S-KON New Business AGHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021BESTÄTIGUNGSVERMERK Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die S-KON New Business AG, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der S-KON New Business AG, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der S-KON New Business AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 5. Mai 2022 AC CHRISTES & PARTNER GmbH Christes, Wirtschaftsprüfer Hebebrand, Wirtschaftsprüfer KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021AKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
Ergänzende Angaben zum Konzerneigenkapital per 31.12.2021:*
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diese Angaben beziehen sich auf das Mutterunternehmen, die S-KON New Business AG KONZERN-ANHANG ZUM 31. DEZEMBER 20211 ALLGEMEINE ANGABEN Die S-KON New Business AG mit Sitz in Hamburg, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 86598, ist als Muttergesellschaft im Geschäftsjahr 2021 eine kleine Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB. Zusammen mit ihren Tochtergesellschaften überschreitet die S-KON New Business AG betragsmäßig die Grenzen für die größenabhängige Befreiung gemäß § 293 HGB, so dass der Konzernabschluss von dem Vorstand aufgestellt wird. Der Konzernabschluss ist auf den 31. Dezember 2021 aufgestellt, da das Geschäftsjahr der Muttergesellschaft mit dem Kalenderjahr übereinstimmt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen sind auch auf diesen Stichtag aufgestellt. Die S-KON New Business AG hat die nach § 293 HGB bezeichneten Größenklassen überschritten und sich einer gesetzlichen Konzernabschlussprüfung gemäß § 316 Abs. 2 HGB unterzogen. Der Konzernabschluss wird unter Beachtung der Vorschriften der §§ 242 HGB ff. aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB; die Gewinn- und Verlustrechnung wird unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens nach § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. 2. ABGRENZUNG DES KONSOLIDIERUNGSKREISES 2.1 Konsolidierte Konzernunternehmen Die S-KON New Business AG ist direkte wesentliche Gesellschafterin für folgende inländische Tochterunternehmen (gem. § 290 HGB), die damit auch verbundene Unternehmen (gem. § 271 Abs. 2 HGB) sind: Prozentualer Anteil
2.2 Nicht konsolidierte Konzernunternehmen In den Konsolidierungskreis für das Geschäftsjahr 2021 werden folgende Tochtergesellschaften bzw. Beteiligungen, an denen die S-KON New Business AG direkt oder indirekt beteiligt ist, nicht einbezogen: a) Anteile an verbundenen Unternehmen
Auf die Einbeziehung der S-KON Polska Sp. wird gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet, da diese Tochtergesellschaft für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Geschäftsjahr 2021 von untergeordneter Bedeutung ist. b) Beteiligungen
Auf die Einbeziehung der Teleunited GmbH wird gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet, da diese Beteiligung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Geschäftsjahr 2021 von untergeordneter Bedeutung ist. 3. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE 3.1 Kapitalkonsolidierung Im Rahmen der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses wurde die Kapitalkonsolidierung der nach § 290 ff. HGB in den Abschluss einbezogenen Gesellschaften zum 1. Januar 2010 nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB mit den anteiligen Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten vorgenommen. Die Übernahme der Minderheitenanteile der S-KON eKontor 24 GmbH und S-KON Management Kontor GmbH erfolgte in 2012. Die in diesem Zusammenhang erworbenen Anteile wurde ebenfalls nach der Neubewertungsmethode zum 1. April 2012 in die Kapitalkonsolidierung einbezogen. 3.2 Schuldenkonsolidierung Bei der Schuldenkonsolidierung werden die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen aufgerechnet. 3.3 Aufwands- und Ertragskonsolidierung Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden die Aufwendungen und Erträge zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen aus gegenseitigen Verrechnungen aufgerechnet. 3.4 Zwischenergebniseliminierung Bei der Konsolidierung sind im Geschäftsjahr 2021 keine konzerninternen Gewinne (sog. Zwischengewinne) zu neutralisieren. 4. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Maßgeblich für die Erstellung des Konzernabschlusses sind die folgenden, bei allen konsolidierten Unternehmen im Prinzip einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gem. § 308 HGB. 4.1 Immaterielle Vermögensgegenstände Unter den in Entwicklung befindlichen selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen werden direkt zuzuordnende externe Kosten (Softwareentwicklungskosten) aktiviert und nach Abschluss der Entwicklung über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben. Die Kosten werden ab dem Zeitpunkt aktiviert, ab dem alle Ansatzkriterien eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstandes erfüllt sind. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2019 wurde von der S-KON Sales Kontor GmbH ein Firmenwert für den Erwerb des Standortes Neumünster aktiviert und auf 7 Jahre linear abgeschrieben. Zur Entwicklung der Immateriellen Vermögensgegenstände wird auf den Konzernanlagenspiegel auf Seite 7 verwiesen. 4.2 Sachanlagevermögen Sachanlagevermögen wird zu den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben, sofern es abnutzbar ist. Dabei werden die Anschaffungs- und Herstellungskosten anhand ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird diesem Umstand durch außerplanmäßige Abschreibungen und Wertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Entwicklung der Sachanlagen wird auf den Konzernanlagenspiegel auf Seite 7 verwiesen. 4.3 Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit ihren Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Zur Entwicklung der Finanzanlagen wird auf den Konzernanlagenspiegel auf Seite 7 verwiesen. 4.4 Vorräte Die Bestände werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Der niedrigere beizulegende Wert wird im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungs- und Absatzmarkt, aber unter der Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeiten der Bestände, ermittelt. 4.5 Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Guthaben bei Kreditinstituten Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für das in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltene latente Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet sowie erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. 4.6 Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten wurden für die Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen, gebildet. 4.7 Rückstellungen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. 4.8 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 4.9 Passive latente Steuern Passive Latente Steuern betreffen Bewertungsunterschiede im Rahmen der Aktivierung von in der Entwicklung befindlichen selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen. Der verwendete Steuersatz entspricht dem derzeitigen Steuersatz der eKontor von rd. 32%. 5. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ / -ERFOLGSRECHNUNG 5.1 Anlagevermögen Zur Entwicklung der Finanzanlagen wird auf den Konzernanlagenspiegel auf Seite 7 verwiesen. 5.2 Finanzanlagen Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen und den Beteiligungen sind die Anschaffungskosten abzüglich eventueller Abschreibungen der S-KON New Business AG an folgenden Gesellschaften ausgewiesen:
KONZERN-ANLAGESPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2021
5.3 Umlaufvermögen a) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. b) Forderungen gegen Gesellschafter Die Forderungen gegen Gesellschafter sind sonstige Forderungen und haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. c) Sonstige Vermögensgegenstände Alle sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 5.4 Eigenkapital a) Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt am Bilanzstichtag € 150.000,00, eingeteilt in 150.000 nennwertlose Stückaktien. b) Gewinnrücklage Zum Bilanzstichtag wird eine Gewinnrücklage von 10 % des Grundkapitals (Gezeichneten Kapitals) gemäß § 150 AktG ausgewiesen. 5.1 Rückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen die Ertragsteuern der Konzerngesellschaften. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Beträge für Personalkosten (nicht genommener Urlaub sowie Altersteilzeit) sowie nachlaufende Rechnungen. 5.6 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenüblichen Eigentumsvorbehalt gesichert; gleiches gilt für die Rückstellungen für nachlaufende Rechnungen. 5.7 Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind vornehmlich Abgrenzungen für einen Servicevertrag über den Betrieb einer Plattform ausgewiesen. 5.8 Passive latente Steuern Passive Latente Steuern betreffen ausschließlich Bewertungsunterschiede im Rahmen der im Geschäftsjahr vorgenommenen Aktivierung von in der Entwicklung befindlichen selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen T€ 707 in der eKontor. Der verwendete Steuersatz entspricht dem derzeitigen Steuersatz der eKontor von rd. 32%. Die passivierte Steuerlatenz beträgt T€ 228. 5.9 Konzerngewinn- und Verlustrechnung a) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die Geschäftsbereiche eCommerce T€ 85.095 (Vorjahr: T€ 133.516); Dialog- und Direktmarketing T€ 17.074 (Vorjahr: T€ 17.209) sowie Business to Business T€ 1.371 (Vorjahr: T€ 43). b) Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Versicherungsentschädigungen, der Buchgewinn aus dem Abgang von Anlagevermögen, Erträge aus den Auflösungen von Rückstellungen sowie periodenfremder Ertrag ausgewiesen. Erträge aus Währungskursdifferenzen bestehen nicht. c) Sonstige betriebliche Aufwendungen Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen bestehen nicht. d) Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten die Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerbelastungen der konsolidierten Gesellschaften. e) Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern beinhalten im Wesentlichen Kfz-Steuern. 6. SONSTIGE ANGABEN 6.1 Kreditsicherheiten Zu Angaben bezüglich Kreditsicherheiten wird auf die Ausführungen unter dem Verbindlichkeitenspiegel verwiesen. 6.2 Finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Miet- und Leasingverpflichtungen:
6.4 Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2021 wurden durchschnittlich 511 Mitarbeiter (Vorjahr: 544) und 2 Vorstände (Vorjahr: 2) beschäftigt. 6.5 Forschungs- und Entwicklungskosten Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten belief sich im Geschäftsjahr auf ca. T€ 394. Davon wurden T€ 321 als selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. 6.6 Vorstand des Mutterunternehmens Als alleinvertretungsberechtigte Vorstände des Mutterunternehmens waren bestellt:
Die Vorstände sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands gemäß § 285 Nr. 9 a) und b) HGB wird verzichtet, da sich anhand dieser Angaben die Bezüge eines Mitgliedes des Vorstands feststellen lassen (§ 286 Abs. 4 HGB). 6.7 Aufsichtsrat Während des Geschäftsjahres 2021 wurde die Gesellschaft durch folgende Aufsichtsratsmitglieder vertreten:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Aufsichtsrats gemäß § 285 Nr. 9a) und 9b) HGB wird verzichtet, da sich anhand dieser Angaben die Bezüge eines Mitgliedes des Aufsichtsrats feststellen lassen (§ 286 Abs. 4 HGB). 6.8 Honorar des Abschlussprüfers Für die Abschlussprüfung des Abschlussprüfers wurden im Konzern insgesamt T€ 40 zurückgestellt. Weitere Beratungsleistungen sind nicht angefallen. 6.9 ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, das Ergebnis auf künftige Geschäftsjahre vorzutragen. 7. NACHTRAGSBERICHT Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2021 sind keine Ereignisse aufgetreten, die für die Gruppe von wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind und zu einer geänderten Beurteilung der Lage führen würden. Risiken bestehen insbesondere durch eventuelle Schließung von einzelnen Call-Centern im Zusammenhang mit einer abermaligen Zunahme des Corona-Infektionsgeschehens. Darüber hinaus ist die Verfügbarkeit von Waren (Handys) weiterhin angespannt und nicht planbar.
Hamburg, 5. Mai 2022 S-KON New Business AG Sven Kowitzke, Vorstand Thomas Ott, Vorstand Die Billigung des Konzernabschlusses erfolgte am 6. Mai 2022. KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021I. GRUNDLAGEN DES KONZERNS Die S-KON-Gruppe besteht aus der Konzernmutter S-KON New Business AG (im Folgenden: "S-KON AG") und den Tochtergesellschaften S-KON eKontor 24 GmbH ("eK24"), S-KON Sales Kontor Hamburg GmbH („SK") und S-KON Management Kontor GmbH. Zusammen mit der SK bildet die S-KON AG den Dialog- und Direkt-Marketing-Bereich der Gruppe, dem auch das Kerngeschäft Telesales gehört. Das andere Kerngeschäft des Konzerns, der eCommerce-Bereich, wird von der S-KON eKontor 24 GmbH betrieben. Ergänzt wird das Portfolio der Gruppe durch den B2B-Bereich, der durch die S-KON Management Kontor vertreten wird. Neben dem weiteren Ausbau des eCommmerce-Bereichs und dem damit einhergehenden Aufbau eines eigenen Logistikstandortes, fand im Geschäftsjahr 2021 die Fokussierung auf den Ausbau der Call Center Produktion statt. Die Gruppe umfasst folgende Geschäftsbereiche: Dialog- und Direkt-Marketing Schwerpunkt des Bereichs ist das von der SK geleitete Telemarketing-Geschäft. Dank der integrierten Dialogmarketing Agentur werden von der S-KON Gruppe neben den Call Center Dienstleistungen alle wesentlichen Leistungen wie die Konzeption und die Umsetzung von individualisierten Sonderwerbeformen im Bereich Mailing (u.a. Kooperationsmarketing) im eigenen Hause erbracht. Um die Positionierung als Qualitätsdienstleister mit innovativen Systemen und Konzepten weiter auszubauen, hat S-KON auch in 2021 weiter in investitionssichere und zukunftsweisende Technologien investiert. Neben direkten betriebswirtschaftlichen Kennziffern wie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) dienen als wesentliche Kennziffern hier insbesondere die geleisteten Produktionsstunden. Aktuell verfügt die Gruppe über 550 hochmoderne und flexible Produktionsarbeitsplätze für die Umsetzung von Telemarketing Kampagnen und Inbound-Care-Themen, an denen bis zu 55.000 Produktionsstunden monatlich erbracht werden können. In 2021 ist es trotz der weiteren Covid19-Einwirkungen gelungen, 465.000 Produktionsstunden zu leisten und somit eine leichte Steigerung im Vergleich zu Vorjahr zu erreichen (Vorjahr 460.000 Stunden). Damit konnte eine Gesamtleistung von M€ 17,1 erwirtschaftet werden. Der Deckungsbeitrag pro Stunde ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Wesentlicher Grund hierfür ist die Schaffung eines neuen „virtuellen" Standortes. Hier werden ausschließlich Mitarbeiter im Homeoffice für bestimmte Projekte unterschiedlicher Auftraggeber tätig. Der Aufbau der hierfür notwendigen Organisationsstruktur sowie der benötigenden technischen Infrastruktur - insbesondere die Schulung und Ausbildung der neuen Mitarbeiter-führt hierbei zu einem deutlich erhöhten Aufwand. Mit weiterer Optimierung der Home-Office Prozesse wird diesem Kostenfaktor jedoch kontinuierlich entgegengewirkt. Der Ausbau des virtuellen Standortes stellt für das weitere Wachstum und den Ausbau des Geschäftes mit neuen Auftraggebern, ebenso wie die individuelle Standortstrategie eine zentrale Rolle dar. Im Mittelpunkt steht hierbei die verbesserte Recruitingsituation, bei der die Mitarbeiter nicht mehr regional in Standortnähe, sondern nun deutschlandweit eingestellt werden können. Dies wirkt der branchenübergreifend schwierigen Arbeitsmarktsituation entgegen. eCommerce Die S-KON eKontor 24 GmbH („eK24") ist auf den Aufbau und Betrieb von eCommerce Lösungen fokussiert. Dabei liegt der Branchen-Schwerpunkt aktuell im Bereich Telekommunikation, Energie und IT, in welchem das Unternehmen zahlreiche namenhafte Anbieter zu seinen Kunden zählt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die bestehenden Kundenbeziehungen weiter ausgebaut und in die Weiterentwicklung der eigenen Plattformtechnologie investiert. Die Positionierung der S-KON eKontor 24 GmbH als ein Full-Service Dienstleister im Sinne eines modernen BPO für den Onlinevertrieb von Telekommunikations- und Energieprodukten steht hierbei im Mittelpunkt. In diesem Zusammenhang entwickelt und betreibt die eK24 eigene Plattformen, die für den dynamischen und flexiblen eCommerce Vertrieb optimiert sind. Das Full-Service Angebot reicht hierbei über den Aftersales-Bereich und das Zahlungsmanagement bis hin zur Logistikabwicklung, die ebenfalls auf dem eK24 ERP System erfolgt. Ein variables Vergütungssystem der eK24 bietet zum einen den Kunden die Möglichkeit, schnell und ohne großen Initialaufwand die professionellen Lösungen des Unternehmens zu nutzen, zum anderen profitiert die eK24 so direkt von dem Erfolg ihrer Auftraggeber. Bei der Geschäftsplanung liegen im Wesentlichen die drei folgenden KPIs zu Grunde: Betriebspauschalen Dies sind fixe Gebühren, welche die Auftraggeber für den Betrieb der Plattformen unabhängig vom Absatzvolumen bezahlen. Diese sind i.d.R. vertraglich abgesichert und gewährleisten den Betrieb der Plattform. Personentage Dies sind Tage, die gegenüber Kunden für individuelle Anpassungen, z.B. für Projektmanagement und Programmierleistungen, berechnet werden. Grundlage hierfür bilden KVA's. Stückkostenpauschalen Hier wird je abgesetztem Stück eine Handling-Pauschale abgerechnet, die im Wesentlichen die variablen Kosten wie Logistik, Aftersales, Fracht & Verpackung enthält. Der Bereich hat Umsatzerlöse von M€ 85,2 erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang von 36%. Ca. 90% des Umsatzes werden durch den Verkauf und die Vermarktung von Mobilfunkgeräten generiert. Die Gesellschaft erzielte ein EBIT von T€ -1.018. Dieses lag auf Grund der coronabedingten stark eingeschränkten Warenverfügbarkeit deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück und konnte so nicht vorhergesehen werden. Der Absatz von Bundle-Verträgen ist im Vergleich zum Vorjahr um 32% zurückgegangen. Das weiterentwickelte Produkt Prämienkontor konnte ein Absatzplus im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen - ist aber auf Grund des schwierigen Umfeldes hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Zur Optimierung der Logistikleistungen wurde weiter in das digitale Logistikzentrum investiert. Das Insourcing der Logistik hat sich bereits positiv auf die Kostenstruktur ausgewirkt. Des Weiteren kann durch die digitale Logistik deutlich einfacher, dynamisch und flexibel auf die Ansprüche der Mandanten reagiert werden. Die Logistik stellt nun für die eK24 ein Kerngeschäftsfeld dar, indem durch die moderne digitale Ausrichtung ein erhebliches Marktpotential existiert. Dieses soll in den kommenden Jahren gezielt akquiriert werden. Aktuell bedient die eK24 mit ihrer white label Systemlandschaft ausschließlich große Kunden, sogenannte Key Accounts oder Enterprise Kunden. Neben der technischen Plattform stehen hierbei auch die Sales- & Marketing-Leistungen der eK24 im Vordergrund, wobei die Auftraggeber vor allem das Full-Service-Angebot schätzen. Für Auftraggeber geht es im Wesentlichen darum, neue Kunde zu gewinnen, bestehende zu entwickeln, vor Kündigung zu schützen oder zurückzugewinnen. Dieses Leistungsportfolio konnte, im Wesentlichen auf Grund von kommerziellen Hürden, nur Großkunden angeboten werden. In den vergangenen Jahren gab es jedoch eine Vielzahl an Anfragen von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Aus diesem Grund hat sich die eK24 bereits in 2019 dazu entschlossen, ein eigenes Produkt (Prämienkontor) zu entwickeln, welches es KMUs ermöglicht, die gleichen professionellen Möglichkeiten für ihre Endkunden im Bereich der Neukundengewinnung und Bestandskundenentwicklung zu nutzen. Das Produkt Prämienkontor ist so konzipiert, dass es Auftraggebern ermöglicht, mit minimalen technischen Integrationsaufwand innerhalb weniger Minuten eine neue Marketingkampagne anzulegen. Ziel ist es mittels Zugaben/ Prämien den Absatz des eigenen Produktes zu fördern oder den Endkunden zu einer Intensivierung der Kundenbeziehungen zu motivieren. Hierbei kann der Auftraggeber auf eine Vielzahl von Produkten aus dem eK24 Sortiment zurückgreifen, ohne dass ein Lagerrisiko für ihn besteht. Die Einlösung der Prämien erfolgt über eine Webseite, die im Auftraggeber-Design auf seiner Webseite eingebunden und von eK24 betrieben wird. Eine intelligente Freigabelogik stellt dabei sicher, dass die Prämien nur an Kunden versendet werden, die auch tatsächlich berechtigt sind. Der von eK24 bereitgestellte After Sales Service stellt eine hohe Kundenzufriedenheit sicher. Eine geringe monatliche Betriebspauschale in Verbindung mit einer erfolgsorientierten Vergütung stellen eine geringe Einstiegshürde dar und machen es dem Auftraggeber leicht, dieses innovative Produkt zu nutzen. Die Entwicklung von Prämienkontor dient aus Sicht von eK24 vor allem zur Erschließung neuer Kundengruppen und soll die Abhängigkeit von wenigen großen Kunden weiter reduzieren. Die Entwicklung der Kernfunktionen der Plattform wurde in 2021 weiter vorangetrieben und nahezu abgeschlossen. Die Plattform wird in den kommenden Jahren konsequent um neue Funktionen erweitert, um ein möglichst breites Kundensegment ansprechen zu können. Die Anzahl an geplanten Neukunden konnte in 2021 nicht wie erwartet erreicht werden. Wesentlicher Grund ist hierbei das erschwerte Akquiseumfeld und die länger andauernde Entscheidungsfindung der Unternehmen durch das COVID 19-Umfeld. Für 2022 ist hier mit einem deutlichen Anstieg der Kundenzahl zu rechnen, da bereits eine Vielzahl an Interessenten generiert werden konnte. Darüber hinaus wird verstärkt in das Neukundenmarketing investiert. II. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Ertragslage des Konzerns Die Gesamtleistung (definiert als Umsatzerlöse plus Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen der S-KON Gruppe sank in 2021 um rund 31% auf M€ 103,5 (2020: M€ 150,7). Der deutliche Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Bereich eCommerce und dem hier starken Absatzrückgang von Bundle-Verträgen. Die durchschnittliche monatliche Absatzzahl von mobilen Endgeräten lag 2021 bei rund 11.200 Stück/Monat (2020: 16.500 Stück/Monat). Die Anzahl der fakturierten Manntage sowie die Betriebspauschalen haben sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig verändert. Das erwartete EBIT-Ergebnis konnte mit T€ -1.018 nicht erreicht werden. Die Umsatz-Erlöse aus dem Bereich Dialog- und Direktmarketing sind in 2021 mit M€ 17,1 nahezu auf Vorjahresniveau. Der Deckungsbeitrag pro Stunde ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Wesentlicher Grund hierfür ist die Schaffung eines neuen „virtuellen" Standortes. Hier werden ausschließlich Mitarbeiter im Homeoffice für bestimmte Projekte unterschiedlicher Auftraggeber tätig. Der Aufbau der hierfür notwendigen Organisationsstruktur sowie der benötigenden technischen Infrastruktur - insbesondere die Schulung und Ausbildung der neuen Mitarbeiter - führt hierbei zu einem deutlich erhöhten Aufwand. Mit weiterer Optimierung der Home-Office Prozesse wird diesem Kostenfaktor jedoch kontinuierlich entgegengewirkt. Das durchschnittliche monatliche Produktionsvolumen hat sich mit 38.750 Stunden leicht erhöht (Vorjahr: 38.300 Stunden). Größter Kostenblock in der Gruppe sind weiterhin die Aufwendungen für bezogene Waren. Der Rückgang von M€ 46,3 im Vergleich zu 2020 auf M€ 80,3 in 2021 spiegelt den Rückgang im eCommerce-Bereich wider. Auf Gruppenebene wurde ein EBIT von T€ -618 erzielt. Damit lag das Ergebnis um T€ - 2.746 hinter dem Vorjahr. Dieses liegt insbesondere an den schwachen Absatzzahlen im Bereich eCommerce und den erhöhten Personalkosten (niedriger Deckungsbeitrag pro Stunde) im Dialog- und Direkt-Marketing-Bereich. Auf Grund der stabilen Projektsituation und dem Bestand an Kunden ist der Ausblick als positiv zu bewerten. Durch den Auftritt als S-KON Gruppe am Markt besteht der große Vorteil gegenüber Mitbewerbern darin, ein komplettes Channel-Angebot (eCommerce, Telefon, Print) bereitstellen zu können. Die Etablierung als Qualitätsdienstleister wird bei den Kunden geschätzt. 2. Vermögens- und Finanzlage des Konzerns Das Anlagevermögen hat sich aufgrund wesentlicher Investitionen u.a. in die Eigenentwicklung ,Prämienkontor' sowie in Büro- und Besprechungsräume erhöht. Den Investitionen von T€ 1.283 stehen Abschreibungen von T€ 670 gegenüber. Das Umlaufvermögen hat sich aufgrund eines stark reduzierten Kassenbestands um rund 33% reduziert. Aufgrund des schlechten Geschäftsverlaufs u.a. im eCommerce-Bereich wurde die gruppenweite Kontokorrentlinie zum Bilanzstichtag zu ca. 80% in Anspruch genommen. Die Eigenkapitalquote ist gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben (21,9%). Das Netto-Umlaufvermögen wird überwiegend durch kurzfristige Kontokorrentlinien finanziert. Die Kontokorrentlinien wurden ab dem zweiten Halbjahr immer wieder in Anspruch genommen. Investitionen wurden insbesondere in die Entwicklung selbstgeschaffener Software (T€ 321) sowie in Büro- und Besprechungsräume getätigt. 3. Liquiditätslage Der Konzern verfügt über einen Bestand an liquiden Mitteln von T€ 118. Diesen stehen in Anspruch genommene Kontokorrentlinien von T€ 3.979 gegenüber. Insbesondere bedingt durch ein schlechtes Jahresergebnis sowie eine Zunahme des Net Working Capitals von T€ 13.468 ergab sich in 2021 ein negativer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von T€ -12.181. Die Zunahme des Net Working Capitals ist auf eine Erhöhung der Forderungen bei einer gleichzeitigen Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Im Vorjahr war das Working Capital auf Grund eines temporär verkürzten Zahlungszieles eines Key Accounts deutlich reduziert. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2021 T€ -1.208 und war damit höher als im Vorjahr (T€ -456). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug T€ -551. Die gezahlten Zinsen betrafen nahezu ausschließlich Zinsen für Kontokorrentkredite. Ferner wurde im Geschäftsjahr eine Gewinnausschüttung von T€ 500 vorgenommen. In Summe ergab sich eine Minderung der Finanzmittelfonds um T€ -13.941. Das Netto-Umlaufvermögen wird teilweise durch kurzfristige Kontokorrentlinien finanziert. Im zweiten Halbjahr 2021 wurden die Kontokorrentlinien immer wieder in Anspruch genommen. Die Kontokorrentlinie steht zeitlich unbefristet zur Verfügung. Sie kann seitens der Bank kurzfristig gekündigt werden. 4. Gesamtaussage Das ursprüngliche EBIT-Ziel konnte auf Grund des angespannten wirtschaftlichen Umfeldes nicht erreicht werden. Im Vergleich zum Vorjahresergebnis (T€ 1.344) lag das Ergebnis mit T€ -632 deutlich zurück. Damit ist das Geschäftsjahr insgesamt nicht zufriedenstellend verlaufen. III. RISIKOBERICHT UND CHANCENDARSTELLUNG Risiken, Chancen und wesentliche Einflussfaktoren auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor. Aufgrund der stabilen Auftragssituationfür 2022 und 2023 geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Kontokorrentlinie der Bank für die Gruppe weiterhin unbefristet zur Verfügung steht. Darüber hinaus verfügt die Gruppe über ausreichend positives Eigenkapital. Im Rahmen dieses Marktumfeldes und unter Berücksichtigung der Risikodiversifikation setzt S-KON im Bereich Telesales neben dem Outbound Kerngeschäft auch auf den Ausbau des Inbound- und B2B-Bereiches. Durch die Standortverteilung auf Hamburg, Lüneburg, Pinneberg, Celle, Hannover, Hameln und Neumünster sowie durch den Ausbau eines Mitarbeiterbindungsprogrammes versucht die Gesellschaft den Risiken der branchenbedingten hohen Fluktuation weiterhin entgegenzuwirken. Das Recruiting von qualifiziertem Personal ist aktuell weiterhin ein begrenzender Faktor für den weiteren Ausbau des Telemarketing-Geschäftes. Dennoch ist der Ausblick für 2022 in diesem Bereich positiv, da die Möglichkeit besteht, mit der konsequenten Umsetzung des Home-Office Konzeptes weiter Personal aufzubauen und somit ein profitables Wachstum zu gewährleisten. Die branchenübergreifende angespannte Arbeitsmarktsituation sowie die aktuell gestiegene Inflation, führt bereist heute zu steigenden Lohn- und Recruitingkosten. Dieser Faktor wirkt den genannten Optimierungsmaßnahmen entgegen und kann nur bedingt kalkuliert werden. Für 2022 steht die Erhöhung der Ertragskraft im Fokus. Dies wird durch die bereits o.g. eingeleiteten Maßnahmen erreicht. Die Auslastung der bestehenden Standorte, der Ausbau des virtuellen Standortes, der weitere Aufbau von Produktionsstunden, sowie die Mitarbeiterqualifizierung und -bindung stehen hier im Mittelpunkt. Für den Bereich eCommerce liegen die Risiken im weltweitweltweiten Chipmangel und der damit weiterhin schwer planbaren Warenverfügbarkeit von Mobilfunkendgeräten. Bei der positiven Auftragslage und der Gewinnung von neuen Key-Accounts bildet der branchenweite Fachkräftemangel innerhalb des Entwicklungsteams ein Risiko. Der unerwartete Wegfall eines Key-Accounts würde sich negativ auf die weitere Entwicklung der eK24 auswirken. Schließlich stellt die rechtliche Situation in Form von immer weitergehenden Verbraucher- und Datenschutzrechten ein zusätzliches Risiko dar. Aufgrund der Auftraggeberstruktur ist positiv anzumerken, dass mit wesentlichen Zahlungsausfällen nicht zu rechnen ist. Die stabile Projektsituation sowie die optimierten Prozessabläufe bieten für 2022 die Möglichkeit, ein wirtschaftlich erfolgreiches Geschäftsjahr auf Plan-Niveau zu erreichen. Mit dem Neuentwickelten Produkt Prämienkontor liegt eine große Chance in den kommenden Jahren neue Brachen zu erschließen und eine Vielzahl an Kunden zu gewinnen. Erste Erfolge und die äußerst positive Resonanz geben einen ersten Ausblick auf das enorme Potential. Konkret konnten bereits in 2021 und im ersten Quartal 2022 große Auftraggeber/Projekte gewonnen werden, die im 1. Halbjahr 2022 bereits erheblich zu einer wirtschaftlich positiven Gesamtsituation beitragen werden. IV. PROGNOSEBERICHT - VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER GESELLSCHAFT Im Bereich Telemarketing wird der Aufbau von Produktionsstunden durch den Ausbau der vorhandenen Standorte sowie durch das Home-Office Konzept vorangetrieben, um Kapazitäten für den Aufbau eines weiteren Accounts zu schaffen. Hierbei soll weiterhin auch der Abhängigkeit von einzelnen „großen" Standorten im Hinblick auf die Recruitingsituation entgegengewirkt werden. Darüber hinaus wird die Diversifikation im Brachen- und Kampagnenmix vorangetrieben. Im Fokus stehen hier branchenübergreifende B to B Kampagnen als auch eine Fokussierung auf den Energiesektor. Die Projektsituation und Auftragslage des Telesales-Geschäftes sind für 2022 als grundsätzlich positiv zu betrachten, da verschiedene Auftraggeber Wachstumspotentiale in Aussicht gestellt haben. Die Umsätze sind unter dem Gesichtspunkt der Risikodiversifikation weiterhin auf mehrere solventen Auftraggeber verteilt. Die Positionierung als innovativer und flexibler Qualitätsdienstleister wird von den Auftraggebern ausdrücklich geschätzt und steht bei dem anstehenden Geschäftsausbau weiterhin im Vordergrund. Grundsätzlich geht die Gesellschaft für 2022 und 2023 weiterhin von einem stabilen Auftragsvolumen mit wachsenden Margen aus. Eine genaue Prognose ist auf Grund des volatilen Marktes und steigenden Lohnkosten allerdings schwierig. Für das erste Halbjahr 2022 ist mit einem signifikanten Sondereffekt auf Grund eines zeitlich befristeten Groß-Projektes zu rechnen. Dies wird positiv zu der Erreichung der geplanten EBIT-Ziele beitragen. Im Bereich E-Commerce sollen durch eine weitere Optimierung der eigenen Core-Systeme die Grundlage für die Gewinnung neuer Key-Accounts geschaffen werden. Hierdurch wird sichergestellt, dass bestehende und neue Kunden zukunftssicher und effizienter betreut werden können. Zudem wird in 2022 mit dem selbst entwickelten Softwareprodukt Prämienkontor der Aufbau von neuen Kundengruppen verstärkt vorangetrieben und somit auch der Fokus auf Vergütungsmodelle mit planbaren Erlösen forciert. Durch diese genannten Maßnahmen wird für 2022 und 2023 eine stabile Geschäftssituation mit moderat steigenden Umsätzen und Erträgen erwartet. Bei Umsätzen von M€ 120-150 wird für 2022 mit einem positiven EBIT von M€ 1,4-2,3 gerechnet.
Hamburg, 5. Mai 2022 S-KON New Business AG Sven Kowitzke, Vorstand Thomas Ott, Vorstand Bericht des Aufsichtsrats zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021der Gesellschaft sowie zum Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 der S-KON New Business AGI. Aufsichtsratsmitglieder Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten zum Zeitpunkt der Aufsichtsratssitzung die Herren Jan Beyer (Hamburg), Mathias Kolbusa (Hamburg) und Dr. Kai Pfitzner (Hamburg) an. Den Vorsitz hatte Herr Beyer. Ausschüsse wurden nicht gebildet. Zudem ist Herr Sebastian Lache (Hamburg) seit dem Geschäftsjahr 2017 als beratender Beirat im weiteren Aufsichtsgremium installiert. Herr Lache unterstützt den Aufsichtsrat als Kontrollinstrument der Gesellschaft. II. Konzernabschlussprüfung zum 31. Dezember 2021 Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 22. November 2022 in Hamburg wurde AC CHRISTES & PARTNER Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, zum Konzernabschlussprüfer für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 und dem Konzern-Lagebericht 2021 gewählt. Der Auftrag zur Prüfung wurde ordnungsgemäß vom Aufsichtsratsvorsitzenden im Namen aller Aufsichtsratsmitglieder erteilt. Der Konzernabschluss zum 31 Dezember 2021 sowie der zusammengefasste Konzern-Lagebericht 2021 sind dem Aufsichtsrat vom Vorstand der Gesellschaft zusammen mit dem entsprechenden Prüfungsbericht zugeleitet und vom Aufsichtsrat geprüft worden. In der Aufsichtsratssitzung vom 6. Mai 2022 sind der Konzernabschluss, der zusammengefasste Konzern Lagebericht und der Vorschlag zur Ergebnisverwendung vom Vorstand mit dem Aufsichtsrat eingehend erörtert worden. Aufgrund des Konzernjahresfehlbetrages schlägt der Vorstand vor, den Konzernbilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Der Aufsichtsrat stimmt dieser Ergebnisverwendung zu. Der Aufsichtsrat hatte im Rahmen der Konzernabschlussprüfung Gelegenheit zur Rücksprache mit dem Konzern-Abschlussprüfer. Der Konzernabschluss und der Konzern-Lagebericht wurden vom Vorstand entsprechend den gesetzlichen Vorschriften erstellt und vom Konzern-Abschlussprüfer mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. III. Feststellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 und des Konzern-Lageberichtes 2021 Der Aufsichtsrat billigt nach der abschließenden Prüfung den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 und den Konzern-Lagebericht 2021, der damit nach §172 AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat hat als Ergebnis seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 gebilligt und damit festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für die Leistungen im Geschäftsjahr 2021.
Hamburg, 6. Mai 2022 Jan Beyer, Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Kai Pfitzner, Aufsichtsratsmitglied Matthias Kolbusa, Aufsichtsratsmitglied |
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