![]() Commerzbank AGFrankfurt am MainZwischenbericht zum 30. September 2015Die Bank an Ihrer SeiteKennzahlenGewinn-und-Verlust-Rechnung
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Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar. An unsere AktionäreBrief des VorstandsvorsitzendenSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, mit der Ergebnisentwicklung der ersten neun Monate des laufenden Jahres 2015 sind
wir insgesamt zufrieden. In einem schwierigen Marktumfeld ist es uns gelungen, unser
Operatives Konzernergebnis im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um knapp
zwei Drittel zu steigern. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den erfolgreichen
Turnaround im Segment Privatkunden, aber auch auf deutlich geringere Verluste im Abbausegment
Non-Core Assets (NCA) zurückzuführen, wo wir unsere Portfolios konsequent reduziert
haben. Die Entwicklung dieser beiden Segmente zeigt, dass unsere beim Investorentag
2012 angekündigten Maßnahmen richtig und erfolgreich in der bisherigen Umsetzung waren. Der Zuwachs im Geschäft mit unseren Privatkunden bei den Erträgen und dem Operativen
Ergebnis gegenüber der Vorjahresperiode ist unter anderem auf die gesteigerten Volumina
bei PremiumDepots und Vermögensmanagement-Produkten sowie eine positive Marktperformance
zurückzuführen. Weiterhin starke Zuwächse verzeichneten wir auch im Baufinanzierungs-
und Konsumentenkreditgeschäft. Spürbar schwieriger verlief die Entwicklung in der Mittelstandsbank. Das Operative
Ergebnis blieb deutlich hinter dem Ergebnis der ersten neun Monate des Vorjahres zurück.
Der Zuwachs im Kreditvolumen um rund 5 % gegenüber dem Vorjahr konnte die marktbedingten
Einbußen auf der Einlagenseite nur zum Teil kompensieren. Darüber hinaus hatten wir
eine einmalige Abschreibung auf eine Aktienbeteiligung vorzunehmen. Ungeachtet der
aktuellen Ergebnisentwicklung sind wir fest davon überzeugt, dass wir im Firmenkundengeschäft
gut aufgestellt sind. In unseren Anstrengungen, noch effizienter und profitabler zu
agieren, werden wir dennoch nicht nachlassen. Das Segment Central & Eastern Europe entwickelte sich bei den Erträgen und dem Operativen
Ergebnis - trotz einer weiteren Zinssenkung durch die polnische Nationalbank im März
2015 - im Berichtszeitraum stabil, wobei das Segment vom Verkauf des Versicherungsgeschäfts
zu Beginn des Jahres profitierte. Die weitere Entwicklung in diesem Segment ist auch
davon abhängig, wie die nach den Wahlen in Polen Ende Oktober 2015 zu erwartenden
Gesetzes- beziehungsweise Regulierungsinitiativen, unter anderem in Bezug auf eine
Konvertierung von in Schweizer Franken denominierten Hypothekenkrediten in Zloty sowie
die Einführung einer Bankenabgabe in Polen, ausgestaltet sind. Spürbare Belastungen
bei unserer polnischen Tochter mBank sind nicht auszuschließen. Im Segment Corporates & Markets hat sich die Geschäftstätigkeit im dritten Quartal
im Zusammenhang mit der allgemeinen Marktentwicklung abgeschwächt. Nicht zuletzt führte
schließlich auch die anhaltende Unsicherheit über den weiteren geldpolitischen Kurs
der US-Notenbank zu einer geringeren Kundenaktivität über das saisonübliche Maß hinaus.
Der daraus resultierende Ergebnisrückgang im dritten Quartal konnte durch ein außerordentlich
gutes Halbjahresergebnis kompensiert werden. Im Berichtszeitraum konnte das Segment
somit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein stabiles Operatives Ergebnis erzielen. Auf gutem Weg sind wir auch in unserem Abbausegment Non-Core Assets; zum einen konnten
wir im Vergleich zum Vorjahreszeitraum den operativen Verlust deutlich reduzieren,
zum anderen haben wir unsere Portfolios kontinuierlich zurückgefahren. Bereits im
Vorquartal hatten wir die Weichen für einen weiteren Abbau unseres nicht strategischen
Portfolios gestellt, der nun im dritten Quartal vollzogen wurde. Durch den Verkauf
zweier gewerblicher Immobilienportfolios sowie der Schiffsrestrukturierungsplattform
Hanseatic Ship Asset Management GmbH haben wir unseren wertschonenden Abbau fortgesetzt
und sowohl das Risiko als auch die Komplexität im Segment Non-Core Assets weiter reduziert.
Zum Berichtsstichtag haben wir unser Schiffs- und Immobilienportfolio auf 22 Mrd.
Euro verringert. Damit liegen wir bereits in greifbarer Nähe des von uns bis 2016
für diese beiden Portfolios angestrebten Ziels von 20 Mrd. Euro. Insgesamt erzielte die Commerzbank in den ersten neun Monaten 2015 ein den Commerzbank-Aktionären
zurechenbares Konzernergebnis in Höhe von 853 Mio. Euro. Dies liegt um 62,5 % über
dem Vorjahreswert von 525 Mio. Euro. Mit einer Common-Equity-Tier-1-Quote von 10,8
% zum 30. September 2015 haben wir unser für das Jahr 2016 gesetztes Kapitalziel -
auch unter Herausrechnung der im April 2015 durchgeführten Kapitalerhöhung - bereits
ein Jahr früher erreicht. Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, die Anforderungen an ein modernes, zukunftsfähiges
Bankgeschäft haben sich in den letzten Jahren spürbar verändert. Unsere Kunden erwarten
eine Multikanalberatung, digitale Finanzangebote und individuelle, maßgeschneiderte
Produkte. Diesen Herausforderungen müssen, wollen und vor allem können wir uns mit
den eingeleiteten und zum Teil bereits erfolgreich umgesetzten strategischen Initiativen
stellen. Bezüglich der vielfältigen externen und nicht steuerbaren Rahmenbedingungen
hingegen ist der Gestaltungsrahmen sehr eng begrenzt. Hier gilt es, zeitnah und den
Anforderungen entsprechend zu reagieren. Was uns und alle Wettbewerber vor zusätzliche
Herausforderungen stellt. Bereits zum Halbjahr hatte ich darauf hingewiesen, dass die laufende Überprüfung interner
Prozesse, Strukturen und technischer Plattformen - mit dem Ziel, unsere Aufstellung
schlanker, effizienter und kundenorientierter zu machen - kein einmaliges Projekt,
sondern eine Daueraufgabe ist, die uns in den nächsten Jahren fordern wird. Dies möchte
ich ausdrücklich bekräftigen und nochmals deutlich auf die Notwendigkeit hinweisen,
dass wir den spürbar zunehmenden Anforderungen in großen Teilen entgegenwirken müssen,
wenn wir nachhaltige Ergebniszuwächse erzielen wollen. Für das Gesamtjahr 2015 planen wir unverändert, in der Kernbank weiter profitabel
zu wachsen und unsere Marktanteile auszubauen, auch wenn weitere Belastungen - insbesondere
im Zusammenhang mit den schwierigen Marktbedingungen - nicht auszuschließen sind.
Für das Geschäftsjahr 2015 planen wir weiterhin die Ausschüttung einer Dividende.
Hierfür haben wir im aufsichtsrechtlichen Kapital 20 Cent je Aktie abgegrenzt. Aus
heutiger Sicht, das heißt wenn es im vierten Quartal zu keinen großen negativen Überraschungen
kommt, werden wir den Entscheidungsgremien die Ausschüttung einer Dividende für das
Geschäftsjahr 2015 in dieser Höhe vorschlagen. Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender Entwicklung der Commerzbank-AktieNachdem der DAX zu Beginn des Jahres 2015, insbesondere auch aufgrund der expansiven
Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, in der Spitze mit 22 % auf knapp 12 400
Punkte deutlich zulegte, konnte die Börse im weiteren Jahresverlauf nicht mehr an
diese positive Entwicklung anknüpfen. Während der DAX im zweiten Quartal, auch aufgrund
der Sorge um Griechenland, den Rückwärtsgang einlegte, machte sich angesichts der
überraschenden Abschwächung der chinesischen Wirtschaft im dritten Quartal ein zunehmender
Wachstumspessimismus breit. Dieser hielt schließlich auch die US-Notenbank davon ab,
die Zinsen am kurzen Ende anzuheben, was die globalen Kapitalmärkte wiederum negativ
quotierten. Nach seinem Tief bei 8 355 Punkten verzeichnete der DAX zum Quartalsende
einen Indexstand von 9 660 Punkten, womit der deutsche Leitindex leicht unter dem
Vorjahresschluss notierte. Während die Kurse von Bankaktien im ersten Quartal stark zulegen konnten (EURO-STOXX-Bankenindex
+17,2 %), was insbesondere einer weiteren Einengung der Risikoaufschläge und fallenden
Bundrenditen geschuldet war, stellten sich im weiteren Jahresverlauf ebenfalls schwächere
Kursnotierungen ein. Diese bescherten dem Branchenindex zum Ende des dritten Quartals
ebenfalls einen leicht tieferen Stand als noch zu Beginn des Jahres 2015. Auch die Commerzbank-Aktie konnte sich der negativen Marktentwicklung im dritten Quartal
nicht entziehen. Gegenüber ihrem Höchststand am 14. April bei 13,29 Euro markierte
der Wert am 28. September mit 9,25 Euro seinen bisherigen Jahrestiefpunkt. In den ersten neun Monaten 2015 ging der Kurs der Commerzbank-Aktie um 14,2 % zurück,
während der EURO-STOXX-Bankenindex im selben Zeitraum um 2,3 % verlor. Der Rückgang
der Commerzbank-Aktie beruhte vornehmlich auf der Anfang Juli aufgekommenen Diskussion
um mögliche Ergebnisbelastungen der mBank durch eine Konvertierung von in Schweizer
Franken denominierten Hypothekenkrediten in Zloty. Der Schlusskurs der Commerzbank-Aktie
lag am Quartalsende bei 9,42 Euro. Die täglichen Umsätze von Commerzbank-Aktien haben sich - gemessen an der Stückzahl
- in den ersten neun Monaten 2015 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum
leicht reduziert. Im Schnitt lag der tägliche Börsenumsatz bei rund 9,8 Millionen Aktien (neun Monate
2014: 10,3 Millionen Aktien). In der Spitze wurden 40,9 Millionen Aktien an den Börsen
gehandelt. Die Marktkapitalisierung der Commerzbank lag zum Ende des dritten Quartals
bei 11,8 Mrd. Euro. Zum 30. September 2015 befand sich rund ein Viertel der Commerzbank-Anteile im Besitz
unserer Großaktionäre SoFFin, Capital Group und BlackRock. Die übrigen Commerzbank-Aktien
lagen bei überwiegend in Deutschland ansässigen Privataktionären sowie bei institutionellen
Investoren. Zum Ende des dritten Quartals 2015 haben 13 Analysten empfohlen, die Commerzbank-Aktie
zu kaufen. Der Anteil der Kaufempfehlungen lag bei 42 % und damit rund 18 %-Punkte
höher als zum Jahresende 2014. Ebenfalls 13 Analysten haben eine Empfehlung abgegeben,
die Aktie zu halten, und 5 Analysten haben zum Verkauf der Aktie geraten. Kennzahlen zur Commerzbank-Aktie
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Deutsche Börsen gesamt. ZwischenlageberichtGeschäft und RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche SituationDie Entwicklung der Weltwirtschaft leidet nach wie vor unter den Problemen in den
Schwellenländern. In China bremsen die Korrektur am Immobilienmarkt und die stark
gestiegene Verschuldung das Wirtschaftswachstum. Aus Angst vor einem wirtschaftlichen
Einbruch transferieren Privatleute und Unternehmen Kapital ins Ausland, mit entsprechend
negativen Auswirkungen auf die chinesische Währung, den Yuan. Seit August hat die
chinesische Notenbank im großen Umfang Devisenreserven aufgelöst, um ihre Währung
zu stützen. In den Industrieländern konnte die schwächere Nachfrage aus den Schwellenländern bislang
eine stärkere Binnennachfrage weitgehend ausgleichen. So wuchs die US-Wirtschaft nach
dem Fehlstart zu Jahresbeginn seit dem Frühjahr wieder kräftig. Die Lage am US-Arbeitsmarkt
hat sich weiter aufgehellt. Inzwischen herrscht fast Vollbeschäftigung. Auf jeden
Arbeitslosen kommt rechnerisch fast eine offene Stelle. Doch der weiterhin schwache
Preisauftrieb lässt die US-Notenbank zögern, die Leitzinsen zu erhöhen. Auch die Wirtschaft im Euroraum konnte im bisherigen Jahresverlauf ordentlich zulegen.
Sie profitierte vor allem von der merklichen Abwertung des Euro Anfang 2015, der die
Unternehmen im Euroraum preislich wettbewerbsfähiger machte. Zudem stärkt der Preisverfall
bei Energie die Kaufkraft der privaten Haushalte und beflügelt damit deren Konsum.
Innerhalb des Euroraums hat das Wachstumsgefälle deutlich abgenommen. In den Krisenländern
entfalten die eingeleiteten Reformen ihre positive Wirkung. Irland und Spanien wiesen
im ersten Halbjahr 2015 mit die stärksten Wachstumsraten aller Euroländer auf. Dagegen hat die deutsche Wirtschaft, die besonders unter der nachlassenden Nachfrage
aus den Schwellenländern leidet, im bisherigen Jahresverlauf leicht an Schwung verloren. Trotz der Erholung der Konjunktur und der abwertungsbedingten Verteuerung der Importe
hat sich der unterliegende Preisauftrieb im Euroraum kaum verstärkt. Dies liegt auch
am merklichen Rückgang der Energiepreise, der mit einer zeitlichen Verzögerung auch
den Preisanstieg außerhalb des Energiesektors bremst. Die Nullzinspolitik der EZB drängt die Anleger weiter in risikoreichere Anlageformen
wie Aktien, Unternehmensanleihen und die Staatsanleihen der Peripherieländer. Zuletzt
wurde der Höhenflug des DAX jedoch durch die Konjunktursorgen in China und den Emissionsskandal
bei Volkswagen gebremst. Wichtige geschäftspolitische und personelle Ereignisse im dritten Quartal 2015Commerzbank veräußert zwei Portfolios gewerblicher ImmobilienfinanzierungenDie Commerzbank hat Anfang Juli mit Investoren Vereinbarungen über den Verkauf zweier
gewerblicher Immobilienportfolios (CRE) getroffen. Ein europäisches Portfolio im Nominalvolumen
von 2,2 Mrd. Euro ging an ein Konsortium von J. P. Morgan und Lone Star, ein deutsches
Portfolio mit einem Nominalvolumen von rund 0,7 Mrd. Euro an den Investor Oaktree.
Über die weiteren Einzelheiten der Verträge wurde Stillschweigen vereinbart. Das veräußerte deutsche Portfolio gewerblicher Immobilienfinanzierungen bestand vor
allem aus notleidenden Krediten. Das europäische Portfolio enthielt sowohl Problemkredite
als auch nicht notleidende Kredite. Durch den Verkauf konnte die Komplexität im Bereich
NCA-CRE deutlich verringert werden. Commerzbank veräußert SchiffsrestrukturierungsplattformMitte Juli hat die Commerzbank das günstige Marktumfeld genutzt und eine Vereinbarung
über den Verkauf ihrer Ende Mai 2013 gegründeten Schiffsrestrukturierungsplattform
HSAM GmbH (Hanseatic Ship Asset Management GmbH) an eine Joint-Venture-Gesellschaft
zwischen KKR Special Situations Group von Kohlberg Kravis Roberts & Co. L.P. (USA)
mit Borealis Maritime Ltd. (UK) unterzeichnet. Der Verkaufserlös betrug rund 233 Mio.
Euro. Über die weiteren Einzelheiten des Vertrags wurde Stillschweigen vereinbart. Änderung im Vorstand der CommerzbankDer Aufsichtsrat der Commerzbank hat Anfang September dem Wunsch von Dr. Stefan Schmittmann
entsprochen, seinen bis Ende Oktober 2016 laufenden Vertrag als Risikovorstand zum
Ende des Jahres 2015 aufzulösen. Der Aufsichtsrat wird zeitnah über eine Nachfolge
entscheiden. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageDie Geschäftsentwicklung der ersten neun Monate des laufenden Jahres 2015 war von
anhaltend schwierigen Marktbedingungen geprägt. Insgesamt sind wir aber mit dem ausgewiesenen
Ergebnis zufrieden. Unser Operatives Konzernergebnis konnten wir im Vergleich zum
entsprechenden Vorjahreszeitraum um knapp zwei Drittel steigern. Der deutliche Ergebnisanstieg
ist im Wesentlichen auf den erfolgreichen Turnaround im Segment Privatkunden, aber
auch auf deutlich geringere Verluste im Abbausegment Non-Core Assets (NCA) zurückzuführen. Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis betrug für den Berichtszeitraum
853 Mio. Euro, nach 525 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Bilanzsumme lag zum 30. September 2015 mit 563,9 Mrd. Euro leicht über dem Niveau
zum Jahresultimo 2014. Die Risikoaktiva beliefen sich auf 214,2 Mrd. Euro. Insbesondere
im Zusammenhang mit der Ende April erfolgten Kapitalerhöhung stieg per Ende September
2015 die Common-Equity-Tier-1-Quote auf 12,5 %. Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-KonzernsDie einzelnen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung haben sich in den ersten neun
Monaten des laufenden Jahres wie folgt entwickelt: Das Zins- und Handelsergebnis stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres
insgesamt um 10,3 % auf 5 027 Mio. Euro. Dabei nahm der Zinsüberschuss im Berichtszeitraum
im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 258 Mio. Euro auf 4 489 Mio. Euro
zu und das Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen stieg um 210
Mio. Euro auf 538 Mio. Euro. Während das Kreditvolumen sowohl im Segment Privatkunden
als auch im Segment Mittelstandsbank in den ersten neun Monaten zugelegt hat und der
Zinsergebnisbeitrag hieraus gestiegen ist, war der Zinsüberschuss aus dem Einlagengeschäft
in beiden Segmenten weiterhin durch das Marktzinsniveau belastet. Eine Sonderdividende
der Gesellschaft EURO Kartensysteme GmbH führte im Segment Privatkunden per saldo
zu einem Anstieg des Zinsüberschusses. Im Segment Central & Eastern Europe ging der
Zinsüberschuss gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zurück. Die Absenkung
des Referenzzinssatzes im Oktober 2014 und im März 2015 um insgesamt 100 Basispunkte
durch die polnische Nationalbank konnte durch ein Wachstum des Kredit- und Einlagevolumens
sowohl im Geschäft mit Privat- als auch mit Firmenkunden nicht vollständig kompensiert
werden. Das Segment Corporates & Markets verzeichnete beim Zins- und Handelsergebnis
einen deutlichen Anstieg gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres. Das Segment
profitierte dabei von der Nachfrage nach Anlagelösungen im Aktienderivatebereich sowie
dem Absicherungsbedarf bei Rohstoffen und Währungen. Der kräftige Anstieg des Zinsüberschusses
im Segment Non-Core Assets ist einerseits auf im ersten Halbjahr 2014 als Zinsaufwand
verbuchte Belastungen aus Portfolioverkäufen zurückzuführen. Andererseits konnten
im laufenden Jahr die aus dem Portfolioabbau resultierenden abnehmenden Zinserträge
durch substanzielle Zusatzerträge aus Maßnahmen zur Restrukturierung von Refinanzierungsmitteln
mehr als kompensiert werden. Im Berichtszeitraum waren im Handelsergebnis insgesamt
positive Bewertungseffekte sowohl aus Kontrahentenrisiken als auch aus der Bewertung
eigener Verbindlichkeiten in Höhe von 114 Mio. Euro enthalten, nach 57 Mio. Euro im
Vorjahreszeitraum. Weitere Informationen zur Zusammensetzung des Zinsüberschusses
sowie des Handelsergebnisses finden sich im Anhang des Zwischenabschlusses auf den
Seiten 55 und 56. Der Provisionsüberschuss stieg in der Berichtsperiode um 6,4 % auf 2 549 Mio. Euro
gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Dies war im Wesentlichen auf
die dynamische Entwicklung der Aktienmärkte - insbesondere im ersten Halbjahr 2015
- zurückzuführen, was sich im Segment Privatkunden in einem Anstieg der bestandsorientierten
Provisionserträge zeigte. Der Anstieg des Provisionsüberschusses im Segment Mittelstandsbank
war insbesondere auf Zuwächse aus Währungsabsicherungsgeschäften unserer Kunden zurückzuführen. Das Ergebnis aus Finanzanlagen belief sich in den ersten neun Monaten 2015 auf - 106
Mio. Euro, nach 18 Mio. Euro in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Rückgang
um 124 Mio. Euro resultierte in erster Linie aus Wertkorrekturen auf die HETA Asset
Resolution AG. Das Sonstige Ergebnis betrug im Berichtszeitraum -7 Mio. Euro, nach - 108 Mio. Euro
im Vorjahr. Die Belastungen im Vorjahreszeitraum resultierten im Wesentlichen aus
Rückstellungen im Zusammenhang mit Rechts- und Prozessrisiken. Die Nettozuführung zur Risikovorsorge im Kreditgeschäft verringerte sich gegenüber
dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 30,1 % auf - 584 Mio. Euro. Der Rückgang beruhte
auf einem geringeren Vorsorgeerfordernis in den Segmenten Privatkunden, Mittelstandsbank
und Central & Eastern Europe. Ebenfalls eine Risikovorsorgeentlastung zeigte sich
im Segment Non-Core Assets. Während der Vorsorgebedarf für gewerbliche Immobilienfinanzierungen
im Vorjahresvergleich weitgehend konstant geblieben ist, konnte die Risikovorsorge
für Schiffsfinanzierungen deutlich verringert werden. Das Segment Corporates & Markets
wies für die ersten neun Monate 2015 eine Nettoauflösung aus, die höher als im Vorjahreszeitraum
ausfiel. Dies resultierte insbesondere aus einem Einmaleffekt im Zusammenhang mit
beigelegten Rechtsfällen. Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum mit 5 426 Mio. Euro um 5,4 %
über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Während der Personalaufwand mit 2 932 Mio. Euro
nur leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums lag, stieg der Sachaufwand einschließlich
der Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Anlagewerte um 10,3 %
auf 2 494 Mio. Euro. Der Anstieg um 232 Mio. Euro resultierte in erster Linie aus
dem erstmaligen Ausweis der Europäischen Bankenabgabe in Höhe von 165 Mio. Euro sowie
einer Zunahme der Aufwendungen für IT-Investitionen. Als Resultat der beschriebenen Entwicklungen erwirtschaftete der Commerzbank-Konzern
in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres ein Operatives Ergebnis von 1 499
Mio. Euro, gegenüber 924 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Berichtszeitraum belasteten Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 94 Mio. Euro
die Ergebnisentwicklung. Diese standen überwiegend im Zusammenhang mit der Bündelung
von Produkt- und Marktkompetenzen im Segment Corporates & Markets sowie mit der Optimierung
interner Abläufe. Das Ergebnis vor Steuern belief sich für die ersten neun Monate des laufenden Jahres
auf 1 405 Mio. Euro, nach 924 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Für den Berichtszeitraum
fiel ein Steueraufwand in Höhe von 466 Mio. Euro an, nach 320 Mio. Euro für den Vorjahreszeitraum.
Steuerquotenerhöhend hat sich insbesondere die Neubewertung von latenten Steueransprüchen
auf steuerliche Verlustvorträge infolge der vom Gesetzgeber in Großbritannien verabschiedeten
Begrenzung der jährlichen Verrechnung von steuerlichen Verlustvorträgen mit künftigen
Gewinnen ausgewirkt. Nach Steuern belief sich das Konzernergebnis auf 939 Mio. Euro,
gegenüber 604 Mio. Euro im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der Nicht beherrschenden
Anteile in Höhe von 86 Mio. Euro war den Commerzbank-Aktionären ein Konzernergebnis
von 853 Mio. Euro zuzurechnen. Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 1,25 Euro, das Ergebnis je Aktie 0,71 Euro.
Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 0,81 Euro
beziehungsweise 0,46 Euro. Bilanz des Commerzbank-KonzernsDie Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 30. September 2015 bei 563,9 Mrd.
Euro und damit leicht über dem Niveau zum Jahresultimo 2014. Das Volumen der Barreserve ist zum Berichtsstichtag um 9,3 Mrd. Euro auf 14,2 Mrd.
Euro gestiegen. Der deutliche Anstieg gegenüber dem Jahresultimo 2014 stand insbesondere
im Zusammenhang mit der Anlage freiwerdender Liquidität bei Zentralbanken aufgrund
gesunkener attraktiver Reverse-Repo-Konditionen, wobei im dritten Quartal das Reverse-Repo-Geschäft
wieder zugelegt hat. Die Forderungen an Kreditinstitute lagen mit 88,3 Mrd. Euro um
8,2 Mrd. Euro über dem Niveau des Vorjahresultimos. Während im Bereich von täglich
fällig bis drei Monate ein Anstieg um 18,3 Mrd. Euro zu verzeichnen war, gingen die
Forderungen im Laufzeitbereich bis zu einem Jahr um 10,9 Mrd. Euro zurück. Die Forderungen
aus dem besicherten Geldmarktgeschäft stiegen dabei um 2,3 Mrd. Euro. Die Forderungen
an Kunden lagen mit 234,1 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahresultimos. Einem Volumenrückgang
im Laufzeitbereich bis zu einem Jahr stand dabei ein entsprechender Anstieg im längerfristigen
Laufzeitbereich gegenüber. Das Kreditvolumen an Kunden und Kreditinstitute belief
sich zum Berichtsstichtag insgesamt auf 232,4 Mrd. Euro und lag damit um 3,5 % niedriger
als zum Jahresultimo 2014. Während die Kredite an Kreditinstitute mit 21,3 Mrd. Euro
um 3,9 Mrd. Euro zurückgingen, lag das Kundenkreditgeschäft mit 211,1 Mrd. leicht
um 2,1 % unter dem Niveau zum Jahresultimo 2014. Der Anstieg des Kreditvolumens in
den Kernsegmenten wurde durch den Abbau des nicht strategischen Geschäfts im Segment
NCA überkompensiert. Die Handelsaktiva beliefen sich zum Berichtsstichtag auf 126,0
Mrd. Euro, ein Rückgang um 3,3 % gegenüber dem Stand zum Jahresende 2014. Während
die Bestände an Aktien, anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren und Anteilen an
Investmentfonds - vor dem Hintergrund des positiven Marktumfeldes für Aktienprodukte
und der damit einhergehend hohen Kundennachfrage - um 4,0 Mrd. Euro angestiegen sind,
sind die Positiven Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten, insbesondere aus
Zinsbezogenen derivativen Geschäften, im Vergleich zum Vorjahresultimo um 9,1 Mrd.
Euro zurückgegangen. Die Finanzanlagen lagen mit 84,5 Mrd. Euro um 5,9 Mrd. Euro niedriger
als zum Vorjahresultimo. Der Rückgang resultierte aus einem Rückgang bei den Schuldverschreibungen
und anderen zinsbezogenen Wertpapieren. Auf der Passivseite stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - insbesondere
im Laufzeitenbereich bis zu einem Jahr - um 3,8 Mrd. Euro auf 103,3 Mrd. Euro. Der
Volumenanstieg insgesamt entfiel ausschließlich auf Kreditinstitute im Ausland. Die
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen gegenüber dem Jahresende 2014 um 4,7 %
auf 260,7 Mrd. Euro, was durch Volumenzuwächse im Laufzeitenbereich bis zu einem Jahr
bedingt war. Die Verbrieften Verbindlichkeiten lagen mit 44,3 Mrd. Euro um 4,5 Mrd.
Euro unter dem Vorjahresultimo. Der Rückgang bei den begebenen Schuldverschreibungen
um 6,6 Mrd. Euro auf 39,1 Mrd. Euro resultierte zum einen aus dem Rückgang von Hypothekenpfandbriefen
um 0,8 Mrd. Euro, im Wesentlichen aufgrund von Fälligkeiten bei der Hypothekenbank
Frankfurt AG, zum anderen ging das Volumen der Öffentlichen Pfandbriefe um 3,4 Mrd.
Euro zurück. Zum Teil kompensiert wurde dieser Rückgang durch einen Anstieg der Begebenen
Geldmarktpapiere um 2,0 Mrd. Euro. Bei den Handelspassiva ergab sich insgesamt ein
Volumenrückgang um 5,2 Mrd. Euro auf 92,0 Mrd. Euro. Dies resultierte hauptsächlich
aus dem Rückgang von Zinsbezogenen derivativen Geschäften, dem ein Anstieg bei Short-Sales-Bonds
und Short-Sales-Aktien gegenüberstand. EigenkapitalDas in der Bilanz zum Berichtsstichtag 30. September 2015 ausgewiesene Eigenkapital
(vor Nicht beherrschenden Anteilen) lag mit 29,1 Mrd. Euro um 3,1 Mrd. Euro über dem
Niveau des Jahresultimos 2014. Die Kapitalrücklage hat sich gegenüber dem Stand zum
Jahresende 2014 aufgrund der im Frühjahr erfolgten Kapitalerhöhung um 1,3 Mrd. Euro
erhöht. Zum Berichtsstichtag betrug sie 17,2 Mrd. Euro. Das Gezeichnete Kapital stieg
leicht um 0,1 Mrd. Euro auf 1,3 Mrd. Euro. Die Gewinnrücklagen lagen mit 11,6 Mrd.
Euro um 1,2 Mrd. Euro über dem Niveau des Jahresultimos 2014. Zum Berichtsstichtag
betrug die Neubewertungsrücklage - 0,6 Mrd. Euro. Gegenüber dem Jahresende 2014 war
dies eine Entlastung um 0,3 Mrd. Euro, was insbesondere auf die Marktwertverbesserungen
italienischer Staatsanleihen zurückzuführen war. Zusammen mit den negativen Rücklagen
aus Cash Flow Hedges und den Rücklagen aus der Währungsumrechnung war damit eine Belastung
des Eigenkapitals in Höhe von - 0,9 Mrd. Euro zu verzeichnen, nach - 1,4 Mrd. Euro
zum Vorjahresultimo. Die Risikoaktiva per 30. September 2015 lagen bei 214,2 Mrd. Euro und damit leicht
unter dem Niveau zum Jahresultimo 2014. Dies ist im Wesentlichen auf den voranschreitenden
Abbau des Kreditportfolios im Segment Non-Core Assets zurückzuführen, welcher durch
wechselkursbedingte Anstiege der risikogewichteten Aktiva im Bereich der Kreditrisiken
sowie leicht gestiegene Markt- und Operationellen Risiken teilweise kompensiert wurde.
Das aufsichtsrechtlich anrechenbare Kernkapital stieg insbesondere aufgrund der Ende
April erfolgten Kapitalerhöhung gegenüber dem Jahresultimo 2014 um rund 1,7 Mrd. Euro
auf 26,8 Mrd. Euro. In Verbindung mit den leicht reduzierten Risikoaktiva ist dadurch die Kernkapitalquote
auf 12,5 % gestiegen. Das Common-Equity-Tier-1-Kapital belief sich auf 26,8 Mrd. Euro.
Es ist unter der Basel-3-phase-in-Regelung identisch mit dem Kernkapital. Die Eigenkapitalquote
betrug zum Berichtsstichtag 15,2 %. Die Basel-3-Kernkapitalquote ("fully phased-in",
das heißt, des nach unserer Interpretation vollständig umgesetzten regulatorischen
Regelwerks) belief sich zum Berichtsstichtag auf 10,8 %. Die Leverage Ratio, die das
Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Exposure zeigt, lag auf Grundlage der zum
Berichtsstichtag gültigen Regelung der CRD IV/CRR (gemäß "delegated act") bei 4,7
% ("phase-in") beziehungsweise bei 4,1 % ("fully phased-in"). Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein. Die aufsichtsrechtlichen
Angaben beinhalten den thesaurierbaren Teil des Zwischenergebnisses und sind aufgrund
des unterschiedlichen Aufstellungs- und Meldefristtermins für diesen Zwischenabschluss
vorläufig. Refinanzierung und LiquiditätDie Commerzbank hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt;
Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben. Auch konnte sie jederzeit
die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen und hatte
im Berichtszeitraum unverändert eine komfortable Liquiditätsausstattung. In den ersten neun Monaten 2015 hat der Commerzbank-Konzern langfristige Refinanzierungsmittel
von insgesamt 5,4 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Im besicherten Bereich hat die Commerzbank Aktiengesellschaft drei Benchmarkanleihen
begeben. Im Januar wurde ein Hypothekenpfandbrief als Benchmarkanleihe mit einem Volumen
von 500 Mio. Euro und mit einer Laufzeit von 7 Jahren platziert. Ende März wurde diese
Emission um weitere 500 Mio. Euro auf 1 Mrd. Euro aufgestockt. Im dritten Quartal
folgten ein 5-jähriger und ein 7-jähriger Hypothekenpfandbrief mit jeweils einem Volumen
von 500 Mio. Euro. Zusätzlich wurden 150 Mio. Euro Hypothekenpfandbriefe als Privatplatzierungen
emittiert. Die Hypothekenpfandbriefe sind mit privaten deutschen Baufinanzierungskrediten
der Commerzbank besichert. Des Weiteren begab die polnische Tochtergesellschaft mBank
Privatplatzierungen im Volumen von 255 Mio. Euro. Im unbesicherten Bereich wurde im März eine dreijährige Benchmarkanleihe mit einem
Volumen von 750 Mio. Euro emittiert. Diese Emission wurde im April um weitere 250
Mio. Euro aufgestockt. Im September wurde eine weitere Benchmarkanleihe mit einem
Volumen von 500 Mio. Euro und einer Laufzeit von 7 Jahren begeben. Weitere 1,5 Mrd.
Euro wurden über Privatplatzierungen aufgenommen. Die Emissionen hatten eine durchschnittliche
Laufzeit von rund sechs Jahren. Die Refinanzierungsspreads liegen weiterhin auf einem
niedrigen Niveau. Die Bank weist zum Quartalsultimo nach ihrem auf konservativen Annahmen beruhenden
internen Liquiditätsmodell einen verfügbaren Liquiditätsüberschuss in Höhe von 97,2
Mrd. Euro aus. Davon werden 44,2 Mrd. Euro in einem separierten und von Group Treasury
gesteuerten Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem
angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit
sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio
in Höhe von unveränderten 9,8 Mrd. Euro. Die regulatorischen Liquiditätsvorgaben gemäß Liquiditätsverordnung wurden im Berichtsjahr
stets eingehalten. Die Liquiditätskennziffer des Standardansatzes der Liquiditätsverordnung
lag zum Berichtsstichtag für die Commerzbank Aktiengesellschaft mit 1,40 auch weiterhin
deutlich über der regulatorischen Mindestanforderung von 1,00. Damit ist die Liquiditätssituation
der Commerzbank aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie
auch weiterhin komfortabel. Liquiditätsfazilitäten der Zentralbanken werden derzeit
nicht in Anspruch genommen. Kennzahlen des Commerzbank-KonzernsFür die ersten neun Monate 2015 haben sich die wesentlichen operativen Renditekennzahlen
des Commerzbank-Konzerns gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres - insbesondere
bedingt durch den beschriebenen Ergebnisanstieg - deutlich verbessert. Die Operative Eigenkapitalrendite stieg von 4,5 % im Vorjahreszeitraum auf 6,9 %.
Die Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis lag bei 4,1 %, nach 2,7 % im Vorjahr.
Die immer stärker in den Fokus der Investoren rückende Operative Eigenkapitalrendite
abzüglich immaterieller Vermögenswerte (Return on tangible equity) lag bei 7,8 %,
nach 5,1 % im Vorjahreszeitraum. Ebenfalls verbessert hat sich die Aufwandsquote,
die aufgrund des Anstiegs der Operativen Erträge auf 72,3 % gesunken ist, nach 74,5
% im Vorjahreszeitraum. Entwicklung der SegmenteDie Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente für die ersten neun Monate
2015 basiert auf der zum Jahresende 2014 gültigen Segmentstruktur. Weitere Informationen
zur Segmentberichterstattung finden sich im Zwischenabschluss auf Seite 59 ff. Die Kernbank erzielte im Berichtszeitraum ein Operatives Ergebnis in Höhe von 1 828
Mio. Euro. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres war dies ein Anstieg um
19,1 %. Während im Geschäft mit unseren Privatkunden deutliche Ergebniszuwächse zu
verzeichnen waren, zeigten sich in der Mittelstandsbank die Folgen der schwierigen
Marktbedingungen. In den Segmenten Central & Eastern Europe und Corporates & Markets
konnten wir das Operative Ergebnis stabil halten. Der Bereich Sonstige und Konsolidierung
verzeichnete im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres aufgrund der guten
Entwicklung der Group Treasury ebenfalls eine spürbare Ergebnisverbesserung. Im Segment Non-Core Assets haben sich die operativen Verluste gegenüber dem Vergleichszeitraum
2014 aufgrund höherer Erträge weiter reduziert. Dies ist einerseits auf Belastungen
- insbesondere im ersten Halbjahr 2014 - zurückzuführen, andererseits konnten in diesem
Jahr substanzielle Zusatzerträge aus Maßnahmen zur Restrukturierung von Refinanzierungsmitteln
vereinnahmt werden. Privatkundenscroll
Das Segment Privatkunden hat auch im dritten Quartal 2015 seine erfreuliche Ergebnisentwicklung
fortgesetzt. Sowohl der Zins- als auch der Provisionsüberschuss konnten gegenüber
dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Seit Beginn der Neuausrichtung unseres Geschäftsmodells
Ende 2012 haben wir 753 000 Nettoneukunden gewonnen. Damit sind wir unserem Ziel,
1 Million Nettoneukunden bis zum Jahresende 2016 zu akquirieren, deutlich näher gekommen.
Durch die Möglichkeit, auf immer mehr Basisprodukte online zugreifen zu können, bieten
wir unseren Kunden zunehmend die Option, ihre Bankgeschäfte nicht nur in einer unserer
Filialen, sondern auch online erledigen zu können. Das Baufinanzierungsneugeschäft
konnte auch im dritten Quartal mit einem Volumen von 2,7 Mrd. Euro starke Zuwächse
verzeichnen. Für das laufende Geschäftsjahr liegt die Gesamtnachfrage im Baufinanzierungsneugeschäft
deutlich über 9 Mrd. Euro. In den ersten neuen Monaten des laufenden Geschäftsjahres
erhöhte sich das Operative Ergebnis im Segment Privatkunden um 216 Mio. Euro auf 562
Mio. Euro. Die Erträge vor Risikovorsorge stiegen im Berichtszeitraum deutlich um 214 Mio. Euro
auf 2 796 Mio. Euro an. Der Zinsüberschuss stieg um 3,4 % auf 1 444 Mio. Euro. Einerseits
konnten Ertragszuwächse aus einem sehr guten Kreditgeschäft verzeichnet werden, die
aber durch schwächere Erträge aus Einlagen, mit Blick auf das anhaltende Niedrigzinsumfeld,
überkompensiert wurden. Darüber hinaus enthält der Zinsüberschuss im dritten Quartal
2015 eine Sonderdividende der Gesellschaft EURO Kartensysteme GmbH. Der starke Börsenauftakt in der ersten Jahreshälfte 2015 wurde im dritten Quartal
abrupt durch Sorgen um die chinesische Wirtschaft sowie einer damit einhergehenden
Eintrübung globaler Märkte unterbrochen. Transaktionsabhängige Erträge gaben dementsprechend
nach, bestandsabhängige Erträge aus PremiumDepots sowie Vermögensmanagement-Produkten
stiegen hingegen an. Der Provisionsüberschuss verzeichnete im Vergleich zur Vorjahresperiode
einen Zuwachs um 165 Mio. Euro auf 1309 Mio. Euro. Die Risikovorsorge im Privatkundengeschäft lag mit - 39 Mio. Euro um 42,6 % deutlich
unter der Vergleichsperiode des Vorjahreszeitraums. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich leicht um 1,2 % auf 2195 Mio. Euro. Hierin enthalten
sind in diesem Geschäftsjahr zum ersten Mal die Aufwendungen für die Europäische Bankenabgabe
in Höhe von 15 Mio. Euro, die bereits im ersten Quartal 2015 gebucht wurden. Unter
Berücksichtigung dieses Sachverhalts bewegte sich der Verwaltungsaufwand, auch nach
neun Monaten, nahezu auf dem Niveau der Vorjahresperiode. Das Segment Privatkunden erzielte in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres
ein Vorsteuerergebnis von 562 Mio. Euro, gegenüber 346 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Bei einem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital von 4,0 Mrd. Euro ergab sich eine
Operative Eigenkapitalrendite von 18,7 % (Vorjahreszeitraum: 10,8 %). Die Operative
Eigenkapitalrendite abzüglich immaterieller Vermögenswerte lag bei 27,2 %, nach 15,5
% im Vorjahreszeitraum. Die Aufwandsquote belief sich auf 78,5 %, nach 84,0 % der
ersten neun Monate 2014. Mittelstandsbankscroll
Das Segment Mittelstandsbank hat vor dem Hintergrund anhaltend schwieriger Marktbedingungen
in den ersten neun Monaten 2015 ein Operatives Ergebnis in Höhe von 851 Mio. Euro
erzielt, nach 973 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dies war wesentlich
auf die marktzinsbedingt rückläufige Ertragsentwicklung im Einlagengeschäft und eine
Abschreibung auf eine Aktienbeteiligung zurückzuführen. Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen
aufgrund erhöhter regulatorischer Anforderungen konnte durch eine niedrigere Risikovorsorge
für das Kreditgeschäft kompensiert werden. Die Erträge vor Risikovorsorge lagen im Berichtszeitraum mit 2 064 Mio. Euro um 6,4
% unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Der Zinsüberschuss lag mit
1 271 Mio. Euro aufgrund der Belastungen durch das anhaltend niedrige Zinsumfeld unter
dem Niveau der ersten neun Monate des Vorjahres. Dabei konnte der Zinsergebnisbeitrag
aus dem Kreditgeschäft durch die starke Marktstellung der Mittelstandsbank weiter
gesteigert werden. Das Kreditvolumen stieg in den ersten neun Monaten 2015 im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum insbesondere bei den inländischen Firmenkunden sowie bei Großkunden.
Überkompensiert wurde dies jedoch durch den marktzinsbedingten Rückgang im Einlagengeschäft.
Der Provisionsüberschuss nahm mit 818 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
leicht um 1,6 % zu. Der Anstieg war insbesondere auf Zuwächse aus Währungsabsicherungsgeschäften
unserer Kunden zurückzuführen. Das Handelsergebnis lag bei 48 Mio. Euro, nach 11 Mio.
Euro im Vorjahreszeitraum. Der Ergebnisanstieg war unter anderem durch positive Bewertungseffekte
aus Kontrahentenrisiken aus dem Derivategeschäft mit unseren Kunden bedingt. Das negative
Ergebnis aus Finanzanlagen in Höhe von - 61 Mio. Euro resultierte aus einer Abschreibung
auf eine Aktienbeteiligung. Die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft belief sich für den Berichtszeitraum auf
- 119 Mio. Euro, nach - 236 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ist auf geringere
Risikovorsorgezuführungen für Einzelengagements zurückzuführen. Der Verwaltungsaufwand lag mit 1 094 Mio. Euro um 97 Mio. Euro über dem Vorjahreswert
in Höhe von 997 Mio. Euro. Der Anstieg um 9,7 % resultierte im Wesentlichen aus der
erstmals auszuweisenden Europäischen Bankenabgabe in Höhe von 44 Mio. Euro sowie erhöhten
regulatorischen Anforderungen. Insgesamt erzielte das Segment Mittelstandsbank im Berichtszeitraum 2015 ein Ergebnis
vor Steuern von 851 Mio. Euro; gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum war
dies ein Rückgang um 12,5 %. Bei einem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital von 8,1 Mrd. Euro ergab sich eine
Operative Eigenkapitalrendite von 14,0 % (Vorjahreszeitraum: 17,3 %). Die Operative
Eigenkapitalrendite abzüglich immaterieller Vermögenswerte betrug 15,5 %, nach 19,5
% im Vorjahreszeitraum. Die Aufwandsquote lag bei 53,0 %, nach 45,2 % in den ersten
neun Monaten 2014. Central & Eastern Europescroll
Das Segment Central & Eastern Europe umfasst die Aktivitäten des Konzerns im Universalbankgeschäft
und Direct Banking in Mittel- und Osteuropa. Das Segment wird durch die mBank repräsentiert. Die mBank bietet ihren Kunden Leistungen im Bereich des Retail-, Corporate- und Investmentbankings
in Polen sowie Retail-Banking in der Tschechischen Republik und in der Slowakei an.
Mit einem Marktanteil von rund 8 % war die mBank Ende 2014 die viertgrößte Bank Polens. Das wirtschaftliche Umfeld in Polen, das sich bereits im Geschäftsjahr 2014 gegenüber
den Euroländern besser entwickelte, hat sich weiter positiv entwickelt. Das Zinsumfeld
dagegen wurde durch eine weitere Zinssenkung im März 2015 belastet. In den ersten
neun Monaten 2015 lag das Operative Ergebnis bei 273 Mio. Euro, nach 275 Mio. Euro
im Vorjahreszeitraum. Die Erträge vor Risikovorsorge erreichten im Berichtszeitraum 690 Mio. Euro und lagen
damit nahezu auf dem Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Zinsüberschuss
ging gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 5,9 % auf 413 Mio. Euro zurück.
Die Absenkung des Referenzzinssatzes im Oktober 2014 und im März 2015 um insgesamt
100 Basispunkte durch die polnische Nationalbank konnte durch ein Wachstum des Kredit-
und Einlagevolumens sowohl im Geschäft mit Privat- als auch mit Firmenkunden nicht
vollständig kompensiert werden. Der Provisionsüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum
aufgrund der durch regulatorische Vorgaben reduzierten Gebühren im Kartengeschäft
in Polen um 8 Mio. Euro auf 159 Mio. Euro verringert. Insgesamt konnte der Ertragsrückgang
des zins- und provisionstragenden Geschäfts durch den im ersten Quartal des laufenden
Jahres erzielten Ertrag aus dem Verkauf des Versicherungsgeschäfts an die AXA-Gruppe
nahezu ausgeglichen werden. Die Risikovorsorge lag in den ersten neun Monaten 2015 mit - 75 Mio. Euro um 21,9
% unter dem Wert des Vergleichszeitraums des Vorjahres. Der Verwaltungsaufwand lag mit 342 Mio. Euro um 15 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres.
Der Anstieg resultierte maßgeblich aus gestiegenen regulatorischen Aufwendungen sowie
leicht höheren Personalkosten. Das Segment Central & Eastern Europe erzielte im Berichtszeitraum 2015 insgesamt ein
Ergebnis vor Steuern in Höhe von 273 Mio. Euro, nach 275 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Bei einem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital von 1,9 Mrd. Euro ergab sich eine
Operative Eigenkapitalrendite von 19,0 % (Vorjahreszeitraum: 21,4 %). Die Operative
Eigenkapitalrendite abzüglich immaterieller Vermögenswerte lag bei 23,1 %, nach 26,5
% im Vorjahreszeitraum. Die Aufwandsquote betrug 49,6 %, nach 46,8 % in der Vorjahresperiode. Corporates & Marketsscroll
Nach einem außerordentlich guten ersten Halbjahr 2015 hat sich die Geschäftstätigkeit
im Segment Corporates & Markets im dritten Quartal im Zusammenhang mit der allgemeinen
Marktentwicklung abgeschwächt. Eine deutliche Abkühlung der chinesischen Wirtschaft
sowie fallende Rohstoffnotierungen waren die maßgeblichen Treiber für eine negative
Kursentwicklung an den Aktienmärkten, die von einem sprunghaften Anstieg der Volatilität
begleitet war. Nicht zuletzt führte schließlich auch die anhaltende Unsicherheit über
den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank zu einer geringeren Kundenaktivität
im dritten Quartal über das saisonübliche Maß hinaus. Im Berichtszeitraum erzielte das Segment Corporates & Markets ein Operatives Ergebnis
von 563 Mio. Euro, nach einem Vorjahresergebnis von 556 Mio. Euro, in dem positive
Bewertungseffekte aus restrukturierten Krediten enthalten waren. Das Ergebnis schließt
positive Bewertungseffekte sowohl aus Kontrahentenrisiken in Höhe von 31 Mio. Euro
als auch aus der Bewertung eigener Verbindlichkeiten in Höhe von 103 Mio. Euro ein,
denen im Vorjahr 29 Mio. Euro aus Kontrahentenrisiken sowie - 16 Mio. Euro aus der
Bewertung eigener Verbindlichkeiten gegenüberstehen. Im Konzernbereich Corporate Finance
bedingten niedrigere Zinsen einen Rückgang des Einlagengeschäfts, während das Primärmarktgeschäft
mit Anleihen und syndizierten Krediten weiterhin einen stabilen Beitrag leistete,
der jedoch nicht ganz an das hohe Vorjahresniveau anknüpfen konnte. Der Konzernbereich
Equity Markets & Commodities profitierte von der Nachfrage nach Anlagelösungen im
Aktienderivatebereich sowie dem Absicherungsbedarf bei Rohstoffen, womit die Erträge
deutlich ausgebaut werden konnten. Die Ertragslage im Konzernbereich Fixed Income
& Currencies - ohne Bewertungseffekte aus eigenen Verbindlichkeiten sowie Kontrahentenrisiken
im Derivategeschäft - profitierte vor allem von Kundenaktivitäten zur Absicherung
von Währungsschwankungen, während der kundenbezogene Handel mit Anleihen und Zinsderivaten
hinter dem Vorjahresniveau zurückblieb. Im Konzernbereich Credit Portfolio Management,
dem Steuerung und Optimierung der Kreditportfolios sowie das Management von Kontrahentenrisiken
unterliegen, blieben die Erträge auf einem stabilen Niveau. Mit 1 614 Mio. Euro lagen die Erträge vor Risikovorsorge in den ersten neun Monaten
um 85 Mio. Euro über denen des Vorjahres. Bereinigt um die Veränderung von Bewertungseffekten
ergab sich ein Rückgang um 36 Mio. Euro. Beim Ertrag verzeichnete das Zins- und Handelsergebnis
einen Zuwachs von 89 Mio. Euro auf 1 324 Mio. Euro, während der Provisionsüberschuss
um 9 Mio. Euro auf 270 Mio. Euro leicht zurückging. Für die Risikovorsorge im Kreditgeschäft ergab sich in den ersten neun Monaten 2015
eine Auflösung von 25 Mio. Euro nach 14 Mio. Euro im Vorjahr. Mit 1 076 Mio. Euro lag der Verwaltungsaufwand um 89 Mio. Euro über dem Vorjahr. Der
Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem erstmaligen Ausweis der Europäischen Bankenabgabe
in Höhe von 67 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern reduzierte sich um 50 Mio. Euro auf 506 Mio. Euro. Darin
enthalten sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 57 Mio. Euro, die im Wesentlichen
im Zusammenhang mit der Bündelung von Produkt- und Marktkompetenzen stehen. Bei einem durchschnittlichen gebundenen Eigenkapital in Höhe von 4,7 Mrd. Euro lag
die Operative Eigenkapitalrendite bei 16,0 % (Vorjahr: 16,1 %). Die Operative Eigenkapitalrendite
abzüglich immaterieller Vermögenswerte lag mit 16,6 % auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.
Die Aufwandsquote betrug 66,7 %, nach 64,6 % im Vorjahr. Bereinigt um die Effekte
aus der Bewertung eigener Verbindlichkeiten und Kontrahentenrisiken im Derivategeschäft
läge die Operative Eigenkapitalrendite bei 12,2 % (Vorjahr: 15,7 %). Die bereinigte
Aufwandsquote beliefe sich auf 72,7 %, nach 65,1 % im Vorjahr. Non-Core Assetsscroll
In den ersten neun Monaten 2015 wies das nicht strategische Segment Non-Core Assets
(NCA) ein Operatives Ergebnis in Höhe von - 329 Mio. Euro aus. Im Vergleich zum Vorjahr
fällt der operative Verlust damit um 282 Mio. Euro erheblich geringer aus. Zur deutlichen Verbesserung des Risikoprofils infolge des signifikanten Abbaus bilanzieller
Aktiva haben, unterstützt durch Portfoliotransaktionen, alle Teilsegmente beigetragen.
Im Berichtszeitraum ging das Exposure at Default (inklusive Problemkredite) insgesamt
um rund 16 Mrd. Euro auf 68 Mrd. Euro zurück. In den beiden Teilsegmenten gewerbliche
Immobilienfinanzierungen (EaD: - 8 Mrd. Euro auf 12 Mrd. Euro) sowie Schiffskredite
(EaD: - 2 Mrd. Euro auf 10 Mrd. Euro) kommt das zusammengefasste EaD-Volumen unserer
Zielmarke per Jahresende 2016 von 20 Mrd. Euro bereits sehr nahe. Gewerbliche Immobilienfinanzierungen erfreuen sich im Niedrigzinsumfeld unvermindert
starker Nachfrage, was vorzeitige Kreditablösungen, aber auch Verkaufstransaktionen
begünstigt. An den Märkten für europäische Staatsanleihen hat sich das Umfeld nach
starken Ausschlägen bei den Risikoaufschlägen im bisherigen Jahresverlauf zuletzt
wieder beruhigt. Positiv wirken unvermindert großvolumige Staatsanleihekäufe der EZB,
während politische Entwicklungen, oft im Zusammenhang oder als Folge von Wahlen, eher
belastend wirken. An den internationalen Schiffsmärkten ist eine Wende zum Besseren,
auch aufgrund der unsicheren Perspektiven für die globale Konjunktur sowie damit einhergehend
die Nachfrage nach Schiffstransportkapazitäten, noch nicht erkennbar. Im Berichtszeitraum wurden Erträge vor Risikovorsorge in Höhe von 234 Mio. Euro erzielt,
nach 77 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das starke Plus beim Zinsüberschuss auf 140
Mio. Euro, nach - 40 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, ist einerseits auf im ersten
Halbjahr 2014 als Zinsaufwand verbuchte Belastungen aus Portfolioverkäufen zurückzuführen.
Andererseits konnten im laufenden Jahr die aus dem Portfolioabbau resultierenden abnehmenden
Zinserträge durch substanzielle Zusatzerträge aus Maßnahmen zur Restrukturierung von
Refinanzierungsmitteln mehr als kompensiert werden. Der Provisionsüberschuss liefert
angesichts eingestellter Neugeschäftsaktivitäten mit 13 Mio. Euro erwartungsgemäß
keinen signifikanten Ertragsbeitrag. Das volatile Handelsergebnis, das in hohem Maß
Marktwertveränderungen aus der Bewertung von Derivaten abbildet, verbesserte sich
deutlich auf 308 Mio. Euro, nach 170 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das mit - 210
Mio. Euro negative Ergebnis aus Finanzanlagen beinhaltet in erster Linie Wertkorrekturen
auf die HETA Asset Resolution AG. Im Vorjahr führten im Wesentlichen Effekte aus dem
konzerninternen Verkauf von Public-Finance-Beständen in den Bereich Treasury für den
Ergebnisausweis von - 78 Mio. Euro. Im Sonstigen Ergebnis in Höhe von - 15 Mio. Euro
spiegeln sich Belastungen im Zusammenhang mit der Veräußerung der Schiffsrestrukturierungsplattform
HSAM wider. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft lag mit - 313 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert
in Höhe von - 449 Mio. Euro. Während der Vorsorgebedarf für gewerbliche Immobilienfinanzierungen
im Vorjahresvergleich weitgehend konstant geblieben ist, konnte die Risikovorsorge
für Schiffsfinanzierungen deutlich verringert werden. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Mio.
Euro auf 250 Mio. Euro. Darin enthalten ist die erstmals angefallene Europäische Bankenabgabe
in Höhe von 28 Mio. Euro. Die Restrukturierungsrückstellung in Höhe von 16 Mio. Euro
spiegelt Maßnahmen zur weiteren Reduktion der operationellen Komplexität wider. In den ersten neun Monaten 2015 verzeichnete das Segment NCA insgesamt einen Verlust
vor Steuern von - 345 Mio. Euro, nach - 611 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das durchschnittlich gebundene Eigenkapital lag bei 7,3 Mrd. Euro, nach 8,3 Mrd. Euro
im Vorjahreszeitraum. Sonstige und KonsolidierungIn den Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen eingestellt,
die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige
wird über Beteiligungen, die nicht den Geschäftssegmenten zugeordnet sind, übergeordnete
Konzernsachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für konzernübergreifende Projekte,
Effekte aus der Purchase Price Allocation im Zusammenhang mit der Übernahme der Dresdner
Bank sowie spezifische, nicht den Segmenten zuzuordnende Einzelsachverhalte und das
Group Treasury berichtet. Ferner sind hier die Kosten der Serviceeinheiten abgebildet,
die - mit Ausnahme von Restrukturierungsaufwendungen - im Wesentlichen auf die Segmente
verrechnet werden. Unter Konsolidierung fallen Aufwendungen und Erträge an, die von
den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen der internen Managementberichterstattung
auf den Konzernabschluss nach IFRS überleiten. Ferner sind hier die Kosten der Konzernsteuerungseinheiten
abgebildet, die - mit Ausnahme von Restrukturierungsaufwendungen - ebenfalls im Wesentlichen
auf die Segmente verrechnet werden. Das Operative Ergebnis der ersten neun Monate 2015 betrug - 421 Mio. Euro, gegenüber
- 615 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg um 194 Mio. Euro ist in erster Linie
sowohl auf die Entwicklung der Group Treasury, die das sehr gute Vorjahresergebnis
deutlich übertreffen konnte, als auch auf übergeordnete Konzernsachverhalte und Einmaleffekte
zurückzuführen. Hierzu zählt unter anderem eine hohe Nettoneubildung von Rückstellungen
für Prozessrisiken im Vorjahr. Unter Berücksichtigung von Restrukturierungsaufwendungen
in Höhe von 21 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Optimierung interner Abläufe belief
sich das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und Konsolidierung in den ersten
neun Monaten 2015 auf - 442 Mio. Euro, nach - 615 Mio. Euro in den ersten neun Monaten
2014. NachtragsberichtGeschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des Berichtszeitraums
nicht aufgetreten. PrognoseberichtKünftige gesamtwirtschaftliche SituationDie Weltwirtschaft dürfte 2015 kaum stärker wachsen als 2014, was vor allem an der
erwarteten Entwicklung der Schwellenländer liegt. Dort hat die Politik des billigen
Geldes zu Übertreibungen an den Immobilienmärkten und bei der privaten Verschuldung
geführt, die korrigiert werden müssen. Darüber hinaus dürften Investoren Kapital aus
den Schwellenländern verlagern, wenn die US-amerikanische Notenbank beginnt, die Zinsen
zu erhöhen. Für China prognostizieren wir weniger Wachstum, als es die chinesische
Regierung in diesem Jahr erwartet. Einen wirtschaftlichen Crash halten wir aber für
unwahrscheinlich. Schließlich verfügen die Regierung und ihre Banken über viele Ressourcen,
um die Ungleichgewichte der chinesischen Wirtschaft zeitlich gestreckt abzubauen. Die Wirtschaft in den USA dürfte dagegen weiter wachsen, auch wenn die schleppende
globale Nachfrage und der starke US-Dollar die Exporte noch länger bremsen werden.
Die Arbeitslosigkeit dürfte weiter fallen und die Löhne allmählich stärker anziehen.
Es ist deshalb damit zu rechnen, dass die amerikanische Notenbank wohl noch in diesem
Jahr beginnen wird, die Leitzinsen zu erhöhen. Im Euroraum dürfte sich das Expansionstempo der Wirtschaft in den kommenden Quartalen
nicht erhöhen. Denn die Abwertung des Euro und die niedrigen Rohölpreise sorgen nur
vorübergehend für Wachstum. Zudem hat der Euro seit April 2015 wieder spürbar aufgewertet.
Darüber hinaus bremsen die in einigen Ländern bestehenden Übertreibungen am Immobilienmarkt
und bei der Verschuldung weiterhin das Wachstum. Das reale Bruttoinlandsprodukt dürfte
2015 um 1,5 % zunehmen. Die deutsche Wirtschaft, die stark von der Nachfrage aus den Schwellenländern abhängig
ist, wird aller Voraussicht nach in den kommenden Quartalen langsamer wachsen. Für
das Gesamtjahr 2015 rechnen wir mit einem Plus von 1,8 %. Angesichts der verhaltenen Konjunkturaussichten und einer weiter deutlich unter dem
Zielwert der Notenbank verharrenden Inflationsrate wird die EZB ihr Anleihekaufprogramm
wohl eher noch ausweiten als vorzeitig beenden. Der gegensätzliche geldpolitische Kurs in den USA und im Euroraum spricht dafür, dass
der Euro gegenüber dem US-Dollar weiter abwertet. Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen
sollten mit höheren US-Leitzinsen etwas steigen. Aktien werden dann ebenfalls unter
der Zinswende der US-Notenbank leiden. Deutsche und europäische Aktien dürften hingegen
per saldo davon profitieren, dass die EZB Anleger mit ihrer Nullzinspolitik weiterhin
in risikoreichere Anlagen drängt. Künftige Situation der BankbrancheUnsere Einschätzung hinsichtlich der zu erwartenden mittelfristigen Entwicklung der
Bankbranche hat sich gegenüber den von uns im Geschäftsbericht 2014 getroffenen Aussagen
nicht wesentlich verändert. In den vergangenen Monaten haben wichtige Vermögenspositionen auf den internationalen
Aktien- und Anleihemärkten empfindlich an Wert eingebüßt. Die Unsicherheit über Griechenland
ist dabei von der Sorge über die wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer insgesamt
und speziell der in China sowie der Unsicherheiten im Vorfeld einer ersten Zinserhöhung
seit der Finanzkrise in den USA abgelöst worden. Die Volatilitäten haben sich - besonders
auf den Rentenmärkten - spürbar erhöht, auch im Zusammenhang mit dem Hinweis der EZB,
dass sich die Märkte an stärkere Schwankungen gewöhnen müssten, und durch den Abbau
von Währungsreserven in China. Auch in der Realwirtschaft haben sich die weltwirtschaftlichen
Aussichten eingetrübt. Die Unsicherheit über die künftige Entwicklung ist allgemein
gestiegen. Für eine Entwarnung für das bankgeschäftliche Umfeld ist es angesichts der zyklischen
Ermüdung der Weltwirtschaft und struktureller Probleme in vielen bisherigen Wachstumsregionen
daher immer noch zu früh. Denn die Eurokonjunktur wird immer noch von Sonderfaktoren
wie niedrigeren Ölpreisen, einem gesunkenen Außenwert des Euro sowie insbesondere
einer expansiven Geldpolitik angeschoben; Rückschlagsgefahren bei der wirtschaftlichen
Erholung sind nicht vollständig gebannt. Die Eurokrise ist angesichts ihrer Komplexität
aus Staatsschulden-, Finanz- und Strukturkrise ohnehin nicht leicht zu überwinden.
Ob beispielsweise die neue griechische Regierung die Kraft aufbringt, die mit den
Geldgebern vereinbarten Reformen durchzusetzen, ist noch nicht klar abzusehen. Die
noch nicht abgeschlossene Entschuldung von Staaten, Unternehmen und privaten Haushalten
lastet im gesamten Euroraum ohnehin weiter auf der Ertragslage der Banken. Der Bankensektor im Euroraum steckt noch mitten in einem längeren Strukturwandel,
der durch die krisenhafte Entwicklung der vergangenen Jahre ausgelöst wurde. Auf der
einen Seite haben gerade die deutschen Banken Fortschritte dabei erzielt, ihre Kapitalausstattung
an die strengen Aufsichtsregeln anzupassen. Auf der anderen Seite kommen immer wieder
Sorgen um die operative Ertragskraft der Banken und um ihre Eigenkapitalrentabilität
auf. Die einzelnen Geschäftsmodelle zur nachhaltigen Gewinnerzielung und die Belastungsfähigkeit
im anhaltenden Niedrigzinsumfeld stehen zunehmend im Fokus. In der Folge notieren
große -insbesondere deutsche - Banken an den Börsen hartnäckig mit deutlichen Abschlägen
auf ihren Buchwert. Der gestärkten Kapitalausstattung stehen abnehmende implizite Staatsgarantien, schärfere
Abwicklungsregeln und wachsende Gläubigerbeteiligungen gegenüber. Die Herabstufung
der Bankenratings für langfristig unbesicherte Verbindlichkeiten durch Ratingagenturen
in Reaktion auf die EU-Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Finanzinstituten
und das Schuldenmoratorium der österreichischen Finanzaufsicht über die HETA Asset
Resolution AG haben das Potenzial für Verunsicherungen im Bankenumfeld vergrößert.
Ein weiterer Abbau des Verschuldungsgrades, die Verbesserung der Qualität der Aktiva
und die Erhöhung der operativen Profitabilität in der immer mehr digitalisierten und
automatisierten Branche bleiben für den Bankensektor eine wichtige Voraussetzung,
um die höheren Anforderungen der Bankenaufsicht und die Erwartungen der Investoren
zu erfüllen. Die Bewältigung des durch Regulierung, Strukturwandel und Wettbewerb verstärkten Drucks
auf den Bankensektor wird zudem dadurch erschwert, dass der Spielraum für eine zukünftige
Margenstabilisierung aufgrund des sehr niedrigen Zinsniveaus zunehmend begrenzt ist
und weitere Entlastungen durch eine rückläufige Kreditrisikovorsorge unsicher sind.
Die Unternehmensinvestitionen dürften bis zum Jahreswechsel und auch im kommenden
Jahr nur zögerlich getätigt werden. Dies resultiert auch aus der verstärkten Nutzung
interner und alternativer externer Finanzierungsquellen, die einer deutlichen Belebung
des Kreditgeschäfts mit Firmenkunden - trotz deutlicher Erholungstendenzen - im Wege
stehen. Im Privatkundengeschäft wird das Provisionsergebnis trotz der immer noch vorherrschenden
Präferenz für provisionsarme, hoch liquide Anlageformen und der geringen Neigung zum
direkten Wertpapierkauf wachsen können, insbesondere da vermehrt Altersvorsorgeprodukte
abgesetzt werden können. Impulse für die Sparte kommen hierzulande zudem von der rekordhohen
Erwerbstätigkeit und den immer noch guten Aussichten für das Immobilienkreditgeschäft. Das niedrige Zinsniveau, eine hohe Preissensibilität der Kunden sowie der zunehmende
Wettbewerb von Onlinebanken und technologiegetriebenen Akteuren mit Banklizenzen erschweren
grundsätzlich die Ausweitung von Ertragspotenzialen. Unter dem Strich bleibt der Spielraum
für Ertragssteigerungen bei den Banken im Euroland auf absehbare Zeit angesichts der
an Fahrt verlierenden Weltkonjunktur eng bemessen. Es besteht das Risiko, dass die
erhöhten Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Finanzmärkte und der Realwirtschaft
die Dispositionen vieler Unternehmen und Privathaushalte stärker dämpfen als allgemein
unterstellt. Der Ausblick auf das bankgeschäftliche Umfeld in unserem zweiten Kernmarkt Polen hat
sich - trotz der unverändert guten konjunkturellen Situation - durch das Ergebnis
der jüngsten Parlamentswahl eingetrübt. Im Zusammenhang mit den zu erwartenden Gesetzes-
beziehungsweise Regulierungsinitiativen, unter anderem in Bezug auf eine Konvertierung
von in Schweizer Franken denominierten Hypothekenkrediten in Zloty sowie die Einführung
einer Bankenabgabe in Polen, sind spürbare Belastungen für den Bankensektor nicht
auszuschließen. Das erwartete Wirtschaftswachstum sollte zu einem Anstieg des Kreditvolumens führen
und die sich verbessernde Lage der privaten Haushalte und des Unternehmenssektors
wird sich in den Risikokosten der Banken positiv widerspiegeln. Zu den wichtigsten
Wachstumstreibern dürften Firmenkredite zählen, aber auch im Privatkundensegment ist
dank des höheren verfügbaren Einkommens und der niedrigen Zinsen ein Ertragsanstieg
zu erwarten. Erwartete Finanzlage des Commerzbank-KonzernsGeplante FinanzierungsmaßnahmenFür die kommenden Jahre rechnet die Commerzbank mit einem Refinanzierungsbedarf vergleichbar
mit dem diesjährigen Volumen am Kapitalmarkt. Die Commerzbank verfügt über die Möglichkeit,
Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe sowie Structured Covered Bonds,
die durch SME-Kredite besichert sind, zu emittieren. Besonders durch die besicherten
Refinanzierungsinstrumente haben wir einen stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung
mit Kostenvorteilen gegenüber unbesicherten Fundingquellen. Diese Emissionen bilden
einen festen Bestandteil im Refinanzierungsmix der Commerzbank. Auch künftig wird
die Commerzbank unbesicherte Emissionen am Kapitalmarkt aufnehmen: vornehmlich Privatplatzierungen,
um die Nachfrage der Kunden zu decken, und gegebenenfalls zur weiteren Diversifizierung
der Refinanzierungsbasis. Die Hypothekenbank Frankfurt AG hat aufgrund der Abbaustrategie
keinen Fundingbedarf. Durch regelmäßige Überprüfung und Adjustierung der für das Liquiditätsmanagement
und den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen wird die Commerzbank
den Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung
tragen und eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur
gewährleisten. Geplante InvestitionenDie aktuellen und geplanten Investitionsmaßnahmen der Commerzbank stehen im Zusammenhang
mit dem eingeschlagenen Wachstumskurs. Durch Anpassungen im Geschäftsmodell an die
neuen Rahmenbedingungen in der Finanzbranche will die Bank fokussiert wachsen und
investiert in die Ertragskraft ihres Kerngeschäfts. Bei den Investitionen haben sich
in den ersten neun Monaten 2015 keine wesentlichen Änderungen zu den im Geschäftsbericht
2014 auf den Seiten 100 bis 102 aufgeführten Planungen ergeben. Voraussichtliche Entwicklung der LiquiditätDer Geld- und Kapitalmarkt der Eurozone war auch im zurückliegenden Jahresverlauf
2015 durch die geldpolitischen Maßnahmen der EZB zur Unterstützung der konjunkturellen
Erholung der Eurozone geprägt. Über das Ankaufsprogramm für Wertpapiere stellt die EZB pro Monat zusätzlich 60 Mrd.
Euro an Liquidität pro Monat zur Verfügung. Somit steigt die Überschussliquidität
im System kontinuierlich weiter an. Darüber hinaus kündigte die EZB im dritten Quartal
2015 an, weitere Maßnahmen ergreifen zu wollen, wenn sich der gewünschte Erfolg der
bisherigen geldpolitischen Maßnahmen nicht beziehungsweise nicht im gewünschten Umfang
einstellt. Die sehr kurzen Zinsen bewegten sich wie erwartet weiterhin in Richtung Verzinsung
der Einlagenfazilität. Die aktuelle Entwicklung des Eonia-Zinssatzes blieb negativ
und bewegte sich wie erwartet in Richtung - 15 Basispunkte. Für den weiteren Jahresverlauf
gehen wir von einer Seitwärtsentwicklung des Eonia aus. Die kürzeren Euribor-Fixings
bis drei Monate sind erwartungsgemäß in den negativen Zinsbereich gefallen. Insgesamt
konnten wir im zurückliegenden Quartal eine Verflachung der Zinskurve feststellen,
wobei die kurzfristigen Zinsen leicht nachgaben und die langen Zinsen wie beispielsweise
der 10-Jahres-Swapsatz zurückgingen. Für den weiteren Jahresverlauf erwarten wir eine
leicht schwächere Euribor-Kurve und somit weiterhin nachgebende Zinsen. Für den 3-Monats-Euribor
erwarten wir eine Entwicklung in Richtung - 6 Basispunkte. Im Bereich der Credit Spreads
kehrte nach den Wahlen in Griechenland und in der spanischen Provinz Katalonien wieder
Sicherheit in die europäischen Märkte für Staatsanleihen zurück. Insbesondere für
die südeuropäischen Länder wie Portugal, Spanien und Italien waren deutlichen Spreadeinengungen
zu verzeichnen, während die Eurokernländer nur leicht davon profitieren konnten. Diese
Entwicklung wurde zusätzlich durch die Ausweitung des Ankaufsprogramms für Anleihen
der EZB gestützt. Lediglich für Covered Bonds, die generell in einer sehr engen Spanne
handeln, waren leichte Spreadausweitungen zu verzeichnen. Aufgrund der stetigen Nachfrage
der EZB im Rahmen ihres Ankaufprogramms für Anleihen und der insgesamt rückläufigen
Emissionsaktivitäten gehen wir weiterhin von einer stabilen Spreadentwicklung im vierten
Quartal 2015 aus. Die Umsetzung regulatorischer Vorhaben wie zum Beispiel der "Liquidity Coverage Ratio
(LCR)" und der "Leverage Ratio" sind aus unserer Sicht bereits im Markt eingepreist.
So haben sich die Refinanzierungskosten für Collaterals, die einen LCR-Abfluss verursachen,
im Verhältnis zu LCR-fähigen Wertpapieren grundsätzlich verteuert und es hat sich
ein neuer bilateraler Repo-Markt entwickelt, der diese Collateral Up-/Downgrades verstärkt
handelt. Das Liquiditätsmanagement der Commerzbank ist auf sich verändernde Marktbedingungen
gut vorbereitet und in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren.
Die Bank weist eine komfortable Liquiditätssituation auf, die sich über den internen
Limiten und den gegenwärtig gültigen regulatorischen Anforderungen der Liquiditätsverordnung
und der MaRisk bewegt. Die Bank unterhält zur Abfederung unerwarteter Liquiditätsabflüsse eine Liquiditätsreserve,
die aus hoch liquiden zentralbankfähigen Aktiva besteht. Unsere Geschäftsplanung ist
dahingehend ausgelegt, dass die Liquiditätsausstattung den gegebenen Marktverhältnissen
und den damit verbundenen Unsicherheiten Rechnung trägt. Dies wird durch das stabile
Franchise im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie den für besicherte und unbesicherte
Anleihen zur Verfügung stehenden Geld- und Kapitalmarkt gestützt. Voraussichtliche Entwicklung des Commerzbank-KonzernsAn unseren zum Jahresende 2014 getroffenen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung
des Commerzbank-Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 halten wir grundsätzlich weiterhin
fest. Auch wenn sich die im dritten Quartal eingesetzte saisonal übliche Abschwächung der
Ertragslage im Schlussquartal fortsetzen dürfte, rechnen wir weiterhin damit, im Geschäftsjahr
2015 eine Steigerung der gesamten Operativen Erträge sowohl auf Ebene der Kernbank
als auch des Gesamtkonzerns zu erzielen. Basis dieser Prognose sind Wachstumsinitiativen
in den Kernbanksegmenten, mit denen die Commerzbank auf ein kontinuierlich zunehmendes
Geschäftsvolumen sowie eine verbesserte Marktposition abzielt. Im Segment NCA halten
wir aufgrund der positiven Bewertungseffekte auf Derivate durch Spreadeinengungen
ebenfalls einen Ertragszuwachs für möglich. Nachteilige Auswirkungen des extremen Niedrigzinsumfeldes sowie die nicht ausreichend
robuste konjunkturelle Situation in Europa stellen jedoch bis zum Jahresende signifikante
Belastungs- und Unsicherheitsfaktoren dar und können das angestrebte Geschäfts- und
Ertragswachstum sowie die erwartete Verbesserung des Konzernergebnisses noch negativ
beeinflussen. Bei der Entwicklung des Zinsüberschusses im Jahr 2015 bremsen unverändert die Auswirkungen
des nochmals deutlich anspruchsvoller gewordenen Zinsumfeldes sowie die in verhaltener
Kreditnachfrage zum Ausdruck kommende geringe Investitionstätigkeit der Unternehmen
die angestrebte Steigerung. Positiv wirken steigende Kreditvolumina im Neu- und Bestandsgeschäft
aufgrund der gestärkten Wettbewerbsposition insbesondere bei privaten Immobilienfinanzierungen,
aber auch in Teilbereichen des Firmenkundengeschäfts. Negativ wirken dagegen rückläufige
Einlagenmargen. Im Segment NCA dürfte der Entfall eines negativen Sondereffekts im
vergangenen Jahr im Zusammenhang mit einer Portfoliotransaktion die zunehmend ertragsmindernden
Auswirkungen des stark vorangeschrittenen Abbaus zinstragender Aktiva kompensieren
können. Hier wie auf Konzernebene gehen wir für das Gesamtjahr 2015 von einer leichten
Steigerung des Zinsüberschusses aus. Beim Provisionsüberschuss prognostizieren wir im Jahr 2015 ebenfalls eine leichte
Zunahme. Die sehr dynamische Entwicklung im Privatkundengeschäft, wo sich unser kundenorientiert
ausgerichteter Beratungsansatz im Wertpapiergeschäft auszahlt, sollte sich auch im
vierten Quartal fortsetzen, während das verhaltene Aktivitätsniveau bei Mittelstandskunden
ein wahrscheinlich nur stabiles Provisionsgeschäft erwarten lässt. Eine Prognose des
Handelsergebnisses ist aufgrund der Unwägbarkeiten hinsichtlich der Entwicklung an
den globalen Finanzmärkten schwierig. Die zum Teil deutlich gestiegene Kapitalmarktvolatilität
bestärkt uns aber in unserem risikoorientierten Ansatz mit einem bewusstem Verzicht
auf Eigenhandelsaktivitäten. Sofern sich die globale wirtschaftliche Lage bis zum Jahresende nicht wesentlich eintrübt,
sehen wir die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Gesamtjahr 2015 in einer Größenordnung
von unterhalb 900 Mio. Euro im Gesamtkonzern. Sowohl für die Kernbank als auch im
Segment NCA rechnen wir gegenüber 2014 mit niedrigeren Risikokosten. Im Abbausegment
sollten die verbesserte Portfolioqualität sowie der erheblich reduzierte Bestand an
gewerblichen Immobilien- und Schiffsfinanzierungen eine nochmals deutlich reduzierte
Risikovorsorgebelastung ermöglichen. In der Schiffsfinanzierung, auf die erneut der
Großteil der Kreditwertberichtigungen entfallen dürfte, ist jedoch noch keine nachhaltige
Verbesserung des schwierigen Umfeldes absehbar. Striktes Kostenmanagement bleibt unverändert notwendig, um dem Kostendruck aufgrund
regulatorischer Anforderungen, der Europäischen Bankenabgabe sowie Wechselkurseffekten
aufgrund des schwächeren Euro zu begegnen. Es ist das Ziel der Commerzbank, dass der
gesamte Verwaltungsaufwand - ohne die Belastungen aus der Europäischen Bankenabgabe
- den Wert von 7,0 Mrd. Euro nur leicht überschreitet. Im Zusammenhang mit unseren eingeleiteten Prozessen zur Effizienzsteigerung sind auch
für das vierte Quartal Restrukturierungsrückstellungen in mittlerer zweistelliger
Größenordnung nicht auszuschließen. Darüber hinaus können steuerlich bedingte Belastungen
das Ergebnis des Gesamtjahres möglicherweise beeinflussen. An unserer bisherigen Prognose eines im Gesamtjahr 2015 sowohl vor als auch nach Steuern
deutlich verbesserten Konzernergebnisses halten wir dennoch weiter fest. Die Operative
Eigenkapitalrendite des Commerzbank-Konzerns wird demzufolge ebenfalls eine deutliche
Verbesserung aufweisen. Aufgrund saisonaler Einflüsse gehen wir davon aus, dass die
Operative Ergebnisentwicklung wie bereits im dritten Quartal auch im letzten Jahresabschnitt
voraussichtlich nicht an die der ersten Jahreshälfte anknüpfen wird. Unter Ausklammerung
der Effekte durch hohe zusätzliche Belastungen aus Bankenabgaben wird die Aufwandsquote
leicht zurückgehen. Mit einer Common-Equity-Tier-1-Quote von 10,8 % zum 30. September 2015 haben wir unser
für das Jahr 2016 gesetztes Kapitalziel - auch unter Herausrechnung der im April 2015
durchgeführten Kapitalerhöhung - bereits ein Jahr früher erreicht. Auch für das vierte
Quartal erwarten wir eine Basel-3-Kernkapitalquote ("fully phased-in", das heißt,
des nach unserer Interpretation vollständig umgesetzten regulatorischen Regelwerks)
von mindestens 10,8 %. Aus heutiger Sicht, das heißt wenn es im vierten Quartal zu keinen großen negativen
Überraschungen kommt, werden wir den Entscheidungsgremien die Ausschüttung einer Dividende
für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 20 Cent je Aktie vorschlagen. ZwischenrisikoberichtAufgrund von Rundungen können sich im nachfolgenden Bericht bei Summenbildungen und
bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Risikoorientierte GesamtbanksteuerungAls Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener
Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet
grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten.
Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise im Jahresabschluss oder in der Kapitalbindung
bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Reputationsrisiken. Organisation des RisikomanagementsDie Commerzbank sieht das Risikomanagement als eine Aufgabe für die gesamte Bank an.
Der Chief Risk Officer (CRO) verantwortet konzernweit die Entwicklung und Umsetzung
der risikopolitischen Leitlinien für quantifizierbare Risiken, die vom Gesamtvorstand
festgelegt werden, sowie die Messung dieser Risiken. Der CRO berichtet im Gesamtvorstand
und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des
Konzerns. Die Risikomanagement-Organisation besteht aus den Bereichen Kreditrisikomanagement
Kernbank, Kreditrisikomanagement Non-Core Assets (NCA), Intensive Care, Marktrisikomanagement
sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement. In den Segmenten der Kernbank ist das
Kreditrisikomanagement nach Weißbereich und Intensive Care getrennt, während es im
Segment NCA über alle Ratingklassen hinweg in einer Einheit zusammengeführt ist. Alle
Bereiche haben eine direkte Berichtslinie an den CRO. Gemeinsam mit den fünf Bereichsvorständen
bildet der CRO innerhalb der Konzernsteuerung das Risk Management Board. Die Organisation des Risikomanagements der Commerzbank ist im Geschäftsbericht 2014
detailliert dargestellt. Risikotragfähigkeit und StresstestingDie Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung
und des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) der Commerzbank. Ziel
ist es sicherzustellen, dass die Commerzbank jederzeit über eine ihrem Risikoprofil
angemessene Kapitalausstattung verfügt. Wir überwachen die Risikotragfähigkeit der Commerzbank mittels eines sogenannten Gone-Concern-Ansatzes,
dessen grundlegendes Sicherungsziel der Schutz der erstrangigen Fremdkapitalgeber
ist. Dies soll auch im Fall außerordentlich hoher Verluste aus einem unwahrscheinlichen
Extremereignis gewährleistet sein. Die Gone-Concern-Analyse ist ergänzt um Elemente,
die eine Fortführung des Instituts zum Ziel haben (Going-Concern-Perspektive). Die
Risikotragfähigkeit wird zusätzlich anhand makroökonomischer Stressszenarien beurteilt.
Der Geschäftsbericht 2014 liefert weitere Details zur angewendeten Methodik. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit (RTF) gilt als erfüllt, sofern die
RTF-Quote über 100 % liegt. Im Jahresverlauf 2015 lag die RTF-Quote stets über 100
% und betrug aufgrund des deutlichen Anstiegs des ökonomischen Risikodeckungspotenzials
189 % per 30. September 2015. Dabei konnte im dritten Quartal 2015 durch den Verkauf
der HSAM GmbH (Hanseatic Ship Asset Management GmbH) das Objektwertänderungsrisiko
der Commerzbank deutlich reduziert werden. scroll
1
Einschließlich Abzugsposition für Geschäftsrisiko. AdressenausfallrisikenAdressenausfallrisiken umfassen das Risiko von Verlusten aufgrund von Ausfällen von
Geschäftspartnern. Die Commerzbank subsumiert unter den Adressenausfallrisiken neben
dem Kreditausfallrisiko auch das Kontrahenten- und Emittentenrisiko sowie das Länder-
beziehungsweise Transferrisiko. Commerzbank-KonzernKreditrisikokennzahlenZur Steuerung und Limitierung der Adressenausfallrisiken im Commerzbank-Konzern nutzen wir unter anderem die folgenden Risikokennzahlen: Exposure at Default (EaD)1 , Loss at Default (LaD), Expected Loss (EL), Risikodichte (EL/EaD), Credit Value at Risk (CVaR = ökonomischer Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,91 % und einer Haltedauer von einem Jahr) und Risikoaktiva sowie für Klumpenrisiken den "All-in". Die Kreditrisikokennzahlen im Commerzbank-Konzern verteilen sich in den Ratingstufen 1.0 bis 5.8 wie folgt auf Kernbank und Non-Core Assets: scroll
Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil
von 79 % in den internen Ratingstufen 1 und 2, die dem Investment-Grade-Bereich zuzuordnen
sind. scroll
Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der
Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider. Rund
die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere
Länder in Europa und 7 % auf Nordamerika. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt
sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet
werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Vor dem Hintergrund
der aktuellen Situation in der Ukraine stehen die Russland- und Ukraine-Exposures
im besonderen Fokus der Risikoüberwachung. In den ersten drei Quartalen 2015 wurde
das Russland-Exposure von 5,7 Mrd. Euro auf 4,0 Mrd. Euro reduziert. Das Ukraine-Exposure
lag per Ende September 2015 bei 0,1 Mrd. Euro. Der Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland
und Westeuropa. Ein wesentlicher Treiber des Expected Loss im Bereich Sonstige sind
Schiffsfinanzierungen. scroll
Die folgende Tabelle zeigt das Exposure in den Ländern Griechenland, Italien, Portugal
und Spanien auf Basis des Sitzlandes beziehungsweise des Objektsitzes: scroll
1
Ohne Exposure aus Schiffsfinanzierungen. RisikovorsorgeDie Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Konzerns lag in den ersten drei Quartalen
2015 bei 584 Mio. Euro und damit um 252 Mio. Euro unter dem Vorjahresvergleichswert
von 836 Mio. Euro. Wertberichtigungen auf Wertpapiere werden nicht in der Risikovorsorge, sondern im
Ergebnis aus Finanzanlagen berücksichtigt. Note 5 des Zwischenabschlusses liefert
hierzu weitere Details. scroll
scroll
Für das Gesamtjahr 2015 erwarten wir, dass die Konzernrisikovorsorge unter 900 Mio.
Euro liegen wird. Sollten sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen beispielsweise
aufgrund geopolitischer Entwicklungen unerwartet massiv verschlechtern oder sollte
es zu Ausfällen bei großen Einzeladressen kommen, kann aber auch eine höhere Risikovorsorge
erforderlich werden. Default-PortfolioDas Default-Portfolio reduzierte sich in den ersten drei Quartalen 2015 um 3,8 Mrd.
Euro. Dieser Rückgang resultierte maßgeblich aus erfolgreichen Abbaumaßnahmen im Segment
NCA. Die nachfolgende Darstellung des Default-Volumens zeigt die ausgefallenen Forderungen
der Kategorie LaR Kredit sowie die ausgefallenen Forderungen, bei denen eine Veräußerung
beabsichtigt ist (IFRS 5): scroll
1
Coverage Ratio: Summe Risikovorsorge, Sicherheiten (und GLLP) im Verhältnis zum Default-Volumen. KernbankDie Kernbank setzt sich aus den Segmenten Privatkunden, Mittelstandsbank, Central
& Eastern Europe, Corporates & Markets sowie Sonstige und Konsolidierung zusammen. KreditrisikokennzahlenDas Exposure der Kernbank in den Ratingstufen 1.0 bis 5.8 stieg zum 30. September
2015 auf 371 Mrd. Euro an (31. Dezember 2014: 355 Mrd. Euro). Die Risikodichte blieb
mit 27 Basispunkten stabil. scroll
1
Im Wesentlichen Liquiditätsportfolios des Treasury. Rund 81 % des Kernbankportfolios liegen im Investment-Grade-Bereich. Dieser entspricht
auf Basis von PD-Ratings unseren internen Ratingstufen 1 und 2. scroll
1
Inklusive Sonstige und Konsolidierung. RisikovorsorgeIn den ersten drei Quartalen 2015 belief sich die Risikovorsorge der Kernbank auf
271 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr ging die Belastung somit um 116 Mio. Euro zurück. scroll
scroll
Default-PortfolioDas Default-Portfolio der Kernbank lag um 676 Mio. Euro unter dem Niveau des Jahresendes
2014. scroll
Segment PrivatkundenDas Segment Privatkunden umfasst die Aktivitäten des Konzernbereichs Private Kunden,
das Direct Banking und die Commerz Real. Im Bereich Private Kunden sind das inländische
Filialgeschäft für Privat- und Geschäftskunden sowie das Wealth Management zusammengefasst. Die Risiken im Privatkundengeschäft werden vom wirtschaftlichen Umfeld sowie von der
Entwicklung der Arbeitslosigkeit und der Immobilienpreise wesentlich beeinflusst.
Wir steuern die Risiken unter anderem über definierte Kreditstandards, ein aktives
Neugeschäftscontrolling, eine intensive Beobachtung des Immobilienmarktes sowie ein
EDV-gestütztes Überziehungsmanagement. Darüber hinaus identifizieren wir auffällige
Kredite über ausgewählte Trigger und bearbeiten diese im Bereich Risikofrüherkennung. Den Finanzierungsbedarf unserer Kunden decken wir über eine breite und moderne Produktpalette
ab. Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung
und der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (Private Baufinanzierung und Renditeobjekte
mit einem EaD von insgesamt 60 Mrd. Euro). Die Kreditversorgung unserer Geschäftskunden
stellen wir über Individualkredite mit einem Volumen von 14 Mrd. Euro sicher. Daneben
decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden durch Konsumentenkredite ab
(Verfügungskredite, Ratenkredite, Kreditkarten, mit insgesamt 10 Mrd. Euro). Im Privatkundengeschäft hat sich das Wachstum, insbesondere in der Baufinanzierung,
auch im dritten Quartal fortgesetzt. Die Risikodichte ist im Vergleich zum Jahresende
2014 um 3 auf 18 Basispunkte gesunken. scroll
Die Risikovorsorge im Privatkundengeschäft ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um 29 Mio. Euro auf 39 Mio. Euro zurück und lag damit auf einem sehr niedrigen Niveau. Das Default-Portfolio des Segments konnte gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 102 Mio.
Euro abgebaut werden. scroll
Segment MittelstandsbankIn diesem Segment bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden,
dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden, sofern sie nicht anderen Segmenten
zugeordnet sind. Darüber hinaus verantwortet das Segment - teilweise gemeinsam mit
dem Segment Corporates & Markets - die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen
Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Bei inländischen Corporates sowie
ausländischen Corporates mit Bezug zu Deutschland wollen wir weiter wachsen und investieren
in einzelne neue Märkte. Der Risikoappetit orientiert sich dabei an der Einschätzung
der jeweiligen Branche, aber auch an dem konjunkturellen und wettbewerblichen Umfeld
des Unternehmens. Wir analysieren die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells, die
strategische Ausrichtung und die Bonität des Unternehmens. scroll
Der EaD der Mittelstandsbank blieb in den ersten neun Monaten mit 135 Mrd. Euro weitestgehend
unverändert (31. Dezember 2014: 134 Mrd. Euro). Das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland
ist weiterhin stabil. Die Risikodichte im Bereich Corporates Inland belief sich per
30. September 2015 auf 29 Basispunkte. Im Bereich Corporates Ausland belief sich der EaD per 30.September 2015 auf 22 Mrd. Euro und die Risikodichte auf 17 Basispunkte. Für Details
zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf Seite 32. Die Risikovorsorge der Mittelstandsbank belief sich auf 119 Mio. Euro und ist gegenüber
dem Vorjahreszeitraum um 117 Mio. Euro deutlich zurückgegangen. Die Reduzierung resultierte
im Wesentlichen aus einer geringeren Risikovorsorge für neue Ausfälle. Das Default-Portfolio der Mittelstandsbank ist seit dem 31.Dezember 2014 um 313 Mio.
Euro gesunken. scroll
Segment Central & Eastern EuropeDas Segment Central & Eastern Europe umfasst die Aktivitäten des Konzerns im Universalbankgeschäft
und Direct Banking in Mittel- und Osteuropa. Das Segment wird durch die "mBank" repräsentiert.
Diese bietet Kunden Leistungen im Bereich des Retail-, Corporate und Investmentbankings
in Polen, sowie Retail-Banking in der Tschechischen Republik und der Slowakei an.
Der strategische Fokus des Segments Central & Eastern Europe liegt auf organischem
Wachstum im polnischen Mittelstandsgeschäft sowie im Privatkundenbereich in den Kernmärkten
der mBank. scroll
Der EaD des Segments Central & Eastern Europe ist zum 30. September 2015 mit 28 Mrd.
Euro im Vergleich zum Vorjahresende leicht gestiegen. Die Risikodichte belief sich
auf 54 Basispunkte. Das Exposure in Schweizer Franken betrug knapp 5 Mrd. Euro. Es
handelt sich dabei überwiegend um hypothekenbesicherte Engagements mit Privatkunden. Die Risikovorsorge im Segment Central & Eastern Europe ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um 21 Mio. Euro auf 75 Mio. Euro zurück. Das Default-Portfolio konnte im Vergleich zum Jahresende 2014 um 46 Mio. Euro abgebaut
werden. scroll
Segment Corporates & MarketsDieses Segment umfasst das Geschäft mit multinationalen Unternehmen, institutionellen
Kunden und ausgewählten Großkunden (Corporates) sowie die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten
(Markets) des Konzerns. Der regionale Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt mit rund 71 % des Gesamtexposures
in Deutschland und Westeuropa, der Anteil Nordamerikas lag Ende September 2015 bei
rund 15 %. Insgesamt lag der EaD mit 64 Mrd. Euro per Ende September 2015 rund 4 Mrd.
Euro über dem Wert per Ende Dezember 2014. Der Anstieg der Risikodichte ist auf wenige
Einzelfälle zurückzuführen. scroll
Corporates & Markets begleitet seine Kunden langfristig in allen Finanzierungsangelegenheiten,
insbesondere durch seine Serviceleistungen bei Underwriting und Emissionen (zum Beispiel
Equity, Bonds und Syndicated Loans). Stringente Richtlinien und definierte Limite
begrenzen dabei das Underwriting-Risiko für alle Produktarten. Unter Markt- und Kreditrisikogesichtspunkten
werden die Positionen, die aufgrund der Aktivität als Lead Arranger beziehungsweise
Marketmaker in den eigenen Büchern verbleiben, sowohl auf Kontrahenten- als auch auf
Portfolioebene streng überwacht. Insbesondere die zunehmende Dynamik im "Leveraged-Buy-out"-Markt
stellt derzeit hohe Anforderungen an das Kreditrisikomanagement. Ein Augenmerk liegt darüber hinaus auf dem engen Monitoring von Counterparties (zum
Beispiel Banken und Broker Dealer) in Ländern mit erhöhten Risiken, vor allem hinsichtlich
besicherter Handelsgeschäfte. Ziel ist es, unsere Kunden auch dort weiter zu unterstützen
und uns dabei auf die Begleitung von hoch reagiblem Geschäft zu fokussieren. Die Strategie
von Corporates & Markets mit Large-Corporates-Kunden in diesen kritischen Ländern
bleibt unverändert. Während sich die Neuinvestitionen im Bereich Structured Credit zum Jahresende 2014
auf 1,2 Mrd. Euro beliefen, stieg das Volumen per Ende September 2015 um weitere 1,3
Mrd. Euro auf insgesamt 2,6 Mrd. Euro an. Generell wird vorrangig in Anleihen von
Senior-Tranchen aus Verbriefungstransaktionen der Assetklassen Consumer (Auto) ABS,
UK-RMBS und CLO investiert, die eine robuste Struktur und ein moderates Risikoprofil
aufweisen. Gegenüber dem Vorjahr ist das gesamte Structured-Credit-Portfolio per September 2015 auf 6,2 Mrd. Euro gesunken (7,7 Mrd. Euro per Dezember 2014) bei gleichzeitiger Verringerung der Risikowerte1 auf 1,9 Mrd. Euro (2,4 Mrd. Euro per Dezember 2014). Ein wesentlicher Anteil des Portfolios entfällt dabei auf CDOs, die Unternehmenskredite in den USA und Europa (CLO) verbriefen, sowie andere Structured-Credit-Positionen, die sich aus Total-Return-Swap-Positionen zusammensetzen. Die Risikovorsorge im Segment Corporates & Markets ist stark von der Entwicklung einzelner
Engagements geprägt. Die Netto-Risikovorsorgeauflösung von 25 Mio. Euro in den ersten
drei Quartalen 2015 war im Wesentlichen auf die erfolgreiche Restrukturierung eines
Einzelfalls zurückzuführen. Damit lag die Risikovorsorgeauflösung um 11 Mio. Euro
über dem Vergleichswert des Vorjahres. Das Default-Portfolio im Segment Corporates & Markets sank in den ersten drei Quartalen
2015 um 223 Mio. Euro. scroll
Non-Core AssetsDie Konzernbereiche Commercial Real Estate (CRE), Deutsche Schiffsbank (DSB) und Public
Finance sind im Abbausegment Non-Core Assets gebündelt. Alle Portfolios in diesen
Bereichen sollen über die Zeit vollständig abgebaut werden. Der EaD des Segments im Weißbuch belief sich per 30. September 2015 auf 65 Mrd. Euro
und lag damit um 13 Mrd. Euro unter dem Wert per Ende 2014. scroll
Im Segment Non-Core Assets belief sich die Risikovorsorge auf 313 Mio. Euro und ist
damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 136 Mio. Euro gesunken. Hierbei ist zu
berücksichtigen, dass im Vorjahr eine Auflösung aus Portfoliotransaktionen in Höhe
von 112 Mio. Euro enthalten ist. scroll
scroll
Im Vergleich zum Jahresultimo 2014 wurde das Default-Volumen in den ersten drei Quartalen
2015 mehr als halbiert. Der Rückgang basierte im Wesentlichen auf aktiv von der Bank
herbeigeführten Rückzahlungen. scroll
Commercial Real EstateIn den ersten neun Monaten 2015 wurden die Bestände, in erster Linie in der Hypothekenbank
Frankfurt AG, weiter reduziert. Der EaD wurde um knapp 6 Mrd. Euro auf 11 Mrd. Euro
verringert. Der Rückgang des Exposures ist dabei insbesondere auf den Verkauf zweier
gewerblicher Immobilienportfolios zurückzuführen. Hierbei handelte es sich um ein
europäisches Portfolio sowie um ein deutsches Portfolio, welches vor allem aus notleidenden
Krediten bestand. Insgesamt konnte somit die Komplexität und der Risikogehalt im CRE-Portfolio
weiter deutlich verringert werden. Ziel ist gleichwohl auch weiterhin die Fortsetzung des wertschonenden Abbaus mit Fokus
auf der Reduzierung der höher risikobehafteten Teilportfolios. scroll
Die Risikovorsorge im Konzernbereich Commercial Real Estate belief sich in den ersten
drei Quartalen 2015 auf 76 Mio. Euro. Das Default-Portfolio für den Konzernbereich Commercial Real Estate konnte im Vergleich
zum Vorjahresende um 2 024 Mio. Euro deutlich reduziert werden. scroll
Deutsche SchiffsbankDas Exposure an Schiffsfinanzierungen im Weißbuch ist entsprechend unserer Abbaustrategie
gegenüber dem 31. Dezember 2014 von 9,2 Mrd. Euro auf 7,9 Mrd. Euro gesunken. Hierbei
konnten auch gegenläufige Effekte durch den gegenüber dem Euro stärkeren US-Dollar,
in dem größere Teile des Portfolios denominiert sind, überkompensiert werden. Unser Portfolio setzt sich im Wesentlichen aus den drei Standardschiffstypen Containerschiffe
(3 Mrd. Euro), Tanker (2 Mrd. Euro) und Massengutfrachter (2 Mrd. Euro) zusammen.
Das restliche Portfolio beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation
über verschiedene Schiffssegmente. Auch im dritten Quartal 2015 waren die Tankermärkte fester aufgrund der hohen Rohölproduktion.
Die Märkte für Containerschiffe zeigten Rückgänge in den Raten über alle Schiffsgrößen
hinweg. Dies war bedingt durch die schwache Entwicklung der globalen Handelsaktivitäten.
Die Märkte für Postpanamax-Schiffe kamen unter Druck aufgrund der verstärkten Ablieferung
von sehr großen Containerschiffen. Die Märkte für Massengutschiffe waren weiterhin
von Überkapazitäten geprägt, zeigten jedoch leichte Besserungen sowohl hinsichtlich
der Charterraten als auch der Schiffswerte. Eine nachhaltige Markterholung über alle
Assetklassen hinweg erwarten wir kurzfristig nicht. Unserer Strategie des wertschonenden Abbaus entsprechend reduzieren wir weiterhin
konsequent die Risiken im Bestandsgeschäft. Die Risikovorsorge im Konzernbereich Deutsche Schiffsbank ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um 144 Mio. Euro auf 239 Mio. Euro zurück. Das Default-Portfolio konnte gegenüber dem 31. Dezember 2014 aufgrund erfolgreicher
Abbaumaßnahmen um 1 142 Mio. Euro weiter deutlich reduziert werden. scroll
Public FinanceDie Commerzbank bündelt im Segment NCA einen Großteil des Staatsfinanzierungsgeschäfts
sowie besicherte und unbesicherte Bankenanleihen/Darlehen, die insbesondere als Ersatzdeckung
für Pfandbriefemissionen vorgehalten werden. Die Forderungen und Wertpapiere des Public-Finance-Portfolios
werden unter anderem in den Tochterunternehmen Hypothekenbank Frankfurt und Erste
Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank gehalten. Das Management des NCA-Public-Finance-Portfolios
wird vom zentralen Segment Corporates & Markets sowie von Group Treasury durchgeführt. Schuldner im Staatsfinanzierungsgeschäft von NCA (39 Mrd. Euro EaD) sind Staaten,
Bundesländer, Regionen, Städte und Gemeinden sowie supranationale Institutionen. Das
Hauptexposure liegt in Deutschland und Europa. Das restliche Public-Finance-Portfolio im Segment NCA entfällt auf Banken (7 Mrd.
Euro EaD), wobei der Schwerpunkt ebenfalls in Deutschland und Europa liegt. Der überwiegende
Teil des Bankenportfolios besteht aus Wertpapieren und Darlehen, die zu einem hohen
Anteil mit Gewährträgerhaftungen, Anstaltslasten oder anderen Unterstützungsmechanismen
der öffentlichen Hand ausgestattet sind oder in Form von Covered Bonds emittiert wurden. Im Bereich Public Finance ist auch das Private-Finance-Initiative-(PFI-)Portfolio
angesiedelt. Es umfasst die langfristige Finanzierung von öffentlichen Einrichtungen
und Dienstleistungsunternehmen mit guter Bonität, beispielsweise von Krankenhäusern
oder Wasserversorgungsbetrieben. Das PFI-Portfolio ist zusätzlich durch Monoliner-Garantien
besichert und soll - im Einklang mit der NCA-Strategie - über die Zeit wertschonend
abgebaut werden. Das Public-Finance-Portfolio in NCA wurde in den ersten drei Quartalen 2015 durch
Verkäufe und Rückzahlungen um insgesamt 6 Mrd. Euro weiter reduziert. Die Risikovorsorgeauflösung im Konzernbereich Public Finance lag mit 1 Mio. Euro leicht
unter dem Vorjahresniveau. Wertberichtigungen auf Wertpapiere werden nicht in der
Risikovorsorge, sondern im Ergebnis aus Finanzanlagen berücksichtigt. Note 5 des Zwischenabschlusses
liefert hierzu weitere Details. Das Default-Portfolio von Public Finance blieb gegenüber dem Jahresultimo 2014 mit
5 Mio. Euro nahezu unverändert. Weitere PortfolioanalysenDie folgenden Analysen sind unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit zu
verstehen. Die dargestellten Positionen sind bereits vollständig in den vorherigen
Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten. Corporates-Portfolio nach BranchenDas Corporates-Exposure verteilt sich wie nachfolgend dargestellt auf die Branchen: scroll
Financial-Institutions-PortfolioFokus in der Kernbank sind weiterhin Trade-Finance-Aktivitäten, die wir im Interesse
unserer Firmenkunden in der Mittelstandsbank durchführen, sowie Kapitalmarktaktivitäten
in Corporates & Markets. Public-Finance-Bestände werden weiter abgebaut. Die Einführung
von Abwicklungsregeln für Banken in Developed Markets beobachten wir eng. In vielen
Emerging Markets ist der Ausblick aufgrund schwächeren Wirtschaftswachstums sowie
der Aussicht auf eventuell steigende Zinsen in den USA eingetrübt. Dem begegnen wir
mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation eines Landes abgestimmten Portfoliosteuerung. scroll
Non-Bank-Financial-Institutions-PortfolioIm Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio liegt unser Fokus auf attraktivem
Neugeschäft mit Adressen guter Bonität, das wir im Interesse unserer institutionellen
Kunden durchführen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um diversifizierte Versicherungsgesellschaften,
Asset Manager und regulierte Fonds, wobei der regionale Schwerpunkt bei Kunden in
Deutschland und Westeuropa liegt. scroll
OriginatorenpositionenDie Commerzbank und die Hypothekenbank Frankfurt haben im Laufe der vergangenen Jahre
überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen
gegenüber Kunden mit einem aktuellen Volumen von 2,1 Mrd. Euro vorgenommen. Im dritten
Quartal 2015 wurden die beiden Transaktionen "CoCo Finance II - 1" der Assetklasse
"Corporates" mit einem Volumen von 2 Mrd. Euro sowie "Cotrax Finance II - 1" der Assetklasse
"Banken" mit einem Volumen von rund 450 Mio. Euro vertragsgemäß zurückgezahlt. Zum Stichtag 30. September 2015 wurden Risikopositionen in Höhe von 1,9 Mrd. Euro
zurückbehalten. Der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 1,8 Mrd. Euro
auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet sind. scroll
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Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch. Conduit Exposure und sonstige Asset-backed ExposuresDie Commerzbank ist Sponsor des Multiseller Asset-backed Commercial Paper Conduits
"Silver Tower". Sie arrangiert über "Silver Tower" die Verbriefung von Forderungen
- insbesondere Handels- und Leasingforderungen - von Kunden der Segmente Mittelstandsbank
und Corporates & Markets. Die Geschäfte werden im Wesentlichen durch die Emission
von Asset-backed Commercial Papers (ABCP) oder durch die Inanspruchnahme von Kreditlinien
(Liquiditätslinien) finanziert. Das Volumen sowie die Risikowerte im Conduit "Silver
Tower" sind im dritten Quartal 2015 nahezu konstant geblieben und lagen mit 3,1 Mrd.
Euro per Ende September 2015 rund 0,2 Mrd. Euro unter dem Wert per Ende Dezember 2014. Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere
der Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank (Nachfolge der Hypothekenbank
Frankfurt) und der sich im Abbau befindenden Hypothekenbank Frankfurt im Bereich Public
Finance sowie Handelsbuchpositionen der Commerzbank AG Inland. Das Volumen ist mit 4,7 Mrd. Euro (Dezember 2014: 4,7 Mrd. Euro) und die Risikowerte
sind mit 4,6 Mrd. Euro (Dezember 2014: 4,5 Mrd. Euro) im Vergleich zum Vorjahr nahezu
konstant geblieben. MarktrisikenMarktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch
die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Währungs- und
Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen)
entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel
bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen in
der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven berücksichtigt. RisikosteuerungDas Marktrisiko wird intern durch ein einheitliches Value-at-Risk-Modell gesteuert,
in das alle Positionen einfließen. Der VaR quantifiziert den möglichen Verlust aus
Finanzinstrumenten während eines vorgegebenen Zeithorizonts und mit einer festgelegten
Wahrscheinlichkeit. Für die interne Steuerung werden ein Konfidenzniveau von 97,5
% und eine Haltedauer von einem Tag zugrunde gelegt. Das Value-at-Risk-Konzept erlaubt
den Vergleich der Risiken in verschiedenen Geschäftsbereichen. Es ermöglicht die Aggregation
einer Vielzahl von Positionen unter Berücksichtigung von Korrelationen zwischen verschiedenen
Vermögenswerten. Damit ist zu jedem Zeitpunkt eine einheitliche Sicht auf das Marktrisiko
sichergestellt. Für die regulatorische Eigenmittelunterlegung werden ein Konfidenzniveau von 99 %
und eine Haltedauer von zehn Tagen unterstellt. Diese Annahmen erfüllen die Anforderungen
des Baseler Ausschusses und weiterer internationaler Standards an die Steuerung von
Marktrisiken. Für verschiedene Auswertungen, zum Beispiel Backtesting und Offenlegung,
wird der VaR auch auf Basis einer Halteperiode von einem Tag berechnet. Um eine konsistente
Darstellung in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR
auf ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von einem Tag. In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und
Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische Zwecke
erfolgt zusätzlich eine Steuerung des Handelsbuchs (gemäß regulatorischen Anforderungen
inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuchs) auf Stand-alone-Basis. Der
VaR für das Gesamtbuch stieg um 43 Mio. Euro auf 141 Mio. Euro an. Wesentliche Ursache
für den Anstieg ist eine gestiegene Volatilität an den Märkten. Auslöser dafür waren
Marktereignisse wie zum Beispiel die Krise in Griechenland, starke Zinsbewegungen
durch die Geldpolitik oder Sorgen um das Wachstum in China. scroll
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99 % Konfidenzniveau, ein Tag Haltedauer, gleich gewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie. HandelsbuchDer VaR stieg in den ersten neun Monaten 2015 um 11 Mio. Euro auf 27 Mio. Euro. Ursache
war die gestiegene Volatilität an den Märkten, die sich insbesondere im Segment Corporates
& Markets sowie im Treasury zeigte. scroll
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99 % Konfidenzniveau, ein Tag Haltedauer, gleich gewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie. Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert. Dabei sind Währungskurs-,
Credit-Spread- und Zinsrisiken die dominierenden Anlageklassen. In der Risikoart Zinsen
werden auch Basis- und Inflationsrisiken abgebildet. Basisrisiken entstehen beispielsweise,
wenn Positionen durch Absicherungsgeschäfte mit einer anderen Art der Preisstellung
als der des Grundgeschäfts geschlossen werden. Der Anstieg des VaR in den ersten neun Monaten 2015 resultierte vor allem aus Veränderungen
der Währungs- und Credit-Spread-Risiken. Die gestiegenen Währungsrisiken wurden von
den starken US-Dollar-Schwankungen hervorgerufen und betrafen insbesondere die Positionen
des Treasury sowie der Pensionsfonds. Auch der Anstieg der Credit-Spread- und Zinsrisiken
ist auf die gestiegene Volatilität an den Märkten zurückzuführen. scroll
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99 % Konfidenzniveau, ein Tag Haltedauer, gleich gewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie. Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet.
Hierzu zählt insbesondere die Ermittlung des Stressed VaR. Basierend auf der oben
beschriebenen VaR-Methodik wird im Stressed VaR die aktuelle Positionierung im Handelsbuch
mit Marktbewegungen einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet.
Der Stressed VaR verringerte sich zum Berichtsstichtag um 4 Mio Euro auf 33 Mio. Euro,
hauptsächlich durch Positionsveränderungen im Geschäftsbereich Treasury. Der angesetzte
Krisenbeobachtungszeitraum wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse
regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Im Jahresverlauf wurde der Krisenbeobachtungszeitraum
nicht verändert. Darüber hinaus wird mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity Event VaR
das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen
quantifiziert. Die Verlässlichkeit des internen Modells wird durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren
auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden dabei tatsächlich eingetretene
Gewinne und Verluste gegenübergestellt. Im Prozess wird zwischen den Varianten "Clean
P&L" und "Dirty P&L" Backtesting unterschieden. Beim Clean P&L Backtesting werden
in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung genau die Positionen berücksichtigt, die der VaR-Berechnung
zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste für den Prognosewert VaR sowie die tatsächlichen
ermittelten Gewinne und Verluste basieren also auf der gleichen Positionierung. Demgegenüber
werden beim Dirty P&L Backtesting zusätzlich die Gewinne und Verluste von neu abgeschlossenen
sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages herangezogen. Überschreitet
der tatsächlich ermittelte Verlust den über den VaR vorhergesagten Verlust, so spricht
man von einem negativen Backtesting-Ausreißer. Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse liefert Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern
und zur Verbesserung des Marktrisikomodells. In den ersten neun Monaten 2015 haben
wir im Clean-P&L- drei und im Dirty-P&L-Prozess keinen negativen Ausreißer gemessen.
Die Ergebnisse liegen damit im Rahmen der statistischen Erwartungen und bestätigen
die Qualität des VaR-Modells. Auf Basis des Backtestings bewerten auch die Aufsichtsbehörden
die internen Risikomodelle. Die negativen Ausreißer werden mittels eines von der Aufsicht
vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert. Alle negativen Backtesting-Ausreißer (Clean
P&L und Dirty P&L) auf Gruppenebene müssen unter Angabe von Ausmaß und Ursache den
Aufsichtsbehörden gemeldet werden. Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse
liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe dieser Stresstests
wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch
plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen
auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarien beziehen
sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven,
Währungskursen, Aktienkursen sowie Rohwarenpreisen. Beispiele für Stresstests sind
Kursverluste aller Aktien um 15 %, eine Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen
der Steigung dieser Kurve. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite
Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt. Die VaR- und Stresstest-Modelle werden regelmäßig validiert. In den ersten neun Monaten
2015 wurden Modellanpassungen implementiert, die die Genauigkeit der Risikomessung
weiter verbessert haben. AnlagebuchDie wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Credit-Spread-Risiken
des Bereichs Non-Core Assets - Public Finance mit den Positionen der Hypothekenbank
Frankfurt und der Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank. Unsere in
diesem Bereich seit Jahren verfolgte strikte Abbaustrategie setzten wir systematisch
fort. Darüber hinaus beeinflussen die Portfolios des Treasury mit ihren Credit-Spread-,
Zins- und Basisrisiken das Marktrisiko im Anlagebuch. In der Marktrisikosteuerung werden die Credit-Spread-Risiken der Anlage- und Handelsbücher
zusammen betrachtet. Die Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt Downshift) aller
Wertpapier- und Derivatepositionen ohne Kredite sanken moderat von 63 Mio. Euro per
Jahresende 2014 auf 57 Mio. Euro zum Ende des dritten Quartals 2015. Ursache waren
vor allem gesunkene Anleihemarktwerte im Geschäftsbereich Non-Core Assets aufgrund
von gestiegenen Credit Spreads und Zinsen. Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfällt auf Wertpapierpositionen,
die als Loans and Receivables (LaR) klassifiziert sind. Marktpreisänderungen haben
für diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Unser
Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem
Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten
ist extrem lang (Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre) und der Hauptteil
der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr
Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie
aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete Euro-Inflation dar. Daneben
sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte
zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen
Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der
Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies ist in der nicht ausreichenden Marktliquidität
entsprechender Absicherungsprodukte begründet. MarktliquiditätsrisikenIn der ökonomischen Kapitalunterlegung berücksichtigt die Commerzbank zusätzlich das
Marktliquiditätsrisiko. Es bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender
Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten
Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern. Wir bestimmen zunächst für jedes Portfolio anhand seiner Produkt- und Risikostrategie
und basierend auf einer entsprechenden Markteinschätzung ein realistisches Abbauprofil.
Damit lassen sich die Portfolios hinsichtlich ihrer Liquidierbarkeit über einen sogenannten
Marktliquiditätsfaktor beschreiben. Der Marktliquiditätsfaktor berücksichtigt dabei
die höhere Portfoliowertvolatilität aufgrund einer dem Abbauprofil entsprechenden
verlängerten Haltedauer von Risikopositionen. Schließlich wird das Marktrisiko jedes
Portfolios auf Jahressicht mit dem Marktliquiditätsfaktor bewertet. Per Ende September 2015 hielt die Commerzbank 0,2 Mrd. Euro ökonomisches Kapital zur
Abdeckung des Marktliquiditätsrisikos im Handels- und Anlagebuch vor. Insbesondere
Asset-backed Securities und strukturierte Produkte weisen ein erhöhtes Marktliquiditätsrisiko
auf. LiquiditätsrisikenUnter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank
ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne
beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht,
nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen
Konditionen finanziert werden können. RisikosteuerungDie Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges
Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung
zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl
Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise.
Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus. Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich.
Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland
vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Ergänzende
Informationen hierzu finden sich im Zwischenlagebericht im Kapitel "Refinanzierung
und Liquidität". Die Überwachung der Liquiditätsrisiken erfolgt auf Basis des bankinternen
Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige Risikofunktion. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Frühwarnindikatoren etabliert. Diese
gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle
Solidität nachhaltig sicherzustellen. Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten
Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie
können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großer Einzelgläubiger oder Währungen
auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich
andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete
Maßnahmen mitigiert. Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die
entsprechend der Art der Krise vom zentralen Asset Liability Committee eingeleitet
werden können. Der Notfallplan ist integraler Bestandteil des Recovery-Plans der Commerzbank
und wird jährlich aktualisiert. Er definiert eine eindeutige Zuordnung der Verantwortung
für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert die gegebenenfalls einzuleitenden
Maßnahmen. Quantifizierung und StresstestingDie Parametrisierung der Liquiditätsrisiko-Modellierung unter Berücksichtigung regulatorischer
Anforderungen sowie eine angepasste Limitierung ist im Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk
der Commerzbank beschrieben. Aus dem Zusammenspiel von Modellierung und Limitierung
wird die Liquiditätsrisikotoleranz der Commerzbank, die im Einklang mit der Gesamtrisikostrategie
steht, quantitativ festgelegt. Die Liquiditätsablaufbilanz wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend
über das volle Laufzeitspektrum dargestellt. Dabei folgt die Liquiditätsablaufbilanz
einem mehrstufigen Konzept. In den Stufen 1 bis 5 werden deterministische und modellierte
Cashflows des Bestandsgeschäfts einbezogen, während in den Stufen 6 und 7 auch geplantes
Neugeschäft in das Kalkül mit einbezogen wird. Basierend auf der Liquiditätsablaufbilanz werden Steuerungsmechanismen wie Recovery-
und Frühwarnindikatoren entsprechend limitiert und überwacht. Für den Zeitraum bis
zu einem Jahr sind harte Limite definiert, wohingegen für Zeiträume über einem Jahr
Review Trigger existieren, um das Liquiditätsrisiko entsprechend unserer Refinanzierungskapazität
zu limitieren. Die Konzernlimite sind auf einzelne Währungen und Konzerneinheiten
heruntergebrochen. In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2015 befanden sich die internen Liquiditätskennzahlen
der Commerzbank inklusive der regulatorischen Liquidity Coverage Ratio stets innerhalb
der vom Vorstand festgelegten Limite. Gleiches gilt für die Erfüllung der von den
MaRisk vorgegebenen Berechnung der so-genannten "Survival-Period" sowie der externen
regulatorischen Liquiditätsverordnung; die Liquiditätskennziffer betrug zum Ultimo
des dritten Quartals 1,40. Wesentliche Elemente der Liquiditätsrisikotoleranz sind die Reserveperiode, die Höhe
des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger
Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern.
Das Liquiditätsreserveportfolio wird separiert vom Treasury gehalten und überwacht,
um die Pufferfunktion im Stressfall zu gewährleisten. Das Liquiditätsreserveportfolio
wird gemäß der Liquiditätsrisikotoleranz refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe
während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Die Bank wies zum Bewertungsstichtag nach ihrem auf konservativen Annahmen beruhenden
internen Liquiditätsmodell einen verfügbaren Liquiditätsüberschuss in Höhe von bis
zu 97,2 Mrd. Euro im Laufzeitband bis zu einem Tag aus. Davon wurden 44,2 Mrd. Euro
in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Liquiditätsreserveportfolio
gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können
und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Bei Fortschreibung der Bestände
unter den derzeitigen Modellierungsannahmen würde sich eine Liquiditätsunterdeckung
erst nach über sieben Jahren ergeben, wohingegen die Limitierung des internen Modells
eine Fristentransformationsposition bereits im Laufzeitband über einem Jahr zulassen
würde. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio,
das im Vergleich zum letzten Quartal unverändert bei 9,8 Mrd. Euro liegt. Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber, die dem Stressszenario zugrunde liegen,
sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen, eine überdurchschnittliche
Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken als notwendig erachtete
Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei besicherten Geschäften sowie
die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert von Vermögensgegenständen.
Das interne Liquiditätsrisikomodell wird durch die regelmäßige Analyse zusätzlicher
inverser Stressszenarien vervollständigt. Operationelle RisikenDas operationelle Risiko (OpRisk) ist in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation
(CRR) definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder
das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse
verursacht werden. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken; Reputations- und strategische
Risiken sind in dieser Definition nicht enthalten. Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv mit dem Ziel, OpRisk-Profil
und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigation
zu definieren, zu priorisieren und umzusetzen. Operationelle Risiken zeichnen sich durch eine asymmetrische Schadensverteilung aus,
das heißt, der überwiegende Anteil der Schäden kommt in geringer Schadenshöhe zum
Tragen, während vereinzelte Schäden mit sehr geringer Eintrittswahrscheinlichkeit
aber hohem Schadenspotenzial schlagend werden können. Daraus resultiert die Notwendigkeit,
zum einen das hohe Schadenspotenzial zu limitieren und zum anderen die regelmäßige
Schadenserwartung proaktiv zu steuern. Die Commerzbank hat dazu ein mehrstufiges System etabliert, das definierte Kenngrößen
für die Limitierung des ökonomischen Kapitals (Risikokapazität) mit solchen zur operativen
unterjährigen Steuerung (Risikoappetit/-toleranz) integriert. Es wird durch Regelungen
für das transparente und bewusste Eingehen und Freigeben von Einzelrisiken (Risikoakzeptanz)
komplettiert. Die Commerzbank misst das regulatorische und ökonomische Kapital für operationelle
Risiken mittels des Advanced Measurement Approachs. Die Risikoaktiva aus operationellen
Risiken betrugen zum Ende des dritten Quartals 2015 auf dieser Basis 22,0 Mrd. Euro
(31. Dezember 2014: 21,6 Mrd. Euro); das ökonomisch erforderliche Kapital betrug 1,8
Mrd. Euro (31. Dezember 2014: 1,8 Mrd. Euro). Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Risikoaktiva und das ökonomisch
erforderliche Kapital nach Segmenten: scroll
Im Rahmen der OpRisk-Steuerung findet eine jährliche Bewertung des Internen Kontrollsystems
(IKS) der Bank und der Risk Scenario Assessments statt. Daneben werden OpRisk-Schadensfälle
kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Backtesting unterzogen. Bei
Schadensfällen > 1 Mio. Euro werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen. Ebenso
findet eine systematische Auswertung externer OpRisk-Ereignisse von Wettbewerbern
statt. Sonstige RisikenMitte März 2015 hat die Commerzbank Einigung in Vergleichsverhandlungen mit verschiedenen
US-Behörden bezüglich Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen
erzielt. Die Commerzbank kooperiert seit mehreren Jahren mit den US-Behörden und den
lokalen Behörden in New York und hat ihnen umfangreiche Dokumentation sowie Ergebnisse
verschiedener interner Untersuchungen zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des Vergleichs mit den US-Behörden hat die Bank sich verpflichtet, weitere
Maßnahmen zur Verbesserung der Compliance-relevanten Prozesse umzusetzen. Ferner ist
eine Wohlverhaltensperiode von drei Jahren vorgesehen. Weitere Details zur Einigung
können Note 24 des Zwischenabschlusses (Rückstellungen) entnommen werden. Die Bank hat bereits in den vergangenen Jahren ihre Compliance-relevanten Prozesse
verbessert und auch nach der Einigung mit den US-Behörden entsprechende weitere Maßnahmen
im Sinne der erzielten Einigung umgesetzt. Weiterhin wurde das bankweite Compliance-Programm
"Achieving a Robust Compliance Framework" initiiert. Im Fokus stehen dabei zusätzliche
Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche und Einhaltung von Sanktionsvorschriften
wie die Optimierung der Monitoring- und Scoringprozesse und -systeme, die Förderung
einer nachhaltigen Compliance-Kultur in unserem Konzern, die Entwicklung und Durchführung
von Schulungen sowie die Überarbeitung interner Richtlinien zur besseren Verständlichkeit. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt derzeit wegen des Verdachts der Beihilfe zur
Steuerhinterziehung zugunsten deutscher Steuerpflichtiger. Die Commerzbank kooperiert
vollumfänglich mit den Behörden. Die Gespräche hinsichtlich des Abschlusses des Verfahrens
sind weit fortgeschritten. Bezüglich aller weiteren sonstigen Risiken gab es in den ersten neun Monaten 2015
keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem im Geschäftsbericht 2014 dargestellten
Stand. DisclaimerDie in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung,
die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen
dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche.
Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet.
Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling
sowie durch die interne Revision, durch externe Wirtschaftsprüfer und die deutschen
und europäischen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger
Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig
erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese
Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende
Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein
Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller
denkbaren Szenarien ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine
endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben. ZwischenabschlussGesamtergebnisrechnungGewinn-und-Verlust-Rechnungscroll
scroll
Das gemäß IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären
zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im vergleichbaren
Vorjahreszeitraum waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte
Ergebnis war daher mit dem unverwässerten identisch. Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnungscroll
Die zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung für das dritte Quartal stellte sich wie
folgt dar: scroll
Für die ersten neun Monate stellte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt dar: scroll
Im dritten Quartal entwickelte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt: scroll
Gewinn-und-Verlust-Rechnung (Quartalsaufteilung)scroll
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BilanzAktiva
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Passivascroll
Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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Einschließlich Veränderungen im Konsolidierungskreis; die Veränderung im laufenden
Geschäftsjahr resultiert im Wesentlichen aus den Währungen US-Dollar, polnischer Zloty,
britisches Pfund und russischer Rubel. Zum 30. September 2015 betrug das Gezeichnete Kapital der Commerzbank Aktiengesellschaft
gemäß Satzung 1 252 Mio. Euro und war in 1 252 357 634 Stückaktien eingeteilt (rechnerischer
Wert pro Aktie 1,00 Euro). Die durchschnittliche Anzahl ausgegebener Stammaktien betrug
1 195 432 288 Stück (30. September 2014: 1 138 506 941 Stück). Am 27. April 2015 hatte die Commerzbank Aktiengesellschaft per Ad-Hoc-Mitteilung angekündigt,
das Grundkapital um 113 850 693 neue Aktien aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss
des Bezugsrechts zu erhöhen. Die Aktien wurden im Wege eines sogenannten beschleunigten
Bookbuildingverfahrens am 28. April 2015 bei institutionellen Anlegern platziert und
sind für das laufende Geschäftsjahr voll dividendenberechtigt. Der Ausgabepreis betrug
12,10 Euro pro Aktie und führte zu einer Erhöhung des Gezeichneten Kapitals um 113
Mio. Euro und einer Erhöhung der Kapitalrücklage um 1 264 Mio. Euro. Für diese Kapitalmaßnahme
sind Aufwendungen von 5 Mio. Euro angefallen, die in den Gewinnrücklagen erfasst wurden. Auf die anderen Rücklagen entfielen zum 30. September 2015 keine wesentlichen Effekte
aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Vermögenswerten aus Veräußerungsgruppen. In den ersten neun Monaten 2015 sind weder aus dem Erwerb von weiteren Anteilen bereits
konsolidierter Gesellschaften, noch aus dem Abgang von Anteilen weiterhin konsolidierter
Gesellschaften nennenswerte Effekte entstanden. Nachrichtlich: Eigenkapitalveränderungsrechnung vom 1. Januar bis 30. September 2014scroll
scroll
Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung)scroll
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderungen des Zahlungsmittelbestands im Commerzbank-Konzern.
Dieser entspricht dem Bilanzposten Barreserve und setzt sich aus dem Kassenbestand,
Guthaben bei Zentralnotenbanken und den Schuldtiteln öffentlicher Stellen zusammen. Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als
gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts-
beziehungsweise Finanzplanung, noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt. Anhang (ausgewählte Notes)Allgemeine AngabenRechnungslegungsgrundsätzeDer Zwischenabschluss des Commerzbank-Konzerns zum 30. September 2015 wurde in Einklang
mit § 315 a Absatz 1 HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 (IAS-Verordnung) des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 aufgestellt. Ebenso kamen
weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards
auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten
und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren
Auslegungen durch das IFRS Interpretations Committee zur Anwendung. Er berücksichtigt
insbesondere auch die Anforderungen des IAS 34 an die Zwischenberichterstattung. Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden. Für die Vollkonsolidierung sowie für die At-Equity-Bewertung
verwenden wir im Wesentlichen zum 30. September 2015 erstellte Abschlüsse. Berichtswährung
des Konzernabschlusses ist der Euro. Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf
hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt. In der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz,
der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der verkürzten Kapitalflussrechnung werden
Beträge unter 500 000,00 Euro als 0 Mio. Euro dargestellt; sofern ein Posten 0,00
Euro beträgt, wird dieser mit einem Strich gekennzeichnet. In allen weiteren Notes
werden sowohl auf 0 Mio. Euro gerundete Beträge als auch Posten mit einem Nullsaldo
mit einem Strich dargestellt. Anwendung neuer und geänderter StandardsWir haben in diesem Abschluss die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie
in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 angewendet (vergleiche Geschäftsbericht
2014 Seite 158 ff.). Standards und Interpretationen, die ab dem 1. Januar 2015 in
der EU verpflichtend anzuwenden sind (geänderter IAS 19 sowie Änderungen aus dem jährlichen
Verbesserungsprozess des IASB für die Zyklen 2010 bis 2012 und 2011 bis 2013), wurden
in diesem Abschluss berücksichtigt und hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf
den Commerzbank-Konzernabschluss. Die Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung aus den derzeit noch nicht anzuwendenden,
neuen und überarbeiteten Standards (IAS 1, 16, 27, 28, 38 und 41 sowie IFRS 9, 10,
11, 12, 14 und 15) sowie Interpretationen stellen wir im Folgenden dar. Das IASB veröffentlichte im Juli 2014 eine weitreichende Neufassung und Ergänzung
des IFRS 9 (IFRS 9 geändert 2014). Durch IFRS 9 wird der bisherige Standard zur Bilanzierung
von Finanzinstrumenten (IAS 39) abgelöst. IFRS 9 sieht neue Regelungen zur Klassifizierung
von Finanzinstrumenten der Aktivseite vor und ändert zudem die Regelungen zur bilanziellen
Abbildung der erwarteten Adressenausfallrisiken (Risikovorsorge). Die EU-Kommission
hat im Dezember 2014 den Prozess zur Umsetzung in europäisches Recht angestoßen und
die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) um Stellungnahme gebeten.
Nach den bislang vorliegenden Informationen kann der Prozess zur Übernahme bis Ende
2015 abgeschlossen werden. Aufgrund des langen Zeitraums bis zum wahrscheinlichen
Inkrafttreten (1. Januar 2018) und der derzeit noch bestehenden Unsicherheiten und
Interpretationsmöglichkeiten ist noch keine verlässliche Quantifizierung der Effekte
möglich. Aus den anderen, nachfolgend beschriebenen, derzeit noch nicht anzuwendenden Standards
und Interpretationen (einschließlich der Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess
des IASB) erwarten wir keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Der geänderte Standard IAS 1 enthält Klarstellungen zur Wesentlichkeit, Aggregation
und möglichen Reihenfolge von Angaben. Die geänderten Standards IAS 16 und 38 stellen
klar, welche Abschreibungsmethoden für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
zulässig sind. Die Änderungen der Standards IAS 16 und 41 stehen im Zusammenhang mit der Bilanzierung
von sogenannten produzierenden Pflanzen. Die Änderungen des Standards IAS 27 erlauben die Anwendung der Equity-Methode für
Anteile an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen
in einem IFRS-Einzelabschluss und sind somit für den Commerzbank-Konzernabschluss
nicht anwendbar. Die Änderungen der Standards IAS 28 und IFRS 10 regeln, dass nicht realisierte Erfolge
aus Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture zu erfassen
sind, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb
darstellen. Der geänderte Standard IFRS 11 stellt klar, dass der erstmalige Erwerb und der Zukauf
von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit nach den Prinzipien des IFRS 3
und anderer anwendbarer IFRS zu bilanzieren sind, soweit diese nicht Regelungen des
IFRS 11 widersprechen. Eine weitere Änderung der Standards IFRS 10 und 12 sowie IAS 28 betrifft die Klarstellung
zur Anwendung der Konsolidierungsausnahme für Investmentgesellschaften. Der Standard IFRS 14, der nur für IFRS-Erstanwender und somit nicht für den Commerzbank-Konzern
relevant ist, regelt die weitere Bilanzierung von regulatorischen Abgrenzungsposten,
die aufgrund bisher angewendeter Rechnungslegungsgrundsätze erfasst wurden. Durch IFRS 15, der noch nicht durch die EU übernommen wurde, wird ein prinzipienbasiertes
5-stufiges Modell eingeführt, das die Art, die Höhe und den Zeitpunkt der Vereinnahmung
von Erträgen regelt und die Standards IAS 11 und 18, die IFRICs 13, 15 und 18 sowie
SIC-31 ersetzt. Darüber hinaus verlangt der Standard umfangreiche qualitative und
quantitative Angaben zu Vertragsvereinbarungen, Leistungsverpflichtungen sowie zu
wesentlichen Ermessensentscheidungen und Schätzungen. Im September 2014 wurden Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB
für den Zyklus 2012 bis 2014 veröffentlicht, die insbesondere Klarstellungen von Definitionen
sowie kleinere Änderungen von Ansatz, Bewertung und Ausweis von Geschäftsvorfällen
umfassen. AnpassungenNegative Zinsen weisen wir seit dem zweiten Quartal 2015 rückwirkend zum 1. Januar
2015 für aktivische Finanzinstrumente in den Sonstigen Zinsaufwendungen und positive
Zinsen für passivische Finanzinstrumente in den Sonstigen Zinserträgen aus. Eine Anpassung
des ersten Quartals 2015 sowie der Vorjahresperioden, in welchen die Negativzinsen
mit den Zinserträgen beziehungsweise Zinsaufwendungen verrechnet wurden, haben wir
nicht vorgenommen, da die Effekte in diesen Zeiträumen für den Commerzbank-Konzern
nicht wesentlich waren. Im dritten Quartal 2015 haben wir die Bildung von refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen
(Funding Valuation Adjustments, FVA) eingeführt. Dabei werden die Refinanzierungskosten
oder -erträge von unbesicherten Derivaten sowie besicherten Derivaten, bei denen nur
teilweise Sicherheiten vorliegen oder die Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet
werden können, zum Zeitwert berücksichtigt. Aus dieser Umstellung resultiert im laufenden
Geschäftsjahr ein Effekt von -131 Mio. Euro im Handelsergebnis. Die FVA war bereits
in den vergangenen Jahren als Teil der sogenannten Prudent Valuation als Abzug vom
harten Kernkapital berücksichtigt, in Bezug auf das aufsichtsrechtliche Kapital ergibt
sich daher keine Auswirkung. KonsolidierungskreisFolgende Gesellschaften wurden bis zum 30. September 2015 neu in den Konsolidierungskreis
einbezogen: scroll
Bei den in der Übersicht aufgeführten, erstkonsolidierten Gesellschaften handelt es
sich um Neugründungen oder um Unternehmen, die unsere Wesentlichkeitsgrenzen für die
Konsolidierung überschritten haben. Für Zukäufe wenden wir die Vorschriften des IFRS
3 an, sobald wir die erworbene Gesellschaft beherrschen. Aus den Erstkonsolidierungen
resultierten keine als Geschäfts- oder Firmenwerte zu aktivierenden Unterschiedsbeträge.
Negative Unterschiedsbeträge werden zum Erwerbszeitpunkt in Übereinstimmung mit IFRS
3.34 in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Im Berichtszeitraum ergaben sich
keine negativen Unterschiedsbeträge. Die nachstehenden Gesellschaften wurden veräußert oder haben unsere Wesentlichkeitsgrenze
für die Konsolidierung dauerhaft unterschritten:
Folgende Gesellschaften wurden auf im Konzern konsolidierte Gesellschaften verschmolzen:
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 wurde die Gesellschaft Apartamenty
Molo Rybackie Sp. z o.o., Gdynia, Polen in den Kreis der at-Equity-bewerteten Gesellschaften
aufgenommen. Aus dem Kreis der at-Equity-bewerteten Unternehmen ist in den ersten
neun Monaten 2015 die sich in der Abwicklung befindliche Gesellschaft RECAP/ Commerz
AMW Investment, L. P. - New York, USA, ausgeschieden. Aufgrund unserer Abbaustrategie im Segment Non-Core Assets (NCA) wurde im dritten
Quartal 2015 eine Vereinbarung über den Verkauf der Gesellschaft Hanseatic Ship Asset
Management GmbH (HSAM), Hamburg, geschlossen. Der Übergang der Gesellschaft erfolgte
am 1. Oktober 2015, weshalb sie per 30. September 2015 weiterhin als zur Veräußerung
gehalten ausgewiesen wird. Die aus der Veräußerung resultierende Belastung in Höhe
von 40 Mio. Euro wurde bereits im zweiten Quartal in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
erfasst. Ebenfalls im dritten Quartal 2015 veräußert wurden ein europäisches und ein
deutsches gewerbliches Immobilienfinanzierungsportfolio des Abbausegmentes NCA. Im
Segment Privatkunden wird die Gesellschaft Avolo Aviation GmbH & Co. KG, Karlsruhe,
zur Veräußerung gehalten. Im selben Segment werden zudem Fondsanteile zur Veräußerung
gehalten. Bis zur endgültigen Übertragung der Anteile bewerten wir die zur Veräußerung
gehaltenen langfristigen Vermögenswerte in Übereinstimmung mit IFRS 5 und weisen diese
in dem entsprechenden Bilanzposten aus. Im dritten Quartal 2015 wurden Immobilien aus den Sachanlagen und aus den Als Finanzinvestition
gehaltenen Immobilien sowie eine Aktienbeteiligung aus den Finanzanlagen in die Zur
Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte in Einklang mit IFRS 5 umgegliedert. Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung(1) Zinsüberschussscroll
Der sogenannte Unwinding-Effekt belief sich vom 1. Januar bis 30. September 2015 auf
28 Mio. Euro (Vorjahr: 61 Mio. Euro). Die Sonstigen Zinsaufwendungen enthalten unter anderem die Nettozinsaufwendungen für
Pensionen sowie negative Zinsen aus unseren aktivischen Finanzinstrumenten (1. Januar
bis 30. September 2015: 157 Mio. Euro). In den Sonstigen Zinserträgen weisen wir unter
anderem positive Zinsen aus passivischen Finanzinstrumenten (1. Januar bis 30. September
2015: 91 Mio. Euro) aus. Die saldierten Zinsen aus Derivaten (Bank- und Handelsbuch)
werden je nach Saldo in den Sonstigen Zinserträgen oder in den Sonstigen Zinsaufwendungen
erfasst. (2) Risikovorsorge im KreditgeschäftDie Risikovorsorge stellte sich in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns wie
folgt dar: scroll
(3) Provisionsüberschussscroll
(4) HandelsergebnisDas Handelsergebnis haben wir in zwei Komponenten aufgeteilt:
Alle Finanzinstrumente des Handelsbestands werden mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair
Value) bewertet. Für die Bewertung kommen sowohl Börsenkurse, als auch interne Preismodelle
(insbesondere Barwert- und Optionspreismodelle) zum Einsatz. Die Bewertung von Zins-
und Zinswährungsderivaten erfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen Fixing-Frequenz
für variable Zahlungen. scroll
1
Einschließlich Ergebnis aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente. (5) Ergebnis aus FinanzanlagenIm Ergebnis aus Finanzanlagen weisen wir Veräußerungs- und Bewertungsergebnisse aus
Wertpapieren der Kategorien Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte, aus Beteiligungen sowie aus Anteilen an at-Equity-bewerteten
Unternehmen und Tochterunternehmen aus. scroll
Im Ergebnis aus Eigenkapitalinstrumenten ist im Wesentlichen das Veräußerungsergebnis
aus dem Verkauf der Gesellschaft BRE Ubeczpieczenia Towarzystwo Ubezpieczen i Reasekuracji
S.A., Warschau, enthalten. (6) Sonstiges Ergebnisscroll
(7) Verwaltungsaufwendungenscroll
Im laufenden Geschäftsjahr ist in den Sachaufwendungen eine Bankenabgabe von 165 Mio.
Euro enthalten. (8) Restrukturierungsaufwendungenscroll
Die Restrukturierungsaufwendungen von 94 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2015
stehen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Geschäftsfelds Corporates & Markets
an den Standorten London und New York, der Bildung von globalen Kompetenzzentren sowie
der Neuordnung des Standortes in Luxemburg. Ziel dieser Maßnahmen ist die Reduktion
von Kosten durch die Verlagerung von Tätigkeiten an alternative Standorte bei vergleichbarer
Qualität. Die Kostensenkungen und die damit einhergehenden Restrukturierungsaufwendungen
entfallen zum überwiegenden Teil auf die Umsetzung von Personalmaßnahmen. (9) Steuern vom Einkommen und vom ErtragZum 30. September 2015 belief sich der Konzernsteueraufwand auf 466 Mio. Euro. Unter
Berücksichtigung des Ergebnisses vor Steuern von 1 405 Mio. Euro ergab sich eine Konzernsteuerquote
von 33,2 % (Konzernertragsteuersatz: 31,23 %). Der Konzernsteueraufwand resultierte
im Wesentlichen aus laufenden Steueraufwendungen des mBank-Teilkonzerns, der comdirect
bank AG sowie der Commerzbank Aktiengesellschaft in Deutschland und in Luxemburg für
die Berichtsperiode. Steuerquotenerhöhend hat sich insbesondere die Neubewertung von
latenten Steueransprüchen auf steuerliche Verlustvorträge infolge der vom Gesetzgeber
in Großbritannien verabschiedeten Begrenzung der jährlichen Verrechnung von steuerlichen
Verlustvorträgen mit künftigen Gewinnen ausgewirkt. (10) SegmentberichterstattungIn der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Resultate der operativen Segmente
des Commerzbank-Konzerns wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen
dient IFRS 8 Operating Segments, der dem sogenannten Managementansatz folgt: Die Segmentinformationen
werden auf Basis des internen Berichtswesens bestimmt, das dem Chief Operating Decision
Maker dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über
die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Im Commerzbank-Konzern
übt die Funktion des Chief Operating Decision Makers der Vorstand aus. In unserer Segmentberichterstattung berichten wir über fünf berichtspflichtige Segmente
sowie über den Bereich Sonstige und Konsolidierung. Dieses Vorgehen folgt der Organisationsstruktur
des Commerzbank-Konzerns und ist Grundlage der internen Managementberichterstattung.
Die Aufteilung der Geschäftssegmente orientiert sich an der Unterschiedlichkeit der
Produkte und Dienstleistungen beziehungsweise an den Kundenzielgruppen. Geringfügige
Anpassungen der Geschäftsmodelle der Segmente führten zu kleinen Änderungen der Geschäftsverantwortlichkeiten.
Der Erfolg jedes einzelnen Segments wird anhand des Operativen Ergebnisses und des
Ergebnisses vor Steuern sowie den Kennziffern Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote
gemessen. Das Operative Ergebnis ist definiert als die Summe aus Zinsüberschuss nach
Risikovorsorge, Provisionsüberschuss, Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen,
Ergebnis aus Finanzanlagen, Laufendem Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen
und Sonstigem Ergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen. Durch den Ausweis von
Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch im durchschnittlich gebundenen
Eigenkapital die Anteile Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein Segment verantwortlich
ist, sind somit im Ergebnis vor Steuern berücksichtigt. Die Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses (operativ
und vor Steuern) zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie sich
das im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Ergänzend zu den bereits bekannten Leistungskennzahlen
weisen wir erstmals die immer stärker in den Fokus der Investoren rückende Operative
Eigenkapitalrendite abzüglich Geschäfts- oder Firmenwerte und anderer immaterieller
Vermögenswerte aus. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft spiegelt die Kosteneffizienz
der Segmente wider; sie errechnet sich aus dem Verhältnis von Verwaltungsaufwendungen
zu Erträgen vor Risikovorsorge. Erträge und Aufwendungen werden verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich
nach der Marktzinsmethode bei den Segmenten ausgewiesen. Im Zinsüberschuss werden
die tatsächlichen Refinanzierungsaufwendungen für die den jeweiligen Segmenten zugeordneten
geschäftsspezifischen Beteiligungen gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen
aus dem Eigenkapital wird im Verhältnis des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals
dem Zinsüberschuss der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der Zinssatz entspricht dem
Zinssatz einer risikofreien Anlage auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Die Ermittlung
des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals erfolgte nach Basel-3-Systematik auf
Basis der ermittelten durchschnittlichen Risikoaktiva und der Anrechnungsbeträge für
Marktrisikopositionen (Risikoaktiva-Äquivalente). Auf Konzernebene wird das IFRS-Kapital
gezeigt, das der Berechnung der Eigenkapitalrendite dient. Die Anpassung zwischen
dem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital und dem IFRS-Kapital erfolgt im Bereich
Sonstige und Konsolidierung. Die für die Segmentberichterstattung unterstellte Kapitalunterlegung
der Risikoaktiva beträgt ab 2015 vor dem Hintergrund erhöhter Kapitalunterlegungsanforderungen
10 %. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Aufgrund des fortschreitenden
Portfolioabbaus im Segment NCA wurde ein Teil des dort ausgewiesenen, durch die EBA
ursprünglich geforderten Kapitalbetrags für die Unterlegung von Risiken aus Staatsanleihen
von EU-Ländern im ersten Quartal 2014 in die Kernbank zurückgegeben. Darüber hinaus
berichten wir die jeweiligen Aktiva und Passiva der Segmente. Geschäftsmodellbedingt
ist die Segmentbilanz erst auf Konzernebene ausgeglichen. Die Segmentberichterstattung des Commerzbank-Konzerns zeigt die Vorsteuerergebnisse
der Segmente. Um den betriebswirtschaftlichen Ergebniseffekt aus spezifischen steuerlich
induzierten Transaktionen des Segments Corporates & Markets in dieser Berichterstattung
abzubilden, enthält der Zinsüberschuss des Segments Corporates & Markets deshalb ein
dem Nachsteuerergebnis dieser Transaktionen entsprechendes Vorsteueräquivalent. Im
Rahmen der Überleitung der Segmentberichterstattung auf die Zahlen der externen Rechnungslegung
wird dieses Vorsteueräquivalent im Bereich Sonstige und Konsolidierung eliminiert.
Bei der Abbildung von Zwischenergebniseliminierungen aus konzerninternen Transaktionen
in der Segmentberichterstattung wird das abgebende Segment so gestellt, als wäre die
Transaktion konzernextern erfolgt. Die Eliminierung der Zwischengewinne und -verluste
erfolgt daher im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Die im Operativen Ergebnis ausgewiesenen Verwaltungsaufwendungen beinhalten die Personalaufwendungen,
die Sachaufwendungen sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen und Sonstige immaterielle
Anlagewerte. Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen auf Geschäfts- oder
Firmenwerte werden unterhalb des Operativen Ergebnisses im Ergebnis vor Steuern ausgewiesen.
Die Zuordnung der Verwaltungsaufwendungen zu den einzelnen Segmenten erfolgt nach
dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den internen Leistungen ergebenden indirekten
Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger in Rechnung gestellt, beziehungsweise führen
beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser internen
Leistungsbeziehungen erfolgt zu Marktpreisen oder Vollkosten. Die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen in Höhe von 703 Mio. Euro (Vorjahr:
677 Mio. Euro) verteilten sich auf die Segmente Privatkunden mit 417 Mio. Euro (Vorjahr:
393 Mio. Euro), Mittelstandsbank mit 104 Mio. Euro (Vorjahr: 102 Mio. Euro), Corporates
& Markets mit 103 Mio. Euro (Vorjahr: 93 Mio. Euro), Non-Core Assets mit 58 Mio. Euro
(Vorjahr: 66 Mio. Euro) sowie Sonstige und Konsolidierung mit 21 Mio. Euro (Vorjahr:
23 Mio. Euro). Die nachstehenden Tabellen enthalten Informationen zu den Segmenten per 30. September
2015, sowie zu den Vergleichswerten des Vorjahreszeitraums. scroll
scroll
scroll
scroll
Detailangaben Sonstige und Konsolidierung: scroll
Unter Konsolidierung weisen wir Konsolidierungs- und Überleitungssachverhalte vom
Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss aus. Unter
anderem werden dort folgende Sachverhalte abgebildet:
Die im Rahmen der Segmentberichterstattung erhobene regionale Aufgliederung des Ergebnisses,
die im Wesentlichen auf dem jeweiligen Sitz der Filiale oder des Konzernunternehmens
basiert (geografische Märkte), ergab nachfolgende Verteilung: scroll
Im Vorjahreszeitraum erzielten wir in den geografischen Märkten folgende Ergebnisse: scroll
Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken
aus. In Übereinstimmung mit IFRS 8.32 hat die Commerzbank entschieden, auf eine Aufgliederung
des Gesamtbetrags der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen
zu verzichten. Aus Kostengründen wurde von einer Erhebung dieser Daten abgesehen,
da sie weder für die interne Steuerung noch für das Managementreporting genutzt werden. Erläuterungen zur Bilanz(11) Forderungen an Kreditinstitutescroll
Die Forderungen an Kreditinstitute beliefen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf
88 277 Mio. Euro (Vorjahr: 80 036 Mio. Euro). (12) Forderungen an Kundenscroll
Die Forderungen an Kunden beliefen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf 234 136
Mio. Euro (Vorjahr: 232 867 Mio. Euro). (13) Kreditvolumenscroll
Kredite grenzen wir gegenüber den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden dahingehend
ab, dass als Kredite nur solche Forderungen gezeigt werden, für die besondere Kreditvereinbarungen
mit den Kreditnehmern geschlossen wurden. Damit werden zum Beispiel Geldhandelsgeschäfte
mit Banken und Reverse-Repo-Geschäfte nicht als Kredite ausgewiesen. In den Krediten
an Kunden sind auch Wechselkredite enthalten. (14) Risikovorsorge im KreditgeschäftDie Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird nach konzerneinheitlichen Regeln gebildet
und deckt alle erkannten Bonitätsrisiken ab. Für eingetretene, aber noch nicht bekannt
gewordene Ausfälle wurden Portfoliowertberichtigungen anhand der aus der Basel-3-Systematik
abgeleiteten Verfahren ermittelt. scroll
Die ergebniswirksamen Zuführungen und Auflösungen führten unter Berücksichtigung von
Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf abgeschriebene Forderungen
zu Risikovorsorgeaufwendungen von 584 Mio. Euro (30. September 2014: 836 Mio. Euro)
(siehe Note 2). scroll
Für Forderungen an Kreditinstitute belief sich der Bestand der Risikovorsorge auf
103 Mio. Euro (Vorjahr: 112 Mio. Euro), für Forderungen an Kunden auf 4 215 Mio. Euro
(Vorjahr: 5 663 Mio. Euro). (15) HandelsaktivaDie Handelsaktivitäten des Konzerns umfassen den Handel mit
Der Posten Sonstige Handelsaktiva setzt sich aus positiven Marktwerten von zu syndizierenden
Krediten sowie Krediten und Geldhandelsgeschäften zusammen. Alle Handelsbestände werden zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert. In den Positiven Marktwerten sind auch derivative Finanzinstrumente enthalten, die
nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt werden
können. scroll
Die Übrigen Geschäfte mit positivem Marktwert aus derivativen Finanzinstrumenten setzten
sich überwiegend aus 3 177 Mio. Euro (Vorjahr: 2 083 Mio. Euro) Aktienderivaten und
1 552 Mio. Euro (Vorjahr: 1 712 Mio. Euro) Kreditderivaten zusammen. (16) FinanzanlagenDie Finanzanlagen umfassen Finanzinstrumente, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet
werden. Sie setzen sich zusammen aus den nicht Handelszwecken dienenden Schuldverschreibungen
und anderen zinsbezogenen Wertpapieren, Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren
sowie Anteilen an Investmentfonds, den Beteiligungen (einschließlich nicht at-Equity-bewerteter
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) und den Anteilen an nicht konsolidierten
Tochterunternehmen. scroll
In den Finanzanlagen zum 30. September 2015 waren 382 Mio. Euro (Vorjahr: 309 Mio.
Euro) eigenkapitalbezogene Finanzinstrumente enthalten, die im Wesentlichen nicht
börsennotiert sind (unter anderem GmbH-Anteile) und zu Anschaffungskosten bilanziert
wurden, da uns keine verlässlichen Angaben zur Berechnung von beizulegenden Zeitwerten
vorlagen. Es ist beabsichtigt, diese Finanzinstrumente weiterhin zu halten. In seiner Mitteilung vom 13. Oktober 2008 hat das IASB Änderungen des IAS 39 hinsichtlich
der Umkategorisierung von Finanzinstrumenten verabschiedet. Danach wurden in den Geschäftsjahren
2008 und 2009 Wertpapiere des Public-Finance-Bestands, die keinen aktiven Markt aufwiesen,
aus der IAS-39-Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in
die IAS-39-Kategorie Kredite und Forderungen umkategorisiert. Der beizulegende Zeitwert
zu den Umkategorisierungszeitpunkten wurde als neuer Buchwert der Wertpapierbestände
angesetzt. Die Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern belief sich für alle umkategorisierten
Wertpapiere der Geschäftsjahre 2008 und 2009 zum 30. September 2015 auf - 0,5 Mrd.
Euro (Vorjahr: - 0,5 Mrd. Euro). Ohne die durchgeführten Umkategorisierungen hätte
sich für diese Bestände zum 30. September 2015 eine Neubewertungsrücklage nach latenten
Steuern von -2,6 Mrd. Euro (Vorjahr: - 2,7 Mrd. Euro) ergeben; der Buchwert dieser
Bestände zum Bilanzstichtag betrug 37,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 42,7 Mrd. Euro), der beizulegende
Zeitwert belief sich auf 34,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 39,5 Mrd. Euro). (17) Immaterielle Anlagewertescroll
(18) Sachanlagenscroll
(19) Sonstige Aktivascroll
(20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenscroll
(21) Verbindlichkeiten gegenüber Kundenscroll
(22) Verbriefte VerbindlichkeitenAls Verbriefte Verbindlichkeiten werden Schuldverschreibungen, einschließlich Schiffs-
und Hypothekenpfandbriefe sowie öffentliche Pfandbriefe, Geldmarktpapiere (zum Beispiel
Euro-Notes, Commercial Papers), Indexzertifikate, eigene Akzepte und Solawechsel im
Umlauf ausgewiesen. scroll
scroll
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 wurden wesentliche neue Emissionen
mit einem Volumen von 12,0 Mrd. Euro begeben. Im gleichen Zeitraum belief sich das
Volumen der Rückzahlungen/Rückkäufe auf 3,1 Mrd. Euro und der fälligen Emissionen
auf 14,0 Mrd. Euro. (23) HandelspassivaIn den Handelspassiva werden die negativen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten,
die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt sind,
sowie Kreditzusagen mit negativem Marktwert ausgewiesen. Außerdem sind eigene Emissionen
des Handelsbuchs und Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen in den Handelspassiva
enthalten. scroll
Die übrigen derivativen Geschäfte setzten sich im Wesentlichen aus 3 452 Mio. Euro
(Vorjahr: 3 736 Mio. Euro) Aktienderivaten und 2 184 Mio. Euro (Vorjahr: 2 327 Mio.
Euro) Kreditderivaten zusammen. (24) Rückstellungenscroll
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen
aus unmittelbaren Versorgungszusagen in Deutschland (vergleiche Geschäftsbericht 2014
Seite 178 ff.). Für die versicherungsmathematische Ermittlung dieser Verpflichtungen
wurde zum 30. September 2015 ein Diskontierungszinsatz von 2,7 % (Vorjahr: 2,3 %),
eine Gehaltsentwicklung von 2,0 % (Vorjahr: 2,5 %) und eine Rentenanpassung von 1,5
% (Vorjahr: 1,8 %) zugrunde gelegt. Bei rechtlichen Verfahren, für die Rückstellungen zu bilden sind und die in den Sonstigen
Rückstellungen enthalten sind, kann zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung weder die
Dauer des Verfahrens noch die Höhe der Inanspruchnahme abschließend vorhergesagt werden.
Die jeweils gebildete Rückstellung deckt den nach unserer Einschätzung zum Bilanzstichtag
zu erwartenden Aufwand ab. Von einer Einzeldarstellung der jeweiligen Rückstellungsbeträge
wird abgesehen, um den Ausgang der jeweiligen Verfahren nicht zu beeinflussen. Für
380 Mio. Euro Prozess- und Regressrückstellungen (Vorjahr: 1 748 Mio. Euro) wurden
unter anderem für folgende Sachverhalte Rückstellungen gebildet:
Anfang 2010 wurde die Commerzbank von US-Behörden aufgefordert, wegen Verstößen des
Konzerns gegen US-amerikanische Sanktionsbestimmungen eine interne Untersuchung durchzuführen
und dabei eng mit den US-Behörden zusammenzuarbeiten. Außerdem ermittelten US-Behörden
gegen die Commerzbank wegen Verstößen gegen US-amerikanische Vorschriften zur Geldwäscheprävention.
Die Commerzbank kooperierte über mehrere Jahre mit den US-Behörden und hat ihnen umfangreiche
Unterlagen sowie die Ergebnisse verschiedener interner Untersuchungen zur Verfügung
gestellt. Nachdem das US-amerikanische Justizministerium im Oktober 2014 entschieden
hatte, für die beiden Verfahren einen gemeinsamen Vergleich anzustreben, kam es Mitte
März 2015 mit den beteiligten US-Behörden hinsichtlich der Embargo- und Geldwäschepräventionsverstöße
zu einer Einigung. Teil dieser Einigung ist die Zahlung eines Betrages von ins gesamt
1 452 Mio. US-Dollar. Hierfür waren entsprechende Rückstellungen gebildet. In der
Einigung hat die Commerzbank auch umfangreiche Pflichten, insbesondere in Bezug auf
die Zusammenarbeit mit den US-Behörden und die Verbesserung der Compliance-Prozesse
der Bank übernommen. Nach Aufnahme seiner Tätigkeit wird der von der US-Bankenaufsicht
benannte Monitor Kosten für die Bank verursachen. In der Einigung ist ferner eine
Wohlverhaltensperiode von drei Jahren vorgesehen. (25) Sonstige Passivascroll
(26) Nachrangige Schuldinstrumentescroll
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 belief sich das Volumen der fälligen
Nachrangigen Schuldinstrumente auf 0,9 Mrd. Euro, der Rückzahlungen auf 0,2 Mrd. Euro
und der Neuemissionen auf 0,1 Mrd. Euro. Darüber hinaus waren keine wesentliche Veränderungen
zu verzeichnen. Sonstige Erläuterungen(27) Eigenkapitalanforderungen und VerschuldungsquoteDas folgende Bild der Zusammensetzung des Eigenkapitals im Commerzbank-Konzern zeigt
neben der Phase-in-Darstellung (Ist) auch eine Fully phased-in-Betrachtung. scroll
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Zahlen vorläufig (einschließlich thesaurierbarem Zwischengewinn). Das folgende Bild zeigt die aktuellen gewichteten Risikoaktiva, sowie das Kapital
und die Quoten: scroll
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Zahlen vorläufig (einschließlich thesaurierbarem Zwischengewinn). Im Rahmen der CRD IV/CRR wurde die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) als ein neues
Instrument und Indikator zur Quantifizierung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung
eingeführt. Die Leverage Ratio setzt das Kernkapital (Tier-1-Kapital) ins Verhältnis
zum Leverage Exposure, das aus den nicht risikogewichteten Aktiva und den außerbilanziellen
Positionen besteht. Bei der Anrechnung von Derivaten, Wertpapierfinanzierungsgeschäften
und außerbilanziellen Positionen werden aufsichtsrechtliche Ansätze angewendet. Die
Berechnung der Leverage Ratio zum Ende des dritten Quartals 2015 erfolgte auf Basis
der im Januar 2015 geänderten CRR-Regelung. Als eine nicht risikosensitive Kennzahl
stellt die Leverage Ratio eine ergänzende Kennziffer zu der risikobasierten Kapitalunterlegung
dar. scroll
(28) Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagenscroll
Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen
wurde von den entsprechenden Posten gekürzt. Über die vorstehend aufgeführten Kreditfazilitäten hinaus können im Commerzbank-Konzern
Verluste aus Rechtsrisiken entstehen, deren Eintritt nicht wahrscheinlich, aber auch
nicht unwahrscheinlich ist und für die keine Rückstellungen gebildet wurden. Weder
für den Eintrittszeitpunkt noch mögliche Erstattungen kann eine verlässliche Einschätzung
vorgenommen werden. Je nach Ausgang der rechtlichen Verfahren kann sich die Einschätzung
unseres Verlustrisikos als zu niedrig oder zu hoch erweisen. Für den weitaus größten
Teil der Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken erfolgt jedoch keine Inanspruchnahme
und somit sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächlichen künftigen Verluste.
Zum 30. September 2015 betrug die Eventualverbindlichkeit aus Rechtsrisiken 507 Mio.
Euro (Vorjahr: 992 Mio. Euro) und betraf die folgenden wesentlichen Sachverhalte:
(29) Derivative GeschäfteAus dem Geschäft mit Derivaten ergaben sich folgende Nominalbeträge und Marktwerte
nach Berücksichtigung der Saldierung der Derivatemarktwerte und darauf entfallender
Ausgleichszahlungen. Das Nettingvolumen zum 30. September 2015 betrug insgesamt 69 509 Mio. Euro (Vorjahr:
98 917 Mio. Euro). Auf der Aktivseite entfielen davon 67 807 Mio. Euro auf positive
Marktwerte und 1 702 Mio. Euro auf Forderungen aus Ausgleichszahlungen. Das passivische
Netting betraf negative Marktwerte mit 68 652 Mio. Euro und Verbindlichkeiten aus
Ausgleichszahlungen mit 857 Mio. Euro. scroll
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(30) Marktwerte (Fair Value) und Bewertungshierarchien von FinanzinstrumentenNach IAS 39 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem beizulegenden
Zeitwert (Fair Value) zu bewerten, im Falle eines Finanzinstruments, das nicht als
erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten klassifiziert ist, unter Einschluss bestimmter
Transaktionskosten. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente, die als erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten klassifiziert sind, oder von jederzeit veräußerbaren
finanziellen Vermögenswerten erfolgt laufend zum beizulegenden Zeitwert. In diesem
Sinne beinhalten erfolgswirksam zum Fair Value zu bewertende Finanzinstrumente Derivate,
zu Handelszwecken gehaltene Instrumente sowie Instrumente, die als zum Fair Value
zu bewerten designiert wurden. Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswertes ist nach IFRS 13 der Betrag, zu dem
dieser zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern
verkauft werden könnte. Der beizulegende Zeitwert entspricht somit einem Veräußerungspreis.
Für Verbindlichkeiten ist der beizulegende Zeitwert definiert als der Preis, zu dem
die Schuld im Rahmen einer geordneten Transaktion an einen Dritten übertragen werden
könnte. Für die Bewertung von Schulden ist zudem das eigene Ausfallrisiko zu berücksichtigen.
Sofern Sicherheiten von Dritten für unsere Verbindlichkeiten gestellt werden (zum
Beispiel Garantien), sind diese bei der Bewertung grundsätzlich nicht zu berücksichtigen,
da die Rückzahlungsverpflichtung seitens der Bank weiterhin bestehen bleibt. Der am besten geeignete Maßstab für den Fair Value ist der notierte Marktpreis für
ein identisches Instrument an einem aktiven Markt (Bewertungshierarchie Level 1).
Ein aktiver Markt, ist ein Markt, auf dem Geschäftsvorfälle mit dem Vermögenswert
oder der Schuld mit ausreichender Häufigkeit und Volumen auftreten, so dass fortwährend
Preisinformationen zur Verfügung stehen. Wenn notierte Preise vorhanden sind, sind
diese daher auch grundsätzlich zu verwenden. Der relevante Markt für die Bestimmung
des beizulegenden Zeitwerts ist grundsätzlich der Markt mit der höchsten Aktivität
(sogenannter Hauptmarkt). Um den Preis wiederzugeben, zu dem ein Vermögenswert getauscht
oder eine Verbindlichkeit beglichen werden könnte, werden Vermögenswerte zum Geldkurs
und Verbindlichkeiten zum Briefkurs bewertet. Wenn keine notierten Preise verfügbar sind, erfolgt die Bewertung anhand von notierten
Preisen ähnlicher Instrumente an aktiven Märkten. Sind keine notierten Preise für
identische oder ähnliche Finanzinstrumente verfügbar, wird der Fair Value unter Anwendung
eines geeigneten Bewertungsmodells ermittelt, bei dem die einfließenden Daten - mit
Ausnahme unwesentlicher Parameter - aus überprüfbaren Marktquellen stammen (Bewertungshierarchie
Level 2). Für die Wahl der Bewertungsmethoden ist gemäß IFRS 13 zu berücksichtigen,
dass diese der Situation angemessen ausgewählt werden und dass die benötigten Informationen
zur Verfügung stehen. Für die gewählten Methoden sind im größtmöglichen Umfang beobachtbare
Eingangsparameter und möglichst wenige nicht beobachtbare Eingangsparameter zu verwenden. Während sich die meisten Bewertungsmethoden auf Daten aus überprüfbaren Marktquellen
stützen, werden bestimmte Finanzinstrumente unter Einsatz von Bewertungsmodellen bewertet,
die mindestens einen wesentlichen Eingangswert heranziehen, für den nicht ausreichend
aktuelle überprüfbare Marktdaten vorhanden sind. Als mögliche Bewertungsmethoden unterscheidet
IFRS 13 den marktbasierten Ansatz (Market Approach), den einkommensbasierten Ansatz
(Income Approach) und den kostenbasierten Ansatz (Cost Approach). Der Market Approach
umfasst Bewertungsmethoden, die auf Informationen über identische oder vergleichbare
Vermögenswerte und Schulden zurückgreifen. Der einkommensbasierte Ansatz spiegelt
die heutigen Erwartungen über zukünftige Zahlungsströme, Aufwendungen oder Erträge
wider. Zum Income Approach zählen unter anderem auch Optionspreismodelle. Im Rahmen
des Cost Approachs (nur für Nichtfinanzinstrumente zulässig) entspricht der Fair Value
den aktuellen Wiederbeschaffungskosten unter Berücksichtigung des Zustands des Vermögenswertes.
Diese Bewertungen unterliegen naturgemäß in höherem Maße den Einschätzungen des Managements.
Diese nicht beobachtbaren Eingangswerte können Daten enthalten, die extrapoliert oder
interpoliert oder in Form von Näherungswerten aus korrelierten oder historischen Daten
ermittelt werden. Allerdings werden hierbei in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder
Daten Dritter und so wenig wie möglich unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen
(Bewertungshierarchie Level 3). Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung
von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer
bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden. Alle beizulegenden
Zeitwerte unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns,
in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind.
Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group
(IPV) innerhalb der Finanzfunktion durchgeführt beziehungsweise koordiniert. Die Modelle,
die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig
vom Senior-Management und der Risikofunktion überprüft. Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können
von den geschätzten Fair Values abweichen. Die folgende Zusammenfassung veranschaulicht, wie diese Bewertungsgrundsätze auf die
wesentlichen Klassen der vom Commerzbank-Konzern gehaltenen Finanzinstrumente angewandt
werden:
Hierarchie der Fair ValuesNach IFRS 13 werden zum Fair Value ausgewiesene Finanzinstrumente wie folgt in die
3-stufige Bewertungshierarchie zum Fair Value eingestuft:
Die Zuordnung bestimmter Finanzinstrumente zu den Level-Kategorien erfordert eine
systematische Beurteilung durch das Management, insbesondere wenn die Bewertung sowohl
auf beobachtbaren als auch nicht am Markt beobachtbaren Parametern beruht. Auch unter
Berücksichtigung von Änderungen der Marktliquidität und damit der Preistransparenz,
kann sich die Klassifizierung eines Instruments im Zeitablauf ändern. Die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesenen Finanzinstrumente werden
in den nachfolgenden Tabellen nach Bilanzposten und Kategorien gruppiert dargestellt.
Dabei wird unterschieden, ob der Bewertung notierte Marktpreise zugrunde liegen (Level
1), ob die Bewertungsmodelle auf beobachtbaren Marktdaten (Level 2) oder auf nicht
am Markt beobachtbaren Parametern (Level 3) basieren. scroll
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Eine Level-Reklassifizierung ist die Umgruppierung eines Finanzinstruments innerhalb
der 3-stufigen Fair-Value-Bewertungshierarchie. Eine Neueinstufung des Finanzinstruments
kann aus Marktveränderungen resultieren, die Auswirkungen auf die Inputfaktoren zur
Bewertung des Finanzinstruments haben. Im dritten Quartal 2015 wurden keine wesentlichen Umgliederungen zwischen den Leveln
1 und Leveln 2 vorgenommen. Die dem Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente entwickelten sich wie folgt: scroll
Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten
(Handelsaktiva und Derivate) sind Bestandteil des Ergebnisses aus dem Handel. Die
unrealisierten Gewinne oder Verluste aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten Forderungen und Finanzanlagen werden im Ergebnis aus der Anwendung der
Fair Value Option ausgewiesen. In den ersten neun Monaten 2015 gab es eine wesentliche Umgliederung von 0,5 Mrd.
Euro für erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Wertpapiere von Level
2 in Level 3, da keine am Markt beobachtbaren Parameter mehr verfügbar waren. Gegenläufig
wurden 0,5 Mrd. Euro für erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Wertpapiere
von Level 3 in Level 2 umgegliedert, da wieder beobachtbare Marktparameter vorlagen. scroll
Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten
(Handelspassiva und Derivate) sind Bestandteil des Ergebnisses aus dem Handel. In den ersten neun Monaten gab es eine wesentliche Umgliederung von 0,1 Mrd. Euro
für negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten von Level 2 in Level 3,
da keine am Markt beobachtbaren Parameter mehr verfügbar waren. SensitivitätsanalyseBasiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern
(Level 3), kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite
von angemessenen möglichen Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements
liegen. Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren
Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten
und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen. Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der
relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten, deren Bewertung
auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert (Level 3), resultieren. Zwischen
den für die Ermittlung von Level-3-Fair-Values verwendeten Parametern bestehen häufig
Abhängigkeiten. Beispielsweise kann eine erwartete Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen
Lage dazu führen, dass Aktienkurse steigen, wohingegen als weniger riskant eingeschätzte
Wertpapiere wie zum Beispiel Bundesanleihen im Wert sinken. Derartige Zusammenhänge
werden in Form von Korrelationsparametern berücksichtigt, sofern sie einen signifikanten
Einfluss auf die betroffenen beizulegenden Zeitwerte haben. Verwendet ein Bewertungsverfahren
mehrere Parameter, so kann die Wahl eines Parameters Einschränkungen hinsichtlich
der Spanne möglicher Werte der anderen Parameter bewirken. Per Definition werden dieser
Bewertungshierarchie eher illiquide Instrumente, Instrumente mit längerfristigen Laufzeiten
oder Instrumente, bei denen unabhängig beobachtbare Marktdaten nicht in ausreichendem
Maße oder nur schwer erhältlich sind, zugeordnet. Die vorliegenden Angaben dienen
dazu, die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level-3-Finanzinstrumente
zu erläutern und anschließend verschiedene Eingangswerte darzustellen, die für diese
wesentlichen Eingangsparameter zugrunde gelegt wurden. Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level 3 und ihre Schlüsselfaktoren
lassen sich, wie folgt, zusammenfassen:
Für die Bewertung unserer Level-3-Finanzinstrumente wurden die folgenden Bandbreiten
der wesentlichen nicht beobachtbaren Parameter herangezogen: scroll
In der folgenden Tabelle werden für Bestände der Bewertungshierarchie Level 3 die
Auswirkungen auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt, die sich aus der Anwendung
ebenfalls vertretbarer Parameterschätzungen jeweils an den Rändern dieser Bandbreiten
ergeben. Die Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente der Fair-Value-Hierarchie
Level 3 erfolgt nach Arten von Instrumenten: scroll
Die für diese Angaben gewählten Parameter liegen an den äußeren Enden der Bandbreiten
von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass
alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite
von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen
Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen.
Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen
Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür
entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen
1 und 10 % angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt. Day-One Profit or LossDer Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value zum Transaktionszeitpunkt
anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde, wobei nicht alle wesentlichen Inputparameter
auf beobachtbaren Marktparametern basierten. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen
erfolgt zum Transaktionspreis. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem
Fair Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss bezeichnet. Der Day-One
Profit or Loss wird nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion in der
Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Sobald sich für die Transaktion ein Referenzkurs
auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren
Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam
im Handelsergebnis erfasst. Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis
und Modellwert wird für die Level-3-Posten aller Kategorien ermittelt. Wesentliche
Effekte ergeben sich aber nur aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten;
die Beträge entwickelten sich wie folgt: scroll
Im Folgenden gehen wir auf die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten (Fair Values)
von Finanzinstrumenten ein, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind,
für die aber zusätzlich ein Fair Value anzugeben ist. Für die in der Bilanz zum Fair
Value ausgewiesenen Finanzinstrumente sind die Bestimmungsmethoden im Abschnitt zu
den Bewertungshierarchien dargelegt. Der Nominalwert von täglich fälligen Finanzinstrumenten wird als deren Fair Value
angesehen. Zu diesen Instrumenten zählen die Barreserve sowie Kontokorrentkredite
beziehungsweise Sichteinlagen der Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute und
Kunden beziehungsweise Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden. Für Kredite stehen keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese
Finanzinstrumente keine organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden.
Bei Krediten kommt ein Discounted-Cash-Flow-Modell zur Anwendung, dessen Parameter
auf einer risikolosen Zinsstrukturkurve (Swapkurve), Risikoaufschlägen und einem laufzeitbasierten
Aufschlag zur Abdeckung von Liquiditätsspreads sowie pauschalen Aufschlägen für Verwaltungs-
und Eigenkapitalkosten beruhen. Für wesentliche Banken und Firmenkunden sind Daten
zu deren Kreditrisiko (Credit Spreads) verfügbar. Bei der Verwendung von Credit Spreads
sind weder Liquiditätsspreads noch Aufschläge für Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten
einzubeziehen, da diese implizit im Kreditrisiko enthalten sind. Für die in den Finanzanlagen enthaltenen umkategorisierten Wertpapierbestände der
IAS-39-Kategorie Kredite und Forderungen wird der beizulegende Zeitwert, sofern wieder
ein aktiver Markt vorliegt, auf Basis verfügbarer Marktpreise ermittelt. Ist kein
aktiver Markt gegeben, sind für die Ermittlung der Fair Values anerkannte Bewertungsmethoden
heranzuziehen. Im Wesentlichen wird das Discounted-Cash-Flow-Modell für die Bewertung
genutzt. Die hierfür verwendeten Parameter umfassen Zinsstrukturkurven, Risiko- und
Liquiditätsspreads sowie Aufschläge für Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten. Bei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden wird für die Fair-Value-Ermittlung
grundsätzlich ein Discounted-Cash-Flow-Modell genutzt, da üblicherweise keine Marktdaten
verfügbar sind. Neben der Zinskurve wird zusätzlich das eigene Kreditrisiko (Own Credit
Spread) sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Im Falle von
Banken emittierten Schuldscheindarlehen sind auch Eigenkapitalkosten für die Bewertung
heranzuziehen. Den Fair Value für Verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangige Schuldinstrumente
ermitteln wir auf der Basis verfügbarer Marktpreise. Sind keine Preise erhältlich,
werden die Fair Values durch das Discounted-Cash-Flow-Modell ermittelt. Bei der Bewertung
werden verschiedene Faktoren, unter anderem die aktuellen Marktzinsen, das eigene
Kreditrating und die Eigenkapitalkosten, berücksichtigt. Fair Value BilanzIn der nachfolgenden Tabelle stellen wir die beizulegenden Zeitwerte (Fair Values)
der Bilanzposten ihren Buchwerten gegenüber: scroll
(31) Eigene Aktienscroll
1
Rechnerischer Wert je Aktie 1,00 Euro. (32) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es im Commerzbank-Konzern zu Geschäftsbeziehungen
mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Hierzu gehören beherrschte, aber aus Gründen
der Wesentlichkeit nicht konsolidierte Tochterunternehmen, at-Equity-bewertete Unternehmen,
Beteiligungen, unternehmensexterne Versorgungsträger zur betrieblichen Altersversorgung
der Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, Personen in Schlüsselpositionen
und deren Angehörige sowie von diesem Personenkreis beherrschte Unternehmen. Zu den
Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder
der Commerzbank Aktiengesellschaft. Neben dem Anteilsbesitz des Bundes als Träger der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung
(FMSA), die den Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) verwaltet, sind
weitere Faktoren zu berücksichtigen (unter anderem Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat),
die einen maßgeblichen Einfluss auf die Commerzbank Aktiengesellschaft ermöglichen.
Demnach zählen der Bund sowie der Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterstehende
Unternehmen (Bundesunternehmen) weiterhin zum Kreis der nahestehenden Unternehmen
und Personen nach IAS 24. Die Beziehungen zu Bundesunternehmen zeigen wir im Folgenden getrennt von den Beziehungen
zu den übrigen nahestehenden Unternehmen und Personen. Aktiva und Passiva sowie außerbilanzielle Posten in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen
und Personen (ohne Bundesunternehmen) stellten sich folgendermaßen dar: scroll
Aus Kreditverträgen und Einlagen sowie erbrachten Dienstleistungen in Verbindung mit
nahestehenden Unternehmen und Personen (ohne Bundesunternehmen) ergaben sich folgende
Aufwendungen und Erträge: scroll
Der Commerzbank-Konzern wickelt Geschäfte mit Bundesunternehmen im Rahmen der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit zu marktgerechten Bedingungen und Konditionen ab. Aktiva und Passiva
sowie außerbilanzielle Posten in Verbindung mit Bundesunternehmen haben sich folgendermaßen
entwickelt: scroll
Die auf Geschäfte mit Bundesunternehmen entfallenden Aufwendungen und Erträge stellten
sich wie folgt dar: scroll
(33) Angaben zur Saldierung von FinanzinstrumentenNachfolgend stellen wir die Überleitung der Bruttobeträge vor Saldierung zu den Nettobeträgen
nach Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die nicht den
bilanziellen Saldierungskriterien genügen, getrennt für alle bilanzierten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die
Für die Aufrechnungsvereinbarungen schließen wir RahmenVerträge mit unseren Geschäftspartnern
ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher
Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger Aufrechnungsvereinbarungen
können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen
derivativen Kontrakte miteinander verrechnet werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses
reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner
(Close-out-Netting). Saldierungen nehmen wir für Forderungen und Verbindlichkeiten aus echten Pensionsgeschäften
(Reverse Repos und Repos) sowie für positive und negative Marktwerte aus Derivaten
vor. Die bilanziellen Saldierungen betreffen Transaktionen mit zentralen Kontrahenten. scroll
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Davon entfallen für Positive Marktwerte 857 Mio. Euro (Vorjahr: 581 Mio. Euro) auf
Ausgleichszahlungen. scroll
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Davon entfallen für Negative Marktwerte 1 702 Mio. Euro (Vorjahr: 2 543 Mio. Euro)
auf Ausgleichszahlungen. Organe der Commerzbank AktiengesellschaftAufsichtsratKlaus-Peter MüllerVorsitzender Uwe Tschäge1stellv. Vorsitzender Hans-Hermann Altenschmidt1Dr. Nikolaus von Bomhard(bis 30.4.2015) Gunnar de Buhr1Stefan Burghardt1Sabine U. Dietrich(seit 30.4.2015) Karl-Heinz FlötherDr. Markus KerberAlexandra Krieger1Oliver Leiberich1Dr. Stefan LippeBeate Mensch1Anja Mikus(seit 30.4.2015) Dr. Roger MüllerDr. Helmut PerletBarbara Priester1Mark Roach1Petra Schadeberg-Herrmann(bis 30.4.2015) Margit Schoffer1Nicholas TellerDr. Gertrude Tumpel-Gugerell1
Von den Arbeitnehmern gewählt. VorstandMartin BlessingVorsitzender Frank AnnuscheitMarkus BeumerStephan EngelsMichael ReutherDr. Stefan SchmittmannMartin ZielkeFrankfurt am Main, 29. Oktober 2015 scroll
Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am MainWir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung,
verkürzter Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten
erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft,
Frankfurt am Main, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2015, die Bestandteile
des Quartalsfinanzberichts nach § 37x Abs. 3 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht
unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS
für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts
nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in
der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf
der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Frankfurt am Main, 29. Oktober 2015 PricewaterhouseCoopers scroll
Wesentliche Konzerngesellschaften und wesentliche Beteiligungenscroll
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Operative AuslandsniederlassungenAmsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, London,
Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Ostrava (Office), Paris, Peking, Pilsen (Office),
Prag, Schanghai, Singapur, Tianjin, Tokio, Wien, Zürich Repräsentanzen und Financial Institutions DesksAbidjan, Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Bagdad, Baku, Bangkok, Beirut, Belgrad, Brüssel
(Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Bukarest, Caracas, Dhaka,
Dubai (FI-Desk), Ho-Chi-Minh-Stadt, Hongkong (FI-Desk), Istanbul, Jakarta, Johannesburg,
Kairo, Kiew, Kuala Lumpur, Lagos, Luanda, Mailand (FI-Desk), Melbourne, Minsk, Moskau,
Mumbai, New York (FI-Desk), Nowosibirsk, Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), Riga, Santiago
de Chile, São Paulo, Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent,
Tiflis, Tokio (FI-Desk), Tripolis, Zagreb DisclaimerVorbehalt bei ZukunftsaussagenDieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung
der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und
Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt
eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen
außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle
Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle.
Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute
getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts
neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren. TitelDFB, Commerzbank-Arena in Frankfurt am Main Finanzkalender 2016
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Commerzbank AG
Zentrale Postanschrift Investor Relations |
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