Commerzbank AG

Frankfurt am Main

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Kennzahlen

scroll
Gewinn- und-Verlust-Rechnung 1.1.-31.12.2012 1.1.-31.12.2011
Operatives Ergebnis (Mio. €) 1 216 507
Operatives Ergebnis je Aktie (€) 0,18 0,15
Ergebnis vor Steuern (Mio. €) 905 507
Konzernergebnis1 (Mio. €) 6 638
Ergebnis je Aktie (€) -0,04 0,18
Operative Eigenkapitalrendite (%) 4,1 1,7
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 71,0 80,8
Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis1 ,2 (%) 0,0 2,2
scroll
Bilanz 31.12.2012 31.12.2011
Bilanzsumme (Mrd. €) 635,9 661,8
Risikoaktiva (Mrd. €) 208,1 236,6
Bilanzielles Eigenkapital (Mrd. €) 27,0 24,8
Bilanzielle Eigenmittel (Mrd. €) 40,9 40,3
scroll
Kapitalquoten    
Kernkapitalquote (%) 13,1 11,1
Harte Kernkapitalquote3 (%) 12,0 9,9
Equity-Tier-I-Quote4 (%) 11,2 9,1
Gesamtkapitalquote (%) 17,8 15,5
scroll
Mitarbeiter 31.12.2012 31.12.2011
Inland 42 857 44 474
Ausland 10 744 13 686
Gesamt 53 601 58 160
scroll
Lang-/Kurzfrist-Rating    
Moody's Investors Service, New York A3/P-2 A2/P-1
Standard & Poor's, New York A/A-15 A/A-1
Fitch Ratings, New York/London A+/F1+ A+/F1+

Operatives Ergebnis (Mio. €)

Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis1 ,2 (%)

1 Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar.
2 Die Eigenkapitalbasis bildet das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare durchschnittliche Konzernkapital ohne Berücksichtigung der durchschnittlichen Neubewertungsrücklage und der Rücklage aus Cash Flow Hedges.
3 Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital (Stammaktien, Gewinnrücklagen und Stille Einlagen) und der Risikoaktiva.
4 Die Equity-Tier-I-Quote berechnet sich als Quotient aus dem Equity-Tier-I-Kapital (hartes Kernkapital ohne Berücksichtigung der Stillen Einlagen) und der Risikoaktiva.
5 Rating seit Februar 2013 auf "Credit Watch Negative".

Commerzbank im Überblick

Das ist die Commerzbank

Die Commerzbank ist eine der führenden Privat- und Firmenkundenbanken in Deutschland und eine starke Universalbank mit der langjährigen, leistungsfähigen und umfassenden Erfahrung zweier traditionsreicher Häuser.

Wir sind zuverlässiger Partner und leistungsstarker Finanzdienstleister für den privaten Kunden. Unseren Kunden steht eines der dichtesten Filialnetze aller deutschen Privatbanken zur Verfügung. Aus Sicht des deutschen Mittelstands begleiten wir erfolgreich die Geschäftsaktivitäten unserer Kunden - im Inland und weltweit. Dabei profitieren unsere Kunden auch von dem Kapitalmarkt-Know-how unserer Investmentbank. In Deutschland bieten wir unseren Kunden ein flächendeckendes Filialnetz mit individuellen Beratungen und Leistungen. Weltweit ist die Commerzbank an den wichtigsten Wirtschafts- und Finanzzentren direkt vertreten. Darüber hinaus arbeiten wir mit mehreren Tausend Korrespondenzbanken in aller Welt zusammen.

Die Zufriedenheit unserer Kunden steht im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Dafür setzt sich die Commerzbank uneingeschränkt ein und daran misst sich unser Erfolg.

Das ist unsere Vision

Wir sind eine Bank mit 143 Jahren Tradition. Diese Tradition ist Anspruch und Verpflichtung für die Zukunft zugleich. Wir verbinden modernes Bankgeschäft mit traditionellen Werten wie Fairness, Vertrauen und Kompetenz. Unser Ziel ist es, die führende Position in unseren Kernmärkten Deutschland und Polen nachhaltig zu festigen. Wir werden unseren Privat- und Firmenkunden die Bank- und Kapitalmarktdienstleistungen anbieten, die sie brauchen. Weltweit werden wir als Partner der Wirtschaft unseren Kunden auch künftig in allen Märkten zur Seite stehen. Grundlage unseres Geschäfts wird stets der faire und kompetente Umgang mit Kunden, Investoren und Mitarbeitern sein.

Das ist unsere Mission

Vor dem Hintergrund der Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise befindet sich das Umfeld für Banken in einem andauernden Umbruch. Für die Zukunft stellen wir uns daher auf eine "neue Normalität" ein: stärkere Regulierung, niedrige Zinsen und ein verändertes Kundenverhalten. Auf diesen Paradigmenwechsel werden wir konsequent reagieren: Wir bauen Risiken weiter ab und optimieren unsere Kapitalausstattung, setzen das strikte Kostenmanagement fort und investieren gleichzeitig in die Ertragskraft der Kernbank, indem wir unser Geschäftsmodell an den Bedürfnissen unserer Kunden und der Realwirtschaft ausrichten.

Struktur des Commerzbank-Konzerns

Alle Stabs- und Steuerungsfunktionen sind im Unternehmensbereich Group Management zusammengefasst.

Die Unterstützungsfunktionen Group Information Technology, Group Organisation, Group Banking Operations, Group Markets Operations, Group Security, Group Services Commerzbank Exzellenz und Group Support werden vom Unternehmensbereich Group Services bereitgestellt.

An unsere Aktionäre

Brief des Vorstandsvorsitzenden

 

Frankfurt am Main, im März 2013

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2012 war erneut ein ereignisreiches Jahr mit vielen Herausforderungen. Vieles haben wir erreicht: Wir haben wie geplant nicht strategische Portfolios weiter abgebaut und Risiken reduziert, unser Kostenmanagement konsequent umgesetzt und auch bei der Stärkung unserer Kapitalstruktur sind wir weiter vorangekommen. Vor dem Hintergrund des anhaltend schwierigen Marktumfeldes haben wir mit Blick auf zukünftige Wachstums- und Ertragschancen wichtige strategische Weichen gestellt. Die konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen wird für die Commerzbank ein entscheidendes Ziel für die nächsten Jahre sein. Lassen Sie mich aber zunächst den Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr werfen und Ihnen nochmals einige wesentliche Eckpunkte des Geschäftsjahres in Erinnerung bringen:

Zu Beginn des Geschäftsjahres hat die Bank ein Maßnahmenpaket vorgestellt, mit dem es nicht nur gelang, die Kapitalanforderungen der European Banking Authority aus eigener Kraft zu erfüllen, sondern auch noch unsere Kapitalstruktur zusätzlich zu stärken. Parallel zu diesen Anstrengungen hatten auch wir uns natürlich den Auswirkungen der europäischen Staatsschuldenkrise zu stellen. Aufgrund der weiterhin unsicheren Situation an den Finanzmärkten Mitte des Berichtsjahres haben wir uns dazu entschlossen, unsere Fokussierung auf das Kerngeschäft schneller als geplant umzusetzen und unsere Aufstellung weiter zu schärfen. So haben wir im Juni 2012 entschieden, uns komplett aus der Finanzierung von gewerblichen Immobilien und der Schiffsfinanzierung zurückzuziehen. Dadurch kann die Bank ihre Eigenkapitalbindung und den Bedarf an längerfristiger Refinanzierung signifikant reduzieren. Angesichts des deutlich schwächer gewordenen Marktumfeldes und weiter steigender Eigenkapitalanforderungen ist eine noch fokussiertere Allokation von Ressourcen in die Bereiche nötig, in denen wir langfristig das beste Verhältnis aus Ertragschancen und Risiken sehen.

Mitte letzten Jahres hatten wir angekündigt, alle Segmente einer strategischen Überprüfung hinsichtlich ihrer Positionierung zu unterziehen. Die Ergebnisse haben wir am 8. November 2012 im Rahmen eines Investorentags vorgestellt: Wir werden unser Geschäftsmodell in den kommenden Jahren an die veränderten Rahmenbedingungen in der Finanzbranche anpassen, um unsere Ertragskraft nachhaltig zu steigern. Im Rahmen der strategischen Agenda investiert die Bank in die Ertragskraft des Kerngeschäfts, intensiviert ihr konsequentes Kostenmanagement und optimiert die Kapitalausstattung weiter. Wichtigste Aufgabe wird es sein, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen. Insbesondere im Privatkundengeschäft stellen wir uns dafür strategisch und operativ neu auf. Mit unabhängiger, objektiver Beratung und einem fairen Produkt- und Serviceangebot wollen wir in einem ersten Schritt dieses Vertrauen zurückgewinnen. In Zukunft werden unsere Kunden die Produkte und Dienstleistungen der Commerzbank zu jeder Zeit und an jedem Ort erhalten. Dafür investieren wir rund 1 Mrd. Euro in den Aufbau einer modernen Multikanalbank und die Flexibilisierung unseres Filialnetzes. Wir werden unsere führende Position als langfristiger Partner unserer Kunden und verlässlicher Kreditgeber der Realwirtschaft in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Wenn wir unsere Ertrags- und Wachstumsziele unter anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen aber erreichen wollen, sind die Ende Januar 2013 angekündigten Kostensenkungsmaßnahmen unerlässlich. Über den Fortschritt der Umsetzung dieser Pläne werde ich Sie zu gegebener Zeit informieren.

Entsprechend ihrer klaren strategischen Ausrichtung entlang der Bedürfnisse ihrer Kunden hat die Commerzbank auch ihren internationalen Markenauftritt neu gestaltet. Das bisherige Markenversprechen "Gemeinsam mehr erreichen" wurde durch den Claim "Die Bank an Ihrer Seite" ersetzt. Damit verdeutlichen wir die Ausrichtung der Commerzbank als faire und kompetente Bank, die sich strikt an den Bedürfnissen ihrer Kunden orientiert. Unser Ziel ist klar: Wir wollen ein neues Banking, das moderne Technologien, innovative Produkte und traditionelle Werte vereint. Wir sind davon überzeugt, dass die Commerzbank damit wettbewerbsfähig aufgestellt ist und wir auch in einem weiterhin herausfordernden Umfeld unsere Position als führende Bank für Privat- und Firmenkunden in Deutschland und Polen nachhaltig festigen und ausbauen werden.

Die Ergebnisentwicklung der Commerzbank für das Jahr 2012 war von einem anhaltend schwierigen Marktumfeld und einem zunehmenden Vertrauensverlust vonseiten der Kunden gegenüber dem Bankensektor geprägt. Zwei Faktoren, die sich unmittelbar auswirkten. Die Maßnahmen der europäischen Zentralbank haben im Laufe des dritten Quartals zwar zu einer leichten Erholung der Märkte und Kundenaktivität beigetragen, dennoch war die Schuldenkrise für die Bankenbranche insgesamt belastend. In diesem Umfeld haben wir im Berichtsjahr ein Operatives Ergebnis von 1 216 Mio. Euro erwirtschaftet. Damit liegen wir deutlich über dem Vorjahreswert von 507 Mio. Euro, der aber wesentlich durch Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen belastet war. In der Kernbank erreichten wir ein Operatives Ergebnis in Höhe von 2,6 Mrd. Euro. Spürbaren Einfluss auf die Ergebnisentwicklung des laufenden Jahres hatte das im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nochmals deutlich niedrigere Zinsniveau. Hinzu kamen weiterhin volatile Kapitalmärkte und die anhaltende Zurückhaltung unserer Kunden. Die entsprechenden Ergebnisauswirkungen zeigen sich in allen Ertragspositionen. In diesem schwierigen Umfeld haben wir unser konsequentes Kostenmanagement fortgesetzt. Der Verwaltungsaufwand konnte so im Berichtszeitraum um fast 1 Mrd. Euro auf 7,0 Mrd. Euro gesenkt werden. Trotz dieser Kostenmaßnahmen führten die Ertragseinbußen in der Kernbank sowie Abschreibungen auf latente Steueransprüche aber zu einem Nachsteuerergebnis, das rund 640 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert lag.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, auch das laufende Jahr 2013 wird mit Blick auf das erreichbare Ergebnis kein einfaches Jahr. Vor dem Hintergrund des weiterhin herausfordernden Konjunktur- und Kapitalmarktumfeldes wird die Ergebnissituation im Bankensektor insgesamt schwierig bleiben. Mit unserer strategischen Positionierung und den von uns initiierten Wachstumsinitiativen sind wir aber überzeugt, diesen Herausforderungen auch zukünftig begegnen zu können.

Zu unserer Hauptversammlung 2013 lade ich Sie bereits jetzt herzlich ein und freue mich auf Ihr Kommen.

Ihr

Martin Blessing

Vorstandsvorsitzender

Das Vorstandsteam

Frank Annuscheit

50 Jahre, Chief Operating Officer

Mitglied des Vorstands seit 1.1.2008

Markus Beumer

48 Jahre, Mittelstandsbank

Mitglied des Vorstands seit 1.1.2008

Martin Blessing

49 Jahre, Vorsitzender

Central & Eastern Europe

Mitglied des Vorstands seit 1.11.2001

Stephan Engels

51 Jahre, Chief Financial Officer

Mitglied des Vorstands seit 1.4.2012

Jochen Klösges

48 Jahre, Non-Core Assets

Mitglied des Vorstands seit 1.6.2009

Michael Reuther

53 Jahre, Corporates & Markets

Mitglied des Vorstands seit 1.10.2006

Dr. Stefan Schmittmann

56 Jahre, Chief Risk Officer

Mitglied des Vorstands seit 1.11.2008

Ulrich Sieber

47 Jahre, Non-Core Assets

Vorstand Human Resources

Mitglied des Vorstands seit 1.6.2009

Martin Zielke

50 Jahre, Privatkunden

Mitglied des Vorstands seit 5.11.2010

Bericht des Aufsichtsrats

 

Frankfurt am Main, 13. März 2013

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

während des abgelaufenen Geschäftsjahres haben wir den Vorstand bei der Leitung Ihres Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Commerzbank regelmäßig überwacht. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich über alle wesentlichen Entwicklungen in der Bank, auch zwischen den Sitzungen. Wir haben uns wiederholt über die Geschäftslage des Unternehmens und die wirtschaftliche Situation der einzelnen Geschäftsfelder, die Unternehmensplanung, die wesentlichen Rechtsstreitigkeiten, die Entwicklung des Aktienkurses sowie die strategische Ausrichtung samt Risikostrategie der Bank informieren lassen und den Vorstand hierzu beraten. Zwischen den Sitzungen stand ich als Vorsitzender des Aufsichtsrats in ständigem Kontakt mit dem Vorstand und habe mich fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäfte der Bank und des Konzerns unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war in die Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Bank eingebunden und hat, soweit erforderlich, nach umfassender Beratung und Prüfung seine Zustimmung erteilt.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr fanden insgesamt acht Aufsichtsratssitzungen statt, davon eine Sitzung in Form einer Telefonkonferenz. Zudem fand jeweils eine ganztägige Strategiesitzung für die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner statt.

Gegenstand aller ordentlichen Sitzungen war die aktuelle Geschäftslage der Bank, die wir jeweils eingehend mit dem Vorstand erörterten. Schwerpunkte unserer Tätigkeit waren die Beratungen zu den Anforderungen und der Erfüllung der Kapitalanforderungen der European Banking Authority sowie die europäische Staatsschuldenkrise und deren Auswirkungen auf die Engagements der Bank in den GIIPS-Staaten. Weitere Schwerpunkte waren die Entwicklung und Zukunft der Hypothekenbank Frankfurt AG (vormals "Eurohypo Aktiengesellschaft") und die Vergütungssysteme des Konzerns. Die Vorstandsberichte haben wir kritisch hinterfragt und zum Teil ergänzende Informationen angefordert, die stets unverzüglich und zu unserer Zufriedenheit erteilt wurden.

Am 19. Januar 2012 behandelten wir in einer Sondersitzung das vom Vorstand zur Erfüllung der Kapitalanforderungen der European Banking Authority beschlossene Maßnahmenpaket und dessen Umsetzung (EBA-Kapitalplan).

In der Sitzung am 22. Februar 2012 standen die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 sowie der Ausblick für die Commerzbank für das Geschäftsjahr 2012 im Mittelpunkt unserer Erörterungen. In der anschließenden Diskussion überzeugten wir uns von der Plausibilität der vorgetragenen Erwartungen und Ziele - insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Wirtschaftskrise und dem daraus resultierenden Wertberichtigungsbedarf im Kreditgeschäft - und erörterten die verschiedenen Handlungsalternativen. Gegenstand der Sitzung waren auch der Statusbericht zur Verschmelzung der Deutschen Schiffsbank AG und der Stand der Umsetzung des EBA-Kapitalplans. Ferner haben wir uns mit der Risikostrategie der Bank auseinandergesetzt. Zudem hat uns der Vorstand über das Projekt Exzellenz unterrichtet, dessen Ziel es ist, die Kundenorientierung zu steigern, die Prozesse zu optimieren und die Komplexität der Vorgänge zu reduzieren, um die Qualität der Leistungserstellung und Leistungserbringung zu steigern und so Wachstum zu ermöglichen. Weiterer Berichtspunkt war der Stand der Verhandlungen mit der EU bezüglich des Akquisitionsverbots und der Auflage zur Veräußerung der Hypothekenbank Frankfurt AG. Darüber hinaus haben wir der vom Vorstand beschlossenen Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Tausch ausstehender hybrider Eigenkapitalinstrumente gegen Aktien zugestimmt. Des Weiteren haben wir den Mustervertrag für die Pensionsverträge der amtierenden Mitglieder des Vorstands verabschiedet sowie der Änderung der Geschäftsordnung für den Vorstand zugestimmt.

In der Bilanzsitzung am 28. März 2012 prüften wir den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2011 und billigten diese auf Empfehlung des Prüfungsausschusses; hierüber haben wir bereits im letzten Geschäftsbericht berichtet. Ferner haben wir uns mit dem Ergebnis der Verhandlungen mit der EU über die Änderung der Auflage zur Veräußerung der Hypothekenbank Frankfurt AG auseinandergesetzt. Des Weiteren haben wir uns mit den Engagements der Bank in den GIIPS-Staaten und mit den Risikostrategien für den eventuellen Fall des Austritts einzelner Staaten aus dem Euro befasst. Zudem haben wir den Stand der Umsetzung des EBA-Kapitalplans besprochen. Darüber hinaus hat uns der Vorstand über die anstehende Prüfung der Vergütungssysteme im Konzern durch die Bundesbank im Auftrag der BaFin und des SoFFin informiert. Wir haben zudem die Anpassung der Satzung im Hinblick auf das geänderte Grundkapital der Bank aufgrund der Wandlung der Stillen Einlage des SoFFin in Aktien zur Beibehaltung der Beteiligungsquote in Höhe von 25 % plus einer Aktie beschlossen. Des Weiteren haben wir der Vertragsverlängerung der D&O-Versicherung zugestimmt. Auch verabschiedeten wir die Beschlussvorschläge für die Tagesordnung der Hauptversammlung 2012.

Die Sitzung am 23. Mai 2012 diente vornehmlich der Vorbereitung auf die anschließende Hauptversammlung. Wir erörterten den Ablauf der Hauptversammlung und die angekündigten Gegenanträge. Im Übrigen haben wir uns mit der beabsichtigten Auszahlung der variablen Vergütung der außertariflichen Mitarbeiter in Aktien befasst. Der Vorstand hat zudem durch Vorlage des Group Risk & Capital Monitors über die Risikosituation der Bank berichtet.

In der Telefonkonferenz am 28. Juni 2012 haben wir die Beschlüsse des Präsidialausschusses zur Zustimmung zu der Kapitalerhöhung zur Ausgabe von Aktien an die außertariflichen Mitarbeiter zur Abgeltung ihrer Ansprüche auf variable Vergütung und die entsprechende Satzungsänderung erörtert. Der Vorstand hat uns zudem über die Gründe für die Entscheidung, sowohl die gewerbliche Immobilienfinanzierung als auch die Schiffsfinanzierung nicht weiter fortzuführen und die Bestände abzuwickeln, informiert. Gegenstand der Berichterstattung waren auch die Entwicklungen der Staatsschulden- und Eurokrise.

In der Sitzung am 8. August 2012 erläuterte uns der Vorstand anhand ausführlicher Unterlagen die Geschäftsentwicklung und das Ergebnis des ersten Halbjahres 2012. Des Weiteren berichtete der Vorstand über das Segment Privatkunden. Wir beschäftigten uns zudem mit den Auswirkungen der Staatsschuldenkrise auf das Engagement der Bank in den GIIPS-Staaten. Gegenstand der Sitzung waren auch Berichte über den aktuellen Stand der Ermittlungen in den USA zu Geschäften mit dem Iran sowie die Untersuchung der Bank im Zusammenhang mit den Meldungen zur Ermittlung des EURIBOR sowie den Verkauf der Bank Forum. Zudem haben wir eine erneute Anpassung der Satzung im Hinblick auf das geänderte Grundkapital der Bank aufgrund der erneuten Wandlung der Stillen Einlage des SoFFin in Aktien nach der Kapitalerhöhung zur Abgeltung von Bonusansprüchen beschlossen. Wir haben uns auch mit dem Ergebnis der Prüfungen der Vergütungen der Organmitglieder der Commerzbank, der Führungskräfte des Konzerns sowie der Vergütungssysteme des Konzerns durch die Aufsichtsbehörden und den SoFFin auseinandergesetzt. Außerdem wählten wir Herrn Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Keitel zum Mitglied des Nominierungs- und Vermittlungsausschusses und Frau Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell zum Mitglied des Prüfungsausschusses für den aus dem Prüfungsausschuss ausscheidenden Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Keitel.

In der ordentlichen Sitzung am 7. November 2012 lag der Schwerpunkt unserer Beratungen auf dem Bericht über die Geschäftslage einschließlich Budget für das Jahr 2013 und der Mittelfristplanung bis 2016. Wir haben uns auf Basis der Geschäftszahlen die Ziele für die Bank und den Konzern darstellen lassen und ausführlich mit dem Vorstand besprochen. Außerdem haben wir uns über den Verkauf der Bank Forum informiert und die Geschäfts- und Risikostrategie der Commerzbank intensiv mit dem Vorstand diskutiert. Weitere Themen dieser Sitzung waren die Corporate Governance der Bank, insbesondere haben wir die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 Aktiengesetz verabschiedet. Zudem haben wir festgestellt, dass nach unserer Einschätzung dem Aufsichtsrat eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehören und die Zielsetzung für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats beschlossen. Nähere Einzelheiten zur Corporate Governance in der Commerzbank finden Sie in diesem Geschäftsbericht auf den Seiten 29 bis 34. Gegenstand der Sitzung waren auch die Berichte des Vorstands zu den Segmenten Privatkunden und Non-Core Assets und zur anhaltenden Staatsschuldenkrise. Außerdem haben wir uns mit dem Stand der Umsetzung der Maßnahmen zur Abarbeitung der Feststellungen aus dem Bericht zur Prüfung der Vergütungen der Organmitglieder der Commerzbank, der Führungskräfte des Konzerns sowie der Vergütungssysteme des Konzerns durch die Aufsichtsbehörden und den SoFFin beschäftigt. Ferner haben wir sowohl im Plenum als auch in den Ausschüssen auf Basis eines detaillierten Fragebogens eine Effizienzprüfung durchgeführt und die Ergebnisse diskutiert. Die anonym durchgeführte Befragung führte zu einer positiven Beurteilung. Insgesamt haben wir im Verlauf der Wahlperiode zwei Effizienzprüfungen auf Basis eines detaillierten Fragebogens durchgeführt sowie eine externe Evaluierung der Aufsichtsratsarbeit durch Personalberater. Die Ergebnisse wurden jeweils im Aufsichtsratsplenum vorgetragen und diskutiert.

Am 30. November 2012 haben wir uns erneut mit der Umsetzung der Maßnahmen zur Abarbeitung der Feststellungen aus dem Bericht zur Prüfung der Vergütungen der Vorstandsmitglieder befasst und die Kriterien für die Vorstandsziele 2013 beschlossen. Darüber hinaus hat uns der Vorstand über die anstehenden konzerninternen Übertragungen der Beteiligungen an der comdirect bank AG und der BRE Bank SA informiert.

In einem Fall haben wir, wegen besonderer Eilbedürftigkeit, einen Beschluss im Umlaufverfahren gefasst.

In mehreren Sitzungen beschäftigten wir uns nach vorheriger Beratung im Präsidialausschuss mit Vorstandsangelegenheiten, insbesondere mit dem Muster-Pensionsvertrag für die amtierenden Vorstandsmitglieder. Ferner erörterten und beschlossen wir für das Geschäftsjahr 2012 die Zielerreichungen der einzelnen Mitglieder des Vorstands.

Ausschüsse

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte insgesamt sechs Ausschüsse gebildet. Die aktuelle Zusammensetzung der Ausschüsse ist auf Seite 22 dieses Geschäftsberichts abgedruckt.

Der Präsidialausschuss tagte im Berichtsjahr achtmal, davon vier Sitzungen in Form von Telefonkonferenzen. Gegenstand der Beratungen war die Vorbereitung und Vertiefung der Sitzungen des Aufsichtsratsplenums, insbesondere hinsichtlich der Geschäftslage. Darüber hinaus beschäftigte sich der Präsidialausschuss mit dem Tausch verschiedener hybrider Kapitalinstrumente (zum Beispiel Trust Preferred Securities) in Aktienkapital und der Auszahlung der variablen Vergütung der außertariflichen Mitarbeiter in Aktien und den entsprechenden Satzungsanpassungen. Weitere Themen waren die Überprüfung der Angemessenheit der Bezüge der Vorstandsmitglieder sowie Fragen zu den Vergütungssystemen für den Vorstand und die Mitarbeiter. Des Weiteren befasste sich der Präsidialausschuss mit der Bedienung hybrider Eigenkapitalinstrumente. Zudem bereitete der Präsidialausschuss Beschlüsse des Plenums vor und stimmte der Übernahme von Mandaten der Vorstandsmitglieder bei anderen Unternehmen zu. Ein weiteres Thema war die Kreditvergabe an Mitarbeiter und Organmitglieder der Bank.

Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2012 zu insgesamt sieben Sitzungen zusammen. Er erörterte in Gegenwart des Abschlussprüfers den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Commerzbank sowie die Prüfungsberichte. Der Prüfungsausschuss holte die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex ein und erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer. Er vereinbarte mit dem Abschlussprüfer die Prüfungsschwerpunkte und das Honorar. Darüber hinaus befasste sich der Prüfungsausschuss mit Aufträgen an den Abschlussprüfer für Nicht-Prüfungsleistungen; er ließ sich außerdem regelmäßig den aktuellen Stand und einzelne Ergebnisse der Jahresabschlussprüfung erläutern und diskutierte jeweils vor ihrer Veröffentlichung die Zwischenfinanzberichte. Die Arbeit der Abteilungen Group Audit und Group Compliance der Bank waren ebenfalls Gegenstand der Erörterungen. Der Prüfungsausschuss befasste sich insbesondere mit der Funktionsfähigkeit des IKS-Systems, der Implementierung gruppenweiter Sicherungsmaßnahmen zur Betrugsprävention gemäß § 25c Kreditwesengesetz und der Wahrnehmung der Pflichten aus dem Geldwäschegesetz. Darüber hinaus wurde die Umsetzung der Anforderungen zur Gewährleistung, dass die Bank über genügend internes Kapital zur Abdeckung der wesentlichen Risiken verfügt, die bilanziellen Auswirkungen des Tauschs verschiedener hybrider Kapitalinstrumente (zum Beispiel Trust Preferred Securities) in Aktienkapital sowie die Prüfungen des Berechtigungsmanagements, der Notfallpläne und der Meldungen zur Ermittlung des EURIBOR besprochen. Erörtert wurden zudem die Entwicklung bei den Whistleblowing-Fällen und der Bericht des Wirtschaftsprüfers zur Prüfung der wertpapierhandelsrechtlichen Meldepflichten (§ 9 WpHG) und Wohlverhaltensregeln (§§ 31 ff. WpHG). Außerdem informierte sich der Prüfungsausschuss über die Staatsschuldenkrise und die Engagements der Bank in den GIIPS-Staaten, die Entwicklung der Risikoaktiva, der Bilanzsumme und der Kapitalquoten und über die Erfüllung der EBA-Kapitalanforderungen. Zudem hat sich der Prüfungsausschuss über aktuelle und bevorstehende Änderungen des Aufsichtsrechts berichten lassen. An den Sitzungen nahmen jeweils Vertreter des Abschlussprüfers teil, die über ihre Prüfungstätigkeit berichteten.

Der Risikoausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt viermal. Er befasste sich in diesen Sitzungen intensiv mit der Risikolage und dem Risikomanagement der Bank, insbesondere mit der Weiterentwicklung der Risikostrategie und den Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und operationellen Risiken sowie den Reputations- und Compliancerisiken. Für die Bank bedeutsame Einzelengagements und die Engagements in den GIIPS-Staaten sowie das Schiffsportfolio wurden ausführlich mit dem Vorstand diskutiert. Der Risikoausschuss beschäftigte sich zudem mit dem Verkauf verschiedener Beteiligungen wie zum Beispiel der Beteiligung an der Bank Forum, der Promsvyazbank und den Minderheitsbeteiligungen an den ProCredit Banken. Gegenstand der Sitzungen waren auch die Umschuldung Griechenlands und die Risiken im Falle eines Auseinanderbrechens der Eurozone. Des Weiteren befasste sich der Risikoausschuss mit der Risikotragfähigkeit der Commerzbank, den Großkrediten und den Organkrediten an Unternehmen der Commerzbank Gruppe.

Der Sozialausschuss traf sich im Berichtsjahr zu einer Sitzung, in der er sich in erster Linie mit der Personalentwicklung, den Recruitingmaßnahmen, Diversity, dem Healthmanagement sowie den Projekten "Frauen in Führungspositionen" und "Demografie und lebensphasenorientierte Personalarbeit" beschäftigte.

Der Nominierungsausschuss hat im Berichtsjahr zweimal getagt und sich mit den Vorschlägen an die Hauptversammlung 2013 für die Wahl der Anteilseigner im Aufsichtsrat beschäftigt.

Der gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz gebildete Vermittlungsausschuss musste auch im Geschäftsjahr 2012 nicht zusammentreten.

Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichteten dem Aufsichtsratsplenum regelmäßig in der jeweils nächsten Aufsichtsratssitzung über deren Arbeit.

Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank sind verpflichtet, potenzielle Interessenkonflikte gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden beziehungsweise dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gemäß § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats offen zu legen, die wiederum eine Beratung im Präsidialausschuss des Aufsichtsrats und die Offenlegung gegenüber dem Aufsichtsrat veranlassen. Kein Aufsichtsratsmitglied hat einen Interessenkonflikt gemäß § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats offengelegt. Kein Mitglied des Aufsichtsrats beziehungsweise der Ausschüsse hat im abgelaufenen Geschäftsjahr an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.

Jahres- und Konzernabschluss

Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Jahres- und Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie die Lageberichte der AG und des Konzerns geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB, der Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhielten darüber hinaus sämtliche Anlagen und Erläuterungen zu den Prüfungsberichten; alle Aufsichtsratsmitglieder hatten die Möglichkeit, diese Unterlagen einzusehen. Der Prüfungsausschuss befasste sich in seiner Sitzung am 12. März 2013 eingehend mit den Abschlussunterlagen. Wir haben im Plenum den Jahres- und Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie die Lageberichte der AG und des Konzerns in unserer Bilanzsitzung am 13. März 2013 ebenfalls behandelt und gebilligt. Die Abschlussprüfer nahmen an den beiden Sitzungen des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsratsplenums teil, erläuterten die wesentlichen Prüfungsergebnisse und standen für Fragen zur Verfügung. In beiden Sitzungen wurden die Abschlussunterlagen eingehend mit dem Vorstand sowie den Vertretern des Abschlussprüfers diskutiert.

Nach der abschließenden Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung erhoben wir keine Einwände gegen den Jahres- und Konzernabschluss und stimmten dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse von AG und Konzern heute gebilligt, der Jahresabschluss der AG wurde damit festgestellt.

Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

Herr Dott. Sergio Balbinot schied mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 23. Mai 2012 aus dem Aufsichtsrat der Commerzbank aus. Die Hauptversammlung hat Frau Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell mit Wirkung zum 1. Juni 2012 als Nachfolgerin von Herrn Dott. Sergio Balbinot für den Rest seiner Amtszeit in den Aufsichtsrat gewählt.

Mit Ausnahme der Amtszeit von Herrn Mark Roach endet die Amtsperiode der derzeitigen Aufsichtsratsmitglieder mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2013. Die Amtszeit von Herrn Roach endet, sobald eine Neuwahl der Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer stattgefunden hat, spätestens jedoch mit Ablauf des 31. Mai 2013.

Unter Berücksichtigung der im November 2012 verabschiedeten Ziele zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats haben wir beschlossen, der Hauptversammlung im Mai 2013 vorzuschlagen, die folgenden amtierenden Anteilseignervertreter erneut in den Aufsichtsrat zu wählen: Frau Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell sowie die Herren Dr. Nikolaus von Bomhard, Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Keitel, Prof. h. c. (CHN) Dr. rer. oec. Ulrich Middelmann, Klaus-Peter Müller, Dr. Helmut Perlet und Dr. Marcus Schenck. Zudem haben wir beschlossen, der Hauptversammlung im Mai 2013 vorzuschlagen, Frau Petra Schadeberg-Herrmann, Herrn Karl-Heinz Flöther und Herrn Dr. Markus Kerber sowie als Ersatzmitglieder die Herren Dr. Roger Müller und Solms U. Wittig in den Aufsichtsrat zu wählen.

Herr Dr. Eric Strutz ist zum 31. März 2012 aus dem Vorstand ausgeschieden. Wir haben Herrn Stephan Engels mit Wirkung zum 1. April 2012 zum Mitglied des Vorstands bestellt.

Wir danken den aus dem Aufsichtsrat beziehungsweise dem Vorstand ausgeschiedenen Herren Dott. Sergio Balbinot und Dr. Eric Strutz für ihre langjährige und besonders engagierte Mitarbeit. Des Weiteren danken wir dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen persönlichen Einsatz und ihre Leistungen im schwierigen Geschäftsjahr 2012.

 

Für den Aufsichtsrat

Klaus-Peter Müller, Vorsitzender

Aufsichtsrat und Ausschüsse

Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft

Klaus-Peter Müller

68 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 15.5.2008, Vorsitzender des Aufsichtsrats

der Commerzbank Aktiengesellschaft

Uwe Tschäge

45 Jahre, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

seit 30.5.2003, Bankkaufmann

Hans-Hermann Altenschmidt

51 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 30.5.2003, Bankkaufmann

Dr.-Ing. Burckhard Bergmann

70 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 15.5.2008, Ehemaliger Vorsitzender des

Vorstands der E.ON Ruhrgas AG

Dr. Nikolaus von Bomhard

56 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 16.5.2009, Vorsitzender des Vorstands

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG

Karin van Brummelen

59 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 15.5.2008, Bankkauffrau

Astrid Evers

50 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 30.5.2003, Bankkauffrau

Uwe Foullong

55 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 1.11.1994, Gewerkschaftssekretär

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di,

Bank- und Diplomkaufmann

Daniel Hampel

50 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 30.5.2003, Bankkaufmann

Dr.-Ing. Otto Happel

65 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 7.5.1993, Unternehmer, Luserve AG

Beate Hoffmann

52 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 6.11.2003, Bankfachwirtin

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel

65 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 15.5.2008, Vizepräsident des

Bundesverbandes der Deutschen Industrie

Alexandra Krieger

42 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 15.5.2008, Ressortleiterin

Betriebswirtschaft/Unternehmensstrategien

Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie,

Hannover, Betriebswirtin/Bankkauffrau

Dr. h. c. Edgar Meister

72 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 16.5.2009, Rechtsanwalt

Prof. h. c. (CHN) Dr. rer. oec. Ulrich Middelmann

68 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 1.4.2006, Ehemaliger stellv. Vorsitzender

des Vorstands der ThyssenKrupp AG

Dr. Helmut Perlet

65 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 16.5.2009, Vorsitzender des Aufsichtsrats

der Allianz SE

Barbara Priester

54 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 15.5.2008, Bankkauffrau

Mark Roach

58 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 10.1.2011, Gewerkschaftssekretär

ver.di-Bundesverwaltung

Dr. Marcus Schenck

47 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 15.5.2008, Finanzvorstand der E.ON AG

Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell

60 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats

seit 1.6.2012, Direktorin der Europäischen Zentralbank i. R.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Unsere Aktie

Entwicklung der Aktienmärkte und Kursindizes

Im Jahresverlauf 2012 war die Entwicklung der Aktienmärkte und Kursindizes insgesamt positiv. Allerdings war das Jahr bezüglich der Marktentwicklung in zwei Hälften geteilt. In der ersten Hälfte 2012 belasteten enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA und China sowie die Herabstufung der Anleihen Spaniens und auch italienischer Banken durch Moody's die Kapitalmärkte. Im Juli baten einige spanische Regionen ihre Zentralregierung um finanzielle Unterstützung. Der aus diesen Entwicklungen resultierende Kursverfall an den Börsen konnte erst durch die Anstrengungen der Politik - besonders in Europa - und der Europäischen Zentralbank, verbunden mit außergewöhnlich niedrigen Zinsen in den großen Industriestaaten aufgehalten beziehungsweise in eine positivere Marktstimmung gedreht werden.

Der EURO-STOXX-Banken-Index verzeichnete, insbesondere aufgrund der Probleme der Eurozone im ersten Halbjahr sowie aufgrund des Libor-Skandals, Ende Juli seinen historischen Tiefpunkt der letzten zwanzig Jahre. Aufgrund der im zweiten Halbjahr deutlich positiveren Marktstimmung, legte der EURO-STOXX-Banken-Index zum Jahresende um 12,0 % zu. Der DAX schloss das Jahr mit einem Plus von 29,1 % ab.

Abbildung 1

Commerzbank-Aktie vs. Kursindizes im Jahr 2012 Tageswerte, 30.12.2011 = 100

Commerzbank-Aktie: positive Kursentwicklung im Gesamtjahr

scroll
Wertpapierkürzel  
Inhaberaktien 803 200
Reuters CBKG.DE
Bloomberg CBK GR
ISIN DE0008032004

Anfang 2012 belastete die Sorge um den anhaltenden Kapitalbedarf der Bankbranche die Kurse von Bankaktien. Vor diesem Hintergrund fiel die Commerzbank-Aktie am 9. Januar 2012 auf 1,17 Euro. Am 19. Januar 2012 kommunizierte die Commerzbank ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Erfüllung der Kapitalanforderungen der European Banking Authority. Dies sorgte für eine positive Stimmung, denn fast alle Analysten waren davon ausgegangen, dass die Commerzbank eine Kapitalerhöhung benötigen würde, um per 30. Juni 2012 die von der European Banking Authority geforderte harte Kernkapitalquote von 9 % (bei Simulation eines Teilausfalls europäischer Staatsanleihen) darstellen zu können. Zusätzlichen Antrieb erhielten die Banktitel - und somit auch die Commerzbank-Aktie - durch die Genehmigung des griechischen Parlaments der durch die Europäische Union auferlegten Sparmaßnahmen, woraufhin das zweite Hilfspaket für Griechenland freigegeben wurde. Die Aktie stieg angesichts dieser Entwicklungen von ihrem Tiefpunkt am 9. Januar um knapp 90 % auf 2,21 Euro am 9. Februar 2012.

Am 23. Februar 2012 kündigte die Commerzbank zusammen mit dem Jahresergebnis eine weitere Transaktion zur Optimierung der Kapitalstruktur an. Diese beinhaltete die Einbringung von hybriden, nachrangigen und anderen Finanzinstrumenten im Nominalvolumen von 965 Mio. Euro als Sacheinlage gegen eine Kapitalerhöhung von rund 7 %.

Im zweiten und dritten Quartal waren die Märkte für Bankaktien weiterhin von anhaltender Unsicherheit über die finanzielle Situation der Eurozone sowie der Weltkonjunktur geprägt. Die Unsicherheiten hinsichtlich der finanziellen Lage Spaniens sowie das Verbot des Leerverkaufs von Finanzwerten durch die Regierungen von Spanien und auch Italien führten zu massiven Verlusten bei Finanztiteln. In diesem Umfeld fiel die Commerzbank-Aktie am 23. Juli auf ihr Jahrestief von 1,12 Euro. In ihrer Sitzung am 26. Juli kündigte die Europäische Zentralbank an, "alles Notwendige zu tun, um den Euro zu erhalten". Nach dieser deutlichen Aussage ihres Präsidenten entspannte sich die Lage an den Zinsmärkten in Spanien und Italien und die Kurse von Finanztiteln stabilisierten sich wieder. Die zusätzlichen Erklärungen aus Berlin und Paris einen Tag später, "alles Mögliche zu tun, um die Eurozone zu schützen", leitete die Wende in der Kursentwicklung von Finanztiteln ein.

Indizes, die die Commerzbank enthalten

Blue-Chip-Indizes

DAX

EURO STOXX Banken

Nachhaltigkeitsindizes

ECPI Ethical EMU Equity

ECPI Ethical Euro Equity

Anfang September beschloss der Zentralbankrat, weiterhin unbegrenzt Staatsanleihen mit kurzen Laufzeiten zu kaufen, wenn sich das betreffende Land vorher unter den europäischen Rettungsschirm begeben und um Unterstützung gebeten habe. Dieser Beschluss löste an den Börsen ein Kursfeuerwerk aus und der Deutsche Aktienindex stieg über die 7 000er-Marke. Auch der Kurs der Commerzbank-Aktie erholte sich und erreichte am 17. September 1,65 Euro, nachdem zusätzlich das höchste deutsche Gericht am 12. September den Euro-Rettungsfonds "Europäischer Stabilitätsmechanismus" (ESM) als verfassungsgemäß erklärt hatte. Der DAX erreichte sein Jahreshoch von 7 672 Punkten am 12. Dezember. Die Commerzbank-Aktie lag am Jahresende 2012 bei 1,43 Euro, ein Zugewinn von 10,0 % gegenüber dem Jahresende 2011.

Aktienkennzahlen

Für das Geschäftsjahr 2012 wird es keine Dividendenausschüttung geben. Vor dem Hintergrund des anhaltend schwierigen Marktumfelds und der zunehmenden regulatorischen Anforderungen hat das Thema "Kapitalstärkung" für uns oberste Priorität. Darüber hinaus ist uns die mögliche Ausschüttung eines Bilanzgewinns durch die aus dem BilMoG folgende Ausschüttungssperre auch für das Geschäftsjahr 2012 nicht möglich.

Die Marktkapitalisierung der Commerzbank lag Ende des Jahres 2012 bei 8,4 Mrd. Euro verglichen mit 6,7 Mrd. Euro ein Jahr zuvor. Die Gewichtung im DAX betrug rund 1 %, damit lag die Commerzbank an 27. Stelle. Im europäischen Branchenvergleichsindex EURO STOXX Banken betrug das Gewicht der Commerzbank zum Jahresende 2,1 %, wodurch sie an 10. Stelle notierte. Zudem ist die Bank in den Nachhaltigkeitsindizes "ECPI Ethical EMU Equity" und dem "ECPI Ethical Euro Equity" vertreten, die neben ökonomischen und sozialen insbesondere auch ökologische und ethische Kriterien berücksichtigen.

Tabelle 1

scroll
Kennzahlen zur Commerzbank-Aktie 2012 2011
Ausgegebene Aktien in Mio. Stück (31.12.) 5 829,5 5 113,4
Xetra-Intraday-Kurse1 in €    
Hoch 2,12 5,18
Tief 1,12 1,12
Schlusskurs (31.12.) 1,43 1,30
Börsenumsätze pro Tag2 in Mio. Stück    
Hoch 210,6 176,2
Tief 16,7 4,1
Durchschnitt 49,1 61,8
Indexgewicht in % (31.12.)    
DAX 1,0 1,0
EURO STOXX Banken 2,1 2,1
Ergebnis je Aktie in € - 0,04 0,18
Buchwert je Aktie3 in € (31.12.) 4,04 4,19
Net Asset Value je Aktie4 in € (31.12.) 3,79 3,94
Marktwert/Net Asset Value1 (31.12.) 0,38 0,33

1 Zu Vergleichszwecken wurde der Aktienkurs für alle Perioden vor dem 8. Juni 2011 angepasst, um den Effekt der im Rahmen der Kapitalerhöhung ausgegebenen Bezugsrechte zu berücksichtigen.
2 Deutsche Börsen gesamt.
3 Ohne Stille Einlagen und Minderheitenanteile.
4 Ohne Stille Einlagen, Minderheitenanteile, Geschäfts- und Firmenwerte und Cash Flow Hedges.

Aktionärsstruktur

Zum 31. Dezember 2012 befanden sich rund 47 % aller Commerzbank-Aktien im Besitz von institutionellen Investoren; der Rest entfiel auf unsere Großaktionäre SoFFin und BlackRock sowie auf unsere überwiegend in Deutschland beheimateten Privataktionäre. Der Streubesitz, der sogenannte Free Float, lag bei rund 75 %. Der Anteil der Aktien, der von Anlegern aus Deutschland gehalten wurde, belief sich auf 58 %, der Auslandsanteil lag entsprechend bei 42 %.

Aktionärsstruktur zum 31.12.2012

Investor Relations

Mit bestehenden und potenziellen Aktieninvestoren und Fremdkapitalgebern kommunizieren wir proaktiv. Dabei ist es unser Anspruch, transparent, nachvollziehbar und zeitnah über die Unternehmensentwicklung zu informieren und damit das Vertrauen in die Commerzbank weiter zu stärken.

Wir haben in über 300 Einzelgesprächen, Gruppenmeetings und Telefonkonferenzen das Interesse an der Commerzbank genutzt, uns mit Aktieninvestoren und Fremdkapitalgebern über unsere Bank sowie unsere Strategie auszutauschen. Besondere Beachtung fand der am 8. November 2012 durchgeführte Investors' Day. Den etwa 60 Investoren und Analysten wurde ein tiefgehender Einblick in die strategische Agenda der nächsten Jahre und die Geschäftsentwicklung 2012 des Commerzbank-Konzerns gegeben.

Im Jahr 2012 berichteten etwa 30 Analysten regelmäßig über die Commerzbank. Die ausgesprochenen Empfehlungen bezüglich der Commerzbank-Aktie waren aufgrund des anhaltend schwierigen Branchenumfeldes insgesamt jedoch verhalten. Zum Jahresende 2012 lag der Anteil der Kaufempfehlungen bei 11 %, ein Rückgang um 16 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Rund die Hälfte der Analysten empfahl das Halten unserer Aktie. Zum Verkauf unserer Aktie rieten 43 % der Analysten, ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (38 %). Darüber hinaus bieten wir eine Vielzahl von Informationen im Internet auf unseren Investor-Relations-Seiten an. Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt des Dialogs mit unseren Fixed-Income-Investoren auf Non-Deal-Roadshows - Einzelgespräche mit institutionellen Investoren ohne die konkrete Absicht, eine Neuemission zu vermarkten.

Börsennotierungen der Commerzbank-Aktie

Deutschland

Berlin

Düsseldorf

Frankfurt

Hamburg

Hannover

München

Stuttgart

Xetra

Europa

London

Schweiz

Nordamerika

Sponsored ADR (CRZBY)
CUSIP: 202597308

Ratingsituation der Commerzbank

Die Commerzbank weist mit ihren Ratings von Standard & Poors's "A/A-1", Moody's "A3/P-2" und Fitch "A+/F1+" solide und mit dem Wettbewerb vergleichbare Ratings auf. Im Juni 2012 wurde das Langfrist- und Kurzfristrating der Commerzbank bei Moody's um jeweils eine Stufe gesenkt. Dies geschah im Zusammenhang einer Ratingüberprüfung von 114 europäischen und 17 global agierenden Finanzinstituten. Moody's kritisierte, dass die Staatsschuldenkrise die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa und die Refinanzierungsmöglichkeiten der Banken so verschlechtert habe, dass eine generell negative Entwicklung der Profitabilität von europäischen Banken und insbesondere von Instituten mit starkem Kapitalmarktgeschäft zu erwarten sei. Zuvor waren im Rahmen der europäischen Staatsschuldenkrise bereits viele europäische Länder herabgestuft worden. Im Februar 2013 wurde das Rating der Commerzbank von S&P auf "Credit Watch Negative" gestellt.

Unternehmerische Verantwortung

Wir bekennen uns zu den Grundsätzen guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung, die im Deutschen Corporate Governance Kodex zusammengefasst sind und erfüllen nahezu alle dort gegebenen Empfehlungen und Anregungen. Über diesen Teil unserer unternehmerischen Verantwortung geben die Seiten 29 bis 34 Auskunft.

Unternehmerische Verantwortung oder Corporate Responsibility beschreibt den Grad, in dem ein Unternehmen sich seiner Verantwortung bewusst ist, wann immer seine geschäftlichen Tätigkeiten Auswirkungen auf Gesellschaft, Mitarbeiter, Umwelt oder das wirtschaftliche Umfeld haben. Wir bekennen uns zu dieser Verantwortung und berichten darüber auf den Seiten 57 bis 60.

Corporate-Governance-Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung

Corporate Governance im Sinne einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle, die auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet ist, hat in der Commerzbank seit jeher einen hohen Stellenwert. Daher unterstützen wir - Aufsichtsrat und Vorstand - den Deutschen Corporate Governance Kodex und die damit verfolgten Ziele und Zwecke ausdrücklich. Die Satzung der Commerzbank sowie die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat entsprachen schon bei Erlass des Deutschen Corporate Governance Kodex weitgehend dessen Anforderungen. Soweit das noch nicht der Fall war, wurden sie den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex fortlaufend angepasst. Satzung und Geschäftsordnungen sind im Internet verfügbar.

Corporate-Governance-Beauftragter der Commerzbank ist Günter Hugger, Bereichsvorstand Recht. Er ist der Ansprechpartner für alle Fragen der Corporate Governance und hat die Aufgabe, Vorstand und Aufsichtsrat bei der Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex zu beraten und über die Umsetzung durch die Bank zu berichten.

Nachfolgend erläutern wir die Corporate Governance in der Commerzbank gemäß Nummer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Dieser Bericht enthält zudem die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB.

Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Bank erklärt jährlich, ob den Verhaltensempfehlungen der Kommission entsprochen wurde und wird und erläutert, weshalb welche Empfehlungen nicht umgesetzt werden. Diese Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf der Internetseite der Commerzbank (http://www.commerzbank.de) veröffentlicht. Dort findet sich auch ein Archiv mit den Entsprechenserklärungen seit 2002. Die aktuelle Erklärung wurde am 7. November 2012 abgegeben.

Die Commerzbank erfüllt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nahezu vollständig; sie weicht davon lediglich in wenigen Punkten ab:

Nummer 4.2.1 des Kodex empfiehlt, dass eine Geschäftsordnung die Arbeit des Vorstands inklusive der Ressortverteilung der Vorstandsmitglieder regeln soll. Der Vorstand hat sich mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Geschäftsordnung gegeben. Die Ressortverteilung legt der Vorstand allerdings selbst außerhalb der Geschäftsordnung fest. Auf diese Weise wird die erforderliche Flexibilität bei notwendigen Änderungen und damit eine effiziente Arbeitsteilung sichergestellt. Der Aufsichtsrat wird über alle Änderungen informiert und auf diese Weise in die Ressortverteilung eingebunden. Die Geschäftsordnung des Vorstands einschließlich der Ressortzuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder ist auf der Internetseite der Commerzbank veröffentlicht.

In Bezug auf die Vorstandsvergütung soll gemäß Nummer 4.2.3 Abs. 3 Satz 3 des Kodex eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter variabler Vergütungsteile ausgeschlossen sein. In Umsetzung rechtlicher Vorgaben, wonach für außerordentliche Entwicklungen das Verwaltungs- oder Aufsichtsratsorgan eine Begrenzungsmöglichkeit in Bezug auf die variable Vergütung vereinbaren soll, ist der Aufsichtsrat der Commerzbank berechtigt, bei außerordentlichen Entwicklungen die Zielwerte und sonstige Parameter der variablen Vergütungsteile anzupassen, um positive wie negative Auswirkungen auf die Erreichbarkeit der Zielwerte in angemessener Weise zu neutralisieren. Im Rahmen der Feststellung der Zielerreichung ist eine Begrenzungsmöglichkeit im Sinne der rechtlichen Vorgaben bei der Commerzbank nicht umsetzbar, weil die überwiegend mathematische Verknüpfung eine Anpassung weitgehend ausschließt. Da zudem der Bemessungszeitraum der variablen Vorstandsvergütung bis zu vier Jahre beträgt und die Ziele für diesen Zeitraum vorab festzulegen sind, ist die vorgesehene Anpassungsmöglichkeit für die Zielwerte durch den Aufsichtsrat sachgerecht.

Der Kodex empfiehlt, dass eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels (Change of Control) 150 % des Abfindungs-Caps (Wert von zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen) nicht übersteigen soll, Nummer 4.2.3. Der Anstellungsvertrag eines Vorstandsmitglieds enthielt noch eine Change-of-Control-Klausel, ohne Abfindungs-Cap im Sinne der Nummer 4.2.3 Abs. 5. Diese Change-of-Control-Klausel entfiel mit Ablauf der Bestellungsperiode des Vorstandsmitglieds am 31. März 2012. Seitdem enthält kein Anstellungsvertrag eines Vorstandsmitglieds eine Change-of-Control-Klausel mehr.

Nach Nummer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2 des Kodex soll, sofern den Aufsichtsratsmitgliedern eine erfolgsorientierte Vergütung zugesagt wird, diese auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank erhalten neben einer festen Vergütung eine variable Vergütung von 3 000,00 Euro je 0,05 Euro Dividende, die über einer Dividende von 0,10 Euro je Stückaktie für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird. An die Aktionäre wurde unter anderem für das Geschäftsjahr 2011 keine Dividende und damit an die Aufsichtsratsmitglieder auch keine erfolgsorientierte Vergütung gezahlt. 2013 sollen die Vergütungsregelungen für die Organmitglieder umfassend geprüft und gegebenenfalls überarbeitet werden.

Sowohl bei der Zusammensetzung des Vorstands, der Besetzung von Führungsfunktionen in der Bank als auch bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern (Nummern 4.1.5, 5.1.2 und 5.4.1 des Kodex) sowie zur Besetzung sonstiger Gremien werden Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeit dafür sorgen, dem Gesichtspunkt der Vielfalt (Diversity) verstärkt Rechnung zu tragen und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben.

Der Vorstand initiierte im Jahr 2010 das Projekt "Frauen in Führungspositionen". Ziel ist es, unter Berücksichtigung aller Talente ein leistungsfähiges Führungsteam für die Commerzbank zu sichern. Umfassende Analysen ergaben ein detailliertes Bild der Ausgangssituation. Auf dieser Basis wurden spezifische Maßnahmen zur Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen entwickelt und fortlaufend umgesetzt. Der Vorstand wird halbjährlich über den Umsetzungsfortschritt und die Entwicklung des Anteils von Frauen in Führungspositionen informiert. Eine nachhaltige und verbindliche Umsetzung wird durch die Verankerung in den individuellen Zielvereinbarungen des oberen Managements unterstützt. Durch das Projekt "Frauen in Führungspositionen" soll der Anteil von Frauen in den oberen Führungsebenen gesteigert werden.

Darüber hinaus unterstützt die Commerzbank die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch betrieblich geförderte Kinderbetreuung und das Comeback-Plus-Programm zur Wiedereingliederung nach der Elternzeit. Zur Förderung der Kinderbetreuung bietet die Commerzbank ein umfassendes Angebot, das aus Beratung zur Kinderbetreuung, Vermittlung von Betreuungsplätzen sowie finanziellen Zuschüssen besteht. Seit dem 1. Juni 2005 ist die Kindertagesstätte "Kids & Co." in Frankfurt für Kinder geöffnet. "Kids & Co." verfügt über eine Krippe (Betreuung für Kinder von 9 Wochen bis 3 Jahre), einen Kindergarten (3 Jahre bis Schuleintritt) sowie seit dem Jahr 2011 auch über einen Schülerhort. Ferner können Mitarbeiter seit dem Jahr 2010 Kinderbetreuung im Krippenbereich - und seit dem Jahr 2012 auch im Kindergartenbereich - bundesweit an insgesamt 20 Standorten nutzen. Die Commerzbank Aktiengesellschaft unterstützt diese Einrichtungen mit einem hohen finanziellen Engagement und bietet aktuell insgesamt circa 280 Kinderbetreuungsplätze an mit dem Ziel, diese bis Ende 2013 auf 340 Plätze auszubauen. Zudem kann bundesweit eine spontane Kinderbetreuung an verschiedenen Standorten genutzt werden.

Nummer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennt, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 des Kodex, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Der Aufsichtsrat der Commerzbank hat im Einzelnen folgende konkrete Ziele beschlossen:

Beibehaltung eines Frauenanteils im Aufsichtsrat von mindestens 30 % unter der Voraussetzung, dass der aktuelle Frauenanteil der Arbeitnehmervertreter auch in Zukunft aufrechterhalten wird.

Beibehaltung zumindest eines internationalen Vertreters.

Berücksichtigung von Sachverstand und Kenntnis in Bezug auf die Bank.

Berücksichtigung besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren.

Vermeidung von potenziellen Interessenkonflikten.

Stets mindestens acht von der Hauptversammlung gewählte unabhängige Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 des Kodex.

Berücksichtigung der Regelaltersgrenze von 72 Jahren.

Der Aufsichtsrat der Commerzbank besteht aus zwanzig Mitgliedern, dazu gehören aktuell eine internationale Vertreterin und - einschließlich der internationalen Vertreterin - sechs Frauen. Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2013 werden die Aufsichtsratsmitglieder neu bestellt. Der Aufsichtsrat hat bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung die oben genannten Ziele berücksichtigt. Die Wahlvorschläge sind im Bericht des Aufsichtsrats auf den Seiten 14 bis 19 aufgeführt.

Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Commerzbank erfüllt auch weitgehend die Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und weicht nur in wenigen Punkten davon ab:

Abweichend von Nummer 2.3.3 ist der Stimmrechtsvertreter grundsätzlich nur bis zum Tag vor der Hauptversammlung erreichbar. Allerdings besteht für Aktionäre, die in der Hauptversammlung anwesend oder vertreten sind, die Möglichkeit, dem Stimmrechtsvertreter am Tag der Hauptversammlung auch dort noch Weisungen zu erteilen.

In Nummer 2.3.4 wird angeregt, die Hauptversammlung vollständig über das Internet zu übertragen. Die Commerzbank überträgt die Reden des Aufsichtsratsvorsitzenden und des Vorstandsvorsitzenden, nicht jedoch die Generaldebatte. Zum einen erscheint die vollständige Übertragung angesichts der Dauer von Hauptversammlungen nicht angemessen, zum anderen sind auch die Persönlichkeitsrechte der Redner zu berücksichtigen.

Vorstand

Der Vorstand der Commerzbank leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung im Unternehmensinteresse. Er ist dabei den Belangen von Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und sonstigen der Bank verbundenen Gruppen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Darüber hinaus gewährleistet er ein effizientes Risikomanagement und Risikocontrolling. Der Vorstand führt die Geschäfte der Commerzbank nach dem Gesetz, der Satzung, seiner Geschäftsordnung, unternehmensinternen Richtlinien und den jeweiligen Anstellungsverträgen. Er arbeitet mit den anderen Organen der Commerzbank und den Arbeitnehmervertretern vertrauensvoll zusammen.

Die Zusammensetzung des Vorstands und die Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sind im Geschäftsbericht auf der Seite 12 dargestellt. Die nähere Ausgestaltung der Arbeit im Vorstand wird durch eine Geschäftsordnung des Vorstands bestimmt, die auf der Internetseite der Commerzbank unter http://www.commerzbank.de veröffentlicht ist.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 35 bis 45 ausführlich dargestellt.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands und sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung. Der Aufsichtsrat führt seine Geschäfte nach den Vorschriften des Gesetzes, der Satzung und seiner Geschäftsordnung; er arbeitet vertrauensvoll und eng mit dem Vorstand zusammen.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf den Seiten 20 bis 22 dieses Geschäftsberichts dargestellt. Über Einzelheiten zur Arbeit des Gremiums, seiner Struktur und seiner Kontrollfunktion informiert der Bericht des Aufsichtsrats auf den Seiten 14 bis 19. Weitere Angaben zu der Arbeitsweise des Aufsichtsrats und dessen Ausschüssen finden sich in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats, die auf der Internetseite der Commerzbank unter http://www.commerzbank.de eingesehen werden kann.

Die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft der Aufsichtsrat alle zwei Jahre mittels eines detaillierten Fragebogens. 2012 hat eine Effizienzprüfung mittels eines detaillierten Fragebogens stattgefunden. Das Ergebnis der Prüfung ist sehr positiv. Anregungen aus dem Kreis der Aufsichtsratsmitglieder werden für die zukünftige Arbeit berücksichtigt.

Gemäß § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats hat jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte offenzulegen. Im Berichtsjahr hat kein Aufsichtsratsmitglied einen Interessenkonflikt im Sinne von Nummer 5.5.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex offengelegt.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 45 bis 47 detailliert erläutert.

Bilanzierung

Die Rechnungslegung des Commerzbank-Konzerns vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Sie erfolgt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS); der Einzelabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft wird gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Konzern- und AG-Abschluss werden vom Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat gebilligt beziehungsweise festgestellt. Die Prüfung obliegt dem von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer.

Zum Jahresabschluss gehört auch ein ausführlicher Risikobericht, der über den verantwortungsvollen Umgang des Unternehmens mit den unterschiedlichen Risikoarten informiert. Er ist auf den Seiten 131 bis 178 dieses Geschäftsberichts abgedruckt.

Während des Geschäftsjahres werden Anteilseigner und Dritte zusätzlich durch den Halbjahresfinanzbericht und zwei weitere Quartalsberichte über den Geschäftsverlauf unterrichtet. Auch diese Zwischenabschlüsse werden nach den einschlägigen internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellt.

Aktionärsbeziehungen, Transparenz und Kommunikation

Einmal im Jahr findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Sie beschließt insbesondere über - soweit ausgewiesen - die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Bestellung des Abschlussprüfers sowie Satzungsänderungen. Gegebenenfalls erteilt sie die Ermächtigung zu Kapitalmaßnahmen oder die Zustimmung zum Abschluss von Gewinnabführungsverträgen. Dabei gewährt jeweils eine Aktie eine Stimme.

Vorstand und Aufsichtsrat haben von der in § 120 Abs. 4 Aktiengesetz vorgesehenen Möglichkeit, die Hauptversammlung über die Billigung des Systems zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließen zu lassen, im Jahr 2010 Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung 2010 hat die Grundzüge der variablen Vergütung und das feste Jahresgrundgehalt der Vorstandsmitglieder gebilligt.

Die Aktionäre der Bank können Empfehlungen oder sonstige Stellungnahmen per Brief oder E-Mail einbringen beziehungsweise persönlich vortragen. Für die Bearbeitung schriftlicher Hinweise ist das zentrale Qualitätsmanagement der Bank zuständig. Auf der Hauptversammlung erfolgt die Kommentierung oder Beantwortung direkt durch Vorstand oder Aufsichtsrat. Daneben können die Aktionäre durch Gegen- oder Erweiterungsanträge zur Tagesordnung den Ablauf der Hauptversammlung mitbestimmen. Auf Antrag der Aktionäre kann auch eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden. Die für die Hauptversammlung rechtlich erforderlichen Berichte und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts sind im Internet abrufbar, ebenso die Tagesordnung der Hauptversammlung und eventuelle Gegen- oder Erweiterungsanträge.

Die Commerzbank informiert die Öffentlichkeit - und damit auch die Aktionäre - vier Mal pro Jahr über die Finanz- und Ertragslage der Bank; kursrelevante Unternehmensnachrichten werden zudem als Ad-hoc-Meldung veröffentlicht. Damit ist die Gleichbehandlung der Aktionäre sichergestellt. Im Rahmen von Pressekonferenzen und Analystenveranstaltungen berichtet der Vorstand über den Jahresabschluss beziehungsweise die Quartalsergebnisse. Zur Berichterstattung nutzt die Commerzbank verstärkt die Möglichkeiten des Internet; unter www.commerzbank.de werden umfangreiche Informationen über den Commerzbank-Konzern veröffentlicht. Im Geschäftsbericht und im Internet wird darüber hinaus der Finanzkalender für das laufende und nächste Jahr publiziert. Er enthält alle für die Finanzkommunikation wesentlichen Veröffentlichungstermine und den Termin der Hauptversammlung.

Wir fühlen uns zu offener und transparenter Kommunikation mit unseren Aktionären und allen anderen Stakeholdern verpflichtet. Diesen Anspruch wollen wir auch künftig erfüllen.

Vergütungsbericht

Der nachfolgende Vergütungsbericht ist auch Bestandteil des Konzernlageberichts.

Der Bericht folgt den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und trägt den Anforderungen nach IFRS Rechnung.

Vorstand

Grundzüge des Vergütungssystems

Kernbestandteile des seit dem 1. Januar 2010 gültigen Vergütungssystems sind ein festes Jahresgrundgehalt sowie ein Short Term Incentive (STI) und ein Long Term Incentive (LTI) als variable Vergütungskomponenten. Die Hauptversammlung 2010 hat die Grundzüge der variablen Vergütung und das feste Jahresgrundgehalt der Vorstandsmitglieder gemäß § 120 Abs. 4 Aktiengesetz gebilligt.

Am 9. August 2011 hat der Aufsichtsrat eine Anpassung dieses Systems an die Erfordernisse der Instituts-Vergütungsverordnung beschlossen, die anschließend vertraglich umgesetzt wurde.

Ferner hat der Aufsichtsrat Ende 2011/Anfang 2012 beschlossen, die Altersversorgung der Vorstandsmitglieder zu ändern. Die Neuregelung beinhaltet insbesondere eine beitragsorientierte Leistungszusage. Zudem knüpft die Altersversorgung nunmehr in der Regel an die Vollendung des 65. Lebensjahres und nicht mehr an die Vollendung des 62. Lebensjahres an. Die neuen Pensionsverträge wurden von allen Vorstandsmitgliedern unterzeichnet.

Eine ursprünglich mit dem SoFFin für die Jahre 2008 und 2009 vereinbarte Begrenzung der monetären Vergütung von Vorstandsmitgliedern auf 500 Tsd. Euro brutto pro Jahr und Organmitglied im Hinblick auf die Tätigkeit im Konzern (SoFFin-Cap) wurde auch für die Geschäftsjahre 2010 und 2011 fortgeführt. Eine rechtliche Pflicht zur Fortführung dieses Caps gab es bereits nach Inkrafttreten des Restrukturierungsgesetzes ab dem Jahr 2011 nicht mehr, da die Bank 2011 mehr als die Hälfte der Rekapitalisierungen zurückbezahlt hatte. Für das Geschäftsjahr 2012 gab es keinen sogenannten SoFFin-Cap.

Erfolgsunabhängige Vergütungsbestandteile (festes Jahresgrundgehalt)

Zu den erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteilen zählen das feste Jahresgrundgehalt und die Sachbezüge.

Das feste Jahresgrundgehalt, das in gleichen monatlichen Beträgen ausbezahlt wird, beträgt 750 Tsd. Euro1 . Die Angemessenheit des festen Jahresgrundgehalts wird regelmäßig im Abstand von jeweils zwei Jahren überprüft.

Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsbeiträgen (Unfallversicherung) sowie darauf entfallende Steuern und Sozialabgaben.

1 Für den Vorstandsvorsitzenden beträgt das feste Jahresgrundgehalt 1 312 500 Euro.

Erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile (variable Vergütung)

Das Vergütungssystem sieht als erfolgsbezogene variable Vergütungskomponenten ein Short Term Incentive mit einem Gesamtzielwert von 400 Tsd. Euro pro Vorstandsmitglied und ein Long Term Incentive mit einem Gesamtzielwert von 600 Tsd. Euro pro Vorstandsmitglied vor.

Der Zielwert der variablen Vergütungskomponenten für ein Vorstandsmitglied liegt damit insgesamt bei 1 Mio. Euro. Die maximale Zielerreichung liegt bei 200%, was bei dem Short Term Incentive insgesamt 800 Tsd. Euro und bei dem Long Term Incentive 1 200 Tsd. Euro entspricht1 . Die Mindestgesamtwerte betragen jeweils 0 Euro.

Short Term Incentive (STI)

Der STI hat eine Laufzeit von einem Jahr. Er besteht aus zwei gleich gewichteten Komponenten, von denen eine die STI-Leistungskomponente ist und die andere an den Economic Value Added (EVA)2 anknüpft. Ein Anspruch auf Zahlung des STI entsteht aufschiebend bedingt nach Feststellung des Jahresabschlusses für das betreffende Jahr sowie der STI-Zielerreichung des Vorstandsmitglieds durch den Aufsichtsrat. Danach sind die Bezüge des STI zu 50 % fällig und als Barbetrag zahlbar sowie zu 50 % in Commerzbank-Aktien - oder aktienbasiert in bar - nach einer Wartefrist von weiteren 12 Monaten. Der Gesamtzielwert des STI beträgt 400 Tsd. Euro, der Zielwert der einzelnen Komponenten liegt bei jeweils 200 Tsd. Euro. Die Zielerreichung kann grundsätzlich zwischen 0 und 200 % liegen.

> STI-EVA-Komponente

Für die STI-EVA-Komponente legt der Aufsichtsrat vor Beginn des Geschäftsjahres einen Zielwert für den Konzern-EVA nach Steuern fest, der einer Zielerreichung von 100 % entspricht. Außerdem wird festgelegt, welche EVA-Werte einer Zielerreichung von 0 % und von 200 % entsprechen. Als EVA-Berechnungsgrundlage wird grundsätzlich das Investorenkapital herangezogen.

> STI-Leistungskomponente

Die individuelle Leistung jedes Vorstandsmitglieds wird auf Basis einer Gesamtbetrachtung von Kriterien beurteilt, die der Aufsichtsrat vor Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres festlegt.

1 Für den Vorstandsvorsitzenden liegen die Zielwerte beim 1,75-Fachen der genannten Beträge.
2 EVA ist der Konzernüberschuss nach Steuern und Minderheitenanteilen abzüglich der Kapitalkosten der Bank (Produkt aus Investorenkapital ohne Fremdanteile und Kapitalkostensatz nach Steuern).

Long Term Incentive (LTI)

Der LTI hat eine Laufzeit von vier Jahren. Er besteht aus zwei gleich gewichteten Komponenten, von denen eine an den Economic Value Added (EVA) anknüpft (LTI-EVA-Komponente) und die andere aktienbasiert ist (LTI-Aktienkomponente). Ein Anspruch auf Zahlung des LTI entsteht aufschiebend bedingt nach Feststellung des Jahresabschlusses für das letzte Geschäftsjahr der vierjährigen Laufzeit des jeweiligen LTI sowie nach Feststellung der LTI-Zielerreichung durch den Aufsichtsrat. Danach sind die Bezüge des LTI zu 50 % fällig und als Barbetrag zahlbar sowie zu 50 % in Commerzbank-Aktien - oder aktienbasiert in bar - nach einer Wartefrist von weiteren 12 Monaten. Der Gesamtzielwert des LTI beträgt 600 Tsd. Euro, der Zielwert der einzelnen Komponenten jeweils 300 Tsd. Euro. Die Zielerreichung kann insgesamt zwischen 0 und 200 % liegen; jede der beiden Komponenten kann demzufolge zwischen 0 und 600 Tsd. Euro betragen. Der vorläufige LTI-Auszahlungsbetrag der beiden LTI-Komponenten wird dahingehend modifiziert, dass er sich jeweils um den hälftigen Prozentsatz erhöht oder reduziert, um den die Zielerreichung für den leistungsorientierten Teil des STI im ersten Jahr der 4-jährigen LTI-Laufzeit 100 % über- oder unterschreitet. Diese Anpassung kann ±20% des ursprünglichen Zielwerts der LTI-Komponenten nicht überschreiten. Der LTI setzt ein dauerhaftes Eigeninvestment des Vorstandsmitglieds in Commerzbank-Aktien in Höhe von jeweils 350 Tsd. Euro voraus. Bis zum Erreichen des Eigeninvestments sind jeweils 50 % der Nettoauszahlungen aus dem LTI in Commerzbank-Aktien zu investieren.

> LTI-Aktienkomponente

Der vorläufige Auszahlungsbetrag der LTI-Aktienkomponente ergibt sich einerseits aus der relativen Total-Shareholder-Return-(TSR-)Performance der Commerzbank im Vergleich zur TSR-Performance der anderen Banken des Dow Jones EURO STOXX Banken und andererseits aus der absoluten Kursperformance der Commerzbank-Aktie. Der Aufsichtsrat legt vor Beginn der LTI-Laufzeit die Anzahl der Commerzbank-Aktien fest, die das Vorstandsmitglied bei einer Zielerreichung von 100 % nach dem Ende der 4-jährigen LTI-Laufzeit gegebenenfalls erhält. Außerdem definiert er, welche TSR-bezogene Platzierung der Commerzbank im Vergleich zu den anderen relevanten Banken welchem Zielerreichungsgrad entspricht. Die relative TSR-Performance bestimmt also die Anzahl der virtuell zugeteilten Aktien; die absolute Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie während der LTI-Laufzeit bestimmt deren Gegenwert, der statt einer Übertragung von Aktien bar ausbezahlt werden kann.

> LTI-EVA-Komponente

Die Zielwerte der EVA-basierten LTI-Komponente werden vom Aufsichtsrat vorab für die gesamte LTI-Laufzeit festgesetzt und können für die einzelnen Jahre der Laufzeit differieren. Der Aufsichtsrat definiert außerdem vorab, welcher EVA-Wert welchem Zielerreichungsgrad entspricht. Die Zielerreichung wird während der 4-jährigen LTI-Laufzeit jährlich festgestellt, wobei die Zielerreichung der einzelnen Jahre grundsätzlich zwischen minus 100 und plus 200 % liegen kann. Nach dem Ende der 4-jährigen LTI-Laufzeit ermittelt der Aufsichtsrat die durchschnittliche Zielerreichung, die zwischen 0 und 200 % liegen kann, und den sich daraus ergebenden vorläufigen Auszahlungsbetrag.

Im Falle außerordentlicher Entwicklungen mit erheblichem Einfluss auf die Erreichbarkeit der Zielwerte von STI oder LTI kann der Aufsichtsrat diesen positiven oder negativen Einfluss durch Anpassung der Ziele neutralisieren.

Long-Term-Performance-Pläne

Die Mitglieder des Vorstands hatten, ebenso wie andere Führungskräfte und ausgewählte Mitarbeiter des Konzerns, in der Vergangenheit die Möglichkeit, sich an Long-Term-Performance-Plänen (LTP) zu beteiligen. Ein LTP wurde zuletzt im Jahr 2008 angeboten; die Vorstandsmitglieder hatten jedoch bereits im Februar 2009 ihre sämtlichen Aktien aus dem LTP 2008 abgemeldet. Der insoweit einzige im Jahr 2012 noch laufende Plan war der LTP 2007, der im Jahr 2012 ohne Auszahlung ausgelaufen ist.

Vergütung des Vorstandsvorsitzenden

Das feste Jahresgrundgehalt und die Zielwerte der variablen Vergütungskomponenten liegen für den Vorstandsvorsitzenden beim 1,75-Fachen der für Vorstandsmitglieder genannten Beträge.

Vergütung für die Übernahme von Organfunktionen bei konsolidierten Unternehmen

Die einem Vorstandsmitglied zufließende Vergütung aus der Wahrnehmung von Organfunktionen bei konsolidierten Unternehmen wird auf die Gesamtbezüge des Vorstandsmitglieds angerechnet. Diese Anrechnung erfolgt jeweils zum Auszahlungszeitpunkt nach der Hauptversammlung, die den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr entgegennimmt, in dem dem Vorstandsmitglied die Vergütung aus der Wahrnehmung von Konzernmandaten zugeflossen ist.

Die in einem Geschäftsjahr gewährten Vergütungen für Tätigkeiten in Organen von konsolidierten Unternehmen wurden in der Vergangenheit in voller Höhe auf den SoFFin-Cap des jeweiligen Vorjahres angerechnet. Daher werden diese Vergütungen in der Tabelle unter der Überschrift "Zusammenfassung" dem Vorjahr zugeordnet. Soweit diese Vergütungen für Tätigkeiten in Organen von konsolidierten Unternehmen bei einem Vorstandsmitglied zu einer monetären Gesamtvergütung von über 500 Tsd. Euro geführt haben, wurden diese an die Commerzbank abgeführt.

Altersversorgung

Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2011 ein neues System der betrieblichen Altersversorgung für Vorstandsmitglieder beschlossen, das eine beitragsorientierte Leistungszusage beinhaltet.

Nach dem neuen Bausteinsystem wurde jedem Vorstandsmitglied für die bis zum Überleitungsstichtag am 1. Januar 2011 abgeleistete Zeit als Vorstandsmitglied der Bank ein Initialbaustein auf einem sogenannten Versorgungskonto gutgeschrieben. Der Initialbaustein wird in der Zeit zwischen dem Überleitungsstichtag und der Beendigung der Bestellung als Vorstandsmitglied der Bank dynamisiert.

Für die Zeit ab dem Überleitungsstichtag bis zur Beendigung der Bestellung als Vorstandsmitglied der Bank wird dem Versorgungskonto des Vorstandsmitglieds jährlich ein Versorgungsbaustein gutgeschrieben. Der Versorgungsbaustein eines Kalenderjahres ergibt sich durch Umwandlung des jeweiligen Jahresbeitrags in eine Anwartschaft auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenpension mittels einer Transformationstabelle. Bei der Einführung des neuen Vergütungssystems im Jahr 2010 wurde die Höhe der Altersversorgung nicht angepasst. Auch bei der Einführung des neuen Altersversorgungssystems im Jahr 2011 wurden der Initialbaustein und die Versorgungsbausteine so bestimmt, dass eine Äquivalenz zu den zuvor bestehenden Vorstandszusagen gegeben ist.

Im Einzelnen hat ein Vorstandsmitglied nach Eintritt eines der folgenden Versorgungsfälle Anspruch auf Versorgungsleistungen in Form einer lebenslangen Pension:

als Alterspension, wenn das Anstellungsverhältnis mit oder nach Vollendung des 65. Lebensjahres endet, oder

als vorzeitige Alterspension, wenn das Anstellungsverhältnis mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres endet oder nach mindestens 10-jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand und Vollendung des 58. Lebensjahres oder nach mindestens 15-jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand, oder

als Invalidenpension, bei dauernder Dienstunfähigkeit.

Der Monatsbetrag der Alterspension errechnet sich als ein Zwölftel des Standes des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls.

Zur Ermittlung der vorzeitigen Alterspension wird die Pension im Hinblick auf den früheren Zahlungsbeginn gekürzt.

Bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Invalidität vor Vollendung des 55. Lebensjahres wird der Monatsbetrag der Invalidenpension um einen Zurechnungsbetrag aufgestockt.

Jedes Vorstandsmitglied kann anstatt einer laufenden Pension eine Einmalzahlung oder eine Auszahlung in neun Jahresraten wählen, für den Fall, dass es nach Vollendung des 62. Lebensjahres ausscheidet. Dabei errechnet sich der Auszahlungsbetrag nach einem Kapitalisierungsfaktor in Abhängigkeit vom Alter des Vorstandsmitglieds.

Den Vorstandsmitgliedern wird für die Dauer von sechs Monaten anstelle der Pension das anteilige Grundgehalt als Übergangsgeld fortbezahlt, wenn sie mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres oder aufgrund dauernder Dienstunfähigkeit aus dem Vorstand ausscheiden. Sofern ein Vorstandsmitglied eine vorzeitige Alterspension erhält und noch nicht das 62. Lebensjahr vollendet hat, werden erzielte Einkünfte aus anderen Tätigkeiten bis zu diesem Alter zur Hälfte auf die Pensionsansprüche angerechnet.

Die Witwenpension beträgt - ebenso wie nach dem bisherigen System - 66⅔ % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds. Falls keine Witwenpension gezahlt wird, haben die minderjährigen oder in der Ausbildung befindlichen Kinder einen Anspruch auf eine Waisenrente in Höhe von jeweils 25 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds, insgesamt jedoch maximal in Höhe der Witwenpension.

Der Pensionsvertrag für neu eintretende Vorstandsmitglieder wurde am Commerzbank-Kapitalplan zur betrieblichen Altersvorsorge ausgerichtet und vom Aufsichtsrat am 2. Dezember 2011 verabschiedet. Eine Altersversorgung in Form einer Kapitalleistung wird danach gezahlt, wenn ein Vorstandsmitglied bei Ausscheiden aus der Bank

das 65. Lebensjahr vollendet oder vollendet hat (Alterskapital),

das 62. Lebensjahr vollendet oder vollendet hat (vorzeitiges Alterskapital) oder

vor Vollendung des 62. Lebensjahres dauerhaft dienstunfähig ist.

Für jedes Kalenderjahr während des bestehenden Anstellungsverhältnisses bis zum Eintritt des Versorgungsfalls wird jedem Vorstandsmitglied ein Jahresbaustein gutgeschrieben, der 40 % des festen Jahresgrundgehalts (Jahresbeitrag) multipliziert mit einem altersabhängigen Transformationsfaktor beträgt. Die Jahresbausteine werden bis zum Ausscheiden des Vorstandsmitglieds aus der Bank auf einem Versorgungskonto geführt. Nach Vollendung des 61. Lebensjahres wird dem Vorstandsmitglied bis zum Eintritt des Versorgungsfalls jährlich ein Zuschlag von 2,5 % des am jeweils vorangegangenen 31. Dezember erreichten Stands des Versorgungskontos gutgeschrieben.

Ein in Abhängigkeit vom Alter des Vorstandsmitglieds zu bestimmender Anteil des Jahresbeitrags wird in Investmentfonds angelegt und auf ein virtuelles Depot des Vorstandsmitglieds eingebracht.

Die Höhe des Alterskapitals beziehungsweise des vorzeitigen Alterskapitals entspricht dem Stand des virtuellen Depots, mindestens jedoch dem Stand des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls.

Für die ersten beiden Monate nach Eintritt des Versorgungsfalls erhält das Vorstandsmitglied ein Übergangsgeld in Höhe von monatlich einem Zwölftel des festen Jahresgrundgehalts.

Falls ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls stirbt, haben die Hinterbliebenen Anspruch auf die Auszahlung des Hinterbliebenenkapitals, das dem Stand des virtuellen Depots am Wertstellungsstichtag entspricht, mindestens jedoch der Summe aus dem Stand des Versorgungskontos und einem etwaigen Zurechnungsbetrag. Der Zurechnungsbetrag wird gewährt, sofern das Vorstandsmitglied bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Dienstunfähigkeit beziehungsweise bei Tod mindestens fünf Jahre ununterbrochen als Vorstandsmitglied der Bank bestellt war und noch nicht das 55. Lebensjahr vollendet hat.

In der nachstehenden Tabelle haben wir für die aktiven Vorstandsmitglieder die am 31. Dezember 2012 erreichten jährlichen Pensionsanwartschaften bei Eintritt des Pensionsfalls im Alter von 62 Jahren, die zugehörigen versicherungsmathematischen Barwerte am 31. Dezember 2012 sowie die in dem Barwert enthaltenen Dienstzeitaufwendungen für das Jahr 2012 aufgeführt:

Tabelle 2

scroll
Tsd. € Erreichte Pensionsanwartschaft auf Altersrente mit Vollendung des 62. Lebensjahres Stand 31.12.2012 Barwert der erreichten Pensionsanwartschaften Stand 31.12.2012 Dienstzeitaufwand
Martin Blessing 240 4 407 371
Frank Annuscheit 107 1 872 332
Markus Beumer 99 1 678 302
Stephan Engels 181 244 2442
Jochen Klösges 83 1 346 324
Michael Reuther 140 2 677 377
Dr. Stefan Schmittmann 135 2 586 533
Ulrich Sieber 79 1 275 308
Martin Zielke 67 1 061 395
Gesamt   17 146 3 186

1 Kapitalleistung verrentet.
2 Anteilig für neun Monate.

Die zur Absicherung dieser Pensionsverpflichtungen dienenden Vermögenswerte wurden mittels eines sogenannten Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank Pension-Trust e. V. übertragen.

Zum 31. Dezember 2012 belaufen sich die Pensionsverpflichtungen (defined benefit obligations) für zum Stichtag aktive Vorstandsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft auf insgesamt 17,1 Mio. Euro (Vorjahr: 11,8 Mio. Euro; siehe auch Tabelle der Einzelansprüche). Nach Abzug der übertragenen Vermögenswerte (Plan Assets) und unter Berücksichtigung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste ergab sich zum 31. Dezember 2012 für aktive Vorstandsmitglieder ein Aktivüberhang in Höhe von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 0,2 Mio. Euro).

Change of Control

Das seit dem Jahr 2010 gültige Vorstandsvergütungssystem sieht keine Change-of-Control-Klauseln vor. Lediglich der Anstellungsvertrag eines Vorstandsmitglieds enthielt noch eine Change-of-Control-Regelung. Diese entfiel mit Ablauf der Bestellungsperiode des Vorstandsmitglieds am 31. März 2012.

Sonstige Regelungen

Falls die Bestellung zum Mitglied des Vorstands vorzeitig endet, endet der Anstellungsvertrag grundsätzlich mit Ablauf von sechs Monaten ab dem Ende der Bestellung (Koppelungsklausel). Dem Vorstandsmitglied werden in diesem Fall das feste Jahresgrundgehalt, STIs und LTIs - vorbehaltlich § 615 Satz 2 BGB - bis zum Ende der ursprünglichen Bestellungsperiode, höchstens aber bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe von zwei Jahresvergütungen (Cap), weiter gewährt.

Wird der Anstellungsvertrag zum Ablauf der jeweiligen Bestellungsperiode nicht verlängert, ohne dass ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt, oder endet der Anstellungsvertrag nach der beschriebenen Koppelungsklausel, erhält das Vorstandsmitglied zudem für die Dauer von sechs Monaten nach Ablauf der ursprünglichen Bestellungsperiode das feste Grundgehalt als Übergangsgeld. Diese Gehaltsfortzahlung endet, sobald das Vorstandsmitglied Pensionszahlungen erhält.

Endet der Anstellungsvertrag aus anderen Gründen als nach der oben beschriebenen Koppelungsklausel, wird das feste Jahresgrundgehalt gegebenenfalls zeitanteilig bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages bezahlt. Die für Geschäftsjahre vor Beendigung des Anstellungsvertrages zugesagten STI und LTI bleiben unberührt. Der am Ende der Laufzeit festgestellte Auszahlungsbetrag für STI und LTI des Beendigungsjahres wird anteilig reduziert.

Beendet die Bank die Organstellung vorzeitig oder verlängert sie diese bei Ablauf der Bestellungsperiode nicht aufgrund von Umständen, die die Voraussetzungen des § 626 BGB erfüllen, gibt es keine Ansprüche aus den für das Geschäftsjahr der Beendigung der Organstellung zugesagten STI und LTI.

Bezüge für die Zeit nach wirksamer Beendigung der Organstellung werden höchstens bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe von zwei Jahresvergütungen gezahlt (Cap). Auszahlungen auf den im Geschäftsjahr der Beendigung der Organstellung zugesagten STI und LTI unterliegen dem Cap anteilig.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten in Bezug auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten; Gleiches gilt auch für Leistungen und Zusagen von Unternehmen, mit denen der Commerzbank-Konzern bedeutende geschäftliche Beziehungen unterhält.

Zusammenfassung

Der ursprünglich mit dem SoFFin für die Jahre 2008 und 2009 vereinbarte SoFFin-Cap, also die Begrenzung der monetären Vergütung von Vorstandsmitgliedern auf 500 Tsd. Euro brutto pro Jahr und Organmitglied im Hinblick auf die Tätigkeit im Konzern, wurde auch für die Geschäftsjahre 2010 und 2011 fortgeführt. Eine rechtliche Pflicht zur Fortführung dieses Caps gab es bereits nach Inkrafttreten des Restrukturierungsgesetzes ab dem Jahr 2011 nicht mehr, da die Bank 2011 mehr als die Hälfte der Rekapitalisierungen zurückbezahlt hatte. Für das Geschäftsjahr 2012 gab es keinen sogenannten SoFFin-Cap.

Zur besseren Beurteilung der Vorstandsvergütung insgesamt haben wir in der folgenden Darstellung neben der durchschnittlichen monetären Gesamtvergütung eines Vorstandsmitglieds (ohne Einbeziehung des Vorstandsvorsitzenden) im Jahr 2012 (kurzfristige und tatsächlich erwartete langfristige Vergütung ohne Sachbezüge und besondere Entschädigungszahlungen) auch die entsprechenden Durchschnittswerte der Jahre 2005 bis 2007 (ohne SoFFin-Cap) und 2008 bis 2011 (Cap für die monetäre Vergütung von 500 Tsd. Euro per annum) abgebildet. Die Darstellung zeigt, dass die Jahresvergütung der Vorstandsmitglieder für das Jahr 2012 bei einer Zielerreichung von 100 % um rund 150 Tsd. Euro unter der durchschnittlichen Vergütung der Jahre 2005 bis 2007 liegen würde. Die tatsächliche durchschnittliche Gesamtvergütung eines Vorstandsmitglieds für das Jahr 2012 beträgt gemäß DRS 17 rund 1 200 Tsd. Euro und liegt damit rechnerisch um insgesamt 31% unter dem Zielwert von 1 750 Tsd. Euro.

Abbildung 2

Durchschnittliche Jahresvergütung eines Vorstandsmitglieds (ohne Vorsitzenden) Tsd. €

Tabelle 3

Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Jahr 2012 und zum Vergleich für das Jahr 2011

scroll
  Erfolgsunabhängige Komponenten Erfolgsabhängige Komponenten kurzfristige Anreizwirkung (STI)
Tsd. €   Grundgehalt Vergütung für die Übernahme von Organfunktionen2 Verrechnung von Vergütungen aus der Wahrnehmung von
Konzernmandaten
im Folgejahr2
Sonstiges3 Variable Vergütung in bar4 abhängig von EVA-Zielerreichung
Martin Blessing 2012 1 313 - - 79 -
  2011 500 - - 69 -
Frank Annuscheit 2012 750 - - 47 -
  2011 500 - - 50 -
Markus Beumer 2012 750 - - 39 -
  2011 500 - - 59 -
Stephan Engels 20121 563 32 - 32 1 515 -
  2011 - - - - -
Dr. Achim Kassow 2012 - - - - -
  20111 292 - - 44 -
Jochen Klösges 2012 750 - - 36 -
  2011 500 - - 39 -
Michael Reuther 2012 750 - - 69 -
  2011 500 - - 69 -
Dr. Stefan Schmittmann 2012 750 - - 49 -
  2011 500 - - 46 -
Ulrich Sieber 2012 750 50 - 50 59 -
  2011 500 - - 68 -
Dr. Eric Strutz 20121 187 10 - 10 15 -
  2011 500 - - 33 -
Martin Zielke 2012 750 - - 62 -
  2011 500 - - 74 -
Gesamt 2012 7 313 92 -92 1 970 -
  2011 4 792 - - 551 -
scroll
  Erfolgsabhängige Komponenten kurzfristige Anreizwirkung (STI) Erfolgsabhängige Komponenten langfristige Anreizwirkung (LTI)
Tsd. €   Variable Vergütung in bar4 Variable Vergütung mit Ausgleich in Aktien5 Variable Vergütung in bar6 Variable Vergütung5
          Aktienbasierte Vergütung mit Barausgleich
    abhängig von der Erreichung individueller Ziele abhängig von EVA-Zielerreichung abhängig von der Erreichung individueller Ziele abhängig von EVA-Zielerreichung im 4-Jahres- Zeitraum abhängig von Aktienkurs- und TSR-Performance im 4-Jahres- Zeitraum
Martin Blessing 2012 - - - - -
  2011 - - - - -
Frank Annuscheit 2012 50 - 100 - 150
  2011 - - - - -
Markus Beumer 2012 65 - 100 - 150
  2011 - - - - -
Stephan Engels 20121 41 - 75 - 113
  2011 - - - - -
Dr. Achim Kassow 2012 - - - - -
  20111 - - - - -
Jochen Klösges 2012 40 - 100 - 150
  2011 - - - - -
Michael Reuther 2012 50 - 100 - 150
  2011 - - - - -
Dr. Stefan Schmittmann 2012 45 - 100 - 150
  2011 - - - - -
Ulrich Sieber 2012 50 - 100 - 150
  2011 - - - - -
Dr. Eric Strutz 20121 13 - 25 - 37
  2011 - - - - -
Martin Zielke 2012 45 - 100 - 150
  2011 - - - - -
Gesamt 2012 399 - 800 - 1 200
  2011 - - - - -
scroll
  Erfolgsabhängige Komponenten langfristige Anreizwirkung (LTI)  
Tsd. €   Variable Vergütung5 Gesamtbezüge gemäß DRS 177
    Mit Ausgleich in Aktien  
    abhängig von EVA-Zielerreichung im 4-Jahres-Zeitraum abhängig von Aktienkurs- und TSR-Performance im 4-Jahres-Zeitraum  
Martin Blessing 2012 - - 1 392
  2011 - - 569
Frank Annuscheit 2012 - 150 1 247
  2011 - - 550
Markus Beumer 2012 - 150 1 254
  2011 - - 559
Stephan Engels 20121 - 113 2 420
  2011 - - -
Dr. Achim Kassow 2012 - - -
  20111 - - 336
Jochen Klösges 2012 - 150 1 226
  2011 - - 539
Michael Reuther 2012 - 150 1 269
  2011 - - 569
Dr. Stefan Schmittmann 2012 - 150 1 244
  2011 - - 546
Ulrich Sieber 2012 - 150 1 259
  2011 - - 568
Dr. Eric Strutz 20121 - 37 314
  2011 - - 533
Martin Zielke 2012 - 150 1 257
  2011 - - 574
Gesamt 2012 - 1 200 12 882
  2011 - - 5 343

1 Pro rata temporis für den Zeitraum ab Bestellung beziehungsweise bis zum Tag des Ausscheidens.
2 Die erhaltenen Vergütungen aus der Wahrnehmung von Konzernmandaten werden im Folgejahr auf die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder angerechnet. Die Verrechnung im Jahr 2013 ist daher bereits 2012 dargestellt. Aufgrund des SoFFin-Caps wurden diese Vergütungen bis einschließlich 2011 dem jeweiligen Vorjahr zugeordnet.
3 Unter Sonstiges sind die im Geschäftsjahr gewährten Sachbezüge, auf Sachbezüge entfallende Steuern sowie Arbeitgeberanteile zum BVV ausgewiesen. Ferner wird hier die an Herrn Engels gezahlte Entschädigung für den Verlust seiner Daimler-Phantom-Shares infolge des Wechsels zur Commerzbank Aktiengesellschaft (1 266 Tsd. Euro) gezeigt.
4 Jeweils auszahlbar im Folgejahr nach Feststellung des Jahresabschlusses für das abgelaufene Geschäftsjahr. "EVA-Zielerreichung" beschreibt die Erreichung des für den Commerzbank-Konzern im Jahr 2011 geplanten Economic Value Added (EVA) für das Geschäftsjahr 2012.
5 Die aktienbasierten Vergütungen werden zunächst als vorläufige Auszahlungsbeträge ermittelt. Anschließend errechnet sich außer beim Barausgleich die Anzahl der zu gewährenden Aktien durch Division durch einen zukünftigen durchschnittlichen Aktienkurs. Nach DRS 17 erfolgt die Darstellung dieser Vergütungskomponenten zum Teil ungeachtet ihrer tatsächlichen Wertentwicklung mit der ursprünglich erwarteten Zielerreichung von 100 %.
6 Die Auszahlungen sind insbesondere von der Entwicklung des Economic Value Added (EVA) eines 4-Jahres-Zeitraums abhängig und erfolgen vorbehaltlich der Feststellung des Jahresabschlusses des letzten Jahres dieses 4-Jahres-Zeit-raums im darauffolgenden Jahr, erstmals somit im Jahr 2016 für die Geschäftsjahre 2012 bis 2015. Die Bandbreiten der möglichen Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2012 liegen für ein Vorstandsmitglied zwischen 0 und 300 Tsd. Euro und für den Vorstandsvorsitzenden zwischen 0 und 525 Tsd. Euro; für den im Geschäftsjahr 2012 ausgeschiedenen Herrn Dr. Strutz gilt dies ebenfalls - entsprechend pro rata temporis. Tatsächlich werden für die Geschäftsjahre 2012 bis 2015 keine Auszahlungen erfolgen.
7 Die Gesamtbezüge gemäß DRS 17 beinhalten die aktienbasierten Vergütungsbestandteile zum Teil mit einer bei Gewährung erwarteten Zielerreichung von 100 %. Die Gesamtbezüge gemäß DRS 17 beinhalten dagegen nicht die mögliche langfristige variable Vergütung, sondern lediglich tatsächlich erhaltene Zahlungen (siehe Fußnote 6).

Gegenüber der durch den SoFFin-Cap reduzierten Vergütung der Jahre 2008 bis 2011 zeigt sich zwar ein Anstieg für das Jahr 2012, gegenüber der durchschnittlichen Vergütung der Jahre 2005 bis 2007 ergibt sich aber ein signifikanter Rückgang um rund 700 Tsd. Euro beziehungsweise mehr als 35 % je Vorstandsmitglied.

Die Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Jahr 2012 und zum Vergleich für das Jahr 2011 wird in der Tabelle 3 dargestellt.

Die Tabelle 3 zeigt die Bezüge gemäß Deutschem Rechnungslegungs Standard Nr. 17 (DRS 17), der die Anforderungen an die Berichterstattung über die Vorstandsvergütung konkretisiert. Die aktienbasierten Bezüge "leistungsabhängige STI-Komponente", soweit in Aktien vergütet, und "aktienbasierte LTI-Komponente", in bar und in Aktien vergütet, sind nach DRS 17 ungeachtet ihrer tatsächlichen Wertentwicklung mit dem ursprünglichen Wert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung zu Beginn des Jahres 2012 darzustellen. Sie spiegeln somit die Vergütung bei 100 % Zielerreichung wider. In seiner besonderen Verantwortung als Vorstandsvorsitzender hat Martin Blessing dem Aufsichtsrat mitgeteilt, seine Ansprüche aus erfolgsabhängiger variabler Vergütung für 2012 nicht wahrzunehmen. Darüber hinaus haben alle Vorstandsmitglieder auf die vom Economic Value Added (EVA) abhängigen STI- und LTI-Komponenten formell verzichtet, damit diese Komponenten, die beim STI zu keinen und beim LTI wahrscheinlich nur zu geringen Ansprüchen geführt hätten, in der Tabelle 3 realitätsnah angegeben werden können und nicht mit lediglich theoretischen Beträgen dargestellt werden müssen (dieser Verzicht wurde auch bei der oben genannten durchschnittlichen Gesamtvergütung 2012 gemäß DRS 17 berücksichtigt).

Über die in der Tabelle 3 dargestellten Gesamtbezüge hinaus hat Herr Dr. Strutz nach der Beendigung seiner Tätigkeit per Ende März die vertraglich vorgesehene Karenzzahlung für die Einhaltung des vertraglichen Wettbewerbsverbots in Höhe von 250 Tsd. Euro sowie das vertraglich vorgesehene Übergangsgeld in Höhe von insgesamt 375 Tsd. Euro erhalten.

Nach IFRS 2 sind aktienbasierte Vergütungen mit Ausgleich in Aktien und EVA-basierte Vergütungen mit Ausgleich in Aktien eigenkapitalneutral zu berücksichtigen - und zwar hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung in den Jahren 2013 bis 2015 mit ihrem ursprünglichen Wert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung zu Beginn des Jahres 2012 und ohne Berücksichtigung der Verzichte der Vorstandsmitglieder (IFRS 2.28(a)). Sie betragen 2012 insgesamt 2 269 Tsd. Euro; davon für Herrn Blessing 407 Tsd. Euro, für Herrn Dr. Strutz 59 Tsd. Euro, für Herrn Engels 178 Tsd. Euro, für die Herren Annuscheit, Reuther und Sieber jeweils 232 Tsd. Euro, für Herrn Beumer 253 Tsd. Euro, für Herrn Klösges 222 Tsd. Euro und für die Herren Dr. Schmittmann und Zielke jeweils 227 Tsd. Euro; im Vorjahr jeweils 0 Euro. Tatsächlich werden die Vergütungen jedoch deutlich unter diesen Beträgen liegen; aktuell erwartet die Bank für alle Vorstandsmitglieder zusammen einen Betrag von insgesamt 1 120 Tsd. Euro.

Die darüber hinaus aufwandswirksam erfassten aktienbasierten Vergütungen mit Barausgleich gemäß IFRS 2 betragen 2012 insgesamt 722 Tsd. Euro; davon für Herrn Blessing aufgrund seines Verzichts 0 Euro, für Herrn Dr. Strutz 22 Tsd. Euro, für Herrn Engels 67 Tsd. Euro, für Herrn Beumer 93 Tsd. Euro und für alle übrigen aktiven Vorstandsmitglieder jeweils 90 Tsd. Euro; im Vorjahr jeweils 0 Euro.

Kredite an Mitglieder des Vorstands

Barkredite an Vorstandsmitglieder wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres bis zur Fälligkeit im Jahr 2042 sowie zu Zinssätzen zwischen 2,1 % und 7,6 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 13,2%, gewährt. Die Kredite sind im marktüblichen Rahmen, soweit erforderlich, mit Grundschulden und Pfandrechten besichert.

Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Vorstands gewährten Kredite insgesamt 4 008 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 1 773 Tsd. Euro. Die Vorstandsmitglieder standen im Berichtsjahr mit Ausnahme von Mietavalen in keinen Haftungsverhältnissen zu den Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns.

Aufsichtsrat

Grundzüge des Vergütungssystems und Vergütung für das Geschäftsjahr 2012

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt; die derzeit gültige Fassung wurde von der Hauptversammlung am 16. Mai 2007 beschlossen. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für das jeweilige Geschäftsjahr neben dem Ersatz ihrer Auslagen eine Grundvergütung, die sich zusammensetzt aus:

einer festen Vergütung von 40 Tsd. Euro pro Jahr und

einer variablen Vergütung von 3 Tsd. Euro pro Jahr je 0,05 Euro Dividende, die über einer Dividende von 0,10 Euro je Stückaktie für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Doppelte der dargestellten Grundvergütung. Für die Mitgliedschaft in einem Aufsichtsratsausschuss, der mindestens zweimal im Kalenderjahr tagt, erhält der Ausschussvorsitzende eine zusätzliche Vergütung in Höhe der Grundvergütung und jedes Ausschussmitglied in Höhe der halben Grundvergütung; diese zusätzliche Vergütung wird für maximal drei Ausschussmandate gezahlt. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied je Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses ein Sitzungsgeld von 1,5 Tsd. Euro. Feste Vergütung und Sitzungsgeld sind jeweils zum Ende des Geschäftsjahres, die variable Vergütung ist nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das betreffende Geschäftsjahr beschließt, zahlbar. Die auf die Vergütung zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Bank erstattet.

Da die Commerzbank für das Geschäftsjahr 2012 keine Dividende zahlt, entfällt die variable Vergütung für das Jahr 2012. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für das Geschäftsjahr 2012 eine Vergütung von netto insgesamt 1 640 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 619 Tsd. Euro). Davon entfallen auf die Grund- und Ausschussvergütung 1 251 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 199 Tsd. Euro) und auf das Sitzungsgeld 389 Tsd. Euro (Vorjahr: 420 Tsd. Euro). Die auf die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder zu zahlende Umsatzsteuer (zurzeit 19 %) für Aufsichtsratsmitglieder mit Wohnsitz in Deutschland wird von der Commerzbank Aktiengesellschaft erstattet.

Die Vergütung verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt:

Tabelle 4

scroll
2012
Tsd. €
Feste Vergütung Variable Vergütung Sitzungsgeld Summe
Klaus-Peter Müller 200 - 37,5 237,5
Uwe Tschäge 100 - 27,0 127,0
Hans-Hermann Altenschmidt 80 - 36,0 116,0
Dott. Sergio Balbinot (bis 23. Mai 2012)1 - - - -
Dr.-Ing. Burckhard Bergmann 40 - 13,5 53,5
Dr. Nikolaus von Bomhard 40 - 12,0 52,0
Karin van Brummelen 60 - 25,5 85,5
Astrid Evers 40 - 13,5 53,5
Uwe Foullong 40 - 12,0 52,0
Daniel Hampel 40 - 13,5 53,5
Dr.-Ing. Otto Happel 60 - 13,5 73,5
Beate Hoffmann 40 - 10,5 50,5
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel 60 - 22,5 82,5
Alexandra Krieger 40 - 13,5 53,5
Dr. h. c. Edgar Meister 80 - 33,0 113,0
Prof. h.c. (CHN) Dr. rer. oec. Ulrich Middelmann 60 - 22,5 82,5
Dr. Helmut Perlet 100 - 28,5 128,5
Barbara Priester 40 - 13,5 53,5
Mark Roach 40 - 12,0 52,0
Dr. Marcus Schenck 60 - 18,0 78,0
Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell (seit 1. Juni 2012) 31 - 10,5 41,5
Gesamt 2012 1 251 - 388,5 1 639,5
Gesamt 2011 1 199 - 420,0 1 619,0

1 Dott. Balbinot hat in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 auf seine Vergütung verzichtet.

Beratungs- und Vermittlungsleistungen sowie andere persönliche Leistungen wurden durch Mitglieder des Aufsichtsrats auch im Jahr 2012 nicht erbracht. Entsprechend wurden keine zusätzlichen Vergütungen gewährt.

Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats

Barkredite an Mitglieder des Aufsichtsrats wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres und letzter Fälligkeit im Jahr 2038 sowie zu Zinssätzen zwischen 2,5 und 6,3 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 10,1 %, herausgelegt. Die Besicherung erfolgte zu marktüblichen Bedingungen soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten.

Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Aufsichtsrats gewährten Kredite insgesamt 605 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 322 Tsd. Euro. Die Mitglieder des Aufsichtsrats standen im Berichtsjahr in keinem Haftungsverhältnis mit den Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns.

Sonstige Angaben

D&O-Versicherung

Für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung ("D&O"). Für Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder beträgt der Selbstbehalt jeweils 10 % des Schadens, für alle Versicherungsfälle in einem Jahr höchstens jedoch das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung.

Erwerb oder Veräußerung von Aktien der Gesellschaft

Nach § 15 a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) besteht eine Mitteilungs- und Veröffentlichungspflicht für Geschäfte von Führungskräften börsennotierter Unternehmen und von deren Familienangehörigen. Danach sind Käufe und Verkäufe von Aktien sowie von sich auf die Commerzbank beziehenden Finanzinstrumenten ab einer Höhe von 5 Tsd. Euro per annum unverzüglich und für die Dauer von einem Monat anzuzeigen. Entsprechend den Empfehlungen des Emittentenleitfadens der BaFin bezieht die Bank diese Meldepflicht auf Vorstand und Aufsichtsrat.

Im Jahr 2012 haben die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank die folgenden Geschäfte mit Commerzbank-Aktien oder darauf bezogenen Derivaten ("Directors' Dealings") gemeldet:1

Tabelle 5

scroll
Geschäftstag Name des Meldepflichtigen Angehöriger Teilnehmerkreis Kauf/Verkauf Stückzahl Preis
2.7.2012 Hans-Hermann Altenschmidt   AR Kauf 6 370 1,21104
2.7.2012 Daniel Hampel   AR Kauf 1 744 1,21104
2.7.2012 Beate Hoffmann   AR Kauf 2 180 1,21104
2.7.2012 Karin van Brummelen   AR Kauf 4 955 1,21104
2.7.2012 Uwe Tschäge   AR Kauf 13 328 1,21104
2.7.2012 Uwe Tschäge   AR Verkauf 13 328 1,26048
2.7.2012 Silke Tschäge w/Uwe Tschäge x AR Kauf 4 469 1,21104
2.7.2012 Silke Tschäge w/Uwe Tschäge x AR Verkauf 4 469 1,26048
2.7.2012 Astrid Evers   AR Kauf 5 568 1,21104
2.7.2012 Astrid Evers   AR Verkauf 5 568 1,26048
28.8.2012 Daniel Hampel   AR Kauf 5 256 1,26900
21.11.2012 Daniel Hampel   AR Kauf 3 000 1,28900
scroll
Geschäftstag Name des Meldepflichtigen Geschäftsvolumen |
2.7.2012 Hans-Hermann Altenschmidt 7 714,32
2.7.2012 Daniel Hampel 2 112,05
2.7.2012 Beate Hoffmann 2 640,07
2.7.2012 Karin van Brummelen 6 000,70
2.7.2012 Uwe Tschäge 16 140,74
2.7.2012 Uwe Tschäge 16 799,68
2.7.2012 Silke Tschäge w/Uwe Tschäge 5 412,14
2.7.2012 Silke Tschäge w/Uwe Tschäge 5 633,09
2.7.2012 Astrid Evers 6 743,07
2.7.2012 Astrid Evers 7 018,35
28.8.2012 Daniel Hampel 6 669,86
21.11.2012 Daniel Hampel 3 867,00

1 Die Directors' Dealings wurden im Berichtsjahr auf der Internetseite der Commerzbank unter der Rubrik "Directors' Dealings" veröffentlicht.

Insgesamt besaßen Vorstand und Aufsichtsrat am 31. Dezember 2012 nicht mehr als 1 % der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft.

 

Frankfurt am Main

Commerzbank Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Der Aufsichtsrat

Angaben gemäß § 315 des Handelsgesetzbuchs (HGB)

Übernahmerechtliche Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht

Zusammensetzung des Grundkapitals

Die Commerzbank hat lediglich Stammaktien ausgegeben, für die sich die Rechte und Pflichten aus den gesetzlichen Regelungen, insbesondere der §§ 12, 53 a ff., 118 ff. und 186 Aktiengesetz, ergeben. Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum Ende des Geschäftsjahres 5 829 513 857,00 Euro. Es war eingeteilt in 5 829 513 857 Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderungen der Satzung

Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat nach Maßgabe des § 84 Aktiengesetz und § 6 Abs. 2 der Satzung bestellt und abberufen. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen; im Übrigen legt der Aufsichtsrat gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung die Anzahl der Vorstandsmitglieder fest. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, ohne dass der Aufsichtsrat eine entsprechende Bestellung vornimmt, so wird dieses in dringenden Fällen nach Maßgabe des § 85 Aktiengesetz gerichtlich bestellt. Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 Abs. 1 Satz 1 Aktiengesetz eines Beschlusses der Hauptversammlung. Soweit das Gesetz nicht zwingend eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt ergänzend die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals (§ 19 Abs. 3 Satz 2 der Satzung). Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 10 Abs. 3 der Satzung in Übereinstimmung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 Aktiengesetz auf den Aufsichtsrat übertragen worden.

Befugnisse des Vorstands

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von insgesamt 1 462 936 397,00 Euro durch Ausgabe neuer Aktien nach § 4 Abs. 3 (Genehmigtes Kapital 2011) und in Höhe von insgesamt 1 150 000 000,00 Euro durch Ausgabe neuer Aktien nach § 4 Abs. 6 (Genehmigtes Kapital 2012/I) der am 31. Dezember 2012 geltenden Satzung ermächtigt. Der Vorstand ist jeweils ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen, insbesondere um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen, auszuschließen. Ferner ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von insgesamt 2 455 000 000,00 Euro durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlage und/oder teilweiser oder vollständiger Einbringung der Stillen Einlagen aus von der AZ-Arges Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH und dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung eingegangenen stillen Gesellschaften nach § 4 Abs. 7 (Genehmigtes Kapital 2012/II) der Satzung ermächtigt. Von der Ermächtigung zur Ausgabe von Aktien gegen Bareinlagen darf der Vorstand nur Gebrauch machen, um die dadurch der Gesellschaft zufließenden Geldmittel zur Rückzahlung der Stillen Einlagen zu verwenden.

Außerdem hat die Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 den Vorstand zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen und/oder von Genussrechten (diese mit oder ohne Wandlungs- oder Optionsrecht) gegen Bar- oder Sachleistung im Gesamtnennbetrag von bis zu 8 400 000 000,00 Euro ermächtigt. Hierfür steht nach § 4 Abs. 4 der Satzung ein Bedingtes Kapital von bis zu 2 750 000 000,00 Euro zur Verfügung (Bedingtes Kapital 2012/I). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen, insbesondere soweit die Finanzinstrumente gegen Sachleistung ausgegeben werden, auszuschließen. Weiter ist das Kapital nach § 4 Abs. 5 der Satzung aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 6. Mai 2011 um bis zu 709 312 132,00 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011/III) und nach § 4 Abs. 8 der Satzung aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 um bis zu 935 000 000,00 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012/II). Das Bedingte Kapital 2011/III und das Bedingte Kapital 2012/II dienen der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten durch den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung.

Für die Einzelheiten des Genehmigten und des Bedingten Kapitals, insbesondere zu Laufzeiten und Ausübungsbedingungen, verweisen wir auf die ausführlichen Erläuterungen im Anhang Nr. 75 und 76.

Die Befugnisse des Vorstands zur Erhöhung des Grundkapitals aus Genehmigtem und Bedingtem Kapital, zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen und von Genussrechten ermöglichen es der Bank, auf veränderte Kapitalbedürfnisse angemessen und zeitnah zu reagieren.

Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 19. Mai 2010 nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 Aktiengesetz ermächtigt, bis zum 18. Mai 2015 zum Zweck des Wertpapierhandels eigene Aktien zu erwerben und zu veräußern. Der Bestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien darf am Ende eines jeden Tages 5 % des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Der Preis, zu dem jeweils eine eigene Aktie erworben wird, darf den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise beziehungsweise vergleichbare Nachfolgepreise der Commerzbank-Aktie im Xetra-Handel beziehungsweise in einem dem Xetra-System vergleichbaren Nachfolgesystem an der Frankfurter Wertpapierbörse) an den drei dem jeweiligen Tag des Erwerbs vorangehenden Börsentagen um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.

Wesentliche Vereinbarungen bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots

Die Commerzbank hat im Rahmen von ISDA Master Agreements mit einem Teil der Vertragspartner für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Commerzbank ein außerordentliches Kündigungsrecht zugunsten dieser Vertragspartner vereinbart. In der Regel setzt das Kündigungsrecht zusätzlich eine wesentliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit der Commerzbank voraus. Die unter diesen Master Agreements abgeschlossenen Einzelverträge wären im Falle einer solchen Kündigung zum Marktwert abzurechnen, der börsentäglich ermittelt werden kann. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Kündigung eines Kunden mit besonders großem Geschäftsvolumen im Einzelfall aufgrund der möglichen Zahlungsverpflichtungen der Bank dennoch wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Commerzbank haben kann.

Change-of-Control-Klauseln

Das im Jahr 2010 eingeführte Vorstandsvergütungssystem sieht keine Change-of-Control-Klauseln vor. Lediglich der Anstellungsvertrag eines Vorstandsmitglieds enthielt noch eine Change-of-Control-Regelung, diese entfiel mit Ablauf der Bestellungsperiode des Vorstandsmitglieds am 31. März 2012.

Beteiligungen am Kapital von mehr als 10 vom Hundert der Stimmrechte

An der Commerzbank Aktiengesellschaft ist der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung mit 25 vom Hundert zuzüglich einer Aktie am stimmberechtigten Kapital beteiligt.

Weitere nach § 315 Abs. 4 des HGB angabepflichtige Tatsachen existieren nicht.

Angaben gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB

Ziel des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Finanzberichterstattung ist es, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften nach HGB und IFRS der Jahresabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft und des Commerzbank-Konzerns ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt. In der Commerzbank sind das interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem - beide mit Blick auf die Finanzberichterstattung - in Methodik und Durchführung integriert. Im Folgenden wird daher der Begriff "IKS (Internes Kontrollsystem)" verwendet. Details des Risikomanagementsystems können dem Risikobericht auf den Seiten 131 bis 178 entnommen werden.

Das Ziel einer ordnungsgemäßen Finanzberichterstattung ist durch die Existenz von Risiken gefährdet, die auf die Finanzberichterstattung einwirken. Unter Risiken wird dabei die Möglichkeit verstanden, dass das oben genannte Ziel nicht erreicht wird und wesentliche Informationen in der Finanzberichterstattung fehlerhaft sind. In diesem Zusammenhang betrachtet die Bank eine Information als wesentlich, wenn ihr Fehlen oder ihre falsche Angabe die wirtschaftlichen Entscheidungen der Adressaten beeinflussen könnte. Hierbei spielt es keine Rolle, ob dies durch einen einzelnen Sachverhalt oder erst durch die Kombination mehrerer Sachverhalte gegeben ist.

Risiken für die Finanzberichterstattung können durch Fehler in den Geschäftsabläufen entstehen. Zudem kann betrügerisches Verhalten zu einer fehlerhaften Darstellung von Informationen führen. Daher ist von der Bank sicherzustellen, dass die Risiken bezüglich einer fehlerhaften Darstellung, Bewertung oder Ausweises von Informationen der Finanzberichterstattung minimiert werden.

Das IKS der Commerzbank ist darauf ausgerichtet, eine hinreichende Sicherheit bezüglich der Einhaltung geltender rechtlicher Anforderungen, der Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit sowie der Vollständigkeit und Richtigkeit der finanziellen Berichterstattung zu gewährleisten. Zu berücksichtigen ist dabei, dass trotz aller Maßnahmen der Bank die implementierten Methoden und Verfahren des IKS niemals eine absolute, aber dennoch eine hinreichende Sicherheit bieten können.

Nach dem Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Änderungen am IKS der Finanzberichterstattung.

Gesetzliche Grundlagen und Richtlinien

In § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist vom Gesetzgeber vorgegeben, dass Kapitalgesellschaften im Lagebericht die wesentlichen Merkmale ihres IKS beschreiben. In der Commerzbank sind die in den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) getroffenen Grundsätze zur institutsspezifischen Ausgestaltung des internen Kontrollsystems umgesetzt.

Grundlage für die Gestaltung des internen Kontrollsystems der Bank ist das vom "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission" (COSO) entwickelte und international gültige Rahmenwerk. Die Commerzbank leitet hieraus folgende Ziele ab:

Effektivität und Effizienz der Geschäftsprozesse

Einhaltung der gültigen Gesetze und Vorschriften

Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung

Im Hinblick auf die von COSO geforderte Risikobeurteilung des Rechnungslegungsprozesses (wie zum Beispiel Sicherstellung der Vollständigkeit der erfassten Transaktionen oder der korrekten bilanziellen Bewertung) bezüglich der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung richtet sich die Bank nach den Empfehlungen des "International Standards of Auditing and Quality Control, No. 315, 2009 Edition" (im Folgenden ISA Nummer 315).

Organisation

Eine wesentliche Basis für eine solide Unternehmensführung mit entsprechender Ausgestaltung einer unter Risikoaspekten orientierten strategischen Ausrichtung des Gesamtkonzerns ist ein detailliertes Rahmenwerk (Governance Framework).

Das Governance Framework legt für alle Unternehmenseinheiten einheitliche und verbindliche Mindestanforderungen an die Aufbauorganisation im Hinblick auf Dokumentation und Aktualisierung fest. Primäres Merkmal ist hierbei das Prinzip der eindeutigen Verantwortungszuweisung, ausgehend vom Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand bis hin zur Einzelkompetenz auf Mitarbeiterbasis. Der Umfang und die Ausgestaltung des Governance Framework orientieren sich sowohl an rechtlichen und regulatorischen Anforderungen als auch an der durch den Gesamtvorstand verabschiedeten "Unternehmensverfassung der Commerzbank". Daher übersetzt das Governance Framework wesentliche Leitgedanken der Unternehmensverfassung in praktische Regelungen und beinhaltet folgende Elemente:

Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand

Geschäftsordnungen

Organigramme

Geschäftsaufträge

Stellenbeschreibungen

Kompetenzregelungen

Inhaltlich nicht miteinander zu vereinbarende Aufgaben sind in der Bank nach dem Prinzip der Funktionstrennung in unterschiedlichen Bereichen organisiert. Zusätzlich werden zur Minimierung der Risiken in der Finanzberichterstattung wesentliche Kontrollen nach dem Vieraugenprinzip durchgeführt.

Die Verantwortung für die Implementierung, Umsetzung und Durchführung des bankweiten IKS liegt primär beim Gesamtvorstand, hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses beim Finanzvorstand (CFO) der Bank. Während der Gesamtvorstand die Ausgestaltung und den Nachweis der Angemessenheit des bankweiten IKS verantwortet, trägt der CFO die Verantwortung für die Ausgestaltung der Kontrollen durch angemessene und wirksame Kontrollschritte und deren Einbettung in die jeweiligen Prozesse sowie die Effektivität des IKS für die Finanzberichterstattung. Dem CFO obliegt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Aufstellung des Einzel- und Konzernabschlusses.

Der Aufsichtsrat überwacht die Finanzberichterstattung vornehmlich durch den eigens hierfür geschaffenen Prüfungsausschuss. Zusätzlich ist der Prüfungsausschuss zuständig für die Sicherstellung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, für die Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, die Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und die Honorarvereinbarung. Die Interne Revision (Group Audit) berichtet unterjährig an den Aufsichtsrat beziehungsweise die von ihm eingesetzten Ausschüsse über die Revisionsarbeit und deren wesentliche Ergebnisse.

Für die Erstellung der Abschlüsse im Einklang mit den jeweiligen Gesetzen sowie internen und externen Richtlinien sind die direkt dem CFO unterstellten Bereiche Group Management Finance (GM-F) und Group Management Finance Operations (GM-FO) zuständig. Dabei verantwortet GM-FO die Aufstellung des Abschlusses der Commerzbank Aktiengesellschaft Inland. GM-F ist zuständig für den Einzelabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft und konsolidiert die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften zum Konzernabschluss.

Innerhalb von GM-F ist die Abteilung Accounting Policies & Guidelines mit der Erarbeitung und Kommunikation von konzernweiten Bilanzierungsrichtlinien betraut. Sie unterstützt eine konzernweit konsistente und korrekte Bilanzierung durch das Aufstellen und Abstimmen von Bilanzierungsrichtlinien. Die veröffentlichten Richtlinien werden fortlaufend aktualisiert. Darüber hinaus werden regelmäßig Schulungen zu relevanten Themen für die Mitarbeiter durchgeführt. Ergänzt wird dieses Angebot durch weiterführende Arbeitsanweisungen im Intranet der Bank.

GM-F und GM-FO werden im Hinblick auf die Rechnungslegung von weiteren Unternehmensbereichen der Bank unterstützt. Insbesondere ist hier der Unternehmensbereich Group Information Technology zu nennen, der die Verantwortung für die Bereitstellung und die technische Weiterentwicklung der in der Rechnungslegung eingesetzten IT-Systeme trägt.

Kontrollen zur Risikominimierung

Kontrollen sind in der Bank technisch oder manuell (organisatorisch) direkt in die betrieblichen Abläufe integriert. Technische Kontrollen werden in den verwendeten IT-Systemen eingesetzt und bestehen beispielsweise aus Kontrollsummen und Prüfziffern. Ergänzt werden die technischen Kontrollen häufig um manuelle Kontrollbestandteile wie zum Beispiel Bildschirmfreigaben, die von dem zuständigen Personal durchgeführt werden. Die Qualität der Daten bei der technischen Ersterfassung ist durch die organisatorischen Maßnahmen des Vieraugenprinzips, der Kompetenzregelungen, der Funktionstrennung und von technischen Maßnahmen (Vergabe von IT-Berechtigungen) sichergestellt. In der weiteren Verarbeitung stellen zusätzliche Kontrollen die Vollständigkeit und Richtigkeit der übernommenen Daten sicher.

Überwachung durch Group Audit

Group Audit (GM-A) erbringt im Auftrag des Vorstands unabhängig, objektiv und risikoorientiert Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, die Geschäftsprozesse der Commerzbank hinsichtlich Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu optimieren. GM-A unterstützt den Vorstand, indem es systematisch und zielgerichtet die Wirksamkeit und die Angemessenheit des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems sowie der Geschäftsprozesse bewertet, wesentliche Projekte revisorisch begleitet und Empfehlungen ausspricht. Hierdurch wird zur Sicherung der geschäftlichen Vorgänge und Vermögenswerte beigetragen. GM-A ist als Konzernrevision im Rahmen des Risikomanagements der Gruppe ergänzend zu Revisionsabteilungen in Tochtergesellschaften tätig.

GM-A ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt und diesem berichtspflichtig. Insbesondere bei der Berichterstattung und der Wertung der Prüfungsergebnisse ist GM-A keinen Weisungen unterworfen. Ausgehend von den MaRisk erstreckt sich die Prüfungstätigkeit auf der Grundlage eines risikoorientierten Prüfungsansatzes grundsätzlich auf alle Aktivitäten und Prozesse des Konzerns, unabhängig davon, ob diese innerhalb des Konzerns erfolgen oder ob sie ausgelagert sind. Die Prüfung der Wirksamkeit und Angemessenheit des IKS umfasst die Risikomanagement- und Risikocontrollingsysteme, das Berichtswesen, die Informationssysteme sowie die Finanzberichterstattung. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben hat GM-A ein uneingeschränktes Informationsrecht.

Über jede Prüfung erstellt GM-A zeitnah einen schriftlichen Bericht, der unter anderem den zuständigen Vorstandsmitgliedern zugeht. Auf der Grundlage der Prüfungsberichte überwacht und dokumentiert GM-A die fristgerechte Beseitigung der festgestellten Mängel. Bei Nichtbeachtung kommt ein Eskalationsverfahren zur Anwendung. Darüber hinaus erstellt GM-A einen Jahresbericht über die von GM-A im Laufe des Geschäftsjahres durchgeführten Prüfungen, die festgestellten wesentlichen Mängel sowie die ergriffenen Maßnahmen und legt diesen dem Vorstand vor.

Prozess der Finanzberichterstattung

Die Prozesse im Rechnungswesen der Commerzbank werden von IT-Systemen unterstützt, die in die jeweiligen Prozessabläufe integriert sind. Im Rahmen der Meldeprozesse für die Finanzberichterstattung werden alle Informationen, die für die Abschlusserstellung des Commerzbank-Konzerns nach IFRS und der Commerzbank Aktiengesellschaft nach HGB relevant sind, durch die Meldestellen (Commerzbank Aktiengesellschaft Inland, Tochtergesellschaften und ausländische Niederlassungen) an GM-F übermittelt. Die Übermittlung der Daten erfolgt mittels eines separaten Onlinesystems direkt in die Konsolidierungssoftware SAP EC-CS, die an die Bedürfnisse der Bank angepasst ist. Tochtergesellschaften melden grundsätzlich IFRS-Daten, von den inländischen und ausländischen Niederlassungen werden zusätzlich HGB-Meldungen erstellt. Die Daten werden automatisch auf Konsistenz geprüft, bevor sie an GM-F übermittelt werden. Wenn die hinterlegten Plausibilitätsprüfungen erfolgreich durchlaufen sind, können die einzelnen Zumeldungen finalisiert werden. Auf Basis dieser Daten werden in GM-F weitere Plausibilitätskontrollen durchgeführt. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Kontrollen werden sämtliche Konsolidierungsschritte für die Konzernabschlusserstellung und die Einzelabschlusserstellung der Commerzbank Aktiengesellschaft durchgeführt. Die Maßnahmen zur Erstellung des Konzernabschlusses bestehen dabei aus diversen einzelnen Konsolidierungsschritten (wie Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung), der Währungsumrechnung und der Zwischengewinneliminierung.

Die Berichterstattung nach unternehmensspezifischen Segmenten ist durch ein separates IT-System gewährleistet. Dabei findet eine Abstimmung mit den Daten aus dem Rechnungswesen statt.

Maßnahmen zur weiteren Verfeinerung des IKS bezüglich der Finanzberichterstattung

Das IKS bezüglich der Finanzberichterstattung ist an die Bedürfnisse des Commerzbank-Konzerns angepasst. Dabei wird es laufend weiterentwickelt. Zu diesem Zweck ist in GM-F/GM-FO als dauerhafte Maßnahme die "Control Environment Initiative (CEI)" implementiert worden. Ziel von CEI ist die risikoorientierte Steuerung der Prozesse durch den Einsatz einer einheitlichen Methode zur Risiko- und Kontrolldarstellung und -bewertung. Darüber hinaus soll das IKS mit Blick auf die Finanzberichterstattung durch eine regelmäßige Bewertung von Effektivität und Effizienz der Kontrollen sowie mittels einer regelmäßigen Überprüfung der Kontrolldurchführung gestärkt werden.

Basis für CEI ist die Weiterentwicklung der sogenannten "Prozesslandkarte" von GM-F/ GM-FO. In dieser Prozesslandkarte werden auf Top-down-Basis alle wesentlichen Prozesse aufgeführt, die mittels Ablaufbeschreibungen verfeinert werden. Dazu werden die Risiken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung gemäß dem COSO-Rahmenwerk identifiziert. Hierbei lehnt sich die Bank zusätzlich an die Empfehlungen des ISA Nummer 315 an. Dabei wird geprüft, ob ein Risiko folgenden drei Kategorien und deren Ausprägungen zugeordnet werden kann:

Aussagen zu Arten von Geschäftsvorfällen: Eintritt, Vollständigkeit, Richtigkeit, Periodenabgrenzung, Kontenzuordnung;

Aussagen zu Kontensalden am Abschlussstichtag: Vorhandensein, Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Bewertung und Zuordnung;

Aussagen zur Darstellung im Abschluss und zu den Abschlussangaben: Eintritt sowie Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Ausweis und Verständlichkeit, Richtigkeit und Bewertung.

Zur Minimierung der identifizierten Risiken sind entsprechende Kontrollen implementiert. Für die Wirksamkeit des IKS sind die Ausgestaltung der Kontrolle durch angemessene Kontrollschritte und deren Einbettung in den jeweiligen Prozess sowie die operative Durchführung der Kontrollen die entscheidenden Faktoren zur Risikominimierung.

Durch diese Vorgehensweise ist gewährleistet, dass Risiken erkannt, minimiert und eventuelle operative Fehlentwicklungen vermieden werden können.

Corporate Responsibility

Unternehmerische Verantwortung kontinuierlich ausgebaut

Der "Statusbericht zur unternehmerischen Verantwortung 2012" stellt die wesentlichen Fortschritte unserer Handlungsfelder der Nachhaltigkeit im Berichtsjahr vor. Der Statusbericht steht im Nachhaltigkeitsportal zur Verfügung. Er entspricht den Anforderungen eines Fortschrittsberichts zur Umsetzung der zehn Prinzipien des UN Global Compact, dem die Commerzbank 2006 beigetreten ist. Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie im laufend aktualisierten Nachhaltigkeitsportal der Commerzbank unter: www.nachhaltigkeit. commerzbank.de.

Die Commerzbank bekennt sich auch weiterhin zum kontinuierlichen Ausbau ihrer unternehmerischen Verantwortung mit dem Ziel, stets verantwortungsvoll und nachhaltig zu agieren. Dies hat sie im Berichtsjahr - bei gesamtwirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen - erneut unter Beweis gestellt.

Reputationsrisiko-Management

Alle Finanzierungen, Produkte und Kundenbeziehungen, bei denen Nachhaltigkeitsaspekte eine besondere Rolle spielen, werden vom Reputationsrisiko-Management der Commerzbank intensiv geprüft und gegebenenfalls mit Auflagen versehen oder abgelehnt. Dazu zählen sensible Bereiche wie Waffen und Rüstungsgüter, Energieerzeugung, Kundenzufriedenheit und Rohstoffgewinnung. Im Geschäftsjahr 2012 erreichten das Reputationsrisiko-Management rund 2 500 Anfragen, die analysiert und schriftlich votiert wurden. Die hohe Zahl der Anfragen spiegelt die weiter steigende Bedeutung dieser Themen in der Öffentlichkeit wider. Etwa 10 % der Anfragen erhielten aufgrund sozialer, ökologischer oder ethischer Bedenken eine negative Bewertung.

Ein wesentliches Thema des Berichtsjahres waren weiterhin Agrarrohstoffe: Die Commerzbank hat sich im November 2011 dazu entschieden, keine neuen börsennotierten Anlageprodukte auf Basis von Grundnahrungsmitteln zu emittieren. Die am 30. Juli 2012 erfolgte Änderung der Zusammensetzung des ComStage Rohstoff-ETF (WKN ETF090) stand in Zusammenhang mit dieser Entscheidung. Der Fonds, der ehemals zu 25 % in die Agrarrohstoffe Zucker, Soja, Weizen und Mais investierte, enthält nun ausschließlich Edel- und Industriemetalle sowie Energierohstoffe.

Um die Mitarbeiter der Commerzbank für reputationsrelevante Themen zu sensibilisieren, finden regelmäßig interne Präsentationen im In- und Ausland statt.

Compliance

Zu den wesentlichen Aufgaben von Group Compliance zählt die Erfüllung gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Anforderungen zur Verhinderung der Geldwäsche. Um größtmögliche Transparenz bei Geschäftsbeziehungen und Finanztransaktionen zu gewährleisten, ist in der Commerzbank das Know-Your-Customer-Prinzip stets einzuhalten: Dies umfasst nicht nur die eindeutige Feststellung und Dokumentation der Identität des Kunden - bei Bedarf wird auch die Herkunft des Vermögens, das im Rahmen der Geschäftsbeziehung oder der Transaktion eingesetzt wird, risikobasiert abgeklärt. Im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung verwendet die Bank besondere Sorgfalt auf Geschäfte mit politisch exponierten Personen, da sie einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, für illegale Transaktionen benutzt zu werden. Zu dieser Gruppe zählen natürliche Personen, die wichtige öffentliche Ämter ausüben beziehungsweise ausgeübt haben, sowie deren unmittelbare Familienmitglieder und sonstige nahestehende Personen. Gemeinsam mit dem Bereich Financial Institutions stellt Group Compliance sicher, dass bei der Abwicklung des internationalen Zahlungsverkehrs für ausländische Kreditinstitute die globalen Standards in Bezug auf Geldwäscheprävention, Verhinderung von Terrorismusfinanzierung und betrügerische Handlungen eingehalten werden. Hierzu wurde im Jahr 2012 die Global Policy für Financial Institutions aktualisiert, die die zu wahrenden Sorgfaltspflichten im Kundenannahmeprozess umfasst.

+33 Prozentpunkte auf +34 %

Entwicklung Net Promoter Score im Jahr 2012.

Privatkunden und Mittelstandsbank

Die Finanzmarkt- und Staatschuldenkrise hat Kunden verunsichert und das Vertrauen in ihre Bank beeinträchtigt. Mit der im November 2012 vorgestellten neuen Strategie trägt die Commerzbank diesen Veränderungen Rechnung. Das gilt insbesondere für das Privatkundengeschäft, in dem bereits im Laufe des Berichtsjahres verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Beratungsqualität eingeführt wurden. Ihre Wirkung zeigt sich in der deutlich gestiegenen Weiterempfehlungsbereitschaft der Kunden, die monatlich in Telefoninterviews erfragt wird. Die Commerzbank arbeitet hierbei mit dem sogenannten Net Promoter Score, einem international anerkannten Standard zur Bewertung der Kundenzufriedenheit. Er ist als Messgröße ein zentraler Bestandteil der variablen Vergütung aller Mitarbeiter und Führungskräfte im Privatkundenvertrieb.

Eine wichtige Aufgabe bei der Umsetzung der neuen Strategie kommt dem Kundenbeirat der Commerzbank zu. 2012 lief die 3-jährige Amtszeit des ersten Kundenbeirats aus, der im Schwerpunkt die Integration der Dresdner Bank begleitet hatte. Im Mai 2012 wurden als Querschnitt unserer Kundenstruktur 25 Frauen und Männer aus dem Privat- und Geschäftskundenbereich sowie dem Wealth Management für die nächsten drei Jahre in den zweiten Kundenbeirat gewählt. Sie sind gleichermaßen Interessensvertretung der Kunden sowie Impulsgeber und Diskussionspartner für die kundenorientierte Weiterentwicklung der Commerzbank.

Engagierte Kunden hat auch die Mittelstandsbank. Unter dem Motto "Unternehmer packen an" organisiert die Commerzbank deutschlandweit tatkräftige Unterstützung für renovierungsbedürftige Spielplätze, Kindergärten oder Grundschulen. 2012 wurden sieben solcher Engagements realisiert, insgesamt haben 116 Unternehmer und Bankberater mit angepackt. Die Commerzbank stellte dafür Baumaterial im Wert von über 55 000 Euro zur Verfügung.

Commerzbank in Afrika

ist die Nr. 1 der deutschsprachigen Banken für Firmenkundengeschäfte auf dem afrikanischen Kontinent

wickelt 11 % aller Eurozahlungen von Afrika ins Ausland ab

wickelt 35 % aller Handelsfinanzierungen mit Deutschland ab

Aber auch außerhalb Deutschlands unterstützt die Commerzbank ihr Kerngeschäft mit verschiedenen Initiativen. Einen wichtigen Markt bildet dabei der afrikanische Kontinent. 2012 erhielt die Commerzbank den "Best of European Business Award" der internationalen Strategieberatung Roland Berger für ihre erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensstrategie in Afrika. Entsprechend wichtig ist es der Commerzbank, vor Ort Verantwortung auch durch soziales Engagement zu übernehmen. So unterstützt die Commerzbank Aktiengesellschaft die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer mit insgesamt 100 000 Euro in den Jahren 2012 und 2013. Die Förderung kommt ausgewählten Bildungs- und Nachhaltigkeitsprojekten in SOS-Kinderdörfern zugute, darunter die Anschaffung von modernem IT-Equipment und von Photovoltaik-Anlagen für Kinderdörfer in Ghana.

Ein weiteres Tätigkeitsfeld, mit dem die Mittelstandsbank unternehmerische Verantwortung übernimmt, ist die seit über 25 Jahren betriebene Förderung Erneuerbarer Energien. Mit dem Center of Competence Renewable Energies (CoC RE) gehört die Commerzbank zu den weltweit größten Finanzierern Erneuerbarer Energien. Zum Kerngeschäft des CoC RE zählt neben der Betreuung von Firmen dieser Branche insbesondere die Begleitung von Projektfinanzierungen im Bereich der Erneuerbaren Energien. 2012 erhielt das Bankenkonsortium unter der Beteiligung der Commerzbank als Lead Arranger für die Finanzierung des Off-shore-Windparks "Meerwind" die Auszeichnung "European Offshore Wind Deal of the Year" des Project-Finance Magazine. Der Windpark, der voraussichtlich Anfang 2014 fertig gestellt wird, soll ab diesem Zeitpunkt rund 400 000 Haushalte mit sauberem Strom versorgen und pro Jahr etwa eine Million Tonnen CO2 einsparen.

Ökologie

Zu den wesentlichen Zielen des betrieblichen Umweltschutzes zählen die Optimierung des Ressourcenverbrauchs, der vermehrte Einsatz Erneuerbarer Energien und die Reduzierung der CO2 - beziehungsweise Treibhausgasemissionen. Übergeordnetes Ziel ist es, die Commerzbank schrittweise zu einem klimaneutral arbeitenden Unternehmen zu machen. Das nimmt Einfluss auf viele Bereiche der Bank und wird unter anderem vom zertifizierten Umweltmanagementsystem unterstützt. Im Wirkungsfeld von "Green IT" geht es beispielsweise darum, Informations- und Kommunikationstechnik möglichst energie- und ressourceneffizient zu betreiben. In der Folge konnte 2012 ein Rechenzentrum bereits komplett eingespart werden. Daneben kommt einer nachhaltigen Beschaffung hoher Stellenwert zu. Der bankweite "Standard für nachhaltige Beschaffung" hat dazu geführt, dass auch das Travel Management noch stärker nach Nachhaltigkeitskriterien ausgerichtet wurde. Der Bezug von Ökostrom hatte im Jahr 2012 bereits einen Anteil von über 90 % und wird ab Januar 2013 zu 100 % den Strombedarf der Commerzbank decken.

Der Konzernumweltausschuss erarbeitet derzeit ein neues Klimaziel mit verschiedenen Maßnahmen für die Umsetzung. Das bisherige Klimaziel - eine Reduzierung der konzernweiten CO2 -Emission um 30 % bis 2011 bezogen auf das Basisjahr 2007 - wurde mit 52 % Einsparung deutlich übertroffen.

Mitarbeiter

Mit seinen vielfältigen Angeboten trägt unser Gesundheitsmanagement dazu bei, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motiviert und leistungsfähig sind. Da Gesundheitsförderung ein wichtiger Bestandteil der Führungsaufgabe ist, haben wir im Jahr 2012 spezielle, teils verpflichtende Seminarbausteine in unsere Führungskräfteentwicklung aufgenommen. Darüber hinaus hat das Gesundheitsmanagement die Zusammenarbeit mit den regionalen Kompetenzteams ausgebaut. Es unterstützt sie seit 2012 mit entsprechenden Konzepten, Schulungsangeboten und einem eigenen Budget dabei, gesundheitsfördernde Maßnahmen vor Ort anzubieten.

Ausführliche Informationen hierzu und weiteren wichtigen Themen unserer Personalarbeit finden Sie im Kapitel "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" auf den Seiten 113 bis 116 dieses Geschäftsberichts.

Gesellschaft

Die Commerzbank kam ihrer gesellschaftlichen Verantwortung 2012 durch eine umfangreiche Stiftungs- und Spendentätigkeit sowie weitere Engagements und Initiativen nach. Mit der erstmaligen Beteiligung am Malteser Social Day wurde 2012 auch das gesellschaftliche Engagement der Mitarbeiter gezielt gefördert: Die Commerzbank stellte mehr als 400 Kollegen für einen Tag frei, um in 17 Städten an rund 30 verschiedenen Projekten in gemeinnützigen Einrichtungen praktische Unterstützung zu leisten. Nahezu 800 Mitarbeiter folgten im Berichtsjahr außerdem einem Aufruf, nicht mehr benötigte Mobiltelefone abzugeben. Das Recycling der Geräte brachte einen Erlös von 2 500 Euro, die an die Schülerinitiative "Plant-for-the-Planet" gespendet wurden. Durch die Spende der Commerzbank konnten 2 500 Bäume gepflanzt werden, die jährlich rund 25 Tonnen CO2 absorbieren. Für 2013 ist ein weiterer Ausbau des Corporate-Volunteering-Angebots geplant.

Gern folgte das "Praktikum für die Umwelt" im Jahr 2012 der Einladung von Bundespräsident Joachim Gauck, das Programm im Rahmen der "Woche der Umwelt" im Schloss Bellevue vorzustellen. Seit mehr als 20 Jahren unterstützt die Commerzbank Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservate in Deutschland mit dem von der UNESCO ausgezeichneten Projekt.

Konzernlagebericht

Im Konzernlagebericht erläutern wir die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie deren Einflüsse auf die Geschäftsaktivitäten der Commerzbank. Des Weiteren informieren wir ausführlich über die Geschäftsentwicklung des Commerzbank-Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 und geben einen Ausblick auf die erwartete Entwicklung sowohl der Rahmenbedingungen als auch des Commerzbank-Konzerns selbst.

Das Geschäftsjahr 2012 war erneut ein ereignisreiches Jahr mit vielen Herausforderungen. Vieles wurde im Berichtsjahr erreicht: nicht strategische Portfolios wurden abgebaut und Risiken reduziert, das Kostenmanagement konsequent umgesetzt und auch bei der Stärkung der Kapitalstruktur ist die Bank weiter vorangekommen. Vor dem Hintergrund des anhaltend schwierigen Marktumfeldes hat die Kernbank ein solides Operatives Ergebnis in Höhe von 2,6 Mrd. Euro erzielt. Mit Blick auf zukünftige Wachstums- und Ertragschancen wurden wichtige strategische Weichen gestellt. Die konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen wird für die Commerzbank ein entscheidendes Ziel für die nächsten Jahre sein.

Geschäft und Rahmenbedingungen

Struktur und Organisation

Die Commerzbank Aktiengesellschaft ist das zweitgrößte Kreditinstitut sowie eine der führenden Privat- und Firmenkundenbanken in Deutschland. Unseren Kunden steht eines der dichtesten Filialnetze aller deutschen Privatbanken zur Verfügung. Insgesamt betreut die Commerzbank rund 14 Millionen Privat- sowie 1 Million Geschäfts- und Firmenkunden weltweit. Ziel der Commerzbank ist es, ihre Position als Marktführer im Privat- und Firmenkundengeschäft in Deutschland weiter zu stärken.

Der Fokus der Geschäftstätigkeit liegt auf den vier Kernsegmenten Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets sowie Central & Eastern Europe. In dem Mitte des Jahres 2012 neu geschaffenen Abbausegment Non-Core Assets hat die Bank neben dem Staatsfinanzierungsgeschäft alle Aktivitäten der gewerblichen Immobilienfinanzierung und Schiffsfinanzierung gebündelt.

Unter Group Management sind alle Stabs- und Steuerungsfunktionen gebündelt: Group Audit, Group Communications, Group Compliance, Group Development & Strategy, Group Finance, Group Finance Operations, Group Human Resources, Group Investor Relations, Group Legal, Group Treasury sowie die zentralen Risikofunktionen. Als bereichsübergreifende Funktionseinheit wurde zum 1. September 2012 das Koordinations- und Tracking-Office etabliert, in dem das Kosten- und Ertragsmanagement der Bank koordiniert und deren Fortschritt überprüft wird. Die Unterstützungsfunktionen werden von Group Services bereitgestellt. Hierunter fallen Group Banking Operations, Group Markets Operations, Group Information Technology, Group Organisation, Group Security und Group Support. Unter gemeinsamer Leitung von Group Management und Group Services ist das Programm "Commerzbank Exzellenz" aufgesetzt. In der externen Berichterstattung sind die Stabs-, Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen im Bereich Sonstige und Konsolidierung zusammengefasst.

Im Inland steuert die Commerzbank Aktiengesellschaft aus ihrer Zentrale in Frankfurt am Main heraus ein flächendeckendes Filialnetz, über das alle Kundengruppen betreut werden. Wichtigste inländische Tochtergesellschaften sind die comdirect bank AG, die Commerz Real AG und die Hypothekenbank Frankfurt AG (vormals Eurohypo AG). Im Ausland ist die Bank mit 7 wesentlichen Tochtergesellschaften, 23 operativen Auslandsniederlassungen und 35 Repräsentanzen in 53 Ländern und an allen wichtigen Finanzplätzen wie London, New York, Tokio, Hongkong und Singapur vertreten. Der Schwerpunkt der internationalen Aktivitäten liegt aber auf Europa.

Die Commerzbank erstellt einen Konzernabschluss, in den neben der Commerzbank Aktiengesellschaft - als operative Führungsgesellschaft - alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen werden, an denen die Bank mehr als 50 % der Stimmrechte hält oder anderweitig einen beherrschenden Einfluss ausübt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Unternehmenssteuerung

Die Unternehmenssteuerung im Commerzbank-Konzern basiert auf einem wertorientierten Steuerungskonzept. Wesentliche Kriterien dieses Konzepts beruhen zum einen darauf, dass die durch die Geschäftseinheiten eingegangenen Risiken mit externen und internen Risikotragfähigkeitsrichtlinien vereinbar sind, und zum anderen, dass langfristig eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital erwirtschaftet wird. In diesem Zusammenhang überprüft die Bank regelmäßig die Allokation knapper Ressourcen auf die Geschäftseinheiten und passt ihre Geschäftsstruktur aktiv den sich ändernden Marktverhältnissen an, mit dem Ziel, langfristig den Unternehmenswert zu steigern.

Wesentliches Instrument der Unternehmenssteuerung ist der Planungsprozess. Dabei werden durch den Vorstand Zielgrößen für die Geschäftseinheiten festgelegt und die vorhandenen Ressourcen wie Kapital und Risikolimite gezielt den Segmenten zugeordnet. Die Einhaltung der Geschäftsplanung wird regelmäßig durch den Vorstand überwacht.

Als Kriterien dienen in diesem Controllingprozess zur Unternehmenssteuerung die Ergebnisgrößen Operatives Ergebnis und Ergebnis vor Steuern sowie die Kennzahlen Eigenkapitalrendite, Aufwandsquote und Value Added. Die Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des Operativen beziehungsweise des Vorsteuerergebnisses zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie zeigt, wie sich das im jeweiligen Segment eingesetzte Kapital verzinst hat. Die Aufwandsquote dient zur Beurteilung der Kosteneffizienz und ist als Verhältnis aus Verwaltungsaufwand zu Erträgen vor Risikovorsorge definiert. Der Value Added gibt den durch die Segmente geschaffenen Unternehmenswert an und errechnet sich als Differenz zwischen dem Operativen Ergebnis und den Kapitalkosten vor Steuern. Die Kapitalkosten entsprechen der Mindestrenditeerwartung unserer Aktionäre an die Verzinsung ihres eingesetzten Kapitals.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht ist im Corporate-Governance-Bericht im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts.

Angaben gemäß § 315 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs (HGB) und erläuternder Bericht

Die Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB und erläuterndem Bericht sind im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts.

Angaben gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 des Handelsgesetzbuchs (HGB)

Die Angaben gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB sind im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Volkswirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2012 mit etwa 3 % deutlich schwächer als in den Vorjahren gewachsen. Von diesem Trend konnten sich nur wenige Regionen abkoppeln. Zu den Ausnahmen zählen die USA, wo die Wirtschaft mit 2,2 % sogar einen halben Prozentpunkt stärker zulegte als im Jahr zuvor. Vermutlich sind in den USA die Übertreibungen der Vergangenheit bei der Verschuldung der privaten Haushalte und im Immobiliensektor weitgehend korrigiert, sodass die sehr expansiv ausgerichtete Geldpolitik zunehmend durchschlägt.

In den Emerging Markets war das Wachstumstempo zwar immer noch deutlich höher als in den Industrieländern, mit knapp 5 % lag die durchschnittliche Zuwachsrate aber mehr als einen Prozentpunkt unter dem Wert des Vorjahres. Ausschlaggebend hierfür war neben einer schwächeren Auslandsnachfrage die deutliche Straffung der Geldpolitik im Verlauf des Vorjahres.

Am stärksten hat sich die Konjunktur im Euroraum abgeschwächt, wo die Wirtschaft im abgelaufenen Jahr um etwa 0,5 % geschrumpft ist, nach einem Wachstum von 1,5 % im Jahr 2011. Offenbar hat die Staatsschuldenkrise die Wirtschaft noch stärker belastet, was weniger auf die Finanzpolitik - die ähnlich restriktiv ausgerichtet war wie im Vorjahr - zurückzuführen sein dürfte. Allerdings hat die von der Krise ausgehende Unsicherheit die Unternehmen mehr und mehr von Investitionen abgehalten.

Mit einem leichten Wachstum von 0,7 % hat sich die deutsche Wirtschaft erneut wesentlich besser entwickelt als der Durchschnitt des Euroraums. Allerdings hat auch hier die Krise deutliche Spuren hinterlassen. So ist im vierten Quartal auch das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal geschrumpft. Ausschlaggebend für die schwächere Konjunktur waren weniger die Exporte, denn die geringere Nachfrage aus den Ländern der Europeripherie wurde durch die weiterhin deutlich zunehmende Nachfrage von außerhalb des Euroraums mehr als ausgeglichen. Entscheidend war, dass die Unternehmen wegen der großen Planungsunsicherheit bei Investitionen sehr zögerlich waren; diese sind im Jahr 2012 trotz der sehr niedrigen Finanzierungskosten und einer weiter lebhaften Auslandsnachfrage deutlich gefallen.

Anders die Situation an den Finanzmärkten: Obwohl gerade im Euroraum und in Deutschland aus der Realwirtschaft eher schlechte Nachrichten kamen, hat sich die Stimmung an den Finanzmärkten in der zweiten Jahreshälfte deutlich verbessert. Ausschlaggebend hierfür war, dass die Europäische Zentralbank Anfang des zweiten Halbjahres ankündigte, "alles Notwendige zu tun, um den Euro zu erhalten". Nach dieser deutlichen Aussage ihres Präsidenten entspannte sich die Lage an den Zinsmärkten in Spanien und Italien, und die Kurse von Finanztiteln stabilisierten sich wieder. Die zusätzlichen Erklärungen aus Berlin und Paris einen Tag später, "alles Mögliche zu tun, um die Eurozone zu schützen", leitete die Wende in der Kursentwicklung von Finanztiteln ein. Darüber hinaus hat die EZB im Sommer ihre Bereitschaft signalisiert, bei Bedarf unter bestimmten Bedingungen unbegrenzt Staatsanleihen der Krisenländer zu kaufen und so den Zusammenhalt der Währungsunion zu garantieren. Danach legten die Aktienkurse deutlich zu, und die Risikoaufschläge bei den Renditen von Staatsanleihen der Peripherieländer gingen gegenüber deutschen Staatsanleihen deutlich zurück. Der Euro konnte ebenfalls wieder zulegen. Auch wenn ein neues Krisenszenario nicht ausgeschlossen werden kann: Die Chancen, dass sich das Abebben der Staatsschuldenkrise als nachhaltig erweisen wird, stehen gut. Denn anders als in vergleichbaren früheren Phasen haben sich die Kapitalströme gedreht. Seit dem Sommer ist per saldo Kapital in die Peripherieländer geflossen. Die mehr als ein Jahr anhaltende Kapitalflucht aus diesen Ländern hat also vorerst ein Ende gefunden.

Branchenumfeld

Die europäische Staatsschuldenkrise hatte sich im ersten Halbjahr 2012 ausgeweitet und zeitweise sogar zugespitzt. Während sich der Kreis der betroffenen Länder zunächst auf Zypern und Spanien ausdehnte, erreichte die Krise dann mit der Verfestigung der Anspannungen auf den Anleihemärkten in Spanien und Italien im Sommer einen neuen Höhepunkt. Marktteilnehmer und Kunden aus der Realwirtschaft betrachteten mit Spannung das politische Geschehen aus Krisengipfeln, Schuldenschnitten und Last-Minute-Rettungsprogrammen. Da eine Verschärfung der Staatsschuldenkrise bisher regelmäßig auch das deutsche Finanzsystem in Mitleidenschaft gezogen hat, schwächte sich die Ertragslage der großen deutschen international tätigen Kreditinstitute im ersten Halbjahr sichtlich ab, zumal parallel auch die Weltkonjunktur weiter an Fahrt verlor. Wichtige Ursachen dieser Ertragsentwicklung, an deren Grundkonstellation sich auch im zweiten Halbjahr kaum etwas geändert hat, waren rückläufige Zinsen und Zinsspannen sowie zurückhaltende Dispositionen von Anlegern und unternehmerischen Investoren.

Parallel hierzu hat sich im Verlauf der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres das Eskalationsrisiko der Krise in der Wahrnehmung der Märkte durch ungewöhnlich weitreichende geldpolitische Schritte deutlich reduziert. Mit dem Rettungsschirm "Europäischer Stabilitätsmechanismus", dem Outright-Monetary-Transactions-Programm der EZB und den Sondermaßnahmen des Eurosystems zur Liquiditätssteuerung wurden Eckpfeiler geschaffen, die Extremszenarien wie ein Auseinanderbrechen des Euroraums verhindern sollen. In der Folge haben sich Risikoaufschläge für betroffene Staatsanleihen merklich verringert und die Kapital- und Depositenflucht aus diesen Ländern hat sich verlangsamt. Für die Gewinnentwicklung im Bankensektor 2012 kam diese Entspannung der Krise allerdings zu spät, zumal die Ertragslage der Kreditwirtschaft auch durch strukturelle Entwicklungen - auf den Gebieten Regulatorik und Wettbewerbsintensität - belastet ist. Dennoch ist das deutsche Bankensystem durch deutliche geringere Forderungen gegenüber den Krisenländern, einer merklichen Erhöhung der Kernkapitalquoten und durch den Rückgang des Verschuldungsgrades im vergangenen Jahr widerstandsfähiger geworden. Die Refinanzierungskosten der Banken im Euroraum sind vor diesem Hintergrund seit dem Sommer des vergangenen Jahres gesunken und der Zugang zu Refinanzierungsmitteln hat sich etwas gebessert.

Wichtige geschäftspolitische Ereignisse

Das Geschäftsjahr 2012 war für die Commerzbank erneut ein ereignisreiches Jahr. Zu Beginn des Geschäftsjahres hat die Bank ein Maßnahmenpaket vorgestellt, mit dem es gelang, die Kapitalanforderungen der European Banking Authority aus eigener Kraft zu erfüllen. Hierzu gehörte auch die Ausnutzung des günstigen Kapitalmarktumfeldes, um eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage durchzuführen. Zusammen mit der Erfüllung der individuellen Vergütungsansprüche der außertariflich Beschäftigten durch die Ausgabe von Aktien konnte die Bank damit ihre Kapitalstruktur weiter stärken. Mitte des Berichtsjahres hat sich die Commerzbank aufgrund der weiterhin unsicheren Situation an den Finanzmärkten dazu entschlossen, ihre Fokussierung auf das Kerngeschäft schneller als geplant umzusetzen und ihre Aufstellung weiter zu schärfen. Neben Anpassungen in der Segmentstruktur kam es auf Vorstandsebene dadurch zu einzelnen Veränderungen im Zuständigkeitsbereich. Mit welchen Maßnahmen die Bank die Ertragskraft ihres Kerngeschäfts steigern möchte, wurde im Rahmen eines Investorentags im November erläutert.

Maßnahmen zur Deckung der EBA-Anforderungen

Mitte Januar 2012 hat die Commerzbank ein umfangreiches Maßnahmenpaket präsentiert, um die Anforderung der European Banking Authority (EBA) - das harte Kernkapital um 5,3 Mrd. Euro zu stärken - aus eigener Kraft zu erfüllen.

Zur Erfüllung der durch die EBA vorgegebenen Core-Tier-I-Quote von 9 % (bei Simulation eines Teilausfalls europäischer Staatsanleihen) hatte die Commerzbank bereits zum Ende des Jahres 2011 umfassende Maßnahmen eingeleitet. Im ersten Quartal 2012 konnte insbesondere durch das konsequent fortgesetzte RWA-Management sowie unter Berücksichtigung des Zwischengewinns das EBA-Kapitalziel bereits übererfüllt werden. Durch die zusätzlich kapitalerhöhend wirkenden Effekte aus der Maßnahme zur Optimierung der Kapitalstruktur vom Februar 2012 hat die Commerzbank ihre Kapitalausstattung weiter gestärkt.

Weitere Optimierung der Kapitalstruktur

Im Februar 2012 hat der Vorstand der Commerzbank mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung um rund 7 % des Grundkapitals (360 509 967 Aktien) zur Einbringung ausgewählter Wertpapiere als Sacheinlage beschlossen. Bei den zur Einbringung ausgewählten Wertpapieren handelte es sich um von der Commerzbank und weiteren Gesellschaften begebene hybride, nachrangige und andere Finanzinstrumente im Nominalvolumen von 965 Mio. Euro. Goldman Sachs International ("Goldman Sachs") hat als Intermediär die Wertpapiere von qualifizierten Investoren außerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika zwecks Umtauschs in neue Commerzbank-Aktien erworben.

Gegen die Einbringung der so erworbenen Finanzinstrumente in die Commerzbank hat Goldman Sachs die für den Umtausch auszugebenden 360 509 967 neuen Commerzbank-Aktien vollständig gezeichnet und diese Aktien nach Durchführung und der am 7. März 2012 erfolgten Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister an die betreffenden qualifizierten Investoren weitergereicht. Auf Basis des durchschnittlichen täglichen volumengewichteten Xetra-Durchschnittskurses der Commerzbank-Aktie im Zeitraum vom 24. Februar bis zum 2. März 2012, 15.00 Uhr (MEZ), erfolgte der Umtausch zu einem rechnerischen Preis der neuen Commerzbank-Aktien von 1,9128 Euro je Aktie.

Mit der Transaktion hat die Commerzbank - unabhängig von dem EBA-Maßnahmenpaket - ein günstiges Marktumfeld genutzt, um ihre Kapitalstruktur weiter zu stärken.

Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) hat einen Teil seiner Stillen Einlage im Nominalbetrag von gut 230,8 Mio. Euro in 120 169 989 Aktien gewandelt, um seine Beteiligungsquote an der Commerzbank (25 % plus eine Aktie) aufrechtzuerhalten. Nach dieser Transaktion hat sich die Stille Einlage des SoFFin an der Commerzbank auf rund 1,71 Mrd. Euro reduziert.

Hartes Kernkapital der Commerzbank durch Auszahlung variabler Vergütung in Aktien gestärkt

Wie zu Jahresbeginn 2012 bereits angekündigt, hat die Commerzbank 213,8 Mio. Euro der individuellen variablen Vergütungsansprüche ihrer außertariflichen Mitarbeiter in Aktien der Commerzbank erfüllt. Ende Juni 2012 hat der Vorstand der Commerzbank mit Zustimmung des Aufsichtsrats die endgültige Anzahl der neu auszugebenden Aktien zur Erhöhung des Grundkapitals gegen Sacheinlage - unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre - mit 176 553 636 Aktien festgelegt.

Von den teilnahmeberechtigten außertariflichen Mitarbeitern haben sich knapp 90 % für die Auszahlung der variablen Vergütung in Aktien entschieden. Damit wurden als Sacheinlage Forderungen von Mitarbeitern des Commerzbank-Konzerns aus der variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2011 im Gesamtnennwert von 213,8 Mio. Euro eingebracht, was unmittelbar zu einer Stärkung des Core-Tier-I-Kapitals führte. Im Rahmen eines koordinierten Veräußerungsgeschäfts wurden 128 335 357 der neu begebenen Aktien von der Commerzbank Aktiengesellschaft und der Deutsche Bank AG als Joint Bookrunner platziert.

Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) hat im Anschluss daran einen Teil seiner Stillen Einlage in Aktien gewandelt, um seine Beteiligungsquote an der Commerzbank (25 % plus eine Aktie) aufrechtzuerhalten. Damit wurde ein Teil der Stillen Einlage im Nominalbetrag von rund 80,1 Mio. Euro in 58 851 212 Aktien aus dem in der Hauptversammlung 2011 geschaffenen Bedingten Kapital gewandelt. Somit reduzierte sich die verbleibende Stille Einlage des SoFFin an der Commerzbank auf rund 1,63 Mrd. Euro.

Mit Durchführung dieser beiden Kapitalmaßnahmen erhöhte sich die Aktienanzahl der Commerzbank auf insgesamt 5 829 513 857 Aktien. Die neuen Aktien wurden am 2. Juli 2012 erstmals in den Börsenhandel einbezogen.

Commerzbank beschleunigt Fokussierung auf das Kerngeschäft

Angesichts der unsicheren Situation an den Finanzmärkten, der Verschärfung der Staatsschuldenkrise sowie der zunehmenden regulatorischen Anforderungen hat die Commerzbank den bereits eingeschlagenen Weg der Fokussierung auf kundengetriebenes und profitables Kerngeschäft, der Minimierung von Risiken und der Reduzierung von Komplexität beschleunigt fortgesetzt. Der Vorstand hat deshalb Ende Juni 2012 beschlossen, neben dem Staatsfinanzierungsgeschäft (Public Finance) alle Aktivitäten der gewerblichen Immobilienfinanzierung und der Schiffsfinanzierung über die Zeit vollständig abzubauen. Zudem wurden ein Großteil der Commerz Real sowie das Portfolio der privaten Baufinanzierung der ehemaligen Eurohypo AG in das Kernbanksegment Privatkunden integriert.

Die gewerbliche Immobilienfinanzierung und die Schiffsfinanzierung haben wir vollständig in das neue Abbausegment Non-Core Assets (NCA) übertragen. Wesentliche Gründe dafür waren die hohe Kapitalbindung und die steigenden Liquiditätsanforderungen unter Basel III, gerade auch für Langfristfinanzierungen, sowie die auch künftig zu erwartenden starken zyklischen Schwankungen im Ergebnis. Im Privat- und Firmenkundengeschäft wird die Commerzbank weiterhin Immobilienfinanzierungen anbieten.

Das Public-Finance-Geschäft der Hypothekenbank Frankfurt AG wurde ebenfalls zur Abwicklung organisatorisch in das Segment NCA übertragen. Rechtlich bleiben sowohl das Portfolio der gewerblichen Immobilienfinanzierung als auch das Public-Finance-Portfolio wie geplant in der Hypothekenbank Frankfurt AG.

Anpassungen in der Segmentstruktur

Die Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente orientiert sich an der im Halbjahresbericht 2012 vorgestellten und zum 1. Juli 2012 geänderten Segmentstruktur. Zu diesem Stichtag wurden die vom Vorstand beschlossenen Maßnahmen zur Restrukturierung der Eurohypo AG, die seit dem 31. August unter dem Namen "Hypothekenbank Frankfurt AG" firmiert, umgesetzt und das Abbausegment Non-Core Assets (NCA) implementiert, das das bisherige Segment Asset Based Finance ersetzt. Ein Großteil der Commerz Real sowie das Portfolio der privaten Baufinanzierung der ehemaligen Eurohypo AG wurden in das Segment Privatkunden integriert.

Gleichzeitig wurde das Segment Portfolio Restructuring Unit (PRU), nach signifikanten Fortschritten beim Abbau des Portfolios, als eigenständiges Segment aufgelöst und das noch verbleibende Portfolio - mit Ausnahme des an NCA übertragenen Teilportfolios der öffentlichen Infrastrukturinvestitionen - in das Kernsegment Corporates & Markets (CM) umgegliedert. Daher werden die seit Juli 2012 auf die Segmente CM und NCA entfallenden Ergebnisbeiträge der übertragenen Bestände des aufgelösten Segments PRU in der Segmentberichterstattung des Konzernabschlusses separat dargestellt. Zudem werden in der im Konzernabschluss auf Seite 227 ausgewiesenen Tabelle zum Segmentergebnis des Berichtszeitraums 2012 die Ergebnisse der PRU bis zum 30. Juni 2012 separat ausgewiesen.

Bereits zum 1. Januar 2012 erfolgte die Umgliederung der bislang dem Segment Central S Eastern Europe zugeordneten Filialen in Tschechien und der Slowakei, der Commerzbank Eurasija in Russland sowie der ungarischen Commerzbank Zrt. in das Segment Mittelstandsbank. Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden entsprechend angepasst.

Neue Geschäftsverteilung im Vorstand

Im Zuge der Anpassung der Segmentstruktur haben wir auch die Zuständigkeiten im Vorstand der Commerzbank neu geordnet. Ulrich Sieber hat zusätzlich zu Group Human Resources gemeinsam mit Jochen Klösges die Gesamtverantwortung für den erweiterten Bereich NCA übernommen. Um sich auf den wertschonenden Abbau der Portfolios im neuen Segment NCA zu konzentrieren, gab Ulrich Sieber die Segmentverantwortung für Central S Eastern Europe an Martin Blessing ab. Im Gegenzug gab Martin Blessing den Bereich Treasury an Michael Reuther ab, der diesen Bereich nun zusätzlich zum Segment Corporates S Markets übernommen hat. Die neue Aufgabenteilung im Vorstand trat per 9. August in Kraft.

Eurohypo AG in "Hypothekenbank Frankfurt AG" umbenannt

Die Umbenennung der Eurohypo AG in "Hypothekenbank Frankfurt AG" ist mit der Eintragung in das Handelsregister am 31. August wirksam geworden. Mit der Aufgabe der Marke hat die Commerzbank eine Forderung der Europäischen Kommission aus der Abwicklungsauflage für die Eurohypo AG erfüllt. Der neue Name wirkt sich auch auf die Tochtergesellschaften der Hypothekenbank Frankfurt aus: Die Eurohypo Europäische Hypothekenbank S. A. mit Sitz in Luxemburg firmiert nunmehr unter "Hypothekenbank Frankfurt International S. A.", die EH Estate Management GmbH unter "HF Estate Management GmbH". Die Umbenennung hat keine Auswirkungen auf bestehende Verträge mit Kunden oder Geschäftspartnern. Konto- und Referenznummern, Bankleitzahl und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen bleiben weiterhin unverändert gültig, ebenso die Anschriften und Kontaktdaten.

Commerzbank schließt Verkauf ihres Minderheitsanteils an der russischen Promsvyazbank ab

Mitte Juni hat die Commerzbank den Verkauf ihres Minderheitsanteils von rund 14,4 % an der russischen Promsvyazbank abgeschlossen. Käufer ist die Promsvyaz Capital B. V., die Mehrheitsgesellschafterin der Promsvyazbank ist. Die Commerzbank hatte mit Blick auf die Veräußerungsabsicht bereits eine vertraglich mit der Promsvyaz Capital B. V. fixierte Put-Option aktiviert.

Das Russlandgeschäft der Commerzbank bleibt von der Transaktion unberührt. Im Firmenkundengeschäft wird die Bank sowohl russischen Kunden mit Geschäftsbezug zu Deutschland als auch deutschen Unternehmen mit Geschäft in Russland unverändert als zuverlässiger Partner zur Seite stehen. Wie bisher wird die Commerzbank in Russland durch ihre Tochter Commerzbank (Eurasija) SAO und die Repräsentanzen in Moskau und Nowosibirsk vertreten sein.

Commerzbank veräußert Bank Forum an die ukrainische Smart Group

Ende Oktober hat die Commerzbank den Verkauf ihres Anteils von rund 96 % an der ukrainischen Bank Forum an die ukrainische Smart Group abgeschlossen. Über die vertraglichen Details wurde Stillschweigen vereinbart. Die Commerzbank hatte den Mehrheitsanteil an der Bank Forum im Frühjahr 2008 erworben. In den vergangenen Jahren war die Entwicklung der Ukraine weit weniger dynamisch als erwartet. Wir rechnen für die nahe Zukunft auch nicht mit einer nachhaltigen Verbesserung. Im Zuge der laufenden Überprüfung der Konzernstrategie hat die Commerzbank daher entschieden, ihren Anteil an der Bank Forum zu veräußern. In der Ukraine wird die Commerzbank auch künftig mit einer Repräsentanz in Kiew vertreten sein und im Firmenkundengeschäft weiterhin ukrainischen Kunden mit Geschäftsbezug zu Deutschland ebenso wie deutschen Unternehmen mit Geschäft in der Ukraine unverändert als zuverlässiger Partner zur Seite stehen.

Commerzbank präsentiert strategische Agenda

Im Rahmen eines Investorentags hat die Commerzbank Anfang November ihre strategische Agenda bis zum Jahr 2016 vorgestellt. Die Commerzbank wird ihr Geschäftsmodell in den kommenden Jahren an die veränderten Rahmenbedingungen in der Finanzbranche anpassen und fokussiert wachsen. Bis zum Jahr 2016 investiert die Bank mehr als 2,0 Mrd. Euro in die Ertragskraft ihres Kerngeschäfts, hält dabei durch zusätzliche Effizienzmaßnahmen ihre Kosten stabil und optimiert ihre Kapitalausstattung weiter. Im Jahr 2016 will die Bank in ihrem Kerngeschäft eine Eigenkapitalrendite nach Steuern von mehr als 10 % erreichen. Die Aufwandsquote der Kernbank mit den operativen Segmenten Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets sowie Central & Eastern Europe soll auf rund 60 % reduziert werden. Die Core-Tier-I-Quote des Konzerns soll auch unter Berücksichtigung von Basel III - bei Anwendung der Übergangsregelungen - bis Ende des Jahres 2016 stets deutlich über 9 % liegen. Zudem ist geplant, die Portfolios im Nichtkernsegment Non-Core Assets (NCA) bis zum Jahr 2016 um rund 40 % zu verringern.

Das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen wird die wichtigste Aufgabe aller Banken in den kommenden Jahren sein. Für uns heißt das: Wir wollen eine neue Bank, die moderne Technologien und traditionelle Werte vereint. Wir richten unser Geschäftsmodell strikt an den Bedürfnissen der Realwirtschaft aus und passen unsere Beratung, unsere Produkte und unsere Dienstleistungen an.

Zum Anstieg der Erträge soll insbesondere die strategische Neuausrichtung des Privatkundengeschäfts beitragen. Ziel ist der Aufbau einer Multikanalbank, die moderne Technologien mit traditionellen Werten wie Fairness, Vertrauen und Kompetenz verbindet. Insgesamt wird die Commerzbank bis zum Jahr 2016 etwa 1,0 Mrd. Euro in die Plattformen, das Produkt- und Serviceangebot, den Beratungsprozess und die Qualifizierung der Mitarbeiter im Privatkundengeschäft investieren. Damit soll der Ertrag pro Kunde gesteigert, die Anzahl der Kunden von heute 11 Millionen auf 12 Millionen erhöht und so im Jahr 2016 ein Operatives Ergebnis in Höhe von mehr als 500 Mio. Euro erwirtschaftet werden. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern soll dann bei über 12 % liegen.

Die Mittelstandsbank wird ihr erfolgreiches Geschäftsmodell und ihre führende Marktposition weiter ausbauen. Der Wachstumsfokus liegt dabei sowohl auf der Gewinnung von Neukunden, insbesondere im kleinen und mittelgroßen Firmenkundensegment, als auch auf der Ausweitung des Geschäfts mit Bestandskunden in Deutschland. Zudem wird die "Cash Management & International Business"-Plattform weiter ausgebaut. So soll die Kundenreichweite bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen von heute mehr als 30 % weiter verbessert und die Position als Marktführer bei Großunternehmen - die Kundenreichweite liegt hier bei über 90 % - nachhaltig gesichert werden. Im Ausland wird das Geschäft an den bestehenden Standorten weiterentwickelt und in den Ausbau der Position als führende Trade-Service-Bank in Europa investiert. Insgesamt soll im Jahr 2016 auch bei einer unterstellten Normalisierung der Risikovorsorge weiterhin eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von über 20 % erreicht werden. Die Aufwandsquote soll dabei trotz der Investitionen auf einem im Wettbewerbsvergleich niedrigen Niveau von unter 45 % bleiben.

Corporates & Markets wird seine Position als ein international führender Nischenanbieter weiter ausbauen und dafür auch die enge Verzahnung mit dem Privat- und Firmenkundengeschäft der Commerzbank nutzen. Dabei wird das bereits im Jahr 2004 eingeführte risikokontrollierte Geschäftsmodell konsequent fortgeführt. Corporates & Markets wird seine traditionelle Stärke im Bereich der Kapitalmarktfinanzierung und der Risikoabsicherung im Anleihen- und Kreditbereich weiter ausbauen und die führende Marktposition bei Anlageprodukten im Aktien- und Rohstoffbereich durch ausgewählte Asset-Management-Produkte stärken. Auch das Geschäft mit institutionellen Kunden wird weiter intensiviert. Im Jahr 2016 will die Commerzbank im Investmentbanking eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von mehr als 15 % erwirtschaften und ihre Aufwandsquote auf unter 65 % absenken.

Im Segment Central & Eastern Europe wird die Commerzbank ihren erfolgreichen organischen Wachstumskurs bei der polnischen BRE Bank fortführen, deren bewährtes Universalbankmodell ausbauen und das Direktbankangebot der mBank weiter ausbauen. Das Mobile-Banking-Angebot der mBank wird erweitert und ihre Position als eine der führenden Internetbanken Europas ausgebaut. Die BRE Bank wird zudem durch das verstärkte Zusammenspiel von Firmenkundengeschäft und Investmentbanking ihr Produktangebot verbreitern und konsequent auf den Mittelstand ausrichten. Der Markenauftritt der BRE-Bank-Gruppe wird bis zum Jahr 2016 unter dem Namen "mBank" vereinheitlicht. Central & Eastern Europe soll einen stabil wachsenden Wertbeitrag im Konzern leisten und im Jahr 2016 eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von mehr als 15 % sowie eine Aufwandsquote von weniger als 55 % erzielen.

Die bei Non-Core Assets (NCA) gebündelten Konzernbereiche Public Finance, Commercial Real Estate und Deutsche Schiffsbank werden wie geplant im Wesentlichen ohne Verkäufe und wertschonend abgebaut. Ziel ist es, das NCA-Portfolio in Höhe von derzeit 151 Mrd. Euro bis Ende des Jahres 2016 um rund 40 % zu reduzieren. Als Ergebnis des Abbauprozesses soll im Segment NCA Kapital freigesetzt und in die Kernbanksegmente reallokiert werden. Der bei NCA geplante Stellenabbau wird entsprechend dem Portfolioabbau umgesetzt.

Trotz des fokussierten Wachstums im Kerngeschäft soll die Risikovorsorge im Konzern bis zum Jahr 2016 weiter auf rund 1,4 Mrd. Euro reduziert werden. Die risikogewichteten Aktiva dürften sich bis zum Jahr 2016 rechnerisch auf etwa 240 Mrd. Euro erhöhen. Dies ist im Wesentlichen auf die Umsetzung der neuen Eigenkapitalregeln gemäß Basel III zurückzuführen. Mit Blick auf die neuen Eigenkapitalvorschriften gemäß Basel III und vor dem Hintergrund des sich verändernden Marktumfeldes wird der Fokus auch weiterhin auf der Stärkung des Eigenkapitals liegen.

Bis zum Jahr 2016 soll der Verwaltungsaufwand trotz der Investitionen in das Kerngeschäft, höherer Lohnabschlüsse und steigender Sachkosten bei etwa 7,1 bis 7,3 Mrd. Euro liegen. Dafür wird die Bank ihr striktes Kostenmanagement fortsetzen und in den kommenden Jahren unter anderem durch die effizientere Gestaltung von Prozessen, die Einführung der neuen Filialstruktur und die Anpassung der Personalkapazitäten Kosten einsparen. Hierfür werden entsprechende Restrukturierungsaufwendungen anfallen.

Mit der Weiterentwicklung der strategischen Ausrichtung reagiert die Commerzbank auf die Herausforderungen der Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise und die daraus resultierende "neue Normalität" in der Finanzbranche, das heißt steigende Anforderungen an die Kapitalausstattung von Banken, ein anhaltend niedriges Zinsniveau und Vertrauensverluste der Kunden.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die vorangegangenen Kapitel - besonders die Beschreibung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der wichtigen geschäftspolitischen Ereignisse - machen deutlich, dass das Geschäftsjahr 2012 für die Commerzbank sehr heraufordernd war. In diesem sehr schwierigen und volatilen Umfeld konnte die Commerzbank die Vermögens- und Finanzlage verbessern sowie die Ertragslage stabilisieren. Nachdem die Commerzbank bereits zum Ende des ersten Quartals die Kapitalanforderungen der EBA übererfüllt hatte, betrugen die Kapitalquoten zum Jahresende für die Core-Tier-I-Quote 12,0 % und für die Kernkapitalquote (Tier-I-Quote) 13,1 %. Dazu haben auf Jahresfrist sowohl das erhöhte Kapital als auch die niedrigeren risikogewichteten Aktiva (RWA) beigetragen. Der Rückgang der RWA belegt zudem, dass die Bank ihre nicht strategischen Bestände und auch die Risiken weiterhin konsequent abbaut. Die Commerzbank wies im Berichtsjahr eine komfortable Liquiditätsausstattung auf; darüber hinaus konnte sie ihren Fundingbedarf für das Gesamtjahr 2012 bereits in den ersten Monaten decken. Im Zusammenhang mit der europäischen Staatsschuldenkrise waren im Berichtsjahr zwar keine so hohen Wertkorrekturen angefallen wie im Jahr zuvor, jedoch belasteten als indirekte Folge andere Faktoren die Ertragslage, wie das niedrige Zinsniveau und die allgemeine Kundenzurückhaltung bei Geschäftsaktivitäten.

Gewinn- und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-Konzerns

Im Geschäftsjahr 2012 steigerte die Commerzbank sowohl das Operative Ergebnis auf 1 216 Mio. Euro als auch das Ergebnis vor Steuern auf 905 Mio. Euro nach jeweils 507 Mio. Euro im Vorjahr. Dafür war besonders der Rückgang der Verwaltungsaufwendungen ursächlich. Demgegenüber lag das Konzernergebnis mit 109 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert in Höhe von 747 Mio. Euro, da infolge der auf dem Investorentag kommunizierten niedrigeren Renditeziele Abschreibungen auf latente Steueransprüche anfielen.

Die einzelnen Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung haben sich wie folgt entwickelt:

Der Zinsüberschuss ging gegenüber dem Vorjahr um 17,6 % auf 5 539 Mio. Euro zurück. Dafür waren mehrere Gründe verantwortlich: Erstens das im Berichtsjahr auf einen sehr niedrigen Stand gesunkene Zinsumfeld. Dies hatte in der Kernbank, besonders in den Segmenten Privatkunden und Mittelstandsbank, geringere Einlagenmargen zur Folge. Zweitens die rückläufigen Kreditvolumina im Rahmen unseres gezielten Abbaus der Nichtkernaktivitäten. Dies betraf vor allem das Segment Non-Core Assets in der gewerblichen Immobilienfinanzierung, aber auch das Segment Corporates & Markets. Zusätzlich waren im zweiten Quartal des Vorjahres Erträge aus restrukturierten Krediten angefallen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft stieg im Vergleich zum Vorjahr um 19,4 % auf - 1 660 Mio. Euro. Dabei wurde der Rückgang der Bruttozuführungen von einem stärkeren Rückgang der Auflösungen überkompensiert. Die Entwicklung der Nettozuführungen verlief in der Kernbank und in NCA entgegengesetzt. In der Kernbank blieben sie aufgrund der sehr guten Portfolioqualität deutlich unter dem bereits niedrigen Niveau des Vorjahres. Dazu trugen vor dem Hintergrund der guten Verfassung der deutschen Wirtschaft besonders die Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets bei. Demgegenüber kam es im Segment NCA zu einem Anstieg der Risikovorsorge: Während die Vorsorgenotwendigkeit für die gewerbliche Immobilienfinanzierung abnahm, stiegen aufgrund der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage auf den Schiffsmärkten die Zuführungen zur Risikovorsorge in diesem Marktsegment deutlich.

Der Provisionsüberschuss lag im Berichtszeitraum mit 3 191 Mio. Euro um 8,7 % unter dem Vorjahr. Dies resultierte zu wesentlichen Teilen aus der anhaltenden Unsicherheit an den Finanzmärkten, weshalb vor allem die Privatkundschaft in ihrem Anlageverhalten weiterhin Zurückhaltung übte. Dies führte in erster Linie zu rückläufigen transaktionsbezogenen Wertpapiererträgen. Darüber hinaus gingen die Provisionserträge im Segment Non-Core Assets wegen der Einstellung des Neugeschäfts zurück. Aufgrund unserer starken Stellung im Auslands- und Devisengeschäft mit unseren Firmenkunden nahmen die Erträge aus diesem Geschäftsfeld dagegen zu.

Tabelle 6

scroll
Ergebnisrechnung |
Mio. €
2012 2011 Veränderung
Zinsüberschuss 5 539 6 724 - 1 185
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 1 660 - 1 390 - 270
Provisionsüberschuss 3 191 3 495 - 304
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 1 121 1 986 - 865
Finanzanlagen-, at-Equity- und Sonstiges Ergebnis 50 - 2 316 2 366
Verwaltungsaufwendungen 7 025 7 992 - 967
Operatives Ergebnis 1 216 507 709
Restrukturierungsaufwendungen 43 - -
Ergebnis aus dem Verkauf von Veräußerungsgruppen - 268 - -
Ergebnis vor Steuern 905 507 398
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 796 - 240 1 036
Konzernergebnis 109 747 - 638
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis 6 638 - 632

Das Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 1 121 Mio. Euro. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 43,6 %, wobei der Vergleich durch zwei wesentliche Effekte beeinträchtigt war: So wirkten im Vorjahr sowohl die Verfeinerung der Bewertungsmodelle für Zinssicherungsgeschäfte mit 324 Mio. Euro als auch die Bewertung eigener Verbindlichkeiten gemäß IFRS mit 293 Mio. Euro ertragserhöhend; Letzteres belastete aufgrund der Einengung der Credit Spreads im Jahr 2012 zudem das Ergebnis des Berichtsjahres mit 332 Mio. Euro. Adjustiert um das Ergebnis aus diesen Sondereffekten bewegte sich das Handelsergebnis ungefähr auf Vorjahresniveau. Dabei waren in der Kernbank die Segmente Corporates & Markets sowie Sonstige und Konsolidierung mittels der Group Treasury Haupttreiber des Ergebnisses.

Insbesondere die Group Treasury, aber auch Corporates & Markets verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg. Außerhalb der Kernbank war das Handelsergebnis des Segments Non-Core Assets aufgrund der Bewertung von Hedgegeschäften deutlich rückläufig.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen betrug im Berichtsjahr 81 Mio. Euro nach - 3 611 Mio. Euro im Vorjahr. Ursächlich für das Ergebnis des Geschäftsjahres 2012 waren einerseits Erträge aus dem Verkauf von Eigen- und Fremdkapitalinstrumenten, andererseits Veräußerungsverluste aus dem Abbau des Staatsfinanzierungsportfolios, einschließlich griechischer Staatsanleihen zu Beginn des Berichtsjahres. Letztere hatten im Vorjahr aufgrund signifikanter Wertkorrekturen zu dem hohen negativen Ergebnisausweis geführt. Die Belastungen im Zusammenhang mit dem Staatsfinanzierungsportfolio betrafen das Segment Non-Core Assets.

Das Laufende Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen betrug im Berichtsjahr 46 Mio. Euro, im Vorjahr waren es 42 Mio. Euro.

Das Sonstige Ergebnis belief sich auf - 77 Mio. Euro nach 1 253 Mio. Euro im Vorjahr. Während der Vorjahresbetrag im Zusammenhang mit den im Jahr 2011 durchgeführten Maßnahmen zur Optimierung der Kapitalstruktur stand, resultierte der Ausweis im aktuellen Berichtszeitraum auch aus veränderten Einschätzungen im Zusammenhang mit Prozess- und Regressrisiken.

Die Verwaltungsaufwendungen nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 12,1 % auf 7 025 Mio. Euro ab. Dabei war der Rückgang beim Sachaufwand einschließlich der Abschreibungen mit - 19,5 % besonders ausgeprägt. Dies beruhte neben den realisierten Kostensynergien nach Abschluss der Integration der Dresdner Bank auf einem strikten Kostenmanagement, um dem Ertragsrückgang entgegenzuwirken. Dadurch konnte auch ein Großteil der übrigen Sachkostenarten deutlich zurückgeführt werden. Der Personalaufwand war trotz der Tariferhöhung um - 5,3 % rückläufig. Dies wurde durch niedrigere Aufwendungen für Altersversorgung und für leistungsbezogene Vergütungen sowie durch eine rückläufige Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gestützt.

Als Resultat der beschriebenen Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erzielte der Commerzbank-Konzern im Geschäftsjahr 2012 ein Operatives Ergebnis von 1 216 Mio. Euro, nach 507 Mio. Euro im Vorjahr.

Im Zusammenhang mit der Veräußerung der ukrainischen Bank Forum fiel für das Berichtsjahr ein Ergebnis aus dem Verkauf von Veräußerungsgruppen in Höhe von - 268 Mio. Euro an. Aus der Abwicklungsauflage der Europäischen Kommission für die Eurohypo AG, der heutigen Hypothekenbank Frankfurt AG, sowie aufgrund der Entscheidung, die gesamten gewerblichen Immobilienfinanzierungs- und Schiffsfinanzierungsaktivitäten vollständig abzubauen, resultierten Restrukturierungsrückstellungen im Segment Non-Core Assets in Höhe von insgesamt 43 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern betrug somit 905 Mio. Euro nach 507 Mio. Euro im Vorjahr.

Für den Berichtszeitraum war ein Steueraufwand in Höhe von 796 Mio. Euro auszuweisen, nach einer Steuergutschrift von 240 Mio. für das Geschäftsjahr 2011. Der hohe Steueraufwand für 2012 beruhte in erster Linie auf Abschreibungen auf latente Steueransprüche als Folge der Anpassung der mittelfristigen Planung aller Konzerneinheiten auf das veränderte Umfeld. Der Steuerertrag im Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus der Nachaktivierung latenter Ertragsteueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge im Ausland.

Nach Steuern belief sich das Konzernergebnis auf 109 Mio. Euro gegenüber 747 Mio. Euro im Vorjahr. Vom Konzernergebnis des Berichtszeitraums entfielen 103 Mio. Euro auf die Minderheitenanteile, den Commerzbank-Aktionären waren 6 Mio. Euro zuzurechnen. Aufgrund des Ergebnisausweises der Commerzbank Aktiengesellschaft gemäß HGB für das Geschäftsjahr 2012 ist vorgesehen, die Stillen Einlagen des SoFFin und der Allianz sowie alle von der Commerzbank Aktiengesellschaft emittierten Genussscheine, inklusive kumulierten Kupons und die Class B Preferred Securities der Commerzbank Capital Funding LLCs I - III für das Geschäftsjahr 2012 zu bedienen; es wird keine Dividende ausgeschüttet.

Die sogenannte Gesamtergebnisrechnung, die neben dem Konzernergebnis auch das Sonstige Periodenergebnis berücksichtigt, belief sich für das Jahr 2012 auf 1 542 Mio. Euro. Das Sonstige Periodenergebnis von 1 433 Mio. Euro setzt sich aus den addierten positiven Veränderungen der Neubewertungsrücklage (864 Mio. Euro), der Rücklage aus Cash Flow Hedges (194 Mio. Euro), der Rücklage aus der Währungsumrechnung (370 Mio. Euro) und der aus at-Equity-bewerteten Unternehmen (5 Mio. Euro) zusammen. Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 0,18 Euro, das Ergebnis je Aktie - 0,04 Euro (abzüglich der Ausschüttung auf die Stillen Einlagen).

Bilanz des Commerzbank-Konzerns

Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2012 auf 635,9 Mrd. Euro. Der Rückgang um 25,9 Mrd. Euro beziehungsweise 3,9 % gegenüber dem Vorjahresultimo beruhte auf dem Abbau von bilanziellem Volumen und Risikoaktiva, der durch den Anstieg besicherter Geldmarktgeschäfte sowie die Anlage freier Liquidität bei Zentralnotenbanken teilweise kompensiert wurde. Auf der Aktivseite zeigte sich der Volumenrückgang im Wesentlichen bei den Forderungen an Kunden und den Handelsaktiva. Auf der Passivseite stand einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden ein deutlicher Rückgang bei den Verbrieften Verbindlichkeiten und den Handelspassiva gegenüber.

Die Barreserve hat sich gegenüber dem Vorjahresultimo um 9,7 Mrd. Euro auf 15,8 Mrd. Euro mehr als verdoppelt. Dies resultierte aus einem stichtagsbedingten Anstieg bei den Guthaben gegenüber Zentralnotenbanken.

Die Forderungen an Kreditinstitute lagen mit 88,0 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Einem Anstieg bei den Geldern bis drei Monaten stand dabei ein Rückgang bei den täglich fälligen Bankenforderungen gegenüber. Die Forderungen an Kunden nahmen im Vergleich zum Vorjahresultimo um 18,0 Mrd. Euro auf 278,6 Mrd. Euro ab. Während die Kundenforderungen - insbesondere im Hypothekenbankgeschäft - zurückgingen, stiegen die Reverse Repos sowie die Cash Collaterals um 7,9 Mrd. Euro. Das Kreditvolumen an Kunden und Kreditinstitute belief sich zum Berichtsstichtag insgesamt auf 272,8 Mrd. Euro und lag damit um 31,1 Mrd. Euro niedriger als zum Jahresultimo 2011. Die Kredite an Kreditinstitute lagen mit 21,0 Mrd. Euro um 19,3 % unter dem Vorjahresbestand, das Kundenkreditgeschäft war mit 251,8 Mrd. Euro um 9,4 % rückläufig. Dies resultierte neben einer insgesamt verhaltenen Kreditnachfrage in der Kernbank insbesondere aus dem Abbau des nicht strategischen Geschäfts im Segment NCA.

Die Handelsaktiva beliefen sich zum Berichtsstichtag auf 144,1 Mrd. Euro, ein Rückgang gegenüber dem Stand zum Jahresende 2011 um 11,6 Mrd. Euro oder 7,4 %. Während die Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapiere um 2,5 Mrd. Euro und die positiven Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten - im Wesentlichen bei zins- und währungsbezogenen Derivaten - um 17,2 Mrd. Euro zurückgingen, stiegen die Bestände an Aktien, anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren und Anteilen an Investmentfonds kräftig um 8,1 Mrd. Euro. Die Finanzanlagen beliefen sich auf 89,1 Mrd. Euro, nach 94,5 Mrd. Euro zum Vorjahresultimo. Die Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapiere gingen dabei um 5,0 Mrd. Euro auf 87,5 Mrd. Euro zurück, die Bestände an Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren sowie Beteiligungen verringerten sich insgesamt um 0,4 Mrd. Euro auf 1,4 Mrd. Euro.

Tabelle 7

scroll
Aktiva |
Mio. €
31.12.2012 31.12.2011 Veränderung
in %
Forderungen an Kreditinstitute 88 028 87 790 0,3
Forderungen an Kunden 278 546 296 586 - 6,1
Handelsaktiva 144 144 155 700 - 7,4
Finanzanlagen 89 142 94 523 - 5,7
Übrige Aktiva 36 018 27 164 32,6
Gesamt 635 878 661 763 - 3,9
scroll
Passiva |
Mio. €
31.12.2012 31.12.2011 Veränderung
in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 110 242 98 481 11,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 265 842 255 344 4,1
Verbriefte Verbindlichkeiten 79 332 105 673 - 24,9
Handelspassiva 116 111 137 847 - 15,8
Übrige Passiva 37 317 39 615 - 5,8
Eigenkapital 27 034 24 803 9,0
Gesamt 635 878 661 763 - 3,9

Auf der Passivseite stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten deutlich um 11,8 Mrd. Euro auf 110,2 Mrd. Euro; hier war sowohl ein starker Anstieg bei Cash Collaterals um 4,9 Mrd. Euro als auch bei den weiteren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 6,9 Mrd. Euro - insbesondere aus dem Geldhandel mit Zentralnotenbanken - zu verzeichnen. Dem Volumenanstieg gegenüber Kreditinstituten im Ausland stand ein leichter Rückgang bei inländischen Bankeneinlagen gegenüber. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 4,1 % auf 265,8 Mrd. Euro. Während die Spareinlagen inländischer Privatkunden um 5,2 Mrd. Euro zulegten, stiegen die täglich fälligen Gelder ausländischer Kunden um 6,8 Mrd. Euro. Die Verbrieften Verbindlichkeiten lagen mit einem Volumen von 79,3 Mrd. Euro um 26,3 Mrd. Euro unter dem Vorjahresniveau. Die Schuldverschreibungen fielen dabei um 21,5 Mrd. Euro auf 78,9 Mrd. Euro. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem starken Rückgang von Hypotheken- und öffentlichen Pfandbriefen um 15,1 Mrd. Euro, im Wesentlichen aufgrund von Fälligkeiten bei der Hypothekenbank Frankfurt AG. Die Geldmarktpapiere fielen um 4,8 Mrd. Euro auf 0,5 Mrd. Euro. Bei den Handelspassiva ergab sich insgesamt ein Rückgang um 21,7 Mrd. Euro auf 116,1 Mrd. Euro. Dies resultierte hauptsächlich aus dem Rückgang der negativen Marktwerte derivativer Zins- und Währungsinstrumente.

Die außerbilanziellen Verpflichtungen waren im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls rückläufig: Die Eventualverbindlichkeiten fielen um 1,4 Mrd. Euro auf 35,8 Mrd. Euro, die unwiderruflichen Kreditzusagen reduzierten sich um 4,2 Mrd. Euro auf 49,7 Mrd. Euro.

Insgesamt ist die Commerzbank mit dem zum 31. Dezember 2012 ausgewiesenen Bilanzvolumen in Höhe von 635,9 Mrd. Euro einen deutlichen Schritt auf dem Weg zur weiteren Reduzierung von Volumina und Risiken vorangekommen. Der Volumenabbau betraf besonders das Segment Non-Core Assets - insbesondere den Konzernbereich Public Finance.

Eigenkapital

Das in der Bilanz zum Berichtsstichtag 31. Dezember 2012 ausgewiesene Eigenkapital stieg gegenüber dem Jahresende 2011 um 9,0 % beziehungsweise 2,2 Mrd. Euro auf 27,0 Mrd. Euro. Diese Zunahme beruhte vor allem auf den im ersten Halbjahr durchgeführten Kapitalmaßnahmen. Bei der im ersten Quartal 2012 durchgeführten Maßnahme zur Optimierung der Kapitalstruktur wurden hybride, nachrangige und andere Finanzinstrumente als Sacheinlage gegen aus Genehmigtem Kapital der Commerzbank zu begebende Aktien in die Commerzbank eingebracht. Zusätzlich wirkte die im zweiten Quartal erfolgte Sachkapitalerhöhung zur Erfüllung der individuellen variablen Vergütungsansprüche außertariflicher Mitarbeiter für das Jahr 2011 in Aktien der Commerzbank Aktiengesellschaft eigenkapitalstärkend. Bei beiden Maßnahmen hat der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) einen Teil seiner Stillen Einlage in Aktien gewandelt, um seine Beteiligungsquote an der Commerzbank (25 % plus eine Aktie) aufrechtzuerhalten.

Mit Durchführung dieser Kapitalmaßnahmen und der anschließenden Wandlung durch den SoFFin erhöhten sich das Gezeichnete Kapital um 0,7 auf 5,8 Mrd. Euro und die Kapitalrücklage um 0,5 auf 11,7 Mrd. Euro. Die Gewinnrücklagen sanken im Zusammenhang mit der Bedienung der Stillen Einlagen um 0,2 auf 8,6 Mrd. Euro. Nach den beiden Wandlungen des SoFFin reduzierten sich die gesamten Stillen Einlagen um 0,3 auf 2,4 Mrd. Euro. Die verbleibende Stille Einlage des SoFFin an der Commerzbank beläuft sich noch auf rund 1,6 Mrd. Euro.

Die Neubewertungsrücklage lag zum Berichtsstichtag bei - 1,7 Mrd. Euro. Gegenüber dem Jahresende 2011 war dies eine Entlastung um 0,8 Mrd. Euro, was insbesondere auf die Marktwertverbesserungen italienischer Staatsanleihen zurückzuführen war. Zusammen mit den negativen Rücklagen aus Cash Flow Hedges und den Rücklagen aus der Währungsumrechnung war damit eine Belastung des Eigenkapitals in Höhe von - 2,4 Mrd. Euro zu verzeichnen, nach - 3,7 Mrd. Euro zum Vorjahresultimo.

Die Risikoaktiva sanken per 31. Dezember 2012 gegenüber dem Jahresultimo 2011 um 28,5 auf 208,1 Mrd. Euro, insbesondere aufgrund planmäßiger Abbaumaßnahmen, Verbriefungen und Sicherheitenmanagement sowie der Zertifizierung unseres neu entwickelten integrierten OpRisk-Modells durch die Aufsichtsbehörden. Das aufsichtsrechtlich anrechenbare Kernkapital nahm gegenüber dem Jahresultimo 2011 um 1,1 auf 27,2 Mrd. Euro zu. In Verbindung mit den niedrigeren Risikoaktiva stieg die Kernkapitalquote (Tier-I-Quote) auf 13,1 %. Das im Zusammenhang mit Basel III wichtige Core-Tier-I-Kapital belief sich auf 25,0 Mrd. Euro beziehungsweise auf eine Quote von 12,0 %. Die Gesamtkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 17,8 %.

Refinanzierung und Liquidität des Commerzbank-Konzerns

Das Liquiditätsmanagement des Commerzbank-Konzerns liegt in der Verantwortung des Bereichs Group Treasury, der an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten ist und über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften verfügt.

Das Liquiditätsmanagement gliedert sich in operative und strategische Komponenten. Im Rahmen des operativen Liquiditätsmanagements erfolgen die Steuerung der täglichen Zahlungszu-/abflüsse, die Planung der erwarteten Zahlungsströme und die Steuerung des Zugangs zu Zentralbanken. Darüber hinaus verantwortet der Bereich den Zugang zu unbesicherten und besicherten Refinanzierungsquellen im Geld- und Kapitalmarkt sowie dem Management des Liquiditätsportfolios. Das strategische Liquiditätsmanagement beinhaltet die Steuerung von Fälligkeitsprofilen liquiditätsrelevanter Aktiva und Passiva im Rahmen gesetzter Limite und Korridore.

Auf Basis der Geschäftsstrategie und unter Berücksichtigung der Risikotoleranz werden Richtlinien und Limite für das Refinanzierungsprofil und die Refinanzierungsmittel abgeleitet. Der Konzern stützt sich bei der kurz- und mittelfristigen Refinanzierung auf eine angemessene Diversifikation hinsichtlich Anlegergruppen, Regionen, Produkten und Währungen. Übergeordnete Entscheidungen in Bezug auf das Liquiditätsmanagement werden vom zentralen Asset Liability Committee (ALCO) getroffen, das in regelmäßigen Abständen zusammentritt. Die Quantifizierung des Liquiditätsrisikos anhand eines internen Modells sowie die Überwachung der gesetzten Limite erfolgt durch die unabhängige Risikofunktion. Über die Liquiditätsrisikosituation wird dem ALCO und dem Vorstand regelmäßig berichtet.

Abbildung 3

Refinanzierungsstruktur Kapitalmarkt zum 31. Dezember 2012

Die Commerzbank hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben. Auch konnte sie jederzeit die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen und wies im Berichtsjahr eine komfortable Liquiditätsausstattung auf.

Bereits im ersten Quartal 2012 gelang es der Commerzbank, den Fundingbedarf für das Gesamtjahr 2012 zu decken. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres konnten sich die Fundingaktivitäten auf kleinere Privatplatzierungen beschränken. Insgesamt hat der Commerzbank-Konzern im Berichtsjahr rund 4,3 Mrd. Euro am Kapitalmarkt platziert.

Die Commerzbank Aktiengesellschaft begab insgesamt 3,8 Mrd. Euro unbesicherte Anleihen mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 6 Jahren. Zu Beginn des Jahres 2012 konnte die Commerzbank Aktiengesellschaft erfolgreich eine 5,5-jährige unbesicherte Benchmark -anleihe im Volumen von 1 Mrd. Euro emittieren. Daneben wurden 2,8 Mrd. Euro Privatplatzierungen emittiert, wovon rund 50 % auf strukturierte Anleihen entfielen. Als Teil der Privatplatzierungen wurden nachrangige, unbesicherte Anleihen in Höhe von rund 400 Mio. Euro begeben.

Daneben hat die polnische Tochtergesellschaft BRE Bank eine Benchmarkanleihe über 500 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 3 Jahren emittiert.

Im Laufe des Jahres engten sich die Credit Spreads am Kapitalmarkt immer weiter ein, wodurch die Fundinglevels für Privatplatzierungen mehrfach gesenkt werden konnten.

Abbildung 4

Kapitalmarktfunding des Konzerns im Jahr 2012 Volumen 4,3 Mrd. €

Zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse unterhält die Commerzbank ein zentrales Liquiditätsportfolio hoch liquider und zentralbankfähiger Wertpapiere. Dieses zentral gemanagte Liquiditätsportfolio, ergänzt um frei verfügbare Barmittel, Zentralbankguthaben und sonstige liquide Wertpapierpositionen, bildet die durch die Commerzbank vorgehaltene Liquiditätsreserve. Diese Liquiditätsreserve betrug zum Jahresende 83,4 Mrd. Euro und damit rund 13 % der Bilanzsumme.

Die regulatorischen Liquiditätsvorgaben gemäß Liquiditätsverordnung wurden im Berichtsjahr stets eingehalten. Die Liquiditätskennziffer des Standardansatzes der Liquiditätsverordnung lag zum Berichtsstichtag 2012 für die Commerzbank Aktiengesellschaft mit 1,38 auch weiterhin deutlich über der regulatorischen Mindestanforderung von 1,00.

Der Geld- und Kapitalmarkt der Eurozone wurde im Berichtsjahr im Wesentlichen durch die von der EZB angebotenen 3-Jahres-Tender im Dezember 2011 und Februar 2012 sowie verschiedene 3-Monats-Tender geprägt. Diese Maßnahmen sowie die Ankündigung der EZB vom September 2012, gegebenenfalls auch unbeschränkt über den Sekundärmarkt Anleihen jener Staaten zu kaufen, die den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) in Anspruch nehmen, sorgten für eine weitere Entspannung auf den Märkten für Staatsanleihen der Peripheriestaaten.

Aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie ist die Commerzbank auch weiterhin nicht auf die Inanspruchnahme von Liquiditätsfazilitäten der Zentralbanken angewiesen. Gleichwohl haben Einheiten des Konzerns die angebotenen Möglichkeiten genutzt und an Tenderoperationen der EZB teilgenommen. Vor dem Hintergrund der Maßnahmen der europäischen Zentralbank, die zu einer stabilisierenden Entwicklung in Europa geführt haben, wurden die in Anspruch genommenen 3-Monats-Tendergeschäfte vollständig zurückgefahren. Dies gilt auch für den 3-Jahres-Tender vom Dezember 2011, den wir Ende Januar 2013 vorzeitig vollständig zurückgefahren haben.

Resümee Geschäftslage 2012

Die Commerzbank ist im vergangenen Jahr operativ weiter vorangekommen. Es ist uns gelungen, die risikogewichteten Aktiva und das Bilanzvolumen signifikant zu reduzieren, unsere Kapitalausstattung mit einer Core-Tier-I-Quote von 12,0 % zu stärken und unsere Kosten deutlich zu reduzieren. Zudem verläuft der Abbau der nicht strategischen Portfolios planmäßig.

Die Ergebnisentwicklung der Commerzbank für das Jahr 2012 war von einem anhaltend schwierigen Marktumfeld - geprägt durch ein weiter rückläufiges Zinsniveau - und einem zunehmenden Vertrauensverlust vonseiten der Kunden gegenüber dem Bankensektor geprägt. Die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank haben im Laufe des dritten Quartals zwar zu einer leichten Erholung der Märkte und Kundenaktivität beigetragen, dennoch war die Schuldenkrise für die Bankenbranche insgesamt belastend. In diesem Umfeld haben wir im Berichtsjahr im Konzern ein Operatives Ergebnis von 1,2 Mrd. Euro erwirtschaftet. Damit liegen wir deutlich über dem Vorjahreswert von 0,5 Mrd. Euro, der allerdings wesentlich durch Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen belastet war. Spürbaren Einfluss auf die Ergebnisentwicklung des laufenden Jahres hatte das im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nochmals deutlich niedrigere Zinsniveau. Hinzu kamen weiterhin volatile Kapitalmärkte und die anhaltende Zurückhaltung unserer Kunden. Die entsprechenden Ergebnisauswirkungen zeigen sich in allen Ertragspositionen. In diesem schwierigen Umfeld haben wir unser konsequentes Kostenmanagement fortgesetzt. Der Verwaltungsaufwand konnte so im Berichtszeitraum um fast 1 Mrd. Euro auf 7,0 Mrd. Euro gesenkt werden.

In der Kernbank, die das strategisch bedeutende kundenorientierte Geschäft der Commerzbank beinhaltet, wurde in einem herausfordernden Umfeld ein solides Operatives Ergebnis in Höhe von 2,6 Mrd. Euro erzielt. Darin enthalten war eine Belastung aus der gefallenen Marktbewertung eigener Verbindlichkeiten ("Own Credit Spread" - OCS) in Höhe von - 315 Mio. Euro. Diese ergibt sich aus dem im Jahresverlauf deutlich gefallenen Credit Spread auf die Commerzbank. Im Vorjahr hatte der OCS noch einen positiven Ergebniseffekt in Höhe von 288 Mio. Euro. Bereinigt um diesen positiven Effekt sowie dem Ergebnisbeitrag aus dem Rückkauf hybrider Eigenkapitalinstrumente in Höhe von rund 1,1 Mrd. Euro lag das Operative Ergebnis im Vorjahr bei 3,1 Mrd. Euro. Berücksichtigt man den OCS-Effekt auch für das Jahr 2012, hat die Kernbank ein zufriedenstellendes Operatives Ergebnis erzielt, das nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegt.

Entwicklung der Segmente

Privatkunden

Das Segment Privatkunden umfasst die Konzernbereiche Private Kunden, Direct Banking sowie Asset Management und Leasing. Mit einer Kundenzahl von rund 11 Millionen ist die Commerzbank im Privatkundengeschäft eine der führenden Banken Deutschlands. Im Juli 2012 wurden die Aktivitäten der Commerz Real AG in den Konzernbereich Asset Management und Leasing integriert. Die hundertprozentige Tochtergesellschaft der Commerzbank steht für mehr als 40 Jahre Markterfahrung und ein verwaltetes Vermögen von 36 Mrd. Euro. Darüber hinaus wurde die Verantwortung für das Kreditgeschäft mit Privatkunden für wohnwirtschaftliche Zwecke von der Hypothekenbank Frankfurt AG auf das Segment Privatkunden übertragen.

Ergebnisentwicklung

Tabelle 8

scroll
Mio. € 2012 2011 Veränderung in %/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 3 350 4 065 - 17,6
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 95 - 61 55,7
Verwaltungsaufwendungen 3 010 3 528 - 14,7
Operatives Ergebnis 245 476 - 48,5
Gebundenes Eigenkapital 3 919 4 155 - 5,7
Operative Eigenkapitalrendite (%) 6,3 11,5 - 5,2
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 89,9 86,8 3,1

Das Segment Privatkunden konnte im Geschäftsjahr 2012 durch die Auswirkungen des anhaltenden niedrigen Marktzinsumfeldes sowie der weiterhin bestehenden Zurückhaltung unserer Kunden insbesondere bei Kapitalmarktgeschäften keine positive Ertragsentwicklung verzeichnen. Erfreulich hingegen zeigte sich das Neugeschäft bei Baufinanzierungen, das im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiter ausgebaut werden konnte. Das Operative Ergebnis schwächte sich gegenüber dem Vorjahr um 48,5 % auf 245 Mio. Euro ab.

Die Erträge vor Risikovorsorge fielen im Geschäftsjahr 2012 um 715 Mio. Euro auf 3 350 Mio. Euro. Im Wesentlichen durch den konstanten Rücklauf der Marktzinssätze bedingt, reduzierte sich der Zinsüberschuss im Vergleich zur Vorjahresperiode um 12,9 % auf 1 835 Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss fiel um 17,8 % auf 1 546 Mio. Euro, was im Wesentlichen auf niedrigere Erträge aus dem Wertpapiergeschäft zurückzuführen war. Hier machte sich die Zurückhaltung der Kunden, bedingt durch die anhaltend unsichere Situation an den Finanzmärkten, bemerkbar. Das Sonstige Ergebnis im Geschäftsjahr 2012 betrug - 57 Mio. Euro und war im Wesentlichen durch die Bildung von Rückstellungen für Rechtsrisiken geprägt. Der entsprechende Vorjahreswert in Höhe von 63 Mio. Euro profitierte insbesondere von Sondereffekten, wie dem Verkauf des zentralen Inkassobüros der ehemaligen Dresdner Bank sowie der Auflösung von Rückstellungsaufwendungen.

Die Risikovorsorge bewegte sich weiter auf niedrigem Niveau. Sie stieg gegenüber dem Vorjahr um 34 Mio. Euro auf - 95 Mio. Euro. Der Verwaltungsaufwand ging gegenüber dem Vorjahr um 14,7 % auf 3 010 Mio. Euro zurück. Sowohl der Personalaufwand als auch der Sachaufwand konnten durch konsequentes Kostenmanagement weiter reduziert werden.

Insgesamt erzielte das Segment Privatkunden ein Vorsteuerergebnis von 245 Mio. Euro nach 476 Mio. Euro im Vergleichzeitraum des Vorjahres.

Bei einem gebundenen Eigenkapital von 3,9 Mrd. Euro ergab sich eine Operative Eigenkapitalrendite von 6,3 % (Vorjahreszeitraum: 11,5 %). Die Aufwandsquote stieg gegenüber der Vorjahresperiode von 86,8 % auf 89,9 %.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Im Jahr 2012 konnten die letzten Aufgaben aus der Integration abgeschlossen werden: Deutschlandweit wurden 273 Filialpärchen zusammengelegt und damit Synergien in Höhe von rund 62 Mio. Euro realisiert. Neben 1 200 Filialen für die Beratung von Privat- und Geschäftskunden verfügt die Commerzbank über 43 Beratungsstandorte für Wealth-Management-Kunden - und damit über das dichteste Filialnetz unter einer Marke.

Neue Strategie macht Privatkundengeschäft zukunftsfähig und profitabel

Im November hat die Commerzbank ihre Strategie für das Privatkundengeschäft verkündet. Damit reagiert sie auf Veränderungen im Markt und beim Kundenverhalten. Die Eckpunkte sind die Positionierung als faire und kompetente Bank, die Modernisierung des Geschäftsmodells - das heißt der Ausbau zur Multikanalbank mit starkem Filialnetz und leistungsfähigem Onlinebanking -, die Profitabilisierung durch eine klare Ausrichtung der Organisation auf die veränderten Anforderungen und die Rückkehr zu nachhaltigem Wachstum. Den ersten Schritt hat die Bank bereits unternommen und ihre Vertriebssteuerung neu ausgerichtet: Die Leistung der Vertriebsteams wird in den Kerngrößen Qualität, Wachstum und Profitabilität gemessen. Die Qualität orientiert sich an der Kundenzufriedenheit, die seit 2012 auch in die Vergütung von Führungskräften und Mitarbeitern eingeht und im Jahresverlauf um 33 Prozentpunkte gesteigert werden konnte.

Private Kunden

Der Konzernbereich Private Kunden umfasst das inländische Filialgeschäft der Commerzbank für Privatkunden und Geschäftskunden sowie das Wealth Management.

Neuer Beratungsprozess für die umfassende Finanzberatung

Eine wesentliche Neuerung war im Sommer 2012 die Einführung eines neuen Beratungsprozesses, der konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet ist. Dabei steht die Nutzung des sogenannten "KundenKompass" im Mittelpunkt, eine IT-gestützte Beratungsanwendung, die dem Kunden in jeder Filiale eine einheitliche, strukturierte und umfassende Beratungsleistung bietet. Seit der Einführung wurden mehr als 760 000 Gespräche mithilfe des "KundenKompass" geführt.

Einlagen und Kredite sind die Wachstumstreiber im Privatkundengeschäft

Im Jahr 2012 lag der Fokus auf dem Kredit- und Einlagengeschäft. Im Einlagenbereich konnten durch attraktive Aktionsprodukte rund 9 Mrd. Euro akquiriert und allein im ersten Quartal rund 51 000 neue Kunden gewonnen werden. Im Kreditgeschäft wurde die offene Architektur für Immobilienfinanzierungen eingeführt. Seit August können in den Commerzbank-Filialen auch Baufinanzierungsprodukte von 250 anderen Finanzdienstleistern abgeschlossen werden. So erhalten Kunden nicht nur ein individuell zugeschnittenes Angebot, sondern auch ein breites Spektrum an Produktvarianten. Die Commerzbank konnte das Kreditgeschäft im Vergleich zum Vorjahr um gut ein Drittel steigern, was sowohl auf das Baufinanzierungsgeschäft als auch auf individuelle Kredite mit Geschäftskunden (Unternehmen und Selbstständige mit Jahresumsatz bis 2,5 Mio. Euro) und Wealth-Management-Kunden zurückzuführen war.

Girokonto als Ankerprodukt der Bank-Kunde-Beziehung

Girokonten sind für die Commerzbank Dreh- und Angelpunkt der Kundenbeziehung. Das kostenlose Girokonto wurde jetzt um eine Zufriedenheitsgarantie erweitert: Der Kunde erhält 50 Euro Startguthaben und die Bank garantiert, dass sie mit kompetenter Beratung sowie verlässlichen Leistungen zum fairen Preis dafür sorgt, dass der Kunde mit seinem Girokonto zufrieden ist. Sofern der Kunde dauerhaft nicht zufrieden ist und das Konto kündigt, erhält er weitere 50 Euro. Im Jahr 2012 haben sich mehr als 2 500 Kunden pro Woche für das kostenlose Girokonto entschieden. Auch für Geschäftskunden bietet die Commerzbank leistungsstarke Konto- und Zahlungsverkehrsprodukte an. In diesem Bereich wurden im Jahr 2012 rund 80 000 neue Konten abgeschlossen.

Ausweitung des Anlagegeschäfts über strukturierte Vermögensmanagementprodukte

Im Anlagegeschäft stand auch 2012 das professionelle Vermögensmanagement der Commerzbank im Fokus. Beim Vermögensmanagement wird das Know-how von Spezialanbietern für einzelne Anlagethemen, Regionen oder Branchen genutzt. Dabei übernimmt Allianz Global Investors die Strukturierung des Portfolios und die Auswahl der besten Fonds für jedes Anlagesegment. Ein weiterer Anlageschwerpunkt waren Laufzeitenfonds, die mit adäquaten Renditen im Rentenbereich bei diversifizierten Risiken überzeugen konnten. Im Wealth Management hilft die individuelle Vermögensverwaltung insbesondere in schwierigen Marktphasen dank eines aktiven und stringenten Risikomanagements Kunden dabei, den bestmöglichen Anlageerfolg zu erzielen.

Wachstumsprogramm im Wealth Management

Im Wealth Management, das besonders vermögende Privatkunden bei komplexen Fragestellungen im Vermögensmanagement begleitet, wurde im Jahr 2012 das Wachstumsprogramm fortgeschrieben. Das Kundenvermögen (Assets under Management) konnte um rund 6 % auf 51 Mrd. Euro gesteigert werden. Zum Erfolg beigetragen haben insbesondere neue Dienstleistungen wie die individuelle Risikoanalyse und Wealth-Planning-Konzepte. So konnte im Jahr 2012 bei Kunden mit Wealth Planning der Ertrag gegenüber dem Vorjahr um rund 50 % gesteigert werden. Auch die Zusammenarbeit mit der Mittelstandsbank als wesentlicher Erfolgsfaktor wurde weiter intensiviert.

Trendwende bei Neukunden im Privatkundengeschäft geschafft

Nach Nettokundenverlusten in den vergangenen Jahren wurde im Jahr 2012 die Trendwende geschafft: Allein im Filialgeschäft wurden rund 120 000 Nettoneukunden gewonnen.

Direct Banking

Der Konzernbereich Direct Banking umfasst die Aktivitäten der comdirect Gruppe (comdirect bank AG und ebase GmbH). Mit einer Kundenzahl von rund 2,8 Millionen sowie 1,7 Millionen geführten Wertpapierdepots und 18 Millionen ausgeführten Wertpapiertransaktionen ist die comdirect Gruppe Marktführer im Onlinewertpapiergeschäft sowie eine der führenden Direktbanken in Deutschland.

Stabiles Wachstum

Die comdirect Gruppe hat trotz eines schwierigen Marktumfelds an das Wachstum des Vorjahres angeknüpft. Sowohl im Direktbankgeschäft (comdirect bank) als auch im Geschäft mit institutionellen Partnern (ebase) nahm die Kundenzahl weiter zu. Zudem trugen Nettoinvestitionen der Kunden und Kurseffekte zum Anstieg der Assets under Management bei. Das Kundenwachstum war unter anderem getrieben durch höhere Marketingausgaben in der zweiten Jahreshälfte und den weiterhin großen Kundenzuspruch zum kostenlosen "Girokonto mit Zufriedenheitsgarantie". Das Konto hat comdirect durch eine attraktiv ausgestattete Visa-Karte, den Ausbau des Mobile Bankings und die Zahlungsverkehrsoption giropay nochmals verbessert. Trader und Wertpapierinvestoren konnten ganzjährige Flat-Fee-Aktionen und erweiterte Trading-Funktionalitäten nutzen. Die erneut gestiegene Kundenzufriedenheit äußerte sich in einer höheren Weiterempfehlungsbereitschaft der comdirect Kunden. ebase hat im zehnten Jahr ihres Bestehens die Entwicklung zu einer der führenden B2B-Direktbanken fortgesetzt. Vor allem im Kundensegment der Versicherungsgesellschaften ist es gelungen, die Zahl der Depots und des Kundenvermögens zu steigern - unter anderem durch die Übernahme der Depotführung für eine weitere Versicherungsgesellschaft. Zugleich wurde das Produktspektrum mit einem onlinefähigen Konto für den Zahlungsverkehr und einem Angebot für die standardisierte Vermögensverwaltung ausgebaut.

Asset Management und Leasing

Mitte des Jahres 2012 wurde die Commerz Real AG in das Segment Privatkunden integriert. Sie verwaltet ein Vermögen von 36 Mrd. Euro. Ihr sachwertorientiertes Fondsspektrum umfasst den offenen Immobilienfonds "hausInvest", unternehmerische Beteiligungen in verschiedenen Assetkategorien sowie institutionelle Anlageprodukte. Als Leasingunternehmen des Commerzbank-Konzerns bietet die Commerz Real auch bedarfsgerechte Mobilienleasingkonzepte. Im Berichtszeitraum feierte "hausInvest" sein 40-jähriges Bestehen. Seit seiner Auflegung wies der Fonds eine kontinuierlich positive Wertentwicklung aus. Dies galt auch im Jubiläumsjahr. Zum 30. September 2012 wurde das Geschäftshalbjahr mit einer Jahresrendite von 2,7 % abgeschlossen. Zum Ende des Berichtszeitraums umfasste das "hausInvest"-Portfolio 116 Immobilien in 17 Ländern. Die Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH (CFB) ist die Spezialistin für die Konzeption, den Vertrieb und die Verwaltung von unternehmerischen Beteiligungen. Ihren Investitionsschwerpunkt bilden derzeit die regenerativen Energien. Im September 2012 konnte die Platzierung des bis zu diesem Zeitpunkt größten Fonds mit deutschen Solaranlagen abgeschlossen werden. Im Januar 2012 hat die Commerz Real die im Zuge der Konsortialbeteiligung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion zunächst selbst übernommenen Anteile im Volumen von 120 Mio. Euro vollständig an institutionelle Investoren ausplatziert. In gleicher Weise wurde mit den indirekt vom ehemaligen Amprion-Alleineigentümer RWE gehaltenen Anteilen in Höhe von 100 Mio. Euro verfahren. Geschäftlicher Schwerpunkt der Commerz Real Mobilienleasing GmbH (CRM) ist das Maschinen- und Anlagenleasing. Darüber hinaus gehören Sale-and-lease-back-Lösungen sowie Mietkauf-Modelle zum Leistungsangebot. Die CRM blickt vor dem Hintergrund der stabilen Konjunkturentwicklung in Deutschland auf ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.

Ausblick Privatkunden

Das Jahr 2013 wird ganz im Zeichen der Umsetzung der Privatkundenstrategie mit den Eckpunkten Positionierung, Modernisierung, Wachstum und Profitabilisierung stehen. Dabei wird das Segment den 2012 begonnen Weg fortsetzen mit dem Ziel, in den drei Kerngrößen Qualität, Wachstum und Profitabilität besser zu werden. Qualität ist über die Zufriedenheit beziehungsweise Weiterempfehlungsbereitschaft der Kunden messbar: Diese soll 2013 weiter gesteigert werden. Der Kunde soll die Bank als fairen und kompetenten Partner wahrnehmen. Produkte und Dienstleistungen werden deshalb konsequent auf diese Positionierung ausgerichtet, um weitere neue Kunden von der Commerzbank zu überzeugen und nachhaltiges Wachstum zu erreichen - bis 2016 sollen netto 1 Million Neukunden gewonnen werden. Für 2013 sind ein neues Ratenkreditangebot zu verbesserten Konditionen sowie weitere, neue Girokontomodelle in Entwicklung. Die Zufriedenheitsgarantie soll auch auf Konten für Geschäftskunden ausgeweitet werden. Im Einlagengeschäft werden Neu- und Bestandskunden künftig gleichgestellt, in der Anlageberatung ist die Einführung transparenterer Depotmodelle geplant. Daneben steht nach wie vor die anbieterunabhängige Baufinanzierung mit der offenen Immobilienfinanzierungsplattform "CobaHyp" im Fokus. Parallel arbeitet die Commerzbank am Umbau ihres Geschäftsmodells und stellt 2013 wichtige Weichen auf dem Weg zur modernen Multikanalbank. Unter dem Stichwort Modernisierung wird sie ihr Online- und Mobile-Banking-Angebot direktbankfähig ausbauen und so eine zweite, gleichberechtigte Säule neben den Filialen etablieren. Im ersten Schritt fokussiert sie das Thema Sicherheit: Anfang 2013 hat sie mit der photoTAN ein neues, innovatives Sicherheitsverfahren eingeführt. Gleichzeitig hält sie an ihrer Filialpräsenz fest und wird in ihr Filialnetz investieren, um es noch stärker auf die Bedürfnisse ihrer Kunden auszurichten. Ziel ist es, ab 2014 mit anderen Filialmodellen am Markt zu agieren - 2013 werden bereits zwei der vier neuen Filialtypen getestet. Insgesamt wird die Commerzbank bis 2016 etwa 1 Mrd. Euro in die technischen Plattformen, das Produkt- und Serviceangebot, den Beratungsprozess und die Qualifizierung der Mitarbeiter investieren und die Kosten stabil halten. Diese Investitionen sowie ein weiterhin schwieriges Marktumfeld werden das Ergebnis 2013 belasten, sodass das Segment voraussichtlich keinen positiven Ergebnisbeitrag für den Gesamtkonzern leisten wird. Die Commerzbank wird auch künftig an der Zweimarkenstrategie mit der comdirect festhalten, denn der Erfolg des Segments wird gerade durch die beiden Marken gestärkt. Die Strategie der comdirect Gruppe ist auch künftig darauf ausgerichtet, die Chancen im Direktbankenmarkt konsequent zu nutzen sowie wert- und renditeorientiert zu wachsen. Bei der ebase liegt der Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung von Depot- und Kontolösungen für institutionelle Partner. Im Konzernbereich Asset Management und Leasing wird das laufende Jahr insbesondere für die Anlageprodukte ein richtungweisendes Jahr. Deren Entwicklung wird maßgeblich von den Gestaltungsmöglichkeiten abhängen, die sich aus der künftigen Regulierung ergeben.

Mittelstandsbank

Das Segment Mittelstandsbank setzt sich aus den drei Konzernbereichen Mittelstand Inland, Großkunden & International und Financial Institutions zusammen. Im Konzernbereich Mittelstand Inland wird das Geschäft mit mittelständischen Kunden, dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden in Deutschland betreut. Der Konzernbereich Großkunden & International umfasst sowohl das Geschäft mit Firmenkunden mit einem Umsatzvolumen von mehr als 500 Mio. Euro (sofern sie nicht als "Multinational Corporate" dem Segment Corporates & Markets zugeordnet sind) als auch das mit kleineren Konzernen mit hoher Kapitalmarktaffinität sowie solche mit wesentlichen ausländischen Aktivitäten. Zudem ist hier das Kompetenzzentrum für Kunden aus dem Sektor "Erneuerbare Energien" angesiedelt. Der Konzernbereich Financial Institutions verantwortet als Spezialist für die weltweiten Außenhandelsaktivitäten die Beziehung zu in- und ausländischen Banken, Finanzinstituten und Zentralbanken. Im Berichtsjahr konnte die Mittelstandsbank ein über dem Vorjahr liegendes Operatives Ergebnis erzielen.

Ergebnisentwicklung

Tabelle 9

scroll
Mio. € 2012 2011 Veränderung in %/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 3 016 3 293 - 8,4
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 30 - 190 - 84,2
Verwaltungsaufwendungen 1 337 1 515 - 11,7
Operatives Ergebnis 1 649 1 588 3,8
Gebundenes Eigenkapital 5 771 6 958 - 17,1
Operative Eigenkapitalrendite (%) 28,6 22,8 5,8
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 44,3 46,0 - 1,7

Vor dem Hintergrund eines relativ stabilen konjunkturellen Marktumfelds in Deutschland konnte das Segment Mittelstandsbank im Berichtsjahr 2012 ein starkes Operatives Ergebnis in Höhe von 1 649 Mio. Euro erzielen. Damit wurde das hohe Ergebnisniveau des Vorjahres nochmals übertroffen.

Die Erträge vor Risikovorsorge lagen im Berichtszeitraum mit 3 016 Mio. Euro um 8,4 % unter dem Wert des entsprechenden Vorjahres. Während aus dem direkten Kundengeschäft in bestimmten Produktfeldern Ertragszuwächse zu verzeichnen waren, belasteten insbesondere das niedrige Zinsniveau, das spürbar verhaltene Kapitalmarktgeschäft sowie gegenüber dem Vorjahr deutlich niedrigere Erträge aus restrukturierten Krediten die Ergebnisentwicklung.

Der Zinsüberschuss lag mit 1 954 Mio. Euro um 13,3 % unter dem Niveau des Vergleichszeitraums 2011. Während der Beitrag des Einlagengeschäfts am Zinsüberschuss - trotz gestiegener Volumina - aufgrund marktzinsbedingt niedrigerer Margen deutlich zurückging, führten im Kreditgeschäft gestiegene Margen, bei im Vergleich zum Vorjahr rückläufigen Volumina aus dem Abbau des nicht strategischen Geschäfts, zu einem Anstieg des Zinsüberschusses. Dieser konnte den Ergebnisrückgang aus dem Einlagengeschäft aber nur zum Teil kompensieren.

Zusätzlich wirkte sich der teilweise Wegfall von im Vorjahr gebuchten Erträgen aus restrukturierten Krediten in der Veränderung des Zinsüberschusses spürbar aus.

Der Provisionsüberschuss ging um 4,9 % auf 1 061 Mio. Euro zurück. Während die Erträge aus dem Außenhandel und den damit verbundenen Produktkategorien im Berichtszeitraum zulegten, war die Nachfrage unserer Kunden nach Kapitalmarktprodukten im Berichtszeitraum verhalten. Das Handelsergebnis lag mit - 22 Mio. Euro um 17 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres, im Wesentlichen bedingt durch Bewertungseffekte aus Kreditsicherungsgeschäften. Das Ergebnis aus Finanzanlagen stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum - im Wesentlichen bedingt durch positive Effekte aus restrukturierten Krediten sowie dem Wegfall von Bewertungsbelastungen auf Anteilsbesitz im Vorjahr - um 76 Mio. Euro auf 31 Mio. Euro. Das Sonstige Ergebnis belief sich auf - 14 Mio. Euro, gegenüber - 4 Mio. Euro im Vorjahr.

Aufgrund der im laufenden Jahr relativ stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland wurde im Berichtszeitraum für die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft lediglich eine Nettozuführung in Höhe von - 30 Mio. Euro ausgewiesen. Im Vorjahreszeitraum betrug die Nettozuführung - 190 Mio. Euro.

Der Verwaltungsaufwand lag mit 1 337 Mio. Euro um 11,7 % unter dem Vorjahreswert in Höhe von 1 515 Mio. Euro. Der deutliche Kostenrückgang resultierte insbesondere aus integrationsbedingten realisierten Kostensynergien und aus dem Wegfall von im Vorjahreszeitraum angefallenen Integrationsaufwendungen.

Insgesamt erzielte das Segment Mittelstandsbank im Berichtsjahr 2012 ein Ergebnis vor Steuern von 1 649 Mio. Euro; gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum war dies ein Anstieg um 3,8 %.

Bei einem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital von 5,8 Mrd. Euro ergab sich eine Operative Eigenkapitalrendite von 28,6 % (Vorjahreszeitraum: 22,8 %). Die Aufwandsquote lag bei 44,3 %, nach 46,0 % im Vorjahreszeitraum.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Kompetenter Finanzdienstleister in einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld

Die Mittelstandsbank steht ihren Kunden als strategischer Partner mit bedarfsgerechten Lösungen in der Unternehmensfinanzierung, im Cash-Management und Zahlungsverkehr, im internationalen Geschäft und im Anlage- und Risikomanagement zur Verfügung. Im intensiven Austausch erarbeiten wir Lösungen, die sowohl die unternehmerischen Anforderungen von Kunden und Bank als auch die regulatorischen Vorgaben berücksichtigen. So haben wir unsere Kreditbereitschaft und den Anspruch, unsere Kunden zuverlässig mit Liquidität zu versorgen, auch in einem herausfordernden Umfeld aufrechterhalten. Gleichzeitig konnten mithilfe eines aktiven Kapitalmanagements die Risikoaktiva reduziert werden. Im Einlagenvolumen konnten wir trotz eines niedrigen Marktzinsniveaus erfreuliche Zuwächse verzeichnen. Im Anlage- und Risikomanagement haben wir unsere Beratung noch weiter an den Grundgeschäften unserer Kunden ausgerichtet.

Die Bank an Ihrer Seite - auch im Cash-Management und internationalen Geschäft

Mit unserem hohen Leistungsniveau im Zahlungsverkehr, Cash-Pooling und Treasury-Management sind wir weiterhin eine der führenden Banken in Deutschland. Wir erschließen gemeinsam mit unseren Kunden die Chancen aus dem Zusammenwachsen der europäischen Zahlungsverkehrsmärkte unter dem Stichwort der Single European Payment Area (SEPA). Unsere unverändert hohe Bedeutung in der Beratung und Abwicklung des internationalen Geschäfts und starke Präsenz im Ausland ist die Basis für die Begleitung unserer Kunden bei ihren internationalen Aktivitäten. Dabei reicht unsere Lösungskompetenz vom grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr über Akkreditive und Garantien bis zu strukturierten Export- und Handelsfinanzierungen. Keine andere deutsche Bank hat im Jahr 2012 mehr Akkreditive zugunsten deutscher Exporteure abgewickelt als die Commerzbank. Im wachsenden Handel mit China bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, Handelsgeschäfte in allen chinesischen Provinzen in der Landeswährung Renminbi abzuwickeln und dazu Renminbi-Konten zu unterhalten.

Optimierte Nutzung weiterer Geschäftspotenziale durch Übernahme der Einheiten in Osteuropa

Zum 1. Januar 2012 wurden die Geschäftseinheiten in Russland (Commerzbank Eurasija), Tschechien, Slowakei und Ungarn (Commerzbank Zrt.) aus dem Segment Central & Eastern Europe in die Mittelstandsbank verlagert. Seither wurden diese Standorte an dem erfolgreich etablierten Geschäftsmodell der Mittelstandsbank ausgerichtet, sodass wir unseren international tätigen Kunden mit einem einheitlichen Betreuungsansatz und Produktangebot auch in den mittel- und osteuropäischen Märkten zur Seite stehen.

Stärkung der Kapitalbasis

Im Rahmen eines aktiven Kapitalmanagements hat sich die Mittelstandsbank weiter auf ihr Kerngeschäft konzentriert und den Abbau von nicht strategischen Portfolios in West- und Osteuropa vorangetrieben. Durch die Verbesserung des Sicherheitenmanagements und erfolgreiche Verbriefungstransaktionen am Kapitalmarkt wurde die Kapitalbasis weiter gestärkt. Auch hierdurch konnten wir eine uneingeschränkte Versorgung des deutschen Mittelstands mit Krediten in einem schwierigen Marktumfeld sicherstellen.

Mittelstand Inland

An deutschlandweit 150 Standorten stellen wir im Konzernbereich Mittelstand Inland eine lösungsorientierte Vor-Ort-Betreuung unserer mittelständischen Kunden mit einem Umsatz zwischen 2,5 und 500 Mio. Euro, Kunden des öffentlichen Sektors und institutionellen Kunden durch unsere Firmenkundenbetreuer und Produktspezialisten sicher. Die Kombination von räumlicher Nähe zu unseren Kunden und spezialisiertem Expertenwissen hat sich auch im Berichtsjahr als Stärke im Wettbewerb erwiesen.

Individuelle Finanzierungslösungen für den Mittelstand

Unsere Produktpalette ist klar am Bedarf unserer Kunden ausgerichtet: So bieten wir neben den klassischen Kreditprodukten auch dem inländischen Mittelstand individuelle Finanzierungslösungen. Bei der Gestaltung dieser Finanzierungsprodukte steht die konsequente Erfüllung der Bedürfnisse unserer Kunden nach Partnerschaftlichkeit, Flexibilität und marktgerechter Konditionierung im Mittelpunkt. Während der Ausarbeitung und Umsetzung maßgeschneiderter Finanzierungslösungen für mittlere und größere Firmenkunden stehen unseren Firmenkundenbetreuern Finanzierungsspezialisten zur Seite.

Überzeugendes Produktangebot auch in unsicheren Zeiten

Vor dem Hintergrund der sich - auch infolge der Finanzkrise - eintrübenden Perspektiven für die deutsche Konjunktur bestand in unserer mittelständischen Kundschaft ein besonderes Interesse an einer nachhaltigen Unternehmensfinanzierung. Mit unseren als "Club Deal" angebotenen mittelständischen Konsortialfinanzierungen verfügen wir über ein bewährtes Instrument zur Stabilisierung des Bankenkreises und somit auch des Finanzierungsvolumens, besonders in wirtschaftlichen Abschwungphasen. Mit einer breiten Palette moderner Absicherungsinstrumente werden unsere Kunden bei ihrer individuellen Risikostrategie durch unsere Firmenkundenbetreuer und Produktspezialisten unterstützt. Währungs-, Rohstoffpreis- sowie Zinsrisiken werden dadurch systematisch begrenzt, ganz ausgeschaltet oder zumindest in ihren liquiditätswirksamen Konsequenzen überschaubar gehalten.

Großkunden & International

In sieben Großkundencentern in Deutschland betreut der Konzernbereich Großkunden & International Firmenkunden mit einem Umsatzvolumen von mehr als 500 Mio. Euro sowie kleinere kapitalmarktaffine Konzerne und Unternehmen mit starken ausländischen Aktivitäten. Einen aktiven Beitrag zur Finanzierung der Energiewende in Deutschland leistet das in diesem Konzernbereich angesiedelte Kompetenzcenter für erneuerbare Energien.

Betreuungs- und Entscheidungskompetenz im In- und Ausland

Im Konzernbereich Großkunden & International liegt der Fokus auf der Betreuung von Tochtergesellschaften und Niederlassungen unserer deutschen Kunden im Ausland sowie von ausländischen Unternehmen mit Tochtergesellschaften und Niederlassungen in Deutschland. Basis für dieses bewährte Betreuungsmodell ist eine enge Vernetzung mit unseren weltweiten Standorten, die intensive Zusammenarbeit unserer Firmenkundenbetreuer und Produktspezialisten sowie unser ausgeprägtes Länder-Know-how. Die Unsicherheiten an den Märkten führten bei unseren Kunden zu einem stärkeren Fokus auf das interne Risikomanagement, das wir durch unsere umfassende Produktpalette optimal begleiten konnten. Durch unsere Kooperation mit dem Segment Corporates & Markets können wir anspruchsvollen Finanzierungslösungen auch unter Einbeziehung des Kapitalmarkts gerecht werden.

Die Energiewende begleiten

Seit mehr als zwei Jahrzehnten - weit vor dem Beschluss zur Energiewende - ist die Commerzbank mit dem Kompetenzcenter "Erneuerbare Energien" in diesem zukunftsgerichteten Markt aktiv. Unser Fokus liegt auf der Entwicklung innovativer Finanzierungsmodelle rund um das Thema erneuerbare Energien.

Financial Institutions

Der Konzernbereich Financial Institutions verantwortet die Beziehung zu in- und ausländischen Kreditinstituten sowie Zentralbanken und unterstützt über sein weltweites Korrespondenzbankennetzwerk auch andere Konzernbereiche und Segmente in deren internationalen Tätigkeiten. Financial Institutions bietet seinen Kunden weltweit Auslandszahlungsverkehr, Absicherung von Außenhandelsrisiken und die Finanzierung von Außenhandelsgeschäften an. Zusätzlich stellt der Konzernbereich Financial Institutions seinen Kunden bilaterale Kredite bereit, begleitet sie bei syndizierten Krediten und bietet gemeinsam mit dem Segment Corporates & Markets Lösungen für ein aktives Risikomanagement an.

Weltweites Vertriebsnetz

Dem globalen Betreuungsansatz seines Geschäftsmodells folgend, hat der Konzernbereich Financial Institutions im Berichtsjahr sein weltweites Relationship-Management mit der Eröffnung neuer Repräsentanzen in Bangladesch (Dhaka) und Angola (Luanda) ausgebaut. Seinen Kunden bietet der Konzernbereich durch Relationship-Manager und qualifizierte Produkt- und Risikospezialisten einen langfristigen Relationship-Ansatz und ein umfassendes Produkt-Know-how.

Starke Marktposition in der Eurozone

In der Abwicklung von Außenhandelsgeschäften konnte die Commerzbank gemäß SWIFT erneut ihre Marktanteile in der Eurozone ausbauen. Sie zählt bei der Abwicklung des Exportzahlungsverkehrs und von Exportakkreditiven zu den führenden Instituten in der Eurozone. Um die Prozesseffizienz in der Abwicklung des Dokumentengeschäfts zu forcieren und Wachstumskapazitäten aufzubauen, hat die Commerzbank im zweiten Halbjahr 2012 im polnischen Lodz das erste Trade-Processing-Center eröffnet.

Ausblick Mittelstandsbank

In einem von regulatorischen Änderungen geprägten Umfeld ist davon auszugehen, dass kapitalintensives Geschäft weiter selektiv eingesetzt wird. In den nächsten rund drei Jahren sehen wir in Deutschland ein Chancenfenster für Marktanteilsgewinne, mittelfristig ist jedoch wieder von einer Zunahme des Wettbewerbs mit ausländischen Banken aufgrund der hohen Attraktivität des deutschen Firmenkundensegments auszugehen. Zur Erreichung unserer ambitionierten Ziele werden auch die bereits im Rahmen des Investors' Day im November 2012 kommunizierten Initiativen unseres Wachstumsprogramms "Kurs:Marktführer" beitragen, die den Grundstein für einen nachhaltigen Ausbau unserer Marktposition legen werden. Strategische Elemente des Wachstumsprogramms sind die Intensivierung der Kundenakquisition, Ausweitung unserer Ertragsanteile bei Bestandskunden, internationales Wachstum und Erweiterung unserer Cash-Management-&-International-Business-Plattformen.

Im Jahr 2013 liegt der Wachstumsfokus der Mittelstandsbank sowohl auf der Gewinnung von Neukunden, insbesondere im kleinen und mittelgroßen Firmenkundensegment, als auch auf einer potenzialorientierten Ausweitung des Geschäfts mit Bestandskunden in Deutschland. Durch die Unterstützung der Realwirtschaft wollen wir Chancen im Wettbewerb konsequent nutzen und in Marktanteilsgewinne umwandeln. Mittelfristig soll das Geschäft im europäischen Ausland durch Skalierung unseres bewährten inländischen Betreuungsmodells zusätzlich intensiviert werden. Über unsere führende Marktposition und besondere Produktkompetenz im Trade-Service-Bereich wollen wir auch international weitere Marktanteile gewinnen. Mit Investitionen in unsere IT-Plattformen und SEPA, aber auch in kompetente Beratungskapazitäten, möchten wir das Cash-Management-&-International-Business-Geschäft im In- und Ausland stärken.

Central & Eastern Europe

Das Segment Central & Eastern Europe (CEE) umfasste im Berichtsjahr die Aktivitäten im Universalbankgeschäft und im Direct Banking in dieser Region. Hierzu gehört insbesondere die polnische Tochter BRE Bank. Diese bietet einerseits Bankprodukte für Firmenkunden und andererseits moderne Finanzdienstleistungen für Privatkunden unter der Marke Multi-Bank in Polen sowie der Marke mBank in Polen, in der Tschechischen Republik und in der Slowakei. Zum Segment CEE gehörten zudem Beteiligungen an Mikrofinanzbanken, deren vollständige Veräußerung beschlossen wurde und im Berichtsjahr im Zuge der weiteren Fokussierung auf Kernmärkte der Region bereits weitgehend erfolgt ist. Zugleich wurde der Verkauf der Bank Forum an die ukrainische Smart Group im vierten Quartal abgeschlossen. Bereits zum 1. Januar 2012 wurden die Geschäftseinheiten in Russland (Commerzbank Eurasija), Tschechien, Slowakei und Ungarn (Commerzbank Zrt.) aus dem Segment Central & Eastern Europe in die Mittelstandsbank verlagert.

In einem herausfordernden Marktumfeld hat das Segment Central & Eastern Europe ein solides Operatives Ergebnis erzielt. Wesentlich dazu beigetragen hat die polnische BRE Bank. Dennoch konnte das Operative Ergebnis des Segments den Rekordwert des Vorjahres nicht erreichen. Dieser Vorjahreswert war allerdings wesentlich durch einen positiven Bewertungseffekt im Zusammenhang mit der Veräußerung des Anteils der Commerzbank an der russischen Promsvyazbank geprägt.

Ergebnisentwicklung

Tabelle 10

scroll
Mio. € 2012 2011 Veränderung in %/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 818 1 044 - 21,6
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 105 - 86 22,1
Verwaltungsaufwendungen 473 531 - 10,9
Operatives Ergebnis 240 427 - 43,8
Gebundenes Eigenkapital 1 763 1 812 - 2,7
Operative Eigenkapitalrendite (%) 13,6 23,6 - 10,0
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 57,8 50,9 7,0

Im Jahr 2012 lag das Operative Ergebnis des Segments Central & Eastern Europe mit 240 Mio. Euro unter dem Rekordergebnis des Vorjahres in Höhe von 427 Mio. Euro.

Die Erträge vor Risikovorsorge lagen im Berichtsjahr bei 818 Mio. Euro und damit 226 Mio. Euro unter dem Wert des Jahres 2011. Beeinflusst wurde das niedrigere Ergebnis im Vorjahresvergleich vor allem durch Einmaleffekte wie den Verkauf der Beteiligung an der russischen Promsvyazbank, der im zweiten Quartal 2012 abgeschlossen wurde (positiver Ergebniseffekt im Berichtsjahr in Höhe von 22 Mio. Euro), jedoch bereits im Vorjahresergebnis zu einem Bewertungseffekt in der Ergebnisrechnung führte (positiver Ergebniseffekt in Höhe von 154 Mio. Euro).

Der Zinsüberschuss des Segments sank um 91 Mio. Euro, wesentlich beeinflusst durch geringere Erträge der ukrainischen Bank Forum. Der Provisionsüberschuss lag mit 188 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Risikovorsorge stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 Mio. Euro auf insgesamt - 105 Mio. Euro.

Der Verwaltungsaufwand lag mit 473 Mio. Euro um 10,9 % unter dem Vorjahreswert in Höhe von 531 Mio. Euro. Sowohl die Personalkosten als auch der Sachaufwand konnten durch erfolgreiches Kostenmanagement reduziert werden. Darüber hinaus wirkte sich auch hier der Verkauf der Bank Forum entsprechend aus.

Nach außerordentlichen Belastungen im Zusammenhang mit der Bank Forum in Höhe von - 268 Mio. Euro belief sich das Ergebnis vor Steuern des Segments Central & Eastern Europe im Berichtsjahr auf - 28 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Rückgang um 455 Mio. Euro.

Bei einem durchschnittlichen gebundenen Eigenkapital von 1,8 Mrd. Euro ergab sich eine Operative Eigenkapitalrendite von 13,6 % (Vorjahr: 23,6 %). Die Aufwandsquote lag bei 57,8 % gegenüber 50,9 % im Vorjahr.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt der Aktivitäten auf organischen Wachstumsinitiativen im Universalbankgeschäft und im Direct Banking der BRE Bank. Die ukrainische Bank Forum sowie verschiedene Minderheitsbeteiligungen an Mikrofinanzbanken wurden veräußert oder zum Verkauf gestellt.

Mitte des Jahres hat die BRE Bank zudem ihre neue Mittelfriststrategie vorgestellt. Schwerpunkte bilden weiteres organisches Wachstum, ein noch stärker verzahntes Angebot von Firmenkundengeschäft und Investmentbanking mit klarer Ausrichtung auf den Mittelstand sowie moderne, kundenorientierte Dienstleistungen im Privatkundengeschäft.

Die Kundenzahl der BRE Bank erhöhte sich im Jahresverlauf um über 200 000, insbesondere durch das dynamische Wachstum im Direct Banking. Damit überzeugte die Commerzbank in Mittel- und Osteuropa am Ende des Berichtsjahres mehr als 4 Millionen Kunden mit rund 5 400 Vollzeitkräften in 309 Geschäftsstellen. Die Zahl der Cross-Border-Kunden stieg durch länderübergreifende Vertriebsinitiativen um 13 % auf über 3 200.

BRE-Bank-Gruppe

Durch stabile Erträge und ein konsequentes Kostenmanagement lag das Ergebnis der BRE Bank vor und nach Steuern leicht über Vorjahresniveau. Der Beitrag der BRE Group zum Operativen Ergebnis des Segments betrug 283 Mio. Euro.

Neue Strategie

Im Berichtsjahr wurde in der BRE Bank die neue Mittelfriststrategie für die Jahre 2012 bis 2016 beschlossen. Diese wird von der "One Bank"-Philosophie getragen, die eine noch stärkere Verzahnung sämtlicher Bereiche auf Banken- und Gruppenebene vorsieht und durch die Kunden einen breiteren Zugang zu Produkt- und Beratungsangeboten erhalten sollen.

Eine wesentliche Maßnahme der neuen Strategie ist die Zusammenführung aller BRE-Aktivitäten unter der Marke mBank. Weiterhin soll die bereits bestehende starke Fokussierung auf Mobile-Banking-Angebote im Privatkundengeschäft weiter ausgebaut und stärker mit Social-Media-Kanälen ergänzt und verknüpft werden. Das bestehende, integrierte Filialnetz wird künftig für alle Kundengruppen zugänglich sein und somit das Beratungsangebot für Internetkunden weiter verbessert werden.

Für das Privatkundengeschäft wird im Rahmen des Projekts "New mBank" ein neues interaktives Geschäftsmodell konzipiert. Dieses basiert auf einer neu entwickelten Onlineplattform, die auf veränderte Bedürfnisse von Kunden zielt und auf deren zunehmend stärkere Nutzung neuer Medien und Technologien ausgerichtet ist. Das "New mBank"-Angebot umfasst zum Beispiel das gesamte Transaktionsgeschäft, Personal-Finance-Management, Videochats mit Kundenberatern sowie die Integration in soziale Medien. Mit einer modernen Benutzeroberfläche sollen vertrauensvolle und langfristige Kundenbeziehungen ausgebaut werden. Zugleich soll sich die Interaktion mit der Bank erhöhen. Neben dem Onlinebanking-Angebot werden alle Bankdienstleistungen auch über Mobile Banking verfügbar sein.

Die Position im Geschäft mit mittelgroßen Unternehmen wird weiter ausgebaut. So soll die Bank von dem hohen Cross-Selling-Potenzial margenstarker Produkte profitieren, beispielsweise über integrierte Lösungen in der Finanzierung, in der Beratung oder im Transaktionsgeschäft.

Durch eine flachere Organisationsstruktur sollen mehr Verantwortung und Entscheidungsbefugnisse an Mitarbeiter und Teams übertragen werden.

Mehr Kunden - mehr Leistungen

Im Privatkundengeschäft der BRE Bank wurde das Leistungsangebot kontinuierlich mit neuen Kredit-, Einlage- und Anlageprodukten sowie durch optimierte Vertriebsprozesse weiter ausgebaut. Dazu gehören die Öffnung weiterer MultiBank-Filialen für mBank-Kunden, neue Mobile-Banking-Angebote, das innovative Programm mSaver für Dauersparer und Aquarius Optimal Investing, eine unabhängige Onlineanlageberatung.

Im Firmenkundengeschäft ist die BRE Bank auf mehr als 15 000 Kunden gewachsen. Das Produkt- und Leistungsangebot wurde ebenfalls erweitert. So kann die Internetplattform "iBRE" jetzt in die Finanz- und Buchhaltungssysteme von Firmenkunden integriert werden. Zudem wurde das Angebot im Investmentbanking weiter ausgebaut, zum Beispiel durch automatisierte Produktplattformen im Fremdwährungsgeschäft, die verstärkt auf kleinere Unternehmen ausgerichtet wurden. Darüber hinaus wurden der Ausbau des Cross-Border-Geschäfts und die Zusammenarbeit zwischen der Commerzbank und der BRE Bank weiter vorangetrieben.

Ausgezeichnete Bank

Im Jahr 2012 gab es erneut zahlreiche Auszeichnungen. Unter anderem wurde die BRE Bank vom Magazin "Global Finance" in der Kategorie "Best Emerging Market Banks in Central and Eastern Europe" zur besten Bank Polens gewählt. Beim "Newsweek's friendly Bank"-Wettbewerb wurden die MultiBank zudem zur "best traditional Bank" und die mBank zur "best institution offering Mobile Banking" gewählt. Von der "Gazeta Bankowa" wurde die BRE Bank zur "Bank of the last 20 years" gekürt und erhielt einen Sonderpreis als das am meisten ausgezeichnete Institut im Rahmen dieses Wettbewerbs. Die mBank wurde zum dritten Mal in Folge von Internetnutzern mit dem Award "Golden Banker" ausgezeichnet.

Ausblick Central & Eastern Europe

Für das Jahr 2013 erwarten wir, bedingt durch die europäische Staatsschuldenkrise, ein weiterhin gedämpftes Wirtschaftswachstum in der Region Mittel- und Osteuropa. In Polen ist von geringeren Infrastrukturinvestitionen und rückläufigen privaten Konsumausgaben auszugehen. Die im Berichtsjahr vollzogenen geldpolitischen Lockerungen der polnischen Nationalbank sollen im Jahr 2013 fortgesetzt werden, was zusätzlichen Druck auf die Ergebnisentwicklung des lokalen Bankensektors bringen kann. Von einer wieder etwas freundlicheren Konjunktur im Euroraum dürften auch die Länder in Mittel- und Osteuropa profitieren. Dies gilt sowohl für Polen als auch für die Tschechische Republik und die Slowakei, wo das Wachstum ab dem Jahr 2014 wieder merklich anziehen dürfte. In diesem Marktumfeld wird die Commerzbank ihre Aktivitäten im Universalbankgeschäft und im Direct Banking weiter ausbauen. Der Fokus liegt auf organischen Wachstumsinitiativen.

In diesem Rahmen wird die BRE Bank die Implementierung ihrer neuen Strategie weiter fortsetzen und diese verstärkt entlang der Kundenbedürfnisse ausrichten. Der Fokus liegt auf der Steigerung des Ertragspotenzials und der Profitabilität. Diese Ziele sollen durch ein fokussiertes, risikoadäquates Wachstum und einen effizienten Einsatz des Eigenkapitals sowie durch eine weitere Diversifizierung des Fundings erreicht werden. Im Privatkundengeschäft werden weiterhin vermögende sowie junge Kunden, die perspektivisch ein überdurchschnittliches Einkommen erzielen werden, im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen. Darüber hinaus konzentriert sich die BRE Bank auf die individuellen Bedürfnisse von Existenzgründern und kleinen Unternehmen. Zudem soll mit dem "New mBank"-Konzept die Position als Innovationsführer für moderne Bankangebote weiter ausgebaut werden. Im Firmenkundengeschäft ist die BRE als Topadresse für mittelständische und große Unternehmen positioniert. Die Präsenz im Geschäft mit mittelgroßen Unternehmen soll schrittweise ausgebaut werden. Im Geschäft mit großen Unternehmen sollen sich die Erträge durch ein stärkeres Cross-Selling im Transaktionsgeschäft weiter erhöhen. Im Cross-Border-Geschäft will die BRE ihre Position als bevorzugte Bank weiter ausbauen. Insbesondere Unternehmen aus deutschsprachigen Ländern, die zugleich große Handelspartner Polens sind, stehen hier im Fokus.

Corporates & Markets

Im Segment Corporates & Markets bündelt die Commerzbank ihre Investmentbanking-Aktivitäten. Der Fokus liegt dabei auf dem Vertrieb von Kapitalmarktprodukten, Beratungsleistungen und der Erstellung von Marktanalysen für die kapitalmarktaffinen Kunden des Konzerns. Bestehend aus den Konzernbereichen Fixed Income & Currencies, Equity Markets & Commodities, Corporate Finance, Credit Portfolio Management sowie Client Relationship Management, stellt das Segment sicher, dass sowohl Corporates-&-Markets-Kunden als auch Kunden anderer Segmente des Konzerns, insbesondere der Mittelstandsbank und des Privatkunden-Segments, in vollem Umfang Zugang zur Produkt- und Servicepalette der Investmentbank haben.

Das Jahr 2012 war erneut von den turbulenten Entwicklungen rund um die europäische Staatsschuldenkrise geprägt. Die Ertragsentwicklung des auf die Kundenaktivitäten fokussierten Segments wurde durch die Marktereignisse entsprechend beeinflusst.

Ergebnisentwicklung

Tabelle 11

scroll
Mio. € 2012 2011 Veränderung in %/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 1 596 2 234 - 28,6
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 52 - 146 - 64,4
Verwaltungsaufwendungen 1 347 1 505 - 10,5
Operatives Ergebnis 197 583 - 66,2
Gebundenes Eigenkapital 3 211 3 807 - 15,7
Operative Eigenkapitalrendite (%) 6,1 15,3 - 9,2
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 84,4 67,4 17,0

Das Kapitalmarktumfeld, in dem das Segment Corporates & Markets im Jahr 2012 operierte, blieb zwar weiterhin angespannt, konnte aber, auch dank eines neuen Kurses der Europäischen Zentralbank, von einem schrittweisen Rückgang der Risiken in der Eurokrise und folglich auch einer Erholung der Kundennachfrage profitieren. Das Segment Corporates & Markets erzielte im Jahr 2012 ein Operatives Ergebnis in Höhe von 197 Mio. Euro nach 583 Mio. Euro im Vorjahr. Darin enthalten sind Bewertungseffekte eigener Verbindlichkeiten, die das Ergebnis im Berichtsjahr mit - 315 Mio. Euro belasteten und das Vorjahresergebnis 2011 um 288 Mio. Euro erhöhten. Ohne diesen Effekt konnte Corporates & Markets seinen operativen Gewinn gegenüber dem Vorjahr deutlich um rund 74 % erhöhen.

Im Konzernbereich Corporate Finance lagen die Erträge unter denen des Vorjahres. Zwar profitierte das Anleihengeschäft von einer Vielzahl von Neuemissionen, diese konnten ein schwächeres Kreditgeschäft aber nicht ausgleichen. Der Konzernbereich Equity Markets & Commodities agierte in einem günstigeren Marktumfeld und konnte seine Erträge gegenüber dem Vorjahr stabilisieren. Der Konzernbereich Fixed Income & Currencies konnte seine Erträge vor Berücksichtung der bereits erwähnten Bewertungseffekte eigener Verbindlichkeiten erhöhen und profitierte dabei vor allem von besseren Erträgen im Handel mit Kreditprodukten.

Insgesamt gingen die Erträge vor Risikovorsorge gegenüber dem Vorjahr um 638 Mio. Euro auf 1 596 Mio. Euro zurück. Von diesem Rückgang sind rund 600 Mio. Euro auf die Bewertungseffekte eigener Verbindlichkeiten zurückzuführen. Das Zinsergebnis ist aufgrund des fortgesetzten Abbaus risikogewichteter Aktiva und positiver Effekte aus restrukturierten Krediten im Vorjahreszeitraum von 832 auf 546 Mio. Euro zurückgegangen. Das Provisionsergebnis konnte leicht um 19 auf 319 Mio. Euro gesteigert werden. Der Rückgang des Handelsergebnisses um 535 auf 534 Mio. Euro ist vor allem durch die Bewertungseffekte eigener Verbindlichkeiten getrieben. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft für das Geschäftsjahr 2012 lag bei - 52 Mio. Euro nach - 146 Mio. Euro im Vorjahr. Der Verwaltungsaufwand konnte durch ein effektives Kostenmanagement deutlich um 158 Mio. Euro auf 1 347 Mio. Euro gesenkt werden. Das Ergebnis vor Steuern betrug 197 Mio. Euro nach 583 Mio. Euro im Vorjahr. Bei einem um 15,7 % auf 3,2 Mrd. Euro reduzierten durchschnittlichen gebundenen Eigenkapital ergab sich eine Operative Eigenkapitalrendite von 6,1 % (Vorjahr: 15,3 %). Die Aufwandsquote betrug 84,4 % nach 67,4 % im Vorjahr. Bereinigt um die Effekte aus der Bewertung eigener Verbindlichkeiten würde die Operative Eigenkapitalrendite bei 15,9 % (Vorjahr: 7,7 %) liegen. Die bereinigte Aufwandsquote würde sich auf 70,5 % belaufen, nach 77,3 % im Vorjahr.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Die Geschäftsentwicklung der einzelnen Konzernbereiche war sowohl durch die marktseitigen als auch durch einige bankinterne Entwicklungen beeinflusst. So wurde im zweiten Quartal das Credit-Portfolio-Management, das bis dahin zum Konzernbereich Corporate Finance gehörte, zum eigenständigen Konzernbereich. Auf diesen wurden im dritten Quartal diverse Restportfolios des aufgelösten Segments Portfolio Restructuring Unit übertragen. Darüber hinaus hat sich der deutliche Abbau risikogewichteter Aktiva - der trotz Einführung Basel 2.5 erreicht werden konnte - in der Ergebnisentwicklung niedergeschlagen. Dabei trug das Segment Corporates & Markets maßgeblich dazu bei, die Anforderung der European Banking Authority (EBA) zu übertreffen.

Das erfolgreiche Geschäftsjahr im Konzernbereich Corporate Finance war durch eine stabile Geschäftsentwicklung über das gesamte Jahr hinweg gekennzeichnet. Im Konzernbereich Fixed Income & Currencies war der Ergebnisverlauf hingegen deutlich volatiler. Nach einem Einbruch der Kundenaktivitäten auf den Aktienmärkten in der zweiten Hälfte des Jahres 2011 konnte der Konzernbereich Equity Markets & Commodities die Ertragsituation zu Jahresanfang 2012 stabilisieren und im Verlauf des gesamten Jahres halten. Das nunmehr als separater Konzernbereich etablierte Credit Portfolio Management leistete einen wesentlichen Betrag zum positiven Ergebnis von Corporates & Markets. Darüber hinaus trugen die aus der ehemaligen Portfolio Restructuring Unit übertragenen Restpositionen positiv zum Ergebnis des Konzernbereichs bei. Trotz der Zuführung zusätzlicher Risikoaktiva im Zuge der Auflösung der PRU, gelang Corporates & Markets ein weiterer Fortschritt bei der Reduzierung der Risikoaktiva um 16,3 % auf 29,8 Mrd. Euro.

Fixed Income & Currencies

Die auch im Jahr 2012 anhaltende Phase der historisch niedrigen Zinsen stellte den Konzernbereich Fixed Income & Currencies erneut vor Herausforderungen. Trotz einer weiteren Reduzierung der Risikoaktiva konnte der Konzernbereich das Ergebnis des Vorjahres ohne Berücksichtigung der Bewertung eigener Verbindlichkeiten übertreffen. Der Konzernbereich reagierte rechtzeitig auf die gestiegenen regulatorischen Anforderungen rund um OTC-Derivate und auf die Notwendigkeit zu deren zentralen Clearing mit der Einführung eines entsprechenden Serviceangebots für die Kunden. Auch für eigene Geschäfte hat die Commerzbank im Jahr 2012 als eine der ersten Banken das Clearing an der Eurex durchgeführt. Den steigenden Kundenanforderungen folgend baut der Konzernbereich seine elektronischen Handelsplattformen weiter aus. Der Erfolg im elektronischen Handel spiegelte sich im positiven Ranking der Commerzbank bei Bloomberg, Tradeweb und anderen führenden Anbietern wider. Im Währungshandel erhielten die von Fixed Income & Currencies entwickelten Plattformen "Commander" und "Commander Kristall" weiterhin sehr positives Feedback seitens der Kunden, insbesondere die Erweiterung von "Commander" um Plain Vanilla Flow Options zu handeln. Im Wettbewerbsvergleich des "Deutschen Risk"-Magazins belegte die Commerzbank in den Kategorien "Currency Overall" und "Derivatives and Risk Management Advisory" den ersten Platz. Das Magazin wertete die Commerzbank zudem in Toppositionen in den Kategorien "Interest Rates Overall" sowie "Interest Rates - Swaps, Repurchase Agreements, Options, Forward Rate Agreements, Cross-Currency Swaps". Um das Index- und Investment-Produktangebot der Commerzbank für FX- und Fixed-Income-Strategien zu erweitern, wurde die Quantitative Solutions Group neu eingerichtet. Für den Anleihenhandel war das Geschäftsjahr sehr erfolgreich. Dies war vor allem durch die erhöhten Kundenaktivitäten infolge der marktunterstützenden geldpolitischen Maßnahmen bedingt. Hier hat sich die rechtzeitige Positionierung als zuverlässiger Anbieter von Flow-Produkten mit Fokus auf Europa ausgezahlt.

Equity Markets & Commodities

Im Geschäftsjahr 2012 steuerte der Konzernbereich Equity Markets & Commodities (EMC) einen stabilen Ergebnisbeitrag zum Segmentergebnis bei. Auch im Bereich EMC war im Verlauf des Jahres ein allgemeiner Trend weg von komplexeren Finanzprodukten festzustellen. Dies bestätigte eine stabile Ertragsentwicklung bei Flow-Produkten sowohl im Aktien- als auch im Rohstoffbereich. Bei einzelnen Kundengruppen hingegen war ein Bedarf für speziell zugeschnittene Produktlösungen zu verzeichnen. Das Geschäftsjahr 2012 hat die gute Positionierung des Konzernbereichs als führender deutscher Anbieter für Aktien- und Rohstoffprodukte in Deutschland erneut bestätigt. Der fokussierte Geschäftsansatz wurde durch zahlreiche Auszeichnungen für die Qualität der Produktlösungen sowohl auf der Aktien- als auch auf der Rohstoffseite belohnt. Das "Deutsche Risk"-Magazin verlieh der Commerzbank den ersten Platz in der Kategorie "Commodities Derivatives" sowie den dritten Platz in der Kategorie "Equity Overall". Bei der durch das "Euromoney-Magazin" durchgeführten Umfrage bezüglich der auf Privatkunden zugeschnittenen strukturierten Produkte wurde die Commerzbank als "All Europe Best Overall Manufacturer" ausgezeichnet. Die Plattform für Exchange-traded Funds (ETF) genoss erneut kundenseitig hohes Ansehen und wurde bei den Börse-Online-ETF-Awards in den Kategorien "ETF provider of the Year" und "Most improved ETF provider" mit den Topplätzen ausgezeichnet. Der erste Platz wurde der Commerzbank im Konkurrenzvergleich bei den Scope Awards in den Kategorien "Best Issuer Certificates", "Best Issuer for Product Quality" und "Best Issuer Overall Transparency" zugesprochen.

Corporate Finance

Der Konzernbereich Corporate Finance hatte in einem herausfordernden Marktumfeld 2012 eine stabile Ertragsentwicklung zu verzeichnen. Das Geschäftsfeld Debt Capital Markets Loans konnte trotz eines zum Vorjahr vergleichsweise geringen Marktvolumens im Jahr 2012 zahlreiche Transaktionen mit hoher Visibilität im Konsortialkreditmarkt abschließen und seine Marktführerschaft erneut bestätigen. Der hervorragende Ruf der Commerzbank im Konsortialkreditmarkt wurde im Jahr 2012 sowohl durch führende League-Table-Positionen in Deutschland (Nummer 1 nach Anzahl von Transaktionen) und EMEA (Nummer 2 nach Anzahl von Transaktionen) sowie durch Auszeichnungen als erfolgreichste Bank in verschiedenen Kategorien bei den "Euroweek"-Awards wieder bestätigt. Das Geschäftsfeld Debt Capital Markets Bonds trat an den im Jahr 2012 sehr aktiven Neuemissionsmärkten für Anleihen mit einer Reihe von Mandaten im Unternehmens-, Public-Sector- und Bankenanleihen-Segment auf und erzielte durch die verstärkten Kundenaktivitäten ein besseres Ergebnis als im Vorjahr. Der Bereich Equity Capital Markets blieb auch im Berichtsjahr unter den führenden Anbietern für Eigenkapitalmarkttransaktionen in Deutschland. Das breite Spektrum der durchgeführten Transaktionen zeigt, dass die Commerzbank sowohl für deutsche Blue Chips als auch für Mittelständler ein zuverlässiger Partner im Hinblick auf Eigenkapitalmaßnahmen ist. Das Geschäftsfeld M& A Advisory konnte seine gute Wettbewerbsposition in Deutschland durch Beratungsmandate bei öffentlichen Übernahmen, durch Abwehrmaßnahmen, sowie durch Käufe/Verkäufe von nicht börsennotierten Unternehmen oder Unternehmensteilen und Fairness Opinions im Jahresverlauf weiter festigen. Allerdings spiegelte sich das deutlich von Risikoaversion geprägte, ungünstige Klima für Aktienplatzierungen und Unternehmenszusammenschlüsse in den niedrigeren Erträgen von ECM und M& A wider. Im Leveraged-Finance-Bereich haben wir unsere führende Wettbewerbsposition in Deutschland und Europa im Jahr 2012 bestätigen können. Der Bereich hat die Führung der League Tables nach Anzahl der durchgeführten Transaktionen in Deutschland auch im Jahr 2012 gehalten. Der Bereich Structured Capital Markets konnte durch eine Reihe von Mandaten verschiedener Unternehmen und Banken wieder ein sehr gutes Ergebnis erzielen.

Credit Portfolio Management

Der Konzernbereich Credit Portfolio Management wurde im Jahr 2012 aus dem Konzernbereich Corporate Finance herausgelöst und als eigenständiger Konzernbereich etabliert. Schwerpunkte der Aktivitäten des Bereichs liegen in der Steuerung des Kreditportfolios von Corporates & Markets und dessen Risiken, der Integration und dem weiteren Ausbau des Kontrahentenrisikomanagements, dem Management ausgewählter Konzentrationsrisiken der Mittelstandsbank sowie dem weiteren wertmaximierenden Abbau der verbliebenen, jedoch bereits stark reduzierten und zum 1. Juli 2012 in diesen Bereich integrierten Portfolios der ehemaligen Portfolio Restructuring Unit. Als zentrales Kompetenzzentrum für das integrierte Kredit- und Kontrahentenrisikomanagement gelang es dem Konzernbereich im Geschäftsjahr 2012, durch gezielte Steuerung des Kapitaleinsatzes einen wesentlichen Beitrag zum positiven Ergebnis des Segments zu leisten. Auf Basis seines strategischen Geschäftsmodells und der daraus resultierenden Intensivierung eines markt- und risikoadäquaten Pricings für Kredit- und Kontrahentenrisiken trägt der Bereich Credit Portfolio Management bedeutend zur marktgerechten Bewertung der Kundenbeziehung im internationalen Kreditgeschäft in Corporates & Markets bei. Mithilfe der daraus abgeleiteten Aktivitäten für die Gesamtbank agiert der Konzernbereich Credit Portfolio Management auch als zusätzliches Bindeglied bei der weiteren Verzahnung des Kreditrisikomanagements der Segmente innerhalb des Konzerns.

Client Relationship Management

Der Konzernbereich Client Relationship Management ist für die globale Betreuung namhafter deutscher multinationaler Unternehmen und ausgewählter deutscher Familienunternehmen in allen wichtigen Industriezweigen sowie Unternehmen aus dem internationalen Versicherungssektor zuständig. Daneben betreut der Konzernbereich führende Private-Equity-Investoren sowie den Bund und die Bundesländer. Um unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen anbieten zu können, arbeitet der Konzernbereich intensiv mit den jeweiligen Produktspezialisten im In- und Ausland über alle Bereiche der Bank hinweg zusammen. Auch im Jahr 2012 stand Client Relationship Management seinen Kunden als starker und verlässlicher Partner im Investment- und Corporate Banking zur Seite. Innovative Antworten auf die Herausforderungen der globalen Finanzmärkte bei der Finanzierung ihrer Geschäftstätigkeiten sowie zur Sicherstellung ihrer Liquidität standen hierbei für die Kunden des Bereichs im Vordergrund. Im zurückliegenden Jahr wurden die bereichsinternen Kompetenzen insbesondere im Versicherungssektor kontinuierlich ausgebaut.

Ausblick Corporates & Markets

In einem auch in den nächsten zwei Jahren regulatorisch und marktseitig herausfordernden Geschäftsumfeld wird das Segment Corporates & Markets seine Position in einzelnen Konzernbereichen, wie im November 2012 verkündet, weiter stärken. So wird der Konzernbereich Fixed Income & Currencies weiterhin seine bestehenden Kundenbeziehungen intensivieren. Ein Mehrwert soll durch die fundierte Beratung und Lösungen auf Basis eines umfassenden Verständnisses der strategischen Kundenziele und -bedürfnisse geboten werden. Außerdem wird ein weiterer Ausbau der Kundenbasis vor allem bei institutionellen Kunden und bei Unternehmen angestrebt. Durch den integrierten Geschäftsansatz wird der Konzernbereich Equity Markets & Commodities auch zukünftig Synergien innerhalb der Commerzbank erfolgreich nutzen und allen Kunden des Konzerns eine qualitativ hochwertige Produktpalette anbieten. Vor allem werden der Ausbau von State-of-the-Art-Handelsplattformen, kosteneffizienten Asset-Management-Produkten sowie spezialisierten und innovativen strukturierten Lösungen für Versicherungen und Pensionskassen vorangetrieben. Der Konzernbereich Corporate Finance wird auch zukünftig seine traditionelle Stärke in der Kapitalmarktfinanzierung ausbauen. Dies gilt besonders für den Bereich Structured Capital Markets, der weiter ausgebaut wird. Insbesondere wird das vorhandene Know-how bei Strukturierten Finanzierungen im Bereich Asset Based Finance weiterentwickelt. Im Konzernbereich Client Relationship Management wird hier den bereits bestehenden Kunden sowie weiteren inländischen Versicherungsunternehmen ein gezielt auf die Kundenbedürfnisse ausgerichteter ganzheitlicher Betreuungsansatz angeboten.

Ein besonderer Fokus wird dabei auf einer erhöhten Kostendisziplin liegen. Durch die im Jahr 2012 gestartete umfangreiche Kosteninitiative werden bedeutende Kosteneinsparungen bereits im laufenden Jahr und im Jahr 2014 erwartet. Weitere Einflussfaktoren stellen das marktsensitive Kundenverhalten, das Bestreben von Kunden in einem Niedrigzinsumfeld Renditen zu erwirtschaften sowie weitere kunden- und konkurrenzseitige Anpassungen an das sich dynamisch verändernde regulatorische Umfeld dar. Weitere Maßnahmen zur Optimierung des kundenfokussierten Geschäftsmodells werden auch im kommenden Geschäftsjahr folgen. Dies bietet eine solide Basis für den in den nächsten zwei Jahren erwarteten moderaten Anstieg der Erträge bei gleichzeitig sinkenden Kosten und stabil bleibender Risikovorsorge, was zu einem weiter verbesserten Operativen Ergebnis führen wird.

Non-Core Assets

Zum 1. Juli 2012 wurden die vom Vorstand beschlossenen Maßnahmen zur Restrukturierung der Eurohypo AG, die seit dem 31. August unter dem Namen "Hypothekenbank Frankfurt AG" firmiert, umgesetzt und das Abbausegment Non-Core Assets (NCA) implementiert, das das bisherige Segment Asset Based Finance ersetzt. Im Segment NCA sind als einzelne Konzernbereiche nunmehr das Portfolio der gewerblichen Immobilienfinanzierung (Commercial Real Estate, CRE) im In- und Ausland, das Staatsfinanzierungsportfolio (Public Finance, PF) und das gesamte Schiffsfinanzierungsportfolio (Deutsche Schiffsbank, DSB) gebündelt. Das CRE-Portfolio wird überwiegend in der Hypothekenbank Frankfurt AG weitergeführt. Das PF-Portfolio entfällt auf die Hypothekenbank Frankfurt AG, ihre Tochtergesellschaft Hypothekenbank Frankfurt International S. A. in Luxemburg und die Commerzbank-Tochtergesellschaft Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg S. A. Die Non-Core-Teile des Retail-Bankings der Hypothekenbank Frankfurt AG sowie Assets und Beteiligungen ohne aktuelle Platzierungsmöglichkeiten der Commerz Real sind ebenfalls in NCA enthalten, zudem weitere Infrastrukturportfolios aus dem ehemaligen Segment Portfolio Restructuring Unit (PRU) der Commerzbank.

Die Aufgabe des Segments NCA besteht in der systematischen, wertschonenden und risikominimierenden Abwicklung der einzelnen Segmentportfolios und der weiteren Optimierung der damit verbundenen Refinanzierung. Zielsetzung ist dabei, das durch den Abbau freigesetzte Kapital renditestärkeren und risikoärmeren Geschäftseinheiten innerhalb des Konzerns zur Verfügung zu stellen und so der Commerzbank neue Wachstumsperspektiven zu eröffnen.

Ergebnisentwicklung

Tabelle 12

scroll
Mio. € 2012 2011 Veränderung in %/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 225 - 2 677 .
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 1 374 - 903 52,2
Verwaltungsaufwendungen 376 438 - 14,2
Operatives Ergebnis - 1 525 - 4 018 - 62,0
Gebundenes Eigenkapital 10 003 7 641 30,9
Operative Eigenkapitalrendite (%) - 15,2 - 52,6 37,3
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 167,1 - 16,4 .

Das Segment NCA wies aufgrund des Wegfalls der substanziellen Wertkorrekturen auf das griechische Staatsanleiheportfolio im Vorjahr ein um etwa 2,5 Mrd. Euro verbessertes, wenngleich negatives Operatives Ergebnis von - 1 525 Mio. Euro aus, nach - 4 018 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2011.

Die gesamten Erträge vor Risikovorsorge erreichten 225 Mio. Euro nach einem negativen Wert von - 2 677 Mio. Euro im Vorjahr. Der im Berichtszeitraum mit 689 Mio. Euro um 26,8 % gegenüber dem Vorjahr gesunkene Zinsüberschuss spiegelt im Wesentlichen den beschleunigten Bestandsabbau wider. Die strategische Entscheidung, sämtliche Neugeschäftsaktivitäten im NCA-Segment einzustellen, bewirkte auch einen Rückgang des Provisionsüberschusses im Vorjahresvergleich um 22,4 % auf 104 Mio. Euro. Das Handelsergebnis wies, nach einem mit 123 Mio. Euro positiven Ergebnis im Vorjahr, ein negatives Ergebnis von - 244 Mio. aus. Dies resultierte insbesondere aus der Bewertung von Derivaten gemäß IAS 39. Das Ergebnis aus Finanzanlagen belief sich auf - 323 Mio. Euro und resultierte unter anderem aus Veräußerungsverlusten infolge der fortgesetzten Risikoreduzierung im Staatsfinanzierungsportfolio. Im Vorjahreswert von - 3 796 Mio. Euro waren außerordentlich hohe Bewertungsverluste auf den Bestand griechischer Staatsanleihen enthalten.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft weitete sich um 52,2 % auf 1 374 Mio. Euro aus. Neben der in bestimmten Regionen weiterhin angespannten Lage der Märkte für gewerbliche Immobilien erforderte insbesondere die Schiffsfinanzierung deutlich steigende Wertberichtigungen und schlug sich in einem Anstieg der Problemkredite nieder.

Der Verwaltungsaufwand blieb sowohl aufgrund geringerer Personal- als auch Sachaufwendungen mit 376 Mio. Euro um 14,2 % unter Vorjahresniveau.

Aus der Abwicklungsauflage der Europäischen Kommission für die Hypothekenbank Frankfurt AG sowie aufgrund der Entscheidung, das gesamte gewerbliche Immobilienfinanzierungs- und Schiffsfinanzierungsportfolio vollständig abzubauen, resultierten Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von - 43 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern betrug - 1 568 Mio. Euro im Vergleich zu - 4 018 Mio. Euro im Vorjahr.

Bei einem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital in Höhe von 10,0 Mrd. Euro ergab sich eine Operative Eigenkapitalrendite von - 15,2 %, nach - 52,6 % im Vorjahr. Das Wachstum des dem Segment NCA zugewiesenen Eigenkapitals um nahezu ein Drittel ist Folge der unterjährig erfolgten konzerninternen Re-Allokation des sogenannten "EBA Sovereign Buffers" in Höhe von rund 4 Mrd. Euro aus dem Bereich Sonstige und Konsolidierung.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Abbaustrategie wird fortgesetzt

Im Geschäftsjahr 2012 lag der Fokus auf dem wertschonenden Portfolioabbau, der Risikoreduzierung sowie der Implementierung einer neuen Segmentsteuerung und -struktur. In den NCA-Portfolios ist der Bestand seit Ende 2008 um 138 Mrd. Euro oder 48 % reduziert worden. Das Exposure at Default (EaD) - inklusive NPL - des Segments hat sich im Vorjahresvergleich um 17 % auf 151 Mrd. Euro reduziert - infolge des forcierten Bestandsabbaus allein in der zweiten Jahreshälfte um 16 Mrd. Euro. Aufgrund von Ratingveränderungen, Parameterumstellungen und Neuzuordnungen von Assets aus der PRU sind die risikogewichteten Aktiva (RWA) zwar nicht in gleichem Maße gesunken wie das EaD, dennoch ist auch hier ein Rückgang auf 67,8 Mrd. Euro zu verzeichnen.

Im Rahmen des Kapitalmanagements respektive des Risikoabbaus hat das Management einen konsistenten Kapitalsteuerungsansatz für alle Anlageklassen eingeführt. Hauptsteuerungsgröße für das Segment NCA ist der Nettokapitaleffekt der Portfolioreduktion. Als Messgröße für die Reduktion der Portfoliogröße dient das EaD.

Die besicherte Refinanzierung der NCA-Aktivitäten erfolgt insbesondere über Hypotheken- und öffentliche Pfandbriefe, Lettres de Gage Publiques und Schiffspfandbriefe. Daneben dienen auch Repo-Geschäfte der Refinanzierung des Bestands. Die Optimierung der Refinanzierungsstruktur - zum Beispiel durch aktives Deckungsstockmanagement - ist ein wichtiger Bestandteil der Abbaustrategie. Per Jahresende 2012 lag der Anteil der unbesicherten Refinanzierung im NCA-Portfolio bei lediglich 30 %.

Im Zuge des aktiven Portfoliomanagements wird der Portfolioabbau durch langfristige Planungen, laufende Kontrollen und anorganische Maßnahmen unterstützt. Dabei steht der lösungsorientierte kooperative Umgang mit unseren Kunden und Konsortialpartnern im Vordergrund.

Im Rahmen des Planungsprozesses wird die Abbauplanung auf individuellem Asset-Level für alle NCA-Portfolios erstellt und implementiert. Das NCA-Management verfügt neben dem guten Zugang zu Investoren und Kapitalmärkten über ein effizientes Instrumentarium zur Portfolioreduzierung. Hierzu zählen beispielsweise aktive Restrukturierungen und die Nutzung von Marktopportunitäten. Ein Beispiel hierfür ist der Verkauf eines US-Portfolios aus elf Darlehen im Volumen von rund 520 Mio. US-Dollar in der ersten Jahreshälfte 2012.

Die effizienten Risiko-Früherkennungsprozesse und Verkäufe ausgewählter Non-Performing Loans (NPL) erweitern ebenfalls die Möglichkeiten des wertschonenden Bestandsabbaus. Mit der Erhöhung von Sicherheiten und Margen wird ein verbessertes Risk-Return-Verhältnis auf Einzel-Asset-Basis erzielt. Prolongations- und Pricing-Mechanismen wurden speziell auf den wertschonenden Portfolioabbau ausgerichtet. Bei Prolongationen können höhere Margen und kürzere Laufzeiten verhandelt werden.

Dem Segment NCA stehen hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung, die den Abbauprozess effizient und effektiv umsetzen. Die operative Stabilität der Einheiten des Segments NCA ist gewährleistet, sodass die operationalen Risiken im Jahre 2012 minimiert werden konnten.

Commercial Real Estate

Im Geschäftsjahr 2012 wurden die Bestände der gewerblichen Immobilienfinanzierung im In- und Ausland, in erster Linie in der Hypothekenbank Frankfurt AG, deutlich reduziert. Das Gesamtexposure (EaD) im Konzernbereich CRE verringerte sich im Jahresverlauf um 13,0 Mrd. Euro (rund 19 %) auf 54,7 Mrd. Euro (inklusive NPL). Dabei ging das EaD in CRE Inland, das rund 45 % des Exposures umfasst, um 22 % zurück. In CRE Ausland, auf das rund 55 % des Portfolios entfallen, belief sich der EaD-Rückgang im Laufe des Jahres 2012 auf rund 16 %. Die Portfolioreduktion haben wir durch ein restriktives Prolongationsmanagement sowie proaktive Unterstützung unserer Kunden bei der Refinanzierung erreicht. Die Portfoliozusammensetzung nach Nutzungsarten ist unverändert. Die größten Anteile des Exposures entfallen auf die Teilportfolios Büro (20,7 Mrd. Euro), Handel (16,9 Mrd. Euro) und Wohnimmobilien (8,3 Mrd. Euro).

Im Inland konnte das Portfolio nicht zuletzt dank der konjunkturellen Entwicklung weitgehend verlustfrei reduziert werden, während in einigen Auslandsmärkten der Abbau nach wie vor unter makroökonomisch erschwerten Bedingungen stattfindet.

Public Finance

Das Public-Finance-Geschäft umfasst die Finanzierung von Staaten, Bundesländern, Kommunen und anderen öffentlichen Körperschaften sowie supranationalen Institutionen. Es setzt sich aus dem Public-Finance-Portfolio der Hypothekenbank Frankfurt AG einschließlich deren Tochtergesellschaft Hypothekenbank Frankfurt International S. A. in Luxemburg und der Commerzbank-Tochter Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank (EEPK) Aktiengesellschaft in Luxemburg S. A. sowie dem Private-Finance-Initiative-Portfolio (PFI) der Commerzbank in London zusammen.

Bereits seit dem Herbst 2010 ist Public Finance strategisch auf einen Auslauf des Bestands ausgerichtet. Seitdem sind jegliche Neugeschäftsaktivitäten eingestellt. Diese Abbaustrategie haben wir im Berichtsjahr fortgesetzt und den Bestand insbesondere durch aktive Verkäufe von Assets weiter reduziert. In Verbindung mit hohen Fälligkeiten sank das EaD (inklusive NPL und Wertpapiere) im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter um 11,8 Mrd. Euro auf 77,0 Mrd. Euro. Der im Geschäftsjahr 2009 von der EU-Kommission vorgegebene Zielwert, der einen Bilanzwert von weniger als 100 Mrd. Euro bis Ende 2012 für den Konzernbereich Public Finance vorsah, wurde bereits Ende 2011 unterschritten.

Das überwiegende Exposure im Staatsfinanzierungsbereich liegt in Deutschland und Westeuropa. Das Public-Finance-Portfolio im Segment NCA enthält auch Forderungen gegenüber Banken (24,1 Mrd. Euro EaD), wobei der Schwerpunkt ebenfalls in Deutschland und Westeuropa (rund 93 %) liegt. Der größte Teil des Bankenportfolios besteht aus Wertpapieren/Darlehen, die zu einem hohen Anteil mit Grandfathering, Gewährträgerhaftungen/ Anstaltslasten oder anderen Haftungserklärungen der öffentlichen Hand ausgestattet sind oder in Form von Covered Bonds emittiert wurden. Der Bestand an griechischen Anleihen wurde nach dem Anleihentausch Griechenlands im Rahmen des Private Sector Involvements im Berichtszeitraum vollständig veräußert. Angesichts des unverändert volatilen Marktumfeldes in der Staatsfinanzierung war der Assetabbau auch im Geschäftsjahr 2012 mit dem Fokus auf den Verkauf ausgewählter Assets zur Risikominimierung ausgerichtet.

Deutsche Schiffsbank

Die Deutsche Schiffsbank AG war seit November 2011 zunächst eine hundertprozentige Tochter der Commerzbank Aktiengesellschaft und wurde im Mai 2012 auf die Commerzbank Aktiengesellschaft verschmolzen. Das bisherige Geschäftsfeld Ship Finance wurde in diesem Zusammenhang in Deutsche Schiffsbank (DSB) umbenannt.

Das Exposure an Schiffsfinanzierungen (EaD inklusive NPL) hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2011 von 21,1 Mrd. Euro um rund 10 % auf 18,9 Mrd. Euro reduziert. Die Geschwindigkeit des Portfolioabbaus hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Schifffahrtsmärkte ab, deren Gesamtverfassung sich im Jahr 2012 erneut verschlechtert hat. Es verteilt sich hauptsächlich auf die drei Standardschiffstypen Containerschiffe (7,0 Mrd. Euro), Tanker (4,7 Mrd. Euro) und Massengutfrachter (3,6 Mrd. Euro). Das restliche Portfolio beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über die verschiedenen Schiffssegmente.

In der Schiffsfinanzierung differenziert die Abbaustrategie nach Schiffstyp, Schiffsgröße, Jahr der Auslieferung und sonstigen Merkmalen.

Die Staatsschuldenkrise, die unsichere wirtschaftliche Lage in den USA und die kritische Entwicklung in diversen europäischen Ländern sowie die Bemühungen Chinas, der Inflation entgegenzuarbeiten, wirkten sich seit dem Jahr 2009 negativ auf die Schifffahrtsmärkte aus.

Ausblick Non-Core Assets

Der wertschonende Abbau der NCA-Portfolios wird in den nächsten Jahren konsequent fortgeführt. Die Staatsfinanzierungskrise in Europa und die anhaltende Volatilität an den Märkten sowie die seitens der Europäischen Bankenaufsicht erheblich verschärften regulatorischen Eigenkapitalanforderungen haben uns in der Entscheidung bestärkt, die in NCA gebündelten nicht strategischen Portfolios in den nächsten Jahren abzubauen. Die geplante wertschonende Portfolioreduzierung auf rund 93 Mrd. Euro bis 2016 wird zu einem signifikanten Abbau der RWA führen. Eine Beschleunigung durch opportunistische Portfolioverkäufe ist möglich.

Anfang des Jahres 2013 haben die mit der Staatsschuldenkrise einhergehenden Unsicherheiten zwar nachgelassen, dennoch belastet die anhaltende Rezession im Euroraum unverändert die Immobilienmärkte - insbesondere in den südlichen Peripherieländern. Für einige CRE-Märkte werden daher weitere Marktkorrekturen mit entsprechenden Marktwertverlusten erwartet. Auch außerhalb der Eurozone ist von einer Erholung der CRE-Vermietungs- und Investmentmärkte lediglich in ausgewählten Ländern, wie zum Beispiel den USA, auszugehen. Die künftige Entwicklung des Public-Finance-Portfolios ist stark von der weiteren Entwicklung der Staatsschuldenkrise und den damit verbundenen politischen Entscheidungen in Europa abhängig. Aufgrund des bestehenden maßgeblichen Angebotüberhangs und des zum Teil auch weiterhin oberhalb der Nachfrageentwicklung liegenden Tonnagezuwachses liegt erheblicher Druck auf einzelnen Teilmärkten in den Standardsegmenten Containerschiffe, Massengutfrachter und Tanker. Die Entwicklung an den Märkten bleibt weiterhin volatil und unsicher, wobei momentan eine erneute Abschwächung der Charterraten von Massengutfrachtern und Containerschiffen zu beobachten ist.

Neben dem konsequenten Assetabbau steht die Optimierung der Refinanzierungsstruktur im Vordergrund. Dabei liegt der Schwerpunkt auf besicherten Refinanzierungsinstrumenten, wie Pfandbriefen und Repo-Geschäften. Der Bedarf an unbesicherten Refinanzierungsmitteln soll konsequent weiter verringert werden. So soll der Anteil der unbesicherten Refinanzierungsmittel von 33 % zum Jahresultimo 2012 bis zum Jahresende 2016 weiter auf 27 % reduziert werden. Bestehende Fälligkeiten werden aufgrund des Portfolioabbaus größtenteils nicht mehr ersetzt.

Für das laufende und das kommende Geschäftsjahr erwartet das Segment NCA operative Verluste, die jedoch gegenüber den jeweiligen Vorjahren abnehmen sollten.

Sonstige und Konsolidierung

In den Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen eingestellt, die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen.

Unter Sonstige wird über Beteiligungen, die nicht den Geschäftssegmenten zugeordnet sind, und das Group Treasury berichtet. Ferner sind hier die Kosten der Serviceeinheiten abgebildet, die - mit Ausnahme der Integrations- und Restrukturierungskosten - vollständig auf die Segmente verrechnet werden.

Unter Konsolidierung fallen Aufwendungen und Erträge, die von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen der internen Managementberichterstattung auf den Konzernabschluss nach IFRS überleiten. Ferner sind hier die Kosten der Konzernsteuerungseinheiten abgebildet, die - mit Ausnahme der Integrations- und Restrukturierungskosten - ebenfalls vollständig auf die Segmente verrechnet werden.

Ergebnisentwicklung

Das Operative Ergebnis des Jahres 2012 betrug 226 Mio. Euro gegenüber 1 581 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Operativen Erträge vor Risikovorsorge sanken von 1 992 Mio. Euro im Gesamtjahr 2011 auf 680 Mio. Euro im Gesamtjahr 2012. Der Rückgang um 1 312 Mio. Euro ist in erster Linie auf positive Sondereffekte im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Optimierung der Kapitalstruktur im ersten und vierten Quartal 2011 sowie auf einen positiven Einmalertrag im Group Treasury aus einer Verfeinerung der Bewertungsmodelle für Zinssicherungsgeschäfte im dritten Quartal 2011 zurückzuführen. Andererseits waren die Erträge 2012 unter anderem durch Rückstellungen im Zusammenhang mit Prozessrisiken belastet. Der Verwaltungsaufwand zeigte einen leichten Anstieg um 41 Mio. Euro auf 453 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern des Jahres 2012 betrug 226 Mio. Euro nach 1 581 Mio. Euro im Jahr 2011.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Leistungsfähige und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind maßgeblich für den Erfolg unserer Bank. Ihr Engagement, ihre Qualifikationen und ihre Verbundenheit zur Commerzbank machen uns stark für den Wettbewerb. Wir wollen unsere führende Position in den Kernmärkten Deutschland und Polen nachhaltig festigen. Dafür verbinden wir modernes Banking und innovative Strategien mit traditionellen Werten wie Fairness, Vertrauen und Kompetenz. Diesen Anspruch unterstützen wir von der Personalseite her, indem wir das Wissen und die Fähigkeiten unserer Beschäftigten kontinuierlich entwickeln und ausbauen.

Zum Jahresende 2012 waren im Commerzbank-Konzern 53 601 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Gegenüber dem Jahresende 2011 entspricht dies einem Rückgang um 4 559 Beschäftigte.

Tabelle 13

scroll
Kopfzahlen 31.12.2012 31.12.2011
Gesamtzahl Beschäftigte Konzern 53 601 58 160
Gesamtzahl Beschäftigte AG 41 378 42 877

Auf Vollzeitkräfte umgerechnet lagen die Mitarbeiterkapazitäten bei 48 752 gegenüber 52 814 im Vorjahr. Die folgende Tabelle zeigt die Vollzeitbeschäftigten zum Jahresende nach Segment:

Tabelle 14

scroll
Vollzeitkräfte 31.12.2012 31.12.2011
Privatkunden 17 615 18 236
Mittelstandsbank 5 398 5 541
Central & Eastern Europe 5 601 7 907
Corporates & Markets 1 987 1 955
Non-Core Assets 687 773
Portfolio Restructuring Unit - 25
Sonstige und Konsolidierung 17 464 18 377
Konzern gesamt 48 752 52 814

Mit 80 % ist der größte Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Commerzbank-Konzerns in Deutschland beschäftigt. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in der Commerzbank Aktiengesellschaft (Inland) liegt bei rund 18 Jahren, knapp 20 % sind bis zu 9 Jahre im Unternehmen, 35 % zwischen 10 und 19 Jahren und 45 % 20 Jahre und länger. Die Fluktuationsquote lag 2012 bei 4,1 %. Sie ist seit dem Jahr 2000 mit 9,4 % in der damaligen Commerzbank nahezu kontinuierlich gesunken.

Einheitliches Qualifizierungskonzept: die Commerzbank-Akademie

Wir fördern die Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bauen deren Fähigkeiten und Fertigkeiten kontinuierlich und systematisch aus, denn sie sind die Grundlage unseres unternehmerischen Erfolgs. Im Berichtsjahr haben wir unser ganzheitliches und bereichsübergreifendes Qualifizierungs- und Entwicklungskonzept in der Commerzbank-Akademie weiterentwickelt. Rund 1 500 Angebote sind seit April 2012 in einem Onlinequalifizierungskatalog verfügbar. Damit wird das Weiterbildungsangebot transparenter und übersichtlicher. Darüber hinaus haben wir eine bankweite Grundlagenqualifizierung eingeführt, das Basis-Banking. In den ersten neun Monaten seit Einführung wurde die Qualifizierung über Präsenz- und Onlinemodule mehr als 4 000-mal absolviert.

Mitarbeiter von morgen: Schülermarketing der Commerzbank

Wir wollen kontinuierlich junge Nachwuchskräfte für unsere Bank gewinnen, Schülerinnen und Schülern berufliche Orientierung bieten und als attraktiver Arbeitgeber noch stärker sichtbar werden. Deshalb sind wir in sozialen Netzwerken aktiv, bieten mit der interaktiven Internetseite www.probier-dich-aus.de Einblicke in das Berufsleben und präsentieren auf Messen und bei Bewerbertrainings unsere vielfältige Arbeitswelt. Im Jahr 2012 haben wir unser Engagement für "Business@school", eine Initiative der Boston Consulting Group, ausgeweitet: Wir begleiteten Oberstufenschüler dabei, sich praxisnah mit Wirtschaftsthemen zu befassen. Schüler mit der Wirtschaft vertraut zu machen, ist auch ein Ziel, das wir mit unserem neuen Zielschulkonzept "Commerzbank meets school" verfolgen. Mehr als 50 Filialleiterinnen und -leiter sind als "Zielschulcaptains" in den Schulen vor Ort unterwegs und bauen Kooperationen auf. Um vielen jungen Menschen beruflichen Erfolg zu eröffnen, unterstützen wir das Stipendiatenprogramm "Start", das talentierten Jugendlichen mit Migrationshintergrund höhere Schulbildung bietet. Als Partner der Initiative "Joblinge" geben wir ausbildungssuchenden Menschen die Möglichkeit, sich in unserem Unternehmen durch ein Praktikum zu beweisen - unabhängig von Noten und klassischen Bewerbungsgesprächen.

Vielfalt in der Bank: Frauen stehen im Fokus

Die Vielfalt unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ein Wert für sich. Sie wirkt sich positiv auf Motivation, Innovationskraft, Leistung und Betriebsklima aus. Wir akzeptieren unterschiedliche Persönlichkeiten und sorgen dafür, dass sie sich entfalten können. Mit dem "Global Diversity Management" haben wir im Berichtsjahr eine Plattform geschaffen, um unsere Aktivitäten auch international in der Bank zu verankern. Es wurden sechs regionale Gremien, die "Regional Diversity Councils", gegründet, die Projekte lokal umsetzen und eigene Themen einbringen. Unter Leitung des Personalvorstands treffen sich Executives aus allen Segmenten, um etwa das Projekt "Frauen in Führungspositionen" voranzutreiben. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist das Commerzbank-Mentoring, bei dem sowohl der Vorstand als auch die erste und zweite Führungsebene ein Jahr lang bis zu zwei Mentees betreuen. Die Hälfte der Mentees soll weiblich sein. Im September 2012 endete das erste Programmjahr, in dem 353 Mentoren 573 Mentees begleiteten.

Seit März 2012 bieten wir für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Elternzeit "Keep in Touch" und "Management Experience" an. Bei "Keep in Touch" haben sie mit einem Teilzeitvertrag von 10 oder 20 % die Option, etwa an Schulungen teilzunehmen und in Kontakt mit der Bank zu bleiben. Bei "Management Experience" können Potenzialkandidaten für drei bis zwölf Monate Führungskräfte vertreten und dabei Managementerfahrungen sammeln. Mit dem Programm "Rückkehrgarantie nach Elternzeit" geben wir Führungskräften, Projektleitern und Spezialisten die Sicherheit, auf dieselbe Funktion zurückkehren zu können.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Kinderbetreuung ausgebaut

Um Familie und Beruf noch besser zu vereinbaren, haben wir das Angebot an Krippen- und Kindergartenplätzen in Frankfurt erheblich ausgebaut. In den Regionen bieten wir zusätzlich zum Krippenangebot seit Mitte 2012 an 13 Standorten auch Kindergartenplätze an, zudem haben wir die Ferienbetreuung ausgeweitet. 2012 startete überdies der zweite Schülerhortjahrgang, in dem Grundschüler nach dem Unterricht verpflegt und betreut werden.

Im Berichtsjahr haben wir die Familienpflegezeit eingeführt. Beschäftigte mit pflegebedürftigen Angehörigen können bis zu vierundzwanzig Monate lang ihre Wochenarbeitszeit auf bis zu 15 Stunden verringern. In dieser Zeit stocken wir das Gehalt um 50 % des entfallenen Entgelts auf. Wird die Arbeitszeit zum Beispiel von 100 auf 50 % gesenkt, erhält der Mitarbeiter 75 % des bisherigen Gehalts. Seit September 2012 ist in der Betriebsvereinbarung zur Vereinbarung von Pflege und Beruf auch festgeschrieben, dass die Bank die Prämie für die gesetzlich vorgeschriebene Versicherung für Beschäftigte in der Familienpflegezeit übernimmt.

Bei den Commerzbank-Netzwerken stand im Jahr 2012 ein Jubiläum an: Das schwullesbische Netzwerk "Arco" feierte sein 10-jähriges Bestehen. Und das Frauennetzwerk "Courage" wurde internationaler: So fand die zweite Global Conference in London statt. Für Commerzbank-Väter wurden in Frankfurt und Hamburg Vorträge, Erfahrungsaustausch oder Workshops angeboten. Nachdem die Commerzbank im Jahr 2010 für ihr Engagement für homosexuelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Max-Spohr-Preis erhielt, richteten wir im Jahr 2012 die Verleihung aus - und freuten uns auch darüber, dass die Bank zum sechsten Mal das Total-E-Quality-Prädikat für "Chancengleichheit in der Personalpolitik" bekam.

Leistungsfähig und motiviert: Gesundheit als Grundlage

Mit umfangreichen Angeboten und einem innovativen Gesundheitsmanagement tragen wir dazu bei, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leistungsfähig und motiviert sind und sich an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen. Unser Gesundheitsmanagement passt seine Aktivitäten ständig an die sich wandelnden Anforderungen der Arbeitswelt an. Wir nehmen damit unsere Fürsorgepflicht wahr und machen Gesundheitsförderung als Bestandteil unserer Unternehmenskultur erlebbar. Die Krankheitsquote in der Commerzbank Aktiengesellschaft (Inland) lag im Jahr 2012 bei 4 %, die durchschnittliche Krankheitsdauer bei knapp 10 Tagen.

Weil uns dieses Thema sehr wichtig ist, haben wir unsere Führungskräfteentwicklung um spezielle Seminarbausteine ergänzt. Mit der Betriebsvereinbarung zur Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen bauen wir seit dem Jahr 2012 den Arbeits- und Gesundheitsschutz und die Prävention weiter aus. Damit wollen wir physische und psychische Belastungen am Arbeitsplatz identifizieren und reduzieren beziehungsweise von vorneherein verhindern.

Seit dem Jahr 2012 arbeitet unser Gesundheitsmanagement noch enger und intensiver mit den regionalen Kompetenzteams zusammen. Diese setzen sich jeweils aus Managementberatung, Betriebsrat und Schwerbehindertenvertreter, Betriebsarzt sowie Fachkraft für Arbeitssicherheit zusammen und setzen gesundheitsfördernde Maßnahmen vor Ort um. Darin unterstützt sie das Gesundheitsmanagement seit dem Jahr 2012 mit entsprechenden Konzepten und Schulungsangeboten, etwa zur Stressbewältigung, und stellt ein eigenes Budget für sie bereit.

Innovation, Führung und Vergütung: Neue Wege sind gefragt

Wir bündeln unsere Ideen. Mit "WikIdee" haben wir eine interne Onlineplattform geschaffen, auf der Verbesserungsvorschläge gesammelt, diskutiert und damit "veredelt" werden. Nach einem Jahr haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über 3 000 Ideen eingereicht, weitere 2 000 mit rund 9 000 Kommentaren diskutiert und fast 60 000 Bewertungen abgegeben. Inzwischen ist das ebenfalls onlinegestützte Vorschlagsportal "ComIdee" in "WikIdee" überführt worden. Jetzt können Verbesserungsvorschläge direkt bei der Fachabteilung eingereicht oder im Dialog mit Kollegen weiterentwickelt werden. Die Plattform steht seit dem Jahr 2012 zusätzlich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in London zur Verfügung.

Auch bei der Entwicklung unserer Führungskräfte gehen wir neue Wege und haben dafür unser Commerzbank-Management-Programm (CMP) optimiert. Ein einheitlicher Vorbereitungsworkshop vor dem Auswahlverfahren gewährleistet für die Teilnehmer Transparenz und Chancengleichheit. Durch die neue Vertiefungsreihe in der Führungskräftequalifizierung wird der Praxisaustausch durch feste Gruppen verstärkt. Alle Qualifizierungselemente wurden inhaltlich und methodisch verbessert, neue Führungsthemen und -bausteine ergänzt.

Eine weitere Neuerung, die besondere Aufmerksamkeit erzielte, war die variable Vergütung in Aktien. Dabei wurde die Geldkomponente auf freiwilliger Basis in Anteilen der Commerzbank gezahlt. Knapp 90 % der Bezugsberechtigten entschieden sich dafür und stärkten das Eigenkapital um mehr als 200 Mio. Euro. Der eigenständige Vergütungsbericht für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist auf der Internetseite unter www.commerzbank.de veröffentlicht.

Innovationsstärke bewiesen wir auch mit diesem Thema: Im Jahr 2012 haben wir auf Fachkongressen und in Publikationen die Trendarbeit unseres Personalbereichs vorgestellt. Wir haben Trendscouts etabliert, die die Bedeutung von Trends und Megatrends für unsere Personalarbeit bewerten. Daraus ergeben sich Handlungsempfehlungen für die Bereiche und die Gesamtbank, um weiterhin erfolgreich die Bank an der Seite unserer Kunden zu sein.

Dank an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir herzlich für ihren außerordentlichen Einsatz im Jahr 2012. Sie haben sich in einem schwierigen Umfeld überdurchschnittlich engagiert und der Bank den Rücken gestärkt. Darüber hinaus danken wir allen Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern, Führungskräften, Betriebsräten, dem Unternehmenssprecherausschuss und sonstigen Vertretern, die uns in unserer Personalarbeit 2012 unterstützt haben, für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.

Nachtragsbericht

Commerzbank zahlt Liquidität aus erstem 3-Jahres-Tender der EZB zurück

Die Commerzbank hat Ende Januar 2013 die im ersten 3-Jahres-Tender (LTRO) der Europäischen Zentralbank (EZB) aufgenommene Liquidität in Höhe von 10 Mrd. Euro vollständig zurückgezahlt. Im Dezember 2011 hatte die Commerzbank-Tochter Hypothekenbank Frankfurt AG erstmals am EZB-Tenderverfahren teilgenommen. Aufgrund der stabilisierenden Maßnahmen der Europäischen Zentralbank sowie des laufenden Abbaus der Portfolios im Segment Non-Core Assets hat die Bank, wie im November 2012 angekündigt, diese Liquidität zwei Jahre vor Ablauf der Fälligkeit zurückgezahlt.

Kostensenkungsmaßnahmen belasten Ergebnis im ersten Quartal 2013

Im Zusammenhang mit der am 8. November 2012 vom Vorstand der Commerzbank vorgestellten strategischen Agenda bis zum Jahr 2016 haben Mitte Januar die Gespräche mit den Arbeitnehmergremien über Kostensenkungsmaßnahmen in der AG Inland begonnen. Im Rahmen der im November 2012 angekündigten Kosteneinsparungen im Sach- und Personalbereich geht die Bank derzeit im Konzern von einem Stellenabbau in einer Größenordnung von 4 000 bis 6 000 Vollzeitkapazitäten bis zum Jahr 2016 aus. Hierfür wird im ersten Quartal 2013 ein Restrukturierungsaufwand in der Größenordnung von rund 500 Mio. Euro erwartet.

Commerzbank-Vorstand beschließt Grundsatzerklärung zum geplanten Stellenabbau

Gemäß einer am 22. Februar 2013 veröffentlichten Grundsatzerklärung soll in der Filialbank des Privatkundengeschäfts bis spätestens 31. Dezember 2015 ein Abbau von 1 800 Stellen erfolgen. Die Bank wird sich Ende 2014 gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern zusammensetzen, um auf der Grundlage der bis zu diesem Zeitpunkt erreichten strategischen Wachstumsziele über gegebenenfalls notwendige weitergehende Maßnahmen Gespräche aufzunehmen.

Weitere Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung sind nicht aufgetreten.

Prognose- und Chancenbericht

Künftige gesamtwirtschaftliche Situation

Der Ausblick für die Weltwirtschaft - und insbesondere für die Wirtschaft in Deutschland und den anderen Euroländern - hängt in großem Maße von der weiteren Entwicklung der Staatsschuldenkrise im Euroraum ab. Sollte sich die seit dem vergangenen Sommer wahrzunehmende Beruhigung der Krise als nachhaltig erweisen - wofür die in den vergangenen Monaten zu beobachtende zunehmende Rückkehr von Kapital in die Europeripherie spricht -, gehen wir von einer wieder stärker wachsenden Weltwirtschaft aus.

Dadurch, dass die Notenbanken im Verlauf des vergangenen Jahres weltweit ihre Geldpolitik noch weiter gelockert haben und größtenteils einen sehr expansiven Kurs verfolgen, dürfte insbesondere in den Emerging Markets die Wirtschaft in den Jahren 2013 und 2014 wieder schneller wachsen.

Auch für die USA ist davon auszugehen, dass der Aufschwung an Dynamik gewinnen wird. Denn die Übertreibungen der Vergangenheit bei der Verschuldung der privaten Haushalte und am Immobilienmarkt sollten weitgehend korrigiert sein und werden die Wirtschaft wohl immer weniger beeinträchtigen. Zum Jahresbeginn dürfte zwar die Finanzpolitik die Wirtschaft noch bremsen. Im weiteren Verlauf der Jahre 2013 und 2014 dürften die Zuwachsraten dann aber zunehmen.

Tabelle 15

scroll
Reales Bruttoinlandsprodukt Veränderung ggü. Vorjahr 2012 20131 20141
USA 2,2 % 2,0 % 2,8 %
Euroraum - 0,5 % 0,3 % 1,5 %
Deutschland 0,7 % 1,0 % 2,5 %
Mittel- und Osteuropa 1,8 % 2,9 % 3,4 %
Polen 2,0 % 0,5 % 2,8 %

1 Werte für die Jahre 2013 und 2014 jeweils Prognosen der Commerzbank.

Auch im Euroraum dürfte sich die Konjunktur allmählich verbessern und die Wirtschaft sich im ersten Halbjahr 2013 aus der Rezession befreien. Denn bei einem nachhaltigen Abebben der Staatsschuldenkrise bekämen die Unternehmen wieder mehr Planungssicherheit, womit gerade in den Kernländern die größte Konjunkturbremse gelöst würde. In den Peripherieländern würden die Finanzierungskosten wohl deutlich sinken. Allerdings werden die Unterschiede zwischen den einzelnen Euroländern weiterhin sehr groß sein. Während in Deutschland und seinen kleineren Nachbarländern im Verlauf des Jahres 2013 angesichts der sehr expansiven Geldpolitik der EZB und des besseren weltwirtschaftlichen Umfeldes voraussichtlich ein kräftiger Aufschwung einsetzen wird - der auch im Jahr 2014 anhalten dürfte -, werden sich die Peripherieländer nur allmählich aus der Rezession lösen können. Denn dort wird die Wirtschaft noch einige Zeit von einer sehr restriktiven Finanzpolitik gebremst werden. Hinzu kommt die - anders als in den USA - noch lange nicht abgeschlossene Korrektur der Übertreibungen der Vergangenheit.

Von der wieder etwas freundlicheren Konjunktur im Euroraum dürften auch die Länder Mittel- und Osteuropas profitieren. Dies gilt auch für Polen, wo das Wachstum nach einer recht schwachen Entwicklung im Jahr 2013 wieder merklich anziehen dürfte.

An den Kapitalmärkten würden ein Ende der Staatsschuldenkrise und ein stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft Risikoanlagen merklich begünstigen. So dürften die Aktienmärkte ihren in der zweiten Hälfte des Berichtsjahres eingeschlagenen Aufwärtstrend fortsetzen und die Risikoaufschläge von Anleihen der Peripherieländer des Euroraums weiter fallen, wenn sie auch weit höher bleiben dürften als vor Ausbruch der Staatsschuldenkrise. Im Gegenzug werden die Renditen der Staatsanleihen von Ländern mit der besten Bonität zulegen. Dieser Anstieg dürfte aber eher moderat ausfallen, da davon auszugehen ist, dass die Notenbanken in den wichtigsten Währungsgebieten in den kommenden beiden Jahren ihre Leitzinsen kaum anheben werden. Allerdings rechnen wir damit, dass die US-Notenbank im laufenden Jahr zumindest ihre Anleihekäufe zurückfahren wird, sodass der US-Dollar gegenüber dem Euro voraussichtlich wieder an Boden gewinnen wird.

Tabelle 16

scroll
Wechselkurse 31.12.2012 31.12.20131 31.12.20141
Euro/US-Dollar 1,32 1,28 1,20
Euro/Pfund 0,82 0,84 0,81
Euro/Zloty 4,07 4,05 3,85

1 Werte für die Jahre 2013 und 2014 jeweils Prognosen der Commerzbank.

Künftige Situation der Bankbranche

Mit ihren längerfristigen Refinanzierungsgeschäften, der Ankündigung von potenziellen Anleihekäufen auf Sekundärmärkten und den Sondermaßnahmen des Eurosystems zur Liquiditätssteuerung ist es der Europäischen Zentralbank gelungen, die Refinanzierungsbedingungen der Banken tendenziell zu verbessern, einen ungeordneten Abbau von Bankenaktiva zu verhindern und die Renditen von Anleihen aus den Peripherieländern der Eurozone zu reduzieren. Die Refinanzierungskosten der Banken im Euroraum sind so gesunken und ihr Zugang zu Refinanzierungsmitteln verbesserte sich im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres. Auf den Finanzmärkten setzte sich ein unerwarteter Höhenflug durch, der im Berichtsjahr fast allen Anlageformen zum Teil kräftige Gewinne bescherte.

Für eine vorzeitige Entwarnung hinsichtlich des bankgeschäftlichen Umfeldes ist es dennoch zu früh. Die Eingriffe der Notenbank und der europäischen Politik verfehlen ihre stabilisierende Wirkung zwar nicht, können gleichzeitig aber die Funktion der Marktpreise als verlässliches Risikomaß beeinträchtigen. Das konjunkturelle Umfeld ist nach wie vor labil, zumal sich die vollen Effekte der außerordentlichen geldpolitischen Maßnahmen der Notenbank auf die Realwirtschaft erst mit der Zeit abschätzen lassen werden.

Ein Ende der Verunsicherung bezüglich der mittel- bis längerfristigen Stabilitätskultur in der Währungsunion ist vor dem Hintergrund des ungewissen Ausgangs der unkonventionellen Geldpolitik so schnell nicht zu erwarten. Das Jahr 2013 wird so alles in allem noch ein Jahr des Übergangs werden. Wenn es der Politik gelingt, die Weichen für die weitere Integration in Europa richtig zu stellen, wird sich das Vertrauen weiter festigen können, mit entsprechenden positiven Auswirkungen auf das Bankgeschäft im Jahr 2014. Für die Branche wird sich zudem entlastend auswirken, dass im Trend der Jahre 2013/2014 die hohen Kursschwankungen auf den Finanzmärkten der vergangenen Jahre vermutlich nachlassen werden.

Die Ertragslage der europäischen Banken dürfte sich - bei anhaltend unterschiedlicher Lage in den einzelnen Ländern - vor diesem Hintergrund in nächster Zeit nur graduell verbessern können. Denn bereits angestoßene Regulierungsprozesse und fortbestehender hoher Wettbewerbsdruck beschränken Ertragspotenziale und stehen der abklingenden Staatsschuldenkrise gegenüber. Belastend wirken die restriktive Fiskalpolitik und die insgesamt hohe Arbeitslosigkeit in der Eurozone. Der eingeleitete Entschuldungsprozess in vielen Staaten und Haushalten führt zu einer zunächst noch rückläufigen Kreditnachfrage und wird den Druck im Einlagengeschäft erhöhen. In diesem Jahr dürften die unternehmerischen Investitionen und damit auch die Kreditnachfrage noch schwach bleiben. Das Zinsergebnis wird durch das flache Zinsgefälle und den damit verbundenen engen Spielraum zur Erwirtschaftung eines (Fristen-)Strukturbeitrags auch in diesem Jahr belastet. Der reichlichen Liquiditätsversorgung mit Zentralbankgeld stehen unter der Bedingung der Risikoreduktion nur eingeschränkte Verwendungsmöglichkeiten auf der Aktivseite der Bankbilanz gegenüber. Darüber hinaus nehmen die feststellbaren Tendenzen zur Renationalisierung des europäischen Bankenmarkts den Instituten Geschäfts- und Ertragsmöglichkeiten. Vor allem steigende Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung und die Liquidität werden die Branche im Zuge einer - trotz der kürzlich vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht beschlossenen Lockerung der Liquiditätsvorgaben - verschärften Regulierung weiterhin belasten. In diesem und dem nächsten Jahr werden einige neue Regelwerke für den gesamten Finanzmarkt umgesetzt werden, die teilweise erhebliche Wechselwirkungen haben. Die fortbestehenden Unsicherheiten über weitere Regulierungsschritte und die Gefahr, dass bereits vereinbarte Regeln wieder verändert werden, stellen extreme Anforderungen an die strategische Planung in den Banken.

Das Bankgeschäft in Europa wird in Zukunft voraussichtlich weniger profitabel sein als in den Jahren bis 2007. Vor dem Hintergrund des gestiegenen Erneuerungsdrucks, der aus Regulierung, Strukturwandel und Wettbewerb resultiert, stehen die Banken in Europa unverändert vor der Herausforderung, ihre Eigenkapitalausstattung zu stärken und ihre Bilanzvolumina zu reduzieren. Gleichzeitig werden in den nächsten Jahren zudem hohe Volumina von Bankanleihen fällig, die mit dem weiter starken Finanzbedarf der Staaten kollidieren werden. Wichtige Gewinntreiber der Vergangenheit wie beispielsweise Kreditwachstum und rückläufige Kreditausfallraten werden zudem für weitere Gewinnsteigerungen in deutlich geringerem Maße als bisher ausschlaggebend sein. Im Zuge der noch anhaltenden schwachen Wirtschaftsentwicklung wird die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft - auch aufgrund rückläufiger Risikovorsorgeauflösungen - zunächst eher wieder zu einer Belastung führen, was die Ergebniszuwächse im Firmenkundengeschäft begrenzen wird. Auch in Deutschland werden sich die Forderungsverluste im Unternehmenssektor wieder normalisieren. Hinzu kommen dämpfende Impulse von der Nachfrageseite für das Kreditneugeschäft mit inländischen Firmenkunden. Erst im Jahr 2014 dürfte sich die unternehmerische Investitionstätigkeit durch die wieder Fahrt aufnehmende Weltkonjunktur und den konjunkturellen Rückenwind auch im Euroraum beleben und der Kreditnachfrage damit Impulse geben. Im Privatkundengeschäft wird das Provisionsergebnis angesichts der noch immer starken Präferenz für provisionsarme, hoch liquide Anlageformen tendenziell unter Druck bleiben. Aggressiver Preiswettbewerb vor allem um Einlagen, wachsende Preissensibilität der Kunden sowie die zunehmende Konkurrenz von Onlinebanken erschweren zudem die schnelle Ausweitung von Ertragspotenzialen. Im Investmentbanking sehen wir angesichts weiter zurückhaltender Aktivitäten beim Begleiten von Börsengängen, Fusionen und Übernahmen eine anhaltend schwere Zeit und erwarten global eine Marktbereinigung durch Fokussierung auf Kernkompetenzen und auf die jeweilige Heimatregion. Zu Unsicherheiten führt derzeit auch die wiederbelebte Diskussion über die Einführung eines Trennbankensystems, das heißt die rechtlich-organisatorische Abtrennung des Kapitalmarktgeschäfts vom klassischen Einlagen- und Kreditgeschäft. Die Commerzbank verfolgt die aktuelle Trennbankendiskussion und analysiert Vorschläge der Liikanen-Expertengruppe und Gesetzesinitiativen kontinuierlich im Hinblick auf mögliche Auswirkungen.

Auch wenn die Marktteilnehmer dauerhaft von einer tragfähigen Lösung der europäischen Staatsschuldenkrise überzeugt werden können, bleiben zwei wesentliche das Bankenumfeld prägende Entwicklungen wirksam: Der Bankensektor muss sich zum einen dem Mangel an sicheren Vermögenswerten anpassen, der sowohl von staatlicher als auch von privater Seite ausgegangen ist. Die Investition von überschüssiger Liquidität in Staatsanleihen war und ist einer der Eckpfeiler des Geschäfts von Banken und Versicherungen gleichermaßen. Zum anderen muss sich die Bankenbranche darauf einstellen, dass der notwendige Entschuldungsprozess bei Staaten und Haushalten nicht gleichmäßig, sondern in Schüben vor sich gehen wird. Dies wird das gesamtwirtschaftliche Trendwachstum reduzieren sowie immer wieder temporäre Verunsicherung an den Finanzmärkten produzieren.

Die Wettbewerbslage wird sich vor diesem Hintergrund weiter verschärfen - sowohl hinsichtlich des Wettbewerbs um Einlagen als Grundpfeiler einer vom Interbankenmarkt unabhängigen Refinanzierung als auch mit Blick auf deutsche mittelständische Unternehmen, die als vergleichsweise krisenresistente Kunden zunehmend umworben werden und deren Ergebnisbeiträge durch ausbleibende Wertberichtigungen in den vergangenen Jahren begünstigt worden sind. An der fragmentierten und teilweise von Überkapazitäten gekennzeichneten Marktstruktur wird sich auf absehbare Zeit nichts ändern, was die Wettbewerbslage nicht erleichtert und die Möglichkeit, Kapital aus einbehaltenen Gewinnen zu generieren, begrenzt. Hinzu kommt, dass die Ertragspotenziale durch den Trend zur Umschichtung der Aktivitäten in risiko- und margenarme Geschäftsfelder auch mittelfristig begrenzt sein dürften. Insgesamt werden die Aussichten - insbesondere in den Kerngeschäftsfeldern - stark davon abhängen, inwieweit es gelingt, verloren gegangenes Kundenvertrauen wieder aufzubauen.

Erwartete Finanzlage des Commerzbank-Konzerns

Geplante Finanzierungsmaßnahmen

Mittelfristig rechnet die Commerzbank mit einen Fundingbedarf am Kapitalmarkt von weniger als 10 Mrd. Euro pro Jahr. Den überwiegenden Teil wollen wir in besicherter Form, hauptsächlich durch eigene Pfandbriefe der Commerzbank Aktiengesellschaft, aufnehmen. Eine erste Emission eines eigenen Pfandbriefes ist im laufenden Jahr 2013 vorgesehen.

Zusätzlich verfügt die Commerzbank seit Dezember 2012 mit dem SME Structured Covered Bond über ein weiteres Refinanzierungsinstrument, das mit deutschen Mittelstandskrediten besichert ist. Besicherte Refinanzierungsinstrumente haben durch die Finanzkrise und die damit verbundenen neuen regulatorischen Anforderungen an Bedeutung gewonnen, was sich unter anderem in einer gestiegenen Investorennachfrage nach diesen Produkten niederschlägt. Emittenten bieten sie einen stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung mit Kostenvorteilen gegenüber unbesicherten Fundingquellen. Auch künftig wird die Commerzbank Kapitalmarktemissionen vornehmen: zum einen Privatplatzierungen, um die Nachfrage der Kunden zu decken, und zum anderen in Form von Produkten, die der weiteren Diversifizierung der Refinanzierungsbasis dienen.

Abbildung 5

Fälligkeitsprofil von Kapitalmarktemissionen des Konzerns zum 31. Dezember 2012 Mrd. €

Bei der Hypothekenbank Frankfurt AG wird es für das Jahr 2013 aufgrund der angepassten Geschäftsausrichtung zu keinem nennenswerten Fundingbedarf am Kapitalmarkt kommen.

Durch regelmäßige Überprüfung und Adjustierung der getroffenen Annahmen für das Liquiditätsmanagement und den langfristigen Refinanzierungsbedarf wird die Commerzbank den Veränderungen des Marktumfeldes weiterhin Rechnung tragen und eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur gewährleisten.

Geplante Investitionen

Die Investitionstätigkeit in der Commerzbank wird in den kommenden Jahren von den im Rahmen des Investorentags kommunizierten Maßnahmen geprägt sein. Für die Umsetzung dieser Maßnahmen ist in den Jahren 2013 bis 2016 ein Investitionsvolumen von mehr als 2 Mrd. Euro vorgesehen. Die Investitionsvorhaben konzentrieren sich auf die der Kernbank zugehörigen Segmente Privatkunden, Mittelstandsbank, Central & Eastern Europe und Corporates & Markets.

Im Segment Privatkunden konnten im Jahr 2012 die im Rahmen der Integration vorgesehenen Filialzusammenlegungen abgeschlossen werden. Weitere Schwerpunkte im Jahr 2012 waren Investitionen in die offene Immobilienfinanzierungsplattform "CobaHyp" und das Finanzanalysewerkzeug "KundenKompass". Zusätzlich steigern wir durch das bankweite Programm "Commerzbank Exzellenz" die Qualität und Effizienz der kundenrelevanten Basis- und Kernprozesse unserer Bank.

Für die Jahre 2013 bis 2016 sehen wir - wie bereits beim Investorentag im November 2012 kommuniziert - Investitionen in Höhe von rund 1 Mrd. Euro in das Segment Privatkunden vor. Diese verteilen sich im Wesentlichen auf den Ausbau zu einer modernen Multikanalbank sowie auf Investitionen in das Filialnetz, die weitere Qualifizierung der Mitarbeiter sowie unsere Neupositionierung "fair & kompetent" im Markt. Mit der Kampagne zur Marke "Die Bank an Ihrer Seite" sowie dem Produkt "Kostenloses Girokonto mit Zufriedenheitsgarantie" zum November 2012 haben wir begonnen, unser Leistungsversprechen umzusetzen.

Die Mittelstandsbank führt wesentliche Investitionen im Rahmen des im Jahr 2011 gestarteten Wachstumsprogramms "Kurs:Marktführer" fort. Neben der Umsetzung von regulatorischen Anforderungen und der laufenden Systempflege wurden im Berichtsjahr auch umfangreiche Investitionen in die Weiterentwicklung der IT-Plattformen vorgenommen. Letztere beinhalten vor allem Investitionen in Systeme mit hoher Relevanz auf der Kundenseite. Diese Investitionen wurden im geplanten Umfang erfolgreich umgesetzt und werden auch im Jahr 2013 weitergeführt. Darüber hinaus erfolgt eine Konzentration auf die Kernkompetenzen "Kundenberatung, Kundenbindung und Akquisition". Die Einzelmaßnahmen dieses Wachstumsprogramms leisten einen signifikanten Beitrag zur Unterlegung der mittelfristigen ambitionierten Ziele und unterstützen den nachhaltigen Ausbau der Marktposition. Das Programm bündelt hierbei Maßnahmen innerhalb der einzelnen Kundensegmente sowie im In- und Ausland. Neben der Unterstützung der Wachstumsinitiativen stehen dabei zugleich Maßnahmen zur qualitativen Weiterentwicklung des Segments im Fokus. Hierzu zählen unter anderem die Zusammenarbeit der in- und ausländischen Einheiten der Mittelstandsbank sowie strategisches Personalmanagement. Innerhalb der IT-Infrastruktur der Konzernbereiche Mittelstand Inland und Großkunden & International wird primär die Weiterentwicklung der Onlineportale und die Optimierung der Zahlungsverkehrsplattformen vorangetrieben. Der Konzernbereich Financial Institutions investiert in den Kapazitätsausbau und die Effizienzsteigerung in der Dokumenten- und Akkreditivabwicklung mit dem Ziel, ihre starke Position in diesem Geschäftsfeld weiter auszubauen.

Im Segment Central & Eastern Europe wird sich die Commerzbank insbesondere auf das organische Wachstum der BRE Bank konzentrieren. Das Hauptaugenmerk der Investitionen liegt hier auf einer gezielten Gewinnung von Neukunden und dem weiteren Ausbau des Cross-Sellings. Dabei wird das verstärkte Zusammenspiel von Firmenkundengeschäft und Investmentbanking noch klarer auf den Mittelstand ausgerichtet. Im Privatkundengeschäft steht eine Fortführung der Investitionen in moderne Technologien für kundenorientierte Transaktionslösungen im Vordergrund. Entsprechende Maßnahmen zur Umsetzung wurden im Jahr 2012 eingeleitet und werden im Laufe der nächsten Jahre weiter verfolgt. Die BRE Bank plant zudem, alle kundenbezogenen Aktivitäten unter ihrer bekanntesten Marke "mBank" zusammenzuführen sowie sukzessive die Nutzung ihrer Filialen durch alle Kundengruppen zu ermöglichen.

Das Segment Corporates & Markets hat bereits im Jahr 2012 eine Kostensenkungsinitiative gestartet, die auf vier Jahre ausgelegt ist und in den Jahren 2013 und 2014 zu weiteren signifikanten Kosteneinsparungen führen sollte. Darüber hinaus hat das Segment die im Vorjahr angekündigten Projekte zur Optimierung und Erweiterung der IT-Systeme, insbesondere im Bereich des eBusiness, erfolgreich umgesetzt.

Für die Jahre 2013 und 2014 sind in den Handelsbereichen Investitionen zum weiteren Ausbau und zur Erhöhung der Belastbarkeit der IT-Landschaft geplant, die gleichzeitig die Attraktivität der Commerzbank für unsere Kunden steigern sollen. Im Konzernbereich Fixed Income & Currencies wird das von Kunden gut aufgenommene Angebot von OTC-Client-Clearing-Service um zusätzliche Produkte und Börsenplätze erweitert. Darüber hinaus wird die eFX-Plattform weiter ausgebaut. Die Handelsplattformen für Zins- und Anleihenhandel werden um neue Funktionalitäten ergänzt, wobei auch eine Weiterentwicklung der Bewertungs- und Risikomanagement-Tools vorgesehen ist. Im Konzernbereich Equity Markets & Commodities wird an den Erfolg der schon eingeführten Plattform für CFDs (Contracts for Difference) angeknüpft, die entsprechend weiterentwickelt wird. Darüber hinaus werden wir im erforderlichen Umfang weiterhin Investitionen zur Erfüllung der gestiegenen regulatorischen Anforderungen umsetzen.

Parallel zu diesen im Rahmen des Investorentags kommunizierten Maßnahmen führt die Commerzbank bereits begonnene strategische Investitionsvorhaben fort:

Das im Jahr 2009 gestartete Programm "Group Finance Architecture" (GFA) zur Neugestaltung der Prozess- und Systemarchitektur der Finanzfunktion im Commerzbank-Konzern wird planmäßig fortgesetzt. Eckpunkte des Programms sind der Aufbau einer Multi-Gaap-fähigen Lösung sowie die Integration von Financial Accounting und Management Accounting mit dem Ziel einer deutlichen Beschleunigung der Prozesse sowie der Verbesserung der Analysemöglichkeiten. Nächster Schritt ist der Aufbau der entsprechenden Architektur für die Funktionsbereiche Accounting und Controlling der Commerzbank Aktiengesellschaft Inland. Von den Investitionen sind bis zum Jahr 2012 bereits rund 185 Mio. Euro angefallen, für das Jahr 2013 sind insgesamt weitere rund 79 Mio. Euro vorgesehen.

Im Rahmen des 2011 gestarteten bankweiten Qualitätsprogramms "Commerzbank Exzellenz" haben wir neben der kontinuierlichen Optimierung der Kernprozesse der Bank im Berichtsjahr insbesondere in die Verbesserung der Arbeitsabläufe und Zusammenarbeit in einzelnen Teams sowie in die Weiterentwicklung einer interaktiven Onlineplattform zur Ermittlung von Verbesserungspotenzialen investiert.

Infolge anhaltend hoher regulatorischer Anforderungen sind für die Commerzbank weiterhin erhebliche Investitionen zur Erfüllung nationaler und internationaler Vorgaben notwendig. Komplexe Übergangsregelungen und neue umfangreiche Reportinganforderungen (COREP, FINREP, Offenlegung Pillar III) führen zu wesentlichem Mehraufwand bei der Ermittlung und Meldung von Informationen an die Bankenaufsicht. In den Bereichen Marktrisiko und Counterparty-Risikomanagement müssen interne Modelle und Prozesse fortlaufend an Veränderungen der Kapitalmärkte oder des Aufsichtsrechts angepasst werden. Die zeitliche Verzögerung bei der Finalisierung der CRD IV/CRR und die weiter bestehende Unsicherheit bezüglich der ursprünglich zum 1. Januar 2013 geplanten Regelungen zu Basel III zwingen die Bank, die notwendige Umsetzung auf Basis vorläufiger Entwürfe vorzunehmen und sich auf unterschiedliche Umsetzungsszenarien vorzubereiten.

Durch die Regulierung der Märkte für OTC-Derivate (EMIR/Dodd-Frank Act) ergibt sich erheblicher Investitionsbedarf insbesondere zur Erfüllung der neuen Anforderungen zum Reporting und Clearing dieser Geschäfte über zentrale Kontrahenten. Wie auch von anderen Instituten in der Öffentlichkeit bekannt gegeben, sind darüber hinaus weitere Investitionen zur Umsetzung steuerrechtlicher Vorgaben und zur Erstellung der von der Aufsicht angeforderten Sanierungspläne notwendig.

Die Finanzierung sämtlicher für das Jahr 2013 geplanten Investitionen erfolgt aus dem frei verfügbaren Mittelzufluss der Commerzbank.

Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität

Das Jahr 2012 war durch eine deutliche Entspannung an den Liquiditäts- und Kapitalmärkten gekennzeichnet. Hierfür waren zum einen die zwei durch die EZB durchgeführten 3-Jahres-Tender im Dezember 2011 und Februar 2012 verantwortlich, die die Märkte mit ausreichend Liquidität versorgten.

Die Entspannung wirkte sich zunächst auf die Zinsmärkte aus. Der 3-Monats-Euribor lag zum Jahresende bei 18,5 Basispunkten und damit auf einem neuen historischen Tiefstand. Des Weiteren haben sich im Jahresverlauf die Zinskurven weiter verflacht. Für eine weitere Entspannung an den Märkten für Staatsanleihen der Peripheriestaaten sorgte die Ankündigung der EZB vom September 2012, wieder Staatsanleihen von jenen Staaten zu kaufen, die den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) in Anspruch nehmen. Die Entspannung wirkte anfänglich auf die kürzeren Laufzeiten von 1 bis 3 Jahren und im Verlauf des vierten Quartals auch auf die längeren Laufzeitbänder.

Des Weiteren hat die EZB im Dezember 2012 angekündigt, für weitere Zinssenkungen im neuen Jahr bereitzustehen, wenn sich die wirtschaftliche Lage in Europa weiter verschärfen sollte. In diesem Zusammenhang bleibt abzuwarten, ob die Verzinsung der Einlagenfazilität bei 0 % verharrt oder sogar in den negativen Bereich gesenkt wird. Die Umsetzung negativer Zinsen würde den Markt vor eine große Herausforderung stellen. Aktuell werden große Teile der Liquiditätsreserven der Banken auf Zentralbankkonten gehalten, da alternative Anlagen in kurzen hoch liquiden und bonitätsstarken Staatstiteln sowie Reverse Repos mit erstklassigen Sicherheiten bereits im negativen Zinsbereich handeln.

Neben der Entspannung bei den Eurozinssätzen haben sich auch die Fundingkosten für Hauptfremdwährungen weiter reduziert, was unter anderem durch das Verflachen der Cross-Currency-Basis-Swaps verdeutlicht wird. Aufgrund der Existenz von Offshore- und Onshore-Märkten ist für den US-Dollar immer noch ein Aufschlag auf den Libor zu zahlen, wobei dieser gegen Ende des Jahres 2012 bedeutend niedriger als Anfang des Jahres war.

Für das Jahr 2013 erwartet die Bank eine weitere Entspannung auf den Zinsmärkten verbunden mit einer weiteren Verflachung der Euribor-Zinskurven. Sollte die EZB den Zins der Einlagenfazilität weiter absenken, werden auch die Zinsen in den längeren Laufzeitbändern gegen null tendieren. Für die Kreditmärkte erwartet die Bank ebenfalls eine weitere Entspannung. In einem sehr niedrigen Zinsumfeld werden sich die Kreditaufschläge durch die steigende Nachfrage der Investoren nach Renditen weiter einengen; dies wird insbesondere für gute Kreditqualitäten erwartet.

Das Liquiditätsmanagement der Commerzbank ist auf sich verändernde Marktbedingungen gut vorbereitet und in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren. Die Bank weist eine komfortable Liquiditätssituation auf, die sich gut über den internen Limiten und den gegenwärtig gültigen regulatorischen Anforderungen der Liquiditätsverordnung und den MaRisk bewegt.

Die Bank unterhält zur Abfederung unerwarteter Liquiditätsabflüsse einen Liquiditätspuffer, der aus hoch liquiden zentralbankfähigen Aktiva besteht. Unsere Geschäftsplanung ist dahingehend ausgelegt, dass die aus unserer Sicht den gegebenen Marktverhältnissen und den damit verbundenen Unsicherheiten angemessene Liquiditätsausstattung beibehalten werden kann. Dies wird durch das stabile Franchise im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie den zur Verfügung stehenden Geld- und Kapitalmarkt für besicherte und unbesicherte Anleihen gestützt.

Chancenmanagement in der Commerzbank

Die Commerzbank reagiert strategisch auf die veränderten Umfeldbedingungen wie stärkere Regulierung, niedrige Zinsen und verändertes Kundenverhalten, indem sie ihre Kapitalausstattung optimiert, ihr striktes Kostenmanagement fortsetzt und gleichzeitig in die Ertragskraft ihrer Kernaktivitäten investiert. Durch die konsequente Ausrichtung ihres Geschäftsmodells an den Bedürfnissen ihrer Kunden und der Realwirtschaft sollte sie die erwartete Beruhigung der Staatsschuldenkrise in diesem Jahr und die zyklische Erholung der Weltwirtschaft im nächsten Jahr zur Erhöhung ihrer Ertragskraft nutzen können. Die Commerzbank sollte damit ihre Position als führende Bank für Privat- und Firmenkunden in Deutschland und in Polen auch in einem herausfordernden Umfeld festigen.

Weil die Bank Kapital freisetzt, Portfolios wertschonend abbaut und ihre Kosten stabil hält, kann sie in neue Produkte und Dienstleistungen investieren und sollte ihre Ertragskraft steigern können. Dabei orientiert sie sich an den Bedürfnissen ihrer Kunden und an ihren traditionellen Werten. Im Privatkundengeschäft reagiert sie auf die geschilderten verschärften Umfeldbedingungen durch den Aufbau einer modernen Multikanalbank und die Orientierung an der Kundenzufriedenheit; im Mittelstandsgeschäft durch die Fortführung ihres erfolgreichen Geschäftsmodells; im Bereich Corporates & Markets durch den Ausbau der Position eines international führenden Nischenanbieters; im Geschäftsfeld Central & Eastern Europe durch die Fortführung ihres erfolgreichen organischen Wachstumskurses und den Ausbau des bewährten Universalbankmodells. Zugleich rechnet die Bank infolge der geplanten Liquidation von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktiva im Laufe der Zeit mit einer Kapitalentlastung.

Welche konkreten Möglichkeiten von den einzelnen Segmenten identifiziert wurden, haben wir in dem Abschnitt "Entwicklung der Segmente" bei den jeweiligen Segmenten dargelegt.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Commerzbank-Konzerns

Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung hat die Commerzbank Wachstumsinitiativen und Kostenprogramme aufgesetzt, die wir im Jahr 2013 und in den Folgejahren konsequent umsetzen werden. Die Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells wird begleitet von einem nach wie vor herausfordernden Konjunktur- und Kapitalmarktumfeld, weshalb sich eine verlässliche Aussage zur Ergebnisentwicklung für das laufende Jahr 2013 und für das Folgejahr 2014 schwierig gestaltet. Für das Geschäftsjahr 2013 erwarten wir folgende Entwicklung:

Für den Zinsüberschuss gehen wir von einer weiteren leichten Abschwächung aus, da die bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr vorherrschenden Belastungsfaktoren wie niedriges Marktzinsniveau und die weiterhin verhaltene Kreditnachfrage voraussichtlich bis auf Weiteres anhalten werden. Im laufenden Jahr erwartet die Commerzbank weitere Fortschritte beim Abbau nicht strategischer Bestände, die die zinstragenden Aktiva und damit die Zinserträge im Segment Non-Core Assets nochmals verringern. Die derzeitige Entspannung bei den Refinanzierungskosten über den Kapitalmarkt sehen wir als noch nicht nachhaltig an. Ein Anhalten des Trends könnte aber künftig den Zinsüberschuss stützen. Unabhängig davon setzt die Commerzbank auf die Erhöhung des Anteils kostengünstigerer besicherter Fundinginstrumente.

Für den Provisionsüberschuss sind wir vorsichtig zuversichtlich. Wir erwarten erste positive Auswirkungen aus unserem noch stärker kundenorientierten Beratungsansatz im Privatkundengeschäft sowie dem weiter verbesserten Dienstleistungsangebot für Mittelstandskunden - insbesondere im Auslandsgeschäft und im Cash-Management. Das Ausmaß der Verbesserung wird aber wesentlich durch die Kapitalmarktentwicklung bestimmt werden. Die seit der Finanzkrise hohe Kursvolatilität hat sich in den vergangenen Jahren in deutlich reduzierten Kundenaktivitäten im Wertpapiergeschäft mit negativen Auswirkungen auf den Provisionsüberschuss niedergeschlagen.

Eine Prognose des Handelsergebnisses gestaltet sich angesichts der Unwägbarkeiten hinsichtlich der Entwicklung an den globalen Finanzmärkten schwierig. Die Commerzbank behält aber ihren risikoorientierten Ansatz mit einem Verzicht auf Eigenhandelsaktivitäten bei.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft dürfte für das Jahr 2013 etwas höher ausfallen als im abgelaufenen Geschäftsjahr. In der Kernbank gehen wir von weniger günstigen Rahmenbedingungen vor allem im Firmenkundengeschäft aus. Signifikante Auflösungen von Wertberichtigungen wie im Vorjahr aufgrund des aktiv verringerten Problemkreditvolumens dürften sich im Jahr 2013 nicht in diesem Ausmaß wiederholen. Des Weiteren könnte die anhaltend unsichere Konjunkturlage in unseren Kernmärkten - trotz der erwarteten leichten Verbesserung im Jahresverlauf - zu einem Anstieg des Volumens an Problemkrediten führen. Im Abbausegment Non-Core Assets rechnen wir unverändert mit einem sehr schwierigen Umfeld insbesondere in der Schiffsfinanzierung und einem weiterhin hohen Niveau an notwendiger Kreditrisikovorsorge.

Kosten mit Investitionscharakter zur Steigerung der künftigen Profitabilität bewirken, dass die gesamten Verwaltungsaufwendungen im Jahr 2013 im Vergleich zum Berichtsjahr etwas zunehmen dürften. Die Commerzbank wird ihr striktes Kostenmanagement fortführen, um den möglichen Anstieg in engen Grenzen zu halten. Im Zusammenhang mit den beschlossenen und in diesem Jahr und den Folgejahren umzusetzenden Effizienzsteigerungsmaßnahmen fällt im ersten Quartal 2013 ein Restrukturierungsaufwand in der Größenordnung von rund 500 Mio. Euro an.

Im laufenden Geschäftsjahr konzentriert sich die Commerzbank darauf, ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln und zu optimieren. Strategische Wachstumsinitiativen im Kerngeschäft mit den beiden Kernmärkten Deutschland und Polen, Kostensenkungsmaßnahmen sowie die Neupositionierung der Marke Commerzbank vor allem im Privatkundengeschäft legen die Grundlage dafür, unser Ertragspotenzial nachhaltig zu erhöhen. Einen Teil des für künftiges Wachstum notwendigen Kapitals werden wir mittelfristig durch die fortgesetzte wertschonende Reduktion des Nichtkernportfolios im Segment Non-Core Assets generieren.

Dem Vertrauensverlust der Kunden gegenüber der Finanzbranche begegnen wir im Privatkundengeschäft mit einer Neuausrichtung des Beratungsansatzes mit einem noch stärkeren Kundenfokus, auch wenn dies möglicherweise zunächst mit einem teilweisen Verzicht auf transaktionsgetriebene Erträge einhergeht. Neben der Erweiterung des Kundenstamms zielen wir auf eine höhere Kundenzufriedenheit und stärkere Durchdringung der bestehenden Kundenbasis durch neue Produkte und verstärktes Wachstum im Kreditgeschäft ab, zum Beispiel in der Immobilienfinanzierung. Diese auf eine Ertragsstärkung abzielenden strategischen Maßnahmen dürften wegen der anhaltend negativen Effekte aus dem Niedrigzinsumfeld und den zurückhaltenden Kundenaktivitäten erst mit einer zeitlichen Verzögerung wirken. Im laufenden Geschäftsjahr rechnen wir im Privatkundengeschäft mit nicht mehr als einem ausgeglichenen Ergebnis, erwarten aber, dass unsere Initiativen zur Rentabilitätssteigerung ab dem Geschäftsjahr 2014 eine zunehmend spürbare Wirkung entfalten.

Aufbauend auf der dank unseres klaren Bekenntnisses zum deutschen Mittelstand auch in Krisenzeiten starken Marktposition der Mittelstandsbank wollen wir in den kommenden Jahren die Erträge sowohl im Kredit- als auch im Einlagengeschäft steigern, vor allem bei kleineren Unternehmen. Des Weiteren sehen wir weiteres Potenzial im Auslandsgeschäft, wo wir die Marktführerschaft in der Handelsfinanzierung in Europa anstreben. In der Mittelstandsbank bleibt unser Fokus auf die Aufrechterhaltung der hohen Qualität des Kreditportfolios und den Ausbau unserer Marktanteile gerichtet. Wir erwarten jedoch für das Jahr 2013 geringere Auflösungen von Kreditwertberichtigungen und eine gedämpfte Kreditnachfrage des Unternehmenssektors. Für das laufende Jahr 2013 rechnen wir im Segment Mittelstandsbank damit, dass das Niveau des Operativen Ergebnisses des Vorjahres nicht erreicht wird. Im Falle einer freundlicheren Konjunkturlage dürfte im Folgejahr 2014 eine zunehmende Kreditnachfrage die Ertragsaussichten im Segment wieder begünstigen.

Unsere zu den führenden polnischen Universalbanken zählende Tochter BRE Bank im Segment Central & Eastern Europe verfügt über eine starke Stellung im Onlinebanking, die wir künftig über eine Vereinheitlichung des Marktauftritts unter dem gemeinsamen Namen "mBank" der Direktbank und das Angebot neuer innovativer Leistungen profitabilitätssteigernd nutzen wollen. Im Jahr 2013 halten wir allerdings eine vorübergehende Unterbrechung des Wachstumstrends für realistisch, da sich die polnische Wirtschaft nicht von der gegenwärtigen Konjunkturschwäche Westeuropas abkoppeln kann. Folglich erwarten wir für das Segment CEE im laufenden Jahr ein Ergebnis etwas unterhalb des im Geschäftsjahr 2012 erzielten Niveaus. Mit Rückkehr der polnischen Wirtschaft auf einen im Vergleich zu Westeuropa überdurchschnittlichen Wachstumspfad könnten unsere mittel- und osteuropäischen Aktivitäten im Jahr 2014 an die positive Ergebnisentwicklung früherer Jahre anknüpfen.

Für das Segment Corporates & Markets stehen im insgesamt herausfordernden Kapitalmarktumfeld - sowie weiter zunehmenden regulatorischen Anforderungen - die Stabilisierung der Erträge, die Optimierung der Kapitalbindung und ein konsequentes Kostenmanagement im Vordergrund. Dank der gestärkten Kundenbasis und des am Markt anerkannten Produkt-Know-hows erwarten wir, unsere Position als konkurrenzfähiger Investmentbank-Partner zu festigen. Unter der Annahme zunehmender Stabilisierung der Märkte und wieder steigender Kundenaktivitäten an den Primär- und Sekundärmärkten, gehen wir vor dem Hintergrund des im laufenden und im nächsten Jahr zu erwartenden moderaten Anstiegs der Erträge - bei Annahme gleichzeitig sinkender Kosten und stabil bleibender Risikovorsorge - von einem sich weiter verbessernden Operativen Ergebnis aus. Unsicherheiten bestehen aber im Zusammenhang mit den aktuellen regulatorischen Initiativen, wie zum Beispiel der geplanten Finanztransaktionssteuer sowie der aktuellen Trennbankendiskussion.

Im laufenden Jahr 2013 werden wir den Volumen- und Risikoabbau des im Segment Non-Core Assets zusammengefassten langfristigen Kreditportfolios der Bereiche Public Finance, Schiffs- und gewerbliche Immobilienfinanzierung mit dem Ziel fortsetzen, die strategische Neuausrichtung des Commerzbank-Konzerns zu unterstützen. Das frei werdende Kapital werden wir innerhalb der Kernbank für Wachstum in Bereichen mit einem günstigeren Ertrags-Risiko-Verhältnis einsetzen. Gemessen am Exposure at Default (inklusive Problemkredite) streben wir im Segment Non-Core Assets eine weitere Volumenreduktion von 151 Mrd. Euro zum Jahresende 2012 um rund 40 % auf 93 Mrd. Euro bis Ende des Jahres 2016 an. Neben dem direkten Abbau zum Beispiel über Verkäufe von Kreditportfolios wollen wir die Rentabilität und den Risikogehalt der verbleibenden Bestände durch Margenerhöhungen und zusätzliche Sicherheiten verbessern, wenn eine vorzeitige Beendigung oder Ablösung des Kreditengagements an Prolongationsterminen nicht gelingt.

Im Segment NCA dürfte der Saldo aus dem durch Bestandsabbau freigesetzten Kapital einerseits sowie dem Kapitalverzehr aufgrund des erwarteten Verlustausweises andererseits nochmals negativ ausfallen.

In einem nach wie vor herausfordernden Konjunktur- und Kapitalmarktumfeld werden für das Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr der anhaltende Ertragsdruck, die steigende Risikovorsorge sowie der investitionsbedingte Kostenanstieg auf das Operative Ergebnis wirken. Das Vorsteuerergebnis des Commerzbank-Konzerns wird durch den für das Geschäftsjahr 2013 auszuweisenden Restrukturierungsaufwand im Zusammenhang mit den beschlossenen Effizienzsteigerungsmaßnahmen belastet.

Vor dem Hintergrund der Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells sowie der in der jüngeren Vergangenheit gemachten Fortschritte bei der Optimierung unserer Kapitalstruktur gehen wir davon aus, während des gesamten Jahres 2013 eine Basel-III-Kernkapitalquote von deutlich über 9 % ("phase-in", das heißt unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen) auszuweisen.

Diesen Anspruch bezüglich unserer Kapitalposition halten wir auch für das Geschäftsjahr 2014 aufrecht, wo wir im Einklang mit der erwarteten Verbesserung der konjunkturellen Rahmenbedingungen zunehmende Ertragschancen sehen. Zusammen mit wachsenden Erfolgen aus der Umsetzung der Maßnahmen zur Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells gehen wir mit Blick auf die Geschäftsentwicklung 2014 davon aus, ein gutes Stück auf dem Weg zu einer nachhaltig höheren Profitabilität voranzukommen.

Konzernrisikobericht

Der Konzernrisikobericht ist ein eigenständiger Berichtsteil im Geschäftsbericht. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts.

Konzernrisikobericht

Im Konzernrisikobericht stellen wir umfassend die Risiken dar, denen wir ausgesetzt sind, und geben einen detaillierten Einblick in die Organisation und maßgeblichen Prozesse unseres Risikomanagements. Unser vorrangiges Ziel ist es, jederzeit sicherzustellen, dass alle Risiken in der Commerzbank vollständig und auf Basis adäquater Verfahren identifiziert, überwacht und gesteuert werden.

Das Geschäftsjahr 2012 stand aus Risikosicht ganz im Zeichen der Neuausrichtung der Bank mit der Aufteilung in eine Kernbank und ein Abbausegment Non-Core Assets. So wurde die Organisationsstruktur des Risikomanagements an den Bedarf des Abbausegments angepasst und der Abbau der Portfolios in den Teilsegmenten von Non-Core Assets weiter aktiv vorangetrieben.

Der nachfolgende Konzernrisikobericht ist auch Bestandteil des Konzernlageberichts.

Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Executive Summary 2012

• Solide Kapitalausstattung und deutlich verbesserte Risikotragfähigkeit

Kapitalanforderungen der European Banking Authority übererfüllt; Core-Tier-I-Quote per Jahresende bei 12,0 %.

Ökonomische Risikotragfähigkeit mit einer Risikotragfähigkeitsquote von 161 % im Vergleich zum Vorjahr (123 %) deutlich verbessert.

Risikotragfähigkeit | Mrd. €

• Exposure vor allem im Bereich Non-Core Assets signifikant abgebaut

Fokus der Portfolioreduzierung lag 2012 in den Bereichen Commercial Real Estate (-22 %), Public Finance (-13 %) und Schiffsfinanzierungen (-21 %).

In der Kernbank stieg das Exposure auf 321 Mrd. Euro an. Die Portfolioqualität konnte mit einer Risikodichte von 27 Basispunkten (2011: 31 Basispunkte) weiter verbessert werden.

EaD | Mrd. €

• Risikovorsorge für die Gesamtbank wie erwartet auf einem Niveau von 1,7 Mrd. Euro

Kernbank aufgrund von Auflösungen mit insgesamt 0,3 Mrd. Euro auf sehr niedrigem Niveau.

In NCA belasten vor allem die Portfolios der Deutschen Schiffsbank mit 0,7 Mrd. Euro. Die Risikovorsorge für CRE liegt mit 0,6 Mrd. Euro zwar weiterhin auf hohem Niveau, ist aber im Vergleich zum Vorjahr rückläufig.

Risikovorsorge | Mio. €

• Marktrisiken im Handelsbuch im Jahr 2012 nochmals deutlich reduziert

VaR im Handelsbuch seit Anfang 2009 um zwei Drittel signifikant reduziert.

Der VaR im Handelsbuch betrug zum Jahresende 28 Mio. Euro im Vergleich zu 59 Mio. Euro per Ende 2011.

VaR | Mio. €

• Operationelle Risiken im Rahmen der Erwartungen

Gesamtbelastung aus OpRisk-Ereignissen in Höhe von 310 Mio. Euro im Jahr 2012 hauptsächlich geprägt von produktbezogenen Schäden aus Beraterhaftung.

Ökonomisch erforderliches Kapital für OpRisk um 0,4 auf 1,9 Mrd. Euro reduziert.

ErC | Mrd. €

Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

Organisation des Risikomanagements

Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren - also üblicherweise im Jahresabschluss oder in der Kapitalbindung bewertbaren - und nicht quantifizierbaren Risikoarten, wie zum Beispiel Reputations- und Compliancerisiken.

Der Chief Risk Officer (CRO) der Bank ist für die Umsetzung der vom Gesamtvorstand für die quantifizierbaren Risiken festgelegten risikopolitischen Leitlinien im Konzern verantwortlich. Der CRO berichtet im Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des Konzerns.

Nachdem die Risikomanagementaktivitäten bislang auf die Bereiche Kreditrisikomanagement, Intensive Care, Marktrisikomanagement sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement verteilt waren, hat der Gesamtvorstand der Commerzbank im Oktober 2012 die Anpassung der Organisationsstruktur des Risikomanagements an den Bedarf des Abbausegments Non-Core Assets (NCA) beschlossen. Dazu trennte die Risikofunktion die Marktfolge des NCA-Portfolios von der Marktfolge für die Kernbank. Das Kreditrisikomanagement für das Segment NCA ist hiermit organisatorisch über alle Ratingstufen hinweg in einer Einheit zusammengeführt. Alle Bereiche haben eine konzernweite Ausrichtung und eine direkte Berichtslinie an den CRO. Gemeinsam mit den fünf Bereichsvorständen bildet der CRO innerhalb der Konzernsteuerung das Risk Management Board.

Abbildung 6

scroll
Vorstand Chief Risk Officer
Risikomanagementfunktion
Kreditrisikomanagement Kernbank Kreditrisikomanagement Non-Core Assets Intensive Care Marktrisikomanagement Risikocontrolling und Kapitalmanagement

Grundlegende strategische Entscheidungen trifft ausschließlich der Gesamtvorstand. Das operative Risikomanagement hat der Vorstand an Komitees delegiert. Im Rahmen der jeweiligen Geschäftsordnungen sind dies das Group Credit Committee, das Group Market Risk Committee, das Group OpRisk Committee sowie das Group Strategic Risk Committee als risikoartenübergreifendes Entscheidungsgremium. In allen vorgenannten Komitees hat der CRO den Vorsitz und ein Vetorecht. Zusätzlich ist der CRO Mitglied des Asset Liability Committees.

Abbildung 7

scroll
Risikoausschuss des Aufsichtsrats
Risk Management Board Group Credit Committee Group Market Risk Committee Group OpRisk Committee Group Strategic Risk Committee Asset Liability Committee

Der Risikoausschuss des Aufsichtsrats besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden und drei weiteren Aufsichtsratsmitgliedern. Zum Aufgabengebiet des Risikoausschusses gehören die Überwachung des Risikomanagementsystems und die Behandlung aller Risiken, insbesondere von Markt-, Kredit- und operationellen Risiken sowie Reputationsrisiken.

Das Risk Management Board behandelt als Diskussions- und Entscheidungsgremium innerhalb der Risikofunktion bedeutende aktuelle Risikothemen. Es entscheidet insbesondere über die strategische und organisatorische Weiterentwicklung der Risikofunktion und verantwortet die Schaffung und Einhaltung einer einheitlichen Risikokultur.

Das Group Credit Committee ist das Entscheidungsgremium des operativen Kreditrisikomanagements unterhalb des Gesamtvorstands, das aus jeweils zwei Vertretern der Marktfolge und der Marktseite gebildet wird. Vorsitzender des Group Credit Committees ist der ranghöchste Teilnehmer, der die Marktfolge vertritt; gegen seine Stimme kann das Group Credit Committee Krediten nicht zustimmen. Das Group Credit Committee agiert auf Basis der Kreditrisikostrategie und trifft Entscheidungen im Rahmen der ihm vom Gesamtvorstand übertragenen Kompetenzen.

Das Group Market Risk Committee ist das Gremium, das die Marktrisiken konzernweit überwacht und durch die Vorgabe von Limiten unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit steuert. Hierbei werden alle Marktrisiken aus Handels- und Anlagebuch mit dem Ziel der Risikofrüherkennung sowie der aktiven Risikosteuerung betrachtet. Fokus ist neben der Risikominimierung beziehungsweise Verlustvermeidung die Optimierung des Rendite-Risiko-Profils auf aggregierter Ebene.

Das Group OpRisk Committee befasst sich mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern und definiert bei Bedarf abzuleitende Maßnahmen beziehungsweise Handlungsempfehlungen. Die Standards zur Governance sowie Erhebung der Funktionsfähigkeit des Internen Kontrollsystems (IKS) in der Commerzbank sind eng mit dem OpRisk-Management verbunden. Vor diesem Hintergrund fungiert das Group OpRisk Committee auch bezüglich dieser Standards als höchstes Eskalations- und Entscheidungsgremium unterhalb des Gesamtvorstands.

Das Group Strategic Risk Committee dient als risikoartenübergreifendes Diskussions- und Entscheidungsgremium mit dem Hauptziel der Überwachung und Steuerung von Risiken auf Portfolioebene. Dies betrifft Themen der Risikomessung, der Risikotransparenz sowie der Risikosteuerung.

Das zentrale Asset Liability Committee überwacht unter anderem die Risikotragfähigkeit im Konzern. Es ist aufgrund der Zuständigkeiten für die konzernübergreifende Steuerung der Portfoliozusammensetzung sowie der Kapitalallokation und der RWA-Entwicklung wichtiger Ausgangspunkt unseres Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP).

Die Überwachung der Risiken der geschäftsstrategischen Ausrichtung und der Reputationsrisiken liegt im Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden (CEO). Für das Controlling der Compliancerisiken, insbesondere im Hinblick auf Anlegerschutz, Insiderrichtlinien und Geldwäsche, zeichnet der Finanzvorstand (CFO) verantwortlich.

Risikostrategie und Risikosteuerung

In der Gesamtrisikostrategie werden, Hand in Hand mit der Geschäftsstrategie, die risikostrategischen Leitplanken für die Entwicklung des Investitionsportfolios der Commerzbank definiert. Außerdem wird der Risikoappetit als maximales Risiko festgelegt, das die Bank bei dem Verfolgen ihrer Geschäftsziele einzugehen bereit und in der Lage ist. Leitgedanke ist die Sicherstellung einer angemessenen Liquiditäts- und Kapitalausstattung des Konzerns. Aus diesen Anforderungen werden adäquate Limite für die dem Konzern zur Verfügung stehenden Risikoressourcen Kapital und Liquiditätsreserve abgeleitet.

Aus der Kernfunktion einer Bank als Liquiditäts- und Risikotransformator resultieren unvermeidliche Bedrohungen, die im Extremfall den Fortbestand des Instituts gefährden können. Zu diesen inhärenten existenziellen Bedrohungen zählen für die Commerzbank aufgrund ihres Geschäftsmodells beispielsweise der Ausfall von Deutschland, Polen, einem der anderen EU-Länder (Frankreich, Italien, Spanien oder Großbritannien) oder der USA, eine tiefe, mehrere Jahre anhaltende Rezession mit schweren Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft oder der Wegfall der Grundfunktionalität der EZB (Repo). Diese Risiken werden bei der Verfolgung des Geschäftszieles in Kauf genommen und liegen außerhalb der im Rahmen der Risikostrategie festgelegten Steuerung.

Die Gesamtrisikostrategie deckt alle wesentlichen Risiken ab, denen die Commerzbank ausgesetzt ist. Sie wird in Form von Teilrisikostrategien für die wesentlichen Risikoarten weiter detailliert und über Policies, Regularien und Arbeitsanweisungen/Richtlinien konkretisiert und operationalisiert. Im jährlich durchzuführenden Prozess der Risikoinventur wird sichergestellt, dass alle erkennbaren, für den Konzern wesentlichen Risiken identifiziert werden. Die Einschätzung der Wesentlichkeit richtet sich hierbei nach der Frage, ob das Eintreten des Risikos mittel- oder unmittelbar einen maßgeblichen negativen Einfluss auf die Risikotragfähigkeit des Konzerns haben könnte.

Im Rahmen des Planungsprozesses entscheidet der Vorstand, in welchem Umfang das Risikodeckungspotenzial des Konzerns ausgeschöpft werden soll. Auf dieser Basis werden in einem zweiten Schritt die einzelnen Risikoarten limitiert. Als Ergebnis der Planung wird den steuerungsrelevanten Einheiten ein Kapitalrahmen zugewiesen. Im Rahmen des unterjährigen Monitorings wird die Einhaltung der Limite und Leitplanken überprüft und bei Bedarf werden Steuerungsimpulse gesetzt.

Das Vermeiden von Risikokonzentrationen ist eine der originären Aufgaben des Risikomanagements. Risikokonzentrationen können sowohl durch den Gleichlauf von Risikopositionen innerhalb einer Risikoart ("Intra-Risikokonzentrationen") als auch durch den Gleichlauf von Risikopositionen über verschiedene Risikoarten hinweg (durch gemeinsame Risikotreiber oder durch Interaktionen verschiedener Risikotreiber unterschiedlicher Risikoarten - "Inter-Risikokonzentrationen") entstehen.

Durch eine angemessene Einrichtung von Risikosteuerungs- und Controllingprozessen, die eine Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken und damit verbundener Risikokonzentrationen gewährleisten, wird sichergestellt, dass alle Commerzbank-spezifischen Risikokonzentrationen entsprechend berücksichtigt werden. Ein wesentliches Ziel ist dabei, frühzeitig Transparenz über Risikokonzentrationen zu schaffen und potenzielle Verlustgefahren zu reduzieren. Zum Management und zur Steuerung von Commerzbank-spezifischen Inter-Risikokonzentrationen verwendet die Commerzbank eine Kombination von Portfolio- und Szenarioanalysen. Mithilfe von Stresstests werden die Analysen von Risikokonzentrationen vertieft und gegebenenfalls neue Treiber für Risikokonzentrationen identifiziert. Das Management wird regelmäßig über die Ergebnisse der Analysen informiert.

Gemäß dem Prinzip "Three Lines of Defense" ist die Abwehr unerwünschter Risiken nicht auf die Bearbeitung durch die Risikofunktion beschränkt. Die Marktseite stellt die erste Verteidigungslinie dar und hat bei Geschäftsentscheidungen Risikoaspekte zu berücksichtigen. Zweite Verteidigungslinie ist die Risikofunktion, deren ureigenste Aufgabe in der Steuerung, Beschränkung und Überwachung von Risiken liegt. Die dritte Verteidigungslinie bilden interne und externe Kontrollinstanzen (interne Revision, Aufsichtsrat, Wirtschaftsprüfer, Aufsichtsbehörden).

Mitarbeiter, die einen wesentlichen Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil der Commerzbank haben (sogenannte Risk Taker), werden zudem im Rahmen der Regelungen zu den Vergütungsprozessen identifiziert. Aufgrund ihrer besonderen Bedeutung für das Gesamtergebnis der Bank gelten für diese Mitarbeiter gesonderte Regelungen in Bezug auf die Messung ihrer Performance und die Bemessung ihrer variablen Vergütung. Hierbei spielen insbesondere die Einhaltung von Regeln und Anweisungen (Code of Conduct), die Nachhaltigkeit der zugrunde liegenden Performance und das Risikoverhalten des Risk Takers eine Rolle. Aber auch kollektive Kriterien aus den Bereichen Konzernerfolg und Liquiditätsrisiko können dazu führen, dass Ansprüche auf langfristig auszahlbare Gehaltskomponenten nicht oder nicht in vollem Umfang entstehen.

Darüber hinaus hat die Bank spezielle Leitlinien für die Risikofunktion (sogenannte "RiskWerte") aufgestellt. Als strategischer globaler Partner leistet die Risikofunktion mit einem leistungsstarken, vorausschauenden und ganzheitlichen Risikomanagement gemeinsam mit der Marktseite einen unter Risk-Return-Gesichtspunkten wertschaffenden und nachhaltigen Beitrag für die Gesamtbank. Die enge Verzahnung von Methoden und Modellen mit Portfolioexpertise ermöglicht die Analyse und Steuerung aller Teilportfolios und quantifizierbaren Risikoarten mit Fokus unter anderem auf Konzentrationsrisiken, Portfolioreagibilität und eine insgesamt risikooptimierte Kapitalallokation. Recovery-Erfolge leisten einen Beitrag zur Reduzierung unserer Risikokosten. In Verbindung mit konsistenten Risikostrategien, Policies und Prozessen sind dies die Eckpfeiler für eine ergebnisorientierte Risikosteuerung und stellen eine nachhaltige Geschäftspolitik sicher.

Risikokennziffern

Die Commerzbank verwendet zur Messung, Steuerung und Limitierung der verschiedenen Risikoarten ein umfassendes System an Kennziffern und Verfahren; die wichtigsten hiervon sind im Folgenden aufgeführt:

Das ökonomisch erforderliche Kapital oder Economically required Capital (ErC) ist der Betrag, der zur Abdeckung unerwarteter Verluste aus risikobehafteten Positionen mit einem hohen Maß an Sicherheit (in der Commerzbank zurzeit 99,91 %) ausreicht.

Die Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote) zeigt die Überdeckung des ökonomisch erforderlichen Kapitals durch das Risikodeckungspotenzial. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt.

Das Exposure at Default (EaD) ist der erwartete Forderungsbetrag unter Berücksichtigung einer potenziellen (Teil-)Ziehung von offenen Linien und Eventualverbindlichkeiten, der die Risikotragfähigkeit bei Ausfall belasten wird. Bei Wertpapieren des Public-Finance-Bestandes wird als EaD das Nominal ausgewiesen.

Expected Loss (EL) oder Erwarteter Verlust ist die Messgröße für den potenziellen Verlust eines Kreditportfolios, der innerhalb eines Jahres aufgrund von historischen Verlustdaten zu erwarten ist.

Die Risikodichte errechnet sich als Quotient aus Expected Loss zu Exposure at Default und stellt damit den relativen Risikogehalt eines Engagements oder Portfolios dar.

Value at Risk (VaR) bezeichnet eine Methodik zur Quantifizierung von Risiken. Hierzu werden eine Haltedauer (zum Beispiel 1 Tag) und ein Konfidenzniveau (zum Beispiel 97,5 %) festgelegt. Der VaR-Wert bezeichnet dann diejenige Verlustobergrenze, die innerhalb der Haltedauer mit einer Wahrscheinlichkeit entsprechend dem Konfidenzniveau nicht überschritten wird.

Der Credit Value at Risk (CVaR) ist der ökonomische Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,91 %. Der Begriff resultiert aus der Anwendung des Value-at-Risk-Konzepts auf die Kreditrisikomessung. Inhaltlich stellt der Credit VaR eine Abschätzung dar, um welchen Betrag die Verluste aus Kreditrisiken den Erwarteten Verlust (Expected Loss) innerhalb eines Jahres potenziell übersteigen könnten; daher auch: Unerwarteter Verlust (Unexpected Loss). Diesem Ansatz liegt die Idee zugrunde, dass der Erwartete Verlust lediglich den langfristigen Mittelwert der Kreditverluste darstellt, dieser jedoch von den tatsächlichen Kreditausfällen des laufenden Geschäftsjahres (positiv oder negativ) abweichen kann.

Der "All-in"-Begriff umfasst im Zusammenhang mit Klumpenrisiken alle innerhalb der Bank genehmigten Kreditlinien eines Kunden in voller Höhe - unabhängig von der aktuell bestehenden Kreditinanspruchnahme. Er ist unabhängig von statistisch modellierten Größen und umfasst sowohl interne als auch externe Kreditlinien.

Risikotragfähigkeit und Stresstesting

Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) der Commerzbank. Ziel ist es sicherzustellen, dass die Commerzbank jederzeit über eine ihrem Risikoprofil angemessene Kapitalausstattung verfügt.

Die Überwachung der Risikotragfähigkeit erfolgt in der Commerzbank auf Basis eines sogenannten Gone-Concern-Ansatzes, dessen grundlegendes Sicherungsziel der Schutz der erstrangigen Fremdkapitalgeber ist. Das Erreichen dieses Ziels soll auch im Fall außerordentlich hoher Verluste aus einem unwahrscheinlichen Extremereignis gewährleistet bleiben.

Bei der Ermittlung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden mögliche unerwartete Wertschwankungen betrachtet. Derartige - über den Erwartungen liegende - Wertschwankungen müssen durch das verfügbare ökonomische Kapital zur Deckung unerwarteter Verluste (Risikodeckungspotenzial) aufgefangen werden. Die Bemessung des Risikodeckungspotenzials basiert auf einer differenzierten Betrachtung der buchhalterischen Wertansätze der Aktiva und Passiva und berücksichtigt ökonomische Bewertungen bestimmter bilanzieller Posten.

Die Quantifizierung des aus den eingegangenen Risiken resultierenden Kapitalbedarfs erfolgt auf Basis des internen ökonomischen Kapitalmodells. Bei der Festlegung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden alle im Rahmen der jährlichen Risikoinventur als wesentlich eingestuften Risikoarten des Commerzbank-Konzerns berücksichtigt. Die ökonomische Risikobetrachtung beinhaltet daher auch Risikoarten, die in den regulatorischen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Banken nicht enthalten sind und reflektiert überdies portfoliospezifische Wechselwirkungen. Das Konfidenzniveau des ökonomischen Kapitalmodells von 99,91 % korrespondiert mit den zugrunde liegenden Gone-Concern-Annahmen und gewährleistet ein in sich konsistentes ökonomisches Risikotragfähigkeitskonzept.

Zum Jahresanfang 2012 wurden die Ergebnisse der jährlichen Validierung des Risikotragfähigkeitskonzeptes umgesetzt. Dies beinhaltete unter anderem die Einführung eines weiterentwickelten Modells zur Messung und Abbildung des Geschäftsrisikos1 im Rahmen der Risikotragfähigkeitsanalyse. Es erfolgten methodische Adjustierungen zur Abgrenzung und Erhöhung der Stabilität dieses Risikomaßes. Damit verbunden wird das Geschäftsrisiko seither nicht mehr im ökonomisch erforderlichen Kapital, sondern als potenzielle Abzugsposition im Risikodeckungspotenzial berücksichtigt. Das sogenannte Reserverisiko, das heißt das Risiko, dass aus dem Bestand bereits ausgefallener Forderungen zusätzliche Belastungen aufgrund von Risikovorsorge-Nachbildungen anfallen, wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitsbetrachtung mittels eines Risikopuffers berücksichtigt. Zudem erfolgt der Ergebnisausweis der Risikotragfähigkeitsanalyse seit Jahresanfang 2012 anhand einer Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote), die die Überdeckung des ökonomischen Kapitalbedarfs durch das Risikodeckungspotenzial anzeigt.

1 Unter Geschäftsrisiko wird ein potenzieller Verlust verstanden, der aus Abweichungen der tatsächlichen Erträge (negative Abweichung) und Aufwendungen (positive Abweichung) von den jeweiligen Planzahlen resultiert.

Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene des Commerzbank-Konzerns. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt. Im Jahr 2012 lag die RTF-Quote stets über 100 % und betrug 161 % per 31. Dezember 2012. Die im Jahresverlauf angestiegene RTF-Quote reflektiert im Wesentlichen die Beruhigung der europäischen Staatsschuldenkrise im zweiten Halbjahr 2012, die auch zu einer deutlichen Reduzierung des ökonomisch erforderlichen Kapitals für das Marktrisiko geführt hat.

Tabelle 17

scroll
Risikotragfähigkeit Konzern | Mrd.
31.12.20121 31.12.2011
Ökonomisches Risikodeckungspotenzial 29 27
Ökonomisch erforderliches Kapital 17 22
davon für Kreditrisiko 13 13
davon für Marktrisiko 4 8
davon für OpRisk 2 2
davon für Geschäftsrisiko2 - 2
davon Diversifikationseffekte - 2 - 4
RTF-Quote3 161 % 123 %

1 Auf Basis aktueller Methodik; nur eingeschränkt vergleichbar mit Werten für 2011.
2 Die Berücksichtigung des Geschäftsrisikos erfolgt seit 2012 im Risikodeckungspotenzial.
3 RTF-Quote = Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches Kapital.

Zur Überprüfung der Risikotragfähigkeit bei unterstellten adversen Veränderungen des volkswirtschaftlichen Umfelds werden makroökonomische Stresstests genutzt. Die zugrunde liegenden Szenarien, die quartalsweise aktualisiert und vom Asset Liability Committee verabschiedet werden, beschreiben eine außergewöhnliche, aber plausible negative Entwicklung der Volkswirtschaft und werden risikoartenübergreifend angewendet. In den Szenariorechnungen werden folglich die Inputparameter der ökonomischen Kapitalbedarfsberechnung für alle wesentlichen Risikoarten in Abhängigkeit von der erwarteten makroökonomischen Entwicklung simuliert. Zusätzlich zum Kapitalbedarf wird auf Basis der makroökonomischen Szenarien auch die Gewinn- und-Verlust-Rechnung gestresst und darauf aufbauend die Entwicklung des Risikodeckungspotenzials simuliert. Zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit wird die Einhaltung des Limits für die gestresste RTF-Quote, das in der Gesamtrisikostrategie festgelegt ist, laufend überwacht und ist Bestandteil des internen Berichtwesens.

Ergänzend zu den regulären Stresstests wurden sogenannte "Reverse Stresstests" auf Konzernebene durchgeführt. Im Gegensatz zu regulären Stresstests ist hierbei das Ergebnis der Simulationen vorbestimmt: die nachhaltige Gefährdung der Bank. Ziel des Analyseprozesses im reversen Stresstest ist es, durch Identifikation und Bewertung von Extremszenarien und -ereignissen eine Erhöhung der Transparenz über bankspezifische Gefährdungspotenziale und Risikozusammenhänge zu bewirken.

Nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über die Verteilung der aus den Geschäftsaktivitäten der Commerzbank resultierenden Risikoaktiva, aufgeteilt nach Segmenten und Risikoarten:

Tabelle 18

scroll
Risikoaktiva Konzern per 31.12.2012 | Mrd.
Adressenausfallrisiko Marktrisiko Operationelles Risiko Gesamt
Kernbank 108 11 22 140
Privatkunden 20 0 9 29
Mittelstandbank 49 0 4 54
Central & Eastern Europe 14 0 1 15
Corporates & Markets 20 6 4 30
Sonstige und Konsolidierung 5 5 3 12
Non-Core Assets 67 0 1 68
Commercial Real Estate 30 0 1 31
Deutsche Schiffsbank 20 0 0 20
Public Finance 16 0 0 16
Konzern 175 11 23 208

Regulatorisches Umfeld

Mitte Januar 2012 hat die Commerzbank ein umfangreiches Maßnahmenpaket präsentiert, um die Anforderung der European Banking Authority (EBA) - das harte Kernkapital um 5,3 Mrd. Euro zu stärken - aus eigener Kraft zu erfüllen.

Zur Erfüllung der durch die EBA vorgegebenen Core-Tier-I-Quote von 9 % (bei Simulation eines Teilausfalls europäischer Staatsanleihen) hatte die Commerzbank bereits zum Ende des Jahres 2011 umfassende Maßnahmen eingeleitet. Im ersten Quartal 2012 konnte insbesondere durch das konsequent fortgesetzte RWA-Management sowie unter Berücksichtigung des Zwischengewinns das EBA-Kapitalziel bereits übererfüllt werden. Durch die zusätzlich kapitalerhöhend wirkenden Effekte aus der Maßnahme zur Optimierung der Kapitalstruktur vom Februar 2012 hat die Commerzbank ihre Kapitalausstattung weiter gestärkt.

Am 14. Dezember 2012 hat die BaFin die vierte Novelle der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) veröffentlicht. Diese sind zum 1. Januar 2013 in Kraft getreten. Neue Anforderungen sind grundsätzlich bis zum 31. Dezember 2013 umzusetzen. Die Commerzbank hat bereits mit der Veröffentlichung des ersten Entwurfs zur MaRisk-Novelle begonnen, den Anpassungsbedarf in den betroffenen Bereichen zu analysieren und plant, die neuen Anforderungen im vorgegebenen Zeitrahmen umzusetzen.

Adressenausfallrisiken

Adressenausfallrisiken umfassen das Risiko von Verlusten aufgrund von Ausfällen von Geschäftspartnern sowie die Veränderung dieses Risikos. Unter den Adressenausfallrisiken subsumiert die Commerzbank neben den Kreditausfall- und Drittschuldnerrisiken auch das Kontrahenten- und Emittentenrisiko sowie das Länder- beziehungsweise Transferrisiko.

Strategie und Organisation

Die Kreditrisikostrategie ist die Teilrisikostrategie für Adressenausfallrisiken und ist aus der Gesamtrisikostrategie abgeleitet. Sie ist in den ICAAP-Prozess des Commerzbank-Konzerns eingebettet und leistet so einen Beitrag zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit.

Als Bindeglied zwischen der risikoartenübergreifenden Gesamtbankrisikosteuerung und der Operationalisierung der Steuerung von Adressenausfallrisiken bedient sich die Kreditrisikostrategie quantitativer und qualitativer Steuerungsinstrumente, die jeweils den spezifischen Anforderungen von Kernbank- und Abbauportfolios Rechnung tragen.

Die quantitative Steuerung erfolgt dabei über fest definierte (ökonomische und regulatorische) Kennzahlen auf Konzern- und Segment- beziehungsweise Konzernbereichsebene mit dem Ziel, neben der Risikotragfähigkeit auch eine angemessene Portfolioqualität und -granularität sicherzustellen.

Qualitative Steuerungsleitplanken in Form von Credit Policies definieren das Zielgeschäft der Bank und regeln für die Einzeltransaktion, mit welcher Art von Geschäften die zur Verfügung gestellten Risikoressourcen ausgenutzt werden sollen. Die Credit Policies sind fest im Kreditprozess verankert: Geschäfte, die nicht den Anforderungen entsprechen, werden über eine festgelegte Kompetenzordnung eskaliert.

Die Kreditrisikostrategie beschreibt die risikostrategischen Handlungsfelder und gibt einen Überblick über die wesentlichen Steuerungskonzepte im Kreditrisikomanagement - insbesondere zur Steuerung der wichtigsten Risikokonzentrationen (Verbünde, Länder, Branchen).

Das Kreditrisikomanagement in der Kernbank unterscheidet sich organisatorisch vom Risikomanagement im Segment NCA. In der Kernbank sind, basierend auf der Trennung der Zuständigkeit nach Weißbereich einerseits und Intensive Care andererseits, eigenständige Marktfolgeeinheiten für das operative Kreditrisikomanagement auf Portfolio- und Einzelfallbasis verantwortlich.

Alle Kreditentscheidungen im Weißbereich sind Risk-Return-Entscheidungen. Markt und Marktfolge nehmen eine gemeinsame Verantwortung für Risiko und Ertrag eines Engagements wahr, wobei die Primärverantwortung der Marktfolgeseite für das Risiko, die der Marktseite für den Ertrag besteht. Entsprechend kann im Kreditprozess keine Seite in ihrer Primärverantwortung überstimmt werden.

Risikoauffällige Kunden werden durch spezialisierte Intensive-Care-Bereiche bearbeitet. Die Überleitung in diese Bereiche erfolgt umgehend, wenn definierte Übergabekriterien erfüllt sind. Neben anlassbezogenen Kriterien wie Rating, Insolvenz, Zwangsmaßnahmen Dritter oder Kreditbetrug sind Kriterien in Abhängigkeit von Überziehungstagen die wichtigsten Gründe für die Überleitung in den Intensive-Care-Bereich. Hierdurch wird sichergestellt, dass Kunden, die ihre Darlehen nicht bedienen, zeitnah von Spezialisten in fest definierten, einheitlichen Prozessen weiter betreut werden können.

Im Rahmen der operativen Bearbeitung der Engagements in den Intensive-Care-Bereichen kommen verschiedene Strategien zur Restrukturierung/Sanierung zum Einsatz. In Abhängigkeit von der spezifischen Problemstellung werden geeignete Maßnahmen eingeleitet. Die Einhaltung der getroffenen Vereinbarungen (planmäßige Rückführung/laufende Tilgung) erfolgt durch enge Engagement-Begleitung. Ziel ist die Gesundung des Kunden und Rückgabe an den Weißbereich. Maßnahmen im Rahmen von Stundungen und Restrukturierungen/Sanierungen der Kunden umfassen beispielsweise:

Tolerierung zeitlich befristeter Überziehungen, sofern der Grund für die Überziehung sowie Art und Zeitpunkt des Ausgleiches nachvollziehbar beziehungsweise absehbar sind.

Rückführungsvereinbarungen: Nicht gezahlte Darlehensraten, die zu einer Überziehung des Kontokorrentkontos führen, werden als Betrag separiert und im Rahmen einer Rückführungsvereinbarung in monatlichen Raten zurückgeführt.

Restrukturierung bestehender Kredite/Darlehen: Kredite/Darlehen des Kunden werden - mit dem Ziel der Reduzierung der laufende Belastung für den Kunden - umfinanziert. Dies kann unter anderem mit einer Änderung der Tilgungsmodalitäten und/oder der Darlehensstruktur/Kreditlaufzeit einhergehen.

Sanierung/Neukreditvergabe: Finanzielle Begleitung des Sanierungsprozesses eines in der Krise befindlichen Unternehmens mit dem Ziel der nachhaltigen Gesundung. Dies bedeutet in der Regel einen tief greifenden Eingriff in die Finanzierungsstrukturen und Haftungsverhältnisse und kann auch zum Aussprechen eines Kapitalverzichts, zur Veränderung der Sicherheitenpositionen oder zur Vergabe eines Sanierungszinses führen, der unter den marktüblichen Konditionen liegt.

Im Segment NCA dagegen sind die Zuständigkeiten nach Weißbereich und Intensive Care nicht getrennt, sondern das Kreditrisikomanagement ist über alle Ratingstufen hinweg in einer Einheit zusammengefasst, um auf die Anforderungen des Portfolioabbaus beziehungsweise von Restrukturierungen flexibler reagieren zu können.

Risikosteuerung

Zur Steuerung der Adressenausfallrisiken bedient sich die Commerzbank eines umfassenden Risikomanagementsystems bestehend aus Aufbauorganisation, Methoden und Modellen, Risikostrategie mit quantitativen und qualitativen Steuerungsinstrumenten sowie Regularien und Prozessen. Das Risikomanagementsystem gewährleistet top-down eine konsistente und durchgängige Steuerung des Gesamtkreditportfolios und der Teilportfolios bis hinunter auf die Einzelengagementebene.

Abbildung 8

Steuerungsinstrumente und -ebenen im Überblick

scroll
Risikostrategien und Policies Limit- und Leitplankensysteme Portfolioüberwachung und Reporting Aufbau- und Gremienstrukturen
| | | |
Gesamtbank      
Gesamtrisikostrategie nebst Teilstrategien für wesentliche Risikoarten Verankerung allgemeines Risikoverständnis und Schaffung einer einheitlichen Risikokultur Definition risikoartenübergreifender Gesamtbanklimite zur Kapital- und Liquiditätssteuerung Zusätzliche Definition von Leitplanken als Eckpunkte des angestrebten Zielportfolios Group Risk & Capital Monitor nebst risikoartenspezifischen Gesamtbankformaten (inkl. Flash-Berichterstattung) Einheitlicher, konsolidierter Datenhaushalt als Ausgangsbasis für Gesamtbankreporting Sicherstellung Informationsaustausch und Vernetzung in risikoartenübergreifenden Komitees Sicherung qualifizierten Personalbestandes mit fortschreitender Produktinnovation oder regulatorischen Anpassungen
| | |  
Teilportfolios      
Klare Formulierung der Risikopolitik in Policies (Portfolios, Assetklassen etc.) Differenzierte Kompetenzen in Abhängigkeit von Übereinstimmung der Geschäfte mit der Risikopolitik der Bank Steuerungsgrößen auf Risiko arten- und Teilportfolioebene Ergänzung der konzernweiten Steuerungsgrößen um teilportfoliospezifische Kennzahlen Portfoliobatches gemäß etabliertem Portfoliokalender Asset Quality Review und Analyse des High Attention Parts (HAP) Triggerüberwachung mit klaren Eskalations- und Berichtslinien Interdisziplinäre Besetzung von Segmentgremien Sicherstellung einheitlicher volkswirtschaftlicher Meinung
| | | |
Einzelengagement      
Rating- beziehungsweise klumpensensitive Kompetenzordnung mit klaren Eskalationsprozessen Begrenzung von Klumpenrisiken und einheitliche Steuerung nach modellunabhängiger All-in-Definition Limitüberwachung auf Einzelengagementebene Monatlicher Bericht zur Entwicklung der Klumpenrisiken an den Vorstand Review von Einzeladressen aus Asset-Quality- oder HAP-Analysen Deal-Team-Strukturen Institutionalisierter Austausch innerhalb der Risikofunktion, auch unter Einbezug volkswirtschaftlicher Entwicklungen Branchenorganisation im inländischen Firmenkundengeschäft

Die für die operative Risikosteuerung notwendigen Kennzahlen und Impulse leiten sich aus den übergeordneten Konzernzielen ab und werden auf nachgelagerten Ebenen um Teilportfolio- beziehungsweise Produktspezifika ergänzt. Eine risikoorientierte Kreditkompetenzordnung lenkt den Managementfokus der höchsten Entscheidungsgremien auf beispielsweise Konzentrationsrisiken beziehungsweise Abweichungen von der Risikostrategie.

Das Management der Risikokonzentrationen innerhalb des Adressenausfallrisikos umfasst sowohl engagementbezogene Kreditrisikokonzentrationen (Klumpenrisiken) als auch Länderund Branchen- sowie Sicherheitenkonzentrationen.

Die Steuerung im operativen Kreditrisikomanagement zielt weiterhin auf den Erhalt einer angemessenen Portfolioqualität ab. Neben dem weiteren De-Risking bei Konzentrationsrisiken, dem Management der Auswirkungen aus der Euro- und Staatsschuldenkrise, sowie der Reduktion von Risiken im Non-Investment-Grade-Bereich stand ebenso die Begleitung attraktiven Neugeschäfts in unseren Wachstumssegmenten im Fokus. Darüber hinaus überprüfen wir kontinuierlich unsere Kreditprozesse auf Optimierungsmöglichkeiten.

Grundlage der Messung der Adressenausfallrisiken sind die Rating- und Scoring-Verfahren der Commerzbank, die für alle wesentlichen Kreditportfolios im Einsatz sind. Sowohl die Kalibrierung der Ausfallwahrscheinlichkeiten, die den einzelnen Adressen oder Finanzierungen zugewiesen werden als auch die Ermittlung von Verlustquoten beruhen dabei auf der Analyse historischer Daten aus dem Commerzbank-Portfolio. Die Erfahrungen des laufenden Jahres sind die Basis für die jährliche Rekalibrierung der Verfahren.

Die Länderrisikosteuerung basiert auf der Festlegung von Risikolimiten sowie auf der Definition von länderspezifischen Strategien zum Erreichen eines gewünschten Zielportfolios.

Die Marktfolge im inländischen Firmenkundengeschäft ist nach Branchen aufgestellt und fokussiert auf die Risikosteuerung schwächerer Ratings. Dadurch ist es möglich, Auffälligkeiten auf Gesamt- und Teilportfolioebenen unmittelbar nachzugehen und diese direkt auf Ebene der Einzelkredite zu übertragen, zu identifizieren und Maßnahmen einzuleiten. Hierin begründet sich ein erheblicher Fortschritt sowohl bei Geschwindigkeit als auch Effizienz von Präventionsmaßnahmen ebenso wie bei der Prognosequalität zur Risikoentwicklung.

Krisenhafte Entwicklungen sowie die stark verkürzte Gültigkeitsdauer regulatorischer Bestimmungen verstärken die Notwendigkeit eines reagiblen Kreditportfolios. Die Sicherstellung einer hohen Portfolioreagibilität war und bleibt daher eines der wesentlichen risikostrategischen Handlungsfelder im Kreditrisikomanagement.

Steuerung der ökonomischen Kapitalbindung

Mit dem Ziel einer angemessenen Kapitalausstattung des Commerzbank-Konzerns werden für das ökonomische Risikokapital (Economically required Capital, ErC) alle Risikoarten in der Gesamtrisikostrategie konzernübergreifend mit Limiten versehen, insbesondere wird ein CVaR-Limit festgelegt. Aufgrund der systematisch eingeschränkten Möglichkeiten zur kurzfristigen Reduktion des Ausfallrisikos ist es zur Steuerung der Limiteinhaltung wichtig, die erwartete Entwicklung des Kreditrisikos (mittel- und langfristig) zu berücksichtigen. Aus diesem Grund spielen Plan-/Forecastwerte der Kapitalkenngrößen sowie der Abgleich mit der beobachteten Ist-Entwicklung in der laufenden Steuerung eine wichtige Rolle. Dabei ist sicherzustellen, dass aus der Plan-/Forecasteinhaltung die Limiteinhaltung folgt. Auf ein kaskadiertes Limitkonzept für das Kreditrisiko unterhalb der Konzernebene, das heißt auf eine Allokation des Kreditkonzernlimits auf Segmente/Geschäftsfelder, wird verzichtet.

Bei der Operationalisierung der Kapitalsteuerung für das Adressenausfallrisiko spielt der Expected Loss (EL) eine maßgebliche Rolle, da er wesentliche Inputfaktoren des CVaR zu einer aussagekräftigen Kennzahl verdichtet, deren Einsatz in der Risikosteuerung seit Langem etabliert ist.

Ratingklassifizierung

Das Ratingverfahren der Commerzbank umfasst 25 Ratingstufen für nicht ausgefallene Kredite (1.0 bis 5.8) und fünf Default-Klassen (6.1 bis 6.5). Die Commerzbank-Masterskala weist jeder Ratingklasse genau eine zeitstabile, überlappungsfreie Spannweite von Ausfallwahrscheinlichkeiten zu. Die Ratingverfahren unterliegen einer jährlich durchzuführenden Validierung und Rekalibrierung, sodass sie vor dem Hintergrund aller tatsächlich beobachteten Ausfälle die jeweils aktuellste Einschätzung widerspiegeln.

Abbildung 9

Commerzbank-Masterskala

scroll
Rating Commerzbank AG PD- und EL-Midpoint
in %
PD- und EL-Bereich
in %
S&P    
1.0 0 0 → AAA → AAA
1.2 0,01 0-0,02 → AAA → AAA
1.4 0,02 0,02-0,03 AA+ → AA
1.6 0,04 0,03-0,05 AA, AA- → AA
1.8 0,07 0,05-0,08 A+, A → A
2.0 0,11 0,08-0,13 A- → A Investment Grade
2.2 0,17 0,13-0,21 BBB+ → BBB
2.4 0,26 0,21-0,31 → BBB → BBB
2.6 0,39 0,31-0,47 → BBB → BBB
2.8 0,57 0,47-0,68 BBB- → BBB
3.0 0,81 0,68-0,96 BB+ → BB
3.2 1,14 0,96-1,34 → BB → BB
3.4 1,56 1,34-1,81 → BB → BB
3.6 2,10 1,81-2,40 BB- → BB
3.8 2,74 2,40-3,10 → B+ → B
4.0 3,50 3,10-3,90 → B+ → B
4.2 4,35 3,90-4,86 → B → B
4.4 5,42 4,86-6,04 → B → B Non-Investment Grade
4.6 6,74 6,04-7,52 → B → B
4.8 8,39 7,52-9,35 → B- → B
5.0 10,43 9,35-11,64 → B- → B
5.2 12,98 11,64-14,48 → CCC+ → CCC
5.4 16,15 14,48-18,01 → CCC+ → CCC
5.6 20,09 18,01-22,41 → CCC-CCC- → CCC
5.8 47,34 22,41-99,99 → CCC-CCC- → CCC
6.1 Überziehung>90 Tage C, D-I, D-II   Default
6.2 Drohende Zahlungsunfähigkeit C, D-I, D-II   Default
6.3 100 100 Sanierung mit Sanierungsbeiträgen C, D-I, D-II   Default
6.4 Kündigung ohne Insolvenz C, D-I, D-II   Default
6.5 Insolvenz C, D-I, D-II   Default

Entsprechend dem Ansatz der Masterskala bleiben zum Zwecke der Vergleichbarkeit bei der Commerzbank-Masterskala die den Ratings zugeordneten Ausfallbänder unverändert (zeit- und portfoliostabil). Zur Orientierung sind externe Ratings gegenübergestellt. Da bei externen Ratings für verschiedene Portfolios auch unterschiedliche, von Jahr zu Jahr schwankende Ausfallraten beobachtet werden, ist eine direkte Überleitung aber nicht möglich.

Die Kreditkompetenzen einzelner Mitarbeiter wie auch die Kompetenzen der Komitees (Gesamtvorstand, Kreditkomitee, Subkreditkomitees) sind nach Engagementgrößen sowie Ratingklassen gestaffelt. Wichtigste Steuerungsgröße für das Adressenausfallrisiko sind die aus den Ratings abgeleiteten erwarteten Verluste (EL). Die Kreditrisikostrategie gibt Zielwerte für einzelne Portfolioteile vor. Dadurch wird gewährleistet, dass die zu erwartende Risikovorsorge im Einklang mit der strategischen Ausrichtung der Bank, wie zum Beispiel dem Zielrating der Ratingagenturen oder der angestrebten Portfolioqualität und -zusammensetzung, gehalten wird.

Management von Risikokonzentrationen

Die Finanzmarktkrise hat gezeigt, dass Ausfälle einzelner großer Marktteilnehmer erhebliche Risiken für die Stabilität des Finanzsystems bergen können. Um diese Risiken frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen, werden Risikokonzentrationen unter anderem bei einzelnen Großkunden (Klumpen) sowie in Ländern oder Kundengruppen durch eine aktive Steuerung unter Berücksichtigung segmentspezifischer Besonderheiten gesteuert.

Zur Steuerung der Klumpenrisiken wird eine einheitliche Definition auf Basis des "All-in" verwendet. Der "All-in"-Begriff umfasst alle innerhalb der Bank genehmigten Kreditlinien eines Kunden in voller Höhe - unabhängig von der aktuell bestehenden Kreditinanspruchnahme.

Klumpen oberhalb einer fest definierten Ausschlussschwelle sind dauerhaft nicht gewollt und werden konsequent reduziert. Das Management der Risikokonzentrationen innerhalb des Adressenausfallrisikos umfasst neben engagementbezogenen Kreditrisikokonzentrationen (Klumpenrisiken) auch Länder- und Branchenkonzentrationen.

Das Management und der Risikoausschuss des Aufsichtsrats werden turnusgemäß über die Ergebnisse der Analysen informiert.

Risikominderung

Die im Rahmen des Risikomanagements berücksichtigten Sicherheiten liegen überwiegend in der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie der Hypothekenbank Frankfurt AG und belaufen sich auf rund 113 Mrd. Euro für die Positionen im Weiß- und Graubuch sowie auf gut 9 Mrd. Euro im Defaultportfolio. Bei den Sicherheiten handelt es sich dabei im Segment Privatkunden überwiegend um Grundschulden auf eigen- und fremdgenutztes Wohneigentum. In der Mittelstandsbank ist die Besicherung auf diverse Sicherheitenarten verteilt. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Grundpfandrechte auf gewerbliche Objekte sowie Garantien und Ausfallbürgschaften. Für das Mittel- und Osteuropaportfolio im Segment Central & Eastern Europe dienen sowohl im gewerblichen als auch im Retailbereich vorwiegend Grundpfandrechte als Sicherheit. Die Besicherung des Corporates-&-Markets-Portfolios setzt sich überwiegend aus Sicherungsübereignungen sowie aus Verpfändungen zusammen. Im Segment None-Core Assets entfallen die Sicherheitenwerte im Bereich Commercial Real Estate überwiegend auf gewerbliche Grundschulden und Grundschulden bei eigen- und fremdgenutztem Wohneigentum, für das Schiffsportfolio haften vor allem Sicherheiten in Form von Schiffshypotheken.

Commerzbank-Konzern

Angesichts der weiterhin unsicheren Situation an den Finanzmärkten sowie der zunehmenden regulatorischen Belastungen hat die Commerzbank im Juni 2012 beschlossen, den bereits eingeschlagenen Weg der Fokussierung auf kundengetriebenes und profitables Kerngeschäft, der Minimierung von Risiken und der Reduzierung von Komplexität beschleunigt fortzusetzen und die Konzernbereiche Commercial Real Estate, Deutsche Schiffsbank und Public Finance über Zeit vollständig abzubauen. Diese Konzernbereiche wurden deshalb komplett in das Abbausegment Non-Core Assets (NCA) übertragen. In der Kernbank verbleiben somit die Segmente Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets sowie Central & Eastern Europe.

Im Rahmen der Beschreibung des Commerzbank-Konzerns werden wir detailliert auf Kreditrisikokennzahlen, die Verteilung des Portfolios nach Regionen, die Risikovorsorge im Kreditgeschäft sowie auf das Default-Portfolio und die Überziehungen im Weißbuch eingehen.

Kreditrisikokennzahlen

Die Kreditrisikokennzahlen im Commerzbank-Konzern verteilen sich in den Ratingstufen 1.0 - 5.8 wie folgt auf Kernbank und Non-Core Assets:

Tabelle 19

scroll
Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2012 Exposure at Default Mrd.
Expected Loss
Mio. €
Risikodichte Bp. CVaR
Mio. €
Kernbank 321 869 27 7 571
Non-Core Assets 139 912 66 5 626
Konzern 460 1 781 39 13 198

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Konzernportfolios auf die internen Ratingklassifizierungen auf Basis von PD-Ratings:

Tabelle 20

scroll
Ratingverteilung per 31.12.2012 EaD in % 1.0 - 1.8 2.0 - 2.8 3.0 - 3.8 4.0 - 4.8 5.0 - 5.8
Kernbank 32 47 16 3 2
Non-Core Assets 31 36 20 8 6
Konzern 31 44 17 5 3

Im Rahmen der Länderrisikoermittlung des Konzerns werden sowohl die Transferrisiken als auch die regionalspezifischen, von Politik und Konjunktur bestimmten Eventrisiken erfasst, die auf die einzelnen Wirtschaftsobjekte des Landes wirken. Die Länderrisikosteuerung umfasst dabei Entscheidungen, Maßnahmen und Prozesse, die die Beeinflussung der Länderportfoliostruktur zur Erreichung der Geschäfts-, Risiko- und Renditeziele bezwecken. Die Steuerung und Limitierung der Länderrisiken erfolgt seit 2012 auf Basis des Loss at Default auf Länderebene. Länderexposures, die aufgrund ihrer Größe für die Commerzbank bedeutend sind sowie Exposures in Ländern, in denen die Commerzbank im Verhältnis zum jeweiligen BIP bedeutend investiert ist, werden gesondert im Strategic Risk Committee behandelt.

Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte der globalen Geschäftstätigkeit der Bank wider. Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa und 7 % auf Nordamerika. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden beziehungsweise die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist.

Tabelle 21

scroll
Konzernportfolio nach Regionen per 31.12.2012 Exposure at Default
Mrd. €
Expected Loss
Mio. €
Risikodichte Bp.
Deutschland 231 564 24
Westeuropa 113 446 39
Mittel- und Osteuropa 41 207 51
Nordamerika 33 69 21
Sonstige 42 496 119
Konzern 460 1 781 39

Die folgende Tabelle zeigt das Exposure in den Ländern Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien auf Basis des Sitzlandes beziehungsweise des Objektsitzes:

Tabelle 22

scroll
EaD1 per 31.12.2012
Mrd. €
Sovereign2 Banken CRE Corporates/ Sonstige Gesamt 2012 Gesamt 2011
Griechenland 0,0 0,0 0,2 0,1 0,2 1,1
Irland 0,0 0,6 0,1 0,9 1,6 2,0
Italien 8,8 0,9 2,2 2,3 14,2 14,0
Portugal 0,9 0,3 1,6 0,3 3,0 3,4
Spanien 2,6 3,7 3,6 2,9 12,8 14,6

1 Ohne Exposure aus Schiffsfinanzierungen.
2 Inklusive Subsovereigns.

Risikovorsorge

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf 1 660 Mio. Euro. In diesem Betrag ist ein einmaliger Effekt aus der Überprüfung und Aktualisierung von Parametern in Höhe von netto 69 Mio. Euro enthalten. Insgesamt lag die Risikovorsorge im Geschäftsjahr 2012 um 270 Mio. Euro über dem Vorjahreswert.

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Konzern-Risikovorsorge:

Tabelle 23

scroll
  2012 2011
Risikovorsorge
Mio. €
Gesamt Q4 Q3 Q2 Q1 Gesamt
Kernbank 283 102 47 116 18 482
Non-Core Assets 1 374 512 383 301 178 903
Konzern1 1 660 614 430 404 212 1 390
scroll
  2011
Risikovorsorge
Mio. €
Q4 Q3 Q2 Q1
Kernbank 174 175 50 83
Non-Core Assets 181 255 231 236
Konzern1 381 413 278 318

1 Inklusive Risikovorsorge der PRU in Höhe von insgesamt 3 Mio. Euro im Jahr 2012 und 5 Mio. Euro im Jahr 2011.

Für 2013 wird im Konzern ein leichter Anstieg der Risikovorsorge erwartet. Wir gehen davon aus, dass sich die niedrige Risikovorsorge der Kernbank im Geschäftsjahr 2012 in 2013 auf höherem Niveau normalisieren wird, da die für das sehr gute Risikovorsorgeergebnis 2012 maßgeblichen hohen Auflösungen sich nicht fortsetzen werden. Für NCA wird aufgrund der anhaltenden Krise am Schiffsmarkt eine weiterhin hohe Belastung aus der Risikovorsorge erwartet.

Die Risiken für die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind weiterhin hoch. Sollte es durch Auswirkungen der anhaltenden Staatschuldenkrise auf die Realwirtschaft zu einem massiven Konjunktureinbruch oder zu Ausfällen von Finanzadressen kommen, kann unter Umständen eine deutliche höhere Risikovorsorge erforderlich werden.

Default-Portfolio

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Default-Portfolios im Konzern:

Tabelle 24

scroll
  2012 2011
Default-Portfolio |
Mio. €
Konzern Kernbank NCA Konzern1 Kernbank NCA
Default-Volumen 18 926 6 799 12 128 19 703 8 516 10 536
Risikovorsorgebestand 7 148 3 264 3 884 7 657 3 963 3 362
GLLP 887 470 417 948 612 332
Sicherheiten 9 296 1 451 7 845 9 278 2 335 6 773
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 87 69 97 86 74 96
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 92 76 100 91 81 99
NPL-Ratio (%)2 4,0 2,1 8,1 3,8 2,7 5,8

1 Inklusive Default-Volumen der PRU in Höhe von 652 Mio. Euro.
2 NPL-Ratio: Default-Volumen (Non-Performing Loans - NPL) im Verhältnis zu Gesamtexposure (EaD inklusive NPL).

Das Default-Portfolio konnte per Ende 2012 gegenüber dem Vorjahr trotz eines Anstiegs in NCA aufgrund der erfolgreichen Abbaumaßnahmen in der Kernbank um 0,8 Mrd. Euro reduziert werden. Das Volumen entspricht den ausgefallenen Forderungen der Kategorie LaR Kredit.

Das Default-Portfolio wird abhängig von der Art des Defaults in fünf Klassen unterteilt:

Ratingstufe 6.1: Drohende Zahlungsunfähigkeit (mehr als 90 Tage überfällig).

Ratingstufen 6.2/6.3: Die Bank begleitet die Sanierung/Restrukturierung des Kunden mit oder ohne Sanierungsbeiträge.

Ratingstufen 6.4/6.5: Die Bank kündigt die Forderung beziehungsweise der Kunde ist in Insolvenz.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Default-Portfolios auf die fünf Default-Klassen:

Tabelle 25

scroll
Ratingstufen per 31.12.2012 |
Mio. €
6.1 6.2/6.3 6.4/6.5 Konzern
Default-Volumen 1 311 11 723 5 892 18 926
Risikovorsorgebestand 98 3 711 3 339 7 148
Sicherheiten 1 043 6 142 2 111 9 296
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 87 84 92 87

Überziehungen im Weißbuch

Zur Vermeidung eines Anstiegs des Default-Portfolios werden Überziehungen in der Commerzbank eng überwacht. Neben dem "90 days past due" Trigger Event gibt es schon im Vorfeld ab dem ersten Überziehungstag ein DV-technisch unterstütztes Überziehungsmanagement. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überziehungen außerhalb des Default-Portfolios basierend auf dem Exposure at Default per Ende Dezember 2012:

Tabelle 26

scroll
Überziehungen |
Mio. €
> 0 ≤ 30 Tage > 30 ≤ 60 Tage > 60 ≤ 90 Tage > 90 Tage Gesamt
Kernbank 2 434 292 112 90 2 927
Non-Core Assets 609 164 165 53 991
Konzern 3 043 456 277 143 3 918

Im Jahr 2012 wurde der Bestand an Rettungserwerben im Vergleich zum Vorjahr um 54 auf 116 Mio. Euro (Zugänge 104 Mio. Euro, Abgänge 219 Mio. Euro, kumulierte Veränderung aus der Bewertung 61 Mio. Euro) reduziert. Vom Jahresendbestand entfiel der überwiegende Anteil der Immobilien im Wert von rund 116 Mio. Euro auf unsere Hypothekentochter Hypothekenbank Frankfurt. Die Objekte werden in Gesellschaften, an denen die Hypothekenbank Frankfurt über Tochtergesellschaften mehrheitlich beteiligt ist, betreut und verwaltet. In der Regel ist dies die HF Estate Management GmbH. Ziel ist es, durch das Immobilien-Know-how der HF Estate Management GmbH eine Wertsteigerung und Weiterentwicklung des gewerblich geprägten Immobilienportfolios zu erreichen, um die Objekte kurz- bis mittelfristig wieder am Markt zu platzieren.

Kernbank

Die Kernbank setzt sich aus den Segmenten Privatkunden, Mittelstandsbank, Central & Eastern Europe, Corporates & Markets sowie Sonstige und Konsolidierung zusammen.

Kreditrisikokennzahlen

Die Kreditrisikokennzahlen verteilen sich in den Ratingstufen 1.0 - 5.8 wie folgt auf die Segmente der Kernbank:

Tabelle 27

scroll
Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2012 Exposure at Default
Mrd. €
Expected Loss
Mio. €
Risikodichte Bp. CVaR
Mio. €
Privatkunden 76 206 27 815
Mittelstandsbank 111 313 28 2 986
Central & Eastern Europe 25 150 59 539
Corporates & Markets 68 139 20 2 094
Sonstige und Konsolidierung 41 61 15 1 137
Kernbank 321 869 27 7 571

In der Kernbank ist, vor allem aufgrund der Integration der Portfolio Restructuring Unit, das Exposure auf 321 Mrd. Euro angestiegen. Die Portfolioqualität konnte mit einer Risikodichte von 27 Basispunkten (2011: 31 Basispunkte) weiter verbessert werden.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Kernbankportfolios auf die internen Ratingklassifizierungen auf Basis von PD-Ratings:

Tabelle 28

scroll
Ratingverteilung per 31.12.2012 EaD in % 1.0 - 1.8 2.0 - 2.8 3.0 - 3.8 4.0 - 4.8 5.0 - 5.8
Privatkunden 28 49 17 4 2
Mittelstandsbank 13 60 20 4 2
Central & Eastern Europe 26 38 24 9 3
Corporates & Markets 46 40 12 1 1
Kernbank1 32 47 16 3 2

1 Inklusive Sonstige und Konsolidierung.

Risikovorsorge

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Risikovorsorge in den Segmenten der Kernbank:

Tabelle 29

scroll
  2012 2011
Risikovorsorge
Mio. €
Gesamt Q4 Q3 Q2 Q1 Gesamt
Privatkunden 95 16 45 26 8 61
Mittelstandsbank 30 42 - 9 32 - 35 190
Central & Eastern Europe 105 24 28 35 18 86
Corporates & Markets 52 19 - 17 23 27 146
Sonstige und Konsolidierung 1 1 0 0 0 - 1
Kernbank 283 102 47 116 18 482
scroll
  2011
Risikovorsorge
Mio. €
Q4 Q3 Q2 Q1
Privatkunden - 55 33 38 45
Mittelstandsbank 149 58 - 28 11
Central & Eastern Europe 24 26 9 27
Corporates & Markets 56 59 31 0
Sonstige und Konsolidierung 0 - 1 0 0
Kernbank 174 175 50 83

Im Geschäftsjahr 2012 belief sich die Risikovorsorge der Kernbank auf 283 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr war die Belastung somit um 199 Mio. Euro beziehungsweise 41 % stark rückläufig. Die Kernbank profitierte insbesondere von Auflösungen aufgrund erfolgreicher Restrukturierungen und eines weiterhin sehr guten wirtschaftlichen Umfeldes in Deutschland.

Default-Portfolio

Diese positive Risikovorsorgesituation spiegelt sich auch in der Entwicklung des Default-Portfolios wider. Das Default-Portfolio der Kernbank profitierte von hohen Outflows durch erfolgreiche Restrukturierungen und Rückzahlungen.

Tabelle 30

scroll
Default-Portfolio Kernbank |
Mio. €
31.12.2012 31.12.2011
Default-Volumen 6 799 8 516
Risikovorsorgebestand 3 264 3 963
GLLP 470 612
Sicherheiten 1 451 2 335
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 69 74
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 76 81
NPL-Ratio (%) 2,1 2,7

Überziehungen im Weißbuch

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überziehungen außerhalb des Default-Portfolios nach Segmenten basierend auf dem Exposure at Default per Ende Dezember 2012:

Tabelle 31

scroll
Überziehungen |
Mio. €
> 0 ≤ 30 Tage > 30 ≤ 60 Tage > 60 ≤ 90 Tage > 90 Tage Gesamt
Privatkunden 575 81 44 16 715
Mittelstandsbank 1 508 139 35 9 1 691
Central & Eastern Europe 243 60 23 66 391
Corporates & Markets 106 12 10 0 127
Kernbank1 2 434 292 112 90 2 927

1 Inklusive Sonstige und Konsolidierung.

Segment Privatkunden

Das Segment Privatkunden umfasst die Aktivitäten des Konzernbereichs Private Kunden, unter dem das inländische Filialgeschäft für Privat- und Geschäftskunden sowie das Wealth Management zusammengefasst sind, das Direct Banking und die seit dem vierten Quartal 2012 zur Kernbank gehörenden Geschäfte der Commerz Real.

Die Steuerung und Überwachung der Risiken, die von der Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes, der Entwicklung der Arbeitslosigkeit und der Preisentwicklung am Immobilienmarkt abhängig sind, erfolgt unter anderem über definierte Kreditstandards, ein aktives Neugeschäftscontrolling, eine intensive Beobachtung des Immobilienmarktes und ein EDV-gestütztes Überziehungsmanagement. Darüber hinaus werden auffällige Kredite über ausgewählte Trigger identifiziert und im Bereich Risikofrüherkennung spezialisiert bearbeitet.

Tabelle 32

scroll
Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2012 Exposure at Default
Mrd. €
Expected Loss
Mio. €
Risikodichte Bp.
Private Baufinanzierung 46 92 20
Renditeobjekte 5 11 21
Individualkredite 12 46 40
Verfügungskredite/Ratenkredite/Kreditkarten 10 41 43
Inländische Tochtergesellschaften 3 7 28
Ausländische Tochtergesellschaften und Sonstige 1 8 73
Privatkunden 76 206 27

Den Finanzierungsbedarf unserer Kunden decken wir über eine breite und moderne Produktpalette ab. Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (Private Baufinanzierung und Renditeobjekte mit einem EaD von 51 Mrd. Euro). Weitere Hauptaktivität ist die Sicherstellung der Kreditversorgung unserer Geschäftskunden (Individualkredite 12 Mrd. Euro). Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite, Kreditkarten 10 Mrd. Euro).

Der Portfolioanstieg um 11 auf 76 Mrd. Euro ist überwiegend auf die Integration der Commerz Real und Teilen des Baufinanzierungsgeschäftes der Hypothekenbank Frankfurt in das Segment Privatkunden zurückzuführen.

Das im Jahr 2012 weiter optimierte Risikomanagement, insbesondere die Umsetzung konsequenter Steuerungsmaßnahmen in schwächeren Bonitätsklassen und der Ausbau der Risikofrüherkennung, haben ebenso zu einer Absenkung der Risikodichte auf 27 Basispunkte geführt wie der inzwischen höhere Anteil risikoärmerer Baufinanzierungen und die positive Marktentwicklung.

Die Risikovorsorge im Privatkundengeschäft ist im Vergleich zum Vorjahr um 34 Mio. Euro höher. Bereinigt um die Parameteraktualisierung im vierten Quartal 2011, ist die operative Risikovorsorge insgesamt stabil und unter dem Niveau des Vorjahres.

Der Abbau des Default-Portfolios war im Privatkundengeschäft mit über 21 % beziehungsweise mehr als 309 Mio. Euro sehr deutlich. Bei den Sicherheiten im Segment Privatkunden handelt es sich überwiegend um Grundschulden auf eigen- und fremdgenutztes Wohneigentum.

Tabelle 33

scroll
Default-Portfolio Segment Privatkunden |
Mio. €
31.12.2012 31.12.2011
Default-Volumen 1 135 1 444
Risikovorsorgebestand 392 493
GLLP 128 164
Sicherheiten 527 669
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 81 80
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 92 92
NPL-Ratio (%) 1,5 1,9

Segment Mittelstandsbank

In diesem Segment bündelt der Konzern das Geschäft mit schwerpunktmäßig mittelständischen Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden (sofern sie nicht anderen Segmenten zugeordnet sind). Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Aus dem Segment Central & Eastern Europe wurden mit Wirkung vom 1. Januar 2012 die Commerzbank Eurasija in Russland, die Filialen in Tschechien und der Slowakei sowie die Commerzbank Zrt. in Ungarn in die Mittelstandsbank transferiert. Entsprechend der Ausrichtung des Segments Mittelstandsbank auf deutsche Firmenkunden und internationale Firmenkunden mit Konnektivität zu Deutschland als Kerngeschäft, ist in den genannten Bereichen Wachstum gewollt. Der Risikoappetit orientiert sich zum einen an der Einschätzung der jeweiligen Branche, zum anderen aber auch an den Umfeldbedingungen für die Unternehmen in den Hauptländern ihrer Tätigkeit. Unabhängig von diesen Umfeldbedingungen unterliegt jedes Engagement aber letztlich der Einzelanalyse im Hinblick auf Bonität und Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells des Kunden.

Tabelle 34

scroll
Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2012 Exposure at Default
Mrd. €
Expected Loss
Mio. €
Risikodichte Bp.
Financial Institutions 18 52 30
Corporates Inland 78 214 27
Corporates Ausland 15 46 31
Mittelstandsbank 111 313 28

Die derzeitige positive konjunkturelle Situation in Deutschland drückt sich im Teilportfolio Corporates Inland durch eine Verbesserung der Risikokennziffern im Vergleich zum Vorjahr aus. Die Risikodichte in diesem Bereich liegt per 31. Dezember 2012 auf einem vergleichsweise niedrigen Wert von 27 Basispunkten. Im Bereich Corporates Ausland belief sich der EaD per 31. Dezember 2012 auf 15 Mrd. Euro. Die Risikodichte lag hier bei 31 Basispunkten.

Trotz einer geringen Kreditnachfrage aufgrund der guten konjunkturellen Lage blieb der EaD der Mittelstandsbank im Gesamtjahr 2012 insgesamt mit 111 Mrd. Euro, bei einer leicht verbesserten Risikodichte, relativ konstant. Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios siehe Seite 162.

Die Risikovorsorge der Mittelstandsbank bewegte sich 2012 auf einem historisch niedrigen Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 160 Mio. Euro weniger Risikovorsorge gebildet. Haupttreiber sind erfolgreiche Restrukturierungen und rückläufige Portfoliorisikovorsorge infolge sehr guter Portfolioqualität.

Das Default-Portfolio der Mittelstandsbank reduzierte sich im Einklang mit der Risikovorsorgeentwicklung um 556 Mio. Euro.

Tabelle 35

scroll
Default-Portfolio Segment Mittelstandsbank |
Mio. €
31.12.2012 31.12.2011
Default-Volumen 2 632 3 188
Risikovorsorgebestand 1 439 1 753
GLLP 232 302
Sicherheiten 482 653
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 73 75
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 82 85
NPL-Ratio (%) 2,3 2,6

Segment Central & Eastern Europe

Nach dem im Oktober 2012 erfolgreich abgeschlossenen Verkauf der ukrainischen Bank Forum sind die Aktivitäten des Segments CEE hauptsächlich auf die operative Einheit BRE Bank in Polen konzentriert. Die Hauptgeschäftsfelder der BRE-Bank-Gruppe umfassen das Privatkundengeschäft mit ergänzenden Direktbankeinheiten in Polen, in der Tschechischen Republik und in der Slowakei sowie das Corporate-Geschäft mit einem breiten Produktangebot, wie zum Beispiel Corporate Finance, Corporate Treasury Sales, Leasing und Factoring. Der strategische Fokus des Segments liegt insbesondere auf dem weiteren Ausbau des polnischen Mittelstandsgeschäfts sowie des Cross-Border-Geschäfts.

Tabelle 36

scroll
Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2012 Exposure at Default
Mrd. €
Expected Loss
Mio. €
Risikodichte Bp.
Central & Eastern Europe 25 150 59

Nach mehreren Jahren eines überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums verlor die Konjunktur in Polen im Jahr 2012 an Dynamik. Wir erwarten aber trotzdem im nächsten Jahr weiterhin ein positives Wirtschaftswachstum.

Vor diesem Hintergrund konnte die Risikodichte im Jahr 2012 weiter reduziert werden. Für das Jahr 2013 erwarten wir, unter der Berücksichtigung des konjunkturellen Umfelds, eine leichte Verschlechterung der Portfolioqualität.

Im Jahr 2012 stieg die Risikovorsorge für das Segment Central & Eastern Europe um 19 Mio. Euro auf 105 Mio. Euro. Hierbei ist aber zu berücksichtigen, dass im Vorjahr eine Auflösung aus einem Portfolioverkauf der BRE Bank sowie eine einmalige Auflösung wegen Parametereffekten in der Risikovorsorge vereinnahmt wurden.

In dem Segment Central & Eastern Europe ist das Default-Volumen im Vergleich zum Vorjahr um 697 Mio. Euro gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf den Verkauf der Beteiligung der Bank Forum zurückzuführen.

Tabelle 37

scroll
Default-Portfolio Segment CEE |
Mio. €
31.12.2012 31.12.2011
Default-Volumen 1 069 1 766
Risikovorsorgebestand 579 934
GLLP 54 67
Sicherheiten 383 953
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 90 107
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 95 111
NPL-Ratio (%) 4,0 7,2

Segment Corporates & Markets

Dieses Segment umfasst die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten (Markets) inklusive des kommerziellen Geschäfts mit multinationalen Unternehmen, institutionellen Kunden und ausgewählten Großkunden (Corporates) des Konzerns. Zum 1. Juli 2012 hat die Commerzbank die bislang nicht zur Kernbank gehörende Abbaueinheit Portfolio Restructuring Unit (PRU) aufgelöst und das noch verbleibende Portfolio in das operative Geschäft des Segments Corporates & Markets integriert. Die Private Finance Initiatives/Infrastruktur-Finanzierungen waren davon ausgenommen und wurden vom Segment NCA übernommen. Die Integration des PRU-Portfolios spiegelte sich per 31. Dezember 2012 im Vergleich zum Vorjahr in einem höheren EaD von 68 Mrd. Euro (Vorjahr: 61 Mrd. Euro) für Corporates & Markets wider.

Der regionale Schwerpunkt des Segments liegt in Deutschland und Westeuropa, wo sich knapp drei Viertel des Exposures befinden; der Anteil Nordamerikas lag Ende Dezember 2012 bei rund 9 Mrd. Euro.

Tabelle 38

scroll
Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2012 Exposure at Default
Mrd. €
Expected Loss
Mio. €
Risikodichte Bp.
Deutschland 23 45 20
Westeuropa 27 54 20
Mittel- und Osteuropa 2 4 25
Nordamerika 9 26 28
Sonstige 7 10 15
Corporates & Markets 68 139 20

Corporates & Markets ist unter anderem darauf fokussiert, seine Kunden langfristig in allen Finanzierungsangelegenheiten (zum Beispiel Equity, Bonds, Syndicated Loans) mithilfe seiner Serviceleistungen bezüglich Underwriting und Marktbegebung aktiv zu begleiten. Die erforderliche Begrenzung des Underwriting-Risikos für alle Produktarten erfolgt durch stringente Richtlinien und definierte Limite. Die Positionen, die aufgrund der Aktivität als Lead Arranger beziehungsweise Marketmaker auf den eigenen Büchern verbleiben, werden unter Markt- und Kreditrisikogesichtspunkten sowohl auf Kontrahenten- als auch Portfolioebene streng überwacht.

Ein Augenmerk liegt auch auf dem gezielten Abbau von Klumpenrisiken, insbesondere bei Banken und Versicherungen. Das Risikomanagement bezüglich Börsen und Clearinghäusern ist aufgrund der geänderten regulatorischen Anforderungen für Derivate ebenfalls stärker in den Fokus gerückt.

Seit Jahresanfang wurde das Nominalvolumen des Teilportfolios Structured Credit um 8,5 auf 10,8 Mrd. Euro und die Risikowerte1 um 4,5 auf 5,4 Mrd. Euro (jeweils inklusive Default-Portfolio) nahezu halbiert. Die folgende Tabelle verdeutlicht die Zusammensetzung und Entwicklung des Structured-Credit-Portfolios.

1 Der Risikowert stellt den Balance Sheet Value von Cashinstrumenten dar, bei Long-CDS-Positionen setzt er sich aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwerts des Kreditderivats zusammen.

Tabelle 39

scroll
  31.12.2012 31.12.2011
Structured-Credit-Portfolio Nominalwerte
Mrd. €
Risikowerte
Mrd. €
Markdown Ratio1
%
Nominalwerte
Mrd. €
Risikowerte
Mrd. €
Markdown Ratio1
%
RMBS 1,6 1,1 30 3,2 1,9 40
CMBS 0,2 0,1 51 0,6 0,3 43
CDO 4,5 3,1 30 9,8 5,9 40
Sonstige ABS 1,3 1,1 20 2,1 1,7 19
CIRC 0,0 0,0 - 0,0 0,0 -
Andere Structured-Credit-Positionen 3,2 0,0 - 3,6 0,1 -
Gesamt 10,8 5,4 50 19,3 9,9 49

1 Markdown Ratio = 1-(Risikowert/Nominalwert).

Der größte Teil des Portfolios entfällt auf Collateralised Debt Obligations (CDO). Diese verbriefen überwiegend US-Subprime-RMBS (CDO of ABS) sowie Unternehmenskredite in den USA und in Europa (CLO). Bei Residential Mortgage-backed Securities (RMBS) handelt es sich um Verbriefungen von privaten, überwiegend europäischen Immobilienkrediten.

Über die Restlaufzeit des Portfolios werden weiter Wertaufholungen erwartet. Mögliche zukünftige Wertverluste, zum Beispiel bei den bereits stark abgeschriebenen US-RMBS und US CDO of ABS, werden durch positive Wertentwicklungen anderer Assets voraussichtlich kompensiert, sind aber auch aufgrund des deutlichen Abbaus im bisherigen Jahresverlauf limitiert. Der zwischenzeitlich lange Zeitraum seit Emission der Strukturen bildet eine zunehmend verlässliche Basis für die Prognose der künftigen Portfolio-Performance. Zudem verläuft die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den für uns maßgeblichen Volkswirtschaften im Rahmen unserer Risikoeinschätzung.

In dem stark von der Entwicklung einzelner Engagements geprägten Segment Corporates & Markets war die Nettorisikovorsorge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 94 Mio. Euro deutlich rückläufig.

Das Default-Portfolio des Segments Corporates & Markets konnte im Jahr 2012 um 155 Mio. Euro abgebaut werden.

Tabelle 40

scroll
Default-Portfolio Segment Corporates & Markets |
Mio. €
31.12.2012 31.12.2011
Default-Volumen 1 961 2 116
Risikovorsorgebestand 853 772
GLLP 54 78
Sicherheiten 59 60
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 47 39
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 49 43
NPL-Ratio (%) 2,8 3,3

Non-Core Assets

Die Konzernbereiche Commercial Real Estate, Deutsche Schiffsbank und Public Finance wurden im Jahr 2012 im Abbausegment Non-Core Assets gebündelt. Alle Portfolios in diesen Bereichen sollen über die Zeit vollständig abgebaut werden.

Das Exposure at Default des Segments beläuft sich per Ende 2012 auf 139 Mrd. Euro und damit 31 Mrd. Euro unter dem Vergleichswert für das NCA-Portfolio per Ende 2011.

Tabelle 41

scroll
Kreditrisikokennzahlen per 31.12.2012 Exposure at Default
Mrd. €
Expected Loss
Mio. €
Risikodichte Bp. CVaR
Mio. €
Commercial Real Estate 47 272 58  
Deutsche Schiffsbank 14 435 302  
Public Finance 77 206 27  
Non-Core Assets 139 912 66 5 626

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Risikovorsorge im Segment Non-Core Assets:

Tabelle 42

scroll
  2012 2011
Risikovorsorge
Mio. €
Gesamt Q4 Q3 Q2 Q1 Gesamt Q4 Q3 Q2 Q1
Commercial Real Estate 625 224 213 131 57 697 72 189 246 190
Deutsche Schiffsbank 741 296 160 170 114 232 112 63 - 15 71
Public Finance 8 - 9 10 0 7 - 26 - 4 3 0 - 25
Non-Core Assets 1 374 512 383 301 178 903 181 255 231 236

In dem Segment Non-Core Assets waren im Jahresverlauf 2012 weiterhin erhebliche Belastungen zu verzeichnen. Insgesamt stieg die Risikovorsorge gegenüber dem Vorjahr um 471 Mio. Euro. Maßgeblich zurückzuführen ist dies auf eine deutlich gestiegene Risikovorsorge im Konzernbereich Deutsche Schiffsbank infolge der anhaltend schwierigen Umfeldbedingungen am Schiffsmarkt.

Das Default-Volumen für Non-Core Assets ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Mrd. Euro angestiegen, maßgeblich getrieben durch Ausfälle im Schiffsportfolio.

Tabelle 43

scroll
Default-Portfolio Segment Non-Core Assets |
Mio. €
31.12.2012 31.12.2011
Default-Volumen 12 128 10 536
Risikovorsorgebestand 3 884 3 362
GLLP 417 332
Sicherheiten 7 845 6 773
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 97 96
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 100 99
NPL-Ratio (%) 8,1 5,8

Commercial Real Estate

Im Jahr 2012 wurden die Bestände, in erster Linie in der Hypothekenbank Frankfurt AG, strategiekonform reduziert. Im Jahresverlauf konnte der EaD im Weißbuch um 13 auf 47 Mrd. Euro verringert werden. Die relative Portfoliozusammensetzung nach Nutzungsarten ist unverändert. Die größten Anteile des Exposures entfallen auf die Teilportfolios Büro (17 Mrd. Euro), Handel (15 Mrd. Euro) und Wohnimmobilien (8 Mrd. Euro). Die Reduktion des Exposures im vierten Quartal 2012 ist auf Rückzahlungen von Darlehen, Wechselkursschwankungen sowie Überleitungen in das Default-Portfolio zurückzuführen.

Die mit der Staatsschuldenkrise einhergehenden Unsicherheiten haben weiter deutlich nachgelassen, jedoch belastet die anhaltende Rezession im Euroraum unverändert die Immobilienmärkte - vor allem in den südlichen Peripherieländern. Dort bleibt die Entwicklung der CRE-Marktwerte deutlich negativ, zumal sich die Vermietungsmärkte weiterhin im Abschwung befinden. Die solide Nachfrage nach hochwertigen Immobilien stützt das Preisniveau, wovon die liquiden Investmentmärkte wie London, Deutschland und auch die USA nach wie vor profitieren. Weniger hochwertige Objekte sind demgegenüber deutlich schwieriger am Markt zu platzieren.

Tabelle 44

scroll
CRE-Portfolio nach Regionen per 31.12.2012 |
Mrd. €
Exposure at Default
Deutschland 22
Westeuropa 18
Mittel- und Osteuropa 4
Nordamerika 2
Sonstige 1

Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Risikovorsorge 2012 für Commercial Real Estate um 72 Mio. Euro leicht reduziert werden, liegt jedoch mit 625 Mio. Euro weiterhin auf hohem Niveau.

Das Default-Portfolio für den Konzernbereich Commercial Real Estate ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Neuen Inflows stehen Rückführungen von Darlehen sowie Wechselkursschwankungen gegenüber. Der positive Trend auf dem deutschen Markt ist weiterhin erkennbar.

Tabelle 45

scroll
  31.12.2012 31.12.2011
Default-Portfolio CRE nach Ländern |
Mio. €
Gesamt Deutschland Spanien UK USA Gesamt
Default-Volumen 7 643 2 286 1 949 1 337 603 7 577
Risikovorsorgebestand 2 672 509 966 279 106 2 627
GLLP 130 37 14 9 7 189
Sicherheiten 5 056 1 646 1 051 1 088 514 4 888
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 101 94 103 102 103 99
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 103 96 104 103 104 102
NPL-Ratio (%) 14,0 9,3 34,7 20,0 26,8 11,2

Deutsche Schiffsbank

Die Deutsche Schiffsbank AG wurde im Mai 2012 auf die Commerzbank Aktiengesellschaft verschmolzen. Das Exposure an Schiffsfinanzierungen im Weißbuch hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2011 von 18 auf 14 Mrd. Euro reduziert.

Das Exposure verteilt sich in weitgehend unveränderten Anteilen auf die drei Standardschiffstypen Containerschiffe (5 Mrd. Euro), Tanker (4 Mrd. Euro) und Massengutfrachter (3 Mrd. Euro). Das restliche Portfolio beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über die verschiedenen Schiffssegmente.

Die Marktentwicklung war im Jahr 2012 geprägt von weiterem, teilweise drastischem Charterratenrückgang und damit einhergehenden steigenden Insolvenzzahlen.

Die weitere konsequente Reduzierung des Risikos im Bestandsgeschäft steht im Rahmen der definierten wertschonenden Abbaustrategie auch im Jahr 2013 im Fokus unser Aktivitäten. Eine Erholung an den Schifffahrtsmärkten ist für das Jahr 2013 nicht abzusehen.

Die Nettorisikovorsorge im Konzernbereich Deutsche Schiffsbank ist im Vergleich zum Vorjahr signifikant um 509 Mio. Euro angestiegen. Darin enthalten ist ein Einmaleffekt aus der Überprüfung der Parameter für die Risikovorsorgeberechnung von 145 Mio. Euro im vierten Quartal.

Das Default-Portfolio ist im Vergleich zum Vorjahr, bedingt durch die unsichere wirtschaftliche Lage auf den Schifffahrtsmärkten, deutlich angestiegen.

Tabelle 46

scroll
  31.12.2012 31.12.2011
Default-Portfolio DSB nach Schiffstypen |
Mio. €
Gesamt Container Tanker Bulker Gesamt
Default-Volumen 4 482 2 157 1 104 579 2 945
Risikovorsorgebestand 1 211 521 359 138 722
GLLP 272 158 61 36 135
Sicherheiten 2 789 1 334 635 424 1 885
Coverage Ratio exkl. GLLP (%) 89 86 90 97 89
Coverage Ratio inkl. GLLP (%) 95 93 96 103 93
NPL-Ratio (%) 23,7 30,9 23,7 16,0 12,1

Public Finance

Die Commerzbank bündelt im Segment NCA einen Großteil der Positionen im Staatsfinanzierungsgeschäft sowie die als Ersatzdeckung für Pfandbriefemissionen dort vorgehaltenen besicherten und unbesicherten Bankenanleihen/Darlehen. Das Public-Finance-Portfolio setzt sich aus Forderungen und Wertpapieren zusammen, die in den Tochterunternehmen Hypothekenbank Frankfurt AG und Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank (EEPK) gehalten werden.

Im dritten Quartal wurde das vorher in der Portfolio Restructuring Unit angesiedelte Private-Finance-Initiative-(PFI-)Portfolio (3 Mrd. Euro EaD) in das Segment NCA übertragen. Es umfasst die private langfristige Finanzierung und den Betrieb von öffentlichen Einrichtungen und Dienstleistungen, beispielsweise von Krankenhäusern oder Wasserversorgungsbetrieben in Großbritannien. Das PFI-Portfolio ist weitgehend besichert und soll über die Zeit wertschonend abgebaut werden.

Schuldner im Staatsfinanzierungsgeschäft von NCA (50 Mrd. Euro EaD) sind Staaten, Bundesländer, Regionen, Städte und Gemeinden sowie supranationale Institutionen. Das Hauptexposure liegt in Deutschland und Westeuropa.

Das restliche Public-Finance-Portfolio im Segment NCA entfällt auf Banken (24 Mrd. Euro EaD), wobei der Schwerpunkt ebenfalls in Deutschland und Westeuropa (circa 93 %) liegt. Der überwiegende Teil des Bankenportfolios besteht aus Wertpapieren/Darlehen, die zu einem hohen Anteil mit Grandfathering, Gewährträgerhaftungen/Anstaltslasten oder anderen Haftungserklärungen der öffentlichen Hand ausgestattet sind oder in Form von Covered Bonds emittiert wurden.

Der Public-Finance-EaD, der bereits in den Jahren 2010 und 2011 überwiegend durch die Nutzung von Fälligkeiten, aber auch durch aktive Portfolioreduzierung um 40 auf 89 Mrd. Euro abgebaut werden konnte, wurde im Jahr 2012 weiter auf 77 Mrd. Euro reduziert. Es ist geplant, das Portfolio bis Ende 2016 auf rund 55 Mrd. Euro zu reduzieren. Der Bestand an griechischen Anleihen war bereits im zweiten Quartal 2012 nach dem Anleihentausch Griechenlands im Rahmen des Private Sector Involvement (PSI) vollständig veräußert worden.

Die Risikovorsorge im Geschäftsbereich Public Finance ist gegenüber dem Vorjahr von - 26 auf 8 Mio. Euro angestiegen. Der maßgeblich auf einen Einzelfall zurückzuführenden Risikovorsorgeauflösung in 2011 stehen im Jahr 2012 im Wesentlichen Belastungen aus Portfoliowertberichtigungen gegenüber.

Das Default-Portfolio von Public Finance ist gegenüber Vorjahr um 11 auf 2 Mio. Euro zurückgegangen.

Weitere Portfolioanalysen

Bei den im Folgenden dargestellten Positionen ist zu beachten, dass diese bereits vollständig in den Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten sind.

Corporates-Portfolio nach Branchen

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Corporates-Exposures nach Branchen unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit:

Tabelle 47

scroll
  31.12.2012 31.12.2011
Teilportfolio Corporates nach Branchen Exposure at Default
Mrd. €
Expected Loss
Mio. €
Risikodichte Bp. Exposure at Default Mrd.
Expected Loss
Mio. €
Risikodichte Bp.
Grundstoffe/Energie/Metall 25 130 51 25 96 38
Konsum 22 85 39 21 82 40
Chemie/Verpackung 11 48 43 11 33 29
Transport/Tourismus 11 22 20 10 38 38
Technologie/Elektronik 9 25 27 10 23 23
Automobil 9 21 23 11 26 25
Dienstleistungen/Medien 8 29 35 9 50 53
Maschinen 8 20 26 8 25 32
Bau 4 17 39 4 17 41
Sonstige 15 34 23 17 58 34
Gesamt 122 430 35 126 447 36

Financial-Institutions-Portfolio

Der Fokus der Risikostrategie für das Teilportfolio Financial Institutions lag im Jahr 2012 unverändert auf proaktiver Risikoreduzierung vor allem im Public-Finance-Geschäft sowie auf selektivem Neugeschäft mit Adressen von guter Bonität. Letzteres kam entweder durch Trade-Finance-Aktivitäten im Interesse unserer Firmenkunden in der Mittelstandsbank oder durch Kapitalmarktaktivitäten aus Corporates & Markets zustande. Hierbei spielte die Berücksichtigung von Länderrisiken eine große Rolle. Klumpenrisiken im Portfolio konnten weiter reduziert werden. Trotz der leichten Entspannung an den Märkten wird die Risikoentwicklung des Portfolios unverändert durch den weiteren Verlauf der Euro- und Staatsschuldenkrise beeinflusst werden.

Tabelle 48

scroll
  31.12.2012 31.12.2011
FI-Portfolio nach Regionen1 Exposure at Default
Mrd. €
Expected Loss
Mio. €
Risikodichte Bp. Exposure at Default
Mrd. €
Expected Loss
Mio. €
Risikodichte Bp.
Deutschland 14 8 6 17 10 6
Westeuropa 28 49 18 28 81 29
Mittel- und Osteuropa 9 22 25 8 52 62
Nordamerika 1 <1 3 3 1 6
Sonstige 13 41 31 16 41 26
Gesamt 65 121 19 72 185 26

1 Ohne Ausnahmeschuldner.

Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio

Im Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio standen im gesamten Berichtszeitraum sowohl attraktives Neugeschäft mit Adressen guter Bonität als auch die weitere Portfoliooptimierung im Fokus. Die Bonität der Teilbranche Versicherungen profitierte von einer im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Großschadensbelastung aus Naturkatastrophen. Trotz überwiegend positiver Ergebnisse im operativen Geschäft unserer Kunden erachten wir die Unsicherheiten aus der in Europa weiterhin bestehenden Staatsschuldenkrise als Belastungsfaktor für die Branche.

Tabelle 49

scroll
  31.12.2012 31.12.2011
NBFI-Portfolio nach Regionen Exposure at Default
Mrd. €
Expected Loss
Mio. €
Risikodichte Bp. Exposure at Default
Mrd. €
Expected Loss
Mio. €
Risikodichte Bp.
Deutschland 11 24 22 10 22 22
Westeuropa 18 41 23 13 22 18
Mittel- und Osteuropa 1 4 27 1 6 43
Nordamerika 8 22 29 5 42 92
Sonstige 2 4 23 3 3 11
Gesamt 40 96 24 32 95 30

Originatorenpositionen

Überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements haben Commerzbank und Hypothekenbank Frankfurt AG im Laufe der letzten Jahre Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden der Bank mit einem aktuellen Volumen von 7,5 Mrd. Euro vorgenommen. Zum Stichtag 31. Dezember 2012 wurden Risikopositionen in Höhe von 5,1 Mrd. Euro zurückbehalten, der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 4,9 Mrd. Euro auf Senior-Tranchen.

Tabelle 50

scroll
    Volumen Commerzbank1    
Verbriefungspool
Mrd. €
Fälligkeit Senior Mezzanine First Loss Piece Gesamtvolumen1 31.12.2012 Gesamtvolumen1 31.12.2011
Corporates 2020 - 2022 4,5 0,1 <0,1 5,0 4,5
MezzCap 2036 <0,1 <0,1 <0,1 0,1 0,2
RMBS 2048 <0,1 <0,1 <0,1 0,1 0,2
CMBS 2013 - 2084 0,4 <0,1 <0,1 2,3 4,0
Gesamt   4,9 0,1 0,1 7,5 8,9

1 Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch.

Conduit Exposure und sonstige Asset-backed Exposures

Im Folgenden wird auf Conduit Exposure aus dem strategischen Kundengeschäft, das auch zukünftig der Kernbank zugeordnet bleibt, und sonstige Asset-backed Exposures eingegangen.

Tabelle 51

scroll
  31.12.2012 31.12.2011
Conduit und sonstige Asset-backed Exposures
Mrd.€
Nominalwerte Risikowerte Nominalwerte Risikowerte
Conduit Exposure 3,1 3,1 3,3 3,3
Sonstige Asset-backed Exposures 5,5 5,4 6,1 5,8
Gesamt 8,6 8,5 9,4 9,1

Die hier ausgewiesenen Conduit Exposures bestehen vor allem aus Liquiditätsfazilitäten/Back-up-Linien zugunsten der Zweckgesellschaft "Silver Tower". Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Handels- und Leasingforderungen. Unter dem von der Commerzbank gesponserten Conduit strukturiert, arrangiert und verbrieft die Commerzbank Forderungen von Kunden der Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets. Das Conduit finanziert sich in der Regel durch Emission von Asset-backed Commercial Papers (ABCP). Bei den sonstigen Asset-backed Exposures handelt es sich überwiegend um staatsgarantierte ABS-Papiere der Hypothekenbank Frankfurt im Bereich Public Finance und der Commerz Europe (Ireland).

Marktrisiken

Marktpreisrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Devisen- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen, oder im Fall von Anlagebuchpositionen in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven Berücksichtigung finden. Zusätzlich berücksichtigt die Commerzbank das Marktliquiditätsrisiko, das Fälle abdeckt, in denen es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern.

Strategie und Organisation

Vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus der Finanzmarktkrise wurden mit der Marktrisikostrategie umfassende Leitlinien zur Steuerung und Überwachung von Marktpreisrisiken verankert. Die Marktrisikostrategie leitet sich aus der Gesamtrisikostrategie und den Geschäftsstrategien der einzelnen Segmente ab und legt die Ziele des Marktrisikomanagements im Hinblick auf die wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Commerzbank fest. Die Kernaufgaben des Marktrisikomanagements sind die Identifikation aller wesentlichen Marktrisiken und Marktrisikotreiber des Konzerns, die unabhängige Messung und Bewertung dieser Risiken sowie die auf diesen Ergebnissen und Einschätzungen aufbauende risiko- und ertragsorientierte Steuerung für den Commerzbank-Konzern.

Der Vorstand der Commerzbank ist für ein effektives Management von Marktpreisrisiken für den gesamten Commerzbank-Konzern verantwortlich. Bestimmte Kompetenzen und Verantwortlichkeiten hinsichtlich der Marktrisikosteuerung wurden an die zuständigen Marktrisikokomitees übertragen.

In der Bank sind verschiedene Marktrisikokomitees etabliert, in denen Vertreter der Geschäftsfelder mit der Risikofunktion und dem Finanzbereich aktuelle Fragen der Risikopositionierung diskutieren und Steuerungsmaßnahmen beschließen. Das monatlich einberufene Group Market Risk Committee beschäftigt sich unter Vorsitz der Risikofunktion mit der Marktrisikoposition im Konzern. Basis der Diskussion ist der monatliche Marktrisikobericht, der auch im Gesamtvorstand vorgestellt und diskutiert wird. Der Bericht fasst die aktuellsten Entwicklungen an den Finanzmärkten, die Positionierung der Bank sowie die daraus abgeleiteten Risikokennzahlen zusammen. Das Segment Market Risk Committee mit dem Fokus auf handelsintensive Segmente (Corporates & Markets und Treasury) tagt in wöchentlichem Turnus. Darüber hinaus wurde im November 2012 ein separates Marktrisikokomitee mit monatlichem Turnus zur Steuerung der Marktrisiken im Segment Non-Core Assets eingerichtet.

Der Risikomanagementprozess (Risikoidentifikation, Risikomessung, Steuerung, Monitoring und Reporting) liegt funktional in der Verantwortung des handelsunabhängigen Marktrisikomanagements. Das zentrale Marktrisikomanagement wird durch dezentrale Marktrisikomanagementeinheiten auf Segmentebene sowie die regionalen Einheiten beziehungsweise Tochtergesellschaften ergänzt. Durch die enge Verzahnung von zentralem und lokalem Risikomanagement mit den Geschäftseinheiten beginnt der Risikomanagementprozess bereits in den Handelsbereichen. Die Handelseinheiten sind insbesondere für ein aktives Management der Marktrisikopositionen, zum Beispiel Abbaumaßnahmen oder Hedging, verantwortlich.

Risikosteuerung

Zur Steuerung und Überwachung der Marktpreisrisiken nutzt die Commerzbank ein vielfältiges quantitatives und qualitatives Instrumentarium. Quantitative Vorgaben für Sensitivitäten, Value-at-Risk-(VaR-)Kennzahlen, Stresstests und Szenarioanalysen sowie Kennziffern zum ökonomischen Kapital limitieren das Marktrisiko. Vorgaben zur Portfoliostruktur, zu neuen Produkten, Laufzeitbegrenzungen oder Mindestratings zielen auf die Sicherstellung der Qualität der Marktrisikopositionen ab. Um der unterschiedlichen Bedeutung der verschiedenen Faktoren für die Steuerung der Segmente abgestimmt auf die Geschäftsstrategie Rechnung zu tragen, wird im Rahmen der Marktrisikostrategie je Segment die Gewichtung der Kennzahlen hinsichtlich ihrer Relevanz festgelegt.

Die interne Steuerung der Marktrisiken erfolgt auf Konzernebene, Segmentebene und den darunter liegenden Einheiten. Dabei werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt sowie Handelsbuch- und Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Ein umfassendes internes Limitsystem bis auf Portfolioebene ist implementiert und ein Kernpunkt der internen Marktrisikosteuerung.

Die das Marktpreisrisiko begrenzenden quantitativen und qualitativen Faktoren werden von den Marktrisikokomitees festgelegt. Die Auslastung der Limite wird zusammen mit den relevanten Ergebniszahlen täglich an den Vorstand und die zuständigen Leiter der Konzernbereiche berichtet. Aufbauend auf qualitativen Analysen und quantitativen Kennzahlen identifiziert die Marktrisikofunktion mögliche zukünftige Risiken, antizipiert in Zusammenarbeit mit der Finanzfunktion mögliche ökonomische Wertverluste und erarbeitet Maßnahmenvorschläge, die mit den Markteinheiten besprochen werden. Die Votierung der vorgeschlagenen Maßnahmen beziehungsweise Risikopositionen erfolgt in den oben genannten Marktrisikokomitees und wird anschließend dem Gesamtvorstand zur Entscheidung vorgelegt.

Risikokonzentrationen werden durch spezifische Limite direkt begrenzt beziehungsweise werden auf indirekte Weise (zum Beispiel durch Stresstestlimite) vermieden. Darüber hinaus stellt die Kombination verschiedener klassischer Risikomaße (zum Beispiel VaR, Sensitivitäten) ein angemessenes Risikomanagement von Konzentrationen sicher. Zusätzlich werden regelmäßig Risikotreiber analysiert, um Konzentrationen zu identifizieren. Das Risikomanagement bestehender Konzentrationen wird dabei auch durch situationsgetriebene Analysen überprüft und gegebenenfalls durch gezielte Maßnahmen, zum Beispiel Limite und spezifische Prozesse, ergänzt.

Marktrisiken im Handelsbuch

Zur internen Steuerung des Marktrisikos wird ein einheitliches Value-at-Risk-Marktrisikomodell verwendet, in das alle Positionen einfließen. Der VaR quantifiziert den möglichen Verlust aus Finanzinstrumenten infolge veränderter Marktbedingungen während eines vorgegebenen Zeithorizonts und mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit. Für die interne Steuerung werden ein Konfidenzniveau von 97,5 % und eine Haltedauer von 1 Tag zugrunde gelegt. Das Value-at-Risk-Konzept erlaubt den Vergleich der Risiken in verschiedenen Geschäftsbereichen und ermöglicht die Aggregation einer Vielzahl von Positionen unter Berücksichtigung von Korrelationen zwischen verschiedenen Vermögenswerten. Damit ist zu jedem Zeitpunkt eine einheitliche Sicht auf das Marktrisiko sichergestellt.

Für die regulatorische Eigenmittelunterlegung werden ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von 10 Tagen unterstellt. Diese Annahmen erfüllen die Anforderungen des Baseler Ausschusses und weiterer internationaler Standards an die Steuerung von Marktrisiken. Für verschiedene Auswertungen, zum Beispiel Backtesting und Offenlegung, wird der VaR auch auf Basis einer 1-Tages-Halteperiode berechnet. Um eine konsistente Darstellung der Risikokennziffern im Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von 1 Tag.

Der VaR im Handelsbuch verringerte sich zum Jahresende 2012 deutlich von 59 auf 28 Mio. Euro. Maßgebliche Ursache ist ein weiterer Abbau nicht strategischer Risikopositionen. Darüber hinaus war im Jahr 2012 eine geringere Volatilität der Märkte im Vergleich zum Vorjahr zu beobachten, was zu einem weiteren Rückgang des VaR führte.

Tabelle 52

scroll
VaR der Portfolios im Handelsbuch1
Mio. €
2012 2011
Minimum 21 38
Mittelwert 39 66
Maximum 70 102
Jahresendziffer 28 59

1 99 % Konfidenzniveau, 1 Tag Haltedauer, gleichgewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie.

Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert. Dabei sind Zins- und Credit-Spread-Risiken trotz deutlichen Rückgangs mit 15 beziehungsweise 7 Mio. Euro nach wie vor die dominierenden Anlageklassen. In der Risikoart Zinsen sind auch Basis- und Inflationsrisiken enthalten. Basisrisiken entstehen beispielsweise, wenn Positionen durch Absicherungsgeschäfte mit einer anderen Art der Preisstellung als das Grundgeschäft geschlossen werden.

Tabelle 53

scroll
VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch1
Mio. €
31.12.2012 31.12.2011
Credit Spreads 7 18
Zinsen 15 31
Aktien 2 4
FX 3 4
Rohwaren 1 3
Gesamt 28 59

1 99 % Konfidenzniveau, 1 Tag Haltedauer, gleichgewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie.

Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden im Rahmen der sogenannten Basel-2.5-Berichterstattung weitere Risikokennziffern berechnet. Hierzu zählt insbesondere die Ermittlung des Stressed VaR, bei der das Risiko aus der aktuellen Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen einer festgelegten Krisenperiode bewertet wird. Der Stressed VaR ging im Jahresvergleich um 17 auf 35 Mio. Euro zurück. Der hierbei angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Eine entsprechende Anpassung erfolgte im ersten Halbjahr 2012.

Durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren wird die Verlässlichkeit des internen Modells auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden die sich aufgrund der am Markt tatsächlich eingetretenen Preisänderungen ergebenden Gewinne und Verluste gegenübergestellt. Dies liefert die Basis zur Bewertung der internen Risikomodelle durch die Aufsichtsbehörden. Hierbei spricht man von einem sogenannten negativen Backtest-Ausreißer, wenn der sich ergebende Verlust das auf Basis des Value-at-Risk-Modells prognostizierte Risiko überschreitet. Im umgekehrten Fall spricht man von einem positiven Backtest-Ausreißer, wenn der sich ergebende Gewinn den prognostizierten Ertrag überschreitet.

Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse liefert wichtige Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern und zur Verbesserung des Marktrisikomodells. Darüber hinaus werden alle negativen Ausreißer im Rahmen eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert und auf Gruppenebene unter Angabe von Ausmaß und Ursache an die Aufsichtsbehörden gemeldet. Im Verlauf des Jahres 2012 wurden keine negativen Ausreißer gemessen.

Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe von Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarien beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven, Devisenkursen sowie Aktienkursen und Rohwarenpreisen. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt.

Im Jahr 2012 wurden die VaR- und Stresstest-Modelle permanent validiert. Es wurden Modellanpassungen implementiert, die die Genauigkeit der Risikomessung weiter verbessert haben.

Marktrisiken im Anlagebuch

Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Credit-Spread-Risiken des Bereichs Staatsfinanzierung mit den Positionen der Tochtergesellschaften Hypothekenbank Frankfurt AG und Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank (EEPK). Dieser Geschäftsbereich wurde im Jahr 2012 dem Segment Non-Core Assets zugeordnet und wird systematisch weiter abgebaut. Darüber hinaus beeinflussen insbesondere die Portfolios der Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken das Marktrisiko im Anlagebuch.

Das nebenstehende Diagramm dokumentiert die Entwicklung der Credit-Spread-Sensitivitäten aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) des Commerzbank-Konzerns. Die Reduzierung des Public-Finance-Portfolios im Rahmen der De-Risking-Strategie sowie verringerte Marktwerte des Staatsanleihenportfolios haben zu einer rückläufigen Entwicklung mit einer Gesamtposition am Jahresende von 58 Mio. Euro geführt. Knapp 80 % der Credit Spreads entfallen auf Wertpapierpositionen, die als Loans and Receivables (LaR) klassifiziert sind. Credit-Spread-Änderungen haben für diese Portfolios keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn- und-Verlust-Rechnung.

Credit-Spread-Sensitivitäten Downshift 1 Bp. | Mio. €

Darüber hinaus bestanden im Jahr 2012 Aktienrisiken im Anlagebuch, die durch größere Beteiligungspositionen hervorgerufen wurden. Diese wurden zum Jahresende weitestgehend abgebaut, sodass das Aktienrisiko im Anlagebuch am Jahresende nur noch eine untergeordnete Rolle spielt.

Für die Anlagebücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Entsprechend der Bankenrichtlinie hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zwei für alle Institute einheitliche, plötzliche und unerwartete Zinsänderungen vorgegeben und lässt sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten.

Die anzuwendenden Zinsänderungen wurden gemäß aufsichtsrechtlichen Anforderungen auf + 200 beziehungsweise - 200 Basispunkte festgelegt. Als Ergebnis des Szenarios + 200 Basispunkte wurde ein potenzieller Verlust von 1 621 Mio. Euro und im Szenario - 200 Basispunkte ein potenzieller Gewinn von 118 Mio. Euro ermittelt. In diesen Zahlen sind die Positionen der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie der wesentlichen Konzerngesellschaften enthalten. Der definierte Grenzwert für einen potenziellen Rückgang des haftenden Eigenkapitals wurde deutlich unterschritten.

Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Das Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Aufgrund der extrem langen Duration der Verbindlichkeiten (Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre) befindet sich der Hauptteil der Barwertrisiken des Gesamtportfolios in Laufzeiten von 15 und mehr Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete Euro-Inflation dar. Daneben sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko, speziell Zins- und Inflationsrisiken kompensieren sich teilweise. Die extrem langen Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität entsprechender Absicherungsprodukte begründet.

Marktliquiditätsrisiken

Das Marktliquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern.

Das Marktliquiditätsrisiko wird gemessen, indem für jedes Portfolio ein Abbauprofil erstellt wird, sodass eine Klassifikation der Portfolios hinsichtlich ihrer Liquidierbarkeit über einen Marktliquiditätsfaktor vorgenommen werden kann. Zur Berechnung des Marktliquiditätsrisikos wird das Marktrisiko auf Jahressicht mit dem Marktliquiditätsfaktor bewertet.

Zum Jahresende 2012 setzte die Commerzbank 0,2 Mrd. Euro ökonomisches Kapital zur Abdeckung des Marktliquiditätsrisikos im Handels- und Anlagebuch an. Bei Wertpapieren, die in höherem Maße dem Marktliquiditätsrisiko unterliegen, handelt es sich insbesondere um Asset-backed Securities und andere Abbauportfolios.

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können.

Strategie und Organisation

Den globalen Rahmen für das Handeln des Liquiditätsrisikomanagements bildet die aus der Geschäfts- und Risikostrategie der Bank abgeleitete Liquiditätsrisikostrategie. Diese vom Vorstand der Bank beschlossene Strategie, in der die Richtlinien für das Liquiditätsrisikomanagement inklusive der Risikotoleranz definiert sind, berücksichtigt zudem die zunehmenden regulatorischen Anforderungen. Da die jederzeitige Zahlungsfähigkeit eine existentielle Voraussetzung darstellt, zielt das Liquiditätsrisikomanagement auf eine Kombination von Liquiditätsvorsorge und Risikolimitierung. Auf den Vorgaben der Liquiditätsrisikostrategie setzen Regelwerke wie die Liquidity Risk Policy, die Model Validation Policy, die Model Change Policy sowie die Limit Policy auf.

Die operative Steuerung der Liquiditätsrisiken obliegt der Group Treasury der Commerzbank. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Kapitel "Refinanzierung und Liquidität des Commerzbank-Konzerns". Die Überwachung der unterjährigen Liquiditätsrisiken erfolgt auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige Risikofunktion. Wesentliche Entscheidungen zur Liquiditätsrisikosteuerung und -überwachung werden durch das zentrale Asset Liability Committee beschlossen. Dies umfasst unter anderem die Festlegung von Liquiditätsrisikolimiten und die Definition der Liquiditätsreserve.

Im Rahmen der Notfallplanung kann das zentrale Asset Liability Committee verschiedene Maßnahmen zur Liquiditätsabsicherung beschließen. Die Notfallplanung beruht auf einem integrierten Prozess, der sich aus dem Liquidity Risk Contingency Plan (Notfallplan) und den ergänzenden Liquidity Contingency Measures (Maßnahmenplan) der Treasury zusammensetzt. Dieses Konzept erlaubt eine eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall nebst hinreichender Konkretisierung der gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen.

Risikosteuerung

Zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken nutzt die Commerzbank ein vielfältiges quantitatives und qualitatives Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Wesentliche Entscheidungen zur Liquiditätsrisikosteuerung und -Überwachung trifft das zentrale Asset Liability Committee. Auf operativer Ebene gibt es weitere Subkomitees, die Liquiditätsrisikofragen auf lokaler Ebene sowie methodische Fragen zur Quantifizierung und Limitierung von Liquiditätsrisiken mit geringerer Bedeutung für den Konzern behandeln.

Durch ein umfassendes Limitkonzept wird gewährleistet, dass ein sich abzeichnender Liquiditätsengpass möglichst frühzeitig erkannt wird und entsprechende Maßnahmen zu dessen Beseitigung rechtzeitig ergriffen werden können. Im Rahmen des Limitkonzepts werden die Liquiditätsrisikolimite des Commerzbank-Konzerns aus der Risikotoleranz abgeleitet, die in der Liquiditätsrisikostrategie definiert wurde. Diese Konzernlimite werden dann auf die einzelnen Konzerneinheiten heruntergebrochen, sowohl für die einzelnen Währungen als auch über alle Währungen hinweg. Neben den Liquiditätslimiten für den Zeithorizont bis zu einem Jahr hat die Bank einen Zielkorridor für die strukturellen längerfristigen Liquiditätsrisiken definiert.

Quantifizierung und Stresstesting

Grundlage der Liquiditätssteuerung und der Berichterstattung an den Vorstand bildet das bankinterne Liquiditätsrisikomodell. Bezogen auf einen Stichtag ermittelt dieses Risikomessverfahren die verfügbare Nettoliquidität (ANL - Available Net Liquidity) für die nächsten zwölf Monate auf Grundlage verschiedener Szenarien. Die verfügbare Nettoliquidität der Commerzbank wird für verschiedene Stressszenarien aus folgenden drei Bestandteilen ermittelt: deterministische, das heißt vertraglich vereinbarte Zahlungsströme, statistisch erwartete ökonomische Cashflows für das jeweilige Szenario und die im jeweiligen Szenario liquidierbaren Vermögenswerte.

Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante Stressszenario berücksichtigt bei der Berechnung der Liquidität und in der Limitierung sowohl die Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Die Parametrisierung des Stressszenarios leitet sich aus der Risikotoleranz ab, die im Einklang mit der Gesamtrisikostrategie festgelegt wurde. Dazu gehört auch die Definition von Szenarien, die nicht von der Risikotoleranz abgedeckt sind.

Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen führen und damit zu einem erhöhten Liquiditätsrisiko. Risikokonzentrationen treten im Umfeld der Liquiditätsrisikosteuerung in vielfältiger Form auf, zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen. Das Liquiditätsrisikomanagement findet zentral im Rahmen der bestehenden Liquiditätsrisikolimitstruktur und unter Berücksichtigung der Liquiditätsrisikotoleranz statt. Unterstützt durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden hierdurch Risikokonzentrationen in der Refinanzierung bereits zeitnah erkannt und können in großen Teilen vermieden werden.

Weitere Bestandteile des Liquiditätsrisikomanagements sind eine Survival-Period-Berechnung im Sinne der MaRisk sowie die Analyse zusätzlicher inverser Stressszenarien.

Die steuerungsrelevanten Stressszenarien des ANL-Modells werden täglich berechnet und an das Management berichtet. Die ihnen zugrunde liegenden Annahmen und die gesetzten Limite werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls den veränderten Marktgegebenheiten angepasst. Die beschriebenen Stressszenarien bilden darüber hinaus die Grundlage für die oben dargestellte Notfallplanung, im Rahmen derer das zentrale Asset Liability Committee verschiedene Maßnahmen zur Liquiditätsabsicherung beschließen kann.

Die nachfolgende Darstellung der ANL zeigt, dass im berechneten steuerungsrelevanten Stressszenario per 31. Dezember 2012 über den gesamten Betrachtungszeitraum ausreichende Liquiditätsüberhänge bestanden.

Abbildung 10

Available Net Liquidity im kombinierten Stressszenario des internen Liquiditätsrisikomodells Mrd. €

Die zunehmende Überschussliquidität im Geldmarkt spiegelte sich im Jahr 2012 auch in den internen Liquiditätskennzahlen der Commerzbank wider, die sich stets deutlich oberhalb der vom Vorstand festgelegten Limite befanden. Gleiches gilt für die Erfüllung der externen regulatorischen Liquiditätsverordnung sowie der von den MaRisk vorgegebenen Survival-Period-Berechnung. Wir profitieren hierbei weiterhin von unseren Kerngeschäftsaktivitäten im Privat- und Firmenkundenbereich sowie von den hinsichtlich Produkten, Regionen und Investoren breit diversifizierten Refinanzierungsquellen am Geld- und Kapitalmarkt. Zur Absicherung von kurzfristigen Liquiditätsengpässen verfügt die Bank über einen Liquiditätspuffer an zentralbankfähigen Aktiva und Cash-Reserven, deren Zusammensetzung, freie Verfügbarkeit sowie Höhe täglich überprüft und berichtet werden. Bei den regelmäßigen Analysen liegt besonderes Augenmerk auf der Qualität der enthaltenen Aktiva und einer angemessenen Diversifikation. Zum 31. Dezember 2012 betrug das Volumen der frei verfügbaren zentralbankfähigen Aktiva nach Haircut, die in die ANL-Modellierung einfließen, inklusive Zentralbankguthaben 83,4 Mrd. Euro. Darüber hinaus hat die Bank Maßnahmen getroffen, um auf einen potenziell möglichen Euro-Breakup zu reagieren und die damit verbundenen Liquiditätseffekte zu mitigieren.

Das interne ANL-Modell mit einem Betrachtungshorizont bis zu einem Jahr wird durch das Stable-Funding-Konzept mit einem Betrachtungshorizont größer als ein Jahr ergänzt. Das Stable-Funding-Konzept bildet die Basis für die interne Verrechnung von Liquiditätskosten und ist die Grundlage zur Ermittlung der Emissionsplanung im Kapitalmarkt. Hierbei wird der strukturelle Liquiditätsbedarf für das Kernaktivgeschäft der Bank den langfristig für die Bank verfügbaren Passivmitteln, inklusive stabiler Bodensätze aus Kundeneinlagen, gegenübergestellt.

Die Bank beschäftigt sich eingehend mit den zentralen Fragestellungen aus Basel III, der Liquiditätskostenverrechnung und der Steuerung der Liquiditätsrisiken im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells. Die Weiterentwicklung des Steuerungsinstrumentariums wird im Rahmen eines strategischen Projektes konsequent betrieben. In diesem Rahmen erweitert die Bank die vorhandenen Analysemöglichkeiten im Liquiditätsrisikoberichtswesen durch die fortlaufende Weiterentwicklung der hierfür genutzten Infrastruktur.

Operationelle Risiken

Die Commerzbank misst und steuert das operationelle Risiko (OpRisk) aktiv auf Basis eines konzernweit konsistenten Rahmenwerks mit dem Ziel, OpRisk-Profil und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigierung zu definieren und priorisieren. Dabei wird das operationelle Risiko in Anlehnung an die Solvabilitätsverordnung definiert als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken; Reputations- und strategische Risiken sind in dieser Definition nicht enthalten.

In der Commerzbank sind die Themenstellungen OpRisk und Governance des Internen Kontrollsystems (IKS) aufbauorganisatorisch und methodisch eng miteinander verbunden. Diese Verzahnung erfolgt vor dem Hintergrund, dass in zahlreichen OpRisk-Fällen die Ursachen im Zusammenhang mit dem Versagen der Kontrollmechanismen stehen. Damit trägt ein wirksames IKS dazu bei, operationelle Risiken zu reduzieren beziehungsweise zu vermeiden. Umgekehrt bieten die Systematiken für operationelle Risiken die Möglichkeit, das IKS risikoorientiert und konsistent zum OpRisk-Management auszurichten.

Strategie und Organisation

Die OpRisk-Strategie der Commerzbank wird jährlich vom Vorstand der Commerzbank nach Diskussion und Votierung im Group OpRisk Committee verabschiedet. Sie beschreibt Risikoprofil, Eckpunkte der angestrebten Risikokultur (inklusive Risikolimit), Steuerungsrahmen und Maßnahmen der Commerzbank im Hinblick auf operationelle Risiken. Mit der Umsetzung der OpRisk-Strategie verfolgt die Commerzbank folgende Ziele:

Weitgehende Vermeidung hoher OpRisk-Schadensfälle (vor deren Eintreten), unter anderem durch proaktive Maßnahmen, und damit den Schutz der Bank vor bedeutenden negativen Auswirkungen.

Aufzeigen von potenziellen Problembereichen in der Ablauforganisation und damit von Ansatzpunkten zur Optimierung.

Die OpRisk-Organisation der Commerzbank mit einer klaren Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Aufgaben schafft die aufbauorganisatorischen Grundvoraussetzungen und die Strukturen für ein zielgerichtetes und wirkungsvolles OpRisk-Management und -Controlling. Dabei basiert die OpRisk-Steuerung auf drei hintereinander geschalteten Ebenen ("Three Lines of Defence"), deren zielgerichtetes Zusammenspiel zum Erreichen der vorgegebenen strategischen Ziele maßgeblich ist:

Die Segmente beziehungsweise Group-Services-, Group-Management- und Group-Risk-Management-Einheiten übernehmen als "First Line of Defence" die direkte Verantwortung für die Identifizierung und das Management der operationellen Risiken in ihren Verantwortungsbereichen und sorgen für eine effektive und zeitnahe Segmentrisikosteuerung.

Der Bereich OpRisk & IKS stellt den Einheiten der Bank in seiner Funktion als "Second Line of Defence" einheitliche und verbindliche Methoden und Systeme zur Identifikation, Bewertung und Überwachung der operationellen Risiken zur Verfügung. Diese werden von den Einheiten der Bank konzernweit angewandt, durch Instrumente und Regelwerke der weiteren Überwachungsfunktionen ergänzt und zwecks Mitigierung der operationellen Risiken eingesetzt.

Die "Third Line of Defence" bilden interne und externe Kontrollinstanzen, wie zum Beispiel die interne Revision. Ihre Aufgabe ist die unabhängige Überprüfung der OpRisk-Methodik und -Umsetzung in der Commerzbank.

Das Group OpRisk Committee tagt vierteljährlich unter Vorsitz des CRO und befasst sich mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern. Zudem fungiert es als Eskalations- und Entscheidungsgremium für bedeutende bereichsübergreifende Op Risk-Themen. Die Segment OpRisk Committees befassen sich mit der Steuerung der operationellen Risiken in den jeweiligen Einheiten, der strukturierten Analyse die Einheit betreffender OpRisk-Themen, zum Beispiel Verlustereignisse, sowie der Definition abzuleitender Maßnahmen beziehungsweise Handlungsempfehlungen.

Risikosteuerung

Die Steuerung und Limitierung der operationellen Risiken unterscheiden sich systematisch von der Begrenzung der Kredit- und Marktrisiken, da weder einzelne Kunden noch Positionen, sondern interne Prozesse die relevanten Steuerungseinheiten bilden. Der Fokus liegt in dieser Risikoart auf einer antizipativen Steuerung durch die Segmente und Querschnittseinheiten auf Basis einer übergreifenden Risikostrategie für operationelle Risiken und deren spezifische Ausprägungen.

Die Steuerung der OpRisk-Kennzahlen auf Konzernebene erfolgt über die Kenngrößen ökonomisches (ErC) und regulatorisches (RWA) Kapital. Zur OpRisk-Steuerung verwendet die Commerzbank verschiedene Methoden, darunter:

Jährliche Bewertung des IKS der Bank und Durchführung von Risk Scenario Assessments.

Kontinuierliche Analyse der OpRisk-Schadensfälle.

Durchführung von Lessons-Learned-Aktivitäten bei Schadensfällen ≥ 1 Mio. Euro.

Systematische Auswertung externer OpRisk-Ereignisse von Wettbewerbern.

Ein strukturiertes, zentrales und dezentrales Berichtswesen stellt sicher, dass das Management der Bank und der Segmente, die Mitglieder der OpRisk Committees sowie die Aufsichtsorgane regelmäßig, zeitnah und umfassend über operationelle Risiken unterrichtet werden. OpRisk-Berichte werden sowohl monats- als auch quartalsbezogen erstellt und sind Teil der Risikoberichterstattung an den Gesamtvorstand. Sie beinhalten eine Darstellung der aktuellen Risikoeinschätzung der Segmente, deren wesentliche Verlustereignisse, aktuelle Risikoanalysen, die Entwicklung des Kapitalbedarfs sowie den Status eingeleiteter Maßnahmen.

OpRisk-Entwicklung

Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des vierten Quartals 2012 eine Gesamtbelastung in Höhe von 310 Mio. Euro (Gesamtjahr 2011: 250 Mio. Euro)1 . Wie auch in den Vorjahren waren die Ereignisse im Wesentlichen geprägt durch "produktbezogene Schäden" (Beratungshaftung).

1 Eingetretene Verluste und Rückstellungen, abzüglich OpRisk-basierter Erträge und Rückzahlungen.

Tabelle 54

scroll
OpRisk-Ereignisse
Mio. €
31.12.2012 31.12.2011
Interner Betrug - 1 3
Externer Betrug 7 9
Sachschäden und Systemausfälle - 4 1
Produktbezogene Schäden 214 231
Prozessuale Fehler 19 7
Das Arbeitsverhältnis betreffende Schadensfälle 75 1
Konzern 310 250

Die Risikoaktiva (RWA) aus operationellen Risiken betrugen zum Jahresende 2012 auf Basis des internen AMA-Modells 22,6 Mrd. Euro (31. Dezember 2011: 26,3 Mrd. Euro). Der im Jahresendwert 2011 enthaltene und mit der Aufsicht abgestimmte Sicherheitsaufschlag zur Abdeckung etwaiger Restunsicherheiten aus der getrennten Modellrechnung ist seit der Zertifizierung des neuen Modells im zweiten Quartal 2012 nicht mehr in Anwendung gebracht worden. Das integrierte AMA-Modell ermöglicht die Steuerung der regulatorischen RWA und des ErC für Operationelle Risiken aus einem Modellansatz.

Sonstige Risiken

Zur Erfüllung der Säule 2 des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs- und Controllingprozess. Außerhalb der Zuständigkeit des CRO liegen nachfolgend aufgeführte Risiken.

Personalrisiken

Personalrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken gemäß § 269 Abs. 1 SolvV. Im Sinne einer internen, steuerungsorientierten Ausgestaltung dieser Definition subsumieren wir unter Personalrisiken folgende Elemente:

Anpassungsrisiko: Durch ausgewählte interne sowie externe Aus-, Weiterbildungs- und Changemaßnahmen gewährleisten wir, dass das Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter dem aktuellen Stand der Entwicklungen entspricht, strukturelle Veränderungen entsprechend begleitet werden und die Mitarbeiter ihren Aufgaben und Verantwortlichkeiten gerecht werden.

Motivationsrisiko: Über Mitarbeiterbefragungen können mögliche Veränderungen in der Unternehmensverbundenheit der Mitarbeiter frühzeitig erkannt und adäquate Steuerungsmaßnahmen initiiert werden.

Austrittsrisiko: Mit großer Sorgfalt versucht die Commerzbank sicherzustellen, dass die Abwesenheit oder das Ausscheiden von Mitarbeitern nicht zu nachhaltigen Störungen der Betriebsabläufe führt. Zudem wird regelmäßig die Fluktuation sowohl quantitativ als auch qualitativ beobachtet.

Engpassrisiko: Die quantitative und qualitative Personalausstattung soll sicherstellen, dass die betriebsinternen Erfordernissen, die Geschäftsaktivitäten und die Strategie der Commerzbank umgesetzt werden können.

Personal stellt für die Commerzbank eine zentrale Ressource dar. Unser Erfolg gründet auf dem fachlichen Wissen, den Kompetenzen und Fähigkeiten sowie der Motivation unserer Mitarbeiter. Durch ein systematisches Personalrisikomanagement, gesteuert durch Group Human Resources, verfolgen wir das Ziel, Risiken so früh wie möglich zu identifizieren, zu beurteilen und zu steuern, unter anderem durch den Einsatz ausgewählter personalwirtschaftlicher Instrumente. Der Vorstand wird regelmäßig über die Personalrisiken informiert.

Geschäftsstrategische Risiken

Das geschäftsstrategische Risiko besteht in der mittel- bis langfristigen Gefahr negativer Einflüsse auf das Erreichen der strategischen Ziele der Commerzbank, zum Beispiel aus Veränderungen der Umfeldbedingungen oder unzureichender Umsetzung der Konzernstrategie resultierend.

Die Weiterentwicklung der Konzernstrategie erfolgt im Rahmen eines strukturierten Strategieprozesses. Basierend auf den Ergebnissen dieses Strategieprozesses wird eine nachhaltige Geschäftsstrategie festgelegt, in der die wesentlichen Geschäftsaktivitäten und die Maßnahmen zur Zielerreichung dargestellt werden. Um die sachgerechte Umsetzung der Konzernstrategie zur Erreichung der Geschäftsziele sicherzustellen, erfolgt das strategische Controlling durch regelmäßiges Monitoring von quantitativen und qualitativen Zielen im Konzern und in den Segmenten.

Die Verantwortung für die strategische Unternehmenssteuerung liegt beim Gesamtvorstand. Bestimmte geschäftspolitische Entscheidungen (Beteiligungserwerb und Verkauf> 1 % des Eigenkapitals) bedürfen zudem der Zustimmung des Risikoausschusses des Aufsichtsrats. Alle größeren Investitionen unterliegen einer sorgfältigen Prüfung durch das Investment and Resources Allocation Committee.

Reputationsrisiken

Unter einem Reputationsrisiko wird die Gefahr eines Vertrauens- oder Ansehensverlustes der Commerzbank bei ihren Anspruchsgruppen aufgrund von negativen Ereignissen im Rahmen der Geschäftstätigkeit verstanden. Zu diesen Anspruchsgruppen zählen insbesondere Öffentlichkeit und Medien, Mitarbeiter und Kunden, Ratingagenturen, Anteilseigner und Geschäftspartner. Daher gehen Reputationsrisiken unmittelbar mit Kommunikationsrisiken einher.

Die operativen Unternehmensbereiche, Filialen und Tochtergesellschaften tragen im Rahmen ihrer Geschäftsaktivitäten unmittelbare Verantwortung für Reputationsrisiken, die aus ihrer jeweiligen Geschäftstätigkeit entstehen. Reputationsrisiken können auch aus anderen Risikoarten resultieren und diese verstärken. Innerhalb von Group Communications ist eine spezielle Abteilung für die Steuerung des Reputationsrisiko-Managements im Sinne der Gesamtbank zuständig. Zu ihren Aufgaben zählt unter anderem das frühzeitige Beobachten, Erkennen und Adressieren interner und externer Reputationsrisiken (Frühwarnfunktion).

Vor diesem Hintergrund unterliegen relevante geschäftspolitische Maßnahmen und Aktivitäten einer sorgfältigen Prüfung. Insbesondere vermeidet die Commerzbank geschäftspolitische Maßnahmen und Geschäfte, die beträchtliche steuerliche oder rechtliche Risiken sowie ethische, ökologische oder soziale Risiken bergen. Alle entsprechenden Kreditentscheidungen werden einzeln bezüglich einhergehender Reputationsrisiken votiert. Diese Voten können zur Ablehnung von Geschäften führen.

Compliancerisiken

Die Basis unserer Geschäftstätigkeit ist das Vertrauen unserer Kunden, Aktionäre und Geschäftspartner in das ordnungsgemäße und gesetzestreue Handeln der Commerzbank. Dieses Vertrauen basiert insbesondere auf der Einhaltung der jeweiligen Vorschriften sowie der Beachtung marktüblicher Standards und Verhaltensregeln (Compliance). Die Nichteinhaltung von gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und sonstigen Vorschriften, denen die Commerzbank bei der Ausübung ihrer geschäftlichen Tätigkeiten unterliegt, führt zu Compliancerisiken. Diese umfassen insbesondere:

Vorschriften zur Verhinderung der Geldwäsche und Terrorfinanzierung.

Einhaltung verhängter Sanktionen.

Verhaltensregelungen bei der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen und Wertpapiernebendienstleistungen.

Betrugs- und Korruptionsbekämpfung.

Sofern Compliancerisiken quantifizierbar sind, werden sie zusammen mit dem Rechts-, Personal- und IT-Risiko unter dem Operationellen Risiko erfasst.

Um das Vertrauen in die Integrität des Konzerns weiterhin zu stärken, werden sämtliche hieraus entstehenden Risiken effektiv gesteuert. Der stetig wachsenden Komplexität der nationalen wie internationalen Gesetze, Regelungen und Marktstandards tragen wir durch eine ständige Weiterentwicklung der Steuerung der Compliancerisiken und durch die Anpassung an aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen Rechnung.

Disclaimer

Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling sowie durch die interne Revision, durch externe Wirtschaftsprüfer und die deutschen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarien ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.

Konzernabschluss

Wir stellen unseren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee auf. Dabei berücksichtigen wir alle Standards und Interpretationen, die für das Geschäftsjahr 2012 in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.

Abschluss zum 31. Dezember 2012

des Commerzbank-Konzerns

Gesamtergebnisrechnung

Gewinn- und-Verlust-Rechnung

scroll
Mio. € Notes 1.1.-31.12.2012 1.1.-31.12.2011 Veränd.
in %
Zinserträge (31) 14 559 17 343 - 16,1
Zinsaufwendungen (31) 9 020 10 619 - 15,1
Zinsüberschuss (31) 5 539 6 724 - 17,6
Risikovorsorge im Kreditgeschäft (32) - 1 660 - 1 390 19,4
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge   3 879 5 334 - 27,3
Provisionserträge (33) 3 711 4 055 - 8,5
Provisionsaufwendungen (33) 520 560 - 7,1
Provisionsüberschuss (33) 3 191 3 495 - 8,7
Handelsergebnis (34) 1 113 2 109 - 47,2
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen (35) 8 - 123 .
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen (34, 35) 1 121 1 986 - 43,6
Ergebnis aus Finanzanlagen (36) 81 - 3 611 .
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen (37) 46 42 9,5
Sonstiges Ergebnis (38) - 77 1 253 .
Verwaltungsaufwendungen (39) 7 025 7 992 - 12,1
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen   - - .
Restrukturierungsaufwendungen (40) 43 - .
Ergebnis aus dem Verkauf von Veräußerungsgruppen   - 268 - .
Ergebnis vor Steuern   905 507 78,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (41) 796 - 240 .
Konzernergebnis   109 747 - 85,4
den Minderheitenanteilen zurechenbares Konzernergebnis   103 109 - 5,5
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis   6 638 - 99,1
scroll
Ergebnis je Aktie
  1.1.-31.12.2012 1.1.-31.12.2011 Veränd.
in %
Ergebnis je Aktie (43) - 0,04 0,18 .

Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis abzüglich der Ausschüttung auf die Stillen Einlagen. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch.

Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung

scroll
Mio. € Notes 1.1.-31.12.2012 1.1.-31.12.2011 Veränd.
in %
Konzernergebnis   109 747 - 85,4
Veränderung der Neubewertungsrücklage (74)      
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung   - 232 696 .
Erfolgsneutrale Wertänderung   1 096 - 1 477 .
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges (74)      
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung   184 213 - 13,6
Erfolgsneutrale Wertänderung   10 - 18 .
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung (74)      
Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung   - 175 14 .
Erfolgsneutrale Wertänderung   545 - 166 .
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen   5 - 1 .
Sonstiges Periodenergebnis   1 433 - 739 .
Gesamtergebnis   1 542 8 .
den Minderheitenanteilen zurechenbares Periodenergebnis   212 47 .
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Periodenergebnis   1 330 - 39 .

Für das Geschäftsjahr 2012 stellte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt dar:

scroll
Sonstiges Periodenergebnis
Mio. €
1.1.-31.12.2012
  Vor Steuern Steuern Nach Steuern
Veränderung der Neubewertungsrücklage 1 173 - 309 864
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 277 - 83 194
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 370 - 370
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 5 - 5
Sonstiges Periodenergebnis 1 825 - 392 1 433

Im Vorjahr entwickelte sich das Sonstige Periodenergebnis folgendermaßen:

scroll
Sonstiges Periodenergebnis
Mio. €
1.1.-31.12.2011
  Vor Steuern Steuern Nach Steuern
Veränderung der Neubewertungsrücklage - 1 007 226 - 781
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges 289 - 94 195
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung - 152 - - 152
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 1 - - 1
Sonstiges Periodenergebnis - 871 132 - 739

Bilanz

Aktiva

scroll
Mio. € Notes 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Barreserve (7, 46) 15 755 6 075 .
Forderungen an Kreditinstitute (8, 9, 10, 47, 49, 50, 80) 88 028 87 790 0,3
darunter: als Sicherheit übertragen (79) 45 77 - 41,6
Forderungen an Kunden (8, 9, 10, 48, 49, 50, 80) 278 546 296 586 - 6,1
darunter: als Sicherheit übertragen (79) - - .
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges (11, 51) 202 147 37,4
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten (12, 52) 6 057 5 132 18,0
Handelsaktiva (13, 53, 80) 144 144 155 700 - 7,4
darunter: als Sicherheit übertragen (79) 12 680 16 025 - 20,9
Finanzanlagen (14, 54, 80) 89 142 94 523 - 5,7
darunter: als Sicherheit übertragen (79) 2 495 3 062 - 18,5
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen (4, 55) 744 694 7,2
Immaterielle Anlagewerte (15, 56) 3 051 3 038 0,4
Sachanlagen (16, 57) 1 372 1 399 - 1,9
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (18, 59) 637 808 - 21,2
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen (19, 60) 757 1 759 - 57,0
Tatsächliche Ertragsteueransprüche (26, 58) 790 716 10,3
Latente Ertragsteueransprüche (26, 58) 3 015 4 154 - 27,4
Sonstige Aktiva (17, 61) 3 638 3 242 12,2
Gesamt   635 878 661 763 - 3,9

Passiva

       
Mio. € Notes 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (10, 20, 62, 80) 110 242 98 481 11,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (10, 20, 63, 80) 265 842 255 344 4,1
Verbriefte Verbindlichkeiten (20, 64, 80) 79 332 105 673 - 24,9
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges (11, 65) 1 467 938 56,4
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten (21, 66) 11 739 11 427 2,7
Handelspassiva (22, 67, 80) 116 111 137 847 - 15,8
Rückstellungen (23, 24, 68) 3 259 3 761 - 13,3
Tatsächliche Ertragsteuerschulden (26, 69) 324 680 - 52,4
Latente Ertragsteuerschulden (26, 69) 90 189 - 52,4
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen (19, 70) 2 592 - 99,7
Sonstige Passiva (71) 6 523 6 568 - 0,7
Nachrangkapital (27, 72, 80) 12 316 13 285 - 7,3
Hybridkapital (27, 73, 80) 1 597 2 175 - 26,6
Eigenkapital (30, 74, 75, 76) 27 034 24 803 9,0
Gezeichnetes Kapital (74) 5 828 5 113 14,0
Kapitalrücklage (74) 11 681 11 158 4,7
Gewinnrücklagen (74) 8 614 8 822 - 2,4
Stille Einlagen (74) 2 376 2 687 - 11,6
Andere Rücklagen (5, 6, 14, 74) - 2 353 - 3 676 - 36,0
Gesamt vor Minderheitenanteilen   26 146 24 104 8,5
Minderheitenanteile (74) 888 699 27,0
Gesamt   635 878 661 763 - 3,9

Eigenkapitalveränderungsrechnung

scroll
Mio. € Andere Rücklagen
  Gezeichnetes
Kapital
Kapitarücklage Gewinnrücklagen Stille Einlagen Neubewertungs-
rücklage
Rücklage aus
Cash Flow Hedges
Eigenkapital zum 1.1.2011 3 047 1 507 9 140 17 178 - 1 731 - 1 005
Gesamtergebnis - - 638 - - 780 195
Konzernergebnis     638      
Veränderung der Neubewertungsrücklage         - 780  
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges           195
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung            
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen            
Ausschüttung Stille Einlagen            
Dividendenausschüttung            
Nennwertumstellung - 2 142 2 142        
Kapitalerhöhungen 4 184 7 470        
Entnahme aus den Gewinnrücklagen     - 873      
Verminderung Stille Einlagen       - 14 491    
Veränderungen im Anteilsbesitz     38      
Sonstige Veränderungen1 24 39 - 121      
Eigenkapital zum 31.12.2011 5 113 11 158 8 822 2 687 - 2 511 - 810
Gesamtergebnis - - 6 - 813 194
Konzernergebnis     6      
Veränderung der Neubewertungsrücklage         813  
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges           194
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung            
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen            
Ausschüttung Stille Einlagen     - 221      
Dividendenausschüttung            
Kapitalerhöhungen 717 498        
Entnahme aus den Gewinnrücklagen            
Verminderung Stille Einlagen       - 311    
Veränderungen im Anteilsbesitz     - 5      
Sonstige Veränderungen1 - 2 25 12   - 1  
Eigenkapital zum 31.12.2012 5 828 11 681 8 614 2 376 - 1 699 - 616
scroll
Mio. € Andere Rücklagen
  Rücklage aus der
Währungsumrechnung
Gesamt vor
Minderheitenanteilen
Minderheitenanteile Eigenkapital
Eigenkapital zum 1.1.2011 - 263 27 873 785 28 658
Gesamtergebnis - 92 - 39 47 8
Konzernergebnis   638 109 747
Veränderung der Neubewertungsrücklage   - 780 - 1 - 781
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges   195   195
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung - 91 - 91 - 61 - 152
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 1 - 1   - 1
Ausschüttung Stille Einlagen   -   -
Dividendenausschüttung   - - 26 - 26
Nennwertumstellung   -   -
Kapitalerhöhungen   11 654   11 654
Entnahme aus den Gewinnrücklagen   - 873   - 873
Verminderung Stille Einlagen   - 14 491   - 14 491
Veränderungen im Anteilsbesitz   38 - 57 - 19
Sonstige Veränderungen1   - 58 - 50 - 108
Eigenkapital zum 31.12.2011 - 355 24 104 699 24 803
Gesamtergebnis 142 1 155 207 1 362
Konzernergebnis   6 103 109
Veränderung der Neubewertungsrücklage   813 51 864
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges   194   194
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 137 137 53 190
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen 5 5   5
Ausschüttung Stille Einlagen   - 221   - 221
Dividendenausschüttung   - - 16 - 16
Kapitalerhöhungen   1 215 - 2 1 213
Entnahme aus den Gewinnrücklagen   -   -
Verminderung Stille Einlagen   - 311   - 311
Veränderungen im Anteilsbesitz   - 5 - 2 - 7
Sonstige Veränderungen1 175 209 2 211
Eigenkapital zum 31.12.2012 - 38 26 146 888 27 034

1 Einschließlich Veränderung des Bestands eigener Aktien, Veränderung von Derivaten auf eigene Eigenkapitalinstrumente und Veränderungen im Konsolidierungskreis.

Im März 2012 haben wir unser Grundkapital um 7 % (360 509 967 Aktien) aus Genehmigtem Kapital gegen Sacheinlagen unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre erhöht. Die neuen Aktien wurden vollständig gegen Einbringung von hybriden, nachrangigen und anderen Finanzinstrumenten gezeichnet, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft und von Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns begeben wurden. Der Nominalbetrag der zurückgegebenen Finanzinstrumente belief sich auf 1,0 Mrd. Euro und wirkte sich einmalig mit einem Ertrag von 0,1 Mrd. Euro auf das Konzernergebnis aus. Das Gezeichnete Kapital erhöhte sich um 0,4 Mrd. Euro und die Kapitalrücklage um 0,3 Mrd. Euro. Für die Kapitalerhöhung sind Aufwendungen von 11 Mio. Euro angefallen, die in der Kapitalrücklage erfasst wurden.

Der Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) hat in der Folge einen Teil seiner Stillen Einlagen in Aktien gewandelt, um seine Beteiligungsquote an der Commerzbank (25 % plus 1 Aktie) aufrechtzuerhalten. Damit wurden Stille Einlagen im Nominalbetrag von 0,2 Mrd. Euro in 120 169 989 Aktien aus dem Bedingten Kapital gewandelt.

Im Januar 2012 hat die Commerzbank ein Maßnahmenpaket zur Erfüllung der erhöhten Eigenkapitalanforderungen der European Banking Authority (EBA) zum 30. Juni 2012 beschlossen, das unter anderem die Erfüllung der individuellen variablen Vergütungsansprüche außertariflicher Mitarbeiter für das Jahr 2011 durch Commerzbank-Aktien vorsah. Im Juni 2012 erfolgte die Vergütung durch die Ausgabe von 176 553 636 Aktien aus Genehmigtem Kapital und führte zu einer Erhöhung des Gezeichneten Kapitals um 177 Mio. Euro und einer Erhöhung der Kapitalrücklage um 37 Mio. Euro.

Der Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) hat in der Folge einen Teil seiner Stillen Einlagen in Aktien gewandelt, um seine Beteiligungsquote an der Commerzbank (25 % plus 1 Aktie) aufrechtzuerhalten. Damit wurden Stille Einlagen im Nominalbetrag von 80 Mio. Euro in 58 851 212 Aktien aus dem Bedingten Kapital gewandelt.

Das Gezeichnete Kapital der Commerzbank Aktiengesellschaft betrug somit zum 31. Dezember 2012 gemäß Satzung 5 830 Mio. Euro und war in 5 829 513 857 Stückaktien eingeteilt (rechnerischer Wert pro Aktie 1,00 Euro). Nach Abzug der zum 31. Dezember 2012 im Bestand befindlichen 1 193 353 Aktien betrug das Gezeichnete Kapital 5 828 Mio. Euro.

Von der Ermächtigung der Hauptversammlung am 23. Mai 2012 zum Erwerb eigener Aktien für Zwecke des Wertpapierhandels nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 AktG wurde Gebrauch gemacht. Gewinne und Verluste aus dem Handel mit eigenen Aktien wurden erfolgsneutral behandelt.

In den Anderen Rücklagen sind keine Effekte aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Vermögenswerten aus Veräußerungsgruppen enthalten.

In den Sonstigen Veränderungen in der Eigenkapitalveränderungsrechnung ist auch die Umbuchung der Rücklage aus der Währungsumrechnung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung von 175 Mio. Euro enthalten, die insbesondere aus dem Verkauf der Bank Forum im Geschäftsjahr 2012 resultierte.

Die Veränderungen im Anteilsbesitz von -5 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2012 resultierten mit -3 Mio. Euro aus dem Erwerb von weiteren Anteilen bereits konsolidierter Gesellschaften. Der Effekt aus dem Abgang von Anteilen weiterhin konsolidierter Tochterunternehmen betrug -2 Mio. Euro.

Für das Geschäftsjahr 2012 erfolgt keine Dividendenzahlung, da die Gewinnrücklagen einschließlich des Bilanzgewinns der Commerzbank Aktiengesellschaft in ihrem Einzelabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) die Ausschüttungsperre (§ 268 Abs. 8 HGB) nicht übersteigen.

Eine Bedienung auf die im Eigenkapital ausgewiesenen Stillen Einlagen von 221 Mio. Euro ist dagegen gemäß vertraglicher Vereinbarung vorzunehmen, da die Zahlung nicht zu einem Bilanzverlust der Commerzbank Aktiengesellschaft führt.

Weitere Details zum Eigenkapital sind in den Notes 74, 75 und 76 enthalten.

Kapitalflussrechnung

scroll
Mio. € Notes 2012 2011
Konzernergebnis   109 747
Im Konzernergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit:      
Abschreibungen, Wertberichtigungen, Zuschreibungen auf Sachanlagen und Vermögenswerte, Veränderungen der Rückstellungen sowie Bewertungsveränderungen aus Hedge Accounting   - 21 4 006
Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Posten   - 3 628 -12 194
Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Vermögenswerten (36) - 147 343
Ergebnis aus der Veräußerung von Sachanlagen (38) - -
Sonstige Anpassungen (31) - 6 247 - 7 373
Zwischensumme   - 9 934 - 14 471
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile:      
Forderungen an Kreditinstitute (47) - 557 22 924
Forderungen an Kunden (48) 18 258 32 373
Wertpapiere des Handelsbestands (53) - 4 300 12 393
Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit (54-57, 59-61) - 121 1 906
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (62) 11 723 - 39 144
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (63) 10 534 - 7 483
Verbriefte Verbindlichkeiten (64) - 26 186 - 25 683
Mittelveränderung aus Zahlungen in das Planvermögen (68) - 412 - 438
Andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit (65-71) - 26 - 4 502
Erhaltene Zinsen (31) 11 997 14 294
Erhaltene Dividenden (31) 221 115
Gezahlte Zinsen (31) - 5 971 - 7 036
Ertragsteuerzahlungen (41) 271 - 29
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit   5 497 - 14 781
Einzahlungen aus der Veräußerung von:      
Finanzanlagen und Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen (36, 37, 54, 55) 5 503 17 783
Sachanlagevermögen (38, 57) 63 74
Auszahlungen für den Erwerb von:      
Finanzanlagen und Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen (36, 37, 54, 55) - 157 - 335
Sachanlagevermögen (38, 57) - 457 - 296
Effekte aus Veränderungen des Konsolidierungskreises      
Cashflow aus dem Erwerb abzüglich erworbener Zahlungsmittel (46) - -
Cashflow aus der Veräußerung abzüglich veräußerter Zahlungsmittel (46) - 83
Cashflow aus Investitionstätigkeit   4 952 17 309
Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen (74) 927 - 2 774
Dividendenzahlungen (74) - -
Mittelveränderung aus Veränderung im Anteilsbesitz an vollkonsolidierten Unternehmen   - 7 - 58
Mittelveränderung aus sonstiger Finanzierungstätigkeit (Nachrangkapital) (72, 73) - 1 546 - 1 632
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit   - 626 - 4 464
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode   6 075 8 053
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit   5 497 - 14 781
Cashflow aus Investitionstätigkeit   4 952 17 309
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit   - 626 - 4 464
Effekte aus Wechselkursänderungen   - 40 67
Effekte aus Minderheitenanteilen   - 103 - 109
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode (46) 15 755 6 075

Der Zahlungsmittelbestand setzte sich wie folgt zusammen:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Kassenbestand 1 687 1 572 7,3
Guthaben bei Zentralnotenbanken 13 678 3 998 .
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind 390 505 - 22,8

Im Zahlungsmittelbestand zum 31. Dezember 2012 waren keine Zugänge aus erstkonsolidierten Gesellschaften enthalten (Vorjahr: -). Aus Entkonsolidierungen im Jahr 2012 ergaben sich ebenfalls keine Effekte (Vorjahr: - 2 Mio. Euro) auf den Zahlungsmittelbestand.

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zusammensetzung und die Veränderungen des Zahlungsmittelbestands des Geschäftsjahres. Sie ist in die Positionen operative Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt.

Als Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit werden Zahlungsvorgänge (Zu- und Abflüsse) aus Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie aus Wertpapieren der Handelsaktiva und anderen Aktiva ausgewiesen. Zu- und Abgänge aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden, aus Verbrieften Verbindlichkeiten und anderen Passiva gehören ebenfalls zur operativen Geschäftstätigkeit. Auch die aus dem operativen Geschäft resultierenden Zins- und Dividendenzahlungen finden sich im Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit wieder.

Die Veränderungen des Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit resultieren unter anderem aus der Veräußerung von konsolidierten Gesellschaften. Die anderen Aktiva und Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit enthalten dabei auch Abgänge von Gesellschaften, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert waren und im Berichtsjahr veräußert wurden. Die nachstehenden Tabellen geben einen Überblick über die Vermögenswerte und Schulden zu den Abgangszeitpunkten.

Aktiva Mio. €

scroll
  31.12.2012
Forderungen an Kreditinstitute 439
Forderungen an Kunden 10
Handelsaktiva 280
Finanzanlagen 466
Sachanlagen -
Sonstige Aktivposten 863
Passiva Mio. €  
  31.12.2012
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden -
Verbriefte Verbindlichkeiten 258
Handelspassiva 13
Sonstige Passivposten 625

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigt Zahlungsvorgänge für die Finanzanlagen, die Immateriellen Vermögenswerte sowie für die Sachanlagen. Darüber hinaus werden hier die Cashflows im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Veräußerung von Tochterunternehmen gezeigt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umfasst Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen sowie Ein- und Auszahlungen für Nachrang- und Hybridkapital. Auch ausgeschüttete Dividenden weisen wir hier aus.

Der Zahlungsmittelbestand umfasst die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die unmittelbar in liquide Mittel umgewandelt werden können und nur einem unwesentlichen Wertänderungsrisiko unterliegen. Wir fassen darunter den Posten Barreserve, der sich aus Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken sowie Schuldtiteln öffentlicher Stellen und Wechseln, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind, zusammensetzt (vergleiche Note 46). Nicht einbezogen werden täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute.

Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts- beziehungsweise Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.

Anhang (Notes)

Grundlagen der Konzernrechnungslegung

Unser Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 wurde nach § 315 a Abs. 1 HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 (IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 aufgestellt. Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) zur Anwendung. Alle für das Geschäftsjahr 2012 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen wurden berücksichtigt.

Von der vorzeitigen Anwendung von Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2013 oder später umzusetzen sind (IFRS 9, 10, 11, 12 und 13, überarbeitete IAS 19, 27, 28 und 32 sowie IFRS 7; Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB) haben wir zulässigerweise abgesehen. Durch IFRS 9, der erst teilweise durch das IASB veröffentlicht und noch nicht durch die EU verabschiedet wurde, könnten sich signifikante Effekte auf die Bilanzierung und Bewertung ergeben. Aufgrund der noch ausstehenden Anerkennung durch die EU sowie wesentlicher noch nicht verabschiedeter Teilbereiche ist keine verlässliche Quantifizierung der Effekte möglich. Die aus der erstmaligen Anwendung des überarbeiteten Standards IAS 19 für das Geschäftsjahr 2013 erwarteten Änderungen und Effekte stellen wir auf Seite 208 dar. Aus den bereits verabschiedeten, aber noch nicht anzuwendenden Standards IFRS 10, 11 und 12 erwarten wir keine wesentlichen Änderungen des Konsolidierungskreises sowie keine nennenswerten Effekte auf die Gewinnrücklagen. Hinsichtlich der Auswirkungen auf die Bilanzsumme des Konzern gehen wir von einem Anstieg um rund 0,5 % im Vergleich zum 31. Dezember 2012 aus. Auch aus den anderen derzeit noch nicht anzuwendenden Standards und Interpretationen erwarten wir keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Die im Geschäftsjahr 2012 erstmals anzuwendenden überarbeiteten Standards und Interpretationen (überarbeiteter IAS 12, IFRS 1 und 7; Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB) hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Neben der Gesamtergebnisrechnung und der Bilanz beinhaltet der Konzernabschluss als weitere Komponenten die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Kapitalflussrechnung und den Anhang (Notes). Die Segmentberichterstattung erfolgt innerhalb des Anhangs (Note 45).

Der Konzernlagebericht einschließlich des separaten Berichts über die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht) gemäß § 315 HGB ist auf den Seiten 61 bis 178 unseres Geschäftsberichts abgedruckt.

Berichtswährung des Konzernabschlusses ist der Euro. Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt. In der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung werden Beträge unter 500 000,00 Euro als 0 Mio. Euro dargestellt; sofern ein Posten 0,00 Euro beträgt, wird dieser mit einem Strich gekennzeichnet. In allen weiteren Notes werden sowohl auf 0 Mio. Euro gerundete Beträge wie auch Posten mit einem Nullsaldo mit einem Strich dargestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(1) Grundsätze

Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going Concern). Die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten, es sei denn die IFRS verlangen eine andere Bewertung. Davon betroffen sind insbesondere bestimmte Finanzinstrumente nach IAS 39, als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte.

Erträge und Aufwendungen werden zeitanteilig abgegrenzt und in der Periode erfolgswirksam erfasst, der sie wirtschaftlich zuzurechnen sind. Zinsen weisen wir unter Berücksichtigung aller vertraglichen Vereinbarungen im Zusammenhang mit den finanziellen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten periodengerecht im Zinsüberschuss oder, sofern sie aus Handelsgeschäften einschließlich deren Refinanzierung resultieren, im Handelsergebnis aus. Dividendenerträge werden erst vereinnahmt, wenn ein entsprechender Rechtsanspruch vorliegt. Provisionserträge und -aufwendungen im Provisionsüberschuss erfassen wir zum einen nach der Bilanzierungsmethode für zugehörige Finanzinstrumente, zum anderen nach der Zweckbestimmung. Provisionen für Leistungen, die über einen bestimmten Zeitraum erbracht werden, werden über die Periode der Leistungserbringung erfasst. Gebühren, die mit der vollständigen Erbringung einer bestimmten Dienstleistung verbunden sind, werden zum Zeitpunkt der vollständig erbrachten Dienstleistung vereinnahmt. Die Berücksichtung von leistungsabhängigen Provisionen erfolgt, wenn die Leistungskriterien erfüllt werden. Provisionen aus Handelsgeschäften weisen wir im Handelsergebnis aus.

Fremdkapitalkosten, die direkt im Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines wesentlichen, materiellen oder immateriellen Vermögenswertes stehen, werden grundsätzlich aktiviert. Voraussetzung ist, dass der Zeitraum für die Herstellung der Nutzbarkeit des Vermögenswertes mindestens 12 Monate beträgt.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegenüber dem gleichen Geschäftspartner werden gegeneinander aufgerechnet und entsprechend saldiert in der Bilanz ausgewiesen, sofern ein einklagbares Recht zur Aufrechnung der Beträge besteht und die Erfüllung der Geschäfte auf Nettobasis oder die Realisierung des Vermögenswertes gleichzeitig mit Begleichung der Verbindlichkeit erfolgt. Neben der Aufrechnung positiver und negativer Marktwerte aus Derivaten und darauf entfallender Ausgleichszahlungen betrifft dies auch die Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Reverse Repos und Repos (Wertpapierpensionsgeschäfte).

Für die Vollkonsolidierung sowie für die At-Equity-Bewertung im Konzernabschluss verwenden wir im Wesentlichen zum 31. Dezember 2012 erstellte Abschlüsse. Für at-Equity-bewertete Unternehmen greifen wir in einzelnen Fällen auch auf den letzten verfügbaren und geprüften Jahresabschluss zurück, falls der aktuelle Jahresabschluss des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses für das laufende Geschäftsjahr noch nicht vorliegt.

Tochtergesellschaften und at-Equity-bewertete Unternehmen, für die eine Verkaufsabsicht besteht und die mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres veräußert werden, werden bis zur endgültigen Übertragung der Anteile in Übereinstimmung mit IFRS 5 in den entsprechenden Bilanzposten und Notes (siehe Notes 60 und 70) sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung separat ausgewiesen.

Eine Einschätzung zur Kurz- und Langfristigkeit aller Bilanzposten nehmen wir in Note 80 vor. Die Angabe von Restlaufzeiten erfolgt im Commerzbank-Konzern zudem für alle Finanzinstrumente, für die vertragliche Fälligkeiten vorliegen (siehe Notes 78 und 80).

Der Konzernabschluss enthält Werte, die wir zulässigerweise unter Verwendung von Schätzungen und Annahmen ermittelt haben. Die verwendeten Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und - nach heutigem Ermessen - wahrscheinlichen Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse. Die Schätzungen und Beurteilungen selbst sowie die zugrunde liegenden Beurteilungsfaktoren und Schätzverfahren werden regelmäßig überprüft und mit den tatsächlich eingetretenen Ereignissen abgeglichen. Nach unserer Ansicht sind die verwendeten Parameter sachgerecht und vertretbar. Schätzungsunsicherheiten ergeben sich unter anderen bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen, des Geschäfts- oder Firmenwertes und der Marktwerte von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen beruht auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei der Bewertung dieser Verpflichtungen sind insbesondere Annahmen über den langfristigen Gehalts- und Rentenentwicklungstrend sowie die durchschnittliche Lebenserwartung zu treffen. Veränderungen der Schätzannahmen von Jahr zu Jahr sowie Abweichungen zu den tatsächlichen Jahreseffekten sind in den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten abgebildet (bezüglich der Auswirkungen von Parameteränderungen siehe Note 68 Rückstellungen).

Der Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte, der mindestens jährlich vorzunehmen ist, basiert auf der anerkannten Ertragswertmethode. Dabei werden die zukünftig zu erwartenden Überschüsse aus der jüngsten Managementplanung zugrunde gelegt. Eine Analyse der Schätzungsunsicherheiten bei der Bestimmung des Geschäfts- oder Firmenwertes beziehungsweise des beizulegenden Zeitwertes (Fair Values) von Finanzinstrumenten befinden sich in der Note 15 beziehungsweise Note 82.

Für Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der Marktwerte von Immobilien, die als Finanzinvestition gehalten werden, nehmen wir Analysen auf Basis der Parameter Liegenschaftszins beziehungsweise Bodenwert vor (vergleiche Note 59).

Weiterhin bestehen Schätzungsunsicherheiten im Wesentlichen bei aktiven latenten Steuern, der Risikovorsorge im Kreditgeschäft und der auf Bewertungsmodellen beruhenden Fair-Value-Ermittlung von Finanzinstrumenten.

Für den Bereich Risikovorsorge verweisen wir auf den Risikobericht im Konzernlagebericht.

Die den vorzunehmenden Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen und Parameter basieren auf einer sachgerechten Ausübung von Ermessensspielräumen durch das Management. Dies betrifft insbesondere die angemessene Auswahl und Anwendung von Parametern, Annahmen und Modellierungstechniken bei der Bewertung solcher Finanzinstrumente, für die keine Marktpreise oder am Markt beobachtbare Vergleichsparameter vorliegen. Soweit unterschiedliche Bewertungsmodelle zu einer Bandbreite von verschiedenen potenziellen Wertansätzen führt, liegt die Auswahl des anzuwendenden Modells im Ermessen des Managements.

Des Weiteren lassen sich folgende wesentliche Sachverhalte zusammenfassen, die der Beurteilung durch das Management unterliegen:

Die Umgliederung bestimmter finanzieller Vermögenswerte aus der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente in die Kategorie Forderungen und Kredite (siehe Note 5).

Die Wertminderung von Krediten und die Bildung von Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft (hier insbesondere die Auswahl von Entscheidungskriterien oder die Beurteilung der Werthaltigkeit von Sicherheiten; siehe Note 9).

Die Werthaltigkeitsprüfung sonstiger finanzieller Vermögenswerte wie nach der Equity-Methode bilanzierte sowie zur Veräußerung gehaltene Finanzinstrumente (hier insbesondere die Auswahl der Kriterien, nach denen eine Wertminderung festgestellt wird; siehe Note 19).

Die Werthaltigkeitsprüfung bei nicht finanziellen Vermögenswerten wie bei Firmen- oder Geschäftswerten und anderen immateriellen Vermögenswerten (hier insbesondere die Festlegung der Kriterien zur Bestimmung des erzielbaren Betrags; siehe Note 15).

Die Werthaltigkeitsprüfung der latenten Ertragsteueransprüche nach IAS 12.24 ff. (hier insbesondere das Festlegen einer Methodik, nach der die Steuerplanung abgeleitet und die Eintrittswahrscheinlichkeit der voraussichtlichen zukünftigen steuerlichen Ergebnisse beurteilt werden kann; siehe Note 26).

Die Bildung von Rückstellungen für ungewisse Verpflichtungen (siehe Note 23).

Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die in den folgenden Notes erläutert werden.

(2) Anpassung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Wir haben die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Konzernabschluss 31. Dezember 2011 grundsätzlich beibehalten.

Die in der Rücklage aus der Währungsumrechnung ausgewiesenen Umrechnungsgewinne und -verluste aus der Kapitalkonsolidierung wurden bisher erst bei Veräußerung und der damit verbundenen Entkonsolidierung von in Fremdwährung aufgestellten Gesellschaften ergebniswirksam erfasst.

Zur sachgerechten Abbildung der Rücklage aus der Währungsumrechnung im Commerzbank-Konzern wird die Rücklage aus der Währungsumrechnung seit dem 1. April 2012 auch bei Teilveräußerungen von in Fremdwährung aufgestellten Gesellschaften berücksichtigt. Auch bei Teilrückführungen von Kapital in Fremdwährung, die nicht zu einer Entkonsolidierung führen, wird der anteilige Effekt auf die Rücklage aus der Währungsumrechnung bereits ergebniswirksam erfasst. Die Berücksichtigung erfolgt grundsätzlich im Ergebnis aus Finanzanlagen. Für das Vorjahr ergab sich jedoch kein Anpassungsbedarf, da bislang keine entsprechenden Sachverhalte (Teilveräußerungen oder Teilrückführungen von Kapital) zu verzeichnen waren.

Mit der Umsetzung der Vorschriften des Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) 17 für den Vergütungsbericht zum 31. Dezember 2012 haben wir entschieden, die Darstellung nach IAS 24 anzupassen. In der Note 95 stellen wir die Überleitung der aufwandsbasierten Gesamtvergütung nach IAS 24.17 zu den Gesamtbezügen gemäß DRS 17 dar. Eine individualisierte Darstellung der Angaben erfolgt im Vergütungsbericht. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.

Darüber hinaus haben wir im Geschäftsjahr 2012 eine Schätzungsänderung von Bewertungsparametern für eine strukturierte Emission vorgenommen. Der Bewertungseffekt von 35 Mio. Euro wirkte sich positiv auf das Handelsergebnis aus. Wir haben ebenfalls unsere Bewertungsverfahren für besicherte Derivate im Einklang mit den veränderten Marktusancen zur Diskontierung weiterentwickelt. Daraus ergab sich im laufenden Geschäftsjahr ein Aufwand im Handelsergebnis von 119 Mio. Euro.

(3) Konsolidierungskreis

In unseren Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, an denen die Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt mehr als 50 % der Stimmrechte hält oder anderweitig einen beherrschenden Einfluss ausübt. Hierzu zählen auch wesentliche Zweckgesellschaften und Fonds, die im Sinne von SIC 12 beherrscht werden. Wesentliche assoziierte Unternehmen und wesentliche Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet.

Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen mit untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurden nicht vollkonsolidiert beziehungsweise nicht at-Equity-bewertet, sondern als Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen oder Beteiligungen unter den Finanzanlagen bilanziert. Die addierten Bilanzsummen der nicht wesentlichen Tochterunternehmen machen, bezogen auf die Bilanzsumme der Summenbilanz des Konzerns, weniger als 0,1 % (Vorjahr: 0,1 %) aus.

Eine vollständige Aufzählung des Anteilsbesitzes des Commerzbank-Konzerns ist der Note 102 zu entnehmen. Die folgenden wesentlichen Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2012 erstkonsolidiert:

scroll
Gesellschaften Kapital- und Stimmrechte
%
Anschaffungskosten
Mio. €
Vermögenswerte
Mio. €
Schulden
Mio. €
ASBERGIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0 0,0 70,7 70,7
Bosphorus Investments Ltd., Dublin 0,0 0,0 101,9 101,9
BRE Agent Ubezpieczeniowy, Warschau 100,0 0,0 1,5 0,0
Brussels Urban Invest S.A., Brüssel 100,0 7,7 26,5 20,1
CFS Commerz Funds Solutions S.A., Luxemburg 100,0 5,0 12,3 4,7
Coco Finance II- 1 Ltd., Dublin 0,0 0,0 156,8 156,8
Commerz Pearl Limited, London 100,0 0,0 0,0 0,0
Commerz Property GmbH, Frankfurt am Main 100,0 70,5 70,5 0,0
Commerz Transaction Services Ost GmbH, Halle (Saale) 100,0 0,1 0,1 0,0
ComStage ETF MSCI Emerging Markets Leveraged 2x Daily TRN, Luxemburg 0,0 10,3 10,5 1,3
COSMO Finance II- 2 Ltd., Dublin 0,0 0,0 193,1 193,1
Loxodrome Inc., George Town, Grand Cayman 0,0 0,0 43,2 43,2
Number X Real Estate GmbH, Eschborn 100,0 8,8 8,8 0,0
Olympic Investment Fund II, Luxemburg 100,0 120,4 105,8 0,0
Property Invest Ferdinando di Savoia S.r.l., Mailand 100,0 3,1 12,4 8,2
Property Invest Roma S.r.l., Mailand 100,0 2,1 1,5 0,8
Riverbank Trustees Limited, London 100,0 0,2 0,2 0,0
Sterling Energy II LLC, New York 100,0 42,6 42,6 0,0
Zelos Belgium I SA, Forest, Belgien 100,0 0,0 12,2 12,7
Zelos Belgium II SA, Forest, Belgien 100,0 0,0 11,0 11,3
Zelos Belgium III SA, Forest, Belgien 100,0 0,0 10,8 10,9
Zelos Belgium IV SA, Forest, Belgien 100,0 0,0 12,0 12,3
Zelos Luxembourg S.C.S., Luxemburg 100,0 0,0 0,0 0,0

Aus den Erstkonsolidierungen resultierten keine als Geschäfts- oder Firmenwerte zu aktivierenden Unterschiedsbeträge. Negative Unterschiedsbeträge wurden zum Erwerbszeitpunkt in Übereinstimmung mit IFRS 3.34 in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Die Erstkonsolidierungen betrafen Unternehmen, die unsere Wesentlichkeitsgrenzen für die Konsolidierung überschritten haben, sowie Zukäufe oder Neugründungen unter anderem im Rahmen strukturierter Finanzierungen.

Aus der Folgebewertung der im Jahr 2009 im Rahmen des Dresdner-Bank-Erwerbs aufgedeckten Reserven und Lasten ergaben sich in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung des laufenden Geschäftsjahres Aufwendungen von 388 Mio. Euro vor Steuern beziehungsweise 232 Mio. Euro nach Steuern. Die wesentlichen Effekte resultierten aus der Aufzinsung des Nachrang- und Hybridkapitals.

Die nachstehenden Gesellschaften wurden veräußert oder liquidiert und wurden daher nicht mehr konsolidiert:

Veräußerung

Commerzbank Europe Finance (Ireland) plc, Dublin

Dresdner Kleinwort Pfandbriefe Investments II, Inc., Wilmington/Delaware

Dresdner Kleinwort Wasserstein (Argentina) S.A., Buenos Aires

FM LeasingPartner GmbH, Bissendorf

Limited Liability Company "ABRIO", Kiew, Ukraine

Limited Liability Company "ACUS", Kiew, Ukraine

Limited Liability Company "CLIOS", Kiew, Ukraine

Limited Liability Company "FESTLAND", Kiew, Ukraine

Limited Liability Company "MERUS", Kiew, Ukraine

Limited Liability Company "MODUS CAPITAL", Kiew, Ukraine

Limited Liability Company "RIDOS", Kiew, Ukraine

Limited Liability Company "SANTOS CAPITAL", Kiew, Ukraine

Limited Liability Company "VALIDUS", Kiew, Ukraine

Olympic Investment Fund, Luxemburg

PUBLIC JOINT STOCK COMPANY "BANK FORUM", Kiew, Ukraine

Die Veräußerungserlöse für die veräußerten Gesellschaften betrugen rund 0,9 Mrd. Euro. Diese wurden komplett in Zahlungsmitteln vergütet. Das Veräußerungsergebnis belief sich auf - 269 Mio. Euro und war nahezu komplett dem Ergebnis aus dem Verkauf von Veräußerungsgruppen (- 268 Mio. Euro) zuzuordnen.

Liquidation (einschließlich Gesellschaften, die die operative Geschäftstätigkeit eingestellt haben, unsere Wesentlichkeitsgrenzen für die Konsolidierung dauerhaft unterschritten haben oder nicht mehr konsolidierungspflichtig sind)

BRE Gold Fund, Warschau

CBK SICAV, Hesperange, Luxemburg

Commerzbank Leasing December (7) Limited, Edinburgh

Commerzbank Leasing (Guernsey) Limited, St. Peter Port, Guernsey

Commerzbank Leasing September (6) Limited, London

Commerzbank (South East Asia) Ltd., Singapur

CoSMO Finance 2007- 1 Ltd., Dublin

CoSMO Finance 2008- 1 Ltd., Dublin

GIE Dresdner Kleinwort France i.L., Paris1

Gresham Bond, Luxemburg

Grundbesitzgesellschaft Berlin Rungestr. 22-24 mbH, Eschborn

Langham Nominees Ltd, St. Peter Port, Guernsey

Marlyna Ltd, London

Messestadt Riem "Office am See" I GmbH, Eschborn1

Messestadt Riem "Office am See" III GmbH, Eschborn1

Millstone II LLC, Dover/Delaware

RCL Securitisation GmbH, Frankfurt am Main

Silver Tower 125 Inc., George Town, Grand Cayman

TARA Immobiliengesellschaft mbH, Eschborn1

TIGNATO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KölnTurm MediaPark KG, Eschborn1

Victoria Capital (Ireland) Public Limited Company, Luxemburg

Victoria Capital Holdings S.A., Luxemburg

Victoria Capital S.A., Luxemburg

1 Unterschreitung der Wesentlichkeitsgrenzen.

Folgende Gesellschaften wurden im laufenden Geschäftsjahr auf eine im Commerzbank-Konzern konsolidierte Gesellschaft verschmolzen:

Commerz Real Baumanagement GmbH, Düsseldorf

Commerz Real Mietkauf GmbH, Düsseldorf

Deutsche Schiffsbank Aktiengesellschaft, Hamburg/Bremen

Forum Immobiliengesellschaft mbH, Eschborn

Futura Hochhausprojektgesellschaft mbH, Eschborn

Hibernia Beta Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main

Hibernia Sigma Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main

Messestadt Riem "Office am See" II GmbH, Eschborn

Süddeutsche Industrie-Beteiligungs-GmbH, Frankfurt am Main

Unica Immobiliengesellschaft mbH, Eschborn

In den Kreis der at-Equity-bewerteten Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2012 keine Unternehmen aufgenommen.

Aus dem Kreis der at-Equity-bewerteten Unternehmen sind folgende Gesellschaften ausgeschieden und werden daher nicht mehr nach der Equity-Methode bewertet:

36th Street CO-INVESTMENT, L.P., Wilmington, Delaware

GIE Céline Bail, Paris

GIE Morgane Bail, Paris

MM Cogène 2, Paris

RECAP Alta Phoenix Lofts Investment, L.P., New York

RECAP/Commerz Greenwich Park Investment, L.P, New York

Servicing Advisors Deutschland GmbH, Frankfurt am Main

Southwestern Co-Investment, L.P., New York

Im August 2012 wurde unser Tochterunternehmen Eurohypo Aktiengesellschaft in Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft umfirmiert. Die Aufgabe des Markennamens stand im Zusammenhang mit der im März 2012 von der Europäischen Kommission geänderten Verkaufsauflage in eine Abwicklungsauflage für die Eurohypo.

(4) Konsolidierungsgrundsätze

Tochterunternehmen sind Gesellschaften, an denen die Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt die Stimmrechtsmehrheit hält oder anderweitig die Finanz- und Geschäftspolitik bestimmt und somit einen beherrschenden Einfluss ausüben kann, um aus deren Tätigkeiten Nutzen zu ziehen. Die Konsolidierung erfolgt ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Stimmrechtsmehrheit oder einen beherrschenden Einfluss erlangt.

Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung bewerten wir Vermögenswerte und Verpflichtungen von Tochterunternehmen unabhängig von der Anteilsquote zum Zeitpunkt des Erwerbs vollständig neu. Die neu zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden werden unter Berücksichtigung latenter Steuern in die Konzernbilanz übernommen, die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten in den Folgeperioden entsprechend den anzuwendenden Standards behandelt. Verbleibt nach der Neubewertung ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.

Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, bei denen die Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt über einen maßgeblichen Einfluss verfügt. Ein maßgeblicher Einfluss wird bei Stimmrechtsanteilen zwischen 20 und 50 % vermutet. Weitere Kriterien für einen maßgeblichen Einfluss sind beispielsweise wesentliche Geschäftsvorfälle mit dem Beteiligungsunternehmen, die Mitgliedschaft in einem Leitungs- oder Aufsichtsgremium oder die Mitwirkung bei der Geschäftspolitik des Beteiligungsunternehmens.

Gemeinschaftsunternehmen sind Gesellschaften, bei denen wir über die gemeinsame Kontrolle mit anderen Unternehmen verfügen. Die gemeinsame Kontrolle kann sich aus Stimmrechtsgleichheit oder vertraglichen Vereinbarungen ergeben.

Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bewerten wir grundsätzlich nach der Equity-Methode und weisen sie als Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen aus.

Die Anschaffungskosten dieser Beteiligungen einschließlich darin enthaltener Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss bestimmt. Dabei wenden wir sinngemäß die gleichen Regeln wie bei Tochtergesellschaften an. Für die wesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nehmen wir eine Fortschreibung des Equity-Buchwertes vor.

Anteile an Tochterunternehmen, die wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert werden, und Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die wegen untergeordneter Bedeutung nicht nach der Equity-Methode bewertet werden, sind zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) oder, sofern dieser nicht zuverlässig ermittelbar ist, zu Anschaffungskosten in den Finanzanlagen ausgewiesen.

Die Konsolidierung von Tochterunternehmen endet zu dem Zeitpunkt, an dem die Bank den beherrschenden Einfluss verliert. Die Bewertung nach der Equity-Methode von Anteilen an assoziierten Unternehmen endet zu dem Zeitpunkt, an dem die Stimmrechtsanteile kleiner als 20 % sind oder die sonstigen maßgeblichen Einflussmöglichkeiten auf das assoziierte Unternehmen wegfallen. Die Equity-Bewertung von Gemeinschaftsunternehmen endet mit der Aufgabe der gemeinschaftlichen Führung.

Die Verpflichtung, unter bestimmten Voraussetzungen Zweckgesellschaften (Special Purpose Entities) zu konsolidieren, ergibt sich aus SIC 12. Eine Konsolidierung ist erforderlich, sofern eine Beherrschung der Zweckgesellschaft vorliegt. Dies kann der Fall sein, wenn bei wirtschaftlicher Betrachtung

die Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft zugunsten des Unternehmens entsprechend seiner besonderen Geschäftsbedürfnisse beziehungsweise auf seine Veranlassung hin geführt wird, sodass das Unternehmen Nutzen aus der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft ziehen kann;

das Unternehmen über die Entscheidungsmacht verfügt, die Mehrheit des Nutzens aus der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft zu ziehen oder durch die Einrichtung eines sogenannten Autopiloten diese Entscheidungsmacht delegiert;

das Unternehmen das Recht hat, die Mehrheit des Nutzens aus der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft zu ziehen und sich deshalb Risiken aussetzt, die mit der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft verbunden sind;

das Unternehmen die Mehrheit der mit der Zweckgesellschaft verbundenen Residual- oder Eigentumsrisiken behält, um Nutzen aus der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft zu ziehen.

Im Commerzbank-Konzern wird die Verpflichtung zur Konsolidierung von Zweckgesellschaften im Rahmen eines Prozesses geprüft, der Transaktionen umfasst, bei denen eine Zweckgesellschaft durch uns mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien gegründet wird, sowie Transaktionen, bei denen wir mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien in vertragliche Beziehungen zu einer bereits bestehenden Zweckgesellschaft treten. Die Konsolidierungsentscheidungen unterziehen wir einer regelmäßigen Überprüfung. Die Auflistung aller konsolidierten Zweckgesellschaften sowie der aus Unwesentlichkeit nicht einbezogenen Zweckgesellschaften ist Bestandteil der Note 102.

Beschränkungen in der Fähigkeit von Zweckgesellschaften zum Transfer von finanziellen Mitteln wie zum Beispiel Bardividenden aus Eigenkapitalinstrumenten oder Zins- und Tilgungszahlungen aus Fremdkapitalinstrumenten an die Commerzbank bestehen grundsätzlich nicht. Dies gilt zum einen für Zweckgesellschaften, bei denen die Commerzbank über gesellschaftsrechtlich begründete Anteile mit Stimmrechten verfügt, die eine Kontrolle aller operativen Entscheidungen einschließlich des Finanzmitteltransfers ermöglichen. Zum anderen gibt es auch keine Beschränkungen hinsichtlich der Zweckgesellschaften, bei denen die Commerzbank ohne gesellschaftsrechtlich begründete Anteile ihre Ansprüche auf Finanzmitteltransfers aus entsprechenden schuldrechtlichen Verträgen mit der Zweckgesellschaft begründet.

Auf Geschäftsbeziehungen von Unternehmen innerhalb des Konzerns basierende Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge eliminieren wir im Rahmen der Schulden- sowie der Aufwands- und Ertragskonsolidierung. Im Konzern angefallene Zwischenergebnisse werden herausgerechnet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

(5) Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung (IAS 39)

Gemäß IAS 39 sind alle finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, zu denen auch derivative Finanzinstrumente zählen, grundsätzlich in der Bilanz anzusetzen. Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Beim erstmaligen Ansatz sind Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten; das entspricht in der Regel dem Transaktionspreis zum Zugangszeitpunkt.

In der Folgebewertung werden Finanzinstrumente in Abhängigkeit der jeweiligen Kategorie entweder zu (fortgeführten) Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) in der Bilanz angesetzt. Der beizulegende Zeitwert ist der Betrag, zu dem am Bilanzstichtag zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. Der beizulegende Zeitwert wird durch den an einem aktiven Markt festgestellten Preis des Finanzinstruments bestimmt (Mark-to-Market; Bewertungshierarchie Level I). Sofern keine Marktpreise verfügbar sind, erfolgt die Bewertung anhand von notierten Preisen ähnlicher Instrumente an aktiven Märkten. Sind keine notierten Preise für identische oder ähnliche Finanzinstrumente verfügbar, setzen wir zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes Bewertungsmodelle ein (Mark-to-Model), die im größtmöglichen Umfang Marktdaten als Parameter verwenden (Bewertungshierarchie Level II). Wenn für die Bewertung mit Bewertungsmodellen nicht ausreichend aktuelle überprüfbare Marktdaten vorliegen, werden auch nicht am Markt beobachtbare Parameter herangezogen. Diese Eingangsparameter können Daten enthalten, die in Form von Näherungswerten unter anderem aus historischen Daten ermittelt werden (Bewertungshierarchie Level III). Für die detaillierte Darstellung der Bewertungshierarchien verweisen wir auf Note 82.

Die nachstehenden Erläuterungen geben eine Übersicht darüber, wie die Regelungen des IAS 39 in der derzeit gültigen Fassung in unserem Konzern umgesetzt wurden:

a) Zugang und Abgang von Finanzinstrumenten

Der Bilanzansatz eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verpflichtung erfolgt grundsätzlich, wenn der Konzern Vertragspartei bezüglich der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei regulären Kassakäufen oder -verkäufen von finanziellen Vermögenswerten fallen Handels- und Erfüllungstag im Allgemeinen auseinander. Für diese regulären Kassakäufe oder -verkäufe besteht ein Wahlrecht der Bilanzierung zum Handelstag (Trade Date Accounting) oder zum Erfüllungstag (Settlement Date Accounting). Im Konzern erfolgt für alle Regular-Way-Käufe und -Verkäufe finanzieller Vermögenswerte bei Ansatz und Abgang die Bilanzierung zum Handelstag.

Die Abgangsvorschriften des IAS 39 richten sich sowohl nach dem Konzept der Chancen und Risiken als auch nach der Verfügungsmacht bei der Prüfung von Ausbuchungsvorgängen. Die Bewertung der Chancen und Risiken aus dem Eigentum hat dabei Vorrang vor der Beurteilung der Übertragung der Verfügungsmacht.

Bei einer nur teilweisen Übertragung der Chancen und Risiken und der Zurückbehaltung von Verfügungsmacht kommt der Ansatz für fortdauernde Engagements zur Anwendung. Der finanzielle Vermögenswert wird dabei unter Berücksichtigung bestimmter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in dem Umfang erfasst, der seinem fortdauernden Engagement (Continuing Involvement) entspricht. Die Höhe des fortdauernden Engagements bestimmt sich aus dem Umfang, in dem der Konzern weiterhin das Risiko von Wertänderungen des übertragenen Vermögenswertes trägt. Eine finanzielle Verpflichtung (oder ein Teil einer finanziellen Verpflichtung) wird ausgebucht, wenn sie erloschen ist, das heißt, wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Auch der Rückerwerb eigener Schuldtitel fällt unter die Ausbuchung finanzieller Verpflichtungen. Unterschiedsbeträge beim Rückkauf zwischen dem Buchwert der Verpflichtung (einschließlich Agien und Disagien) und dem Kaufpreis werden erfolgswirksam erfasst; bei Wiederveräußerung zu einem späteren Zeitpunkt entsteht eine neue finanzielle Verpflichtung, deren Anschaffungskosten dem Veräußerungserlös entsprechen. Unterschiedsbeträge zwischen diesen neuen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden nach der Effektivzinsmethode über die Restlaufzeit des Schuldtitels verteilt.

b) Kategorisierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und ihre Bewertung

Die nachfolgenden Erläuterungen geben einen Überblick über die Kategorien gemäß IAS 39. Das betrifft die Kategorien Kredite und Forderungen (Loans and Receivables), bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte (Held-to-Maturity), erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale) sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (Other Financial Liabilities).

Kredite und Forderungen (Loans and Receivables):
Dieser Kategorie ordnen wir nicht derivative Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungsansprüchen zu, für die kein aktiver Markt besteht. Dies gilt unabhängig davon, ob die Finanzinstrumente originär begründet oder im Sekundärmarkt erworben wurden. Ein aktiver Markt ist dann gegeben, wenn notierte Preise regelmäßig zum Beispiel von einer Börse oder einem Broker zur Verfügung gestellt werden und diese Preise repräsentativ für aktuelle Transaktionen zwischen fremden Dritten sind. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei Vorliegen einer Wertminderung wird diese bei der Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam berücksichtigt. Agien beziehungsweise Disagien werden über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt.
Für die in den Finanzanlagen enthaltenen umkategorisierten Wertpapierbestände der Kategorie Kredite und Forderungen wird der jeweilige beizulegende Zeitwert zum Umkategorisierungszeitpunkt als neuer Buchwert angesetzt. Die zu diesem Zeitpunkt bestehende Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern verbleibt in den Anderen Rücklagen im Eigenkapital und wird über die Restlaufzeit der umkategorisierten Wertpapiere aufgelöst.
Für Finanzanlagen der Kategorie Kredite und Forderungen wird eine Wertminderung nach analogen Maßstäben wie für das Kreditgeschäft gebildet (vergleiche Note 9). Die Wertminderungen für diese Finanzinstrumente werden im Ergebnis aus Finanzanlagen erfasst und direkt von den Finanzanlagen gekürzt. Sollten die Indikatoren für eine Wertminderung von einzelnen Wertpapieren nicht mehr gegeben sein beziehungsweise nicht mehr auf eine Wertminderung hindeuten, so müssen diese bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam zugeschrieben werden. Ebenso kann ein verbessertes Risikoumfeld zur Auflösung einer zuvor gebildeten Wertminderung auf Portfolioebene führen.

Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte (Held-to-Maturity):
Dieser Kategorie dürfen nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen sowie festgelegter Laufzeit dann zugeordnet werden, wenn die Absicht sowie die Fähigkeit besteht, sie bis zur Endfälligkeit zu halten. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei Vorliegen einer Wertminderung wird dieses bei der Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam berücksichtigt. Agien beziehungsweise Disagien werden über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt. Der Commerzbank-Konzern verwendete die Kategorie bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte auch im Geschäftsjahr 2012 nicht.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Financial Assets or Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss); für die Zuordnung ist eine der folgenden Bedingungen zu erfüllen:

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Held for Trading):
Diese Kategorie umfasst die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden (Handelsaktiva und -passiva).
Derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden, sind nur dann in den Handelsaktiva beziehungsweise Handelspassiva enthalten, wenn diese die Bedingungen für die Anwendung des Hedge Accountings (vergleiche unten in dieser Note) nicht erfüllen. Ansonsten werden sie als Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten ausgewiesen.
Handelsaktiva und Handelspassiva werden zu jedem Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert.
Kann der beizulegende Zeitwert nicht einem aktiven Markt entnommen werden, bewerten wir die Bestände grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativen Preisen von Preisagenturen beziehungsweise anderen Kreditinstituten (Lead-Managern) oder interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodellen). Die Bewertung von Zins- und Zinswährungsderivaten erfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen Fixing-Frequenz für variable Zahlungen. Bei Derivatepositionen können zudem bei Ausfall der Kontrahenten Wiedereindeckungskosten entstehen, wenn nach Berücksichtigung von Aufrechnungsvereinbarungen und Sicherheitsabreden ein positiver Marktwert verbleibt. Diese potenziellen Wiedereindeckungskosten sind bei der Fair-Value-Ermittlung von Handelspositionen zu berücksichtigen. Der Commerzbank-Konzern bildet in diesem Fall sogenannte Counterparty Default Adjustments (CDA), die den erwarteten Verlust aus einem möglichen Ausfall des Kontrahenten berücksichtigen.
Die Bewertungs- sowie Veräußerungsergebnisse werden in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung im Handelsergebnis erfasst. Daneben weisen wir auch die Zins- und Dividendenerträge sowie Refinanzierungsaufwendungen, die aus Handelsgeschäften resultieren, im Handelsergebnis aus.

Zum beizulegenden Zeitwert designierte Finanzinstrumente (Designated at Fair Value through Profit or Loss):
Gemäß der sogenannten Fair Value Option ist es zulässig, jedes Finanzinstrument freiwillig einer Bewertung zum Fair Value mit Erfassung der Bewertungsergebnisse in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung zu unterwerfen. Die Entscheidung zur Nutzung der Fair Value Option ist für ein Finanzinstrument zum Zeitpunkt des Zugangs unwiderruflich zu treffen. Voraussetzung für die Anwendung der Fair Value Option für ein Finanzinstrument ist, dass

eine Ansatz- oder Bewertungsinkongruenz (Accounting Mismatch) vermieden oder erheblich reduziert wird oder

das Management und die Performancemessung eines Portfolios aus Finanzinstrumenten auf Fair-Value-Basis erfolgt oder

das Finanzinstrument ein oder mehrere trennungspflichtige eingebettete Derivate enthält.

Finanzinstrumente, für die die Fair Value Option angewendet wird, verbleiben in ihrem jeweiligen Bilanzposten. Die Bewertungsergebnisse erfassen wir in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung im Posten Handelsergebnis, Zinserträge und -aufwendungen weisen wir im Zinsergebnis aus. Weitere Ausführungen zu Art und Umfang der Anwendung der Fair Value Option im Commerzbank-Konzern finden sich in Note 83.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale):
Diese Kategorie umfasst alle nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die keiner der vorgenannten Kategorien zugeordnet wurden oder für die eine Designation als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte erfolgte. Dabei handelt es sich insbesondere um verzinsliche Wertpapiere, Aktien und Beteiligungen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Kann der beizulegende Zeitwert keinem aktiven Markt entnommen werden, bewerten wir die Bestände grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativen Preisen von Preisagenturen beziehungsweise anderen Kreditinstituten (Lead-Managern) oder interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodellen). Ist der beizulegende Zeitwert bei Eigenkapitalinstrumenten ausnahmsweise nicht verlässlich ermittelbar, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungen. Das Ergebnis aus der Bewertung weisen wir - nach Berücksichtigung latenter Steuern - erfolgsneutral in einem gesonderten Posten der Anderen Rücklagen (Neubewertungsrücklage) innerhalb des Eigenkapitals aus. Agien oder Disagien bei Fremdkapitalinstrumenten werden erfolgswirksam über die Laufzeit verteilt und im Zinsüberschuss vereinnahmt. Zinserträge, Dividendenzahlungen und laufende Beteiligungsergebnisse aus Vermögenswerten, die dieser Kategorie zuzuordnen sind, werden ebenfalls im Zinsüberschuss gezeigt. Bei einer Veräußerung der finanziellen Vermögenswerte lösen wir das bislang in der Neubewertungsrücklage erfolgsneutral bilanzierte kumulierte Bewertungsergebnis auf und erfassen es erfolgswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung.
Für die Finanzinstrumente dieser Kategorie ist zu prüfen, ob objektive Hinweise gemäß IAS 39.59 (zum Beispiel Vertragsbruch, Schadensfall, erhöhte Wahrscheinlichkeit für Sanierungsverfahren oder Insolvenz) auf einen nach dem Zugangszeitpunkt eingetretenen Verlust vorliegen, die zu einer Minderung der hieraus erwarteten Zahlungsströme führen. Eine Wertminderung besteht, wenn der Barwert der erwarteten Zahlungsströme geringer als die fortgeführten Anschaffungskosten des betreffenden Finanzinstruments ist. Im Falle einer Wertminderung ist das Bewertungsergebnis nicht mehr erfolgsneutral in den Anderen Rücklagen (Neubewertungsrücklage) im Eigenkapital, sondern als Wertminderungsaufwand in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung im Ergebnis aus Finanzanlagen zu erfassen.
Im Commerzbank-Konzern werden Eigenkapitalinstrumente des Available-for-Sale-Bestandes abgeschrieben, wenn der beizulegende Zeitwert entweder signifikant (≥ 20 %) oder dauerhaft (mindestens neun Monate) unter den Anschaffungskosten liegt. Neben diesen quantitativen Hinweisen (Trigger-Events) werden zur Prüfung auch die qualitativen Trigger-Events des IAS 39.59 herangezogen. Wertaufholungen dürfen bei Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte nicht erfolgswirksam erfasst werden; vielmehr sind sie ergebnisneutral über die Neubewertungsrücklage zu buchen. Bei nicht notierten Eigenkapitalinstrumenten, für die ein verlässlicher beizulegender Zeitwert nicht regelmäßig ermittelt werden kann und die deshalb zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungen bewertet sind, darf überhaupt keine Wertaufholung vorgenommen werden.
Fremdkapitalinstrumente werden einzeln auf einen Wertminderungsbedarf untersucht, wenn qualitative Trigger-Events (IAS 39.59) vorliegen. Zur Operationalisierung der qualitativen Trigger-Events wurden im Commerzbank-Konzern zusätzliche Indikatoren für eine Abschreibung entwickelt. So sind zum Beispiel Fremdkapitalinstrumente dieser Kategorie grundsätzlich abzuschreiben, wenn das Rating des Schuldners CCC oder schlechter aufweist (siehe Commerzbank-Masterskala im Risikobericht) und der Fair Value unter den fortgeführten Anschaffungskosten liegt.
Fallen die Gründe für eine Wertminderung von Fremdkapitalinstrumenten weg, ist eine Wertaufholung erfolgswirksam bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorzunehmen. Der über die Anschaffungskosten hinausgehende Betrag ist in der Neubewertungsrücklage zu erfassen.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (Other financial liabilities):
Alle finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht als zu Handelszwecken gehalten kategorisiert wurden und für die nicht die Fair Value Option angewendet wurde, fallen unter die Kategorie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Zu dieser Kategorie zählen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie Verbriefte Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Agien beziehungsweise Disagien werden über die Laufzeit verteilt erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt.

c) Nettoerfolge

Die Nettoerfolge umfassen erfolgswirksame Fair-Value-Bewertungen, Wertminderungen, Zuschreibungen, realisierte Abgangserfolge und nachträgliche Eingänge aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten der jeweiligen Kategorie gemäß IAS 39. Die Bestandteile werden in den Notes Zinsüberschuss, Risikovorsorge im Kreditgeschäft, Handelsergebnis und Ergebnis aus Finanzanlagen nach den Kategorien gemäß IAS 39 dargestellt.

d) Finanzgarantien (Financial Guarantee Contracts)

Eine Finanzgarantie ist gemäß IAS 39 ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, die den Garantienehmer für einen Verlust entschädigen, der ihm entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gemäß den ursprünglichen oder geänderten Bedingungen eines Schuldinstrumentes nicht fristgemäß nachkommt. Darunter können zum Beispiel Bankgarantien und -bürgschaften fallen (vergleiche Note 88). Ist der Commerzbank-Konzern Garantienehmer, wird die Finanzgarantie bilanziell nicht erfasst und nur bei der Ermittlung der Wertminderung eines besicherten Vermögenswertes berücksichtigt. Als Garantiegeber erfasst der Commerzbank-Konzern die Verpflichtung aus einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss. Die Erstbewertung erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erfassungszeitpunkt. Insgesamt betrachtet ist der beizulegende Zeitwert einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss null, denn der Wert der vereinbarten Prämie wird bei marktgerechten Verträgen regelmäßig dem Wert der Garantieverpflichtung entsprechen (sogenannte Nettomethode). Die Folgebewertung erfolgt zum höheren Betrag aus fortgeführten Anschaffungskosten oder dem Rückstellungsbetrag, der gemäß IAS 37 in Verbindung mit IAS 39 im Falle einer drohenden Inanspruchnahme zu bilden ist.

Sofern eine Finanzgarantie Bestandteil einer Finanzierungszusage ist, für die eine Handelsabsicht besteht, ist auch die Finanzgarantie als zu Handelszwecken gehalten zu kategorisieren. Die Behandlung solcher Finanzgarantien erfolgt dann abweichend zu der vorhergehenden Beschreibung gemäß den Vorgaben der Kategorie zu Handelszwecken gehalten (vergleiche Note 5 b).

e) Eingebettete Derivate (Embedded Derivatives)

IAS 39 regelt auch die bilanzielle Behandlung von Derivaten, die in originäre Finanzinstrumente eingebettet sind (Embedded Derivatives). Dabei handelt es sich zum Beispiel um Aktienanleihen (Anleihen mit Rückzahlungsrecht in Aktien) oder Anleihen mit indexbezogener Verzinsung. Gemäß IAS 39 ist das eingebettete Derivat unter bestimmten Bedingungen getrennt vom originären Trägerinstrument wie ein freistehendes Derivat zu bilanzieren.

Eine solche bilanzielle Trennungspflicht ist dann gegeben, wenn die drei folgenden Bedingungen erfüllt sind:

Die Charakteristika und Risiken des eingebetteten Derivats sind nicht eng mit denen des originären Trägerinstruments verbunden,

ein eigenständiges Derivat mit den gleichen Bedingungen wie das eingebettete Derivat erfüllt die Definition eines Derivats nach IAS 39, und

das originäre Finanzinstrument wird nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

In diesem Fall ist das zu trennende eingebettete Derivat als Teil des Handelsbestandes anzusehen und zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bilanzieren. Bewertungsänderungen sind erfolgswirksam im Handelsergebnis zu erfassen. Die Bilanzierung und Bewertung des Basisvertrages folgt hingegen den Vorschriften der zugewiesenen Kategorie des Finanzinstruments.

Wenn die vorstehend genannten drei Bedingungen nicht erfüllt sind, wird das eingebettete Derivat nicht getrennt bilanziert und das hybride Finanzinstrument (strukturiertes Produkt) insgesamt nach den allgemeinen Vorschriften der Kategorie bewertet, der das Finanzinstrument zugeordnet wurde.

f) Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen (Hedge Accounting)

IAS 39 beinhaltet umfassende Regelungen für die bilanzielle Abbildung von Sicherungszusammenhängen, sofern die Sicherungsinstrumente (insbesondere Derivate) nachweislich zur Absicherung von Risiken aus Nichthandelsgeschäften (Grundgeschäften) eingesetzt werden.

Dabei werden vorwiegend zwei Formen des Hedge Accountings angewendet:

Fair Value Hedge Accounting:
IAS 39 sieht die Anwendung des Hedge Accountings zur Vermeidung des Accounting Mismatches für Derivate vor, die der Absicherung des beizulegenden Zeitwertes bilanzierter Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten gegen ein oder mehrere festgelegte Risiken dienen. Einem Marktzinsrisiko beziehungsweise Zinsänderungsrisiko unterliegen insbesondere die Emissions- und Kreditgeschäfte des Konzerns und die Wertpapierbestände der Liquiditätssteuerung, sofern es sich um festverzinsliche Papiere handelt. Zur Absicherung dieser Risiken werden vor allem Zinsswaps verwendet.
Gemäß den Regelungen des Fair Value Hedge Accountings werden die zur Absicherung eingesetzten derivativen Finanzinstrumente zum Fair Value als Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten bilanziert. Für den gesicherten Vermögenswert beziehungsweise die gesicherte Verbindlichkeit sind die aus dem gesicherten Risiko resultierenden gegenläufigen Fair-Value-Änderungen ebenfalls bilanziell zu erfassen. Die gegenläufigen Bewertungsänderungen aus den Sicherungsinstrumenten sowie aus den gesicherten Grundgeschäften werden erfolgswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung als Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen erfasst. Der Teil der Zeitwertänderungen, der nicht dem abgesicherten Risiko zuzurechnen ist, wird entsprechend den Regeln der zugehörigen Bewertungskategorie behandelt. Fair Value Hedge Accounting kann entweder als Mikro Fair Value Hedge oder als Portfolio Fair Value Hedge für Zinsrisiken ausgestaltet werden:

Beim Micro Fair Value Hedge Accounting wird ein Grundgeschäft mit einem oder mehreren Sicherungsgeschäften in einer Sicherungsbeziehung verknüpft. Die Buchwerte der Grundgeschäfte werden im Falle von Fair-Value-Änderungen, die dem abgesicherten Risiko zuzuordnen sind, erfolgswirksam angepasst.

Beim Portfolio Fair Value Hedge wird die Absicherung von Zinsrisiken auf Portfolioebene abgebildet. Abgesichert werden nicht einzelne Geschäfte oder Gruppen von Geschäften mit ähnlicher Risikostruktur, sondern ein Betrag von Grundgeschäften gegliedert nach Laufzeitbändern entsprechend den erwarteten Rückzahlungs- und Zinsanpassungsterminen in einem Portfolio. Portfolios können nur Aktiva, nur Passiva oder beides enthalten. Bei dieser bilanziellen Abbildung von Sicherungszusammenhängen werden die Wertänderungen der Grundgeschäfte als separater Aktiv- beziehungsweise Passivposten in der Bilanz erfasst. Der abgesicherte Betrag der Grundgeschäfte wird im Konzernabschluss ohne Sicht- oder Spareinlagen bestimmt (die Regelungen des EU-Carveouts werden damit nicht in Anspruch genommen).

Cash Flow Hedge Accounting:
IAS 39 sieht die Anwendung des Cash Flow Hedge Accountings zur Vermeidung des Accounting Mismatches für Derivate vor, die der Absicherung gegen das Risiko einer Veränderung künftiger Zahlungsströme dienen. Im Rahmen des Cash Flow Hedge Accountings eingesetzte Derivate werden zum Fair Value bilanziert. Das Bewertungsergebnis wird, sofern effektiv, erfolgsneutral nach Berücksichtigung latenter Steuern in der Rücklage aus Cash Flow Hedges im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil wird hingegen ergebniswirksam als Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen ausgewiesen. Für die den gesicherten Zahlungsströmen zugrunde liegenden Geschäfte ändern sich die oben beschriebenen allgemeinen Bilanzierungsregeln nicht.

Die Anwendung der Regeln des Hedge Accountings ist an eine Reihe von Bedingungen gebunden. Diese beziehen sich insbesondere auf die Dokumentation des Sicherungszusammenhangs sowie auf die Wirksamkeit der Absicherungsmaßnahme.

Die Sicherungsbeziehung muss ab dem Zeitpunkt ihrer Begründung dokumentiert werden. Die Dokumentation umfasst insbesondere die Identifikation des Sicherungsinstruments und des gesicherten Grundgeschäfts sowie die Kennzeichnung des gesicherten Risikos und der Methodik zur Bestimmung der Effektivität des Sicherungszusammenhangs. Neben der Dokumentation verlangt IAS 39 für die Anwendung der Regelungen des Hedge Accountings den Nachweis eines effektiven Sicherungszusammenhangs während des gesamten Zeitraums der Sicherungsbeziehung. Unter Effektivität wird in diesem Zusammenhang das Verhältnis der aus dem gesicherten Grundgeschäft resultierenden Änderungen des beizulegenden Zeitwertes (Fair Value) beziehungsweise des Zahlungsstroms zur gegenläufigen Änderung des beizulegenden Zeitwertes beziehungsweise des Zahlungsstroms aus dem Sicherungsinstrument verstanden. Wenn sich diese Änderungen fast vollständig ausgleichen, liegt eine hohe Effektivität vor. Der Effektivitätsnachweis verlangt einerseits, dass für eine Sicherungsbeziehung künftig eine hohe Effektivität erwartet werden kann (prospektive Effektivität). Andererseits ist während des Bestehens der Sicherungsbeziehung regelmäßig nachzuweisen, dass diese während der Berichtsperiode hoch effektiv war (retrospektive Effektivität). Die Effektivität muss sowohl prospektiv als auch retrospektiv innerhalb einer Bandbreite zwischen 0,8 und 1,25 liegen.

Die Commerzbank wendet für die Effektivitätsmessung für Mikro Fair Value Hedge Accounting das statistische Verfahren der Regressionsanalyse an, wobei die Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument für den prospektiven Effektivitätstest durch historische Simulationen ermittelt werden. Retrospektiv werden die tatsächlichen Wertveränderungen genutzt. Auch für Portfolio Fair Value Hedge Accounting kommt für den prospektiven Effektivitätstest die Regressionsanalyse zur Anwendung, während für den retrospektiven Effektivitätstest die Dollar-Offset-Methode zur Anwendung kommt.

(6) Währungsumrechnung

Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die auf Fremdwährung lauten, und schwebende Fremdwährungskassageschäfte werden zum Kassamittelkurs des Bilanzstichtages, Devisentermingeschäfte zum Terminkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Realisierte Aufwendungen und Erträge rechnen wir grundsätzlich mit dem zum Zeitpunkt der Realisierung gültigen Kassakurs um.

Zur Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen können auch Durchschnittskurse verwendet werden, sofern diese keine bedeutenden Schwankungen aufweisen. Kursgesicherte Aufwendungen und Erträge rechnen wir zum Sicherungskurs um. Die aus der Umrechnung von Bilanzposten resultierenden Aufwendungen und Erträge werden grundsätzlich erfolgswirksam im Handelsergebnis erfasst.

Nicht monetäre Posten, zum Beispiel Beteiligungen, werden grundsätzlich mit historischen Kursen umgerechnet, wenn sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Wir nutzen für die Umrechung den Stichtagskurs, wenn sie zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Ergebnisse aus der Umrechnung von Gewinnen oder Verlusten aus nicht monetären Posten weisen wir entsprechend der Erfassung der Gewinne oder Verluste entweder ergebnisneutral im Eigenkapital oder ergebniswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung aus.

Die Umrechnung von in Fremdwährung aufgestellten Abschlüssen von konsolidierten Tochterunternehmen und at-Equity-bewerteten Unternehmen erfolgt für Erträge und Aufwendungen grundsätzlich zum Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls. Vereinfachend kann bei der Umrechnung auch ein Kurs verwendet werden, der einen Näherungswert für den Umrechnungskurs am Tag des Geschäftsvorfalls darstellt, beispielsweise der Durchschnittskurs einer Periode. Alle sich aus der Umrechnung ergebenden Differenzen sind als separater Bestandteil des Eigenkapitals in der Rücklage aus der Währungsumrechnung erfolgsneutral anzusetzen. Umrechnungsgewinne und -verluste aus der Kapitalkonsolidierung weisen wir ebenfalls erfolgsneutral in der Rücklage aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital aus. Zum Zeitpunkt der Veräußerung oder Teilveräußerung der in Fremdwährung aufgestellten Gesellschaften werden die Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam grundsätzlich im Ergebnis aus Finanzanlagen erfasst. Auch bei Teilrückführungen von Kapital in Fremdwährung, die nicht zu einer Entkonsolidierung der Gesellschaften führen, wird der anteilige Effekt auf die Rücklage aus der Währungsumrechnung ergebniswirksam erfasst (vergleiche Note 2).

(7) Barreserve

Die Barreserve umfasst den Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken, Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind. Mit Ausnahme der Schuldtitel öffentlicher Stellen, die wir zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanzieren, sind alle Bestände zum Nennwert ausgewiesen.

(8) Forderungen

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden im Commerzbank-Konzern, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden und nicht an einem aktiven Markt notiert sind, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Agien oder Disagien werden erfolgswirksam über die Laufzeit verteilt im Zinsergebnis vereinnahmt. Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, die im Rahmen der Fair Value Option angesetzt werden, bilanzieren wir zum beizulegenden Zeitwert. Die Buchwerte von Forderungen, für die Micro Fair Value Hedge Accounting angewendet wird, werden um die dem abgesicherten Risiko zuzurechnenden Fair-Value-Änderungen angepasst. Bei Anwendung von Portfolio Fair Value Hedge Accounting werden die Fair-Value-Änderungen in dem aktivischen Bilanzposten Wertanpassung Portfolio Fair Value Hedges erfasst.

(9) Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Den besonderen Risiken im bilanziellen und außerbilanziellen Kreditgeschäft, das der Kategorie Kredite und Forderungen zuzuordnen ist, tragen wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen (Specific Loan Loss Provisions; SLLP), pauschalierten Einzelwertberichtigungen (Portfolio Loan Loss Provisions; PLLP) und Portfoliowertberichtigungen (General Loan Loss Provisions; GLLP) Rechnung.

Bei der Ermittlung der Risikovorsorge wird grundsätzlich nach ausgefallenen und nicht ausgefallenen Forderungen beziehungsweise nach nicht signifikanten (Volumen bis 1 Mio. Euro) und signifikanten Forderungen (Volumen größer als 1 Mio. Euro) unterschieden. Als ausgefallen beziehungsweise notleidend werden alle Forderungen bezeichnet, die gemäß Basel-II-Regularien als Ausfall (Default) identifiziert wurden. Für den Default eines Kunden können folgende Ereignisse ausschlaggebend sein:

Drohende Zahlungsunfähigkeit (größer 90 Tage überfällig).

Die Bank begleitet die Sanierung/Restrukturierung des Kunden mit und ohne Sanierungsbeiträgen.

Die Bank kündigt die Forderungen.

Der Kunde ist im Insolvenzverfahren.

Für signifikante ausgefallene Forderungen bilden wir nach konzerneinheitlichen Maßstäben Einzelwertberichtigungen. Sowohl für die Berechnung der Einzelrisikovorsorge als auch die der Rückstellung für Einzelrisiken (SLLP) werden die Barwerte der zukünftig erwarteten Zahlungsströme (Cashflows) herangezogen. In den Cashflows werden neben den erwarteten Zahlungen auch die Erlöse aus der Sicherheitenverwertung und sonstige erzielbare Cashflows berücksichtigt. Die Risikovorsorge entspricht also der Differenz zwischen dem Buchwert des Kredites und dem Barwert der gesamten erwarteten Rückflüsse. Unter Verwendung des ursprünglichen Effektivzinssatzes wird die Erhöhung des Barwerts durch den Zeitablauf als Zinsertrag (sogenanntes Unwinding) erfasst.

Für ausgefallene, aber nicht signifikante Forderungen wird auf Grundlage von internen Parametern eine pauschalierte Einzelwertberichtigung beziehungsweise Rückstellung (PLLP impaired) gebildet.

Für nicht ausgefallene Forderungen tragen wir den Kreditrisiken in Form von Portfoliowertberichtigungen (GLLP) Rechnung. Die Höhe der zu bildenden Portfoliowertberichtigung sowohl für das bilanzielle als auch das außerbilanzielle Geschäft, wird unter Verwendung von aus der Basel-II-Systematik abgeleiteten Parametern ermittelt.

Der Gesamtbetrag der Risikovorsorge kürzen wir, sofern er sich auf bilanzielle Forderungen bezieht, in der Bilanz von den entsprechenden Aktivposten. Die Risikovorsorge für außerbilanzielle Geschäfte (Eventualverbindlichkeiten, Kreditzusagen) wird hingegen als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt.

Uneinbringliche Forderungen, für die keine Einzelwertberichtigungen bestanden, werden direkt abgeschrieben. Eingänge auf abgeschriebene Forderungen werden erfolgswirksam in der Risikovorsorge erfasst. Wertgeminderte Forderungen werden unter Verbrauch von etwaigen bestehenden Einzelwertberichtigungen (teil-)abgeschrieben, wenn sich die teilweise oder vollständige Uneinbringlichkeit der Forderung herausstellt. Forderungsteile wertgeminderter Forderungen, die die bestehende Risikovorsorge übersteigen, schreiben wir im Falle der Uneinbringlichkeit ebenfalls direkt ab.

(10) Echte Pensionsgeschäfte und Wertpapierleihgeschäfte

Zu den echten Pensionsgeschäften zählen Repo- und Reverse-Repo-Geschäfte. Repos sind Kombinationen aus Kassakäufen oder -verkäufen von Wertpapieren mit gleichzeitigem Verkauf oder Rückkauf auf Termin mit demselben Kontrahenten. Die bei Repo-Geschäften in Pension gegebenen Wertpapiere (Kassaverkauf) werden in der Konzernbilanz weiterhin als Wertpapierbestand jeweils entsprechend der zugrunde liegenden Kategorie bilanziert und bewertet. Eine Ausbuchung der Wertpapiere erfolgt nicht, da wir alle mit dem Eigentum am Pensionsgegenstand verbundenen Chancen und Risiken zurückbehalten. Für die übertragenen, aber nicht ausgebuchten finanziellen Vermögenswerte bestehen insofern die gleichen Risiken und Chancen wie für die nicht übertragenen finanziellen Vermögenswerte, die in Note 5 beschrieben sind.

Der Liquiditätszufluss aus dem Repo-Geschäft wird je nach Gegenpartei als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten oder gegenüber Kunden in der Bilanz ausgewiesen. Vereinbarte Zinszahlungen werden laufzeitgerecht als Zinsaufwendungen im Zinsergebnis erfasst.

Die bei Reverse Repos entstehenden Liquiditätsabflüsse werden als Forderungen an Kreditinstitute oder Kunden bilanziert. Die Bewertung erfolgt entweder zum beizulegenden Zeitwert unter Anwendung der Fair Value Option oder zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die dem Geldgeschäft zugrunde liegenden in Pension genommenen Wertpapiere (Kassakauf) werden nicht in der Bilanz ausgewiesen und folglich auch nicht bewertet. Vereinbarte Zinsen aus Reverse Repos werden laufzeitgerecht als Zinserträge im Zinsergebnis erfasst.

Wertpapierleihgeschäfte schließen wir mit Kreditinstituten und Kunden ab, um der Erfüllung von Lieferverpflichtungen nachzukommen oder Wertpapierpensionsgeschäfte tätigen zu können. Diese Geschäfte bilanzieren wir analog dem Ausweis von Wertpapieren aus echten Pensionsgeschäften. Dabei verbleiben verliehene Wertpapiere weiterhin in unserem Wertpapierbestand (Handelsaktiva oder Finanzanlagen) und werden nach den Regeln des IAS 39 bewertet. Entliehene Wertpapiere werden nicht bilanziert und auch nicht bewertet. Im Rahmen von Wertpapierleihgeschäften kann das Bonitätsrisiko des Kontrahenten durch die Stellung von Sicherheiten unter anderem in Form von Liquidität vermieden werden. Die Stellung von Sicherheiten für ein Leihgeschäft wird als "Cash Collateral Out" (gezahlte Sicherheitsleistung) und der Erhalt von Sicherheiten als "Cash Collateral In" (erhaltene Sicherheitsleistungen) bezeichnet. Darüber hinaus werden Cash Collateral Outs im Zusammenhang mit Derivaten als Sicherheiten hinterlegt. Durch uns gestellte Barsicherheiten für Wertpapierleihgeschäfte weisen wir als Forderungen, erhaltene Sicherheiten als Verbindlichkeiten aus. Erträge und Aufwendungen aus dem Wertpapierleihgeschäft werden laufzeitgerecht im Zinsergebnis erfasst.

(11) Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges

In diesen Posten erfassen wir aktivisch beziehungsweise passivisch die zinsinduzierten Wertänderungen der Grundgeschäfte, für die Portfolio Fair Value Hedge Accounting angewendet wird.

(12) Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten

Derivative Finanzinstrumente, die zur Absicherung eingesetzt sind und sich für das Hedge Accounting qualifizieren sowie einen positiven Marktwert aufweisen, werden in diesem Bilanzposten ausgewiesen. Die Bewertung der Sicherungsinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value).

(13) Handelsaktiva

Im Posten Handelsaktiva weisen wir zum einen originäre Finanzinstrumente aus, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Dazu gehören zins- und eigenkapitalbezogene Wertpapiere, Schuldscheindarlehen sowie Anteile an Investmentfonds. Zum anderen sind hier alle derivativen Finanzinstrumente ausgewiesen, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt werden und einen positiven beizulegenden Zeitwert besitzen. Darüber hinaus werden dem Handelsbuch zugeordnete Kreditzusagen mit positivem Marktwert in diesem Posten bilanziert.

(14) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen umfassen Finanzinstrumente, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden. Als Finanzanlagen weisen wir alle nicht Handelszwecken dienenden Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere, Aktien und andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere, sowie Anteile an Investmentfonds, Beteiligungen und Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen aus, es sei denn, sie sind als zur Veräußerung gehalten im Sinne von IFRS 5 zu behandeln. Die nicht at-Equity-bewerteten Anteile an assoziierten Unternehmen beziehungsweise Gemeinschaftsunternehmen weisen wir in den Finanzanlagen unter Beteiligungen aus.

In den Finanzanlagen enthaltene Finanzinstrumente der Kategorie Kredite und Forderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die Bilanzierung und Bewertung der Bestände, die der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte zugeordnet sind, erfolgt zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert (Fair Value).

Agien oder Disagien werden erfolgswirksam über die Laufzeit verteilt und im Zinsergebnis vereinnahmt. Ebenfalls im Zinsergebnis werden Zinserträge aus Schuldverschreibungen, Dividendenzahlungen aus Aktien und aus Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie laufende Beteiligungsergebnisse gezeigt.

Sofern für hier bilanzierte Finanzinstrumente eine effektive Sicherungsbeziehung im Rahmen eines Fair Value Hedges zu einem derivativen Finanzinstrument besteht, wird der Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwertes, der auf das gesicherte Risiko entfällt, erfolgswirksam im Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen ausgewiesen. Wertänderungen der beizulegenden Zeitwerte von Finanzanlagen, auf die die Fair Value Option angewendet wird, weisen wir im Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option aus, das Bestandteil des Handelsergebnisses ist.

(15) Immaterielle Anlagewerte

Unter den Immateriellen Anlagewerten bilanzieren wir insbesondere Software, erworbene Markennamen, Kundenbeziehungen und Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Software und Kundenbeziehungen schreiben wir aufgrund ihrer begrenzten Nutzungsdauer linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer ab. Für Marken beziehungsweise Markennamen erwarten wir, dass hieraus unbegrenzt Cashflows generiert werden können. Deshalb werden auch Markennamen ebenso wie Geschäfts- oder Firmenwerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer mindestens jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairmenttest) unterzogen.

Methode des Werthaltigkeitstests

Alle Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen werden zum Erwerbszeitpunkt auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) allokiert. Die Commerzbank hat die Segmente nach IFRS 8 als zahlungsmittelgenerierende Einheiten definiert. Eine Beschreibung der Segmente erfolgt in Note 45. In der Folge werden diese Vermögenswerte mindestens jährlich zu jedem Bilanzstichtag auf ihren künftigen wirtschaftlichen Nutzen auf Basis der Cash Generating Units überprüft. Dabei wird der Buchwert des gebundenen Eigenkapitals eines Segments als Cash Generating Unit (einschließlich eines zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts) mit deren erzielbarem Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag wird als der höhere Betrag aus Nutzungswert (Value in Use) und Nettoveräußerungswert (Fair Value less Cost to Sell) ermittelt. Der Nutzungswert basiert auf den erwarteten Ergebnissen der Einheit sowie den Kapitaleffekten gemäß der vom Vorstand genehmigten Mehrjahresplanungen der einzelnen Segmente. Sofern der Nutzungswert den Buchwert unterschreitet, wird zusätzlich der Nettoveräußerungswert (Fair Value less Cost to Sell) ermittelt. Der höhere Wert wird angesetzt.

Annahmen im Werthaltigkeitstest

Die Ertragswertberechnungen beruhen auf der Mehrjahresplanung der Segmente. Diese besteht neben der Ergebnisplanung aus einer Planung der Risikoaktiva sowie des gebundenen Eigenkapitals. Wesentliche Werttreiber sind Forderungsvolumina, Zinsüberschuss nach Risikovorsorge sowie Provisionsüberschuss. Weitere sensibel reagierende Planungsparameter sind die Risikoaktiva. Die Planungen basieren auf Prognosen des Economic Research hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und anderer wesentlicher Parameter wie zum Beispiel der Entwicklung der Zinsen, Wechselkurse, Aktien- und Rentenmärkte.

Dabei finden ebenso Erfahrungen des Managements aus der Vergangenheit sowie eine Abwägung von Chancen und Risiken aus den Prognosen Eingang in die Planungen.

Die Mehrjahresplanung beinhaltet grundsätzlich vier Planjahre. Für den Werthaltigkeitstest wurde die Ergebnisplanung des letzten Planjahres bis 2019 fortgeschrieben, um die Auswirkungen von Basel III einschließlich der Übergangsregelungen auf das gebundene Kapital zu berücksichtigen.

Bei der Ertragswertberechnung haben wir durchschnittliche risikoadäquate Zinssätze (vor Steuern) zwischen 11,1 % (Vorjahr: 10,1 %) und 11,9 % (Vorjahr: 13,2 %) angewendet. Als nachhaltige Wachstumsrate für die Berechnung der ewigen Rente werden in allen Segmenten 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) angesetzt.

Sofern objektive Hinweise dafür vorliegen, dass der ursprünglich erkennbare Nutzen nicht mehr erzielt werden kann, ist zunächst eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit vorzunehmen; der Ausweis erfolgt in einem separaten Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung. Ein etwaiger darüber hinausgehender Wertminderungsbedarf wird anteilig auf die übrigen Vermögenswerte der Einheit verteilt.

Erworbene Kundenbeziehungen werden über einen Zeitraum von zehn bis fünfzehn Jahren abgeschrieben.

Für den Posten Software nehmen wir eine lineare Abschreibung über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von üblicherweise zwei bis acht Jahren, teilweise auch bis sechzehn Jahre zulasten der Verwaltungsaufwendungen vor. Unter Software wird sowohl selbst erstellte als auch erworbene Software bilanziert. Sofern der Grund für eine in früheren Geschäftsjahren vorgenommene Wertminderung entfallen ist, werden die immateriellen Vermögenswerte bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten zugeschrieben. Für Geschäfts- oder Firmenwerte sind Zuschreibungen unzulässig.

(16) Sachanlagen

Die hierunter ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Wertminderungen nehmen wir in der Höhe vor, in der der Buchwert den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und aus dem Nutzungswert des Vermögenswertes übersteigt.

Sofern der Grund für eine in früheren Geschäftsjahren vorgenommene Wertminderung entfallen ist, werden die Vermögenswerte bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten zugeschrieben.

Die Bestimmung der Nutzungsdauer nehmen wir unter Beachtung der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der technischen Veralterung sowie rechtlicher und vertraglicher Beschränkungen vor. Alle Sachanlagen werden linear im Wesentlichen über die folgenden Zeiträume abgeschrieben:

scroll
  Voraussichtliche Nutzungsdauer Jahre
Gebäude 25 - 50
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 25

Anschaffungen geringwertiger Sachanlagen wurden aus Wesentlichkeitsgründen direkt als Verwaltungsaufwand erfasst. Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen vereinnahmen wir in den Sonstigen Erträgen, Verluste weisen wir in den Sonstigen Aufwendungen aus.

(17) Leasinggeschäft

Nach IAS 17 wird ein Leasinggeschäft als Operating-Leasing-Verhältnis klassifiziert, wenn es nicht im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt. Demgegenüber gelten als Finanzierungsleasing solche Vertragsverhältnisse, in denen der Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt. Maßgeblich für die Zuordnung der Chancen und Risiken ist grundsätzlich der Barwert der mit den Leasingverträgen verbundenen Zahlungsströme. Sofern der Barwert zumindest der Investitionssumme des Leasingobjekts entspricht, erfolgt eine Klassifizierung als Finanzierungsleasing. Zu den Leasingobjekten gehören insbesondere Immobilien und Kraftfahrzeuge.

Operating Leasing
Soweit die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand beim Leasinggeber verbleiben (Operating Leasing), wird dieser weiterhin bilanziert. Die Leasinggegenstände werden in der Konzernbilanz unter den Sonstigen Aktiva ausgewiesen. Die Bilanzierung der Leasingobjekte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die über die wirtschaftliche Nutzungsdauer planmäßig erfolgenden Abschreibungen oder Wertminderungen. Die Leasingerlöse vereinnahmen wir, sofern in Einzelfällen nicht eine andere Verteilung geboten ist, linear über die Vertragslaufzeit und weisen sie im Sonstigen Ergebnis aus.

Finanzierungsleasing
Wenn nahezu alle Chancen und Risiken an dem Leasinggegenstand auf den Leasingnehmer übergehen (Finanzierungsleasing), weisen wir im Commerzbank-Konzern eine Forderung gegenüber dem Leasingnehmer aus. Der Ausweis der Forderung erfolgt in Höhe des Nettoinvestitionswertes zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Vereinnahmte Leasingraten werden in einen ertragswirksamen Zinsanteil und einen Tilgungsanteil aufgespalten. Die Erträge werden als Zinserträge auf der Basis einer periodengerechten Abgrenzung verteilt vereinnahmt.

Konzern als Leasinggeber

Die Leasingverträge für Immobilien besitzen eine unkündbare Grundmietzeit und sind in der Regel mit Ankaufsrechten der Leasingnehmer ausgestattet. Berechnungsgrundlage für die Zahlungen des Leasingnehmers sind die Gesamtinvestitionskosten abzüglich der zu Beginn des Leasingvertrages festgelegten Restwerte der Leasingobjekte. Während der unkündbaren Grundmietzeit trägt der Leasingnehmer alle objektbezogenen Kosten sowie die Fremdkosten der Leasinggesellschaft. Die Gefahr des zufälligen oder teilweisen Untergangs des Leasinggegenstandes trägt der Leasinggeber.

Die Leasingverträge für Mobilien (Fahrzeuge, EDV-Ausstattung) sind dagegen als Teilamortisationsverträge mit Andienungsrechten und als kündbare Verträge ausgestaltet. Im Fall der Teilamortisationsverträge wird aufgrund der im Verhältnis zur betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer kürzeren Grundmietzeit nur ein Teil der Gesamtinvestitionskosten amortisiert.

Kündbare Leasingverträge besitzen keine feste Grundmietzeit. Im Fall einer Kündigung wird eine im Voraus vereinbarte Abschlusszahlung fällig, die die noch nicht amortisierten Gesamtinvestitionskosten deckt. Erfolgt keine Kündigung, verlängert sich das Mietverhältnis. Die Gefahr des zufälligen oder teilweisen Untergangs des Leasingobjektes trägt wieder der Leasinggeber.

Konzern als Leasingnehmer

Aufwendungen für Operating-Leasing-Verhältnisse werden grundsätzlich linear über die Laufzeit des Leasingvertrages erfasst und im Verwaltungsaufwand ausgewiesen.

Finanzierungsleasingverträge, bei denen der Commerzbank-Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind von untergeordneter Bedeutung.

(18) Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Properties) sind solche Grundstücke und Gebäude zu verstehen, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder aus Gründen eines erwarteten Wertzuwachses gehalten werden. Der Commerzbank-Konzern weist unter anderem die im Rahmen der Sicherheitenverwertung als Finanzinvestition erworbenen Immobilien (Rettungserwerbe) aus.

Die Bewertung erfolgt zum Zugangszeitpunkt gemäß IAS 40 mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten unter Einbeziehung der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Für die Folgebewertung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien wird das Modell des beizulegenden Zeitwertes (Fair Value) angewendet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes basiert im Wesentlichen auf jährlich aktualisierten Bewertungen von internen Sachverständigen sowie auf den bei der aktuellen Marktlage erzielbaren Marktpreisen. Die Bewertung gewerblich genutzter Objekte erfolgt in der Regel ertragswertorientiert; individuelle Wohnungsbauten werden üblicherweise sach- oder vergleichswertorientiert bewertet. Ein Gewinn beziehungsweise Verlust, der durch die Änderung des beizulegenden Zeitwertes entsteht, wird im Sonstigen Ergebnis der Periode erfolgswirksam berücksichtigt.

Laufende Erträge und Aufwendungen werden im Zinsüberschuss ausgewiesen.

(19) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen

Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist, sind als zur Veräußerung bestimmt zu klassifizieren. Die entsprechenden Vermögenswerte sind mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen, sofern dieser niedriger als der Buchwert ist. Für verzinsliche und nicht verzinsliche Finanzinstrumente sowie für als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien erfolgt jedoch nur eine Ausweisänderung nach IFRS 5 und somit ein Umgliederung in die entsprechenden Bilanzposten. Die Bewertung erfolgt weiterhin nach IAS 39 beziehungsweise IAS 40.

Sollten aus der Bewertung gemäß IFRS 5 Wertminderungen resultieren, sind diese abhängig von der zugrunde liegenden Transaktion im entsprechenden Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung zu erfassen. Eine spätere Wertaufholung ist auf die Summe der vorher erfassten Wertminderungen begrenzt.

Nach abgeschlossenem Verkauf werden die Veräußerungsergebnisse für langfristige Vermögenswerte im Sonstigen Ergebnis, für Veräußerungsgruppen grundsätzlich im Ergebnis aus Finanzanlagen erfasst.

(20) Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten bilanzieren wir, sofern sie nicht Handelszwecken dienen, mit fortgeführten Anschaffungskosten. Die in den Verbindlichkeiten eingebetteten Derivate (Embedded Derivatives) werden, sofern trennungspflichtig, abgespalten und mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet unter den Handelsaktiva oder -passiva ausgewiesen. Im Rahmen des Micro Fair Value Hedge Accountings werden gesicherte Verbindlichkeiten um die dem abgesicherten Risiko zuzurechnenden Fair-Value-Änderungen angepasst. Bei Anwendung von Portfolio Fair Value Hedge Accounting werden die Fair-Value-Änderungen in dem passivischen Bilanzposten Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges erfasst. Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wird, sind mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert.

(21) Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten

In diesem Posten werden derivative Finanzinstrumente ausgewiesen, die zur Absicherung eingesetzt werden und sich für das Hedge Accounting qualifizieren, sofern sie einen negativen Marktwert haben. Die Bewertung der Sicherungsinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value).

(22) Handelspassiva

Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt werden, sowie Kreditzusagen des Handelsbuchs, die einen negativen Marktwert besitzen, werden unter den Handelspassiva ausgewiesen. Darüber hinaus bilanzieren wir auch eigene Emissionen des Handelsbuchs und Lieferverpflichtungen aus Wertpapierleerverkäufen in diesem Posten. Die Bewertung der Handelspassiva erfolgt ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value).

(23) Rückstellungen

Eine Rückstellung ist anzusetzen, wenn zum Bilanzstichtag aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung entstand, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen bilden wir daher für ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahmen.

Die Zuführung zu den unterschiedlichen Rückstellungsarten erfolgt über verschiedene Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung. Rückstellungen im Kreditgeschäft werden dem Risikovorsorgeaufwand, Restrukturierungsrückstellungen den Restrukturierungsaufwendungen und Rückstellungen für Rechtsrisiken dem Sonstigen Ergebnis belastet. Die übrigen Rückstellungen werden grundsätzlich zulasten der Verwaltungsaufwendungen gebildet.

Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden dann angesetzt, wenn der Commerzbank-Konzern einen detaillierten formellen Plan für die Restrukturierungsmaßnahmen besitzt und bereits begonnen hat, diesen zu verwirklichen, oder die wesentlichen Details der Restrukturierung bekannt gemacht hat. Der detaillierte Plan umfasst die betroffenen Geschäftsbereiche, die ungefähre Anzahl der Mitarbeiter, deren Stellen im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen betroffen sind, die damit verbundenen Kosten und den Zeitraum, in dem die Restrukturierungsmaßnahme durchgeführt werden soll. Der detaillierte Plan muss in einer Art und Weise kommuniziert werden, dass die Betroffenen mit seiner Verwirklichung rechnen können. Der Posten Restrukturierungsaufwendungen in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung enthält weitere im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen stehende Aufwendungen, die unmittelbar angefallen und nicht in der Restrukturierungsrückstellung enthalten sind.

Abzinsung

Der für eine Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der Ausgabe dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlich ist. Risiken und Unsicherheiten sind bei der Schätzung berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen sind mit ihrem Barwert angesetzt.

(24) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die betriebliche Altersversorgung für die aktiven und ehemaligen Mitarbeiter und Hinterbliebenen der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie einiger inländischer und ausländischer Tochterunternehmen richtet sich nach verschiedenen Versorgungssystemen (beitrags- und leistungsorientierte Pläne).

Zum einen erwerben die Mitarbeiter eine Anwartschaft auf Versorgungsansprüche aufgrund von Zusagen über externe Versorgungswerke, an denen mehrere konzernfremde Unternehmen beteiligt sind. Zur Finanzierung leistet der Konzern unter Beteiligung der aktiven Mitarbeiter einen festgelegten Beitrag an den externen Versorgungsträger (unter anderem BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a. G.), Berlin, BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e. V., Berlin). Die Höhe der gegenwärtigen und künftigen Pensionsleistungen wird hier durch die gezahlten Beiträge und die damit verbundenen Vermögenserträge bestimmt. Für diese mittelbaren Systeme werden die Rechnungslegungsvorschriften gemäß IAS 19 wie für einen beitragsorientierten Plan (Defined Contribution Plan) angewendet, das heißt die Beiträge an die externen Versorgungsträger im Personalaufwand erfasst. Rückstellungen werden nicht gebildet, da die Inspruchnahme aus einer gesetzlichen Subsidiärhaftung als unwahrscheinlich angesehen wird.

Zum anderen bestehen Verpflichtungen aus Versorgungsanwartschaften und laufenden Leistungen aufgrund einer unmittelbaren Versorgungszusage der Commerzbank, bei der die Höhe der Versorgungsleistung festgelegt und von Faktoren wie Alter, Vergütung und Betriebszugehörigkeit abhängig ist. Für diese Versorgungssysteme werden die Rechnungslegungsvorschriften gemäß IAS 19 für einen leistungsorientierten Plan angewendet (Defined Benefit Plan), daher werden Rückstellungen gebildet.

Für versorgungsberechtigte Mitarbeiter, die bis zum 31. Dezember 2004 in die Dienste der Commerzbank Aktiengesellschaft oder einiger anderer konsolidierter Gesellschaften eingetreten sind, richten sich die unmittelbaren Versorgungsansprüche überwiegend nach den Regelungen des Commerzbank-Bausteinplans zur betrieblichen Altersvorsorge (CBA). Die Leistungen nach dem CBA setzen sich der Höhe nach aus einem Initialbaustein für die Zeit bis zum 31. Dezember 2004 und aus einem Versorgungsbaustein - gegebenenfalls zuzüglich eines Dynamikbausteins - für jedes beitragsfähige Kalenderjahr ab dem Jahr 2005 zusammen. Seit dem 1. Januar 2005 eingetretene Mitarbeiter erhalten eine Zusage nach dem Commerzbank-Kapitalplan zur betrieblichen Altersvorsorge (CKA). Der CKA sieht eine garantierte Mindestleistung nach dem Bausteinprinzip vor, eröffnet aber zusätzlich Chancen auf höhere Versorgungsleistungen aus der Anlage von Vermögenswerten in Investmentfonds.

Die unmittelbare betriebliche Altersversorgung für die Mitarbeiter der ehemaligen Dresdner Bank Aktiengesellschaft wird seit dem 1. Januar 2010 ebenfalls nach den Regelungen des Commerzbank-Bausteinplans zur betrieblichen Altersvorsorge (CBA) durchgeführt.

Darüber hinaus bestehen beitrags- und leistungsorientierte Versorgungspläne bei ausländischen Tochtergesellschaften und Niederlassungen, vornehmlich in Großbritannien und den USA.

Zur Erfüllung der unmittelbaren Versorgungsverpflichtungen in Deutschland wurden Deckungsmittel an einen rechtlich unabhängigen Treuhänder, den Commerzbank Pension-Trust e. V. (CPT), übertragen. Das vom CPT gehaltene Treuhandvermögen sowie entsprechende Deckungsmittel für Pensionsverpflichtungen bei Auslandseinheiten sind als Planvermögen im Sinne von IAS 19.7 qualifiziert. Gemäß IAS 19.54 ist der Zeitwert des Planvermögens mit dem Barwert der Verpflichtungen (DBO) zu saldieren, woraus eine entsprechende Reduzierung der Pensionsrückstellungen im Konzern resultiert.

Über die oben beschriebene betriebliche Altersversorgung hinaus gibt es in Großbritannien einen intern finanzierten Gesundheitsfürsorgeplan, nach dem den Berechtigten in der Rentenphase medizinische Aufwendungen erstattet werden beziehungsweise ein Zuschuss zur privaten Krankenversicherung gewährt wird. Die daraus resultierenden Verpflichtungen sind gemäß IAS 19 nach den Regeln für leistungsorientierte Pensionspläne zu bilanzieren.

Der im Personalaufwand zu erfassende Pensionsaufwand für die unmittelbaren Versorgungszusagen setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen: zum einen aus dem Dienstzeitaufwand (Service Cost), der die von den Anwärtern im Geschäftsjahr erdienten Ansprüche repräsentiert, zum anderen aus den Zinsaufwendungen (Interest Cost) auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen, da der Zeitpunkt der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen eine Periode vorangeschritten ist. Dagegen mindern die erwarteten Nettoerträge aus dem Planvermögen den Pensionsaufwand. Weiterhin wird der Pensionsaufwand durch die Tilgung bisher nicht erfolgswirksam erfasster versicherungsmathematischer Gewinne beziehungsweise Verluste in seiner Höhe beeinflusst. Wurden die unmittelbaren Versorgungszusagen geändert und ergibt sich hieraus eine Änderung der Leistungsverpflichtung, ist ein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand beziehungsweise -ertrag zu erfassen.

Die Höhe der Rückstellung berechnet sich gemäß IAS 19.54 folgendermaßen:

Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung für Direktzusagen (DBO)

abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens

ab-/zuzüglich nicht erfasster versicherungsmathematischer Verluste/Gewinne

ab-/zuzüglich eines gegebenenfalls bisher noch nicht erfassten,

nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwandes/ -ertrages

= Höhe der Pensionsrückstellung

Bei leistungsorientierten Plänen bewertet ein unabhängiger Versicherungsmathematiker die Pensionsverpflichtungen und ähnliche Verpflichtungen (Altersteilzeit, Vorruhestand, Jubiläen) jährlich nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Dabei zieht dieser neben biometrischen Annahmen (zum Beispiel Heubeck-Richttafeln 2005G) insbesondere einen aktuellen Abzinsungssatz auf Basis der Renditen für langfristige und hochwertige Unternehmensanleihen, Fluktuation und Karrieretrends sowie künftig zu erwartende Gehalts- oder Rentensteigerungsraten in die Berechnung ein. Für die inländischen Pensionsverpflichtungen wird der Abzinsungsfaktor anhand eines Commerzbank-eigenen Modells bestimmt, abgeleitet aus fristenkongruenten Eurozonen-Swapsätzen adjustiert um einen Spread-Aufschlag hochwertiger Unternehmensanleihen.

Etwaige, noch nicht getilgte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste brauchen nach IAS 19.92 ff. erst in der Berichtsperiode erfasst zu werden, an deren Anfang sie den Korridor von 10 % des Maximums aus DBO und des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens übersteigen.

Die Commerzbank hat sich dafür entschieden, noch nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste schneller als nach der Regelamortisation in IAS 19 zu erfassen. Dazu werden ab einer Signifikanzgrenze von 75 % des 10-%-Korridors 20 % der innerhalb des Korridors liegenden Gewinne und Verluste amortisiert.

Mit dem ab dem 1. Januar 2013 anzuwendenden geänderten Standard IAS 19 entfällt die Korridormethode. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden dann sofort erfolgsneutral und in voller Höhe unmittelbar im Eigenkapital erfasst. Auf Basis des Zinsniveaus Ende 2012 erwarten wir daraus eine Nettobelastung des Eigenkapitals von rund 0,7 Mrd. Euro sowie eine gegenläufige Erhöhung der Pensionsrückstellungen um rund 0,9 Mrd. Euro. Daneben ist der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand aufgrund rückwirkender Planänderungen sofort und vollständig erfolgswirksam zu erfassen. Daraus ergibt sich jedoch kein Mehraufwand im Commerzbank-Konzern, da es bislang keinen nachzuverrechnenden, nicht erfassten Dienstzeitaufwand gab. Aufgrund dieser Änderungen führt die Saldierung von Pensionsverpflichtung und Planvermögen zur Bilanzierung der vollständigen Nettopensionsverpflichtung. Ein weiterer unwesentlicher Effekt von - 2 Mio. Euro ergibt sich aus der Tatsache, dass Altersteilzeitaufstockungszahlungen linear bis zum Ende der Aktivphase anzusammeln statt wie bisher zum Zusagezeitpunkt in voller Höhe zu erfassen sind. Zudem sind im Fall der Finanzierung der Pensionsverpflichtungen durch Planvermögen nach dem geänderten IAS 19 Nettozinskosten zu ermitteln. Hierbei handelt sich um eine Verzinsung der Nettoschuld beziehungsweise des Nettovermögens (leistungsorientierte Verpflichtung abzüglich beizulegender Zeitwert des Planvermögens) unter Nutzung eines einheitlichen Zinssatzes. Für das Geschäftsjahr 2012 würde sich im Vergleich zur bisherigen Nutzung von unterschiedlichen Zinssätzen für Zinsaufwendungen und Erträge aus dem Planvermögen ein Mehraufwand in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung von rund 20 Mio. Euro ergeben.

(25) Mitarbeitervergütungspläne

1. Beschreibung der wesentlichen Vergütungspläne

a) Commerzbank-Incentive-Plan (CIP)

Im Jahr 2011 wurde der Commerzbank-Incentive-Plan (CIP) aufgelegt, durch den die Begünstigten neben einer Barkomponente auch eine bestimmte Anzahl an Commerzbank-Aktien erhalten. Der Geltungsbereich des CIP umfasst den gesamten Commerzbank-Konzern.

Der Mechanismus des neuen Vergütungsmodells zur variablen Vergütung umfasst je nach Ausgestaltungsstufe eine kurzfristige Komponente (Short Term Incentive, STI) und eine langfristige Komponente (Long Term Incentive, LTI). Die STI-Komponente gilt als Entlohnung für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die LTI-Komponente gilt als Entlohnung für einen Erdienungszeitraum von vier Jahren.

Der in Form von Aktien gewährte Anteil an der variablen Vergütung richtet sich nach der sogenannten Risk-Taker-Gruppe.

Risk-Taker I (Executives, Mitglieder einer Geschäftsleitung).

Risk-Taker II (Vorsitzende von wichtigen Ausschüssen, Funktionen mit wesentlichem Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil).

Non-Risk-Taker (übrige Mitarbeiter, deren variable Vergütung einen bestimmten Sockelbetrag überschreitet).

Hinsichtlich der Vergütungskomponenten unterscheiden sich Risk-Taker I und II in der Gewichtung der Kurz- und der Langfristkomponente. Bei beiden wird jeweils die Hälfte der kurzbeziehungsweise langfristigen Komponente in Form von Aktien vergütet. Bei der Gruppe der Non-Risk-Taker wird die Hälfte des Betrages der langfristigen Komponente, der den Sockelbetrag (Freibetrag) übersteigt, in Aktien gewährt.

Auf Basis von Planrechnungen werden im Geschäftsjahr die jeweiligen Vergütungsbestandteile geschätzt und aufwandswirksam gebucht. Die Höhe der variablen Vergütung und damit des auf Aktien entfallenden Teils je Mitarbeiter wird im Rahmen des jährlichen sogenannten Zielerreichungsgesprächs (Performance-Bewertung I) in den ersten drei Monaten des Folgejahres endgültig festgelegt. Dieser Betrag repräsentiert die Obergrenze der variablen Vergütung der gesamten 4-jährigen Erdienungsperiode. Er kann in der Folgezeit als Ergebnis jährlicher Zielerreichungsgespräche nur aufgrund quantitativer konzernspezifischer sowie individueller qualitativer Erfüllungsmerkmale gemindert werden. Die zu gewährende Anzahl von Aktien wird bestimmt, indem der auf Aktien entfallende Teil der variablen Vergütung durch den durchschnittlichen Xetra-Schlusskurs der Commerzbank-Aktie der Monate Januar und Februar sowie dem des Dezembers des Vorjahres geteilt wird.

Die endgültige Verfügbarkeit der Aktien unterliegt beim STI einer 6-monatigen Sperrfrist. Beim LTI entsteht der Erwerbsanspruch nach der Performancebewertung II im Anschluss an den Erdienungszeitraum von vier Jahren (einschließlich des abgelaufenen Geschäftsjahres), also drei Jahre nach Bestimmung der zugrunde gelegten Aktienzahl. Auch hier gilt eine 6-monatige Sperrfrist nach dem Zeitpunkt des Anspruchserwerbs.

Hat die Commerzbank während der Laufzeit des CIPs Dividenden gezahlt, wird bei Fälligkeit zusätzlich ein Barbetrag in Höhe der Dividende ausgeschüttet.

Für Mitarbeiter an Standorten im Ausland, an denen ein Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten rechtlich nicht zulässig ist oder grundsätzlich zwar möglich wäre, aber durch administrative Hürden für die Mitarbeiter ungünstig ist, erfolgt ein Barausgleich.

b) Share Awards

Share Awards sind eine Komponente der variablen Vergütung für außertariflich bezahlte Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, bei der es sich um eine aufgeschobene Vergütung durch die Zuteilung virtueller Commerzbank-Aktien handelt. Sie berechtigen nach Ablauf der Wartefrist ausschließlich zum Bezug des Brutto-Cash-Gegenwertes der zum Zeitpunkt der Zusage festgelegten Anzahl an Aktien. Die Höhe der Rückstellung für die variable Vergütung und damit der in Share Awards umzuwandelnde Teil der variablen Vergütung wird in Abhängigkeit vom Erfolg der Bank erst im Frühjahr des auf das Geschäftsjahr folgenden Jahres festgelegt. Die Anzahl der Share Awards wird zum Zuteilungszeitpunkt bestimmt, indem der umzuwandelnde variable Vergütungsbetrag durch den durchschnittlichen Xetra-Schlusskurs der Monate Januar und Februar des Zuteilungsjahres sowie dem des Dezembers des Vorjahres geteilt wird.

Auch für die Ermittlung des Auszahlungsbetrags wird der durchschnittliche Xetra-Schlusskurs der Commerzbank-Aktie der Monate Januar und Februar des Auszahlungsjahres sowie der des Monats Dezember des Vorjahres herangezogen. Der grundsätzlich drei Jahre nach dem Zuteilungszeitpunkt auszuzahlende Betrag errechnet sich dann durch die Multiplikation dieses Durchschnittskurses mit der zum Zuteilungszeitpunkt festgelegten Anzahl von Share Awards. Hat die Commerzbank während der Laufzeit der Share Awards Dividenden gezahlt, wird zusätzlich zu dem Brutto-Cash-Gegenwert ein Barbetrag in Höhe der Dividende multipliziert mit den zugeteilten Share Awards ausgeschüttet.

Aufgrund der im Oktober 2010 in Kraft getretenen Instituts-Vergütungsverordnung (InstitutsVergV), wurde der Commerzbank-Incentive-Plan (CIP) eingeführt. Für die Geschäftsjahre ab 2011 kommen Share Awards daher nur noch für ausgewählte Mitarbeiter zur Anwendung.

c) Long-Term-Performance-Pläne (LTP)

Für Führungskräfte und ausgewählte weitere Mitarbeiter hatte die Commerzbank bis zum Geschäftsjahr 2008 Long-Term-Performance-Pläne (LTP) aufgelegt. Dabei handelte es sich um eine am Kurs der Commerzbank-Aktie orientierte variable Vergütung mit einer Laufzeit von drei bis fünf Jahren, für die ein Eigeninvestment in Commerzbank-Aktien erforderlich war. Für die Auszahlung sind bestimmte Performancekriterien unserer Aktie maßgeblich. Seit dem Geschäftsjahr 2009 und bis auf Weiteres wird kein neuer LTP mehr angeboten. Der noch laufende LTP 2008 ermöglicht theoretisch eine an der Aktien-/ Indexkursentwicklung orientierte Vergütung bis zum Ablauf des Jahres 2013. In den Geschäftsjahren 2011 und 2012 wurden keine LTP vergütet. Für das Jahr 2013 erwarten wir, dass die Ausübungskriterien ebenfalls nicht zum Tragen kommen.

Der LTP ist als aktienbasierte Vergütungstransaktion mit Barausgleich bilanziert.

d) BRE Bank S.A.

In 2008 hatte die BRE Bank SA für deren Vorstandsmitglieder zwei aktienbasierte Vergütungspläne aufgelegt. Die Vorstandsmitglieder unserer Tochtergesellschaft konnten in den Jahren 2009 bis 2011 teilnehmen. Das erste Programm sah den Bezug von BRE-Bank-Aktien vor. Das zweite Programm (angepasst in 2010) ermöglicht den Bezug einer Barkomponente im Gegenwert von Commerzbank-Aktien. Die letztmalige Auszahlung erfolgt in 2015. In 2012 wurde ein neues aktienbasiertes Programm aufgelegt, an dem die Vorstandsmitglieder bis 2016 teilnehmen können. Es ist dabei zum einen eine kurzfristige Komponente (Barauszahlung), zum anderen eine langfristige Komponente vorgesehen, die zum ratierlichen Bezug von BRE-Bank-Aktien über drei Jahre berechtigt. Diese werden - wie auch für das erste Programm aus dem Jahr 2008 - jährlich in einem festgelegten Volumen emittiert und können von den Berechtigten zu einem festgelegten Preis unter dem rechnerischen Wert erworben werden. Für alle Programme ist die Teilnahme mindestens an die Eigenkapitalrendite des BRE-Bank-Teilkonzerns geknüpft. Die langfristige Kompenente des neuen Programms ist zusätzlich an die Performancebewertung der Vorstandsmitglieder gekoppelt.

Beide Programme, die zum Bezug von BRE-Bank-Aktien berechtigen (aus dem Jahr 2008 und 2012) sind als aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente einzustufen. Das zweite Programm aus dem Jahr 2008 ist als aktienbasierte Vergütungstransaktion mit Barausgleich bilanziert.

2. Bilanzierung und Bewertung

Die Bilanzierung der hier beschriebenen Mitarbeitervergütungspläne erfolgt nach den Vorschriften des IFRS 2 Aktienbasierte Vergütung (Share-based Payment). IFRS 2 unterscheidet aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente und mit Barausgleich. Für beide Formen gilt jedoch, dass die Gewährung von aktienbasierten Vergütungen zum beizulegenden Zeitwert im Jahresabschluss zu erfassen ist.

Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente
Der beizulegende Zeitwert von aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ist als Personalaufwand mit einer entsprechenden Berücksichtigung im Eigenkapital (Kapitalrücklage) zu erfassen. Der beizulegende Zeitwert für die STI-Komponente wird zum Zeitpunkt der Gewährung der Rechte ermittelt. Der beizulegende Zeitwert für die LTI-Komponente wird einmalig zum Zeitpunkt der Performancebewertung I (März n+1) ermittelt, als Durchschnittswert der Xetra-Schlusskurse der Monate Januar und Februar sowie Dezember des Vorjahres und aufwandswirksam linear über die Laufzeit des Erdienungszeitraums verteilt. Der als Aufwand erfasste Betrag wird nur insoweit angepasst als sich unsere Schätzungen über die Anzahl der endgültig zu gewährenden Eigenkapitalinstrumente ändern.
Sofern Rechte infolge des Ausbleibens von Ausübungsbedingungen (zum Beispiel Nichterreichen einer Leistungsvorgabe) nicht endgültig ausgeübt werden können, erfolgt keine Änderung der bisher im Eigenkapital erfassten Beträge.

Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich
Der Anteil des beizulegenden Zeitwertes von aktienbasierten Vergütungen mit Barausgleich, der auf bis zum Bewertungsstichtag geleistete Dienste entfällt, wird als Personalaufwand mit einem gleichzeitigen Ausweis als Rückstellung erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird an jedem Bilanzstichtag und bis einschließlich des Auszahlungstages neu ermittelt. Jede Änderung des beizulegenden Zeitwertes der Verpflichtung ist aufwandswirksam zu berücksichtigen. Somit muss die Rückstellung am Auszahlungstag möglichst dem Betrag entsprechen, der als Zahlung an die begünstigten Mitarbeiter geleistet wird. Für Share Awards wird zum Zeitpunkt der Zuteilung der auf Share Awards entfallende Teil der Rückstellungen für den Personalbereich in die Rückstellung für Share Awards umgebucht. Der Betrag errechnet sich als Produkt aus der Zahl zugeteilter Rechte und dem durchschnittlichen Xetra-Schlusskurs der Monate Januar und Februar des Zuteilungsjahres sowie Dezember des Vorjahres. Zu den folgenden Bilanzstichtagen schwanken die Rückstellungen parallel zur Entwicklung des Aktienkurses der Commerzbank Aktiengesellschaft. Fluktuationsabschläge werden nicht vorgenommen, da die Share Awards auch bei Kündigung oder Tod nicht verfallen. Sofern die Commerzbank Aktiengesellschaft während der Wartefrist Dividendenzahlungen leistet, wird zum Auszahlungszeitpunkt je Share Award zusätzlich zum Auszahlungswert der Share Awards eine Barzahlung in Höhe der Dividende geleistet, für die gegebenenfalls Rückstellungen zu bilden sind.

Bewertung
Für die Bewertung der Rückstellung der Share Awards wurde der Schlusskurs der Commerzbank-Aktie am 31. Dezember 2012 zugrunde gelegt.
Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes für den in der Commerzbank-Gruppe bestehenden Mitarbeitervergütungsplan LTP wird ein Monte-Carlo-Modell genutzt, das kurssteigernde Änderungen der zukünftigen Aktienkurse simuliert. Das Modell basiert auf der Annahme, dass die Aktienrenditen um einen Mittelwert, der einer risikofreien Zinsanlage entspricht, statistisch normal verteilt sind.
Für die Berechnung des Gegenwertes der Commerzbank-Aktien für das zweite Programm der BRE Bank aus dem Jahr 2008 werden durchschnittliche Marktpreise der Commerzbank-Aktie zum Gewährungszeitpunkt herangezogen.

(26) Ertragsteuern

Tatsächliche Ertragsteueransprüche und -schulden werden anhand der steuerlichen Bestimmungen der jeweiligen Länder mit den aktuell gültigen Steuersätzen in der Höhe ermittelt, in der die Erstattung von der beziehungsweise die Zahlung an die jeweilige Steuerbehörde erwartet wird.

Aktive und passive latente Steuern werden für Differenzen zwischen den IFRS-Buchwerten der Vermögenswerte oder Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen gebildet, soweit hieraus voraussichtlich zukünftige Ertragsteuerentlastungs- oder -belastungseffekte resultieren (temporäre Unterschiede) und kein Ansatzverbot besteht. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auch für steuerliche Verlustvorträge sowie für noch nicht genutzte Steuergutschriften gebildet. Für die Bewertung der latenten Steuern sind die zum 31. Dezember 2012 bereits beschlossenen, bei Realisierung der Unterschiede anwendbaren Ertragsteuersätze maßgebend.

Aktive latente Steuern auf steuerentlastende temporäre Differenzen, auf noch nicht genutzte steuerliche Verluste sowie auf noch nicht genutzte Steuergutschriften werden nur in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass in absehbarer Zukunft steuerliche Ergebnisse des gleichen Steuersubjektes und in Bezug auf die gleiche Steuerbehörde anfallen.

Die Bildung und Fortführung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt - in Abhängigkeit von der Behandlung des zugrunde liegenden Sachverhaltes - entweder erfolgswirksam in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag oder erfolgsneutral in der entsprechenden Eigenkapitalposition.

Den Ertragsteueraufwand beziehungsweise -ertrag weisen wir in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung des Konzerns als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus.

Latente Ertragsteueransprüche und -schulden wurden saldiert, soweit ein Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Ertragsteuern besteht und sich die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde für das gleiche Steuersubjekt erhoben werden.

Die zu versteuernden temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Commerzbank-Konzerngesellschaften, für die keine latenten Ertragsteuerschulden passiviert wurden, betragen 115 Mio. Euro (Vorjahr: 113 Mio. Euro).

Eine Unterscheidung zwischen tatsächlichen und latenten Ertragsteueransprüchen sowie zwischen tatsächlichen und latenten Ertragsteuerschulden erfolgt in der Bilanz sowie in den Notes 58 und 69.

(27) Nachrang- und Hybridkapital

Als Nachrang- und Hybridkapital bilanzieren wir Genussrechtsemissionen, verbriefte und unverbriefte nachrangige Verbindlichkeiten sowie hybride Kapitalinstrumente. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Agien oder Disagien werden über die Laufzeit verteilt erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt.

Die Buchwerte des Nachrang- und Hybridkapitals, für das Micro Fair Value Hedge Accounting angewendet wird, werden um die dem abgesicherten Risiko zuzurechnenden Fair-Value-Änderungen angepasst. Bei Anwendung von Portfolio Fair Value Hedge Accounting werden die Fair-Value-Änderungen in dem passivischen Bilanzposten Wertanpassung Portfolio Fair Value Hedges erfasst. Nachrang- und Hybridkapital, für das die Fair Value Option angewendet wird, bilanzieren wir mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value).

(28) Treuhandgeschäfte

Treuhandgeschäfte, die eine Verwaltung oder Platzierung von Vermögenswerten für fremde Rechnung zur Basis haben, werden in der Bilanz nicht ausgewiesen. Provisionszahlungen aus diesen Geschäften sind in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung im Provisionsüberschuss enthalten.

(29) Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen

Hier weisen wir im Wesentlichen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen sowie Unwiderrufliche Kreditzusagen zum Nominalwert aus.

Als Bürgschaften sind Sachverhalte auszuweisen, bei denen die meldende Gesellschaft als Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten einsteht. Unter Gewährleistungen fallen vertragliche Verpflichtungen, die das Einstehen für einen bestimmten Erfolg oder eine Leistung beinhalten.

Als Unwiderrufliche Kreditzusagen sind hier Verpflichtungen auszuweisen, aus denen ein Kreditrisiko entstehen kann. Dazu gehören Verpflichtungen, Darlehen zu gewähren (zum Beispiel dem Kunden bekannt gegebene Linien), Wertpapiere zu kaufen oder Garantien und Akzepte bereitzustellen. Kreditzusagen, die dem Handelsbuch zuzuordnen sind, werden dagegen in den Handelsaktiva oder -passiva bilanziert.

Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen wird als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt.

Die Erträge aus Bürgschaften werden im Provisionsüberschuss erfasst; deren Höhe wird durch Anwendung vereinbarter Sätze auf den Nominalbetrag der Bürgschaften bestimmt.

(30) Eigene Aktien

Die von der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bilanzstichtag im Bestand befindlichen eigenen Aktien werden direkt vom Eigenkapital abgesetzt. Die Gewinne oder Verluste aus eigenen Aktien bilanzieren wir ergebnisneutral.

Auswirkungen der europäischen Staatsschuldenkrise

Im Rahmen des Eurosondergipfels am 21. Juli 2011 stimmten die Banken und Versicherungen zu, einen Beitrag zur Unterstützung Griechenlands zu leisten. Die privaten Gläubiger haben nach Abschluss der Verhandlungen am 21. Februar 2012 und Einigung mit der Troika am 24. Februar 2012 ein Angebot von Griechenland zum Tausch von griechischen Anleihen erhalten. Im Rahmen des Private Sector Involvements (PSI) war auf bestehende griechische Anleihen von je 1 000 Euro Nominalwert auf je 535 Euro Nominalwert zu verzichten. Für den verbleibenden Nominalwert von je 465 Euro wurden folgende Anleihen zum Tausch angeboten:

Neue griechische Staatsanleihen mit verbundenen, aber abtrennbaren GDP-Warrants1 mit je 315 Euro Nominalwert (Laufzeit von 11 bis 30 Jahre),

EFSF-Anleihen mit je 150 Euro Nominalwert (Laufzeit hälftig 1 und 2 Jahren) und

EFSF-Anleihen für aufgelaufene Stückzinsen (Laufzeit 6 Monate).

Der Commerzbank-Konzern hat im März 2012 am Umtausch teilgenommen und die im Zuge des Umtauschs erhaltenen neuen griechischen Anleihen einschließlich der GDP-Warrants in der Folge komplett veräußert. Aus dem Umtausch und dem Verkauf resultierte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012 ein Verlust von 69 Mio. Euro.

1 Optionsscheine, die bei Erfüllung definierter Wachstumskriterien durch Griechenland ab 2015 zu einer zusätzlichen Zahlung von 1 % des Nennwertes führen.

Erläuterungen zur Gewinn- und-Verlust-Rechnung

(31) Zinsüberschuss

scroll
Mio. € 2012 2011 Veränd.
in %
Zinserträge 14 559 17 343 - 16,1
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand (zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte) 876 1 232 - 28,9
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand (Kredite und Forderungen) 12 856 15 456 - 16,8
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem Wertpapierbestand (aus der Anwendung der Fair Value Option) 101 119 - 15,1
Vorfälligkeitsentschädigungen 139 87 59,8
Gewinne aus der Veräußerung von Forderungen und Krediten sowie aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten1 264 166 59,0
Dividenden aus Wertpapieren 221 115 92,2
Laufendes Ergebnis aus Beteiligungen und nicht konsolidierten Tochterunternehmen 21 41 - 48,8
Laufende Erträge aus zur Veräußerung und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 69 127 - 45,7
Sonstige Zinserträge 12 - .
Zinsaufwendungen 9 020 10 619 - 15,1
Zinsaufwendungen für Nachrang- und Hybridkapital 891 940 - 5,2
Zinsaufwendungen für Verbriefte Verbindlichkeiten 2 733 3 584 - 23,7
Zinsaufwendungen für sonstige Verbindlichkeiten 4 922 5 256 - 6,4
Zinsaufwendungen aus der Anwendung der Fair Value Option2 50 36 38,9
Verluste aus der Veräußerung von Forderungen und Krediten sowie aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten1 103 73 41,1
Laufende Aufwendungen aus zur Veräußerung und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 54 78 - 30,8
Sonstige Zinsaufwendungen 267 652 - 59,0
Gesamt 5 539 6 724 - 17,6

1 Darunter: 195 Mio. Euro Gewinne und 30 Mio. Euro Verluste aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten im laufenden Geschäftsjahr (Vorjahr: 112 Mio. Euro Gewinne und 10 Mio. Euro Verluste).
2 Darunter: - für Nachrang- und Hybridkapital (Vorjahr: 1 Mio. Euro).

Für gekündigte Engagements und für wertberichtigte gewerbliche Immobilienfinanzierungen ergab sich ein Unwinding in Höhe von 157 Mio. Euro (Vorjahr 195 Mio. Euro).

Aus derivativen Finanzinstrumenten, die nicht dem Handelsbuch zugehören, waren 12 Mio. Euro (Vorjahr: - 342 Mio. Euro) im Zinsüberschuss enthalten.

Die laufenden Erträge und Aufwendungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien setzten sich wie folgt zusammen:

scroll
Mio. € 2012 2011 Veränd.
in %
Mieteinnahmen 58 61 - 4,9
Sonstige Erträge - - .
Summe Erträge 58 61 - 4,9
Gebäude- und Raumkosten für vermietete Objekte 29 27 7,4
Sonstige Aufwendungen 24 33 - 27,3
Summe Aufwendungen 53 60 - 11,7

(32) Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Die Risikovorsorge stellte sich in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung des Konzerns wie folgt dar:

scroll
Mio. € 2012 2011 Veränd.
in %
Zuführung zur Risikovorsorge1 - 3 133 - 3 467 - 9,6
Auflösung von Risikovorsorge1 1 709 2 489 - 31,3
Direktabschreibungen - 456 - 594 - 23,2
Zuschreibungen, Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 220 182 20,9
Gesamt - 1 660 - 1 390 19,4

1 Bruttodarstellung (unter anderem werden Wanderungen zwischen einzelnen Risikovorsorgearten nicht saldiert).

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf 1 660 Mio. Euro. In diesem Betrag ist ein einmaliger Effekt aus der Überprüfung und Aktualisierung von Parametern in Höhe von netto 69 Mio. Euro enthalten.

Insgesamt lag die Risikovorsorge im Geschäftsjahr 2012 um 270 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Der Nettoaufwand aus Zuführung und Auflösung gliederte sich wie folgt:

scroll
Mio. € 2012 2011 Veränd.
in %
Einzelrisiken - 1 482 - 1 349 9,9
Forderungen an Kreditinstitute 69 24 .
Forderungen an Kunden - 1 688 - 1 376 22,7
Außerbilanzielle Geschäfte 137 3 .
Portfoliorisiken 58 371 - 84,4
Forderungen an Kreditinstitute 17 - 20 .
Forderungen an Kunden 2 320 - 99,4
Außerbilanzielle Geschäfte 39 71 - 45,1
Direktabschreibungen, Zuschreibungen, Eingänge auf abgeschriebene Forderungen - 236 - 412 - 42,7
Gesamt - 1 660 - 1 390 19,4

(33) Provisionsüberschuss

scroll
Mio. € 2012 2011 Veränd.
in %
Provisionserträge 3 711 4 055 - 8,5
Wertpapiergeschäft 1 019 1 221 - 16,5
Vermögensverwaltung 176 161 9,3
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 1 365 1 303 4,8
Immobilienkreditgeschäft 152 193 - 21,2
Bürgschaften 238 230 3,5
Ergebnis aus Syndizierungen 152 272 - 44,1
Vermittlungsgeschäft 303 325 - 6,8
Treuhandgeschäfte 8 8 0,0
Übrige Erträge 298 342 - 12,9
Provisionsaufwendungen 520 560 - 7,1
Wertpapiergeschäft 170 181 - 6,1
Vermögensverwaltung 34 22 54,5
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 131 131 0,0
Immobilienkreditgeschäft 37 36 2,8
Bürgschaften 69 86 - 19,8
Ergebnis aus Syndizierungen 1 4 - 75,0
Vermittlungsgeschäft 67 67 0,0
Treuhandgeschäfte 3 3 0,0
Übrige Aufwendungen 8 30 - 73,3
Provisionsüberschuss      
Wertpapiergeschäft 849 1 040 - 18,4
Vermögensverwaltung 142 139 2,2
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 1 234 1 172 5,3
Immobilienkreditgeschäft 115 157 - 26,8
Bürgschaften 169 144 17,4
Ergebnis aus Syndizierungen 151 268 - 43,7
Vermittlungsgeschäft 236 258 - 8,5
Treuhandgeschäfte 5 5 0,0
Übrige 290 312 - 7,1
Gesamt 3 191 3 495 - 8,7

In den Provisionserträgen waren 937 Mio. Euro (Vorjahr: 882 Mio. Euro) und in den Provisionsaufwendungen 139 Mio. Euro (Vorjahr: 133 Mio. Euro) enthalten, die aus Geschäften mit Finanzinstrumenten resultierten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.

(34) Handelsergebnis

Das Handelsergebnis setzt sich aus drei Komponenten zusammen:

Ergebnis aus dem Handel (dazu gehören der Handel mit Wertpapieren, Schuldscheindarlehen, Edelmetallen und derivativen Instrumenten sowie das Ergebnis aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente, die sich nicht für das Hedge Accounting qualifizieren),

Zinsergebnis und

Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option.

Im Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option werden auch die Wertänderungen der dazugehörigen Derivate ausgewiesen.

scroll
Mio. € 2012 2011 Veränd.
in %
Ergebnis aus dem Handel1 473 703 - 32,7
Zinsergebnis 974 1 114 - 12,6
Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option - 334 292 .
Gesamt 1 113 2 109 - 47,2

1 Einschließlich Ergebnis aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente.

Das Zinsergebnis aus dem Handel setzte sich aus 2 224 Mio. Euro Zinserträgen (Vorjahr: 3 694 Mio. Euro) und 1 250 Mio. Euro Zinsaufwendungen (Vorjahr: 2 580 Mio. Euro) für die Refinanzierung von Handelsgeschäften zusammen. Das Zinsergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten ist in den Zinserträgen berücksichtigt und betrug im Geschäftsjahr 631 Mio. Euro (Vorjahr: 102 Mio. Euro).

(35) Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen

Das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen beinhaltet zum einen die Bewertungsergebnisse aus effektiven Sicherungszusammenhängen im Rahmen des Hedge Accountings (Fair Value Hedge). Zum anderen enthält das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen den ineffektiven Teil aus effektiven Cash Flow Hedges. Es setzte sich wie folgt zusammen:

scroll
Mio. € 2012 2011 Veränd.
in %
Fair Value Hedges      
Fair-Value-Änderungen aus Sicherungsgeschäften - 155 - 3 215 - 95,2
Micro Fair Value Hedges - 1 063 - 3 721 - 71,4
Portfolio Fair Value Hedges 908 506 79,4
Fair-Value-Änderungen aus Grundgeschäften 163 3 092 - 94,7
Micro Fair Value Hedges 1 103 3 967 - 72,2
Portfolio Fair Value Hedges - 940 - 875 7,4
Cash Flow Hedges      
Ergebnis aus effektiv gesicherten Cash Flow Hedges (nur ineffektiver Teil) - - .
Gesamt 8 - 123 .

(36) Ergebnis aus Finanzanlagen

Im Ergebnis aus Finanzanlagen weisen wir Veräußerungs- und Bewertungsergebnisse aus Wertpapieren der Kategorien Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, aus Beteiligungen sowie aus Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen und an Tochterunternehmen aus.

scroll
Mio. € 2012 2011 Veränd.
in %
Ergebnis aus zinstragendem Geschäft - 150 - 3 520 - 95,7
der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 125 - 343 .
Veräußerungsgewinne (einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)1 391 555 - 29,5
Veräußerungsverluste (einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)1 - 263 - 576 - 54,3
Bewertungsergebnis1 - 3 - 322 - 99,1
der Kategorie Kredite und Forderungen - 275 - 3 177 - 91,3
Veräußerungsgewinne 11 3 .
Veräußerungsverluste - 226 - 283 - 20,1
Bewertungsergebnis2 - 60 - 2 897 - 97,9
Ergebnis aus Eigenkapitalinstrumenten 231 - 91 .
der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 141 88 60,2
Veräußerungsgewinne (einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)1 141 99 42,4
Veräußerungsverluste (einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)1 - - 11 .
der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die zu Anschaffungskosten bewertet wurden 157 53 .
Bewertungsergebnis1 - 27 - 77 - 64,9
Veräußerungs- und Bewertungsergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen - 40 - 155 - 74,2
Gesamt 81 - 3 611 .

1 Hierin waren Umbuchungen aus im Geschäftsjahr 2012 entstandener Neubewertungsrücklage in Höhe von 229 Mio. Euro (Vorjahr: 88 Mio. Euro) enthalten.
2 Hierin waren Portfoliowertberichtigungen von 58 Mio. Euro (Vorjahr: 40 Mio. Euro) für umkategorisierte Wertpapiere enthalten.

(37) Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen

Das Laufende Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen betrug 46 Mio. Euro (Vorjahr: 42 Mio. Euro). Einschließlich des im Ergebnis aus Finanzanlagen enthaltenen Veräußerungs- und Bewertungsergebnisses aus at-Equity-bewerteten Unternehmen von - 40 Mio. Euro (Vorjahr: - 155 Mio. Euro) belief sich das Gesamtergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen auf 6 Mio. Euro (Vorjahr: - 113 Mio. Euro).

(38) Sonstiges Ergebnis

Im Sonstigen Ergebnis sind vor allem Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen, Aufwendungen und Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen sowie Zwischenmietaufwendungen und -erträge aus Mietkaufvereinbarungen enthalten. Aufwendungen und Erträge aus Bau- und Architektengebühren fallen im Rahmen des Baumanagements unseres Teilkonzerns Commerz Real an. Auch die Sonstigen Steuern sind in diesem Posten enthalten.

scroll
Mio. € 2012 2011 Veränd.
in %
Wesentliche Sonstige Aufwendungen 607 436 39,2
Zuführungen zu Rückstellungen 347 300 15,7
Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen 213 91 .
Aufwendungen aus Bau- und Architektenleistungen 6 11 - 45,5
Mietkaufaufwand und Zwischenmietaufwand 41 34 20,6
Wesentliche Sonstige Erträge 522 547 - 4,6
Auflösungen von Rückstellungen 232 375 - 38,1
Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen 232 116 .
Erträge aus Bau- und Architektenleistungen 11 12 - 8,3
Mietkauferlös und Zwischenmietertrag 40 34 17,6
Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen 7 10 - 30,0
Übrige sonstige Aufwendungen/Erträge (saldiert)1 8 1 142 - 99,3
Sonstiges Ergebnis - 77 1 253 .

1 Darunter: 39 Mio. Euro (Vorjahr: - 9 Mio. Euro) aus Wechselkursveränderungen.

Die Auflösungen beziehungsweise Zuführungen zu Rückstellungen im Sonstigen Ergebnis wurden im laufenden Geschäftsjahr auch durch Änderungen unserer Verlusteinschätzungen im Zusammenhang mit Prozessrisiken beeinflusst.

(39) Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen von 7 025 Mio. Euro (Vorjahr: 7 992 Mio. Euro) im Konzern setzten sich zusammen aus Personalaufwand von 3 956 Mio. Euro (Vorjahr: 4 178 Mio. Euro), Sachaufwand von 2 664 Mio. Euro (Vorjahr: 3 340 Mio. Euro) und Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, Immobilien und Sonstige immaterielle Anlagewerte von 405 Mio. Euro (Vorjahr: 474 Mio. Euro). Die Aufwendungen gliederten sich wie folgt:

scroll
Personalaufwand |
Mio. €
2012 2011 Veränd.
in %
Löhne und Gehälter 3 729 3 797 - 1,8
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 227 381 - 40,4
Gesamt 3 956 4 178 - 5,3

Im Personalaufwand waren 488 Mio. Euro Aufwendungen für soziale Abgaben enthalten (Vorjahr: 483 Mio. Euro).

scroll
Sachaufwand |
Mio. €
2012 2011 Veränd.
in %
Raumaufwendungen 818 817 0,1
EDV-Aufwendungen 473 926 - 48,9
Arbeitsplatz- und Informationsaufwendungen 280 321 - 12,8
Pflichtbeiträge 169 164 3,0
Beratungs-, Prüfungs- und gesellschaftsrechtliche Aufwendungen 293 364 - 19,5
Reise-, Repräsentations- und Werbungskosten 274 343 - 20,1
Personalinduzierter Sachaufwand 111 154 - 27,9
Übriger Sachaufwand 246 251 - 2,0
Gesamt 2 664 3 340 - 20,2

Die im Geschäftsjahr für den Konzernabschlussprüfer (PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Frankfurt, Deutschland) als Aufwand erfassten Honorare (exklusive Umsatzsteuer) betrugen 26,0 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2012. Davon entfielen 251 Tsd. Euro auf Leistungen, die bereits im Geschäftsjahr 2011 erbracht wurden.

scroll
Honorare des Abschlussprüfers |
Tsd. €
2012 2011 Veränd.
in %
Abschlussprüfung 15 945 17 876 - 10,8
Andere Bestätigungsleistungen 5 211 8 763 - 40,5
Steuerberatungsleistungen 3 247 2 090 55,4
Sonstige Leistungen 1 641 6 528 - 74,9
Gesamt 26 044 35 257 - 26,1

Die Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, Immobilien und Sonstige immaterielle Anlagewerte stellten sich wie folgt dar:

scroll
Mio. € 2012 2011 Veränd.
in %
Betriebs- und Geschäftsausstattung 172 192 - 10,4
Immobilien 55 43 27,9
Sonstige immaterielle Anlagewerte 178 239 - 25,5
Gesamt 405 474 - 14,6

In den Abschreibungen auf Sonstige immaterielle Anlagewerte waren Wertminderungen von 1 Mio. Euro (Vorjahr: 30 Mio. Euro) enthalten, für Immobilien wurden Wertminderungen von 17 Mio. Euro (Vorjahr: 5 Mio. Euro) erfasst.

(40) Restrukturierungsaufwendungen

scroll
Mio. € 2012 2011 Veränd.
in %
Aufwendungen für eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen 43 - .
Gesamt 43 - .

Die Restrukturierungsaufwendungen des Geschäftsjahres 2012 resultierten aus der Neuausrichtung des Konzerns im Zusammenhang mit der Abwicklungsauflage der Europäischen Kommission für die Hypothekenbank Frankfurt (vormals Eurohypo) sowie der Entscheidung, die Schiffsfinanzierung und die gewerbliche Immobilienfinanzierung einzustellen. Sie entfielen vorwiegend auf den Personalbereich.

(41) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteueraufwendungen setzten sich wie folgt zusammen:

scroll
Mio. € 2012 2011 Veränd.
in %
Tatsächliche Ertragsteuern 127 29 .
Steueraufwand/-ertrag für das laufende Jahr 207 197 5,1
Steueraufwand/-ertrag Vorjahre - 80 - 168 - 52,4
Latente Ertragsteuern 669 - 269 .
Steueraufwand/-ertrag aufgrund der Veränderung von temporären Differenzen und Verlustvorträgen 157 56 .
Steuersatzdifferenzen - 4 5 .
Steueraufwand aufgrund von Abschreibungen auf bisher gebildete latente Steuern auf Verlustvorträge 516 170 .
Steuerertrag aus bisher nicht berücksichtigten steuerlichen Verlustvorträgen - - 500 .
Gesamt 796 - 240 .

Der für die Commerzbank Aktiengesellschaft und den inländischen Organkreis geltende tarifliche kombinierte Ertragsteuersatz beträgt 31,2 %.

Die nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen dem Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS sowie den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Geschäftsjahr.

Der als Basis für die Überleitungsrechnung gewählte, anzuwendende Konzernertragsteuersatz setzt sich zusammen aus dem in Deutschland geltenden Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einem durchschnittlichen Steuersatz für die Gewerbesteuer von 15,3 %. Es ergibt sich somit ein inländischer Ertragsteuersatz von 31,2 % (Vorjahr: 31,2 %).

Ertragsteuereffekte ergeben sich aufgrund unterschiedlicher Steuersätze bei ausländischen Einheiten. Die Steuersätze im Ausland betrugen zwischen 0 % (Dubai) und 46 % (New York).

Zum 31. Dezember 2012 betrug die Konzernsteuerquote 88 % (Vorjahr: - 47,3 %). Der Steueraufwand des Gesamtjahres resultierte im Wesentlichen aus der Wertberichtigung latenter Steueransprüche des inländischen Organkreises, der Filiale London, der Filiale New York und der Hypothekenbank Frankfurt (673 Mio. Euro). Im Gegenzug hat sich der Verbrauch von Verlustvorträgen, für die in Vorjahren keine latenten Steueransprüche gebildet wurden (- 130 Mio. Euro), und periodenfremde Steuern (- 40 Mio. Euro) positiv auf die Konzernsteuerquote ausgewirkt.

scroll
Mio. € 2012 2011
Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS 905 507
Konzernertragsteuersatz (%) 31,2 31,2
Rechnerischer Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 282 158
Auswirkungen wegen abweichender Steuersätze und Steuersatzänderungen bei erfolgswirksamen Steuerabgrenzungen - 4 5
Auswirkungen aus dem Ansatz von latenten Steuern auf Verlustvorträge 673 - 500
Auswirkungen von nicht abziehbaren Betriebsausgaben und steuerfreien Erträgen 62 - 24
Nicht angesetzte latente Steuern - 42 683
Verbrauch von steuerlichen Verlustvorträgen, auf die bislang keine latenten Steueransprüche gebildet wurden - 130 - 254
Auswirkungen von Hinzurechnungen und Kürzungen für Gewerbesteuer - 29 12
Periodenfremde tatsächliche Steuern - 40 - 267
Sonstige Auswirkungen 24 - 53
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 796 - 240

Nachfolgende Tabelle zeigt den Bestand der tatsächlichen und latenten Steuern, die aus Posten resultieren, die direkt im Eigenkapital gutgeschrieben beziehungsweise belastet wurden:

scroll
Erfolgsneutral bilanzierte Ertragsteuern |
Mio. €
31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Tatsächliche Ertragsteuern - - .
Latente Ertragsteuern 1 184 1 559 - 24,1
Bewertungsunterschiede aus Cash Flow Hedges 233 298 - 21,8
Neubewertungsrücklage 713 1 044 - 31,7
Verlustvorträge 238 217 9,7
Sonstiges - - .
Gesamt 1 184 1 559 - 24,1

(42) Nettoergebnis

Die Nettoerfolge setzen sich zusammen aus Fair-Value-Bewertungen, Wertminderungen, Zuschreibungen, realisierten Abgangserfolgen und nachträglichen Eingängen aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten (siehe Note 5 c). Im Zinsergebnis werden die Zinsbestandteile aus den Notes Zinsüberschuss und Handelsergebnis nach den Kategorien gemäß IAS 39 dargestellt.

scroll
Mio. € 2012 2011 Veränd.
in %
Nettoerfolge aus      
Handelsaktiva und -passiva 481 580 - 17,1
Anwendung der Fair Value Option - 334 292 .
Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen 356 - 434 .
Krediten und Forderungen - 1 935 - 4 567 - 57,6
Anderen finanziellen Verbindlichkeiten - - .
scroll
Mio. € 2012 2011 Veränd.
in %
Zinsergebnis aus      
Zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten 343 1 012 - 66,1
Anwendung der Fair Value Option 51 83 - 38,6
Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 876 1 232 - 28,9
Krediten und Forderungen 12 856 15 456 - 16,8
Anderen finanziellen Verbindlichkeiten - 8 546 - 9 780 - 12,6

(43) Ergebnis je Aktie

scroll
  2012 2011 Veränd.
in %
Operatives Ergebnis (Mio. €) 1 216 507 .
Den Commerzbank-Aktionären zurechenbarer Konzernüberschuss (Mio. €) 6 638 .
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Stammaktien (Stück) 5 608 746 850 3 459 978 549 62,1
Operatives Ergebnis je Aktie (€) 0,18 0,15 20,0
Ergebnis je Aktie (€) - 0,04 0,18 .

Der gemäß IAS 33 errechnete Gewinn je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernüberschuss abzüglich der Ausschüttung auf die Stillen Einlagen und wird als Quotient aus dem angepassten Konzernüberschuss und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- und Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch. Die Zusammensetzung des Operativen Ergebnisses ist in der Segmentberichterstattung (Note 45) definiert.

(44) Aufwandsquote

scroll
% 2012 2011 Veränd. in Prozentpunkten
Aufwandsquote im operativen Geschäft 71,0 80,8 - 9,8

Die Aufwandsquote gibt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zu den Erträgen vor Risikovorsorge wieder.

(45) Segmentberichterstattung

In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Resultate der im Commerzbank-Konzern eingebundenen operativen Geschäftssegmente wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen dient IFRS 8 Operating Segments, der dem sogenannten Managementansatz folgt: Die Segmentinformationen werden auf Basis des internen Berichtswesens bestimmt, das dem Chief Operating Decision Maker dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Im Commerzbank-Konzern übt die Funktion des Chief Operating Decision Makers der Vorstand aus.

In unserer Segmentberichterstattung berichten wir über fünf berichtspflichtige Segmente sowie über den Bereich Sonstige und Konsolidierung. Die per 1. Juli 2012 eingestellte Portfolio Restructuring Unit (PRU) wird mit ihrem Halbjahresergebnis separat ausgewiesen. Dieses Vorgehen folgt der Organisationsstruktur des Commerzbank-Konzerns und ist Grundlage der internen Managementberichterstattung. Die Aufteilung der Geschäftssegmente orientiert sich an der Unterschiedlichkeit der Produkte und Dienstleistungen beziehungsweise an den Kundenzielgruppen. Der Commerzbank-Konzern hat sich zum dritten Quartal 2012 in einigen Segmenten neu ausgerichtet. Die vorgenommenen strukturellen Veränderungen sind den Segmentbeschreibungen zu entnehmen. Die Vergleichswerte des Vorjahres wurden, mit Ausnahme der an Corporates & Markets und Non-Core Assets übergebenen geringfügigen Restaktivitäten des eingestellten Segments PRU, jeweils entsprechend angepasst.

Das Segment Privatkunden wurde im dritten Quartal 2012 in einigen Bereichen neu ausgerichtet. Es umfasst die Aktivitäten der Konzernbereiche Private Kunden, Direct Banking sowie Commerz Real (ehemals AML). Im Konzernbereich Private Kunden ist das klassische Filialgeschäft mit Privat-, Private-Banking- und Geschäftskunden gebündelt. Basierend auf einer flächendeckenden Filialpräsenz vor Ort umfasst das Leistungsspektrum ein Vollbankangebot aus Kredit-, Einlagen-, Wertpapier-, Zahlungsverkehrs- sowie Vorsorgeprodukten. Im Wealth Management werden vermögende Kunden im In- und Ausland betreut, ebenso ist hier die Vermögensverwaltung angesiedelt. Angebote wie Wertpapiermanagement/Vermögensverwaltung, Kreditmanagement und Finanzierungen sowie Immobilienmanagement stehen im Vordergrund. Hinzu kommen die Betreuung in Stiftungs- und Nachlassangelegenheiten sowie die Beratung bei unternehmerischen Beteiligungen. Dem Konzernbereich ist ferner die Commerz Direktservice GmbH zugeordnet, die Callcenterleistungen für Commerzbank-Kunden erbringt. Das Joint Venture Commerz Finanz (insbesondere Vertrieb von Ratenkrediten) wird aus dem Konzernbereich Private Kunden heraus zentral gesteuert und auch ergebnismäßig dort abgebildet. Seit dem 1. Juli 2012 zählt das Teilportfolio "Private Immobilien" des Privatkunden-Portfolios der Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (ehemals Eurohypo Aktiengesellschaft) zum Konzernbereich Private Kunden. Der Konzernbereich Direct Banking umfasst die Aktivitäten der comdirect-Gruppe. Das dort konzentrierte B2B- (ebase) beziehungsweise B2C-Business (comdirect) ist charakterisiert durch standardisierte, primär über das Internet verfügbare Beratungs- und Serviceangebote für die Kunden. Commerz Real ist seit Juli 2012 als Konzernbereich in das Segment Privatkunden integriert (mit Ausnahme des Leistungsbereichs Warehouse). Die Produktpalette umfasst offene Immobilienfonds (haus-invest), unternehmerische Beteiligungen (geschlossene Fonds) in Immobilien, Flugzeugen, Schiffen und regenerativen Energien, institutionelle Anlageprodukte und Structured Investments sowie Mobilienleasing.

Das Segment Mittelstandsbank gliedert sich in die drei Konzernbereiche Mittelstand Inland, Großkunden & International und Financial Institutions. Im Konzernbereich Mittelstand Inland ist das Geschäft mit mittelständischen Kunden, dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden gebündelt. Unser umfassendes Leistungsangebot beinhaltet den Zahlungsverkehr sowie Cash-Management-Lösungen, flexible Finanzierungslösungen, Produkte zum Zins- und Währungsmanagement, professionelle Anlageberatung sowie innovative Investmentbanking-Lösungen. Im Konzernbereich Großkunden & International konzentrieren wir uns auf die Betreuung von Firmenkundenkonzernen mit einem Umsatzvolumen von mehr als 500 Mio. Euro (sofern sie nicht als Multinational Corporate im Rahmen des Client-Relationship-Managements im Segment Corporates & Markets betreut werden). Kleinere Konzerne mit hoher Kapitalmarktaffinität sowie solche mit wesentlichen ausländischen Aktivitäten werden hier ebenfalls betreut. Für unsere Kunden sind wir durch unsere ausländischen Niederlassungen der strategische Partner - sowohl für internationale Aktivitäten deutscher Firmenkunden als auch für internationale Unternehmen mit Geschäftsaktivitäten in unserem deutschen Heimatmarkt. Des Weiteren ist das Kompetenzzentrum für Kunden aus dem Sektor Erneuerbare Energien in diesem Konzernbereich angesiedelt. Zum 1. Januar 2012 wurde das Firmenkundengeschäft der Filialen Tschechien und Slowakei, die Commerzbank (Eurasija) SAO in Russland sowie die ungarische Commerzbank Zrt. vom Segment Central & Eastern Europe in den Konzernbereich übergeleitet. Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden entsprechend angepasst. Der Konzernbereich Financial Institutions verantwortet die Beziehung zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Der strategische Schwerpunkt liegt dabei auf der bevorzugten Einschaltung der Commerzbank in die finanzielle Abwicklung des Außenhandels. Durch ein Netz von über 7 000 Korrespondenzbanken sowie Geschäftsverbindungen mit Schwellenländern fördert Financial Institutions die Finanzierung und Abwicklung der weltweiten Außenhandelsaktivitäten aller Kunden des Commerzbank-Konzerns und unterstützt damit auch andere Konzernbereiche in deren internationalen Strategien.

Das Segment Central & Eastern Europe umfasst im Berichtsjahr die Aktivitäten im Universalbankgeschäft und im Direct Banking in dieser Region. Hierzu gehört insbesondere die polnische Tochter BRE Bank. Diese bietet einerseits Bankprodukte für Firmenkunden und andererseits unter den Marken mBank und MultiBank Finanzdienstleistungen für Privatkunden in Polen, in Tschechien und in der Slowakei. Zum Segment CEE gehörten zudem Beteiligungen an Mikrofinanzbanken, deren Veräußerung im Berichtsjahr mit Ausnahme einer Beteiligung bereits erfolgt ist. Zugleich wurde der Verkauf der Bank Forum an die ukrainische Smart Group im vierten Quartal abgeschlossen. Der daraus resultierende Bewertungseffekt wird im Ergebnis aus dem Verkauf von Veräußerungsgruppen abgebildet.

Corporates & Markets umfasst vier wesentliche Säulen: Equity Markets & Commodities beinhaltet den Handel und den Vertrieb von aktien- und rohstoffbezogenen Finanzprodukten. Fixed Income & Currencies umfasst die Handels- und Vertriebsaktivitäten von Zins-, Kredit- und Währungsinstrumenten. Corporate Finance erstreckt sich auf Arrangierungs- und Beratungsleistungen mit Blick auf Eigenkapital-, Hybridkapital- und Fremdkapitalinstrumente, Verbriefungslösungen sowie Fusionen und Übernahmen. Das Credit-Portfolio-Management verantwortet die global einheitliche Steuerung und das aktive Management des Kreditrisikos für Corporates & Markets. Hier werden auch die aus der Portfolio Restructuring Unit übertragenen Bestände wertschonend abgebaut. Zusätzlich gehört das Client-Relationship-Management zu Corporates & Markets, dessen Aufgabe in der Betreuung deutscher multinationaler Industrieunternehmen, deutscher und internationaler Versicherungsunternehmen, Finanzinvestoren (Private-Equity-Investoren), Sovereign Wealth Funds und Kunden der öffentlichen Hand besteht.

Das Abbausegment Non-Core Assets (NCA) wurde zum 1. Juli 2012 neu gebildet. Im Segment NCA werden die Ergebnisse aus den Konzernbereichen Commercial Real Estate (CRE), CRE Inland, CRE Ausland, Public Finance (inklusive Private Finance Initiatives, die zum 1. Juli 2012 aus der PRU übertragen wurden) sowie Deutsche Schiffsbank (DSB NCA) zusammengefasst. Dabei liegen CRE Inland, CRE Ausland sowie Public Finance nahezu vollständig bei der Commerzbank-Tochter Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (vormals Eurohypo Aktiengesellschaft). Der Bereich DSB NCA umfasst die Schiffsfinanzierungen der Commerzbank-Gruppe. Darin enthalten sind auch sämtliche Ship-Finance-Aktivitäten der ehemaligen Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft, die im Mai 2012 auf die Commerzbank Aktiengesellschaft verschmolzen wurde, sowie die Warehouse-Assets der Commerz Real Aktiengesellschaft.

Das Segment Portfolio Restructuring Unit wurde zum 1. Juli 2012 aufgelöst. Die verbleibenden Bestände wurden in das Segment Corporates & Markets beziehungsweise in das Segment NonCore Assets (NCA) übertragen. Bis zum Jahresende 2012 wird das zum Halbjahr 2012 erzielte Ergebnis weiterhin berichtet. Das Segment Portfolio Restructuring Unit war verantwortlich für die Rückführung von Aktiva, die im Zusammenhang mit den im Jahr 2009 eingestellten Eigenhandels- und Investmentaktivitäten standen und nicht mehr in die kundenorientierte Strategie der Commerzbank passten. Die Zielsetzung des Segments bestand in der kapitaloptimierenden Rückführung des Portfolios. Die Positionen, die durch dieses Segment verwaltet wurden, beinhalteten zu Beginn nicht staatlich gesicherte Asset-backed Securities (ABS), weitere strukturierte Kreditprodukte, Eigenhandelspositionen in Firmen- und Finanzanleihen sowie exotische Kreditderivate. Diese Positionen wurden primär aus den Segmenten Corporates & Markets sowie ehemals Commercial Real Estate auf die Portfolio Restructuring Unit übertragen.

Im Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen eingestellt, die nicht in die Verantwortungsbereiche der operativen Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige werden unter anderem Beteiligungen, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet sind und die Group Treasury ausgewiesen. Ferner sind hier die Kosten der Serviceeinheiten abgebildet, die - mit Ausnahme der Integrations- und Restrukturierungskosten - vollständig auf die Segmente verrechnet werden. Unter Konsolidierung fallen Aufwendungen und Erträge, die von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen der internen Managementberichterstattung auf den Konzernabschluss nach IFRS überleiten. Ferner sind hier die Kosten der Konzernsteuerungseinheiten abgebildet, die - mit Ausnahme der Integrations- und Restrukturierungskosten - ebenfalls vollständig auf die Segmente verrechnet werden.

Der Erfolg jedes einzelnen Segments wird anhand des Operativen Ergebnisses und des Ergebnisses vor Steuern sowie der Kennziffern Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote gemessen. Das Operative Ergebnis ist definiert als die Summe aus Zinsüberschuss nach Risikovorsorge, Provisionsüberschuss, Handelsergebnis einschließlich Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen, Ergebnis aus Finanzanlagen, Laufendem Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen und Sonstigem Ergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen. Durch den Ausweis von Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch im durchschnittlich gebundenen Eigenkapital die Anteile Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein Segment verantwortlich ist, sind somit im Ergebnis vor Steuern berücksichtigt.

Die Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses (operativ und vor Steuern) zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie sich das im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft spiegelt die Kosteneffizienz der Segmente wider; sie errechnet sich aus dem Verhältnis von Verwaltungsaufwand zu Erträgen vor Risikovorsorge.

Erträge und Aufwendungen werden verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich nach der Marktzinsmethode bei den Segmenten ausgewiesen. Im Zinsüberschuss werden die tatsächlichen Refinanzierungsaufwendungen für die den jeweiligen Segmenten zugeordneten geschäftsspezifischen Beteiligungen gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen aus dem Eigenkapital wird im Verhältnis des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals dem Zinsüberschuss der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der Zinssatz entspricht dem Zinssatz einer risikofreien Anlage auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Die Ermittlung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals erfolgte nach Basel-II-Systematik auf Basis der ermittelten durchschnittlichen Risikoaktiva und der Anrechnungsbeträge für Marktrisikopositionen (Risikoaktiva-Äquivalente). Auf Konzernebene wird das Investorenkapital gezeigt, das der Berechnung der Eigenkapitalrendite dient. Die für die Segmentberichterstattung unterstellte Kapitalunterlegung der Risikoaktiva beträgt ab 2012 vor dem Hintergrund erhöhter Kapitalunterlegungsanforderungen 9 %. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Die durch die EBA geforderte Kapitalunterlegung von Risiken aus Staatsanleihen von EU-Ländern wird im Segment NCA abgebildet.

Die Segmentberichterstattung des Commerzbank-Konzerns zeigt die Vorsteuerergebnisse der Segmente. Um den betriebswirtschaftlichen Ergebniseffekt aus spezifischen steuerlich induzierten Transaktionen des Segments Corporates & Markets in dieser Berichterstattung abzubilden, enthält der Zinsüberschuss des Segments Corporates & Markets deshalb ein dem Nachsteuerergebnis dieser Transaktionen entsprechendes Vorsteueräquivalent. Bei der Überleitung der Segmentberichterstattung auf die Zahlen der externen Rechnungslegung wird dieses Vorsteueräquivalent im Bereich Sonstige und Konsolidierung eliminiert.

Der im Operativen Ergebnis ausgewiesene Verwaltungsaufwand beinhaltet den Personalaufwand, den Sachaufwand sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen und Sonstige immaterielle Anlagewerte. Restrukturierungsaufwendungen werden unterhalb des Operativen Ergebnisses im Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Die Zuordnung des Verwaltungsaufwands zu den einzelnen Segmenten erfolgt nach dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den internen Leistungen ergebenden indirekten Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger in Rechnung gestellt beziehungsweise führen beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser internen Leistungsbeziehungen erfolgt zu Marktpreisen oder Vollkosten.

Die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen in Höhe von 744 Mio. Euro (Vorjahr: 694 Mio. Euro) verteilen sich auf die Segmente Privatkunden mit 335 Mio. Euro (Vorjahr: 278 Mio. Euro), Mittelstandsbank mit 98 Mio. Euro (Vorjahr: 96 Mio. Euro), Corporates & Markets mit 88 Mio. Euro (Vorjahr: 85 Mio. Euro), Non-Core Assets mit 139 Mio. Euro (Vorjahr: 154 Mio. Euro) sowie Sonstige und Konsolidierung mit 84 Mio. Euro (Vorjahr: 81 Mio. Euro).

Für das aufgelöste Segment Portfolio Restructuring Unit entfallen per Stichtag 31. Dezember 2012 Bilanzwerte in Höhe von 7,5 Mrd. Euro auf Corporates & Markets sowie 920 Mio. Euro auf Non-Core Assets. Die wesentlichen Ergebnistreiber gliedern sich dabei wie folgt: Auf das Segment Corporates & Markets entfallen 60 Mio. Euro Handelsergebnis, 37 Mio. Euro Risikovorsorge sowie 84 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern. Auf das Segment NCA entfallen 37 Mio. Euro Handelsergebnis und 30 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern.

Die nachstehenden Tabellen enthalten Informationen zu den Segmenten für die Geschäftsjahre 2012 und 2011.

scroll
2012
Mio. €
Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe Corporates & Markets1 Non-Core
Assets1 ,2
Portfolio
Restructuring
Unit3
Zinsüberschuss 1 835 1 954 482 546 689 42
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 95 - 30 - 105 - 52 - 1 374 - 3
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 1 740 1 924 377 494 - 685 39
Provisionsüberschuss 1 546 1 061 188 319 104 -
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 3 - 22 103 534 - 244 146
Ergebnis aus Finanzanlagen - 4 31 9 208 - 323 28
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 27 6 - 12 - 2 -
Sonstiges Ergebnis - 57 - 14 36 - 23 1 -
Erträge vor Risikovorsorge 3 350 3 016 818 1 596 225 216
Erträge nach Risikovorsorge 3 255 2 986 713 1 544 -1 149 213
Verwaltungsaufwendungen 3 010 1 337 473 1 347 376 29
Operatives Ergebnis 245 1 649 240 197 - 1 525 184
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen - - - - - -
Restrukturierungsaufwendungen - - - - 43 -
Ergebnis aus dem Verkauf von Veräußerungsgruppen - - - 268 - - -
Ergebnis vor Steuern 245 1 649 - 28 197 - 1 568 184
Aktiva 65 511 80 747 24 825 213 781 172 158 -
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 3 919 5 771 1 763 3 211 10 003 1 378
Operative Eigenkapitalrendite (%) 6,3 28,6 13,6 6,1 - 15,2  
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 89,9 44,3 57,8 84,4 167,1  
Eigenkapitalrendite des Ergebnisses vor Steuern (%) 6,3 28,6 - 1,6 6,1 - 15,7  
Mitarbeiterdurchschnitt 17 597 5 836 8 444 2 017 760 25
scroll
2012
Mio. €
Sonstige und Konsolidierung Konzern
Zinsüberschuss - 9 5 539
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 1 - 1 660
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge - 10 3 879
Provisionsüberschuss - 27 3 191
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 601 1 121
Ergebnis aus Finanzanlagen 132 81
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 3 46
Sonstiges Ergebnis - 20 - 77
Erträge vor Risikovorsorge 680 9 901
Erträge nach Risikovorsorge 679 8 241
Verwaltungsaufwendungen 453 7 025
Operatives Ergebnis 226 1 216
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen - -
Restrukturierungsaufwendungen - 43
Ergebnis aus dem Verkauf von Veräußerungsgruppen - - 268
Ergebnis vor Steuern 226 905
Aktiva 78 856 635 878
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 3 399 29 444
Operative Eigenkapitalrendite (%)   4,1
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%)   71,0
Eigenkapitalrendite des Ergebnisses vor Steuern (%)   3,1
Mitarbeiterdurchschnitt 19 119 53 798

1 Die verbliebenen Bestände des aufgelösten Segments Portfolio Restructuring Unit (PRU) wurden zum 1. Juli 2012 in das Segment Corporates & Markets beziehungsweise in das Segment Non-Core Assets (NCA) übertragen.
2 Das Segment Non-Core Assets (NCA) ist aus dem ehemaligen Segment Asset Based Finance hervorgegangen (Details hierzu siehe in der Beschreibung zur Segmentberichterstattung).
3 Das Segment Portfolio Restructuring Unit (PRU) wurde zum 1. Juli 2012 aufgelöst. Bis zum Jahresende 2012 wird das zum Halbjahr 2012 erzielte Ergebnis weiterhin berichtet.

scroll
2011
Mio. €
Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe Corporates & Markets Non- Core Assets1 Portfolio Restructuring Unit
Zinsüberschuss 2 107 2 254 573 832 941 49
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 61 - 190 - 86 - 146 - 903 - 5
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 2 046 2 064 487 686 38 44
Provisionsüberschuss 1 880 1 116 187 300 134 -
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen - - 39 247 1 069 123 - 108
Ergebnis aus Finanzanlagen - 5 - 45 1 30 - 3 796 4
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 20 11 - 15 - 9 -
Sonstiges Ergebnis 63 - 4 36 - 12 - 70 - 7
Erträge vor Risikovorsorge 4 065 3 293 1 044 2 234 - 2 677 - 62
Erträge nach Risikovorsorge 4 004 3 103 958 2 088 - 3 580 - 67
Verwaltungsaufwendungen 3 528 1 515 531 1 505 438 63
Operatives Ergebnis 476 1 588 427 583 - 4 018 - 130
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen - - - - - -
Restrukturierungsaufwendungen - - - - - -
Ergebnis vor Steuern 476 1 588 427 583 - 4 018 - 130
Aktiva 68 293 88 406 23 035 204 921 196 809 15 768
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 4 155 6 958 1 812 3 807 7 641 1 200
Operative Eigenkapitalrendite (%) 11,5 22,8 23,6 15,3 - 52,6  
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 86,8 46,0 50,9 67,4 .  
Eigenkapitalrendite des Ergebnisses vor Steuern (%) 11,5 22,8 23,6 15,3 - 52,6  
Mitarbeiterdurchschnitt 18 179 5 900 9 206 1 991 826 32
scroll
2011
Mio. €
Sonstige und Konsolidierung Konzern
Zinsüberschuss - 32 6 724
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 1 - 1 390
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge - 31 5 334
Provisionsüberschuss - 122 3 495
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 694 1 986
Ergebnis aus Finanzanlagen 200 - 3 611
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 5 42
Sonstiges Ergebnis 1 247 1 253
Erträge vor Risikovorsorge 1 992 9 889
Erträge nach Risikovorsorge 1 993 8 499
Verwaltungsaufwendungen 412 7 992
Operatives Ergebnis 1 581 507
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen - -
Restrukturierungsaufwendungen - -
Ergebnis vor Steuern 1 581 507
Aktiva 64 531 661 763
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 4 661 30 234
Operative Eigenkapitalrendite (%)   1,7
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%)   80,8
Eigenkapitalrendite des Ergebnisses vor Steuern (%)   1,7
Mitarbeiterdurchschnitt 19 783 55 917

1 Das Segment Non-Core Assets (NCA) ist aus dem ehemaligen Segment Asset Based Finance hervorgegangen (Details hierzu siehe in der Beschreibung zur Segmentberichterstattung).

Detailangaben Sonstige und Konsolidierung:

scroll
Mio. € 2012 2011
  Sonstige Konsolidierung Sonstige und Konsolidierung Sonstige Konsolidierung Sonstige und Konsolidierung
Zinsüberschuss 62 - 71 - 9 - 49 17 - 32
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 1 - - 1 1 - 1
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 61 - 71 - 10 - 48 17 - 31
Provisionsüberschuss - 26 - 1 - 27 - 119 - 3 - 122
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 576 25 601 643 51 694
Ergebnis aus Finanzanlagen 144 - 12 132 201 - 1 200
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 3 - 3 5 - 5
Sonstiges Ergebnis - 21 1 - 20 1 242 5 1 247
Erträge vor Risikovorsorge 738 - 58 680 1 923 69 1 992
Erträge nach Risikovorsorge 737 - 58 679 1 924 69 1 993
Verwaltungsaufwendungen 461 - 8 453 425 - 13 412
Operatives Ergebnis 276 - 50 226 1 499 82 1 581
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen - - - - - -
Restrukturierungsaufwendungen - - - - - -
Ergebnis aus dem Verkauf von Veräußerungsgruppen - - - - - -
Ergebnis vor Steuern 276 - 50 226 1 499 82 1 581
Aktiva 78 856 - 78 856 64 531 - 64 531

Unter Konsolidierung berichten wir über Konsolidierungs- und Überleitungssachverhalte vom Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss. Unter anderem werden dort folgende Sachverhalte abgebildet:

Bewertungseffekte aus der Anwendung des Hedge Accountings gemäß IAS 39 auf bankübergreifende Transaktionen werden in Konsolidierung gezeigt.

Das dem Segment Corporates & Markets aus steuerlich induzierten Transaktionen im Zinsüberschuss zugeordnete Vorsteueräquivalent wird unter Konsolidierung wieder eliminiert.

In den Segmenten angefallene Bewertungsergebnisse für eigene Schuldverschreibungen und eigene Aktien werden unter Konsolidierung eliminiert.

Sonstige Konsolidierungseffekte für konzerninterne Sachverhalte werden ebenfalls hier berichtet.

Integrations- und Restrukturierungsaufwendungen der Konzernsteuerungseinheiten werden unter Konsolidierung ausgewiesen.

Die Zuordnung in die Segmente nach dem jeweiligen Sitz der Filiale oder des Konzernunternehmens ergab nachfolgende Verteilung:

scroll
Geschäftsjahr 2012
Mio. €
Deutschland Europa ohne Deutschland Amerika Asien Sonstige Gesamt
Zinsüberschuss 3 596 1 766 92 85 - 5 539
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 899 - 769 63 - 55 - - 1 660
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 2 697 997 155 30 - 3 879
Provisionsüberschuss 2 679 434 43 35 - 3 191
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 859 187 45 30 - 1 121
Ergebnis aus Finanzanlagen - 72 143 1 9 - 81
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 31 10 5 - - 46
Sonstiges Ergebnis - 135 39 - 9 28 - - 77
Erträge vor Risikovorsorge 6 958 2 579 177 187 - 9 901
Erträge nach Risikovorsorge 6 059 1 810 240 132 - 8 241
Verwaltungsaufwendungen 5 460 1 327 132 106 - 7 025
Operatives Ergebnis 599 483 108 26 - 1 216
Risikoaktiva für Kreditrisiken 114 945 52 256 4 043 3 340 - 174 584

Im Vorjahr erzielten wir in den geografischen Märkten folgende Ergebnisse:

scroll
Geschäftsjahr 2011
Mio. €
Deutschland Europa ohne Deutschland Amerika Asien Sonstige Gesamt
Zinsüberschuss 4 377 2 055 197 95 - 6 724
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - 618 - 955 182 1 - - 1 390
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 3 759 1 100 379 96 - 5 334
Provisionsüberschuss 2 999 401 54 41 - 3 495
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 1 374 545 48 19 - 1 986
Ergebnis aus Finanzanlagen - 3 179 - 438 7 - 1 - - 3 611
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 33 9 - - - 42
Sonstiges Ergebnis 1 211 35 - 3 10 - 1 253
Erträge vor Risikovorsorge 6 815 2 607 303 164 - 9 889
Erträge nach Risikovorsorge 6 197 1 652 485 165 - 8 499
Verwaltungsaufwendungen 6 236 1 482 165 109 - 7 992
Operatives Ergebnis - 39 170 320 56 - 507
Risikoaktiva für Kreditrisiken 122 556 55 850 7 385 3 978 - 189 769

Von den Erträgen vor Risikovorsorge in Europa entfielen rund 34 % auf unsere Einheiten in Großbritannien (Vorjahr: 43 %), 35 % auf unsere Einheiten in Polen (Vorjahr: 34 %) und 15 % auf unsere Einheiten in Luxemburg (Vorjahr: 7 %). Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken aus.

In Übereinstimmung mit IFRS 8.32 hat die Commerzbank entschieden, auf eine Aufgliederung des Gesamtbetrages der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen zu verzichten. Diese Informationen liegen weder der internen Steuerung noch dem Managementreporting zugrunde.

Erläuterungen zur Bilanz

(46) Barreserve

Als Barreserve fassen wir folgende Posten zusammen:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Kassenbestand 1 687 1 572 7,3
Guthaben bei Zentralnotenbanken 13 678 3 998 .
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind 390 505 - 22,8
Gesamt 15 755 6 075 .

Im Guthaben bei Zentralnotenbanken waren Forderungen in Höhe von 5 637 Mio. Euro (Vorjahr: 1 179 Mio. Euro) an die Deutsche Bundesbank enthalten. Das im Durchschnitt vorzuhaltende Mindestreservesoll betrug 2 550 Mio. Euro (Vorjahr: 2 205 Mio. Euro) für die Erfüllungsperiode Dezember 2012 bis Januar 2013. Da sich die Erfüllung der Mindestreservepflicht nach den durchschnittlichen Guthaben bemisst, gibt es keine Verfügungsbeschränkungen für Guthaben bei der Deutschen Bundesbank.

(47) Forderungen an Kreditinstitute

scroll
  Gesamt   Täglich fällig Andere Forderungen
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
Kreditinstitute in Deutschland 25 685 26 721 - 3,9 10 388 10 961 15 297 15 760
Kreditinstitute außerhalb Deutschlands 62 449 61 311 1,9 24 104 24 906 38 345 36 405
Gesamt 88 134 88 032 0,1 34 492 35 867 53 642 52 165
darunter entfallen auf die Kategorie:            
Kredite und Forderungen 53 453 64 253 - 16,8      
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - - .      
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 34 681 23 779 45,8      

Die Forderungen an Kreditinstitute beliefen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf 88 028 Mio. Euro (Vorjahr: 87 790 Mio. Euro).

Die nachfolgende Tabelle stellt die Forderungen an Kreditinstitute nach wesentlichen Geschäftsarten dar:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Reverse Repos und Cash Collaterals 55 861 51 606 8,2
Forderungen aus dem Geldhandel 2 938 2 789 5,3
Schuldscheindarlehen 6 641 8 491 - 21,8
Übrige Forderungen 22 694 25 146 - 9,8
Gesamt 88 134 88 032 0,1

In den Schuldscheindarlehen und den Übrigen Forderungen an Kreditinstitute waren 4 961 Mio. Euro (Vorjahr: 8 205 Mio. Euro) Kommunalkredite enthalten.

(48) Forderungen an Kunden

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Forderungen an Kunden in Deutschland 175 234 192 645 - 9,0
Forderungen an Kunden außerhalb Deutschlands 110 966 111 854 - 0,8
Gesamt 286 200 304 499 - 6,0
darunter entfallen auf die Kategorie:      
Kredite und Forderungen 255 157 280 636 - 9,1
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - - .
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 31 043 23 863 30,1

Die Forderungen an Kunden beliefen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf 278 546 Mio. Euro (Vorjahr: 296 586 Mio. Euro). Die nachfolgende Tabelle stellt die Forderungen an Kunden nach wesentlichen Geschäftsarten dar:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Reverse Repos und Cash Collaterals 33 924 26 042 30,3
Forderungen aus dem Geldhandel 7 292 8 022 - 9,1
Schuldscheindarlehen 20 208 21 601 - 6,4
Hypotheken- und dinglich besicherte Forderungen 100 863 117 952 - 14,5
Übrige Forderungen 123 913 130 882 - 5,3
Gesamt 286 200 304 499 - 6,0

In den Schuldscheindarlehen und den Übrigen Forderungen an Kunden waren Kommunalkredite in Höhe von 21 396 Mio. Euro (Vorjahr: 27 690 Mio. Euro) enthalten.

(49) Kreditvolumen

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Kredite an Kreditinstitute 21 041 26 082 - 19,3
Kredite an Kunden 251 807 277 831 - 9,4
Gesamt 272 848 303 913 - 10,2

Kredite grenzen wir gegenüber den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden dahingehend ab, dass als Kredite nur solche Forderungen gezeigt werden, für die besondere Kreditvereinbarungen mit den Kreditnehmern geschlossen wurden. Damit werden zum Beispiel Geldhandelsgeschäfte mit Banken und Reverse-Repo-Geschäfte nicht als Kredite ausgewiesen. In den Krediten an Kunden sind auch Wechselkredite enthalten.

(50) Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird nach konzerneinheitlichen Regeln gebildet und deckt alle erkennbaren Bonitätsrisiken ab. Für eingetretene, aber noch nicht bekannt gewordene Ausfälle haben wir Portfoliowertberichtigungen anhand der aus der Basel-II-Systematik abgeleiteten Verfahren ermittelt. Insgesamt entwickelte sich die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wie folgt:

scroll
Mio. € Stand
1.1.2012
Zuführungen Auflösungen Verbrauch
Risikovorsorge für bilanzwirksame Risiken im Kreditgeschäft 8 155 2 993 1 393 1 479
Forderungen an Kreditinstitute 242 11 97 80
Forderungen an Kunden 7 913 2 982 1 296 1 399
Rückstellungen für außerbilanzielle Risiken im Kreditgeschäft 508 140 316 -
Gesamt 8 663 3 133 1 709 1 479
scroll
Mio. € Veränderungen im
Konsolidie-
rungskreis
Wechselkurs-
änderungen/
Umbuchungen
Stand
31.12.2012
Risikovorsorge für bilanzwirksame Risiken im Kreditgeschäft - 406 - 110 7 760
Forderungen an Kreditinstitute 3 27 106
Forderungen an Kunden - 409 - 137 7 654
Rückstellungen für außerbilanzielle Risiken im Kreditgeschäft - - 332
Gesamt - 406 - 110 8 092

Die erfolgswirksamen Zuführungen und Auflösungen führten unter Berücksichtigung von Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf abgeschriebene Forderungen zu einem Risikovorsorgeaufwand von 1 660 Mio. Euro (Vorjahr: 1 390 Mio. Euro).

scroll
  Wertberichtigungen für Einzelrisiken Wertberichtigungen für Portfoliorisiken Wertberichtigungen gesamt
Mio. € 2012 2011 2012 2011 2012 2011
Stand 1.1. 7 366 8 361 789 1 096 8 155 9 457
Zuführungen 2 685 2 893 308 162 2 993 3 055
Abgänge 2 545 3 669 327 463 2 872 4 132
darunter: Inanspruchnahmen 1 479 2 129 - - 1 479 2 129
darunter: Auflösungen 1 066 1 540 327 463 1 393 2 003
Veränderungen im Konsolidierungskreis - 401 - 53 - 5 - 1 - 406 - 54
Wechselkursänderungen/Umbuchungen - 112 - 166 2 - 5 - 110 - 171
Stand 31.12. 6 993 7 366 767 789 7 760 8 155
scroll
Mio. € Veränd.
in %
Stand 1.1. - 13,8
Zuführungen - 2,0
Abgänge - 30,5
darunter: Inanspruchnahmen - 30,5
darunter: Auflösungen - 30,5
Veränderungen im Konsolidierungskreis .
Wechselkursänderungen/Umbuchungen - 35,7
Stand 31.12. - 4,8
scroll
  Rückstellungen für Einzelrisiken Rückstellungen für Portfoliorisiken Rückstellungen im Kreditgeschäft
Mio. € 2012 2011 2012 2011 2012 2011
Stand 1.1. 349 384 159 231 508 615
Zuführungen 107 357 33 55 140 412
Abgänge 244 368 72 125 316 493
darunter: Inanspruchnahmen - 7 - - - 7
darunter: Auflösungen 244 361 72 125 316 486
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - - - -
Wechselkursänderungen/Umbuchungen - - 24 - - 2 - - 26
Stand 31.12. 212 349 120 159 332 508
scroll
Mio. € Veränd.
in %
Stand 1.1. - 17,4
Zuführungen - 66,0
Abgänge - 35,9
darunter: Inanspruchnahmen .
darunter: Auflösungen - 35,0
Veränderungen im Konsolidierungskreis .
Wechselkursänderungen/Umbuchungen .
Stand 31.12. - 34,6

Die Aufgliederung der Risikovorsorge für Adressenausfallrisiken nach Kundengruppen zum 31. Dezember 2012 stellte sich wie folgt dar:

scroll
Mio. € Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen für das Kreditgeschäft Kreditausfälle1 im Jahr 2012 Nettozuführung2 zu den Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft
Kunden in Deutschland 3 285 1 092 616
Firmenkunden 2 638 605 495
Verarbeitendes Gewerbe 781 184 - 17
Baugewerbe 48 12 7
Handel 205 75 19
Dienstleistungen und Übrige 1 604 334 486
Privatkunden 647 487 121
Kunden außerhalb Deutschlands 3 851 744 935
Firmenkunden und Privatkunden 3 849 744 933
Öffentliche Haushalte 2 - 2
Risikovorsorge Kunden 7 136 1 836 1 551
Kreditinstitute in Deutschland - - - 58
Kreditinstitute außerhalb Deutschlands 69 99 - 11
Risikovorsorge Kreditinstitute 69 99 - 69
Gesamt 7 205 1 935 1 482

1 Direktabschreibungen, Verbrauch von Wertberichtigungen und Verbrauch von Rückstellungen im Kreditgeschäft.
2 Zuführung abzüglich Auflösung.

Den Kreditausfällen und der Nettozuführung zur Risikovorsorge standen Erträge aus Zuschreibungen von 1 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro) und Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen von 219 Mio. Euro (Vorjahr: 181 Mio. Euro) gegenüber. Die folgende Aufstellung enthält die Kennziffern zur Kreditrisikovorsorge:

scroll
% 2012 2011
Zuführungsquote1 0,57 0,44
Ausfallquote2 0,59 0,81
Bestandsquote3 2,79 2,74

1 Nettorisikovorsorge (Neubildung abzüglich Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft zuzüglich des Saldos aus Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf bereits abgeschriebene Forderungen) in Relation zum Kreditvolumen.
2 Kreditausfälle (Verbrauch von Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft zuzüglich des Saldos aus Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf bereits abgeschriebene Forderungen) in Relation zum Kreditvolumen.
3 Risikovorsorgebestand (Bestand an Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft) in Relation zum Kreditvolumen; Kreditvolumen = Forderungen aus besonderen Kreditvereinbarungen mit Kreditnehmern (Note 49).

(51) Aktivische Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges

Der Wertanpassungsbetrag von gegen Zinsänderungsrisiken gesicherten Grundgeschäften betrug 202 Mio. Euro (Vorjahr: 147 Mio. Euro). Ein ökonomisch gegenläufiger Betrag der Sicherungsgeschäfte wird auf der Passivseite unter dem Posten Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten ausgewiesen.

(52) Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten

In diesem Posten werden die positiven Marktwerte von Derivaten ausgewiesen, die zur Absicherung von Grundgeschäften gegen das Zinsänderungsrisiko eingesetzt wurden.

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Positive Marktwerte Micro Fair Value Hedge Accounting 5 663 4 989 13,5
Positive Marktwerte Portfolio Fair Value Hedge Accounting 394 143 .
Gesamt 6 057 5 132 18,0

(53) Handelsaktiva

Die Handelsaktivitäten des Konzerns umfassen den Handel mit

Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren,

Aktien, anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren und Anteilen an Investmentfonds,

Schuldscheindarlehen,

Devisen und Edelmetallen,

derivativen Finanzinstrumenten und

Sonstigen Handelsaktiva.

Der Posten Sonstige Handelsaktiva setzt sich aus positiven Marktwerten von zu syndizierenden Krediten, Kreditzusagen, Emissionsrechten sowie Krediten und Geldhandelsgeschäften zusammen.

In den Positiven Marktwerten sind auch derivative Finanzinstrumente enthalten, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt werden können.

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere 18 381 20 903 - 12,1
Geldmarktpapiere 3 020 2 731 10,6
von öffentlichen Emittenten 2 170 2 334 - 7,0
von anderen Emittenten 850 397 .
Anleihen und Schuldverschreibungen 15 361 18 172 - 15,5
von öffentlichen Emittenten 5 328 6 607 - 19,4
von anderen Emittenten 10 033 11 565 - 13,2
Schuldscheindarlehen 1 366 1 063 28,5
Aktien, andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere und Anteile an Investmentfonds 17 759 9 703 83,0
Aktien 13 357 4 205 .
Anteile an Investmentfonds 4 338 5 464 - 20,6
Sonstige eigenkapitalbezogene Wertpapiere 64 34 88,2
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 106 400 123 607 - 13,9
Währungsbezogene derivative Geschäfte 12 939 17 515 - 26,1
Zinsbezogene derivative Geschäfte 89 139 98 365 - 9,4
Übrige derivative Geschäfte 4 322 7 727 - 44,1
Sonstige Handelsaktiva 238 424 - 43,9
Gesamt 144 144 155 700 - 7,4

Von den Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren sowie Aktien, anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren und Anteilen an Investmentfonds waren 28 084 Mio. Euro (Vorjahr: 20 470 Mio. Euro) börsennotiert. Die übrigen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten setzten sich hauptsächlich aus 1 917 Mio. Euro Aktienderivaten (Vorjahr: 3 303 Mio. Euro) und 2 104 Mio. Euro Kreditderivaten (Vorjahr: 4 060 Mio. Euro) zusammen.

(54) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen umfassen Finanzinstrumente, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden. Sie setzen sich zusammen aus den nicht Handelszwecken dienenden Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren, Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren sowie Anteilen an Investmentfonds, den Beteiligungen (einschließlich nicht at-Equity-bewerteten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) sowie den Anteilen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen.

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere1 87 548 92 526 - 5,4
Geldmarktpapiere 2 504 2 084 20,2
von öffentlichen Emittenten 479 364 31,6
von anderen Emittenten 2 025 1 720 17,7
Anleihen und Schuldverschreibungen 85 044 90 442 - 6,0
von öffentlichen Emittenten 43 061 42 831 0,5
von anderen Emittenten 41 983 47 611 - 11,8
Aktien, andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere und Anteile an Investmentfonds 1 299 1 506 - 13,7
Aktien 175 289 - 39,4
Anteile an Investmentfonds 956 1 125 - 15,0
Sonstige eigenkapitalbezogene Wertpapiere 168 92 82,6
Beteiligungen 138 347 - 60,2
darunter: an Kreditinstituten 29 64 - 54,7
Anteile an Tochterunternehmen 157 144 9,0
darunter: an Kreditinstituten - - .
Gesamt 89 142 94 523 - 5,7
darunter entfallen auf die Kategorie:      
Krediten und Forderungen 52 427 60 618 - 13,5
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 34 268 30 587 12,0
darunter: mit Anschaffungskosten bewertet 423 456 - 7,2
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 2 447 3 318 - 26,3

1 Gekürzt um Portfoliowertberichtigungen für umkategorisierte Wertpapiere von 149 Mio. Euro (Vorjahr: 91 Mio. Euro).

In den Finanzanlagen zum 31. Dezember 2012 waren 423 Mio. Euro (Vorjahr: 456 Mio. Euro) eigenkapitalbezogene Wertpapiere enthalten, die im Wesentlichen nicht börsennotiert sind (unter anderem GmbH-Anteile) und zu Anschaffungskosten bilanziert wurden, da uns keine verlässlichen Angaben zur Berechnung von Marktwerten vorlagen.

In der folgenden Tabelle sind die in den Finanzanlagen enthaltenen börsennotierten Bestände dargestellt. Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen und Finanzanlagen, auf die die Fair Value Option angewendet wird, sind dabei mit ihren Marktwerten aufgeführt. Die Finanzanlagen der Kategorie Kredite und Forderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten gezeigt.

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere 76 109 79 040 - 3,7
Aktien, andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere und Anteile an Investmentfonds 680 894 - 23,9
Beteiligungen 3 10 - 70,0
Gesamt 76 792 79 944 - 3,9

In seiner Mitteilung vom 13. Oktober 2008 hat das IASB Änderungen des IAS 39 hinsichtlich der Umkategorisierung von Finanzinstrumenten verabschiedet. Danach wurden in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 Wertpapiere des Public-Finance-Bestandes, die keinen aktiven Markt aufwiesen, aus der Kategorie Zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte in die Kategorie Kredite und Forderungen umkategorisiert. Für die umkategorisierten Bestände hatten wir zum jeweiligen Umkategorisierungszeitpunkt die Absicht und die Fähigkeit, die Wertpapiere für die vorhersehbare Zukunft beziehungsweise bis zur Fälligkeit zu halten. Im Wesentlichen handelte es sich dabei um Wertpapiere öffentlicher Schuldner (unter anderem europäische und nordamerikanische Gebietskörperschaften, öffentlich garantierte Asset-backed Securities) sowie von Finanzunternehmen.

Die Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern belief sich für alle umkategorisierten Wertpapiere der Geschäftsjahre 2008 und 2009 zum 31. Dezember 2012 auf - 0,7 Mrd. Euro (Vorjahr: - 0,8 Mrd. Euro). Dieser negative Bestand wird über die Restlaufzeit der umkategorisierten Wertpapiere aufgelöst. Ohne die durchgeführten Umkategorisierungen in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 hätte sich eine Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern für den umkategorisierten Bestand von - 4,2 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2012 ergeben (Vorjahr: -4,3 Mrd. Euro); die Veränderung zum Vorjahr betrug somit 0,1 Mrd. Euro (Veränderung 31. Dezember 2011 zum 31. Dezember 2010: - 1,5 Mrd. Euro).

Neben den auf Portfoliobasis ermittelten Wertberichtigungen von 58 Mio. Euro (Vorjahr: 40 Mio. Euro) wurden für die umkategorisierten Bestände im laufenden Geschäftsjahr saldiert 1,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,5 Mrd. Euro sowie -1,9 Mrd. Euro Wertminderungen auf umkategorisierte griechische Staatsanleihen) in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst.

Zum 31. Dezember 2012 betrug der Buchwert der umkategorisierten Bestände 50,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 57,6 Mrd. Euro), der beizulegende Zeitwert belief sich auf 45,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 52,6 Mrd. Euro) und der Bestand der Portfoliowertberichtigungen betrug kumuliert 149 Mio. Euro (Vorjahr: 91 Mio. Euro). Die Geschäfte wiesen durchschnittliche Effektivzinssätze zwischen 0,4 % und 13,1 % (Vorjahr: zwischen 0,5 % und 14,3 %) auf und wir erwarten daraus ein Zahlungsmittelzufluss von 58,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 70,2 Mrd. Euro).

Entwicklung der Beteiligungen und Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen:

scroll
  Beteiligungen Anteile an Tochterunternehmen
Mio. € 2012 2011 2012 2011
Beizulegender Zeitwert zum 1.1. 347 807 144 124
Anschaffungskosten zum 1.1. 518 878 608 343
Wechselkursveränderungen 1 1 10 - 1
Zugänge 23 163 29 21
Abgänge 270 229 7 26
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - - 294 - -
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis - - 1 - 45 271
Anschaffungskosten zum 31.12. 272 518 595 608
Zuschreibungen - - - -
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 272 326 464 219
Wechselkursveränderungen 1 1 7 -
Zugänge 11 8 12 4
Abgänge 151 2 4 18
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - - 61 - -
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis - - - 41 259
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 133 272 438 464
Kumulierte Veränderungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert - 1 101 - -
Beizulegender Zeitwert zum 31.12. 138 347 157 144

(55) Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen

scroll
Mio. € 2012 2011
Beizulegender Zeitwert zum 1.1. 694 737
Anschaffungskosten zum 1.1. 933 821
Wechselkursveränderungen - 1 -
Zugänge 69 125
Abgänge 65 27
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - -
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis - 14
Anschaffungskosten zum 31.12. 936 933
Zuschreibungen 23 -
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 304 156
Wechselkursveränderungen - -
Zugänge 64 158
Abgänge 49 10
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - -
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis - -
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 319 304
Kumulierte Veränderungen aus der at-Equity-Bewertung 104 65
Beizulegender Zeitwert zum 31.12. 744 694
darunter: Anteile an Kreditinstituten 398 339

In den beizulegenden Zeitwerten sind 59 Mio. Euro (Vorjahr: 106 Mio. Euro) aus börsennotierten at-Equity-bewerteten Unternehmen enthalten; der korrespondierende Marktwert zum 31. Dezember 2012 belief sich auf 69 Mio. Euro (Vorjahr: 103 Mio. Euro).

Im Commerzbank-Konzern werden zurechenbare Verluste der at-Equity-bewerteten Unternehmen nur bis zur Höhe des Equity-Buchwertes berücksichtigt. In drei Fällen (Vorjahr: sieben) beläuft sich der Equity-Buchwert auf null. Übersteigende Verluste wurden nicht erfasst, da keine Verpflichtung besteht, die übersteigenden Verluste auszugleichen. Zukünftige Gewinne werden zunächst mit den nicht erfassten Verlusten verrechnet.

Sofern Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten gegenüber oder aufgegebene Geschäftsbereiche bei at-Equity-bewerteten Unternehmen bestehen, ist der Commerzbank-Konzern in Höhe des jeweiligen Anteilsbesitzes daran beteiligt. Unsere Anteile an der Gesamtsumme aller Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen unserer at-Equity-bewerteten Unternehmen sind nachstehend aufgelistet:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Vermögenswerte 5 335 4 603 15,9
Verbindlichkeiten 4 350 3 860 12,7
Erträge 423 413 2,4
Aufwendungen 368 547 - 32,7
Eventualverbindlichkeiten 378 403 - 6,2

Es gab keine aufgegebenen Geschäftsbereiche bei at-Equity-bewerteten Unternehmen.

Unsere Anteile an der Gesamtsumme aller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen unserer untergeordneten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen stellten sich wie folgt dar:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Vermögenswerte 477 542 - 12,0
Verbindlichkeiten 508 588 - 13,6
Erträge 74 134 - 44,8
Aufwendungen 65 129 - 49,6

(56) Immaterielle Anlagewerte

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Geschäfts- oder Firmenwerte 2 080 2 088 - 0,4
Sonstige immaterielle Anlagewerte 971 950 2,2
Kundenbeziehungen 438 495 - 11,5
Markennamen - 9 .
Selbst erstellte Software 349 243 43,6
Übrige 184 203 - 9,4
Gesamt 3 051 3 038 0,4

Von den Übrigen entfielen 181 Mio. Euro (Vorjahr: 198 Mio. Euro) auf erworbene Software.

scroll
  Geschäfts- oder Firmenwerte Markennamen
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
Privatkunden 1 079 1 079 - -
Mittelstandsbank1 633 569 - -
Central & Eastern Europe1 227 299 - 9
Corporates & Markets 138 138 - -
Non-Core Assets - - - -
Portfolio Restructuring Unit - - - -
Sonstige und Konsolidierung 3 3 - -
Gesamt 2 080 2 088 - 9

1 Aufgrund der teilweisen Neuausrichtung der Segmente im Geschäftsjahr 2012 erfolgte eine Umgliederung von 64 Mio. Euro aus dem Segment Central & Eastern Europe in das Segment Mittelstandsbank (vergleiche Note 45 Segmentberichterstattung).

Im Rahmen des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte ergab sich für das Geschäftsjahr 2012 kein Wertminderungsbedarf. Bei der Bewertung wurden Betafaktoren für die Detailplanungsphase, wie in nachstehender Tabelle aufgeführt, angesetzt.

scroll
  Privatkunden Mittelstandsbank Corporates & Markets Central & Eastern Europe
Angesetzte Betafaktoren 1,50 1,50 1,50 1,50

Bei der Variation der Betafaktoren auf 1,0 beziehungsweise 2,0 in der Detailplanungsphase ergaben sich die nachfolgenden Verhältnisse zwischen Über- beziehungsweise Unterdeckung und Buchwert:

scroll
    Privatkunden Mittelstandsbank Corporates & Markets Central & Eastern Europe
Realistischer Wert angesetzter Betafaktor 18,0% 120,7% 37,0% 63,8%
Sensitivierung Beta 1,00 29,7% 143,2% 49,1% 84,5%
  Beta 2,00 7,8% 101,0% 26,3% 45,7%

Innerhalb der Sensitivitäten ergaben sich keine Auswirkungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Immateriellen Anlagewerte haben sich folgendermaßen entwickelt:

scroll
  Geschäfts- oder Firmenwerte Selbst erstellte Software Markennamen und Kundenbeziehungen Sonstige immaterielle Anlagewerte
Mio. € 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011
Buchwert zum 1.1. 2 088 2 081 243 219 504 555 203 246
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. 2 856 2 850 773 825 989 987 1 543 1 797
Wechselkursveränderungen - 2 7 6 - 7 - - 17 - 21
Zugänge - - 152 120 - - 69 79
Abgänge - 1 94 179 - - 48 290
Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis - 6 - - 14 - 24 2 - 5 - 22
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. 2 848 2 856 837 773 965 989 1 576 1 543
Zuschreibungen - - - - - - - -
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 768 769 530 606 485 432 1 340 1 551
Wechselkursveränderungen - - 6 - 6 - - 11 - 11
Zugänge - - 46 89 50 51 82 100
darunter: außerplanmäßig - - - 27 - 1 1 1
Abgänge - 1 94 172 - - 40 279
Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis - - - 13 - 8 2 - 1 - 21
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 768 768 488 530 527 485 1 392 1 340
Buchwert zum 31.12. 2 080 2 088 349 243 438 504 184 203
Im laufenden Geschäftsjahr aktivierte Fremdkapitalzinsen - - - - - - - -
Bandbreite angewendete Zinssätze (%) - - - - - - - -

(57) Sachanlagen

scroll
  Grundstücke und Gebäude Betriebs- und Geschäftsausstattung
Mio. € 2012 2011 2012 2011
Buchwert zum 1.1. 794 874 605 716
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. 1 262 1 329 2 815 3 488
Wechselkursveränderungen 13 - 16 19 - 18
Zugänge 156 29 118 125
Abgänge 34 27 339 693
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - - 7 - 128
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis - 49 - 46 - 15 - 215
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. 1 348 1 262 2 598 2 815
Zuschreibungen - - - -
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 468 455 2 210 2 772
Wechselkursveränderungen 5 - 6 14 - 10
Zugänge 55 43 172 192
darunter: außerplanmäßig 17 5 2 -
Abgänge 18 10 300 653
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - 4 - - 33
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis - 9 - 14 - 19 - 124
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 497 468 2 077 2 210
Buchwert zum 31.12. 851 794 521 605
Im laufenden Geschäftsjahr aktivierte Fremdkapitalzinsen - - - -
Bandbreite angewendete Zinssätze (%) - - - -

Die Sachanlagen im Commerzbank-Konzern betrugen insgesamt 1 372 Mio. Euro (Vorjahr: 1 399 Mio. Euro), davon wurden keine Bestände (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) als Sicherheit verpfändet. Darüberhinaus gab es keinerlei Beschränkungen hinsichtlich der Verfügungsrechte an unseren Sachanlagen.

(58) Ertragsteueransprüche

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 790 716 10,3
in Deutschland 742 620 19,7
außerhalb Deutschlands 48 96 - 50,0
Latente Ertragsteueransprüche 3 015 4 154 - 27,4
erfolgswirksame Ertragsteueransprüche 1 803 2 583 - 30,2
erfolgsneutrale Ertragsteueransprüche 1 212 1 571 - 22,9
Gesamt 3 805 4 870 - 21,9

Aktive latente Steuern bilden die potenziellen Ertragsteuerentlastungen aus temporären Unterschieden zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz nach IFRS und den Steuerwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen sowie zukünftige Ertragsteuerentlastungen aus steuerlichen Verlustvorträgen und noch nicht genutzten Steuergutschriften ab. Im Berichtsjahr erfolgte eine Verfeinerung der Methode bei der Einschätzung zukünftiger Ertragsteuerentlastungen aus steuerlichen Verlustvorträgen, die zu Minderabschreibungen aktiver latenter Steuern von 75 Mio. Euro führte.

Für folgende steuerliche Verlustvorträge wurden zum 31. Dezember 2012 aufgrund des zeitlich beschränkten Planungshorizonts und der dadurch bedingten nicht ausreichenden Wahrscheinlichkeit der Nutzung keine latenten Ertragsteueransprüche aktiviert beziehungsweise bestehende latente Ertragsteueransprüche wertberichtigt.

scroll
Steuerliche Verlustvorträge |
Mio. €
31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Körperschaftsteuer/Corporation Tax/Federal Tax 11 485 11 680 - 1,7
Unbegrenzt vortragsfähig 10 002 10 417 - 4,0
Begrenzt vortragsfähig1 1 483 1 263 17,4
darunter: Verfall in der Folgeperiode - - .
Gewerbesteuer/Lokale Steuer 4 929 4 628 6,5
Unbegrenzt vortragsfähig 4 171 3 966 5,2
Begrenzt vortragsfähig1 758 662 14,5
darunter: Verfall in der Folgeperiode - - .

1 Verfall nach zehn Jahren.

Latente Ertragsteueransprüche werden im Wesentlichen für den inländischen Organkreis, die Filiale London und britische Tochtergesellschaften gebildet. Sie wurden in Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 558 819 - 31,9
Handelsaktiva und -passiva 414 714 - 42,0
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 30 35 - 14,3
Finanzanlagen 96 140 - 31,4
Rückstellungen 18 45 - 60,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden 91 109 - 16,5
Übrige Bilanzposten 136 259 - 47,5
Steuerliche Verlustvorträge 1 672 2 033 - 17,8
Gesamt 3 015 4 154 - 27,4

(59) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien im Gegenwert von 637 Mio. Euro (Vorjahr: 808 Mio. Euro) entwickelten sich wie folgt:

scroll
Mio. € 2012 2011
Buchwert zum 1.1. 808 1 192
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. 1 217 1 470
Wechselkursveränderungen - 1 -
Zugänge 56 -
Abgänge 180 115
Veränderungen Konsolidierungskreis - 98 4
Umbuchungen 54 - 142
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. 1 048 1 217
Kumulierte Veränderungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert - 411 - 409
Buchwert zum 31.12. 637 808
Im laufenden Geschäftsjahr aktivierte Fremdkapitalzinsen - -
Bandbreite angewendete Zinssätze (%) - -

Von den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wurden 116 Mio. Euro (Vorjahr: 170 Mio. Euro) rettungshalber erworben. In den Zugängen des Berichtszeitraums waren keine nachträglichen Anschaffungskosten (Vorjahr: 4 Mio. Euro) für wesentliche Objekte enthalten. In diesem Bilanzposten sind keine Immobilien aus Operating-Leasing-Vereinbarungen enthalten. Zudem liegen weder Beschränkungen hinsichtlich der Weiterveräußerung vor noch gibt es Ankaufsverpflichtungen für Immobilien, die hier auszuweisen wären.

Im Rahmen von Sensitivitätsanalysen unterstellen wir für Renditeobjekte eine Änderung des Liegenschaftszinses von + 50 Basispunkten beziehungsweise - 50 Basispunkten und für Baugrundstücke eine Änderung des Bodenwertes von + 20 % beziehungsweise - 20 %. Für die wesentlichen Renditeobjekte würde sich daraus eine Marktwertänderung von rund - 51 Mio. Euro beziehungsweise + 58 Mio. Euro ergeben. Wesentliche Baugrundstücke waren im Geschäftsjahr 2012 nicht vorhanden, daher wurde keine Sensitivitätsanalyse vorgenommen.

(60) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen

Der Bilanzposten Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen setzte sich wie folgt zusammen:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Forderungen an Kreditinstitute - 10 .
Forderungen an Kunden 495 158 .
Finanzanlagen 212 378 - 43,9
Sachanlagen 29 65 - 55,4
Sonstige Aktivposten 21 1 148 - 98,2
Gesamt 757 1 759 - 57,0

Für die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen wurden in allen Fällen Verkaufsverträge entweder bereits abgeschlossen oder ein Abschluss steht bevor. Die Erfüllung der Verträge soll voraussichtlich während des Geschäftsjahres 2013 erfolgen. Folgende Tochtergesellschaften im Segment Non-Core Assets sind betroffen:

CG New Venture 2 Verwaltungsgesellschaft mbH, Wiesbaden

CG New Venture 4 GmbH & Co. KG, Wiesbaden

GO German Office GmbH, Wiesbaden

In den Segmenten Non-Core Assets und Privatkunden werden zudem Forderungen und Fondsanteile zur Veräußerung gehalten.

Die Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen stellen wir in Note 70 dar.

Aufgrund der globalen Krise am Schiffsmarkt im Geschäftsjahr 2012 war ein Verkauf der Objektgesellschaften

MS "CPO Alicante" Offen Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg,

MS "CPO Ancona" Offen Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg,

MS "CPO Bilbao" Offen Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg,

MS "CPO Marseille" Offen Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg,

MS "CPO Palermo" Offen Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg,

MS "CPO Toulon" Offen Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg, sowie

MS "CPO Valencia" Offen Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg

innerhalb der 12-Monats-Frist nicht mehr wahrscheinlich. Daher werden die zugrunde liegenden Schiffe seit dem 1. Januar 2012 in den Sonstigen Aktiva als Leasinggegenstände ausgewiesen und nach IAS 17 zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Zugehörige Verbindlichkeiten werden seitdem größtenteils in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Auch für die Immobiliengesellschaft Property Invest Italy Srl, Mailand, sowie für Forderungen im Segment Mittelstandsbank wird ein Verkauf in absehbarer Zeit nicht mehr erwartet. Deshalb werden die zugrunde liegenden Immobilien seit Dezember 2012 als Finanzinvestition gehaltene Immobilien zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, die Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten in den Forderungen an Kunden ausgewiesen.

Von den im Vorjahr zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen haben wir eine Gesellschaft im Geschäftsjahr planmäßig veräußert.

(61) Sonstige Aktiva

Die Sonstigen Aktiva setzten sich im Wesentlichen aus folgenden Posten zusammen:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Einzugspapiere 311 253 22,9
Edelmetalle 666 882 - 24,5
Leasinggegenstände 851 209 .
Rechnungsabgrenzungsposten 256 304 - 15,8
Forderungen aus Ausgleichszahlungen für Börsentermingeschäfte 296 270 9,6
Übrige Aktiva 1 258 1 324 - 5,0
Gesamt 3 638 3 242 12,2

Die Leasinggegenstände innerhalb der Sonstigen Aktiva haben sich wie folgt entwickelt:

scroll
Mio. € 2012 2011
Buchwert zum 1.1. 209 221
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. 377 364
Wechselkursveränderungen 6 - 6
Zugänge 55 62
Abgänge 12 43
Veränderungen Konsolidierungskreis 1 -
Umbuchungen 790 -
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. 1 217 377
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 168 143
Wechselkursveränderungen 2 - 2
Zugänge 108 41
darunter: außerplanmäßig 47 -
Abgänge 8 14
Veränderungen Konsolidierungskreis - -
Umbuchungen 96 -
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 366 168
Kumulierte Veränderungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert - -
Buchwert zum 31.12. 851 209

(62) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

scroll
  Gesamt  
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Kreditinstitute in Deutschland 42 613 45 302 - 5,9
Kreditinstitute außerhalb Deutschlands 67 629 53 179 27,2
Gesamt 110 242 98 481 11,9
darunter entfallen auf die Kategorie:      
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 90 206 85 451 5,6
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 20 036 13 030 53,8
scroll
davon: Täglich fällig Andere Verbindlichkeiten
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
Kreditinstitute in Deutschland 7 746 8 358 34 867 36 944
Kreditinstitute außerhalb Deutschlands 35 343 25 483 32 286 27 696
Gesamt 43 089 33 841 67 153 64 640

Die nachfolgende Tabelle stellt die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach wesentlichen Geschäftsarten dar:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Repos und Cash Collaterals 23 850 18 985 25,6
Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel 41 062 25 286 62,4
Übrige Verbindlichkeiten 45 330 54 210 - 16,4
Gesamt 110 242 98 481 11,9

(63) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden setzen sich aus Spareinlagen, täglich fälligen Geldern und Termineinlagen einschließlich Sparbriefen zusammen.

scroll
  Gesamt  
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Kunden in Deutschland 204 882 202 725 1,1
Firmenkunden 120 153 127 277 - 5,6
Privatkunden und Übrige 74 214 66 946 10,9
Öffentliche Haushalte 10 515 8 502 23,7
Kunden außerhalb Deutschlands 60 960 52 619 15,9
Firmen- und Privatkunden 55 276 47 517 16,3
Öffentliche Haushalte 5 684 5 102 11,4
Gesamt 265 842 255 344 4,1
darunter entfallen auf die Kategorie:      
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 228 643 223 491 2,3
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 37 199 31 853 16,8
scroll
  Spareinlagen Andere Verbindlichkeiten
    täglich fällig mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
Kunden in Deutschland 9 673 4 390 108 439 102 552 86 770 95 783
Firmenkunden 90 42 48 522 47 971 71 541 79 264
Privatkunden und Übrige 9 583 4 348 57 266 53 071 7 365 9 527
Öffentliche Haushalte - - 2 651 1 510 7 864 6 992
Kunden außerhalb Deutschlands 3 287 2 472 33 938 27 179 23 735 22 968
Firmen- und Privatkunden 3 286 2 471 32 022 23 715 19 968 21 331
Öffentliche Haushalte 1 1 1 916 3 464 3 767 1 637
Gesamt 12 960 6 862 142 377 129 731 110 505 118 751

Die Spareinlagen waren wie folgt unterteilt:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 10 807 6 155 75,6
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 2 153 707 .
Gesamt 12 960 6 862 88,9

Die nachfolgende Tabelle stellt die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach wesentlichen Geschäftsarten dar:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Repos und Cash Collaterals 31 997 28 209 13,4
Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel 42 620 44 232 - 3,6
Übrige Verbindlichkeiten 191 225 182 903 4,5
Gesamt 265 842 255 344 4,1

(64) Verbriefte Verbindlichkeiten

Als Verbriefte Verbindlichkeiten werden Schuldverschreibungen, einschließlich Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, Geldmarktpapiere (zum Beispiel Certificates of Deposit, Euro Notes, Commercial Papers), Indexzertifikate, Eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf ausgewiesen.

In den Verbrieften Verbindlichkeiten waren Hypothekenpfandbriefe in Höhe von 21 530 Mio. Euro (Vorjahr: 29 353 Mio. Euro) sowie öffentliche Pfandbriefe in Höhe von 27 758 Mio. Euro (Vorjahr: 34 990 Mio. Euro) enthalten.

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Begebene Schuldverschreibungen 78 855 100 311 - 21,4
Begebene Geldmarktpapiere 466 5 224 - 91,1
Eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 11 138 - 92,0
Gesamt 79 332 105 673 - 24,9
darunter entfallen auf die Kategorie:      
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 75 903 102 593 - 26,0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 3 429 3 080 11,3

Im Geschäftsjahr 2012 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 19,2 Mrd. Euro begeben. Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen der fälligen Emissionen auf 41,3 Mrd. Euro und der Rückzahlungen auf 4,3 Mrd. Euro.

Die folgende Aufstellung enthält die wesentlichen im Geschäftsjahr 2012 begebenen Schuldverschreibungen:

scroll
Gegenwert
Mio. €
Währung Emittent Zinssatz
%
Fälligkeit
1 000 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 3,625 2017
500 EUR BRE Corporate Finance France S.A. 2,750 2015

(65) Passivische Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges

Der Wertanpassungsbetrag von gegen Zinsänderungsrisiken gesicherten Grundgeschäften betrug 1 467 Mio. Euro (Vorjahr: 938 Mio. Euro). Einen ökonomisch gegenläufigen Betrag der Sicherungsgeschäfte weisen wir auf der Aktivseite unter dem Posten Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten aus.

(66) Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten

In diesem Posten werden die Negativen Marktwerte von Derivaten ausgewiesen, die zur Absicherung von Grundgeschäften gegen das Zinsänderungsrisiko eingesetzt werden.

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Negative Marktwerte Micro Fair Value Hedge Accounting 11 604 11 378 2,0
Negative Marktwerte Portfolio Fair Value Hedge Accounting 31 26 19,2
Negative Marktwerte Cash Flow Hedge Accounting 104 23 .
Gesamt 11 739 11 427 2,7

(67) Handelspassiva

In den Handelspassiva werden die Negativen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt sind, sowie Kreditzusagen mit negativen Marktwerten, ausgewiesen.

Außerdem sind eigene Emissionen des Handelsbereichs und Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen in den Handelspassiva enthalten.

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Währungsbezogene derivative Geschäfte 13 959 20 762 - 32,8
Zinsbezogene derivative Geschäfte 85 503 96 736 - 11,6
Übrige derivative Geschäfte 5 672 8 433 - 32,7
Zertifikate und andere eigene Emissionen 5 201 5 789 - 10,2
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen, negative Marktwerte von Kreditzusagen und sonstige Handelspassiva 5 776 6 127 - 5,7
Gesamt 116 111 137 847 - 15,8

Die Übrigen derivativen Geschäfte setzten sich im Wesentlichen aus 3 220 Mio. Euro Aktienderivaten (Vorjahr: 3 714 Mio. Euro) und 2 183 Mio. Euro Kreditderivaten (Vorjahr: 4 305 Mio. Euro) zusammen.

(68) Rückstellungen

Die Rückstellungen gliederten sich wie folgt:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 210 437 - 51,9
Sonstige Rückstellungen 3 049 3 324 - 8,3
Gesamt 3 259 3 761 - 13,3

a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Im Jahr 2012 haben sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen folgendermaßen entwickelt:

scroll
Mio. € Stand
1.1.2012
Pensionsleistungen Zuführungen Dotierung des
Planvermögens1
Anwartschaften der aktiven und ausgeschiedenen Mitarbeiter sowie Pensionsansprüche der Pensionäre 287 244 57 92
Vorruhestand 66 24 16 -
Altersteilzeit 84 51 40 1
Gesamt 437 319 113 93
scroll
Mio. € Umbuchungen/
Wechselkursänderungen
Änderung
Konsolidierungskreis
Stand 31.12.2012
Anwartschaften der aktiven und ausgeschiedenen Mitarbeiter sowie Pensionsansprüche der Pensionäre 73 - 1 80
Vorruhestand - - 58
Altersteilzeit - - 72
Gesamt 73 - 1 210

1 Soweit im Rahmen der Rückstellungsermittlung berücksichtigt.

b) Pensionsverpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen sowie der Pensionsaufwand werden jährlich von unabhängigen Aktuaren nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Die zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Parameter richten sich dabei nach den Verhältnissen des Landes, in dem der Pensionsplan begründet wurde. Die Darstellung der Parameter außerhalb Deutschlands erfolgt auf der Basis von gewichteten Durchschnitten unter Berücksichtigung der jeweils relevanten Pensionspläne.

scroll
% 31.12.2012 31.12.2011
Parameter der Pensionspläne in Deutschland    
für die Ermittlung der Pensionsverpflichtung am Jahresende    
Diskontierungszinssatz 3,8 4,8
Gehaltsentwicklung 2,5 2,5
Rentenanpassung 1,8 1,8
für die Ermittlung des Pensionsaufwands im Geschäftsjahr    
Diskontierungszinssatz 4,8 4,9
Gehaltsentwicklung 2,5 2,5
Rentenanpassung 1,8 1,8
Erwartete Rendite des Planvermögens 5,4 5,5
Parameter der Pensionspläne außerhalb Deutschlands    
für die Ermittlung der Pensionsverpflichtung am Jahresende    
Diskontierungszinssatz 4,3 4,8
Gehaltsentwicklung 2,8 3,0
Rentenanpassung 2,8 2,9
für die Ermittlung des Pensionsaufwands im Geschäftsjahr    
Diskontierungszinssatz 4,8 5,3
Gehaltsentwicklung 3,0 3,2
Rentenanpassung 2,9 3,2
Erwartete Rendite des Planvermögens 4,4 5,3
Parameter des Gesundheitsfürsorgeplans    
für die Ermittlung der Verpflichtung am Jahresende    
Diskontierungszinssatz 4,4 4,8
Gesundheitskostensteigerungsrate 5,5 5,7
für die Ermittlung des Aufwands im Geschäftsjahr    
Diskontierungszinssatz 4,8 5,4
Gesundheitskostensteigerungsrate 5,7 6,0

Die Pensionsverpflichtungen haben sich folgendermaßen entwickelt:

scroll
Mio. € 2012 2011
Pensionsverpflichtungen zum 1. Januar 6 242 6 073
Dienstzeitaufwand 65 68
Zinsaufwand 293 295
Pensionsleistungen - 281 - 283
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) 936 36
Erfahrungsbedingte Anpassungen - 4 - 62
Sonstige Anpassungen 940 98
Veränderungen Konsolidierungskreis - 1 - 4
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 1 -
Plankürzungen/Abgeltungen - -
Wechselkursänderungen 18 31
Sonstige Veränderungen - 26
Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 7 273 6 242
darunter vollständig oder teilweise durch Planvermögen finanziert 7 133 6 064
darunter nicht durch Planvermögen finanziert 140 178

Die Pensionsverpflichtungen waren folgenden Regionen zuzuordnen:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011
Deutschland 6 067 5 157
Europa (ohne Deutschland) 1 110 989
Amerika 93 94
Asien und Sonstige 3 2
Gesamt 7 273 6 242

Eine Änderung des Diskontierungszinssatzes beziehungsweise der Gesundheitskostensteigerungsrate zum 31. Dezember 2012 würde sich wie folgt auswirken:

scroll
Mio. € Verpflichtung zum 31.12.2012 Aufwendungen im Jahr 2013
Zinssensitivität    
Diskontierungszinssatz +50 Basispunkte - 548 2
Diskontierungszinssatz - 50 Basispunkte 623 - 3
Sensitivität in Bezug auf die Gesundheitskostensteigerungsrate    
Gesundheitskostensteigerungsrate +100 Basispunkte 2 -
Gesundheitskostensteigerungsrate - 100 Basispunkte - 2 -

Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung setzten sich aus folgenden Komponenten zusammen:

scroll
Mio. € 2012 2011
Dienstzeitaufwand 65 68
Zinsaufwand 293 295
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen - 297 - 284
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 1 -
Plankürzungen/Abgeltungen - -
Amortisation versicherungsmathematischer Gewinne (-)/Verluste (+) - 5 107
Sonstiges - -
Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne 57 186
Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne 89 88
Andere Altersversorgung (Altersteilzeit und Vorruhestand) 56 87
Sonstiger pensionsnaher Aufwand 25 19
Wechselkursveränderungen - -
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 227 380

Daneben haben wir im Personalaufwand 242 Mio. Euro (Vorjahr: 235 Mio. Euro) als Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung erfasst.

Der erwartete Ertrag aus dem Planvermögen orientiert sich im Fall von festverzinslichen Wertpapieren an den langfristigen Renditen des Kapitalmarktes am Abschlussstichtag und im Fall anderer Kapitalanlagen an den in der Vergangenheit beobachteten Kapitalmarktentwicklungen. Das Planvermögen hat sich folgendermaßen entwickelt:

scroll
Mio. € 2012 2011
Beizulegender Zeitwert zum 1.1. 5 730 5 194
Veränderung Konsolidierungskreis - -
Einstellung Planvermögen (Arbeitgeberbeiträge) 92 73
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 297 284
Pensionsleistungen - 37 - 38
Umbuchungen - 33
Wechselkursänderungen 22 29
Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (-) 385 155
Beizulegender Zeitwert zum 31.12. 6 489 5 730
Tatsächliche Erträge aus dem Planvermögen 682 439

Für das Geschäftsjahr 2013 erwarten wir im Konzern für leistungsorientierte Pensionspläne Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen von 55 Mio. Euro sowie Pensionsleistungen von 249 Mio. Euro.

Die Zusammensetzung des Planvermögens stellte sich wie folgt dar:

scroll
% 31.12.2012 31.12.2011
Festverzinsliche Wertpapiere 77,5 67,3
Aktien 11,6 12,8
Fondsanteile 0,1 8,8
Liquide Mittel 1,7 2,8
Sonstige 9,1 8,3

Zusammenfassende Übersicht wesentlicher Komponenten leistungsorientierter Pensionspläne:

scroll
Mio. € 2012 2011 2010 2009 2008
Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert) 7 273 6 242 6 073 5 699 2 118
Fair Value des Planvermögens 6 489 5 730 5 194 4 764 2 039
Finanzierungsstatus 784 512 879 935 79
Nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (-) - 908 - 353 - 576 - 416 33
Nachzuverrechnender Dienstzeitertrag (+)/-aufwand (-) - - - - -
Aktiviertes Planvermögen 204 128 53 33 -
Pensionsrückstellung 80 287 356 552 112
Erfahrungsbedingte Anpassungen (Gewinne (+)/Verluste (-)) im Berichtsjahr für:          
Pensionsverpflichtung 4 62 5 - 3 - 1
Planvermögen 385 155 149 98 - 181

c) Sonstige Rückstellungen

Entwicklung der Sonstigen Rückstellungen:

scroll
Mio. € Stand
1.1.2012
Zuführungen Verbrauch Auflösungen Umbuchung/
Änderung
Konsolidierungskreis
Stand
31.12.2012
Personalbereich 679 386 451 27 2 589
Restrukturierungsmaßnahmen 627 46 195 13 3 468
Einzelrisiken aus dem Kreditgeschäft 349 107 - 244 - 212
Portfoliorisiken aus dem Kreditgeschäft 159 33 - 72 - 120
Bonifikation für Sondersparformen 31 92 12 - - 1 110
Prozesse und Regresse 822 355 142 113 60 982
Übrige 657 365 256 146 - 52 568
Gesamt 3 324 1 384 1 056 615 12 3 049

Die Rückstellungen für den Personalbereich sind überwiegend kurzfristiger Natur, umfassen unter anderem aber auch Jubiläumsrückstellungen, die aufgrund ihres Charakters langfristig sind und in nachfolgenden Perioden sukzessive verbraucht werden. Daneben sind auch Rückstellungen für die langfristige Barkomponente des Commerzbank-Incentive-Plans enthalten, die nach Ablauf des 4-jährigen Erdienungszeitraums verbraucht werden.

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Rückstellungen im Kreditgeschäft orientiert sich an den in Note 88 angegebenen Restlaufzeiten der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen. Bei Rechtsstreitigkeiten kann weder die Dauer des Verfahrens noch die Höhe des Betrages zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung abschließend vorhergesagt werden. Die unter Übrige ausgewiesenen Rückstellungen weisen im Wesentlichen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Die gebildeten Restrukturierungsrückstellungen resultieren überwiegend aus Maßnahmen im Zusammenhang mit der Integration des Dresdner-Bank-Konzerns sowie aus der Neuausrichtung des Konzern im Zusammenhang mit der Abwicklungsauflage der Hypothenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (vormals Eurohypo Aktiengesellschaft). Sie entfallen vorwiegend auf den Personalbereich sowie auf den Bereich Organisation und verteilen sich im Wesentlichen über eine Laufzeit von bis zu drei Jahren, wobei der größte Teil voraussichtlich bis Ende 2013 in Anspruch genommen wird.

(69) Ertragsteuerschulden

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 324 680 - 52,4
Verbindlichkeiten gegenüber Steuerbehörden aus Ertragsteuern 4 5 - 20,0
Rückstellungen für Ertragsteuern 320 675 - 52,6
Latente Ertragsteuerschulden 90 189 - 52,4
Erfolgswirksame Ertragsteuerschulden 62 176 - 64,8
Erfolgsneutrale Ertragsteuerschulden 28 13 .
Gesamt 414 869 - 52,4

Rückstellungen für Ertragsteuern sind potenzielle Steuerverpflichtungen, für die noch keine rechtskräftigen Steuerbescheide ergangen sind, beziehungsweise für Risiken im Rahmen von Betriebsprüfungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern beinhalten Zahlungsverpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern gegenüber inländischen und ausländischen Steuerbehörden.

Passive latente Steuern stellen die potenziellen Ertragsteuerbelastungen aus temporären Unterschieden zwischen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz nach IFRS und den Steuerwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen dar. Sie wurden im Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Handelsaktiva und -passiva 16 38 - 57,9
Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 32 56 - 42,9
Finanzanlagen 12 25 - 52,0
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 6 12 - 50,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden 1 19 - 94,7
Übrige Bilanzposten 23 39 - 41,0
Gesamt 90 189 - 52,4

(70) Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen

Die Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen setzten sich wie folgt zusammen:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 484 .
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 2 11 - 81,8
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten - 97 .
Gesamt 2 592 - 99,7

(71) Sonstige Passiva

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Verbindlichkeiten für Filmfonds 1 915 1 952 - 1,9
Fremdkapital aus Minderheiten 2 441 2 576 - 5,2
Rechnungsabgrenzungsposten 439 484 - 9,3
Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen für Börsentermingeschäfte 162 108 50,0
Übrige Passiva 1 566 1 448 8,1
Gesamt 6 523 6 568 - 0,7

(72) Nachrangkapital

Die Nachrangigen Verbindlichkeiten und die Genussrechte sind Eigenmittel im Sinne der §§ 10 Abs. 5 und 5 a KWG in der neuen Fassung und teilten sich wie folgt auf:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Nachrangige Verbindlichkeiten 11 186 12 094 - 7,5
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 1 629 1 701 - 4,2
Genussrechtskapital 865 975 - 11,3
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 12 36 - 66,7
Zinsabgrenzungen einschließlich Disagien1 - 161 - 165 - 2,4
Bewertungseffekte 426 381 11,8
Gesamt 12 316 13 285 - 7,3
darunter entfallen auf die Kategorie:      
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 12 308 13 261 - 7,2
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) 8 24 - 66,7

1 Einschließlich Effekten aus der Anpassung der Zeitwerte des Nachrangkapitals zum Erwerbszeitpunkt der Dresdner Bank.

Im Geschäftsjahr 2012 belief sich das Volumen der fälligen Nachrangigen Verbindlichkeiten auf 1,1 Mrd. Euro, der Rückzahlungen auf 0,1 Mrd. Euro und der Neuemissionen auf 0,3 Mrd. Euro. Bei den Genussrechten wurden Rückzahlungen von 0,1 Mrd. Euro vorgenommen.

Ansprüche von Gläubigern auf Rückzahlung dieser Verbindlichkeiten sind gegenüber anderen Gläubigern nachrangig. Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung kann nicht entstehen. Im Falle einer Insolvenz oder Liquidation dürfen sie erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden.

Im Berichtsjahr fiel im Konzern ein Zinsaufwand für Nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von 663 Mio. Euro (Vorjahr: 682 Mio. Euro) an. Zinsabgrenzungen für noch nicht gezahlte Zinsen wurden in Höhe von 312 Mio. Euro (Vorjahr: 321 Mio. Euro) ausgewiesen.

Ende 2012 waren folgende wesentliche Nachrangige Verbindlichkeiten im Umlauf:

scroll
Laufzeitbeginn Mio. € Mio. Währung Emittent Zinssatz
%
Fälligkeit
2011 1 254 1 254 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 6,375 2019
2011 1 250 1 250 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 7,750 2021
2007 600 600 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 1 1201 2017
2008 500 500 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 6,250 2014
2006 492 492 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 1 0811 2016
2009 379 500 USD Commerzbank Aktiengesellschaft 7,250 2015
2011 322 322 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 5,000 2018
2011 300 300 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 5,000 2018
2003 250 250 EUR Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft2 5,000 2016
2009 250 250 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 5,000 2017
2006 228 300 CAD Commerzbank Aktiengesellschaft 2 1591 2016
2003 220 220 EUR Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft2 5,000 2014
2007 196 196 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 2,039 2017
1999 184 150 GBP Commerzbank Aktiengesellschaft 6,625 2019
2012 177 177 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 10,000 2017
2012 170 170 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 9,500 2019

1 Variabel verzinslich.
2 Vormals Eurohypo Aktiengesellschaft.

Das Genussrechtskapital des Commerzbank-Konzerns nimmt teilweise bis zur vollen Höhe am Verlust teil. Zinszahlungen erfolgen nur im Rahmen eines vorhandenen Bilanzgewinns der emittierenden Gesellschaft. Die Ansprüche der Genussrechtsinhaber auf Rückzahlung des Kapitals sind gegenüber den Ansprüchen der anderen Gläubiger nachrangig.

Auf das Genussrechtskapital für das Geschäftsjahr 2012 fielen zu zahlende Zinsen in Höhe von 102 Mio. Euro (Vorjahr: 107 Mio. Euro) an, beziehungsweise wurden abgegrenzt. Zinsabgrenzungen für noch nicht gezahlte Zinsen wurden in Höhe von 221 Mio. Euro (Vorjahr: 194 Mio. Euro) ausgewiesen.

Ende 2012 war folgendes wesentliches Genussrecht im Umlauf:

scroll
Laufzeitbeginn Mio. € Mio. Währung Emittent Zinssatz
%
Fälligkeit
2006 662 662 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 5,386 2015

(73) Hybridkapital

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Hybridkapital 2 057 2 830 - 27,3
Zinsabgrenzungen einschließlich Disagien1 - 969 - 1 131 - 14,3
Bewertungseffekte 509 476 6,9
Gesamt 1 597 2 175 - 26,6
darunter entfallen auf die Kategorie:      
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten 1 597 2 175 - 26,6
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Fair Value Option) - - .

1 Einschließlich Effekten aus der Anpassung der Zeitwerte des Hybridkapitals zum Erwerbszeitpunkt der Dresdner Bank.

Folgende wesentliche hybride Kapitalinstrumente waren Ende 2012 im Umlauf:

scroll
Laufzeitbeginn Mio. € Mio. Währung Emittent Zinssatz
%
Fälligkeit
1999 758 1 000 USD Dresdner Capital LLC I 8,151 2031
2006 416 416 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 5,386 unbefristet
2006 186 186 EUR Commerzbank Capital Funding Trust III 2,524 unbefristet
2005 152 152 EUR Eurohypo Capital Funding Trust II 3,486 unbefristet
2006 148 148 EUR Commerzbank Capital Funding Trust I 5,012 unbefristet
2003 119 119 EUR Eurohypo Capital Funding Trust I 6,445 unbefristet
2006 114 93 GBP Commerzbank Capital Funding Trust II 5,905 unbefristet

Für das Geschäftsjahr 2012 fielen auf das Hybridkapital zu zahlende Zinsen in Höhe von 126 Mio. Euro (Vorjahr: 152 Mio. Euro) an. Das Hybridkapital ist Bestandteil des haftenden Eigenkapitals. Zinszahlungen erfolgen nach Maßgabe der maßgeblichen Emissionsbedingungen. Die Ansprüche der Inhaber hybrider Instrumente auf Rückzahlung des Kapitals sind nachrangig gegenüber den Ansprüchen der Gläubiger der unter Nachrangigen Verbindlichkeiten und Genussrechtskapital ausgewiesenen Verbindlichkeiten.

Im März 2012 wurden Teile der Trust-preferred Securities (TruPS) der Commerzbank Capital Funding Trust I und II und der Eurohypo Capital Funding Trust I zurückerworben. Es erfolgte eine Einbringung der TruPS im Nominalvolumen von 1,0 Mrd. Euro als Sacheinlagen gegen Vergütung in Aktien (siehe Seite 187). Durch die Rücknahme erhöhte sich unser hartes Kernkapital um 0,8 Mrd. Euro. Darüber hinaus gab es keine nennenswerten Veränderungen.

(74) Zusammensetzung des Eigenkapitals

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
a) Gezeichnetes Kapital 5 828 5 113 14,0
b) Kapitalrücklage 11 681 11 158 4,7
c) Gewinnrücklagen 8 614 8 822 - 2,4
d) Stille Einlagen 2 376 2 687 - 11,6
Andere Rücklagen - 2 353 - 3 676 - 36,0
e) Neubewertungsrücklage - 1 699 - 2 511 - 32,3
f) Rücklage aus Cash Flow Hedges - 616 - 810 - 24,0
g) Rücklage aus der Währungsumrechnung - 38 - 355 - 89,3
Gesamt vor Minderheitenanteilen 26 146 24 104 8,5
Minderheitenanteile 888 699 27,0
Eigenkapital 27 034 24 803 9,0

a) Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Commerzbank Aktiengesellschaft besteht aus nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Käufe und Verkäufe von eigenen Aktien werden mit dem rechnerischen Wert von 1,00 Euro mit dem Gezeichneten Kapital verrechnet.

scroll
  Stückzahl
Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien am 1.1.2012 5 112 566 043
zuzüglich: Eigene Aktien im Bestand am 31.12. des Vorjahres 863 010
Ausgabe neuer Aktien 716 084 804
Anzahl der ausgegebenen Aktien am 31.12.2012 5 829 513 857
abzüglich: Eigene Aktien im Bestand am Bilanzstichtag 1 193 353
Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien am 31.12.2012 5 828 320 504

Vor Verrechnung der im Eigenbestand befindlichen eigenen Aktien belief sich das Gezeichnete Kapital auf 5 830 Mio. Euro. Vorzugsrechte oder Beschränkungen in Bezug auf die Ausschüttung von Dividenden liegen bei der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht vor. Alle ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt. Der Wert der ausgegebenen, im Umlauf befindlichen und genehmigten Aktien ergab sich wie folgt:

scroll
  31.12.2012 31.12.2011
  Mio. € Stückzahl Tsd. Mio. € Stückzahl Tsd.
Ausgegebene Aktien 5 829,5 5 829 514 5 113,4 5 113 429
./. Eigene Aktien im Bestand 1,2 1 193 0,9 863
= im Umlauf befindliche Aktien 5 828,3 5 828 321 5 112,6 5 112 566
noch nicht ausgegebene Aktien aus Genehmigtem Kapital 5 068,0 5 068 000 2 000,0 2 000 000
Gesamt 10 896,3 10 896 321 7 112,6 7 112 566

Die Anzahl der autorisierten Aktien betrug 10 897 514 Tsd. Stück (Vorjahr: 7 113 429 Tsd. Stück). Der rechnerische Wert der autorisierten Aktien belief sich auf 10 897,5 Mio. Euro (Vorjahr: 7 113,5 Mio. Euro).

Wir hatten zum 31. Dezember 2012 im Konzern 32 223 Tsd. Stück Aktien (Vorjahr: 30 306 Tsd. Stück Aktien) als Pfand genommen. Dies entspricht 0,6 % (Vorjahr: 0,6 %) der am Bilanzstichtag im Umlauf befindlichen Aktien.

Die Wertpapierhandelsgeschäfte in eigenen Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 7 AktG stellten sich wie folgt dar:

scroll
  Anzahl Aktien Stück Rechnerischer Wert1
Tsd. €
Anteil am Grundkapital
%
Bestand am 31.12.2012 1 193 353 1 193 0,02
Höchster erworbener Bestand im Geschäftsjahr 38 917 378 38 917 0,67
Von der Kundschaft verpfändeter Bestand am 31.12.2012 32 223 091 32 223 0,55
Im Geschäftsjahr erworbene Aktien 860 165 799 860 166 -
Im Geschäftsjahr veräußerte Aktien 859 835 456 859 835 -

1 Rechnerischer Wert je Aktie 1,00 Euro.

Die Bank hat sich gegenüber dem Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung (SoFFin), vertreten durch die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA), verpflichtet, keine Aktien oder sonstigen Bestandteile der haftenden Eigenmittel der Bank (außer im Rahmen des § 71 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 4 (Einkaufskommission), 7 oder 8 AktG) selbst oder durch verbundene Unternehmen zurückzukaufen.

b) Kapitalrücklage

In der Kapitalrücklage werden neben Agiobeträgen aus der Ausgabe von Aktien auch beizulegende Zeitwerte von aktienbasierten Vergütungstransaktionen ausgewiesen, für die ein Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten erfolgt, die aber noch nicht ausgeübt wurden. Sofern eine Ausgabe von Schuldverschreibungen für Wandlungs- und Optionsrechte zum Erwerb von Anteilen erfolgt ist, werden hierbei erzielte Beträge in der Kapitalrücklage berücksichtigt.

Darüber hinaus werden Kosten, die im Zusammenhang mit Kapitalerhöhungen anfallen und die gemäß IAS 32.35 als Abzug vom Eigenkapital zu bilanzieren sind, von der Kapitalrücklage gekürzt.

Bei der Wiederveräußerung von eigenen Aktien wird der Differenzbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und dem Kurswert in der Kapitalrücklage erfasst, wenn dieser über den ursprünglichen Anschaffungskosten dieser Anteile liegt.

c) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen untergliedern sich in die gesetzliche Rücklage und andere Rücklagen. In der gesetzlichen Rücklage sind nach nationalem Recht zwingend zu bildende Rücklagen erfasst; die hier eingestellten Beträge unterliegen im Einzelabschluss einem Ausschüttungsverbot. Der Gesamtbetrag der in der Bilanz ausgewiesenen Gewinnrücklagen resultierte aus anderen Gewinnrücklagen von 8.614 Mio. Euro (Vorjahr: 8 822 Mio. Euro). Gesetzliche Rücklagen waren weder zum 31. Dezember 2012 noch zum 31. Dezember 2011 vorhanden.

Beim Erwerb eigener Anteile wird der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem rechnerischen Wert mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Eine Wiederveräußerung eigener Anteile wird spiegelbildlich zum Erwerb eigener Anteile abgebildet.

d) Stille Einlagen

Die Einlagen des SoFFin, vertreten durch die FMSA, wurden im Geschäftsjahr im Rahmen verschiedener Kapitalmaßnahmen von 1,9 Mrd. Euro um 0,3 Mrd. Euro auf 1,6 Mrd. Euro reduziert (siehe Seite 187). Grundlage der verbleibenden Stillen Einlagen bilden weiterhin der zuletzt am 29. Juni 2012 geänderte Vertrag vom 19. Dezember 2008 sowie die Ergänzungsvereinbarung vom 3. Juni 2009 über die Errichtung einer Stillen Gesellschaft zwischen dem SoFFin, vertreten durch die FMSA, und der Commerzbank Aktiengesellschaft. Die Stillen Einlagen werden mit 9 % jährlich verzinst und zu 100 % als Kernkapital (Tier I) angerechnet. Eine Rückzahlung der Stillen Einlagen wird zum Nominalwert erfolgen. In Jahren mit Dividendenzahlungen steigt der Zinssatz der Stillen Einlagen. Der dann zu zahlende Zinsaufschlag ergibt sich aus der Gesamthöhe der ausgeschütteten Bardividende. Für je rund 5,9 Mio. Euro Bardividende erhöht sich der Zinssatz so um 0,01 Prozentpunkte.

An einem Bilanzverlust nimmt der SoFFin im Verhältnis des Buchwertes der Stillen Einlage zum Gesamtbuchwert aller am Bilanzverlust teilnehmenden Haftkapitalanteile (§ 10 Abs. 2 a, 4 und 5 KWG) der Gesellschaft teil. Nach einer Herabsetzung wird die Stille Einlage in den der Herabsetzung folgenden Geschäftsjahren bis zur vollständigen Höhe des Einlagennennbetrags wieder zugeschrieben, soweit hierdurch kein Bilanzverlust entstehen oder dieser erhöht würde.

Darüber hinaus schlossen die Commerzbank Aktiengesellschaft und die Allianz SE am 3. Juni 2009 einen Vertrag über die Errichtung einer Stillen Gesellschaft, auf dessen Basis die Allianz mittels einer Tochtergesellschaft eine Stille Einlage in Höhe von 750 Mio. Euro in die Commerzbank Aktiengesellschaft einbrachte. Die Stille Einlage ist mit einer Gewinnbeteiligung ausgestattet, die zum einen aus einer auf den Einlagennennbetrag bezogenen Festverzinsung in Höhe von 9 % pro anno und zum anderen aus einer dividendenabhängigen Zusatzvergütung in Höhe von 0,01 % pro anno für je rund 5,9 Mio. Euro Dividendensumme besteht.

Die Stillen Einlagen sind nach IFRS innerhalb des Eigenkapitals gesondert zu bilanzieren, die Vergütung der Stillen Einlagen wird ohne Berührung der Gewinn- und-Verlust-Rechnung direkt mit dem Eigenkapital verrechnet. Die Vergütung erfolgt nur, wenn ein Bilanzgewinn im Einzelabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft (nach HGB) vorliegt. Für 2012 wurden die Voraussetzungen für eine Vergütung erfüllt. Die Ausschüttungshöhe beläuft sich auf 221 Mio. Euro (Vorjahr: -).

e) Neubewertungsrücklage

In die Neubewertungsrücklage werden die Ergebnisse aus der Bewertung der Finanzanlagen zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) nach Berücksichtigung latenter Steuern eingestellt. Eine erfolgswirksame Erfassung der Gewinne oder Verluste erfolgt erst, wenn der Vermögenswert veräußert beziehungsweise wertgemindert worden ist.

f) Rücklage aus Cash Flow Hedges

Die aus Sicherungsinstrumenten im Rahmen von Cash Flow Hedges ermittelten Bewertungsergebnisse aus dem effektiven Teil der Absicherungen sind nach Berücksichtigung latenter Steuern in diesem Eigenkapitalposten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2009 haben wir bis auf geringfügige Ausnahmen das Cash Flow Hedge Accounting beendet und nutzen für das Zinsrisikomanagement seitdem Micro Hedge Accounting und Portfolio Fair Value Hedge Accounting. Ab dem Umstellungszeitpunkt werden die im Eigenkapital ausgewiesene Rücklage aus Cash Flow Hedges sowie die zugehörigen Sicherungsgeschäfte über die Restlaufzeit der Sicherungsgeschäfte im Zinsüberschuss amortisiert. Ein Ergebniseffekt entsteht dabei nicht.

g) Rücklage aus der Währungsumrechnung

Die Rücklage aus der Währungsumrechnung beinhaltet Umrechnungsgewinne und -verluste, die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstanden sind. Einbezogen wurden dabei Wechselkursdifferenzen aus der Konsolidierung von Tochterunternehmen und at-Equity-bewerteten Unternehmen.

(75) Bedingtes Kapital

Das Bedingte Kapital ist für die Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen sowie Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten vorgesehen. Die Entwicklung des Bedingten Kapitals stellt sich wie folgt dar:

scroll
            darunter:
Mio. € Bedingtes
Kapital
1.1.2012
Zugänge Verfall/
Verbrauch
Aufhebung
gemäß Satzung
Bedingtes
Kapital1 31.12.2012
belegtes
Bedingtes
Kapital
Wandel-/Optionsanleihen/Genussrechte 1 553 3 685 179 665 4 394 -
Gesamt 1 553 3 685 179 665 4 394 -
scroll
  darunter:
Mio. € noch verfügbares Bedingtes Kapital
Wandel-/Optionsanleihen/Genussrechte 4 394
Gesamt 4 394

1 Das Bedingte Kapital dient in Höhe von 1 644 Mio. Euro der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die dem nach dem Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz errichteten Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung, vertreten durch die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung, als stillem Gesellschafter der Gesellschaft gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als der Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung von dem Umtauschrecht Gebrauch macht.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 um bis zu 2 750 000 000,00 Euro eingeteilt in 2 750 000 000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012/I gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussrechten oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussrechten, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft oder unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 (Ermächtigung 2012) bis zum 22. Mai 2017 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder ihre entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflichten erfüllen und nicht andere Erfüllungsformen gewählt werden.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 23. Mai 2012 um bis zu Euro 935 000 000,00, eingeteilt in bis zu 935 000 000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012/II gemäß § 4 Abs. 8 der Satzung). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die dem nach dem Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz errichteten Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung, vertreten durch die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung, als stillem Gesellschafter der Gesellschaft gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie der Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung von dem Umtauschrecht Gebrauch macht.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 6. Mai 2011 um bis zu 709 312 132,00 Euro, eingeteilt in bis zu 709 312 132 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011/III gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die dem nach dem Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz errichteten Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung, vertreten durch die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung, als stillem Gesellschafter der Gesellschaft gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie der Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung von dem Umtauschrecht Gebrauch macht.

(76) Genehmigtes Kapital

scroll
Datum der Beschlussfassung Ursprünglicher Betrag
Mio. €
In Vorjahren für Kapitalerhöhungen verbraucht
Mio. €
2012 für Kapitalerhöhungen verbraucht
Mio. €
Aufhebung gemäß Satzung
Mio. €
Verbleibender Betrag
Mio. €
Befristung
6.5.2011 2 000 - 537 - 1 463 5.5.2016
23.5.2012 1 150 - - - 1 150 22.5.2017
23.5.2012 2 455 - - - 2 455 22.5.2017
Gesamt 5 605 - 537 - 5 068  

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 1 462 936 397,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011 gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen auszuschließen:

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen;

um in dem Umfang, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Commerzbank Aktiengesellschaft oder durch unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung einer entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflicht zustehen würde;

um in Höhe von bis zu 20 000 000,00 Euro Belegschaftsaktien an Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) auszugeben;

um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen;

bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 203 Abs. 1, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft im Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2011 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Die Höchstgrenze vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder mit Options- oder Wandlungspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2011 unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 22. Mai 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 1 150 000 000,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012/I gemäß § 4 Absatz 6 der Satzung). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen auszuschließen:

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen;

um in dem Umfang, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Commerzbank Aktiengesellschaft oder durch unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von §18 Abs. 1 AktG) ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung eines entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflicht zustehen würde;

um Aktien an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) gegen Sacheinlagen durch Einbringung von Ansprüchen auf variable Vergütungsbestandteile, Gratifikationen oder ähnlichen Forderungen gegen die Gesellschaft oder Konzernunternehmen auszugeben.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 22. Mai 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bareinlage und/oder teilweise oder vollständige Einbringung der stillen Einlagen aus von der AZ-Arges Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH und dem Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung eingegangenen stillen Gesellschaften einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 2 455 000 000,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012/II gemäß § 4 Abs. 7 der Satzung). Von der Ermächtigung zur Ausgabe von Aktien gegen Bareinlagen darf der Vorstand nur Gebrauch machen, um die dadurch der Gesellschaft zufließenden Geldmittel nach Abzug der Emissionskosten zur vollständigen oder teilweisen Rückzahlung der bestehenden stillen Einlagen zu verwenden. Dabei sind die aus einer Kapitalerhöhung der Gesellschaft zufließenden Geldmittel stets überwiegend für die Rückzahlung der bestehenden stillen Einlage des Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung zu verwenden. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bezug anzubieten. Der AZ-Arges Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH und dem Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung, vertreten durch die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung, kann das Recht eingeräumt werden, bei Ausübung ihrer Bezugsrechte zur Leistung des Bezugspreises für jede bezogene Aktie anstelle einer Bareinlage stille Einlagen aus von der AZ-Arges Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH beziehungsweise dem Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung eingegangenen stillen Gesellschaften in entsprechender Höhe einzubringen. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen;

um ausschließlich die AZ-Arges Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH und/oder den Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung, vertreten durch die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung, zur Zeichnung gegen teilweise oder vollständige Einbringung der stillen Einlagen aus den von der AZ-Arges Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH beziehungsweise dem Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung eingegangenen stillen Gesellschaften zuzulassen.

Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhungen und ihrer Durchführung festzulegen.

(77) Fremdwährungsvolumina

Zum 31. Dezember 2012 wurden im Konzern folgende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (ohne Marktwerte aus Derivaten) in fremder Währung bilanziert:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
  USD PLN GBP Andere Gesamt Gesamt in %
Barreserve 6 064 914 67 1 512 8 557 3 768 .
Forderungen an Kreditinstitute 18 143 431 2 150 2 620 23 344 27 151 - 14,0
Forderungen an Kunden 33 308 8 364 14 448 16 569 72 689 81 917 - 11,3
Handelsaktiva 12 250 325 2 243 1 983 16 801 22 149 - 24,1
Finanzanlagen 16 224 4 809 1 921 2 462 25 416 28 678 - 11,4
Andere Bilanzposten 1 317 726 438 220 2 701 1 689 59,9
Fremdwährungsvermögen 87 306 15 569 21 267 25 366 149 508 165 352 - 9,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26 870 634 3 704 4 345 35 553 33 891 4,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 15 222 11 153 3 563 4 263 34 201 37 755 - 9,4
Verbriefte Verbindlichkeiten 6 592 692 445 7 838 15 567 19 349 - 19,5
Handelspassiva 1 172 32 562 1 103 2 869 3 297 - 13,0
Andere Bilanzposten 1 800 442 659 898 3 799 3 759 1,1
Fremdwährungsverbindlichkeiten 51 656 12 953 8 933 18 447 91 989 98 051 - 6,2

Den offenen Bilanzposten außerhalb des Handelsbereichs standen entsprechende laufzeitkongruente Devisentermingeschäfte oder Währungsswaps gegenüber.

Erläuterungen zu Finanzinstrumenten

(78) Derivative Geschäfte

Der Commerzbank-Konzern schließt Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten ab, die nachfolgend erläutert werden.

Bei einem Derivat handelt es sich um ein Finanzinstrument, dessen Wert von einem sogenannten Basiswert abhängt. Dieser Basiswert kann beispielsweise ein Zinssatz, ein Warenpreis, ein Aktien-, Währungs- oder Anleihekurs sein. Dabei erfordert das Finanzinstrument keine oder, im Vergleich zu anderen Vertragsformen mit ähnlicher Reaktion auf Marktbedingungsänderungen, nur geringe Anschaffungskosten. Der Ausgleich erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Bei dem größten Teil der Derivatetransaktionen handelt es sich um OTC-Derivate, bei denen Nominalbetrag, Laufzeit und Preis jeweils individuell zwischen der Bank und ihren Gegenparteien ausgehandelt werden. Die Bank schließt Derivate jedoch auch an regulierten Börsen ab. Es handelt sich hier um standardisierte Kontrakte mit standardisierten Nominalbeträgen und Erfüllungsterminen.

Dabei gibt der Nominalbetrag das von der Bank gehandelte Geschäftsvolumen an. Die in den Tabellen aufgeführten positiven beziehungsweise negativen Marktwerte sind dagegen die Aufwendungen, die der Bank beziehungsweise der Gegenpartei für den Ersatz der ursprünglich geschlossenen Kontrakte durch wirtschaftlich gleichwertige Geschäfte entstehen würden. Ein positiver Marktwert gibt damit aus Sicht der Bank das maximale potenzielle kontrahentenbezogene Adressenausfallrisiko an, das am Bilanzstichtag aus derivativen Geschäften bestanden hat.

Zur Minimierung (Reduzierung) sowohl des ökonomischen als auch des regulatorischen Kreditrisikos aus diesen Instrumenten schließen wir Rahmenverträge (zweiseitige Aufrechnungsvereinbarungen) mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger zweiseitiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet sowie die regulatorischen Zuschläge für zukünftige Risiken (Add-ons) dieser Produkte verringert werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Close-out-Netting).

Sowohl für die regulatorischen Meldungen als auch für die interne Messung und Überwachung unserer Kreditengagements setzen wir derartige risikoreduzierende Techniken nur dann ein, wenn wir sie bei Insolvenz des Geschäftspartners in der jeweiligen Jurisdiktion auch für durchsetzbar halten. Zur Prüfung der Durchsetzbarkeit nutzen wir die von verschiedenen internationalen Kanzleien hierfür erstellten Rechtsgutachten.

Analog zu den Rahmenverträgen gehen wir mit unseren Geschäftspartnern auch Sicherheitenvereinbarungen ein (zum Beispiel Besicherungsanhang für Finanztermingeschäfte; Credit Support Annex), um die sich nach Netting ergebende Nettoforderung/-verbindlichkeit abzusichern (Erhalt oder Stellung von Sicherheiten). Dieses Sicherheitenmanagement führt in der Regel zur Kreditrisikominderung durch zeitnahe (meist tägliche oder wöchentliche) Bewertung und Anpassung der Kundenengagements.

Die folgende Übersicht zeigt neben den Nominalbeträgen und Marktwerten des Derivategeschäfts, die nach zinsabhängigen, währungsabhängigen und von sonstigen Preisrisiken abhängigen Kontrakten aufgegliedert sind, auch die Laufzeitstruktur dieser Geschäfte. Als Marktwerte sind die Summen der positiven und negativen Beträge pro Kontrakt zunächst ohne Kürzung von Sicherheiten und ohne Berücksichtigung etwaiger Nettingvereinbarungen angegeben, da diese produktübergreifend wirken. Bei verkauften Optionen ergeben sich definitionsgemäß keine positiven Marktwerte. Der Nominalbetrag stellt das Bruttovolumen aller Käufe und Verkäufe dar. Die aufgeführte Fristengliederung der Geschäfte beruht dabei auf den Restlaufzeiten, wobei auf die Kontraktlaufzeit und nicht auf die Laufzeit des Underlyings abgestellt wird. Darüber hinaus zeigt die folgende Übersicht aber auch die sich aus dem in Note 1 beschriebenen saldierten Ausweis in der Bilanz ergebenden Marktwerte der Derivate und darauf entfallender Ausgleichszahlungen. Das Nettingvolumen zum 31. Dezember 2012 betrug insgesamt 162 271 Mio. Euro (Vorjahr: 194 925 Mio. Euro). Auf der Aktivseite entfielen davon auf positive Marktwerte 158 561 Mio. Euro (Vorjahr: 193 561 Mio. Euro) und 3 710 Mio. Euro auf Forderungen aus Ausgleichszahlungen (Vorjahr: 1 364 Mio. Euro). Das passivische Netting betraf negative Marktwerte mit 162 133 Mio. Euro (Vorjahr: 194 753 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen mit 138 Mio. Euro (Vorjahr: 172 Mio. Euro).

scroll
31.12.2012 Nominalbetrag Restlaufzeiten
Mio. € täglich fällig bis drei Monate drei Monate bis ein Jahr ein Jahr bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre Summe
Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte            
OTC-Produkte 6 282 388 158 932 170 518 118 569 730 413
Devisenkassa und -termingeschäfte - 223 807 77 333 21 506 616 323 262
Zins-/Währungsswaps - 21 531 44 708 134 440 111 055 311 734
Devisenoptionen - Käufe - 16 710 15 865 6 633 3 305 42 513
Devisenoptionen - Verkäufe - 19 780 19 809 7 183 2 985 49 757
Sonstige Devisenkontrakte 6 560 1 217 756 608 3 147
Börsengehandelte Produkte - 1 049 91 1 - 1 141
Devisenfutures - 1 033 91 - - 1 124
Devisenoptionen - 16 - 1 - 17
Gesamt 6 283 437 159 023 170 519 118 569 731 554
Zinsabhängige Termingeschäfte            
OTC-Produkte 16 523 252 2 004 294 2 019 132 1 728 384 6 275 078
Forward Rate Agreements - 157 479 1 341 339 7 059 - 1 505 877
Zinsswaps - 362 127 615 895 1 892 321 1 536 202 4 406 545
Zinsoptionen - Käufe - 1 525 26 685 58 753 84 749 171 712
Zinsoptionen - Verkäufe - 1 438 16 921 56 885 100 475 175 719
Sonstige Zinskontrakte 16 683 3 454 4 114 6 958 15 225
Börsengehandelte Produkte - 2 372 87 779 5 355 10 759 106 265
Zinsfutures - 1 479 32 940 3 980 8 781 47 180
Zinsoptionen - 893 54 839 1 375 1 978 59 085
Gesamt 16 525 624 2 092 073 2 024 487 1 739 143 6 381 343
Sonstige Termingeschäfte            
OTC-Produkte 1 013 18 111 51 785 111 903 16 740 199 552
Strukturierte Aktien-/ Indexprodukte 1 010 8 213 7 403 14 025 1 422 32 073
Aktienoptionen - Käufe - 1 313 6 230 5 438 144 13 125
Aktienoptionen - Verkäufe - 1 373 6 395 8 256 1 140 17 164
Kreditderivate - 5 929 30 475 81 987 13 991 132 382
Edelmetallgeschäfte 2 723 585 668 - 1 978
Sonstige Geschäfte 1 560 697 1 529 43 2 830
Börsengehandelte Produkte - 26 883 24 637 17 235 415 69 170
Aktienfutures - 12 034 261 23 - 12 318
Aktienoptionen - 11 533 17 042 14 795 415 43 785
Sonstige Futures - 1 805 2 032 1 008 - 4 845
Sonstige Optionen - 1 511 5 302 1 409 - 8 222
Gesamt 1 013 44 994 76 422 129 138 17 155 268 722
Summe aller schwebenden Termingeschäfte            
OTC-Produkte 1 035 823 751 2 215 011 2 301 553 1 863 693 7 205 043
Börsengehandelte Produkte - 30 304 112 507 22 591 11 174 176 576
Gesamt 1 035 854 055 2 327 518 2 324 144 1 874 867 7 381 619
Nettoausweis in der Bilanz            
scroll
31.12.2012 Marktwert
Mio. € positiv negativ
Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte    
OTC-Produkte 13 592 14 119
Devisenkassa und -termingeschäfte 4 444 4 516
Zins-/Währungsswaps 7 535 7 999
Devisenoptionen - Käufe 1 417 -
Devisenoptionen - Verkäufe - 1 391
Sonstige Devisenkontrakte 196 213
Börsengehandelte Produkte - -
Devisenfutures - -
Devisenoptionen - -
Gesamt 13 592 14 119
Zinsabhängige Termingeschäfte    
OTC-Produkte 253 072 259 183
Forward Rate Agreements 501 440
Zinsswaps 240 282 246 267
Zinsoptionen - Käufe 9 799 -
Zinsoptionen - Verkäufe - 10 790
Sonstige Zinskontrakte 2 490 1 686
Börsengehandelte Produkte - -
Zinsfutures - -
Zinsoptionen - -
Gesamt 253 072 259 183
Sonstige Termingeschäfte    
OTC-Produkte 4 354 5 704
Strukturierte Aktien-/ Indexprodukte 1 020 1 923
Aktienoptionen - Käufe 896 -
Aktienoptionen - Verkäufe - 1 297
Kreditderivate 2 137 2 215
Edelmetallgeschäfte 59 87
Sonstige Geschäfte 242 182
Börsengehandelte Produkte - -
Aktienfutures - -
Aktienoptionen - -
Sonstige Futures - -
Sonstige Optionen - -
Gesamt 4 354 5 704
Summe aller schwebenden Termingeschäfte    
OTC-Produkte 271 018 279 006
Börsengehandelte Produkte - -
Gesamt 271 018 279 006
Nettoausweis in der Bilanz 112 457 116 873
scroll
31.12.2011 Nominalbetrag Restlaufzeiten
Mio. € täglich fällig bis drei Monate drei Monate bis ein Jahr ein Jahr bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre Summe
Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte            
OTC-Produkte 5 367 938 192 056 169 590 104 667 834 256
Devisenkassa und -termingeschäfte - 304 435 102 508 26 620 683 434 246
Zins-/Währungsswaps - 21 507 49 745 125 972 96 200 293 424
Devisenoptionen - Käufe - 19 580 17 747 7 881 3 814 49 022
Devisenoptionen - Verkäufe - 22 002 20 255 8 263 3 370 53 890
Sonstige Devisenkontrakte 5 414 1 801 854 600 3 674
Börsengehandelte Produkte - 547 63 3 - 613
Devisenfutures - 544 63 1 - 608
Devisenoptionen - 3 - 2 - 5
Gesamt 5 368 485 192 119 169 593 104 667 834 869
Zinsabhängige Termingeschäfte            
OTC-Produkte 7 656 015 2 013 079 2 805 060 2 406 901 7 881 062
Forward Rate Agreements - 84 028 1 017 256 4 886 - 1 106 170
Zinsswaps - 565 961 946 942 2 671 066 2 225 766 6 409 735
Zinsoptionen - Käufe - 2 587 25 838 63 043 77 493 168 961
Zinsoptionen - Verkäufe - 2 818 19 028 58 601 95 768 176 215
Sonstige Zinskontrakte 7 621 4 015 7 464 7 874 19 981
Börsengehandelte Produkte - 1 406 33 716 2 452 3 902 41 476
Zinsfutures - 1 314 25 602 2 438 3 888 33 242
Zinsoptionen - 92 8 114 14 14 8 234
Gesamt 7 657 421 2 046 795 2 807 512 2 410 803 7 922 538
Sonstige Termingeschäfte            
OTC-Produkte 698 24 887 44 681 161 952 21 124 253 342
Strukturierte Aktien-/ Indexprodukte 693 12 766 8 976 15 165 1 432 39 032
Aktienoptionen - Käufe - 4 032 6 450 6 029 98 16 609
Aktienoptionen - Verkäufe - 3 850 7 882 9 913 1 348 22 993
Kreditderivate - 3 077 19 585 129 066 18 194 169 922
Edelmetallgeschäfte 3 788 1 001 413 - 2 205
Sonstige Geschäfte 2 374 787 1 366 52 2 581
Börsengehandelte Produkte - 27 241 30 358 19 179 232 77 010
Aktienfutures - 6 740 638 3 - 7 381
Aktienoptionen - 14 754 20 539 14 740 232 50 265
Sonstige Futures - 1 500 1 730 1 060 - 4 290
Sonstige Optionen - 4 247 7 451 3 376 - 15 074
Gesamt 698 52 128 75 039 181 131 21 356 330 352
Summe aller schwebenden Termingeschäfte            
OTC-Produkte 710 1 048 840 2 249 816 3 136 602 2 532 692 8 968 660
Börsengehandelte Produkte - 29 194 64 137 21 634 4 134 119 099
Gesamt 710 1 078 034 2 313 953 3 158 236 2 536 826 9 087 759
Nettoausweis in der Bilanz            
scroll
31.12.2011 Marktwert
Mio. € positiv negativ
Fremdwährungsabhängige Termingeschäfte    
OTC-Produkte 17 891 20 805
Devisenkassa und -termingeschäfte 7 621 8 250
Zins-/Währungsswaps 7 881 10 306
Devisenoptionen - Käufe 2 065 -
Devisenoptionen - Verkäufe - 2 078
Sonstige Devisenkontrakte 324 171
Börsengehandelte Produkte - -
Devisenfutures - -
Devisenoptionen - -
Gesamt 17 891 20 805
Zinsabhängige Termingeschäfte    
OTC-Produkte 296 597 302 788
Forward Rate Agreements 314 318
Zinsswaps 283 700 289 933
Zinsoptionen - Käufe 9 824 -
Zinsoptionen - Verkäufe - 10 442
Sonstige Zinskontrakte 2 759 2 095
Börsengehandelte Produkte - -
Zinsfutures - -
Zinsoptionen - -
Gesamt 296 597 302 788
Sonstige Termingeschäfte    
OTC-Produkte 7 812 8 518
Strukturierte Aktien-/ Indexprodukte 2 059 1 604
Aktienoptionen - Käufe 1 244 -
Aktienoptionen - Verkäufe - 2 109
Kreditderivate 4 145 4 390
Edelmetallgeschäfte 92 121
Sonstige Geschäfte 272 294
Börsengehandelte Produkte - -
Aktienfutures - -
Aktienoptionen - -
Sonstige Futures - -
Sonstige Optionen - -
Gesamt 7 812 8 518
Summe aller schwebenden Termingeschäfte    
OTC-Produkte 322 300 332 111
Börsengehandelte Produkte - -
Gesamt 322 300 332 111
Nettoausweis in der Bilanz 128 739 137 358

Kreditgruppengliederung im derivativen Geschäft:

Die folgende Tabelle weist die positiven und negativen Marktwerte der derivativen Geschäfte des Commerzbank-Konzerns nach den jeweiligen Kontrahenten aufgegliedert auf. Der Commerzbank-Konzern betreibt derivative Geschäfte überwiegend mit Kontrahenten einwandfreier Bonität. Der überwiegende Teil der Marktwerte konzentriert sich auf Kredit- und Finanzinstitute mit Sitz in einem OECD-Land.

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011
  positiver Marktwert negativer Marktwert positiver Marktwert negativer Marktwert
OECD-Zentralregierungen 4 238 3 597 2 957 2 723
OECD-Banken 95 171 103 702 117 508 132 843
OECD-Finanzinstitute 161 583 165 678 190 712 190 841
Sonstige Unternehmen, Privatpersonen 9 169 3 488 10 020 3 375
Nicht-OECD-Banken 857 2 541 1 103 2 329
Gesamt 271 018 279 006 322 300 332 111

Das Volumen bei dem der Commerzbank-Konzern als Sicherungsnehmer (Käufer) beziehungsweise als Sicherungsgeber (Verkäufer) auftritt, belief sich zum Bilanzstichtag auf 68 634 Mio. Euro (Vorjahr: 89 804 Mio. Euro) beziehungsweise 63 748 Mio. Euro (Vorjahr: 80 118 Mio. Euro). Diese dem Transfer von Kreditrisiken dienenden Produkte werden von uns sowohl im Handelsbereich zur Arbitrage als auch im Anlagebereich zur Diversifikation unserer Kreditportfolios eingesetzt. Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht dabei unsere Risikostruktur bezogen auf die jeweils abgesicherten Risikoaktiva.

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011
  Nominale Sicherungsnehmer Nominale Sicherungsgeber Nominale Sicherungsnehmer Nominale Sicherungsgeber
OECD-Zentralregierungen 6 565 6 248 7 731 6 277
OECD-Banken 6 967 7 135 8 094 8 108
OECD-Finanzinstitute 4 474 4 479 7 883 9 174
Sonstige Unternehmen, Privatpersonen1 49 074 45 131 64 831 55 630
Nicht-OECD-Banken 1 554 755 1 265 929
Gesamt 68 634 63 748 89 804 80 118

1 Vorjahr angepasst.

Angaben zu Derivaten des Cash Flow Hedge Accountings:

Die Nominalwerte der Derivate, die bis zur Beendigung des Cash Flow Hedge Accountings im Jahr 2009 (vergleiche Note 74) eingesetzt wurden, beliefen sich zum 31. Dezember 2012 auf 184 Mrd. Euro (Vorjahr: 233 Mrd. Euro). Nachstehende Tabelle zeigt die Berichtszeiträume, in denen diese voraussichtlich fällig werden.

scroll
Mrd. € 31.12.2012 31.12.2011
Bis drei Monate 6 17
Mehr als drei Monate bis ein Jahr 27 31
Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 135 160
Mehr als fünf Jahre 16 25

Je Laufzeitband lagen Grundgeschäfte mit Nominalwerten in mindestens dieser Höhe vor.

(79) Übertragene finanzielle Vermögenswerte

a) Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte (Eigen- und Fremdbestand)

Für folgende finanzielle Verbindlichkeiten wurden finanzielle Vermögenswerte als Sicherheit übertragen:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 54 625 41 834 30,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 43 485 29 148 49,2
Verbriefte Verbindlichkeiten - - .
Sonstige Passiva 17 - .
Gesamt 98 127 70 982 38,2

Nachstehende finanzielle Vermögenswerte (Eigen- und Fremdbestand) waren als Sicherheiten für die vorgenannten Verbindlichkeiten, die nach Netting dargestellt werden, übertragen. Weiterhin wurden zurückgekaufte eigene besicherte Anleihen von 5 526 Mio. Euro als Sicherheiten für finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten übertragen.

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 23 691 24 031 - 1,4
Handelsaktiva sowie Finanzanlagen 72 300 60 371 19,8
Sonstige Aktiva 17 - .
Gesamt 96 008 84 402 13,8

Von den finanziellen Vermögenswerten des Commerzbank-Konzerns konnten vom Empfänger aufgrund vertrags- oder gewohnheitsmäßiger Rechte weiterveräußert oder verpfändet werden:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 45 77 - 41,6
Handelsaktiva sowie Finanzanlagen 15 175 19 087 - 20,5
Sonstige Aktiva - - .
Gesamt 15 220 19 164 - 20,6

Die Sicherheitenstellung erfolgte für Geldaufnahmen im Rahmen echter Pensionsgeschäfte (Repos). Darüber hinaus wurden Sicherheiten für zweckgebundene Refinanzierungsmittel und Wertpapierleihgeschäfte gestellt. Die Transaktionen wurden unter den handelsüblichen und gebräuchlichen Bedingungen für Wertpapierleih- und -Pensionsgeschäfte ausgeführt.

b) Übertragene, aber nicht ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte (Eigenbestand)

Im Rahmen von echten Pensions- und Leihgeschäften wurden Wertpapiere aus Eigenbeständen als Sicherheiten übertragen. Eine Ausbuchung dieser Wertpapiere erfolgte nicht, da alle mit dem Eigentum dieser Wertpapiere verbundenen Chancen und Risiken im Commerzbank-Konzern zurückbehalten wurden.

Daneben wurden für Verbindlichkeiten gegenüber Zentralbanken auch zurückgekaufte eigene besicherte Anleihen von 5 526 Mio. Euro als Sicherheiten übertragen. Die zum 31. Dezember 2012 aus dem Eigenbestand übertragenen Wertpapiere und die zugehörigen Verbindlichkeiten (vor Netting) stellten sich wie folgt dar:

scroll
Mio. € Handelsaktiva Finanzanlagen
  Zu Handelszwecken gehalten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Kredite und Forderungen
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsgeber (Repo-Agreements)        
Buchwerte der übertragenen Wertpapiere 10 609 - 231 2 228
Buchwerte der zugehörigen Verbindlichkeiten 11 247 - 239 2 067
Verliehene Wertpapiere aus Leihgeschäften        
Buchwerte der übertragenen Wertpapiere 2 071 - 809 -
Buchwerte der zugehörigen Verbindlichkeiten 2 204 - 37 -
An Zentralbanken übertragene Vermögenswerte (ohne Repo-Agreements)        
Buchwerte der übertragenen Wertpapiere - - - 10 023
Buchwerte der zugehörigen Verbindlichkeiten - - - 13 822

Die beizulegenden Zeitwerte für Transaktionen, bei denen ein Rückgriff des Kontrahenten (Sicherungsnehmer) nur auf die übertragenen Vermögenswerte erfolgt, stellten sich zum 31. Dezember 2012 folgendermaßen dar:

scroll
Mio. € Handelsaktiva Finanzanlagen
  Zu Handelszwecken gehalten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Kredite und Forderungen
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsgeber (Repo-Agreements)        
Beizulegender Zeitwert der übertragenen Wertpapiere 10 609 - 231 2 154
Beizulegender Zeitwert der zugehörigen Verbindlichkeiten 11 247 - 239 2 067
Nettoposition - 638 - - 8 87
Verliehene Wertpapiere aus Leihgeschäften        
Beizulegender Zeitwert der übertragenen Wertpapiere 2 071 - 809 -
Beizulegender Zeitwert der zugehörigen Verbindlichkeiten 2 204 - 37 -
Nettoposition - 133 - 772 -
An Zentralbanken übertragene Vermögenswerte (ohne Repo-Agreements)        
Beizulegender Zeitwert der übertragenen Wertpapiere - - - 9 963
Beizulegender Zeitwert der zugehörigen Verbindlichkeiten - - - 13 819
Nettoposition - - - - 3 856

c) Übertragene, ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte mit anhaltendem Engagement

Ein anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) ist gegeben, wenn bei einer Übertragung von Vermögenswerten die vertraglichen Rechte und Pflichten, die sich auf den übertragenen Vermögenswert beziehen, weiterhin im Commerzbank-Konzern verbleiben. Ein anhaltendes Engagement kann sich außerdem aus der Übernahme von neuen Rechten und Pflichten im Zusammenhang mit den übertragenen Vermögenswerten ergeben. Im Commerzbank-Konzern wurden keine nennenswerten Transaktionen abgeschlossen, die trotz anhaltendem Engagement zu einer Ausbuchung der Vermögenswerte führten.

(80) Fristigkeiten der Vermögenswerte und Schulden

Nachfolgend nehmen wir die Einordnung aller Vermögenswerte und Schulden (mit Ausnahme positiver und negativer Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten) in kurzfristig und langfristig vor. Für die Aufgliederung der Derivate verweisen wir auf Note 78. Als kurzfristig definieren wir die Restlaufzeit beziehungsweise den Zeitpunkt der voraussichtlichen Realisierung oder Erfüllung, wenn zwischen dem Abschlussstichtag und dem Fälligkeitstermin weniger als ein Jahr liegt. Finanzinstrumente in den Handelaktiva und -passiva ohne vertragliche Fälligkeiten, der Posten Barreserve, Vermögenswerte und Schulden, die zur Veräußerung gehalten werden, sowie tatsächliche Ertragsteuern stufen wir grundsätzlich als kurzfristig ein. Die Bilanzposten Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen, Immaterielle Anlagewerte, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Vermögenswerte und latente Ertragsteuern ordnen wir dagegen grundsätzlich als langfristig ein. Für die Aufgliederung der Sonstigen Aktiva und Passiva nehmen wir eine Einschätzung für die wesentlichen Posten vor. Für die Einordnung der Fälligkeiten der wesentlichen Arten von Rückstellungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in Note 68.

scroll
Mio. € Kurzfristig Langfristig
Barreserve 15 755 -
Forderungen an Kreditinstitute 79 174 8 854
Forderungen an Kunden 105 328 173 218
Handelsaktiva 24 640 13 104
Finanzanlagen 9 740 79 402
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen - 744
Immaterielle Anlagewerte - 3 051
Sachanlagen - 1 372
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - 637
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen 757 -
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 790 -
Latente Ertragsteueransprüche - 3 015
Sonstige Aktivposten 2 323 1 517
Gesamt 238 507 284 914
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 70 141 40 101
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 220 352 45 490
Verbriefte Verbindlichkeiten 17 963 61 369
Handelspassiva 8 609 2 368
Rückstellungen 2 633 626
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 324 -
Latente Ertragsteuerschulden - 90
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen 2 -
Sonstige Passiva 3 634 4 356
Nachrang- und Hybridkapital 564 13 349
Gesamt 324 222 167 749

In der Restlaufzeitengliederung stellen wir die Restlaufzeiten für Finanzinstrumente dar, für die vertragliche Laufzeiten vorliegen. Als Restlaufzeit wird der Zeitraum zwischen Bilanzstichtag und der vertraglichen Fälligkeit der Finanzinstrumente angesehen. Bei Finanzinstrumenten, die in Teilbeträgen gezahlt werden, ist die Restlaufzeit für jeden einzelnen Teilbetrag angesetzt worden.

scroll
31.12.2012 Restlaufzeiten
Mio. € täglich fällig und unbefristet bis drei Monate drei Monate bis ein Jahr ein Jahr bis fünf Jahre über fünf Jahre
Forderungen an Kreditinstitute 34 492 34 180 10 597 8 125 740
Forderungen an Kunden 29 308 45 564 37 340 84 913 89 075
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere sowie Schuldscheindarlehen der Handelsaktiva 100 2 835 3 708 6 312 6 792
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere der Finanzanlagen - 5 130 4 610 33 576 44 232
Gesamt 63 900 87 709 56 255 132 926 140 839
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 43 089 21 670 5 382 27 396 12 705
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 142 377 61 999 15 976 16 129 29 361
Verbriefte Verbindlichkeiten - 8 301 9 662 47 302 14 067
Handelspassiva 4 843 1 986 1 173 1 195
Nachrang- und Hybridkapital1 - 375 197 5 052 8 484
Gesamt 185 470 93 188 33 203 97 052 65 812

1 Ohne Zinsabgrenzungen und Disagien (- 1 130 Mio. Euro) sowie Bewertungseffekte (935 Mio. Euro).

scroll
31.12.2011 Restlaufzeiten
Mio. € täglich fällig und unbefristet bis drei Monate drei Monate bis ein Jahr ein Jahr bis fünf Jahre über fünf Jahre
Forderungen an Kreditinstitute 35 867 30 236 11 475 8 858 1 596
Forderungen an Kunden 24 716 49 752 34 677 98 002 97 352
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere sowie Schuldscheindarlehen der Handelsaktiva 42 3 617 3 649 6 208 8 450
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere der Finanzanlagen 4 4 407 5 886 33 092 49 137
Gesamt 60 629 88 012 55 687 146 160 156 535
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 33 841 23 526 5 023 22 456 13 635
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 129 731 62 481 16 543 12 119 34 470
Verbriefte Verbindlichkeiten - 17 727 10 433 58 921 18 592
Handelspassiva 1 180 1 132 1 940 1 489 48
Nachrang- und Hybridkapital1 - - 1 175 3 919 10 805
Gesamt 164 752 104 866 35 114 98 904 77 550

1 Ohne Zinsabgrenzungen und Disagien (- 1 296 Mio. Euro) sowie Bewertungseffekte (857 Mio. Euro).

(81) Marktwert (Fair Value) von Finanzinstrumenten

Ermittlung des Fair Values

Im Folgenden gehen wir auf die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten (Fair Values) von Finanzinstrumenten ein, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, für die aber gemäß IFRS 7 zusätzlich ein Fair Value anzugeben ist. Für die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente sind die Bestimmungsmethoden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Notes 2 bis 30) sowie in den Abschnitten der Note 82 zur Bewertung von Finanzinstrumenten und zur Fair-Value-Hierarchie dargelegt.

Der Nominalwert von täglich fälligen Finanzinstrumenten wird als deren Fair Value angesehen. Zu diesen Instrumenten zählen die Barreserve sowie Kontokorrentkredite beziehungsweise Sichteinlagen der Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute und Kunden beziehungsweise Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden.

Für Kredite und Einlagen stehen keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente keine organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden. Die Ermittlung des Fair Values für diese Instrumente erfolgt unter Anwendung finanzmathematisch anerkannter Bewertungsverfahren mit aktuellen Marktparametern. Bei Krediten kommt ein Discounted-Cash-Flow-Modell zur Anwendung, dessen Parameter auf einer marktgängigen Zinsstrukturkurve (Swap-Kurve), einem geschäftsbezogenen Risikoaufschlag sowie weiteren Aufschlägen zur Berücksichtigung der Liquiditäts-, Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten beruhen. Bei Verbindlichkeiten wird für die Fair-Value-Ermittlung dieselbe Zinskurve herangezogen, wobei zusätzlich das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt werden. Daneben werden je nach Produktkategorie marktkonforme Risikoaufschläge für Hypothekenpfandbriefe, öffentliche Pfandbriefe und aufgenommene Darlehen herangezogen.

Den Fair Value für Verbriefte Verbindlichkeiten, Nachrang- und Hybridkapital ermitteln wir soweit möglich auf Basis von Marktpreisen. Sind keine Preise verfügbar, werden die Fair Values durch finanzmathematische Bewertungsmodelle (Discounted-Cash-Flow-Modell, Optionspreismodelle) ermittelt, die wiederum auf am Markt verfügbaren Parametern wie unter anderem Zinskurven, Volatilitäten und Own Credit Spread der Commerzbank aufsetzen. In Fällen, bei denen die Bank strukturierte Schuldverschreibungen emittiert hat, die in der Fair Value Option designiert sind, wird das eigene Kreditrisiko in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung berücksichtigt.

In den nachfolgenden Tabellen stellen wir die beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) der Bilanzposten ihren Buchwerten gegenüber:

scroll
  Marktwert (Fair Value) Buchwert Differenz
Aktiva
Mrd. €
31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
Barreserve 15,8 6,1 15,8 6,1 - -
Forderungen an Kreditinstitute 87,9 87,6 88,0 87,8 - 0,1 - 0,2
Reverse Repos und Cash Collaterals 55,9 51,6 55,9 51,6    
Forderungen aus dem Geldhandel 2,9 2,8 2,9 2,8    
Schuldscheindarlehen 6,5 8,3 6,6 8,5 - 0,1 - 0,2
Übrige Forderungen 22,7 25,1 22,7 25,1 0,0 0,0
Risikovorsorge - 0,1 - 0,2 - 0,1 - 0,2    
Forderungen an Kunden 281,5 292,9 278,5 296,6 3,0 - 3,7
Reverse Repos und Cash Collaterals 33,9 26,0 33,9 26,0    
Forderungen aus dem Geldhandel 7,3 8,0 7,3 8,0    
Schuldscheindarlehen 19,9 21,1 20,2 21,6 - 0,3 - 0,5
Hypotheken- und dinglich besicherte Forderungen 100,8 115,2 100,9 118,0 - 0,1 - 2,8
Übrige Forderungen 127,3 130,5 123,9 130,9 3,4 - 0,4
Risikovorsorge - 7,7 - 7,9 - 7,7 - 7,9    
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges1 0,0 0,0 0,2 0,1 - 0,2 - 0,1
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 6,1 5,1 6,1 5,1 - -
Handelsaktiva 144,1 155,7 144,1 155,7 - -
Finanzanlagen 84,3 89,4 89,1 94,5 - 4,8 - 5,1
Forderungen und Kredite 47,6 55,5 52,4 60,6 - 4,8 - 5,1
Zur Veräußerung verfügbar 33,9 30,1 33,9 30,1    
Nicht börsennotierte Anteile an Unternehmen 0,4 0,5 0,4 0,5    
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 2,4 3,3 2,4 3,3    
Sonstige Aktivposten 14,0 15,8 14,0 15,8 - -

1 Die Fair-Value-Anpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges sind in den jeweiligen Bilanzposten der abgesicherten Finanzinstrumente enthalten.

scroll
  Marktwert (Fair Value) Buchwert Differenz
Passiva
Mrd. €
31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 110,3 98,3 110,2 98,5 0,1 - 0,2
Repos und Cash Collaterals 23,8 19,0 23,8 19,0    
Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel 41,1 25,3 41,1 25,3    
Übrige Verbindlichkeiten 45,4 54,0 45,3 54,2 0,1 - 0,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 266,1 255,1 265,8 255,3 0,3 - 0,2
Repos und Cash Collaterals 32,0 28,2 32,0 28,2    
Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel 42,6 44,2 42,6 44,2    
Übrige Verbindlichkeiten 191,5 182,7 191,2 182,9 0,3 - 0,2
Verbriefte Verbindlichkeiten 83,0 104,6 79,3 105,7 3,7 - 1,1
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 79,6 101,5 75,9 102,6 3,7 - 1,1
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 3,4 3,1 3,4 3,1    
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges1 0,0 0,0 1,5 0,9 - 1,5 - 0,9
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 11,7 11,4 11,7 11,4 - -
Handelspassiva 116,1 137,8 116,1 137,8 - -
Nachrang- und Hybridkapital 13,2 11,8 13,9 15,5 - 0,7 - 3,7
Sonstige Passivposten 10,2 11,8 10,2 11,8 - -

1 Die Fair-Value-Anpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges sind in den jeweiligen Bilanzposten der abgesicherten Finanzinstrumente enthalten.

(82) Angaben zu den Bewertungshierarchien von Finanzinstrumenten

Bewertung von Finanzinstrumenten

Nach IAS 39 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bewerten, im Falle eines Finanzinstruments, das nicht als erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten klassifiziert ist, unter Einschluss bestimmter Transaktionskosten. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten klassifiziert sind, oder von jederzeit veräußerbaren finanziellen Vermögenswerten erfolgt laufend zum beizulegenden Zeitwert. In diesem Sinne beinhalten erfolgswirksam zum Fair Value zu bewertende Finanzinstrumente Derivate, zu Handelszwecken gehaltene Instrumente sowie Instrumente, die als zum Fair Value zu bewerten designiert wurden.

Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem dieses zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern getauscht werden könnte. Der am besten geeignete Maßstab für den Fair Value ist der notierte Marktpreis für ein identisches Instrument an einem aktiven Markt (Bewertungshierarchie Level I). Wenn keine notierten Preise verfügbar sind, erfolgt die Bewertung anhand von notierten Preisen ähnlicher Instrumente an aktiven Märkten. Um den Preis wiederzugeben, zu dem ein Vermögenswert getauscht oder eine Verbindlichkeit beglichen werden könnte, werden Vermögenswerte zum Geldkurs und Verbindlichkeiten zum Briefkurs bewertet. Sind keine notierten Preise für identische oder ähnliche Finanzinstrumente verfügbar, wird der Fair Value unter Anwendung eines geeigneten Bewertungsmodells ermittelt, bei dem die einfließenden Daten soweit möglich aus überprüfbaren Marktquellen stammen (Bewertungshierarchie Level II).

Während sich die meisten Bewertungsmethoden auf Daten aus überprüfbaren Marktquellen stützen, werden bestimmte Finanzinstrumente unter Einsatz von Bewertungsmodellen bewertet, die andere Eingangswerte heranziehen, für die nicht ausreichend aktuelle überprüfbare Marktdaten vorhanden sind. Diese Bewertungen unterliegen naturgemäß in höherem Maße den Einschätzungen des Managements. Diese nicht beobachtbaren Eingangswerte können Daten enthalten, die extrapoliert oder interpoliert oder in Form von Näherungswerten aus korrelierten oder historischen Daten ermittelt werden. Allerdings werden hierbei in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und so wenig wie möglich unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen (Bewertungshierarchie Level III).

Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können von den geschätzten Fair Values abweichen. Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden. Alle beizulegenden Zeitwerte unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns, in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind. Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group (IPV) innerhalb der Finanzfunktion durchgeführt beziehungsweise koordiniert. Die Modelle, die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig vom Senior-Management und der Risikofunktion überprüft.

Hierarchie der Fair Values

Nach IFRS 7 werden zum Fair Value ausgewiesene Finanzinstrumente wie folgt in die dreistufige Bewertungshierarchie zum Fair Value eingestuft (vergleiche auch Bewertung von Finanzinstrumenten):

Level I: Finanzinstrumente, deren Fair Value auf Basis von notierten Preisen für identische Finanzinstrumente an aktiven Märkten ermittelt wird;

Level II: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente an einem aktiven Markt verfügbar sind und deren Fair Value unter Einsatz von Bewertungsmethoden ermittelt wird;

Level III: Finanzinstrumente, die unter Anwendung von Bewertungsmethoden bewertet werden, für deren Eingangswerte nicht ausreichend beobachtbare Marktdaten vorhanden sind und bei denen diese Eingangswerte den Fair Value nicht nur unwesentlich beeinflussen.

Die Zuordnung bestimmter Finanzinstrumente zu den Level-Kategorien erfordert eine systematische Beurteilung durch das Management, insbesondere wenn die Bewertung sowohl auf beobachtbaren als auch nicht am Markt beobachtbaren Parametern beruht. Auch unter Berücksichtigung von Änderungen der Marktliquidität und damit der Preistransparenz, kann sich die Klassifizierung eines Instruments im Zeitablauf ändern.

Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in nachfolgenden Übersichten nach Bilanzposten gruppiert sowie nach Bewertungsgrundlagen gegliedert dargestellt. Dabei wird unterschieden, ob der Bewertung notierte Marktpreise zugrunde liegen (Level I), ob die Bewertungsmodelle auf beobachtbaren Marktdaten (Level II) oder auf nicht am Markt beobachtbaren Parametern (Level III) basieren.

scroll
Finanzielle Vermögenswerte
Mrd. €
31.12.2012 31.12.2011
    Level I Level II Level III Gesamt Level I
Forderungen an Kreditinstitute Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - 34,7 - 34,7 -
Forderungen an Kunden Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - 30,7 0,3 31,0 -
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Hedge Accounting - 6,1 - 6,1 -
Handelsaktiva Zu Handelszwecken gehalten 34,6 107,3 2,2 144,1 29,7
darunter: Positive Marktwerte aus Derivaten   - 105,4 1,0 106,4 -
Finanzanlagen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 2,3 - 0,1 2,4 3,1
  Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 30,7 3,0 0,6 34,3 27,7
Gesamt   67,6 181,8 3,2 252,6 60,5
scroll
Finanzielle Vermögenswerte
Mrd. €
31.12.2011
    Level II Level III Gesamt
Forderungen an Kreditinstitute Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 23,8 - 23,8
Forderungen an Kunden Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 23,7 0,2 23,9
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Hedge Accounting 5,1 - 5,1
Handelsaktiva Zu Handelszwecken gehalten 121,8 4,2 155,7
darunter: Positive Marktwerte aus Derivaten   121,1 2,5 123,6
Finanzanlagen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - 0,2 3,3
  Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2,1 0,8 30,6
Gesamt   176,5 5,4 242,4
scroll
Finanzielle Verbindlichkeiten
Mrd. €
31.12.2012 31.12.2011
  Level I Level II Level III Gesamt Level I
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 0,0 20,0 - 20,0 0,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 0,0 37,2 - 37,2 1,5
Verbriefte Verbindlichkeiten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 3,4 - - 3,4 3,1
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Hedge Accounting - 11,7 - 11,7 -
Handelspassiva Zu Handelszwecken gehalten 10,8 104,5 0,8 116,1 11,6
darunter: Negative Marktwerte aus Derivaten   - 104,5 0,7 105,2 -
Nachrangkapital Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - - - -
Gesamt   14,2 173,4 0,8 188,4 16,3
scroll
Finanzielle Verbindlichkeiten
Mrd. €
31.12.2011
  Level II Level III Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 12,9 - 13,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 30,4 - 31,9
Verbriefte Verbindlichkeiten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - 3,1
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten Hedge Accounting 11,4 - 11,4
Handelspassiva Zu Handelszwecken gehalten 124,8 1,4 137,8
darunter: Negative Marktwerte aus Derivaten   124,7 1,2 125,9
Nachrangkapital Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - -
Gesamt   179,5 1,4 197,2

Im Geschäftsjahr 2012 haben wir für zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere eine Umgliederung von 0,7 Mrd. Euro von Level I nach Level II vorgenommen, da keine notierten Marktpreise vorlagen. Für zu Handelszwecken gehaltene verzinsliche Wertpapiere sowie für zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere erfolgten gegenläufig Umgliederungen von 0,7 Mrd. Euro beziehungsweise 0,4 Mrd. Euro von Level II nach Level I, da wieder notierte Marktpreise verfügbar waren. Eine weitere Umgliederung von Level III nach Level II betraf - aufgrund verbesserter Verfügbarkeit und Beobachtbarkeit von entsprechenden Marktdaten - mit 0,8 Mrd. Euro positive Marktwerte aus Derivaten und mit 0,5 Mrd. Euro negative Marktwerte aus Derivaten. Gegenläufig waren für eine strukturierte Transaktion keine Marktdaten mehr beobachtbar, daher erfolgte eine Umgliederung von 0,1 Mrd. Euro von Level II nach Level III. Darüber hinaus erfolgten keine nennenswerten Umgliederungen zwischen Level I, Level II und Level III.

Die dem Level III zugeordneten Finanzinstrumente entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

scroll
Finanzielle Vermögenswerte
Mio. €
Forderungen an Kunden Handelsaktiva darunter: Positive Marktwerte aus Derivaten Finanzanlagen Gesamt
  Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet Zu Handelszwecken gehalten Zu Handelszwecken gehalten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte  
Fair Value zum 1.1.2011 214 4 004 693 432 1 294 5 944
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - - - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - 166 - 7 - - 166
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste - - - - - 11 - 11
Käufe - 234 154 - 456 690
Verkäufe - - 976 - 113 - - 20 - 996
Emissionen - - - - - -
Rückzahlungen - - 253 - 59 - - 622 - 875
Umbuchungen - 22 1 049 1 868 - 269 - 270 488
Fair Value zum 31.12.2011 192 4 224 2 536 163 827 5 406
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - -   - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - 2 129 139   - 127
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste - 4 - 189 - 187 8 - - 185
Käufe - 98 3   - 98
Verkäufe - - 1 232 - 760 - 18 - 164 - 1 414
Emissionen - - -   - -
Rückzahlungen - - 61 - 1 - 96 - 8 - 165
Umbuchungen 116 - 794 - 776 - 4 - 10 - 692
Fair Value zum 31.12.2012 302 2 175 954 53 645 3 175
scroll
Finanzielle Verbindlichkeiten
Mio. €
Handelspassiva darunter: Negative Marktwerte aus Derivaten Gesamt
  Zu Handelszwecken gehalten Zu Handelszwecken gehalten  
Fair Value zum 1.1.2011 1 291 20 1 291
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - 32 - 24 - 32
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste - - -
Käufe 32 - 32
Verkäufe - 63 - 63 - 63
Emissionen 59 59 59
Rückzahlungen - 216 - 216 - 216
Umbuchungen 332 1 386 332
Fair Value zum 31.12.2011 1 403 1 162 1 403
Veränderungen im Konsolidierungskreis - - -
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode - - -
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste - 48 - 48 - 48
Käufe 89 89 89
Verkäufe 2 2 2
Emissionen - - -
Rückzahlungen - 47 - 47 - 47
Umbuchungen - 559 - 476 - 559
Fair Value zum 31.12.2012 840 682 840

Sensitivitätsanalyse

Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern, kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements liegen. Beim Erstellen des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen.

Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten resultieren, deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert. Dabei liegen diese Parameter an den äußeren Enden der Bandbreiten von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen. Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen 1 und 10 % angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt.

Die nachfolgende Tabelle enthält eine Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse nach Arten von Instrumenten:

scroll
Mio. € 2012  
  Positive erfolgswirksame Effekte Negative erfolgswirksame Effekte Geänderte Parameter
Derivate 93 - 93  
Aktienbezogene Geschäfte - - Cashflow
Kreditderivate 66 - 66 Korrelation, Diskontierungssatz
Zinsbezogene Geschäfte 27 - 27 Mean Reversion, Korrelation
Übrige Geschäfte - -  
Wertpapiere 105 - 73  
Zinsbezogene Geschäfte 105 - 73 Credit Spread, Diskontierungssatz
davon: ABS 62 - 31 Diskontierungssatz, Wiedergewinnungsfaktor, Credit Spread
Aktienbezogene Geschäfte - -  
Kredite - -  

Day-One Profit or Loss

Der Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value zum Transaktionszeitpunkt anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde und nicht alle wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktparametern basieren. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen erfolgt zum Transaktionspreis. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss bezeichnet. Der Day-One Profit or Loss wird nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Sobald sich für die Transaktion ein Referenzkurs auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam im Handelsergebnis erfasst. Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis und Modellwert wird für die Level-III-Posten aller Kategorien ermittelt. Wesentliche Effekte ergeben sich aber nur aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten; die Beträge entwickelten sich wie folgt:

scroll
Day-One Profit or Loss |
Mio. €
2012 2011
  Handelsaktiva Handelspassiva Gesamt Handelsaktiva Handelspassiva Gesamt
Bestand zum 1.1. - 3 3 1 1 2
Erfolgsneutrale Zuführungen - 1 1 - 3 3
Erfolgswirksame Auflösungen - 2 2 1 1 2
Bestand zum 31.12. - 2 2 - 3 3

(83) Angaben zu finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde

Im Commerzbank-Konzern wenden wir die Fair Value Option im Wesentlichen zur Vermeidung oder signifikanten Verringerung von Ansatz- und Bewertungsinkongruenzen (Accounting Mismatch) aus Wertpapieren und Krediten, die mit Zins- beziehungsweise Kreditderivaten gesichert sind, an. Das gilt gleichermaßen bei begebenen strukturierten Schuldverschreibungen, die mit Zins- und Fremdwährungsderivaten gesichert sind.

Darüber hinaus wird die Fair Value Option für Finanzinstrumente genutzt, deren Management und Performancemessung auf Fair-Value-Basis erfolgt beziehungsweise für Finanzinstrumente mit eingebetteten Derivaten genutzt.

Das Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option belief sich insgesamt auf - 334 Mio. Euro (Vorjahr: 292 Mio. Euro) (vergleiche Note 34).

Aus der Anwendung der Fair Value Option zur Vermeidung von Ansatz- und Bewertungsinkongruenzen sowie für Finanzinstrumente mit eingebetteten Derivaten ergaben sich in den einzelnen Bilanzposten folgende Wertansätze:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Forderungen an Kreditinstitute - - .
Forderungen an Kunden 521 619 - 15,8
Finanzanlagen 2 237 2 597 - 13,9
Aktiva Gesamt 2 758 3 216 - 14,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 171 34 .
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 791 1 497 19,6
Verbriefte Verbindlichkeiten 3 429 3 080 11,3
Nachrang- und Hybridkapital 8 24 - 66,7
Passiva Gesamt 5 399 4 635 16,5

Für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen von 521 Mio. Euro wurden 209 Mio. Euro (Vorjahr: 266 Mio. Euro) durch Kreditderivate gesichert. Die Höhe der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der Forderungen, die auf Änderungen des Ausfallrisikos zurückzuführen ist, betrug im Geschäftsjahr - 5 Mio. Euro (Vorjahr: 24 Mio. Euro) und kumuliert - 153 Mio. Euro (Vorjahr: - 148 Mio. Euro).

Die Änderung der beizulegenden Zeitwerte der zugehörigen, risikobegrenzenden Kreditderivate belief sich im Geschäftsjahr auf 40 Mio. Euro (Vorjahr: 30 Mio. Euro) und kumuliert auf 38 Mio. Euro (Vorjahr: - 2 Mio. Euro).

Für Verbindlichkeiten, auf die die Fair Value Option angewendet wurde, betrug die im Geschäftsjahr 2012 eingetretene kreditrisikobedingte Änderung der beizulegenden Zeitwerte 332 Mio. Euro (Vorjahr: - 293 Mio. Euro). Kumuliert belief sich die Veränderung auf - 27 Mio. Euro (Vorjahr: - 359 Mio. Euro). Der Rückzahlungsbetrag für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betrug 5 593 Mio. Euro (Vorjahr: 4 501 Mio. Euro).

Die kreditrisikobedingten Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der Forderungen und Verbindlichkeiten wurden im Wesentlichen als Änderungen der beizulegenden Zeitwerte abzüglich der aus Marktkonditionen resultierenden Wertänderungen ermittelt.

Darüber hinaus wurde die Fair Value Option für Finanzinstrumente genutzt, deren Management und Performancemessung auf Fair-Value-Basis erfolgt. Das betraf im Wesentlichen echte Pensionsgeschäfte, Geldmarktgeschäfte sowie erhaltene und gezahlte Sicherheitsleistungen. Hiervon waren folgende Bilanzposten betroffen:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Forderungen an Kreditinstitute 34 681 23 779 45,8
Forderungen an Kunden 30 522 23 244 31,3
Finanzanlagen 210 721 - 70,9
Aktiva Gesamt 65 413 47 744 37,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19 865 12 996 52,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 35 408 30 356 16,6
Verbriefte Verbindlichkeiten - - .
Nachrang- und Hybridkapital - - .
Passiva Gesamt 55 273 43 352 27,5

Es ergaben sich keine nennenswerten Änderungen der beizulegenden Zeitwerte für Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Ausfallrisiko, da es sich zum einen um kurzfristige Geldmarktgeschäfte und Sicherheitsleistungen im Wertpapierleihgeschäft handelt. Zum anderen haben wir für 57 142 Mio. Euro der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen (Reverse Repos nach Netting; Vorjahr: 40 535 Mio. Euro) zur Reduzierung des Kontrahentenrisikos 70 796 Mio. Euro (Vorjahr: 48 642 Mio. Euro) Wertpapiere als Sicherheiten erhalten.

Der Rückzahlungsbetrag für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betrug 61 916 Mio. Euro (Vorjahr: 43 284 Mio. Euro).

Sonstige Erläuterungen

(84) Kreditrisikokonzentration

Konzentrationen von Ausfallrisiken (Kreditrisikokonzentrationen) können durch Geschäftsbeziehungen mit einzelnen Schuldnern oder Schuldnergruppen entstehen, die eine Reihe gemeinsamer Merkmale aufweisen und deren Fähigkeit zur Schuldentilgung gleichermaßen von der Veränderung bestimmter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen abhängt. Neben dem Einholen von Sicherheiten und der Anwendung einer einheitlichen Kreditvergabepolitik ist die Bank zur Minimierung von Kreditrisiken eine Reihe von Master Netting Agreements eingegangen. Diese stellen das Recht zur Verrechnung von Ansprüchen und Verpflichtungen mit einem Kunden im Falle des Ausfalls oder der Insolvenz des Kunden sicher. Die Kreditrisiken im Bereich der Forderungen an Kunden stellten sich nach Buchwerten zum 31. Dezember 2012 wie folgt dar:

scroll
  Forderungen
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011
Kunden in Deutschland 175 234 192 645
Firmenkunden 87 532 98 876
Verarbeitendes Gewerbe 24 037 20 833
Baugewerbe 1 165 2 264
Handel 7 745 8 706
Dienstleistungen und Übrige 54 585 67 073
Öffentliche Haushalte 23 795 25 707
Privatkunden 63 907 68 062
Kunden außerhalb Deutschlands 110 966 111 854
Firmen- und Privatkunden 102 990 103 059
Öffentliche Haushalte 7 976 8 795
Zwischensumme 286 200 304 499
abzüglich Wertberichtigungen - 7 654 - 7 913
Gesamt 278 546 296 586

Die Kreditrisiken im Bereich der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen stellten sich nach Buchwerten zum 31. Dezember 2012 wie folgt dar:

scroll
  Eventualverbindlichkeiten, unwiderrufliche Kreditzusagen
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011
Kunden und Kreditinstitute in Deutschland 39 398 43 288
Kreditinstitute 459 749
Firmenkunden 34 981 39 769
Verarbeitendes Gewerbe 21 365 10 939
Baugewerbe 1 796 1 091
Handel 4 509 4 217
Dienstleistungen und Übrige 7 311 23 522
Öffentliche Haushalte 79 67
Privatkunden 3 879 2 703
Kunden und Kreditinstitute außerhalb Deutschlands 46 474 48 291
Kreditinstitute 10 873 9 906
Firmen- und Privatkunden 35 370 37 691
Öffentliche Haushalte 231 694
Zwischensumme 85 872 91 579
abzüglich Rückstellungen - 288 - 451
Gesamt 85 584 91 128

Die in den obigen Tabellen aufgeführten Buchwerte zur Kreditrisikokonzentration im Bereich der Forderungen sowie im Bereich der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen sind nicht Gegenstand der internen Risikosteuerung, da das Management von Kreditrisiken auch Sicherheiten, Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie andere ökonomische Faktoren berücksichtigt. Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächliche Einschätzung der Kreditrisikokonzentration in der Bank.

(85) Maximales Kreditrisiko

Die maximale Kreditrisikoexposition gemäß IFRS 7 - ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstigen Kreditverbesserungen - entspricht den Buchwerten der betreffenden bilanziellen Vermögenswerte je Klasse, bei unwiderruflichen Kreditzusagen und Eventualverbindlichkeiten den Nominalwerten. In nachfolgender Tabelle sind die Buch- beziehungsweise Nominalwerte der mit einem potenziellen Ausfallrisiko behafteten Finanzinstrumente zusammengefasst:

scroll
Maximales Kreditrisiko |
Mio. €
31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere unter 107 295 114 492 - 6,3
Handelsaktiva 19 747 21 966 - 10,1
Finanzanlagen 87 548 92 526 - 5,4
Forderungen an Kreditinstitute 88 134 88 032 0,1
Forderungen an Kunden 286 200 304 499 - 6,0
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 112 457 128 739 - 12,6
Handelsaktiva 106 400 123 607 - 13,9
Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 6 057 5 132 18,0
Sonstige Handelsaktiva 238 424 - 43,9
Unwiderrufliche Kreditzusagen 49 747 53 911 - 7,7
Eventualverbindlichkeiten 35 837 37 217 - 3,7

Die in vorstehender Tabelle aufgeführten Beträge zum maximalen Kreditrisikovolumen sind nicht Gegenstand der internen Risikosteuerung, da das Management von Kreditrisiken auch Sicherheiten, Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie andere ökonomische Faktoren berücksichtigt (siehe Kapital Adressenausfallrisiken im Risikobericht). Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächliche Risikoeinschätzung durch die Bank.

(86) Liquiditätskennzahl der Commerzbank Aktiengesellschaft

Die Liquidität eines Instituts gilt als ausreichend, wenn die zu ermittelnde Liquiditätskennzahl den Wert 1 nicht unterschreitet. Die Liquiditätskennzahl gibt das Verhältnis zwischen den ab Meldestichtag bis zum Ende des folgenden Monats (Laufzeitband 1) zur Verfügung stehenden Zahlungsmitteln und den während dieses Zeitraums zu erwartenden Zahlungsabflüssen an.

In der Commerzbank Aktiengesellschaft wurde 2012 das als Standardansatz umgesetzte Konzept der Liquiditätsverordnung angewendet.

scroll
  Stand am Monatsende
Januar 1,13
Februar 1,23
März 1,29
April 1,31
Mai 1,31
Juli 1,37
August 1,32
September 1,30
Oktober 1,34
November 1,33
Dezember 1,38

(87) Nachrangige Vermögenswerte

In den Bilanzaktiva waren folgende Nachrangige Vermögenswerte enthalten:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Forderungen an Kreditinstitute 50 56 - 10,7
Forderungen an Kunden 510 564 - 9,6
Handelsaktiva 188 147 27,9
Finanzanlagen 466 519 - 10,2
Gesamt 1 214 1 286 - 5,6
darunter: an Kreditinstitute, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - .

Als nachrangig sind Vermögenswerte anzusehen, wenn sie als Forderungen im Fall der Liquidation oder der Insolvenz des Emittenten erst nach den Forderungen der anderen Gläubiger erfüllt werden dürfen.

Zum 31. Dezember 2012 betrug die von der Commerzbank Aktiengesellschaft ermittelte Liquiditätskennzahl 1,38 (Vorjahr: 1,17). Der Liquiditätsüberhang aus dem Laufzeitband 1 erreichte 68,4 Mrd. Euro (Vorjahr: 29,0 Mrd. Euro). Die Liquiditätskennzahlen der Commerzbank Aktiengesellschaft im Jahr 2012 stellten sich wie folgt dar:

(88) Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen

Der Commerzbank-Konzern ermöglicht seinen Kunden durch Kreditfazilitäten schnellen Zugriff auf Gelder, die von den Kunden zur Erfüllung ihrer kurzfristigen Verpflichtungen sowie der langfristigen Finanzierungsbedürfnisse benötigt werden. Die Kreditfazilitäten können in unterschiedlicher Form bereitgestellt werden, die wir nachstehend beispielhaft aufführen:

Bürgschaften, mit denen der Konzern die Rückzahlung eines von einem Kunden bei einem Dritten aufgenommenen Kredits garantiert,

Stand-by Letters of Credit, die die Kreditwürdigkeit des Kunden erhöhen und seine Außenhandelsfinanzierung zu niedrigeren Kosten erleichtern,

Dokumentenakkreditive für Zahlungen im Außenhandel, die im Namen eines Kunden erfolgen und dem Konzern später erstattet werden,

Stand-by-Fazilitäten für kurzfristige Schuldtitel und auf revolvierender Basis begebene Schuldtitel, mit denen Kunden bei Bedarf Geldmarktpapiere oder mittelfristige Schuldtitel begeben können, ohne jedes Mal das übliche Emissionsprozedere zu durchlaufen.

Gegebenenfalls dienen Sicherheiten für das Gesamtobligo von Kunden aus Krediten und Avalen. Daneben gibt es Unterbeteiligungen Dritter zu unwiderruflichen Kreditzusagen und Avalen.

Die in der folgenden Tabelle genannten Zahlen wären nur im Falle der vollständigen Ausnutzung der Fazilitäten durch sämtliche Kunden und den darauf folgenden Zahlungsverzug aller - unter der Voraussetzung, dass keine Sicherheiten vorhanden sind - abzuschreiben. Tatsächlich verfällt jedoch der weitaus größte Teil dieser Verpflichtungen, ohne in Anspruch genommen zu werden. Insofern sind diese Beträge nicht repräsentativ für die Risikoeinschätzung, das tatsächliche künftige Kreditengagement oder daraus erwachsende Liquiditätserfordernisse. Weitere Informationen zum Kreditrisiko aus Finanzgarantien beziehungsweise unwiderruflichen Kreditzusagen sowie zu Liquiditätsrisiken und deren Steuerung und Überwachung enthält der Risikobericht.

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Eventualverbindlichkeiten 35 837 37 217 - 3,7
aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 5 1 .
aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 35 783 37 160 - 3,7
Kreditbürgschaften 2 148 3 085 - 30,4
Sonstige Bürgschaften 25 169 26 368 - 4,5
Akkreditive 8 051 7 274 10,7
Garantien für ABS-Verbriefungen - - .
Sonstige Gewährleistungen 415 433 - 4,2
Sonstige Verpflichtungen 49 56 - 12,5
Unwiderrufliche Kreditzusagen 49 747 53 911 - 7,7
Buchkredite an Kreditinstitute 1 369 1 332 2,8
Buchkredite an Kunden 47 119 51 121 - 7,8
Avalkredite 1 025 1 429 - 28,3
Akkreditive 234 29 .
Gesamt 85 584 91 128 - 6,1

Die Restlaufzeiten der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen insgesamt stellten sich wie folgt dar:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Täglich fällig 749 2 284 - 67,2
Bis drei Monate 30 771 30 925 - 0,5
Mehr als drei Monate bis ein Jahr 16 761 20 254 - 17,2
Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 34 209 34 617 - 1,2
Mehr als fünf Jahre 3 094 3 048 1,5
Gesamt 85 584 91 128 - 6,1

Die Risikovorsorge für außerbilanzielle Verpflichtungen wurde in diesen Aufstellungen von den entsprechenden Posten gekürzt.

(89) Echte Pensionsgeschäfte (Repo- und Reverse-Repo-Geschäfte), Wertpapierleihgeschäfte sowie erhaltene oder gezahlte Sicherheitsleistungen (Cash Collaterals)

Im Rahmen echter Pensionsgeschäfte verkauft beziehungsweise kauft der Commerzbank-Konzern Wertpapiere mit einer Rücknahmeverpflichtung beziehungsweise Rückgabeverpflichtung. Die erhaltenen Gegenwerte aus Pensionsgeschäften, bei denen wir Pensionsgeber sind (Rücknahmeverpflichtung der Wertpapiere), werden als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten oder Kunden bilanziert. Die an den Pensionsnehmer gelieferten Wertpapiere bilanzieren wir weiterhin in unserer Bilanz entsprechend der jeweiligen Kategorie. Als Pensionsnehmer aktiviert der Commerzbank-Konzern eine Forderung gegenüber dem Pensionsgeber in Höhe der gezahlten Sicherheitsleistung. Die als Sicherheit dienenden Wertpapiere nehmen wir in Verwahrung.

Wertpapierleihgeschäfte werden mit Kreditinstituten und Kunden getätigt, um dem Bedarf zur Erfüllung von Lieferverpflichtungen nachzukommen oder am Geldmarkt Wertpapierpensionsgeschäfte tätigen zu können. Die verliehenen Wertpapiere weisen wir in unserer Bilanz im Handelsbestand oder in den Finanzanlagen aus, während entliehene Wertpapiere nicht bilanziert werden. Durch uns gestellte Barsicherheiten (Cash Collaterals Out) weisen wir als Forderungen, erhaltene Sicherheiten (Cash Collaterals In) als Verbindlichkeiten aus. Cash Collaterals Outs werden auch im Zusammenhang mit Derivaten als Sicherheiten hinterlegt.

Die zum Bilanzstichtag abgeschlossenen echten Pensionsgeschäfte und Wertpapierleihegeschäfte sowie die erhaltenen oder gezahlten Sicherheitsleistungen (Cash Collaterals) stellten sich wie folgt dar:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsgeber (Repo-Agreements)      
Buchwerte der übertragenen Wertpapiere 49 134 37 697 30,3
Erhaltene Sicherheitsleistungen      
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9 147 9 164 - 0,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 27 715 20 529 35,0
Verliehene Wertpapiere aus Leihgeschäften      
Buchwerte der übertragenen Wertpapiere 18 424 12 699 45,1
Erhaltene Sicherheitsleistungen      
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14 703 9 821 49,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4 282 7 680 - 44,2
Summe der Buchwerte der übertragenen Wertpapiere 67 558 50 396 34,1
Summe der erhaltenen Sicherheiten 55 847 47 194 18,3
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsnehmer (Reverse-Repo-Agreements)      
Marktwerte der erhaltenen Wertpapiere 71 510 50 002 43,0
Gezahlte Sicherheitsleistungen      
Forderungen an Kreditinstitute 31 956 24 082 32,7
Forderungen an Kunden 25 929 17 922 44,7
Entliehene Wertpapiere aus Leihgeschäften      
Marktwerte der erhaltenen Wertpapiere 17 681 12 491 41,5
Gezahlte Sicherheitsleistungen1      
Forderungen an Kreditinstitute 23 905 27 524 - 13,1
Forderungen an Kunden 7 995 8 120 - 1,5
Summe der Marktwerte der erhaltenen Wertpapiere 89 191 62 493 42,7
Summe der geleisteten Sicherheiten 89 785 77 648 15,6

1 Einschließlich gezahlten Sicherheitsleistungen im Zusammenhang mit Derivaten.

Den Buchwerten der verliehenen Wertpapiere in Höhe von 18 424 Mio. Euro (Vorjahr 12 699 Mio. Euro) standen neben den zugehörigen Verbindlichkeiten von 18 985 Mio. Euro (Vorjahr: 17 501 Mio. Euro) auch 4 924 Mio. Euro Wertpapiere (Vorjahr: 583 Mio. Euro) als Sicherheiten gegenüber. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Pensionsgeschäften werden nach Netting dargestellt.

(90) Erhaltene Sicherheiten

Die beizulegenden Zeitwerte der erhaltenen Sicherheiten, für die das Recht besteht, diese ohne Ausfall des Sicherungsgebers weiterzuveräußern oder -zuverpfänden, stellten sich wie folgt dar:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Gesamtbetrag der erhaltenen Sicherheiten 89 191 93 218 - 4,3
darunter:      
weiterveräußert oder weiterverpfändet 46 686 30 726 51,9
darunter:      
mit Rückgabeverpflichtung - - .

Die Transaktionen wurden unter den handelsüblichen und gebräuchlichen Bedingungen für Wertpapierleih- und -pensionsgeschäfte sowie Darlehensgeschäfte ausgeführt.

(91) Treuhandgeschäfte

Die in der Bilanz nicht auszuweisenden Treuhandgeschäfte hatten am Bilanzstichtag folgenden Umfang:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Forderungen an Kreditinstitute 49 53 - 7,5
Forderungen an Kunden 650 728 - 10,7
Sonstige Vermögenswerte 485 492 - 1,4
Treuhandvermögen 1 184 1 273 - 7,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 58 66 - 12,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 126 1 207 - 6,7
Treuhandverbindlichkeiten 1 184 1 273 - 7,0

(92) Eigenmittelanforderungen und Kapitalquoten

Das Kreditwesengesetz und die Solvabilitätsverordnung als nationale Umsetzung von Basel II verpflichten die deutschen Institute zur Einhaltung von Mindestkapitalquoten. Danach müssen Kreditinstitute ihre gewichteten Risikoaktiva mit mindestens 8 % Eigenmitteln unterlegen (Eigenmittelquote). Für die Unterlegung der Risikoaktiva mit Kernkapital (Tier I) wird durchgängig eine Quote von mindestens 4 % verlangt (Kernkapitalquote).

Die Eigenmittel setzen sich aus Kern- und Ergänzungskapital zuzüglich Drittrangmitteln zusammen. Das sogenannte "harte Kernkapital" (Core Tier I) besteht im Wesentlichen aus Gezeichnetem Kapital zuzüglich Rücklagen, den Anteilen in Fremdbesitz und den Stillen Einlagen des Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung (SoFFin). Hiervon abgezogen werden unter anderem Positionen wie Geschäfts- oder Firmenwerte, Beteiligungen und immaterielle Vermögenswerte. Unter Hinzurechnung von Hybridkapitalien errechnet sich das Kernkapital (Tier I). Zum Ergänzungskapital gehören Genussrechtskapital und langfristige nachrangige Verbindlichkeiten.

Daneben hatte die European Banking Authority (EBA) in ihrer europaweiten Analyse wesentlicher Banken eine neue Kapitalanforderung implementiert: Banken mussten unter Berücksichtigung von stillen Lasten aus ihren Forderungspositionen gegenüber europäischen Staaten zum 30. Juni 2012 eine harte Kernkapitalquote von 9 % erfüllen. Der Commerzbank-Konzern hatte am 30. Juni 2012 eine harte Kernkapitalquote von 12,2 % (10,3 % nach stillen Lasten) ausgewiesen. Das harte Kernkapital überstieg die Kapitalanforderung der EBA somit um 2,8 Mrd. Euro.

Das Kapitalmanagement der Commerzbank dient den folgenden Zielen:

Einhaltung der gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen auf Konzernbasis sowie in allen Konzerngesellschaften der aufsichtsrechtlichen Gruppe,

Sicherstellung der Erreichung der geplanten Kapitalquoten unter Beachtung der neuen Anforderungen durch die EBA,

Bereitstellung von ausreichend Puffer zur Sicherstellung der jederzeitigen Handlungsfähigkeit der Bank,

strategische Zuordnung von Kernkapital auf Segmente und Geschäftsfelder zur Nutzung von Wachstumschancen.

Im Zuge der Finanzmarktkrise ist die Bedeutung eines angemessenen Kernkapitals für Banken immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Für die Commerzbank hat das Kernkapital schon immer eine wesentliche Steuerungsgröße dargestellt. Dabei gehen die Ansprüche der Bank an die Kapitalquoten weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus.

Bei der Festlegung der angestrebten internen Kapitalquoten spielen neben der Risikotragfähigkeit der Bank auch Markterwartungen eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund hat die Commerzbank Mindestquoten für das regulatorische Kapital definiert; diese liegen für das harte Kernkapital aktuell bei>9 %, der für das Kernkapital bei>10 %.

Die Allokation des Kernkapitals erfolgt in einem regelmäßig wiederkehrenden Prozess, in dem die strategische Ausrichtung der Bank, profitable Neugeschäftsmöglichkeiten im Kerngeschäft der einzelnen Geschäftsfelder sowie Risikotragfähigkeitsaspekte Eingang finden.

Alle Kapitalmaßnahmen werden im Rahmen der von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigungen vom zentralen Asset Liability Committee der Bank vorgeschlagen und vom Gesamtvorstand beschlossen.

Im vergangenen Jahr hat die Commerzbank die an sie gestellten gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen, die deutlich strengeren Anforderungen des SoFFin sowie die Anforderungen der EBA zum 30. Juni 2012 jederzeit eingehalten. Die Zusammensetzung der Eigenmittel im Commerzbank-Konzern zeigte folgendes Bild:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Hartes Kernkapital (Core Tier I)      
Gezeichnetes Kapital 5 828 5 113 14,0
Rücklagen, Fremdanteile, eigene Aktien 18 188 17 430 4,3
Stille Einlagen 1 626 1 937 - 16,1
Sonstiges - 656 - 1 037 - 36,7
Gesamtsumme Hartes Kernkapital (Core Tier I) 24 986 23 443 6,6
Hybrides Kapital 2 259 2 746 - 17,7
Gesamtsumme Kernkapital (Tier I) 27 245 26 189 4,0
Ergänzungskapital (Tier II)      
Hybrides Kapital - - .
Genussrechte 731 726 0,7
Reserven in Wertpapieren (Ansatz 45 %) 25 61 - 59,0
Nachrangige Verbindlichkeiten 9 777 10 533 - 7,2
Sonstiges - 655 - 949 - 31,0
Gesamtsumme Ergänzungskapital (Tier II) 9 878 10 371 - 4,8
Gesamtkapital (Total Capital) 37 123 36 560 1,5

Die Veränderungen im Kernkapital resultieren im Wesentlichen aus den Kapitalerhöhungen im Geschäftsjahres 2012. Hierbei wurden auch Teile der Stillen Einlage des SoFFin zurückgeführt.

scroll
  Eigenmittelanforderungen Gewichtete Risikoaktiva1  
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Kreditrisiko 13 967 15 182 174 584 189 769 - 8,0
Marktrisiko 880 1 640 10 999 20 500 - 46,3
Operationelles Risiko 1 804 2 106 22 552 26 325 - 14,3
Gesamt 16 651 18 928 208 135 236 594 - 12,0
Hartes Kernkapital (Core Tier I) 24 986 23 443      
Kernkapital (Tier I) 27 245 26 189      
Gesamtkapital (Total Capital) 37 123 36 560      
Harte Kernkapitalquote (%) 12,0 9,9      
Kernkapitalquote (%) 13,1 11,1      
Gesamtkapitalquote (%) 17,8 15,5      

1 Die gewichteten Risikoaktiva errechnen sich aus dem Betrag der Eigenmittelanforderungen multipliziert mit 12,5.

Die Überleitungsrechnung vom ausgewiesenen Konzernkapital zu dem regulatorisch ausgewiesenen Kapital stellte sich folgendermaßen dar:

scroll
31.12.2012
Mio. €
Hartes Kernkapital (Core Tier I) Hybrides Kapital Gesamtsumme Kernkapital (Tier I) Ergänzungskapital (Tier II) Gesamtkapital (Total Capital)
Bilanziell ausgewiesen 27 034 - 27 034 12 316 39 350
Neubewertungsrücklage 1 699   1 699   1 699
Rücklage aus Cash Flow Hedges 616   616   616
Nicht im Kernkapital auszuweisende Anteile im Fremdbesitz (unter anderem Neubewertungsrücklage, Rücklage aus Cash Flow Hedges), Unterschiede im Konsolidierungskreis und Firmenwerte - 1 961   - 1 961   - 1 961
Immaterielle Vermögensgegenstände - 969   - 969   - 969
Sonstiges Kapital mit 15 % Anrechnungsgrenze   889 889   889
Sonstiges Kapital mit 35 % Anrechnungsgrenze   1 370 1 370   1 370
Umgliederung von den Stillen Einlagen zum Sonstigen Kapital - 750 - - 750   - 750
Nicht anrechenbare Teile des Nachrangkapitals wegen Restlaufzeitbeschränkung     - - 1 146 - 1 146
Latente Neubewertungsrücklagen für Wertpapiere -   - 25 25
Sonstiges - 683   - 683 - 1 317 - 2 000
Regulatorisch ausgewiesenes Kapital 24 986 2 259 27 245 9 878 37 123

Da die Überleitungsrechnung für das Hybride Kapital nur aus regulatorischer Sicht vorgenommen wird, erfolgt keine Darstellung des bilanziellen Ausweises.

(93) Absicherung von Krediten

Durch den Einsatz von Kreditderivaten (zum Beispiel Credit Default Swaps, Total Return Swaps, Credit-linked Notes) kann die Risikoanrechnung eines Kreditportfolios verringert werden. Dabei kann sich die Sicherungswirkung eines Kreditderivats sowohl auf einzelne Kredite oder Wertpapiere als auch auf Kredit- oder Wertpapierportfolios beziehen. Die Sicherheitenstellung erfolgt in der Regel im Rahmen einer synthetischen Verbriefung durch Credit Default Swap (CDS) und/oder durch Credit-linked Notes (CLN). Hiermit können drei wesentliche Ziele erreicht werden:

Risikodiversifikation (Reduzierung von Kreditrisiken im Portfolio, insbesondere Klumpenrisiken),

Eigenkapitalentlastung (durch Übertragung der Kreditrisiken auf Investoren wird eine Reduzierung der regulatorischen Eigenkapitalanforderungen nach Solvabilitätsverordnung erreicht) und

Refinanzierung (Nutzung von Verbriefungen als alternatives Kapitalbeschaffungsinstrument zu ungedeckten Inhaberschuldverschreibungen).

Zum Ende des Geschäftsjahres 2012 hatte der Commerzbank-Konzern (Commerzbank Aktiengesellschaft und eine Tochtergesellschaft) sechs Verbriefungstransaktionen als Sicherungsnehmer aufgelegt.

Die vertragliche Laufzeit (Legal Maturity Date) liegt zwischen 9 und 76 Jahren. Insgesamt waren Ende Dezember 2012 Kundenkredite in Höhe von 6,0 Mrd. Euro abgesichert. Die Entlastung der gewichteten Risikoaktiva betrug 2,6 Mrd. Euro.

scroll
Name der Transaktion Sicherungsnehmer Jahr des Abschlusses Laufzeit der Transaktion Jahre Forderungsart Kreditvolumen
Mio. €
Entlastung der gewichteten Risikoaktiva
Mio. €
CoSMO Finance II- 1 Limited Commerzbank Aktiengesellschaft 2011 9 Mittelstandskunden 985 338
COSMO Finance II- 2 Limited Commerzbank Aktiengesellschaft 2011 10 Mittelstandskunden 1 965 906
CoCo Finance II- 1 Limited Commerzbank Aktiengesellschaft 2012 10 Großkunden 1 958 1 111
Provide GEMS 2002-1 PLC Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (vormals Eurohypo Aktiengesellschaft) 2002 45 wohnungswirtschaftliches Portfolio 180 29
Semper Finance 2006-1 Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (vormals Eurohypo Aktiengesellschaft) 2006 76 Project Castle - gewerbliches Portfolio 559 107
Semper Finance 2007-1 Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (vormals Eurohypo Aktiengesellschaft) 2007 36 gewerbliches Portfolio 316 63
          5 963 2 554

(94) Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter

scroll
  2012 2011
  Gesamt männlich weiblich Gesamt männlich weiblich
Im Konzern 53 798 26 240 27 558 55 917 27 097 28 820
in Deutschland 41 171 20 091 21 080 42 377 20 977 21 400
außerhalb Deutschlands 12 627 6 149 6 478 13 540 6 120 7 420

Die obigen Zahlen enthalten sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitkräfte. In der Zahl der Arbeitnehmer sind die im Konzern durchschnittlich in Ausbildung befindlich gewesenen Arbeitnehmer nicht enthalten. Die durchschnittliche Arbeitszeit der Teilzeitkräfte betrug 62 % (Vorjahr: 62 %) der Normalarbeitszeit.

scroll
  2012 2011
  Gesamt männlich weiblich Gesamt männlich weiblich
Auszubildende 2 298 1 121 1 177 2 503 1 227 1 276

(95) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

a) Geschäftsbeziehungen

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der Commerzbank Aktiengesellschaft und/oder deren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Hierzu gehören beherrschte, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierte Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, at-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen, Beteiligungen, unternehmensexterne Versorgungsträger zur betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, Personen in Schlüsselpositionen und deren Angehörige sowie von diesem Personenkreis beherrschte Unternehmen. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Geschäftsjahr aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft.

Der Anteilsbesitz von 25 % plus 1 Aktie gewährt dem Bund als Träger der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA), die den Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) verwaltet, die Möglichkeit, einen maßgeblichen Einfluss auf die Commerzbank Aktiengesellschaft auszuüben. Demnach zählen der Bund sowie der Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterstehende Unternehmen (Bundesunternehmen) zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24. Die Beziehungen zu Bundesunternehmen zeigen wir im Folgenden getrennt von den Beziehungen zu den übrigen nahestehenden Unternehmen und Personen. Aktiva, Passiva und außerbilanzielle Posten in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen (ohne Bundesunternehmen) und Personen stellten sich im Berichtsjahr folgendermaßen dar:

Aktiva Mio. €

scroll
  31.12.2012 31.12.2011 Veränd. in %
Forderungen an Kreditinstitute 172 343 - 49,9
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen - - .
Gemeinschaftsunternehmen1 - 341 - 100,0
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht1 172 2 .
Forderungen an Kunden 1 569 1 876 - 16,4
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 249 600 - 58,5
Gemeinschaftsunternehmen1 14 14 0,0
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht1 1 294 1 256 3,0
Personen in Schlüsselpositionen 5 2 .
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen 7 4 75,0
Handelsaktiva 37 1 .
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 24 - .
Gemeinschaftsunternehmen1 - - .
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht1 11 1 .
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen 2 - .
Finanzanlagen 188 105 79,0
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 39 64 - 39,1
Gemeinschaftsunternehmen1 - - .
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht1 3 5 - 40,0
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen 146 36 .
Sonstige Aktiva 271 426 - 36,4
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen - - .
Gemeinschaftsunternehmen1 - - .
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht1 271 426 - 36,4
Gesamt 2 237 2 751 - 18,7

1 Anpassung Vorjahr aufgrund getrennter Darstellung von Gemeinschaftsunternehmen und Anteilen an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

scroll

Passiva Mio. €

     
  31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 2 - 100,0
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen - - .
Gemeinschaftsunternehmen1 - 1 - 100,0
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht1 - 1 - 100,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 145 1 236 - 7,4
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 105 106 - 0,9
Gemeinschaftsunternehmen1 4 3 33,3
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht1 570 368 54,9
Personen in Schlüsselpositionen 11 8 37,5
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen 455 751 - 39,4
Handelspassiva - 8 - 100,0
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen - - .
Gemeinschaftsunternehmen1 - - .
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht1 - 8 - 100,0
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen - - .
Nachrangkapital 620 622 - 0,3
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen - - .
Gemeinschaftsunternehmen1 - - .
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht1 - - .
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen 620 622 - 0,3
Sonstige Passiva 21 23 - 8,7
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 18 19 - 5,3
Gemeinschaftsunternehmen1 - - .
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht1 3 4 - 25,0
Gesamt 1 786 1 891 - 5,6

1 Anpassung Vorjahr aufgrund getrennter Darstellung von Gemeinschaftsunternehmen und Anteilen an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

In den gesamten Verbindlichkeiten gegenüber Sonstigen nahestehenden Unternehmen sind 0,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,2 Mrd. Euro) für unternehmensexterne Versorgungsträger enthalten.

scroll
Außerbilanzielle Posten |
Mio. €
31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Garantien und Sicherheiten gewährt an 109 146 - 25,3
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 22 41 - 46,3
Gemeinschaftsunternehmen1 - 48 - 100,0
At-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht1 87 57 52,6
Personen in Schlüsselpositionen - - .
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen - - .
Garantien und Sicherheiten erhalten von 8 7 14,3
Nicht konsolidierten Tochterunternehmen 8 7 14,3
Gemeinschaftsunternehmen1 - - .
At-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht1 - - .
Personen in Schlüsselpositionen - - .
Sonstigen nahestehenden Unternehmen/Personen - - .

1 Anpassung Vorjahr aufgrund getrennter Darstellung von Gemeinschaftsunternehmen und Anteilen an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Aus Kreditverträgen und Einlagen sowie erbrachten Dienstleistungen in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen und Personen (ohne Bundesunternehmen) ergaben sich folgende Erträge:

scroll
Erträge |
Mio. €
1.1.-31.12.2012 1.1.-31.12.2011 Veränd.
in %
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen      
Zinsen 13 44 - 70,5
Provisionen 12 8 50,0
Lieferungen und Leistungen 3 - .
Gemeinschaftsunternehmen1      
Zinsen - 34 - 100,0
Provisionen - - .
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen - 6 19 .
Lieferungen und Leistungen - - .
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht1      
Zinsen 46 37 24,3
Provisionen 18 9 100,0
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 52 23 .
Lieferungen und Leistungen - - .
Personen in Schlüsselpositionen      
Zinsen - - .
Provisionen - - .
Lieferungen und Leistungen - - .
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen      
Zinsen 5 2 .
Provisionen - - .
Lieferungen und Leistungen - - .
Summen      
Zinsen 64 117 - 45,3
Provisionen 30 17 76,5
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 46 42 9,5
Lieferungen und Leistungen 3 - .

1 Anpassung Vorjahr aufgrund getrennter Darstellung von Gemeinschaftsunternehmen und Anteilen an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Die Aufwendungen aus Kreditverträgen und Einlagen sowie erbrachten Dienstleistungen in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen und Personen (ohne Bundesunternehmen) werden in nachstehender Tabelle dargestellt.

Die Verwaltungsaufwendungen unter den Personen in Schlüsselpositionen betreffen als Personalaufwand ausgewiesene Vergütungen der Vorstandsmitglieder sowie Gehälter der im Commerzbank-Konzern angestellten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat. Darüber hinaus enthalten sie die Vergütung an die Mitglieder des Aufsichtsrats. Die Position Steuern betrifft die den Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern erstattete Umsatzsteuer.

scroll
Aufwendungen |
Mio. €
1.1.-31.12.2012 1.1.-31.12.2011 Veränd.
in %
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen      
Zinsen 2 1 100,0
Provisionen 27 30 - 10,0
Lieferungen und Leistungen 20 14 42,9
Abschreibungen/Wertminderungen 34 - .
Gemeinschaftsunternehmen1      
Zinsen - - .
Provisionen - 11 - 100,0
Lieferungen und Leistungen - - .
Abschreibungen/Wertminderungen - - .
Anteile an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht1      
Zinsen 3 8 - 62,5
Provisionen 8 5 60,0
Lieferungen und Leistungen 12 12 0,0
Abschreibungen/Wertminderungen2 43 155 - 72,3
Personen in Schlüsselpositionen      
Zinsen - - .
Provisionen - - .
Verwaltungsaufwendungen 15 8 87,5
Lieferungen und Leistungen - - .
Abschreibungen/Wertminderungen - - .
Steuern - - .
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen      
Zinsen 49 54 - 9,3
Provisionen - - .
Lieferungen und Leistungen - - .
Abschreibungen/Wertminderungen - - .
Summen      
Zinsen 54 63 - 14,3
Provisionen 35 46 - 23,9
Verwaltungsaufwendungen 15 8 87,5
Lieferungen und Leistungen 32 26 23,1
Abschreibungen/Wertminderungen 77 155 - 50,3
Steuern - - .

1 Anpassung Vorjahr aufgrund getrennter Darstellung von Gemeinschaftsunternehmen und Anteilen an at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.
2 Vorjahr angepasst.

Die Forderungen an Personen in Schlüsselpositionen stellten sich wie folgt dar:

scroll
  31.12.2012 31.12.2011
  Vorstand Aufsichtsrat Vorstand Aufsichtsrat
Forderungen (Tsd. €) 4 008 605 1 773 322
Letzte Fälligkeit1 2042 2038 2042 2037
Bandbreite angewendeter Zinssätze (%)2 2,09 - 7,56 2,45 - 6,3 3,2 - 8,3 2,6 - 6,3

1 Neben endfälligen Krediten wurden auch Kredite mit der Laufzeit "bis auf Weiteres" gewährt.
2 In Einzelfällen bei Überziehungen bis zu 13,2 %.

Die Besicherung der Barkredite an Vorstandsmitglieder und Mitglieder des Aufsichtsrats erfolgte zu marktüblichen Bedingungen, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten.

Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat standen im Berichtsjahr, mit Ausnahme von Mietavalen, nicht in einem Haftungsverhältnis mit den Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns.

Die mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigten Bankgeschäfte wurden zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen.

Geschäfte mit Bundesunternehmen

Der Commerzbank-Konzern wickelt Geschäfte mit Bundesunternehmen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit grundsätzlich zu marktgerechten Bedingungen und Konditionen ab. Einzelheiten der Beziehungen zum SoFFin sind in der Note 74 angegeben.

Nachstehende Tabelle enthält die am 31. Dezember 2012 bestehenden Vermögenswerte und Verpflichtungen aus Geschäften mit Bundesunternehmen:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011 Veränd.
in %
Barreserve 5 637 1 179 .
Forderungen an Kreditinstitute 129 286 - 54,9
Forderungen an Kunden 2 114 3 349 - 36,9
Handelsaktiva 2 761 3 576 - 22,8
Finanzanlagen 4 066 3 865 5,2
Gesamt 14 707 12 255 20,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14 866 13 390 11,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 382 256 49,2
Handelspassiva 1 312 299 .
Stille Einlagen 1 626 1 937 - 16,1
Gesamt 18 186 15 882 14,5
Garantien und Sicherheiten      
gewährt 333 24 .
erhalten - 5 000 - 100,0

Bei den unter Handelsaktiva beziehungsweise Finanzanlagen ausgewiesenen Finanzinstrumenten handelt es sich um Fremdkapitalinstrumente.

Die auf Geschäfte mit Bundesunternehmen entfallenden Aufwendungen und Erträge stellten sich wie folgt dar:

scroll
Mio. € 1.1.-31.12.2012 1.1.-31.12.2011 Veränd.
in %
Erträge      
Zinsen 352 320 10,0
Provisionen 5 - .
Lieferungen und Leistungen 2 8 - 75,0
Aufwendungen      
Zinsen 59 82 - 28,0
Provisionen 2 48 - 95,8
Lieferungen und Leistungen - - .
Abschreibungen/Wertminderungen - - .

b) Vergütungen für Personen in Schlüsselpositionen

Eine detaillierte Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wird im Vergütungsbericht (Seiten 35 ff.) wiedergegeben.

Vorstand.

In der folgenden Tabelle wird die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder sowohl gemäß IAS 24.17 als auch nach DRS 17 (vergleiche Vergütungsbericht) dargestellt. Der Aufwand nach IAS 24 wurde periodengerecht und gemäß den Vorschriften der zugrunde liegende Standards (IAS 19 und IFRS 2) erfasst.

Die kurzfristig fälligen Leistungen beinhalten auch die sonstigen Bezüge. Darunter fallen unter anderem die im üblichen Rahmen gewährten Sachbezüge (im Wesentlichen Dienstwagennutzung, Versicherungen, auf Sachbezüge entfallende Steuern sowie Arbeitgeberbeiträge zur betrieblichen Altersversorgung (BVV)).

Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses beinhalten den in der Berechnung der Pensionsrückstellungen berücksichtigten Dienstzeitaufwand.

Eine individualisierte Darstellung nach den Vorschriften des DRS 17 ist im Vergütungsbericht (Seite 42 f.) enthalten.

scroll
Tsd. € 2012 2011
Kurzfristig fällige Leistungen 9 682 5 371
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 3 186 2 743
Andere langfristig fällige Leistungen - -
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 625 -
Anteilsbasierte Vergütung 2 991 -
Gesamtvergütung gemäß IAS 24.17 16 484 8 114
abzüglich    
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses - 3 186 2 743
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses - 625 -
Bewertungs- und sonstige Unterschiede1 209 28
Gesamtbezüge gemäß Vergütungsbericht2 12 882 5 343

1 Hierunter fällt unter anderem der Unterschied aus der Bewertung zum Gewährungszeitpunkt (DRS 17) und zum Bilanzstichtag (IFRS 2).
2 Die gesetzliche Grundlage ist § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 1 HGB.

Für Vorstandsmitglieder und ehemalige Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene sieht die Bank eine Altersversorgung vor, deren zur Absicherung dienende Vermögenswerte insgesamt im Wege eines Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank Pensions-Trust e. V. übertragen wurden.

Der Barwert der Pensionsanwartschaften für die aktiven Vorstandsmitglieder betrug 17 146 Tsd. Euro zum 31. Dezember 2012 (Vorjahr: 11 848 Tsd. Euro). Die in die Berechnung der Pensionsrückstellungen einfließenden Dienstzeitaufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 3 186 Tsd. Euro (Vorjahr: 2 723 Tsd. Euro). Die Beträge berücksichtigen die aktuelle Bestellungsperiode der einzelnen Vorstandsmitglieder und gehen im Übrigen davon aus, dass die Pensionszahlung außer bei Dienstunfähigkeit grundsätzlich erst nach Vollendung des 65. Lebensjahres beginnt und die Vorstandstätigkeit bis zum Pensionsbeginn fortgeführt wird. Eine individualisierte Darstellung der Pensionsanwartschaften und des Dienstzeitaufwands ist im Vergütungsbericht (Seite 40) enthalten.

Nach Abzug der übertragenen Vermögenswerte (Plan Assets) und unter Berücksichtigung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste waren zum 31. Dezember 2012 keine Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen für aktive Vorstandsmitglieder auszuweisen (Rückstellung im Vorjahr: 0,2 Mio. Euro). Der durch den Abzug entstandene Aktivüberhang betrug 0,1 Mio. Euro.

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 6 100 Tsd. Euro (Vorjahr: 8 275 Tsd. Euro). Die Pensionsverpflichtungen für diese Personengruppe beliefen sich auf 82,5 Mio. Euro (Vorjahr: 74,4 Mio. Euro).

Aufsichtsrat.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird in § 15 der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft geregelt. Aufsichtsratsmitglieder erhielten für das Geschäftsjahr 2012 eine gesamte Vergütung von netto 1 640 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 619 Tsd. Euro). Davon entfielen auf die Grund- und Ausschussvergütung 1 251 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 199 Tsd. Euro) und auf das Sitzungsgeld 389 Tsd. Euro (Vorjahr: 420 Tsd. Euro). Das Sitzungsgeld wird für die Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner sechs im Berichtsjahr tagenden Ausschüsse (Präsidial-, Prüfungs-, Risiko-, Nominierungs-, Vermittlungs- und Sozialausschuss) gewährt. Die Gesamtvergütung von 1 640 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 619 Tsd. Euro) wird gemäß IAS 24.17 als kurzfristig fällige Leistung kategorisiert.

Die auf die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder zu zahlende Umsatzsteuer (zurzeit 19 %) für Aufsichtsratsmitglieder mit Wohnsitz in Deutschland wurde von der Bank erstattet, wird aber nicht als Vergütungsbestandteil angerechnet. Für Aufsichtsratsmitglieder mit Wohnsitz außerhalb Deutschlands wird keine Umsatzsteuer fällig.

Vorstand und Aufsichtsrat besaßen am 31. Dezember 2012 insgesamt nicht mehr als 1 % (Vorjahr: unter 1 %) der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft.

(96) Aktienbasierte Vergütungspläne

Aufgrund bereits erbrachter Leistungen der Mitarbeiter (einschließlich Vorstand) fielen auch im Geschäftsjahr 2012 Aufwendungen im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungen an. Diese wurden durch den Verzicht des Vorstands auf die vom Economic Value Added (EVA) abhängigen STI- und LTI-Komponenten sowie den darüber hinausgehenden Verzicht des Vorstandsvorsitzenden auf die erfolgsabhängige Vergütung für 2012 geringfügig reduziert. Weitere Details und Bedingungen zu den aktienbasierten Vergütungsplänen sind der Note 25 zu entnehmen. Der aktienbasierte Vergütungsaufwand setzte sich wie folgt zusammen:

scroll
Mio. € 2012 2011
Pläne mit Barausgleich 1 4
darunter:    
LTP - -
Share Awards - -
CIP - 2
Pläne mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten 23 17
darunter:    
CIP 20 15
Gesamt 24 21

Die Rückstellungen für die Pläne mit Barausgleich sowie die Rücklagen im Eigenkapital für Pläne mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten stellten sich wie folgt dar:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011
Rückstellungen 17 12
darunter:    
LTP - -
Share Awards 13 8
CIP 2 2
Rücklagen im Eigenkapital 31 20
darunter:    
CIP 23 15

Share Awards.

Der Bestand an Erwerbsrechten aus den Share-Award-Programmen entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt:

scroll
Anzahl der Rechte Stück 2012 2011
Bestand zum 1.1. 6 390 804 -
Im Jahresverlauf gewährt 864 685 6 842 932
Im Jahresverlauf verwirkt 78 363 174 882
Im Jahresverlauf ausgeübt 578 014 277 246
Im Jahresverlauf verfallen 36 694 -
Bestand zum 31.12. 6 562 418 6 390 804

Commerzbank Incentive Plan.

Wie in Note 25 dargelegt, wird die Aktienzahl der auf den jeweils gültigen Commerzbank Incentive Plan (CIP) entfallenden Aktienerwerbsansprüche erst im Folgejahr festgestellt. Dem gebuchten Aufwand von 20 Mio. Euro steht eine Zuführung zur Kapitalrücklage von 8 Mio. Euro sowie eine Barauszahlung von 12 Mio. Euro gegenüber. Rückstellungen für Pläne mit Barausgleich wurden nicht gebildet.

scroll
Anzahl der Rechte Stück 2012 2011
Bestand zum 1.1. - -
Im Jahresverlauf gewährt 18 082 133 -
Im Jahresverlauf verwirkt - -
Im Jahresverlauf ausgeübt 7 424 718 -
Im Jahresverlauf verfallen - -
Bestand zum 31.12. 10 657 415 -

Long-Term-Performance-Plan (LTP).

Aufgrund der in Note 25 erläuterten Ausübungskriterien für LTP-Pläne erwarten wir, dass diese bis zum Ablauf des letzten Plans im Jahr 2013 nicht mehr zum Tragen kommen. Folglich war der beizulegenden Zeitwert für die ausstehenden Rechte nicht mehr zu ermitteln. Eine Rückstellung für LTP-Pläne war im Geschäftsjahr 2012 nicht mehr vorhanden. Der Bestand an LTP-Rechten entwickelte sich wie folgt:

scroll
Anzahl der Rechte Stück 2012 2011
Bestand zum 1.1. 678 950 947 850
Im Jahresverlauf gewährt - -
Im Jahresverlauf verwirkt 42 000 6 300
Im Jahresverlauf ausgeübt - -
Im Jahresverlauf verfallen 290 900 262 600
Bestand zum 31.12. 346 050 678 950

(97) Sonstige Verpflichtungen

Einzahlungsverpflichtungen gegenüber konzernfremden und nicht konsolidierten Gesellschaften auf nicht voll eingezahlte Gesellschaftsanteile bestanden in Höhe von 22,9 Mio. Euro (Vorjahr: 56,3 Mio. Euro).

Für die Liquiditäts-Konsortialbank (Liko) GmbH, Frankfurt am Main, bestand eine Nachschusspflicht von bis zu 96 Mio. Euro (Vorjahr: 96 Mio. Euro). Auch die einzelnen Bankenverbände haben Nachschussverpflichtungen gegenüber der Liko erklärt. Für die Erfüllung dieser Verbindlichkeiten haben sich Konzernunternehmen zugunsten ihres jeweiligen Verbandes selbstschuldnerisch gegenüber der Liko verbürgt.

Nach § 5 Abs. 10 der Statuten des Einlagensicherungsfonds haben wir uns verpflichtet, den Bundesverband deutscher Banken e. V., Berlin, von Verlusten freizustellen, die diesem durch eine Hilfeleistung zugunsten von im Mehrheitsbesitz der Commerzbank stehenden Kreditinstituten entstehen.

Für Verpflichtungen an Terminbörsen und bei Clearingstellen wurden Wertpapiere mit einem Buchwert von 7 519 Mio. Euro (Vorjahr: 7 381 Mio. Euro) als Sicherheit hinterlegt.

(98) Angaben als Leasinggeber und Leasingnehmer

Angaben als Leasinggeber - Operating Leasing

Die Commerzbank ist Leasinggeber in Zusammenhang mit Operating-Leasing-Verhältnissen. Diese Leasingverträge umfassen zum Stichtag insbesondere vermietete Immobilien und Fahrzeuge.

Aus den gewährten Operating-Leasing-Verhältmssen werden dem Commerzbank-Konzern in den folgenden Jahren folgende Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Verträgen zufließen:

scroll
Fälligkeit
Mio. €
31.12.2012 31.12.2011
in bis zu einem Jahr 140 196
in einem bis fünf Jahren 358 508
in mehr als fünf Jahren 3 69
Gesamt 501 773

In den Leasingverträgen sind keine bedingten Leasingraten vereinbart.

Angaben als Leasinggeber - Finanzierungsleasing

Die Commerzbank ist Leasinggeber in Zusammenhang mit Finanzierungsleasingverhältnissen. Diese Leasingverträge umfassen zum Stichtag insbesondere vermietete Immobilien und Geschäftsausstattung (zum Beispiel Kraftfahrzeuge und Kopierer). Das Verhältnis zwischen Bruttoinvestitionen und Barwert der Mindestleasingzahlungen stellte sich wie folgt dar:

scroll
Mio. € 31.12.2012 31.12.2011
Ausstehende Leasingzahlungen 1 506 2 042
+ Garantierte Restwerte 108 114
= Mindestleasingzahlungen 1 614 2 156
+ Nicht garantierte Restwerte 9 9
= Bruttoinvestitionen 1 623 2 165
- Nicht realisierter Finanzertrag 185 260
= Nettoinvestitionen 1 438 1 905
- Barwert der nicht garantierten Restwerte 7 6
= Barwert der Mindestleasingzahlungen 1 431 1 899

Die Mindestleasingzahlungen umfassen die vom Leasingnehmer insgesamt aus dem Leasingvertrag zu zahlenden Leasingraten zuzüglich garantiertem Restwert. Der nicht garantierte Restwert wird zu Beginn des Leasingverhältnisses geschätzt und regelmäßig zum Stichtag überprüft. Der unrealisierte Finanzertrag entspricht der impliziten Verzinsung des Leasingverhältnisses zwischen Stichtag und Vertragsende. Die Fristigkeit der Bruttoinvestitionen und der Barwerte der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Finanzierungsleasingverhältnissen gliederten sich folgendermaßen:

scroll
Restlaufzeiten zum 31.12. Bruttoinvestitionen Barwert der Mindestleasingzahlungen
Mio. € 2012 2011 2012 2011
von bis zu einem Jahr 496 782 432 677
von einem bis zu fünf Jahren 864 989 769 878
von mehr als fünf Jahren 263 394 230 344
Gesamt 1 623 2 165 1 431 1 899

Angaben als Leasingnehmer - Operating Leasing

Die im Konzern bestehenden Verpflichtungen aus Operating Leasing betreffen Miet- und Leasingverträge für Gebäude und Geschäftsausstattung und führten im Geschäftsjahr 2012 zu Aufwendungen in Höhe von 609 Mio. Euro (Vorjahr: 618 Mio. Euro) Der Aufwand setzte sich wie folgt zusammen:

scroll
Mio. € 2012
Mindestleasingzahlungen 279
Zahlungen für kündbare Verträge 13
Bedingte Zahlungen 325
- Erträge aus Untermietverhältnissen 8
Gesamt 609

Für unkündbare Miet- und Leasingverträge ist in künftigen Geschäftsjahren mit folgenden Aufwendungen zu rechnen:

scroll
Fälligkeit
Mio. €
31.12.2012 31.12.2011
in bis zu einem Jahr 457 547
in einem bis fünf Jahren 1 333 1 483
in mehr als fünf Jahren 1 044 1 236
Gesamt 2 834 3 266

Für Immobilienobjekte wurden im Wesentlichen Mietverträge, vereinzelt aber auch Leasingverträge abgeschlossen. Mietverträge sind in der Regel mit Laufzeiten zwischen 1 und 30 Jahren sowie mit bis zu drei Verlängerungsoptionen um jeweils 3 bis 5 Jahre, in Einzelfällen bis 6 Jahre ausgestattet. Preisanpassungsklauseln existieren in verschiedenen Varianten wie zum Beispiel Staffelmieten oder Indexklauseln. Leasingverträge sind auch mit Kaufoptionen ausgestattet. Im Commerzbank-Konzern wurden für nicht mehr genutzte Gebäude Untermietverträge abgeschlossen. Diese Verträge besitzen eine unkündbare Vertragslaufzeit. Hieraus fließen dem Commerzbank-Konzern in den kommenden Jahren folgende Erträge zu:

scroll
Fälligkeit
Mio. €
31.12.2012 31.12.2011
in bis zu einem Jahr 41 39
in einem bis fünf Jahren 54 86
in mehr als fünf Jahren 12 11
Gesamt 107 136

Die Leasingverträge enthalten wie im Vorjahr keine Vereinbarungen über bedingte Mietzahlungen.

(99) Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung

Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 25. Februar 2013 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Vorläufige Eckzahlen des Jahresabschlusses 2012 wurden vom Vorstand am 12. Februar 2013 zur Veröffentlichung freigegeben.

(100) Corporate Governance Kodex

Unsere jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG haben wir abgegeben und unseren Aktionären im Internet (www.commerzbank.de) dauerhaft zugänglich gemacht. Für die comdirect bank Aktiengesellschaft wurde ebenfalls die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und im Internet (www.comdirect.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

(101) Patronatserklärung

Für die nachfolgend aufgeführten, in den Konzernabschluss unserer Bank einbezogenen Tochterunternehmen tragen wir, abgesehen von politischen Risiken, dafür Sorge, dass diese ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen.

scroll
Name Sitz
AFÖG GmbH & Co. KG Frankfurt am Main
comdirect bank Aktiengesellschaft Quickborn
Commerzbank (Eurasija) SAO Moskau
Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH Frankfurt am Main
Commerzbank International S.A. Luxemburg
CommerzTrust GmbH Frankfurt am Main
Commerz Markets LLC New York
Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg Luxemburg
Hypothekenbank Frankfurt Aktiengesellschaft (vormals Eurohypo Aktiengesellschaft) Eschborn

(102) Anteilsbesitz

Die nachstehenden Angaben nehmen wir gemäß § 313 Abs. 2 HGB zum Konzernabschluss vor. Fußnoten und Anmerkungen zu nachfolgenden Tabellen sind am Ende dieser Note zusammengefasst.

1. Verbundene Unternehmen

a) In den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen

scroll
Name Sitz Kapital-
anteil
% insg.
Abweichende
Stimmrechte
%
Währung Eigenkapital
Tsd.
Jahres-
ergebnis
Tsd.
 
ABORONUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG Düsseldorf 0,0 85,0 EUR 0 4  
ADMERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0   EUR 23 - 3  
AFÖG GmbH & Co. KG Frankfurt am Main 100,0   EUR 78 367 - 6 717  
AGV Allgemeine Grundstücksverwaltungs- und - Verwertungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Eschborn 100,0   EUR 47 - b)
AJUNTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0   EUR - 5 906 - 998  
ALDUNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0   EUR - 10 176 221  
ALTEREGO Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0   EUR 173 - 786  
ASBERGIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0   EUR 22 0 a)
ASCARA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0   EUR - 1 069 - 381  
ASTUTIA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0   EUR 3 788 - b)
Atlas Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0   EUR 243 239 - b)
BERGA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Grünwald 100,0 19,0 EUR - 1 372 58  
Brafero-Sociedade Imobiliária, S.A. Lissabon, Portugal 100,0   EUR 25 378 3 600  
BRE Agent Ubezpieczeniowy Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0   PLN 10 798 10 748 a)
BRE Bank Hipoteczny S.A. Warschau, Polen 100,0   PLN 498 213 8 718  
BRE Bank SA Warschau, Polen 69,7   PLN 9 163 858 1 199 485  
BRE Faktoring S.A. Warschau, Polen 100,0   PLN 66 690 14 114  
BRE Finance France S.A. Levallois Perret, Frankreich 100,0   EUR 138 - 2  
BRE Holding Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0   PLN 537 212 26 471  
BRE Leasing Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0   PLN 168 632 39 673  
BRE Ubezpieczenia Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0   PLN 62 888 17 222  
BRE Ubezpieczenia Towarzystwo Ubezpieczen i Reasekuracji S.A. Warschau, Polen 100,0   PLN 83 878 16 775  
BRE.locum S.A. Lodz, Polen 80,0   PLN 122 394 2 906  
Bridge Re Limited Hamilton, Bermuda 100,0   USD 571 5  
Brussels Urban Invest S.A. Brüssel, Belgien 100,0   EUR 7 650 - 8 380 a)
CB Building Kirchberg GmbH Düsseldorf 100,0   EUR 4 082 978  
CBG Commerz Beteiligungsgesellschaft Holding mbH Frankfurt am Main 100,0   EUR 6 137 - b)
CBG Commerz Beteiligungskapital GmbH & Co. KG Frankfurt am Main 100,0   EUR 45 976 6 353  
CFB-Fonds Transfair GmbH Düsseldorf 100,0   EUR 26 - b)
CG New Venture 2 Verwaltungsgesellschaft mbH Wiesbaden 100,0   EUR 86 2  
CG NL Holding B.V. Amsterdam, Niederlande 100,0   EUR 68 - 35  
CG Real Estate Master FCP-SIF S.A.R.L. Luxemburg, Luxemburg 55,4   EUR 146 658 - 56 585  
CGM Lux 1 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0   EUR - 151 110 - 153 664  
CGM Lux 2 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0   EUR - 61 077 - 60 733  
CGM Lux 3 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0   EUR - 92 597 92 031  
Coba Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0   EUR 26 - b)
comdirect bank Aktiengesellschaft Quickborn 81,1   EUR 467 641 71 053  
Commerz (East Asia) Limited Hongkong, Hongkong 100,0   EUR 2 402 58  
Commerz Asset Management Asia Pacific Pte Ltd Singapur, Singapur 100,0   SGD 28 049 - 1 433  
Commerz Bankenholding Nova GmbH Frankfurt am Main 100,0   EUR 1 566 644 - 1) b)
Commerz Business Consulting GmbH Frankfurt am Main 100,0   EUR 84 - b)
Commerz Direktservice GmbH Duisburg 100,0   EUR 1 178 - b)
Commerz Europe (Ireland) Dublin, Irland 100,0   EUR 347 903 - 9 071 2)
Commerz Funds Solutions S.A. Luxemburg, Luxemburg 100,0   EUR 8 441 2 969 a)
Commerz Grundbesitz Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Frankfurt am Main 90,0   EUR 14 387 1 185  
Commerz Japan Real Estate Finance Corporation Tokio, Japan 100,0   JPY 4 428 164 540 322 3)
Commerz Markets LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0   USD 429 625 5 518  
Commerz Pearl Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 0 a)
Commerz Property GmbH & Co. Hamburg KG Frankfurt am Main 100,0   EUR 70 513 461  
Commerz Real AG Eschborn 100,0   EUR 408 394 - b)
Commerz Real Asset Verwaltungsgesellschaft mbH Grünwald 100,0   EUR 25 - b)
Commerz Real Baumanagement GmbH Düsseldorf 100,0   EUR 4 238 - 4) b)
Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0   EUR 151 - b)
Commerz Real Immobilien GmbH Düsseldorf 100,0   EUR 12 936 - b)
Commerz Real Investmentgesellschaft mbH Wiesbaden 100,0   EUR 21 968 - b)
Commerz Real IT-Leasing GmbH Düsseldorf 100,0   EUR 1 954 - b)
Commerz Real Mobilienleasing GmbH Düsseldorf 100,0   EUR - 2 662 - b)
Commerz Real Spezialfondsgesellschaft mbH Wiesbaden 100,0   EUR 5 948 - b)
Commerz Real Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0   EUR 26 - b)
Commerz Securities Hong Kong Limited Hongkong, Hongkong 100,0   EUR 20 170 1 459  
Commerz Services Holding GmbH Frankfurt am Main 100,0   EUR 14 114 - b)
Commerz Systems GmbH Frankfurt am Main 100,0   EUR 6 464 - b)
Commerz Transaction Services Mitte GmbH Erfurt 100,0   EUR 2 913 - b)
Commerz Transaction Services Nord GmbH Magdeburg 100,0   EUR 1 614 - b)
Commerz Transaction Services Ost GmbH Halle (Saale) 100,0   EUR 1 550 - a) b)
Commerz Transaction Services West GmbH Hamm 100,0   EUR 1 402 - b)
Commerzbank (Eurasija) SAO Moskau, Russland 100,0   RUB 12 165 512 1 165 019  
Commerzbank Asset Management Asia Ltd. Singapur, Singapur 100,0   SGD 2 028 766  
Commerzbank Auslandsbanken Holding AG Frankfurt am Main 100,0   EUR 1 492 196 - b)
Commerzbank Capital Funding LLC I Wilmington, Delaware, USA 100,0   EUR 2 0  
Commerzbank Capital Funding LLC II Wilmington, Delaware, USA 100,0   GBP 2 0  
Commerzbank Capital Funding LLC III Wilmington, Delaware, USA 100,0   EUR 2 0  
Commerzbank Capital Funding Trust I Newark, Delaware, USA 100,0   EUR 1 0  
Commerzbank Capital Funding Trust II Newark, Delaware, USA 100,0   GBP 1 0  
Commerzbank Capital Funding Trust III Newark, Delaware, USA 100,0   EUR 1 0  
Commerzbank Capital Investment Company Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 0  
Commerzbank Finance 2 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0   EUR 367 - 18  
Commerzbank Finance 3 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0   EUR 649 7  
Commerzbank Finance BV Amsterdam, Niederlande 100,0   EUR 1 343 - 150  
Commerzbank Holdings (UK) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 502 383 18 426  
Commerzbank Holdings France Paris, Frankreich 100,0   EUR 80 674 0  
Commerzbank Immobilien- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0   EUR 462 597 - b)
Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH Frankfurt am Main 100,0   EUR 1 598 385 - b)
Commerzbank International S.A. Luxemburg, Luxemburg 100,0   EUR 558 321 96 187  
Commerzbank Investments (UK) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 112 712 82 941  
Commerzbank Leasing 1 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0   GBP 210 29  
Commerzbank Leasing 2 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0   GBP 32 445 24  
Commerzbank Leasing 4 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0   GBP 4 973 - 8  
Commerzbank Leasing 5 S.à r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0   GBP 10 202 63  
Commerzbank Leasing 6 S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0   GBP 93 26  
Commerzbank Leasing December (1) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 333 1 353  
Commerzbank Leasing December (10) London, Großbritannien 100,0   GBP 0 0  
Commerzbank Leasing December (11) London, Großbritannien 100,0   GBP 0 0  
Commerzbank Leasing December (12) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 356 494  
Commerzbank Leasing December (13) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 0  
Commerzbank Leasing December (15) London, Großbritannien 100,0   GBP 0 0  
Commerzbank Leasing December (17) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 - 4 291  
Commerzbank Leasing December (19) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 - 12 741  
Commerzbank Leasing December (20) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 - 300  
Commerzbank Leasing December (21) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 0  
Commerzbank Leasing December (22) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 0  
Commerzbank Leasing December (23) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 - 60  
Commerzbank Leasing December (24) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 0  
Commerzbank Leasing December(26) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 - 240  
Commerzbank Leasing December (3) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 476 327  
Commerzbank Leasing December (4) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 0  
Commerzbank Leasing December (8) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 0  
Commerzbank Leasing December (9) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 0  
Commerzbank Leasing Holdings Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 2 137 - 1 298  
Commerzbank Leasing Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 962 - 1 776  
Commerzbank Leasing March (3) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 9 5  
Commerzbank Leasing September (5) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 17 9  
Commerzbank Online Ventures Limited London, Großbritannien 100,0   EUR 0 0  
Commerzbank Overseas Holdings Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 0  
Commerzbank Property Management & Services Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 0  
Commerzbank Securities Ltd London, Großbritannien 100,0   GBP 10 0  
Commerzbank Securities Nominees Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 0  
Commerzbank U.S. Finance, Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0   USD 606 - 68  
Commerzbank Zrt. Budapest, Ungarn 100,0   HUF 24 941 022 792 495  
CommerzFactoring GmbH Mainz 50,1   EUR 1 099 - b)
CR KaiserKarree Holding S.a.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0   EUR - 41 365 - 40 175  
CSA COMMERZ SOUTH AFRICA (PROPRIETARY) LIMITED Johannesburg, Südafrika 100,0   ZAR 3 601 - 1 675  
Dom Inwestycyjny BRE Banku S.A. Warschau, Polen 100,0   PLN 89 646 16 886  
Dresdner Capital LLC I Wilmington, Delaware, USA 100,0   USD 1 707 42  
Dresdner Capital LLC IV Wilmington, Delaware, USA 100,0   JPY 18 594 136  
Dresdner Kleinwort - Grantchester, Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0   USD 27 845 - 1  
Dresdner Kleinwort & Co. Holdings, Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0   USD 231 580 - 639  
Dresdner Kleinwort Capital Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0   USD 4 527 3 706  
Dresdner Kleinwort do Brasil Limitada Rio de Janeiro, Brasilien 100,0   BRL - 16 382 3  
Dresdner Kleinwort EIV Manager, Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0   USD - 18 0  
Dresdner Kleinwort Finance Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0   USD 2 652 704  
Dresdner Kleinwort Flags Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0   USD 140 479 0  
Dresdner Kleinwort Group Holdings, LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0   USD 170 917 - 1  
Dresdner Kleinwort Group LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0   USD 394 779 - 57  
Dresdner Kleinwort Holdings II, Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0   USD 83 147 633  
Dresdner Kleinwort Holdings LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0   USD 376 641 51  
Dresdner Kleinwort Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 11 647 11 283  
Dresdner Kleinwort LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0   USD 34 165 - 2  
Dresdner Kleinwort Luminary Inc. Wilmington, Delaware, USA 100,0   USD 790 566 -15 577  
Dresdner Kleinwort Moon LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0   USD 24 210 - 4 634  
Dresdner Kleinwort Services (Guernsey) Limited St. Peter Port, Guernsey 100,0   GBP 2 0  
Dresdner Kleinwort Wasserstein Securities (India) Private Limited Mumbai, Indien 75,0   INR 49 229 - 33 670  
Dresdner Lateinamerika Aktiengesellschaft Hamburg 100,0   EUR 32 109 - b)
Dresdner UK Investments 2 B.V. Amsterdam, Niederlande 100,0   EUR 966 0  
Dresdner UK Investments N.V. Amsterdam, Niederlande 100,0   EUR 1 738 1  
DSB Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0   EUR 25 - b)
EH MoLu IV, LLC Dover, Delaware, USA 100,0   USD 1 677 - 1 445  
EHY Real Estate Fund I, LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0   USD - 3 758 231  
Elco Leasing Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 0  
Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg Luxemburg, Luxemburg 100,0   EUR 445 132 77 900  
Espacio Leon Propco S.L.U. Madrid, Spanien 100,0   EUR - 18 417 - 1 878  
Eurohypo Capital Funding LLC I Wilmington, Delaware, USA 100,0   EUR 1 0  
Eurohypo Capital Funding LLC II Wilmington, Delaware, USA 100,0   EUR 3 0  
Eurohypo Capital Funding Trust I Wilmington, Delaware, USA 100,0   EUR 1 0  
Eurohypo Capital Funding Trust II Wilmington, Delaware, USA 100,0   EUR 1 0  
European Bank for Fund Services Gesellschaft mit beschränkter Haftung (ebase) Aschheim 100,0   EUR 26 981 3 999  
European Venture Partners (Holdings) Ltd St. Helier, Jersey 85,0   GBP 0 0  
European Venture Partners Ltd London, Großbritannien 100,0   GBP 0 0  
FABA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 95,0 75,0 EUR 25 - b)
Felix (CI) Limited George Town, Grand Cayman, Cayman Islands 100,0   GBP 26 0  
FHB - Immobilienprojekte GmbH Eschborn 100,0   EUR 52 - b)
Film Library Holdings LLC Wilmington, Delaware, USA 51,0   USD 21 455 - 2 828  
Forum Almada, Gestao de Centro Comercial, Sociedade Unipessoal Lda. II & Comandita Lissabon, Portugal 100,0   EUR 32 216 9 544  
Forum Almada-Gestao de Centro Commercial, Sociedade Unipessoal, Lda. Lissabon, Portugal 100,0   EUR - 65 480 - 28 974  
Forum Montijo, Gestao de Centro Comercial Sociedade Unipessoal, Lda Lissabon, Portugal 100,0   EUR - 50 419 - 25 343  
Frankfurter Gesellschaft für Vermögensanlagen mit beschränkter Haftung Eschborn 100,0   EUR 5 952 - b)
General Leasing (No.16) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 546 249  
G-G-B Gebäude- und Grundbesitz GmbH Eschborn 100,0   EUR 256 - b)
GO German Office GmbH Wiesbaden 100,0   EUR - 12 431 - b)
gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus Frankfurt am Main 100,0   EUR 43 - 5  
gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus & Co. Sossenheim KG Frankfurt am Main 100,0   EUR 97 - 97  
Gresham Leasing March (1) Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 - 965  
Gresham Leasing March (2) Limited London, Großbritannien 25,0 100,0 GBP 2 392 219  
Herradura Ltd London, Großbritannien 100,0   GBP 5 0  
HF Estate Management GmbH Eschborn 100,0   EUR 3 280 - 5) b)
Hibernia Eta Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Frankfurt am Main 85,0   EUR 31 058 - 8  
Hibernia Gamma Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Frankfurt am Main 60,6   EUR 102 634 - 1  
Hurley Investments No.3 Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 66  
Hypothekenbank Frankfurt AG Eschborn 100,0   EUR 5 661 992 - 6) b)
Hypothekenbank Frankfurt International S.A. Senningerberg, Luxemburg 100,0   EUR 166 016 - 30 047 7)
IVV - Immobilien - Verwaltungs- und Verwertungsgesellschaft mbH Eschborn 100,0   EUR 26 - b)
KENSTONE GmbH Eschborn 100,0   EUR 26 - b)
Kommanditgesellschaft MS "CPO ALICANTE" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg 90,0 90,0 EUR 3 636 - 14 785  
Kommanditgesellschaft MS "CPO ANCONA" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg 77,3 77,3 EUR 19 134 - 18 594  
Kommanditgesellschaft MS "CPO BILBAO" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg 90,0 90,0 EUR 1 901 - 16 425  
Kommanditgesellschaft MS "CPO MARSEILLE" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg 77,3 77,2 EUR 18 078 - 18 559  
Kommanditgesellschaft MS "CPO PALERMO" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg 73,9 73,9 EUR 20 370 - 17 381  
Kommanditgesellschaft MS "CPO TOULON" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg 90,0 90,0 EUR 16 305 - 19 748  
Kommanditgesellschaft MS "CPO VALENCIA" Offen Reederei GmbH & Co. Hamburg 90,0 90,0 EUR 11 685 - 9 739  
LAUREA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Anthropolis KG i.L. Ludwigshafen 94,5 94,4 EUR - 4 874 1 883 8)
LAUREA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Grindelwaldweg KG i.L. Düsseldorf 94,5 94,6 EUR - 6 644 4 385 9)
LUGO Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0   EUR - 11 892 120  
Marylebone Commercial Finance (2) London, Großbritannien 100,0   GBP 0 - 47  
Marylebone Commercial Finance Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 - 571  
Max Lease S.à.r.l. & Cie. Secs Luxemburg, Luxemburg 100,0   EUR 4 491 786  
MERKUR Grundstücks GmbH Frankfurt am Main 100,0   EUR 44 594 - b)
MLV 35 Sp. z o.o. SKA Warschau, Polen 100,0   PLN 289 962 - 50  
Morris (S.P.) Holdings Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 0  
NAVALIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. MS "NEDLLOYD JULIANA" KG Hamburg 93,6 92,8 EUR 17 641 1 202  
NAVIPOS Schiffsbeteiligungsgesellschaft mbH Hamburg 100,0   EUR 231 - 671  
NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lampertheim KG Düsseldorf 100,0   EUR 0 184  
NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte Plön und Preetz KG Düsseldorf 90,0 65,0 EUR - 436 90  
Nordboden Immobilien- und Handelsgesellschaft mbH Eschborn 100,0   EUR 315 - b)
NOVELLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0   EUR 11 176 - b)
Number X Real Estate GmbH Eschborn 100,0   EUR 8 773 - 8 364 a)
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Jupiter KG Grünwald 100,0 51,0 EUR 27 552 2 096  
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Luna KG Grünwald 100,0 51,0 EUR 1 491 336  
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Neptun KG Grünwald 100,0 51,0 EUR 18 045 1 589  
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Pluto KG Grünwald 100,0 51,0 EUR 30 701 3 533  
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Uranus KG Grünwald 100,0 51,0 EUR 44 181 309  
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Venus KG Grünwald 100,0 51,0 EUR 25 046 1 769  
Pisces Nominees Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 0  
Property Invest Ferdinando di Savoia S.r.l. Mailand, Italien 100,0   EUR 13 601 - 1 143 a)
Property Invest GmbH Eschborn 100,0   EUR 36 220 - 11 349  
Property Invest Italy S.r.l. Mailand, Italien 100,0   EUR 47 169 - 9 797  
Property Invest Roma S.r.l. Mailand, Italien 100,0   EUR 1 372 - 156 a)
Real Estate Holdings Limited Hamilton, Bermuda 100,0   BMD 19 887 - 440  
Real Estate TOP TEGEL Drei GmbH Eschborn 94,0   EUR 60 - b)
Real Estate TOP TEGEL Eins GmbH Eschborn 94,0   EUR 421 - b)
Real Estate TOP TEGEL Sechs GmbH Eschborn 94,0   EUR 129 - b)
Real Estate TOP TEGEL Vier GmbH Eschborn 94,0   EUR 60 - b)
Real Estate TOP TEGEL Zwei GmbH Eschborn 94,0   EUR 60 - b)
REFUGIUM Beteiligungsgesellschaft mbH Grünwald 100,0   EUR 8 508 - 337  
Riverbank Trustees Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 - 35 a)
Rood Nominees Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 0 0  
Rook Finance LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0   USD 77 467 152  
SB-Bauträger GmbH & Co. Urbis Hochhaus-KG Frankfurt am Main 100,0   EUR 201 0  
SECUNDO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0   EUR 5 811 - b)
Service-Center Inkasso GmbH Düsseldorf Düsseldorf 100,0   EUR 153 - b)
South East Asia Properties Limited London, Großbritannien 100,0   GBP 22 537 - 9 607  
Space Park GmbH & Co. KG Frankfurt am Main 90,0   EUR - 93 027 2 029  
Sterling Energy Holdings Inc. Wilmington, Delaware, USA 76,2 100,0 USD 46 271 298  
Sterling Energy II LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0   USD 57 862 4 173 a)
Sterling Energy LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0   USD 134 457 205  
TARA Immobilienprojekte GmbH Eschborn 100,0   EUR 25 - b)
Thurlaston Finance Limited George Town, Grand Cayman, Cayman Islands 100,0   GBP 0 0  
TOMO Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0   EUR 22 778 - b)
Transfinance a.s. Prag, Tschechien 100,0   CZK 280 210 10 752  
Twins Financing LLC Dover, Delaware, USA 60,0   USD 18 312 1 804  
U.S. Residential Investment I, L.P. Wilmington, Delaware, USA 90,0   USD 19 891 - 9 062  
Watling Leasing March (1) London, Großbritannien 100,0   GBP 0 - 46  
WebTek Software Private Limited Bangalore, Indien 100,0   INR 204 864 - 27 336  
WESTBODEN - Bau- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Eschborn 100,0   EUR 55 - b)
Westend Grundstücksgesellschaft mbH Eschborn 100,0   EUR 260 - b)
Wohnbau-Beteiligungsgesellschaft mbH Eschborn 90,0   EUR 291 - 3  
Yarra Finance Limited George Town, Grand Cayman, Cayman Islands 100,0   GBP 0 0  
Zelos Luxembourg S.C.S. Luxemburg, Luxemburg 100,0   EUR 10 - 314 a)

b) Wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmenc)

scroll
Name Sitz Kapitalanteil
% insg.
Abweichende Stimmrechte
%
 
1. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
10. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
11. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
12. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
13. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
14. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
14. CR Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Lindencorso KG Düsseldorf 80,8 80,8  
14. CR Immobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt ENEX-Babelsberg KG Düsseldorf 76,1 76,2  
2. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
3. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
4. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
5. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
6. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
7. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
8. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
9. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ABANTITIM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ABANTUM Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ABELASSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ABENITA Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ABESTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ABORONUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ABOTORIUM Finanz- und Verwaltungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0    
ACARINA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ACCESSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ACINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ACOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ACREDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ACRONA Photovoltaik-Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
Actium Leasobjekt Gesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0   b)
ACTOSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ADAMANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ADELIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ADELIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Teltow KG Düsseldorf 92,4 92,1  
ADELKA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0    
ADENARA Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ADUKKA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0    
ADURAMA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0    
AFINA, Bufete de Socios Financieros, S.A. Madrid, Spanien 98,7 99,3  
AFÖG Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 94,2    
AGALINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
AGARBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
AGASILA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
AGREGATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Haan 100,0    
AJOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
AKERA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0    
AKUSTIA Verwaltung und Treuhand GmbH i.L. Düsseldorf 100,0    
ALACRITAS Verwaltungs- und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0    
ALBELLA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0    
ALBOLA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0    
ALCARDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ALDANZA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0    
ALDINGA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0    
ALDULA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0    
ALEMANTA Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ALEMONA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0    
ALFRIDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0    
ALFUTURA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ALIBORA Verwaltung- und Treuhand GmbH i. L. Düsseldorf 100,0    
ALICANTE NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0    
ALIDA Photovoltaik-Beteiligungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0    
ALIVERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ALKANTA Beteiligungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0    
ALMARENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ALMONDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ALMURUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ALONGA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ALSANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ALSANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte RiCö KG Düsseldorf 0,0 85,0  
ALSENNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ALSTRUCTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
Alternative Asset Management S.A. Luxemburg, Luxemburg 100,0    
ALUBRA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0    
ALUDANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ALVENTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ALVINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ALZOLA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
AMALIA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0    
AMENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
AMERA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0    
AMITEA Beteiligungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0    
AMITICULA Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0    
AMONEUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
AMTERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
AMUNDA Verwaltung und Treuhand GmbH i.L. Düsseldorf 100,0    
ANBANA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ANCAVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ANCONA NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0    
ANDROMEDA Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ANEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ANSELMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0    
ARAFINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ARBITRIA Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
AREBA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0    
Ariondaz SAS Paris, Frankreich 100,0    
ARMANDA Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
AROSA Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0    
ARVINA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0    
ASCETO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ASERTUNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ASILUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0    
ASISTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0    
ASKANZA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ASKANZA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Lüdenscheid KG Düsseldorf 94,4 86,0  
ASKIBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ASPERGA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0    
Aspiro net Sp. z.o.o. w likwidacji Lodz, Polen 100,0    
Aspiro S.A. Lodz, Polen 100,0    
ASSANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ASSENTO Photovoltaik-Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ASSERTA Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ASTRELLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Berlin 100,0    
ASTRIFA Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0    
ATERNA Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH Berlin 100,0    
Atlas-Alpha GmbH Frankfurt am Main 100,0   b)
ATUNO Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0    
AURESTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
AVANCIA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
AVARICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
AVENDO Beteiligungsgesellschaft mbH Stuttgart 100,0    
AVERTUM Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
AVERTUM Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH & Co. Zweite Legacy 600 KG Düsseldorf 100,0    
BACUL Beteiligungsgesellschaft mbH Eschborn 100,0    
Bankowy Dom Hipoteczny Sp. z. o.o. Warschau, Polen 100,0    
Belus Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft mbH Eschborn 100,0   b)
Beteiligungsgesellschaft für Industrie und Handel mbH Frankfurt am Main 100,0    
BILBAO NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0    
Blue Amber Fund Management S.A. Luxemburg, Luxemburg 100,0    
BONITAS Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Neustadt-Schwaig KG Grünwald 85,5 86,0  
BRE Centrum Operacji Sp. z o.o. Aleksandrów Lódzki, Polen 100,0   10)
BRE Corporate Finance S.A. Warschau, Polen 100,0    
BRE Property Partner Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0    
BRE Wealth Management S.A. Warschau, Polen 100,0    
BREL-AN Sp. z.o.o. w likwidacji Warschau, Polen 100,0    
BREL-COM Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0    
BREL-ESTATE Sp. z.o.o. w likwidacji Warschau, Polen 100,0   11)
BREL-FIN Sp. z.o.o. w likwidacji Warschau, Polen 100,0   12)
BREL-IMMO Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0    
BREL-PRO Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0    
Call Center Poland S.A. Warschau, Polen 100,0    
CB Euregio GmbH Frankfurt am Main 100,0    
CB Lux Kirchberg GmbH Frankfurt am Main 100,0    
CBG Commerz Beteiligungskapital Verwaltungs GmbH Frankfurt am Main 100,0    
CCR Courtage i.L. Paris, Frankreich 100,0    
CERI International Sp. z o.o. Lodz, Polen 100,0   13)
CG Japan GmbH Wiesbaden 100,0    
CG Real Estate Luxemburg S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0    
CGG Canada Grundbesitz GmbH Wiesbaden 100,0    
CGI Stadtgalerie Schweinfurt Verwaltungs- GmbH Wiesbaden 100,0    
CGI Victoria Square Limited London, Großbritannien 100,0    
CGI Victoria Square Nominees Limited London, Großbritannien 100,0    
CIV GmbH Beta Frankfurt am Main 100,0    
COLLEGIUM GLASHÜTTEN Zentrum für Kommunikation Gesellschaft mit beschränkter Haftung Glashütten 100,0   b)
Commerz Building and Management GmbH Essen 100,0   b)
Commerz Grundbesitz Gestao de Centros Commerciais, Sociedade Unipessoal, Lda. Lissabon, Portugal 100,0    
Commerz Keyes Avenue Properties (Proprietary) Ltd. Johannesburg, Südafrika 100,0    
Commerz Management Services Limited Dublin, Irland 100,0    
Commerz Nominees Limited London, Großbritannien 100,0    
Commerz Property GmbH Frankfurt am Main 100,0   14) a) b)
Commerz Real Autoservice GmbH i.L. Düsseldorf 100,0    
Commerz Real CZ s.r.o. Prag, Tschechien 100,0    
Commerz Real Direkt GmbH i.L. Düsseldorf 100,0    
Commerz Real Finanzierungsleasing GmbH Düsseldorf 100,0   b)
Commerz Real Nederland B. V. Capelle a/d ljssel, Niederlande 100,0    
Commerz Real Partner Süd GmbH Düsseldorf 100,0    
Commerz Real Projektconsult GmbH Düsseldorf 100,0   b)
Commerz Real Southern Europe GmbH Wiesbaden 100,0    
Commerz Real Vertrieb GmbH Düsseldorf 100,0    
Commerz Real Western Europe GmbH Wiesbaden 100,0    
Commerz Trade Services Sdn. Bhd. Kuala Lumpur, Malaysia 100,0    
Commerz U.S. Financial Corporation Wilmington, Delaware, USA 100,0    
Commerzbank Capital Management Unternehmensbeteiligungs GmbH Frankfurt am Main 100,0   b)
Commerzbank International (Jersey) Limited St. Helier, Jersey 100,0    
Commerzbank Leasing December (25) Limited London, Großbritannien 70,0    
Commerzbank Leasing December (6) Limited London, Großbritannien 100,0    
Commerzbank Pension Trustees Limited London, Großbritannien 100,0    
Commerzbank Representative Office Nigeria Limited Lagos, Nigeria 100,0    
Commerzbank Representative Office Panama, S.A. Panama City, Panama 100,0    
Commerzbank Sao Paulo Servicos Ltda. Sao Paulo, Brasilien 100,0    
Commerzbank Sponsoring GmbH Frankfurt am Main 100,0   b)
CommerzKommunalbau GmbH Düsseldorf 100,0    
CommerzLeasing GmbH Düsseldorf 100,0    
CommerzStiftungsTreuhand GmbH Frankfurt am Main 100,0    
CommerzTrust GmbH Frankfurt am Main 100,0    
Communication One Consulting Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0    
ContactPoint Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0    
CR Station General Partner Inc. Toronto, Kanada 100,0    
Crédito Germánico S.A. Montevideo, Uruguay 100,0    
CRI Erste Beteiligungsgesellschaft mbH Wiesbaden 100,0    
CRI Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH Wiesbaden 100,0    
CSK Sp. z.o.o. Lodz, Polen 100,0    
Czwarty Polski Fundusz Rozwoju Sp. z.o.o. Lodz, Polen 100,0    
Delphi I Eurohypo LLC Wilmington, Delaware, USA 100,0    
DFI S.p.A. in liquidazione Mailand, Italien 100,0    
Dr. Gubelt Immobilien Vermietungs-Gesellschaft mbH & Co. Objekt Chemnitz KG Düsseldorf 100,0 98,8  
Dresdner Kleinwort Derivative Investments Limited London, Großbritannien 100,0    
Dresdner Private Placement GmbH Bad Vilbel 100,0    
EHNY Montelucia Manager, LLC Dover, Delaware, USA 100,0    
Elfte Umbra Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0   b)
EP Euro-Projektentwicklungs-Verwaltungs GmbH Frankfurt am Main 100,0    
EuREAM GmbH Wiesbaden 100,0    
Eurohypo Investment Banking Limited London, Großbritannien 100,0    
Eurohypo Nominees 1 Limited London, Großbritannien 100,0    
Eurologistik 1 Leasehold General Partner BVBA Brüssel, Belgien 100,0    
Fernwärmenetz Leipzig GmbH Leipzig 100,0    
Forum Algarve - Gestao de Centro comercial, Sociedade Unipessoal, Lda. Lissabon, Portugal 100,0    
Frega Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0    
Galbraith Investments Limited London, Großbritannien 100,0    
Garbary Sp. z.o.o. Poznan, Polen 100,0    
Gesellschaft für Kreditsicherung mbH Berlin 63,3    
GIE Dresdner Kleinwort France i.L. Paris, Frankreich 100,0    
GIE Victoria Aéronautique Paris, Frankreich 100,0    
GRANADA Investment GmbH i.L. Düsseldorf 100,0    
Grundbesitzgesellschaft Berlin Rungestr. 22- 24 mbH i.L. Eschborn 100,0   15)
Grundstücks- und Vermögensverwaltungsgesellschaft Geretsried mbH i.L. Düsseldorf 51,1 51,0 16)
Grupa PINO Sp. z o.o. w likwidacji Warschau, Polen 100,0    
H 47 GmbH & Co. KG Düsseldorf 100,0    
H 47 Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 94,4 94,0  
Hamudi S.A. Madrid, Spanien 100,0    
Haus am Kai 2 O.O.O. Moskau, Russland 100,0    
HDW Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0    
Histel Beteiligungs GmbH Frankfurt am Main 100,0   b)
HVI Handels- und Verwertungsgesellschaft für Immobilien mbH Düsseldorf 94,0    
Immobiliengesellschaft Ost Hägle, spol. s.r.o Prag, Tschechien 100,0    
Immobilien-Vermietungsgesellschaft Reeder & Co. Objekt Airport Bürocenter Dresden KG Dresden 87,2 86,6  
Immobilienverwaltungsgesellschaft Grammophon Büropark mbH Berlin 100,0    
Immobilienverwaltungsgesellschaft Schlachthof Offenbach mbH Eschborn 100,0    
IMMOFIDUCIA Sp. z. o.o. Warschau, Polen 100,0    
IWP International West Pictures GmbH & Co. Erste Produktions KG Köln 95,0    
IWP International West Pictures Verwaltungs GmbH Köln 100,0    
KTC Kommunikations- und Trainings-Center Königstein GmbH Königstein 100,0    
LAUREA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Ludwigshafen 94,0    
LOFRA GmbH & Co. KG Frankfurt am Main 99,9 100,0  
LOFRA Verwaltungs-Gesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0    
Lufthansa Leasing GmbH & Co. Echo-Oscar KG i. L. Grünwald 100,0 99,6  
Mandas Receivables No.1 Limited St. Helier, Jersey 100,0    
Mandas Receivables No.2 Limited St. Helier, Jersey 100,0    
Marseille Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0    
Max Lease Sàrl Luxemburg, Luxemburg 100,0    
Messestadt Riem "Office am See" I GmbH i.L. Eschborn 100,0   17) b)
Messestadt Riem "Office am See" III GmbH i.L. Eschborn 100,0   18) b)
MLV 35 Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0    
MOLBINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Düsseldorf Ludwig-Erhard-Allee KG Düsseldorf 94,3 91,2  
MOLMELFI Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Burghausen KG Düsseldorf 100,0 51,0  
MOLRATUS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
MONEA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
Montitail - Gestao de Retail Park, Sociedade Unipessoal Lda. Lissabon, Portugal 100,0    
NACOLO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NACONA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NACONEO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH i.L. Hamburg 100,0    
NACONGA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NACORINO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH i.L. Hamburg 100,0    
NACORONA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH i.L. Hamburg 100,0    
NACOTA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH i.L. Hamburg 100,0    
NAFARI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAFIRINA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAMINO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH i.L. Hamburg 100,0    
NAROLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH i.L. Hamburg 100,0    
NASIRO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NASTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAUCULA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAULUMO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAUMOSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH i.L. Hamburg 100,0    
NAUPEUS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH i.L. Hamburg 100,0    
NAURANTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAURATA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAUSOLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAUTARO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAUTESSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAUTIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAUTLUS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAUTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAUTORIA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAUTUGO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAVALIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAVALIS Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0    
NAVIBOLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAVIBOTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAVIFIORI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAVIGA Schiffsbeteiligung GmbH Hamburg 100,0    
NAVIGATO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAVIGOLO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAVILO Vermietungsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAVINA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAVIRENA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAVIROSSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAVISTA Verwaltung und Treuhand GmbH i.L. Düsseldorf 100,0    
NAVITA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAVITARIA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAVITONI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAVITOSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NAVITURA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NEB Shipping Co. Monrovia, Liberia 100,0    
NEPTANA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NEPTILA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NEPTORA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NEPTUGA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NEPTUNO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0    
NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hamme KG Düsseldorf 100,0    
NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landau KG Düsseldorf 5,0 55,0  
NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Wiemelhausen KG Düsseldorf 100,0    
NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
NOSCO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Mainz 100,0    
NOTITIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
NOVITAS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
Nr. X Real Estate Hungary Kft. Budapest, Ungarn 100,0    
Number X Bologna S.r.l. Mailand, Italien 100,0    
NUMERIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
NURUS Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0   b)
Octopus Investment Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0    
OSKAR Medienbeteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
PALERMO Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0    
PAREO Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH Leipzig 100,0    
Property Invest Spain, S.L. Barcelona, Spanien 100,0    
PRUNA Betreiber GmbH Grünwald 51,0    
RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
RAPIDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
RAVENNA Krakow Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0    
Receivable Partners Inc. Wilmington, Delaware, USA 66,0    
RECURSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0    
RESIDO Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
RIMA Medien-Beteiligungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0    
RIPA Medien-Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Baden-Airpark KG Düsseldorf 50,0 65,0  
ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ROSINTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ROSOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
ROSOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Heddernheim KG Düsseldorf 94,0 65,0  
ROTUNDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0    
SB-Bauträger Gesellschaft mit beschränkter Haftung Eschborn 100,0   b)
Schiffahrtsgesellschaft HANSA mbH Hamburg 100,0    
Solar Cuever del Negro 1, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Cuever del Negro 10, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Cuever del Negro 11, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Cuever del Negro 12, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Cuever del Negro 13, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Cuever del Negro 14, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Cuever del Negro 15, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Cuever del Negro 16, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Cuever del Negro 17, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Cuever del Negro 18, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Cuever del Negro 2, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Cuever del Negro 3, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Cuever del Negro 4, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Cuever del Negro 5, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Cuever del Negro 6, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Cuever del Negro 7, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Cuever del Negro 8, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Cuever del Negro 9, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Los Arroyos de Escuzar 1, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Los Arroyos de Escuzar 10, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Los Arroyos de Escuzar 11, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Los Arroyos de Escuzar 12, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Los Arroyos de Escuzar 13, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Los Arroyos de Escuzar 14, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Los Arroyos de Escuzar 15, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Los Arroyos de Escuzar 16, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Los Arroyos de Escuzar 17, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Los Arroyos de Escuzar 18, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Los Arroyos de Escuzar 2, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Los Arroyos de Escuzar 3, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Los Arroyos de Escuzar 4, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Los Arroyos de Escuzar 5, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Los Arroyos de Escuzar 6, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Los Arroyos de Escuzar 7, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Los Arroyos de Escuzar 8, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
Solar Los Arroyos de Escuzar 9, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0    
SOLTRX Transaction Services GmbH Düsseldorf 100,0   b)
Space Park Erste Verwaltungs GmbH Frankfurt am Main 100,0    
TARA Immobilien-Besitz GmbH Eschborn 100,0   b)
TARA Immobiliengesellschaft mbH Eschborn 100,0   b)
TARA Immobilien-Verwaltungs-GmbH Eschborn 100,0    
TARA Property-Management GmbH Eschborn 100,0    
Tele-Tech Investment Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0    
TIGNARIS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Ostfildern KG Düsseldorf 94,9 97,0  
TIGNARIS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Streubesitz KG Düsseldorf 94,8    
TIGNATO Beteiligungsgesellschaft mbH Essen 100,0    
TIGNATO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KölnTurm MediaPark KG Eschborn 100,0    
TOULON NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0    
TRANSFERIA Managementgesellschaft mbH i.L. Dortmund 100,0    
VALENCIA NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0    
Wall Street Technology Managers LP New York, New York, USA 90,0    
Webtel Sp. z o.o. w likwidacji Warschau, Polen 100,0    
Wijkertunnel Beheer III B.V. Amsterdam, Niederlande 100,0    
WST-Broker-GmbH i.L. Frankfurt am Main 90,0    

2. Assoziierte Unternehmen

a) In der Konzernbilanz at-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen

scroll
Name Sitz Kapitalanteil
% insg.
Abweichende
Stimmrechte
%
Währung Eigenkapital
Tsd.
Jahresergebnis
Tsd.
AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH Frankfurt am Main 31,6   EUR 176 547 16 775
Argor-Heraeus S.A. Mendrisio, Schweiz 31,2   CHF 89 002 34 873
Capital Investment Trust Corporation Taipei, Taiwan 24,0   TWD - 3 106 323 - 514 217
Captain Holdings S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 46,0   GBP 3 852 71
Commerz Finanz GmbH München 49,9   EUR 402 038 - 11 424
Commerz Unternehmensbeteiligungs-Aktiengesellschaft Frankfurt am Main 40,0   EUR 92 297 5 106
COMUNITHY Immobilien GmbH Düsseldorf 49,9   EUR - 7 978 920
DTE Energy Center, LLC Wilmington, Delaware, USA 49,5 50,0 USD 91 830 6 223
Exploitatiemaatschappij Wijkertunnel C.V. Amsterdam, Niederlande 33,3   EUR 14 523 7 451
GIE Fleur de Canne Paris, Frankreich 10,0   EUR 22 380 343
GIE Northbail Puteaux, Frankreich 25,0   EUR 0 7
HAJOBANTA GmbH & Co. Asia Opportunity I KG Düsseldorf 20,8 20,8 EUR 116 626 13 962
ILV Immobilien-Leasing Verwaltungsgesellschaft Düsseldorf mbH Düsseldorf 50,0   EUR 19 501 1 964
Inmobiliaria Colonial, S.A. Barcelona, Spanien 18,7   EUR 2 221 241 109 782
KGAL GmbH & Co. KG Grünwald 40,5   EUR 97 648 5 047
KGAL Verwaltungs-GmbH Grünwald 45,0   EUR 8 688 325
MFG Flughafen-Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. BETA KG Grünwald 29,4 29,0 EUR - 63 291 3 008
RECAP/Commerz AMW Investment, L. P. New York, New York, USA 50,0   USD 8 688 - 1 311
Reederei MS "E.R. INDIA" Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Hamburg 26,1   EUR 6 653 2 425

b) Wegen untergeordneter Bedeutung in der Konzernbilanz nicht at-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen

scroll
Name Sitz Kapitalanteil
% insg.
Abweichende Stimmrechte
%
36th Street CO-INVESTMENT, L.P. Wilmington, Delaware, USA 49,0 50,0
4239466 Canada Inc. Toronto, Kanada 50,0  
ACTIUM Leasobjekt GmbH & Co. Objekt Bietigheim OHG Düsseldorf 100,0 50,0
ACTIUM Leasobjekt GmbH & Co. Objekte Amberg und Landshut KG Düsseldorf 50,0  
ADAMANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Elbphilharmonie KG Düsseldorf 50,0  
AF Eigenkapitalfonds für deutschen Mittelstand GmbH & Co. KG München 47,5 47,5
AGASILA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Düsseldorf KG Düsseldorf 23,4 25,0
ALIVERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Düsseldorf-Lichtenbroich KG Düsseldorf 5,2 23,0
Ampton B.V. Amsterdam, Niederlande 50,0  
ASTIRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
BAF Berlin Animation Film GmbH Berlin 49,0  
Banco Comercial S. A. Montevideo, Uruguay 33,3  
BONUS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 30,0  
Commerz GOA Realty Associates LLC New York, New York, USA 49,0  
COMMERZ GOA REALTY Management, LLC Atlanta, Georgia, USA 49,0  
Commerz Realty Associates GP V, LLC Wilmington, Delaware, USA 49,0  
DRABELA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
DREBACUSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
DREBANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
DREBENDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
DREBOSTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
DRECORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
DREDOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
DREFLORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
DREFUMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
DREHERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 50,0  
DREKONTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
DRELARA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
DRELOBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
DRELOSINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
DREMARA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 50,0  
DRENITA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
DRESANA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
DRETERUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
DREVERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
Düsseldorfer Börsenhaus GmbH Düsseldorf 20,0  
FERO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 26,0  
FORNAX Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0  
FOSSUM Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 24,8 25,0
FUNGOR Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 43,6  
GIE Cinquieme Lease Puteaux, Frankreich 33,3  
GIE Go Lease Puteaux, Frankreich 50,0  
GIE Hu Lease Puteaux, Frankreich 50,0  
GIE Quatrieme Lease Puteaux, Frankreich 33,3  
GMF German Mittelstand Fund GmbH i. L. Frankfurt am Main 23,5  
GOPA Gesellschaft für Organisation, Planung und Ausbildung mbH Bad Homburg v. d. Höhe 24,8 28,8
GRAMEDA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0  
GRAMINA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0  
GRAMOLINDA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0  
GRAMOLINDA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Frankfurt KG Grünwald 94,0 40,0
GRASSANO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0  
GRATNOMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0  
GRENADO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0  
GRETANA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0  
GRISLEVA Vermietungsgesellschaft mbh Grünwald 50,0  
GRONDOLA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0  
GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0  
GROTEGA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0  
GRUMENTO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0  
GRUMONA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0  
GRUMOSA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0  
GRUNATA Vermietungsgesellschaft mbh Grünwald 50,0  
GZ Verwaltungsgesellschaft für Transportmittel mbH i.L. München 50,0  
HAJOTARA Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Solarkraftwerke KG Düsseldorf 6,0 30,0
Immobilien-Vermietungsgesellschaft Dr. Rühl GmbH & Co. Objekt Stutensee KG Düsseldorf 3,5 25,0
Industriedruck Krefeld Kurt Janßen GmbH & Co KG Krefeld 25,7  
Irving Place Co-Investment, L.P. New York, New York, USA 37,7 50,0
Kapelaansdijk I BV Amsterdam, Niederlande 25,0  
Koppelenweg I BV Hoevelaken, Niederlande 33,3  
La Tasca Holdings Limited Luton, Großbritannien 39,2  
Lerchesberg Grundstücks-Gesellschaft mbH i.L. Frankfurt am Main 49,0  
LOUISENA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0  
MAECENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Dortmund KG Düsseldorf 5,0 33,3
MANICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Neutraubling KG Düsseldorf 5,0 50,0
MARBANA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hallenbad Flensburg KG Flensburg 40,0  
MARBREVA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt AOK Bayern KG Düsseldorf 100,0 50,0
MARBREVA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt AOK Rheinland-Pfalz KG Düsseldorf 100,0 50,0
Marie Lease S.à r.l. Luxemburg, Luxemburg 49,0  
MARIUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Hannover KG Düsseldorf 21,0 40,0
MAROLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Essen KG Düsseldorf 0,1 50,0
MINERVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Radolfzell KG Düsseldorf 21,0  
MITEC engine.tec gmbh & Co. Objekt Krauthausen KG Eisenach 0,5 45,0
MOLANCONA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
MOLARIS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kurhaus KG Düsseldorf 100,0 49,0
Molathina Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Rostock KG Düsseldorf 0,1 50,0
MOLBARVA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
MOLBERA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Aalen KG Düsseldorf 0,1 50,0
MOLBERNO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0  
MOLBONA Vermietungsgesellschaft mbH Berlin 50,0  
MOLCASA Vermietungsgesellschaft Objekt Smart mbH i.L. Grünwald 50,0  
MOLDOMA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Augsburg KG Düsseldorf 100,0 50,0
MOLFRIEDA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Wesel KG Düsseldorf 0,1 50,0
MOLGRADO Vermietungsgesellschaft Objekt Göttingen und Oldenburg mbH Grünwald 50,0  
MOLKIRA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Herten KG Düsseldorf 0,1 50,0
MOLKRIMA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Triptis KG Düsseldorf 0,1 50,0
MOLPIKA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Tuttlingen KG Düsseldorf 0,1 50,0
MOLPIREAS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Aquarius KG Düsseldorf 98,5 49,0
MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Aries KG Düsseldorf 98,5 49,0
MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Düsseldorf Hohe Straße KG Düsseldorf 98,5 49,0
MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Geminus KG Düsseldorf 98,5 49,0
MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Halle Markt 11 KG Düsseldorf 98,5 49,0
MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Halle Riegel KG Düsseldorf 98,5 49,0
MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Pforzheim KG Düsseldorf 98,5 49,0
MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Taurus KG Düsseldorf 98,5 49,0
MOLSTINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Stuttgart KG Düsseldorf 0,1 50,0
MOLSURA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
MOLWANKUM Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Landkreis Hildburghausen KG Düsseldorf 6,0 29,0
MOLWARGA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Aue KG Düsseldorf 4,6 25,0
MS "Meta" Stefan Patjens GmbH & Co. KG Drochtersen 30,5  
NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Erlangen KG Düsseldorf 10,0 50,0
NOSSIA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Pöcking 2,5 25,0
ORBITA Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0  
ORNATUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Schönefeld (Dahme-Spreewald) 50,0  
OSCA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Grünwald 26,0  
Pinova GmbH & Co. Erste Beteiligungs KG München 41,8  
RECAP Alta Phoenix Lofts Investment, L.P. New York, New York, USA 50,0  
RECAP/Commerz Greenwich Park Investment, L.P New York, New York, USA 50,0  
Rendite Partner Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH i. L. Frankfurt am Main 33,3  
ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Logistikobjekt Schweinfurt KG Düsseldorf 2,5 35,0
ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Pforzheim KG Düsseldorf 0,5 50,0
SCI L Argentiere Grenoble, Frankreich 30,0  
SITA Immobilia GmbH & Co. KG Köln 5,1 50,0
Southwestern Co-Investment, L.P. New York, New York, USA 50,0  
TAMOLDINA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0  
TAMOLTEMPA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0  
TAMOLTESSA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0  
The World Markets Company GmbH i. L. Frankfurt am Main 25,2  
U.S. Residential I GP, LLC Wilmington, Delaware, USA 49,0 50,0

3. Gemeinschaftsunternehmen

a) In der Konzernbilanz at-Equity-bewertete Gemeinschaftsunternehmen

scroll
Name Sitz Kapitalanteil
% insg.
Abweichende
Stimmrechte
%
Währung Eigenkapital
Tsd.
Jahresergebnis
Tsd.
Carbon Trade & Finance SICAR S.A. Senningerberg, Luxemburg 50,0   EUR 4 751 - 4 416
Delphi I LLC Wilmington, Delaware, USA 33,3 33,3 EUR - 380 981 - 23 032
FV Holding S.A. Brüssel, Belgien 60,0   EUR 10 892 2 190
Kaiserkarree S.a.r.l. Luxemburg, Luxemburg 50,0   EUR 44 620 - 18 894

b) Wegen untergeordneter Bedeutung in der Konzernbilanz nicht at-Equity-bewertete Gemeinschaftsunternehmen

scroll
Name Sitz/Sitz der Verwaltungsgesellschaft Kapitalanteil
% insg.
Abweichende Stimmrechte
%
Bonitos GmbH & Co. KG Frankfurt am Main 50,0  
Bonitos Verwaltungs GmbH Frankfurt am Main 50,0  
NULUX NUKEM LUXEMBURG GmbH Luxemburg, Luxemburg 49,5  

4. Zweckgesellschaften

a) In den Konzernabschluss gemäß IAS 27/SIC 12 einbezogene Zweckgesellschaften

scroll
Name Sitz Kapitalanteil
% insg.
Abweichende
Stimmrechte
%
Währung Eigenkapital
Tsd.
 
Asset Securitisation Programme for Insured Receivables Ltd. (ASPIRE) Dublin, Irland 0,0   EUR 2  
Barrington II LLC Dover, Delaware, USA 0,0   USD 0  
Barrington II CDO Ltd. George Town, Grand Cayman, Cayman Islands 0,0   USD 0  
Beethoven Funding Inc Dover, Delaware, USA 0,0   USD 3  
Borromeo Finance S.r.l. Mailand, Italien 0,0   EUR 21 153  
Bosphorus Capital Ltd. Dublin, Irland 0,0   EUR 212  
Bosphorus Investments Limited Dublin, Irland 0,0   EUR 2 675 a)
CB MezzCAP Limited Partnership St. Helier, Jersey 0,0   EUR 346  
Classic I (Netherlands) BV 2008- 1 Amsterdam, Niederlande 0,0   EUR 0  
Coco Finance II- 1 Ltd. Dublin, Irland 0,0   EUR 1 a)
COSMO Finance II- 2 Ltd. Dublin, Irland 0,0   EUR 1 a)
CoSMO II- 1 Ltd. Dublin, Irland 0,0   EUR 1  
Danube Delta PLC Delaware, USA 0,0   USD - 28 143  
Dock 100 GmbH & Co. KG Berlin 0,0   EUR - 31 095  
FAF Inc. George Town, Grand Cayman, Cayman Islands 0,0   EUR 146  
Global One Funding III LLC Wilmington, Delaware, USA 0,0   USD 0  
Greenway Infrastructure Fund St. Helier, Jersey 0,0   GBP 0  
HFR MF iQArts Master Trust Hamilton, Bermuda 0,0   USD 0  
Honeywell Grundbesitzverwaltungs-GmbH & Co. Vermietungs-KG Grünwald 100,0 19,0 EUR - 14 860 d)
Idilias SPC Inc. George Town, Grand Cayman, Cayman Islands 0,0   USD 230  
Justine Capital SRL Mailand, Italien 0,0   EUR 1 875  
Kalmus Grundstücks Gesellschaft Objekt Erfurt KG Grünwald 0,0   EUR - 1 093 19)
LAMINA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Leipzig KG Grünwald 100,0 16,7 EUR - 8 180  
Liffey (Emerald) Limited Dublin, Irland 0,0   EUR 0  
Livingstone Mortgages Limited London, Großbritannien 0,0   GBP 25 196  
Loxodrome Inc. George Town, Grand Cayman, Cayman Islands 0,0   USD 0 a)
Merkur Grundstücks Gesellschaft Objekt Berlin Lange Strasse KG Grünwald 4,0   EUR - 889  
Metrofinanciera Warehousing Trust 2007 Delaware, USA 0,0   USD - 67  
MORE Global Inc. George Town, Grand Cayman, Cayman Islands 0,0   EUR 117  
Pantheon Master Fund Delaware, USA 0,0   USD - 28 143  
Plymouth Capital Limited St. Helier, Jersey 0,0   EUR 1 637  
Rügen I GmbH Frankfurt am Main 0,0   EUR 25  
Semper Finance 2006- 1 Ltd. St. Helier, Jersey 0,0   GBP - 9  
Semper Finance 2007- 1 GmbH Frankfurt am Main 0,0   EUR 405  
Steel Finance Inc. George Town, Grand Cayman, Cayman Islands 0,0   USD 7  
Symphony No.2 Llc Wilmington, Delaware, USA 0,0   USD 29  
Symphony No.4 Llc Dover, Delaware, USA 0,0   USD 0  
Thames SPC George Town, Grand Cayman, Cayman Islands 0,0   EUR 0  
Truckman Inc George Town, Grand Cayman, Cayman Islands 0,0   EUR - 3  
TS Co. mit One GmbH Frankfurt am Main 0,0   EUR 25  
TS Lago One GmbH Frankfurt am Main 0,0   EUR 26  
Viaduct Invest FCP - SIF Luxemburg, Luxemburg 0,0   EUR 1 300  
Zelos Belgium I SA Forest, Belgien 100,0   EUR 141 a)
Zelos Belgium II SA Forest, Belgien 100,0   EUR 146 a)
Zelos Belgium III SA Forest, Belgien 100,0   EUR 135 a)
Zelos Belgium IV SA Brüssel, Belgien 100,0   EUR 138 a)

b) Wegen untergeordneter Bedeutung nicht gemäß IAS 27/SIC 12 in den Konzernabschluss einbezogene Zweckgesellschaften

scroll
Name Sitz Kapitalanteil
% insg.
Abweichende Stimmrechte
%
Dock 100 Logistik GmbH Berlin 0,0  
Feather Leasing Stichting Luxemburg, Luxemburg 0,0  
Gangrey Ltd London, Großbritannien 0,0  
Goldman Sachs Multi-Strategy Portfolio (Class B/E) George Town, Grand Cayman, Cayman Islands 0,0  
Opera France One FCC Paris, Frankreich 0,0  
Opera Germany No. 2 plc. Dublin, Irland 0,0  
Opera Germany No. 3 Ltd. Dublin, Irland 0,0  
Ryder Square Limited St. Helier, Jersey 0,0  
Star Global Multi Strategy George Town, Grand Cayman, Cayman Islands 0,0  
Viking Capital Ltd. Jersey 0,0  

5. Spezialfonds

a) In den Konzernabschluss gemäß IAS 27/SIC 12 einbezogene Spezialfonds

scroll
Name Sitz Anteil des
Investors
am Fonds
%
Abweichende
Stimmrechte
%
Währung Fondsvolumen
Tsd.
 
CBK SICAV Hesperange, Luxemburg 61,4   EUR 25 072  
CDBS-Cofonds Frankfurt am Main 100,0   EUR 109 180  
CDBS-Cofonds II Frankfurt am Main 100,0   EUR 94 074  
CDBS-Cofonds III Frankfurt am Main 100,0   EUR 105 908  
CDBS-Cofonds IV Frankfurt am Main 100,0   EUR 106 459  
ComStage ETF SICAV Luxemburg, Luxemburg 59,4   EUR 4 877 766 a)
Olympic Investment Fund II Luxemburg, Luxemburg 100,0   EUR 2 430 400 a)
OP-Fonds CDBS V Luxemburg, Luxemburg 100,0   EUR 97 857  
Premium Management Immobilien-Anlagen Frankfurt am Main 93,5   EUR 495 232  
VFM Mutual Fund AG & Co. KG Vaduz, Liechtenstein 85,4   USD 337 317  

b) Wegen untergeordneter Bedeutung nicht gemäß IAS 27/SIC 12 in den Konzernabschluss einbezogene Spezialfonds

scroll
Name Sitz Anteil des Investors am Fonds
%
Abweichende Stimmrechte
%
ALLIANZ BULGARIA PENSION FUND Paris, Frankreich 100,0  
HQ Trust Kensington Ltd. George Town, Grand Cayman, Cayman Islands 100,0  
HSC Life Policy Pooling S.A.R.L. Luxemburg, Luxemburg 100,0  
LIFE PLUS FUNDS FCP-SIF Luxemburg, Luxemburg 100,0  
Protect Global Winner 2014 Luxemburg, Luxemburg 100,0  

6. Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, bei denen die Beteiligung 5 % der Stimmrechte überschreitet

scroll
Name Sitz Kapitalanteil
% insg.
Abweichende Stimmrechte
%
ConCardis Gesellschaft mit beschränkter Haftung Eschborn 13,9  
EURO Kartensysteme Gesellschaft mit beschränkter Haftung Frankfurt am Main 13,9  
GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen Bremen 7,1  

Fußnoten

1) Umfirmiert: von Commerzbank Auslandsbanken Holding Nova GmbH nach Commerz Bankenholding Nova GmbH
2) Umfirmiert: von Commerzbank Europe (Ireland) nach Commerz Europe (Ireland)
3) Umfirmiert: von Eurohypo (Japan) Corporation nach Commerz Japan Real Estate Finance Corporation
4) Umfirmiert: von Commerz Real Baucontract GmbH nach Commerz Real Baumanagement GmbH
5) Umfirmiert: von EH Estate Management GmbH nach HF Estate Management GmbH
6) Umfirmiert: von Eurohypo Aktiengesellschaft nach Hypothekenbank Frankfurt AG
7) Umfirmiert: von EUROHYPO Europäische Hypothekenbank S.A. nach Hypothekenbank Frankfurt International S.A.
8) Umfirmiert: von LAUREA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Anthropolis KG nach LAUREA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Anthropolis KG i.L.
9) Umfirmiert: von LAUREA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Grindelwaldweg KG nach LAUREA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Grindelwaldweg KG i.L.
10) Umfirmiert: von Centrum Rozliczen i Informacji CERI Sp. z.o.o. nach BRE Centrum Operacji Sp. z o.o.
11) Umfirmiert: von BREL-ESTATE Sp. z.o.o. nach BREL-ESTATE Sp. z.o.o. w likwidacji
12) Umfirmiert: von BREL-FIN Sp. z.o.o. nach BREL-FIN Sp. z.o.o. w likwidacji
13) Umfirmiert: von BRE Systems Sp. z.o.o. nach CERI International Sp. z o.o.
14) Umfirmiert: von CIV GmbH Alpha nach Commerz Property GmbH
15) Umfirmiert: von Grundbesitzgesellschaft Berlin Rungestr. 22 - 24 mbH nach Grundbesitzgesellschaft Berlin Rungestr. 22 - 24 mbH i.L.
16) Umfirmiert: von Grundstücks- und Vermögensverwaltungsgesellschaft Geretsried mbH nach Grundstücks- und Vermögensverwaltungsgesellschaft Geretsried mbH i.L.
17) Umfirmiert: von Messestadt Riem "Office am See" I GmbH nach Messestadt Riem "Office am See" I GmbH i.L.
18) Umfirmiert: von Messestadt Riem "Office am See" III GmbH nach Messestadt Riem "Office am See" III GmbH i.L.
19) Umfirmiert: von Kalmus Grundstücks Gesellschaft Objekt KG nach Kalmus Grundstücks Gesellschaft Objekt Erfurt KG

Anmerkungen und Erläuterungen

a) Im Geschäftsjahr erstmals in den Konzernabschluss einbezogen.
b) Ergebnisabführungsvertrag.
c) Die Angaben gemäß § 285 Nr.11a HGB sind wegen untergeordneter Bedeutung nach § 286 Abs. 3 Nr.1 HGB unterblieben.
d) N ach SIC 12 konsolidiert, da Stimmrechtsanteil 19 %.

Devisenkurse für 1 Euro zum 31.12.2012

scroll
Albanien ALL 139,7400
Bermuda BMD 1,3194
Brasilien BRL 2,7036
Bulgarien BGN 1,9558
Chile CLP 631,3217
Großbritannien GBP 0,8161
Indien INR 72,5600
Japan JPY 113,6100
Kanada CAD 1,3137
Polen PLN 4,0740
Russland RUB 40,3295
Schweiz CHF 1,2072
Singapur SGD 1,6111
Südafrika ZAR 11,1727
Taiwan TWD 38,3026
Tschechische Republik CZK 25,1510
Ukraine UAH 10,6143
Ungarn HUF 292,3000
USA USD 1,3194

Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft

Aufsichtsrat

Klaus-Peter Müller

Vorsitzender

Uwe Tschäge1

stellv. Vorsitzender

Bankangestellter

Commerzbank Aktiengesellschaft

Hans-Hermann Altenschmidt1

Bankangestellter

Commerzbank Aktiengesellschaft

Dott. Sergio Balbinot

(bis 23.5.2012)

Managing Director

Assicurazioni Generali S. p. A.

Dr.-Ing. Burckhard Bergmann

Ehemaliger Vorsitzender

des Vorstands

E.ON Ruhrgas AG

Dr. Nikolaus von Bomhard

Vorsitzender des Vorstands

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG

Karin van Brummelen1

Bankangestellte

Commerzbank Aktiengesellschaft

Astrid Evers1

Bankangestellte

Commerzbank Aktiengesellschaft

Uwe Foullong1

Gewerkschaftssekretär

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

ver.di

Daniel Hampel1

Bankangestellter

Commerzbank Aktiengesellschaft

Dr.-Ing. Otto Happel

Unternehmer

Luserve AG

Beate Hoffmann1

Bankangestellte

Commerzbank Aktiengesellschaft

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Keitel

Vizepräsident des Bundesverbandes

der Deutschen Industrie

Alexandra Krieger1

Ressortleiterin Betriebswirtschaft/

Unternehmensstrategien Industriegewerkschaft Bergbau,

Chemie, Energie

Dr. h. c. Edgar Meister

Rechtsanwalt

Mitglied des Vorstands

der Deutschen Bundesbank a.D.

Prof. h. c. (CHN) Dr. rer. oec. Ulrich Middelmann

Ehemaliger stellv. Vorsitzender des Vorstands

ThyssenKrupp AG

Dr. Helmut Perlet

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Allianz SE

Barbara Priester1

Bankangestellte

Commerzbank Aktiengesellschaft

Mark Roach1

Gewerkschaftssekretär

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

ver.di-Bundesverwaltung

Dr. Marcus Schenck

Mitglied des Vorstands

E.ON AG

Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell

(seit 1.6.2012)

Ehemaliges Mitglied des Direktoriums

der Europäischen Zentralbank

Dr. Walter Seipp

Ehrenvorsitzender

1 Von den Arbeitnehmern gewählt.

Vorstand

Martin Blessing

Vorsitzender

Frank Annuscheit

Markus Beumer

Stephan Engels

(seit 1.4.2012)

Jochen Klösges

Michael Reuther

Dr. Stefan Schmittmann

Ulrich Sieber

Dr. Eric Strutz

(bis 31.3.2012)

Martin Zielke

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Frankfurt am Main, 25. Februar 2013

Der Vorstand

Martin Blessing

Frank Annuscheit

Markus Beumer

Stephan Engels

Jochen Klösges

Michael Reuther

Stefan Schmittmann

Ulrich Sieber

Martin Zielke

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Vermerk zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 - geprüft.

Verantwortung des Vorstands für den Konzernabschluss

Der Vorstand der COMMERZBANK Aktiengesellschaft ist verantwortlich für die Aufstellung dieses Konzernabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.

Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Konzernabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der von dem Vorstand ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Prüfungsurteil

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2012 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr.

Vermerk zum Konzernlagebericht

Wir haben den beigefügten Konzernlagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Der Vorstand der COMMERZBANK Aktiengesellschaft ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des Konzernlageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des Konzernlageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernlageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 26. Februar 2013

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Clemens Koch, Wirtschaftsprüfer

Peter Goldschmidt, Wirtschaftsprüfer

Weitere Informationen

Wir informieren über die Zusammensetzung unseres Zentralen Beirats und über die Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und die Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien für die Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats und für Mitarbeiter der Commerzbank, in einem Glossar über die wichtigsten Begriffe aus der Finanzwelt sowie über die Quartalsergebnisse nach Segmenten.

Zentraler Beirat

Dr. Simone Bagel-Trah

Vorsitzende des Aufsichtsrats

und des Gesellschafterausschusses

Henkel AG & Co. KGaA

Düsseldorf

Dott. Sergio Balbinot

Group Chief Insurance Officer

Assicurazioni Generali S.p.A.

Triest

Dr. Olaf Berlien

ThyssenKrupp AG

Essen

Cathrina Claas-Mühlhäuser

Vorsitzende des Aufsichtsrats und

Stellv. Vorsitzende

des Gesellschafterausschusses

CLAAS KGaA mbH

Harsewinkel

Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann

Persönlich haftender und

geschäftsführender Gesellschafter

Peter Kölln KGaA

Elmshorn

Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages

Berlin

Dr. Hubertus Erlen

Berlin

Ulrich Grillo

Vorsitzender des Vorstands

Grillo-Werke AG

Duisburg

Dr. Margarete Haase

Finanzvorstand

Deutz AG

Köln

Prof. Dr. Johanna Hey

Direktorin

Institut für Steuerrecht

Universität zu Köln

Köln

Prof. Dr. Edward G. Krubasik

Mitglied des Zentralvorstands

Siemens AG i. R.

München

Mitglied des Aufsichtsrats

Vallourec SA

Paris

Uwe Lüders

Vorsitzender des Vorstands

L. Possehl & Co. mbH

Lübeck

Dipl.-Kfm. Friedrich Lürßen

Geschäftsführender Gesellschafter

Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG

Bremen

Dr.-Ing. E.h. Hartmut Mehdorn

Unternehmensberater

Berlin

Dr. Christoph M. Müller

Rechtsanwalt

Mitglied des Gesellschafterausschusses

und des Aufsichtsrats Vaillant GmbH

Remscheid

Prof. Hans Georg Näder

Geschäftsführender Gesellschafter

Otto Bock Healthcare GmbH

Duderstadt

Klaus M. Patig

Königstein

Hans Dieter Pötsch

Mitglied des Vorstands

Volkswagen AG

Wolfsburg

Dr. Helmut Reitze

Intendant

Hessischer Rundfunk

Frankfurt am Main

Dr. Axel Frhr. v. Ruedorffer

Bad Homburg

Georg F.W. Schaeffler

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Schaeffler AG

Herzogenaurach

Dr. Ernst F. Schröder

Persönlich haftender Gesellschafter

Dr. August Oetker KG

Bielefeld

Jürgen Schulte-Laggenbeck

CFO

OTTO (GmbH & Co KG)

Hamburg

Prof. Dennis J. Snower, Ph.D.

Präsident

Institut für Weltwirtschaft

an der Universität Kiel

Kiel

Dr. Dr. h.c. Edmund Stoiber

Bayerischer Ministerpräsident a.D.

Rechtsanwalt

Wolfratshausen

Nicholas Teller

CEO

E.R. Capital Holding GmbH & Cie. KG

Hamburg

Dr. Bernd W. Voss

Frankfurt am Main/Kronberg

Dr. Michael Werhahn

Mitglied des Vorstands

Wilh. Werhahn KG

Neuss

Dr. Wendelin Wiedeking

Unternehmer

Bietigheim-Bissingen

Die Verzeichnisse der Mitglieder unserer Regionalbeiräte Nord, Nordwest, West, Ost, Mitte, Süd und Südwest finden Sie im Internet unter www.commerzbank.de>Investor Relations>Corporate Governance>Beiräte.

Mandate in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien

Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft

Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB

Stand: 31.12.2012

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien im Inland
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien

Martin Blessing

- -

Frank Annuscheit

scroll
a) comdirect bank Aktiengesellschaft1 stellv. Vorsitzender

Markus Beumer

scroll
a) ABB AG (seit 1.7.2012) Commerz Real AG1 (bis 19.6.2012)

Stephan Engels

(seit 1.4.2012)

scroll
a) Commerzbank Auslandsbanken Holding AG1 stellv. Vorsitzender (seit 1.4.2012) Hypothekenbank Frankfurt AG1 (vormals Eurohypo Aktiengesellschaft) (seit 10.8.2012)
b) BRE Bank SA1 (seit 1.4.2012) Commerz Bankenholding Nova GmbH1 (vormals Commerzbank Auslandsbanken Holding Nova GmbH) Vorsitzender (bis 30.10.2012) Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH1 Vorsitzender (bis 1.11.2012) SdB - Sicherungseinrichtungsgesellschaft deutscher Banken mbH (seit 1.4.2012)

Jochen Klösges

scroll
a) Commerz Real AG1 Vorsitzender (bis 13.8.2012) Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1 Vorsitzender (bis 15.8.2012) Deutsche Schiffsbank Aktiengesellschaft1 Vorsitzender (bis 22.5.2012) Hypothekenbank Frankfurt AG1 (vormals Eurohypo Aktiengesellschaft) (bis 9.8.2012)
b) Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH1 stellv. Vorsitzender (bis 1.11.2012)

Michael Reuther

scroll
a) EUREX Deutschland AöR2 Frankfurter Wertpapierbörse AöR2 Hypothekenbank Frankfurt AG1 (vormals Eurohypo Aktiengesellschaft) (bis 30.6.2012) RWE Power AG2 (seit 1.7.2012)
b) Verlagsbeteiligungs- und Verlagsgesellschaft mit beschränkter Haftung (seit 1.7.2012)

Dr. Stefan Schmittmann

scroll
a) Commerz Real AG1 stellv. Vorsitzender Commerzbank Auslandsbanken Holding AG1 Hypothekenbank Frankfurt AG1 (vormals Eurohypo Aktiengesellschaft) stellv. Vorsitzender Schaltbau Holding AG2 Verlagsgruppe Weltbild GmbH

Ulrich Sieber

scroll
a) BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG stellv. Vorsitzender BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G. stellv. Vorsitzender Commerzbank Auslandsbanken Holding AG1 Vorsitzender Hypothekenbank Frankfurt AG1 (vormals Eurohypo Aktiengesellschaft) Vorsitzender (seit 1.7.2012)
b) BRE Bank SA1 stellv. Vorsitzender BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V. stellv. Vorsitzender

Dr. Eric Strutz

(bis 31.3.2012)

scroll
a) ABB AG (bis 30.6.2012) Commerzbank Auslandsbanken Holding AG1 stellv. Vorsitzender (bis 31.3.2012) RWE Power AG2 (bis 30.6.2012)
b) BRE Bank SA1 (bis 30.3.2012) Commerz Bankenholding Nova GmbH1 (vormals Commerzbank Auslandsbanken Holding Nova GmbH) Vorsitzender (bis 16.3.2012) Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH1 Vorsitzender (bis 16.3.2012) Mediobanca Banca di Credito Finanziario S.p.A.2 Partners Group Holding AG2 SdB - Sicherungseinrichtungsgesellschaft deutscher Banken mbH (bis 31.3.2012) Verlagsbeteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung (bis 30.6.2012)

Martin Zielke

scroll
a) Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH (bis 31.8.2012) comdirect bank Aktiengesellschaft1 Vorsitzender Commerz Real AG1 Vorsitzender Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1 Vorsitzender

Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft

Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB

Stand: 31.12.2012

a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien

Klaus-Peter Müller

scroll
a) Fresenius Management SE Fresenius SE & Co. KGaA Linde Aktiengesellschaft
b) Landwirtschaftliche Rentenbank Parker Hannifin Corporation

Uwe Tschäge

- -

Hans-Hermann Altenschmidt

scroll
a) BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G.
b) BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e. V.

Dott. Sergio Balbinot

(bis 31.5.2012)

scroll
a) AachenMünchener Lebensversicherung AG1 AachenMünchener Versicherung AG1 Deutsche Vermögensberatung AG Generali Deutschland Holding AG1
b) Europ Assistance Holding1 Future Generali India Insurance Co. Ltd.1 Future Generali India Life Insurance Co. Ltd.1 Generali Asia N.V.1 Generali China Insurance Company Ltd.1 stellv. Vorsitzender Generali China Life Insurance Co. Ltd.1 stellv. Vorsitzender Generali España, Holding de Entidades de Seguros, S.A.1 stellv. Vorsitzender Generali Espana S.A. de Seguros y Reaseguros1 Generali Finance B.V.1 Generali France S.A.1 stellv. Vorsitzender Generali Holding Vienna AG1 stellv. Vorsitzender Generali Investments SpA1 Generali PPF Holding BV1 Vorsitzender Generali (Schweiz) Holding1 stellv. Vorsitzender Migdal Insurance & Financial Holdings Ltd.1 Participatie Maatschappij Graafschap Holland N.V.1 Transocean Holding Corporation1

Dr.-Ing. Burckhard Bergmann

scroll
a) Allianz Lebensversicherungs-AG stellv. Vorsitzender E.ON Energie AG
b) Accumulatorenwerke Hoppecke Carl Zoellner & Sohn GmbH Jaeger Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Vorsitzender OAO Novatek Telenor

Dr. Nikolaus von Bomhard

scroll
a) ERGO Versicherungsgruppe AG1 Vorsitzender Munich Health Holding AG1 Vorsitzender

Karin van Brummelen

- -

Astrid Evers

- -

Uwe Foullong

- -

Daniel Hampel

- -

Dr.-Ing. Otto Happel

- -

Beate Hoffmann

- -

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Hans-Peter Keitel

scroll
a) Deutsche Messe AG National-Bank AG ThyssenKrupp AG
b) Heitkamp & Thumann Group RAG Stiftung (bis 16.10.2012)

Alexandra Krieger

- -

Dr. h.c. Edgar Meister

scroll
b) DWS Investment GmbH Standard & Poor's Credit Market Services Europe Limited

Prof. h.c. (CHN) Dr. rer. oec. Ulrich Middelmann

scroll
a) Deutsche Telekom AG LANXESS AG LANXESS Deutschland GmbH
b) Hoberg & Driesch GmbH Vorsitzender

Dr. Helmut Perlet

scroll
a) Allianz SE (seit 9.5.2012) Allianz Deutschland AG (bis 23.3.2012) GEA GROUP AG
b) Allianz France S.A. (bis 14.3.2012) Allianz Life Insurance Company of North America (bis 29.2.2012) Allianz of America Inc. (bis 29.2.2012) Allianz S.p.A. (bis 16.3.2012) Fireman's Fund Ins. Co. (bis 29.2.2012)

Barbara Priester

- -

Mark Roach

scroll
a) Fiducia IT AG

Dr. Marcus Schenck

scroll
a) AXA S.A. E.ON Ruhrgas AG1 (bis 21.8.2012)
b) E.ON Energy Trading SE1 E.ON IT GmbH1 SMS GmbH

Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell

(seit 1.6.2012)

scroll
a) Vienna Insurance Group AG (seit 4.5.2012)
b) Finanzmarktbeteiligung Aktiengesellschaft des Bundes Wien Österreichische Bundesbahnen Holding AG, Wien Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH Vorsitzende (seit 29.6.2012) Verein zur Förderung der BBRZ Gruppe, Linz Wien Holding GmbH, Wien

Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft

Angaben gemäß § 340a Abs. 4 Ziff. 1 HGB

Stand: 31.12.2012

Michael Bonacker

Commerz Real AG1

Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1

stellv. Vorsitzender

Hypothekenbank Frankfurt AG1

(vormals Eurohypo Aktiengesellschaft)

Manfred Breuer

Deutsche Edelstahlwerke GmbH

Gerold Fahr

Stadtwerke Ratingen GmbH

Martin Fischedick

Borgers AG

Commerz Real AG1

Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1

Bernd Förster

SE Spezial Electronic Aktiengesellschaft

Jörg van Geffen

Häfen und Güterverkehr Köln AG

NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mit beschränkter Haftung

Sven Gohlke

Bombardier Transportation GmbH

Bernd Grossmann

Textilgruppe Hof AG

Detlef Hermann

Kaiser's Tengelmann GmbH

Ritzenhoff AG

Jochen H. Ihler

Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH

Werner Lubeley

TNT Express GmbH

Michael Mandel

Commerz Real AG1

Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1

Schufa Holding AG

Annegret Oerder

BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG

Andreas Schmidt

Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH

Sabine Schmittroth

comdirect bank Aktiengesellschaft1

Dirk Wilhelm Schuh

GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen

Dirk Schuster

Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1

Berthold Stahl

Maincor AG

stellv. Vorsitzender

Rupert Winter

Klinikum Burgenlandkreis GmbH

Christoph Wortig

Commerz Real AG1

1 Konzernmandat.
2 Aufsichtsratsmandat in einer konzernexternen börsennotierten Gesellschaft oder in einem Aufsichtsratsgremium einer Gesellschaft mit vergleichbaren Anforderungen (gemäß Ziffer 5.4.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex).

Glossar

Ad-hoc-Publizität

Ein vorrangiges Ziel der Ad-hoc-Publizität besteht in der Prävention von Insidergeschäften. Das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) schreibt in § 15 vor, dass Emittenten, deren Wertpapiere an einer deutschen Börse zum Amtlichen Handel oder im Geregelten Markt zugelassen sind, Ad-hoc-Veröffentlichungspflichten unterliegen. Eine neue Tatsache ist dann meldepflichtig, wenn sie im Tätigkeitsbereich des Unternehmens eingetreten und nicht öffentlich bekannt ist. Des Weiteren muss sich die neue Tatsache auf die Vermögens- oder Finanzlage oder auf den allgemeinen Geschäftsverlauf des Emittenten auswirken sowie geeignet sein, den Börsenpreis der zugelassenen Wertpapiere erheblich zu beeinflussen.

Asset-backed Securities (ABS)

Wertpapiere, deren Zins- und Tilgungszahlung durch den zugrunde liegenden Forderungspool gedeckt ("backed") sind. Sie werden in der Regel durch eine Zweckgesellschaft im Rahmen einer Verbriefung begeben.

Backtesting

Verfahren zur Überwachung der Güte von Value-at-Risk-Modellen. Hierzu werden über einen längeren Zeitraum tatsächlich aufgetretene Verluste der prognostizierten Verlustobergrenze gegenübergestellt.

Bankbuch

Im Bankbuch werden sämtliche Bankgeschäfte erfasst, die nicht dem Handelsbuch zuzuordnen sind.

Collateralised Debt Obligations (CDOs)

Mit einem Pool von unterschiedlichen Wertpapieren, insbesondere Krediten und sonstigen verbrieften Schuldtiteln, besicherte ABS.

Commercial Mortgage-backed Securities (CMBS)

Mit gewerblichen Immobilienkrediten besicherte ABS.

Corporate Governance

Corporate Governance legt Richtlinien für eine transparente Leitung und Überwachung von Unternehmen fest. Die Empfehlungen des Corporate Governance Kodex schaffen Transparenz und stärken das Vertrauen in eine verantwortungsvolle Unternehmensführung; sie dienen im Besonderen dem Schutz der Aktionäre.

Core-Tier-I-Kapital

Das Core-Tier-I-Kapital ("harte Kernkapital") definiert das haftende Eigenkapital. Es besteht aus Grundkapital (Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage), einbehaltenen Gewinnen (Gewinnrücklagen) und stillen Einlagen.

Core-Tier-I-Quote

Die Core-Tier-I-Quote wird durch die Regelungen des Basler Ausschusses bestimmt und regelt die Mindestkapitalausstattung von Banken. Sie berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital und der risikogewichteten Aktiva.

Credit Default Swap (CDS)

Ein CDS ist ein Kreditderivat, das zur Übertragung des Ausfallrisikos aus einem Referenzaktivum (zum Beispiel Wertpapier oder Kredit) eingesetzt wird. Dafür zahlt der Sicherungsnehmer an den Sicherungsgeber eine Prämie und erhält bei Eintritt eines vorab vereinbarten Kreditereignisses eine Ausgleichszahlung.

Default-Portfolio

Kreditportfolio der als ausgefallen klassifizierten Krediten (ausgefallen gemäß den Regelungen von Basel II).

Derivate

Derivate sind Finanzinstrumente, deren Bewertung sich vom Preis eines Basiswerts (zum Beispiel Wertpapier oder Kredit) oder von marktbezogenen Referenzgrößen (zum Beispiel Zinssatz oder Währung) ableitet. Diese Instrumente bieten unter anderem Möglichkeiten zur Absicherung von Risiken.

EONIA (Euro Overnight Index Average)

Auf der Basis effektiver Umsätze berechneter Durchschnittszinssatz für Tagesgeld im Euro-Interbankengeschäft. Er wird als gewichteter Durchschnitt der Sätze für unbesicherte Euro-Übernachtkontrakte, die von einer Gruppe bestimmter Institute im Euro-Währungsgebiet gemeldet wird, berechnet.

Equity-Methode

Die Equity-Methode ist ein Verfahren zur Bewertung von Beteiligungen, die als assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschluss ausgewiesen werden. Das anteilige Jahresergebnis des Unternehmens wird in der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung als laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen ausgewiesen. Der Bilanzansatz erfolgt in Höhe des anteiligen Eigenkapitals des at-Equity-bewerteten Unternehmens.

Equity-Tier-I-Kapital

Das Equity-Tier-I-Kapital besteht aus dem harten Kernkapital ohne Berücksichtigung stiller Einlagen.

Equity-Tier-I-Quote

Die Equity-Tier-I-Quote berechnet sich als Quotient aus dem Equity-Tier-I-Kapital und den risikogewichteten Aktiva.

EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate)

Durchschnittszinssatz, zu dem ein als erstklassig eingestuftes Kreditinstitut bereit ist, einem anderen Kreditinstitut mit höchster Bonität Euro-Gelder zur Verfügung zu stellen. Der EURIBOR wird täglich anhand der Zinssätze ausgewählter Banken für Laufzeiten von bis zu zwölf Monaten berechnet.

Future

Der Future-Kontrakt ist ein verbindlicher Vertrag, der beide Vertragsparteien dazu verpflichtet, eine bestimmte Anzahl oder Menge eines Basiswerts zu einem festgelegten Preis zu einem vereinbarten Datum zu liefern beziehungsweise zu übernehmen. Im Gegensatz zur Option ist der Future sehr stark standardisiert.

Gone-Concern-Annahmen

Risikodeckungspotenzial reicht aus, um unter Aufgabe des Fortbestandes der Unternehmung (das heißt unter vollständigem Verbrauch der Eigenkapitalpositionen) die in diesem definierten ökonomischen Szenario simulierten Verluste abzudecken.

Goodwill

Der Goodwill ist der bei einer Beteiligungs- oder Unternehmensübernahme nach Aufdeckung stiller Reserven und Lasten verbleibende Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem Wert des hierfür erworbenen Reinvermögens (deutscher Fachbegriff: Geschäfts- oder Firmenwert).

Handelsbuch

Positionen im Handelsbuch werden zum Zwecke der kurzfristigen Weiterveräußerungs- und Gewinnerzielungsabsicht gehalten und bestehen im Wesentlichen aus Finanzinstrumenten, Anteilen und handelbaren Forderungen. Im Handelsbuch werden auch eng mit Handelsbuchpositionen verbundene Positionen ausgewiesen, die der Absicherung von Risiken im Handelsbuch dienen.

Hedging

Hedging ist eine Strategie, bei der Sicherungsgeschäfte mit dem Ziel abgeschlossen werden, sich gegen das Risiko von ungünstigen Preisentwicklungen (Zinsen, Kurse, Rohstoffe) abzusichern.

Hybride Finanzmittel

Hybride Finanzmittel sind Finanzierungsmöglichkeiten, die sowohl Merkmale von Eigenkapital als auch von Fremdkapital aufweisen. Typische Vertreter der hybriden Finanzmittel sind Nachrangdarlehen, stille Einlagen oder Genussscheine.

Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP)

Prozess, der gewährleistet, dass Kreditinstitute über genügend internes Kapital zur Abdeckung aller wesentlichen Risiken verfügen.

International Financial Reporting Standards (IFRS)/Inter-national Accounting Standards (IAS)

Die IFRS/IAS sind die vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten internationalen Rechnungslegungsvorschriften. Die Zielsetzung von Jahresabschlüssen nach IFRS ist es, international vergleichbare, entscheidungsrelevante Informationen für Investoren über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens bereitzustellen.

Konfidenzniveau

Wahrscheinlichkeit, mit der ein potenzieller Verlust eine durch den Value at Risk definierte Verlustobergrenze nicht überschreitet.

Kreditderivat

Finanzinstrument, dessen Wert von einer zugrunde liegenden Forderung abhängt, zum Beispiel einem Kredit oder Wertpapier. In der Regel werden diese Kontrakte OTC abgeschlossen. Sie werden unter anderem zur Risikosteuerung eingesetzt. Das am häufigsten eingesetzte Kreditderivat ist der Credit Default Swap.

Latente Steuern

Latente Steuern sind zukünftige Steuerbebeziehungsweise Steuerentlastungen, die aus temporären Differenzen und aus noch nicht genutzten steuerlichen Verlusten beziehungsweise Steuergutschriften resultieren. Dabei sind temporäre Differenzen unterschiedliche Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden zwischen der veröffentlichten Handels- oder IFRS-Bilanz und der Steuerbilanz (Liability-Methode), die sich in späteren Wirtschaftsjahren ausgleichen und aus denen tatsächliche Steuerwirkungen resultieren. Abzugsfähige temporäre Differenzen sowie noch nicht genutzte steuerliche Verluste beziehungsweise Steuergutschriften führen zu latenten Steueransprüchen; hingegen führen zu versteuernde temporäre Differenzen zu latenten Steuerschulden. Latente Steueransprüche/Steuerschulden sind getrennt von den tatsächlichen Steueransprüchen/Steuerschulden auszuweisen.

Mark-to-Market

Unter Mark-to-Market wird die Bewertung von Positionen zu aktuellen, notierten Marktpreisen verstanden.

Mezzanine

Mezzanine-Kapital oder Mezzanine-Finanzierung beschreibt Finanzierungsarten, die in ihren rechtlichen und wirtschaftlichen Ausgestaltungen eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital darstellen. Mezzanine-Kapital kann eigenkapitalähnlich (sogenanntes Equity Mezzanine) in Form von Genussrechten, wertpapierverbrieften Genussscheinen oder stillen Beteiligungen begeben werden. Es eignet sich besonders für mittelständische Unternehmen, die ihre Eigenmittelbasis stärken, aber nicht die Eigentümerstruktur verändern wollen.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit bezeichnet langfristiges, auf eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft gerichtetes Wirtschaften. Verantwortung für die Umwelt und ausgewogene soziale Beziehungen verstehen sich dabei als leitende Ziele.

Option

Die Option ist eine Vereinbarung, die dem einen Vertragspartner (Käufer der Option) das einseitige Recht einräumt, eine im voraus bestimmte Menge einer Ware oder eines Werts zu einem vorab festgelegten Preis innerhalb eines definierten Zeitraums zu kaufen oder zu verkaufen.

OTC ist die Abkürzung für "Over the Counter"; damit wird der außerbörsliche Handel von Finanzinstrumenten bezeichnet.

Rating

Standardisierte Bonitätsbeurteilung/Risikoeinschätzung von Unternehmen, Staaten oder von diesen emittierten Schuldtiteln auf Basis standardisierter qualitativer und quantitativer Kriterien. Das Ergebnis des Ratingprozesses ist Grundlage für die Feststellung der Ausfallwahrscheinlichkeit, die wiederum in die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko einfließt. Ratings können durch die Bank selbst (interne Ratings) oder durch spezialisierte Ratingagenturen wie Standard & Poor's, Fitch oder Moody's ermittelt werden (externe Ratings).

Residential Mortgage-backed Securities (RMBS)

Mit privaten Immobilienkrediten besicherte ABS.

Risikogewichtete Aktiva oder Risikoaktiva

Kredite oder Forderungen, die eine Bank herauslegt, haben ein höchst unterschiedliches Risikoprofil. Ausschlaggebend für das Risikoprofil ist vor allem das Rating des Kreditnehmers. Je besser das Rating desto geringer das Risikogewicht. Dem Risikoprofil ist bei der Ermittlung der mit Eigenmitteln zu unterlegenden risikogewichteten Aktiva Rechnung zu tragen. Für die Berechnung wird daher das jeweilige Risikogewicht eines Geschäfts mit dem zu berücksichtigenden Forderungsbetrag dieses Geschäfts multipliziert. Die Gesamtsumme der risikogewichteten Aktiva ergibt sich aus der Summe der einzelnen risikogewichteten Aktiva über alle Geschäfte.

Spread

Differenz zwischen zwei Preisen oder Zinssätzen, zum Beispiel Spanne zwischen An- und Verkaufskurs von Wertpapieren oder bonitätsbedingter Aufschlag auf einen Marktzinssatz.

STOXX

Bei der "Indexfamilie" STOXX handelt es sich um ein System europäischer Benchmark-, Blue Chip- sowie Branchenindizes.

Swaps

Swaps sind derivative Finanzinstrumente, bei denen der Austausch von Zahlungsströmen (Zinsen und/ oder Währungsbeträge) über einen festgelegten Zeitraum vereinbart wird. Mittels Zinsswaps werden Zinszahlungsströme getauscht (zum Beispiel fest gegen variabel). Währungsswaps bieten darüber hinaus die Möglichkeit, das Wechselkursrisiko über einen Austausch von Kapitalbeträgen auszuschalten.

Verbriefung

Im Rahmen von Verbriefungen werden Forderungen (zum Beispiel Kredite oder Leasingforderungen) in einem Pool gebündelt und auf einen Käufer (in der Regel auf eine Zweckgesellschaft; SPV) übertragen. Das SPV refinanziert sich durch die Emission von Wertpapieren (zum Beispiel ABS). Die Rückzahlung und Zinszahlung der Wertpapiere ist direkt an die Performance der zugrunde liegenden Forderungen geknüpft und nicht an die des Emittenten.

90 days past due (90dpd)

Ein Ausfallkriterium nach Basel II. Engagements, die länger als 90 Tage (unter Berücksichtigung von Bagatellgrenzen) rückständig sind, müssen nach Basel II als Ausfall geschlüsselt werden. Bei der Commerzbank Berücksichtigung in der Ratingklasse 6.1.

Eine Vielzahl weiterer Begriffserklärungen bietet unser Glossar im Internet unter www.commerzbank.de

Quartalsergebnisse nach Segmenten

scroll
1. Quartal 2012
Mio. €
Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe Corporates & Markets1 Non-Core Assets1 ,2 Portfolio Restructuring Unit3
Zinsüberschuss 473 543 120 119 186 5
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -8 35 -18 -27 -178 -16
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 465 578 102 92 8 -11
Provisionsüberschuss 416 270 50 83 30 -
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 1 -13 38 195 -215 169
Ergebnis aus Finanzanlagen 2 -1 1 3 -203 17
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 7 - - 6 -1 -
Sonstiges Ergebnis 7 -8 11 -9 26 1
Erträge vor Risikovorsorge 906 791 220 397 -177 192
Erträge nach Risikovorsorge 898 826 202 370 -355 176
Verwaltungsaufwendungen 757 338 115 340 98 12
Operatives Ergebnis 141 488 87 30 -453 164
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen - - - - - -
Restrukturierungsaufwendungen - - - - 34 -
Ergebnis aus dem Verkauf von Veräußerungsgruppen - - - - - -
Ergebnis vor Steuern 141 488 87 30 -487 164
scroll
1. Quartal 2012
Mio. €
Sonstige und Konsolidierung Konzern
Zinsüberschuss -17 1 429
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - -212
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge -17 1 217
Provisionsüberschuss -6 843
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 282 457
Ergebnis aus Finanzanlagen 5 -176
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen -1 11
Sonstiges Ergebnis -7 21
Erträge vor Risikovorsorge 256 2 585
Erträge nach Risikovorsorge 256 2 373
Verwaltungsaufwendungen 129 1 789
Operatives Ergebnis 127 584
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen - -
Restrukturierungsaufwendungen - 34
Ergebnis aus dem Verkauf von Veräußerungsgruppen - -
Ergebnis vor Steuern 127 550
scroll
2. Quartal 2012
Mio. €
Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe Corporates & Markets1 Non-Core Assets1 ,2 Portfolio Restructuring Unit3
Zinsüberschuss 449 488 121 113 158 37
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -26 -32 -35 -23 -301 13
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 423 456 86 90 -143 50
Provisionsüberschuss 368 272 47 60 19 -
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen - 1 28 208 124 -23
Ergebnis aus Finanzanlagen - -6 5 1 -54 11
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 3 - - 3 1 -
Sonstiges Ergebnis -18 -7 9 4 -8 -1
Erträge vor Risikovorsorge 802 748 210 389 240 24
Erträge nach Risikovorsorge 776 716 175 366 -61 37
Verwaltungsaufwendungen 743 326 116 321 88 17
Operatives Ergebnis 33 390 59 45 -149 20
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen - - - - - -
Restrukturierungsaufwendungen - - - - 9 -
Ergebnis aus dem Verkauf von Veräußerungsgruppen - - -86 - - -
Ergebnis vor Steuern 33 390 -27 45 -158 20
scroll
2. Quartal 2012
Mio. €
Sonstige und Konsolidierung Konzern
Zinsüberschuss -33 1 333
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - -404
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge -33 929
Provisionsüberschuss -9 757
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 217 555
Ergebnis aus Finanzanlagen 20 -23
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen - 7
Sonstiges Ergebnis -22 -43
Erträge vor Risikovorsorge 173 2 586
Erträge nach Risikovorsorge 173 2 182
Verwaltungsaufwendungen 120 1 731
Operatives Ergebnis 53 451
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen - -
Restrukturierungsaufwendungen - 9
Ergebnis aus dem Verkauf von Veräußerungsgruppen - -86
Ergebnis vor Steuern 53 356

1 Die verbliebenen Bestände des aufgelösten Segments Portfolio Restructuring Unit (PRU) wurden zum 1. Juli 2012 in das Segment Corporates & Markets beziehungsweise in das Segment Non-Core Assets (NCA) übertragen.
2 Das Segment Non-Core Assets (NCA) ist aus dem ehemaligen Segment Asset Based Finance hervorgegangen (Details hierzu siehe in der Beschreibung zur Segmentberichterstattung).
3 Das Segment Portfolio Restructuring Unit (PRU) wurde zum 1. Juli 2012 aufgelöst. Bis zum Jahresende 2012 wird das zum Halbjahr 2012 erzielte Ergebnis weiterhin berichtet.

scroll
3. Quartal 2012
Mio. €
Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe Corporates & Markets1 Non-Core Assets1 ,2 Portfolio Restructuring Unit3
Zinsüberschuss 449 469 120 143 158 -
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -45 9 -28 17 -383 -
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 404 478 92 160 -225 -
Provisionsüberschuss 409 258 47 102 25 -
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 1 -13 24 157 -100 -
Ergebnis aus Finanzanlagen -4 - 2 121 -79 -
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 6 3 - 3 - -
Sonstiges Ergebnis -26 -4 8 -29 -5 -
Erträge vor Risikovorsorge 835 713 201 497 -1 -
Erträge nach Risikovorsorge 790 722 173 514 -384 -
Verwaltungsaufwendungen 749 327 121 323 92 -
Operatives Ergebnis 41 395 52 191 -476 -
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen - - - - - -
Restrukturierungsaufwendungen - - - - - -
Ergebnis aus dem Verkauf von Veräußerungsgruppen - - 3 - - -
Ergebnis vor Steuern 41 395 55 191 -476 -
scroll
3. Quartal 2012
Mio. €
Sonstige und Konsolidierung Konzern
Zinsüberschuss 40 1 379
Risikovorsorge im Kreditgeschäft - -430
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 40 949
Provisionsüberschuss -1 840
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 77 146
Ergebnis aus Finanzanlagen -10 30
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 4 16
Sonstiges Ergebnis 23 -33
Erträge vor Risikovorsorge 133 2 378
Erträge nach Risikovorsorge 133 1 948
Verwaltungsaufwendungen 120 1 732
Operatives Ergebnis 13 216
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen - -
Restrukturierungsaufwendungen - -
Ergebnis aus dem Verkauf von Veräußerungsgruppen - 3
Ergebnis vor Steuern 13 219
scroll
4. Quartal 2012
Mio. €
Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern Europe Corporates & Markets1 Non-Core Assets1 ,2 Portfolio Restructuring Unit3
Zinsüberschuss 464 454 121 171 187 -
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -16 -42 -24 -19 -512 -
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 448 412 97 152 -325 -
Provisionsüberschuss 353 261 44 74 30 -
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 1 3 13 -26 -53 -
Ergebnis aus Finanzanlagen -2 38 1 83 13 -
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 11 3 - - -2 -
Sonstiges Ergebnis -20 5 8 11 -12 -
Erträge vor Risikovorsorge 807 764 187 313 163 -
Erträge nach Risikovorsorge 791 722 163 294 -349 -
Verwaltungsaufwendungen 761 346 121 363 98 -
Operatives Ergebnis 30 376 42 -69 -447 -
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen - - - - - -
Restrukturierungsaufwendungen - - - - - -
Ergebnis aus dem Verkauf von Veräußerungsgruppen - - -185 - - -
Ergebnis vor Steuern 30 376 -143 -69 -447 -
scroll
4. Quartal 2012
Mio. €
Sonstige und Konsolidierung Konzern
Zinsüberschuss 1 1 398
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -1 -614
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge - 784
Provisionsüberschuss -11 751
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 25 -37
Ergebnis aus Finanzanlagen 117 250
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen - 12
Sonstiges Ergebnis -14 -22
Erträge vor Risikovorsorge 118 2 352
Erträge nach Risikovorsorge 117 1 738
Verwaltungsaufwendungen 84 1 773
Operatives Ergebnis 33 -35
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen - - -
Restrukturierungsaufwendungen - -
Ergebnis aus dem Verkauf von Veräußerungsgruppen - -185
Ergebnis vor Steuern 33 -220

1 Die verbliebenen Bestände des aufgelösten Segments Portfolio Restructuring Unit (PRU) wurden zum 1. Juli 2012 in das Segment Corporates & Markets beziehungsweise in das Segment Non-Core Assets (NCA) übertragen.
2 Das Segment Non-Core Assets (NCA) ist aus dem ehemaligen Segment Asset Based Finance hervorgegangen (Details hierzu siehe in der Beschreibung zur Segmentberichterstattung).
3 Das Segment Portfolio Restructuring Unit (PRU) wurde zum 1. Juli 2012 aufgelöst. Bis zum Jahresende 2012 wird das zum Halbjahr 2012 erzielte Ergebnis weiterhin berichtet.

Herausgeber

Commerzbank AG

Zentrale

Kaiserplatz

Frankfurt am Main

www. commerzbank.de

Dieser Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor.

Beide Sprachfassungen sind im Internet abrufbar.

ISSN 0414-0443 | VKI 02040

Konzept und Gestaltung

wirDesign Berlin Braunschweig

Fotografie

Thomas Dashuber (S. 10)

Markus Goetzke (S. 4/unten)

Heli Hinkel (S. 5/unten rechts)

John Houtman (S. 1, S. 3)

Claudia Kempf (S. 14)

MetaDesign (U3)

Catrin Moritz (S. 5/unten links)

Marcel Schaar (Titel, S. 2/oben,

S. 4/oben, S. 5/oben, S. 6/oben,

S. 7/oben, S. 56, S. 88, S. 94, S. 100, S. 106)

Julia Schwager (S. 82)

Ben van Skyhawk (S. 3/unten)

Timo Volz (S. 2/unten, S. 6/unten links und rechts,

S. 7/unten links und rechts)

Titel

Lena Kuske

Leiterin einer Commerzbank-Filiale in Hamburg

Druck und Verarbeitung

Kunst- und Werbedruck,

Bad Oeynhausen

Disclaimer Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.

Die deutsche Fassung dieses Geschäftsberichts ist maßgebend und nur die deutsche Version des Konzernlageberichts und des Konzernabschlusses wurden vom Abschlussprüfer geprüft.

Dieser Geschäftsbericht wurde klimaneutral gestellt. Die durch die Produktion und Distribution verursachte Menge von 68 Tonnen CO2 -Emissionen wurde durch Investitionen in Klimaschutzprojekte aus dem "myclimate International Portfolio" kompensiert. Diese hochwertigen Gold-Standard-Klimaschutzmaßnahmen tragen zur weltweiten Reduktion von Treibhausgasemissionen bei und unterliegen der Kontrolle einer durch die Vereinten Nationen anerkannten Prüfungsstelle.

Veröffentlichung des Geschäftsberichts: 22. März 2013

Fünfjahresübersicht

scroll
Gewinn- und-Verlust-Rechnung |
Mio. €
2012 2011 2010 20091 20081 ,2
Zinsüberschuss 5 539 6 724 7 054 7 174 4 689
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -1 660 -1 390 -2 499 -4 214 -1 855
Provisionsüberschuss 3 191 3 495 3 647 3 773 2 846
Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 1 121 1 986 1 958 -409 -454
Ergebnis aus Finanzanlagen 81 -3 611 108 417 -665
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 46 42 35 15 40
Sonstiges Ergebnis -77 1 253 -131 -22 -27
Verwaltungsaufwendungen 7 025 7 992 8 786 9 004 4 956
Operatives Ergebnis 1 216 507 1 386 -2 270 -382
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen - - - 768 -
Restrukturierungsaufwendungen 43 - 33 1 621 25
Ergebnis aus dem Verkauf von Veräußerungsgruppen -268 - - - -
Ergebnis vor Steuern 905 507 1 353 -4 659 -407
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 796 -240 -136 -26 -466
Konzernfremden Gesellschaftern zustehende Gewinne/Verluste 103 109 59 -96 59
Konzernergebnis3 6 638 1 430 -4 537 0
scroll
Kennzahlen          
Ergebnis je Aktie (€) -0,04 0,18 1,21 -4,40 0,00
Dividendensumme (Mio. €) - - - - -
Dividende je Aktie (€) - - - - -
Operative Eigenkapitalrendite (%) 4,1 1,7 4,5 -8,0 -2,6
Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis3 ,4 (%) 0,0 2,2 4,7 -16,5 0,0
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 71,0 80,8 69,3 82,2 77,1
scroll
Bilanz | Mrd.
31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010 31.12.20091 31.12.20082
Bilanzsumme 635,9 661,8 754,3 844,1 625,2
Kreditvolumen 272,8 303,9 330,3 368,4 313,7
Verbindlichkeiten 455,4 459,5 531,8 567,0 464,5
Eigenkapital 27,0 24,8 28,7 26,6 19,8
scroll
Kapitalquoten |
%
         
Kernkapitalquote 13,1 11,1 11,9 10,5 10,1
Gesamtkapitalquote 17,8 15,5 15,3 14,8 13,9
scroll
Lang-/Kurzfrist-Ratings          
Moody's Investors Service, New York A3/P-2 A2/P-1 A2/P-1 Aa3/P-1 Aa3/P-1
Standard & Poor's, New York A/A-15 A/A-1 A/A-1 A/A-1 A/A-1
Fitch Ratings, New York/London A+/F1 + A+/F1+ A+/F1 + A+/F1 + A/F1

1 Anpassung aufgrund Vereinheitlichung der Ausweisstruktur.
2 Nach Anpassung Counterparty Default Adjustements.
3 Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar.
4 Die Eigenkapitalbasis bildet das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare durchschnittliche Konzernkapital ohne Berücksichtigung der durchschnittlichen Neubewertungsrücklage und der Rücklage aus Cash Flow Hedges.
5 Rating seit Februar 2013 auf "Credit Watch Negative".