Ad-hoc | 28 August 1998 08:17
Ad hoc-Service: VOEST-Alpine Stahl AG
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VOEST-ALPINE STAHL KONZERN:
BESTES QUARTALSERGEBNIS SEIT BÖRSENGANG
Geschäftsjahr 1998/99 mit weiterer Gewinnsteigerung
Die Entwicklung des VOEST-ALPINE STAHL-Konzerns in den ersten
drei Monaten des Geschäftsjahres 1998/99 (April bis Juni 1998)
läßt sich in wenigen Worten zusammenfassen: ‘Es war ein
hervorragendes 1. Quartal, das mit dem besten Quartalsergebnis
seit dem Börsengang im Herbst 1995 abgeschlossen werden
konnte’, sagt der Vorstandsvorsitzende der börsennotierten
VOEST-ALPINE STAHL AG, Dr. Peter Strahammer anläßlich der
Veröffentlichung des Quartalsberichtes zum 30. Juni 1998.
Der Betriebserfolg (EBIT) konnte mit 903 Mio. ATS gegenüber dem
Vergleichswert des 1. Quartals 1997/98 mehr als verdoppelt
werden. Gründe dafür waren die Vollauslastung aller Kapazitäten
durch eine anhaltend hohe Nachfrage, gute Preise in allen
wesentlichen Produktsegmenten und das Wirksamwerden der
Kostenvorteile aus den Großinvestitionen der vergangenen Jahre.
Der Geschäftsverlauf
Die Entwicklung der Rohstahlproduktion im Detail:
Rohstahlproduktion (in 1. Quartal 1997/98 1. Quartal
Tonnen) 1998/99
Flachprodukte (Linz) 905.000 877.000
Langprodukte (Donawitz) 312.000 316.000
Konzern gesamt
1.217.000 1.193.000
Die gegenüber dem 1. Quartal 1997/98 etwas geringere
Rohstahlproduktion in Linz ist auf einen mehrtägigen
Produktionsausfall zurückzuführen. Dieser Ausfall konnte durch
Zukäufe von Rohstahlbrammen allerdings kompensiert werden.
Die Versandmengen zeigen eine weiter steigende Tendenz:
Versandmengen (in 1. Quartal 1997/98 1. Quartal
Tonnen) 1998/99
Flachprodukte 888.000 914.000
Langprodukte 288.000 297.000
Konzern gesamt
1.176.000 1.211.000
Das Preisniveau des 1. Quartals des laufenden Geschäftsjahres
lag insgesamt um 7 Prozent über dem Durchschnitt des gesamten
Geschäftsjahres 1997/98 bzw. um rund 3 Prozent über dem des
letzten Quartals des abgelaufenen Geschäftsjahres.
Die positive operative Entwicklung findet auch einen
entsprechenden Niederschlag in den wesentlichen finanziellen
Kennziffern des Konzerns und der beiden Produktionsdivisionen
(Darstellung jeweils konsolidiert):
Fl
ach Lang Konzern gesamt
in Mio. 1. Qu. 1. Qu. 1. Qu. 1. Qu. 1.Qu. 1. Qu.
ATS 1997/98 1998/99 1997/98 1998/99 1997/98 1998/99
Umsatz 6.810
7.315 2.027 2.293 8.628 9.365
EBITD*)858
1.323 174 225 1.013 1.517
EBIT 356
(Betriebse 780 110 154 446 903
rfolg)
*) Betriebserfolg vor Abschreibungen
Der konsolidierte Konzernumsatz liegt mit 9,4 Mrd. ATS um 8,5
Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres, der
Betriebserfolg vor Abschreibungen (EBITD) mit 1,5 Mrd. ATS um
50 Prozent und der Betriebserfolg (EBIT) übertrifft mit 903
Mio. ATS den Vorjahreswert sogar um 102 Prozent.
Der VOEST-ALPINE STAHL-Konzern beschäftigte zum 30. Juni 1998
14.471 Mitarbeiter, was gegenüber dem Ende des letzten
Geschäftsjahres (31. März 1998) einer – konjunkturbedingten –
Erhöhung um 55 Mitarbeiter entspricht.
‘So erfreulich diese Entwicklung ist, muß ergänzend darauf
hingewiesen werden, daß das zweite Kalenderquartal traditionell
das nachfragestärkste in der Stahlindustrie ist. Von einer
Wiederholung dieses Ergebnisses im laufenden, schon aufgrund
von Urlaubszeit und Werksferien strukturell schwächeren
Sommerquartal darf nicht ausgegangen werden’, stellt Strahammer
klar.
AUSBLICK – WEITERE ERGEBNISVERBESSERUNG GEGENÜBER 1997/98
Aufgrund der gebuchten Aufträge, insbesondere aus den
längerfristigen Verträgen, kann bis Ende des laufenden
Geschäftsjahres von einer weiterhin guten Auslastung
ausgegangen werden. Da mehr als 50 Prozent des Umsatzes aus
längerfristigen, meist Jahresverträgen resultieren, sollten in
diesem Bereich die durchschnittlichen Erlöse bis Ende des
Jahres auf einem attraktiven Niveau bleiben.
Differenzierter stellt sich die Situation im Bereich des
kurzfristigen Geschäftes, insbesondere bei den
Quartalsabschlüssen, dar. Hier sind zuletzt die Preise von
Warmbreitband, Kaltband und Grobblech sowie die Erlöse bei
Rohren, Profilen und Walzdraht infolge von verstärkten Importen
aus Südostasien bzw. Zentral- und Osteuropa teilweise deutlich
unter Druck geraten. In diesen Bereichen muß daher jedenfalls
bis zum Jahresende mit einem sinkenden Preisniveau gerechnet
werden.
Wenn das Qualitätsprogramm des VOEST-ALPINE STAHL-Konzerns auch
nicht unmittelbar durch diese Commodity-Importe bedroht ist,
wirken diese sich doch letztlich auf das Preisniveau insgesamt
negativ aus, sodaß auch im oberen Qualitätsbereich
Preiseinbußen zu befürchten sind. Derzeit halten sich freilich
die Preise für verzinkte und beschichtete Bleche sowieSchienen
weiterhin auf einem stabil guten Niveau.
Aus heutiger Sicht ist noch nicht absehbar, wie sich die Mengen
und Preise für das 4. Quartal des Geschäftsjahres (erstes
Kalenderquartal 1999) entwickeln werden. Dies wird sehr stark
vom Ausgang der Verhandlungen über die Jahresverträge 1999
(Automobilindustrie, Hausgeräteindustrie, Rohstoffe), die im
Herbst dieses Jahres anstehen, abhängen, sowie von der weiteren
Entwicklung in Südostasien und Rußland.
Alles in allem rechnet der Vorstand der VOEST-ALPINE STAHL AG
jedoch weiterhin mit einem Ergebnis für das Geschäftsjahr
1998/99, welches sowohl in den operativen Kennzahlen als auch
im Jahresüberschuß über den Werten des Geschäftsjahres 1997/98
liegen wird.
Keine neuen Entwicklungen ergeben sich aktuell in Polen.
Intensivere Privatisierungsverhandlungen über die polnische
Stahlindustrie zeichnen sich erst ab September ab.
Linz, 28. August 1998
Ende der Mitteilung