Ad-hoc | 23 October 1998 07:36
Ad hoc-Service: Wienerberger Baustoffind.
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Ad hoc-Service: Wienerberger Baustoffind.
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Presseinformation
Ergebnisse zum 3. Quartal 1998
Wienerberger mit insgesamt guten Erträgen –
schwierigere Marktsituation begünstigt
Expansion
EBIT 1-9 / 1998 (nach IAS): 1,9
Milliarden ATS
Aufwärtstrend im dritten Quartal
abgeschwächt
Verschärfung des Preiskampfes in
Deutschland und Österreich
Ungebremst positive Entwicklung in den
Reformstaaten
Konsequenter Marktaufbau in Polen und
Kroatien
Bedeutende antizyklische Expansionsschritte:
BTS-Gruppe in Deutschland, Grobkeramik-
Aktivitäten von Keramik Laufen in
Frankreich und Schweiz, 29.8%-Beteiligung an
Ibstock plc in Großbritannien und USA
Wienerberger hat sich heuer in den
ersten neun Monaten insgesamt gut
entwickelt. Der Umsatz erreichte 12,1
Mrd. ATS. Davon stammen bereits mehr
als 75% aus dem Kerngeschäft Ziegel
und Rohre.
Das erstmals nach International
Accounting Standards ermittelte
Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich
um 26% auf 1.907 Mio. ATS. Die
Verbesserung beruht allerdings
auf der unterschiedlichen Behandlung
außerordentlicher Ergebnisse.
Das um außerordentliche Ergebnisse
bereinigte EBIT der industriellen
Aktivitäten hat sich gegenüber dem
Vorjahr nur um 8% auf 1,5
Milliarden ATS verbessert. Unsere
höher gesteckten Erwartungen wurden
damit im dritten Quartal nicht
erfüllt, da das konjunkturelle Umfeld
insgesamt schwieriger geworden ist.
Im Kernbereich Wand-, Decken- und
Dachsysteme ist in Deutschland aufgrund
von anhaltenden Überkapazitäten die
angestrebte Preisstabilisierung noch
nicht eingetreten. Auch in den
Nachbarmärkten Österreich und
Niederlande geraten die Preise unter
Druck. Wir sehen diese Probleme als
Chance für die Festigung und den
Ausbau unserer Marktstellung.
Unsere antizyklische Expansionsstrategie
in diesem Raum führt zwar zu
vorübergehenden Ergebniseinbußen, ist
aber eine gute Investition für die
Zukunft.
Hingegen hat sich in Osteuropa die
positive Ergebnisentwicklung auch im
dritten Quartal ungebrochen
fortgesetzt. Die Krise in Rußland
hatte keine Auswirkungen auf das
Ziegelgeschäft in den Reformstaaten.
Die Ergebnisse sind dort weiter um über
50% gestiegen. Unsere Aufbauarbeit in
Polen und Kroatien wird daher forciert:
bis Ende 1999 sollten Marktanteile von
jeweils 30% erreicht sein.
Im Kerngeschäft Rohrsysteme und
Abwassertechnik konnte das EBIT von 99
auf 169 Mio. ATS verbessert werden.
Alle Bereiche Pipelife, Semmelrock
und Far East – haben dazu beigetragen;
das Joint-venture Steinzeug GmbH
(24,9%) lieferte ebenfalls einen
positiven Beteiligungsertrag.
Allerdings wurde auch die Gesamt-
Performance des Rohrbereiches von der
allgemein schwierigeren Konjunkturlage
in Westeuropa gedämpft.
Die Treibacher Industrie AG erzielte
mit 387 Mio. ATS das beste Ergebnis in
ihrer 100jährigen Geschichte. Dies
entsprach einer Verbesserung um 65%.
Im Immobilienbereich wurde im dritten
Quartal der für heuer geplante
Ergebnisbeitrag von 182 Mio. ATS aus
dem Projekt Wienerberg City
realisiert. Im Rahmen des 50/50 Joint-
ventures mit der Immofinanz Immobilien
Anlagen AG konnte inzwischen
planmäßig mit dem Bau des
Großprojektes Vienna Twin Tower
begonnen werden.
Für das Gesamtjahr erwarten wir
jedenfalls eine Verbesserung des
Betriebsergebnisses im
industriellen Bereich. Die ursprünglich
sehr hoch gesteckten Erwartungen werden
aber aufgrund der schwieriger
gewordenen Rahmenbedingungen
voraussichtlich nicht zu erreichen sein.
Unsere industrielle Aufbauarbeit in
Osteuropa, unsere antizyklischen
Expansionsschritte in Westeuropa und
unsere strategisch ent-scheidenden
Akquisitionen sind bedeutsame
Investitionen für die Zukunft. Sie
werden uns unserer Vision einen großen
Schritt näher bringen: Wienerberger,
eine international führende
Baustoffgruppe mit Nr. 1 Positionen in
ihren Märkten.
Wienerberger Baustoffindustrie AG
Der Vorstand
Wien, 23. Oktober 1998
Beilage:
Kennzahlenblatt 1-9 1998
nach Geschäftsbereichen
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