![]() CO.DON AGTeltowKonzernzwischenabschluss 1. Januar bis 30. Juni 2019CO.DON AG 01 DIE CO.DON-AKTIEAKTIENVERLAUF FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2019Das Geschäftsjahr 2018 schloss die CO.DON-Aktie am 28. Dezember 2018 mit einem Kurs
von EUR 3,15 ab. Bereits zum Jahresanfang 2019 konnte die CO.DON-Aktie an Aufschwung
gewinnen, nachdem das Unternehmen zwei positive Meldungen im Hinblick auf die weitere
strategische Umsetzung der Internationalisierung vermeldete, die mögliche Kooperation
zwischen der CO.DON AG und dem Großaktionär Bauerfeind zur Markterschließung in Frankreich
und die geplante Auslizensierung von co.don chondrosphere® nach Russland. Der weitere Verlauf des ersten Quartals 2019 wurde durch die Internationalisierungsstrategie
der CO.DON AG geprägt. Unter anderem wurden Pläne zur Strategie- und Produktausweitung
sowie die Prüfung eines Markteintritts in den nordamerikanischen Markt bekannt gegeben.
Der Aufwärtstrend der CO.DON-Aktie hielt an und führte innerhalb des ersten Quartals
zu einem Kursplus von rund 31,98%. Am 29. März 2019 wurde das erste Quartal des Geschäftsjahres
2019 mit einem Kurs von EUR 4,16 abgeschlossen. Mit Beginn des zweiten Quartals wurde die Meldung über die Zulassung des Arzneimittels
Spherox für die Schweiz bekannt gegeben. Am 12. April 2019 markierte die Aktie das Halbjahreshoch bei EUR 5,26. Die Ende April
veröffentlichten Zahlen des Geschäftsjahres 2018 zeigen einen unter Vorjahresniveau
liegenden Umsatz, unter anderem begründet durch das im Geschäftsjahr 2018 nur langsam
anlaufende Auslandsgeschäft. In der Quartalsbetrachtung des weiteren Aktienkursverlaufs zeigte sich ein leichter
Abwärtstrend. Am 6. Mai 2019 beschloss die CO.DON AG eine Bezugsrechtskapitalerhöhung
gegen Bareinlage, von rund EUR 1,2 Mio. des Grundkapitals. Durch die übereinstimmende
Ausgabe von neuen Stückaktien wurde keine Adjustierung des rechnerischen Anteils der
Aktien notwendig. Am 29. Juni 2019 schloss die CO.DON-Aktie bei EUR 4,00, was einem
Plus von 27,02% im ersten Halbjahr 2019 entspricht. Damit kann die CO.DON-Aktie eine
positive Entwicklung nachweisen, nachdem die Kursentwicklung im ersten Halbjahr 2018
rund -21,48% betrug. Der Durchschnittskurs an der Börse Xetra der CO.DON-Aktie lag im Berichtszeitraum
bei EUR 4,20 und lag damit unter dem Vorjahresniveau von EUR 7,09 (in H1 2018). Das
auf der Xetra gehandelte durchschnittliche Handelsvolumen in H1 2019 lag bei 21.370
Aktien pro Tag. Der gehandelte Gegenwert betrug rund TEUR 90 pro Tag. Die Research Häuser Sphene Capital (München) sowie Warburg Research (Hamburg) bestätigten
im Berichtszeitraum ihr Buy-Rating für die Aktie der CO.DON AG. Am 12. Juni 2019 nahm
erstmalig die MainFirst (Frankfurt am Main) die Coverage der CO.DON-Aktie auf und
gab der CO.DON-Aktie ein Outperform-Rating. Das Kursziel wurde auf EUR 9,10 angesetzt.
Warburg Research sowie Sphene Capital passten ihre Kursziele auf EUR 9,30 je Aktie
(Sphene Capital, vorher EUR 9,60 je Aktie) bzw. EUR 10,80 je Aktie (Warburg Research,
vorher EUR 11,50 je Aktie) an. 02 KONZERNZWISCHEN-LAGEBERICHTDie CO.DON AG hat für das Geschäftsjahr 2018 erstmalig einen Konzernabschluss nach
International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind,
aufgestellt. Der vorliegende Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019 berichtet
über das erste Halbjahr 2019 sowie die Vorjahresvergleichsperiode nach IFRS. Die Berichterstattung
zum 30. Juni 2018 erfolgte damals noch nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches
(HGB). Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen des vorliegenden Konzernzwischenabschlusses
mit dem veröffentlichten Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2018 sind daher nur
sehr eingeschränkt möglich. 1. ENTWICKLUNG DES WIRTSCHAFTLICHEN UMFELDESDas erste Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres zeigt sich in Hinblick auf die generelle
konjunkturelle Entwicklung sowohl im In- als auch im Ausland zweigeteilt: Die Binnenkonjunktur
flachte nach einem wachstumsstarken ersten Quartal 2019 im zweiten Quartal ab. Gründe
dafür waren vor allem ungelöste Handelskonflikte zwischen den Vereinigten Staaten,
Europa und China, wachsende Spannungen zwischen den USA und dem Iran und die jüngsten
Entwicklungen im Vereinigten Königreich. Für das außenwirtschaftliche Gesamtumfeld werden die Konjunkturaussichten aufgrund
der politischen Risiken ebenfalls eher pessimistisch eingeschätzt. Diese Einschätzung
betrifft nicht nur die Eurozone, sondern auch die USA und China (Bauer, 2019; Sachverständigenrat
zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, 2019). Für die CO.DON Group gestaltete sich das erste Halbjahr trotz des schwierigen Marktumfeldes
erfolgreich. CO.DON konnte seine Geschäftsstrategie erfolgreich weiterentwickeln.
Im deutschen Markt verzeichnete CO.DON durch erhöhte Aktivitäten im Klinikumfeld und
gleichzeitige Gremienarbeit auf gesundheitspolitischer Ebene eine zunehmende Produktnachfrage
und konnte den Umsatz im Vorjahresvergleich moderat steigern. CO.DON hat sein nationales und internationales Vertriebsnetzwerk weiter ausgebaut
und agiert hier je nach länderspezifischen Gegebenheiten mit Vertriebspartnerschaften
oder eigenem Vertriebspersonal. Allerdings haben die im EU-Umfeld geschlossenen Verträge
umsatzbezogen noch eine geringe Wirkung. Die Umsatzerlöse wurden nahezu vollständig
in Deutschland erzielt, Großbritannien trug mit 1,7% zum Umsatz bei. Hier erwartet
CO.DON für das zweite Halbjahr aufgrund der bereits erfolgten Behandlungen und in
Kultur befindlichen Produkten eine Erhöhung der im Ausland erzielten Umsatzerlöse. Für die Wirtschafträume außerhalb Europas setzt CO.DON auf die Vergabe von Lizenzen
und konnte im Berichtszeitraum eine erste Lizenzvereinbarung umsetzen. Die CO.DON AG steht im Fokus von in den USA ansässigen Großinvestoren und von potentiellen
Partnerunternehmen für die Märkte Nordamerikas und den US-amerikanischen Markt. Entsprechend
der Unternehmensstrategie werden mögliche Optionen für weitere Beteiligungen und Partnerschaften
daher gegenwärtig sorgfältig evaluiert. 2. WICHTIGE EREIGNISSE IM BERICHTSZEITRAUMIm Folgenden werden die wichtigsten Ereignisse im Berichtszeitraum dargestellt. AufsichtsratHerr Dr. Bernd Wegener, Aufsichtsratsmitglied der CO.DON AG, hat sein Mandat als Mitglied
des Aufsichtsrates der CO.DON AG mit Wirkung zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung
2019 am 12. Juni 2019 niedergelegt. Die Hauptversammlung beschloss die Wahl von Herr
Univ.-Prof. Dr.-lng. habil. Prof. e.h. mult. Dr. h.c. mult. Hans-Jörg Bullinger, Professor
für Technologiemanagement und ehemaliger Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, wohnhaft
in Stuttgart, in den Aufsichtsrat der CO.DON AG mit Wirkung zum Ablauf der ordentlichen
Hauptversammlung am 12. Juni 2019. ManagementRalf Jakobs führte das Unternehmen von Januar 2018 bis Mai 2019 als alleiniges Mitglied
des Vorstands. Im Februar 2019 wurde Tilmann Bur vom Aufsichtsrat der CO.DON AG mit
Wirkung zum 1. Juni 2019 als weiteres Vorstandsmitglied bestellt. Er verstärkt die
Führungsriege und verantwortet die Bereiche Marketing, Marktzugang und Vertrieb. Herr
Bur ist ein international erfahrener Vertriebs- und Marketingmanager und seit 20 Jahren
für Medizintechnik- und Biotechnologie-Unternehmen, insbesondere im Klinikmarkt, mit
Schwerpunkt Deutschland und internationale Märkte, tätig. Herr Jakobs leitet alle
weiteren Geschäftsbereiche und fungiert als Sprecher des Vorstands. Ein Team von Branchenspezialisten
unterstützt den Vorstand bei der Entwicklung und Umsetzung der Unternehmensstrategie.
Als Vice Presidents sind sie für ihre Bereiche verantwortlich und bilden das Executive
Committee. FinanzenDie CO.DON AG, Berlin (DE000A1K0227) hat ihre Barkapitalerhöhung mit Bezugsrecht aus
Genehmigtem Kapital durch Ausgabe von 1.056.568 Neuen Stückaktien im Mai 2019 erfolgreich
platziert. Der Bruttoemissionserlös betrug ca. EUR 4,3 Mio. Das Grundkapital der Gesellschaft
wurde damit um EUR 1.056.568,00 von EUR 20.331.382,00 auf EUR 21.387.950,00 durch
Ausgabe von 1.056.568 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen
Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie erhöht. In der Hauptversammlung am 12. Juni 2019 wurde mit der Mehrheit der anwesenden Aktionäre
der Beschluss zur Schaffung von insgesamt 10.165.691 neuen, auf den Inhaber lautenden
Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals
von je EUR 1,00 gegen Bar- oder Sacheinlagen gefasst. Dieses Genehmigte Kapital steht
bis zum 11. Juni 2024 zur Verfügung. Marketing and Sales - EU and EuropeIn Deutschland wurde die Marktdurchdringung 2019 durch Restrukturierung und Stärkung
des Außendienstes weiter vorangetrieben. Dadurch konnten zusätzliche Kunden gewonnen
und die Anzahl der Anwendungen mit Spherox, das von den Krankenkassen in Deutschland
erstattet wird, gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Im Januar 2019 haben die CO.DON AG und die Bauerfeind France SARL ein Term Sheet unterzeichnet
und eine Zusammenarbeit für den Markteintritt in Frankreich vereinbart. Eine Vertriebsvereinbarung
muss nun auf der Grundlage des Term Sheets abgeschlossen werden. Darüber hinaus laufen
Vorbereitungen für den Antrag auf Erstattung bei den französischen Behörden. Die Zeitspanne
bis zur Markteinführung wird in Abstimmung mit den französischen Behörden auf zwei
Jahre kalkuliert. Es ist beabsichtigt, dass die Vereinbarung eine feste Mindestabnahmeverpflichtung
über drei Jahre nach Markteinführung und voraussichtlicher Erstattung durch französische
Krankenversicherungen beinhaltet. Dies gibt der CO.DON AG weitere Planungssicherheit
ab dem Geschäftsjahr 2021, in welchem mit den ersten Umsätzen in Frankreich gerechnet
wird. Zudem haben die CO.DON AG und BIOVIIIx SRL am 29. Mai 2019 ein Term Sheet unterschrieben,
welches die wesentlichen Eckpunkte der geplanten Zusammenarbeit in Hinblick auf den
Vertrieb von Spherox in Italien und eines auf dieser Basis noch zu finalisierenden
Vertriebsvertrages regelt. Es ist beabsichtigt, dass die Vereinbarung eine finanzielle
Mindestabnahmeverpflichtung über drei Jahre nach Markteinführung und voraussichtlicher
Erstattung durch die italienischen Krankenversicherungen beinhaltet. Ende März 2019 hat die co.don schweiz GmbH die Zulassung für ihr europaweit zugelassenes
Produkt Spherox in der Schweiz erhalten und setzt nun alle für die Vermarktung in
der Schweiz notwendigen Maßnahmen um. Es ist die erste Zulassung für CO.DON außerhalb
der EU und ein wichtiger Meilenstein im Gesamtkontext der internationalen Geschäftsstrategie. Darüber hinaus erstellt das Unternehmen Machbarkeitsstudien, um die wesentlichen Chancen
und Risiken für einen Markteintritt mit Spherox in vielversprechenden europäischen
Märkten zu analysieren. Die Analysen dienen als Basis für die Entscheidung, in welchen
zusätzlichen europäischen Ländern in naher Zukunft Markt- und Vertriebsaktivitäten
durchgeführt werden sollen. Marketing and Sales - US and Non-EUWie im März 2019 mitgeteilt, erwägt das Unternehmen aufgrund der im vergangenen Jahr
geknüpften Kontakte und der Gespräche über die weitere Internationalisierung des Geschäfts
von CO.DON einen Einstieg in den US-amerikanischen und Nordamerikanischen Markt. Das
Unternehmen prüft derzeit verschiedene Finanzierungs- und Partnerschaftsoptionen für
den Markteintritt. Ende Mai 2019 haben die CO.DON AG und die GENERIUM JSC einen Lizenzvertrag über die
Auslizensierung von co.don chondrosphere® für den russischen Markt unterzeichnet,
der auf einem im Februar unterzeichneten Term Sheet basiert. GENERIUM JSC ist ein
führendes biopharmazeutisches Unternehmen in Russland mit Schwerpunkt auf hochmodernen
Arzneimitteln für neuartige Therapien (Advanced Therapy Medicinal Products, ATMP)
und verschiedenen rekombinanten Medikamenten. Inhalt des Lizenzvertrages sind neben
der Auslizensierung auch Beratungsleistungen, Trainings und Wissenstransfer durch
entsprechend qualifizierte Mitarbeiter der CO.DON. Der Lizenzvertrag beinhaltet Vorauszahlungen
und Umsatzbeteiligungen zugunsten der Gesellschaft und wird mindestens für die nächsten
drei Jahre einen wesentlichen Beitrag zur Umsatzentwicklung des Unternehmens leisten.
Die Schulungen und der Wissenstransfer begannen im Juni 2019. 3. DARSTELLUNG DER ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE3.1. ERTRAGSLAGE
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 hat sich das Ergebnis der CO.DON Group
gegenüber dem Vorjahreszeitraum um TEUR 2.337 auf einen Verlust von TEUR -5.665 verschlechtert. UmsatzentwicklungGegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum stiegen die Umsatzerlöse leicht um TEUR
171 oder 6% auf TEUR 3.047 (Vorjahr: TEUR 2.876). Die Umsatzerlöse wurden nahezu vollständig
in Deutschland erzielt, lediglich 1,7% (Vorjahr: 0,9%) des Umsatzes wurde in Großbritannien
realisiert. PersonalkostenDie Personalkosten sind mit TEUR 3.805 in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2019 im Vergleich zu TEUR 3.695 im Vorjahreszeitraum um TEUR 110 beziehungsweise 3%
angestiegen. Die Erhöhung ist verbunden mit dem Personalaufbau am neuen Produktionsstandort
Leipzig. Sonstige betriebliche Erträge und AufwendungenDer Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ist gegenüber dem
Vorjahresvergleichszeitraum von TEUR -2.685 auf TEUR -3.096 zurückgegangen. Die sonstigen
betrieblichen Erträge wurden im Berichtszeitraum insbesondere resultierend aus der
Auflösung von Rückstellungen um TEUR 159 sowie durch Erträge aus Zuschreibung von
Umlaufvermögen um TEUR 48 auf TEUR 339 gesteigert (Vorjahreszeitraum: TEUR 122), wohingegen
sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf TEUR 3.436 (Vorjahreszeitraum: TEUR
2.807) erhöht haben. Der Anstieg ist zum größten Teil bedingt durch Logistikkosten
in Höhe von TEUR 534 (Vorjahreszeitraum: TEUR 181), die in Zusammenhang mit dem Vertrieb
des Produktes Spherox durch strengere Auflagen anfallen. Bedingt durch die Umstellung
der Rechnungslegung und die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach IFRS erhöhten
sich die Prüfungs- und Beratungskosten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um TEUR
168. Des Weiteren führten unter anderem die von der European Medicines Agency (EMA)
als auch von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (Bafin) erhobenen Gebühren
in Höhe von TEUR 420 (Vorjahreszeitraum: TEUR 319) zu einem Anstieg der sonstigen
betrieblichen Aufwendungen. FinanzergebnisDie Effektivverzinsung der im Vorjahr begebenen Wandelschuldverschreibung in Höhe
von EUR 15,3 Mio. sowie der Optionsschuldverschreibung in Höhe von EUR 2,0 Mio. führte
im Berichtszeitraum zu einem Zinsaufwand von TEUR 1.164 (Vorjahreszeitraum: TEUR 284).
Die im Berichtszeitraum erfolgte Bewertung der Derivate dieser Finanzinstrumente verursachte
einen Zinsertrag von TEUR 65, wohingegen die erstmalige Bewertung der Derivate im
Vorjahresberichtszeitraum zu einem Zinsertrag von TEUR 1.580 führte. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuerquote im Konzern beträgt aufgrund der anhaltenden Verlustsituation 0,0%.
Aktive latente Steuern wurden nicht gebildet. Der im Berichtszeitraum ausgewiesene
Steuerertrag in Höhe von TEUR 100 (Vorjahreszeitraum: TEUR 364 Steueraufwand) resultiert
im Wesentlichen aus der Anpassung der latenten Steuerverbindlichkeit im Zusammenhang
mit der Ausgabe der Wandelschuldschuldverschreibung. 3.2. FINANZLAGECash Flow
Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhtIm ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 ergab sich ein um TEUR 63 höherer Mittelabfluss
aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 4.697. Ausgehend von einem Konzernergebnis
vor Abschreibungen, Wertminderungen, Zinsen und Ertragsteuern von TEUR -5.295 (Vorjahreszeitraum:
TEUR -2.486) wirkten zahlungswirksame Veränderungen der Forderungen und Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen, der Vorräte, der Rückstellungen sowie der sonstigen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit insgesamt TEUR -493 (Vorjahreszeitraum: TEUR
-934) reduzierend auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit geprägt durch Investitionen in den Standortaufbau LeipzigDer Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres
2019 auf TEUR 1.818. Davon entfielen auf Investitionen in Sachanlagen TEUR 1.485,
die vollständig für den Standortaufbau Leipzig getätigt wurden. Auf immaterielle Vermögenswerte
entfielen TEUR 333, wovon TEUR 329 in die Entwicklung des Dokumentenmanagementsystems
MECDOX investiert wurden. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit hatte im Vorjahreszeitraum TEUR 1.007
betragen. Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit durch KapitalerhöhungDer Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit belief sich in den ersten sechs Monaten
des Geschäftsjahres 2019 auf TEUR 3.917. Aus einer Barkapitalerhöhung sind nach Abzug
von Emissionskosten insgesamt TEUR 4.178 zugeflossen. Gegenläufig wirkte die Tilgung
von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 261. Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit im Vergleichszeitraum 2018 belief sich
auf TEUR 13.680 und war geprägt durch die Begebung einer Wandel- und Optionsanleihe.
Nach Abzug der Emissionskosten flossen insgesamt TEUR 14.030 zu, gegenläufig wirkte
die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 350. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betragen zum 30. Juni 2019 TEUR 7.621
(31. Dezember 2018: TEUR 10.219). Es sind keine Kreditlinien zur Finanzierung der
operativen Geschäftstätigkeit vereinbart. Zum weiteren Kapitalbedarf und den geplanten
Eigenkapitalmaßnahmen verweisen wir auf Abschnitt 4.1. 3.3. VERMÖGENSLAGE
Kurzfristige Vermögenswerte vor allem durch Rückgang der Cash-Position verringertDie kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich zum 30. Juni 2019 um TEUR 2.831
auf TEUR 9.112, verglichen mit TEUR 11.950 zum 30. Juni 2018, im Wesentlichen aufgrund
des Rückganges der Cash-Position um TEUR 2.598. Des Weiteren verringerten sich die
kurzfristigen Vermögenswerte durch den Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
in Höhe von TEUR 286. Anstieg der langfristigen Vermögenswerte durch Investitionen in Sachanlagen und Aktivierung von immateriellen VermögenswertenDie langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich von TEUR 15.471 zum 31. Dezember 2018
um TEUR 967 auf TEUR 16.438 zum 30. Juni 2019. Die Sachanlagen im Bau stiegen im Berichtszeitraum
um TEUR 1.485 durch Investitionen in den weiteren Aufbau des Standortes Leipzig. Darüber
hinaus führte die Aktivierung von Entwicklungskosten des webbasierten Workflow- und
Informations-Management-Systems MECDOX in Höhe von TEUR 329 im Berichtszeitraum zu
einem weiteren Anstieg der langfristigen Vermögenswerte. Rückgang der kurzfristigen Schulden im Wesentlichen durch Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenAm 30. Juni 2019 lagen die kurzfristigen Schulden bei TEUR 3.286 und damit um TEUR
1.412 unter denen zum 31. Dezember 2018 (TEUR 4.698). Dabei verringerten sich die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.049 auf TEUR 451 (Vorjahr:
TEUR 1.500). Die Rückstellungen gingen um TEUR 583 zurück, da im Berichtszeitraum
keine Neubildung für erfolgsabhängige Vorstands- und Mitarbeitervergütungen erfolgte. Die langfristigen Schulden blieben zum 30. Juni 2019 mit TEUR 9.905 nahezu unverändert
gegenüber dem 31. Dezember 2018 (TEUR 10.055). Eigenkapital durch negatives Konzernergebnis im Berichtsjahr gemindertDas Eigenkapital ist zum 30. Juni 2019 um TEUR 309 auf TEUR 12.359 gesunken (31. Dezember
2018: TEUR 12.668). Ursächlich hierfür war das im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres
2019 erzielte negative Konzernergebnis in Höhe von TEUR 5.665. Gegenläufig wirkten
die Erhöhung von Grundkapital und Kapitalrücklage infolge der im Berichtszeitraum
durchgeführten Kapitalerhöhung, die sich nach Berücksichtigung von Emissionskosten
auf TEUR 4.178 belief sowie eine Ratentilgung der Wandelschuldanleihe, die durch Wandlung
in Aktien erfolgten (TEUR 1.275). 4. CHANCEN-, RISIKO- UND PROGNOSEBERICHT4.1. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTEine umfassende Darstellung der Chancen- und Risikosituation der CO.DON Group sowie
des Risikomanagementsystems befindet sich im zusammengefassten Lagebericht des Geschäftsberichts
2018 (Seite 59 ff.). In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 wurden keine
wesentlichen Änderungen identifiziert, die über die dort beschriebenen Risiken und
Chancen hinausgehen, allerdings wurde auf Grund der Planungsfortschreibung ein über
den dort beschriebenen Kapitalbedarf erhöhtes Finanzmittelerfordernis identifiziert,
welches nachfolgend beschrieben wird. KapitalbedarfGemäß der Budgetplanung für die nächsten 12 Monate geht der Vorstand zum Zeitpunkt
der Berichtserstellung davon aus, dass ein zusätzlicher Kapitalbedarf von mindestens
EUR 7,6 Mio. besteht. Zur Deckung des zusätzlichen Kapitalbedarfs hat der Vorstand
mit Investoren und Kreditgebern verschiedene Finanzierungsszenarien entwickelt. Zum
derzeitigen Stand, Ende August 2019, sind Gespräche mit verschiedenen Kapitalgebern
sehr weit fortgeschritten, so dass der Vorstand fest davon ausgeht, Finanzmittel im
Rahmen weiterer möglicher Kapitalmaßnahmen beschaffen zu können. Über den Inhalt der
Verhandlungen haben die Parteien bis zum Erreichen des Pflichtveröffentlichungsstatus
Stillschweigen vereinbart. Für den Fall, dass bei der CO.DON ein nicht durch eigene flüssige Mittel oder die
geplante Kapitalmaßnahme gedeckter Liquiditätsbedarf entstehen sollte, hat der Vorstand
bereits mit einem Investor Gespräche mit dem Ziel des Abschlusses einer Darlehensvereinbarung
aufgenommen. Sollte es dem Vorstand nicht gelingen, geplante Kapitalmaßnahmen umzusetzen, wäre
der Bestand des Unternehmens gefährdet. Risiken, die der CO.DON derzeit nicht bekannt sind oder die gegenwärtig als unwesentlich
eingeschätzt werden, könnten die Geschäftstätigkeit dennoch beeinträchtigen. CO.DON
verfolgt die Entwicklungen aufmerksam, um gegebenenfalls zeitnah reagieren zu können. 4.2. PROGNOSEBERICHTDie im Konzernabschluss 2018 getroffene Prognose hinsichtlich des Konzernumsatzes
für das laufende Geschäftsjahr bleibt im Wesentlichen bestehen und wird nur hinsichtlich
der im Ausland erwarteten Umsatzziele nach unten korrigiert. Der Umsatz der CO.DON
AG auf dem deutschen und österreichischen Markt wird voraussichtlich bei EUR 7,4 Mio.
liegen. Die Tochtergesellschaften im Vereinigten Königreich und in den Niederlanden
tragen mit einem prognostizierten Gesamtumsatz von rund EUR 0,8 Mio. zur Erreichung
des Konzernumsatzzieles bei. Für die im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 veröffentlichten
Prognosen hinsichtlich nichtfinanzieller Leistungsindikatoren liegen zum jetzigen
Zeitpunkt keine wesentlichen Veränderungen vor. 03 KONZERN- ZWISCHENABSCHLUSSKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
KONZERN-BILANZAKTIVA
PASSIVA
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
KONZERN-EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG
ANHANG ZUM VERKÜRZTEN KONZERNZWISCHENABSCHLUSS1. GRUNDLAGEN DER DARSTELLUNGDer verkürzte Konzernzwischenabschluss der CO.DON Group, bestehend aus der CO.DON
AG und ihren Tochtergesellschaften, für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni
2019 (erstes Halbjahr) wurde gemäß den International Financial Reporting Standards
(IFRS) aufgestellt, soweit diese von der EU übernommen worden sind. Der verkürzte
Konzernzwischenabschluss wurde gemäß IAS 34 "Zwischenberichterstattung" sowie §115
WpHG erstellt. Entsprechend wurden bestimmte Informationen und Anhangangaben, die
üblicherweise in Konzernabschlüssen enthalten sind, gekürzt oder weggelassen. Der
verkürzte Konzernzwischenabschluss sollte daher in Verbindung mit dem geprüften Konzernabschluss
2018 gelesen werden. Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung
aufgestellt. Gemäß der Budgetplanung für die nächsten 12 Monate geht der Vorstand
zum Zeitpunkt der Berichtserstellung davon aus, dass ein zusätzlicher Kapitalbedarf
von mindestens EUR 7,6 Mio. besteht. Zur Deckung des zusätzlichen Kapitalbedarfs hat
der Vorstand mit Investoren und Kreditgebern verschiedene Finanzierungszenarien entwickelt.
Zum derzeitigen Stand, Ende August 2019, sind Gespräche mit verschiedenen Kapitalgebern
sehr weit fortgeschritten, so dass der Vorstand fest davon ausgeht, Finanzmittel im
Rahmen weiterer möglicher Kapitalmaßnahmen beschaffen zu können. Über den Inhalt der
Verhandlungen haben die Parteien bis zum Erreichen des Pflichtveröffentlichungsstatus
Stillschweigen vereinbart. Für den Fall, dass bei der CO.DON AG ein nicht durch eigene
flüssige Mittel oder die geplante Kapitalmaßnahme gedeckter Liquiditätsbedarf entstehen
sollte, hat der Vorstand bereits mit einem Investor Gespräche mit dem Ziel des Abschlusses
einer Darlehensvereinbarung aufgenommen. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für den vorliegenden Konzernzwischenabschluss
entsprechen den im Konzernabschluss 2018 angewandten Grundsätzen, insbesondere im
Hinblick auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IFRS 16, da IFRS 16 frühzeitig
dem Wahlrecht entsprechend zum 1. Januar 2018 angewendet wurde. Standards und Änderungen an Standards, deren Anwendungszeitpunkt erst nach dem Bilanzstichtag
liegen, wurden nicht vorzeitig angewendet. Aus den zukünftig anzuwendenden geänderten
Standards und Interpretationen werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Effekte
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Alle in diesem verkürzten Konzernzwischenabschluss ausgewiesenen Beträge sind in TEUR,
außer wenn anders angegeben. Abweichungen bei Betragsangaben untereinander sind aufgrund
von Rundungen möglich. Der vorliegende verkürzte Zwischenabschluss wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Er wurde am 30. August 2019 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. 2. INVESTITIONENDie Investitionsverpflichtungen für den Aufbau des Produktionsstandortes Leipzig sind
von EUR 3,3 Mio. am 31. Dezember 2018 im Geschäftsjahr 2019 um TEUR 300 angestiegen,
im Wesentlichen bedingt durch Lieferantenwechsel und notwendige Upgrades bei Sachanlagen.
Bis zum 30. Juni 2019 wurden bereits EUR 1,4 Mio. dieser Verpflichtungen getilgt. 3. FINANZVERBINDLICHKEITENDie Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
3.1. Derivative FinanzverbindlichkeitenDie derivativen finanziellen Verbindlichkeiten betreffen die bei dem jeweiligen Basisvertrag
(Wandelanleihe bzw. Optionsanleihe) eingebetteten, bilanziell jedoch separierten Schulden.
Sie sind nicht mit periodischen Zinszahlungen verbunden und hinsichtlich ihrer Laufzeit
an die Basisverträge gebunden. Jeder Optionsschein berechtigt zum Erwerb einer Aktie. Bei den zum 30. Juni 2019 ausgewiesenen Verbindlichkeiten handelt es sich um die beizulegenden
Zeitwerte zum Bilanzstichtag. Diese wurden unternehmensextern von einem Sachverständigen
gutachterlich ermittelt. Die Bewertung des Derivats bei der Wandelanleihe beruht auf
einem Binomialmodell. Die Bewertung des Derivats bei der Optionsanleihe beruht auf
dem Modell von Black/Scholes. Den Bewertungen zum 30. Juni 2019 wurden folgende Inputdaten
zugrunde gelegt:
3.2. Langfristige FinanzverbindlichkeitenIm Geschäftsjahr 2018 hat die Gesellschaft eine Wandelanleihe im Gesamtnennbetrag
von EUR 15,3 Mio. und eine Optionsanleihe im Gesamtnennbetrag von EUR 2 Mio. ausgegeben.
Die Anleihen haben jeweils eine Laufzeit von drei Jahren und sind laufzeitidentisch.
Laufzeitbeginn ist 7. Juni 2018. Beide Anleihen haben keine periodischen Zinszahlungen. WandelanleiheDie Wandelanleihe ist in 153 Inhaberteilschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils
TEUR 100 zu einem Ausgabepreis von je TEUR 80 eingeteilt. Tilgungen erfolgen in 12
Raten verteilt auf die Laufzeit, wobei zwei Tilgungen bereits im Geschäftsjahr 2018
erfolgten. Die dritte und vierte Tilgung sollte im Berichtszeitraum erfolgen. Die Gesellschaft hat die Wahl jede Rate durch Wandlung in Aktien oder durch Geldzahlung
tilgen zu können. Darüber hinaus kann die Gesellschaft unter und zu bestimmten Bedingungen
eine Pflichtwandlung verlangen. Zum dritten Ratentermin (7. März 2019) hat die Gesellschaft
eine Amortisation durch Pflichtwandlung des Ratenbetrages vorgenommen. Die Leistung
des am vierten Ratentermin (7. Juni 2019) zu leistenden Ratenbetrages wurde auf Verlangen
der Gläubiger, die mehr als 50% des gesamten ausstehenden Nennbetrags der zu diesem
Zeitpunkt ausstehenden Schuldverschreibungen repräsentieren, bis zum nachfolgenden
Ratentermin (7. September 2019) verschoben. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten
Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. 3.3. Vertragliche Fälligkeiten der nicht-derivativen FinanzverbindlichkeitenDie folgende Darstellung zeigt die vertraglichen Restlaufzeiten der nicht-derivativen
finanziellen Verbindlichkeiten von CO.DON. Die Angaben beruhen auf undiskontierten
Zahlungsströmen finanzieller Verbindlichkeiten basierend auf dem frühesten Tag, an
dem die Gesellschaft zur Zahlung verpflichtet werden kann.
Die derivativen finanziellen Verbindlichkeiten sind als kurzfristige Schulden eingestuft.
Die vertraglichen Restlaufzeiten betragen bis 1 Jahr in voller Höhe des ausgewiesenen
Buchwertes. Zum Stichtag wurden keine Kreditlinien eingeräumt. 4. EIGENKAPITAL4.1.GrundkapitalDas gesellschaftsrechtliche Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 30. Juni 2019
TEUR 21.388 (31. Dezember 2018: TEUR 20.024). Es ist zum 30. Juni 2019 in 21.387.950
stimmberechtigte, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem Betrag je Aktie von
EUR 1,00 eingeteilt (31. Dezember 2018: 20.024.158) und unverändert voll eingezahlt.
Weitere Aktiengattungen gab es nicht. Das Grundkapital wurde im ersten Halbjahr 2019 um insgesamt TEUR 1.364 erhöht. Durch
die im Berichtszeitraum durchgeführte Barkapitalerhöhung, die einen Bruttoemissionserlös
von TEUR 4.279 erzielte, wurde das Grundkapital der Gesellschaft um TEUR 1.057 durch
Ausgabe von 1.056.568 neuen Aktien erhöht. Im Zuge der dritten Wandlung der im Geschäftsjahr
2018 ausgegebenen Wandelschuldanleihe wurde das Grundkapital um weitere 307 TEUR erhöht
(2018: 1. Wandlung: TEUR 237; 2. Wandlung: TEUR 326). Emissionskosten, die im Zusammenhang mit den im Berichtszeitraum durchgeführten Kapitalerhöhungen
stehen, wurden direkt vom Eigenkapital abgezogen. Genehmigtes KapitalIm Zuge der Barkapitalerhöhung wurden im Berichtszeitraum 1.056.568 Aktien aus dem
Genehmigten Kapital gezeichnet, das sich dadurch von TEUR 7.077 auf TEUR 6.020 reduzierte. Die Hauptversammlung beschloss am 12. Juni 2019, das Genehmigte Kapital 2017, das
nach teilweiser Ausnutzung noch TEUR 6.020 betrug, aufzuheben und ein neues Genehmigtes
Kapital 2019 in Höhe von TEUR 10.166 zu schaffen. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 11. Juni 2024 mit Zustimmung
des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen
Bareinlagen und/oder Sacheinlagen, ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrfach
um insgesamt bis zu TEUR 10.166 zu erhöhen. Bedingtes KapitalDas Bedingte Kapital betrug am 30. Juni 2019 TEUR 8.860 (31. Dezember 2018: TEUR 9.167). Durch Ausgabe von 307.224 neuen Aktien zur Erfüllung von Wandlungsrechten von Inhabern
der im Geschäftsjahr 2018 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen hat sich das Bedingte
Kapital im Berichtszeitraum um TEUR 307 auf TEUR 8.860 vermindert. 4.2. KapitalrücklageDer den Nennwert der bei der Kapitalmaßnahme ausgegebenen Aktien übersteigende Betrag
in Höhe von TEUR 3.222 wurde der Kapitalrücklage zugeführt. Darüber hinaus hat sich
die Kapitalrücklage aufgrund der durchgeführten Wandlung der Anleihe im Berichtszeitraum
um TEUR 968 erhöht. Es wird im Übrigen auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 30. Juni 2019
verwiesen. 5. UMSATZERLÖSEDie Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden betreffen ausschließlich solche aus dem
Verkauf von Produkten. Umsatzerlöse aus Dienstleistungen sind nicht zu verzeichnen. Die Umsatzerlöse wurden im ersten Halbjahr 2019 nahezu vollständig in Deutschland
erzielt, lediglich 1,7% (Vorjahr: 0,9%) des Umsatzes wurde in Großbritannien realisiert. 6. ORGANEDer Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 6. Februar 2019 Herrn Tilmann Bur als weiteres
Vorstandsmitglied bestellt. Herr Bur hat sein Amt am 1. Juni 2019 angetreten; er verantwortet
die Bereiche Marketing, Marktzugang und Vertrieb. Herr Dr. Bernd Wegener hat sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrates mit Wirkung
zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni 2019 niedergelegt. Die Hauptversammlung beschloss die Wahl von Herrn Univ.-Prof. Dr.-lng. habil. Prof.
e.h. mult. Dr. h.c. mult. Hans-Jörg Bullinger in den Aufsichtsrat der CODON AG. Seine
Amtszeit begann mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni 2019. 7. ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN7.1. Wertansätze nach IFRS 9 und beizulegende Zeitwerte
Soweit bei den kurzfristigen Vermögenswerten und kurzfristigen Schulden keine Wertansätze
zum beizulegenden Zeitwert erfolgten, sind die entsprechend angegebenen beizulegenden
Zeitwerte aus den jeweiligen Buchwerten abgeleitet. Der Buchwert ist in den betreffenden
Fällen jeweils der beste Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert. 7.2. Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert
Die Geldmarktnahen Wertpapiere sind im ersten Halbjahr 2019 veräußert worden. Es haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2018 keine Umgruppierung zwischen den Stufen
ergeben. 8. TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENWesentliche Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen waren im ersten
Halbjahr 2019 mit Ausnahme der Tätigkeitsvergütung für Vorstand und Aufsichtsrat nicht
zu verzeichnen. 9. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGEs gab nach dem Stichtag 30. Juni 2019 keine Ereignisse, die für die Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind. Berlin/Teltow, 30. August 2019
04 SONSTIGE INFORMATIONENVERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Gewissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Berlin/Teltow, 30. August 2019
BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHTAn die co.don Aktiengesellschaft, Teltow: Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Bilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung,
verkürzter Konzern-Eigenkapital-Veränderungsrechnung und ausgewählten erläuternden
Anhangangaben - sowie den Konzernzwischenlagebericht der co.don Aktiengesellschaft,
Teltow, für den Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis zum 30. Juni 2019, die Bestandteile
des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf
der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische
Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritische Würdigung mit einer
gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt
sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische
Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare
Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können
wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt 4.1 "Chancen- und Risikobericht/Kapitalbedarf"
des Konzernzwischenlageberichts und in Abschnitt 1. "Grundlagen der Darstellung" des
Anhangs zum verkürzten Konzernzwischenabschluss hin. Dort ist ausgeführt, dass sollte
es dem Vorstand nicht gelingen, geplante Kapitalmaßnahmen umzusetzen, der Bestand
des Unternehmens gefährdet wäre. Dies weist auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel
an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen
kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Berlin, 30. August 2019 Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
QUELLENVERZEICHNISBauer, A. (2019, 1. Juli). Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Juni 2019.
Verfügbar unter Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (2019).
Konjunkturprognose 2019 und 2020. 19. März 2019. Verfügbar unter IMPRESSUMCO.DON AG Amtsgericht Potsdam Ansprechpartner Standort Berlin Standort Leipzig Zukunftsgerichtete Aussagen: Dieser Konzernzwischenabschluss kann bestimmte in die
Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen
der Unternehmensleitung der CO.DON Group beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte
Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen
Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance des Unternehmens
wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen
diejenigen ein, die CO.DON in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte
stehen auf der CO.DON-Webseite www.codon.de zur Verfügung. Die CO.DON Group übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen
fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen. |
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