunternehmen, indem wir den Geschäftspartnerkreis erweitern und intern dem Prinzip der effizienten Arbeitsteilung folgen. Ein weiteres logistisches Risiko ergibt sich aus den meist komplexen und gleichzeitig wenig entwickelten Lieferstrukturen vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern. Dies kann mit besonders herausfordernden klimatischen Bedingungen einhergehen, die im Verderb von Nahrungsmitteln auf dem Weg vom Erzeuger bis in die Märkte resultieren können. Die METRO GROUP schafft die erforderlichen Strukturen, um jederzeit eine durchgängig hohe Qualität entlang der Lieferkette sicherzustellen. Mit Qualifizierungsprogrammen bereiten wir unsere Lieferanten und Logistikdienstleister in Schwellenländern auf die logistischen Anforderungen vor. Damit leisten wir zudem einen bleibenden Beitrag zur lokalen Versorgung mit Lebensmitteln und wirken dem Problem der Lebensmittelverschwendung entgegen. Bei Produktvorfällen müssen unsere logistischen Systeme darauf ausgerichtet sein, den Weg der Ware und deren Herkunft innerhalb kurzer Zeit zurückzuverfolgen. Dies geschieht mithilfe moderner Technologien und Standards für die Identifikation von Produkten. Wir setzen uns in unterschiedlichen internationalen Gremien für die Weiterentwicklung dieser Standards ein und treiben die Einführung innovativer Technologien für eine verbesserte Produktidentifikation voran. Risiken aus dem FinanzbereichDie Treasury der METRO AG steuert die finanzwirtschaftlichen Risiken der METRO GROUP. Preisänderungsrisiken (Zinsrisiken, Währungsrisiken, Aktienkursrisiken), Liquiditätsrisiken, Bonitätsrisiken bei Kontrahenten für Finanzgeschäfte sowie Risiken aus Schwankungen der Zahlungsströme können erhebliche negative Auswirkungen auf unser Finanzergebnis haben. Integraler Bestandteil der Steuerung der finanzwirtschaftlichen Risiken ist zudem die Gewährleistung eines uneingeschränkten Kapitalmarktzugangs für die METRO GROUP. Eine Herabstufung unseres Ratings hätte negative Auswirkungen auf unsere Liquidität und die Konzernfinanzierung (Nummer 12). Um dem entgegenzuwirken, richtet sich unsere Strategie auf einen Abbau der Verschuldung, indem wir unter anderem das Netto-Betriebsvermögen weiter optimieren sowie unsere Investitionsmittel auf unternehmenswertsteigernde Maßnahmen konzentrieren. Wir gewinnen dadurch Spielräume zur Finanzierung der Transformation unserer Geschäftsmodelle im Hinblick auf die sich ständig ändernden Bedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden und können darüber hinaus unser Rating weiter stabilisieren und mittelfristig wieder verbessern. Ein weiteres identifiziertes Risiko betrifft unerwartete Abweichungen vom Budget oder von der Prognose (Nummer 7). Dies könnte dazu führen, dass wir unsere Planzahlen nicht erreichen und dadurch eine Neubewertung von Vermögenswerten, einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte, nötig wird, welche unsere Vermögens- und Ertragslage negativ beeinträchtigen würde (Nummer 11). Maßnahmen zur Begrenzung dieses Risikos wird daher eine hohe Priorität eingeräumt. Unter anderem wirken wir diesem Risiko durch ein enges Monitoring von Chancen und Risiken sowie durch effektive interne Kontrollen für den Budget- und Prognoseprozess entgegen. Die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems ist regelmäßig Teil des Prüfungsplans der internen Revision. Zudem implementieren wir strategische Ergebnisverbesserungsinitiativen insbesondere in Ländern, die einem Wertminderungsrisiko unterliegen. - Diese Risiken und ihr Management sind im Konzernanhang unter Nummer 43 „Management der finanzwirtschaftlichen Risiken" detailliert beschrieben.Sonstige RisikenRisiken aus PortfolioänderungenZiel der METRO GROUP ist es, ihr Portfolio stetig zu optimieren. Alle Änderungen und damit einhergehenden Entscheidungen zur Strategie sowie zu Investitionen beziehungsweise zu Desinvestitionen orientieren sich grundsätzlich am Beitrag zum Konzernerfolg im Sinne einer wertorientierten Steuerung. Risiken mit Bezug auf die Werthaltigkeit unseres Vermögens -sowohl für einzelne Gruppen von Vermögenswerten als auch für das Gesamtportfolio - können wir durch die wertorientierte Steuerung reduzieren. Innerhalb der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2013/14 erwarten wir, den Verkauf des Osteuropageschäfts (ohne die Türkei) unserer Vertriebslinie Real abzuschließen. Real Ukraine wird seit dem 1. März 2013, Real Russland seit dem 1. April 2013 und Real Rumänien seit dem 1. September 2013 nicht mehr in den Konzernabschluss der METRO GROUP einbezogen. Die Übertragung des Real-Geschäfts in Polen wird in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2013/2014 nach erfolgter Kartellfreigabe erwartet. Risiken, die aus dieser Portfolioänderung resultieren, sind in der Finanzberichterstattung, sofern bilanziell möglich, berücksichtigt. Informationstechnische RisikenDie Anforderungen an unsere Informationstechnik (IT) sind durch neue Formate und Vertriebskanäle, beispielsweise den Online-Handel und die Belieferung, deutlich gestiegen. Zu ihren Aufgaben gehören darüber hinaus Echtzeitanalysen von Geschäftsprozessen sowie eine zeitnahe Überwachung und Steuerung von Warenflüssen. Regulierungen, etwa zum Datenschutz oder bei der Verarbeitung von Kreditkarten, die damit einhergehende verstärkte öffentliche Diskussion bei Fehlverhalten sowie eine zunehmende Komplexität der IT bergen weitere Risiken für unser Unternehmen. Aus diesem Grund haben wir die organisatorischen Maßnahmen verstärkt, mit denen wir die Einhaltung interner und externer Regelungen zur Informationstechnik sicherstellen. Wir überprüfen Systeme, die an das Internet angebunden sind, regelmäßig auf Schwachstellen. Der gewachsenen Komplexität der modernen IT-Landschaft begegnen wir mit verschärften Regeln für das Management und einer zentralen Unternehmensarchitektur, dem sogenannten Enterprise Architecture Management. Wichtige Geschäftsabläufe wie Bestellung, Vermarktung und Verkauf beruhen seit Jahren auf IT-Systemen. Ein zentrales Kriterium bei der Entwicklung und Umsetzung unserer IT-Lösungen ist es deshalb, die Betriebsbereitschaft jederzeit zu gewährleisten. Für den Geschäftsbetrieb zwingend erforderliche Systeme in den Märkten, vor allem Kassen, sind weitgehend autark und können auch bei einem Ausfall von Netzwerken oder zentralen Systemen ohne Unterbrechung für einige Zeit weiter eingesetzt werden. Fallen Teile der Netzwerke aus, können sie automatisch auf Umleitungsstrecken oder redundante Wege ausweichen. Moderne Technologien, wie beispielsweise die Remote-Steuerung von Servern und das Cloud-Computing, erlauben es uns, Hardware effizient zu nutzen. Darüber hinaus lassen sich zentrale IT-Systeme bei Ausfall von einem oder mehreren Servern schnell wiederherstellen. Wir unterhalten mehrere zentrale Rechenzentren und können so auch größere Ausfälle kompensieren beziehungsweise auf ein Minimum verkürzen. Für die Wiederherstellung der Rechenzentren in Deutschland nach einem längerfristigen Ausfall (beispielsweise durch Brand, Naturkatastrophen oder kriminelle Handlungen) steht ein Krisenplan zur Verfügung (Nummer 5). Informationen stellen für alle Unternehmen der METRO GROUP eine entscheidende Ressource dar. Das bedeutet, dass sie genau wie alle weiteren Werte geschützt werden müssen. Die METRO AG hat daher ein dokumentiertes IT-Sicherheitsmanagementsystem (ISMS) entwickelt, das Anfang 2013 in Kraft getreten ist. Das Rahmenwerk soll sicherstellen, dass die Informationen vertraulich (Zugriff nur für befugte Benutzer) und integer (Richtigkeit und Vollständigkeit) sind. Die Management-Prinzipien für IT-Sicherheit beschreiben unter anderem die Aufbau- und Ablauforganisation. Die implementierten IT-Sicherheitskontrollen sind im Einklang mit dem Industriestandard ISO 27000 definiert, so legt beispielsweise die IT-Sicherheitsrichtlinie die Vorgaben für die Passwortvergabe fest. Damit sorgen wir dafür, dass die von uns verarbeiteten Daten korrekt und vollständig sind und nur von zuständigen Mitarbeitern eingesehen werden können. Die benötigten Benutzerkonten und Zugriffsrechte verwalten wir zentral nach fest definierten und teilautomatisierten Prozessen. Wir prüfen regelmäßig, ob bei kritischen Benutzerrechten Konzernvorgaben eingehalten werden und berichten zentral über die Ergebnisse der Untersuchungen. Die betroffenen Mitarbeiter werden zum Thema IT-Sicherheit über regelmäßige und standardisierte Schulungen nach ISO 27000 sensibilisiert, vorbereitet und aktuell informiert. Darüber hinaus lassen wir wesentliche Prozesse und IT-Systeme unserer zentralen IT-Gesellschaft METRO SYSTEMS von der internen Revision und externen Prüfern nach dem internationalen Standard für Prüfberichte von Dienstleistungsunternehmen ISAE 3402 (International Standard on Assurance Engagement) prüfen und zertifizieren. Das Bewusstsein für die Relevanz des Datenschutzes ist auf allen Ebenen im Konzern weiter gestärkt worden. Die Verpflichtung zur Einhaltung des Datenschutzes gemäß dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ist Bestandteil von Arbeitsverträgen. Insbesondere Mitarbeiter aus Unternehmensbereichen, die Zugang zu sensiblen Daten haben und mit diesen arbeiten, nehmen an Präsenzschulungen zum Thema Datensicherheit teil. Mitarbeiter mit privilegierten Zugriffsrechten, beispielsweise Administratoren, müssen eine zusätzliche Verpflichtungserklärung unterzeichnen. PersonalrisikenKompetenz, Engagement und Motivation der Beschäftigten bestimmen maßgeblich den Erfolg und die Wettbewerbschancen der METRO GROUP. Eine Voraussetzung für die Realisierung der strategischen Ziele sind qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Diese Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden, ist eine kontinuierliche Herausforderung, vor allem vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des intensiven Wettbewerbs um die besten Kräfte. Auch unternehmensinterne Angebote zur weiteren Qualifizierung von Mitarbeitern und zur Stärkung der Unternehmenskultur sind unverzichtbar. Um die Fach- und Führungskompetenz unserer Mitarbeiter sicherzustellen, optimieren wir die Aus- und Weiterbildung auf allen Ebenen. Trainings und Maßnahmen für eine effektive Personalentwicklung fördern die unternehmerische Denk- und Handlungsweise; variable, auf den Unternehmens- und persönlichen Zielen basierende erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile wirken unterstützend. Die direkte Beteiligung am Unternehmenserfolg stärkt die Identifikation der Mitarbeiter mit der METRO GROUP und schärft ihren Blick für Risiken und Chancen bei allen unternehmerischen Entscheidungen. Mit unserer unternehmensweiten Personalpolitik verfolgen wir den Grundsatz „Fördern und Fordern". Diesem wird Rechnung getragen durch das jährliche Mitarbeitergespräch, in dem die vergangene Leistung bewertet und zukünftige Entwicklungsmaßnahmen mit dem einzelnen Mitarbeiter vereinbart werden. Mit gezielten Ausbildungsprogrammen, die wir in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Partnern umsetzen, gelingt es uns, junge Menschen für die METRO GROUP zu gewinnen und sie ihren Stärken entsprechend zu fördern. Insbesondere in Deutschland legen daher die Unternehmen der METRO GROUP großen Wert auf die eigene Ausbildung von Mitarbeitern. Mit einer Ausbildungsquote im Berichtszeitraum von 7,7 Prozent gehören wir zu den großen Ausbildern in Deutschland. Dazu zählt weiterhin auch, dass wir beruflich wie sozial benachteiligte Jugendliche sowie junge Menschen mit Behinderung in den Arbeitsalltag integrieren. Das Prinzip der Vielfalt und Gleichbehandlung aller Mitarbeiter unterstützt uns dabei, die besten Fach- und Führungskräfte langfristig an uns zu binden. Die Nachfolgeplanung innerhalb der METRO GROUP, insbesondere für die oberen Führungsebenen, gewährleisten wir durch maßgeschneiderte Karriere- und Entwicklungspläne. Mit all diesen Maßnahmen begegnen wir den wesentlichen Risiken der unzureichenden Entwicklung und Pflege von Talenten (Nummer 6). Konzepte zur Gesundheitsförderung, Angebote wie Bildschirmarbeitsbrillen, Rückenschulungen, Fitnesskurse, Betriebssport, Ernährungstipps, Ergonomieberatungen, Trainings für die Stressprävention und Mitarbeiterberatungsprogramme sorgen für ein sicheres, gefährdungsfreies Arbeitsumfeld. Risiken durch Verletzung geltender Arbeitsnormen begegnen wir durch respektvollen Umgang mit den Mitarbeitern, unterstützt durch Leitlinien zu fairen Arbeitsbedingungen und zur Sozialpartnerschaft. Diese Leitlinien haben ein Arbeitsumfeld zum Ziel, das von Respekt, Fairness und Partnerschaftlichkeit geprägt ist. - Weitere Informationen zur Personalpolitik der METRO GROUP sind im Kapitel 6 Mitarbeiter dargestellt.Rechtliche und steuerliche RisikenRechtliche Risiken resultieren vor allem aus arbeits- und zivilrechtlichen Verfahren sowie aus Änderungen von Handelsgesetzen. Daneben können sich Risiken für die METRO GROUP auch aus Ermittlungsverfahren, wie beispielsweise wegen etwaiger Verstöße gegen das Kartell- oder Wettbewerbsrecht (Nummer 10.1), ergeben. Kartellrechtsrisiken können im Rahmen der geschäftlichen Beziehungen zu Lieferanten der METRO GROUP auftreten, etwa wenn nicht sichergestellt wird, dass die Konditionsvereinbarungen mit der jeweils anwendbaren Rechtsordnung im Einklang stehen. Die Steuerrisiken entstehen vornehmlich im Zusammenhang mit Außenprüfungen, in deren Verlauf Sachverhalte und Transaktionen unterschiedlich gewürdigt werden. Darüber hinaus können sich Risiken aus der Auslegung umsatzsteuerlicher Regelungen ergeben. Um steuerliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren, hat der Bereich Steuern der METRO AG entsprechende Richtlinien erlassen. Die Risiken werden regelmäßig und systematisch geprüft und bewertet. Die daraus resultierenden Maßnahmen zur Risikominderung werden zwischen dem Bereich Steuern der METRO AG und den Landesgesellschaften abgestimmt. Beherrschung der Media-Saturn-Holding GmbHAuf der Grundlage des am 8. August 2012 ergangenen Schiedsspruchs sowie des rechtskräftigen Urteils des Oberlandesgerichts (OLG) München vom 9. August 2012 sieht sich der Vorstand in seiner Auffassung bestätigt, dass die Konsolidierung der Media-Saturn-Unternehmensgruppe nach den einschlägigen IFRS-Regelungen in der Vergangenheit und auch im Konzernabschluss zum 30. September 2013 zutreffend erfolgt ist. Ein Minderheitsgesellschafter der Media-Saturn-Holding GmbH (MSH) hat allerdings im Rahmen des von METRO initiierten Verfahrens vor dem OLG München zur Vollstreckbarerklärung des Schiedsspruchs vom 8. August 2012 beantragt, den Antrag von METRO unter Aufhebung des Schiedsspruchs abzulehnen. Außerdem haben von dem Minderheitsgesellschafter entsandte Beiratsmitglieder mehrere Klagen gegen MSH erhoben und darin Beschlüsse des Beirats der MSH angegriffen. Ferner hat ein Aktionär der METRO AG Klage erhoben auf Feststellung der Nichtigkeit des festgestellten Jahresabschlusses der METRO AG zum 31. Dezember 2012, gestützt auf einen angeblichen Verstoß insbesondere gegen die Vorschriften über die Gliederung des Jahresabschlusses wegen angeblich fehlerhafter Konsolidierung der Media-Saturn-Unternehmensgruppe im Konzernabschluss der METRO AG. Sollte - entgegen der Erwartung des Vorstands - das OLG München den Schiedsspruch aufheben und darüber hinaus ein Schiedsgericht in einem weiteren Verfahrensschritt auch noch in der Sache zuungunsten von METRO entscheiden, im Rahmen der Klagen von Beiratsmitgliedern von dem Schiedsspruch abweichende Beurteilungen der relevanten Fragen erfolgen oder im Rahmen der Klage des Aktionärs der METRO AG ein Gericht von einer fehlerhaften Konsolidierung der Media-Saturn-Unternehmensgruppe ausgehen, müsste die Auffassung des Vorstands bezüglich der Vollkonsolidierung der Media-Saturn-Unternehmensgruppe überprüft werden; es könnte sich die Notwendigkeit ergeben, eine Entkonsolidierung der Media-Saturn-Unternehmensgruppe vorzunehmen, soweit nicht auch dann noch von einer dauerhaften Möglichkeit der Ausübung der Beherrschung ausgegangen werden kann. Eine Entkonsolidierung der Media-Saturn-Unternehmensgruppe auf Grundlage aktueller Werte würde zu einem einmaligen, nicht cashwirksamen Entkonsolidierungsertrag führen. Die Beteiligung an der Media-Saturn-Unternehmensgruppe wäre nach der Entkonsolidierung nach der Equity-Methode zu bewerten. Aus dieser geänderten Form der Einbeziehung der Media-Saturn-Unternehmensgruppe könnten sich Auswirkungen auf die Finanzkennzahlen ergeben. - Weitere Informationen zu Rechtsangelegenheiten enthält der Konzernanhang unter Nummer 46 „Sonstige Rechtsangelegenheiten".Compliance-RisikenDie geschäftlichen Aktivitäten der METRO GROUP unterliegen vielfältigen Rechtsvorschriften und selbst gesetzten Verhaltensstandards. Die gesetzlichen Anforderungen der verschiedenen Rechtsordnungen sowie die Erwartungen unserer Kunden und der Öffentlichkeit zur Sicherstellung von Compliance im Unternehmen sind insgesamt gestiegen und komplexer geworden. Um diesen Rahmenbedingungen gerecht zu werden, hat die METRO GROUP ein konzernweites Compliance-Managementsystem eingerichtet und kontinuierlich weiterentwickelt. Dieses zielt darauf ab, Regelverstößen im Unternehmen systematisch und dauerhaft vorzubeugen. Die METRO GROUP identifiziert regelmäßig verhaltensbedingte Unternehmensrisiken. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 hat die METRO GROUP ihre Abläufe beim Umgang mit Compliance-Vorfällen weiterentwickelt. Neu strukturierte Prozesse zum Umgang mit Compliance-Vorfällen und zu Compliance-Schulungen sorgen für konsistentere Abläufe im Compliance-Managementsystem. Der inhaltliche Fokus unseres Compliance-Managements liegt vor allem darauf, Korruptions- und Kartellrechtsrisiken vorzubeugen. Korruptionsrisiken können zum einen im Verhältnis zu Behörden und Amtspersonen, etwa im Rahmen der internationalen Expansionstätigkeit oder bei Genehmigungsprozessen bestehen. Zum anderen können sie im geschäftlichen Umgang mit Lieferanten und weiteren Geschäftspartnern entstehen (Nummer 10.2). Inhaltlich umfasst das konzernweite Compliance-Managementsystem darüber hinaus andere relevante straf- und ordnungsrechtliche Risiken, Datenschutz und arbeitsrechtliche Risikofelder wie Diskriminierung. Unter Berücksichtigung der identifizierten und bewerteten Compliance-Risiken werden im Rahmen des Compliance-Managementsystems die erforderlichen organisatorischen Strukturen etabliert. Die Risiken werden in den vorhandenen Strukturen konsistent durch die jeweils verantwortlichen Fachbereiche gesteuert und kontrolliert. Zur Steuerung der identifizierten Compliance-Risiken hat die METRO AG konzernweit gültige Verhaltensrichtlinien eingeführt, darunter ein Kartellrechtshandbuch, das beispielsweise Arbeitshilfen für Lieferantenverhandlungen bereitstellt. Es beinhaltet außerdem Musterformulierungen, die zur kartellrechtskonformen Kommunikation mit Lieferanten Anwendung finden. Darüber hinaus hat die METRO AG konzernweit Antikorruptionsrichtlinien eingeführt, die Verhaltenspflichten im Umgang mit Behörden und Amtsträgern einerseits und Geschäftspartnern andererseits beinhalten. Die Antikorruptionsrichtlinien setzen darüber hinaus eine Compliance-Prüfung für Geschäftspartner in risikobehafteten Bereichen voraus, bevor Geschäftsbeziehungen eingegangen werden. Die Compliance-Richtlinien werden fortlaufend aktualisiert und risikobasiert angepasst. Hinzu kommen verpflichtende Compliance-Schulungen, systematische und adressatengerechte Kommunikationsmaßnahmen sowie ein konsistenter und konsequenter Umgang mit Compliance-Vorfällen und deren Aufarbeitung. Zudem steht den Mitarbeitern der METRO GROUP, ihren Geschäftspartnern und Kunden ein professionelles Meldesystem zur Verfügung, über das sie beobachtete oder potenzielle Verstöße - bei Bedarf auch anonym - dem Unternehmen in allen im Konzern genutzten Sprachen mitteilen können. Die Compliance-Funktion gewährleistet, dass diesen Hinweisen in angemessener Form nachgegangen wird. Durch die Stärkung des internen Kontrollsystems des Unternehmens werden die Compliance- und Governance-Anforderungen zunehmend in die operativen Geschäfts- und Finanzprozesse integriert und überprüft. Auf diese Weise haben wir Kontrollschwächen in Expansions-, Bau- und Marktprozessen identifiziert. Um dem entgegenzuwirken, erweitern wir die operativen Kontrollen in unseren Kernprozessen (Entwicklung von Geschäftsmodellen, Standortentscheidungen, Ein- und Verkauf von Waren und Dienstleistungen, Marktprozesse, Expansion, Bau) (Nummer 9). Zusätzlich schulen wir unser Personal, setzen Toleranzgrenzen für Kostenüberschreitung und überwachen die Mindestanforderungen für spezifische Prozesse. Darüber hinaus passen wir die Strukturen im operativen Monitoring an, zum Beispiel durch Selbsteinschätzungen und bereichsübergreifende interne Kontrollen. Darstellung der ChancensituationFür die METRO GROUP bestehen vielfältige Chancen für eine künftige nachhaltig positive Geschäftsentwicklung. Diese ergeben sich für uns vor allem daraus, dass wir uns konsequent auf die Bedürfnisse von Verbrauchern und Gewerbetreibenden ausrichten. Unser zentrales Ziel ist es, Kundenmehrwert zu schaffen. Dazu erschließen wir beispielsweise neue Vertriebswege und nutzen die Möglichkeiten, die sich aus der demografischen Entwicklung in den reifen Märkten Westeuropas und aus dem Bevölkerungswachstum in den Entwicklungs- und Schwellenländern ergeben. Wir analysieren globale Trends und treffen die erforderlichen Entscheidungen, um Chancen in der Zukunft gezielt zu nutzen. Chancen aus der Entwicklung der wirtschaftlichen RahmenbedingungenNach zwei Jahren schwacher wirtschaftlicher Entwicklung ist die Weltwirtschaft wieder auf Erholungskurs. Insgesamt erwarten wir daher für alle Regionen, in denen die METRO GROUP tätig ist, für 2014 wieder höhere Wachstumsraten als im vergangenen Geschäftsjahr. Von einer weiter deutlich verbesserten Wirtschaftslage könnten wir bei Umsatz und Ergebnis profitieren. Insgesamt steigt die Nachfrage zudem - auch langfristig -in Ländern mit wachsender Bevölkerung. Die METRO GROUP ist in vielen Märkten vertreten, in denen wir von dieser Entwicklung profitieren können. Zusätzlich bauen wir unser Engagement durch eine gezielte Expansion in den Wachstumsregionen Asien und Osteuropa weiter aus. Dabei konzentrieren wir uns auf jene Geschäftseinheiten und Länder, in denen wir ein klares Profil und eine starke Marktposition aufbauen können. Zu den Märkten, in denen wir unser Engagement ausbauen, gehören daher vor allem China, Russland und die Türkei. Der Abbau bürokratischer Hürden kann der METRO GROUP den Eintritt in neue Märkte erleichtern. Der Güterhandel zwischen Ländern der Europäischen Union (EU), die ein Freihandelsabkommen geschlossen haben, könnte zollfrei oder mit reduzierten Zollsätzen getätigt werden. Vielversprechend sind aus unserer Sicht insbesondere die laufenden Verhandlungen bezüglich eines Abkommens zur Vereinfachung des Handels. Import und Export könnten vereinfacht und die Kosten für den grenzüberschreitenden Güteraustausch um 10 Prozent gesenkt werden. Daher begrüßen wir die Verhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO) und Handelsgespräche mit verschiedenen Nicht-EU-Ländern. Unternehmensstrategische ChancenDie Vertriebslinien der METRO GROUP besitzen in den Ländern, in denen sie vertreten sind, einen sehr hohen Bekanntheitsgrad. In vielen Märkten haben wir führende Positionen erreicht. Diese gilt es weiter zu festigen und auszubauen. Insbesondere in den Ländern, die von der Wirtschafts- und Finanzkrise besonders betroffen sind, haben sich schwächere Marktteilnehmer zurückgezogen. Wir versuchen die entstehenden Lücken zu füllen oder, sofern sinnvoll, einzelne Standorte zu übernehmen. Der Rückzug von Wettbewerbern würde Chancen für weitere Marktanteilsgewinne eröffnen. Zusätzliches Potenzial sehen wir darüber hinaus in der erfolgreichen Repositionierung von Landesgesellschaften, die in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld agieren (zum Beispiel Deutschland, Südeuropa). Bereits eingeleitete Maßnahmen zur Transformation und zur Restrukturierung zielen darauf ab, die Marktposition zu verbessern und die Profitabilität zu steigern. Durch die Optimierung von Vertriebskonzepten und die Modernisierung von Standorten ergibt sich die Chance, neue Kundengruppen zu gewinnen. Dafür stellt die METRO GROUP kontinuierlich Investitionsmittel bereit. Die Investitionsstrategie ist darauf ausgerichtet, die Wettbewerbsstärke aller Vertriebsmarken zu sichern und auszubauen sowie die Kunden noch besser und gezielter anzusprechen. Beispiele hierfür sind die deutliche Intensivierung unserer Online-Aktivitäten und des Mehrkanalgeschäfts, die Stärkung unserer Eigenmarken, Franchise-Konzepte sowie die Investitionen in innovative Vertriebsformate. Gleichzeitig sehen wir beim Cash-and-Carry-Geschäft erhebliche Chancen im Ausbau des Belieferungskanals und in der Erschließung weiterer professioneller Kundengruppen sowie bei allen Vertriebslinien in der sinnvollen Verzahnung von stationärem und elektronischem Handel. Der Vertrieb über das Internet ist eine wichtige Chance für den künftigen Erfolg unseres Unternehmens. Im Handel verzeichnet das Online-Geschäft hohe Wachstumsraten. Wir gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird und die Dynamik im Wettbewerbsumfeld sowohl beim stationären Geschäft als auch beim Internethandel mittelfristig bestehen bleibt. Daher ist es für die METRO GROUP unerlässlich, den Vertriebskanal Internet weiter zu stärken. Alle unsere Vertriebslinien sind nunmehr in Deutschland und in vielen weiteren Ländern im Internet präsent. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 haben wir mit der Optimierung der Online-Shops von Media Markt, Saturn, Redcoon, Real sowie Galeria Kaufhof weitere Fortschritte beim Wandel vom rein stationären Anbieter hin zu einem verzahnten Mehrkanalvertrieb erzielt. Gegenüber reinen Internetanbietern schaffen wir damit für die Kunden einen echten Mehrwert. Alle Vertriebslinien der METRO GROUP befinden sich auf dem Weg zu Mehrkanalunternehmen mit dem Ziel des sogenannten No-Line-Handels, das heißt optimale Vernetzung Markt - Online -Mobil. Aus der dynamischen Entwicklung der Informationstechnologien ergeben sich für uns Chancen, die eigenen Prozesse zu optimieren und unseren Kunden neue Angebote zu machen. Die Adaptierbarkeit von Innovationen für unser Unternehmen testen wir zunächst im Rahmen von Pilotprojekten. Risiken der Machbarkeit, Sicherheit und Integration in unsere bestehenden Systeme werden so beherrschbar. Folgende Trends und Technologien sehen wir als Chancen für unser Unternehmen: - IT-Lösungen für Endkunden werden auch im Unternehmen einsetzbar. Diese Entwicklung zeigt sich besonders bei der Nutzung von mobilen Endgeräten. - Wir erproben, inwieweit wir Rechner- und Speicherleistung im Rahmen des sogenannten Cloud-Computing-Ansatzes in abgegrenzter Form über externe Partner via Internet zuliefern lassen können. Unsere Konzerngesellschaft METRO SYSTEMS stellt erste Lösungen dieser Form bereit. - Kunden nutzen zunehmend verschiedene Kanäle zur Informationsbeschaffung oder zum Einkauf, darunter soziale Netzwerke und mobile Technologien. Diesen Themen stellen wir uns verstärkt, beispielsweise durch eigene Facebook-Seiten. Außerdem nutzen wir Applikationen für Smartphones und externe Verkaufsplattformen. Die demografische Entwicklung bietet eine weitere große Chance für die METRO GROUP. Die alternde Bevölkerung in Westeuropa und die zunehmende Konzentration auf wirtschaftliche und kulturelle Zentren prägen die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse unserer Kunden. Unsere Vertriebslinie Galeria Kaufhof hat bereits mehrfach Auszeichnungen für ihren Ansatz erhalten, alle Altersgruppen anzusprechen und sich auch auf ältere Menschen einzustellen. Generell sind die Standorte unserer Vertriebslinien leicht und in der Regel barrierefrei erreichbar. Zudem stellen sich die Filialen mit Beratung und Warensortiment generationenübergreifend auf die Bedürfnisse der Kunden ein. Damit sehen wir gute Chancen, zusätzliche Marktanteile gewinnen zu können. Leistungswirtschaftliche ChancenZusätzlich zur konsequenten Erschließung von Kostensenkungspotenzialen schaffen Produktivitätssteigerungen, insbesondere durch Prozessoptimierungen, die Basis für nachhaltigen Erfolg. Hierzu gehören zahlreiche Vorhaben, die wir bereits initiiert haben und nunmehr konsequent weiter umsetzen werden. Dazu zählen der Ausbau unserer Belieferungsaktivitäten und die Erhöhung des Anteils der margenstarken Eigenmarken am Gesamtumsatz. Sollten wir mit der Umsetzung weiterer Produktivitätsverbesserungen größere Fortschritte machen als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken. Außer der Kostenkomponente sind Qualität und Frische wichtige Unterscheidungsmerkmale, die insbesondere bei Lebensmitteln relevant sind. Durch Mitarbeiter, die kontinuierlich die Qualität überprüfen und sicherstellen, können wir uns hier vom Wettbewerb absetzen und eine Kundenwahrnehmung schaffen, die sich positiv auf Umsatz und Ertrag auswirkt. Weitere Chancen ergeben sich aus Maßnahmen zur Reduzierung unserer spezifischen Treibhausgasemissionen. Hier haben wir uns mit unserem Klimaschutzziel ein Ziel gesetzt, das zwar Investitionen erfordert, aber bedingt durch niedrigere Kosten vor allem für Energie zu Einsparungen führt, die sowohl finanziell als auch ökologisch Vorteile und Verbesserungen bieten. Mit dem Ziel, effiziente Prozesse und eine gute Zusammenarbeit im Zuge der derzeitigen Transformation der METRO GROUP zu sichern, werden operative Aktivitäten unserer Immobiliengesellschaft METRO PROPERTIES ab dem nächsten Geschäftsjahr in die Vertriebslinien integriert. METRO PROPERTIES wird sich künftig auf die wichtigsten Werttreiber in Immobilien- und Portfoliomanagement, Projektentwicklung und Transaktionen konzentrieren. Durch kontinuierliches Benchmarking gegen die führenden Unternehmen im Immobiliensektor stellt METRO PROPERTIES sicher, dass sie erstklassige Lösungen für den Konzern liefert. Darüber hinaus wird die Entwicklung ausgewählter Projekte gefördert, die die Vertriebslinien dabei unterstützen, attraktiver für ihre Kunden zu werden und gleichzeitig den Wert des Immobilienportfolios der METRO GROUP zu steigern. Diese Werte werden durch ein aktives und intelligentes Portfolio-Management sichergestellt. Gezielte Transaktionen gewährleisten, dass die Risiken und Chancen im Immobilienportfolio sorgfältig ausgeglichen werden. Damit leistet METRO PROPERTIES einen wichtigen Beitrag zur Stärke der METRO GROUP. Gesamtbewertung der Risikosituation durch die UnternehmensleitungVorstand und Aufsichtsrat der METRO AG werden regelmäßig über die Risiko- und Chancensituation des Unternehmens informiert. Insgesamt hat sich das Risiko-Chancen-Profil der METRO GROUP auch aufgrund der im Verlauf des Berichtszeitraums allmählich einsetzenden weltweiten wirtschaftlichen Erholung leicht verbessert. Für die Beurteilung der gegenwärtigen Situation wurden die Risiken und Chancen nicht nur isoliert betrachtet, sondern es wurden auch Interdependenzen analysiert und entsprechend ihrer Wahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung bewertet. Die Beurteilung hat ergeben, dass die Risiken insgesamt beherrschbar sind und die identifizierten Risiken einzeln und in ihrer Gesamtheit keine den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken im Hinblick auf Illiquidität oder Überschuldung im Berichtszeitraum von mindestens einem Jahr darstellen. Wir sind zuversichtlich, dass die Ertragskraft der METRO GROUP eine solide Basis für eine nachhaltige sowie positive Geschäftsentwicklung und die Nutzung vielfältiger Chancen bietet. Diese Einschätzung spiegelt sich in den Bewertungen der von uns beauftragten international führenden und unabhängigen Rating-Agenturen wider: Sowohl Moody's als auch Standard & Poor's vergeben für die METRO GROUP ein Rating im Investment-Grade-Bereich mit jeweils stabilem Ausblick. Grundlegende Änderungen der Risiko- und Chancenlage erwartet der Vorstand der METRO AG derzeit nicht. 13. Nachtrags- und PrognoseberichtNachtragsberichtEreignisse nach dem BilanzstichtagZwischen dem Bilanzstichtag (30. September 2013) und dem Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses (5. Dezember 2013) ist folgender Sachverhalt eingetreten, der für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der METRO AG und der METRO GROUP von Bedeutung ist: Aktuell führt die EU-Kommission eine Nachprüfung bei der Media-Saturn Unternehmensgruppe in Deutschland wegen Verdachts auf Verstöße gegen das Kartellrecht durch. Die Nachprüfung bedeutet nicht, dass ein Rechtsverstoß vorliegt; das diesbezügliche Verfahren kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Daher können hinsichtlich möglicher Auswirkungen dieser Nachprüfung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der METRO AG und der METRO GROUP zurzeit keine Angaben gemacht werden. PrognoseberichtDer Prognosebericht der METRO GROUP berücksichtigt relevante Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt waren und die zukünftige Geschäftsentwicklung beeinflussen können. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 2014Der Prognosebericht zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen basiert auf der Auswertung von Primärdaten zur Früherkennung. Ihm liegt außerdem die Analyse einer Vielzahl von Quellen nationaler und internationaler Wirtschaftsforschungsinstitute und Organisationen zugrunde. Hauptquellen für die Prognosen sind im Wesentlichen Consensus Economics, Feri EuroRating sowie die Economist Intelligence Unit (EIU). Die im Folgenden getroffenen Aussagen spiegeln in der Grundrichtung ein mittleres Erwartungsszenario wider. Künftige gesamtwirtschaftliche SituationIm Berichtsjahr hat sich die Weltwirtschaft das zweite Jahr in Folge nur schwach entwickelt. Größter Belastungsfaktor war dabei weiterhin die andauernde Schulden- und Bankenkrise in der Eurozone. Erst im Verlauf des Jahres setzte eine allmähliche Erholung ein. Gleichzeitig gingen neue Unsicherheiten von einigen wichtigen Schwellenländern aus. Dabei hat sich das Wachstum insbesondere in den drei BRIC-Ländern Brasilien, Russland und Indien erheblich abgeschwächt. Dagegen zeigte China zuletzt wieder einen Aufwärtstrend. Die Erholung im Euroraum wird sich im neuen Geschäftsjahr sehr wahrscheinlich langsam fortsetzen. Allerdings beeinträchtigt die andauernde Konsolidierung der Staatsverschuldung weiter den mittelfristigen Ausblick. Der langwierige Konsolidierungsprozess wird die Wirtschaftsentwicklung auch in den kommenden Jahren bremsen. Weitere Rückschläge sind nicht auszuschließen. Das Risiko, dass sich die Krise erneut verschärft, ist allerdings zurückgegangen. Für 2014 rechnen wir mit einem moderaten Wachstum in der Größenordnung von 1 Prozent. Einhergehend mit einer allmählichen Erholung in den Ländern Westeuropas verbessert sich der Ausblick für Osteuropa. Die Region verfügt weiter über ein hohes Wachstumspotenzial. Ähnlich verhält es sich mit den Schwellenländern Asiens, die voraussichtlich auch mittelfristig weltweit das stärkste Wachstum aufweisen werden. Insgesamt erwarten wir für die Weltwirtschaft 2014 wieder ein stärkeres Wachstum auf einem Niveau von knapp 3 Prozent -nach rund 2 Prozent im Berichtsjahr und 2,4 Prozent im Jahr 2012. Die Entwicklung wird jedoch maßgeblich vom weiteren Verlauf der Finanzkrise in Europa sowie vom Fortgang der schwierigen Situation in den Schwellenländern abhängen. Aufgrund der weiter unterdurchschnittlichen Wirtschaftsdynamik erwarten wir für 2014 keinen übermäßigen Inflationsdruck. DeutschlandDie deutsche Wirtschaft nahm bereits im Verlauf des Berichtsjahres wieder Fahrt auf und entwickelte sich im westeuropäischen Vergleich ein weiteres Jahr überdurchschnittlich. Die Frühindikatoren für Deutschland zeigen nach oben und die Rahmenbedingungen sind ebenfalls besser als in den meisten anderen westeuropäischen Ländern. Die Arbeitslosigkeit ist während der wirtschaftlichen Schwächephase kaum angestiegen. Geschäfts- und Konsumklima hellen sich auf und die verfügbaren Einkommen entwickeln sich positiv. Für 2014 rechnen wir daher mit einem robusten Wirtschaftswachstum in der Größenordnung von 1,5 Prozent nach rund 0,5 Prozent im Jahr 2013. Angesichts der positiven Rahmenbedingungen erwarten wir für 2014 für den privaten Konsum weiter ein robustes Wachstum in der Größenordnung von real 1 Prozent. Der Handel wächst dabei voraussichtlich mit nominal rund 1,5 Prozent. Preisbereinigt bedeutet dies allerdings ein weiteres Jahr der Stagnation. Damit entwickelt sich der Handel im Vergleich zum privaten Konsum aller Wahrscheinlichkeit nach weiter unterdurchschnittlich. Die deutsche Wirtschaft steht gerade im europäischen Vergleich weiterhin ausgesprochen gut da. Sie profitiert nach wie vor von einer guten Verfassung und anhaltend hoher Wettbewerbsfähigkeit. WesteuropaWesteuropa bleibt trotz der Erholungstendenzen weiter von der Staatsschuldenkrise geprägt. Eine erhöhte Wirtschaftsdynamik ist vor diesem Hintergrund nicht zu erwarten. Erneute Rückschläge im Zuge der Konsolidierung der Staatsverschuldung sind nicht auszuschließen. Die konjunkturelle Entwicklung wird daher weiter belastet bleiben. Für den gesamten Wirtschaftsraum Westeuropa rechnen wir für 2014 mit einem leichten Wachstum in der Größenordnung von 1 Prozent. Dabei werden sich die stark von der Schuldenkrise betroffenen Peripherieländer und die robusteren Kernländer weiter uneinheitlich entwickeln. Für die Krisenländer Italien, Portugal und Spanien rechnen wir 2014 in erster Linie mit einer Stabilisierung der Wirtschaftsleistung. Gleiches gilt für die Niederlande. Für die meisten anderen Länder Westeuropas erwarten wir ein Wachstum leicht oberhalb von 1 Prozent. Für den Handel bleiben die Rahmenbedingungen kurzfristig schwierig. Die Hauptbelastungsfaktoren sind die Sparpolitik sowie die Rekordarbeitslosigkeit in vielen Ländern. Daher erwarten wir im Durchschnitt nur ein kleines Plus, das preisbereinigt ein weiteres Mal in einen Rückgang der Handelsumsätze mündet. Die Inflation wird sich dabei angesichts des sehr moderaten Nachfragewachstums wahrscheinlich im Rahmen des von der Europäischen Zentralbank angestrebten Ziels von 2 Prozent bewegen. Die Lebensmittelpreise werden sich nach dem starken Anstieg im Berichtsjahr voraussichtlich langsam wieder beruhigen. OsteuropaDie allmähliche Erholung in Westeuropa kommt aufgrund der wirtschaftlichen Verflechtung mit Verzögerung auch in Osteuropa an. Dennoch bleiben die osteuropäischen Volkswirtschaften weiter hinter ihrem Wachstumspotenzial zurück. Für die gesamte Region erwarten wir für 2014 einen Zuwachs des Bruttoinlandprodukts (BIP) in der Größenordnung von real 2 Prozent, nachdem die Wirtschaften Osteuropas 2013 im Schnitt nur noch um rund 1 Prozent zulegen konnten. Damit wird das Wachstum weiter unter den Steigerungsraten der Vorkrisenjahre liegen. Ähnlich wie Asien weist die Region aber weiterhin hohes wirtschaftliches Potenzial auf. Daher erwarten wir, dass Osteuropa mittelfristig wieder eine höhere Wirtschaftsdynamik entfalten wird. Insgesamt zeichnet sich auch die Entwicklung in Osteuropa durch große Heterogenität aus. Unter den großen Volkswirtschaften wird sehr wahrscheinlich die Türkei 2014 das höchste Wachstum in Osteuropa in der Größenordnung von 4 Prozent erzielen - trotz einiger Risiken aufgrund des hohen Leistungsbilanzdefizits und der damit verbundenen Abwertung der Türkischen Lira. Eine BIP-Zunahme oberhalb von 2 Prozent ist insbesondere für Russland, Polen und die Slowakei zu erwarten. Die Wachstumsraten für Bulgarien, Rumänien und die Ukraine werden voraussichtlich bei rund 2 Prozent liegen. Mit einer erwarteten Rate von unter 2 Prozent fällt die Steigerung in Ungarn und Tschechien ein weiteres Jahr unterdurchschnittlich aus. Ungarn weist dabei - abgesehen von Griechenland -nach wie vor die höchste Staatsverschuldung in Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung auf. Für Griechenland wiederum ist das siebte Jahr in Folge eine rückläufige Wirtschaftsleistung zu erwarten. Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft wächst die Verbrauchernachfrage in Osteuropa weiter überdurchschnittlich. Auch für 2014 erwarten wir, dass der private Konsum etwas stärker zulegen kann als die Gesamtwirtschaft. Das höchste nominale Handelswachstum erwarten wir für Russland und die Türkei. In diesen Ländern wird das Umsatzwachstum vermutlich wie im Berichtsjahr im knapp zweistelligen Bereich liegen. Dies ist teilweise auch auf die Inflation zurückzuführen, die in Osteuropa nach wie vor höher ausfällt als in Westeuropa: Die Verbraucherpreise werden 2014 voraussichtlich mit Raten im mittleren einstelligen Bereich zulegen. Asien/AfrikaIn den asiatischen Schwellenländern rechnen wir nach einer spürbaren Abschwächung im Verlauf des Berichtsjahres im neuen Geschäftsjahr mit einer höheren Wirtschaftsdynamik. Allerdings gibt es hierbei einige Unsicherheitsfaktoren. Hohe Leistungsbilanzdefizite, insbesondere in Indien, sowie starke Währungsabwertungen belasten die Volkswirtschaften. Hierbei gehen wir jedoch von einer vorübergehenden Schwächephase aus. Nach einem Wirtschaftswachstum von knapp 5 Prozent im Berichtsjahr rechnen wir für die asiatischen Schwellenländer 2014 mit Zuwachsraten oberhalb von 5 Prozent. Mit einer Wachstumsrate oberhalb von 7 Prozent wird China wiederholt das höchste Wirtschaftswachstum aufweisen. In den anderen Schwellenländern wird sich die Zunahme voraussichtlich im mittleren einstelligen Bereich bewegen. Japan hat sein Wachstum im Berichtsjahr durch staatliche Maßnahmen massiv gestützt. Daher wird die BIP-Zunahme dort im kommenden Jahr vermutlich etwas schwächer ausfallen. Mittelfristig bleibt das Problem der massiven Staatsverschuldung bestehen, das durch die Maßnahmen im Jahr 2013 weiter verstärkt wurde. In Ägypten sind die Wachstumsaussichten aufgrund der anhaltenden politischen Unsicherheit auch für das kommende Jahr verhalten. Der private Konsum in den asiatischen Schwellenländern wird voraussichtlich in ähnlicher Größenordnung wachsen wie die Gesamtwirtschaft. Für das Handelsgeschäft rechnen wir für China, Indien und Vietnam für 2014 erneut mit nominalen Wachstumsraten im zweistelligen Bereich. Der Anstieg ist weiter auch inflationsbedingt: Die Zunahme der Verbraucherpreise bewegt sich in den Schwellenländern aufgrund von Leistungsbilanzdefiziten und Währungsabwertungen auf hohem Niveau. Im gesättigten japanischen Markt ist dagegen nach einer Stagnation im Berichtsjahr für das kommende Jahr allenfalls ein leichtes Handelswachstum zu erwarten. Aufbauend auf unserem Ausblick zur Wirtschafts- und Handelsentwicklung gibt der folgende Abschnitt einen Überblick über die Folgen in einzelnen Branchen sowie für unsere Vertriebslinien. Künftige Branchensituation und Entwicklung der METRO GROUPMETRO Cash & CarryDie weltweit nur langsam und uneinheitlich voranschreitende wirtschaftliche Erholung beeinflusst in hohem Maße auch den Selbstbedienungsgroßhandel. Bereits in den Vorjahren war für die Branche eine heterogene Entwicklung der Regionen und innerhalb der einzelnen Wirtschaftsräume zu beobachten. Dieser Trend wird weiter anhalten. Entsprechend gehen wir davon aus, dass sich der uneinheitliche Verlauf unverändert in der Entwicklung des Cash-and-Carry-Segments widerspiegelt. In Deutschland und Westeuropa reichen die ersten positiven Impulse aus der konjunkturellen Erholung nicht aus, um die Nachfrage signifikant zu beleben. Dies gilt vor allem für die stark von der Eurokrise betroffenen Länder Südeuropas. Bei Lebensmitteln sollte sich das Nachfragevolumen etwa auf dem bisherigen Niveau behaupten. Weitere Preissteigerungen können sich positiv auf den Umsatz auswirken; die Inflation bei Lebensmitteln wird jedoch voraussichtlich niedriger ausfallen als 2013. Bei Nicht-Lebensmitteln erwarten wir in der kommenden Berichtsperiode in den Ländern mit einer schwachen konjunkturellen Entwicklung eine Fortsetzung des negativen Trends, wohingegen wir in den anderen Ländern von einer annähernd stabilen Nachfrage ausgehen. Insgesamt rechnen wir für Westeuropa im kommenden Geschäftsjahr mit einer stabilen Umsatzentwicklung im Selbstbedienungsgroßhandel. Für das Cash-and-Carry-Segment in Osteuropa erwarten wir eine Fortsetzung der positiven Entwicklung. Dementsprechend ist von einer moderaten Wachstumsdynamik auszugehen, die auch im kommenden Jahr durch die Inflation unterstützt wird. Zusätzlich wirkt sich aller Voraussicht nach auch eine höhere Nachfrage positiv aus, die insbesondere in Russland und in der Türkei zu erwarten ist. Aufgrund der weiter zunehmenden Verbreitung moderner Einzelhandelsformate in vielen osteuropäischen Ländern ist für das kommende Jahr davon auszugehen, dass das Wachstum des Cash-and-Carry-Segments hinter den Steigerungsraten des modernen filialisierten Lebensmitteleinzelhandels zurückbleibt. Die größten Zuwachsraten für den Selbstbedienungsgroßhandel erwarten wir auch für das kommende Jahr in den asiatischen Schwellenländern. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum bildet weiter eine gute Basis für eine dynamische Handelsentwicklung. Wir gehen davon aus, dass die Wachstumsraten im Cash-and-Carry-Segment die des modernen Lebensmitteleinzelhandels weiterhin übertreffen. Ungeachtet der sukzessiven Lockerung des Verbots direkter Investitionen ausländischer Handelsunternehmen in Indien bleibt der Wettbewerb durch moderne Handelsformate dort vielfach nur schwach ausgeprägt. Der traditionelle Handel, der für den Selbstbedienungsgroßhandel eine wichtige Kundengruppe darstellt, bildet in weiten Teilen der Region unverändert den wichtigsten Versorgungskanal für Lebensmittel. Damit einher geht ein anhaltend großes Potenzial für das Cash-and-Carry-Segment. METRO Cash & Carry wird die strategische Expansion im kommenden Jahr fortsetzen. Der Schwerpunkt liegt unverändert auf den Wachstumsregionen Asien und Osteuropa. Media-SaturnDer Elektrofachhandel ist verglichen mit anderen Einzelhandelsbranchen stärker vom gesamtwirtschaftlichen Umfeld abhängig. Dies gilt generell für langlebige Gebrauchsgüter. Da die konjunkturellen Rahmenbedingungen innerhalb Europas im kommenden Geschäftsjahr aller Voraussicht nach weiterhin sehr unterschiedlich ausfallen, wird sich der Elektrofachhandel erneut regional uneinheitlich entwickeln. In Deutschland rechnen wir damit, dass sich der Elektromarkt gestützt durch die konjunkturelle Erholung 2014 besser entwickeln wird als 2013. Mit zusätzlichen Impulsen rechnen wir -wie in der Vergangenheit - durch die Olympischen Winterspiele und die Fußball-Weltmeisterschaft, insbesondere für den Absatz von TV-Geräten. Gleichzeitig bleibt voraussichtlich die Nachfrage nach Tablets und Smartphones bei anhaltend starkem Kundeninteresse auf hohem Niveau, wenngleich sich das Wachstumstempo auch bei diesen Produktgruppen allmählich verlangsamt. In Westeuropa steht die Branche im kommenden Jahr in vielen Ländern weiterhin unter dem Eindruck schwieriger konjunktureller Voraussetzungen. Insbesondere für die südeuropäischen Krisenstaaten gehen wir weiterhin von einer eher schwachen Marktentwicklung aus. In diesen Ländern rechnen wir erst im Laufe des Jahres 2014 mit einer allmählichen Bodenbildung im Elektrofachhandel. Für die übrigen Länder Westeuropas erwarten wir für 2013/14 hingegen einen stabilen bis positiven Umsatzverlauf. Ähnlich wie in Deutschland dürften sich die beiden genannten großen Sportereignisse 2014 in der Region positiv auf die Branche auswirken. In Osteuropa erwarten wir für 2013/14 ebenfalls eine uneinheitliche, wenngleich positive Entwicklung im Elektrofachhandel. Für Russland und die Türkei gehen wir von einem weiteren Wachstum der Branche aus. Impulse hierfür kommen in beiden Ländern zusätzlich von einer fortgesetzten Expansion zur Erschließung zusätzlichen Marktpotenzials. Zudem erwarten wir für Russland im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen in Sotschi für 2014 eine starke Belebung der Nachfrage. In den anderen osteuropäischen Ländern fällt die Entwicklung insgesamt verhaltener aus. Weiterhin schwierig bleibt die Lage in Griechenland mit einer erneut rückläufigen Branchenentwicklung. Der Vertrieb über das Internet wird übergreifend in allen Regionen in den beiden kommenden Jahren an Bedeutung zunehmen und Marktanteile zulasten des stationären Elektrofachhandels gewinnen. Mehrkanalanbieter wie Media Markt und Saturn profitieren von dieser Entwicklung, indem sie die Vorteile beider Vertriebswege optimal kombinieren. Media Markt und Saturn werden künftig Online- und stationären Handel noch stärker miteinander verknüpfen, um die eigene Marktposition zu stärken. RealWährend der anhaltenden Krise in der Eurozone legte der Lebensmittelhandel in Deutschland im Berichtsjahr vor allem aufgrund von Preissteigerungen zu. Das Absatzvolumen blieb dagegen konstant. Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir zwar, dass sich die wirtschaftliche Erholung fortsetzt. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass das Lebensmittelgeschäft weniger konjunkturellen Schwankungen unterliegt als andere Handelszweige. Daher erwarten wir für die Branche nur leichte Impulse aus der verbesserten Wirtschaftslage. Entsprechend werden die Branchenumsätze voraussichtlich erneut in erster Linie preisbedingt zulegen. Dieser Anstieg wird jedoch höchstwahrscheinlich unterhalb von dem des Vorjahres ausfallen, da die Lebensmittelpreise ausgehend von den Rekordniveaus des Berichtsjahres 2013 wohl weniger stark zulegen werden. Galeria KaufhofDie Aufhellung der Konjunktur in Deutschland schafft auch positive Rahmenbedingungen für das Warenhaussegment. Zwar erwarten wir für 2014 erneut, dass sich das Warenhaussegment im Vergleich zum Einzelhandel ein weiteres Jahr unterdurchschnittlich entwickeln wird. Von den positiven Rahmenbedingungen wird aber gerade Galeria Kaufhof als Konzept- und Systemführer im Warenhausgeschäft profitieren können. Unterstützt wird das durch unsere Mehrkanalstrategie mit dem weiteren Ausbau des Online-Geschäfts und dessen immer stärkere Verzahnung mit den stationären Filialen. Ausschließlich stationär operierende Nicht-Lebensmittel-Einzelhändler werden zukünftig noch stärker unter Druck geraten und weiter an Umsatz verlieren. Als Mehrkanalanbieter wird sich Galeria Kaufhof daher auch in den kommenden Jahren besser entwickeln als der vergleichbare Wettbewerb. Erwartete Ertragslage: Ausblick für die METRO GROUP und ihre SegmenteÄnderung des Geschäftsjahres und der SegmentberichterstattungWie von der Hauptversammlung am 23. Mai 2012 beschlossen, haben wir das bisher dem Kalenderjahr entsprechende Geschäftsjahr der METRO AG umgestellt. Unser Geschäftsjahr umfasst nunmehr den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 30. September des folgenden Kalenderjahres. Ebenfalls zum 1. Oktober 2013 haben wir das Immobiliensegment aufgelöst und weisen die segmentrelevanten Informationen nunmehr in den Segmenten der Vertriebslinien beziehungsweise im Segment Sonstige aus. Dementsprechend beziehen sich alle nachfolgenden Vergleiche auf - das Geschäftsjahr 2013/14 mit dem entsprechenden Pro-forma-Vorjahreszeitraum (1. Oktober 2012 bis 30. September 2013) sowie - auf die Segmentberichterstattung in ihrer neuen Struktur, das heißt ohne das Segment Immobilien PortfolioänderungenDie Vergleichbarkeit des Geschäftsjahres 2013/14 mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ist aufgrund der im Jahr 2012/13 umgesetzten beziehungsweise angekündigten Portfoliomaßnahmen nur eingeschränkt gegeben. Dies betrifft insbesondere den vertraglich vereinbarten, aber aufgrund sukzessiver Genehmigungen der zuständigen Wettbewerbsbehörden über das Jahr 2013 verteilten Verkauf unserer Aktivitäten von Real in Osteuropa (ohne Türkei). Voraussichtliche Umsatzentwicklung der METRO GROUP 2013/14Für das Geschäftsjahr 2013/14 erwarten wir - trotz der weiterhin unterdurchschnittlichen Wirtschaftsdynamik und bereinigt um die umgesetzten beziehungsweise angekündigten Portfoliomaßnahmen - ein leicht positives Gesamtumsatzwachstum. Bei der Berechnung dieser Prognose haben wir nahezu konstante Wechselkurse unterstellt. Beim flächenbereinigten Umsatzwachstum erwarten wir nach -1,3 Prozent im Vorjahr eine Trendverbesserung und einen Umsatz in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Voraussichtliche Ergebnisentwicklung der METRO GROUP 2013/14Auch die Ergebnisentwicklung wird im Geschäftsjahr 2013/14 von der weiterhin unterdurchschnittlichen Wirtschaftsdynamik geprägt sein. Dementsprechend werden wir auch 2013/14 weiterhin einen starken Fokus auf effiziente Strukturen und strikte Kostenkontrolle legen. Die bereits angekündigte Neuausrichtung der Immobilienstrategie wird sich auf das Ergebnis auswirken. Im Vorjahr waren im EBIT vor Sonderfaktoren von 2.000 Mio. € über das übliche Ausmaß hinausgehende Erträge aus Immobilienveräußerungen enthalten. Zudem reduziert sich die Vergleichsbasis um Ergebnisbeiträge aus Portfolioveränderungen. Bereinigt um diese Effekte in Höhe von insgesamt rund 300 Mio. € beträgt der vergleichbare Vorjahreswert 1,7 Mrd. €. Diesen Wert wollen wir im Geschäftsjahr 2013/14 spürbar übertreffen. Bei der Berechnung der Prognose haben wir nahezu konstante Wechselkurse unterstellt. Voraussichtliche Umsatzentwicklung der Segmente der METRO GROUP 2013/14Bei den Prognosen für die Segmente gehen wir von den bereits zuvor beschriebenen Erwartungen zur allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung sowie zu den spezifischen Branchenentwicklungen aus. Wir erwarten für unsere Vertriebslinien METRO Cash & Carry und Media-Saturn jeweils ein leicht positives Gesamtumsatzwachstum und einen flächenbereinigten Umsatz in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, wie auch für die METRO GROUP insgesamt. Auch für Real Deutschland und Galeria Kaufhof erwarten wir einen flächenbereinigten Umsatz in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Das Gesamtumsatzwachstum von Real Deutschland wird dabei auf Grund der erfolgten Straffung des Filialnetzes leicht unter dem flächenbereinigten Umsatzwachstum liegen, während es bei Galeria Kaufhof aufgrund fehlender Expansion dem flächenbereinigten Umsatzwachstum entspricht. Bei der Berechnung dieser Prognose haben wir nahezu konstante Wechselkurse unterstellt. Voraussichtliche EBIT-Entwicklung der Segmente der METRO GROUP 2013/14Das EBIT vor Sonderfaktoren wird im Geschäftsjahr 2013/14 maßgeblich von METRO Cash & Carry und Media-Saturn geprägt. Ein deutlich steigendes Ergebnis erwarten wir bei Media-Saturn. Bei METRO Cash & Carry, Real und Galeria Kaufhof erwarten wir nach Bereinigung um über das übliche Ausmaß hinausgehende Erträge aus Immobilienveräußerungen (bei METRO Cash & Carry und Galeria Kaufhof) sowie um positive Ergebnisbeiträge aus dem verkauften Real Osteuropageschäft leicht steigende Ergebnisse. Bei der Berechnung dieser Prognose haben wir nahezu konstante Wechselkurse unterstellt. Gesamtaussage des Vorstands der METRO AG zur mittelfristigen Entwicklung der METRO GROUPAuch in den kommenden Geschäftsjahren ist es unser Ziel, die positive Entwicklung der METRO GROUP bei Umsatz und Ergebnis weiter fortzusetzen. Wir wollen die Position der METRO GROUP als eines der führenden internationalen Handelsunternehmen nachhaltig ausbauen. Dabei bieten insbesondere das Mehrkanal- und das Belieferungsgeschäft große Wachstumspotenziale. Wir haben ein erfolgreiches Vertriebslinien- und Länderportfolio, qualifizierte Mitarbeiter und eine Unternehmenskultur, die Eigenverantwortung und unternehmerisches Handeln in den Vordergrund stellt. Deshalb ist die METRO GROUP für die Zukunft sehr gut aufgestellt. 14. Ergänzende Angaben für die METRO AG (gemäß HGB)Überblick über das Rumpfgeschäftsjahr 2013 und Prognose der METRO AGDie METRO AG ist als Management-Holding der METRO GROUP hinsichtlich des Geschäftsverlaufs, der Lage sowie der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken maßgeblich von der Entwicklung der METRO GROUP abhängig. Angesichts der Holding-Struktur ist - abweichend von der konzernweiten Betrachtung - die wichtigste Steuerungsgröße der METRO AG im Sinne des DRS 20 der handelsrechtliche Jahresüberschuss. Geschäftsverlauf der METRO AGDer Geschäftsverlauf der METRO AG ist wesentlich geprägt von der Entwicklung und dem Ausschüttungsverhalten ihrer Beteiligungen. Der Abschluss der METRO AG nach handelsrechtlichen Vorschriften dient als Ausschüttungsbemessungsgrundlage. Im Folgenden sind die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanz der METRO AG nach HGB dargestellt. Den Angaben zum Berichtsstichtags 30. September 2013 werden jeweils die Werte des vorangegangenen Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2012 gegenübergestellt. Ertragslage der METRO AG und GewinnverwendungGewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 2013 nach HGB scroll
Die METRO AG weist im Rumpfgeschäftsjahr ein Beteiligungsergebnis in Höhe von 347 Mio. € gegenüber 783 Mio. € im Vorjahr aus. Diese Ergebnissituation der Berichtsperiode über einen Neun-Monats-Zeitraum ist deutlich beeinflusst durch das Fehlen der positiven Ergebnisbeiträge des Weihnachts- und Jahresendgeschäfts. In den Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 478 Mio. € (12M 2012: 476 Mio. €) sind mittelbar neben Verlusten des Rumpfgeschäftsjahres aus den inländischen Aktivitäten der Vertriebslinien METRO Cash & Carry und Real auch Ergebnisse von in Vorjahren entstandenen und im Berichtszeitraum vereinnahmten Gewinnen von ausländischen Cash-and-Carry-Gesellschaften enthalten. Weiterhin enthält diese Position Gewinne aus dem Verkauf des Osteuropa-Geschäfts der Vertriebslinie Real. Im Vorjahr waren in dieser Position Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Marktaustritt von Media Markt in China enthalten. Die Erträge aus Beteiligungen ohne Gewinnabführungsvertrag in Höhe von 147 Mio. € (12M 2012: 589 Mio. €) resultieren im Wesentlichen aus Ausschüttungen von Servicegesellschaften des Konzerns sowie aus unmittelbaren Beteiligungen der METRO AG an ausländischen Cash-and-Carry-Gesellschaften. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 wurden auf Basis von Gewinnabführungsverträgen Verluste in Höhe von 138 Mio. € (12M 2012: 25 Mio. €) übernommen. Diese Verluste resultieren aus den Aktivitäten der Vertriebslinie Galeria Kaufhof sowie aus dem Bereich der Konzern-Immobilien-Servicegesellschaften im Rumpfgeschäftsjahr. Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen resultieren mit 75 Mio. € aus den internationalen Cash-and-Carry-Aktivitäten sowie mit 65 Mio. € aus dem internationalen Bereich des Lebensmitteleinzelhandels. Das Finanzergebnis beläuft sich auf -101 Mio. € (12M 2012: -124 Mio. €). Die METRO AG agiert im Rahmen des Verrechnungspreissystems als sogenannter Franchise-Geber für die Vertriebslinie METRO Cash & Carry. Die Leistungserbringung besteht hauptsächlich in der Überlassung und Weiterentwicklung von Geschäftskonzepten, Softwareanwendungen und Holdingdienstleistungen. Um diese Leistungen erbringen zu können, werden insbesondere IT-Dienstleistungen von METRO SYSTEMS erworben, die sich innerhalb der sonstigen Aufwendungen und Abschreibungen niederschlagen. Die Leistungsverrechnung erfolgt durch Berechnung einer fremdvergleichskonformen Vergütung. Die METRO AG hat im Rumpfgeschäftsjahr 2013 den nationalen und internationalen operativen Gesellschaften der Vertriebslinie METRO Cash & Carry eine sogenannte Franchise-Gebühr in Höhe von insgesamt 222 Mio. € (12M 2012: 374 Mio. €) in Rechnung gestellt. Die Franchise-Gebühr selbst ist ein in Abhängigkeit von der Nutzung der offerierten Leistungen berechneter Prozentsatz vom Umsatz und Ergebnis der operativen Gesellschaft. Diese, an Tochterunternehmen berechneten Franchise-Gebühren, reduzieren sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des kürzeren Abrechnungszeitraums sowie der fehlenden Umsatz- und Ergebnisbeiträge aus dem Weihnachts- und Jahresendgeschäft im Rumpfgeschäftsjahr. Die Erträge aus Verwaltungsleistungen für Tochterunternehmen sind angestiegen, da in der Berichtsperiode in größerem Umfang Aufwendungen aus Zentralfunktionen und Projekten der METRO AG an die Vertriebslinien berechnet wurden. Aus der Summe aller sonstigen betrieblichen Erträge, sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen der METRO AG ergab sich insgesamt ein Ergebnisanstieg gegenüber dem Vorjahr um 45 Mio. € auf 67 Mio. € zum Stichtag. Im Durchschnitt der drei Quartale des Rumpfgeschäftsjahres 2013 beschäftigt e die METRO AG 940 (12M 2012: 970) Mitarbeiter. Teilzeitbeschäftigte und Aushilfen wurden auf Vollzeitkräfte umgerechnet. Die Personalaufwendungen betragen 89 Mio. € (12M 2012: 147 Mio. €). Neben den Effekten aus dem kürzeren Berichtszeitraum des Rumpfgeschäftsjahres führten geringere Abfindungsleistungen zu diesem Rückgang der Personalaufwendungen. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 225 Mio. € (12M 2012: 498 Mio. €) und liegt damit leicht oberhalb der zu Beginn der Berichtsperiode abgegebenen Prognose für das Rumpfgeschäftsjahr 2013. Nach Einstellung von 110 Mio. € in die Gewinnrücklagen weist die Gesellschaft einen Bilanzgewinn von 137 Mio. € gegenüber 349 Mio. € im Jahr 2012 aus. Zur Verwendung des Bilanzgewinns schlägt der Vorstand der METRO AG der Hauptversammlung vor, den ausgewiesenen Bilanzgewinn von 137 Mio. € in voller Höhe in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Finanzlage der METRO AGZahlungsmittelflüsseZahlungsmittelflüsse ergaben sich im Berichtsjahr im Wesentlichen aus Finanzierungsvorgängen mit Unternehmen der METRO GROUP. Kurzfristige, zum Ende des Geschäftsjahres aus den Vertriebslinien bereitgestellte Geldanlagen betragen zum Stichtag 739 Mio. € (12M 2012: 2.088 Mio. €). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert überwiegend aus der Tatsache, dass im Vorjahreswert zum 31. Dezember 2012 die Einnahmen aus den umsatzstarken Tagen des Weihnachts- und Jahresendgeschäfts enthalten waren. KapitalstrukturPassiva scroll
Die Passivseite der Bilanz besteht mit 5.786 Mio. € (12M 2012: 5.888 Mio. €) aus Eigenkapital und mit 5.280 Mio. € (12M 2012: 7.300 Mio. €) aus Rückstellungen, Verbindlichkeiten sowie Rechnungsabgrenzungsposten. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 52,3 Prozent gegenüber 44,6 Prozent im Vorjahr. Die Rückstellungen betragen zum Berichtsstichtag 326 Mio. € (12M 2012: 375 Mio. €). Im Bereich der Verbindlichkeiten aus Anleihen ergab sich ein Rückgang um 205 Mio. € auf 2.881 Mio. €, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich leicht auf 465 Mio. € (12M 2012: 425 Mio. €). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierte sich der Bestand auf 1.491 Mio. € (12M 2012: 3.156 Mio. €). Dieser Rückgang resultiert hauptsächlich aus geringeren, von den Vertriebslinien zum Stichtag kurzfristig bereitgestellten Mitteln. Die sonstigen Verbindlichkeiten liegen zum Stichtag mit 97 Mio. € um 146 Mio. € unter dem Vorjahresbestand von 243 Mio. €. Vermögenslage der METRO AGAktiva scroll
Die Aktiva betragen zum Stichtag insgesamt 11.066 Mio. € und sind überwiegend mit 8.375 Mio. € durch Finanzanlagen, mit 1.577 Mio. € durch Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie mit 739 Mio. € durch Guthaben bei Kreditinstituten geprägt. Die Finanzanlagen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 177 Mio. € und stellen nun 75,7 Prozent der Bilanzsumme dar. Dieser insgesamt zu verzeichnende Rückgang resultiert im Wesentlichen mit 140 Mio. € aus Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen. Weiterhin wirkte sich die Rückführung von langfristigen konzerninternen Darlehen mit einem Rückgang in Höhe von 90 Mio. € aus. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen gegenüber dem Vorjahr eine Verminderung in Höhe von 515 Mio. € auf - diese Position spiegelt den kurzfristigen Finanzierungsbedarf der Konzerngesellschaften zum Stichtag wider und repräsentiert 14,3 Prozent der gesamten Aktiva. Die Position Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 1.349 Mio. € auf 739 Mio. €. Dieser Rückgang resultiert überwiegend aus geringeren, von den Vertriebslinien zum Stichtag kurzfristig bereitgestellten Mitteln. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahreswert hohe Anteile der umsatzstarken Verkaufstage aus dem Weihnachts- und Jahresendgeschäft enthalten waren. Risikosituation der METRO AGDa die METRO AG unter anderem durch Finanzierungs- und Garantiezusagen sowie durch mittel- und unmittelbare Investitionen in die Beteiligungsunternehmen weitgehend mit den Unternehmen der METRO GROUP verbunden ist, ist die Risikosituation der METRO AG wesentlich von der Risikosituation der METRO GROUP abhängig. Insoweit gelten die Aussagen zur Gesamtbewertung der Risikosituation durch die Unternehmensleitung auch als Zusammenfassung der Risikosituation der METRO AG. Prognose der METRO AGDie Entwicklung der METRO AG ist in ihrer Funktion als Holding wesentlich von der Entwicklung und dem Ausschüttungsverhalten ihrer Beteiligungen abhängig. Aus der übernommenen Funktion als Franchise-Geber wird bei positiver Entwicklung der angeschlossenen Vertriebslinien mit einem Anstieg der Franchise-Gebühren gerechnet. Bei einem zukünftig wieder durch einen Zwölf-Monats-Zeitraum einschließlich Weihnachts- und Jahresendgeschäft unterlegten Beteiligungsergebnis und einem stabilen Finanzergebnis sowie einer weitgehend unveränderten Kostenstruktur gehen wir für das Geschäftsjahr 2013/14 davon aus, zumindest auf das Ergebnisniveau vergangener Geschäftsjahre zurückzukehren, das es uns ermöglicht, eine angemessene Dividende auszuschütten. Geplante Investitionen der METRO AGIm Rahmen der Durchführung von Investitionen der METRO GROUP wird die METRO AG die Konzerngesellschaften bei Bedarf durch Anteilserhöhungen oder Ausleihungen unterstützen. Darüber hinaus können sich im Rahmen von konzerninternen Anteilstransfers Investitionen in Anteile an verbundenen Unternehmen ergeben. Erklärung zur UnternehmensführungDie Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB ist auf der Website der Gesellschaft (www.metrogroup.de) unter der Rubrik Unternehmen - Corporate Governance öffentlich zugänglich. Erklärung gemäß § 312 AktGDer Vorstand der METRO AG hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Rumpfgeschäftsjahr 2013 erstellt und am Schluss des Berichts folgende Erklärung abgegeben: „Der Vorstand der METRO AG erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt wurde. Andere berichtspflichtige Maßnahmen haben im Geschäftsjahr nicht vorgelegen." Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
5. Dezember 2013 Der Vorstand OLAF KOCH MARK FRESE PIETER HAAS HEIKO HUTMACHER BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den von der METRO AG aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Überleitung vom Periodenergebnis zum Gesamtergebnis, Eigenkapitalentwicklung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den zusammengefassten Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, den 5. Dezember 2013 KPMG AG LURWEG, Wirtschaftprüfer KLAASSEN, Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTSRATSDüsseldorf, 10. Dezember 2013Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,trotz des anhaltend schwierigen Konsumumfelds in Europa hat die METRO GROUP ihre wirtschaftliche Substanz im Rumpfgeschäftsjahr 2013 weiter gestärkt. Cashflow und Nettoverschuldung konnten deutlich verbessert werden. Das Konzern-EBIT vor Sonderfaktoren ist im Vergleich zum Vorjahr um 22 Mio. € auf 728 Mio. € gestiegen. Der Konzernumsatz entwickelte sich wie erwartet moderat und stieg - bereinigt um Portfolioveränderungen und Wechselkurseffekte - um 0,9 Prozent. Der berichtete Umsatz lag mit 46,3 Mrd. € leicht unterhalb des Vorjahres. In der erzielten Ergebnissteigerung spiegeln sich auch erste Erfolge strategischer Initiativen wider. Bei der Weiterentwicklung und Modernisierung der Geschäftsmodelle hat der Konzern im Rumpfgeschäftsjahr 2013 wesentliche Fortschritte gemacht. Dies gilt sowohl für operative Maßnahmen als auch für den Ausbau des Online- und Belieferungsgeschäfts sowie für die notwendigen Veränderungen von Strukturen, Prozessen und im Portfolio. Wir, die Mitglieder des Aufsichtsrats, haben diesen Veränderungsprozess im Berichtszeitraum kontinuierlich begleitet und durch unsere Entscheidungen aktiv unterstützt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der METRO GROUP haben bei der Transformation des Konzerns Tatkraft, Ideenreichtum und große Einsatzbereitschaft bewiesen. Gemeinsam mit dem Vorstand danken wir ihnen dafür sehr herzlich. Franz M. HanielVorsitzender des Aufsichtsrats Kurzprofil:Franz M. Haniel ist seit November 2011 Vorsitzender des Aufsichtsrats der METRO AG und hatte dieses Amt zuvor bereits von November 2007 bis Mai 2010 inne. Er wurde 1955 in Oberhausen geboren, ist Diplom-Ingenieur für Maschinenbau und hat einen MBA an der internationalen Hochschule INSEAD erworben. Er arbeitete zunächst als Berater für das Unternehmen Booz Allen Hamilton, bevor er 1986 in die Beteiligungsfirmen der Familie Quandt eintrat. Im Jahr 2000 wechselte er als Geschäftsführer zu Giesecke & Devrient, einem Hersteller von Banknoten, Sicherheitsdokumenten und Ausweispapieren. Seit 2003 ist er Vorsitzender des Aufsichtsrats der Franz Haniel & Cie. GmbH. - Informationen zu den weiteren Mitgliedern des Aufsichtsrats sind auf der Website www.metrogroup.de unter der Rubrik Unternehmen - Organe - Aufsichtsrat abrufbar.Beratung und Überwachung der GeschäftsführungDer Aufsichtsrat hat auch im Rumpfgeschäftsjahr 2013 (1. Januar bis 30. September 2013) die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung der METRO AG und des Gesamtkonzerns ausführlich beraten und die Geschäftsführung kontinuierlich überwacht. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle wesentlichen Entwicklungen der METRO GROUP unterrichtet. Die Berichterstattung des Vorstands beinhaltete insbesondere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, die Rentabilität des Unternehmens, die laufende Geschäftsentwicklung (einschließlich Abweichungen von der Planung) sowie Geschäfte von erheblicher Bedeutung. Der Aufsichtsrat hat alle ihm unterbreiteten Berichte und Unterlagen im gebotenen Maß erörtert und geprüft. Es gab keine Zweifel an der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandstätigkeit. Zu einzelnen Geschäftsvorfällen haben wir unsere Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder selbst getroffenen Regelungen notwendig war. Vom Einsichts- und Prüfungsrecht des Aufsichtsrats nach § 111 Abs. 2 Satz 1 und 2 Aktiengesetz (AktG) haben wir nicht Gebrauch gemacht, da es keine klärungsbedürftigen Sachverhalte gab. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 fanden acht Aufsichtsratssitzungen statt. Zwei Beschlussfassungen des Aufsichtsrats erfolgten in einem schriftlichen Verfahren. In meiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender stand ich zwischen den Sitzungsterminen in kontinuierlichem Austausch mit dem Vorsitzenden des Vorstands und habe mit ihm Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance des Unternehmens erörtert. Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt einen Vermerk in diesem Bericht, wenn ein Mitglied des Aufsichtsrats in einem Geschäftsjahr an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen hat. Im Berichtszeitraum gab es personelle Veränderungen im Aufsichtsrat der METRO AG. Unter anderem schied Herr Prof. Dr. Klaus Mangold im Mai 2013 aus dem Gremium aus und nahm vor diesem Hintergrund nicht an der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats im Rumpfgeschäftsjahr teil. Herr Dr. Fredy Raas wurde erst im Juli 2013 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt und konnte aufgrund dessen nicht an mindestens 50 Prozent der Sitzungen teilnehmen. Von diesen Ausnahmen abgesehen nahm kein Mitglied an weniger als der Hälfte der Sitzungen teil. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen sind, sind im Rumpfgeschäftsjahr 2013 nicht aufgetreten. Wesentliche Inhalte der Aufsichtsratssitzungen und -beschlüsse im JahresüberblickFebruar 2013In der ersten, außerordentlich einberufenen Sitzung des Rumpfgeschäftsjahres 2013 beschloss der Aufsichtsrat, Herrn Pieter Haas für die Dauer von drei Jahren zum Mitglied des Vorstands der METRO AG zu bestellen. Wir stimmten ferner dem Dienstvertrag zwischen Herrn Haas und der METRO AG sowie einer Anpassung des Geschäftsverteilungsplans für den Vorstand zu. Darin wurde Herrn Haas die Zuständigkeit für die Themen Business Innovation/New Ventures, IT Management, die IT-Dienstleistungsgesellschaft METRO SYSTEMS und Media-Saturn übertragen. Des Weiteren erörterten wir die erfolgsabhängige Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2012. Schließlich beschlossen wir, einen Berater für die Suche nach geeigneten Kandidatinnen für die Aufsichtsratswahlen der Hauptversammlung 2013 zu beauftragen. In einer weiteren außerordentlichen Sitzung am 21. Februar 2013 fasste der Aufsichtsrat Beschluss über die individuellen Leistungsfaktoren der Mitglieder des Vorstands zur Bestimmung der Höhe des Short-Term Incentive 2012 sowie über den Corporate-Governance-Bericht 2012. März 2013Schwerpunkte unserer Bilanzsitzung am 15. März 2013 waren der Jahres- und Konzernabschluss 2012, die Lageberichte der METRO AG und des Konzerns 2012, der Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung 2013 für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen 2012. An der Erörterung nahm der Abschlussprüfer teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen. Nach intensiver Erörterung beschlossen wir ferner, die Bestellung von Herrn Frans W. H. Muller zum Mitglied des Vorstands der METRO AG mit Wirkung zum Ablauf des 31. März 2013 einvernehmlich aufzuheben. Wir entschieden auch über den Abschluss eines Aufhebungsvertrags mit Herrn Muller und beschlossen den mit seinem Ausscheiden anzupassenden Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand. Weitere Themen der Sitzung waren der Bericht des Aufsichtsrats 2012, die Vorbereitung der Hauptversammlung 2013, die aktuelle Geschäftsentwicklung und der Spendenbericht des Vorstands. Vorbehaltlich der Prüferwahl durch die Hauptversammlung 2013 beschlossen wir die Prüfungsaufträge für den Jahres- und Konzernabschluss zum 30. September 2013 sowie für die prüferische Durchsicht des verkürzten Abschlusses und Zwischenlageberichts des ersten Halbjahres 2013. Wir ließen uns schließlich auch über den Status quo der Schließung von Media Markt in China und der Auseinandersetzungen mit dem Minderheitsgesellschafter der Media-Saturn-Holding GmbH informieren. Mai 2013Im Wege eines schriftlichen Verfahrens beschlossen wir Anfang Mai 2013 eine Stellungnahme zu dem Gegenantrag eines Aktionärs betreffend Tagesordnungspunkt 2 der Tagesordnung zur Hauptversammlung am 8. Mai 2013. In einer Sitzung unmittelbar vor Beginn der Hauptversammlung berichtete der Vorstand über die aktuelle Geschäftsentwicklung, den Stand der Neuausrichtung von METRO Cash & Carry sowie weitere Projekte. Der Aufsichtsrat fasste einen Beschluss über die Bevollmächtigung einer Rechtsanwaltssozietät im Zusammenhang mit der Klage eines Aktionärs auf Feststellung der Nichtigkeit des Jahresabschlusses der METRO AG zum 31. Dezember 2012 sowie vorsorglich für etwaige Anfechtungs- und/oder Nichtigkeitsklagen gegen Beschlüsse der Hauptversammlung 2013. Eine zweite Sitzung des Aufsichtsrats fand unmittelbar nach der Hauptversammlung am 8. Mai 2013 statt. Da mit dem Ende der Hauptversammlung formal für die meisten Aufsichtsratsmitglieder eine neue Amtszeit begann, waren zahlreiche Funktionen innerhalb des Gremiums neu zu besetzen. Unter anderem wählten wir Herrn Werner Klockhaus erneut zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden, Herrn Rainer Kuschewski erstmals zum Mitglied des Bilanz- und Prüfungsausschusses sowie Herrn Uwe Hoepfel erstmals zum Mitglied des Aufsichtsratspräsidiums, des Personalausschusses und des Vermittlungsausschusses. Innerhalb dieser Sitzung des Aufsichtsrats wählten die Mitglieder des Bilanz- und Prüfungsausschusses Herrn Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler erneut zu ihrem Ausschussvorsitzenden. Juni 2013Im Wege eines schriftlichen Verfahrens stimmte der Aufsichtsrat dem Verkauf eines Fachmarktcenters in der Türkei sowie damit verbundenen Investitionen für die Anmietung von Teilflächen zu. Juli 2013Unter Beteiligung von Führungskräften der Vertriebslinien des Konzerns fand im Juli eine Strategiesitzung statt, die auch eine Besichtigung des METRO Cash & Carry Großmarkts in Düsseldorf beinhaltete. Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bestand Einigkeit darüber, den bereits 2012 intensiv diskutierten Weg fortzusetzen. Die Strategie des Vorstands zielt darauf ab, den flächenbereinigten Umsatz zu steigern und eine nachhaltig positive Ergebnisentwicklung zu sichern. Die Grundlage bilden die fünf Schwerpunkte „transformieren, wachsen, optimieren, expandieren und Innovationen treiben". Sie beschreiben, wie die METRO GROUP ihr Geschäft versteht und geben allen Vertriebslinien und Gesellschaften des Konzerns eine gemeinsame Richtung: die Schaffung von Kundenmehrwert. Der Aufsichtsrat hat sich eingehend mit dem Stand der Umsetzung der wesentlichen strategischen Initiativen in verschiedenen Konzernteilen befasst. Ferner erörterten wir die aktuelle Geschäftsentwicklung und konnten feststellen, dass zahlreiche Einzelprojekte - trotz der wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen - bereits erste Erfolge zeitigen. In einer zweiten Sitzung des Aufsichtsrats im Juli wählten wir Herrn Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler zum Mitglied des Vermittlungsausschusses gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz (MitbestG). Diese Ergänzungswahl war infolge des bedauerlichen Todes von Herrn Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Erich Greipl am 2. Juli 2013 notwendig. Ferner informierte uns der Vorstand über den Status quo der Budgetplanung 2013/14 ff, über aktuelle Projekte und gerichtliche Verfahren sowie sonstige Entwicklungen. Dazu gehörten auch die Neuerungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013. Im Zusammenhang mit einer Klage wegen Anfechtung des Gewinnverwendungsbeschlusses der Hauptversammlung der METRO AG vom 5. Mai 2010 beschloss der Aufsichtsrat, für das Revisionsverfahren einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt zu bevollmächtigen. September 2013In weiterer Folge des Todes von Herrn Prof. Greipl fand in der letzten Sitzung des Rumpfgeschäftsjahres eine Ergänzungswahl für den Bilanz- und Prüfungsausschuss statt. Das Plenum wählte Herrn Dr. Fredy Raas, seit dem 31. Juli 2013 Mitglied des Aufsichtsrats, zum neuen Ausschussmitglied. Weitere Schwerpunkte der Sitzung waren die Beschlussfassungen über die vom Vorstand vorgelegte Budgetplanung, den Erwerb eines Immobilienportfolios und die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG. Die Arbeit der AusschüsseZur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat fünf Ausschüsse gebildet: Aufsichtsratspräsidium, Personalausschuss, Bilanz- und Prüfungsausschuss, Nominierungsausschuss sowie Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG. Die Ausschüsse bereiten Beschlüsse und Erörterungen des Aufsichtsrats vor. Darüber hinaus wurden innerhalb des gesetzlichen Rahmens Entscheidungszuständigkeiten auf einzelne Ausschüsse übertragen. Eine detaillierte Beschreibung der Arbeitsweise der Ausschüsse ist in der jährlichen Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB enthalten. Sie ist auf der Website www.metrogroup.de unter der Rubrik Unternehmen -Corporate Governance abrufbar. Den Vorsitz in allen Ausschüssen mit Ausnahme des Bilanz- und Prüfungsausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende. Über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschusssitzungen wird im Aufsichtsrat jeweils zeitnah berichtet. Derzeit setzen sich die Ausschüsse des Aufsichtsrats wie folgt zusammen: - Aufsichtsratspräsidium:Franz M. Haniel (Vorsitzender), Werner Klockhaus (stellv. Vorsitzender), Dr. Wulf H. Bernotat, Uwe Hoepfel - Personalausschuss:Franz M. Haniel (Vorsitzender), Werner Klockhaus (stellv. Vorsitzender), Dr. Wulf H. Bernotat, Uwe Hoepfel - Bilanz- und Prüfungsausschuss:Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler (Vorsitzender), Werner Klockhaus (stellv. Vorsitzender), Franz M. Haniel, Rainer Kuschewski, Dr. Fredy Raas, Xaver Schiller - Nominierungsausschuss:Franz M. Haniel (Vorsitzender), Jürgen Fitschen, Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler - Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG:Franz M. Haniel (Vorsitzender), Werner Klockhaus (stellv. Vorsitzender), Uwe Hoepfel, Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler Stand: 10. Dezember 2013 Bilanz- und PrüfungsausschussDie Aufgaben des Bilanz- und Prüfungsausschusses umfassen vor allem Fragen der Rechnungslegung und Abschlussprüfung sowie die Themen Risikomanagement und Compliance. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 fanden fünf Sitzungen statt. Der Vorsitzende des Vorstands und der Finanzvorstand haben an allen Sitzungen teilgenommen. Zu ausgewählten Sitzungen beziehungsweise Tagesordnungspunkten wurden der Abschlussprüfer sowie Führungskräfte der zuständigen Fachbereiche der METRO AG hinzugezogen. Der Bilanz- und Prüfungsausschuss bereitete die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats im März 2013 vor und prüfte den Jahres- und Konzernabschluss 2012, die Lageberichte sowie den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen 2012. In Anwesenheit des Abschlussprüfers erörterte das Gremium ferner die Ergebnisse der Abschlussprüfungen. Auf dieser Grundlage sprach der Bilanz- und Prüfungsausschuss konkrete Beschlussempfehlungen an den Aufsichtsrat aus; dazu zählte insbesondere, den Jahres- und Konzernabschluss 2012 zu billigen und sich dem Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung für die Verwendung des Bilanzgewinns anzuschließen. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausschussarbeit war es, die Wahl des Abschlussprüfers für das Rumpfgeschäftsjahr 2013 durch die Hauptversammlung und die zur Umsetzung des Wahlbeschlusses erteilten Aufträge vorzubereiten. Im Einzelnen waren dies die Aufträge für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Rumpfgeschäftsjahr 2013 und für die prüferische Durchsicht des verkürzten Abschlusses und Zwischenlageberichts des ersten Halbjahres 2013 (1. Januar bis 30. Juni 2013). Vor der Wahl beziehungsweise bei der Beauftragung des Abschlussprüfers sorgte der Ausschuss für die Einhaltung der einschlägigen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Jeweils vor der Veröffentlichung erörterten die Mitglieder des Bilanz- und Prüfungsausschusses den Quartalsfinanzbericht Q1 2013 sowie den Halbjahresfinanzbericht H1/Q2 2013. Weitere Themen der Ausschussarbeit waren die Budgetplanung des Vorstands, die Prüfungsplanung des gewählten Abschlussprüfers und der Stand der Abwicklung des Verkaufs von Real Osteuropa (Polen, Rumänien, Russland und Ukraine). Der Ausschuss erörterte ferner den Status eines Projekts zur Weiterentwicklung der Governance-Funktionen (Risikomanagement, interne Kontrollsysteme, Compliance und interne Revision), die kennzahlenbasierte variable Vergütung der Führungskräfte und die Änderung der Segmentberichterstattung des Konzerns zum Beginn des Geschäftsjahres 2013/14. Der Bilanz- und Prüfungsausschuss befasste sich auch mit der Konzernsteuerplanung, der Vergabe von Spenden sowie internationalen kartellrechtlichen Entwicklungen und bereitete die jüngste Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG vor. In der Sitzung des Aufsichtsrats nach der Hauptversammlung wählten die Mitglieder des Bilanz- und Prüfungsausschusses im Mai 2013 Herrn Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler erneut zum Ausschussvorsitzenden. PersonalausschussDer Personalausschuss befasst sich im Wesentlichen mit den Personalangelegenheiten des Vorstands. Im Geschäftsjahr 2013 fanden vier Ausschusssitzungen statt, davon zwei gemeinsam mit dem Aufsichtsratspräsidium. Der Personalausschuss befasste sich mit der Zusammensetzung des Vorstands, seinem Geschäftsverteilungsplan sowie dienstvertraglichen Angelegenheiten und bereitete die Entscheidungen des Aufsichtsrats vor. Hierzu zählten insbesondere die Bestellung von Herrn Pieter Haas zum Mitglied des Vorstands und der Abschluss seines Dienstvertrags sowie die Beschlussfassung über das einvernehmliche Ausscheiden von Herrn Frans W. H. Muller aus dem Vorstand und den begleitenden Aufhebungsvertrag. Ferner hat der Ausschuss die Entscheidung des Aufsichtsrats über individuelle Leistungsfaktoren der Vorstandsmitglieder vorbereitet, die Einfluss auf die Höhe der erfolgsabhängigen Vorstandsvergütung 2012 hatten. Zur Vorbereitung der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Leistungsfaktoren 2013 haben wir im Ausschuss zu Beginn des Rumpfgeschäftsjahres die persönlichen Zielsetzungen der (damals aktiven) Mitglieder des Vorstands und im Sommer 2013 einen Zwischenstand der Zielerreichung diskutiert. Für Herrn Haas wurden zeitnah nach seinem Eintritt in den Vorstand im April 2013 individuelle Ziele erörtert. Weitere wesentliche Themen der Ausschussarbeit waren der Vergütungsbericht 2012, neue Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Vorstandsvergütung sowie die Nachfolgeplanung. Schließlich befasste sich der Ausschuss turnusgemäß auch mit der Prüfung von Aufwendungen auf Basis der für den Vorstand geltenden Reisekostengrundsätze. AufsichtsratspräsidiumDas Aufsichtsratspräsidium befasst sich mit der Konzern- und Regionalstrategie, der Überwachung der Einhaltung von Rechtsvorschriften und der Anwendung des Deutschen Corporate Governance Kodex. Unter Beachtung von § 107 Abs. 3 Satz 3 AktG beschließt das Präsidium über eilige Angelegenheiten und solche, die ihm der Aufsichtsrat zur Beschlussfassung übertragen hat. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 tagte das Aufsichtsratspräsidium zweimal, jeweils gemeinsam mit dem Personalausschuss. Im Zuge der gemeinsamen Beratungen mit dem Personalausschuss erörterte das Präsidium Fragen der Unternehmensstrategie. Weitere wesentliche Themen des Präsidiums waren die Corporate Governance der METRO GROUP einschließlich des Corporate-Governance-Berichts 2012 und die Vorbereitung der jüngsten Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG. Beschlussfassungen über eilige oder durch den Aufsichtsrat übertragene Angelegenheiten waren nicht erforderlich. NominierungsausschussAufgabe des Nominierungsausschusses ist es, dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung zu nennen. Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 tagte der Nominierungsausschuss dreimal. Zwei dieser Sitzungen dienten der Vorbereitung der Aufsichtsratswahlen in der Hauptversammlung am 8. Mai 2013. Auf Empfehlung des Nominierungsausschusses hat das Plenum der Hauptversammlung die Wiederwahl der Herren Dr. Wulf H. Bernotat, Jürgen Fitschen, Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Erich Greipl, Mattheus P. M. (Theo) de Raad und Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler sowie die erstmalige Wahl von Baroness (vormals Dame) Lucy Neville-Rolfe DBE CMG vorgeschlagen. Die Vorschläge wurden angenommen. Nach dem Tod von Herrn Prof. Greipl hat sich der Nominierungsausschuss für eine gerichtliche Bestellung von Herrn Dr. Fredy Raas zum Mitglied des Aufsichtsrats ausgesprochen. Die gerichtliche Bestellung von Herrn Dr. Raas erfolgte antragsgemäß befristet bis zum Ende der Hauptversammlung am 12. Februar 2014; der Hauptversammlung 2014 soll Herr Dr. Raas sodann zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagen werden. VermittlungsausschussDer Vermittlungsausschuss erarbeitet Vorschläge für die Bestellung oder Abberufung von Mitgliedern des Vorstands in den nach § 31 MitbestG vorgesehenen Fällen. Eine Sitzung des Vermittlungsausschusses war auch im Rumpfgeschäftsjahr 2013 nicht erforderlich. Corporate GovernanceÜber die Corporate Governance der METRO GROUP berichten Vorstand und Aufsichtsrat im Corporate-Governance-Bericht für das Rumpfgeschäftsjahr 2013. Der Bericht wird zusammen mit der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB auch auf der Website www.metrogroup.de unter der Rubrik Unternehmen - Corporate Governance veröffentlicht. Vorstand und Aufsichtsrat der METRO AG haben ihre jüngste Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG im September 2013 abgegeben und den Aktionären auf der Website www.metrogroup.de dauerhaft zugänglich gemacht. Die Erklärung ist ferner im Corporate-Governance-Bericht 2013 vollständig wiedergegeben. Jahres- und Konzernabschluss, Bericht über die Beziehungen zu verbundenen UnternehmenDen vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der METRO AG für das Rumpfgeschäftsjahr 2013 unter Einbeziehung der Buchführung, den von der METRO AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) - wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind - aufgestellten Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht der METRO AG und des Konzerns für das Rumpfgeschäftsjahr 2013 hat die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer berichtete schriftlich über das Ergebnis der Prüfung. Wir, der Aufsichtsrat, haben den Jahresabschluss der METRO AG und den Konzernabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr 2013, den zusammengefassten Lagebericht der METRO AG und des Konzerns für das Rumpfgeschäftsjahr 2013 sowie den Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung 2014 für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Diese Unterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden uns hierfür rechtzeitig vorgelegt und in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 10. Dezember 2013 eingehend erörtert und geprüft. Der an der Sitzung teilnehmende Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand uns auch in Abwesenheit des Vorstands für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Wesentliche Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, bezogen auf den Rechnungslegungsprozess, lagen nach Einschätzung des Prüfers nicht vor. Der Prüfer informierte auch über Leistungen, die er zusätzlich zu den Abschlussprüfungsleistungen erbracht hat. Umstände, nach denen die Besorgnis der Befangenheit bestehen könnte, lagen nach Information des Abschlussprüfers nicht vor. Wir haben uns dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers angeschlossen und auf der Grundlage unserer eigenen Prüfung festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Wir teilen insbesondere die im zusammengefassten Lagebericht der METRO AG und des Konzerns enthaltenen Beurteilungen des Vorstands und haben die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse gebilligt, womit der Jahresabschluss der METRO AG festgestellt worden ist. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns haben wir uns nach sorgfältiger Abwägung der zu berücksichtigenden Interessen angeschlossen. Gemäß § 312 AktG hat der Vorstand der METRO AG einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen für das Rumpfgeschäftsjahr 2013 (kurz „Abhängigkeitsbericht") erstellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis der Prüfung schriftlich berichtet und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: „Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." Der Abhängigkeitsbericht lag uns zusammen mit dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers rechtzeitig vor und wurde in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 10. Dezember 2013 eingehend erörtert sowie insbesondere auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Der an der Bilanzsitzung teilnehmende Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung des Abhängigkeitsberichts und stand uns auch in Abwesenheit des Vorstands für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Wir haben uns dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers angeschlossen und als Ergebnis unserer eigenen Prüfung abschließend festgestellt, dass keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben sind. Die vorstehend beschriebenen Prüfungen der Abschlussunterlagen durch den Aufsichtsrat sind durch seinen Bilanz- und Prüfungsausschuss in dessen Sitzung am 9. Dezember 2013 intensiv vorbereitet worden. Der Abschlussprüfer nahm auch an dieser Ausschusssitzung teil, erläuterte seine wesentlichen Prüfungsergebnisse und stand für Fragen zur Verfügung. Der Bilanz- und Prüfungsausschuss empfahl dem Aufsichtsrat, die durch den Vorstand aufgestellten Abschlüsse zu billigen und sich dem Gewinnverwendungsvorschlag anzuschließen. PersonaliaDer Aufsichtsrat der METRO AG setzt sich aus 20 Mitgliedern zusammen, von denen jeweils zehn durch die Hauptversammlung und zehn durch die Arbeitnehmer gewählt werden. Mit Beendigung der Hauptversammlung am 8. Mai 2013 lief die Amtsperiode von 16 Mitgliedern des Aufsichtsrats ab (davon sechs Vertreter der Aktionäre). Durch Beschluss der Hauptversammlung wurden die Herren Dr. Wulf H. Bernotat, Jürgen Fitschen, Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Erich Greipl, Mattheus P. M. (Theo) de Raad und Dr. jur. Hans-Jürgen Schinzler erneut zu Mitgliedern des Aufsichtsrats bestimmt. Erstmals in den Aufsichtsrat der METRO AG gewählt wurde Baroness (vormals Dame) Lucy Neville-Rolfe DBE CMG. Herr Prof. Dr. Klaus Mangold schied nach langjähriger Mitgliedschaft mit dem Ende der Hauptversammlung 2013 aus dem Aufsichtsrat aus. Die Arbeitnehmervertreter wurden am 21. März 2013 durch die Delegiertenversammlung gewählt. Die Herren Ulrich Dalibor, Hubert Frieling, Andreas Herwarth, Uwe Hoepfel, Werner Klockhaus, Rainer Kuschewski, Xaver Schiller sowie die Damen Gabriele Schendel und Angelika Will wurden wiedergewählt. Frau Susanne Meister wurde erstmals Mitglied des Gremiums. Herr Peter Stieger schied nach langjähriger Mitgliedschaft mit dem Ende der Hauptversammlung 2013 aus dem Aufsichtsrat aus. Der Aufsichtsrat dankt den Herren Prof. Dr. Klaus Mangold und Peter Stieger sehr herzlich für ihr großes Engagement. Beide Herren haben die Entwicklung der METRO GROUP über viele Jahre begleitet und die Arbeit des Aufsichtsrats durch ihren reichen Erfahrungsschatz in besonderer Weise unterstützt. Am 2. Juli 2013 verstarb Herr Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Erich Greipl, Geschäftsführer der Otto Beisheim Group GmbH & Co. KG, der dem Aufsichtsrat der METRO AG seit 1996 angehörte. Mit ihm verloren Vorstand und Aufsichtsrat einen renommierten Handelsexperten, hochgeschätzten Wegbegleiter und großartigen Menschen. Als sein Nachfolger trat durch Beschluss des Amtsgerichts Düsseldorf am 31. Juli 2013 Herr Dr. Fredy Raas in den Aufsichtsrat ein.
Düsseldorf, 10. Dezember 2013 Der Aufsichtsrat FRANZ M. HANIEL, Vorsitzender |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||