![]() Commerzbank AGFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Geschäftsbericht 2010Herausforderungen annehmen,
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| Gewinn- und Verlustrechnung | 2010 | 2009 |
| Operatives Ergebnis (Mio €) | 1 386 | -2 270 |
| Operatives Ergebnis je Aktie (€) | 1,18 | -2,20 |
| Ergebnis vor Steuern (Mio €) | 1 353 | -4 659 |
| Konzernergebnis1 (Mio €) | 1 430 | -4 537 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 1,21 | -4,40 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 4,5 | -8,0 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 69,3 | 82,2 |
| Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis1,2 (%) | 4,7 | -16,5 |
| Bilanz | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Bilanzsumme (Mrd €) | 754,3 | 844,1 |
| Risikoaktiva (Mrd €) | 267,5 | 280,1 |
| Bilanzielles Eigenkapital (Mrd €) | 28,7 | 26,6 |
| Bilanzielle Eigenmittel (Mrd €) | 45,7 | 46,5 |
| Kapitalquoten |
|
|
| Kernkapitalquote (%) | 11,9 | 10,5 |
| Eigenmittelquote (%) | 15,3 | 14,8 |
| Lang-/Kurzfrist-Rating |
|
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| Moody's Investors Service, New York3 | A2/P-1 | Aa3/P-1 |
| Standard & Poor's, New York | A/A-1 | A/A-1 |
| Fitch Ratings, New York/London | A+/F1 + | A+/F1 + |


1
Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar.
2
Die Eigenkapitalbasis bildet das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare durchschnittliche
Konzernkapital ohne Berücksichtigung der durchschnittlichen Neubewertungsrücklage
und der Rücklage aus Cash Flow Hedges.
3
Ausweis enthält bereits die am 24. Februar 2011 vorgenommene Herabstufung im Langfrist-Rating.
Die Commerzbank ist seit der Übernahme der Dresdner Bank im Mai 2009 eine der führenden
Privat- und Firmenkundenbanken in Deutschland. Insgesamt hat die Commerzbank weltweit
rund 15 Millionen Privat- und Firmenkunden, die von einem noch breiteren und attraktiveren
Produkt- und Beratungsangebot profitieren. Für unsere Kunden sind wir im Heimatmarkt
Deutschland mit künftig rund 1 200 Standorten deutlich besser erreichbar.
Gerade für Firmenkunden, insbesondere den exportstarken Mittelstand, ist die Commerzbank
ein noch stärkerer Partner, der die Kompetenz der beiden Häuser im deutschen Markt
unter einem Dach vereint. So begleitet die Commerzbank ihre Kunden weltweit und baut
ihre Position als wichtigster Exportfinanzierer aus.
Unsere Vision fasst zusammen, woran wir glauben und was wir erreichen wollen. Sie
ist unser gemeinsames Ziel und bildet das Fundament für unser Handeln:
Als Marktführer für Privat- und Firmenkunden mit europäischer Ausrichtung wollen wir
die beste Bank in Deutschland werden - und damit erste Wahl für unsere Kunden, Mitarbeiter
und Investoren. Wir verstehen uns als die Hausbank für Deutschland und stehen für
langfristige Partnerschaft sowie herausragende Leistung.
Die Commerzbank hat sich strategisch neu aufgestellt. Bei dieser Neuausrichtung haben
wir uns von unserer Vision, die beste Bank in Deutschland zu sein, leiten lassen.
Den Weg dorthin soll uns unser strategisches Programm, die "Roadmap 2012", ebnen,
mit dem die Commerzbank nachhaltig profitabel werden wird. Die neue Commerzbank ist
auf diesem Weg schon weit vorangeschritten und wird dann schneller, schlagkräftiger
und schlanker sein als je zuvor.

Alle Stabs- und Steuerungsfunktionen sind im Unternehmensbereich Group Management
zusammengefasst.
Die Unterstützungsfunktionen Group Information Technology, Group Organisation, Group
Banking Operations, Group Market Operations,
Group Security und Group Support werden vom Unternehmensbereich Group Services bereitgestellt.
Jedes Unternehmen steht immer wieder vor neuen Herausforderungen. Sie zu erkennen,
anzunehmen und nach Lösungswegen zu suchen, ist der erste und wichtigste Schritt,
angestrebte Ziele zu erreichen. Das Jahr 2010 stand für die Commerzbank ganz im Zeichen
der Herausforderung, die Dresdner Bank zu integrieren - ein einzigartiges Projekt
in der deutschen Bankengeschichte. Dabei ist die neue Commerzbank in vielen Bereichen
am Ziel angekommen. Welche Schritte erforderlich waren und was wir erreicht haben,
zeigen wir Ihnen auf den nächsten Seiten.
Auch für unsere Kunden war das Jahr 2010 von ganz eigenen Projekten, Wünschen oder
Notwendigkeiten geprägt. Sechs von ihnen porträtieren wir mit ihren Zielen und Herausforderungen
in diesem Bericht. Was sie verbindet: Sie waren erfolgreich - und als Partner haben
wir sie dabei unterstützt.
Mit der zunehmenden Integration der Dresdner Bank baut die Commerzbank im ersten Quartal
2010 ihre Position als führende Bank für Privat- und Firmenkunden in Deutschland weiter
aus.
Auch international kommt die Bank gut voran: Die polnische Tochter BRE Bank setzt
ihre erfolgreiche Geschäftsstrategie fort. In Peking wird die vierte chinesische Filiale
eröffnet. Damit ist die Bank nun in allen wichtigen Wirtschaftszentren Chinas vertreten.
Außerhalb Deutschlands ist die Commerzbank nun mit 14 000 Mitarbeitern in 50 Ländern
tätig.
Die Commerzbank führt zu Jahresbeginn ihre Stiftungen mit denen der ehemaligen Dresdner
Bank in einem Stiftungszentrum zusammen. Im Zuge der Neuausrichtung stellt die Bank
Museen in Frankfurt, Dresden und Berlin über 100 Werke bedeutender Künstler als Dauerleihgaben
zur Verfügung.
Anfang Mai legt die Commerzbank die Zahlen für das erste Quartal vor. Mit einem Nettogewinn
von über 700 Mio Euro ist sie trotz der anhaltenden Auswirkungen der weltweiten Finanzmarkt-
und Wirtschaftskrise profitabel.
Die Integration der Filialen erfolgt schneller als ursprünglich vorgesehen. Ab Mitte
Juni erhalten mehr als 1 600 Standorte in ganz Deutschland das dreidimensionale gelbe
Band als neues gemeinsames Markenzeichen.
Die Commerzbank zieht Lehren aus der Krise. Sie stärkt konsequent die Rechte der privaten
Kunden und schreibt wichtige Kundenrechte in einer Kundencharta fest. Auch ihren Unternehmenskunden
steht die Bank weiter fest zur Seite und legt im Juni einen Eigenkapitalfonds für
mittelständische Unternehmen auf.
Die Commerzbank veröffentlicht die Ergebnisse des Stresstests der europäischen Bankenaufsicht:
Die Kernkapitalquote liegt in allen Szenarien weit über den Anforderungen. Die Halbjahreszahlen
bestätigen den erfolgreich eingeschlagenen Weg. Die Bruttoerträge steigen gegenüber
dem ersten Halbjahr 2009 um 25 %, das Nettoergebnis verbessert sich um 2,6 Mrd Euro.
Im August wird die organisatorische Integration in der Zentrale und in den Filialen
abgeschlossen. Gleichzeitig werden die Voraussetzungen für die Zusammenlegung der
EDV geschaffen. Trotz der Belastungen der Integration und der anhaltenden Auswirkungen
der Krise steht die Ausbildung der Mitarbeiter unverändert im Zentrum - so nehmen
im dritten Quartal mehr als 1 000 Nachwuchskräfte ihre Arbeit auf.
Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2010 bestätigt eindrücklich die Erfolge der Commerzbank
bei der Umsetzung der strategischen "Roadmap 2012": Die Risiken wurden wie angekündigt
konsequent reduziert. Die Bank ist in allen Quartalen positiv und kehrt ein Jahr früher
als erwartet in die Gewinnzone zurück. Das Nettoergebnis beträgt 1,4 Mrd Euro.
Zum Jahresende schließt die Commerzbank die Integration der Dresdner Bank im Investmentbanking
und in den 50 Auslandsmärkten ab. Auch alle anderen Meilensteine werden wie geplant
erreicht.
das Geschäftsjahr 2010 war für die Commerzbank in einem nach wie vor herausfordernden
Umfeld ein erfolgreiches Jahr. Die neue Commerzbank nimmt immer deutlichere Konturen
an. So ist die Integration in den ausländischen Standorten de facto abgeschlossen
und im Inland haben wir wichtige Zwischenziele erreicht. Trotz dieser enormen Integrationsanstrengungen
haben wir im Jahr 2010 bei den Geschäftsergebnissen große Fortschritte gemacht. Im
Konzern sind wir in die Gewinnzone zurückgekehrt; die Wende gelang uns damit ein Jahr
früher als ursprünglich geplant.
Bei unserem Strategieprogramm "Roadmap 2012" kommen wir weiter gut voran. Nach wenig
mehr als zwei Jahren haben wir mit der Integration der Dresdner Bank in die Commerzbank
eines der größten Projekte in der deutschen Bankengeschichte in weiten Teilen abgeschlossen.
Im Sommer haben wir die neue Organisations- und Filialstruktur vollständig umgesetzt
und der gemeinsame Markenauftritt von Commerzbank- und Dresdner-Bank-Filialen startete
- über 1 200 Filialen erhielten ein gemeinsames Markenzeichen. Die Umstellung unserer
Filialen auf den gemeinsamen Markenauftritt bietet den Kunden ein größeres Filialnetz,
dessen Vorteile sie gerne nutzen. Die Commerzbank spart durch die Integration Geld.
Im Geschäftsjahr 2010 konnten wir Kostensynergien in Höhe von 1,1 Mrd Euro erzielen,
das ist bereits fast die Hälfte des geplanten Kosteneinsparpotenzials von 2,4 Mrd
Euro jährlich.
Sie sehen bereits hier, dass unsere Mitarbeiter wieder ein ausgesprochen arbeitsreiches
Jahr hinter sich haben. Aus aktuellen Befragungen wissen wir außerdem, dass unsere
Mitarbeiter weiter zu einem Team zusammenwachsen und sich in hohem Maße für die Integration
engagieren. Dafür möchte ich mich, auch im Namen meiner Vorstandskollegen, bei unseren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich bedanken!
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, im Jahr 2010 hat sich die makroökonomische
Lage verbessert. Allerdings wurde deutlich, dass die Krise trotz erkennbarer Erholungstendenzen
noch nicht vorbei ist und sich auch die Commerzbank diesem äußerst herausfordernden
Umfeld nicht entziehen konnte. Dennoch belief sich das Konzernergebnis im Jahr 2010
auf 1,4 Mrd Euro und wir haben es geschafft, in allen vier Quartalen ein positives
Ergebnis zu erzielen. Das zeigt, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden und schon
ein beachtliches Stück Wegstrecke hinter uns gelassen haben. Die Bruttoerträge im
Konzern konnten wir trotz unserer Integrationsanstrengungen um über 16 % auf 12,7
Mrd Euro steigern. Gleichzeitig verringerte sich die Risikovorsorge - insbesondere
in der Kernbank - deutlich um über 40 %.
Die Verwaltungsaufwendungen nahmen im Berichtsjahr lediglich um 2 % ab, da erzielte
Synergien zum Teil durch integrationsbedingte Kosten überlagert wurden. Insgesamt
erzielten wir ein Operatives Ergebnis von 1,4 Mrd Euro; dies sind 3,7 Mrd Euro mehr
als im Vorjahr.
Obwohl das Konzernergebnis nach IFRS deutlich in die Gewinnzone drehte, war für das
HGB-Ergebnis der Commerzbank Aktiengesellschaft im Berichtsjahr 2010 ein Verlust auszuweisen.
Der Hauptgrund dafür ist, dass wir uns gemäß den Auflagen der Europäischen Union bis
Ende 2014 von der Eurohypo trennen müssen. Um die Eurohypo darauf vorzubereiten, haben
wir Bestände und Risiken reduziert. Durch die Reduzierung des Neugeschäfts und die
anhaltend hohe Risikovorsorge ist der Barwert der künftigen Erträge gesunken, mit
der Folge hoher Abschreibungen auf den Buchwert der Eurohypo im Einzelabschluss der
Commerzbank Aktiengesellschaft. Aufgrund dieser Verlustsituation können wir für das
Berichtsjahr 2010 keine Dividende zahlen und auch die Stillen Einlagen des SoFFin
und andere Kapitalinstrumente nicht bedienen.
Unsere Liquiditätsausstattung ist komfortabel und die Kernkapitalquote erreicht per
Jahresende 2010 respektable 11,9 %. Auch unsere Core-Tier-1-Quote liegt mit 10 % deutlich
über unserem Zielkorridor. Durch unser aktives Management haben wir unsere Risikoaktiva
bereits konsequent und nachhaltig verringert. Dies gilt besonders für die Segmente
Asset Based Finance und Portfolio Restructuring Unit sowie für den Verkauf von nicht
strategischen Beteiligungen.
Mitte Januar 2011 hat die Commerzbank einen wichtigen Schritt zur Optimierung ihrer
Kapitalstruktur unternommen: Wir haben im Rahmen unseres Liability Managements eine
Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage durchgeführt und hybride Eigenmittelinstrumente
in Aktien getauscht. Dabei wurden rund 118,1 Millionen Aktien bei institutionellen
Investoren platziert. Dies entspricht 10 % minus eine Aktie des bisherigen Grundkapitals.
Der SoFFin hat seine Beteiligungsquote an der Commerzbank (25 % plus eine Aktie) nach
der Transaktion aufrechterhalten. Die Transaktion hat keine spürbaren Auswirkungen
auf die Kernkapitalquote der Bank, führt aber zu einer Erhöhung der Core-Tier-1-Quote.
Die starke Nachfrage nach unseren Aktien von institutionellen Investoren hat gezeigt,
dass nationale und internationale Anleger bereit sind, in unsere Aktie zu investieren.
Unser Anspruch ist es, die Stillen Einlagen des Bundes so schnell wie möglich abzulösen.
Neben Optionen, die uns unsere hohe Eigenkapitalquote, die nachhaltige Reduzierung
der risikogewichteten Aktiva und die früher als erwartet erreichte Rückkehr in die
Gewinnzone ermöglichen, können wir in aufnahmebereiten Märkten auch Eigenkapital aufnehmen.
Mit dem Finanzmarktstabilisierungsbeschleunigungsgesetz hat die Bundesregierung zugleich
mehr Flexibilität geschaffen, die wir zur Rückführung von SoFFin-Mitteln nutzen können.
Bereits in diesem Jahr wollen wir einen signifikanten Betrag in Milliardenhöhe zurückgeben
- unter Beibehaltung einer guten Eigenkapitalquote.
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, die Commerzbank ist mit Rückenwind ins neue
Jahr gestartet, der Januar ist sehr gut gelaufen. Dennoch erwarten wir auch für das
Geschäftsjahr 2011 herausfordernde Märkte. Während Deutschland weiterhin von seiner
Exportstärke profitieren sollte, dürfte das Wachstum in anderen Ländern des Euroraums
durch weiterhin problematische Immobilienmärkte und die Staatsschuldenkrise eingeschränkt
bleiben. Unabhängig davon werden wir die Integration weiter vorantreiben. Wir haben
nur noch wenige Schritte zu gehen und sehen bereits die Ziellinie. Im Fokus wird im
zweiten Quartal des laufenden Jahres zunächst die Migration der Kunden- und Produktdaten
stehen; seit August 2010 sind die hierfür erforderlichen Anpassungen unserer IT-Systeme
im Einsatz. Als letzter Schritt der Integration werden ab Mitte 2011 dann knapp 400
Filialpärchen zusammengelegt. Bis zum Jahr 2012 soll dieser Prozess und damit die
Integration abgeschlossen sein. Die Integration wird im Jahr 2011 mit Aufwendungen
von rund 200 Mio Euro zu Buche schlagen, im Berichtsjahr waren es noch über 400 Mio
Euro. Dafür erwarten wir, im laufenden Jahr mit 1,5 Mrd Euro um 300 Mio Euro höhere
Kostensynergien zu realisieren.
Auch operativ werden wir uns in allen Bereichen verbessern. In der Mittelstandsbank
planen wir weiteres Wachstum auf Basis unserer starken Marktpositionierung, um von
der erfreulichen konjunkturellen Situation in Deutschland zu profitieren. Im Segment
Corporates & Markets wollen wir das Ergebnis nachhaltig sichern. Im Segment Central
& Eastern Europe wird insbesondere die BRE Bank ihre Wachstumsstrategie weiter umsetzen.
Unser besonderes Augenmerk legen wir im Jahr 2011 auf das Privatkundengeschäft.
Durch den Abbau der nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten in den Segmenten
Asset Based Finance und Portfolio Restructuring Unit planen wir weiterhin, unsere
Risiken zu reduzieren. Im Segment Asset Based Finance werden wir den Volumenabbau
über die nächsten Jahre forcieren. Im Bereich Public Finance wird kein Neugeschäft
mehr getätigt und das bestehende Volumen über die Zeit abgebaut. Auch im Bereich Commercial
Real Estate werden wir unsere Aktivitäten - bei lediglich selektivem Neugeschäft in
den Kernmärkten - in den Folgejahren weiter ganz erheblich reduzieren.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns erwarten wir für das Jahr 2011 neben
dem Rückgang der Verwaltungskosten, dass unsere Risikovorsorge unterhalb des Wertes
im Berichtsjahr 2010 bleiben wird. Das Operative Ergebnis im Konzern sollte deutlich
über dem Niveau des Jahres 2010 liegen. Erzielt die Bank im Geschäftsjahr 2011 ein
positives Ergebnis im Einzelabschluss, werden wir auch die Stillen Einlagen des SoFFin
bedienen. Nach unseren derzeitigen Erwartungen ist das der Fall. Ab 2012 planen wir
dann für den Konzern ein Operatives Ergebnis vor Regulierungseffekten von mehr als
4 Mrd Euro pro Jahr. Damit gelten die Ziele der "Roadmap 2012" in einem unveränderten
regulatorischen Umfeld und unter stabilen Marktbedingungen weiterhin.
Zu unserer Hauptversammlung im Mai 2011 in der Jahrhunderthalle in Frankfurt lade
ich Sie auch in diesem Jahr ein und freue mich auf Ihr Kommen.
Herzlichst,
Ihr
Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender
48 Jahre
Chief Operating Officer
Mitglied des Vorstands seit 1.1.2008
46 Jahre
Mittelstandsbank
Mitglied des Vorstands seit 1.1.2008
47 Jahre
Vorsitzender
Mitglied des Vorstands seit 1.11.2001
-
44 Jahre
Central & Eastern Europe
Mitglied des Vorstands seit 10.11.2004
46 Jahre
Asset Based Finance
Mitglied des Vorstands seit 1.6.2009
| a) | Commerz Real AG1
, Vorsitzender; Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1 , Vorsitzender; Deutsche Schiffsbank Aktiengesellschaft1 , Vorsitzender; Eurohypo Aktiengesellschaft1 , Vorsitzender |
| b) | Commerzbank Auslandsbanken Holding Nova GmbH1
; Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH1 , stellv. Vorsitzender |
51 Jahre
Corporates & Markets
Mitglied des Vorstands seit 1.10.2006
54 Jahre
Chief Risk Officer
Mitglied des Vorstands seit 1.11.2008
45 Jahre
Group Human Resources, Group Integration
Mitglied des Vorstands seit 1.6.2009
46 Jahre
Chief Financial Officer
Mitglied des Vorstands seit 1.4.2004
| a) | ABB AG; Commerzbank Auslandsbanken Holding AG1
, Stellv. Vorsitzender; RWE Power AG |
| b) | Commerzbank Auslandsbanken Holding Nova GmbH1
, Vorsitzender; Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH1 , Vorsitzender; Mediobanca Banca di Credito Finanziario S.p.A.2 ; SdB-Sicherungseinrichtungsgesellschaft deutscher Banken mbH; Verlagsbeteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung |
48 Jahre
Private Customers
Mitglied des Vorstands seit 5.11.2010
Stand: 31.12.2010
a)
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
b)
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien
1
Konzernmandat.
2
Aufsichtsratsmandat in einer konzernexternen börsennotierten Gesellschaft oder in
einem Aufsichtsgremium einer Gesellschaft mit vergleichbaren Anforderungen (gemäß
Ziff. 5.4.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex).
während des abgelaufenen Geschäftsjahres haben wir den Vorstand bei der Leitung des
Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Commerzbank regelmäßig überwacht.
Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich
über alle wesentlichen Entwicklungen in der Bank, auch zwischen den Sitzungen. Wir
haben uns wiederholt über die Geschäftslage des Unternehmens und die wirtschaftliche
Situation der einzelnen Geschäftsfelder, die Unternehmensplanung sowie die strategische
Ausrichtung der Bank informieren lassen und den Vorstand hierzu beraten. Zwischen
den Sitzungen stand ich als Vorsitzender des Aufsichtsrats in ständigem Kontakt mit
dem Vorstand und habe mich fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung und
wesentliche Geschäfte der Bank und des Konzerns unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat
war in die Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Bank eingebunden und
hat, soweit erforderlich, nach umfassender Beratung und Prüfung seine Zustimmung erteilt.
Im Geschäftsjahr fanden insgesamt sieben Aufsichtsratssitzungen statt, davon zwei
Sitzungen in Form von Telefonkonferenzen. Zudem fand jeweils eine Strategiesitzung
für die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner statt.
Gegenstand sämtlicher ordentlicher Sitzungen war die aktuelle Geschäftslage der Bank,
die wir jeweils eingehend mit dem Vorstand erörterten. Schwerpunkte unserer Tätigkeit
waren die Vergütung der Vorstände und Mitarbeiter vor dem Hintergrund neuer regulatorischer
Anforderungen sowie eventuelle Kapitalmaßnahmen zur Rückführung der Stillen Einlagen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die intensive Befassung mit dem jeweils aktuellen Stand
der Integration der Dresdner Bank in den Commerzbank-Konzern. Die Vorstandsberichte
haben wir kritisch hinterfragt und zum Teil ergänzende Informationen angefordert,
die stets unverzüglich und zu unserer Zufriedenheit erteilt wurden.
In der Sitzung am 23. Februar 2010 standen die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene
Geschäftsjahr 2009 sowie die zu erwartenden Ertragsbelastungen der neuen Commerzbank
für das Geschäftsjahr 2010 im Mittelpunkt unserer Erörterungen. In der anschließenden
Diskussion überzeugten wir uns von der Plausibilität der vorgetragenen Erwartungen
und Ziele - insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Wirtschaftskrise und
dem daraus resultierenden Wertberichtigungsbedarf im Kreditgeschäft - und erörterten
die verschiedenen Handlungsalternativen. Gegenstand der Sitzung waren auch der Statusbericht
zur Integration der Dresdner Bank und die Bedienung der Stillen Einlagen, der Genüsse
und der hybriden Kapitalinstrumente. Des Weiteren befassten wir uns mit dem Bericht
des externen Beraters über die Effizienzprüfung des Aufsichtsrats und leiteten hieraus
Maßnahmen zur Verbesserung der Zusammenarbeit im Aufsichtsrat und auch der Zusammenarbeit
mit dem Vorstand ab. Zudem stimmten wir der Änderung der Geschäftsordnung für den
Vorstand zu. Die Änderung war aufgrund eines Rundschreibens der BaFin, das neue Anforderungen
an die Informationspflicht der Vorstände gegenüber dem Aufsichtsrat enthält, erforderlich.
Des Weiteren haben wir im Hinblick auf neue Anforderungen aus dem BaFin-Rundschreiben,
dem Corporate Governance Kodex und dem BilMoG auch Änderungen in der Geschäftsordnung
für den Aufsichtsrat beschlossen. Zudem haben wir uns mit dem Erwerb weiterer Anteile
an der Bank Forum befasst. Gegenstand der Sitzung war auch die Stellungnahme des Aufsichtsrats
gegenüber dem Landgericht Frankfurt zum Antrag eines Aktionärs auf Bestellung eines
Sonderprüfers im Hinblick auf den Erwerb der Dresdner Bank AG, der zuvor schon von
der Hauptversammlung abgelehnt worden war.
In der Sitzung am 23. März 2010 prüften wir den Jahresabschluss und den Konzernabschluss
2009; hierüber haben wir bereits im letzten Geschäftsbericht ausführlich berichtet.
Ferner haben wir uns intensiv mit dem Statusbericht der Integration der Dresdner Bank,
insbesondere aus Sicht der verschiedenen Segmente der Commerzbank und dem Wachstumsprogramm
der Mittelstandsbank für 2010 befasst. Des Weiteren haben wir uns mit den neuen Vergütungsmodellen
für die Mitarbeiter, die an die neuen regulatorischen Anforderungen angepasst wurden,
auseinandergesetzt. Auch haben wir beschlossen, die variable Vergütung für die Mitglieder
des Vorstands für das Geschäftsjahr 2009 auf 0 Euro festzusetzen. Das im Dezember
2009 beschlossene neue Vergütungsmodell für die Mitglieder des Vorstands haben wir
dahingehend modifiziert, dass falls für 2010 die Festzinskomponente in Höhe von 9
% per annum der Gewinnbeteiligung auf die Stillen Einlagen des SoFFin nicht voll bezahlt
wird, für die monetäre Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder, also festes Jahresgrundgehalt,
Short Term Incentive und Long Term Incentive, weiter ein Cap in Höhe von insgesamt
500 000 Euro per annum gilt. Zudem haben wir beschlossen, das neue Vorstandsvergütungsmodell
der Hauptversammlung zur Billigung vorzulegen; die Hauptversammlung hat dazu ein positives
Votum beschlossen.
Die Sitzung am 19. Mai 2010 diente vornehmlich der Vorbereitung auf die anschließende
Hauptversammlung. Im Übrigen haben wir für die Erhöhung der Datensicherheit die Geschäftsordnung
für den Aufsichtsrat geändert. Die Unterlagen für die Aufsichtsratssitzungen werden
nicht mehr postalisch versandt, sondern in einen virtuellen Datenraum eingestellt.
Am 23. Juli 2010 hat uns der Vorstand im Rahmen einer Telefonkonferenz über das Ergebnis
des vom Europäischen Ausschuss der Bankaufsichtsbehörden (CEBS) in Zusammenarbeit
mit den nationalen Aufsehern und der Europäischen Zentralbank (EZB) durchgeführten
EU-weiten Stresstests informiert.
In der Sitzung am 4. August 2010 erläuterte uns der Vorstand anhand ausführlicher
Unterlagen die Geschäftsentwicklung und das Ergebnis des ersten Halbjahres 2010 sowie
den aktuellen Stand der Integration der Dresdner Bank, insbesondere im Hinblick auf
Synergien und Personalabbau. Des Weiteren berichtete der Vorstand über den Bereich
Human Resources. Wir beschäftigten uns zudem intensiv mit den Berichten externer Kanzleien
und Wirtschaftsprüfer im Hinblick auf den Erwerb der Dresdner Bank AG. Gegenstand
der Sitzung war auch der Bericht über den Stand des Verfahrens über den Antrag auf
Sonderprüfung. Wir haben uns auch mit den Musteranstellungsverträgen für Vorstandsmitglieder,
die bei Neuberufungen und Vertragsverlängerungen verwandt werden sollen, befasst.
In der ordentlichen Sitzung am 4. November 2010 lag der Schwerpunkt unserer Beratungen
auf dem Bericht über die Geschäftslage einschließlich Budget für das Jahr 2011 und
der Mittelfristplanung. Wir haben uns auf Basis der Geschäftszahlen die Ziele für
die Bank und den Konzern darstellen lassen und ausführlich mit dem Vorstand besprochen.
Außerdem haben wir uns über den aktuellen Stand der IT-Integration und der Integration
der Dresdner Bank informiert. Weitere Themen dieser Sitzung waren turnusgemäß der
Status des Segments Portfolio Restructuring Unit und die Corporate Governance der
Bank, insbesondere der Beschluss über die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161
AktG. Nähere Einzelheiten zur Corporate Governance in der Commerzbank finden Sie in
diesem Geschäftsbericht auf den Seiten 45 bis 50. Gegenstand der Sitzung war auch
die Erörterung von Möglichkeiten zur Rückführung der Stillen Einlagen des SoFFin.
Am 15. Dezember 2010 behandelten wir in einer Telefonkonferenz die variable Vorstandsvergütung
für 2011 und beschlossen, falls für das Geschäftsjahr 2011 die Festzinskomponente
in Höhe von 9 % per annum der Gewinnbeteiligung auf die Stillen Einlagen des SoFFin
nicht voll bezahlt wird, gilt für die monetäre Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder,
also festes Jahresgrundgehalt, Short Term Incentive und Long Term Incentive, weiter
ein Cap in Höhe von insgesamt 500 000 Euro per annum.
In drei Fällen haben wir, wegen besonderer Eilbedürftigkeit, zusätzlich Beschlüsse
im Umlaufverfahren gefasst.
In mehreren Sitzungen beschäftigten wir uns nach vorheriger Beratung im Präsidialausschuss
mit Vorstandsangelegenheiten, insbesondere mit der Verlängerung der jeweils bis zum
31. Dezember 2010 laufenden Vorstandsbestellungen von Herrn Annuscheit und Herrn Beumer
für die Dauer von fünf Jahren bis zum 31. Dezember 2015 sowie mit der Neubestellung
von Herrn Zielke zum Mitglied des Vorstands mit Wirkung vom 5. November 2010.
Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte insgesamt sechs Ausschüsse gebildet. Die aktuelle
Zusammensetzung der Ausschüsse ist auf Seite 37 dieses Geschäftsberichts abgedruckt.
Der Präsidialausschuss tagte im Berichtsjahr fünfmal, in einem Fall handelte es sich
um eine außerordentliche Sitzung. Gegenstand der Beratungen war die Vorbereitung und
Vertiefung der Sitzungen des Aufsichtsratsplenums, insbesondere hinsichtlich der Geschäftslage.
Anders als in den Vorjahren spielte aufgrund der EU-Auflagen für die Genehmigung der
Stabilisierungsmaßnahmen des SoFFin die sonst regelmäßige Diskussion von strategischen
Beteiligungen im Finanzbereich keine dominierende Rolle. Darüber hinaus beschäftigte
sich der Präsidialausschuss mit Fragen der Vorstandsvergütung, auch vor dem Hintergrund
der SoFFin-Auflagen. Ein weiteres Thema war die Kreditvergabe an Mitarbeiter und Organmitglieder
der Bank.
Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2010 zu insgesamt sieben Sitzungen zusammen.
Er erörterte in Gegenwart des Abschlussprüfers den Jahresabschluss und den Konzernabschluss
der Commerzbank sowie die Prüfungsberichte. Der Prüfungsausschuss holte die Unabhängigkeitserklärung
des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex ein
und erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer. Er vereinbarte mit dem Abschlussprüfer
die Prüfungsschwerpunkte und das Honorar. Darüber hinaus befasste sich der Prüfungsausschuss
mit Aufträgen an den Abschlussprüfer für Nicht-Prüfungsleistungen; er ließ sich außerdem
regelmäßig den aktuellen Stand und einzelne Ergebnisse der Jahresabschlussprüfung
erläutern und diskutierte in der zweiten Jahreshälfte jeweils die Zwischenfinanzberichte
vor ihrer Veröffentlichung. Die Arbeit der Abteilungen Group Audit und Group Compliance
der Bank waren ebenfalls Gegenstand der Erörterungen. Außerdem informierte sich der
Prüfungsausschuss über aktuelle und bevorstehende Änderungen des Aufsichtsrechts.
An den Sitzungen nahmen jeweils Vertreter des Abschlussprüfers teil, die über ihre
Prüfungstätigkeit berichteten.
Der Risikoausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt viermal. Er befasste
sich in diesen Sitzungen intensiv mit der Risikolage und dem Risikomanagement der
Bank, insbesondere mit der Weiterentwicklung der Risikostrategie und den Markt-, Kredit-
und operationellen Risiken. Für die Bank bedeutsame Einzelengagements wurden ausführlich
mit dem Vorstand diskutiert.
Der Sozialausschuss traf sich im Berichtsjahr zu einer Sitzung, in der er sich in
erster Linie mit der Personalentwicklung, den Recruitingmaßnahmen, den konzernweiten
variablen Vergütungsmodellen und den Auswirkungen der Instituts-Vergütungsverordnung
sowie dem Projekt "Frauen in Führungspositionen" beschäftigte.
Der Nominierungsausschuss hat im Berichtsjahr nicht getagt.
Der gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz gebildete Vermittlungsausschuss musste
auch im Geschäftsjahr 2010 nicht zusammentreten.
Über die Arbeit der Ausschüsse wurde dem Aufsichtsratsplenum regelmäßig berichtet.
Kein Aufsichtsratsmitglied hat einen Interessenkonflikt gemäß § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung
des Aufsichtsrats offengelegt.
Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer,
die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt
am Main, hat den Jahres- und Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie
die Lageberichte der AG und des Konzerns geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk
versehen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB),
der Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.
Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern
rechtzeitig zugesandt. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhielten darüber hinaus
sämtliche Anlagen und Erläuterungen zu den Prüfungsberichten; alle Aufsichtsratsmitglieder
hatten die Möglichkeit, diese Unterlagen einzusehen. Der Prüfungsausschuss befasste
sich in seiner Sitzung am 23. März 2011 eingehend mit den Abschlussunterlagen. Wir
haben im Plenum den Jahres- und Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft
sowie die Lageberichte der AG und des Konzerns in unserer Bilanzsitzung am 24. März
2011 ebenfalls behandelt und gebilligt. Die Abschlussprüfer nahmen an den beiden Sitzungen
des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsratsplenums teil, erläuterten die wesentlichen
Prüfungsergebnisse und standen für Fragen zur Verfügung. In beiden Sitzungen wurden
die Abschlussunterlagen eingehend mit dem Vorstand sowie den Vertretern des Abschlussprüfers
diskutiert.
Nach der abschließenden Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung
erhoben wir keine Einwände gegen den Jahres- und Konzernabschluss und stimmten dem
Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten
Abschlüsse von AG und Konzern gebilligt, der Jahresabschluss der AG wurde damit festgestellt.
Im Aufsichtsrat hat es im Geschäftsjahr 2010 keine Veränderungen gegeben. Herr Bludau-Hoffmann
hat sein Aufsichtsratsmandat zum 31. Dezember 2010 niedergelegt. Da das gewählte Ersatzmitglied
das Aufsichtsratsmandat nicht wahrnehmen wird, hat der Vorstand auf Vorschlag der
Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft - ver.di - beim Landgericht Frankfurt beantragt,
Herrn Mark Roach als Mitglied des Aufsichtsrats zu bestellen. Herr Roach wurde mit
Wirkung zum 10. Januar 2011 als Aufsichtsratsmitglied bestellt. Frau Kasischke wird
mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2011 ihr Aufsichtsratsmandat
niederlegen. Das Ersatzmitglied Frau Beate Hoffmann wird mit Ablauf der ordentlichen
Hauptversammlung 2011 Mitglied im Aufsichtsrat.
Mit Wirkung vom 5. November 2010 bestellte der Aufsichtsrat Herrn Zielke zum Mitglied
des Vorstands.
Wir danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen
persönlichen Einsatz und ihre Leistungen im schwierigen Geschäftsjahr 2010, insbesondere
auch im Zusammenhang mit der Integration der Dresdner Bank.
Für den Aufsichtsrat
| Klaus-Peter Müller |
| Vorsitzender |
Frankfurt am Main, 24. März 2011
66 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft
43 Jahre, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 30.5.2003
Bankkaufmann
49 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 30.5.2003
Bankkaufmann
| b) | BVV Pensionsfonds; BVV Pensionskasse; BVV Unterstützungskasse |
52 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 6.11.2002
Managing Director Assicurazioni Generali S.p.A.
| a) | Deutsche Vermögensberatung AG |
67 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008
Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der E.ON Ruhrgas AG
54 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 16.5.2009
Vorsitzender des Vorstands Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG
57 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008
Bankkauffrau
48 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 30.5.2003
Bankkauffrau
53 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 1.11.1994
Mitglied des ver.di-Bundesvorstands, Bank- und Diplomkaufmann
48 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 30.5.2003
Bankkaufmann
63 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 7.5.1993
Unternehmer
60 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 30.5.2003
Bankangestellte
63 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008
Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie
40 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008
Leiterin Referat Wirtschaft I Mitbestimmungsförderung Hans-Böckler-Stiftung, Bankkauffrau
70 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 16.5.2009
Rechtsanwalt
| b) | DWS Investment GmbH; Standard & Poor's Credit Market Services Europe Limited |
66 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 1.4.2006
Ehemaliger stellv. Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp AG
63 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 16.5.2009
Ehemaliges Mitglied des Vorstands der Allianz SE
52 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008
Bankkauffrau
55 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 10.1.2011
Gewerkschaftssekretär ver.di-Bundesverwaltung
45 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008
Finanzvorstand der E.ON AG
Herbert Bludau-Hoffmann bis 31.12.2010
Verkürzte Darstellung der Mandate per 31.12.2010 (ausführliche Darstellung siehe Seite
374 f.).
a)
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
b)
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien
Klaus-Peter Müller, Vorsitzender
Hans-Hermann Altenschmidt
Dr. h. c. Edgar Meister
Uwe Tschäge
Dr. Helmut Perlet, Vorsitzender
Hans-Hermann Altenschmidt
Karin van Brummelen
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Hans-Peter Keitel
Prof. h. c. Dr. rer. oec. Ulrich Middelmann
Klaus-Peter Müller, Vorsitzender
Dr. h. c. Edgar Meister
Dr. Helmut Perlet
Dr. Marcus Schenck
Klaus-Peter Müller, Vorsitzender
Dott. Sergio Balbinot
Dr.-Ing. Otto Happel
Klaus-Peter Müller, Vorsitzender
Dr.-Ing. Burckhard Bergmann
Karin van Brummelen
Astrid Evers
Dr. h. c. Edgar Meister
Uwe Tschäge
(§ 27 Abs. 3 MitbestG)
Klaus-Peter Müller, Vorsitzender
Hans-Hermann Altenschmidt
Dott. Sergio Balbinot
Uwe Tschäge
Der DAX hat im Jahr 2010 deutlich um 16,1 % zugelegt. Dazu hat die rasche Erholung
der deutschen Wirtschaft nach der Finanzkrise mit einer Zunahme des Bruttoinlandsproduktes
(BIP) von 3,6 % maßgeblich beigetragen. Besonders stark stiegen die Kurse der Deutschen
Exportwerte. Demgegenüber war die Entwicklung der Bankaktien im Berichtsjahr von der
europäischen Schuldenkrise und regulatorischen Veränderungen negativ geprägt. Der
EURO STOXX Banken fiel, aufgrund des starken Rückgangs besonders bei den Aktienkursen
der südeuropäischen Banken, um 26,9 % und schloss das Jahr als schwächster Sektor
- zusammen mit Versorgern - ab.

Die Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie war im gesamten Jahresverlauf durch eine
anhaltende Unsicherheit an den Finanzmärkten geprägt. Anfang des Jahres wurden Finanzwerte
durch die Krise im Zusammenhang mit der Staatsverschuldung Griechenlands und von den
enttäuschenden Konjunkturdaten negativ beeinflusst. Beides sorgte für Nervosität an
den Finanzmärkten und beunruhigte Investoren. Die Commerzbank-Aktie fiel in diesem
Marktumfeld am 5. Februar 2010 auf ihren Jahrestiefpunkt von 5,33 Euro.
| Inhaberaktien | 803 200 |
| Reuters | CBKG.DE |
| Bloomberg | CBK GR |
| ISIN |
DE0008032004 |

Die Erholung an den Börsen wurde im März durch das verbesserte Geschäftsklima in den
USA gestützt. Zudem zeigte der IFO-Geschäftsklimaindex in Deutschland ein gegenüber
Februar deutlich aufgehelltes Bild. Mitte März sorgte der Hinweis der US-Notenbank
Fed, dass sie ihre Nullzinspolitik noch für eine längere Zeitspanne beibehalten wolle,
für eine freundliche Stimmung an den US-Börsen und im Zuge dessen kletterte der DAX
wieder über 6 000 Punkte. Weiterhin unterstützte die Aussicht auf positivere Ertragszahlen
im ersten Quartal die Kurserholung der Commerzbank-Aktie. Erneute Sorgen um die Zahlungskraft
der finanzschwachen Euroländer setzten den DAX besonders in der zweiten Aprilhälfte
unter Druck. Ein 750 Milliarden Euro Rettungsschirm in Form von Garantien und Krediten,
den die Euro-Staaten in Folge dessen zusammen mit dem Internationalen Währungsfonds
aufgespannt hatten, beruhigte die Finanzmärkte und stützte den Kurs der Commerzbank-Aktie.
Ende Juli reagierte der Markt mit Erleichterung auf die Ergebnisse der EU-weiten Stresstests.
In den vorgegebenen Szenarien wurden die möglichen Folgen einer Rezession und eines
Wertverfalls an den Anleihe- und Aktienmärkten auf die Kapitalausstattung der Banken
geprüft. Europas Bankensystem erwies sich dabei in einem besseren Zustand als viele
Analysten angenommen hatten. Weitere Impulse erhielten die europäischen Aktienmärkte
Anfang August. Gute Quartalszahlen europäischer Unternehmen sowie unerwartet positive
Konjunkturdaten aus den USA und China sorgten für kräftige Gewinne. In diesem Marktumfeld
erreichte die Commerzbank-Aktie am 3. August mit einem Kurs von 7,37 Euro den höchsten
Stand im Jahr 2010.
Mit einer erfreulichen Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr übertraf die Commerzbank
am 5. August die Erwartungen der Analysten. Schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt und
die Aussicht auf eine gedämpfter als erwartet verlaufende US-Konjunkturerholung belasteten
ab Mitte August die internationalen Kapitalmärkte. Darüber hinaus wirkte die Diskussion
über die Anforderungen der Basel-III-Richtlinien belastend auf die Kurse. Ende November
standen die Märkte erneut im Bann der europäischen Schuldenkrise, denn die Schwierigkeiten
Irlands drückten auf die Kurse von Finanzwerten.
Die Commerzbank-Aktie gab im Jahresverlauf 2010 insgesamt um 5,8 % nach und schloss
mit einem Kurs von 5,55 Euro ab. Die Performance der Commerzbank-Aktie lag im Berichtsjahr
aber deutlich über der des EURO STOXX Banken Index (- 26,9 %). Die Handelsumsätze
pro Tag unserer Aktie fielen im Vergleich zum Vorjahr um 24,8 % auf 9,7 Millionen
Stück im Jahr 2010.
Für das Geschäftsjahr 2010 wird es keine Dividendenausschüttungen geben. Dies ist
darauf zurückzuführen, dass der Jahresfehlbetrag der Commerzbank-Aktiengesellschaft
für das Geschäftsjahr 2010 keine Dividendenausschüttung erlaubt. Darüber hinaus lassen
die Vereinbarungen mit dem SoFFin zur Nichtbedienung eigenkapitalähnlicher Instrumente
auch keine Dividendenausschüttung aus Rücklagen oder Sonderposten nach § 340g HGB
zu.
Die Marktkapitalisierung der Commerzbank lag Ende 2010 bei 6,6 Mrd Euro verglichen
mit 7,0 Mrd Euro ein Jahr zuvor. Die Gewichtung im DAX betrug 0,7 %, damit lag die
Commerzbank an 29. Stelle. Im europäischen Branchenvergleichsindex EURO STOXX Banken
betrug das Gewicht der Commerzbank zum Jahresende 1,2 %, wodurch sie an 12.Stelle
notierte. Zudem ist die Bank in den drei Nachhaltigkeitsindizes "ASPI Eurozone-Index",
"Ethibel Excellence Europe-Index" und dem "ECPI Ethical Index Euro" vertreten, die
neben ökonomischen insbesondere auch ökologische und ethische Kriterien berücksichtigen.
| Indizes, die die Commerzbank enthalten |
| Blue-Chip-Indizes |
| DAX |
| EURO STOXX Banken |
| Nachhaltigkeitsindizes |
| ASPI Eurozone-Index |
| Ethibel Sustainability Index (ESI) |
| Ethical Index EURO |
|
|
2010 | 2009 |
| Ausgegebene Aktien in Mio Stück (31.12.) | 1 181,4 | 1 181,4 |
| Xetra-Intraday-Kurse In € |
|
|
| Hoch | 7,37 | 9,64 |
| Tief | 5,33 | 2,22 |
| Schlusskurs (31.12.) | 5,55 | 5,89 |
| Börsenumsätze pro Tag1 in Mio Stück |
|
|
| Hoch | 35,7 | 56,0 |
| Tief | 2,0 | 2,7 |
| Durchschnitt | 9,7 | 12,9 |
| Index-Gewicht in % (31.12.) |
|
|
| Xetra DAX | 0,7 | 0,8 |
| EURO STOXX Banken | 1,2 | 1,0 |
| Ergebnis je Aktie in € | 1,21 | - 4,40 |
| Buchwert je Aktie2 in € (31.12.) | 11,20 | 8,51 |
| Marktwert/Buchwert (31.1 2.) | 0,50 | 0,69 |
1
Deutsche Börsen gesamt.
2
Ohne Stille Einlagen, Anteile in Fremdbesitz und Cash Flow Hedges.
Zum 31. Dezember 2010 befanden sich etwas mehr als die Hälfte aller Commerzbank-Aktien
im Besitz von institutionellen Investoren; der Rest entfiel auf unsere überwiegend
in Deutschland beheimateten Privataktionäre und unsere Großaktionäre Allianz, Generali
sowie den SoFFin. Der Streubesitz, der sogenannte Free Float, lag bei 62,8 %. Der
Anteil der Aktien, der von Anlegern aus Deutschland gehalten wurde, belief sich auf
48 %, der Auslandsanteil lag bei 52 %.

Trotz des nicht einfachen Marktumfelds im Berichtsjahr konnte die Commerzbank sowohl
im unbesicherten als auch im besicherten Kapitalmarkt - über die Konzerntochter Eurohypo
AG - erfolgreich Anleihen zu platzieren. Das Gesamtvolumen der Kapitalmarktemissionen
im Jahr 2010 lag bei rund 16,1 Mrd Euro. Hierunter fielen sowohl Benchmark- und Jumboemissionen
als auch zahlreiche Privatplatzierungen.
Im unbesicherten Bereich sind insbesondere zwei Benchmarkemissionen mit Laufzeiten
von sieben und zehn Jahren mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 2,0 Mrd Euro zu nennen.
Mit diesen öffentlich platzierten Anleihen ließ sich eine internationale Diversifizierung
der Investorenbasis erzielen. Über das Privatkundennetz der Commerzbank wurden darüber
hinaus Anleihen im Wert von mehr als 6,3 Mrd Euro nachgefragt. Insgesamt betrug das
Emissionsvolumen im unbesicherten Bereich rund 8,3 Mrd Euro.
Im besicherten Bereich wurden über die Eurohypo Hypothekenpfandbriefe in Höhe von
knapp 4,0 Mrd Euro und öffentliche Pfandbriefe über 3,0 Mrd Euro begeben. Neben Privatplatzierungen
konnten sechs Jumbo-Pfandbriefe mit Laufzeiten zwischen drei und sechs Jahren erfolgreich
platziert werden. Die Eurohypo profitierte dabei von der Unterstützung des Pfandbriefmarktes
durch das Ankaufprogramm der EZB für Covered Bonds. Die begebenen Emissionen wurden
vom Markt gut aufgenommen, was durch die schnelle Platzierung, eine hohe Nachfrage
und attraktive Konditionen dokumentiert wurde.
Im Jahr 2010 gab es etwa 30 Analysten, die regelmäßig über die Commerzbank berichteten.
Die ausgesprochenen Empfehlungen bezüglich der Commerzbank-Aktie waren vor dem Hintergrund
des anhaltend schwierigen Branchenumfelds sowie der aktuellen Situation der Commerzbank
weniger zurückhaltend als noch vor einem Jahr. Zum Jahresende 2010 lag der Anteil
der Kaufempfehlungen bei 18 % (buy/overweight/outperform) und 40 % der Analysten empfahlen
das Halten unserer Aktie (neutral/hold/equal weight). 42 % der Analysten rieten zum
Verkauf (underperform/reduce) unserer Aktie, ein deutlicher Rückgang im Vergleich
zum Vorjahr (70 %).

Gerade in dem für die Finanzbranche nicht einfachen Marktumfeld haben wir im Geschäftsjahr
2010 den Kontakt zu unseren Aktionären und Fremdkapitalinvestoren sowie den Analysten
auf hohem Niveau gehalten, um ein Höchstmaß an Transparenz zu bieten. Durch die Teilnahme
an internationalen Investorenkonferenzen und die Durchführung von Roadshows haben
das Management und das Investor-Relations-Team den Markt regelmäßig informiert und
standen den Kapitalmarktteilnehmern als Gesprächspartner zur Verfügung. Weiterhin
führten wir sowohl Einzelgespräche als auch Gruppenmeetings und Telefonkonferenzen,
bei denen die Geschäftsentwicklung und die strategische Zielrichtung der Bank präsentiert
und diskutiert wurden. Zudem organisierten wir Gespräche mit Experten der Commerzbank,
um bestimmte Themenwünsche vertieft zu besprechen.
Mit unserem Newsletter "IR Monthly" haben wir auch im Jahr 2010 Analysten und Investoren
regelmäßig und proaktiv über die wichtigsten Ereignisse im Commerzbank-Konzern im
jeweils gerade zu Ende gegangenen Monat informiert und auf neue Präsentationen sowie
bevorstehende Termine hingewiesen. Zu besonders wichtigen Anlässen informieren wir
unabhängig hiervon taggleich per Investor-Relations-Mitteilung beziehungsweise Ad-hoc-Meldung.
Das Factbook "Commerzbank - Zahlen, Fakten, Ziele" berichtet zudem viermal im Jahr
über Entwicklung, Strategie und Ziele der Bank. Darüber hinaus bieten wir im Internet
auf unseren Investor-Relations-Seiten eine Vielzahl von Informationen an.
Im Berichtsjahr haben wir den Dialog mit unseren Fixed-Income-Investoren weiter ausgebaut.
Auf Roadshows haben wir unsere Quartalszahlen sowie unser Strategieprogramm "Roadmap
2012" erläutert. Der Schwerpunkt unserer Non-Deal-Roadshows - Einzelgespräche mit
institutionellen Investoren ohne die konkrete Absicht, eine Neuemission zu vermarkten
- lag in Europa.
Um die Kapitalmarktkommunikation permanent weiterzuentwickeln, unterzieht sich das
Investor-Relations-Team regelmäßig einem externen Benchmarking-Prozess. Diese unabhängige
Analyse bescheinigt uns, trotz des schwierigen Marktumfelds des letzten Jahres, die
Kommunikation mit dem Kapitalmarkt auf hohem Niveau verbessert zu haben. Das Ergebnis
ist für uns ein Ansporn, auch im Jahr 2011 alle Anstrengungen zu unternehmen, um unsere
Investor-Relations-Arbeit weiter zu optimieren.
| Börsennotierungen der Commerzbank-Aktie |
| • Deutschland |
| • Berlin-Bremen |
| • Düsseldorf |
| • Frankfurt |
| • Hamburg |
| • Hannover |
| • München |
| • Stuttgart |
| •Xetra |
| Europa |
| • London |
| • Schweiz |
| Nordamerika |
| • Sponsored ADR (CRZBY) CUSIP: 202597308 |
Wir bekennen uns zu den Grundsätzen guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung,
die im Deutschen Corporate Governance Kodex zusammengefasst sind und erfüllen nahezu
alle dort gegebenen Empfehlungen und Anregungen. Über diesen Teil unserer unternehmerischen
Verantwortung geben die Seiten 45 bis 50 Auskunft.
Unternehmerische Verantwortung oder Corporate Responsibility beschreibt den Grad,
in dem ein Unternehmen sich seiner Verantwortung bewusst ist, wann immer seine geschäftlichen
Tätigkeiten Auswirkungen auf Gesellschaft, Mitarbeiter, Umwelt oder das wirtschaftliche
Umfeld haben. Wir bekennen uns zu dieser Verantwortung und berichten darüber auf den
Seiten 71 und 72.
Corporate Governance im Sinne einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung
und -kontrolle, die auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet ist, hat in der Commerzbank
seit jeher einen hohen Stellenwert. Daher unterstützen wir - Aufsichtsrat und Vorstand
- den Deutschen Corporate Governance Kodex und die damit verfolgten Ziele und Zwecke
ausdrücklich. Die Satzung der Commerzbank sowie die Geschäftsordnungen von Vorstand
und Aufsichtsrat entsprachen schon bei Erlass des Deutschen Corporate Governance Kodex
weitgehend dessen Anforderungen. Soweit das noch nicht der Fall war, haben wir sie
den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex fortlaufend angepasst. Satzung
und Geschäftsordnungen sind im Internet verfügbar.
Corporate-Governance-Beauftragter der Commerzbank ist Günter Hugger, Bereichsvorstand
Recht. Er ist der Ansprechpartner für alle Fragen der Corporate Governance und hat
die Aufgabe, Vorstand und Aufsichtsrat bei der Umsetzung des Deutschen Corporate Governance
Kodex zu beraten und über die Umsetzung durch die Bank zu berichten.
Nachfolgend erläutern wir die Corporate Governance in der Commerzbank gemäß Ziffer
3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Dieser Bericht enthält zudem die Erklärung
zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB.
Die Bank erklärt jährlich, ob den Verhaltensempfehlungen der Kommission entsprochen
wurde und wird und erläutert, weshalb welche Empfehlungen nicht umgesetzt werden.
Diese Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf der Internetseite
der Commerzbank www.commerzbank.de veröffentlicht. Dort findet sich auch ein Archiv
mit den Entsprechenserklärungen seit dem Jahr 2002. Die aktuelle Erklärung wurde am
4. November 2010 abgegeben.
Die Commerzbank erfüllt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex
nahezu vollständig; sie weicht davon lediglich in wenigen Punkten ab:
| ― |
Ziffer 4.2.1 des Kodex empfiehlt, dass eine Geschäftsordnung die Arbeit des Vorstands
inklusive der Ressortverteilung der Vorstandsmitglieder regeln solle. Der Vorstand
hat sich mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Geschäftsordnung gegeben. Die Ressortverteilung
legt der Vorstand allerdings selbst außerhalb der Geschäftsordnung fest. Auf diese
Weise wird die erforderliche Flexibilität bei notwendigen Änderungen und damit eine
effiziente Arbeitsteilung sichergestellt. Der Aufsichtsrat wird über alle Änderungen
informiert und auf diese Weise in die Ressortverteilung eingebunden. Die Geschäftsordnung
des Vorstands einschließlich der Ressortzuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder
ist auf der Internetseite der Commerzbank veröffentlicht. |
| ― |
Der Kodex empfiehlt, bei Abschluss von Vorstandsverträgen einen Abfindungs-Cap bei
vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund aufzunehmen, Ziffer
4.2.3 Abs. 4, sowie im Falle der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit aufgrund
eines Kontrollwechsels (Change-of-Control), Ziffer 4.2.3 Abs. 5. Die Anstellungsverträge
der Vorstandsmitglieder sehen einen Abfindungs-Cap im Sinne der Ziffer 4.2.3 Abs.
4 vor. Einige Anstellungsverträge von Vorstandsmitgliedern enthalten noch Change-of-Control-Klauseln
ohne einen Abfindungs-Cap im Sinne der Ziffer 4.2.3 Abs. 5. Soweit Change-of-Control-Klauseln
in Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern enthalten sind, entfallen diese mit
Ablauf der aktuellen Bestellungsperiode des jeweiligen Vorstandsmitglieds. |
| ― |
Nach Ziffer 5.3.2 des Kodex soll sich der Prüfungsausschuss (Audit Committee) neben den Fragen der Rechnungslegung und der Abschlussprüfung auch mit Fragen des Risikomanagements befassen. Da das Risikomanagement bei Banken eine besondere Rolle spielt, hat der Aufsichtsrat bereits vor Jahren - über die Anforderungen des Kodex hinaus - einen eigenständigen Risikoausschuss gebildet, der sich mit der Behandlung von Risiken wie Kredit-, Markt- und operationellen Risiken der Bank befasst. Die umfassende Information des Prüfungsausschusses über die Fragen des Risikomanagements wird dadurch sichergestellt, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses zugleich Mitglied des Risikoausschusses ist. |
Sowohl bei der Zusammensetzung des Vorstands, der Besetzung von Führungsfunktionen
in der Bank als auch bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern (Ziffern
4.1.5, 5.1.2 und 5.4.1 des Kodex) sowie zur Besetzung sonstiger Gremien werden Vorstand
und Aufsichtsrat der Commerzbank im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeit dafür sorgen,
dem Gesichtspunkt der Vielfalt (Diversity) verstärkt Rechnung zu tragen und dabei
insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben.
Der Vorstand initiierte das Projekt "Frauen in Führungspositionen". Ziel ist es, unter
Berücksichtigung aller Talente ein leistungsfähiges Führungsteam für die Commerzbank
zu sichern. Umfassende Analysen ergaben ein detailliertes Bild der Ausgangssituation.
Auf deren Basis wurden spezifische Maßnahmen zur Steigerung des Anteils an Frauen
in Führungspositionen entwickelt und fortlaufend umgesetzt. Der Vorstand wird halbjährlich
über den Umsetzungsfortschritt und die Entwicklung des Anteils von Frauen in Führungspositionen
informiert. Eine nachhaltige und verbindliche Umsetzung wird durch die Verankerung
in den individuellen Zielvereinbarungen des oberen Managements unterstützt. Das Projekt
"Frauen in Führungspositionen" soll letztlich auch dazu beitragen, langfristig den
Frauenanteil im Vorstand der Commerzbank zu steigern.
Darüber hinaus unterstützt die Commerzbank die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
durch betrieblich geförderte Kinderbetreuung und das "Comeback-Plus"-Programm zur
Wiedereingliederung nach der Elternzeit. Zur Förderung der Kinderbetreuung bietet
die Commerzbank ein umfassendes Angebot, das aus Beratung zu Kinderbetreuung, Vermittlung
von Betreuungsplätzen sowie finanziellen Zuschüssen besteht. Seit dem 1. Juni 2005
ist die Kindertagesstätte "Kids & Co." in Frankfurt für Kinder geöffnet. "Kids & Co."
verfügt über eine Krippe (Betreuung für Kinder von neun Wochen bis drei Jahre) sowie
einen Kindergarten (Alter drei Jahre bis Schuleintritt). Ferner können Mitarbeiter
seit dem Jahr 2010 Kinderbetreuung im Krippenbereich bundesweit an 20 Standorten nutzen.
Die Commerzbank Aktiengesellschaft unterstützt diese Einrichtungen mit einem hohen
finanziellen Engagement. Ebenfalls zu den kollektiven Fördermöglichkeiten gehört die
spontane Kinderbetreuung, die an verschiedenen Standorten bundesweit genutzt werden
kann.
Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung
konkrete Ziele benennt, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation
die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, eine
festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.
Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen
vorsehen. Der Aufsichtsrat der Commerzbank hat im Einzelnen folgende konkrete Ziele
beschlossen:
| ― |
Erhöhung des Anteils von Frauen im Aufsichtsrat durch entsprechende Wahlvorschläge
an die Hauptversammlung 2013. |
| ― |
Beibehaltung zumindest eines internationalen Vertreters. |
| ― |
Berücksichtigung von Sachverstand und Kenntnis in Bezug auf die Bank. |
| ― |
Berücksichtigung besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen
und internen Kontrollverfahren. |
| ― |
Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder und Vermeidung von Interessenkonflikten. |
| ― |
Berücksichtigung der Altersgrenze von 72 Jahren. |
Der Aufsichtsrat der Commerzbank besteht aus 20 Mitgliedern, dazu gehören aktuell
ein internationaler Vertreter und fünf Frauen. Frau Sonja Kasischke wird mit Ablauf
der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2011 ihr Aufsichtsratsmandat niederlegen.
Das Ersatzmitglied Frau Beate Hoffmann wird mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung
im Jahr 2011 Mitglied im Aufsichtsrat, sodass der Frauenanteil im Aufsichtsrat durch
diesen Wechsel unverändert bleibt. Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im
Jahr 2013 werden die Aufsichtsratsmitglieder neu bestellt. Der Aufsichtsrat wird der
Hauptversammlung im Jahr 2013 Wahlvorschläge unterbreiten, die die oben genannten
Ziele beachten. Dabei werden sich die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats zur Wahl von
Aufsichtsratsmitgliedern stets am Wohl der Bank orientieren.
Die Commerzbank erfüllt auch weitgehend die Anregungen des Deutschen Corporate Governance
Kodex und weicht nur in wenigen Punkten davon ab:
| ― |
Abweichend von Ziffer 2.3.3 ist der Stimmrechtsvertreter grundsätzlich nur bis zum
Tag vor der Hauptversammlung erreichbar. Allerdings besteht für Aktionäre, die in
der Hauptversammlung anwesend oder vertreten sind, die Möglichkeit, dem Stimmrechtsvertreter
am Tag der Hauptversammlung auch dort noch Weisungen zu erteilen. |
| ― |
In Ziffer 2.3.4 wird angeregt, die Hauptversammlung vollständig über das Internet
zu übertragen. Die Commerzbank überträgt die Reden des Aufsichtsratsvorsitzenden und
des Vorstandsvorsitzenden, nicht jedoch die Generaldebatte. Zum einen erscheint die
vollständige Übertragung angesichts der Dauer von Hauptversammlungen nicht angemessen,
zum anderen sind auch die Persönlichkeitsrechte der Redner zu berücksichtigen. |
| ― |
Ziffer 3.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex regt an, regelmäßig getrennte
Anteilseigner- und Arbeitnehmervorbesprechungen durchzuführen. Die Commerzbank führt
solche Vorbesprechungen bei Bedarf durch. |
| ― |
Schließlich wird in Ziffer 5.4.6 des Kodex angeregt, die variable Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder auch an den langfristigen Unternehmenserfolg anzuknüpfen. In der Commerzbank ist die variable Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder an die Dividende gekoppelt. Dies halten wir für ein transparentes und nachvollziehbares System. |
Die Commerzbank unterstützt, wie in Ziffer 5.4.1 des Kodex angeregt, die Aus- und
Fortbildungsmaßnahmen der Aufsichtsräte. Zusätzlich zu den intern offerierten Fortbildungsmaßnahmen
können die Aufsichtsräte auch an externen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen teilnehmen.
Soweit hierfür Kosten anfallen, werden diese von der Commerzbank in angemessener Höhe
erstattet.
Der Vorstand der Commerzbank leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung im Unternehmensinteresse.
Er ist dabei den Belangen von Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und sonstigen der Bank
verbundenen Gruppen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung verpflichtet. Er entwickelt
die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab
und sorgt für ihre Umsetzung. Darüber hinaus gewährleistet er ein effizientes Risikomanagement
und Risikocontrolling. Der Vorstand führt die Geschäfte der Commerzbank nach dem Gesetz,
der Satzung, seiner Geschäftsordnung, unternehmensinternen Richtlinien und den jeweiligen
Anstellungsverträgen. Er arbeitet mit den anderen Organen der Commerzbank und den
Arbeitnehmervertretern vertrauensvoll zusammen.
Die Zusammensetzung des Vorstands und die Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder
sind im Geschäftsbericht auf den Seiten 26 und 27 dargestellt. Die nähere Ausgestaltung
der Arbeit im Vorstand wird durch eine Geschäftsordnung des Vorstands bestimmt, die
auf der Internetseite der Commerzbank unter www.commerzbank.de einzusehen ist.
Gemäß § 9 Abs. 2 der Geschäftsordnung des Vorstands hat jedes Vorstandsmitglied Interessenkonflikte
im Sinne von Ziffer 4.3.4 des Deutschen Corporate Governance Kodex offenzulegen. Im
Berichtsjahr hat kein Vorstandsmitglied einen Interessenkonflikt offengelegt.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 51 bis
59 ausführlich dargestellt.
Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens.
Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands und sorgt gemeinsam mit dem
Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung. Der Aufsichtsrat führt seine Geschäfte
nach den Vorschriften des Gesetzes, der Satzung und seiner Geschäftsordnung; er arbeitet
vertrauensvoll und eng mit dem Vorstand zusammen.
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf den Seiten 34
bis 37 dieses Geschäftsberichts dargestellt. Über Einzelheiten zur Arbeit des Gremiums,
seiner Struktur und seiner Kontrollfunktion informiert der Bericht des Aufsichtsrats
auf den Seiten 28 bis 33. Weitere Angaben zu der Arbeitsweise des Aufsichtsrats und
dessen Ausschüssen finden sich in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats, die auf
der Internetseite der Commerzbank unter www.commerzbank.de eingesehen werden kann.
Die Effizienz seiner Tätigkeit hatte der Aufsichtsrat bislang alle zwei Jahre mittels
eines detaillierten Fragebogens überprüft. Nachdem Ende 2007 auf dieser Basis eine
ausführliche Erhebung durchgeführt worden war und mehrere Aufsichtsratsmitglieder
erst im Mai 2008 neu in den Aufsichtsrat gewählt worden sind, folgte im Jahr 2008
eine verkürzte Prüfung. Für das Jahr 2009 wurde erstmals eine externe Beratungsgesellschaft
mit der Effizienzprüfung der Tätigkeit des Aufsichtsrats beauftragt. Die Beratungsgesellschaft
kam zu dem Ergebnis, dass der Aufsichtsrat in der Commerzbank professionell arbeitet
und die Aufgabenverteilung zwischen Plenum und Ausschüssen sinnvoll und effizient
ist. Anregungen aus dem Kreis der Aufsichtsratsmitglieder wurden im Plenum diskutiert
und werden, soweit mehrheitlich gewünscht, für die zukünftige Arbeit berücksichtigt.
Im Jahr 2010 ist keine Effizienzprüfung durchgeführt worden.
Gemäß § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats hat jedes Aufsichtsratsmitglied
Interessenkonflikte im Sinne von Ziffer 5.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex
offenzulegen. Im Berichtsjahr hat kein Aufsichtsratsmitglied einen Interessenkonflikt
offengelegt.
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist im Vergütungsbericht auf den Seiten
59 bis 61 detailliert erläutert.
Die Rechnungslegung des Commerzbank-Konzerns vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens,- Finanz- und Ertragslage. Sie erfolgt nach den
International Financial Reporting Standards (IFRS); der Einzelabschluss der Commerzbank
Aktiengesellschaft wird gemäß den Vorschriften des HGB aufgestellt. Konzern- und AG-Abschluss
werden vom Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat gebilligt. Die Prüfung obliegt
dem von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer.
Zum Jahresabschluss gehört auch ein ausführlicher Risikobericht, der über den verantwortungsvollen
Umgang des Unternehmens mit den unterschiedlichen Risikoarten informiert. Er ist auf
den Seiten 161 bis 198 dieses Geschäftsberichts abgedruckt.
Während des Geschäftsjahres werden Anteilseigner und Dritte zusätzlich durch den Halbjahresfinanzbericht
und zwei weitere Quartalsberichte über den Geschäftsverlauf unterrichtet. Auch diese
Zwischenabschlüsse werden nach den einschlägigen internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen
aufgestellt.
Ein Mal im Jahr findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Sie beschließt insbesondere
über - soweit ausgewiesen - die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung von Vorstand
und Aufsichtsrat, die Bestellung des Abschlussprüfers sowie Satzungsänderungen. Gegebenenfalls
erteilt sie die Ermächtigung zu Kapitalmaßnahmen oder die Zustimmung zum Abschluss
von Gewinnabführungsverträgen. Dabei gewährt jeweils eine Aktie eine Stimme.
Entsprechend der Anregung in Ziffer 2.2.1 Abs. 2 S. 2 des Kodex hat der Vorstand von
der in § 120 Abs. 4 Aktiengesetz vorgesehenen Möglichkeit, die Hauptversammlung über
die Billigung des Systems zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließen zu lassen,
im Berichtsjahr Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung hat das System der Vergütung
der Vorstandsmitglieder gebilligt.
Die Aktionäre der Bank können Empfehlungen oder sonstige Stellungnahmen per Brief
oder E-Mail einbringen beziehungsweise persönlich vortragen. Für die Bearbeitung schriftlicher
Hinweise ist das zentrale Qualitätsmanagement der Bank zuständig. Auf der Hauptversammlung
erfolgt die Kommentierung oder Beantwortung direkt durch Vorstand oder Aufsichtsrat.
Daneben können die Aktionäre durch Gegen- oder Erweiterungsanträge zur Tagesordnung
den Ablauf der Hauptversammlung mitbestimmen. Eine außerordentliche Hauptversammlung
kann auch auf Antrag der Aktionäre einberufen werden. Die vom Gesetz für die Hauptversammlung
verlangten Berichte und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts sind im Internet
abrufbar, ebenso die Tagesordnung der Hauptversammlung und eventuelle Gegen- oder
Erweiterungsanträge.
Die Commerzbank informiert die Öffentlichkeit - und damit auch die Aktionäre - vier
Mal pro Jahr über die Finanz- und Ertragslage der Bank; weitere kursrelevante Unternehmensnachrichten
werden als Ad-hoc-Meldung veröffentlicht. Damit ist die Gleichbehandlung der Aktionäre
sichergestellt. Im Rahmen von Pressekonferenzen und Analystenveranstaltungen berichtet
der Vorstand über den Jahresabschluss beziehungsweise die Quartalsergebnisse. Zur
Berichterstattung nutzt die Commerzbank verstärkt die Möglichkeiten des Internets;
unter www.commerzbank.de werden weitere umfangreiche Informationen über den Commerzbank-Konzern
veröffentlicht. Im Geschäftsbericht und im Internet wird darüber hinaus der Finanzkalender
für das laufende und folgende Jahr publiziert. Er enthält alle für die Finanzkommunikation
wesentlichen Veröffentlichungstermine und den Termin der Hauptversammlung.
Wir fühlen uns zu offener und transparenter Kommunikation mit unseren Aktionären und
allen anderen Stakeholdern verpflichtet. Diesen Anspruch wollen wir auch künftig erfüllen.
Der nachfolgende Vergütungsbericht ist auch Bestandteil des Konzernlageberichts.
Der Bericht folgt den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und trägt
den Anforderungen nach IFRS Rechnung.
Der Aufsichtsrat hat ein neues Vergütungssystem für den Vorstand beschlossen, das
nach dem positiven Votum der Hauptversammlung 2010 gemäß § 120 Absatz 4 Aktiengesetz
rückwirkend zum 1. Januar 2010 eingeführt wurde.
Kernbestandteile des neuen Vergütungssystems sind ein festes Jahresgrundgehalt sowie
ein Short Term Incentive (STI) und ein Long Term Incentive (LTI) als variable Vergütungskomponenten.
Den aufsichtsrechtlichen Vorgaben folgend wurde im Vergleich zur bisherigen Vorstandsvergütung
der Anteil der kurzfristigen variablen Vergütung (STI) deutlich reduziert. Das feste
Grundgehalt und insbesondere die langfristigen Vergütungselemente wurden im Gegenzug
angehoben. Die langfristige Komponente kommt erst nach vier Jahren zur Auszahlung.
Negative Entwicklungen im Laufe dieser Periode reduzieren zudem die Ansprüche aus
dem LTI (Malus).
Die Altersversorgung der Vorstandsmitglieder, die einen weiteren Vergütungsbestandteil
darstellt, wurde im Zuge des neuen Vergütungssystems nicht geändert.
Der SoFFin hat die Gewährung von Stabilisierungsmaßnahmen unter anderem mit der Auflage
verbunden, dass die monetäre Vergütung der Organmitglieder der Bank für die Geschäftsjahre
vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008 sowie vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember
2009 500 Tsd Euro brutto pro Jahr und Organmitglied im Hinblick auf die Tätigkeit
für den Konzern nicht übersteigt (SoFFin-Cap). Der Aufsichtsrat hat beschlossen, dass
dieser Cap auch für die monetäre Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder 2010 gilt
(also das feste Jahresgrundgehalt, Short Term Incentive und Long Term Incentive),
falls die Festzinskomponente der Gewinnbeteiligung auf die Stillen Einlagen des SoFFin
für das Jahr 2010 nicht voll bezahlt wird. Nicht von diesem Cap erfasst sind Ansprüche
auf Altersversorgung sowie Sachbezüge, soweit diese nach Art und Umfang nicht über
das vor dem 1. November 2008 bestehende Maß hinausgehen und die Gesamtvergütung hierdurch
nicht unangemessen wird.
Zu den erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteilen zählen das feste Jahresgrundgehalt
und die Sachbezüge.
Das feste Jahresgrundgehalt, das in gleichen monatlichen Beträgen ausbezahlt wird,
beträgt 750 Tsd Euro. Die Angemessenheit des festen Jahresgrundgehalts wird regelmäßig
im Abstand von jeweils zwei Jahren überprüft. Da die Festzinskomponente der Gewinnbeteiligung
auf die Stillen Einlagen des SoFFin für 2010 nicht bezahlt wird, ist das Jahresgrundgehalt
für das Jahr 2010 auf 500 Tsd Euro per annum begrenzt worden.
Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen
und Versicherungsbeiträgen sowie darauf entfallende Steuern und Sozialabgaben.
Das neue Vergütungssystem sieht als erfolgsbezogene variable Vergütungskomponenten
ein Short Term Incentive und ein Long Term Incentive vor.
Wegen des für das Jahr 2010 geltenden Caps für die monetäre Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder
in Höhe von insgesamt 500 Tsd Euro pro Jahr entfallen die erfolgsbezogenen variablen
Vergütungskomponenten für das Geschäftsjahr 2010.
Der STI hat eine Laufzeit von einem Jahr. Er besteht aus zwei gleich gewichteten Komponenten, von denen eine an den Economic Value Added (EVA)1 (STI-EVA-Komponente), die andere an die individuelle Leistung des Vorstandsmitglieds (STI-Leistungskomponente) anknüpft. Der Gesamtzielwert des STI beträgt 250 Tsd Euro, der Zielwert der einzelnen Komponenten jeweils 125 Tsd Euro. Die Zielwerte werden jeweils bei einer Zielerreichung von 100 % bezahlt; die Zielerreichung kann zwischen 0 % und 200 % liegen. Die Auszahlung erfolgt nach dem Ende der einjährigen Laufzeit und kann für jede der beiden Komponenten zwischen 0 Euro und 250 Tsd Euro betragen.
Für die STI-EVA-Komponente legt der Aufsichtsrat vor Beginn des Geschäftsjahres einen
Zielwert für den Konzern-EVA nach Steuern fest, der einer Zielerreichung von 100 %
entspricht. Außerdem wird festgelegt, welcher EVA-Wert welchem Zielerreichungsgrad
entspricht. Als EVA-Berechnungsgrundlage wird grundsätzlich das Investorenkapital
herangezogen. Diese Komponente kommt erst ab dem Jahr 2012 zum Einsatz.
Die individuelle Leistung jedes Vorstandsmitglieds wird auf Basis einer Gesamtbetrachtung
von Kriterien beurteilt, die der Aufsichtsrat vor Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres
festlegt. Bis Ende 2011 kommt ausschließlich diese qualitative STI-Leistungskomponente
als Bemessungsgrundlage zum Einsatz; bis dahin beträgt der Zielwert dieser Komponente
250 Tsd Euro per annum.
Der LTI hat eine Laufzeit von vier Jahren. Er besteht aus zwei gleich gewichteten
Komponenten, von denen eine an den Economic Value Added (EVA) anknüpft (LTI-EVA-Komponente)
und die andere aktienbasiert ist (LTI-Aktienkomponente). Der Gesamtzielwert des LTI
beträgt 750 Tsd Euro, der Zielwert der einzelnen Komponenten jeweils 375 Tsd Euro.
Die Zielwerte werden jeweils bei einer Zielerreichung von 100 % ausgezahlt. Die Zielerreichung
kann insgesamt zwischen 0 % und 200 % liegen; die Auszahlung für jede der beiden Komponenten
demzufolge zwischen 0 Euro und 750 Tsd Euro. Die LTI-EVA-Komponente beinhaltet eine
Malus-Regelung. Der LTI setzt ein dauerhaftes Eigeninvestment des Vorstandsmitglieds
in Commerzbank-Aktien in Höhe von jeweils 350 Tsd Euro voraus. Bis zum Erreichen des
Eigeninvestments sind jeweils 50 % der Nettoauszahlungen aus dem LTI in Commerzbank-Aktien
zu investieren.
Der Auszahlungsbetrag der LTI-Aktienkomponente ergibt sich einerseits aus der relativen
Total-Shareholder-Return(TSR-)Performance der Commerzbank im Vergleich zur TSR-Performance
der anderen Banken des EURO STOXX Banken und andererseits aus der absoluten Kursperformance
der Commerzbank-Aktie. Der Aufsichtsrat legt vor Beginn der LTI-Laufzeit die Zahl
der Commerzbank-Aktien fest, deren Kurswert bei einer Zielerreichung von 100 % nach
dem Ende der vierjährigen LTI-Laufzeit ausbezahlt wird. Außerdem definiert er, welche
TSR-bezogene Platzierung der Commerzbank im Vergleich zu den anderen relevanten Banken
welchem Zielerreichungsgrad entspricht. Die relative TSR-Performance bestimmt also
die Anzahl der virtuell zugeteilten Aktien; die absolute Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie
während der LTI-Laufzeit bestimmt deren Gegenwert, der nach vier Jahren in bar zur
Auszahlung kommt.
Die Zielwerte der EVA-basierten LTI-Komponente werden vom Aufsichtsrat vorab für die
gesamte LTI-Laufzeit festgesetzt und können für die einzelnen Jahre der Laufzeit differieren.
Der Aufsichtsrat definiert außerdem vorab, welcher EVA-Wert welchem Zielerreichungsgrad
entspricht. Die Zielerreichung wird während der vierjährigen LTI-Laufzeit jährlich
festgestellt, wobei die Zielerreichung der einzelnen Jahre grundsätzlich zwischen
minus 100 % und plus 200 % liegen kann; die Zielerreichung bis Ende 2011 kann zwischen
0 % und 200 % schwanken. Nach dem Ende der vierjährigen LTI-Laufzeit ermittelt der
Aufsichtsrat die durchschnittliche Zielerreichung und die sich daraus ergebende Auszahlung.
Aufgrund der grundsätzlich möglichen negativen Zielerreichung in den einzelnen Jahren
der LTI-Laufzeit enthält das Modell einen Malus-Bezug.
Zielerreichungen werden im STI und im LTI jeweils linear gemessen. Im Falle außerordentlicher
Entwicklungen auf Seiten der Bank mit erheblichem Einfluss auf die Erreichbarkeit
der Zielwerte von STI oder LTI kann der Aufsichtsrat diesen positiven oder negativen
Einfluss durch Anpassung der Ziele neutralisieren.
Die Mitglieder des Vorstands hatten, ebenso wie andere Führungskräfte und ausgewählte
Mitarbeiter des Konzerns, in der Vergangenheit die Möglichkeit, sich an Long-Term-Performance-Plänen
(LTP) zu beteiligen. Diese bis 2008 jährlich angebotenen virtuellen Aktienoptionsprogramme
enthalten ein Zahlungsversprechen für den Fall, dass die Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie
nach drei, vier oder fünf Jahren die des EURO-STOXX-Banken-Index übertrifft und/oder
die absolute Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie mindestens 25% beträgt. Sind diese
Schwellen auch nach fünf Jahren nicht erreicht, verfällt das Zahlungsversprechen.
Kommt es zu Auszahlungen, werden von den Vorstandsmitgliedern jeweils 50% des Bruttoauszahlungsbetrages
in Commerzbank-Aktien investiert. Die Teilnahme an den LTP ist mit einer Eigenbeteiligung
der Teilnehmer in Commerzbank-Aktien verbunden. Die Mitglieder des Vorstands konnten
mit bis zu 2 500 Aktien, der Vorsitzende des Vorstands mit bis zu 5 000 Aktien teilnehmen.
Die Vorstandsmitglieder nehmen gegenwärtig nur an den noch laufenden LTP 2006 und
LTP 2007 teil. Die realisierbaren Vergütungen aus der Teilnahme an den LTP können
deutlich von den im Anhang ausgewiesenen Zeitwerten abweichen und auch ganz entfallen,
da der endgültige Auszahlungsbetrag erst am Ende der Laufzeit des jeweiligen LTP feststeht.
Mögliche Vergütungen aus den LTP 2006 und LTP 2007 werden nicht auf den SoFFin-Cap
angerechnet, da die LTPs jeweils für die Leistung im Jahr der Begebung gewährt wurden.
Im Berichtsjahr gab es keine LTP-Auszahlung.
Das feste Jahresgrundgehalt und die Zielwerte der variablen Vergütungskomponenten
liegen für den Vorstandsvorsitzenden nach dem neuen Vergütungssystem beim 1,75-fachen
der für Vorstandsmitglieder genannten Beträge. Auf Wunsch des Vorstandsvorsitzenden
kommt diese Regelung bis zum Ende seiner derzeitigen Bestellungsperiode am 31. Oktober
2011 nicht zur Anwendung.
Die einem Vorstandsmitglied zufließende Vergütung aus der Wahrnehmung von Organfunktionen
bei konsolidierten Unternehmen wird auf die Gesamtbezüge des Vorstandsmitglieds angerechnet.
Diese Anrechnung erfolgt jeweils zum Auszahlungszeitpunkt nach der Hauptversammlung,
die den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr entgegen nimmt, in dem dem Vorstandsmitglied
die Konzernbezüge zugeflossen sind.
Die in einem Geschäftsjahr gewährten Vergütungen für Tätigkeiten in Organen von konsolidierten
Unternehmen werden in voller Höhe auf den SoFFin-Cap des jeweiligen Vorjahres angerechnet.
Daher werden diese Vergütungen in der Tabelle unter der Überschrift "Zusammenfassung"
dem Vorjahr zugeordnet. Soweit diese Vergütungen für Tätigkeiten in Organen von konsolidierten
Unternehmen bei einem Vorstandsmitglied zu einer monetären Gesamtvergütung von über
500 Tsd Euro führen, werden diese an die Commerzbank abgeführt.
Die Regelungen zur Altersversorgung der Vorstandsmitglieder wurden durch das neue
Vergütungssystem nicht geändert; sie knüpfen auch für 2010 an das Grundgehalt für
das Geschäftsjahr 2009 an.
Die Bank gewährt danach Vorstandsmitgliedern und ehemaligen Mitgliedern des Vorstands
oder deren Hinterbliebenen eine Altersversorgung. Eine Pension wird gezahlt, wenn
ein Vorstandsmitglied bei Ausscheiden aus der Bank
| ― |
das 62. Lebensjahr vollendet hat oder |
| ― |
dauerhaft dienstunfähig ist oder |
| ― |
das Anstellungsverhältnis nach Vollendung des 58. Lebensjahres beendet wird und das Vorstandsmitglied dem Vorstand mindestens 10 Jahre angehört hat oder |
| ― |
dem Vorstand mindestens 15 Jahre angehört hat. |
Die Pension beträgt 30 % von 480 Tsd Euro beziehungsweise 760 Tsd Euro für den Vorstandsvorsitzenden
(Grundgehälter vor Einführung des neuen Vergütungssystems) ab der ersten Bestellungsperiode,
40 % ab der zweiten und 60 % ab der dritten Bestellungsperiode. Die Pensionen werden
in Anlehnung an die gesetzlichen Bestimmungen zur betrieblichen Altersversorgung gekürzt,
wenn ein Vorstandsmitglied vor Vollendung des 62. Lebensjahres aus dem Vorstand ausscheidet.
Die Unverfallbarkeit richtet sich ebenfalls grundsätzlich nach den gesetzlichen Bestimmungen
zur betrieblichen Altersversorgung.
Den Vorstandsmitgliedern wird für die Dauer von sechs Monaten anstelle der Pension
das anteilige Grundgehalt als Übergangsgeld fortbezahlt, wenn sie nach Vollendung
des 62. Lebensjahres oder aufgrund dauerhafter Dienstunfähigkeit aus dem Vorstand
ausscheiden. Sofern ein Vorstandsmitglied vor Vollendung des 62. Lebensjahres Pension
bezieht, ohne dienstunfähig zu sein, wird die Pension im Hinblick auf den früheren
Zahlungsbeginn gekürzt. Aus einer anderen Tätigkeit erzielte Einkünfte werden bis
zu diesem Alter zur Hälfte auf die Pensionsansprüche angerechnet.
Pensionszahlungen an die Vorstandsmitglieder werden ab Pensionsbeginn jährlich um
1 % erhöht. Unter bestimmten Voraussetzungen wird eine darüber hinausgehende Erhöhung
geprüft; ein Anspruch auf eine solche Erhöhung besteht jedoch nicht.
In der nachstehenden Tabelle sind die Pensionsansprüche der im Geschäftsjahr 2010
aktiven Vorstandsmitglieder aufgeführt:
|
|
Pensionsansprüche Jahresbezug bei Eintritt des Pensionsfalls |
Barwert der Pensionsansprüche |
| Tsd € | Stand 31.12.20101 | Stand 31.12.20101 |
| Martin Blessing | 456 | 2 630 |
| Frank Annuscheit | 288 | 808 |
| Markus Beumer | 288 | 681 |
| Dr. Achim Kassow | 288 | 1 406 |
| Jochen Klösges | 288 | 427 |
| Michael Reuther | 288 | 1 418 |
| Dr. Stefan Schmittmann | 288 | 1 010 |
| Ulrich Sieber | 288 | 372 |
| Dr. Eric Strutz | 288 | 1 540 |
| Martin Zielke | 288 | 57 |
| Summe |
|
10 349 |
Die Pensionsansprüche der Mitglieder des Vorstands fallen nicht unter den SoFFin-Cap.
Die Hinterbliebenenpension für den Ehepartner beträgt 66 2/3 % der Pensionsansprüche
des Vorstandsmitglieds. Falls keine Witwenpension gezahlt wird, haben die minderjährigen
oder in der Ausbildung befindlichen Kinder einen Anspruch auf eine Waisenrente in
Höhe von jeweils 25 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds, insgesamt jedoch
maximal in Höhe der Witwenpension.
Die zur Absicherung dieser Pensionsverpflichtungen dienenden Vermögenswerte wurden
mittels eines sogenannten Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank PensionTrust
e. V. übertragen. Im Berichtsjahr wurden keine Vermögenswerte auf den Commerzbank
Pension-Trust e. V. übertragen.
Zum 31. Dezember 2010 beliefen sich die Pensionsverpflichtungen (defined benefit obligations)
für zum Stichtag aktive Vorstandsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft auf
insgesamt 10,3 Mio Euro (Vorjahr: 7,0 Mio Euro; siehe auch Tabelle der Einzelansprüche).
Nach Abzug der übertragenen Vermögenswerte (Plan Assets) und unter Berücksichtigung
versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste betrugen die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen
zum 31. Dezember 2010 für aktive Vorstandsmitglieder 0,5 Mio Euro (Vorjahr: -).
Das im Jahr 2010 eingeführte neue Vorstandsvergütungssystem sieht keine Change-of-Control-Klauseln
vor. Soweit die bisherigen Anstellungsverträge einzelner Vorstandsmitglieder noch
Change-of-Control-Regelungen enthielten, entfallen diese jeweils bei Ablauf der aktuellen
Bestellungsperiode.
Sofern die Change-of-Control-Regelungen zur Anwendung kommen, geben sie dem Vorstandsmitglied
ein Recht zur Kündigung des Anstellungsvertrages. Macht das Vorstandsmitglied von
diesem Kündigungsrecht Gebrauch, hat das Vorstandsmitglied Anspruch auf die Abgeltung
seiner Bezüge für die Restdauer seiner Bestellungsperiode in Höhe von 75 % seiner
durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge sowie auf eine Abfindung in Höhe der durchschnittlichen
Jahresgesamtbezüge für zwei bis vier Jahre. Abgeltung und Abfindung zusammen dürfen
die durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge für fünf Jahre sowie die durchschnittlichen
Jahresgesamtbezüge für die Zeit bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres nicht übersteigen.
Im Anschluss an seine Bestellungsperiode hat das Vorstandsmitglied Pensionsansprüche.
Die Kündigung des Anstellungsvertrags ist nur wirksam, wenn ihr der Aufsichtsrat zustimmt,
es sei denn, sie erfolgt aus wichtigem Grund. Ein Abfindungsanspruch entsteht ferner
nicht, soweit das Vorstandsmitglied im Zusammenhang mit einem Change-of-Control-Fall
Leistungen vom Mehrheitsaktionär, vom herrschenden Unternehmen oder - im Falle der
Eingliederung oder Verschmelzung - vom anderen Rechtsträger erhält.
Die Anstellungsverträge der Herren Klösges, Reuther, Sieber und Zielke enthalten keine
Change-of-Control-Regelung; für die Herren Annuscheit und Beumer ist sie mit dem Ende
ihrer letzten Bestellungsperiode am 31. Dezember 2010 entfallen. Bei Herrn Dr. Schmittmann
dürfen Abgeltung und Abfindung zusammen weder die durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge
der letzten drei Jahre noch 150 % der Gesamtbezüge für die bei Beendigung des Anstellungsvertrages
verbleibende Restdauer der laufenden Bestellungsperiode übersteigen.
Falls die Bestellung zum Mitglied des Vorstands vorzeitig endet, endet der Anstellungsvertrag
grundsätzlich mit Ablauf von sechs Monaten seit dem Ende der Bestellung (Koppelungsklausel).
Dem Vorstandsmitglied werden in diesem Fall das feste Jahresgrundgehalt, STIs und
LTIs - vorbehaltlich § 615 Satz 2 BGB - bis zum Ende der ursprünglichen Bestellungsperiode
weiter gewährt.
Wird der Anstellungsvertrag zum Ablauf der jeweiligen Bestellungsperiode nicht verlängert,
ohne dass ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt, oder endet der Anstellungsvertrag
nach der beschriebenen Koppelungsklausel, erhält das Vorstandsmitglied zudem für die
Dauer von sechs Monaten nach Ablauf der ursprünglichen Bestellungsperiode das feste
Grundgehalt (Übergangsgeld). Diese Gehaltsfortzahlung endet auf jeden Fall, sobald
das Vorstandsmitglied Pensionszahlungen erhält.
Endet der Anstellungsvertrag aus anderen Gründen als nach der oben beschriebenen Koppelungsklausel
wird das feste Jahresgrundgehalt ggf. zeitanteilig, bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages
bezahlt. Die für Geschäftsjahre vor Beendigung des Anstellungsvertrages zugesagten
STI und LTI bleiben unberührt. Der sich am Ende der Laufzeit errechnende Auszahlungsbetrag
für STI und LTI des Beendigungsjahres wird anteilig reduziert.
Beendet die Bank die Organstellung vorzeitig oder verlängert sie diese bei Ablauf
der Bestellungsperiode nicht aufgrund von Umständen, die die Voraussetzungen des §
626 BGB erfüllen, verfallen Ansprüche aus den für das Geschäftsjahr der Beendigung
der Organstellung zugesagten STI und LTI und werden keine STI und LTI mehr gewährt.
Sämtliche Bezüge für die Zeit nach wirksamer Beendigung der Organstellung werden höchstens
bis zu einem Betrag in Höhe von zwei Jahresvergütungen gezahlt (Cap). Auszahlungen
auf den im Geschäftsjahr der Beendigung der Organstellung zugesagten STI und LTI unterliegen
dem Cap anteilig.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende
Zusagen von einem Dritten in Bezug auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten;
Gleiches gilt auch für Leistungen und Zusagen von Unternehmen, mit denen der Commerzbank-Konzern
bedeutende geschäftliche Beziehungen unterhält.
Im Folgenden werden die Gesamtbezüge der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das
Jahr 2010 und zum Vergleich für das Jahr 2009 dargestellt. Gegenüber dem Vorjahr haben
wir die Darstellung um den Aufwand für Leistungen der Bank nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
ergänzt.
| Tsd € |
|
Kurzfristig fällige Leistungen |
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses |
Auszahlung aktienbasierte Vergütungspläne4 |
Gesamtvergütung | Aufwand für Leistungen nach Beendigung des Arbeits-Verhältnisses5 |
| Martin Blessing | 2010 | 617 |
|
- | 617 | 283 |
|
|
2009 | 572 |
|
- | 572 | 216 |
| Frank Annuscheit | 2010 | 603 |
|
- | 603 | 259 |
|
|
2009 | 545 |
|
- | 545 | 212 |
| Markus Beumer | 2010 | 547 |
|
- | 547 | 218 |
|
|
2009 | 602 |
|
- | 602 | 176 |
| Wolfgang Hartmann | 20102 | - |
|
- | - | - |
|
|
20091 | 232 |
|
- | 232 | 130 |
| Dr. Achim Kassow | 2010 | 572 |
|
- | 572 | 154 |
|
|
2009 | 564 |
|
- | 564 | 119 |
| Jochen Klösges | 2010 | 566 |
|
- | 566 | 262 |
|
|
20091 | 298 |
|
- | 298 | - |
| Bernd Knobloch | 20102 | - | - | - | - | - |
|
|
20092,3 | - | 1 113 | - | 1 113 | - |
| Michael Reuther | 2010 | 575 |
|
- | 575 | 336 |
|
|
2009 | 575 |
|
- | 575 | 269 |
| Dr. Stefan Schmittmann | 2010 | 555 |
|
- | 555 | 454 |
|
|
2009 | 535 |
|
- | 535 | 405 |
| Ulrich Sieber | 2010 | 563 |
|
- | 563 | 228 |
|
|
20091 | 308 |
|
- | 308 | - |
| Dr. Eric Strutz | 2010 | 595 |
|
- | 595 | 168 |
|
|
2009 | 521 |
|
- | 521 | 124 |
| Martin Zielke | 20101 | 82 |
|
- | 82 | - |
|
|
20092 | - |
|
- | - | - |
| Gesamt | 2010 | 5 275 | - | - | 5 275 | 2 362 |
|
|
2009 | 4 752 | 1 113 | - | 5 865 | 1 651 |
1
Pro rata temporis für den Zeitraum ab Bestellung beziehungsweise bis zum Tag des Ausscheidens.
2
Diese Herren waren in den angegebenen Jahren keine Vorstandsmitglieder.
3
Herr Knobloch erhielt im Jahr 2009 einen Betrag von 1 113 Tsd Euro auf Basis einer
mit ihm geschlossenen Aufhebungsvereinbarung.
4
Im Berichtsjahr 2010 wurde kein LTP ausgezahlt.
5
Dienstzeitaufwand sowie Arbeitgeberanteile zum BVV und zur Rentenversicherung; andere
langfristig fällige Leistungen gemäß IAS 24 waren nicht zu verzeichnen.
Einschließlich des Aufwands für Leistungen der Bank nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
lagen die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder bei 7 637 Tsd Euro (Vorjahr: 7 516
Tsd Euro).
In nachfolgender Tabelle sind die Komponenten der kurzfristig fälligen Leistungen
aufgeführt. Sie bestehen aus dem Grundgehalt, der variablen Vergütung, der Vergütungen
für die Übernahme von Organfunktionen bei im Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft
konsolidierten Unternehmen sowie aus den sonstigen Bezügen der einzelnen Mitglieder
des Vorstands. Unter Sonstiges sind unter anderem die im üblichen Rahmen gewährten
Sachbezüge (im Wesentlichen Dienstwagen-Nutzungen, Versicherungen, auf die Sachbezüge
entfallende Steuern sowie Sozialabgaben) enthalten.
Für die Geschäftsjahre 2010 und 2009 wurde keine variable Vergütung gewährt.
| Tsd € |
|
Grundgehalt | Variable Vergütung3 |
Vergütung für die Übernahme von Organfunktionen4 |
Rückführung gemäß SoFFin-Cap4 |
Monetäre Gesamtvergütung |
| Martin Blessing | 2010 | 500 | - |
|
|
500 |
|
|
2009 | 500 | - | - | - | 500 |
| Frank Annuscheit | 2010 | 500 | - |
|
|
500 |
|
|
2009 | 480 | - | 23 | -3 | 500 |
| Markus Beumer | 2010 | 500 | - |
|
|
500 |
|
|
2009 | 480 | - | 12 | - | 492 |
| Wolfgang Hartmann | 20102 | - | - | - | - | - |
|
|
20091 | 200 | - | - | - | 200 |
| Dr. Achim Kassow | 2010 | 500 | - |
|
|
500 |
|
|
2009 | 480 | - | 124 | -104 | 500 |
| Jochen Klösges | 2010 | 500 | - |
|
|
500 |
|
|
20091 | 280 | - | - | - | 280 |
| Bernd Knobloch | 20102 | - | - | - | - | - |
|
|
20092 | - | - | - | - | - |
| Michael Reuther | 2010 | 500 | - |
|
|
500 |
|
|
2009 | 480 | - | 21 | -1 | 500 |
| Dr. Stefan Schmittmann | 2010 | 500 | - |
|
|
500 |
|
|
2009 | 480 | - | - | - | 480 |
| Ulrich Sieber | 2010 | 500 | - |
|
|
500 |
|
|
20091 | 280 | - | - | - | 280 |
| Dr. Eric Strutz | 2010 | 500 | - |
|
|
500 |
|
|
2009 | 480 | - | 2 | - | 482 |
| Martin Zielke | 20101 | 78 | - |
|
|
78 |
|
|
20092 | - | - | - | - | - |
| Gesamt | 2010 | 4 578 | - |
|
|
4 578 |
|
|
2009 | 4 140 | - | 182 | -108 | 4 214 |
| Tsd € | Sonstiges5 | Summe kurzfristig fällige Leistungen |
| Martin Blessing | 117 | 617 |
|
|
72 | 572 |
| Frank Annuscheit | 103 | 603 |
|
|
45 | 545 |
| Markus Beumer | 47 | 547 |
|
|
110 | 602 |
| Wolfgang Hartmann | - | - |
|
|
32 | 232 |
| Dr. Achim Kassow | 72 | 572 |
|
|
64 | 564 |
| Jochen Klösges | 66 | 566 |
|
|
18 | 298 |
| Bernd Knobloch | - | - |
|
|
- | - |
| Michael Reuther | 75 | 575 |
|
|
75 | 575 |
| Dr. Stefan Schmittmann | 55 | 555 |
|
|
55 | 535 |
| Ulrich Sieber | 63 | 563 |
|
|
28 | 308 |
| Dr. Eric Strutz | 95 | 595 |
|
|
39 | 521 |
| Martin Zielke | 4 | 82 |
|
|
- | - |
| Gesamt | 697 | 5 275 |
|
|
538 | 4 752 |
1
Pro rata temporis für den Zeitraum ab Bestellung beziehungsweise bis zum Tag des Ausscheidens.
2
Diese Herren waren in den angegebenen Jahren keine Vorstandsmitglieder.
3
Auszahlbar im Folgejahr vorbehaltlich der Feststellung des Jahresabschlusses.
4
Die in den Geschäftsjahren 2009 und 2010 gewährten Bezüge für die Tätigkeit in Organen
von Konzerngesellschaften werden in voller Höhe auf den SoFFin-Cap des jeweiligen
Vorjahres angerechnet und deshalb in der Tabelle dem Vorjahr zugeordnet.
5
Unter Sonstiges sind die im Berichtsjahr gewährten Sachbezüge, Sozialversicherungsbeiträge
sowie auf Sachbezüge entfallende Steuern ausgewiesen.
Barkredite an Vorstandsmitglieder wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres bis zur
Fälligkeit im Jahr 2038 sowie Zinssätzen zwischen 2,8 % und 5,5 % bei Überziehungen
in Einzelfällen bis zu 10,7 % gewährt. Die Kredite sind im marktüblichen Rahmen soweit
erforderlich mit Grundschulden und Pfandrechten besichert.
Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Vorstands gewährten Kredite insgesamt
2 647 Tsd Euro; im Vorjahr waren es 2 304 Tsd Euro. Die Vorstandsmitglieder standen
im Berichtsjahr mit Ausnahme von Mietavalen in keinen Haftungsverhältnissen zu den
Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns.
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt; die derzeit gültige
Fassung wurde von der Hauptversammlung am 16. Mai 2007 beschlossen. Danach erhalten
die Mitglieder des Aufsichtsrats für das jeweilige Geschäftsjahr neben dem Ersatz
ihrer Auslagen eine Grundvergütung, die sich zusammensetzt aus:
| ― |
einer festen Vergütung von 40 Tsd Euro pro Jahr und |
| ― |
einer variablen Vergütung von 3 Tsd Euro pro Jahr je 0,05 Euro Dividende, die über einer Dividende von 0,10 Euro je Stückaktie für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird. |
Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Doppelte
der dargestellten Grundvergütung. Für die Mitgliedschaft in einem Aufsichtsratsausschuss,
der mindestens zwei Mal im Kalenderjahr tagt, erhält der Ausschussvorsitzende eine
zusätzliche Vergütung in Höhe der Grundvergütung und jedes Ausschussmitglied in Höhe
der halben Grundvergütung; diese zusätzliche Vergütung wird für maximal drei Ausschussmandate
gezahlt. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied je Teilnahme an einer Sitzung
des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses ein Sitzungsgeld von 1,5 Tsd Euro. Feste
Vergütung und Sitzungsgeld sind jeweils zum Ende des Geschäftsjahres, die variable
Vergütung ist nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats
für das betreffende Geschäftsjahr beschließt, zahlbar. Die auf die Vergütung zu zahlende
Umsatzsteuer wird von der Bank erstattet.
Da die Commerzbank für das Geschäftsjahr 2010 keine Dividende zahlt, entfällt die
variable Vergütung für das Jahr 2010. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für
das Geschäftsjahr 2010 eine Vergütung von netto insgesamt 1 563 Tsd Euro (Vorjahr:
1 681 Tsd Euro). Davon entfallen auf die Grund- und Ausschussvergütung 1 240 Tsd Euro
(Vorjahr: 1 240 Tsd Euro) und auf das Sitzungsgeld 323 Tsd Euro (Vorjahr: 441 Tsd
Euro). Die auf die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder zu zahlende Umsatzsteuer
von 278 Tsd Euro (Vorjahr: 293 Tsd Euro) wird von der Commerzbank Aktiengesellschaft
erstattet. Insgesamt beträgt die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder somit 1 841
Tsd Euro (Vorjahr: 1 974 Tsd Euro).
Die Vergütung verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt:
| Tsd € | Feste Vergütung |
Variable Vergütung |
Summe | Sitzungsgeld | Umsatzsteuer1 | Summe |
| Klaus-Peter Müller | 200,0 | - | 200,0 | 28,5 | 43,4 | 271,9 |
| Uwe Tschäge | 100,0 | - | 100,0 | 21,0 | 23,0 | 144,0 |
| Hans-Hermann Altenschmidt | 80,0 | - | 80,0 | 24,0 | 19,8 | 123,8 |
| Dott. Sergio Balbinot | 40,0 | - | 40,0 | 7,5 | - | 47,5 |
| Dr.-Ing. Burckhard Bergmann | 40,0 | - | 40,0 | 10,5 | 9,6 | 60,1 |
| Herbert Bludau-Hoffmann | 40,0 | - | 40,0 | 6,0 | 8,7 | 54,7 |
| Dr. Nikolaus von Bomhard | 40,0 | - | 40,0 | 9,0 | 9,3 | 58,3 |
| Karin van Brummelen | 60,0 | - | 60,0 | 24,0 | 16,0 | 100,0 |
| Astrid Evers | 40,0 | - | 40,0 | 12,0 | 9,9 | 61,9 |
| Uwe Foullong | 40,0 | - | 40,0 | 10,5 | 9,6 | 60,1 |
| Daniel Hampel | 40,0 | - | 40,0 | 12,0 | 9,9 | 61,9 |
| Dr.-Ing. Otto Happel | 40,0 | - | 40,0 | 10,5 | - | 50,5 |
| Sonja Kasischke | 40,0 | - | 40,0 | 10,5 | 9,6 | 60,1 |
| Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel | 60,0 | - | 60,0 | 21,0 | 15,4 | 96,4 |
| Alexandra Krieger | 40,0 | - | 40,0 | 12,0 | 9,9 | 61,9 |
| Dr. h. c. Edgar Meister | 80,0 | - | 80,0 | 27,0 | 20,3 | 127,3 |
| Prof. h. c. (CHN) Dr. rer. oec. Ulrich Middelmann | 60,0 | - | 60,0 | 21,0 | 15,4 | 96,4 |
| Dr. Helmut Perlet | 100,0 | - | 100,0 | 28,5 | 24,4 | 152,9 |
| Barbara Priester | 40,0 | - | 40,0 | 12,0 | 9,9 | 61,9 |
| Dr. Marcus Schenck | 60,0 | - | 60,0 | 15,0 | 14,2 | 89,2 |
| Gesamt 2010 | 1 240,0 | - | 1 240,0 | 322,5 | 278,3 | 1 840,8 |
| Gesamt 2009 | 1 240,0 | - | 1 240,0 | 441,0 | 292,8 | 1 973,8 |
Beratungs- und Vermittlungsleistungen sowie andere persönliche Leistungen wurden durch
Mitglieder des Aufsichtsrats auch im Jahr 2010 nicht erbracht. Entsprechend wurden
keine zusätzlichen Vergütungen gewährt.
Kredite an Mitglieder des Aufsichtrats wurden mit Laufzeiten bis auf Weiteres bis
zur Fälligkeit im Jahr 2040 sowie zu Zinssätzen zwischen 3,8 % und 7,7 %, bei Überziehungen
in Einzelfällen bis zu 10,7 %, herausgelegt. Die Kredite wurden marktüblich teilweise
ohne Besicherung gegen Grundschulden oder Pfandrechte gewährt.
Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Aufsichtsrats gewährten Kredite
insgesamt 484 Tsd Euro; im Vorjahr waren es 650 Tsd Euro.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats standen im Berichtsjahr nicht in einem Haftungsverhältnis
zu der Commerzbank Aktiengesellschaft.
Für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung
("D&O"). Für Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder beträgt der Selbstbehalt jeweils
10 % des Schadens, für alle Versicherungsfälle in einem Jahr höchstens jedoch das
Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung.
Nach § 15 a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) besteht eine Mitteilungs- und Veröffentlichungspflicht
für Geschäfte von Führungskräften börsennotierter Unternehmen und von deren Familienangehörigen.
Danach sind Käufe und Verkäufe von Aktien sowie von sich auf die Commerzbank beziehenden
Finanzinstrumenten ab einer Höhe von 5 Tsd Euro per annum unverzüglich und für die
Dauer von einem Monat anzuzeigen. Entsprechend den Empfehlungen des Emittentenleitfadens
der BaFin bezieht die Bank diese Meldepflicht auf Vorstand und Aufsichtsrat.
Im Jahr 2010 hat - bis auf die nachfolgende Meldung - kein Mitglied von Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank Geschäfte mit Commerzbank-Aktien oder darauf bezogenen Derivaten ("Directors' Dealings") gemeldet:2
| Geschäftstag | Name des Meldepflichtigen | Angehöriger | Teilnehmerkreis | Kauf/ Verkauf | Stückzahl | Preis |
|
|
|
|
|
|
|
€ |
| 24.2.2010 | Sulmana Vermögensverwaltung GmbH Person, die die Meldepflicht auslöst: Prof. Dr.-Ing. E.h. Dr. Ing. Hans-Peter Keitel |
|
AR-Mitglied | K | 3 000 | 5,439 |
| Geschäftstag | Geschäftsvolumen |
|
|
€ |
| 24.2.2010 | 16 317,00 |
Insgesamt besaßen Vorstand und Aufsichtsrat am 31. Dezember 2010 nicht mehr als 1
% der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft.
Frankfurt am Main
Commerzbank Aktiengesellschaft
| Der Vorstand | Der Aufsichtsrat |
Die Commerzbank hat lediglich Stammaktien ausgegeben, für die sich die Rechte und
Pflichten aus den gesetzlichen Regelungen, insbesondere der §§ 12, 53a ff., 118 ff.
und 186 AktG, ergeben. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum Ende des Geschäftsjahres
3 071 517 607,60 Euro. Es ist eingeteilt in 1 181 352 926 Stückaktien. Die Aktien
lauten auf den Inhaber.
Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat nach Maßgabe des § 84 AktG und
§ 6 Abs. 2 der Satzung bestellt und abberufen. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht
der Vorstand aus mindestens zwei Personen; im Übrigen legt der Aufsichtsrat gemäß
§ 6 Abs. 2 der Satzung die Anzahl der Vorstandsmitglieder fest. Fehlt ein erforderliches
Vorstandsmitglied, ohne dass der Aufsichtsrat eine entsprechende Bestellung vornimmt,
so wird dieses in dringenden Fällen nach Maßgabe des § 85 AktG gerichtlich bestellt.
Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 Abs. 1 Satz 1 AktG eines Beschlusses der
Hauptversammlung. Soweit das Gesetz nicht zwingend eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung
vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt ergänzend die einfache Mehrheit des
vertretenen Kapitals (§ 19 Abs. 3 S. 2 der Satzung). Die Befugnis zu Änderungen der
Satzung, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 10 Abs. 3 der Satzung in Übereinstimmung
mit § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG auf den Aufsichtsrat übertragen worden.
Nach näherer Maßgabe des Hauptversammlungsbeschlusses vom 19. Mai 2010 ist die Commerzbank
ermächtigt, eigene Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 AktG in Höhe von bis zu 5 % des Grundkapitals
zu erwerben. Diese Ermächtigung ist bis zum 18. Mai 2015 befristet.
Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erhöhung des Grundkapitals in
Höhe von insgesamt 1 535 000 000,00 Euro durch Ausgabe neuer Aktien nach § 4 Abs.
3 (Genehmigtes Kapital 2010) der am 31. Dezember 2010 geltenden Satzung ermächtigt.
Außerdem hat die Hauptversammlung vom 19. Mai 2010 den Vorstand zur Ausgabe von Wandel-
und Optionsschuldverschreibungen und/oder von Genussrechten (diese mit oder ohne Wandlungs-
oder Optionsrecht) mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts ermächtigt.
Hierfür steht nach § 4 Abs. 4 der Satzung ein Bedingtes Kapital von bis zu 702 000
000,00 Euro zur Verfügung (Bedingtes Kapital 2010/I). Weiter ist das Kapital nach
§ 4 Abs. 5 der Satzung aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung im Mai 2009 um
bis zu 390 000 000,00 Euro und nach § 4 Abs. 6 der Satzung aufgrund des Beschlusses
der Hauptversammlung vom 19. Mai 2010 um bis zu 355 666 667,20 Euro bedingt erhöht
(Bedingtes Kapital 2009 und Bedingtes Kapital 2010/II). Das Bedingte Kapital 2009
und das Bedingte Kapital 2010/II dienen jeweils der Gewährung von Aktien bei Ausübung
von Umtauschrechten durch den Finanzmarktstabilisierungsfonds.
Für die Einzelheiten des Genehmigten und des Bedingten Kapitals, insbesondere zu Laufzeiten
und Ausübungsbedingungen, verweisen wir auf die ausführlichen Erläuterungen im Anhang
Nr. 75 und 76.
Die Befugnisse des Vorstands zur Erhöhung des Grundkapitals aus Genehmigtem und Bedingtem
Kapital, zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen und von Genussrechten
ermöglichen es der Bank, auf veränderte Kapitalbedürfnisse angemessen und zeitnah
zu reagieren.
Die Commerzbank hat im Rahmen von ISDA Master Agreements mit einem Teil der Vertragspartner
für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Commerzbank ein außerordentliches Kündigungsrecht
zugunsten dieser Vertragspartner vereinbart. In der Regel setzt das Kündigungsrecht
zusätzlich eine wesentliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit der Commerzbank
voraus. Die unter diesen Master Agreements abgeschlossenen Einzelverträge wären im
Falle einer solchen Kündigung zum Marktwert abzurechnen, der börsentäglich ermittelt
werden kann. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Kündigung eines Kunden mit
besonders großem Geschäftsvolumen im Einzelfall aufgrund der möglichen Zahlungsverpflichtungen
der Bank dennoch wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der Commerzbank haben kann.
Das für das Jahr 2010 eingeführte neue Vorstandsvergütungssystem sieht keine Change-of-Control-Klauseln
vor. Soweit die bisherigen Anstellungsverträge einzelner Vorstandsmitglieder noch
Change-of-Control-Regelungen enthielten, entfallen diese jeweils bei Ablauf der derzeit
laufenden Bestellungsperiode.
Sofern die Change-of-Control-Regelungen zur Anwendung kommen, geben sie dem Vorstandsmitglied
ein Recht zur Kündigung des Anstellungsvertrages im Falle des Eintritts eines Aktionärs,
der mindestens die Mehrheit der in der Hauptversammlung vertretenen Stimmrechte hält,
bei Abschluss eines Unternehmensvertrages mit der Commerzbank als abhängigem Unternehmen
sowie im Falle einer Eingliederung oder Verschmelzung (Change of Control). Macht das
Vorstandsmitglied von diesem Kündigungsrecht Gebrauch und stimmt der Aufsichtsrat
der Niederlegung des Vorstandsmandats zu oder endet die Vorstandstätigkeit im Zusammenhang
mit dem Change of Control aus anderen i.e. definierten Gründen, hat das Vorstandsmitglied
Anspruch auf die Abgeltung seiner Bezüge für die Restdauer seiner Bestellungsperiode
in Höhe von 75 % seiner durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge (Grundgehalt und variable
Tantieme) sowie auf eine Abfindung in Höhe der durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge
für zwei bis vier Jahre. Abgeltung und Abfindung zusammen dürfen die durchschnittlichen
Jahresgesamtbezüge für fünf Jahre sowie die durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge
für die Zeit bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres nicht übersteigen. Hinsichtlich
Ruhegeldzahlung und Long-Term-Performance-Plänen wird das Vorstandsmitglied im Wesentlichen
so behandelt, als ob es bis zum Ende seiner aktuellen Bestellungsperiode dem Vorstand
angehört hätte. Ein Abfindungsanspruch entsteht nicht, soweit das Vorstandsmitglied
im Zusammenhang mit dem Change of Control Leistungen vom Mehrheitsaktionär, vom herrschenden
Unternehmen oder vom anderen Rechtsträger im Falle der Eingliederung oder Verschmelzung
erhält.
Die Anstellungsverträge der Herren Klösges, Reuther, Sieber und Zielke enthalten keine
Change-of-Control-Regelung; für die Herren Annuscheit und Beumer ist sie mit dem Ende
ihrer letzten Bestellungsperiode am 31. Dezember 2010 entfallen. Bei Herrn Dr. Schmittmann
dürfen Abgeltung und Abfindung zusammen weder die durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge
für drei Jahre noch 150 % der Gesamtbezüge für die bei Beendigung des Anstellungsvertrages
verbleibende Restdauer der laufenden Bestellungsperiode übersteigen.
In wenigen Ausnahmefällen wurde vereinzelt auch Führungskräften im In- und Ausland
für eine gewisse Übergangszeit ab Beginn ihrer Tätigkeit für die Bank eine Absicherung
ihrer Bezüge für bis zu fünf Jahren für den Fall zugesagt, dass sie im Zusammenhang
mit einem Kontrollwechsel bei der Commerzbank aus der Bank ausscheiden.
An der Commerzbank Aktiengesellschaft sind der Finanzmarktstabilisierungsfonds mit
fünfundzwanzig vom Hundert zuzüglich einer Aktie sowie der Allianz-Konzern laut WpHG-Meldung
mit mehr als zehn und weniger als fünfzehn vom Hundert am stimmberechtigten Kapital
beteiligt.
Weitere nach § 315 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs angabepflichtige Tatsachen existieren
nicht.
Ziel des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Finanzberichterstattung
ist es, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften nach HGB und IFRS
der Jahres- und Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt. In der Commerzbank sind das
interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem - beide mit Blick auf die Finanzberichterstattung
- in Methodik und Durchführung integriert. Im Folgenden wird daher der Begriff "IKS"
(Internes Kontrollsystem) verwendet. Details des Risikomanagementsystems können dem
Risikobericht auf den Seiten 161 bis 198 entnommen werden.
Gefährdet wird das Ziel einer ordnungsgemäßen Finanzberichterstattung durch die Existenz
von Risiken, die auf die Finanzberichterstattung einwirken. Unter Risiken wird dabei
die Möglichkeit verstanden, dass das oben genannte Ziel nicht erreicht wird und wesentliche
Informationen in der Finanzberichterstattung fehlerhaft sind. In diesem Zusammenhang
betrachtet die Bank eine Information als wesentlich, wenn ihr Fehlen oder ihre falsche
Angabe die wirtschaftlichen Entscheidungen der Adressaten beeinflussen könnte. Hierbei
spielt es keine Rolle, ob dies durch einen einzelnen Sachverhalt oder erst durch die
Kombination mehrerer Sachverhalte gegeben ist.
Risiken für die Finanzberichterstattung können durch Fehler in den Geschäftsabläufen
entstehen. Zudem kann betrügerisches Verhalten zu einer fehlerhaften Darstellung von
Informationen führen. Daher ist von der Bank sicherzustellen, dass die Risiken bezüglich
einer fehlerhaften Darstellung, Bewertung oder eines Ausweises von Informationen der
Finanzberichterstattung minimiert werden.
Das IKS der Commerzbank ist darauf ausgerichtet, eine hinreichende Sicherheit bezüglich
der Einhaltung geltender rechtlicher Anforderungen, der Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit
der Geschäftstätigkeit und der Vollständigkeit und Richtigkeit der finanziellen Berichterstattung
zu gewährleisten. Zu berücksichtigen ist dabei, dass trotz aller Maßnahmen der Bank
die implementierten Methoden und Verfahren des IKS niemals eine absolute, aber dennoch
eine hinreichende Sicherheit bieten können.
Nach dem Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Änderungen am IKS der Finanzberichterstattung.
In § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist vom Gesetzgeber vorgegeben, dass Kapitalgesellschaften
im Lagebericht die wesentlichen Merkmale ihres IKS beschreiben. In der Commerzbank
sind die in den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) getroffenen
Grundsätze zur institutsspezifischen Ausgestaltung des internen Kontrollsystems umgesetzt.
Grundlage für die Gestaltung des internen Kontrollsystems der Bank ist das vom "Committee
of Sponsoring Organisations of the Treadway Commission" (COSO) entwickelte und international
gültige Rahmenwerk. Das COSO-Rahmenwerk wird in der Commerzbank eingesetzt, um folgende
Ziele zu erreichen:
| ― |
Effektivität und Effizienz der Geschäftsprozesse |
| ― |
Einhaltung der gültigen Gesetze und Vorschriften |
| ― |
Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung |
Im Hinblick auf die vom COSO geforderte Risikobeurteilung des Rechnungslegungsprozesses
(wie zum Beispiel Sicherstellung der Vollständigkeit der erfassten Transaktionen oder
der korrekten bilanziellen Bewertung) bezüglich der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung
richtet sich die Bank nach den Empfehlungen des "International Standards of Auditing
and Quality Control, No. 315, 2009 Edition" (im Folgenden ISA Nummer 315).
Basis für das IKS der Bank ist ein detaillierter Rahmen (Governance Framework) für
eine solide Unternehmensführung. Er legt für alle Unternehmenseinheiten einheitliche
und verbindliche Mindestanforderungen an die Aufbauorganisation im Hinblick auf Dokumentation
und Aktualisierung fest. Primäres Merkmal ist hierbei das Prinzip der eindeutigen
Verantwortungszuweisung, ausgehend vom Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand
bis hin zur Einzelkompetenz auf Mitarbeiterbasis. Der Umfang und die Ausgestaltung
des Governance Frameworks orientieren sich sowohl an rechtlichen und regulatorischen
Anforderungen als auch an der durch den Gesamtvorstand verabschiedeten "Unternehmensverfassung
der Commerzbank". Daher übersetzt das Governance Framework wesentliche Leitgedanken
der Unternehmensverfassung in praktische Regelungen und beinhaltet folgende Elemente:
| ― |
Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand |
| ― |
Geschäftsordnungen |
| ― |
Organigramme |
| ― |
Geschäftsaufträge |
| ― |
Stellenbeschreibungen |
| ― |
Kompetenzregelungen |
Inhaltlich nicht miteinander zu vereinbarende Aufgaben sind in der Bank nach dem Prinzip
der Funktionstrennung in unterschiedlichen Bereichen organisiert. Zusätzlich werden
zur Minimierung der Risiken in der Finanzberichterstattung wesentliche Kontrollen
nach dem Vieraugenprinzip durchgeführt.
Die Verantwortung für die Implementierung, Umsetzung und Durchführung des bankweiten
IKS liegt primär beim Gesamtvorstand, hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses beim
Finanzvorstand (CFO) der Bank. Während der Gesamtvorstand die Ausgestaltung und den
Nachweis der Angemessenheit des bankweiten IKS verantwortet, trägt der CFO die Verantwortung
für die Ausgestaltung der Kontrollen durch angemessene Kontrollschritte und deren
Einbettung in die jeweiligen Prozesse sowie die Effektivität des IKS für die Finanzberichterstattung.
Dem CFO obliegt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Aufstellung des Einzel- und
Konzernabschlusses.
Der Aufsichtsrat überwacht die Finanzberichterstattung vornehmlich durch den eigens
hierfür geschaffenen Prüfungsausschuss. Zusätzlich ist der Prüfungsausschuss zuständig
für die Sicherstellung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, für die Erteilung
des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, die Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten
und die Honorarvereinbarung. Die Interne Revision (Group Audit) berichtet unterjährig
an den Aufsichtsrat beziehungsweise an die von ihm eingesetzten Ausschüsse über die
Revisionsarbeit und deren wesentliche Ergebnisse.
Für die Erstellung der Abschlüsse im Einklang mit den jeweiligen Gesetzen sowie internen
und externen Richtlinien ist der direkt dem CFO unterstellte Bereich Group Management
Finance (GM-F) zuständig. Dabei verantwortet GM-F den Einzelabschluss der Commerzbank
und konsolidiert die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften zum Konzernabschluss.
Innerhalb von GM-F ist die Abteilung Accounting Policies & Guidelines mit der Erarbeitung
und Kommunikation von konzernweiten Bilanzierungsrichtlinien betraut. Sie unterstützt
eine konzernweit konsistente und korrekte Bilanzierung durch das Aufstellen und Abstimmen
von Bilanzierungsrichtlinien. Die veröffentlichten Richtlinien werden fortlaufend
auf ihren Aktualisierungsbedarf überprüft und gegebenenfalls angepasst. Darüber hinaus
werden regelmäßig Schulungen zu relevanten Themen für die Mitarbeiter durchgeführt.
Ergänzt wird dieses Angebot durch weiterführende Arbeitsanweisungen im Intranet der
Bank.
GM-F wird im Hinblick auf die Rechnungslegung von weiteren Unternehmensbereichen der
Bank unterstützt. Insbesondere ist hier der Unternehmensbereich Group Information
Technology zu nennen, der die Verantwortung für die Bereitstellung und die technische
Weiterentwicklung der in der Rechnungslegung eingesetzten IT-Systeme trägt.
Kontrollen sind in der Bank technisch oder manuell (organisatorisch) direkt in die
betrieblichen Abläufe integriert. Technische Kontrollen werden in den verwendeten
IT-Systemen eingesetzt und bestehen beispielsweise aus Kontrollsummen und Prüfziffern.
Ergänzt werden die technischen Kontrollen häufig um manuelle Kontrollbestandteile
wie zum Beispiel Bildschirmfreigaben, die vom zuständigen Personal durchgeführt werden.
Die Qualität der Daten bei der technischen Ersterfassung ist durch die organisatorischen
Maßnahmen des Vieraugenprinzips, der Kompetenzregelungen, der Funktionstrennung und
von technischen Maßnahmen (Vergabe von IT-Berechtigungen) sichergestellt. In der weiteren
Verarbeitung stellen zusätzliche Kontrollen die Vollständigkeit und Richtigkeit der
übernommenen Daten sicher.
Die Prozesse im Rechnungswesen der Commerzbank werden von diversen IT-Systemen unterstützt,
die in die jeweiligen Prozessabläufe integriert sind. Im Rahmen der Meldeprozesse
für die Finanzberichterstattung werden alle Informationen, die für die Abschlusserstellung
des Commerzbank-Konzerns nach IFRS und der Commerzbank Aktiengesellschaft nach HGB
relevant sind, durch die Meldestellen (Commerzbank Aktiengesellschaft Inland, Tochtergesellschaften
und ausländische Niederlassungen) an die Zentrale übermittelt. Die Übermittlung der
Daten erfolgt mittels eines separaten Onlinesystems direkt in die Konsolidierungssoftware
SAP EC-CS, die an die Bedürfnisse der Bank angepasst ist. Tochtergesellschaften melden
grundsätzlich IFRS-Daten, von den inländischen und ausländischen Niederlassungen werden
zusätzlich HGB-Meldungen erstellt. Die Daten werden automatisch auf Konsistenz geprüft,
bevor sie an die Zentrale übermittelt werden. Wenn die hinterlegten Plausibilitätsprüfungen
erfolgreich durchlaufen sind, können die einzelnen Zumeldungen finalisiert werden.
Auf Basis dieser Daten werden in der Zentrale weitere Plausibilitätskontrollen durchgeführt.
Nach erfolgreichem Abschluss dieser Kontrollen werden sämtliche Konsolidierungsschritte
für die Konzernabschlusserstellung nach IFRS und die Einzelabschlusserstellung der
Commerzbank Aktiengesellschaft nach HGB durchgeführt. Die Maßnahmen zur Erstellung
des Konzernabschlusses bestehen dabei aus diversen einzelnen Konsolidierungsschritten
(wie Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung), der Währungsumrechnung
und der Zwischengewinneliminierung.
Die Berichterstattung nach unternehmensspezifischen Segmenten (Privatkunden, Mittelstandsbank,
Central & Eastern Europe, Corporates & Markets, Asset Based Finance und Portfolio
Restructuring Unit) ist durch ein separates IT-System gewährleistet. Dabei findet
ein Abgleich mit den Daten aus dem Rechnungswesen statt.
Group Audit erbringt im Auftrag des Vorstands unabhängig, objektiv und risikoorientiert
Prüfungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, die Geschäftsprozesse der
Commerzbank hinsichtlich Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu unterstützen.
Group Audit unterstützt den Vorstand, indem sie die Angemessenheit und Wirksamkeit
des internen Kontrollsystems und des Risikomanagements bewertet, wesentliche Projekte
revisorisch begleitet und Empfehlungen ausspricht. Hierdurch wird zur Sicherung der
geschäftlichen Vorgänge und Vermögenswerte beigetragen. Group Audit ist als Konzernrevision
im Rahmen des Risikomanagements der Gruppe ergänzend zu Revisionsabteilungen in Tochtergesellschaften
tätig.
Group Audit ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt und diesem berichtspflichtig.
Sie nimmt ihre Aufgaben selbstständig und unabhängig wahr. Insbesondere bei der Berichterstattung
und der Wertung der Prüfungsergebnisse ist sie keinen Weisungen unterworfen. Ausgehend
von den MaRisk erstreckt sich die Prüfungstätigkeit auf der Grundlage eines risikoorientierten
Prüfungsansatzes grundsätzlich auf alle Aktivitäten und Prozesse des Konzerns, unabhängig
davon, ob diese innerhalb des Konzerns erfolgen oder ob sie ausgelagert sind. Die
Prüfung der Wirksamkeit und Angemessenheit des IKS umfasst die Risikomanagement- und
Risikocontrollingsysteme, das Berichtswesen, die Informationssysteme sowie die Finanzberichterstattung.
Zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben hat Group Audit ein uneingeschränktes Informationsrecht.
Über jede Prüfung erstellt Group Audit zeitnah einen schriftlichen Bericht, der unter
anderem den zuständigen Vorstandsmitgliedern zugeht. Auf der Grundlage der Prüfungsberichte
überwacht und dokumentiert Group Audit die fristgerechte Beseitigung der festgestellten
Mängel. Bei Nichtbeachtung kommt ein Eskalationsverfahren zur Anwendung. Darüber hinaus
erstellt Group Audit einen Jahresbericht über die von ihr im Laufe des Geschäftsjahres
durchgeführten Prüfungen, die festgestellten wesentlichen Mängel sowie die ergriffenen
Maßnahmen und legt diesen dem Vorstand vor.
Im Zuge der Integration der Dresdner Bank wird das IKS auf den neuen Gesamtkonzern
angepasst und weiterentwickelt. Dazu ist in GM-F die interne Maßnahme "Control Environment
Initiative (CEI)" implementiert worden. Ziel von CEI ist die risikoorientierte Steuerung
der Prozesse durch den Einsatz einer einheitlichen Methode zur Risiko- und Kontrolldarstellung
und -bewertung. Darüber hinaus soll das IKS mit Blick auf die Finanzberichterstattung
durch eine regelmäßige Bewertung von Effektivität und Effizienz der Kontrollen sowie
mittels einer regelmäßigen Überprüfung der Kontrolldurchführung gestärkt werden.
Basis für CEI ist die Weiterentwicklung der sogenannten "Prozesslandkarte" von GM-F.
In dieser Prozesslandkarte werden auf Top-down-Basis alle wesentlichen Prozesse aufgeführt,
die mittels Ablaufbeschreibungen verfeinert werden. Dazu werden die Risiken hinsichtlich
der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung gemäß dem COSO-Rahmenwerk identifiziert.
Hierbei lehnt sich die Bank zusätzlich an die Empfehlungen des ISA Nummer 315 an.
Dabei wird geprüft, ob ein Risiko folgenden drei Kategorien und deren Ausprägungen
zugeordnet werden kann:
| ― |
Aussagen zu Arten von Geschäftsvorfällen: Eintritt, Vollständigkeit, Richtigkeit, Periodenabgrenzung, Kontenzuordnung. |
| ― |
Aussagen zu Kontensalden am Abschlussstichtag: Vorhandensein, Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Bewertung und Zuordnung. |
| ― |
Aussagen zur Darstellung im Abschluss und zu den Abschlussangaben: Eintritt sowie Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Ausweis und Verständlichkeit, Richtigkeit und Bewertung. |
Zur Minimierung der identifizierten Risiken sind entsprechende Kontrollen implementiert.
Für die Wirksamkeit des IKS sind Design - also die Ausgestaltung der Kontrolle durch
angemessene Kontrollschritte und deren Einbettung in den jeweiligen Prozess - und
operative Durchführung der Kontrollen die entscheidenden Faktoren zur Risikominimierung.
Mängel, die Group Audit im Rahmen ihrer Prüfungsaktivitäten feststellt, werden durch
einen Maßnahmenplan abgestellt. Die fristgerechte Umsetzung der Maßnahmenpläne wird
durch Group Audit überwacht und an den Gesamtvorstand berichtet.
Durch diese einheitliche Vorgehensweise soll gewährleistet werden, dass Risiken erkannt,
minimiert und eventuelle operative Fehlentwicklungen vermieden werden können.
Der neue "Statusbericht zur unternehmerischen Verantwortung 2010" der Commerzbank
stellt die wesentlichen Neuigkeiten und Fortschritte unserer vier Handlungsfelder
der Nachhaltigkeit - Markt & Kunden, Ökologie, Mitarbeiter und Gesellschaft - vor.
Der Bericht steht im Internet unter www.nachhaltigkeit.commerzbank.de in deutscher
und englischer Sprache zur Verfügung. Eine gedruckte Fassung des Statusberichts liegt
nicht vor. Nachdem wir bislang alle zwei Jahre umfangreich über unsere unternehmerische
Verantwortung berichtet haben, gehen wir nun in einen jährlichen Turnus über. Die
Commerzbank reagiert damit auf die zunehmende interne und externe Bedeutung des Themas
Nachhaltigkeit und möchte zudem aktueller informieren - zukünftig abwechselnd in Form
eines Statusberichts und in der seit dem Jahr 2005 bekannten ausführlichen Langfassung.
Der Statusbericht entspricht den Anforderungen eines Fortschrittsberichts (COP - "Communication
on Progress") über den Stand der Umsetzung der zehn Prinzipien des UN Global Compacts,
dem die Commerzbank im Jahr 2006 beigetreten ist.
Wir sind uns bewusst, dass die neue Commerzbank eine besondere unternehmerische Verantwortung
trägt. Diese werden wir - so wie bisher - sowohl im Kerngeschäft als auch darüber
hinaus sehr bestimmt und engagiert wahrnehmen.
Alle Finanzierungen, Produkte und Kundenbeziehungen, bei denen insbesondere ökologische,
ethische oder soziale Aspekte eine signifikante Rolle spielen, werden vom Reputationsrisikomanagement
der Commerzbank intensiv geprüft, beurteilt und gegebenenfalls abgelehnt oder mit
Auflagen versehen. Dazu zählen sensible Bereiche wie beispielsweise Waffen und Rüstungsgüter
- für die es eine konzernweit gültige Richtlinie gibt -, sowie Atomkraft und Rohstoffgewinnung.
Im Geschäftsjahr 2010 hat unser Reputationsrisikomanagement für rund 1 500 Anfragen
unterschiedlichster Art ein schriftliches Votum abgegeben. Rund 10 % dieser Voten
enthielten aufgrund sozialer, ökologischer oder ethischer Bedenken eine negative Bewertung.
Zu den Kernaufgaben der Compliance-Abteilung gehört es, die gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen
Anti-Geldwäscheanforderungen zu erfüllen. Dabei berücksichtigen wir international
anerkannte Standards. Um die größtmögliche Transparenz bei Geschäftsbeziehungen und
Finanztransaktionen sicherzustellen, verfolgt die Commerzbank das Know-your-Customer-Prinzip:
Dies umfasst nicht nur die eindeutige Feststellung und Dokumentation der Identität
von Kunden - auch die Herkunft des Vermögens, das im Rahmen der Geschäftsbeziehung
oder der Transaktion eingesetzt wird, kann risikobasiert abgeklärt werden.
Mit Blick auf die Verantwortung gegenüber ihren Kunden hat die Commerzbank im Jahr
2010 sowohl im Privatkunden- als auch im Firmenkundengeschäft wiederum eine Reihe
von Maßnahmen erfolgreich umgesetzt. Dies erfolgt im Bestreben, die Kundenzufriedenheit
kontinuierlich zu verbessern. Für unsere Privatkunden haben wir beispielsweise eine
Qualitätsoffensive gestartet, die unser Versprechen "Leistung und Partnerschaft" untermauert.
Dazu wurde unter anderem eine Kundencharta eingeführt und die Position eines Kundenanwalts
neu geschaffen. Darüber hinaus informieren wir mit der Kampagne "Im Klartext zur neuen
Bank" seit April 2010 unsere Kunden über alle relevanten Neuerungen und Veränderungen,
die sich aus dem Zusammenschluss von Dresdner Bank und Commerzbank ergeben. In der
Mittelstandsbank ist im Berichtsjahr die Stelle eines Kreditmediators für Mittelstandskredite
eingerichtet worden, der die Qualitätssicherung von Kreditentscheidungen noch intensiver
wahrnimmt. Des Weiteren hat die Commerzbank gemeinsam mit der KfW-Bankengruppe einen
Eigenkapitalfonds für nicht börsennotierte, mittelständische Unternehmen aufgelegt,
der final über ein Gesamtvolumen von bis zu 500 Mio Euro verfügen soll.
Mit der Etablierung eines Konzernumweltausschusses sowie der Re-Zertifizierung unseres
Umweltmanagementsystems konnten wir beim Thema Ökologie im Jahr 2010 erneut wichtige
Akzente setzen. Im Rahmen unseres langjährigen Engagements für die deutschen Nationalparks
präsentierten wir in unserer Frankfurter Zentrale vom 3. Februar bis 11. März 2010
die Ausstellung "Weltnaturerbe Buchenwälder". Damit unterstützten wir im Jahr der
Biodiversität gleichzeitig die Bewerbung des Nationalparks Kellerwald für die Aufnahme
in die UNESCO-Weltnaturerbe-Liste. Das Center of Competence "Renewable Energies" der
Commerzbank mit einem Bestandskreditportfolio von rund 4 Mrd Euro verfügt weiterhin
über eines der weltweit größten Portfolios auf dem Gebiet der Finanzierung erneuerbarer
Energien. Die Commerzbank konnte im Berichtszeitraum ihre Vorreiterrolle durch ein
hohes Neugeschäftsvolumen weiter ausbauen.
Die Integration von Commerzbank und Dresdner Bank ist im Jahr 2010 einen großen Schritt
vorangekommen. Wir haben hier bereits mehr als zwei Drittel der Wegstrecke geschafft.
Neben der Integration der beiden Zentralen und der Einigung mit den Arbeitnehmervertretern
über die Interessenausgleiche zur Integration der Mitarbeiter und der regionalen Standorte
ist in erster Linie die schrittweise Umsetzung der neuen Organisationsstruktur hervorzuheben.
Seit Juli 2010 arbeiten bereits 90 % der Mitarbeiter in ihrer Zielfunktion. Auch bei
Themen wie Weiterbildung, Nachwuchsförderung, Diversity und Gesundheitsmanagement
hat die Commerzbank ihre Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern im Berichtsjahr
verlässlich wahrgenommen. Ausführliche Informationen zum Engagement für unsere Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter finden sich im Kapitel "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" auf
den Seiten 144 bis 149 dieses Geschäftsberichts.
Im Rahmen unseres gesellschaftlichen Engagements ist die Einrichtung des Stiftungszentrums
ein wesentlicher Meilenstein gewesen. Unter diesem gemeinsamen Dach haben nun die
ehemaligen Stiftungen der beiden Häuser Commerzbank und Dresdner Bank mit einem Dotationskapital
von insgesamt rund 100 Mio Euro ihre Arbeit aufgenommen. Darüber hinaus engagierten
sich Bank, Kunden und Mitarbeiter im Berichtszeitraum mit Spendenaktionen für Haiti
und Pakistan und trugen dazu bei, die Not der von Naturkatastrophen betroffenen Bevölkerung
zu lindern.
Im Konzernlagebericht erläutern wir die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie deren
Einflüsse auf die Geschäftsaktivitäten der Commerzbank. Des Weiteren informieren wir
ausführlich über die Geschäftsentwicklung des Commerzbank-Konzerns im abgelaufenen
Geschäftsjahr 2010. Darüber hinaus geben wir einen Ausblick auf die erwartete Entwicklung
sowohl der Rahmenbedingungen als auch des Commerzbank-Konzerns selbst.
Das Geschäftsjahr 2010 war insgesamt ein für den Commerzbank-Konzern erfolgreiches
Jahr. Ein Jahr früher als geplant, haben wir die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft.
Bei einem stabilen Marktumfeld gehen wir für das Jahr 2011 davon aus, die Profitabilität
weiter zu verbessern und damit einen entscheidenden Schritt in Richtung unserer in
der "Roadmap 2012" definierten Ziele zu machen.
Die Commerzbank Aktiengesellschaft ist das zweitgrößte Kreditinstitut sowie eine der
führenden Privat- und Firmenkundenbanken in Deutschland und eines der bedeutenden
in Europa. Mit der bundesweiten Einführung unserer neuen Marke im September 2010 setzen
wir ein sichtbares Zeichen als neue Commerzbank. Unseren Kunden steht mit künftig
rund 1 200 Filialen das dichteste Filialnetz aller deutschen Privatbanken zur Verfügung.
Insgesamt hat die neue Commerzbank weltweit rund 15 Millionen Privat- und Firmenkunden,
davon rund 11 Millionen in Deutschland. Ziel der Commerzbank ist es, ihre Position
als Marktführer im Privat- und Firmenkundengeschäft in Deutschland weiter zu stärken.
Der Fokus der Geschäftstätigkeit ist auf die vier Segmente Privatkunden, Mittelstandsbank,
Corporates & Markets sowie Central & Eastern Europe gerichtet, die als sogenannte
Kernbank das Herzstück der Commerzbank bilden. Dazu kommen das Asset-basierte Kreditgeschäft
in den Bereichen Immobilien-, Staats- und Schiffsfinanzierung und Real Estate Asset-Management
im Segment Asset Based Finance sowie die nicht zum Kerngeschäft gehörenden Portfolios
im Segment Portfolio Restructuring Unit. Die Segmente werden von jeweils einem Mitglied
des Vorstands geführt.
Unter Group Management sind alle Stabs- und Steuerungsfunktionen gebündelt: Group
Development & Strategy, Group Communications, Group Legal, Group Treasury, Group Human
Resources, Group Integration, Group Finance, Group Finance Architecture, Group Compliance,
Group Audit sowie die zentralen Risikofunktionen. Die Unterstützungsfunktionen werden
von Group Services bereitgestellt. Hierunter fallen Group Information Technology,
Group Organisation, Group Banking und Market Operations, Group Security und Group
Support. Auch für diese Funktionseinheiten sind die Vorstandszuständigkeiten klar
festgelegt. In der externen Berichterstattung sind die Stabs-, Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen
im Bereich Sonstige & Konsolidierung zusammengefasst.
Im Inland steuert die Commerzbank Aktiengesellschaft aus ihrer Zentrale in Frankfurt
am Main heraus ein flächendeckendes Filialnetz, über das alle Kundengruppen betreut
werden. Wichtigste inländische Tochtergesellschaften sind die Eurohypo AG, die comdirect
bank AG, die Commerz Real AG und die Deutsche Schiffsbank AG. Im Ausland ist die Bank
mit 8 wesentlichen Tochtergesellschaften, 25 operativen Auslandsniederlassungen und
32 Repräsentanzen in 50 Ländern und an allen wichtigen Finanzplätzen wie London, New
York, Tokio, Hongkong und Singapur vertreten. Der Schwerpunkt der internationalen
Aktivitäten liegt aber auf Europa.
Die Commerzbank erstellt einen Konzernabschluss, in den neben der Commerzbank Aktiengesellschaft
- als operative Führungsgesellschaft - alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen
werden, an denen die Bank mehr als 50 % der Stimmrechte hält oder anderweitig einen
beherrschenden Einfluss ausübt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Nachhaltiges Ziel der Commerzbank ist es, für alle Stakeholder einen entsprechenden
Mehrwert zu schaffen. Dies beinhaltet unter anderem eine attraktive Rendite auf das
eingesetzte Kapital für ihre Aktionäre zu erwirtschaften. Um die Profitabilität und
den Unternehmenswert zu steigern, richtet die Bank ihre Geschäftsstruktur aktiv an
den sich ändernden Marktverhältnissen aus. Wesentliche Kriterien sind hierbei, dass
die eingegangenen Risiken mit externen und internen Risikotragfähigkeitsrichtlinien
vereinbar sind und eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital erwirtschaftet
wird. Wesentliches Instrument der Unternehmenssteuerung ist der Planungsprozess, in
dem durch den Vorstand Zielgrößen für die Geschäftseinheiten festgelegt und die vorhandenen
Ressourcen wie Kapital und Risikolimite gezielt auf die Segmente zugeordnet werden.
Die Einhaltung der Geschäftsplanungen wird regelmäßig durch den Vorstand überwacht.
Als Controllingkriterien dienen im Prozess der Unternehmenssteuerung die Ergebnisgrößen
Operatives Ergebnis und Ergebnis vor Steuern sowie die Kennzahlen Eigenkapitalrendite,
Aufwandsquote und Value Added. Die Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis
des operativen beziehungsweise des Vorsteuerergebnisses zum durchschnittlich gebundenen
Eigenkapital. Sie zeigt, wie sich das im jeweiligen Segment eingesetzte Kapital verzinst
hat. Die Aufwandsquote dient zur Beurteilung der Kosteneffizienz und ist als Verhältnis
aus Verwaltungsaufwand zu Erträgen vor Risikovorsorge definiert. Der Value Added gibt
den durch die Segmente geschaffenen Unternehmenswert an und errechnet sich als Differenz
zwischen dem Operativen Ergebnis und den Kapitalkosten vor Steuern. Die Kapitalkosten
entsprechen der Mindestrenditeerwartung an die Verzinsung des eingesetzten Kapitals.
Der Vergütungsbericht ist im Corporate-Governance-Bericht im Kapitel "Unternehmerische
Verantwortung" enthalten. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts.
Die Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB und erläuterndem Bericht sind im Kapitel "Unternehmerische
Verantwortung" enthalten. Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts.
Die Angaben gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB sind im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung"
enthalten. Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts.
Im Jahr 2010 hat sich die Weltwirtschaft weiter von der Finanz- und Wirtschaftskrise
erholt. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt legte im Jahresdurchschnitt um etwa 4,5
% und damit wieder fast so stark zu wie in den Jahren vor der Krise. Treiber des Wachstums
waren erneut die Emerging Markets in Asien, die von der Krise wesentlich weniger betroffen
waren als die Industrieländer. Auch in den Industrieländern zeigte der Trend wieder
nach oben. In vielen Ländern wurde die Konjunktur allerdings dadurch spürbar gebremst,
dass die Übertreibungen der Vergangenheit - insbesondere im Immobiliensektor und bei
der Verschuldung von privaten Haushalten und Unternehmen - korrigiert werden müssen.
Deshalb hat die Wirtschaft in den USA, trotz massiver Impulse vonseiten der Geld-
und Finanzpolitik, nur so stark zugelegt wie im Durchschnitt der vergangenen zehn
Jahre. Die Arbeitslosigkeit blieb hoch, weshalb die amerikanische Notenbank ihre Geldpolitik
im Herbst weiter gelockert hat.
Im Euroraum kam als weiterer Belastungsfaktor die Staatsschuldenkrise hinzu. Nach
den Erfahrungen mit Griechenland, dessen Zahlungsunfähigkeit im Frühjahr nur durch
Kredite der anderen Euroländer verhindert werden konnte, zweifelten mehr und mehr
Investoren an der langfristigen Tragfähigkeit der Staatsfinanzen auch in anderen Mitgliedsländern
der Währungsunion. In der Folge fielen die Kurse der Staatsanleihen dieser Länder
teilweise kräftig, und deren Renditeaufschläge gegenüber Bundesanleihen stiegen unter
starken Schwankungen deutlich. Die sich daraus ergebenden höheren Finanzierungskosten
ließen die langfristigen Perspektiven der Staatsfinanzen dieser Länder in einem noch
ungünstigeren Licht erscheinen. Ende des Jahres musste auch Irland um Hilfe nachsuchen,
da zur Stützung seines Bankensystems enorme Mittel notwendig waren. Zwar hielt sich
der direkte Effekt dieser Turbulenzen auf die Konjunktur im Euroraum in Grenzen; die
unter dem Druck der Märkte ergriffenen umfangreichen Maßnahmen zur Konsolidierung
der Staatsfinanzen haben das Wachstum in den betroffenen Ländern aber weiter gebremst.
Daher hat das Wirtschaftswachstum im Euroraum im vergangenen Jahr mit etwa 1,7 % eher
enttäuscht.
Dies gilt umso mehr als ein großer Teil alleine auf den kräftigen Aufschwung in Deutschland
zurückzuführen ist, wo mit 3,6 % das stärkste Wirtschaftswachstum seit der Wiedervereinigung
zu verzeichnen war. Für diese positive Entwicklung waren verschiedene Faktoren ausschlaggebend:
So verzeichnete Deutschland in den vergangenen Jahren weder einen Immobilienboom noch
einen Anstieg der Verschuldung der privaten Haushalte und Unternehmen; deshalb gab
es hier auch keinen Korrekturbedarf. Gleiches galt für die Staatsfinanzen, bei denen
der Konsolidierungsbedarf wesentlich geringer war als in den meisten anderen Euroländern.
Folglich konnte die deutsche Wirtschaft von den guten Rahmenbedingungen - insbesondere
den sehr niedrigen Zinsen und von der sich erholenden Weltwirtschaft - in vollem Umfang
profitieren. Schließlich machte sich die gute Position deutscher Unternehmen in den
schnell wachsenden Emerging Markets und die in den vergangenen Jahren merklich verbesserte
preisliche Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte positiv bemerkbar. Dabei stützt
sich der Aufschwung nicht nur auf die lebhafte Auslandsnachfrage, sondern die Unternehmen
haben auch ihre Investitionen wieder deutlich gesteigert. Sogar beim privaten Verbrauch
gab es positive Tendenzen. Allerdings hat die gesamtwirtschaftliche Produktion das
Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht.
Die Kapitalmärkte wurden in erster Linie von der Staatsschuldenkrise und der zwischenzeitlichen
Diskussion über einen Rückfall der US-Wirtschaft in die Rezession geprägt. Beides
ließ die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen zwischenzeitlich auf neue Rekordtiefs
von lediglich etwas mehr als 2 % fallen, bevor sie zum Jahresende aufgrund der sich
verflüchtigenden Rezessionsängste in den USA wieder in Richtung 3 % anzogen. Die besseren
Aussichten für die Weltwirtschaft ließen gegen Jahresende auch die Aktienkurse kräftig
steigen. Dabei erreichte der Dax kurzfristig mit über 7 000 Punkten den höchsten Stand
seit Mitte 2008. Der Euro erlebte eine Berg- und-Tal-Fahrt, je nachdem ob die Sorgen
um die US-Konjunktur oder die Staatsschuldenkrise im Vordergrund standen. Per saldo
hat er gegenüber dem US-Dollar aber deutlich an Wert verloren.
Das Umfeld für Banken war auch im Jahr 2010 durch eine Konsolidierungs- und Stabilisierungsphase
nach der Finanzkrise geprägt, wobei sich die Profitabilitätssituation der Branche
leicht verbessert hat. Der Median der Eigenkapitalrendite der europäischen Großbanken
lag nach Angaben der EZB im ersten Halbjahr 2010 bei rund 8 %. Im Jahr 2009 lag dieser
noch bei knapp 3 % und im Jahr 2008 bei rund 2 %. Hauptgründe für den Anstieg der
Profitabilität vieler Banken waren rückläufige Risikovorsorgen und höhere Zinsmargen.
Daneben spielten auch Effizienzverbesserungen und Kostensenkungen eine Rolle. Auf
Basis der gestiegenen Profitabilität haben viele Banken Staatshilfen oder staatliches
Partizipationskapital zurückbezahlt. Dazu wurden zum Teil umfangreiche Kapitalerhöhungen
am Markt platziert. Die Banken haben in den letzten Quartalen außerdem den Leverage,
also das Verhältnis von Bilanzsumme zu Eigenkapital, zurückgefahren und laut Analysen
der EZB die Kapitalquoten weltweit verbessert. Eine höhere Eigenkapitalunterlegung
des Bankgeschäftes wird vom Markt gefordert. Ebenso drängen die Gesetzgeber weltweit
auf eine strengere Eigenkapitalunterlegung und bessere Liquiditätssituation der Bankbranche
mittels gesetzlicher Maßnahmen. Gemäß Basel III ist eine Reihe von Verschärfungen
der regulatorischen Anforderungen an die Branche zu erwarten. Auch direkte branchenspezifische
Abgaben, wie die Bankenabgabe in Deutschland, wurden eingeführt. Die branchenspezifischen
Rahmenbedingungen verschärfen sich somit national und international.
Die hohe Intensität der Wettbewerbssituation in der Bankenbranche in Deutschland zeigt
sich in den unterschiedlichen Segmenten:
Auch wenn sich die Refinanzierungsbedingungen der Banken im Berichtsjahr gegenüber
den beiden Vorjahren verbessert haben, liefern sich die Banken national und international
einen harten Wettbewerb um Einlagen als Refinanzierungsmittel. Zusätzlich machte sich
bei uns, wie bei den meisten deutschen Kreditinstituten, eine gewisse Zurückhaltung
der Privatkunden beim Kauf von Wertpapierprodukten bemerkbar. Im Firmenkundengeschäft
profitierte die Bankindustrie von verbesserten Margen im Kreditgeschäft sowie vom
hohen Wirtschaftswachstum in Deutschland. Das Investmentbanking leistete zumeist einen
positiven Beitrag zu den Ergebnissen der Kreditinstitute im Jahr 2010. Dies gilt sowohl
für die Branche als auch für die Commerzbank. Die EZB berichtet jedoch, dass sich
die Handelsergebnisse der Banken im zweiten und dritten Quartal 2010, infolge höherer
Marktvolatilität und geringerer Handelsaktivitäten, schon wieder verschlechtert haben.
Mit Blick auf das Immobilienfinanzierungsgeschäft sind die Marktentwicklungen der
Immobilienmärkte innerhalb Europas uneinheitlich. Es gibt einerseits Länder wie Irland,
in denen sich die Krise stark auswirkte, aber auch Länder wie Frankreich, mit einer
positiven Entwicklung der Immobilienpreise. Eine Eskalation der internationalen Schuldenkrise
europäischer Peripheriestaaten konnte im Jahr 2010 durch konzertierte politische Aktionen
verhindert werden. Somit waren die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Bankbranche
nicht gravierend. Dennoch bleibt die Haushalts- und Verschuldungslage mancher europäischer
Staaten ein Risikofaktor für die gesamte Branche.
Die Commerzbank hat auch im Geschäftsjahr 2010 weitere Fortschritte bei der Konzentration
auf das Kerngeschäft sowie der Erfüllung der EU-Auflagen erzielt. Wir haben nach Zustimmung
der Aufsichtsbehörden nachfolgende Gesellschaften veräußert:
Anfang Februar wurden sowohl der Verkauf der noch bei der Commerzbank verbliebenen
Anteile an der österreichischen Privatinvest Bank AG an die Zürcher Kantonalbank als
auch der Verkauf des niederländischen Vermögensverwalters Dresdner VPV an das Management
vollzogen. Die zuvor über Reuschel & Co. Privatbankiers gehaltene Privatinvest Bank
AG mit Hauptsitz in Salzburg und Niederlassung in Wien ist im Private Banking, insbesondere
in der Finanzplanung, der Vermögensverwaltung und dem Liquiditätsmanagement tätig.
Die Privatinvest Bank AG verwaltete per Ende Juni 2009 mit rund 50 Mitarbeitern ein
Vermögen (Assets under Management) in Höhe von etwa 600 Mio Euro. Die Dresdner VPV
hatte per Jahresende 2008 in der Gruppe rund 60 Mitarbeiter und verwaltete ein Vermögen
(Assets under Management) von 1,2 Mrd Euro.
Ende März hat die Commerzbank den Verkauf der Dresdner Van Moer Courtens sowie der
Filiale Belgien ihrer auf gehobene Privatkunden fokussierten Tochtergesellschaft Commerzbank
International S.A. Luxembourg (CISAL) an das Management der Dresdner Van Moer Courtens
vollzogen. Dresdner Van Moer Courtens konzentriert sich auf die Betreuung vermögender
Privatkunden sowie den Wertpapierhandel. Zum Jahresende 2009 verwalteten beide Institute
zusammen Assets in Höhe von 630 Mio Euro und beschäftigten 45 Mitarbeiter. Die auf
das Firmenkundengeschäft spezialisierte Brüsseler Filiale der Commerzbank Aktiengesellschaft
Frankfurt wird von der Commerzbank weitergeführt.
Anfang Juni hat die Commerzbank ihre Tochtergesellschaft Commerzbank International
Trust Singapore (CITS) an die Trident-Trust-Gruppe verkauft. CITS ist auf Fondsverwaltung
und Treuhanddienstleistungen für Privat- und Firmenkunden spezialisiert. Zum Jahresende
2009 verwaltete die Gesellschaft Vermögenswerte in Höhe von 930 Mio Euro. Die übrigen
in Singapur ansässigen Aktivitäten der Commerzbank bleiben von der Transaktion unberührt.
Anfang Juli hat die Commerzbank den Verkauf ihrer Kleinwort-Benson-Aktivitäten an
die Beteiligungsgesellschaft RHJ International vollzogen. Veräußert wurden die auf
Vermögensverwaltung und Treuhandgeschäfte in Großbritannien und auf den Kanalinseln
spezialisierten Gesellschaften Kleinwort Benson Channel Islands Holdings Limited und
Kleinwort Benson Private Bank Limited. Per Ende 2009 verfügten sie im Wealth Management
über ein verwaltetes Vermögen (Assets under Management) von rund 5,6 Mrd britischen
Pfund (6,3 Mrd Euro) und beschäftigten mehr als 600 Mitarbeiter. Die Investmentbanking-Aktivitäten
der Commerzbank, die das Investmentbanking der ehemaligen Dresdner Kleinwort und die
Commerzbank-Corporates-&-Markets-Aktivitäten umfassen, bleiben von der Transaktion
unberührt.
Ebenfalls im Juli hat die Commerzbank ihre auf Bausparen spezialisierte Tochtergesellschaft
Allianz Dresdner Bauspar AG (ADB) an die Wüstenrot Bausparkasse AG veräußert. Commerzbank
und Wüstenrot haben eine langfristige, exklusive Vertriebskooperation für Bausparprodukte
vereinbart, die zum 2. September 2010 in Kraft trat. Die Produkte der Wüstenrot sind
für die Kunden der Commerzbank attraktiv und stärken die Position der Bank am Markt.
Die Allianz Dresdner Bauspar verfügte per Ende 2009 über eine Bausparsumme in Höhe
von 21 Mrd Euro. Die Zahl der Mitarbeiter lag bei rund 350.
Anfang September hat die Commerzbank den Verkauf der Dresdner Bank Monaco S.A.M. an
die libanesische Bank Audi-sal-Audi-Saradar-Gruppe vollzogen. Die Dresdner Bank Monaco
S.A.M. ist im gehobenen Privatkundengeschäft mit Schwerpunkt Monaco, Südfrankreich
und Norditalien tätig. Zum Jahresende 2009 verwaltete sie Vermögenswerte (Assets under
Control) in Höhe von 251 Mio Euro und beschäftigte 19 Mitarbeiter.
Die Commerzbank hat Ende des Jahres 2010 ihre auf die Abwicklung von Kartenzahlungen
spezialisierte Tochtergesellschaft montrada GmbH an die niederländische Equens SE
veräußert. Darüber hinaus haben Commerzbank und Equens eine 5-jährige exklusive Vertriebspartnerschaft
für kartengestützte Zahlungsverkehrsprodukte inklusive der Abwicklung von Bargeldauszahlungen
an Geldautomaten für Master- und Visakarteninhaber vereinbart.
Der Verkauf nachfolgender Gesellschaft steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen
Genehmigung:
Mitte September hat die Commerzbank bekannt gegeben, dass sie ihre brasilianische
Tochtergesellschaft Dresdner Bank Brasil S.A. Banco Múltiplo an die in Kanada ansässige
Scotiabank verkauft. Hintergrund ist die strategische Neuausrichtung der Commerzbank,
in deren Rahmen auch Randaktivitäten veräußert werden. Mit Sitz in São Paulo konzentriert
sich Banco Múltiplo auf Aktivitäten im Investmentbanking-Geschäft. Per Ende 2009 verfügte
die Bank über eine Bilanzsumme von 284 Mio Euro und zählte etwa 50 Mitarbeiter. Die
Commerzbank-Repräsentanz in São Paulo, die durch die Vermittlung von Handelsfinanzierungen
und Zahlungsverkehrsprodukten insbesondere die Firmenkunden der Bank unterstützt,
bleibt von der Transaktion unberührt. Das brasilianische Investmentbanking der Commerzbank
mit Aktivitäten in den Bereichen Aktienderivate, Rohstoff-, Devisen- und Anleihenhandel
für Privatbanken und institutionelle Kunden wird ebenfalls weitergeführt.
Am 1. März 2010 hat die polnische BRE Bank eine Kapitalerhöhung mit einem Mittelzufluss
von 2 Mrd Zloty (rund 500 Mio Euro) angekündigt, der in der am 30. März 2010 in Warschau
stattgefundenen Hauptversammlung der BRE Bank zugestimmt wurde. Die Commerzbank hat
ihre Bezugsrechte bei der geplanten Kapitalerhöhung der polnischen BRE Bank, an der
sie rund 69,8 % der Aktien hält, in vollem Umfang ausgeübt.
Anfang März 2010 hat die Commerzbank an der ukrainischen Bank Forum weitere 26,3 %
erworben und somit ihren Anteil auf 89,3 % erhöht. Die Anteile stammen aus dem indirekten
Besitz eines bisherigen Minderheitsaktionärs, der mit dem Verkauf seiner Anteile aus
dem Aktionärskreis ausscheidet. Über den Kaufpreis sowie weitere Details wurde Stillschweigen
vereinbart. Am 4. März haben die Aktionäre der Bank Forum auf einer außerordentlichen
Aktionärsversammlung eine Kapitalerhöhung um 2,42 Mrd Hrywnja (rund 240 Mio Euro)
beschlossen. Daraus resultierend hat sich der Anteil der Commerzbank an der Bank Forum
auf 94,5 % erhöht. In der am 14. Oktober 2010 stattgefundenen Hauptversammlung der
ukrainischen Bank Forum haben die Aktionäre eine weitere Kapitalerhöhung um 1,5 Mrd
Hrywnja (rund 134 Mio Euro) beschlossen. Die Commerzbank hat sich daran gemäß ihrer
Quote beteiligt.
Nachdem die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise in den Vorjahren tiefe Spuren in der
Ergebnisentwicklung des Commerzbank-Konzerns hinterlassen hat, ist es uns im Berichtsjahr
gelungen, mit einem deutlich positiven Geschäftsergebnis in die Gewinnzone zurückzukehren.
Die Erträge vor Risikovorsorge stiegen im Jahresvergleich infolge guten Kundengeschäfts
und günstiger Marktbedingungen um rund 16 %. Darüber hinaus konnten wir sowohl Bilanzsumme
als auch Risikopositionen planmäßig weiter abbauen. Zum Jahresultimo 2010 verfügten
wir mit einer Kernkapitalquote von 11,9 % über eine solide Kapitalbasis.
Im Geschäftsjahr 2010 erzielten wir ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1 353 Mio
Euro nach - 4 659 Mio Euro im Vorjahr. Haupttreiber dieser deutlichen Ergebnisverbesserung
um insgesamt 6,0 Mrd Euro waren einerseits das für die interne Steuerung wichtige
Operative Ergebnis mit einem Anstieg um rund 3,7 Mrd Euro - besonders im Handelsergebnis
und einem deutlich niedrigeren Risikovorsorgebedarf - sowie andererseits der Wegfall
von im Vorjahr auszuweisenden Sonderbelastungen in Höhe von rund 2,4 Mrd Euro, großteils
im Zusammenhang mit der Integration der Dresdner Bank. Im Berichtsjahr erwirtschaftete
die Kernbank ein Operatives Ergebnis von 1 981 Mio Euro.
Die einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung haben sich wie folgt entwickelt:
Der Zinsüberschuss lag mit 7 054 Mio Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 7 174
Mio Euro. Das niedrige Zinsumfeld machte sich besonders in den Segmenten Privatkunden
und Mittelstandsbank bemerkbar. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Beitrag des Einlagengeschäfts
am Zinsüberschuss, was nur teilweise durch höhere Kreditmargen kompensiert werden
konnte.
Bedingt durch die günstigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ging die Nettozuführung
zur Risikovorsorge im Kreditgeschäft gegenüber dem Vorjahreswert um 40,7 % auf 2 499
Mio Euro zurück. Dies beruhte sowohl auf niedrigeren Bruttozuführungen als auch auf
höheren Auflösungen. In allen Segmenten der Kernbank - bis auf das Segment Privatkunden
-war die Risikovorsorge deutlich rückläufig, im Segment Central & Eastern Europe -
aufgrund der anhaltend schwierigen Situation in der Ukraine - aber weiterhin auf hohem
Niveau. Entgegen diesen positiven Trends waren für das Segment Asset Based Finance
rund 1,6 Mrd Euro an Risikovorsorge im Kreditgeschäft einzustellen; dieser Betrag
entsprach gut 63 % der gesamten Risikovorsorgeaufwendungen des Konzerns. Ursächlich
für die hohen Vorsorgenotwendigkeiten waren insbesondere Wertberichtigungserfordernisse
in der gewerblichen Immobilienfinanzierung in den nach wie vor schwierigen Märkten
USA und Spanien.
Der Provisionsüberschuss lag mit 3 647 Mio Euro 3,3 % unter dem Wert des Vorjahres.
Bereinigt um die Effekte aus dem Verkauf nicht strategischer Beteiligungen erreichte
der Provisionsüberschuss das Vorjahresniveau. Während der Provisionsüberschuss im
Segment Privatkunden nach wie vor unter der Kaufzurückhaltung der Kunden sowie integrationsbedingten
Belastungen litt, konnten im Segment Mittelstandsbank aufgrund des spürbar zunehmenden
Außenhandels steigende Erträge erzielt werden. Im Segment Corporates & Markets ging
der Provisionsüberschuss im Wesentlichen bedingt durch einzelne große Transaktionen
im Vorjahr zurück.
| Ergebnisrechnung | Mio € | 2010 | 2009 | Veränderung |
| Zinsüberschuss | 7 054 | 7 174 | - 120 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | - 2 499 | - 4 214 | 1 715 |
| Provisionsüberschuss | 3 647 | 3 773 | - 126 |
| Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 1 958 | - 409 | 2 367 |
| Finanzanlagen-, at-Equity- und Sonstiges Ergebnis | 12 | 410 | - 398 |
| Verwaltungsaufwendungen | 8 786 | 9 004 | - 218 |
| Operatives Ergebnis | 1 386 | - 2 270 | 3 656 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen | - | 768 | - 768 |
| Restrukturierungsaufwendungen | 33 | 1 621 | - 1 588 |
| Ergebnis vor Steuern | 1 353 | - 4 659 | 6 012 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 136 | - 26 | - 110 |
| Konzernergebnis | 1 489 | - 4 633 | 6 122 |
| den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis | 1 430 | - 4 537 | 5 967 |
Tabelle 1
Das Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen verbesserte sich im
Berichtszeitraum deutlich um 2 367 Mio Euro auf 1 958 Mio Euro. Dieses Ergebnis wurde
im Vergleich zum Vorjahr durch insgesamt günstigere Bedingungen an den Finanzmärkten
unterstützt. Einen wesentlichen Beitrag lieferten die Segmente Corporates & Markets
und Portfolio Restructuring Unit: Im Segment Corporates & Markets konnte der Konzernbereich
Equity Markets & Commodities eine stabile Entwicklung über alle Produktlinien verbuchen.
Im Segment Portfolio Restructuring Unit wirkten sich Wertaufholungen auf strukturierte
Wertpapiere sowie realisierte Gewinne aus dem aktiven Abbau des Portfolios aus.
Das Ergebnis aus Finanzanlagen lag im Berichtsjahr bei 108 Mio Euro, nach 417 Mio
Euro im Vorjahr. Erträgen aus dem Verkauf von Generali-Anteilen, nicht strategischer
Beteiligungen wie den Kleinwort-Benson-Aktivitäten und montrada sowie aus der Bewertung
strukturierter Kredite standen Veräußerungsverluste aus der gezielten Rückführung
von Risikoportfolios - insbesondere aus dem Abbau des Staatsfinanzierungsportfolios
im Segment Asset Based Finance - gegenüber. Daneben waren auch Wertminderungen auf
ABS-Bestände im Segment Portfolio Restructuring Unit zu verzeichnen. Das Laufende
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen betrug im Berichtsjahr 35 Mio Euro.
Das Sonstige Ergebnis betrug im Berichtsjahr - 131 Mio Euro, gegenüber - 22 Mio Euro
im Vorjahr. Während die Sonstigen Aufwendungen durch die Zuführungen für Rückstellungen
sowie durch die Bewertung von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien bestimmt
waren, konnten bei den Sonstigen Erträgen Auflösungen verschiedener Rückstellungskategorien
verbucht werden.
Die Verwaltungsaufwendungen gingen gegenüber dem Vorjahr um 2,4 % auf 8 786 Mio Euro
zurück. Dabei sank der Personalaufwand um 6,0 % auf 4 418 Mio Euro, vorwiegend bedingt
durch den Rückgang der jahresdurchschnittlichen Mitarbeiterzahl um 8,8 % auf 57 676.
Der Sachaufwand einschließlich laufender Abschreibungen lag mit 4 368 Mio Euro auf
dem Niveau des Vorjahres. Gestiegenen IT-Aufwendungen und Abschreibungen auf eigen
genutzte Immobilien standen rückläufige Beratungskosten gegenüber. Bereinigt insbesondere
um die Aufwendungen aus der Integration reduzierte sich der Verwaltungsaufwand gegenüber
dem Vorjahr um rund 4 %. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft verbesserte sich
um 12,9 %-Punkte auf 69,3 %.
Als Resultat der beschriebenen Entwicklungen erzielte der Commerzbank-Konzern im Berichtsjahr
2010 ein Operatives Ergebnis von 1 386 Mio Euro, eine Verbesserung von 3 656 Mio Euro
im Vergleich zum Vorjahr. Während im Jahr 2009 signifikante Restrukturierungsaufwendungen
sowie Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen von insgesamt
gut 2,4 Mrd Euro anfielen, waren im Berichtszeitraum 2010 nur geringe Restrukturierungsaufwendungen
im Segment Asset Based Finance in Höhe von 33 Mio Euro zu verzeichnen. Das Ergebnis
vor Steuern betrug danach 1 353 Mio Euro nach einem Verlust von 4 659 Mio Euro im
Vorjahr.
Für den Berichtszeitraum war ein Steuerertrag in Höhe von 136 Mio Euro nach 26 Mio
Euro im Vorjahr auszuweisen. Der Steuerertrag des Berichtsjahres resultierte im Wesentlichen
aus der Nachaktivierung latenter Ertragsteueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge
im Ausland.
Nach Steuern belief sich das Konzernergebnis auf 1 489 Mio Euro. Davon entfallen 59
Mio Euro auf die Minderheitenanteile, den Commerzbank-Aktionären sind 1 430 Mio Euro
zuzurechnen.
Die sogenannte Gesamtergebnisrechnung, die neben dem Konzernergebnis auch das Sonstige
Periodenergebnis berücksichtigt, belief sich für das Jahr 2010 auf 2 013 Mio Euro.
Das Sonstige Periodenergebnis von 524 Mio Euro setzt sich aus den addierten Veränderungen
der Neubewertungsrücklage (42 Mio Euro), der Rücklage aus Cash Flow Hedges (230 Mio
Euro), der Rücklage aus der Währungsumrechnung (250 Mio Euro) und der aus at-Equity-bewerteten
Unternehmen (2 Mio Euro) zusammen. Das Operative Ergebnis je Aktie beträgt 1,18 Euro,
das Ergebnis je Aktie 1,21 Euro.
Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns nahm im Vergleich zum Jahresultimo 2009 um
10,6 % auf 754,3 Mrd Euro ab. Darin spiegelt sich auch der planmäßige Abbau von Volumina
und Risiken wider. Auf der Aktivseite fielen die Forderungen an Kunden um 6,9 % auf
327,8 Mrd Euro. Ein noch deutlicherer Rückgang war bei den Handelsaktiva zu verzeichnen;
sie fielen um 23,3 % auf 167,8 Mrd Euro. Auch die Finanzanlagen waren mit 11,6 % auf
115,7 Mrd Euro signifikant rückläufig. Auf der Passivseite nahmen insbesondere die
Verbrieften Verbindlichkeiten um 18,8 % auf 131,4 Mrd. Euro ab. Auch die Handelspassiva
gingen um 24,8 % auf 152,4 Mrd. Euro deutlich zurück.
Die Barreserve sank gegenüber dem Vorjahresultimo um 2,3 Mrd Euro auf 8,1 Mrd Euro
-insbesondere bei den Guthaben gegenüber Zentralbanken. Die Forderungen an Kreditinstitute
haben sich im Vergleich zum Vorjahresende um 3,9 Mrd Euro auf 110,6 Mrd Euro erhöht.
Während sich die besicherten Geldmarktgeschäfte in Form von Reverse Repos und Cash
Collaterals sowie die Übrigen Forderungen um 9,8 Mrd Euro beziehungsweise 6,4 Mrd
Euro erhöht haben, gingen die Forderungen aus dem Geldhandel um 9,5 Mrd Euro und die
Schuldscheindarlehen um 2,9 Mrd Euro zurück. Der Rückgang der Forderungen an Kunden
um 24,4 Mrd Euro auf 327,8 Mrd Euro beruhte auf einem deutlich geringeren Kreditvolumen.
Das Kreditvolumen an Kunden und Kreditinstitute insgesamt lag zum Berichtsstichtag
bei 330,3 Mrd Euro und wies damit gegenüber dem Jahresultimo einen Rückgang um 38,1
Mrd Euro auf. Die Kredite an Kreditinstitute beliefen sich auf 23,4 Mrd Euro und lagen
damit 6,4 % unter dem Vorjahresbestand. Das Kundenkreditgeschäft war mit einem Volumen
zum Jahresultimo von 306,9 Mrd Euro um 10,6 % rückläufig. Dies resultierte überwiegend
aus der Rückführung des Portfolios im Rahmen der Fokussierung auf das strategische
Kerngeschäft der Bank; daneben spielte auch eine geringere Kreditnachfrage im Inland
eine Rolle. Die Handelsaktiva beliefen sich zum Berichtsstichtag auf 167,8 Mrd Euro,
ein Rückgang gegenüber dem Stand zum Jahresende 2009 um 50,9 Mrd Euro oder 23,3 %.
Hierzu hat im Wesentlichen der Rückgang der Positiven Marktwerte aus derivativen Zinsinstrumenten
um 49,5 Mrd Euro durch eine Ausweitung des Nettings beigetragen. Die Finanzanlagen
lagen mit 115,7 Mrd Euro um 11,6 % unter dem Niveau des Vorjahresultimos. Die Schuldverschreibungen
und anderen zinsbezogenen Wertpapiere nahmen dabei um 14,5 Mrd Euro auf 113,5 Mrd
Euro ab, die Bestände an Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapiere gingen
um 0,2 Mrd Euro auf 1,3 Mrd Euro zurück.
| Aktiva | Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Forderungen an Kreditinstitute | 110 616 | 106 689 | 3,7 |
| Forderungen an Kunden | 327 755 | 352 194 | - 6,9 |
| Handelsaktiva | 167 825 | 218 708 | - 23,3 |
| Finanzanlagen | 115 708 | 130 914 | - 11,6 |
| Übrige Aktiva | 32 395 | 35 598 | - 9,0 |
| Gesamt | 754 299 | 844 103 | - 10,6 |
| Passiva | Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 137 626 | 140 634 | - 2,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 262 827 | 264 618 | - 0,7 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 131 356 | 161 779 | - 18,8 |
| Handelspassiva | 152 393 | 202 595 | - 24,8 |
| Übrige Passiva | 41 439 | 47 901 | - 13,5 |
| Eigenkapital | 28 658 | 26 576 | 7,8 |
| Gesamt | 754 299 | 844 103 | - 10,6 |
Tabelle 2
Auf der Passivseite reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
leicht um 3,0 Mrd Euro auf 137,6 Mrd Euro; hier war ein starker Rückgang bei den Verbindlichkeiten
aus dem Geldhandel zu verzeichnen, der durch gestiegene besicherte Geldmarktgeschäfte
wie Repos und Cash Collaterals zum Teil kompensiert wurde. Die Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden blieben mit 262,8 Mrd Euro gegenüber dem Vorjahr stabil. Die Verbrieften Verbindlichkeiten
lagen mit einem Volumen von 131,4 Mrd Euro um 30,4 Mrd Euro unter dem Vorjahresniveau.
Die Schuldverschreibungen fielen dabei um 22,8 Mrd Euro auf 116,3 Mrd Euro. Das lag
im Wesentlichen am starken Rückgang öffentlicher Pfandbriefe (- 15,4 Mrd Euro auf
48,5 Mrd Euro) und dem Rückgang von Hypothekenpfandbriefen (- 4,8 Mrd Euro auf 28,7
Mrd Euro). Hier wirkte sich ein niedrigerer Refinanzierungsbedarf aufgrund des Abbaus
von Beständen bei der Eurohypo AG aus. Die Geldmarktpapiere fielen um 7,6 Mrd Euro
auf 15,0 Mrd Euro. Bei den Handelspassiva ergab sich insgesamt ein Rückgang um 50,2
Mrd Euro auf 152,4 Mrd Euro. Dies resultierte - analog der Entwicklung bei den Handelsaktiva
- hauptsächlich aus dem Rückgang der Negativen Marktwerte aus derivativen Zinsinstrumenten.
Die Commerzbank hat im Rahmen ihres Strategieprogramms "Roadmap 2012" die Bilanzsumme
nach der Erstkonsolidierung der Dresdner Bank deutlich um insgesamt rund 292 Mrd Euro
auf 754,3 Mrd Euro verringert. Damit konnten die Auflagen der EU-Kommission, bis zum
Jahr 2012 die Konzernbilanzsumme auf rund 900 Mrd Euro zu reduzieren, bereits deutlich
früher erfüllt werden. Der Volumenabbau stand klar im Fokus einer Risikoreduzierung;
er betraf besonders das Segment Corporates & Markets aufgrund geringerer Handelsaktivitäten,
den im Segment Asset Based Finance ausgewiesenen Konzernbereich Public Finance und
den Portfolioabbau im Segment Portfolio Restructuring Unit.
Das in der Bilanz zum 31. Dezember 2010 ausgewiesene Eigenkapital ist gegenüber dem
Jahresende 2009 um 7,8 % beziehungsweise 2,1 Mrd Euro auf 28,7 Mrd Euro gestiegen.
Haupttreiber war mit 1,4 Mrd Euro das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis.
Des Weiteren stieg das Eigenkapital um 0,4 Mrd Euro aus der Verbesserung sowohl der
negativen Rücklage aus der Währungsumrechnung als auch der Verbesserung des negativen
Ergebnisses aus Cash Flow Hedges.
Das gezeichnete Kapital, die Kapitalrücklage und die Gewinnrücklage beliefen sich
insgesamt auf 13,7 Mrd Euro, nach 12,3 Mrd Euro im Vorjahr. Die Stillen Einlagen betrugen
zum 31. Dezember 2010 nach wie vor 17,2 Mrd Euro.
Zum Jahresende belasteten die Neubewertungsrücklage sowie die Rücklagen aus Cash Flow
Hedges und der Währungsumrechnung das Eigenkapital mit 3,0 Mrd Euro deutlich geringer
als zum Jahresende 2009 mit 3,5 Mrd Euro. Der negative Wert der Neubewertungsrücklage
blieb gegenüber dem Jahresende 2009 mit - 1,7 Mrd Euro weitgehend unverändert, während
sich das Ergebnis aus Cash Flow Hedges um 0,2 Mrd Euro auf - 1,0 Mrd Euro und das
Ergebnis aus der Währungsumrechnung um 0,2 Mrd Euro auf - 0,3 Mrd Euro verbesserten.
Für das Berichtsjahr 2010 wird die Commerzbank keine Bedienung der Stillen Einlagen
vornehmen und keine Dividende ausschütten, da kein HGB-Bilanzgewinn im Einzelabschluss
der AG vorlag. Wesentlicher Grund des negativen HGB-Ergebnisses war eine Abschreibung
auf die Eurohypo. Um die Eurohypo auf den gemäß der EU-Auflagen bis Ende des Jahres
2014 zu erfolgenden Verkauf weiter vorzubereiten, müssen Bestände und Risiken reduziert
werden. Durch die weitere Reduzierung des Neugeschäfts und die anhaltend hohe Risikovorsorge
ist der Barwert der künftigen Erträge der Eurohypo gesunken, was zu der entsprechenden
Abschreibung führte. Der beim Kauf der Eurohypo entstandene Goodwill wurde im Konzernabschluss
nach IFRS bereits im Vorjahr vollständig abgeschrieben.
Die Risikoaktiva erreichten zum Jahresende 267,5 Mrd Euro. Dies ist im Vergleich zum
Jahresende 2009 ein Rückgang um 12,6 Mrd Euro. Insofern sind wir - im Einklang mit
der dargestellten Entwicklung der Bilanzsumme - im Verlauf des Jahres 2010 auch bei
unserem Ziel, der Reduzierung von Risikoaktiva, deutlich vorangekommen. Dies beruhte
in erster Linie auf einem Volumenabbau bei der Eurohypo sowie bei Auslandsportfolios.
Unser aufsichtsrechtlich anrechenbares Kernkapital nahm im Jahresverlauf um 2,2 Mrd
Euro auf 31,7 Mrd Euro zu; einhergehend mit den reduzierten Risikoaktiva stieg die
Kernkapitalquote von 10,5 % auf 11,9 %. Die im Zusammenhang mit Basel III wichtige
Core-Tier-I-Quote belief sich auf 10,0 %, nach 9,2 % im Vorjahr. Nach der Regulierungsanforderung
"Capital Requirements Directive" (CRD II) werden die Stille Einlage der Allianz und
die bislang als hybrides Eigenkapital angerechnete Beteiligung der HT1 Funding GmbH
nicht mehr in der Berechnung der Quote anerkannt. Sowohl die Kernkapitalquote als
auch die Core-Tier-I-Quote liegen klar über unserem mittelfristigen Zielkorridor,
der für die Core-Tier-I-Quote bei 7- 8 % liegt. Die Eigenmittelquote betrug zum Berichtsstichtag
15,3 %. Dass die Commerzbank auch unter schwierigen Bedingungen kapitalmäßig solide
aufgestellt ist, zeigte sich auch in dem vom Comittee of European Banking Supervisors
(CEBS), der heutigen "European Banking Authority" (EBA), angeordneten Belastungstest
für 91 europäische Banken, der im Juli 2010 veröffentlicht wurde und den die Commerzbank
wie erwartet in allen Szenarien bestanden hat.
Das Liquiditätsmanagement des Konzerns liegt in der Verantwortung des Bereichs Group
Treasury, der an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten
ist und über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften verfügt.
Das Liquiditätsmanagement gliedert sich in operative und strategische Komponenten.
Im Rahmen des operativen Liquiditätsmanagements erfolgen die Steuerung der täglichen
Zahlungen, die Planung der erwarteten Zahlungsströme und die Steuerung des Zugangs
zu Zentralbanken. Darüber hinaus befasst es sich mit dem Zugang zu unbesicherten und
besicherten Refinanzierungsquellen im Geld- und Kapitalmarkt sowie dem Management
des Liquiditätsportfolios. Das strategische Liquiditätsmanagement beinhaltet die Aufstellung
und Auswertung von Fälligkeitsprofilen liquiditätsrelevanter Aktiva und Passiva inklusive
der Modellierung von dauerhaft verfügbaren Anteilen der Kundeneinlagen, den sogenannten
Bodensätzen. Es beinhaltet auch die abgeleiteten Emissionsstrategien des Konzerns
sowie die Ermittlung und Allokation der Liquiditätskosten, die in die Steuerung der
Geschäftsaktivitäten der Bank einfließen.
Zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse unterhält die Group
Treasury ein zentrales Liquiditätsportfolio hoch liquider und zentralbankfähiger Wertpapiere,
die mit einer mittel- bis langfristigen Refinanzierung unterlegt sind. Darüber hinaus
hält die Commerzbank eine Liquiditätsreserve aus frei verfügbaren Barmitteln und liquiden
Wertpapierpositionen. Der Konzern stützt sich bei der kurz- und mittelfristigen Refinanzierung
auf eine angemessene Diversifikation hinsichtlich Anlegergruppen, Regionen, Produkten
und Währungen.
Auf Basis der Geschäftsstrategie und unter Berücksichtigung der Risikotoleranz werden
Richtlinien und Limite für das Refinanzierungsprofil und die Refinanzierungsmittel
abgeleitet. Übergeordnete Entscheidungen in Bezug auf das Liquiditätsmanagement werden
vom zentralen Asset-Liability-Committee (ALCO) getroffen, das in regelmäßigen Abständen
zusammentritt. Die Überwachung der gesetzten Limite sowie des Liquiditätsrisikos erfolgt
durch die unabhängige Risikofunktion anhand eines internen Modells. Über die Liquiditätsrisikosituation
wird dem ALCO und dem Vorstand regelmäßig berichtet.
Zur Überwachung und Steuerung des Liquiditätsrisikos verwendet die Commerzbank ein
vierstufiges Limitkonzept. Neben dem Konzernlimit bestehen weitere Limite für Tochtergesellschaften,
Konzernbereiche und deren Untereinheiten. Liquiditätsrisiken aus Fremdwährungen werden
zusätzlich limitiert. Durch das bestehende Limitkonzept wird gewährleistet, dass ein
sich abzeichnender Liquiditätsengpass möglichst frühzeitig erkannt wird und entsprechende
Maßnahmen zu dessen Beseitigung rechtzeitig ergriffen werden können.
Einen wichtigen Baustein des internen Liquiditätsrisikomodells stellt das Stresstesting
dar. Es simuliert die Auswirkungen unplanmäßiger Entwicklungen auf die Liquiditätssituation
aufgrund von institutsspezifischen und marktbedingten Ursachen sowie einer Kombination
von beiden. Diesem kombinierten Stressszenario kommt besondere Bedeutung zu, da die
Liquiditätssteuerung der Bank hierauf aufsetzt. Darüber hinaus fließen die Ergebnisse
des Stresstestings in die Definition des Limitkonzepts und die Erarbeitung eines nachhaltigen
Notfallplans ein. Die Stressszenarien werden täglich neu berechnet. Die den Stressszenarien
zugrunde liegenden Annahmen werden regelmäßig überprüft und an Veränderungen des Marktumfelds
angepasst. Auch nach den strengen Standards des zur Liquiditätssteuerung herangezogenen
internen Liquiditätsrisikomodells auf Basis eines kombinierten marktweiten und institutsspezifischen
Stressszenarios lag die verfügbare Liquidität jederzeit oberhalb der gesetzten Limite.
Im Berichtsjahr hat die Commerzbank auch eine Anforderung durch das "Committee of
European Banking Supervisors" (CEBS), der heutigen "European Banking Authority" (EBA),
umgesetzt und eine Survival Period in ihre Liquiditätsrisikopolitik integriert.
Wesentliche Bestandteile der Liquiditätssteuerung sind das interne Modell "Available
Net Liquidity" (ANL) mit einem Betrachtungshorizont bis zu einem Jahr und das "Stable-Funding-Konzept"
mit einem Betrachtungshorizont größer als ein Jahr. Als Grundlage der täglichen Liquiditätssteuerung
wird das ANL-Konzept verwendet. Dieses ermittelt die verfügbare Nettoliquidität für
die nächsten zwölf Monate auf Basis von vertraglichen und ökonomischen Zahlungsströmen
bilanzieller und außerbilanzieller Transaktionen sowie den liquidierbaren Vermögenswerten,
indem es die erwarteten Mittelzuflüsse den erwarteten Mittelabflüssen gegenüberstellt.
Die Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Commerzbank waren im Berichtszeitraum jederzeit
gegeben. Die entsprechenden regulatorischen Liquiditätsvorgaben wurden ebenfalls stets
eingehalten. Zum Berichtsstichtag 31. Dezember 2010 lag die Liquiditätskennziffer
des Standardansatzes der Liquiditätsverordnung der Commerzbank Aktiengesellschaft
mit 1,08 über der regulatorischen Mindestanforderung von 1,00.
Das Refinanzierungsprofil wird auf Basis regelmäßiger Strukturanalysen aktiv gesteuert.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 hat sich die komfortable Liquiditätssituation der
Commerzbank weiter verbessert. Dazu beigetragen haben
| ― |
eine Übererfüllung des Fundingplans für unbesicherte Kapitalmarktrefinanzierung, |
| ― |
der weitere Abbau der Bilanz gemäß des im Jahr 2009 verabschiedeten Strategieprogramms "Roadmap 2012", |
| ― |
ein stabiles Einlagengeschäft und die Fokussierung der Commerzbank auf ihre Kernsegmente Mittelstandsbank und Privatkunden, |
| ― |
der weitere Abbau von nicht strategischen Wertpapierpositionen im Segment Portfolio Restructuring Unit und |
| ― |
die Rückführung von nicht zu Kerngeschäftsaktivitäten gehörenden Wertpapierpositionen im Konzernbereich Public Finance. |
Eine wichtige Beobachtungsgröße stellt die Differenz zwischen dem Dreimonats-Euribor
und dem Dreimonats-Eonia-Swapsatz dar, die eine Messgröße für das Kredit- und Liquiditätsrisiko
am unbesicherten Geldmarkt repräsentiert. Diese lag im Jahresdurchschnitt bei 31 Basispunkten,
zum Jahresultimo 2010 lag sie bei 42 Basispunkten.
Die Ausweitung im Dezember wurde durch das Aussetzen der Exitstrategie der EZB getrieben.
Sie hatte, wie angekündigt, zunächst bis März 2011 an dem bestehenden Prozess festzuhalten
und den Markt für Laufzeiten bis drei Monate mit unlimitierter Liquidität und bei
Laufzeiten bis einen Monat weiterhin zu einem festen Zinssatz zu versorgen. Dieses
Vorgehen wirkt unterstützend insbesondere für solche Marktteilnehmer, denen infolge
der fortwährenden Finanzmarkt- und Staatsverschuldungskrise der Zugang zu regulären
Refinanzierungsmärkten nicht im erforderlichen Maße möglich ist.
Der unbesicherte Interbankmarkt hat sich im Jahr 2010 nach Laufzeiten unterschiedlich
entwickelt. Laufzeiten zwischen Overnight und drei Monaten sind weiterhin liquide,
während Laufzeiten über sechs Monate volumensmäßig eingeschränkt sind, wobei eine
Differenzierung der Marktteilnehmer hinsichtlich ihres Marktzugangs zu beobachten
ist. Die Commerzbank konnte im gesamten Jahr jederzeit die für einen ausgewogenen
Refinanzierungsmix notwendigen Mittel am Geldmarkt aufnehmen.
Auch der besicherte Repomarkt hat sich bei der Spreadausweitung abhängig vom jeweiligen
europäischen Collateral unterschiedlich entwickelt. So handelte gegen Ende des Jahres
drei Monate "General Collateral" Deutschland bei Eonia - 10 Basispunkten während Italien
bei Eonia +10 Basispunkten und Spanien bei Eonia +30 Basispunkten quotierten. Die
Spreadausweitungen am Kapitalmarkt haben sich somit auch am kurzfristigen besicherten
Refinanzierungsmarkt etabliert.
Darüber hinaus versuchen Markteilnehmer, korrelierte Risiken zu vermeiden, das heißt,
wenn der Kontrahent und die Sicherheit dem gleichen Länderrisiko unterliegen. Auch
forcieren sie die Nutzung sogenannter "Central Counterparts". Dabei handelt es sich
um zentrale Kontrahenten beziehungsweise um Clearingstellen, über die alle Transaktionen
abgewickelt werden und somit eine höhere Transparenz und eine Verringerung des Kreditrisikos
im Markt gewährleistet werden kann.
Die Commerzbank hatte auch im gesamten Geschäftjahr 2010 uneingeschränkten Zugang
zum besicherten und unbesicherten Geld- und Kapitalmarkt. Die Liquiditätsausstattung
stellt sich auch weiterhin komfortabel dar. Aufgrund unserer konservativen und vorausschauenden
Refinanzierungsstrategie war die Bank im vergangenen Geschäftsjahr nicht auf die Inanspruchnahme
von Liquiditätsfazilitäten der Zentralbanken angewiesen. Daher konnte sich die Commerzbank
auch im kurzfristigen Bereich für marktübliche Laufzeiten weiterhin ohne Einschränkung
am Geldmarkt refinanzieren. Dies spiegelt das gute Standing der Bank im Markt wider.
Das zurückliegende Geschäftsjahr 2010 wurde trotz Stabilisierungsmaßnahmen vonseiten
der Eurostaaten und des Ankaufsprogramms der EZB für Euro-Staatsanleihen durch die
Krise der Euro-Peripheriestaaten geprägt. Einen neuen Höhepunkt innerhalb der Krise
stellt die erstmalige Inanspruchnahme der European Financial Stability Facility (EFSF)
durch einen EU-Mitgliedsstaat dar.

Abbildung 1
Im abgelaufenen Geschäftsjahr begann die EZB mit der Umsetzung ihrer Ausstiegsstrategie,
auslaufende langfristige Offenmarkttransaktionen über sechs Monate beziehungsweise
ein Jahr nicht zu prolongieren. Als Ersatz der Langfristtender wurden den Banken reguläre
Dreimonatstender mit weiterhin unlimitierter Zuteilung angeboten, die nicht im gleichen
Volumen wie die auslaufenden Langfristtender in Anspruch genommen wurden. Die daraus
resultierende Reduzierung der durch die Geschäftsbanken bei der EZB unterhaltenen
Überschusssalden führte zu einer erhöhten Volatilität im Geldmarkt und einem moderaten
Anstieg der Zinssätze im Geldmarkt. Mit der im Jahr 2010 eingeleiteten Exitstrategie
haben sich die Zinssätze im Geldmarkt im Jahresultimovergleich verteuert, so ist der
Dreimonats -Euribor von 0,70 % auf 1,01 % gestiegen, der Zwölfmonats-Euribor von 1,25
% auf 1,52 %.
Während der Geld- und Kapitalmarkt für die Mehrheit der Banken liquide ist, sind Banken
mit schwacher Bonität sowie Banken aus den Euro-Peripheriestaaten in ihrer Refinanzierung
weiterhin auf die Inanspruchnahme der EZB-Fazilitäten angewiesen. Bei den Euro-Peripheriestaaten
hat sich auf nationaler Ebene ein relativ liquider Geldmarkt entwickelt. Bei einer
länderübergreifenden Refinanzierung im besicherten Geldmarkt ist allerdings festzustellen,
dass die Marktteilnehmer korrelierte Risiken meiden, das heißt Repogeschäft, bei dem
die Sicherheiten das gleiche Länderrisiko tragen wie die kreditnehmende Bank. Darüber
hinaus liegen die Spreads zwischen Repogeschäften mit hochwertigen Anleihen (zum Beispiel
Bundesanleihen) und Repogeschäften mit schlechteren Sicherheiten (zum Beispiel Staatsanleihen
der Euro-Peripheriestaaten) deutlich auseinander.
Mitte des Jahres konnte die Commerzbank das Volumen des ursprünglichen Fundingplans
aufgrund eines verringerten Refinanzierungsbedarfes nach unten auf 12 bis 15 Mrd Euro
anpassen. Dieser neue Fundingplan wurde im Laufe des Jahres vollends erfüllt. Des
Weiteren profitiert die Bank von einer stabilen Einlagenbasis des Privat- und Firmenkundengeschäftes.
Der Fundingspread für langfristige Refinanzierungsmittel am Kapitalmarkt zeigte sich
im Laufe des Geschäftsjahres stabil.

Abbildung 2
Auf dem Kapitalmarkt für besicherte und unbesicherte Refinanzierungen konnte die Commerzbank
im Berichtsjahr langfristige Mittel in Höhe von 16,1 Mrd Euro aufnehmen.
Hiervon entfallen 8,3 Mrd Euro auf unbesicherte Emissionen und rund 7,8 Mrd Euro auf
Pfandbriefe und Lettres de Gage. Insgesamt wurden im besicherten und unbesicherten
Bereich sechs öffentliche Transaktionen mit einem Volumen in Höhe von 5,75 Mrd Euro
begeben.
Im unbesicherten Bereich hat die Commerzbank Aktiengesellschaft im März eine siebenjährige
Senior-Unsecured-Benchmark-Anleihe über 1 Mrd Euro mit einem Kupon von 3,875 % bei
einem Spread von 105 Basispunkten emittiert. Im September folgte eine zehnjährige
Senior-Unsecured-Benchmark-Anleihe der Commerzbank mit einem Volumen in Höhe von 1
Mrd Euro bei einem Spread von 150 Basispunkten. Auf der Währungsseite konnten unter
anderem Emissionen in Japanischen Yen, Australischen Dollar und Norwegischen Kronen
platziert werden.
Im besicherten Bereich wurden von der Eurohypo AG zwei Jumbopfandbriefe emittiert:
Ein dreijähriger öffentlicher Pfandbrief mit einem Volumen von 1,5 Mrd Euro und ein
fünfjähriger Hypothekenpfandbrief mit einem Volumen in Höhe von 1 Mrd Euro. Außerdem
stockte die Eurohypo AG im Laufe des Jahres vier Jumbopfandbriefe um insgesamt 975
Mio Euro auf. Des Weiteren wurde im Rahmen einer Privatplatzierung eine Hypothekenpfand-briefemission
mit einem Volumen von 500 Mio Euro mit speziellem Fokus auf den deutschen Markt syndiziert.
Zudem hat die Eurohypo S. A. Luxembourg mit einem Volumen in Höhe von 750 Mio Euro
die erste Lettres-de-Gage-Emission des Jahres erfolgreich durchgeführt.
Mit einem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis von rund 1,4 Mrd
Euro für das Geschäftsjahr 2010 haben wir die Rückkehr in die Gewinnzone ein Jahr
früher erreicht als ursprünglich von uns geplant. Damit wird deutlich, dass wir sowohl
mit unserem Strategieprogramm "Roadmap 2012" als auch mit dem dafür zugrunde liegenden
Geschäftsmodell die richtigen Weichen gestellt haben. Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr
weiter Risiken reduziert, die Kapitalbasis gestärkt und die Integration der Dresdner
Bank bereits zu mehr als zwei Dritteln abgeschlossen. Dabei hat die Commerzbank im
Berichtsjahr als eines der führenden Kreditinstitute in Deutschland auch von der spürbaren
Erholung der wirtschaftlichen Entwicklung - insbesondere in Deutschland - profitiert.
Die Bruttoerträge konnten wir trotz Integrationsanstrengungen um 15,7 % auf 12,7 Mrd
Euro steigern. Gleichzeitig verringerte sich die Risikovorsorge - insbesondere in
der Kernbank -deutlich um über 40 %. Die Verwaltungsaufwendungen nahmen im Berichtsjahr
um 2,4 % ab; dabei wurden die erzielten Synergien durch Integrationsinvestitionen
zum Teil kompensiert. Auf Segmentebene haben alle Segmente der Kernbank ein positives
operatives Gesamtjahresergebnis erzielt. Unser mit Abstand profitabelstes Segment
war dabei die Mittelstandsbank. Daneben zeigte auch das Segment Corporates & Markets
ein sehr erfreuliches Ergebnis. Nach wir vor unbefriedigend verläuft dagegen die Entwicklung
im Segment Asset Based Finance. Hier werden wir den eingeschlagenen Kurs, sowohl Risiken
als auch Volumina weiter zu reduzieren, fortsetzen. Insgesamt sind wir mit dem Geschäftsverlauf
2010 zufrieden.
Das Segment Privatkunden umfasst die Aktivitäten der Konzernbereiche Privat-, Geschäfts-
und Wealth-Management-Kunden, Kredit und Direct Banking. Zu Beginn des Jahres 2011
wurden die Konzernbereiche Privat- und Geschäftskunden und Wealth Management zusammengelegt.
Nachfolgende Kommentierung orientiert sich noch an der im Geschäftsjahr 2010 gültigen
Organisationsstruktur mit den Konzernbereichen Privat- und Geschäftskunden, Wealth
Management, Kredit und Direct Banking.
Im Berichtsjahr hat das Segment wichtige Meilensteine bei der Zusammenführung des
Privatkundengeschäfts von Commerzbank und Dresdner Bank erreicht. So haben wir unsere
neue Marke bundesweit eingeführt und sind dadurch für unsere Kunden inzwischen als
eine Bank erlebbar. Im Ergebnis des Jahres 2010 wirkten sich die mit der Integration
verbundenen Umstellungsmaßnahmen belastend aus.
|
|
2010 | 2009 | Veränderung in %/%-Punkten |
| Gebundenes Eigenkapital (Mio €) | 3 397 | 3 256 | 4,3 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 1,4 | 4,4 | - 3,0 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 92,4 | 90,8 | 1,6 |
Tabelle 3
Das Segment Privatkunden erzielte trotz der nach wie vor ambitionierten Wettbewerbsbedingungen
und der Belastungen im Zusammenhang mit der Integration der Dresdner Bank im Gesamtjahr
2010 ein positives Operatives Ergebnis. Das breit aufgestellte Kundengeschäft erwies
sich dabei als erfreulich stabil. Insbesondere beim Zinsüberschuss, Provisionsüberschuss
und Verwaltungsaufwand wirkte sich der Verkauf nicht strategischer Bankbeteiligungen
in den Veränderungsraten maßgeblich aus.
Der Zinsüberschuss verringerte sich um 7,3 % auf 1 983 Mio Euro. Während sich die
Einlagen- und Kreditmarge gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserte, verminderte sich
das Kredit- und Einlagevolumen aufgrund von Entkonsolidierungseffekten. Dabei belastete
das anhaltend niedrige Zinsniveau den Zinsüberschuss weiterhin. Die Risikovorsorge
blieb mit 246 Mio Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum unverändert. Der Provisionsüberschuss
sank um 10,3 % auf 1 941 Mio Euro. Dies resultierte sowohl aus der Kaufzurückhaltung
und einer veränderten Produktnachfrage unserer Kunden als auch aus dem Verkauf nicht
strategischer Beteiligungen. Darüber hinaus wirkten sich die integrationsbedingten
Belastungen der Beratungsteams ebenfalls ertragsmindernd aus. Im Ergebnis aus Finanzanlagen
in Höhe von 31 Mio Euro waren positive Effekte aus dem Verkauf einer Tochtergesellschaft
enthalten. Das Sonstige Ergebnis belief sich auf - 120 Mio Euro nach - 99 Mio Euro
im Vorjahr. Belastend wirkte insbesondere die Vorsorge für potenzielle Regresse. Der
Verwaltungsaufwand verringerte sich um 7,0 % auf 3 552 Mio Euro, wobei sich auch hier
die Beteiligungsverkäufe spürbar bemerkbar machten. Deutlich reduzierte sich der Personalaufwand
um 13,4 % auf 1 356 Mio Euro, dem standen höhere Sachaufwendungen in Zusammenhang
mit der Integration entgegen.
Insgesamt lieferte das Segment mit einem Operativen Ergebnis von 48 Mio Euro einen
positiven Beitrag zum Konzernergebnis.
Für die Integration der Dresdner Bank fielen im Berichtsjahr keine weiteren Restrukturierungsaufwendungen
an. Im Vorjahreszeitraum waren Aufwendungen in Höhe von 338 Mio Euro zu verzeichnen.
Das Ergebnis vor Steuern betrug 48 Mio Euro nach - 196 Mio Euro im Vorjahr.
Mit einer Kundenzahl von rund 11 Millionen sind wir im Privatkundengeschäft eine der
führenden Banken Deutschlands. Als Finanzdienstleister für gehobene Ansprüche legen
wir Wert auf hohe Beratungsqualität und passgenaue Finanzlösungen. Unsere Konzernbereiche
nehmen in Deutschland Toppositionen ein: So ist die Commerzbank im Bereich Privat-
und Geschäftskunden die Nummer- 1-Privatbank mit dem dichtesten Filialnetz unter einer
Marke. Im Wealth Management gehört sie mit der höchsten Flächenpräsenz zu den wichtigsten
Anbietern. Die comdirect Gruppe ist mit rund 1,5 Millionen Depots führende Direktbank
im Online-Wertpapiergeschäft. Darüber hinaus gehört die Commerzbank im Kreditgeschäft
mit Privatkunden mit einem Volumen von 55 Mrd Euro zu den größten nationalen Instituten.
Im Berichtsjahr ist das Segment Privatkunden bei seiner strategischen Ausrichtung
weiter vorangekommen und hat zentrale Herausforderungen erfolgreich gemeistert. Im
Vordergrund standen dabei die Integration des Privatkundengeschäfts der Dresdner Bank
sowie die Verankerung von Prozessen zur nachhaltigen Steigerung der Qualität unseres
Angebots. Zudem haben wir uns vor allem im Ausland von nicht strategischen Beteiligungen
getrennt.
Bei der Integration haben wir 2010 wichtige Meilensteine erreicht: So wurden im Juli
der Stellenbesetzungsprozess mit der Benennung der dritten und vierten Führungsebene
in der Fläche abgeschlossen und die Mitarbeiter in die neuen Strukturen überführt.
Die bundesweite Einführung unserer neuen Marke konnten wir im September nach nur wenigen
Monaten abschließen. Damit haben wir unsere Präsenz im deutschen Bankenmarkt deutlich
ausgeweitet.
Die Bedürfnisse und Zufriedenheit unserer Kunden sind zentrale Kriterien unseres Qualitätsanspruchs.
Um das Kundeninteresse im Privatkundensegment fest zu verankern, haben wir im Jahr
2010 unseren Leistungsanspruch anhand von fünf Kundenrechten formuliert. Parallel
wurde eine Kundenanwältin ernannt, die seit Mitte Juni 2010 im Beschwerdeprozess zwischen
Kunden und ihren jeweiligen Ansprechpartnern in der Commerzbank vermittelt. Sollte
keine Einigkeit erzielt werden, wird der ebenfalls neu eingerichtete Schlichtungsrat,
bestehend aus zwei Mitgliedern des Kundenbeirats und dem Privatkundenvorstand der
Commerzbank, als höchste Entscheidungsinstanz hinzugezogen.
Darüber hinaus fließen Beratungsqualität und Kundenorientierung seit Juli 2010 als
zusätzliche Faktoren in die variable Vergütung der leitenden Angestellten ein. Als
Messgröße dient die Weiterempfehlungsbereitschaft unserer Kunden, die im Rahmen des
sogenannten Qualitätsbarometers ermittelt wird. Mit diesem seit Februar 2010 eingeführten
Instrument werden monatlich rund 15 000 Kunden zu ihrer Loyalität und Zufriedenheit
befragt. Die aus dem Qualitätsbarometer gewonnenen Erkenntnisse werden genutzt, um
die Beratungsqualität und dadurch die Kundenzufriedenheit und -loyalität nachhaltig
zu steigern.
Um höchste Qualität für unsere Kunden zu gewährleisten, haben wir im September zudem
unser Produktportfolio um die Premiumanbieter Allianz, Wüstenrot sowie BNP Paribas
Personal Finance - Letztere in Form des Joint Ventures Commerz Finanz GmbH - ausgebaut.
Damit ist es uns gelungen, die Beratung in den drei Bedarfsfeldern Versicherung, Bausparen
und Konsumentenkredit zu stärken.
Als dritten Punkt unserer strategischen Agenda haben wir uns wie im Jahr 2009 auch
im Berichtsjahr von nicht strategischen Beteiligungen getrennt. Hierbei standen 2010
vor allem ausländische Beteiligungen wie die Dresdner Bank Monaco S.A.M. im Vordergrund.
Dadurch können wir uns noch stärker als bisher auf das inländische Privatkundengeschäft
fokussieren.
Der Konzernbereich Privat- und Geschäftskunden umfasst das inländische Filialgeschäft
der Commerzbank. Durch die Integration der Dresdner Bank konnten wir unsere Marktpräsenz
ausweiten und sind für unsere Kunden mit zukünftig rund 1 200 Filialen immer in der
Nähe. Als Finanzdienstleister für gehobene Ansprüche legen wir Wert auf Beratungsqualität
und Finanzlösungen, die auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten sind.
Im Berichtsjahr haben wir im Filialgeschäft sowohl die nachlaufenden Effekte der Finanz-
und Wirtschaftskrise als auch die Ressourcenbindung durch die Integration der Dresdner
Bank gespürt. Die Erträge lagen im Vergleich zum Vorjahr auf ähnlichem Niveau.
Dennoch haben wir zahlreiche Maßnahmen für unseren künftigen Erfolg umgesetzt. So
sind wir inzwischen unter einer einheitlichen Marke im Markt präsent. Zudem können
wir in allen Filialen Basisdienstleistungen anbieten. Für viele unserer Kunden hat
sich so der Weg zu uns verkürzt: Rund 800 000-mal pro Monat nutzen Kunden eine näher
liegende Filiale der ehemals anderen Bank.
Obwohl wir im Filialgeschäft eine Hauptlast der Integration tragen, ist es uns im
Jahr 2010 gelungen, weitere Qualitätsprozesse in unser Geschäftsmodell einzubinden
und die Kundenorientierung noch stärker in der Bank zu verankern. Sollte ein Kunde
einmal unzufrieden mit unseren Leistungen sein, kann er sich an das Qualitätsmanagement
wenden. Im Mai 2010 wurde es bei einem Bankentest der Zeitschrift "Euro" als bestes
Beschwerdemanagement deutscher Banken ausgezeichnet. Die Anliegen der Kunden sind
Basis für Verbesserungen, die kontinuierlich umgesetzt werden. Maßnahmen zur Steigerung
der Kundenzufriedenheit werden zusätzlich aus dem Qualitätsbarometer abgeleitet.
Um der Verunsicherung unserer Kunden infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise zu begegnen,
stand 2010 die Steigerung der Beratungskompetenz im Mittelpunkt unserer Aktivitäten.
Ziel war es, die Beratung zukünftig noch stärker am individuellen Kundenbedarf auszurichten.
Dafür haben wir ab März 2010 eine neue systemgestützte Bedarfsanalyse für Privat-
und Geschäftskunden eingeführt. So analysieren wir im Rahmen unserer Beratung systematisch
die jeweilige Kundensituation - und zwar bezüglich aller für den Kunden relevanten
Finanzthemen. Das Ergebnis sind konkrete Handlungsempfehlungen, die die Grundlage
für individuelle Finanzlösungen bilden.
Für unsere Geschäftskunden haben wir eine stärkere branchenspezifische Ausrichtung
des Leistungs- und Beratungsangebots umgesetzt. Für Ärzte sowie beratende Berufe -
Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte und Notare - haben wir spezielle Angebote
geschaffen und so die Grundlage sowohl für die Intensivierung bestehender Kundenbeziehungen
als auch für Kundenwachstum gelegt. Eine breit angelegte Marketing-Kampagne, neue
Kooperationen und Kundenveranstaltungen standen im Fokus der begleitenden Marketing-Maßnahmen.
So ist es uns in einem insgesamt schwierigen Umfeld gelungen, die Zahl unserer Geschäftskunden
stabil zu halten.
Intensive Kundenbetreuung ermöglichen unsere Filialmodelle der Zukunft, die bis zum
Jahr 2014 im gesamten Filialnetz eingeführt werden. Modernste Filialtechnik, schlanke
Prozesse und ein offenes Raumkonzept zählen zu den Erfolgsfaktoren des Konzepts. Selbstbedienungstechnik
sowie die Verlagerung administrativer Tätigkeiten ermöglichen den Fokus auf Beratung.
Im Berichtsjahr wurden rund 150 Filialen auf das neue Modell umgestellt. Damit ist
mittlerweile bereits die Hälfte unseres Filialnetzes modernisiert und zukunftsfähig
aufgestellt.
Anlagelösungen auf die weltweit veränderten Rahmenbedingungen - unter anderem die
Schuldenproblematik bei einzelnen Industriestaaten oder niedrige Renditen - waren
Schwerpunktthemen in der Wertpapierberatung. Hier bildeten flexibel und breit aufgestellte
Anlageprodukte mit aktivem Risikomanagement eine gute Möglichkeit für unsere Kunden,
ihre Depots der veränderten Situation an den Finanzmärkten anzupassen. Schwerpunktmäßig
wurden die konservativen Anlagestrategien unserer Vermögensmanagement-Produkte nachgefragt.
Darüber hinaus prägten die Diskussion um neue gesetzliche Regelungen für offene Immobilienfonds
sowie Sondereffekte bei einzelnen Produkten das zweite Halbjahr 2010.
Im Vorsorge- und Bauspargeschäft konnten wir unser Leistungsangebot mit dem Wechsel
der Produktgeber deutlich ausbauen. Mit der Allianz als Partner im Vorsorge- und Versicherungsgeschäft
und der Wüstenrot im Bauspargeschäft setzen wir konsequent auf Qualität. Dabei werden
zum einen die Filialen durch exklusiv in der Bank eingesetzte Spezialisten der Partner
unterstützt, zum anderen bieten wir unseren Kunden nun im Versicherungsgeschäft die
gesamte Palette an Sach- und Krankenversicherungen an. Im wichtigen Bedarfsfeld Altersvorsorge
ist insbesondere der Kundenwunsch nach einer lebenslangen Rentenzahlung, finanziert
aus angesammeltem Vermögen, zu spüren. Das Geschäft mit Lebensversicherungen mittels
Einmalbeitrag ist dadurch deutlich gestiegen, das Geschäft mit Lebensversicherungen
gegen laufende Beiträge liegt leicht über Vorjahr.
Im Einlagengeschäft sind wir in einem Umfeld mit nach wie vor niedrigem Zinsniveau
dem Wunsch unserer Kunden nach Angeboten im kurzfristigen Laufzeitenbereich mit unseren
Tagesgeldprodukten nachgekommen. Am zeitweilig überhitzten Wettbewerb um zusätzliche
Einlagen haben wir uns bewusst nicht beteiligt, da unser Fokus auf der Stabilisierung
und dem Ausbau unserer Erträge liegt. Die Erfolgsgeschichte unseres kostenlosen Girokontos
haben wir durch unsere Kampagne zum Jahresende 2010 weiter unterstützt.
Durch eine exklusive Kooperation mit unserem Partner MasterCard konnten wir unsere
Erträge im Kreditkartengeschäft stabilisieren und für unsere Kunden die Ausstattung
der neuen Commerzbank-Master-Card erweitern.
Im Filialgeschäft werden wir am stärksten von der Integration profitieren. Im laufenden
Jahr 2011 starten wir mit der Zusammenlegung räumlich eng beieinander liegender Filialen.
Außerdem werden wir weitere Standorte auf das Modell der Filiale der Zukunft umstellen.
So können wir signifikante Kostensynergien erzielen. Mit der Migration der Kunden-
und Produktdaten werden Übergangsprozesse in den Filialen entfallen, sodass mehr Zeit
für Kundenberatung bleibt.
Neben dem erfolgreichen Abschluss der Integration ist es unser Ziel, die Profitabilität
des Konzernbereichs nachhaltig zu steigern. Hierfür werden wir unseren Fokus auf die
ertragsstarken Zielgruppen legen und sowohl unser Leistungsangebot für anspruchsvolle
Privatkunden als auch die Weiterentwicklung im Geschäftskundensegment konsequent vorantreiben.
Die Betreuung unserer Geschäftskunden werden wir in bundesweit 65 Geschäftskunden-Beratungszentren
bündeln, um die Zielgruppe kompetent und bedarfsgerecht zu beraten. Der weitere Ausbau
der Servicequalität bleibt auch im herausfordernden Umfeld der integrationsbedingten
Migration der Kunden- und Produktdaten im Jahr 2011 auf unserer Agenda. Neben diesen
Maßnahmen gehen wir davon aus, dass sich die Ertragssituation auch durch eine Erhöhung
des Zinsniveaus und die weitere Stabilisierung der Kapitalmärkte verbessern wird.
Der Konzernbereich Wealth Management konzentriert sich auf die spezifischen Anforderungen
besonders vermögender Privatkunden. Deren Ansprüchen begegnen wir mit einem intensiven
persönlichen Betreuungskonzept und ganzheitlichen Lösungen für komplexe Vermögensfragen.
Mit rund 1 000 Mitarbeitern und bundesweit 41 Standorten gehören wir zu den führenden
Anbietern im deutschen Markt. Das internationale Kompetenzzentrum in Luxemburg ergänzt
das Angebot für grenzüberschreitende Lösungen: Die neu aufgestellte Commerzbank International
S.A. (CISAL) bündelt das 40-jährige Know-how von Commerzbank und Dresdner Bank an
diesem wichtigen Finanzplatz. Zum Jahresende 2010 betreuten wir in Deutschland und
Luxemburg etwa 37 000 Kundenmandate mit einem Vermögen von 51 Mrd Euro.
Wir haben im vergangenen Jahr den Zusammenschluss von Dresdner Bank und Commerzbank
im Wealth Management nahezu abgeschlossen und das neue Geschäftsmodell umgesetzt.
Ungeachtet des damit verbundenen deutlichen Aufwands konnte der Konzernbereich Wealth
Management 2010 erneut einen positiven Beitrag zum Ergebnis im Segment Privatkunden
leisten.
Neben der strukturellen Neuausrichtung haben wir im Jahr 2010 unser Betreuungsmodell
für vermögende Kunden weiter ausgebaut. Das Angebot unserer Vermögensverwaltung wurde
grundlegend weiterentwickelt und spezielle Family-Office-Lösungen werden nun auch
für Kunden der Commerzbank angeboten. Die Kooperation mit der Mittelstandsbank haben
wir weiter vertieft, um bei Unternehmern die Wechselwirkung von privaten und geschäftlichen
Themen bestmöglich zu berücksichtigen.
Verschiedene Medien bestätigten auch im Jahr 2010, dass wir damit erfolgreich sind.
So beurteilte das Anlegermagazin "Euro" den Anlagevorschlag der Vermögensverwaltung
als "sehr gut", das Unternehmermagazin "Impulse" sieht bei uns den Beweis erbracht
"wie ganzheitliche Beratung von Unternehmern funktionieren kann" und im jährlichen
Test von "Focus-Money" und "n-tv" wurde dem Wealth Management - zum dritten Mal in
Folge - eine "ausgezeichnete Leistung" attestiert. Aber noch wichtiger für uns: Auch
unsere Kunden spiegeln in den kontinuierlich durchgeführten Kundenbefragungen eine
hohe Zufriedenheit mit uns wider.
Unser Anspruch ist es, über hohe Qualität nachhaltig zu wachsen. Die neu gewonnene
Marktstärke machen die Commerzbank als Qualitätsmarke im Wealth Management erlebbar.
Wir verfügen damit heute über eine sehr solide Basis für den weiteren Ausbau des Kundenbestands
und der betreuten Assets. Für das Jahr 2011 haben wir uns auf Grundlage dieser Neuaufstellung
ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt, mit denen wir unseren Beitrag für die Umsetzung
des Strategieprogramms "Roadmap 2012" leisten werden.
Der Konzernbereich Kredit verantwortet im Segment Privatkunden marktseitig alle Themenstellungen
rund um das Kreditgeschäft. Diese integrierte Aufstellung ermöglicht die Bereitstellung
bedarfsgerechter Produkte für die Konzernbereiche, die Umsetzung effizienter Bearbeitungsprozesse
und ein wertorientiertes Portfoliomanagement.
Die Erträge im Kreditgeschäft mit Privatkunden sind auch im Jahr 2010 stabil. Die
erwartungsgemäß große Zahl auslaufender Zinsvereinbarungen im Bestand konnten wir
durch die Steigerung der Margen im Neugeschäft ausgleichen. Gleichzeitig konnten durch
die zentrale Steuerung des Kreditportfolios - sowohl im Bestand als auch im Neugeschäft
- die Risiken gesenkt und die Profitabilität gesteigert werden.
Im Integrationsprozess haben wir wesentliche Meilensteine erreicht: Erste Standorte
wurden zusammengelegt und der Großteil der Mitarbeiter ist an seinem neuen Arbeitsplatz
angekommen.
Im Ratenkreditgeschäft wurde die strategische Kooperation mit der BNP Paribas Personal
Finance deutlich ausgebaut. So ist die Commerz Finanz GmbH, an der die Commerzbank
49,9 % hält, seit September 2010 neuer Produktgeber für die Commerzbank. Damit heben
wir Effizienzen, erzielen Kostenvorteile und bauen neue Vertriebskanäle im Einzelhandel
und E-Commerce-Portalen aus.
Das Kreditgeschäft ist neben dem Girokonto Ankerprodukt der Commerzbank für eine langjährige
Kundenbeziehung. Hierzu zählt insbesondere die langlaufende Immobilienfinanzierung.
Im Berichtsjahr konnte der rückläufige Neugeschäftstrend durch gezielte Initiativen
im Bereich Immobilienfinanzierung gestoppt und profitables Wachstum erzielt werden.
Um bundesweit eine bedarfsgerechte Beratung im Kreditgeschäft von Privat- und Geschäftskunden
sicherzustellen, werden den Kundenberatern bei der Immobilienfinanzierung und dem
Darlehensgeschäft Kreditspezialisten und im Ratenkreditgeschäft spezialisierte Sales-Manager
zur Seite gestellt.
Auf der Produktseite wird die private Immobilienfinanzierung weiterhin im Fokus stehen.
Hier wollen wir im Neugeschäft durch die verschiedensten Maßnahmen substantiell wachsen.
Darüber hinaus testen wir neue Vertriebskanäle für onlineaffine Kunden.
Mit der Zusammenführung der IT-Systeme im Rahmen der Integration im zweiten Quartal
2011 wird die Kreditbearbeitung auf eine gemeinsame produktorientierte Plattform umgestellt.
Dadurch können Synergien realisiert, Bearbeitungszeiten der Kreditanträge deutlich
beschleunigt und die Bearbeitungsqualität insgesamt gesteigert werden. Auch durch
neue Serviceleistungen in der Kunden- und Filialbetreuung schaffen wir einen weiteren
Mehrwert für unsere Kunden.
Der Konzernbereich Direct Banking umfasste im Berichtsjahr die Aktivitäten der comdirect
Gruppe (comdirect bank AG und ebase GmbH) und der Commerz Directservice GmbH. Die
comdirect Gruppe ist die zweitgrößte Direktbank in Deutschland und Marktführer im
Online-Wertpapiergeschäft.
In der Commerz Direktservice GmbH sind die Callcenter-Dienstleistungen der Commerzbank
gebündelt. Sie verfügt über rund 470 Vollzeitkräfte und hat im Jahr rund 8,5 Millionen
Kundenkontakte.
Mit einer kräftigen Zunahme der Kundenzahl und des betreuten Kundenvermögens sowie
einer verbesserten Produktdurchdringung hat die comdirect Gruppe das organische Wachstum
des Vorjahres noch einmal übertroffen und ihre Marktposition gefestigt.
Das Produkt- und Leistungsspektrum wurde ausgebaut und optimiert. Im Direktbankgeschäft
kam das Wachstumsprogramm "Complus" weiter voran: Ausschlaggebend für das Wachstum
war der hohe Kundenzuspruch zum aktiv vermarkteten Girokonto mit Zufriedenheitsgarantie
sowie zum "Tagesgeld PLUS". Für Wertpapierhändler und -investoren haben wir unter
anderem ein individuell konfigurierbares Markt- und Kursinformationssystem eingeführt
und das Sparplanangebot erweitert. Die direktbankfähigen Beratungsmodelle wurden weiter
ausgebaut. In diesem Zusammenhang zog sich die comdirect bis zur Jahresmitte aus der
Vor-Ort-Beratung über Geschäftsstellen zurück.
Die Ebase hat ihren Weg zur deutschlandweit führenden B2B-Direktbank für institutionelle
Partner fortgesetzt. Im Vordergrund standen die Ergänzung der Depotservices durch
Bankinglösungen, ein verstärktes Angebot von White-Label-Produkten sowie die Ergänzung
des Fondsgeschäfts durch ETFs und ETF-Sparpläne. Hervorzuheben ist der Ausbau der
Marktposition im Versicherungssegment durch die technische Anbindung der Depotverwaltung
der Ampega-Gerling Kapitalanlagegesellschaft.
Mit kompetenten Kundenhotlines und hoher Erreichbarkeit festigte der Commerz-Direktservice
seine Position als verlässlicher Servicepartner der Commerzbank. Im Berichtsjahr stand
der konsequente Kompetenz- und Kapazitätsaufbau am Standort Duisburg im Fokus. So
konnten kanalübergreifend und auf einem konstanten Qualitätsniveau sowohl die Kunden
der Commerzbank als auch die Kunden der ehemaligen Dresdner Bank über ihre gewohnten
Kontaktkanäle betreut werden. Parallel wurde das im Jahr 2009 begonnene Programm zur
Kosten- und Effizienzoptimierung im Commerz-Direktservice fortgeführt, insbesondere
durch Prozessoptimierung und Reduzierung interner Supportbereiche. Wesentlicher Leistungsschwerpunkt
des Jahres 2010 war die Unterstützung der Integration der Dresdner Bank durch die
professionelle Hotlinebetreuung von Kunden und Mitarbeitern.
Der strategische Fokus richtet sich für das laufende Jahr 2011 weiterhin auf profitables
Wachstum. Zentraler Treiber dieser Entwicklung bleibt für die comdirect das Girokonto,
das über zusätzliche Funktionen nochmals besser ausgestattet werden soll. Im Brokerage
können Händler im Laufe des Jahres auf Limitfunktionen im außerbörslichen Handel zurückgreifen
und unter anderem bei ETFs von Niedrigpreisaktionen profitieren. Die Ebase hat vor
allem mit White-Label-Produkten auf Basis der erweiterten Depot- und Kontoarchitektur
gute Chancen, weitere institutionelle Partner zu gewinnen. Insgesamt rechnet die comdirect
Gruppe mit einem weiteren Anstieg der Kundenzahl sowie des Depot- und Einlagevolumens.
Im ersten Halbjahr 2011 wird der Commerz-Direktservice seine operativen Kapazitäten
unverändert auf die optimale technische und fachliche Kundenbetreuung während der
anstehenden Kunden- und Produktdatenmigration der Commerzbank konzentrieren. Im weiteren
Jahresverlauf wird der Servicebetrieb im Commerz-Direktservice das mit der Integration
angestrebte Zielgeschäftsmodell erreichen. Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, Hebung
von Kostensynergien und der hohe interne Qualitätsanspruch bleiben Leistungsmotor
des Commerz-Direktservice.
In den nächsten Jahren konzentrieren wir uns segmentweit auf die anspruchsvollen Ziele
des Strategieprogramms "Roadmap 2012", die wir über zwei Hebel erreichen wollen: Hebung
von Kostensynergien und Steigerung der Vertriebsleistungen.
So werden wir in den kommenden Jahren die Synergien der Integration vollumfänglich
heben und unsere Kosten deutlich senken. Mit der Kunden- und Produktdatenmigration
erreichen wir im zweiten Quartal 2011 einen der wichtigsten Meilensteine der Integration.
Dann arbeiten wir bankweit in einer Systemwelt mit einem einheitlichen Produkt- und
Leistungsspektrum. Im Anschluss können wir mit dem letzten großen Meilenstein beginnen:
Bis zum Jahr 2012 werden räumlich eng beieinander liegende Filialpaare zusammengelegt
und auf unsere Filialmodelle der Zukunft umgestellt. Im Jahr 2011 betrifft dies bereits
über 100 Filialpaare. Diese Maßnahmen sind ein wesentlicher Bestandteil der Zukunftsfähigkeit
und des wirtschaftlichen Erfolgs unseres Privatkundengeschäfts.
Gleichzeitig wollen wir unsere Vertriebsleistungen steigern, indem wir unsere Kunden
umfassend in der Breite beraten. Um den Vertrieb noch besser unterstützen zu können,
haben wir im ersten Quartal 2011 die beiden Konzernbereiche Privat- und Geschäftskunden
und Wealth Management zum neuen Konzernbereich Privat-, Geschäfts- und Wealth-Management-Kunden
zusammengelegt. Zudem werden im zweiten Halbjahr 2011 für die Beratung wieder Ressourcen
frei, die durch die Integration von technischen Systemen und Produkten gebunden waren.
Rückenwind gibt uns ferner das konjunkturelle Umfeld. Die erwartete Erhöhung des Marktzinsniveaus
werden wir positiv im Zinsüberschuss spüren. Auch dürften wir von der Entwicklung
der Kapitalmärkte und der abnehmenden Kaufzurückhaltung unserer Kunden profitieren
und dadurch unseren Provisionsüberschuss erhöhen.
Das Segment Mittelstandsbank gliedert sich in die beiden Konzernbereiche Corporate
Banking und Financial Institutions. Im Konzernbereich Corporate Banking ist das Geschäft
mit mittelständischen Kunden, Großkunden, dem öffentlichen Sektor und institutionellen
Kunden gebündelt. Der Konzernbereich Financial Institutions verantwortet die Beziehung
zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken und stellt
dem Corporate Banking eine umfangreiche Plattform für die Abwicklung der Außenhandelsaktivitäten
der Firmenkunden zur Verfügung.
Die Mittelstandsbank konnte im Berichtsjahr in einem wirtschaftlich herausfordernden
Umfeld ihr nachhaltiges Geschäftsmodell erneut unter Beweis stellen. Wesentliche Erfolgsfaktoren
waren unser klar kunden- und bedarfsorientierter Betreuungsansatz - mit seiner Fokussierung
auf hohe Marktdurchdringung, Präsenz am Kunden, Internationalität sowie hohen Produkt-
und Leistungskompetenz - und das solide Risikomanagement. Auf dieser Basis konnte
das Segment seine führende Position als beste Mittelstandsbank weiter festigen und
den größten Ergebnisbeitrag zur Gesamtbank liefern.
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2010 | 2009 | Veränderung in %/%-Punkten |
| Gebundenes Eigenkapital (Mio €) | 5 550 | 5 393 | 2,9 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 28,8 | 11,2 | 17,6 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 43,5 | 46,1 | - 2,6 |
Tabelle 4
Im Geschäftsjahr 2010 war das Segment Mittelstandsbank innerhalb der Kernbank Hauptergebnistreiber.
In einem sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich aufhellenden konjunkturellen Umfeld
konnte das Segment Mittelstandsbank durch sein stabiles Geschäftsmodell und seine
starke Kundenbasis - begünstigt durch deutlich niedrigere Risikovorsorge für das Kreditgeschäft
- das Operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln.
Der Zinsüberschuss lag mit 2 081 Mio Euro um 3,5 % unter dem Vorjahreswert in Höhe
von 2 156 Mio Euro. Während sich der Beitrag des Einlagengeschäfts am Zinsüberschuss
aufgrund des weiterhin niedrigen Zinsniveaus verminderte, blieb der Zinsüberschuss
im Kreditgeschäft stabil. Rückläufige Volumina, insbesondere aus dem Abbau des nicht
strategischen Auslandsportfolios sowie einer nach wie vor stagnierenden Kreditnachfrage,
konnten im Vergleich zum Vorjahr durch gestiegene Margen kompensiert werden. Die sich
spürbar verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im Vergleich zum
Vorjahr auch in der deutlich rückläufigen Risikovorsorge für das Kreditgeschäft niedergeschlagen.
Für das Jahr 2010 lagen die Risikovorsorgenotwendigkeiten mit 279 Mio Euro um 675
Mio Euro unter dem Wert des Vorjahres in Höhe von 954 Mio Euro. Der Provisionsüberschuss
stieg auf 983 Mio Euro, nach 924 Mio Euro im Vorjahr. Der Zuwachs um 59 Mio Euro oder
6,4 % resultierte insbesondere aus dem zunehmenden Außenhandel und steigenden Erträgen
in den damit verbundenen Produktkategorien.
Das Handelsergebnis hat sich - bedingt durch positive Bewertungseffekte aus Kreditsicherungsgeschäften
- im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 153 Mio Euro auf 24 Mio Euro verbessert. Das
Ergebnis aus Finanzanlagen betrug für den Berichtszeitraum 188 Mio Euro, was im Wesentlichen
aus Bewertungseffekten aus umstrukturierten Krediten resultierte. Das Laufende Ergebnis
aus at-Equity-bewerteten Unternehmen betrug im Berichtsjahr 30 Mio Euro. Das Sonstige
Ergebnis belief sich auf 14 Mio Euro, gegenüber - 69 Mio Euro im Vorjahr. Das Ergebnis
des Berichtsjahres beruhte insbesondere auf einem Einmalertrag im Zusammenhang mit
einer Vergleichsvereinbarung aus dem Jahr 2006. Der Verwaltungsaufwand lag mit 1 443
Mio Euro um 8,4 % über dem Vorjahreswert in Höhe von 1 331 Mio Euro. Während der Personalaufwand
gegenüber dem Vorjahr nur leicht zulegte, stieg der Sachaufwand im Vergleich zum Vorjahr
aufgrund von höheren Raumkosten und IT-Aufwendungen stärker an.
Das Segment Mittelstandsbank erzielte im Berichtsjahr 2010 insgesamt ein Operatives
Ergebnis von 1 598 Mio Euro und damit den höchsten Beitrag aller Kernsegmente. Das
Ergebnis vor Steuern betrug ebenfalls 1 598 Mio Euro nach 528 Mio Euro im Vorjahr.
Die Commerzbank steht dem Mittelstand regional und international als strategischer
Partner zur Verfügung. Mit einem Marktanteil von rund 18 % sind wir in unserem Kernsegment,
dem gehobenen Mittelstand, Marktführer. Wir wickeln rund 23 % des deutschen Außenhandelsgeschäfts
ab. Nach den dramatischen Einbrüchen der Wirtschaftsleistung der Eurozone gilt Deutschland
derzeit als "Lokomotive" der europäischen Volkswirtschaft. Aufgrund unserer starken
Marktstellung als Partner des deutschen Mittelstands profitieren wir besonders von
dieser Dynamik und Stärke unseres Heimatmarktes. Im Konzernbereich Financial Institutions
konnten wir unserer Position als eine der führenden Euro-Transaktionsbanken gerecht
werden.
Im Konzernbereich Corporate Banking wurde die Zusammenführung der Firmenkundenbetreuung
von Commerzbank und Dresdner Bank fast vollständig abgeschlossen. Sowohl die Betreuerzuordnung
für unsere Kunden als auch die notwendigen Umzüge und räumlichen Bündelungen der zuständigen
Teams sind umgesetzt. Mit 150 Standorten für die Firmenkundenbetreuung und sieben
Großkundencentern können wir den Wünschen unserer Kunden durch die regionale Nähe
noch besser gerecht werden. Durch die im zweiten Halbjahr 2010 abgeschlossene Kundenüberleitung
ist die neue Commerzbank für ihre Kunden bereits jetzt erlebbar. Unser regionaler
Betreuungsansatz gibt uns die Möglichkeit, Standort, Markt und Umfeld unserer Firmenkunden
noch besser zu verstehen und auf dieser Basis maßgeschneiderte Lösungen für die Bedürfnisse
unserer Kunden anzubieten. Insgesamt wurden im Jahr 2010 über 4 300 Mitarbeiter in
den regionalen Einheiten in die neue Struktur versetzt; die räumliche Zusammenführung
wird im ersten Halbjahr 2011, deutlich früher als erwartet, abgeschlossen.
Als weitere wichtige Maßnahme zur Zusammenführung beider Häuser haben wir die Produktpaletten
harmonisiert und unsere Kunden profitieren bereits von dem erweiterten Produktangebot.
Auch international konnte die Integration nahezu abgeschlossen werden. So bieten wir
unseren Kunden an 15 Standorten in Westeuropa und Asien Cross-Border-Geschäft an.
Auch in Zeiten starker Umbrüche ist es uns gelungen, eine nachhaltige Zufriedenheit
unserer Kunden zu erreichen. Wenn Unternehmer nach dem besten Partner für den Mittelstand
befragt werden, dann fällt die Wahl immer wieder auf die Commerzbank. So belegten
wir im Jahr 2010 bei vielen unabhängigen Umfragen renommierter Medien durchgängig
erste Plätze. Zu nennen sind insbesondere die Auszeichnungen "Beste Mittelstandsbank"
bei der Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISO) im Auftrag von
"Focus Money", als "Beliebtestes Institut für das Auslandsgeschäft" neben der jeweiligen
Hausbank durch das Finanzmagazin "Impulse" und den Platz 1 in der Kategorie "Cash
Management in Deutschland" bei "Euromoney".
Im Konzernbereich Corporate Banking ist das Geschäft mit mittelständischen Kunden
ab einem Jahresumsatz von 2,5 Mio Euro, Großkunden - sofern sie nicht als Multinational
Clients dem Segment Corporates & Markets zugeordnet sind -, dem öffentlichen Sektor
und institutionellen Kunden gebündelt. Den Kern unserer Vertriebsorganisation bilden
unsere Firmenkundenbetreuer in 150 deutschen Filialen sowie sieben Großkundencentern,
die durch Produktspezialisten unterstützt werden. Als strategischer Partner begleiten
wir in unseren Niederlassungen in Westeuropa und Asien sowohl die internationalen
Aktivitäten unserer deutschen Firmenkunden als auch internationale Unternehmen mit
Geschäftsaktivitäten in unserem deutschen Heimatmarkt.
Der Kern unseres Geschäftsmodells ist der kundenorientierte Betreuungsansatz, mit
dem wir bedarfsgerechte Lösungen für alle unsere Kundengruppen entwickeln und uns
als strategischer Gesprächspartner positionieren. Durch ein nachhaltiges Bekenntnis
zum Mittelstand, eine umfassende Betreuung, kurze Entscheidungswege und das Know-how
in Branchen und Märkten können wir Wachstumschancen am Markt erkennen und aktiv nutzen.
Neben der Festigung unserer bereits guten Marktstellung im gehobenen Mittelstand haben
wir ausdrücklich auch die Erwartungen unserer kleineren Mittelstandskunden im Fokus
und dafür unseren Betreuungsansatz an deren Bedürfnisse angepasst. Im Berichtsjahr
haben wir in diesem Segment Firmenkundenbetreuer eingesetzt, die sich durch breites
Produktwissen auszeichnen, sowie eine Vielzahl von unkomplizierten "Eingangskanälen"
geschaffen, die einen schnellen und einfachen Kontakt zum Betreuer und, sofern erforderlich,
zu den Produktspezialisten ermöglichen. Gerade in diesem Kundensegment sehen wir aufgrund
unseres bisher vergleichsweise geringen Marktanteils von 6 % weiteres Wachstumspotenzial
für die Mittelstandsbank.
Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Segment Corporates & Markets bieten wir unseren
Kunden den Zugang und die gesamte Leistungspalette des Investmentbankings an. Mit
Corporate-Finance-Advisory haben wir eine Einheit geschaffen, die Kunden mit Blick
auf ihre strategischen Ziele zunächst produktneutral berät. Zur Umsetzung einer bedarfsgerechten
Lösung stehen wir unseren Kunden mit unseren Client-Service-Teams zur Seite, die neben
dem Firmenkundenbetreuer alle relevanten Branchen- und Produktspezialisten einbinden.
Dies ermöglicht es uns, Unternehmen eine optimale, maßgeschneiderte Lösung zu bieten
-Kapitalmarktzugang und hoch qualifizierte Kundenbetreuung aus einer Hand.
International richten wir unsere Betreuung gezielt auf deutsche Firmenkunden mit internationalem
Geschäft aus und unterstützen so den deutschen Mittelstand in all seinen Auslandsaktivitäten.
Wir fungieren dabei für unsere Kunden als Partner mit spezifischem Länder-Know-how
und einem umfassenden lokalen Netzwerk, der mit den Märkten vertraut ist und die Kunden
bei der Strukturierung und Abwicklung des internationalen Geschäfts kompetent begleitet.
Zudem begleiten wir ausländische Unternehmen auf den deutschen Markt. Im Ausland ist
die Commerzbank in den wichtigsten Wirtschaftszentren in West-, Mittel- und Osteuropa
genauso wie in Asien und Nordamerika vertreten. Vor allem auf dem asiatischen Markt
wollen wir unser Engagement ausbauen. Unser besonderes Augenmerk gilt dabei China,
wo wir mittlerweile an vier Standorten vertreten sind und in der Filiale Peking im
November 2010 die Renminbi-Lizenz erhalten haben. Dadurch sind wir jetzt in der Lage,
Produkte in der chinesischen Währung anzubieten und unser bereits bestehendes Produktportfolio
für Firmenkunden zu komplettieren. Hinzu kommt ein internationales Netzwerk aus Filialen,
Repräsentanzen und Tochtergesellschaften der Commerzbank in 50 Ländern weltweit, mit
dem wir insbesondere das Exportgeschäft deutscher Unternehmen unterstützen.
Die Commerzbank sieht sich in besonderer Verantwortung als wichtigster Kreditgeber
des deutschen Mittelstands. Vor diesem Hintergrund hat die Bank im Jahr 2010 ein vielschichtiges
"Programm für den deutschen Mittelstand" aufgelegt. Seit Anfang des Berichtsjahres
steht unseren Kunden ein zusätzliches Kreditvolumen in Höhe von 5 Mrd Euro zur Finanzierung
von Betriebsmitteln und Investitionen im Mittelstand zur Verfügung.
Ergänzt wird dieses Programm durch die Bestellung eines Kreditmediators. Die Commerzbank
bietet den Kunden der Mittelstandsbank sowie den Geschäftskunden und Freiberuflern
aus dem Segment Privatkunden eine direkte Ansprachemöglichkeit und ein eigenes Mediationsverfahren
innerhalb der Commerzbank. Ziel des Kreditmediators der Commerzbank ist es, die Qualität
in der Kreditentscheidung bei abgelehnten Finanzierungsvorhaben zu sichern und die
Kundenakzeptanz durch Transparenz, Prozessgeschwindigkeit und eine nachvollziehbare
Begründung der Entscheidung zu fördern.
Als dritten Punkt des Maßnahmenpaketes haben wir zusätzliche Entscheidungsparameter
bei der Kreditvergabe eingeführt. Mit der Analyse der Zukunftsfähigkeit von Geschäftsmodellen
wollen wir unsere bankenübliche ratingorientierte Kreditentscheidung, die sich auf
die durch das konjunkturelle Umfeld stark belasteten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen
der Kunden stützt, ergänzen. Ein zu diesem Zweck eigens entwickeltes Tool bietet dem
Firmenkundenbetreuer eine Grundlage, die individuellen Zukunftschancen eines Unternehmens
zu überprüfen. Diese zusätzliche Bewertung ermöglicht es uns, frühzeitig nachhaltige
Geschäftsmodelle zu identifizieren und unsere Kunden auch in Krisenzeiten zu begleiten.
Nach erfolgreichem Test haben wir das Analysetool bereits für 15 Branchen im Inland
etabliert. Für das Jahr 2011 ist der erste internationale Roll-out in Westeuropa geplant.
Daneben bieten wir unseren Bestandskunden den sogenannten "Hausbankkredit" an. Wir
sichern so den Liquiditätsbedarf unserer langjährigen Kunden, gewähren Planungssicherheit
durch feste mittelfristige Laufzeitenzusagen und verzichten dabei für bis zu drei
Jahre auf unser ordentliches Kündigungsrecht.
Zusätzlich haben die Commerzbank und die staatliche Förderbank KfW-Bankengruppe als
Gründungsinvestoren im Juli 2010 den "AF-Eigenkapitalfonds" für den deutschen Mittelstand
aufgelegt. Zielsetzung des Fonds ist es, die Unternehmen mit neuem, zusätzlichem Eigenkapital
auszustatten, um so ihr Wachstum anhaltend zu gewährleisten. Im Fokus stehen deutsche
Personen- und Kapitalgesellschaften, insbesondere Familienunternehmen, und deren auf
Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensentwicklung. Darüber hinaus steht die Sicherung
bestehender und Schaffung neuer Arbeitsplätze im Mittelpunkt. Der Bedarf an Eigenkapitallösungen
zur Wachstumsfinanzierung wird durch die konjunkturelle Situation weiter ansteigen.
Neben unserer Rolle als zuverlässiger Finanzierungspartner unterstützen wir unsere
Kunden verstärkt bei ihren Trade-Finance-Aktivitäten sowie im Anlage-, Währungs- und
Commoditygeschäft. Hierfür stehen wir mit unseren Produktspezialisten aus den Bereichen
Cash Management & International Business (CMIB), Interest Currency & Liquidity Management
(ICLM) und Kredit & Financial Engineering (FE) zur Verfügung.
Der Bereich CMIB bietet Firmenkunden weltweit das gesamte Produktspektrum für Trade-Finance-Aktivitäten:
vom Zahlungsverkehr, Cash Management über das Dokumentengeschäft bis hin zu strukturierten
Handels- und Exportfinanzierungen. Durch die Zusammenführung der global angebotenen
Lösungen der Dresdner Bank und Commerzbank können unsere Kunden jetzt insbesondere
im Cash- und Transaktionsmanagement auf ein noch breiteres und leistungsstärkeres
Angebot zurückgreifen. Mit rund 30 CMIB-Standorten im Inland sowie weiteren rund 20
Einheiten im Ausland sind wir nicht nur regional gut aufgestellt, sondern können unsere
Kunden auch im Ausland aktiv begleiten. Ergänzend bieten wir seit diesem Jahr im internationalen
Geschäft eine neue Internetplattform zum elektronischen Nachrichtenaustausch im Dokumenten-
und Garantiegeschäft an.
Im Bereich ICLM, in dem das inländische Anlage-, Währungs- und Rohstoffgeschäft sowie
die Risikomanagementprodukte zusammengefasst sind, konnten wir durch neue Produkte,
Fokussierung auf strategische Beratung sowie eine neue Vertriebsstruktur steigende
Geschäftsvolumina verzeichnen. Als besonders erfreulich bewerten wir, dass das Wachstum
im Provisionsgeschäft im Wesentlichen über eine Verbreiterung der Kundenbasis erzielt
wurde. Hierauf wollen wir in Zukunft aufbauen und setzen bereits verschiedene Vertriebsinitiativen
um. Ziel ist es, durch konsequente Potenzialausschöpfung in allen Produktbereichen
des ICLM-Geschäfts die Marktführerschaft bei der Breite unserer Kunden auszubauen.
Die Bereiche Kredit und Financial Engineering stehen unseren Kunden sowohl mit klassischen
Produkten als auch mit maßgeschneiderten Finanzierungslösungen zur Seite. Aus der
Analyse der aktuellen Unternehmenssituationen sowie der Unternehmensstrategien unserer
Kunden leiten unsere Spezialisten individuelle Finanzierungslösungen ab und bedienen
sich der gesamten Produktpalette an Finanzierungsinstrumenten, die auch Private Equity,
Mezzanine, Leasinglösungen und die gesamte Bandbreite öffentlicher Fördermittel umfasst.
Das Angebot wird um Beratungsleistungen, zum Beispiel zu den Themen Nachfolge und
Rating ergänzt. Im vergangenen Jahr haben wir das Betreuungsangebot aus unseren zehn
regionalen Standorten heraus weiter ausgebaut und um Spezialisten für den Bereich
Öffentliche Förderprogramme ergänzt. Somit können wir künftig noch stärker regionale
wie überregionale Angebote an Fördermitteln in Finanzierungsstrukturen einbinden.
Im Jahr 2010 konnten wir mit der Einführung des Multibank-Kredites, einer Finanzierungslösung,
die bilaterale Kreditvereinbarungen unter einheitlichen Rahmenbedingungen zusammenführt,
sowie des neuen Beratungstools Finance-Modelling (CB-FIMO) erfolgreich unser Angebot
erweitern. CB-FIMO ermöglicht gemeinsam mit dem Kunden die Erstellung von Unternehmensplanungen
in verschiedenen Szenarien und darauf aufbauend die Entwicklung von Handlungsoptionen.
Nach dem nahezu vollständigen Abschluss der Integration der ehemaligen Dresdner Bank
setzen wir unseren Schwerpunkt für die Folgejahre wieder deutlich auf Ertragswachstum.
Im Mittelpunkt steht dabei unser nachhaltiger Betreuungsansatz, den wir noch stärker
auf die individuellen Kundenbedürfnisse in unseren Kernsegmenten ausrichten. Zielsetzung
ist es, unseren Marktanteil im kleinen Mittelstand von derzeit 6 % durch gezielte
Neukundengewinnung und höhere Präsenz am Kunden weiter aufzubauen. Auch bei unseren
größeren mittelständischen Kunden sowie den Großkunden wollen wir den Ergebnisbeitrag
durch Stärkung unserer Hausbankfunktion erhöhen. Den Schwerpunkt bildet die Sicherstellung
eines weiter verbesserten Zusammenspiels von Betreuern und Produkteinheiten. Insbesondere
unsere kapitalmarktaffinen Großkunden werden dabei von der engen Verzahnung mit unserem
Investmentbanking weiter profitieren. Daneben verstärken wir unser Auslandsengagement
weiter und bauen die beiden Standorte Wien und Zürich zu vollwertigen Corporate-Filialen
aus.
Für das Jahr 2011 planen wir eine deutliche Steigerung unseres Kreditgeschäfts. Wir
erwarten einerseits durch weiteren Working-Capital-Bedarf unserer Kunden eine stärkere
Ausnutzung der Kreditlinien und erreichen damit das Vorkrisenniveau des Jahres 2008.
Zum anderen sehen wir eine Verlagerung des Schwerpunkts bei Finanzierungsprodukten
von der zunächst geforderten Liquiditätssicherung hin zu ganzheitlichen Finanzierungslösungen
für Investitionsmaßnahmen der Unternehmen, die wir als strategischer Partner aktiv
begleiten wollen. Auch im Einlagengeschäft fahren wir eine klare Wachstumsstrategie.
Neben einem Ausbau unserer Volumina durch konsequente Potenzialausschöpfung gehen
wir davon aus, dass dieser Produktbereich durch steigende Geldmarktzinsen deutlich
zum Ertragswachstum beitragen wird. Weitere Wachstumsimpulse erwarten wir zudem aufgrund
unserer Marktstellung bei der Abwicklung des deutschen Außenhandels.
Um Privat- und Firmenkunden mit Transaktions- und Abwicklungsdienstleistungen sowie
Absicherungsinstrumenten bedienen zu können, unterhält die Commerzbank ein weltweites
Netzwerk von circa 7 000 Korrespondenzbanken. Im Konzernbereich Financial Institutions
verantworten wir die Beziehungen zu diesen in- und ausländischen Banken sowie zu Finanzinstituten
und Zentralbanken. Strategischer Schwerpunkt dieser Zusammenarbeit ist die Abwicklung
des Auslandszahlungsverkehrs (Produktfeld Cash Services), Absicherung von Außenhandelsrisiken
und Finanzierung von Außenhandelsaktivitäten (Produktfeld Trade Finance). Ferner stehen
wir Banken mit bilateralen Krediten zur Verfügung, begleiten Kunden bei syndizierten
Transaktionen (Produktfeld Banking Products) und bieten gemeinsam mit dem Segment
Corporates & Markets Lösungen an, um Bankenrisiken abzusichern (Produktfeld Market
Products).
Mit einem Marktanteil von 23 % an der Abwicklung des deutschen Außenhandels ist Financial
Institutions nach eigenen Untersuchungen Marktführer in Deutschland in diesem Geschäft
und gehört gemäß SWIFT und Bankscope zu den führenden drei Instituten bei der Abwicklung
des weltweiten, in Euro denominierten Zahlungsverkehrs.
Im Bereich Cash Services konnten wir unsere Position als eine der führenden Eurotransaktionsbanken
und Anbieter umfassender Zahlungsverkehrsdienstleistungen behaupten. Belastend auf
dieses Produktfeld wirkte das erneut massiv gesunkene Zinsniveau, was zu einem Rückgang
der Rentabilität von Sichteinlagen führte. Infolge der aktuellen Entwicklungen im
Eurozahlungsraum setzte eine Wanderung der Euro-Interbanken-Sichteinlagen zu den Bankhäusern
im Kern der Eurozone ein, wovon auch die Commerzbank profitiert hat.
Auch im Produktbereich Trade Services konnten wir unsere starke Position halten. Die
Commerzbank ist in diesem Bereich in Deutschland Marktführer. Das deutsche Exportvolumen
ist im Berichtsjahr wieder gestiegen, das Bedürfnis der deutschen Exportindustrie,
dieses Exportvolumen - etwa durch Abgabe einer Akkreditivbestätigung - durch die Commerzbank
absichern zu lassen, ist weiterhin konstant hoch. Das gestiegene Risikobewusstsein
im Markt erlaubte es Financial Institutions, die Margen in diesem Geschäft stabil
zu halten.
Der Bereich Banking Products steht derzeit vor einem grundsätzlichen Wandel. Viele
Regulierungen adressieren insbesondere diesen Bereich. Insgesamt waren im Jahr 2010
viele Banken zurückhaltend, sich durch Interbankenkredite zu refinanzieren.
Im Produktfeld Market Products profitierte der Konzernbereich Financial Institutions
stark von Produktentwicklungen der ehemaligen Dresdner Bank. So entwickelte sich die
im Jahr 2009 bei allen Financial-Institutions-Kunden eingeführte Plattform "Click
and Trade", ein marktführendes Produkt im Bereich FX-Online, sehr erfolgreich. Die
intensive und enge Zusammenarbeit zwischen Financial Institutions und den speziell
auf das Geld- und Devisengeschäft mit Kundenbanken ausgerichteten Betreuungstischen
in unseren Handelsbereichen in Frankfurt, London, New York und Singapur ermöglicht
es, das Liquiditätsmanagement für unsere Kundenbanken effizient zu gestalten.
Unser zentrales Relationship-Management mit Sitz in Frankfurt verfolgt einen globalen
Betreuungsansatz. Es arbeitet dabei mit einem weltweiten Vertriebsnetz von 33 Repräsentanzen,
6 Financial Institutions Desks in Auslandsstützpunkten sowie der Niederlassung in
Dubai zusammen. Damit ist Financial Institutions in allen wichtigen Wirtschaftsräumen
weltweit präsent und ergänzt das operative Stützpunktnetz der Commerzbank im Ausland.
Financial Institutions bietet seinen Kunden eine umfassende Beratung, wobei eine bevorzugte
Einschaltung in den internationalen Zahlungsverkehr und die Abwicklung des Außenhandels
strategische Schwerpunkte sind. Diese umfassende Betreuung erfolgt durch die Financial-Institutions-Relationship-Manager.
Diesen stehen Produkt- und Risikospezialisten - auch aus anderen Einheiten der Commerzbank
- zur Verfügung. Der Ansatz einer engen partnerschaftlichen Kundenbeziehung mit einem
breiten Produktangebot und umfassendem Know-how wird durch Schulungsmaßnahmen für
Mitarbeiter von Partnerbanken aus Emerging Markets und einem einheitlichen Marketingauftritt
"Financial Institutions: Partnership meets Expertise" begleitet.
Im Jahr 2011 werden für den Konzernbereich Financial Institutions die Veränderungen
der Marktstruktur infolge zahlreicher regulatorischer Änderungen im Fokus stehen.
Zudem wird der weitere Bedeutungsgewinn der Schwellenländer im internationalen Handel
auch höhere Zahlungsverkehrs- und Außenhandelsvolumina in diesen Märkten induzieren.
Wir werden daher prüfen, ob das gegenwärtige Repräsentanznetz diesen veränderten Handelsströmen
noch gerecht wird. Der nach der Eurokrise wieder zunehmenden "Dollarisierung" der
Weltwirtschaft begegnen wir mit dem Ausbau unseres Angebots an US-Dollar-Produkten.
Hierzu planen wir auch die Erschließung von Sovereign Wealth Funds aus Schwellenländern
als Kundengruppe.
Die Ertragschancen aus diesen Marktstrukturänderungen überwiegen, da der Konzernbereich
Financial Institutions auf Schwellenländer ausgerichtet und flexibel strukturiert
ist.
Für das Jahr 2011 erwarten wir für Deutschland eine positive Grundstimmung. So zeigt
der Ifo-Geschäftklimaindex - ausgehend von dem bereits hohen Niveau - eine weiter
steigende Geschäftserwartung auf und bekräftigt damit, dass Deutschland als Konjunkturlokomotive
in Europa anzusehen ist. Allerdings ist ebenfalls davon auszugehen, dass das konjunkturelle
Expansionstempo an Dynamik verlieren wird, da das globale Wachstum durch die Sparbemühungen
vieler Staaten sowie die hohe Verschuldung der US-Konsumenten weiter belastet ist.
Die Mittelstandsbank setzt für die folgenden Jahre ihren Schwerpunkt klar auf die
Steigerung des Ergebnisses aus Vertriebsaktivitäten. Dazu werden wir im laufenden
Jahr 2011 mit der Umsetzung unseres Wachstumsprogramms "Kurs: Marktführer" beginnen,
in dem wir verschiedene bereits erarbeitete Wachstumsinitiativen bündeln. Im Fokus
dieses Programms stehen die Erschließung bestehender Potenziale sowie neuer Wachstumsfelder
und die weitere Steigerung unserer Qualität und Effizienz. Darüber hinaus erwarten
wir insbesondere durch eine Normalisierung des Kreditziehungsverhaltens und steigende
Investitionen positive Impulse für unser Kreditgeschäft. Mit unseren Wachstumsinitiativen
forcieren wir gleichzeitig eine deutliche Ausweitung unserer Einlagen- und Kreditvolumina.
Auf der Risikoseite erwarten wir, ausgehend von den in diesem Jahr sehr hohen Entlastungseffekten,
eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Auch auf der Kostenseite ist mit einer konstanten
Entwicklung zu rechnen, bei der die Synergieeffekte aus der Integration die laufenden
Kostensteigerungen sowie zusätzliche Faktoren wie die Einlagensicherung auffangen.
Auf dieser Basis streben wir eine Verbesserung unserer Profitabilität an und führen
gleichzeitig unsere selektive Wachstumsstrategie fort, die auf Nachhaltigkeit und
wertorientiertes Ertragswachstum abzielt.
Das Segment Central & Eastern Europe umfasst die Aktivitäten der polnischen Tochter
BRE Bank, der ukrainischen Bank Forum, der russischen Commerzbank Eurasija, der ungarischen
Commerzbank Zrt., unserer Filialen in Tschechien und in der Slowakei sowie Beteiligungen
an sieben Mikrofinanzbanken und der russischen Promsvyazbank. Die Aktivitäten sind
unter dem Dach einer Management-Holding gebündelt, die als Center of Competence, Steuerungseinheit
und Schnittstelle zwischen den lokalen Einheiten und den Zentralabteilungen agiert.
Schwerpunkte der Geschäftsaktivität in Mittel- und Osteuropa sind das Privat- und
Firmenkundengeschäft sowie das kundenbezogene Investmentbanking.
Die Region Mittel- und Osteuropa hat im Jahr 2010 von einer deutlichen Verbesserung
der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen profitieren können. In diesem Marktumfeld haben
wir im Segment Central & Eastern Europe insgesamt ein positives Operatives Ergebnis
und damit den Turnaround erzielt. Gleichwohl verlief die wirtschaftliche Entwicklung
unserer Einheiten unterschiedlich: Die polnische BRE Bank trug wesentlich zu den Erträgen
des Segments bei und erzielte ein hohes Operatives Ergebnis. In der Ukraine führten
die nach wie vor hohe Risikovorsorge und der weitere Portfolioabbau zu einem negativen
Ergebnis. Unsere Einheiten in Russland und Mitteleuropa entwickelten sich im Berichtsjahr
vergleichsweise robust und konnten von der wirtschaftlichen Erholung an den Finanzmärkten
profitieren.
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2010 | 2009 | Veränderung in %/%-Punkten |
| Gebundenes Eigenkapital (Mio €) | 1 627 | 1 605 | 1,4 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 3,3 | - 24,5 | 27,8 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 57,7 | 53,7 | 4,0 |
Tabelle 5
Die Länder Mittel- und Osteuropas profitierten im Berichtsjahr von der anhaltenden,
wenn auch sehr unterschiedlichen Erholung der Konjunktur. Während sich diese in Polen
als ausgesprochen stabil erwies und in Russland weiter fortsetzte, konnte sich die
Lage in der Ukraine zwar verbessern, blieb aber volatil. Der größte Teil der Erträge
des Segments entfiel auf die BRE Bank, die ein starkes Operatives Ergebnis erzielt
hat.
Trotz niedrigerer Margen lag der Zinsüberschuss mit 674 Mio Euro leicht über dem Niveau
des Vorjahreszeitraums. In der Risikovorsorge spiegelten sich in allen Einheiten die
verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wider. Die Risikovorsorge des gesamten
Segments sank im Jahr 2010 um 451 Mio Euro auf 361 Mio Euro. Der Provisionsüberschuss
stieg um 22,4 % auf 208 Mio Euro. Insbesondere die BRE Bank konnte von der guten Entwicklung
an den Kapitalmärkten profitieren. Im Berichtszeitraum stieg der Verwaltungsaufwand
gegenüber dem Vorjahr um 79 Mio Euro auf 565 Mio Euro. Dieser Anstieg resultierte
im Wesentlichen aus Währungseffekten und wachstumsbedingt höheren Mitarbeiterzahlen
bei der BRE Bank. Aufgrund der guten Entwicklung der BRE Bank und der Entlastung aus
der Risikovorsorge erzielte das Segment im Jahr 2010 ein Operatives Ergebnis in Höhe
von 53 Mio Euro gegenüber - 393 Mio Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Steuern
betrug ebenfalls 53 Mio Euro nach - 398 Mio Euro im Vorjahr.
Der strategische Fokus lag im Berichtsjahr auf der Fortsetzung der Restrukturierung
unseres Kreditportfolios, Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz sowie der Fortführung
selektiver Wachstumsinitiativen. Darüber hinaus haben wir die Integration der Dresdner
Bank in Mittel- und Osteuropa im Berichtsjahr erfolgreich abgeschlossen. Nachdem das
Geschäft der ehemaligen Dresdner-Bankfiliale in Ungarn bereits im Vorjahr in die Commerzbank
Zrt. integriert wurde, folgte im Herbst 2010 die Kundenüberleitung in Russland und
Polen. In Russland wurde die Dresdner Bank ZAO im Rahmen eines Mergers in die Commerzbank
Eurasija integriert und eine Commerzbank-Eurasija-Filiale am Standort der ehemaligen
Dresdner Bank ZAO in St. Petersburg etabliert. In Polen wurde der operative Bankbetrieb
der Filiale an die BRE Bank veräußert und das Kundengeschäft entsprechend übertragen.
Im Berichtsjahr konnten wir in einem schwierigen Marktumfeld eine wachsende Kundenzahl
von unserem Produkt- und Leistungsangebot überzeugen. Diese erhöhte sich im Jahresverlauf
um gut 460 000 auf mehr als 4 Millionen Kunden. Die Commerzbank ist damit die führende
deutsche Bank in Mittel- und Osteuropa. Rund 9 500 Mitarbeiter betreuen unsere Kunden
in 540 Geschäftsstellen.
Darüber hinaus haben wir im zurückliegenden Jahr die grenzüberschreitende Betreuung
mittelständischer Kunden weiter intensiviert. Durch internationale Vertriebsinitiativen
in Zusammenarbeit mit der Mittelstandsbank und den Ausbau des Produkt- und Leistungsspektrums,
wie zum Beispiel ein grenzüberschreitendes Cash Pooling in Polen, konnten wir die
Zahl der Cross-Border-Kunden im Segment Central & Eastern Europe um rund 700 auf fast
4 000 erhöhen.
Im Jahr 2010 hat die BRE Bank ein starkes Operatives Ergebnis in einem zunehmend besseren
wirtschaftlichen Umfeld in Polen erzielt. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes
nahm gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich an Fahrt auf. Höhere Außenhandelsumsätze
und eine Stabilisierung des Arbeitsmarktes gingen mit einer besseren Bonität der Kunden
einher.
Der Beitrag der BRE-Bank-Gruppe zum Operativen Ergebnis des Segments lag für das Jahr
2010 bei 190 Mio Euro und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 164 Mio Euro gestiegen.
Wesentlich dazu beigetragen haben deutlich gestiegene Erträge vor Risikovorsorge.
Ein weiterer Ergebnistreiber war die Entwicklung der Risikovorsorge. Diese lag mit
156 Mio Euro rund 40 % unter dem Wert des Vorjahres. Zugleich wurde die Kostendisziplin
erfolgreich gewahrt. Die Cost Income Ratio für das Berichtsjahr lag bei rund 52 %.
Das Kundenwachstum setzte sich mit einem Anstieg um mehr als 390 000 auf 3,7 Millionen
Kunden fort. Insbesondere die dynamische Entwicklung der Direktbank mBank in Polen,
Tschechien und der Slowakei hat dazu beigetragen.
Durch die Übertragung des polnischen Filialgeschäftes der ehemaligen Dresdner Bank
an die BRE-Bank-Gruppe wurde die Integration in Polen erfolgreich abgeschlossen. Darüber
hinaus wurden Maßnahmen zur weiteren Optimierung der Zusammenarbeit im Cross-Border-Geschäft
mit der Commerzbank und bei der Betreuung internationaler Kunden umgesetzt.
Der Schwerpunkt der im März vorgestellten BRE-Bank-Strategie liegt auf profitablem
Wachstum im Privat- und Firmenkundengeschäft. Ziel im Privatkundengeschäft ist es,
die Erträge durch weiteres Kundenwachstum sowie Cross-Selling bei Bestandskunden zu
erhöhen. Angebotsseitig wird insbesondere das Affluent-Segment adressiert und das
Leistungsspektrum bei Girokonten, Konsumentenkrediten und Baufinanzierungen weiter
ausgebaut. Darüber hinaus soll die Produktpalette für die Kunden erweitert werden,
die bisher noch keine Erstbankverbindung mit der BRE-Bank-Gruppe haben. Durch die
weitere Segmentierung der Kundenbasis und den Einsatz von Customer-Relationship-Management-Systemen
(CRM) wird das Angebot noch gezielter auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten.
Bis zum Jahr 2012 ist geplant, die Zahl der Kunden auf mehr als 4 Millionen zu erhöhen.
Im Firmenkundengeschäft und im Investmentbanking soll sich die starke Position der
BRE Bank durch die Konzentration auf attraktive Wachstumsfelder weiter festigen. Wesentliche
Maßnahmen liegen in der Weiterentwicklung von Transaction-Banking-Services und einem
stärkeren Fokus auf das Cross-Selling von Investmentbanking-Produkten an Firmenkunden.
Darüber hinaus wird weiteres Wachstumspotenzial erschlossen, beispielweise im öffentlichen
Sektor (Kommunalfinanzierung), in der Zusammenarbeit mit lokalen Tochtergesellschaften
internationaler Konzerne und bei Finanzierungsprojekten, die durch EU-Fördermittel
unterstützt werden.
Zur Umsetzung der strategischen Maßnahmen und zur Stärkung ihrer Eigenkapitalbasis
hat die BRE Bank im Sommer 2010 eine Kapitalerhöhung durchgeführt. Durch die Ausgabe
von 12 371 200 neuen Aktien mit Bezugsrecht hat sich das Kapital um rund 500 Mio Euro
erhöht. Die Commerzbank hat an dieser Kapitalerhöhung entlang ihrer bestehenden Beteiligungsquote
von 69,8 % teilgenommen.
Durch die Weiterentwicklung des Produkt- und Leistungsangebots hat die BRE Bank ihre
Wettbewerbsposition im Geschäftsjahr 2010 weiter gestärkt.
Im Firmenkundengeschäft wurde mit "iBRE FX" eine neue Onlineplattform zur Währungskonvertierung
geschaffen, die Kunden einen zusätzlichen Zugang zu Kapitalmärkten eröffnet. Zudem
startete mit "iBRE 2.0" eine neue Version der internetbasierten Electronic-Banking-Plattform.
Neben einer verbesserten Benutzerführung wurden die Kommunikationsmöglichkeiten zwischen
Kunde und Bank erweitert, zum Beispiel über neue Funktionen wie ein interaktiver Kalender
oder ein neues Benachrichtigungssystem. Im Produkt- und Leistungsangebot für Firmenkunden
erleichtern neue Services den Zahlungsverkehr für Commerzbank-Kunden in Polen. Zudem
wurde das Prepaid-Karten-Angebot ausgebaut und einer breiteren Kundenbasis zugänglich
gemacht.
Im Investmentbanking konnte die BRE Bank eine führende Rolle im dynamisch wachsenden
Markt der polnischen Staatsanleihen und der Zinsderivate einnehmen. Bei mittelfristigen
Schuldverschreibungen von Unternehmen und Banken liegt die BRE Bank mit einem Marktanteil
von 21 % auf Platz 2.
Das Angebot im Privatkundengeschäft wurde ebenfalls weiterentwickelt. So können Kunden
von neuen, individuellen Kreditlimiten profitieren, die auf Basis der Kundenhistorie
automatisch eingerichtet werden. Dieses Angebot kann über die Kreditkarte oder als
Barkredit in Anspruch genommen werden. Zudem wurde das Leistungsspektrum um Bardarlehen
für Kleinstunternehmen, Euro-Automobilfinanzierungen und Ratenkredite, die über die
Kreditkarte abgerufen werden können, erweitert.
Im vergangenen Jahr wurden die BRE Bank und ihre Tochtergesellschaften mehrfach ausgezeichnet.
Beim Wettbewerb "World's Best Internet Banks" wurde die BRE Bank von dem Magazin "Global
Finance" zur besten Onlinebank für Firmenkunden in Mittel- und Osteuropa im Jahre
2010 gekürt. Im Rahmen eines Wettbewerbs unter der Schirmherrschaft des polnischen
Ministeriums für Wirtschaft und der Agentur für Unternehmensentwicklung konnte sich
die Leistungsstärke der "iBRE Electronic Banking"-Plattform erneut beweisen: Die Währungskonvertierungsplattform
"iBRE FX" und das "iBRE Cards"-Modul erhielten den Titel "Europrodukt 2010". Im Privatkundengeschäft
wurde die Direktbank mBank von den Lesern der polnischen Tageszeitung "Dziennik Gazeta
Prawna" zur "Bank most accessible to clients" gewählt, die MultiBank erhielt eine
Auszeichnung für ihre Effizienz im Kundengeschäft. Beurteilt wurden die Qualität der
MultiBank-Outlets, der Transaktionssysteme, des Internetauftritts ebenso wie die der
telefonischen Kundenbetreuung. Zudem erhielt die mBank den Preis "Golden Bank" für
die besten Konten, Kreditkarten und Unternehmenskredite. In der Tschechischen Republik
wurde die mBank als beste "Consumer Internet Bank" ausgezeichnet.
Für das Jahr 2011 erwarten wir, dass sich die positive Entwicklung der polnischen
Wirtschaft weiter fortsetzt. Wesentlich gestützt wird das stabile Wachstum durch den
Konsum und private Investitionen. Ziele der BRE-Bank-Gruppe sind Ertragswachstum,
einhergehend mit einer weiteren Verbesserung der Profitabilität, der Eigenkapitalrentabilität
und der Cost-Income-Ratio.
Die BRE-Bank-Gruppe wird ihr Produkt- und Leistungsspektrum weiterentwickeln. Im Firmenkundengeschäft
stehen ein kundenzentrierter Ansatz und der Ausbau des sektorspezifischen Fachwissens
in der Kundenbetreuung im Fokus. Auf diese Weise soll die Kundenbindung mit attraktiven
Angeboten und durch eine noch stärkere Ausrichtung entlang der Kundenbedürfnisse weiter
erhöht werden. Darüber hinaus bilden selektives Kundenwachstum, höhere Marktanteile
im öffentlichen Sektor und ein intensivierter Vertrieb im Transaction Banking strategische
Eckpunkte im Firmenkundengeschäft.
Im Investmentbanking sind für das Jahr 2011 mehrere Initiativen geplant, die das Volumen
bei Fremdwährungstransaktionen erhöhen sollen. Im Vordergrund steht eine Ausweitung
des Geschäftsvolumens mit Firmenkunden.
Mit dem Abschluss von Programmen rund um die Fußball Europameisterschaft 2012 und
in Verbindung mit EU-finanzierten Projekten wird in Polen sowohl ein steigender Finanzierungsbedarf
als auch eine steigende Investitionsneigung bei einer weiteren Stabilisierung des
Wirtschaftswachstums erwartet.
Im Privatkundengeschäft wird die BRE-Bank-Gruppe noch gezielter anspruchsvolle und
junge Kunden im Fokus haben. Dabei wird das Cross-Selling weiter forciert, insbesondere
bei Konsumentenkrediten und bei Investmentprodukten. Darüber hinaus wird die Bank
ihre Zahlungsverkehrsdienstleistungen und innovativen Kartenlösungen weiterentwickeln.
Wesentlicher Treiber ist die "Touch-less-Technologie", mit der Zahlungen durch Auflegen
der Karte auf bestimmte Lesegeräte komfortabel ausgeführt werden können.
Die wirtschaftliche Entwicklung in der Ukraine hat sich im Jahresverlauf 2010 mit
einem Anstieg des ukrainischen Bruttoinlandsproduktes um rund 4 % bis 5 % verbessern
können. Im ukrainischen Bankenmarkt zeigte sich diese Entwicklung durch eine verbesserte
Liquiditätslage, steigende Kundeneinlagen und eine geringere Risikovorsorge. Aus der
Bank Forum resultierte vor diesem Hintergrund ein geringerer Verlust als im Vorjahr.
Der negative Ergebnisbeitrag trotz umfangreicher Restrukturierungsmaßnahmen ergab
sich durch eine strukturell hohe Risikovorsorge im Kreditgeschäft und rückläufige
Erträge durch wertorientierten Portfolioabbau. Die Zahl der Kunden erhöhte sich im
Berichtsjahr um rund 67 000 auf mehr als 500 000. Hierzu konnte unter anderem die
im Sommer gestartete Imagekampagne mit dem Slogan "Business the German way" beitragen,
die im November bei den Epica-Awards in der Kategorie "Print" mit Gold ausgezeichnet
wurde.
Der Schwerpunkt lag im Berichtsjahr in der operativen Umsetzung des im Jahr 2009 aufgesetzten
Restrukturierungsprogramms. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung zu einer fokussierten
Universalbank wurden die Organisationsstruktur weiter angepasst und Kernprozesse verstärkt
in Backoffices gebündelt. Zugleich wurde eine Optimierung der bestehenden Infrastruktur
vorgenommen und die Filialpräsenz noch stärker auf profitable Kundensegmente in relevanten
Ballungszentren ausgerichtet. Zur Erhöhung der Effizienz und Reduzierung der Kosten
wurde die Zahl der Vertriebseinheiten von 285 auf 194 und die Zahl der Mitarbeiter
um 22 % auf 3 080 verringert.
Im Privatkundengeschäft wurden zusätzliche Leistungsangebote eingeführt. So können
Kunden beispielsweise mit dem neuen Service "Smarter" auf ihrem Girokonto einen Mindestbetrag
fixieren - die über diesen Betrag hinaus gehende Liquidität wird automatisch auf ein
Sparkonto transferiert. Auf diese Weise profitieren Kontoinhaber von einem optimierten
Liquiditätsmanagement. Am Ende des Berichtsjahres wurde zudem ein neues Onlinebanking
gestartet und damit die Attraktivität der Bank für Kunden erhöht.
Zu Beginn des Jahres 2010 hat die Commerzbank 26,25 % an der Bank Forum von einem
Minderheitsaktionär übernommen und damit ihre Kontrollmehrheit auf 89,3 % erhöht.
Es wurden zwei Kapitalerhöhungen durchgeführt, wodurch sich der Anteil der Commerzbank
an der Bank Forum auf rund 95 % erhöhte.
Durch die sukzessive Implementierung professioneller Prozesse und zukunftsgerichteter
Methoden zur Risikobewertung und -erkennung werden das Risikomanagement und damit
die Grundlage für selektives Neugeschäft fortlaufend weiter verbessert. Daneben wurde
eine interne Restructuring Unit etabliert, um das Non-performing-loan-Portfolio wertorientiert
abzubauen.
Für das Jahr 2011 erwarten Analysten ein moderates Wirtschaftswachstum. Die Bank Forum
wird in diesem Umfeld den Abbau des Portfolios notleidender Kredite weiterführen und
selektiv Neugeschäft akquirieren. Ziel ist die weitere Rückführung der Risikokosten
sowie der Wiederaufbau eines werthaltigen Kreditbestandes. Zugleich wird der Umbau
zu einer fokussierten Universalbank weiter fortgesetzt. Durch die tiefgreifenden strukturellen
Veränderungen erwarten wir mittelfristig die Rückkehr in die Gewinnzone.
Im Jahr 2010 hat sich die Wirtschaft in Russland positiv entwickelt, unter anderem
durch gestiegene Rohstoffpreise und Exporterlöse. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte
sich im Jahresverlauf um gut 4 %.
Im Firmenkundengeschäft der russischen Commerzbank Eurasija werden lokale Tochtergesellschaften
deutscher und internationaler Unternehmen sowie große russische Gesellschaften betreut.
Schwerpunkt im zurückliegenden Geschäftsjahr war die Integration der Dresdner Bank
ZAO in die Commerzbank Eurasija verbunden mit einer Erweiterung der Produktpalette
für Kunden der ehemaligen Dresdner Bank und einem Ausbau der Kundenbeziehungen. Diese
Transaktion wurde im Herbst 2010 erfolgreich abgeschlossen und die Kundenbasis der
neuen Commerzbank Eurasija nachhaltig gestärkt. Im Ergebnis hat sich die Zahl der
betreuten Kunden verdoppelt. Darüber hinaus wurde die regionale Präsenz der Commerzbank
in Russland weiter ausgebaut. Im Mai wurde im Zuge der Integration eine neue Commerzbankfiliale
am Standort der ehemaligen Dresdner Bank ZAO in St. Petersburg etabliert.
Einen zusätzlichen Impuls lieferte die Integration mit Blick auf die Weiterentwicklung
und die Zusammenarbeit im Cross-Border-Geschäft - zum Beispiel im Cash Management
und bei Finanzierungen. Insbesondere Exportfinanzierungen deutscher Unternehmen, die
im Zuge der positiven konjunkturellen Entwicklung Investitionsgüter in erhöhten Volumen
nach Russland lieferten, haben dazu beigetragen.
Im Jahr 2011 sollen die Geschäftsaktivitäten der Commerzbank Eurasija im russischen
Markt ausgeweitet werden. Der Fokus liegt unter anderem auf einer noch intensiveren
Zusammenarbeit der Commerzbank Eurasija mit dem Segment Corporates & Markets für eine
noch bessere Betreuung russischer Blue Chips sowie weiterer großer russischer Unternehmen.
Im Jahr 2010 hat sich das Bruttoinlandsprodukt der tschechischen sowie der slowakischen
Wirtschaft deutlich mit 2,4 % respektive 4,2 % erholt. Schwerpunkte der Aktivitäten
waren die Festigung unserer Position im internationalen Geschäft mit tschechischen
Unternehmen, insbesondere im Garantiegeschäft, sowie der Ausbau von Geschäftsbeziehungen
mit lokalen Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen.
Die Zufriedenheit der Kunden stand auch 2010 im Mittelpunkt. Im Rahmen einer umfangreichen
Befragung im Firmen- und Privatkundengeschäft wurde der Commerzbank in Tschechien
wie in der Slowakei eine durchweg hohe Zufriedenheit der Kunden bescheinigt.
In Tschechien konnte sich die Commerzbank durch die Projektfinanzierung eines Solarparks
in der Region Böhmen im Bereich der erneuerbaren Energien positionieren. Die Finanzierung
erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den Experten des Commerzbank Center of Competence
Renewables (CoC RE) in Hamburg. In der Slowakei konnten wir entlang einer positiven
Entwicklung in der Automobil- und Stahlindustrie insbesondere von Neugeschäft in der
Betriebs- und Investitionsfinanzierung profitieren.
Im Berichtsjahr erweiterten wir in Tschechien die Zahl der Cash-Management-Lösungen
im Cross-Border-Geschäft für eine noch effizientere Liquiditätssteuerung unserer Kunden.
Weiterhin konnten diese von der intensiven Unterstützung der Bank im dokumentären
Geschäft profitieren, beispielsweise durch unter Akkreditiven abgewickelte ECA-gedeckte
Bestellerkredite.
Für das Jahr 2011 erwarten Marktbeobachter zunehmende Wachstumstendenzen und eine
stärkere Investitionsnachfrage. In diesem Rahmen werden wir uns weiterhin auf das
Geschäft mit dem deutschen sowie dem tschechischen und slowakischen Mittelstand konzentrieren.
Zugleich wollen wir weiteres Potenzial im Cross-Border-Geschäft heben. Darüber hinaus
soll das Kundenwachstum zur Ertragssteigerung weiter forciert werden. Wesentliche
Treiber liegen erstens in einer noch individuelleren Betreuung der Kunden sowie zweitens
in einer hohen Servicequalität.
Die Commerzbank Zrt. bietet in Ungarn Dienstleistungen im Firmenkundengeschäft sowie
für ausgewählte Privatkunden an. Die wirtschaftliche Entwicklung in Ungarn konnte
sich im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr zwar festigen, dennoch verlief diese Erholung
im Vergleich zu anderen Ländern Mittel- und Osteuropas langsamer. Zudem belastete
die Einführung der Bankensteuer in Ungarn den Finanzdienstleistungssektor und das
Operative Ergebnis unserer Einheit.
Im Firmenkundengeschäft konnte das Leistungsspektrum weiter ausgebaut werden. Darüber
hinaus konnte die positive Wahrnehmung der Commerzbank Zrt. erneut bestätigt werden:
In einer von Dun & Bradstreet im Juni 2010 veröffentlichten Studie wurde die Bonität
von Unternehmen untersucht. In diesem Rahmen wurde ermittelt, mit welcher Wahrscheinlichkeit
in den nächsten zwölf Monaten ein Konkurs oder Liquidationsverfahren gegen ein Unternehmen
eingeleitet wird. Mit ihrem Unternehmensportfolio belegte die Commerzbank Zrt. bei
der Kreditwürdigkeit ihrer Kunden Platz 1 unter den ungarischen Geldinstituten mit
mehr als 1 000 Firmenkunden.
Im Privatkundengeschäft haben wir unsere Produkte und Services kontinuierlich weiterentwickelt.
Das Cross-Selling in Richtung Kunden kleiner und mittelgroßer Unternehmen (SME) wurde
ausgebaut. Zudem wurden Maßnahmen zur weiteren Optimierung der Systeme im Zahlungsverkehr
initiiert.
Für das Jahr 2011 erwarten Marktbeobachter eine weitere konjunkturelle Erholung in
Ungarn. Die positiven Effekte des Wirtschaftswachstums sollen sich im Unternehmenssektor
sowie mit verbesserten Ergebnissen im ungarischen Bankensektor widerspiegeln. Eine
zunehmende Ausschöpfung bestehender Cross-Selling-Potenziale soll in der Commerzbank
Zrt. zur Erweiterung der Ertragsbasis beitragen.
Die Commerzbank ist mit Minderheitsbeteiligungen zwischen 6 % und 21 % an sechs ProCredit-Banken
in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Rumänien und Serbien beteiligt.
Diese Banken haben sich auf die Förderung von sehr kleinen sowie kleinen und mittelständischen
Unternehmen durch Kredite (inklusive Agrarkredite) und andere Finanzdienstleistungen
in ihren jeweiligen Ländern spezialisiert. Zusätzlich bieten sie Spar- und Termineinlagen
sowie laufende Konten für Privatkunden an. Mehrheitsgesellschafter ist die ProCredit
Holding AG mit Sitz in Frankfurt am Main. Im Falle der ProCredit-Bank Rumänien sind
zusätzlich internationale Finanzinstitute wie die Europäische Bank für Wiederaufbau
und Entwicklung (EBRD), die KfW-Bankengruppe und die International Finance Corporation
(IFC) Gesellschafter. Mit ihrem zugrunde liegenden Geschäftsmodell zeigten die ProCredit-Banken
in der Wirtschafts- und Finanzkrise eine relativ stabile Entwicklung im Vergleich
zu anderen Banken in den jeweiligen Märkten.
In Weißrussland ist die Commerzbank Aktiengesellschaft mit 9 % an der seit 2008 operativ
tätigen Belarusian Bank for Small Business (BBSB) beteiligt. Diese Bank wurde unter
der Federführung der EBRD gegründet. Weitere Anteile an der BBSB werden von der Kreditanstalt
für Wiederaufbau (KfW), der IFC, der FMO - Nederlandse Financierings-Maatschappij
voor Ontwikkelingslanden, der Swedfund, der US Shorebank International und Shore Cap
International gehalten. Die BBSB kann auf einen kontinuierlichen Wachstumskurs zurückblicken;
die Grundlage bildet ein Filialnetz, das sich über wesentliche weißrussische Ballungszentren
erstreckt.
Mit 15,3 % hält die Commerzbank Auslandsbanken Holding AG eine Minderheitsbeteiligung
an der russischen Promsvyazbank. Die 1995 gegründete OJSC Promsvyazbank rangiert nach
Assets auf Platz 10 unter den russischen Banken und ist eine der führenden russischen
Privatbanken. Die Promsvyazbank bietet Finanzdienstleistungen für Firmen- und Privatkunden.
Neben einem attraktiven Onlinebanking-Angebot verfügt die Promsvyazbank über ein russlandweites
Filialnetz sowie Auslandsbüros in China, Indien, der Ukraine und auf Zypern. Im Februar
des Berichtsjahres hat die EBRD eine Beteiligung in Höhe von 11,8 % an der Promsvyazbank
als neuer Anteilseigner übernommen.
Für das Jahr 2011 rechnen wir mit einer weiteren Festigung des wirtschaftlichen Aufschwungs
in den Ländern Mittel- und Osteuropas, von der auch das Segment Central & Eastern
Europe profitieren sollte. In diesem Marktumfeld wird die Commerzbank nach dem erfolgreichen
Turnaround des Segments im Berichtsjahr ihre Position als führende deutsche Bank in
Mittel- und Osteuropa weiter ausbauen.
In Polen wird die BRE Bank ihre wertorientierte Wachstumsstrategie weiter umsetzen.
Im Fokus steht eine weitere Stärkung der Profitabilität. Wesentliche Treiber sind
der Ausbau des Kreditgeschäftes mit Firmen- und Privatkunden sowie die Erweiterung
des Produkt- und Leistungsspektrums. Darüber hinaus sollen die Erträge durch zusätzliches
Kundenwachstum und Cross-Selling in weiteren Produktsegmenten erhöht werden.
In der Ukraine wird die Bank Forum den Abbau des Portfolios notleidender Kredite weiter
forcieren. Zugleich wird die Neuausrichtung zu einer fokussierten Universalbank weiter
voran getrieben. Wesentliche Bausteine sind selektives Neugeschäft im Firmenkreditbereich
und die zunehmende Ausrichtung auf urbane Kunden im Privatkundengeschäft.
Die Commerzbank Eurasija wird ihre Geschäftsaktivitäten im russischen Markt ausweiten.
Dazu liegt ein besonderes Augenmerk auf einer noch intensiveren Zusammenarbeit mit
dem Segment Corporates & Markets für eine noch bessere Betreuung unserer Firmenkunden.
In Tschechien und der Slowakei liegt der Schwerpunkt weiterhin auf dem Geschäft mit
Mittelstandskunden und der Ertragssteigerung durch forciertes Kundenwachstum. In Ungarn
soll das Cross-Selling im bestehenden Kundenstamm weiter gesteigert werden.
Das Segment Corporates & Markets umfasst die kundenorientierten Investmentbanking-Aktivitäten
der Commerzbank und die Betreuung von kapitalmarktaffinen Kunden. Die angebotene Produkt-
und Dienstleistungspalette ermöglicht es der Commerzbank, den gestiegenen Kundenansprüchen
an eine Universalbank gerecht zu werden. Als konzernweiter Produktlieferant für Kunden
ist das Segment Corporates & Markets ein Kernsegment der Gesamtbank und eng mit den
anderen Segmenten verzahnt.
Das Berichtsjahr war durch den erfolgreichen Abschluss der Integration des Investmentbank-Geschäfts
der Dresdner Bank geprägt. Trotz dieser großen Herausforderung hat das Segment Corporates
& Markets im Berichtsjahr wesentlich zum Konzernergebnis beigetragen. In den nachfolgenden
Abschnitten wird auf die vier Konzernbereiche Fixed Income & Currencies, Equity Markets
& Commodities, Corporate Finance und Client Relationship Management näher eingegangen.
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2010 | 2009 | Veränderung in %/%-Punkten |
| Gebundenes Eigenkapital (Mio €) | 3 855 | 4 421 | - 12,8 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 20,4 | - 9,5 | 29,9 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 68,3 | 107,1 | - 38,8 |
Tabelle 6
Mit der konsequenten Ausrichtung und erfolgreichen Implementierung des kundenorientierten
Geschäftsmodells erzielte das Segment Corporates & Markets in allen vier Quartalen
2010 ein positives Operatives Ergebnis.
Beim Vorjahresvergleich der Ergebnisentwicklung ist zu berücksichtigen, dass im ersten
Halbjahr 2009 noch Erträge von Bereichen enthalten waren, die im Rahmen des neuen
Geschäftsmodells eingestellt beziehungsweise stark reduziert wurden. Darüber hinaus
war das Jahr 2009 geprägt durch den Abbau von Risikopositionen und den daraus entstandenen
Ergebnisbelastungen.
Das Zinsergebnis lag mit 767 Mio Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Positive Beiträge
waren insbesondere durch das Geschäft mit strukturierten Finanzierungen zu verzeichnen.
In einem sich stabilisierenden wirtschaftlichen Umfeld und bedingt durch Auflösungen
kam es bei der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft im Geschäftsjahr 2010 zu einem
Nettoertrag von 27 Mio Euro, nach einer Nettozuführung im Vorjahr in Höhe von 289
Mio Euro. Der Rückgang im Provisionsergebnis um 98 Mio Euro auf 254 Mio Euro war im
Wesentlichen bedingt durch einzelne große Transaktionen im Vorjahr. Mit 1 160 Mio
Euro lag das Handelsergebnis deutlich über dem Wert der Vorjahresperiode von 681 Mio
Euro.
Der Konzernbereich Equity Markets & Commodities verzeichnete im Berichtsjahr eine
stabile Entwicklung. Auch im Konzernbereich Fixed Income & Currencies konnten die
Operativen Erträge stabilisiert werden, wobei insbesondere das zweite und vierte Quartal
durch die schwierigen Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit der Schuldenkrise der
PIIGS-Staaten geprägt waren. Demgegenüber erzielte der Konzernbereich Corporate Finance
im abgelaufenen Berichtsjahr erneut ein Rekordergebnis im Geschäft mit Firmen- und
institutionellen Kunden. Das Ergebnis aus Finanzanlagen verbesserte sich aufgrund
von Bewertungseffekten bei restrukturierten Krediten von 27 Mio Euro auf 220 Mio Euro.
Das Sonstige Ergebnis fiel von 5 Mio Euro auf - 20 Mio Euro. Der Verwaltungsaufwand
ging deutlich um 343 Mio Euro auf 1 633 Mio Euro zurück. Die Kostenreduzierung - sowohl
im Personal- als auch im Sachaufwand - beruhte insbesondere auf Maßnahmen im Rahmen
der Integrations- und Restrukturierungsaktivitäten. Die geplante Personal- und Organisationsstruktur
wurde sowohl im Inland als auch im Ausland abgeschlossen.
Für das Geschäftsjahr 2010 erreichte das Segment Corporates & Markets ein Operatives
Ergebnis von 786 Mio Euro, nach - 420 Mio Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern
betrug ebenfalls 786 Mio Euro nach - 571 Mio Euro im Vorjahr.
Zu den besonderen Leistungen des Segments zählt der Abschluss der Integration des
Investmentbank-Geschäfts der Dresdner Bank. In nur 18 Monaten haben wir das Geschäftsmodell
erfolgreich implementiert, die Organisationsstruktur entsprechend angepasst und die
angestrebte Größenordnung erreicht. Dazu wurden an den jeweiligen Standorten die Mitarbeiter
zusammengeführt; des Weiteren sind die IT- und Asset-Migration auf die Zielsysteme
im Jahr 2010 planmäßig verlaufen. Das Segment verfügt nun über eine deutlich erweiterte
sowie internationalisierte Kundenplattform und ein am Markt stark anerkanntes Finanzprodukt-Know-how.
Dies spiegelt sich auch im guten Geschäftsergebnis wider. So ist das Segment Corporates
& Markets in diesem Berichtsjahr wieder profitabel und hat wesentlich zum Konzernerfolg
beigetragen. Insbesondere im Konzernbereich Corporate Finance nahm die Anzahl an Transaktionen
und Mandatierungen kontinuierlich zu. Die Konzernbereiche Equity Markets & Commodities
sowie Fixed Income & Currencies haben vor allem von den ausgebauten Vertriebskanälen,
aber auch von der gestärkten Produkttiefe profitiert.
Die nicht strategischen und kapitalintensiven Geschäfte haben wir erfolgreich reduziert
mit dem Ziel, die Bilanzstruktur zu verbessern und die Ressourcen effizient einzusetzen.
Die Strategie der Commerzbank im Investmentbanking besteht nach wie vor darin, den
Handel auf das kundenbezogene Geschäft auszurichten und somit stabile Erträge zu generieren.
Dieses Ziel wurde auch während des Integrationsprozesses verfolgt. Die Reduktion des
Eigenhandels und die Fokussierung auf die Risikoabsicherung für Kunden spiegeln sich
auch in den durchschnittlichen Risikoaktiva der Marktpreisrisiken des kombinierten
Segmentes wider; diese betrugen zum Jahresende 2010 nur 26 % der Risikoaktiva der
Marktpreisrisiken im Konzern.
Der Konzernbereich Fixed Income & Currencies (FIC) verzeichnete im Bereich der kundengetriebenen
Handelsaktivitäten mit Zins- und Devisenprodukten und ihren jeweiligen Derivaten ein
erfolgreiches Geschäftsjahr.
Im Berichtsjahr hat sich der Konzernbereich FIC vor allem auf die IT- und Asset-Migration
auf die Zielsysteme konzentriert. Nach erfolgter Integration ist der Konzernbereich
an den wichtigsten Finanzplätzen der Welt vertreten und kann somit den Kunden Serviceleistungen
in unterschiedlichen Zeitzonen anbieten. Mit ausschlaggebend für den Erfolg des Konzernbereichs
im abgelaufenen Berichtsjahr sind die konzernweiten Vertriebskanäle; dadurch konnten
wir auch den Firmenkunden des Segments Mittelstandsbank sowie den Privatkunden der
Commerzbank Produkte und Dienstleistungen anbieten. Des Weiteren stehen seit dem Berichtsjahr
mit der Weiterentwicklung der elektronischen Plattformen "eBond" und "Click&Trade
FX" auf den neuesten technologischen Stand ein noch effizienterer Kundenservice und
eine gesteigerte Transaktionskapazität zur Verfügung.
Das gute Ergebnis des Konzernbereichs FIC ist auch auf die große Kundenzufriedenheit
mit dem neuen Vertriebsansatz der Bank zurückzuführen. Unsere Kunden schätzen den
Ausbau und das Know-how der neuen Vertriebseinheit im FIC-Sales-Bereich, der sich
darauf spezialisiert hat, die Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden ganzheitlich zu erfüllen.
Diese Wertschätzung spiegelt sich auch im Ergebnis der Umfrage der "Deutschen Risk-Derivate"
wider. Unsere Kunden haben uns zum zweiten Mal in Folge insgesamt auf Platz 2 und
in der Sparte Risk-Management und Währungen auf Platz 1 gewählt. Die Commerzbank wurde
außerdem von dem "European CEO Magazine" für das beste FX- und Treasury-Management-Business
in Osteuropa ausgezeichnet.
Der Konzernbereich FIC wird sich im Jahr 2011 darauf konzentrieren, die Kundenbasis
im Firmen-, Retail- sowie institutionellen Bereich weiter auszubauen. Durch die Vernetzung
mit den konzernweiten Vertriebskanälen wird es möglich sein, die Produkte noch effektiver
am Markt platzieren zu können. Ziel ist es, die Position als bevorzugter Partner für
Risikomanagement und strukturierte Lösungen weiter zu festigen. Ein besonderes Augenmerk
wird dabei aufgrund der Kundennachfragen auch auf den Wachstumsmärkten Osteuropa und
Asien liegen.
Der Konzernbereich Equity Markets & Commodities (EMC) hat auch im Berichtsjahr 2010
seine führende Position im Geschäft mit Aktienderivaten in Europa behauptet. Trotz
schwieriger Marktverhältnisse war das Berichtsjahr sehr erfolgreich. Insbesondere
die Bereiche Flow und Exotics Trading erzielten stabile Ergebnisse. Auch die Plattform
für Exchange Traded Funds (ETF) stieß sowohl bei unseren privaten Kunden als auch
bei institutionellen Anlegern in diesem Jahr erneut auf große Nachfrage.
Der Konzernbereich konnte des Weiteren seine Rolle als einer der führenden Brokerhäuser
für deutsche Aktien weiter ausbauen und im Berichtsjahr Erfolge feiern. Dazu hat auch
das erfolgreiche "German Investment Seminar" in New York mit der Teilnahme von 60
führenden deutschen Firmenkunden und 450 Investoren beigetragen.
Der Konzernbereich kann nach der erfolgreichen Integration der Dresdner Bank auf vielfältige
Vertriebskanäle, einen erweiterten Kundenstamm und eine stark ausgebaute Produktplattform
zurückgreifen. Letztere wird kontinuierlich weiterentwickelt und um neue Produkte
erweitert. Im Berichtsjahr waren dies insbesondere Contract of Differences (CFDs),
Faktorzertifikate, Systematische Fonds, ETFs und Rohstoffindizes.
Die mittlerweile nahezu 100 000 Produkte belegen die traditionell starke Position
der Commerzbank bei Aktienderivaten. Dabei wird die Qualität durch mehrere Auszeichnungen
bestätigt. So erhielt der Bereich bei den "Scope Investment Awards 2010" die Auszeichnung
als "Beste Bank für strukturierte Produkte in Deutschland" sowie mehrere Auszeichnungen
namhafter Zeitschriften in Deutschland und in Europa. Darüber hinaus wurde der Bereich
zum vierten Mal in Folge zum "besten Emittenten im deutschen Markt für Retail-Derivate"
gekürt (Zertifikate-Award 2010). Der Deutsche Derivate-Verbund (DDV) verkündete zudem
für das dritte Quartal die Marktführerschaft nach Marktvolumen der Commerzbank als
Emittent von derivativen Wertpapieren in Deutschland.
Ziel im Konzernbereich EMC ist es, im Jahr 2011 die führende Rolle als Market Maker
mit strukturierten Finanzprodukten sowie Fonds und Comstage-ETF-Produkten weiter auszubauen.
Für den Konzernbereich EMC erwarten wir für das laufende Jahr - dank der umfangreichen
Produktpalette und den effizienten Vertriebskanälen -, von den Chancen an den verschiedenen
Märkten profitieren zu können.
Der Konzernbereich Corporate Finance erzielte im abgelaufenen Berichtsjahr erneut
ein Rekordergebnis im Geschäft mit Firmen- und institutionellen Kunden. Unsere umfangreichen
Produktkenntnisse und unsere sehr gute Marktposition bei deutschen Firmenkunden und
Finanzinvestoren machen uns zu einem sehr attraktiven Partner - auch für die institutionellen
Kunden der Mittelstandsbank.
Die Einheiten Debt Capital Markets Bonds und Debt Capital Markets Loans erhielten
im Jahr 2010 zahlreiche prestigeträchtige Führungsmandate bei Unternehmensanleihen
sowie bei mittel- und langfristigen syndizierten Darlehen in Deutschland und Europa.
Allein bei den "Benchmark-Deals" mit einem Volumen von über 500 Mio Euro konnte DCM
Bonds im Berichtsjahr 82-mal das Führungsmandat übernehmen.
Der Bereich Leveraged Finance hat mit der Wiederbelebung der europäischen LBO-Märkte
Anfang 2010 erfolgreich Arrangierungsmandate gewonnen. Er konnte sich eine führende
Position im europäischen Markt bei gleichbleibend konservativer Kreditrisikosteuerung
erarbeiten. Underwritings, die im begrenzten Umfang eingegangen wurden, ließen sich
ausnahmslos unverzüglich im Markt platzieren.
Der Bereich Equity Capital Markets (ECM) stellte im vergangenen Jahr erneut seine
hervorragende Positionierung im deutschen Markt für Eigenkapitaltransaktionen unter
Beweis. Darüber hinaus war er auch auf europäischer Ebene zunehmend erfolgreich.
In mehreren Ranglisten erreichten wir sehr gute Platzierungen: Nummer-1-Bookrunner
für Deutsche Pfandbriefe, Nummer-1-Bookrunner für German Financial Institutions Bonds
und Nummer-4-Bookrunner für German Corporate Bonds. Zusätzlich erhielt die Commerzbank
den "Euro Week"- und "The Cover"-Award für das beste Covered Bond Research. Die Bank
ist darüber hinaus Nummer-1-Bookrunner für syndizierte Kredite in Deutschland und
wurde zum dritten Mal in Folge mit dem angesehenen "EuroWeek"-Award als "Bester Arranger"
für deutsche Konsortialkredite und für Financial Institutions ausgezeichnet. Platz
2 in den Ranglisten für deutsche ECM-Transaktionen nach Transaktionsanzahl hält die
Commerzbank dank 15 Bookrunner-Mandaten über die gesamte ECM-Produktpalette und der
Begleitung von Benchmark-Transaktionen.
Auf ein erfolgreiches Jahr blickt auch die im Konzernbereich angesiedelte Einheit
Credit Portfolio Management (CPM) zurück. Als "Asset Owner" verantwortet CPM das vom
Client Relationship akquirierte Kreditportfolio und optimiert dieses. Zum aktiven
Management gehört insbesondere der Risikotransfer von Kreditrisiken über den Kapitalmarkt
zur Verbesserung der Portfoliodiversifizierung. CPM hat seine Aktivitäten insbesondere
am CDS-Markt fortgeführt und inzwischen erfolgreich nahezu 30 % des Portfolios gehedgt.
Auch im Jahr 2011 will Corporate Finance eine dominierende Rolle im deutschen Markt
und in europäischen Kernländern spielen sowie die führende Marktposition bei Finanzierungslösungen
für Unternehmen, bei Finanzinvestoren und insbesondere bei Finanzinstituten weiter
verstärken. Ziel ist es, die Präsenz des Geschäftsbereichs am Markt weiter auszubauen
und somit die Anzahl an Transaktionen weiter zu erhöhen.
Der Konzernbereich Client Relationship Management betreut namhafte deutsche multinationale
Unternehmen, ausgewählte deutsche Familienunternehmen in allen wichtigen Industriezweigen
sowie Unternehmen aus dem internationalen Versicherungssektor. Daneben obliegen dem
Konzernbereich die Betreuung führender Private-Equity-Investoren sowie die des Bundes
und der Länder. Um unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen anbieten zu können, arbeitet
der Konzernbereich eng mit den jeweiligen Produktspezialisten aus allen Bereichen
der Bank zusammen.
Das Jahr 2010 war von der Weiterentwicklung der Geschäftsbeziehungen zu unseren Kunden
geprägt. Dabei haben die überproportionale Teilnahme an der Marktentwicklung sowie
die erfolgreiche Etablierung eines neuen Betreuungsmodells für das Corporate Banking
in der Investmentbank die Position der Commerzbank als starker Partner im Investmentbanking
gefestigt.
Im Jahr 2011 wird der Konzernbereich die umfassende Etablierung einer Einheit zur
Betreuung der Investmentbank-Kunden im öffentlichen Sektor vorantreiben. Bei den Zielkunden
wollen wir die Marktanteile sukzessive ausbauen.
Dank der gestärkten Kundenbasis und des am Markt anerkannten Produkt-Know-hows erwarten
wir, unsere Position als starker Investmentbank-Partner zu festigen. Darüber hinaus
sollen die Erträge stabilisiert, Kostensynergien weiter gehoben und regulatorisch
notwendige Investitionen getätigt werden.
Corporates & Markets wird im Jahr 2011 gezielt das internationale Kundenfranchise
ausbauen und Chancen am Markt durch strategische Initiativen ausschöpfen. Unter anderem
soll die Produktpalette im US-Dollar-Bereich entsprechend vorhandener Kundennachfrage
angereichert werden. Zudem soll unser Know-how europäische Produkte betreffend - besonders
des deutschen Marktes - bei ausgewählten Kunden aus Wachstumsländern stärker vermarktet
werden. Die Standorte in Asien sollen entlang den Bedürfnissen unseres konzernweiten
Kundenfranchise ausgerichtet werden.
Im Hinblick auf die anhaltend schwierigen Marktbedingungen werden wir weiter an einer
grundsätzlich konservativen Kreditpolitik festhalten. Entsprechend erwarten wir daher
eine moderate Kreditrisikovorsorge. Darüber hinaus streben wir an, das Risiko-Rendite-Profil
unserer Portfolios im Rahmen eines aktiven Kapitalmanagements kontinuierlich zu optimieren.
Im Rahmen des aktiven Credit-Portfolio-Managements werden wir weiter unsere Diversifizierungsstrategie
fortsetzen, um Risikokonzentrationen zu vermeiden. Aufgrund des sehr guten Risikoprofils
des Portfolios erwarten wir auch für das Jahr 2011 eine positive Gesamtentwicklung.
Die aus Basel III resultierenden Auswirkungen auf die Liquiditäts- und Kapitalanforderungen
im Segment Corporates & Markets halten wir angesichts eines verhältnismäßig niedrigen
Risikoprofils unserer Handelsaktivitäten für kontrollierbar. Trotzdem haben wir bereits
frühzeitig verschiedene Initiativen zur Abfederung der zu erwartenden regulatorischen
Auswirkungen gestartet.
Das Segment Asset Based Finance besteht aus den Konzernbereichen Commercial Real Estate
(CRE), Public Finance (PF), Ship Finance (S) sowie Asset Management and Leasing (AML).
Die Aktivitäten von ABF-CRE und ABF-PF werden nahezu vollständig von der Commerzbank-Tochter
Eurohypo AG durchgeführt. Der Bereich ABF-AML beinhaltet vorrangig die Aktivitäten
unserer Tochtergesellschaft Commerz Real AG. Schließlich führt der Bereich ABF-S die
Schiffsfinanzierungen der Commerzbank und unserer Tochtergesellschaft Deutsche Schiffsbank
AG zusammen.
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2010 | 2009 | Veränderung in %/%-Punkten |
| Gebundenes Eigenkapital (Mio €) | 6 166 | 6 821 | - 9,6 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | - 20,6 | - 11,9 | - 8,7 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 66,0 | 46,3 | 19,7 |
Tabelle 7
Obwohl sich die Weltwirtschaft im Berichtsjahr weiter erholte, belasteten die Effekte
der Krise in den Immobilien-, Staats- und Schiffsfinanzierungsmärkten das Segment
ABF weiterhin und waren maßgeblich für das deutlich negative Ergebnis. Während die
Neuzusagen bei gewerblichen Immobilienfinanzierungen im Jahr 2010 im Vergleich zum
Vorjahr gestiegen sind, wurde die wertschonende Portfolioabschmelzung in der Immobilien-
und Staatsfinanzierung fortgesetzt.
Der Zinsüberschuss nahm im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 % auf 1 160 Mio Euro zu. Dieser
Anstieg ist insbesondere auf höhere Margen in der Immobilienfinanzierung im Neu- sowie
im Prolongationsgeschäft zurückzuführen. Die Risikovorsorge lag mit 1 584 Mio Euro
erneut auf dem sehr hohen Niveau des Vorjahres. Ausschlaggebend waren hohe Wertberichtigungen
in der gewerblichen Immobilienfinanzierung, in erster Linie in den nach wie vor schwierigen
Märkten USA und Spanien. Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 10,1 % auf 327 Mio
Euro. Ausschlaggebend hierfür waren gestiegene Erträge im gewerblichen Immobiliengeschäft
- hauptsächlich aus Restrukturierungen im Ausland - sowie Erträge aus dem Zins- und
Währungsmanagement. Das Handelsergebnis lag mit - 78 Mio Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau
in Höhe von 197 Mio Euro. Im Jahr 2009 fielen positive Bewertungen aus freien Derivaten
sowie die gewinnbringende Auflösung einer Total Return Swap Position an. Das Ergebnis
aus Finanzanlagen wies einen Verlust von - 352 Mio Euro aus, nach - 87 Mio Euro im
Vorjahr. Es war im Zuge der Reduzierung des Staatsfinanzierungsportfolios sowohl durch
Veräußerungsverluste der Anleihen südeuropäischer Staaten als auch durch Wertberichtigungen
belastet. Der Verwaltungsaufwand lag mit 609 Mio Euro 9,0 % unter dem entsprechenden
Vorjahreswert. Dieser Rückgang war sowohl bei den Personal- als auch bei den Sachkosten
durch die Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen bedingt.
Im Geschäftsjahr 2010 betrug das Operative Ergebnis - 1 270 Mio Euro nach - 813 Mio
Euro im Vorjahr. Im Berichtsjahr fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von
33 Mio Euro im Zusammenhang mit dem Strategieprojekt "CORRELATION" bei der Commerz
Real AG an. Das Ergebnis vor Steuern betrug - 1 303 Mio Euro nach - 1 625 Mio Euro
im Vorjahr.
Die Strategie des Asset-basierten Kreditgeschäfts im Segment Asset Based Finance ist
darauf ausgerichtet, bestehende Portfolios zu optimieren. Orientierungskriterien sind
dabei: Bilanzvolumen zurückführen, Risikopositionen reduzieren, Profitabilität steigern.
Des Weiteren fließt auch die Auflage des SoFFin den Abbau der Bilanzsumme in den Konzernbereichen
CRE und PF betreffend ein. Bis zum Jahr 2012 sind folgende Volumina vorgesehen: unter
60 Mrd Euro für CRE und unter 100 Mrd Euro für PF.
Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise waren im Jahr 2010 weiterhin spürbar,
was sich insbesondere in der hohen Risikovorsorge widerspiegelt und sich auf die Geschäftsentwicklung
des Segments belastend auswirkte.
Innerhalb des Commerzbank-Konzerns wird die Finanzierung gewerblicher Immobilien aus
der Eurohypo AG betreut. Neben ihrem Heimatmarkt Deutschland hat die Spezialbank ihre
Kernaktivitäten auf die Zielmärkte Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Portugal,
Russland, Spanien, Türkei und USA konzentriert. Ihre Kunden sind professionelle Immobilieninvestoren
und -entwickler mit einem kontinuierlichen Bedarf an der Finanzierung von Bestandsimmobilien,
Projektentwicklungen und Immobilienportfolios. Sie erhalten bei der Eurohypo AG bedarfsgerechte,
individuelle Beratung und maßgeschneiderte Finanzierungslösungen.
Bei der im Jahr 2009 begonnenen Umstrukturierung ihres Geschäftsmodells hat die Eurohypo
AG im vergangenen Jahr weitere Fortschritte erzielt. Sie hat bereits 15 von 20 Standorten
in Restrukturierungsmärkten - teilweise schneller als geplant - geschlossen. Auch
den geplanten Abbau ihres Bestandsportfolios trieb die Bank weiter voran: Es reduzierte
sich im Berichtsjahr um weitere 3,3 Mrd Euro auf 72 Mrd Euro.
Dennoch gelang es der Bank im Geschäftsjahr 2010, ihr Neugeschäft mit rund 5 Mrd Euro
gegenüber dem Vorjahr zu steigern und gleichzeitig gute Margen zu erzielen. Von dem
Neugeschäft entfiel jeweils rund die Hälfte auf Deutschland und auf ausländische Märkte.
Zusammen mit einem Prolongationsvolumen in Höhe von 6,3 Mrd Euro stand die Eurohypo
AG der Immobilienwirtschaft mit insgesamt knapp 12 Mrd Euro als Kreditgeber zur Verfügung.
Die anhaltend hohe Volatilität an den Immobilienmärkten und die unverändert schwierigen
Rahmenbedingungen in der Refinanzierung führten dennoch dazu, dass das Ergebnis des
Konzernbereichs CRE hinter den Erwartungen zurückblieb. So belastete insbesondere
die hohe Risikovorsorge das Ergebnis deutlich.
Die Eurohypo AG ist die Pfandbriefemittentin innerhalb des Commerzbank-Konzerns, die
neben der Refinanzierung des eigenen gewerblichen Immobiliengeschäfts auch die Refinanzierung
des privaten erstrangigen Baufinanzierungsgeschäfts der Commerzbank ermöglicht. Ihre
prominente Marktstellung hat sie auch während der Finanz- und Schuldenkrise beibehalten:
Sie ist die größte Pfandbriefemittentin in Deutschland und einer der führenden Jumbo-Covered-Bond-Emittenten
weltweit. Im Geschäftsjahr 2010 platzierte die Eurohypo AG erfolgreich Hypotheken-
und öffentliche Pfandbriefe (und über deren Tochtergesellschaft Eurohypo S. A. Luxembourg
einen Lettres de Gage Publiques) mit einem Volumen von 7,8 Mrd Euro am Kapitalmarkt
- darunter zwei Jumbo-Pfandbriefe mit einem Gesamtvolumen von 2,5 Mrd Euro - und 200
Mio Euro unbesicherte Refinanzierungsmittel.
Damit konnte die Eurohypo AG auch im Berichtsjahr auf ein verlässliches Refinanzierungsinstrument
zurückgreifen, das von den schwierigen Marktbedingungen weniger stark betroffen war
als andere Covered-Bond-Produkte. Auch im laufenden Jahr wird der Pfandbrief wieder
eine große Rolle bei den Funding-Aktivitäten des Commerzbank-Konzerns spielen.
Gegen Ende des vergangenen Geschäftsjahres war in den meisten Immobilienmärkten eine
Bodenbildung zu verzeichnen. Die grundsätzlich erwartete Erholung der Immobilienmärkte
wird allerdings durch die Staatsschuldenkrise, die Korrekturen an den Gewerbemärkten
und die Konsolidierung des Bankensektors weiter beeinflusst. Der Trend wird zwar überwiegend
positiv, die Dynamik allerdings sehr verhalten sein. Das Tempo der Erholung wird maßgeblich
vom wirtschaftlichen Umfeld geprägt. Deutschland stellt sich in dieser Hinsicht deutlich
besser dar, da dort keine Übertreibungen auf der Staatsfinanzierungsseite oder im
privaten Sektor abgearbeitet werden müssen. Risiken, dass sich die Euroschuldenkrise
auch hier noch negativ bemerkbar machen könnte, sind damit allerdings nicht vollständig
ausgeräumt. In einzelnen Märkten wie Spanien oder den USA dürften sich die Korrekturen
in Teilbereichen auch noch im Jahr 2011 fortsetzen.
Mit der strategischen Neuausrichtung seines Kerngeschäfts und seiner risikoadäquaten
Geschäftsphilosophie ist der Konzernbereich CRE auf dem richtigen Weg. Ziel ist es,
das CRE-Portfolio bis zum Ende des Jahres 2012 auf unter 60 Mrd Euro abzubauen und
seinen Risikogehalt weiter entscheidend zu minimieren.
Die Anpassungen an die veränderten Marktbedingungen haben wir vorgenommen und mit
der Restrukturierung wesentliche Fortschritte erzielt. Obwohl diese noch nicht im
Ergebnis des Geschäftsjahres 2010 sichtbar sind, ist die Bank ihrem Ziel, die gewerbliche
Immobilienfinanzierung des Segments Asset Based Finance auf nachhaltige Profitabilität
auszurichten, wieder ein Stück nähergekommen.
Das Geschäft von Public Finance ist auf die Finanzierung von Staaten, Bundesländern,
Kommunen und anderer öffentlicher Körperschaften sowie supranationaler Institutionen
fokussiert. Es umfasst Aktivitäten der Eurohypo AG einschließlich deren Luxemburger
Tochtergesellschaft EUROHYPO Europäische Hypothekenbank S.A. und der Commerzbank-Tochter
Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank AG (EEPK) in Luxemburg. Die besicherte
Refinanzierung der Public-Finance-Aktivitäten erfolgt über die Ausgabe öffentlicher
Pfandbriefe und Lettres de Gage Publiques. Zudem spielen Repo-Geschäfte eine bedeutende
Rolle. Unbesicherte Refinanzierungen erfolgen über die Treasury der Commerzbank.
Die Marktentwicklung im Geschäftsjahr 2010 wurde weitestgehend durch die Folgen der
Finanzkrise und der Schuldenkrise in einigen europäischen Ländern bestimmt. Auch in
Nordamerika und Asien blieben die Spreads für Staatsanleihen auf erhöhtem Niveau oder
weiteten sich aus. Die Risikoeinschätzung des Marktes gegenüber Staaten und Emittenten
der öffentlichen Hand hat sich im vergangenen Jahr entscheidend geändert. Selbst Emittenten
besserer Bonität bezahlen deutlich höhere Risikoaufschläge als noch zu Beginn des
Berichtsjahres.
Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit im Konzernbereich Public Finance lag unverändert
auf einem wertschonenden Bestandsabbau des Portfolios. Neugeschäft und Prolongationen
wurden nur zur Deckungsstocksteuerung oder aufgrund vertraglicher Verpflichtungen
getätigt. Das Portfolio wurde gegenüber dem Vorjahresultimo um rund 20 Mrd Euro reduziert.
Neben hohen Fälligkeiten wurden auch aktive Verkäufe mit einem Volumen von rund 4
Mrd Euro vorgenommen. Das Exposure at Default im Konzernbereich Public Finance belief
sich zum Jahresende 2010 auf rund 109 Mrd Euro. Im Rahmen des Abbaus wurde das Exposure
in südeuropäischen Staaten ebenfalls reduziert. Zum Berichtsstichtag betrug das Sovereign
Exposure in den Staaten Portugal, Spanien, Italien, Irland und Griechenland insgesamt
noch 17 Mrd Euro. Dies entspricht einer Reduktion von 3 Mrd Euro gegenüber dem Jahresultimo
2009.
Der Refinanzierungsplan für das Jahr 2010 konnte schon in der ersten Jahreshälfte
weitgehend erfüllt werden. Zu den Refinanzierungsaktivitäten gehörte im Februar 2010
auch die Emission eines dreijährigen öffentlichen Jumbo-Pfandbriefs mit einem Volumen
in Höhe von 1,5 Mrd Euro, dessen Orderbuch binnen weniger Stunden geschlossen wurde
und der um mehr als 100 % überzeichnet war. Darüber hinaus wurde eine größere Pfandbrief-Privatplatzierung
in Höhe von 500 Mio Euro mit Fokus auf den deutschen Markt begeben. Kleinere Privatplatzierungen
konnten ganzjährig bis zum Jahresende bei in- und ausländischen Investoren platziert
werden.
Mit Blick auf die SoFFin-Auflage zur Reduktion des Public-Finance-Bestandes und die
EU-Auflage zur Abtrennung der Eurohypo AG bis spätestens Ende 2014 hat der Vorstand
der Commerzbank Aktiengesellschaft im Oktober 2010 eine strategische Neuausrichtung
für das Public-Finance-Geschäft verabschiedet. Sie sieht für die Eurohypo AG und die
beiden Luxemburger Public-Finance-Einheiten einen risikoorientierten, passiven Auslauf
der Public Finance-Bestände vor. Der Repo-Finanzierung kommt dabei phasenweise eine
stärkere Bedeutung bei der Refinanzierung der Public-Finance-Bestände zu. Zudem haben
wir eine Umstellung des konzerninternen Refinanzierungskonzeptes der Bank im Bereich
des Unsecured Fundings auf ein weitgehend fristenkongruentes, eigenständiges Fundingkonzept
beschlossen.
Für die Jahre 2011 und 2012 ist von weiterhin hohen Defiziten und somit einem hohen
Refinanzierungsbedarf der öffentlichen Hand auszugehen. Daneben bestehen weiterhin
Unsicherheiten am Markt, zum Beispiel bezüglich einer Rettung schwacher Eurostaaten.
Vor diesem Hintergrund ist mit einer weiteren Verschlechterung der Bonitätseinschätzungen
zu rechnen. Wir erwarten daher, dass die Volatilität im Markt anhalten wird. Die beabsichtigten
Neuerungen in der Bankenregulierung werden trotz langer Übergangsfristen erhebliche
Auswirkungen auf die Geschäftsmöglichkeiten im Staatsfinanzierungsgeschäft haben.
Der eingeschlagene Weg der Bestandsreduktion wird konsequent fortgesetzt, insbesondere
durch den Abbau von kreditmateriell schwächeren Assets, sofern sich Marktopportunitäten
ergeben. Dies wird weiterhin zu negativen Ergebniseffekten führen.
Im Zuge der Integration der Dresdner Bank in die Commerzbank wurden alle Schiffsfinanzierungsaktivitäten
des Commerzbank-Konzerns in den Konzernbereich Ship Finance zusammengefasst. Neben
den Schiffsfinanzierungen der Commerzbank betrifft dies die Tochtergesellschaft Deutsche
Schiffsbank AG mit Sitz in Bremen und Hamburg.
Im Geschäftsjahr 2010 konnten wir im Konzernbereich Ship Finance unsere starke Marktposition
halten. Mit einem Exposure at Default (EaD) für Schiffs-, Werft- und Reedereifinanzierungen
in Höhe von 20 Mrd Euro ist der Commerzbank-Konzern einer der führenden Schiffsfinanzierer
weltweit, mit einem langjährigen Know-how in maritimen Finanzierungsfragen. Das Kreditportfolio
ist nach Kundengruppen, Schiffstypen und Ländern gut diversifiziert.
Die Erholung der Weltwirtschaft im Jahr 2010 wirkte positiv auf einzelne Segmente
der Schifffahrt. Im Containerbereich haben sich die Märkte - mit Ausnahme bei kleineren
Containerschiffen - etwas erholt, wobei der Containerumschlag durchschnittlich sogar
leicht über dem Niveau vor der Krise lag. Die Containerschifffahrt profitierte im
Jahr 2010 stark von der anziehenden Nachfrage vor allem in den Größenklassen > 2 500
Twenty-foot Equivalent Unit (Maß für die Lade- beziehungsweise Transportkapazität
von Containerschiffen).
Die Nachfrage nach Massengutschiffen und Tankern ging dagegen im Sommer 2010 spürbar
zurück. Der Tankermarkt zeigte sich im Jahresverlauf schwankend und wird grundsätzlich
von zahlreichen kaum prognostizierbaren Faktoren beeinflusst. Der Rückgang der zwischenzeitlichen
Lagernutzung von Öl auf Schiffen hat zu einem deutlichen Angebotsüberhang an großen
Tankern geführt. Der Einmaleffekt durch die Verschrottung von Einhüllentankern bis
Ende des Jahres 2010 hat das Flottenwachstum dagegen temporär verringert.
Das weitgehend in US-Dollar denominierte Exposure der Schiffsfinanzierungen hat sich
gegenüber dem Jahresende 2009 von 22 Mrd Euro auf 20 Mrd Euro verringert. Außerplanmäßige
Tilgungen wirkten dabei reduzierend, die Veränderungen des US-Dollar-Wechselkurses
erhöhend.
Das Gesamtportfolio verteilt sich in weitgehend unveränderten Anteilen auf die drei
Standardschiffstypen Containerschiffe (6 Mrd Euro), Tanker (5 Mrd Euro) und Massengutfrachter
(4 Mrd Euro). Die weiteren 5 Mrd Euro beinhalten unterschiedliche Spezialtonnagen
mit hoher Diversifikation über die verschiedenen Schiffssegmente.
Die Strategie, das Risiko im Bestandsgeschäft konsequent zu reduzieren, hat im Berichtszeitraum
zu Stabilisierungserfolgen geführt, auch bedingt durch einvernehmlich mit Kunden vorgenommene
Restrukturierungen.
Die im zweiten Halbjahr 2010 im Markt verhandelten Zeitcharterraten deuten auf eine
auch künftig wieder stabilere Marktentwicklung in den großen Schiffsklassen hin.
Das prognostizierte Wachstum der Weltwirtschaft für das Jahr 2011, getrieben insbesondere
durch die positive Entwicklung der asiatischen Schwellenländer, dürfte vor allem auch
auf dem Anstieg des Handelsvolumens und - damit einhergehend - einer steigenden Seetransportnachfrage
basieren. In der Folge sollten steigende Transportmengen die Fracht- und Charterraten
gegenüber der Krise weiter stabilisieren und die Ergebnissituation in der Schifffahrtbranche
verbessern. Aufgrund der bis zum Jahr 2008 hohen Bestellvolumina für Neubautonnage
besteht jedoch weiter ein Druck auf der Angebotsseite, der sich bis 2013/2014 mit
der sukzessiven Indienstnahme der Schiffe nur langsam abbauen wird.
Bei vergleichsweise geringem Verschrottungsvolumen im gleichen Zeitraum bleibt das
Erholungspotenzial für die Schifffahrtsbranche deshalb insgesamt begrenzt.
Für das laufende Jahr 2011 sehen wir gegenüber dem Jahr 2010 insgesamt positivere
Vorzeichen. Wir erwarten deshalb stabilere Erträge und eine rückläufige Risikovorsorge.
Die Integration der Schiffsfinanzierungsaktivitäten wird weiter vorangetrieben.
Das Jahr 2010 war entscheidend für die geschäftliche und strukturelle Neuausrichtung
der Commerz Real AG. Nach einer negativen Ergebnisentwicklung im Verlauf der Finanzmarktkrise
sowie personeller Wechsel im Management leitete die Gesellschaft Ende 2009 den strategischen
Review des Geschäftsmodells ein. Auf Basis der Ergebnisse wurde zu Beginn des zweiten
Quartals 2010 entschieden, sich fortan noch stärker als Anbieter von Anlage- und Finanzierungsprodukten
für die Privat- und Mittelstandskunden der Commerzbank zu positionieren. In der Folge
wird sowohl die Aufbau- und Ablauforganisation als auch das Risikoprofil der Gesellschaft
entsprechend angepasst.
Die Regulierungspläne des Bundesfinanzministeriums und die Ankündigung erster Fondsabwicklungen
sorgten für erhebliche Verunsicherung bei den Anlegern offener Immobilienfonds. Beträchtliche
Mittelabflüsse waren die Folge. Zum Ende des dritten Quartals 2010 wurde jedoch mit
der Fusion von "hauslnvest europa" und "hauslnvest global" eine solide Basis für die
erfolgreiche Zukunft der Marke "hauslnvest" geschaffen. Durch die Zusammenführung
der beiden Produkte wurde eine in mehrfacher Hinsicht deutlich breitere Aufstellung
erreicht, die Entwicklungen einzelner Märkte oder Branchen noch wirksamer abfedern
kann. Der neue hauslnvest deckt eine größere Zahl von Wirtschaftsregionen ab, optimiert
die Struktur nach Immobiliennutzungsarten und erschließt ein umfassendes Mieterspektrum.
Auch bei institutionellen Investoren war angesichts des volatilen Umfelds an den Finanz-
und Kapitalmärkten noch eine große Verunsicherung spürbar. Es ist der Commerz Real
AG dennoch gelungen, den Investorenkreis ihrer Immobilien-Spezialfonds zu stabilisieren.
Weitere Entwicklungsmöglichkeiten werden maßgeblich von den Auswirkungen neuer regulatorischer
Bestimmungen wie etwa Solvency II und den damit verbundenen Eigenkapitalvorschriften
für Immobilieninvestitionen durch institutionelle Anleger abhängig sein.
Die geschlossenen Fonds der Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH (CFB)
konnten im Jahr 2010 positive Akzente setzen. Im Sommer des Berichtsjahres war der
exklusiv durch die Commerzbank vertriebene Solarfonds "CFB 177" binnen weniger Wochen
vollständig platziert. Bereits die vorangegangenen Solarfonds hatten sich als überaus
erfolgreich erwiesen. So ging der jährlich von der unabhängigen Ratingagentur Scope
verliehene "Scope-Award" in der Assetklasse "Energie" in diesem Jahr an die CFB. Ausgezeichnet
wurden vor allem die hohe Konzeptions- und Prospektqualität sowie die Einbindung von
kompetenten und zuverlässigen Partnern. Einen weiteren Platzierungsschwerpunkt bildeten
im Jahr 2010 zwei Flugzeugfonds mit Maschinen des Typs A 319, für die langfristige
Leasingverträge mit der Fluggesellschaft Air Berlin bestehen.
Die noch niedrige Investitionsneigung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2010, ein entsprechend
geringer Auftragseingang und die teils schwierige Fremdkapitalbeschaffung haben das
Neugeschäftspotenzial für die Finanzierungsprodukte deutlich eingeschränkt. Im Leistungsbereich
Structured Investments ist dies vor allem für das Baumanagement spürbar. In der Folge
zeichnete sich kaum attraktives Anschlussgeschäft ab. Die Commerz Real nutzte jedoch
die Zeit für eine konsequente Neupositionierung: "Planen, Bauen, Finanzieren aus einer
Hand" - mit diesem Konzept optimiert sie die Leistungspalette rund um die Immobilie.
Diese Neuausrichtung zeigte bereits im letzten Quartal 2010 erste Wirkung durch eine
spürbare Zunahme von Geschäftsanfragen.
Im Mobilienleasing konnte im Berichtsjahr ein umfängliches Neugeschäft akquiriert
werden. Dies ist ein besonderer Erfolg in Anbetracht der Tatsache, dass der Leasingmarkt
im Jahr 2009 eingebrochen war und für den Berichtszeitraum in einer Seitwärtsbewegung
verharrte. Zum Jahresende 2010 startete die Commerz Real auch mit der Bereinigung
der Randaktivitäten dieses Leistungsbereichs. So konnte im Dezember die auf gewerbliche
Leasingdienstleistungen spezialisierte Commerz Real Autoleasing GmbH an die Arval
Deutschland GmbH, ein Tochterunternehmen der französischen Bank BNP Paribas S.A.,
verkauft werden.
Die tragende Säule bei den Anlageprodukten der Commerz Real bleibt weiter der offene
Immobilienfonds. Die Marke hausInvest ist bestens etabliert und wird auch weiterhin
eine wichtige Rolle im Fondsangebot für Privatkunden spielen. Sowohl über Spezialfonds
als auch über KG-Lösungen wird die Commerz Real verstärkt die Zielgruppe der institutionellen
Investoren erschließen. Bei den geschlossenen CFB-Fonds wird sie ihr Augenmerk fortan
vor allem auf die Assetklassen Immobilien, Flugzeuge und regenerative Energien richten.
Eine sinnvolle Ergänzung des Commerzbank-Angebots für den Mittelstand stellen die
vielfältigen Investmentlösungen im Mobilienleasing und bei Structured Investments
dar. Vor dem Hintergrund der konjunkturellen Aufhellung und wachsenden Investitionsneigung
ist hier von attraktiven Neugeschäftsmöglichkeiten auszugehen.
In einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld werden wir die strategische Neuausrichtung
der Segmentgeschäftsfelder weiter vorantreiben. Übergreifend wird ein besonderer Schwerpunkt
in der Optimierung der Refinanzierungsstruktur bestehen. Ein weiterer Fokus liegt
auf dem konsequenten Management des gebundenen Kapitals und der Risikopositionen.
Auf dieser Basis wollen wir die im Rahmen des Strategieprogramms "Roadmap 2012" definierten
Ziele erreichen.
Die Einrichtung der Portfolio Restructuring Unit (PRU) erfolgte im Jahr 2009 als Antwort
auf die Verschärfung der Finanzmarktkrise. Sie umfasst mehrere Assetklassen, insbesondere
aus dem Investmentbanking-Bereich, die im Zusammenhang mit eingestellten Eigenhandels-
und Investmentaktivitäten stehen und nicht mehr als strategisch klassifiziert werden.
Die Portfolio Restructuring Unit bildet ein eigenständiges Segment. Im Berichtsjahr
2010 war die PRU in die Bereiche Structured Credit sowie Credit Trading unterteilt,
wobei das letztgenannte zum Jahresende 2010 geschlossen wurde. Die Aktivitäten der
operativen Einheiten der PRU erfolgen von London und New York aus.
Im Geschäftsjahr 2010 war bei der PRU ein deutlich wiederkehrendes Investoreninteresse
und zunehmende Liquidität in den Bereichen Structured Credit und Credit Trading zu
beobachten.
In einem wechselhaften Marktumfeld im Zusammenhang mit der Schuldenkrise europäischer
Staaten wurde der Portfolioabbau im Jahresverlauf unter Nutzung von Marktopportunitäten
weiter vorangetrieben. Zusätzlich wirkten Restrukturierungen und Fälligkeiten von
Positionen ebenfalls volumenmindernd.
Das Bilanzvolumen konnte im Berichtszeitraum - trotz gegenläufiger Währungseffekte
-um 5,6 Mrd Euro reduziert werden. Insgesamt konnten beträchtliche Fortschritte bei
der Reduzierung der Anzahl von Positionen erzielt und somit die Komplexität deutlich
verringert werden. Durch eine der größten Einzeltransaktionen der PRU wurde das Credit-Trading-Portfolio
im vierten Quartal vollständig abgebaut. Der Zinsüberschuss sank im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 170 Mio Euro auf 82 Mio Euro, was in erster Linie auf den Abbau
von Beständen zurückzuführen war. Die Risikovorsorge ging bedingt durch geringere
Belastungen aus einzelnen Kreditstrukturen deutlich von 327 Mio Euro auf 62 Mio Euro
zurück. Das Handelsergebnis nahm im Vergleich zum Geschäftsjahr 2009 signifikant um
1 599 Mio Euro auf 787 Mio Euro zu. Dies resultierte sowohl aus realisierten Gewinnen
aus dem aktiven Abbau des Portfolios als auch aus Wertaufholungen auf strukturierte
Wertpapiere. Der Verlust beim Ergebnis aus Finanzanlagen konnte auf - 29 Mio Euro
gesenkt werden, nachdem im Vorjahr noch - 432 Mio Euro anfielen. Die Verwaltungsaufwendungen
beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf 106 Mio Euro und lagen somit 42 Mio Euro unter
dem Vorjahreszeitraum.
Im Geschäftsjahr 2010 erzielte das Segment PRU ein Operatives Ergebnis von 675 Mio
Euro gegenüber - 1 452 Mio Euro im Vorjahreszeitraum.
Das strategische Managementziel der PRU besteht unverändert im wertoptimierten Portfolioabbau
innerhalb eines Zeitraums, der dieser Zielsetzung angemessen erscheint. Dieses Ziel
wird sowohl durch Abbaumaßnahmen als auch durch aktives Management aller Exposures,
die intern als Structured Credit und Credit Trading klassifiziert worden sind, verfolgt.
Der Bereich Structured Credit beinhaltet alle nicht staatlich gesicherten Asset-backed
Securities (ABS), jedoch keine eigenen Verbriefungen. Der Bereich Credit Trading umfasst
Eigenhandelspositionen in Firmen- und Finanzanleihen sowie Kreditderivate wie zum
Beispiel synthetische Collateralised Debt Obligations (CDOs), First to Default (FTD),
Single Name CDS, Index CDS, Index Tranches und Credit Linked Notes.
Die Steuerungsphilosophie ist auf ein umfassendes und nachvollziehbares Portfoliomanagement
sowie auf Reduktionsstrategien mit klaren Bilanz- und RWA-Zielen ausgerichtet. Kapitalerhalt
und Risikoreduktion haben hierbei oberste Priorität. Ein Verkauf "um jeden Preis"
ist daher nicht Bestandteil dieser Steuerungsphilosophie und würde auch dem Ziel der
Wertmaximierung entgegenlaufen. Vielmehr versucht das Management der PRU Portfolios
abzubauen, indem bestimmte Marktgegebenheiten proaktiv ausgenutzt beziehungsweise
Restrukturierungen vorgenommen werden. Mit Ausnahme von Hedge-/Risiko-Managementzwecken
werden in der PRU keine neuen Positionen eingegangen.
Im Jahr 2010 haben wir beim Abbau der auf die PRU übertragenen Portfolios große Erfolge
erzielt. Bilanzvolumen und Anzahl der Positionen konnten abgebaut und somit die Komplexität
verringert werden. Diese Reduktionen haben auch zur Folge, dass die Risikoposition
(speziell im Hinblick sowohl auf Kontrahenten- als auch auf Emittentenrisiko) zurückgeführt
wurde und die PRU in einem weitaus geringeren Maß von den bevorstehenden regulatorischen
Änderungen im Hinblick auf Kapitalanforderungen betroffen sein wird.
Dies war besonders in der Geschäftseinheit Credit Trading ausgeprägt. So haben wir
zu Beginn des Berichtsjahres Unternehmens- und Finanzanleihen in einem positiven Marktumfeld
veräußert, zudem haben wir das Volumen illiquider US-Kredite über Auktionen und vorzeitige
Rückzahlungen abgebaut. Darüber hinaus konnten große maßgeschneiderte Kreditderivate-Portfolios
in bilateralen Transaktionen reduziert werden. Im Jahresverlauf 2010 haben wir den
Verkauf von Positionen aus dem Bereich Credit Trading erfolgreich mittels regelmäßiger
Auktionen beschleunigt.
Im Rahmen der größten jemals in diesem Zusammenhang durchgeführten Auktion wurde im
vierten Quartal 2010 ein Kreditderivate-Portfolio im Bereich Credit Trading, das zu
diesem Zeitpunkt primär aus 54 000 CDS und Index-CDS bestand, veräußert. Die Anzahl
der verwalteten Positionen innerhalb der PRU haben wir damit seit Etablierung von
rund 144 000 auf etwa 6 000 per Jahresende reduziert.
Auch bei strukturierten Kreditprodukten haben wir große Erfolge erzielt. Wir veräußerten
beispielsweise ABS und CMBS Assets vor der Eurokrise, zudem verzeichneten wir Restrukturierungserfolge
und vorzeitige Terminierungen. Um die operationale Komplexität der Front-to-End-Prozesskette
zu reduzieren, hat die PRU die Mehrzahl der Positionen und Prozesse von New York nach
London transferiert. In deren Folge basieren die Abläufe nunmehr auf einheitlichen
internen Prozessen.
Für die Entwicklung der Märkte wird weiterhin eine hohe Abhängigkeit von allgemeinen
makroökonomischen Faktoren erwartet. Dazu gehören die internationale Geldpolitik,
die Lösung der europäischen Schuldenkrise sowie das regulatorische und rechtliche
Umfeld, die großen Einfluss auf die Marktliquidität haben. Infolgedessen ist der ökonomische
Ausblick für das Jahr 2011 vorsichtig optimistisch, wenngleich eine weitere verstärkte
Marktvolatilität zu erwarten ist. Das Wirtschaftswachstum hat sich im Jahr 2010, insbesondere
im Vergleich zum Vorjahr 2009, in den USA sowie in Europa weiter erholt. In vielen
Teilbereichen haben sich die Kreditmärkte positiv entwickelt, nicht zuletzt dank der
US-Geldpolitik.
Die PRU wird auch im laufenden Jahr 2011 in einem schwierigen Umfeld die verbleibenden
Exposures aktiv managen und weiter reduzieren. Daher wird im laufenden Jahr 2011 und
im Jahr 2012 das Bilanzvolumen weiter zurückgehen. Als Konsequenz werden im laufenden
Jahr sowohl der Zinsüberschuss als auch die operative Kostenbasis im Vergleich zum
Berichtsjahr 2010 abnehmen. Integrationsbedingte Themen wie zum Beispiel Positions-
und IT-System-Migrationen haben wir im Berichtsjahr weitestgehend abgeschlossen, sodass
sich der Managementfokus nunmehr auf Effizienzverbesserungen verlagert.
Im Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen eingestellt,
die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige
wird über Beteiligungen, die nicht den Geschäftssegmenten zugeordnet sind, und das
Group Treasury berichtet. Ferner sind hier die Kosten der Serviceeinheiten abgebildet,
die - mit Ausnahme der Integrations- und Restrukturierungskosten - vollständig auf
die Segmente verrechnet werden. Unter Konsolidierung fallen Aufwendungen und Erträge,
die von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen der internen
Managementberichterstattung auf den Konzernabschluss nach IFRS überleiten. Ferner
sind hier die Kosten der Konzernsteuerungseinheiten abgebildet, die - mit Ausnahme
der Integrations- und Restrukturierungskosten - ebenfalls vollständig auf die Segmente
verrechnet werden.
Für den Ergebnisausweis im Vorjahr ist für den Bereich Sonstige und Konsolidierung
eine Besonderheit zu beachten: Da die Ergebnisse der Marktsegmente aus Gründen der
besseren Vergleichbarkeit den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember beinhalten, wird
die Differenz zum Konzernergebnis, das für die Dresdner Bank nur den Zeitraum 13.
Januar bis 31. Dezember 2009 umfasst, hier ausgewiesen.
Das Operative Ergebnis des Jahres 2010 belief sich auf - 504 Mio Euro gegenüber 64
Mio Euro im Vorjahreszeitraum. Die Operativen Erträge vor Risikovorsorge in Höhe von
368 Mio Euro stammten im Wesentlichen aus der Treasury. Konzernübergreifende Effekte,
die mit der Übernahme der Dresdner Bank im Zusammenhang standen und nicht einzelnen
Segmenten zugeordnet werden konnten, sowie negative Bewertungseffekte, die aus der
Anwendung des Hedge-Accounting gemäß IAS 39 auf bankübergreifende Transaktionen resultierten,
wirkten sich negativ auf die Erträge aus. Hohe Einmalerträge aus Beteiligungsverkäufen
im Vorjahr führten dabei zu einem deutlichen Rückgang des Ergebnisses aus Finanzanlagen.
Die Verwaltungsaufwendungen des Bereichs Sonstige und Konsolidierung in Höhe von 878
Mio Euro resultierten im Wesentlichen aus Integrationsaufwendungen der Service- und
Steuerungsfunktionen im Rahmen des Projekts "Zusammen Wachsen", aus nicht auf die
Geschäftssegmente verrechneten Kosten der Treasury, aus gesellschaftsrechtlichen Aufwendungen
sowie aus Sachaufwendungen im Zusammenhang mit der Erfüllung der SoFFin-Auflagen.
Das Ergebnis vor Steuern des Jahres 2010 betrug - 504 Mio Euro nach - 943 Mio Euro
im Jahr 2009. Im Vorjahr waren Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1 007 Mio
Euro angefallen.
Um unserem Anspruch gerecht zu werden, die beste Bank für unsere Kunden zu sein, benötigen
wir die besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ziel unserer Personalarbeit ist es
daher in erster Linie, die Attraktivität der Commerzbank als Arbeitgeber intern und
extern kontinuierlich zu steigern. Deshalb schafft der Funktionsbereich Group Human
Resources die Rahmenbedingungen, um geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für
die Bank zu gewinnen, zu qualifizieren und weiterzuentwickeln. Um diesem Anspruch
noch besser gerecht zu werden, haben wir uns im Frühjahr 2010 ein neues Leitbild für
unsere Personalarbeit gegeben. Die Kernbotschaft lautet: "Menschen machen den Erfolg."
Zum Jahresende 2010 waren im Commerzbank-Konzern 59 101 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
beschäftigt. Gegenüber dem Jahresende 2009 entspricht dies einem Rückgang um 3 570
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
| Kopfzahlen | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Gesamtzahl Beschäftigte Konzern | 59 101 | 62 671 |
| Gesamtzahl Beschäftigte AG | 43 550 | 44 227 |
Tabelle 8
Umgerechnet auf Vollzeitbeschäftigte lagen die Mitarbeiterkapazitäten bei 50 489 gegenüber
53 231 im Vorjahr. In der folgenden Tabelle sind die Vollzeitbeschäftigten nach Segment
jeweils zum Jahresende aufgeschlüsselt.
| Vollzeitkräfte | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Privatkunden | 17 202 | 18 580 |
| Mittelstandsbank | 4 831 | 4 791 |
| Central & Eastern Europe | 8 163 | 8 748 |
| Corporates & Markets | 1 747 | 2 256 |
| Asset Based Finance | 1 743 | 1 745 |
| Portfolio Restructuring Unit | 45 | 60 |
| Sonstige und Konsolidierung | 16 758 | 17 051 |
| Konzern gesamt | 50 489 | 53 231 |
Tabelle 9
Mit 77 % ist der größte Teil unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland
beschäftigt. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit unserer Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter liegt bei rund 17 Jahren; knapp ein Viertel sind bis zu 9 Jahre im
Unternehmen, 39 % zwischen 10 und 19 Jahren und 38 % 20 Jahre und länger. Die Fluktuationsquote
lag im Jahr 2010 bei 4,8 %. Sie ist seit dem Jahr 2000 mit 9,4 % in der damaligen
Commerzbank nahezu kontinuierlich gesunken. Die vergleichsweise lange Unternehmenszugehörigkeit
und eine niedrige Fluktuation unterstreichen die Attraktivität der Commerzbank als
Arbeitgeber.
Group Human Resources hat das Zusammenwachsen von Commerzbank und Dresdner Bank seit
der Vorbereitung der Integration intensiv und erfolgreich mitgestaltet. Hierzu zählen
auch die Verhandlungen mit den Arbeitnehmergremien, die sehr konstruktiv geführt wurden.
Inzwischen befindet sich die personalwirtschaftliche Integration auf der Zielgeraden.
Im letzten Schritt des integrationsbedingten Stellenbesetzungsprozesses wurden im
vergangenen Jahr die Führungskräfte der vierten Ebene in der Fläche, also die Filial-
und Gruppenleiter außerhalb der Frankfurter Zentrale, benannt. Die Kandidaten hatten
bis Mitte Dezember 2009 Gelegenheit, sich auf diese Positionen zu bewerben, um im
Anschluss daran mit der jeweils verantwortlichen Führungskraft der zweiten oder dritten
Führungsebene ein strukturiertes Interview zu führen. Wie schon bei den zurückliegenden
Stellenbesetzungsprozessen im Zuge der Integration haben wir alles daran gesetzt,
das Verfahren so offen, fair und transparent wie möglich zu gestalten. Zum 1. Juli
2010 haben Regionalfilialleiter und Filialdirektoren sowie Abteilungs- und Gruppenleiter
ihre Verantwortung übernommen. Von diesem Zeitpunkt an standen Führungskraft, Teamkollegen
und Zielstandort für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter - mit wenigen Ausnahmen
- fest. Der Prozess der organisatorischen Integration im Bereich Personal war damit
rund 22 Monate nach Ankündigung der Übernahme der Dresdner Bank abgeschlossen. Insgesamt
waren zum Jahresende 2010 rund 4 200 Führungskräfte in der Commerzbank Aktiengesellschaft
(Inland) tätig.
Der mit der Integration verbundene Stellenabbau geht schneller voran als geplant.
Der Abbau von rund 9 000 Vollzeitstellen, der sozialverträglich, also ohne betriebsbedingte
Beendigungskündigungen, erfolgen soll, ist unter Berücksichtigung aller abgeschlossenen
Verträge bereits zu mehr als 80 % umgesetzt. Der verbleibende Abbau entfällt überwiegend
auf die Frankfurter Zentrale. Group Human Resources unterstützt Führungskräfte und
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin aktiv mit verschiedenen Personalinstrumenten,
unter anderem mit Newplacement-Angeboten.
Die Integration der Dresdner Bank in die Commerzbank bedeutet einen tief greifenden
kulturellen Wandel und eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten. Aufgaben
und Arbeitsumfeld haben sich in vielen Fällen verändert und der Prozess des emotionalen
Zusammenwachsens dauert weiter an. Ob die Integration von Commerzbank und Dresdner
Bank eine Erfolgsgeschichte wird, hängt stark von der Überzeugung der Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter ab. Der Glaube an den Integrationserfolg und das individuelle Engagement
für den Zusammenschluss unterliegen immer wieder Stimmungsschwankungen. Um diese zeitnah
aufgreifen zu können, hat die Commerzbank schon kurz nach Ankündigung der Übernahme
mit systematischen Mitarbeiterbefragungen begonnen. Sie sind ein wichtiges Instrument
zur Organisationsentwicklung und liefern wertvolle Daten zur Steuerung des Integrationsprozesses.
Das umfassendste Befragungsinstrument ist der im September 2010 zum zweiten Mal durchgeführte
repräsentative "Change Monitor", an dem rund 15 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
und Führungskräfte der Commerzbank Aktiengesellschaft Inland sowie der Standorte New
York, Luxemburg, London und Asien teilnahmen. Die Auswertung zeigt für die gesamte
Bank ein positives Bild und belegt den Fortschritt der Integration.
Wir wollen die Fähigkeiten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frühzeitig erkennen
und entwickeln. Deshalb verfolgen wir in der Personalarbeit einen ganzheitlichen Ansatz
von der Nachwuchskraft bis zum Topmanagement. Vielversprechende Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter fördern wir entlang attraktiver Karrierewege und bieten ihnen ein umfassendes
Programm beruflicher Weiterbildungsmaßnahmen. Von den 39 812 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern, die zum 31. Dezember 2010 in der Commerzbank Aktiengesellschaft (Inland)
beschäftigt waren, befanden sich 2 299 in einer Berufsausbildung. 172 Mitarbeiter
haben wir als Trainees beschäftigt, durchschnittlich 274 gehörten als Studenten dem
Commerzbank-Studienkreis an. Darüber hinaus beschäftigten wir im Jahr 2010 rund 700
akademische Praktikanten.
Mit dem Commerzbank-Projektmanagement-Programm (CPP) planen wir die Einführung eines
neuen Karriereweges. Zukünftig sollen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neben
der Führungslaufbahn für die Projektlaufbahn als gleichwertigen Karriereweg entscheiden
können. Diese Entwicklung im Rahmen des CPPs erfolgt analog zur Führungskarriere in
drei Schritten: Die CPP-Audits prüfen zunächst das Potenzial zur Übernahme einer Leitungsaufgabe
auf der jeweiligen Projektmanagementebene. Ein erfolgreich absolviertes Audit wird
Voraussetzung für die Teilnahme am CPP-Development sein, das gezielt auf die Anforderungen
der angestrebten Projektmanagementfunktion vorbereiten soll. Für Projektmanager, die
bereits in einer Funktion tätig sind, wird im Rahmen des CPP-Professional ein maßgeschneidertes
Qualifizierungsprogramm mit vertiefenden Seminaren angeboten. Das Professional-Programm
ermöglicht auch die international anerkannte Zertifizierung und Ausbildung nach dem
Standard der International Project Management Association (IPMA).
Um die Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bankweit einheitlich
aufzubauen, haben wir im Jahr 2010 das Projekt "Commerzbank-Akademie" initiiert. Ziel
ist es, das gesamte Qualifizierungs- und Entwicklungsangebot aller Karrierewege bankweit
unter einem Dach zu vereinen. Zudem werden wir die Fachkarriere als gleichwertige
Alternative zur Führungs- und Projektkarriere stärken. Eine Fachkarriere kommt für
alle Vertriebsmitarbeiter und Spezialisten im tariflichen und außertariflichen Bereich,
die keine Führungs- oder Projektleitungsfunktion wahrnehmen, infrage. Jeder Mitarbeiter
in der Fachlaufbahn wird dann auf einen Blick erkennen können, welche Entwicklungsperspektiven
ihm offenstehen und welche Qualifizierungsmaßnahmen hierfür im Angebot sind.
Bei der Internationalisierung unserer Nachwuchsentwicklung haben wir im vergangenen
Jahr einen wichtigen Meilenstein erreicht. Im August 2010 startete das Graduate Programme
im Segment Corporates & Markets. Dieses zwölfmonatige internationale Traineeprogramm
für Hochschulabsolventen bereitet durch gezielte Qualifizierung und Praxiseinsätze
auf spätere Positionen in den Bereichen Investmentbanking, Market Risk und Treasury
vor. Das Programm, an dem 84 Absolventen aus Frankfurt, London, Singapur, Hongkong
und New York teilnahmen, erlaubt neben einer praxisorientierten Qualifizierung den
frühzeitigen Aufbau eines internationalen Netzwerks.
Im Anschluss an ein gemeinsames fünfwöchiges praxisorientiertes Training in London
sind die Absolventen an ihre Standorte zurückgekehrt, um dort das Gelernte anzuwenden.
Das Graduate Programme Corporates & Markets stellt sicher, dass die Nachwuchskräfte
einen gemeinsamen Wissensstand erreichen und optimal auf einen weltweiten Einsatz
vorbereitet sind.
An der Schnittstelle zwischen Nachwuchsförderung und gesellschaftlichem Engagement
war unsere Veranstaltung "Move it!" angesiedelt. Die Renovierung der Fridtjof-Nansen-Schule
in Frankfurt, einer öffentlichen Grundschule mit hohem Modernisierungsbedarf, hatten
sich 250 akademische Nachwuchskräfte vorgenommen. Gemeinsam mit 30 Führungskräften
wurden Klassenzimmer gestrichen, Spielgeräte aufgebaut und der Garten neu angelegt
- eine Teamleistung, die nach zwei intensiven Arbeitstagen Kinder und Schulleitung
nachhaltig begeistert hat.
Um interne und externe Unternehmensabläufe zu verbessern, betreibt die Commerzbank
seit vielen Jahren ein systematisches Ideenmanagement unter der Bezeichnung "ComIdee".
Ziel ist es, Material oder Energie zu sparen, die Kunden- oder Arbeitszufriedenheit
zu steigern, innovative Produkte zu entwickeln oder den Umweltschutz zu optimieren.
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind permanent aufgerufen, Verbesserungsideen
online einzureichen, deren Realisierbarkeit von internen Gutachtern ebenfalls online
geprüft wird. Positiv begutachtet wird ein Vorschlag, wenn er der Bank einen konkreten
quantifizierbaren Nutzen bringt. Als Gutachter für ComIdee engagieren sich Mitarbeiter
und Führungskräfte - dies hängt ausschließlich von der fachlichen Zuständigkeit, nicht
von der Hierarchieebene ab. Um Anreize zur Ideeneinreichung zu setzen, werden realisierte
Ideen mit Geld- oder Sachleistungen prämiert, und zwar mit bis zu 25 % jenes Betrags,
der durch eine Idee im ersten Jahr erzielt werden kann. Eine Begrenzung nach oben
gibt es nicht, die bisherige Höchstprämie liegt bei 48 000 Euro. Im Jahr 2010 wurden
3 638 Ideen eingereicht, 5,4 % aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich beteiligt.
Der von ComIdee im Jahr 2010 nach Abzug aller Kosten erzielte Nutzen lag auf Basis
einer durchschnittlichen fünfjährigen Anwendungsdauer bei rund 3,3 Mio Euro. Dass
ComIdee über die Commerzbank hinaus Maßstäbe setzt, beweist die Auszeichnung mit dem
"Seer Award" für internationales Ideenmanagement, den die Employee Involvement Association
(EIA) 2010 bereits zum zweiten Mal an die Commerzbank verliehen hat. Die Bank hat
sich damit in besonderem Maße mit der Zahl der eingereichten Ideen, dem erzielten
Nutzen und einer überdurchschnittlich hohen Realisierungs- und Beteiligungsquote hervorgetan.
Die Motivation und Leistungsstärke unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hängt
in hohem Maße von deren Gesundheit ab. Deshalb bieten wir seit vielen Jahren interne
Maßnahmen an, die die Gesundheit am Arbeitsplatz erhalten und fördern. Das Spektrum
reicht von Schulungen zu gesundheitsrelevanten Themen über Aktionen zur gesunden Lebensweise
bis hin zum Betriebssport. Ein systematisches und ganzheitliches betriebliches Gesundheitsmanagement
passt die Angebote regelmäßig an die gestiegenen Anforderungen im beruflichen Alltag
und an die verlängerte Lebensarbeitszeit an. Hierzu zählen unter anderem Stressmanagementseminare,
Grippeschutzimpfungen und die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit".
Unser Ziel ist es nicht nur, die Krankheitsquote, die 2010 bei 4 % lag, günstig zu
beeinflussen, sondern das Wohlbefinden unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am
Arbeitsplatz insgesamt zu steigern.
Um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv in unser Gesundheitsmanagement einzubeziehen,
haben wir im Jahr 2010 einen Beschäftigtenbeirat Gesundheit gegründet. In diesem Gremium
diskutieren 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus nahezu allen Bereichen der Bank
regelmäßig über arbeitsbezogene Gesundheitsthemen. Die Ergebnisse fließen in die Maßnahmenentwicklung
ein, um eine gesundheitsorientierte Führungskultur zu entwickeln und hohe Arbeitsbelastungen
besser zu bewältigen.
Neben der physischen Gesundheit haben für einige unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
in den letzten Jahren die psychosozialen Belastungen in der Lebens- und Berufswelt
zugenommen. Daher bieten wir jetzt eine schnelle und umfassende Unterstützung mit
unserem "Employee Assistance Program". Experten unseres Partners dbgs Gesundheits-Service
GmbH beraten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter telefonisch zu gesundheitlichen
Themen im Beruf, helfen aber auch bei Fragestellungen in Familie und Partnerschaft.
Bei Bedarf vermitteln sie an Spezialisten, etwa Fachkliniken oder Ärzte. Darüber hinaus
sind die Berater für im Haushalt lebende Angehörige unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
da. Selbstverständlich können sich auch Führungskräfte mit speziellen Anliegen an
die telefonische Beratung wenden.
Gesundheitsmanagement ist aber noch mehr als Stressmanagement, Vorsorge und gesunde
Ernährung. Da Bankmitarbeiter überwiegend im Sitzen arbeiten, halten wir eine regelmäßige
sportliche Betätigung für wichtig. Deshalb unterstützen wir alle Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter, die nach der Arbeit Sport treiben möchten, mit unseren Betriebssportangeboten.
Um die regionalen Sportgemeinschaften untereinander zu vernetzen und den Betriebssport
weiter voranzubringen, werden im laufenden Jahr 2011 in Berlin mit mehr als 1 200
Teilnehmern die Com-Games stattfinden.
Wir agieren in einem Umfeld mit weitreichendem Wettbewerb und heterogenen Geschäftsbeziehungen.
Unter diesen Bedingungen wäre kaum etwas innovationsfeindlicher als eine Belegschaft
mit ausschließlich ähnlich denkenden und handelnden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Erst wenn vielfältige Talente, Erfahrungen und Lebenssituationen in einem Team zusammenkommen,
lassen sich die Wünsche verschiedenartiger Kunden umfassend erkennen und erfolgreich
umsetzen. Um die Vielfalt unserer Mitarbeiter - Männer und Frauen, Eltern und Kinderlose,
Jüngere und Ältere, Homo- und Heterosexuelle - gezielt zu nutzen und zu fördern, betreiben
wir seit vielen Jahren aktives Diversity-Management, mit dem wir unsere Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter in unterschiedlichen Lebensphasen unterstützen. Denn unsere Erfahrungen
zeigen: Wer seine persönlichen Vorstellungen von Beruf und Privatleben umsetzen kann,
ist motiviert und leistungsstark.
Zu den bewährten Eckpfeilern unseres Diversity-Managements zählen Maßnahmen, die die
Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern. Mutterschutz und Elternzeit unterstützen
wir mit zahlreichen Angeboten, damit Eltern informiert bleiben und ihr Wiedereinstieg
reibungslos funktioniert. An diese Zielgruppe richtet sich insbesondere unser im Juni
2010 im Internet eröffnetes Diversity-Portal. Auch unsere Kinderbetreuung haben wir
im Jahr 2010 weiter ausgebaut. Bundesweit haben wir an 20 Standorten bei hochkarätigen
Betreuungseinrichtungen weitere Plätze für Kinder im Alter von bis zu drei Jahren
gebucht.
In Frankfurt am Main feierte die Kindertagesstätte Kids & Co. 2010 ihr fünfjähriges
Jubiläum. In allen Betreuungseinrichtungen wird eine reguläre Tagesbetreuung mit flexiblen
Zeiten angeboten. Insgesamt stellt die Bank 220 Vollzeitplätze für Krippen- und Kindergartenkinder
zur Verfügung und dank einer intelligenten Platzverteilung lassen sich rund 340 Mädchen
und Jungen betreuen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass unsere Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter nach der Elternzeit früher an ihre Arbeitsplätze zurückkehren, weniger
Wiedereinarbeitungszeit benötigen, höhere Stundenkontingente wählen und insgesamt
motivierter sind.
Im Frühjahr 2010 haben wir im Auftrag des Vorstands das Projekt "Frauen in Führungspositionen"
gestartet. Frauen stellen 50 % unserer Belegschaft, besetzen bei den Führungspositionen
aber nur zwischen 4,7 % der ersten und 29 % der vierten Ebene. Diese Anteile wollen
wir signifikant erhöhen, um langfristig das leistungsfähigste Führungsteam für die
Commerzbank zu sichern - unter Berücksichtigung aller Talente. Zu den Maßnahmen des
Projekts zählen unter anderem ein bankweites internes Mentoringprogramm, die Erhöhung
des Anteils weiblicher Beobachter bei unseren Auswahlaudits für Führungskräfte, bankinterne
Karrieretage, Diversity-Trainings für alle Führungskräfte und ein halbjährlicher Managementreport
über die Umsetzungserfolge des Projekts.
Diversity wird jedoch nicht allein von der Personalabteilung geplant und umgesetzt.
Vielmehr beziehen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Netzwerke aktiv
in den Diversity-Prozess ein. So befasst sich "Fokus Väter" mit Chancengleichheit
aus Sicht der Männer. Im Frauennetzwerk "Courage", das bundesweit an mehreren Standorten
vertreten ist, haben sich Mitarbeiterinnen organisiert, um Erfahrungen auszutauschen
und ihre berufliche Entwicklung zu fördern. Das Netzwerk "Arco" für Schwule und Lesben
ist mit mehr als 350 Mitgliedern das größte betriebliche Netzwerk seiner Art in Deutschland.
Unsere Diversity-Arbeit für homosexuelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat der
Völklinger Kreis, der Bundesverband schwuler Führungskräfte, 2010 mit dem Max-Spohr-Preis
ausgezeichnet. Und auf unserer Intranetseite "Forum Diversity" haben wir 2010 die
Workshop- und Informationsangebote mit mehr als 40 Veranstaltungen nahezu verdoppelt.
Darunter befinden sich auch neue Angebote wie Aufstiegskompetenz und Verhandlungstrainings
für Mitarbeiterinnen, ein Netzwerktreffen für pflegende Angehörige und ein Workshop
für homosexuelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Offenlegung der Vergütung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgt aufgrund
der erhöhten Bedeutung, die sich aus erweiterten regulatorischen Anforderungen ergibt,
erstmals für das Geschäftsjahr 2010 in Form eines eigenständigen Berichts. Dieser
wird auf der Internetseite der Commerzbank unter www.commerzbank.de veröffentlicht
und künftig jährlich aktualisiert.
Unser Dank gilt allen, die mit einer vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit
an der erfolgreichen Personalarbeit des Jahres 2010 beteiligt waren. Vor allem jedoch
danken wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr außerordentliches Engagement.
Ob im Tagesgeschäft oder bei der Integration der Dresdner Bank in die Commerzbank
- sie haben einen ganz entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dass wir das vergangene
Jahr so gut gemeistert haben.
Mitte Januar 2011 hat die Commerzbank einen wichtigen Schritt zur Optimierung ihrer
Kapitalstruktur unternommen: Credit Suisse Securities (Europe) Limited (Credit Suisse)
hat von Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns begebene hybride Eigenmittelinstrumente
(Trust Preferred Securities), die sie - im eigenen Namen und auf eigene Rechnung -
zu einem unter ihrem Nennwert liegenden Preis von Investoren erworben hat, als Sacheinlage
gegen aus genehmigtem Kapital der Commerzbank zu begebende Aktien in die Commerzbank
eingebracht. Ein Bankenkonsortium aus Credit Suisse, Citigroup, Goldman Sachs und
UBS hat am 13. Januar 2011 rund 118,1 Millionen Aktien bei institutionellen Investoren
platziert. Dies entspricht 10 % minus eine Aktie des bisherigen Grundkapitals der
Commerzbank. Die für die Sacheinlage erforderlichen Beschlüsse von Vorstand und Aufsichtsrat
der Commerzbank wurden am 21. Januar 2011 gefasst. Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung
(SoFFin) hat seine Beteiligungsquote an der Commerzbank (25 % plus eine Aktie) nach
der Transaktion aufrechterhalten. Dazu wurden rund 221 Mio Euro der Stillen Einlagen
des SoFFin aus dem in der Hauptversammlung 2009 geschaffenen Bedingten Kapital in
rund 39,4 Millionen Aktien gewandelt. Mit Durchführung der beiden Kapitalmaßnahmen
stieg die Anzahl der Commerzbank-Aktien auf insgesamt 1 339 Millionen Stück.
Am 18. Januar 2011 hat uns die Allianz SE, München, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1
WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Commerzbank Aktiengesellschaft,
Frankfurt am Main, Deutschland, am 17. Januar 2011 die Schwelle von 10 % unterschritten
hat und zu diesem Zeitpunkt 9,48 % betrug.
Am 24. Februar 2011 hat die Ratingagentur Moody's das Langfrist-Rating der Commerzbank
von Aa3 um zwei Stufen auf A2 mit stabilem Ausblick gesenkt. Das Bank Financial Strength
Rating (BFSR) wurde mit C- bestätigt. Haupttreiber für die Herabstufung sind die nach
Meinung von Moody's verschlechterte Finanzkraft der Eurohypo AG sowie eine Änderung
in der Moody's internen Methodik, nach der die zukünftige systemische Unterstützung
für Banken weltweit als zunehmend geringer eingeschätzt wird.
Der Aufschwung der Weltwirtschaft dürfte sich im Jahr 2011 in etwa gleichem Tempo
wie im Jahr 2010 fortsetzen. Es ist zwar davon auszugehen, dass die Dynamik in den
Emerging Markets etwas nachlassen wird, dafür dürfte aber insbesondere die US-Wirtschaft
stärker wachsen als im vergangenen Jahr. Dort scheinen die Korrekturen im Immobiliensektor
und bei den Finanzen der privaten Haushalte größtenteils abgeschlossen zu sein. Daher
sollten sich die noch einmal verstärkten Impulse vonseiten der Geldpolitik nun auch
in einem überdurchschnittlichen Wachstum niederschlagen.
1
Werte für 2011 und 2012 jeweils Prognosen der Commerzbank.
Tabelle 10
Im Euroraum werden voraussichtlich die Staatsschuldenkrise und die sich auch hieraus
ergebenden konjunkturellen Unterschiede zwischen den Mitgliedsstaaten die beherrschenden
Themen bleiben. Es besteht die Gefahr, dass weitere Länder die Hilfe des Europäischen
Stabilisierungsfonds in Anspruch nehmen müssen; zumindest dürften die Unsicherheit
an den Märkten und damit die Renditeaufschläge der Staatsanleihen der betroffenen
Länder hoch bleiben. Wir rechnen jedoch aus heutiger Sicht nicht mit einem Ausfall
eines Eurolandes. Die unumgängliche Konsolidierung der Staatsfinanzen und die in vielen
Ländern noch nicht abgeschlossene Korrektur früherer Übertreibungen werden die Konjunktur
weiter bremsen. Da diese bremsenden Faktoren in Deutschland weiterhin keine größere
Rolle spielen, dürfte seine Wirtschaft im Jahr 2011 mit 3 % erneut klar überdurchschnittlich
zulegen. Damit wäre der Einbruch nach der Lehman-Pleite mehr als aufgeholt. Neben
weiterhin kräftig zulegenden Exporten und Ausrüstungsinvestitionen dürfte der private
Verbrauch allmählich eine weitere Stütze für den Aufschwung werden.
Neben der noch nicht ausgestandenen Staatsschuldenkrise dürfte die Finanzmärkte die
Diskussion beschäftigen, wann und in welchem Umfang die wichtigsten Notenbanken die
Leitzinsen anheben. Die EZB hat in Aussicht gestellt, wegen der gestiegenen Inflationsrisiken
die Zinsen bereits im April zu erhöhen. Wir gehen davon aus, dass sich weitere moderate
Zinsschritte anschließen werden. Die Fed wird wohl im Jahr 2012 folgen, wenn die Arbeitslosigkeit
in den USA weiter gesunken ist. Angesichts des sich fortsetzenden Aufschwungs der
Weltwirtschaft und allmählich erfolgender Zinserhöhungen der Notenbanken rechnen wir
damit, dass die Renditen langlaufender Staatsanleihen weiter zulegen. Der Euro dürfte
unter der anhaltenden Unsicherheit über die langfristigen Aussichten der Währungsunion
leiden. Zudem sollte die Aussicht, dass die Fed trotz späteren Beginns die Zinsen
deutlich stärker als die EZB anheben dürfte, den Dollar unterstützen. Daher ist mittelfristig
mit einer Abwertung der Gemeinschaftswährung gegenüber der US-Währung zu rechnen.
1
Werte für 2011 und 2012 jeweils Prognosen der Commerzbank.
Tabelle 11
Die gesamtwirtschaftliche Einschätzung der Commerzbank ist durchaus positiv. So erwarten
wir Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts im Euroraum von 1,7 % beziehungsweise
1,8 % für das Jahr 2011 und das Jahr 2012. Die Commerzbank mit ihrer starken Stellung
im deutschen Mittelstands- und Privatkundengeschäft sollte insbesondere vom Wirtschaftswachstum
in Deutschland profitieren.
Trotz der gesamtwirtschaftlich verbesserten Erwartungen ist die Bank die mikroökonomische
Branchenentwicklung betreffend, etwas vorsichtiger. In einigen Bereichen des Bankgeschäftes
sind die Aussichten für die Branche eher begrenzt. Darüber hinaus bestehen auch Risiken
und Belastungsfaktoren für die Banken.
Insbesondere im Kreditneugeschäft sollten in der näheren Zukunft die Wachstumsaussichten
für die Branche eher verhalten ausfallen, weil in Europa viele öffentliche und private
Haushalte ihre Verschuldung reduzieren müssen. Länderspezifisch wird es hierbei jedoch
Unterschiede geben. In Deutschland gibt es bislang keine vom Markt wahrgenommenen
Anzeichen einer Überschuldung. Die Risikovorsorgen der Banken haben sich im Jahr 2010
zum Teil deutlich verringert. Wir erwarten bis zum Jahr 2012 für die Bankbranche insgesamt
einen weiteren rückläufigen Trend. Für das Handelsergebnis der Banken sind die Ertragszuwächse
kurzfristig eher limitiert. Ein insgesamt profitables Investmentbanking-Geschäft ist
jedoch derzeit wieder möglich.
Wir gehen ferner davon aus, dass der Wettbewerb um Einlagen von Privatkunden auch
in den nächsten Jahren intensiv sein wird. Damit bleiben auch die Margen in diesem
Geschäft unter Druck. Viele Banken werden ihre Refinanzierung durch den Interbankenmarkt
verringern. Darüber hinaus treten auch neue Teilnehmer im Einlagegeschäft in den Markt
ein. Besonders einige Auslandsbanken agieren relativ aggressiv in Bezug auf Einlagenkonditionen.
Entsprechend hart gestaltet sich der Wettbewerb. Daran werden wir uns nicht beteiligen.
Und dies nicht nur aufgrund der Auflagen der EU-Kommission, die uns im Zusammenhang
mit der SoFFin-Einlage untersagen, die Preisführerschaft bei Konditionen im Kundengeschäft
einzunehmen.
Der sogenannte Leverage, also das Verhältnis von Bilanzsumme zu Eigenkapital, wurde
in den letzten Jahren branchenweit zurückgefahren. Dieses niedrigere Niveau wird wohl
beibehalten und dürfte das Ertragswachstum in den nächsten Jahren begrenzen.
Von regulatorischer Seite ist infolge Basel III eine klare Verschärfung der Richtlinien
in Bezug auf die Eigenkapitalunterlegung und Liquiditätsvorhaltung der Banken zu erwarten.
Dies wird die Profitabilität der Institute negativ beeinflussen.
Trotz der skizzierten Belastungsfaktoren und zusätzlichen Anforderungen an die Bankbranche
erwarten wir, dass sich die grundlegenden Branchenstrukturen in den europäischen Ländern
nur langsam ändern und auch nach der Finanzkrise relativ stabil bleiben werden. Die
Commerzbank wird weiterhin die Rolle einer führenden Bank in Deutschland innehaben.
Durch die Übernahme und Integration der Dresdner Bank hat sich diese Position der
Commerzbank klar gestärkt. Aufgrund der hohen Anzahl rechtlich selbstständiger Sparkassen
und Genossenschaftsbanken ist Deutschland ein eher polypolistischer Bankenmarkt mit
einer im europäischen Vergleich relativ geringen Marktkonzentration. Obwohl es in
den Sparkassen- und Genossenschaftsverbünden kontinuierliche Konzentrationsprozesse
gibt, wird diese Branchenstruktur in Deutschland auch in den nächsten Jahren grundsätzlich
erhalten bleiben.
Für das Geschäftsjahr 2011 erwarten wir für die einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
folgende Entwicklung:
Für den Zinsüberschuss gehen wir davon aus, dass keine signifikanten Verbesserungen
gegenüber dem Jahr 2010 erzielt werden. Obwohl sich im Segment Privatkunden eine Erhöhung
des Zinsniveaus positiv auswirken wird und die von uns erwartete Normalisierung des
Kreditziehungsverhaltens und steigende Investitionen von Firmenkunden im Segment Mittelstandsbank
positive Impulse geben werden, ist damit zu rechnen, dass sich diese Effekte durch
den zunehmenden Margendruck nur zum Teil durchschlagen werden. Die Risikovorsorge
im Kreditgeschäft sollte sich weiter verringern. Insbesondere im Segment Asset Based
Finance erwarten wir einen deutlich niedrigeren Risikovorsorgebedarf. Der Provisionsüberschuss
sollte im laufenden Jahr 2011 - insbesondere im zweiten Halbjahr - vor allem vor dem
Hintergrund der abnehmenden Kaufzurückhaltung unserer Kunden sowie dem Wegfall der
integrationsbedingten Belastungen unserer Beratungsteams profitieren. Eine Prognose
des Handelsergebnisses ist insbesondere aufgrund der hohen Volatilität an den Finanzmärkten
und deren Auswirkungen auf die Bewertung der entsprechenden Finanzinstrumente nur
bedingt möglich. Wir erwarten für das Jahr 2011 jedoch ein Handelsergebnis über dem
Niveau des Berichtsjahres. Die Verwaltungsaufwendungen werden im Jahr 2011 durch das
anhaltend strikte Kostenmanagement und realisierte Synergieeffekte bestimmt. Als Folge
gehen wir davon aus, dass die Verwaltungsaufwendungen sinken werden. Das Operative
Ergebnis des Commerzbank-Konzerns dürfte sich im Jahr 2011 signifikant gegenüber dem
Wert des Berichtsjahres verbessern.
Das Group Treasury der Commerzbank ist konzernweit für das Kapital- und Liquiditätsmanagement
verantwortlich. Hierbei greift das Group Treasury als Grundlage zur Ermittlung der
Emissionsplanung im Kapitalmarkt auf die Ergebnisse des "Stable-Funding-Konzepts"
zurück. Dabei werden der strukturelle Liquiditätsbedarf für das Kern-Aktivgeschäft
der Bank sowie die nicht innerhalb eines Jahres liquidierbaren Aktiva ermittelt und
den langfristig für die Bank verfügbaren Passivmitteln - inklusive stabiler Bodensätze
aus Kundeneinlagen - gegenübergestellt.
Durch fest definierte Prozesse soll sichergestellt werden, dass auf Basis dieses Konzepts
die Fundingaktivitäten regelmäßig an geänderte Voraussetzungen angepasst werden. Auch
führt das Liquiditätsmanagement regelmäßig Strukturanalysen der diversen Refinanzierungsquellen
durch, um auf dieser Basis das Refinanzierungsprofil aktiv zu steuern. Ziel ist es,
die nicht liquiden Aktiva sowie das Kerngeschäft der Bank weitestgehend durch langfristig
verfügbare Passivmittel zu finanzieren.
Die Refinanzierungsstruktur des Commerzbank-Konzerns kann sich hierbei weiterhin auf
eine breite Diversifikation hinsichtlich Anlegergruppen, Regionen, Produkten und Währungen
stützen. Auch im laufenden Geschäftsjahr 2011 und dem kommenden Geschäftsjahr 2012
wird die Bank ihr erklärtes Ziel im Rahmen des Strategieprogramms "Roadmap 2012",
den Auf- und Ausbau stabiler und langfristiger Kundenbeziehungen, konsequent verfolgen.
Die langfristige Refinanzierung wird im Wesentlichen durch Kapitalmarktprodukte sowohl
auf besicherter als auch unbesicherter Basis sowie durch stabil anzusehende und der
Bank langfristig zur Verfügung stehende Kundeneinlagen sichergestellt. Um den bereits
ausgewogenen Refinanzierungsmix der Commerzbank zu optimieren, ist ein US-Dollar-Emissionsprogramm
in den Vereinigten Staaten in Vorbereitung.
Wir erwarten ein weiterhin schwieriges Kapitalmarktumfeld. Für das Jahr 2011 sieht
der Commerzbank-Konzern eine Mittelaufnahme am Kapitalmarkt in Höhe von insgesamt
circa 10 bis 12 Mrd Euro vor, damit liegen wir deutlich unter den für dieses Jahr
fällig werdenden Emissionen. Diese Mittelaufnahmen sollen in etwa zu gleichen Teilen
über besicherte und unbesicherte Emissionen erfolgen. Die derzeitige Mittelfristplanung
für das Jahr 2012 sieht ein ähnliches Volumen und eine ähnliche Aufteilung von besicherten
und unbesicherten Emissionen vor. Die Planung des Fundingbedarfs orientiert sich an
den Aktivitäten des Neugeschäftes und der Ausrichtung der einzelnen Geschäftsbereiche.

Abbildung 3
Bei der Platzierung unbesicherter Anleihen liegt der Schwerpunkt weiterhin auf Privatplatzierungen.
Öffentliche Transaktionen werden wir selektiv zur Verbreiterung unserer Investorenbasis
in Erwägung ziehen oder für die Abdeckung von in Fremdwährungen bestehenden Refinanzierungserfordernissen
nutzen. Die besicherte Refinanzierung der Eurohypo AG erfolgt über Pfandbriefe und
Privatplatzierungen. Durch regelmäßige Überprüfung und Adjustierung der getroffenen
Annahmen für das Liquiditätsmanagement wird Group Treasury den Veränderungen des Marktumfelds
weiterhin voll Rechnung tragen und eine solide Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene
Refinanzierungsstruktur gewährleisten.
Die Investitionstätigkeiten in den kommenden Jahren sind schwerpunktmäßig weiterhin
durch die Integration der Dresdner Bank geprägt. Für die Integration sind insgesamt
2,5 Mrd Euro vorgesehen, denen nach vollständiger Umsetzung künftig Einsparungen verglichen
mit dem Jahr 2008 von jährlich 2,4 Mrd Euro gegenüberstehen. Von den Investitionen
für die Integration entfielen bereits rund 1,9 Mrd Euro auf das Jahr 2009 und 0,4
Mrd Euro auf das Jahr 2010. Bis zum Jahr 2012 sind weitere 0,2 Mrd Euro als laufender
Aufwand für die Integration geplant.
Die Integration der Dresdner Bank bestimmt wesentliche Anteile der nachfolgenden Investitionstätigkeiten
der einzelnen Bereiche im laufenden Jahr 2011:
Im Segment Privatkunden stehen für das Jahr 2011 die Zusammenführung der IT-Infrastruktur
sowie der Kundensysteme und die Optimierung des Filialnetzes im Fokus. Die Kunden-
und Produktdatenmigration ist für das zweite Quartal 2011 geplant. Nach erfolgreicher
Umsetzung wird das Privatkundensegment mit einer einheitlichen Systemwelt arbeiten
und allen Kunden das gleiche Produkt- und Leistungsspektrum bieten können. Im Anschluss
beginnen wir mit der Zusammenlegung von räumlich eng beieinander liegenden Filialpaaren
-dem letzten großen Meilenstein der Integration. Im Jahr 2011 werden bereits über
100 Filialpaare konsolidiert, damit kommt das Privatkundengeschäft dem Ziel von 1
200 Filialen ein großes Stück näher. Im Rahmen dieser Umsetzung wird auch die Umstellung
auf die neuen Filialmodelle "Filiale der Zukunft" und "Filiale der Zukunft Plus" mit
verbessertem Beratungsangebot für unsere Kunden und der Ausweitung unserer Services
in der SB-Zone fortgeführt. Hiermit verbessern wir zugleich unsere Servicequalität
und steigern die Kosteneffizienz. Darüber hinaus konzentrieren sich weitere Investitionen
auf die kontinuierliche Verbesserung der Qualität im Beratungsprozess.
Im Segment Mittelstandsbank konzentriert sich die Investitionsplanung für das Jahr
2011 nach der Integration beider IT-Systemlandschaften auf die Stärkung der Kernkompetenzen
Kundenberatung, Kundenbindung und Akquisition. Hierzu zählt die Modernisierung der
Customer-Relationship-Anwendungen und der Kundenbedarfsanalyse-Systeme mit dem Ziel,
die Beratungsqualität weiter zu erhöhen. Im Hinblick auf die ganzheitliche Bewertung
der Bankverbindung durch den Kunden wird die kundenfokussierte Prozesseffizienz gestärkt
und die Qualität der Pre- und After-Sales-Services weiter verbessert. Einen weiteren
Schwerpunkt stellen die Investitionen zur Gewährleistung der operativen Stabilität
der IT-Systeme für das Segment Mittelstandsbank dar. Marktgegebenheiten und regulatorische
Anforderungen machen weitere Anpassungen, unter anderem in der Pricing- und Vertriebssteuerungssystematik,
notwendig. Der internationale Zahlungsverkehr wird eine weitere Konzentration erfahren.
Um als Prime Provider auftreten zu können und von dieser Marktkonzentration zu profitieren,
wird der Konzernbereich Financial Institutions die Flexibilität der diesbezüglichen
IT-Systeme ausbauen und damit zusätzliche Zahlungsverkehrsvolumina generieren. Mit
dem Ausbau der beiden Standorte in Wien und in Zürich zu vollwertigen Corporate-Filialen
im Jahr 2011 wird die Cross-Border-Strategie des Segments weiter operationalisiert.
Das Segment Corporates & Markets wird weiterhin in eine belastbare und flexible IT-
und Backoffice-Infrastruktur investieren. Nur dadurch können Flexibilität, Kosteneffizienz
und die Kontrolle operationaler Risiken gewährleistet werden. Darüber hinaus wollen
wir im Konzernbereich Fixed Income & Currencies die eFX- und eBond-Plattformen - die
Kunden eine direkte Anbindung an den Online-Handel ermöglichen - auf- und ausbauen.
Die höhere Flexibilität, Präsenz und Leistungsfähigkeit in diesem Markt wird unseren
Kunden zugutekommen. Im Bereich Aktienderivate werden wir eine Handelsplattform für
CFDs "Contracts for Difference" in der strategischen IT-Landschaft von Corporates
& Markets implementieren. In einem weiteren Schritt soll dieses Produkt auch privaten
Investoren in Form einer Onlineplattform zur Verfügung gestellt werden. Ein Schwerpunkt
wird in dem Jahr 2011 auf der Finalisierung der Integration der ehemaligen Dresdner-Bank-Handelsaktivitäten
in die CSM-Plattform liegen.
Darüber hinaus gibt es weitere - von der Integration der Dresdner Bank unabhängige
-Investitionsschwerpunkte in den folgenden Bereichen der Commerzbank:
Im Segment Central & Eastern Europe wurde bei der BRE Bank bislang wesentlich in Projekte
zur Prozessautomatisierung im Backoffice und im Kreditbereich investiert. Weitere
Schwerpunkte lagen in der Implementierung neuer Bankprodukte sowie in der kontinuierlichen
Optimierung elektronischer Vertriebskanäle. Diese Initiativen werden in den Jahren
2011 und 2012 fortgesetzt. Darüber hinaus ist im Zuge der Strategieumsetzung der BRE
Bank eine Weiterentwicklung des Filialnetzes im Corporate Banking geplant. Bei der
Bank Forum lag der Schwerpunkt im Jahr 2010 in der weiteren Umsetzung des Restrukturierungsprogramms.
Besonderes Augenmerk galt der Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie der Zentralisierung
von Backoffice-Einheiten und -Prozessen. Im laufenden Jahr 2011 liegt neben der Fortführung
dieser Maßnahmen ein zusätzlicher Schwerpunkt auf aktivem Neugeschäft und der gezielten
Adressierung profitabler Kundensegmente.
Im Segment Asset Based Finance wird die strategische Neuausrichtung des Geschäftsmodells
der Eurohypo AG fortgesetzt. Durch die Optimierung der Portfoliostruktur und die Fokussierung
auf Kernmärkte wird die Komplexität des Geschäfts weiter reduziert. Ziel ist die konsequente
Beschränkung auf das wertsteigernde Kerngeschäft. In diesem Rahmen werden in der Eurohypo
AG im Bereich Commercial Real Estate für das in diesem Jahr geplante Ende des Projekts
"Fokus" 25 Mio Euro anfallen. Darüber hinaus wird das im Jahr 2009 bei der Commerz
Real AG aufgrund der Auswirkungen der Finanzmarktkrise aufgesetzte Strategieprojekt
"CORRELATION" fortgeführt. Hierbei werden die Trennung von nicht strategischen Randaktivitäten
geprüft sowie Maßnahmen zur Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation geplant.
In diesem Zusammenhang sind 33 Mio Euro Restrukturierungsaufwendungen und 5 Mio Euro
Umsetzungsaufwand im Jahr 2010 angefallen. Für das laufende Jahr 2011 rechnen wir
mit knapp 8 Mio Euro Umsetzungsaufwand.
Auch im laufenden Jahr wird das im Jahr 2009 initiierte Programm "Group Finance Architecture"
(GFA) zur Neugestaltung der Prozess- und Systemarchitektur der Finanzfunktion im Commerzbank-Konzern
fortgeführt. Ziele des Programms sind der Aufbau einer Multi-Gaapfähigen Lösung, die
Integration von Financial und Management Accounting und damit insbesondere auch eine
deutliche Beschleunigung des Abschlussprozesses sowie eine Verbesserung der Analysemöglichkeiten.
Damit soll die Grundlage für eine noch stärker proaktive Unternehmenssteuerung durch
den Bereich Finanzen zur Unterstützung des Managements geschaffen werden. Dies beinhaltet
bis Ende des Jahres 2014 den Aufbau der entsprechenden Architektur für den Funktionsbereich
Accounting der Commerzbank Aktiengesellschaft Inland. Bis zum Ende des Projektes im
Jahr 2014 ist ein Investionsvolumen zum Aufbau der neuen Plattform von 0,3 Mrd Euro
geplant. Von den Investitionen sind bis zum Jahr 2010 bereits 53 Mio Euro angefallen.
Für das Jahr 2011 rechnen wir mit weiteren 59 Mio Euro. Die Finanzierung der für das
Jahr 2011 geplanten Investitionen erfolgt aus dem frei verfügbaren Mittelzufluss der
Commerzbank.
Wir rechnen damit, dass die EZB in den kommenden beiden Jahren 2011 und 2012 an der
Umsetzung ihrer Exitstrategie festhält. Allerdings hat sich die EZB im Dezember 2010
aufgrund der anhaltenden Marktskepsis bezüglich Staatsanleihen der EWU-Peripherieländer
veranlasst gesehen, ihre Exitstrategie aus der sehr expansiven Geldpolitik zumindest
zu verschieben. So hat sie angekündigt, die Handhabung ihres geldpolitischen Instrumentariums
über das gesamte erste Quartal 2011 hinweg nicht zu verändern. Insbesondere würden
die Hauptrefinanzierungsgeschäfte und die Einmonatstender weiterhin zum Festzinssatz
voll zugeteilt. Überdies werde sie im ersten Quartal erneut drei Dreimonatstender
ausschreiben. Auch diese würden voll zugeteilt. Der Zinssatz richte sich hier weiterhin
nach dem durchschnittlichen Hauptrefinanzierungssatz, der während der Laufzeit der
Tender gelte. Des Weiteren wird die EZB im Bedarfsfall den Kauf von Staatsanleihen
der EWU-Mitgliedsländer fortsetzen. Begründet wird dies durch die anhaltenden Probleme
der Euro-Peripheriestaaten, die durch die erstmalige Inanspruchnahme des "europäischen
Rettungsschirms" durch einen dieser Staaten einen neuen Höhepunkt im abgelaufenen
Quartal erreicht hat.
In der Folge sehen wir den Eonia-Satz im ersten Quartal 2011 bei einem durchschnittlichen
Niveau von etwa 0,7 % weiterhin in einem erheblichen Abstand zum Hauptrefinanzierungssatz
von 1,0 %. Würde die EZB ab dem zweiten Quartal ihre Exitstrategie wieder aufnehmen,
gehen wir davon aus, dass sich der Eonia-Satz dem Refinanzierungssatz annähern wird,
verbunden mit einem moderaten Anstieg des generellen Zinsniveaus am Geldmarkt.
Abhängig von der konjunkturellen Entwicklung und einer damit verbundenen stärkeren
Inanspruchnahme der Kapitalmärkte in den Jahren 2011 und 2012, könnte die EZB ab dem
Jahr 2012 leichte Zinserhöhungen umsetzen, um Inflationsrisiken entgegenzuwirken.
Entsprechend der Zinserhöhungen werden die Zinsen am Geldmarkt weiter leicht zulegen.
Für die Commerzbank rechnen wir weiterhin mit einem uneingeschränkten Zugang zum besicherten
und unbesicherten Geld- und Kapitalmarkt. Hierfür ursächlich ist zum einen das gute
Standing der Bank im Markt sowie der Umstand, dass die Bank in einem starken Euroland
ansässig ist, was sich begünstigend auf die Refinanzierungsmöglichkeiten und somit
die Refinanzierungsstruktur auswirkt. Darüber hinaus profitiert die Bank von ihrem
gut ausgebauten Liquiditätsmanagement, sodass wir davon ausgehen, auch die für die
nächsten beiden Geschäftsjahre gesetzten Refinanzierungsziele wie geplant umsetzen
zu können.
Für das Liquiditätsrisikomanagement der Banken stehen künftig von regulatorischer
Seite neue Herausforderungen an, insbesondere durch die Implementierung der Novelle
der Mindestanforderungen für das Risikomanagement (MaRisk) sowie zusätzliche Kapital-
und Liquiditätsanforderungen nach Basel III. Die entsprechenden Dokumente wurden Mitte
Dezember 2010 in ihrer endgültigen Form verabschiedet und veröffentlicht. Gleichzeitig
wurde auch ein Zeitplan für die einzelnen Umsetzungsstufen festgelegt, wie zum Beispiel
die Einhaltung der beiden neuen Liquiditätskennzahlen "Liquidity Coverage Ratio" (LCR)
und "Net Stable Funding Ratio" (NSFR) zum Jahr 2015 beziehungsweise 2018.
Ungeachtet der regulatorischen Fristsetzung, die von einer sogenannten "Observation
Period" begleitet wird, gehen wir davon aus, dass sich die Auswirkungen der neuen
Anforderungen schon in den nächsten Jahren an den Finanzmärkten durch die von den
Banken vorangetriebenen Umstellungs- und Anpassungsmaßnahmen beobachten lassen. Exemplarisch
seien an dieser Stelle mögliche Folgen für den Anleihenmarkt genannt, die sich durch
die Vorgaben an die Zusammensetzung des sogenannten "Liquidity Buffers" ergeben. So
wird zum Beispiel davon ausgegangen, dass sich die Credit-Spreads von Staatsanleihen
und Unternehmensanleihen mit einem erstklassigen Rating einengen werden, wohingegen
bei Anleihen mit einem Rating unterhalb von "A" mit einer Ausweitung des Credit-Spreads
gerechnet wird.
Die Commerzbank ist auf die sich veränderten Marktbedingungen gut vorbereitet. Änderungen
der regulatorischen Vorgaben werden im Rahmen der Refinanzierungsstrategie der Bank
zeitnah berücksichtigt und mit unternehmerischer Weitsicht entsprechend umgesetzt.
Die systematische Identifikation und Nutzung von Chancen ist für die Commerzbank eine
zentrale Managementaufgabe. Dies gilt sowohl operativ im täglichen Wettbewerb als
auch strategisch für die Identifikation von Wachstums- oder Effizienzpotenzialen.
In diesem Verständnis setzt die Commerzbank auf ein dreistufiges Chancenmanagement:
| ― |
Zentrales strategisches Chancenmanagement: Identifikation strategischer Handlungsoptionen
für den Gesamtkonzern durch den Vorstand und im Bereich Group Development & Strategy
(zum Beispiel Entwicklung des Markt- und Geschäftsfeldportfolios) |
| ― |
Zentrales operatives und strategisches Chancenmanagement für die Segmente: Definition
operativer und strategischer Wachstums- und Effizienzsteigerungspotenziale für die
einzelnen Konzernbereiche innerhalb der Segmente durch die jeweiligen Verantwortlichen
(zum Beispiel Entwicklung der Produkt- und Kundenportfolien) |
| ― |
Dezentrales operatives Chancenmanagement: Kunden- und geschäftsvorfallbasierte Identifikation operativer Chancen durch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (zum Beispiel regionale Nutzung von Marktchancen und Kundenpotenzialen, Kundenberatungskonzepte) |
Die Realisierung der identifizierten Chancen und daraus abgeleiteter operativer wie
strategischer Maßnahmen obliegt dann den jeweiligen Konzernbereichsverantwortlichen.
Die Erfolgskontrolle erfolgt einerseits anhand der internen Controlling- und Risikocontrolling-Instrumente
sowie der individuellen Zielvereinbarungen und andererseits gestützt auf externe Beurteilungen
(zum Beispiel Rating, Marktforschungsergebnisse, Benchmarking, Kundenbefragungen).
Die Identifikation und Implementierung innovativer Lösungen für Kunden wird darüber
hinaus durch das interne Wertesystem der Commerzbank immer stärker in der Unternehmenskultur
verankert.
Zudem hat die Commerzbank im Bereich Group Communications ein Früherkennungssystem
etabliert. Hier werden potenziell interessante Themen, die für die Commerzbank Risiken
aber auch Chancen mit sich bringen könnten, frühzeitig identifiziert, systematisch
verfolgt und an die Verantwortlichen im Konzern weitergeleitet.
Welche Chancen die Commerzbank im Einzelnen identifiziert hat, haben wir in dem Abschnitt
"Entwicklung der Segmente" bei den jeweiligen Segmenten dargelegt.
Auch für das laufende Geschäftsjahr 2011 erwarten wir ein herausforderndes Marktumfeld.
Während die Wirtschaft in Deutschland erneut überdurchschnittlich zulegen wird, dürfte
das Wachstum in anderen Ländern des Euroraums durch die Staatsschuldenkrise und den
sich hieraus ergebenden konjunkturellen Unsicherheiten eingeschränkt bleiben. Belastungen
für Finanzinstitute sind aus der Verschärfung der regulatorischen Erfordernisse in
Bezug auf Kapital- und Liquiditätsmanagement zu erwarten.
Trotzdem wollen wir im Jahr 2011 auf Basis unseres Geschäftsmodells, das ein nachhaltiges
Ertragspotenzial besitzt, in allen Bereichen operativ sichtbare Ergebnisfortschritte
erzielen. Die Commerzbank wird weiterhin die Rolle einer führenden Bank in Deutschland
innehaben. Durch die Übernahme und Integration der Dresdner Bank hat sich diese Position
der Commerzbank klar verstärkt. So werden wir uns weiter darauf konzentrieren, unser
Kundengeschäft in Deutschland auszubauen. Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Privatkundengeschäft,
in dem wir in den kommenden Jahren die Synergien der Integration vollumfänglich heben
und unsere Kosten deutlich senken werden. Gleichzeitig wollen wir nach der Kunden-
und Produktdatenmigration im zweiten Quartal 2011 unsere Vertriebsleistungen steigern
und die hier liegenden Potenziale umfassend ausschöpfen. Aber auch die Mittelstandsbank
setzt für die folgenden Jahre ihren Schwerpunkt klar auf die Steigerung des Ergebnisses
aus Vertriebsaktivitäten. Im Fokus stehen dabei die Erschließung bestehender Potenziale
sowie neuer Wachstumsfelder und die weitere Steigerung von Qualität und Effizienz.
In den Ländern Mittel- und Osteuropas rechnen wir für das Jahr 2011 mit einer weiteren
Festigung des wirtschaftlichen Aufschwungs, von der das Segment Central & Eastern
Europe profitieren sollte. In Polen wird die BRE Bank auf Wachstumskurs bleiben, in
der Ukraine werden wir dagegen unseren Konsolidierungskurs fortsetzen. Das Segment
Corporates & Markets sollte seine Profitabilität weiter stabilisieren. Dank der gestärkten
Kundenbasis und der am Markt anerkannten Produktexpertise erwarten wir, unsere Position
als starker Investmentbank-Partner zu festigen. Außerhalb der Kernbank werden wir
im Segment Asset Based Finance den Volumenabbau über die nächsten Jahre forcieren.
Während wir im Bereich Public Finance kein Neugeschäft mehr tätigen und das bestehende
Volumen sukzessive abbauen, werden wir im Bereich Commercial Real Estate unsere Aktivitäten
erheblich reduzieren. Auf die Risikoaktiva wird die schrittweise Einführung von Basel
III einen erhöhenden Effekt haben; aufgrund bereits umgesetzter als auch geplanter
Maßnahmen betreffend den Abbau von Risikoportfolios, sollten die Risikoaktiva jedoch
nur leicht ansteigen. Die Regelungen zur Bankenabgabe sowie zur Harmonisierung der
gesetzlichen Einlagensicherung in der EU werden künftig ergebnisbelastend wirken.
Die konkrete Größenordnung ist derzeit noch nicht zu beziffern.
Vor dem Hintergrund der beschriebenen Erwartungen gehen wir davon aus, dass wir für
das Geschäftsjahr 2011 - bei einem stabilen Marktumfeld - ein Operatives Ergebnis
erzielen werden, das signifikant über dem Niveau des Berichtsjahres 2010 liegt.
Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2012 rechnen wir gemäß unseren im Strategieprogramm
"Roadmap 2012" kommunizierten Zielen mit einem weiteren Anstieg der Erträge, die bei
prognostizierten Kosten- und Risikovorsorgerückgängen zu einem Operativen Ergebnis
vor Regulierungseffekten von rund 4 Mrd Euro führen werden.
Der Konzernrisikobericht ist ein eigenständiger Berichtsteil im Geschäftsbericht.
Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts.
Der nachfolgende Konzernrisikobericht ist auch Bestandteil des Konzernlageberichts.
Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von
Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
Im Jahr 2010 war die Risikolage von gegenläufigen Entwicklungen beeinflusst. Einerseits
führte die Herabstufung von Bonitätsnoten einiger europäischer Staaten durch die Ratingagenturen
zu steigender Unsicherheit und hohen Kursausschlägen an den Kapitalmärkten, andererseits
konnten vor dem Hintergrund einer positiven Entwicklung des konjunkturellen Umfelds
- insbesondere in Deutschland - die Risikovorsorge im Konzern im Vergleich zu 2009
signifikant von 4,2 Mrd Euro auf 2,5 Mrd Euro reduziert und Risiken in wesentlichen
Teilportfolios weiter abgebaut werden.
| ― |
Der gesamtwirtschaftlichen Erholung folgend sind die meisten Immobilienmärkte 2010 in eine Phase der Bodenbildung übergegangen, wobei jedoch insbesondere die USA und Spanien noch keine nachhaltig positive Trendwende zeigten. Vor dem Hintergrund der strategischen Neuausrichtung der Eurohypo konzentrieren sich unsere Aktivitäten im Bereich Commercial Real Estate auf den Abbau von Teilportfolios, die zukünftig nicht mehr in unserem strategischen Fokus stehen. Das Exposure at Default in diesem Bereich konnte zwar im Geschäftsjahr 2010 um weitere 7 Mrd Euro auf 70 Mrd Euro abgebaut werden, allerdings blieb die Risikovorsorge mit 1,3 Mrd Euro weiterhin auf einem hohen Niveau. |
| ― |
Die Strategie der konsequenten Risikoreduzierung im Bestandsgeschäft der Schiffsfinanzierungen hat im Berichtszeitraum zu Stabilisierungserfolgen auch infolge einvernehmlich mit Kunden vorgenommener Restrukturierungen geführt. Der Bestand an Schiffsfinanzierungen, der überwiegend in US-Dollar denominiert ist, wurde im Berichtsjahr um mehr als 15 % reduziert. Aufgrund des US-Dollar-Anstiegs gegenüber dem Euro ergibt sich auf Euro-Basis nur eine geringe Exposure-Reduktion um 1 Mrd Euro auf 21 Mrd Euro. |
| ― |
Hinsichtlich des Public-Finance-Portfolios verfolgen wir eine klare Abbaustrategie. Im Berichtsjahr konnte das Exposure um weitere 20 Mrd Euro auf 109 Mrd Euro reduziert werden. Insgesamt wird für den Bereich Public Finance ein Abbau auf unter 100 Mrd Euro bis Ende 2012 sowie unter 80 Mrd Euro bis Ende 2014 angestrebt. Vor dem Hintergrund der Verschuldungskrise in verschiedenen europäischen Staaten haben wir unser Sovereign-Exposure insbesondere in den Ländern Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien im Jahresverlauf insgesamt um 3,1 Mrd Euro auf 16,8 Mrd Euro weiter zurückgefahren. |
| ― |
Im Segment PRU haben wir die Risikowerte des Structured-Credit-Portfolios im Jahresverlauf deutlich um 6,6 Mrd Euro auf nunmehr 17,1 Mrd Euro abgebaut. Die Positionen des Bereichs Credit Trading (Credit Flow und Correlation Book) wurden nahezu vollständig zurückgeführt. |
| ― |
Vor dem Hintergrund eines verbesserten ökonomischen Umfelds entwickelten sich auch die Risikokennzahlen unseres Corporates Portfolios in der Mittelstandsbank und in Corporates & Markets sehr positiv. Insbesondere die Risikovorsorge der Mittelstandsbank konnte gegenüber dem Vorjahr von 1,0 Mrd Euro auf 0,3 Mrd Euro reduziert werden; in Corporates & Markets war im Jahr 2010 sogar eine Nettoauflösung zu verzeichnen. |
| ― |
Die Risikoreduzierung im Hinblick auf Klumpenrisiken wurde auch im Jahr 2010 konsequent vorangetrieben. Hierbei konnten wir insbesondere das Exposure gegenüber Financial Institutions im Jahresverlauf um weitere 18 Mrd Euro auf 95 Mrd Euro reduzieren. |
| ― |
Die wirtschaftliche Situation in Mittel- und Osteuropa hat sich im Vergleich zum Jahresende 2009, insbesondere in Polen und Russland, deutlich verbessert, die Risikovorsorge im Segment konnte mehr als halbiert werden. In der Ukraine bleibt die Risikosituation weiter angespannt, allerdings konnten wir hier im Jahr 2010 eine deutliche Reduktion unserer Risikoposition erreichen. |
| ― |
Die Risikovorsorge im Privatkundengeschäft liegt nach einer guten Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte insgesamt mit 246 Mio Euro auf dem Niveau des Vorjahres. |
Der Prozess der Dresdner-Bank-Integration im Risikomanagement ist weit fortgeschritten.
Im Jahr 2010 konnten wir weitere wichtige Meilensteine umsetzen:
| ― |
Zur Jahresmitte wurde die Branchenaufstellung der Marktfolge im inländischen Firmenkundengeschäft erfolgreich etabliert und somit das vorhandene Branchenwissen entlang der Wertschöpfungsketten gebündelt. |
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Bereits im ersten Quartal 2010 wurde die Integration der Ratingverfahren im Non-Retail-Bereich erfolgreich abgeschlossen und somit die Vereinheitlichung von Bonitätsprüfung und Bilanzanalyse erreicht. |
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Die neue Basel-II-Rechenkernarchitektur wurde im vierten Quartal 2010 erfolgreich in Betrieb genommen und damit eine methodische Harmonisierung der RWA-Ermittlung auf vereinheitlichter Zielinfrastruktur umgesetzt. |
| ― |
Für die interne Marktrisikosteuerung wurden die bestehenden Berechnungsmodelle von Commerzbank und Dresdner Bank im Oktober 2010 in ein neues, integriertes Marktpreisrisikomodell basierend auf einem historischen Simulationsansatz überführt. Dieses Modell gewährleistet eine konsistente Risikomessung im Gesamtkonzern und wird den zukünftigen Anforderungen nach Basel III gerecht. |
| ― |
Die bisher von Commerzbank und Dresdner Bank verwendeten IT-Systeme zur Berechnung der Kontrahenten- und Emittentenrisiken wurden im Jahr 2010 auf eine gemeinsame Plattform migriert. Das neue System gewährleistet die integrierte Berechnung und Überwachung aller Kreditrisiken für Handelsgeschäfte. |
Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener
Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet
grundsätzlich zwischen quantifizierbaren - also üblicherweise im Jahresabschluss oder
in der Kapitalbindung bewertbaren - und nicht quantifizierbaren Risikoarten, wie zum
Beispiel Reputations- und Compliancerisiken.
Der Chief Risk Officer (CRO) der Bank ist für die Umsetzung der vom Gesamtvorstand
für die quantifizierbaren Risiken festgelegten risikopolitischen Leitlinien im Konzern
verantwortlich. Der CRO berichtet dem Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats
regelmäßig über die Gesamtrisikolage des Konzerns.
Die Risikomanagementaktivitäten sind auf die Bereiche Kreditrisikomanagement, Marktrisikomanagement,
Intensive Care sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement verteilt -alle vier mit
konzernweiter Ausrichtung und direkter Berichtslinie an den CRO. Gemeinsam mit den
vier Bereichsvorständen bildet der CRO innerhalb der Konzernsteuerung das Risk Management
Board.
Das operative Risikomanagement hat der Vorstand an Komitees delegiert. Im Rahmen der
jeweiligen Geschäftsordnungen sind dies das Group Credit Committee, das Group Market
Risk Committee und das Group OpRisk Committee. Zusätzlich wurde im Jahr 2010 das Group
Strategic Risk Committee als risikoartenübergreifendes Entscheidungsgremium etabliert.
In allen Komitees hat der CRO den Vorsitz und ein Vetorecht.
Das Asset Liability Committee der Commerzbank ist aufgrund der Zuständigkeiten für
die konzernübergreifende Steuerung der Portfoliozusammensetzung sowie der Kapitalallokation
und der RWA-Entwicklung wichtiger Ausgangspunkt unseres Internal Capital Adequacy
Assessment Process (ICAAP), im Rahmen dessen bankintern sichergestellt wird, dass
stets genügend Risikodeckungspotenzial zur Abdeckung aller wesentlichen Risiken vorhanden
ist.
In der Risikostrategie werden, basierend auf der Geschäftsstrategie, die risikostrategischen
Leitplanken für die Entwicklung der Investitionsportfolios der Commerzbank definiert.
Durch die konkrete Limitierung der dem Konzern zur Verfügung stehenden Risikoressourcen
Kapital und Liquiditätsreserve werden die Risikotragfähigkeit und die Liquidität sichergestellt.
Der Gültigkeitsbereich der Risikostrategie wird durch die sogenannte "Risikotoleranz"
beschrieben. Extremszenarios wie beispielsweise der Ausfall einer Core Economy (zum
Beispiel Deutschland, Frankreich oder USA) oder der Wegfall der Grundfunktionalität
der EZB (Repo) liegen außerhalb der im Rahmen der Risikostrategie festgelegten Steuerung.
Die Gesamtrisikostrategie deckt sowohl alle wesentlichen quantifizierbaren als auch
nicht quantifizierbaren Risiken ab. Sie wird in Form von Teilrisikostrategien für
die einzelnen Risikoarten weiter detailliert und über Policies, Regularien und Arbeitsanweisungen/Richtlinien
konkretisiert und operationalisiert. Im jährlich durchzuführenden Prozess der Risikoinventur
wird sichergestellt, dass alle für den Konzern wesentlichen Risiken (sowohl quantifizierbare
als auch nicht quantifizierbare) identifiziert werden. Die Einschätzung der Wesentlichkeit
richtet sich hierbei nach der Frage, ob das Eintreten des Risikos mittel- oder unmittelbar
einen maßgeblichen negativen Einfluss auf die Risikotragfähigkeit des Konzerns haben
könnte.
Im Rahmen des Planungsprozesses entscheidet der Vorstand unter Berücksichtigung von
Stressszenarios, in welchem Umfang das Risikodeckungspotenzial des Konzerns ausgeschöpft
werden soll. Über einen bewusst zur Verfügung gestellten Kapitalrahmen als Teil des
verfügbaren Risikodeckungspotenzials legt er den Risikoappetit auf Konzernebene fest.
Der Kapitalrahmen wird in einem zweiten Schritt für die einzelnen Risikoarten limitiert
und als Ergebnis der Planung auf die steuerungsrelevanten Einheiten/Geschäftsfelder
allokiert. Im Rahmen des unterjährigen Monitorings wird die Einhaltung der Limite
und Leitplanken überprüft und bei Bedarf werden Steuerungsimpulse gesetzt.
Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung
und des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) der Commerzbank. Zielsetzung
ist die fortlaufende Sicherstellung einer für das Risikoprofil des Commerzbank-Konzerns
ausreichenden Kapitalausstattung. Das Risikotragfähigkeitskonzept folgt dabei einer
stringent ökonomischen Betrachtung der Aktiv- und Passivseite des Konzerns.
Die Risikotragfähigkeit überwacht die Commerzbank auf Basis eines sogenannten Gone-Concern-Ansatzes,
dessen grundlegendes Sicherungsziel der Schutz der erstrangigen Fremdkapitalgeber
ist. Das Erreichen dieses Ziels soll auch im Fall außerordentlich hoher Verluste aus
einem unwahrscheinlichen Extremereignis gewährleistet bleiben. Das Konzept unterstellt
dabei einen Gone-Concern-Verlauf, der auch die diesbezüglichen aktuellen gesetzlichen
und regulatorischen Entwicklungen reflektiert. Das Risikotragfähigkeitskonzept wurde
im Jahr 2010 konzeptionell weiterentwickelt. Daraus resultierende methodische Anpassungen
sind in den Zahlen per 31. Dezember 2009 rückwirkend berücksichtigt.
Bei der Ermittlung des ökonomischen Kapitalbedarfs werden mögliche unerwartete Wertschwankungen
betrachtet. Derartige - über den Erwartungen liegende - Wertschwankungen stellen das
eigentliche Risiko dar, das durch das verfügbare ökonomische Kapital (Risikodeckungspotenzial)
abgedeckt werden muss. Die Bemessung des Risikodeckungspotenzials beinhaltet eine
differenzierte Betrachtung der buchhalterischen Wertansätze der Aktiva und Passiva
unter ökonomischer Wertanpassung bestimmter bilanzieller Posten.
Die Quantifizierung des aus den eingegangenen Risiken resultierenden Kapitalbedarfs
erfolgt auf Basis des internen ökonomischen Kapitalmodells. Im Rahmen der Festlegung
des ökonomischen Kapitalbedarfs werden alle im Rahmen der jährlichen Risikoinventur
als wesentlich eingestuften Risikoarten des Commerzbank-Konzerns berücksichtigt. Die
ökonomische Risikobetrachtung beinhaltet daher auch Risikoarten, die in den regulatorischen
Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Banken nicht enthalten sind und reflektiert
überdies portfoliospezifische Wechselwirkungen. Der hohe Konfidenzanspruch des ökonomischen
Kapitalmodells von derzeit 99,95 % korrespondiert mit den zugrunde liegenden Gone-Concern-Annahmen
und gewährleistet ein in sich konsistentes, ökonomisches Risikotragfähigkeitskonzept.
Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene
des Commerzbank-Konzerns. Die Risikotragfähigkeit wird seit Dezember 2010 anhand des
Ausnutzungsgrades des Risikodeckungspotenzials beurteilt (bislang anhand sogenannter
ökonomischer Kapitalquoten). Die Risikotragfähigkeit gilt demnach als gegeben, solange
der Ausnutzungsgrad unter 100 % liegt. Per 31. Dezember 2010 betrug der Ausnutzungsgrad
56,8 %. Im Berichtszeitraum lag der Ausnutzungsgrad stets deutlich unter 100 %.
Zur Überprüfung der Risikotragfähigkeit bei unterstellten adversen Veränderungen des
volkswirtschaftlichen Umfelds werden makroökonomische Stressszenarios genutzt. Die
zugrunde liegenden makroökonomischen Szenarios, die mindestens quartalsweise aktualisiert
werden, beschreiben eine außergewöhnliche, aber plausible negative Entwicklung der
Volkswirtschaft und werden risikoartenübergreifend angewendet. In den Szenariorechnungen
werden die Inputparameter der ökonomischen Kapitalbedarfsberechnung in Abhängigkeit
von der erwarteten makroökonomischen Entwicklung simuliert. Zusätzlich zum Kapitalbedarf
wird auf Basis der makroökonomischen Szenarios auch die Gewinn- und Verlustrechnung
gestresst und darauf aufbauend die Entwicklung des Risikodeckungspotenzials simuliert.
Die Beurteilung der Risikotragfähigkeit im Stressfall erfolgt ebenfalls anhand des
Ausnutzungsgrades des Risikodeckungspotenzials. Der Ausnutzungsgrad im Stressfall
lag im gesamten Berichtszeitraum ebenfalls deutlich unter 100 %. Wir werden auch zukünftig
stetig an der Weiterentwicklung unseres Risikotragfähigkeits- und Stresstesting-Konzepts
arbeiten.
| Risikotragfähigkeit Commerzbank-Konzern | Mrd € | 31.12.2010 | 31.12.20092 |
| Ökonomisches Risikodeckungspotenzial | 36 | 39 |
| Ökonomischer Kapitalbedarf | 20 | 19 |
| davon für Kreditrisiko | 14 | 14 |
| davon für Marktrisiko | 6 | 5 |
| davon für OpRisk | 3 | 2 |
| davon für Geschäftsrisiko | 2 | 1 |
| davon Diversifikationseffekte | - 4 | - 3 |
| Ausnutzungsgrad1 | 56,8 % | 49,6 % |
1
Ausnutzungsgrad = ökonomischer Kapitalbedarf/Risikodeckungspotenzial.
2
Zahlen per 2009 angepasst auf Basis aktueller Methodik.
Tabelle 12
Die regulatorischen RWA wurden im Jahresverlauf von 280 Mrd Euro auf 268 Mrd Euro
reduziert. Die Commerzbank hat sich gut auf die erhöhten regulatorischen Anforderungen
aus Basel 2,5 und Basel 3 vorbereitet. Der auf Basis der durchgeführten quantitativen
Auswirkungsanalyse erwartete Anstieg von etwa 75 Mrd Euro an RWA wird durch proaktives
- teilweise bereits eingeleitetes - Management sowie die Reduzierung der betroffenen
Portfolios überkompensiert. Durch Management der Counterparty-Risiken sowie durch
die Optimierung und den Abbau der Assets außerhalb der Kernbank erwarten wir einen
Entlastungseffekt in Summe von etwa 85 Mrd Euro RWA. Zusammen mit dem Wachstumsprogramm
der Kernbank in Höhe von etwa 30 Mrd Euro RWA gehen wir davon aus, dass die RWA Ende
2014 unter 290 Mrd Euro liegen werden.
Adressenausfallrisiken umfassen das Risiko von Verlusten aufgrund von Ausfällen von
Geschäftspartnern sowie die Veränderung dieses Risikos. Unter den Adressenausfallrisiken
subsumiert die Commerzbank neben den Kreditausfall- und Drittschuldnerrisiken auch
das Kontrahenten- und Emittentenrisiko sowie das Länder- beziehungsweise Transferrisiko.
Zur Steuerung der Adressenausfallrisiken bedient sich die Commerzbank eines umfassenden
Risikomanagementsystems bestehend aus Aufbauorganisation, Methoden und Modellen, Risikostrategie
mit quantitativen und qualitativen Steuerungsinstrumenten sowie Regularien und Prozessen.
Das Risikomanagementsystem gewährleistet top-down eine konsistente und durchgängige
Steuerung des Gesamtkreditportfolios und der Teilportfolios bis hinunter auf das Einzelengagement.
Die für die operative Risikosteuerung notwendigen Kennzahlen und Impulse leiten sich
aus den übergeordneten Konzernzielen ab und werden auf nachgelagerten Ebenen um Teilportfolio-
beziehungsweise Produktspezifika ergänzt. Eine risikoorientierte Kreditkompetenzordnung
lenkt den Managementfokus der höchsten Entscheidungsgremien auf beispielsweise Konzentrationsrisiken
beziehungsweise Abweichungen von der Risikostrategie.
Für das operative Management des Kreditportfolios stand im Jahr 2010 unverändert das
De-Risking bei Klumpenrisiken im Fokus. Gleichzeitig wurde die Kreditportfolioüberwachung
und -steuerung mit Stärkung der Asset-Quality-Review-Funktion in der Marktfolge ausgebaut.
Im Jahresverlauf wurde die Umsetzung der Branchenaufstellung der Marktfolge im inländischen
Firmenkundengeschäft abgeschlossen. Durch die Aufstellung entlang der Wertschöpfungsketten
wird vorhandenes Branchenwissen gebündelt und gleichzeitig der Grundstein für den
zukünftigen Ausbau gelegt.
Darüber hinaus wurden die bisher von Commerzbank und Dresdner Bank verwendeten IT-Systeme
zur Berechnung der Kontrahenten- und Emittentenrisiken im Jahr 2010 auf eine gemeinsame
Plattform migriert. Durch das neue System wird die integrierte Berechnung und Überwachung
aller Kreditrisiken für Handelsgeschäfte gewährleistet.
Die Länderrisikosteuerung wurde ebenfalls überarbeitet. Im Rahmen der Länderrisikoermittlung
werden sowohl die Transferrisiken als auch die Adressenausfallrisiken berücksichtigt.
Die Länderrisikosteuerung basiert auf der Festlegung von Risikolimiten sowie auf der
Definition von länderspezifischen Strategien zum Erreichen eines gewünschten Zielportfolios.
|
|
Limit- und Leitplankensysteme |
Risikostrategien und Policies |
Aufbau- und Gremienstrukturen |
Portfolioüberwachung und Reporting |
| Gesamtbank |
• Definition risikoartenübergreifender Gesamtbanklimite zur Kapital- und Liquiditätssteuerung • Zusätzliche Definition von Leitplanken als Eckpunkte des angestrebten Zielportfolios |
• Gesamtrisikostrategie nebst Teilstrategien für wesentliche Risikoarten • Verankerung allgemeines Risikoverständnis und Schaffung einer einheitlichen Risikokultur |
• Sicherstellung Informationsaustausch- und Vernetzung in risikoartenübergreifenden Komitees • Sicherung qualifizierten Personalbestands mit fortschreitender Produktinnovation oder regulatorischen Anpassungen |
• Group Risk & Capital Monitor nebst risiko- artenspezifischen Gesamtbankformaten (inklusive Flash- Berichterstattung) • Einheitlicher, konsolidierter Datenhaushalt als Ausgangsbasis für Gesamtbankreporting |
|
|
↓ |
↓ | ↓ | ↓ |
| Teilportfolios |
• Steuerungsgrößen auf Risikoarten- und Teilportfolioebene • Ergänzung der konzernweiten Steuerungsgrößen um teilportfoliospezifische Kennzahlen |
• Klare Formulierung der Risikopolitik in Policies (Portfolios, Assetklassen etc.) • Differenzierte Kompetenzen in Abhängigkeit von Übereinstimmung der Geschäfte mit der Risikopolitik der Bank |
• Interdisziplinäre Besetzung von Segmentgremien • Sicherstellung einheitlicher volkswirtschaftlicher Meinung |
• Portfoliobatches gemäß etabliertem Portfoliokalender • Asset Quality Review und Analyse des High Attention Parts (HAP) • Triggerüberwachung mit klaren Eskalations- und Berichtslinien |
|
|
↓ | ↓ | ↓ | ↓ |
| Einzelengagement |
• Begrenzung von Klumpenrisiken und einheitliche Steuerung nach modellunabhängiger All-in-Definition |
• Rating- bzw. klumpensensitive Kompetenzordnung mit klaren Eskalationsprozessen |
• Deal-Team-Strukturen • Institutionalisierter Austausch innerhalb der Risikofunktion, auch unter Einbezug volkswirtschaftlicher Entwicklungen • Branchenorganisation im inländischen Firmenkundengeschäft |
• Limitüberwachung auf Einzelengagementebene • Monatlicher Bericht zur Entwicklung der Klumpenrisiken an den Vorstand • Review von Einzeladressen aus Asset-Quality- oder HAP-Analysen |
Abbildung 4
Insbesondere durch die Branchenaufstellung der Marktfolge im inländischen Firmenkundengeschäft
und Fokussierung auf schwächere Ratings ist es möglich geworden, Auffälligkeiten auf
Gesamt- und Teilportfolioebenen unmittelbar nachzugehen und diese direkt auf Ebene
der Einzelkredite zu übertragen, zu identifizieren und Maßnahmen einzuleiten. Hierin
liegt ein erheblicher Fortschritt bei sowohl Geschwindigkeit als auch Effizienz von
Präventionsmaßnahmen ebenso wie bei der Prognosequalität zur Risikoentwicklung.
Zur Steuerung und Limitierung der Adressenausfallrisiken werden die Risikokennzahlen
Exposure at Default (EaD), Expected Loss (EL), Risikodichte (EL/EaD) sowie Unexpected
Loss (UL = Ökonomischer Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau
von 99,95 % und einer Haltedauer von einem Jahr) genutzt. Diese verteilen sich wie
folgt auf die Segmente:
| Kreditrisikokennzahlen nach Segmenten per 31.12.2010 |
Exposure at Default |
Expected Loss |
Risiko- dichte |
Unexpected Loss |
|
|
Mrd € | Mio € | Bp | Mio € |
| Kernbank | 324 | 1 164 | 36 | 8 152 |
| Privatkunden | 69 | 255 | 37 | 1 032 |
| Private Baufinanzierung | 36 | 127 | 36 |
|
| Renditeobjekte | 5 | 18 | 36 |
|
| Individualkredite | 13 | 57 | 44 |
|
| Verfügungskredite/Ratenkredite/ Kreditkarten | 12 | 49 | 42 |
|
| Inländische Tochtergesellschaften | 2 | 2 | 10 |
|
| Ausländische Tochtergesellschaften und Sonstige | 2 | 1 | 9 |
|
| Mittelstandsbank | 111 | 469 | 42 | 3 682 |
| Financial Institutions | 18 | 51 | 29 |
|
| Corporates Inland | 65 | 303 | 47 |
|
| Corporates Ausland | 28 | 115 | 41 |
|
| Central & Eastern Europe | 25 | 210 | 84 | 583 |
| BRE Group | 21 | 142 | 68 |
|
| CB Eurasija | 2 | 18 | 98 |
|
| Bank Forum | <1 | 38 | 956 |
|
| Sonstige | 2 | 13 | 64 |
|
| Corporates & Markets | 78 | 215 | 28 | 2 397 |
| Deutschland | 28 | 65 | 23 |
|
| Westeuropa | 28 | 73 | 26 |
|
| Mittel- und Osteuropa | 3 | 10 | 33 |
|
| Nordamerika | 11 | 30 | 27 |
|
| Sonstige | 9 | 37 | 43 |
|
| Sonstige und Konsolidierung | 41 | 15 | 4 | 458 |
| Optimierung - Asset Based Finance | 220 | 674 | 31 | 4 639 |
| Commercial Real Estate | 70 | 377 | 54 |
|
| Eurohypo Retail | 17 | 29 | 17 |
|
| Shipping | 25 | 187 | 75 |
|
| davon Schiffsfinanzierungen | 21 | 185 | 90 |
|
| Public Finance | 109 | 81 | 7 |
|
| Reduzierung - PRU | 18 | 87 | 48 | 910 |
| Gesamt | 562 | 1 925 | 34 | 13 701 |
Tabelle 13
Im Segment Privatkunden werden die natürlichen Personen in den Bereichen Private Kunden,
Geschäftskunden (auch bilanzierende Adressen bis zu einem Geschäftsumsatz von 2,5
Mio Euro) und Wealth Management betreut und risikoseitig gemanagt. Das Exposure im
Segment entfällt vor allem auf die Bereiche Immobilienfinanzierung (41 Mrd Euro),
Individualkredite (13 Mrd Euro) sowie Verfügungskredite, Ratenkredite und Kreditkarten
(12 Mrd Euro). Der Portfoliorückgang um etwa 9 Mrd Euro im Jahresverlauf wurde primär
durch den Verkauf von Exit-Einheiten verursacht; die Risikodichte des verbleibenden
Buchs liegt bei 37 Basispunkten. Wir gehen von einem stabilen makroökonomischen Umfeld
aus.
Im Jahr 2010 haben wir die Retailportfolios von Commerzbank und Dresdner Bank erfolgreich
zusammengeführt, die Marktfolge neu aufgestellt, Richtlinien vereinheitlicht und im
Fraud Management standardisierte Prozesse implementiert. Kompetenzstruktur und Entscheidungsparameter
sind vereinheitlicht worden, und die Integration verlief planmäßig.
Für 2011 stehen die Steigerung der Effizienz, der weitere Ausbau der Risikofrüherkennung
und die risikobewusste Begleitung der Marktseite bei der Erschließung von Vertriebspotenzialen
im Vordergrund. Der Fokus im Neugeschäft liegt weiter auf Wachstum in der Immobilienfinanzierung
und im Ausbau der Geschäftskunden-Kreditbasis. Unverändert werden wir am Effizienzgewinn
(End-to-end-Betrachtung) und Management des granularen Portfolios in den schwächeren
Ratingklassen weiterarbeiten.
In diesem Segment bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen Kunden (sofern
sie nicht den Segmenten Central & Eastern Europe oder Corporates & Markets zugeordnet
sind), dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden. Darüber hinaus verantwortet
das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten
sowie Zentralbanken.
Das wirtschaftliche Umfeld war im Jahr 2010 von überwiegend guten Nachrichten geprägt.
Die Erholung der Weltwirtschaft hat sich weiter fortgesetzt, was sich positiv auf
den deutschen Kernmarkt der Mittelstandsbank ausgewirkt hat. Deutschland hat sich
2010 - bei weiterhin starker Abhängigkeit von der Entwicklung des Exportgeschäfts
- zur Konjunkturlokomotive Europas entwickelt. In Teilbereichen konnten die Wachstumsraten
bereits wieder das Vorkrisenniveau erreichen. Im Teilportfolio Corporates Inland sind
deutliche Bonitätsverbesserungen gegenüber der schwierigen Situation im Jahr 2009
zu verzeichnen. Diese Entwicklung hat sich auch in einer positiven Ratingmigration
der Einzelkunden niedergeschlagen. Der EL und die Risikodichte in diesem Bereich konnten
- bei leicht gestiegenem EaD - deutlich auf 303 Mio Euro beziehungsweise 47 Basispunkte
reduziert werden.
Im Bereich Corporates Ausland waren im Jahresverlauf leichte Anstiege von EaD und
EL zu beobachten. Auch die Risikodichte erhöhte sich per 31. Dezember 2010 geringfügig
auf 41 Basispunkte. Die weitere Entwicklung steht unter dem Einfluss des wirtschaftlichen
Umfelds in den Märkten außerhalb Europas, insbesondere in den USA und Asien. Die Entwicklung
des Exposures wird wesentlich von der Veränderung des Investitionsverhaltens der Kunden
abhängen.
Insgesamt ist das Exposure zum Jahresende auf 111 Mrd Euro angestiegen. Die momentan
immer noch unterdurchschnittliche Ausnutzung von vorhandenen Kreditlinien ist unter
anderem auf verstärktes Working Capital Management der Unternehmen in der Krise zurückzuführen.
Daher ist eine gewisse zeitverzögerte Ausweitung der Kreditinanspruchnahmen in einem
sich weiter aufhellenden konjunkturellen Umfeld im Jahr 2011 zu erwarten. Für Details
zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios siehe Abschnitt 3.3.
Das Segment umfasst die Aktivitäten der operativen Einheiten und Beteiligungen des
Konzerns in Mittel- und Osteuropa.
Die wirtschaftliche Situation in mittel- und osteuropäischen Ländern hat sich im Vergleich
zum Jahresende 2009 deutlich verbessert, wenn auch mit unterschiedlicher Intensität
in den einzelnen Ländern. Die positive Entwicklung in allen relevanten Volkswirtschaften
spiegelt sich auch in der Verbesserung der Risikodaten wider.
Den größten Teil des Portfolios im Segment CEE mit einem Exposure von knapp 21 Mrd
Euro hat die polnische BRE Group. Die positive Entwicklung der Wirtschaftsleistung
in Polen wird vor allem durch die deutlich wachsende Industrieproduktion getrieben.
Allerdings ist die Arbeitslosenquote immer noch hoch, was naturgemäß höhere Ausfallraten
im Retailgeschäft zur Folge hat. Dennoch konnten wir die Risikovorsorge der BRE Bank
dank erfolgreicher Präventionsmaßnahmen im Vergleich zum Jahr 2009 deutlich verringern.
In Russland hat sich der Aufschwung gefestigt. Bei unserer Einheit Commerzbank Eurasija
konnten wir im Berichtsjahr die Risikodichte mehr als halbieren. Aufgrund der erholten
Rohstoffpreise erwarten wir im Jahr 2011 keine Verschlechterung der Kreditportfolios
der Commerzbank Eurasija.
Die Ukraine litt in diesem Jahr weiterhin stark unter der Krise, obwohl im Vergleich
zu 2009 ein leichter konjunktureller Aufschwung zu verzeichnen war. Auch wenn die
Risikosituation angespannt bleibt, sind wieder leicht positive Signale erkennbar.
Wir legen hier aber weiterhin den Fokus auf die Risikobegrenzung.
Die gesamtwirtschaftliche Situation in Mittel- und Osteuropa hat sich aufgrund der
globalen konjunkturellen Erholung und der anziehenden Rohstoffnotierungen deutlich
verbessert, wir sehen auch für 2011 eine anhaltend positive Wirtschaftsentwicklung.
Für Polen erwarten wir angesichts der insgesamt relativ soliden ökonomischen Basis
auch 2011 ein weiteres Kreditwachstum mit guten Risiko-Ertrags-Relationen. Unser russisches
Portfolio bei Commerzbank Eurasija sehen wir im Jahr 2011 ebenfalls wachsend, hier
ist jedoch die Abhängigkeit von der Entwicklung der Rohstoffpreise und des US-Dollar-Kurses
zu berücksichtigen. In der Ukraine erwarten wir hingegen auch weiterhin einen herausfordernden
Markt. Wir haben 2010 bei der Portfoliobereinigung wesentliche Meilensteine erreicht
und werden diese fokussiert auch im weiterhin wirtschaftlich wie politisch schwierigen
Umfeld vorantreiben.
Dieses Segment bildet die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten sowie das kommerzielle
Geschäft mit multinationalen Unternehmen und ausgewählten Großkunden des Konzerns
ab. Der regionale Schwerpunkt des Segments liegt in Deutschland und Westeuropa, wo
sich unverändert mehr als zwei Drittel des Exposures befinden; der Anteil von Nordamerika
liegt per 31. Dezember 2010 bei rund 11 Mrd Euro. Ein hoher Prozentsatz des EaD entfällt
auf Financial Institutions, wo wir im Jahresverlauf kontinuierlich Konzentrationsrisiken
abbauen konnten. Im Handels- und Kreditneugeschäft legen wir unverändert strenge Qualitätsmaßstäbe
an, bei den Beständen gehen wir für 2011 von weiterer Risikoreduktion aus.
Im Leveraged-Finance-Bereich ist eine Wiederbelebung der Marktaktivitäten zu beobachten;
im Rahmen einer konservativen Risikostrategie haben wir ab dem zweiten Quartal 2010
auf selektiver Basis neue Transaktionen begleitet.
Das Segment Asset Based Finance (ABF) setzt sich aus den Teilportfolios Commercial
Real Estate (CRE) inklusive Asset Management, Eurohypo Retail, Schiffsfinanzierung
und Public Finance zusammen, die im Folgenden detailliert dargestellt sind.
Im Rahmen der strategiekonformen Bestandsreduktion (Weißbuch), im Wesentlichen bei
der Eurohypo, haben wir das Gesamtexposure (EaD) auf nunmehr 70 Mrd Euro (31. Dezember
2009: 77 Mrd Euro) weiter abgebaut. Die größten Anteile des Exposures entfallen weiterhin
auf die Teilportfolios Büro (27 Mrd Euro), Handel (20 Mrd Euro) und Wohnimmobilien
(9 Mrd Euro). Das CRE-Exposure beinhaltet auch die Portfolios des Bereichs Asset Management
(Commerz Real), die sich aus Warehouse-Beständen für Fonds sowie typischen Leasingforderungen
aus dem Mobiliensektor zusammensetzen.
Die spürbare Exposure-Reduktion im Jahresverlauf in Höhe von rund 7 Mrd Euro resultiert
aus Rückführungen beziehungsweise Nicht-Verlängerungen von Darlehen, Wechselkursschwankungen
und marktbedingten Überleitungen in das Default-Portfolio. Mit Blick auf die nachhaltige
Stärkung des Finanzierungsmodells - auch vor dem Hintergrund der strategischen Neuausrichtung
der Eurohypo bis 2014 - stehen gegenwärtig die Aktivitäten zum Bestandsabbau im unmittelbaren
Fokus unserer Anstrengungen. Die Commerzbank hat hierzu ein Strategieprojekt aufgesetzt,
in dessen Zuge wir unter anderem einen signifikanten Asset-Abbau beschlossen und eingeleitet
haben.
Der gesamtwirtschaftlichen Erholung folgend sind die meisten Immobilienmärkte 2010
in eine Phase der Bodenbildung übergegangen. Die Aktivitäten auf den Investmentmärkten
bewegen sich jedoch weiterhin auf niedrigem Niveau, wenn auch mit zunehmender Tendenz.
Die Marktentwicklung in Deutschland und den europäischen Kernmärkten wie Großbritannien,
Italien und Frankreich ist - insbesondere bei hochwertigen Immobilien - stabil bis
positiv. Die Entwicklung in den USA und Spanien bleibt angespannt.
Die durch Grundschulden besicherten Finanzierungen zeigen vertretbare Ausläufe (Loan
to Value).




Abbildung 5
Seit dem Übergang der Neugeschäftsaktivitäten im Bereich Retail Banking auf die Commerzbank
im Jahre 2007 betreut die Eurohypo nur noch das bestehende Kreditbuch. Neugeschäftsaktivitäten
in diesem Bereich sind strategisch nicht geplant. Der ertragsschonende Bestandsabbau
wird weiter kontinuierlich vorangetrieben. Das Exposure des Eurohypo-Retailportfolios
wurde im Jahresverlauf weiter um mehr als 2 Mrd Euro reduziert und betrug zum 31.
Dezember 2010 noch 17 Mrd Euro, wobei die Schwerpunkte unverändert in den Bereichen
Eigenheime (10 Mrd Euro) und Eigentumswohnungen (3 Mrd Euro) liegen. Aufgrund restlaufzeitbedingter
geringer Ausläufe bei weitestgehend erstrangiger Besicherung schätzen wir derzeit
das Risiko in diesem Portfolio - auch vor dem Hintergrund einer makroökonomischen
Aufhellung in Deutschland - als vergleichsweise gering ein.
Das weitgehend in US-Dollar denominierte Exposure der Schiffsfinanzierungen (unter
Einbeziehung der Deutschen Schiffsbank) haben wir im Berichtsjahr um mehr als 15 %
reduziert. Aufgrund des US-Dollar-Anstiegs ergab sich auf Euro-Basis nur eine geringe
Exposure-Reduktion um 1 Mrd Euro auf 21 Mrd Euro. Der Schwerpunkt des Portfolios liegt
unverändert auf den drei Standardschiffstypen Containerschiffe (6 Mrd Euro), Tanker
(5 Mrd Euro) und Massengutfrachter (4 Mrd Euro). Die restlichen 5 Mrd Euro beinhalten
unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über die verschiedenen
Schiffssegmente.
Die Strategie der konsequenten Risikoreduzierung im Bestandsgeschäft hat im Berichtszeitraum
zu Stabilisierungserfolgen auch infolge einvernehmlich mit Kunden vorgenommener Restrukturierungen
geführt. Der Expected Loss wurde im Vergleich zum Ultimo 2009 um 47 Mio Euro auf 185
Mio Euro und die Risikodichte um 16 Basispunkte auf 90 Basispunkte reduziert.
Die Erholung der Weltwirtschaft wirkt positiv auf einzelne Segmente der Schifffahrt.
Starkes Wirtschaftswachstum, vor allem in den asiatischen Schwellenländern, dürfte
die Seetransportnachfrage weiter steigen lassen. Im Bulker- und Containerbereich haben
sich die Märkte etwas erholt (mit Ausnahme der kleineren Containerschiffe). Die jüngst
verhandelten Zeitcharterraten deuten auf eine zunehmend stabile Marktentwicklung hin.
Dem prognostizierten Wachstum der Weltwirtschaft von gut 4 % und dem daraus resultierenden
Handelsvolumen mit entsprechender Auswirkung auf die Transportnachfrage stehen nach
wie vor zusätzliche, auf den Markt drängende Neubauten gegenüber. Bei vergleichsweise
geringem Verschrottungsvolumen bleibt daher das Erholungspotenzial begrenzt.
Die Commerzbank bündelt im Segment Asset Based Finance einen Großteil der Positionen
im Staatsfinanzierungsgeschäft.
Das Public-Finance-Portfolio setzt sich aus Forderungen und Wertpapieren zusammen,
die in den Tochterunternehmen Eurohypo und EEPK gehalten werden.
Schuldner im Staatsfinanzierungsgeschäft (70 Mrd Euro EaD) sind Staaten, Bundesländer,
Regionen, Städte und Gemeinden sowie supranationale Institutionen. Das Hauptexposure
liegt in Deutschland und Westeuropa.
Das restliche Public-Finance-Portfolio im Segment ABF entfällt auf Banken (39 Mrd
Euro EaD), wobei der Fokus ebenfalls in Deutschland und Westeuropa (circa 92 %) liegt.
Der überwiegende Teil des Bankenportfolios besteht aus Wertpapieren/Darlehen, die
zu einem hohen Anteil mit Grandfathering, Gewährträgerhaftungen/Anstaltslasten oder
anderen Haftungserklärungen der öffentlichen Hand ausgestattet sind oder in Form von
Covered Bonds emittiert wurden.
Die Strategie des Segments ABF ist der Abbau des Public-Finance-Portfolios (Staatsfinanzierung
sowie Banken) durch Tilgungen, Fälligkeiten, aber auch aktive Verkäufe, soweit diese
kaufmännisch sinnvoll sind.
Der EaD des Public-Finance-Portfolios wurde im Jahr 2010 im Rahmen der De-Risking-Strategie
entsprechend überwiegend durch Nutzung von Fälligkeiten, aber auch durch aktive Portfolioreduzierung
unter teilweiser Inkaufnahme von Verlusten um 20 Mrd Euro auf 109 Mrd Euro reduziert.
Insgesamt wird ein Abbau auf unter 100 Mrd Euro bis Ende 2012 sowie unter 80 Mrd Euro
bis Ende 2014 angestrebt.
Das segmentübergreifende, jedoch ganz überwiegend aus dem Geschäftsfeld Public Finance
resultierende Sovereign-Exposure in den Ländern Portugal, Irland, Italien, Griechenland
und Spanien belief sich auf insgesamt rund 16,8 Mrd Euro (31. Dezember 2009: 19,9
Mrd Euro).
| Sovereign-Exposures in ausgewählten Staaten | Mrd € | 31.12.2010 |
| Portugal | 0,9 |
| Irland | < 0,1 |
| Italien | 9,7 |
| Griechenland | 3,0 |
| Spanien | 3,1 |
Tabelle 14
Wir erwarten auch 2011 unverändert keine nennenswerten Belastungen durch Risikovorsorge
und gehen nicht davon aus, dass es zu Ausfällen von öffentlich-rechtlichen Körperschaften
oder Banken in Ländern der OECD kommen wird.
In der PRU sind ausschließlich Assets zusammengeführt, die von der Commerzbank als
nicht strategisch eingestuft wurden und deshalb abgebaut werden sollen. Die Bündelung
erlaubt ein einheitliches und effizientes Management dieser Positionen. Es handelt
sich dabei überwiegend um Structured-Credit-Positionen (im Wesentlichen Asset-backed
Securities - ABS) mit einem Nominalwert per 31. Dezember 2010 in Höhe von 29,0 Mrd
Euro, die im Detail in Kapitel 3.1.1 dargestellt werden.
Im letzten Quartal des Jahres 2010 konnten wir die verbliebenen sonstigen Positionen
in der PRU (Credit Default Swaps und Tranchen auf Pools von Credit Default Swaps,
die außerhalb des strategischen Fokus der Commerzbank liegen) durch Auktionen und
Novationen bestehender Geschäfte fast vollständig abbauen. Die geringfügigen Restbestände
werden weiter aktiv gegen Marktbewegungen immunisiert, wobei Credit Default Swaps
sowie die standardisierten Credit-Indizes und Indextranchen verwendet werden. Das
Management der Positionen erfolgt innerhalb enger Limite für Value-at-Risk und Credit-Spread-Sensitivitäten.
Bei den im Folgenden dargestellten Positionen ist zu beachten, dass diese bereits
vollständig in den Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten sind.
Während die meisten Assetklassen rückläufige Tendenzen bei Spreads und Spreadvolatilitäten im Jahresverlauf 2010 zeigten und damit auf oder unter die Niveaus von Ende 2009 fielen, zeigten RMBS-Transaktionen aus Irland, Spanien und Portugal infolge der "Sovereign Crisis" eine gegenläufige Entwicklung. Der positiven allgemeinen Entwicklung vor allem im ersten Drittel des Jahres stand eine noch stärkere Zurückhaltung potenzieller Käufer ab Mitte des Jahres gegenüber, sodass sich unter Beachtung des Wertmaximierungsgebots der Abbau gegen Ende des Jahres verlangsamte. Bei geringfügigen Aufwertungseffekten des US-Dollars und des Britischen Pfunds reduzierte sich das Nominalvolumen im vierten Quartal trotzdem von 31,4 Mrd Euro auf 29,0 Mrd Euro - bei gleichzeitiger Reduzierung der Risikowerte1von 19,9 Mrd Euro auf 17,1 Mrd Euro. Im Gesamtjahr 2010 reduzierte sich das Nominalvolumen um 8,3 Mrd Euro und die Risikowerte um 6,6 Mrd Euro. Die Commerzbank setzt auch weiterhin den wertmaximierenden Abbau des Structured-Credit-Portfolios fort.
| Structured-Credit-Portfolio PRU | 31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
| Mrd € | Nominalwerte | Risikowerte | Nominalwerte | Risikowerte |
| RMBS | 5,1 | 3,0 | 8,7 | 5,9 |
| CMBS | 0,7 | 0,5 | 2,2 | 1,6 |
| CDO | 11,1 | 6,7 | 12,5 | 7,3 |
| Sonstige ABS | 3,3 | 2,8 | 5,7 | 5,2 |
| PFI/Infrastructure | 4,3 | 3,8 | 4,1 | 3,7 |
| CIRC | 0,7 | 0,0 | 0,9 | 0,0 |
| Andere Structured-Credit-Positionen | 3,6 | 0,2 | 3,2 | 0,0 |
| Gesamt | 29,0 | 17,1 | 37,3 | 23,7 |
Tabelle 15
Insgesamt werden über die Restlaufzeit der Assets Wertaufholungen erwartet, wobei
mögliche zukünftige Wertverluste zum Beispiel bei den bereits stark abgeschriebenen
US RMBS und US CDO of ABS durch positive Wertentwicklungen anderer Assets voraussichtlich
weit überkompensiert werden. Dabei spielt sowohl der zwischenzeitlich lange Zeitraum
seit Emission der Strukturen, der eine zuverlässige Einwertung der künftigen Portfolio-Performance
ermöglicht, als auch die sich weiterhin stabilisierende beziehungsweise positiv verlaufende
gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den für uns maßgeblichen Volkswirtschaften eine
entscheidende Rolle. Die nebenstehende Grafik zeigt die Verteilung des Bestands des
Structured-Credit-Exposures nach Ratings auf Basis der Risikowerte.

Abbildung 6
Hierbei handelt es sich um Investments in ABS-Papiere, die die Commerzbank im Rahmen
des Kreditersatzgeschäfts beziehungsweise in ihrer Funktion als Arranger und Marktteilnehmer
im Handel mit diesen Produkten vorgenommen hat. Seit Anfang 2010 werden die Positionen
in die Produktsegmente RMBS, CMBS, CDO und Sonstige ABS gegliedert. Dies erlaubt eine
übersichtliche und assetklassenspezifische Darstellungsweise und trägt der abnehmenden
Bedeutung der bis Ende 2009 dargestellten PRU-Subportfolios ABS Hedge Book und Conduits
Rechnung.
In diesem Subsegment befinden sich alle Positionen, deren Zins- und Kapitalanspruch
durch private Immobilienkredite besichert oder an deren realen Verlauf vertraglich
gekoppelt ist. Die Immobilienkredite selbst sind ebenfalls durch die jeweils finanzierten
Wohnimmobilien teilweise oder voll besichert. Insgesamt betrug hier der Risikowert
zum Stichtag 3,0 Mrd Euro (31. Dezember 2009: 5,9 Mrd Euro).
Die Bestände an direkten und indirekten Verbriefungen von US-amerikanischen Wohnungsbaukrediten
sind bereits zu einem hohen Prozentsatz abgeschrieben. Trotz der derzeit aufgrund
der Seniorität der Investments teilweise eingehenden Tilgungen können wir wegen der
anhaltend unsicheren zukünftigen Performance dieses Sektors in Einzelfällen weitere
Wertkorrekturen nicht ausschließen. Das US-RMBS-Portfolio wies zum Ende der Berichtsperiode
einen Risikowert von 0,7 Mrd Euro (31. Dezember 2009: 0,9 Mrd Euro) aus. Die Mark-down-Ratio
für US RMBS lag zum 31. Dezember 2010 bei 69 %.
Europäische RMBS-Positionen (Risikowert 2,3 Mrd Euro) zeigten im Berichtsjahr ein
sehr differenziertes Bild. Infolge der "Sovereign Crisis", die sich ausgehend von
Griechenland im Jahresverlauf auf Irland, Spanien und Portugal ausweitete, litten
insbesondere RMBS-Transaktionen aus diesen Ländern unter deutlicher Spreadausweitung
beziehungsweise deutlich gestiegener Spreadvolatilität im Vergleich zu anderen Assetklassen
und Jahresanfangswerten. Dieser marktinduzierten Wertvolatilität steht die unveränderte,
aus den Fundamentaldaten abgeleitete Erwartung einer weitgehend vollständigen Rückzahlung
dieser Verbriefungen gegenüber.

Abbildung 7
In diesem Subsegment befinden sich alle Positionen, deren Zins- und Kapitalanspruch
durch gewerbliche Immobilienkredite besichert oder an deren realen Verlauf vertraglich
gekoppelt ist. Die Immobilienkredite selbst sind ebenfalls durch die jeweils finanzierten
Gewerbeimmobilien teilweise oder voll besichert.
Die CMBS wiesen aufgrund des erfolgreichen Portfolioabbaus im Jahresverlauf per Ende
Dezember 2010 einen Risikowert von nur noch 0,5 Mrd Euro auf (31. Dezember 2009: 1,6
Mrd Euro). Die verbrieften Gewerbeimmobilienkredite stammen überwiegend aus Großbritannien/Irland
(22 %), Kontinentaleuropa (23 %) und paneuropäischen Transaktionen (49 %). Der Anteil
an US CMBS lag bei 6 %. Die Mark-down-Ratio per 31. Dezember 2010 betrug 35 %.
Collateralised Debt Obligations (CDO) In diesem Subsegment befinden sich alle Positionen,
deren Zins- und Kapitalanspruch durch Unternehmenskredite und -anleihen sowie andere
ABS besichert oder an deren realen Verlauf vertraglich gekoppelt ist. Der Grad der
Besicherung dieser Aktiva selbst variiert zwischen sehr gering und sehr hoch und ist
transaktionsabhängig.
Insgesamt hat sich das Risikoexposure zum Stichtag in dieser Assetklasse auf 6,7 Mrd
Euro (31. Dezember 2009: 7,3 Mrd Euro) trotz geringfügiger US-Dollar-Aufwertungseffekte
leicht verringert. Der größte Anteil in diesem Subsegment entfiel mit 53 % des Risikowertes
auf CDOs, denen überwiegend Unternehmenskredite für Corporates in den USA und in Europa
zugrunde lagen (CLOs). CLOs profitieren weiterhin direkt von der sich stabilisierenden
beziehungsweise positiven Entwicklung der wichtigsten Volkswirtschaften und damit
weiter sinkenden Ausfallzahlen und -prognosen als auch gestiegenen Recovery-Erwartungen
im Unternehmenssektor. Verbesserungen in der Portfolioqualität und wieder wachsende
Investorennachfrage, insbesondere für Senior-Tranchen von CLOs, haben in diesem Sektor
zu leicht gestiegenen Marktwerten in diesem Portfolio geführt. Die Mark-down-Ratio
zum Berichtsstichtag lag bei 14 %.
Weitere 40 % des Risikowerts entfielen auf US CDOs of ABS, die größtenteils durch
US-Subprime RMBS besichert sind. Die Mark-down-Ratio beträgt aufgrund der unverändert
geringen Bonitätseinschätzung für private Immobilienfinanzierungen im US-Subprime-Markt
und der konservativen Berücksichtigung daraus resultierender Verluste 57 %, obgleich
die von der Commerzbank gehaltenen Verbriefungen zum überwiegenden Teil aus den höchstrangigen
Tranchen solcher CDOs bestehen.

Abbildung 8
In diesem Subsegment befinden sich alle Positionen, deren Zins- und Kapitalanspruch
durch Konsumentenkredite (inklusive Auto- und Studentenkredite), Leasingforderungen
und sonstige Forderungsarten besichert oder an deren realen Verlauf vertraglich gekoppelt
ist. Der Grad der Besicherung dieser Aktiva selbst variiert zwischen sehr gering und
sehr hoch (zum Beispiel Autokredite) und ist transaktionsabhängig.
Insgesamt betrug der Risikowert per 31. Dezember 2010 in dieser Assetklasse 2,8 Mrd
Euro (31. Dezember 2009: 5,2 Mrd Euro). Der größte Anteil des Risikoexposures entfiel
auf Consumer ABS und ABS, die durch sonstige US-Aktiva besichert sind, wie beispielsweise
verbriefte Forderungen aus der Vermarktung von Filmrechten und Lebensversicherungspolicen.
Im Berichtsjahr wurde das Exposure gegenüber Forderungen aus der Vermarktung von Filmrechten
aktiv reduziert. Aufgrund transaktionsspezifischer Strukturcharakteristika sind moderate
Ertragsbelastungen trotz aktuell neutraler Erwartung nicht vollständig auszuschließen.
Die Mark-down-Ratio der im Segment Sonstige ABS verbliebenen Positionen betrug zum
Berichtsstichtag 14 %.
Ebenfalls innerhalb der Kategorie Structured Credit der PRU ist das Exposure in sogenannten
Private Finance Initiatives (PFI) mit einem Risikowert von 3,8 Mrd Euro zum 31. Dezember
2010 enthalten. Das Portfolio umfasst die private Finanzierung und den Betrieb von
öffentlichen Einrichtungen und Dienstleistungen, beispielsweise von Krankenhäusern
oder Wasserversorgungsbetrieben. Sämtliche Finanzierungen entfallen auf Großbritannien
und sind durch extrem lange Laufzeiten von mehr als 10 bis über 40 Jahren gekennzeichnet.
Das Kreditrisiko des Bestandes ist zu über 80 % zumeist durch Monoline-Versicherer,
bei denen die Commerzbank derzeit nicht von einem Ausfall ausgeht, abgesichert.
Aus den nominellen Engagements resultiert zum 31. Dezember 2010 nur ein geringes Risikoexposure
von 0,2 Mrd Euro, da die Strukturen ausreichend kapitalisiert waren.
Im Folgenden wird auf Structured-Credit-Positionen aus dem strategischen Kundengeschäft
eingegangen, die auch zukünftig der Kernbank zugeordnet bleiben und deshalb nicht
in die PRU transferiert wurden.
Tabelle 16
Das vollständig in der Bilanz der Commerzbank abgebildete, nicht durch die PRU verwaltete
Geschäft aus Asset-backed Commercial Paper (ABCP) Conduits des Segments Corporates
& Markets belief sich Ende Dezember 2010 auf 4,3 Mrd Euro (Dezember 2009: 5,9 Mrd
Euro). Im Jahresverlauf konnte, aufgrund der Wiederbelebung der Märkte, der Conduit-Bereich
wieder vollständig über Commercial Papers refinanziert werden. Der Volumenrückgang
ist auf weiter amortisierende ABS-Programme in den Conduits zurückzuführen, wobei
im zweiten Halbjahr drei neue Transaktionen (Gesamtvolumen 0,2 Mrd Euro) eingegangen
wurden. Die Positionen bestehen überwiegend aus Liquiditätsfazilitäten/Backup-Linien
zugunsten der von der Commerzbank administrierten Conduits "Kaiserplatz" und "Silver
Tower". Gegenüber Drittbank-Conduits besteht bereits seit dem zweiten Quartal 2010
kein Exposure mehr.
Die den ABCP-Programmen der Bank zugrunde liegenden Forderungen sind stark diversifiziert
und spiegeln die unterschiedliche Geschäftsausrichtung der jeweiligen Forderungsverkäufer
beziehungsweise Kunden wider. Diese Forderungsportfolios enthalten keine Non-Prime-Anteile.
Unverändert sind bislang bei keiner dieser Transaktionen Verluste eingetreten.

Abbildung 9
Ein Bedarf an Risikovorsorge für die unter der IFRS-Kategorie Loans and Receivables
geführten Liquiditätsfazilitäten/Backup-Linien ist derzeit nicht erkennbar.
Das Volumen der von Silver Tower finanzierten ABS-Strukturen belief sich zum 31. Dezember
2010 auf 3,5 Mrd Euro (per 31. Dezember 2009: 5,0 Mrd Euro). Den ABS-Strukturen liegen
Forderungsportfolios von Kunden, aber auch bankeigene Kreditforderungen, die im Rahmen
eines aktiven Kreditrisikomanagements verbrieft wurden, zugrunde.
Das Volumen der unter Kaiserplatz finanzierten ABS-Strukturen belief sich zum 31.
Dezember 2010 auf 0,8 Mrd Euro (per 31. Dezember 2009: 0,9 Mrd Euro). Sämtliche Assets
entfielen hier auf die Verbriefung von Forderungsportfolios von und für Kunden.
Weitere ABS-Positionen mit einem Gesamtrisikoexposure von 6,3 Mrd Euro werden überwiegend
von der Eurohypo im Bereich Public Finance (5,2 Mrd Euro) und der Commerzbank Europe
(Ireland) (1,1 Mrd Euro) gehalten. Es handelt sich dabei vor allem um staatsgarantierte
Papiere (5,3 Mrd Euro), wovon rund 4,0 Mrd Euro auf US-Government Guaranteed Student
Loans entfallen. Weitere 1,0 Mrd Euro verteilen sich auf Non-US RMBS, CMBS sowie sonstige
überwiegend europäische ABS-Papiere.
Zusätzlich zu den auf den vorherigen Seiten dargestellten Sekundärmarktpositionen
haben Commerzbank und Eurohypo im Laufe der letzten Jahre - überwiegend aus Gründen
des Kapitalmanagements - Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden
der Bank mit einem aktuellen Volumen von 13,4 Mrd Euro vorgenommen, wovon zum Stichtag
31. Dezember 2010 Risikopositionen in Höhe von 8,7 Mrd Euro zurückbehalten wurden.
Der weitaus größte Teil dieser Positionen entfiel mit 8,3 Mrd Euro auf Senior-Tranchen,
die nahezu vollständig AAA oder AA geratet sind.
Die aus der Originatorenrolle resultierenden Positionen spiegeln die Sicht des aufsichtsrechtlichen
Meldewesens unter Berücksichtigung eines regulatorisch anerkannten Risikotransfers
wider. Aufgeführt sind neben den verbrieften Kreditportfolios der Commerzbank auch
die am Sekundärmarkt zurückerworbenen Wertpapiere beziehungsweise zurückbehaltenen
Tranchen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Tranchen im Sinne eines handelbaren Wertpapiers
strukturiert worden sind.
1
Tranchen/Rückbehalte (nominal): Bank- und Handelsbuch.
Tabelle 17
Das LAF-Portfolio hat sich im Verlauf des Jahres 2010 von 4,1 Mrd Euro auf 3,4 Mrd
Euro reduziert. Ursächlich hierfür waren primär vorzeitige Rückführungen von Bestandsfinanzierungen
- insbesondere Refinanzierungen über den Kapitalmarkt und Unternehmensverkäufe.
Die positive Konjunkturentwicklung in den operativen Kernmärkten sowie weiterhin ausreichende
Liquidität an den Kapitalmärkten haben insgesamt zu einer weiteren Verbesserung der
Portfolioqualität geführt. Der geografische Schwerpunkt des Portfolios liegt unverändert
in Europa (94 %) mit besonderem Fokus auf Deutschland (50 %).
Für das Jahr 2011 erwarten wir bei weiter stabilen Kapitalmärkten eine Belebung des
LAF-Geschäfts. Wir werden die günstigen Umfeldbedingungen zu attraktiven risikoverträglichen
Neuengagements nutzen.
| Direktes LAF-Portfolio nach Branchen | EaD Mrd € | 31.12.2010 |
| Technologie/Elektronik | 0,6 |
| Chemie/Verpackung/Healthcare | 0,5 |
| Financial Institutions | 0,5 |
| Automobil/Maschinen | 0,5 |
| Konsum | 0,4 |
| Dienstleistungen/Medien | 0,4 |
| Transport/Tourismus | 0,2 |
| Grundstoffe/Energie/Metall | 0,2 |
| Sonstige | 0,1 |
| Gesamt | 3,4 |
Tabelle 18
Der Geschäftsverlauf 2010 im Teilportfolio Financial Institutions war maßgeblich durch
die Verschuldungsdiskussion einiger europäischer Peripherie-Länder sowie mögliche
Auswirkungen auf Gesamteuropa bestimmt. Unser wesentliches Augenmerk lag daher auf
der Würdigung von Länderrisiken und einer damit eng in Zusammenhang stehenden adäquaten
Ausrichtung der Geschäfts- und Risikostrategie. Ebenso haben wir die Risikoreduzierung
im Gesamtportfolio "Financial Institutions" mit Blick auf Klumpenrisiken kontinuierlich
proaktiv vorangetrieben, aber auch attraktives kommerzielles Geschäft unterstützt.
Das Exposure konnte im Jahresverlauf 2010 um 18 Mrd Euro auf 95 Mrd Euro reduziert
werden. Gleichzeitig stieg der Expected Loss, insbesondere aufgrund einer Parameteraktualisierung,
um 21 Mio Euro auf 96 Mio Euro an. Für das Geschäftsjahr 2011 erwarten wir aus Ländersicht
weiterhin angespannte Fundamentaldaten. Diesen werden wir mit einer konsequenten Ausrichtung
und Anwendung unserer Geschäfts- und Risikostrategie angemessen Rechnung tragen.
Das NBFI-Portfolio war im Geschäftsjahr 2010 durch den weiteren Abbau von Klumpenrisiken
geprägt. Hierdurch konnte der EaD des Teilportfolios (inklusive ABS- und LAF-Geschäfte
mit NBFI-Bezug sowie PRU-NBFI-Assets) im Jahresverlauf um 14 Mrd Euro auf 38 Mrd Euro
reduziert und die Risikodichte auf 24 Basispunkte verbessert werden. Durch das weiterhin
günstige Kapitalmarktumfeld ist unsere Markteinschätzung für den NBFI-Sektor positiv,
wenngleich die Probleme in verschiedenen europäischen Peripherie-Staaten und die Änderungen
in den regulatorischen Rahmenbedingungen auch den Bereich NBFI 2011 vor Herausforderungen
stellen werden.
|
|
Financial Institutions | Non-Bank Financial Institutions | ||||
| FI-/NBFI-Portfolio nach Regionen | Exposure at Default |
Expected Loss |
Risiko- dichte |
Exposure at Default |
Expected Loss |
Risiko- dichte |
| per 31.12.2010 | Mrd € | Mio € | Bp | Mrd € | Mio € | Bp |
| Deutschland | 29 | 4 | 2 | 8 | 18 | 23 |
| Westeuropa | 36 | 25 | 7 | 18 | 39 | 21 |
| Mittel- und Osteuropa | 7 | 31 | 42 | 1 | 2 | 28 |
| Nordamerika | 8 | 1 | 1 | 5 | 24 | 52 |
| Sonstige | 15 | 34 | 23 | 7 | 10 | 15 |
| Gesamt | 95 | 96 | 10 | 38 | 93 | 24 |
Tabelle 19
Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der
Bank und spiegelt die Schwerpunkte der globalen Geschäftstätigkeit der Bank wider.
Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf
andere Länder in Europa und 7 % auf Nordamerika. Der Rest ist breit diversifiziert
und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure
begleitet werden beziehungsweise die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent
ist.
| Gesamtportfolio nach Regionen | Exposure at Default |
Expected Loss |
Risiko- dichte |
| per 31.12.2010 | Mrd € | Mio € | Bp |
| Deutschland | 282 | 855 | 30 |
| Westeuropa | 138 | 393 | 28 |
| Mittel- und Osteuropa | 43 | 286 | 66 |
| Nordamerika | 42 | 104 | 25 |
| Sonstige | 57 | 287 | 51 |
| Gesamt | 562 | 1 925 | 34 |
Tabelle 20
Das Gesamtportfolio des Konzerns verteilt sich auf Basis von PD-Ratings anteilig wie
folgt auf die internen Ratingklassifizierungen:
| Ratingverteilung per 31.12.2010 | % | 1,0-1,8 | 2,0-2,8 | 3,0-3,8 | 4,0-4,8 | 5,0-5,8 |
| Privatkunden | 21 | 45 | 23 | 9 | 3 |
| Mittelstandsbank | 14 | 51 | 27 | 5 | 3 |
| Central & Eastern Europe | 23 | 34 | 29 | 11 | 2 |
| Corporates & Markets | 39 | 42 | 15 | 2 | 2 |
| Asset Based Finance | 38 | 42 | 15 | 4 | 2 |
| Konzern1 | 34 | 42 | 18 | 4 | 2 |
1
Inklusive PRU sowie Sonstige und Konsolidierung.
Tabelle 21
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Corporates-Exposures nach Branchen
unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit:
| Teilportfolio Corporates nach Branchen | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte |
| per 31.12.2010 | Mrd € | Mio € | Bp |
| Grundstoffe/Energie/Metall | 25 | 106 | 42 |
| Konsum | 21 | 110 | 53 |
| Automobil | 11 | 55 | 48 |
| Transport/Tourismus | 11 | 58 | 53 |
| Technologie/Elektronik | 11 | 44 | 41 |
| Chemie/Verpackung | 11 | 60 | 56 |
| Dienstleistungen/Medien | 10 | 58 | 56 |
| Maschinen | 9 | 66 | 75 |
| Bau | 5 | 49 | 103 |
| Sonstige | 21 | 84 | 41 |
| Gesamt | 134 | 690 | 51 |
Tabelle 22
Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft liegt rund 40 % unter dem Vorjahreswert und beläuft
sich auf knapp 2,5 Mrd Euro. Der sich bereits im Laufe des Jahres abzeichnende positive
Trend hielt im vierten Quartal weiter an, sodass hier die Ergebnisbelastung mit 595
Mio Euro erneut unter der des Vorquartals lag. Im Vergleich zum vierten Quartal des
Jahres 2009 ging die Risikovorsorge um mehr als die Hälfte zurück. Die Tabelle zeigt
die Entwicklung auf Segmentebene:
| Risikovorsorge Mio € |
2010 gesamt1 |
Q4 2010 |
Q3 2010 |
Q2 2010 |
Q1 2010 |
2009 gesamt1 |
| Privatkunden | 246 | 46 | 64 |
70 | 66 |
246 |
|
|
(35) |
|
|
|
|
(31) |
| Mittelstandsbank | 279 | 93 | - 69 | 94 | 161 | 954 |
|
|
(24) |
|
|
|
|
(84) |
| Central & Eastern Europe | 361 | 48 | 127 | 92 | 94 | 812 |
|
|
(133) |
|
|
|
|
(309) |
| Corporates & Markets | - 27 | - 14 | 6 | 0 | - 19 | 289 |
|
|
(- 3) |
|
|
|
|
(32) |
| Asset Based Finance | 1 584 | 412 | 493 | 354 | 325 | 1 588 |
|
|
(69) |
|
|
|
|
(60) |
| Portfolio Restructuring Unit | 62 | 10 | 2 | 28 | 22 | 327 |
|
|
(33) |
|
|
|
|
(100) |
| Sonstige und Konsolidierung | - 6 | 0 | - 2 | 1 | - 5 | - 2 |
|
|
(- 1) |
|
|
|
|
(- 1) |
| Gesamt | 2 499 | 595 | 621 | 639 | 644 | 4 214 |
|
|
(43) |
|
|
|
|
(65) |
| Risikovorsorge Mio € |
Q4 2009 |
Q3 2009 |
Q2 2009 |
Q1 2009 |
| Privatkunden | 72 | 70 | 55 | 49 |
|
|
|
|
|
|
| Mittelstandsbank | 298 | 330 | 236 | 90 |
|
|
|
|
|
|
| Central & Eastern Europe | 296 | 142 | 201 | 173 |
|
|
|
|
|
|
| Corporates & Markets | 25 | 44 | - 34 | 254 |
|
|
|
|
|
|
| Asset Based Finance | 651 | 372 | 358 | 207 |
|
|
|
|
|
|
| Portfolio Restructuring Unit | - 11 | 99 | 169 | 70 |
|
|
|
|
|
|
| Sonstige und Konsolidierung | - 7 | - 4 | 8 | 1 |
|
|
|
|
|
|
| Gesamt | 1 324 | 1 053 | 993 | 844 |
|
|
|
|
|
|
Tabelle 23
Die deutliche Reduzierung der Risikovorsorge gegenüber dem Vorjahr wird von nahezu
allen Segmenten getragen. Der größte Rückgang entfällt dabei auf die Mittelstandsbank,
die von der guten Konjunkturentwicklung profitiert und ihr Risikoergebnis im Vergleich
zum Jahr 2009 um fast 700 Mio Euro verbessert hat. In dem Betrag ist ein einmaliger
positiver Sondereffekt von 100 Mio Euro aus dem dritten Quartal enthalten.
Auch dem Segment Central & Eastern Europe gelang im Jahresverlauf bei der Kreditrisikovorsorge
die Trendwende, hier liegt die Belastung um rund 450 Mio Euro unter dem Vorjahr, wobei
vor allem die Bank Forum die Risikovorsorge deutlich verringern konnte.
Das Segment Corporates & Markets liefert mit einer Nettoauflösung von 27 Mio Euro
in der Jahresbetrachtung ein positives Risikoergebnis, das vor allem auf die gute
Entwicklung der Portfoliorisikovorsorge zurückzuführen ist. Gegenüber dem Vorjahr,
in dem teilweise noch Nachlaufeffekte der Finanz- und Wirtschaftskrise zu verzeichnen
waren, ist die Risikovorsorge um über 300 Mio Euro rückläufig.
Im Segment Portfolio Restructuring Unit wurde die wesentliche Portfoliobereinigung
im Rahmen der Abbaustrategie bereits in den Vorjahren umgesetzt. Unter verbesserten
Marktbedingungen für Structured-Credit-Produkte ging die Risikovorsorge 2010 nochmals
um mehr als 250 Mio Euro zurück.
Das Risikoergebnis im Privatkundengeschäft liegt nach einer guten Entwicklung in der
zweiten Jahreshälfte auf dem Niveau des Vorjahres.
Im Segment Asset Based Finance waren im Jahresverlauf erneut erhebliche Belastungen
zu verzeichnen. Allerdings fiel die Risikovorsorge im vierten Quartal gegenüber dem
Vorquartal um rund 80 Mio Euro geringer aus. Wir gehen davon aus, dass die Höchstbelastung
überschritten ist und die Risikovorsorge im Jahr 2011 rückläufig sein wird.
Die ökonomischen Rahmenbedingungen haben sich insgesamt sehr gut entwickelt. Die sich
seit Jahresbeginn abzeichnende konjunkturelle Erholung hat sich vor allem im Inland
als nachhaltig erwiesen, der Aufschwung zeigte sich in der zweiten Jahreshälfte robust.
Die Risikovorsorge nähert sich dem eingeschwungenen Niveau beziehungsweise hat dieses
in einigen Segmenten bereits erreicht.
Nach wie vor bestehen jedoch erhebliche Unsicherheiten. Marktturbulenzen mit negativen
Auswirkungen auf die Konjunktur und damit auch auf die Risikovorsorge sind aus heutiger
Sicht nicht auszuschließen. Unter der Voraussetzung, dass solche Negativszenarios,
insbesondere Defaults von öffentlich-rechtlichen Kreditnehmern und Banken, erwartungsgemäß
ausbleiben, wird der Vorsorgebedarf 2011 unter der diesjährigen Belastung liegen und
voraussichtlich 2,3 Mrd. Euro nicht überschreiten.
Die folgende Übersicht zeigt die Einzelfälle mit ertragswirksamen Einzelrisikovorsorgeveränderungen
nach Größenklassen:
|
|
Sonstige Fälle <10 Mio € |
≥10 Mio € <20 Mio € |
≥20 Mio € <50 Mio € |
≥50 Mio € | ||
| Jahr | Netto-RV Mio € |
Netto-RV Mio € |
Anzahl Engagements |
Netto-RV Mio € |
Anzahl Engagements |
Netto-RV Mio € |
| 2010 | 1 064 | 381 | 40 | 564 | 27 | 490 |
| 2009 | 2 107 | 652 | 48 | 495 | 22 | 960 |
|
|
≥50 Mio € |
|
Einzelfälle ≥10 Mio € gesamt |
|
| Jahr | Anzahl Engagements |
Netto-RV Mio € |
Anzahl Engage- ments |
Netto-RV gesamt Mio € |
| 2010 | 11 | 1 435 | 78 | 2 499 |
| 2009 | 10 | 2 107 | 80 | 4 214 |
Tabelle 24
Die Fälle mit individuellem Vorsorgebedarf >50 Mio Euro entfielen überwiegend auf
das Segment Asset Based Finance, während in den Segmenten Mittelstandsbank und PRU
auch Auflösungen in dieser Größenklasse vorgenommen wurden. Die Nettobelastung aus
großen Einzelengagements ist analog zur Gesamtrisikovorsorge im Vergleich zum Vorjahr
deutlich gesunken.
Das Default-Portfolio des Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig und
belief sich zum Jahresende auf 21,7 Mrd Euro. Die Struktur kann im Detail der folgenden
Darstellung entnommen werden:

Abbildung 10
In der Kernbank mit den Segmenten Privatkunden, Mittelstandsbank, Central & Eastern
Europe und Corporates & Markets reduzierte sich das Default-Volumen insgesamt gegenüber
dem Vorjahr analog zur stark rückläufigen Risikovorsorge deutlich. Der Nettoabbau
betrug hier trotz währungsbedingt gegenläufiger Effekte in den Auslandsportfolios
rund 1 Mrd Euro. Die gute Entwicklung wurde allerdings auf Konzernebene durch den
Anstieg des Default-Portfolios um 0,8 Mrd Euro im Segment Asset Based Finance (größtenteils
im Bereich CRE Banking) und die leichte Erhöhung im Segment PRU überwiegend kompensiert.
Teilweise ist die Volumenerhöhung in diesen beiden Segmenten auf Währungseffekte zurückzuführen.
Im Jahr 2011 sind auch im Segment Asset Based Finance deutlich rückläufige Inflows
in das Default-Portfolio zu erwarten. In den anderen Segmenten ist weiterhin von stabilen
beziehungsweise rückläufigen Inflows auszugehen. Unter unverändert guten ökonomischen
Rahmenbedingungen erwarten wir darüber hinaus weitere Restrukturierungs- und Verwertungserfolge,
die zu einer Reduzierung im Default-Portfolio beitragen werden, sodass insgesamt ein
spürbarer Nettoabbau des Volumens antizipiert wird.
In unserem Portfolio haften Sicherheiten sowohl für Positionen des Default-Portfolios
als auch für Positionen des Weiß- und Graubuchs, wobei auf das Default-Portfolio derzeit
rund 9,6 Mrd Euro entfallen. Im Segment Privatkunden handelt es sich dabei überwiegend
um Grundschulden auf eigen- und fremdgenutztes Wohneigentum. In der Mittelstandsbank
ist die Besicherung auf diverse Sicherheitenarten verteilt. Garantien und Grundpfandrechte
auf gewerblichen Objekten decken dabei die weitaus größten Beträge ab. Darüber hinaus
sind nennenswerte Portfolioanteile auch durch Ausfallbürgschaften sowie durch Sicherungsübereignungen
besichert. Für das Mittel- und Osteuropaportfolio im Segment Central & Eastern Europe
dienen sowohl im gewerblichen als auch im Retailbereich vorwiegend Grundpfandrechte
als Sicherheit. Außerdem entfällt im Firmenkundengeschäft ein signifikanter Anteil
der Sicherheiten auf Garantien und Verpfändungen. Die Besicherung des Corporates &
Markets-Portfolios setzt sich überwiegend aus Sicherungsübereignungen sowie aus Verpfändungen
von liquiden Assets und Abtretungen zusammen. Im Segment Asset Based Finance entfallen
die Sicherheitenwerte überwiegend auf gewerbliche Grundschulden (auch Schiffshypotheken)
und außerdem auf Grundschulden bei eigen- und fremdgenutztem Wohneigentum. Bei den
Sicherheiten für das PRU-Portfolio handelt es sich nahezu ausschließlich um Abtretungen.
Zur Vermeidung eines Anstiegs des Default-Portfolios werden Überziehungen in der Commerzbank
eng überwacht. Neben dem 90 days-past-due trigger event gibt es schon im Vorfeld ab
dem ersten Überziehungstag ein DV-technisch unterstütztes Überziehungsmanagement.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überziehungen im Weißbuch basierend auf dem Exposure
at Default (Mio Euro) per Ende Dezember 2010:
1
BRE und Bank Forum nur in Gesamtzahl enthalten.
2
Inklusive Sonstige und Konsolidierung sowie PRU.
Tabelle 25
Im Jahr 2010 wurde der Bestand an Rettungserwerben im Vergleich zum Vorjahr um 117
Mio Euro auf 268 Mio Euro (Zugänge 1 Mio Euro, Abgänge 44 Mio Euro, Bewertungsverluste
74 Mio Euro) reduziert. Vom Jahresendbestand entfielen Immobilien im Wert von rund
176 Mio Euro auf unsere Hypothekentochter Eurohypo. Die Objekte werden in Gesellschaften,
an denen die Eurohypo über Tochtergesellschaften mehrheitlich beteiligt ist, betreut
und verwaltet. In der Regel ist dies die EH Estate Management GmbH. Ziel ist es, durch
das Immobilien-Know-how der EH Estate eine Wertsteigerung und Weiterentwicklung des
gewerblich geprägten Immobilienportfolios zu erreichen, um die Objekte kurz- bis mittelfristig
wieder am Markt zu platzieren. Weitere Immobilien im Wert von 92 Mio Euro werden durch
die TIGNATO Beteiligungsgesellschaft betreut und verwaltet.
Marktpreisrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die
durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Devisen-
und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen)
entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel
bei Handelsbuchpositionen, oder im Fall von Bankbuchpositionen in der Neubewertungsrücklage
beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven Berücksichtigung finden. Zusätzlich
betrachten wir das Marktliquiditätsrisiko, das Fälle abdeckt, in denen es aufgrund
unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht
im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern.
Zur Steuerung und Überwachung der Marktpreisrisiken nutzt die Commerzbank ein vielfältiges
qualitatives und quantitatives Instrumentarium. Die wesentlichen Leitlinien legt die
vom Vorstand verabschiedete Marktrisikostrategie fest. Vorgaben zur Laufzeitbegrenzung
sowie Mindest-Ratings zielen auf die Sicherstellung der Qualität der Marktrisikopositionen
ab. Quantitative Vorgaben für Sensitivitäten, Value-at-Risk-Kennzahlen, Stresstests
und Szenarioanalysen sowie Kennziffern zum ökonomischen Kapital limitieren das Marktrisiko.
Die das Marktpreisrisiko begrenzenden qualitativen und quantitativen Faktoren werden
vom Group Market Risk Committee festgelegt. Die Auslastung der Limite wird zusammen
mit den relevanten Ergebniszahlen täglich an den Vorstand und die zuständigen Leiter
der Konzernbereiche berichtet. Aufbauend auf qualitativen Analysen und quantitativen
Kennzahlen identifiziert die Marktrisikofunktion potenzielle zukünftige Risiken, antizipiert
mögliche ökonomische Wertverluste und erarbeitet Maßnahmenvorschläge. Eine eventuell
notwendige Adjustierung der Portfoliosteuerung wird in Gremien wie dem Group Market
Risk Committee beschlossen.
Das Jahr 2010 war von der europäischen Verschuldungskrise geprägt. Der hohe Verschuldungsgrad
sowie die Herabstufung von Bonitätsnoten einiger europäischer Staaten durch Ratingagenturen
führten zu steigender Unsicherheit und hohen Kursausschlägen an den Märkten. Auch
der Aufbau des europäischen Rettungsschirms konnte nicht zu einer Normalisierung der
Märkte beitragen. Insbesondere das Staatsfinanzierungsportfolio im Bankbuch wurde
hierdurch beeinflusst. Die Wechselkursentwicklung im Geschäftsjahr 2010 war von starken
Schwankungen des Euro-US-Dollar-Kurses vor dem Hintergrund der europäischen Verschuldungskrise
geprägt. Das Fremdwährungsrisiko der Commerzbank befindet sich aufgrund geeigneter
Steuerungsmaßnahmen trotz des schwierigen Marktumfeldes auf sehr niedrigem Niveau.
Gleiches gilt für das Rohwarenrisiko, das im Geschäftsjahr 2010 insbesondere durch
einen schwankenden Ölpreis sowie einen sehr festen Goldpreis gekennzeichnet war. Auf
den Aktienmärkten dominierten im Jahr 2010 steigende Kurse bei sinkenden Volatilitäten.
Für das kommende Jahr erwarten wir eine positive ökonomische Entwicklung in den USA
sowie den europäischen Kernländern. Dadurch dürften die Aktienmärkte weiter steigen
-auch mit positiven Effekten etwa im Zertifikategeschäft. Für die europäischen Peripherieländer
ist keine schnelle Lösung der Schuldenkrise zu erwarten. Dies könnte im Jahr 2011
zu weiteren Turbulenzen auf den Zins- und Währungsmärkten führen. Gefahren resultieren
darüber hinaus aus steigenden Inflationsraten, insbesondere aufgrund steigender Preise
für Rohwaren.
Die Commerzbank wird den Abbau und die Optimierung kritischer Portfolios konsequent
vorantreiben. Wir erwarten für die Commerzbank unter den genannten Marktbedingungen
ein konstantes oder moderat sinkendes Marktrisiko.
Für die interne Steuerung setzen wir seit Ende Oktober 2010 ein neues, übergreifendes
Marktpreisrisikomodell basierend auf einer historischen Simulation (HistSim-Modell)
ein. Dies gewährleistet eine konsistente Risikomessung im Gesamtkonzern und wird darüber
hinaus den zukünftigen Anforderungen nach Basel III gerecht. Neben einer verbesserten
Qualität der Messergebnisse führt die Vereinheitlichung der Methoden zu einer Reduktion
der Komplexität.
Der Value-at-Risk im Handelsbuch stieg per Jahresende 2010 im Vergleich zum Vorjahr
deutlich an. Hintergrund sind neben der Umstellung des internen Marktrisikomodells
die Volatilitäten der Märkte im Rahmen der Verschuldungskrise.
Das Marktrisikoprofil im Handelsbuch ist über alle Anlageklassen diversifiziert. Dabei
sind Zins- und Credit-Spread-Risiken die dominierenden Anlageklassen.
Die Maßnahmen zum Abbau von Risikopositionen, insbesondere im Bereich Portfolio Restructuring
Unit, wurden im Jahresverlauf konsequent fortgeführt. So konnte das komplexe Kreditderivategeschäft
nahezu vollständig abgebaut werden. Dennoch führt die deutlich verbesserte Abbildung
des Credit-Spread-Risikos nach der Umstellung auf das HistSim-Modell zu einem Anstieg
des Value-at-Risk-Beitrags aus Credit Spreads und Zinsen.
| VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch1 | Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Credit Spreads | 43,9 | 32,6 |
| Zinsen | 36,9 | 13,9 |
| Aktien | 6,1 | 9,0 |
| FX | 4,7 | 3,5 |
| Rohwaren | 4,2 | 1,5 |
| Gesamt | 95,9 | 60,5 |
1
99 % Konfidenzniveau, 1 Tag Haltedauer, gleichgewichtete Marktdaten, 250 Tage Historie.
Tabelle 26
Die Berechnung der regulatorischen Eigenkapitalunterlegung erfolgt in Abstimmung mit
der BaFin bisher unverändert über die jeweils durch die Aufsicht zertifizierten Marktrisikomodelle
der Commerzbank (alt) und der Dresdner Bank. Mit der Abnahme des neuen Marktpreisrisiko-Modells
durch die Bundesbank zur Nutzung auch für regulatorische Zwecke rechnet die Commerzbank
im laufenden Geschäftsjahr.
Die Zuverlässigkeit der Marktrisikomodelle wird durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren
ständig überwacht. Ziel ist neben der Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen
insbesondere die Beurteilung der Prognosegüte. Die Analyse von Backtesting-Ergebnissen
liefert wichtige Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern und zur weiteren Verbesserung
der Modelle. Alle negativen Ausreißer auf Konzernebene werden im Rahmen eines von
der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert und sofort unter Angabe von
Ausmaß und Ursache an die Aufsichtsbehörden gemeldet. Im Verlauf des Jahres 2010 wurden
weder mit dem Modell der Dresdner Bank noch mit dem Modell der Commerzbank (alt) negative
Ausreißer für die jeweiligen Portfolios gemessen.

Abbildung 11
Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Bankbuch sind die Credit-Spread-Risiken
des Bereichs Staatsfinanzierung (Public Finance) mit den Positionen der Tochtergesellschaften
Eurohypo und Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank (EEPK), die Portfolios
der Treasury sowie das Aktienkursrisiko des Beteiligungsbestands. Die beschlossene
Reduzierung des Public-Finance-Portfolios im Rahmen unserer De-Risking-Strategie wird
weiter fortgesetzt.
Das nebenstehende Diagramm dokumentiert die Entwicklung der Credit-Spread-Sensitivitäten
aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) des Commerzbank-Konzerns.
Die oben erwähnten Abbaumaßnahmen insbesondere im Public-Finance-Portfolio sowie geringere
Marktwerte aus einem leicht gestiegenen Euro-Zinsniveau haben zu einer rückläufigen
Entwicklung in den Credit-Spread-Sensitivitäten mit einer Gesamtposition am Jahresende
von 82 Mio Euro geführt. Etwa 75 % der Credit-Spread-Sensitivitäten entfallen weiterhin
auf Wertpapierpositionen, die als Loans and Receivables (LaR) klassifiziert sind.
Credit-Spread-Änderungen haben für diese Portfolios keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage
und Gewinn- und Verlustrechnung.
Aus dem Beteiligungsportfolio wurden im Jahresvergleich planmäßig erhebliche Bestände
abgebaut. Dies führt zu einer deutlichen Reduktion der Aktienrisiken im Bankbuch.

Abbildung 12
Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank
ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. In weiterem Sinne
beschreibt das Liquiditätsrisiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht
in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung und nicht zu marktüblichen Konditionen
finanziert werden können.
Grundlage der Liquiditätssteuerung und der Berichterstattung an den Vorstand bildet
das interne Liquiditätsrisikomodell der Commerzbank. Bezogen auf einen Stichtag ermittelt
dieses Risikomessverfahren die verfügbare Nettoliquidität (ANL - Available Net Liquidity)
für die nächsten zwölf Monate in verschiedenen Szenarios. Die Berechnung erfolgt auf
Grundlage von deterministischen, das heißt vertraglich vereinbarten, wie auch von
statistisch erwarteten ökonomischen Cashflows (Forward Cash Exposure - FCE beziehungsweise
Dynamic Trade Strategy - DTS) und unter Berücksichtigung liquidierbarer Vermögenswerte
(Balance Sheet Liquidity - BSL). Zum 31. Dezember 2010 betrug das Volumen der frei
verfügbaren zentralbankfähigen Aktiva, die als Teil der Balance Sheet Liquidity in
die ANL-Modellierung einfließen, 93 Mrd Euro.
Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante Stressszenario berücksichtigt
bei der Berechnung der Liquidität und in der Limitierung sowohl die Auswirkungen eines
institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Auf Grundlage
des Stressszenarios ist eine detaillierte Notfallplanung etabliert. Die Stressszenarios
werden täglich berechnet und an das Management berichtet. Die ihnen zugrunde liegenden
Annahmen werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls den veränderten Marktgegebenheiten
angepasst. Mit der Integration der Schiffsbank in das interne Liquiditätsrisikomodell
im Jahr 2010 konnte die Abdeckung aller aus Liquiditätsrisikosicht wesentlichen Konzerneinheiten
vervollständigt werden.
Die nachfolgende Darstellung der verfügbaren ANL und ihrer Teilkomponenten FCE, DTS
und BSL zeigt, dass im berechneten konservativen Stressszenario per Stichtag 31. Dezember
2010 über den gesamten Betrachtungszeitraum ausreichende Liquiditätsüberhänge bestanden.

Abbildung 13
Die ermittelten Liquiditätsüberhänge bewegten sich für das gesamte Geschäftsjahr 2010
stets deutlich innerhalb des vom Vorstand festgelegten Limits. Die Zahlungsfähigkeit
der Commerzbank war somit nicht nur gemäß der externen regulatorischen Liquiditätsverordnung,
sondern auch im Sinne der internen Limitvorgaben jederzeit gewährleistet. Unsere Liquiditätssituation
stufen wir daher unverändert als stabil und komfortabel ein.
Wir profitierten hierbei von unseren Kerngeschäftsaktivitäten im Privat- und Firmenkundenbereich
sowie aus den hinsichtlich Produkten, Regionen und Investoren breit diversifizierten
Refinanzierungsquellen am Geld- und Kapitalmarkt.
Im Rahmen der Weiterentwicklung der Liquiditätsrisikoüberwachung und des laufenden
Berichtswesens begleiten wir aktiv verschiedene aufsichtsrechtliche Initiativen zur
Vereinheitlichung internationaler Liquiditätsrisikostandards und bereiten uns im Rahmen
eines Projektes sorgfältig auf die Einführung der in Basel III definierten Liquiditätsrisikokennzahlen
vor. Im Berichtsjahr 2010 hat die Commerzbank sich an der Quantitative Impact Study
zu Basel III beteiligt und ein entsprechendes Projekt gestartet, um regelmäßig die
Basel-III-Beobachtungskennzahlen zu ermitteln.
Weitere Informationen zum Liquiditätsmanagement sind im Abschnitt "Liquidität und
Refinanzierung des Commerzbank-Konzerns" im Konzernlagebericht zu finden.
Das operationelle Risiko (OpRisk) ist in der Commerzbank in Anlehnung an die Solvabilitätsverordnung
definiert als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des
Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse
eintreten. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken; Reputations- und strategische
Risiken sind nicht berücksichtigt.
Die Steuerung und Limitierung der operationellen Risiken unterscheidet sich systematisch
von der Begrenzung der Kredit- und Marktrisiken, da weder einzelne Kunden noch Positionen,
sondern interne Prozesse die relevanten Steuerungseinheiten bilden. Unser Fokus liegt
in dieser Risikoart auf einer antizipativen Steuerung durch die Segmente und Querschnittseinheiten
auf Basis einer übergreifenden Risikostrategie für operationelle Risiken und die hierfür
relevanten Prozesse.
Hierbei werden risikostrategische Handlungsfelder und quantitative Leitplanken auf
Konzern- und Segmentebene definiert. Die steuerungsrelevanten Themen werden regelmäßig
in den Sitzungen der Konzern- und Segment-OpRisk-Komitees behandelt.
Die weltweite Steuerung der Rechtsrisiken im Commerzbank-Konzern wird durch Group
Legal wahrgenommen. Die zentrale Aufgabe des Bereiches besteht darin, mögliche Verluste
aus rechtlichen Risiken in einem frühen Stadium zu erkennen und Lösungsmöglichkeiten
zu deren Minimierung, Begrenzung oder Vermeidung aufzuzeigen sowie die erforderlichen
Rückstellungen zu bilden.
Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir unser Ziel der Verbesserung des OpRisk-Profils
im Konzern weiter vorangetrieben. Die Implementierung unserer vereinheitlichten Methoden
und Prozesse konnte abgeschlossen und insbesondere unser Frühwarnsystem weiterentwickelt
werden.
Aus OpRisk-Ereignissen (Verluste sowie die Veränderung der kapitalwirksamen Rückstellungen
für operationelle Risiken und laufende Rechtsstreitigkeiten) ergab sich im Jahr 2010
eine Gesamtbelastung für die Commerzbank in Höhe von 274 Mio Euro (Vorjahr: 272 Mio
Euro).
Hierfür waren in erster Linie Rückstellungsbildungen im Privatkundenbereich mit Bezug
zu Beratungshaftung und prozessualen Themen verantwortlich.
| OpRisk-Ereignisse nach Segmenten | Mio € | 2010 | 2009 |
| Privatkunden | 132 | 127 |
| Mittelstandsbank | - 8 | 46 |
| Central & Eastern Europe | 7 | 1 |
| Corporates & Markets | 14 | 41 |
| Asset Based Finance | 34 | 24 |
| Portfolio Restructuring Unit | 11 | 7 |
| Sonstige und Konsolidierung | 84 | 26 |
| Konzern | 274 | 272 |
Tabelle 27
Die regulatorische Eigenkapitalbindung aus operationeilen Risiken betrug zum Jahresende
2010 auf Basis des Advanced Measurement Approachs (AMA) 21,8 Mrd Euro (Vorjahreswert
RWA: 19,5 Mrd Euro). Davon entfielen rund 63 % auf die Segmente Privatkunden und Corporates
& Markets.
Bis zur geplanten Zertifizierung unseres neu entwickelten, integrierten Modells im
Jahr 2011 durch die Aufsichtsbehörde wird der Kapitalbedarf für die regulatorische
Meldung und das interne Reporting weiterhin getrennt in Einzelrechnungen für Commerzbank
(alt) und Dresdner Bank ermittelt und als Summe gemeldet.
Unter Geschäftsrisiko wird ein potenzieller Verlust verstanden, der aus Abweichungen
der tatsächlichen Erträge (negative Abweichung) und Kosten (positive Abweichung) von
den Planzahlen resultiert. Dieses Risiko wird wesentlich durch die Geschäftsstrategie
und die bankinterne Budgetplanung sowie durch sich verändernde Rahmenbedingungen bei
Geschäftsvolumina, technischen Prozessen und der Wettbewerbssituation der Bank und
ihrer Mitbewerber um den Kunden determiniert. Das Management des Geschäftsrisikos
erfolgt durch klare segmentspezifische Vorgaben zu Renditeanspruch sowie Aufwands-Ertrags-Relation
in Verbindung mit unverändert flexiblem Kostenmanagement bei Nichterfüllung.
Zur Erfüllung der Säule 2 des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche
Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren
Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs-
und Controllingprozess.
Personalrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken gemäß § 269
Abs. 1 SolvV. Im Sinne einer internen, steuerungsorientierten Ausgestaltung dieser
Definition subsumieren wir unter Personalrisiken folgende Elemente:
| ― |
Anpassungsrisiko: Durch ausgewählte interne sowie externe Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen
gewährleisten wir, dass das Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter dem aktuellen
Stand der Entwicklungen entspricht und die Mitarbeiter ihren Aufgaben und Verantwortlichkeiten
gerecht werden. |
| ― |
Motivationsrisiko: Über Mitarbeiterbefragungen - gerade auch im Rahmen der Integration
- können mögliche Veränderungen in der Unternehmensverbundenheit der Mitarbeiter frühzeitig
erkannt und adäquate Steuerungsmaßnahmen initiiert werden. |
| ― |
Austrittsrisiko: Mit großer Sorgfalt versucht die Commerzbank sicherzustellen, dass
die Abwesenheit oder das Ausscheiden von Mitarbeitern nicht zu nachhaltigen Störungen
der Betriebsabläufe führt. Zudem wird regelmäßig die Fluktuation sowohl quantitativ
als auch qualitativ beobachtet. |
| ― |
Engpassrisiko: Die quantitative und qualitative Personalausstattung orientiert sich - insbesondere aufgrund der hohen Beanspruchung der Mitarbeiter im Rahmen der Zusammenführung beider Banken - an den betriebsinternen Erfordernissen, den Geschäftsaktivitäten, der Strategie sowie der Risikosituation der Commerzbank. |
Personal stellt für die Commerzbank eine zentrale Ressource dar. Unser Erfolg gründet
auf dem fachlichen Wissen, den Kompetenzen und Fähigkeiten sowie der Motivation unserer
Mitarbeiter. Durch ein systematisches Personalrisikomanagement verfolgen wir das Ziel,
Risiken so früh wie möglich zu identifizieren, zu beurteilen und zu steuern, beispielsweise
durch den Einsatz ausgewählter personalwirtschaftlicher Instrumente. Der Gesamtvorstand
wird regelmäßig über das Thema Personalrisiken informiert.
Das geschäftsstrategische Risiko ist definiert als Gefahr negativer Abweichungen von
gegebenen Geschäftszielen aus bisherigen oder zukünftigen geschäftsstrategischen Entscheidungen
und aus Veränderungen der Umfeldbedingungen.
Die Weiterentwicklung der Konzernstrategie erfolgt im Rahmen eines strukturierten
Strategieprozesses, der dem jährlichen Planungsprozess der Bank zugrunde liegt. Dabei
werden die konzernstrategischen Stoßrichtungen und strategischen Leitplanken festgelegt
sowie quantitative Zielvorgaben als Aspirationsniveau für Konzern und Segmente bestimmt.
Um die sachgerechte Umsetzung der Konzernstrategie zur Erreichung der avisierten Geschäftsziele
sicherzustellen, erfolgt das strategische Controlling durch quartalsweises Monitoring
von quantitativen und qualitativen Zielen im Konzern und in den Segmenten. Daneben
werden laufend auch externe Einflussfaktoren wie beispielsweise die Markt- und Wettbewerbsbedingungen,
die Kapitalmarktanforderungen und veränderte Regulierungsbedingungen beobachtet, was
bei relevanten Veränderungen zur Adjustierung der Konzernstrategie führen kann. Im
Rahmen der regulatorischen Anforderungen der MaRisk wird eine nachhaltige Geschäftsstrategie
festgelegt, in der die wesentlichen Geschäftsaktivitäten und die Maßnahmen zur Zielerreichung
dargestellt werden. Ebenso wird eine dazu konsistente Risikostrategie festgelegt.
Im Rahmen eines Strategieprozesses wird die Planung, Umsetzung, Beurteilung und Anpassung
der Strategien koordiniert und schließlich wird die Strategie im Unternehmen kommuniziert.
Die Verantwortung für die strategische Unternehmenssteuerung liegt beim Gesamtvorstand,
der bei strategischen Fragestellungen von Group Development & Strategy unterstützt
wird. Der Aufsichtsrat wird in einer Strategiesitzung über die Strategie des Hauses
detailliert informiert. Bestimmte geschäftspolitische Entscheidungen (Beteiligungserwerb
und Verkauf > 1 % des Eigenkapitals) bedürfen zudem der Zustimmung des Risikoausschusses
des Aufsichtsrats. Alle größeren Investitionen unterliegen einer sorgfältigen Prüfung
durch das Investment and Resources Allocation Committee.
Als Reputationsrisiko bezeichnen wir die Gefahr von Verlusten, sinkenden Erträgen
oder verringertem Unternehmenswert aufgrund von Geschäftsvorfällen, die das Vertrauen
in die Commerzbank in der Öffentlichkeit oder in den Medien, bei Mitarbeitern oder
Kunden, bei Ratingagenturen, Investoren oder Geschäftspartnern mindern.
Die operativen Unternehmensbereiche, Filialen und Tochtergesellschaften tragen im
Rahmen ihrer Geschäftsaktivitäten unmittelbare Verantwortung für Reputationsrisiken,
die aus ihrer jeweiligen Geschäftstätigkeit entstehen. Reputationsrisiken können auch
aus anderen Risikoarten resultieren und diese verstärken. Die Zuständigkeit von Group
Communications für das Controlling sichert eine frühzeitige Marktwahrnehmung. Vor
diesem Hintergrund unterliegen relevante geschäftspolitische Maßnahmen und Aktivitäten
einer sorgfältigen Prüfung. Insbesondere vermeidet die Commerzbank geschäftspolitische
Maßnahmen und Geschäfte, die beträchtliche steuerliche oder rechtliche Risiken sowie
ethische, ökologische oder soziale Risiken bergen. Alle entsprechenden Kreditentscheidungen
werden einzeln bezüglich einhergehender Reputationsrisiken votiert. Diese Voten können
zur Ablehnung von Geschäften führen.
Die Basis unserer Geschäftstätigkeit ist das Vertrauen unserer Kunden, Aktionäre und
Geschäftspartner in das ordnungsgemäße und gesetzestreue Handeln der Commerzbank.
Dieses Vertrauen basiert insbesondere auf der Einhaltung der jeweiligen Vorschriften
sowie der Beachtung marktüblicher Standards und Verhaltensregeln (Compliance). Um
das Vertrauen in die Integrität des Konzerns weiterhin zu stärken, werden sämtliche
hieraus entstehenden Risiken effektiv gesteuert. Der stetig wachsenden Komplexität
der nationalen wie internationalen Gesetze, Regelungen und Marktstandards tragen wir
durch eine ständige Weiterentwicklung der Steuerung der Compliancerisiken und durch
Anpassung an aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen Rechnung.
Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur Risikomessung entsprechen
dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche.
Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet.
Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling
sowie durch die Interne Revision, durch externe Wirtschaftsprüfer und die deutschen
Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle
können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen
und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen
der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests
und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio
unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren
Szenarios ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige
Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.
Wir stellen unseren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards
(IFRS) und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations
Committee auf. Dabei berücksichtigen wir alle Standards und Interpretationen, die
für das Geschäftsjahr 2010 in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.
| Mio € | Notes | 1.1.-31.12.2010 | 1.1.-31.12.2009 | Veränderung in % |
| Zinserträge | (31) | 18 306 | 20 338 | - 10,0 |
| Zinsaufwendungen | (31) | 11 252 | 13 164 | - 14,5 |
| Zinsüberschuss | (31) | 7 054 | 7 174 | - 1,7 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | (32) | - 2 499 | - 4 214 | - 40,7 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge |
|
4 555 | 2 960 | 53,9 |
| Provisionserträge1 | (33) | 4 237 | 4 562 | - 7,1 |
| Provisionsaufwendungen | (33) | 590 | 789 | - 25,2 |
| Provisionsüberschuss1 | (33) | 3 647 | 3 773 | - 3,3 |
| Handelsergebnis1 | (34) | 2 052 | - 510 | . |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | (35) | - 94 | 101 | . |
| Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | (34, 35) | 1 958 | - 409 | . |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | (36) | 108 | 417 | - 74,1 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | (37) | 35 | 15 | . |
| Sonstiges Ergebnis | (38) | - 131 | - 22 | . |
| Verwaltungsaufwendungen | (39) | 8 786 | 9 004 | - 2,4 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen |
|
- | 768 | . |
| Restrukturierungsaufwendungen | (40) | 33 | 1 621 | - 98,0 |
| Ergebnis vor Steuern |
|
1 353 | - 4 659 | . |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (41) | - 136 | - 26 | . |
| Konzernergebnis |
|
1 489 | - 4 633 | . |
| den Minderheitenanteilen zurechenbares Konzernergebnis |
|
59 | - 96 | . |
| den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis |
|
1 430 | - 4 537 | . |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund Vereinheitlichung der Ausweisstruktur (siehe Note 2).
| Ergebnis je Aktie | € | Notes | 2010 | 2009 | Veränderung in % |
| Ergebnis je Aktie | (43) | 1,21 | - 4,40 | . |
Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären
zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine
Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis war daher mit dem unverwässerten
identisch.
| Mio € | Notes | 1.1.-31.12.2010 | 1.1.-31.12.2009 | Veränderung in % |
| Konzernergebnis |
|
1 489 | - 4 633 | . |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage | (74) |
|
|
|
| Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung |
|
- 352 | 59 | . |
| Erfolgsneutrale Wertänderung |
|
394 | 537 | - 26,6 |
| Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges | (74) |
|
|
|
| Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung |
|
283 | 9 | . |
| Erfolgsneutrale Wertänderung |
|
- 53 | - 361 | - 85,3 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | (74) |
|
|
|
| Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung |
|
41 | - 7 | . |
| Erfolgsneutrale Wertänderung |
|
209 | - 210 | . |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen |
|
2 | 42 | - 95,2 |
| Sonstiges Periodenergebnis |
|
524 | 69 | . |
| Gesamtergebnis |
|
2 013 | - 4 564 | . |
| den Minderheitenanteilen zurechenbares Periodenergebnis |
|
127 | 75 | 69,3 |
| den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Periodenergebnis |
|
1 886 | - 4 639 | . |
| 4. Quartal | Mio € | 1.10.-31.12.2010 | 1.10.-31.12.2009 | Veränderung in % |
| Konzernergebnis | 277 | - 1 911 | . |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage |
|
|
|
| Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung | - 286 | 129 | . |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 498 | - 73 | . |
| Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges |
|
|
|
| Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung | 71 | 9 | . |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 8 | 42 | - 81,0 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung |
|
|
|
| Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung | 20 | - 7 | . |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 44 | 67 | - 34,3 |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | 1 | - | . |
| Sonstiges Periodenergebnis | 356 | 167 | . |
| Gesamtergebnis | 633 | - 1 744 | . |
| den Minderheitenanteilen zurechenbares Periodenergebnis | 15 | 43 | - 65,1 |
| den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Periodenergebnis | 618 | - 1 787 | . |
| Sonstiges Periodenergebnis | Mio € | 1.1.-31.12.2010 | 1.1.-31.12.2009 | ||||
|
|
Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern | Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage | 89 | - 47 | 42 | 987 | - 391 | 596 |
| Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges | 346 | - 116 | 230 | - 490 | 138 | - 352 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | 250 | - | 250 | - 217 | - | - 217 |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | 2 | - | 2 | 42 | - | 42 |
| Sonstiges Periodenergebnis | 687 | - 163 | 524 | 322 | - 253 | 69 |
Für das vierte Quartal 2010 stellte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt dar:
| Sonstiges Periodenergebnis | Mio € | 1.10.-31.12.2010 | 1.10.-31.12.2009 | ||||
|
|
Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern | Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage | 329 | - 117 | 212 | 135 | - 79 | 56 |
| Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges | 127 | - 48 | 79 | 72 | - 21 | 51 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | 64 | - | 64 | 60 | - | 60 |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | 1 | - | 1 | - | - | - |
| Sonstiges Periodenergebnis | 521 | - 165 | 356 | 267 | - 100 | 167 |
| 2010 | Mio € | 4. Quartal | 3. Quartal | 2. Quartal | 1. Quartal |
| Zinsüberschuss | 1 682 | 1 633 | 1 853 | 1 886 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | - 595 | - 621 | - 639 | - 644 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 1 087 | 1 012 | 1 214 | 1 242 |
| Provisionsüberschuss1 | 875 | 870 | 905 | 997 |
| Handelsergebnis1 | 384 | 445 | 358 | 865 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | - | - 23 | - 42 | - 29 |
| Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 384 | 422 | 316 | 836 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 191 | - 24 | 60 | - 119 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 32 | - 5 | 6 | 2 |
| Sonstiges Ergebnis | - 149 | 26 | - 30 | 22 |
| Verwaltungsaufwendungen | 2 164 | 2 185 | 2 228 | 2 209 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen | - | - | - | - |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | 33 | - |
| Ergebnis vor Steuern | 256 | 116 | 210 | 771 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 21 | - 19 | - 151 | 55 |
| Konzernergebnis | 277 | 135 | 361 | 716 |
| den Minderheitenanteilen zurechenbares Konzernergebnis | 20 | 22 | 9 | 8 |
| den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis | 257 | 113 | 352 | 708 |
| 2009 | Mio € | 4. Quartal | 3. Quartal | 2. Quartal1 | 1. Quartal1 |
| Zinsüberschuss | 1 882 | 1 765 | 1 838 | 1 689 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | - 1 324 | - 1 053 | - 993 | - 844 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 558 | 712 | 845 | 845 |
| Provisionsüberschuss2 | 985 | 965 | 960 | 863 |
| Handelsergebnis2 | - 638 | 607 | 101 | - 580 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 64 | 40 | - 43 | 40 |
| Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | - 574 | 647 | 58 | - 540 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | - 87 | - 54 | 172 | 386 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 8 | 4 | - | 3 |
| Sonstiges Ergebnis | - 68 | 112 | 5 | - 71 |
| Verwaltungsaufwendungen | 2 396 | 2 264 | 2 263 | 2 081 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen | 52 | 646 | 70 | - |
| Restrukturierungsaufwendungen | 212 | 904 | 216 | 289 |
| Ergebnis vor Steuern | - 1 838 | - 1 428 | - 509 | - 884 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 73 | - 375 | 269 | 7 |
| Konzernergebnis | - 1 911 | - 1 053 | - 778 | - 891 |
| den Minderheitenanteilen zurechenbares Konzernergebnis | - 54 | 2 | - 17 | - 27 |
| den Commerzbank-Aktionären zu rechenbares Konzernergebnis | - 1 857 | - 1 055 | - 761 | - 864 |
1
Nach Anpassung Counterparty Default Adjustments.
2
Anpassung aufgrund Vereinheitlichung der Ausweisstruktur (siehe Note 2).
| Aktiva | Mio € | Notes | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % | 1.1.20091 |
| Barreserve | (7, 46) | 8 053 | 10 329 | - 22,0 | 6 566 |
| Forderungen an Kreditinstitute | (8, 9, 10, 47, 49, 50, 80) |
110 616 | 106 689 | 3,7 | 62 969 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | (79) | 94 | - | . |
83 |
| Forderungen an Kunden | (8, 9, 10, 48, 49, 50, 80) |
327 755 | 352 194 | - 6,9 | 284 815 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | (79) | - | - | . | - |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | (11, 51) | 113 | - 16 | . |
- |
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | (12, 52) | 4 961 | 6 352 | - 21,9 | 10 528 |
| Handelsaktiva | (13, 53, 80) | 167 825 | 218 708 | - 23,3 | 118 569 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | (79) | 19 397 | 41 838 | - 53,6 | 17 272 |
| Finanzanlagen | (14, 54, 80) | 115 708 | 130 914 | - 11,6 | 127 154 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | (79) | 22 374 | 13 293 | 68,3 | 17 724 |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen | (4, 55) | 737 | 378 | 95,0 | 296 |
| Immaterielle Anlagewerte | (15, 56) | 3 101 | 3 209 | - 3,4 | 1 336 |
| Sachanlagen | (16, 57) | 1 590 | 1 779 | - 10,6 | 1 240 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (18, 59) | 1 192 | 1 279 | - 6,8 | 909 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen |
(19, 60) | 1 082 | 2 868 | - 62,3 | 684 |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | (26, 58) | 650 | 1 267 | - 48,7 | 684 |
| Latente Ertragsteueransprüche | (26, 58) | 3 567 | 4 370 | - 18,4 | 6 042 |
| Sonstige Aktiva | (17, 61) | 7 349 | 3 783 | 94,3 | 3 432 |
| Gesamt |
|
754 299 | 844 103 | - 10,6 | 625 224 |
| Passiva | Mio € | Notes | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
1.1.20091 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (10, 20, 62, 80) | 137 626 | 140 634 | - 2,1 | 128 492 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | (10, 20, 63, 80) | 262 827 | 264 618 | - 0,7 | 170 203 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | (20, 64, 80) | 131 356 | 161 779 | - 18,8 | 157 957 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | (11, 65) | 121 | - 16 | . |
- |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | (21, 66) | 9 369 | 11 345 | - 17,4 | 21 463 |
| Handelspassiva | (22, 67, 80) | 152 393 | 202 595 | - 24,8 | 104 168 |
| Rückstellungen | (23, 24, 68) | 4 778 | 5 115 | - 6,6 | 2 030 |
| Tatsächliche Ertragsteuerschulden | (26, 69) | 1 072 | 1 346 | - 20,4 | 627 |
| Latente Ertragsteuerschulden | (26, 69) | 222 | 1 240 | - 82,1 | 2 534 |
| Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | (19, 70) | 650 | 2 839 | - 77,1 | 329 |
| Sonstige Passiva | (71) | 8 136 | 6 103 | 33,3 | 2 585 |
| Nachrangkapital | (27, 72, 80) | 12 910 | 15 850 | - 18,5 | 11 836 |
| Hybridkapital | (27, 73, 80) | 4 181 | 4 079 | 2,5 | 3 158 |
| Eigenkapital | (30, 74, 75, 76) | 28 658 | 26 576 | 7,8 | 19 842 |
| Gezeichnetes Kapital | (74) | 3 047 | 3 071 | - 0,8 | 1 877 |
| Kapitalrücklage | (74) | 1 302 | 1 334 | - 2,4 | 6 619 |
| Gewinnrücklagen | (74) | 9 345 | 7 878 | 18,6 | 5 842 |
| Stille Einlagen | (74) | 17 178 | 17 178 | 0,0 | 8 200 |
| Andere Rücklagen | (5, 6, 14, 74) | - 2 999 | - 3 455 | - 13,2 | - 3 353 |
| Gesamt vor Minderheitenanteilen |
|
27 873 | 26 006 | 7,2 | 19 185 |
| Minderheitenanteile | (74) | 785 | 570 | 37,7 | 657 |
| Gesamt |
|
754 299 | 844 103 | - 10,6 | 625 224 |
|
|
Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklagen |
Stille Einlagen |
Andere Rücklagen |
|
| Mio € | Neu- bewertungs- rücklage |
Rücklage aus Cash Flow Hedges |
||||
| Eigenkapital zum 31.12.2008 | 1 877 | 6 619 | 5 904 | 8 200 | - 2 221 | - 872 |
| Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen |
|
|
- 62 |
|
|
|
| Eigenkapital zum 1.1.2009 | 1 877 | 6 619 | 5 842 | 8 200 | - 2 221 | - 872 |
| Gesamtergebnis | - | - 6 619 | 2 082 | - | 466 | - 351 |
| Konzernergebnis |
|
- 6 619 | 2 082 |
|
|
|
| Veränderung der Neubewertungsrücklage |
|
|
|
|
424 |
|
| Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges |
|
|
|
|
|
- 351 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung |
|
|
|
|
|
|
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen |
|
|
|
|
42 |
|
| Ausschüttung Stille Einlagen |
|
|
|
|
|
|
| Dividendenausschüttung |
|
|
|
|
|
|
| Kapitalerhöhungen | 1 193 | 1 320 |
|
|
|
|
| Veränderungen im Anteilsbesitz |
|
|
- 50 |
|
|
|
| Sonstige Veränderungen1 | 1 | 14 | 4 | 8 978 |
|
|
| Eigenkapital zum 31.12.2009 | 3 071 | 1 334 | 7 878 | 17 178 | - 1 755 | - 1 223 |
| Gesamtergebnis | - | - | 1 430 | - | 24 | 218 |
| Konzernergebnis |
|
|
1 430 |
|
|
|
| Veränderung der Neubewertungsrücklage |
|
|
|
|
24 |
|
| Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges |
|
|
|
|
|
218 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung |
|
|
|
|
|
|
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen |
|
|
|
|
|
|
| Ausschüttung Stille Einlagen |
|
|
|
|
|
|
| Dividendenausschüttung |
|
|
|
|
|
|
| Kapitalerhöhungen |
|
|
|
|
|
|
| Veränderungen im Anteilsbesitz |
|
|
5 |
|
|
|
| Sonstige Veränderungen1 | - 24 | - 32 | 32 |
|
|
|
| Eigenkapital zum 31.12.2010 | 3 047 | 1 302 | 9 345 | 17 178 | - 1 731 | - 1 005 |
| Andere Rücklagen |
|
|
|
|
| Mio € | Rücklage aus der Währungsumrechnung |
Gesamt vor Minderheiten- anteilen |
Minderheiten- anteile |
Eigen- kapital |
| Eigenkapital zum 31.12.2008 | - 260 | 19 247 | 657 | 19 904 |
| Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen |
|
- 62 |
|
- 62 |
| Eigenkapital zum 1.1.2009 | - 260 | 19 185 | 657 | 19 842 |
| Gesamtergebnis | - 217 | - 4 639 | 75 | - 4 564 |
| Konzernergebnis |
|
- 4 537 | - 96 | - 4 633 |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage |
|
424 | 172 | 596 |
| Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges |
|
- 351 | - 1 | - 352 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | - 217 | - 217 |
|
- 217 |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen |
|
42 |
|
42 |
| Ausschüttung Stille Einlagen |
|
- |
|
- |
| Dividendenausschüttung |
|
- | - 12 | - 12 |
| Kapitalerhöhungen |
|
2 513 |
|
2 513 |
| Veränderungen im Anteilsbesitz |
|
- 50 |
|
- 50 |
| Sonstige Veränderungen1 |
|
8 997 | - 150 | 8 847 |
| Eigenkapital zum 31.12.2009 | - 477 | 26 006 | 570 | 26 576 |
| Gesamtergebnis | 214 | 1 886 | 127 | 2 013 |
| Konzernergebnis |
|
1 430 | 59 | 1 489 |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage |
|
24 | 18 | 42 |
| Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges |
|
218 | 12 | 230 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | 212 | 212 | 38 | 250 |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | 2 | 2 |
|
2 |
| Ausschüttung Stille Einlagen |
|
- |
|
- |
| Dividendenausschüttung |
|
- | - 12 | - 12 |
| Kapitalerhöhungen |
|
- | 173 | 173 |
| Veränderungen im Anteilsbesitz |
|
5 |
|
5 |
| Sonstige Veränderungen1 |
|
- 24 | - 73 | - 97 |
| Eigenkapital zum 31.12.2010 | - 263 | 27 873 | 785 | 28 658 |
Zum 31. Dezember 2010 entfielen auf zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Vermögenswerte
aus Veräußerungsgruppen - 94 Mio Euro der Rücklage aus Cash Flow Hedges und 45 Mio
Euro der Rücklage aus der Währungsumrechnung.
Das Gezeichnete Kapital der Commerzbank Aktiengesellschaft betrug zum 31. Dezember
2010 gemäß Satzung 3 072 Mio Euro und war in 1 181 352 926 Stückaktien eingeteilt
(rechnerischer Wert pro Aktie 2,60 Euro).
Nach Abzug der zum 31. Dezember 2010 im Bestand befindlichen 9 315 335 Aktien betrug
das Gezeichnete Kapital 3 047 Mio Euro.
Von der Ermächtigung der Hauptversammlung am 19. Mai 2010 zum Erwerb eigener Aktien
für Zwecke des Wertpapierhandels nach § 71 Absatz 1 Nr. 7 AktG wurde Gebrauch gemacht.
Gewinne und Verluste aus dem Handel mit eigenen Aktien wurden erfolgsneutral behandelt.
Für das Geschäftsjahr 2010 erfolgt keine Dividendenzahlung, da die Commerzbank Aktiengesellschaft
in ihrem Einzelabschluss nach den Vorschriften des HGB keinen Bilanzgewinn erzielt
hat. Eine Ausschüttung auf die im Eigenkapital ausgewiesenen Stillen Einlagen wird
ebenfalls nicht erfolgen, da die Zahlung gemäß vertraglicher Vereinbarung nicht zu
einem Bilanzverlust der Commerzbank Aktiengesellschaft führen oder diesen erhöhen
darf.
Weitere Details zum Eigenkapital sind in den Notes 74, 75 und 76 enthalten.
| Mio € | Notes | 2010 | 2009 |
| Konzernergebnis |
|
1 489 | - 4 633 |
| Im Konzernergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit: |
|
|
|
| Abschreibungen, Wertberichtigungen, Zuschreibungen auf Sachanlagen und Vermögenswerte, Veränderungen der Rückstellungen sowie Bewertungsveränderungen aus Hedge Accounting |
|
4 101 | 1 511 |
| Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Posten |
|
2 952 | 6 470 |
| Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Vermögenswerten | (36) | - 108 | - 417 |
| Ergebnis aus der Veräußerung von Sachanlagen | (38) | - | 16 |
| Sonstige Anpassungen (Zinsüberschuss) | (31) | - 7 054 | - 7 174 |
| Zwischensumme |
|
1 380 | - 4 227 |
| Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile: |
|
|
|
| Forderungen an Kreditinstitute | (47) | - 3 747 | - 43 974 |
| Forderungen an Kunden | (48) | 24 611 | - 71 335 |
| Wertpapiere des Handelsbestands | (53) | - 4 323 | - 15 664 |
| Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit | (54-57, 59-61) | - 3 231 | - 6 305 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (62) | - 3 008 | 12 142 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | (63) | - 1 791 | 94 415 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | (64) | - 30 423 | 5 543 |
| Andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit | (65-71) | - 470 | 15 464 |
| Erhaltene Zinsen | (31) | 18 253 | 20 280 |
| Erhaltene Dividenden | (31) | 53 | 58 |
| Gezahlte Zinsen | (31) | - 11 252 | - 13 164 |
| Ertragsteuerzahlungen | (41) | - 218 | - 199 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit |
|
- 14 166 | - 6 966 |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von: |
|
|
|
| Finanzanlagen und Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen |
(36, 37, 54, 55) | 15 274 | 858 |
| Sachanlagevermögen | (38, 57) | 187 | 663 |
| Auszahlungen für den Erwerb von: |
|
|
|
| Finanzanlagen und Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen |
(36, 37, 54, 55) | - 504 | - 5 240 |
| Sachanlagevermögen | (38, 57) | - 492 | - 4 426 |
| Effekte aus Veränderungen des Konsolidierungskreises |
|
|
|
| Cashflow aus dem Erwerb abzüglich erworbene Zahlungsmittel |
(46) | - | 2 083 |
| Cashflow aus der Veräußerung abzüglich veräußerte Zahlungsmittel |
(46) | 298 | 370 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit |
|
14 763 | - 5 692 |
| Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen | (74) | - 56 | 2 528 |
| Dividendenzahlungen | (74) | - | - |
| Mittelveränderung aus Veränderung im Anteilsbesitz an vollkonsolidierten Unternehmen |
|
- 36 | - 111 |
| Mittelveränderung aus sonstiger Finanzierungstätigkeit (Nachrangkapital) |
(72, 73) | - 2 838 | 13 913 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit |
|
- 2 930 | 16 330 |
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode |
|
10 329 | 6 566 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit |
|
- 14 166 | - 6 966 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit |
|
14 763 | - 5 692 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit |
|
- 2 930 | 16 330 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen |
|
116 | - 5 |
| Effekte aus Minderheitenanteilen |
|
- 59 | 96 |
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode | (46) | 8 053 | 10 329 |
Der Zahlungsmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Kassenbestand | 1 388 | 1 338 | 3,7 |
| Guthaben bei Zentralnotenbanken | 6 386 | 7 842 | - 18,6 |
| Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind |
279 | 1 149 | - 75,7 |
Im Zahlungsmittelbestand zum 31. Dezember 2010 waren keine Zugänge aus erstkonsolidierten
Gesellschaften enthalten (Vorjahr: 615 Mio Euro).
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zusammensetzung und die Veränderungen des Zahlungsmittelbestands
des Geschäftsjahres. Sie ist in die Positionen operative Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit
und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt.
Als Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit werden Zahlungsvorgänge (Zu- und Abflüsse)
aus Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie Wertpapieren des Handelsbestands
und anderen Aktiva ausgewiesen. Zu- und Abgänge aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
und Kunden, aus Verbrieften Verbindlichkeiten und anderen Passiva gehören ebenfalls
zur operativen Geschäftstätigkeit. Auch die aus dem operativen Geschäft resultierenden
Zins- und Dividendenzahlungen finden sich im Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
wieder.
Die Veränderungen des Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit resultieren unter
anderem aus der Veräußerung von konsolidierten Gesellschaften. Die anderen Aktiva
und Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit enthalten dabei auch Abgängen von Gesellschaften,
die zum 31. Dezember 2009 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert waren und im
Berichtsjahr veräußert wurden. Die nachstehenden Tabellen geben einen Überblick über
die Vermögenswerte und Schulden zu den Abgangszeitpunkten.
| Aktiva | Mio € | 31.12.2010 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 2 218 |
| Forderungen an Kunden | 2 271 |
| Handelsaktiva | 3 |
| Finanzanlagen | 3 172 |
| Sachanlagen | 16 |
| Sonstige Aktivposten | 1 330 |
| Passiva | Mio € | 31.12.2010 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 238 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 5 286 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | - |
| Handelspassiva | 2 |
| Sonstige Passivposten | 309 |
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigt Zahlungsvorgänge für die Finanzanlagen,
die Immateriellen Vermögenswerte sowie für die Sachanlagen. Darüber hinaus werden
hier die Cashflows im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Veräußerung von Tochterunternehmen
gezeigt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umfasst Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen
sowie Ein- und Auszahlungen für Nachrang- und Hybridkapital. Auch ausgeschüttete Dividenden
weisen wir hier aus.
Der Zahlungsmittelbestand umfasst die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente,
die unmittelbar in liquide Mittel umgewandelt werden können und nur einem unwesentlichen
Wertänderungsrisiko unterliegen. Wir fassen darunter den Posten Barreserve, der sich
aus Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken sowie Schuldtiteln öffentlicher
Stellen und Wechseln, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind,
zusammensetzt (vergleiche Note 46). Nicht einbezogen werden täglich fällige Forderungen
an Kreditinstitute.
Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als
gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts-
beziehungsweise Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.
Unser Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde in Einklang mit § 315a Abs. 1 HGB
und der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 (IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments
und des Rates vom 19. Juli 2002 aufgestellt. Ebenso kamen weitere Verordnungen zur
Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards auf der Grundlage der
vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten
International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das
International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) zur Anwendung.
Alle für das Geschäftsjahr 2010 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und
Interpretationen wurden berücksichtigt.
Von der vorzeitigen Anwendung von Standards und Interpretationen, die erst ab dem
Geschäftsjahr 2011 oder später umzusetzen sind (IFRS 9, überarbeiteter IAS 24 sowie
überarbeiteter IFRIC 14 und 19; Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess
des IASB) haben wir zulässigerweise abgesehen. Durch IFRS 9, der erst teilweise durch
das IASB veröffentlicht und noch nicht durch die EU verabschiedet wurde, könnten sich
signifikante Effekte auf die Bilanzierung und Bewertung ergeben. Aufgrund der noch
ausstehenden Anerkennung durch die EU sowie wesentlicher noch nicht verabschiedeter
Teilbereiche ist keine verlässliche Quantifizierung der Effekte möglich. Aus den anderen
derzeit noch nicht anzuwendenden Standards und Interpretationen erwarten wir jedoch
keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die im Geschäftsjahr 2010 erstmals anzuwendenden überarbeiteten Standards und Interpretationen
(IFRS 1, 2, 3 und IAS 27, 32, 39 sowie IFRIC 12, 15, 16, 17 und 18; Änderungen aus
dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB) hatten keine wesentlichen Auswirkungen
auf den Konzernabschluss.
Neben der Gesamtergebnisrechnung und der Bilanz beinhaltet der Konzernabschluss als
weitere Komponenten die Eigenkapitalveränderungsrechnung, eine Kapitalflussrechnung
und den Anhang (Notes). Die Segmentberichterstattung und die Berichterstattung über
das Risikomanagement erfolgen innerhalb des Anhangs (Note 45 beziehungsweise Notes
83 bis 90).
Der Konzernlagebericht einschließlich des separaten Berichts über die Chancen und
Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht) gemäß § 315 HGB ist auf den Seiten
73 bis 198 unseres Geschäftsberichts abgedruckt.
Berichtswährung des Konzernabschlusses ist Euro. Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert
darauf hingewiesen wird, in Mio Euro dargestellt.
Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going
Concern). Die Bewertung von Vermögenswerten erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten
Anschaffungskosten. Davon ausgenommen sind bestimmte Finanzinstrumente, als Finanzinvestitionen
gehaltene Immobilien und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte.
Erträge und Aufwendungen werden zeitanteilig abgegrenzt und in der Periode erfolgswirksam
erfasst, der sie wirtschaftlich zuzurechnen sind. Zinsen weisen wir unter Berücksichtigung
aller vertraglichen Vereinbarungen im Zusammenhang mit den finanziellen Vermögenswerten
oder Verbindlichkeiten periodengerecht im Zinsüberschuss oder, sofern sie aus Handelsgeschäften
einschließlich deren Refinanzierung resultieren, im Handelsergebnis aus. Dividendenerträge
werden erst vereinnahmt, wenn ein entsprechender Rechtsanspruch vorliegt.
Provisionserträge und -aufwendungen im Provisionsüberschuss erfassen wir zum einen
nach der Bilanzierungsmethode für zugehörige Finanzinstrumente, zum anderen nach der
Zweckbestimmung. Provisionen für Leistungen, die über einen bestimmten Zeitraum erbracht
werden, werden über die Periode der Leistungserbringung erfasst. Gebühren, die mit
der vollständigen Erbringung einer bestimmten Dienstleistung verbunden sind, werden
zum Zeitpunkt der vollständig erbrachten Dienstleistung vereinnahmt. Die Berücksichtigung
von leistungsabhängigen Provisionen erfolgt, wenn die Leistungskriterien erfüllt werden.
Provisionen aus Handelsgeschäften weisen wir im Handelsergebnis aus.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegenüber dem gleichen Geschäftspartner
werden gegeneinander aufgerechnet und entsprechend saldiert in der Bilanz ausgewiesen,
sofern ein einklagbares Recht zur Aufrechnung der Beträge besteht und die Erfüllung
der Geschäfte auf Nettobasis oder die Realisierung des Vermögenswertes gleichzeitig
mit Begleichung der Verbindlichkeit erfolgt. Neben der Aufrechnung positiver und negativer
Marktwerte aus Derivaten betrifft dies auch die Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten
aus Reverse Repos und Repos (Wertpapierpensionsgeschäfte).
Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden, die in den folgenden Notes erläutert werden.
Für die Vollkonsolidierung sowie für die at-Equity-Bewertung im Konzernabschluss verwenden
wir im Wesentlichen zum 31. Dezember 2010 erstellte Abschlüsse.
Die Angabe von Restlaufzeiten erfolgt im Commerzbank-Konzern grundsätzlich für alle
Finanzinstrumente, für die vertragliche Fälligkeiten vorliegen (siehe Notes 78 und
80). Als kurzfristig definieren wir die Restlaufzeit, wenn diese zwischen dem Abschlussstichtag
und dem Fälligkeitstermin weniger als ein Jahr beträgt. Für die wesentlichen Arten
von Rückstellungen nehmen wir eine entsprechende Unterscheidung in Note 68 vor. Finanzinstrumente
in den Handelaktiva und -passiva ohne vertragliche Fälligkeiten, der Posten Barreserve
sowie die Vermögenswerte und Schulden, die zur Veräußerung gehalten werden, sind grundsätzlich
als kurzfristig einzustufen. Die Bilanzposten Immaterielle Anlagewerte, Sachanlagen
und Als Finanzinvestition gehaltene Vermögenswerte dagegen sind grundsätzlich als
langfristig einzuordnen.
Der Konzernabschluss enthält Werte, die wir zulässigerweise unter Verwendung von Schätzungen
und Annahmen ermittelt haben. Die verwendeten Schätzungen und Annahmen basieren auf
historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und - nach heutigem Ermessen
- wahrscheinlichen Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse. Die Schätzungen
und Beurteilungen selbst sowie die zugrunde liegenden Beurteilungsfaktoren und Schätzverfahren
werden regelmäßig überprüft und mit den tatsächlich eingetretenen Ereignissen abgeglichen.
Nach unserer Ansicht sind die verwendeten Parameter sachgerecht und vertretbar. Schätzungsunsicherheiten
ergeben sich bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen und des Geschäfts- oder
Firmenwertes. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen beruht auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren
für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei der Bewertung dieser Verpflichtungen
sind insbesondere Annahmen über den langfristigen Gehalts- und Rentenentwicklungstrend
sowie die durchschnittliche Lebenserwartung zu treffen. Veränderungen der Schätzannahmen
von Jahr zu Jahr sowie Abweichungen zu den tatsächlichen Jahreseffekten sind in den
versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten abgebildet (bezüglich der Auswirkungen
von Parameteränderungen siehe Note 68 Rückstellungen). Der Werthaltigkeitstest für
Geschäfts- oder Firmenwerte, der jährlich vorzunehmen ist, basiert auf der anerkannten
Ertragswertmethode. Dabei werden die zukünftig zu erwartenden Überschüsse aus der
jüngsten Managementplanung zugrunde gelegt. Eine Analyse der Schätzungsunsicherheiten
bei der Bestimmung des Geschäfts- oder Firmenwertes beziehungsweise des beizulegenden
Zeitwertes (Fair Values) von Finanzinstrumenten befinden sich in der Note 15 beziehungsweise
Note 81. Für Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der Marktwerte von Immobilien,
die als Finanzinvestition gehalten werden, nehmen wir Analysen auf Basis der Parameter
Liegenschaftszins beziehungsweise Bodenwert vor (vergleiche Note 59). Weiterhin bestehen
Schätzungsunsicherheiten im Wesentlichen bei aktiven latenten Steuern, der Risikovorsorge
im Kreditgeschäft und der auf Bewertungsmodellen beruhenden Fair-Value-Ermittlung
sowie bei der Bewertung insbesondere von Finanzinstrumenten. Für den Bereich Risikovorsorge
verweisen wir auf den Risikobericht im Konzernlagebericht.
Wir haben die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Konzernabschluss
31. Dezember 2009 grundsätzlich beibehalten.
Zum 31. Dezember 2010 haben wir eine Anpassung der Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung
und der Bilanz gemäß IAS 1.82 beziehungsweise IAS 1.54 vorgenommen. Die Posten
| ― |
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen, |
| ― |
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen, |
| ― |
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen, |
| ― |
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, |
| ― |
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen beziehungsweise Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen, |
| ― |
Tatsächliche Ertragsteueransprüche beziehungsweise -schulden sowie |
| ― |
Latente Ertragsteueransprüche beziehungsweise -schulden |
weisen wir nun in der Gewinn- und Verlustrechnung beziehungsweise in der Bilanz gesondert
aus. Weiterhin wurden die Eigenkapitalbestandteile Neubewertungsrücklage, Rücklage
aus Cash Flow Hedges und Rücklage aus der Währungsumrechnung in der Bilanz zusammengefasst
und als Andere Rücklagen dargestellt. Das Konzernergebnis ist nunmehr Teil der Gewinnrücklagen.
In der Eigenkapitalveränderungsrechnung wurde zudem die Darstellung des Sonstigen
Periodenergebnisses weiter aufgegliedert. Außerdem weisen wir in der Gesamtergebnisrechnung
die Veränderungen des Sonstigen Periodenergebnisses getrennt nach erfolgswirksamen
und erfolgsneutralen Veränderungen sowie auf at-Equity-bewertete Unternehmen aus.
Die Vorjahreswerte haben wir entsprechend angepasst.
Zudem haben wir die Darstellung der Restlaufzeiten vereinheitlicht und weisen nun
auch für die Nominalwerte der derivativen Geschäfte des laufenden Geschäftsjahres
in der Note 78 die Restlaufzeiten wie folgt aus:
| ― |
täglich fällig |
| ― |
bis drei Monate |
| ― |
drei Monate bis ein Jahr |
| ― |
ein bis fünf Jahre |
| ― |
über fünf Jahre |
Zur weiteren Erhöhung der Transparenz und Vereinheitlichung des Ausweises, haben wir
die nachstehenden Anpassungen vorgenommen.
In den Notes 47, 48, 54, 62 bis 64 sowie 72 und 73 haben wir eine Änderung der Angaben
zu den Kategorien gemäß IAS 39.9 vorgenommen. Die bisherige Angabe der Finanzinstrumente,
für die die Fair Value Option angewendet wird, haben wir ersetzt durch die Angabe
aller Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
In diesen Angaben zeigen wir im Wesentlichen auch die echten Pensionsgeschäfte (Reverse
Repos und Repos), die unverändert zum Vorjahr zum beizulegenden Zeitwert in den Forderungen
an Kreditinstituten beziehungsweise Kunden und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
beziehungsweise Kunden ausgewiesen werden. Die beizulegenden Zeitwerte sind der Bewertungshierarchie
Level II (Note 81) zuzuordnen. Die Angaben zu den Finanzinstrumenten, für die die
Fair Value Option angewendet wird, sind in Note 82 enthalten.
Darüber hinaus wurde der Detaillierungsgrad des Sachaufwands in der Note 39 Verwaltungsaufwendungen
erhöht.
Außerdem weisen wir eigene Emissionen des Handelsbereichs gesondert in den Handelspassiva
statt wie bisher in den Verbrieften Verbindlichkeiten aus und haben in Note 99 die
Darstellung der Vorstandsbezüge präzisiert.
Die Vorjahreswerte haben wir in der Bilanz, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und
in den betroffenen Notes entsprechend angepasst. Durch die Anpassungen ergeben sich
für die Geschäftsjahre 2009 und 2010 jedoch keine Auswirkung auf das Konzernergebnis
und auf das Ergebnis je Aktie.
Weiterhin wurden im Zusammenhang mit der Integration der ehemaligen Dresdner Bank
unterschiedliche Ausweisstrukturen innerhalb des Zinsüberschusses vereinheitlicht.
Die Anpassungen in den Vorperioden betreffen sowohl die Zinserträge als auch die Zinsaufwendungen.
Die Umgliederungen wurden für das Geschäftsjahr 2009 und für das erste Quartal 2010
innerhalb der Zinserträge von der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller
Vermögenswerte in die Kategorie Kredite und Forderungen und innerhalb der Zinsaufwendungen
von der Kategorie aus der Anwendung der Fair Value Option in die Zinsaufwendungen
für Nachrangkapital (zu Anschaffungskosten bewertet) vorgenommen.
Eine weitere Anpassung für das Geschäftsjahr 2009 betrifft die Zinsen aus derivaten
Finanzinstrumenten, die nicht dem Handelsbuch zuzuordnen sind. Die Umgliederung erfolgte
von den Zinserträgen der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte
in die Sonstigen Zinserträge.
Darüber hinaus sind Devisenkommissionsgewinne der ehemaligen Dresdner Bank nun Teil
des Provisionsüberschusses und nicht mehr des Handelsergebnisses. Die Umgliederung
für das Geschäftsjahr 2009 beträgt 51 Mio Euro und betrifft die Provisionen aus dem
Zahlungsverkehr und dem Auslandsgeschäft. Die Vorjahreswerte haben wir entsprechend
angepasst.
Für das Geschäftsjahr 2009 sowie für die ersten beiden Quartale 2010 haben wir eine
Anpassung vorgenommen. Durch die Anpassungen ergeben sich für die Geschäftsjahre 2009
und 2010 jedoch keine Auswirkung auf das Konzernergebnis, die Bilanz, die Eigenkapitalveränderungsrechnung
sowie auf das Ergebnis je Aktie.
Die Anpassungen in der Note Zinsüberschuss sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung
werden in den nachfolgenden Tabellen dargestellt.
Anpassungen im Zinsüberschuss:
| Mio € | veröffentlichter Konzernabschluss |
Anpassung | angepasster Konzernabschluss |
| Zinsüberschuss 1.1.-31.12.2009 |
|
|
|
| Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand (zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte) |
2 905 | - 817 | 2 088 |
| Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand (Kredite und Forderungen) |
16 439 | 444 | 16 883 |
| Sonstige Zinserträge | 289 | 373 | 662 |
| Zinserträge gesamt1 | 20 353 | - 15 | 20 338 |
| Zinsaufwendungen für Nachrang- und Hybridkapital | 981 | 115 | 1 096 |
| Zinsaufwendungen aus der Anwendung der Fair Value Option | 332 | - 115 | 217 |
| Zinsaufwendungen gesamt | 13 164 | - | 13 164 |
1
Nach Umgliederung des Laufenden Ergebnisses aus at-Equity-bewerteten Unternehmen von
15 Mio Euro.
Effekte aus der Umgliederung der Devisenkommissionsgewinne:
1
Von dem Anpassungsbetrag 2009 entfielen 13 Mio Euro auf das erste, 13 Mio Euro auf
das zweite, 12 Mio Euro auf das dritte und 13 Mio Euro auf das vierte Quartal.
2
Einschließlich Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen.
Im Rahmen der Bewertung von Derivaten werden für die Commerzbank Aktiengesellschaft
seit dem 30. September 2009 auch die Ausfallrisiken von Kontrahenten durch sogenannte
Counterparty Default Adjustments (CDA) berücksichtigt. Für die Vorquartale des Geschäftsjahres
2009 hatten wir bereits im dritten Quartal 2009 eine Anpassung gemäß IAS 8.41 vorgenommen.
Dadurch wurde der Konzernüberschuss im ersten Quartal 2009 um 3 Mio Euro und im zweiten
Quartal 2009 um 15 Mio Euro reduziert. Die Vorjahreswerte der betroffenen Posten in
der Quartalsentwicklung wurden entsprechend angepasst.
In unseren Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen,
an denen die Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt mehr als 50 % der
Stimmrechte hält oder anderweitig einen beherrschenden Einfluss ausübt. Hierzu zählen
auch wesentliche Zweckgesellschaften und Fonds, die im Sinne von SIC 12 beherrscht
werden. Wesentliche assoziierte Unternehmen und wesentliche Gemeinschaftsunternehmen
werden nach der Equity-Methode bewertet.
Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen mit untergeordneter
Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
wurden nicht vollkonsolidiert beziehungsweise nicht at-Equity-bewertet, sondern als
Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen oder Beteiligungen unter den Finanzanlagen
bilanziert. Bezogen auf die Summenbilanz des Konzerns machen die nicht wesentlichen
Tochterunternehmen weniger als 0,3 % (Vorjahr: 0,2 %) aus.
Eine vollständige Aufzählung des Anteilsbesitzes des Commerzbank-Konzerns ist der
Note 106 zu entnehmen.
Die folgenden wesentlichen Tochtergesellschaften, Zweckgesellschaften und Fonds wurden
im Geschäftsjahr 2010 erstkonsolidiert:
| Gesellschaften | Mio € | Kapital- und Stimmrechte in % |
Anschaffungs- kosten |
Vermögens- werte |
Schulden |
| BRE.locum S.A., Lodz | 80,0 | 5,4 | 73,8 | 47,7 |
| BRE Ubezpieczenia Towarzystwo Ubezpieczen i Reasekuracji S.A., Warschau | 100,0 | 6,4 | 37,6 | 27,5 |
| BRE Ubezpieczenia Sp.z o.o., Warschau | 100,0 | 1,5 | 8,2 | 5,3 |
| BRE Holding Sp. z o.o., Warschau | 100,0 | 41,3 | 44,9 | 0,0 |
| Commerzbank Finance 3 S.à.r.l., Luxemburg | 100,0 | 132,1 | 132,2 | 0,1 |
| Commerzbank Leasing December (17) Limited, London | 100,0 | 13,8 | 138,9 | 138,9 |
| Commerzbank Leasing December (19) Limited, London | 100,0 | 28,0 | 311,3 | 311,2 |
| Commerzbank Leasing December (20) Limited, London | 100,0 | - | 163,5 | 163,5 |
| Commerzbank Leasing December (21) Limited, London | 100,0 | - | 41,4 | 41,4 |
| Commerzbank Leasing December (22) Limited, London | 100,0 | - | 49,5 | 49,1 |
| Commerzbank Leasing December (23) Limited, London | 100,0 |
- |
188,0 | 188,0 |
| Commerzbank Leasing December (24) Limited, London | 100,0 | 0,1 | 62,5 | 62,5 |
| Commerzbank Leasing December (25) Limited, London | 70,0 | 18,6 | 187,1 | 172,1 |
| Commerzbank Leasing December (26) Limited, London | 100,0 | 1,2 | 160,0 | 160,0 |
| ComStage ETF Nikkei 225®, Luxemburg | 26,5 | 125,8 | 125,9 | 0,1 |
| ComStage ETF MSCI USA TRN, Luxemburg | 65,4 | 154,2 | 155,5 | 1,3 |
| ComStage ETF iBoxx € Liquid Sovereigns Diversified 3m-1 TR, Luxemburg | 13,9 | 99,8 | 99,8 | - |
| COMSTAGE ETF-IBOXX EUR. L.SOV.DIV. 5-7 TR, Luxemburg | 75,0 | 101,4 | 103,5 | 2,1 |
| ComStage ETF iBoxx € Sovereigns Germany Capped 3m-2 TR, Luxemburg | 94,8 | 10,0 | 10,0 | - |
| GS SICAV - UK Premia, Luxemburg | 86,6 | 198,7 | 198,9 | 0,2 |
| EH MoLu IV, LLC, Dover/Delaware | 100,0 | 4,1 | 19,6 | 15,5 |
| Film Library Holding LLC, Wilmington/Delaware | 100,0 | 29,4 | 57,6 | 28,3 |
| Galbraith Investments Ltd, London | 100,0 | - | 170,5 | 170,5 |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO Toulon" Offen Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg | 90,0 | 45,3 | 37,9 | 11,0 |
| Pisces Nominees Limited, London | 100,0 | 65,8 | 2 110,1 | 2 018,0 |
| Property Invest Italy Srl, Mailand | 100,0 | 60,3 | 109,2 | 48,9 |
| Truckman Inc., Cayman Island | - | - | 68,1 | 68,1 |
Wesentliche Änderungen im Kreis der at-Equity-bewerteten Unternehmen ergaben sich
durch die Wandlung von Schuldtiteln im Zusammenhang mit der Restrukturierung des Kreditengangements
Inmobiliaria Colonial S.A., Barcelona. In diesem Zusammenhang hat die Bank Aktien
der Kreditnehmerin erhalten. Die Wandlung erfolgte in zwei Stufen. Im Rahmen der ersten
Stufe wurde die Wandelanleihe in Eigenkapital und im Rahmen der zweiten Stufe der
Kredit in Eigenkapital gewandelt.
Aus den Erstkonsolidierungen sowie aus der erstmaligen at-Equity-Bewertung resultierten
keine als Geschäfts- oder Firmenwerte zu aktivierenden Unterschiedsbeträge. Es handelt
sich um Unternehmen, die unsere Wesentlichkeitsgrenzen für die Konsolidierung beziehungsweise
at-Equity-Bewertung überschritten haben oder um Neugründungen im Rahmen von strukturierten
Finanzierungen.
Aus der Folgebewertung der im Jahr 2009 im Rahmen des Dresdner-Bank-Erwerbs aufgedeckten
Reserven und Lasten ergaben sich in der Gewinn- und Verlustrechnung des laufenden
Geschäftsjahres Aufwendungen von 278 Mio Euro vor Steuern beziehungsweise 167 Mio
Euro nach Steuern. Die wesentlichen Effekte resultierten aus der Aufzinsung des Nachrang-
und Hybridkapitals sowie aus den Abschreibungen von Kundenstamm und Markennamen.
Die nachstehenden Tochtergesellschaften, Zweckgesellschaften und Fonds wurden veräußert
beziehungsweise teilveräußert oder liquidiert und wurden daher nicht mehr konsolidiert
beziehungsweise auch nicht nach der Equity-Methode bewertet:
| ― |
Veräußerung
|
Die Veräußerungserlöse für die veräußerten Gesellschaften betrugen rund 0,5 Mrd Euro.
| ― |
Liquidation (einschließlich Gesellschaften, die die operative Geschäftstätigkeit eingestellt
haben oder unsere Wesentlichkeitgrenzen für die Konsolidierung dauerhaft unterschritten
haben)
|
1
Unterschreitung der Wesentlichkeitsgrenzen.
Folgende Gesellschaften wurden im laufenden Geschäftsjahr auf die Commerzbank Aktiengesellschaft
oder konsolidierte Gesellschaften verschmolzen:
| ― |
|
Folgende Tochtergesellschaften und at-Equity-bewertete Unternehmen wurden gemäß IFRS
5 als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen, da eine Verkaufsabsicht besteht und sie
mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres veräußert werden:
| ― |
Gesellschaften, die dem Segment Asset Based Finance zugeordnet sind:
|
Die Ergebnisse der Dresdner Bank Brasil S.A. Banco Multiplo, São Paulo, werden hauptsächlich
in dem Segment Corporates & Markets ausgewiesen. Die at-Equity-bewertete KGAL GmbH
& Co. KG, Grünwald (München) ist in dem Segment Sonstige und Konsolidierung enthalten.
Bis zur endgültigen Übertragung der Anteile bewerten wir die Veräußerungsgruppen in
Übereinstimmung mit IFRS 5 und weisen deren Vermögenswerte und Schulden in den entsprechenden
Bilanzposten und Notes sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung separat aus.
Tochterunternehmen sind Gesellschaften, an denen die Commerzbank Aktiengesellschaft
direkt oder indirekt die Stimmrechtsmehrheit hält oder anderweitig die Finanz- und
Geschäftspolitik bestimmen und somit einen beherrschenden Einfluss ausüben kann, um
aus deren Tätigkeiten Nutzen zu ziehen. Die Konsolidierung erfolgt ab dem Zeitpunkt,
an dem der Konzern die Stimmrechtsmehrheit oder einen beherrschenden Einfluss erlangt.
Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung bewerten wir Vermögenswerte und Verpflichtungen
von Tochterunternehmen unabhängig von der Anteilsquote zum Zeitpunkt des Erwerbs vollständig
neu. Die neu bewerteten Vermögenswerte und Schulden werden unter Berücksichtigung
latenter Steuern in die Konzernbilanz übernommen, die aufgedeckten stillen Reserven
und Lasten in den Folgeperioden entsprechend den anzuwendenden Standards behandelt.
Verbleibt nach der Neubewertung ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als
Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.
Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, bei denen die Commerzbank Aktiengesellschaft
direkt oder indirekt über einen maßgeblichen Einfluss verfügt. Ein maßgeblicher Einfluss
wird bei Stimmrechtsanteilen zwischen 20 % und 50 % vermutet. Weitere Kriterien für
einen maßgeblichen Einfluss sind beispielsweise wesentliche Geschäftsvorfälle mit
dem Beteiligungsunternehmen, die Mitgliedschaft in einem Leitungs- oder Aufsichtsgremium
oder die Mitwirkung bei der Geschäftspolitik des Beteiligungsunternehmens.
Gemeinschaftsunternehmen sind Gesellschaften, bei denen wir über die gemeinsame Kontrolle
mit anderen Unternehmen verfügen. Die gemeinsame Kontrolle kann sich aus Stimmrechtsgleichheit
oder vertraglichen Vereinbarungen ergeben.
Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bewerten wir grundsätzlich nach
der Equity-Methode und weisen sie als Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen
aus.
Die Anschaffungskosten dieser Beteiligungen einschließlich darin enthaltener Geschäfts-
oder Firmenwerte werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss
bestimmt. Dabei wenden wir sinngemäß die gleichen Regeln wie bei Tochtergesellschaften
an. Für die wesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nehmen
wir eine Fortschreibung des Equity-Buchwertes vor.
Anteile an Tochterunternehmen, die wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert
werden, und Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen,
die wegen untergeordneter Bedeutung nicht nach der Equity-Methode bewertet werden,
sind zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) oder, sofern dieser nicht zuverlässig
ermittelbar ist, zu Anschaffungskosten in den Finanzanlagen ausgewiesen.
Die Konsolidierung von Tochterunternehmen endet zu dem Zeitpunkt, an dem die Bank
den beherrschenden Einfluss verliert. Die Bewertung nach der Equity-Methode von Anteilen
an assoziierten Unternehmen endet zu dem Zeitpunkt, an dem die Stimmrechtsanteile
kleiner als 20 % sind oder die sonstigen maßgeblichen Einflussmöglichkeiten auf das
assoziierte Unternehmen wegfallen. Die Equity-Bewertung von Gemeinschaftsunternehmen
endet mit der Aufgabe der gemeinschaftlichen Führung.
Die Verpflichtung, unter bestimmten Voraussetzungen Zweckgesellschaften (Special Purpose
Entities) zu konsolidieren, ergibt sich aus SIC 12. Eine Konsolidierung ist erforderlich,
wenn bei wirtschaftlicher Betrachtung
| ― |
die Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft zugunsten des Unternehmens entsprechend seiner besonderen Geschäftsbedürfnisse beziehungsweise auf seine Veranlassung hin geführt wird, sodass das Unternehmen Nutzen aus der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft ziehen kann; |
| ― |
das Unternehmen über die Entscheidungsmacht verfügt, die Mehrheit des Nutzens aus der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft zu ziehen oder durch die Einrichtung eines sogenannten Autopiloten diese Entscheidungsmacht delegiert; |
| ― |
das Unternehmen das Recht hat, die Mehrheit des Nutzens aus der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft zu ziehen und sich deshalb Risiken aussetzt, die mit der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft verbunden sind; |
| ― |
das Unternehmen die Mehrheit der mit der Zweckgesellschaft verbundenen Residual- oder Eigentumsrisiken behält, um Nutzen aus der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft zu ziehen. |
Im Commerzbank-Konzern wird die Verpflichtung zur Konsolidierung von Zweckgesellschaften
im Rahmen eines Prozesses geprüft, der zum einen Transaktionen umfasst, bei denen
eine Zweckgesellschaft durch uns mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien gegründet
wird, sowie Transaktionen, bei denen wir mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien
in vertragliche Beziehungen zu einer bereits bestehenden Zweckgesellschaft treten.
Die Konsolidierungsentscheidungen unterziehen wir einer regelmäßigen Überprüfung.
Die Auflistung aller konsolidierten Zweckgesellschaften ist Bestandteil der Note 106.
Beschränkungen in der Fähigkeit von Zweckgesellschaften zum Transfer von finanziellen
Mitteln wie zum Beispiel Bardividenden aus Eigenkapitalinstrumenten oder Zins- und
Tilgungszahlungen aus Fremdkapitalinstrumenten an die Commerzbank bestehen grundsätzlich
nicht. Dies gilt zum einen für Zweckgesellschaften, bei denen die Commerzbank über
gesellschaftsrechtlich begründete Anteile mit Stimmrechten verfügt, die eine Kontrolle
aller operativen Entscheidungen einschließlich des Finanzmitteltransfers ermöglichen.
Zum anderen gibt es auch keine Beschränkungen hinsichtlich der Zweckgesellschaften,
bei denen die Commerzbank ohne gesellschaftsrechtlich begründete Anteile ihre Ansprüche
auf Finanzmitteltransfers aus entsprechenden schuldrechtlichen Verträgen mit der Zweckgesellschaft
begründet.
Auf Geschäftsbeziehungen von Unternehmen innerhalb des Konzerns basierende Forderungen
und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge eliminieren wir im Rahmen der
Schulden- sowie der Aufwands- und Ertragskonsolidierung. Im Konzern angefallene Zwischenergebnisse
werden herausgerechnet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.
Gemäß IAS 39 sind alle finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, zu denen
auch derivative Finanzinstrumente zählen, grundsätzlich in der Bilanz anzusetzen.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu
einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen
Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Beim erstmaligen Ansatz sind
Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten; das entspricht in der
Regel den Anschaffungskosten zum Zugangszeitpunkt.
In der Folgebewertung werden Finanzinstrumente in Abhängigkeit der jeweiligen Kategorie
entweder zu (fortgeführten) Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert (Fair
Value) in der Bilanz angesetzt. Der beizulegende Zeitwert ist der Betrag, zu dem am
Bilanzstichtag zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen
Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte.
Der beizulegende Zeitwert wird durch den an einem aktiven Markt festgestellten Preis
des Finanzinstruments bestimmt (mark-to-market). Sofern keine Marktpreise verfügbar
sind, setzen wir zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes Bewertungsmodelle ein
(mark-to-model), die im größtmöglichen Umfang Marktdaten als Parameter verwenden.
Die nachstehenden Erläuterungen geben eine Übersicht, wie die Regelungen des IAS 39
in der derzeit gültigen Fassung in unserem Konzern umgesetzt wurden:
Der Bilanzansatz eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verpflichtung
erfolgt grundsätzlich, wenn der Konzern Vertragspartei zu den vertraglichen Regelungen
des Finanzinstruments wird. Bei regulären Kassakäufen oder -verkäufen von finanziellen
Vermögenswerten fallen Handels- und Erfüllungstag im Allgemeinen auseinander. Für
diese regulären Kassakäufe oder -verkäufe besteht ein Wahlrecht der Bilanzierung zum
Handelstag (Trade Date Accounting) oder zum Erfüllungstag (Settlement Date Accounting).
Im Konzern erfolgt für alle Regular-Way-Käufe und -Verkäufe finanzieller Vermögenswerte
bei Ansatz und Abgang die Bilanzierung zum Handelstag.
Die Abgangsvorschriften des IAS 39 richten sich sowohl nach dem Konzept der Chancen
und Risiken als auch nach der Verfügungsmacht bei der Prüfung von Ausbuchungsvorgängen.
Die Bewertung der Chancen und Risiken aus dem Eigentum hat dabei Vorrang vor der Bewertung
der Übertragung der Verfügungsmacht.
Bei einer nur teilweisen Übertragung der Chancen und Risiken und der Zurückbehaltung
von Verfügungsmacht kommt der Ansatz für fortdauernde Engagements zur Anwendung. Der
finanzielle Vermögenswert wird dabei unter Berücksichtigung bestimmter Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden in dem Umfang erfasst, der seinem fortdauernden Engagement
(Continuing Involvement) entspricht. Die Höhe des fortdauernden Engagements bestimmt
sich aus dem Umfang, in dem der Konzern weiterhin das Risiko von Wertänderungen des
übertragenen Vermögenswertes trägt. Eine finanzielle Verpflichtung (oder ein Teil
einer finanziellen Verpflichtung) wird ausgebucht, wenn sie erloschen ist, das heißt
wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen
sind. Auch der Rückerwerb eigener Schuldtitel fällt unter die Ausbuchung finanzieller
Verpflichtungen. Unterschiedsbeträge beim Rückkauf zwischen dem Buchwert der Verpflichtung
(einschließlich Agien und Disagien) und dem Kaufpreis werden erfolgswirksam erfasst;
bei Wiederveräußerung zu einem späteren Zeitpunkt entsteht eine neue finanzielle Verpflichtung,
deren Anschaffungskosten dem Veräußerungserlös entsprechen. Unterschiedsbeträge zwischen
diesen neuen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden nach der Effektivzinsmethode
über die Restlaufzeit des Schuldtitels verteilt.
| ― |
Kredite und Forderungen (Loans and Receivables): |
||||||||||
| ― |
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte (Held-to-Maturity): |
||||||||||
| ― |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder
Verbindlichkeiten (Financial Assets or Financial Liabilities at Fair Value through
Profit or Loss); diese Kategorie umfasst zwei Unterkategorien:
|
||||||||||
| ― |
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale): |
||||||||||
| ― |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten: |
Eine Finanzgarantie ist gemäß IAS 39 ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung
bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, die den Garantienehmer für einen Verlust entschädigen,
der ihm entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gemäß
den ursprünglichen oder geänderten Bedingungen eines Schuldinstruments nicht fristgemäß
nachkommt. Ist der Commerzbank-Konzern Garantienehmer, wird die Finanzgarantie bilanziell
nicht erfasst und nur bei der Ermittlung der Wertminderung eines besicherten Vermögenswertes
berücksichtigt. Als Garantiegeber erfasst der Commerzbank-Konzern die Verpflichtung
aus einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss. Die Erstbewertung erfolgt mit dem
beizulegenden Zeitwert zum Erfassungszeitpunkt. Insgesamt betrachtet ist der beizulegende
Zeitwert einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss null, denn der Wert der vereinbarten
Prämie wird bei marktgerechten Verträgen regelmäßig dem Wert der Garantieverpflichtung
entsprechen. Im Rahmen der Folgebewertung wird geprüft, ob eine Risikovorsorge erforderlich
ist.
Sofern eine Finanzgarantie Bestandteil einer Finanzierungszusage ist, für die eine
Handelsabsicht besteht, ist auch die Finanzgarantie als zu Handelszwecken gehalten
zu kategorisieren. Die Behandlung solcher Finanzgarantien erfolgt dann abweichend
zu der vorhergehenden Beschreibung gemäß den Vorgaben der Kategorie zu Handelszwecken
gehalten (vergleiche Note 5 b).
IAS 39 regelt auch die bilanzielle Behandlung von Derivaten, die in originäre Finanzinstrumente
eingebettet sind (Embedded Derivatives). Dabei handelt es sich zum Beispiel um Aktienanleihen
(Anleihen mit Rückzahlungsrecht in Aktien) oder Anleihen mit indexbezogener Verzinsung.
Gemäß IAS 39 ist das eingebettete Derivat unter bestimmten Bedingungen getrennt vom
originären Trägerinstrument wie ein freistehendes Derivat zu bilanzieren.
Eine solche bilanzielle Trennungspflicht ist dann gegeben, wenn die drei folgenden
Bedingungen erfüllt sind:
| ― |
Die Charakteristika und Risiken des eingebetteten Derivats sind nicht eng mit denen des originären Trägerinstrumentes verbunden, |
| ― |
ein eigenständiges Derivat mit den gleichen Bedingungen wie das eingebettete Derivat erfüllt die Definition eines Derivats nach IAS 39, und |
| ― |
das originäre Finanzinstrument wird nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. |
In diesem Fall ist das zu trennende eingebettete Derivat als Teil des Handelsbestands
anzusehen und zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bilanzieren. Bewertungsänderungen
sind erfolgswirksam im Ergebnis aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten
innerhalb des Handelsergebnisses zu erfassen. Die Bilanzierung und Bewertung des Basisvertrages
folgt hingegen den Vorschriften der zugewiesenen Kategorie des Finanzinstruments.
Wenn die oben genannten drei Bedingungen nicht erfüllt sind, wird das eingebettete
Derivat nicht getrennt bilanziert und das hybride Finanzinstrument (strukturiertes
Produkt) insgesamt nach den allgemeinen Vorschriften der Kategorie bewertet, der das
Finanzinstrument zugeordnet wurde.
IAS 39 beinhaltet umfassende Regelungen für die bilanzielle Abbildung von Sicherungszusammenhängen,
das heißt der Bilanzierung von Sicherungsinstrumenten (insbesondere Derivate) und
den durch sie abgesicherten Grundgeschäften.
Nach den allgemeinen Regelungen werden Derivate als Handelsaktiva oder Handelspassiva
klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet. Das Bewertungsergebnis
wird im Handelsergebnis ausgewiesen.
Werden Derivate nachweislich zur Absicherung von Risiken aus Nichthandelsgeschäften
eingesetzt, lässt IAS 39 unter bestimmten Bedingungen die Anwendung des Hedge Accountings
(Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen) zu. Dabei werden vorwiegend zwei Formen
des Hedge Accountings angewendet:
| ― |
Fair Value Hedge Accounting:
|
||||
| ― |
Cash Flow Hedge Accounting: |
Die Anwendung der Regeln des Hedge Accountings ist an eine Reihe von Bedingungen gebunden.
Diese beziehen sich insbesondere auf die Dokumentation des Sicherungszusammenhangs
sowie auf die Wirksamkeit der Absicherungsmaßnahme.
Die Sicherungsbeziehung muss ab dem Zeitpunkt ihrer Begründung dokumentiert werden.
Die Dokumentation umfasst insbesondere die Identifikation des Sicherungsinstruments
und des gesicherten Grundgeschäfts sowie die Kennzeichnung des gesicherten Risikos
und der Methodik zur Bestimmung der Effektivität des Sicherungszusammenhangs. Neben
der Dokumentation verlangt IAS 39 für die Anwendung der Regelungen des Hedge Accountings
den Nachweis eines effektiven Sicherungszusammenhangs. Unter Effektivität wird in
diesem Zusammenhang das Verhältnis der aus dem gesicherten Grundgeschäft resultierenden
Änderung des beizulegenden Zeitwertes (Fair Value) beziehungsweise des Zahlungsstroms
zur Änderung des beizulegenden Zeitwertes beziehungsweise des Zahlungsstroms aus dem
Sicherungsgeschäft verstanden. Wenn sich diese Änderungen fast vollständig ausgleichen,
liegt eine hohe Effektivität vor. Der Effektivitätsnachweis verlangt einerseits, dass
für eine Sicherungsbeziehung künftig eine hohe Effektivität erwartet werden kann (prospektive
Effektivität). Andererseits ist während des Bestehens der Sicherungsbeziehung regelmäßig
nachzuweisen, dass diese während der Berichtsperiode hoch effektiv war (retrospektive
Effektivität). Eine hohe retrospektive Effektivität ist gegeben, wenn das Verhältnis
der Änderungen der beizulegenden Zeitwerte beziehungsweise der Zahlungsströme zwischen
0,8 und 1,25 liegt.
Die Commerzbank wendet für die Effektivitätsmessung für Mikro Fair Value Hedge Accounting
das statistische Verfahren der Regressionsanalyse an, wobei die Wertänderungen von
Grund- und Sicherungsgeschäft für den prospektiven Effektivitätstest durch historische
Simulationen ermittelt werden. Retrospektiv werden die tatsächlichen Wertveränderungen
genutzt. Auch für Portfolio Fair Value Hedge Accounting kommt für den prospektiven
Effektivitätstest die Regressionsanalyse zur Anwendung, während für den retrospektiven
Effektivitätstest die Dollar-Offset-Methode zur Anwendung kommt.
Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die auf Fremdwährung lauten, und schwebende
Fremdwährungskassageschäfte werden zum Kassamittelkurs des Bilanzstichtages, Devisentermingeschäfte
zum Terminkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Realisierte Aufwendungen und Erträge
rechnen wir grundsätzlich mit dem zum Zeitpunkt der Realisierung gültigen Kassakurs
um. Zur Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen können auch Durchschnittskurse verwendet
werden, sofern diese keine bedeutenden Schwankungen aufweisen. Kursgesicherte Aufwendungen
und Erträge rechnen wir zum Sicherungskurs um. Die aus der Umrechnung von Bilanzposten
resultierenden Aufwendungen und Erträge werden grundsätzlich erfolgswirksam im Handelsergebnis
erfasst.
Nicht monetäre Posten, zum Beispiel Beteiligungen, werden grundsätzlich mit historischen
Kursen umgerechnet, wenn sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.
Wir nutzen für die Umrechung den Stichtagskurs, wenn sie zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden. Ergebnisse aus der Umrechnung von Gewinnen oder Verlusten aus nicht-monetären
Posten weisen wir entsprechend der Erfassung der Gewinne oder Verluste entweder ergebnisneutral
im Eigenkapital oder ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung aus.
Die Umrechnung von in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse von konsolidierten Tochterunternehmen
und at-Equity-bewerteten Unternehmen erfolgt für Erträge und Aufwendungen grundsätzlich
zum Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls. Vereinfachend kann bei der Umrechnung
auch ein Kurs verwendet werden, der einen Näherungswert für den Umrechnungskurs am
Tag des Geschäftsvorfalls darstellt, beispielsweise der Durchschnittskurs einer Periode.
Alle sich aus der Umrechnung ergebenden Differenzen sind als separater Bestandteil
des Eigenkapitals in der Rücklage aus der Währungsumrechnung erfolgsneutral anzusetzen.
Umrechnungsgewinne und -verluste aus der Kapitalkonsolidierung weisen wir ebenfalls
erfolgsneutral in der Rücklage aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital aus. Zum
Zeitpunkt der Veräußerung dieser Vermögenswerte werden die Umrechnungsdifferenzen
erfolgswirksam im Ergebnis aus Finanzanlagen erfasst.
Die Barreserve umfasst den Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken, Schuldtitel
öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen
sind. Mit Ausnahme der Schuldtitel öffentlicher Stellen, die wir zum beizulegenden
Zeitwert (Fair Value) bilanzieren, sind alle Bestände zum Nennwert ausgewiesen.
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden im CommerzbankKonzern, die nicht zu Handelszwecken
gehalten werden und nicht an einem aktiven Markt notiert sind, werden zu fortgeführten
Anschaffungskosten bilanziert. Agien oder Disagien werden erfolgswirksam über die
Laufzeit verteilt im Zinsergebnis vereinnahmt. Die Buchwerte von Forderungen, für
die Micro Fair Value Hedge Accounting angewendet wird, werden um die dem abgesicherten
Risiko zuzurechnenden Fair-Value-Änderungen angepasst. Forderungen, die im Rahmen
der Fair Value Option angesetzt werden, sind mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair
Value) bilanziert worden. Bei Anwendung von Portfolio Fair Value Hedge Accounting
werden die Fair-Value-Änderungen in dem aktivischen Bilanzposten Wertanpassung Portfolio
Fair Value Hedges erfasst.
Den besonderen Adressenausfallrisiken im Kreditbereich tragen wir durch die Bildung
von Einzel- und Portfoliowertberichtigungen Rechnung.
Für die bei Kunden- und Bankenforderungen vorhandenen Bonitätsrisiken haben wir nach
konzerneinheitlichen Maßstäben Einzelwertberichtigungen gebildet. Die Wertberichtigung
eines Kredites ist notwendig, wenn es aufgrund beobachtbarer Kriterien wahrscheinlich
ist, dass nicht alle Zins- und Tilgungsverpflichtungen vertragsmäßig geleistet werden
können. Die Höhe der Wertberichtigung entspricht der Differenz zwischen dem Buchwert
des Kredites abzüglich des Barwertes erwarteter Rückflüsse.
Weiterhin tragen wir Kreditrisiken in Form von Portfoliowertberichtigungen Rechnung.
Die Höhe der zu bildenden Portfoliowertberichtigungen wird unter Verwendung von aus
der Basel-II-Systematik abgeleiteten Parametern ermittelt.
Der Gesamtbetrag der Risikovorsorge wird, sofern er sich auf bilanzielle Forderungen
bezieht, in der Bilanz von den entsprechenden Aktivposten gekürzt. Die Risikovorsorge
für außerbilanzielle Geschäfte (Avale, Indossamentsverbindlichkeiten, Kreditzusagen)
wird hingegen als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt.
Uneinbringliche Forderungen, für die keine Einzelwertberichtigungen bestanden, werden
direkt abgeschrieben. Eingänge auf abgeschriebene Forderungen werden erfolgswirksam
in der Risikovorsorge erfasst. Wertgeminderte Forderungen werden unter Verbrauch von
etwaigen bestehenden Einzelwertberichtigungen (teil-)abgeschrieben, wenn sich die
teilweise oder vollständige Uneinbringlichkeit der Forderung herausstellt. Forderungsteile
wertgeminderter Forderungen, die die bestehende Risikovorsorge übersteigen, werden
im Falle der Uneinbringlichkeit ebenfalls direkt abgeschrieben.
Repo-Geschäfte sind Kombinationen aus Kassakäufen oder -verkäufen von Wertpapieren
mit gleichzeitigem Verkauf oder Rückkauf auf Termin mit demselben Kontrahenten. Die
bei Repo-Geschäften in Pension gegebenen Wertpapiere (Kassaverkauf) werden in der
Konzernbilanz weiterhin als Wertpapierbestand bilanziert und bewertet. Der Liquiditätszufluss
aus dem Repo-Geschäft wird je nach Gegenpartei als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten
oder Kunden in der Bilanz ausgewiesen. Vereinbarte Zinszahlungen werden laufzeitgerecht
als Zinsaufwendungen im Handelsergebnis und, sofern sie nicht aus Handelsgeschäften
resultieren, im Zinsüberschuss erfasst.
Die bei Reverse Repos entstehenden Liquiditätsabflüsse werden als Forderungen an Kreditinstitute
oder Kunden bilanziert und, sofern diese dem Bankbuch zuzuordnen sind, zu den fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet. Reverse Repos aus Handelsgeschäften bewerten wir zum
beizulegenden Zeitwert. Die dem Geldgeschäft zugrunde liegenden in Pension genommenen
Wertpapiere (Kassakauf) werden nicht in der Bilanz ausgewiesen und folglich auch nicht
bewertet. Vereinbarte Zinsen aus Reverse Repos werden laufzeitgerecht als Zinserträge
im Handelsergebnis und, sofern sie nicht aus Handelsgeschäften resultieren, im Zinsüberschuss
erfasst.
Wertpapierleihgeschäfte bilanzieren wir analog dem Ausweis von Wertpapieren aus echten
Pensionsgeschäften. Dabei verbleiben verliehene Wertpapiere weiterhin in unserem Wertpapierbestand
und werden nach den Regeln des IAS 39 bewertet. Entliehene Wertpapiere werden nicht
bilanziert und auch nicht bewertet. Durch uns gestellte Barsicherheiten für Wertpapier-leihgeschäfte
weisen wir als Forderungen, erhaltene Sicherheiten als Verbindlichkeiten aus.
Insofern bestehen für die übertragenen, aber nicht ausgebuchten finanziellen Vermögenswerte
die gleichen Risiken und Chancen wie für die nicht übertragenen finanziellen Vermögenswerte,
die in Note 5 beschrieben sind.
In diesen Posten erfassen wir die aktivischen beziehungsweise passivischen Wertänderungen
der Grundgeschäfte, für die Portfolio Fair Value Hedge Accounting angewendet wird.
Derivative Finanzinstrumente, die zur Absicherung eingesetzt sind und sich für das
Hedge Accounting qualifizieren sowie einen positiven Marktwert aufweisen, werden in
diesem Bilanzposten ausgewiesen. Die Bewertung der Sicherungsinstrumente erfolgt zum
beizulegenden Zeitwert (Fair Value).
Börsennotierte Sicherungsinstrumente werden mit Börsenkursen bewertet; bei den nicht
börsennotierten erfolgt die Bewertung anhand von Vergleichspreisen und interner Bewertungsverfahren
(Barwert- oder Optionspreismodelle). Die im Rahmen des Hedge Accountings für Fair
Value Hedges ermittelten Bewertungsergebnisse werden im Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
sind ebenfalls ineffektive Teile der Wertänderungen aus Cash Flow Hedges enthalten;
effektive Teile der Wertänderungen hingegen werden ergebnisneutral in den Anderen
Rücklagen (Rücklage aus Cash Flow Hedges) im Eigenkapital gezeigt.
Handelszwecken dienende Finanzinstrumente bewerten wir in der Bilanz zum beizulegenden
Zeitwert (Fair Value) am Bilanzstichtag. Ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert sind
hier alle derivativen Finanzinstrumente ausgewiesen, die nicht als Sicherungsinstrumente
im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt werden und einen positiven beizulegenden
Zeitwert besitzen. Darüber hinaus werden Kreditzusagen mit positivem Marktwert und
Edelmetalltransaktionen in diesem Posten bilanziert.
Bei börsennotierten Produkten verwenden wir Börsenkurse; für nicht börsennotierte
Produkte nutzen wir Vergleichspreise, indikative Preise von Preisagenturen beziehungsweise
anderen Kreditinstituten (Lead Manager) oder interne Bewertungsverfahren (Barwert-
oder Optionspreismodelle).
Alle realisierten Gewinne und Verluste sowie nicht realisierte Bewertungsergebnisse
sind Teil des Handelsergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung. Ebenfalls im
Handelsergebnis werden Zins- und Dividendenerträge aus Handelsbeständen sowie zugehörige
Refinanzierungsaufwendungen ausgewiesen.
Die Finanzanlagen umfassen Finanzinstrumente, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet
werden. Als Finanzanlagen weisen wir alle nicht Handelszwecken dienenden Schuldverschreibungen
und andere zinsbezogene Wertpapiere, Aktien und andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere,
Beteiligungen und Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen aus, es sei denn,
sie sind als zur Veräußerung gehalten im Sinne von IFRS 5 zu behandeln. Die nicht
at-Equity-bewerteten Anteile an assoziierten Unternehmen beziehungsweise Gemeinschaftsunternehmen
weisen wir in den Finanzanlagen unter Beteiligungen aus.
In den Finanzanlagen enthaltene Finanzinstrumente der Kategorie Kredite und Forderungen
sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei umkategorisierten Beständen
setzen wir den beizulegenden Zeitwert zum Umkategorisierungszeitpunkt als neuen Buchwert
der Wertpapierbestände an. Die zu diesem Zeitpunkt bestehende Neubewertungsrücklage
nach latenten Steuern verbleibt in den Anderen Rücklagen im Eigenkapital und wird
über die Restlaufzeit der umkategorisierten Wertpapiere aufgelöst.
Die Bilanzierung und Bewertung der Bestände, die der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer
finanzieller Vermögenswerte zugeordnet sind, erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Fair
Value). Kann der beizulegende Zeitwert nicht einem aktiven Markt entnommen werden,
bewerten wir die Bestände grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativen
Preisen von Preisagenturen beziehungsweise anderen Kreditinstituten (Lead Managern)
oder interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodellen). Sofern der
beizulegende Zeitwert für Eigenkapitalinstrumente ausnahmsweise nicht zuverlässig
bestimmt werden kann, erfolgt der Ansatz zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher
Wertminderungen.
Bewertungsergebnisse werden bei Beständen der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer
finanzieller Vermögenswerte -nach Berücksichtigung latenter Steuern - innerhalb des
Eigenkapitals in die Anderen Rücklagen (Neubewertungsrücklage) eingestellt. Eine erfolgswirksame
Realisierung von Gewinnen oder Verlusten findet erst bei Verkauf oder im Falle einer
Wertminderung im Ergebnis aus Finanzanlagen statt.
Agien oder Disagien werden erfolgswirksam über die Laufzeit verteilt und im Zinsergebnis
vereinnahmt. Ebenfalls im Zinsergebnis werden Zinserträge aus Schuldverschreibungen,
Dividendenzahlungen aus Aktien und aus Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen
Unternehmen sowie laufende Beteiligungsergebnisse gezeigt.
Sofern für hier bilanzierte Finanzinstrumente eine effektive Sicherungsbeziehung im
Rahmen eines Fair Value Hedges zu einem derivativen Finanzinstrument besteht, wird
der Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwertes, der auf das gesicherte Risiko
entfällt, erfolgswirksam im Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen ausgewiesen. Wertänderungen
der beizulegenden Zeitwerte von Finanzanlagen, auf die die Fair Value Option angewendet
wird, weisen wir im Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option aus, das Bestandteil
des Handelsergebnisses ist.
Für die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Finanzinstrumente ist zu prüfen, ob
objektive Hinweise gemäß IAS 39.59 (zum Beispiel Vertragsbruch, Schadensfall, erhöhte
Wahrscheinlichkeit für Sanierungsverfahren oder Insolvenz) auf einen nach dem Zugangszeitpunkt
eingetretenen Verlust vorliegen, die zu einer Minderung der hieraus erwarteten Zahlungsströme
führen. Eine Wertminderung besteht, wenn der Barwert der erwarteten Zahlungsströme
geringer als der Buchwert des betreffenden Finanzinstrumentes ist. Im Falle einer
Wertminderung ist das Bewertungsergebnis nicht mehr erfolgsneutral in den Anderen
Rücklagen (Neubewertungsrücklage) im Eigenkapital, sondern als Wertminderungsaufwand
in der Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus Finanzanlagen zu erfassen.
Bei Eigenkapitalinstrumenten liegt eine Wertminderung unter anderem vor, wenn der
beizulegende Zeitwert entweder signifikant oder länger anhaltend unter den Anschaffungskosten
liegt.
Im Commerzbank-Konzern werden Eigenkapitalinstrumente des Available-for-Sale-Bestandes
abgeschrieben, wenn der beizulegende Zeitwert entweder signifikant (≥ 20 %) oder dauerhaft
(mindestens neun Monate) unter den Anschaffungskosten liegt. Neben diesen quantitativen
Hinweisen (Trigger Events) werden zur Prüfung auch die qualitativen Trigger Events
des IAS 39.59 herangezogen.
Wertaufholungen dürfen bei Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie zur Veräußerung
verfügbarer finanzieller Vermögenswerte nicht erfolgswirksam erfasst werden; vielmehr
sind sie ergebnisneutral über die Neubewertungsrücklage zu buchen. Insofern ergeben
sich ergebniswirksame Effekte hier nur bei Wertminderung oder Veräußerung. Bei nicht
notierten Eigenkapitalinstrumenten, für die ein verlässlicher beizulegender Zeitwert
nicht regelmäßig ermittelt werden kann und die deshalb zu Anschaffungskosten abzüglich
erforderlicher Wertminderungen bewertet sind, darf überhaupt keine Wertaufholung vorgenommen
werden.
Liegen qualitative Trigger Events (IAS 39.59) vor, werden Fremdkapitalinstrumente
der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte einzeln auf
einen Wertminderungsbedarf untersucht und sofern erforderlich wertberichtigt. Zur
Operationalisierung der qualitativen Trigger Events wurden im Commerzbank-Konzern
zusätzliche Indikatoren für eine Abschreibung entwickelt. So sind zum Beispiel Fremdkapitalinstrumente
des Available-for-Sale-Bestandes grundsätzlich abzuschreiben, wenn das Rating des
Schuldners CCC oder schlechter aufweist (siehe Note 84; SSP Rating) und der Fair Value
unter den fortgeführten Anschaffungskosten liegt.
Fallen die Gründe für eine Wertminderung von Fremdkapitalinstrumenten der Kategorie
zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte weg, ist eine Wertaufholung
erfolgswirksam bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorzunehmen.
Der über die Anschaffungskosten hinausgehende Betrag ist in der Neubewertungsrücklage
zu erfassen.
Für Finanzinstrumente der Kategorie Kredite und Forderungen wird eine Wertminderung
nach analogen Maßstäben wie für das Kreditgeschäft (vergleiche Note 5) gebildet. Die
Wertminderungen werden im Ergebnis aus Finanzanlagen erfasst. Sollten die Indikatoren
für eine Wertminderung von einzelnen Wertpapieren nicht mehr gegeben sein beziehungsweise
nicht mehr auf eine Wertminderung hindeuten, so müssen diese bis maximal zur Höhe
der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam zugeschrieben werden. Ebenso kann
ein verbessertes Risikoumfeld zur Auflösung einer zuvor gebildeten Wertminderung auf
Portfolioebene führen.
Unter den Immateriellen Anlagewerten bilanzieren wir insbesondere Software, erworbene
Markennamen, Kundenbeziehungen und Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Bilanzierung erfolgt
zu fortgeführten Anschaffungskosten. Software und Kundenbeziehungen schreiben wir
aufgrund ihrer begrenzten Nutzungsdauer linear ab. Für die übrigen Marken sowie die
Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens jährliche Werthaltigkeitstests (Impairmenttests)
durchgeführt.
Alle Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen werden zum Erwerbszeitpunkt auf
die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) allokiert. Die Commerzbank
hat die Segmente nach IFRS 8 als zahlungsmittelgenerierende Einheiten definiert. Eine
Beschreibung der Segmente erfolgt in Note 45. In der Folge werden diese Vermögenswerte
mindestens jährlich zu jedem Bilanzstichtag auf ihren künftigen wirtschaftlichen Nutzen
auf Basis der Cash Generating Units überprüft. Dabei wird der Buchwert des gebundenen
Eigenkapitals eines Segments als Cash Generating Unit (einschließlich eines zugeordneten
Geschäfts- oder Firmenwerts) mit deren erzielbarem Betrag verglichen. Der erzielbare
Betrag wird als der höhere Betrag aus Nutzungswert (Value in Use) und Nettoveräußerungswert
(Fair Value less Cost to Sell) ermittelt. Der Nutzungswert basiert auf den erwarteten
Ergebnissen der Einheit sowie den Kapitaleffekten gemäß der vom Vorstand genehmigten
Mehrjahresplanungen der einzelnen Segmente. Sofern der Nutzungswert den Buchwert unterschreitet,
wird zusätzlich der Nettoveräußerungswert (Fair Value less Cost to Sell) ermittelt.
Der höhere Wert wird angesetzt.
Die Ertragswertberechnungen beruhen auf der Mehrjahresplanung der Segmente. Diese
besteht neben der Ergebnisplanung aus einer Planung der Risikoaktiva sowie des gebundenen
Eigenkapitals. Wesentliche Werttreiber sind Forderungsvolumina, Zinsüberschuss nach
Risikovorsorge sowie Provisionsüberschuss. Weitere sensibel reagierende Planungsparameter
sind die Risikoaktiva. Die Planungen basieren auf Prognosen des Economic Research
hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und anderer wesentlicher Parameter
wie zum Beispiel der Entwicklung der Zinsen, Wechselkurse, Aktien- und Rentenmärkte.
Dabei finden ebenso Erfahrungen des Managements aus der Vergangenheit sowie eine Abwägung
von Chancen und Risiken aus den Prognosen Eingang in die Planungen.
Die Mehrjahresplanung beinhaltet grundsätzlich vier (bisher drei) Planjahre. Für den
Werthaltigkeitstest wurde die Ergebnisplanung des letzten Planjahres bis 2019 fortgeschrieben,
um die Auswirkungen von Basel III einschließlich der Übergangsrechnungen auf das gebundene
Kapital zu berücksichtigen.
Bei der Ertragswertberechnung haben wir durchschnittliche risikoadäquate Zinssätze
zwischen 11,1 % (Vorjahr: 12,1 %) und 12,2 % (Vorjahr: 13,4 %) angewendet. Als nachhaltige
Wachstumsrate für die Berechnung der ewigen Rente wird in allen Segmenten 2 % (Vorjahr:
2 %) angesetzt.
Sofern objektive Hinweise dafür vorliegen, dass der ursprünglich erkennbare Nutzen
nicht mehr erzielt werden kann, ist zunächst eine Wertminderung auf den Geschäfts-
oder Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit vorzunehmen; der Ausweis erfolgt
in einem separaten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung. Ein etwaiger darüber hinausgehender
Wertminderungsbedarf wird anteilig auf die übrigen Vermögenswerte der Einheit verteilt.
Die erworbenen Rechte an der Marke Dresdner Bank wurden im Jahr 2010 voll abgeschrieben.
Die Nutzung dieser Marke erfolgt dann nur noch in einer Filiale in Dresden.
Erworbene Kundenbeziehungen werden über einen Zeitraum von sieben bis fünfzehn Jahren
abgeschrieben.
Für den Posten Software nehmen wir eine lineare Abschreibung über die voraussichtliche
wirtschaftliche Nutzungsdauer von zwei bis zehn Jahren zulasten der Verwaltungsaufwendungen
vor. Unter Software wird sowohl selbst erstellte als auch erworbene Software bilanziert.
Mit dem Kauf der Dresdner Bank erworbene Software wird linear bis zum Zeitpunkt der
Migration abgeschrieben, sofern sie hiernach nicht weiterverwendet wird.
Sofern der Grund für eine in früheren Geschäftsjahren vorgenommene Wertminderung entfallen
ist, werden die immateriellen Vermögenswerte bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs-
und Herstellungskosten zugeschrieben. Für Geschäfts- oder Firmenwerte sind Zuschreibungen
unzulässig.
Die hierunter ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung
werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.
Wertminderungen nehmen wir in der Höhe vor, in der der Buchwert den höheren Wert aus
beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und aus dem Nutzungswert des Vermögenswertes
übersteigt.
Sofern der Grund für eine in früheren Geschäftsjahren vorgenommene Wertminderung entfallen
ist, werden die Vermögenswerte bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- und
Herstellungskosten zugeschrieben.
Die Bestimmung der Nutzungsdauer nehmen wir unter Beachtung der voraussichtlichen
physischen Abnutzung, der technischen Veralterung sowie rechtlicher und vertraglicher
Beschränkungen vor. Alle Sachanlagen werden linear über die folgenden Zeiträume abgeschrieben:
| in Jahren | Voraussichtliche Nutzungsdauer |
| Gebäude | 30-50 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2-23 |
Mit dem Kauf der Dresdner Bank erworbene Betriebs- und Geschäftsausstattung wie zum
Beispiel IT-Hardware, Inneneinrichtungen und Filialausstattungen wird linear bis zum
Zeitpunkt der Migration abgeschrieben, sofern sie hiernach nicht weiter verwendet
wird, ansonsten erfolgt die Abschreibung über die zu erwartende Nutzungsdauer.
Anschaffungen geringwertiger Sachanlagen wurden aus Wesentlichkeitsgründen direkt
als Verwaltungsaufwand erfasst. Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen vereinnahmen
wir in den Sonstigen Erträgen, Verluste weisen wir in den Sonstigen Aufwendungen aus.
Nach IAS 17 wird ein Leasinggeschäft als Operating-Leasing-Verhältnis klassifiziert,
wenn es nicht im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden
sind, auf den Leasingnehmer überträgt. Demgegenüber gelten als Finanzierungsleasing
solche Vertragsverhältnisse, in denen der Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen
und Risiken trägt. Maßgeblich für die Zuordnung der Chancen und Risiken ist grundsätzlich
der Barwert der mit den Leasingverträgen verbundenen Zahlungsströme. Sofern der Barwert
zumindest der Investitionssumme des Leasingobjekts entspricht, erfolgt eine Klassifizierung
als Finanzierungsleasing. Zu den Leasingobjekten gehören insbesondere Immobilien und
Kraftfahrzeuge.
| ― |
Operating Leasing |
| ― |
Finanzierungsleasing |
Die Leasingverträge für Immobilien besitzen eine unkündbare Grundmietzeit und sind
in der Regel mit Ankaufsrechten der Leasingnehmer ausgestattet. Berechnungsgrundlage
für die Zahlungen des Leasingnehmers sind die Gesamtinvestitionskosten abzüglich der
zu Beginn des Leasingvertrages festgelegten Restwerte der Leasingobjekte. Während
der unkündbaren Grundmietzeit trägt der Leasingnehmer alle objektbezogenen Kosten
sowie die Fremdkosten der Leasinggesellschaft. Die Gefahr des zufälligen oder teilweisen
Untergangs des Leasinggegenstandes trägt der Leasinggeber.
Die Leasingverträge für Mobilien (Fahrzeuge, EDVAusstattung) sind dagegen als Teilamortisationsverträge
mit Andienungsrechten und als kündbare Verträge ausgestaltet. Im Fall der Teilamortisationsverträge
wird aufgrund der im Verhältnis zur betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer kürzeren Grundmietzeit
nur ein Teil der Gesamtinvestitionskosten amortisiert.
Kündbare Leasingverträge besitzen keine feste Grundmietzeit. Im Fall einer Kündigung
wird eine im Voraus vereinbarte Abschlusszahlung fällig, die die noch nicht amortisierten
Gesamtinvestitionskosten deckt. Erfolgt keine Kündigung, verlängert sich das Mietverhältnis.
Die Gefahr des zufälligen oder teilweisen Untergangs des Leasingobjektes trägt wieder
der Leasinggeber.
Aufwendungen für Operating-Leasing-Verhältnisse werden grundsätzlich linear über die
Laufzeit des Leasingvertrages erfasst und im Verwaltungsaufwand ausgewiesen.
Finanzierungsleasingverträge, bei denen der Commerzbank-Konzern als Leasingnehmer
auftritt, sind von untergeordneter Bedeutung.
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Properties) sind solche Grundstücke
und Gebäude zu verstehen, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder aus Gründen eines
erwarteten Wertzuwachses gehalten werden. Der Commerzbank-Konzern weist unter anderem
die im Rahmen der Sicherheitenverwertung als Finanzivestition erworbenen Immobilien
(Rettungserwerbe) aus.
Die Bewertung erfolgt zum Zugangszeitpunkt gemäß IAS 40 mit den Anschaffungs- beziehungsweise
Herstellungskosten unter Einbeziehung der direkt zurechenbaren Transaktionskosten.
Für die Folgebewertung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien wird das
Modell des beizulegenden Zeitwertes (Fair Value) angewendet. Die Ermittlung des beizulegenden
Zeitwertes basiert im Wesentlichen auf jährlich aktualisierten Bewertungen von internen
Sachverständigen sowie auf den bei der aktuellen Marktlage erzielbaren Marktpreisen.
Die Bewertung gewerblich genutzter Objekte erfolgt in der Regel ertragswertorientiert;
individuelle Wohnungsbauten werden üblicherweise sach- oder vergleichswertorientiert
bewertet. Ein Gewinn beziehungsweise Verlust, der durch die Änderung des beizulegenden
Zeitwertes entsteht, wird im Sonstigen Ergebnis der Periode erfolgswirksam berücksichtigt.
Laufende Erträge und Aufwendungen werden entsprechend im Zinsüberschuss ausgewiesen.
Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die in ihrem gegenwärtigen Zustand
veräußert werden können und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist, sind als zur
Veräußerung bestimmt zu klassifizieren. Die entsprechenden Vermögenswerte sind mit
ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen, sofern dieser
niedriger als der Buchwert ist. Im Falle daraus resultierender Wertminderungen sind
diese für Veräußerungsgruppen erfolgswirksam im Ergebnis aus Finanzanlagen, für langfristige
Vermögenswerte im Sonstigen Ergebnis zu erfassen. Eine spätere Wertaufholung ist auf
die Summe der vorher erfassten Wertminderungen begrenzt.
Finanzielle Verbindlichkeiten bilanzieren wir, sofern sie dem Bankbuch zuzuordnen
sind, mit fortgeführten Anschaffungskosten. Die in den Verbindlichkeiten eingebetteten
Derivate (Embedded Derivatives) werden, sofern trennungspflichtig, abgespalten und
mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet unter den Handelsaktiva oder
-passiva ausgewiesen. Im Rahmen des Micro Fair Value Hedge Accountings werden gesicherte
Verbindlichkeiten um die dem abgesicherten Risiko zuzurechnenden Fair-Value-Änderungen
angepasst. Bei Anwendung von Portfolio Fair Value Hedge Accounting werden die Fair-Value-Änderungen
in dem passivischen Bilanzposten Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges erfasst.
Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wird, sind mit ihrem beizulegenden
Zeitwert (Fair Value) bilanziert.
In diesem Posten werden derivative Finanzinstrumente ausgewiesen, die zur Absicherung
eingesetzt werden und sich für das Hedge Accounting qualifizieren, sofern sie einen
negativen Marktwert haben. Die Bewertung der Sicherungsinstrumente erfolgt zum beizulegenden
Zeitwert (Fair Value).
Börsennotierte Sicherungsinstrumente werden mit Börsenkursen bewertet; bei den nicht
börsennotierten erfolgt die Bewertung anhand von Vergleichspreisen und interner Bewertungsverfahren
(Barwert- oder Optionspreismodelle). Im Rahmen von Fair Value Hedges werden Änderungen
des beizulegenden Zeitwertes der Sicherungsinstrumente im Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Effektive Teile der Wertänderungen
aus Cash Flow Hedges werden hingegen in der Rücklage aus Cash Flow Hedges im Eigenkapital
gezeigt.
Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge
Accountings eingesetzt werden sowie Kreditzusagen des Handelsbuchs, die einen negativen
Marktwert besitzen, werden unter den Handelspassiva ausgewiesen. Darüber hinaus bilanzieren
wir auch eigene Emissionen des Handelsbuchs und Lieferverpflichtungen aus Wertpapierleerverkäufen
in diesem Posten. Die Bewertung der Handelspassiva erfolgt ergebniswirksam zum beizulegenden
Zeitwert (Fair Value). Bei börsennotierten Finanzinstrumenten werden Börsenkurse verwendet;
für nicht börsennotierte Produkte werden Vergleichspreise oder interne Bewertungsverfahren
(Barwert- oder Optionspreismodelle) genutzt. Alle realisierten Gewinne und Verluste
sowie nicht realisierte Bewertungsergebnisse sind Teil des es Handelsergebnisses in
der Gewinn- und Verlustrechnung.
Eine Rückstellung ist anzusetzen, wenn zum Bilanzstichtag aus einem Ereignis der Vergangenheit
eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung entstanden, der Abfluss
von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche
Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen bilden wir daher
für ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten und drohende Verluste aus schwebenden
Geschäften in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahmen.
Die Zuführung zu den unterschiedlichen Rückstellungsarten erfolgt über verschiedene
Posten der Gewinn- und Verlustrechnung. Rückstellungen im Kreditgeschäft werden dem
Risikovorsorgeaufwand, Restrukturierungsrückstellungen den Restrukturierungsaufwendungen
und Rückstellungen für Rechtsrisiken dem Sonstigen Ergebnis belastet. Die übrigen
Rückstellungen werden grundsätzlich zulasten der Verwaltungsaufwendungen gebildet.
Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden dann angesetzt, wenn der Commerzbank-Konzern
einen detaillierten formellen Plan für die Restrukturierungsmaßnahmen besitzt und
bereits begonnen hat, diesen zu verwirklichen, oder die wesentlichen Details der Restrukturierung
bekannt gemacht hat. Der detaillierte Plan umfasst die betroffenen Geschäftsbereiche,
die ungefähre Anzahl der Mitarbeiter, deren Stellen im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen
betroffen sind, die damit verbundenen Kosten und den Zeitraum, in dem die Restrukturierungsmaßnahme
durchgeführt werden soll. Der detaillierte Plan muss in einer Art und Weise kommuniziert
werden, dass die Betroffenen mit seiner Verwirklichung rechnen können. Der Posten
Restrukturierungsaufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung enthält weitere im
Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen stehende Aufwendungen, die unmittelbar
angefallen und nicht in der Restrukturierungsrückstellung enthalten sind.
Der für eine Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der
Ausgabe dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag
erforderlich ist. Risiken und Unsicherheiten sind bei der Schätzung berücksichtigt.
Langfristige Rückstellungen sind mit ihrem Barwert angesetzt.
Die betriebliche Altersversorgung für die aktiven und ehemaligen Mitarbeiter und Hinterbliebenen
der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie einiger inländischer Tochterunternehmen richtet
sich nach verschiedenen Versorgungssystemen (beitrags- und leistungsorientierte Pläne).
Zum einen erwerben die Mitarbeiter eine Anwartschaft auf Versorgungsansprüche aufgrund
einer beitragsorientierten Zusage über ein externes Versorgungswerk (Defined Contribution
Plan). Zur Finanzierung leistet der Konzern unter Beteiligung der aktiven Mitarbeiter
einen festgelegten Beitrag an externe Versorgungsträger (unter anderem Versicherungsverein
des Bankgewerbes a. G. (BVV), Berlin, Versorgungskasse des Bankgewerbes e. V., Berlin).
Die Höhe der gegenwärtigen und künftigen Pensionsleistungen wird hier durch die gezahlten
Beiträge und die damit verbundenen Vermögenserträge bestimmt. Für diese mittelbaren
Systeme werden die Rechnungslegungsvorschriften gemäß IAS 19 für einen beitragsorientierten
Plan (Defined Contribution Plan) angewendet, das heißt die Beiträge an die externen
Versorgungsträger im Personalaufwand erfasst. Rückstellungen werden nicht gebildet.
Zum anderen bestehen Verpflichtungen aus Versorgungsanwartschaften und laufenden Leistungen
aufgrund einer unmittelbaren Versorgungszusage der Commerzbank, bei der die Höhe der
Versorgungsleistung festgelegt und von Faktoren wie Alter, Vergütung und Betriebszugehörigkeit
abhängig ist (Defined Benefit Plan). Für diese Versorgungssysteme werden die Rechnungslegungsvorschriften
gemäß IAS 19 für einen leistungsorientierten Plan angewendet, das heißt, es werden
Rückstellungen gebildet.
Für versorgungsberechtigte Mitarbeiter, die bis zum 31. Dezember 2004 in die Dienste
der Commerzbank Aktiengesellschaft oder einigen anderen konsolidierten Gesellschaften
eingetreten sind, richten sich die unmittelbaren Versorgungsansprüche überwiegend
nach den Regelungen des Commerzbank-Bausteinplans zur Altersvorsorge (CBA). Die Leistungen
nach dem CBA setzen sich der Höhe nach aus einem Initialbaustein für die Zeit bis
zum 31. Dezember 2004 und aus einem Versorgungsbaustein - gegebenenfalls zuzüglich
eines Dynamikbausteins - für jedes beitragsfähige Kalenderjahr ab dem Jahr 2005 zusammen.
Seit dem 1. Januar 2005 eingetretene Mitarbeiter erhalten eine Zusage nach dem Commerzbank-Kapitalplan
zur betrieblichen Altersvorsorge (CKA). Die Leistungen nach dem CKA setzen sich der
Höhe nach aus einer beitragsorientierten Garantieleistung für jedes beitragsfähige
Kalenderjahr ab dem Jahr 2005 zuzüglich einer performanceabhängigen Zulage zusammen.
Die Performancemessung erstreckt sich über den Zeitraum der Beitragszahlung bis zum
Eintritt des Versorgungsfalles.
Die unmittelbare betriebliche Altersversorgung für die Mitarbeiter der ehemaligen
Dresdner Bank Aktiengesellschaft wird seit dem 1. Januar 2010 ebenfalls nach den Regelungen
des Commerzbank-Bausteinplans zur Altersvorsorge (CBA) durchgeführt. Die Überleitung
der Mitarbeiter in den CBA zum 1. Januar 2010 war dabei an das Vorgehen angelehnt,
das die Commerzbank im Jahre 2004 bei der Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung
für ihre damaligen Mitarbeiter angewendet hat.
Zur Erfüllung der unmittelbaren Versorgungsverpflichtungen wurden Deckungsmittel an
einen rechtlich unabhängigen Treuhänder, den Commerzbank Pension-Trust e. V. (CPT),
übertragen. Das vom CPT gehaltene Treuhandvermögen ist als Planvermögen im Sinne von
IAS 19.7 qualifiziert. Gemäß IAS 19.54 sind die übertragenen Vermögenswerte mit dem
Barwert der Verpflichtungen (DBO) zu saldieren, woraus eine entsprechende Reduzierung
der Pensionsrückstellungen im Konzern resultiert.
Über die oben beschriebene Altersversorgung hinaus gibt es in Großbritannien einen
intern finanzierten Gesundheitsfürsorgeplan, nach dem den Berechtigten in der Rentenphase
medizinische Aufwendungen erstattet werden beziehungsweise ein Zuschuss zur privaten
Krankenversicherung gewährt wird. Die daraus resultierenden Verpflichtungen sind gemäß
IAS 19 nach den Regeln für leistungsorientierte Pensionspläne zu bilanzieren.
Der im Personalaufwand zu erfassende Pensionsaufwand für die unmittelbaren Versorgungszusagen
setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen: zum einen aus dem Dienstzeitaufwand
(Service Cost), der die von den Anwärtern im Geschäftsjahr erdienten Ansprüche repräsentiert,
zum anderen aus den Zinsaufwendungen (Interest Cost) auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen,
da der Zeitpunkt der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen eine Periode vorangeschritten
ist. Dagegen mindern die erwarteten Nettoerträge aus dem Planvermögen den Pensionsaufwand.
Weiterhin wird der Pensionsaufwand durch die Tilgung bisher nicht erfolgswirksam erfasster
versicherungsmathematischer Gewinne beziehungsweise Verluste in seiner Höhe beeinflusst.
Wurden die unmittelbaren Versorgungszusagen geändert und ergibt sich hieraus eine
Änderung der Leistungsverpflichtung, ist ein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
beziehungsweise -ertrag zu erfassen.
Die Höhe der Rückstellung berechnet sich gemäß IAS 19.54 folgendermaßen:
|
|
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung für Direktzusagen (DBO) abzüglich beizulegendem Zeitwert des Planvermögens ab-/zuzüglich nicht erfasster versicherungsmathematischer Verluste oder Gewinne ab-/zuzüglich eines gegebenenfalls bisher noch nicht erfassten, nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwandes oder -ertrages |
| = |
Höhe der Pensionsrückstellung |
Bei leistungsorientierten Plänen ermittelt ein unabhängiger Versicherungsmathematiker
die Pensionsverpflichtungen und ähnliche Verpflichtungen (Altersteilzeit, Vorruhestand,
Jubiläen) jährlich nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method).
Dabei zieht dieser neben biometrischen Annahmen (zum Beispiel Heubeck-Richttafeln
2005G) insbesondere einen aktuellen Marktzins für langfristige, festverzinsliche Industrieanleihen
höchster Bonität, Fluktuation und Karrieretrends sowie künftig zu erwartende Gehalts-
oder Rentensteigerungsraten in die Berechnung ein.
Etwaige, noch nicht getilgte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste brauchen
nach IAS 19.92 ff. erst in der Berichtsperiode erfasst zu werden, an deren Anfang
sie den Korridor von 10 % des Maximums aus DBO und dem beizulegenden Zeitwert des
Planvermögens übersteigen.
Die Commerzbank hat sich dafür entschieden, noch nicht erfasste versicherungsmathematische
Gewinne oder Verluste schneller als die Regelamortisation in IAS 19 zu erfassen. Dazu
werden ab einer Signifikanzgrenze von 75 % des 10 % Korridors 20 % der innerhalb des
Korridors liegenden Gewinne oder Verluste amortisiert.
Für Führungskräfte und ausgewählte weitere Mitarbeiter hatte die Commerzbank jährlich
Long-Term-Performance-Pläne (LTP) aufgelegt. Seit dem Geschäftsjahr 2009 und bis auf
Weiteres wird kein neuer LTP mehr angeboten.
Teilnahmeberechtigt waren Führungskräfte und Mitarbeiter in der Commerzbank Aktiengesellschaft,
verschiedenen inländischen Tochtergesellschaften sowie ausgewählten operativen Auslandseinheiten.
Die Teilnahme an den LTP war mit einer Eigenbeteiligung der Berechtigten an Commerzbank-Aktien
verbunden.
Die Auszahlung der LTP ist an die Bedingung geknüpft, dass die Commerzbank Aktiengesellschaft
eine Dividende im Geschäftsjahr der Auszahlung ausschüttet. Der Berechtigte erhält
maximal 100 Euro pro Aktie, die bar ausgezahlt werden. Für die Auszahlung nach drei
Jahren werden die Basiswerte, die im Ausgabejahr bestimmt wurden, mit den Daten des
ersten Quartals des Berichtsjahres verglichen. Bei einer Outperformance von mindestens
1 Prozentpunkt gegenüber dem Dow-Jones-Euro-Stoxx (für 50 % der als Eigenbeteiligung
eingebrachten Aktien) und/oder einer Kurssteigerung der Commerzbank-Aktie von mindestens
25 % im Vergleich zum Basiswert (für 50 % der als Eigenbeteiligung eingebrachten Aktien),
erfolgt die Auszahlung. Sollte nach drei Jahren keines der Ausübungskriterien erfüllt
worden sein, wird der Abgleich jeweils im Jahresabstand wiederholt. Vergleichsbasis
bleiben die Daten des Ausgabejahres. Wird nach einer Laufzeit von fünf Jahren keine
der Erfolgshürden übersprungen, wird der Plan beendet.
In den Geschäftsjahren 2010 und 2009 wurden keine LTP vergütet. Die noch laufenden
Pläne LTP 2006 bis 2008 ermöglichen unverändert eine an der Aktien-/Indexkursentwicklung
orientierte Vergütung. Die LTP sind als aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit
Barausgleich bilanziert.
Im Januar 2010 wurden Share Awards im Rahmen neuer Vergütungsmodelle für außertariflich
bezahlte Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft eingeführt. Im Grundsatz sind
Share Awards eine Komponente der variablen Vergütung bei der es sich um eine aufgeschobene
Vergütung durch die Zuteilung virtueller Commerzbank-Aktien handelt. Sie gelten als
Teil der variablen Entlohnung für das abgelaufene Jahr und berechtigen nach Ablauf
der Wartefrist ausschließlich zum Bezug des Brutto-Cash-Gegenwertes der zum Zeitpunkt
der Zusage festgelegten Anzahl an Aktien. Der in Share Awards umzuwandelnde Teil des
individuell festzulegenden variablen Vergütungsbetrags wird in Abhängigkeit vom Erfolg
der Bank erst im Frühjahr des auf das Geschäftsjahr folgenden Jahres festgelegt. Die
Anzahl der Aktien wird zum Zuteilungszeitpunkt bestimmt, indem der umzuwandelnde variable
Vergütungsbetrag durch den durchschnittlichen Xetra-Schlusskurs der Monate Januar
und Februar des Zuteilungsjahres sowie dem des Dezembers des Vorjahres geteilt wird.
Die Auszahlung erfolgt grundsätzlich drei Jahre nach dem Zuteilungszeitpunkt, die
Auszahlung ist an bestimmte Bedingungen geknüpft.
Auch für die Ermittlung des Auszahlungsbetrags wird der durchschnittliche Xetra-Schlusskurs
der Commerzbank-Aktien der Monate Januar und Februar des Auszahlungsjahres sowie der
des Monats Dezember des Vorjahres herangezogen. Der auszuzahlende Betrag errechnet
sich dann durch die Multiplikation dieses Durchschnittskurses mit der zum Zuteilungszeitpunkt
festgelegten Anzahl von Aktien.
Hat die Commerzbank während der Laufzeit der Share Awards Dividenden gezahlt, wird
zusätzlich zu dem Brutto-Cash-Gegenwert ein Barbetrag in Höhe der Dividende ausgeschüttet.
Für das Geschäftsjahr 2010 werden keine Rückstellungen für aktienbasierte Vergütungen
hinsichtlich der neuen Share Awards ausgewiesen, da die Zuteilung und damit Festlegung
der Höhe der Rückstellung erstmals im Frühjahr 2011 erfolgt. Der auf Share Awards
entfallende Teil der variablen Vergütung, der im Jahr 2010 aufwandswirksam erfasst
wurde, ist bis zum Zuteilungszeitpunkt in den Rückstellungen für den Personalbereich
enthalten.
Im März 2008 hat die BRE Bank S.A. für deren Vorstandsmitglieder zwei neue aktienbasierte
Vergütungspläne aufgelegt. Während das erste Programm den Bezug von BRE-Bank-Aktien
vorsieht, ermöglicht das zweite Programm den Bezug von Commerzbank-Aktien. Die Vorstandsmitglieder
können in den Jahren 2009 bis 2018 an diesen Programmen teilnehmen. Die Teilnahme
ist jedoch an verschiedene Bedingungen geknüpft, wie zum Beispiel die Eigenkapitalrendite
oder den Jahresüberschuss der BRE Bank.
Während das Programm zum Bezug der BRE-Bank-Aktien jedes Jahr die gleichen Bedingungen
aufweist, ist der Bezug von Commerzbank-Aktien jedes Jahr von deren Preis innerhalb
der letzten 30 Tage vor dem jeweiligen Bezugstag maßgebend. Beide Programme sind als
aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente
einzustufen.
Darüber hinaus besteht bei weiteren konsolidierten Unternehmen (zum Beispiel comdirect
bank Aktiengesellschaft) für ausgewählte Mitarbeiter die Möglichkeit, im Rahmen von
Beteiligungsmodellen an der typisierten Wertentwicklung der jeweiligen Gesellschaft
zu partizipieren. Eine Vergütung ist dabei vom Erreichungsgrad vereinbarter Ziele
abhängig. Zu diesen Modellen zählt auch die direkte Beteiligung an Aktien der entsprechenden
Gesellschaft. Häufig werden diese zu vergünstigten Preisen und/oder in Kombination
mit Call- beziehungsweise Put-Optionen angeboten. Darüber hinaus werden Optionsscheine
und Bezugsrechte zum Aktienerwerb begeben. Auch Prämien werden gewährt, die entweder
zur Aktienzeichnung verwendet oder in bar vergütet werden können. Die Einhaltung von
Sperrfristen sowie spätere Rückkaufsvereinbarungen bedingen den Erhalt zusätzlicher
Erträge.
Die Bilanzierung der hier beschriebenen Mitarbeitervergütungspläne erfolgt nach den
Vorschriften des IFRS 2 Aktienbasierte Vergütung (Share-based Payment). IFRS 2 unterscheidet
aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente
und mit Barausgleich. Für beide Formen gilt jedoch, dass die Gewährung von aktienbasierten
Vergütungen zum beizulegenden Zeitwert im Jahresabschluss zu erfassen ist. Die Mehrzahl
der beschriebenen Mitarbeitervergütungspläne wird als Vergütungstransaktionen mit
Barausgleich eingestuft und bilanziert.
| ― |
Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente |
| ― |
Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich Der Anteil des beizulegenden
Zeitwertes von aktienbasierten Vergütungen mit Barausgleich, der auf bis zum Bewertungsstichtag
geleistete Dienste entfällt, wird als Personalaufwand mit einem gleichzeitigen Ausweis
als Rückstellung erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird an jedem Bilanzstichtag und
bis einschließlich des Auszahlungstages neu ermittelt. Jede Änderung des beizulegenden
Zeitwertes der Verpflichtung ist aufwandswirksam zu berücksichtigen. Somit muss die
Rückstellung am Auszahlungstag möglichst dem Betrag entsprechen, der als Zahlung an
die begünstigten Mitarbeiter geleistet wird. Für Share Awards wird zum Zeitpunkt der
Zuteilung der auf Share Awards entfallende Teil der Rückstellungen für den Personalbereich
in die Rückstellung für Share Awards umgebucht. Der Betrag errechnet sich als Produkt
aus der Zahl zugeteilter Rechte und dem durchschnittlichen Xetra-Schlusskurs der Monate
Januar und Februar des Zuteilungsjahres sowie dem des Dezembers des Vorjahres. Zu
den folgenden Bilanzstichtagen schwanken die Rückstellungen parallel zur Entwicklung
des Aktienkurses der Commerzbank Aktiengesellschaft. Fluktuationsabschläge werden
nicht vorgenommen, da die Share Awards auch bei Kündigung oder Tod nicht verfallen.
Sofern die Commerzbank Aktiengesellschaft während der Wartefrist Dividendenzahlungen
leistet, wird zum Auszahlungszeitpunkt je Share Award zusätzlich zum Auszahlungswert
der Share Awards eine Barzahlung in Höhe der Dividende geleistet, für die gegebenenfalls
Rückstellungen zu bilden sind. |
| ― |
Bewertungsmodelle |
Tatsächliche Ertragsteueransprüche und -schulden werden anhand der steuerlichen Bestimmungen
der jeweiligen Länder mit den aktuell gültigen Steuersätzen in der Höhe ermittelt,
in der die Erstattung von der beziehungsweise die Zahlung an die jeweilige Steuerbehörde
erwartet wird.
Aktive und passive latente Steuern werden für Differenzen zwischen den IFRS-Buchwerten
der Vermögenswerte oder Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen gebildet, soweit
hieraus voraussichtlich zukünftige Ertragsteuerentlastungs- oder -belastungseffekte
resultieren (temporäre Unterschiede) und kein Ansatzverbot besteht. Darüber hinaus
werden aktive latente Steuern auch für steuerliche Verlustvorträge sowie für noch
nicht genutzte Steuergutschriften gebildet. Für die Bewertung der latenten Steuern
sind die zum 31. Dezember 2010 bereits beschlossenen, bei Realisierung der Unterschiede
anwendbaren Ertragsteuersätze maßgebend.
Aktive latente Steuern auf steuerentlastende temporäre Differenzen, auf noch nicht
genutzte steuerliche Verluste sowie auf noch nicht genutzte Steuergutschriften werden
nur in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass in absehbarer Zukunft
steuerliche Ergebnisse des gleichen Steuersubjekts und in Bezug auf die gleiche Steuerbehörde
anfallen.
Die Bildung und Fortführung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt - in Abhängigkeit
von der Behandlung des zugrunde liegenden Sachverhaltes - entweder erfolgswirksam
in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag oder erfolgsneutral in der entsprechenden
Eigenkapitalposition.
Den Ertragsteueraufwand beziehungsweise -ertrag weisen wir in der Gewinn- und Verlustrechnung
des Konzerns als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus.
Latente Ertragsteueransprüche und -schulden wurden saldiert, soweit ein Recht zur
Aufrechnung tatsächlicher Ertragsteuern besteht und sich die aktiven und passiven
latenten Steuern auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde für
das gleiche Steuersubjekt erhoben werden.
Die zu versteuernden temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Commerzbank-Konzerngesellschaften,
für die keine latenten Ertragsteuerschulden passiviert wurden, betragen 95 Mio Euro
(Vorjahr: 93 Mio Euro).
Eine Unterscheidung zwischen tatsächlichen und latenten Ertragsteueransprüchen sowie
zwischen tatsächlichen und latenten Ertragsteuerschulden erfolgt in der Bilanz sowie
in den Notes 58 und 69.
Als Nachrang- und Hybridkapital bilanzieren wir Genussrechtsemissionen, verbriefte
und unverbriefte nachrangige Verbindlichkeiten sowie hybride Kapitalinstrumente. Die
Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Agien oder Disagien werden
über die Laufzeit verteilt erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt.
Treuhandgeschäfte, die eine Verwaltung oder Platzierung von Vermögenswerten für fremde
Rechnung zur Basis haben, werden in der Bilanz nicht ausgewiesen. Provisionszahlungen
aus diesen Geschäften sind in der Gewinn- und Verlustrechnung im Provisionsüberschuss
enthalten.
Hier weisen wir im Wesentlichen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen
sowie Unwiderrufliche Kreditzusagen zum Nominalwert aus.
Als Bürgschaften sind Sachverhalte auszuweisen, bei denen die meldende Gesellschaft
als Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten für die Erfüllung der Verbindlichkeit
des Dritten einsteht. Unter Gewährleistungen fallen vertragliche Verpflichtungen,
die das Einstehen für einen bestimmten Erfolg oder eine Leistung beinhalten.
Als Unwiderrufliche Kreditzusagen sind Verpflichtungen auszuweisen, aus denen ein
Kreditrisiko entstehen kann, sofern sie nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Dazu
gehören Verpflichtungen, Darlehen zu gewähren (zum Beispiel extern dem Kunden bekannt
gegebene Linien), Wertpapiere zu kaufen oder Garantien und Akzepte bereitzustellen.
Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen
wird als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt.
Die Erträge aus Bürgschaften werden im Provisionsüberschuss erfasst; deren Höhe wird
durch Anwendung vereinbarter Sätze auf den Nominalbetrag der Bürgschaften bestimmt.
Die von der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bilanzstichtag im Bestand befindlichen
eigenen Aktien werden direkt vom Eigenkapital abgesetzt. Aus eigenen Aktien resultierende
Gewinne oder Verluste haben wir ergebnisneutral verrechnet.
| Mio € | 2010 | 2009 | Veränderung in % |
| Zinserträge | 18 306 | 20 338 | - 10,0 |
| Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand (zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte)1 |
1 225 | 2 088 | - 41,3 |
| Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand (Kredite und Forderungen)1 |
15 949 | 16 883 | - 5,5 |
| Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand (aus der Anwendung der Fair Value Option) |
130 | 305 | - 57,4 |
| Vorfälligkeitsentschädigungen | 132 | 74 | 78,4 |
| Gewinne aus der Veräußerung von Forderungen und Krediten sowie aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten2 |
26 | 78 | - 66,7 |
| Dividenden aus Wertpapieren | 53 | 58 | - 8,6 |
| Laufendes Ergebnis aus Beteiligungen und nicht konsolidierten Tochterunternehmen | 77 | 92 | - 16,3 |
| Laufende Erträge aus zur Veräußerung und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 106 | 98 | 8,2 |
| Sonstige Zinserträge1 | 608 | 662 | - 8,2 |
| Zinsaufwendungen | 11 252 | 13 164 | - 14,5 |
| Zinsaufwendungen für Nachrang- und Hybridkapital1 | 1 030 | 1 096 | - 6,0 |
| Zinsaufwendungen für Verbriefte Verbindlichkeiten | 4 494 | 5 757 | - 21,9 |
| Zinsaufwendungen für sonstige Verbindlichkeiten | 5 055 | 5 950 | - 15,0 |
| Zinsaufwendungen aus der Anwendung der Fair Value Option1,3 | 94 | 217 | - 56,7 |
| Verluste aus der Veräußerung von Forderungen und Krediten sowie aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten2 |
102 | 72 | 41,7 |
| Laufende Aufwendungen aus zur Veräußerung und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 85 | 53 | 60,4 |
| Sonstige Zinsaufwendungen1 | 392 | 19 | . |
| Gesamt | 7 054 | 7 174 | - 1,7 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund Änderung der Ausweisstruktur einschließlich Umgliederung
zwischen Zinserträgen und Zinsaufwendungen (siehe Note 2).
2
Darunter: 23 Mio Euro Gewinne und 33 Mio Euro Verluste aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten
im laufenden Geschäftsjahr (Vorjahr: 31 Mio Euro Gewinne und 6 Mio Euro Verluste).
3
Darunter: 1 Mio Euro für Nachrang- und Hybridkapital (Vorjahr: 17 Mio Euro).
Für gekündigte Engagements und für wertberichtigte gewerbliche Immobilienfinanzierungen
ergab sich ein Unwinding in Höhe von 223 Mio Euro (Vorjahr 192 Mio Euro).
Aus derivativen Finanzinstrumenten, die nicht dem Handelsbuch zugehören, waren 608
Mio Euro (Vorjahr: 662 Mio Euro) im Zinsüberschuss enthalten.
Die laufenden Erträge und Aufwendungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
setzten sich wie folgt zusammen:
| Mio € | 2010 | 2009 | Veränderung in % |
| Mieteinnahmen | 94 | 73 | 28,8 |
| Sonstige Erträge | - | - | . |
| Summe Erträge | 94 | 73 | 28,8 |
| Gebäude- und Raumkosten für vermietete Objekte | 27 | 32 | - 15,6 |
| Sonstige Aufwendungen | 55 | 7 | . |
| Summe Aufwendungen | 82 | 39 | . |
Die Risikovorsorge stellt sich in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns wie
folgt dar:
| Mio € | 2010 | 2009 | Veränderung in % |
| Zuführung zur Risikovorsorge | - 4 440 | - 5 305 | - 16,3 |
| Auflösung von Risikovorsorge | 2 207 | 1 315 | 67,8 |
| Direktabschreibungen | - 459 | - 402 | 14,2 |
| Zuschreibungen, Eingänge auf abgeschriebene Forderungen | 193 | 178 | 8,4 |
| Gesamt | - 2 499 | - 4 214 | - 40,7 |
Der Nettoaufwand aus Zuführung und Auflösung gliedert sich wie folgt:
| Mio € | 2010 | 2009 | Veränderung in % |
| Einzelrisiken | - 2 685 | - 3 711 | - 27,6 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 19 | - 185 | . |
| Forderungen an Kunden | - 2 656 | - 3 496 | - 24,0 |
| Außerbilanzielle Geschäfte | - 48 | - 30 | 60,0 |
| Portfoliorisiken | 452 | - 279 | . |
| Forderungen an Kreditinstitute | 7 | 19 | - 63,2 |
| Forderungen an Kunden | 399 | - 334 | . |
| Außerbilanzielle Geschäfte | 46 | 36 | 27,8 |
| Direktabschreibungen, Zuschreibungen, Eingänge auf abgeschriebene Forderungen | - 266 | - 224 | 18,8 |
| Gesamt | - 2 499 | - 4 214 | - 40,7 |
| Mio € | 2010 | 2009 | Veränderung in % |
| Provisionserträge | 4 237 | 4 562 | - 7,1 |
| Wertpapiergeschäft1 | 1 403 | 1 521 | - 7,8 |
| Vermögensverwaltung1 | 175 | 218 | - 19,7 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft1 | 1 290 | 1 164 | 10,8 |
| Immobilienkreditgeschäft | 226 | 247 | - 8,5 |
| Bürgschaften1 | 238 | 385 | - 38,2 |
| Ergebnis aus Syndizierungen1 | 241 | 254 | - 5,1 |
| Treuhandgeschäfte | 8 | 4 | . |
| Übrige Erträge1 | 656 | 769 | - 14,7 |
| Provisionsaufwendungen | 590 | 789 | - 25,2 |
| Wertpapiergeschäft1 | 182 | 194 | - 6,2 |
| Vermögensverwaltung1 | 17 | 20 | - 15,0 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft1 | 158 | 88 | 79,5 |
| Immobilienkreditgeschäft | 40 | 43 | - 7,0 |
| Bürgschaften1 | 80 | 211 | - 62,1 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 2 | 5 | - 60,0 |
| Treuhandgeschäfte | 4 | - | . |
| Übrige Aufwendungen | 107 | 228 | - 53,1 |
| Provisionsüberschuss |
|
|
|
| Wertpapiergeschäft1 | 1 221 | 1 327 | - 8,0 |
| Vermögensverwaltung1 | 158 | 198 | - 20,2 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft1 | 1 132 | 1 076 | 5,2 |
| Immobilienkreditgeschäft | 186 | 204 | - 8,8 |
| Bürgschaften1 | 158 | 174 | - 9,2 |
| Ergebnis aus Syndizierungen1 | 239 | 249 | - 4,0 |
| Treuhandgeschäfte | 4 | 4 | 0,0 |
| Übrige1 | 549 | 541 | 1,5 |
| Gesamt | 3 647 | 3 773 | - 3,3 |
In den Provisionserträgen waren 792 Mio Euro (Vorjahr: 911 Mio Euro) und in den Provisionsaufwendungen
sind 100 Mio Euro (Vorjahr: 121 Mio Euro) enthalten, die aus Geschäften mit Finanzinstrumenten
resultieren, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Das Handelsergebnis haben wir in drei Komponenten aufgeteilt:
| ― |
Ergebnis aus dem Handel mit Wertpapieren, Schuldscheindarlehen, Edelmetallen und derivativen Instrumenten |
| ― |
Ergebnis aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente, die sich nicht für das Hedge Accounting qualifizieren |
| ― |
Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option |
Alle Finanzinstrumente des Handelsbestands werden mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair
Value) bewertet (vergleiche Note 13). Im Handelsergebnis sind, neben den realisierten
und unrealisierten Ergebnissen, auch die auf Handelszwecken dienenden Geschäfte entfallenden
Zins- und Dividendenerträge sowie Refinanzierungsaufwendungen enthalten.
| Mio € | 2010 | 2009 | Veränderung in % |
| Ergebnis aus dem Handel1 | 1 718 | - 1 296 | . |
| Realisierungen1 | 115 | - 75 | . |
| Bewertungsergebnis | 1 186 | - 1 861 | . |
| Zinsergebnis | 417 | 640 | - 34,8 |
| Ergebnis aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten | 203 | - 53 | . |
| Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option | 131 | 839 | - 84,4 |
| Realisierungen | - 119 | 1 032 | . |
| Bewertungsergebnis | 250 | - 193 | . |
| Gesamt | 2 052 | - 510 | . |
Das Zinsergebnis aus dem Handel setzte sich aus 3 437 Mio Euro Zinserträgen (Vorjahr:
4 882 Mio Euro) und 3 020 Mio Euro Zinsaufwendungen (Vorjahr: 4 242 Mio Euro) für
die Refinanzierung von Handelsgeschäften zusammen. Das Zinsergebnis aus derivativen
Finanzinstrumenten ist in den Zinsaufwendungen berücksichtigt und betrug im Geschäftsjahr
- 281 Mio Euro (Vorjahr: - 416 Mio Euro).
Im Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option werden auch die Wertänderungen
der dazugehörigen Derivate ausgewiesen.
Das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen beinhaltet zum einen die Bewertungsergebnisse
aus effektiven Sicherungszusammenhängen im Rahmen des Hedge Accountings (Fair Value
Hedge). Zum anderen enthält das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen den ineffektiven
Teil aus Cash Flow Hedges. Es setzte sich wie folgt zusammen:
| Mio € | 2010 | 2009 | Veränderung in % |
| Fair Value Hedges |
|
|
|
| Fair-Value-Änderungen aus Sicherungsgeschäften | - 1 363 | 2 719 | . |
| Micro Fair Value Hedges | - 1 278 | 2 717 | . |
| Portfolio Fair Value Hedges | - 85 | 2 | . |
| Fair-Value-Änderungen aus Grundgeschäften | 1 269 | - 2 613 | . |
| Micro Fair Value Hedges | 1 317 | - 2 612 | . |
| Portfolio Fair Value Hedges | - 48 | - 1 | . |
| Cash Flow Hedges |
|
|
|
| Ergebnis aus effektiv gesicherten Cash-Flow-Hedges (nur ineffektiver Teil) |
- | - 5 | . |
| Gesamt | - 94 | 101 | . |
Im Ergebnis aus Finanzanlagen weisen wir Veräußerungs- und Bewertungsergebnisse (Wertminderungen)
aus Wertpapieren der Kategorien Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbarer
finanzieller Vermögenswerte, aus Beteiligungen sowie aus Anteilen an at-Equity-bewerteten
Unternehmen und an Tochterunternehmen aus.
| Mio € | 2010 | 2009 | Veränderung in % |
| Ergebnis aus zinstragendem Geschäft | 67 | - 610 | . |
| der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte | 191 | - 588 | . |
| Veräußerungsgewinne (einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)1 |
245 | 271 | - 9,6 |
| Veräußerungsverluste (einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)1 |
- 377 | - 355 | 6,2 |
| Bewertungsergebnis1 | 323 | - 504 | . |
| der Kategorie Kredite und Forderungen | - 124 | - 22 | . |
| Veräußerungsgewinne | 6 | 5 | 20,0 |
| Veräußerungsverluste | - 126 | - | . |
| Bewertungsergebnis2 | - 4 | - 27 | - 85,2 |
| Ergebnis aus Eigenkapitalinstrumenten | 41 | 1 027 | - 96,0 |
| der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte | 180 | 738 | - 75,6 |
| Veräußerungsgewinne (einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)1 |
184 | 886 | - 79,2 |
| Veräußerungsverluste (einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)1 |
- 4 | - 148 | - 97,3 |
| der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte, die zu Anschaffungskosten bewertet wurden |
11 | 542 | - 98,0 |
| Bewertungsergebnis1 | - 39 | - 209 | - 81,3 |
| Veräußerungs- und Bewertungsergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | - 111 | - 44 | . |
| Gesamt | 108 | 417 | - 74,1 |
1
Hierin waren Umbuchungen aus im Geschäftsjahr 2010 entstandener Neubewertungsrücklage
in Höhe von 361 Mio Euro (Vorjahr: 399 Mio Euro) enthalten.
2
Hierin waren Portfoliowertberichtigungen von 1 Mio Euro (Vorjahr: 25 Mio Euro) für
umgewidmete Wertpapiere enthalten.
Das Laufende Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen betrug 35 Mio Euro (Vorjahr:
15 Mio Euro). Einschließlich des im Ergebnis aus Finanzanlagen enthaltenen Veräußerungs-
und Bewertungsergebnisses aus at-Equity-bewerteten Unternehmen von - 111 Mio Euro
(Vorjahr: - 44 Mio Euro) belief sich das Gesamtergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen
auf - 76 Mio Euro (Vorjahr: - 29 Mio Euro).
Im Sonstigen Ergebnis sind vor allem Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen,
Aufwendungen und Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen sowie Zwischenmietaufwendungen
und -erträge aus Mietkaufvereinbarungen enthalten. Aufwendungen und Erträge aus Bau-
und Architektengebühren fallen im Rahmen des Baumanagements unseres Teilkonzerns Commerz
Real an. Auch die Sonstigen Steuern sind in diesem Posten enthalten.
| Mio € | 2010 | 2009 | Veränderung in % |
| Wesentliche sonstige Aufwendungen | 549 | 507 | 8,3 |
| Zuführungen zu Rückstellungen | 275 | 257 | 7,0 |
| Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen | 181 | 151 | 19,9 |
| Aufwendungen aus Bau- und Architektenleistungen | 15 | 58 | - 74,1 |
| Mietkaufaufwand und Zwischenmietaufwand | 78 | 41 | 90,2 |
| Wesentliche sonstige Erträge | 546 | 461 | 18,4 |
| Auflösungen von Rückstellungen | 272 | 190 | 43,2 |
| Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen | 187 | 163 | 14,7 |
| Erträge aus Bau- und Architektenleistungen | 24 | 63 | - 61,9 |
| Mietkauferlös und Zwischenmietertrag | 35 | 38 | - 7,9 |
| Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen | 28 | 7 | . |
| Übrige sonstige Aufwendungen/Erträge (saldiert)1 | - 128 | 24 | . |
| Sonstiges Ergebnis | - 131 | - 22 | . |
1
Darunter: - 72 Mio Euro (Vorjahr: - 10 Mio Euro) aus Wechselkursveränderungen.
Die Verwaltungsaufwendungen von 8 786 Mio Euro im Konzern setzen sich zusammen aus
Personalaufwand (4 418 Mio Euro), Sachaufwand (3 768 Mio Euro) und Abschreibungen
auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, Immobilien und Sonstige immaterielle Anlagewerte
(600 Mio Euro). Die Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
| Personalaufwand | Mio € | 2010 | 2009 | Veränderung in % |
| Löhne und Gehälter | 4 101 | 4 341 | - 5,5 |
| Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 317 | 357 | - 11,2 |
| Gesamt | 4 418 | 4 698 | - 6,0 |
Im Personalaufwand waren 507 Mio Euro Aufwendungen für soziale Abgaben enthalten (Vorjahr:
501 Mio Euro).
| Sachaufwand | Mio € | 2010 | 2009 | Veränderung in % |
| Raumaufwendungen | 831 | 867 | - 4,2 |
| EDV-Aufwendungen | 1 217 | 1 190 | 2,3 |
| Arbeitsplatz- und Informationsaufwendungen | 357 | 380 | - 6,1 |
| Pflichtbeiträge | 148 | 169 | - 12,4 |
| Beratungs-, Prüfungs- und gesellschaftsrechtliche Aufwendungen | 437 | 445 | - 1,8 |
| Reise-, Repräsentations- und Werbungskosten | 341 | 327 | 4,3 |
| Personalinduzierter Sachaufwand | 158 | 149 | 6,0 |
| Übriger Sachaufwand | 279 | 241 | 15,8 |
| Gesamt | 3 768 | 3 768 | 0,0 |
Die im Geschäftsjahr in Deutschland als Aufwand erfassten Honorare (exklusive Umsatzsteuer)
für den Abschlussprüfer betrugen 36,3 Mio Euro für das Geschäftsjahr 2010. Davon entfielen
954 Tsd Euro auf Leistungen, die bereits im Geschäftsjahr 2009 erbracht wurden.
| Honorare des Abschlussprüfers | Tsd € | 2010 | 2009 | Veränderung in % |
| Abschlussprüfung | 19 344 | 17 358 | 11,4 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 5 358 | 5 394 | - 0,7 |
| Steuerberatungsleistungen | 905 | 913 | - 0,9 |
| Sonstige Leistungen | 10 649 | 12 608 | - 15,5 |
| Gesamt | 36 256 | 36 273 | 0,0 |
Die Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, Immobilien und Sonstige
immaterielle Anlagewerte stellten sich wie folgt dar:
| Mio € | 2010 | 2009 | Veränderung in % |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 203 | 206 | - 1,5 |
| Immobilien | 81 | 38 | . |
| Sonstige immaterielle Anlagewerte | 316 | 294 | 7,5 |
| Gesamt | 600 | 538 | 11,5 |
In den Abschreibungen auf Sonstige immaterielle Anlagewerte waren Wertminderungen
von 42 Mio Euro (Vorjahr: 25 Mio Euro) enthalten, für Immobilien wurden Wertminderungen
von 41 Mio Euro (Vorjahr: 1 Mio Euro) erfasst.
| Mio € | 2010 | 2009 | Veränderung in % |
| Aufwendungen für eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen | 33 | 1 621 | - 98,0 |
| Gesamt | 33 | 1 621 | - 98,0 |
Im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Commerz Real Aktiengesellschaft sind im
Personalbereich Restrukturierungsaufwendungen von 33 Mio Euro angefallen. Im Vorjahr
resultierten die Restrukturierungsaufwendungen von 1 621 Mio Euro im Wesentlichen
aus der Integration des Dresdner-Bank-Konzerns.
Die Ertragsteueraufwendungen setzten sich wie folgt zusammen:
| Mio € | 2010 | 2009 | Veränderung in % |
| Tatsächliche Ertragsteuern | 220 | 199 | 10,6 |
| Steueraufwand/-ertrag für das laufende Jahr | 224 | 314 | - 28,7 |
| Steueraufwand/-ertrag Vorjahre | - 4 | - 115 | - 96,5 |
| Latente Ertragsteuern | - 356 | - 225 | 58,2 |
| Steueraufwand/-ertrag aufgrund der Veränderung von temporären Differenzen und Verlustvorträgen |
- 23 | - 628 | - 96,3 |
| Steuersatzdifferenzen | - 89 | 54 | . |
| Steueraufwand aufgrund von Abschreibungen auf bisher gebildete latente Steuern auf Verlustvorträge |
- | 349 | . |
| Steuerertrag aus bisher nicht berücksichtigten steuerlichen Verlustvorträgen |
- 244 | - | . |
| Gesamt | - 136 | - 26 | . |
Der für die Commerzbank Aktiengesellschaft und den inländischen Organkreis geltende
tarifliche kombinierte Ertragsteuersatz beträgt 30,9 %.
Die nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen dem Jahresergebnis
vor Ertragsteuern nach IFRS sowie den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Geschäftsjahr.
Der als Basis für die Überleitungsrechnung gewählte, anzuwendende Konzernertragsteuersatz
setzt sich zusammen aus dem in Deutschland geltenden Körperschaftsteuersatz von 15,0
% zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einem durchschnittlichen Steuersatz
für die Gewerbesteuer von 15,0 %. Es ergibt sich somit ein inländischer Ertragsteuersatz
von 30,9 %.
Ertragsteuereffekte ergeben sich aufgrund unterschiedlicher Steuersätze bei ausländischen
Einheiten. Die Steuersätze im Ausland betrugen zwischen 0 % (Dubai) und 46 % (New
York).
Zum 31. Dezember 2010 betrug die Konzernsteuerquote - 10,1 % (Vorjahr: 0,6 %). Der
Steuerertrag des Gesamtjahres resultierte im Wesentlichen aus der Nachaktivierung
latenter Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge der Filiale London und britischer
Tochtergesellschaften (- 244 Mio Euro). Zusätzlich hat sich der Verbrauch von Verlustvorträgen,
für die in Vorjahren keine latenten Steueransprüche gebildet wurden (- 211 Mio Euro)
positiv auf die Konzernsteuerquote ausgewirkt. Hingegen konnten wir bei einigen Gesellschaften
keine latenten Ertragsteueransprüche auf neu entstandene steuerliche Verluste bilanzieren
(123 Mio Euro).
| Mio € | 2010 | 2009 |
| Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS | 1 353 | - 4 659 |
| Konzernertragsteuersatz (%) | 30,9 | 30,9 |
| Rechnerischer Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr | 417 | - 1 437 |
| Auswirkungen wegen abweichender Steuersätze und Steuersatzänderungen bei erfolgswirksamen Steuerabgrenzungen |
- 89 | 54 |
| Auswirkungen aus dem Ansatz von latenten Steuern auf Verlustvorträge | - 244 | - |
| Auswirkungen von nicht abziehbaren Betriebsausgaben und steuerfreien Erträgen | - 104 | - 62 |
| Nicht angesetzte latente Steuern | 123 | 1 506 |
| Verbrauch von steuerlichen Verlustvorträgen, auf die bislang keine latenten Steueransprüche gebildet wurden |
- 211 | - |
| Auswirkungen von Hinzurechnungen und Kürzungen für Gewerbesteuer | 13 | 9 |
| Sonstige Auswirkungen | - 41 | - 96 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 136 | - 26 |
Nachfolgende Tabelle zeigt den Bestand der tatsächlichen und latenten Steuern, die
aus Posten resultieren, die direkt im Eigenkapital gutgeschrieben beziehungsweise
belastet wurden:
| Erfolgsneutral bilanzierte Ertragsteuern | Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Tatsächliche Ertragsteuern | - | - | . |
| Latente Ertragsteuern | 1 238 | 1 347 | - 8,1 |
| Bewertungsunterschiede aus Cash Flow Hedges | 389 | 526 | - 26,0 |
| Neubewertungsrücklage | 827 | 756 | 9,4 |
| Verlustvorträge | 22 | 100 | - 78,0 |
| Sonstiges | - | - 35 | . |
| Gesamt | 1 238 | 1 347 | - 8,1 |
Die Nettoerfolge setzen sich zusammen aus Fair-Value-Bewertungen, Wertminderungen/Zuschreibungen,
realisierten Abgangserfolgen und nachträglichen Eingängen aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten
(siehe Note 5). Im Zinsergebnis werden die Zinsbestandteile aus den Notes Zinsüberschuss
und Handelsergebnis nach den Kategorien gemäß IAS 39 dargestellt.
| Mio € | 2010 | 2009 | Veränderung in % |
| Nettoerfolge aus |
|
|
|
| Handelsaktiva und -passiva1 | 1 410 | - 1 888 | . |
| Anwendung der Fair Value Option | 131 | 839 | - 84,4 |
| Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen |
232 | 439 | - 47,2 |
| Kredite und Forderungen | - 2 623 | - 4 236 | - 38,1 |
| Anderen finanziellen Verbindlichkeiten | - | - | . |
1
Umgliederung der Devisenkommissionsgewinne im Vorjahr.
| Mio € | 2010 | 2009 | Veränderung in % |
| Zinsergebnis aus |
|
|
|
| Handelsaktiva und -passiva | 698 | 1 056 | - 33,9 |
| Anwendung der Fair Value Option1 | 36 | 88 | - 59,1 |
| Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten1 | 1 225 | 2 088 | - 41,3 |
| Kredite und Forderungen1 | 15 949 | 16 883 | - 5,5 |
| Anderen finanziellen Verbindlichkeiten1 | - 10 579 | - 12 803 | - 17,4 |
1
Anpassungen aufgrund Vereinheitlichung der Ausweisstruktur im Vorjahr.
|
|
2010 | 2009 | Veränderung in % |
| Operatives Ergebnis (Mio €) | 1 386 | - 2 270 | . |
| Den Commerzbank-Aktionären zurechenbarer Konzernüberschuss (Mio €) | 1 430 | - 4 537 | . |
| Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Stammaktien (Stück) | 1 178 599 388 | 1 031 871 714 | 14,2 |
| Operatives Ergebnis je Aktie (€) | 1,18 | - 2,20 | . |
| Ergebnis je Aktie (€) | 1,21 | - 4,40 | . |
Der gemäß IAS 33 errechnete Gewinn je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären
zurechenbaren Konzernüberschuss. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren
keine Wandel- und Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher
mit dem unverwässerten identisch. Die Zusammensetzung des Operativen Ergebnisses ist
in der Segmentberichterstattung (Note 45) definiert.
| in % | 2010 | 2009 | Veränderung in Prozentpunkten |
| Aufwandsquote vor Restrukturierungsaufwendungen | 69,3 | 82,2 | - 12,9 |
Die Aufwandsquote gibt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zu den Erträgen
vor Risikovorsorge wieder.
In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Resultate der im Commerzbank-Konzern
eingebundenen operativen Geschäftssegmente wider. Als Grundlage für die nachfolgenden
Segmentinformationen dient IFRS 8 Operating Segments, der dem sogenannten Managementansatz
folgt: Die Segmentinformationen werden auf Basis des internen Berichtswesens bestimmt,
das dem Chief Operating Decision Maker dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen
und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen.
Im Commerzbank-Konzern übt die Funktion des Chief Operating Decision Maker der Vorstand
aus.
In unserer Segmentberichterstattung berichten wir über sechs operative Segmente sowie
über den Bereich Sonstige und Konsolidierung. Dieses Vorgehen folgt der Organisationsstruktur
des Commerzbank-Konzerns und ist Grundlage der internen Managementberichterstattung.
Die Aufteilung der Geschäftssegmente orientiert sich an der Unterschiedlichkeit der
Produkte und Dienstleistungen beziehungsweise an den Kundenzielgruppen. Im Zuge der
weiteren Verfeinerung der Geschäftsmodelle der Segmente wurden die Geschäftsverantwortlichkeiten
geringfügig angepasst.
Im Jahr 2010 erfolgte eine weitere Harmonisierung der Ergebnispositionen im Zusammenhang
mit der Integration der Dresdner Bank. Diese betrifft zum einen die einheitliche Abbildung
der Beteiligungsrefinanzierung und der Eigenkapitalanlageerträge für konsolidierte
Töchter. Darüber hinaus wird das Laufende Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen
gesondert sowie das Devisenkommissionsgeschäft der ehemaligen Dresdner Bank im Provisionsüberschuss
ausgewiesen. Die Vergleichswerte des Vorjahres wurden jeweils entsprechend angepasst.
| ― |
Das Segment Privatkunden besteht aus den vier Konzernbereichen Privat- und Geschäftskunden, Wealth Management, Direct Banking und Kredit. Das klassische Filialgeschäft ist im Konzernbereich Privat- und Geschäftskunden gebündelt. Im Wealth Management betreuen wir vermögende Kunden im In- und Ausland, ebenso ist hier die Vermögensverwaltung angesiedelt. Das Direct Banking umfasst die Aktivitäten der comdirect-bank-Gruppe und alle Callcenter-Leistungen für unsere Kunden. Im Konzernbereich Kredit ist das Kreditgeschäft mit den vorgenannten Kundengruppen zentral zusammengefasst. |
| ― |
Das Segment Mittelstandsbank umfasst die Konzernbereiche Corporate Banking und Financial Institutions. Im Konzernbereich Corporate Banking liegen die beiden Schwerpunkte auf der Betreuung von Mittelstandskunden sowie von Großkunden und internationalen Kunden. Des Weiteren ist hier das Kompetenzzentrum für Kunden aus dem Bereich Renewable Energies angesiedelt. Zudem betreut der Konzernbereich den öffentlichen Sektor sowie institutionelle Kunden. Unser umfassendes Leistungsangebot beinhaltet den Zahlungsverkehr, flexible Finanzierungslösungen, Produkte zum Zins- und Währungsmanagement, professionelle Anlageberatung sowie innovative Investmentbanking-Lösungen. Durch unsere ausländischen Niederlassungen sind wir der strategische Partner sowohl für internationale Aktivitäten unserer deutschen Firmenkunden als auch für internationale Unternehmen mit Geschäftsaktivitäten in unserem Heimatmarkt. Der Konzernbereich Financial Institutions verantwortet die Beziehung zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Er bietet unseren Kunden eine umfassende Betreuung und Beratung an, der strategische Schwerpunkt ist die bevorzugte Einschaltung in die finanzielle Abwicklung des Außenhandels. Durch ein Netz von über 7 000 Korrespondenzbanken sowie Geschäftsverbindungen mit Schwellenländern fördert Financial Institutions die Finanzierung und Abwicklung der weltweiten Außenhandelsaktivitäten aller Kunden des Commerzbank-Konzerns und unterstützt damit auch andere Konzernbereiche in deren internationalen Strategien. |
| ― |
Das Segment Central & Eastern Europe umfasst die Aktivitäten von Tochtergesellschaften, Filialen und Beteiligungen in Mittel- und Osteuropa (zum Beispiel die der polnischen BRE Bank, der Bank Forum in der Ukraine oder der Commerzbank Eurasija in Russland). Diese sind unter dem Dach einer Holding zusammengefasst. Diese Managementholding agiert als Center of Competence, operative Steuerungseinheit und Schnittstelle zwischen den lokalen Einheiten und den inländischen Zentralabteilungen sowie als strategischer Entscheider. Geschäftsschwerpunkte im Segment Central & Eastern Europe liegen im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie im kundenbezogenen Investmentbanking. In unseren Auslandseinheiten und Tochtergesellschaften werden nationale und internationale Kunden betreut, die sowohl lokales Geschäft in der Region haben als auch grenzüberschreitende Cross-Border-Geschäfte tätigen. |
| ― |
Corporates & Markets umfasst drei wesentliche Säulen. In Equity Markets & Commodities sind der Handel mit Aktien, Aktienderivaten und Rohstoffprodukten sowie die entsprechenden Vertriebskapazitäten zusammengefasst. Fixed Income & Currencies umfasst Handel und Vertrieb von Zins- und Währungsinstrumenten sowie entsprechender Derivate. Corporate Finance umfasst Finanzierungs- und Beratungsleistungen für Eigen- und Fremdkapitalinstrumente und das zentrale Kreditportfoliomanagement des Segments Corporates & Markets. Zusätzlich ist in Corporates & Markets das Client Relationship Management mit Fokus auf die 100 größten deutschen Firmenkunden sowie ausländische und ausgewählte inländische Versicherungen angesiedelt. |
| ― |
Im Segment Asset Based Finance werden die Ergebnisse aus den Konzernbereichen Commercial Real Estate (CRE) Germany, CRE International, Public Finance, Asset Management and Leasing sowie Ship Finance zusammengefasst. Dabei liegen CRE Germany, CRE International sowie Public Finance nahezu vollständig bei der Commerzbank-Tochter Eurohypo Aktiengesellschaft, ebenso wie der Retail-Bestand der Eurohypo. Der Bereich Asset Management and Leasing beinhaltet vorrangig die Aktivitäten unserer Tochtergesellschaft Commerz Real Aktiengesellschaft. Schließlich führt der Bereich Ship Finance die Schiffsfinanzierungen der Commerzbank-Gruppe in unserer Tochtergesellschaft Deutsche Schiffsbank Aktiengesellschaft zusammen. |
| ― |
Das Segment Portfolio Restructuring Unit (PRU) ist verantwortlich für die Zurückführung von Aktiva, die im Zusammenhang mit eingestellten Eigenhandels- und Investmentaktivitäten stehen, die nicht mehr in die kundenorientierte Strategie der Commerzbank Aktiengesellschaft passen. Die Zielsetzung des Segmentes besteht in der wertmaximierenden Zurückführung des Portfolios. Die Positionen, die durch dieses Segment verwaltet werden, beinhalten nicht staatlich gesicherte Asset-backed Securities (ABS), weitere strukturierte Kreditprodukte, Eigenhandelspositionen in Firmen- und Finanzanleihen sowie exotische Kreditderivate. Diese Positionen wurden primär aus den Segmenten Corporates & Markets sowie ehemals Commercial Real Estate auf die Portfolio Restructuring Unit übertragen. |
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Im Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen eingestellt, die nicht in die Verantwortungsbereiche der operativen Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige werden unter anderem Beteiligungen, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet sind und das Group Treasury ausgewiesen. Ferner sind hier die Kosten der Serviceeinheiten abgebildet, die - mit Ausnahme der Integrations- und Restrukturierungskosten - vollständig auf die Segmente verrechnet werden. Unter Konsolidierung fallen Aufwendungen und Erträge, die von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen der internen Managementberichterstattung auf den Konzernabschluss nach IFRS überleiten. Ferner sind hier die Kosten der Konzernsteuerungseinheiten abgebildet, die - mit Ausnahme der Integrations- und Restrukturierungskosten - ebenfalls vollständig auf die Segmente verrechnet werden. |
Der Erfolg jedes einzelnen Segments wird anhand des Operativen Ergebnisses und des
Ergebnisses vor Steuern sowie der Kennziffern Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote
gemessen.
Das Operative Ergebnis ist definiert als die Summe aus Zinsüberschuss nach Risikovorsorge,
Provisionsüberschuss, Handelsergebnis einschließlich Ergebnis aus Sicherungszsuammenhängen,
Ergebnis aus Finanzanlagen, Laufendem Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen
und Sonstigem Ergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen. Durch den Ausweis von
Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch im durchschnittlich gebundenen
Eigenkapital die Anteile Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein Segment verantwortlich
ist, sind somit im Ergebnis vor Steuern berücksichtigt.
Die Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses (operativ
und vor Steuern) zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie sich
das im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft
spiegelt die Kosteneffizienz der Segmente wider; sie errechnet sich aus dem Verhältnis
von Verwaltungsaufwand zu Erträgen vor Risikovorsorge.
Erträge und Aufwendungen weisen wir verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich
nach der Marktzinsmethode bei den Segmenten aus. Im Zinsüberschuss werden die tatsächlichen
Refinanzierungsaufwendungen für die den jeweiligen Segmenten zugeordneten geschäftsspezifischen
Beteiligungen gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen aus dem Eigenkapital
wird im Verhältnis des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals dem Zinsüberschuss
der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der Zinssatz entspricht dem Zinssatz einer risikofreien
Anlage auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Die Ermittlung des durchschnittlich gebundenen
Eigenkapitals erfolgte im Jahr 2010 nach Basel-II-Systematik auf Basis der ermittelten
durchschnittlichen Risikoaktiva und der Anrechnungsbeträge für Marktrisikopositionen
(Risikoaktiva-Äquivalente). Auf Konzernebene wird das Investorenkapital gezeigt, das
der Berechnung der Eigenkapitalrendite dient. Die für die Segmentberichterstattung
unterstellte Kapitalunterlegung der Risikoaktiva beträgt 7 %.
Die Segmentberichterstattung des Commerzbank-Konzerns zeigt die Vorsteuerergebnisse
der Segmente. Um den betriebswirtschaftlichen Ergebniseffekt aus spezifischen steuerlich
induzierten Transaktionen des Segments Corporates & Markets in dieser Berichterstattung
abzubilden, enthält der Zinsüberschuss des Segments Corporates & Markets deshalb ein
dem Nachsteuerergebnis dieser Transaktionen entsprechendes Vorsteueräquivalent. Bei
der Überleitung der Segmentberichterstattung auf die Zahlen der externen Rechnungslegung
wird dieses Vorsteueräquivalent im Bereich Sonstige und Konsolidierung eliminiert.
Die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen in Höhe von 737 Mio Euro (Vorjahr:
378 Mio Euro) verteilen sich auf die Segmente Privatkunden mit 236 Mio Euro (Vorjahr:
174 Mio Euro), Mittelstandsbank mit 95 Mio Euro (Vorjahr: 40 Mio Euro), Corporates
& Markets mit 20 Mio Euro (Vorjahr: 19 Mio Euro), Asset Based Finance mit 320 Mio
Euro (Vorjahr: 71 Mio Euro) sowie Sonstige und Konsolidierung mit 66 Mio Euro (Vorjahr:
74 Mio Euro).
Der im Operativen Ergebnis ausgewiesene Verwaltungsaufwand beinhaltet den Personalaufwand,
den Sachaufwand sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen und Sonstige immaterielle
Anlagewerte. Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen auf Geschäfts- oder
Firmenwerte sowie Markennamen werden unterhalb des Operativen Ergebnisses im Ergebnis
vor Steuern ausgewiesen. Die Zuordnung des Verwaltungsaufwands zu den einzelnen Segmenten
erfolgt nach dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den internen Leistungen ergebenden
indirekten Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger in Rechnung gestellt beziehungsweise
führen beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser
internen Leistungsbeziehungen erfolgt zu Marktpreisen oder Vollkosten.
Die nachstehenden Tabellen enthalten Informationen zu den Segmenten für die Geschäftsjahre
2010 und 2009.
Aufteilung nach Segmenten:
| Geschäftsjahr 2010 Mio € |
Privatkunden | Mittelstandsbank | Central & Eastern Europe |
Corporates & Markets |
Asset Based Finance |
Portfolio Restructuring Unit |
| Zinsüberschuss | 1 983 | 2 081 | 674 | 767 | 1 160 | 82 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | - 246 | - 279 | - 361 | 27 | - 1 584 | - 62 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 1 737 | 1 802 | 313 | 794 | - 424 | 20 |
| Provisionsüberschuss | 1 941 | 983 | 208 | 254 | 327 | - |
| Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 1 | 24 | 73 | 1 160 | - 78 | 787 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 31 | 188 | - 4 | 220 | - 352 | - 29 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 10 | 30 | - | 11 | - 20 | - |
| Sonstiges Ergebnis | - 120 | 14 | 28 | - 20 | - 114 | 3 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 3 846 | 3 320 | 979 | 2 392 | 923 | 843 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 3 600 | 3 041 | 618 | 2 419 | - 661 | 781 |
| Verwaltungsaufwendungen | 3 552 | 1 443 | 565 | 1 633 | 609 | 106 |
| Operatives Ergebnis | 48 | 1 598 | 53 | 786 | - 1 270 | 675 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen | - | - | - | - | - | - |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | - | 33 | - |
| Ergebnis vor Steuern | 48 | 1 598 | 53 | 786 | - 1 303 | 675 |
| Aktiva | 60 330 | 80 026 | 29 424 | 255 925 | 238 013 | 16 980 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital | 3 397 | 5 550 | 1 627 | 3 855 | 6 166 | 1 211 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 1,4 | 28,8 | 3,3 | 20,4 | - 20,6 |
|
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 92,4 | 43,5 | 57,7 | 68,3 | 66,0 |
|
| Eigenkapitalrendite des Ergebnisses vor Steuern (%) | 1,4 | 28,8 | 3,3 | 20,4 | - 21,1 |
|
| Mitarbeiterdurchschnitt | 20 007 | 5 367 | 9 733 | 1 991 | 1 875 | 52 |
| Geschäftsjahr 2010 Mio € |
Sonstige und Konsolidierung |
Konzern |
| Zinsüberschuss | 307 | 7 054 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | 6 | - 2 499 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 313 | 4 555 |
| Provisionsüberschuss | - 66 | 3 647 |
| Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | - 9 | 1 958 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 54 | 108 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 4 | 35 |
| Sonstiges Ergebnis | 78 | - 131 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 368 | 12 671 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 374 | 10 172 |
| Verwaltungsaufwendungen | 878 | 8 786 |
| Operatives Ergebnis | - 504 | 1 386 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen | - | - |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | 33 |
| Ergebnis vor Steuern | - 504 | 1 353 |
| Aktiva | 73 601 | 754 299 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital | 9 175 | 30 981 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) |
|
4,5 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) |
|
69,3 |
| Eigenkapitalrendite des Ergebnisses vor Steuern (%) |
|
4,4 |
| Mitarbeiterdurchschnitt | 18 651 | 57 676 |
| Geschäftsjahr 2009 Mio € |
Privatkunden | Mittelstandsbank | Central & Eastern Europe |
Corporates & Markets |
Asset Based Finance |
Portfolio Restructuring Unit |
| Zinsüberschuss | 2 139 | 2 156 | 665 | 780 | 1 101 | 252 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | - 246 | - 954 | - 812 | - 289 | - 1 588 | - 327 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 1 893 | 1 202 | - 147 | 491 | - 487 | - 75 |
| Provisionsüberschuss1 | 2 163 | 924 | 170 | 352 | 297 | 11 |
| Handelsergebnis1 und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | - 1 | - 129 | 79 | 681 | 197 | - 812 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | - 4 | 1 | - 14 | 27 | - 87 | - 432 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 11 | 4 | - | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | - 99 | - 69 | 5 | 5 | - 64 | 4 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 4 209 | 2 887 | 905 | 1 845 | 1 444 | - 977 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 3 963 | 1 933 | 93 | 1 556 | -144 | - 1 304 |
| Verwaltungsaufwendungen | 3 821 | 1 331 | 486 | 1 976 | 669 | 148 |
| Operatives Ergebnis | 142 | 602 | - 393 | - 420 | - 813 | - 1 452 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen | - | - | - | 23 | 745 | - |
| Restrukturierungsaufwendungen | 338 | 74 | 5 | 128 | 67 | 2 |
| Ergebnis vor Steuern | - 196 | 528 | - 398 | - 571 | - 1 625 | - 1 454 |
| Aktiva | 69 220 | 85 235 | 25 761 | 300 211 | 261 455 | 26 002 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital | 3 256 | 5 393 | 1 605 | 4 421 | 6 821 | 1 740 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 4,4 | 11,2 | - 24,5 | - 9,5 | - 11,9 |
|
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 90,8 | 46,1 | 53,7 | 107,1 | 46,3 |
|
| Eigenkapitalrendite des Ergebnisses vor Steuern (%) | - 6,0 | 9,8 | - 24,8 | - 12,9 | - 23,8 |
|
| Mitarbeiterdurchschnitt | 22 789 | 5 638 | 10 511 | 2 755 | 2 089 | 53 |
| Geschäftsjahr 2009 Mio € |
Sonstige und Konsolidierung |
Konzern |
| Zinsüberschuss | 81 | 7 174 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | 2 | - 4 214 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 83 | 2 960 |
| Provisionsüberschuss1 | - 144 | 3 773 |
| Handelsergebnis1 und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | - 424 | - 409 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 926 | 417 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | - | 15 |
| Sonstiges Ergebnis | 196 | - 22 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 635 | 10 948 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 637 | 6 734 |
| Verwaltungsaufwendungen | 573 | 9 004 |
| Operatives Ergebnis | 64 | - 2 270 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen | - | 768 |
| Restrukturierungsaufwendungen | 1 007 | 1 621 |
| Ergebnis vor Steuern | - 943 | - 4 659 |
| Aktiva | 76 219 | 844 103 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital | 5 116 | 28 352 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) |
|
- 8,0 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) |
|
82,2 |
| Eigenkapitalrendite des Ergebnisses vor Steuern (%) |
|
- 16,4 |
| Mitarbeiterdurchschnitt | 19 432 | 63 267 |
1
Anpassung aufgrund Vereinheitlichung der Ausweisstruktur (siehe Note 2).
Detailangaben Sonstige und Konsolidierung:
| Mio € | 2010 | 2009 | ||||
|
|
Sonstige | Konsolidierung | Sonstige und Konsolidierung |
Sonstige | Konsolidierung | Sonstige und Konsolidierung |
| Zinsüberschuss | 332 | - 25 | 307 | 72 | 9 | 81 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | 6 | - | 6 | 2 | - | 2 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 338 | - 25 | 313 | 74 | 9 | 83 |
| Provisionsüberschuss1 | - 65 | - 1 | - 66 | - 12 | - 132 | - 144 |
| Handelsergebnis1 und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 10 | - 19 | - 9 | - 200 | - 224 | - 424 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 55 | - 1 | 54 | 930 | - 4 | 926 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 4 | - | 4 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | 100 | - 22 | 78 | 124 | 72 | 196 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 436 | - 68 | 368 | 914 | - 279 | 635 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 442 | - 68 | 374 | 916 | - 279 | 637 |
| Verwaltungsaufwendungen | 891 | - 13 | 878 | 558 | 15 | 573 |
| Operatives Ergebnis | - 449 | - 55 | - 504 | 358 | - 294 | 64 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen | - | - | - | - | - | - |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | 676 | 331 | 1 007 |
| Ergebnis vor Steuern | - 449 | - 55 | - 504 | - 318 | - 625 | - 943 |
| Aktiva | 73 601 | - | 73 601 | 76 219 | - | 76 219 |
1
Anpassung im Vorjahr aufgrund Vereinheitlichung der Ausweisstruktur (siehe Note 2).
In den Vorjahreswerten ist für den Bereich Sonstige und Konsolidierung zu beachten,
dass die Ergebnisse der Marktsegmente aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit den
Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2009 beinhalten. Die Differenz zum Konzernergebnis
- das für die Dresdner Bank nur den Zeitraum 13. Januar bis 31. Dezember 2009 beinhaltet
- wird im Bereich Sonstige ausgewiesen.
Unter Konsolidierung berichten wir Konsolidierungs- und Überleitungssachverhalte vom
Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss. Unter anderem
werden dort folgende Sachverhalte abgebildet:
| ― |
Bewertungseffekte aus der Anwendung des Hedge Accountings gemäß IAS 39 auf bankübergreifende Transaktionen werden in Konsolidierung gezeigt. |
| ― |
Das dem Segment Corporates & Markets aus steuerlich induzierten Transaktionen im Zinsüberschuss zugeordnete Vorsteueräquivalent wird unter Konsolidierung wieder eliminiert. |
| ― |
In den Segmenten angefallene Bewertungsergebnisse für eigene Schuldverschreibungen werden unter Konsolidierung eliminiert. |
| ― |
Sonstige Konsolidierungseffekte für konzerninterne Sachverhalte werden ebenfalls hier berichtet. |
| ― |
Integrations- und Restrukturierungsaufwendungen der Konzernsteuerungseinheiten werden unter Konsolidierung ausgewiesen. |
Quartalsergebnisse nach Segmenten:
| 1. Quartal 2010 Mio € |
Privatkunden | Mittelstandsbank | Central & Eastern Europe |
Corporates & Markets |
Asset Based Finance |
Portfolio Restructuring Unit |
| Zinsüberschuss | 489 | 523 | 159 | 208 | 298 | 23 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | - 66 | - 161 | - 94 | 19 | - 325 | - 22 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 423 | 362 | 65 | 227 | - 27 | 1 |
| Provisionsüberschuss1 | 547 | 271 | 47 | 75 | 88 | - 3 |
| Handelsergebnis1 und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 1 | - 4 | 18 | 448 | - 4 | 282 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 9 | - 3 | - 1 | - 14 | - 2 | - 94 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 4 | - | - | - | - 2 | - |
| Sonstiges Ergebnis | - 49 | 45 | 3 | 8 | 14 | - |
| Erträge vor Risikovorsorge | 1 001 | 832 | 226 | 725 | 392 | 208 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 935 | 671 | 132 | 744 | 67 | 186 |
| Verwaltungsaufwendungen | 912 | 358 | 126 | 410 | 152 | 25 |
| Operatives Ergebnis | 23 | 313 | 6 | 334 | - 85 | 161 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen | - | - | - | - | - | - |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | - | - | - |
| Ergebnis vor Steuern | 23 | 313 | 6 | 334 | - 85 | 161 |
| 1. Quartal 2010 Mio € |
Sonstige und Konsolidierung |
Konzern |
| Zinsüberschuss | 186 | 1 886 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | 5 | - 644 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 191 | 1 242 |
| Provisionsüberschuss1 | - 28 | 997 |
| Handelsergebnis1 und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 95 | 836 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | - 14 | - 119 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | - | 2 |
| Sonstiges Ergebnis | 1 | 22 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 240 | 3 624 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 245 | 2 980 |
| Verwaltungsaufwendungen | 226 | 2 209 |
| Operatives Ergebnis | 19 | 771 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen | - | - |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - |
| Ergebnis vor Steuern | 19 | 771 |
1
Anpassung aufgrund Vereinheitlichung der Ausweisstruktur (siehe Note 2).
| 2. Quartal 2010 Mio € |
Privatkunden | Mittelstandsbank | Central & Eastern Europe |
Corporates & Markets |
Asset Based Finance |
Portfolio Restructuring Unit |
| Zinsüberschuss | 486 | 554 | 161 | 198 | 319 | 10 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | - 70 | - 94 | - 92 | - | - 354 | - 28 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 416 | 460 | 69 | 198 | - 35 | - 18 |
| Provisionsüberschuss1 | 497 | 222 | 53 | 64 | 80 | 7 |
| Handelsergebnis1 und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 1 | 50 | 20 | 187 | 30 | 56 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 5 | 15 | 4 | 43 | - 158 | 70 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 3 | - | - | - | 2 | - |
| Sonstiges Ergebnis | 6 | - 11 | 9 | 11 | - 21 | 7 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 998 | 830 | 247 | 503 | 252 | 150 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 928 | 736 | 155 | 503 | - 102 | 122 |
| Verwaltungsaufwendungen | 914 | 349 | 148 | 394 | 147 | 27 |
| Operatives Ergebnis | 14 | 387 | 7 | 109 | - 249 | 95 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen | - | - | - | - | - | - |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | - | 33 | - |
| Ergebnis vor Steuern | 14 | 387 | 7 | 109 | - 282 | 95 |
| 2. Quartal 2010 Mio € |
Sonstige und Konsolidierung |
Konzern |
| Zinsüberschuss | 125 | 1 853 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | - 1 | - 639 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 124 | 1 214 |
| Provisionsüberschuss1 | - 18 | 905 |
| Handelsergebnis1 und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | - 28 | 316 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 81 | 60 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 1 | 6 |
| Sonstiges Ergebnis | - 31 | - 30 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 130 | 3 110 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 129 | 2 471 |
| Verwaltungsaufwendungen | 249 | 2 228 |
| Operatives Ergebnis | - 120 | 243 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen | - | - |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | 33 |
| Ergebnis vor Steuern | - 120 | 210 |
1
Anpassung aufgrund Vereinheitlichung der Ausweisstruktur (siehe Note 2).
| 3. Quartal 2010 Mio € |
Privatkunden | Mittelstandsbank | Central & Eastern Europe |
Corporates & Markets |
Asset Based Finance |
Portfolio Restructuring Unit |
| Zinsüberschuss | 501 | 482 | 164 | 141 | 283 | 29 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | - 64 | 69 | - 127 | - 6 | - 493 | - 2 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 437 | 551 | 37 | 135 | - 210 | 27 |
| Provisionsüberschuss | 458 | 239 | 53 | 55 | 83 | 2 |
| Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 2 | - 14 | 19 | 313 | - 49 | 328 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 4 | 29 | 4 | 31 | - 51 | - 9 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 4 | - | - | 1 | - 9 | - |
| Sonstiges Ergebnis | - 6 | - 9 | 9 | 25 | - 24 | - 3 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 963 | 727 | 249 | 566 | 233 | 347 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 899 | 796 | 122 | 560 | - 260 | 345 |
| Verwaltungsaufwendungen | 875 | 367 | 153 | 438 | 144 | 31 |
| Operatives Ergebnis | 24 | 429 | - 31 | 122 | - 404 | 314 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen | - |
- |
- |
- |
- |
- |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | - | - | - |
| Ergebnis vor Steuern | 24 | 429 | - 31 | 122 | - 404 | 314 |
| 3. Quartal 2010 Mio € |
Sonstige und Konsolidierung |
Konzern |
| Zinsüberschuss | 33 | 1 633 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | 2 | - 621 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 35 | 1 012 |
| Provisionsüberschuss | - 20 | 870 |
| Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | - 177 | 422 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | - 32 | - 24 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | - 1 | - 5 |
| Sonstiges Ergebnis | 34 | 26 |
| Erträge vor Risikovorsorge | -163 | 2 922 |
| Erträge nach Risikovorsorge | -161 | 2 301 |
| Verwaltungsaufwendungen | 177 | 2 185 |
| Operatives Ergebnis | - 338 | 116 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen | - |
- |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - |
| Ergebnis vor Steuern | - 338 | 116 |
| 4. Quartal 2010 Mio € |
Privatkunden | Mittelstandsbank | Central & Eastern Europe |
Corporates & Markets |
Asset Based Finance |
Portfolio Restructuring Unit |
| Zinsüberschuss | 507 | 522 | 190 | 220 | 260 | 20 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | - 46 | - 93 | - 48 | 14 | - 412 | - 10 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 461 | 429 | 142 | 234 | - 152 | 10 |
| Provisionsüberschuss | 439 | 251 | 55 | 60 | 76 | - 6 |
| Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | - 3 | - 8 | 16 | 212 | - 55 | 121 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 13 | 147 | - 11 | 160 | - 141 | 4 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | - 1 | 30 | - | 10 | - 11 | - |
| Sonstiges Ergebnis | - 71 | - 11 | 7 | - 64 | - 83 | - 1 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 884 | 931 | 257 | 598 | 46 | 138 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 838 | 838 | 209 | 612 | - 366 | 128 |
| Verwaltungsaufwendungen | 851 | 369 | 138 | 391 | 166 | 23 |
| Operatives Ergebnis | - 13 | 469 | 71 | 221 | - 532 | 105 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen | - |
- |
- |
- |
- |
- |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | - | - | - |
| Ergebnis vor Steuern | - 13 | 469 | 71 | 221 | - 532 | 105 |
| 4. Quartal 2010 Mio € |
Sonstige und Konsolidierung |
Konzern |
| Zinsüberschuss | - 37 | 1 682 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | - | - 595 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | - 37 | 1 087 |
| Provisionsüberschuss | - | 875 |
| Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 101 | 384 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 19 | 191 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 4 | 32 |
| Sonstiges Ergebnis | 74 | - 149 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 161 | 3 015 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 161 | 2 420 |
| Verwaltungsaufwendungen | 226 | 2 164 |
| Operatives Ergebnis | - 65 | 256 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen | - |
- |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - |
| Ergebnis vor Steuern | - 65 | 256 |
Die Zuordnung in die Segmente nach dem jeweiligen Sitz der Filiale oder des Konzernunternehmens
ergab nachfolgende Verteilung:
| Geschäftsjahr 2010 Mio € |
Deutschland | Europa ohne Deutschland |
Amerika | Asien | Sonstige | Gesamt |
| Zinsüberschuss | 4 497 | 2 170 | 263 | 123 | 1 | 7 054 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | - 873 | - 1 302 | - 302 | - 22 | - | - 2 499 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 3 624 | 868 | - 39 | 101 | 1 | 4 555 |
| Provisionsüberschuss | 3 189 | 360 | 70 | 28 | - | 3 647 |
| Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 381 | 1 496 | 72 | 9 | - | 1 958 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 57 | 1 | 44 | 6 | - | 108 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 40 | - 5 | - | - | - | 35 |
| Sonstiges Ergebnis | - 130 | - 11 | 8 | 2 | - | - 131 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 8 034 | 4 011 | 457 | 168 | 1 | 12 671 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 7 161 | 2 709 | 155 | 146 | 1 | 10 172 |
| Verwaltungsaufwendungen | 7 011 | 1 465 | 201 | 109 | - | 8 786 |
| Operatives Ergebnis | 150 | 1 244 | - 46 | 37 | 1 | 1 386 |
| Risikoaktiva für Kreditrisiken | 150 837 | 66 138 | 10 742 | 4 672 | 49 | 232 438 |
Im Vorjahr erzielten wir in den geografischen Märkten folgende Ergebnisse:
| Geschäftsjahr 2009 Mio € |
Deutschland | Europa ohne Deutschland |
Amerika | Asien | Sonstige | Gesamt |
| Zinsüberschuss | 4 631 | 2 107 | 334 | 101 | 1 | 7 174 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | - 1 915 | - 1 767 | - 512 | - 21 | 1 | - 4 214 |
| Zinsüberschuss nach Risikovorsorge | 2 716 | 340 | - 178 | 80 | 2 | 2 960 |
| Provisionsüberschuss1 | 3 182 | 495 | 64 | 32 | - | 3 773 |
| Handelsergebnis1 und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 739 | - 910 | - 155 | - 83 | - | - 409 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 691 | - 118 | - 170 | 14 | - | 417 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 13 | 2 | - | - | - | 15 |
| Sonstiges Ergebnis | - 72 | - 6 | 78 | - 24 | 2 | - 22 |
| Erträge vor Risikovorsorge | 9 184 | 1 570 | 151 | 40 | 3 | 10 948 |
| Erträge nach Risikovorsorge | 7 269 | -197 | - 361 | 19 | 4 | 6 734 |
| Verwaltungsaufwendungen | 6 908 | 1 698 | 271 | 124 | 3 | 9 004 |
| Operatives Ergebnis | 361 | - 1 895 | - 632 | - 105 | 1 | - 2 270 |
| Risikoaktiva für Kreditrisiken | 147 472 | 77 899 | 16 558 | 4 294 | 90 | 246 313 |
1
Anpassung aufgrund Vereinheitlichung der Ausweisstruktur (siehe Note 2).
Von den Erträgen vor Risikovorsorge in Europa entfielen rund 55 % auf unsere Einheiten
in Großbritannien (Vorjahr: - 34 %), 18 % auf unsere Einheiten in Polen (Vorjahr:
40 %) und 12 % auf unseren Einheiten in Luxemburg (Vorjahr: 28 %). Statt der langfristigen
Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken aus. Eine Aufgliederung
des Gesamtbetrags der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen
wird bedingt durch die Übernahme der Dresdner Bank erst erfolgen, wenn die Produkt-
und Dienstleistungsdefinitionen und die Informationssysteme im neuen Commerzbank-Konzern
vereinheitlicht sind.
Als Barreserve fassen wir folgende Posten zusammen:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Kassenbestand | 1 388 | 1 338 | 3,7 |
| Guthaben bei Zentralnotenbanken | 6 386 | 7 842 | - 18,6 |
| Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind |
279 | 1 149 | - 75,7 |
| Gesamt | 8 053 | 10 329 | - 22,0 |
Im Guthaben bei Zentralnotenbanken waren Forderungen in Höhe von 1 111 Mio Euro (Vorjahr:
3 633 Mio Euro) an die Deutsche Bundesbank enthalten. Das im Durchschnitt vorzuhaltende
Mindestreserve-Soll betrug 4 593 Mio Euro (Vorjahr: 4 349 Mio Euro) für die Erfüllungsperiode
Dezember 2010 bis Januar 2011. Da sich die Erfüllung der Mindestreservepflicht nach
den durchschnittlichen Guthaben bemisst, gibt es keine Verfügungsbeschränkungen für
Guthaben bei der Deutschen Bundesbank.
|
|
Gesamt |
|
Täglich fällig | Andere Forderungen | ||
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränd. in % |
31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 |
| Kreditinstitute in Deutschland | 33 403 | 32 331 | 3,3 | 16 628 | 13 568 | 16 775 |
| Kreditinstitute außerhalb Deutschlands | 77 553 | 74 878 | 3,6 | 28 723 | 22 996 | 48 830 |
| Gesamt | 110 956 | 107 209 | 3,5 | 45 351 | 36 564 | 65 605 |
| darunter entfallen auf die Kategorie: |
|
|
|
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 62 883 | 52 347 | 20,1 |
|
|
|
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | - | - | . |
|
|
|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 48 073 | 54 862 | - 12,4 |
|
|
|
|
|
Andere Forderungen |
| Mio € | 31.12.2009 |
| Kreditinstitute in Deutschland | 18 763 |
| Kreditinstitute außerhalb Deutschlands | 51 882 |
| Gesamt | 70 645 |
| darunter entfallen auf die Kategorie: |
|
| Kredite und Forderungen |
|
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
|
Die Forderungen an Kreditinstitute beliefen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf
110 616 Mio Euro (Vorjahr: 106 689 Mio Euro). Die nachfolgende Tabelle stellt die
Forderungen an Kreditinstitute nach wesentlichen Geschäftsarten dar:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Reverse Repos und Cash Collaterals | 68 687 | 58 863 | 16,7 |
| Forderungen aus dem Geldhandel | 6 765 | 16 312 | - 58,5 |
| Schuldscheindarlehen | 9 893 | 12 831 | - 22,9 |
| Übrige Forderungen | 25 611 | 19 203 | 33,4 |
| Gesamt | 110 956 | 107 209 | 3,5 |
In den Schuldscheindarlehen und den Übrigen Forderungen an Kreditinstitute waren 9
572 Mio Euro (Vorjahr: 10 080 Mio Euro) Kommunalkredite enthalten.
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Forderungen an Kunden in Deutschland | 207 690 | 217 987 | - 4,7 |
| Forderungen an Kunden außerhalb Deutschlands | 129 182 | 143 496 | - 10,0 |
| Gesamt | 336 872 | 361 483 | - 6,8 |
| darunter entfallen auf die Kategorie: |
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 308 456 | 336 995 | - 8,5 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | - | - | . |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 28 416 | 24 488 | 16,0 |
Die Forderungen an Kunden beliefen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf 327 755
Mio Euro (Vorjahr: 352 194 Mio Euro). Die nachfolgende Tabelle stellt die Forderungen
an Kunden nach wesentlichen Geschäftsarten dar:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Reverse Repos und Cash Collaterals | 29 963 | 22 362 | 34,0 |
| Forderungen aus dem Geldhandel | 8 996 | 17 025 | - 47,2 |
| Schuldscheindarlehen | 26 599 | 36 836 | - 27,8 |
| Hypotheken- und dinglich besicherte Forderungen | 134 321 | 139 904 | - 4,0 |
| Übrige Forderungen | 136 993 | 145 356 | - 5,8 |
| Gesamt | 336 872 | 361 483 | - 6,8 |
In den Schuldscheindarlehen und den Übrigen Forderungen an Kunden waren Kommunalkredite
in Höhe von 34 041 Mio Euro (Vorjahr: 38 456 Mio Euro) enthalten.
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Kredite an Kreditinstitute | 23 404 | 25 011 | - 6,4 |
| Kredite an Kunden | 306 912 | 343 390 | - 10,6 |
| Gesamt | 330 316 | 368 401 | - 10,3 |
Kredite grenzen wir gegenüber den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden dahingehend
ab, dass als Kredite nur solche Forderungen gezeigt werden, für die besondere Kreditvereinbarungen
mit den Kreditnehmern geschlossen wurden. Damit werden zum Beispiel Geldhandelsgeschäfte
mit Banken und Reverse-Repo-Geschäfte nicht als Kredite ausgewiesen. In den Krediten
an Kunden sind auch Wechselkredite enthalten.
Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird nach konzerneinheitlichen Regeln gebildet
und deckt alle erkennbaren Bonitätsrisiken ab. Für eingetretene, aber noch nicht bekannt
gewordene Ausfälle haben wir Portfoliowertberichtigungen anhand der aus der Basel-II-Systematik
abgeleiteten Verfahren ermittelt. Insgesamt entwickelte sich die Risikovorsorge im
Kreditgeschäft nach Kategorien wie folgt:
| Mio € | Stand 1.1.2010 | Zuführung | Auflösungen | Verbrauch | Veränderungen im Konsolidierungskreis |
Wechselkursänderungen / Umbuchung |
| Risikovorsorge für bilanzwirksame Risiken im Kreditgeschäft | 9 809 | 4 137 | 1 906 | 2 631 | - | 48 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 520 | 41 | 67 | 310 | - | 156 |
| Forderungen an Kunden | 9 289 | 4 096 | 1 839 | 2 321 | - | - 108 |
| Rückstellungen für außerbilanzielle Risiken im Kreditgeschäft | 642 | 303 | 301 | 7 | - | - 22 |
| Gesamt | 10 451 | 4 440 | 2 207 | 2 638 | - | 26 |
| Mio € | Stand 31.12.2010 |
| Risikovorsorge für bilanzwirksame Risiken im Kreditgeschäft | 9 457 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 340 |
| Forderungen an Kunden | 9 117 |
| Rückstellungen für außerbilanzielle Risiken im Kreditgeschäft | 615 |
| Gesamt | 10 072 |
Die erfolgswirksamen Zuführungen und Auflösungen führten unter Berücksichtigung von
Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf abgeschriebene Forderungen
zu einem Risikovorsorgeaufwand von 2 499 Mio Euro (Vorjahr: 4 214 Mio Euro).
|
|
Wertberichtigungen für Einzelrisiken | Wertberichtigungen für Portfoliorisiken | Wertberichtigungen gesamt | |||
| Mio € | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Stand 1.1. | 8 345 | 4 779 | 1 464 | 820 | 9 809 | 5 599 |
| Zuführungen | 3 894 | 4 542 | 243 | 497 | 4 137 | 5 039 |
| Abgänge | 3 888 | 3 004 | 649 | 182 | 4 537 | 3 186 |
| darunter: Inanspruchnahmen | 2 631 | 2 143 | - | - | 2 631 | 2 143 |
| darunter: Auflösungen | 1 257 | 861 | 649 | 182 | 1 906 | 1 043 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | 2 126 | - | 376 | - | 2 502 |
| Wechselkursänderungen/ Umbuchungen | 10 | - 98 | 38 | - 47 | 48 | - 145 |
| Stand 31.12. | 8 361 | 8 345 | 1 096 | 1 464 | 9 457 | 9 809 |
|
|
|
| Mio € | Veränd. in % |
| Stand 1.1. | 75,2 |
| Zuführungen | - 17,9 |
| Abgänge | 42,4 |
| darunter: Inanspruchnahmen | 22,8 |
| darunter: Auflösungen | 82,7 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | . |
| Wechselkursänderungen/ Umbuchungen | . |
| Stand 31.12. | - 3,6 |
|
|
Rückstellungen für Einzelrisiken | Rückstellungen für Portfoliorisiken | Rückstellungen im Kreditgeschäft | |||
| Mio € | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Stand 1.1. | 364 | 232 | 278 | 214 | 642 | 446 |
| Zuführungen | 207 | 209 | 96 | 57 | 303 | 266 |
| Abgänge | 166 | 180 | 142 | 93 | 308 | 273 |
| darunter: Inanspruchnahmen | 7 | 1 | - | - | 7 | 1 |
| darunter: Auflösungen | 159 | 179 | 142 | 93 | 301 | 272 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | 107 | - | 94 | - | 201 |
| Wechselkursänderungen/ Umbuchungen | - 21 | - 4 | - 1 | 6 | - 22 | 2 |
| Stand 31.12. | 384 | 364 | 231 | 278 | 615 | 642 |
|
|
|
| Mio € | Veränd. in % |
| Stand 1.1. | 43,9 |
| Zuführungen | 13,9 |
| Abgänge | 12,8 |
| darunter: Inanspruchnahmen | . |
| darunter: Auflösungen | 10,7 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | . |
| Wechselkursänderungen/ Umbuchungen | . |
| Stand 31.12. | - 4,2 |
Die Aufgliederung der Risikovorsorge für Adressenausfallrisiken nach Kundengruppen
stellte sich wie folgt dar:
| Mio € | Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen für das Kreditgeschäft |
Kreditausfälle1 im Jahr 2010 | Nettozuführung2
zu den Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft |
| Kunden in Deutschland | 4 194 | 1 479 | 1 090 |
| Firmenkunden | 2 889 | 752 | 686 |
| Verarbeitendes Gewerbe | 901 | 221 | 69 |
| Baugewerbe | 113 | 76 | - 6 |
| Handel | 249 | 104 | 82 |
| Dienstleistungen und Übrige | 1 626 | 351 | 541 |
| Privatkunden | 1 305 | 727 | 404 |
| Kunden außerhalb Deutschlands | 4 243 | 1 295 | 1 614 |
| Firmenkunden und Privatkunden | 4 235 | 1 295 | 1 607 |
| Öffentliche Haushalte | 8 | - | 7 |
| Risikovorsorge Kunden | 8 437 | 2 774 | 2 704 |
| Kreditinstitute in Deutschland | 82 | 76 | - 1 |
| Kreditinstitute außerhalb Deutschlands | 226 | 247 | - 18 |
| Risikovorsorge Kreditinstitute | 308 | 323 | - 19 |
| Gesamt | 8 745 | 3 097 | 2 685 |
1
Direktabschreibungen, Verbrauch von Wertberichtigungen und Verbrauch von Rückstellungen
im Kreditgeschäft.
2
Zuführung abzüglich Auflösung.
Den Kreditausfällen und der Nettozuführung zur Risikovorsorge standen Erträge aus
Zuschreibungen von 9 Mio Euro (Vorjahr: 7 Mio Euro) und Eingänge aus abgeschriebenen
Forderungen von 184 Mio Euro (Vorjahr: 171 Mio Euro) gegenüber.
Kennziffern zur Kreditrisikovorsorge:
1
Nettorisikovorsorge (Neubildung abzüglich Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen
im Kreditgeschäft zuzüglich des Saldos aus Direktabschreibungen, Zuschreibungen und
Eingängen auf bereits abgeschriebene Forderungen) in Relation zum Kreditvolumen.
2
Kreditausfälle (Verbrauch von Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft
zuzüglich des Saldos aus Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf bereits
abgeschriebene Forderungen) in Relation zum Kreditvolumen.
3
Risikovorsorgebestand (Bestand an Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft)
in Relation zum Kreditvolumen; Kreditvolumen = Forderungen aus besonderen Kreditvereinbarungen
mit Kreditnehmern (Note 49).
Der Wertanpassungsbetrag von gegen Zinsänderungsrisiken gesicherten Grundgeschäften
betrug 113 Mio Euro (Vorjahr: - 16 Mio Euro). Ein ökonomisch gegenläufiger Betrag
der Sicherungsgeschäfte wird auf der Passivseite unter dem Posten Negative Marktwerte
aus derivativen Sicherungsinstrumenten ausgewiesen.
In diesem Posten werden die positiven Marktwerte von Derivaten ausgewiesen, die zur
Absicherung von Grundgeschäften gegen das Zinsänderungsrisiko eingesetzt wurden.
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
Veränderung in % |
| Positive Marktwerte Micro Fair Value Hedge Accounting | 4 455 | 5 566 |
- 20,0 |
| Positive Marktwerte Portfolio Fair Value Hedge Accounting | 506 | 786 |
- 35,6 |
| Gesamt | 4 961 | 6 352 |
- 21,9 |
Die Handelsaktivitäten des Konzerns umfassen den Handel mit
| ― |
Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren, |
| ― |
Aktien, anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren und Anteilen an Investmentfonds, |
| ― |
Schuldscheindarlehen und sonstigen Forderungen, |
| ― |
Devisen und Edelmetallen, |
| ― |
derivativen Finanzinstrumenten und |
| ― |
Sonstigen Handelsaktiva. |
Der Posten Sonstige Handelsaktiva setzt sich aus positiven Marktwerten von zu syndizierenden
Krediten, Kreditzusagen, Emissionsrechten sowie Krediten und Geldhandelsgeschäften
zusammen.
Alle Handelsbestände werden zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert.
In den Positiven Marktwerten sind auch derivative Finanzinstrumente enthalten, die
nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt werden
können.
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere | 30 305 | 28 898 | 4,9 |
| Geldmarktpapiere | 2 927 | 1 331 | . |
| von öffentlichen Emittenten | 1 938 | 55 | . |
| von anderen Emittenten | 989 | 1 276 | - 22,5 |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 27 378 | 27 567 | - 0,7 |
| von öffentlichen Emittenten | 12 198 | 9 152 | 33,3 |
| von anderen Emittenten | 15 180 | 18 415 | - 17,6 |
| Schuldscheindarlehen | 1 810 | 850 | . |
| Aktien, andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere und Anteile an Investmentfonds | 11 704 | 8 982 | 30,3 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 123 743 | 177 307 | - 30,2 |
| Währungsbezogene derivative Geschäfte | 18 345 | 17 653 | 3,9 |
| Zinsbezogene derivative Geschäfte | 97 012 | 146 487 | - 33,8 |
| Übrige derivate Geschäfte | 8 386 | 13 167 | - 36,3 |
| Sonstige Handelsaktiva1 | 263 | 2 671 | - 90,2 |
| Gesamt | 167 825 | 218 708 | - 23,3 |
1
Einschließlich sonstiger Forderungen aus Handelsaktivitäten.
Von den Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren sowie Aktien,
anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren und Anteilen an Investmentfonds waren 30
690 Mio Euro (Vorjahr: 31 745 Mio Euro) börsennotiert. Die übrigen Marktwerte aus
derivativen Finanzinstrumenten setzten sich hauptsächlich aus 4 125 Mio Euro Aktienderivaten
(Vorjahr: 6 963 Mio Euro) und 3 565 Mio Euro Kreditderivaten (Vorjahr: 5 331 Mio Euro)
zusammen.
Die Finanzanlagen umfassen Finanzinstrumente, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet
werden. Sie setzen sich zusammen aus den nicht Handelszwecken dienenden Schuldverschreibungen
und anderen zinsbezogenen Wertpapieren, Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren
sowie Anteilen an Investmentfonds, den Beteiligungen (einschließlich nicht at-Equity-bewerteten
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) sowie den Anteilen an nicht konsolidierten
Tochterunternehmen.
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere1 | 113 493 | 128 032 | - 11,4 |
| Geldmarktpapiere | 5 036 | 6 452 | - 21,9 |
| von öffentlichen Emittenten | 2 874 | 510 | . |
| von anderen Emittenten | 2 162 | 5 942 | - 63,6 |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 108 457 | 121 580 | - 10,8 |
| von öffentlichen Emittenten | 53 148 | 53 410 | - 0,5 |
| von anderen Emittenten | 55 309 | 68 170 | - 18,9 |
| Aktien, andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere und Anteile an Investmentfonds |
1 284 | 1 530 | - 16,1 |
| Beteiligungen | 807 | 1 194 | - 32,4 |
| darunter: an Kreditinstituten | 410 | 358 | 14,5 |
| Anteile an Tochterunternehmen | 124 | 158 | - 21,5 |
| darunter: an Kreditinstituten | - | 3 | . |
| Gesamt | 115 708 | 130 914 | - 11,6 |
| darunter entfallen auf die Kategorie: |
|
|
|
| Kredite und Forderungen | 70 435 | 79 194 | - 11,1 |
| zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 41 764 | 44 998 | - 7,2 |
| darunter: mit Anschaffungskosten bewertet | 372 | 492 | - 24,4 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 3 509 | 6 722 | - 47,8 |
Nach der Anpassung der Bilanzstruktur (siehe Note 2) beliefen sich die Finanzanlagen
ohne Berücksichtigung der Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen (296 Mio Euro)
zum 31. Dezember 2008 beziehungsweise zum 1. Januar 2009 auf 127 154 Mio Euro.
In den Finanzanlagen zum 31. Dezember 2010 waren 372 Mio Euro (Vorjahr: 492 Mio Euro)
eigenkapitalbezogene Wertpapiere enthalten, die im Wesentlichen nicht börsennotiert
sind (unter anderem GmbH-Anteile) und zu Anschaffungskosten bilanziert wurden, da
uns keine verlässlichen Angaben zur Berechnung von Marktwerten vorlagen.
In der folgenden Tabelle sind die in den Finanzanlagen enthaltenen börsennotierten
Bestände dargestellt. Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen und Finanzanlagen,
auf die die Fair Value Option angewendet wird, sind dabei mit ihren Marktwerten aufgeführt.
Die Finanzanlagen der Kategorie Kredite und Forderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten
gezeigt:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere | 95 793 | 109 012 | - 12,1 |
| Aktien, andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere und Anteile an Investmentfonds | 581 | 772 | - 24,7 |
| Beteiligungen | 300 | 752 | - 60,1 |
| Gesamt | 96 674 | 110 536 | - 12,5 |
In seiner Mitteilung vom 13. Oktober 2008 hat das IASB Änderungen des IAS 39 hinsichtlich
der Umkategorisierung von Finanzinstrumenten verabschiedet. Danach wurden in den Geschäftsjahren
2008 und 2009 Wertpapiere des Public-Finance-Bestandes, die keinen aktiven Markt aufwiesen,
aus der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte in die Kategorie
Kredite und Forderungen umkategorisiert. Für die umkategorisierten Bestände bestand
zum jeweiligen Umkategorisierungszeitpunkt die Absicht und die Fähigkeit, die Wertpapiere
für die vorhersehbare Zukunft beziehungsweise bis zur Fälligkeit zu halten. Der jeweilige
beizulegende Zeitwert zum Umkategorisierungszeitpunkt wurde als neuer Buchwert der
Wertpapierbestände angesetzt. Im Wesentlichen handelte es sich dabei um Wertpapiere
öffentlicher Schuldner (unter anderem europäische und nordamerikanische Gebietskörperschaften,
öffentlich garantierte Asset-backed Securities) sowie von Finanzunternehmen.
Die Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern belief sich für alle umkategorisierten
Wertpapiere der Geschäftsjahre 2008 und 2009 zum 31. Dezember 2010 auf - 1,0 Mrd Euro
(Vorjahr: - 1,2 Mrd Euro). Dieser negative Bestand wird über die Restlaufzeit der
umkategorisierten Wertpapiere aufgelöst. Ohne die durchgeführten Umkategorisierungen
in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 hätte sich eine Neubewertungsrücklage nach latenten
Steuern für den gesamten Bestand von - 2,8 Mrd Euro zum 31. Dezember 2010 ergeben
(Vorjahr: - 1,4 Mrd Euro); die Veränderung zum Vorjahr betrug somit - 1,4 Mrd Euro
(Veränderung 31.12.2009 zum 31.12.2008: - 0,1 Mrd Euro).
Neben den auf Portfoliobasis ermittelten Wertberichtigungen von 1 Mio Euro (Vorjahr:
25 Mio Euro), wurden für die umkategorisierten Bestände im laufenden Geschäftsjahr
saldiert 1,8 Mrd Euro (Vorjahr: 2,5 Mrd Euro) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Zum 31. Dezember 2010 betrug der Buchwert der umkategorisierten Bestände 67,1 Mrd
Euro (Vorjahr: 74,9 Mrd Euro), der beizulegende Zeitwert belief sich auf 64,6 Mrd
Euro (Vorjahr: 74,6 Mrd Euro) und der Bestand der Portfoliowertberichtigungen betrug
kumuliert 51 Mio Euro (Vorjahr: 50 Mio Euro). Die Geschäfte wiesen durchschnittliche
Effektivzinssätze zwischen 0,8 % und 16,2 % (Vorjahr: zwischen 1,2 % und 16,2 %) auf
und wir erwarten daraus ein Zahlungsmittelzufluss von 84,3 Mrd Euro (Vorjahr: 94,6
Mrd Euro).
Entwicklung der Beteiligungen und Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen:
|
|
Beteiligungen | Anteile an Tochterunternehmen |
||
| Mio € | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Beizulegender Zeitwert zum 1.1. | 1 194 | 1 093 | 158 | 124 |
| Anschaffungskosten zum 1.1. | 1 569 | 1 479 | 320 | 248 |
| Wechselkursveränderungen | 8 | - 1 | 6 | 4 |
| Zugänge | 39 | 297 | 16 | 19 |
| Abgänge | 691 | 254 | 53 | 61 |
| Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | - 47 | 48 | 54 | 110 |
| Anschaffungskosten zum 31.12. | 878 | 1 569 | 343 | 320 |
| Zuschreibungen | - | - | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. | 613 | 519 | 162 | 125 |
| Wechselkursveränderungen | 6 | - | - | - |
| Zugänge | 14 | 128 | 11 | - |
| Abgänge | 297 | 27 | 19 | 27 |
| Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | - 10 | - 7 | 65 | 64 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. | 326 | 613 | 219 | 162 |
| Kumulierte Veränderungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert |
255 | 238 | - | - |
| Beizulegender Zeitwert zum 31.12. | 807 | 1 194 | 124 | 158 |
| Mio € | 2010 | 2009 |
| Beizulegender Zeitwert zum 1.1. | 378 | 296 |
| Anschaffungskosten zum 1.1. | 410 | 160 |
| Wechselkursveränderungen | - | - |
| Zugänge | 425 | 560 |
| Abgänge | - | 3 |
| Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | - 14 | - 307 |
| Anschaffungskosten zum 31.12. | 821 | 410 |
| Zuschreibungen | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. | 45 | - |
| Wechselkursveränderungen | - | - |
| Zugänge | 111 | 45 |
| Abgänge | - | - |
| Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. | 156 | 45 |
| Kumulierte Veränderungen aus der at-Equity-Bewertung | 72 | 13 |
| Beizulegender Zeitwert zum 31.12. | 737 | 378 |
| darunter: Anteile an Kreditinstituten | 224 | 174 |
Nach der Anpassung der Bilanzstruktur (siehe Note 2) beliefen sich die Anteile an
at-Equity-bewerteten Unternehmen zum 31. Dezember 2008 beziehungsweise zum 1. Januar
2009 auf 296 Mio Euro.
Unsere Anteile an der Gesamtsumme aller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie
Erträge und Aufwendungen unserer at-Equity-bewerteten Unternehmen sind nachstehend
aufgelistet:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Vermögenswerte | 6 161 | 4 370 | 41,0 |
| Verbindlichkeiten | 5 502 | 3 732 | 47,4 |
| Erträge | 472 | 444 | 6,3 |
| Aufwendungen | 566 | 340 | 66,5 |
Der Commerzbank-Konzern war keinen signifikanten Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten
gegenüber at-Equity-bewerteten Unternehmen ausgesetzt.
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 2 081 | 2 061 | 1,0 |
| Sonstige immaterielle Anlagewerte | 1 020 | 1 148 | - 11,1 |
| Kundenbeziehungen | 546 | 613 | - 10,9 |
| Markennamen | 9 | 51 | - 82,4 |
| Selbst erstellte Software | 219 | 235 | - 6,8 |
| Übrige | 246 | 249 | - 1,2 |
| Gesamt | 3 101 | 3 209 | - 3,4 |
Von den Übrigen entfielen 240 Mio Euro (Vorjahr: 243 Mio Euro) auf Software.
|
|
Geschäfts- oder Firmenwerte | Markennamen | ||
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Privatkunden | 1 079 | 1 079 | - | 31 |
| Mittelstandsbank | 569 | 569 | - | 12 |
| Central & Eastern Europe | 292 | 272 | 9 | 8 |
| Corporates & Markets | 138 | 138 | - | - |
| Asset Based Finance | - | - | - | - |
| Portfolio Restructuring Unit | - | - | - | - |
| Sonstige und Konsolidierung | 3 | 3 | - | - |
| Gesamt | 2 081 | 2 061 | 9 | 51 |
Im Rahmen des Werthaltigtests für Geschäfts- oder Firmenwerte ergab sich für das Geschäftsjahr
2010 kein Wertminderungsbedarf. Bei der Bewertung wurden Beta-Faktoren für die Detailplanungsphase,
wie in nachstehender Tabelle aufgeführt, angesetzt.
|
|
Privatkunden | Mittelstandsbank | Corporates & Markets | Central & Eastern Europe |
| Angesetzte Beta-Faktoren | 1,20 | 1,47 | 1,64 | 1,19 |
Bei der Variation der Beta-Faktoren auf 1,0 beziehungsweise 2,0 ergaben sich die nachfolgenden
Verhältnisse zwischen Überdeckung und Buchwert:
|
|
|
Privatkunden | Mittelstandsbank | Corporates & Markets | Central & Eastern Europe |
| Realistischer Wert | angesetzter Beta-Faktor | 200,8% | 132,4% | 60,0% | 73,0% |
| Sensitivierung | Beta 1,00 | 206,7% | 143,4% | 63,1% | 76,3% |
|
|
Beta 2,00 | 178,3% | 120,6% | 48,5% | 60,4% |
Innerhalb der Sensitivitäten ergaben sich keine Auswirkungen auf die Geschäfts- oder
Firmenwerte.
Entwicklung der immateriellen Anlagewerte:
|
|
Geschäfts- oder Firmenwerte | Selbst erstellte Software | Markennamen und Kundenbeziehungen |
|||
| Mio € | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Buchwert zum 1.1. | 2 061 | 1 006 | 235 | 55 | 664 | 120 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. | 2 830 | 1 086 | 895 | 259 | 983 | 207 |
| Wechselkursveränderungen | 20 | - 20 | 14 | 45 | 4 | - 2 |
| Zugänge | - | 1 765 | 162 | 128 | - | - |
| Abgänge | - | 1 | 238 | 56 | - | - |
| Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | - | - | - 8 | 519 | - | 778 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. | 2 850 | 2 830 | 825 | 895 | 987 | 983 |
| Zuschreibungen | - | - | - | - | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. | 769 | 79 | 660 | 204 | 319 | 87 |
| Wechselkursveränderungen | - | - | 14 | 21 | - | - |
| Zugänge | - | 690 | 118 | 95 | 93 | 232 |
| darunter: außerplanmäßig | - | 690 | 41 | 25 | 1 | 78 |
| Abgänge | - | - | 177 | 39 | - | - |
| Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | - | - | - 9 | 379 | 20 | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. | 769 | 769 | 606 | 660 | 432 | 319 |
| Buchwert zum 31.12. | 2 081 | 2 061 | 219 | 235 | 555 | 664 |
| Im laufenden Geschäftsjahr aktivierte Fremdkapitalzinsen | - | - | - | - | - | - |
| Bandbreite angewendete Zinssätze (in %) | - | - | - | - | - | - |
|
|
Sonstige immaterielle Anlagewerte |
|
| Mio € | 2010 | 2009 |
| Buchwert zum 1.1. | 249 | 155 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. | 1 683 | 1 240 |
| Wechselkursveränderungen | 13 | 6 |
| Zugänge | 114 | 155 |
| Abgänge | 29 | 92 |
| Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | 16 | 374 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. | 1 797 | 1 683 |
| Zuschreibungen | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. | 1 434 | 1 085 |
| Wechselkursveränderungen | 9 | 3 |
| Zugänge | 105 | 54 |
| darunter: außerplanmäßig | - | - |
| Abgänge | 13 | 52 |
| Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | 16 | 344 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. | 1 551 | 1 434 |
| Buchwert zum 31.12. | 246 | 249 |
| Im laufenden Geschäftsjahr aktivierte Fremdkapitalzinsen | - | - |
| Bandbreite angewendete Zinssätze (in %) | - | - |
|
|
Grundstücke und Gebäude |
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
||
| Mio € | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Buchwert zum 1.1. | 1 018 | 786 | 761 | 454 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. | 1 506 | 1 211 | 3 403 | 2 181 |
| Wechselkursveränderungen | 11 | 17 | 59 | 19 |
| Zugänge | 25 | 15 | 170 | 184 |
| Abgänge | 185 | 152 | 218 | 378 |
| Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | - 28 | 415 | 74 | 1 397 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. | 1 329 | 1 506 | 3 488 | 3 403 |
| Zuschreibungen | - | - | - | - |
| Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. | 488 | 425 | 2 642 | 1 727 |
| Wechselkursveränderungen | 4 | 14 | 52 | 7 |
| Zugänge | 81 | 37 | 203 | 227 |
| darunter: außerplanmäßig | 41 | 1 | - | 7 |
| Abgänge | 102 | 110 | 192 | 352 |
| Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis | - 16 | 122 | 67 | 1 033 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. | 455 | 488 | 2 772 | 2 642 |
| Buchwert zum 31.12. | 874 | 1 018 | 716 | 761 |
| Im laufenden Geschäftsjahr aktivierte Fremdkapitalzinsen | - | - | - | - |
| Bandbreite angewendete Zinssätze (in %) | - | - | - | - |
Die Sachanlagen im Commerzbank-Konzern betrugen insgesamt 1 590 Mio Euro (Vorjahr:
1 779 Mio Euro). Im laufenden Geschäftsjahr gab es keine Umgliederungen in den Bilanzposten
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen.
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 650 | 1 267 | - 48,7 |
| in Deutschland | 532 | 1 035 | - 48,6 |
| außerhalb Deutschlands | 118 | 232 | - 49,1 |
| Latente Ertragsteueransprüche | 3 567 | 4 370 | - 18,4 |
| erfolgswirksame Ertragsteueransprüche | 2 329 | 2 950 | - 21,1 |
| erfolgsneutrale Ertragsteueransprüche | 1 238 | 1 420 | - 12,8 |
| Gesamt | 4 217 | 5 637 | - 25,2 |
Aktive latente Steuern bilden die potenziellen Ertragsteuerentlastungen aus temporären
Unterschieden zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz
nach IFRS und den Steuerwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen
sowie zukünftige Ertragsteuerentlastungen aus steuerlichen Verlustvorträgen und noch
nicht genutzten Steuergutschriften ab.
Für folgende steuerliche Verlustvorträge wurden zum 31. Dezember 2010 aufgrund des
zeitlich beschränkten Planungshorizonts und der dadurch bedingten nicht ausreichenden
Wahrscheinlichkeit der Nutzung keine latenten Ertragsteueransprüche aktiviert beziehungsweise
bestehende latente Ertragsteueransprüche wertberichtigt.
| Steuerliche Verlustvorträge | Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Körperschaftsteuer/Corporation Tax/Federal Tax | 10 620 | 12 560 | - 15,4 |
| Unbegrenzt vortragsfähig | 10 302 | 11 550 | - 10,8 |
| Begrenzt vortragsfähig | 318 | 1 010 | . |
| darunter: Verfall in der Folgeperiode | - | 117 | . |
| Gewerbesteuer/Lokale Steuer | 4 029 | 2 935 | 37,3 |
| Unbegrenzt vortragsfähig | 3 793 | 1 948 | 94,7 |
| Begrenzt vortragsfähig | 236 | 987 | . |
| darunter: Verfall in der Folgeperiode | - | - | . |
Latente Ertragsteueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge werden im Wesentlichen
für den inländischen Organkreis, die Filliale London und britische Tochtergesellschaften
gebildet. Sie wurden in Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 275 | 774 | - 64,5 |
| Handelsaktiva und -passiva | 941 | 698 | 34,8 |
| Forderungen an Kreditinstitute und Kunden | 13 | 144 | - 91,0 |
| Finanzanlagen | 80 | 48 | 66,7 |
| Rückstellungen | 60 | 343 | - 82,5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden | 59 | 90 | - 34,4 |
| Übrige Bilanzposten | 463 | 1 071 | - 56,8 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 1 676 | 1 202 | 39,4 |
| Gesamt | 3 567 | 4 370 | - 18,4 |
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien von 1 192 Mio Euro (Vorjahr: 1 279
Mio Euro) entwickelten sich wie folgt:
| Mio € | 2010 | 2009 |
| Buchwert zum 1.1. | 1 279 | 909 |
| Anschaffungskosten/Herstellungskosten zum 1.1. | 1 455 | 997 |
| Wechselkursveränderungen | - | - |
| Zugänge | 83 | 278 |
| Abgänge | 70 | 7 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | - | 40 |
| Umbuchungen | 2 | 147 |
| Anschaffungskosten/Herstellungskosten zum 31.12. | 1 470 | 1 455 |
| Kumulierte Veränderungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | - 278 | - 176 |
| Buchwert zum 31.12. | 1 192 | 1 279 |
| Im laufenden Geschäftsjahr aktivierte Fremdkapitalzinsen | - | - |
| Bandbreite angewendete Zinssätze (in %) | - | - |
Von den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wurden 268 Mio Euro (Vorjahr:
385 Mio Euro) rettungshalber erworben. In den Zugängen des Berichtszeitraums waren
49 Mio Euro (Vorjahr: 14 Mio Euro) nachträgliche Anschaffungskosten für wesentliche
Objekte enthalten.
Im Rahmen von Sensitivitätsanalysen unterstellen wir für Renditeobjekte eine Änderung
des Liegenschaftszinses von + 50 Basispunkten beziehungsweise - 50 Basispunkten und
für Baugrundstücke eine Änderung des Bodenwertes von + 20 % beziehungsweise - 20 %.
Für die wesentlichen Renditeobjekte würde sich daraus eine Marktwertänderung von rund
- 74 Mio Euro beziehungsweise + 86 Mio Euro ergeben. Für Baugrundstücke würde sich
der Marktwert um 12 Mio Euro erhöhen beziehungsweise um 12 Mio Euro vermindern.
Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte von
Veräußerungsgruppen setzten sich wie folgt zusammen:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Forderungen an Kreditinstitute | 10 | 764 | - 98,7 |
| Forderungen an Kunden | 128 | 782 | - 83,6 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 108 | 96 | 12,5 |
| Handelsaktiva | 82 | 834 | - 90,2 |
| Finanzanlagen | 71 | 51 | 39,2 |
| Sachanlagen | 196 | 271 | - 27,7 |
| Sonstige Aktivposten | 487 | 70 | . |
| Gesamt | 1 082 | 2 868 | - 62,3 |
Der Gesamtwert verteilt sich auf die in Note 3 genannten vollkonsolidierten Tochtergesellschaften,
die jeweils als Veräußerungsgruppe eingestuft wurden. In allen Fällen sind die Verkaufsverträge
entweder bereits abgeschlossen oder ein Abschluss steht bevor. Die Erfüllung der Verträge
soll voraussichtlich während des Geschäftsjahres 2011 erfolgen.
Die Sonstigen Aktiva setzten sich im Wesentlichen aus folgenden Posten zusammen:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Einzugspapiere | 612 | 632 | - 3,2 |
| Edelmetalle | 671 | 811 | - 17,3 |
| Leasinggegenstände | 221 | 554 | - 60,1 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 340 | 380 | - 10,5 |
| Übrige Aktiva | 5 505 | 1 406 | . |
| Gesamt | 7 349 | 3 783 | 94,3 |
Nach Anpassung der Bilanzstruktur (siehe Note 2) betrugen die Sonstigen Aktiva 3 432
Mio Euro zum 31. Dezember 2008 beziehungsweise zum 1. Januar 2009 ohne Berücksichtigung
der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (909 Mio Euro) sowie der zur Veräußerung
gehaltenen Vermögenwerte und der Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen (684 Mio Euro).
Die Leasinggegenstände innerhalb der Sonstigen Aktiva haben sich wie folgt entwickelt:
| Mio € | 2010 | 2009 |
| Buchwert zum 1.1. | 554 | 358 |
| Anschaffungskosten/Herstellungskosten zum 1.1. | 788 | 504 |
| Wechselkursveränderungen | 1 | - 2 |
| Zugänge | 206 | 97 |
| Abgänge | 97 | 46 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | - | 235 |
| Umbuchungen | - 534 | - |
| Anschaffungskosten/Herstellungskosten zum 31.12. | 364 | 788 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. | 234 | 146 |
| Wechselkursveränderungen | - | - |
| Zugänge | 68 | 120 |
| darunter: außerplanmäßig | - | 44 |
| Abgänge | 18 | 31 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | - | - |
| Umbuchungen | - 141 | - 1 |
| Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. | 143 | 234 |
| Kumulierte Veränderungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | - | - |
| Buchwert zum 31.12. | 221 | 554 |
|
|
Gesamt |
|
|
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Kreditinstitute in Deutschland | 45 475 | 54 188 | - 16,1 |
| Kreditinstitute außerhalb Deutschlands | 92 151 | 86 446 | 6,6 |
| Gesamt | 137 626 | 140 634 | - 2,1 |
| darunter entfallen auf die Kategorie: |
|
|
|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten | 95 154 | 91 897 | 3,5 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 42 472 | 48 737 | - 12,9 |
| davon: | Täglich fällig | Andere Verbindlichkeiten | ||
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Kreditinstitute in Deutschland | 17 097 | 11 989 | 28 378 | 42 199 |
| Kreditinstitute außerhalb Deutschlands | 33 082 | 35 521 | 59 069 | 50 925 |
| Gesamt | 50 179 | 47 510 | 87 447 | 93 124 |
Die nachfolgende Tabelle stellt die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach
wesentlichen Geschäftsarten dar:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Repos und Cash Collaterals | 44 016 | 31 556 | 39,5 |
| Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel | 35 166 | 51 785 | - 32,1 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 58 444 | 57 293 | 2,0 |
| Gesamt | 137 626 | 140 634 | - 2,1 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden setzen sich aus Spareinlagen, täglich fälligen
Geldern und Termineinlagen einschließlich Sparbriefen zusammen.
|
|
Gesamt |
|
|
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Kunden in Deutschland | 195 561 | 206 123 | - 5,1 |
| Firmenkunden | 122 544 | 139 908 | - 12,4 |
| Privatkunden und Übrige | 66 144 | 57 809 | 14,4 |
| Öffentliche Haushalte | 6 873 | 8 406 | - 18,2 |
| Kunden außerhalb Deutschlands | 67 266 | 58 495 | 15,0 |
| Firmen- und Privatkunden | 61 293 | 54 808 | 11,8 |
| Öffentliche Haushalte | 5 973 | 3 687 | 62,0 |
| Gesamt | 262 827 | 264 618 | - 0,7 |
| darunter entfallen auf die Kategorie: |
|
|
|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten | 243 177 | 246 020 | - 1,2 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 19 650 | 18 598 | 5,7 |
|
|
Spareinlagen | Andere Verbindlichkeiten | ||||
|
|
|
|
täglich fällig | mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist |
||
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Kunden in Deutschland | 3 970 | 5 242 | 106 097 | 105 155 | 85 494 | 95 726 |
| Firmenkunden | 43 | 40 | 49 365 | 77 424 | 73 136 | 62 444 |
| Privatkunden und Übrige | 3 926 | 5 202 | 54 658 | 26 768 | 7 560 | 25 839 |
| Öffentliche Haushalte | 1 | - | 2 074 | 963 | 4 798 | 7 443 |
| Kunden außerhalb Deutschlands | 2 586 | 2 187 | 37 710 | 26 618 | 26 970 | 29 690 |
| Firmen- und Privatkunden | 2 585 | 2 186 | 32 864 | 25 241 | 25 844 | 27 381 |
| Öffentliche Haushalte | 1 | 1 | 4 846 | 1 377 | 1 126 | 2 309 |
| Gesamt | 6 556 | 7 429 | 143 807 | 131 773 | 112 464 | 125 416 |
Die Spareinlagen waren wie folgt unterteilt:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten | 5 700 | 6 095 | - 6,5 |
| Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten | 856 | 1 334 | - 35,8 |
| Gesamt | 6 556 | 7 429 | - 11,8 |
Die nachfolgende Tabelle stellt die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach wesentlichen
Geschäftsarten dar:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
Veränderung in % |
| Repos und Cash Collaterals | 18 106 | 17 619 |
2,8 |
| Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel | 46 339 | 48 791 |
- 5,0 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 198 382 | 198 208 |
0,1 |
| Gesamt | 262 827 | 264 618 |
- 0,7 |
Als Verbriefte Verbindlichkeiten werden Schuldverschreibungen, einschließlich Hypothekenpfandbriefe
und öffentliche Pfandbriefe, Geldmarktpapiere (zum Beispiel Certificates of Deposit,
Euro Notes, Commercial Papers), Indexzertifikate, Eigene Akzepte und Solawechsel im
Umlauf ausgewiesen.
Die Geldmarktpapiere wurden nominell zu Zinssätzen zwischen 0,02 % und 5,45 % (Vorjahr:
0,19 % bis 6,91 %) verzinst; Schuldverschreibungen zu 0,03 % bis 12,00 % (Vorjahr:
0,03 % bis 16,73 %). In den Verbrieften Verbindlichkeiten waren Hypothekenpfandbriefe
in Höhe von 28 744 Mio Euro (Vorjahr: 33 506 Mio Euro) sowie öffentliche Pfandbriefe
in Höhe von 48 495 Mio Euro (Vorjahr: 63 885 Mio Euro) enthalten.
|
|
Gesamt | Darunter: begeben von Hypothekenbanken |
||
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.20091 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 116 270 | 139 079 | 80 284 | 103 333 |
| Begebene Geldmarktpapiere | 15 024 | 22 612 | - | - |
| Eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf | 62 | 88 | 55 | 75 |
| Gesamt | 131 356 | 161 779 | 80 339 | 103 408 |
| darunter entfallen auf die Kategorie: |
|
|
|
|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten | 128 150 | 158 276 | 80 339 | 103 408 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 3 206 | 3 503 | - | - |
1
Nach Umgliederung in die Handelspassiva (siehe Note 2).
Im Geschäftsjahr 2010 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 44,4 Mrd Euro begeben.
Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen der fälligen Emissionen auf 76,9 Mrd
Euro. Die folgende Aufstellung enthält die wesentlichen im Geschäftsjahr 2010 begebenen
Schuldverschreibungen:
| Gegenwert Mio € |
Währung | Emittent | Zinssatz in % |
Fälligkeit |
| 1 500 | EUR | Eurohypo Aktiengesellschaft | 2,000 | 2013 |
| 1 250 | EUR | Eurohypo Aktiengesellschaft | 2,250 | 2015 |
| 1 000 | EUR | Commerzbank Aktiengesellschaft | 3,880 | 2017 |
| 1 000 | EUR | Commerzbank Aktiengesellschaft | 4,000 | 2020 |
| 750 | EUR | EUROHYPO Europäische Hypothekenbank S.A. | 2,250 | 2013 |
| 500 | EUR | Eurohypo Aktiengesellschaft | 2,000 | 2014 |
| 500 | EUR | Eurohypo Aktiengesellschaft | 1,1361 | 2014 |
Der Wertanpassungsbetrag von gegen Zinsänderungsrisiken gesicherten Grundgeschäften
betrug 121 Mio Euro (Vorjahr: - 16 Mio Euro). Einen ökonomisch gegenläufigen Betrag
der Sicherungsgeschäfte weisen wir auf der Aktivseite unter dem Posten Positive Marktwerte
aus derivativen Sicherungsinstrumenten aus.
In diesem Posten werden die Negativen Marktwerte von Derivaten ausgewiesen, die zur
Absicherung von Grundgeschäften gegen das Zinsänderungsrisiko eingesetzt werden.
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
Veränderung in % |
| Negative Marktwerte Micro Fair Value Hedge Accounting | 9 312 | 10 844 |
- 14,1 |
| Negative Marktwerte Portfolio Fair Value Hedge Accounting | 40 | 449 |
- 91,1 |
| Negative Marktwerte Cash Flow Hedge Accounting | 17 | 52 |
- 67,3 |
| Gesamt | 9 369 | 11 345 |
- 17,4 |
In den Handelspassiva werden die Negativen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten,
die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt sind,
sowie Kreditzusagen mit negativen Marktwerten, ausgewiesen.
Außerdem sind eigene Emissionen des Handelsbereichs und Lieferverbindlichkeiten aus
Wertpapierleerverkäufen in den Handelspassiva enthalten.
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Währungsbezogene derivative Geschäfte | 19 368 | 16 999 | 13,9 |
| Zinsbezogene derivative Geschäfte | 100 479 | 145 764 | - 31,1 |
| Übrige derivate Geschäfte | 10 248 | 15 609 | - 34,3 |
| Zertifikate und andere eigene Emissionen1 | 9 070 | 9 591 | - 5,4 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen, negative Marktwerte von Kreditzusagen und sonstige Handelspassiva |
13 228 | 14 632 | - 9,6 |
| Gesamt | 152 393 | 202 595 | - 24,8 |
1
Nach Umgliederung aus den Verbrieften Verbindlichkeiten (siehe Note 2).
Die Übrigen derivativen Geschäfte setzten sich im Wesentlichen aus 5 803 Mio Euro
Aktienderivaten (Vorjahr: 7 738 Mio Euro) und 3 782 Mio Euro Kreditderivaten (Vorjahr:
6 668 Mio Euro) zusammen.
Die Rückstellungen gliederten sich wie folgt:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
Veränderung in % |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 539 | 759 | - 29,0 |
| Sonstige Rückstellungen | 4 239 | 4 356 |
- 2,7 |
| Gesamt | 4 778 | 5 115 |
- 6,6 |
Im Jahr 2010 haben sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
folgendermaßen entwickelt:
| Mio € | Stand 1.1.2010 |
Pensionsleistungen | Zuführung | Dotierung des Planvermögens1 |
Umbuchungen/ Wechselkursänderungen |
Änderung Konsolidierungskreis |
| Anwartschaften der aktiven und ausgeschiedenen Mitarbeiter sowie Pensionsansprüche der Pensionäre |
552 | 244 | 95 | 52 | 26 | - 21 |
| Vorruhestand | 104 | 31 | 9 | - | - | - |
| Altersteilzeit | 103 | 38 | 95 | 60 | 2 | - 1 |
| Gesamt | 759 | 313 | 199 | 112 | 28 | - 22 |
| Mio € | Stand 31.12.2010 |
| Anwartschaften der aktiven und ausgeschiedenen Mitarbeiter sowie Pensionsansprüche der Pensionäre |
356 |
| Vorruhestand | 82 |
| Altersteilzeit | 101 |
| Gesamt | 539 |
1
Soweit im Rahmen der Rückstellungsermittlung berücksichtigt.
Die Pensionsverpflichtungen sowie der Pensionsaufwand werden jährlich von unabhängigen
Aktuaren nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt.
Die zugrundeliegenden Prämissen richten sich dabei nach den Verhältnissen des Landes,
in dem der Pensionsplan begründet wurde.
| in % | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Parameter der Pensionspläne in Deutschland |
|
|
| für die Ermittlung der Pensionsverpflichtung am Jahresende |
|
|
| Diskontierungszinssatz | 4,90 | 5,30 |
| Gehaltsentwicklung | 2,50 | 2,50 |
| Rentenanpassung | 1,80 | 1,80 |
| für die Ermittlung des Pensionsaufwands im Geschäftsjahr |
|
|
| Diskontierungszinssatz | 5,30 | 6,00 |
| Gehaltsentwicklung | 2,50 | 2,50 |
| Rentenanpassung | 1,80 | 1,60 |
| Erwartete Rendite des Planvermögens | 5,70 | 6,00 |
| Parameter der Pensionspläne außerhalb Deutschlands |
|
|
| für die Ermittlung der Pensionsverpflichtung am Jahresende |
|
|
| Diskontierungszinssatz | 4,20-5,40 | 1,60-6,10 |
| Gehaltsentwicklung | 2,00-4,50 | 2,00-8,50 |
| Rentenanpassung | 1,50-3,70 | 0,40-3,75 |
| für die Ermittlung des Pensionsaufwands im Geschäftsjahr |
|
|
| Diskontierungszinssatz | 1,60-6,10 | 6,00 |
| Gehaltsentwicklung | 2,00-8,50 | 2,50 |
| Rentenanpassung | 0,40-3,75 | 1,60 |
| Erwartete Rendite des Planvermögens | 4,40-8,50 | 5,00-8,50 |
| Parameter des Gesundheitsfürsorgeplans |
|
|
| für die Ermittlung der Verpflichtung am Jahresende |
|
|
| Diskontierungszinssatz | 5,40 | 5,50 |
| Gesundheitskostensteigerungsrate | 6,00 | 5,90 |
| für die Ermittlung des Aufwands im Geschäftsjahr |
|
|
| Diskontierungszinssatz | 5,50 | 6,40 |
| Gesundheitskostensteigerungsrate | 5,90 | 5,50 |
Die Pensionsverpflichtungen haben sich folgendermaßen entwickelt:
| Mio € | 2010 | 2009 |
| Pensionsverpflichtungen zum 1. Januar | 5 699 | 2 118 |
| Dienstzeitaufwand | 61 | 75 |
| Zinsaufwand | 295 | 289 |
| Pensionsleistungen | - 277 | - 277 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) | 314 | 541 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen | - 5 | 3 |
| Sonstige Anpassungen | 319 | 538 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | - 54 | 2 983 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | - 1 | 1 |
| Plankürzungen | - 6 | - 12 |
| Wechselkursänderungen | 33 | 4 |
| Sonstige Veränderungen | 9 | - 23 |
| Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember | 6 073 | 5 699 |
| darunter vollständig oder teilweise durch Planvermögen finanziert | 5 884 | 5 505 |
| darunter nicht durch Planvermögen finanziert | 189 | 194 |
Die Pensionsverpflichtungen waren folgenden Regionen zuzuordnen:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Deutschland | 5 032 | 4 721 |
| Europa (ohne Deutschland) | 952 | 894 |
| Amerika | 87 | 78 |
| Asien und Sonstige | 2 | 6 |
| Gesamt | 6 073 | 5 699 |
Eine Änderung des Diskontierungszinssatzes beziehungsweise der Gesundheitskostensteigerungsrate
würde sich wie folgt auswirken:
| Mio € | Verpflichtung zum 31.12.2010 |
Aufwendungen im Jahr 2010 |
| Zinssensitivität |
|
|
| Diskontierungszinssatz +50 Basispunkte | - 435 | - |
| Diskontierungszinssatz - 50 Basispunkte | 489 | - |
| Sensitivität in Bezug auf die Gesundheitskostensteigerungsrate |
|
|
| Gesundheitskostensteigerungsrate +100 Basispunkte | 2 |
- |
| Gesundheitskostensteigerungsrate - 100 Basispunkte |
-2 | - |
Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung setzten sich aus folgenden
Komponenten zusammen:
| Mio € | 2010 | 2009 |
| Dienstzeitaufwand | 61 | 75 |
| Zinsaufwand | 295 | 289 |
| Erwartete Erträge aus dem Planvermögen | - 267 | - 250 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | - 1 | 1 |
| Plankürzungen | - 5 | - 12 |
| Amortisation versicherungsmathematischer Gewinne (-)/Verluste (+) | 9 | - |
| Sonstiges | 3 | - 16 |
| Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne | 95 | 87 |
| Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne | 98 | 102 |
| Andere Altersversorgung (Altersteilzeit und Vorruhestand) | 104 | 66 |
| Sonstiger pensionsnaher Aufwand | 20 | 102 |
| Wechselkursveränderungen | - | - |
| Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 317 | 357 |
Daneben haben wir im Personalaufwand 228 Mio Euro als Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen
Rentenversicherung erfasst.
Der erwartete Ertrag aus dem Planvermögen orientiert sich im Fall von festverzinslichen
Wertpapieren an den langfristigen Renditen des Kapitalmarktes am Abschlussstichtag
und im Fall anderer Kapitalanlagen an den in der Vergangenheit beobachteten Kapitalmarktentwicklungen.
Das Planvermögen hat sich folgendermaßen entwickelt:
| Mio € | 2010 | 2009 |
| Beizulegender Zeitwert zum 1. Januar | 4 764 | 2 039 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - 28 | 2 354 |
| Einstellung Planvermögen (Arbeitgeberbeiträge) | 52 | 21 |
| Erwartete Erträge aus dem Planvermögen | 267 | 250 |
| Pensionsleistungen | - 34 | - |
| Umbuchungen | - 3 | - 4 |
| Wechselkursänderungen | 27 | 6 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (-) | 149 | 98 |
| Beizulegender Zeitwert zum 31. Dezember | 5 194 | 4 764 |
| Tatsächliche Erträge aus dem Planvermögen | 416 | 348 |
Für das Geschäftsjahr 2011 erwarten wir im Konzern für leistungsorientierte Pensionspläne
Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen von 62 Mio Euro sowie Pensionsleistungen von
250 Mio Euro.
Die Zusammensetzung des Planvermögens stellte sich wie folgt dar:
| % | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 69,3 | 73,7 |
| Aktien | 15,6 | 12,9 |
| Fondsanteile | 9,2 | 4,3 |
| Liquide Mittel | 2,4 | 4,1 |
| Sonstige | 3,5 | 5,0 |
Zusammenfassende Übersicht wesentlicher Komponenten leistungsorientierter Pensionspläne:
| Mio € | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 |
| Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert) | 6 073 | 5 699 | 2 118 | 2 202 | 2 410 |
| Fair Value des Planvermögens | 5 194 | 4 764 | 2 039 | 1 831 | 1 617 |
| Finanzierungsstatus | 879 | 935 | 79 | 371 | 793 |
| Nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (-) | - 576 | - 416 | 33 | 71 | - 251 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitertrag (+)/ -aufwand (-) | - | - | - | - | - |
| Aktiviertes Planvermögen | 53 | 33 | - | - | - |
| Pensionsrückstellung | 356 | 552 | 112 | 442 | 542 |
Entwicklung der Sonstigen Rückstellungen:
| Mio € | Stand 1.1.2010 | Zuführung | Verbrauch | Auflösung | Umbuchung/ Änderung Konsolidierungskreis |
Stand 31.12.2010 |
| Personalbereich | 723 | 640 | 361 | 132 | - 51 | 819 |
| Restrukturierungsmaßnahmen | 1 362 | 56 | 402 | 111 | 18 | 923 |
| Einzelrisiken aus dem Kreditgeschäft | 364 | 207 | 7 | 159 | - 21 | 384 |
| Portfoliorisiken aus dem Kreditgeschäft | 278 | 96 | - | 142 | - 1 | 231 |
| Bonifikation für Sondersparformen | 59 | 6 | 40 | - | 5 | 30 |
| Prozesse und Regresse | 625 | 205 | 108 | 83 | 169 | 808 |
| Übrige | 945 | 673 | 510 | 272 | 208 | 1 044 |
| Gesamt | 4 356 | 1 883 | 1 428 | 899 | 327 | 4 239 |
Die Rückstellungen für den Personalbereich sind überwiegend kurzfristiger Natur, beinhalten
unter anderem aber auch Jubiläumsrückstellungen, die aufgrund ihres Charakters langfristig
sind und in nachfolgenden Perioden sukzessive verbraucht werden.
Die durchschnittliche Restlaufzeit der Rückstellungen im Kreditgeschäft orientiert
sich an den in Note 92 angegebenen Restlaufzeiten der Eventualverbindlichkeiten und
unwiderruflichen Kreditzusagen. Bei Rechtsstreitigkeiten kann weder die Dauer des
Verfahrens noch die Höhe des Betrags zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung abschließend
vorhergesagt werden. Die unter Übrige ausgewiesenen Rückstellungen weisen im Wesentlichen
eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.
Die gebildeten Restrukturierungsrückstellungen resultieren überwiegend aus Maßnahmen
im Zusammenhang mit der Integration des Dresdner-Bank-Konzerns und entfallen vorwiegend
auf den Personalbereich sowie auf die Bereiche Organisation und IT. Die Rückstellungen
verteilen sich im Wesentlichen über eine Laufzeit von bis zu vier Jahren, wobei der
größte Teil voraussichtlich bis Ende 2012 in Anspruch genommen werden wird.
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Tatsächliche Ertragsteuerschulden | 1 072 | 1 346 | - 20,4 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Steuerbehörden aus Ertragsteuern | 4 | 111 | - 96,4 |
| Rückstellungen für Ertragsteuern | 1 068 | 1 235 | - 13,5 |
| Latente Ertragsteuerschulden | 222 | 1 240 | - 82,1 |
| Erfolgswirksame Ertragsteuerschulden | 222 | 1 167 | - 81,0 |
| Erfolgsneutrale Ertragsteuerschulden | - | 73 | . |
| Gesamt | 1 294 | 2 586 | - 50,0 |
Rückstellungen für Ertragsteuern sind potenzielle Steuerverpflichtungen, für die noch
keine rechtskräftigen Steuerbescheide ergangen sind beziehungsweise für Risiken im
Rahmen von Betriebsprüfungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern beinhalten
Zahlungsverpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern gegenüber inländischen und ausländischen
Steuerbehörden.
Passive latente Steuern stellen die potenziellen Ertragsteuerbelastungen aus temporären
Unterschieden zwischen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz
nach IFRS und den Steuerwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen
dar. Sie wurden im Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Handelsaktiva und -passiva | 53 | 261 | - 79,7 |
| Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 52 | 28 | 85,7 |
| Finanzanlagen | 29 | 326 | - 91,1 |
| Forderungen an Kreditinstitute und Kunden | 38 | 123 | - 69,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden | 2 | 236 | - 99,2 |
| Übrige Bilanzposten | 48 | 266 | - 82,0 |
| Gesamt | 222 | 1 240 | - 82,1 |
Die Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen setzten sich
wie folgt zusammen:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 199 | 74 | . |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 214 | 2 365 | - 91,0 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 181 | 318 | - 43,1 |
| Rückstellungen | 56 | 82 | - 31,7 |
| Gesamt | 650 | 2 839 | - 77,1 |
Nach Anpassung der Bilanzstruktur (siehe Note 2) beliefen sich Verbindlichkeiten von
zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen zum 31. Dezember 2008 beziehungsweise
zum 1. Januar 2009 auf 329 Mio Euro.
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Verbindlichkeiten für Filmfonds | 2 197 | 2 219 | - 1,0 |
| Fremdkapital aus Minderheiten | 2 290 | 1 985 | 15,4 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 559 | 506 | 10,5 |
| Übrige Passiva | 3 090 | 1 393 | . |
| Gesamt | 8 136 | 6 103 | 33,3 |
Aufgrund der Anpassung der Bilanzstruktur (siehe Note 2) beliefen sich die Sonstigen
Passiva zum 31. Dezember 2008 beziehungsweise zum 1. Januar 2009 auf 2 585 Mio Euro
ohne Berücksichtigung der Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen
(329 Mio Euro).
Die Nachrangigen Verbindlichkeiten und die Genußrechte sind Eigenmittel im Sinne der
§§ 10 Abs. 5 und 5a KWG in der neuen Fassung und teilten sich wie folgt auf:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 11 256 | 12 215 | - 7,9 |
| darunter: Drittrangmittel i.S. des § 10 Abs. 7 KWG | - | 24 | . |
| darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig | 2 175 | 2 458 | - 11,5 |
| Genussrechtskapital | 1 259 | 3 372 | - 62,7 |
| darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig | 765 | 645 | 18,6 |
| Zinsabgrenzungen einschließlich Disagien1 | - 187 | - 277 | - 32,5 |
| Bewertungseffekte | 582 | 540 | 7,8 |
| Gesamt | 12 910 | 15 850 | - 18,5 |
| darunter entfallen auf die Kategorie: |
|
|
|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten | 12 886 | 15 821 | - 18,6 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 24 | 29 | - 17,2 |
Ansprüche von Gläubigern auf Rückzahlung dieser Verbindlichkeiten sind gegenüber anderen
Gläubigern nachrangig. Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung kann nicht entstehen.
Im Falle einer Insolvenz oder Liquidation dürfen sie erst nach Befriedigung aller
nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden.
Im Geschäftsjahr 2010 belief sich das Volumen der fälligen Nachrangigen Verbindlichkeiten
auf 1,0 Mrd Euro. Bei den Genussrechten wurden Rückzahlungen in Höhe von 2,4 Mrd Euro
getätigt. Darüber hinaus gab es keine nennenswerte Veränderungen im Geschäftsjahr.
Ende 2010 waren folgende wesentliche Nachrangige Verbindlichkeiten im Umlauf:
| Laufzeitbeginn | Mio € | Mio Währung | Emittent | Zinssatz | Fälligkeit |
| 2006 | 1 250 | 1 250 EUR | Commerzbank Aktiengesellschaft | 4,125 | 2016 |
| 2007 | 750 | 750 EUR | Commerzbank Aktiengesellschaft | 5,625 | 2017 |
| 2007 | 600 | 600 EUR | Commerzbank Aktiengesellschaft | 1,8151 | 2017 |
| 2001 | 500 | 500 EUR | Commerzbank Aktiengesellschaft | 6,125 | 2011 |
| 2008 | 500 | 500 EUR | Commerzbank Aktiengesellschaft | 6,250 | 2014 |
| 2009 | 374 | 500 USD | Commerzbank Aktiengesellschaft | 7,250 | 2015 |
| 2001 | 250 | 250 EUR | Commerzbank Aktiengesellschaft | 6,100 | 2011 |
| 2003 | 250 | 250 EUR | Eurohypo Aktiengesellschaft | 5,000 | 2016 |
| 2009 | 250 | 250 EUR | Commerzbank Aktiengesellschaft | 5,000 | 2017 |
| 2003 | 220 | 220 EUR | Eurohypo Aktiengesellschaft | 5,000 | 2014 |
| 2006 | 225 | 300 CAD | Commerzbank Aktiengesellschaft | 4,500 | 2016 |
| 1999 | 174 | 150 GBP | Commerzbank Aktiengesellschaft | 6,625 | 2019 |
| 2002 | 150 | 150 EUR | Eurohypo Aktiengesellschaft | 5,750 | 2012 |
Im Berichtsjahr fiel im Konzern ein Zinsaufwand für Nachrangige Verbindlichkeiten
in Höhe von 713 Mio Euro (Vorjahr: 760 Mio Euro) an. Zinsabgrenzungen für noch nicht
gezahlte Zinsen wurden in Höhe von 275 Mio Euro (Vorjahr: 325 Mio Euro) ausgewiesen.
Das Genussrechtskapital nimmt bis zur vollen Höhe am Verlust teil. Zinszahlungen erfolgen
nur im Rahmen eines vorhandenen Bilanzgewinns der emittierenden Gesellschaft. Die
Ansprüche der Genussrechtsinhaber auf Rückzahlung des Kapitals sind gegenüber den
Ansprüchen der anderen Gläubiger nachrangig. Ende 2010 waren folgende wesentliche
Genussrechte im Umlauf:
| Laufzeitbeginn | Mio € | Mio Währung | Emittent | Zinssatz | Fälligkeit |
| 2006 | 750 | 750 EUR | Commerzbank Aktiengesellschaft | 5,386 | 2015 |
| 2000 | 320 | 320 EUR | Commerzbank Aktiengesellschaft | 6,375 | 20101 |
Zu zahlende Zinsen auf das Genussrechtskapital für das Geschäftsjahr 2010 fielen in
Höhe von 162 Mio Euro (Vorjahr: 150 Mio Euro) an beziehungsweise wurden abgegrenzt.
Zinsabgrenzungen für noch nicht gezahlte Zinsen wurden in Höhe von 130 Mio Euro (Vorjahr:
79 Mio Euro) ausgewiesen.
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Hybridkapital | 5 005 | 5 191 | - 3,6 |
| Zinsabgrenzungen einschließlich Disagien1 | - 1 084 | - 1 342 | - 19,2 |
| Bewertungseffekte | 260 | 230 | 13,0 |
| Gesamt | 4 181 | 4 079 | 2,5 |
| darunter entfallen auf die Kategorie: |
|
|
|
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten | 4 181 | 4 079 | 2,5 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | - | - | . |
Im Geschäftsjahr 2010 wurden keine Neuemissionen oder Rückkäufe getätigt, auch waren
keine Emissionen fällig. Folgende wesentliche hybride Kapitalinstrumente waren Ende
2010 im Umlauf:
| Laufzeitbeginn | Mio € | Mio Währung | Emittent | Zinssatz | Fälligkeit |
| 2006 | 1 000 | 1 000 EUR | Commerzbank Capital Funding Trust I | 5,012 | unbefristet |
| 2006 | 1 000 | 1 000 EUR | Commerzbank Aktiengesellschaft | 6,932 | unbefristet |
| 2006 | 929 | 800 GBP | Commerzbank Capital Funding Trust II | 5,905 | unbefristet |
| 1999 | 748 | 1 000 USD | Dresdner Capital LLC I | 8,151 | 2031 |
| 2003 | 600 | 600 EUR | Eurohypo Capital Funding Trust I | 6,445 | unbefristet |
| 2006 | 300 | 300 EUR | Commerzbank Capital Funding Trust III | 2,524 | unbefristet |
| 2005 | 300 | 300 EUR | Eurohypo Capital Funding Trust II | 3,486 | unbefristet |
Für das Geschäftsjahr 2010 fielen auf das Hybridkapital zu zahlende Zinsen in Höhe
von 155 Mio Euro (Vorjahr: 203 Mio Euro) an. Das Hybridkapital ist Bestandteil des
haftenden Eigenkapitals. Zinszahlungen erfolgen nach Maßgabe der maßgeblichen Emissionsbedingungen.
Die Ansprüche der Inhaber hybrider Instrumente auf Rückzahlung des Kapitals sind nachrangig
gegenüber den Ansprüchen der Gläubiger der unter Nachrangigen Verbindlichkeiten und
Genussrechtskapital ausgewiesenen Verbindlichkeiten.
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| a) Gezeichnetes Kapital | 3 047 | 3 071 | - 0,8 |
| b) Kapitalrücklage | 1 302 | 1 334 | - 2,4 |
| c) Gewinnrücklagen | 9 345 | 7 878 | 18,6 |
| d) Stille Einlagen | 17 178 | 17 178 | 0,0 |
| Andere Rücklagen | - 2 999 | - 3 455 | - 13,2 |
| e) Neubewertungsrücklage | - 1 731 | - 1 755 | - 1,4 |
| f) Rücklage aus Cash Flow Hedges | - 1 005 | - 1 223 | - 17,8 |
| g) Rücklage aus der Währungsumrechnung | - 263 | - 477 | - 44,9 |
| Gesamt vor Minderheitenanteilen | 27 873 | 26 006 | 7,2 |
| Minderheitenanteile | 785 | 570 | 37,7 |
| Eigenkapital | 28 658 | 26 576 | 7,8 |
Das Gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Commerzbank Aktiengesellschaft besteht
aus nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 2,60 Euro. Die Aktien
lauten auf den Inhaber.
|
|
Stückzahl |
| Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien am 1.1.2010 | 1 180 489 021 |
| zuzüglich: Eigene Aktien im Bestand am 31.12. des Vorjahres | 863 905 |
| Kapitalerhöhung | - |
| Ausgabe neuer Aktien | - |
| Anzahl der ausgegebenen Aktien am 31.12.2010 | 1 181 352 926 |
| abzüglich: Eigene Aktien im Bestand am Bilanzstichtag | 9 315 335 |
| Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien am 31.12.2010 | 1 172 037 591 |
Vor Verrechnung der im Eigenbestand befindlichen eigenen Aktien belief sich das Gezeichnete
Kapital auf 3 072 Mio Euro. Vorzugsrechte oder Beschränkungen in Bezug auf die Ausschüttung
von Dividenden liegen bei der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht vor. Alle ausgegebenen
Aktien sind voll eingezahlt. Der Wert der ausgegebenen, im Umlauf befindlichen und
genehmigten Aktien ergab sich wie folgt:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
|
|
Mio € | Stückzahl Tsd | Mio € | Stückzahl Tsd |
| Ausgegebene Aktien | 3 071,5 | 1 181 353 | 3 071,5 | 1 181 353 |
| ./. Eigene Aktien im Bestand | 24,2 | 9 315 | 2,2 | 864 |
| = im Umlauf befindliche Aktien | 3 047,3 | 1 172 038 | 3 069,3 | 1 180 489 |
| noch nicht ausgegebene Aktien aus Genehmigtem Kapital | 1 535,0 | 590 385 | 1 142,0 | 439 231 |
| Gesamt | 4 582,3 | 1 762 423 | 4 211,3 | 1 619 720 |
Die Anzahl der autorisierten Aktien betrug 1 771 738 Tsd Stück (Vorjahr: 1 620 584
Tsd Stück). Der rechnerische Wert der autorisierten Aktien belief sich auf 4 606,5
Mio Euro (Vorjahr: 4 213,5 Mio Euro).
Wir hatten zum 31. Dezember 2010 im Konzern 10 774 Tsd Stück Aktien (Vorjahr: 10 821
Tsd Stück Aktien) als Pfand genommen. Dies entspricht 0,9 % (Vorjahr: 0,9 %) der am
Bilanzstichtag im Umlauf befindlichen Aktien.
Die Wertpapierhandelsgeschäfte in eigenen Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 7
AktG stellten sich wie folgt dar:
|
|
Anzahl Aktien Stück |
Rechnerischer1 Wert in Tsd € |
Anteil am Grundkapital in % |
| Bestand am 31.12.2010 | 9 315 335 | 24 220 | 0,79 |
| Höchster erworbener Bestand im Geschäftsjahr | 9 782 622 | 25 435 | 0,83 |
| Von der Kundschaft verpfändeter Bestand am 31.12.2010 | 10 773 955 | 28 012 | 0,92 |
| Im Geschäftsjahr erworbene Aktien | 216 017 380 | 561 645 | - |
| Im Geschäftsjahr veräußerte Aktien | 207 565 950 | 539 671 | - |
1
Rechnerischer Wert je Aktie 2,60 Euro.
Die Bank hat sich gegenüber dem Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin), vertreten
durch die Finanzmarktstabilisierungsanstalt, verpflichtet, keine Aktien oder sonstigen
Bestandteile der haftenden Eigenmittel der Bank (außer im Rahmen des § 71 Abs. 1 Nrn.
2, 4 (Einkaufskommission), 7 oder 8 AktG) selbst oder durch verbundene Unternehmen
zurückzukaufen.
Im Rahmen unseres Kapitalmanagements haben wir im Januar 2011 unser Grundkapital um
10 % minus eine Aktie (118 135 291 Aktien) aus Genehmigtem Kapital unter Ausschluss
des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre gegen Sacheinlage erhöht. Die neuen Aktien
wurden vollständig gegen Einbringung von hybriden Eigenkapitalinstrumenten (Trust
Preferred Securities) gezeichnet, die von Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns
begeben wurden. Der Nominalbetrag des zurückgegebenen Hybridkapitals beläuft sich
auf 0,9 Mrd Euro und wirkt sich einmalig mit einem Ertrag von 0,3 Mrd Euro auf das
Ergebnis vor Steuern im Konzern aus. Das Gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage
erhöhen sich jeweils um 0,3 Mrd Euro. Es ergeben sich keine spürbaren Auswirkungen
auf die Kernkapitalquote.
Der SoFFin hat in der Folge einen Teil seiner Stillen Einlagen in Aktien gewandelt,
um seine Beteiligungsquote an der Commerzbank (25 % plus eine Aktie) aufrecht zu erhalten.
Damit werden Stille Einlagen im Nominalbetrag von 0,2 Mrd Euro in 39 378 430 Aktien
aus dem in der Hauptversammlung 2009 geschaffenen Bedingten Kapital gewandelt.
Mit Durchführung der beiden Kapitalmaßnahmen im Jahr 2011 erhöht sich die Aktienanzahl
der Commerzbank Aktiengesellschaft auf insgesamt 1 338 866 647 Aktien.
In der Kapitalrücklage werden neben Agiobeträgen aus der Ausgabe von Aktien auch beizulegende
Zeitwerte von aktienbasierten Vergütungstransaktionen ausgewiesen, für die ein Ausgleich
in Eigenkapitalinstrumenten erfolgt, die aber noch nicht ausgeübt wurden. Außerdem
sind die Beträge, die bei der Ausgabe von Schuldverschreibungen für Wandlungs- und
Optionsrechte zum Erwerb von Anteilen erzielt wurden, in der Kapitalrücklage enthalten.
Die Gewinnrücklagen untergliedern sich in die gesetzliche Rücklage und andere Rücklagen.
In der gesetzlichen Rücklage sind nach nationalem Recht zwingend zu bildende Rücklagen
erfasst; die hier eingestellten Beträge unterliegen im Einzelabschluss einem Ausschüttungsverbot.
Der Gesamtbetrag der in der Bilanz ausgewiesenen Gewinnrücklagen resultierte aus anderen
Gewinnrücklagen von 9 345 Mio Euro (Vorjahr: 7 878 Mio Euro). Gesetzliche Rücklagen
waren weder zum 31. Dezember 2010 noch zum 31. Dezember 2009 vorhanden.
Die Einlagen der Stillen Gesellschaft Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin), vertreten
durch die Finanzmarktstabilisierungsanstalt, in Höhe von je 8,2 Mrd Euro wurden zum
31. Dezember 2008 und 4. Juni 2009 erbracht. Grundlage dieser Stillen Einlagen bildet
der Vertrag vom 19. Dezember 2008 sowie die Ergänzungsvereinbarung vom 3. Juni 2009
über die Errichtung einer Stillen Gesellschaft zwischen dem Finanzmarktstabilisierungsfonds,
vertreten durch die Finanzmarktstabilisierungsanstalt, und der Commerzbank Aktiengesellschaft.
Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat sich gegenüber dem SoFFin verpflichtet, im
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009 sowie im Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 für das jeweilige vorangegangene Geschäftsjahr
keine Dividende zu zahlen. Die Stillen Einlagen werden mit 9 % jährlich verzinst und
zu 100 % als Kernkapital (Tier 1) angerechnet. Eine Rückzahlung der Stillen Einlagen
wird zum Nominalwert erfolgen. In Jahren mit Dividendenzahlungen steigt der Zinssatz
der Stillen Einlagen. Der dann zu zahlende Zinsaufschlag ergibt sich aus der Gesamthöhe
der ausgeschütteten Bardividende. Für je rund 5,9 Mio Euro Bardividende erhöht sich
der Zinssatz so um 0,01 Prozentpunkte.
An einem Bilanzverlust nimmt der SoFFin im Verhältnis des Buchwerts der Stillen Einlage
zum Gesamtbuchwert aller am Bilanzverlust teilnehmenden Haftkapitalanteile (§ 10 Abs.
2a, 4 und 5 KWG) der Gesellschaft teil. Nach einer Herabsetzung wird die Stille Einlage
in den der Herabsetzung folgenden Geschäftsjahren bis zur vollständigen Höhe des Einlagennennbetrags
wieder zugeschrieben, soweit hierdurch kein Bilanzverlust entstehen oder erhöht würde.
Darüber hinaus schlossen die Commerzbank Aktiengesellschaft und die Allianz SE am
3. Juni 2009 einen Vertrag über die Errichtung einer Stillen Gesellschaft, auf dessen
Basis die Allianz mittels einer Tochtergesellschaft eine Stille Einlage in Höhe von
750 Mio Euro in die Commerzbank Aktiengesellschaft einbrachte. Die Stille Einlage
ist mit einer Gewinnbeteiligung ausgestattet, die zum einen aus einer auf den Einlagennennbetrag
bezogenen Festverzinsung in Höhe von 9 % pro anno und zum anderen aus einer dividendenabhängigen
Zusatzvergütung in Höhe von 0,01 % pro anno für je rund 5,9 Mio Euro Dividendensumme
besteht.
Die Stillen Einlagen sind nach IFRS innerhalb des Eigenkapitals gesondert zu bilanzieren,
die Vergütung der Stillen Einlagen wird ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung
direkt mit dem Eigenkapital verrechnet. Die Vergütung erfolgt nur, wenn ein Bilanzgewinn
im Einzelabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft (nach HGB) vorliegt. Für 2010
wurden die Voraussetzungen für eine Vergütung nicht erfüllt und somit war keine Vergütung
zu zahlen (Vorjahr: -).
In die Neubewertungsrücklage werden die Ergebnisse aus der Bewertung der Finanzanlagen
zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) nach Berücksichtigung latenter Steuern eingestellt.
Eine erfolgswirksame Erfassung der Gewinne oder Verluste erfolgt erst, wenn der Vermögenswert
veräußert beziehungsweise wertgemindert worden ist.
Die aus Sicherungsinstrumenten im Rahmen von Cash Flow Hegdes ermittelten Bewertungsergebnisse
aus dem effektiven Teil der Absicherungen sind nach Berücksichtigung latenter Steuern
in diesem Eigenkapitalposten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2009 haben wir bis auf
geringfügige Ausnahmen das Cash Flow Hedge Accounting beendet und nutzen für das Zinsrisikomanagement
seitdem Micro und Portfolio Fair Value Hedge Accounting. Ab dem Umstellungszeitpunkt
werden die im Eigenkapital ausgewiesene Rücklage aus Cash Flow Hedges sowie die zugehörigen
Sicherungsgeschäfte über die Restlaufzeit der Sicherungsgeschäfte im Zinsüberschuss
amortisiert. Ein Ergebniseffekt entsteht dabei nicht.
Die Rücklage aus der Währungsumrechnung beinhaltet Umrechnungsgewinne und -verluste,
die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstanden sind. Einbezogen wurden dabei Wechselkursdifferenzen
aus der Konsolidierung von Tochterunternehmen und at-Equity-bewertenen Unternehmen.
Das Bedingte Kapital ist für die Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen
sowie Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten vorgesehen. Die Entwicklung
des Bedingten Kapitals stellt sich wie folgt dar:
|
|
|
|
|
|
darunter: | |
| Mio € | Bedingtes Kapital 1.1.2010 |
Zugänge | Verfall/ Verbrauch |
Bedingtes Kapital1 31.12.2010 |
belegtes Bedingtes Kapital |
freie Linien |
| Wandel-/Optionsanleihen/Genussrechte | 1 222 | 1 058 | 832 | 1 448 | - | 1 448 |
| Gesamt | 1 222 | 1 058 | 832 | 1 448 | - | 1 448 |
Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung
vom 19. Mai 2010 um bis zu 702 000 000,00 Euro eingeteilt in 270 000 000 auf den Inhaber
lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2010/I). Die bedingte Kapitalerhöhung
wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen
oder Wandelgenussrechten oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen
oder Optionsgenussrechten, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft oder unmittelbaren
oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft
(Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Absatz 1 AktG) auf der Grundlage des Ermächtigungs-beschlusses
der Hauptversammlung vom 19. Mai 2010 (Ermächtigung 2010) bis zum 18. Mai 2015 ausgegeben
oder garantiert werden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder
ihre entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflichten erfüllen und nicht andere Erfüllungsformen
gewählt werden.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung
im Mai 2009 um bis zu 390 000 000,00 Euro, eingeteilt in bis zu 150 000 000 auf den
Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009). Die bedingte
Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die
dem nach dem Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz errichteten Finanzmarktstabilisierungsfonds,
vertreten durch die Finanzmarktstabilisierungsanstalt, als stillem Gesellschafter
der Gesellschaft gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt,
wie der Finanzmarktstabilisierungsfonds von dem Umtauschrecht Gebrauch macht.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund der Beschlüsse der ordentlichen Hauptversammlung
im Mai 2010 um bis zu 355 666 667,20 Euro eingeteilt in bis zu 136 794 872 auf den
Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2010/II). Die bedingte
Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die
dem nach dem Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz errichteten Finanzmarktstabilisierungsfonds,
vertreten durch die Finanzmarktstabilisierungsanstalt, als stillem Gesellschafter
der Gesellschaft gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt,
wie der Finanzmarktstabilisierungsfonds von dem Umtauschrecht Gebrauch macht.
| Datum der Beschlussfassung | Ursprünglicher Betrag |
In Vorjahren für Kapitalerhöhungen verbraucht |
2010 für Kapitalerhöhungen verbraucht |
Aufhebung gemäß Satzung |
verbleibender Betrag |
Befristung |
|
|
Mio € | Mio € | Mio € | Mio € | Mio € |
|
| 17.5.2006 | 12 | - | - | 12 | - | 30.4.2011 |
| 15./16.5.2009 | 670 | - | - | 670 | - | 14.5.2014 |
| 15./16.5.2009 | 460 | - | - | 460 | - | 14.5.2014 |
| 18.5.2010 | 1 535 | - | - | - | 1 535 | 18.5.2015 |
| Gesamt | 2 677 | - | - | 1 142 | 1 535 |
|
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Mai 2015
mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen
einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 1 535 000 000,00 Euro zu erhöhen
(Genehmigtes Kapital 2010). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht
einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden,
dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten
mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft
zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats
das Bezugsrecht in folgenden Fällen auszuschließen:
| ― |
um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen; |
| ― |
um in dem Umfang, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Commerzbank Aktiengesellschaft oder durch unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Absatz 1 AktG) ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung einer entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflicht zustehen würde; |
| ― |
um in Höhe von bis zu 12 000 000,00 Euro Belegschaftsaktien an Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Absatz 1 AktG) auszugeben; |
| ― |
um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen; |
| ― |
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 203 Absatz 1, 186 Absatz 3 Satz 4 AktG aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft im Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2010 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Absatz 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Absatz 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Die Höchstgrenze vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder mit Options- oder Wandlungspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2010 unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. |
Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer
Durchführung festzulegen. Der letztjährige § 4 Absätze 3, 6 und 7 der Satzung wurde
auf Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2010 zum Zwecke der Schaffung einer
einheitlichen neuen Ermächtigung gestrichen.
Zum 31. Dezember 2010 wurden im Konzern folgende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
(ohne Marktwerte aus Derivaten) in fremder Währung bilanziert:
|
|
|
|
|
|
31.12.2010 | 31.12.20091 |
| Mio € | USD | PLN | GBP | Andere | Gesamt | Gesamt |
| Barreserve | 3 914 | 571 | 48 | 1 234 | 5 767 | 5 379 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 15 336 | 333 | 1 894 | 15 088 | 32 651 | 21 663 |
| Forderungen an Kunden | 45 624 | 6 524 | 16 029 | 21 721 | 89 898 | 91 921 |
| Handelsaktiva | 5 316 | 651 | 3 975 | 179 | 10 121 | 19 041 |
| Finanzanlagen | 19 008 | 4 934 | 3 341 | 3 896 | 31 179 | 35 432 |
| Andere Bilanzposten | 644 | 632 | 615 | 404 | 2 295 | 15 742 |
| Fremdwährungsvermögen | 89 842 | 13 645 | 25 902 | 42 522 | 171 911 | 189 178 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 37 846 | 992 | 7 860 | 6 356 | 53 054 | 42 799 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 29 096 | 9 891 | 3 864 | 5 428 | 48 279 | 30 009 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 20 030 | 423 | 2 024 | 8 033 | 30 510 | 42 170 |
| Handelspassiva | 52 | - | 7 132 | 52 | 7 236 | 21 723 |
| Andere Bilanzposten | 1 255 | 251 | 1 748 | 1 092 | 4 346 | 25 715 |
| Fremdwährungsverbindlichkeiten | 88 279 | 11 557 | 22 628 | 20 961 | 143 425 | 162 416 |
|
|
Veränderung |
| Mio € | in % |
| Barreserve | 7,2 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 50,7 |
| Forderungen an Kunden | - 2,2 |
| Handelsaktiva | - 46,8 |
| Finanzanlagen | - 12,0 |
| Andere Bilanzposten | - 85,4 |
| Fremdwährungsvermögen | - 9,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 24,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 60,9 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | - 27,6 |
| Handelspassiva | - 66,7 |
| Andere Bilanzposten | - 83,1 |
| Fremdwährungsverbindlichkeiten | - 11,7 |
1
Nach Umgliederung aus den Verbrieften Verbindlichkeiten in die Handelspassiva (siehe
Note 2).
Den offenen Bilanzposten außerhalb des Handelsbereichs standen entsprechende laufzeitkongruente
Devisentermingeschäfte oder Währungsswaps gegenüber.
Die nachstehenden Tabellen stellen das Geschäft des Commerzbank-Konzerns mit derivativen
Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag dar.
Bei einem Derivat handelt es sich um ein Finanzinstrument, dessen Wert von einem sogenannten
Basiswert abhängt. Dieser Basiswert kann beispielsweise ein Zinssatz, ein Warenpreis,
ein Aktien-, Währungs- oder Anleihenkurs sein. Dabei erfordert das Finanzinstrument
keine oder, im Vergleich zu anderen Vertragsformen mit ähnlicher Reaktion auf Marktbedingungsänderungen,
nur geringe Anschaffungskosten. Der Ausgleich erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.
Bei dem größten Teil der Derivatetransaktionen handelt es sich um OTC-Derivate, bei
denen Nominalbetrag, Laufzeit und Preis jeweils individuell zwischen der Bank und
ihren Gegenparteien ausgehandelt werden. Die Bank schließt Derivate jedoch auch an
regulierten Börsen ab. Es handelt sich hier um standardisierte Kontrakte mit standardisierten
Nominalbeträgen und Erfüllungsterminen.
Dabei gibt der Nominalbetrag das von der Bank gehandelte Geschäftsvolumen an. Die
in den Tabellen aufgeführten positiven beziehungsweise negativen Marktwerte sind dagegen
die Aufwendungen, die der Bank beziehungsweise der Gegenpartei für den Ersatz der
ursprünglich geschlossenen Kontrakte durch wirtschaftlich gleichwertige Geschäfte
entstehen würden. Ein positiver Marktwert gibt damit aus Sicht der Bank das maximale,
potenzielle kontrahentenbezogene Adressenausfallrisiko an, das am Bilanzstichtag aus
derivativen Geschäften bestanden hat.
Zur Minimierung (Reduzierung) sowohl des ökonomischen als auch des regulatorischen
Kreditrisikos aus diesen Instrumenten schließt unsere Rechtsabteilung Rahmenverträge
(zweiseitige Aufrechnungsvereinbarungen) mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise
1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für
Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger zweiseitiger Aufrechnungsvereinbarungen
können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen
derivativen Kontrakte miteinander verrechnet, sowie die regulatorischen Zuschläge
für zukünftige Risiken (Add-ons) dieser Produkte verringert werden. Im Rahmen dieses
Nettingprozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber
dem Vertragspartner (Close-out-Netting).
Sowohl für die regulatorischen Meldungen als auch für die interne Messung und Überwachung
unserer Kreditengagements setzten wir derartige risikoreduzierenden Techniken nur
dann ein, wenn wir sie bei Insolvenz des Geschäftspartners in der jeweiligen Jurisdiktion
auch für durchsetzbar halten. Zur Prüfung der Durchsetzbarkeit nutzen wir die von
verschiedenen internationalen Kanzleien hierfür erstellten Rechtsgutachten.
Analog zu den Rahmenverträgen gehen wir mit unseren Geschäftspartnern auch Sicherheitenvereinbarungen
ein (zum Beispiel Besicherungsanhang für Finanztermingeschäfte, Credit Support Annex),
um die sich nach Netting ergebende Nettoforderung/-verbindlichkeit abzusichern (Erhalt
oder Stellung von Sicherheiten). Dieses Sicherheitenmanagement führt in der Regel
zur Kreditrisikominderung durch zeitnahe (meist tägliche oder wöchentliche) Bewertung
und Anpassung der Kundenengagements.
Die folgende Übersicht zeigt neben den Nominalbeträgen und Marktwerten des Derivategeschäftes,
die nach zinsabhängigen, währungsabhängigen und von sonstigen Preisrisiken abhängigen
Kontrakten aufgegliedert sind, auch die Laufzeitstruktur dieser Geschäfte. Als Marktwerte
sind die Summen der positiven und negativen Beträge pro Kontrakt zunächst ohne Kürzung
von Sicherheiten und ohne Berücksichtigung etwaiger Nettingvereinbarungen angegeben,
da diese produktübergreifend wirken. Bei verkauften Optionen ergeben sich definitionsgemäß
keine positiven Marktwerte. Der Nominalbetrag stellt das Bruttovolumen aller Käufe
und Verkäufe dar. Die aufgeführte Fristengliederung der Geschäfte beruht dabei auf
den Restlaufzeiten, wobei auf die Kontraktlaufzeit und nicht auf die Laufzeit des
Underlyings abgestellt wird. Darüber hinaus zeigt die folgende Übersicht aber auch
die sich aus dem in Note 1 beschriebenen saldierten Ausweis in der Bilanz ergebenden
Marktwerte der der Derivate. Das Nettingvolumen zum 31. Dezember 2010 betrug 207 088
Mio Euro (Vorjahr: 136 763 Mio Euro).
| 31.12.2010 | Nominalbetrag Restlaufzeiten | |||||
| Mio € | täglich fällig | bis drei Monate | drei Monate bis ein Jahr |
ein Jahr bis fünf Jahre |
mehr als fünf Jahre |
Summe |
| Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte |
|
|
|
|
|
|
| OTC-Produkte | 4 | 556 439 | 269 677 | 229 003 | 128 309 | 1 183 432 |
| Devisenkassa und -termingeschäfte | - | 459 796 | 124 259 | 35 974 | 1 011 | 621 040 |
| Zins-/ Währungsswaps | - | 20 690 | 56 431 | 153 471 | 114 166 | 344 758 |
| Devisenoptionen - Käufe | - | 34 420 | 41 393 | 18 545 | 6 735 | 101 093 |
| Devisenoptionen - Verkäufe | - | 40 779 | 46 507 | 19 363 | 5 328 | 111 977 |
| Sonstige Devisenkontrakte | 4 | 754 | 1 087 | 1 650 | 1 069 | 4 564 |
| Börsengehandelte Produkte | - | 2 943 | 189 | - | - | 3 132 |
| Devisenfutures | - | 2 943 | 189 | - | - | 3 132 |
| Devisenoptionen | - | - | - | - | - | - |
| Gesamt | 4 | 559 382 | 269 866 | 229 003 | 128 309 | 1 186 564 |
| Zinsabhängige Termingeschäfte |
|
|
|
|
|
|
| OTC-Produkte | 23 | 935 289 | 1 659 611 | 3 783 989 | 3 560 026 | 9 938 938 |
| Forward Rate Agreements | - | 115 631 | 492 410 | 3 108 | - | 611 149 |
| Zinsswaps | - | 809 751 | 1 119 744 | 3 657 641 | 3 383 598 | 8 970 734 |
| Zinsoptionen - Käufe | - | 2 357 | 26 445 | 58 615 | 74 552 | 161 969 |
| Zinsoptionen - Verkäufe | - | 3 335 | 18 794 | 56 266 | 93 894 | 172 289 |
| Sonstige Zinskontrakte | 23 | 4 215 | 2 218 | 8 359 | 7 982 | 22 797 |
| Börsengehandelte Produkte | - | 1 415 | 125 290 | 6 650 | 4 128 | 137 483 |
| Zinsfutures | - | 582 | 73 385 | 6 489 | 4 128 | 84 584 |
| Zinsoptionen | - | 833 | 51 905 | 161 | - | 52 899 |
| Gesamt | 23 | 936 704 | 1 784 901 | 3 790 639 | 3 564 154 | 10 076 421 |
| Sonstige Termingeschäfte |
|
|
|
|
|
|
| OTC-Produkte | 1 436 | 22 923 | 51 038 | 167 423 | 24 788 | 267 608 |
| Strukturierte Aktien-/ Index-Produkte | 1 433 | 9 930 | 12 237 | 14 146 | 1 837 | 39 583 |
| Aktienoptionen - Käufe | - | 2 064 | 9 756 | 8 823 | 349 | 20 992 |
| Aktienoptionen - Verkäufe | - | 2 820 | 12 754 | 11 947 | 993 | 28 514 |
| Kreditderivate | - | 3 534 | 13 800 | 129 526 | 21 503 | 168 363 |
| Edelmetallgeschäfte | 3 | 4 087 | 1 412 | 1 121 | - | 6 623 |
| Sonstige Geschäfte | - | 488 | 1 079 | 1 860 | 106 | 3 533 |
| Börsengehandelte Produkte | - | 27 731 | 50 086 | 38 616 | 1 467 | 117 900 |
| Aktienfutures | - | 7 043 | 451 | 15 | 12 | 7 521 |
| Aktienoptionen | - | 16 314 | 43 640 | 36 483 | 1 455 | 97 892 |
| Sonstige Futures | - | 2 350 | 1 970 | 840 | - | 5 160 |
| Sonstige Optionen | - | 2 024 | 4 025 | 1 278 | - | 7 327 |
| Gesamt | 1 436 | 50 654 | 101 124 | 206 039 | 26 255 | 385 508 |
| Summe aller schwebenden Termingeschäfte |
|
|
|
|
|
|
| OTC-Produkte | 1 463 | 1 514 651 | 1 980 326 | 4 180 415 | 3 713 123 | 11 389 978 |
| Börsengehandelte Produkte | - | 32 089 | 175 565 | 45 266 | 5 595 | 258 515 |
| Gesamt | 1 463 | 1 546 740 | 2 155 891 | 4 225 681 | 3 718 718 | 11 648 493 |
| Nettoausweis in der Bilanz |
|
|
|
|
|
|
| 31.12.2010 | Marktwert | |
| Mio € | positiv | negativ |
| Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte |
|
|
| OTC-Produkte | 18 960 | 19 716 |
| Devisenkassa und -termingeschäfte | 7 760 | 7 471 |
| Zins-/ Währungsswaps | 8 391 | 9 481 |
| Devisenoptionen - Käufe | 2 560 | - |
| Devisenoptionen - Verkäufe | - | 2 586 |
| Sonstige Devisenkontrakte | 249 | 178 |
| Börsengehandelte Produkte | - | - |
| Devisenfutures | - | - |
| Devisenoptionen | - | - |
| Gesamt | 18 960 | 19 716 |
| Zinsabhängige Termingeschäfte |
|
|
| OTC-Produkte | 308 399 | 316 541 |
| Forward Rate Agreements | 261 | 295 |
| Zinsswaps | 298 659 | 306 996 |
| Zinsoptionen - Käufe | 6 820 | - |
| Zinsoptionen - Verkäufe | - | 7 052 |
| Sonstige Zinskontrakte | 2 659 | 2 198 |
| Börsengehandelte Produkte | - | - |
| Zinsfutures | - | - |
| Zinsoptionen | - | - |
| Gesamt | 308 399 | 316 541 |
| Sonstige Termingeschäfte |
|
|
| OTC-Produkte | 8 433 | 10 295 |
| Strukturierte Aktien-/ Index-Produkte | 1 977 | 2 645 |
| Aktienoptionen - Käufe | 2 148 | - |
| Aktienoptionen - Verkäufe | - | 3 158 |
| Kreditderivate | 3 612 | 3 830 |
| Edelmetallgeschäfte | 308 | 125 |
| Sonstige Geschäfte | 388 | 537 |
| Börsengehandelte Produkte | - | - |
| Aktienfutures | - | - |
| Aktienoptionen | - | - |
| Sonstige Futures | - | - |
| Sonstige Optionen | - | - |
| Gesamt | 8 433 | 10 295 |
| Summe aller schwebenden Termingeschäfte |
|
|
| OTC-Produkte | 335 792 | 346 552 |
| Börsengehandelte Produkte | - | - |
| Gesamt | 335 792 | 346 552 |
| Nettoausweis in der Bilanz | 128 704 | 139 464 |
| 31.12.2009 | Nominalbetrag Restlaufzeiten | Marktwert | ||||
| Mio € | täglich fällig, bis drei Monate sowie drei Monate bis ein Jahr |
ein bis fünf Jahre | über fünf Jahre | Summe | positiv | negativ |
| Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte |
|
|
|
|
|
|
| OTC-Produkte | 569 568 | 210 591 | 94 331 | 874 490 | 18 121 | 17 357 |
| Devisenkassa und -termingeschäfte | 363 697 | 28 683 | 669 | 393 049 | 5 677 | 6 692 |
| Zins-/ Währungsswaps | 84 856 | 144 436 | 83 462 | 312 754 | 8 815 | 7 795 |
| Devisenoptionen - Käufe | 58 077 | 17 807 | 5 458 | 81 342 | 3 417 | - |
| Devisenoptionen - Verkäufe | 61 304 | 19 417 | 3 657 | 84 378 | - | 2 687 |
| Sonstige Devisenkontrakte | 1 634 | 248 | 1 085 | 2 967 | 212 | 183 |
| Börsengehandelte Produkte | 1 855 | - | - | 1 855 | - | - |
| Devisenfutures | 1 855 | - | - | 1 855 | - | - |
| Devisenoptionen | - | - | - | - | - | - |
| Gesamt | 571 423 | 210 591 | 94 331 | 876 345 | 18 121 | 17 357 |
| Zinsabhängige Termingeschäfte |
|
|
|
|
|
|
| OTC-Produkte | 2 953 987 | 4 062 581 | 3 777 029 | 10 793 597 | 284 970 | 289 293 |
| Forward Rate Agreements | 770 675 | 1 894 | - | 772 569 | 398 | 399 |
| Zinsswaps | 2 105 395 | 3 921 755 | 3 638 619 | 9 665 769 | 279 452 | 281 937 |
| Zinsoptionen - Käufe | 34 156 | 62 963 | 55 171 | 152 290 | 4 844 | - |
| Zinsoptionen - Verkäufe | 42 526 | 69 708 | 80 447 | 192 681 | - | 6 334 |
| Sonstige Zinskontrakte | 1 235 | 6 261 | 2 792 | 10 288 | 276 | 623 |
| Börsengehandelte Produkte | 249 123 | 8 414 | 1 455 | 258 992 | - | - |
| Zinsfutures | 184 415 | 8 123 | 1 068 | 193 606 | - | - |
| Zinsoptionen | 64 708 | 291 | 387 | 65 386 | - | - |
| Gesamt | 3 203 110 | 4 070 995 | 3 778 484 | 11 052 589 | 284 970 | 289 293 |
| Sonstige Termingeschäfte |
|
|
|
|
|
|
| OTC-Produkte | 170 164 | 447 984 | 71 942 | 690 090 | 17 331 | 19 830 |
| Strukturierte Aktien-/Index-Produkte | 15 003 | 14 074 | 2 610 | 31 687 | 929 | 2 093 |
| Aktienoptionen - Käufe | 28 049 | 11 795 | 1 637 | 41 481 | 6 035 | - |
| Aktienoptionen - Verkäufe | 32 024 | 18 081 | 2 485 | 52 590 | - | 5 650 |
| Kreditderivate | 88 225 | 400 473 | 65 150 | 553 848 | 9 494 | 10 883 |
| Edelmetallgeschäfte | 5 797 | 2 189 | - | 7 986 | 150 | 362 |
| Sonstige Geschäfte | 1 066 | 1 372 | 60 | 2 498 | 723 | 842 |
| Börsengehandelte Produkte | 104 748 | 59 050 | 2 141 | 165 939 | - | - |
| Aktienfutures | 6 300 | - | - | 6 300 | - | - |
| Aktienoptionen | 88 322 | 53 495 | 2 141 | 143 958 | - | - |
| Sonstige Futures | 3 795 | 1 306 | - | 5 101 | - | - |
| Sonstige Optionen | 6 331 | 4 249 | - | 10 580 | - | - |
| Gesamt | 274 912 | 507 034 | 74 083 | 856 029 | 17 331 | 19 830 |
| Summe aller schwebenden Termingeschäfte |
|
|
|
|
|
|
| OTC-Produkte | 3 693 719 | 4 721 156 | 3 943 302 | 12 358 177 | 320 422 | 326 480 |
| Börsengehandelte Produkte | 355 726 | 67 464 | 3 596 | 426 786 | - | - |
| Gesamt | 4 049 445 | 4 788 620 | 3 946 898 | 12 784 963 | 320 422 | 326 480 |
| Nettoausweis in der Bilanz |
|
|
|
|
183 659 | 189 717 |
Die folgende Tabelle weist die positiven und negativen Marktwerte der derivativen
Geschäfte des Commerzbank-Konzerns nach den jeweiligen Kontrahenten aufgegliedert
auf. Der Commerzbank-Konzern betreibt derivative Geschäfte überwiegend mit Kontrahenten
einwandfreier Bonität. Der überwiegende Teil der Marktwerte konzentriert sich auf
Kredit- und Finanzinstitute mit Sitz in einem OECD-Land.
|
|
Marktwert | Marktwert | ||
|
|
positiv | negativ | positiv | negativ |
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
| OECD-Zentralregierungen | 1 442 | 1 515 | 1 094 | 877 |
| OECD-Banken | 113 015 | 125 386 | 167 040 | 178 872 |
| OECD-Finanzinstitute | 210 674 | 213 304 | 140 706 | 140 637 |
| Sonstige Unternehmen, Privatpersonen | 9 437 | 4 642 | 8 880 | 3 942 |
| Nicht-OECD-Banken | 1 224 | 1 705 | 2 702 | 2 152 |
| Gesamt | 335 792 | 346 552 | 320 422 | 326 480 |
Das Volumen bei dem der Commerzbank-Konzern als Sicherungsnehmer (Käufer) beziehungsweise
als Sicherungsgeber (Verkäufer) auftritt, belief sich zum Bilanzstichtag auf 89 106
Mio Euro (Vorjahr: 281 956 Mio Euro) beziehungsweise 79 257 Mio Euro (Vorjahr: 271
892 Mio Euro). Diese dem Transfer von Kreditrisiken dienenden Produkte werden von
uns sowohl im Handelsbereich zum Arbitrieren als auch im Anlagebereich zum Diversifizieren
unserer Kreditportfolios eingesetzt. Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht dabei
unsere Risikostruktur bezogen auf die jeweils abgesicherten Risikoaktiva.
Gliederung nach Referenzaktiva:
|
|
Nominale | Nominale | ||
|
|
Sicherungsnehmer | Sicherungsgeber | Sicherungsnehmer | Sicherungsgeber |
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
| OECD-Zentralregierungen | 8 126 | 7 122 | 8 292 | 7 936 |
| OECD-Banken | 6 851 | 7 224 | 16 295 | 17 089 |
| OECD-Finanzinstitute | 7 301 | 6 002 | 94 893 | 93 603 |
| Sonstige Unternehmen, Privatpersonen | 65 756 | 58 051 | 160 480 | 152 111 |
| Nicht-OECD-Banken | 1 072 | 858 | 1 996 | 1 153 |
| Gesamt | 89 106 | 79 257 | 281 956 | 271 892 |
Die Nominalwerte der Derivate, die bis zur Beendigung des Cash Flow Hedge Accountings
in 2009 (vergleiche Note 74) eingesetzt wurden, beliefen sich zum 31. Dezember 2010
auf 335 Mrd Euro. Nachstehende Tabelle zeigt die Berichtszeiträume, in welchen diese
voraussichtlich fällig werden.
| Mio € | 31.12.2010 |
| Bis drei Monate | 17 |
| Mehr als drei Monate bis ein Jahr | 85 |
| Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 176 |
| Mehr als fünf Jahre | 57 |
Je Laufzeitband lagen Grundgeschäfte mit Nominalwerten in mindestens dieser Höhe vor.
Für folgende Verbindlichkeiten wurden Vermögenswerte als Sicherheit übertragen:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 60 504 | 58 627 | 3,2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 19 330 | 35 948 | - 46,2 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | - | 144 | . |
| Sonstige Passiva | - | 3 096 | . |
| Gesamt | 79 834 | 97 815 | - 18,4 |
Nachstehende Vermögenswerte waren insgesamt als Sicherheiten für die vorgenannten
Verbindlichkeiten übertragen:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Forderungen an Kreditinstitute und Kunden | 23 911 | 21 095 | 13,3 |
| Handelsaktiva sowie Finanzanlagen | 66 602 | 79 395 | - 16,1 |
| Sonstige Aktiva | - | - | . |
| Gesamt | 90 513 | 100 490 | - 9,9 |
Von den Vermögenswerten des Commerzbank-Konzerns konnten vom Empfänger aufgrund vertrags-
oder gewohnheitsmäßiger Rechte weiterveräußert oder verpfändet werden:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Forderungen an Kreditinstitute und Kunden | 94 | - | . |
| Handelsaktiva sowie Finanzanlagen | 41 771 | 55 131 | - 24,2 |
| Sonstige Aktiva | - | - | . |
| Gesamt | 41 865 | 55 131 | - 24,1 |
Die Sicherheitenstellung erfolgte für Geldaufnahmen im Rahmen echter Pensionsgeschäfte
(Repos). Darüber hinaus wurden Sicherheiten für zweckgebundene Refinanzierungsmittel
und Wertpapierleihgeschäfte gestellt. Die Transaktionen wurden unter den handelsüblichen
und gebräuchlichen Bedingungen für Wertpapierleih- und -Pensionsgeschäfte ausgeführt.
|
|
Restlaufzeiten zum 31.12.2010 | ||||
| Mio € | täglich fällig und unbefristet |
bis drei Monate |
drei Monate bis ein Jahr |
ein Jahr bis fünf Jahre |
über fünf Jahre |
| Forderungen an Kreditinstitute | 45 351 | 45 557 | 7 044 | 10 928 | 2 076 |
| Forderungen an Kunden | 21 098 | 59 879 | 40 818 | 110 558 | 104 519 |
| Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere sowie Schuldscheindarlehen der Handelsaktiva |
222 | 5 685 | 3 894 | 12 114 | 10 200 |
| Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere der Finanzanlagen |
16 | 5 366 | 10 324 | 37 682 | 60 105 |
| Gesamt | 66 687 | 116 487 | 62 080 | 171 282 | 176 900 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 50 179 | 56 284 | 4 634 | 13 315 | 13 214 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 143 807 | 54 520 | 15 898 | 13 158 | 35 444 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 62 | 23 679 | 18 011 | 66 248 | 23 356 |
| Handelspassiva | - | 304 | 3 886 | 3 061 | 1 819 |
| Nachrang- und Hybridkapital1 | - | 55 | 1 741 | 3 341 | 12 383 |
| Gesamt | 194 048 | 134 842 | 44 170 | 99 123 | 86 216 |
1
Ohne Zinsabgrenzungen und Disagien (- 1 271 Mio Euro) sowie Bewertungseffekte (842
Mio Euro).
|
|
Restlaufzeiten zum 31.12.2009 | ||||
| Mio € | täglich fällig und unbefristet |
bis drei Monate |
drei Monate bis ein Jahr |
ein Jahr bis fünf Jahre |
über fünf Jahre |
| Forderungen an Kreditinstitute | 36 564 | 37 968 | 14 525 | 13 059 | 5 093 |
| Forderungen an Kunden | 23 047 | 68 766 | 34 830 | 122 114 | 112 726 |
| Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere sowie Schuldscheindarlehen der Handelsaktiva |
- | 2 822 | 2 986 | 11 575 | 12 365 |
| Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere der Finanzanlagen |
- | 6 606 | 14 341 | 44 440 | 62 645 |
| Gesamt | 59 611 | 116 162 | 66 682 | 191 188 | 192 829 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 47 510 | 44 485 | 19 580 | 14 216 | 14 843 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 131 773 | 64 249 | 15 736 | 17 045 | 35 815 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten1 | 92 | 25 854 | 32 414 | 74 327 | 29 092 |
| Handelspassiva1 | - | 1 464 | 2 801 | 3 174 | 2 152 |
| Nachrang- und Hybridkapital2 | - | 615 | 3 129 | 4 183 | 12 851 |
| Gesamt | 179 375 | 136 667 | 73 660 | 112 945 | 94 753 |
1
Nach Umgliederung aus den Verbrieften Verbindlichkeiten in die Handelspassiva (siehe
Note 2).
2
Ohne Zinsabgrenzungen und Disagien (- 1 619 Mio Euro) sowie Bewertungseffekte (770
Mio Euro).
Als Restlaufzeit wird der Zeitraum zwischen Bilanzstichtag und der vertraglichen Fälligkeit
der Finanzinstrumente angesehen. Bei Finanzinstrumenten, die in Teilbeträgen gezahlt
werden, ist die Restlaufzeit für jeden einzelnen Teilbetrag angesetzt worden.
Im Folgenden gehen wir insbesondere auf die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten
(Fair Values) von Finanzinstrumenten ein, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen
sind, für die aber gemäß IFRS 7 zusätzlich ein Fair Value anzugeben ist. Für die in
der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente sind die Bestimmungsmethoden
in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Notes 2 bis 30) sowie nachfolgend in
den Abschnitten zur Bewertung von Finanzinstrumenten und zur Fair-Value-Hierarchie
dargelegt.
Der Nominalwert von täglich fälligen Finanzinstrumenten wird als deren Fair Value
angesehen. Zu diesen Instrumenten zählen die Barreserve, sowie Kontokorrentkredite
beziehungsweise Sichteinlagen der Klassen Forderungen an Kreditinstitute und Kunden
beziehungsweise Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden.
Für Kredite und Einlagen stehen keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da
es für diese Finanzinstrumente keine organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt
werden. Die Ermittlung des Fair Values für diese Instrumente erfolgt unter Anwendung
finanzmathematisch anerkannter Bewertungsverfahren mit aktuellen Marktparametern.
Bei Krediten kommt ein Discounted-Cash-Flow-Modell zur Anwendung, dessen Parameter
auf einer risikolosen Zinstrukturkurve, Risikoaufschlägen sowie einem pauschalen Aufschlag
zur Abdeckung von Liquiditätsspreads, Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten beruhen.
Bei Verbindlichkeiten wird für die Fair-Value-Ermittlung ebenfalls eine risikolose
Zinstrukturkurve herangezogen, wobei das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) der
Commerzbank Aktiengesellschaft sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen gesondert
berücksichtigt werden. Daneben werden die marktkonformen Risikoaufschläge für Hypothekenpfandbriefe,
für Öffentliche Pfandbriefe und für aufgenommene Darlehen herangezogen.
Den Fair Value für Verbriefte Verbindlichkeiten, Nachrang- und Hybridkapital ermitteln
wir auf der Basis verfügbarer Marktpreise. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren,
unter anderem die aktuellen Marktzinsen und das Kreditrating, berücksichtigt. Sind
keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch finanzmathematische Bewertungsmodelle
(Discounted-Cash-Flow-Modell, Optionspreismodelle) ermittelt, die wiederum auf Zinskurven,
Volatilitäten, Kreditrating der Commerzbank etc. aufsetzen. Insbesondere in Fällen,
bei denen die Bank strukturierte Schuldverschreibungen, die zum Fair Value bewertet
werden, emittiert hat, wird im Fair Value das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread)
berücksichtigt.
In den nachfolgenden Tabellen stellen wir die beizulegenden Zeitwerte (Fair Values)
der Bilanzposten ihren Buchwerten gegenüber:
|
|
Marktwert (Fair Value) | Buchwert | Differenz | |||
| Aktiva | Mrd € | 31.12.2010 | 31.12.20091 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.20091 |
| Barreserve | 8,1 | 10,3 | 8,1 | 10,3 | - | - |
| Forderungen an Kreditinstitute | 110,5 | 106,6 | 110,6 | 106,7 | - 0,1 | - 0,1 |
| Reverse Repos und Cash Collaterals | 68,7 | 58,9 | 68,7 | 58,9 |
|
|
| Forderungen aus dem Geldhandel | 6,8 | 16,3 | 6,8 | 16,3 |
|
|
| Schuldscheindarlehen | 9,7 | 12,3 | 9,9 | 12,8 | - 0,2 | - 0,5 |
| Übrige Forderungen | 25,6 | 19,6 | 25,5 | 19,2 | 0,1 | 0,4 |
| Risikovorsorge | - 0,3 | - 0,5 | - 0,3 | - 0,5 |
|
|
| Forderungen an Kunden | 327,3 | 352,8 | 327,8 | 352,2 | - 0,5 | 0,6 |
| Reverse Repos und Cash Collaterals | 30,0 | 22,4 | 30,0 | 22,4 |
|
|
| Forderungen aus dem Geldhandel | 9,0 | 17,0 | 9,0 | 17,0 |
|
|
| Schuldscheindarlehen | 26,2 | 36,8 | 26,6 | 36,8 | - 0,4 | 0,0 |
| Hypotheken- und dinglich besicherte Forderungen |
133,5 | 139,6 | 134,3 | 139,9 | - 0,8 | - 0,3 |
| Übrige Forderungen | 137,7 | 146,3 | 137,0 | 145,4 | 0,7 | 0,9 |
| Risikovorsorge | - 9,1 | - 9,3 | - 9,1 | - 9,3 |
|
|
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges |
0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | - 0,1 | 0,0 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten |
5,0 | 6,4 | 5,0 | 6,4 | - | - |
| Handelsaktiva | 167,8 | 218,7 | 167,8 | 218,7 | - | - |
| Finanzanlagen | 113,1 | 130,6 | 115,7 | 130,9 | - 2,6 | - 0,3 |
| Forderungen und Kredite | 67,8 | 78,9 | 70,4 | 79,2 | - 2,6 | - 0,3 |
| Zur Veräußerung verfügbar | 41,4 | 44,5 | 41,4 | 44,5 |
|
|
| nicht börsennotierte Anteile an Unternehmen | 0,4 | 0,5 | 0,4 | 0,5 |
|
|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
3,5 | 6,7 | 3,5 | 6,7 |
|
|
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen | 0,7 | 0,4 | 0,7 | 0,4 | - | - |
|
|
Marktwert (Fair Value) | Buchwert | Differenz | |||
| Passiva | Mrd € | 31.12.2010 | 31.12.20091 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.20091 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 137,7 | 140,5 | 137,6 | 140,6 | 0,1 | - 0,1 |
| Repos und Cash Collaterals | 44,0 | 31,6 | 44,0 | 31,6 |
|
|
| Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel | 35,2 | 51,8 | 35,2 | 51,8 |
|
|
| Übrige Verbindlichkeiten | 58,5 | 57,1 | 58,4 | 57,2 | 0,1 | - 0,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 262,6 | 263,8 | 262,8 | 264,6 | - 0,2 | - 0,8 |
| Repos und Cash Collaterals | 18,1 | 17,6 | 18,1 | 17,6 |
|
|
| Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel | 46,3 | 48,8 | 46,3 | 48,8 |
|
|
| Übrige Verbindlichkeiten | 198,2 | 197,4 | 198,4 | 198,2 | - 0,2 | - 0,8 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 130,3 | 161,4 | 131,4 | 161,8 | - 1,1 | - 0,4 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 127,1 | 157,9 | 128,2 | 158,3 | - 1,1 | - 0,4 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 3,2 | 3,5 | 3,2 | 3,5 |
|
|
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | - 0,1 | 0,0 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 9,4 | 11,3 | 9,4 | 11,3 | - | - |
| Handelspassiva | 152,4 | 202,6 | 152,4 | 202,6 | - | - |
| Nachrang- und Hybridkapital | 14,5 | 18,1 | 17,1 | 19,9 | - 2,6 | - 1,8 |
Saldiert belief sich der Unterschied zwischen Buchwert und Marktwert (Fair Value)
über alle Posten zum 31. Dezember 2010 auf 0,6 Mrd Euro (Vorjahr: 3,3 Mrd Euro).
Nach IAS 39 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem beizulegenden
Zeitwert (Fair Value) zu bewerten, im Falle eines Finanzinstruments, das nicht als
erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten klassifiziert ist, unter Einschluss bestimmter
Transaktionskosten. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente, die als erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten klassifiziert sind, oder von jederzeit veräußerbaren
finanziellen Vermögenswerten erfolgt laufend zum beizulgenden Zeitwert. In diesem
Sinne beinhalten erfolgswirksam zum Fair Value zu bewertende Finanzinstrumente Derivate,
zu Handelszwecken gehaltene Instrumente sowie Instrumente, die als zum Fair Value
zu bewerten designiert wurden.
Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem dieses zwischen
sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern
getauscht werden könnte. Der am besten geeignete Maßstab für den Fair Value ist der
notierte Marktpreis für ein identisches Instrument an einem aktiven Markt (Bewertungshierarchie
Level I). Wenn keine notierten Preise verfügbar sind, erfolgt die Bewertung anhand
von notierten Preisen ähnlicher Instrumente an aktiven Märkten. Um den Preis wiederzugeben,
zu dem ein Vermögenswert getauscht oder eine Verbindlichkeit beglichen werden könnte,
werden Vermögenswerte zum Geldkurs und Verbindlichkeiten zum Briefkurs bewertet (Bewertungshierarchie
Level II).
Sind keine notierten Preise für identische oder ähnliche Finanzinstrumente verfügbar,
wird der Fair Value unter Anwendung eines geeigneten Bewertungsmodells ermittelt,
bei dem die einfließenden Daten soweit möglich aus überprüfbaren Marktquellen stammen.
Während sich die meisten Bewertungsmethoden auf Daten aus überprüfbaren Marktquellen
stützen, werden bestimmte Finanzinstrumente unter Einsatz von Bewertungsmodellen bewertet,
die andere Eingangswerte heranziehen, für die nicht ausreichend aktuelle überprüfbare
Marktdaten vorhanden sind. Diese Bewertungen unterliegen naturgemäß in höherem Maße
den Einschätzungen des Managements. Diese nicht beobachtbaren Eingangswerte können
Daten enthalten, die extrapoliert oder interpoliert oder in Form von Näherungswerten
aus korrelierten oder historischen Daten ermittelt werden. Allerdings werden hierbei
in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und so wenig wie möglich unternehmensspezifische
Eingangswerte herangezogen (Bewertungshierarchie Level III).
Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung
von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer
bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden. Alle beizulegenden
Zeitwerte unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns,
in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind.
Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group
(IPV) innerhalb der Finanzfunktion verwaltet. Die Modelle, die einfließenden Daten
und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig vom Senior Management
und der Risikofunktion überprüft.
Nach IFRS 7 werden zum Fair Value ausgewiesene Finanzinstrumente wie folgt in die
dreistufige Bewertungshierarchie zum Fair Value eingestuft (vergleiche Bewertung von
Finanzinstrumenten):
Level I: Finanzinstrumente, deren Fair Value auf Basis von notierten Preisen für identische
Finanzinstrumente an aktiven Märkten ermittelt wird.
Level II: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente
an einem aktiven Markt verfügbar sind und deren Fair Value unter Einsatz von Bewertungsmethoden
ermittelt wird.
Level III: Finanzinstrumente, die unter Anwendung von Bewertungsmethoden bewertet
werden, für deren Eingangswerte nicht ausreichend beobachtbare Marktdaten vorhanden
sind und bei denen diese Eingangswerte den Fair Value nicht nur unwesentlich beeinflussen.
Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in nachfolgenden
Übersichten nach Kategorien gruppiert sowie nach Bewertungsgrundlagen gegliedert dargestellt.
Dabei wird unterschieden, ob der Bewertung notierte Marktpreise zugrunde liegen (Level
I), ob die Bewertungsmodelle auf beobachtbaren Marktdaten (Level II) oder auf nicht
am Markt beobachtbaren Parametern (Level III) basieren.
| Finanzielle Vermögenswerte |
|
Level I | Level II | Level III | Gesamt | Level I |
| Mrd € |
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | |||
| Forderungen an Kreditinstitute | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
- | 48,1 | - | 48,1 | 0,7 |
| Forderungen an Kunden | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
0,2 | 27,6 | 0,6 | 28,4 | 0,7 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten |
Hedge Accounting | - |
5,0 | - |
5,0 | - |
| Handelsaktiva | Zu Handelszwecken gehalten | 40,0 | 123,8 | 4,0 | 167,8 | 28,6 |
| darunter: Positive Marktwerte aus Derivaten |
|
- | 123,0 | 0,7 | 123,7 | - |
| Finanzanlagen | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
3,5 | - | - | 3,5 | 5,1 |
|
|
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
10,5 | 30,0 | 1,3 | 41,8 | 5,3 |
| Gesamt |
|
54,2 | 234,5 | 5,9 | 294,6 | 40,4 |
| Finanzielle Vermögenswerte |
|
Level II1 | Level III | Gesamt |
| Mrd € |
|
31.12.2009 | ||
| Forderungen an Kreditinstitute | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
54,2 | - | 54,9 |
| Forderungen an Kunden | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
23,6 | 0,2 | 24,5 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten |
Hedge Accounting |
6,4 | - |
6,4 |
| Handelsaktiva | Zu Handelszwecken gehalten |
185,0 | 5,1 | 218,7 |
| darunter: Positive Marktwerte aus Derivaten |
|
173,5 | 3,8 | 177,3 |
| Finanzanlagen | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
0,9 | 0,7 | 6,7 |
|
|
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
38,4 | 1,3 | 45,0 |
| Gesamt |
|
308,5 | 7,3 | 356,2 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten |
|
Level I | Level II | Level III | Gesamt | Level I1 |
| Mrd € |
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
0,6 | 41,9 | - | 42,5 | 1,6 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
1,3 | 18,4 | - | 19,7 | 1,7 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
3,2 | - | - | 3,2 | 3,5 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten |
Hedge Accounting | - | 9,4 | - | 9,4 | - |
| Handelspassiva | Zu Handelszwecken gehalten | 16,1 | 135,0 | 1,3 | 152,4 | 12,3 |
| darunter: Negative Marktwerte aus Derivaten |
|
- |
130,1 | - |
130,1 | - |
| Nachrangkapital | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
- | - | - | - | - |
| Gesamt |
|
21,2 | 204,7 | 1,3 | 227,2 | 19,1 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten |
|
Level II1 | Level III | Gesamt |
| Mrd € |
|
31.12.2009 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
47,1 | - | 48,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
16,9 | - | 18,6 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
- | - | 3,5 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten |
Hedge Accounting |
11,3 | - | 11,3 |
| Handelspassiva | Zu Handelszwecken gehalten |
187,8 | 2,4 | 202,5 |
| darunter: Negative Marktwerte aus Derivaten |
|
176,0 | 2,4 | 178,4 |
| Nachrangkapital | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
- | - | - |
| Gesamt |
|
263,1 | 2,4 | 284,6 |
Im laufenden Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr wurden keine signifikanten Umwidmungen
zwischen Level I und Level II vorgenommen. Die dem Level III zugeordneten Finanzinstrumente
entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
| Finanzielle Vermögenswerte Mio € |
Handelsaktiva | Positive Marktwerte aus Derivaten1 |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet2 |
Available-for-Sale- Finanzanlagen |
Gesamt |
| Fair Value zum 1.1.2009 | 578 | 233 | - | 2 511 | 3 322 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 4 024 | 5 805 | 1 748 | 147 | 11 724 |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | - 528 | - 284 | - 133 | - | - 945 |
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste | - | - | - | - 10 | - 10 |
| Käufe | 448 | - | 2 | 184 | 634 |
| Verkäufe | - 414 | - | - 5 | - 25 | - 444 |
| Emissionen | - | - | - | - | - |
| Rückzahlungen | - | - | - | - | - |
| Transfers | - 2 818 | - 1 955 | - 640 | - 1 578 | - 6 991 |
| Fair Value zum 31.12.2009 | 1 290 | 3 799 | 972 | 1 229 | 7 290 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | - | - | - | - |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 537 | - | - 419 | - | 118 |
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste | - | - | - | 453 | 453 |
| Käufe | 37 | - | - | 205 | 242 |
| Verkäufe | - | - | - | - 67 | - 67 |
| Emissionen | - | - | - | - | - |
| Rückzahlungen | - | - | - | - 170 | - 170 |
| Transfers | 1 447 | - 3 106 | 93 | - 356 | - 1 922 |
| Fair Value zum 31.12.2010 | 3 311 | 693 | 646 | 1 294 | 5 944 |
1
Einschließlich Sicherungsinstrumente.
2
Ohne Handelsaktiva und Positive Marktwerte aus Derivaten.
| Finanzielle Verbindlichkeiten Mio € |
Handelspassiva | Negative Marktwerte aus Derivaten1 |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet2 |
Gesamt |
| Fair Value zum 1.1.2009 | 2 | 16 | - | 18 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 271 | 3 520 | - | 3 791 |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 4 | 582 | - | 586 |
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste | - | - | - | - |
| Käufe | - | - | 29 | 29 |
| Verkäufe | - | - | - | - |
| Emissionen | 25 | 13 | - | 38 |
| Rückzahlungen | - | - | - | - |
| Transfers | - 275 | - 1 740 | - | - 2 015 |
| Fair Value zum 31.12.2009 | 27 | 2 391 | 29 | 2 447 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | - | - | - |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | 4 | - | - | 4 |
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste | - | - | - | - |
| Käufe | - | - | - | - |
| Verkäufe | - | - | - | - |
| Emissionen | - | - | - | - |
| Rückzahlungen | - | - | - | - |
| Transfers | 1 240 | - 2 371 | - 29 | - 1 160 |
| Fair Value zum 31.12.2010 | 1 271 | 20 | - | 1 291 |
1
Einschließlich Sicherungsinstrumente.
2
Ohne Handelspassiva und Negative Martwerte aus Derivaten.
Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern,
kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite von
angemessenen möglichen Alternativen abgeleitet werden. Im Rahmen der Erstellung des
Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren Eingangsparameter angemessene
Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten und dem Bewertungskontrollansatz
des Konzerns entsprechen.
Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der
relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten resultieren, deren
Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert. Dabei liegen diese Parameter
an den äußeren Enden der Bandbreiten von angemessenen möglichen Alternativen. In der
Praxis ist es unwahrscheinlich, dass alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig
am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen.
Aus diesem Grund dürften die angegebenen Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit
in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen. Die vorliegenden Angaben dienen
nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen Veränderungen des Fair Values.
Die nachfolgende Tabelle enthält eine Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse nach
Arten von Instrumenten:
| Mio € | Positive erfolgswirksame Effekte | Negative erfolgswirksame Effekte |
| Wertpapiere | 262 | 263 |
| ABS und MBS | 224 | 225 |
| Andere Schuldverschreibungen | 38 | 38 |
| Derivate | 114 | 38 |
| Kreditderivate | - | - |
| Zinsbezogene Geschäfte | - | - |
| Übrige Geschäfte | 114 | 38 |
Die aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis und Modellwert, der nicht ausschließlich
auf beobachtbaren Marktdaten basiert (die sogenannte Day-One-P-&-L) betrifft alle
Level-III-Posten; die Beträge entwickelten sich wie folgt:
| Day-One-P-&-L | Handelsaktiva | Handelspassiva | Gesamt | Handelsaktiva | Handelspassiva | Gesamt |
| Mio € | 2010 | 2009 | ||||
| Bestand zum 1.1. | 11 | 5 | 16 | - | 4 | 4 |
| Erfolgsneutrale Zuführungen | 2 | - | 2 | 24 | 2 | 26 |
| Erfolgswirksame Auflösungen | 12 | 4 | 16 | 13 | 1 | 14 |
| Bestand zum 31.12. | 1 | 1 | 2 | 11 | 5 | 16 |
Im Commerzbank-Konzern wenden wir die Fair Value Option im Wesentlichen zur Vermeidung
oder signifikanten Verringerung von Ansatz- und Bewertungsinkongruenzen (Accounting
Mismatch) aus Wertpapieren und Krediten, die mit Zins- beziehungsweise Kreditderivaten
gesichert sind, an. Das gilt gleichermaßen bei begebenen strukturierten Schuldverschreibungen,
die mit Zins- und Fremdwährungsderivaten gesichert sind. Darüber hinaus wird die Fair
Value Option für Finanzinstrumente genutzt, deren Management und Performancemessung
auf Fair-Value-Basis erfolgt beziehungsweise für Finanzinstrumente mit eingebetteten
Derivaten genutzt.
Aus der Anwendung der Fair Value Option ergaben sich in den einzelnen Bilanzposten
folgende Wertansätze:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Forderungen an Kreditinstitute | - | 699 | . |
| Forderungen an Kunden | 805 | 3 136 | - 74,3 |
| Finanzanlagen | 3 509 | 6 722 | - 47,8 |
| Aktiva Gesamt | 4 314 | 10 557 | - 59,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 591 | 1 551 | - 61,9 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 1 292 | 1 658 | - 22,1 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 3 206 | 3 503 | - 8,5 |
| Nachrang- und Hybridkapital | 24 | 29 | - 17,2 |
| Passiva Gesamt | 5 113 | 6 741 | - 24,2 |
Das Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option belief sich insgesamt auf 131
Mio Euro (Vorjahr: 839 Mio Euro) (vergleiche Note 34).
Für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen von 805 Mio Euro wurden
159 Mio Euro (Vorjahr: 2 735 Mio Euro) durch Kreditderivate gesichert. Die Höhe der
Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der Forderungen, die auf Änderungen des Ausfallrisikos
zurückzuführen ist, betrug im Geschäftsjahr - 130 Mio Euro (Vorjahr: 510 Mio Euro)
und kumuliert - 166 Mio Euro (Vorjahr: - 36 Mio Euro).
Die Änderung der beizulegenden Zeitwerte der zugehörigen, risikobegrenzenden Kreditderivate
belief sich im Geschäftsjahr auf 28 Mio Euro (Vorjahr: - 460 Mio Euro) und kumuliert
auf - 22 Mio Euro (Vorjahr: - 50 Mio Euro).
Für Verbindlichkeiten, auf die die Fair Value Option angewendet wird, betrug die im
Geschäftsjahr 2010 eingetretene kreditrisikobedingte Änderung der beizulegenden Zeitwerte
- 89 Mio Euro (Vorjahr: 142 Mio Euro). Kumuliert belief sich die Veränderung auf -
138 Mio Euro (Vorjahr: - 49 Mio Euro). Der Rückzahlungsbetrag für die zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betrug 8 625 Mio Euro (Vorjahr:
7 161 Mio Euro).
Die kreditrisikobedingten Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der Forderungen und
Verbindlichkeiten wurden im Wesentlichen als Änderungen der beizulegenden Zeitwerte
abzüglich der aus Marktkonditionen resultierenden Wertänderungen ermittelt.
Die Risikosteuerung ist ein elementarer Bestandteil aller Geschäftsprozesse der Commerzbank
und darauf ausgerichtet, die Unternehmenssteuerung zu unterstützen. Risiken werden
identifiziert, gemessen und entsprechend der Risikoneigung der Bank gesteuert und
überwacht.
Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener
Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet
grundsätzlich zwischen quantifizierbaren - also üblicherweise im Jahresabschluss oder
in der Kapitalbindung bewertbaren - und nicht quantifizierbaren Risikoarten, wie zum
Beispiel Reputations- und Compliancerisiken.
Der Chief Risk Officer (CRO) der Bank ist für die Umsetzung der vom Gesamtvorstand
für die quantifizierbaren Risiken festgelegten risikopolitischen Leitlinien im Konzern
verantwortlich. Der CRO berichtet dem Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats
regelmäßig über die Gesamtrisikolage des Konzerns.
Die Risikomanagement-Aktivitäten sind auf die Bereiche Kreditrisikomanagement, Marktrisikomanagement,
Intensive Care sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement verteilt - alle vier
mit konzernweiter Ausrichtung und direkter Berichtslinie an den CRO. Gemeinsam mit
den vier Bereichsvorständen bildet der CRO innerhalb der Konzernsteuerung das Risk
Management Board.
Das Controlling der Risiken der geschäftsstrategischen Ausrichtung und der Reputationsrisiken
liegt im Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden (CEO). Für das Controlling
der Compliance-Risiken, insbesondere im Hinblick auf Anlegerschutz, Insiderrichtlinien
und Geldwäsche, zeichnet der Finanzvorstand (CFO) verantwortlich. Art und Ausmaß von
Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben, werden im Risikobericht beschrieben.
Grundlage der Messung der Adressenausfallrisiken sind die Rating- und Scoring-Verfahren
der Commerzbank, die für alle wesentlichen Kreditportfolien im Einsatz sind. Sowohl
die Kalibrierung der Ausfallwahrscheinlichkeiten, die den einzelnen Adressen oder
Finanzierungen zugewiesen werden, wie auch die Bewertung der Sicherheiten beruhen
dabei auf der Analyse historischer Daten aus dem Commerzbank-Portfolio. Die Erfahrungen
des laufenden Jahres sind die Basis für die jährliche Rekalibrierung der Verfahren.
Das Ratingverfahren der Commerzbank umfasst 25 Ratingstufen für nicht ausgefallene
Kredite (1,0 bis 5,8) und fünf Default-Klassen (6,1 bis 6,5). Die Commerzbank-Masterskala
weist jeder Ratingklasse genau eine zeitstabile, überlappungsfreie Spannweite von
Ausfallwahrscheinlichkeiten zu. Die Ratingverfahren unterliegen einer jährlich durchzuführenden
Validierung und Rekalibrierung, so dass sie vor dem Hintergrund aller tatsächlich
beobachteten Ausfälle die jeweils aktuellste Einschätzung widerspiegeln.
| Rating Commerzbank AG |
PD- und EL-Midpoint in % |
PD- und EL-Bereich in % |
S&P |
||
| 1.0 |
0 |
0 |
→ AAA |
→ AAA |
↑ |
| 1.2 | 0,01 | 0-0,02 |
→ AAA |
→ AAA |
↑ |
| .4 | 0,02 | 0,02-0,03 | AA+ |
→ AA |
↑ |
| 1.6 | 0,04 | 0,03-0,05 |
AA, AA- | → AA |
↑ |
| 1.8 |
0,07 | 0,05-0,08 |
A+, A |
→ A |
↑ |
| 2.0 |
0,11 | 0,08-0,13 |
A- |
→ A |
Investment Grade |
| .2 | 0,17 | 0,13-0,21 |
BBB+ | → BBB |
↓ |
| 2.4 | 0,26 | 0,21-0,31 |
→ BBB |
→ BBB |
↓ |
| 2.6 | 0,39 | 0,31-0,47 |
→ BBB |
→ BBB |
↓ |
| 2.8 | 0,57 | 0,47-0,68 | BBB- |
→ BBB |
↓ |
| 3.0 | 0,81 | 0,68-0,96 | BB+ |
→ BB |
↑ |
| 3.2 | 1,14 | 0,96-1,34 |
→ BB |
→ BB |
↑ |
| .4 | 1,56 | 1,34-1,81 |
→ BB |
→ BB |
↑ |
| 3.6 | 2,10 |
1,81-2,40 | BB- |
→ BB |
↑ |
| 3.8 | 2,74 | 2,40-3,10 |
→ B+ |
→ B |
↑ |
| 4.0 |
3,50 | 3,10-3,90 |
→ B+ |
→ B |
↑ |
| 4.2 | 4,35 | 3,90-4,86 |
→ B |
→ B |
↑ |
| 4.4 | 5,42 | 4,86-6,04 | → B | → B |
Non-Investment Grade |
| 4.6 | 6,74 | 6,04-7,52 | → B |
→ B |
↓ |
| 4.8 |
8,39 | 7,52-9,35 |
→ B- |
→ B |
↓ |
| 5.0 | 10,43 | 9,35-11,64 |
→ B- |
→ B |
↓ |
| 5.2 | 12,98 | 11,64-14,48 | → CCC+ |
↓ | |
| 5.4 | 16,15 | 14,48-18,01 |
→ CCC+ |
→ CCC |
↓ |
| 5.6 | 20,09 | 18,01-22,41 | → CCC-CC- |
→ CCC |
↓ |
| 5.8 | 47,34 | 22,41-99,99 |
→ CCC-CC- |
→ CCC |
↓ |
| 6.1 | ↑ | Drohende Zahlungsunfähigkeit (> 90 Tage überfällig) |
C, D-I, D-II |
Default |
|
| 6.2 | ↑ | Sanierung/Restrukturierung |
C, D-I, D-II | Default |
|
| 6.3 | 100 |
Sanierung mit Sanierungsbeiträgen |
C, D-I, D-II | Default | |
| 6.4 |
↓ |
Kündigung ohne Insolvenz |
C, D-I, D-II |
Default |
|
| 6.5 | ↓ |
Insolvenz |
C, D-I, D-II |
Default |
|
Entsprechend dem Ansatz der Masterskala bleiben zum Zwecke der Vergleichbarkeit bei
der Commerzbank-Masterskala die den Ratings zugeordneten Ausfallbänder unverändert
(zeit- und port-foliostabil). Zur Orientierung sind externe Ratings gegenübergestellt.
Da bei externen Ratings die beobachteten Ausfallraten von Jahr zu Jahr und teilweise
auch zwischen unterschiedlichen Portfolien schwanken, ist eine direkte Überleitung
aber nicht möglich.
Die Kreditkompetenzen einzelner Mitarbeiter wie auch die Kompetenzen der Komitees
(Gesamtvorstand, Kreditkomitee, Sub-Kreditkomitees) sind nach Ratingklassen gestaffelt.
Wichtigste Steuerungsgröße für das Kreditausfallrisiko sind die aus den Ratings abgeleiteten
erwarteten Verluste (EL). Die Kreditrisikostrategie gibt Zielwerte für einzelne Portfolioteile
vor. Dadurch wird gewährleistet, dass die zu erwartende Risikovorsorge im Einklang
mit der strategischen Ausrichtung der Bank, wie zum Beispiel dem Zielrating der Ratingagenturen
oder der angestrebten Portfolioqualität und -zusammensetzung, gehalten wird.
Marktpreisrisiken (Marktrisiken) umfassen die Gefahr von Verlusten durch die Veränderung
von Marktpreisen (Zinsen, Spreads, Devisen-, Aktienkurse und Commodities) oder preisbeeinflussenden
Parametern (Volatilitäten, Korrelationen). Auch Risiken aus Beteiligungen im Bankbuch
und Aktieneventrisiken (Modellierung von Aktienrisiken, die über den VaR hinausgehen
wie zum Beispiel Insolvenz des Emittenten) stellen nach Definition der Commerzbank
Marktpreisrisiken dar. Des Weiteren berücksichtigen wir das Marktliquiditätsrisiko,
das Fälle abdeckt, in denen es der Bank aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht
möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht im gewünschten Umfang zu liquidieren
oder abzusichern.
Die Marktrisikosteuerung beruht auf einem ausgereiften Limitsystem in Verbindung mit
bewährten und optimierten Risikomess- und Überwachungsmethoden. Die Commerzbank legt
ihre Marktrisikolimite unter Berücksichtigung des ökonomischen Kapitalverbrauches
(Risikotragfähigkeit) und der Geschäftserwartungen fest, wodurch eine risiko- und
ertragsorientierte Steuerung des Marktpreisrisikos vorgenommen wird. Die Auslastung
der Limite wird zusammen mit den relevanten Ergebniseffekten täglich an den Vorstand
und die zuständigen Bereichsvorstände berichtet.
Zur täglichen Quantifizierung und Überwachung der Marktpreisrisiken werden mathematisch-statistische
Ansätze zur Berechnung der VaR-Werte herangezogen. Die zugrunde liegenden statistischen
Parameter basieren auf einer Beobachtungsperiode der letzten 255 Handelstage, einer
zehntägigen Haltedauer und einem Konfidenzniveau von 99 %. Die VaR-Modelle werden
kontinuierlich dem sich wandelnden Umfeld angepasst.
Bedingt durch die Übernahme der Dresdner Bank verwendet die Commerzbank in Abstimmung
mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) interimistisch zwei
parallele, jeweils durch die Aufsicht zertifizierte Marktrisikomodelle zur Ermittlung
der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen. Für die Positionen der alten Commerzbank
erfolgt die Berechnung des allgemeinen Marktrisikos auf Basis einer historischen Simulation,
während das spezifische Zinsrisiko (spezifisches Marktrisiko) mittels Varianz-Kovarianz-Ansatz
berechnet wird. Für die Positionen der ehemaligen Dresdner Bank wird im VaR-Modell
aufgrund historischer Beobachtungen ein stochastisches Verhalten entsprechend der
Gauß'schen Normalverteilung angenommen. Per Ende Oktober 2010 wurde die interne Steuerung
auf ein neues Marktpreisrisikomodell basierend auf einer historischen Simulation (HistSim-Modell)
umgestellt, um eine konsistente Risikomessung im Gesamtkonzern zu gewährleisten und
die zukünftigen Anforderungen nach Basel III erfüllen zu können. Mit der Abnahme des
HistSim-Modells durch die Bundesbank zur Nutzung auch für regulatorische Zwecke rechnet
die Commerzbank im Geschäftsjahr 2011.
Durch die Anwendung von Backtestingverfahren wird die Zuverlässigkeit beider interner
Modelle regelmäßig einer Überprüfung unterzogen. Ziel ist neben der Erfüllung aufsichtsrechtlicher
Anforderungen die Beurteilung und kontinuierliche Verbesserung der Prognosegüte. Die
Anzahl der signifikanten Abweichungen bildet auch die Grundlage für die von den Aufsichtsbehörden
durchgeführte Bewertung der internen Risikomodelle.
In der folgenden Tabelle ist das konzernweite regulatorische Marktrisiko des Handelsbestands
inklusive der Währungsrisiken des Bankbuches dargestellt, so wie es auch im Rahmen
der Berechnungen zur Eigenkapitalunterlegung Verwendung findet. Als VaR werden Verlustpotenziale
ausgewiesen, die mit einem Wahrscheinlichkeitsgrad von 99 % bei einer Haltedauer von
zehn Tagen nicht überschritten werden:
Konzern
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Minimum | 165,2 | 174,6 |
| Median | 236,1 | 270,6 |
| Maximum | 320,8 | 358,1 |
| Jahresendziffer | 250,4 | 199,8 |
Da das VaR-Konzept eine Prognose für die möglichen Verluste unter normalen Marktbedingungen
liefert, wird es in der Commerzbank zur Berücksichtigung möglicher extremer Szenarien
durch die Berechnung von Stresstests ergänzt. Die Zielsetzung von Stresstests besteht
darin, die Wirkung von Krisen, extremen Marktsituationen und großen Veränderungen
von Korrelationen und Volatilitäten zu simulieren.
Im Rahmen der täglichen Berichterstattung werden Stresstests angewendet, die je Geschäftsbereich
individuell auf die Risikofaktoren der einzelnen Portfolios abgestimmt sind.
Portfolioübergreifende Stresstests simulieren die Auswirkungen historischer und zukünftig
denkbarer Krisenszenarien auf den Gesamtkonzern. Das Gesamtbild wird durch monatliche
spezifische Szenario-Analysen je Anlageklasse (zum Beispiel hypothetische Zins-, Aktien-,
Währungs- und Credit-Spread-Szenarien) abgerundet.
Die Zinsänderungsrisiken des Commerzbank-Konzerns resultieren sowohl aus den Positionen
des Handelsbuchs als auch des Bankbuchs. Im Bankbuch ergeben sich Zinsänderungsrisiken
hauptsächlich aus Laufzeitinkongruenzen zwischen den zinstragenden Aktiva und Passiva
der Bank, zum Beispiel aus der kurzfristigen Refinanzierung langlaufender Kredite.
In die Messung der Zinsänderungsrisiken werden dabei die bilanziellen Zinspositionen
sowie die zu ihrer Steuerung eingesetzten derivativen Finanzinstrumente einbezogen.
Die Zinsänderungsrisiken auf Konzernebene werden derzeit auf der Grundlage eines Barwertkonzepts
gemessen.
Die im Vorjahr verwendete Darstellung der Zinsrisiken anhand der VaR-Kennzahl ersetzen
wir in diesem Jahr durch die Darstellung der Zinssensitivitäten. Hierdurch wird eine
bessere Vergleichbarkeit der Zahlen gewährleistet, da das der Berichterstattung zugrunde
liegende VaR-Modell im abgelaufenen Geschäftsjahr durch das HistSim-Modell abgelöst
wurde.
| Zinssensitivität +1 Bp | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Mio € |
|
|
| Bankbuch | - 0,1 | - 0,2 |
| Handelsbuch | - 1,4 | 0,1 |
| Konzern | - 1,5 | - 0,1 |
Für die Bankbücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich
die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Entsprechend
der Bankenrichtlinie hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
eine für alle Institute einheitliche plötzliche und unerwartete Zinsänderung vorgegeben.
Die anzuwendende Zinsänderung beträgt derzeit +130 Basispunkte und -190 Basispunkte.
Zum Jahresende gab es in beiden Szenarien einen leichten Gewinn, so dass der definierte
Grenzwert für einen potentiellen Rückgang des haftenden Eigenkapitals (20 % für so
genannte Ausreißerbanken) klar unterschritten wurde.
Das operationelle Risiko ist gemäß Solvabilitätsverordnung (SolvV) definiert als die
Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen
Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese
Definition beinhaltet auch rechtliche Risiken.
Über die Risikosituation wird das Operational Risk Committee regelmäßig informiert.
Es befasst sich insbesondere mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern.
Ziel ist es, den Erwarteten Verlust aus OpRisk unter Kosten-Nutzen-Überlegungen zu
optimieren sowie das Schadenspotenzial aus dem Unerwarteten Verlust zu minimieren.
Hierbei verfolgt das Operational Risk Committee eine End-to-end-Sicht auf die Prozesse
in der Bank, mit dem Ziel der Risikofrüherkennung. Das Operational Risk Committee
befasst sich ferner mit allen Themen, die in Zusammenhang mit der AMA-Umsetzung im
Konzern stehen beziehungsweise sich aus den MaRisk zu OpRisk ergeben. Das Operational
Risk Committee ist insbesondere für die Umsetzung der Grundsätze gemäß § 280 SolvV
verantwortlich, die operativ in den Aufgabenbereich des Group Risk Control & Capital
Management (GRM-CC) fallen.
Das Operational-Risk-Profil des Konzerns, ausgedrückt über die eingetretenen Ereignisse
(Verluste und Rückstellungen) pro Ereigniskategorie gemäß § 287 SolvV, zeigt, dass
rund 91 % der Schäden (Vorjahr: 83 %) in den beiden Ereigniskategorien Produktbezogene
Schäden sowie Prozessuale Fehler eingetreten sind. GRM-CC führt regelmäßige Benchmarks
der Werte im Vergleich zu Daten der Operational Riskdata eXchange, ORX, sowie zu öffentlichen
Daten durch; diese zeigen vergleichbare Verteilungen.
| OpRisk-Ereignisse | 31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
|
|
Mio € | in % | Mio € | in % |
| Interner Betrug | 9,9 | 3,6 | 16,3 | 6,0 |
| Externer Betrug | 8,6 | 3,1 | 29,3 | 10,7 |
| Sachschäden und Systemausfälle | 1,6 | 0,6 | 1,3 | 0,5 |
| Produktbezogene Schäden | 195,8 | 71,4 | 148,8 | 54,7 |
| Prozessuale Fehler | 56,2 | 20,5 | 76,3 | 28,0 |
| Das Arbeitsverhältnis betreffende Fehler | 2,3 | 0,8 | 0,2 | 0,1 |
| Konzern | 274,4 | 100,0 | 272,2 | 100,0 |
Konzentrationen von Ausfallrisiken (Kreditrisikokonzentrationen) können durch Geschäftsbeziehungen
mit einzelnen Schuldnern oder Schuldnergruppen entstehen, die eine Reihe gemeinsamer
Merkmale aufweisen und deren Fähigkeit zur Schuldentilgung gleichermaßen von der Veränderung
bestimmter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen abhängt. Neben der Einholung von Sicherheiten
und der Anwendung einer einheitlichen Kreditvergabepolitik ist die Bank zur Minimierung
von Kreditrisiken eine Reihe von Master Netting Agreements eingegangen, die das Recht
zur Verrechnung von Ansprüchen und Verpflichtungen mit einem Kunden im Falle des Ausfalls
oder der Insolvenz des Kunden sicherstellen. Die Kreditrisiken im Bereich der Forderungen
an Kunden stellten sich nach Buchwerten zum 31. Dezember 2010 wie folgt dar:
|
|
Forderungen | |
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Kunden in Deutschland | 207 690 | 217 987 |
| Firmenkunden | 97 316 | 98 150 |
| Verarbeitendes Gewerbe | 22 291 | 26 674 |
| Baugewerbe | 2 489 | 4 146 |
| Handel | 8 845 | 8 738 |
| Dienstleistungen und Übrige | 63 691 | 58 592 |
| Öffentliche Haushalte | 35 574 | 37 256 |
| Privatkunden | 74 800 | 82 581 |
| Kunden außerhalb Deutschlands | 129 182 | 143 496 |
| Firmen- und Privatkunden | 120 285 | 134 817 |
| Öffentliche Haushalte | 8 897 | 8 679 |
| Zwischensumme | 336 872 | 361 483 |
| abzüglich Wertberichtigungen | - 9 117 | - 9 289 |
| Gesamt | 327 755 | 352 194 |
Die Kreditrisiken im Bereich der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen
stellten sich nach Buchwerten zum 31. Dezember 2010 wie folgt dar:
|
|
Eventualverbindlichkeiten, unwiderrufliche Kreditzusagen |
|
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Kunden und Kreditinstitute in Deutschland | 46 424 | 58 337 |
| Kreditinstitute | 1 374 | 1 166 |
| Firmenkunden | 42 811 | 55 319 |
| Verarbeitendes Gewerbe | 15 082 | 25 312 |
| Baugewerbe | 1 769 | 2 085 |
| Handel | 3 239 | 3 186 |
| Dienstleistungen und Übrige | 22 721 | 24 736 |
| Öffentliche Haushalte | 379 | 106 |
| Privatkunden | 1 860 | 1 746 |
| Kunden und Kreditinstitute außerhalb Deutschlands | 52 794 | 52 238 |
| Kreditinstitute | 9 102 | 7 827 |
| Firmen- und Privatkunden | 43 051 | 43 429 |
| Öffentliche Haushalte | 641 | 982 |
| Zwischensumme | 99 218 | 110 575 |
| abzüglich Rückstellungen | - 556 | - 539 |
| Gesamt | 98 662 | 110 036 |
Die in den obigen Tabellen aufgeführten Buchwerte zur Kreditrisikokonzentration im
Bereich der Forderungen sowie im Bereich der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen
Kreditzusagen sind nicht Gegenstand der internen Risikosteuerung, da das Management
von Kreditrisiken auch Sicherheiten, Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie andere ökonomische
Faktoren berücksichtigt. Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächliche
Einschätzung der Kreditrisikokonzentration in der Bank.
Die maximale Kreditrisikoexposition gemäß IFRS 7 - ohne Berücksichtigung von Sicherheiten
oder sonstigen Kreditverbesserungen- entspricht den Buchwerten der betreffenden bilanziellen
Vermögenswerte je Klasse; bei unwiderruflichen Kreditzusagen und Eventualverbindlichkeiten
den Nominalwerten. In nachfolgender Tabelle sind die Buch- beziehungsweise Nominalwerte
der mit einem potenziellen Ausfallrisiko behafteten Finanzinstrumente zusammengefasst:
| Maximales Kreditrisiko | Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere unter | 145 608 | 157 780 | - 7,7 |
| Handelsaktiva | 32 115 | 29 748 | 8,0 |
| Finanzanlagen | 113 493 | 128 032 | - 11,4 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 110 956 | 107 209 | 3,5 |
| Forderungen an Kunden | 336 872 | 361 483 | - 6,8 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 128 704 | 183 659 | - 29,9 |
| Handelsaktiva | 123 743 | 177 307 | - 30,2 |
| Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 | 4 961 | 6 352 | - 21,9 |
| Sonstige Handelsaktiva | 263 | 2 671 | - 90,2 |
| Unwiderrufliche Kreditzusagen | 60 566 | 69 281 | - 12,6 |
| Eventualverbindlichkeiten | 38 096 | 40 755 | - 6,5 |
Die in obiger Tabelle aufgeführten Beträge zum maximalen Kreditrisikovolumen sind
nicht Gegenstand der internen Risikosteuerung, da das Management von Kreditrisiken
auch Sicherheiten, Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie andere ökonomische Faktoren berücksichtigt.
Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächliche Risikoeinschätzung
durch die Bank.
Die Liquidität eines Instituts gilt als ausreichend, wenn die zu ermittelnde Liquiditätskennzahl
den Wert 1 nicht unterschreitet. Die Liquiditätskennzahl gibt das Verhältnis zwischen
den ab Meldestichtag bis zum Ende des folgenden Monats (Laufzeitband 1) zur Verfügung
stehenden Zahlungsmitteln und den während dieses Zeitraums zu erwartenden Zahlungsabflüssen
an. In der Commerzbank Aktiengesellschaft wurde 2010 das als Standardansatz umgesetzte
Konzept der Liquiditätsverordnung angewendet.
Zum 31. Dezember 2010 betrug die von der Commerzbank Aktiengesellschaft ermittelte
Liquiditätskennzahl 1,08 (Vorjahr: 1,20). Der Liquiditätsüberhang aus dem Laufzeitband
1 erreichte 20,4 Mrd Euro (Vorjahr: 52,0 Mrd Euro). Die Liquiditätskennzahlen der
Commerzbank Aktiengesellschaft im Jahr 2010 stellten sich wie folgt dar:
|
|
Stand am Monatsende |
|
Stand am Monatsende |
| Januar | 1,18 | Juli | 1,12 |
| Februar | 1,19 | August | 1,12 |
| März | 1,19 | September | 1,11 |
| April | 1,15 | Oktober | 1,11 |
| Mai | 1,14 | November | 1,09 |
| Juni | 1,16 | Dezember | 1,08 |
In den Bilanzaktiva waren folgende Nachrangige Vermögenswerte enthalten:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Forderungen an Kreditinstitute | 66 | 62 | 6,5 |
| Forderungen an Kunden | 529 | 214 | . |
| Handelsaktiva | 222 | 37 | . |
| Finanzanlagen | 41 | 101 | - 59,4 |
| Gesamt | 858 | 414 | . |
| darunter: an Kreditinstitute, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1 | - | . |
Als nachrangig sind Vermögenswerte anzusehen, wenn sie als Forderungen im Fall der
Liquidation oder der Insolvenz des Emittenten erst nach den Forderungen der anderen
Gläubiger erfüllt werden dürfen.
Der Commerzbank-Konzern ermöglicht seinen Kunden durch Kreditfazilitäten schnellen
Zugriff auf Gelder, die von den Kunden zur Erfüllung ihrer kurzfristigen Verpflichtungen
sowie der langfristigen Finanzierungsbedürfnisse benötigt werden. Die Kreditfazilitäten
können in unterschiedlicher Form bereitgestellt werden, die wir nachstehend beispielhaft
aufführen:
| ― |
Bürgschaften, mit denen der Konzern die Rückzahlung eines von einem Kunden bei einem Dritten aufgenommenen Kredits garantiert, |
| ― |
Stand-by-Letters-of-Credit, die die Kreditwürdigkeit des Kunden erhöhen und seine Außenhandelsfinanzierung zu niedrigeren Kosten erleichtern, |
| ― |
Dokumentenakkreditive für Zahlungen im Außenhandel, die im Namen eines Kunden erfolgen und dem Konzern später erstattet werden, |
| ― |
Stand-by-Fazilitäten für kurzfristige Schuldtitel und auf revolvierender Basis begebene Schuldtitel, mit denen Kunden bei Bedarf Geldmarktpapiere oder mittelfristige Schuldtitel begeben können, ohne jedes Mal das übliche Emissionsprozedere zu durchlaufen. |
Gegebenenfalls dienen Sicherheiten für das Gesamtobligo von Kunden aus Krediten und
Avalen. Daneben gibt es Unterbeteiligungen Dritter zu unwiderruflichen Kreditzusagen
und Avalen.
Die in der folgenden Tabelle genannten Zahlen wären nur im Falle der vollständigen
Ausnutzung der Fazilitäten durch sämtliche Kunden und den darauf folgenden Zahlungsverzug
aller -unter der Voraussetzung, dass keine Sicherheiten vorhanden sind - abzuschreiben.
Tatsächlich verfällt jedoch der weitaus größte Teil dieser Verpflichtungen, ohne in
Anspruch genommen zu werden. Insofern sind diese Beträge nicht repräsentativ für die
Risikoeinschätzung, das tatsächliche künftige Kreditengagement oder daraus erwachsende
Liquiditätserfordernisse. Weitere Informationen zum Kreditrisiko aus Finanzgarantien
beziehungsweise unwiderruflichen Kreditzusagen sowie zu Liquiditätsrisiken und deren
Steuerung und Überwachung enthält der Risikobericht.
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Eventualverbindlichkeiten | 38 096 | 40 755 | - 6,5 |
| aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln | 3 | 3 | 0,0 |
| aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen | 38 087 | 40 603 | - 6,2 |
| Kreditbürgschaften | 3 632 | 6 031 | - 39,8 |
| Sonstige Bürgschaften | 27 256 | 27 228 | 0,1 |
| Akkreditive | 6 939 | 7 036 | - 1,4 |
| Garantien für ABS Verbriefungen | - | 13 | . |
| Sonstige Gewährleistungen | 260 | 295 | - 11,9 |
| Sonstige Verpflichtungen | 6 | 149 | - 96,0 |
| Unwiderrufliche Kreditzusagen | 60 566 | 69 281 | - 12,6 |
| Buchkredite an Kreditinstitute | 1 442 | 899 | 60,4 |
| Buchkredite an Kunden | 56 058 | 65 101 | - 13,9 |
| Avalkredite | 3 016 | 3 247 | - 7,1 |
| Akkreditive | 50 | 34 | 47,1 |
| Gesamt | 98 662 | 110 036 | - 10,3 |
Die Restlaufzeiten der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen
insgesamt stellten sich wie folgt dar:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Täglich fällig | 2 307 | 1 773 | 30,1 |
| Bis drei Monate | 29 641 | 34 409 | - 13,9 |
| Mehr als drei Monate bis ein Jahr | 20 729 | 24 162 | - 14,2 |
| Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 41 322 | 45 529 | - 9,2 |
| Mehr als fünf Jahre | 4 663 | 4 163 | 12,0 |
| Gesamt | 98 662 | 110 036 | - 10,3 |
Die Risikovorsorge für außerbilanzielle Verpflichtungen wurde in diesen Aufstellungen
von den entsprechenden Posten gekürzt.
Im Rahmen echter Pensionsgeschäfte verkauft beziehungsweise kauft der Commerzbank-Konzern
Wertpapiere mit einer Rücknahmeverpflichtung beziehungsweise Rückgabeverpflichtung.
Die erhaltenen Gegenwerte aus Pensionsgeschäften, bei denen der Commerzbank-Konzern
Pensionsgeber ist (Rücknahmeverpflichtung der Wertpapiere), werden als Verbindlichkeit
gegenüber Kreditinstituten oder Kunden bilanziert.
Wertpapierleihgeschäfte werden mit Kreditinstituten und Kunden getätigt, um dem Bedarf
zur Erfüllung von Lieferverpflichtungen nachzukommen oder am Geldmarkt Wertpapierpensionsgeschäfte
tätigen zu können. Die verliehenen Wertpapiere weisen wir in unserer Bilanz im Handelsbestand
oder in den Finanzanlagen aus, während entliehene Wertpapiere nicht bilanziert werden.
Die aus Wertpapierleihgeschäften resultierenden Aufwendungen und Erträge wurden, soweit
sie das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, in der Gewinn- und Verlustrechnung laufzeitgerecht
im Zinsergebnis berücksichtigt.
Im Rahmen von Wertpapierleihgeschäften kann das Bonitätsrisiko des Kontrahenten durch
die Stellung von Sicherheiten unter anderem in Form von Liquidität vermieden werden.
Die Stellung von Sicherheiten für ein Leihgeschäft wird als Cash Collateral Out (gezahlte
Sicherheitsleistung) und der Erhalt von Sicherheiten als Cash Collateral In (erhaltene
Sicherheitsleistungen) bezeichnet. Darüber hinaus werden Cash Collateral Outs im Zusammenhang
mit Derivaten als Sicherheiten hinterlegt.
Die zum Bilanzstichtag abgeschlossenen echten Pensionsgeschäfte und Wertpapierleihegeschäfte
sowie die Cash Collaterals stellten sich wie folgt dar:
| Pensions- und Leihgeschäfte | Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsgeber |
|
|
|
| (Repo-Agreements) |
|
|
|
| Buchwerte der übertragenen Wertpapiere | 57 166 | 56 711 | 0,8 |
| Erhaltene Sicherheitsleistungen |
|
|
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 28 481 | 25 643 | 11,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 13 923 | 15 423 | - 9,7 |
| Verliehene Wertpapiere aus Leihgeschäften |
|
|
|
| Buchwerte der übertragenen Wertpapiere | 14 005 | 8 315 | 68,4 |
| Erhaltene Sicherheitsleistungen |
|
|
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 15 535 | 5 913 | . |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 4 183 | 2 196 | 90,5 |
| Summe der Buchwerte der übertragenen Wertpapiere | 71 171 | 65 026 | 9,5 |
| Summe der erhaltenen Sicherheiten | 62 122 | 49 175 | 26,3 |
| Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsnehmer |
|
|
|
| (Reverse-Repo-Agreements) |
|
|
|
| Marktwerte der erhaltenen Wertpapiere | 81 478 | 73 198 | 11,3 |
| Gezahlte Sicherheitsleistungen |
|
|
|
| Forderungen an Kreditinstitute | 40 528 | 42 336 | - 4,3 |
| Forderungen an Kunden | 25 148 | 18 099 | 38,9 |
| Entliehene Wertpapiere aus Leihgeschäften |
|
|
|
| Marktwerte der erhaltenen Wertpapiere | 28 914 | 21 182 | 36,5 |
| Gezahlte Sicherheitsleistungen |
|
|
|
| Forderungen an Kreditinstitute | 28 159 | 16 527 | 70,4 |
| Forderungen an Kunden | 4 815 | 4 263 | 12,9 |
| Summe der Marktwerte der erhaltenen Wertpapiere | 110 392 | 94 380 | 17,0 |
| Summe der geleisteten Sicherheiten | 98 650 | 81 225 | 21,5 |
Den Buchwerten der verliehenen Wertpapiere in Höhe von 14 005 Mio Euro (Vorjahr 8
315 Mio Euro) standen neben den zugehörigen Verbindlichkeiten von 19 718 Mio Euro
(Vorjahr: 8 109 Mio Euro) auch 1 721 Mio Euro Wertpapiere (Vorjahr: 2 919 Mio Euro)
als Sicherheiten gegenüber. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Pensionsgeschäften
werden nach Netting dargestellt.
Die beizulegenden Zeitwerte der erhaltenen Sicherheiten, für die das Recht besteht,
diese ohne Ausfall des Sicherungsgebers weiterzuveräußern oder -zuverpfänden, stellten
sich wie folgt dar:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Gesamtbetrag der erhaltenen Sicherheiten | 135 068 | 86 977 | 55,3 |
| darunter: weiterveräußert oder weiterverpfändet |
24 676 |
17 735 |
39,1 |
| darunter: mit Rückgabeverpflichtung |
- |
- |
. |
Die Transaktionen wurden unter den handelsüblichen und gebräuchlichen Bedingungen
für Wertpapierleih- und -pensionsgeschäfte sowie Darlehensgeschäfte ausgeführt.
Die in der Bilanz nicht auszuweisenden Treuhandgeschäfte hatten am Bilanzstichtag
folgenden Umfang:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Forderungen an Kreditinstitute | 303 | 14 | . |
| Forderungen an Kunden | 838 | 530 | 58,1 |
| Sonstige Vermögenswerte | 495 | 777 | - 36,3 |
| Treuhandvermögen | 1 636 | 1 321 | 23,8 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 67 | 32 | . |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 1 569 | 1 289 | 21,7 |
| Treuhandverbindlichkeiten | 1 636 | 1 321 | 23,8 |
Das novellierte Kreditwesengesetz und die Solvabilitätsverordnung als nationale Umsetzung
von Basel II verpflichten die deutschen Institute zur Einhaltung von Mindestkapitalquoten.
Danach müssen Kreditinstitute ihre gewichteten Risikoaktiva mit mindestens 8 % Eigenmitteln
unterlegen (Eigenmittelquote). Für die Unterlegung der Risikoaktiva mit Kernkapital
wird durchgängig eine Quote von mindestens 4 % verlangt (Kernkapitalquote).
Die Eigenmittel setzen sich aus Kern- und Ergänzungskapital zuzüglich Drittrangmitteln
zusammen. Das Kernkapital besteht im Wesentlichen aus Gezeichnetem Kapital zuzüglich
Rücklagen, den Stillen Einlagen, dem Hybridkapital sowie den Anteilen in Fremdbesitz,
vermindert um Abzugposten wie Geschäfts- oder Firmenwerte, Beteiligungen und immaterielle
Vermögenswerte. Zum Ergänzungskapital gehören Genussrechtskapital und langfristige
nachrangige Verbindlichkeiten. Unter den Drittrangmitteln werden kurzfristige nachrangige
Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Das Kapitalmanagement der Commerzbank dient den folgenden Zielen:
| ― |
Einhaltung der gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen auf Konzernbasis sowie in allen Konzerngesellschaften der aufsichtsrechtlichen Gruppe |
| ― |
Bereitstellung von ausreichend Puffer zur Sicherstellung der jederzeitigen Handlungsfähigkeit der Bank |
| ― |
strategische Zuordnung von Kernkapital auf Segmente und Geschäftsfelder zur Nutzung von Wachstumschancen |
Im Zuge der Finanzmarktkrise ist die Bedeutung eines angemessenen Kernkapitals für
Banken immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Für die Commerzbank
hat das Kernkapital schon immer eine wesentliche Steuerungsgröße dargestellt. Dabei
gehen die Ansprüche der Bank an die Kapitalquoten weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen
hinaus. Bei der Festlegung der angestrebten internen Kapitalquoten spielen neben der
Risikotragfähigkeit der Bank auch Markterwartungen eine wichtige Rolle. Aus diesem
Grund hat die Commerzbank einen Zielkorridor für das regulatorische Kapital definiert;
dieser liegt für das Kernkapital aktuell bei rund 9 % bis 10 %, der für die Eigenmittel
zwischen 10,5 % und 12,5 %.
Die Allokation des Kernkapitals erfolgt in einem regelmäßig wiederkehrenden Prozess,
in dem die strategische Ausrichtung der Bank, profitable Neugeschäftsmöglichkeiten
im Kerngeschäft der einzelnen Geschäftsfelder sowie Risikotragfähigkeitsaspekte Eingang
finden.
Alle Kapitalmaßnahmen - sowohl die Emission von Eigenkapital als auch ein potenzieller
Aktienrückkauf - werden im Rahmen der von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigungen
vom zentralen Asset-Liability-Committee der Bank vorgeschlagen und vom Gesamtvorstand
beschlossen. Im vergangenen Jahr hat die Commerzbank die an sie gestellten gesetzlichen
Mindestkapitalanforderungen, ebenso wie die deutlich strengeren Anforderungen der
SoFFin jederzeit eingehalten. Die Zusammensetzung der Eigenmittel im Commerzbank-Konzern
zeigte folgendes Bild:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Kernkapital (TIER I) |
|
|
|
| Gezeichnetes Kapital | 3 047 | 3 071 | - 0,8 |
| Rücklagen, Fremdanteile, eigene Aktien | 8 276 | 6 025 | 37,4 |
| Stille Einlagen | 16 428 | 17 604 | - 6,7 |
| Hybrides Kapital | 4 999 | 3 820 | 30,9 |
| Sonstiges | - 1 023 | - 1 000 | 2,3 |
| Gesamt | 31 727 | 29 520 | 7,5 |
| Ergänzungskapital (TIER II) |
|
|
|
| Hybrides Kapital | - | - | . |
| Genussrechte | 674 | 2 405 | - 72,0 |
| Reserven in Wertpapieren (Ansatz 45%) | 148 | 148 | 0,0 |
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 9 328 | 10 338 | - 9,8 |
| Sonstiges | - 1 020 | - 998 | 2,2 |
| Gesamt | 9 130 | 11 893 | - 23,2 |
| Drittrangmittel | - | 24 | . |
| Anrechenbare Eigenmittel | 40 857 | 41 437 | - 1,4 |
Aufgrund der Änderungen des KWG durch die CRD II werden seit dem 31. Dezember 2010
nur noch die Stillen Einlagen des SoFFin als Stille Einlagen ausgewiesen. Die Stille
Einlage der Allianz sowie die von der HT1 Funding GmbH gehaltene Stille Einlage werden
regulatorisch seitdem als Hybridkapital im Kernkapital erfasst. Für den bilanziellen
Ausweis ergaben sich hierdurch keine Änderungen. Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen
und Kapitalquoten stellten sich wie folgt dar:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Eigenmittelanforderung Kreditrisiko | 18 595 | 19 705 | - 5,6 |
| Eigenmittelanforderung Marktrisiko | 1 059 | 1 144 | - 7,4 |
| Eigenmittelanforderung Operationelles Risiko | 1 746 | 1 562 | 11,8 |
| Eigenmittelanforderung gesamt | 21 400 | 22 411 | - 4,5 |
| Anrechenbare Eigenmittel | 40 857 | 41 437 | - 1,4 |
| Kernkapitalquote | 11,9 | 10,5 |
|
| Eigenmittelquote | 15,3 | 14,8 |
|
| 31.12.2010 Mio € |
Kernkapital/ Eigenkapital |
Ergänzungs-/ Nachrangkapital |
Gesamt |
| Bilanziell ausgewiesen | 28 658 | 12 910 | 41 568 |
| Neubewertungsrücklage | 1 731 |
|
1 731 |
| Rücklage aus Cash Flow Hedges | 1 005 |
|
1 005 |
| Nicht im Kernkapital auszuweisende Anteile im Fremdbesitz (unter anderem Neubewertungsrücklage, Rücklage aus Cash Flow Hedges), Unterschiede im Konsolidierungskreis und Firmenwerte |
- 1 775 |
|
- 1 775 |
| Sonstiges Kapital mit 15% Anrechnungsgrenze | 3 158 |
|
3 158 |
| Sonstiges Kapital mit 35% Anrechnungsgrenze | 1 841 |
|
1 841 |
| Umgliederung von den stillen Einlagen zum sonstigen Kapital | - 750 |
|
- 750 |
| Nicht anrechenbare Teile des Nachrangkapitals wegen Restlaufzeitbeschränkung |
|
- 1 918 | - 1 918 |
| Latente Neubewertungsrücklagen für Wertpapiere |
|
148 | 148 |
| Sonstiges | - 2 141 | - 2 010 | - 4 151 |
| Anrechenbare Eigenmittel | 31 727 | 9 130 | 40 857 |
Durch den Einsatz von Kreditderivaten (zum Beispiel Credit Default Swaps, Total Return
Swaps, Credit Linked Notes) kann die Risikoanrechnung eines Kreditportfolios verringert
werden. Dabei kann sich die Sicherungswirkung eines Kreditderivates sowohl auf einzelne
Kredite oder Wertpapiere als auch auf Kreditoder Wertpapierportfolios beziehen. Die
Sicherheitenstellung erfolgt in der Regel im Rahmen einer synthetischen Verbriefung
durch Credit Default Swap (CDS) und/oder durch Credit Linked Notes (CLN). Hiermit
können drei wesentliche Ziele erreicht werden:
| ― |
Risikodiversifikation (Reduzierung von Kreditrisiken im Portfolio, insbesondere Klumpenrisiken), |
| ― |
Eigenkapitalentlastung (durch Übertragung der Kreditrisiken auf Investoren wird eine
Reduzierung der regulatorischen Eigenkapitalanforderungen nach Solvabilitätsverordnung
erreicht) und |
| ― |
Refinanzierung (Nutzung von Verbriefungen als alternatives Kapitalbeschaffungsinstrument zu ungedeckten Inhaberschuldverschreibungen). |
Zum Ende des Geschäftsjahres 2010 hatte der Commerzbank-Konzern (Commerzbank Aktiengesellschaft
und drei Tochtergesellschaften) sechs Verbriefungs-Transaktionen als Sicherungsnehmer
aufgelegt.
Die vertragliche Laufzeit (Legal Maturity Date) liegt zwischen 10 und 76 Jahren. Insgesamt
waren Ende Dezember 2010 Kundenkredite in Höhe von 9,2 Mrd Euro abgesichert. Die Entlastung
der gewichteten Risikoaktiva betrug 2,1 Mrd Euro.
| Name der Transaktion | Sicherungsnehmer | Jahr des Abschlusses |
Laufzeit der Transaktion in Jahren |
Forderungsart | Kreditvolumen Mio € |
Entlastung der gewichteten Risikoaktiva Mio € |
| CoCo Finance 2006-1 | Commerzbank Aktiengesellschaft, Commerzbank International S.A., Commerzbank (Eurasija) SAO |
2006 | 10 | nationale und internationale Großkunden |
4 377 | 329 |
| Cosmo Finance 2007-1 | Commerzbank Aktiengesellschaft | 2007 | 20 | Mittelstandskunden | 1 972 | 820 |
| Cosmo Finance 2008-1 | Commerzbank Aktiengesellschaft | 2008 | 14 | Mittelstandskunden | 1 381 | 551 |
| Provide GEMS 2002-1 PLC | Eurohypo Aktiengesellschaft | 2002 | 45 | wohnungswirtschaftliches Portfolio | 238 | 59 |
| Semper Finance 2006-1 | Eurohypo Aktiengesellschaft | 2006 | 76 | Project Castle - gewerbliches Portfolio |
707 | 206 |
| Semper Finance 2007-1 | Eurohypo Aktiengesellschaft | 2007 | 36 | gewerbliches Portfolio | 525 | 167 |
|
|
|
|
|
|
9 200 | 2 132 |
|
|
2010 | 2009 | ||||
|
|
Gesamt | männlich | weiblich | Gesamt | männlich | weiblich |
| Im Konzern | 57 676 | 31 141 | 26 535 | 63 267 | 34 680 | 28 587 |
| In Deutschland | 43 378 | 21 776 | 21 602 | 45 299 | 22 912 | 22 387 |
| Außerhalb Deutschlands | 14 298 | 9 365 | 4 933 | 17 968 | 11 768 | 6 200 |
Die obigen Zahlen enthalten sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitkräfte. In der Zahl
der Arbeitnehmer sind die im Konzern durchschnittlich in Ausbildung befindlich gewesenen
Arbeitnehmer nicht enthalten. Die durchschnittliche Arbeitszeit der Teilzeitkräfte
betrug 59 % (Vorjahr: 60 %) der Normalarbeitszeit.
|
|
2010 | 2009 | ||||
|
|
Gesamt | männlich | weiblich | Gesamt | männlich | weiblich |
| Auszubildende | 2 616 | 1 313 | 1 303 | 2 282 | 1 021 | 1 261 |
Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der Commerzbank Aktiengesellschaft
und/oder deren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden
Unternehmen und Personen. Hierzu gehören beherrschte, aber aus Gründen der Wesentlichkeit
nicht konsolidierte Gesellschaften, at-Equity-bewertete Unternehmen, Beteiligungen,
unternehmensexterne Versorgungsträger zur betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter
der Commerzbank Aktiengesellschaft, Personen in Schlüsselpositionen und deren Angehörige
sowie von diesem Personenkreis beherrschte Unternehmen. Zu den Personen in Schlüsselpositionen
zählen ausschließlich die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft.
Der Anteilsbesitz von 25 % plus einer Aktie gewährt dem Bund als Träger der Finanzmarktstabilisierungsanstalt,
die den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) verwaltet, die Möglichkeit
einen maßgeblichen Einfluss auf die Commerzbank Aktiengesellschaft auszuüben. Demnach
zählen der Bund sowie der Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterstehende Unternehmen
(Bundesunternehmen) zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS
24. Die Beziehungen zu Bundesunternehmen zeigen wir im Folgenden getrennt von den
Beziehungen zu den übrigen nahestehenden Unternehmen und Personen.
Aktiva, Passiva und außerbilanzielle Posten in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen
(ohne Bundesunternehmen) und Personen stellten sich im Berichtsjahr folgendermaßen
dar:
| Aktiva | Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Forderungen an Kreditinstitute | 617 | 923 | - 33,2 |
| Tochterunternehmen | - | - | . |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
617 | 923 | - 33,2 |
| Forderungen an Kunden | 1 359 | 1 042 | 30,4 |
| Tochterunternehmen | 321 | 289 | 11,1 |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
1 032 | 750 | 37,6 |
| Personen in Schlüsselpositionen | 3 | 3 | 0,0 |
| Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen | 3 | - | . |
| Handelsaktiva | 1 285 | 1 692 | - 24,1 |
| Tochterunternehmen | 1 285 | 1 692 | - 24,1 |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
- | - | . |
| Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen | - | - | . |
| Finanzanlagen | 82 | 39 | . |
| Tochterunternehmen | 69 | 38 | 81,6 |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
9 | - | . |
| Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen | 4 | 1 | . |
| Sonstige Aktiva | 298 | - | . |
| Tochterunternehmen | - | - | . |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
298 | - | . |
| Gesamt | 3 641 | 3 696 | - 1,5 |
| Passiva | Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5 | 6 | - 16,7 |
| Tochterunternehmen | - | - | . |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
5 | 6 | - 16,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 1 607 | 1 512 | 6,3 |
| Tochterunternehmen | 208 | 102 | . |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
117 | 197 | - 40,6 |
| Personen in Schlüsselpositionen | 10 | 11 | - 9,1 |
| Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen | 1 272 | 1 202 | 5,8 |
| Handelspassiva | 2 021 | 1 495 | 35,2 |
| Tochterunternehmen | 2 021 | 1 495 | 35,2 |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
- | - | . |
| Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen | - | - | . |
| Sonstige Passiva | 16 | - | . |
| Tochterunternehmen | 9 | - | . |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
7 | - | . |
| Gesamt | 3 649 | 3 013 | 21,1 |
| Außerbilanzielle Posten | Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Garantien und Sicherheiten gewährt an | 590 | 131 | . |
| Tochterunternehmen | 36 | 16 | . |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
554 | 115 | . |
| Personen in Schlüsselpositionen | - | - | . |
| Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen | - | - | . |
| Garantien und Sicherheiten erhalten von | 7 | 35 | - 80,0 |
| Tochterunternehmen | 7 | 20 | - 65,0 |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
- | 15 | . |
| Personen in Schlüsselpositionen | - | - | . |
| Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen | - | - | . |
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden waren unter den Sonstigen nahestehenden
Unternehmen 1,3 Mrd Euro (Vorjahr: 1,2 Mrd Euro) für unternehmensexterne Versorgungsträger
enthalten.
Aus Kreditverträgen und Einlagen sowie erbrachten Dienstleistungen in Verbindung mit
nahestehenden Unternehmen und Personen (ohne Bundesunternehmen) ergaben sich folgende
Aufwendungen und Erträge:
| Erträge | Mio € | 1.1.-31.12.2010 | 1.1.-31.12.2009 | Veränderung in % |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen |
|
|
|
| Zinsen | 60 | 12 | . |
| Provisionen | 2 | 16 | - 87,5 |
| Lieferungen und Leistungen | - | 4 | . |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
|
|
|
| Zinsen | 114 | 59 | 93,2 |
| Provisionen | 12 | 21 | - 42,9 |
| Lieferungen und Leistungen | - | 5 | . |
| Personen in Schlüsselpositionen |
|
|
|
| Zinsen | - | - | . |
| Provisionen | - | - | . |
| Lieferungen und Leistungen | - | - | . |
| Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen |
|
|
|
| Zinsen | - | - | . |
| Provisionen | - | - | . |
| Lieferungen und Leistungen | - | - | . |
| Summen |
|
|
|
| Zinsen | 174 | 71 | . |
| Provisionen | 14 | 37 | - 62,2 |
| Lieferungen und Leistungen | - | 9 | . |
| Aufwendungen | Mio € | 1.1.-31.12.2010 | 1.1.-31.12.2009 | Veränderung in % |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen |
|
|
|
| Zinsen | - | 7 | . |
| Provisionen | 33 | 15 | . |
| Lieferungen und Leistungen | 48 | 14 | . |
| Abschreibungen/Wertminderungen | - | - | . |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
|
|
|
| Zinsen | - | 10 | . |
| Provisionen | - | - | . |
| Lieferungen und Leistungen | 9 | 11 | - 18,2 |
| Abschreibungen/Wertminderungen | - | - | . |
| Personen in Schlüsselpositionen |
|
|
|
| Zinsen | - | - | . |
| Provisionen | - | - | . |
| Lieferungen und Leistungen | - | - | . |
| Abschreibungen/Wertminderungen | - | - | . |
| Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen |
|
|
|
| Zinsen | 56 | 59 | - 5,1 |
| Provisionen | - | - | . |
| Lieferungen und Leistungen | - | - | . |
| Abschreibungen/Wertminderungen | - | - | . |
| Summen |
|
|
|
| Zinsen | 56 | 76 | - 26,3 |
| Provisionen | 33 | 15 | . |
| Lieferungen und Leistungen | 57 | 25 | . |
| Abschreibungen/Wertminderungen | - | - | . |
Die Forderungen an Personen in Schlüsselpositionen stellten sich wie folgt dar:
| Tsd € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Vorstand | 2 647 | 2 304 | 14,9 |
| Aufsichtsrat | 484 | 650 | - 25,5 |
| Summe | 3 131 | 2 954 | 6,0 |
Barkredite an Vorstände wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres und letzter Fälligkeit
im Jahr 2038 sowie zu Zinssätzen zwischen 2,8 % und 5,5 %, bei Überziehungen in Einzelfällen
bis zu 10,7% gewährt. Die Besicherung erfolgte zu marktüblichen Bedingungen, soweit
erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten.
Die Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrates wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres
und letzter Fälligkeit im Jahr 2040 sowie zu Zinssätzen zwischen 3,8 % und 7,7 %,
bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 10,7 % herausgelegt. Die Besicherung erfolgte
zu marktüblichen Bedingungen soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten.
Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat standen im Berichtsjahr, mit Ausnahme
von Mietavalen, nicht in einem Haftungsverhältnis mit den Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns.
Die mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigten Bankgeschäfte wurden zu
marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen.
Der Commerzbank-Konzern wickelt Geschäfte mit Bundesunternehmen im Rahmen der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit grundsätzlich zu marktgerechten Bedingungen und Konditionen ab.
Einzelheiten der Beziehungen zum SoFFin sind in der Note 74 angegeben. Nachstehende
Tabelle enthält die am 31. Dezember 2010 bestehenden Vermögenswerte und Verpflichtungen
aus Geschäften mit Bundesunternehmen:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung in % |
| Barreserve | 1 111 | 3 633 | - 69,4 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 726 | 213 | . |
| Forderungen an Kunden | 2 991 | 2 378 | 25,8 |
| Handelsaktiva | 5 040 | 2 628 | 91,8 |
| Finanzanlagen | 7 079 | 6 209 | 14,0 |
| Gesamt | 16 947 | 15 061 | 12,5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 15 262 | 24 260 | - 37,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 88 | 90 | - 2,2 |
| Nachrangkapital | 16 428 | 16 428 | 0,0 |
| Gesamt | 31 778 | 40 778 | - 22,1 |
| Garantien und Sicherheiten |
|
|
|
| gewährt | 298 | 3 | . |
| erhalten | 5 000 | 5 000 | 0,0 |
Bei den unter Handelsaktiva beziehungsweise Finanzanlagen ausgewiesenen Finanzinstrumenten
handelt es sich um Fremdkapitalinstrumente. Die auf Geschäfte mit Bundesunternehmen
entfallenden Aufwendungen und Erträge stellten sich wie folgt dar:
| 31.12.2010 | Mio € | Aufwendungen | Erträge |
| Zinsen | 27 | 163 |
| Provisionen | 48 | - |
| Lieferungen und Leistungen | - | 8 |
| Abschreibungen/Wertminderungen | - |
|
Eine detaillierte Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems für die Mitglieder
des Vorstands und des Aufsichtsrates wird im Vergütungsbericht (Seiten 51 ff.) wiedergegeben.
Ohne Berücksichtigung des in der Berechnung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigten
Dienstzeitaufwands sowie der Arbeitgeberanteile zum BVV und zur Rentenversicherung
für die Mitglieder des Vorstands belief sich die gesamte Vergütung für die Organmitglieder
auf:
| in Tsd € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Vorstand | 5 275 | 5 865 |
| Aufsichtsrat | 1 841 | 1 974 |
| Gesamt | 7 116 | 7 839 |
In der folgenden Tabelle wird die Vergütung der Vorstandsmitglieder nach den in IAS
24 bestimmten Kategorien dargestellt:
| Tsd € |
|
Kurzfristig fällige Leistungen |
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses |
Auszahlung aktienbasierte Vergütungspläne4 |
Gesamtvergütung | Aufwand für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses5 |
| Martin Blessing | 2010 | 617 |
|
- | 617 | 283 |
|
|
2009 | 572 |
|
- | 572 | 216 |
| Frank Annuscheit | 2010 | 603 |
|
- | 603 | 259 |
|
|
2009 | 545 |
|
- | 545 | 212 |
| Markus Beumer | 2010 | 547 |
|
- | 547 | 218 |
|
|
2009 | 602 |
|
- | 602 | 176 |
| Wolfgang Hartmann | 20102 | - |
|
- | - | - |
|
|
20091 | 232 |
|
- | 232 | 130 |
| Dr. Achim Kassow | 2010 | 572 |
|
- | 572 | 154 |
|
|
2009 | 564 |
|
- | 564 | 119 |
| Jochen Klösges | 2010 | 566 |
|
- | 566 | 262 |
|
|
20091 | 298 |
|
- | 298 | - |
| Bernd Knobloch | 20102 | - | - | - | - | - |
|
|
20092,3 | - | 1 113 | - | 1 113 | - |
| Michael Reuther | 2010 | 575 |
|
- | 575 | 336 |
|
|
2009 | 575 |
|
- | 575 | 269 |
| Dr. Stefan Schmittmann | 2010 | 555 |
|
- | 555 | 454 |
|
|
2009 | 535 |
|
- | 535 | 405 |
| Ulrich Sieber | 2010 | 563 |
|
- | 563 | 228 |
|
|
20091 | 308 |
|
- | 308 | - |
| Dr. Eric Strutz | 2010 | 595 |
|
- | 595 | 168 |
|
|
2009 | 521 |
|
- | 521 | 124 |
| Martin Zielke | 20101 | 82 |
|
- | 82 | - |
|
|
20092 | - |
|
- | - | - |
| Gesamt | 2010 | 5 275 | - | - | 5 275 | 2 362 |
|
|
2009 | 4 752 | 1 113 | - | 5 865 | 1 651 |
1
Pro rata temporis für den Zeitraum ab Bestellung beziehungsweise bis zum Tag des Ausscheidens.
2
Diese Herren waren in den angegebenen Jahren keine Vorstandsmitglieder.
3
Herr Knobloch erhielt 2009 einen Betrag von 1 113 Tsd Euro auf Basis einer mit ihm
geschlossenen Aufhebungsvereinbarung.
4
Im Berichtsjahr 2010 wurde kein LTP ausgezahlt.
5
Dienstzeitaufwand sowie Arbeitgeberanteile zum BVV und zur Rentenversicherung; andere
langfristig fällige Leistungen gemäß IAS 24 waren nicht zu verzeichnen.
Einschließlich des Aufwandes für Leistungen der Bank nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
lagen die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder bei 7 637 Tsd Euro (Vorjahr: 7 516
Tsd Euro).
In nachfolgender Tabelle sind die Komponenten der kurzfristig fälligen Leistungen
aufgeführt. Sie bestehen aus dem Grundgehalt, der variablen Vergütung, der Vergütungen
für die Übernahme von Organfunktionen bei im Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft
konsolidierten Unternehmen sowie aus den sonstigen Bezügen der einzelnen Mitglieder
des Vorstands. Unter Sonstiges sind unter anderem die im üblichen Rahmen gewährten
Sachbezüge (im Wesentlichen Dienstwagennutzungen, Versicherungen, auf die Sachbezüge
entfallende Steuern sowie Sozialabgaben) enthalten.
Für die Geschäftsjahre 2010 und 2009 wurde keine variable Vergütung gewährt.
| Tsd € |
|
Grundgehalt | variable Vergütung3 | Vergütung für die Übernahme von Organfunktionen4 |
Rückführung gemäß SoFFin-Cap4 |
Monetäre Gesamtvergütung |
| Martin Blessing | 2010 | 500 | - |
|
|
500 |
|
|
2009 | 500 | - | - | - | 500 |
| Frank Annuscheit | 2010 | 500 | - |
|
|
500 |
|
|
2009 | 480 | - | 23 | - 3 | 500 |
| Markus Beumer | 2010 | 500 | - |
|
|
500 |
|
|
2009 | 480 | - | 12 | - | 492 |
| Wolfgang Hartmann | 20102 | - | - | - | - | - |
|
|
20091 | 200 | - | - | - | 200 |
| Dr. Achim Kassow | 2010 | 500 | - |
|
|
500 |
|
|
2009 | 480 | - | 124 | - 104 | 500 |
| Jochen Klösges | 2010 | 500 | - |
|
|
500 |
|
|
20091 | 280 | - | - | - | 280 |
| Bernd Knobloch | 20102 | - | - | - | - | - |
|
|
20092 | - | - | - | - | - |
| Michael Reuther | 2010 | 500 | - |
|
|
500 |
|
|
2009 | 480 | - | 21 | - 1 | 500 |
| Dr. Stefan Schmittmann | 2010 | 500 | - |
|
|
500 |
|
|
2009 | 480 | - | - | - | 480 |
| Ulrich Sieber | 2010 | 500 | - |
|
|
500 |
|
|
20091 | 280 | - | - | - | 280 |
| Dr. Eric Strutz | 2010 | 500 | - |
|
|
500 |
|
|
2009 | 480 | - | 2 | - | 482 |
| Martin Zielke | 20101 | 78 | - |
|
|
78 |
|
|
20092 | - | - | - | - | - |
| Gesamt | 2010 | 4 578 | - | - | - | 4 578 |
|
|
2009 | 4 140 | - | 182 | - 108 | 4 214 |
| Tsd € | Sonstiges5 | Summe kurzfristig fällige Leistungen |
| Martin Blessing | 117 | 617 |
|
|
72 | 572 |
| Frank Annuscheit | 103 | 603 |
|
|
45 | 545 |
| Markus Beumer | 47 | 547 |
|
|
110 | 602 |
| Wolfgang Hartmann | - | - |
|
|
32 | 232 |
| Dr. Achim Kassow | 72 | 572 |
|
|
64 | 564 |
| Jochen Klösges | 66 | 566 |
|
|
18 | 298 |
| Bernd Knobloch | - | - |
|
|
- | - |
| Michael Reuther | 75 | 575 |
|
|
75 | 575 |
| Dr. Stefan Schmittmann | 55 | 555 |
|
|
55 | 535 |
| Ulrich Sieber | 63 | 563 |
|
|
28 | 308 |
| Dr. Eric Strutz | 95 | 595 |
|
|
39 | 521 |
| Martin Zielke | 4 | 82 |
|
|
- | - |
| Gesamt | 697 | 5 275 |
|
|
538 | 4 752 |
1
Pro rata temporis für den Zeitraum ab Bestellung beziehungsweise bis zum Tag des Ausscheidens.
2
Diese Herren waren in den angegebenen Jahren keine Vorstandsmitglieder.
3
Auszahlbar im Folgejahr vorbehaltlich der Feststellung des Jahresabschlusses.
4
Die in den Geschäftsjahren 2009 und 2010 gewährten Bezüge für die Tätigkeiten in Organen
von Konzerngesellschaften werden in voller Höhe auf den SoFFin-Cap des jeweiligen
Vorjahres angerechnet und deshalb in der Tabelle dem Vorjahr zugeordnet (vergleiche
Vergütungsbericht).
5
Unter Sonstiges sind die im Berichtsjahr gewährten Sachbezüge, Sozialversicherungsbeiträge
sowie auf Sachbezüge entfallende Steuern ausgewiesen.
Zu den Regelungen bezüglich der Leistungen aus Anlass der Beendigung des Dienstverhältnisses
für die aktiven Vorstandsmitglieder verweisen wir auf die Darstellung im Vergütungsbericht
unter Sonstige Regelungen.
Für Vorstandsmitglieder und ehemalige Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene
sieht die Bank eine Altersversorgung vor, deren zur Absicherung dienende Vermögenswerte
insgesamt im Wege eines Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank Pensions-Trust
e. V. übertragen wurden.
Zum 31. Dezember 2010 beliefen sich die Pensionsverpflichtungen für aktive Vorstandsmitglieder
auf 10,3 Mio Euro (Vorjahr: 7,0 Mio Euro) und für ehemalige Mitglieder des Vorstands
der Commerzbank Aktiengesellschaft oder deren Hinterbliebene auf 70,9 Mio Euro (Vorjahr:
75,7 Mio Euro).
Nach Abzug der übertragenen Vermögenswerte (Plan Assets) und unter Berücksichtigung
versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste betrugen die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen
zum 31. Dezember 2010 für aktive Vorstandsmitglieder 0,5 Mio Euro (Vorjahr: -).
Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft
und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 6 519 Tsd Euro (Vorjahr: 7 677
Tsd Euro).
Die aktiven Vorstandsmitglieder hatten und haben sich an den in Note 25 erläuterten
Long-Term-Performance-Plänen (LTP), die eine aktienbasierte Vergütungsform darstellen,
beteiligt. Um an den einzelnen Plänen teilzunehmen, haben die Vorstandsmitglieder
nach individueller Entscheidung eine Eigenbeteiligung von bis zu 2 500 Aktien, der
Vorstandsvorsitzender bis zu 5 000 Aktien der Commerzbank Aktiengesellschaft je Plan
zu den jeweils geltenden Tageskursen erbracht.
In der folgenden Tabelle sind die Daten zu den am 31. Dezember 2010 bestehenden Long-Term-Performance-Plänen
der aktiven Vorstandsmitglieder, die sie in ihrer Eigenschaft als aktive Vorstandsmitglieder
erworben haben, dargestellt. Im Februar 2009 hatten die Vorstandsmitglieder sämtliche
Aktien aus dem LTP 2008 abgemeldet, weshalb sie aus diesem Plan keine Zahlungen erhalten.
Der beizulegende Zeitwert für die Pläne 2006 und 2007 war zum 31. Dezember 2010 jeweils
null. Dies führte zur vollständigen Auflösung der bis dahin gebildeten Rückstellung
von rund 10 Tsd Euro.
Laufende Long-Term-Performance-Pläne der aktiven Vorstandsmitglieder, die in der Eigenschaft
als aktiver Vorstand erworben wurden:
|
|
|
Anzahl der eingebrachten Aktien |
beizulegender Zeitwert | ratierlich gebildete Rückstellung |
|
|
|
|
|
bei Gewährung | am 31.12.2010 | am 31.12.2010 |
|
|
LTP | in Stück | in Tsd € | in Tsd € | in Tsd € |
| Martin Blessing | 2008 | - | - | - | - |
|
|
2007 | 2 500 | 79 | - | - |
|
|
2006 | 2 500 | 87 | - | - |
| Frank Annuscheit | 2008 | - | - | - | - |
|
|
2007 | 1 200 | 38 | - | - |
|
|
2006 | 1 200 | 42 | - | - |
| Dr. Achim Kassow | 2008 | - | - | - | - |
|
|
2007 | 2 500 | 79 | - | - |
|
|
2006 | 2 500 | 87 | - | - |
| Michael Reuther | 2008 | - | - | - | - |
|
|
2007 | 2 500 | 79 | - | - |
|
|
2006 | - | - | - | - |
| Dr. Eric Strutz | 2008 | - | - | - | - |
|
|
2007 | 2 500 | 79 | - | - |
|
|
2006 | 2 500 | 87 | - | - |
| Summen | 2008 | - | - | - | - |
|
|
2007 | 11 200 | 354 | - | - |
|
|
2006 | 8 700 | 303 | - | - |
| Gesamt 2010 |
|
19 900 | 657 | - | - |
| Gesamt 2009 |
|
19 900 | 657 | 18 | 9,9 |
Sofern in obiger Tabelle Mitglieder des Vorstands namentlich nicht aufgeführt sind,
hielten sie am 31. Dezember 2010 keine LTP, die sie als aktiver Vorstand erworben
haben.
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates wird in § 15 der Satzung der Commerzbank
Aktiengesellschaft geregelt. Aufsichtsratsmitglieder erhielten für das Geschäftsjahr
2010 eine gesamte Vergütung von netto 1 563 Tsd Euro (Vorjahr: 1 681 Tsd Euro). Davon
entfielen auf die Grund- und Ausschussvergütung 1 240 Tsd Euro (Vorjahr: 1 240 Tsd
Euro) und auf das Sitzungsgeld 323 Tsd Euro (Vorjahr: 441 Tsd Euro). Das Sitzungsgeld
wird für die Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner sechs im Berichtsjahr
tagenden Ausschüsse (Präsidial-, Prüfungs-, Risiko-, Nominierungs-, Vermittlungs-
und Sozialausschuss) gewährt. Die auf die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder
zu zahlende Umsatzsteuer von 278 Tsd Euro (Vorjahr: 293 Tsd Euro) wird von der Commerzbank
Aktiengesellschaft erstattet. Insgesamt betrug die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder
somit 1 841 Tsd Euro (Vorjahr: 1 974 Tsd Euro).
Vorstand und Aufsichtsrat besaßen am 31. Dezember 2010 insgesamt nicht mehr als 1
% (Vorjahr: unter 1 %) der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft.
Aufgrund bereits erbrachter Leistungen der Mitarbeiter fielen auch im Geschäftsjahr
2010 Aufwendungen im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungen an. Der aktienbasierte
Vergütungsaufwand setzte sich wie folgt zusammen:
| Mio € | 2010 | 2009 |
| Pläne mit Barausgleich | 3 | 1 |
| darunter: LTP | 1 | 1 |
| Pläne mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten | 2 | - |
| Gesamt | 5 | 1 |
Die Rückstellungen für die Pläne mit Barausgleich sowie die Rücklagen im Eigenkapital
für Pläne mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten stellten sich wie folgt dar:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Rückstellungen | 8 | 2 |
| darunter: LTP | 2 | 1 |
| Rücklagen im Eigenkapital | 3 | 2 |
Weitere Details und Bedingungen zu den aktienbasierten Vergütungsplänen sind der Note
25 zu entnehmen. Für das im Geschäftsjahr 2010 neu aufgelegte Programm der Share Awards
erfolgt der Ausweis in den Rückstellungen für den Personalbereich. Die Höhe der Rückstellungen,
die davon auf aktienbasierte Vergütungen entfallen, kann erst im April 2011 nach endgültiger
Festlegung der individuellen variablen Auszahlungsbeträge ermittelt werden. Auf Basis
vorläufiger Informationen zum Abschlussstichtag schätzen wir die Höhe der möglichen
Rückstellungen für die aktienbasierten Vergütungen aus diesem Programm auf 41,6 Mio
Euro.
Die für die Berechnung der LTP verwendeten Parameter stellen wir in den nachfolgenden
Tabellen dar:
| Typ | Tag der Gewährung | Zeitwert pro Optionsrecht am | |
| in Euro |
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
| 2006 | 1. April 2006 | - | - |
| 2007 | 1. April 2007 | - | 1,76 |
| 2008 | 1. Mai 2008 | 4,84 | 4,60 |
|
|
Anzahl der Rechte | |
| in Stück | 2010 | 2009 |
| Bestand zum 1.1. | 988 400 | 1 033 500 |
| im Jahresverlauf gewährt | - | - |
| im Jahresverlauf verwirkt | 40 550 | 45 100 |
| im Jahresverlauf ausgeübt | - | - |
| im Jahresverlauf verfallen | - | - |
| Bestand zum 31.12. | 947 850 | 988 400 |
Die erwartete Restlaufzeit der zum Jahresende bestehenden Rechte bewegt sich zwischen
3 und 28 Monaten (Vorjahr: zwischen 15 und 28 Monaten). Die beizulegenden Zeitwerte
für die Rechte aus den LTP wurden mithilfe eines Monte-Carlo-Modells berechnet. Folgende
Daten wurden herangezogen:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Volatilität des Commerzbank-Aktienkurses | 80% | 82%-86% |
| Volatilität des DJ-Euro-Stoxx-Banken-Index | 47% | 46%-48% |
| Korrelation des Commerzbank-Aktienkurses zum Index | 80% | 82% |
| Dividendenrendite der Commerzbank-Aktie | 1,3% | 1,3% |
| Dividendenrendite des DJ-Euro-Stoxx-Banken-Index | 2,8% | 2,0% |
| Risikofreier Zinssatz | 0,9% | 1,5 % -1,7% |
| Mitarbeiterfluktuation | 4,5% | 4,5% |
Die Volatilität basiert auf der historischen Volatilität des Commerzbank-Aktienkurses
und des Dow-Jones-(DJ)-Euro-Stoxx-Banken-Index. Die Korrelation bezieht sich auf den
Zeitablauf bis zum Bewertungsstichtag; die erwartete Restlaufzeit der Pläne wurde
dabei berücksichtigt.
Einzahlungsverpflichtungen gegenüber konzernfremden und nicht konsolidierten Gesellschaften
auf nicht voll eingezahlte Gesellschaftsanteile bestanden in Höhe von 67,8 Mio Euro
(Vorjahr: 4,9 Mio Euro).
Für die Liquiditäts-Konsortialbank (Liko) GmbH, Frankfurt/Main, bestand eine Nachschusspflicht
von bis zu 96 Mio Euro (Vorjahr: 96 Mio Euro). Auch die einzelnen Bankenverbände haben
Nachschussverpflichtungen gegenüber der Liko erklärt. Für die Erfüllung dieser Verbindlichkeiten
haben sich Konzernunternehmen zugunsten ihres jeweiligen Verbandes selbst-schuldnerisch
gegenüber der Liko verbürgt.
Nach § 5 Abs. 10 der Statuten des Einlagensicherungsfonds haben wir uns verpflichtet,
den Bundesverband deutscher Banken e. V., Berlin, von Verlusten freizustellen, die
diesem durch eine Hilfeleistung zugunsten von im Mehrheitsbesitz der Commerzbank stehenden
Kreditinstituten entstehen.
Für Verpflichtungen an Terminbörsen und bei Clearingstellen wurden Wertpapiere mit
einem Buchwert von 7 501 Mio € (Vorjahr: 6 979 Mio Euro) als Sicherheit hinterlegt.
Die Commerzbank ist Leasinggeber in Zusammenhang mit Operating-Leasing-Verhältnissen.
Diese Leasingverträge umfassen zum Stichtag insbesondere vermietete Immobilien und
Fahrzeuge.
Aus den gewährten Operating-Leasing-Verhältnissen werden dem Commerzbank-Konzern in
den folgenden Jahren folgende Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Verträgen zufließen:
| Fälligkeit | Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| in bis zu einem Jahr | 184 | 251 |
| in einem bis fünf Jahren | 572 | 707 |
| in mehr als fünf Jahren | 160 | 292 |
| Gesamt | 916 | 1 250 |
In den Leasingverträgen sind keine bedingten Leasingraten vereinbart.
Die Commerzbank ist Leasinggeber in Zusammenhang mit Finanzierungsleasingverhältnissen.
Diese Leasingverträge umfassen zum Stichtag insbesondere vermietete Immobilien und
Geschäftsausstattung (zum Beispiel Kraftfahrzeuge und Kopierer). Das Verhältnis zwischen
Bruttoinvestitionen und Barwert der Mindestleasingzahlungen stellte sich wie folgt
dar:
| Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Ausstehende Leasingzahlungen | 3 392 | 2 142 |
| + Garantierte Restwerte | 129 | 28 |
| = Mindestleasingzahlungen | 3 521 | 2 170 |
| + Nicht garantierte Restwerte | 9 | 19 |
| = Bruttoinvestitionen | 3 530 | 2 189 |
| - Nicht realisierter Finanzertrag | 464 | 263 |
| = Nettoinvestitionen | 3 066 | 1 926 |
| - Barwert der nicht garantierten Restwerte | 6 | 14 |
| = Barwert der Mindesleasingzahlungen | 3 060 | 1 912 |
Die Mindestleasingzahlungen umfassen die vom Leasingnehmer insgesamt aus dem Leasingvertrag
zu zahlenden Leasingraten zuzüglich garantiertem Restwert. Der nicht garantierte Restwert
wird zu Beginn des Leasingverhältnisses geschätzt und regelmäßig zum Stichtag überprüft.
Der unrealisierte Finanzertrag entspricht der impliziten Verzinsung des Leasingverhältnisses
zwischen Stichtag und Vertragsende.
Die Fristigkeit der Bruttoinvestitionen und der Barwerte der Mindestleasingzahlungen
aus unkündbaren Finanzierungsleasingverhältnissen gliederten sich folgendermaßen:
| Restlaufzeiten zum 31.12. | Bruttoinvestitionen | Barwert der Mindesleasingzahlungen |
||
| Mio € | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| bis zu einem Jahr | 1 012 | 736 | 881 | 648 |
| ein bis fünf Jahre | 1 645 | 1 153 | 1 384 | 1 013 |
| mehr als fünf Jahre | 873 | 300 | 795 | 251 |
| Gesamt | 3 530 | 2 189 | 3 060 | 1 912 |
Die im Konzern bestehenden Verpflichtungen aus Operating Leasing betreffen Miet- und
Leasingverträge für Gebäude und Geschäftsausstattung und führten im Geschäftsjahr
2010 zu Aufwendungen in Höhe von 562 Mio Euro (Vorjahr: 700 Mio Euro). Davon entfiel
auf kündbare Miet- und Leasingverträge ein Aufwand von 21 Mio Euro (Vorjahr: 8 Mio
Euro). Für unkündbare Miet- und Leasingverträge ist in künftigen Geschäftsjahren mit
folgenden Aufwendungen zu rechnen:
| Fälligkeit | Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| in bis zu einem Jahr | 549 | 651 |
| in einem bis fünf Jahren | 1 625 | 1 863 |
| in mehr als fünf Jahren | 1 355 | 1 531 |
| Gesamt | 3 529 | 4 045 |
Die Mietverträge für Immobilienobjekte sind in der Regel mit Laufzeiten zwischen 1
und 30 Jahren sowie mit bis zu drei Verlängerungsoptionen um jeweils 3 bis 5 Jahre
ausgestattet. Preisanpassungsklauseln existieren in verschiedenen Varianten wie zum
Beispiel Staffelmieten oder Indexklauseln. Im Commerzbank-Konzern wurden für nicht
mehr genutzte Gebäude Untermietverträge abgeschlossen. Diese Verträge besitzen eine
unkündbare Vertragslaufzeit. Hieraus fließen dem Commerzbank-Konzern in den folgenden
Jahren folgende Erträge zu:
| Fälligkeit | Mio € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| in bis zu einem Jahr | 54 | 50 |
| in einem bis fünf Jahren | 136 | 178 |
| in mehr als fünf Jahren | 103 | 405 |
| Gesamt | 293 | 633 |
Die Leasingverträge enthalten wie im Vorjahr keine Vereinbarungen über bedingte Mietzahlungen.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 7. März 2011 zur Weitergabe
an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss
zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Vorläufige Eckzahlen
des Jahresabschlusses 2010 wurden vom Vorstand am 18. Februar 2011 zur Veröffentlichung
freigegeben.
Unsere jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate-Governance-Kodex gemäß
§ 161 AktG haben wir abgegeben und unseren Aktionären im Internet (www.commerzbank.de)
dauerhaft zugänglich gemacht. Für die comdirect bank Aktiengesellschaft wurde ebenfalls
die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate-Governance-Kodex gemäß
§ 161 AktG abgegeben und im Internet (www.comdirect.de) dauerhaft zugänglich gemacht.
Für die nachfolgend aufgeführten, in den Konzernabschluss unserer Bank einbezogenen
Tochterunternehmen tragen wir, abgesehen von politischen Risiken, dafür Sorge, dass
diese ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen.
| Name | Sitz |
| AFÖG GmbH & Co. KG | Frankfurt am Main |
| comdirect bank Aktiengesellschaft | Quickborn |
| Commerz (East Asia) Ltd. | Hongkong |
| Commerzbank (Eurasija) SAO | Moskau |
| Commerzbank Europe (Ireland) | Dublin |
| Commerzbank Europe Finance (Ireland) plc. | Dublin |
| Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH | Frankfurt am Main |
| Commerzbank International S.A. | Luxemburg |
| CommerzTrust GmbH | Frankfurt am Main |
| Commerz Markets LLC | New York |
| Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg | Luxemburg |
| Eurohypo Aktiengesellschaft | Eschborn |
Die nachstehenden Angaben nehmen wir gemäß § 313 Abs. 2 HGB zum Konzernabschluss einschließlich
der Angaben nach § 285 Nr. 11a HGB vor.
| Name | Sitz | Kapitalanteil in % insg. |
Stimmanteil in % insg. |
Währung | Eigenkapital Tsd |
Jahresergebnis Tsd |
| ABORONUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG | Düsseldorf | 60,0 | 85,0 | EUR | 27 | 4 |
| ADMERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | 26 | 2 |
| AFÖG GmbH & Co. KG | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 | EUR | 151 071 | - 95 965 |
| AGV Allgemeine Grundstücksverwaltungs- und -Verwertungsgesellschaft mit beschränkter Haftung | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 40 | -b) |
| AJUNTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | - 4 908 | - 1 582 |
| ALDUNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | - 10 397 | - 3 378 |
| ALMURUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | 8 294 | - 951 |
| ALTEREGO Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | 959 | - 6 721 |
| ASCARA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | - 689 | - 488 |
| ASTUTIA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | 3 788 | -b) |
| Atlas-Vermögensverwaltungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Bad Homburg v.d. Höhe | 100,0 | 100,0 | EUR | 455 113 | -b) |
| BACUL Beteiligungsgesellschaft mbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 3 | - 7 |
| BERGA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG | Grünwald (München) | 100,0 | 100,0 | EUR | - 1 253 | 400 |
| Bishop Finance Inc. | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | GBP | 569 985 | - 979 |
| BRE Bank Hipoteczny S.A. | Warschau | 100,0 | 100,0 | PLN | 368 373 | 30 861 |
| BRE Bank SA | Warschau | 69,8 | 69,8 | PLN | 6 923 121 | 655 907 |
| BRE Finance France S.A. | Levallois Perret | 100,0 | 100,0 | EUR | 163 | - 18 |
| BRE Holding Sp. z.o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 | PLN | 370 742 | 523a) |
| BRE Leasing Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 | PLN | 121 358 | 27 437 |
| BRE Ubezpieczenia Sp. z.o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 | PLN | 13 051 | 7 051a) |
| BRE Ubezpieczenia Towarzystwo Ubezpieczen i Reasekuracji S.A. | Warschau | 100,0 | 100,0 | PLN | 59 255 | 9 460a) |
| BRE.locum S.A. | Lodz | 80,0 | 80,0 | PLN | 109 185 | 6 207a) |
| Bridge Re Limited | Hamilton, Bermuda | 100,0 | 100,0 | USD | 411 | 0 |
| CB Building Kirchberg GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | 2 216 | 785 |
| CBG Commerz Beteiligungsgesellschaft Holding mbH | Bad Homburg v.d. Höhe | 100,0 | 100,0 | EUR | 6 137 | -b) |
| CBG Commerz Beteiligungskapital GmbH & Co. KG | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 | EUR | 33 745 | 6 783 |
| CFB-Fonds Transfair GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | 26 | -b) |
| CG New Venture 2 Verwaltungsgesellschaft mbH | Wiesbaden | 100,0 | 100,0 | EUR | 83 | 0 |
| CG New Venture 4 GmbH & Co. KG | Wiesbaden | 99,9 | 99,0 | EUR | 20 315 | 0 |
| CG Real Estate Master FCP-SIF | Luxemburg | 58,0 | 58,0 | EUR | 203 243 | 8 464 |
| Chess Finance LLC | New York | 100,0 | 100,0 | USD | 17 161 | - 1 502 |
| Coba Holdings I, LLC1) | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | USD | 409 779 | 15 611 |
| Coba Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | 26 | -b) |
| comdirect bank Aktiengesellschaft | Quickborn | 80,5 | 80,5 | EUR | 418 644 | 52 983 |
| Commerz (East Asia) Limited | Hong Kong | 100,0 | 100,0 | EUR | 5 543 | 47 |
| Commerz Asset Management Asia Pacific Pte Ltd. | Singapur | 100,0 | 100,0 | SGD | 51 099 | - 7 609 |
| Commerz Business Consulting GmbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 | EUR | 73 | -b) |
| Commerz Direktservice GmbH | Duisburg | 100,0 | 100,0 | EUR | 1 178 | -b) |
| Commerz Grundbesitz Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG | Frankfurt am Main | 90,0 | 90,0 | EUR | 13 433 | 1 179 |
| Commerz Markets LLC2) | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | USD | 412 331 | 5 111 |
| Commerz Real AG | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | 408 394 | -b) |
| Commerz Real Asset Verwaltungs gesellschaft mbH | Grünwald (München) | 100,0 | 100,0 | EUR | 25 | -b) |
| Commerz Real Autoleasing GmbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 | EUR | 7 553 | -b) |
| Commerz Real Baucontract GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | 4 238 | -b) |
| Commerz Real Baumanagement GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | 52 | -b) |
| Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | 25 | -b) |
| Commerz Real Immobilien GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | 12 936 | -b) |
| Commerz Real Investmentgesellschaft mbH | Wiesbaden | 100,0 | 100,0 | EUR | 21 968 | -b) |
| Commerz Real IT-Leasing GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | 1 954 | -b) |
| Commerz Real Leasingservice GmbH & Co. KG | Hamburg | 100,0 | 100,0 | EUR | - 20 | - 103 |
| Commerz Real Mietkauf GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | 26 | -b) |
| Commerz Real Mobilienleasing GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | - 3 463 | -b) |
| Commerz Real Partner Hannover GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | - 386 | - 205 |
| Commerz Real Partner Nord GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | 1 163 | - 688 |
| Commerz Real Partner Süd GmbH | Düsseldorf | 65,0 | 65,0 | EUR | 1 098 | 793 |
| Commerz Real Spezialfondsgesellschaft mbH | Wiesbaden | 100,0 | 100,0 | EUR | 5 948 | -b) |
| Commerz Real Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | 26 | -b) |
| Commerz Services Holding GmbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 | EUR | 12 564 | -b) |
| Commerz Systems GmbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 | EUR | 6 108 | 4 351 |
| Commerz Transaction Services Mitte GmbH | Erfurt | 100,0 | 100,0 | EUR | 2 715 | -b) |
| Commerz Transaction Services Nord GmbH | Magdeburg | 100,0 | 100,0 | EUR | 1 493 | -b) |
| Commerz Transaction Services West GmbH | Hamm | 100,0 | 100,0 | EUR | 1 256 | -b) |
| Commerzbank (Eurasija) SAO | Moskau | 100,0 | 100,0 | RUB | 10 922 008 | 1 333 058 |
| Commerzbank (South East Asia) Ltd. | Singapur | 100,0 | 100,0 | EUR | 69 460 | 2 203 |
| Commerzbank Asset Management Asia Ltd. | Singapur | 100,0 | 100,0 | SGD | 2 839 | - 4 399 |
| Commerzbank Auslandsbanken Holding AG | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 | EUR | 1 792 196 | -b) |
| Commerzbank Auslandsbanken Holding Nova GmbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 | EUR | 921 212 | -b) |
| Commerzbank Capital Funding LLC I | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | EUR | 2 | 0 |
| Commerzbank Capital Funding LLC II | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | GBP | 2 | 0 |
| Commerzbank Capital Funding LLC III | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | EUR | 2 | 0 |
| Commerzbank Capital Funding Trust I | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | EUR | 1 | 0 |
| Commerzbank Capital Funding Trust II | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | GBP | 1 | 0 |
| Commerzbank Capital Funding Trust III | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | EUR | 1 | 0 |
| Commerzbank Capital Investment Company Limited3) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 0 | 0 |
| Commerzbank Capital Ventures Management Limited4) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 0 | 0 |
| Commerzbank Europe (Ireland) | Dublin, Irland | 81,7 | 81,7 | EUR | 373 395 | 436 |
| Commerzbank Europe Finance (Ireland) plc | Dublin, Irland | 100,0 | 100,0 | EUR | 54 | 1 |
| Commerzbank Finance 2 S.à.r.l.5) | Luxemburg | 100,0 | 100,0 | EUR | 1 005 | - 19 |
| Commerzbank Finance 3 S.à.r.l. | Luxemburg | 100,0 | 100,0 | EUR | 132 050 | 134a) |
| Commerzbank Finance BV6) | Amsterdam, Niederlande | 100,0 | 100,0 | EUR | 6 640 | 7 292 |
| Commerzbank Holdings (UK) Limited7) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 495 330 | 80 100 |
| Commerzbank Holdings France | Paris | 100,0 | 100,0 | EUR | 80 638 | 2 447 |
| Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 | EUR | 462 597 | -b) |
| Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 | EUR | 6 359 838 | -b) |
| Commerzbank International S.A. | Luxemburg | 100,0 | 100,0 | EUR | 558 321 | 88 045 |
| Commerzbank Investments (UK) Ltd.8) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 226 381 | 219 178 |
| Commerzbank Leasing (Guernsey) Limited9) | St. Peter Port, Guernsey | 100,0 | 100,0 | EUR | 8 | 0 |
| Commerzbank Leasing 1 S.à.r.l.10) | Luxemburg | 100,0 | 100,0 | GBP | 258 | 6 |
| Commerzbank Leasing 2 S.à.r.l.11) | Luxemburg | 100,0 | 100,0 | GBP | 63 200 | - 367 |
| Commerzbank Leasing 4 S.à.r.l.12) | Luxemburg | 100,0 | 100,0 | GBP | 32 | 18 |
| Commerzbank Leasing 5 S.à r.l.13) | Luxemburg | 100,0 | 100,0 | GBP | - 91 | - 44 |
| Commerzbank Leasing 6 S.à.r.l.14) | Luxemburg | 100,0 | 100,0 | GBP | 111 | - 20 |
| Commerzbank Leasing December (1) Limited15) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 1 486 | 365 |
| Commerzbank Leasing December (10)16) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 32 | 0 |
| Commerzbank Leasing December (11)17) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 0 | 0 |
| Commerzbank Leasing December (12) Limited18) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 254 | - 163 |
| Commerzbank Leasing December (13) Limited19) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 0 | 0 |
| Commerzbank Leasing December (15)20) | London | 100,0 | 100,0 | USD | - 283 | 12 |
| Commerzbank Leasing December (17) Limited | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 207 | 617a) |
| Commerzbank Leasing December (19) Limited | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 55 028 | 55 829a) |
| Commerzbank Leasing December (20) Limited | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 0 | 0a) |
| Commerzbank Leasing December (21) Limited | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 0 | 0a) |
| Commerzbank Leasing December (22) Limited | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 22 | - 421a) |
| Commerzbank Leasing December (23) Limited | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 25 | - 45a) |
| Commerzbank Leasing December (24) Limited | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 737 | 712a) |
| Commerzbank Leasing December (25) Limited | London | 70,0 | 70,0 | GBP | - 14 991 | 0a) |
| Commerzbank Leasing December (26) Limited | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 1 345 | 1 298a) |
| Commerzbank Leasing December (3) Limited21) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 427 | - 25 |
| Commerzbank Leasing December (4) Limited22) | London | 74,0 | 74,0 | GBP | 20 | 0 |
| Commerzbank Leasing December (7) Limited23) | Edinburgh | 100,0 | 100,0 | GBP | 0 | 0 |
| Commerzbank Leasing December (8) Limited24) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 0 | 0 |
| Commerzbank Leasing December (9) Limited25) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 0 | 0 |
| Commerzbank Leasing Holdings Limited26) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 2 883 | 6 464 |
| Commerzbank Leasing Limited27) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 2 109 | 655 |
| Commerzbank Leasing March (3) Limited28) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 5 | 5 |
| Commerzbank Leasing September (5) Limited29) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | - 5 | - 12 |
| Commerzbank Leasing September (6) Limited30) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 0 | 0 |
| Commerzbank Online Ventures Limited31) | London | 100,0 | 100,0 | EUR | 0 | 0 |
| Commerzbank Overseas Holdings Limited32) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 10 039 | 1 254 |
| Commerzbank Property Management & Services Limited33) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 0 | - 945 |
| Commerzbank Securities Ltd34) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 475 | 10 |
| Commerzbank Securities Nominees Limited35) | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 10 | 0 |
| Commerzbank U.S. Finance, Inc. | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | USD | 657 | 13 |
| Commerzbank Zrt. | Budapest | 100,0 | 100,0 | HUF | 22 231 390 | -153 461 |
| CommerzFactoring GmbH | Mainz | 50,1 | 50,1 | EUR | 1 099 | -b) |
| CSA COMMERZ SOUTH AFRICA (PROPRIETARY) LIMITED | Johannesburg, Südafrika | 100,0 | 100,0 | ZRA | 5 833 | 7 330 |
| Deutsche Schiffsbank AG | Bremen/Hamburg | 92,1 | 92,1 | EUR | 950 370 | 0 |
| Dom Inwestycyjny BRE Banku S.A. | Warschau | 100,0 | 100,0 | PLN | 72 474 | 29 849 |
| Dresdner Bank Brasil S.A. Banco Múltiplo | São Paulo - SP, Brasilien | 100,0 | 100,0 | BRL | 269 247 | 6 419 |
| Dresdner Capital LLC I | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | USD | 1 582 | 42 |
| Dresdner Capital LLC III | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | EUR | 303 | 10 |
| Dresdner Capital LLC IV | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | JPY | 18 333 | 452 |
| Dresdner Kleinwort - Grantchester, Inc. | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | USD | 27 846 | 16 |
| Dresdner Kleinwort & Co. Holdings, Inc. | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | USD | 224 695 | 18 |
| Dresdner Kleinwort (Japan) Limited | Hong Kong | 100,0 | 100,0 | JPY | 2 250 133 | 66 717 |
| Dresdner Kleinwort Capital Inc | New York | 100,0 | 100,0 | USD | 3 608 | - 1 331 |
| Dresdner Kleinwort Capital Investment Trust Limited | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 0 | 0 |
| Dresdner Kleinwort do Brasil Limitada | Rio de Janeiro, Brasilien | 100,0 | 100,0 | BRL | - 13 339 | - 15 |
| Dresdner Kleinwort EIV Manager, Inc. | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | USD | - 18 | 0 |
| Dresdner Kleinwort Finance Inc. | New York | 100,0 | 100,0 | USD | 2 105 | 228 |
| Dresdner Kleinwort Flags Inc. | Wilmington, Delaware | 13,9 | 100,0 | USD | 140 479 | 0 |
| Dresdner Kleinwort Group Holdings, LLC | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | USD | 170 917 | 4 |
| Dresdner Kleinwort Holdings LLC | New York | 100,0 | 100,0 | USD | 65 386 | - 20 133 |
| Dresdner Kleinwort Leasing Inc. | New York | 100,0 | 100,0 | USD | 15 765 | 40 |
| Dresdner Kleinwort Limited | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 317 053 | 71 594 |
| Dresdner Kleinwort LLC | Wilmington, Delaware | 14,8 | 100,0 | USD | 34 022 | 27 |
| Dresdner Kleinwort Luminary Inc. | Wilmington, Delaware | 13,9 | 76,1 | USD | 813 341 | 6 418 |
| Dresdner Kleinwort Moon LLC | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | USD | 83 755 | 6 039 |
| Dresdner Kleinwort Pfandbriefe Investments II, Inc. | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | USD | 12 959 | 1 490 |
| Dresdner Kleinwort Services (Guernsey) Limited | St. Peter Port, Guernsey | 100,0 | 100,0 | GBP | 2 | 0 |
| Dresdner Kleinwort Services LLC | New York | 100,0 | 100,0 | USD | 866 | 0 |
| Dresdner Kleinwort Servicios y Asesorias Ltda. | Santiago de Chile, Chile | 100,0 | 100,0 | CLP | - 40 713 | 1 024 |
| Dresdner Kleinwort Stripes LLC | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | USD | 193 213 | 158 |
| Dresdner Kleinwort Wasserstein (Argentina) S.A. | Buenos Aires, Argentinien | 100,0 | 100,0 | USD | 136 | - 45 |
| Dresdner Kleinwort Wasserstein Securities (India) Private Limited | Mumbai, Indien | 75,0 | 75,0 | INR | 474 867 | 75 318 |
| Dresdner Lateinamerika Aktiengesellschaft | Hamburg | 100,0 | 100,0 | EUR | 50 109 | -b) |
| Dresdner UK Investments 2 B.V. | Amsterdam, Niederlande | 100,0 | 100,0 | EUR | 957 | 5 |
| Dresdner UK Investments N.V. | Amsterdam, Niederlande | 100,0 | 100,0 | EUR | 1 723 | 4 |
| EH Estate Management GmbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 11 026 | -b) |
| EH MoLu IV, LLC | Dover, USA | 100,0 | 100,0 | USD | 14 389 | - 161a) |
| EH NY IV, LLC | Dover, USA | 100,0 | 100,0 | USD | - 827 | 9 710 |
| EHNY Ashland, LLC | Dover, USA | 100,0 | 100,0 | USD | - 827 | 9 710 |
| EHY Real Estate Fund I, LLC | New York | 100,0 | 100,0 | USD | - 3 511 | - 353 |
| EHY Sub Asset LLC | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | USD | - 7 901 | 84 |
| Elco Leasing Limited | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 504 | 3 |
| Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft | Luxemburg | 100,0 | 100,0 | EUR | 281 548 | 197 |
| Eurohypo (Japan) Corporation | Tokyo, Japan | 100,0 | 100,0 | JPY | 2 876 293 | -398 662 |
| Eurohypo Aktiengesellschaft | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 5 661 992 | -b) |
| Eurohypo Capital Funding LLC I | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | EUR | 1 | 0 |
| Eurohypo Capital Funding LLC II | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | EUR | 3 | 0 |
| Eurohypo Capital Funding Trust I | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | EUR | 1 | 0 |
| Eurohypo Capital Funding Trust II | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | EUR | 1 | 0 |
| EUROHYPO Europäische Hypothekenbank S.A. | Senningerberg, Luxemburg | 100,0 | 100,0 | EUR | 35 250 | 69 374 |
| European Bank for Fund Services Gesellschaft mit beschränkter Haftung (ebase) | Haar bei München | 80,5 | 100,0 | EUR | 29 575 | 6 036 |
| European Venture Partners (Holdings) Ltd | St. Helier, Jersey | 85,0 | 85,0 | GBP | 0 | 280 |
| European Venture Partners Ltd | London | 85,0 | 100,0 | GBP | 0 | 9 381 |
| FABA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 95,0 | 75,0 | EUR | 26 | -b) |
| Felix (CI) Limited | George Town, Cayman Island | 100,0 | 100,0 | GBP | 25 | 0 |
| FHB - Immobilienprojekte GmbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 52 | -b) |
| FI Pro-City Immobilien GmbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 26 | -b) |
| Film Library Holdings LLC | Wilmington, Delaware | 51,0 | 51,0 | USD | 32 321 | - 2 806a) |
| FM LeasingPartner GmbH | Bissendorf, Kr Osnabrück | 50,4 | 50,4 | EUR | 832 | 290 |
| Forum Immobiliengesellschaft mbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 809 | -b) |
| Frankfurter Gesellschaft für Vermögensanlagen mit beschränkter Haftung | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 5 952 | -b) |
| Futura Hochhausprojektgesellschaft mbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 2 421 | -b) |
| Galbraith Investments Limited | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 71 | 20a) |
| GBG Verwaltungs- und Verwertungsgesellschaft für Grundbesitz mbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 312 | -b) |
| General Leasing (No.16) Limited | London | 43,8 | 43,8 | GBP | - 343 | - 56 |
| G-G-B Gebäude- und Grundbesitz GmbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 256 | -b) |
| GIE Dresdner Kleinwort France | Paris | 100,0 | 100,0 | EUR | 0 | 0 |
| GO German Office GmbH | Wiesbaden | 100,0 | 100,0 | EUR | - 31 818 | -b) |
| gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 | EUR | 53 | - 3 |
| gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus & Co. Sossenheim KG | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 | EUR | 442 | - 213 |
| Gresham Leasing March (1) Limited | London | 25,0 | 100,0 | GBP | 1 065 | 0 |
| Gresham Leasing March (2) Limited | London | 25,0 | 100,0 | GBP | 2 411 | 288 |
| Grundbesitzgesellschaft Berlin Rungestr. 22 - 24 mbH | Eschborn | 94,0 | 94,0 | EUR | 1 159 | - 894 |
| GVG Gesellschaft zur Verwertung von Grundbesitz mit beschränkter Haftung | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 26 | -b) |
| Herradura Ltd | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 5 | 0 |
| Hibernia Beta Beteiligungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 | EUR | 70 644 | - 10 691 |
| Hibernia Eta Beteiligungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 85,0 | 85,0 | EUR | 50 168 | - 7 344 |
| Hibernia Gamma Beteiligungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 60,6 | 60,6 | EUR | 139 087 | - 22 823 |
| Hibernia Sigma Beteiligungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 | EUR | 50 194 | - 7 376 |
| Intermarket Bank AG | Wien | 56,2 | 56,2 | EUR | 37 042 | 1 425 |
| Inversiones Dresdner Kleinwort Chile Ltda. | Santiago de Chile, Chile | 100,0 | 100,0 | CLP | - 1 229 990 | 141 158 |
| IVV - Immobilien - Verwaltungs- und Verwertungsgesellschaft mbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 26 | - |
| KENSTONE GmbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 26 | -b) |
| Kleinwort Benson (Canada) Limited | Toronto, Kanada | 100,0 | 100,0 | CAD | 0 | 0 |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO ALICANTE" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg | 90,0 | 90,0 | EUR | 20 504 | - 1 219 |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO ANCONA" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg | 77,2 | 77,2 | EUR | 39 585 | - 235 |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO BARCELONA" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg | 90,0 | 90,0 | EUR | 20 543 | - 926 |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO BILBAO" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg | 90,0 | 90,0 | EUR | 20 791 | - 765 |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO CADIZ" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg | 90,0 | 90,0 | EUR | 20 819 | - 617 |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO MARSEILLE" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg | 77,2 | 77,2 | EUR | 39 906 | - 970 |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO PALERMO" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg | 73,9 | 73,9 | EUR | 39 504 | - 477 |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO TOULON" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg | 90,0 | 90,0 | EUR | 38 633 | - 4 995a) |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO VALENCIA" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg | 90,0 | 90,0 | EUR | 21 635 | - 455 |
| Kommanditgesellschaft MS "CPO VIGO" Offen Reederei GmbH & Co. | Hamburg | 90,0 | 90,0 | EUR | 21 428 | - 369 |
| Langham Nominees Ltd | St. Peter Port, Guernsey | 100,0 | 100,0 | GBP | 0 | 0 |
| LAUREA MOLARIS GrundstücksVermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Anthropolis KG | Düsseldorf | 94,5 | 94,4 | EUR | - 7 355 | 3 949 |
| LAUREA MOLARIS GrundstücksVermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Grindelwaldweg KG | Düsseldorf | 94,5 | 94,6 | EUR | - 4 883 | 1 836 |
| LUGO Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | - 12 012 | - 12 420 |
| Magyar Factor Zrt. | Budapest | 100,0 | 100,0 | HUF | 1 912 721 | 143 383 |
| Marlyna Ltd | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 25 | 0 |
| Marylebone Commercial Finance (2) | London | 25,0 | 25,0 | GBP | 7 014 | - 47 |
| Marylebone Commercial Finance Limited | London | 25,0 | 87,0 | GBP | 571 | 0 |
| Max Lease S.à.r.l. & Cie. Secs | Luxemburg | 100,0 | 100,0 | EUR | 3 030 | 771 |
| MERKUR Grundstücks GmbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 | EUR | 73 576 | - 530 |
| Messestadt Riem "Office am See" I GmbH | Eschborn | 94,0 | 94,0 | EUR | - 134 | -b) |
| Messestadt Riem "Office am See" II GmbH | Eschborn | 94,0 | 94,0 | EUR | 459 | -b) |
| Messestadt Riem "Office am See" III GmbH | Eschborn | 94,0 | 94,0 | EUR | 19 | -b) |
| Morris (S.P.) Holdings Limited | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 11 | 0 |
| NAVALIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. MS "NEDLLOYD JULIANA" KG | Hamburg | 93,6 | 92,8 | EUR | 17 771 | 1 477 |
| NAVIPOS Schiffsbeteiligungsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 | EUR | 902 | 443 |
| New Asian Land Fund Holdings Limited | Hamilton, Bermuda | 100,0 | 100,0 | BMD | 34 733 | - 18 438 |
| NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lampertheim KG | Düsseldorf | 95,0 | 95,0 | EUR | 32 | 166 |
| NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte Plön und Preetz KG | Düsseldorf | 90,0 | 65,0 | EUR | - 517 | 82 |
| Nordboden Immobilien- und Handelsgesellschaft mbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 315 | -b) |
| NOVELLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | 10 804 | -b) |
| OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Jupiter KG | Düsseldorf | 100,0 | 51,0 | EUR | 21 259 | 2 110 |
| OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Luna KG | Düsseldorf | 100,0 | 51,0 | EUR | 666 | 335 |
| OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Neptun KG | Düsseldorf | 100,0 | 51,0 | EUR | 15 024 | 1 660 |
| OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Pluto KG | Düsseldorf | 100,0 | 51,0 | EUR | 23 056 | 2 376 |
| OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Uranus KG | Düsseldorf | 100,0 | 51,0 | EUR | 36 087 | 6 091 |
| OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Venus KG | Düsseldorf | 100,0 | 51,0 | EUR | 19 797 | 1 719 |
| Parc Continental Ltd. | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 0 | 0 |
| Pisces Nominees Limited | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 76 844 | - 30 196a) |
| Polfactor S.A. | Warschau | 100,0 | 100,0 | PLN | 46 426 | 9 560 |
| Property Invest GmbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 61 059 | - 30 332 |
| Property Invest Italy S.r.l. | Mailand, Italien | 100,0 | 100,0 | EUR | 60 280 | - 4 116a) |
| PUBLIC JOINT STOCK COMPANY "BANK FORUM" | Kyiv, Ukraine | 94,5 | 94,5 | UAH | 764 801 | - 3 282 345 |
| Real Estate Holdings Limited | Hamilton, Bermuda | 100,0 | 100,0 | BMD | 29 385 | 10 897 |
| Real Estate TOP TEGEL Drei GmbH | Eschborn | 94,0 | 94,0 | EUR | 60 | -b) |
| Real Estate TOP TEGEL Eins GmbH | Eschborn | 94,0 | 94,0 | EUR | 421 | -b) |
| Real Estate TOP TEGEL Sechs GmbH | Eschborn | 94,0 | 94,0 | EUR | 129 | -b) |
| Real Estate TOP TEGEL Vier GmbH | Eschborn | 94,0 | 94,0 | EUR | 60 | -b) |
| Real Estate TOP TEGEL Zwei GmbH | Eschborn | 94,0 | 94,0 | EUR | 60 | -b) |
| REFUGIUM Beteiligungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 100,0 | 100,0 | EUR | 10 714 | 5 701 |
| Rood Nominees Limited | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 0 | 0 |
| Rook Finance LLC | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 | USD | 31 752 | - 314 |
| SB-Bauträger Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 55 | -b) |
| SB-Bauträger GmbH & Co. Urbis Hochhaus-KG | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 | EUR | 232 | 0 |
| SB-Bauträger GmbH & Co. Urbis Verwaltungs-KG | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 | EUR | 258 | 0 |
| SECUNDO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | 5 811 | -b) |
| Service-Center Inkasso GmbH Düsseldorf | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 | EUR | 128 | -b) |
| South East Asia Properties Limited | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 13 702 | 0 |
| Southwark Bridge Investments Ltd. | London | 100,0 | 100,0 | GBP | 0 | 0 |
| Space Park GmbH & Co. KG | Frankfurt am Main | 90,0 | 90,0 | EUR | - 95 038 | - 39 |
| Süddeutsche Industrie-Beteiligungs-GmbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 | EUR | 6 676 | -b) |
| TARA Immobiliengesellschaft mbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 25 | -b) |
| TARA Immobilienprojekte GmbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 25 | -b) |
| The New Asian Property Fund Ltd. | Bermuda | 100,0 | 100,0 | BMD | 9 007 | 5 726 |
| Thurlaston Finance Limited | George Town, Cayman Island | 100,0 | 100,0 | GBP | 25 | 0 |
| TIGNATO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KölnTurm Media Park KG | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | - 1 329 | - 9 380 |
| TOMO Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 | EUR | 22 779 | -b) |
| Transfinance a.s. | Prag | 100,0 | 100,0 | CZK | 252 529 | -41 508 |
| U.S. Residential Investment I, L.P. | Wilmington, Delaware | 90,0 | 90,0 | USD | 29 058 | - 5 267 |
| Unica Immobiliengesellschaft mbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 43 | -b) |
| Valorem LLC | New York | 100,0 | 100,0 | USD | 1 048 | - 748 |
| Vendome Lease S.A. | Paris | 100,0 | 100,0 | EUR | 1 | - 484 |
| Watling Leasing March (1) | London | 25,0 | 25,0 | GBP | 11 174 | - 97 |
| WebTek Software Private Limited i.L. | Bangalore, Indien | 100,0 | 100,0 | INR | 230 933 | 14 286 |
| WESTBODEN - Bau- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung | Eschborn | 100,0 | 100,0 | EUR | 55 | -b) |
| Westend Grundstücksgesellschaft mbH | Eschborn | 99,4 | 100,0 | EUR | 260 | -b) |
| Wohnbau-Beteiligungsgesellschaft mbH | Eschborn | 90,0 | 90,0 | EUR | 307 | - 8 |
| Yarra Finance Limited | George Town, Cayman Island | 100,0 | 100,0 | GBP | 55 | 0 |
| Name | Sitz | Kapitalanteil in % insg. | Stimmanteil in % insg. |
| 1. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| 10. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| 11. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| 12. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| 13. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| 14. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| 2. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| 3. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| 4. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| 4274563 CANADA INC. | Toronto | 100,0 | 100,0 |
| 5. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| 6. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| 7. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| 8. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| 9. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ABANTITIM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ABANTUM Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ABELASSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ABENITA Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ABESTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ABORONUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ABOTORIUM Finanz- und Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ACARINA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ACCESSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ACINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ACOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ACREDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ACRONA Photovoltaik-Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ACTOSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ADAMANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ADELIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ADELIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Teltow KG | Düsseldorf | 91,9 | 91,6 |
| ADELKA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ADENARA Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ADUKKA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ADURAMA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AFINA, Bufete de Socios Financieros S.A. | Madrid | 98,7 | 99,3 |
| AFÖG Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 94,2 | 94,2 |
| AGALINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AGARBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AGASILA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AGREGATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Haan | 100,0 | 100,0 |
| AJOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AKERA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AKUSTIA Verwaltung und Treuhand GmbH i.L. | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALACRITAS Verwaltungs- und Treuhand GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALBELLA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALBOLA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALCARDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALDANZA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALDINGA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALDULA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALEMANTA Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALEMONA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| Alexanderplatz D4 Erste Verwaltungsgesellschaft mbH | Berlin | 90,0 | 90,0 |
| ALFRIDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALFUTURA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| ALIBORA Verwaltung- und Treuhand GmbH i.L. | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALIDA Photovoltaik-Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALIVERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALKANTA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALMARENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALMONDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALONGA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALSANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALSANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte RiCö KG | Düsseldorf | 0,0 | 85,0 |
| ALSENNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALSTRUCTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| Alternative Asset Management S.A. | Luxemburg | 100,0 | 100,0 |
| ALUBRA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALUDANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALVENTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ALVINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AMALIA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AMBRESA Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| AMENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AMERA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AMITEA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AMITICULA Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AMONEUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AMTERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AMUNDA Verwaltung und Treuhand GmbH i.L. | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ANBANA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ANCAVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ANCAVA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Stuttgart KG | Düsseldorf | 47,2 | 52,6 |
| ANCAVA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Weilimdorf KG | Düsseldorf | 47,2 | 52,6 |
| ANEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ANSELMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ARAFINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AREBA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| Ariondaz SAS | Paris | 100,0 | 100,0 |
| ARISA Vermietungsgesellschaft mbH i.L. | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ARMANDA Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AROSA Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ARQUATUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i. L. | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ARVINA Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ASCETO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ASERTUNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ASILUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ASISTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ASKANZA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ASKANZA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lüdenscheid KG | Düsseldorf | 94,4 | 86,0 |
| ASKIBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ASPERGA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| Aspiro S.A.36) | Lodz | 100,0 | 100,0 |
| ASSANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ASSENTO Photovoltaik-Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ASSERTA Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ASTRELLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. | Berlin | 100,0 | 100,0 |
| ASTRIFA Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ATERNA Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH | Berlin | 100,0 | 100,0 |
| ATLAS-ALPHA GmbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0b) |
| ATUNO Verwaltung und Treuhand GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AURESTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AVANCIA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AVARICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AVARICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Münchberg KG | Düsseldorf | 93,2 | 93,6 |
| AVENDO Beteiligungsgesellschaft mbH | Stuttgart | 100,0 | 100,0 |
| AVERTUM Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| AVERTUM Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH & Co. Zweite Legacy 600 KG | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| Bankowy Dom Hipoteczny Sp. z.o.o | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| Belus Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft mbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 |
| Beteiligungsgesellschaft für Industrie und Handel mbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| BFC Berliner Film Companie Beteiligungsgesellschaft mbH | Berlin | 100,0 | 100,0 |
| BFC Berliner Film Companie Productions GmbH i.L. | Berlin | 100,0 | 100,0 |
| Brafero-Sociedade Imobiliária, S.A. | Lissabon | 100,0 | 100,0 |
| BRE Corporate Finance S.A. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BRE Property Partner Sp. z.o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BRE Systems Sp. z.o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BRE Wealth Management SA | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BREL-Property Management Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BREL-AG Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BREL-AN Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BREL-APEX Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BREL-BAT Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BREL-COM Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BREL-ESTATE Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BREL-FIN Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BREL-FORCA Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BREL-HAN Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BREL-IMMO Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BRELINVEST Sp. z o.o. Fly 2 Sp. Komandytowa | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BRELINVEST Sp.z o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BREL-MAR Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BREL-MIG Sp. z.o.o. w likwidacji | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BREL-POL Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BREL-PRO Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| BREL-STAR Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| CAP Kiel Betriebs-GmbH | Kiel | 51,0 | 51,0 |
| CB Euregio GmbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| CB Lux Kirchberg GmbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| CBG Commerz Beteiligungskapital Verwaltungs GmbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| CCR Courtage i.L. | Paris | 100,0 | 100,0 |
| Centrum Rozliczeń i Informacji CERI Sp. z.o.o. | Lodz | 100,0 | 100,0 |
| CG Japan GmbH | Wiesbaden | 100,0 | 100,0 |
| CG NL Holding B.V. | Amsterdam | 100,0 | 100,0 |
| CG Real Estate Luxemburg S.à.r.l. i.L. | Luxemburg | 100,0 | 100,0 |
| CGG Canada Grundbesitz GmbH | Wiesbaden | 100,0 | 100,0 |
| CGI Stadtgalerie Schweinfurt Verwaltungs- GmbH | Wiesbaden | 100,0 | 100,0 |
| CGI Victoria Square Limited | London | 100,0 | 100,0 |
| CGI Victoria Square Nominees Limited | London | 100,0 | 100,0 |
| CGM Lux 1 S.à.r.l. i.L. | Luxemburg | 100,0 | 100,0 |
| CGM Lux 2 S.à.r.l. i.L. | Luxemburg | 100,0 | 100,0 |
| CGM Lux 3 S.à.r.l. i.L. | Luxemburg | 100,0 | 100,0 |
| CIV GmbH Alpha | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| CIV GmbH Beta | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| COLLEGIUM GLASHÜTTEN Zentrum für Kommunikation GmbH | Glashütten | 100,0 | 100,0b) |
| Commerz (Nederland) N.V. | Amsterdam | 100,0 | 100,0 |
| Commerz Building and Management GmbH | Essen | 100,0 | 100,0b) |
| Commerz Derivatives Funds Solutions S.A. | Luxemburg | 100,0 | 100,0 |
| Commerz Europe (Ireland), Inc. | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 |
| Commerz Grundbesitz Gestao de Centras Commerciais, Sociedade Unipessoal, Lda. | Lissabon | 100,0 | 100,0 |
| Commerz Keyes Avenue Properties (Pty) Ltd. | Johannesburg | 100,0 | 100,0 |
| Commerz Nominees Ltd. | London | 100,0 | 100,0 |
| Commerz Overseas Services Ltd. | London | 100,0 | 100,0 |
| Commerz Real Autoservice GmbH37) | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| Commerz Real Benelux GmbH | Wiesbaden | 100,0 | 100,0 |
| Commerz Real CZ s.r.o. | Prag | 100,0 | 100,0 |
| Commerz Real Direkt GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0b) |
| Commerz Real Finanzierungsleasing GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| Commerz Real France GmbH | Wiesbaden | 100,0 | 100,0 |
| Commerz Real Nederland B. V. | Breda | 100,0 | 100,0 |
| Commerz Real Projektconsult GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| Commerz Real Vertrieb GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| Commerz U.S. Financial Corporation | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 |
| Commerz U.S. Holding, Inc. | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 |
| Commerzbank Capital Management Unternehmensbeteiligungs GmbH38) | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0b) |
| Commerzbank International Trust (Jersey) Ltd. | St. Helier, Jersey | 100,0 | 100,0 |
| Commerzbank Leasing December (6) Limited | London | 100,0 | 100,0 |
| Commerzbank Representative Office Nigeria Limited | Lagos | 100,0 | 100,0 |
| Commerzbank Representative Office Panama, S.A. | City of Panama | 100,0 | 100,0 |
| Commerzbank Sao Paulo Servicos Ltda. | São Paulo | 100,0 | 100,0 |
| Commerzbank Sponsoring GmbH39) | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| CommerzKommunalbau GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| CommerzLeasing GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| CommerzStiftungsTreuhand GmbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| CommerzTrust GmbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| CR KaiserKarree Holding S.à.r.l. | Luxemburg | 100,0 | 100,0 |
| CR Station General Partner Inc. | Toronto | 100,0 | 100,0 |
| CR Station Limited Partnership | Toronto | 100,0 | 100,0 |
| Crédito Germánico S.A | Montevideo | 100,0 | 100,0 |
| CRI 1 Sp.zo.o | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| CRI Erste Beteiligungsgesellschaft mbH | Wiesbaden | 100,0 | 100,0 |
| CRI Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH | Wiesbaden | 100,0 | 100,0 |
| CSK Sp. z o.o. | Lodz | 100,0 | 100,0 |
| CTF Consulting OOO | Moskau | 100,0 | 100,0 |
| Czwarty Polski Fundusz Rozwoju Sp. z o.o. | Lodz | 100,0 | 100,0 |
| Delphi I Eurohypo LLC | Wilmington | 100,0 | 100,0 |
| DFI S.p.A. in liquidazione40) | Mailand | 100,0 | 100,0 |
| DOMINO Projektentwicklungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Neue Mainzer Straße KG | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| dozent.it Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| Dresdner Kleinwort Derivative Investments Limited | London | 100,0 | 100,0 |
| Dresdner Kleinwort Group LLC | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 |
| Dresdner Kleinwort Holdings II, Inc. | Wilmington, Delaware | 100,0 | 100,0 |
| Dresdner Kleinwort Securities (Asia) Limited | Hong Kong | 100,0 | 100,0 |
| Dresdner Private Placement GmbH | Bad Vilbel | 100,0 | 100,0 |
| Dresdner Structured Products S.A. | Luxemburg | 100,0 | 100,0 |
| Dresdner Versicherung GmbH | Dresden | 100,0 | 100,0 |
| Dritte SIB Aktiengesellschaft | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| EHNY Holdings, LLC | Dover, Delaware | 100,0 | 100,0 |
| EHNY Montelucia Manager, LLC | Dover, Delaware | 100,0 | 100,0 |
| Einunddreißigste DRESIB Beteiligungs-Gesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| Elfte Umbra Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0b) |
| EP Euro-Projektentwicklungs GmbH & Co. Objekt 1 KG | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| EP Euro-Projektentwicklungs-Verwaltungs GmbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| Erste Alexanderplatz 3 Betriebsvorrichtungs GmbH | Berlin | 90,0 | 90,0 |
| Erste DRESIB Beteiligungs-Gesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| EuREAM GmbH | Wiesbaden | 100,0 | 100,0 |
| Eurohypo Investment Banking Limited | London | 100,0 | 100,0 |
| Eurohypo Nominees 1 Limited | London | 100,0 | 100,0 |
| Eurohypo Representacoes Ltda. | São Paulo | 100,0 | 100,0 |
| Eurologistik 1 Freehold BVBA | Brüssel | 94,9 | 94,9 |
| Eurologistik 1 Leasehold General Partner | Brüssel | 94,9 | 94,9 |
| Eurologistik 1 Leasehold Société en commandite simple | Brüssel | 94,9 | 94,9 |
| Fernwärmenetz Leipzig GmbH | Leipzig | 100,0 | 100,0 |
| Finanztrust AG | Glarus | 100,0 | 100,0 |
| Forum Algarve - Gestao de Centro comercial, Sociedade Unipessoal, Lda. i.L. | Lissabon | 100,0 | 100,0 |
| Forum Almada - Gestao de Centro Comercial, Sociedade Unipessoal Lda. II & Comandita i.L. | Lissabon | 100,0 | 100,0 |
| Forum Almada - Gestao de Centro Commercial, Sociedade Unipessoal, Lda. i.L. | Lissabon | 100,0 | 100,0 |
| Forum Montijo, Gestao de Centro Comercial Sociedade Unipessoal, Lda i.L. | Lissabon | 100,0 | 100,0 |
| Frega Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| FV EURL | Paris | 100,0 | 100,0 |
| Garbary Sp. z. o.o. | Poznan | 100,0 | 100,0 |
| Gesellschaft für Kreditsicherung mbH | Berlin | 63,3 | 63,3 |
| GIE Victoria Aéronautique | Paris | 100,0 | 100,0 |
| GRAMOLINDA VermietungsGmbH & Co. Objekt Frankfurt KG | Grünwald (München) | 97,0 | 70,0 |
| GRANADA Investment GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| Grundstücks- und Vermögensverwaltungsgesellschaft Geretsried mbH | Düsseldorf | 51,1 | 51,0 |
| H 47 GmbH & Co. KG | Düsseldorf | 99,7 | 94,9 |
| H 47 Verwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 94,4 | 94,0 |
| Hamudi S.A. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Hardy Beteiligungs-Gesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| Haus am Kai 2 O.O.O. | Moskau | 100,0 | 100,0 |
| HDW Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| Histel Beteiligungs GmbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| HVI Handels- und Verwertungsgesellschaft für Immobilien mbH | Düsseldorf | 94,0 | 94,0 |
| Immobiliengesellschaft Ost Hägle spol. s. r.o. | Prag | 100,0 | 100,0 |
| Immobilien-Vermietungsgesellschaft Reeder & Co. Objekt Airport Bürocenter Dresden KG i. L. | Dresden | 88,2 | 87,5 |
| Immobilien-Vermietungsgesellschaft Reeder & Co. Objekt Aschersleben KG | Düsseldorf | 94,0 | 93,8 |
| Immobilienverwaltungs- und Vertriebsgesellschaft Villen am Glienicker Horn mbH | Berlin | 100,0 | 100,0 |
| Immobilienverwaltungsgesellschaft Grammophon Büropark mbH | Berlin | 100,0 | 100,0 |
| Immobilienverwaltungsgesellschaft Kampffmeyer Villa mbH | Berlin | 100,0 | 100,0 |
| Immobilienverwaltungsgesellschaft Schlachthof Offenbach mbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 |
| IMMOFIDUCIA Sp. z. o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| IWP International West Pictures GmbH & Co. Erste Produktions KG | Köln | 94,9 | 94,9 |
| IWP International West Pictures Verwaltungs GmbH | Köln | 100,0 | 100,0 |
| KTC Kommunikations- und Trainings-Center Königstein GmbH | Königstein/Taunus | 100,0 | 100,0 |
| L.I.A. Leasinggesellschaft für Immobilien und Anlagegüter mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| LAUREA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 94,0 | 94,0 |
| LOFRA GmbH & Co. KG | Frankfurt am Main | 99,9 | 100,0 |
| LOFRA Verwaltungs-Gesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| Lufthansa Leasing GmbH & Co. Echo-Oscar KG i. L. | Grünwald (München) | 100,0 | 99,6 |
| Lufthansa Leasing GmbH & Co. Echo-Papa KG i. L. | Grünwald (München) | 71,2 | 71,0 |
| LUGO Photovoltaik-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt El Baldio 1 KG | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| Max Lease S.à.r.l. | Luxemburg | 100,0 | 100,0 |
| MOLBINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Düsseldorf Ludwig-Erhard-Allee KG | Düsseldorf | 97,0 | 93,8 |
| MOLBRIELA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| MOLITA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Messe Hamburg KG | Hamburg | 0,0 | 51,0 |
| MOLMELFI Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Burghausen KG | Düsseldorf | 100,0 | 51,0 |
| MOLRATUS Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| MOLRATUS Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Loxstedt KG | Düsseldorf | 0,0 | 85,0 |
| MONEA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| Montitail - Gestao de Retail Park, Sociedade Unipessoal Lda. | Lissabon | 94,9 | 94,9 |
| NACOLO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NACONA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NACONEO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NACONGA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NACORINO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NACORONA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NACOTA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAFARI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAFIRINA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAMINO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAROLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NASIRO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NASTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAUCULA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAULUMO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAUMARE Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAUMOSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAUPEUS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAURANTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAURATA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAUSOLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAUTARO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAUTESSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAUTINO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAUTIRA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAUTIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAUTLUS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAUTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAUTORIA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAUTUGO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAVALIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAVIBOLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAVIBOTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAVIFIORI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAVIGA Schiffsbeteiligung GmbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAVIGATO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAVIGOLO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAVILO Vermietungsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAVINA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAVIRENA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAVIROSSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAVISTA Verwaltung und Treuhand GmbH i.L. | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| NAVITA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAVITARIA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAVITONI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAVITOSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NAVITURA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NEB-Shipping Co. | Monrovia/Liberia | 92,1 | 92,1 |
| NEPTANA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NEPTILA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NEPTORA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NEPTUGA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NEPTUNO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hamme KG | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Wiemelhausen KG | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| Neuma Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Hamburg | 100,0 | 100,0 |
| Neunzehnte FraMü Beteiligungs GmbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| NOSCO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Mainz | 100,0 | 100,0 |
| NOTITIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Berlin | 100,0 | 100,0 |
| NOVITAS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| Number X Real Estate GmbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 |
| NUMERIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| NURUS Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| OSKAR Medienbeteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| PAREO Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH | Leipzig | 100,0 | 100,0 |
| Property Invest Spain, S.L. | Barcelona | 100,0 | 100,0 |
| PRUNA Betreiber GmbH | Grünwald (München) | 51,0 | 51,0 |
| RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| RAPIDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| RAVENNA Katowice Sp. z.o.o. w likwidacji | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| RAVENNA Krakow Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| Receivable Partners Inc. | North Brook | 66,0 | 66,0 |
| RECURSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| RESIDO Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| RIMA Medien-Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| RIPA Medien-Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Baden-Airpark KG | Düsseldorf | 50,0 | 65,0 |
| ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ROSINTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ROSOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| ROTUNDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0 |
| Schunk GmbH | Willich | 51,0 | 51,0 |
| Solar Cuever del Negro 1, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Cuever del Negro 10, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Cuever del Negro 11, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Cuever del Negro 12, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Cuever del Negro 13, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Cuever del Negro 14, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Cuever del Negro 15, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Cuever del Negro 16, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Cuever del Negro 17, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Cuever del Negro 18, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Cuever del Negro 2, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Cuever del Negro 3, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Cuever del Negro 4, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Cuever del Negro 5, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Cuever del Negro 6, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Cuever del Negro 7, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Cuever del Negro 8, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Cuever del Negro 9, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Los Arroyos de Escuzar 1, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Los Arroyos de Escuzar 10, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Los Arroyos de Escuzar 11, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Los Arroyos de Escuzar 12, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Los Arroyos de Escuzar 13, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Los Arroyos de Escuzar 14, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Los Arroyos de Escuzar 15, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Los Arroyos de Escuzar 16, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Los Arroyos de Escuzar 17, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Los Arroyos de Escuzar 18, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Los Arroyos de Escuzar 2, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Los Arroyos de Escuzar 3, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Los Arroyos de Escuzar 4, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Los Arroyos de Escuzar 5, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Los Arroyos de Escuzar 6, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Los Arroyos de Escuzar 7, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Los Arroyos de Escuzar 8, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| Solar Los Arroyos de Escuzar 9, S.L.U. | Madrid | 100,0 | 100,0 |
| SOLTRX Transaction Services GmbH | Düsseldorf | 100,0 | 100,0b) |
| Space Park Erste Verwaltungs GmbH | Frankfurt am Main | 100,0 | 100,0 |
| TARA Immobilien-Besitz GmbH | Eschborn | 100,0 | 100,0b) |
| TARA Immobilien-Verwaltungs-GmbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 |
| TARA Property-Management GmbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 |
| Tele-Tech Investment Sp. z o.o. | Warschau | 100,0 | 100,0 |
| Theresiencenter Dienstleistungsgesellschaft mbH | Wiesbaden | 94,9 | 94,9 |
| TIGNARIS Beteiligungsgesellschaft mbH B Co. Objekt Ostfildern KG | Düsseldorf | 94,9 | 97,0 |
| TIGNARIS Beteiligungsgesellschaft mbH B Co. Streubesitz KG | Düsseldorf | 94,8 | 94,8 |
| TIGNATO Beteiligungsgesellschaft mbH | Eschborn | 100,0 | 100,0 |
| Transfactor Slovakia a.s. | Bratislava | 100,0 | 100,0 |
| TRANSFERIA Managementgesellschaft mbH i.L. | Dortmund | 100,0 | 100,0 |
| Veer Palthe Voûte (Antilles) N.V. | Curacao | 100,0 | 100,0 |
| Wall Street Technology Managers LP | New York | 90,0 | 90,0 |
| Wijkertunnel Beheer III B.V. | Amsterdam | 100,0 | 100,0 |
| WST-Broker-GmbH | Frankfurt am Main | 90,0 | 90,0 |
| Name | Sitz | Kapitalanteil in % insg. |
Stimmanteil in % insg. |
Währung | Eigenkapital Tsd |
Jahresergebnis Tsd |
| 36th Street CO-INVESTMENT, L.P. | Wilmington, Delaware | 48,0 | 49,0 | USD | 14 271 | - 1 368 |
| AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH | Frankfurt am Main | 31,6 | 31,6 | EUR | 20 500 | 8 360a) |
| Argor-Heraeus S.A. | Mendrisio | 26,5 | 26,5 | CHF | 6 369 | 20 686a) |
| Capital Investment Trust Corporation | Taipei | 24,0 | 24,0 | TWD | 495 022 | 609 583 |
| Captain Holdings S.à.r.l. | Luxemburg | 46,0 | 46,0 | GBP | 3 929 | - 42 |
| Commerz Unternehmensbeteiligungs-Aktiengesellschaft | Frankfurt am Main | 40,0 | 40,0 | EUR | 30 000 | 15 |
| COMUNITHY Immobilien GmbH | Düsseldorf | 49,9 | 49,9 | EUR | - 8 143 | 747 |
| Exploitatiemaatschappij Wijkertunnel C.V. | Amsterdam | 33,3 | 33,3 | EUR | 10 607 | 5 991 |
| GIE Céline Bail | Paris | 40,0 | 40,0 | EUR | 0 | 4 213 |
| GIE Morgane Bail | Paris | 40,0 | 40,0 | EUR | 0 | 3 581 |
| GIE Northbail | Puteaux | 25,0 | 25,0 | EUR | 0 | 7 |
| GIE Vulcain Energie | Paris | 21,0 | 21,0 | EUR | 0 | 23 082 |
| HAJOBANTA GmbH & Co. Asia Opportunity I KG | Düsseldorf | 20,7 | 20,7 | EUR | 150 168 | - 31 856 |
| IGS Aerosols GmbH | Wehr/Baden | 100,0 | 0,0 | EUR | 3 208 | 23 |
| ILV Immobilien-Leasing Verwaltungsgesellschaft Düsseldorf mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 | EUR | 45 047 | 1 269 |
| Inmobiliaria Colonial S.A. | Barcelona | 20,1 | 20,1 | EUR | 1 699 600 | - 474 000a) |
| Irving Place Co-Investment, L.P. | New York | 33,9 | 45,0 | USD | 12 633 | 0 |
| KGAL GmbH & Co. KG | Grünwald (München) | 45,0 | 45,0 | EUR | 12 500 | 0 |
| KGAL Verwaltungs-GmbH | Grünwald (München) | 45,0 | 45,0 | EUR | 1 400 | 0 |
| Linde Leasing GmbH | Wiesbaden | 25,0 | 25,0 | EUR | 600 | 5 502 |
| MFG Flughafen-Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. B ETA KG | Grünwald (München) | 29,4 | 29,4 | EUR | 62 072 | 489 |
| MM Cogène 2 | Paris | 49,8 | 49,8 | EUR | 0 | 2 476 |
| RECAP/COMMERZ Alta Phoenix Lofts Investment, L.P. | New York | 45,0 | 45,0 | USD | 16 158 | 0 |
| RECAP/COMMERZ AMW Apartments Investment, L.P. | New York | 45,0 | 45,0 | USD | 15 480 | 0 |
| RECAP/COMMERZ Greenwich Park Investment, L.P. | New York | 45,0 | 45,0 | USD | 10 870 | 0 |
| Reederei MS "E.R. INDIA" Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG | Hamburg | 26,1 | 26,1 | EUR | 1 585 | 0 |
| Southwestern Co-Investment, L.P. | New York | 45,0 | 45,0 | USD | 13 196 | 0 |
| Name | Sitz | Kapitalanteil in % insg. |
Stimmanteil in % insg. |
| 229 W. 36 th Street Partnershlp, L.P. | Wilmington, Delaware | 47,6 | 49,0 |
| 4239431 Canada Inc. | Toronto | 47,5 | 47,5 |
| 4239440 Canada Inc. | Toronto | 47,5 | 47,5 |
| 4239440 Canada Inc. General Partner | Toronto | 47,5 | 47,5 |
| 4239458 Canada Inc. | Toronto | 47,5 | 47,5 |
| 4239466 Canada Inc. | Toronto | 47,5 | 47,5 |
| 4239474 Canada Inc. | Toronto | 47,5 | 47,5 |
| 4239482 Canada Inc. | Toronto | 47,5 | 47,5 |
| ABELASSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Witt Weiden KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ACOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Düsseldorf Kasernenstraße KG | Düsseldorf | 1,0 | 50,0 |
| ACREDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Conow KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ACREDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt NESTLÉ KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ACTIUM Leasobjekt GmbH & Co. Objekte Amberg und Landshut KG | Düsseldorf | 23,5 | 23,5 |
| ACTOR Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ADAMANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Elbphilharmonie KG | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| ADMIRA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| AERA Grundstücks-GmbH | Düsseldorf | 44,2 | 44,2 |
| AF Eigenkapitalfonds für deutschen Mittelstand GmbH & Co. KG | München | 49,7 | 49,7 |
| AGASILA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Düsseldorf KG | Düsseldorf | 23,4 | 25,0 |
| ALFUTURA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte Hessen KG | Frankfurt am Main | 0,0 | 50,0 |
| ALIVERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Düsseldorf-Lichtenbroich KG | Düsseldorf | 5,2 | 23,3 |
| ALMARENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ALONGA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bayerstraße 33 KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| Ampton B.V. | Amsterdam | 50,0 | 50,0 |
| Arbeitsgemeinschaft Projekt Justizvollzugsanstalt Neustrelitz | Schwerin | 100,0 | 50,0 |
| ASERTUNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schülke-Mayr KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ASTIRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| ASTIRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Furth/Bogen KG | Düsseldorf | 0,0 | 40,0 |
| AV America Grundbesitzverwaltungsgesellschaft mbH i.L. | Eschborn | 25,0 | 25,0 |
| AVENDO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Fernwärmenetz Cottbus KG | Stuttgart | 0,0 | 50,0 |
| Babcock Borsig Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Friedrichsfeld KG | Düsseldorf | 2,9 | 37,3 |
| Babcock Borsig Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Oberhausen KG | Düsseldorf | 2,9 | 37,3 |
| BAF Berlin Animation Film GmbH | Berlin | 49,0 | 49,0 |
| Banco Comercial S. A. i.L. | Montevideo | 33,3 | 33,3 |
| BONITAS Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Alzenau KG | Düsseldorf | 0,0 | 37,6 |
| BONITAS Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Neustadt-Schwaig KG | Grünwald (München) | 16,9 | 45,1 |
| BONITAS Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Peguform Weiden KG | Grünwald (München) | 16,9 | 45,1 |
| BONITAS Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Rastatt KG | Grünwald (München) | 16,9 | 45,1 |
| BONITAS Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Singen KG | Düsseldorf | 0,0 | 37,6 |
| Bonitos GmbH & Co. KG | Frankfurt am Main | 50,0 | 50,0 |
| Bonitos Verwaltungs GmbH | Frankfurt am Main | 50,0 | 50,0 |
| BONUS Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 33,0 | 33,0 |
| C & W Projektentwicklungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 49,9 | 49,9 |
| C O M U N I T H Y Projektentwicklungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 49,9 | 49,9 |
| CALMATO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 0,5 | 24,0 |
| CANDOR Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| CANTICA Beteiligungsgesellschaft mbH | Schönefeld | 0,5 | 24,0 |
| CANUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i. L. | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| CAPRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| CAPRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Walbeck KG i. L. | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| Captain North Sea Finance Limited | Luxemburg | 46,0 | 46,0 |
| CARBO Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| CARUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| CATINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| CATINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hamburg KG | Düsseldorf | 2,8 | 23,5 |
| CELEBRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i. L. | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| CENULA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 47,0 | 47,0 |
| CEPA Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| CERVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| CERVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Frankfurt KG | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| CERVISIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| CERVISIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Kommanditgesellschaft | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| CESSIO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| CETERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| CETERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Oberhausen KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| CHRISTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| CHRISTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Döllken KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| CHRISTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Rottweil KG | Düsseldorf | 46,1 | 34,8 |
| CICADA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| CICONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| CLANGO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Haan KG | Düsseldorf | 0,0 | 40,0 |
| Commerz GOA Realty Associates LLC | New York | 49,0 | 49,0 |
| COMMERZ GOA REALTY Management, LLC | Atlanta | 49,0 | 49,0 |
| Commerz Realty Associates GP V, LLC | Wilmington, Delaware | 49,0 | 49,0 |
| COMPAT Immobilien GmbH | Düsseldorf | 49,9 | 49,9 |
| COMPOSITA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| COMPRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| COMUNITHY Wohnimmobilien GmbH | Düsseldorf | 49,9 | 49,9 |
| CORVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| DATIS Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| DAUNUS Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| DECIMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| DECIMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| Deutsche Babcock Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 45,9 | 46,1 |
| DIGITUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Gladbach KG | Schönefeld | 2,6 | 42,3 |
| DIGITUS Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| DILAP Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| DIO Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| DONUM Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| Dr. Gubelt Immobilien Vermietungs-Gesellschaft mbH & Co. Objekt Bochum KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| DRABELA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DRABELA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Stade KG | Düsseldorf | 0,0 | 42,5 |
| DREBACUSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DREBACUSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Produktion Wolfen KG | Düsseldorf | 0,0 | 42,5 |
| DREBANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DREBECUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DREBENDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Köln | 50,0 | 50,0 |
| DREBENDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt FTTB NetCologne KG | Köln | 0,0 | 42,5 |
| DREBOSTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DREBOSTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schwerin KG | Düsseldorf | 0,0 | 42,5 |
| DRECORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DRECREDO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DREDARA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DREDOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DREDOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG | Düsseldorf | 0,0 | 42,5 |
| DREFLORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schwenningen KG | Düsseldorf | 0,0 | 42,5 |
| DREFLORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DREFUMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DREHERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DREKANDIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DREKONTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DRELARA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DRELARA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Freiburg KG | Düsseldorf | 0,0 | 42,5 |
| DRELOBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DRELOBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Gevelsberg KG | Düsseldorf | 0,0 | 42,5 |
| DRELOSINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DRELOSINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Ivenack KG | Düsseldorf | 0,0 | 42,5 |
| DRELUNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DRELUTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DREMARA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DRENITA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DRENITA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Fertigung Dräger Medizintechnik KG | Düsseldorf | 0,0 | 42,5 |
| DRESANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DRESEMPA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DRESIWA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DRETERUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DRETERUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt BBS Kiel Ravensberg KG | Düsseldorf | 0,0 | 42,5 |
| DRETUNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DREVERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| DREVERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Greven KG | Düsseldorf | 0,0 | 42,5 |
| DURUS Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| Düsseldorfer Börsenhaus GmbH | Düsseldorf | 20,0 | 20,0 |
| ECLIPS Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ECLIPS Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Göppingen Kommanditgesellschaft | Düsseldorf | 2,8 | 40,0 |
| edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| EDITUS Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| EHNY Montelucia Holdings Trust | Wilmington, Delaware | 30,8 | 26,7 |
| EHNY Montelucia Resort, LLC | Dover, Delaware | 30,8 | 26,7 |
| EHNY Montelucia Villas, LLC | Dover, Delaware | 30,8 | 26,7 |
| ELEGANTIA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ELOTUS Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| EP Euro-Projektentwicklungs GmbH & Co. Objekt Köln-Porz KG i.L. | Frankfurt am Main | 50,0 | 50,0 |
| FABIUS Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| FACO Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| FAGUS Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| FAR Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| FERO Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 34,8 | 34,8 |
| FESTAR Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| FLOR Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| Flumen Vermietungsgesellschaft mbH i.L. | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| FOLLIS Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| FORNAX Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| FORNAX Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Knapsack KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| FOSSUM Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 24,8 | 25,0 |
| FOSSUM Vermietungsgesellschaft Brno s.r.o. | Prag | 24,8 | 25,0 |
| FOSSUM Vermietungsgesellschaft Liberec s.r.o. | Prag | 24,8 | 25,0 |
| FOSSUM Vermietungsgesellschaft Mladá Boleslav s.r.o. | Prag | 24,8 | 25,0 |
| FOSSUM Vermietungsgesellschaft Ostrava s.r.o. | Prag | 24,8 | 25,0 |
| FOSSUM Vermietungsgesellschaft PRAHA s.r.o. | Prag | 24,8 | 25,0 |
| FOSSUM Vermietungsgesellschaft Tabor s.r.o. | Prag | 24,8 | 25,0 |
| FRAGUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| FREMITUS Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| FRENO Vermietungsgesellschaft mbH i.L. | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| FRETUM Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| FRIGO Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| FUCATUS Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| FUCATUS Vermietungsgesellschaft mbH & Co, Objekt Mainz OHG | Düsseldorf | 2,8 | 23,5 |
| FUCATUS Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bad Rappenau KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| FUCATUS Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Recklinghausen KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| FUCATUS Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schwalbach KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| FUGA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| FULGENS Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| FULGENS Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Ravensburg KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| FUNCTIO Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| FUNGOR Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 46,1 | 46,1 |
| FUTAR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Schönefeld | 47,0 | 47,0 |
| GAIUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| GALBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| Galeries Rive Nord Limited Partnership | Toronto | 0,0 | 47,5 |
| GALLO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| GAMMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| GAURO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i. L. | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| GELAS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| GENUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| GERAM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| GERO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| GESTUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| GIE Cinquieme Lease | Puteaux | 33,3 | 33,3 |
| GIE Go Lease | Puteaux | 50,0 | 50,0 |
| GIE Hu Lease | Puteaux | 50,0 | 50,0 |
| GIE Quatrieme Lease | Puteaux | 33,3 | 33,3 |
| GILOS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| GMF German Mittelstand Fund GmbH | Frankfurt am Main | 23,5 | 23,5 |
| GOPA Gesellschaft für Organisation, Planung und Ausbildung mbH | Bad Homburg | 24,8 | 24,8 |
| GRADUS Investitionsgüter-Vermietungsgesellschaft mbH | Karlsruhe | 47,0 | 47,0 |
| GRADUS Investitionsgüter-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Badenwerk KG | Karlsruhe | 0,0 | 40,0 |
| GRALANA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| GRAMEDA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| GRAMEN Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| GRAMINA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| GRAMINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt München Triebstraße KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| GRAMOLINDA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| GRANA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| GRANOS Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| GRASSANO Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| GRATIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| GRATNOMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| GRATNOMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Itzehoe KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| GRAVIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| GRENADO Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| GRETANA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt D 19 KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| GRETANA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| GRETANA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lagerimmobilie KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| GRETANA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lagerlogistik KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| GREX Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| GREZANA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| GRISLEVA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| GRONDALIS Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 47,0 | 47,0 |
| GRONDOLA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Marzahn KG | Grünwald (München) | 0,0 | 38,0 |
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Weißensee KG | Grünwald (München) | 0,0 | 38,0 |
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Chemnitz KG | Grünwald (München) | 0,0 | 38,0 |
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Darmstadt KG | Grünwald (München) | 0,0 | 38,0 |
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dreieich KG | Grünwald (München) | 0,0 | 38,0 |
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dresden KG | Grünwald (München) | 0,0 | 38,0 |
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Essen KG | Grünwald (München) | 0,0 | 38,0 |
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hannover Hauptbetrieb KG | Grünwald (München) | 0,0 | 38,0 |
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Saarbrücken KG | Grünwald (München) | 0,0 | 38,0 |
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Saarlouis KG | Grünwald (München) | 0,0 | 38,0 |
| GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Stuttgart KG | Grünwald (München) | 0,0 | 38,0 |
| GROTEGA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| GRUMENTO Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| GRUMONA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| GRUMOSA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| GRUNATA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| GRUNATA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Knautnaundorf KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| GUSTO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| GZ Verwaltungsgesellschaft für Transportmittel mbH | München | 50,0 | 50,0 |
| HABILIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HABILIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Kommanditgesellschaft | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HABILIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Solingen KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HAGIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 47,0 | 47,0 |
| HALOS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HALOS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Göttingen KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HALOS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Pforzheim KG | Düsseldorf | 2,4 | 31,3 |
| HALOS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Varn Products KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HAMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HAMSUN Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HAMSUN Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HANNO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HARPEX Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HARPEX Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bremen OHG | Grünwald (München) | 0,0 | 40,0 |
| HARPEX Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Gummersbach KG | Düsseldorf | 38,5 | 38,5 |
| HECATE Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HELIUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HENDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HEPHAISTOS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HEPHAISTOS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HERMUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HERMUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Willich KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HESTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HESTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Frankfurt KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HESTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Pirmasens KG i.L. | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HIMUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HONOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HONOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Rostock KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hamburg Liebigstraße KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| HULDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV Anlagen-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV Asset Verwaltungsgesellschaft Grünwald mbH | Grünwald (München) | 47,0 | 47,0 |
| ILV Baubetreuungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV DRITTE Fonds-Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV Finanzierungsleasing GmbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV FÜNFTE Fonds-Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV Gesellschaft für Grundbesitzvermietung mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV Gesellschaft für Immobilien-Mietkauf mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV Grundstücks-Leasing GmbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV Immobilien Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV Immobilien Vermietungsgesellschaft mbH 1987 | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV Immobilien Vermietungsgesellschaft mbH 1988 | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV Immobilien Vermietungsgesellschaft mbH Objekte 1990 | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH Objekte 1990 & Co. Kommanditgesellschaft | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV Leasinggesellschaft für Grundstücke mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV Leasinggesellschaft für Immobilien mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV Projektbaugesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV VIERTE Fonds-Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV ZWEITE Fonds-Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV-Achte Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV-Fonds-Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV-Neunte Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV-Sechste Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV-Siebte Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| ILV-Siebte Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hamburg KG | Düsseldorf | 35,4 | 35,4 |
| Immobilien Vermietungsgesellschaft Etzenhausen Dr. Rühl & Co. KG | Düsseldorf | 47,2 | 46,6 |
| Immobilien-Leasing Verwaltungsgesellschaft Waltersdorf mbH | Schönefeld | 47,0 | 47,0 |
| Immobilien-Vermietungsgesellschaft Objekt Eindhoven B.V. | Breda | 30,0 | 30,0 |
| Industriedruck Krefeld Kurt Janßen GmbH & Co KG i.K. | Krefeld | 25,7 | 25,7 |
| Kapelaansdijk I BV | Amsterdam | 25,0 | 25,0 |
| Koppelenweg I BV | Hoevelaken | 33,3 | 33,3 |
| Küppersbusch Aktiengesellschaft & Co. Grundstücksgesellschaft OHG | Düsseldorf | 2,4 | 24,0 |
| LARIX Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LARS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Augsburg | 47,0 | 47,0 |
| LARS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Augsburg OHG | Augsburg | 0,0 | 40,0 |
| LARS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hagen KG | Düsseldorf | 44,7 | 40,0 |
| LARS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Weishaupt OHG | Düsseldorf | 0,0 | 40,0 |
| LAUTUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LAUTUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Arnsberg KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LECTIO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LECTIO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Passau KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LECTIO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Weimar KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LEGALIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LENIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LENIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Attendorn KG | Düsseldorf | 0,0 | 40,0 |
| LENIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Essenbach KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| Lerchesberg Grundstücks-Gesellschaft mbH i.L. | Frankfurt am Main | 49,0 | 49,0 |
| LIBRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| Liegenschaft Hainstraße GbR | Frankfurt am Main | 50,0 | 50,0 |
| LIGO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LINDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LIRIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LIRIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LOCO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LOCO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Air Treads KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LOCO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Rosental KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LOCO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Selsten KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LONGUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LONGUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Krefeld KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LONGUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Wettenberg KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LORATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LORATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bonn KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LORATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kosmedico KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LORATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Rheine KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LORICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LORICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| LOUISENA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| LOUISENA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Königstein KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| Lufthansa Leasing GmbH & Co. Echo-November KG i. L. | Grünwald (München) | 30,6 | 30,5 |
| MADENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MADENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MAECENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MAECENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bremen KG | Düsseldorf | 42,3 | 42,3 |
| MAECENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dortmund KG | Düsseldorf | 44,7 | 31,3 |
| MAGISTRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MAGNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Nürnberg OHG | Grünwald (München) | 0,0 | 40,0 |
| MAGNIFICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MAHO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MAIESTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Vreden | 23,0 | 23,0 |
| MAIORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MALAXA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MALEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MALEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Gerwisch KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MANDATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dortmund KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MANDATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt elho Sportbekleidung KG | Grünwald (München) | 47,0 | 47,0 |
| MANDATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hanau KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MANDATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Ulm KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MANICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MANICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Neutraubling KG | Düsseldorf | 44,7 | 23,5 |
| MARBANA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hallenbad Flensburg KG | Flensburg | 40,0 | 40,0 |
| MARBREVA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt AOK Bayern KG | Düsseldorf | 100,0 | 50,0 |
| MARBREVA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt AOK Rheinland-Pfalz KG | Düsseldorf | 100,0 | 50,0 |
| Marie Lease S.à r.l. | Luxemburg | 49,0 | 49,0 |
| MARIUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MARIUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Assamstadt KG | Düsseldorf | 0,0 | 40,0 |
| MARIUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hannover KG | Düsseldorf | 21,0 | 40,0 |
| MAROLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Essen KG | Düsseldorf | 0,1 | 50,0 |
| MARTINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MATERNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MATERNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Reisholz KG | Düsseldorf | 0,5 | 24,0 |
| MATIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Haan | 47,0 | 47,0 |
| MATIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Gehe Objekte OHG | Haan | 0,0 | 40,0 |
| MAXIMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| Mayfair Shopping Centre Limited Partnership | Toronto | 0,0 | 47,5 |
| Mercedes Benz AG & Co. Grundstücksvermietung Objekt Franken KG | Schönefeld | 0,5 | 40,0 |
| MERCEDES BENZ AG & Co. Grundstücksvermietung Objekt Germersheim Betriebsvorrichtungen OHG | Düsseldorf | 0,5 | 40,0 |
| MERCEDES BENZ AG & Co. Grundstücksvermietung Objekt Germersheim KG | Düsseldorf | 0,5 | 40,0 |
| Mercedes-Benz AG & Co. Grundstücksvermietung Objekt Rhein-Main OHG | Schönefeld | 0,5 | 40,0 |
| MERCEDES-BENZ AG & Co. Grundstücksvermietung Objekt Südwest KG | Düsseldorf | 0,5 | 40,0 |
| Mercedes-Benz AG & Co. Grundstücksvermietung Objekte Leipzig und Magdeburg KG | Schönefeld | 0,0 | 42,0 |
| MERLAN Mobilien-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Projekt Nr. 15 KG i. L. | Grünwald (München) | 32,0 | 31,1 |
| Mic Mac Mall Limited Partnership | Toronto | 0,0 | 47,5 |
| MIDAS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MIDAS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bumke OHG | Düsseldorf | 0,0 | 40,0 |
| MIDAS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Langenhagen KG | Düsseldorf | 44,7 | 44,7 |
| MILES Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MILES Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MILVUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MILVUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Günzburg KG | Düsseldorf | 0,0 | 40,0 |
| MINERVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MINERVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Herrmann KG | Grünwald (München) | 0,0 | 40,0 |
| MINERVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Pfullendorf OHG | Grünwald (München) | 0,0 | 40,0 |
| MINERVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Radolfzell KG | Düsseldorf | 37,1 | 37,1 |
| MINERVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Sigmaringen KG | Düsseldorf | 0,0 | 40,0 |
| MIRABILIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MIRABILIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berching KG | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MIRATIO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MITEC engine.tec gmbh & Co. Objekt Krauthausen KG | Eisenach | 0,5 | 45,0 |
| MITIGO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MODESTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MODICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 23,0 | 23,0 |
| MOLA Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| MOLARIS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kurhaus KG | Düsseldorf | 100,0 | 49,0 |
| MOLBARVA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| MOLBARVA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Augsburg KG | Düsseldorf | 0,0 | 42,5 |
| MOLBERNO Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| MOLBERNO Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Pirmasens KG | Grünwald (München) | 0,0 | 25,0 |
| MOLCASA Vermietungsgesellschaft Objekt Smart mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| MOLDOMA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Augsburg KG | Düsseldorf | 100,0 | 50,0 |
| MOLERSA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Altenkunstadt KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| MOLGRADO Vermietungsgesellschaft Objekt Göttingen und Oldenburg mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| MOLPIREAS Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| MOLPIREAS Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Heilbronn KG | Düsseldorf | 0,0 | 42,5 |
| MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Aquarius KG | Düsseldorf | 98,5 | 49,0 |
| MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Aries KG | Düsseldorf | 98,5 | 49,0 |
| MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Düsseldorf Hohe Straße KG | Düsseldorf | 98,5 | 49,0 |
| MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Geminus KG | Düsseldorf | 98,5 | 49,0 |
| MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Halle Markt 11 KG | Düsseldorf | 98,5 | 49,0 |
| MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Halle Riegel KG | Düsseldorf | 98,5 | 49,0 |
| MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Pforzheim KG | Düsseldorf | 98,5 | 49,0 |
| MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Taurus KG | Düsseldorf | 98,5 | 49,0 |
| MOLSTINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Stuttgart KG | Düsseldorf | 0,1 | 50,0 |
| MOLSURA Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| MOLWANKUM Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landkreis Hildburghausen KG | Düsseldorf | 6,0 | 29,0 |
| MOLWARGA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Aue KG | Düsseldorf | 4,6 | 25,0 |
| MOTIO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Singen (Hohentwiel) | 47,0 | 47,0 |
| MS "Meta" Stefan Patjens GmbH & Co. KG | Drochtersen | 30,5 | 30,5 |
| MUTUSCA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bergkamen KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Erlangen KG | Düsseldorf | 10,0 | 50,0 |
| NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landau KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Villingen-Schwenningen KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| Neue Krausenhöfe Berlin Erste Grundstücksgesellschaft mbH | Teltow | 47,4 | 47,4 |
| Neue Krausenhöfe Berlin Zweite Grundstücksgesellschaft mbH | Teltow | 47,4 | 47,4 |
| NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Castrop-Rauxel KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Ettlingen KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Gelsenkirchen KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Görlitz KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Groß-Kienitz OHG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Koblenz-Kesselheim KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Langenau KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lüdinghausen KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Singen KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Weingarten KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Weishaupt OHG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| NOSCO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Alzey KG | Mainz | 0,0 | 50,0 |
| NOSSIA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG | Grünwald (München) | 2,5 | 25,0 |
| NOTITIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Technologiepark Adlershof KG | Berlin | 0,0 | 50,0 |
| NULUXNUKEM LUXEMBURG GmbH | Luxemburg | 49,5 | 49,5 |
| OB Lagerhaus Betriebsgesellschaft mbH & Co. Objekt Glasstrasse KG | Düsseldorf | 47,0 | 23,5 |
| ORBITA Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 50,0 | 50,0 |
| ORBITA Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kraftwerk Hessen KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| ORNATUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Schönefeld | 50,0 | 50,0 |
| OSCA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG | Grünwald (München) | 26,0 | 26,0 |
| PACTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| PACTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Mühlenstraße KG i.L. | Düsseldorf | 47,0 | 47,0 |
| Patella Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Fernwärmetrasse Lutherstadt Wittenberg KG | Berlin | 94,0 | 37,6 |
| Pinova GmbH & Co.Erste Beteiligungs KG | München | 41,8 | 41,8 |
| Place Ste-Foy Limited Partnership | Toronto | 0,0 | 47,5 |
| ProCredit Bank S.A., Romania | Bukarest | 21,0 | 21,0 |
| ProCredit Bank Sh.A. | Tirana | 20,0 | 20,0 |
| RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte Kleinmachnow/Mölln KG | Düsseldorf | 0,0 | 42,0 |
| RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Friedrichshafen KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kraichtal KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lichtenau KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt München KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt München-Haar KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Oberhausen KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Stuttgart-Feuerbach KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Vaihingen KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| RAVENNA KRAKOW Spolka z Ograniczona Odpowiedzialnoscia | Warschau | 50,0 | 50,0 |
| RAVENNA Szczecin Spolka Z Ograniczona Odpowiedzialnoscia | Warschau | 50,0 | 50,0 |
| Registra Securita Trust GmbH | Frankfurt am Main | 33,3 | 33,3 |
| Rendite Partner Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH i. L. | Frankfurt am Main | 33,3 | 33,3 |
| Riverbank Trustees Limited | London | 94,0 | 40,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Heilbronn KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Logistikobjekt Schweinfurt KG | Düsseldorf | 2,5 | 35,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Garmisch-Partenkirchen KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bankakademie KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt CAP Kiel KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Ettlingen KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Fischerwerke KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Gerlingen KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Gutenbergstraße KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hamm KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Haßfurt KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Heimstetten KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Holzstraße KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kahl KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lechfeld KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lüdenscheid KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Mainz KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Maritim Stuttgart KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Moers KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Neckarkanal KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Oberhaching KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Pforzheim KG | Düsseldorf | 0,5 | 50,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Recklinghausen KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Singen KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte topwert KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Am Hammergarten KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bad Schönborn KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dieselstraße KG | Grünwald (München) | 0,0 | 35,0 |
| ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt FINOVA KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Fulda-West KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Garching KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kässbohrer KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kelsterbach KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Logistik-Center Heilbronn KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Metzingen KG | Grünwald (München) | 0,0 | 35,0 |
| ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Neustadt-Schwaig KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Offenbach KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Östringen KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Saarbrücken KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bamberg KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Braunschweig KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt BURDA Medien Park KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt BURDA Offenburg KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Eckental KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Essen KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Ettlingen KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Fenepark Kempten KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Genshagen KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Gründau-Lieblos KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hannover-Stöcken KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hüttenheim KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt ISF Sindlingen KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Köngen KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Langenselbold KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Liesborn KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Maichingen KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Oelkinghausen KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Offenburg KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Ratingen KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Römerberg KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schwalbach KG | Düsseldorf | 6,6 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Schweinfurt KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Veldhoven KG | Düsseldorf | 19,0 | 37,9 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Wustermark KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte TANK & RAST KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSINTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG | Düsseldorf | 0,5 | 50,0 |
| ROSINTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Haus der Schiffahrt KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSINTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kürnach KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSINTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Möbel Wallach Celle KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSINTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Nürnberg KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Alzenau KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Düsseldorf KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hafenhaus Lübeck KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Heddernheim KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lünen/Soest KG | Düsseldorf | 0,0 | 50,0 |
| ROSOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Peguform KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| Rudolph Beteiligungs GmbH | Halver | 100,0 | 0,0 |
| SCI l'Argentière | Grenoble | 30,0 | 30,0 |
| S.E.A. Hotels Investment AB | Danderyd | 50,0 | 50,0 |
| S-Factoring druzba d.d. | Ljubljana | 22,5 | 22,5 |
| SITA Immobilia GmbH & Co. KG | Köln | 5,1 | 50,0 |
| Somentec Software GmbH | Langen | 35,7 | 35,7 |
| Southcentre Mall Limited Partnership | Toronto | 0,0 | 47,5 |
| Südkurier GmbH & Co. Objekt Konstanz OHG | Singen (Hohentwiel) | 0,0 | 39,5 |
| TAMOLDINA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| TAMOLTEMPA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| TAMOLTESSA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 50,0 | 50,0 |
| TASKABANA dritte Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Marl KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| TASKABANA dritte Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Tankanlage KG | Grünwald (München) | 0,0 | 23,5 |
| TASKABANA erste Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Marl KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| TASKABANA erste Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Marl KG | Grünwald (München) | 16,9 | 45,1 |
| TASKABANA Vermietungsgesellschaft mbH | Grünwald (München) | 47,0 | 47,0 |
| TASKABANA zweite Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.Objekt Marl KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| TASKABANA zweite Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Tankanlage KG | Grünwald (München) | 0,0 | 40,0 |
| The World Markets Company GmbH i. L. | Frankfurt am Main | 25,2 | 25,2 |
| TIGNARIS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Giershagen KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| TIGNARIS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Pfullendorf KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| Vermietungsgesellschaft Objekt 12 m.b.H. | Düsseldorf | 46,5 | 46,5 |
| WEKO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Rosenheim KG | Grünwald (München) | 0,0 | 42,5 |
| Name | Sitz/ Sitz der Verwaltungsgesellschaft | Kapitalanteil in % insg. |
Stimmanteil in % insg. |
Währung | Eigenkapital Tsd |
Jahresergebnis Tsd |
| Carbon Trade & Finance SICAR S.A. | Luxemburg | 50,0 | 50,0 | EUR | 1 000 | 2 860 |
| Delphi I LLC | Wilmington, Delaware | 33,3 | 32,3 | EUR | - 299 141 | - 26 615 |
| Commerz Finanz GmbH41) | München | 49,9 | 49,9 | EUR | 9 780 | 20 258 |
| FV Holding S.A. | Brüssel | 60,0 | 50,0 | EUR | 33 659 | - 5 051 |
| CR Kaiserkarree S.à.r.l. | Luxemburg | 50,0 | 50,0 | EUR | - 26 21 1 | - 14 509 |
| Servicing Advisors Deutschland GmbH | Frankfurt am Main | 50,0 | 50,0 | EUR | 2 665 | 1 731 |
| Urbanitas Grundbesitzgesellschaft mbH | Berlin | 50,0 | 50,0 | EUR | - 7 728 | 1 396 |
| Name | Sitz/Sitz der Verwaltungsgesellschaft |
Kapitalanteil in % |
Währung | Gezeichnetes Kapital Tsd |
| ALEPPA Funding I LLC | Dover, Delaware | 0,0 | USD | 0 |
| ALEPPA Funding II LLC | Dover, Delaware | 0,0 | USD | 0 |
| Asset Securisation Programme for Insured Receivables Ltd. (ASPIRE) | Dublin | 0,0 | EUR | 0 |
| Barrington II CDO Ltd. | George Town, Cayman Island | 0,0 | EUR | 0 |
| Barrington II LLC | Dover, Delaware | 0,0 | USD | 0 |
| Beethoven Funding Corporation | Dover, Delaware | 0,0 | USD | 3 |
| Borromeo Finance S.r.l. | Mailand | 0,0 | EUR | 0 |
| Bosphorus Capital Ltd. | Dublin | 0,0 | EUR | 0 |
| CB MezzCAP Limited Partnership | St. Helier, Jersey | 0,0 | EUR | 0 |
| Classic Finance BV | Amsterdam | 0,0 | EUR | 0 |
| Classic I Netherlands Limited | Amsterdam | 0,0 | EUR | 0 |
| CoCo Finance 2006-1 plc | Dublin | 0,0 | EUR | - 3 039 |
| CoSMO Finance 2007-1 Ltd. | Dublin | 0,0 | EUR | 3 |
| CoSMO Finance 2008-1 Ltd. | Dublin | 0,0 | EUR | 2 |
| Danube Delta PLC | Dover, Delaware | 0,0 | USD | 0 |
| FAF Inc. | George Town, Cayman Island | 0,0 | EUR | 164 |
| Greenway Infrastructure Capital Plc | St. Helier, Jersey | 0,0 | EUR | 0 |
| Greenway Infrastructure Fund | St. Helier, Jersey | 0,0 | EUR | 0 |
| Honeywell Grundbesitzverwaltungs-GmbH & Co Vermietungs-KG | Grünwald (München) | 100,0 | EUR | - 11 577d) |
| Idilias SPC Inc. | George Town, Cayman Island | 0,0 | EUR | 1 906 |
| Idilias SPC (Silo II) | George Town, Cayman Island | 0,0 | EUR | 0 |
| Idilias SPC (Silo IV) | George Town, Cayman Island | 0,0 | EUR | 0 |
| Justine Capital SRL | Mailand | 0,0 | EUR | 0 |
| Kaiserplatz-Gesellschaften: |
|
|
|
|
| Kaiserplatz Funding LLC | Wilmington, Delaware | 0,0 | EUR | 0 |
| Kaiserplatz Holdings Ltd. | St. Helier, Jersey | 0,0 | EUR | 0 |
| Kaiserplatz Funding Ltd. | St. Helier, Jersey | 0,0 | EUR | 0 |
| Kaiserplatz Sub-Holding Ltd. | St. Helier, Jersey | 0,0 | EUR | 0 |
| Kaiserplatz Purchaser No. 05 Ltd. | St. Helier, Jersey | 0,0 | EUR | 0 |
| Kaiserplatz Purchaser No. 06 Ltd. | St. Helier, Jersey | 0,0 | EUR | 0 |
| Kaiserplatz Purchaser No. 15 Ltd. | St. Helier, Jersey | 0,0 | EUR | 0 |
| Kaiserplatz Purchaser No. 16 Ltd. | St. Helier, Jersey | 0,0 | EUR | 0 |
| Kaiserplatz Purchaser No. 17 Ltd. | St. Helier, Jersey | 0,0 | EUR | 0 |
| MidCABS Ltd. | St. Helier, Jersey | 0,0 | EUR | 0 |
| Kalmus Grundstücks Gesellschaft Objekt KG | Grünwald (München) | 0,0 | EUR | 0 |
| Lamina Grundstücks- Verwaltungsgesellschaft mbH & Co Objekt Leipzig KG | Grünwald (München) | 0,0 | EUR | 0 |
| Liffey (Emerald) Limited | Dublin | 0,0 | EUR | 0 |
| Livingstone Mortgages Limited | London | 0,0 | GBP | 0 |
| Mandas Receivables No.2 Limited | St. Helier, Jersey | 0,0 | EUR | 0 |
| Merkur Grundstücks-Gesellschaft Objekt Berlin Lange Strasse mbH & Co. KG | Grünwald (München) | 0,0 | EUR | 0 |
| Millstone II LLC | Dover, Delaware | 0,0 | USD | 0 |
| Millstone II Ltd. | Dover, Delaware | 0,0 | USD | 0 |
| Mole Finance Inc. | George Town, Cayman Island | 0,0 | EUR | 176 |
| More Global Inc. | George Town, Cayman Island | 0,0 | EUR | 112 |
| Pantheon Master Fund | Dover, Delaware | 0,0 | USD | 0 |
| Plymouth Capital Ltd. | St. Helier, Jersey | 0,0 | EUR | 19 614 |
| Portland Capital Ltd. | St. Helier, Jersey | 0,0 | EUR | 7 |
| RCL Securisation GmbH | Frankfurt am Main | 0,0 | EUR | 64 |
| Rügen I GmbH | Frankfurt am Main | 0,0 | EUR | 0 |
| Semper Finance 2006-1 Ltd. | St. Helier, Jersey | 0,0 | GBP | 0 |
| Semper Finance 2007-1 GmbH | Frankfurt am Main | 0,0 | EUR | 0 |
| Shannon Capital plc. | Dublin | 0,0 | EUR | 1 394 |
| Silver Tower 1 25 Inc. | George Town, Cayman Island | 0,0 | EUR | 5 761 |
| Symphony No.2 Llc | Wilmington, Delaware | 0,0 | USD | - 39 |
| Symphony No.4 Llc | Dover, Delaware | 0,0 | USD | 8 |
| Thames SPC | George Town, Cayman Island | 0,0 | EUR | 0 |
| Truckman Inc | Cayman Island | 0,0 | EUR | 13a) |
| TS Co. mit One GmbH | Frankfurt am Main | 0,0 | EUR | 25 |
| TS Lago One GmbH | Frankfurt am Main | 0,0 | EUR | 26 |
| Twins Financing LLC | New York | 0,0 | USD | 0 |
| Victoria Capital (Ireland) Public Limited Company | Luxemburg | 0,0 | EUR | 0 |
| Victoria Capital Holdings S.A. | Luxemburg | 0,0 | EUR | 0 |
| Victoria Capital S.A. | Luxemburg | 0,0 | EUR | 0 |
| Wisley Inc. | George Town, Cayman Island | 0,0 | EUR | 291 |
| Name | Sitz/ Sitz der Verwaltungsgesellschaft |
Anteil des Investors am Fonds in % |
Währung | Fondsvolumen Tsd |
| BRE Gold Fund | Luxemburg | 100,0 | PLN | 242 569 |
| CDBS Cofonds | Frankfurt am Main | 100,0 | EUR | 101 121 |
| CDBS Cofonds II | Frankfurt am Main | 100,0 | EUR | 91 430 |
| CDBS Cofonds III | Frankfurt am Main | 100,0 | EUR | 96 183 |
| CDBS Cofonds IV | Frankfurt am Main | 100,0 | EUR | 98 086 |
| ComStage ETF CB Commodity EW Index TR | Luxemburg | 75,2 | USD | 616 631 |
| ComStage ETF Commerzbank EONIA INDEX TR | Luxemburg | 8,2 | EUR | 409 223 |
| ComStage ETF DAX® TR | Luxemburg | 22,6 | EUR | 599 251 |
| ComStage ETF Dow Jones EURO STOXX 50® TR | Luxemburg | 36,2 | EUR | 275 830 |
| ComStage ETF Dow Jones EURO STOXX® Select Dividend 30 TR | Luxemburg | 68,1 | EUR | 131 100 |
| ComStage ETF Dow Jones INDUSTRIAL AVERAGE™ | Luxemburg | 66,9 | USD | 206 504 |
| ComStage ETF Dow Jones STOXX® 600 TR | Luxemburg | 77,7 | EUR | 344 948 |
| ComStage ETF iBoxx € Liquid Sovereigns Diversified 1-3 TR | Luxemburg | 34,7 | EUR | 284 500 |
| ComStage ETF iBoxx € Liquid Sovereigns Diversified 3-5 TR | Luxemburg | 44,2 | EUR | 330 901 |
| ComStage ETF iBoxx € Liquid Sovereigns Diversified 3m-1 TR | Luxemburg | 13,9 | EUR | 100 427a) |
| ComStage ETF iBoxx € Liquid Sovereigns Diversified 5-7 TR | Luxemburg | 95,5 | EUR | 103 951a) |
| ComStage ETF iBoxx € Sovereigns Germany Capped 1-5 TR | Luxemburg | 98,8 | EUR | 105 354 |
| ComStage ETF iBoxx € Sovereigns Germany Capped 3m-2 TR | Luxemburg | 94,8 | EUR | 10 173a) |
| ComStage ETF MSCI EMU TRN | Luxemburg | 79,9 | USD | 500 018 |
| ComStage ETF MSCI USA TRN | Luxemburg | 78,2 | USD | 226 742a) |
| ComStage ETF MSCI World TRN | Luxemburg | 64,3 | USD | 311 344 |
| ComStage ETF NIKKEI 225 | Luxemburg | 47,8 | JPY | 14 668 438a) |
| Gresham Bond Fund | Wilmington/Delaware | 99,7 | GBP | 137 795 |
| GS SICAV - UK Premia | Luxemburg | 86,6 | GBP | 171 180a) |
| ILSP Mutual Fund AG & Co. KG | Vaduz | 85,4 | USD | 511 159 |
| OP-Fonds CDBS V | Frankfurt am Main | 100,0 | EUR | 89 029 |
| Name | Sitz | Kapitalanteil in % insg. | Stimmanteil in % insg. |
| ARES Energie Aktiengesellschaft | Berlin | 13,7 | 13,7 |
| CarMeile AG | Wuppertal | 10,0 | 10,0 |
| ConCardis Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Frankfurt am Main | 13,9 | 13,9 |
| EURO Kartensysteme Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Frankfurt am Main | 13,9 | 13,9 |
| GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen | Bremen | 7,1 | 7,1 |
| Liquiditäts-Konsortialbank Gesellschaft mit beschränkter Haftung | Frankfurt am Main | 9,6 | 9,6 |
| Open Joint-Stock Company Promsvyazbank | Moskau | 15,3 | 15,3 |
1)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Holdings I, Inc. wurde Coba Holdings I, LLC
2)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Securities LLC wurde Commerz Markets LLC
3)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Capital Investment Company Limited wurde Commerzbank
Capital Investment Company Limited
4)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Capital Ventures Management Limited wurde Commerzbank
Capital Ventures Management Limited
5)
Umfirmiert: aus Dresdner Finance 2 S.à.r.l. wurde Commerzbank Finance 2 S.à.r.l.
6)
Umfirmiert: aus Kleinwort Benson Finance BV wurde Commerzbank Finance BV
7)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Group Limited wurde Commerzbank Holdings (UK) Limited
8)
Umfirmiert: aus Dresdner Investments (UK) Limited wurde Commerzbank Investments (UK)
Ltd.
9)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing (Guernsey) Ltd wurde Commerzbank Leasing
(Guernsey) Limited
10)
Umfirmiert: aus Dresdner Leasing 1 S.à.r.l. wurde Commerzbank Leasing 1 S.à.r.l.
11)
Umfirmiert: aus Dresdner Leasing 2 S.à.r.l. wurde Commerzbank Leasing 2 S.à.r.l.
12)
Umfirmiert: aus Dresdner Leasing 4 S.à.r.l. wurde Commerzbank Leasing 4 S.à.r.l.
13)
Umfirmiert: aus Dresdner Leasing 5 S.à.r.l. wurde Commerzbank Leasing 5 S.à r.l.
14)
Umfirmiert: aus Dresdner Leasing 6 S.à.r.l. wurde Commerzbank Leasing 6 S.à.r.l.
15)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (1) Limited wurde Commerzbank
Leasing December (1) Limited
16)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (10) wurde Commerzbank Leasing
December (10)
17)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (11) wurde Commerzbank Leasing
December (11)
18)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (12) Limited wurde Commerzbank
Leasing December (12) Limited
19)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (13) Limited wurde Commerzbank
Leasing December (13) Limited
20)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (15) Limited wurde Commerzbank
Leasing December (15)
21)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (3) Limited wurde Commerzbank
Leasing December (3) Limited
22)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (4) Limited wurde Commerzbank
Leasing December (4) Limited
23)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (7) Limited wurde Commerzbank
Leasing December (7) Limited
24)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (8) Limited wurde Commerzbank
Leasing December (8) Limited
25)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (9) Limited wurde Commerzbank
Leasing December (9) Limited
26)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing Holdings Limited wurde Commerzbank Leasing
Holdings Limited
27)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing Limited wurde Commerzbank Leasing Limited
28)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing March (3) Limited wurde Commerzbank Leasing
March (3) Limited
29)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing September (5) Limited wurde Commerzbank
Leasing September (5) Limited
30)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing September (6) Limited wurde Commerzbank
Leasing September (6) Limited
31)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Online Ventures Limited wurde Commerzbank Online
Ventures Limited
32)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Overseas Holdings Limited wurde Commerzbank Overseas
Holdings Limited
33)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Property Management & Services Limited wurde Commerzbank
Property Management & Services Limited
34)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Securities Ltd wurde Commerzbank Securities Ltd
35)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Securities Nominees Limited wurde Commerzbank Securities
Nominees Limited
36)
Umfirmiert: aus Aspiro Sp.z.o.o. wurde Aspiro S.A.
37)
Umfirmiert: aus Commerz Real Autoleasing GmbH wurde Commerz Real Autoservice GmbH
38)
Umfirmiert: aus Commerzbank Capital Management GmbH wurde Commerzbank Capital Management
Unternehmensbeteiligungs GmbH
39)
Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Sponsoring GmbH wurde Commerzbank Sponsoring GmbH
40)
Umfirmiert: aus Dresdner Finanziaria S.p.A. wurde DFI S.p.A. in liquidazione
41)
Umfirmiert: aus Dresdner-Cetelem Kreditbank GmbH wurde Commerz Finanz GmbH
a)
Im Geschäftsjahr erstmals in den Konzernabschluss einbezogen.
b)
Ergebnisabführungsvertrag.
c)
Die Angaben gemäß § 285 Nr.11a HGB sind wegen untergeordneter Bedeutung nach § 286
Abs. 3 Nr.1 HGB unterblieben.
d)
Nach SIC 12 konsolidiert, da Stimmrechtsanteil 19%.
| Bermuda | BMD | 1,33620 |
| Brasilien | BRL | 2,21770 |
| Chile | CLP | 626,28090 |
| Großbritannien | GBP | 0,86075 |
| Indien | INR | 59,75800 |
| Japan | JPY | 108,65000 |
| Kanada | CAD | 1,33220 |
| Polen | PLN | 3,97500 |
| Russland | RUB | 40,82000 |
| Singapur | SGD | 1,71360 |
| Südafrika | ZAR | 8,86250 |
| Taiwan | TWD | 38,99750 |
| Tschechische Republik | CZK | 25,06100 |
| Ukraine | UAH | 10,66330 |
| Ungarn | HUF | 277,95000 |
| USA | USD | 1,33620 |
Vorsitzender
stellv. Vorsitzender
Bankangestellter
Commerzbank Aktiengesellschaft
Bankangestellter
Commerzbank Aktiengesellschaft
Managing Director
Assicurazioni Generali S. p. A.
Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands
E.ON Ruhrgas AG
(bis 31.12.2010)
Dipl.-Volkswirt
Gewerkschaft ver.di
Fachbereich Finanzdienstleistungen,
Unternehmensbetreuer Commerzbank
Vorsitzender des Vorstands
Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG
Bankangestellte
Commerzbank Aktiengesellschaft
Bankangestellte
Commerzbank Aktiengesellschaft
Mitglied des ver.di-Bundesvorstand:
Bankangestellter
Commerzbank Aktiengesellschaft
Unternehmer
Luverse AG
Bankangestellte
Commerzbank Aktiengesellschaft
Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie
Dipl.-Kauffrau
Leiterin Referat Wirtschaft I
Mitbestimmungsförderung
Hans-Böckler-Stiftung
Rechtsanwalt
Mitglied des Vorstands
der Deutschen Bundesbank a.D.
Ehemaliger stellv. Vorsitzender des Vorstands
ThyssenKrupp AG
Ehemaliges Mitglied des Vorstands
Allianz SE
Bankangestellte
Commerzbank Aktiengesellschaft
(seit 10.1.2011)
Gewerkschaftssekretär
ver.di Bundesverwaltung
Mitglied des Vorstands
E.ON AG
Ehrenvorsitzender
1
Von den Arbeitnehmern gewählt.
Vorsitzender
(seit 5.11.2010)
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt wird,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
beschrieben sind.
Frankfurt am Main, 7. März 2011
Der Vorstand
| Martin Blessing |
Frank Annuscheit |
Markus Beumer |
| Achim Kassow | Jochen Klösges | Michael Reuther |
| Stefan Schmittmann | Ulrich Sieber | Eric Strutz |
| Martin Zielke |
|
|
Wir haben den von der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, aufgestellten
Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung,
Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss
und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der
Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage
der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und
den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen.
Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße,
die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden
Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit
erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über
die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns
sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden
die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise
für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis
von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse
der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,
der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses
und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend
sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht
steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes
Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 8. März 2011
PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Lothar Schreiber | Peter Goldschmidt |
| (Wirtschaftsprüfer) | (Wirtschaftsprüfer) |
Wir informieren über die Zusammensetzung unseres Zentralen Beirats und über die Mandate
in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und die Mitgliedschaften in vergleichbaren
Kontrollgremien für die Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats und für Mitarbeiter
der Commerzbank sowie in einem Glossar über die wichtigsten Begriffe aus der Finanzwelt.
Vorsitzende des Aufsichtsrats und des Gesellschafterausschusses Henkel AG & Co. KGaA
Düsseldorf
Mitglied des Vorstands ThyssenKrupp AG
Düsseldorf CEO
Division Technologies
Essen
Vorsitzender des Vorstands ThyssenKrupp Elevator AG
Düsseldorf
Vorsitzende des Aufsichtsrats und Stellv. Vorsitzende
des Gesellschafterausschusses CLAAS KGaA mbH
Harsewinkel
Persönlich haftender und geschäftsführender Gesellschafter Peter Köln KGaA
Elmshorn
Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages
Berlin
Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Bayer Schering Pharma AG
Berlin
Direktorin
Institut für Steuerrecht Universität zu Köln
Köln
Mitglied des Aufsichtsrats
Vallourec SA
Paris
Vorsitzender des Vorstands L. Possehl & Co. mbH
Lübeck
Geschäftsführender Gesellschafter Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG
Bremen
Frankfurt am Main
Rechtsanwalt
Mitglied des Gesellschafterausschusses und des Aufsichtsrats Vaillant GmbH
Remscheid
Geschäftsführender Gesellschafter Otto Bock HealthCare GmbH
Duderstadt
Königstein
Mitglied des Vorstands Volkswagen AG
Wolfsburg
Intendant
Hessischer Rundfunk
Frankfurt am Main
Bad Homburg
Vorsitzender des Aufsichtsrats Schaeffler GmbH
Herzogenaurach
Persönlich haftender Gesellschafter Dr. August Oetker KG
Bielefeld
CFO
OTTO (GmbH & Co. KG)
Hamburg
Präsident
Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel
Kiel
Bayerischer Ministerpräsident a. D. Wolfratshausen
CEO
E.R. Capital Holding GmbH & Cie. KG
Hamburg
Mitglied des Vorstands Franz Haniel & Cie. GmbH
Duisburg
Frankfurt am Main/Kronberg
Mitglied des Vorstands Wilh. Werhahn KG
Neuss
Bietigheim-Bissingen
Die Verzeichnisse der Mitglieder unserer Regionalbeiräte Nord, Nordwest, West, Ost,
Mitte, Süd und Südwest finden Sie im Internet unter www.commerzbank.de > Über uns
> Konzerninformationen > Beiräte.
Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB Stand: 31.12.2010
a)
Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
b)
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien
./.
| a) | ABB AG Commerzbank Auslandsbanken Holding AG1 stellv. Vorsitzender RWE Power AG |
| b) | Commerzbank Auslandsbanken Holding Nova GmbH1
Vorsitzender Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH1 Vorsitzender Mediobanca Banca di Credito Finanziario S.p.A.2 SdB-Sicherungseinrichtungsgesellschaft deutscher Banken mbH Verlagsbeteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung |
1
Konzernmandat.
2
Aufsichtsratsmandat in einer konzernexternen börsennotierten Gesellschaft oder in
einem Aufsichtsgremium einer Gesellschaft mit vergleichbaren Anforderungen (gemäß
Ziff. 5.4.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex).
Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB Stand: 31.12.2010
a)
Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
b)
Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien
| a) | Fraport AG Frankfurt Airport Services Worldwide (bis 31.12.2010) Fresenius SE & Co. KGaA (vormals Fresenius SE) Fresenius Management SE (seit 12.5.2010) Linde Aktiengesellschaft MaschmeyerRürup AG Independent International Consultancy (seit 26.2.2010) |
| b) | Landwirtschaftliche Rentenbank Parker Hannifin Corporation Assicurazioni Generali S.p.A. (bis 24.4.2010) |
. /.
| b) | BVV Pensionsfonds BVV Pensionskasse BVV Unterstützungskasse |
| a) | Deutsche Vermögensberatung AG AachenMünchener Lebensversicherung AG1 AachenMünchener Versicherung AG1 Generali Deutschland Holding AG1 |
| b) | Banco Vitalicio de España, C.A. de Seguros y Réaseguros1
(bis 30.6.2010) Generali España S.A. de Seguros y Reaseguros1 (seit 30.6.2010; die Gesellschaft ist aus der Verschmelzung der Banco Vitalico C.A. de Seguros y Reaseguros und La Estrella S.A. entstanden) Europ Assistance Holding1 Future Generali India Insurance Co. Ltd.1 Future Generali India Life Insurance Co. Ltd.1 Generali Asia N.V.1 Generali China Insurance Company Ltd.1 stellv. Vorsitzender Generali China Life Insurance Co. Ltd.1 stellv. Vorsitzender Generali España, Holding de Entidades de Seguros, S.A.1 stellv. Vorsitzender Generali Finance B.V.1 Generali France S.A.1 stellv. Vorsitzender Generali Holding Vienna AG1 stellv. Vorsitzender Generali Investments SpA1 Generali (Schweiz) Holding1 stellv. Vorsitzender Generali PPF Holding BV1 Vorsitzender La Centrale Finanziaria Generale S.p.A.1 La Estrella S.A.1 (bis 30.6.2010) Migdal Insurance & Financial Holdings Ltd.1 Participatie Maatschappij Graafschap Holland N.V.1 Transocean Holding Corporation1 |
(bis 31.12.2010)
. /.
.
/.
. /.
. /.
. /.
. /.
. /.
. /.
| b) | DWS Investment GmbH Standard & Poors Credit Market Services Europe Limited |
| a) | Deutsche Telekom AG2 E.ON Ruhrgas AG (bis 30.6.2010) LANXESS AG2 LANXESS Deutschland GmbH ThyssenKrupp Marine Systems AG1 (bis Februar 2010) ThyssenKrupp Materials International GmbH1 ThyssenKrupp Nirosta GmbH1 (vormals ThyssenKrupp Stainless AG) (bis April 2010) ThyssenKrupp Steel Europe AG1 |
| b) | Hoberg & Driesch GmbH Vorsitzender ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni S.p.A.1 (bis April 2010) ThyssenKrupp (China) Ltd.1 (bis April 2010) |
. /.
1
Konzernmandat.
2
Aufsichtsratsmandat in einer konzernexternen börsennotierten Gesellschaft oder in
einem Aufsichtsgremium einer Gesellschaft mit vergleichbaren Anforderungen (gemäß
Ziff. 5.4.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex).
Angaben gemäß § 340a Abs. 4 Ziff. 1 HGB Stand: 31.12.2010
Deutsche Edelstahlwerke GmbH
Commerz Real AG
Commerz Real Investmentgesellschaft mbH
Stadtwerke Ratingen GmbH
Borgers AG
Commerz Real AG
Commerz Real Investmentgesellschaft mbH
SE Spezial Electronic Aktiengesellschaft stellv. Vorsitzender
Bombardier Transportation GmbH
Textilgruppe Hof AG
Kaiser's Tengelmann GmbH Ritzenhoff AG
Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH
Commerz Real AG
Commerz Real Investmentgesellschaft mbH
Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH
GEWOBA Wohnen und Bauen AG
Maincor AG stellv. Vorsitzender
Klinikum Burgenlandkreis GmbH
Ein vorrangiges Ziel der Ad-hoc-Publizität besteht in der Prävention von Insidergeschäften.
Das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) schreibt in § 15 vor, dass Emittenten, deren Wertpapiere
an einer deutschen Börse zum amtlichen Handel oder im geregelten Markt zugelassen
sind, Ad-hoc-Veröffentlichungspflichten unterliegen. Eine neue Tatsache ist dann meldepflichtig,
wenn sie im Tätigkeitsbereich des Unternehmens eingetreten und nicht öffentlich bekannt
ist. Des Weiteren muss sich die neue Tatsache auf die Vermögens- oder Finanzlage oder
auf den allgemeinen Geschäftsverlauf des Emittenten auswirken sowie geeignet sein,
den Börsenpreis der zugelassenen Wertpapiere erheblich zu beeinflussen.
Zur Erleichterung der Handelbarkeit nicht US-amerikanischer Aktien werden von dortigen
Banken Hinterlegungsscheine über in der Regel im Ursprungsland verwahrte Originalstücke
ausgestellt. Sie sind an den amerikanischen Börsen wie Aktien handelbar.
Wertpapiere, deren Zins- und Tilgungszahlung durch den zugrunde liegenden Forderungspool
gedeckt ("backed") sind. Sie werden in der Regel durch eine Zweckgesellschaft im Rahmen
einer Verbriefung begeben.
Unternehmen, das weder durch Voll- noch Quotenkonsolidierung, sondern nach der Equity-Methode
in den Konzernabschluss einbezogen ist, auf dessen Geschäfts- oder Finanzpolitik aber
ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen maßgeblichen Einfluss hat.
Sie stellt den Quotienten aus Verwaltungsaufwand und Erträgen vor Risikovorsorge dar
und spiegelt die Kosteneffizienz des Unternehmens oder eines Geschäftsfelds wider.
Verfahren zur Überwachung der Güte von Value-at-Risk-Modellen. Hierzu wird über einen
längeren Zeitraum geprüft, ob die über den VaR-Ansatz geschätzten potenziellen Verluste
rückwirkend nicht wesentlich häufiger überschritten werden, als gemäß dem angewandten
Konfidenzniveau zu erwarten ist.
Bezugsgrößen wie Indizes, die zum Beispiel im Portfoliomanagement eingesetzt werden.
Sie können zum einen die Ausrichtung der Anlagestrategie bestimmen, indem sie dem
Portfoliomanager als Orientierung für die Zusammensetzung von Portfolios dienen. Zum
anderen dienen sie als Maßstab für den Anlageerfolg.
Hierunter wird die Absicherung gegen das Risiko einer Veränderung zukünftiger Zahlungsströme
(Cashflows) insbesondere bei Zinszahlungen aus einem variabel verzinslichen Bilanzgeschäft
mit einem Swap verstanden. Die Bewertung erfolgt zum Marktwert (Fair Value).
Mit einem Pool von unterschiedlichen Wertpapieren, insbesondere Krediten und sonstigen
verbrieften Schuldtiteln, besicherte ABS.
Mit gewerblichen Immobilienkrediten besicherte ABS.
Corporate Governance legt Richtlinien für eine transparente Leitung und Überwachung
von Unternehmen fest. Die Empfehlungen des Corporate Governance Kodex schaffen Transparenz
und stärken das Vertrauen in eine verantwortungsvolle Unternehmensführung; sie dienen
im Besonderen dem Schutz der Aktionäre.
Finanzinstrument zur Übertragung des Kreditrisikos aus einem Referenzaktivum (zum
Beispiel Wertpapier oder Kredit). Dafür zahlt der Sicherungsnehmer an den Sicherungsgeber
eine Prämie und erhält bei Eintritt eines vorab vereinbarten Kreditereignisses eine
Ausgleichszahlung.
Der Begriff resultiert aus der Anwendung des Value-at-Risk-Konzepts auf die Kreditrisikomessung.
Inhaltlich stellt der Credit-VaR eine Abschätzung dar, um welchen Betrag die Verluste
aus Kreditrisiken den erwarteten Verlust (Expected Loss) innerhalb eines Jahres potenziell
übersteigen könnten; daher auch: Unerwarteter Verlust (Unexpected Loss). Diesem Ansatz
liegt die Idee zugrunde, dass der erwartete Verlust lediglich den langfristigen Mittelwert
der Kreditverluste darstellt, diese jedoch von den tatsächlichen Kreditausfällen des
laufenden Geschäftsjahres (positiv oder negativ) abweichen können.
Finanzinstrumente, deren Bewertung sich vom Preis eines Basiswerts ableitet (zum Beispiel
Wertpapier, Zinssatz, Währung, Kredit). Diese Instrumente bieten erweiterte Möglichkeiten
für Risikomanagement und -steuerung.
Sie errechnet sich aus dem Verhältnis einer Ergebnisgröße zum durchschnittlich gebundenen
Eigenkapital und gibt an, wie sich das im Unternehmen eingesetzte Kapital verzinst.
Eingebettete Derivate sind Bestandteil eines originären Finanzinstruments und mit
diesem untrennbar verbunden, sogenannte Hybrid Financial Instruments wie zum Beispiel
Aktienanleihen (Anleihen mit Rückzahlungsrecht in Aktien). Sie sind rechtlich und
wirtschaftlich miteinander verbunden.
Auf der Basis effektiver Umsätze berechneter Durchschnittszinssatz für Tagesgeld im
Euro-Interbanken-geschäft. Er wird als gewichteter Durchschnitt der Sätze für unbesicherte
Euro-Übernachtkontrakte, die von einer Gruppe bestimmter Institute im Euro-Währungsgebiet
gemeldet wird, berechnet.
Verfahren zur Bewertung von Beteiligungen, die als assoziierte Unternehmen im Konzernabschluss
ausgewiesen werden. Der anteilige Jahresüberschuss/-fehlbetrag des Unternehmens wird
in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung als laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten
Unternehmen ausgewiesen. Der Bilanzansatz erfolgt in Höhe des anteiligen Eigenkapitals
des assoziierten Unternehmens.
Messgröße für den potenziellen Verlust eines Kreditportfolios, der innerhalb eines
Jahres aufgrund von historischen Verlustdaten zu erwarten ist.
Durchschnittszinssatz, zu dem ein als erstklassig eingestuftes Kreditinstitut bereit
ist, einem anderen Kreditinstitut mit höchster Bonität Euro-Gelder zur Verfügung zu
stellen. Der EURIBOR wird täglich anhand der Zinssätze ausgewählter Banken für Laufzeiten
von bis zu zwölf Monaten berechnet.
Die Länder des Euro-Währungsgebiets errichteten auf zwischenstaatlicher Ebene die
europäische Finanzstabilitätsfazilität (EFSF). Als Aktiengesellschaft luxemburgischen
Rechts darf die ESFS zur Finanzierung von Darlehen an Euro-Länder mit Finanzschwierigkeiten
Schuldverschreibungen begeben, die mit anteiligen Garantien der Euro-Länder von bis
zu 440 Mrd Euro besichert sind. Diese Schuldverschreibungen dürften die höchste Bonitätseinstufung
(AAA) der drei führenden Ratingagenturen erlangen. Die EFSF ist vorübergehend bis
zum Juni 2013 eingerichtet worden.
Betrag, zu dem Vermögenswerte zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen
Partnern getauscht werden. Zur Bewertung werden entweder Marktpreise (zum Beispiel
Börsenkurse) oder - wenn diese fehlen - interne Bewertungsmodelle herangezogen.
Wird angewandt zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value) bilanzierter
Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Hierbei handelt es sich in der Regel um einen
festverzinslichen Bilanzposten (zum Beispiel eine Forderung oder ein Wertpapier),
der durch einen Swap gegen das Marktrisiko gesichert ist. Die Bewertung erfolgt zum
Marktwert (Fair Value).
Hierunter werden zum einen finanzielle Vermögenswerte, insbesondere Kredite beziehungsweise
Forderungen, verzinsliche Wertpapiere, Aktien und Beteiligungen, zum anderen finanzielle
Verpflichtungen wie zum Beispiel Einlagen von Kreditinstituten und Kunden sowie emittierte
Anleihen, aber auch Derivate subsumiert.
Der Future-Kontrakt ist ein verbindlicher Vertrag, der beide Vertragsparteien dazu
verpflichtet, eine bestimmte Anzahl oder Menge eines Basiswerts zu einem festgelegten
Preis zu einem vereinbarten Datum zu liefern beziehungsweise zu übernehmen. Im Gegensatz
zur Option ist der Future sehr stark standardisiert.
Verbriefung von Genussrechten, die von Unternehmen jeder Rechtsform ausgegeben und
in den amtlichen (Börsen-)Handel eingeführt werden. Genussscheine können unter bestimmten
Voraussetzungen dem haftenden Eigenkapital der Kreditinstitute zugerechnet werden.
Der bei einer Beteiligungs- oder Unternehmensübernahme nach Aufdeckung stiller Reserven
und Lasten verbleibende Unterschiedsbetrag zwischen Kaufpreis und Wert des hierfür
erworbenen Reinvermögens (deutscher Fachbegriff: Geschäfts- oder Firmenwert).
Die sogenannte Gewährträgerhaftung der Sparkassen und Landesbanken, nach der der Träger
des Instituts (Land, Stadt oder Landkreis) für Einlagen und emittierte Anleihen bürgt,
wurde 2001 aus Wettbewerbsgründen abgeschafft. Für eine Übergangszeit bis 2005 kam
die Regelung für bestimmte Emissionen der Sparkassen und Landesbanken noch zum Tragen,
was als "Grandfathering" bezeichnet wird.
In diesem Bilanzposten werden Handelszwecken dienende Wertpapiere, Schuldscheindarlehen,
Devisen, Edelmetalle, Kredite und Kreditzusagen sowie derivative Finanzinstrumente
ausgewiesen. Sie werden zum Fair Value bewertet.
In diesem Bilanzposten werden derivative Finanzinstrumente und Kreditzusagen des Handelsbestands,
die einen negativen Marktwert besitzen, Emissionen des Handelsbuchs sowie Lieferverpflichtungen
aus Wertpapierleerverkäufen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zum Fair Value.
bezeichnet die Bilanzierung zweier oder mehrerer Finanzinstrumente, die in einem Sicherungszusammenhang
stehen, wobei gegensätzliche Wertentwicklungen der Sicherungsgeschäfte (zum Beispiel
Zinsswaps) und der Grundgeschäfte (zum Beispiel Kredite) dargestellt werden. Ziel
des Hedge Accounting ist es, den Einfluss der erfolgswirksamen Bewertung und Erfassung
der Bewertungsergebnisse aus derivativen Geschäften auf die Gewinn- und Verlustrechnung
zu minimieren.
Eine Strategie, bei der Sicherungsgeschäfte mit dem Ziel abgeschlossen werden, sich
gegen das Risiko von ungünstigen Preisentwicklungen (Zinsen, Kurse, Rohstoffe) abzusichern.
sind Finanzierungsmöglichkeiten, die flexibel an die Bedürfnisse des Unternehmens
angepasst werden können. Vom Charakter her sind sie eine Mischform zwischen Fremd-
und Eigenkapital, sodass im Interessenausgleich zwischen dem Wunsch nach Risikoübernahme
und der Beschränkung der unternehmerischen Führung stets ein Optimum gefunden werden
kann. Typische Vertreter der hybriden Finanzmittel sind: Nachrangdarlehen, stille
Einlagen oder Genussscheine.
Prozess, der gewährleistet, dass Kreditinstitute über genügend internes Kapital zur
Abdeckung aller wesentlichen Risiken verfügen.
Vom International Accounting Standards Board verabschiedete Rechnungslegungsvorschriften.
Zielsetzung von Jahresabschlüssen nach IFRS/IAS ist es, entscheidungsrelevante Informationen
für Investoren über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens sowie
deren Veränderungen im Zeitablauf zu vermitteln. Im Gegensatz dazu orientiert sich
ein Jahresabschluss nach HGB vorrangig am Gläubigerschutzgedanken.
Sie zeigt Zusammensetzung und Veränderungen des Zahlungsmittelbestands eines Geschäftsjahres
und ist aufgeteilt in die Quellen der Veränderungen aus operativer Geschäftstätigkeit,
Investitions- und Finanzierungstätigkeit.
Als Klumpenrisiken bezeichnet man Ausfallrisiken, die einen hohen ökonomischen Kapitalverbrauch
haben und somit die Risikotragfähigkeit der Bank stärker belasten. Geht die Bank diese
Risiken ein, beispielsweise durch Vergabe von Großkrediten an einzelne Kreditnehmer,
besteht die Gefahr, dass die Bank schon bei Ausfall dieses Schuldners einen erheblichen
Verlust erleidet. Gleiches gilt für hohe Risikokonzentrationen in einzelnen Ländern
oder Branchen aufgrund von Korrelationen.
Wahrscheinlichkeit, mit der ein potenzieller Verlust eine durch den Value-at-Risk
definierte Verlustobergrenze nicht überschreitet.
Finanzinstrument, dessen Wert von einer zugrunde liegenden Forderung abhängt, zum
Beispiel einem Kredit oder Wertpapier. In der Regel werden diese Kontrakte OTC abgeschlossen.
Sie werden unter anderem zur Risikosteuerung eingesetzt. Das am häufigsten eingesetzte
Kreditderivat ist der Credit Default Swap.
Latente Steuern sind zukünftige Steuerbe- beziehungsweise Steuerentlastungen, die
aus temporären Differenzen und aus noch nicht genutzten steuerlichen Verlusten beziehungsweise
Steuergutschriften resultieren. Dabei sind temporäre Differenzen unterschiedliche
Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden zwischen der veröffentlichten Handels-
oder IFRS-Bilanz und der Steuerbilanz (Liability-Methode), die sich in späteren Wirtschaftsjahren
ausgleichen und aus denen tatsächliche Steuerwirkungen resultieren. Abzugsfähige temporäre
Differenzen sowie noch nicht genutzte steuerliche Verluste beziehungsweise Steuergutschriften
führen zu latenten Steueransprüchen; hingegen führen zu versteuernde temporäre Differenzen
zu latenten Steuerschulden. Latente Steueransprüche/Steuerschulden sind getrennt von
den tatsächlichen Steueransprüchen/Steuerschulden auszuweisen.
Bewertung von Positionen zu aktuellen Marktpreisen einschließlich unrealisierter Gewinne
- ohne Berücksichtigung der Anschaffungskosten.
Mezzaninkapital oder Mezzaninfinanzierung beschreibt Finanzierungsarten, die in ihren
rechtlichen und wirtschaftlichen Ausgestaltungen eine Mischform zwischen Eigen- und
Fremdkapital darstellen. Mezzaninkapital kann eigenkapitalähnlich (sogenannte Equity-Mezzanine)
in Form von Genussrechten, wertpapierverbrieften Genussscheinen oder stillen Beteiligungen
begeben werden. Es eignet sich besonders für mittelständische Unternehmen, die ihre
Eigenmittelbasis stärken, aber nicht die Eigentümerstruktur verändern wollen.
Nachhaltigkeit bezeichnet langfristiges, auf eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft
gerichtetes Wirtschaften. Verantwortung für die Umwelt und ausgewogene soziale Beziehungen
verstehen sich dabei als leitende Ziele.
Aufrechnung betrags- oder risikomäßig gegenläufiger Positionen.
In der Neubewertungsrücklage werden Marktwertänderungen von Wertpapieren und Beteiligungen
im zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagebestand erfolgsneutral erfasst. Der Ausweis
in der Bilanz erfolgt nach Berücksichtigung latenter Steuern.
Betrag, der zur Abdeckung unerwarteter Verluste aus risikobehafteten Positionen mit
einem hohen Maß an Sicherheit (in der Commerzbank zurzeit 99,95 %) ausreicht. Nicht
identisch mit dem bilanziellen oder regulatorischen Kapital.
Die Option ist eine Vereinbarung, die dem einen Vertragspartner das einseitige Recht
einräumt, eine im Voraus bestimmte Menge einer Ware oder eines Werts zu einem vorab
festgelegten Preis innerhalb eines definierten Zeitraums zu kaufen oder zu verkaufen.
Abkürzung für "Over the Counter": Damit wird der außerbörsliche Handel von Finanzinstrumenten
bezeichnet.
Üblicherweise Verpflichtung einer Konzernmuttergesellschaft gegenüber Dritten (zum
Beispiel Banken), für die ordnungsgemäße Geschäftsführung und die Erfüllung von Verbindlichkeiten
ihrer Tochtergesellschaft Sorge zu tragen.
Standardisierte Bonitätsbeurteilung/ Risikoeinschätzung von Unternehmen, Staaten oder
von diesen emittierten Schuldtiteln auf Basis standardisierter qualitativer und quantitativer
Kriterien. Das Ergebnis des Ratingprozesses ist Grundlage für die Feststellung der
Ausfallwahrscheinlichkeit, die wiederum in die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses
für das Kreditrisiko einfließt. Ratings können durch die Bank selbst (interne Ratings)
oder durch spezialisierte Ratingagenturen wie Standard & Poor's, Fitch oder Moody's
ermittelt werden (externe Ratings).
Abkürzung für Repurchase Agreement; sie sind Kombinationen aus Kassakäufen oder -verkäufen
von Wertpapieren mit gleichzeitigem Verkauf oder Rückkauf der Wertpapiere auf Termin
mit demselben Kontrahenten. Während diese Art von Geschäften aus Käufersicht als Repo-Geschäfte
bezeichnet werden, stellen sie auf der Verkäuferseite sogenannte Reverse-Repo-Geschäfte
dar.
Mit privaten Immobilienkrediten besicherte ABS.
Differenz zwischen zwei Preisen oder Zinssätzen, zum Beispiel Spanne zwischen An-
und Verkaufskurs von Wertpapieren oder bonitätsbedingter Aufschlag auf einen Marktzinssatz.
Bei der "Indexfamilie" STOXX handelt es sich um ein System europäischer Benchmark-,
Blue Chip- sowie Branchenindizes.
Mit Stresstests werden die Auswirkungen krisenhafter Kapitalmarktveränderungen auf
die Risikoposition untersucht. In der Commerzbank werden risikoartenspezifische und
integrierte risikoartenübergreifende Stresstests unterschieden. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung
werden sowohl Parameter-Stresstests (im Sinne multivariater Sensitivitätsanalysen)
sowie makroökonomische Stresstests (Szenarioanalysen auf Basis makroökonomischer Prognosen)
unterschieden. Bei Szenarioanalysen wird der Einfluss makroökonomischer Rahmenbedingungen
sowohl auf die Risikoposition als auch die Kapitalbestandteile betrachtet.
Finanzinstrumente, bei denen der Austausch von Zahlungsströmen (Zinsen und/oder Währungsbeträge)
über einen festgelegten Zeitraum vereinbart wird. Mittels Zinsswaps werden Zinszahlungsströme
getauscht (zum Beispiel fest gegen variabel). Währungsswaps bieten darüber hinaus
die Möglichkeit, das Wechselkursrisiko über einen Austausch von Kapitalbeträgen auszuschalten.
Von einer Muttergesellschaft beherrschtes Unternehmen, das vollkonsolidiert wird.
Liegt eine geringfügige Bedeutung vor, erfolgt keine Konsolidierung. In diesem Fall
wird das Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) oder, sofern dieser nicht
zuverlässig ermittelbar ist, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
VaR bezeichnet eine Methodik zur Quantifizierung von Risiken. Um aussagekräftig zu
sein, muss zusätzlich immer die Haltedauer (zum Beispiel 1 Tag) und das Konfidenzniveau
(zum Beispiel 97,5 %) angegeben werden. Der VaR-Wert bezeichnet dann diejenige Verlustobergrenze,
die innerhalb der Haltedauer mit einer Wahrscheinlichkeit entsprechend dem Konfidenzniveau
nicht überschritten wird.
Im Rahmen von Verbriefungen werden Forderungen (zum Beispiel Kredite, Handelswechsel
oder Leasingforderungen) in einem Pool gebündelt und in der Regel auf eine Zweckgesellschaft
(SPV) übertragen. Das SPV refinanziert sich durch die Emission von Wertpapieren (zum
Beispiel ABS oder CLNs). Die Rückzahlung und Zinszahlung der Wertpapiere ist direkt
an die Performance der zugrunde liegenden Forderungen geknüpft und nicht an die des
Emittenten.
Mit dem Begriff Volatilität wird die Kursschwankung eines Wertpapiers beziehungsweise
einer Währung bezeichnet. Oftmals wird diese in Form der Standardabweichung aus der
Kurshistorie berechnet beziehungsweise implizit aus einer Preissetzungsformel. Je
höher die Volatilität, desto risikoreicher ist das Halten der Anlage.
Ein Ausfallkriterium nach Basel II. Engagements, die länger als 90 Tage (unter Berücksichtigung
von Bagatellgrenzen) rückständig sind, müssen nach Basel II als Ausfall geschlüsselt
werden. Bei der Commerzbank Berücksichtigung in der Ratingklasse 6,1.
Eine Vielzahl weiterer Begriffserklärungen bietet unser Glossar im Internet unter
www.commerzbank.de.
| Abbildung 1, | Refinanzierungsstruktur Kapitalmarkt | 89 |
| Abbildung 2, | Kapitalmarktfunding des Konzerns im Jahr 2010 | 90 |
| Abbildung 3, | Fälligkeitsprofil des Konzerns | 155 |
| Abbildung 4, | Steuerungsinstrumente und -ebenen im Überblick | 169 |
| Abbildung 5, | Loan to Value Bereich CRE | 174 |
| Abbildung 6, | Ratingverteilung Structured-Credit-Portfolio PRU | 177 |
| Abbildung 7, | Ratingverteilung RMBS | 177 |
| Abbildung 8, | Ratingverteilung CDO | 178 |
| Abbildung 9, | Ratingverteilung Conduits Non-PRU | 179 |
| Abbildung 10, | Default-Portfolio und Coverage Ratios nach Segmenten | 186 |
| Abbildung 11, | Backtesting-Ergebnisse | 190 |
| Abbildung 12, | Credit-Spread-Sensitivitäten | 190 |
| Abbildung 13, | Available Net Liquidity im kombinierten Stressszenario des internen Liquiditätsrisikomodells | 192 |
| Tabelle 1, | Ergebnisrechnung Commerzbank-Konzern | 82 |
| Tabelle 2, | Kurzfassung Bilanz Commerzbank-Konzern | 84 |
| Tabelle 3, | Kennzahlen Privatkunden | 93 |
| Tabelle 4, | Kennzahlen Mittelstandsbank | 103 |
| Tabelle 5, | Kennzahlen Central & Eastern Europe | 113 |
| Tabelle 6, | Kennzahlen Corporates & Markets | 123 |
| Tabelle 7, | Kennzahlen Asset Based Finance | 131 |
| Tabelle 8, | Mitarbeiterzahlen der Commerzbank -Kopfzahlen | 144 |
| Tabelle 9, | Mitarbeiterzahlen nach Segmenten -Vollzeitkräfte | 144 |
| Tabelle 10, | Reales Bruttoinlandsprodukt 2010-2012 | 151 |
| Tabelle 11, | Wechselkurse 2010-2012 | 152 |
| Tabelle 12, | Risikotragfähigkeit Commerzbank-Konzern | 167 |
| Tabelle 13, | Kreditrisikokennzahlen nach Segmenten | 170 |
| Tabelle 14, | Sovereign-Exposures in ausgewählten Staaten | 175 |
| Tabelle 15, | Structured-Credit-Portfolio PRU | 177 |
| Tabelle 16, | Structured-Credit-Portfolio Non-PRU | 179 |
| Tabelle 17, | Originatorenpositionen: Verbriefungspool | 180 |
| Tabelle 18, | Direktes LAF-Portfolio nach Branchen | 181 |
| Tabelle 19, | FI-/NBFI-Portfolio nach Regionen | 182 |
| Tabelle 20, | Gesamtportfolio nach Regionen | 182 |
| Tabelle 21, | Ratingverteilung Gesamtportfolio | 182 |
| Tabelle 22, | Teilportfolio Corporates nach Branchen | 183 |
| Tabelle 23, | Risikovorsorgeentwicklung auf Segmentebene | 184 |
| Tabelle 24, | Einzelrisikovorsorge nach Größenklassen | 185 |
| Tabelle 25, | Überziehungen im Weißbuch | 187 |
| Tabelle 26, | VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch | 189 |
| Tabelle 27, | OpRisk-Ereignisse nach Segmenten | 194 |
Commerzbank AG
Zentrale Kaiserplatz
Frankfurt am Main
www.commerzbank.de
Dieser Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor. Beide Sprachfassungen
sind im Internet abrufbar.
http://geschaeftsbericht2010.commerzbank.de
http://annualreport2010.commerzbank.com
ISSN 0414-0443 | VKI 02040
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EuroChem (S. 112)
Frankenbach Container Terminals GmbH (S. 102)
Hassia Mineralquellen GmbH & Co. KG (S. 70)
Claudia Kempf (S.20; S.28)
Linde AG (S. 122)
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PixSync Pte Ltd., Singapore (S. 11)
Niko Schmid-Burgk (S. 9)
Julia Schwager (S. 6)
Mark Trautmann (S. 4)
Piet Truhlar (Titel, S. 3; S. 7; S. 12;
S. 14; S. 15; S. 70; S. 92; S. 102;
S. 112; S. 122; S. 130; S. 142)
Dr. Jana Leidenfrost
Diplom-Psychologin (oben)
Commerzbank Filiale
Frohsinnstraße 16
63739 Aschaffenburg (unten)
Kunst- und Werbedruck,
Bad Oeynhausen
Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung
der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und
Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt
eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen
außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle
Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle.
Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute
getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts
neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.
Papier aus verantwortungsvollen Quellen
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gedruckt
Dieser Geschäftsbericht wurde klimaneutral gestellt. Die durch die Produktion und Distribution verursachte Menge von 68 Tonnen CO2 -Emissionen wurde durch Investitionen in Klimaschutzprojekte aus dem "myclimate International Portfolio" kompensiert. Diese hochwertigen Gold-Standard-Klimaschutzmaßnahmen tragen zur weltweiten Reduktion von Treibhausgasemissionen bei und unterliegen der Kontrolle einer durch die Vereinten Nationen anerkannten Prüfungsstelle.
Dieser Geschäftsbericht erscheint am 29. März 2011

| Gewinn- und Verlustrechnung | Mio € | 2010 | 20091 | 20081,2 | 20071 | 20061 |
| Zinsüberschuss | 7 054 | 7 174 | 4 689 | 3 971 | 3 847 |
| Risikovorsorge im Kreditgeschäft | - 2 499 | -4 214 | -1 855 | -479 | - 878 |
| Provisionsüberschuss | 3 647 | 3 773 | 2 846 | 3 150 | 2 927 |
| Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 1 958 | -409 | -454 | 879 | 1 111 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 108 | 417 | -665 | 126 | 770 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 35 | 15 | 40 | 36 | 90 |
| Sonstiges Ergebnis | -131 | -22 | -27 | 196 | -14 |
| Verwaltungsaufwendungen | 8 786 | 9 004 | 4 956 | 5 366 | 5 204 |
| Operatives Ergebnis | 1 386 | -2 270 | -382 | 2 513 | 2 649 |
| Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen | - | 768 | - | - | - |
| Restrukturierungsaufwendungen | 33 | 1 621 | 25 | 8 | 253 |
| Ergebnis vor Steuern | 1 353 | -4 659 | -407 | 2 505 | 2 396 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -136 | -26 | -466 | 580 | 595 |
| Konzernfremden Gesellschaftern zustehende Gewinne/Verluste | 59 | - 96 | 59 | 8 | 197 |
| Konzernergebnis3 | 1 430 | -4 537 | - | 1 917 | 1 604 |
| Kennzahlen |
|
|
|
|
|
| Ergebnis je Aktie (€) | 1,21 | -4,40 | 0,00 | 2,92 | 2,44 |
| Dividendensumme (Mio €) | - | - | - | 657 | 493 |
| Dividende je Aktie (€) | - | - | - | 1,00 | 0,75 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 4,5 | - 8,0 | -2,6 | 18,7 | 21,8 |
| Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis3,4 (%) | 4,7 | - 16,5 | 0,0 | 15,4 | 14,2 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) | 69,3 | 82,2 | 77,1 | 64,2 | 59,6 |
| Bilanz | Mrd € | 31.12.2010 | 31.12.20091 | 31.12.20082 | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| Bilanzsumme | 754,3 | 844,1 | 625,2 | 616,5 | 608,3 |
| Kreditvolumen | 330,3 | 368,4 | 313,7 | 316,6 | 316,4 |
| Verbindlichkeiten | 531,8 | 567,0 | 464,5 | 490,0 | 495,8 |
| Eigenkapital | 28,7 | 26,6 | 19,8 | 16,1 | 15,3 |
| Kapitalquoten | % |
|
|
|
|
|
| Kernkapitalquote | 11,9 | 10,5 | 10,1 | 6,9 | 6,7 |
| Eigenmittelquote | 15,3 | 14,8 | 13,9 | 10,8 | 11,1 |
| Lang-/Kurzfrist-Ratings |
|
|
|
|
|
| Moody's Investors Service, New York5 | A2/P-1 | Aa3/P-1 | Aa3/P-1 | Aa3/P-1 | A2/P-1 |
| Standard & Poor's, New York | A/A-1 | A/A-1 | A/A-1 | A/A-1 | A-/A-2 |
| Fitch Ratings, New York/London | A+/F1 + | A+/F1 + | A/F1 | A/F1 | A/F1 |
1
Anpassung aufgrund Vereinheitlichung der Ausweisstruktur, vergleiche Note 2.
2
Nach Anpassung Counterparty Default Adjustments, vergleiche Note 2.
3
Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar.
4
Die Eigenkapitalbasis bildet das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare durchschnittliche
Konzernkapital ohne Berücksichtigung der durchschnittlichen Neubewertungsrücklage
und der Rücklage aus Cash Flow Hedges.
5
Ausweis enthält bereits die am 24. Februar 2011 vorgenommene Herabstufung im Langfrist-Rating.
| 4. Mai 2011 | Zwischenbericht Q1 2011 |
| 18. Mai 2011 | Hauptversammlung |
| 10. August 2011 | Zwischenbericht Q2 2011 |
| 4. November 2011 | Zwischenbericht Q3 2011 |
| Ende März 2012 | Geschäftsbericht 2011 |
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