Ad-hoc | 8 September 1998 09:00
Ad hoc-Service: Österr. Elek.-Wirt.-AG
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VERBUND – IAS – Halbjahresbericht 1998
Umsatz: 10.246,5(-0,4%)
Die Stromerloese verringerten sich um 50,6 Mio.ATS (-0,5%) auf 9.780,7 Mio.ATS,
wobei auch der mengenmaeßige Absatz um 1,9% zurueckging. Diese Entwicklung ist
auf die auf-grund der unterdurchschnittlichen Wasserfuehrung verringerte
Stromerzeugung zurueckzufuehren. Die durch die langanhaltende Trockenheit
bedingte unterdurchschnittliche Wasserfuehrung (Hydraulizitaet 0,85 vs. 0,98)
fuehrte zu einer Erhoehung der Strombezuege um 202,1 Mio.ATS (8,7%)
auf 2.535,2 Mio.ATS. Aufgrund der kontinuierlich weiter verringerten
Eigenerzeugung in den thermischen Kraftwerken wurde der Brennstoffeinsatz
auch gegenueber dem Vorjahr um 47,6 Mio.ATS reduziert.
Personalaufwand: 3.325 (+19,5%)
Die im Personalaufwand enthaltenen Loehne, Gehaelter und sozialen Nebenkosten
konnte trotz einer 2,1%-igen Kollektivvertragserhoehung um 3,3% auf
1.928,5 Mio.ATS verringert werden. Der Anstieg des ausgewiesenen
Abfertigungs- und Pensionsaufwands um 606,4 Mio.ATS ist im wesentlichen
ein Einmaleffekt aus der Ausweitung des Vorruhestandsmodells (+867,1Mio.ATS)
sowie aus den zu erwartenden Ertraegen aus der Pensionsabfindungsaktion
(-357,5 Mio.ATS). Der durchschnittliche Mitarbeiterstand verringerte
sich gegenueber 30. Juni 1997 um 213 Personen (-4,8%) per 30. Juni 1998
auf 4.257 Mitarbeiter. Die Abschreibungen erhoehten sich gegenueber dem
Vergleichswert des Vorjahres um 5,6%, wobei außerplanmaeßige Abschreibungen
in Hoehe von 84 Mio. ATS anzusetzen waren. Aufgrund der weitergefuehrten
intensiven Kosteneinsparungsmaßnahmen ist beim sonstigen Aufwand ein Absinken
um 2,9 % zu verzeichnen.
Operatives Ergebnis: 1.430,3 (-35,7%)
Die leicht nachgebenden Umsaetze fuehrten in Verbindung mit den
witterungsbedingten hoeheren Strombezuegen und den aufgrund der forcierten
Personalabbaumaßnahmen kurzfristig gestiegenen Personalkosten zu einer
Verringerung des operativen Ergebnisses um 792,6 Mio.ATS.
Konzern – Finanzergebnis: -277,9 Mio. ATS (vs. -1.454,3 oder +80,9%)
Im ersten Halbjahr 1997 waren bewertungsbedingte Kursverluste von 466 Mio.ATS
anzusetzen, waehrend im ersten Halbjahr 1998 nicht realisierte Kursgewinne
von 511,7 Mio.ATS verbucht wurden. Durch das gesunkene Zinsniveau, ein
verbessertes Beteiligungsergebnis und durch die Veranlagung liquider Mittel
im ersten Halbjahr 1998 konnte zusaetzlich zu den Fremdwaehrungseffekten eine
weitere Verbesserung des Finanzerfolgs um 198,7 Mio.ATS erreicht werden.
Gewinn vor Ertragsteuern 1.152,4 (vs. 768,6 oder +49,9%)
Der durch das verringerte Investitionsvolumen reduzierte
Investitionsfreibetrag sowie der erhoehten Abgrenzungsbedarf fuer latente
Steuern (502,4 Mio.ATS) fuehrt zu einem gegenueber dem Vorjahr
um 263,3 Mio. ATS erhoehten Steueraufwand von 658,3 Mio.ATS.
Gewinn nach Ertragsteuern: 494,1 Mio. ATS (vs. 373,6 oder +32,2%)
Operativer Konzern – Cash-flow: 2.850 Mio.ATS (vs. 3.077 Mio.ATS).
Investitionen ins SAV: 1.054,8 (vs. 1.231 oder -19%)
Nach oesterreichischen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) ergibt sich
ein negatives Halbjahresergebnis im Ausmaß von – 637,5 Mio. ATS.
Im Unterschied zu International Accounting Standards mußte nach HGB
eine Minderdotierung der Pensionsrueckstellung im Zuge der
Pensionsabfindungsaktion aufgeholt werden. Mit der Neueinfuehrung der
Rechnungslegung nach IAS im Jahr 1996 wurde dieses Erfordernis im
internationalen Abschluß bereits vollstaendig erfuellt.
Ein weiterer Unterschied besteht im Ausweis des Finanzergebnisses.
Waehrend nach HGB im Zuge der Einfuehrung des EURO aus kaufmaennischer
Vorsicht die Fremdwaehrungskursgewinne nicht ausgewiesen wurden, ist
diese Vorgangsweise nach IAS (Stichtagsprinzip) nicht zulaessig.
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