![]() COMMERZBANK AktiengesellschaftFrankfurt am MainKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Kennzahlenscroll
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Anpassung Vorjahr. An unsere AktionäreBrief des VorstandsvorsitzendenSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,mit Wirkung vom 1. Mai 2016 hat mich der Aufsichtsrat zum Vorstandsvorsitzenden der Commerzbank berufen. Nachdem ich bereits einige Jahre als Vorstand für das Privatkundengeschäft verantwortlich war, ist diese neue Funktion eine spannende und verantwortungsvolle berufliche Herausforderung, der ich mich mit ganzer Kraft stelle. Mit diesem Brief wende ich mich nun erstmals in einem Geschäftsbericht der Commerzbank persönlich an Sie. Dieser Bericht informiert Sie im Detail über die Geschäftsentwicklung der Commerzbank im abgelaufenen Geschäftsjahr und auch über die Ziele, die wir uns für die nächsten Jahre gesetzt haben. Lassen Sie mich mit einer kurzen Bestandsaufnahme beginnen: Die vergangenen Jahre haben wir genutzt, um die Commerzbank stabiler und risikoärmer zu machen und wir sind heute deutlich besser aufgestellt. Wir haben unsere Bilanzsumme reduziert, unsere Risiken in nicht strategischen Geschäftsfeldern abgebaut und unsere Kapitalquote erhöht. Allerdings mussten wir auch erkennen, dass wir die Profitabilitätsziele, die wir uns bis 2016 vorgenommen hatten, nicht erreichen konnten. Im Frühjahr hat sich die Situation signifikant verschlechtert, weitere Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank haben zu einem verschärften Ertragsdruck geführt. Insgesamt sind das niedrige Zinsumfeld, die steigenden regulatorischen Anforderungen, Digitalisierungsnotwendigkeiten bei Produkten und Prozessen Herausforderungen, die uns veranlasst haben, die Commerzbank profitabler aufzustellen. Aus diesem Grund sind wir tätig geworden und haben im September 2016 unsere Strategie "Commerzbank 4.0" vorgestellt. Wir wollen unsere Bank für die Zukunft fit und profitabel machen. Dabei verfolgen wir das Ziel, die wettbewerbsfähigste Bank in Deutschland zu werden - für Privat- und Firmenkunden und mit einem modernen und überlegenen Angebot aus digitalen und persönlichen Dienstleistungen. Wir wollen nah am Kunden und schnell und effizient in der Abwicklung sein. Vor allem aber gilt: Wir wollen unsere Bank dauerhaft wetterfest machen und Komplexität reduzieren. Dazu werden wir unser Geschäftsmodell in den nächsten Jahren konsequent fokussieren, digital transformieren und die Effizienz steigern. Als Konsequenz gehört dazu leider auch ein erheblicher Personalabbau von netto 7.300 Vollzeitkräften bis 2020. Die Bank wird in den nächsten Wochen die Verhandlungen mit den Arbeitnehmergremien aufnehmen. Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, die Geschäftsentwicklung 2016 war insbesondere geprägt von einem anhaltend niedrigen Zinsniveau, einem volatilen Kapitalmarktumfeld und einer spürbaren Zurückhaltung unserer Kunden. Dennoch haben wir mit 1,4 Mrd. Euro ein solides Operatives Ergebnis erzielt. Die Risikovorsorge spiegelt das gesunde Risikoprofil der Bank wider. Dies zeigt sich auch in der im europäischen Vergleich weiterhin sehr guten Quote für Problemkredite (NPL-Quote) von lediglich 1,6 %. Der Anstieg der Risikovorsorge im Vergleich zum vorangegangenen Jahr war durch die hohe Risikovorsorge für Schiffsfinanzierungen bedingt, die die schwierige Situation an den Schiffsmärkten reflektiert. Insgesamt konnten wir in den vergangenen Jahren das Volumen der nicht strategischen gewerblichen Immobilien- und Schiffsfinanzierung von über 20 Mrd. Euro auf rund 7 Mrd. Euro deutlich reduzieren. Die Kosten im Konzern waren aufgrund des aktiven Managements - trotz der Belastungen aus der Neueinführung der polnischen Bankensteuer - leicht rückläufig. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter betrug 279 Mio. Euro, hierin spiegeln sich die Belastungen aus Goodwill-Abschreibungen im Zusammenhang mit unserer neuen Segmentstruktur sowie weitere Restrukturierungskosten wider. Die positive Entwicklung auf der Kapitalseite setzte sich im Berichtsjahr weiter fort. Mit einer harten Kernkapitalquote von 12,3 % nach den vollständigen Kriterien von Basel 3 liegen wir deutlich über den aktuell geltenden regulatorischen Anforderungen der Europäischen Zentralbank. Darüber hinaus haben wir die Risiken im Konzern weiter substanziell reduziert. Durch die Ende September beschlossene neue Strategie, zu der auch die Neuaufteilung der Segmente gehört, konzentriert sich die Commerzbank auf zwei operative Segmente: das neue Segment Privat- und Unternehmerkunden sowie das neue Segment Firmenkunden. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden haben wir unser über dem Markt liegendes Wachstum weiter fortgesetzt. Wir haben rund 320.000 inländische Privatkunden neu hinzugewonnen und damit unser 2012 formuliertes Ziel, bis 2016 insgesamt 1 Million neue Kunden gewinnen zu wollen, deutlich überschritten. Im Kreditgeschäft konnten wir gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 8 % erreichen. Das Neugeschäftsvolumen in der Baufinanzierung lag 2016 bei leicht erhöhter Marge annähernd auf dem Niveau des Vorjahres. Beim Absatz von Konsumentenkrediten gab es einen Volumenanstieg von rund 31 %. Im Vorsorgegeschäft konnten wir ebenfalls erfreuliche Zuwächse erzielen. Unsere digital vernetzte Multikanalbank haben wir weiter ausgebaut. Im Filialgeschäft haben wir im Berichtsjahr eine einheitliche Benutzeroberfläche für Kunden und Berater eingeführt. Neue Standards wurden mit unserer Banking-App, der bequemen und einfachen Kontowechsel-App und dem kostenlosen Girokonto, das sich in wenigen Minuten bequem digital eröffnen lässt, gesetzt. Dennoch bleiben unsere Filialen ein wesentlicher Bestandteil der Multikanalbank. Im Berichtsjahr haben wir die bereits 2015 implementierte Vertriebsstruktur abgeschlossen, wir haben drei neue Flagship-Filialen eröffnet und - im Rahmen unseres neuen kostengünstigen und effizienten Filialkonzepts - die erste City-Filiale eröffnet. Weitere werden im Laufe des Jahres folgen. Auch die polnische mBank konnte alle Maßnahmen ihrer bis 2016 gültigen Strategie "One bank" umsetzen und nahezu alle Ziele erreichen. Im Berichtsjahr wuchs die Kundenbasis der mBank auf 5,4 Millionen an. Insgesamt haben wir im Geschäftsjahr 2016 im Segment Privat- und Unternehmerkunden ein Operatives Ergebnis von 1,1 Mrd. Euro erzielt, was einer Steigerung von knapp 3 % entsprach. Im Segment Firmenkunden wurden die bisherigen Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets zusammengeführt. Dazu werden aufbauend auf den Stärken der Mittelstandsbank die für Firmenkunden relevanten Produkte und Dienstleistungen aus dem Kapitalmarktgeschäft in das neue Segment integriert. Um eine effizientere Aufstellung zu gewährleisten, wird sich die Commerzbank außerdem von Teilen des Handelsgeschäfts im Investmentbanking trennen und sich vollständig als Kundenbank ausrichten. Durch die Verkleinerung des Handelsgeschäfts können Ergebnisvolatilität und Risiken aus regulatorischen Änderungen verringert und Kapital freigesetzt werden. Aufbauend auf den heutigen Stärken sollen das Trade-Finance-Geschäft und die führende Position als Debt House in Deutschland weiter ausgebaut werden. Auch ihre umfassende Sektorkompetenz in deutschen Schlüsselindustrien wird die Commerzbank künftig noch stärker nutzen, um die Zahl der betreuten DAX- und M-DAX-Kunden sowie weiterer europäischer Großkunden weiter zu steigern. Die Commerzbank strebt darüber hinaus an, ihre führende Marktposition im Mittelstandsgeschäft durch die Weiterentwicklung des bestehenden Leistungsangebots und die Einführung neuer digitaler Produkte und Dienstleistungen auszubauen. Im Segment Firmenkunden haben wir 2016 ein Operatives Ergebnis von 1,3 Mrd. Euro erzielt, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 24 % entsprach. Dabei zeigte sich das Ergebnis von den herausfordernden Finanzmärkten und negativen Zinsen belastet. Um Wettbewerbsvorteile zu sichern, wird die Commerzbank die IT-Investitionen in die Digitalisierung signifikant erhöhen. Ziel ist es, in den nächsten vier Jahren 80 % der relevanten Geschäftsprozesse end-to-end zu digitalisieren. Dafür werden wir bis 2020 jährlich rund 700 Mio. Euro investieren. In einem sogenannten "Digitalen Campus" in Frankfurt haben wir bereits damit begonnen, wesentliche Prozesse, sogenannte "Journeys", der Bank zu digitalisieren. Von den 14 definierten Journeys werden Ende 2017 voraussichtlich zwei abgeschlossen und weitere sieben in der Umsetzung sein. Damit wird der Digital Campus dieses Jahr auf seine volle Betriebstemperatur kommen. Der Campus ist für uns nicht etwa ein bloßes Ideenlabor, er ist der zentrale Beschleuniger für die digitale Transformation in der Commerzbank. Für den Kunden bedeutet dies eine Vereinfachung und deutlich erhöhte Servicequalität. Zudem verfolgen wir kontinuierlich aktuelle Entwicklungen im FinTech-Umfeld, um unsere digitale Kompetenz zu erhöhen, und beteiligen uns über eigene Investmentvehikel aktiv an den Innovationstreibern. Mit "openspace" haben wir im Januar 2017 eine Digitalisierungsplattform in Berlin eröffnet, wo wir Mittelständler und Start-ups zusammenbringen. Die aus der Umsetzung der Strategie resultierenden positiven Effekte umfassen aber nicht nur das zukünftige Sicherstellen der Wettbewerbsfähigkeit sowie die Steigerung der Profitabilität, sondern darüber hinaus eine Verbesserung der Kapitaleffizienz. So wird die Kapitalbasis durch Gewinnthesaurierungen und dem bereits für die nächsten Jahre angekündigten Verzicht von Dividendenzahlungen zur Refinanzierung der Restrukturierung bei stabilen Risikoaktiva gestärkt. Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, mit unserer Strategie "Commerzbank 4.0" haben wir die Chance, dauerhaft und nachhaltig die Profitabilität zu steigern - für Sie, unsere Aktionärinnen und Aktionäre, für unsere Kunden und für unsere Mitarbeiter. Gleichzeitig haben wir den nötigen Handlungsspielraum geschaffen und können die Transformation wie geplant angehen. An dieser Stelle gilt mein besonderer Dank - auch im Namen meiner Vorstandskollegen - den Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihr Engagement. Ich würde mich freuen, wenn Sie die Bank auf diesem herausfordernden Weg begleiten. Zu unserer Hauptversammlung am 3. Mai 2017 lade ich Sie bereits jetzt herzlich ein und freue mich auf Ihr Kommen.
Frankfurt am Main, im März 2017 Martin Zielke, Vorstandsvorsitzender Das VorstandsteamMartin Zielke54 Jahre, Vorsitzender Mitglied des Vorstands seit 5.11.2010 Frank Annuscheit54 Jahre, Chief Operating Officer Human Resources Mitglied des Vorstands seit 1.1.2008 Dr. Marcus Chromik44 Jahre, Chief Risk Officer Mitglied des Vorstands seit 1.1.2016 Dr. Bettina Orlopp46 Jahre, Generalbevollmächtigte (bis EZB-Beschluss zur Vorstandsbestellung) Stephan Engels55 Jahre, Chief Financial Officer Mitglied des Vorstands seit 1.4.2012 Michael Mandel50 Jahre, Privat- und Unternehmerkunden Mitglied des Vorstands seit 23.5.2016 Michael Reuther57 Jahre, Firmenkunden Mitglied des Vorstands seit 1.10.2006 Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,während des abgelaufenen Geschäftsjahres haben wir den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Commerzbank regelmäßig überwacht. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich über alle wesentlichen Entwicklungen in der Bank, auch zwischen den Sitzungen. Wir haben uns wiederholt über die Geschäftslage des Unternehmens und die wirtschaftliche Situation der einzelnen Geschäftsfelder, die Unternehmensplanung, Compliance-Themen, die Entwicklung des Aktienkurses, die wesentlichen Rechtsstreitigkeiten sowie die strategische Ausrichtung samt Risikostrategie der Bank informieren lassen und den Vorstand hierzu beraten. Zwischen den Sitzungen stand ich als Vorsitzender des Aufsichtsrats auch im Rahmen fest vereinbarter Termine in ständigem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden und weiteren Vorstandsmitgliedern und habe mich fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle in der Bank und im Konzern unterrichten lassen. Wir waren in die Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Bank eingebunden und haben, soweit erforderlich, nach umfassender Beratung und Prüfung unsere Zustimmung erteilt. Sitzungen des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr fanden insgesamt zehn Aufsichtsratssitzungen statt, davon eine Sitzung in Form einer Telefonkonferenz. Zudem fand eine ganztägige Strategiesitzung jeweils für die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner statt. Gegenstand aller ordentlichen Sitzungen war die aktuelle Geschäftslage der Bank, die wir jeweils eingehend mit dem Vorstand erörterten. Wir behandelten vertieft die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Bank, die Risikolage, die Strategie, die Planung, das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem. Schwerpunkte unserer Tätigkeit waren zudem die wirtschaftliche Entwicklung und Ausrichtung der einzelnen Geschäftsfelder. Ferner wurden wir in allen ordentlichen Sitzungen über den Stand der Zusammenarbeit mit dem US-Monitor informiert. Die Vorstandsberichte haben wir kritisch hinterfragt und zum Teil ergänzende Informationen angefordert, die stets unverzüglich und zu unserer Zufriedenheit erteilt wurden. Wir haben uns zudem auch über interne und behördliche Untersuchungen der Bank im In- und Ausland unterrichten lassen, hierzu Fragen gestellt und uns dazu ein Urteil gebildet. Insbesondere beschäftigten wir uns mit den personellen Veränderungen im Vorstand, der neuen Strategie der Commerzbank sowie den Untersuchungen zu Cum-Ex und Cum-Cum-Geschäften. Des Weiteren behandelten wir in mehreren Sitzungen Vorstandsangelegenheiten. Unsere Beschlüsse fassten wir, soweit zwischen den Sitzungen erforderlich, im Umlaufverfahren. In der Sitzung am 18. Januar 2016 haben wir die Ergebnisse unserer Effizienz- und Evaluierungsprüfung 2015 ausführlich diskutiert. Ferner haben wir einen Workshop zum Thema "Digitalisierung" abgehalten. In der Sitzung am 11. Februar 2016 standen - neben Berichten zur aktuellen Geschäftslage - die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015 im Mittelpunkt unserer Erörterungen. Wir wurden über den Stand der Zusammenarbeit mit dem US-Monitor, über das Settlement in Luxemburg als Ergebnis der steuerstrafrechtlichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln sowie über das Thema Devisenkursfixing informiert. Ferner wurde uns der aktuelle Status der Filialstrategie und insbesondere das Flagship-Konzept der Commerzbank vorgestellt. Zudem diskutierten und beschlossen wir die Zielerreichung für die Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 und setzten den Gesamtbetrag der variablen Vergütung für die Vorstandsmitglieder fest. Auch befassten wir uns mit dem aktuellen Stand des Prozesses zur Nachbesetzung des Vorstandsvorsitzes. Des Weiteren behandelten wir den Bericht des Aufsichtsrats und den Corporate-Governance-Bericht für den Geschäftsbericht. Wir diskutierten und beschlossen außerdem Änderungen des Aufsichtsratsvergütungsmodells. Die Verlängerung der Bestellung des Vergütungsbeauftragten sowie seiner Stellvertreterin und die Neubestellung der Vergütungsbeauftragten wurden beschlossen. In einer außerordentlichen Sitzung am 6. März 2016 haben wir intensiv über die Nachfolge des Vorstandsvorsitzenden und damit zusammenhängende weitere Entscheidungen beraten. Im Einzelnen haben wir beschlossen, Herrn Martin Zielke zum Vorstandsvorsitzenden und Herrn Michael Mandel sowie Frau Dr. Bettina Orlopp jeweils vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsicht zum Mitglied des Vorstands zu bestellen. Ferner wurde beschlossen, mit Herrn Martin Blessing eine Aufhebungsvereinbarung abzuschließen. In der Bilanzsitzung am 8. März 2016 prüften wir den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2015 und billigten diese auf Empfehlung des Prüfungsausschusses. Auch verabschiedeten wir die Beschlussvorschläge für die Tagesordnung der Hauptversammlung 2016 einschließlich des Gewinnverwendungsvorschlags. Der ECB Single Supervisory Mechanism (SSM) wurde uns durch Vertreter des SSM-Senior-Managements der EZB präsentiert und wir diskutierten verschiedene Themen mit den genannten Vertretern. Ferner wurden wir über den IT-Fortschritt in der Bank sowie über die neue Marktmissbrauchsverordnung, insbesondere in Bezug auf Directors Dealings, informiert. Zudem wurde uns über die strategische Personalplanung und die Entwicklung von Potenzialträgern berichtet. Des Weiteren haben wir uns mit dem Vergütungsbericht für den Geschäftsbericht befasst und Herrn Nicholas Teller in den Risikoausschuss gewählt. In der Sitzung am 19. April 2016 haben wir uns intensiv mit dem Bericht der vom Aufsichtsrat mandatierten Anwaltskanzlei zur Prüfung von eventuellen Schadensersatzansprüchen gegen Vorstandsmitglieder im Zusammenhang mit den Verstößen der Bank gegen US-Sanktionen beziehungsweise US-amerikanische Vorschriften zur Geldwäscheprävention auseinandergesetzt. Die mandatierte Kanzlei ist zu dem Ergebnis gelangt, dass keine Regressansprüche bestehen. Auf dieser Grundlage haben wir beschlossen, keine Regressansprüche wegen des Schadens geltend zu machen, der der Commerzbank mit dem Abschluss der Vereinbarungen mit US-amerikanischen Behörden zur Beilegung aufsichts- und strafrechtlicher Ermittlungen entstanden ist. Des Weiteren erörterten wir den Ablauf der Hauptversammlung. In einer außerordentlichen Telefonkonferenz am 11. Mai 2016 haben wir einer vorzeitigen Beendigung des Anstellungsvertrages von Herrn Martin Blessing zugestimmt. In der Sitzung am 7. September 2016 erläuterte uns der Vorstand die Geschäftslage und berichtete insbesondere zu den Themen Compliance, Cum-Ex und Cum-Cum-Geschäfte sowie zu dem Ergebnis des ersten Halbjahres 2016. Wir beschäftigten uns mit der Frage der Nachfolge des Aufsichtsratsvorsitzenden und der Nachfolge für den Vorsitz des Prüfungsausschusses. Zudem wurde uns über den IT-Fortschritt berichtet. Auch wurden wir über die Ausgestaltung der Vergütungsmodelle der Mitarbeiter der Commerzbank informiert. Des Weiteren setzten wir uns mit der Evaluierung und Effizienzprüfung des Aufsichtsrats für das Jahr 2016 auseinander. Im Anschluss an die Strategiesitzungen der Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner diskutierten wir gemeinsam im Plenum in der Sitzung am 29. September 2016 eingehend die neue Strategie der Commerzbank. Des Weiteren wurde über die einvernehmliche Beendigung des Vertrags mit Herrn Markus Beumer gesprochen und beschlossen, seine Bestellung zum Vorstandsmitglied zum 31. Oktober 2016 zu beenden. In der Sitzung am 3. November 2016 berichtete der Vorstand insbesondere über die Kapitalmarktentwicklung, die Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2016 und den Ausblick für das Gesamtjahr. Wir diskutierten ferner über die Mittelfristplanung bis 2020. Zudem wurden wir über den Stand der Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern im Hinblick auf die neue Strategie der Commerzbank informiert und diskutierten auch hierzu ausführlich. Des Weiteren wurde zum Thema Compliance berichtet. Weitere Themen dieser Sitzung waren die Corporate Governance der Bank, insbesondere haben wir die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 Aktiengesetz verabschiedet und uns Ziele in Bezug auf die Aufsichtsratszusammensetzung gesetzt. Nähere Einzelheiten zur Corporate Governance in der Commerzbank finden Sie in diesem Geschäftsbericht auf den Seiten 21 bis 25. Zudem haben wir Frau Anja Mikus als neues Mitglied in den Prüfungsausschuss gewählt. In der letzten Sitzung des Jahres am 2. Dezember 2016 beschäftigten wir uns noch einmal mit der Strategie der Commerzbank. Wir wurden zum Thema US-Monitor informiert und diskutierten die daraus für die Commerzbank entwickelten Maßnahmenpläne. Auch wurde uns erneut der aktuelle Stand zu den Untersuchungen bezüglich Cum-Ex und Cum-Cum-Geschäften dargelegt. Zudem diskutierten und beschlossen wir die Ziele der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2017. AusschüsseZur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte insgesamt sieben Ausschüsse gebildet. Die aktuelle Zusammensetzung der Ausschüsse ist auf Seite 14 dieses Geschäftsberichts abgedruckt. Die Aufgaben und Zuständigkeiten der einzelnen Ausschüsse sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt, die im Internet veröffentlicht ist und unter http://www.commerzbank.de eingesehen werden kann. Der Präsidialausschuss tagte im Berichtsjahr sechsmal. Gegenstand der Beratungen war die Vorbereitung und Vertiefung der Sitzungen des Aufsichtsratsplenums, insbesondere hinsichtlich der Geschäftslage und der neuen Strategie der Commerzbank. Ferner befasste er sich mit den personellen Veränderungen im Vorstand. So beschäftigte er sich zum einen mit der Beendigung der Bestellung von Herrn Martin Blessing zum Vorstandsvorsitzenden und Vorstandsmitglied sowie von Herrn Markus Beumer zum Vorstandsmitglied und zum anderen mit dem Abschluss der Vorstandsanstellungsverträge mit Herrn Martin Zielke und Herrn Michael Mandel. Zudem bereitete der Präsidialausschuss Beschlüsse des Plenums vor und stimmte der Übernahme von Mandaten der Vorstandsmitglieder bei anderen Unternehmen zu. Außerdem befasste er sich mit der Kreditvergabe an Mitarbeiter und Organmitglieder der Bank. Eilbedürftige Beschlüsse wurden im Umlaufverfahren herbeigeführt. Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2016 zu insgesamt sechs Sitzungen zusammen. Darüber hinaus fasste er wegen Eilbedürftigkeit Beschlüsse im Umlaufverfahren. Er erörterte in Gegenwart des Abschlussprüfers den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Commerzbank sowie die Prüfungsberichte. Der Prüfungsausschuss holte die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex ein, unterbreitete dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Bestellung des Abschlussprüfers sowie für die Höhe des Honorars und beriet den Aufsichtsrat zur Fortsetzung des Prüfungsauftrags. Darüber hinaus befasste sich der Prüfungsausschuss mit Aufträgen an den Abschlussprüfer für Nichtprüfungsleistungen; er ließ sich außerdem regelmäßig vom Abschlussprüfer den aktuellen Stand und einzelne Ergebnisse der Jahresabschlussprüfung erläutern und diskutierte jeweils vor ihrer Veröffentlichung die prüferische Durchsicht der Zwischenfinanzberichte. Ferner wurde der Prüfungsausschuss regelmäßig über den jeweiligen Abarbeitungsstand der vom Prüfer festgestellten Monita informiert. Die Arbeit der Bereiche Group Audit und Group Compliance der Bank waren ebenfalls Gegenstand der Erörterungen. Beide Bereiche berichteten regelmäßig über die Ergebnisse ihrer Arbeit. So setzte der Prüfungsausschuss sich intensiv mit den Untersuchungen zu Verstößen der Bank gegen US-Sanktionen sowie mit den Maßnahmen der Bank zur Verhinderung zukünftiger Verstöße und zur Umsetzung der Aufgaben und Pflichten im Zusammenhang mit den abgeschlossenen Vereinbarungen mit US-Behörden auseinander. Er ließ sich über die Entwicklungen des Monitorships in den USA und den Stand der Arbeiten zur Umsetzung der vom Monitor getroffenen Feststellungen berichten. Der Prüfungsausschuss befasste sich des Weiteren mit den Themen Cum-Ex-Geschäfte und Devisenkursfixing. Er überprüfte die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der Bank und erörterte zudem die Entwicklung bei den Whistleblowing-Fällen sowie den Bericht des Wirtschaftsprüfers zur Prüfung der wertpapierhandelsrechtlichen Meldepflichten und Wohlverhaltensregeln. Außerdem informierte sich der Prüfungsausschuss über interne und externe (regulatorische) Untersuchungen. Weitere wichtige Themen im Prüfungsausschuss waren die Abschlussprüferreform und ihre Folgen für die Commerzbank. Ferner beschäftigte der Prüfungsausschuss sich mit dem algorithmischen Handel, der Compliance-Funktion nach MaRisk und dem Programm Group Finance Architecture. Zudem hat sich der Prüfungsausschuss über aktuelle und bevorstehende Änderungen des Aufsichts- und Bilanzrechts, insbesondere zur Einführung der IFRS 9, berichten lassen. An den Sitzungen nahmen regelmäßig Vertreter des Abschlussprüfers teil, die über ihre Prüfungstätigkeit berichteten. Der Risikoausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt viermal. Der Risikoausschuss befasste sich in diesen Sitzungen intensiv mit der Risikolage und dem Risikomanagement der Bank, insbesondere mit der Gesamtrisikostrategie 2016, der Weiterentwicklung der Risikostrategien und den Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und operationellen Risiken sowie den Reputations- und Compliance-Risiken. Für die Bank bedeutsame Einzelengagements wurden ebenso ausführlich mit dem Vorstand diskutiert wie Portfolios beziehungsweise Teilportfolios. Der Risikoausschuss beschäftigte sich zudem mit den Beteiligungen der Bank und dem Recovery Plan der Bank. Außerdem wurde er über Aktivitäten zum Schutz vor Cybercrime-Aktivitäten informiert. Ferner überprüfte der Risikoausschuss, dass die Konditionen im Kundengeschäft mit dem Geschäftsmodell und der Risikostruktur der Bank im Einklang stehen. Ebenso erörtert wurden verschiedene Stresstests und ihre Ergebnisse. Gegenstand der Sitzungen waren auch das Mitarbeitervergütungssystem sowie die risikomäßige Bewertung der Commerzbank durch ihre Regulatoren. Des Weiteren befasste sich der Risikoausschuss mit der Risikotragfähigkeit der Commerzbank, den Großkrediten und den Organkrediten an Unternehmen der Commerzbank-Gruppe. Eilbedürftige Beschlüsse wurden im Umlaufverfahren herbeigeführt. Der Vergütungskontrollausschuss trat zu zwei Sitzungen zusammen. Er beschäftigte sich mit der Zielerreichung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 und überprüfte die Festsetzung des Gesamtbetrags der variablen Vergütung der Mitarbeiter für das Geschäftsjahr 2015. Ferner befasste er sich mit den Mitarbeitervergütungssystemen und der Angemessenheit der Ausgestaltung der Vergütungssysteme der Mitarbeiter sowie des Vorstands jeweils bezogen auf das Geschäftsjahr 2016. Schließlich setzte sich der Ausschuss mit den Zielen für die Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017 auseinander. Der Sozialausschuss traf sich im Berichtsjahr zu einer Sitzung, in der er sich in erster Linie mit der Personalpolitik und der Personalentwicklung beschäftigte. Daneben befasste sich der Sozialausschuss mit der Entwicklung des Personalabbaus und mit allgemeinen personalwirtschaftlichen Kennzahlen. Der Nominierungsausschuss hat im Berichtsjahr siebenmal getagt, davon einmal in Form einer Telefonkonferenz. Er hat sich intensiv mit den personellen Veränderungen im Vorstand, insbesondere dem Ausscheiden von Herrn Martin Blessing und dessen Nachfolge, sowie mit der Nachbesetzung im Aufsichtsrat, insbesondere der des Aufsichtsratsvorsitzes, beschäftigt. Ferner setzte er sich mit den Aufgaben des Nominierungsausschusses nach § 25d Abs. 11 Satz 2 KWG auseinander, insbesondere mit der gemäß Kreditwesengesetz durchzuführenden Bewertung von Aufsichtsrat und Vorstand sowie mit den Grundsätzen der Geschäftsleitung für die Auswahl und Bestellung der Personen der ersten und zweiten Führungsebene. Sitzungen des nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gebildeten Vermittlungsausschusses waren nicht erforderlich. Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichteten dem Aufsichtsratsplenum regelmäßig in der jeweils nächsten Aufsichtsratssitzung über deren Arbeit. Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank sind gemäß § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats verpflichtet, potenzielle Interessenkonflikte gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden beziehungsweise dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden offenzulegen, die wiederum eine Beratung im Präsidialausschuss des Aufsichtsrats und die Offenlegung gegenüber dem Aufsichtsrat veranlassen. Im Berichtszeitraum haben Aufsichtsratsmitglieder bei insgesamt drei Beschlussvorschlägen einen potenziellen Interessenkonflikt offengelegt. Wie in der Geschäftsordnung vorgesehen, haben die betreffenden Aufsichtsratsmitglieder in diesen Fällen an der Beschlussfassung nicht teilgenommen beziehungsweise sich zusätzlich bereits an der dem Beschluss vorausgehenden Diskussion nicht beteiligt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen die für ihre Aufgabe erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr. Sie wurden dabei von der Commerzbank angemessen unterstützt. Im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen finden regelmäßig Weiterbildungen statt. Im Jahr 2016 waren dies Vorträge beziehungsweise Workshops zu den Themen Digitalisierung, Flagship Stores, ECB Single Supervisory Mechanism, neue Marktmissbrauchsverordnung und CSR-Richtlinie. Ferner haben verschiedene Aufsichtsratsmitglieder an externen Fortbildungsmaßnahmen teilgenommen. Den Mitgliedern wurde angeboten, im Vorfeld der Bilanzsitzung an einer separaten Besprechung des Jahresabschlusses mit dem Wirtschaftsprüfer teilzunehmen. Jedes Aufsichtsratsmitglied hat im abgelaufenen Geschäftsjahr an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Plenums teilgenommen. Im Einzelnen haben Herr Gunnar de Buhr, Herr Stefan Burghardt, Frau Beate Mensch, Herr Dr. Helmut Perlet, Frau Barbara Priester, Herr Mark Roach, Frau Margit Schoffer sowie Frau Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell jeweils an einer Sitzung von insgesamt zehn Sitzungen des Aufsichtsrats nicht teilgenommen. Herr Dr. Markus Kerber hat an drei Sitzungen nicht teilgenommen. Ansonsten haben die Mitglieder des Aufsichtsrats an allen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Herr Gunnar de Buhr und Herr Dr. Helmut Perlet fehlten bei einer Sitzung des Risikoausschusses. Herr Dr. Markus Kerber war bei jeweils zwei Sitzungen des Präsidialausschusses, des Risikoausschusses und des Vergütungskontrollausschusses sowie einer Sitzung des Nominierungsausschusses nicht anwesend. In der Regel erhalten wir von Aufsichtsratsmitgliedern, die an der Teilnahme einer Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung verhindert sind, eine entsprechende Stimmbotschaft. Jahres- und KonzernabschlussDer von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Jahres- und Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie die Lageberichte der AG und des Konzerns geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB, der Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhielten darüber hinaus sämtliche Anlagen und Erläuterungen zu den Prüfungsberichten; alle Aufsichtsratsmitglieder hatten die Möglichkeit, diese Unterlagen einzusehen. Der Prüfungsausschuss befasste sich in seiner Sitzung am 21. März 2017 eingehend mit den Abschlussunterlagen. Wir haben im Aufsichtsratsplenum den Jahres- und Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie die Lageberichte der AG und des Konzerns in unserer Bilanzsitzung am 22. März 2017 ebenfalls behandelt und gebilligt. Die Abschlussprüfer nahmen an den genannten Sitzungen des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsratsplenums teil, erläuterten die wesentlichen Prüfungsergebnisse und standen für Fragen zur Verfügung. In beiden Sitzungen wurden die Abschlussunterlagen eingehend mit dem Vorstand sowie den Vertretern des Abschlussprüfers diskutiert. Nach der abschließenden Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung erhoben wir keine Einwände gegen den Jahres- und Konzernabschluss und stimmten dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse von AG und Konzern gebilligt, der Jahresabschluss der AG ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließen wir uns an. Veränderungen im Aufsichtsrat und im VorstandMit Wirkung zum Ablauf des 30. April 2016 endete die Amtszeit von Herrn Martin Blessing in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender und Vorstandsmitglied. Zu seinem Nachfolger benannte der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. Mai 2016 Herrn Martin Zielke. Bereits zum 1. Januar 2016 trat Herr Dr. Marcus Chromik als Nachfolger von Herrn Dr. Stefan Schmittmann seine neue Funktion als Risikovorstand der Commerzbank an. Herr Michael Mandel hat mit Wirkung zum 23. Mai 2016 das Vorstandsressort Privatkunden übernommen. In seiner Sitzung am 6. März 2016 hat der Aufsichtsrat beschlossen, Frau Dr. Bettina Orlopp in den Vorstand der Bank zu berufen. Diese Entscheidung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsicht, die für November 2017 erwartet wird. Herr Markus Beumer ist mit Wirkung zum 31. Oktober 2016 aus dem Vorstand der Commerzbank ausgeschieden. Wir danken Herrn Martin Blessing, Herrn Dr. Stefan Schmittmann und Herrn Markus Beumer für ihre außerordentlichen Leistungen und ihren großen persönlichen Einsatz für die Commerzbank. Dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für ihre engagierte Arbeit im Geschäftsjahr 2016.
Frankfurt am Main, im März 2017 Für den Aufsichtsrat Klaus-Peter Müller, Vorsitzender Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank AktiengesellschaftKlaus-Peter Müller72 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft Uwe Tschäge149 Jahre, Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 30.5.2003, Bankkaufmann Hans-Hermann Altenschmidt155 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 30.5.2003, Bankkaufmann Heike Anscheit146 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 1.1.2017, Bankkauffrau Gunnar de Buhr149 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.4.2013, Bankkaufmann Stefan Burghardt157 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.4.2013, Niederlassungsleiter Mittelstand Bremen Sabine U. Dietrich56 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 30.4.2015, Ehemaliges Mitglied des Vorstands der BP Europe SE Karl-Heinz Flöther64 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.4.2013, Selbst. Unternehmensberater Stefan Jennes149 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 1.2.2017, Bankkaufmann Dr. Markus Kerber53 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.4.2013, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie Alexandra Krieger146 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008, Ressortleiterin Betriebswirtschaft/Unternehmensstrategien Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Betriebswirtin/Bankkauffrau Oliver Leiberich160 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.4.2013, Bankkaufmann Dr. Stefan Lippe61 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2014, Ehemaliger Präsident der Geschäftsleitung der Swiss Re AG Beate Mensch154 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 19.4.2013, Gewerkschaftssekretärin ver.di Landesbezirk Hessen, Organisationsentwicklung Anja Mikus58 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 30.4.2015, Geschäftsführerin Chief Investment Officer Arabesque (Deutschland) GmbH Dr. Roger Müller56 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 3.7.2013, General Counsel Deutsche Börse AG Dr. Helmut Perlet69 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 16.5.2009, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allianz SE Mark Roach162 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 10.1.2011, Gewerkschaftssekretär ver.di-Bundesverwaltung Nicholas Teller57 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 8.5.2014, Vorsitzender des Beirats E.R. Capital Holding GmbH & Cie. KG Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell64 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 1.6.2012, Ehemaliges Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank
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Von den Arbeitnehmern gewählt. Detaillierte Lebensläufe der Mitglieder des Aufsichtsrats finden Sie auf unserer Konzernseite im Internet unter der Rubrik "Management". Unsere AktieEntwicklung der Aktienmärkte und KursindizesDas Börsenjahr 2016 verzeichnete eine überdurchschnittlich volatile Entwicklung, die in besonderem Maße von politischen und makroökonomischen Unsicherheitsfaktoren geprägt war. Sorgen um eine wirtschaftliche Abkühlung Chinas und ein deutlich nachgebender Ölpreis trugen unmittelbar zu Beginn des Berichtszeitraums zu einer hohen Verunsicherung bei, was insbesondere im Januar zu regelrechten Panikverkäufen am Aktienmarkt führte. Stützungskäufe der chinesischen Zentralbank, aber auch die Einführung von Negativzinsen durch die japanische Notenbank wirkten etwaigen Liquiditätsengpässen am Markt sowie einer Ausweitung der Risikoprämien europäischer Banken entgegen. Nachdem der deutsche Aktienindex DAX am 11. Februar sein Jahrestief bei 8.699 Punkten verzeichnete, senkte die Europäische Zentralbank ihren Einlagenzins am 10. März auf - 0,4 % und erhöhte ihre monatlichen Anleiheaufkäufe auf 80 Mrd. Euro. Europäische Bankaktien, die im Zuge der Finanzmarktturbulenzen bereits zu Jahresbeginn unter deutlichem Abgabedruck standen, wurden im Zusammenhang mit den erwarteten negativen Ertragseffekten aus dem anhaltend niedrigen Zinsumfeld mehrheitlich heruntergestuft. Diesen Effekt verstärkten noch einmal Unsicherheiten in Bezug auf das italienische Bankensystem, das unter einer anhaltend hohen Last ausfallgefährdeter Kredite leidet. Die Entscheidung in Großbritannien zu einem Austritt aus der Europäischen Union führte Ende Juni erneut zu Unsicherheiten an den Märkten weltweit, wobei allerdings ein nachhaltiger Schock am Aktienmarkt ausblieb. Anzeichen einer stärkeren US-Konjunktur, ein sich stabilisierender Ölpreis und die anhaltend lockere Geldpolitik in Europa trugen den DAX schließlich im dritten Quartal zurück auf seinen Stand zu Jahresbeginn von 10.743 Punkten. Insbesondere Bankaktien profitierten von Erwartungen an höhere US-Zinsen, aber auch nachlassenden Sorgen um die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Entscheidung der Briten, die Europäische Union zu verlassen, womit der Sektor den deutschen Aktienindex im dritten Quartal outperformte. Mit dem überraschenden Ausgang der US-Präsidentenwahl Anfang November gerieten die Finanzmärkte kurzfristig unter Druck. Die Aussicht auf fiskalpolitische Maßnahmen, massive Steuersenkungen und nicht zuletzt deutlich geringere regulatorische Auflagen für die Finanzindustrie bescherten den Aktienmärkten weltweit allerdings überraschend deutliche Gewinne, insbesondere US-Investmentbanken setzten ihren seit Juli bestehenden Aufwärtstrend fort und erreichten in der Folge - wie auch Dow Jones, SSP 500 und der Nasdaq 100 - neue Jahreshöchststände. Mit der viel beachteten Entscheidung der Opec, die Fördermenge nach Jahren des Stillstands zu drosseln, gewann die Erholung der Ölpreise an Dynamik. Das gescheiterte Referendum in Italien und der konsequente Rücktritt des italienischen Ministerpräsidenten stellten Anfang Dezember eine Belastungsprobe für Italien und die EU dar, an der Börse allerdings zeigte das politische Ereignis keine nachhaltigen Auswirkungen. Auf Sicht von zwölf Monaten erreichte der DAX zum 31. Dezember ein Plus von 6,7 %, während der EUROSTOXX-Bankenindex im Jahresverlauf um 8,5 % verlor. Commerzbank-AktieEuropäische Bankaktien waren im Jahresverlauf sowohl von den politischen als auch makroökonomischen Entwicklungen sowie den eingeschränkten Ergebniserwartungen im Zusammenhang mit dem Zinsumfeld spürbar betroffen. Aufgrund ihres verhältnismäßig hohen Einlagevolumens und der strukturellen Rahmenbedingungen des deutschen Marktes war insbesondere der Kurs der Commerzbank-Aktie belastet. Mit der Vorlage ihres Halbjahresergebnisses, bei der die Erwartungen für das Gesamtjahr zurückgenommen wurden, geriet die Aktie der Commerzbank Anfang August noch einmal unter Druck. Insgesamt war die Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie im Geschäftsjahr 2016 mit - 24,2 % deutlich schwächer als die des europäischen Branchenindex mit - 8,5 %. Gegenüber ihrem Jahreshöchstkurs von 9,50 Euro am 5. Januar 2016 verlor die Commerzbank im Jahresverlauf. Der Schlusskurs zum Jahresende betrug 7,25 Euro. Gegenüber dem Jahrestief vom 3. August in Höhe von 5,16 Euro notierte die Commerzbank-Aktie damit wieder deutlich höher. scroll
Infolge der beschriebenen Entwicklungen verringerte sich die Marktkapitalisierung der Commerzbank zum Jahresende auf 9,1 Mrd. Euro (Maximum: 11,5 Mrd. Euro; Minimum: 6,5 Mrd. Euro), verglichen mit 12,0 Mrd. Euro ein Jahr zuvor. Entsprechend gängiger Bewertungsrelationen verfügte die Commerzbank im Jahresverlauf über ein Preis-Buch-Verhältnis von 0,2 bis 0,4 sowie ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 7 bis 33. Im Vergleich dazu lag das Preis-Buch-Verhältnis im EURO-STOXX-Bankenindex bei 0,5 bis 0,8, das KGV bei 14 bis 21. Die Volatilität der Commerzbank-Aktie hat sich 2016 gegenüber dem europäischen Bankenindex deutlich ausgeweitet, worin die im Jahresverlauf überdurchschnittliche Gewinnrevision, aber auch die vergleichsweise höheren strukturellen Belastungen im Zusammenhang mit dem Negativzinsumfeld zum Ausdruck kommen. Die täglichen Umsätze von Commerzbank-Aktien lagen im Jahr 2016 - gemessen an der Stückzahl - deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Im Schnitt lag der tägliche Börsenumsatz im Berichtszeitraum bei 12,5 Millionen Aktien, nach 9,0 Millionen Aktien im Jahr 2015. In Verbindung mit ihrer neuen Strategie "Commerzbank 4.0" fallen Restrukturierungskosten von rund 1,1 Mrd. Euro an, zu deren Finanzierung vorerst auf weitere Dividendenzahlungen verzichtet wird. AktienkennzahlenBei einer unveränderten Aktienanzahl reduzierte sich das Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2016 auf 0,22 Euro. Belastungen aus dem Zinsumfeld, ein schwächerer Ausblick auf 2016 sowie die Neuausrichtung des Geschäftsmodells - die Vorstand und Aufsichtsrat zum Aussetzen der Dividende veranlassten - bedingten eine geringere Ertragslage gegenüber Vorjahr. Mittels ihrer fortschreitenden Kapitalisierung und einer Kernkapitalquote nach Vollumsetzung von Basel 3 in Höhe von 12,3% konnte die Commerzbank im Berichtsjahr nachhaltig an Stabilität zulegen und ihr Risikoprofil weiter verbessern. Tabelle 1scroll
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Deutsche Börsen gesamt. Die Gewichtung im DAX betrug rund 0,9 %, im europäischen Branchenvergleichsindex EURO STOXX Banken betrug das Gewicht der Commerzbank zum Jahresende 1,7 %. Darüber hinaus war die Bank im Geschäftsjahr 2016 in den Nachhaltigkeitsindizes "ECPI EMU Ethical Equity", "ECPI Euro Ethical Equity", "Euronext Vigeo Eurozone 120" und "STOXX Global ESG Leaders" vertreten, die neben ökonomischen und sozialen insbesondere auch ökologische und ethische Kriterien berücksichtigen. Ausgewählte Indizes, die die Commerzbank-Aktie enthaltenBlue-Chip-IndizesDAX EURO STOXX Banken NachhaltigkeitsindizesECPI EMU Ethical Equity ECPI Euro Ethical Equity Euronext Vigeo Eurozone 120 STOXX Global ESG Leaders Aktionärsstruktur und AnalystenempfehlungenZum 31. Dezember 2016 befanden sich rund 55 % der Commerzbank-Anteile im Besitz unserer Großaktionäre Bundesrepublik Deutschland, BlackRock, Capital Group, der Deutschen Bank sowie unserer überwiegend in Deutschland beheimateten Privataktionäre. Rund 45 % aller Commerzbank-Aktien entfielen auf institutionelle Investoren. Der Streubesitz, der sogenannte Free Float, lag bei rund 70 %. Im Jahr 2016 berichteten etwa 25 Analysten regelmäßig über die Commerzbank. Zum Jahresende 2016 lag der Anteil der Kaufempfehlungen bei 31 % und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Weitere 50 % der Analysten empfahlen das Halten unserer Aktie. Zum Verkauf unserer Aktie rieten 19 %, gegenüber 16 % im Vorjahr. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten betrug zum Jahresende 6,74 Euro. Ratingsituation der CommerzbankDie EU-Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Finanzinstituten (Bank Recovery and Resolution Directive) zielt darauf ab, dass zukünftig zunächst Eigentümer und Gläubiger die Verluste einer insolventen Bank tragen müssen. Im Idealfall soll der Staat -im Gegensatz zur Praxis in Vergangenheit - nicht mehr für die Rettung von Kreditinstituten in Anspruch genommen werden. In Deutschland wurde die Gläubigerbeteiligung über die Abschreibung von Verbindlichkeiten oder deren Umwandlung in Eigenkapital ("Bail-in") durch das zum 1. Januar 2017 in Kraft getretene Abwicklungsmechanismusgesetz (AbwMechG) weiter konkretisiert. Danach wird die bisherige Haftungskaskade für vorrangig unbesicherte Verbindlichkeiten neu geregelt, indem bislang gleichrangige Kapitalinstrumente künftig zueinander vor- beziehungsweise nachrangig gestellt werden. Insbesondere komplex strukturierte Verbindlichkeiten, deren Verlustteilnahme nur schwer durchsetzbar ist, sind nun gegenüber einfachen Kapitalinstrumenten bevorrechtigt. Ratingagenturen berücksichtigen die in Zukunft unterschiedliche Wahrscheinlichkeit verschiedener Kapitalinstrumente, im Abwicklungsfall zur Abdeckung von Verlusten herangezogen zu werden, durch Überarbeitung ihrer Ratingmethodologie. Bei Moody's Investors Service (Moody's) spiegeln Ratings auch unterschiedlich hohe Verlustquoten infolge Gläubigerbeteiligung wider. Insgesamt kommt es zukünftig einerseits zu einer zum Teil deutlichen Spreizung der Ratings für bislang einheitlich behandelte unbesicherte Verbindlichkeiten eines Emittenten. Andererseits nimmt die Zahl der Ratings zu, um unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten und den unterschiedlichen Umfang der Verlustteilnahme im Abwicklungsfall für verschiedene Verbindlichkeitenklassen zu reflektieren ("Verbindlichkeiten-Wasserfall"). Die Commerzbank profitiert von der Etablierung neuer Ratingklassen. Ratings für bevorrechtigte komplex strukturierte Verbindlichkeiten sowie Ratings für nicht der Einlagensicherung unterliegende Einlagen liegen bei den Agenturen in der Regel auf gleichem Niveau und im Fall der Commerzbank im "A"-Bereich (Moody's: "A2", FitchRatings; Fitch: "A-"). Erstmals geben Agenturen Einschätzungen für nicht verbriefte vertragliche Verpflichtungen ab. Während Fitch primär auf die Ausfallwahrscheinlichkeit einer Bank als Gegenpartei im Derivategeschäft - Fitch Rating: "A- (dcr)" - abzielt, sind die operativen Verpflichtungen bei Moody's - Einschätzung: "A2 (cra)" - weiter gefasst. Gemeinsam ist die Grundannahme, dass bestimmte Kernaktivitäten einer insolventen Bank auch im Abwicklungsfall aufrechterhalten werden, um die Systemstabilität des Bankensektors zu sichern. Standard & Poor's Global (S&P) wird 2017 methodologisch nachziehen. Ende letzten Jahres wurden die lang- und kurzfristigen "BBB+/A-2" Emittentenratings der Commerzbank auf die positive Beobachtungsliste für eine Heraufstufung gesetzt. Die Ratings könnten um voraussichtlich ein bis zwei Stufen angehoben werden, kommt S&P zum Schluss, dass ausreichend hohe Puffer durch jetzt nachrangige Kapitalinstrumente bestehen ("Additional Loss-Absorbing Capacity"; ALAC), um im Abwicklungsfall vorrangig unbesicherte Bankgläubiger zu schützen. Zudem beabsichtigt SSP, im Jahr 2017 mit dem "Resolution Counterparty Rating" (RCR) eine neue Ratingklasse einzuführen, die, ähnlich wie schon bei Moody's und Fitch, unter anderem Einlagen und Derivate-Gegenparteiverpflichtungen abdeckt. Das RCR soll bis zu zwei Stufen über dem Emittentenrating liegen können. Ratingereignisse im Berichtsjahr 2016S&PIm März 2016 hatte SSP das Emittentenrating der Commerzbank mit "BBB+" bestätigt, bei einem von "negativ" auf "stabil" verbesserten Ausblick. Einerseits wurde das sogenannte Standalone-Rating (ohne jegliche Berücksichtigung externer Unterstützungselemente) aufgrund der stärkeren Kapitalposition um eine Stufe auf "bbb+" heraufgestuft. Andererseits entfiel die zuvor gewährte Stufe Unterstützung für ALAC, da dieser zur Verlustabdeckung ausreichend erachtete Kapitalpuffer nun in der besser eingeschätzten Kapitalisierung berücksichtigt wurde. Im Zuge der Ratingaktion von Dezember 2016, infolge der SSP das Commerzbank Emittentenrating auf eine Heraufstufung überprüft, hat SSP angekündigt, innerhalb des ersten Quartals 2017 weitere Ratings zu überprüfen. Stuft SSP Kapitalinstrumente als in der Insolvenz bevorrechtigt ein, profitierten sie in gleichem Maß von der möglichen Heraufstufung des Emittentenratings. Klassifiziert SSP die Kapitalinstrumente aufgrund ihrer Charakteristika als für den ALAC Puffer anrechenbare Verbindlichkeiten, werden sie der Ratingklasse "Senior subordinated debt" zugeordnet und erhalten ein bis zwei Stufen niedrigere Ratings hybrider Kapitalinstrumente. FitchIm März 2016 hatte Fitch das Emittentenrating der Commerzbank um eine Stufe auf "BBB+" mit einem stabilen Ausblick heraufgestuft. Im gleichen Maß verbesserte sich das Stand-alone-Rating auf "bbb+". Die Anhebung des Ratings reflektierte die verbesserte Profitabilität und Kapitalisierung der Bank sowie die fortgesetzte Risikoreduktion und Verringerung der Verluste im Nichtkerngeschäft. Im Dezember 2016 hat Fitch in Reaktion auf die geänderte gesetzliche Haftungskaskade im Insolvenzfall in Deutschland eine umfassende Anpassung der Ratingmethodik für deutsche Banken vorgenommen. Neu eingeführt mit "A-" wurden das Einlagenrating und das Rating für strukturierte Anleihen mit eingebettetem Marktrisiko. Das ebenfalls neue Derivative Counterparty Rating für unbesicherte Derivatepositionen lautet "A- (dcr)". Moody'sIm Januar 2016 hatte Moody's das Emittentenrating für langfristige Verbindlichkeiten bei "Baa1" bestätigt und für kurzfristige Verbindlichkeiten um eine Stufe auf "P-1" heraufgestuft. Gleichzeitig wurde das Stand-alone-Rating aufgrund verbesserter Asset-Qualität und Kapitalisierung um eine Stufe auf "baa3" und damit wieder in den Investmentgrade-Bereich angehoben. Das Emittentenrating enthält eine aus der so genannten "Loss Given Failure" Analyse resultierende Stufe Unterstützung für im Abwicklungsfall zum Schutz vorrangig unbesicherter Gläubiger bestehende Kapitalpuffer sowie weiterhin eine Stufe Unterstützung aufgrund der Annahme, dass der Staat der Commerzbank im Insolvenzfall potenziell Unterstützung gewährt. Neu - mit "A2" - aufgenommen wurden das Rating für Kundeneinlagen außerhalb der gesetzlichen Einlagensicherung sowie das ebenfalls im Berichtsjahr eingeführte "Counterparty Risk Assessment" - mit "A2 (cra)" für operative vertragliche Verpflichtungen. Hier ist die Wahrscheinlichkeit reflektiert, dass Banken diesen Verpflichtungen auch im Insolvenzfall nachkommen, weil deren Bedienung für die Stabilität des Bankensystems von hoher Bedeutung ist. Angesichts der aufgrund nationaler Besonderheiten notwendigen Änderungen in der Ratingmethodik hält die Agentur aus Gründen internationaler Vergleichbarkeit explizit weiter an der Definition des Emittentenrating fest. Auch in Deutschland entspricht es weiterhin dem Rating für vorrangig unbesicherte Verbindlichkeiten. Aufgrund der geänderten Gesetzeslage bezieht es sich nun aber die auf im Abwicklungsfall zuerst haftenden Verbindlichkeiten (Commerzbank: "Baa1"). ScopeZum 1. Januar 2017 hat die Commerzbank Scope-Ratings (Scope) offiziell als vierte Ratingagentur für das Bankrating mandatiert. Bereits seit April 2014 hatte Scope für die Commerzbank ein Rating ohne offizielles Mandat veröffentlicht. Das Emittentenrating ("Issuer Credit-Strength Rating") liegt bei "A" mit stabilem Ausblick. Unbesicherte Verbindlichkeiten, die im Abwicklungsfall der Gläubigerbeteiligung unterliegen, werden eine Stufe niedriger mit "A-" gerated. Börsennotierungen der Commerzbank-AktieDeutschland
Europa
Nordamerika
Unternehmerische Verantwortung
Corporate-Governance-Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315 Abs. 5 in Verbindung mit § 289a HGBCorporate Governance im Sinne einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle, die auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet ist, hat in der Commerzbank AG seit jeher einen hohen Stellenwert. Daher unterstützen wir - Vorstand und Aufsichtsrat - den Deutschen Corporate Governance Kodex und die damit verfolgten Ziele und Zwecke ausdrücklich. Nachfolgend erläutern wir die Corporate Governance in der Commerzbank AG gemäß Nummer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Dieser Bericht enthält zudem die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315 Abs. 5 in Verbindung mit § 289a HGB. Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance KodexDie Commerzbank AG und ihre gesetzlich dazu verpflichteten Tochtergesellschaften erklären jährlich, ob den Verhaltensempfehlungen der Kommission entsprochen wurde und wird und erläutern, weshalb einzelne Empfehlungen nicht umgesetzt werden. Diese Entsprechenserklärungen von Vorstand und Aufsichtsrat werden auf den Internetseiten der jeweiligen Gesellschaft veröffentlicht, die der Commerzbank AG auf der Seite http://www.commerzbank.de. Dort findet sich auch ein Archiv mit den Entsprechenserklärungen seit 2002. Die aktuelle Erklärung wurde im November 2016 abgegeben. Die Commerzbank AG erfüllt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nahezu vollständig; sie weicht davon lediglich in wenigen Punkten ab:
Anregungen des Deutschen Corporate Governance KodexDie Commerzbank AG erfüllt auch weitgehend die Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und weicht nur in wenigen Punkten davon ab:
VorstandDer Vorstand der Commerzbank AG als Spitze des Commerzbank-Konzerns leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung im Unternehmensinteresse. Er ist dabei den Belangen von Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und sonstigen der Bank verbundenen Gruppen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, erörtert sie mit dem Aufsichtsrat und sorgt für ihre Umsetzung. Darüber hinaus gewährleistet er ein effizientes Risikomanagement und Risikocontrolling. Der Vorstand führt die Geschäfte nach dem Gesetz, der Satzung, seiner Geschäftsordnung, unternehmensinternen Richtlinien und den jeweiligen Anstellungsverträgen. Er arbeitet mit den anderen Organen der Commerzbank AG und den Arbeitnehmervertretern sowie mit den Organen der Konzerngesellschaften vertrauensvoll zusammen. Die Zusammensetzung des Vorstands und die Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sind im Geschäftsbericht auf der Seite 5 dargestellt. Die nähere Ausgestaltung der Arbeit im Vorstand wird durch eine Geschäftsordnung des Vorstands bestimmt, die auf den Internetseiten der Commerzbank unter http://www.commerzbank.de veröffentlicht ist. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 26 bis 38 ausführlich dargestellt. AufsichtsratDer Aufsichtsrat der Commerzbank AG berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands und sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung. Der Aufsichtsrat führt seine Geschäfte nach den Vorschriften des Gesetzes, der Satzung und seiner Geschäftsordnung; er arbeitet vertrauensvoll und eng mit dem Vorstand zusammen. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf den Seiten 12 bis 14 dieses Geschäftsberichts dargestellt. Über Einzelheiten zur Arbeit des Gremiums, seiner Struktur und seiner Kontrollfunktion informiert der Bericht des Aufsichtsrats auf den Seiten 6 bis 11. Weitere Angaben zu der Arbeitsweise des Aufsichtsrats und dessen Ausschüssen finden sich in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats, die auf den Internetseiten der Commerzbank unter http://www.commerzbank.de eingesehen werden kann. Nummer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennt, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 des Kodex, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Der Aufsichtsrat der Commerzbank AG hat im Einzelnen folgende konkrete Ziele beschlossen: Der Aufsichtsrat soll so besetzt sein, dass seine Mitglieder insgesamt über die erforderlichen Fähigkeiten, Kenntnisse, Erfahrungen und Sachkunde verfügen, um die Aufgaben des Aufsichtsrats ordnungsgemäß wahrzunehmen. Insbesondere sollen im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sein, die angesichts der Aktivitäten des Commerzbank-Konzerns als wesentlich erachtet werden. Dabei soll auch auf besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren Wert gelegt werden. Zudem sollen die Aufsichtsratsmitglieder der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ausreichend Zeit widmen können. Die Mitglieder sollen zuverlässig sein und es soll auf ihre Leistungsbereitschaft, Persönlichkeit, Professionalität, Integrität und Unabhängigkeit geachtet werden. Ziel ist es, dass dem Aufsichtsrat stets mindestens 8 von der Hauptversammlung gewählte unabhängige Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 des Kodex und nicht mehr als 2 ehemalige Mitglieder des Vorstands der Commerzbank AG angehören. Aufsichtsratsmitglieder sollen keine Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern ausüben. Für die Mitglieder des Aufsichtsrats gilt eine Regelaltersgrenze von 72 Jahren. Die genannten Ziele berücksichtigt der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung. Sowohl in der Commerzbank AG als auch in den Konzerngesellschaften wird bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats auf Vielfalt (Diversity) geachtet. Der Aufsichtsrat der Commerzbank AG besteht aus 20 Mitgliedern. Ziel ist es, dass dem Aufsichtsrat stets zumindest ein internationaler Vertreter angehört. Zudem achtet der Aufsichtsrat bei den Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung auf eine angemessene Beteiligung von Frauen. Am 31. Dezember 2016 gehörten 7 Frauen dem Aufsichtsrat der Commerzbank AG an, davon 3 aufseiten der Anteilseignervertreter. Der Anteil von Frauen im Aufsichtsrat beträgt damit derzeit 35 %. Der Aufsichtsrat ist bestrebt, diese Anzahl zu wahren, zumindest aber den gesetzlich geforderten Frauenanteil im Aufsichtsrat von mindestens 30 % zu erfüllen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Aufsichtsrat lediglich durch seine Wahlvorschläge an die Hauptversammlung Einfluss auf die Besetzung des Aufsichtsrats nehmen kann. Auch die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats sind bestrebt, den aktuellen Frauenanteil der Arbeitnehmervertreter zukünftig mindestens aufrechtzuerhalten. Entsprechendes gilt für die Konzerngesellschaften. Sofern gesetzlich vorgesehen, wurden Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat festgelegt. Diese Zielgrößen wurden erreicht. Der Aufsichtsrat der Commerzbank AG hat gemäß Nummer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex festgestellt, dass ihm eine nach seiner Einschätzung angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehört. Im Geschäftsjahr 2016 überprüfte der Aufsichtsrat gemäß Nummer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex die Effizienz seiner Arbeit verbunden mit der gemäß § 25d Abs. 11 Nr. 3 und 4 KWG durchzuführenden Bewertung. Die Ergebnisse der Effizienzprüfung wurden dem Plenum vorgetragen und dort auch diskutiert. Die Aufsichtsratsmitglieder sind der Auffassung, dass die Arbeitsweise des Aufsichtsrats effizient ist und insgesamt ein hoher Standard erreicht wurde. Anregungen aus dem Kreis der Aufsichtsratsmitglieder wurden und werden für die zukünftige Arbeit berücksichtigt. Gemäß § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats hat jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte offenzulegen. Im Berichtsjahr haben Aufsichtsratsmitglieder bei insgesamt drei Beschlussvorschlägen einen potenziellen Interessenkonflikt im Sinne von Nummer 5.5.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex offengelegt. Wie von § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung vorgesehen, haben die betreffenden Aufsichtsratsmitglieder in diesen Fällen an der Beschlussfassung nicht teilgenommen beziehungsweise sich zusätzlich bereits an der dem Beschluss vorausgehenden Diskussion nicht beteiligt. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank AG ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 38 bis 40 detailliert erläutert. DiversitySowohl bei der Zusammensetzung des Vorstands, der Besetzung von Führungsfunktionen in der Bank als auch bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern (Nummern 4.1.5, 5.1.2 und 5.4.1 des Kodex) sowie zur Besetzung sonstiger Gremien werden Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank AG im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeit dafür sorgen, dem Gesichtspunkt der Vielfalt (Diversity) verstärkt Rechnung zu tragen und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben. Zielquoten für die erste und zweite FührungsebeneDer Vorstand der Commerzbank AG ist nach § 76 Abs. 4 AktG verpflichtet, eine Zielgröße für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands sowie eine Frist zum Erreichen dieses Zieles festzulegen, die gemäß § 25 Abs. 1 EGAktG nicht länger als bis zum 30. Juni 2017 dauern darf. Der Gesamtvorstand hat sich frühzeitig mit der genannten Regelung befasst und bereits im März 2015 die Zielquoten für die erste und zweite Führungsebene der Commerzbank AG (bezogen auf das Inland) benannt, die den damaligen Ist-quoten per Ende Dezember 2014 entsprachen. Für die erste Führungsebene lag die Zielquote bei 8,6 %, für die zweite Führungsebene bei 14,6 %. Als Fristende wurde der 30. Juni 2017 festgelegt. Die Commerzbank AG hat sich bewusst für "konservative" Quoten entschieden, um der gesetzlichen Regelung zu entsprechen und gleichzeitig die unternehmerische Freiheit zu wahren. Denn für die Bank und den Konzern insgesamt ist es ein wichtiges Ziel, die Anzahl der Frauen in Führungspositionen weiter zu steigern - unabhängig von gesetzlichen Regelungen. In der Commerzbank AG gehörten zur ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands zum Berichtsstichtag 33 Personen, von denen 28 männliche und 5 weibliche Führungskräfte waren. Der Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands betrug damit zum Berichtsstichtag 15,2 %. Die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands umfasste 370 Personen, von denen 315 männliche und 55 weibliche Führungskräfte waren. Der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands betrug mithin zum Berichtsstichtag 14,9 %. Von der Festlegung von Zielquoten auf Konzernebene hat der Vorstand abgesehen. Die jeweiligen Konzerngesellschaften haben im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben vielmehr eigene Zielquoten bestimmt. Im Konzern gehörten zur ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands zum Berichtsstichtag 39 Personen, von denen 34 männliche und 5 weibliche Führungskräfte waren. Der Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands betrug damit zum Berichtsstichtag 12,8 %. Die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands umfasste 450 Personen, von denen 390 männliche und 60 weibliche Führungskräfte waren. Der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands betrug mithin zum Berichtsstichtag 13,3 %. Zielquote auf VorstandsebeneIm Hinblick auf die festzulegende Quote von Frauen im Vorstand der Commerzbank AG hat sich der Aufsichtsrat das Ziel gesetzt, Frauen in den Vorstand zu berufen. Deshalb begleitet er die Maßnahmen des Vorstands zur Erhöhung des Anteils von Frauen in der ersten und zweiten Führungsebene und damit auch den systematischen Aufbau geeigneter Kandidatinnen für die Berufung in den Vorstand. Der Aufsichtsrat der Commerzbank AG hat die Zielquote für den Anteil der Frauen im Vorstand bis 30. Juni 2017 auf "0" festgelegt. Unter Würdigung der bestehenden Verhältnisse war es dem Aufsichtsrat nicht möglich, eine höhere Zielquote für diesen Zeitraum verbindlich festzulegen. Diese Entscheidung wurde auch von der Überzeugung geleitet, dass eine Position alleine nach Qualifizierung und Kompetenz besetzt werden soll - unabhängig vom Geschlecht. Die Bemühungen von Vorstand und Aufsichtsrat im Hinblick auf die Qualifizierung von Frauen für eine Berufung in den Vorstand waren erfolgreich. Mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 6. März 2016 wurde Frau Dr. Orlopp zum Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG bestellt. Zuvor war Frau Dr. Orlopp Bereichsvorstand der Group Development & Strategy bei der Commerzbank AG. Die Wirksamkeit ihrer Bestellung zum Vorstandsmitglied ist aufschiebend bedingt durch die Zustimmung der Europäischen Zentralbank, die bislang noch nicht vorliegt, aber für November 2017 erwartet wird. Bis zur Erteilung der Zustimmung nimmt Frau Dr. Orlopp ihre Aufgaben als Generalbevollmächtigte der Commerzbank wahr. Nach dem Wirksamwerden der Vorstandsbestellung von Frau Dr. Orlopp wird der Anteil von Frauen im Vorstand 14,3 % betragen. Das Thema "Frauenförderung" ist für den Commerzbank-Konzern auch ungeachtet der gesetzlichen Regelungen seit vielen Jahren sehr wichtig. Der Vorstand initiierte im Jahr 2010 das Projekt "Frauen in Führungspositionen". Ziel ist es, unter Berücksichtigung aller Talente ein leistungsfähiges Führungsteam für die Commerzbank zu sichern. Umfassende Analysen ergaben ein detailliertes Bild der Ausgangssituation. Auf dieser Basis wurden spezifische Maßnahmen zur Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen entwickelt und fortlaufend umgesetzt. Der Vorstand wird halbjährlich über den Umsetzungsfortschritt und die Entwicklung des Anteils von Frauen in Führungspositionen informiert. Das obere Management in allen Banksegmenten verantwortet die nachhaltige Umsetzung der Ziele. Durch das Projekt "Frauen in Führungspositionen" konnte der Frauenanteil über alle Führungspositionen im Konzern auf mehr als 29,8 % gesteigert werden. Darüber hinaus unterstützt die Commerzbank AG die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch betrieblich geförderte Kinderbetreuung, das Programm "Keep in Touch" als Maßnahme zur Kontaktpflege für die Dauer der Elternzeit und das Comeback-Plus-Programm zur Wiedereingliederung nach der Elternzeit. Zur Förderung der Kinderbetreuung bietet die Commerzbank ein umfassendes Angebot, das aus Beratung zur Kinderbetreuung, Vermittlung von Betreuungsplätzen sowie finanziellen Zuschüssen besteht. Seit dem 1. Juni 2005 ist die Kindertagesstätte "Kids & Co." in Frankfurt für Mitarbeiterkinder geöffnet. "Kids & Co." verfügt über Krippen-(Betreuung für Kinder von 9 Wochen bis 3 Jahre) und Kindergarteneinrichtungen (Betreuung für Kinder von 3 Jahren bis Schuleintritt) sowie seit dem Jahr 2011 auch über einen Schülerhort. Ferner können Mitarbeiter seit dem Jahr 2010 Kinderbetreuung im Krippen- und Kindergartenbereich bundesweit an insgesamt 23 Standorten nutzen. Die Commerzbank AG unterstützt diese Einrichtungen mit einem hohen finanziellen Engagement und bietet aktuell insgesamt circa 300 Kinderbetreuungsplätze an. Zudem können die Mitarbeiter bundesweit eine spontane Kinderbetreuung und Ferienbetreuung an derzeit 19 Standorten nutzen. BilanzierungDie Rechnungslegung des Commerzbank-Konzerns sowie der Commerzbank AG vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den ergänzenden Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt; Jahresabschluss und Lagebericht der Commerzbank AG nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB). Konzernabschluss sowie Jahresabschluss werden vom Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat gebilligt beziehungsweise festgestellt. Die Prüfung obliegt dem von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer. Zum Konzernlagebericht gehört auch ein ausführlicher Risikobericht, der über den verantwortungsvollen Umgang des Unternehmens mit den unterschiedlichen Risikoarten informiert. Er ist auf den Seiten 91 bis 124 dieses Geschäftsberichts abgedruckt. Während des Geschäftsjahres werden Anteilseigner und Dritte zusätzlich durch den Halbjahresfinanzbericht und zwei weitere Quartalsberichte über den Geschäftsverlauf unterrichtet. Auch diese Zwischenabschlüsse werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Aktionärsbeziehungen, Transparenz und KommunikationEinmal im Jahr findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Sie beschließt insbesondere über - soweit ausgewiesen - die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Bestellung des Abschlussprüfers sowie Satzungsänderungen. Gegebenenfalls erteilt sie die Ermächtigung zu Kapitalmaßnahmen oder die Zustimmung zum Abschluss von Gewinnabführungsverträgen. Dabei gewährt jeweils eine Aktie eine Stimme. Vorstand und Aufsichtsrat haben von der in § 120 Abs. 4 Aktiengesetz vorgesehenen Möglichkeit, die Hauptversammlung über die Billigung des Systems zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließen zu lassen, zuletzt im Jahr 2015 Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung 2015 hat die Grundzüge der variablen Vergütung und das feste Jahresgrundgehalt der Vorstandsmitglieder gebilligt. Zudem hat die Hauptversammlung 2015 über das Verhältnis zwischen der variablen und der fixen jährlichen Vergütung für Vorstandsmitglieder gemäß § 25a Abs. 5 Satz 5 KWG beschlossen und die Heraufsetzung des Höchstbetrags der variablen jährlichen Vergütung für die Mitglieder des Vorstands der Commerzbank AG auf 140 % der jeweiligen fixen jährlichen Vergütung ab dem Geschäftsjahr 2015 gebilligt. Die Aktionäre der Bank können Empfehlungen oder sonstige Stellungnahmen per Brief oder E-Mail einbringen beziehungsweise persönlich vortragen. Für die Bearbeitung schriftlicher Hinweise ist das zentrale Qualitätsmanagement der Bank zuständig. Auf der Hauptversammlung erfolgt die Kommentierung oder Beantwortung direkt durch Vorstand oder Aufsichtsrat. Daneben können die Aktionäre durch Gegen- oder Erweiterungsanträge zur Tagesordnung den Ablauf der Hauptversammlung mitbestimmen. Auf Antrag der Aktionäre kann auch eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden. Die für die Hauptversammlung rechtlich erforderlichen Berichte und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts sind im Internet abrufbar, ebenso die Tagesordnung der Hauptversammlung und eventuelle Gegen- oder Erweiterungsanträge. Die Commerzbank AG informiert die Öffentlichkeit - und damit auch die Aktionäre - viermal pro Jahr über die Finanz- und Ertragslage der Bank; kursrelevante Unternehmensnachrichten werden zudem als Ad-hoc-Meldung veröffentlicht. Damit ist die Gleichbehandlung der Aktionäre sichergestellt. Im Rahmen von Pressekonferenzen und Analystenveranstaltungen berichtet der Vorstand über den Jahresabschluss beziehungsweise die Quartalsergebnisse. Zur Berichterstattung nutzt die Commerzbank die Möglichkeiten des Internets; unter http://www.commerzbank.de werden umfangreiche Informationen über den Commerzbank-Konzern veröffentlicht. So sind unter anderem die Satzung der Commerzbank sowie die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat im Internet verfügbar. Im Geschäftsbericht und im Internet wird darüber hinaus der Finanzkalender für das laufende und nächste Jahr publiziert. Er enthält alle für die Finanzkommunikation wesentlichen Veröffentlichungstermine, insbesondere Termine von Bilanzpresse- und Analystenkonferenzen sowie den Termin der Hauptversammlung. Wir fühlen uns zu offener und transparenter Kommunikation mit unseren Aktionären und allen anderen Stakeholdern verpflichtet. Diesen Anspruch wollen wir auch künftig erfüllen. VergütungsberichtDer nachfolgende Vergütungsbericht ist auch Bestandteil des Konzernlageberichts. Der Bericht folgt den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und trägt den Anforderungen nach IFRS Rechnung. VorstandVorstandsvergütungssystemDer Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft hat im Dezember 2014 das aktuelle und seit dem 1. Januar 2015 geltende Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands beschlossen. Die Einführung eines neuen Systems war notwendig geworden, um die Vorstandsvergütung an die neuen beziehungsweise geänderten Regelungen der Capital Requirements Directive IV, des Kreditwesengesetzes sowie der Institutsvergütungsverordnung anzupassen. Zudem sollte das Vergütungssystem vereinfacht werden, um seine Transparenz und die Nachvollziehbarkeit der Erfolgsmessung zu erhöhen. Für Komponenten des alten Vergütungssystems, die am 1. Januar 2015 noch nicht vollständig ausgezahlt waren, gelten weiterhin ausschließlich die Regelungen dieses Vergütungssystems, das im Vergütungsbericht 2014 dargestellt ist. Dies betrifft derzeit noch die langfristigen Vergütungskomponenten (LTI-Komponenten) der Geschäftsjahre 2013 und 2014. Grundzüge des aktuellen VergütungssystemsKernbestandteile des Vergütungssystems sind ein festes Jahresgrundgehalt sowie eine variable Vergütung mit einem einheitlichen Zielbetrag. Die Angemessenheit des festen Jahresgrundgehalts und der variablen Vergütung wird regelmäßig im Abstand von 2 Jahren überprüft. Die Hauptversammlung 2015 hat das Vergütungssystem sowie eine Obergrenze der variablen Vergütung von maximal 140 % der fixen Vergütung gebilligt. Erfolgsunabhängige VergütungsbestandteileZu den erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteilen zählen das feste Jahresgrundgehalt und die Sachbezüge. Das Jahresgrundgehalt beträgt 750 Tsd. Euro für die ordentlichen Vorstandsmitglieder. Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,75-Fache hiervon, das heißt 1.312.500 Euro. Es wird in 12 gleichen monatlichen Raten jeweils zum Monatsbeginn ausgezahlt. Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsbeiträgen (Unfallversicherung) sowie den darauf anfallenden Steuern. Die Vorstandsmitglieder haben ferner Ansprüche auf betriebliche Altersversorgung, die in Pensionsverträgen geregelt sind und nachfolgend in einem gesonderten Abschnitt beschrieben werden. Erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile (variable Vergütung)Das Vergütungssystem sieht eine variable Vergütungskomponente vor, die an die Erreichung jeweils zu Beginn eines Geschäftsjahres vom Aufsichtsrat festgelegter Ziele geknüpft ist. Die variable Vergütung wird ermittelt aus (i) der EVA-Zielerreichung des Commerzbank-Konzerns, (ii) der Zielerreichung der Ressorts (Segmente und/ oder Querschnittsfunktionen), die ein Vorstandmitglied verantwortet, und (iii) der Erreichung individueller Leistungsziele. Die Zielerreichung kann für Konzern, Ressorts und individuelle Leistung jeweils zwischen 0 und 200 % liegen. Der Gesamtzielerreichungsgrad, der aus diesen drei Komponenten ermittelt wird, ist jedoch auf höchstens 150 % begrenzt. Aus der Multiplikation des Gesamtzielerreichungsgrads mit dem Zielbetrag ergibt sich der Gesamtzielerreichungsbetrag der variablen Vergütung. Der Gesamtzielerreichungsbetrag ist daher auf maximal 150% des Zielbetrags des Vorstandsmitglieds begrenzt. ZielbetragDer Zielbetrag der variablen Vergütung beträgt 1 Mio. Euro für die ordentlichen Vorstandsmitglieder und 1.628.640 Euro für den Vorstandsvorsitzenden bei einer Zielerreichung von 100 %. Der Aufsichtsrat kann den Zielbetrag reduzieren, wenn dies erforderlich ist, um das maximale Verhältnis zwischen fixer und variabler Vergütung einzuhalten. Dieser Fall kann eintreten, wenn sich die Sachbezüge oder der Dienstzeitaufwand für die betriebliche Altersversorgung von Vorstandsmitgliedern verringern, da beide Komponenten in die fixe Vergütung einbezogen sind. ZielfestlegungVor Beginn eines jeden Geschäftsjahres legt der Aufsichtsrat Ziele für die Vorstandsmitglieder fest:
ZielerreichungNach Ablauf eines jeden Geschäftsjahres entscheidet der Aufsichtsrat, inwieweit die Ziele erreicht wurden. Die Messung der Zielerreichung für die unternehmensbezogenen Ziele knüpft zu 70 % an den geschäftlichen Erfolg des Konzerns sowie zu 30 % an die Ergebnisse und Zielerreichungen der vom betreffenden Vorstandsmitglied zu verantwortenden Ressorts an, und zwar über einen Dreijahreszeitraum. Hierfür werden die unternehmensbezogenen Zielerreichungen des jeweiligen Geschäftsjahres mit 3/6, des Vorjahres mit 2/6 und des Vor-Vorjahres mit 1/6 gewichtet. Als Übergangsregelung wurde für das Geschäftsjahr 2015 ausschließlich auf dieses Geschäftsjahr abgestellt, für das Geschäftsjahr 2016 wird dieses Geschäftsjahr mit 2/3 und das Vorjahr mit 1/3 gewichtet. Diese Übergangsregelung wird entsprechend auf Vorstandsmitglieder angewendet, die nach dem 1. Januar 2015 als Vorstand bestellt wurden. Das Ergebnis dieser unternehmensbezogenen Dreijahres-Zielerreichung wird anschließend mit einem Faktor zwischen 0,7 und 1,3 multipliziert, der von der Erreichung der individuellen Ziele des jeweiligen Vorstandsmitglieds abhängig ist. 0,7 entspricht einer individuellen Zielerreichung von 0 % (Minimum), 1,0 einer individuellen Zielerreichung von 100 % und 1,3 einer individuellen Zielerreichung von 200% (Maximum). Für Zwischenwerte bestimmt der Aufsichtsrat den Faktor bei der Zielfestlegung in Stufen. Eine variable Vergütung für das Geschäftsjahr wird nur festgesetzt, wenn der Konzern ein positives Ergebnis nach IFRS vor Steuern und vor Abzug von Minderheiten erzielt. Der Aufsichtsrat kann beschließen, die variable Vergütung herabzusetzen oder entfallen zu lassen, soweit dies erforderlich ist, um die Risikotragfähigkeit der Bank zu berücksichtigen oder die Fähigkeit der Bank sicherzustellen, eine angemessene Eigenmittel- und Liquiditätsausstattung oder die Kapitalpufferanforderungen des KWG dauerhaft aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen. Sofern vorab definierte Quoten nicht erreicht werden, muss der Aufsichtsrat die variable Vergütung grundsätzlich entfallen lassen. Darüber hinaus muss der Aufsichtsrat die variable Vergütung eines Vorstandsmitglieds streichen, wenn das Vorstandsmitglied bei der Ausübung seiner Organtätigkeit im maßgeblichen Geschäftsjahr bis zur Festsetzung der Zielerreichung schwerwiegende Pflichtverletzungen begangen hat. Short Term Incentive (STI)Von der variablen Vergütung sind 40 % als Short Term Incentive (STI) ausgestaltet. Der Anspruch darauf entsteht mit der Feststellung des Gesamtzielerreichungsbetrags der variablen Vergütung durch den Aufsichtsrat und der Mitteilung an das Vorstandsmitglied. Davon wird die Hälfte als Barbetrag ausgezahlt, die andere Hälfte nach einer Wartezeit von 12 Monaten aktienbasiert ebenfalls in bar. Diese Hälfte wird an die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie seit dem Ende des Geschäftsjahres gekoppelt, für das der STI gewährt wird. Long Term Incentive (LTI)Die verbleibenden 60 % der variablen Vergütung sind als Long Term Incentive (LTI) ausgestaltet. Der Anspruch auf den LTI entsteht, unter dem Vorbehalt einer nachträglichen Leistungsbewertung, erst nach dem Ablauf eines Zurückbehaltungszeitraums von 5 Jahren. Die nachträgliche Leistungsbewertung kann zu einer Reduzierung bis zur vollständigen Streichung des gesamten LTIs führen. Dies kommt insbesondere dann in Betracht, wenn sich aufgrund nachträglich bekannt gewordener Tatsachen die ursprüngliche Festsetzung der Zielerreichung als unzutreffend herausstellt oder sich die Kapitalausstattung der Bank aufgrund von geschäftsjahresbezogenen Umständen signifikant verschlechtert hat. Dies kommt ferner in Betracht, wenn in diesem Geschäftsjahr das Risikomanagement auf Konzernebene oder in einem vom Vorstandsmitglied verantworteten Ressort signifikant versagt hat oder die wirtschaftliche Lage der Bank zum Zeitpunkt der nachträglichen Leistungsbewertung beziehungsweise bei Ablauf der anschließenden Wartefrist eine Zahlung nicht zulassen würde. Der sich nach der nachträglichen Leistungsbewertung ergebende LTI wird zur Hälfte in bar und zur Hälfte nach einer Wartefrist von zusätzlichen 12 Monaten aktienbasiert ebenfalls in bar ausgezahlt. Ebenso wie beim aktienbasierten Anteil des STI wird die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie seit dem Ende des Geschäftsjahres berücksichtigt, für das der LTI gewährt wird. Somit wird bei der aktienbasierten Hälfte des LTI die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie während des Zurückbehaltungszeitraums von 5 Jahren und der sich anschließenden Wartezeit berücksichtigt. Vergütung für die Übernahme von Organfunktionen bei konsolidierten UnternehmenDie einem Vorstandsmitglied zufließende Vergütung aus der Wahrnehmung von Organfunktionen bei konsolidierten Unternehmen wird auf die Gesamtbezüge des Vorstandsmitglieds angerechnet. AltersversorgungRegelung für im Jahr 2011 bestellte VorstandsmitgliederDas im Jahr 2011 vom Aufsichtsrat beschlossene System der betrieblichen Altersversorgung für Vorstandsmitglieder beinhaltet für damals bereits bestellte Vorstandsmitglieder eine beitragsorientierte Leistungszusage. Dem Versorgungskonto jedes Vorstandsmitglieds wird bis zur Beendigung der Bestellung als Vorstandsmitglied jährlich ein Versorgungsbaustein gutgeschrieben. Der Versorgungsbaustein eines Kalenderjahres ergibt sich durch Umwandlung des jeweiligen Jahresbeitrags in eine Anwartschaft auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenpension. Das Versorgungskonto stellt die erreichte Pensionsanwartschaft des Vorstandsmitglieds auf jährliche Altersrente dar. Seit dem Jahr 2015 führen Erhöhungen des festen Jahresgrundgehaltes nur dann zu einem erhöhten Versorgungsbaustein, wenn der Aufsichtsrat dies beschließt. Im Einzelnen hat ein Vorstandsmitglied nach Eintritt eines der folgenden Versorgungsfälle Anspruch auf Versorgungsleistungen in Form einer lebenslangen Pension:
Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls aus der Bank aus, so bleibt ihm eine bereits erworbene unverfallbare Anwartschaft auf Versorgungsleistungen erhalten. Der Monatsbetrag der Alterspension errechnet sich als ein Zwölftel des Standes des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls. Zur Ermittlung der vorzeitigen Alterspension wird die Pension im Hinblick auf den früheren Zahlungsbeginn gekürzt. Bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Invalidität vor Vollendung des 55. Lebensjahres wird der Monatsbetrag der Invalidenpension um einen Zurechnungsbetrag aufgestockt. Bei Ausscheiden nach Vollendung des 62. Lebensjahres kann jedes Vorstandsmitglied anstatt einer laufenden Pension eine Einmalzahlung oder eine Auszahlung in 9 Jahresraten wählen. Dabei errechnet sich der Auszahlbetrag nach einem Kapitalisierungsfaktor in Abhängigkeit vom Alter des Vorstandsmitglieds. Den Vorstandsmitgliedern wird für die Dauer von 6 Monaten anstelle der Pension das anteilige Grundgehalt als Übergangsgeld fortbezahlt, wenn sie mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres oder aufgrund dauernder Dienstunfähigkeit aus dem Vorstand ausscheiden. Sofern ein Vorstandsmitglied eine vorzeitige Alterspension erhält und noch nicht das 62. Lebensjahr vollendet hat, werden erzielte Einkünfte aus anderen Tätigkeiten bis zu diesem Alter zur Hälfte auf die Pensionsansprüche angerechnet. Die Witwenpension beträgt 66 2/3 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds. Falls keine Witwenpension gezahlt wird, haben die minderjährigen oder in der Ausbildung befindlichen Kinder einen Anspruch auf eine Waisenrente in Höhe von jeweils 25 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds, insgesamt jedoch maximal in Höhe der Witwenpension. Regelungen für nach der Neuregelung bestellte VorstandsmitgliederDie Altersversorgung für nach der Neuregelung bestellte Vorstandsmitglieder wurde am Commerzbank-Kapitalplan zur betrieblichen Altersvorsorge ausgerichtet. Eine Altersversorgung in Form einer Kapitalleistung wird danach gezahlt, wenn ein Vorstandsmitglied
Scheidet ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines dieser Versorgungsfälle aus der Bank aus, so bleibt ihm seine Anwartschaft auf Versorgungsleistungen erhalten. Für jedes Kalenderjahr während des bestehenden Anstellungsverhältnisses bis zum Eintritt des Versorgungsfalls wird jedem nach der Neuregelung eingetretenen Vorstandsmitglied ein Jahresbaustein gutgeschrieben, der 40 % des festen Jahresgrundgehalts (Jahresbeitrag) multipliziert mit einem altersabhängigen Transformationsfaktor beträgt. Auch in diesem System werden Erhöhungen des festen Jahresgrundgehaltes seit dem Jahr 2015 nur dann im Jahresbaustein berücksichtigt, wenn der Aufsichtsrat dies beschließt. Die Jahresbausteine werden bis zum Ausscheiden des Vorstandsmitglieds auf einem Versorgungskonto geführt. Nach Vollendung des 61. Lebensjahres wird dem Versorgungskonto des Vorstandsmitglieds bis zum Eintritt des Versorgungsfalls jährlich ein Zuschlag von 2,5 % des am jeweils vorangegangenen 31. Dezember erreichten Stands des Versorgungskontos gutgeschrieben. Ein vertraglich bestimmter Anteil des Jahresbeitrags von mindestens 93,7 % wird in Investmentfonds angelegt und in ein virtuelles Depot eingebracht. Die Höhe des Alterskapitals beziehungsweise des vorzeitigen Alterskapitals entspricht dem Stand des virtuellen Depots, mindestens jedoch dem Stand des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls. Der Stand des Versorgungskontos stellt bei dieser Regelung die Höhe der Mindestkapitalleistung dar, sofern der Stand des virtuellen Depots geringer ist. Alternativ zur Kapitalzahlung kann das Vorstandsmitglied eine lebenslange Pension wählen. Für die ersten beiden Monate nach Eintritt des Versorgungsfalls erhält das Vorstandsmitglied ein Übergangsgeld in Höhe von monatlich einem Zwölftel des festen Jahresgrundgehalts. Falls ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls stirbt, haben die Hinterbliebenen Anspruch auf die Auszahlung des Hinterbliebenenkapitals, das dem Stand des virtuellen Depots am Wertstellungsstichtag entspricht, mindestens jedoch der Summe aus dem Stand des Versorgungskontos und einem etwaigen Zurechnungsbetrag. Der Zurechnungsbetrag wird gewährt, sofern das Vorstandsmitglied bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Dienstunfähigkeit beziehungsweise bei Tod mindestens 5 Jahre ununterbrochen als Vorstandsmitglied der Bank bestellt war und noch nicht das 55. Lebensjahr vollendet hatte. Sofern das Vorstandsmitglied von dem Wahlrecht zugunsten einer Pension Gebrauch gemacht hat, erhält im Falle des Todes des Vorstandsmitglieds als Anwärter oder Bezieher einer Rente die Hinterbliebene eine Witwenrente in Höhe von 60 % der aktuellen Rentenanwartschaft beziehungsweise der zuletzt gezahlten Rente. Tabelle 2scroll
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Die Bestellung von Martin Blessing zum Vorstandsvorsitzenden
und Vorstandsmitglied endete mit Ablauf des 30. April 2016. In der Tabelle 2 haben wir für die aktiven Vorstandsmitglieder die am 31. Dezember 2016 erreichten jährlichen Pensionsanwartschaften bei Eintritt des Pensionsfalls im Alter von 62 Jahren, die zugehörigen versicherungsmathematischen Barwerte am 31. Dezember 2016 sowie die in dem Barwert enthaltenen Dienstzeitaufwendungen für das Jahr 2016 aufgeführt und den jeweiligen Vorjahresbeträgen gegenübergestellt. Die in der Tabelle angegebenen Barwerte der erreichten Pensionsanwartschaften liegen 2016 zum Teil deutlich über den Werten von 2015. Dies ist im Wesentlichen eine Folge des gesunkenen Diskontierungszinssatzes, der für die Berechnung nach IFRS maßgeblich ist. Dieser orientiert sich an den Marktzinssätzen für festverzinsliche Industrieanleihen mit hoher Bonität. Die Marktzinssätze am 31. Dezember 2016 sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken, was aufgrund der langen Kapitalisierungszeiträume einen erheblichen, erhöhenden Einfluss auf die aufgeführten Barwerte hat. Die Dienstzeitaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr ebenfalls zum Teil deutlich gestiegen. Sie waren im Vorjahr insbesondere durch den Sondereffekt gemindert, dass infolge der Änderung der Pensionszusagen bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen seit dem Geschäftsjahr 2015 keine Gehaltsdynamik mehr anzusetzen ist. Die zur Absicherung dieser Pensionsverpflichtungen dienenden Vermögenswerte wurden auf der Grundlage eines sogenannten Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank PensionTrust e.V. übertragen. Zum 31. Dezember 2016 beliefen sich die Pensionsverpflichtungen (defined benefit obligations) für im Geschäftsjahr 2016 aktive Vorstandsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft auf insgesamt 30,0 Mio. Euro (Vorjahr: 27,4 Mio. Euro). Regelungen für den Fall der Beendigung der OrganstellungFür den Fall der Beendigung der Organstellung als Mitglied des Vorstands gilt Folgendes: Falls die Bestellung zum Mitglied des Vorstands vorzeitig endet, endet der Anstellungsvertrag grundsätzlich 6 Monate später (Koppelungsklausel). Dem Vorstandsmitglied werden in diesem Fall das Jahresgrundgehalt und die variable Vergütung vorbehaltlich § 615 Satz 2 BGB (Anrechnung von Vergütung aus anderweitigem Erwerb) über das Ende des Anstellungsvertrages hinaus bis zum Ende der ursprünglichen Bestellungsperiode weiterbezahlt. Ab dem Zeitpunkt der Beendigung der Organstellung wird für die Zielerreichung auf den Durchschnitt der Zielerreichung der übrigen Vorstandsmitglieder für das jeweilige Geschäftsjahr abgestellt. Im Übrigen unterliegt die variable Vergütung unverändert den Regelungen des Vergütungssystems, also auch der nachträglichen Leistungsbewertung. Endet der Anstellungsvertrag bei vorzeitiger Beendigung der Organstellung aus anderen Gründen als nach der oben beschriebenen Koppelungsklausel, wird das feste Jahresgrundgehalt gegebenenfalls zeitanteilig bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages bezahlt. Die für Geschäftsjahre vor Beendigung des Anstellungsvertrages mitgeteilte variable Vergütung bleibt unberührt. Die variable Vergütung des Beendigungsjahres wird gegebenenfalls zeitanteilig reduziert. Die variable Vergütung unterliegt auch in diesem Fall unverändert den Regelungen des Vergütungssystems, also auch der nachträglichen Leistungsbewertung. Wird der Anstellungsvertrag zum Ablauf der jeweiligen Bestellungsperiode nicht verlängert, ohne dass ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt, oder endet der Anstellungsvertrag nach der oben beschriebenen Koppelungsklausel, erhält das Vorstandsmitglied für die Dauer von 6 Monaten nach Ablauf der ursprünglichen Bestellungsperiode weiterhin das Jahresgrundgehalt. Diese Zahlung endet, sobald das Vorstandsmitglied Pensionszahlungen erhält. In jedem dieser Fälle werden die genannten Bezüge für die Zeit nach wirksamer Beendigung der Organstellung höchstens bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe von 2 Jahresvergütungen1 gezahlt (Cap). Sofern bei Beendigung der Organstellung oder bei Nichtverlängerung einer Bestellung die Voraussetzungen für eine außerordentliche Kündigung des Anstellungsvertrages nach § 626 BGB vorliegen, erhält das Vorstandsmitglied keine variable Vergütung mehr für das Jahr, in dem die Organstellung endet. Dasselbe gilt für den Fall, dass ein Vorstandsmitglied sein Mandat ohne einen durch die Bank veranlassten wichtigen Grund niedergelegt hat. Gleiches gilt in den beiden genannten Fällen für das feste Jahresgrundgehalt ab dem Ende des Monats, in dem die Organstellung endet. Sofern die Organstellung aufgrund eines schwerwiegenden Pflichtverstoßes beendet wird, entfällt die variable Vergütung für das Jahr der Beendigung der Organstellung und die Leistung noch nicht ausgezahlter variabler Vergütung für vorangegangene Jahre. Im Geschäftsjahr 2016 ausgeschiedene VorstandsmitgliederDie Bestellung von Martin Blessing zum Vorstandsvorsitzenden und Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 30. April 2016. Sein Anstellungsvertrag endete aufgrund einer Aufhebungsvereinbarung mit Ablauf des 31. August 2016. Ihm stehen nach der Beendigung seiner Organstellung mit Ablauf des 30. April 2016 bis zum 31. August 2016 die im Anstellungsvertrag vereinbarten Leistungen zu. Dies umfasst die Fortzahlung der Vergütung für die Dauer von 4 Monaten bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages und anschließend das anteilige Jahresgrundgehalt für die Dauer von 6 Monaten als Übergangsgeld; insgesamt 1.094 Tsd. Euro. Auf variable Vergütung für den Zeitraum Mai bis August 2016 hat Martin Blessing verzichtet. Die Bestellung von Markus Beumer zum Mitglied des Vorstands endete mit Ablauf des 31. Oktober 2016. Mit ihm hat die Bank eine Zahlung in Höhe von 2.956 Tsd. Euro vereinbart (2-Jahres-Cap-Betrag), die in monatlich gleichen Beträgen bis zum 31. Oktober 2018 an ihn gezahlt wird. Auf diese Zahlungen wird eventuell anderweitiger Erwerb angerechnet. Markus Beumer hat im Gegenzug auf alle ihm vertraglich zustehenden Ansprüche auf Fortzahlung der Vergütung ab dem 1. November 2016 bis zum Ablauf der ursprünglichen Bestellungsperiode verzichtet. Die Entstehung und Abwicklung von Ansprüchen aus STI und LTI für den Zeitraum bis zum 31. Oktober 2016 bleiben unberührt und richten sich nach den bisherigen Regelungen. SonstigesIm abgelaufenen Geschäftsjahr hat kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten in Bezug auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. ZusammenfassungDer Aufsichtsrat hat die Gesamtzielerreichungsbeträge der variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2016 wie folgt festgesetzt: Tabelle 3scroll
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Martin Zielke wurde zum 1. Mai 2016 zum Vorstandsvorsitzenden
bestellt. Tabelle 4Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstandsscroll
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Die erfolgsabhängigen Komponenten mit langfristiger
Anreizwirkung werden erst nach Abschluss der nachträglichen Leistungsbewertung
durch den Aufsichtsrat nach Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums
gewährt; für das Geschäftsjahr 2016 somit im Jahr 2022. Von dem Gesamtzielerreichungsbetrag entfallen wie oben dargestellt 40 % auf den STI und 60 % auf den LTI, auf den ein Anspruch unter dem Vorbehalt der nachträglichen Leistungsbewertung erst nach dem Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums entsteht. Die Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Jahr 2016 und zum Vergleich für das Jahr 2015 gemäß Deutschem Rechnungslegungs Standard Nr. 17 (DRS 17) wird im Folgenden dargestellt: Die Bezüge sind nach DRS 17 erst anzugeben, wenn sie rechtsverbindlich zugesagt worden sind. Diese Zusage erfolgt sowohl für die Barkomponente als auch für die aktienbasierte Komponente des LTI erst nach Durchführung der nachträglichen Leistungsbewertung und Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums. Für den LTI des Geschäftsjahres 2016 erfolgt die nachträgliche Leistungsbewertung somit erst am Ende des Jahres 2021. Daher sind die Barkomponente und die aktienbasierte Komponente des LTI in der Tabelle 4 nicht enthalten. Die Zusage der STI-Komponenten im Sinne des DRS 17 erfolgt hingegen bereits mit der Festsetzung durch den Aufsichtsrat nach Ablauf des jeweiligen Geschäftsjahres. Die Barkomponente des STI ist mit 20 % des Gesamtzielerreichungsbetrags angegeben. Dies entspricht dem Auszahlbetrag. Die aktienbasierte STI-Komponente ist an die Wertentwicklung der Commerzbank-Aktie gekoppelt. Nach DRS 17 sind aktienbasierte Bezüge mit dem Wert zum Zeitpunkt der rechtsverbindlichen Zusage anzugeben, also zum Zeitpunkt der Festsetzung durch den Aufsichtsrat. Da die Auszahlung erst nach Ablauf der 12-monatigen Wartezeit erfolgt und von der Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie abhängig ist, stellt die Tabelle 4 dementsprechend für diese Komponente nur theoretische Werte und keine Auszahlbeträge dar. Die Auszahlbeträge ergeben sich aus der Multiplikation der angegebenen Stückzahlen der virtuellen Aktien des STI mit dem sich ergebenden Umrechnungskurs am Ende der Wartezeit. Darüber hinaus ist in der Tabelle 4 die nicht aktienbasierte Barkomponente des LTI 2013 nach dem bis zum Geschäftsjahr 2014 geltenden Vergütungssystem angegeben, da für diese Komponente erst mit Ablauf des 31. Dezember 2016 sämtliche nach DRS 17 notwendigen Bedingungen erfüllt sind. Die aktienbasierten Komponenten des LTI 2013 sind entsprechend den Anforderungen des DRS 17 bereits im Vergütungsbericht für das Jahr 2013 ausgewiesen. Sie sind daher hier nicht erneut anzugeben. Das aktuelle Vergütungssystem sieht keine tatsächliche Gewährung von Aktien vor, sondern eine Barvergütung auf der Basis virtueller Aktien, das heißt eine Barvergütung, die auf Basis der Entwicklung des Kurses der Commerzbank-Aktie berechnet wird. Nach IFRS 2 sind aufgrund des Dreijahreszeitraums, der dem aktuellen Vergütungssystem zugrunde liegt und für die Ermittlung der Zielerreichung maßgeblich ist, bereits anteilige Aufwendungen für die aktienbasierte Vergütung zukünftiger Geschäftsjahre in diesem Geschäftsjahr zu erfassen. Die im Folgenden dargestellten Aufwendungen für das Jahr 2016 spiegeln daher weder die nach DRS 17 darzustellenden Bezüge noch tatsächliche Erwartungswerte oder Auszahlbeträge wider. Die als Aufwand erfassten aktienbasierten Vergütungen gemäß IFRS 2 betragen im Geschäftsjahr 2016 insgesamt 2.320 Tsd. Euro; davon für Martin Zielke 625 Tsd. Euro, für Dr. Marcus Chromik 538 Tsd. Euro, für Michael Mandel 408 Tsd. Euro, für Stephan Engels 331 Tsd. Euro, für Frank Annuscheit 327 Tsd. Euro, für Michael Reuther 230 Tsd. Euro sowie für Martin Blessing - 77 Tsd. Euro und Markus Beumer - 62 Tsd. Euro. Der Grund für die negativen Aufwendungen für Martin Blessing und Markus Beumer ist, dass bereits im Vorjahr anteilige variable Vergütung für die Geschäftsjahre 2016 und 2017 in den Rückstellungen erfasst werden mussten. Da Martin Blessing und Markus Beumer ab dem 1. Mai 2016 beziehungsweise ab dem 1. November 2016 keine neuen Ansprüche auf variable Vergütung - mit Ausnahme der laufenden LTIs - mehr erwerben, mussten diese Rückstellungen anteilig aufgelöst werden. Im Vorjahr waren als Aufwand aus aktienbasierten Vergütungen gemäß IFRS 2 insgesamt 4.658 Tsd. Euro zu erfassen; davon für Martin Blessing 1.003 Tsd. Euro, für Martin Zielke 720 Tsd. Euro, für Michael Reuther 671 Tsd. Euro, für Frank Annuscheit und Stephan Engels jeweils 647 Tsd. Euro, für Markus Beumer 585 Tsd. Euro und für Dr. Stefan Schmittmann 385 Tsd. Euro. Kredite an Mitglieder des VorstandsBarkredite an Vorstandsmitglieder wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres und letzter Fälligkeit im Jahr 2051 sowie zu Zinssätzen zwischen 0,9 und 2,8 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 15,0%, herausgelegt. Die Besicherung erfolgte zu marktüblichen Bedingungen, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten. Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Vorstands gewährten Kredite insgesamt 5.001 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 4.930 Tsd. Euro. Zugunsten der Vorstandsmitglieder wurden im Berichtsjahr mit Ausnahme von Mietavalen keine Haftungsverhältnisse seitens der Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns eingegangen. Darstellung der Vorstandsvergütung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)Gemäß Ziffer 4.2.5 DCGK in der Fassung vom 5. Mai 2015, der durch entsprechende dem DCGK beigefügte Mustertabellen konkretisiert wird, sollen für jedes Vorstandsmitglied zum einen die im Berichtsjahr gewährten Zuwendungen (Ziel- beziehungsweise Erwartungswerte), zum anderen der Zufluss (tatsächliche Auszahlbeträge für das Berichtsjahr) ausgewiesen werden. Dabei sollen sowohl gewährte Zuwendungen als auch Zufluss getrennt nach Festvergütung, Nebenleistungen, einjähriger sowie mehrjähriger variabler Vergütung und Versorgungsaufwand (das heißt Dienstzeitaufwand nach IAS 19) angegeben werden. Tabelle 5Martin Zielke Vorsitzender (seit 1. Mai 2016)scroll
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Martin Blessing Vorsitzender, Central & Eastern Europe (bis 30. April 2016)scroll
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Fußnoten siehe Seite 37. Frank Annuscheit Chief Operating Officerscroll
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Markus Beumer Mittelstandsbank (bis 31. Oktober 2016)scroll
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Fußnoten siehe Seite 37. Dr. Marcus Chromik Chief Risk Officer (seit 1. Januar 2016)scroll
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Stephan Engels Chief Financial Officerscroll
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Fußnoten siehe Seite 37. Michael Mandel Privat- und Unternehmerkunden (seit 23. Mai 2016)scroll
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Fußnoten siehe Seite 37. Michael Reuther Firmenkunden, Group Treasuryscroll
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Dr. Stefan Schmittmann Chief Risk Officer (bis 31. Dezember 2015)scroll
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Die einjährige variable Vergütung umfasst
für 2016 nur bei Dr. Marcus Chromik und Michael Mandel den STI in
bar, da nur bei ihnen der Bemessungszeitraum ausschließlich auf das
Jahr 2016 entfällt. Bei den übrigen Vorstandsmitgliedern wird für
2016 auch das Vorjahr berücksichtigt, weshalb auch diese Komponente
unter der mehrjährigen variablen Vergütung gezeigt wird. Der Bemessungszeitraum
des STI 2015 in bar umfasste hingegen bei allen Vorstandsmitgliedern
ausschließlich das Jahr 2015. Die Tabellen folgen diesen Empfehlungen, aus Gründen der Übersichtlichkeit jedoch zusammengefasst in nur einer Tabelle für jedes Vorstandsmitglied. Die Vergütungskomponenten für die Geschäftsjahre 2015 und 2016 sind in der Gewährungstabelle kodexgemäß mit ihren Werten bei einer jeweiligen Zielerreichung von 100 % angegeben. Alle Werte liegen nicht unwesentlich über den hierfür derzeit erwarteten tatsächlichen Beträgen. Ein Anspruch auf die beiden LTI-Komponenten entsteht unter dem Vorbehalt der nachträglichen Leistungsbewertung erst nach dem Ablauf des 5-jährigen Zurückbehaltungszeitraums. Deshalb sind diese Komponenten in der DRS-17-Tabelle nicht anzugeben. Nach dem DCGK sind diese Komponenten dennoch bereits als für das Geschäftsjahr 2016 gewährte Vergütung anzugeben. AufsichtsratGrundzüge des Vergütungssystems und Vergütung für das Geschäftsjahr 2016Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt; die derzeit gültige Fassung wurde von der Hauptversammlung am 20. April 2016 beschlossen. Die Regelungen fanden mit Wirkung zum 1. Januar 2016 erstmals Anwendung. Nach dem neuen Vergütungssystem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für das jeweilige Geschäftsjahr eine Grundvergütung in Höhe von 80 Tsd. Euro. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Doppelte dieser Vergütung. Für die Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss und für die Mitgliedschaft im Risikoausschuss erhalten die Aufsichtsratsmitglieder jeweils zusätzlich eine Vergütung von jährlich 30 Tsd. Euro. Für die Mitgliedschaft in einem anderen Aufsichtsratsausschuss, der mindestens einmal im Kalenderjahr tagt, erhalten die Ausschussmitglieder zusätzlich eine Vergütung von jährlich 20 Tsd. Euro. Der Ausschussvorsitzende erhält jeweils das Doppelte dieser Beträge. Diese zusätzliche Vergütung wird für maximal drei Ausschussmandate gezahlt, wobei die drei am höchsten vergüteten Ämter herangezogen werden. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat beziehungsweise einem Aufsichtsratsausschuss angehört haben, erhalten für dieses Geschäftsjahr eine im Verhältnis der Zeit geringere anteilige Vergütung. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied je Teilnahme an einer Sitzung oder Telefonkonferenz des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses ein Sitzungsgeld von 1,5 Tsd. Euro. Für mehrere Sitzungen oder Telefonkonferenzen, die an einem Tag stattfinden, wird das Sitzungsgeld nur einmal gezahlt. Die Grundvergütung, die Ausschussvergütung und das Sitzungsgeld sind jeweils zum Ende des Geschäftsjahres zahlbar. Die Commerzbank Aktiengesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern die durch die Ausübung des Amts entstehenden Auslagen und eine etwaige auf die Vergütung oder den Auslagenersatz entfallende Umsatzsteuer. Dem Aufsichtsratsvorsitzenden werden in angemessenem Umfang personelle und sachliche Ausstattung zur Verfügung gestellt sowie insbesondere Reisekosten für durch seine Funktion veranlasste Repräsentationsaufgaben und Kosten für aufgrund seiner Funktion gebotene Sicherheitsmaßnahmen erstattet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für das Geschäftsjahr 2016 damit eine Vergütung von netto insgesamt 2.944,5 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.019,3 Tsd. Euro). Davon entfallen auf die Grundvergütung 1.840,0 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.120,8 Tsd. Euro, wovon 201,0 Tsd. Euro variable Vergütung waren) und auf die Ausschussvergütung 716,0 Tsd. Euro (Vorjahr: 420,0 Tsd. Euro). Auf das Sitzungsgeld entfallen 388,5 Tsd. Euro (Vorjahr: 478,5 Tsd. Euro). Beratungs- und Vermittlungsleistungen sowie andere persönliche Leistungen wurden durch Mitglieder des Aufsichtsrats auch im Jahr 2016 nicht erbracht. Entsprechend wurden keine zusätzlichen Vergütungen gewährt. Die Vergütung verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt: Tabelle 6scroll
Kredite an Mitglieder des AufsichtsratsBarkredite an Mitglieder des Aufsichtsrats wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres und letzter Fälligkeit im Jahr 2043 sowie zu Zinssätzen zwischen 1,3 und 5,1 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 15,9 % herausgelegt. Die Besicherung erfolgte zu marktüblichen Bedingungen, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten. Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Aufsichtsrats gewährten Kredite insgesamt 2.713 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 2.961 Tsd. Euro. Zugunsten der Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Berichtsjahr keine Haftungsverhältnisse seitens der Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns eingegangen. Sonstige AngabenD&O-VersicherungFür die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung ("D&O"). Für Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder beträgt der Selbstbehalt jeweils 10 % des Schadens, für alle Versicherungsfälle in einem Jahr höchstens jedoch das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung. Erwerb oder Veräußerung von Aktien der GesellschaftNach Art. 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) Nr. 596/2014 besteht eine Mitteilungs- und Veröffentlichungspflicht für Geschäfte von Führungskräften börsennotierter Unternehmen sowie von Personen, die in enger Beziehung zu ihnen stehen. Danach sind Eigengeschäfte dieser Personen mit Aktien oder Schuldtiteln der Commerzbank Aktiengesellschaft oder damit verbundener Derivate oder anderen damit verbundenen Finanzinstrumenten meldepflichtig, nachdem innerhalb eines Kalenderjahres ein Gesamtvolumen von 5 Tsd. Euro erreicht worden ist. Die Meldepflicht bezieht sich auf Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Im Jahr 2016 haben die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank sowie mit diesen in enger Beziehung stehenden Personen keine entsprechenden Geschäfte ("Managers Transactions") gemeldet. Insgesamt besaßen Vorstand und Aufsichtsrat am 31. Dezember 2016 nicht mehr als 1 % der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft.
Frankfurt am Main Commerzbank Aktiengesellschaft Der Vorstand Der Aufsichtsrat Angaben gemäß § 315 des Handelsgesetzbuchs (HGB)Übernahmerechtliche Angaben gemäß § 315 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs und erläuternder BerichtZusammensetzung des GrundkapitalsDie Commerzbank hat lediglich Stammaktien ausgegeben, für die sich die Rechte und Pflichten aus den gesetzlichen Regelungen, insbesondere der §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 Aktiengesetz, ergeben. Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum Ende des Geschäftsjahres 1252.357.634,00 Euro. Es ist eingeteilt in 1.252.357.634 Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderungen der SatzungDie Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat nach Maßgabe des § 84 Aktiengesetz und § 6 Abs. 2 der Satzung bestellt und abberufen. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen; im Übrigen legt der Aufsichtsrat gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung die Anzahl der Vorstandsmitglieder fest. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, ohne dass der Aufsichtsrat eine entsprechende Bestellung vornimmt, so wird dieses in dringenden Fällen nach Maßgabe des § 85 Aktiengesetz gerichtlich bestellt. Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 Abs. 1 Satz 1 Aktiengesetz eines Beschlusses der Hauptversammlung. Soweit das Gesetz nicht zwingend eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt ergänzend die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals (§ 19 Abs. 3 Satz 2 der Satzung). Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 10 Abs. 3 der Satzung in Übereinstimmung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 Aktiengesetz auf den Aufsichtsrat übertragen worden. Befugnisse des VorstandsDer Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von insgesamt 569.253.470,00 Euro durch Ausgabe neuer Aktien nach § 4 Abs. 3 (Genehmigtes Kapital 2015) der am 31. Dezember 2016 geltenden Satzung ermächtigt. Der Vorstand ist jeweils ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen, insbesondere um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen, auszuschließen. Außerdem hat die Hauptversammlung vom 30. April 2015 den Vorstand zur Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder hybriden Schuldverschreibungen (mit oder ohne Wandlungs- oder Optionsrecht beziehungsweisepflicht) gegen Bar- oder Sachleistung im Gesamtnennbetrag von bis zu 13.600.000.000,00 Euro ermächtigt. Die Finanzinstrumente können auch so ausgestaltet werden, dass sie zum Zeitpunkt der Ausgabe als Instrumente des zusätzlichen Kernkapitals (Additional Tier 1 Capital) anerkannt werden. Für die Ausgabe von Finanzinstrumenten steht nach § 4 Abs. 4 der Satzung ein Bedingtes Kapital von bis zu 569.253.470,00 Euro zur Verfügung (Bedingtes Kapital 2015). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in bestimmten Fällen, insbesondere soweit die Finanzinstrumente gegen Sachleistung ausgegeben werden, auszuschließen. Für die Einzelheiten des Bedingten und des Genehmigten Kapitals, insbesondere zu Laufzeiten und Ausübungsbedingungen, verweisen wir auf die ausführlichen Erläuterungen im Anhang Nr. 74 und 75. Die Befugnisse des Vorstands zur Erhöhung des Grundkapitals aus Genehmigtem und Bedingtem Kapital, zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder hybriden Schuldverschreibungen ermöglichen es der Bank, auf veränderte Kapitalbedürfnisse angemessen und zeitnah zu reagieren. Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 30. April 2015 nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 Aktiengesetz ermächtigt, bis zum 29. April 2020 zum Zweck des Wertpapierhandels eigene Aktien zu erwerben und zu veräußern. Der Bestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien darf am Ende eines jeden Tages 5 % des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Der Preis, zu dem jeweils eine eigene Aktie erworben wird, darf den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise beziehungsweise vergleichbare Nachfolgepreise der Commerzbank-Aktie im Xetra-Handel beziehungsweise in einem dem Xetra-System vergleichbaren Nachfolgesystem an der Frankfurter Wertpapierbörse) an den drei dem jeweiligen Tag des Erwerbs vorangehenden Börsentagen um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Wesentliche Vereinbarungen bei einem Kontrollwechsel infolge eines ÜbernahmeangebotsDie Commerzbank hat im Rahmen von ISDA Master Agreements mit einem Teil der Vertragspartner für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Commerzbank ein außerordentliches Kündigungsrecht zugunsten dieser Vertragspartner vereinbart. In der Regel setzt das Kündigungsrecht zusätzlich eine wesentliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit der Commerzbank voraus. Die unter diesen Master Agreements abgeschlossenen Einzelverträge wären im Falle einer solchen Kündigung zum Marktwert abzurechnen, der börsentäglich ermittelt werden kann. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Kündigung eines Kunden mit besonders großem Geschäftsvolumen im Einzelfall aufgrund der möglichen Zahlungsverpflichtungen der Bank dennoch wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Commerzbank haben kann. Beteiligungen am Kapital von mehr als 10 vom Hundert der StimmrechteGemäß der Stimmrechtsmitteilung vom 4. Juni 2013 ist der Finanzmarktstabilisierungsfonds an der Commerzbank Aktiengesellschaft mit 17,15 vom Hundert am stimmberechtigten Kapital beteiligt. Sofern der damals gemeldete Stimmrechtsanteil unverändert geblieben ist, wäre der Finanzmarktstabilisierungsfonds nach Durchführung der Kapitalerhöhung im April 2015 an der Commerzbank Aktiengesellschaft noch mit etwa 15,6 vom Hundert am stimmberechtigten Kapital beteiligt. Weitere nach § 315 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs angabepflichtige Tatsachen existieren nicht. Angaben gemäß § 315 Abs. 2 (5) des HandelsgesetzbuchsZiel des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Finanzberichterstattung ist es, dass der Jahresabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft und des Commerzbank-Konzerns gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften nach HGB und IFRS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt. In der Commerzbank sind das interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem - beide mit Blick auf die Finanzberichterstattung - miteinander integriert. Im Folgenden wird daher der Begriff "IKS (Internes Kontrollsystem)" verwendet. Details des Risikomanagementsystems können dem Risikobericht auf den Seiten 91 bis 124 entnommen werden. Das Ziel einer ordnungsgemäßen Finanzberichterstattung ist dadurch gefährdet, dass wesentliche Informationen in der Finanzberichterstattung fehlerhaft sind. Hierbei spielt es keine Rolle, ob dies durch einen einzelnen Sachverhalt oder erst durch die Kombination mehrerer Sachverhalte gegeben ist. Risiken für die Finanzberichterstattung können durch Fehler in den Geschäftsabläufen entstehen. Zudem kann betrügerisches Verhalten zu einer fehlerhaften Darstellung von Informationen führen. Daher ist von der Bank sicherzustellen, dass die Risiken bezüglich einer fehlerhaften Darstellung, Bewertung oder Ausweises von Informationen der Finanzberichterstattung minimiert werden. Das IKS der Commerzbank ist darauf ausgerichtet, eine hinreichende Sicherheit bezüglich der Einhaltung geltender rechtlicher Anforderungen, der Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit sowie der Vollständigkeit und Richtigkeit der finanziellen Berichterstattung zu gewährleisten. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die implementierten Methoden und Verfahren des IKS Fehler oder Betrugsfälle nicht vollständig ausschließen können und somit zwar keine absolute, aber dennoch eine hinreichende Sicherheit bieten. Gesetzliche Grundlagen und RichtlinienIn § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist vom Gesetzgeber vorgegeben, dass kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften im Lagebericht die wesentlichen Merkmale ihres IKS beschreiben. In der Commerzbank sind die in den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) getroffenen Grundsätze zur institutsspezifischen Ausgestaltung des internen Kontrollsystems umgesetzt. Grundlage für die Gestaltung des internen Kontrollsystems der Bank ist das vom "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission" (COSO) entwickelte und international gültige Rahmenwerk. Die Commerzbank leitet hieraus folgende Ziele ab:
Im Hinblick auf die von COSO geforderte Risikobeurteilung des Rechnungslegungsprozesses (wie zum Beispiel Sicherstellung der Vollständigkeit der erfassten Transaktionen oder der korrekten bilanziellen Bewertung) bezüglich der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung orientiert sich die Bank an den Empfehlungen des "International Standards of Auditing and Quality Control, No. 315, 2009 Edition" (im Folgenden ISA Nummer 315). OrganisationEine wesentliche Basis für eine solide Unternehmensführung mit entsprechender Ausgestaltung einer unter Risikoaspekten orientierten strategischen Ausrichtung des Gesamtkonzerns ist die Schriftlich Fixierte Ordnung (SFO). Die SFO ist als die nachvollziehbare sowie laufend zu aktualisierende Darstellung der Aufbau- und Ablauforganisation einschließlich des Kompetenzgefüges eines Unternehmens definiert. Als Teil der SFO legt das Governance Framework für alle Unternehmenseinheiten einheitliche und verbindliche Mindestanforderungen an die Aufbauorganisation im Hinblick auf Dokumentation und Aktualisierung fest. Primäres Merkmal ist das Prinzip der eindeutigen Verantwortungszuweisung, ausgehend vom Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand bis hin zur Einzelkompetenz auf Mitarbeiterbasis. Der Umfang und die Ausgestaltung des Governance Framework orientieren sich sowohl an rechtlichen und regulatorischen Anforderungen als auch an der durch den Gesamtvorstand verabschiedeten "Unternehmensverfassung der Commerzbank". Daher übersetzt das Governance Framework wesentliche Leitgedanken der Unternehmensverfassung in praktische Regelungen und beinhaltet folgende Elemente:
Inhaltlich nicht miteinander zu vereinbarende Aufgaben sind in der Bank nach dem Prinzip der Funktionstrennung in unterschiedlichen Bereichen organisiert. Zusätzlich werden zur Minimierung der Risiken in der Finanzberichterstattung wesentliche Kontrollen im Vieraugenprinzip durchgeführt. In Anlehnung an die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) liegt die Verantwortung für Implementierung, Umsetzung, Durchführung, Weiterentwicklung und Überprüfung des bankweiten IKS beim Gesamtvorstand. Während der Gesamtvorstand die Ausgestaltung und den Nachweis der Angemessenheit des bankweiten IKS verantwortet, trägt der CFO die Verantwortung für die Ausgestaltung und die Effektivität des IKS für die Finanzberichterstattung. Er ist verantwortlich für die Gestaltung des IKS durch angemessene und wirksame Kontrollschritte und deren Einbettung in die jeweiligen Prozesse. Dem Gesamtvorstand obliegt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Aufstellung des Einzel- und Konzernabschlusses. In der Überwachung der Finanzberichterstattung wird der Aufsichtsrat vornehmlich durch den eigens hierfür geschaffenen Prüfungsausschuss unterstützt. Dieser unterstützt in der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, insbesondere des internen Kontrollsystems, der Compliance und des internen Revisionssystems. Zusätzlich unterstützt er bei der Überwachung der Durchführung der Abschlussprüfungen, insbesondere hinsichtlich der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer erbrachten Leistungen. Weiterhin überwacht der Prüfungsausschuss die zügige Behebung der vom Prüfer festgestellten Mängel. Die Interne Revision (Group Audit) berichtet unterjährig an den Aufsichtsrat beziehungsweise die von ihm eingesetzten Ausschüsse über die Revisionsarbeit und deren wesentliche Ergebnisse. Für die Erstellung der Abschlüsse im Einklang mit den jeweiligen Gesetzen sowie internen und externen Richtlinien ist der direkt dem CFO unterstellte Bereich Group Finance (GM-F) zuständig. Innerhalb von GM-F ist die Abteilung Accounting and Controlling Policies & Guidelines mit der intranetbasierten Bereitstellung konzernweiter Bilanzierungsrichtlinien betraut. Die Umsetzung dieser Bilanzierungsrichtlinien unterstützt eine konzernweit konsistente und korrekte Bilanzierung. GM-F wird im Hinblick auf die Rechnungslegung von weiteren Konzernbereichen der Bank unterstützt. Insbesondere ist hier der Konzernbereich Group Information Technology zu nennen, der die Verantwortung für die Bereitstellung und die technische Weiterentwicklung der in der Rechnungslegung eingesetzten IT-Systeme trägt. Kontrollen zur RisikominimierungKontrollen sind in der Bank technisch oder manuell (organisatorisch) direkt in die betrieblichen Abläufe integriert. Technische Kontrollen werden in den verwendeten IT-Systemen eingesetzt und bestehen beispielsweise aus Kontrollsummen und Prüfziffern. Ergänzt werden die technischen Kontrollen häufig um manuelle Kontrollbestandteile wie zum Beispiel Bildschirmfreigaben, die von dem zuständigen Personal durchgeführt werden. Die Qualität der Daten bei der technischen Ersterfassung sind durch die organisatorischen Maßnahmen des Vieraugenprinzips, der Kompetenzregelungen, der Funktionstrennung und die technischen Maßnahmen bei der Vergabe von IT-Berechtigungen sichergestellt. In der weiteren Verarbeitung stellen zusätzliche Kontrollen die Vollständigkeit und Richtigkeit der übernommenen Daten sicher. Überwachung durch Group AuditGroup Audit (GM-A) erbringt im Auftrag des Vorstands unabhängig, objektiv und risikoorientiert Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, die Geschäftsprozesse der Commerzbank hinsichtlich Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu beurteilen und Optimierungspotenzial aufzuzeigen. GM-A unterstützt den Vorstand, indem systematisch und zielgerichtet die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems sowie der Geschäftsprozesse bewertet, wesentliche Projekte revisorisch begleitet und Empfehlungen ausgesprochen werden. Hierdurch wird zur Sicherung der geschäftlichen Vorgänge und Vermögenswerte beigetragen. GM-A ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt und diesem berichtspflichtig. GM-A nimmt seine Aufgaben selbstständig und unabhängig wahr. Insbesondere bei der Berichterstattung und der Wertung der Prüfungsergebnisse ist GM-A keinen Weisungen unterworfen. Ausgehend von den MaRisk erstreckt sich die Prüfungstätigkeit auf der Grundlage eines risikoorientierten Prüfungsansatzes grundsätzlich auf alle Aktivitäten und Prozesse des Konzerns, unabhängig davon, ob diese innerhalb des Konzerns erfolgen oder ob sie ausgelagert sind. GM-A ist als Konzernrevision im Rahmen des Risikomanagements der Gruppe ergänzend zu Revisionsabteilungen in Tochtergesellschaften tätig. Die Prüfung der Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS umfasst die Risikomanagement- und Risikocontrollingsysteme, das Berichtswesen, die Informationssysteme sowie die Finanzberichterstattung. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben hat GM-A ein uneingeschränktes Informationsrecht. Über jede Prüfung erstellt GM-A zeitnah einen schriftlichen Bericht, der unter anderem den zuständigen Vorstandsmitgliedern zugeht. Auf der Grundlage der Prüfungsberichte überwacht und dokumentiert GM-A die fristgerechte Beseitigung der festgestellten Mängel. Bei Nichtbeachtung kommt ein Eskalationsverfahren zur Anwendung. Darüber hinaus erstellt GM-A einen Jahresbericht über die von GM-A im Laufe des Geschäftsjahres durchgeführten Prüfungen, die festgestellten wesentlichen Mängel sowie die ergriffenen Maßnahmen und legt diesen dem Vorstand vor. Prozess der FinanzberichterstattungDie Prozesse im Rechnungswesen der Commerzbank werden von IT-Systemen unterstützt, die in die jeweiligen Prozessabläufe integriert sind. Seit 2015 erfolgt der Jahresabschluss der Commerzbank AG Inland mit einer neuen Finanzarchitektur - bestehend aus einem neuen Financial Data Warehouse als konsistenter Grunddatenhaushalt und SAP-Standardsoftware für die Finanzfunktion. Damit existiert für den IFRS- sowie HGB-Abschluss eine einheitliche Lösung für die AG Inland auf Basis konsistenter Finanzdaten. Im Rahmen der Meldeprozesse für die Finanzberichterstattung werden alle Informationen, die für die Abschlusserstellung des Commerzbank-Konzerns nach IFRS und der Commerzbank Aktiengesellschaft nach HGB relevant sind, durch die Meldestellen (Commerzbank Aktiengesellschaft Inland und ausländische Niederlassungen sowie Tochtergesellschaften) an GM-F übermittelt. Die Übermittlung der Daten erfolgt mittels einer Funktionalität zur Onlinedatenerfassung direkt in die Konsolidierungssoftware SAP EC-CS, die an die Bedürfnisse der Bank angepasst ist. Tochtergesellschaften melden grundsätzlich IFRS-Daten, von den inländischen und ausländischen Niederlassungen werden zusätzlich HGB-Meldungen erstellt. Die Daten werden automatisch auf Konsistenz geprüft, bevor sie an GM-F übermittelt werden. Wenn die hinterlegten Plausibilitätsprüfungen erfolgreich durchlaufen sind, können die einzelnen Zumeldungen finalisiert werden. Auf Basis dieser Daten werden in GM-F weitere Plausibilitätskontrollen durchgeführt. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Kontrollen werden die Einzelabschlusserstellung der Commerzbank Aktiengesellschaft und sämtliche Konsolidierungsschritte für die Konzernabschlusserstellung durchgeführt. Die Maßnahmen zur Erstellung des Konzernabschlusses bestehen dabei aus diversen einzelnen Konsolidierungsschritten (wie Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung), der Währungsumrechnung und der Zwischengewinneliminierung. Die Berichterstattung nach unternehmensspezifischen Segmenten ist durch ein separates IT-System gewährleistet. Dabei findet eine Abstimmung mit den Daten aus dem Rechnungswesen statt. Maßnahmen zur weiteren Verfeinerung des IKS bezüglich der FinanzberichterstattungDas IKS bezüglich der Finanzberichterstattung ist an die Bedürfnisse des Commerzbank-Konzerns angepasst. Dabei wird es laufend weiterentwickelt. Zu diesem Zweck wurde das Control Environment Finance (CEF) fest in Group Finance implementiert. Basis für CEF ist die sogenannte "Prozesslandkarte" von GM-F. In dieser Prozesslandkarte werden top-down alle wesentlichen Prozesse aufgeführt, mittels Ablaufbeschreibungen verfeinert und die Risiken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung in Anlehnung an das COSO-Rahmenwerk identifiziert. Hierbei lehnt sich die Bank zusätzlich an die Empfehlungen des ISA Nummer 315 an. Dabei wird geprüft, ob ein Risiko folgenden drei Kategorien und deren Ausprägungen zugeordnet werden kann:
Zur Minimierung der identifizierten Risiken sind entsprechende Kontrollen implementiert, die dadurch ebenfalls den Kategorien und Ausprägungen des ISA Nummer 315 zugeordnet werden. Für die Wirksamkeit des IKS sind die Ausgestaltung der Kontrollen durch angemessene Kontrollschritte und deren Einbettung in den jeweiligen Prozess sowie die operative Durchführung der Kontrollen die entscheidenden Faktoren zur Risikominimierung. Das IKS wird mit Blick auf die Finanzberichterstattung dabei durch eine regelmäßige Bewertung von Effektivität und Effizienz der Schlüsselkontrollen sowie mittels einer regelmäßigen Überprüfung der Kontrolldurchführung gestärkt. Durch diese Vorgehensweise ist gewährleistet, dass Risiken erkannt, minimiert und eventuelle operative Fehlentwicklungen vermieden werden können. SonstigesNach dem Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Änderungen am IKS der Finanzberichterstattung. Corporate ResponsibilityUnsere Verantwortung für eine nachhaltige EntwicklungDie Weltgemeinschaft hat sich einen neuen Rahmen gegeben für eine nachhaltige Entwicklung, die wirtschaftliche, soziale und ökologische Gesichtspunkte gleichermaßen berücksichtigt: die Sustainable Development Goals (SDG). Sie wurden von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet und beziehen alle Staaten, die Zivilgesellschaft und den Privatsektor mit ein. Auch die Commerzbank steht in der Verantwortung, sich für die Verwirklichung der SDG einzusetzen. Wir sind überzeugt, einen Beitrag zur Zukunftssicherung und Wertsteigerung des Unternehmens zu leisten, wenn wir die Kernleistungen der Bank für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen. Eine wichtige Anerkennung dieser nachhaltigen Ausrichtung war im Oktober 2016 die Aufnahme in den Nachhaltigkeitsindex Stoxx Global ESG Leaders. Die Commerzbank ist damit in der Spitzengruppe von 300 Unternehmen weltweit vertreten, die sich durch eine umfassende Berücksichtigung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekten (sogenannte ESG-Kriterien) auszeichnen. Um sich für den Nachhaltigkeitsindex zu qualifizieren, muss ein Unternehmen bei diesen Kriterien zu den besten 25 % des zugrunde liegenden Stoxx Global 1800 Index gehören. Integrität sichernDas Wertemanagement des Commerzbank-Konzerns basiert auf klaren und unverrückbaren Werten, die in den Verhaltensgrundsätzen (Code of Conduct) niedergelegt sind. Dazu gehört auch die Einhaltung anwendbarer nationaler und ausländischer Gesetze. Jeder Mitarbeiter, der sich nachweislich strafbar gemacht hat, muss die straf-, arbeits- und zivilrechtlichen Konsequenzen tragen. Die Commerzbank hat dafür ihre Vorkehrungen noch einmal verschärft: Mit der 2016 vom Vorstand verabschiedeten, konzernweit gültigen "Global Anti Bribery and Corruption Policy" (ABC-Policy) wendet sich die Bank gegen Bestechung, Vorteilsnahme und andere Formen der Korruption. Dies gilt innerhalb und außerhalb des Unternehmens, gegenüber Handelsorganisationen, Amtsträgern und allen Personen, die in Beziehung zur Bank stehen. Um den Mitarbeitern Hilfestellung bei der Umsetzung der neuen Richtlinien zu geben, wurde ein spezielles ABC-Training entwickelt. Alle Mitarbeiter und Führungskräfte weltweit mussten diese jährliche Pflichtschulung im Herbst 2016 erstmals absolvieren. Geschäfts- und Funktionseinheiten mit erhöhtem Risikoprofil sowie Personen, die einem höheren Bestechungs- und Korruptionsrisiko ausgesetzt sind, erhalten bedarfsorientierte Zusatztrainings. Nachhaltigkeitsrisiken managenDie Steuerung von Reputationsrisiken, die sich direkt aus ökologischen, sozialen oder ethischen Aspekten ergeben, ist Teil der Gesamtrisikostrategie des Konzerns: Kundenbeziehungen, Geschäfte und Produkte, bei denen Nachhaltigkeitskriterien eine wesentliche Rolle spielen, werden intensiv recherchiert, analysiert und mit einer differenzierten Bewertung versehen, die bis zur Ablehnung des Geschäfts beziehungsweise bis zur Beendigung der Kundenbeziehung führen kann. Im Geschäftsjahr 2016 votierte das Reputationsrisiko-Management rund 6.200 Geschäftsanfragen (2015: gut 5.400). Das Management von Reputationsrisiken deckt alle operativen Segmente der Commerzbank sowie wesentlichen Tochtergesellschaften ab und ist fester Bestandteil bei der Entwicklung neuer Produkte. Für ausgewählte Themenfelder von Agrarrohstoffen bis Wasserkraft hat die Commerzbank darüber hinaus verbindliche Positionen und Richtlinien formuliert. 2016 wurde die Position zum Thema Menschenrechte überarbeitet. Mit ihr erläutert die Bank, wie sie die Menschenrechtsverantwortung mit Blick auf ihre wichtigsten Anspruchsgruppen differenziert umsetzt. Im Juli 2016 hat der Vorstand der Commerzbank außerdem eine neue Kohlerichtlinie beschlossen. Sie betrachtet die wesentlichen Elemente der Prozesskette von der Kohlegewinnung bis hin zur Kohleverstromung. So hat die Commerzbank unter anderem entschieden, keine neuen Kohlekraftwerke und Kohleminenprojekte mehr zu finanzieren. Mit dieser neuen Richtlinie stellen wir uns unserer Verantwortung im Umgang mit Risiken, die sich aus Klimawandel und Energiewende ergeben. Gleichzeitig begleiten wir unsere Kunden weiterhin bei ihren strategischen Überlegungen, damit sie den besonderen Herausforderungen der Energiebranche erfolgreich gerecht werden können. Nachhaltigkeitschancen nutzenUnser Beitrag für die Verwirklichung der Sustainable Development Goals beschränkt sich nicht darauf, potenziell negative Auswirkungen unserer Finanzdienstleistungen zu reduzieren. Wir entwickeln und vertreiben Produkte und Finanzdienstleistungen, die wirkungsvolle Vehikel zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung sein können. So steigt das Interesse an nachhaltigen Investments kontinuierlich. Neben Stiftungen und Kirchen wollen zunehmend auch Privatkunden ihre Gelder verantwortlich anlegen. Die Commerzbank bietet dafür unter anderem eine nachhaltige Vermögensverwaltung, die soziale, ethische und ökologische Aspekte berücksichtigt. Das Mindestanlagevolumen wurde 2016 deutlich reduziert, um das Angebot einer größeren Kundengruppe zugänglich zu machen. Auch wer seine Aktienanlagen nachhaltig ausrichten möchte, findet die dafür relevanten Informationen bei der Commerzbank: Seit Anfang 2016 enthalten Aktienvoten für Privatkunden die jeweilige Nachhaltigkeitsbewertung der Ratingagentur Oekom Research. Eine weitere Alternative sind Investmentfonds. Hier freut sich die Commerzbank über das im November 2016 verliehene Siegel des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG): Der Fonds "Commerzbank Globale Aktien - Katholische Werte" entspricht dem FNG-Qualitätsstandard für nachhaltige Geldanlagen im deutschsprachigen Raum. Klimawandel eindämmenDas bei der Klimakonferenz in Paris vereinbarte 2-Grad-Ziel stellt die Weltgemeinschaft vor große Aufgaben. Unter dem Schlagwort "Green Finance" entwickeln Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gemeinsam in zahlreichen Projekten auf nationaler wie internationaler Ebene das Bankgeschäft der Zukunft. Die Commerzbank beteiligt sich in verschiedenen Initiativen daran, so seit 2016 auch in der Sustainable Trade Working Group der International Chamber of Commerce sowie der Green Finance Working Group im Institute of International Finance. Für die Commerzbank ist Green Finance kein neues Thema: Bereits seit Mitte der 1980er-Jahre leisten wir einen beachtlichen Beitrag zur Finanzierung erneuerbarer Energien. 2016 betrug das Kreditportfolio unseres Competence Center Energy 5,0 Mrd. Euro (5,1 Mrd. Euro im Vorjahr). Insgesamt vermeiden die von der Commerzbank bis Ende 2016 finanzierten Windenergie-, Solar- und Bioenergieanlagen jährlich Emissionen in Höhe von rund 14 Millionen Tonnen CO2 . Dies entspricht etwa 9 % aller CO2 -Emissionen, die in Deutschland 2016 durch die Nutzung von regenerativem Strom eingespart werden konnten. Ein weiteres Beispiel, das Kerngeschäft der Bank mit Klimaschutz zu verbinden, sind Green Bonds. Das sind Anleihen, deren Emissionserlöse der Finanzierung eindeutig nachhaltiger Projekte dienen, etwa aus dem Bereich erneuerbare Energie oder Energieeffizienz. Die Commerzbank hat 2016 fünf Emittenten in der Vorbereitung entsprechender Transaktionen und ihre Platzierung im internationalen Kapitalmarkt begleitet. Das Gesamtvolumen lag bei knapp 2,4 Mrd. Euro. Es ist Teil unseres Nachhaltigkeitsverständnisses, auch den eigenen Ressourcenverbrauch systematisch zu minimieren. Unter Vorsitz des Commerzbank-Vorstands Frank Annuscheit werden im Konzernumweltausschuss regelmäßig Vorgaben und Strategien für den betrieblichen Umweltschutz festgelegt. Dazu gehört das Klimaziel der Commerzbank, das eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 70 % bis 2020 vorsieht (Basisjahr 2007). Die im Mai 2016 erfolgte Verifizierung durch die DNV GL Umweltgutachter bescheinigt für Ende 2015 eine Verringerung um 67 %. Der verbleibende Ausstoß von Treibhausgasen wird fortlaufend durch Kauf und Stilllegung von CO2 -Zertifikaten aus Klimaschutzprojekten kompensiert. Die Commerzbank arbeitet so seit 2015 klimaneutral. Ergänzend zu dem bereits 2008 eingeführten Umweltmanagementsystem der Commerzbank Aktiengesellschaft in Deutschland nach Standard ISO 14001 hat die Bank ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 aufgebaut, das im Mai 2016 erstmals zertifiziert wurde. Für ihre Leistung zur Eindämmung des Klimawandels sowohl im eigenen Betrieb als auch im Kerngeschäft wurde die Commerzbank 2016 von der internationalen Non-Profit-Organisation CDP zum zweiten Mal in Folge als "Sector Leader Financials" in der DACHRegion ausgezeichnet (Deutschland, Österreich, Schweiz). Insgesamt erreicht die Bank einen Score von A- und gehört damit zu den besten 15 % ihrer Branche. Verantwortung übernehmenEin partnerschaftlicher und fairer Umgang mit den Mitarbeitern ist Voraussetzung für einen langfristigen Unternehmenserfolg. Das gilt insbesondere in Zeiten des Umbruchs. Die Commerzbank achtet auf Zukunftsorientierung durch ein breites Qualifizierungs- und Entwicklungsangebot ebenso wie auf Erleichterung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Mit der Förderung der Vielfalt in unserem Unternehmen bekennen wir uns zu einer Kultur, die auf der Wertschätzung aller Mitarbeiter basiert. Eine Bestätigung dieser Personalpolitik war 2016 der German Award for Excellence der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) in der Kategorie "Employer Accountability". Bewertet wurden betriebliche Zusatzangebote wie das Gesundheitsmanagement, Möglichkeiten zur flexiblen Arbeitszeitgestaltung sowie die Aktivitäten rund um das Thema Beruf und Familie. Ausführliche Informationen zur Personalarbeit der Commerzbank finden Sie auf den Seiten 79 ff. dieses Geschäftsberichts. Die unternehmerische Verantwortung der Commerzbank endet nicht bei internen Prozessen und Aktivitäten, sondern erstreckt sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Bei der Entscheidung über externe Lieferanten und Dienstleister spielen deshalb auch Nachhaltigkeitskriterien eine wichtige Rolle. Mit dem "Standard für eine nachhaltige Beschaffung" gibt die Commerzbank verbindliche Leitlinien für alle Prozessbeteiligten beim Einkauf von Gütern und Dienstleistungen vor. Mit der obligatorischen Unterzeichnung der Klausel "Integrität, Umwelt und soziale Verantwortung" verpflichten sich die Lieferanten und Dienstleister der Commerzbank auf integres Verhalten im Geschäftsverkehr. Dazu zählen die Achtung von Menschen- und Persönlichkeitsrechten sowie die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards. Zivilgesellschaft stärkenAls Teil der Gesellschaft sieht die Commerzbank ihre Aufgabe auch darin, ihr Umfeld positiv zu beeinflussen. Mit zahlreichen Kooperations- und Sponsoring-Projekten, der Unterstützung von freiwilligem Mitarbeiterengagement und der Tätigkeit verschiedener Stiftungen bringen wir uns in das Gemeinwohl ein. Das vergangene Jahr stand dabei insbesondere im Einfluss der vielen nach Deutschland geflüchteten Menschen. Für sie zeigten Mitarbeiter und Kunden der Commerzbank große Hilfsbereitschaft und spendeten rund 65.000 Euro an die Flüchtlingshilfe der Johanniter. Der Vorstand hat diesen Betrag verdoppelt, sodass Anfang 2016 insgesamt 130.000 Euro zur Förderung von Integrationsprojekten in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München übergeben werden konnten. Seit Spätsommer 2016 unterstützt die Commerzbank darüber hinaus für drei Jahre den Auf- und Ausbau von "Kompass" - dem neuen Programm der Initiative "Joblinge" zur Integration von jungen Flüchtlingen in den ersten Arbeitsmarkt. Das Engagement der Commerzbank ist Teil der Initiative "Wir zusammen" der deutschen Wirtschaft. Weitere fortlaufend aktualisierte Informationen zur nachhaltigen Entwicklung der Commerzbank finden sich in unserem Verantwortungsportal im Internet: www.nachhaltigkeit.commerzbank.de. KonzernlageberichtIm Konzernlagebericht erläutern wir ausführlich die Geschäftsentwicklung des Commerzbank-Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 sowie die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen und deren Einflüsse auf die Geschäftsaktivitäten der Commerzbank. Des Weiteren geben wir einen Ausblick auf die erwartete Entwicklung des Commerzbank-Konzerns im laufenden Jahr 2017 sowie die zu erwartenden Rahmenbedingungen. Die Commerzbank hat im Geschäftsjahr 2016 vor dem Hintergrund herausfordernder Marktbedingungen und des anhaltend Niedrigzinsumfeldes ein solides Operatives Ergebnis in Höhe von 1,4 Mrd. Euro erzielt und die harte Kernkapitalquote bei vollständiger Anwendung von Basel 3 auf 12,3 % weiter verbessert. Um die Commerzbank noch profitabler aufzustellen, hat die Bank im September 2016 ihre Strategie "Commerzbank 4.0" vorgestellt. Im Rahmen dieser Strategie konzentriert sich die Bank auf zwei operative Segmente: das neue Segment Privat- und Unternehmerkunden sowie das neue Segment Firmenkunden. Grundlagen des Commerzbank-KonzernsStruktur und OrganisationDie Commerzbank ist eine der führenden Privat- und Firmenkundenbanken in Deutschland und eine international agierende Geschäftsbank mit Standorten in mehr als 50 Ländern. Sie verfügt über eines der dichtesten Filialnetze aller deutschen Privatbanken. Insgesamt betreut die Commerzbank mehr als 17,5 Millionen Privat- und Unternehmerkunden sowie über 60.000 Firmenkunden weltweit. Im Rahmen ihrer neuen Strategie fokussiert die Commerzbank ihre Geschäftstätigkeiten in den zwei Kernsegmenten "Privat- und Unternehmerkunden" sowie "Firmenkunden", mit denen sie ein umfassendes Portfolio an Bank- und Kapitalmarktdienstleistungen anbietet. In dem Abbausegment "Asset & Capital Recovery (ACR)" hat die Bank neben dem Staatsfinanzierungsgeschäft alle nicht strategischen Aktivitäten der gewerblichen Immobilienfinanzierung und Schiffsfinanzierung gebündelt. Die Segmente werden jeweils von einem Mitglied des Vorstands geführt. Unter Group Management sind alle Stabs- und Steuerungsfunktionen gebündelt: Group Audit, Group Communications, Group Compliance, Group Development & Strategy, Group Finance, Group Human Resources, Group Investor Relations, Group Legal, Group Treasury sowie die zentralen Risikofunktionen. Die Unterstützungsfunktionen werden von Group Services bereitgestellt. Hierunter fallen Group Banking Operations, Group Markets Operations, Group Information Technology, Group Organisation & Security und Group Delivery Center. In der Berichterstattung sind die Stabs-, Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen im Bereich Sonstige und Konsolidierung zusammengefasst. Im Inland steuert die Commerzbank Aktiengesellschaft aus ihrer Zentrale in Frankfurt am Main heraus ein flächendeckendes Filialnetz, über das alle Kundengruppen betreut werden. Wichtigste inländische Tochtergesellschaften sind die comdirect bank AG und die Commerz Real AG. Im Ausland ist die Bank mit 6 wesentlichen Tochtergesellschaften, 23 operativen Auslandsniederlassungen und 34 Repräsentanzen in mehr als 50 Ländern und an allen wichtigen Finanzplätzen wie London, New York, Tokio, Hongkong und Singapur vertreten. Der Schwerpunkt der internationalen Aktivitäten liegt aber auf Europa. Die Commerzbank erstellt einen Konzernabschluss, in den neben der Commerzbank Aktiengesellschaft - als operative Führungsgesellschaft - alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen werden, an denen die Bank einen beherrschenden Einfluss ausübt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Ziele und StrategieDie Commerzbank steht für faire und kompetente Beratung, die ausnahmslos an den Bedürfnissen der Kunden und der Realwirtschaft ausgerichtet ist. "Die Bank an Ihrer Seite" - an diesem Versprechen lässt sich die Commerzbank bei allem, was sie tut, messen. Dies hat die Bank in den vergangenen Jahren nachdrücklich unter Beweis gestellt. Das aktuelle Niedrigzinsumfeld, gesetzliche Regelungen und die Digitalisierung haben das Bankgeschäft grundlegend verändert. Auch die Art und Weise, wie Kunden ihre Bankgeschäfte erledigen möchten, hat sich stark geändert. Die Commerzbank stellt sich diesen großen Herausforderungen mit der Ende September 2016 verkündeten neuen Strategie "Commerzbank 4.0". Im Rahmen der Strategie wird sich die Commerzbank konsequent auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, 80 % ihrer relevanten Prozesse digitalisieren und dadurch signifikante Effizienzgewinne realisieren und bis Ende 2020 ihre Profitabilität nachhaltig erhöhen. Ihr Geschäft fokussiert sie in den zwei Kundensegmenten "Privat- und Unternehmerkunden" sowie "Firmenkunden". Die ehemaligen Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets wurden gebündelt und das Handelsgeschäft im Investmentbanking reduziert. Durch die Verkleinerung des Handelsgeschäfts werden Ergebnisvolatilität und Risiken aus regulatorischen Änderungen verringert sowie Kapital freigesetzt und in das Kerngeschäft mit Kunden investiert. Die Nettoeigenkapitalrendite (Return on tangible equity: Eigenkapitalrendite abzüglich immaterieller Vermögenswerte) der Commerzbank soll Ende 2020 über 6 % liegen. Dieses Ziel spiegelt die Erwartung eines weiter herausfordernden Zinsumfeldes wider. Bei einer Normalisierung ist eine Nettoeigenkapitalrendite über 8 % erreichbar. Insgesamt erwartet die Commerzbank für das Jahr 2020 Erträge von 9,8 bis 10,3 Mrd. Euro. Durch eine auf 6,5 Mrd. Euro reduzierte Kostenbasis wird die Aufwandsquote unter 66 % sinken. Sollte sich das Zinsumfeld bis 2020 wie erwartet normalisieren, können die Erträge auf über 11 Mrd. Euro steigen und die Aufwandsquote auf rund 60 % sinken. Die Common-Equity-Tier-1-Quote nach voller Anwendung von Basel 3 wird im aktuell absehbaren regulatorischen Umfeld bis 2018 bei mindestens 12 % liegen. Für das Jahr 2020 erwartet die Bank eine Quote von über 13 %. Zur Finanzierung der Restrukturierungskosten von rund 1,1 Mrd. Euro in den Jahren 2017/2018 wird die Commerzbank vorerst keine weiteren Dividendenzahlungen vornehmen und ihre Ergebnisse in die Gewinnrücklage einstellen. Die Fokussierung auf das Kerngeschäft und die damit einhergehende Aufgabe einzelner Geschäftsaktivitäten sowie die Digitalisierung und Automatisierung von Arbeitsabläufen werden zu einem Stellenabbau in Höhe von voraussichtlich rund 9.600 Vollzeitkräften führen. Die Bank wird dazu in den nächsten Wochen die Verhandlungen mit den Arbeitnehmergremien aufnehmen. Gleichzeitig werden rund 2.300 neue Stellen in Wachstumsfeldern entstehen. Damit beläuft sich der Nettostellenabbau auf rund 7.300 Vollzeitkräfte. Konzentration auf StärkenMit den zwei Segmenten "Privat- und Unternehmerkunden" sowie "Firmenkunden" konzentriert sich die Commerzbank künftig noch stärker auf ihr Kerngeschäft. Die Bank fokussiert sich auf die Bereiche, in denen sie ihren Kunden einen besonderen Mehrwert liefert und sich so vom Wettbewerb abheben kann und trennt sich konsequent von Geschäftsfeldern, in denen sie keine Zukunft sieht. Das betrifft vor allem das Investmentbanking. Dessen Handelsaktivitäten werden vereinfacht und auf die Bedürfnisse der Kernkunden der Bank ausgerichtet. Das ehemalige Segment Corporates & Markets wurde mit dem ehemaligen Segment Mittelstandsbank (ohne die kleineren Mittelstandskunden) im Segment Firmenkunden zusammengelegt. Für Firmenkunden wichtige Dienstleistungen, wie Kapitalmarktfinanzierungen auf der Eigen- und Fremdkapitalseite und Absicherungsgeschäfte, bleiben dabei weiter Kernbestandteil des Commerzbank-Leistungsportfolios. Die Commerzbank wird das Geschäft mit strukturierten Anlage- und Finanzprodukten und das dazugehörige Marketmaking aus dem Bereich Equity Markets & Commodities zunächst in eine Tochtergesellschaft überführen. Dazu zählt auch die erfolgreiche Asset-Management-Tochter ComStage. Details sind abhängig von Gremienverhandlungen. Die neue Tochtergesellschaft wird sich voll auf ihr Kerngeschäft als einer der führenden europäischen und asiatischen Anbieter und Marketmaker für Finanzprodukte konzentrieren und weiterhin attraktive Produkte und Dienstleistungen sowie dazugehörige Technologien anbieten. Mittelfristig soll die neue Tochtergesellschaft dann an den Markt gebracht werden. Das exotische Derivategeschäft im Zins- und Währungshandel wird eingestellt, während der Anleihehandel in Fixed Income & Currencies reduziert wird. Die Kapitalentlastung durch diesen Rückzug soll in das Segment "Privat- und Unternehmerkunden" reinvestiert werden. Bis 2020 will die Bank durch Fokussierung, Abschaffung von Redundanzen, Vereinfachung von Infrastruktur sowie durch Digitalisierung Kosteneinsparungen von 1,1 Mrd. Euro erreichen. Privat- und Unternehmerkunden: starke Position weiter ausbauenDas neue Segment Privat- und Unternehmerkunden umfasst die Privat- und Unternehmerkunden der Commerzbank sowie die comdirect, die Commerz Real und die mBank. In der Kundengruppe Unternehmerkunden werden die Geschäftskunden und kleineren Mittelstandskunden zusammengeführt. In Privat- und Unternehmerkunden will die Bank bis 2020 im deutschen Markt netto zwei Millionen Neukunden gewinnen. Insbesondere der weitere Ausbau der digitalen Multikanalbank und innovative Produkte wie eine neue digitale Ratenkreditplattform und ein digitales Asset Management inklusive Robo-Advisory sollen das Wachstum vorantreiben. Zudem setzt die Commerzbank weiterhin auf ein dichtes Filialnetz. Neben den großen Flagship-Filialen in den Ballungszentren wird die Commerzbank mit den kleinen und modernen City-Filialen einen neuen Filialtyp einführen. Durch die gute regionale Erreichbarkeit, passgenaue Produktportfolios, digitale Lösungen und die Möglichkeit, private und geschäftliche Angebote aus einer Hand anzubieten, plant die Bank, ihren Marktanteil bei Unternehmerkunden über die nächsten vier Jahre deutlich auf 8 % zu steigern. Im neuen Segment Privat- und Unternehmerkunden wird über diese Maßnahmen ein Ertragswachstum von mindestens 1,1 Mrd. Euro bis Ende 2020 angestrebt. Firmenkunden: aus führender Position national und international wachsenIm Firmenkundengeschäft will die Bank ihre führende Position in der Handelsfinanzierung weiter ausbauen. Dabei setzt sie auf fokussiertes Wachstum in den wichtigsten Handelskorridoren für deutsche und europäische Firmenkunden. Aufgrund ihrer tiefen Durchdringung der deutschen Schlüsselindustrien Automobil und Transport, Chemie und Pharma, Maschinenbau, Energie und Infrastruktur sowie Konsumgüter und Handel verfügt die Commerzbank über eine umfassende Sektorkompetenz, die sie vom Wettbewerb abhebt. Diese wird sie künftig verstärkt auch ihren internationalen Kunden in Europa zur Verfügung stellen. Auch beim Mittelstand mit einem Umsatz zwischen 15 und 100 Mio. Euro möchte die Commerzbank ihre Marktposition durch internationale Kompetenz und Digitalisierung weiter ausbauen. Dafür wird sie ihr Leistungsangebot weiterentwickeln und neue digitale Produkte und Dienstleistungen einführen. Die Zusammenarbeit zwischen Kundenbetreuern und Produktexperten soll durch die Bündelung der ehemaligen Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets weiter verstärkt werden. Im neuen Segment wird mit diesen Maßnahmen ein Ertragswachstum von über 300 Mio. Euro bis Ende 2020 angestrebt. Entwicklung zum digitalen TechnologieunternehmenIn den nächsten vier Jahren wird sich die Commerzbank zu einem digitalen Technologieunternehmen entwickeln. Ohne ihren Gesamtinvestitionsaufwand zu erhöhen, investiert die Bank durch die Reallokation vorhandener Mittel rund 700 Mio. Euro pro Jahr in die Digitalisierung und in ihre IT. Im Rahmen eines "Digital Campus" sollen künftig agile Projektteams Digitalisierungsprojekte vorantreiben und Prozesse automatisieren und optimieren. Bis zum Jahr 2020 wollen wir 80 % der relevanten Geschäftsprozesse digitalisieren. Die Bank erwartet dadurch signifikante Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen. UnternehmenssteuerungDie Unternehmenssteuerung im Commerzbank-Konzern basiert auf einem wertorientierten Steuerungskonzept. Die Ausgestaltung dieses Konzepts beruht zum einen darauf, dass die durch die Geschäftseinheiten eingegangenen Risiken mit externen und internen Risikotragfähigkeitsrichtlinien vereinbar sein müssen, und zum anderen, dass langfristig eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital erwirtschaftet werden soll. In diesem Zusammenhang überprüft die Bank regelmäßig die Allokation knapper Ressourcen auf die Geschäftseinheiten und passt ihre Geschäftsstrategie aktiv den sich ändernden Marktverhältnissen mit dem Ziel an, langfristig den Unternehmenswert zu steigern. Wesentliches Instrument der Unternehmenssteuerung ist der jährliche Planungsprozess. Auf Basis der Geschäftsstrategie werden dort durch den Vorstand Ergebniszielgrößen für die Geschäftseinheiten festgelegt. Die vorhandenen Ressourcen wie Kapital und Risikolimite werden den Segmenten unter Einbeziehung der Ergebnisansprüche und der Risikoprofile zugeordnet. Auf Grundlage der Geschäftsstrategie und der Ergebnisse des Planungsprozesses operationalisieren die Segmente die Planvorgaben. Das Einhalten der Geschäftsplanung wird regelmäßig durch den Vorstand überwacht. Abweichungen werden durch ein monatliches Managementreporting frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Zur Steuerung des Konzerns und der Segmente verwendet die Bank die nachfolgend beschriebenen branchentypischen Controllingkennzahlen. Diese decken alle wesentlichen Dimensionen der Konzernsteuerung ab. Ihre Entwicklung wird im Rahmen des regelmäßigen Managementreportings überwacht. Die Bank berücksichtigt in ihrer Unternehmenssteuerung die beiden Säulen der Kapitalanforderung. Um die interne Risikotragfähigkeit jederzeit gewährleisten zu können, werden im Rahmen der Planung die ökonomischen Kapitalbeträge nach Risikoarten unterteilt an die Segmente allokiert. Das regulatorische Kapital mit seinen Vorgaben zur Risikounterlegung gemäß "Capital Requirements Regulation (CRR)" ist Grundlage der Ermittlung des gebundenen Eigenkapitals der Segmente. Neben der Einhaltung der aktuell geltenden regulatorischen Kapitalvorgaben (Phase-in-Sicht) liegt der Fokus des Kapitalmarktes bereits auf der vollumfänglichen Anwendung der CRR ab 2018. Die Common-Equity-Tier-1-Ratio (fully phased-in) ist für die Bank deshalb eine wesentliche Kennzahl in der Kapitalsteuerung. Als Kriterien zur Beurteilung des Erfolges dienen im Prozess der Unternehmenssteuerung die Ergebnisgrößen Operatives Ergebnis und Konzernergebnis nach Steuern und Minderheiten sowie die Kennzahlen Aufwandsquote, Eigenkapitalrendite und, daraus abgeleitet, der Economic Value Added. Die Aufwandsquote dient zur Beurteilung der Kosteneffizienz und ist als Verhältnis von Verwaltungsaufwand (ohne Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und Restrukturierungsaufwendungen) zu Erträgen vor Risikovorsorge definiert. Die Eigenkapitalrendite der Segmente errechnet sich aus dem Verhältnis des operativen beziehungsweise des Vorsteuerergebnisses zum durchschnittlich regulatorisch gebundenen Eigenkapital. Sie zeigt, wie sich das im jeweiligen Segment eingesetzte Kapital verzinst hat. Die angestrebte Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals wird - wie für wertorientierte Steuerungskonzepte üblich - aus der Renditeerwartung am Kapitalmarkt abgeleitet. Mit Blick auf die Strategie "Commerzbank 4.0" steht auf Konzernebene die Nettoeigenkapitalrendite "Return on tangible equity" im Fokus. Für die Messung der Konzernperformance wird die Kennzahl Economic Value Added verwendet. Sie ist definiert als Differenz zwischen der Eigenkapitalrendite des Konzerns und dem Kapitalkostensatz multipliziert mit dem Konzernkapital. Die Eigenkapitalrendite des Konzerns entspricht dem Verhältnis des Konzernüberschusses nach Steuern und Minderheiten zum durchschnittlichen Konzernkapital. Der Kapitalkostensatz spiegelt die Mindestrenditeerwartung unserer Aktionäre an die Verzinsung ihres eingesetzten Kapitals wider und wird jährlich einer Überprüfung unterzogen. Die Ermittlung des Kapitalkostensatzes basiert auf dem kapitalmarktorientierten "Capital Asset Pricing Model (CAPM)". Aktuell kalkuliert die Commerzbank mit einem Kapitalkostensatz in Höhe von 7,5 % nach Steuern. Die oben genannten Controllinggrößen sind als Konzernkennzahlen eingebettet in ein System weiterer segmentspezifischer Kennzahlen, die je nach Geschäftsstrategie der einzelnen Segmente unterschiedlich sind. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht ist im Corporate-Governance-Bericht im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts. Angaben gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 des Handelsgesetzbuchs (HGB)Die Angaben gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB sind im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts. Angaben gemäß § 315 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs (HGB) und erläuternder BerichtDie Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB und erläuterndem Bericht sind im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts. Angaben gemäß § 315 Abs. 5 des Handelsgesetzbuchs (HGB)Die Angaben gemäß § 315 Abs. 5 in Verbindung mit § 289a HGB "Erklärung zur Unternehmensführung" sind im "Corporate-Governance-Bericht" enthalten. Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts. Wichtige personelle und geschäftspolitische EreignisseIm Geschäftsjahr 2016 hat die Commerzbank sowohl Risiken als auch die Komplexität weiter verringert. So wurden neben Maßnahmen zur weiteren strategischen Fokussierung die Hypothekenbank Frankfurt wie geplant abgewickelt und die Luxemburger International-Wealth-Management-Aktivitäten verkauft. Darüber hinaus hat die Bank ihre Compliance-Funktion weiter gestärkt. Personelle Veränderungen gab es im Jahresverlauf sowohl bei der Zusammensetzung des Vorstands als auch in der Funktion des Vorstandsvorsitzenden. Für die Wahl eines neuen Aufsichtsratsvorsitzenden im Jahr 2018 wurden bereits die Weichen gestellt. Änderung im Vorstand der CommerzbankDer Aufsichtsrat der Commerzbank hat in seiner Sitzung am 6. März 2016 Martin Zielke zum 1. Mai 2016 als Nachfolger von Martin Blessing in der Funktion des Vorstandsvorsitzenden der Commerzbank benannt. Darüber hinaus wurde beschlossen, Michael Mandel und Dr. Bettina Orlopp in den Vorstand der Bank zu berufen. Die Entscheidung zur Berufung von Dr. Bettina Orlopp steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsicht. Michael Mandel hat die Nachfolge von Martin Zielke in seiner Funktion als der für das Privatkundengeschäft der Commerzbank verantwortliche Vorstand übernommen. Dr. Bettina Orlopp soll künftig für das neue Vorstandsressort Compliance, Personal und Recht zuständig sein. Mit dem neuen Ressortzuschnitt reagiert die Bank auf die starke Inanspruchnahme des Chief Operating Officers und Arbeitsdirektors Frank Annuscheit durch die Digitalisierung sowie auf die gestiegene zeitliche Beanspruchung bei Compliance- und Rechtsfragen. Zusätzlich wird damit die Bedeutung einer starken Compliance-Kultur unterstrichen. Bis zum Wirksamwerden ihrer Vorstandsbestellung wird Dr. Bettina Orlopp als Generalbevollmächtigte ihren neuen Aufgaben nachgehen. Die Geschäftsverteilung des Vorstands bleibt bis dahin unverändert. In seiner Sitzung Ende September 2016 hat der Aufsichtsrat der Commerzbank dem Wunsch von Markus Beumer entsprochen, ihn von seinem bis 31. Dezember 2020 laufenden Vertrag als Vorstand für das Segment Mittelstandsbank mit Wirkung vom 31. Oktober 2016 zu entbinden. Markus Beumer hat in den vergangenen neun Jahren als Vorstand maßgeblich daran mitgearbeitet, das Profil der Commerzbank als führende Firmenkundenbank in Deutschland und Europa weiter zu schärfen. Die Leitung des Segments Firmenkunden hat Michael Reuther übernommen. Dr. Stefan Schmittmann ab 2018 Nachfolger des Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus-Peter MüllerDer Aufsichtsrat beabsichtigt, der Hauptversammlung im Mai 2018 vorzuschlagen, Dr. Stefan Schmittmann als Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat zu wählen. Der Hauptversammlung soll zudem mitgeteilt werden, dass Dr. Stefan Schmittmann als Kandidat für den Vorsitz des Aufsichtsrats vorgeschlagen wird. Dr. Stefan Schmittmann ist Ende des Jahres 2015 aus dem Vorstand der Bank ausgeschieden und würde somit die gesetzlich vorgeschriebene Abkühlungsphase von zwei Jahren für den Wechsel in den Aufsichtsrat einhalten. Der Aufsichtsrat der Commerzbank beabsichtigt zudem, der Hauptversammlung im Mai 2017 vorzuschlagen, Dr. Tobias Guldimann als Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat zu wählen. Dr. Roger Müller würde mit dem Ende der Hauptversammlung 2017 aus dem Aufsichtsrat der Bank ausscheiden. Sollte Dr. Tobias Guldimann in den Aufsichtsrat gewählt werden, plant der Aufsichtsrat, ihn für die Dauer seiner Amtszeit als Aufsichtsratsmitglied zum Mitglied des Prüfungsausschusses zu bestellen. Commerzbank hat Hypothekenbank Frankfurt AG abgewickeltMitte Mai hat die Commerzbank ihre 100%ige Tochtergesellschaft Hypothekenbank Frankfurt AG (HF), ehemals Eurohypo AG, vollständig abgewickelt. Die Portfolios der HF aus den Bereichen Private Kunden sowie Gewerbliche Immobilien- und Staatsfinanzierung wurden auf die Commerzbank Aktiengesellschaft übertragen. Die HF wurde in die Servicegesellschaft "LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH" umgewandelt. Aufgabe der LSF ist es, das auf die Commerzbank Aktiengesellschaft übertragene Portfolio an gewerblichen Immobilienkrediten im Auftrag der Commerzbank Aktiengesellschaft weitestgehend eigenverantwortlich zu bearbeiten und weiterhin abzubauen. Der mit der Abwicklung der HF notwendige Personalabbau in Eschborn konnte ohne betriebsbedingte Kündigungen realisiert werden. In Verbindung mit der Umwandlung der HF in den Servicer LSF hat die HF ihre Banklizenz und Pfandbrieflizenz zurückgegeben. Im Zuge der Transaktion wurden alle ausstehenden Pfandbriefe der HF auf die Commerzbank Aktiengesellschaft übertragen. Großteile der privaten Baufinanzierungsdarlehen der HF wurden in den Deckungsstock der Commerzbank Aktiengesellschaft übertragen. Die weiterhin zum Abbau vorgesehenen gewerblichen Immobilienfinanzierungen der HF wurden hingegen nicht in den Deckungsstock der Commerzbank Aktiengesellschaft eingestellt. Die erforderliche Überdeckung wird entsprechend den gesetzlichen Vorgaben zuzüglich eines ausreichend großen Puffers zur Steuerung des Deckungsstocks vorgehalten. Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe bilden auch künftig einen festen Bestandteil bei der langfristigen Refinanzierung der Commerzbank Aktiengesellschaft. Commerzbank stellt Geschäft in den USA neu aufEnde Juni hat die Commerzbank entschieden, ihr Geschäft in den USA, einem der wichtigsten internationalen Standorte der Commerzbank, neu aufzustellen. Unser US-Geschäft ist das Kompetenzcenter für US-amerikanische Firmen- und institutionelle Kunden sowie für US-Töchter von nicht amerikanischen Kunden. Wir werden weiterhin US-Dollar-Kredite, Anleihen, Währungs- und andere Risikomanagementprodukte anbieten sowie den Kapitalmarktzugang für unsere Kunden sicherstellen. Für unser US-Geschäft hat die Neuaufstellung aber zweierlei Auswirkungen: Erstens haben wir die Abwicklung beziehungsweise das Clearing von kommerziellen, nicht aus den USA getätigten US-Dollar-Zahlungen für unsere Kunden an Drittbanken ausgelagert. Für unsere Kunden, die US-Dollar-Zahlungsverkehr mit der Commerzbank durchführen, wird sich dadurch nichts ändern. Wir aber können dadurch die Komplexität unseres internationalen Zahlungsverkehrsangebots reduzieren. Außerdem ist diese Entscheidung eine logische Folge unseres Bestrebens, unser weltweites Korrespondenzbankennetz zu verschlanken. Zweitens haben wir uns entschlossen, bestimmte Produkte und Services in den USA nicht mehr anzubieten, da sie lokal nicht mehr zu unserem strategischen Angebot für unsere US-Kunden zählen. Dies betrifft das Wertpapierleihe-Geschäft und strukturierte Finanzierungslösungen. Die geplante Neuaufstellung in New York wird dazu führen, dass wir die Anzahl der Stellen in New York reduzieren werden. Dies betrifft insbesondere die Backoffice-Supportbereiche, in denen etwa 100 Stellen wegfallen werden. Auf das Frontoffice entfällt nur eine kleine zweistellige Anzahl von den abzubauenden Stellen. Der Abbauprozess soll im Jahr 2018 abgeschlossen sein, dabei wird der Großteil des Abbaus bis zum Ende dieses Jahres erfolgen. Commerzbank trifft Entscheidung zu weiterer geschäftsstrategischer FokussierungDie Commerzbank hat die Entscheidung getroffen, besichertes Aktiengeschäft, aus dem sich Steuervorteile ergeben können, aufzugeben. Sie untermauert damit den Anspruch ihrer Positionierung, dass alle Geschäfte nicht nur einen Beitrag zur Entwicklung der Realwirtschaft leisten, sondern auch gesellschaftlich akzeptiert sein müssen. Die Bank verzichtet damit bewusst auf entsprechende Ergebnisbeiträge. Zusätzlich wurde im zweiten Quartal die zu Jahresbeginn 2016 beschlossene Verschlankung des Korrespondenzbankennetzes fortgesetzt. Die Reduzierung der Anzahl der Korrespondenzbankbeziehungen ist das Ergebnis einer laufenden Überprüfung und Optimierung unseres Geschäftsmodells. Neben Ertrags-, Kosten- und Risikogesichtspunkten spielen hier auch Compliance-Standards eine wesentliche Rolle. Für unsere Firmenkunden ist sichergestellt, dass wir weiterhin ein weltumspannendes Netz von Korrespondenzbanken unterhalten. Entsprechend werden wir auch zukünftig in der Lage sein, den export- und importorientierten Mittelstand im internationalen Außenhandelsgeschäft in die wesentlichen Märkte der Welt zu begleiten. Commerzbank stärkt Compliance-FunktionIm Geschäftsjahr 2016 hat die Bank entscheidende Handlungsfelder zur weiteren Stärkung der Compliance-Funktion identifiziert und in allen Bereichen adressiert oder angestoßen. Es wurden mehr als 50 Mio. Euro in die Compliance-Infrastruktur investiert. Zur Entwicklung einer globalen, schlagkräftigen Compliance-Organisation und eines zukunftsfähigen Aufsatzes wurden die Bereiche "Global Financial Crime", "Regional Compliance Americas" und "Global Strategy & Steering" umstrukturiert sowie neue Einheiten (zum Beispiel Financial Crime Unit, Compliance Training, Compliance Reporting und Client Tax Compliance) implementiert. Die Compliance-Funktion wurde dadurch deutlich gestärkt. Hierzu trugen nicht nur strukturelle Veränderungen sondern auch die erfolgreiche Rekrutierung zusätzlicher, extern erfahrener Compliance-Experten in der Zentrale sowie ausländischen Standorten bei. Auf Basis einer kurz- und mittelfristigen Personalstrategie wird diese Entwicklung weiter vertieft werden. Daneben hat die Bank weiterhin einen Schwerpunkt auf die Wahrung der Unabhängigkeit und der Qualität der Compliance-Funktion gesetzt. Die Unabhängigkeit von Group Compliance gegenüber den Segmenten ist im Rahmen der Governance festgelegt und durch die Eingriffsrechte des Chief Compliance Officers gewahrt. Im Rahmen des in der Bank umgesetzten Modells der "3 Verteidigungslinien" wurde die Einrichtung von sogenannten Compliance Coordination Units im Front Office (1 Verteidigungslinie) beschlossen und initialisiert. Ein weiterer Fokus lag auf der Stärkung einer einheitlichen Compliance-Kultur, die innerhalb der gesamten Bank aktiv gelebt wird. Dieses beinhaltet neben einem verbindlichen "Code of Conduct", verschiedene Compliance-Trainings, darunter auch "Lessons Learned Trainings", sowie eine verstärkte Kommunikation des Vorstands und Managements zu Compliance-Risiken ("Tone from the Top"). Im Hinblick auf die Abarbeitung der Feststellungen im Rahmen der Settlements mit verschiedenen U.S. Behörden hat die Bank einen Großteil der Feststellungen abgearbeitet. Darüber hinaus hat die Bank den Zwischenbericht des vom New York State Department of Financial Services ("DFS") bestellten Monitors zum 31. Oktober 2016 erhalten und diesen mit einem Implementierungsplan ("Action Plan") sowie einem Management Oversight Plan am 30. November 2016 beantwortet. Commerzbank schließt den Verkauf der Luxemburger International-Wealth-Management-Aktivitäten abAm 4. Juli 2016 hat die Commerzbank den im Dezember 2015 angekündigten Verkauf der Commerzbank International S.A. Luxemburg an Julius Bär vollzogen. Der Verkauf beinhaltet Kundenportfolios, den Übergang der Mitarbeiter sowie eine entsprechende IT-Plattform. WirtschaftsberichtWirtschaftliche RahmenbedingungenVolkswirtschaftliches UmfeldDie Weltwirtschaft verzeichnete 2016 das schwächste Wachstum seit der Finanzmarktkrise 2007/08. Die Wirtschaft in den Schwellenländern litt weiterhin unter der Korrektur der makroökonomischen und finanziellen Exzesse, die durch mehr als sieben Jahre günstigen Refinanzierungsbedingungen entstanden sind. Dies gilt insbesondere für China, wo die Wirtschaft 2016 noch etwas schwächer gewachsen ist als 2015. In den Rohstoff produzierenden Ländern hat die Erholung der Rohstoffpreise für etwas Erleichterung gesorgt. In den Industrieländern hat sich das Wirtschaftswachstum 2016 merklich verlangsamt. In den USA fiel das Plus mit 1,6 % einen vollen Prozentpunkt niedriger aus als 2015. Gemessen am langfristigen Wachstumspotenzial der US-Wirtschaft und angesichts der inzwischen nahezu erreichten Vollbeschäftigung ist dies allerdings immer noch ein gutes Ergebnis. Die Arbeitslosenquote ist wieder auf das Niveau vor der tiefen Rezession 2007/09 gesunken. Die zunehmende Konkurrenz um Arbeitskräfte lässt die Löhne inzwischen wieder stärker steigen. Vor diesem Hintergrund hat die US-Notenbank im Dezember 2016 den Zielkorridor für die Leitzinsen um weitere 25 Basispunkte auf 0,50 % bis 0,75 % erhöht. Die Wirtschaft im Euroraum ist 2016 mit 1,7 % etwas stärker gewachsen als 2015, wenn man Irland außen vor lässt, das für 2015 ein exorbitant hohes Wachstum von 26 % ausweist. Gestützt wurde die Konjunktur vor allem von der lebhaften Konsumnachfrage der privaten Haushalte und des öffentlichen Sektors. Dagegen hat das Exportwachstum deutlich nachgelassen. Grund hierfür ist nicht nur die schwächere globale Nachfrage. Auch die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der im Euroraum produzierenden Unternehmen hat sich wieder leicht verschlechtert. So hat der effektive Außenwert des Euro den Rückgang Anfang 2015 inzwischen wieder zur Hälfte wettgemacht. Dank des ordentlichen Wachstums hat sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter verbessert. Die Arbeitslosenquote sank von 10,5 % Ende 2015 auf 9,6 % im Dezember 2016. Doch dieser Rückgang hat nicht ausgereicht, um einen stärkeren Anstieg der Löhne zu generieren. Im Gegenteil, der Lohnauftrieb im Euroraum hat sich bis zuletzt in der Tendenz abgeschwächt. Entsprechend hat sich auch am niedrigen unterliegenden Preisauftrieb 2016 nichts geändert. Die Kernteuerungsrate - also die Vorjahresrate des Verbraucherpreisindex ohne die stark schwankenden Preise für Energie, Nahrungs- und Genussmittel - verharrte unter 1 %. Der verhaltene Inflationsausblick hat die EZB dazu veranlasst, den Einlagenzins noch einmal zu senken und das 2015 gestartete Anleihekaufprogramm bis mindestens Ende 2017 zu verlängern. Allerdings wird sie ab April nicht mehr monatlich Anleihen im Wert von 80 Mrd. Euro, sondern nur noch im Wert von 60 Mrd. Euro kaufen. Die deutsche Wirtschaft wuchs 2016 mit 1,9 % etwas stärker als 2015 (1,7 %). Angesichts der schwächeren globalen Nachfrage und des knapper werdenden Arbeitskräfteangebots ist dies ein sehr ordentliches Ergebnis. Die Arbeitslosenquote lag zum Jahresende mit 6,0 % auf dem niedrigsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Gestützt wurde die Konjunktur vor allem vom Konsum der privaten Haushalte und des Staates. Aber auch die Investitionen legten stärker zu. Die lebhaftere Binnennachfrage glich die schwächere Zunahme der Exporte mehr als aus. Die Finanzmärkte wurden auch 2016 von der sehr expansiven Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken dominiert. Die Anleger drängten weiter in risikoreichere Anlageformen wie Aktien, Unternehmensanleihen und Staatsanleihen der Peripherieländer. Gleichzeitig dauerte der weltweite Abwertungswettlauf an. Viele Notenbanken versuchten, durch eine Schwächung ihrer Währung die heimische Inflation anzuheizen. BranchenumfeldDas globale Wirtschaftswachstum blieb 2016 trotz der leichten Beschleunigung im zweiten Halbjahr verhalten. Besonders im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres war daher an den Finanzmärkten vor dem Hintergrund von Befürchtungen eines stärkeren Wachstumsrückgangs in China und anderen Schwellenländern Sicherheit gefragt. Zur Jahresmitte 2016 standen die Märkte im Zeichen der Referendumsentscheidung für einen Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU und durch den wachsenden Zweifel an der Wirksamkeit der sehr expansiven Geldpolitik kam es immer wieder zu Nervositäten im Finanzmarktumfeld. Der für viele Beobachter überraschende Ausgang der US-Präsidentschaftswahl beeinflusste dann die Finanzmärkte. In dem folgenden Anstieg der Renditen kam die gestiegene Erwartung einer höheren Inflation sowie einer expansiveren Fiskalpolitik in den USA zum Ausdruck. Trotz des Ausgangs des italienischen Verfassungsreferendums konnten wichtige Aktienmärkte dann auch aufgrund der Ausweitung des Anleihekaufprogramms der Europäischen Zentralbank noch ein versöhnliches Ende des turbulenten Jahres 2016 erleben, zu dem auch der Kursanstieg europäischer Bankaktien beitrug. Die Risiken für die globale Wirtschaft sind dennoch nicht geringer geworden. Die noch nicht abgeschlossene Entschuldung von Staaten, Unternehmen und privaten Haushalten lastet im gesamten Euroraum weiter auf der Ertragslage der Banken. An den Märkten für Staatsanleihen im Euroraum sind Spannungen durch die expansive Geldpolitik teilweise nur überdeckt und durch den regulatorisch bedingten Rückzug der Banken kommt es auf Teilmärkten immer wieder zu Anomalien in der Preisbildung. Das erweiterte Ankaufprogramm des Eurosystems verbessert zwar die Liquiditätsposition und die Finanzierungsbedingungen der Banken, übt aber andererseits auch Druck auf die Nettozinsmarge aus und belastet somit die Ertragslage deutlich. Während die Anstrengungen der Banken hinsichtlich der Reduktion von Solvenz- und Liquiditätsrisiko gewürdigt wurden, hielten sich hartnäckig Befürchtungen hinsichtlich einer nachhaltigen Schwächung der Ertragslage des Bankensystems im Euroraum und der Fähigkeit der Institute, auskömmliche Erträge im zinsabhängigen Geschäft zu erwirtschaften. Es hat sich in den vergangenen Jahren deutlich gezeigt, dass politische Überraschungen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung von Weltwirtschaft und Finanzmärkten nehmen, selbst wenn sie sich kurzfristig nicht im gleichen Maße an den Finanzmärkten oder in der Konjunktur widerspiegeln, wie es zuvor erwartet worden ist. Im Unterschied zu Risiken sind Unsicherheiten wesentlich schwerer vorherzusagen und können das Bankgeschäft in einem besonders hohen Maße beeinträchtigen, wenn die privaten Wirtschaftssubjekte ihre Nachfrage nach Finanzdienstleistungen aufgrund der Unsicherheit reduzieren. So sind zum Beispiel die globalen Investitionen auch wegen der verbreiteten Wachstumsunsicherheiten in letzter Zeit deutlich langsamer gewachsen als zuvor. Nicht zuletzt hat sich im Berichtsjahr wiederum gezeigt, welch hoher Stellenwert der Cybersicherheit zukommt. Der Schutz von Datennetzen und die entsprechende Ausbildung der Mitarbeiter sind - trotz eines bereits vorhandenen ausgeprägten Verständnisses für IT-Sicherheit - eine Daueraufgabe, die der Bankensektor sehr ernst nehmen muss. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageDie Commerzbank bewegte sich im Geschäftsjahr 2016 in einem für Banken weiterhin schwierigen Marktumfeld. Die Geschäftsentwicklung war insbesondere geprägt von einem anhaltend niedrigen Zinsniveau, einem volatilen Kapitalmarktumfeld und einer spürbaren Zurückhaltung unserer Kunden. Das Operative Ergebnis des Commerzbank-Konzerns belief sich für das Jahr 2016 auf 1.399 Mio. Euro. Dies bedeutet im Vergleich zum Ergebnis des Vorjahreszeitraums einen Rückgang um 28 %. Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Konzernergebnis betrug für den Berichtszeitraum 279 Mio. Euro. Die Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2016 mit 480,5 Mrd. Euro um 9,8 % unter dem Jahresultimo 2015. Der Volumenabbau zeigt sich sowohl bei den Forderungen an Kreditinstitute als auch bei den Handelsaktiva und Finanzanlagen. Der Rückgang der Risikoaktiva auf 190,5 Mrd. Euro beruhte im Wesentlichen auf einer Reduzierung der Risikoaktiva aus Kreditrisiken durch ein aktives Portfoliomanagement mit voranschreitender Fokussierung des Geschäfts, verstärkt um Entlastungseffekte aus einer Verbriefung. Diese Effekte wurden zum Teil durch gestiegene risikogewichtete Aktiva bei Marktpreisrisiken und operationellen Risiken kompensiert. Die Common-Equity-Tier-1-Quote unter vollständiger Anwendung von Basel 3 stieg per Ende Dezember 2016 auf 12,3 %. Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-KonzernsDie einzelnen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung haben sich im Berichtsjahr 2016 wie folgt entwickelt: Das Zins- und Handelsergebnis sank gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres insgesamt um 13,2 % auf 5.397 Mio. Euro. Dabei nahm der Zinsüberschuss im Berichtszeitraum im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 650 Mio. Euro auf 5.077 Mio. Euro ab und das Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen ging um 174 Mio. Euro auf 320 Mio. Euro zurück. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden spiegelten sich im rückläufigen Zinsüberschuss die Auswirkungen der Niedrig- beziehungsweise Negativzinsen wider, die zu deutlich geringeren Erträgen aus dem Einlagengeschäft im Inland geführt haben. Weiter wachsende Bestandsvolumina im Kreditgeschäft sowie die positive Ertragsentwicklung der mBank konnten dies nur teilweise ausgleichen. Das Wachstum der mBank war sowohl auf den Anstieg des Geschäftsvolumens als auch auf die kontinuierliche Verbesserung der Zinsmarge zurückzuführen. Das Segment Firmenkunden verzeichnete beim Zins- und Handelsergebnis, insbesondere im Zusammenhang mit dem negativen Zinsumfeld und einem deutlich niedrigeren Ergebnisbeitrag aus dem Geschäft mit strukturierten Anlageprodukten, einen spürbaren Rückgang gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Darüber hinaus führte der weitere Abbau des vom Segment ACR übertragenen Portfolios ebenfalls zu einem erwarteten rückläufigen Zinsergebnis. Das Segment ACR wies im Zins- und Handelsergebnis einen Ertragsrückgang um 146 Mio. Euro auf 85 Mio. Euro aus. Dieser stand maßgeblich in Verbindung mit im Jahr 2015 angefallenen Zusatzerträgen aus Maßnahmen zur Restrukturierung von Refinanzierungsmitteln, die sich im Berichtszeitraum nicht wiederholten. Mit dem fortschreitenden Portfolioabbau geht auch eine Verringerung der laufenden Zinserträge einher. Im Berichtszeitraum waren im Handelsergebnis insgesamt positive Bewertungseffekte sowohl aus Kontrahentenrisiken als auch aus der Bewertung eigener Verbindlichkeiten in Höhe von 528 Mio. Euro enthalten, nach - 17 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Provisionsüberschuss fiel um 6,4 % auf 3.212 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Die im Berichtszeitraum sehr volatilen Aktienmärkte sorgten für eine anhaltende Unsicherheit bei den Marktteilnehmern und entsprechende Kundenzurückhaltung im Segment Privat- und Unternehmerkunden. Positiv wirkten sich hingegen die anhaltend starke Kundennachfrage nach Ratenkrediten sowie die Anpassung der Preispolitik aus. Im Segment Firmenkunden resultierte der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich niedrigere Provisionsüberschuss insbesondere aus einem Rückgang im Dokumentengeschäft, was sowohl mit der strategischen Fokussierung im Konzernbereich Financial Institutions als auch mit der insgesamt schwachen Weltkonjunktur und dem dadurch beeinträchtigten Außenhandel zusammenhing. Zudem sind die Erträge aus dem Derivate- und kapitalmarktnahen Beratungsgeschäft gesunken. Tabelle 7scroll
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Anpassung aufgrund geändertem Ausweis sowie
diverser Restatements (siehe Anhang Seite 139 ff.). Das Ergebnis aus Finanzanlagen belief sich im Berichtszeitraum auf 344 Mio. Euro, nach - 7 Mio. Euro in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Anstieg um 351 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus Wertaufholungen auf die HETA Asset Resolution AG mit 141 Mio. Euro sowie auf einen einmaligen Sondereffekt aus dem Verkauf der Anteile der Visa Europe Limited in Höhe von 123 Mio. Euro. Das Laufende Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen betrug 150 Mio. Euro, nach 82 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Darin ist ein positiver Effekt aus der Neubewertung von Vermögenswerten der Gesellschaft Commerz Real enthalten, der die sehr gute Marktsituation gewerblich genutzter Immobilien reflektiert. Das Sonstige Ergebnis betrug im Berichtszeitraum 296 Mio. Euro, nach 69 Mio. Euro im Vorjahr. Die Steigerung um 227 Mio. Euro war maßgeblich bedingt durch positive Einmaleffekte aus dem Verkauf von Immobilien. Zudem waren im Ergebnis des Berichtszeitraums Auflösungen von Rückstellungen in Zusammenhang mit Rechts- und Prozessrisiken enthalten. Die Nettozuführung zur Risikovorsorge im Kreditgeschäft erhöhte sich gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 29,3 % auf 900 Mio. Euro. Der Anstieg beruhte im Wesentlichen auf einem höheren Vorsorgeerfordernis im Segment Asset & Capital Recovery, wobei sich hier die weiterhin schwierige Situation an den Schiffsmärkten widerspiegelte. Im Segment Firmenkunden war aufgrund gestiegener Vorsorgeerfordernisse in Zusammenhang mit Einzelengagements ebenfalls eine höhere Nettozuführung zur Risikovorsorge zu leisten. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden war hingegen aufgrund der guten Solvenz der deutschen Haushalte eine Risikovorsorgeentlastung zu verzeichnen. Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum mit 7.100 Mio. Euro um 0,8 % unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Der Personalaufwand lag mit 3.723 Mio. Euro um 4,5 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums, was insbesondere auf geringere variable Gehaltskomponenten zurückzuführen war. Dagegen stieg der Sachaufwand einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Anlagewerte um 3,7 % auf 3.377 Mio. Euro. Der Anstieg resultierte in erster Linie aus höheren Pflichtbeiträgen - dabei ist die neu eingeführte polnische Bankensteuer in Höhe von 74 Mio. Euro und die europäische Bankenabgabe von 155 Mio. Euro enthalten -, aus einer Zunahme der Beratungs- und Prüfungskosten sowie planmäßigen Abschreibungen auf Immaterielle Anlagewerte. Als Resultat der beschriebenen Entwicklungen erwirtschaftete der Commerzbank-Konzern im Berichtsjahr ein gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 28 % niedrigeres Operatives Ergebnis von 1.399 Mio. Euro. Im Zusammenhang mit der Reduzierung der Handelsaktivitäten im Rahmen der strategischen Neuausrichtung fielen im Berichtszeitraum Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte und immaterielle Anlagewerte in Höhe von 627 Mio. Euro an. Darüber hinaus belasteten im Berichtszeitraum Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 129 Mio. Euro die Ergebnisentwicklung. Diese standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Bündelung von Produkt- und Marktkompetenzen an den Standorten London und New York sowie mit der Optimierung interner Abläufe. Das Ergebnis vor Steuern betrug 643 Mio. Euro, nach 1.828 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Für den Berichtszeitraum fiel ein Steueraufwand in Höhe von 261 Mio. Euro an, nach 629 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern belief sich für das Geschäftsjahr 2016 auf 382 Mio. Euro, gegenüber 1.199 Mio. Euro im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der Nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 103 Mio. Euro nahm das den Commerzbank-Aktionären zuzurechnende Konzernergebnis auf 279 Mio. Euro ab, nach 1.084 Mio. Euro im Vorjahr. Aufgrund des Ergebnisausweises der Commerzbank Aktiengesellschaft gemäß HGB für das Geschäftsjahr 2016 ist vorgesehen, alle von der Commerzbank Aktiengesellschaft emittierten Genussscheine für das Geschäftsjahr 2016 zu bedienen; es wird keine Dividende ausgeschüttet. Die zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung, die neben dem Konzernergebnis auch das Sonstige Periodenergebnis berücksichtigt, belief sich für das Jahr 2016 auf - 301 Mio. Euro. Das Sonstige Periodenergebnis von - 683 Mio. Euro setzt sich aus den addierten Veränderungen der Neubewertungsrücklage (- 135 Mio. Euro), der Rücklage aus Cash Flow Hedges (62 Mio. Euro), der Rücklage aus der Währungsumrechnung (-143 Mio. Euro), der aus at-Equity-bewerteten Unternehmen (1 Mio. Euro), der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (- 379 Mio. Euro) sowie der Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen (- 89 Mio. Euro) zusammen. Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 1,12 Euro, das Ergebnis je Aktie 0,22 Euro. Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 1,61 Euro beziehungsweise 0,90 Euro. Bilanz des Commerzbank-KonzernsDie Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 31. Dezember 2016 bei 480,5 Mrd. Euro. Gegenüber dem angepassten Jahresultimo 2015 war dies ein Rückgang um 9,8 % beziehungsweise 52,3 Mrd. Euro. Der Volumenabbau zeigt sich sowohl bei den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden als auch bei den Handelsaktiva und Finanzanlagen. Das Volumen der Barreserve ist um 6,3 Mrd. Euro auf 34,8 Mrd. Euro gestiegen. Der Anstieg gegenüber dem Jahresultimo 2015 stand insbesondere im Zusammenhang mit höheren Anlagen bei Zentralbanken. Die Forderungen an Kreditinstitute lagen mit 58,5 Mrd. Euro um 13,3 Mrd. Euro unter dem Niveau des Vorjahresultimos. Während im Bereich der täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute ein leichter Anstieg um 0,1 Mrd. Euro zu verzeichnen war, gingen insbesondere im Zusammenhang mit der Reduzierung des Bankenportfolios im Bereich Financial Institutions die Übrigen Forderungen um 3,9 Mrd. Euro und die die Forderungen aus dem besicherten Geldmarktgeschäft um 10,4 Mrd. Euro zurück. Die Forderungen an Kunden lagen mit 212,8 Mrd. Euro um 2,8 % unter dem Niveau des Vorjahresultimos. Der Volumenrückgang resultierte insbesondere aus einem Rückgang der besicherten Geldmarktgeschäfte in Form von Reverse Repos sowie Cash Collaterals um 2,6 Mrd. Euro sowie aus Bestandsverringerungen im nicht strategischen Geschäft. Das Kreditvolumen an Kunden und Kreditinstitute belief sich zum Berichtsstichtag insgesamt auf 224,1 Mrd. Euro und lag damit um 2,7 % niedriger als zum Jahresultimo 2015. Während die Kredite an Kreditinstitute mit 19,9 Mrd. Euro um 2,7 Mrd. Euro zurückgingen, lag das Kundenkreditgeschäft mit 204,2 Mrd. Euro leicht um 1,7 % unter dem Niveau zum Jahresultimo 2015. Ein Anstieg des Kreditvolumens im Segment Privat- und Unternehmerkunden wurde durch einen Kreditvolumenrückgang im Segment Firmenkunden überkompensiert. Die Handelsaktiva beliefen sich zum Berichtsstichtag auf 88,9 Mrd. Euro, ein Rückgang um 22,6 % gegenüber dem Stand zum Jahresende 2015. Während die Bestände an Aktien, anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren und Anteilen an Investmentfonds um 5,9 Mrd. Euro zurückgegangen sind, verringerten sich die Positiven Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten, insbesondere aus Zinsbezogenen derivativen Geschäften, im Vergleich zum Vorjahresultimo um 14,5 Mrd. Euro. Die Finanzanlagen ermäßigten sich gegenüber dem Jahresultimo 2015 um 14,4 % auf 70,2 Mrd. Euro. Während die Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapiere um 11,7 Mrd. Euro auf 69,1 Mrd. Euro zurückgegangen sind, lagen die Bestände an Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren sowie Beteiligungen mit 0,9 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau. Tabelle 8scroll
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Anpassung aufgrund geändertem Ausweis sowie
diverser Restatements (siehe Anhang Seite 139 ff.). Auf der Passivseite sanken die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - insbesondere im Zusammenhang mit der Reduzierung von Sichteinlagen bei Kreditinstituten und kurzfristiger Finanzierung über Zentralnotenbanken sowie zurückgehendem Geldhandel -deutlich um 16,2 Mrd. Euro auf 66,9 Mrd. Euro. Der Volumenrückgang insgesamt entfiel ausschließlich auf Kreditinstitute im Ausland. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden reduzierten sich gegenüber dem Jahresende 2015 um 3,9 % auf 250,9 Mrd. Euro, was durch einen Volumenrückgang sowohl bei Termineinlagen als auch Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel bedingt war, der durch einen Anstieg der Sichteinlagen sowohl bei Firmen- als auch bei Privatkunden zum Teil kompensiert wurde. Die Verbrieften Verbindlichkeiten lagen mit 38,5 Mrd. Euro um 2,1 Mrd. Euro unter dem Vorjahresultimo. Während die begebenen Schuldverschreibungen um 2,7 Mrd. Euro auf 32,9 Mrd. Euro - insbesondere aufgrund von Rückkäufen beziehungsweise Endfälligkeiten von öffentlichen Pfandbriefen - zurückgingen, stiegen die begebenen Geldmarktpapiere um 0,6 Mrd. Euro auf 5,6 Mrd. Euro. Bei den Handelspassiva ergab sich insgesamt ein Volumenrückgang um 14,8 Mrd. Euro auf 71,6 Mrd. Euro. Dies resultierte hauptsächlich aus dem Rückgang von Zinsbezogenen derivativen Geschäften sowie bei Short-Sales-Bonds und Short-Sales-Aktien, dem ein Anstieg bei den Währungsbezogenen derivativen Geschäften gegenüberstand. Die außerbilanziellen Verpflichtungen zeigten im Vergleich zum Vorjahr insgesamt einen Volumenanstieg: Während die kreditbezogenen Eventualverbindlichkeiten mit 35,0 Mrd. Euro um 5,8 % unter dem Vorjahresniveau lagen, nahmen die unwiderruflichen Kreditzusagen um 5,8 Mrd. Euro auf 78,2 Mrd. Euro zu. EigenkapitalDas in der Bilanz zum Berichtsstichtag 31. Dezember 2016 ausgewiesene Eigenkapital (vor Nicht beherrschenden Anteilen) lag bei 28,6 Mrd. Euro und damit 1,7 % unter dem Niveau des Jahresultimos 2015. Der leichte Rückgang beruhte auf reduzierten Gewinnrücklagen, die sich um 0,3 Mrd. Euro auf 11,2 Mrd. Euro verringert haben. Zum Berichtsstichtag betrug die Neubewertungsrücklage - 0,8 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahresultimo war dies eine um - 0,2 Mrd. Euro höhere Belastung, was insbesondere auf höhere Kreditrisikoaufschläge auf italienische Staatsanleihen zurückzuführen war. Zusammen mit den negativen Rücklagen aus Cash Flow Hedges und den Rücklagen aus der Währungsumrechnung war eine Belastung des Eigenkapitals in Höhe von - 1,0 Mrd. Euro zu verzeichnen, nach - 0,8 Mrd. Euro zum Vorjahresultimo. Die Risikoaktiva per 31. Dezember 2016 lagen bei 190,5 Mrd. Euro und damit 7,7 Mrd. Euro unter dem Niveau zum Jahresende 2015. Der Rückgang beruhte im Wesentlichen auf einer Reduzierung der Risikoaktiva aus Kreditrisiken durch ein aktives Portfoliomanagement mit voranschreitender Fokussierung des Geschäfts, verstärkt um Entlastungseffekte aus einer Verbriefung. Diese Effekte wurden zum Teil durch gestiegene risikogewichtete Aktiva bei Marktpreisrisiken und operationellen Risiken kompensiert. Das aufsichtsrechtlich anrechenbare Kernkapital reduzierte sich im Wesentlichen aufgrund des nächsten Basel-3-phase-in-Schritts gegenüber dem Jahresultimo 2015 um rund 0,8 Mrd. Euro auf 26,5 Mrd. Euro. Die entsprechende Kernkapitalquote ist auf 13,9 % leicht angestiegen. Das Common-Equity-Tier-1-Kapital (hartes Kernkapital) belief sich auf 26,5 Mrd. Euro. Es ist unter der Basel-3-phase-in-Regelung identisch mit dem Kernkapital. Die Eigenkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 16,9 %. Die harte Kernkapitalquote ("fully phased-in", das heißt des nach unserer Interpretation vollständig umzusetzenden regulatorischen Regelwerks) belief sich zum Berichtsstichtag auf 12,3 %. Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Exposure zeigt, lag auf Grundlage der zum Berichtsstichtag gültigen Regelung der CRD IV/CRR (gemäß "delegated act") bei 5,4 % ("phasein") beziehungsweise bei 4,8 % ("fully phased-in"). Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein. Diese Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige Konzernergebnis. Refinanzierung und Liquidität des Commerzbank-KonzernsDas Liquiditätsmanagement des Commerzbank-Konzerns liegt in der Verantwortung des Bereichs Group Treasury, der an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten ist und über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften verfügt. Das Liquiditätsmanagement gliedert sich in operative und strategische Komponenten. Im Rahmen des operativen Liquiditätsmanagements erfolgen die Steuerung der täglichen Zahlungszu-/-abflüsse, die Planung der kurzfristig erwarteten Zahlungsströme und die Steuerung des Zugangs zu Zentralbanken. Darüber hinaus verantwortet der Bereich den Zugang zu unbesicherten und besicherten Refinanzierungsquellen im Geld- und Kapitalmarkt sowie zum Management des Liquiditätsreserveportfolios. Das strategische Liquiditätsmanagement beinhaltet die Steuerung von Fälligkeitsprofilen liquiditätsrelevanter Aktiva und Passiva im Rahmen gesetzter Limite und Korridore. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Konzernrisikobericht im Kapitel "Liquiditätsrisiken". Auf Basis der Geschäftsstrategie und unter Berücksichtigung der Risikotoleranz werden Richtlinien für das Refinanzierungsprofil und die Refinanzierungsmittel abgeleitet. Der Konzern stützt sich bei der Refinanzierung auf eine angemessene Diversifikation hinsichtlich Anlegergruppen, Regionen, Produkten und Währungen. Übergeordnete Entscheidungen in Bezug auf das Liquiditätsmanagement werden vom zentralen Asset Liability Committee (ALCO) getroffen, das in regelmäßigen Abständen zusammentritt. Die Quantifizierung und Limitierung des Liquiditätsrisikos erfolgt anhand eines internen Modells, in dem die voraussichtlichen Zahlungsmittelzuflüsse den voraussichtlichen Zahlungsmittelabflüssen gegenübergestellt werden. Die Überwachung der gesetzten Limite erfolgt durch die unabhängige Risikofunktion. Über die Liquiditätsrisikosituation wird dem ALCO und dem Vorstand regelmäßig berichtet. Die Commerzbank hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben. Auch konnte sie jederzeit die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen und hatte im Berichtszeitraum unverändert eine komfortable Liquiditätsausstattung. Im Berichtsjahr 2016 hat der Commerzbank-Konzern langfristige Refinanzierungsmittel von insgesamt 7,4 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Im unbesicherten Bereich wurde im ersten Quartal eine Benchmarknachranganleihe mit einem Volumen von 1 Mrd. Euro emittiert. Diese Emission hat eine Laufzeit von 10 Jahren. Des Weiteren wurde im dritten Quartal eine 7-jährige Senior-Unsecured-Benchmarkanleihe begeben. Darüber hinaus wurden 1,5 Mrd. Euro über Privatplatzierungen aufgenommen, unter anderem eine 400-Mio.-US-Dollar-Nachranganleihe mit 12-jähriger Laufzeit. Außerdem emittierte die polnische Tochter mBank eine Senior-Unsecured-Anleihe im Benchmarkvolumen von 500 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 4 Jahren. Im besicherten Bereich wurden rund 3,4 Mrd. Euro aufgenommen. Im Jahresverlauf wurden vier Benchmarkanleihen am Kapitalmarkt platziert, wovon zwei Anleihen im dritten Quartal aufgestockt wurden. In der Jahresmitte wurde ein 10-jähriger Hypothekenpfandbrief mit einem Gesamtvolumen von 1 Mrd. Euro begeben. Es folgten ein 8-jähriger Hypothekenpfandbrief über ebenfalls insgesamt 1 Mrd. Euro sowie ein Hypothekenpfandbrief über 750 Mio. Euro mit einer Laufzeit von etwas über 10 Jahren. Im November wurde ein weiterer Hypothekenpfandbrief mit einem Volumen von 500 Mio. Euro und einer Laufzeit etwas über 6 Jahren emittiert. Die Platzierung der Pfandbriefe erfolgte überwiegend in Deutschland, aber auch ausländische Investoren zeigten ein sehr starkes Interesse an den Hypothekenpfandbriefen. Des Weiteren hat die polnische Hypothekenbank-Tochtergesellschaft der mBank 0,1 Mrd. Euro Covered Bonds unter polnischem Recht begeben. Die durchschnittliche Laufzeit sämtlicher Emissionen lag bei rund 8 Jahren. Die Bank wies zum Bewertungsstichtag eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 80 Mrd. Euro aus. Das Liquiditätsreserveportfolio besteht aus hochliquiden Vermögensgegenständen und gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Dieses Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio in Höhe von 23,8 Mrd. Euro gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio, zum Stichtag in einer Höhe von 8,4 Mrd. Euro. Die regulatorischen Liquiditätsvorgaben gemäß Liquiditätsverordnung wurden im Berichtszeitraum stets eingehalten. Die Liquiditätskennziffer des Standardansatzes der Liquiditätsverordnung lag zum Berichtsstichtag für die Commerzbank Aktiengesellschaft mit 1,52 auch weiterhin deutlich über der regulatorischen Mindestanforderung von 1,00. Damit ist die Liquiditätssituation der Commerzbank aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie auch weiterhin komfortabel. Liquiditätsfazilitäten der Zentralbanken werden derzeit nicht in Anspruch genommen. Resümee Geschäftslage 2016Die Commerzbank bewegte sich auch im Geschäftsjahr 2016 in einem für Banken nach wie vor schwierigen Marktumfeld, das durch ein anhaltend niedriges bis negatives Zinsniveau gekennzeichnet war. Darüber hinaus führten die für Banken umzusetzenden regulatorischen Auflagen zu Ergebnisbelastungen in unverändert materieller Größenordnung. In diesem herausfordernden Umfeld haben wir im vergangenen Jahr die gewachsene Widerstandsfähigkeit des Commerzbank-Geschäftsmodells unter Beweis gestellt und durch Kundenwachstum, Marktanteilsgewinne und den fortgesetztem Abbau von nicht zum Kerngeschäft zählenden Portfolios mit höherem Risikogehalt die Basis geschaffen, um in den kommenden Jahren ein nachhaltig höheres Profitabilitätsniveau zu erreichen. Unser Operatives Ergebnis 2016 enthält verschiedene positive Effekte, etwa aus unserem Heta-Engagement sowie Veräußerungen aus unserem Immobilienportfolio. Insgesamt hat sich das operative Geschäft im Berichtsjahr 2016 aber solide entwickelt. Im rentabelsten Segment, Privat- und Unternehmerkunden (PUK), lag die für das Geschäftsjahr 2016 prognostizierte Ergebnisentwicklung weitgehend im Rahmen unserer Erwartungen. Aus Konzernsicht konnte sich die Entwicklung der Operativen Erträge nicht vollständig von den negativen Einflüssen durch das Zinsumfeld sowie zurückhaltende Kundenaktivitäten, unter anderem im Wertpapiergeschäft und bei Unternehmensfinanzierungen, abkoppeln, während die nochmals verschlechterte Lage an den Schiffsmärkten zu erhöhtem Wertberichtigungsaufwand führte. Im dritten Quartal 2016 wurden im Zusammenhang mit der im Rahmen der strategischen Neuausrichtung umgesetzten Fokussierung auf das Kerngeschäft Firmenwertabschreibungen in Höhe von 627 Mio. Euro vorgenommen. Folglich wurde die Zielsetzung einer leichten Verbesserung des Konzernüberschusses und einer annähernd stabilen Eigenkapitalrentabilitätsquote nicht erreicht. Entsprechend fiel die Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis von 3,9 % im Jahr 2015 auf 1,0 %. Im Geschäftsjahr 2016 schnitt das Segment PUK, in dem auch Ergebnisbeiträge der polnischen Tochtergesellschaft mBank und von kleinen Unternehmen mit einem Umsatzvolumen in der Bandbreite von 2,5 bis 15 Mio. Euro aus dem ehemaligen Segment Mittelstandsbank enthalten sind, erfolgreich ab. Die für das inländische Privatkundengeschäft gesteckten Ziele hinsichtlich Kundenwachstum, betreuter Kundenvermögen (Summe aus Kredit-, Einlagen- und Depotvolumina) sowie Kundenzufriedenheit wurden erreicht beziehungsweise übertroffen und trugen zum prognostizierten leichten Anstieg des Operativen Ergebnisses und - dank geringerer Kapitalbindung - der merklich verbesserten Operativen Eigenkapitalrendite bei. Die mBank konnte sich auch dank einer verbesserten Zinsmarge besser als erwartet entwickeln, weshalb negative Effekte aus der Einführung der Bankenabgabe in Polen zu einem großen Teil kompensiert wurden. Sowohl im Inland als auch in Polen profitierte das Segment von einmaligen Sondereffekten, wozu zum Beispiel Veräußerungsgewinne aus Anteilsverkäufen an Visa Europe Limited zählten. Aufgrund der erwähnten polnischen Bankenabgabe blieb die Aufwandsquote im Segment PUK weitgehend stabil. Die Aktivitäten im Segment Firmenkunden (FK) wurden im Berichtszeitraum vom Niedrigzinsumfeld und von in vielen Bereichen rückläufigen Kundenaktivitäten belastet und konnten daher entgegen der Erwartung einer stabilen Entwicklung nicht an das Operative Ergebnis aus dem Vorjahr anknüpfen. So wirkte sich trotz unverändert guter Marktposition die überdurchschnittlich hohe Volatilität an den Aktienmärkten dämpfend auf die Investorennachfrage im Bereich Equity Markets & Commodities aus, mit in der Folge abnehmenden Handelsumsätzen. Auch das Geschäft mit strukturierten Anlageprodukten für institutionelle Kunden musste aufgrund der anspruchsvollen Kapitalmarktsituation einen deutlichen Ertragsrückgang hinnehmen. Die in den vergangenen Jahren stark rückläufige Dynamik in den internationalen Handelsströmen führte zu einem Rückgang im provisionstragenden Dokumentengeschäft. Die strategische Entscheidung der Commerzbank, im Bereich Financial Institutions eine stärkere Fokussierung vorzunehmen, wirkte sich hier ebenfalls ertragsbelastend aus. Der zügige Abbau der Anfang des Jahres 2016 vom Segment Asset & Capital Recovery (ACR) übertragenen Portfolios bewirkte einen Rückgang bei den Zinserträgen, was aber strategiekonform der Sicherstellung der weiterhin hohen Kreditqualität im Segment FK dient. Kostenseitig hat unter anderem die Stärkung der Compliance-Funktion einen leicht höheren Verwaltungsaufwand bewirkt. In der Summe resultierten die genannten Faktoren in einer niedrigen Operativen Eigenkapitalrendite sowie einer höheren Aufwandsquote. Auch hier waren wir von stabilen Kennziffern ausgegangen. Die erwähnte Schwäche im Welthandel bei gleichzeitig nach wie vor an den Markt drängenden neuen Kapazitäten ließ die Charterraten vor allem bei Containerschiffen und Schüttgutfrachtern von einem für zahlreiche Schiffseigner bereits nicht kostendeckenden Niveau nochmals sinken. Folglich traf die Prognose einer sinkenden Kreditrisikovorsorge im Segment ACR und damit signifikant verringerter operativer Verluste nicht ein. Der deutliche Anstieg der Wertberichtigungen deckte aber nicht nur Zugänge zum Schwarzbuch ab, sondern erlaubte auch, die Abdeckungsquote für Problemkredite bei Schiffsfinanzierungen auf dem hohen Niveau des Vorjahres von 64 % zu halten. Auf Konzernebene konnten signifikante Erträge aus Finanzanlagen und Beteiligungen sowie dem sonstigen betrieblichen Ergebnis, die zum Teil Einmalcharakter aufweisen, den Ertragsdruck aus dem zinsabhängigen sowie provisionstragenden Geschäft nicht ausgleichen. In diesem anspruchsvollen Marktumfeld gingen die Gesamterträge vor Risikovorsorge um 4 % auf 9,4 Mrd. Euro zurück. Das Operative Ergebnis sank um 0,5 Mrd. Euro auf 1,4 Mrd. Euro. Die Entwicklung an den Schiffsmärkten führte zu einer über unseren Erwartungen liegenden Risikovorsorge im Abbausegment ACR und damit auch auf Gesamtbankebene. Dank nochmals forcierter Kosteneinspar- und Effizienzverbesserungsmaßnahmen gelang es, stärker als prognostiziert, nicht nur den nahezu auf 230 Mio. Euro verdoppeltem Aufwand für Bankenabgaben sowie unverändert hohe regulatorische Belastungen zu kompensieren, sondern den Verwaltungsaufwand um knapp 0,1 Mrd. Euro auf 7,1 Mrd. Euro zu drücken. Die im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung vorgenommene Firmenwertabschreibung in Höhe von 0,6 Mrd. Euro trug ebenfalls dazu bei, dass die im Geschäftsbericht 2015 getroffene Prognose eines leichten Anstiegs beim Konzernüberschuss für das Geschäftsjahr 2016 nicht erreicht wurde. Das den Aktionären zurechenbare Konzernergebnis betrug 279 Mio. Euro (im Vorjahr: 1.084 Mio. Euro). Die operative Eigenkapitalrendite, in der die Firmenwertabschreibung nicht berücksichtigt ist, blieb mit 4,7 % hinter dem Vorjahreswert von 6,7 % zurück, während die Aufwandsquote einen etwas stärker als erwarteten Anstieg um rund 2 %-Punkte auf 75,5 % verzeichnete. Im Berichtsjahr 2016 hat die Commerzbank ihre komfortable Eigenkapitalposition weiter gestärkt. Während sich das harte Eigenkapital bei voller Anwendung der Basel-3-Regeln nahezu unverändert auf 23,4 Mrd. Euro beläuft, resultierte der Rückgang der Risikoaktiva um knapp 4 % in einer von 12,0 % auf 12,3 % per Ende Dezember 2016 gestiegenen Common-Equity-Tier-1-Quote (bei voller Anwendung von Basel 3). Entwicklung der SegmentePrivat- und UnternehmerkundenDas Segment Privat- und Unternehmerkunden (PUK) umfasst das inländische Filialgeschäft, die comdirect-Gruppe, die Commerz Real sowie die mBank-Gruppe. Als Unternehmerkunden wurden Geschäftskunden und kleinere Mittelstandskunden mit einem Jahresumsatz bis zu 15 Mio. Euro in der inländischen Filialbank zusammengeführt. Im Berichtsjahr konnte das Segment den Wachstumskurs weiter fortsetzen und gehört mit über 12 Millionen Kunden in Deutschland und über 5 Millionen Kunden in Mittel- und Osteuropa zu einer der führenden Banken in diesen Märkten. ErgebnisentwicklungTabelle 9scroll
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Anpassung aufgrund geändertem Ausweis sowie
diverser Restatements (siehe Anhang Seite 139 ff.) Das Segment Privat- und Unternehmerkunden hat im Geschäftsjahr 2016 ein erfreuliches Operatives Ergebnis erzielt. Im Inland konnten aufgrund des anhaltend dynamischen Kreditwachstums, der kontinuierlich guten Neukundenentwicklung sowie nicht wiederkehrender Ertragseffekte, Belastungsfaktoren aus dem Niedrigzinsumfeld sowie geringeren Erträgen aufgrund der Kundenzurückhaltung im Wertpapiergeschäft kompensiert werden. Der Ergebnisbeitrag der mBank war gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil, enthielt 2016 jedoch eine zusätzliche Belastung aus der polnischen Bankensteuer. Folglich ergab sich beim Operativen Ergebnis ein Zuwachs um 28 Mio. Euro auf 1.079 Mio. Euro. Die Erträge vor Risikovorsorge erreichten im Berichtsjahr mit 4.819 Mio. Euro nahezu das hohe Niveau des Vorjahres (4.845 Mio. Euro). Im um - 105 Mio. Euro auf 2.479 Mio. Euro rückläufigen Zinsüberschuss spiegeln sich die nachteiligen Auswirkungen der Niedrig- beziehungsweise Negativzinsen wider, die zu deutlich geringeren Erträgen aus dem Einlagengeschäft im Inland geführt haben. Weiter wachsende Bestandsvolumina im Kreditgeschäft sowie die positive Ertragsentwicklung der mBank konnten dies nur teilweise ausgleichen. Das Wachstum der mBank ist sowohl auf den Anstieg des Geschäftsvolumens als auch die kontinuierliche Verbesserung der Zinsmarge zurückzuführen. Der Provisionsüberschuss verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um - 64 Mio. Euro auf 1.956 Mio. Euro. Signifikant höheren Provisionserträgen der Commerz Real aus dem Immobiliengeschäft standen über das Gesamtjahr gesehen geringere Provisionserträge im inländischen Wertpapiergeschäft aufgrund niedrigerer Kundenaktivitäten gegenüber. Der Anteil bestandsabhängiger Erträge aus mandatiertem Geschäft sowie dem PremiumDepot konnte weiter gesteigert werden und wird sich, da weniger volatilen Marktentwicklungen unterliegend, auch zukünftig stabilisierend auf das Provisionsergebnis auswirken. Der Provisionsüberschuss der mBank war nahezu stabil. Das Ergebnis aus Finanzanlagen in Höhe von 140 Mio. Euro (Vorjahr: 65 Mio. Euro) wurde maßgeblich begünstigt durch Einmalerträge aus dem Verkauf der Anteile der Visa Europe Limited in Höhe von 123 Mio. Euro, die sich auf die Commerzbank sowie ihre Tochtergesellschaften comdirect und mBank verteilen. Dagegen stand bei der mBank ein im Vorjahr erzielter positiver Einmaleffekt aus dem Verkauf des Versicherungsgeschäfts an die AXA-Gruppe in Höhe von 46 Mio. Euro. Das auf 131 Mio. Euro erhöhte Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen steht im Zusammenhang mit einem positiven Effekt aus der Neubewertung von Vermögenswerten der Commerz Real, der die sehr gute Marktsituation gewerblich genutzter Immobilien reflektiert. Die Risikovorsorge sank nochmals um - 48 Mio. Euro auf -119 Mio. Euro und zeugt von der sehr guten Qualität der Kreditportfolios. Wertberichtigungen entfielen zum Großteil auf die mBank, deren Risikovorsorge mit -83 Mio. Euro um -15 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahres lag. Im Inland musste mit lediglich 36 Mio. Euro Nettorisikovorsorge - gemessen an historischen Maßstäben - ein sehr niedriger Aufwand gebucht werden. Der Verwaltungsaufwand blieb mit 3.621 Mio. Euro nahezu unverändert aufgrund des fortgesetzten strikten Kostenmanagements bei Personal- und Sachaufwendungen. Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen bei der mBank ist maßgeblich auf die im Jahr 2016 neu eingeführte polnische Bankensteuer in Höhe von 74 Mio. Euro zurückzuführen. Für die europäische Bankenabgabe erhöhte sich der Aufwand im Segment Privat- und Unternehmerkunden von 15 Mio. Euro auf 20 Mio. Euro. Insgesamt erzielte das Segment Privat- und Unternehmerkunden im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis vor Steuern von 1.079 Mio. Euro; gegenüber dem Vorjahr hat es um 2,7 % zugenommen. Wesentliche Entwicklungen im GeschäftsjahrIm Geschäftsjahr 2016 blieb das Segment Privat- und Unternehmerkunden weiter auf Wachstumskurs und baute die Erfolge des Vorjahres aus. Dabei wurde die Digitalisierung von Produkten und Prozessen konsequent fortgesetzt. Wesentliche Ziele für 2016, die im Rahmen der Privatkundenstrategie gesetzt wurden, konnten bereits im Oktober vollständig erreicht werden. Innerhalb von vier Jahren ist es uns gelungen, eine Million neue Kunden von der Commerzbank zu überzeugen. Alleine im Berichtsjahr war ein Kundenzuwachs von gut 320.000 Kunden in Deutschland, zu verzeichnen, das entspricht einem Plus von 12,3 %. Auch die Geschäftsentwicklung der mBank verlief im Berichtsjahr mehr als zufriedenstellend: Alle im Rahmen der Strategie "One bank" bis 2016 geplanten Maßnahmen konnten umgesetzt und die Anzahl der Kunden gegenüber Vorjahr um 8,1 % um rund 400.000 auf 5,4 Millionen gesteigert werden. Zu der erfreulichen Ergebnisentwicklung des Segments haben sowohl die comdirect-Gruppe als auch die Commerz Real und die mBank-Gruppe mit ihren Ertragszuwächsen maßgeblich beigetragen. Private Kunden und UnternehmerkundenDie inländische Filialbank bietet Leistungen einer Universalbank für Privatkunden, Unternehmerkunden und Wealth-Management-Kunden sowohl an rund 1.000 Standorten in Deutschland als auch über digitale Zugangswege. Das neue Kundensegment Unternehmerkunden beinhaltet sowohl die bisher betreuten Geschäftskunden als auch die bislang von dem ehemaligen Segment Mittelstandsbank betreuten Mittelstandskunden mit einem Jahresumsatz zwischen 2,5 Mio. Euro und 15 Mio. Euro. Strategische Fokussierung weiter vorangetriebenIm Rahmen der weiteren strategischen Fokussierung wurden im Berichtsjahr die Luxemburger International-Wealth-Management-Aktivitäten verkauft. Das Geschäft mit internationalen Wealth-Management-Kunden der Commerzbank wird aus der inländischen Filialbank heraus fortgeführt. Hohe Qualität mit profitablem WachstumIm zurückliegenden Geschäftsjahr ist die Filialbank bei den Kernzielen Qualität und Wachstum erneut gut vorangekommen und konnte Impulse zur nachhaltigen Verbesserung der Profitabilität setzen. Das Programm "Performance Plus" wurde fortgesetzt und damit wichtige Maßnahmen für profitables Wachstum eingeleitet. So wurden Preise und Gebühren marktgerecht angepasst und die Kosten trotz Investitionen in Digitalisierung, Marketing sowie das Filialnetz stabil gehalten. Mit der Initiative "Quality First!" wurden neue regulatorische Anforderungen im Sinne der Kunden in die Geschäftsprozesse implementiert. Erneut lag die Kundenzufriedenheit während des gesamten Jahres auf konstant hohem Niveau. Gemessen wird sie anhand des Net-Promoter-Score (NPS), der die Weiterempfehlungsbereitschaft der Kunden wiedergibt. Auch von externer Seite wurde die Beratungsqualität der Commerzbank erneut bestätigt: Zum vierten Mal in Folge konnte die Commerzbank den bundesweiten City-Contest von "Focus Money" in der Testsparte "Privatkunden" gewinnen, zum zweiten Mal auch in der vor zwei Jahren eingeführten Kategorie "Geschäftskunden". Im Jahr 2016 standen die Signale erneut auf Wachstum: bei Kunden, Konten und Assets. Neben den klassischen Werbekampagnen wurden dafür auch neue Wege im Marketing beschritten: Seit Dezember 2015 gibt es individuelle Angebote im Onlinebanking, die mithilfe von "Advanced Analytics" das beste Angebot für einen Kunden definieren. Damit konnte der Produktabsatz bei Onlinebanking-Kunden, die der Datennutzung zugestimmt haben, um 10 % gegenüber einer Vergleichsgruppe gesteigert werden. Durch die systematische Ansprache von Interessenten konnten im Berichtsjahr über 50.000 Kunden gewonnen werden. Vielversprechend hat sich auch das Partnership-Banking entwickelt. Neue Kooperationen mit Partnern wie Rewe, Amazon und Tchibo schaffen Zugang zu zahlreichen potenziellen Neukunden. Im Kreditgeschäft setzte sich die erfreuliche Entwicklung auch 2016 fort. Äußerst positiv entwickelte sich der Absatz von Ratenkrediten: Das Volumen im Neugeschäft lag um rund 31 % über dem Vorjahreswert und konnte auf 2,3 Mrd. Euro gesteigert werden. Ein Plus von 15 % gegenüber dem Vorjahr erzielten die Individualkredite mit einem Volumen von etwa 3,2 Mrd. Euro. Mit einem Neugeschäftsvolumen von knapp 11,9 Mrd. Euro bei der Baufinanzierung, konnte das sehr gute Neugeschäftsergebnis aus dem Jahr 2015 in Höhe von 12,2 Mrd. Euro annähernd wieder erreicht werden - und das mit einer gegenüber dem Vorjahr höheren Rentabilität. Im Vorsorgegeschäft konnte das Neugeschäftsvolumen in Versicherungsprodukten um 13 % auf 2,3 Mrd. Euro ausgebaut werden. Dieses Ergebnis wird vor allem durch Renten- und Risikoversicherungen getragen. Beim Bausparen wurde beim Neugeschäft ein Volumen von 2,4 Mrd. Euro erzielt. Das entspricht annähernd dem Vorjahresniveau. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld bleibt Bausparen zur Zinsabsicherung und bei Modernisierungsbedarf weiter attraktiv. Die anhaltende Niedrigzinsphase und ein volatiles Börsenjahr 2016 waren für Anleger erneut eine Herausforderung. Das gesamte Volumen im Wertpapiergeschäft inklusive Vermögensverwaltung belief sich auf 98,6 Mrd. Euro. Den Kunden der Commerzbank stehen für ihre Wertpapieranlagen verschiedene Depotmodelle zur Auswahl. Zum Ende des Berichtsjahres waren 17,4 Mrd. Euro im PremiumDepot angelegt, 43 % mehr als im Vorjahr. Mit dieser signifikanten Steigerung setzte sich der Trend zu Modellen mit Pauschalentgelt weiter fort. Auch im Mandatsgeschäft konnten die Volumina ausgebaut werden. Bei den Vermögensmanagement-Produkten wurde ein Plus von rund 4 % auf ein Bestandsvolumen von 21,3 Mrd. Euro verzeichnet. Bei der Vermögensverwaltung beträgt der Zuwachs rund 6 % auf insgesamt 11,5 Mrd. Euro Bestandsvolumen. Damit sind die Bestandserträge bei den Wertpapieren erneut gewachsen - sie machten 2016 einen Anteil von rund 77 % an den Gesamterträgen im Wertpapiergeschäft aus (2015: 69 %). Als Antwort auf die gestiegene Nachfrage nach ethisch korrekten und umweltbewussten Geldanlagen bietet die Commerzbank seit 2016 eine Nachhaltigkeits-Vermögensverwaltung auch für Privatpersonen an. Das Angebot steht Kunden offen, die Beträge ab 500.000 Euro anlegen wollen. Digital vernetzte Multikanalbank wurde ausgebautDie Zukunft im Segment Privat- und Unternehmerkunden ist sowohl digital als auch persönlich. Als wichtiger strategischer Meilenstein auf dem Weg zur Multikanalbank wurde im Filialgeschäft im Oktober die Vertriebsanwendung "ONE" eingeführt. Berater in den Filialen und Onlinebanking-Kunden können erstmals auf dieselbe Plattform zugreifen. Damit setzt die Commerzbank eine einheitliche Benutzeroberfläche für Mitarbeiter und Kunden ein. Perspektivisch wird damit die IT-Infrastruktur effizienter, da Änderungen nur noch auf einer Plattform umgesetzt werden müssen. Neue Standards setzt zudem die Banking-App, die seit Einführung über 1,4 Millionen Mal heruntergeladen wurde. Damit lassen sich beispielsweise die Stände und Umsätze von bis zu fünf Konten und Karten als Vorschau abrufen. Überweisungen können schnell und bequem erledigt werden: Die Freigabe kann mit der photo-TAN-App ohne Zweitgerät erfolgen. Eine digitale Weiterentwicklung gab es auch beim kostenlosen Girokonto. Seit April lässt es sich in nur wenigen Minuten inklusive der Legitimation komplett online und papierlos eröffnen. Zusätzlich bieten wir mit der Kontowechsel-App unseren Kunden die Möglichkeit, den Kontowechsel bequem und einfach in nur 10 Minuten zu erledigen. Gerade für Unternehmer ist es entscheidend, finanzielle Angelegenheiten schnell und unkompliziert mit ihrer Bank abwickeln und dafür die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen zu können. Deswegen bauen wir unsere digitalen Produkte und Services für Unternehmerkunden konsequent weiter aus. Im Berichtsjahr haben wir beispielsweise das digitale Beratungsangebot um den "Fördermittelfinder" ergänzt. Dieser erlaubt es unseren Kunden, mit wenigen Klicks zu prüfen, ob für ihre Vorhaben Förderkredite der KfW oder der Landesförderinstitute beantragt werden können. Im Sommer 2016 startete zudem der digitale Finanzierungsmarktplatz "Main Funders". Dieser eröffnet mittelständischen Unternehmerkunden der Commerzbank neue Möglichkeiten für direkte und schnelle Finanzierungen sowie Investitionsmöglichkeiten. Unterstützung bei Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr erhalten Kunden durch die Mitte des Berichtsjahres eingeführte Spezialistenfunktion "Multikanalmanager". Zudem bieten wir auch Geschäftskunden den Onlinedialog an. Damit können sich nun alle unsere Kunden per Text-, Audio- und Videochat zu Produkten, Services und allen Fragen rund ums Banking beraten lassen. Auch in Zeiten des digitalen Wandels bleiben die Filialen ein wesentlicher Teil der Multikanalbank. Die Commerzbank setzt weiterhin auf ihr dichtes Filialnetz mit etwa 1.000 Standorten, die täglich rund 450.000 Besuche verzeichnen. Im Juni 2016 wurde die bereits im Geschäftsjahr 2015 implementierte Vertriebsstruktur mit bundesweit 5 Marktregionen und 65 Niederlassungen abschließend umgesetzt und insbesondere das Geschäft mit ertragsstarken Kundengruppen gestärkt. So wurde die Flächenpräsenz für die Beratung von vermögenden Kunden im Wealth-Management mit rund 100 Standorten mehr als verdoppelt. An rund 330 Standorten bieten wir eine auf die Bedarfe unserer Geschäftskunden zugeschnittene Beratung an. In größeren Städten werden Flagship-Filialen zukünftig das Kompetenzzentrum und damit wichtigstes Aushängeschild der Commerzbank sein. Nach den erfolgreichen Pilotprojekten in Berlin und Stuttgart steht nun das finale Konzept, das im Berichtsjahr mit der Eröffnung 3 neuer Flagship-Filialen in Bochum, Bremen und Hannover ausgerollt wurde. Im Frankfurter Ostend eröffnete im Dezember die erste neue City-Filiale. Hier testet die Commerzbank ein kostengünstiges und effizientes Filialmodell, in dem Kunden ihre Serviceanliegen schnell und vor Ort erledigen können. Damit Produkte und Prozesse künftig noch digitaler, einfacher und schneller werden, wurde die Tochter "Neugelb-Studios" gegründet - eine Service-Design-Agentur, die auf dem Weg zur Multikanalbank neue Impulse geben soll. Comdirect-GruppeMit 1,9 Millionen Wertpapierdepots, einem betreuten Kundenvermögen von deutlich mehr als 75 Mrd. Euro und 24,8 Millionen ausgeführten Wertpapiertransaktionen im zurückliegenden Jahr ist die comdirect-Gruppe (comdirect bank AG und ebase GmbH) deutscher Marktführer im Onlinewertpapiergeschäft. Darüber hinaus zählt die comdirect bank AG zu den führenden Direktbanken in Deutschland. Im Berichtsjahr ist die comdirect-Gruppe trotz des schwierigen Zins- und Tradingumfeldes erneut gewachsen und konnte die Anzahl der Kunden und Depots sowohl im Direktbankgeschäft als auch im Geschäft über institutionelle Partner (ebase) steigern. Aufgrund von Nettomittelzuflüssen lag das Depotvolumen aus Wertpapieranlagen in beiden Geschäftsfeldern deutlich über dem Vorjahreswert. Daneben führte die höhere Zahl an Girokonten zu einem Anstieg des Einlagenvolumens. Im Wertpapierhandel konnte der hohe Vorjahreswert bei den ausgeführten Orders weiter ausgebaut werden - trotz leicht rückläufiger Marktvolatilität. Die comdirect bank AG ist darauf ausgerichtet, als smarter Finanzbegleiter neue Kunden für das Anlegen, Sparen und Handeln mit Wertpapieren zu begeistern. Diese Entwicklung wurde 2016 durch neue intelligente Lösungen wie die "comdirect Trading-App", den "Multibanking-Service", die weiterentwickelte "smart-Pay-App" oder die Jugend-App "MoBox" vorangetrieben. Zudem ergänzt das im Berichtsjahr eingeführte Ratenkreditangebot das Portfolio im Direktbankgeschäft. Innovationen sollen auch künftig schnell zur Marktreife gelangen. Dazu tragen interdisziplinäre Innovationsteams genauso bei wie die intensive Zusammenarbeit mit FinTechs oder das 2016 gestartete Entrepreneurs-in-Residence-Programm. Im Dezember hat die comdirect bank AG die OnVista AG mit der OnVista Bank GmbH erworben, einem Onlinebroker mit rund 90.000 tradingaffinen Kunden, und der OnVista Media GmbH, die das Finanzportal www.onvista.de als eines der führenden Finanzportale Deutschlands etabliert hat. Der Erwerb steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Bankaufsichts- und Kartellbehörden und wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2017 abgeschlossen sein. Commerz RealDie Commerz Real blickt auf das erfolgreichste Geschäftsjahr ihrer Unternehmensgeschichte zurück. Im Neugeschäftsvolumen sowie im Ergebnis wurden die Vorjahreszahlen nochmals übertroffen. Als Assetmanager für Sachwert-Investments im Verbund der Commerzbank verknüpft das Unternehmen mehr als 40 Jahre Erfahrung im Asset- und Investmentmanagement mit einem großen Strukturierungs-Know-how zu einer im Markt einzigartigen Leistungspalette aus Anlageprodukten und individuellen Finanzierungslösungen. Zum Produktspektrum gehören mit dem seit 1972 bestehenden hausInvest einer der erfolgreichsten offenen Immobilienfonds sowie institutionelle Anlagevehikel und unternehmerische Beteiligungen der Marke CFB-Fonds und CFB-Invest. Das Portfolio reicht von Gewerbeimmobilien verschiedenster Nutzungsarten über Solar- und Windparks sowie Flugzeuge bis hin zu Infrastruktur- und Produktionsanlagen. Zudem bietet die Commerz Real als Leasingunternehmen des Commerzbank-Konzerns bedarfsgerechte Immobilien- und Mobilienleasing-Konzepte sowie das Asset Structuring an. Zum Ende des Berichtszeitraums belief sich das verwaltete Vermögen auf rund 32 Mrd. Euro. Der hausInvest überschritt die 11-Mrd.-Euro-Marke und umfasste Ende 2016 ein Volumen von rund 11,8 Mrd. Euro, rund 1,5 Mrd. Euro mehr als 2015. Mit einem Marktanteil von aktuell über 13 % ist er der zweitgrößte offene Immobilienpublikumsfonds in Deutschland. 94 Immobilien in 18 Ländern und 55 Städten mit einem Verkehrswert von etwa 9,5 Mrd. Euro erwirtschafteten zum Jahresende 2016 eine Rendite von 2,2 %. Begünstigt durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Immobilien hat das Fondsmanagement das Portfolio weiter optimiert. Auch für institutionelle Investoren ist die Commerz Real eine etablierte Adresse. Langjährige Erfahrungen in der Strukturierung und im Management von Sachwertinvestitionen sowie Lizenzen für deutsche und luxemburgische Vehikel ermöglichen individuelle Investmentlösungen. Rund 56 Mio. Euro institutionelles Kapital wurden im Berichtszeitraum eingeworben. Unter der Marke Commerz Real Institutional sind aktuell vier Spezial-AIF (Alternative Investmentfonds) im Vertrieb. Die Commerz Real Asset Structuring GmbH (CRAS) legte ihre Schwerpunkte 2016 auf die Strukturierung von individuellen Finanzierungslösungen, die Entwicklung langfristiger Finanzierungsstrukturen für Immobilien, Großmobilien, Umlaufvermögen und Infrastrukturprojekte sowie das Engagement als Minderheitsgesellschafter bei Kunden mit großen Immobilienportfolios. Die Neuabschlüsse beliefen sich auf insgesamt rund 74 Mio. Euro - eine Steigerung um knapp 50 % gegenüber 2015. Schwerpunkte der Commerz Real Mobilienleasing GmbH (CRM) waren im Berichtszeitraum erneut das Maschinen- und Anlagenleasing sowie Sale-and-Lease-back-Lösungen und Mietkaufmodelle. Wie die CRAS, kooperiert die CRM eng mit dem Segment Firmenkunden. Die Neuabschlüsse summierten sich auf rund 0,8 Mrd. Euro. mBank-GruppeDer Konzernbereich umfasst die Aktivitäten im Universalbankgeschäft und Direct Banking in Mittel- und Osteuropa und wird durch die Marke mBank repräsentiert. Diese bietet Kunden Leistungen im Bereich des Retail-, Corporate- und Investmentbankings in Polen, sowie Retail-Banking in der Tschechischen Republik und in der Slowakei an. Die mBank gehört zu den größten Finanzinstituten in Polen. Wachstum beim Mobile- und TransactionbankingIm Jahr 2016 entwickelte sich die Geschäftstätigkeit der mBank-Gruppe außerordentlich positiv, was sich am stabilen Wachstum der Kundenbasis, des Geschäftsmodells sowie der Technologie im Kundenservice zeigte. Die "One Bank Strategy" für den Zeitraum 2012 bis 2016 wurde vollumfänglich umgesetzt, wobei nahezu alle Zielvorgaben erfüllt wurden. Insgesamt konnte die mBank im Berichtsjahr rund 400.000 neue Privatkunden hinzugewinnen, sodass die Kundenzahl bis Ende 2016 auf 5,4 Millionen stieg. Hierzu haben in erster Linie die Akquisitionsaktivitäten beigetragen, die sich insbesondere auf Marketingmaßnahmen konzentrierten sowie die Entwicklung des Produktmix, wodurch die mBank ihr Angebot für Privatkunden vereinfachen und ein effektives Cross-Selling umsetzen konnte. In der Tschechischen Republik und in der Slowakei wuchs die Kundenbasis gegenüber dem Vorjahr um rund 73.000 und erreichte Ende des Berichtsjahres rund 893.000 Kunden. Das Volumen der Privatkundeneinlagen - insbesondere bei Girokonten - erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 15,5 % deutlich. Dies zeigt, dass das auf Banktransaktionen fokussierte Geschäftsmodell der mBank angenommen wird. Darüber hinaus war 2016 ein weiteres Wachstum im Bereich der Kartentransaktionen zu verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Zahl der Kartentransaktionen um 27 %. Im Jahr 2016 führte die mBank die Weiterentwicklung und Optimierung ihres Kreditgeschäfts fort, insbesondere im Bereich der Verbraucherkredite, deren Neugeschäftsvolumen gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 % zunahm. In der Tschechischen Republik und in der Slowakei wuchs das Geschäft der Bank ebenfalls dynamisch. Maßgeblich hierfür waren vor allem das Darlehensgeschäft und die Privatkundeneinlagen. Im Berichtsjahr konzentrierte sich die Tätigkeit der Auslandsniederlassungen der mBank auf die Intensivierung ihrer Akquisitionsbemühungen sowie auf den kontinuierlichen Ausbau ihrer führenden Position im Bereich Mobilebanking. Darüber hinaus entwickelte sich das Firmenkundengeschäft der Gruppe positiv. Die Firmenkundenbasis stieg 2016 um rund 1.400 auf insgesamt fast 21.000 Kunden. Das Volumen der Einlagen von Firmenkunden legte 2016 um 1,8 % leicht zu. Die mBank konzentrierte sich auf kleinere und mittlere Firmenkunden, in dem die Bank durch einen zielgerichteten Ausbau des Angebots konsequent ihre Position stärken möchte. Weiter ausbauen konnte die mBank das Leasinggeschäft. Die Retail-Leasing-Portfolios weisen seit nunmehr drei Jahren ein konstantes Wachstum auf. Im Zusammenhang mit ihren innovativen Geschäftsaktivitäten erhielt die mBank im Jahr 2016 eine Reihe von Auszeichnungen und Preisen. So belegte die mBank den ersten Platz in der Kategorie "Mobilebanking" in der "Newsweek Friendly Bank" Den zweiten Platz in der Kategorie "Mobilebanking" erreichte die mit dem Partner Orange Polska entwickelte mobile App "Orange Finance". Von Global Finance erhielt die mBank den Titel "Beste Onlinebank Polens" und wurde in der Kategorie "Best Online Treasury Services" ausgezeichnet. Das britische Finanzmagazin "Euromoney" zeichnete die mBank zum achten Mal als beste Privatkundenbank Polens aus. Überdies wurde die mBank "Beste Bank für Handelsfinanzierungen in Polen". Bei den Mobile Trends Awards gewann die mobile App der mBank den ersten Platz in der Kategorie "Mobilebanking" (Entscheidung der Jury) und den ersten Platz in der Kategorie "Sonderpreis" der "Mobile Trends Awards" (Internetpublikumspreis). Ausblick Privat- und UnternehmerkundenZiel der Aktivitäten im Segment Privat- und Unternehmerkunden für das Jahr 2017 ist es, das Wachstum bei Kunden, Konten und Assets weiter zu beschleunigen und die Profitabilität zu verbessern. Den strategischen Weg dafür gibt die Strategie "Commerzbank 4.0" vor. Im inländischen Filialgeschäft geht es in erster Linie um die weitere Digitalisierung von Prozessen, Produkten, Services und Marketing. So wird die Plattform "ONE" als zentrale Vertriebsplattform für alle Kanäle weiter ausgebaut und eine individuelle, gezielte Kundenansprache über die Filialen mithilfe von "Advanced Analytics" unterstützt. Im Marketing wollen wir die Effizienz steigern - so setzen wir künftig auf leistungsorientierte Kampagnen, ergänzt um verschiedene Maßnahmen entlang des kompletten Kundenlebenszyklus sowie Onlinesales und neue Kooperationen im Rahmen unseres Partnership-Bankings. Das Produktangebot wird durch innovative, digitale Produkte ergänzt, zum Beispiel im Kreditgeschäft um einen digitalen Ratenkredit. Auch das Wertpapiergeschäft wird weiter digitalisiert und ausgebaut werden. Mit dem PremiumFondsDepot bringen wir eine neue Depotvariante an den Markt, die es Kunden ermöglicht, Fonds ohne Ausgabeaufschläge zu einem Pauschalentgelt zu erwerben. Außerdem entwickelt die Filialbank gemeinsam mit der comdirect-Gruppe ein digitales Asset-Management als Robo-Advice-Lösung speziell für Anleger, die ihre Wertpapiergeschäfte nur online steuern wollen. Insgesamt soll die Produktpalette allerdings verschlankt werden, um die bankinterne Komplexität weiter zu reduzieren. Im November haben sich die Commerzbank und die BNP Paribas darauf verständigt, das gemeinsame Unternehmen Commerz Finanz GmbH in zwei Teile aufzuspalten. Die Commerzbank plant, 2017 das Ratenkreditgeschäft als ein profitables Wachstumsfeld wieder auf die eigenen Bücher zu nehmen. Das Geschäftsmodell für Unternehmerkunden wird weiter ausgestaltet, neben besonderen Angeboten für bestimmte Branchen und Gründer steht auch hier der Ausbau des digitalen Angebots im Vordergrund. Für ein zukunftsfähiges Filialnetz als wichtiger Teil einer leistungsstarken Multikanalbank werden wir unser Betreuungs- und Führungsmodell weiterentwickeln. Das bedeutet auch, dass wir die Vertriebssteuerung im Sinne einer Multikanalbank neu konzipieren. Der Pilot für die City-Filiale wird auf weitere Filialen in Stuttgart und Frankfurt ausgeweitet, weitere Flagships werden in den Marktregionen eröffnen. Wir werden unsere Compliance-Kultur weiter stärken, um als fairer und verantwortungsbewusster Partner für unsere Kunden eine regelgetreue Abwicklung von Finanzdienstleistungen sicherzustellen. Bei der comdirect Gruppe steht zum einen die Entwicklung von ausgereiften Multibanking-Lösungen im Mittelpunkt, um noch mehr Bankkunden zu gewinnen. Zum anderen sollen Neukunden über attraktive Investingangebote zu aktiven Wertpapierbesitzern weiterentwickelt werden. Ihre institutionellen Partner unterstützt die comdirect Gruppe bei der Digitalisierung von Kundengewinnung und Anlageprozessen sowie als zukünftiger Anbieter von Robo-Advice-Lösungen. Auch die Commerz Real will 2017 an den operativen Erfolg des abgelaufenen Jahres anknüpfen und die Voraussetzungen für eine langfristige Steigerung der Marktpräsenz schaffen. Hauptschwerpunkte dabei sind der Ausbau des institutionellen Geschäfts und die Digitalisierung. Die Commerz Real will der erste digitale Asset-Manager und integrierte Investmentdienstleister sein. Ziel ist es, möglichst sämtliche Geschäftsprozesse zu automatisieren sowie Produkte und Dienstleistungen noch flexibler, schneller und transparenter zu machen, um den Kunden zu helfen, ihre Ziele zu erreichen. Folglich werden auch das Onlinegeschäft und der Direktvertrieb ausgebaut. Die mBank in Polen blickt einem herausfordernden Jahr entgegen. Hauptunsicherheitsfaktor bleibt die Ungewissheit bezüglich der in Fremdwährung ausgestellten Hypothekenkredite. Die Handlungsfelder der Strategie 2020 "Empathie für Kunden", "Mobile First" und "Effizienz" werden durch Initiativen sowie Projekte konkretisiert. Die Ziele sind weiterhin, das Kundenwachstum in Polen, Tschechien und der Slowakei voranzutreiben, das beste Mobile- und Transactionbanking auf dem Markt anzubieten und mit wachsender Kundenanzahl die aktiven Anwender mobiler Applikationen zu erhöhen. Durch weitere Digitalisierung sollen die internen und kundenbezogenen Prozesse vereinfacht werden. FirmenkundenIm neuen Segment Firmenkunden wird das Know-how der ehemaligen Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets zusammengeführt. Das neue Segment gliedert sich in fünf Reportingbereiche. In den drei Bereichen Mittelstand, International Corporates und Financial Institutions wird das Geschäft mit unseren jeweiligen Kernkunden abgebildet: Im Bereich Mittelstand werden die mittelständischen Kunden und die inländischen Großkunden ab einem Umsatz von 15 Mio. Euro und entsprechendem Produktbedarf gebündelt. Das Geschäft mit den kleineren mittelständischen Unternehmen mit einem Umsatz von 2,5 Mio. Euro bis zu 15 Mio. Euro wurde im Rahmen der neuen Strategie "Commerzbank 4.0" in das Segment Privat- und Unternehmerkunden transferiert. Im Bereich International Corporates werden die Firmenkunden mit Sitz im Ausland, große deutsche multinationale Unternehmen sowie internationale Versicherungen betreut. Im Bereich Financial Institutions steht die Beziehung zu in- und ausländischen Kreditinstituten und Zentralbanken im Fokus. Das Segment bietet den Kunden das vollständige Produktspektrum einer international aufgestellten Universalbank - angefangen von klassischen Kreditprodukten und individuell angepassten Finanzierungslösungen sowie Produkten aus den Bereichen Cash-Management und internationales Geschäft, Anlage- und Absicherungsprodukte bis hin zu kundenorientierten Investmentbanking-Produkten und maßgeschneiderten Kapitalmarktlösungen. Die Entwicklung des Bereichs Equity Markets & Commodities (EMC) wird vor dem Hintergrund der mittelfristig geplanten Ausgliederung gesondert ausgewiesen. Im Bereich "Other Result" sind Geschäfte zusammengefasst, die nicht im strategischen Fokus des Segments Firmenkunden stehen. Im Wesentlichen handelt es sich um Assets, die aus den ehemaligen Abbausegmenten Non-Core Assets und Portfolio Restructuring Unit übertragen wurden sowie um Effekte aus Absicherungspositionen. Darüber hinaus sind in diesem Bereich Bewertungseffekte eigener Verbindlichkeiten enthalten. ErgebnisentwicklungTabelle 10scroll
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Anpassung aufgrund geändertem Ausweis sowie
diverser Restatements (siehe Anhang Seite 139 ff.) Das Geschäftsjahr 2016 war für das Segment Firmenkunden mit einigen Herausforderungen, wie dem anhaltenden Niedrigzinsniveau, dem sehr volatilen Kapitalmarktumfeld mit vielen geopolitischen Ereignissen sowie dem weiterhin anspruchsvollen regulatorischen Umfeld verbunden. Dies spiegelte sich auch in der Ergebnisentwicklung wider. Das Segment Firmenkunden hat im Berichtsjahr ein Operatives Ergebnis in Höhe von 1.287 Mio. Euro erzielt, nach 1.695 Mio. Euro im Vorjahr. Der Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr ist wesentlich auf das negative Marktzinsniveau, das herausfordernde Kapitalmarktumfeld, Effekte aus der strategischen Fokussierung in den ehemaligen Segmenten Mittelstandsbank und Corporates & Markets sowie eine höhere Risikovorsorge für das Kreditgeschäft zurückzuführen. Der Bereich Mittelstand profitierte von der soliden Marktposition des Segments und einer stabilen Ertragslage, die allerdings durch das negative Zinsumfeld beeinträchtigt war. Der Bereich International Corporates verzeichnete stabile Erträge aus dem kommerziellen Geschäft. Im Zusammenhang mit einem herausfordernden Kapitalmarktumfeld konnten die Erträge allerdings nicht das hohe Niveau des Vorjahres erreichen. Aufgrund der im Berichtsjahr erfolgten strategischen Neuausrichtung des Bereichs Financial Institutions, die höheren internen Risiko- und Compliance-Anforderungen gerecht wird, war ein Rückgang der Erträge zu verzeichnen. Das überdurchschnittlich volatile Kapitalmarktumfeld hatte im Bereich EMC im Gegensatz zum Vorjahr deutlich geringere Kundenaktivitäten sowie schwächere Handelsumsätze zur Folge. Besonders von der hohen Volatilität betroffen war das Geschäft mit strukturierten Produkten für institutionelle Kunden. Auch die Entscheidung, das Wertpapierleihe- und Collateral-Management-Geschäft neu auszurichten und an die veränderten Marktbedingungen anzupassen, führte zu einem schwächeren Ergebnisbeitrag gegenüber dem Vorjahr. Die Erträge vor Risikovorsorge lagen im Berichtszeitraum mit 4.445 Mio. Euro um 8,0 % unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das Zins- und Handelsergebnis belief sich auf 3.035 Mio. Euro und lag damit um 10,7 % unter dem Niveau des Vorjahres. Während die Erträge zu einem überwiegenden Teil aus Debt Capital Markets eine vergleichsweise stabile Entwicklung aufwiesen, standen die geringeren Erträge insbesondere im Zusammenhang mit dem negativen Zinsumfeld, einem deutlich niedrigeren Ergebnisbeitrag aus dem Geschäft mit strukturierten Anlageprodukten sowie der Neuausrichtung des EMC-Geschäfts. Der weitere Abbau des vom Segment ACR übertragenen Portfolios führte ebenfalls zu einem erwarteten rückläufigen Kreditzinsergebnis. Mit 1.279 Mio. Euro verzeichnete das Provisionsergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Rückgang von 10,4 %. Diese Entwicklung steht in Verbindung mit einem Rückgang im Dokumentengeschäft, der sowohl mit der strategischen Fokussierung im Bereich Financial Institutions als auch mit der insgesamt schwachen Weltkonjunktur und dem dadurch beeinträchtigten Außenhandel zusammenhing. Auch geringere Erträge im Derivate- und kapitalmarktnahem Beratungsgeschäft spielten dabei eine Rolle. Die Risikovorsorge für das Kreditgeschäft belief sich im Berichtsjahr auf - 185 Mio. Euro und lag damit um 77 Mio. Euro höher als im Berichtszeitraum des Vorjahres. Die Vorsorgeerfordernisse standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit Zuführungen zu Einzelengagements. Der Verwaltungsaufwand lag mit 2.973 Mio. Euro um 1,9 % unter dem Vorjahreswert. Höhere Aufwendungen durch Investitionen in IT und Compliance konnten insofern mittels eines weiter stringenten Kostenmanagements kompensiert werden. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 638 Mio. Euro, worin insbesondere Goodwill-Abschreibungen in Höhe von 627 Mio. Euro berücksichtigt sind; gegenüber dem Vorjahr entsprach dies einem Rückgang um - 61,1 %. Wesentliche Entwicklungen im GeschäftsjahrDas neue Segment Firmenkunden - agil, effizient und noch bedarfsorientierterDie im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" erfolgte organisatorische Zusammenführung der beiden ehemaligen Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets in einen Verantwortungsbereich schafft die Grundlage für ein noch agileres und bedarfsorientierteres Betreuungsmodell. Unser bewährter regionaler Beratungsansatz wird mit umfassendem zentralen Produkt-, Markt- und Sektoren-Know-how unterstützt. Mit der Bündelung der Stärken beider Segmente wird die Voraussetzung geschaffen, flexibel und effizient auf Marktänderungen und veränderte Kundenanforderungen reagieren zu können und so unsere marktführende Position im Firmenkundengeschäft zu stärken. DigitalisierungIm Geschäftsjahr wurde der Weg der digitalen Transformation als dualer Ansatz konsequent weiterverfolgt: die klassische persönliche Beratung wird um digitale Angebote und Services ergänzt. Das Firmenkundenportal wurde beispielsweise um einen Online-Geldmarktkredit sowie ein Onlinetermingeld in Fremdwährungen, einen Fördermittelfinder sowie eine photo-TAN-Funktion erweitert. Ergänzt wurde das Onlineangebot in einer Pilotversion um die Anzeige der erteilten Vollmachten. Die Erweiterung der multibankfähigen Cash-Management-App mit Freigabefunktion für Zahlungsaufträge kam im mobilen Angebot hinzu. Darüber hinaus unterstützen und beraten wir unsere Kunden in ihrer eigenen Digitalisierungsstrategie. So wurde ein Digital Readiness Check für Firmenkunden entwickelt und erfolgreich pilotiert. Mit dem Onlinetool können die Kunden eine Selbsteinschätzung ihrer digitalen Reife inklusive eines ersten Benchmarkvergleichs zur Branche vornehmen, auf Basis dessen wir unseren Kunden bei der digitalen Transformation zur Seite stehen und mit Finanzierungslösungen unterstützen. Zur digitalen Unterstützung der klassischen Beratung wurde ein erster Prototyp einer umfassenden Vertriebsanwendung für den Firmenkundenbetreuer entwickelt. Diese neue Plattform ermöglicht einen ganzheitlichen Blick auf den Kunden, um ihn optimal zu beraten. Darüber hinaus wurden Big-Data-Konzepte erfolgreich an ersten Prototypen getestet. Mittels dieser Infrastruktur werden zukünftig systemgestützt Vertriebshinweise für die klassische und digitale Beratung generiert. Interessante Asset-Management-Lösungen im Niedrigzinsumfeld für unsere KundenDas Umfeld niedriger und negativer Zinsen stellt vor allem europäische Banken vor große Herausforderungen. Die Weitergabe der damit verbundenen Kosten in Form der Guthabengebühr für Sichteinlagen ist für große Firmenkunden und institutionelle Anleger inzwischen Standard am Markt. Um nicht nur Kosten an unsere Kunden weiterzugeben, sondern auch Lösungen anzubieten, beraten wir unsere Kunden hinsichtlich Alternativen zu Sichteinlagen. Vor allem Asset-Management-Lösungen stehen aktuell im Fokus unserer Kunden. Im Laufe des Jahres 2016 konnten wir Assets under Management von rund 1 Mrd. Euro dazugewinnen. Führende Rolle im stark wachsenden SchuldscheinmarktDer Markt für Schuldscheine hat 2016 das historisch größte Volumenwachstum erreicht. Auch setzt sich die bereits vor rund 5 Jahren begonnene Internationalisierung dieser Finanzierungsform mit unvermittelter Geschwindigkeit fort. Die Commerzbank hat mit ihrem Know-how maßgeblich zu dieser Dynamik beigetragen und konnte neben Finanzierungen in Deutschland auch zahlreiche Transaktionen im europäischen Ausland, wie zum Beispiel in Frankreich, Belgien, Österreich, Irland und erstmals auch in Spanien, erfolgreich begleiten. Hoher Währungsabsicherungsbedarf in volatilen DevisenmärktenWährend ein weiterhin niedriges Zinsumfeld für wenig Zinsabsicherungsbedarf sorgte, waren die Devisenmärkte vor allem aufgrund der Entscheidung der Briten, die Europäische Union zu verlassen, und des Ausgangs der US-Wahlen sehr volatil. Dadurch kam es zu einer verstärkten Nutzung unserer eFX-Plattform "FX Live Trader" mit entsprechend mehr Kundentransaktionen. Unsere Produktkompetenz in diesem Bereich wurde von "FX Week" in verschiedenen Bereichen innerhalb der Top-10-Ränge ausgezeichnet, unter anderem als "Best bank for FX in the Eurozone for bank clients" und "Best bank overall for FX globally". Handelsaktivitäten stärker an Kundenbedürfnisse ausgerichtetIm Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" wurde beschlossen, die Handelsaktivitäten zu verschlanken und noch weiter auf die Bedürfnisse der Kernkunden der Bank auszurichten. Daher plant die Commerzbank, den ehemaligen Bereich Equity Markets & Commodities, mit dem sich die Commerzbank in den vergangenen Jahren zu einem der größten Anbieter für Anlage- und Finanzprodukte und dem führenden Marketmaker in Europa und Asien entwickelte, in einem ersten Schritt rechtlich in einer Tochtergesellschaft zu separieren. Mittelfristig soll dieses attraktive Geschäft, das aber nicht mehr eine ausreichend starke Konnektivität zu unserer Kernkundenbasis hat, auf dem Markt platziert werden. Darüber hinaus wird das komplexe und exotische Derivategeschäft im Zins- und Währungshandel beendet und der Anleihehandel in Fixed Income & Currencies deutlich reduziert. In diesem Zusammenhang werden wir den Handel mit Emerging-Markets-Anleihen einstellen, sofern keine Konnektivität zu unserem Advisory-&-Primary-Markets-Geschäft beziehungsweise von uns begleiteten Emissionen besteht. Absicherungen der Rohstoffrisiken gehören weiterhin zum Leistungsangebot der CommerzbankIm Unterschied zu den exotischen rohstoffbezogenen Finanzprodukten wird das Angebot an Absicherungen für Rohstoffrisiken beibehalten. So wird gewährleistet, dass unsere Firmenkunden weiterhin vom kompletten Spektrum der kapitalmarktorientierten Risikomanagementlösungen profitieren können. MittelstandIm Bereich Mittelstand betreuen wir mittelständische Kunden und inländische Großkunden ab einem Umsatz von 15 Mio. Euro und mit entsprechendem Produktbedarf. Nach der Optimierung unserer Vertriebsstruktur Anfang 2015 profitieren unsere Kunden im Inland von stärkerer Verantwortung in den Einheiten vor Ort, kürzeren Abstimmungswegen und damit effizienteren Serviceleistungen für ihre geschäftlichen Aktivitäten. Ausbau unserer führenden Marktposition im FinanzierungsbereichDie Commerzbank hat ihr starkes Engagement im Mittelstand auch im Jahr 2016 unterstrichen. Unser Know-how im Konsortialkreditgeschäft führte zu einer erhöhten Aktivität: Es konnte eine substanzielle Anzahl von Debütmandaten erfolgreich umgesetzt werden. Auch unsere Position als eine der führenden Banken für Leveraged Buy-outs in Deutschland und Europa konnten wir im Berichtsjahr bestätigen. Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Commerzbank für ihre Leistungsfähigkeit erneut ausgezeichnet. So wurde das umfassende Leistungs- und Serviceangebot der Commerzbank für inländische Unternehmen, insbesondere mit Blick auf das bewährte und innovative Geschäftsmodell zur Unterstützung des deutschen Außenhandels, mit dem World Finance Award "Best Commercial Bank Germany" honoriert. Außerdem wurde uns im Rahmen des "Leasing Life Europe External Investment Award" eine Auszeichnung zuerkannt, die für die Weiterentwicklung des Leasinggeschäfts vergeben wird. Innovative Weiterentwicklung des FirmenkundenportalsZur Unterstützung unserer mittelständischen Kunden stand der weitere Ausbau des Firmenkundenportals und damit des digitalen Beratungsangebotes im Fokus. Dabei passen wir unseren Beratungsansatz an das digitale Zeitalter an, verlieren aber nicht die Kundenbedürfnisse aus den Augen. Der Firmenkundenbetreuer bleibt nach wie vor zentraler Ansprechpartner für unsere Kunden. In Berichtsjahr wurde auch der Fördermittelfinder eingeführt. Die Commerzbank bietet damit als erste Bank in Deutschland ihren Kunden die Möglichkeit, mit wenigen Eingaben zu prüfen, ob für Projekte Förderkredite der KfW oder der Landesförderinstitute infrage kommen. Die Beratung und Strukturierung der Finanzierung erfolgt weiterhin durch den Firmenkundenbetreuer, bei Bedarf gemeinsam mit dem Fördermittelspezialisten. Mit der Commerzbank-Handelsplattform "FX Live Trader" konnten wir weitere Kunden von den Vorzügen des Realtime-Devisenhandels überzeugen. Die Quote online gehandelter Währungsgeschäfte stieg im Berichtsjahr kontinuierlich. Weitere Onlinefunktionalitäten verbessern die Transparenz und die Flexibilität der geschäftlichen Aktivitäten unserer Kunden. Starke Marktposition bei in- und ausländischen AnleiheemissionenWir konnten 2016 wieder einen hohen Marktanteil der Anleihemandate im mittelständischen Marktsegment gewinnen und die Anleihen entsprechend erfolgreich platzieren. Dabei waren wir nicht nur im deutschen, sondern auch im europäischen Markt besonders aktiv. Außerdem haben wir uns an einer innovativen Plattform beteiligt, die zu einer besseren Vernetzung von Banken und Investoren in Bezug auf die Kommunikation im Anleihemarkt dient. Ausbau internationaler M&A-AuftrittAuf der Basis bestehender Kundenbeziehungen und des verbesserten Sektoransatzes war die Commerzbank bei verschiedenen Übernahmetransaktionen mit internationalem Bezug für deutsche Kunden sowie mit Deutschland-Bezug für internationale Kunden beratend tätig. Insgesamt konnten wir unsere Position als einer der führenden Mergers-S-Acquisitions-Mittelstandsberater im Berichtsjahr bestätigen. International CorporatesIm Bereich International Corporates sind die Geschäfte mit den im Ausland ansässigen Firmenkunden, den großen deutschen multinationalen Unternehmen sowie den internationalen Versicherungen zusammengefasst. "Best Performing Bank in 2016"In einer volatilen und von intensivem Wettbewerb geprägten Weltwirtschaft haben wir auch 2016 wieder zahlreiche exportorientierte Unternehmen bei ihren Liefergeschäften in Emerging Markets begleitet und unterstützt. Langfristige Exportfinanzierungen mit Absicherungen durch staatliche Exportkreditversicherer, wie zum Beispiel Euler Hermes, haben dazu beigetragen, Aufträge trotz zurückhaltender Investitionsneigung in Schwellenländern zu sichern. Wir unterhalten dazu enge Beziehungen zu allen führenden europäischen und internationalen Exportkreditversicherern (ECAs). Das besondere Know-how der Commerzbank in der Strukturierung von Exportfinanzierungen wurde im Rahmen einer internationalen Studie von Clevis Research mit dem "Importers Choice Award" als "Best Performing Bank in 2016" in Export Finance ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist ein weiterer Beleg für unsere Kompetenz im internationalen Geschäft in Verbindung mit unseren weltweiten Standorten in über 50 Ländern. Das Begleiten von Unternehmen in deren weltweiten Märkten ist bereits seit Gründung der Commerzbank wesentlicher Bestandteil unserer Aktivitäten. Heute bieten wir internationalen Unternehmen Zugang zu dem Know-how und den Leistungen mit dem vertrauten Firmenkundenbetreuer. Internationale Präsenz ausgeweitetIm Juli 2016 hat die Commerzbank im Rahmen ihrer Internationalisierungsstrategie eine Tochtergesellschaft in der brasilianischen Millionenmetropole São Paulo eröffnet. Mit einer breiten Palette von Bankdienstleistungen unterstützt sie einerseits deutsche und europäische Unternehmen vor Ort sowie andererseits große und kapitalmarktnahe brasilianische Firmen auf ihrem Weg nach Europa. Es wurden bereits erste signifikante Transaktionen abgeschlossen. Wichtige Rolle im Konsortialkredit- und AnleiheemissionsmarktDas Jahr 2016 war im Wesentlichen durch großvolumige Übernahmefinanzierungen geprägt. Auch die Commerzbank war in führenden Rollen sowohl am deutschen und europäischen als auch am amerikanischen und asiatischen Markt beteiligt. In einem von zeitweise hoher Marktunsicherheit geprägten Jahr war unsere internationale Emissionstätigkeit bei Unternehmensanleihen breit gefächert und spiegelt unseren erfolgreichen Sektoransatz wider, der künftig noch stärker ausgeweitet wird. Unser regionaler Fokus liegt auf Emittenten aus Deutschland, dem übrigen Europa und dem Vereinigten Königreich, ergänzt durch Emittenten aus den USA. Zusätzlich zu einer gestiegenen Anzahl von Emittenten und zunehmender internationaler Diversifizierung verzeichneten wir auch ein deutliches Wachstum im Liability-Management-Geschäft und bei Green-Bond-Finanzierungen. Position im rückläufigen Markt für Eigenkapitaltransaktionen gehaltenTrotz einer positiven Jahresperformance des Aktienmarktes ist die Zahl der weltweiten Börsengänge im Jahr 2016 eingebrochen. Auch die Commerzbank konnte sich dieser Entwicklung nicht gänzlich entziehen, gleichwohl aber von ihrer langjährigen Beratungs-, Strukturierungs- und Platzierungskompetenz profitieren und zahlreiche Eigenkapitaltransaktionen erfolgreich begleiten: Börsengänge, Kapitalerhöhungen und Umplatzierungen, vorrangig für Kunden des deutschen Mittelstands sowie für ausgewählte international aufgestellte Unternehmen beziehungsweise internationale Finanzinstitutionen. Financial InstitutionsDer Bereich Financial Institutions verantwortet die Beziehung zu in- und ausländischen Kreditinstituten sowie Zentralbanken. Dabei greift Financial Institutions auf sein weltweites Korrespondenzbank-Netzwerk sowie auf die etablierten Verbindungen in den Schwellenländern zurück, fördert so die weltweiten Außenhandelsaktivitäten des Konzerns und unterstützt andere Segmente in deren internationalen Tätigkeiten und Strategien. Financial Institutions bietet seinen Kunden weltweit Auslandszahlungsverkehr, Absicherung von Außenhandelsrisiken und die Finanzierung von Außenhandelsgeschäften an. Zusätzlich stellt der Bereich Financial Institutions seinen Kunden bilaterale Kredite zur Verfügung, begleitet sie bei syndizierten Krediten und bietet Lösungen für ein aktives Risikomanagement an. Neue strategische Ausrichtung zur Stärkung der führenden Position bei reduzierter Komplexität des BankenportfoliosIm Jahr 2016 hat Financial Institutions die Strategie im Korrespondenzbankengeschäft vor dem Hintergrund des veränderten globalen Marktumfeldes und der kontinuierlich steigenden regulatorischen Anforderungen neu ausgerichtet und die Komplexität des Bankenportfolios deutlich reduziert. Financial Institutions behält ein weltumspannendes Netz von Korrespondenzbanken, die eine hohe Bedeutung für die Privatkunden und insbesondere die Firmenkunden oder Relevanz für andere Bereiche der Commerzbank haben. Damit stellt Financial Institutions sicher, dass die Commerzbank auch in Zukunft Marktführer bei der Abwicklung des deutschen Außenhandels bleibt. Entsprechend wird die Commerzbank auch weiterhin den deutschen und europäischen exportorientierten Firmenkunden im internationalen Handelsgeschäft in die wesentlichen Handelskorridore der Welt begleiten. Zur Förderung von Handelsfinanzierungen hat Financial Institutions die Teilnahme an Trade-Facilitation-Programmen in den vergangenen Jahren beständig auf neue Zielmärkte ausgeweitet und sich an den Programmen der European Bank for Reconstruction and Development, Asian Development Bank, Inter-American Development Bank, International Finance Corporation, Europäischen Investitionsbank und African Development Bank beteiligt. Bedeutender Beitrag für die Digitalisierung des internationalen Trade-Finance-GeschäftesNeben dem traditionellen Begleiten des internationalen Geschäfts unserer Kunden bietet die Commerzbank neue, digital unterstützte Lösungen zur Finanzierung der internationalen Handelsaktivitäten für Firmenkunden an und trägt damit zur Stärkung und Optimierung der internationalen Lieferketten der Firmenkunden bei. Bei der Markteinführung der Bank Payment Obligation nimmt die Commerzbank in Europa eine führende Position ein und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung im internationalen Trade-Finance-Geschäft. Die Bank Payment Obligation ist ein neues Zahlungssicherungsinstrument im Trade-Finance-Geschäft, das erstmals die zusätzliche Möglichkeit bietet, eine Zahlungsverpflichtung aus einer offenen Rechnung zwischen Banken zu bestätigen und damit finanzierbar zu machen. Konsortialkreditgeschäft geopolitisch negativ beeinflusstIm Bereich Financial Institutions ist das Konsortialkreditgeschäft vor allem für Schwellenländer relevant. Aufgrund politischer, aber auch wirtschaftlicher und strategischer Sachverhalte war in einigen Märkten, beispielsweise in Afrika oder Osteuropa, die Marktaktivität im Jahr 2016 deutlich verhaltener als im Vorjahr. Dennoch konnte sich die Commerzbank auch in diesem sehr kompetitiven Wettbewerbsumfeld gut behaupten. Führende Stellung im Pfandbriefmarkt und bei unbesicherten EmissionenIm Berichtsjahr konnten wir unsere starke Marktstellung im globalen Pfandbriefsegment durch diverse Auszeichnungen belegen. So wurde unser erfolgreiches Pfandbriefsyndikat unter anderem von Global Capital als "Best Covered Bond Syndicate Manager" ausgezeichnet. Im Bereich der unbesicherten Anleihen konnten wir in Deutschland mit einem Marktanteil von knapp 10 % die Marktführerschaft erreichen. Equity Markets & CommoditiesIm Rahmen der neuen Strategie "Commerzbank 4.0" werden das Geschäft mit Anlage- und Finanzprodukten und das dazugehörige Marketmaking aus dem ehemaligen Bereich "Equity Markets & Commodities" (EMC) mittelfristig in eine Tochtergesellschaft ausgegliedert. Diese soll sich ausschließlich auf ihr Kerngeschäft als einer der führenden europäischen und asiatischen Anbieter und Marketmaker für Finanzprodukte konzentrieren. Im zweiten Schritt ist geplant, die neue Tochtergesellschaft an den Markt zu bringen. Die Geschäftsentwicklung von EMC war im Berichtsjahr deutlich von unterschiedlichen Ereignissen geprägt. Gedämpfte Investorennachfrage sowie Herausforderungen in Verbindung mit Risikomanagement von Investmentprodukten, die durch hohe Aktienmarktvolatilität zustande kamen sowie die Neupositionierung der Securities-Finance-Einheit hatten nach den sehr erfolgreichen vorangegangenen Jahren einen negativen Einfluss auf die Erträge des Bereichs. Trotz dieser Herausforderungen blieb die Marktposition von EMC auch im Jahr 2016 unverändert stark. Dank des kundenorientierten Ansatzes sowie der State-of-the-Art-Technologie in Verbindung mit einem qualitativ hohen Kundenservice und einer kontinuierlichen Weiterentwicklung des Angebots von innovativen Lösungen konnte der Marktanteil von EMC weiter gesteigert werden. Der Bereich konnte erneut seine Position als einer der führenden europäischer Hersteller und Marketmaker von Finanzprodukten bestätigen. Dies belegen diverse Auszeichnungen des Jahres 2016. So wurde die Commerzbank bei den Zertifikate-Awards als bester Emittent des Jahres in Deutschland sowohl durch die Jury (als "Bester Emittent 2016") als auch beim Publikumspreis (als "Zertifikatehaus des Jahres") ausgezeichnet. Dank der ETF-Plattform "Comstage" wurde die Commerzbank vom FinanzenVerlag zum "ETF House of the Year" gewählt. Von Structured Products Awards, Europe erhielten wir 2016 zum vierten Mal in Folge den Titel "Nordic House of the Year" sowie zum zweiten Mal in Folge die Auszeichnung "Iberia House of the Year". Bei den International Alternative Investment Review Awards 2016 hat die Commerzbank zum dritten Mal in Folge auf dem ersten Platz als "Best ETF Market Maker Asia" behauptet. Für ihre erste Transaktion auf Commerzbank-EPFR-Fund-Flow-Indices - ein gemeinschaftliches Projekt mit der United Overseas Bank in Südostasien, das von der letzteren vertrieben wurde - erhielt die Commerzbank die Auszeichnung "Deal of the Year" von Structured Retail Products Asia Pacific Awards. Ausblick FirmenkundenNach ihrer strategischen Neuausrichtung und der klaren Definition des Kerngeschäfts verfügt die Commerzbank über eine gute Positionierung im klassischen Bankgeschäft und ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell. Die im neuen Segment Firmenkunden zusammengeführten ehemaligen Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets haben sich in den vergangenen Jahren konsequent an der Realwirtschaft ausgerichtet. Dieser Weg soll fortgeführt werden. Auf Basis des kundenzentrierten Beratungsansatzes wird das Segment Firmenkunden in den nächsten Jahren Initiativen zur Hebung von Ertragspotenzialen, zu Effizienzsteigerungen und Komplexitätsreduktion sowie zur Fortführung der digitalen Transformation umsetzen. Ertragspotenziale werden wir durch das Bündeln der Stärken aus den beiden Segmenten heben. Auf Basis der im Geschäftsjahr 2015 umgesetzten vertrieblichen Neustruktur und der damit verbesserten Marktstellung wollen wir unsere Kundenbasis im Inland signifikant ausweiten und den Anteil am deutschen Kernmarkt durch die Gewinnung und Entwicklung von 10.000 zusätzlichen Kunden bis 2020 erhöhen. Die bereits vorhandene Topposition der Commerzbank als Debt House in Deutschland wollen wir behalten und stärken sowie diese als Grundlage für den Ausbau einer Führungsrolle auch im europäischen Ausland nutzen. Dabei wird insbesondere das vorhandene Sektor-Know-how aus dem ehemaligen Segment Corporates & Markets, das zunächst an den Bedürfnissen von multinationalen Großkunden ausgerichtet ist, innerhalb des neuen Segments Firmenkunden sukzessive auf weitere deutsche und westeuropäische mittelständische Unternehmen ausgeweitet. Dabei soll der weite Großteil der Firmenkunden auch künftig durch die lokalen Firmenkundenbetreuer in den regionalen sowie internationalen Standorten betreut werden. Diese werden durch entsprechende Produktspezialisten sowie Sektorteams bei der Erarbeitung von Lösungen unterstützt. Aufbauend auf der durchgeführten Neuausrichtung im Inlandsvertrieb sind weitere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung geplant, die vor allem durch die Entlastung des Vertriebs von administrativen Aufgaben sowie durch die Verschlankung der IT-Landschaft umgesetzt werden. Die Umsetzung der digitalen Transformation wird auch im laufenden Jahr mit hoher Priorität weiterverfolgt - als Ergänzung zur persönlichen Beratung durch den Firmenkundenbetreuer. Das Onlineangebot im Bereich digitaler Anlage- und Finanzierungsservices wird weiter ausgebaut. Somit kann der Kunde immer mehr Standardprodukte - als Alternative beziehungsweise Ergänzung zur klassischen Beratung - auch per Internet anfragen und abschließen. Im Kontext API-Banking (Application Programming Interface) ist geplant, erste Prototypen zu entwickeln. Mit diesem Konzept wird es Marktteilnehmern zukünftig ermöglicht, ihre Systemlandschaft mit der Commerzbank zu verbinden und auf dieser Basis neue oder integrierte Services anzubieten beziehungsweise zu nutzen. Darüber hinaus werden weiterhin vertriebliche Prozesse digital unterstützt, um Kundengespräche noch passgenauer, flexibler und effizienter zu gestalten. Für unsere Kunden bedeutet dies, dass sie zukünftig noch schneller, flexibler und zielgerichteter betreut werden. Asset & Capital RecoveryIn dem erstmals zum ersten Quartal 2016 ausgewiesenen Segment Asset & Capital Recovery (ACR) sind die komplexeren Finanzierungen aus den Bereichen Commercial Real Estate (CRE), Ship Finance (SF) und Public Finance (PF) enthalten. Die Abbaustrategie des Segments ACR zielt auf die systematische, wertschonende und risikominimierende Abwicklung der einzelnen Segmentportfolios ab, um im Zeitablauf durch den Asset-abbau Kapital zur Verwendung in renditestärkeren Geschäftsfeldern freizusetzen. ErgebnisentwicklungTabelle 11scroll
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Anpassung aufgrund geändertem Ausweis sowie
diverser Restatements (siehe Anhang Seite 139 ff.) Seit der Übertragung von Aktiva hoher Kreditqualität und niedriger Ertragsvolatilität mit Wirkung vom 1. Januar 2016 aus dem früheren Segment Non-Core Assets (NCA) in verschiedene Banksegmente haben wir die im Segment Asset & Capital Recovery (ACR) verbliebenen Aktiva - im Wesentlichen komplexere Teilportfolios mit langen Restlaufzeiten - weiter abgebaut. Das Gesamtvolumen (Exposure at Default, inklusive Problemkredite) reduzierte sich im Gesamtjahr 2016 um mehr als 2 Mrd. Euro auf 16,2 Mrd. Euro. Insbesondere in den Bereichen gewerbliche Immobilienfinanzierung und Schiffsfinanzierung - hier trotz eines gegenläufig wirkenden Fremdwährungseffekts sowie unverändert sehr schwierigen Schiffsmärkten - konnten die Kreditportfolios weiter signifikant verringert werden. Für Staatsfinanzierungen des Bereichs Public Finance, die überwiegend zum Teil sehr lange Restlaufzeiten aufweisen, besteht grundsätzlich die Strategie des Haltens bis zur Endfälligkeit. Das Segment ACR wies im Geschäftsjahr 2016 ein negatives Operatives Ergebnis in Höhe von -514 Mio. Euro aus, nach -466 Mio. Euro im Jahr 2015. Die gesamten Erträge vor Risikovorsorge stiegen um 137 Mio. Euro auf 213 Mio. Euro. Einen maßgeblichen Beitrag dazu leistete die teilweise Wertaufholung auf das frühere Engagement in der HETA Asset Resolution AG (Heta) in Höhe von 135 Mio. Euro. Im Vorjahr war noch ein substanzieller Aufwand für die Wertkorrektur auf dieses Engagement um die Hälfte angefallen. Im Zins- und Handelsergebnis war ein Ertragsrückgang um 146 Mio. Euro auf 85 Mio. Euro auszuweisen. Dieser stand maßgeblich in Verbindung mit im Jahr 2015 angefallenen Zusatzerträgen aus Maßnahmen zur Restrukturierung von Refinanzierungsmitteln, die sich im Berichtszeitraum nicht wiederholten. Mit dem fortschreitenden Portfolioabbau geht auch eine Verringerung der laufenden Zinserträge einher. Das mit 141 Mio. Euro ins Positive gedrehte Ergebnis aus Finanzanlagen, nach - 207 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, spiegelt die beschriebenen Wertschwankungen der mittlerweile vollständig abgebauten Bestände an Heta-Anleihen wider. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft in Höhe von - 599 Mio. Euro, nach - 361 Mio. Euro im Jahr 2015, wurde zum größten Teil für Schiffsfinanzierungen verwendet. Gewerbliche Immobilienfinanzierungen erforderten dagegen nur niedrige Wertberichtigungen in einer vergleichbaren Größenordnung wie im Vorjahr. Für den um 29,3 % stark verringerten Verwaltungsaufwand in Höhe von 128 Mio. Euro waren das im Jahresvergleich weiter rückläufige ACR-Portfolio sowie erheblich angepasste Mitarbeiterkapazitäten verantwortlich. Insgesamt erzielte das Segment ACR im Berichtszeitraum 2016 ein negatives Ergebnis vor Steuern von - 514 Mio. Euro. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum, in dem Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 16 Mio. Euro enthalten waren, hat sich der Verlust damit um rund 7 % erhöht. Wesentliche Entwicklungen im GeschäftsjahrAbbaustrategie weiter fortgesetztIm ersten Quartal 2016 erfolgte die geplante Übertragung eines Teils der verbliebenen Vermögenswerte des ehemaligen Segments Non-Core Assets (NCA) in die damaligen Segmente Privatkunden und Mittelstandsbank sowie in den Bereich Sonstige und Konsolidierung. Dabei handelte es sich um ausnahmslos nicht wertberichtigte Aktiva mit guten internen Ratings. Kriterien für den Übertrag der Aktiva waren Kreditqualität, Ertragsvolatilität sowie Integrierbarkeit in die Refinanzierungs- und Liquiditätsstruktur der betroffenen Einheiten. Im neuen, in Asset & Capital Recovery (ACR) umbenannten Segment sind im Wesentlichen komplexe Teilportfolios mit langen Laufzeiten in der Größenordnung von anfänglich rund 18 Mrd. Euro (EaD inklusive NPL) verblieben, die die genannten Abgrenzungskriterien nicht oder nur teilweise erfüllen. In die ehemalige Mittelstandsbank ist ein maßgeblicher Teil der gewerblichen Immobilien- sowie Schiffsfinanzierungen (EaD: rund 8 Mrd. Euro) überführt worden, während der Bereich Sonstige und Konsolidierung den größeren Teil der Public-Finance-Portfolios (EaD: rund 36 Mrd. Euro) aufgenommen hat. In geringem Volumen (EaD: rund 2 Mrd. Euro) hat auch das Segment Privatkunden private Immobilienkredite übernommen. Für alle im Segment ACR gebündelten Aktiva wird im Rahmen einer umfassenden Steuerung die Abbauplanung für alle ACR-Portfolios erstellt. Der Fokus des Portfolioabbaus liegt auf der Reduzierung des EaD (inklusive NPL). Dabei wird dem Abbau von risikoreicheren Aktiva Priorität eingeräumt. Das ACR-Management verfügt über ein effizientes Instrumentarium zur Portfolioreduzierung. Neben aktiven Restrukturierungen und der Nutzung von Marktopportunitäten ermöglicht der in den vergangenen Jahren intensivierte Zugang zu Investoren und Kapitalmärkten einen gezielten Aktivaabbau durch Teilportfolioverkäufe, sofern dadurch Kapital freigesetzt werden kann. Der wertschonende Bestandsabbau im Geschäftsjahr 2016 spiegelt sich in dem im Vorjahresvergleich um 12 % auf rund 16 Mrd. Euro reduzierten EaD (inklusive NPL) des Segments ACR wider. Das EaD-Volumen des CRE- und Ship-Finance-Portfolios lag per Ende 2016 bei rund 7 Mrd. Euro. Die risikogewichteten Aktiva (RWA) sanken im Vergleich zum Vorjahr um 1 Mrd. Euro auf 21 Mrd. Euro. Die besicherte Refinanzierung im Segment ACR erfolgt über Lettres de Gage Publiques und Schiffspfandbriefe. Daneben dienen auch Repo-Geschäfte für Wertpapiere der Refinanzierung des Bestands. Die Optimierung der Refinanzierungsstruktur - unter anderem durch aktives Deckungsstockmanagement - ist ein wichtiger Bestandteil der Abbaustrategie. Dem Segment ACR stehen weiterhin in ausreichendem Maße gut qualifizierte Mitarbeiter mit langjährigen Erfahrungen in den Assetklassen zur Verfügung. Die operative Stabilität der Einheiten des Segments ACR ist gewährleistet. Commercial Real EstateIm Geschäftsjahr 2016 wurde das CRE-Gesamtvolumen (EaD, inklusive NPL) durch aktives Management um 0,7 Mrd. Euro (- 21 %) auf 2,5 Mrd. Euro weiter abgebaut. Dabei ging das EaD in CRE Inland, das noch rund 33 % des CRE-Gesamt-Exposures umfasst, um 41 % auf 0,8 Mrd. Euro zurück. Beim CRE-Auslands-Exposure, auf das rund 67 % des Gesamt-CRE-Portfolios entfallen, reduzierte sich das EaD im Laufe des Jahres 2016 um 5 % auf 1,6 Mrd. Euro. Das Gesamtportfolio nach Nutzungsarten setzt sich wie folgt zusammen: die größten Anteile des Exposures entfallen auf die Teilportfolios Büro (0,5 Mrd. Euro), Handel (1,2 Mrd. Euro) und Logistik (0,3 Mrd. Euro). Ship FinanceIm Geschäftsjahr 2016 konnte das in ACR verbuchte Bestandsvolumen (EaD inklusive NPL) der ehemaligen Deutschen Schiffsbank AG von 6,1 Mrd. Euro um 1,3 Mrd. Euro auf 4,8 Mrd. Euro reduziert werden. Da das Portfolio überwiegend in US-Dollar denominiert ist, ist der Nettorückgang um 22 % durch die Abwertung des Euro im Jahresverlauf vor allem gegenüber der US-Währung unterzeichnet. Bei unveränderten Wechselkursen hätte ein um 0,1 Mrd. Euro höherer Portfolioabbau ausgewiesen werden können. Im Abbaufokus des Jahres 2016 stand neben dem fortschreitenden Abbau von Problemkrediten auf Einzelkreditebene der Verkauf ausgewählter Kredite aus dem Bereich der vertragsgemäß bedienten Kredite. Die Geschwindigkeit des zukünftigen Portfolioabbaus hängt weiterhin maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Schifffahrtsmärkte ab, deren Gesamtverfassung sich auch im Jahr 2016 nicht verbessern konnte. Das Portfolio verteilt sich hauptsächlich auf die drei Standardschiffstypen Containerschiffe (1,7 Mrd. Euro), Tanker (1,0 Mrd. Euro) und Massengutfrachter (1,1 Mrd. Euro). Das restliche Portfolio (1,0 Mrd. Euro) beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über die verschiedenen Schiffssegmente. Public FinanceDie Bestände im Bereich Public Finance umfassen im Wesentlichen Forderungen gegenüber Gebietskörperschaften, anderen öffentlichen oder öffentlichnahen Institutionen, Gesellschaften oder Finanzierern. Primär durch Fälligkeiten bedingt sank das EaD im abgelaufenen Geschäftsjahr um 0,3 Mrd. Euro auf 9,0 Mrd. Euro. Das überwiegende Exposure liegt in Westeuropa und Nordamerika. Ausblick Asset & Capital RecoveryAuch weil das Segment ACR schon in der Vergangenheit einen hohen Anteil an Aktiva von hoher Qualität beinhaltete, konnten nicht zum Kerngeschäft zählende Portfolios und damit verbundene Risiken weiterhin kontinuierlich reduziert werden. Die Abbaustrategie für das Segment ACR wird auch in den nächsten Jahren konsequent fortgeführt. Die Zielsetzung des wertschonenden, im Zeitablauf vollständigen und Kapital freisetzenden Abbaus der verbliebenen Bestandsportfolios und Restrisiken bleibt unverändert bestehen. Von Möglichkeiten des Asset- beziehungsweise des Portfolioverkaufs wird weiterhin dann Gebrauch gemacht, wenn der Verkauf ökonomisch sinnvoll ist. Per Jahresende 2019 strebt das Segment ACR eine weitere substanzielle Verringerung des Bestandsportfolios in den Bereichen CRE und SF auf ein niedriges einstelliges Milliardenniveau an. Im Vergleich zum Startwert zum Übertragungszeitpunkt von knapp 10 Mrd. Euro entspricht dies mindestens einer Verringerung um rund die Hälfte. Das über 2016 hinaus bestehende Niedrigzinsumfeld und der Anlagedruck bei Groß- wie auch Kleinanlegern fachen die relative Attraktivität der Assetklasse Immobilien vor allem im Euroraum weiter an. Es werden stabile Marktbedingungen für einen kurz- bis mittelfristigen Prognosezeitraum erwartet. Die Märkte für Containerschiffe und Massengutfrachter bleiben weiterhin durch Überkapazitäten geprägt, was sich unverändert in sehr niedrigen Charterraten widerspiegelt; erst gegen Ende 2016 konnten sich die Charterraten für Massengutfrachter von ihren historischen Tiefstständen zu Jahresbeginn erholen. Ebenfalls im Jahr 2016 kamen die Charterraten für Tankschiffe unter Druck, wobei die Situation hier aufgrund der guten Marktverfassung in den Jahren 2014 und 2015 nicht so schwierig war wie bei Containerschiffen und Massengutfrachtern. Dadurch kann ein Teil der Finanzierungen der von der Krise betroffenen Schiffe nicht mehr vertragskonform bedient werden. Eine substanzielle Änderung der Lage ist nicht abzusehen, sodass sich die Schiffsmärkte auch im Jahr 2017 voraussichtlich nicht nachhaltig erholen werden. Die künftige Entwicklung des Public-Finance-Portfolios ist von den politischen, ökonomischen und monetären Entwicklungen, insbesondere in Europa und den USA, abhängig. Der Bereich Public Finance wird auch künftig sich bietende Gelegenheiten zum risikoorientierten und ergebnisschonenden Asset- und Portfolioabbau suchen und nutzen. Sonstige und KonsolidierungIn den Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen eingestellt, die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige wird über Beteiligungen, die nicht den Geschäftssegmenten zugeordnet sind, übergeordnete Konzernsachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für konzernübergreifende Projekte, Effekte aus der Purchase Price Allocation im Zusammenhang mit der Übernahme der Dresdner Bank sowie spezifische, nicht den Segmenten zuzuordnende Einzelsachverhalte und das Group Treasury berichtet. Ferner sind hier die Kosten der Unterstützungsfunktionen abgebildet, die - mit Ausnahme von Restrukturierungsaufwendungen - im Wesentlichen auf die Segmente verrechnet werden. Unter Konsolidierung fallen Aufwendungen und Erträge an, die von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen der internen Managementberichterstattung auf den Konzernabschluss nach IFRS überleiten. Ferner sind hier die Kosten der Stabs- und Steuerungsfunktionen abgebildet, die - mit Ausnahme von Restrukturierungsaufwendungen - ebenfalls im Wesentlichen auf die Segmente verrechnet werden. Das Operative Ergebnis des Jahres 2016 betrug - 453 Mio. Euro gegenüber - 338 Mio. Euro im Vorjahr. Der Rückgang um 115 Mio. Euro ist in erster Linie auf die Entwicklung des Group Treasury zurückzuführen, das das sehr gute Vorjahresergebnis nicht wieder erreichen konnte. Unter Berücksichtigung von Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 107 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Optimierung interner Abläufe belief sich das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und Konsolidierung im Jahr 2016 auf - 560 Mio. Euro, nach - 379 Mio. Euro im Jahr 2015. Unsere MitarbeiterEngagierte und kompetente Mitarbeiter tragen maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg der Commerzbank bei. Mit unserer Personalarbeit sorgen wir dafür, dass unsere Mitarbeiter dort arbeiten, wo sie ihre Fähigkeiten im Hinblick auf den Bedarf der Bank am besten entfalten können. Unser Anspruch ist es, mit unseren Arbeitsbedingungen und Entwicklungsperspektiven ein attraktives Umfeld für unsere Mitarbeiter zu schaffen. Gleichzeitig stellen wir uns den Anforderungen, die sich aus dem neuen Geschäftsmodell der Bank ergeben. Im Mittelpunkt unserer Unternehmenskultur stehen ein einheitliches Führungsverständnis und unsere Com-Werte sowie unsere Verhaltensgrundsätze, die gerade in Zeiten der Veränderung Stützpfeiler eines fairen und kompetenten Umgangs miteinander sowie mit unseren Kunden und Geschäftspartnern sind. Tabelle 12scroll
Zum Jahresende 2016 waren im Commerzbank-Konzern 49.941 Mitarbeiter beschäftigt. Gegenüber dem Jahresende 2015 entspricht dies einem Rückgang um 1.364 Beschäftigte. Auf Vollzeitkräfte umgerechnet lagen die Mitarbeiterkapazitäten bei 44.267 gegenüber 45.419 im Vorjahr. Die folgende Tabelle zeigt die Vollzeitbeschäftigten zum Jahresende nach Segmenten beziehungsweise nach Stabs-/Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen. Die Stabs-/Steuerungsfunktionen erfüllen zentrale Aufgaben im Rahmen der Konzernsteuerung. Die Unterstützungsfunktionen stellen den reibungslosen Geschäftsablauf des operativen Bankbetriebs sicher. Die Kosten der Stabs-/Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen werden mittels interner Verteilungsschlüssel im Wesentlichen auf die Segmente verrechnet. Tabelle 13scroll
Mit rund 75 % ist der größte Teil der Mitarbeiter des Konzerns in Deutschland beschäftigt. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in der Commerzbank Aktiengesellschaft (Inland) beträgt rund 20 Jahre, 20 % der Beschäftigten sind bis zu 9 Jahren im Unternehmen angestellt, 30 % zwischen 10 und 19 Jahren und die Hälfte 20 Jahre und mehr. Die Fluktuationsquote lag 2016 bei 3,7 %, nach 3,2 % im Jahr 2015. Personalbereich begleitet Strategieprozess der BankDie Commerzbank hat im Berichtsjahr ihre Strategie "Commerzbank 4.0" bekannt gegeben. Unsere neue Strategie erfordert den konsequenten Umbau der Bank. Die Personalarbeit trägt maßgeblich dazu bei, das Geschäftsmodell erfolgreich umzusetzen. Personalabbau ist nicht das Ziel, aber als ein Ergebnis dieses Umbaus zur "Commerzbank 4.0" nicht zu vermeiden. Der Personalbereich berät und begleitet die Segmente der Bank in ihren Veränderungsprozessen und unterstützt bei Gremienverhandlungen. Um den Personalabbau möglichst sozialverträglich zu gestalten, werden wir alle personalwirtschaftlichen Instrumente verantwortungsbewusst und professionell einsetzen. Orientierung geben und "Culture of Integrity" nachhaltig verankernDie Umsetzung unserer strategischen Ziele geht mit weitreichenden Veränderungen in der Bank einher. Dies begleiten wir in unserer Personalarbeit, indem wir Führungskräfte und Mitarbeiter professionell beraten und unterstützen. Mit unseren werteorientierten und verbindlichen Leitlinien für das Führungsverhalten in der Bank schaffen wir einen einheitlichen Standard und unterstützen den kompetenten und fairen Umgang von Mitarbeitern und Führungskräften. Mit den ComWerten und den Verhaltensgrundsätzen, die unsere Unternehmenskultur auszeichnen, sind wir gut aufgestellt, um den Veränderungsprozess der Bank erfolgreich umzusetzen. Darüber hinaus nimmt der Personalbereich eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung von Compliance-Maßnahmen ein. Dies reicht vom Einstellungsprozess über Compliance-Schulungen bis hin zu einer nachhaltigen Verankerung unserer Verhaltensgrundsätze und damit zur Stärkung einer "Culture of Integrity" in der Bank. Personalarbeit richtet sich an Zielen der Bank ausDie Personalarbeit richtet sich konsequent an den strategischen Zielen und dem Geschäftsmodell der Bank aus. Die Commerzbank hat ihre personalpolitischen Pfeiler 2015 neu definiert und den Personalbereich im Berichtsjahr zukunftsgerichtet aufgestellt. Besonderer Fokus lag dabei auf einer effizienten und kundenorientierten Organisation und Arbeitsweise. So haben wir bereits zahlreiche Prozesse standardisiert, digitalisiert und zum Teil ausgelagert. Darüber hinaus unterstützt uns die strategische Personalplanung dabei, die mittel- bis langfristigen Veränderungen von Personalbestand und -bedarf systematisch und regelmäßig zu beleuchten. Über modellgestützte Simulationen können wir frühzeitig Steuerungsimpulse dafür geben, wie viele Mitarbeiter mit welchen Fähigkeiten wir wann und wo in der Bank benötigen. Der Personalbereich trägt so dazu bei, dass die Bank zukunfts- und wettbewerbsfähig bleibt. Potenziale bestmöglich erkennen und nutzenDer Wandel im Bankenumfeld wirkt sich auch auf das Arbeitsumfeld aus. Lebenslanges Lernen gilt als der Schlüssel, um langfristig erfolgreich zu sein. Gerade in einer vom Umbruch geprägten Branche brauchen wir Mitarbeiter, die ihre Fähigkeiten kontinuierlich überprüfen und ausbauen. Mit entwicklungsorientierten Verfahren und individueller Qualifizierung gehen wir neue Wege bei der Auswahl, Besetzung und Entwicklung von Führungskräften und Projektmanagern. Zudem haben wir mit dem Kompetenz-Dialog bankweit einheitliche Standards für die Qualifizierung und Entwicklung von Mitarbeitern geschaffen. Mitarbeiter und Führungskraft setzen sich gezielt mit den Kompetenzen des Mitarbeiters auseinander. So können wir frühzeitig ermitteln, welche Qualifizierungen und Entwicklungen notwendig sind, und die erforderlichen Kompetenzen der Mitarbeiter auf- und ausbauen. Im laufenden Berichtsjahr haben rund 17.000 Mitarbeiter am Kompetenz-Dialog teilgenommen und ihre berufliche Fitness eingeschätzt. Damit haben wir die Weichen gestellt, um Potenziale bestmöglich zu erkennen und zu fördern. Bank und Mitarbeiter setzen sich für eine stabile Altersversorgung einDie betriebliche Altersversorgung ist ein wichtiger Stützpfeiler unserer personalwirtschaftlichen Zusatzleistungen. Um die Versorgung auch in dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld zu gewährleisten, haben die Mitglieder des BVV (BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a. G. und BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e. V.) beschlossen, die Garantieverzinsung in den Altverträgen für zukünftige Beiträge zu senken und so die Altersversorgung zu stabilisieren. In der Commerzbank haben die Mitglieder arbeitgeber- und arbeitnehmerseitig dieser Maßnahme im Berichtsjahr mit großer Mehrheit zugestimmt. Die dadurch reduzierten garantierten Rentenanwartschaften kompensiert die Bank vollständig und bekräftigt damit, wie wichtig ihr eine stabile Altersversorgung ihrer Mitarbeiter ist. Vorurteilsfreies Arbeitsumfeld schafft Akzeptanz und VertrauenVielfalt prägt unsere Unternehmenskultur und ist integraler Bestandteil unserer Personalarbeit. Wir fördern die Vielfalt und individuelle Entfaltung unserer Mitarbeiter, denn wir sind überzeugt, davon auch als Unternehmen zu profitieren. In diesen Themen wollen wir uns weiterhin klar positionieren und diese noch stärker bei unseren Führungskräften und Mitarbeitern verankern. Zum zehnjährigen Jubiläum des Vereins "Charta der Vielfalt e. V." hat die Commerzbank im September des Berichtsjahres die "Vielfaltswerkstatt" der Charta der Vielfalt ausgerichtet und dazu den vierten Diversity-Tag mit zahlreichen Aktionen und Workshops rund um das Thema Digitalisierung in Frankfurt für die Mitarbeiter organisiert. Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf fördert Leistung für die BankWir möchten, dass unsere Mitarbeiter ihre beruflichen und privaten Belange bestmöglich vereinen können. Diese Balance wird auch für Väter immer wichtiger. Das von der Commerzbank initiierte Netzwerk "Fokus Väter" liefert seit mehreren Jahren einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit in Unternehmen. Die Anzahl der Väter, die Elternzeit nimmt, flexibel arbeitet oder Teilzeit nutzt, steigt kontinuierlich an. So haben im Berichtsjahr allein 16,9 % der Väter im Durchschnitt 2,2 Monate Elternzeit genommen. Wir sind der Meinung, dass Mitarbeiter, die Beruf und Familie gut miteinander vereinbaren können, motivierter und leistungsstärker sind. Aus diesem Grund unterstützen wir Väter und Mütter mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, Homeoffice-Möglichkeiten und Betreuungsangeboten für Kinder. Darüber hinaus bieten wir Informationsveranstaltungen und die Gelegenheit, sich innerhalb und außerhalb der Bank zu diesen Themen zu vernetzen. Auch die Pflege von Angehörigen ist uns wichtig. Deshalb hat die Commerzbank in Deutschland eine einzigartige Bandbreite von Angeboten für ihre Mitarbeiter und bietet bereits seit Jahren in Kooperation mit professionellen Partnern umfangreiche Hilfestellungen und Angebote rund um das Thema Pflege. Commerzbank-Mitarbeiter hatten im Berichtsjahr erstmals die Möglichkeit, an einem bundesweiten Onlineseminar teilzunehmen, um sich praktische Tipps zur Pflege von Angehörigen zu holen. Frauen in FührungspositionenDas Thema "Frauen in Führungspositionen" war - wie schon im Vorjahr - auch 2016 wichtiger Anspruch der Commerzbank an sich selbst. Mit einer Quote von 29,8 % hat die Bank im Berichtsjahr mehr Frauen in Führungspositionen als 2015 beschäftigt. Unser Ziel ist es, den Anteil von Frauen in Führungspositionen weiter zu steigern. Wir verfolgen dabei den Ansatz, dass eine Position alleine nach der Qualifikation und Kompetenz des Mitarbeiters besetzt werden sollte. Rahmen für gesundes ArbeitenWir sind davon überzeugt, dass Mitarbeiter langfristig nur dann motiviert und leistungsfähig bleiben, wenn sie körperlich, geistig und sozial gesund sind. Mit unserem ganzheitlichen und nachhaltigen Ansatz beim betrieblichen Gesundheitsmanagement fördern wir daher ein gesundes Arbeiten und Leben unserer Mitarbeiter. Unser Angebot ist vielseitig und umfasst unter anderem die Themen Bewegung, Ernährung, Stressmanagement und Suchtprävention. So haben wir etwa einen Anreiz für die Bewegung unserer Mitarbeiter geschaffen und uns bereits zum dritten Mal am weltweiten Schrittwettbewerb Global Corporate Challenge (GCC) beteiligt. Gemeinsam übertrafen die Mitarbeiter der Commerzbank das gesetzte Ziel, 100 Tage lang mindestens 10.000 Schritte zu gehen. Nicht nur die körperliche, auch die psychische Gesundheit unserer Mitarbeiter ist uns sehr wichtig. So finden Commerzbank-Mitarbeiter in schwierigen Berufs- und Lebenssituationen zum Beispiel über das "Employee Assistance Program" (EAP) kompetente Beratung. Die soziale Gesundheit wird in den bundesweit rund 160 Betriebssportgruppen mit über 16.000 Mitgliedern in mehr als 50 Sportarten gefördert. VergütungDie Offenlegung der Vergütung aller Mitarbeiter unterhalb der Vorstandsebene erfolgt aufgrund der erhöhten Bedeutung, die sich aus erweiterten regulatorischen Anforderungen ergibt, in Form eines eigenständigen Berichts (Vergütungsbericht gemäß § 16 Institutsvergütungsverordnung). Dieser wird auf der Internetseite der Commerzbank unter www.commerzbank.de jährlich veröffentlicht. Prognose- und ChancenberichtKünftige gesamtwirtschaftliche SituationDie Entwicklung der Weltwirtschaft wird auch 2017 sowohl von geopolitischen Risiken als auch von der wirtschaftlichen Entwicklung der Schwellenländer geprägt sein. Im Fokus steht dabei weiterhin China. Dort haben die ineffizienten Staatsunternehmen ihre Investitionen weiter kräftig erhöht, obwohl ihre Gewinne nicht gestiegen sind. Finanziert werden die Investitionen von den staatlichen Banken - zulasten der gesunden privaten Unternehmen. Dies dürfte die chinesische Volkswirtschaft auf Jahre schwächen. Aber auch für die anderen Schwellenländer bleibt der Ausblick für 2017 verhalten, denn mit höheren Leitzinsen in den USA endet auch bei ihnen die Dekade des billigen Geldes. Allein in den Ländern, deren Exporte durch Rohstoffe dominiert werden, dürfte sich die wirtschaftliche Lage aufhellen. Denn sie sollten von der fortgesetzten Erholung der Rohstoffpreise profitieren. In den USA rechnen wir 2017 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,3 %. Die Inlandsnachfrage dürfte wieder etwas stärker zunehmen. Der Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik wird dabei noch nicht stärker zum Tragen kommen. Die im Wahlkampf versprochenen Steuersenkungen dürften kaum in vollem Umfang umzusetzen sein, weil das Haushaltsdefizit dann zu stark steigen würde. Außerdem dürften die Steuern erst in der zweiten Hälfte 2017 oder Anfang 2018 sinken. Auch die Nachfragewirkungen der geplanten Infrastrukturinvestitionen werden sich wohl in Grenzen halten. Die amerikanische Notenbank wird wohl die Leitzinsen 2017 weiter erhöhen, denn die US-Wirtschaft nähert sich der Vollbeschäftigung. Die Löhne steigen bereits stärker und signalisieren eine mittelfristig höhere Inflation. Tabelle 14scroll
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Werte für die Jahre 2017 und 2018 jeweils
Prognosen der Commerzbank. Im Euroraum dürfte die Wirtschaft 2017 trotz der ungelösten Probleme in den Schwellenländern mit 1,8 % etwas stärker wachsen als 2016. Denn die lockere Geldpolitik der EZB kommt mehr und mehr in der Realwirtschaft an. So machen die niedrigen Zinsen die immer noch hohe Verschuldung vieler Unternehmen und privater Haushalte tragbarer. Dank des ordentlichen Wirtschaftswachstums wird die Arbeitslosigkeit weiter sinken. Der schwache Lohnauftrieb dürfte hierdurch aber kaum angefacht werden. Entsprechend wird auch der unterliegende Preisauftrieb schwach bleiben. Dennoch wird die Entwicklung der Energiepreise die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2017 auf deutlich über 1 % steigen lassen. Das Votum der Briten für einen Austritt ihres Landes aus der EU wird die Konjunktur im Euroraum nicht stärker beeinträchtigen. Zum einen werden bis zum tatsächlichen Austritt wohl noch mehrere Jahre vergehen. Zum anderen gehen wir davon aus, dass es am Ende zu einer Einigung mit der EU kommt, die die wirtschaftlichen Verwerfungen minimiert. Die deutsche Wirtschaft dürfte 2017 mit 1,6 % schwächer expandieren als 2016. Doch dies ist allein auf die im Vergleich zu 2016 geringere Zahl an Arbeitstagen zurückzuführen. Getragen wird der Aufschwung weiterhin vom Konsum. Zwar werden die Löhne wegen der höheren Inflation real schwächer steigen als 2016. Doch dank der weiter zunehmenden Beschäftigung dürfte der private Konsum ähnlich zulegen wie 2016. Aber unter der glänzenden Oberfläche kommt es zunehmend zu Fehlentwicklungen. Die Lohnstückkosten der deutschen Unternehmen steigen bereits seit sechs Jahren stärker als im Rest der Währungsunion. Und am Immobilienmarkt - insbesondere in den Ballungsräumen -treiben die niedrigen Zinsen die Preise in die Höhe. Die Zinswende in den USA und die unverändert expansive Geldpolitik der EZB werden auch 2017 das Bild an den Finanzmärkten prägen. Die Renditen 10-jähriger Bundesanleihen dürften schwächer steigen als die Rendite entsprechender US-Papiere. Der DAX sollte 2017 unter starken Schwankungen weiter zulegen. Denn die zementierte Nullzinspolitik der EZB lässt den DAX mit einer Dividendenrendite von knapp 3 % attraktiv erscheinen, was Raum für ein weiter steigendes Kurs-Gewinn-Verhältnis schafft. Der Euro-Dollar-Wechselkurs dürfte 2017 nicht mehr stark abwerten, denn die Märkte haben bereits ausreichend viele Zinserhöhungen der US-Notenbank eingepreist. Tabelle 15scroll
Künftige Situation der BankbrancheUnsere Einschätzung hinsichtlich der zu erwartenden mittelfristigen Entwicklung der Bankbranche hat sich gegenüber den von uns im Zwischenbericht zum 30. Juni 2016 getroffenen Aussagen nicht wesentlich verändert. Das weiterhin eher niedrige Zinsniveau und die verhaltene globale Wirtschaftsentwicklung prägen das internationale Umfeld des Bankgeschäfts. Erhöhte politische Unsicherheiten in den entwickelten Volkswirtschaften und andauernde Fragilität in den aufstrebenden Volkswirtschaften bergen die Gefahr, dass Risiken global sehr plötzlich neu bewertet werden und es abrupt zu Ansteckungseffekten kommt. Das neue Konjunktur- und Inflationsbild für die USA scheinen die Märkte schon weitgehend eingepreist zu haben. Die Sorgen um die Tragfähigkeit hoher öffentlicher und privater Schuldenstände flammen immer wieder auf, wodurch sich die Kreditrisiken der Banken, die bisher im hohen Maße zur Ertragstabilisierung beigetragen haben, erhöhen können; bereits jetzt zeigt sich die Aufsicht über das Ausmaß leistungsgestörter Kredite in einigen Euroländern beunruhigt. Die Niedrigzinspolitik hat in einigen Ländern eine heilsame Bilanzbereinigung behindert und die hohen Schulden werden die Konjunktur im Euroraum auf Jahre hinaus dämpfen. Der zukünftige Kurs der Bankenregulierung auf globaler Ebene ist nach der US-Wahl zudem unsicherer geworden, Änderungen bei der Verwendung eigener Modelle zur Berechnung des Eigenkapitalbedarfs könnten negative Auswirkungen auf europäische Banken haben und regulatorische Unsicherheiten durch ausbleibende internationale Einigung können die Funktionsfähigkeit des Bankensektors belasten. Ein bevorstehendes "Ende der Ära der Regulierung", wie sie zuletzt gelegentlich postuliert wurde, ist daher nicht zu erwarten. Politische Entwicklungen und Ereignisse haben - wie bereits erwähnt - für das Umfeld des Bankgeschäfts erheblich an Bedeutung gewonnen. Zu der Finanz- und Schuldenkrise und den wachsenden geopolitischen Risiken sind gesellschaftliche Entwicklungen wie Desintegration und Nationalismus hinzugetreten, die das Potenzial haben, wichtige Kunden der Finanzwirtschaft wie (private und unternehmerische) Investoren und Exporteure immer wieder zu verunsichern, zumal sie fundamentale Grundausrichtungen der Wirtschaftspolitik - wie den freien Welthandel und die europäische Integration - infrage stellen und disruptive Risiken schaffen. An den Märkten zeigt sich zudem eine anhaltende Unsicherheit über die Kapitalausstattung und Ertragslage der europäischen Banken. Die einzelnen Geschäftsmodelle zur nachhaltigen Gewinnerzielung und die Belastungsfähigkeit im Niedrigzinsumfeld bleiben im Fokus. Es bleibt eine wesentliche Herausforderung der Banken, ihre Geschäftsmodelle - angesichts fortbestehender Überkapazitäten in einigen Ländern, auch im Zusammenspiel mit neuen technologiegetriebenen Wettbewerbern - den veränderten Bedingungen anzupassen, Kosten zu senken und die Profitabilität zu erhöhen. Hierzu ist es erforderlich, die Modernisierung des Bankbetriebes konsequent voranzutreiben und ausreichende Kapazitäten für die Digitalisierung bereitzustellen. Der Bankensektor im Euroraum steckt alles in allem noch mitten in einem längeren Strukturwandel, der durch die krisenhafte Entwicklung der vergangenen Jahre ausgelöst wurde. Der gestärkten Kapitalausstattung stehen abnehmende implizite Staatsgarantien, schärfere Abwicklungsregeln und wachsende Gläubigerbeteiligungen gegenüber. Ein weiterer Abbau des Verschuldungsgrades und die Verbesserung der Qualität der Aktiva in der immer digitalisierteren und automatisierteren Branche bleiben für den Bankensektor wichtige Voraussetzungen, um die höheren Anforderungen der Bankenaufsicht und die Erwartungen der Investoren zu erfüllen. Die Bewältigung des durch Regulierung, Strukturwandel und Wettbewerb verstärkten Drucks auf den Bankensektor wird weiter dadurch erschwert, dass der Spielraum für eine zukünftige Margenstabilisierung aufgrund des immer noch niedrigen (Neu-Anlage-)Zinsniveaus - trotz wohl leicht steigender Langfristrenditen und der leicht steileren Zinsstrukturkurve - begrenzt ist und weitere Entlastungen durch rückläufige Kreditrisikovorsorge unsicher sind. Die verstärkte Nutzung interner und alternativer externer Finanzierungsquellen wird zusammen mit der weiterhin relativ geringen Dynamik der Ausrüstungsinvestitionen einer deutlichen Belebung des Kreditgeschäfts mit Firmenkunden im Wege stehen. Das Auslandsgeschäft dürfte nur begrenzte Impulse erhalten, da der Welthandel lediglich verhalten expandiert. Im Privatkundengeschäft kommen Impulse hierzulande primär von der rekordhohen Erwerbstätigkeit und den immer noch guten Aussichten für das Immobilienkreditgeschäft. Der Anpassungs- und Kostendruck im Kreditgewerbe bleibt aber alles in allem so hoch wie lange nicht. Der Ausblick auf das bankgeschäftliche Umfeld in Polen hat sich durch den neuen wirtschaftspolitischen Kurs eingetrübt. Zwar hat der Plan für die Behandlung der in Schweizer Franken denominierten Hypothekenkredite für Erleichterung gesorgt. Im Zusammenhang mit der eingeführten Bankenabgabe sowie mit anderen möglichen Maßnahmen zur Erhöhung des Staatseinflusses erwarten wir dennoch Belastungen für den Bankensektor. Auch die konjunkturelle Entwicklung in Polen hat zuletzt etwas enttäuscht, was vor allem auf die schwächeren Anlageinvestitionen zurückzuführen ist, die unter anderem von geringeren EU-Mittelzuflüssen beeinträchtigt wurden. Aber auch vom Außenhandel kamen zuletzt keine Wachstumsimpulse und die Wirkung der Sozialtransfers blieb hinter den Erwartungen zurück. Trotz nach unten revidierter Wachstumsprognosen bleibt Polen 2017 auf einem soliden Wachstumskurs. Das prognostizierte Wirtschaftswachstum sollte grundsätzlich zu einem Anstieg des Kreditvolumens führen und die solide Lage der privaten Haushalte und des Unternehmenssektors wird sich in den Risikokosten der Banken positiv widerspiegeln. Erwartete Finanzlage des Commerzbank-KonzernsGeplante FinanzierungsmaßnahmenFür die kommenden Jahre rechnet die Commerzbank mit einem Refinanzierungsbedarf von unter 10 Mrd. Euro am Kapitalmarkt. Die Commerzbank ist mit einer breiten Produktpalette am Kapitalmarkt aktiv. Neben den unbesicherten Refinanzierungsmitteln wie Senior Unsecured und Tier 2 verfügt die Commerzbank bei der Refinanzierung auch über die Möglichkeit, besicherte Refinanzierungsinstrumente, insbesondere Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, zu emittieren. Dadurch hat die Commerzbank einen stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung mit Kostenvorteilen gegenüber unbesicherten Refinanzierungsquellen. Pfandbriefe bilden einen festen Bestandteil im Refinanzierungsmix der Commerzbank. Die Emissionsformate reichen von großvolumigen Benchmarkanleihen bis hin zu Privatplatzierungen. Durch regelmäßiges Überprüfen und Anpassen der für das Liquiditätsmanagement und den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen wird die Commerzbank den Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung tragen und eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur gewährleisten. Geplante InvestitionenFür das Jahr 2017 plant die Commerzbank mit Investitionen in Höhe von knapp 1,2 Mrd. Euro. Davon entfallen auf IT-Investitionen rund 700 Mio. Euro. Die größten Investitionen der Bank betreffen die Themen Digitalisierung mit rund 40 %, Regulatorik mit rund 30 % und Infrastruktur mit knapp 20 %. Privat- und UnternehmerkundenMaßgebend für die Investitionen in der Filialbank 2017 sind die Initiativen im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" sowie die Erfüllung regulatorischer Anforderungen. Unter Digitalisierungsmaßnahmen fallen insbesondere weitere Investitionen in die neue Multikanalplattform ONE. Die Umsetzungsgeschwindigkeit bei Veränderungen dieser Multikanalplattform wird durch eine simplifizierte IT-Landschaft und den konsequenten Ausbau der Funktionalitäten weiter gesteigert. Wartungskosten werden durch Abschaltung einzelner Systeme, konzernweite Nutzung einzelner Komponenten und höhere Standardisierung reduziert. Compliance-Anforderungen können durch die Harmonisierung von Prozessen, Produkten und Services leichter erfüllt werden. Die Plattform ermöglicht die Anbindung zum Beispiel von FinTechs und flexibilisiert damit das Geschäftsmodell. Weitere Investitionen gehen in die Commerzbank-Sales-Plattform. Darüber werden analytisch gewonnene Erkenntnisse zum Bedarf der Kunden den Kanälen wie Filiale, Kundencenter oder Onlinebanking gezielt zugespielt, um eine industrialisierte, skalierte und automatisierte Kundenansprache und -bedienung zu ermöglichen. Passgenaue Angebote, die zielgerichtet und bedarfsspezifisch platziert werden, erhöhen die Kundenzufriedenheit und fördern das Cross- und Upselling. Voraussetzung ist die effiziente Nutzung von Big Data im Rahmen eines digitalen Customer-Relationship-Managements (DCRM). Durch die fundierte Analyse eigener und externer Daten werden nicht ausgeschöpfte Kundenpotenziale identifiziert und passgenaue Angebote generiert. Das analytische DCRM wird ebenfalls für die Lead-Generierung genutzt: Im Kundenpool werden generierte Leads (Interessenten) gesammelt, verwaltet und gezielt bearbeitet. Budgets für Marketing und Vertriebskampagnen können damit gezielter allokiert werden. Im laufenden Jahr 2017 wird außerdem in den Aufbau einer eigenen Ratenkreditplattform investiert. Commerzbank und BNP Paribas haben sich darauf verständigt, das gemeinsame Unternehmen Commerz Finanz GmbH in zwei Teile aufzuspalten. Die Commerzbank plant, 2017 das Ratenkreditgeschäft als ein profitables Wachstumsfeld in die eigenen Bücher zu nehmen. Mit dem "Digitalen Asset-Management" vervollständigt die Commerzbank ihr Depotportfolio und wird dem Kundenwunsch nach digitalen Angeboten auch im Asset-Management gerecht. Im Verlauf des Jahres 2017 wird das Digitale Asset-Management in der comdirect livegeschaltet. Die fristgerechte, kundenorientierte Umsetzung der vielfältigen regulatorischen Anforderungen hat unverändert höchste Bedeutung. Ein wesentlicher Posten der Investitionen fließt in die Umsetzung der Anforderungen an die Geschäftsabläufe aus der 2014 veröffentlichten EU-Richtlinie MiFID II und der unmittelbar geltenden Verordnung MiFIR. Eine schlanke Infrastruktur mit modernen Filialformaten ist einer der Kernpunkte zur Effizienzsteigerung im Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden. Um eine breite Marktabdeckung bei gleichzeitig kosteneffizienter Bewirtschaftung zu ermöglichen, wird auf eine deutliche Differenzierung der Filialformate gesetzt. "Flagship"-Filialen mit vollem Leistungsangebot für alle Kundensegmente sind eingebettet in ein Netz von City-Filialen mit Fokus auf tägliche Serviceleistungen und standardisierte Produkte. Nach der Konzeption 2016 erfolgt im laufenden Jahr mit der Eröffnung weiterer Flagship- und City-Filialen der Rollout der Filialformate. Im Bereich Unternehmerkunden liegt der Fokus im Jahr 2017 auf der Umsetzung des im Zuge von "Commerzbank 4.0" entwickelten Zielbilds. Investitionen fließen dabei im Schwerpunkt in die Weiterentwicklung des digitalen Angebots sowie in den Ausbau des Produktangebots für kleine und mittlere Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2017 wird die mBank ihr organisches Wachstum fortführen und daneben ihr Geschäftsmodell mit Fokus auf Mobile- und Directbanking weiter ausbauen. Die mBank wird auch in Zukunft verstärkt in innovative Finanzdienstleistungen investieren. Die Investitionen 2017 sollen die digitale Kompetenz der mBank als Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Wettbewerb stärken und ausbauen. Daher soll 2017 sowohl bei Privat- als auch Firmenkunden in die Entwicklung des "Mobile-(Banking-)First"-Ansatzes investiert werden, um einen kundenorientierten und multikanalfähigen Zugang zur Bank sicherzustellen und die Nutzung des Mobilebanking-Kanals seitens der Kunden auszuweiten. Beispielsweise sollen die Nutzerfreundlichkeit der Applikationen weiter verbessert, den Kunden neue Analysemöglichkeiten ihrer Finanzsituation zur Verfügung gestellt und die Online-Kommunikation mit dem Kunden ausgebaut werden. Ein sich änderndes Kundenverhalten, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels, erfordert es, ein umfassendes Verständnis der Kunden und ihrer Bedürfnisse zu entwickeln. Dies ist gerade im Hinblick auf die junge Generation entscheidend und spielt eine Schlüsselrolle in der Neukundenakquisition und der Kundenbindung. Gezielte Investitionen sollen dazu beitragen, dass auf Basis des Wissens über die Kunden einerseits ein nachhaltiges Angebot von Lösungen entwickelt wird und andererseits das richtige Angebot zum richtigen Kunden kommt. Die Effizienz der mBank soll durch Investitionen in die Standardisierung und Digitalisierung der Prozesse weiter erhöht und damit die Profitabilität der mBank auch in Zukunft sichergestellt werden. Die Optimierung des Filialnetzes der mBank wird im Rahmen des "One Network"-Projekts fortgesetzt und es sollen weitere Beratungszentren und "Light-Filialen" eröffnet werden. Im Jahr 2017 wird die mBank in einen neuen Hauptsitz für das Privatkundengeschäft in Lodz investieren. Durch eine moderne, kreativitätsfördernde Arbeitsumgebung will die mBank ihre Innovationskultur stärken. Zudem sind Investitionen in die IT-Sicherheit und die Verbesserung der IT-Infrastruktur geplant. FirmenkundenAuch im Jahr 2017 wird mit hoher Priorität in die konsequente Digitalisierung des Firmenkundengeschäfts investiert. Geplant ist ein signifikanter Ausbau des Onlineangebots im Bereich digitaler Anlage- und Finanzierungsservices, sodass Firmenkunden zukünftig mehr Standardprodukte online anfragen und abschließen können. Des Weiteren werden den Betreuern neue Vertriebsanwendungen zur Verfügung gestellt, die neben dem 360-Grad-Blick auf den Kunden auch den Betreuer bei administrativen Tätigkeiten entlasten. Die Inbetriebnahme der neuen Data-Analytics-Plattform soll ebenfalls 2017 erfolgen. Weitere Investitionen fließen in die Umsetzung von regulatorischen Anforderungen zur Marktinfrastruktur sowie zur Sicherstellung einer fairen Beratung im Sinne der MiFID-II- beziehungsweise MiFIR-Anforderungen. Hierzu zählen eine signifikante Erweiterung der Kapazitäten zur Aufbewahrung und Auswertung von Order- und Transaktionsdaten sowie die Erweiterungen der Produktberatungsdokumentation aber auch ein Ausbau der Aufzeichnung und Auswertung von telefonischen Beratungsgesprächen. Die Straffung der Handelsaktivitäten wird mit einer deutlichen Verschlankung der IT-Plattform und der nachgelagerten Funktionen einhergehen. Dafür werden in der Anfangsphase Investitionen notwendig sein, um eine hoch effiziente, über die gesamte Wertschöpfungskette deutlich vereinfachte IT-Landschaft zu schaffen und damit zukünftig signifikante Effizienzgewinne zu erzielen. Auch in die Ausgliederung des Geschäfts mit Aktienprodukten beziehungsweise exotischen Rohstoffprodukten wird investiert, um eine geeignete Infrastruktur für die rechtliche und IT-seitige Separierung zu schaffen. Campus/"Journeys"Die Commerzbank wandelt sich zu einem digitalen Technologieunternehmen, um ihre Dienstleistungen auf Kundenseite deutlich schneller und nach innen effizienter und preiswerter erbringen zu können. Im Kontext der Strategie "Commerzbank 4.0" hat sich die Bank unter anderem als strategisches Ziel vorgenommen, in den nächsten vier Jahren 80 % der relevanten Geschäftsprozesse end-to-end zu digitalisieren. Hierzu wird die Commerzbank im laufenden Jahr an 9 Digitalisierungsgroßprojekten arbeiten. Alleine im ersten Quartal 2017 werden rund 700 Mitarbeiter in den Projekten mitwirken. Die Digitalisierung wird nicht in Form von klassischen Projekten angegangen, sondern in thematisch zusammenhängende Prozessbündel, sogenannte "Master Journeys" zusammengefasst. Hierfür trägt jeweils ein Lead-Executive die Verantwortung. Die Umsetzung wird durch jeweils zwei Vorstandsmitglieder als Paten vorangetrieben. Dabei ist das Ziel nicht im Detail vorgegeben, sondern als Lösungsraum definiert, dem sich die Teams in kurzen Zwischenetappen, sogenannten Sprints, nähern. Strikt einzuhalten ist lediglich der vorgegebene Endtermin. Aktuell laufende Digitalisierungsprojekte wurden bereits in einem Digital Campus gebündelt. Hier werden neue Arbeitsmethoden erprobt und entwickelt. BackofficeIm Backoffice führt die Commerzbank die bereits begonnene Optimierung der IT-Infrastruktur fort. Wesentliche Investitionen fließen in die Zahlungsverkehrs- und Wertpapierplattform. Im Projekt "Strategic Architecture Finance and Risk" (SAFIR) wird die konzernweite Integration der Accounting- und Risikoprozesse, des Meldewesens sowie der Aufbau einer gemeinsamen Risiko- und Finance-Plattform fortgesetzt. Im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der gesetzeskonformen und ethischen Grundsätze wird die Compliance-Funktion weiter gestärkt. Aufgrund stetig wachsender regulatorischer Anforderungen sind für die Commerzbank erhebliche Investitionen zur Erfüllung nationaler und internationaler Vorgaben notwendig. Umfangreiche Reportinganforderungen (zum Beispiel IFRS 9) und die Umsetzung regulatorischer Vorgaben führen zu einem erhöhten Mehraufwand bei der Ermittlung und Meldung von Informationen an die Bankenaufsicht. Voraussichtliche Entwicklung der LiquiditätDer Geld- und Kapitalmarkt der Eurozone war im gesamten Jahr 2016 durch die geldpolitischen Maßnahmen der EZB zur Unterstützung der konjunkturellen Erholung der Eurozone und der Vermeidung von deflationären Tendenzen geprägt. Über das Ankaufprogramm für Wertpapiere stellte die EZB pro Monat zusätzlich 60 Mrd. Euro an Liquidität zur Verfügung und erhöhte ab April den Betrag auf monatlich 80 Mrd. Euro. Dieses monatliche Ankaufvolumen bleibt bis Ende März 2017 bei 80 Mrd. Euro und wird dann auf monatlich 60 Mrd. Euro bis Ende Dezember 2017 reduziert. Zusätzlich plant die EZB, auch Wertpapiere mit einer Rendite unter der Einlagenfazilität anzukaufen und reduziert die Mindestrestlaufzeit im Rahmen des Ankaufprogramms auf ein Jahr. Weiterhin begab die EZB im Rahmen ihrer längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte TLTRO II (Targeted Longer-Term Refinancing Operation) per Dezember 2016 drei Tranchen und stellte dem Bankensektor somit abzüglich der Rückzahlungen aus dem TLTRO I rund 123 Mrd. Euro an Liquidität zur Verfügung. Damit stieg die Überschussliquidität im System kontinuierlich weiter an und lag zum Jahresende 2016 bei rund 1.200 Mrd. Euro. Aufgrund der Fortführung des Ankaufprogramms 2017 erwarten wir einen weiteren Anstieg der Überschussliquidität im Euroraum. Die Transformation in Kreditnachfrage wird weiterhin verhalten bleiben. Insgesamt rechnen wir mit einer weiter abnehmenden Sekundärmarktliquidität für die europäischen Bondmärkte aufgrund der starken EZB-Aktivitäten und des anhaltenden Negativzinsumfeldes für viele Staatsanleihen. Die restriktiven regulatorischen Rahmenbedingungen sowie die EZB-Zinspolitik wirken sich weiterhin stark limitierend auf die Umsätze im Repo-Markt aus. Das Ankaufprogramm der EZB führt zu einer weiteren Verknappung an Collaterals. Aufgrund der hohen Überschussliquidität im Markt ist das Volumen von längerfristigen Wertpapierpensionsgeschäften stark eingeschränkt. Die Liquiditätsentwicklung an den Bondmärkten wird ebenfalls im Wesentlichen durch die Aktivitäten der EZB gekennzeichnet bleiben. Die bereits deutlich reduzierte Liquidität in den Sekundärmärkten wird aufgrund der Situation in den Repo-Märkten sowie aufgrund der EZB-Aktivitäten weiterhin zurückgehen. Wir rechnen weiterhin mit negativen Zinsen im Bereich bis 3 Jahre sowie mit engen Credit Spreads. Das Liquiditätsmanagement der Commerzbank ist auf sich verändernde Marktbedingungen gut vorbereitet und in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren. Die Bank weist eine komfortable Liquiditätssituation auf, die sich gut über den internen Limiten und den gegenwärtig gültigen regulatorischen Anforderungen der Liquiditätsverordnung und der MaRisk bewegt. Unsere Geschäftsplanung ist dahingehend ausgelegt, dass die Liquiditätsausstattung den gegebenen Marktverhältnissen und den damit verbundenen Unsicherheiten Rechnung trägt. Dies wird durch das stabile Franchise im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie den für besicherte und unbesicherte Anleihen zur Verfügung stehenden Geld- und Kapitalmarkt gestützt. Chancenmanagement in der CommerzbankIn den vergangenen Jahren haben sich die Anforderungen an ein modernes, zukunftsfähiges Bankgeschäft spürbar verändert. Der Druck auf die Profitabilität hat sich empfindlich erhöht, sowohl bei den Erträgen als auch bei den Kosten. Während in der Vergangenheit die persönliche Kundenbetreuung ein zentrales Element des Bankgeschäfts war, erwarten unsere Kunden heute eine Multikanalberatung, digitale Finanzangebote und individuelle, maßgeschneiderte Produkte. Diesen Herausforderungen stellen wir uns mit den eingeleiteten und zum Teil bereits erfolgreich umgesetzten strategischen Initiativen. Aber auch immer weiter steigende regulatorische Anforderungen werden uns vor zusätzliche Herausforderungen stellen. Daher ist die laufende Überprüfung interner Prozesse, Strukturen und technischer Plattformen - mit dem Ziel, unsere Aufstellung schlanker, effizienter und kundenorientierter zu machen - kein einmaliges Projekt, sondern eine Daueraufgabe, die uns in den nächsten Jahren fordern wird und mit der wir den spürbar zunehmenden Anforderungen in großen Teilen entgegenwirken wollen. Die im Herbst 2016 verkündete Strategie "Commerzbank 4.0" hat drei Stoßrichtungen. Wir konzentrieren uns erstens auf Geschäfte mit klaren Wettbewerbsvorteilen und trennen uns von Randaktivitäten. Zweitens wandeln wir uns zu einem digitalen Technologieunternehmen. Und drittens gestalten wir die Bank einfacher und erhöhen so unsere Effizienz. Wir verfolgen das Ziel, die führende Bank in Deutschland zu werden - für Privat-, Unternehmer und Firmenkunden. Wir wollen ein modernes und überlegenes Angebot aus digitalen und persönlichen Dienstleistungen vorhalten, ganz nah am Kunden und für den Kunden schnell und effizient in der Abwicklung. Die Bank konzentriert ihre Kundenaktivitäten künftig in zwei starken Vertriebssegmenten - Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden. Das Segment Privat- und Unternehmerkunden wird bis 2020 zur ersten echten digitalen Multikanalbank in Deutschland. Kernpunkte sind dabei digitale und analoge Leistungsangebote, neue Vertriebsplattformen und ein differenziertes Filialkonzept. Unser Filialnetz mit rund 1.000 Standorten behält seine ganz zentrale Rolle. Durch die Kombination digitaler Plattformstrategien mit modernen Filialformaten wollen wir schneller wachsen. Mit der Ende vergangenen Jahres eingeführten Vertriebsanwendung "ONE" haben wir eine einheitliche technische Plattform für den Online- und Filialvertrieb geschaffen. Flagship-Filialen mit Beratungsschwerpunkt und City-Filialen mit effizientem Kundenservice bei reduzierter Infrastruktur und Betriebskosten sichern eine breite Marktabdeckung. Um bis 2020 zwei Millionen Nettoneukunden auf dem deutschen Markt zu gewinnen, bietet die Bank attraktive Produkte wie den digitalen Ratenkredit und digitales Asset-Management an und kooperiert mit Partnern wie Tchibo, Amazon und Lufthansa. Unternehmerkunden werden in einem eigenen Geschäftsfeld im Segment Privat- und Unternehmerkunden betreut. Wir kombinieren die Stärken des Know-hows aus dem Privatkundengeschäft mit dem Kredit-Know-how der Mittelstandsbank. Mithilfe neuer digitaler Angebote bei gleichzeitig flächendeckender Vor-Ort-Präsenz werden wir unsere Marktanteile bei Geschäftskunden und kleineren Firmenkunden so deutlich von 5 % auf 8 % erhöhen. Die ganzheitliche Beratung berücksichtigt dabei sowohl ihre geschäftlichen als auch die privaten Belange. Im neuen Segment Firmenkunden führen wir die traditionellen Stärken der Bank im Corporate Banking - eine bundesweit flächendeckende Präsenz gepaart mit der Begleitung ins Ausland, ein einzigartiges Betreuungsmodell und ein führendes Angebot in der Handels- und Exportfinanzierung - mit dem Kapitalmarkt-Know-how unserer Investmentbank zusammen. Damit schaffen wir die optimalen Rahmenbedingungen, um auf die individuellen Bedürfnisse größerer Unternehmen mit den passenden Lösungen einzugehen. Und unser Know-how in den deutschen Schlüsselindustrien werden wir auf eine europäische Ebene heben und so stärker für internationales Wachstum nutzen. Es ist unser Ziel, der führende Anbieter von Absicherungsprodukten für Firmenkunden und das "Debt House Nr. 1" zu sein. Wir streben weltumspannend eine einheitlich hohe Betreuungsqualität an. Denn genau so, wie der Firmenkundenbetreuer in Deutschland den Einsatz von Produktspezialisten koordiniert, arbeitet er auch mit den weltweiten Client-Service-Teams der Bank zusammen. Die mehrsprachigen Relationship-Manager und Spezialisten der European Desks in ihren globalen Märkten stehen in ständigem Kontakt mit den Firmenkundenbetreuern im Heimatmarkt. Über alle Segmente hinweg werden wir die Bank zu einem digitalen Technologieunternehmen umbauen. In den nächsten vier Jahren werden wir 80 % der relevanten Geschäftsprozesse end-to-end digitalisieren. Der digitale Campus wird zum Motor für den Umbau der Commerzbank werden, in diesem erproben und entwickeln wir neue, agile Arbeitsmethoden sowie neue Formen der Zusammenarbeit. So soll in der zweiten Jahreshälfte ein einheitliches, cloud-basiertes Customer-Relationship-Management-System für Privat-, Unternehmer- und Firmenkunden eingeführt werden. Welche konkreten Chancen sich für die zwei Kundensegmente im laufenden Jahr ergeben, haben wir in dem Abschnitt "Entwicklung der Segmente" jeweils dargelegt. Voraussichtliche Entwicklung des Commerzbank-KonzernsIm Geschäftsjahr 2016 hat die Commerzbank trotz zum Teil schwieriger Rahmenbedingungen ein solides Ergebnis erzielt und mit "Commerzbank 4.0" wichtige strategische Weichen gestellt, um in den kommenden Jahren ein nachhaltig höheres Rentabilitätsniveau zu erreichen. 2017 wird sich die Commerzbank auf die Umsetzung dieser Strategie konzentrieren und weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der Ertragslage gegenüber den Auswirkungen der Negativzinsen ergreifen, die den Bankensektor voraussichtlich noch über einen längeren Zeitraum belasten werden. In den beiden Kerngeschäftsfeldern Privat- und Unternehmerkunden (PUK) sowie Firmenkunden (FK) wird die Commerzbank über die beschleunigte Digitalisierung von Prozessen und Produkten weitere Wachstumspotenziale nutzen, um die gute Wettbewerbsposition weiter zu verbessern. Dagegen wird der steile Bilanzabbaupfad im Segment Asset & Capital Recovery (ACR), in dem komplexe, langlaufende und riskantere Portfolios ohne strategischen Wertbeitrag konzentriert sind, wertschonend fortgesetzt, sodass selbst in einem anhaltenden Stressszenario der Kapitalverzehr limitiert bleiben sollte. Für das laufende Geschäftsjahr stellen wir uns auf ein weiterhin sehr anspruchsvolles Umfeld ein und rechnen mit keiner nennenswerten Entlastung aus dem Zinsumfeld. Auch wenn die zu erwartenden Erfolge aus "Commerzbank 4.0" plangemäß erst zeitverzögert in den Folgejahren sichtbar werden, streben wir für das Jahr 2017 eine verbesserte Ertrags- und Ergebnisqualität an. Bei unverändert striktem Management von operativen Aufwendungen und Risiken sollen so erste Meilensteine auf dem Weg zu höherer Profitabilität erreicht werden. Voraussichtliche Entwicklung einzelner ErgebniskomponentenIm Jahr 2017 zählt die Verbesserung der Kredit-Einlagen-Relation durch konsequentes Einlagenmanagement und geschäftliches Wachstum in den Segmenten PUK und FK zu den strategischen Maßnahmen, um dem nach unserer Einschätzung nicht nachlassenden Gegenwind für Zinserträge aus extrem niedrigen Marktzinsen zu begegnen. Ferner streben wir an, Risikoaktiva effizienter zu steuern und Geschäft dort überproportional auszuweiten, wo Erträge mit einer geringeren Kapital unterlegung generiert werden können. Zusätzlich liegt der Fokus auf margenstarken Finanzierungen wie Konsumentenkrediten, die die Commerzbank nach Auflösung des Joint Ventures mit BNP Paribas im Laufe des Jahres in die eigenen Bücher nehmen wird. Während wir im Privat- und Unternehmerkundengeschäft in Deutschland und bei der mBank von einer erneut guten Wachstumsdynamik ausgehen, bleibt das Geschäft mit Firmenkunden voraussichtlich durch die anhaltend verhältnismäßig geringe Investitionstätigkeit der Unternehmen sowie gedämpfte internationale Handelsströme gebremst. Unter Ausklammerung des Zinssaldos aus Handelsaktivitäten streben wir insgesamt eine leicht positive Entwicklung des Zinsüberschusses an. Die angestrebte leichte Zunahme beim Provisionsüberschuss steht maßgeblich im Zusammenhang mit Wachstum im Wertpapiergeschäft. Hier soll der Anteil bestandsabhängiger Erträge aus mandatierten Geschäften wie dem PremiumDepot weiter gesteigert werden, sodass sich die Sensitivität gegenüber volatilen Marktentwicklungen künftig weiter vermindert. Eine Prognose des Handelsergebnisses gestaltet sich aufgrund der Unwägbarkeiten hinsichtlich der Entwicklung an den globalen Finanzmärkten schwierig. Hier setzt die Commerzbank ihren risikoorientierten und kundenzentrierten Ansatz fort, um einen möglichst stabilen Ertragsbeitrag zu erreichen. Das Ergebnis aus Finanzanlagen sowie das sonstige betriebliche Ergebnis werden im laufenden Geschäftsjahr in Summe deutlich unter dem sehr hohen Niveau des Vorjahres liegen. Im Geschäftsjahr 2016 profitierten wir von signifikanten Einmalerträgen unter anderem infolge von Wertzuschreibungen auf Anleihen der Heta Asset Resolution AG, Veräußerungsgewinnen aus dem Anteilsverkauf an der Visa Europe Limited sowie außergewöhnlich günstigen Rahmenbedingungen im Immobiliengeschäft. Insgesamt wird nach unserer Erwartung - für den Fall nicht steigender Zinsen - die positive Entwicklung der Kernertragsgrößen Zins- und Provisionsüberschuss den Entfall von im Geschäftsjahr 2017 nicht wiederkehrenden Zusatzerträgen nicht vollständig kompensieren können. Daher werden die Operativen Erträge in Summe voraussichtlich hinter dem Vorjahreswert zurückbleiben. Ein deutliches Ertragsplus könnte sich in einem geändertem Zinsumfeld ergeben, in dem insbesondere die Zinssätze am kurzen Ende der Zinsstrukturkurve signifikant steigen. Einem solchen Szenario messen wir gegenwärtig allerdings eine geringe Wahrscheinlichkeit bei. Die Konzern-Risikovorsorge im Geschäftsjahr 2017 hängt nach unserer Einschätzung maßgeblich von der Entwicklung an den internationalen Schiffsmärkten ab. Für Schiffskredite erwarten wir eine Risikovorsorge in einer Größenordnung von 450 Mio. Euro bis 600 Mio. Euro. Grundsätzlich erwarten wir bis zum Jahresende keine Verbesserung des sehr schwierigen Umfeldes. Allerdings gehen wir davon aus, dass wir wie in den Vorjahren trotz der anspruchsvollen Rahmenbedingungen den Portfolioabbau im Segment ACR weiter vorantreiben können. Angesichts der Abdeckungsquote für Problemkredite bei Schiffsfinanzierungen von 64 % sehen wir ein weiter reduziertes Risikopotenzial. Die Risikovorsorge in den Segmenten PUK und FK wird voraussichtlich auf dem Niveau des Jahres 2016 liegen. Den Verwaltungsaufwand exklusive Restrukturierungsaufwand planen wir im Jahr 2017 auf dem Niveau des Vorjahres. Fortgesetzte Effizienzverbesserungen werden genutzt, um die Digitalisierungsoffensive in allen Bereichen des Konzerns voranzutreiben und um weitere Investitionsmaßnahmen zur Steigerung der künftigen Profitabilität umzusetzen. Ein höheres Maß an Flexibilität dient auch der Abdeckung regulatorischer Kosten wie Bankenabgaben, wo wir bis auf Weiteres mit keiner Entlastung rechnen. Hinsichtlich des Restrukturierungsaufwands in Gesamthöhe von 1,1 Mrd. Euro zur nachhaltigen Senkung der Kostenbasis auf 6,5 Mrd. Euro bis 2020 gehen wir davon aus, dass der Fortgang der Gremiengespräche, die die Umsetzung der Maßnahmen zur Komplexitätsreduktion sowie für Kapazitätsanpassungen zum Ziel haben, die zeitliche Verteilung auf die beiden Geschäftsjahre 2017 und 2018 substanziell beeinflussen kann. Voraussichtliche Entwicklung der SegmenteIm Segment Privat- und Unternehmerkunden bleibt Ertragswachstum über die Steigerung von Kundenzahlen und Geschäftsvolumina das wichtigste Ziel. Dabei stellen der konsequente Umbau zur Multikanalbank mit innovativen Filial- und Vertriebskonzepten und die Vorreiterrolle bei der Digitalisierung von Produkten und Prozessen einen Wettbewerbsvorteil dar, von dem wir uns weitere Marktanteilsgewinne versprechen. Wachstumspotenzial sehen wir einerseits unverändert im Kreditgeschäft mit den Schwerpunkten Immobilienfinanzierung und Konsumentenkrediten, andererseits durch eine noch stärkere Durchdringung der bestehenden Kundenbasis. Darüber hinaus erwarten wir zunehmend Effizienzgewinne durch Prozessoptimierungen, zum Beispiel durch die zentrale Vertriebsplattform "ONE" sowie die Straffung der Produktpalette. Auch die mBank, die im Wettbewerbsvergleich eine der innovativsten Direktbankenplattformen betreibt, wird ihren in den vergangenen Jahren stark gestiegenen Firmen- und Privatkundenstamm nochmals ausweiten und so ihre Operativen Erträge stärken. Angesichts der nach wie vor bestehenden Ungewissheit, welche regulatorischen Maßnahmen die polnische Regierung hinsichtlich der in Fremdwährung ausgestellten Hypothekenkredite ergreifen wird, ist ein Anstieg der Kostenbasis bei unserer polnischen Tochtergesellschaft nicht auszuschließen. Ohne Berücksichtigung der im Jahr 2016 angefallenen Einmalerträge - darunter aus dem Anteilsverkauf an der Visa Europe Limited sowie aus Immobiliengeschäften - rechnen wir im Segment Privat- und Unternehmerkunden 2017 bei einem relativ stabilen Risikovorsorgeaufwand im Kreditgeschäft mit einer Erhöhung des Operativen Ergebnisses sowie der Operativen Eigenkapitalrendite. Die Aufwandsquote soll sich leicht rückläufig entwickeln. Das Segment Firmenkunden wird 2017 die verbesserte Marktstellung nach Bündelung der Stärken der ehemaligen Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets für die Ausweitung der Kundenbasis nutzen. Im Fokus stehen die Festigung der führenden Position in der Handelsfinanzierung sowie die Ausweitung des bestehenden Sektor-Know-hows in verschiedenen Schlüsselindustrien auf neue Kundengruppen, auch im europäischen Ausland. Die digitale Transformation der Beratungs- und Vertriebsprozesse dient dem weiteren Vertiefen der Kundenbeziehung sowie dem Erzielen von Effizienzgewinnen. Wie schon 2016, als unter anderem der Rückzug aus dem Wertpapierleihe- und Sicherheiten-Management sowie die Reduzierung der Komplexität des Bankenportfolios im Bereich Financial Institutions entschieden wurde, werden wir das Produktportfolio in allen Geschäftsfeldern auch im laufenden Jahr im Hinblick auf Kundennutzen und Ertragspotenziale und damit auf Zugehörigkeit zum Kerngeschäft untersuchen. Anfänglichen Ertragsverlusten aus aufgegebenen Aktivitäten, die dazu führen, dass die gesamten Segmenterträge im Jahr 2017 voraussichtlich leicht sinken werden, stehen signifikante mittelfristige Kosteneinsparpotenziale gegenüber. In Verbindung mit dem anhaltend herausfordernden Zins-, Kapitalmarkt- und regulatorischen Umfeld gehen wir von einem Operativen Ergebnis maximal auf Höhe des Vorjahres aus. Dieser Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass es zu keiner wesentlichen Änderung bei der Kreditrisikovorsorge kommen wird. Die Operative Eigenkapitalrendite sowie die Aufwandsquote werden sich in etwa stabil entwickeln. Im Abbausegment ACR halten wir an unserer Zielsetzung fest, den Portfoliobestand in allen Geschäftsfeldern - Schiffs-, gewerbliche Immobilien- sowie Staatsfinanzierung (Public Finance) - unter der Maxime der Wertschonung weiter signifikant zu verringern. Laufende Erträge werden entsprechend weiter abnehmen. Aufgrund der nach unserer Einschätzung fortbestehenden schwierigen Situation an den internationalen Schiffsmärkten sehen wir die entsprechende Kreditrisikovorsorge in einer Bandbreite zwischen 450 Mio. Euro und 600 Mio. Euro. In einem anhaltenden Stressszenario mit für Schiffseigner teilweise nicht kostendeckenden Charterraten könnte somit nochmals ein Vorsorgeaufwand in Höhe des Vorjahreswertes anfallen. Angesichts der erreichten Wertberichtigungsquote für Problemkredite und des nochmals verkleinerten Kreditportfolios streben wir den ambitionierten niedrigeren Korridorwert an. Entsprechend gehen wir - ohne Berücksichtigung von Bewertungseffekten, die ein substanzielles Ausmaß der Gesamterträge ausmachen, aber nicht zuverlässig prognostizierbar sind - von einem operativen Verlust in der Größenordnung des Vorjahres aus. In einem adversen Szenario mit höheren Kreditverlusten kann der operative Verlust deutlich höher ausfallen. Gesamtaussage zur voraussichtlichen EntwicklungIm Geschäftsjahr 2017 wird die Bank ihre Marktposition weiter stärken und sich auf die Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0" konzentrieren. Dabei soll die harte Kernkapitalquote ("fully phased-in", das heißt des nach unserer Interpretation vollständig umzusetzenden regulatorischen Regelwerks) bei mindestens 12 % bleiben, indem Kapital, risikogewichtete Aktiva, Investitionen und Gewinn-und-Verlust-Rechnung einschließlich Restrukturierungsaufwendungen ausbalanciert werden. Vor diesem Hintergrund rechnen wir auf Basis voraussichtlich niedrigerer Operativer Erträge und stabiler Kosten mit einem Konzernüberschuss in der Größenordnung des Vorjahres. Aufgrund der geplanten vollständigen Gewinnthesaurierung und der dadurch gestärkten Kapitalbasis dürfte die Eigenkapitalrendite leicht unter dem Vorjahreswert liegen. Die Aufwandsquote wird voraussichtlich leicht höher ausfallen. Ein wider den aktuellen Erwartungen positiveres Zinsszenario, insbesondere mit ansteigenden Kurzfristzinsen, würde in einer verbesserten Aufwandsquote resultieren. Der Economic Value Added sollte eine Entwicklung in einem vergleichbaren Ausmaß wie die Eigenkapitalrentabilität verzeichnen. Erste Meilensteine der Strategie "Commerzbank 4.0" werden die in den vergangenen Jahren bereits deutlich verbesserte Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Einflüssen nochmals festigen. Dennoch bestehen zahlreiche Risikofaktoren, die bei ungünstigem Verlauf das prognostizierte Jahresergebnis 2017 in einem erheblichen, derzeit nicht quantifizierbaren Ausmaß beeinträchtigen können. Dazu zählt unter anderem die von signifikanter Unsicherheit geprägte politische Situation in Europa und den USA, deren Auswirkungen die globale konjunkturelle Lage erheblich beeinträchtigen können. Die stark exportorientierte deutsche Wirtschaft wäre davon unter Umständen besonders stark betroffen. Auch Einflüsse aus dem regulatorischen oder rechtlichen Umfeld beziehungsweise Compliance-Anforderungen haben weiterhin das Potenzial, die Rahmenbedingungen für das Bankgeschäft zu verschlechtern. Weitere Belastungsfaktoren, die auch zu einer zunehmenden Volatilität an den Kapitalmärkten führen können, sind geopolitische Spannungen in zahlreichen Gebieten der Erde. KonzernrisikoberichtDer Konzernrisikobericht ist ein eigenständiger Berichtsteil im Geschäftsbericht. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts. KonzernrisikoberichtIm Konzernrisikobericht stellen wir umfassend die Risiken dar, denen wir ausgesetzt sind. Wir geben einen detaillierten Einblick in die Organisation und maßgeblichen Prozesse unseres Risikomanagements. Unser vorrangiges Ziel ist es, jederzeit sicherzustellen, dass alle Risiken in der Commerzbank vollständig und auf Basis adäquater Verfahren identifiziert, überwacht und gesteuert werden. Der nachfolgende Konzernrisikobericht ist auch Bestandteil des Konzernlageberichts. Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Executive Summary 2016Solide Kapitalausstattung und hohe Risikotragfähigkeitsquote
Exposureabbau im Segment Assets & Capital Recovery fortgesetzt
Risikovorsorge für die Gesamtbank auf 900 Mio. Euro angestiegen
Marktrisiken im Handelsbuch im Jahr 2016 gefallen
Operationelle Risiken im Jahresvergleich angestiegen
Risikoorientierte GesamtbanksteuerungAls Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten. Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise im Jahresabschluss oder in der Kapitalbindung bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Reputations- und Compliancerisiken. Organisation des RisikomanagementsRisikomanagement ist in der Commerzbank eine Gesamtbankaufgabe und folgt dem Prinzip der drei Verteidigungslinien ("Three Lines of Defence"), wobei jede Einheit (Segmente und Funktionen) im Rahmen ihrer operativen Verantwortung die erste Verteidigungslinie bildet. Für Adressenausfall-, Markt- und Liquiditätsrisiken liegt die Verantwortung für die zweite Verteidigungslinie beim Chief Risk Officer (CRO). Er verantwortet konzernweit die Umsetzung der risikopolitischen Leitlinien, die vom Gesamtvorstand festgelegt werden, sowie das Controlling operationeller Risiken. Für die sonstigen Risiken (zum Beispiel IT- oder Rechtsrisiken) liegt die Verantwortung für die zweite Verteidigungslinie je nach Risikoart auch außerhalb der Risikofunktion. Die dritte Verteidigungslinie bildet die interne Revision. Der CRO verantwortet das Risikomanagement und berichtet im Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Risikolage des Konzerns. Die Verantwortlichkeiten innerhalb der Risikofunktion sind auf die Bereiche Kreditrisikomanagement Kernbank, Kreditrisikomanagement Non-Core, Intensive Care, Marktrisikomanagement sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement verteilt. In allen Segmenten außer im Segment Asset & Capital Recovery (ACR) ist das Kreditrisikomanagement nach Weißbereich und Intensive Care getrennt, während es im Segment ACR über alle Ratingklassen hinweg in einer Einheit zusammengeführt ist. Alle Bereiche haben eine direkte Berichtslinie an den CRO. Gemeinsam mit den Bereichsvorständen der Risikomanagement-Organisation bildet der CRO innerhalb der Konzernsteuerung das Risk Management Board. Grundlegende strategische Entscheidungen trifft ausschließlich der Gesamtvorstand. Der Vorstand hat das operative Risikomanagement an Komitees delegiert. Im Rahmen der jeweiligen Geschäftsordnungen sind dies das Group Credit Committee, das Group Market Risk Committee, das Group OpRisk Committee sowie das Group Strategic Risk Committee als risikoartenübergreifendes Entscheidungsgremium. In allen vorgenannten Komitees hat der CRO den Vorsitz und ein Vetorecht. Zusätzlich ist der CRO Mitglied des Asset Liability Committees. Im Folgenden sind die Aufgaben und Kompetenzen der einzelnen Komitees beschrieben: Das Group Credit Committee ist das Entscheidungsgremium des operativen Kreditrisikomanagements, das aus jeweils zwei Vertretern der Marktfolge und der Marktseite gebildet wird. Das Group Credit Committee agiert auf Basis der Kreditrisikostrategie. Es trifft Entscheidungen im Rahmen der ihm vom Gesamtvorstand übertragenen Kompetenzen. Das Group Market Risk Committee ist das Gremium, das die Marktrisiken gesamtbankweit überwacht und durch die Vorgabe von Limiten unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit steuert. Hierbei werden alle Marktrisiken aus Handels- und Anlagebuch mit dem Ziel der Risikofrüherkennung sowie der aktiven Risikosteuerung betrachtet. Der Fokus liegt auf der Optimierung des Rendite-Risiko-Profils. Das Group OpRisk Committee (OpRiskCo) befasst sich mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern und fungiert diesbezüglich als höchstes Eskalations- und Entscheidungsgremium unterhalb des Gesamtvorstands. Das OpRiskCo befasst sich ferner mit allen wesentlichen regulatorischen Themen, die sich im Zusammenhang mit der Steuerung der operationellen Risiken und der Umsetzung des fortgeschrittenen Messansatzes im Konzern ergeben, sowie mit den Standards zur Governance und Erhebung der Funktionsfähigkeit des Internen Kontrollsystems (IKS) in der Commerzbank-Gruppe. Das Group Strategic Risk Committee dient als risikoartenübergreifendes Diskussions- und Entscheidungsgremium mit dem Hauptziel der Überwachung und Steuerung von Risiken auf Portfolioebene. Dies betrifft Themen der Risikomessung, der Risikotransparenz sowie der Risikosteuerung. Das zentrale Asset Liability Committee (ALCO) ist das verantwortliche Gremium des Commerzbank-Konzerns für die konzernübergreifende und integrierte Steuerung der finanziellen Ressourcen Kapital, Liquidität und Bilanzstruktur sowie Zinsüberschuss unter Berücksichtigung der regulatorischen Rahmenbedingungen. Das zentrale Asset Liability Committee überwacht insbesondere die Risikotragfähigkeit im Konzern und spielt damit eine wichtige Rolle im Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP). Das ALCO beschließt den Recovery-Plan (Beschlüsse des zentralen ALCO werden dem Gesamtvorstand zur Bestätigung vorgelegt). Bei Verletzung eines Recovery-Plan-Indikators spielt das ALCO eine zentrale Rolle im Rahmen der Eskalation, der Einschätzung der Situation sowie der Einleitung von Maßnahmen. Darüber hinaus werden im Risikoausschuss des Aufsichtsrats und im Risk Management Board Risikothemen behandelt: Der Risikoausschuss des Aufsichtsrats ist das höchste Risikokomitee der Bank. Er besteht aus mindestens fünf Aufsichtsratsmitgliedern. Zum Aufgabengebiet des Risikoausschusses gehören unter anderem die Überwachung des Risikomanagementsystems und die Behandlung aller Risiken, insbesondere von Markt-, Kredit- und operationellen Risiken sowie Reputationsrisiken. Der Risikoausschuss bestimmt Art, Umfang, Format und Häufigkeit der Informationen, die der Vorstand zum Thema Strategie und Risiko vorlegen muss. Das Risk Management Board behandelt als risikoartenübergreifendes Diskussions- und Entscheidungsgremium innerhalb der Risikofunktion bedeutende aktuelle Risikothemen. Es entscheidet insbesondere über die strategische und organisatorische Weiterentwicklung der Risikofunktion und verantwortet das Schaffen und Einhalten einer einheitlichen Risikokultur. Die Überwachung der Risiken der geschäftsstrategischen Ausrichtung, der Reputationsrisiken und der Rechtsrisiken liegt im Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden (CEO). Für das Controlling der Compliancerisiken, insbesondere im Hinblick auf Anlegerschutz, Insiderrichtlinien und Geldwäsche, zeichnet der Finanzvorstand (CFO) verantwortlich. Die Überwachung der Personal- und IT-Risiken verantwortet der Chief Operating Officer (COO). Risikostrategie und RisikosteuerungIn der Gesamtrisikostrategie werden, im Einklang mit der Geschäftsstrategie, die risikostrategischen Leitplanken für die Entwicklung des Investitionsportfolios der Commerzbank definiert. Außerdem wird der Risikoappetit als maximales Risiko festgelegt, das die Bank bei dem Verfolgen ihrer Geschäftsziele einzugehen bereit ist und das sie eingehen kann, ohne existenzielle Bedrohungen, die über die inhärenten Risiken hinausgehen, zuzulassen. Leitgedanke ist das Sicherstellen einer angemessenen Liquiditäts- und Kapitalausstattung des Konzerns. Aus diesen Anforderungen werden adäquate Limite für die dem Konzern zur Verfügung stehenden Risikoressourcen Kapital und Liquiditätsreserve abgeleitet. Die übergreifenden Limite der Gesamtrisikostrategie sind konsistent zu den Sanierungsindikatoren des Recovery-Plans. Aus der Kernfunktion einer Bank als Liquiditäts- und Risikotransformator resultieren unvermeidliche Bedrohungen, die im Extremfall den Fortbestand des Instituts gefährden können. Zu diesen inhärenten existenziellen Bedrohungen zählen für die Commerzbank aufgrund ihres Geschäftsmodells beispielsweise der Ausfall von Deutschland, Polen, einem oder mehrerer der anderen großen EU-Länder (Frankreich, Italien, Spanien oder Großbritannien, wobei der Brexit nicht als Ausfall bewertet wird) oder ein Ausfall der USA. Des Weiteren zählen dazu eine tiefe, mehrere Jahre anhaltende Rezession mit schweren Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, ein "Bank-Run" sowie ein Zusammenbruch globaler Clearinghäuser oder des Fremdwährungsmarktes, gegebenenfalls ausgelöst durch eine Cyber-Attacke. Generell ist Cyber Risk im Zuge der zunehmenden Digitalisierung des Geschäftsumfeldes ein akzeptiertes inhärentes existenzielles Risiko für die Commerzbank. Diese existenziellen Bedrohungen werden beim Verfolgen des Geschäftsziels in Kauf genommen. Bei einer nachhaltigen Änderung der Einschätzung dieser Bedrohungen für die Commerzbank durch den Gesamtvorstand sind gegebenenfalls das Geschäftsmodell und damit die Geschäfts- sowie Risikostrategie mittel- und langfristig anzupassen. Im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten stellt sich die Commerzbank frühzeitig auf absehbare, anstehende Änderungen der regulatorischen Anforderungen oder der Rechnungslegungsstandards ein. Allerdings können derartige Änderungen beziehungsweise deren (rückwirkende) Auslegung nachhaltige, bis zu existenzbedrohende Auswirkungen für das Geschäftsmodell der Commerzbank haben. Diese "regulatorischen Risiken" werden von der Commerzbank in Kauf genommen, da in vielen Fällen keine Möglichkeit besteht, diese Risiken zu mitigieren oder zu steuern. Die Gesamtrisikostrategie deckt alle wesentlichen Risiken ab, denen die Commerzbank ausgesetzt ist. Sie wird in Form von Teilrisikostrategien für die wesentlichen Risikoarten weiter detailliert und über Policies, Regularien und Arbeitsanweisungen/Richtlinien konkretisiert und umgesetzt. Im jährlich oder bei Bedarf ad hoc durchzuführenden Prozess der Risikoinventur stellt die Commerzbank sicher, dass alle für den Konzern relevanten Risikoarten identifiziert und bezüglich ihrer Wesentlichkeit bewertet werden. Die Einschätzung der Wesentlichkeit richtet sich hierbei nach der Frage, ob das Eintreten des Risikos mittel- oder unmittelbar einen maßgeblichen negativen Einfluss auf die Risikotragfähigkeit des Konzerns haben könnte. Im Rahmen des Planungsprozesses entscheidet der Vorstand, in welchem Umfang das Risikodeckungspotenzial des Konzerns ausgeschöpft werden soll. Auf dieser Basis werden in einem zweiten Schritt die einzelnen quantifizierbaren Risikoarten, die zum Kapitalbedarf beitragen, limitiert. Als Ergebnis der Planung wird den steuerungsrelevanten Einheiten ein Kapitalrahmen zugewiesen. Im Rahmen des unterjährigen Monitorings wird die Einhaltung der Limite und Leitplanken überprüft. Bei Bedarf werden Steuerungsimpulse gesetzt. Darüber hinaus werden in der Gesamtrisikostrategie weitere qualitative und quantitative Frühwarnindikatoren festgelegt, mit deren Hilfe potenzielle negative Entwicklungen frühzeitig identifiziert werden können. Eine der originären Aufgaben des Risikomanagements ist das Vermeiden von Risikokonzentrationen. Diese können durch den Gleichlauf von Risikopositionen sowohl innerhalb einer Risikoart ("Intra-Risikokonzentrationen") als auch über verschiedene Risikoarten hinweg ("Inter-Risikokonzentrationen") entstehen. Letztere resultieren aus gemeinsamen Risikotreibern oder aus Interaktionen verschiedener Risikotreiber unterschiedlicher Risikoarten. Durch eine angemessene Einrichtung von Risikosteuerungs- und Controllingprozessen gewährleistet die Commerzbank die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken und damit verbundener Risikokonzentrationen. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Commerzbank-spezifischen Risikokonzentrationen entsprechend berücksichtigt werden. Mithilfe von Stresstests wird regelmäßig Transparenz über Risikokonzentrationen geschaffen. Das Management wird regelmäßig über die Ergebnisse der Analysen informiert sodass potenzielle Verlustgefahren rechtzeitig vermieden werden können. Die Commerzbank hat Verhaltensgrundsätze (Code of Conduct) verabschiedet, die verbindliche Mindeststandards für die unternehmerische Verantwortung der Commerzbank, für den Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern, für den Umgang miteinander sowie für den Geschäftsalltag definieren. Das Einhalten relevanter Gesetze, regulatorischer Vorgaben, Industriestandards und interner Regelungen ist dabei für die Bank selbstverständlich und wesentlicher Bestandteil der Risikokultur. Regelkonformes, angemessenes und couragiertes Verhalten wird gefordert und nicht regelkonformes Verhalten sanktioniert. Wesentlicher Eckpfeiler der übergreifenden Risikosteuerung und -kultur in der Bank ist das Konzept der "Three Lines of Defence", das als zentraler Bestandteil in der Konzernverfassung verankert ist. Gemäß diesem Prinzip der "Three Lines of Defence" ist die Abwehr unerwünschter Risiken nicht auf die Bearbeitung durch die Risikofunktion beschränkt. Jede Einheit (Segmente und Funktionen) stellt entsprechend ihrer operativen Verantwortung die erste Verteidigungslinie dar und ist direkt verantwortlich für Identifikation und Management der Risiken im eigenen Verantwortungsbereich unter Einhaltung der vorgegebenen Risikostandards und Policies. So bildet insbesondere die Marktseite die erste Verteidigungslinie bei allen Geschäftsentscheidungen und hat dabei Risikoaspekte zu berücksichtigen. Die zweite Verteidigungslinie für jede Risikoart legt Standards für ein angemessenes Risikomanagement der jeweiligen Risikoart fest, stellt ein Monitoring und die Umsetzung dieser Standards sicher und nimmt Analysen sowie Bewertungen der Risiken vor. Für das Kredit- und Marktrisiko von Geschäftsentscheidungen bildet die Risikofunktion die zweite Verteidigungslinie; dies umfasst insbesondere für das Kreditrisiko die Einbindung in den Kreditentscheidungsprozess durch ein zweites Votum. Die zweite Verteidigungslinie wird für einzelne Risikoarten auch von Einheiten außerhalb der Risikofunktion (zum Beispiel Group Compliance und Group Finance) wahrgenommen. Die dritte Verteidigungslinie bildet die interne Revision. RisikokennziffernDie Commerzbank verwendet zur Messung, Steuerung und Limitierung der verschiedenen Risikoarten ein umfassendes System von Kennziffern und Verfahren. Die wichtigsten hiervon sind im Folgenden aufgeführt: Das ökonomisch erforderliche Kapital ist der Betrag, der zur Abdeckung unerwarteter Verluste aus risikobehafteten Positionen mit einem hohen Maß an Sicherheit (in der Commerzbank zurzeit 99,91 %) ausreicht. Die Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote) zeigt die Überdeckung des ökonomisch erforderlichen Kapitals durch das Risikodeckungspotenzial. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt. Das Exposure at Default (EaD) ist der erwartete Forderungsbetrag unter Berücksichtigung einer potenziellen (Teil-)Ziehung von offenen Linien und Eventualverbindlichkeiten, der die Risikotragfähigkeit bei Ausfall belasten wird. Expected Loss (EL) oder Erwarteter Verlust ist die Messgröße für den potenziellen Verlust eines Kreditportfolios, der innerhalb eines Jahres aufgrund von historischen Verlustdaten zu erwarten ist. Die Risikodichte errechnet sich als Quotient aus Expected Loss zu Exposure at Default und stellt damit den relativen Risikogehalt eines Engagements oder Portfolios dar. Value at Risk (VaR) bezeichnet eine Methodik zur Quantifizierung von Risiken. Hierzu werden eine Haltedauer (zum Beispiel ein Tag) und ein Konfidenzniveau (zum Beispiel 97,5 %) festgelegt. Der VaR-Wert bezeichnet dann diejenige Verlustobergrenze, die innerhalb der Haltedauer mit einer Wahrscheinlichkeit entsprechend dem Konfidenzniveau nicht überschritten wird. Der Credit Value at Risk (CVaR) ist der ökonomische Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,91 %. Der Begriff resultiert aus der Anwendung des Value-at-Risk-Konzepts auf die Kreditrisikomessung. Inhaltlich stellt der Credit VaR (Unerwarteter Verlust - Unexpected Loss) eine Abschätzung dar, um welchen Betrag die Verluste aus Kreditrisiken den Erwarteten Verlust (Expected Loss) innerhalb eines Jahres potenziell übersteigen könnten. Diesem Ansatz liegt die Idee zugrunde, dass der Erwartete Verlust lediglich den langfristigen Mittelwert der Kreditverluste darstellt, dieser jedoch von den tatsächlichen Kreditausfällen des laufenden Geschäftsjahres (positiv oder negativ) abweichen kann. Der "All-in"-Begriff umfasst im Zusammenhang mit Klumpenrisiken alle innerhalb der Bank genehmigten Kreditlinien eines Kunden in voller Höhe - unabhängig von der aktuell bestehenden Kreditinanspruchnahme. Er ist weitestgehend unabhängig von statistisch modellierten Größen und umfasst sowohl interne als auch externe Kreditlinien. Risikotragfähigkeit und StresstestingDie Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des ICAAP der Commerzbank mit dem Ziel, eine angemessene Kapitalausstattung jederzeit sicherzustellen. Die Überwachung der Risikotragfähigkeit erfolgt in der Commerzbank auf Basis eines sogenannten Gone-Concern-Ansatzes, dessen grundlegendes Sicherungsziel der Schutz der erstrangigen Fremdkapitalgeber ist. Das Erreichen dieses Ziels soll auch im Fall außerordentlich hoher Verluste aus einem unwahrscheinlichen Extremereignis gewährleistet bleiben. Die Gone-Concern-Analyse ist dabei ergänzt um Elemente, die eine Fortführung des Instituts zum Ziel haben (Going-Concern-Perspektive). Bei der Ermittlung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden mögliche unerwartete Wertschwankungen betrachtet. Derartige über den Erwartungen liegende Wertschwankungen müssen durch das verfügbare ökonomische Kapital zur Deckung unerwarteter Verluste (Risikodeckungspotenzial) aufgefangen werden. Die Bemessung des Risikodeckungspotenzials basiert auf einer differenzierten Betrachtung der buchhalterischen Wertansätze der Aktiva und Passiva und berücksichtigt ökonomische Bewertungen bestimmter bilanzieller Posten. Die Quantifizierung des aus den eingegangenen Risiken resultierenden Kapitalbedarfs erfolgt auf Basis des internen ökonomischen Kapitalmodells. Bei der Festlegung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden alle im Rahmen der jährlichen Risikoinventur als wesentlich und quantifizierbar eingestuften Risikoarten des Commerzbank-Konzerns berücksichtigt. Die ökonomische Risikobetrachtung beinhaltet daher auch Risikoarten, die in den regulatorischen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Banken nicht enthalten sind. Darüber hinaus reflektiert das Modell risikoartenübergreifende Diversifikationseffekte. Das Konfidenzniveau des ökonomischen Kapitalmodells von 99,91 % korrespondiert mit den zugrunde liegenden Gone-Concern-Annahmen und gewährleistet ein in sich konsistentes ökonomisches Risikotragfähigkeitskonzept. Die quantifizierbaren Risiken im ökonomischen Kapitalmodell gliedern sich in Adressenausfallrisiko, Marktrisiko, operationelles Risiko und (in der nachstehenden Tabelle 16 nicht separat ausgewiesen) Geschäftsrisiko, Objektwertänderungsrisiko, Beteiligungsrisiko sowie Reserverisiko. Das Geschäftsrisiko ist das Risiko eines potenziellen Verlustes, der aus Abweichungen der tatsächlichen Erträge und Aufwendungen von den jeweiligen Planzahlen resultiert. Die Berücksichtigung des Geschäftsrisikos erfolgt als Abzugsposition im Risikodeckungspotenzial. Im Beteiligungsrisiko wird das Risiko eines unerwarteten Wertverfalls von nicht börsennotierten Beteiligungen abgebildet und im Objektwertänderungsrisiko das Risiko eines unerwarteten Wertverfalls von entweder bereits aktivisch bilanzierten Objekten des Konzerns oder von Objekten, die mittels vertraglich zugesicherten Verpflichtungen mit Optionscharakter in den nächsten zwölf Monaten aktiviert werden können (insbesondere Immobilien). Das Reserverisiko ist das Risiko, dass aus dem Bestand bereits ausgefallener Forderungen zusätzliche Belastungen aufgrund von Risikovorsorge-Nachbildungen anfallen. Vorgenanntes Risiko wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitsbetrachtung mittels eines Risikopuffers berücksichtigt. Der Ergebnisausweis der Risikotragfähigkeitsanalyse erfolgt anhand einer Risikotragfähigkeitsquote (RTF-Quote), die die Überdeckung des ökonomischen Kapitalbedarfs durch das Risikodeckungspotenzial anzeigt. Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene des Commerzbank-Konzerns. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt. Im Jahr 2016 lag die RTF-Quote stets über 100 % und betrug 178 % per 31. Dezember 2016. Der Rückgang der RTF-Quote gegenüber Dezember 2015 ist im Wesentlichen auf die Weiterentwicklung von Marktrisikomethoden sowie die marktinduzierte Portfolioentwicklung im Public-Finance-Portfolio zurückzuführen. Trotz des Rückgangs gegenüber dem 31. Dezember 2015 liegt die RTF-Quote weiterhin auf hohem Niveau. Tabelle 16scroll
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Einschließlich Abzugsposition für Geschäftsrisiko. Das Risikotragfähigkeits- und Stresstesting-Konzept unterliegt einer jährlichen internen Überprüfung und wird fortlaufend weiterentwickelt. Dabei wird auch die Entwicklung des regulatorischen Umfeldes berücksichtigt. Die Commerzbank nutzt makroökonomische Stresstests zur Überprüfung der Risikotragfähigkeit bei unterstellten adversen Veränderungen des volkswirtschaftlichen Umfeldes. Die zugrunde liegenden Szenarios berücksichtigen die Interdependenz der Entwicklung von Realwirtschaft und Finanzwirtschaft und umfassen einen Zeithorizont von mindestens zwei Jahren. Sie werden quartalsweise aktualisiert und vom Asset Liability Committee (ALCO) verabschiedet. Die Szenarios beschreiben eine außergewöhnliche, aber plausible negative Entwicklung der Volkswirtschaft, insbesondere mit Blick auf für die Commerzbank relevante Portfolioschwerpunkte und Geschäftsstrategien. Die Szenario-Simulation erfolgt monatlich unter Bezug auf die Inputparameter der ökonomischen Kapitalbedarfsberechnung für alle wesentlichen und quantifizierbaren Risikoarten. Zusätzlich zum Kapitalbedarf wird auf Basis der makroökonomischen Szenarios auch die Gewinn-und-Verlust-Rechnung gestresst. Darauf aufbauend wird die Entwicklung des Risikodeckungspotenzials simuliert. Während die RTF-Quote im Limitsystem der Commerzbank verankert ist, sind für die Risikotragfähigkeit im gestressten Umfeld Leitplanken als Frühwarnmechanismus festgelegt. Die laufende Überwachung der Limite und Leitplanken ist fester Bestandteil des internen Berichtswesens. Bei Verletzung der Limite werden definierte Eskalationen ausgelöst. Ergänzend zu den regulären Stresstests werden jährlich auch sogenannte "Reverse Stresstests" auf Konzernebene durchgeführt. Im Gegensatz zu regulären Stresstests ist hierbei das Ergebnis der Simulationen vorbestimmt: die nachhaltige Gefährdung der Bank. Ziel des Analyseprozesses im reversen Stresstest ist es, durch Identifikation und Bewertung von Extremszenarios und -ereignissen eine Erhöhung der Transparenz über bankspezifische Gefährdungspotenziale und Risikozusammenhänge zu bewirken. Auf dieser Basis können zum Beispiel Handlungsfelder im Risikomanagement einschließlich der regulären Stresstests identifiziert und in die Aktivitäten zur kontinuierlichen Weiterentwicklung einbezogen werden. Im Jahr 2016 reduzierten sich die aus den Geschäftsaktivitäten der Commerzbank resultierenden Risikoaktiva von 198 Mrd. Euro auf 191 Mrd. Euro. Nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht über die Verteilung der Risikoaktiva, aufgeteilt nach Segmenten und Risikoarten: Tabelle 17scroll
Regulatorisches UmfeldMit Basel 3 hat der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht unter anderem umfassende Regelungen zu Eigenkapitalbestandteilen und -quoten sowie zum Liquiditätsrisikomanagement veröffentlicht. Seit dem 1. Januar 2014 ist das CRD-IV-Paket (Capital Requirements Directive & Regulation), die europäische Umsetzung von Basel 3, in Kraft. Die Einführung der erhöhten Kapitalanforderungen erfolgt stufenweise bis 2019 (sogenanntes "Phase-in"). Seitdem wurde eine Vielzahl ergänzender Regulierungen insbesondere durch die European Banking Authority (EBA) veröffentlicht, die nun sukzessive in Kraft treten; dies wird sich 2017 und darüber hinaus fortsetzen. Die Commerzbank hat sich durch eine Reihe von Maßnahmen auf die erhöhten Kapitalanforderungen vorbereitet. Zusätzlich wird im Rahmen von Basel 3 die Leverage Ratio als neue, nicht risikosensitive Verschuldungsquote eingeführt. Die Leverage Ratio soll im Jahr 2017 vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht final kalibriert werden und ab 2018 eine bankaufsichtliche Mindestanforderung der Säule 1 darstellen. Die Leverage Ratio ist jedoch bereits seit dem Inkrafttreten der Capital Requirements Regulation (CRR) an die Aufsicht zu melden. Die Commerzbank hat interne Zielgrößen zur Leverage Ratio festgelegt und berücksichtigt diese im Rahmen ihres Kapitalsteuerungsprozesses. Ein wesentlicher Teil der Neuerung von Basel 3 stellt die stufenweise Einführung von Kapitalpuffern dar. Seit 1. Januar 2016 gelten erstmals der Kapitalerhaltungspuffer, der Puffer für "anderweitig systemrelevante Institute" sowie der antizyklische Kapitalpuffer, der von der BaFin für die deutschen Exposures erstmals in Höhe von 0 % festgelegt wurde. Der Puffer für "anderweitig systemrelevante Institute" wurde durch die BaFin für die Commerzbank auf 0,5 % für das Jahr 2017 festgelegt. Die Überwachung des Liquiditätsrisikos soll grundsätzlich durch die Liquidity Coverage Ratio (LCR) und die Net Stable Funding Ratio (NSFR) erfolgen. Die LCR ist für alle europäischen Banken verbindlich zum 1. Oktober 2015 in Kraft getreten. Die vom Basler Ausschuss im Oktober 2014 verabschiedete finale Fassung der NSFR wird voraussichtlich zum 1. Januar 2018 in Kraft treten. Die Überführung der NSFR in europäisches Recht soll im Rahmen der sogenannten Capital Requirements Regulation II (CRR II) erfolgen. Die Commerzbank ermittelt beide Kennziffern bereits im Zuge ihrer regulatorischen Meldeprozesse, kommuniziert diese in der internen Berichterstattung und meldet sie an die Aufsicht. Im Rahmen eines Konzernprojekts wurden in den Vorjahren die vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) Anfang 2013 veröffentlichten Grundsätze für die Risikodatenaggregation und die interne Risikoberichterstattung bei Banken umgesetzt. Im Berichtsjahr begann die EZB mit einem sogenannten "Thematic Review" zu deren Anwendung bei ausgewählten Banken. Hieraus sowie aus der erwarteten Aufnahme der Grundsätze in die neuen MaRisk können sich weitere Aktivitäten ergeben. Synergien hieraus werden für das im Jahr 2015 gestartete Konzernprojekt zur Umsetzung von "AnaCredit" genutzt. Hierbei handelt es sich um zukünftige Vorgaben der Europäischen Zentralbank (EZB), wonach Banken zukünftig eine Vielzahl sehr detaillierter Kunden- und Kreditdaten melden müssen. Eine erste Teilmeldung an die Deutsche Bundesbank soll im dritten oder vierten Quartal 2017 erfolgen. Die offizielle initiale Phase der EZB startet zum Stichtag 31. März 2018, weitere Phasen sind mit zwei Jahren Vorlauf nach entsprechendem EZB-Beschluss möglich. Die EZB-Bankenaufsicht hat als zuständige Aufsichtsbehörde für die direkt von ihr beaufsichtigten Banken des Euroraums den Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) durchgeführt und individuelle Mindestkapitalanforderungen für 2017 je Institut festgelegt. Seit Mitte 2014 gilt das EU-Regelwerk für die Sanierung und Abwicklung von Banken, die Banking Recovery & Resolution Directive. Sie wurde in Deutschland mit dem Sanierungs- und Abwicklungsgesetz (SAG) umgesetzt. Auf Grundlage des SAG hat die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) zum 1. Januar 2015 als nationale Abwicklungsbehörde die Zuständigkeit für die Erstellung von Abwicklungsplänen und die Abwicklung deutscher Kreditinstitute übernommen. Zum 1. Januar 2016 ist die Verantwortung für die Erstellung von Abwicklungsplänen und die Abwicklung gefährdeter EZB-beaufsichtigter Institute auf das Single Resolution Board (SRB) in Brüssel übergegangen. Zeitgleich startete die Finanzierung des einheitlichen Abwicklungsfonds durch die Banken des Euroraums. Der konzernweite Recovery-Plan wurde 2016 aktualisiert, um den regulatorischen Anforderungen Rechnung zu tragen. Darin wird unter anderem ausführlich beschrieben, über welche Handlungsoptionen und Sanierungspotenziale die Bank im Krisenfall verfügt und welche spezifischen Sanierungsmaßnahmen bei unterschiedlichen Belastungsszenarios die Bank wieder aus dem Sanierungszustand hinausführen. Mit Finalisierung der europäischen und deutschen Regelungen und Anforderungen wird die Bank ihren Recovery-Plan entsprechend weiterentwickeln. Die Commerzbank agiert in national und supranational regulierten Märkten. Außerdem ist sie den übergreifenden Anforderungen der Rechnungslegungsstandards unterworfen. Änderungen der regulatorischen Anforderungen oder der Rechnungslegungsstandards, deren Häufigkeit und Materialität in den vergangenen Jahren stetig zugenommen haben, können nachhaltige Auswirkungen für die Finanzindustrie im Allgemeinen und das Geschäftsmodell der Commerzbank im Speziellen haben. Die Commerzbank nimmt frühzeitig und aktiv an den Konsultationsprozessen zur Vorbereitung der anhaltenden Veränderungen des Umfeldes teil. Dabei beobachtet und bewertet sie die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich zukünftiger Regulierungsvorhaben. Auf globaler Ebene sind dies insbesondere die mittlerweile vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht veröffentlichten finalen Standards zur Überarbeitung der Kapitalanforderungen für Marktrisiken sowie die Bestrebungen zur Finalisierung der Regelungen zu Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch und der Überarbeitung der Rahmenwerke für operationelle Risiken und Kreditrisiken einschließlich der dazugehörigen Floor-Regelungen und Offenlegungsanforderungen. Auf europäischer Ebene verfolgt die Commerzbank unter anderem die Initiativen der EU-Kommission zur Einführung einer europäischen Einlagensicherung und zur Schaffung einer Kapitalmarktunion, insbesondere auch das dazugehörige EU-Verbriefungsrahmenwerk. AdressenausfallrisikenDas Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr eines Verlustes oder entgangenen Gewinnes durch den Ausfall eines Geschäftspartners. Es zählt zu den quantifizierbaren, wesentlichen Risiken mit den wesentlichen Unterrisikoarten Kreditausfallrisiko, Emittentenrisiko, Kontrahentenrisiko, Länder- und Transferrisiko, Veritätsrisiko sowie Reserverisiko. Strategie und OrganisationDie Kreditrisikostrategie ist die Teilrisikostrategie für Adressenausfallrisiken und aus der Gesamtrisikostrategie abgeleitet. Sie ist fest in den ICAAP-Prozess des Commerzbank-Konzerns eingebettet und bildet das Bindeglied zwischen der risikoartenübergreifenden Gesamtbankrisikosteuerung und der Operationalisierung der Steuerung von Adressenausfallrisiken. Übergeordnetes Ziel ist die Sicherstellung einer angemessenen strukturellen Risikoqualität des Kreditportfolios. Hierzu definiert die Kreditrisikostrategie den Kreditrisikoappetit, legt die risikostrategischen Schwerpunkte fest, gibt einen Überblick über die wesentlichen Steuerungskonzepte im Kreditrisikomanagement und leistet so einen integralen Beitrag zur Wahrung der Risikotragfähigkeit im Konzern. Dabei bedient sich die Kreditrisikostrategie quantitativer und qualitativer Steuerungsinstrumente, die den Entscheidungsträgern klare Orientierung für die Portfoliosteuerung wie auch die Einzelfallentscheidung geben. Quantitative Leitplanken der Kreditrisikostrategie gewährleisten hierbei eine Risikobegrenzung bei schwächeren Bonitäten und Engagements mit hohen Loss-at-Default-Beiträgen (Konzentrationsmanagement) und für ausgewählte Teilportfolios. Details zur Operationalisierung der Leitplanken für ausgewählte Teilportfolios sind in separaten Portfolio-Policies geregelt. Ergänzend definieren qualitative Steuerungsleitplanken in Form von Credit Policies das Zielgeschäft der Bank. Sie regeln für die Einzeltransaktion, mit welcher Art von Geschäften die zur Verfügung gestellten Risikoressourcen ausgenutzt werden sollen. Die Credit Policies sind fest im Kreditprozess verankert. Geschäfte, die nicht den Anforderungen entsprechen, werden über eine festgelegte Kompetenzordnung eskaliert. Die Zuständigkeiten sind nach Weißbereich und Intensive Care getrennt. Darauf basierend zeichnen eigenständige Marktfolgeeinheiten für das operative Kreditrisikomanagement auf Portfolio- und Einzelfallbasis verantwortlich. Alle Kreditentscheidungen im Weißbereich sind Risk-Return-Entscheidungen. Markt und Marktfolge nehmen eine gemeinsame Verantwortung für Risiko und Ertrag eines Engagements wahr, wobei die Primärverantwortung der Marktseite für den Ertrag, die der Marktfolgeseite für das Risiko besteht. Entsprechend kann im Kreditprozess keine Seite in ihrer Primärverantwortung überstimmt werden. Risikoauffällige Kunden der Kernbank werden durch spezialisierte Intensive-Care-Bereiche bearbeitet. Die Einschaltung dieser Bereiche erfolgt umgehend, wenn definierte Vorstellungskriterien oder zwingende Übergabekriterien erfüllt sind. Die wichtigsten Gründe für die Vorstellung im Intensive-Care-Bereich sind Kriterien in Abhängigkeit von Überziehungstagen neben anlassbezogenen Kriterien wie Rating, Zwangsmaßnahmen Dritter oder Kreditbetrug. Intensive Care entscheidet nach den Umständen des Einzelfalls über die weitere Vorgehensweise. Zwingend sind die Kunden in den Intensive-Care-Bereich zu übernehmen, wenn der Kunde in Default ist (zum Beispiel wegen Insolvenz). Durch diese abgestufte Vorgehensweise wird sichergestellt, dass risikoauffällige Kunden risikoadäquat und zeitnah von Spezialisten in fest definierten einheitlichen Prozessen betreut werden. Im Segment ACR dagegen sind die Zuständigkeiten nicht nach Weißbereich und Intensive Care getrennt. Das Kreditrisikomanagement ist hier über alle Ratingklassen hinweg in einer Einheit zusammengefasst. Für die in diesem Segment gebündelten Assets wird der vollständige wertschonende Abbau angestrebt. Hierfür wurden konkrete EaD-Vorgaben festgelegt. Darüber hinaus wurde eine Asset-Steuerung über ein regelmäßiges Asset Planning implementiert. Dabei wird insbesondere das Ziel verfolgt, die Portfolio- und Einzelexposureanteile mit besonders hoher Kapitalbindung vorrangig abzubauen beziehungsweise zu reduzieren. Zum gezielten Portfolioabbau können zur Kapitalfreisetzung auch Opportunitäten zum wertschonenden Verkauf von Teilportfolios genutzt werden. Für das Geschäft in Public Finance erfolgt der Abbau primär durch reguläre Asset-Fälligkeiten. Sich bietende Marktchancen werden gezielt für Verkaufsaktivitäten von einzelnen Assets genutzt. RisikosteuerungZur Steuerung der Adressenausfallrisiken bedient sich die Commerzbank eines umfassenden Risikomanagementsystems. Das Steuerungsrahmenwerk beinhaltet Aufbauorganisation, Methoden und Modelle, quantitative und qualitative Steuerungsinstrumente sowie Regularien und Prozesse. Das Risikomanagementsystem gewährleistet hierdurch top-down eine konsistente und durchgängige Steuerung des Gesamtkreditportfolios und der Teilportfolios bis hinunter auf die Einzelengagementebene. Die für die operative Risikosteuerung notwendigen Kennzahlen und Impulse leiten sich aus den übergeordneten Konzernzielen ab. Sie werden auf nachgelagerten Ebenen um Teilportfoliobeziehungsweise Produktspezifika ergänzt. Die risikoorientierte Kreditkompetenzordnung lenkt den Fokus der höchsten Entscheidungsgremien zum Beispiel auf Konzentrationsrisiken oder Abweichungen von der Risikostrategie. Die Steuerung im operativen Kreditrisikomanagement zielt weiterhin auf die Beibehaltung der erreichten guten Portfolioqualität ab. Die Begleitung des Wachstums im granularen Kreditgeschäft sowie die Risikobegrenzung bei schwächeren Bonitäten und bei Engagements mit hohen Loss-at-Default-Beiträgen (Konzentrationsmanagement) stehen hierbei im Fokus. Darüber hinaus überprüft die Bank fortlaufend ihre Kreditprozesse auf Optimierungsmöglichkeiten. Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter steht die Stärkung einer konzernweit einheitlichen Risikokultur und hier insbesondere die Stärkung der Compliance Awareness im Fokus. Die Rating- und Scoring-Verfahren der Commerzbank, die für alle wesentlichen Kreditportfolios im Einsatz sind, bilden die Grundlage der Messung der Adressenausfallrisiken. Die Kalibrierung der Ausfallwahrscheinlichkeiten, die den einzelnen Adressen oder Finanzierungen zugewiesen werden, und die Ermittlung von Verlustquoten beruhen dabei auf der Analyse historischer Daten aus dem Commerzbank-Portfolio. Die Länderrisikosteuerung basiert auf der Festlegung von Risikolimiten sowie auf der Definition von länderspezifischen Strategien zum Erreichen eines gewünschten Zielportfolios. Die Marktfolge im inländischen Firmenkundengeschäft ist nach Branchen aufgestellt. Dadurch ist es möglich, Auffälligkeiten auf Teilportfolioebene unmittelbar nachzugehen und auf Ebene der Einzelkredite direkt entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Die Branchenaufstellung gewährleistet somit eine hohe Effektivität und Effizienz von Präventionsmaßnahmen und fördert die Prognosequalität zur Risikoentwicklung. Mögliche Negativentwicklungen sowie die laufenden Anpassungen der regulatorischen Bestimmungen erfordern ein reagibles Kreditportfolio. Die Sicherstellung einer angemessenen Portfolioreagibilität ist daher eine weitere wesentliche Aufgabe im Kreditrisikomanagement. Ferner können Krisenereignisse die Angemessenheit der Kapital- und Liquiditätsausstattung und damit die Risikotragfähigkeit der Bank gefährden. Beispiele sind außergewöhnlich große Staats-, Banken- und/oder Unternehmensausfälle, aber auch extreme Entwicklungen in Branchen, Währungen oder Rohstoffpreisen, ebenso wie Auswirkungen von Sanktionen, Krieg oder Terror. Im Krisenfall sorgt die Task Force Risk Mitigation (TFRM) für die flexible Steuerung konzernweit abgestimmter Entscheidungen. Etablierte Notfallpläne (Emergency Action Plans) gewährleisten hierbei in Abhängigkeit von der Risikoart eine schnelle und effiziente Umsetzung risikomitigierender Maßnahmen. Steuerung der ökonomischen KapitalbindungDie Steuerung der ökonomischen Kapitalbindung hat eine angemessene Kapitalausstattung des Commerzbank-Konzerns zum Ziel. Hierfür werden für das ökonomische Risikokapital alle Risikoarten in der Gesamtrisikostrategie konzernweit mit Limiten versehen, insbesondere wird ein CVaR-Limit festgelegt. Aufgrund der systematisch eingeschränkten Möglichkeiten zur kurzfristigen Reduktion des Ausfallrisikos ist es zur Steuerung des Kreditrisikos wichtig, die erwartete Entwicklung (mittel- und langfristig) zu berücksichtigen. Aus diesem Grund spielen Forecast-Werte der Kreditrisikokennzahlen in der laufenden Steuerung eine wichtige Rolle. Auf Ebene der Segmente und Geschäftsfelder werden Änderungen beim Forecast überwacht und bei Bedarf Steuerungsimpulse abgeleitet. Auf ein kaskadiertes Limitkonzept für das Kreditrisiko unterhalb der Konzernebene, das heißt auf eine Allokation des Konzernkreditlimits auf Segmente und Geschäftsfelder, wird verzichtet. RatingklassifizierungDas Ratingverfahren der Commerzbank umfasst 25 Ratingklassen für nicht ausgefallene Kredite (1,0 bis 5,8) und fünf Default-Klassen (6,1 bis 6,5). Die Commerzbank-Masterskala weist jeder Ratingklasse genau eine zeitstabile, überlappungsfreie Spannweite von Ausfallwahrscheinlichkeiten zu. Die Ratingverfahren werden jährlich validiert und rekalibriert, sodass sie vor dem Hintergrund aller tatsächlich beobachteten Ausfälle die jeweils aktuelle Einschätzung widerspiegeln. Die den Ratings zugeordneten Ausfallbänder sind für alle Portfolios gleich. Dadurch ist entsprechend dem Ansatz der Masterskala eine interne Vergleichbarkeit gewährleistet. Zur Orientierung sind in der Commerzbank-Masterskala externe Ratings sowie die Bonitätsstufen nach Artikel 136 CRR gegenübergestellt. Da bei externen Ratings für verschiedene Portfolios auch unterschiedliche, von Jahr zu Jahr schwankende Ausfallraten beobachtet werden, ist eine direkte Überleitung jedoch nicht möglich. Die Kreditkompetenzen einzelner Mitarbeiter wie auch die Kompetenzen der Komitees (Gesamtvorstand, Kreditkomitee, Subkreditkomitees) sind nach unter anderem Engagementgrößen sowie Ratingklassen gestaffelt. Abbildung 8Commerzbank-Masterskalascroll
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CRR = Capital Requirements Regulation (EU)
Nr. 575/2013. Management von RisikokonzentrationenDie Vermeidung von Risikokonzentrationen ist integraler Bestandteil des Risikomanagements. Um das erhöhte Verlustpotenzial aus gleichlaufenden Risikopositionen frühzeitig zu erkennen und zu begrenzen, werden Risikokonzentrationen aktiv gesteuert. Innerhalb des Adressenausfallrisikos werden neben engagementbezogenen Kreditrisikokonzentrationen (Klumpenrisiken) unter anderem auch Länder- und Branchenkonzentrationen betrachtet. Dabei werden segmentspezifische Besonderheiten berücksichtigt. Zur Steuerung der Klumpenrisiken wird eine einheitliche Definition auf Basis des "All-in" verwendet. Der "All-in"-Begriff umfasst alle innerhalb der Bank genehmigten Kreditlinien eines Kunden in voller Höhe - unabhängig von der aktuell bestehenden Kreditinanspruchnahme. Das Management und der Risikoausschuss des Aufsichtsrats werden turnusgemäß über die Ergebnisse der Analysen informiert. RisikominderungDie im Rahmen des Risikomanagements berücksichtigten Sicherheiten im Konzern belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf 96,7 Mrd. Euro für die Positionen im Performing-Portfolio sowie auf 2,3 Mrd. Euro im Default-Portfolio. Bei den Sicherheiten handelt es sich überwiegend um Grundschulden auf eigen- und fremdgenutztes Wohneigentum und auf gewerbliche Objekte sowie Garantien und Ausfallbürgschaften. Für das Schiffsportfolio haften vor allem Sicherheiten in Form von Schiffshypotheken. Commerzbank-KonzernAufgrund des erfolgreichen Abbaus im früheren Segment Non-Core Assets (NCA) hat die Commerzbank im ersten Quartal 2016 eine neue Segmentstruktur eingeführt und die Kapitalallokation neu ausgerichtet. Portfolios im Volumen von rund 8 Mrd. Euro mit hoher Qualität und niedrigem Risiko aus den Bereichen gewerbliche Immobilienfinanzierung und Schiffsfinanzierung wurden in das damalige Segment Mittelstandsbank übertragen. Ein Portfolio an Hypothekenkrediten von rund 2 Mrd. Euro wurde in das damalige Segment Privatkunden überführt. Das Konzern-Geschäftsfeld Treasury, das Bestandteil des Segments Sonstige und Konsolidierung ist, nahm den größeren Teil des Portfolios Staatsfinanzierungen von rund 36 Mrd. Euro auf. Kriterien für den Übertrag der Aktiva waren gute Kreditqualität, geringe Ertragsvolatilität sowie die Eignung für das Liquiditätsportfolio. Die verbleibenden Bestände von anfänglich rund 18 Mrd. Euro wurden im neuen Segment Asset & Capital Recovery (ACR) gebündelt. Ende September hat die Commerzbank ihr neues strategisches Programm "Commerzbank 4.0" vorgestellt. Ihr Geschäft fokussiert sie in den zwei Kundensegmenten "Privat- und Unternehmerkunden" sowie "Firmenkunden". Die Segmente Mittelstandsbank und Corporates & Markets wurden gebündelt und das Handelsgeschäft im Investmentbanking reduziert. Im nachfolgenden Bericht sind die Vorjahresvergleichszahlen an die neue Segmentstruktur angepasst worden. KreditrisikokennzahlenDie Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8 verteilen sich im Commerzbank-Konzern wie folgt auf die Segmente: Tabelle 18scroll
Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil von 82 % in den internen Ratingklassen 1 und 2, die den Investmentbereich abdecken. Tabelle 19scroll
Im Rahmen der Länderrisikoermittlung werden sowohl die Transferrisiken als auch die von Politik und Konjunktur bestimmten Eventrisiken erfasst, die auf die einzelnen Wirtschaftsobjekte des Landes wirken. Die Steuerung der Länderrisiken erfolgt auf Basis definierter Kreditrisiko- und Transferrisikolimite auf Länderebene. Länderexposures, die aufgrund ihrer Größe für die Commerzbank bedeutend sind, sowie Exposures in Ländern, in denen die Commerzbank im Verhältnis zum jeweiligen BIP bedeutend investiert ist, werden gesondert im Strategic Risk Committee behandelt. Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider. Tabelle 20scroll
Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa und 7% auf Nordamerika. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Der Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland und Westeuropa. Ein wesentlicher Treiber des Expected Loss in der Region Sonstige sind Schiffsfinanzierungen. Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen werden Volkswirtschaften wie Russland, Ukraine, Türkei und China eng beobachtet. Zum Ende des vierten Quartals 2016 lag das Russland-Exposure bei 2,9 Mrd. Euro, das Ukraine-Exposure bei 0,1 Mrd. Euro, das Türkei-Exposure bei 2,2 Mrd. Euro sowie das Exposure in China bei 3,9 Mrd. Euro. Als Folge der Staatsschuldenkrise werden auch die Sovereign Exposures von Italien und Spanien weiterhin eng überwacht. Das Sovereign Exposure in Italien lag zum Ende des vierten Quartals 2016 bei 9,5 Mrd. Euro und das Sovereign Exposure von Spanien bei 3,6 Mrd. Euro. RisikovorsorgeDie Risikovorsorge im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 900 Mio. Euro. In dem Wert ist eine einmalige Belastung von netto 28 Mio. Euro aus der turnusmäßigen jährlichen Parameteraktualisierung enthalten. Insgesamt lag die Risikovorsorge um 204 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Wertberichtigungen auf Wertpapiere werden nicht in der Risikovorsorge, sondern im Ergebnis aus Finanzanlagen berücksichtigt. Note (36) des Konzernabschlusses liefert hierzu weitere Details. Der erwartungsgemäße Anstieg der Risikovorsorge gegenüber dem Vorjahr ist auf das weiterhin schwierige Umfeld für Schiffsfinanzierungen zurückzuführen. Hier sehen wir auch im Jahr 2017 weiteren Vorsorgebedarf. Die im Jahr 2016 immer noch signifikanten Risikovorsorgeauflösungen im Firmenkundenportfolio werden gleichzeitig weiter zurückgehen. Die Risikovorsorge 2017 in den Segmenten Privat- und Unternehmerkunden sowie Firmenkunden dürfte auf dem Niveau des Jahres 2016 liegen. Für Schiffsfinanzierungen erwarten wir ein Niveau von 450 Mio. Euro bis 600 Mio. Euro. Sollten sich die geopolitischen oder gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen unerwartet massiv verschlechtern oder sollte es zu Ausfällen bei großen Einzeladressen kommen, kann eine deutlich höhere Risikovorsorge erforderlich werden. Tabelle 21scroll
Default-PortfolioDas Default-Portfolio lag zum Jahresende 2016 bei 6,9 Mrd. Euro und ist gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 0,2 Mrd. Euro rückläufig. Die nachfolgende Darstellung des Default-Volumens zeigt die ausgefallenen Forderungen der Kategorie LaR Kredit: Tabelle 22scroll
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Coverage Ratio: Summe SLLP, Sicherheiten (und
GLLP) im Verhältnis zum Default-Volumen. Das Default-Portfolio wird abhängig von der Art des Defaults in fünf Klassen unterteilt:
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Default-Portfolios auf die fünf Ratingklassen: Tabelle 23scroll
Überziehungen im WeißbuchUm einen Anstieg des Default-Portfolios zu vermeiden, werden Überziehungen in der Commerzbank eng überwacht. Neben dem "90 days past due" Trigger Event gibt es schon im Vorfeld ab dem ersten Überziehungstag ein EDV-unterstütztes Überziehungsmanagement. Die nachfolgende Tabelle zeigt das Überziehungsvolumen außerhalb des Default-Portfolios basierend auf dem Exposure at Default per Ende Dezember 2016: Tabelle 24scroll
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Inklusive Sonstige und Konsolidierung. Segment Privat- und UnternehmerkundenDas Segment Privat- und Unternehmerkunden umfasst die Aktivitäten der Konzernbereiche Private Kunden, Unternehmerkunden, comdirect bank und Commerz Real. Die mBank wird zusammen mit dem Segment Privat- und Unternehmerkunden abgebildet. Im Bereich Private Kunden sind das inländische Filialgeschäft für Privatkunden sowie das Wealth Management zusammengefasst. Der Bereich Unternehmerkunden bildet die Geschäfts- und kleinen Firmenkunden ab. Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (Private Baufinanzierung und Renditeobjekte mit einem EaD von insgesamt 67 Mrd. Euro). Die Kreditversorgung unserer Geschäfts- und Unternehmerkunden stellen wir über Individualkredite mit einem Volumen von 18 Mrd. Euro sicher. Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite, Kreditkarten, mit insgesamt 9 Mrd. Euro). Der Portfolioanstieg im Jahr 2016 resultiert überwiegend aus dem konsequenten Wachstum in der privaten Baufinanzierung. Der Rückgang der Risikodichte gegenüber dem Vorjahr um 3 Basispunkte auf 21 Basispunkte, ist im Wesentlichen auf den Bereich Private Kunden und die mBank zurückzuführen. Tabelle 25scroll
Die Risikovorsorge im Segment Privat- und Unternehmerkunden ging im Vergleich zum Vorjahr um 48 Mio. Euro auf 119 Mio. Euro weiter zurück. Treiber für die Reduzierung waren die historisch niedrige Risikovorsorge für das Privatkundenportfolio sowie ein gegenüber dem Vorjahr um 15 Mio. Euro geringerer Risikovorsorgebedarf der mBank. Analog zur positiven Entwicklung der Risikovorsorge ging das Default-Volumen des Segments gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 226 Mio. Euro auf 1.737 Mio. Euro zurück. Tabelle 26scroll
Segment FirmenkundenIn diesem Segment bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor, institutionellen Kunden und multinationalen Unternehmen. Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Der regionale Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt in Deutschland und Westeuropa. Weiterhin werden in diesem Segment die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten des Konzerns gebündelt. Tabelle 27scroll
Der EaD des Segments Firmenkunden ist im Vergleich zum 31. Dezember des Vorjahres von 205 Mrd. Euro auf 195 Mrd. Euro gesunken. Die Risikodichte belief sich auf 28 Basispunkte. Das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland ist weiterhin stabil. Jedoch war das Jahr 2016 unter anderem geprägt durch eine zunehmende politische Unsicherheit, insbesondere im Zusammenhang mit dem in Großbritannien abgehaltenen Referendum über den EU-Austritt des Landes sowie die Wahl des neuen Präsidenten in den USA. Das erhöhte Unsicherheitsniveau schlug sich in zum Teil starken Kursschwankungen am Markt nieder, blieb jedoch ohne größere Auswirkungen auf unser Kreditportfolio. Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf Seite 109. Die Risikovorsorge im Segment Firmenkunden lag mit 185 Mio. Euro weiterhin auf niedrigem Niveau, wenn auch deutlich über dem stärker von Auflösungen geprägten Vorjahreswert von 108 Mio. Euro. Das Default-Volumen des Segments stieg gegenüber dem Jahresultimo 2015 um 511 Mio. Euro an. Der Anstieg ist maßgeblich auf den Ausfall weniger großer Einzelengagements zurückzuführen. Tabelle 28scroll
Das Volumen der seit 2014 getätigten Neuinvestitionen im Bereich Structured Credit blieb per Dezember 2016 im Vergleich zum Jahresende 2015 mit insgesamt 2,4 Mrd. Euro leicht unter Vorjahresniveau. Generell wurde bisher in Anleihen von Senior-Tranchen aus Verbriefungstransaktionen der Assetklassen Consumer-(Auto-)ABS, UK-RMBS und CLO investiert, die eine robuste Struktur und ein moderates Risikoprofil aufweisen. Im Jahresverlauf 2016 reduzierte sich das Volumen der Structured-Credit-Positionen, die bereits vor 2014 im Bestand waren, um 3,5 Mrd. Euro auf insgesamt 2,4 Mrd. Euro (Dezember 2015: 5,9 Mrd. Euro) und die Risikowerte1 um 0,7 Mrd. Euro auf 1,0 Mrd. Euro (Dezember 2015: 1,7 Mrd. Euro). Dabei entfällt nach wie vor ein wesentlicher Anteil des Portfolios auf CDOs (1,2 Mrd. Euro). Total-Return-Swap-Positionen im Volumen von 2,8 Mrd. Euro sind im Jahresverlauf 2016 fällig geworden und wurden vollständig zurückbezahlt. Segment Asset & Capital RecoveryNach der Neusegmentierung im ersten Quartal 2016 beinhaltet das Segment Asset & Capital Recovery Positionen aus den Bereichen Commercial Real Estate (CRE) und Ship Finance (SF) sowie die komplexeren Finanzierungen aus dem Bereich Public Finance. Alle Portfolios in diesen Bereichen sollen über die Zeit vollständig abgebaut werden. Der EaD des Segments im Weißbuch belief sich per 31. Dezember 2016 auf 14 Mrd. Euro und ging damit gegenüber dem Wert per Ende 2015 um 1,9 Mrd. Euro zurück. Tabelle 29scroll
Commercial Real EstateDas Portfolio hat sich durch Tilgungen und Rückzahlungen weiter reduziert. Aufgrund von Gesundungen aus dem Schwarzbuch ist das Weißbuch jedoch nur geringfügig auf 1,9 Mrd. Euro gesunken. Auffällige Risikoentwicklungen waren nicht zu verzeichnen. Die Risikodichte ist auf 174 Basispunkte zurückgegangen. Es werden stabile Marktbedingungen für einen kurz- bis mittelfristigen Prognosezeitraum erwartet. Ship FinanceDas Exposure an Schiffsfinanzierungen im Weißbuch wurde entsprechend unserer Abbaustrategie gegenüber dem 31. Dezember 2015 um insgesamt 1,5 Mrd. Euro reduziert. Unser Portfolio setzt sich im Wesentlichen aus den drei Standardschiffstypen Containerschiffe, Tanker und Massengutfrachter zusammen. Das restliche Portfolio beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über verschiedene Schiffssegmente. Public FinanceDas Teilportfolio Public Finance im Segment ACR besteht im Wesentlichen aus Engagements befriedigender bis guter Bonität mit zum Teil sehr langen Laufzeiten und komplexen Strukturen gegenüber Kommunen in Großbritannien (4,7 Mrd. Euro EaD), einem Private-Finance-Initiative-(PFI-)Portfolio (2,7 Mrd. Euro EaD) mit regionalem Schwerpunkt Großbritannien sowie weiteren überwiegend US-amerikanischen Public-Finance-Schuldnern (1,6 Mrd. Euro EaD). Die künftige Entwicklung des Public-Finance-Portfolios ist von den politischen, ökonomischen und monetären Entwicklungen, insbesondere in Europa und den USA, abhängig. Im Segment ACR lag die Risikovorsorge bei 599 Mio. Euro und damit um 238 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Der Anstieg entfiel nahezu vollständig auf das Schiffsportfolio. Weiterhin rückläufige Charterraten, die abnehmende Liquidität der Schiffseigner und begrenzte Verwertungsmöglichkeiten führten sowohl zu neuen Ausfällen als auch zu Nachbildungsbedarf bei bereits ausgefallenen Engagements. Eine umfassende und nachhaltige Verbesserung dieser schwierigen Rahmenbedingungen ist auch im Jahr 2017 nicht zu erwarten. Tabelle 30scroll
Im Geschäftsjahr 2016 wurde das Default-Volumen trotz weiterer Inflows im Schiffsportfolio gegenüber 2015 um 394 Mio. Euro reduziert. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Gesundungen und Rückführungen im Bereich Commercial Real Estate zurückzuführen. Tabelle 31scroll
Weitere PortfolioanalysenDie folgenden Analysen sind unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit zu verstehen. Die dargestellten Positionen sind bereits vollständig in den vorherigen Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten. Corporates-Portfolio nach BranchenDas Corporates-Exposure verteilt sich wie nachfolgend dargestellt auf die Branchen: Tabelle 32scroll
Financial-Institutions-PortfolioNach der Reduzierung der Anzahl unserer Korrespondenzbanken sind weiterhin Trade-Finance-Aktivitäten im Fokus, die wir im Interesse unserer Firmenkunden durchführen, sowie Kapitalmarktaktivitäten. Die Auswirkungen von aufsichtsrechtlichen Vorgaben auf Banken beobachten wir eng. In diesem Zusammenhang verfolgen wir eine Strategie der Reduzierung des Exposures, das im Falle eines Bail-in des betroffenen Instituts Verluste erleiden könnte. Die Entwicklung einiger Emerging Markets mit individuellen Themen wie Rezessionen, Embargos oder gewisser Abhängigkeiten zum Ölpreis verfolgen wir eng und reagierten mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation des Landes abgestimmten Portfoliosteuerung. Insgesamt richten wir unseren Risikoappetit danach aus, das Portfolio möglichst reagibel zu halten. Tabelle 33scroll
Non-Bank-Financial-Institutions-PortfolioDas Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio umfasst hauptsächlich Versicherungsgesellschaften, Asset Manager, regulierte Fonds sowie zentrale Gegenparteien. Die regionalen Schwerpunkte der Geschäftsaktivitäten liegen in Deutschland, Westeuropa sowie den Vereinigten Staaten. Neugeschäft erfolgt im Interesse unserer institutionellen Kunden, wobei sich die Commerzbank auf attraktive Opportunitäten mit Adressen guter Bonität fokussiert. Unter Portfoliomanagement-Gesichtspunkten verfolgen wir dabei als Ziel die Gewährleistung einer hohen Portfolioqualität und -reagibilität. Tabelle 34scroll
OriginatorenpositionenDie Commerzbank hat im Laufe der vergangenen Jahre überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden mit einem aktuellen Volumen von 6,1 Mrd. Euro vorgenommen. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 wurden Risikopositionen in Höhe von 5,7 Mrd. Euro zurückbehalten. Der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 5,6 Mrd. Euro auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet sind. Tabelle 35scroll
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Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und
Handelsbuch. Conduit Exposure und sonstige Asset-backed ExposuresDie Commerzbank ist Sponsor des Multiseller Asset-backed Commercial Paper Conduits "Silver Tower". Sie arrangiert über "Silver Tower" die Verbriefung von Forderungen - insbesondere Handels- und Leasingforderungen - von Kunden des Segments Firmenkunden. Die Geschäfte werden im Wesentlichen durch die Emission von Asset-backed Commercial Papers (ABCP) oder durch die Inanspruchnahme von Kreditlinien (Liquiditätslinien) finanziert. Das Volumen sowie die Risikowerte im Conduit "Silver Tower" sind im Geschäftsjahr 2016 aufgrund von Neugeschäften und Erhöhungen bestehender Transaktionen gegenüber dem Vorjahr deutlich um 0,9 Mrd. Euro gestiegen und lagen zum 31. Dezember 2016 bei 4,1 Mrd. Euro. Die Liquiditätsrisiken aus ABS-Transaktionen werden im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells konservativ modelliert. Zum einen wird in einem Worst-Case-Szenario unterstellt, dass der Großteil der den Zweckgesellschaften gestellten Ankaufsfazilitäten im Rahmen von "Silver Tower" durch die Commerzbank refinanziert werden muss. Zum anderen werden eigene Bestände aus Verbriefungstransaktionen nur dann als liquide Aktiva berücksichtigt, wenn es sich um zentralbankfähige Positionen handelt. Diese Positionen werden nur unter Anwendung von konservativen Abschlägen in der Liquiditätsrisikorechnung berücksichtigt. Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere der Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. sowie der Commerzbank AG Inland. Das Volumen ist im Jahresverlauf 2016 auf 5,3 Mrd. Euro (Dezember 2015: 4,7 Mrd. Euro) und die Risikowerte auf 5,2 Mrd. Euro (Dezember 2015: 4,6 Mrd. Euro) angestiegen. Forbearance-PortfolioDie European Banking Authority (EBA) hat im Jahr 2013 eine neue Definition des Begriffs "Forbearance" eingeführt. Die Definition der EBA von Forbearance (Übersetzung: Stundung, Tilgungsstreckung oder Duldung, Nachsichtigkeit) setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen, die gleichzeitig erfüllt sein müssen: Der Kunde muss sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden und die Bank muss Maßnahmen in Form von Zugeständnissen gegenüber dem Kunden genehmigen, die sie unter anderen Umständen nicht zu genehmigen bereit gewesen wäre. Als Zugeständnisse gelten beispielsweise Stundungen, Limit- beziehungsweise Krediterhöhungen und Verzichte im Rahmen von Restrukturierungen. Die For-bearance-Definition gilt unabhängig davon, ob sich der Kunde im Performing- oder im Non-Performing-Portfolio befindet. Während im Non-Performing-Portfolio eine hohe LLP Coverage sowohl durch GLLP als auch aus SLLP sichergestellt wird, besteht für Engagements im Performing-Portfolio ausschließlich GLLP. Im Ergebnis ergibt sich für das Forbearance-Portfolio eine deutlich niedrigere LLP Coverage als im Default-Portfolio. Das Forbearance-Portfolio ist bereits vollständig in den vorherigen Darstellungen des Weißbuchs und des Default-Portfolios der Commerzbank enthalten. Die nachfolgende Übersicht zeigt das gesamte Forbearance-Portfolio der Commerzbank auf Basis der EBA-Definition sowie die Risikovorsorge für diese Positionen: Tabelle 36scroll
Nach Regionen stellt sich das Portfolio wie folgt dar: Tabelle 37scroll
Zusätzlich zur Risikovorsorge in Höhe von 1.148 Mio. Euro werden die Risiken im Forbearance-Portfolio durch Sicherheiten in Höhe von insgesamt 1.731 Mio. Euro abgedeckt. MarktrisikenMarktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Währungs- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven berücksichtigt. Strategie und OrganisationDie Marktrisikostrategie der Commerzbank leitet sich aus der Gesamtrisikostrategie und den Geschäftsstrategien der einzelnen Segmente ab. Sie legt die Ziele des Marktrisikomanagements im Hinblick auf die wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Commerzbank fest. Die Kernaufgaben des Marktrisikomanagements sind die Identifikation aller wesentlichen Marktrisiken und Marktrisikotreiber sowie deren unabhängige Messung und Bewertung. Auf diesen Ergebnissen und Einschätzungen baut die risiko- und ertragsorientierte Steuerung auf. Der Vorstand der Commerzbank ist für ein effektives Management von Marktrisiken in der gesamten Commerzbank-Gruppe verantwortlich. Bestimmte Kompetenzen und Verantwortlichkeiten hinsichtlich der Marktrisikosteuerung wurden an die zuständigen Marktrisikokomitees übertragen. In der Bank sind verschiedene Marktrisikokomitees etabliert. Hier erörtern Vertreter der Geschäftsfelder, der Risikofunktion und des Finanzbereichs aktuelle Fragen der Risikopositionierung und beschließen entsprechende Steuerungsmaßnahmen. Das monatlich einberufene Group Market Risk Committee beschäftigt sich unter Vorsitz der Risikofunktion mit der Marktrisikoposition der Commerzbank-Gruppe. Basis der Diskussion ist der monatliche Marktrisikobericht, der auch im Gesamtvorstand vorgestellt und diskutiert wird. Der Bericht fasst die aktuellen Entwicklungen an den Finanzmärkten, die Positionierung der Bank sowie die daraus abgeleiteten Risikokennzahlen zusammen. Das Segment-Market-Risk-Committee mit dem Fokus auf den handelsintensiven Bereichen Corporate Clients und Treasury tagt in wöchentlichem Turnus. In diesem Komitee werden auch die Marktrisiken aus Nichtkernaktivitäten (Asset & Capital Recovery) gesteuert. Der Risikomanagementprozess besteht aus Risikoidentifikation, Risikomessung, Steuerung, Monitoring und Reporting. Er liegt funktional in der Verantwortung des handelsunabhängigen Marktrisikomanagements. Das zentrale Marktrisikomanagement wird ergänzt durch dezentrale Marktrisikomanagement-Einheiten auf Segmentebene sowie für regionale Einheiten beziehungsweise Tochtergesellschaften. Durch die enge Verbindung von zentralem und lokalem Risikomanagement mit den Geschäftseinheiten beginnt der Risikomanagementprozess bereits in den Handelsbereichen. Die Handelseinheiten sind insbesondere für das aktive Management der Marktrisikopositionen, zum Beispiel Abbaumaßnahmen oder Hedging, verantwortlich. RisikosteuerungDie Commerzbank nutzt ein vielfältiges quantitatives und qualitatives Instrumentarium zur Steuerung und Überwachung der Marktrisiken. Quantitative Vorgaben für Sensitivitäten, Value-at-Risk-(VaR-)Kennzahlen, Stresstests und Szenarioanalysen sowie Kennziffern zum ökonomischen Kapital limitieren das Marktrisiko. Unser umfangreiches Regelwerk in Form von Marktrisiko-Policies und -Guidelines sowie Vorgaben zur Portfoliostruktur, zu neuen Produkten, Laufzeitbegrenzungen oder Mindestratings bilden den qualitativen Rahmen für das Management des Marktrisikos. In der Marktrisikostrategie ist die Gewichtung der Kennzahlen je Segment hinsichtlich ihrer Relevanz festgelegt, um der unterschiedlichen Bedeutung für die Steuerung der Segmente im Einklang mit der Geschäftsstrategie Rechnung zu tragen. Die interne Steuerung der Marktrisiken erfolgt auf Konzernebene, Segmentebene und den darunter liegenden Einheiten. Ein umfassendes internes Limitsystem bis auf Portfolioebene ist implementiert und bildet einen Kernpunkt der internen Marktrisikosteuerung. Das Marktpreisrisiko begrenzende quantitative und qualitative Faktoren werden aus der konzernweiten ökonomischen Kapitalsteuerung abgeleitet und von den Marktrisikokomitees festgelegt. Die Auslastung der Limite wird zusammen mit den relevanten Ergebniszahlen täglich an den Vorstand und die zuständigen Leiter der Konzernbereiche berichtet. Aufbauend auf qualitativen Analysen und quantitativen Kennzahlen identifiziert die Marktrisikofunktion mögliche zukünftige Risiken, antizipiert in Zusammenarbeit mit der Finanzfunktion mögliche ökonomische Wertverluste und erarbeitet Maßnahmenvorschläge, die mit den Markteinheiten besprochen werden. Die Votierung der vorgeschlagenen Maßnahmen beziehungsweise Risikopositionen erfolgt in den oben genannten Marktrisikokomitees und wird anschließend dem Gesamtvorstand zur Entscheidung vorgelegt. Risikokonzentrationen werden durch spezifische Limite direkt begrenzt beziehungsweise auf indirekte Weise (zum Beispiel durch Stresstestlimite) vermieden. Darüber hinaus stellt die Kombination verschiedener klassischer Risikomaße (zum Beispiel VaR, Sensitivitäten) ein angemessenes Risikomanagement von Konzentrationen sicher. Zusätzlich werden regelmäßig Risikotreiber analysiert, um Konzentrationen zu identifizieren. Das Risikomanagement bestehender Konzentrationen wird dabei auch durch situationsgetriebene Analysen überprüft und gegebenenfalls durch gezielte Maßnahmen, zum Beispiel Limite, ergänzt. Sollte es in Einzelfällen zu Limitüberschreitungen kommen, werden diese in einem separaten Eskalationsprozess behandelt. Nach Identifikation der Limitüberschreitung werden von Frontoffice und Risikoeinheiten Maßnahmen erarbeitet, um das entsprechende Portfolio wieder zurück ins Limit zu bringen. Sollte die Limitüberschreitung nicht innerhalb von wenigen Tagen behoben werden können, wird sie von der Marktrisikofunktion unter Einbindung der nächsten Hierarchieebene eskaliert. Regulatorische Risikomaße, die in der ökonomischen Risikotragfähigkeit nicht enthalten sind, werden separat limitiert und gesteuert. Darunter fallen beispielweise Stressed VaR und IRC. In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische Zwecke erfolgt zusätzlich eine Steuerung des Handelsbuchs (gemäß regulatorischen Anforderungen inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuchs) auf Stand-alone-Basis. Um eine konsistente Darstellung in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von einem Tag bei gleichgewichteten Marktdaten und einer Historie von 254 Tagen. Für das Gesamtbuch ging der VaR bis zum Ende des Jahres um 33 Mio. Euro auf 85 Mio. Euro zurück. Auch der VaR des Handelsbuchs sank im Jahresverlauf von 29 Mio. Euro auf 15 Mio. Euro. Wesentliche Ursache für den Rückgang ist eine defensive Positionierung vor dem Hintergrund der politischen Ereignisse im Jahr 2016 (Brexit, US-Wahlen, Referendum Italien). Tabelle 38scroll
HandelsbuchIm Folgenden wird die Entwicklung der regulatorischen Marktrisikokennziffern des Handelsbuchsportfolios dargestellt. Die Handelsbuchpositionen der Commerzbank liegen im Wesentlichen in den Geschäftsbereichen Corporate Clients sowie der Treasury. Der Value-at-Risk sank im Jahresverlauf von 29 Mio. Euro auf 15 Mio. Euro. Tabelle 39scroll
Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert. Dabei sind Credit-Spread- und Währungskursrisiken die dominierenden Anlageklassen. Es folgen Zins- und Aktienkursrisiken. In geringerem Maße wird der Value-at-Risk auch von Rohwaren- und Inflationsrisiken beeinflusst. Die Entwicklung des VaR im Jahr 2016 zeigt einen deutlichen Rückgang der Währungsrisiken. Zins- und Aktienkursrisiken verringerten sich moderat. Credit-Spread- und Rohwarenrisiken blieben im Jahr 2016 stabil. Tabelle 40scroll
Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet. Hierzu zählt die Ermittlung des Stressed VaR. Die Berechnung des Stressed VaR basiert auf dem internen Modell und entspricht der oben beschriebenen VaR-Methodik. Der wesentliche Unterschied liegt in den zur Bewertung der Vermögenswerte genutzten Marktdaten. Im Stressed VaR wird das Risiko der aktuellen Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Im Jahresverlauf wurde der Krisenbeobachtungszeitraum angepasst. Dies führte zu einem deutlichen Anstieg des Stressed VaR von 27 Mio. Euro per Ende 2015 auf 48 Mio. Euro zum Berichtsstichtag. Darüber hinaus wird mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity Event VaR das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen quantifiziert. Die Verlässlichkeit des internen Modells wird durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden dabei tatsächlich eingetretene Gewinne und Verluste gegenübergestellt. Im Prozess wird zwischen den Varianten "Clean PSL" und "Dirty PSL" Backtesting unterschieden. Beim Clean PSL Backtesting werden in der Gewinn- und Verlustrechnung genau die Positionen berücksichtigt, die der VaR-Berechnung zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste resultieren also ausschließlich aus den am Markt eingetretenen Preisänderungen. Demgegenüber werden beim Dirty PSL Backtesting zusätzlich die Gewinne und Verluste von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages herangezogen. Überschreitet der sich ergebende Verlust den VaR, so spricht man von einem negativen Backtesting-Ausreißer. Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse liefert Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern und zur Verbesserung des Marktrisikomodells. Im Jahr 2016 haben wir drei negative Clean-PSL- sowie einen negativen Dirty-PSL-Ausreißer gemessen. Die Ergebnisse liegen damit im Rahmen der statistischen Erwartungen und bestätigen die Qualität des VaR-Modells. Auf Basis des Backtestings bewerten auch die Aufsichtsbehörden die internen Risikomodelle. Die negativen Ausreißer werden mittels eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert. Alle negativen Backtest-Ausreißer (Clean PSL und Dirty PSL) auf Gruppenebene müssen unter Angabe von Ausmaß und Ursache den Aufsichtsbehörden gemeldet werden. Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe von Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarios beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven, Devisenkursen sowie Aktienkursen und Rohwarenpreisen. Beispiele für Stresstests sind Kursverluste aller Aktien um 15 %, eine Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen der Steigung dieser Kurve. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt. Die VaR- und Stresstest-Modelle werden regelmäßig validiert. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Identifikation und Behebung von Modellschwächen. Im Jahr 2016 wurden auch vor diesem Hintergrund regulatorische und interne Modellanpassungen implementiert sowie ein Model Change bei der Aufsicht beantragt, die die Genauigkeit der Risikomessung weiter verbessern. Anlass hierfür war insbesondere das veränderte Marktumfeld für Zinsen und Zinsvolatilitäten. Zur risikoartenübergreifenden Bündelung der Validierungsaktivitäten für Risikomodelle wurde im November 2016 ein neuer Bereich gegründet. AnlagebuchDie wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Portfolios des Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken sowie der Bereich Asset & Capital Recovery (ACR) -Public Finance und die Positionen der Tochtergesellschaften Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. sowie LSF Loan Solutions Frankfurt GmbH. In der Marktrisikosteuerung werden die Credit-Spread-Sensitivitäten der Anlage- und Handelsbücher zusammen betrachtet. Die Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt Downshift) aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) gingen bis Ende 2016 moderat um 4 Mio. Euro zurück und beliefen sich am Stichtag auf 50 Mio. Euro. Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfällt auf Wertpapierpositionen, die als Loans and Receivables (LaR) klassifiziert sind. Marktpreisänderungen haben für diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Für die Anlagebücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Entsprechend der Bankenrichtlinie hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht für alle Institute zwei Szenarios für einheitliche, plötzliche und unerwartete Zinsänderungen vorgegeben (+/-200 Basispunkte) und lässt sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten. Als Ergebnis des Szenarios +200 Basispunkte wurde zum 31. Dezember 2016 ein potenzieller Verlust von 2.120 Mio. Euro und im Szenario -200 Basispunkte ein potenzieller Verlust von 558 Mio. Euro ermittelt. Demnach ist die Commerzbank nicht als Institut mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko zu klassifizieren, da die negativen Barwertänderungen jeweils weniger als 20 % der regulatorischen Eigenmittel betragen. In diesen Zahlen sind die Positionen der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie der wesentlichen Konzerngesellschaften enthalten. Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Unser Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten ist extrem lang (Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre) und der Hauptteil der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete Euro-Inflation dar. Daneben sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität entsprechender Absicherungsprodukte begründet. MarktliquiditätsrisikenIn der ökonomischen Kapitalunterlegung berücksichtigt die Commerzbank zusätzlich das Marktliquiditätsrisiko. Es bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern. Dabei wird zunächst für jedes Portfolio anhand seiner Produkt- und Risikostrategie und basierend auf einer entsprechenden Markteinschätzung ein realistisches Abbauprofil bestimmt. Damit lassen sich die Portfolios hinsichtlich ihrer Liquidierbarkeit über einen sogenannten Markliquiditätsfaktor beschreiben. Der Marktliquiditätsfaktor berücksichtigt dabei die höhere Portfoliowertvolatilität aufgrund einer dem Abbauprofil entsprechenden verlängerten Haltedauer von Risikopositionen. Schließlich wird das Marktrisiko jedes Portfolios auf Jahressicht mit dem Marktliquiditätsfaktor bewertet. Zum Jahresende 2016 hält die Commerzbank 0,2 Mrd. Euro ökonomisches Kapital zur Abdeckung des Marktliquiditätsrisikos im Handels- und Anlagebuch vor. Insbesondere Asset-backed Securities sowie strukturierte Produkte weisen ein höheres Marktliquiditätsrisiko auf. LiquiditätsrisikenUnter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können. Strategie und OrganisationDer Vorstand verabschiedet die Geschäftsstrategie und die damit verbundene Risikotoleranz der Bank. Die Operationalisierung der Liquiditätsrisikotoleranz erfolgt dann durch die Definition der Liquiditätsreserveperiode und das Limitrahmenwerk. Um einen angemessenen Prozess des Liquiditätsrisiko-Managements zu erreichen, delegiert der Vorstand bestimmte Kompetenzen und Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit der konzernweiten Liquiditätsrisikostrategie an die Risiko- und die Treasury-Funktion. Das zentrale Asset Liability Committee (ALCO) ist für die Limitierung, Analyse und Überwachung des Liquiditätsrisikos sowie für die strategische Liquiditätspositionierung zuständig. Hierbei wird das ALCO von verschiedenen Sub-Komitees unterstützt. RisikosteuerungDie Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus. Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich. Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Konzernlagebericht im Kapitel "Refinanzierung und Liquidität des Commerzbank-Konzerns". Die Überwachung der Liquiditätsrisiken erfolgt auf Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige Risikofunktion. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Frühwarnindikatoren etabliert. Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen. Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen mitigiert. Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die entsprechend der Art der Krise vom zentralen ALCO eingeleitet werden können. Der Notfallplan ist integraler Bestandteil des Recovery-Plans der Commerzbank und wird mindestens jährlich aktualisiert, wohingegen die einzelnen Liquiditätsnotfallmaßnahmen regelmäßig unterjährig plausibilisiert werden. Darüber hinaus definiert der Notfallplan eine eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert die gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen. LiquiditätsrisikomodellZentraler Bestandteil der Liquiditätsrisikosteuerung ist die tägliche Berechnung der Liquiditätsablaufbilanz. Gegenstand der Liquiditätsablaufbilanz ist die stichtagsbezogene portfolioübergreifende Darstellung von zukünftig erwarteten deterministischen oder stochastischen Mittelzu- und -abflüssen, auf deren Grundlage der Liquiditätsbedarf oder Liquiditätsüberschuss je Laufzeitband ermittelt wird. Dies beinhaltet auch die Modellierung von dauerhaft verfügbaren Anteilen der Kundeneinlagen, den sogenannten Bodensätzen. Die Liquiditätsablaufbilanz wird auch genutzt, um die Emissionsstrategie der Commerzbank-Gruppe abzuleiten, die durch den Bereich Group Treasury operationalisiert wird. Group Finance ist für die Ermittlung und Allokation der Liquiditätskosten auf Basis der Liquiditätsablaufbilanz verantwortlich, die dann in die Steuerung der Geschäftsaktivitäten der Segmente mit einfließen. Basierend auf der Methodik der Liquiditätsablaufbilanz sind Steuerungsmechanismen wie Recovery- und Frühwarnindikatoren entsprechend limitiert und überwacht. Für die Liquiditätsablaufbilanz bestehen Limite in allen Laufzeitbereichen. Die Konzernlimite sind auf einzelne Konzerneinheiten und Währungen heruntergebrochen. Das interne Liquiditätsrisikomodell wird durch die regelmäßige Analyse zusätzlicher adverser, reverser und historischer Stressszenarios vervollständigt. Quantifizierung und StresstestingDie Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Die Liquiditätsrisiko-Modellierung bezieht neben internen ökonomischen Erwägungen auch die bindenden regulatorischen Anforderungen nach der "Capital Requirements Regulation (CRR)" sowie den strengeren Anforderungen gemäß der "Mindestanforderung an das Risikomanagement (MaRisk)" mit ein. Die Commerzbank berücksichtigt dies in ihrem Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk und gestaltet damit den vom Gesamtvorstand artikulierten Liquiditätsrisikoappetit der Commerzbank quantitativ aus. Die der Modellierung zugrunde liegenden steuerungsrelevanten bankinternen Stressszenarios berücksichtigen sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Das Commerzbank-spezifisch idiosynkratische Szenario simuliert dabei eine Stresssituation, die aus einem Rating-Downgrade um zwei Notches resultiert. Wohingegen das marktweite Szenario aus den Erfahrungen der Subprime-Krise abgeleitet wird und einen externen marktweiten Schock simuliert. Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber der beiden Szenarios, sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen, eine überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken als notwendig erachtete Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei besicherten Geschäften sowie die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert von Vermögensgegenständen. Als Ergänzung zu den Einzelszenarios werden die Auswirkungen eines kombinierten Szenarios aus idiosynkratischen und marktspezifischen Effekten auf die Liquiditätsablaufbilanz (Nettoliquiditätsposition) simuliert. Die Liquiditätsablaufbilanz wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend über das volle Laufzeitspektrum dargestellt und folgt dabei einem mehrstufigen Konzept. Dies gestattet die differenzierte Darstellung deterministischer und modellierter Cashflows des Bestandsgeschäfts auf der einen Seite sowie die Einbeziehung von Prolongationen auf der anderen Seite. Die nachstehende Tabelle zeigt die Liquiditätsablaufbilanz bei Anwendung der jeweiligen Stressszenarios für einen Zeitraum von ein beziehungsweise drei Monaten. Dabei wird deutlich, dass im Vergleich zu den Einzelszenarios in einem kombinierten Stressszenario signifikant mehr Liquidität abfließt. Im 1-Monats- beziehungsweise 3-Monatszeitraum verbleibt für das kombinierte Stressszenario eine Nettoliquidität von 18,5 Mrd. Euro beziehungsweise 21,6 Mrd. Euro per 31. Dezember 2016. Tabelle 41scroll
LiquiditätsreservenWesentliche Elemente des Liquiditätsrisikoappetits sind die Reserveperiode, die Höhe des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern. Das Liquiditätsreserveportfolio bestehend aus hochliquiden Vermögensgegenständen gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Das Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Die Bank wies zum Bewertungsstichtag somit eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 80,0 Mrd. Euro aus. Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio, zum Stichtag in einer Höhe von 8,4 Mrd. Euro. Die Liquiditätsreserven aus hochliquiden Aktiva setzen sich aus folgenden drei Bestandteilen zusammen:
Tabelle 42scroll
LiquiditätskennzahlenIm betrachtenden Geschäftsjahr 2016 befanden sich die internen Liquiditätskennzahlen der Commerzbank inklusive der regulatorischen Liquidity Coverage Ratio (LCR) stets oberhalb der vom Vorstand festgelegten Limite. Gleiches gilt für die Erfüllung der von den MaRisk vorgegebenen Berechnung der sogenannten "Survival-Period" sowie der externen regulatorischen Liquiditätsverordnung; die Liquiditätskennziffer nach Liquiditätsverordnung (LiqV) betrug zum Jahresultimo 1,52. Die regulatorische LCR ist als eine zwingende Nebenbedingung in das Interne Liquiditätsrisikomodell integriert. Die LCR-Kennziffer berechnet sich als Quotient aus dem Bestand an liquiden Aktiva und den Netto-Liquiditätsabflüssen unter Stressbedingungen. Mithilfe dieser Kennziffer wird gemessen, ob ein Institut über ausreichend Liquiditätspuffer verfügt, um ein mögliches Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen über die Dauer von 30 Kalendertagen eigenständig zu überstehen. Nach einer Einführungsphase ist ab dem 1. Januar 2018 eine Quote von mindestens 100 % einzuhalten. Mit dem Beginn des neuen Geschäftsjahres 2017 beträgt die einzuhaltende Quote 80 %. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 wurde die geforderte Mindestquote in Höhe von 70 % durch die Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich überschritten. Somit befand sich die LCR-Kennziffer der Commerzbank auch im Geschäftsjahr 2016 weiterhin sehr komfortabel über den gesetzlichen Mindestanforderungen. Operationelle RisikenDas operationelle Risiko (OpRisk) ist in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (CRR) definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken. Strategische Risiken und Reputationsrisiken sind in dieser Definition nicht enthalten. Das Compliancerisiko wird in der Commerzbank aufgrund seiner hohen ökonomischen Bedeutung als separate Risikoart gesteuert. Die Verluste aus Compliancerisiken fließen jedoch gemäß CRR in das Modell zur Ermittlung des regulatorischen und ökonomischen Kapitalbedarfs für Operationelle Risiken ein. Strategie und OrganisationIn der Commerzbank sind die Themenstellungen OpRisk und Governance des Internen Kontrollsystems (IKS) aufbauorganisatorisch und methodisch eng miteinander verbunden und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Hintergrund dieser Verzahnung ist, dass in zahlreichen OpRisk-Fällen die Ursachen im Zusammenhang mit dem Versagen der Kontrollmechanismen stehen. Damit trägt ein funktionsfähiges IKS dazu bei, Verluste aus operationellen Risiken zu reduzieren beziehungsweise zu vermeiden und so mittel- bis langfristig auch die Kapitalbelastung für die Hinterlegung Operationeller Risiken zu mindern. Umgekehrt bieten die Systematiken für operationelle Risiken die Möglichkeit, das IKS konsistent zum Management operationeller Risiken auszurichten. Die Stärkung des IKS-Kontrollgefüges ist eine wesentliche Säule zur proaktiven Reduzierung beziehungsweise Verhinderung operationeller Risiken. Das Group OpRisk Committee der Commerzbank tagt vier Mal jährlich unter Vorsitz des Chief Risk Officers (CRO) und befasst sich mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern. Zudem fungiert es als Eskalations- und Entscheidungsgremium für bedeutende bereichsübergreifende OpRisk-Themen. Die Management Boards beziehungsweise die Segment Gremien mit Zuständigkeit für operationelle Risiken befassen sich mit der Steuerung der operationellen Risiken in den jeweiligen Einheiten. Sie analysieren OpRisk-Themen, die die Einheit betreffen, zum Beispiel Verlustereignisse, und definieren abzuleitende Maßnahmen beziehungsweise Handlungsempfehlungen. Die OpRisk-Strategie der Commerzbank wird jährlich vom Gesamtvorstand, nach Diskussion und Votierung im Group OpRisk Committee, verabschiedet. Sie beschreibt das Risikoprofil, die Eckpunkte der angestrebten Risikokultur sowie das Rahmenwerk und die Maßnahmen zur Steuerung operationeller Risiken in der Commerzbank. Organisatorisch basiert die OpRisk-Steuerung auf drei hintereinander geschalteten Ebenen (Three Lines of Defence), deren zielgerichtetes Zusammenspiel zur Erreichung der vorgegebenen strategischen Ziele maßgeblich ist. RisikosteuerungDie Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv, mit dem Ziel, OpRisk-Profil und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigation zu definieren, zu priorisieren und umzusetzen. Operationelle Risiken zeichnen sich durch eine asymmetrische Schadensverteilung aus, das heißt der überwiegende Anteil der Schäden kommt in geringer Schadenshöhe zum Tragen, während vereinzelte Schäden mit sehr geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, aber hohem Schadenspotenzial schlagend werden können. Daraus resultiert die Notwendigkeit, zum einen das hohe Schadenspotenzial zu limitieren und zum anderen die regelmäßige Schadenserwartung proaktiv zu steuern. Die Commerzbank hat dazu ein mehrstufiges System etabliert, das definierte Kenngrößen für die Limitierung des ökonomischen Kapitals (Risikokapazität) mit solchen zur operativen, unterjährigen Steuerung (Risikoappetit/-toleranz) integriert und durch Regelungen für das transparente und bewusste Eingehen und Freigeben von Einzelrisiken (Risikoakzeptanz) komplettiert wird. Im Rahmen der OpRisk-Steuerung findet eine jährliche Bewertung des IKS der Bank und ein Risk Scenario Assessment statt. Daneben werden OpRisk-Schadensfälle kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Backtesting unterzogen. Bei Schadensfällen ≥ 1 Mio. Euro werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen. Ebenso findet eine systematische Auswertung externer OpRisk-Ereignisse von Wettbewerbern statt. Die Commerzbank misst das regulatorische und ökonomische Kapital für operationelle Risiken mittels des Advanced Measurement Approaches (AMA). Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Jahresende 2016 auf dieser Basis 23,9 Mrd. Euro (31. Dezember 2015: 21,4 Mrd. Euro); das ökonomisch erforderliche Kapital 2,0 Mrd. Euro (31. Dezember 2015: 1,8 Mrd. Euro). Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Risikoaktiva und das ökonomisch erforderliche Kapital nach Segmenten: Tabelle 43scroll
Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des Geschäftsjahres 2016 eine Gesamtbelastung in Höhe von rund 36 Mio. Euro (Gesamtjahr 2015: 130 Mio. Euro). Die Ereignisse waren im Wesentlichen durch Schäden in den Kategorien "Prozessbezug" und "Externer Betrug" geprägt. Tabelle 44scroll
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Eingetretene Verluste und Rückstellungen,
abzüglich OpRisk-basierter Erträge und Rückzahlungen. Ein strukturiertes, zentrales und dezentrales Berichtswesen stellt sicher, dass das Management der Bank und der Segmente, die Mitglieder der OpRisk Committees sowie die Aufsichtsorgane regelmäßig, zeitnah und umfassend über operationelle Risiken unterrichtet werden. OpRisk-Berichte werden quartalsbezogen erstellt. Sie beinhalten eine Darstellung der Entwicklung der OpRisk-Verluste, der wesentlichen Verlustereignisse der Segmente, aktuelle Risikoanalysen, die Entwicklung des Kapitalbedarfs sowie den Status eingeleiteter Maßnahmen. Zudem sind Operationelle Risiken Teil der regelmäßigen Risikoberichterstattung an den Gesamtvorstand und den Risikoausschuss des Aufsichtsrats. Sonstige RisikenZur Erfüllung der Säule 2 des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs- und Controllingprozess. Die nachfolgend aufgeführten Risikoarten liegen bis auf das Modellrisiko außerhalb der Zuständigkeit des CRO. Rechtliche RisikenRechtsrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken gemäß CRR. Sie entstehen für den Commerzbank-Konzern in erster Linie dann, wenn sich Ansprüche der Bank aus rechtlichen Gründen nicht durchsetzen lassen oder aber Ansprüche gegen die Bank verfolgt werden können, weil das zugrunde liegende Recht nicht beachtet wurde oder sich nach Abschluss eines Geschäfts geändert hat. Auch das Betreiben von Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäften, bei deren Aufnahme oder Durchführung aufsichtsrechtliche Bestimmungen zu beachten sind, kann zu Rechtsrisiken führen. Dieses Risiko kann sich auch in Anordnungen oder Sanktionen verwirklichen, die von einer oder mehreren Behörden, deren Aufsicht die Commerzbank weltweit unterliegt, erlassen oder verhängt werden. Das Rechtsrisiko zeigt sich weiterhin in realisierten Verlusten beziehungsweise Rückstellungen, die sich aufgrund von oder im Zusammenhang mit gegen die Commerzbank gerichteten Klagen ergeben (Passivprozesse). Von der Commerzbank erhobene Klagen (Aktivprozesse) verkörpern in der Regel kein operationelles, sondern ein Kreditrisiko, sodass dem Verlustrisiko bereits durch Wertberichtigungen Rechnung getragen wird. Die Rechtsverfolgungskosten (Gerichts- und Anwaltskosten) bei einem Aktivprozess werden jedoch als Rechtsrisiko eingeordnet. OrganisationIn der Commerzbank obliegt funktional die Steuerung des konzernweiten Rechtsrisikos Group Legal. Alle juristischen Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten von Group Legal inklusive der ausländischen Niederlassungen sowie die juristischen Mitarbeiter der Rechtsabteilungen der in- und ausländischen Tochtergesellschaften sind als Rechtsrisiko-Manager operativ für die Identifizierung und Steuerung des konzernweiten Rechtsrisikos der Commerzbank zuständig. RisikosteuerungDie Rechtsrisiko-Manager im Konzern haben die Aufgabe, rechtliche Risiken und alle dadurch möglichen Verluste in einem frühen Stadium zu erkennen, Lösungsmöglichkeiten zur Vermeidung oder Minimierung der Verluste aufzuzeigen und an rechtliche Risiken betreffenden Entscheidungen aktiv mitzuwirken. Sie sollen im Rahmen ihres Aufgabenbereiches ständig über alle rechtlichen Änderungen oder neuen Erkenntnisse auf dem Laufenden bleiben und die betroffenen Geschäftseinheiten über die Auswirkungen auf das Rechtsrisiko sowie über sich ergebenden Handlungsbedarf informieren. Die Rechtsrisiko-Manager verantworten die Veranlassung beziehungsweise Anpassung von Rechtsrückstellungen und betreuen und überwachen die neuen und laufenden Gerichtsverfahren. Bei Passivprozessen wird die Rückstellung auf Grundlage der Risikoeinschätzung des zuständigen Rechtsrisiko-Managers gebildet. Dabei entspricht in der Regel das im Prozess erwartete Verlustrisiko der Höhe der zu bildenden Rückstellungen. Um den Betrag des erwarteten Verlusts einzuschätzen, ist nach jedem bedeutenden Verfahrensabschnitt zu bewerten, welchen Betrag die Bank vernünftigerweise zahlen müsste, wenn sie den Streit zu diesem Zeitpunkt durch Vergleich beenden würde. Bei Aktivprozessen werden in der Regel nur die erwarteten Gerichts- und Anwaltskosten zurückgestellt. Quartalsweise informiert Group Legal im Rechtsrisikobericht über alle wesentlichen Gerichtsverfahren und Rechtsrisikoentwicklungen. Adressaten sind das Management und der Aufsichtsrat der Bank, die Bankenaufsicht sowie das OpRisk Committee. Aktuelle EntwicklungenDie Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichts- und Schiedsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen (rechtliche Verfahren) konfrontiert, die eine große Bandbreite von Themen betreffen. Diese umfassen zum Beispiel angeblich fehlerhafte Anlageberatungen, Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kreditfinanzierungen, Ansprüche aus betrieblicher Altersversorgung, angeblich unrichtige Buchführung und Bilanzierung, die Geltendmachung von Forderungen aus steuerlichen Sachverhalten, angeblich fehlerhafte Prospekte im Zusammenhang mit Emissionsgeschäften sowie Klagen von Aktionären und Fremdkapitalinvestoren sowie Ermittlungen durch US-amerikanische Behörden. Daneben können Änderungen oder Verschärfungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen beispielsweise im Privatkundenbereich zur weiteren Inanspruchnahme der Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaften führen. In den gerichtlichen Verfahren werden vor allem Schadensersatzansprüche oder auch die Rückabwicklung geschlossener Verträge geltend gemacht. Sofern einzelnen oder mehreren dieser Klagen stattgegeben würde, könnten daraus zum Teil erhebliche Schadensersatzzahlungen, Rückabwicklungsaufwendungen oder sonstige kostenintensive Maßnahmen folgen. Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen in verschiedenen Ländern, in denen die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften tätig waren oder sind, untersuchen seit einigen Jahren Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Devisenkursfixings und dem Devisengeschäft allgemein. Im Zuge dieser Aktivitäten haben Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen auch Prüfungen in Bezug auf die Commerzbank angestrengt oder haben sich mit Auskunftsersuchen an die Commerzbank gewandt und in einem Fall Klage eingereicht. Die Commerzbank kooperiert vollumfänglich mit diesen Stellen und arbeitet die Sachverhalte auf Grundlage eigener umfassender Untersuchungen auf. Finanzielle Konsequenzen aus einzelnen dieser Sachverhalte sind nicht auszuschließen; genauere Aussagen können derzeit aber noch nicht getroffen werden. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Zusammenhang mit Aktiengeschäften der Commerzbank und der ehemaligen Dresdner Bank über den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte). Die Commerzbank kooperiert vollumfänglich mit den Behörden. Sie hatte bereits Ende 2015 eine forensische Analyse zu Cum-Ex-Geschäften beauftragt, die noch andauert. Im Dezember 2016 hat die Finanzverwaltung gegenüber der Commerzbank eine geänderte Verfügung bezüglich der Anrechnung von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag im Rahmen sogenannter "Cum-Cum-Geschäfte" für das Jahr 2009 erlassen. Gegen die somit versagte Steueranrechnung hat die Commerzbank Einspruch eingelegt, über den noch nicht entschieden ist. Dem auf Grundlage dieser Rechtsauffassung gestellten Antrag auf Aussetzung der Vollziehung wurde seitens der Finanzverwaltung stattgegeben. Einzelne dieser Verfahren können auch Auswirkungen auf die Reputation der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaften haben. Der Konzern bildet Rückstellungen für diese Verfahren, soweit die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar ist. Da die Entwicklung dieser Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die gebildeten Rückstellungen nach abschließenden Verfahrensentscheidungen teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können erhebliche zusätzliche Aufwendungen entstehen. Dies trifft auch auf rechtliche Verfahren zu, für die aus Sicht des Konzerns keine Rückstellungen zu bilden waren. Der endgültige Ausgang einzelner rechtlicher Verfahren kann das Ergebnis und den Cashflow der Commerzbank in einer bestimmten Berichtsperiode beeinflussen, schlimmstenfalls ist nicht völlig auszuschließen, dass die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen auch wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben. Weitere Informationen über rechtliche Verfahren können der Note (68) zu den Rückstellungen und der Note (86) zu den Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen des Konzernabschlusses entnommen werden. CompliancerisikenDie Commerzbank hat in ihren Verhaltensgrundsätzen (Code of Conduct) verbindliche Mindeststandards für die unternehmerische Verantwortung der Commerzbank, den Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern sowie der Mitarbeiter miteinander definiert, die den Geschäftsalltag ganz wesentlich prägen. Das Einhalten relevanter Gesetze, regulatorischer Vorgaben, Industriestandards und interner Regelungen ist dabei für die Bank selbstverständlich - und damit wesentlicher Bestandteil der Risikokultur. Das Risiko, das aus der Nichteinhaltung wesentlicher rechtlicher Regelungen und Vorgaben entstehen kann, wird als Compliancerisiko bezeichnet. Es umfasst die Risikofelder Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Sanktionen/Embargos, Markets Compliance sowie Betrug und Korruption. Die Commerzbank toleriert keine Verstöße gegen geltende Gesetze, Regeln und Vorschriften. Sie wird keine Geschäfte verfolgen, wenn bekannt ist oder es Anhaltspunkte dafür gibt, dass die Geschäftsaktivitäten Anlass zu illegalen Handlungen sind, und sie wird daher keine Geschäfte mit Personen oder Unternehmen durchführen, die vorsätzlich an illegalen Aktivitäten oder Handlungsweisen beteiligt sind. Zur Verhinderung von Compliancerisiken hat die Commerzbank geschäfts-, kunden-, produkt- und prozessbezogene Sicherungssysteme und Kontrollen implementiert. Die Gesamtheit dieser Verfahren zur Einhaltung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben werden als Compliance-Managementsystem bezeichnet. Die Commerzbank orientiert sich bei der Ausgestaltung dieses Compliance-Managementsystems an internationalen Marktstandards sowie den regulatorischen Vorgaben in den für die Geschäftstätigkeit der Commerzbank relevanten Ländern. Um die institutsspezifischen Besonderheiten der Commerzbank zu berücksichtigen, werden hieraus individuelle Compliancestandards für die Commerzbank abgeleitet. Gemäß dem Prinzip der "Three Lines of Defence" ist die Abwehr unerwünschter Compliancerisiken nicht auf die Bearbeitung durch die Compliancefunktion (Group Compliance) beschränkt. Vielmehr sind die organisatorischen Kontroll- und Überwachungselemente in drei hintereinander geschalteten Ebenen eingeordnet. Die Commerzbank hat eine umfangreiche Compliance-Komitee-Struktur etabliert, die Gremien sowohl innerhalb der Compliancefunktion als auch segmentübergreifende Komitees umfasst. Die Commerzbank entwickelt ihr Compliance-Managementsystem kontinuierlich weiter, um ihrer Verantwortung sowie der steigenden Komplexität und zunehmenden regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden und somit den Geschäftserfolg nachhaltig zu sichern. In diesem Zusammenhang hat der Gesamtvorstand ein globales Compliance-Change-Managementprogramm aufgesetzt, das über die geschäftsbezogenen Complianceerfordernisse hinaus auch die Stärkung der Compliancekultur in der Commerzbank vorantreibt. Im März 2015 hat die Commerzbank mit verschiedenen US-Behörden Vergleiche bezüglich Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen geschlossen und sich verpflichtet, weitere Maßnahmen zur Verbesserung der compliancerelevanten Prozesse umzusetzen. Ferner ist eine Wohlverhaltensperiode von drei Jahren vorgesehen. Auf Grundlage der Vergleiche hat die Bank einen unabhängigen Monitor beauftragt, der vom New York State Department of Financial Services (DFS) nach dessen alleinigem Ermessen ausgewählt wurde. Gegenstand dieses Auftrags ist eine umfassende Prüfung der Compliancestandards der Commerzbank am Maßstab der Vorgaben des Office of Foreign Assets Control (OFAC), des Bank Secrecy Act (BSA) sowie der Anti Money Laundering-Gesetze (AML), soweit sie Aktivitäten der New Yorker Niederlassung betreffen oder diese beeinflussen. Die Bank kooperiert in vollem Umfang mit dem Monitor, indem sie ihm unter anderem sofortigen Zugang zu relevanten Bankdaten, -unterlagen und -mitarbeitern gewährt und seine Arbeit bestmöglich unterstützt. Es ist auch vor dem Hintergrund der Erfahrungen anderer Häuser nicht völlig auszuschließen, dass der Commerzbank im Rahmen der Wohlverhaltensperiode und aus der Tätigkeit des Monitors weitere Belastungen entstehen. ReputationsrisikenUnter einem Reputationsrisiko wird die Gefahr eines Vertrauens- oder Ansehensverlusts der Commerzbank bei ihren Anspruchsgruppen aufgrund von negativen Ereignissen im Rahmen der Geschäftstätigkeit verstanden. Zu den Anspruchsgruppen der Commerzbank zählen insbesondere Öffentlichkeit und Medien, Nichtregierungsorganisationen und Kunden. Der Reputation eines Unternehmens kommt im heutigen Wettbewerbsumfeld eine immer größere Bedeutung zu und wird insbesondere durch den Umgang mit Nachhaltigkeitsaspekten im Kerngeschäft bestimmt (originäre Reputationsrisiken). Menschen beurteilen Unternehmen nicht nur aufgrund persönlicher Erfahrungen, sondern auch auf Basis öffentlicher Berichterstattung, insbesondere der Medienberichterstattung. Daher gehen Reputationsrisiken unmittelbar mit Kommunikationsrisiken einher. Strategie und OrganisationEs ist grundsätzlich die Aufgabe aller Mitarbeiter und Führungskräfte, den guten Ruf der Commerzbank als wesentlichen Teil ihres Unternehmenswerts zu schützen und zu stärken. Die Segmente und wesentlichen Konzerngesellschaften tragen unmittelbare Verantwortung für Reputationsrisiken, die aus ihrer jeweiligen Geschäftstätigkeit resultieren. Im Fokus der Abteilung Reputationsrisiko-Management im zentralen Konzernbereich Group Communications stehen die originären Reputationsrisiken, die direkt zu Reputationsschäden bei den Anspruchsgruppen führen können. Sie steht im engen Kontakt mit den relevanten Markteinheiten. Das Management der originären Reputationsrisiken liegt in der Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden. Es ist Bestandteil der Gesamtrisikostrategie der Commerzbank. Ihm kommt die Aufgabe zu, originäre Reputationsrisiken in systematischen Prozessen frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten, zu adressieren und geeignete Maßnahmen anzuregen beziehungsweise zu ergreifen (Frühwarnfunktion). RisikosteuerungDas Management originärer Reputationsrisiken bedeutet, im Kerngeschäft mögliche ökologische, soziale und ethische Risiken rechtzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren - und mögliche Kommunikationsrisiken damit zu reduzieren oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Originäre Reputationsrisiken werden über einen qualitativen Ansatz gesteuert. In einem strukturierten Prozess werden Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen aus sensiblen Themenfeldern innerhalb einer fünfpoligen Skala in Bezug auf ökologische, ethische oder soziale Risiken qualitativ bewertet. Je nach Ergebnis können sie mit Auflagen versehen oder auch negativ beurteilt werden. Dies kann bis zur Ablehnung führen. Zu den im Reputationsrisiko-Management regelmäßig und umfassend analysierten sensiblen Themenfeldern zählen beispielsweise Exporte von Rüstungsgütern sowie Geschäfte, Produkte und Kundenbeziehungen mit Bezug zur Energie- und Rohstoffgewinnung. Die Haltung der Commerzbank zu diesen Themen findet sich in für alle Mitarbeiter verbindlichen Positionen und Richtlinien wieder. Neu aufkommende ökologische, ethische und soziale Themen werden vom Reputationsrisiko-Management der Commerzbank regelmäßig beobachtet, analysiert und an die entsprechenden Stellen innerhalb der Bank weitergeleitet. Die von der Abteilung identifizierten und bearbeiteten Reputationsrisiken fließen in den vierteljährlichen Bericht über nicht quantifizierbare Risiken an den Risikoausschuss des Aufsichtsrats sowie in den Quartalsreport über erhebliche und hohe Reputationsrisiken an den CFO und die zuständigen Segmentvorstände ein. IT-RisikenIT-Risiken sind Teil der operationellen Risiken. Unter IT-Risiken fassen wir in unserer internen Definition die Risiken für die Sicherheit der in unseren Systemen verarbeiteten Informationen im Hinblick auf die Einhaltung der nachstehenden vier IT-Schutzziele: VertraulichkeitInformationen sind vertraulich, wenn sie für nicht berechtigte Personen, Geschäftsprozesse oder IT-Systeme weder verfügbar noch rekonstruierbar sind. IntegritätInformationen sind integer, wenn sie nicht auf unautorisierte Weise modifiziert oder zerstört worden sind. Ein informationsverarbeitendes System (IT-System) ist integer, wenn es die ihm zugedachten Funktionen in unbeeinträchtigter Weise und frei von bewussten oder versehentlichen unautorisierten Manipulationen durchführen kann. NachvollziehbarkeitAuf Informationen angewandte Aktionen und Techniken sind nachvollziehbar, wenn diese selbst sowie deren Herkunft eindeutig zurückverfolgt werden können. VerfügbarkeitInformationen sind verfügbar, wenn sie für berechtigte Personen, Geschäftsprozesse und IT-Systeme immer dann in einem festgelegten Umfang verwendbar sind, wenn sie benötigt werden. Der Schutz und die Sicherheit eigener und von Kunden anvertrauter Informationen sowie der diese Informationen verarbeitenden Geschäftsprozesse und Systeme genießen in der Commerzbank einen hohen Stellenwert. Sie sind als ein zentrales Element in unserer IT-Strategie verankert. Die Informationsverarbeitung basiert dabei immer stärker auf Informationstechnologien. Entsprechend bilden unsere Anforderungen an die IT-Sicherheit einen wesentlichen Kern in der Steuerung der Informationssicherheit. Die Anforderungen an die IT-Sicherheit, die auf den vorgenannten IT-Schutzzielen basieren, sind in Policies und Verfahrensanweisungen geregelt. IT-Risiken werden im Rahmen von IT-Governance-Prozessen identifiziert, bewertet und regelmäßig überprüft. Das IT-Risiko wird über den quartalsweisen IT-Risikoreport berichtet. Die Informationssicherheit ist auch als ein bedeutsames Ziel in unserem Internen Kontrollsystem verankert. Zudem werden die wichtigsten IT-Risiken im Rahmen des Managements der operationellen Risiken in Form von Risikoszenarios bewertet und fließen in die RWA-Berechnung der Bank ein. Dazu gehören das Risiko eines Ausfalls kritischer IT, das Risiko externer Angriffe auf die Systeme oder Daten der Bank (Szenarios "CyberCrime" und "Advanced Persistant Threat (APT)1), der Diebstahl von Unternehmensdaten oder der Ausfall von Dienstleistern und Lieferanten. Entsprechend der hohen Bedeutung der IT-Sicherheit in der Commerzbank erfolgt deren kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung im Rahmen strategischer Projekte. Der Bedeutung des Faktors "Mensch" für die IT-Sicherheit und Cyber-Sicherheit haben wir durch Einführung zusätzlicher Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen Rechnung getragen, was in 2017 weiter forciert wird. Zudem haben wir in 2016 eine umfassende Analyse des Internen Kontrollsystems der Bank begonnen, mit der Zielsetzung die umfassende Berücksichtigung von Cyber-Risiken im Internen Kontrollsystem sicherzustellen. PersonalrisikenPersonalrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation (CRR). Im Sinne einer internen, steuerungsorientierten Ausgestaltung dieser Definition subsumieren wir unter Personalrisiken folgende Elemente: AnpassungsrisikoDurch ausgewählte interne sowie externe Aus-, Weiterbildungs- und Changemaßnahmen gewährleisten wir, dass das Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter dem aktuellen Stand der Entwicklungen entspricht, strukturelle Veränderungen entsprechend begleitet werden und die Mitarbeiter ihren Aufgaben und Verantwortlichkeiten gerecht werden. MotivationsrisikoÜber Mitarbeiterbefragungen können mögliche Veränderungen in der Unternehmensverbundenheit der Mitarbeiter frühzeitig erkannt und adäquate Steuerungsmaßnahmen initiiert werden. AustrittsrisikoMit großer Sorgfalt versucht die Commerzbank sicherzustellen, dass die Abwesenheit oder das Ausscheiden von Mitarbeitern nicht zu nachhaltigen Störungen der Betriebsabläufe führt. Zudem beobachten wir regelmäßig die Fluktuation sowohl quantitativ als auch qualitativ. EngpassrisikoDie quantitative und qualitative Personalausstattung soll sicherstellen, dass die betriebsinternen Erfordernisse, die Geschäftsaktivitäten und die Strategie der Commerzbank umgesetzt werden können. Personal stellt für die Commerzbank eine zentrale Ressource dar. Unser Erfolg gründet auf dem fachlichen Wissen, den Kompetenzen und Fähigkeiten sowie der Motivation unserer Mitarbeiter. Durch ein systematisches Personalrisikomanagement, gesteuert durch Group Human Resources, verfolgen wir das Ziel, Risiken so früh wie möglich zu identifizieren, zu beurteilen und zu steuern, unter anderem durch den Einsatz ausgewählter personalwirtschaftlicher Instrumente. Der Vorstand wird regelmäßig über die Personalrisiken informiert. Eine systematische strategische Personalplanung trägt zusätzlich dazu bei, die Steuerung von mittel- und langfristigen Personalrisiken weiter zu professionalisieren. Aufsetzend auf die bis Ende 2015 abgeschlossenen Pilotprojekte wird seit Mitte 2016 die strategische Personalplanung bankweit eingeführt. Insgesamt ist die Personalrisiko-Situation weiter zu beobachten. Es besteht das Risiko, dass sich die Personalrisikosituation aufgrund der bevorstehenden strukturellen Veränderungen im Rahmen der Strategie Commerzbank 4.0 verschlechtert. Mit bereits eingeleiteten Change- und organisatorischen Maßnahmen wird den Personalrisiken begegnet. Geschäftsstrategische RisikenDas geschäftsstrategische Risiko besteht in der mittel- bis langfristigen Gefahr negativer Einflüsse auf das Erreichen der strategischen Ziele der Commerzbank, zum Beispiel aus Veränderungen der Umfeldbedingungen oder unzureichender Umsetzung der Konzernstrategie resultierend. Im Rahmen der regelmäßigen Weiterentwicklung der Konzernstrategie werden einerseits externe Faktoren betrachtet und andererseits interne Einflussfaktoren berücksichtigt. Unter Einbezug dieser Faktoren legt der Gesamtvorstand eine nachhaltige Geschäftsstrategie fest, in der die Ziele der Bank für die wesentlichen Geschäftsaktivitäten und die jeweiligen Maßnahmen zur Zielerreichung dargestellt werden. Um die sachgerechte Umsetzung der Konzernstrategie zur Erreichung der Geschäftsziele sicherzustellen, erfolgt das strategische Controlling durch regelmäßiges Monitoring von quantitativen und qualitativen Zielen im Konzern und in den Segmenten. Die Verantwortung für die strategische Unternehmenssteuerung liegt beim Gesamtvorstand. Bestimmte geschäftspolitische Entscheidungen (Beteiligungserwerb und Verkauf >1 % der anrechenbaren Eigenmittel der Commerzbank AG) bedürfen zudem der Zustimmung des Risikoausschusses des Aufsichtsrats. Alle größeren Investitionen unterliegen einer sorgfältigen Prüfung durch den Gesamtvorstand. ModellrisikoUnter Modellrisiko wird das Risiko von fehlerhaften Steuerungsentscheidungen aufgrund einer nicht sachgerechten Abbildung der Wirklichkeit durch die verwendeten Modelle verstanden. Als Ursachen für Modellrisiko unterscheiden wir zwischen Modellrisiko aus Überschreitungen der Modellgrenzen und Modellrisiko aus Modellfehlern (handwerkliche Fehler bei der Modellentwicklung/ -implementierung). Analog zum Fokus der Gesamtrisikostrategie, eine ausreichende Kapitalausstattung der Bank sicherzustellen, stehen für die Risikosteuerung die Modelle zur Beurteilung der Risikotragfähigkeit (Kapitalbedarf nach Säule 1 und 2 des Baseler Rahmenwerks) im Mittelpunkt. Die Grundprinzipien der Modellrisikosteuerung sind die Identifizierung und Vermeidung von Modellrisiken sowie die angemessene Berücksichtigung bekannter Modellrisiken (zum Beispiel durch konservative Kalibrierung oder Berücksichtigung von Modellreserven). Nicht bekannte und daher nicht mitigierbare Modellrisiken werden in Kauf genommen als inhärentes Risiko der Komplexität des Geschäftsmodells der Commerzbank. Hinsichtlich der Governance im Rahmen der Modellrisikosteuerung werden Anforderungen zu Modellvalidierung und Modelländerungen festgelegt. DisclaimerDie in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling sowie durch die interne Revision, durch externe Wirtschaftsprüfer sowie durch die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben. Konzernabschluss> Wir stellen unseren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das IFRS Interpretations Committee auf. Dabei berücksichtigen wir alle Standards und Interpretationen, die für das Geschäftsjahr 2016 in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Abschluss zum 31. Dezember 2016des Commerzbank-KonzernsGesamtergebnisrechnungGewinn-und-Verlust-Rechnungscroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch. Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnungscroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Für das Geschäftsjahr 2016 stellte sich das Sonstige Periodenergebnis folgendermaßen dar: scroll
Im Vorjahr entwickelte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt: scroll
BilanzAktiva scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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Die retrospektiven Anpassungen der Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2015 resultierten aus diversen Restatements (siehe Seite 139 ff.). scroll
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Das Gezeichnete Kapital der Commerzbank Aktiengesellschaft betrug zum 31. Dezember 2016 gemäß Satzung 1.252 Mio. Euro und war in 1.252.357.634 Stückaktien eingeteilt (rechnerischer Wert pro Aktie 1,00 Euro). Der Hauptversammlung wird im Rahmen der neuen Strategie "Commerzbank 4.0" vorgeschlagen für das Geschäftsjahr keine Dividende zu zahlen. Im Vorjahr wurde eine Dividende in Höhe 250 Mio. Euro ausgeschüttet. Eigene Aktien waren am 31. Dezember 2016 nicht im Bestand. In der Neubewertungsrücklage entfielen 68 Mio. Euro auf zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerten und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen. Die Veränderungen im Anteilsbesitz vor nicht beherrschenden Anteilen von 6 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2016 ergaben sich aus dem Erwerb von weiteren Anteilen an einer bereits konsolidierten Gesellschaft von 8 Mio. Euro und dem Abgang von Anteilen an konsolidierten Gesellschaften in Höhe von - 2 Mio. Euro. Zusätzlich ist ein Effekt auf nicht beherrschende Anteile in Höhe von 2 Mio. Euro entstanden. Weitere Details zum Eigenkapital sind in den Notes 73, 74 und 75 enthalten. Kapitalflussrechnungscroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Der Zahlungsmittelbestand setzte sich wie folgt zusammen: scroll
Im Zahlungsmittelbestand zum 31. Dezember 2016 waren, wie im Vorjahr, keine Zugänge aus erstkonsolidierten Gesellschaften enthalten. Aus Entkonsolidierungen im Jahr 2016 ergab sich ein Effekt von 255 Mio. Euro auf den Zahlungsmittelbestand (Vorjahr: -). Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zusammensetzung und die Veränderungen des Zahlungsmittelbestands des Geschäftsjahres. Sie ist in die Positionen operative Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Als Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit werden Zahlungsvorgänge (Zu- und Abflüsse) aus Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie aus Wertpapieren der Handelsaktiva und anderen Aktiva ausgewiesen. Zu- und Abgänge aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden, aus Verbrieften Verbindlichkeiten und anderen Passiva gehören ebenfalls zur operativen Geschäftstätigkeit. Auch die aus dem operativen Geschäft resultierenden Zins- und Dividendenzahlungen finden sich im Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit wieder. Die Veränderungen des Cash Flows aus operativer Geschäftstätigkeit resultieren unter anderem aus der Veräußerung von konsolidierten Gesellschaften. Die anderen Aktiva und Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit enthalten dabei auch Abgänge von konsolidierten Gesellschaften, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert waren und im Berichtsjahr veräußert wurden. Die nachstehenden Tabellen geben einen Überblick über die Vermögenswerte und Schulden zu den Abgangszeitpunkten. scroll
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Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit beinhaltet Zahlungsvorgänge für Finanzanlagen, Immaterielle Anlagewerte, Sachanlagen sowie für Verkäufe von nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Darüber hinaus werden hier die Cash Flows im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Veräußerung von konsolidierten Tochterunternehmen gezeigt. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit umfasst Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen sowie Ein- und Auszahlungen für Nachrangige Schuldinstrumente. Auch ausgeschüttete Dividenden weisen wir hier aus. Der Zahlungsmittelbestand umfasst die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die unmittelbar in liquide Mittel umgewandelt werden können und nur einem unwesentlichen Wertänderungsrisiko unterliegen. Wir fassen darunter den Posten Barreserve, der sich aus dem Kassenbestand, den Guthaben bei Zentralnotenbanken und den Schuldtiteln öffentlicher Stellen zusammensetzt (siehe Note 46). Nicht einbezogen werden täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute. Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts- beziehungsweise Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt. Anhang (Notes)Grundlagen der KonzernrechnungslegungUnser Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde nach § 315 a Abs. 1 HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 (IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002 aufgestellt. Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das IFRS Interpretations Committee zur Anwendung. Alle für das Geschäftsjahr 2016 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen wurden berücksichtigt. Von der vorzeitigen Anwendung von Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2017 oder später umzusetzen sind, haben wir zulässigerweise abgesehen. Die Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung aus den derzeit noch nicht anzuwendenden, neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen stellen wir im Folgenden dar. Das IASB veröffentlichte im Juli 2014 eine weitreichende Neufassung und Ergänzung des IFRS 9 "Finanzinstrumente". Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im November 2016. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der bisherige Standard zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten (IAS 39) wird weitgehend abgelöst. IFRS 9 sieht neue Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten vor. Alle finanziellen Vermögenswerte sind grundsätzlich zum Fair Value zu bewerten. Die Bewertungseffekte sind in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung auszuweisen. Eine abweichende Folgebilanzierung ist bei einem schuldrechtlichen Instrument der Aktivseite nur dann vorgesehen, wenn es einem Portfolio des Geschäftsmodells "Halten" beziehungsweise "Halten und Verkaufen" zugeordnet wurde. Außerdem darf das jeweilige Finanzinstrument grundsätzlich nur Zahlungsströme aufweisen, die typisch für einen Standardkreditvertrag (sogenanntes SPPI-Kriterium) sind. Unabhängig davon ist weiterhin eine Bewertung zum Fair Value möglich, wenn dadurch eine Ausweis- oder Bewertungsinkongruenz (sogenannter "Accounting Mismatch") beseitigt oder wesentlich reduziert wird. Ein getrennter Ausweis von eingebetteten Derivaten ist bei den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr zulässig. Die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten bleibt gegenüber den derzeitigen Regelungen des IAS 39 nahezu unverändert. Wie bislang ist eine freiwillige Bewertung unter bestimmten Bedingungen zum Fair Value möglich. Der Bewertungseffekt, der hierbei aus der Veränderung der eigenen Bonität resultiert, wird allerdings anders als bisher nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern direkt im Eigenkapital (Neubewertungsrücklage) ausgewiesen. Eine Ausnahme davon besteht, wenn dadurch in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ein Accounting Mismatch kreiert oder wesentlich erhöht wird. IFRS 9 ändert zudem die Regelungen zur bilanziellen Abbildung der erwarteten Adressenausfallrisiken finanzieller Vermögenswerte (Risikovorsorge). Anders als unter IAS 39 ist eine Risikovorsorge nicht erst beim Eintritt eines konkreten Verlustereignisses zu bilden. Vielmehr ist für jedes Finanzinstrument, das zu fortgeführten Anschaffungskosten oder ergebnisneutral zum Fair Value zu bewerten ist, bereits bei Zugang der erwartete Verlust über ein Jahr (12 Month Expected Loss) als Risikovorsorge zu bilden. Tritt eine wesentliche Verschlechterung der Bonität des Schuldners ein, liegt jedoch noch kein Ausfallgrund vor, ist die Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die gesamte restliche Vertragslaufzeit (Lifetime Expected Loss) zu bilden. Liegt ein Ausfallgrund vor, ist die Risikovorsorge barwertig auf Basis der noch zu erwartenden Cash Flows zu ermitteln. IFRS 9 beinhaltet zudem Neuerungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting). Durch diese neue Regeln soll eine weitere Harmonisierung der bilanziellen Abbildung von Sicherungsbeziehungen mit dem (ökonomischen) Risikomanagement erreicht werden. Der neue Standard sieht jedoch ein Wahlrecht vor, die bisherigen Regelungen des IAS 39 können weiter verwendet werden. Die Commerzbank wird für das Hedge Accounting dieses Wahlrecht in Anspruch nehmen. Das im Jahr 2014 in der Commerzbank konzernweit unter der Verantwortung von Group Finance aufgesetzte Projekt "IFRS 9" hat die neuen Anforderungen mit Unterstützung von Experten aus den Bereichen Finance, Risk und IT für die Themen Methodik, Datenbeschaffung und Prozesse analysiert. Die Ergebnisse dieser Analysen wurden in Fachkonzepten detailliert beschrieben und in die konzernweit geltenden Bilanzierungsrichtlinien eingearbeitet. Einige methodisch-inhaltliche Fragestellungen befinden sich aktuell noch in der Diskussion, wie zum Beispiel die Festlegung des Business Models für die jeweiligen Portfolios entlang der Vorgaben des IFRS 9 in Abstimmung mit den Geschäftssegmenten. Aktuell befinden wir uns in der Umsetzungsphase, in der die von der Umstellung betroffenen Prozesse und IT-Systeme angepasst werden. Anschließend steht eine ausführliche Testphase für die wesentlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften an. Durch die im Vergleich zu IAS 39 geänderte Risikovorsorgemethodik erwarten wir eine moderate Erhöhung des Risikovorsorgebestandes zum Umstellungszeitpunkt. Die zum 1. Januar 2018 vorzunehmende neue Klassifizierung der jeweiligen Finanzinstrumente führt für eine Reihe finanzieller Vermögenswerte zusätzlich zu einer Bewertung zum Fair Value. Dies wird voraussichtlich eine Minderung des Eigenkapitals zur Folge haben. Unter Berücksichtigung des aktuellen regulatorischen Regelwerks werden die Umstellungseffekte aus Klassifizierung und Risikovorsorge insgesamt die harte Kernkapitalquote moderat belasten. Abschließend und verlässlich können diese Umstellungseffekte jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt ermittelt werden. Als Ausblick für den Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2017 weisen wir darauf hin, dass wir strukturelle Änderungen bezüglich des Ausweises der Bilanz- und Gewinn-und-Verlust-Rechnungs-Posten vornehmen werden. Zukünftig orientieren wir unseren Ausweis an den jeweiligen Bewertungskategorien. Zum 31. Dezember 2017 erfolgt der Ausweis basierend auf den IAS 39 Bewertungskategorien und ab 1. Januar 2018 dann auf Basis der dann anzuwendenden IFRS 9 Bewertungskategorien. Durch IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" wird ein prinzipienbasiertes 5-stufiges Modell eingeführt, das die Art, die Höhe und den Zeitpunkt der Vereinnahmung von Erträgen regelt und die Standards IAS 11 und 18, die IFRICs 13, 15 und 18 sowie SIC-31 ersetzt. Darüber hinaus verlangt der Standard umfangreiche qualitative und quantitative Angaben zu Vertragsvereinbarungen, Leistungsverpflichtungen sowie zu wesentlichen Ermessensentscheidungen und Schätzungen. Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im Oktober 2016. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Analyse des neuen Standards ist abgeschlossen und wir erwarten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Der im Januar 2016 veröffentlichte neue Rechnungslegungsstandard IFRS 16 zur Leasingbilanzierung wird den Standard IAS 17 sowie die damit verbundenen Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27 ablösen. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Gemäß IFRS 16 sind alle Leasingvereinbarungen mit einer Laufzeit von mehr als 12 Monaten und die damit verbundenen vertraglichen Verpflichtungen beim Leasingnehmer zu bilanzieren. Eine Ausnahme davon bilden betraglich kleine Leasingverträge. Der Leasingnehmer aktiviert zukünftig ein Nutzungsrecht an dem Leasinggegenstand und passiviert eine Verbindlichkeit, die dessen Verpflichtung der Mietzahlungen darstellt. Für die Klassifizierung der Leasingverträge im Finanzierungs- und Operatingleasing beim Leasinggeber wurden die Kriterien des IAS 17 nach IFRS 16 übernommen. Der Standard enthält außerdem weitere Regelungen zum Ausweis, zu den Anhangangaben sowie zu Sale-and-Lease-back-Transaktionen. IFRS 16 tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Nach unseren bisherigen Erkenntnissen dürfte die Anwendung von IFRS 16 zu kleineren Ausweisänderungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und einer Erhöhung der Bilanzsumme um einen kleinen bis mittleren einstelligen Milliardenbetrag führen. Aus den anderen, nachfolgend beschriebenen, derzeit noch nicht anzuwendenden Standards und Interpretationen (einschließlich der Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB) erwarten wir keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Im Rahmen der Disclosure Initiative wurde die Änderung zum Standard IAS 7 Kapitalflussrechnung veröffentlicht. Zielsetzung ist, die Informationen über die Verschuldung des Unternehmens zu verbessern. Änderungen im Standard IAS 12 stellen den Ansatz von aktiven latenten Steuern bei nicht realisierten Verlusten klar. Die im September 2014 veröffentlichten Änderungen der Standards IAS 28 und IFRS 10 regeln, dass nicht realisierte Erfolge aus Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture zu erfassen sind, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb darstellen. Das Endorsement ist auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Klarstellungen im IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" beschäftigen sich mit einzelnen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich. Die wesentliche Änderung besteht darin, dass jetzt Vorschriften enthalten sind, die die Ermittlung des Fair Values der aus anteilsbasierten Vergütungen resultierenden Verpflichtungen betreffen. Die Übernahme in europäisches Recht wird im zweiten Halbjahr 2017 erwartet. Die Änderung tritt für EU-Unternehmen voraussichtlich für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Anpassung für den bestehenden Standard IFRS 4 für Versicherungsverträge zielt darauf ab, die Auswirkungen der unterschiedlichen Erstanwendungszeitpunkte von IFRS 9 und dem neuen Standard von Versicherungsverträgen, in Form von erhöhten Ergebnisvolatilitäten und doppelten Umstellungsaufwand zu vermeiden. Eingeführt werden zwei optionale Ansätze (Überlagerungsansatz oder Aufschubansatz), die von Versicherern bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen genutzt werden können. Die Übernahme in europäisches Recht wird im Jahr 2017 erwartet und tritt für EU-Unternehmen voraussichtlich für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der Standard IFRS 14, der nur für IFRS-Erstanwender und somit nicht für den Commerzbank-Konzern relevant ist, regelt die weitere Bilanzierung von regulatorischen Abgrenzungsposten, die aufgrund bisher angewendeter Rechnungslegungsgrundsätze erfasst wurden. Neben der Gesamtergebnisrechnung und der Bilanz beinhaltet der Konzernabschluss als weitere Komponenten die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Kapitalflussrechnung und den Anhang (Notes). Die Segmentberichterstattung erfolgt innerhalb des Anhangs (Note 45). Die Angaben gemäß IFRS 7.31 bis 7.42 (Art und Ausmaß von Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben) werden teilweise im Anhang (siehe Notes 83 und 84) und teilweise im Konzernrisikobericht ausgewiesen. Der Konzernlagebericht einschließlich des separaten Konzernrisikoberichts gemäß § 315 HGB ist auf den Seiten 47 bis 124 unseres Geschäftsberichts veröffentlicht. Der Konzernabschluss wird in Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt. In der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung werden Beträge unter 500.000,00 Euro als 0 Mio. Euro dargestellt; sofern ein Posten 0,00 Euro beträgt, wird dieser mit einem Strich gekennzeichnet. In allen weiteren Notes werden sowohl auf 0 Mio. Euro gerundete Beträge wie auch Posten mit einem Nullsaldo mit einem Strich dargestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden(1) GrundsätzeDer Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going Concern). Die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten, es sei denn, die IFRS verlangen eine andere Bewertung. Davon betroffen sind insbesondere bestimmte Finanzinstrumente nach IAS 39, als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte. Erträge und Aufwendungen werden zeitanteilig abgegrenzt und in der Periode erfolgswirksam erfasst, der sie wirtschaftlich zuzurechnen sind. Zinsen weisen wir unter Berücksichtigung aller vertraglichen Vereinbarungen im Zusammenhang mit den finanziellen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten periodengerecht im Zinsüberschuss aus. Negative Zinsen weisen wir separat im Zinsüberschuss aus (siehe Note 31). Dividendenerträge werden erst vereinnahmt, wenn ein entsprechender Rechtsanspruch vorliegt. Provisionserträge und -aufwendungen erfassen wir zum einen nach der Bilanzierungsmethode für zugehörige Finanzinstrumente, zum anderen nach der Zweckbestimmung. Provisionen für Leistungen, die über einen bestimmten Zeitraum erbracht werden, werden über die Periode der Leistungserbringung erfasst. Gebühren, die mit dem vollständigen Erbringen einer bestimmten Dienstleistung verbunden sind, werden zum Zeitpunkt der vollständig erbrachten Dienstleistung vereinnahmt. Die Berücksichtigung von leistungsabhängigen Provisionen erfolgt, wenn die Leistungskriterien erfüllt werden. Provisionen aus Handelsgeschäften im Kundenauftrag weisen wir im Provisionsüberschuss aus. Fremdkapitalkosten, die direkt im Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines wesentlichen, materiellen oder immateriellen Vermögenswertes stehen, werden grundsätzlich aktiviert. Voraussetzung ist, dass der Zeitraum für die Herstellung der Nutzbarkeit des Vermögenswertes mindestens zwölf Monate beträgt. Grundsätzlich sind Vermögenswerte und Schulden brutto (unsaldiert) in der Bilanz auszuweisen. In Übereinstimmung mit IAS 32.42 werden finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegenüber dem gleichen Geschäftspartner aber gegeneinander saldiert und entsprechend in der Bilanz ausgewiesen, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung der Beträge besteht und die Erfüllung der Geschäfte auf Nettobasis oder die Realisierung des Vermögenswertes gleichzeitig mit dem Begleichen der Verbindlichkeit erfolgt. Neben dem Aufrechnen positiver und negativer Marktwerte aus Derivaten mit Clearingvereinbarungen und darauf entfallender Ausgleichszahlungen betrifft dies auch die Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Reverse Repos und Repos (Wertpapierpensionsgeschäfte) mit zentralen Kontrahenten. Für die Vollkonsolidierung sowie für die At-Equity-Bewertung im Konzernabschluss verwenden wir im Wesentlichen zum 31. Dezember 2016 erstellte Abschlüsse. Für at-Equity-bewertete Unternehmen greifen wir in einzelnen Fällen auch auf den letzten verfügbaren und geprüften Jahresabschluss nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften zurück, falls der aktuelle Jahresabschluss des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses für das laufende Geschäftsjahr noch nicht vorliegt. Vermögenswerte und Schulden von Tochtergesellschaften und at-Equity-bewerteten Unternehmen, für die eine Verkaufsabsicht besteht und die mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres veräußert werden, werden bis zur endgültigen Übertragung der Anteile in Übereinstimmung mit IFRS 5 in den entsprechenden Bilanzposten und Notes (siehe Notes 60 und 70) sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung separat ausgewiesen. Eine Einschätzung zur Kurz- und Langfristigkeit aller Bilanzposten nehmen wir in Note 78 vor. Ebenfalls in dieser Note erfolgt die Angabe von Restlaufzeiten für alle passivischen Finanzinstrumente, Finanzgarantien sowie unwiderrufliche Kreditzusagen, für die vertragliche Fälligkeiten vorliegen. Der Konzernabschluss enthält Werte, die wir zulässigerweise unter Verwendung von Schätzungen und Annahmen ermittelt haben. Die verwendeten Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und - nach heutigem Ermessen - Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse. Die Schätzungen und Beurteilungen selbst sowie die zugrunde liegenden Beurteilungsfaktoren und Schätzungsverfahren werden regelmäßig überprüft und mit den tatsächlich eingetretenen Ereignissen abgeglichen. Nach unserer Ansicht sind die verwendeten Parameter sachgerecht und vertretbar. Dennoch können die tatsächlichen Ergebnisse für die nachstehend aufgeführten Sachverhalte von den Einschätzungen abweichen. Schätzungsunsicherheiten ergeben sich unter anderem bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen, des Geschäfts- oder Firmenwertes und der beizulegenden Zeitwerte von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen beruht auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei der Bewertung dieser Verpflichtungen sind insbesondere Annahmen über den Rechnungszins, den langfristigen Gehalts- und Rentenentwicklungstrend sowie die durchschnittliche Lebenserwartung zu treffen. Veränderungen der Schätzungsannahmen von Jahr zu Jahr sowie Abweichungen von den tatsächlichen Jahreseffekten sind in den Neubewertungen abgebildet (bezüglich der Auswirkungen von Parameteränderungen siehe Note 68). Der Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte, der mindestens jährlich vorzunehmen ist, basiert auf der anerkannten Ertragswertmethode. Dabei werden die zukünftig zu erwartenden Überschüsse aus der jüngsten Managementplanung zugrunde gelegt. Eine Analyse der Schätzungsunsicherheiten bei der Bestimmung des Geschäfts- oder Firmenwertes beziehungsweise des beizulegenden Zeitwertes (Fair Values) von Finanzinstrumenten findet sich in den Notes 15 und 56 beziehungsweise in Note 80. Für Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der beizulegenden Zeitwerte von Immobilien, die als Finanzinvestition gehalten werden, nehmen wir Analysen auf Basis länderspezifischer Mietindizes vor (siehe Note 59). Weiterhin bestehen Schätzungsunsicherheiten im Wesentlichen bei der Risikovorsorge im Kreditgeschäft, beispielsweise bei Charterraten in der Schiffsfinanzierung, und aktiven latenten Steuern (siehe Notes 50 und 58). Für den Bereich Risikovorsorge verweisen wir zudem auf den Konzernrisikobericht im Konzernlagebericht. Die den vorzunehmenden Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen und Parameter basieren auf einer sachgerechten Ausübung von Ermessensspielräumen durch das Management. Dies betrifft insbesondere die angemessene Auswahl und Anwendung von Parametern, Annahmen und Modellierungstechniken bei der Bewertung solcher Finanzinstrumente, für die keine Marktpreise oder am Markt beobachtbaren Vergleichsparameter vorliegen. Soweit unterschiedliche Bewertungsmodelle zu einer Bandbreite von verschiedenen potenziellen Wertansätzen führen, liegt die Auswahl des anzuwendenden Modells im Ermessen des Managements. Des Weiteren lassen sich nachfolgende wesentliche Sachverhalte zusammenfassen, die der Beurteilung durch das Management unterliegen:
Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die in den folgenden Notes erläutert werden. (2) AnpassungenWir haben, mit Ausnahme des neu eingefügten Gewinn-und-Verlust-Rechnungs-Posten "Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte", die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Konzernabschluss 31. Dezember 2015 grundsätzlich beibehalten. Der geänderte Standard IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" enthält Klarstellungen zur Wesentlichkeit, Aggregation und möglichen Reihenfolge von Angaben. Die Änderungen wurden im Dezember 2015 in europäisches Recht übernommen und treten für EU-Unternehmen für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen haben Einfluss auf die Anhangangaben des Konzerns. Die ab dem 1. Januar 2016 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen, der geänderte IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten", IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte", IAS 41 "Landwirtschaft", IAS 27 "Einzelabschlüsse", IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen", und IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen", IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" sowie Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB für die Zyklen 2012 bis 2014, wurden in diesem Abschluss berücksichtigt und hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Commerzbank-Konzernabschluss. Laufende Erträge und Aufwendungen aus zur Veräußerung beziehungsweise aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden jetzt im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen anstatt wie bisher in den Zinserträgen beziehungsweise -aufwendungen. Dadurch reduzierten sich in 2015 die Zinserträge um 60 Mio. Euro und die Zinsaufwendungen um 8 Mio. Euro; das Sonstige Ergebnis erhöhte sich entsprechend um 52 Mio. Euro. Es ergaben sich somit keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Bilanz und das Ergebnis je Aktie. Bei zwei als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogenen Immobilienobjektgesellschaften haben wir die Bewertung von Kommanditanteilen, die als Fremdkapital aus nicht beherrschenden Anteilen ausgewiesen sind, korrigiert.
Im Rahmen von Sale-and-Lease-back-Transaktionen (Operating Lease) ist eine etwaige Differenz zwischen Kaufpreis und Fair Value des Objektes abzugrenzen und über die erwartete Restlaufzeit des Leasingvertrages zu amortisieren. Aus zwei Transaktionen resultierte eine retrospektive Anpassung, da der damalige Kaufpreis dem Fair-Value entsprach und damit marktkonforme Transaktionsbedingungen vorlagen. Folglich haben wir den zugrunde gelegten Fair Value auf die Höhe des Kaufpreises angepasst.
Die Ergebnisse aus der Abrechnung von Finanzierungsleasingverträgen werden jetzt netto im Zinsertrag beziehungsweise -aufwand ausgewiesen. Bisher erfolgte teilweise ein Ausweis der erhaltenen Gegenleistung (abzgl. eventuell an den Leasingnehmer weitergeleiteter Beträge) im Zinsertrag sowie der Ausbuchung des Forderungsbuchwertes im Zinsaufwand. In 2015 wurden die Zinserträge und -aufwendungen entsprechend um jeweils 99 Mio. Euro reduziert. Es ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Bilanz sowie das Ergebnis je Aktie. Im Geschäftsjahr 2016 ergaben sich Fehlerkorrekturen im Zusammenhang mit nicht abgeführter Kapitalertragsteuer, einer nicht vorgenommenen Wertberichtigung aktiver latenter Steuern sowie aufgrund von Betriebsprüfungsrisiken für die Commerzbank Aktiengesellschaft. Die Vorjahreszahlen wurden wie folgt angepasst. Die Gewinnrücklagen verminderten sich zum 1. Januar 2015 um 198 Mio. Euro, die Latenten Ertragsteueransprüche verminderten sich um 130 Mio. Euro, die Tatsächlichen Ertragsteuerschulden erhöhten sich um 28 Mio. Euro und die Sonstigen Passiva um 40 Mio. Euro. Es ergaben sich somit keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis und das Ergebnis je Aktie. Der Commerzbank Konzern hat im Rahmen einer Fehlerkorrektur zwanzig vollkonsolidierte Exchange-traded funds (ETFs) retrospektiv entkonsolidiert, da die Beherrschung (Control) bereits in Vorjahren dauerhaft entfallen war.
Die Anhangsangaben zu Unwiderruflichen Kreditzusagen im Vorjahr wurden korrigiert. Sie erhöhten sich zum 31. Dezember 2015 um 253 Mio. Euro. Es ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Bilanz sowie das Ergebnis je Aktie. In den nachfolgenden Tabellen stellen wir die wesentlichen Anpassungen für das Geschäftsjahr 2015 auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung und die Bilanz zusammenfassend dar: scroll
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(3) KonsolidierungskreisIn unseren Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt beherrscht werden. Hierzu zählen auch wesentliche strukturierte Unternehmen. Wesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen mit untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden nicht vollkonsolidiert beziehungsweise nicht at-Equity-bewertet, sondern als Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen oder Beteiligungen in den Finanzanlagen bilanziert. Die addierten Bilanzsummen der nicht wesentlichen Tochterunternehmen machen, bezogen auf die Bilanzsumme der Summenbilanz des Konzerns, weniger als 0,2 % (Vorjahr: weniger als 0,2 %) aus. Für die Struktur des Konzerns einschließlich der vollständigen Aufzählung des Anteilsbesitzes des Commerzbank-Konzerns verweisen wir auf Note 103. Die folgenden Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2016 erstkonsolidiert: scroll
Bei den in der Übersicht aufgeführten Gesellschaften handelt es sich um Unternehmen, die unsere Wesentlichkeitsgrenzen für die Konsolidierung überschritten haben, sowie Neugründungen unter anderem im Rahmen strukturierter Finanzierungen. Für Zukäufe wenden wir die Vorschriften des IFRS 3 an. Aus den Erstkonsolidierungen resultierten keine als Geschäfts- oder Firmenwerte zu aktivierenden Unterschiedsbeträge. Negative Unterschiedsbeträge wurden - sofern relevant - zum Erwerbszeitpunkt in Übereinstimmung mit IFRS 3.34 in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die nachstehenden Gesellschaften wurden veräußert, liquidiert oder aus sonstigen Gründen nicht mehr konsolidiert:
Die Veräußerungserlöse für die veräußerten Gesellschaften betrugen rund 148 Mio. Euro. Diese wurden komplett in Zahlungsmitteln vergütet oder als Kaufpreisforderung vereinnahmt. Das Veräußerungsergebnis von 88 Mio. Euro wurde im Ergebnis aus Finanzanlagen mit 31 Mio. Euro und im Sonstigen Ergebnis mit 57 Mio. Euro erfasst.
Folgende Gesellschaften wurden auf im Konzern konsolidierte Gesellschaften verschmolzen:
Aus dem Kreis der at-Equity-bewerteten Unternehmen sind im Geschäftsjahr 2016 die Gesellschaften COMUNITHY Immobilien GmbH, Düsseldorf, Deutschland, Apartamenty Molo Rybackie Sp.zo.o., Gdynia, Polen und Kaiserkarree S.a.r.l., Luxemburg, Luxemburg ausgeschieden. Zudem wurde die Commerz Finanz GmbH, München, Deutschland und die Argor Heraeus, Mendrisio, Schweiz, in die Position Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen umgegliedert und die Equity-Methode damit beendet. (4) KonsolidierungsgrundsätzeTochterunternehmen sind Beteiligungsunternehmen, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt beherrscht werden, weil die Commerzbank die Entscheidungsmacht hat, die relevanten Tätigkeiten zu steuern, ein Anrecht auf die signifikanten variablen Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen besitzt und ihre Entscheidungsmacht dazu nutzen kann, die Höhe der signifikanten variablen Rückflüsse zu beeinflussen. Im Rahmen der Konsolidierungsentscheidung prüfen wir verschiedene Faktoren wie Stimmrechte, Zweck und Ausgestaltung des Unternehmens und unsere Einflussmöglichkeiten. Sind die Stimmrechte unmittelbar und ausschließlich der dominante Faktor zur Steuerung der relevanten Aktivitäten, kann in diesen Fällen die Beherrschung einfacher abgeleitet und ermittelt werden. Dennoch ist zu prüfen, ob es Faktoren wie zum Beispiel gesetzliche Bestimmungen oder vertragliche Vereinbarungen gibt, die trotz Stimmrechtsmehrheit nicht zur Beherrschung führen. Darüber hinaus können weitere Faktoren zur Beherrschung führen, beispielsweise das Vorliegen einer Prinzipal-Agenten-Beziehung. In einem solchen Fall handelt eine andere Partei mit Entscheidungsrechten als Agent für die Commerzbank, beherrscht aber das Beteiligungsunternehmen nicht, da sie lediglich Entscheidungsrechte ausübt, die durch die Commerzbank (Prinzipal) delegiert wurden. Die Konsolidierung erfolgt ab dem Zeitpunkt, ab dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt. Im Rahmen der erstmaligen Kapitalkonsolidierung bewerten wir Vermögenswerte und Schulden von Tochterunternehmen unabhängig von der Anteilsquote zum Zeitpunkt des Erwerbs vollständig neu. Die neu zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden werden unter Berücksichtigung latenter Steuern in den Konzernabschluss übernommen, die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten in den Folgeperioden entsprechend den anzuwendenden Standards behandelt. Verbleibt nach der Neubewertung ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge werden in Übereinstimmung mit IFRS 3.34 in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, bei denen die Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt über einen maßgeblichen Einfluss verfügt. Ein maßgeblicher Einfluss wird bei Stimmrechtsanteilen zwischen 20 und 50 % vermutet. Weitere Faktoren für einen maßgeblichen Einfluss können beispielsweise die Mitgliedschaft in einem Leitungs- oder Aufsichtsgremium oder wesentliche Geschäftsvorfälle mit der Gesellschaft sein. Eine gemeinsame Vereinbarung ist eine Vereinbarung, bei der zwei oder mehr Parteien vertraglich die gemeinschaftliche Beherrschung über diese Vereinbarung ausüben. Eine gemeinsame Vereinbarung kann ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit sein. Im Commerzbank-Konzern existieren ausschließlich Gemeinschaftsunternehmen. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bewerten wir grundsätzlich nach der Equity-Methode und weisen sie als Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen aus. Die Anschaffungskosten dieser Beteiligungen einschließlich darin enthaltener Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss bestimmt. Dabei wenden wir sinngemäß die gleichen Regeln wie bei Tochtergesellschaften an. Sofern assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen wesentlich sind, nehmen wir eine Fortschreibung des Equity-Buchwertes entsprechend der jeweiligen anteiligen Entwicklung des Eigenkapitals der Unternehmen vor. Zurechenbare Verluste der at-Equity-bewerteten Unternehmen werden nur bis zur Höhe des Equity-Buchwertes berücksichtigt (siehe Note 55). Übersteigende Verluste werden nicht erfasst, da keine Verpflichtung besteht, die übersteigenden Verluste auszugleichen. Zukünftige Gewinne werden zunächst mit nicht erfassten Verlusten verrechnet. Anteile an Tochterunternehmen, die wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert werden, und Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die wegen untergeordneter Bedeutung nicht nach der Equity-Methode bewertet werden, sind zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) oder, sofern dieser nicht zuverlässig ermittelbar ist, zu Anschaffungskosten in den Finanzanlagen ausgewiesen. Die Konsolidierung von Tochterunternehmen endet zu dem Zeitpunkt, zu dem die Bank die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert. Die Bewertung nach der Equity-Methode von Anteilen an assoziierten Unternehmen endet zu dem Zeitpunkt, zu dem der maßgebliche Einfluss auf das assoziierte Unternehmen wegfällt. Die Equity-Bewertung von Gemeinschaftsunternehmen endet mit der Aufgabe der gemeinschaftlichen Beherrschung. Bei strukturierten Unternehmen handelt es sich um Unternehmen, bei denen nicht die Stimmrechte oder vergleichbare Rechte der dominante Faktor bei der Festlegung der Beherrschung sind, so zum Beispiel wenn die Stimmrechte sich lediglich auf die Verwaltungsaufgaben beziehen und die relevanten Tätigkeiten durch Vertragsvereinbarungen geregelt sind. Beispiele für strukturierte Unternehmen sind Verbriefungsgesellschaften, Leasingobjektgesellschaften und einige Investmentfonds. Die Commerzbank tritt dabei auch als Sponsor von strukturierten Unternehmen auf, an denen sie keine Beteiligung hält. Ein Unternehmen gilt als gesponsert, wenn es
Ebenso wie bei Tochterunternehmen ist die Konsolidierung von strukturierten Unternehmen erforderlich, wenn die Commerzbank das Unternehmen beherrscht. Im Commerzbank-Konzern wird die Verpflichtung zur Konsolidierung strukturierter Unternehmen im Rahmen eines Prozesses geprüft, der Transaktionen umfasst, bei denen ein strukturiertes Unternehmen durch die Commerzbank mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien initiiert wird, sowie Transaktionen, bei denen die Commerzbank mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien in vertragliche Beziehungen zu einem bereits bestehenden strukturierten Unternehmen tritt. Die Konsolidierungsentscheidungen werden anlassbezogen, mindestens jedoch jährlich überprüft. Die Auflistung aller konsolidierten strukturierten Unternehmen sowie der wegen untergeordneter Bedeutung nicht einbezogenen strukturierten Unternehmen ist Bestandteil der Note 100. Die Fähigkeit des Commerzbank-Konzerns zum Zugang zu oder der Nutzung von Vermögenswerten sowie zur Begleichung von Verbindlichkeiten von Tochterunternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen sowie assoziierter Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen kann gesetzlichen, regulatorischen und vertraglichen Beschränkungen unterliegen. Bis auf folgende wesentliche Sachverhalte liegen im Commerzbank-Konzern keine maßgeblichen Beschränkungen vor: Vermögenswerte, die im Rahmen von Pensions- und Leihgeschäften sowie für zweckgebundene Refinanzierungsmittel als Sicherheit übertragen wurden, beliefen sich auf 28 Mrd. Euro. Vermögenswerte, die dem Deckungsstock im Rahmen von Pfandbriefemissionen zuzuordnen sind, betrugen 35 Mrd. Euro. Diese Vermögenswerte können nicht innerhalb des Konzerns transferiert werden. Im Hinblick auf vertragliche Vereinbarungen zur Gewährung von Finanzhilfen gibt es vereinzelt Finanzgarantien, die der Commerzbank-Konzern einigen wenigen strukturierten Unternehmen gewährt. Diese sind für den Commerzbank-Konzern jedoch unwesentlich. Auf Geschäftsbeziehungen von Unternehmen innerhalb des Konzerns basierende Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge eliminieren wir im Rahmen der Schulden- sowie der Aufwands- und Ertragskonsolidierung, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Im Konzern angefallene bedeutende Zwischenergebnisse werden ebenfalls herausgerechnet. (5) Finanzinstrumente: Ansatz und BewertungGemäß IAS 39 sind alle finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, zu denen auch derivative Finanzinstrumente zählen, grundsätzlich in der Bilanz anzusetzen. Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Beim erstmaligen Ansatz sind Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bewerten. Für Finanzinstrumente, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden, sind in den beizulegenden Zeitwerten als Anschaffungsnebenkosten auch einzeln zuordenbare Transaktionskosten einzubeziehen, die bei finanziellen Vermögenswerten den beizulegenden Zeitwert erhöhen oder bei Begründung einer finanziellen Verpflichtung diese vermindern. Gemäß IFRS 13 ist der beizulegende Zeitwert definiert als Veräußerungspreis. Hierbei handelt es sich um den Preis, den Marktteilnehmer im Rahmen einer gewöhnlichen Transaktion beim Verkauf eines Vermögenswertes erhalten, beziehungsweise bei der Übertragung einer Schuld zahlen. In der Folgebewertung werden Finanzinstrumente in Abhängigkeit der jeweiligen Kategorie entweder zu (fortgeführten) Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert in der Bilanz angesetzt. Der beizulegende Zeitwert wird durch den an einem aktiven Markt festgestellten Preis des Finanzinstruments bestimmt (Mark-to-Market; Bewertungshierarchie Level 1). Sofern keine Marktpreise verfügbar sind, erfolgt die Bewertung anhand notierter Preise ähnlicher Instrumente an aktiven Märkten. Sind keine notierten Preise für identische oder ähnliche Finanzinstrumente verfügbar, setzen wir zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes Bewertungsmodelle ein (Mark-to-Model), die im größtmöglichen Umfang beobachtbare Marktdaten als Parameter verwenden (Bewertungshierarchie Level 2). Wenn für die Bewertung mit Bewertungsmodellen nicht ausreichend aktuelle überprüfbare Marktdaten vorliegen, werden auch nicht am Markt beobachtbare Parameter herangezogen. Diese Eingangsparameter können Daten enthalten, die in Form von Näherungswerten unter anderem aus historischen Daten ermittelt werden (Bewertungshierarchie Level 3). Für die detaillierte Darstellung der Bewertungshierarchien verweisen wir auf Note 80. Die nachstehenden Erläuterungen geben eine Übersicht darüber, wie die Regelungen des IAS 39 in der derzeit gültigen Fassung in unserem Konzern umgesetzt wurden: a) Zugang und Abgang von FinanzinstrumentenDer Bilanzansatz eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt grundsätzlich dann, wenn der Konzern Vertragspartei bezüglich der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei regulären Kassakäufen oder -verkäufen von finanziellen Vermögenswerten fallen Handels- und Erfüllungstag im Allgemeinen auseinander. Für diese regulären Kassakäufe oder -verkäufe besteht ein Wahlrecht der Bilanzierung zum Handelstag (Trade Date Accounting) oder zum Erfüllungstag (Settlement Date Accounting). Im Konzern erfolgt für reguläre Kassakäufe und -verkäufe von finanziellen Vermögenswerten der Kategorien Kredite und Forderungen sowie Anwendung der Fair Value Option bei Ansatz und Abgang die Bilanzierung zum Erfüllungstag. Für alle anderen IAS-39-Kategorien werden Regular-Way-Käufe und -Verkäufe finanzieller Vermögenswerte bei Ansatz und Abgang zum Handelstag bilanziert. Die Abgangsvorschriften des IAS 39 richten sich sowohl nach dem Konzept der Chancen und Risiken als auch nach der Verfügungsmacht bei der Prüfung von Ausbuchungsvorgängen. Die Bewertung der Chancen und Risiken aus dem Eigentum hat dabei Vorrang vor der Beurteilung der Übertragung der Verfügungsmacht. Bei einer nur teilweisen Übertragung der Chancen und Risiken und der Zurückbehaltung von Verfügungsmacht kommt der Ansatz für anhaltende Engagements (Continuing Involvement) zur Anwendung. Der finanzielle Vermögenswert wird dabei unter Berücksichtigung bestimmter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in dem Umfang erfasst, der seinem anhaltenden Engagement entspricht. Die Höhe des anhaltenden Engagements bestimmt sich aus dem Umfang, in dem der Konzern weiterhin das Risiko von Wertänderungen des übertragenen Vermögenswertes trägt. Eine finanzielle Verbindlichkeit (oder ein Teil einer finanziellen Verbindlichkeit) wird ausgebucht, wenn sie erloschen ist, das heißt, wenn die im Vertrag genannten Verbindlichkeiten beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Auch der Rückerwerb eigener Schuldtitel fällt unter die Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten. Unterschiedsbeträge beim Rückkauf zwischen dem Buchwert der Verbindlichkeit (einschließlich Agien und Disagien) und dem Kaufpreis werden erfolgswirksam erfasst; bei Wiederveräußerung zu einem späteren Zeitpunkt entsteht eine neue finanzielle Verbindlichkeit, deren Anschaffungskosten dem Veräußerungserlös entsprechen. Unterschiedsbeträge zwischen diesen neuen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden nach der Effektivzinsmethode über die Restlaufzeit des Schuldtitels verteilt. b) Kategorisierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und ihre BewertungDie nachfolgenden Erläuterungen geben einen Überblick über die Kategorien gemäß IAS 39. Das betrifft die Kategorien Kredite und Forderungen (Loans and Receivables), bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte (Held-to-Maturity), erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale) sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (Other Financial Liabilities).
c) NettoerfolgeDie Nettoerfolge umfassen erfolgswirksame Fair-Value-Bewertungen, Fremdwährungseffekte, Wertminderungen, Zuschreibungen, realisierte Abgangserfolge, nachträgliche Eingänge aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten sowie erfolgsneutrale Änderungen der Neubewertungsrücklage der jeweiligen Kategorie gemäß IAS 39. Die Bestandteile werden in der Zusammengefassten Gesamtergebnisrechnung sowie in den Notes Zinsüberschuss, Risikovorsorge im Kreditgeschäft, Handelsergebnis und Ergebnis aus Finanzanlagen nach den Kategorien gemäß IAS 39 dargestellt. d) Finanzgarantien (Financial Guarantee Contracts)Eine Finanzgarantie ist gemäß IAS 39 ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, die den Garantienehmer für einen Verlust entschädigen, der ihm entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gemäß den ursprünglichen oder geänderten Bedingungen eines Schuldinstruments nicht fristgemäß nachkommt. Darunter können zum Beispiel Bankgarantien und -bürgschaften fallen (vergleiche Note 87). Ist der Commerzbank-Konzern Garantienehmer, wird die Finanzgarantie bilanziell nicht erfasst und nur bei der Ermittlung der Wertminderung eines besicherten Vermögenswertes berücksichtigt. Als Garantiegeber erfasst der Commerzbank-Konzern die Verpflichtung aus einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss. Die Erstbewertung erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erfassungszeitpunkt. Insgesamt betrachtet ist der beizulegende Zeitwert einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss null, denn der Wert der vereinbarten Prämie wird bei marktgerechten Verträgen regelmäßig dem Wert der Garantieverpflichtung entsprechen (sogenannte Nettomethode). Die Folgebewertung erfolgt zum höheren Betrag aus fortgeführten Anschaffungskosten oder dem Rückstellungsbetrag, der gemäß IAS 37 in Verbindung mit IAS 39 im Falle einer drohenden Inanspruchnahme zu bilden ist. e) Eingebettete Derivate (Embedded Derivatives)IAS 39 regelt auch die bilanzielle Behandlung von Derivaten, die in originäre Finanzinstrumente eingebettet sind (Embedded Derivatives). Dabei handelt es sich zum Beispiel um Aktienanleihen (Anleihen mit Rückzahlungsrecht in Aktien) oder Anleihen mit indexbezogener Verzinsung. Gemäß IAS 39 ist das eingebettete Derivat unter bestimmten Bedingungen getrennt vom originären Trägerinstrument wie ein freistehendes Derivat zu bilanzieren. Eine solche bilanzielle Trennungspflicht ist dann gegeben, wenn die drei folgenden Bedingungen erfüllt sind:
In diesem Fall ist das zu trennende eingebettete Derivat als Teil des Handelsbestands anzusehen und zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Bewertungsänderungen sind erfolgswirksam im Handelsergebnis zu erfassen. Die Bilanzierung und Bewertung des Basisvertrages folgt hingegen den Vorschriften der zugewiesenen Kategorie des Finanzinstruments. Wenn die vorstehend genannten drei Bedingungen kumulativ nicht erfüllt sind, wird das eingebettete Derivat nicht getrennt bilanziert und das hybride Finanzinstrument (strukturiertes Produkt) insgesamt nach den allgemeinen Vorschriften der Kategorie bewertet, der das Finanzinstrument zugeordnet wurde. f) Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen (Hedge Accounting)IAS 39 beinhaltet umfassende Regelungen für die bilanzielle Abbildung von Sicherungszusammenhängen, sofern die Sicherungsinstrumente (insbesondere Derivate) nachweislich zur Absicherung von Risiken aus Nichthandelsgeschäften (Grundgeschäften) eingesetzt werden. Dabei werden zwei Formen des Hedge Accountings angewendet:
Die Anwendung der Regeln des Hedge Accountings ist an eine Reihe von Bedingungen gebunden. Diese beziehen sich insbesondere auf die Dokumentation des Sicherungszusammenhangs sowie auf die Wirksamkeit der Absicherungsmaßnahme. Die Sicherungsbeziehung muss ab dem Zeitpunkt ihrer Begründung dokumentiert werden. Die Dokumentation umfasst insbesondere die Identifikation des Sicherungsinstruments und des gesicherten Grundgeschäfts sowie die Kennzeichnung des gesicherten Risikos und der Methodik zur Bestimmung der Effektivität des Sicherungszusammenhangs. Neben der Dokumentation verlangt IAS 39 für die Anwendung der Regelungen des Hedge Accountings den Nachweis eines effektiven Sicherungszusammenhangs während des gesamten Zeitraums der Sicherungsbeziehung. Unter Effektivität wird in diesem Zusammenhang das Verhältnis der aus dem gesicherten Grundgeschäft resultierenden Änderungen des beizulegenden Zeitwertes beziehungsweise des Zahlungsstroms zur gegenläufigen Änderung des beizulegenden Zeitwertes beziehungsweise des Zahlungsstroms aus dem Sicherungsinstrument verstanden. Wenn sich diese Änderungen fast vollständig ausgleichen, liegt eine hohe Effektivität vor. Der Effektivitätsnachweis verlangt einerseits, dass für eine Sicherungsbeziehung künftig eine hohe Effektivität erwartet werden kann (prospektive Effektivität). Andererseits ist während des Bestehens der Sicherungsbeziehung regelmäßig nachzuweisen, dass diese während der Berichtsperiode hoch effektiv war (retrospektive Effektivität). Die Effektivität muss sowohl prospektiv als auch retrospektiv innerhalb einer Bandbreite von 0,8 bis 1,25 liegen. Die Commerzbank wendet für die Effektivitätsmessung für Micro Fair Value Hedge Accounting das statistische Verfahren der Regressionsanalyse an, wobei die Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument für den prospektiven Effektivitätstest durch historische Simulationen ermittelt werden. Retrospektiv werden die tatsächlichen Wertveränderungen genutzt. Auch für Portfolio Fair Value Hedge Accounting kommt für den prospektiven Effektivitätstest die Regressionsanalyse zur Anwendung, während für den retrospektiven Effektivitätstest die Dollar-Offset-Methode zur Anwendung kommt. (6) WährungsumrechnungMonetäre Vermögenswerte und Schulden, die auf Fremdwährung lauten, und schwebende Fremdwährungskassageschäfte werden zum Kassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Realisierte Aufwendungen und Erträge rechnen wir grundsätzlich mit dem zum Zeitpunkt der Realisierung gültigen Kassakurs um. Zur Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen können auch Durchschnittskurse verwendet werden, sofern die Stichtagskurse keine bedeutenden Schwankungen aufweisen. Kursgesicherte Aufwendungen und Erträge rechnen wir zum Sicherungskurs um. Die aus der Umrechnung von Bilanzposten resultierenden Aufwendungen und Erträge werden grundsätzlich erfolgswirksam im Handelsergebnis erfasst. Nicht monetäre Posten, zum Beispiel Beteiligungen, werden grundsätzlich mit historischen Kursen umgerechnet, wenn sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Wir nutzen für die Umrechnung den Stichtagskurs, wenn sie zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Ergebnisse aus der Umrechnung von Gewinnen oder Verlusten aus nicht monetären Posten weisen wir entsprechend der Erfassung der Gewinne oder Verluste entweder ergebnisneutral im Eigenkapital oder ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung aus. Die Umrechnung von in Fremdwährung aufgestellten Abschlüssen von konsolidierten Tochterunternehmen und at-Equity-bewerteten Unternehmen erfolgt für monetäre und nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag. Erträge und Aufwendungen werden grundsätzlich zum Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Vereinfachend kann bei der Umrechnung auch ein Kurs verwendet werden, der einen Näherungswert für den Umrechnungskurs am Tag des Geschäftsvorfalls darstellt, beispielsweise der Durchschnittskurs einer Periode. Alle sich aus der Umrechnung ergebenden Differenzen sind als separater Bestandteil des Eigenkapitals in der Rücklage aus der Währungsumrechnung erfolgsneutral anzusetzen. Effekte, die aus der zu historischen Kursen erfolgenden Umrechnung von in die Kapitalkonsolidierung einfließenden Kapitalbestandteilen von Tochtergesellschaften resultieren, weisen wir erfolgsneutral in der Rücklage aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital aus. Zum Zeitpunkt der Veräußerung oder Teilveräußerung der in Fremdwährung aufgestellten Gesellschaften werden die Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam grundsätzlich im sonstigen Ergebnis erfasst. Auch bei Teilrückführungen von Kapital in Fremdwährung, die nicht zu einer Entkonsolidierung der Gesellschaften führen, wird der anteilige Effekt auf die Rücklage aus der Währungsumrechnung ergebniswirksam erfasst. (7) BarreserveDie Barreserve umfasst den Kassenbestand. Guthaben bei Zentralnotenbanken sowie Schuldtitel öffentlicher Stellen. Mit Ausnahme der Schuldtitel öffentlicher Stellen, die wir zum beizulegenden Zeitwert bilanzieren, sind alle Bestände zum Nennwert ausgewiesen. (8) ForderungenForderungen an Kreditinstitute und Kunden im Commerzbank-Konzern, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden und nicht an einem aktiven Markt notiert sind, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Agien oder Disagien werden erfolgswirksam über die Laufzeit verteilt im Zinsergebnis vereinnahmt. Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, die im Rahmen der Fair Value Option angesetzt werden, bilanzieren wir zum beizulegenden Zeitwert. Die Buchwerte von Forderungen, für die Micro Fair Value Hedge Accounting angewendet wird, werden um die dem abgesicherten Risiko zuzurechnenden Fair-Value-Änderungen angepasst. Bei Anwendung von Portfolio Fair Value Hedge Accounting werden die Fair-Value-Änderungen in dem aktivischen Bilanzposten Wertanpassung Portfolio Fair Value Hedges erfasst. (9) Risikovorsorge im KreditgeschäftDen besonderen Risiken im bilanziellen und außerbilanziellen Kreditgeschäft, das der Kategorie Kredite und Forderungen zuzuordnen ist, tragen wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen (Specific Loan Loss Provisions; SLLP), pauschalierten Einzelwertberichtigungen (Portfolio Loan Loss Provisions; PLLP) und Portfoliowertberichtigungen (General Loan Loss Provisions; GLLP) Rechnung. Bei der Ermittlung der Risikovorsorge wird grundsätzlich nach ausgefallenen und nicht ausgefallenen Forderungen beziehungsweise nach nicht signifikanten (Volumen bis 5 Mio. Euro) und signifikanten Forderungen (Volumen größer als 5 Mio. Euro) unterschieden. Als ausgefallen beziehungsweise notleidend werden alle Forderungen bezeichnet, die gemäß Basel-3-Regularien als Ausfall (Default) identifiziert wurden. Für den Default eines Kunden können folgende Ereignisse ausschlaggebend sein:
Für signifikante ausgefallene Forderungen bilden wir nach konzerneinheitlichen Maßstäben Einzelwertberichtigungen. Sowohl für die Berechnung der Einzelrisikovorsorge als auch die der Rückstellung für Einzelrisiken (SLLP) werden die Barwerte der zukünftig erwarteten Zahlungsströme (Cash Flows) herangezogen. In den Cash Flows werden neben den erwarteten Zahlungen auch die Erlöse aus der Sicherheitenverwertung und sonstige erzielbare Cash Flows berücksichtigt. Die Risikovorsorge entspricht also der Differenz zwischen dem Buchwert des Kredites und dem Barwert der gesamten erwarteten Rückflüsse. Unter Verwendung des ursprünglichen Effektivzinssatzes wird die Erhöhung des Barwertes durch den Zeitablauf als Zinsertrag (sogenanntes Unwinding) erfasst. Bei Wegfall des Grundes, der zur Wertberichtigung geführt hat, wird diese entsprechend erfolgswirksam aufgelöst. Für ausgefallene, aber nicht signifikante Forderungen wird auf Grundlage interner Parameter eine pauschalierte Einzelwertberichtigung beziehungsweise Rückstellung (PLLP impaired) gebildet. Für nicht ausgefallene Forderungen tragen wir den Kreditrisiken in Form von Portfoliowertberichtigungen (GLLP) Rechnung. Die Höhe der zu bildenden Portfoliowertberichtigung sowohl für das bilanzielle als auch für das außerbilanzielle Geschäft, wird unter Verwendung von aus der Basel-3-Systematik abgeleiteten Parametern ermittelt. Den Gesamtbetrag der Risikovorsorge kürzen wir, sofern er sich auf bilanzielle Forderungen bezieht, in der Bilanz von den entsprechenden Aktivposten. Die Risikovorsorge für außerbilanzielle Geschäfte (Eventualverbindlichkeiten, Kreditzusagen) wird hingegen als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt. Uneinbringliche Forderungen, für die keine Einzelwertberichtigungen bestanden, werden direkt abgeschrieben. Eingänge auf abgeschriebene Forderungen werden erfolgswirksam in der Risikovorsorge erfasst. Wertgeminderte Forderungen werden unter Verbrauch von etwaigen bestehenden Einzelwertberichtigungen (teil-)abgeschrieben, wenn sich die teilweise oder vollständige Uneinbringlichkeit der Forderung herausstellt. Eingänge auf teilabgeschriebene Forderungen, die den Forderungsbetrag übersteigen, werden als Zuschreibung erfasst. Forderungsteile wertgeminderter Forderungen, die die bestehende Risikovorsorge übersteigen, schreiben wir im Falle der Uneinbringlichkeit direkt ab. (10) Echte Pensionsgeschäfte und WertpapierleihgeschäfteZu den echten Pensionsgeschäften zählen Repo- und Reverse-Repo-Geschäfte. Repos sind Kombinationen aus Kassakäufen oder -verkäufen von Wertpapieren mit gleichzeitigem Verkauf oder Rückkauf auf Termin mit demselben Kontrahenten. Die bei Repo-Geschäften in Pension gegebenen Wertpapiere (Kassaverkauf) werden in der Konzernbilanz weiterhin als Wertpapierbestand jeweils entsprechend der zugrunde liegenden Kategorie bilanziert und bewertet. Eine Ausbuchung der Wertpapiere erfolgt nicht, da wir alle mit dem Eigentum am Pensionsgegenstand verbundenen Chancen und Risiken zurückbehalten. Für die übertragenen, aber nicht ausgebuchten finanziellen Vermögenswerte bestehen insofern die gleichen Risiken und Chancen wie für die nicht übertragenen finanziellen Vermögenswerte, die in Note 5 beschrieben sind. Der Liquiditätszufluss aus dem Repo-Geschäft wird je nach Gegenpartei als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten oder gegenüber Kunden in der Bilanz ausgewiesen. Vereinbarte Zinszahlungen werden laufzeitgerecht als Zinsaufwendungen im Zinsergebnis erfasst. Die bei Reverse Repos entstehenden Liquiditätsabflüsse werden als Forderungen an Kreditinstitute oder Kunden bilanziert. Die Bewertung erfolgt entweder zum beizulegenden Zeitwert unter Anwendung der Fair Value Option oder zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die dem Geldgeschäft zugrunde liegenden in Pension genommenen Wertpapiere (Kassakauf) werden nicht in der Bilanz ausgewiesen und folglich auch nicht bewertet. Vereinbarte Zinsen aus Reverse Repos werden laufzeitgerecht als Zinserträge im Zinsergebnis erfasst. Wertpapierleihgeschäfte schließen wir mit Kreditinstituten und Kunden ab, um der Erfüllung von Lieferverpflichtungen nachzukommen oder Wertpapierpensionsgeschäfte tätigen zu können. Diese Geschäfte bilanzieren wir analog des Ausweises von Wertpapieren aus echten Pensionsgeschäften. Dabei verbleiben verliehene Wertpapiere weiterhin in unserem Wertpapierbestand (Handelsaktiva oder Finanzanlagen) und werden nach den Regeln des IAS 39 bewertet. Entliehene Wertpapiere werden nicht bilanziert und auch nicht bewertet. Im Rahmen von Wertpapierleihgeschäften kann das Bonitätsrisiko des Kontrahenten durch die Stellung von Sicherheiten unter anderem in Form von Liquidität vermieden werden. Die Stellung von Sicherheiten für ein Leihgeschäft wird als "Cash Collateral Out" (gezahlte Sicherheitsleistung) und der Erhalt von Sicherheiten als "Cash Collateral In" (erhaltene Sicherheitsleistungen) bezeichnet. Darüber hinaus werden Cash Collaterals im Zusammenhang mit Derivaten als Sicherheiten hinterlegt oder hereingenommen. Durch uns gestellte Barsicherheiten für Wertpapierleihgeschäfte weisen wir als Forderungen, erhaltene Sicherheiten als Verbindlichkeiten aus. Erträge und Aufwendungen aus dem Wertpapierleihgeschäft werden laufzeitgerecht im Zinsergebnis erfasst. (11) Wertanpassung aus Portfolio Fair Value HedgesIn diesen Posten erfassen wir die abgesicherten zinsinduzierten Wertänderungen auf aktivische beziehungsweise passivische Grundgeschäfte, für die Portfolio Fair Value Hedge Accounting angewendet wird. (12) Positive Marktwerte aus derivativen SicherungsinstrumentenDerivative Finanzinstrumente, die zur Absicherung eingesetzt sind und sich für das Hedge Accounting qualifizieren sowie einen positiven Marktwert aufweisen, werden in diesem Bilanzposten ausgewiesen. Die Bewertung der Sicherungsinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value). (13) HandelsaktivaIm Posten Handelsaktiva weisen wir zum einen originäre Finanzinstrumente aus, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet und zu Handelszwecken gehalten werden. Dazu gehören zins- und eigenkapitalbezogene Wertpapiere, Schuldscheindarlehen und sonstige Forderungen sowie Anteile an Investmentfonds. Zum anderen sind hier alle derivativen Finanzinstrumente ausgewiesen, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt werden und einen positiven beizulegenden Zeitwert besitzen. (14) FinanzanlagenDie Finanzanlagen umfassen Finanzinstrumente, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden können. Als Finanzanlagen weisen wir alle nicht Handelszwecken dienenden Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere, Aktien und andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere sowie Anteile an Investmentfonds, Beteiligungen und Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen aus. Die nicht at-Equity-bewerteten Anteile an assoziierten Unternehmen beziehungsweise Gemeinschaftsunternehmen weisen wir in den Finanzanlagen unter Beteiligungen aus. In den Finanzanlagen enthaltene Finanzinstrumente der Kategorie Kredite und Forderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Bilanzierung und Bewertung der Bestände, die der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte zugeordnet sind, erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Agien oder Disagien werden erfolgswirksam über die Laufzeit verteilt und im Zinsergebnis vereinnahmt. Ebenfalls im Zinsergebnis werden Zinserträge aus Schuldverschreibungen, Dividendenzahlungen aus Aktien und aus Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie laufende Beteiligungsergebnisse gezeigt. Sofern für hier bilanzierte Finanzinstrumente eine effektive Sicherungsbeziehung im Rahmen eines Fair Value Hedges zu einem derivativen Finanzinstrument besteht, wird der Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwertes, der auf das gesicherte Risiko entfällt, erfolgswirksam im Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen ausgewiesen. Wertänderungen der beizulegenden Zeitwerte von Finanzanlagen, auf die die Fair Value Option angewendet wird, weisen wir im Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option aus, das Bestandteil des Handelsergebnisses ist. (15) Immaterielle AnlagewerteUnter den Immateriellen Anlagewerten bilanzieren wir insbesondere Software, Kundenbeziehungen und Geschäfts- oder Firmenwerte. Bei der Beurteilung, ob Entwicklungskosten selbst erstellter Software zu aktivieren sind, berücksichtigen wir neben der Wahrscheinlichkeit des künftigen Nutzenzuflusses vor allem die verlässliche Ermittlung der Herstellungskosten. Forschungskosten werden nicht aktiviert. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Software und Kundenbeziehungen schreiben wir aufgrund ihrer begrenzten Nutzungsdauer linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer ab. scroll
Zudem erfolgt zu jedem Bilanzstichtag eine Prüfung, ob die Buchwerte die erzielbaren Beträge übersteigen. In diesen Fällen wird eine Wertminderung erfasst. Für Geschäfts- oder Firmenwerte geht IFRS 3 davon aus, dass hieraus unbegrenzt Cash Flows generiert werden können. Deshalb werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairmenttest) unterzogen. (16) SachanlagenDie hierunter ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude, Leasinggegenstände aus dem Operating Lease sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Wertminderungen nehmen wir in der Höhe vor, in der der Buchwert den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und aus dem Nutzungswert des Vermögenswertes übersteigt. Sofern der Grund für eine in früheren Geschäftsjahren vorgenommene Wertminderung entfallen ist, werden die Vermögenswerte bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten zugeschrieben. Die Bestimmung der Nutzungsdauer nehmen wir unter Beachtung der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der technischen Veralterung sowie rechtlicher und vertraglicher Beschränkungen vor. Alle Sachanlagen werden linear im Wesentlichen über die folgenden Zeiträume abgeschrieben: scroll
Anschaffungen geringwertiger Sachanlagen werden aus Wesentlichkeitsgründen direkt als Verwaltungsaufwendungen erfasst. Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen vereinnahmen wir in den Sonstigen Erträgen, Verluste weisen wir in den Sonstigen Aufwendungen aus. (17) LeasinggeschäftNach IAS 17 wird ein Leasinggeschäft als Operating-Leasing-Verhältnis klassifiziert, wenn es nicht im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt. Demgegenüber gelten als Finanzierungsleasing solche Vertragsverhältnisse, in denen der Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt. Maßgeblich für die Zuordnung der Chancen und Risiken ist grundsätzlich der Barwert der mit den Leasingverträgen verbundenen Zahlungsströme. Sofern der Barwert zumindest der Investitionssumme des Leasingobjekts entspricht, erfolgt eine Klassifizierung als Finanzierungsleasing. Konzern als LeasinggeberZu den Leasingobjekten als Leasinggeber gehören insbesondere vercharterte Schiffe, technische Anlagen und Maschinen, Immobilien sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (zum Beispiel Ausrüstungsgegenstände und Kraftfahrzeuge).
Berechnungsgrundlage für die Zahlungen der Leasingnehmer sind die Gesamtinvestitionskosten abzüglich der zu Beginn des Leasingvertrages festgelegten Restwerte der Leasingobjekte (z.B. Immobilien). Während der unkündbaren Grundmietzeit tragen die Leasingnehmer alle objektbezogenen Kosten sowie die Fremdkosten der Leasinggesellschaft. Die Gefahr des zufälligen oder teilweisen Untergangs des Leasinggegenstandes tragen die Leasinggeber. Die Leasingverträge für Mobilien sind dagegen als Teilamortisationsverträge mit Andienungsrechten und als kündbare Verträge ausgestaltet. Im Fall der Teilamortisationsverträge wird aufgrund der im Verhältnis zur betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer kürzeren Grundmietzeit nur ein Teil der Gesamtinvestitionskosten amortisiert. Kündbare Leasingverträge besitzen keine feste Grundmietzeit. Im Fall einer Kündigung wird eine im Voraus vereinbarte Abschlusszahlung fällig, die die noch nicht amortisierten Gesamtinvestitionskosten deckt. Erfolgt keine Kündigung, verlängert sich das Mietverhältnis. Die Gefahr des zufälligen oder teilweisen Untergangs des Leasingobjektes trägt wieder der Leasinggeber. Konzern als LeasingnehmerAufwendungen für Operating-Leasing-Verhältnisse werden grundsätzlich linear über die Laufzeit des Leasingvertrages erfasst und in den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. Finanzierungsleasingverträge, bei denen der Commerzbank-Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind von untergeordneter Bedeutung. (18) Als Finanzinvestitionen gehaltene ImmobilienAls Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Properties) sind solche Grundstücke und Gebäude zu verstehen, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder aus Gründen eines erwarteten Wertzuwachses gehalten werden. Der Commerzbank-Konzern weist unter anderem die im Rahmen der Sicherheitenverwertung als Finanzinvestition erworbenen Immobilien (Rettungserwerbe) aus sowie Gebäude im Besitz des Commerzbank-Konzerns, die im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen vermietet werden. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen hauptsächlich Gewerbeimmobilien. Die Bewertung erfolgt zum Zugangszeitpunkt gemäß IAS 40 mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten unter Einbeziehung der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Für die Folgebewertung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien wird das Modell des beizulegenden Zeitwertes angewendet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes basiert im Wesentlichen auf Bewertungen von externen und internen Sachverständigen sowie auf den bei der aktuellen Marktlage erzielbaren Marktpreisen. Die Bewertung gewerblich genutzter Objekte erfolgt in der Regel ertragswertorientiert; individuelle Wohnungsbauten werden üblicherweise sach- oder vergleichswertorientiert bewertet. Für die ertragswertorientierte Bewertung der Immobilien werden grundsätzlich ortsübliche Mieten mit Abschlägen für Bewirtschaftung, Akquisitionsmaßnahmen und Leerstand sowie Restnutzungsdauern und Bodenwerte herangezogen. Teilweise werden auch vertraglich vereinbarte Mieten zugrunde gelegt. Der ebenfalls in die Bewertung eingehende Liegenschaftszins berücksichtigt das Marktzinsniveau und das den Immobilien anhaftende Objekt- und Standortrisiko. Die wesentlichen am Markt beobachtbaren Parameter sind ortsübliche Mieten und Liegenschaftszinsen. Laufende Erträge und Aufwendungen weisen wir im Sonstigen Ergebnis aus. Ein Gewinn beziehungsweise Verlust, der durch die Änderung des beizulegenden Zeitwertes entsteht, wird ebenfalls im Sonstigen Ergebnis der Periode erfolgswirksam berücksichtigt. (19) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Vermögenswerte aus VeräußerungsgruppenLangfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist, sind als zur Veräußerung bestimmt zu klassifizieren. Die entsprechenden Vermögenswerte sind mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen, sofern dieser niedriger als der Buchwert ist. Für verzinsliche und nicht verzinsliche Finanzinstrumente sowie für als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien erfolgt jedoch nur eine Ausweisänderung nach IFRS 5 und somit eine Umgliederung in die entsprechenden Bilanzposten. Die Bewertung erfolgt weiterhin nach den Regelungen des IAS 39 beziehungsweise IAS 40. Sollten aus der Bewertung gemäß IFRS 5 Wertminderungen resultieren, sind diese abhängig von der zugrunde liegenden Transaktion im entsprechenden Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen. Eine spätere Wertaufholung ist auf die Summe der vorher erfassten Wertminderungen begrenzt. Die laufenden Ergebnisse aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen erfassen wir grundsätzlich in den gleichen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung wie ohne entsprechende Klassifizierung. Veräußerungsergebnisse von Veräußerungsgruppen werden grundsätzlich aufgeteilt und in den zugehörigen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. (20) Schulden (einschließlich finanzieller Verbindlichkeiten)Schulden umfassen - neben unseren finanziellen Verbindlichkeiten - alle Passivposten der Bilanz mit Ausnahme des Eigenkapitals. Die finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden, aus Verbrieften Verbindlichkeiten sowie aus unseren Nachrangigen Schuldinstrumenten zusammen. Finanzielle Verbindlichkeiten bilanzieren wir, sofern sie nicht Handelszwecken dienen, mit fortgeführten Anschaffungskosten. Die in den Verbindlichkeiten eingebetteten Derivate (Embedded Derivatives) werden, sofern sie trennungspflichtig sind, abgespalten und mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet in den Handelsaktiva oder -passiva ausgewiesen. Im Rahmen des Micro Fair Value Hedge Accountings werden gesicherte Verbindlichkeiten um die dem abgesicherten Risiko zuzurechnenden Fair-Value-Änderungen angepasst. Bei Anwendung von Portfolio Fair Value Hedge Accounting werden die Fair-Value-Änderungen in dem passivischen Bilanzposten Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges erfasst. Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wird, sind mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert. Für die Bilanzierung von Schulden verweisen wir auch auf die Notes 21 bis 24 und 26. (21) Negative Marktwerte aus derivativen SicherungsinstrumentenIn diesem Posten werden derivative Finanzinstrumente ausgewiesen, die zur Absicherung eingesetzt werden und sich für das Hedge Accounting qualifizieren, sofern sie einen negativen Marktwert haben. Die Bewertung der Sicherungsinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. (22) HandelspassivaDerivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt werden, werden unter den Handelspassiva ausgewiesen. Darüber hinaus bilanzieren wir auch eigene Emissionen des Handelsbestands und Lieferverpflichtungen aus Wertpapierleerverkäufen in diesem Posten. Die Bewertung der Handelspassiva erfolgt ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert. (23) RückstellungenEine Rückstellung ist anzusetzen, wenn zum Bilanzstichtag aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung entstand, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen bilden wir daher für ungewisse Schulden gegenüber Dritten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahmen. Der für eine Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der Ausgabe dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlich ist. Risiken und Unsicherheiten (unter anderem bezüglich der tatsächlichen Höhe der Kosten zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme sowie möglicher Kostensteigerungen bei längerfristigen Rückstellungen) sind bei der Schätzung berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen sind mit ihrem Barwert angesetzt. Die Zuführung zu den unterschiedlichen Rückstellungsarten erfolgt über verschiedene Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Rückstellungen im Kreditgeschäft werden den Risikovorsorgeaufwendungen und Restrukturierungsrückstellungen den Restrukturierungsaufwendungen belastet. Die übrigen Rückstellungen werden grundsätzlich zulasten der Verwaltungsaufwendungen gebildet und zugunsten des Sonstigen Ergebnisses aufgelöst. Die Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns sind sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern an Gerichts- und Schiedsgerichtsverfahren (Prozesse) sowie außergerichtlichen und aufsichtsbehördlichen Verfahren (Regresse) als Beklagte, Kläger oder in anderer Weise beteiligt. Ferner können auch Rechtsstreitigkeiten, an denen die Commerzbank oder ihre Tochtergesellschaften nicht unmittelbar beteiligt sind, wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung für die Kreditwirtschaft Auswirkungen auf den Konzern haben. Der Konzern bildet angemessene Rückstellungen für Prozesse und Regresse zulasten des Sonstigen Ergebnisses, wenn ein Verlust wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung hinreichend genau bestimmbar ist. Regressrückstellungen betreffen unter anderem Rückerstattungen von unwirksamen Bearbeitungsentgelten bei Verbraucherkrediten oder mögliche Ansprüche aus der Falschberatung von Kunden. Bei Prozessrückstellungen wird danach unterschieden, ob eine Gesellschaft des Konzerns Klägerin (Aktivprozess) oder Beklagte (Passivprozess) ist. Bei Aktivprozessen werden grundsätzlich die Anwalts-, Gerichts- und Nebenkosten zurückgestellt, wobei hier Landesspezifika berücksichtigt werden. Bei Passivprozessen werden zusätzlich an jedem Stichtag nach jeweiliger Verlustwahrscheinlichkeit für den Streitwert Rückstellungen gebildet. Die endgültigen Verbindlichkeiten des Konzerns können jedoch von den gebildeten Rückstellungen abweichen, da für eine Beurteilung der Wahrscheinlichkeit und die Bezifferung ungewisser Verbindlichkeiten aus solchen rechtlichen Verfahren in großem Umfang Wertungen und Einschätzungen erforderlich sind, die sich im weiteren Verlauf des jeweiligen Verfahrens als nicht zutreffend erweisen können. Rechtsrisiken, für die keine Rückstellungen gebildet wurden werden als Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe Note 29). Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden dann angesetzt, wenn der Commerzbank-Konzern einen detaillierten formellen Plan für die Restrukturierungsmaßnahmen besitzt und bereits begonnen hat, diesen zu verwirklichen, oder die wesentlichen Details der Restrukturierung bekannt gemacht hat. Der detaillierte Plan umfasst die betroffenen Geschäftsbereiche, die wichtigsten betroffenen Standorte, die ungefähre Anzahl der Mitarbeiter, deren Stellen im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen betroffen sind, die damit verbundenen Kosten und den Zeitraum, in dem die Restrukturierungsmaßnahme durchgeführt werden soll. Der detaillierte Plan muss in einer Art und Weise kommuniziert werden, dass die Betroffenen mit seiner Verwirklichung rechnen können. Der Posten Restrukturierungsaufwendungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung kann weitere im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen stehende Aufwendungen enthalten, die unmittelbar angefallen und nicht in der Restrukturierungsrückstellung enthalten sind. (24) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie betriebliche Altersversorgung für die aktiven und ehemaligen Mitarbeiter und Hinterbliebenen der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie einiger inländischer und ausländischer Tochterunternehmen besteht aus mittelbaren und unmittelbaren Versorgungszusagen, die sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Pläne umfassen. Zur Erfüllung der mittelbaren Versorgungszusagen bedient sich die Commerzbank im Wesentlichen des BVV-Versorgungswerks, das auch von anderen BVV-Mitgliedsunternehmen zur Durchführung ihrer betrieblichen Altersversorgung herangezogen wird. Die Mitgliedschaft im BVV ist Bestandteil der bestehenden Betriebsvereinbarung und daher nicht kündbar. Die Beitragsentrichtung durch die Mitgliedsunternehmen an das BVV-Versorgungswerk und die Leistungserbringung durch das BVV-Versorgungswerk richten sich nach dem jeweils anzuwendenden Leistungsplan des BVV. Die zu zahlende Beitragshöhe berechnet sich aus dem Beitragssatz in Prozent vom monatlichen Bruttoeinkommen der aktiven Mitarbeiter. Ein Anstieg der Beiträge ist nur bis zur Zuwendungsbemessungsgrenze möglich. Bei diesen mittelbaren Systemen handelt es sich um leistungsorientierte gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber. Diese werden wie beitragsorientierte Pläne behandelt, da uns keine ausreichenden Informationen über unseren Anteil an der gesamten leistungsorientierten Verpflichtung des jeweiligen BVV-Plans sowie des auf uns entfallenden Anteils am jeweiligen Planvermögen zur Verfügung stehen. Die Beiträge an die externen Versorgungsträger werden in den Personalaufwendungen erfasst. Nach dem Betriebsrentengesetz hat der Arbeitgeber auch für die Erfüllung der über den BVV arbeitsrechtlich zugesagten Leistungen einzustehen. Rückstellungen für die über den BVV erbrachten Leistungen waren weder im laufenden Geschäftsjahr noch in den Vorjahren zu bilden. Basierend auf einer Betriebsvereinbarung werden die Arbeitgeberbeiträge ab 2017 erhöht. Eine Inanspruchnahme aus der gesetzlichen Haftung wird als unwahrscheinlich angesehen. Zum anderen bestehen Verpflichtungen aus Versorgungsanwartschaften und laufenden Leistungen aufgrund einer unmittelbaren Versorgungszusage der Commerzbank, bei der die Höhe der Versorgungsleistung festgelegt und von Faktoren wie Alter, Vergütung und Betriebszugehörigkeit abhängig ist. Für diese Versorgungssysteme werden die Rechnungslegungsvorschriften gemäß IAS 19 für einen leistungsorientierten Plan angewendet (Defined Benefit Plan), daher werden Rückstellungen gebildet. Für versorgungsberechtigte Mitarbeiter, die bis zum 31. Dezember 2004 in die Dienste der Commerzbank Aktiengesellschaft oder einiger anderer konsolidierter Gesellschaften eingetreten sind, richten sich die unmittelbaren Versorgungsansprüche überwiegend nach den Regelungen des Commerzbank-Bausteinplans zur betrieblichen Altersvorsorge (CBA). Die Leistungen nach dem CBA setzen sich der Höhe nach aus einem Initialbaustein für die Zeit bis zum 31. Dezember 2004 und aus einem Versorgungsbaustein - gegebenenfalls zuzüglich eines Dynamikbausteins - für jedes beitragsfähige Kalenderjahr ab dem Jahr 2005 zusammen; sie sind als lebenslange Rente mit Kapitalwahlrecht ausgestaltet. Seit dem 1. Januar 2005 eingetretene Mitarbeiter erhalten eine Zusage nach dem Commerzbank-Kapitalplan zur betrieblichen Altersvorsorge (CKA). Der CKA sieht eine garantierte Mindestleistung nach dem Bausteinprinzip vor, eröffnet aber zusätzliche Chancen auf höhere Versorgungsleistungen aus der Anlage von Vermögenswerten in Investmentfonds. Die unmittelbare betriebliche Altersversorgung für die Mitarbeiter der ehemaligen Dresdner Bank Aktiengesellschaft wird seit dem 1. Januar 2010 ebenfalls nach den Regelungen des Commerzbank-Bausteinplans zur betrieblichen Altersvorsorge (CBA) durchgeführt. Darüber hinaus bestehen beitrags- und leistungsorientierte Versorgungspläne bei ausländischen Tochtergesellschaften und Niederlassungen, vornehmlich in Großbritannien und den USA. Neben der betrieblichen Altersversorgung gibt es in Großbritannien einen intern finanzierten Gesundheitsfürsorgeplan, nach dem den Berechtigten in der Rentenphase medizinische Aufwendungen erstattet werden beziehungsweise ein Zuschuss zur privaten Krankenversicherung gewährt wird. Die daraus resultierenden Verpflichtungen sind gemäß IAS 19 nach den Regeln für leistungsorientierte Pensionspläne zu bilanzieren. Zur Erfüllung der unmittelbaren Versorgungsverpflichtungen in Deutschland wurden im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements (CTA) Deckungsmittel an einen rechtlich unabhängigen Treuhänder, den Commerzbank Pension-Trust e. V. (CPT), übertragen. Das vom CPT gehaltene Treuhandvermögen sowie entsprechende Deckungsmittel für Pensionsverpflichtungen bei Auslandseinheiten sind als Planvermögen im Sinne von IAS 19.8 qualifiziert. Die zwischen dem CPT und der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie weiteren inländischen Konzerngesellschaften abgeschlossenen Treuhandverträge begründen zugleich eine Insolvenzsicherung der mit Planvermögen unterlegten ("funded") unmittelbaren betrieblichen Versorgungszusagen. Die Insolvenzsicherung umfasst alle unverfallbaren Versorgungsanwartschaften aktiver und ausgeschiedener Mitarbeiter sowie alle laufenden Leistungen für Pensionäre. Sie erstreckt sich auch auf diejenigen Teile der Versorgungsanwartschaften beziehungsweise -leistungen, die jenseits der Einstandspflicht des Pensions-Sicherungs-Vereins (PSV) liegen. Die Treuhandverträge sehen keine Dotierungspflicht der Treugebergesellschaften vor. Das Planvermögen muss jedoch zu jeder Zeit die nicht vom PSV gesicherten Ansprüche decken. Die Gesellschaften können nur bis zu dieser Untergrenze Rückübertragungen aus dem Planvermögen zur Erstattung von erbrachten Versorgungsleistungen verlangen. Die Anlagerichtlinien für das Planvermögen in Deutschland werden gemeinsam vom Vorstand der Commerzbank Aktiengesellschaft und dem CPT festgelegt. Für deren Ausgestaltung gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Die Anlagensteuerung erfolgt über das Executive Pension Committee (EPC), das im Rahmen des Asset-Liability-Managements (ALM) einen Liability-driven-Investment-(LDI)-Ansatz verfolgt und auch die Grundlagen für die Bestimmung der versicherungsmathematischen Annahmen entwickelt. Hauptziel der verfolgten Anlagestrategie ist eine Replikation der zukünftigen Zahlungsströme (Pensionsverpflichtungen) mithilfe derivativer Finanzinstrumente (Zins, Inflation und Credit Spread) zur Reduzierung der Risiken, die sich unmittelbar aus der zukünftigen Entwicklung der Pensionsverpflichtungen ergeben. Neben den gewöhnlichen Pensionsplanrisiken wie beispielsweise Inflationsrisiken und biometrischen Risiken liegen in der Commerzbank keine erkennbaren ungewöhnlichen Risiken vor. Das Portfolio des Planvermögens ist breit gestreut und setzt sich im Wesentlichen aus festverzinslichen Wertpapieren und Aktien sowie alternativen Anlageinstrumenten zusammen (siehe Note 68). Die Pensionspläne außerhalb Deutschlands haben eigene und vom CPT unabhängige Trust-Strukturen. In Summe stellen sie aktuell etwa 15 % der gesamten Pensionsverpflichtungen im Konzern dar. Das EPC ist als Steuerungsgremium auch für die Planvermögen der ausländischen Pensionspläne zuständig. Außerhalb Deutschlands gelten zudem noch jeweils nationale Regelungen. Grundsätzlich wird aber auch hier ein LDI-Ansatz verfolgt. Größte Plansponsoren außerhalb Deutschlands sind die Einheiten in London (rund 86 %), New York und Amsterdam, die zusammen rund 95 % der Pensionsverpflichtungen außerhalb Deutschlands ausmachen. Größtenteils handelt es sich um mit entsprechenden Planvermögen unterlegte ("funded") leistungsorientierte Pensionspläne (Defined-Benefit-Pläne). Teilweise und in geringem Umfang bestehen außerhalb Deutschlands auch Pensionsverpflichtungen, denen kein Planvermögen gegenübersteht. Gemäß IAS 19.63 ist in der Bilanz die Nettoschuld (beziehungsweise der Nettovermögenswert) anzusetzen, die sich aus dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) abzüglich des Zeitwertes des Planvermögens, gegebenenfalls unter Berücksichtigung der Regelungen zur Vermögensobergrenze, ergibt. Die in den Personalaufwendungen und im Zinsüberschuss zu erfassenden Pensionsaufwendungen setzen sich aus dem Dienstzeitaufwand (Service Cost) und den Nettozinsaufwendungen/ -erträgen (Net Interest Cost) zusammen. Der Dienstzeitaufwand ergibt sich aus Änderungen der Leistungsverpflichtung vergangener Jahre aufgrund geänderter Versorgungszusagen. Neben dem laufendem Dienstzeitaufwand (Current Service Cost), welcher die von den Anwärtern im Geschäftsjahr erdienten Ansprüche repräsentiert, beinhaltet dieser auch den nachzuverrechneten Dienstzeitaufwand/-ertrag (Past Service Cost). Nettozinsaufwendungen/-erträge (Net Interest Cost) berechnen sich aus der Differenz zwischen dem Barwert der Verpflichtung und dem Zeitwert des Planvermögens. Für die Berechnung des Verpflichtungsumfangs auf die leistungsorientierte Nettoverbindlichkeit/Nettovermögen, wird der Diskontierungszinssatz herangezogen. Bei leistungsorientierten Plänen bewertet ein unabhängiger Versicherungsmathematiker die Pensionsverpflichtungen und pensionsähnliche Verpflichtungen (Altersteilzeit, Vorruhestand) sowie die Verpflichtungen für Jubiläen jährlich nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Dabei zieht dieser neben biometrischen Annahmen, den Heubeck-Richttafeln 2005 G im Inland und länderspezifischen Tafeln im Ausland, insbesondere einen aktuellen Abzinsungssatz auf Basis der Renditen für langfristige und hochwertige Unternehmensanleihen, Fluktuation und Karrieretrends sowie künftig zu erwartende Gehalts- oder Rentensteigerungsraten in die Berechnung ein. Für die inländischen Pensionsverpflichtungen wird der Abzinsungsfaktor anhand eines Commerzbank-eigenen Modells bestimmt, abgeleitet aus fristenkongruenten Eurozonen-Swap-sätzen und adjustiert um einen Spread-Aufschlag hochwertiger Unternehmensanleihen. Der Unterschied aufgrund der Neubewertung der Verpflichtung zum Bilanzstichtag im Vergleich zu dem am Jahresanfang prognostizierten Wert wird als versicherungsmathematischer Gewinn oder Verlust bezeichnet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden ebenso wie der Ertrag aus dem Planvermögen (mit Ausnahme der Beträge, die in den Nettozinsaufwendungen/ -erträgen enthalten sind) unmittelbar im Eigenkapital in den Gewinnrücklagen erfasst und in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. (25) Vergütungspläne1. Beschreibung der wesentlichen Vergütungsplänea) Commerzbank-Incentive-Plan (CIP)Der im Jahr 2011 erstmals aufgelegte Commerzbank-Incentive-Plan (CIP) gilt grundsätzlich für den gesamten Commerzbank-Konzern. Der CIP wurde seitdem im Zuge geänderter regulatorischer Anforderungen überarbeitet. Er regelt alle Details zur variablen Vergütung, wobei in einzelnen Lokationen abweichende beziehungsweise ergänzende Regelungen gelten, die die lokalen (arbeits-)rechtlichen Anforderungen berücksichtigen. Auf Basis des CIP können Risk Taker Teile ihrer individuellen variablen Vergütung als Barkomponente sowie gegebenenfalls als aktienbezogene Komponente erhalten. Risk Taker sind Mitarbeiter, deren Tätigkeit einen wesentlichen Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil der Commerzbank ausübt. Kriterien auf Basis derer Risk Taker identifiziert werden sind unter anderem Führungsverantwortung, Verantwortung für das Kredit- oder Marktrisiko, die Mitgliedschaft in einem zuständigen Komitee für diese Risikokategorien oder die Vergütungshöhe. Zusätzlich hat die Commerzbank weitere interne Kriterien festgelegt, die zur Einstufung als Risk Taker führen können. In Abhängigkeit der Hierarchieebene und der Risikorelevanz der Tätigkeit des Mitarbeiters unterscheidet die Bank zwei Risk-Taker-Gruppen, Risk Taker I und Risk Taker II. Der Status Risk Taker I gilt für Mitarbeiter, deren Tätigkeiten eine höhere Risikorelevanz beinhalten. Die variable Vergütung von Risk Takern besteht grundsätzlich aus einer kurzfristigen Komponente (Short Term Incentive, STI) sowie bei Risk Takern, deren variable Vergütung die sogenannte Risk-Taker-Freigrenze in Höhe von 50 TEUR übersteigt, zusätzlich aus einer langfristigen Komponente (Long Term Incentive, LTI). Sowohl STI als auch STI bestehen jeweils hälftig aus einem aktienbasierten und einem bar vergüteten Anteil. Bei Risk Takern, deren variable Vergütung die sogenannte Risk-Taker-Freigrenze nicht übersteigt, und bei Mitarbeitern ohne Risk-Taker-Status wird die variable Vergütung in vollem Umfang als STI in bar vergütet. Die Risk-Taker-Freigrenze ist - bezogen auf ein Geschäftsjahr - der Betrag, bis zu dem die Auszahlung der gesamten variablen Vergütung von Risk Takern als STI in bar aufsichtsrechtlich geduldet wird. Bei Überschreiten der Risk-Taker-Freigrenze unterliegt die gesamte variable Vergütung der Aufteilung in STI und LTI und den für diese Komponenten geltenden Regelungen nach dem CIP. Die Überschreitung der Risk-Taker-Freigrenze führt zu folgender Unterscheidung:
Die individuelle variable Vergütung wird auf Grundlage des jährlichen Zielerreichungsgesprächs (Performancebewertung I) in den ersten drei Monaten des folgenden Geschäftsjahres festgelegt. Die Zahl der zu gewährenden Commerzbank-Aktien wird sowohl für das STI als auch für das LTI ebenfalls mit der Festsetzung der variablen Vergütung festgelegt. Sofern Risk Taker aktienbasierte Vergütungskomponenten erhalten, wird die jeweilige Anzahl der Commerzbank-Aktien so ermittelt, dass 50 % des auf STI und 50 % des auf LTI entfallenden und umzuwandelnden Eurobetrags durch den Bezugspreis geteilt werden. Ergibt sich ein Bruchteilsbetrag wird die Stückzahl aufgerundet. Der Bezugspreis ist der einfache Durchschnitt der Xetra-Schlusskurse der Commerzbank-Aktie an allen Börsentagen im Referenzzeitraum (Dezember sowie die Monate Januar und Februar des Folgejahres). Im Rahmen der rechtlichen Gestaltung der aktienbasierten Vergütungskomponenten behält sich die Commerzbank das Recht vor, statt einer Aktienzuteilung einen Barausgleich vorzunehmen. Diese Option wird in der Regel in Anspruch genommen. Die endgültige Verfügbarkeit der Aktien beziehungsweise des optionalen Barausgleichs unterliegt beim STI einer sechsmonatigen Sperrfrist (Retention Period). Derzeit kommt die Aktienkomponente des STI im Oktober des folgenden Geschäftsjahres zur Auszahlung. Beim LTI kann der Erwerbsanspruch frühestens nach Ablauf des derzeit dreijährigen Zurückbehaltungszeitraums (Deferral Period) entstehen, sofern sich im Rahmen Performancebewertung II keine sonstigen Hinderungsgründe ergeben, die zu einer Reduzierung oder Streichung der zurückbehaltenen Vergütung führen. Mit der sogenannten Performancebewertung II erfolgt in den ersten drei Monaten nach Ablauf der Deferral Period die Überprüfung der zugrunde liegenden Performance Bewertung I. Sie beinhaltet, die Erfüllung konzernspezifischer sowie individueller qualitativer Erfüllungsmerkmale während der Deferral Period. Sofern ein Anspruch entsteht, unterliegen die endgültige Verfügbarkeit der Aktien beziehungsweise der optionale Barausgleich des LTI ebenfalls einer sechsmonatigen Sperrfrist (Retention Period). Das LTI kommt derzeit im Oktober des vierten Jahres nach dem der variablen Vergütung zugrunde liegenden Geschäftsjahr zur Auszahlung. Der Barausgleich der Aktienkomponente ermittelt sich auf Basis des einfachen Durchschnitts der Xetra-Schlusskurse der Commerzbank-Aktie an allen Börsentagen im Referenzzeitraum. Der Referenzzeitraum ist der Monat, der der Fälligkeit der jeweiligen aktienbasierten Vergütungskomponenten vorangeht. Wurden während der Laufzeit des CIP durch die Commerzbank Dividenden gezahlt oder Kapitalmaßnahmen durchgeführt, wird für diejenigen Geschäftsjahre, deren variable Vergütung nach den Vorgaben der Institutsvergütungsverordnung vom 16. Dezember 2013 gewährt wurde, bei Fälligkeit der aktienbasierten STI- und LTI-Komponenten zusätzlich ein Barbetrag in Höhe der Dividenden je Aktie ausgeschüttet beziehungsweise bei Kapitalmaßnahmen ein Barausgleich für entgangene Bezugsrechte vorgenommen. Auf Basis von Planrechnungen werden im zugrunde liegenden Geschäftsjahr die jeweiligen Vergütungsbestandteile geschätzt und über die Laufzeit ratierlich Rückstellungen gebildet. Außerdem erfolgen während der Laufzeit des CIP turnusmäßige Überprüfungen, Neubewertungen aufgrund von Aktienkursentwicklungen und/oder Adjustierungen der Bestände. b) Share AwardsShare Awards sind eine Komponente der variablen Vergütung für außertariflich bezahlte Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, bei der es sich um eine aufgeschobene Vergütung durch die Zuteilung virtueller Commerzbank-Aktien handelt. Aufgrund der im Oktober 2010 in Kraft getretenen Instituts-Vergütungsverordnung (InstitutsVergV), wurde der Commerzbank-Incentive-Plan (CIP) eingeführt. Eine Neuzuteilung von Share Awards erfolgt daher nicht mehr. In der Vergangenheit zugeteilte Share Awards kommen im Rahmen der regulären Laufzeit noch zur Zuteilung. c) mBank S. A.Im Jahr 2008 hatte die mBank S. A. für deren Vorstandsmitglieder zwei aktienbasierte Vergütungspläne aufgelegt. Die Vorstandsmitglieder unserer Tochtergesellschaft konnten in den Jahren 2009 bis 2011 teilnehmen. Das erste Programm sah den Bezug von mBank-Aktien vor. Das zweite Programm (angepasst im Jahr 2010) ermöglichte den Bezug einer Barkomponente im Gegenwert von Commerzbank-Aktien. Die letztmalige Auszahlung erfolgte im Jahr 2016. Im Jahr 2012 wurde ein neues aktienbasiertes Programm aufgelegt, an dem die Vorstandsmitglieder bis 2016 teilnehmen konnten. Bis 2013 beinhaltete dieses Programm zum einen eine kurzfristige Komponente (Barauszahlung), zum anderen eine langfristige Komponente, die zum ratierlichen Bezug von mBank-Aktien über drei Jahre berechtigte. Im Jahr 2014 ist eine Modifizierung des Programms vorgenommen worden, die für beide Komponenten sowohl Barauszahlungen als auch den Bezug von mBank-Aktien über drei Jahre vorsieht. Diese werden - wie auch für das erste Programm aus dem Jahr 2008 - jährlich in einem festgelegten Volumen emittiert und können von den Berechtigten zu einem festgelegten Preis erworben werden. Zudem wurde dieses Programm ab 2015 um eine bedeutende Anzahl an Risk Takern erweitert. Für alle Programme ist die Teilnahme mindestens an die Eigenkapitalrendite des mBank-Teilkonzerns geknüpft. Die langfristige Komponente des Programms aus dem Jahr 2012 (modifiziert im Jahr 2014) ist zusätzlich an die Performancebewertung der Teilnehmer gekoppelt. Beide Programme, die zum Bezug von mBank-Aktien berechtigen (aus dem Jahr 2008 und 2012, modifiziert im Jahr 2014) sind als aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente einzustufen. Das zweite Programm aus dem Jahr 2008 ist als aktienbasierte Vergütungstransaktion mit Barausgleich bilanziert. d) VorstandsvergütungFür die detaillierte Darstellung der Bezüge der Vorstandsmitglieder verweisen wir auf den gesondert dargestellten Vergütungsbericht. 2. Bilanzierung und BewertungDie Bilanzierung der hier beschriebenen Mitarbeitervergütungspläne erfolgt nach den Vorschriften des IFRS 2 Aktienbasierte Vergütung (Share-based Payment) und IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer. IFRS 2 unterscheidet aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente und mit Barausgleich. Für beide Formen gilt jedoch, dass die Gewährung von aktienbasierten Vergütungen zum beizulegenden Zeitwert im Jahresabschluss zu erfassen ist.
(26) ErtragsteuernTatsächliche Ertragsteueransprüche und -schulden werden anhand der steuerlichen Bestimmungen der jeweiligen Länder mit den aktuell gültigen Steuersätzen in der Höhe ermittelt, in der die Erstattung von der beziehungsweise die Zahlung an die jeweilige Steuerbehörde erwartet wird. Aktive und passive latente Steuern werden für Differenzen zwischen den IFRS-Buchwerten der Vermögenswerte oder Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen gebildet, soweit hieraus voraussichtlich zukünftige Ertragsteuerentlastungs- oder -belastungseffekte resultieren (temporäre Unterschiede) und kein Ansatzverbot besteht. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auch für steuerliche Verlustvorträge sowie für noch nicht genutzte Steuergutschriften gebildet. Für die Bewertung der latenten Steuern sind die zum 31. Dezember 2016 bereits beschlossenen, bei Realisierung der Unterschiede anwendbaren Ertragsteuersätze maßgebend. Aktive latente Steuern auf steuerentlastende temporäre Differenzen, auf noch nicht genutzte steuerliche Verluste sowie auf noch nicht genutzte Steuergutschriften werden nur in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass in absehbarer Zukunft steuerliche Ergebnisse des gleichen Steuersubjektes und in Bezug auf die gleiche Steuerbehörde anfallen. Zur Begründung der Werthaltigkeit wird eine detaillierte steuerliche Ergebnisplanung für einen Zeitraum von fünf Jahren auf Basis der vom Vorstand verabschiedeten Mehrjahresplanung durchgeführt. Darüber hinaus ist ein Ansatz gerechtfertigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass auch nach den fünf Jahren ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung steht. Die Bildung und Fortführung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt - in Abhängigkeit von der Behandlung des zugrunde liegenden Sachverhaltes - entweder erfolgswirksam in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag oder erfolgsneutral in der Gewinnrücklage. Die Ertragsteueraufwendungen beziehungsweise -erträge weisen wir in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus. Latente Ertragsteueransprüche und -schulden werden saldiert, soweit ein Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Ertragsteuern besteht und sich die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde für das gleiche Steuersubjekt erhoben werden. Die zu versteuernden temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Commerzbank-Konzerngesellschaften, für die keine latenten Ertragsteuerschulden passiviert wurden, betrugen 254 Mio. Euro (Vorjahr: 262 Mio. Euro). Eine Unterscheidung zwischen tatsächlichen und latenten Ertragsteueransprüchen sowie zwischen tatsächlichen und latenten Ertragsteuerschulden erfolgt in der Bilanz sowie in den Notes 58 und 69. (27) Nachrangige SchuldinstrumenteAls Nachrangige Schuldinstrumente bilanzieren wir verbriefte und unverbriefte Emissionen, die im Falle einer Insolvenz oder Liquidation erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden dürfen. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Agien oder Disagien werden über die Laufzeit verteilt erfolgswirksam im Zinsüberschuss vereinnahmt. Nachrangige Schuldinstrumente, für die die Fair Value Option angewendet wird, bilanzieren wir mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Die Buchwerte der Nachrangigen Schuldinstrumente, für die Micro Fair Value Hedge Accounting angewendet wird, werden um die dem abgesicherten Risiko zuzurechnenden Fair-Value-Änderungen angepasst. Bei Anwendung von Portfolio Fair Value Hedge Accounting werden die Fair-Value-Änderungen in dem passivischen Bilanzposten Wertanpassung Portfolio Fair Value Hedges erfasst. (28) TreuhandgeschäfteTreuhandgeschäfte, die eine Verwaltung oder Platzierung von Vermögenswerten für fremde Rechnung zur Basis haben, werden in der Bilanz nicht ausgewiesen. Provisionszahlungen aus diesen Geschäften sind in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Provisionsüberschuss enthalten. (29) Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche KreditzusagenHier weisen wir im Wesentlichen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen sowie Unwiderrufliche Kreditzusagen zum Nominalwert aus. Als Bürgschaften sind Sachverhalte auszuweisen, bei denen der Konzern als Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten einsteht. Unter Gewährleistungen fallen vertragliche Verpflichtungen, die das Einstehen für einen bestimmten Erfolg oder eine Leistung beinhalten. Es handelt sich hierbei grundsätzlich um im Kundenauftrag abgegebene Bürgschaften, die uns im Fall einer Inanspruchnahme ein Rückgriffsrecht auf den Kunden (Auftraggeber) gewähren. Als Unwiderrufliche Kreditzusagen sind Verpflichtungen auszuweisen, aus denen ein Kreditrisiko entstehen kann. Dazu gehören Verpflichtungen, Darlehen zu gewähren (zum Beispiel dem Kunden bekannt gegebene Kreditlinien), Wertpapiere zu kaufen oder Garantien und Akzepte bereitzustellen. Kreditzusagen, die dem Handelsbestand zuzuordnen sind, werden dagegen in den Handelsaktiva oder -passiva bilanziert. Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen wird als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt. Die Erträge aus Bürgschaften werden im Provisionsüberschuss erfasst; deren Höhe wird durch Anwendung vereinbarter Sätze auf den Nominalbetrag der Bürgschaften bestimmt. Ebenfalls in den Eventualverbindlichkeiten weisen wir rechtliche Risiken aus für die keine Rückstellungen gebildet wurden. Zur Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit berücksichtigen wir verschiedenste Faktoren, unter anderem die Art des Anspruchs und Entscheidungen zu vergleichbaren Sachverhalten. Die in der Note 87 ausgewiesenen Beträge spiegeln die im Zusammenhang mit diesen Risiken geltend gemachten Ansprüche wider. (30) Eigene AktienIm Geschäftsjahr 2016 hatte der Konzern keine eigenen Aktien im Bestand. NachtragsberichtGeschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des Berichtszeitraums nicht aufgetreten. Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung(31) Zinsüberschussscroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Die saldierten Zinsen aus Derivaten (inklusive negativer Zinsen aus dem Bank- und Handelsbuch) werden je nach Saldo in den Sonstigen Zinserträgen oder in den Sonstigen Zinsaufwendungen erfasst. (32) Risikovorsorge im KreditgeschäftDie Risikovorsorge stellte sich in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns wie folgt dar: scroll
Die Risikovorsorge enthielt eine einmalige Belastung von netto 28 Mio. Euro aus der turnusmäßigen jährlichen Parameteraktualisierung. Der Nettoaufwand aus Zuführung und Auflösung gliederte sich wie folgt: scroll
(33) Provisionsüberschussscroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Wir haben die Darstellung gegenüber dem Vorjahr geändert. Das Ergebnis aus dem Immobilienkreditgeschäft haben wir zum einen in den Ausweisposten Vermögensverwaltung und zum anderen in den Ausweisposten Bürgschaften umgesetzt. (34) HandelsergebnisDas Handelsergebnis setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:
Im Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option werden auch die Wertänderungen der dazugehörigen Derivate ausgewiesen. scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). (35) Ergebnis aus SicherungszusammenhängenDas Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen beinhaltet zum einen die Bewertungsergebnisse aus effektiven Sicherungszusammenhängen im Rahmen des Hedge Accountings (Fair Value Hedge). Zum anderen enthält das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen den ineffektiven Teil aus effektiven Cash Flow Hedges. Es setzte sich wie folgt zusammen: scroll
(36) Ergebnis aus FinanzanlagenIm Ergebnis aus Finanzanlagen weisen wir Veräußerungs- und Bewertungsergebnisse aus Wertpapieren der Kategorien Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte aus Beteiligungen sowie aus Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen und an Tochterunternehmen aus. scroll
(37) Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten UnternehmenDas Laufende Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen betrug 150 Mio. Euro (Vorjahr: 82 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr wurde dies vor allem durch einen Einmaleffekt aus dem Verkauf einer Immobilienobjektgesellschaft positiv beeinflusst. Einschließlich des im Ergebnis aus Finanzanlagen enthaltenen Veräußerungs- und Bewertungsergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen von - 3 Mio. Euro belief sich das Gesamtergebnis aus at-Equity bewerteten Unternehmen auf 147 Mio. Euro. Im Vorjahr ergab sich kein Veräußerungs- und Bewertungsergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen. (38) Sonstiges ErgebnisIm Sonstigen Ergebnis sind vor allem Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen sowie Aufwendungen und Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen enthalten. scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Das Übrige sonstige Ergebnis setzte sich aus 200 Mio. Euro Erträgen (Vorjahr: 229 Mio. Euro) und 188 Mio. Euro Aufwendungen (Vorjahr: 218 Mio. Euro) zusammen. Der Rückgang der Zuführung zu Rückstellungen im laufenden Geschäftsjahr steht im Zusammenhang mit geringerer Verlusteinschätzung von Prozessrisiken. (39) VerwaltungsaufwendungenDie Verwaltungsaufwendungen von 7.100 Mio. Euro (Vorjahr: 7.157 Mio. Euro) im Konzern setzten sich zusammen aus Personalaufwendungen von 3.723 Mio. Euro (Vorjahr: 3.900 Mio. Euro), Sachaufwendungen von 2.821 Mio. Euro (Vorjahr: 2.759 Mio. Euro) und Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, Immobilien und Sonstige immaterielle Anlagewerte von 556 Mio. Euro (Vorjahr: 498 Mio. Euro). Die Aufwendungen gliederten sich wie folgt: scroll
In den Personalaufwendungen waren 463 Mio. Euro Aufwendungen für soziale Abgaben enthalten (Vorjahr: 474 Mio. Euro). scroll
Im laufenden Geschäftsjahr sind in den Pflichtbeiträgen Bankenabgaben von 155 Mio. Euro (Vorjahr: 119 Mio. Euro) und polnische Bankensteuer von 74 Mio. Euro (Vorjahr: -) enthalten. Konzernabschlussprüfer der Commerzbank ist die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Deutschland. Verantwortliche Prüfungspartner gemäß § 319a Abs. 1 Satz 4 HGB für diesen Auftrag sind Frau Helge Olsson und Herr Clemens Koch. Frau Helge Olsson war das zweite Jahr und Herr Clemens Koch das fünfte Jahr als verantwortliche Prüfungspartner tätig. Die für die Auftragsdurchführung verantwortliche Wirtschaftsprüferin im Sinne der Berufssatzung ist im Falle der Commerzbank Frau Helge Olsson. Die für den Konzernabschlussprüfer als Aufwendungen erfassten Honorare (exklusive Umsatzsteuer) betrugen 46 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2016. Davon entfielen 1.759 Tsd. Euro auf Leistungen, die bereits im Geschäftsjahr 2015 erbracht wurden. Sofern im Berichts- oder Vorjahr Kapitalerhöhungen vorgenommen wurden, sind die Kosten, die für Leistungen unserer Prüfer im Rahmen einer Kapitalerhöhung angefallen sind, in nachstehender Tabelle enthalten. Im Konzernabschluss werden Kapitalerhöhungskosten gemäß IAS 32.35 als Abzug vom Eigenkapital bilanziert. scroll
Die Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, Grundstücke, Gebäude und übrige Sachanlagen sowie Immaterielle Anlagewerte stellten sich wie folgt dar: scroll
In den Abschreibungen auf Immaterielle Anlagewerte waren 1 Mio. Euro Wertminderungen (Vorjahr: 4 Mio. Euro) enthalten; für Grundstücke, Gebäude und übrige Sachanlagen wurden Wertminderungen von 8 Mio. Euro (Vorjahr: 9 Mio. Euro) erfasst. (40) Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle AnlagewerteVor dem Hintergrund der im Rahmen von "Commerzbank 4.0" geänderten Segmentstruktur haben wir zum 30. September 2016 einen außerplanmäßigen Werthaltigkeitstest durchgeführt. Dies führte zu einer Wertminderung von 592 Mio. Euro auf Geschäfts- oder Firmenwerte im Segment Firmenkunden beziehungsweise im ehemaligen Segment Corporates & Markets (siehe Note 56). Mit 35 Mio. Euro haben wir den Kundenstamm des neuen Segments Firmenkunden wertgemindert. Diese Wertminderung stand ausschließlich im Zusammenhang mit dem Werthaltigkeitstest. scroll
(41) RestrukturierungsaufwendungenDie Restrukturierungsaufwendungen von 129 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2016 stehen im Zusammenhang mit der Umstrukturierung diverser Backoffice-Einheiten in Deutschland sowie der Neuausrichtung des Segments Firmenkunden an den Standorten London und New York. Die Restrukturierungsaufwendungen des Vorjahres entstanden aufgrund der Neuausrichtung des ehemaligen Segments Corporates & Markets an den Standorten London und New York, der Neuordnung des Standortes in Luxemburg, sowie aufgrund der Optimierung interner Abläufe. scroll
(42) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Ertragsteueraufwendungen setzten sich wie folgt zusammen: scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Der für die Commerzbank Aktiengesellschaft und den inländischen Organkreis geltende tarifliche kombinierte Ertragsteuersatz beträgt 31,5 %. Die nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen dem Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS sowie den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Geschäftsjahr. Der als Basis für die Überleitungsrechnung gewählte anzuwendende Konzernertragsteuersatz setzt sich zusammen aus dem in Deutschland geltenden Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einem durchschnittlichen Steuersatz für die Gewerbesteuer von 15,7 %. Es ergibt sich somit ein inländischer Ertragsteuersatz von 31,5 % (Vorjahr: 31,4 %). Ertragsteuereffekte ergeben sich aufgrund unterschiedlicher Steuersätze bei ausländischen Einheiten. Die Steuersätze im Ausland betrugen zwischen 12 % (Singapur) und 46 % (New York). Zum 31. Dezember 2016 betrug die Konzernsteuerquote 40,5 % (Vorjahr: 34,4 %). Die Steuerquote wurde insbesondere durch einen Steuerertrag aus der Berücksichtigung der Mehrjahresplanung 2017 bis 2020 sowie durch die Nutzung steuerlicher Verlustvorträge, auf die bislang keine Deferred Tax Assets gebildet wurden, positiv beeinflusst. Gegenläufig hat sich die Neubewertung von latenten Steueransprüchen infolge der vom Gesetzgeber in Großbritannien verabschiedeten weiteren Begrenzung der jährlichen Verrechnung von steuerlichen Verlustvorträgen mit künftigen Gewinnen sowie die nicht steuerwirksame Abschreibung auf den Goodwill ausgewirkt. scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Nachfolgende Tabelle zeigt den Bestand der tatsächlichen und latenten Steuern, die aus Posten resultieren, die direkt dem Eigenkapital gutgeschrieben beziehungsweise belastet wurden: scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). (43) Netto- und Zinsergebnis je BewertungskategorieDie Nettoerfolge setzen sich aus Fair-Value-Bewertungen, Fremdwährungseffekten, Wertminderungen, Zuschreibungen, realisierten Abgangserfolgen und nachträglichen Eingängen aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten sowie erfolgsneutralen Wertänderungen der Neubewertungsrücklage (siehe Note 5 c) zusammen. scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Im Zinsergebnis werden die Zinsbestandteile aus der Note Zinsüberschuss nach den Kategorien gemäß IAS 39 dargestellt. scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). (44) Ergebnis je Aktiescroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis und wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- und Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch. Die Zusammensetzung des Operativen Ergebnisses ist in der Segmentberichterstattung (Note 45) definiert. (45) SegmentberichterstattungIn der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Ergebnisse der operativen Segmente des Commerzbank-Konzerns wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen dient IFRS 8 Operating Segments, der dem sogenannten Managementansatz folgt. Die Segmentinformationen werden auf Basis der internen Managementberichterstattung bestimmt, die dem Chief Operating Decision Maker dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Im Commerzbank-Konzern übt die Funktion des Chief Operating Decision Makers der Vorstand aus. Die Segmentberichterstattung folgt der Organisationsstruktur des Commerzbank-Konzerns. Im Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" hat der Vorstand zum 30. September 2016 eine neue Segmentstruktur beschlossen. Das neue Segment Privat- und Unternehmerkunden bündelt die bisherigen Segmente Privatkunden und Central & Eastern Europe sowie die Unternehmerkunden der Commerzbank. Im neuen Segment Firmenkunden werden das bisherige Segment Corporates & Markets sowie die großen Firmenkunden des bisherigen Segments Mittelstandsbank zusammengefasst. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. In unserer Segmentberichterstattung berichten wir über drei Geschäftssegmente sowie über den Bereich Sonstige und Konsolidierung.
Der Erfolg der einzelnen Segmente wird anhand des Operativen Ergebnisses und des Ergebnisses vor Steuern sowie der Kennziffern Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote gemessen. Das Operative Ergebnis ist definiert als die Summe aus Zinsüberschuss nach Risikovorsorge, Provisionsüberschuss, Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen, Ergebnis aus Finanzanlagen, Laufendem Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen und Sonstigem Ergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen. Im Operativen Ergebnis sind Wertminderungen aus Geschäfts- oder Firmenwerten und sonstigen immateriellen Anlagenwerten und Restrukturierungsaufwendungen nicht enthalten. Durch den Ausweis von Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch im durchschnittlich gebundenen Eigenkapital die Anteile Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein Segment verantwortlich ist, sind somit im Ergebnis vor Steuern berücksichtigt. Um den betriebswirtschaftlichen Ergebniseffekt aus spezifischen steuerlich induzierten Transaktionen des Segments Firmenkunden in dieser Berichterstattung abzubilden, enthält der Zinsüberschuss des Segments Firmenkunden deshalb ein dem Nachsteuerergebnis dieser Transaktionen entsprechendes Vorsteueräquivalent. Im Rahmen der Überleitung der Segmentberichterstattung auf die Zahlen der externen Rechnungslegung wird dieses vorsteueräquivalent im Bereich Sonstige und Konsolidierung eliminiert. Bei der Abbildung der Zwischenergebniseliminierung aus konzerninternen Transaktionen in der Segmentberichterstattung wird das abgebende Segment so gestellt, als wäre die Transaktion konzernextern erfolgt. Die Eliminierung der Zwischengewinne und -verluste erfolgt daher im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Die Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses (operativ und vor Steuern) zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie sich das im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft spiegelt die Kosteneffizienz der Segmente wider, sie errechnet sich aus dem Verhältnis von Verwaltungsaufwendungen zu Erträgen vor Risikovorsorge. Erträge und Aufwendungen werden verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich nach der Marktzinsmethode innerhalb der Segmente ausgewiesen. Im Zinsüberschuss werden die tatsächlichen Refinanzierungsaufwendungen für geschäftsspezifische Beteiligungen der Segmente gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen aus dem Eigenkapital wird im Verhältnis des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals dem Zinsüberschuss der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der Zinssatz entspricht dem Zinssatz einer risikofreien Anlage auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Die Ermittlung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals erfolgte nach Basel-3-Systematik auf Basis der ermittelten durchschnittlichen Risikoaktiva und der Anrechnungsbeträge für Marktrisikopositionen (Risikoaktiva-Äquivalente). Auf Konzernebene wird das Common Equity Tier 1 (CET 1)-Kapital unter vollständiger Anwendung der Regelungen nach Basel 3 gezeigt, das der Berechnung der Eigenkapitalrendite dient. Die Anpassung zwischen dem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital und dem CET 1-Kapital erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Darüber hinaus berichten wir die jeweiligen Aktiva und Passiva der Segmente. Geschäftsmodellbedingt ist die Segmentbilanz erst auf Konzernebene ausgeglichen. Die im Operativen Ergebnis ausgewiesenen Verwaltungsaufwendungen beinhalten die Personalaufwendungen, die Sachaufwendungen sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen und Sonstige immaterielle Anlagewerte. Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte werden unterhalb des Operativen Ergebnisses im Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Die Zuordnung der Verwaltungsaufwendungen zu den einzelnen Segmenten erfolgt nach dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den internen Leistungen ergebenden indirekten Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger in Rechnung gestellt beziehungsweise führen beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser internen Leistungsbeziehungen erfolgt zu Marktpreisen oder Vollkosten. Die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen von 180 Mio. Euro (Vorjahr: 735 Mio. Euro) verteilten sich auf die Segmente Privat- und Unternehmerkunden mit 9 Mio. Euro (Vorjahr: 503 Mio. Euro), Firmenkunden mit 170 Mio. Euro (Vorjahr: 231 Mio. Euro) sowie Asset & Capital Recovery mit 1 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro). Die nachstehenden Tabellen enthalten Informationen zu den Segmenten für die Geschäftsjahre 2016 und 2015. scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Detailangaben Sonstige und Konsolidierung: scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Unter Konsolidierung berichten wir über Konsolidierungs- und Überleitungssachverhalte vom Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss. Unter anderem werden dort folgende Sachverhalte abgebildet:
Die im Rahmen der Segmentberichterstattung erhobene regionale Aufgliederung des Ergebnisses, die im Wesentlichen auf dem jeweiligen Sitz der Filiale oder des Konzernunternehmens basiert (geografische Märkte), ergab nachfolgende Verteilung: scroll
Im Vorjahr erzielten wir in den geografischen Märkten folgende Ergebnisse: scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Von den Erträgen vor Risikovorsorge in Europa entfielen rund 35 % auf unsere Einheiten in Großbritannien (Vorjahr: 40 %), 40 % auf unsere Einheiten in Polen (Vorjahr: 36 %) und 15 % auf unsere Einheiten in Luxemburg (Vorjahr: 13 %). Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken aus. In Übereinstimmung mit IFRS 8.32 hat die Commerzbank entschieden, auf eine Aufgliederung des Gesamtbetrages der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen zu verzichten. Aus Effizienzgründen wurde von einer Erhebung dieser Daten abgesehen, da sie weder für die interne Steuerung noch für das Managementreporting genutzt werden. Erläuterungen zur Bilanz(46) BarreserveAls Barreserve fassen wir folgende Posten zusammen: scroll
Im Guthaben bei Zentralnotenbanken waren Forderungen von 18.350 Mio. Euro (Vorjahr: 16.089 Mio. Euro) an die Deutsche Bundesbank enthalten. Das im Durchschnitt vorzuhaltende Mindestreservesoll betrug 2.758 Mio. Euro (Vorjahr: 770 Mio. Euro) für die Erfüllungsperiode Dezember 2016 bis Januar 2017. Da sich die Erfüllung der Mindestreservepflicht nach den durchschnittlichen Guthaben bemisst, gibt es keine Verfügungsbeschränkungen für Guthaben bei der Deutschen Bundesbank. (47) Forderungen an Kreditinstitutescroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Die Forderungen an Kreditinstitute beliefen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf 58.529 Mio. Euro (Vorjahr: 71.805 Mio. Euro). Die nachfolgende Tabelle stellt die Forderungen an Kreditinstitute nach wesentlichen Geschäftsarten dar: scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). (48) Forderungen an Kundenscroll
Die Forderungen an Kunden beliefen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf 212.848 Mio. Euro (Vorjahr: 218.875 Mio. Euro). Die nachfolgende Tabelle stellt die Forderungen an Kunden nach wesentlichen Geschäftsarten dar: scroll
In den Schuldscheindarlehen und den Übrigen Forderungen an Kunden waren Kommunalkredite von 17.784 Mio. Euro (Vorjahr: 17.945 Mio. Euro) enthalten. In den dinglich besicherten Bau- und Schiffsfinanzierungen weisen wir die gesamte Inanspruchnahme aus; der Beleihungswert zum 31. Dezember 2016 betrug 57.616 Mio. Euro (Vorjahr: 58.464 Mio. Euro). (49) Kreditvolumenscroll
Kredite grenzen wir gegenüber den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden dahingehend ab, dass als Kredite nur solche Forderungen gezeigt werden, für die besondere Kreditvereinbarungen mit den Kreditnehmern geschlossen wurden. Damit werden zum Beispiel Geldhandelsgeschäfte mit Banken und Reverse-Repo-Geschäfte nicht als Kredite ausgewiesen. (50) Risikovorsorge im KreditgeschäftDie Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird nach konzerneinheitlichen Regeln gebildet und deckt alle erkennbaren Bonitätsrisiken ab. Für eingetretene, aber noch nicht bekannt gewordene Ausfälle haben wir Portfoliowertberichtigungen anhand der aus der Basel-3-Systematik abgeleiteten Verfahren ermittelt. Insgesamt entwickelte sich die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wie folgt: scroll
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Die erfolgswirksamen Zuführungen und Auflösungen führten unter Berücksichtigung von Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf abgeschriebene Forderungen zu Risikovorsorgeaufwendungen von 900 Mio. Euro (Vorjahr: 696 Mio. Euro). scroll
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Die Aufgliederung der Risikovorsorge für Adressenausfallrisiken nach Kundengruppen zum 31. Dezember 2016 stellte sich wie folgt dar: scroll
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Direktabschreibungen, Verbrauch von Wertberichtigungen
und Verbrauch von Rückstellungen im Kreditgeschäft. Den Kreditausfällen und der Nettozuführung zur Risikovorsorge standen Erträge aus Zuschreibungen von 2 Mio. Euro (Vorjahr: 11 Mio. Euro) und Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen von 200 Mio. Euro (Vorjahr: 248 Mio. Euro) gegenüber. Die folgende Aufstellung enthält die Kennziffern zur Kreditrisikovorsorge: scroll
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Nettorisikovorsorge (Neubildung abzüglich
Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft
zuzüglich des Saldos aus Direktabschreibungen, Zuschreibungen und
Eingängen auf bereits abgeschriebene Forderungen) in Relation zum
durchschnittlichen Kreditvolumen. (51) Aktivische Wertanpassung aus Portfolio Fair Value HedgesDer Wertanpassungsbetrag von gegen Zinsänderungsrisiken gesicherten Grundgeschäften betrug 310 Mio. Euro (Vorjahr: 284 Mio. Euro). Ein ökonomisch gegenläufiger Betrag der Sicherungsinstrumente wird auf der Passivseite in den Marktwerten aus derivativen Sicherungsinstrumenten ausgewiesen. (52) Positive Marktwerte aus derivativen SicherungsinstrumentenIn diesem Posten werden die positiven Marktwerte von Derivaten ausgewiesen, die zur Absicherung von Grundgeschäften gegen das Zinsänderungsrisiko eingesetzt wurden. scroll
(53) HandelsaktivaDie Handelsaktivitäten des Konzerns umfassen den Handel mit
In den Positiven Marktwerten sind auch derivative Finanzinstrumente enthalten, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt werden können. scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Von den Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren sowie Aktien, anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren und Anteilen an Investmentfonds waren 21.213 Mio. Euro (Vorjahr: 32.712 Mio. Euro) börsennotiert. (54) FinanzanlagenDie Finanzanlagen umfassen Finanzinstrumente, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden. Sie setzen sich zusammen aus den nicht Handelszwecken dienenden Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren, Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren sowie Anteilen an Investmentfonds, den Beteiligungen (einschließlich aus Wesentlichkeitsgründen nicht at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) sowie aus Wesentlichkeitsgründen den Anteilen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen. scroll
In den Finanzanlagen zum 31. Dezember 2016 waren 188 Mio. Euro (Vorjahr: 307 Mio. Euro) eigenkapitalbezogene Finanzinstrumente enthalten, die im Wesentlichen nicht börsennotiert sind (unter anderem GmbH-Anteile) und zu Anschaffungskosten bilanziert wurden, da uns keine verlässlichen Angaben zur Berechnung von beizulegenden Zeitwerten vorlagen. Es ist beabsichtigt, diese Finanzinstrumente weiterhin zu halten. Im Geschäftsjahr 2016 wurden Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bewertet sind, mit einem Buchwert von 6 Mio. Euro ausgebucht. Daraus resultiert ein Ergebnis von 7 Mio. Euro. In der folgenden Tabelle sind die in den Finanzanlagen enthaltenen börsennotierten Bestände dargestellt. Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen und Finanzanlagen, auf die die Fair Value Option angewendet wird, sind dabei mit ihren Marktwerten aufgeführt. Die Finanzanlagen der Kategorie Kredite und Forderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten gezeigt. scroll
Für die in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 aus der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in die Kategorie Kredite und Forderungen umgewidmeten Wertpapiere belief sich die Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern zum 31. Dezember 2016 auf - 0,4 Mrd. Euro (Vorjahr: - 0,5 Mrd. Euro). Dieser negative Bestand wird über die Restlaufzeit der umgewidmeten Wertpapiere aufgelöst. Ohne die durchgeführten Umwidmungen in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 hätte sich eine Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern für den umgewidmeten Bestand von - 2,2 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2016 ergeben (Vorjahr: - 2,3 Mrd. Euro); die Veränderung zum Vorjahr betrug somit 0,1 Mrd. Euro (Veränderung 31. Dezember 2015 zum 31. Dezember 2014: 0,4 Mrd. Euro). Neben der Auflösung aus auf Portfoliobasis ermittelten Wertberichtigungen von - 25 Mio. Euro (Vorjahr: - 2 Mio. Euro) wurden für die umgewidmeten Bestände im laufenden Geschäftsjahr saldiert 0,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 0,7 Mrd. Euro) in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Zum 31. Dezember 2016 betrug der Buchwert der umgewidmeten Bestände 28,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 34,4 Mrd. Euro), der beizulegende Zeitwert belief sich auf 25,3 Mrd. Euro (Vorjahr: 31,8 Mrd. Euro) und der Bestand der Portfoliowertberichtigungen betrug kumuliert 15 Mio. Euro (Vorjahr: 40 Mio. Euro). Die Geschäfte wiesen durchschnittliche Effektivzinssätze zwischen 0,0 % und 11,8 % (Vorjahr: zwischen 0,0 % und 11,0 %) auf und wir erwarten daraus einen Zahlungsmittelzufluss von 31,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 40,5 Mrd. Euro). Die Entwicklung der Beteiligungen und Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen stellte sich wie folgt dar: scroll
(55) Anteile an at-Equity-bewerteten UnternehmenDie Entwicklung der Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen von 180 Mio. Euro (Vorjahr: 735 Mio. Euro) stellte sich wie folgt dar: scroll
In den Equity-Buchwerten waren keine börsennotierten Unternehmen enthalten (Vorjahr: -). Im Geschäftsjahr 2016 sind 23 Mio. Euro (Vorjahr: 35 Mio. Euro) Dividenden von at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und, wie auch im Vorjahr, keine Dividenden von at-Equity-bewerteten Gemeinschaftsunternehmen direkt oder indirekt an die Commerzbank Aktiengesellschaft geflossen. Ebenfalls wie im Vorjahr gab es weder einen Equity-Buchwert für at-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen noch für at-Equity-bewertete Gemeinschaftsunternehmen (siehe Note 4), der sich auf null beläuft. Der Rückgang der kumulierten Veränderungen aus at-Equity bewerteten Unternehmen ist auf die Umgliederung von assoziierten Unternehmen in den Posten Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen zurückzuführen. Sofern Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten von at-Equity-bewerteten Unternehmen oder aufgegebene Geschäftsbereiche bei at-Equity-bewerteten Unternehmen bestehen, ist der Commerzbank-Konzern in Höhe des jeweiligen Anteilsbesitzes daran beteiligt. Bei den Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen handelt es sich um nicht strategische Beteiligungen des Commerzbank-Konzerns, die im Wesentlichen im Finanzdienstleistungssektor sowie im Leasinggeschäft tätig sind. Die Angaben in dieser Note erfolgen daher aggregiert, und zwar jeweils für die assoziierten Unternehmen und für die Gemeinschaftsunternehmen. Eine vollständige Aufzählung aller at-Equity-bewerteten Unternehmen ist der Note 103 zu entnehmen. Die Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen unserer at-Equity-bewerteten Unternehmen sind nachstehend aufgelistet: scroll
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Unsere Anteile an der Gesamtsumme aller finanziellen Vermögenswerte und Schulden sowie dem Ergebnis der wegen untergeordneter Bedeutung nicht at-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen stellten sich wie folgt dar: scroll
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(56) Immaterielle Anlagewertea) Methode des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle AnlagewerteAlle Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Erwerbszeitpunkt auf die Cash Generating Units (CGUs) alloziert. Die Commerzbank hat die Segmente nach IFRS 8 als CGUs definiert. Eine Beschreibung der Segmente erfolgt in Note 45. In der Folge werden diese Vermögenswerte in Übereinstimmung mit IAS 36 mindestens jährlich, oder sofern ein Trigger-Event vorliegt, auf ihre Werthaltigkeit auf Ebene der CGUs überprüft. Dabei wird der Buchwert des gebundenen Eigenkapitals eines Segments als CGU (einschließlich eines zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes) mit deren erzielbarem Betrag verglichen. Der Buchwert des gebundenen Eigenkapitals wird durch Zuordnung des bilanziellen Konzerneigenkapitals auf die CGUs ermittelt. Dabei werden zunächst sämtliche direkt allozierbaren Bestandteile auf die Segmente verteilt, die Zuordnung des verbleibenden Betrags auf die Segmente erfolgt in Relation zur Gesamtrisikoaktiva. Das in den neutralen Bereich allozierte Konzerneigenkapital wird, ausschließlich für Zwecke des Werthaltigkeitstests bei den Geschäfts- oder Firmenwerten, anhand der Relation Risikoaktiva zu Gesamtrisikoaktiva vollständig auf die übrigen Segmente verteilt. Der erzielbare Betrag wird als der höhere Betrag aus Nutzungswert (Value in Use) und Nettoveräußerungswert (Fair Value less Cost of Disposal) ermittelt. Der Nutzungswert basiert auf den erwarteten Ergebnissen der Einheit sowie den Kapitaleffekten gemäß der vom Vorstand genehmigten Mehrjahresplanungen der einzelnen Segmente. Ebenfalls ausschließlich für Zwecke des Werthaltigkeitstests werden die wesentlichen Aufwendungen des neutralen Bereichs nach einem differenzierten Schlüssel auf die Segmente verteilt. Sofern der Nutzungswert den Buchwert unterschreitet, wird zusätzlich der Nettoveräußerungswert (Fair Value less Cost of Disposal) ermittelt. Der höhere Wert wird angesetzt. b) Annahmen des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle AnlagewerteFür die Ertragswertberechnung des Geschäfts- oder Firmenwertes verwendet die Commerzbank das Capital Asset Pricing Model (CAPM), in das im Wesentlichen am Markt beobachtbare Parameter einfließen. Die aus dem Modell abgeleiteten risikoadäquaten Zinssätze werden für die Abzinsung der erwarteten Cash Flows der CGUs herangezogen. Hieraus ergibt sich der erzielbare Betrag, der im Verhältnis zum Buchwert zu einer Über- oder Unterdeckung führen kann. Im Falle einer Unterdeckung nimmt die Commerzbank zunächst eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert der CGU vor. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Posten Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte. Ein etwaiger darüber hinausgehender Wertminderungsbedarf wird anteilig auf die übrigen Vermögenswerte der CGU verteilt und ebenfalls in diesem Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die erwarteten Ergebnisse der CGUs beruhen generell auf der Mehrjahresplanung der Segmente, die vier Planjahre beinhaltet. Darüber hinausgehende Geschäftsjahre werden, sofern erforderlich, auf ein nachhaltiges Ergebnisniveau angepasst und fließen mit einer konstanten Wachstumsrate auf Basis der erwarteten Entwicklungen von Bruttoinlandsprodukt und Inflationsrate für die Berechnung der ewigen Rente ein. Im neuen Segment Privat- und Unternehmerkunden liegt dieser Faktor bei 1,6 % und im neuen Segment Firmenkunden bei 1,5 %. In der bisherigen Segmentstruktur lag der Faktor für die Segmente Privatkunden, Mittelstandsbank und Corporates & Markets bei 1,5 % (Vorjahr: 1,5 %) und im Segment Central & Eastern Europe bei 1,8 % (Vorjahr: 1,8 %). Die Mehrjahresplanung besteht neben der Ergebnisplanung aus einer Planung der Risikoaktiva sowie des gebundenen Eigenkapitals unter Berücksichtigung von regulatorischen Mindestkapitalquoten. Wesentliche Werttreiber sind Forderungsvolumina, Zinsüberschuss nach Risikovorsorge sowie Provisionsüberschuss. Weitere sensibel reagierende Planungsparameter sind die Risikoaktiva. Die Planungen basieren auf Prognosen des Economic Research hinsichtlich wesentlicher Annahmen wie zum Beispiel der Entwicklung der Zinsen, Wechselkurse, Aktien- und Rentenmärkte. Dabei finden Erfahrungen des Managements aus der Vergangenheit ebenso Eingang in die Planungen wie das Abwägen von Chancen und Risiken aus den Prognosen. Die wesentlichen Annahmen des Managements, auf denen die Cash-Flow-Prognosen der jeweiligen CGU basieren, und der jeweils hierbei gewählte Managementansatz stellen sich für die Segmentstruktur wie folgt dar: scroll
Aufgrund der den Cash-Flow-Prognosen zugrunde liegenden Annahmen und den naturgemäß damit verbundenen Unsicherheiten können grundsätzlich - aber nicht darauf beschränkt - nachfolgende künftige Umstände einen negativen Einfluss auf die Cash-Flow-Prognosen der CGUs haben:
Für die Berechnung risikoadäquater Zinssätze (vor Steuern) haben wir den risikofreien Zins, die Marktrisikoprämie und das systematische Risiko (Betafaktor) berücksichtigt. Für den risikofreien Zins und die Marktrisikoprämie haben wir auf Daten externer Anbieter zurückgegriffen. Der Betafaktor wurde auf Basis von segmentspezifischen Vergleichsgruppen ermittelt, die dem spezifischen Investmentrisiko der Segmente Rechnung tragen. scroll
c) Veränderung Geschäfts- oder FirmenwertIm Rahmen der Strategie "Commerzbank 4.0" wurde eine neue Struktur der Segmente zum 30. September 2016 beschlossen. Für den Werthaltigkeitstest stellte neben der Ankündigung umfassender Restrukturierungsmaßnahmen und der damit einhergehenden Resegmentierung insbesondere die Erhöhung der von der Commerzbank unterstellten Marktrisikoprämie als Bewertungsparameter der CGUs ein sogenanntes Trigger-Event dar. Infolgedessen musste die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sowohl auf Basis der bisherigen CGUs (Segmente) als auch auf Basis der neuen Segmentstruktur geprüft werden. Der Vergleich zum 30. September 2016 von erzielbarem Betrag (Nutzungswert) und Buchwert führte im ersten Schritt in der bisherigen Segmentstruktur bei der CGU Corporates & Markets zu einer Unterdeckung von 4.650 Mio. Euro, woraus die vollständige Abschreibung des der CGU zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert von 138 Mio. Euro resultierte, bei einem erzielbaren Betrag von 953 Mio. Euro. Die Wertminderung der CGU Corporates & Markets (bisherige Struktur) war im Wesentlichen durch die hohe Kapitalbindung und niedrige Profitabilität des Segments Corporates & Markets verursacht. Die erzielbaren Beträge für die CGU Mittelstandsbank lagen um 403 Mio. Euro beziehungsweise um 3,4 % über dem Buchwert und für die CGU Central & Eastern Europe um 1.314 Mio. Euro beziehungsweise um 48,3 % über dem Bilanzansatz. Für die CGU Privatkunden lag der erzielbare Betrag unverändert deutlich über dem Buchwert. Die Zuordnung von Kunden aus der bisherigen CGU Mittelstandsbank in die neue CGU Privat- und Unternehmerkunden zog eine anteilige Übertragung des Geschäfts- oder Firmenwerts der CGU Mittelstandsbank in Höhe von 179 Mio. Euro nach sich. Die danach aus dem Geschäfts- oder Firmenwert der bisherigen CGU Mittelstandsbank verbliebenen 454 Mio. Euro wurden der neuen CGU Firmenkunden zugeordnet. Darüber hinaus erfolgte die Übertragung des bisher der CGU Central & Eastern Europe zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert von 226 Mio. Euro auf die neue CGU Privat- und Unternehmerkunden. Nach der Umgliederung ist der CGU Privat- und Unternehmerkunden ein Geschäfts- oder Firmenwert von 1.484 Mio. Euro zugeordnet. Unmittelbar nach der Neustrukturierung der Segmente erfolgte ein weiterer Werthaltigkeitstest auf Basis der neu gebildeten CGUs. Durch die Übertragung des bisherigen Segments Corporates & Markets auf die neue CGU Firmenkunden bestand eine Unterdeckung, da der erzielbare Betrag von 1.164 Mio. Euro unter dem Buchwert lag. Dies führte zur Vollabschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts für die CGU Firmenkunden von 454 Mio. Euro. Diese Wertminderung resultierte aus dem Übergang der CGU Corporates & Markets in die neue CGU Firmenkunden. Der zum Jahresende 2016 planmäßig durchgeführte Werthaltigkeitstest führte zu keinem weiteren Abschreibungsbedarf. Das Segment Privat- und Unternehmerkunden weist nach wie vor eine hohe Überdeckung aus. SensitivitätenIm Geschäftsjahr 2016 entsprach der erzielbare Betrag dem Nutzungswert (Value in Use) für alle Segmente der Commerzbank. Zur weiteren Validierung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes wurde zusätzlich eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Für die CGU Privat- und Unternehmerkunden wurde daraus kein potentieller Wertminderungsbedarf identifiziert. Da für die CGU Firmenkunden der Geschäfts- oder Firmenwert bereits vollständig abgeschrieben wurde, war keine Sensitivitätsanalyse erforderlich. Bei der Variation des risikoadäquaten Zinssatzes nach Steuern um - 25 beziehungsweise + 25 Basispunkte in der Detailplanungsphase ergaben sich für die neue Segmentstruktur die nachfolgenden Verhältnisse zwischen Über- beziehungsweise Unterdeckung und Buchwert für die CGU Privat- und Unternehmerkunden: scroll
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Positive Prozentwerte entsprechen einer Überdeckung;
negative Prozentwerte einer Unterdeckung. Auf Basis des realistischen Szenarios wurden weitere Sensitivitäten für die Wachstumsrate ermittelt: scroll
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Positive Prozentwerte entsprechen einer Überdeckung;
negative Prozentwerte einer Unterdeckung. Veränderungen zugrunde liegender Prämissen und wesentlicher Planungsannahmen, bei denen sich erzielbarer Betrag und Buchwert entsprechen: scroll
Die Prognosen sämtlicher CGUs können durch globale sowie branchenspezifische Risiken negativ beeinflusst werden, was zu einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes führen könnte. Hierbei sind insbesondere politische Unsicherheiten im Rahmen der Einführung neuer beziehungsweise der Umsetzung beschlossener Vorschriften auf deutscher und europäischer Ebene sowie Effekte aus abgeschwächtem Wirtschaftswachstum beziehungsweise anhaltend niedrigem Zinsumfeld hervorzuheben. d) Veränderung der sonstigen immateriellen AnlagewerteIm Rahmen des im dritten Quartal 2016 durchgeführten Werthaltigkeitstest wurden aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte sowie weitere nichtfinanzielle Vermögenswerte auf deren Werthaltigkeit untersucht. Die Bewertung, basierend auf der bisherigen Segmentstruktur, führte zu einer Wertminderung für die CGU Corporates & Markets. Der zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert von 138 Mio. Euro wurde vollständig abgeschrieben. Weitere Wertminderungen für nichtfinanzielle Vermögenswerte lagen für diese CGU nicht vor. Der in der neuen Struktur der CGU Firmenkunden zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert von 454 Mio. Euro war ebenfalls nicht mehr werthaltig und wurde vollständig wertberichtigt. Da der Wertminderungsbedarf den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert überstieg, ergab sich daraus ein Trigger-Event für nichtfinanzielle Vermögenswerte. Dieser führte für die CGU Firmenkunden zu einer Abschreibung des aktivierten Kundenstamms um 35 Mio. Euro. Basis für die Abschreibung des Kundenstamms war dessen beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Level 3). Die Aufwendungen daraus, die ausschließlich im Zusammenhang mit dem Werthaltigkeitstest stehen, wurden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Posten Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Anlagewerte erfasst. scroll
Die Immateriellen Anlagewerte haben sich folgendermaßen entwickelt: scroll
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(57) Sachanlagenscroll
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Die Sachanlagen im Commerzbank-Konzern betrugen insgesamt 1.723 Mio. Euro (Vorjahr: 2.294 Mio. Euro), davon wurden, wie auch im Vorjahr, keine Bestände als Sicherheit verpfändet. Darüber hin aus gab es keinerlei Beschränkungen hinsichtlich der Verfügungsrechte an unseren Sachanlagen. (58) Ertragsteueransprüchescroll
Aktive latente Steuern bilden die potenziellen Ertragsteuerentlastungen aus temporären Unterschieden zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz nach IFRS und den Steuerwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen sowie zukünftige Ertragsteuerentlastungen aus steuerlichen Verlustvorträgen und noch nicht genutzten Steuergutschriften ab. Für folgende steuerliche Verlustvorträge wurden zum 31. Dezember 2016 aufgrund des zeitlich beschränkten Planungshorizonts und der dadurch bedingten nicht ausreichenden Wahrscheinlichkeit der Nutzung keine latenten Ertragsteueransprüche aktiviert beziehungsweise bestehende latente Ertragsteueransprüche wertberichtigt. scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Daneben wurden keine latenten Steueransprüche für unbegrenzt vortragsfähige abzugsfähige temporäre Differenzen (Vorjahr: 192 Mio. Euro) gebildet. Latente Ertragsteueransprüche werden im Wesentlichen für den inländischen Organkreis und die Filiale London gebildet. Sie wurden in Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet: scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). (59) Als Finanzinvestitionen gehaltene ImmobilienDie als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien von 16 Mio. Euro (Vorjahr: 106 Mio. Euro) sind komplett der Fair-Value-Bewertungshierarchie Level 3 zuzuordnen und entwickelten sich wie folgt: scroll
Im Berichtsjahr wurden, wie im Vorjahr, keine von den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien rettungshalber erworben. In den Zugängen des Vorjahres waren keine nachträglichen Anschaffungskosten für wesentliche Objekte enthalten. Es liegen weder Beschränkungen hinsichtlich der Weiterveräußerung vor, noch gibt es Ankaufsverpflichtungen für Immobilien, die hier auszuweisen wären. Für die Sensitivitätsanalyse der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien greifen wir auf die länderspezifischen Mietindizes für Handel- und Büroimmobilien des vdp (Verband deutscher Pfandbriefbanken e. V.) für fünfundzwanzig Jahre zurück. Für die Berechnung der möglichen Wertänderung unserer Immobilien nutzen wir die auf dieser Basis ermittelte mittlere Schwankungsbreite. Die mittlere Veränderungsrate liegt zwischen - 1,9 % und 1,5 %. Für die Objekte würde sich bei Anwendung der mittleren Veränderungsraten eine Zeitwertänderung von rund - 0,3 Mio. Euro beziehungsweise + 0,2 Mio. Euro ergeben. (60) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus VeräußerungsgruppenDer Bilanzposten Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen setzte sich wie folgt zusammen: scroll
Für die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen wurden in allen Fällen Verkaufsverträge entweder bereits abgeschlossen oder ein Abschluss steht bevor. Die Erfüllung der Verträge soll voraussichtlich während des Geschäftsjahres 2017 erfolgen. Im Dezember 2015 wurde beschlossen, aus dem Segment Privatkunden die International-Wealth-Management-Aktivitäten der 100 %-igen Tochtergesellschaft Commerzbank International S.A. Luxemburg zu verkaufen. Die Transaktion wurde von den Aufsichtsbehörden genehmigt und zum 4. Juli 2016 umgesetzt. Zudem wurde zum 30. September 2016 die Gesellschaften Kaiserkarree S.a.r.l. Luxemburg, Luxemburg als zur Veräußerung gehalten eingestuft, der Verkauf wurde im Dezember 2016 abgeschlossen. Die im Geschäftsjahr 2015 als zur Veräußerung gehalten eingestufte Gesellschaft AVOLO Aviation GmbH & Co. Geschlossene Investment KG, Karlsruhe, Deutschland wurde im Jahr 2016 entkonsolidiert. Weiterhin ist aus dem Segment Privat- und Unternehmerkunden der Verkauf einer Beteiligung geplant, die im Zusammenhang mit dem Kreditkartengeschäft steht. Die Transaktion soll innerhalb der nächsten zwölf Monate abgewickelt werden und kann bis zum Abschluss noch Änderungen, insbesondere hinsichtlich des voraussichtlichen Verkaufspreises, unterliegen. Zudem finden Verhandlungen für eine Beteiligung statt, die sich mit bestimmten Finanzierungen beschäftigt und bei deren Abgang gleichzeitig der Zugang von Vermögenswerten, die aus dem Bankgeschäft resultieren, stattfinden würde. Die Verhandlungen mit dem Geschäftspartner befinden sich im fortgeschrittenen Stadium. Wir gehen davon aus, dass die Abwicklung der Transaktion innerhalb der nächsten zwölf Monate stattfindet. Bestimmte Fondsanteile sind ebenfalls aus diesem Segment als zur Veräußerung gehalten eingestuft. Im April 2016 wurde ein Portfolio von Hypothekenkrediten aus dem Segment Firmenkunden in die Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte umgegliedert, der Verkauf wurde im Dezember 2016 vollzogen. Aus diesem Segment ist zudem der Verkauf einer Beteiligung aus dem Edelmetallverarbeitungssektor geplant. Die Transaktion soll innerhalb der nächsten zwölf Monate abgewickelt werden und kann bis zum Abschluss noch Änderungen, insbesondere hinsichtlich des voraussichtlichen Verkaufspreises, unterliegen. Außerdem klassifizieren im Geschäftsjahr Immobilien aus den Sachanlagen und aus den Als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien als Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte. Verbindlichkeiten von Zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen stellen wir in Note 70 dar. Von den im Vorjahr Zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen haben wir im Geschäftsjahr drei Gesellschaften planmäßig veräußert. (61) Sonstige AktivaDie Sonstigen Aktiva setzten sich im Wesentlichen aus folgenden Posten zusammen: scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
von Leasinggegenständen in den Sachanlagen. (62) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenscroll
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Die nachfolgende Tabelle stellt die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach wesentlichen Geschäftsarten dar: scroll
(63) Verbindlichkeiten gegenüber KundenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kunden setzen sich aus Spareinlagen, täglich fälligen Geldern und Termineinlagen einschließlich Sparbriefen zusammen. scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Die Spareinlagen waren wie folgt unterteilt: scroll
Die nachfolgende Tabelle stellt die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach wesentlichen Geschäftsarten dar: scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). (64) Verbriefte VerbindlichkeitenAls Verbriefte Verbindlichkeiten werden Schuldverschreibungen, einschließlich Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, Geldmarktpapiere (zum Beispiel Euro Notes, Commercial Papers), Indexzertifikate, Eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf ausgewiesen. In den Verbrieften Verbindlichkeiten waren Hypothekenpfandbriefe von 11.857 Mio. Euro (Vorjahr: 11.091 Mio. Euro) sowie öffentliche Pfandbriefe von 5.203 Mio. Euro (Vorjahr: 9.233 Mio. Euro) enthalten. scroll
Im Geschäftsjahr 2016 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 15,4 Mrd. Euro begeben. Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen der fälligen Emissionen auf 11,8 Mrd. Euro und der Rückzahlungen auf 2,6 Mrd. Euro. (65) Passivische Wertanpassung aus Portfolio Fair Value HedgesDer Wertanpassungsbetrag von gegen Zinsänderungsrisiken gesicherten passivischen Grundgeschäften betrug 1.001 Mio. Euro (Vorjahr: 1.137 Mio. Euro). Einen ökonomisch gegenläufigen Betrag der Sicherungsgeschäfte weisen wir unter den Marktwerten aus derivativen Sicherungsinstrumenten aus. (66) Negative Marktwerte aus derivativen SicherungsinstrumentenIn diesem Posten werden die Negativen Marktwerte von Derivaten ausgewiesen, die zur Absicherung von Grundgeschäften gegen das Zinsänderungsrisiko eingesetzt werden. scroll
(67) HandelspassivaIn den Handelspassiva werden die Negativen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt sind ausgewiesen. Außerdem sind eigene Emissionen des Handelsbereichs und Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen in den Handelspassiva enthalten. scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). (68) RückstellungenDie Rückstellungen gliederten sich wie folgt: scroll
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenIm Jahr 2016 haben sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen folgendermaßen entwickelt: scroll
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Soweit im Rahmen der Rückstellungsermittlung
berücksichtigt. Die Zins- und Verwaltungsaufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung setzten sich insgesamt aus folgenden Komponenten zusammen: scroll
Daneben haben wir in den Personalaufwendungen 227 Mio. Euro (Vorjahr: 232 Mio. Euro) als Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung erfasst. Für das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir im Konzern für leistungsorientierte Pensionspläne Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen von 48 Mio. Euro sowie Pensionsleistungen von 253 Mio. Euro. b) Leistungsorientierte PläneDie Pensionsverpflichtungen sowie die Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pläne werden jährlich von unabhängigen Aktuaren nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Die zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Parameter richten sich dabei nach den Verhältnissen des Landes, in dem der Pensionsplan begründet wurde. Die Darstellung der Parameter außerhalb Deutschlands erfolgt auf der Basis von gewichteten Durchschnitten unter Berücksichtigung der jeweils relevanten Pensionspläne. scroll
Die Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtung hat sich folgendermaßen entwickelt: scroll
In der Commerzbank ergeben sich keine Effekte aufgrund der Begrenzung des Vermögenswertes (sogenanntes Asset Ceiling), sodass die Nettoschuld mit dem Finanzierungsstatus gleichzusetzen ist. Die Pensionsverpflichtungen waren folgenden Regionen zuzuordnen: scroll
Die im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse berücksichtigt jeweils die Änderungen der Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben, das heißt, mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden dabei nicht berücksichtigt. Bei der Ermittlung der Auswirkungen der Annahmenänderungen auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen wurden die gleichen Methoden - insbesondere das Anwartschaftsbarwertverfahren (Project Unit Credit Method) - verwendet wie bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen für den Jahresabschluss. Eine Änderung der entsprechenden Annahmen zum 31. Dezember 2016 würde sich wie folgt auswirken: scroll
Die Zusammensetzung des Planvermögens stellte sich wie folgt dar: scroll
Per 31. Dezember 2016 sind im Planvermögen weder materielle Beträge von vom Konzern emittierten Wertpapieren noch sonstige Forderungen gegen den Konzern enthalten. Ebenso sind keine vom Konzern genutzten Immobilienwerte enthalten. Die gewichtete durchschnittliche Duration (Bindungsdauer) der Pensionsverpflichtungen liegt bei 19,0 Jahren (Vorjahr: 17,3 Jahre). Die erwarteten Fälligkeiten der undiskontierten Pensionsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar: scroll
c) Beitragsorientierte PläneIm Jahr 2016 betrug der Aufwand für die Beitragszahlungen zu beitragsorientierten Plänen in Deutschland 59 Mio. Euro (2015: 61 Mio. Euro). Für 2017 wird aufgrund einer Anhebung der Arbeitgeberbeiträge zum BVV ein höherer Betrag von 88 Mio. Euro erwartet. Rückstellungen für die über den BVV erbrachten Leistungen wurden nicht gebildet, da die Inanspruchnahme aus einer gesetzlichen Subsidiärhaftung als unwahrscheinlich angesehen wird. d) KreditrückstellungenDie Kreditrückstellungen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt: scroll
e) Sonstige RückstellungenDie Sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt: scroll
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Die Rückstellungen für den Personalbereich sind überwiegend kurzfristiger Natur, umfassen unter anderem aber auch Jubiläumsrückstellungen, die aufgrund ihres Charakters langfristig sind und in nachfolgenden Perioden sukzessive verbraucht werden. Daneben sind auch Rückstellungen für die langfristige Barkomponente des Commerzbank-Incentive-Plans enthalten, die nach Ablauf des dreijährigen Zurückbehaltungszeitraums verbraucht werden. Die unter Übrige ausgewiesenen Rückstellungen weisen im Wesentlichen eine erwartete Inanspruchnahme von bis zu einem Jahr auf. Die gebildeten Restrukturierungsrückstellungen resultieren überwiegend aus der Umstrukturierung diverser Backoffice-Einheiten in Deutschland sowie aus der Neuausrichtung des Segments Firmenkunden an den Standorten London und New York. Sie entfallen vorwiegend auf den Personalbereich sowie auf den Bereich Organisation. Wir erwarten eine Inanspruchnahme in den Jahren 2017 bis 2019. Bei rechtlichen Verfahren, für die Rückstellungen zu bilden sind und die in den Sonstigen Rückstellungen enthalten sind, kann zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung weder die Dauer des Verfahrens noch die Höhe der Inanspruchnahme abschließend vorhergesagt werden. Die jeweils gebildete Rückstellung deckt den nach unserer Einschätzung zum Bilanzstichtag zu erwartenden Aufwand ab. Von einer Einzeldarstellung der jeweiligen Rückstellungsbeträge wird abgesehen, um den Ausgang der jeweiligen Verfahren nicht zu beeinflussen.
(69) Ertragsteuerschuldenscroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund eines Restatements
(siehe Seite 139 ff.). Rückstellungen für Ertragsteuern sind potenzielle Steuerverpflichtungen, für die noch keine rechtskräftigen Steuerbescheide ergangen sind, beziehungsweise für Risiken im Rahmen von Betriebsprüfungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern beinhalten Zahlungsverpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern gegenüber inländischen und ausländischen Steuerbehörden. Passive latente Steuern stellen die potenziellen Ertragsteuerbelastungen aus temporären Unterschieden zwischen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz nach IFRS und den Steuerwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen dar. Sie wurden im Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet: scroll
(70) Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen VeräußerungsgruppenDie Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen setzten sich wie folgt zusammen: scroll
Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Verkauf der Commerzbank International S.A., Luxemburg, zurückzuführen. (71) Sonstige Passivascroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Der Rückgang des Fremdkapitals aus nicht beherrschenden Anteilen ist im Wesentlichen auf die vollständige Entkonsolidierung der ComStage ETFs zurückzuführen, da keine Beherrschung mehr existierte beziehungsweise die übrigen ETFs aus Unwesentlichkeit entkonsolidiert wurden. (72) Nachrangige SchuldinstrumenteDie Nachrangigen Schuldinstrumente umfassen Finanzinstrumente, die im Falle einer Insolvenz oder Liquidation erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden dürfen. Diese stellten sich wie folgt dar: scroll
Im Geschäftsjahr 2016 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 1,5 Mrd. Euro begeben. Das Volumen der fälligen Nachrangigen Schuldinstrumente belief sich auf 2,4 Mrd. Euro und der Rückzahlungen auf 0,3 Mrd. Euro. Im Berichtsjahr fielen im Konzern Zinsaufwendungen für Nachrangige Schuldinstrumente von 806 Mio. Euro (Vorjahr: 895 Mio. Euro) an. Für noch nicht gezahlte Zinsen wurden Zinsabgrenzungen von 306 Mio. Euro (Vorjahr: 311 Mio. Euro) ausgewiesen. (73) Zusammensetzung des Eigenkapitalsscroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). a) Gezeichnetes KapitalDas Gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Commerzbank Aktiengesellschaft besteht aus nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Käufe und Verkäufe von eigenen Aktien werden mit dem rechnerischen Wert von 1,00 Euro mit dem Gezeichneten Kapital verrechnet. scroll
Das Gezeichnete Kapital belief sich auf 1.252 Mio. Euro, da zum 31. Dezember 2016 keine eigenen Aktien im Bestand gehalten wurden. Vorzugsrechte oder Beschränkungen in Bezug auf die Ausschüttung von Dividenden liegen bei der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht vor. Alle ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt. Der Wert der ausgegebenen, in Umlauf befindlichen und genehmigten Aktien ergab sich wie folgt: scroll
Die Anzahl der autorisierten Aktien betrug 1.821.611 Tsd. Stück (Vorjahr: 1.821.611 Tsd. Stück). Der rechnerische Wert der autorisierten Aktien belief sich auf 1.821,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1.821,6 Mio. Euro). Wir hatten zum 31. Dezember 2016 im Konzern 4.551 Tsd. Stück Aktien (Vorjahr: 3.831 Tsd. Stück Aktien) als Pfand genommen. Dies entspricht 0,4 % (Vorjahr: 0,3 %) der am Bilanzstichtag in Umlauf befindlichen Aktien. Die Wertpapierhandelsgeschäfte in eigenen Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 7 AktG stellten sich wie folgt dar: scroll
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Rechnerischer Wert je Aktie 1,00 Euro. b) KapitalrücklageIn der Kapitalrücklage werden zum einen Agiobeträge aus der Ausgabe von Aktien ausgewiesen. Zum anderen werden, sofern eine Ausgabe von Schuldverschreibungen für Wandlungs- und Optionsrechte zum Erwerb von Anteilen erfolgt ist, hierbei erzielte Beträge in der Kapitalrücklage berücksichtigt. Bei der Wiederveräußerung von eigenen Aktien wird der Differenzbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und dem Kurswert in der Kapitalrücklage erfasst, wenn dieser über den ursprünglichen Anschaffungskosten dieser Anteile liegt. c) GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen untergliedern sich in die gesetzliche Rücklage und andere Rücklagen. In der gesetzlichen Rücklage sind nach nationalem Recht zwingend zu bildende Rücklagen erfasst; die hier eingestellten Beträge unterliegen im Einzelabschluss einem Ausschüttungsverbot. Der Gesamtbetrag der in der Bilanz ausgewiesenen Gewinnrücklagen resultierte aus anderen Gewinnrücklagen von 11.184 Mio. Euro (Vorjahr1 : 11.458 Mio. Euro). Gesetzliche Rücklagen waren weder zum 31. Dezember 2016 noch zum 31. Dezember 2015 vorhanden. Darüber hinaus werden Kosten, die im Zusammenhang mit Kapitalerhöhungen anfallen und die gemäß IAS 32.35 als Abzug vom Eigenkapital zu bilanzieren sind, von den Gewinnrücklagen gekürzt. Daneben werden auch beizulegende Zeitwerte von aktienbasierten Vergütungstransaktionen ausgewiesen, für die ein Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten erfolgt, die aber noch nicht ausgeübt wurden. Beim Erwerb eigener Anteile wird der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem rechnerischen Wert mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Eine Wiederveräußerung eigener Anteile wird bis zur Höhe der Anschaffungskosten spiegelbildlich zum Erwerb eigener Anteile abgebildet (vergleiche auch b) Kapitalrücklage).
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). d) NeubewertungsrücklageIn die Neubewertungsrücklage werden die Ergebnisse aus der Bewertung der Zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen zum beizulegenden Zeitwert nach Berücksichtigung latenter Steuern eingestellt. Ein erfolgswirksames Erfassen der Gewinne oder Verluste erfolgt erst, wenn der Vermögenswert veräußert beziehungsweise wertgemindert worden ist. e) Rücklage aus Cash Flow HedgesDie aus Sicherungsinstrumenten im Rahmen von Cash Flow Hedges ermittelten Bewertungsergebnisse aus dem effektiven Teil der Absicherungen sind nach Berücksichtigung latenter Steuern in diesem Eigenkapitalposten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2009 hat insbesondere die Commerzbank Aktiengesellschaft das Cash Flow Hedge Accounting beendet und nutzt für das Zinsrisikomanagement seitdem Micro Fair Value Hedge Accounting und Portfolio Fair Value Hedge Accounting. Ab dem Umstellungszeitpunkt werden die im Eigenkapital ausgewiesene Rücklage aus Cash Flow Hedges sowie die zugehörigen Sicherungsgeschäfte über die Restlaufzeit der Sicherungsgeschäfte im Zinsüberschuss amortisiert. Ein Ergebniseffekt entsteht dabei nicht. Daneben wird das Cash Flow Hedge Accounting jedoch von ausgewählten Tochtergesellschaften angewendet. f) Rücklage aus der WährungsumrechnungDie Rücklage aus der Währungsumrechnung beinhaltet Umrechnungsgewinne und -verluste, die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstanden sind. Einbezogen wurden dabei Wechselkursdifferenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen konsolidierter Tochterunternehmen und at-Equity-bewerteten Unternehmen. (74) Bedingtes KapitalDas Bedingte Kapital ist für die Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen sowie Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten vorgesehen. Die Entwicklung des Bedingten Kapitals stellt sich wie folgt dar: scroll
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Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 30. April 2015 um bis zu 569.253.470,00 Euro, eingeteilt in bis zu 569.253.470 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015 gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt wie die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, Wandelgenussrechten, wandelbaren hybriden Schuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussrechten, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft oder unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG) auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 30. April 2015 (Ermächtigung 2015) bis zum 29. April 2020 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder ihre entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflichten erfüllen oder die Gesellschaft von einer Ersetzungsbefugnis Gebrauch macht und nicht andere Erfüllungsformen gewählt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der Ermächtigung 2015 jeweils zu bestimmenden Options- und Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten beziehungsweise durch Erfüllung entsprechender Wandlungs- oder Optionspflichten entstehen, am Gewinn teil; soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien abweichend von § 60 Abs. 2 AktG, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. (75) Genehmigtes Kapitalscroll
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Die Bedingungen für Kapitalerhöhungen aus Genehmigtem Kapital ergeben sich zum 31. Dezember 2016 aus der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft, Stand 24. Mai 2016. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29. April 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 569.253.470,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015 gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten oder diesen nach § 186 Abs. 5 S. 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen auszuschließen:
Der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt, die unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben werden, darf insgesamt 20 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Hierauf sind die Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben oder veräußert werden oder auf die sich Finanzinstrumente mit Wandlungs- oder Optionsrechten oder -pflichten beziehen, die während der Laufzeit der Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben werden. Sofern Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegeben werden, darf der auf sie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals außerdem insgesamt 5 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen. Hierauf sind die Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter einer anderen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts an Vorstandsmitglieder, Mitglieder der Geschäftsführung oder Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Abs. 1 AktG ausgegeben oder veräußert werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2016 abzuändern oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen. Erläuterungen zu Finanzinstrumenten(76) Derivative GeschäfteDer Commerzbank-Konzern schließt Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten ab, die nachfolgend erläutert werden. Bei einem Derivat handelt es sich um ein Finanzinstrument, dessen Wert von einem sogenannten Basiswert abhängt. Dieser Basiswert kann beispielsweise ein Zinssatz, ein Warenpreis, ein Aktien-, Währungs- oder Anleihekurs sein. Dabei erfordert das Finanzinstrument keine oder, im Vergleich zu anderen Vertragsformen mit ähnlicher Reaktion auf Marktbedingungsänderungen, nur geringe Anschaffungskosten. Der Ausgleich erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Bei dem größten Teil der Derivatetransaktionen handelt es sich um OTC-Derivate, bei denen Nominalbetrag, Laufzeit und Preis jeweils individuell zwischen der Bank und ihren Kontrahenten ausgehandelt werden. Die Bank schließt Derivate jedoch auch an regulierten Börsen ab. Es handelt sich hier um standardisierte Kontrakte mit standardisierten Nominalbeträgen und Erfüllungsterminen. Dabei gibt der Nominalbetrag das von der Bank gehandelte Geschäftsvolumen an. Die positiven beziehungsweise negativen Marktwerte sind dagegen die Aufwendungen, die der Bank beziehungsweise den Kontrahenten für den Ersatz der ursprünglich geschlossenen Kontrakte durch wirtschaftlich gleichwertige Geschäfte entstehen würden. Ein positiver Marktwert gibt damit aus Sicht der Bank das maximale potenzielle kontrahentenbezogene Adressenausfallrisiko an, das am Bilanzstichtag aus derivativen Geschäften bestanden hat. Zur Minimierung (Reduzierung) sowohl des ökonomischen als auch des regulatorischen Kreditrisikos aus diesen Instrumenten schließen wir Rahmenverträge (zweiseitige Aufrechnungsvereinbarungen) mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger zweiseitiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet sowie die regulatorischen Zuschläge für zukünftige Risiken (Add-ons) dieser Produkte verringert werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Close-out-Netting). Sowohl für die regulatorischen Meldungen als auch für die interne Messung und Überwachung unserer Kreditengagements setzen wir derartige risikoreduzierende Techniken nur dann ein, wenn wir sie bei Insolvenz des Geschäftspartners in der jeweiligen Jurisdiktion auch für durchsetzbar halten. Zur Prüfung der Durchsetzbarkeit nutzen wir die von verschiedenen internationalen Kanzleien hierfür erstellten Rechtsgutachten. Analog zu den Rahmenverträgen gehen wir mit unseren Geschäftspartnern auch Sicherheitenvereinbarungen ein (zum Beispiel Besicherungsanhang für Finanztermingeschäfte; Credit Support Annex), um die sich nach Netting ergebende Nettoforderung/ -verbindlichkeit abzusichern (Erhalt oder Stellung von Sicherheiten). Dieses Sicherheitenmanagement führt in der Regel zur Kreditrisikominderung durch zeitnahe (meist tägliche oder wöchentliche) Bewertung und Anpassung der Kundenengagements. Der Gesamteffekt der Saldierung zum 31. Dezember 2016 betrug insgesamt 62.814 Mio. Euro (Vorjahr: 63.666 Mio. Euro). Auf der Aktivseite entfielen davon auf positive Marktwerte 60.544 Mio. Euro (Vorjahr: 61.965 Mio. Euro) und 2.270 Mio. Euro auf Forderungen aus Ausgleichszahlungen (Vorjahr: 1.701 Mio. Euro). Das passivische Netting betraf negative Marktwerte mit 59.868 Mio. Euro (Vorjahr: 63.034 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen mit 2.946 Mio. Euro (Vorjahr: 632 Mio. Euro). Das Volumen, bei dem der Commerzbank-Konzern als Sicherungsnehmer (Käufer) beziehungsweise als Sicherungsgeber (Verkäufer) auftritt, belief sich zum Bilanzstichtag auf 30.643 Mio. Euro (Vorjahr: 40.015 Mio. Euro) beziehungsweise 30.632 Mio. Euro (Vorjahr: 36.547 Mio. Euro). Diese dem Transfer von Kreditrisiken dienenden Produkte werden von uns sowohl im Handelsbereich zur Arbitrage als auch im Anlagebereich zur Diversifikation unserer Kreditportfolios eingesetzt. Angaben zu Derivaten des Cash Flow Hedge Accountings: Die Nominalwerte der Derivate, die bis zur Beendigung des Cash Flow Hedge Accountings im Jahr 2009 (vergleiche Note 73) eingesetzt wurden, beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf 24 Mrd. Euro (Vorjahr: 57 Mrd. Euro). Nachstehende Tabelle zeigt die Berichtszeiträume, in denen diese voraussichtlich fällig werden. scroll
Je Laufzeitband lagen Grundgeschäfte mit Nominalwerten in mindestens dieser Höhe vor. (77) Übertragene finanzielle Vermögenswertea) Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte (Eigen- und Fremdbestand)Für folgende finanzielle Verbindlichkeiten (nach Netting) wurden finanzielle Vermögenswerte als Sicherheit übertragen: scroll
Nachstehende finanzielle Vermögenswerte (Eigen- und Fremdbestand) waren als Sicherheiten für die vorgenannten Verbindlichkeiten übertragen. scroll
Von den finanziellen Vermögenswerten des Commerzbank-Konzerns konnten vom Empfänger aufgrund vertrags- oder gewohnheitsmäßiger Rechte weiterveräußert oder verpfändet werden: scroll
Die Sicherheitenstellung erfolgte für Geldaufnahmen im Rahmen echter Pensionsgeschäfte (Repos). Darüber hinaus wurden Sicherheiten für zweckgebundene Refinanzierungsmittel und Wertpapierleihgeschäfte gestellt. Die Transaktionen wurden unter den handelsüblichen und gebräuchlichen Bedingungen für Wertpapierleih- und -pensionsgeschäfte ausgeführt. b) Übertragene, aber nicht ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte (Eigenbestand)Im Rahmen von echten Pensions- und Leihgeschäften wurden Wertpapiere aus Eigenbeständen als Sicherheiten übertragen. Eine Ausbuchung dieser Wertpapiere erfolgte nicht, da alle mit dem Eigentum dieser Wertpapiere verbundenen Chancen und Risiken im Commerzbank-Konzern zurückbehalten wurden. Die aus dem Eigenbestand übertragenen Wertpapiere und die zugehörigen Verbindlichkeiten (vor Netting) stellten sich wie folgt dar: scroll
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Die beizulegenden Zeitwerte für Transaktionen, bei denen ein Rückgriff des Kontrahenten (Sicherungsnehmer) nur auf die übertragenen Vermögenswerte erfolgt, stellten sich folgendermaßen dar: scroll
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c) Übertragene, ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte mit anhaltendem EngagementEin anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) ist gegeben, wenn bei einer Übertragung von Vermögenswerten die vertraglichen Rechte und Pflichten, die sich auf den übertragenen Vermögenswert beziehen, weiterhin im Commerzbank-Konzern verbleiben. Ein anhaltendes Engagement kann sich außerdem aus der Übernahme von neuen Rechten und Pflichten im Zusammenhang mit den übertragenen Vermögenswerten ergeben. Im Commerzbank-Konzern wurden keine nennenswerten Transaktionen abgeschlossen, die trotz anhaltenden Engagements zu einer Ausbuchung der Vermögenswerte führten. (78) Fristigkeiten der Vermögenswerte und SchuldenNachfolgend nehmen wir die Einordnung aller Vermögenswerte und Schulden (mit Ausnahme positiver und negativer Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten) in kurzfristig und langfristig vor. Als kurzfristig definieren wir die Restlaufzeit beziehungsweise den Zeitpunkt der voraussichtlichen Realisierung oder Erfüllung, wenn zwischen dem Abschlussstichtag und dem Fälligkeitstermin weniger als ein Jahr liegt. Finanzinstrumente in den Handelsaktiva und -passiva ohne vertragliche Fälligkeiten, der Posten Barreserve, Vermögenswerte und Schulden, die zur Veräußerung gehalten werden, sowie tatsächliche Ertragsteuern stufen wir grundsätzlich als kurzfristig ein. Die Bilanzposten Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen, Immaterielle Anlagewerte, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Vermögenswerte und latente Ertragsteuern ordnen wir dagegen grundsätzlich als langfristig ein. Für die Aufgliederung der Sonstigen Aktiva und Passiva nehmen wir eine Einschätzung für die wesentlichen Posten vor. Für die Einordnung der Fälligkeiten der wesentlichen Arten von Rückstellungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in Note 68. scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). In der Restlaufzeitengliederung stellen wir die Restlaufzeiten für nichtderivative finanzielle Verpflichtungen, für die vertragliche Laufzeiten vorliegen, auf Basis undiskontierter Cash Flows dar. Für derivative Verpflichtungen erfolgt die Darstellung auf Basis der beizulegenden Zeitwerte im Laufzeitband der Fälligkeit. Bei zinsbezogenen Derivaten ergeben sich auch in den Laufzeitbändern vor der Endfälligkeit Auszahlungen aufgrund von Zinszahlungsverpflichtungen. Als Restlaufzeit wird der Zeitraum zwischen Bilanzstichtag und der vertraglichen Fälligkeit der Finanzinstrumente angesehen. Bei Finanzinstrumenten, die in Teilbeträgen gezahlt werden, ist die Restlaufzeit für jeden einzelnen Teilbetrag angesetzt worden. scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). (79) Angaben zu den Bewertungshierarchien von Finanzinstrumenten, die zum Fair Value bewertet sindBewertung von FinanzinstrumentenNach IAS 39 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bewerten, im Falle eines Finanzinstruments, das nicht als erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten klassifiziert ist, unter Einschluss der Transaktionskosten. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten klassifiziert sind, oder von jederzeit veräußerbaren finanziellen Vermögenswerten erfolgt laufend zum beizulegenden Zeitwert. In diesem Sinne beinhalten erfolgswirksam zum Fair Value zu bewertende Finanzinstrumente Derivate, zu Handelszwecken gehaltene Instrumente sowie Instrumente, die als zum Fair Value zu bewerten designiert wurden. Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswertes ist nach IFRS 13 der Betrag, zu dem dieser zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern verkauft werden könnte. Der beizulegende Zeitwert entspricht somit einem Veräußerungspreis. Für Verbindlichkeiten ist der beizulegende Zeitwert definiert als der Preis, zu dem die Schuld im Rahmen einer geordneten Transaktion an einen Dritten übertragen werden könnte. Für die Bewertung von Schulden ist zudem das eigene Ausfallrisiko zu berücksichtigen. Sofern Sicherheiten von Dritten für unsere Verbindlichkeiten gestellt werden (zum Beispiel Garantien), sind diese bei der Bewertung grundsätzlich nicht zu berücksichtigen, da die Rückzahlungsverpflichtung seitens der Bank weiterhin bestehen bleibt. Der am besten geeignete Maßstab für den Fair Value ist der notierte Marktpreis für ein identisches Instrument an einem aktiven Markt (Bewertungshierarchie Level 1). Ein aktiver Markt, ist ein Markt, auf dem Geschäftsvorfälle mit dem Vermögenswert oder der Schuld mit ausreichender Häufigkeit und Volumen auftreten, so dass fortwährend Preisinformationen zur Verfügung stehen. Wenn notierte Preise vorhanden sind, sind diese daher auch grundsätzlich zu verwenden. Der relevante Markt für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts ist grundsätzlich der Markt mit der höchsten Aktivität (sogenannter Hauptmarkt). Um den Preis wiederzugeben, zu dem ein Vermögenswert getauscht oder eine Verbindlichkeit beglichen werden könnte, werden Vermögenswerte zum Geldkurs und Verbindlichkeiten zum Briefkurs bewertet. Wenn keine notierten Preise verfügbar sind, erfolgt die Bewertung anhand notierter Preise ähnlicher Instrumente an aktiven Märkten. Sind keine notierten Preise für identische oder ähnliche Finanzinstrumente verfügbar, wird der Fair Value unter Anwendung eines geeigneten Bewertungsmodells ermittelt, bei dem die einfließenden Daten - mit Ausnahme unwesentlicher Parameter - aus überprüfbaren Marktquellen stammen (Bewertungshierarchie Level 2). Für die Wahl der Bewertungsmethoden ist gemäß IFRS 13 zu berücksichtigen, dass diese der Situation angemessen ausgewählt werden und dass die benötigten Informationen zur Verfügung stehen. Für die gewählten Methoden sind im größtmöglichen Umfang beobachtbare Eingangsparameter und möglichst wenige nicht beobachtbare Eingangsparameter zu verwenden. Während sich die meisten Bewertungsmethoden auf Daten aus überprüfbaren Marktquellen stützen, werden bestimmte Finanzinstrumente unter Einsatz von Bewertungsmodellen bewertet, die mindestens einen wesentlichen Eingangswert heranziehen, für den nicht ausreichend aktuelle überprüfbare Marktdaten vorhanden sind. Als mögliche Bewertungsmethoden unterscheidet IFRS 13 den marktbasierten Ansatz (Market Approach), den einkommensbasierten Ansatz (Income Approach) und den kostenbasierten Ansatz (Cost Approach). Der Market Approach umfasst Bewertungsmethoden, die auf Informationen über identische oder vergleichbare Vermögenswerte und Schulden zurückgreifen. Der einkommensbasierte Ansatz spiegelt die heutigen Erwartungen über zukünftige Zahlungsströme, Aufwendungen oder Erträge wider. Zum Income Approach zählen unter anderem auch Optionspreismodelle. Im Rahmen des Cost Approachs (nur für Nichtfinanzinstrumente zulässig) entspricht der Fair Value den aktuellen Wiederbeschaffungskosten unter Berücksichtigung des Zustands des Vermögenswertes. Diese Bewertungen unterliegen naturgemäß in höherem Maße den Einschätzungen des Managements. Diese nicht beobachtbaren Eingangswerte können Daten enthalten, die extrapoliert oder interpoliert oder in Form von Näherungswerten aus korrelierten oder historischen Daten ermittelt werden. Allerdings werden hierbei in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und so wenig wie möglich unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen (Bewertungshierarchie Level 3). Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden. Alle beizulegenden Zeitwerte unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns, in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind. Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group (IPV) innerhalb Group Finance durchgeführt beziehungsweise koordiniert. Die Modelle, die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig vom Senior-Management und der Risikofunktion überprüft. Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können von den geschätzten Fair Values abweichen. Die folgende Zusammenfassung veranschaulicht, wie diese Bewertungsgrundsätze auf die wesentlichen Klassen der vom Commerzbank-Konzern gehaltenen Finanzinstrumenteangewandt werden:
Hierarchie der Fair ValuesNach IFRS 13 werden zum Fair Value ausgewiesene Finanzinstrumente wie folgt in die 3-stufige Bewertungshierarchie zum Fair Value eingestuft:
Die Zuordnung bestimmter Finanzinstrumente zu den Level-Kategorien erfordert eine systematische Beurteilung durch das Management, insbesondere wenn die Bewertung sowohl auf beobachtbaren als auch nicht am Markt beobachtbaren Parametern beruht. Auch unter Berücksichtigung von Änderungen der Marktliquidität und damit der Preistransparenz, kann sich die Klassifizierung eines Instruments im Zeitablauf ändern. Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in nachfolgenden Übersichten nach Bilanzposten gruppiert sowie nach Bewertungsgrundlagen gegliedert dargestellt. Dabei wird unterschieden, ob der Bewertung notierte Marktpreise zugrunde liegen (Level 1), ob die Bewertungsmodelle auf beobachtbaren Marktdaten (Level 2) oder auf nicht am Markt beobachtbaren Parametern (Level 3) basieren. scroll
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Eine Level-Reklassifizierung ist die Umgruppierung eines Finanzinstruments innerhalb der dreistufigen Fair-Value-Bewertungshierarchie. Eine Neueinstufung des Finanzinstruments kann aus Marktveränderungen resultieren, die Auswirkungen auf die Inputfaktoren zur Bewertung des Finanzinstruments haben. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2016 wurden Umgliederungen von Level 1 nach Level 2 vorgenommen, da keine notierten Marktpreise verfügbar waren. Diese betrafen mit 2,1 Mrd. Euro zur Veräußerung verfügbare Anleihen sowie mit 0,1 Mrd. Euro zu Handelszwecken gehaltene Anleihen und Forderungen. Zudem wurden 0,1 Mrd. Euro zur Veräußerung verfügbare Anleihen von Level 2 in Level 1 zurückgegliedert, da wieder notierte Marktpreise vorlagen. Die Umgliederungen wurden auf Basis der Endbestände zum 30. September 2016 ermittelt. Darüber hinaus erfolgten keine nennenswerten Umgliederungen zwischen Level 1 und Level 2. Die dem Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt: scroll
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Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Handelsaktiva und Derivate) sind Bestandteil des Ergebnisses aus dem Handel. Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen und Finanzanlagen werden im Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2016 wurden wesentliche Umgliederungen von Level 2 nach Level 3 vorgenommen, da keine am Markt beobachtbaren Parameter mehr verfügbar waren. Die Umgliederungen beliefen sich auf 0,7 Mrd. Euro für erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Reverse Repos, da keine beobachtbaren Marktparameter verfügbar waren. Weiterhin wurden zu Handelszwecken gehaltene Anleihen von 0,2 Mrd. Euro aufgrund von nicht am Markt beobachtbaren Parametern von Level 2 in Level 3 umgegliedert. Eine im Vorjahr in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen umgegliederte Beteiligung an einer Kreditkartengesellschaft wurde im ersten Halbjahr 2016 veräußert. Daraus wurden bisher in der Neubewertungsrücklage erfasste unrealisierte Gewinne von 0,1 Mrd. Euro realisiert. Ein im ersten Quartal in diesen Bilanzposten umgegliedertes zum beizulegenden Zeitwert bewertetes Forderungsportfolio von 0,1 Mrd. Euro wurde im vierten Quartal veräußert, der Veräußerungspreis entsprach nahezu dem Bilanzwert zum Zeitpunkt der Umgliederung. Dar über hinaus sind zu Handelszwecken gehaltene Forderungen von 0,1 Mrd. Euro nicht mehr im Level 3-Bestand enthalten, da die haltende Gesellschaft aufgrund von Verlust der Beherrschung entkonsolidiert wurde. Zudem wurden Derivate mit positivem Markt wert von 0,4 Mrd. Euro aus Level 3 in Level 2 zurückgegliedert, da am Markt wieder beobachtbare Parameter vorlagen. Darüber hin aus gab es keine nennenswerten Umbuchungen finanzieller Vermögenswerte in oder aus Level 3. Die dem Level 3 zugeordneten finanziellen Verbindlichkeiten entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt: scroll
Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Handelspassiva und Derivate) sind Bestandteil des Ergebnisses aus dem Handel. Im Geschäftsjahr 2016 wurden negative Marktwerte aus Derivaten von 0,5 Mrd. Euro von Level 2 nach Level 3 umgegliedert, da keine am Markt beobachtbaren Parameter mehr verfügbar waren. Zudem wurden Derivate mit negativem Marktwert von 0,2 Mrd. Euro aus Level 3 in Level 2 zurückgegliedert, da am Markt wieder beobachtbare Parameter vorlagen. Weitere nennenswerte Umbuchungen von finanziellen Verbindlichkeiten in oder aus Level 3 lagen nicht vor. SensitivitätsanalyseBasiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern (Level 3), kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite angemessener möglicher Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements liegen. Beim Erstellen des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen. Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten, deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert (Level 3), resultieren. Zwischen den für die Ermittlung von Level-3-Fair-Values verwendeten Parametern bestehen häufig Abhängigkeiten. Beispielsweise kann eine erwartete Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage dazu führen, dass Aktienkurse steigen, wohingegen als weniger riskant eingeschätzte Wertpapiere wie zum Beispiel Bundesanleihen im Wert sinken. Derartige Zusammenhänge werden in Form von Korrelationsparametern berücksichtigt, sofern sie einen signifikanten Einfluss auf die betroffenen beizulegenden Zeitwerte haben. Verwendet ein Bewertungsverfahren mehrere Parameter, so kann die Wahl eines Parameters Einschränkungen hinsichtlich der Spanne möglicher Werte der anderen Parameter bewirken. Per Definition werden dieser Bewertungshierarchie eher illiquide Instrumente, Instrumente mit längerfristigen Laufzeiten oder Instrumente, bei denen unabhängig beobachtbare Marktdaten nicht in ausreichendem Maße oder nur schwer erhältlich sind, zugeordnet. Die vorliegenden Angaben dienen dazu, die wesentlichen nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level-3-Finanzinstrumente zu erläutern und anschließend verschiedene Eingangswerte darzustellen, die für diese wesentlichen Eingangsparameter zugrunde gelegt wurden. Die wesentIichen nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level 3 und ihre Schlüssllfaktoren lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Für die Bewertung unserer Level-3-Finanzinstrumente wurden die folgenden Bandbreiten der wesentlichen nicht beobachtbaren Parameter herangezogen: scroll
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In der folgenden Tabelle werden für Bestände der Bewertungshierarchie Level 3 die Auswirkungen auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt, die sich aus der Anwendung ebenfalls vertretbarer Parameterschätzungen jeweils an den Rändern dieser Bandbreiten ergeben. Die Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente der Fair-Value-Hierarchie 3 erfolgt nach Arten von Instrumenten: scroll
Die für diese Angaben gewählten Parameter liegen an den äußeren Enden der Bandbreiten von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen. Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen 1 und 10 % angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt. Day-One Profit or LossDer Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value zum Transaktionszeitpunkt anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde, wobei nicht alle wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktparametern basierten. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen erfolgt zum Transaktionspreis. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss bezeichnet. Der Day-One Profit or Loss wird nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Sobald sich für die Transaktion ein Referenzkurs auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die Inputparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam im Handelsergebnis erfasst. Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis und Modellwert wird für die Level-3-Posten aller Kategorien ermittelt. Wesentliche Effekte ergeben sich aber nur aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten; die Beträge entwickelten sich wie folgt: scroll
(80) Beizulegender Zeitwert (Fair Value) von Finanzinstrumenten, die nicht zum Fair Value bewertet sindErmittlung des Fair ValuesIm Folgenden gehen wir auf die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten (Fair Values) von Finanzinstrumenten ein, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, für die aber gemäß IFRS 7 zusätzlich ein Fair Value anzugeben ist. Für die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente sind die Bestimmungsmethoden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Notes 2 bis 30) sowie in den Abschnitten der Note 79 zur Bewertung von Finanzinstrumenten und zur Fair-Value-Hierarchie dargelegt. Der Nominalwert von täglich fälligen Finanzinstrumenten wird als deren Fair Value angesehen. Zu diesen Instrumenten zählen die Barreserve sowie Kontokorrentkredite beziehungsweise Sichteinlagen der Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute und Kunden beziehungsweise Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden. Diese ordnen wir in Level 2 ein. Für Kredite stehen keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente keine organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden. Bei Krediten kommt ein sogenanntes Discounted-Cash-Flow-Modell zur Anwendung, dessen Parameter auf einer risikolosen Zinsstrukturkurve (SwapKurve), zuzüglich Risikoaufschlägen, laufzeitabhängigen Aufschlägen zur Abdeckung von Fundingspreads sowie pauschalen Aufschlägen für Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten beruhen. Für wesentliche Banken und Firmenkunden sind Daten zu deren Kreditrisiko (Credit Spreads) verfügbar, sodass eine Einordnung in Level 2 zum Tragen kommen kann. Sofern keine beobachtbaren Eingangsparameter verfügbar sind, kann auch eine Einordnung der beizulegenden Zeitwerte von Krediten in Level 3 angemessen sein. Für die in den Finanzanlagen enthaltenen umgewidmeten Wertpapierbestände der IAS-39-Kategorie Kredite und Forderungen wird der beizulegende Zeitwert, sofern wieder ein aktiver Markt vorliegt, auf Basis verfügbarer Marktpreise ermittelt (Level 1). Ist kein aktiver Markt gegeben, sind für die Ermittlung der Fair Values anerkannte Bewertungsmethoden heranzuziehen. Im Wesentlichen wird ein Asset-Swap-Pricing-Modell für die Bewertung genutzt. Die hierfür verwendeten Parameter umfassen Zinsstrukturkurven sowie Asset-Swap-Spreads vergleichbarer Benchmarkinstrumente. In Abhängigkeit von den verwendeten Eingangsparametern (beobachtbar oder nicht beobachtbar), ist eine Einstufung in Level 2 oder Level 3 vorzunehmen. Bei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden wird für die Fair-Value-Ermittlung grundsätzlich ein Discounted-Cash-Flow-Modell genutzt, da üblicherweise keine Marktdaten verfügbar sind. Neben der Zinskurve wird zusätzlich das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Da für die Bewertung von Verbindlichkeiten keine Credit Spreads zu den jeweiligen Kontrahenten heranzuziehen sind, erfolgt üblicherweise eine Einordnung in Level 2. Bei nicht beobachtbaren Eingangsparametern kann auch eine Einordnung in Level 3 zum Tragen kommen. Den Fair Value für Verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangige Schuldinstrumente ermitteln wir auf Basis verfügbarer Marktpreise. Sind keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch das Discounted-Cash-Flow-Modell ermittelt. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren, unter anderen die aktuellen Marktzinsen, das eigene Kreditrating und die Eigenkapitalkosten, berücksichtigt. Bei Verwendung von verfügbaren Marktpreisen für Verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangige Schuldinstrumente ist eine Einordnung im Level 1 vorzunehmen. Ansonsten kommt üblicherweise die Einstufung als Level 2 zur Anwendung, da im Rahmen der Bewertung anhand von Modellen überwiegend beobachtbare Eingangsparameter genutzt werden. In den nachfolgenden Tabellen stellen wir die beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) der Bilanzposten ihren Buchwerten gegenüber: scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Die Verteilung der vorstehend aufgeführten Fair Values zum 31. Dezember 2016 auf die Bewertungshierarchien (Level 1, 2 und 3) stellte sich wie folgt dar: scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). (81) Angaben zu finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurdeIm Commerzbank-Konzern wenden wir die Fair Value Option im Wesentlichen zur Vermeidung oder signifikanten Verringerung von Ansatz- und Bewertungsinkongruenzen (Accounting Mismatch) aus Wertpapieren und Krediten, die mit Zins- beziehungsweise Kreditderivaten gesichert sind, an. Das gilt gleichermaßen für begebene strukturierte Schuldverschreibungen, die mit Zins- und Fremdwährungsderivaten gesichert sind. Darüber hinaus wird die Fair Value Option für Geschäfte verwendet, die im Einklang mit der dokumentierten Risikomanagementstrategie auf Fair-Value-Basis gesteuert werden und deren Wertentwicklung auf dieser Basis gemessen wird, etwa bestimmte Pensionsgeschäfte, Geldmarktgeschäfte sowie erhaltene und gezahlte Sicherheiten. Das Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option belief sich insgesamt auf 32 Mio. Euro (Vorjahr: - 39 Mio. Euro) (vergleiche Note 34). Aus der Anwendung der Fair Value Option zur Vermeidung von Ansatz- und Bewertungsinkongruenzen sowie für Finanzinstrumente mit eingebetteten Derivaten ergaben sich in den einzelnen Bilanzposten folgende Wertansätze: scroll
Für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen von 169 Mio. Euro wurden 113 Mio. Euro (Vorjahr: 122 Mio. Euro) durch Kreditderivate gesichert. Die Höhe der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der Forderungen, die auf Änderungen des Ausfallrisikos zurückzuführen ist, betrug im Geschäftsjahr 95 Mio. Euro (Vorjahr: 19 Mio. Euro) und kumuliert 3 Mio. Euro (Vorjahr: - 92 Mio. Euro). Die Änderung der beizulegenden Zeitwerte der zugehörigen, risikobegrenzenden Kreditderivate belief sich im Geschäftsjahr auf - 4 Mio. Euro (Vorjahr: - 11 Mio. Euro) und kumuliert auf - 3 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro). Für Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde, betrug die im Geschäftsjahr 2016 eingetretene kreditrisikobedingte Änderung der beizulegenden Zeitwerte - 47 Mio. Euro (Vorjahr: - 71 Mio. Euro). Kumuliert belief sich die Veränderung auf - 92 Mio. Euro (Vorjahr: - 45 Mio. Euro). Der Rückzahlungsbetrag für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betrug 2.426 Mio. Euro (Vorjahr: 2.805 Mio. Euro). Die kreditrisikobedingten Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der Forderungen und Verbindlichkeiten wurden im Wesentlichen als Änderungen der beizulegenden Zeitwerte abzüglich der aus Marktkonditionen resultierenden Wertänderungen ermittelt. Darüber hinaus wurde die Fair Value Option für Finanzinstrumente genutzt, deren Steuerung im Einklang mit unserem Risiko- und Liquiditätsmanagement steht und deren Performancemessung auf Fair-Value-Basis erfolgt. Das betraf im Wesentlichen echte Pensionsgeschäfte, Geldmarktgeschäfte sowie erhaltene und gezahlte Sicherheitsleistungen. Hiervon waren folgende Bilanzposten betroffen: scroll
Es ergaben sich keine nennenswerten Änderungen der beizulegenden Zeitwerte für Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Ausfallrisiko, da es sich zum einen um kurzfristige Geldmarktgeschäfte und Sicherheitsleistungen im Wertpapierleihgeschäft handelt. Zum anderen haben wir für 20.861 Mio. Euro der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen (Reverse Repos nach Netting; Vorjahr: 26.598 Mio. Euro) zur Reduzierung des Kontrahentenrisikos Wertpapiere im Wert von 48.503 Mio. Euro (Vorjahr: 26.671 Mio. Euro) als Sicherheiten erhalten. Der Rückzahlungsbetrag für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betrug 15.725 Mio. Euro (Vorjahr: 20.989 Mio. Euro). (82) Angaben zur Saldierung von FinanzinstrumentenNachfolgend stellen wir die Überleitung der Bruttobeträge vor Saldierung zu den Nettobeträgen nach Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die nicht den bilanziellen Saldierungskriterien genügen, getrennt für alle bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die
Für die Aufrechnungsvereinbarungen schließen wir Rahmenverträge mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Close-out-Netting). Saldierungen nehmen wir für Forderungen und Verbindlichkeiten aus echten Pensionsgeschäften (Reverse Repos und Repos), OTC-Derivate sowie für positive und negative Marktwerte aus Derivaten vor. Die bilanziellen Saldierungen betreffen Transaktionen mit zentralen Kontrahenten. scroll
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Davon entfallen für Positive Marktwerte 2.270
Mio. Euro (Vorjahr: 632 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen. scroll
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Davon entfallen für Negative Marktwerte 2.946
Mio. Euro (Vorjahr: 1.701 Mio. Euro) auf Ausgleichszahlungen. Sonstige Erläuterungen(83) KreditrisikokonzentrationKonzentrationen von Ausfallrisiken (Kreditrisikokonzentrationen) können durch Geschäftsbeziehungen mit einzelnen Schuldnern oder Schuldnergruppen entstehen, die eine Reihe gemeinsamer Merkmale aufweisen und deren Fähigkeit zur Schuldentilgung gleichermaßen von der Veränderung bestimmter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen abhängt. Neben dem Einholen von Sicherheiten und dem Anwenden einer einheitlichen Kreditvergabepolitik ist die Bank zur Minimierung von Kreditrisiken eine Reihe von Master Netting Agreements eingegangen. Diese stellen das Recht zur Verrechnung von Ansprüchen und Verpflichtungen mit einem Kunden im Falle des Ausfalls oder der Insolvenz des Kunden sicher. Die Kreditrisiken im Bereich der Forderungen an Kunden stellten sich nach Buchwerten wie folgt dar: scroll
Die Kreditrisiken im Bereich der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen stellten sich nach Buchwerten wie folgt dar: scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139 ff.). Die in den vorstehenden Tabellen aufgeführten Buchwerte zur Kreditrisikokonzentration im Bereich der Forderungen sowie im Bereich der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen sind nicht Gegenstand der internen Risikosteuerung, da das Management von Kreditrisiken auch Sicherheiten, Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie andere ökonomische Faktoren berücksichtigt. Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächliche Einschätzung der Kreditrisikokonzentration in der Bank. (84) Maximales KreditrisikoDie maximale Kreditrisikoexposition gemäß IFRS 7 - ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstiger Kreditverbesserungen - entspricht den Buchwerten der betreffenden bilanziellen Vermögenswerte je Klasse, bei unwiderruflichen Kreditzusagen und Eventualverbindlichkeiten den Nominalwerten. In nachfolgender Tabelle sind die Buch- beziehungsweise Nominalwerte der mit einem potenziellen Ausfallrisiko behafteten Finanzinstrumente zusammengefasst: scroll
Die in vorstehender Tabelle aufgeführten Beträge zum maximalen Kreditrisikovolumen sind nicht Gegenstand der internen Risikosteuerung, da das Management von Kreditrisiken auch Sicherheiten, Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie andere ökonomische Faktoren berücksichtigt (siehe Kapitel Adressenausfallrisiken im Konzernrisikobericht). Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächliche Risikoeinschätzung durch die Bank. (85) Nachrangige VermögenswerteIn den Bilanzaktiva waren folgende Nachrangige Vermögenswerte enthalten: scroll
Als nachrangig sind Vermögenswerte anzusehen, wenn sie als Forderungen im Fall der Liquidation oder der Insolvenz des Emittenten erst nach den Forderungen der anderen Gläubiger erfüllt werden dürfen. (86) Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche KreditzusagenDer Commerzbank-Konzern ermöglicht seinen Kunden durch Kreditfazilitäten schnellen Zugriff auf Gelder, die von den Kunden zur Erfüllung ihrer kurzfristigen Verpflichtungen sowie der langfristigen Finanzierungsbedürfnisse benötigt werden. Die Kreditfazilitäten können in unterschiedlicher Form, die wir nachstehend beispielhaft aufführen, dargestellt werden:
Vorhandene Sicherheiten dienen gegebenenfalls für das Gesamtobligo von Kunden aus Krediten und Avalen. Daneben gibt es Unterbeteiligungen Dritter zu unwiderruflichen Kreditzusagen und Avalen. In den Sonstigen Verpflichtungen ist die unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung enthalten, die nach Stattgabe des Antrags der Bank auf Leistung einer Besicherung zur teilweisen Begleichung des Beitrags der Bankenabgabe von der in Deutschland ansässigen Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) gewährt wurde. Die in der folgenden Tabelle genannten Zahlen werden ohne Berücksichtigung von Sicherheiten dargestellt und wären nur im Falle der vollständigen Ausnutzung der Fazilitäten durch sämtliche Kunden und den darauffolgenden Zahlungsverzug aller Kunden - unter der Voraussetzung, dass keine Sicherheiten vorhanden sind -abzuschreiben. Tatsächlich verfällt der weitaus größte Teil dieser Verpflichtungen, ohne in Anspruch genommen zu werden. Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die Risikoeinschätzung, das tatsächliche künftige Kreditengagement oder daraus erwachsende Liquiditätserfordernisse. Die Risikovorsorge für außerbilanzielle Verpflichtungen wurde von den entsprechenden Posten gekürzt. Weitere Informationen zum Kreditrisiko sowie zu Liquiditätsrisiken und deren Steuerung und Überwachung enthält der Konzernrisikobericht. scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139.ff). Über die vorstehend aufgeführten Kreditfazilitäten hinaus können im Commerzbank-Konzern Verluste aus Rechtsrisiken entstehen, deren Eintritt nicht wahrscheinlich, aber auch nicht unwahrscheinlich ist und für die keine Rückstellungen gebildet wurden. Weder für den Eintrittszeitpunkt noch mögliche Erstattungen kann eine verlässliche Einschätzung vorgenommen werden. Je nach Ausgang der rechtlichen Verfahren kann sich die Einschätzung unseres Verlustrisikos als zu niedrig oder zu hoch erweisen. Für den weitaus größten Teil der Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken erfolgt jedoch keine Inanspruchnahme und somit sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächlichen künftigen Verluste. Zum 31. Dezember 2016 betrugen die Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken 544 Mio. Euro (Vorjahr: 507 Mio. Euro) und betrafen die folgenden wesentlichen Sachverhalte:
(87) Echte Pensionsgeschäfte (Repo- und Reverse-Repo-Geschäfte), Wertpapierleihgeschäfte sowie erhaltene oder gezahlte Sicherheitsleistungen (Cash Collaterals)Im Rahmen echter Pensionsgeschäfte verkauft beziehungsweise kauft der Commerzbank-Konzern Wertpapiere mit einer Rücknahmeverpflichtung beziehungsweise Rückgabeverpflichtung. Die erhaltenen Gegenwerte aus Pensionsgeschäften, bei denen wir Pensionsgeber sind (Rücknahmeverpflichtung der Wertpapiere), werden als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten oder Kunden bilanziert. Die an den Pensionsnehmer gelieferten Wertpapiere bilanzieren wir weiterhin in unserer Bilanz entsprechend der jeweiligen Kategorie. Als Pensionsnehmer aktiviert der Commerzbank-Konzern eine Forderung gegenüber dem Pensionsgeber in Höhe der gezahlten Sicherheitsleistung. Die als Sicherheit dienenden Wertpapiere nehmen wir in Verwahrung. Wertpapierleihgeschäfte werden mit Kreditinstituten und Kunden getätigt, um dem Bedarf zur Erfüllung von Lieferverpflichtungen nachzukommen oder am Geldmarkt Wertpapierpensionsgeschäfte tätigen zu können. Die verliehenen Wertpapiere weisen wir in unserer Bilanz im Handelsbestand oder in den Finanzanlagen aus, während entliehene Wertpapiere nicht bilanziert werden. Durch uns gestellte Barsicherheiten (Cash Collaterals Out) weisen wir als Forderungen, erhaltene Sicherheiten (Cash Collaterals In) als Verbindlichkeiten aus. Cash Collaterals werden auch im Zusammenhang mit Derivaten als Sicherheiten hinterlegt beziehungsweise hereingenommen. Die zum Bilanzstichtag abgeschlossenen echten Pensionsgeschäfte und Wertpapierleihgeschäfte sowie die erhaltenen oder gezahlten Sicherheitsleistungen (Cash Collaterals) stellten sich wie folgt dar: scroll
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Einschließlich gezahlter Sicherheitsleistungen
im Zusammenhang mit Derivaten. Den Buchwerten der verliehenen Wertpapiere von 24.295 Mio. Euro (Vorjahr 36.752 Mio. Euro) standen neben den zugehörigen Verbindlichkeiten von 11.854 Mio. Euro (Vorjahr: 18.031 Mio. Euro) auch 10.359 Mio. Euro Wertpapiere (Vorjahr: 10.689 Mio. Euro) als Sicherheiten gegenüber. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Pensionsgeschäften werden nach Netting dargestellt. (88) Erhaltene SicherheitenDie beizulegenden Zeitwerte der erhaltenen Sicherheiten, für die das Recht besteht, diese ohne Ausfall des Sicherungsgebers weiterzuveräußern oder -zuverpfänden, stellten sich wie folgt dar: scroll
Die Transaktionen wurden unter den handelsüblichen und gebräuchlichen Bedingungen für Wertpapierleih- und -pensionsgeschäfte sowie Darlehensgeschäfte ausgeführt. (89) Treuhandgeschäftescroll
(90) Eigenkapitalanforderungen und VerschuldungsquoteDie CRD-IV-Richtlinie (Capital Requirements Directive IV), die Capital Requirements Regulation (CRR) - eine europäische Verordnung, die im Gegensatz zur CRD-IV-Richtlinie unmittelbare Rechtswirkung für alle europäischen Banken entfaltet - sowie die SSM-Verordnung (Verordnung (EU) Nr. 1024/2013 des Rates vom 15. Oktober 2013 zur Übertragung besonderer Aufgaben im Zusammenhang mit der Aufsicht über Kreditinstitute auf die Europäische Zentralbank) beinhalten die wesentlichen Vorgaben zur Einhaltung der vorgeschriebenen regulatorischen Mindestkapitalquoten unter Solvabilitätsbetrachtungen. National ergänzt werden diese Umsetzungen durch weiterführende Regelungen im Kreditwesengesetz, der Solvabilitätsverordnung sowie weiteren Kodifikationen. Daneben werden besonders komplexe Regelungssachverhalte durch Implementing Technical Standards (ITS) und Regulatory Technical Standards (RTS) ausgelegt. Im Vergleich zu früheren Regelungen wurden mit Einführung des neuen Regelwerks im Jahr 2014 die Qualität des bankaufsichtsrechtlichen Kapitals gestärkt, die Kapitalanforderungen erhöht und schlussendlich auch höhere Anforderungen an die Mindestkapitalausstattung der Banken implementiert. Damit all diese Anforderungen nicht zu einem Stichtag vollständig wirksam wurden, unterliegen bestimmte Teile dieser Regelungsänderungen fest definierten Übergangsregelungen (Phase-in). Das sogenannte "harte Kemkapital" (Common Equity Tier 1, CET 1) besteht im Wesentlichen aus Gezeichnetem Kapital zuzüglich Rücklagen und den Nicht beherrschenden Anteilen. Anpassungen hierauf beruhen unter anderem auf der Berücksichtigung von Positionen wie Geschäfts- oder Firmenwerten, immateriellen Vermögenswerten, Abschlägen für eine aus regulatorischer Sicht nicht ausreichend vorsichtigen Bewertung von Aktiva, Unterdeckungen aus dem Vergleich von "Erwarteten Verlusten" und den hierfür gebildeten Risikovorsorgen sowie aus der Korrektur von aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen. Unter Hinzurechnung von sogenannten zusätzlichen Kernkapitalbestandteilen (Additional Tier 1, AT 1), die nachrangige Schuldinstrumente mit bestimmten Bedingungen beinhalten können, errechnet sich das Kernkapital (Tier 1). Zum Ergänzungskapital gehören weiterhin im Wesentlichen nachrangige Schuldinstrumente, die nicht als zusätzliches Kernkapital anrechenbar sind. Die Höhe der Anrechnungsmöglichkeit dieser Eigenkapitalbestandteile wurde reduziert. Im Ergebnis können diese Ergänzungskapitalbestandteile in den letzten fünf Jahren ihrer Laufzeit nur noch linear amortisierend berücksichtigt werden. Das Kapitalmanagement der Commerzbank dient den folgenden Zielen:
Im Zuge der Finanzmarktkrise ist die Bedeutung eines angemessenen harten Kernkapitals für Banken immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Für die Commerzbank hat das Kernkapital schon immer eine wesentliche Steuerungsgröße dargestellt. Dabei gehen die Ansprüche der Bank an die Kapitalquoten weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus. Bei der Festlegung der angestrebten internen Kapitalquoten spielen neben der Risikotragfähigkeit der Bank auch Markterwartungen eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund hat die Commerzbank Mindestquoten für das regulatorische Kapital definiert. Die Allokation des harten Kernkapitals erfolgt in einem regelmäßig wiederkehrenden Prozess, in dem die strategische Ausrichtung der Bank, profitable Neugeschäftsmöglichkeiten im Kerngeschäft der einzelnen Geschäftsfelder sowie Risikotragfähigkeitsaspekte Eingang finden. Kapitalmaßnahmen werden im Rahmen der von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigungen vom Gesamtvorstand beschlossen. Im vergangenen Jahr hat die Commerzbank die an sie gestellten gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen sowie die Anforderungen der EZB und der EBA jederzeit eingehalten. Alle vorgeschlagenen Neuregelungen unterliegen noch permanenten Änderungen. Von den angekündigten ITS und RTS stehen noch immer Teile aus. Dementsprechend reflektieren alle Berechnungen für Risikoaktiva, Kapital und Quoten das aktuelle Verständnis der Commerzbank bezüglich der anzuwendenden Regelungen. Bei der Pro-forma-Berechnung für die Vollumsetzung (Fully phased-in) der Anforderungen nach CRR werden die Übergangsregelungen vollständig außer Ansatz gelassen. Das folgende Bild der Zusammensetzung des Eigenkapitals im Commerzbank-Konzern zeigt neben der Phase-in-Darstellung (Ist) auch eine Fully-phased-in-Betrachtung. Die Überleitungsrechnung vom ausgewiesenen bilanziellen Konzernkapital zu dem regulatorisch ausgewiesenen Kapital ist dabei bereits integriert. scroll
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Die Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären
zurechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige Konzernergebnis. Im Rahmen der CRD IV/CRR wurde die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) als ein neues Instrument und Indikator zur Quantifizierung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung eingeführt. Die Leverage Ratio setzt das Kernkapital (Tier-1-Kapital) ins Verhältnis zum Leverage Exposure, das aus den nicht risikogewichteten Aktiva und den außerbilanziellen Positionen besteht. Bei der Anrechnung von Derivaten, Wertpapierfinanzierungsgeschäften und außerbilanziellen Positionen werden aufsichtsrechtliche Ansätze angewendet. Die Berechnung der Leverage Ratio zum Ende des Geschäftsjahres 2016 erfolgte auf Basis der im Januar 2015 geänderten CRR-Regelung. Als eine nicht risikosensitive Kennzahl stellt die Leverage Ratio eine ergänzende Kennziffer zu der risikobasierten Kapitalunterlegung dar. Die Vermeidung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung ist ein integraler Bestandteil der Bilanzsteuerung des Commerzbank-Konzerns. Zur Berechnung, Steuerung und Überwachung der Leverage Ratio gemäß CRD-IV-/CRR-Anforderungen hat die Commerzbank ein quantitatives und qualitatives Rahmenwerk etabliert. Die Quantifizierung der Leverage Ratio auf Basis regulatorischer Anforderungen und die vierteljährliche aufsichtsrechtliche Berichterstattung erfolgen durch Group Finance. Für die Steuerung der Leverage Ratio hat die Commerzbank eine bankinterne Zielquote als ergänzende Kennziffer zu den risikobasierten Kapitalkennziffern definiert. Die Segmente werden über segmentspezifische Leitplanken für deren Exposure aktiv in die Steuerung der Leverage Ratio einbezogen. Die Entwicklung der segmentspezifischen Leverage-Ratio-Exposure-Werte im Vergleich zu den Leitplanken wird im Rahmen eines monatlichen Monitorings überwacht. In diesem Zusammenhang berichtet Group Finance dem zentralen Asset Liability Committee (ALCO) und dem Vorstand regelmäßig über die Höhe der Leverage Ratio und der Segmentengagements sowie über die Haupttreiber und deren Veränderung. Neben den Ex-post-Analysen der Leverage Ratio wird auch die künftige Entwicklung dieser Kennziffer sowie des Leverage-Ratio-Exposure im Rahmen des bankeninternen Planungsprozesses (MYP) berücksichtigt und im unterjährigen Forecasting regelmäßig überprüft. Wesentliche Entscheidungen in Bezug auf die Steuerung und Überwachung der Leverage Ratio werden im ALCO mit anschließender Bestätigung durch den Gesamtvorstand beschlossen. scroll
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Die Leverage Ratio unter Berücksichtigung der CRR-Übergangsregelungen ("phase-in") belief sich zum 31. Dezember 2016 auf 5,4 % (zum 30. September 2016: 5,2 %). Die Leverage Ratio unter voller Anwendung der überarbeiteten CRR-Regelung (fully phased-in) betrug 4,8 %, nach 4,5 % per 30. September 2016. Die Verbesserung der "fully phased-in" Leverage Ratio ist auf einen Rückgang des Leverage-Ratio-Exposures bei gleichzeitigem Anstieg des aufsichtlich anrechenbaren Tier-1-Kapitals unter "fully phased-in Regelungen" zurückzuführen. Der Anstieg der "phase in" Leverage Ratio fiel aufgrund von unverändertem aufsichtlich anrechenbarem Tier-1 Kapital unter "phase-in" Regelungen geringfügig schwächer aus. Das Leverage Ratio Exposure lag zum Berichtsstichtag bei 489,4 Mrd. Euro (phase-in), beziehungsweise 487,6 Mrd. Euro (fully phased-in) - zum 30. September 2016: 508,3 Mrd. Euro (phase-in) beziehungsweise 506,1 Mrd. Euro (fully phased-in). Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus einem Rückgang der Wertpapierfinanzierungsgeschäfte und sonstigen bilanziellen Geschäften. (91) Absicherung von KreditenDurch den Einsatz von Kreditderivaten (zum Beispiel Credit Default Swaps, Total Return Swaps, Credit-linked Notes) kann die Risikoanrechnung eines Kreditportfolios verringert werden. Dabei kann sich die Sicherungswirkung eines Kreditderivats sowohl auf einzelne Kredite oder Wertpapiere als auch auf Kredit- oder Wertpapierportfolios beziehen. Die Sicherheitenstellung erfolgt in der Regel im Rahmen einer synthetischen Verbriefung durch Credit Default Swaps (CDS) und/oder durch Credit-linked Notes (CLN). Hiermit können drei wesentliche Ziele erreicht werden:
Zum Ende des Geschäftsjahres 2016 hatte die Commerzbank Aktiengesellschaft drei Verbriefungstransaktionen als Sicherungsnehmer aufgelegt. Die vertragliche Laufzeit (Legal Maturity Date) liegt bei 10 Jahren. Insgesamt waren Ende Dezember 2016 Kundenkredite mit einem Volumen von 6,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,1 Mrd. Euro) abgesichert. Die Entlastung der gewichteten Risikoaktiva betrug 2,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,0 Mrd. Euro). scroll
(92) Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten MitarbeiterDie Zahlen enthalten sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitkräfte. In der Zahl der Mitarbeiter sind die im Konzern durchschnittlich in Ausbildung befindlich gewesenen Arbeitnehmer nicht enthalten. Die durchschnittliche Arbeitszeit der Teilzeitkräfte betrug 63,9 % (Vorjahr: 63,4 %) der Normalarbeitszeit. scroll
(93) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personena) GeschäftsbeziehungenIm Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der Commerzbank Aktiengesellschaft und/oder deren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Hierzu gehören beherrschte, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierte Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen, Beteiligungen, unternehmensexterne Versorgungsträger zur betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, Personen in Schlüsselpositionen und deren Angehörige sowie von diesem Personenkreis beherrschte Unternehmen. Die mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigten Bankgeschäfte werden zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Geschäftsjahr aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft. Neben dem Anteilsbesitz der Bundesrepublik Deutschland sind weitere Faktoren zu berücksichtigen (unter anderem Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat), die einen maßgeblichen Einfluss auf die Commerzbank Aktiengesellschaft ermöglichen. Demnach zählen der Bund sowie der Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterliegende Unternehmen (Bundesunternehmen) zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24. Die Beziehungen zu Bundesunternehmen zeigen wir im Folgenden getrennt von den Beziehungen zu den übrigen nahestehenden Unternehmen und Personen. Aktiva, Passiva und außerbilanzielle Posten in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen (ohne Bundesunternehmen) und Personen stellten sich im Berichtsjahr folgendermaßen dar: scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis
sowie diverser Restatements (siehe Seite 139.ff). scroll
In den gesamten Verbindlichkeiten gegenüber Sonstigen nahestehenden Unternehmen sind 0,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 0,5 Mrd. Euro) für unternehmensexterne Versorgungsträger enthalten. scroll
Die Garantien und Sicherheiten wurden im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts gewährt. Aus Kreditverträgen und Einlagen sowie erbrachten Dienstleistungen in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen und Personen (ohne Bundesunternehmen) ergaben sich folgende Erträge: scroll
Die Aufwendungen aus Kreditverträgen und Einlagen sowie erbrachten Dienstleistungen in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen und Personen (ohne Bundesunternehmen) werden in nachstehender Tabelle dargestellt. Die Verwaltungsaufwendungen unter den Personen in Schlüsselpositionen betreffen als Personalaufwendungen ausgewiesene Vergütungen der Vorstandsmitglieder sowie Gehälter der im Commerzbank-Konzern angestellten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat. Darüber hinaus enthalten sie die Vergütung an die Mitglieder des Aufsichtsrats. Die Position Steuern betrifft die den Aufsichtsratsmitgliedern erstattete Umsatzsteuer. scroll
Die Forderungen an Personen in Schlüsselpositionen stellten sich wie folgt dar: scroll
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Neben endfälligen Krediten wurden auch Kredite
mit der Laufzeit "bis auf Weiteres" gewährt. Die Besicherung der Barkredite an Vorstandsmitglieder und Mitglieder des Aufsichtsrats erfolgte zu marktüblichen Bedingungen, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten. Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat standen im Berichtsjahr, mit Ausnahme von Mietavalen, nicht in einem Haftungsverhältnis mit den Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns. Geschäfte mit BundesunternehmenDer Commerzbank-Konzern wickelt Geschäfte mit Bundesunternehmen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit grundsätzlich zu marktgerechten Bedingungen und Konditionen ab. Nachstehende Tabelle enthält die bestehenden Vermögenswerte und Verpflichtungen aus Geschäften mit Bundesunternehmen: scroll
Bei den unter Handelsaktiva beziehungsweise Finanzanlagen ausgewiesenen Finanzinstrumenten handelt es sich um Fremdkapitalinstrumente. Die auf Geschäfte mit Bundesunternehmen entfallenden Aufwendungen und Erträge stellten sich wie folgt dar: scroll
b) Vergütungen für Personen in SchlüsselpositionenEine detaillierte Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wird im Vergütungsbericht (siehe Seite 26 ff.) wiedergegeben. Vorstand.In der folgenden Tabelle wird die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder sowohl gemäß IAS 24.17 als auch nach DRS 17 (vergleiche Vergütungsbericht) dargestellt. Der Aufwand nach IAS 24 wurde periodengerecht und gemäß den Vorschriften der zugrunde liegende Standards (IAS 19 und IFRS 2) erfasst. Die kurzfristig fälligen Leistungen beinhalten auch die sonstigen Bezüge. Darunter fallen unter anderem die im üblichen Rahmen gewährten Sachbezüge (im Wesentlichen Dienstwagennutzung, Versicherungen sowie auf Sachbezüge entfallende Steuern). Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses beinhalten den in der Berechnung der Pensionsrückstellungen berücksichtigten Dienstzeitaufwand. Eine individualisierte Darstellung nach den Vorschriften des DRS 17 ist im Vergütungsbericht (siehe Seite 30 f.) enthalten. scroll
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Der deutliche Anstieg der Dienstzeitaufwendungen
beruht insbesondere darauf, dass diese im Vorjahr aufgrund der Änderung
der Pensionszusagen dahingehend, dass bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen
keine Gehaltsdynamik mehr anzusetzen ist, vergleichsweise gering ausgefallen
sind. Für Vorstandsmitglieder und ehemalige Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene sieht die Bank eine Altersversorgung vor, deren zur Absicherung dienende Vermögenswerte insgesamt über ein Contractual Trust Arrangement auf den Commerzbank Pensions-Trust e. V. übertragen wurden. Der Barwert der Pensionsanwartschaften für die im Geschäftsjahr aktiven Vorstandsmitglieder betrug 30.027 Tsd. Euro zum 31. Dezember 2016 (Vorjahr: 27.372 Tsd. Euro). Die in die Berechnung der Pensionsrückstellungen einfließenden Dienstzeitaufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 3.099 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.474 Tsd. Euro). Die Beträge berücksichtigen die aktuelle Bestellungsperiode der einzelnen Vorstandsmitglieder und gehen im Übrigen grundsätzlich davon aus, dass die Pensionszahlung für jedes Vorstandsmitglied außer bei Dienstunfähigkeit nach Vollendung des 62. Lebensjahres beginnt und die Vorstandstätigkeit bis zu diesem Zeitpunkt fortgeführt wird. Eine individualisierte Darstellung der Pensionsanwartschaften und des Dienstzeitaufwands ist im Vergütungsbericht (siehe Seite 29) enthalten. Nach Abzug der übertragenen Vermögenswerte (Planvermögen) waren zum 31. Dezember 2016 Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen für im Geschäftsjahr aktive Vorstandsmitglieder von 6.569 Tsd. Euro auszuweisen (Vorjahr: 4.625 Tsd. Euro). Für variable Vergütungsbestandteile im Geschäftsjahr aktiver Vorstandsmitglieder waren zum 31. Dezember 2016 Rückstellungen von 13.760 Tsd. Euro (Vorjahr: 12.830 Tsd. Euro) gebildet. Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 8.847 Tsd. Euro (Vorjahr: 7.938 Tsd. Euro). Die Pensionsverpflichtungen für diese Personengruppe beliefen sich auf 99.863 Tsd. Euro (Vorjahr: 88.927 Tsd. Euro). Aufsichtsrat.Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird in § 15 der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft geregelt. Aufsichtsratsmitglieder erhielten für das Geschäftsjahr 2016 eine gesamte Vergütung von netto 2.945 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.019 Tsd. Euro). Davon entfielen auf die Grund- und Ausschussvergütung 2.556 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.541 Tsd. Euro) und auf das Sitzungsgeld 389 Tsd. Euro (Vorjahr: 478 Tsd. Euro). Das Sitzungsgeld wird für die Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner sieben im Berichtsjahr tagenden Ausschüsse (Präsidial-, Vergütungskontroll-, Prüfungs-, Risiko-, Nominierungs-, Vermittlungs- und Sozialausschuss) gewährt. Die Gesamtvergütung von 2.945 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.019 Tsd. Euro) wird gemäß IAS 24.17 als kurzfristig fällige Leistung kategorisiert. Die auf die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder zu zahlende Umsatzsteuer (zurzeit 19 %) für Aufsichtsratsmitglieder mit Wohnsitz in Deutschland wurde von der Bank erstattet, wird aber nicht als Vergütungsbestandteil angerechnet. Für Aufsichtsratsmitglieder mit Wohnsitz außerhalb Deutschlands wird keine Umsatzsteuer fällig. Vorstand und Aufsichtsrat besaßen am 31. Dezember 2016 insgesamt nicht mehr als 1 % (Vorjahr: unter 1 %) der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft. (94) Aktienbasierte VergütungspläneAufgrund bereits erbrachter Leistungen der Mitarbeiter (einschließlich Vorstand) fielen im Geschäftsjahr 2016 Aufwendungen im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungen an. Weitere Details und Bedingungen zu den aktienbasierten Vergütungsplänen sind der Note 25 zu entnehmen. Der aktienbasierte Vergütungsaufwand setzte sich wie folgt zusammen: scroll
Die Rückstellungen für die Pläne mit Barausgleich sowie die Rücklagen im Eigenkapital für Pläne mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten stellten sich wie folgt dar: scroll
Share Awards.Der Bestand an Erwerbsrechten aus den Share-Award-Programmen entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt: scroll
Commerzbank-Incentive-Plan.Die Aktienanzahl entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt: scroll
(95) Sonstige VerpflichtungenEinzahlungsverpflichtungen gegenüber konzernfremden und nicht konsolidierten Gesellschaften auf nicht voll eingezahlte Gesellschaftsanteile bestanden in Höhe von 38,4 Mio. Euro (Vorjahr: 38,4 Mio. Euro). Nach § 5 Abs. 10 der Statuten des Einlagensicherungsfonds haben wir uns verpflichtet, den Bundesverband deutscher Banken e. V., Berlin, von Verlusten freizustellen, die diesem durch eine Hilfeleistung zugunsten von im Mehrheitsbesitz der Commerzbank stehenden Kreditinstituten entstehen. Für Verpflichtungen an Terminbörsen und bei Clearingstellen wurden Wertpapiere mit einem Buchwert von 8.946 Mio. Euro (Vorjahr: 6.866 Mio. Euro) als Sicherheit hinterlegt. (96) Angaben als Leasinggeber und LeasingnehmerAngaben als Leasinggeber - Operating LeasingDie Commerzbank ist Leasinggeber in Zusammenhang mit Operating-Leasing-Verhältnissen. Diese Leasingverträge umfassen zum Stichtag insbesondere vercharterte Schiffe, technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (zum Beispiel Ausrüstungsgegenstände und Kraftfahrzeuge). In den Leasingverträgen sind keine bedingten Leasingraten vereinbart. Aus den gewährten Operating-Leasing-Verhältnissen werden dem Commerzbank-Konzern in den folgenden Jahren folgende Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Verträgen zufließen: scroll
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Anpassung der Vorjahreswerte In der Berichtsperiode wurden Wertminderungsaufwendungen von 6 Mio. Euro aufgelöst und als Ertrag erfasst. Angaben als Leasinggeber - FinanzierungsleasingDie Commerzbank ist Leasinggeber in Zusammenhang mit Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen. Diese Leasingverträge umfassen zum Stichtag insbesondere technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (zum Beispiel Kraftfahrzeuge und Büromaschinen) und in geringem Umfang vermietete Immobilien. Das Verhältnis zwischen Bruttoinvestitionen und Barwert der Mindestleasingzahlungen stellte sich wie folgt dar: scroll
Die Mindestleasingzahlungen umfassen die vom Leasingnehmer insgesamt aus dem Leasingvertrag zu zahlenden Leasingraten zuzüglich des garantierten Restwertes. Der nicht garantierte Restwert wird zu Beginn des Leasingverhältnisses geschätzt und regelmäßig zum Stichtag überprüft. Der unrealisierte Finanzertrag entspricht der impliziten Verzinsung des Leasingverhältnisses zwischen Stichtag und Vertragsende. Die kumulierten Wertberichtigungen für uneinbringliche ausstehende Mindestleasingzahlungen beliefen sich auf 46 Mio. Euro (Vorjahr: 47 Mio. Euro). Zudem wurden in der Berichtsperiode - 7 Mio. Euro (Vorjahr: 10 Mio. Euro) aus bedingten Mietzahlungen als Ertrag erfasst. Die Fristigkeit der Bruttoinvestitionen und der Barwerte der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen gliederten sich folgendermaßen: scroll
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Angaben als Leasingnehmer - Operating LeasingDie im Konzern bestehenden Verpflichtungen aus Operating Leasing betreffen Miet- und Leasingverträge für Gebäude und Geschäftsausstattung und führten im Geschäftsjahr 2016 zu Aufwendungen in Höhe von 320 Mio. Euro (Vorjahr: 337 Mio. Euro). Der Aufwand setzte sich wie folgt zusammen: scroll
Für unkündbare Miet- und Leasingverträge ist in künftigen Geschäftsjahren mit folgenden Aufwendungen zu rechnen: scroll
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Die Sale-and-Lease-back-Transaktionen betreffen
lediglich unkündbare Leasingverträge. Für Immobilienobjekte wurden im Wesentlichen Mietverträge, vereinzelt aber auch Leasingverträge abgeschlossen. Diese Verträge sind in der Regel langfristig und beinhalten Ausstiegsklauseln, Optionen zur Verlängerung für Folgeperioden oder Preisanpassungsklauseln. Preisanpassungsklauseln existieren in verschiedenen Varianten wie zum Beispiel Staffelmieten oder Indexklauseln. Leasingverträge sind auch mit Kaufoptionen ausgestattet. Aus Operating-Leasing-Verträgen resultieren keine Beschränkungen, die sich auf die künftige Zahlung von Dividenden oder die Aufnahme von zusätzlichen Schulden beziehen. Im Commerzbank-Konzern wurden für nicht mehr genutzte Gebäude Untermietverträge abgeschlossen. Diese Verträge besitzen eine unkündbare Vertragslaufzeit. Hieraus fließen dem Commerzbank-Konzern in den kommenden Jahren folgende Erträge zu: scroll
(97) Zeitpunkt der Freigabe zur VeröffentlichungDer vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 22. Februar 2017 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Vorläufige Eckzahlen des Jahresabschlusses 2016 wurden vom Vorstand am 6. Februar 2017 zur Veröffentlichung freigegeben. (98) Corporate Governance KodexUnsere jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG haben wir abgegeben und unseren Aktionären im Internet (www.commerzbank.de) dauerhaft zugänglich gemacht. Für die comdirect bank AG wurde ebenfalls die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und im Internet (www.comdirect.de) dauerhaft zugänglich gemacht. (99) PatronatserklärungFür die nachfolgend aufgeführten, in den Konzernabschluss unserer Bank einbezogenen Tochterunternehmen tragen wir, abgesehen von politischen Risiken, dafür Sorge, dass diese ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen. scroll
(100) Angaben zu nicht konsolidierten strukturierten UnternehmenDie nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen des Commerzbank-Konzerns erstrecken sich auf die nachfolgend beschriebenen Transaktionsarten (Cluster).
Die Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden sowie die Erträge und Aufwendungen des Commerzbank-Konzerns gegenüber nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen werden in den folgenden Tabellen dargestellt. Des Weiteren werden der Umfang der nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen sowie das maximale Verlustrisiko des Commerzbank-Konzerns aufgezeigt. Das maximale Verlustrisiko des Commerzbank-Konzerns gegenüber nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen resultiert aus bilanzierten Vermögenswerten sowie aus Kreditzusagen und gewährten Garantien gegenüber nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen, die zu den jeweiligen Stichtagen nicht in Anspruch genommen wurden. Das maximale Verlustrisiko aus Vermögenswerten gegenüber nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen entspricht den aktuellen Buchwerten dieser Positionen nach Risikovorsorge. Für Kreditzusagen und Garantien verstehen wir unter dem maximalen Verlustrisiko den Nominalwert der Zusage. Der Ausweis des maximalen Verlustrisikos erfolgt brutto, das heißt ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder Hedgingaktivitäten, die wirtschaftlich zur Risikominderung bestehen. Zum 31. Dezember 2016 stellten sich die Geschäfte mit nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen wie folgt dar: scroll
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Nachfolgend werden die Geschäfte mit nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen zum 31. Dezember 2015 dargestellt: scroll
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Der Umfang der nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen stellte sich wie folgt dar: scroll
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Die Commerzbank tritt auch als Sponsor von strukturierten Unternehmen auf, an denen sie keine Beteiligung hält. Ein Unternehmen gilt als gesponsert, wenn
(101) Angaben zu wesentlichen nicht beherrschenden AnteilenDie Angaben zu wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen stellten sich im Segment Privat- und Unternehmerkunden wie folgt dar. Dabei berücksichtigen wir die Tochterunternehmen mBank S. A. und den Teilkonzern comdirect bank. Zum 31. Dezember 2016 betrugen die Bruttoerträge des Commerzbank-Konzerns aus gesponserten, nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen - 32 Mio. Euro (Vorjahr: 232 Mio. Euro). Diese betrafen Zins- und Provisionserträge und entfielen im Wesentlichen auf die Cluster Verbriefungsplattform, Leasingobjektgesellschaften und Sonstige. Die Buchwerte der Vermögensgegenstände des Commerzbank-Konzerns gegenüber gesponserten, nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen betrugen in Summe 2.553 Mio. Euro (Vorjahr: 2.519 Mio. Euro). scroll
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Vor Eliminierung konzerninterner Geschäfte. (102) Länderspezifische BerichterstattungDie nachstehenden Angaben gemäß § 26 a KWG beziehen sich auf den IFRS-Konsolidierungskreis des Commerzbank-Konzerns. Die Kapitalrendite, berechnet sich als Quotient aus dem Ergebnis nach Steuern und der Bilanzsumme, für den Konzern betrug 0,08 % zum 31. Dezember 2016. Für die Angabe des Geschäftszwecks verweisen wir auf unseren Anteilsbesitz (Seite 270 ff.) in der elektronischen Version des Geschäftsberichts im Internet "Commerzbank >Investor Relations" (www.commerzbank.de). Die Angabe des Umsatzes basiert auf dem jeweiligen Einzelabschluss der Gesellschaft nach den Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS) und umfasst die Erträge vor Risikovorsorge. Das Ergebnis vor Steuern sowie die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind ebenfalls dem jeweiligen Einzelabschluss der Gesellschaft nach IFRS entnommen. Die Angabe der durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen beinhaltet sowohl Vollzeitkräfte als auch in Vollzeitäquivalente umgerechnete Teilzeitkräfte. scroll
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(103) AnteilsbesitzDie nachstehenden Angaben nehmen wir gemäß § 313 Abs. 2 HGB sowie gemäß IFRS 12.10 und IFRS 12.21 zum Konzernabschluss vor. Die Angaben zum Eigenkapital und dem Jahresergebnis der Gesellschaften sind den Abschlüssen der jeweiligen nationalen Rechnungslegungsvorschriften entnommen. Fußnoten, Erläuterungen zum Geschäftszweck und weitere Anmerkungen zu nachfolgenden Tabellen sind am Ende dieser Note zusammengefasst. 1. Verbundene Unternehmena) In den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmenscroll
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b) Wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmenscroll
2. Assoziierte Unternehmena) In der Konzernbilanz at-Equity-bewertete assoziierte Unternehmenscroll
b) Wegen untergeordneter Bedeutung in der Konzernbilanz nicht at-Equity-bewertete assoziierte Unternehmenscroll
3. Gemeinschaftsunternehmena) In der Konzernbilanz at-Equity-bewertete Gemeinschaftsunternehmenscroll
b) Wegen untergeordneter Bedeutung in der Konzernbilanz nicht at-Equity-bewertete Gemeinschaftsunternehmenscroll
4. Strukturierte Unternehmena) In den Konzernabschluss gemäß IFRS 10/IFRS 11 einbezogene strukturierte Unternehmenscroll
b) Wegen untergeordneter Bedeutung nicht gemäß IFRS 10/IFRS 11 in den Konzernabschluss einbezogene strukturierte Unternehmenscroll
5. Investmentfondsa) In den Konzernabschluss gemäß IFRS 10/IFRS 11 einbezogene Investmentfondsscroll
b) Wegen untergeordneter Bedeutung nicht gemäßIFRS 10/IFRS 11 in den Konzernabschluss einbezogene Investmentfondsscroll
6. Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, bei denen die Beteiligung 5 % der Stimmrechte überschreitetscroll
Fußnoten
1)
Umfirmiert: von ACCOMO Hotel HafenCity GmbH
& Co. Geschlossene Investment KG in ACCOMO Hotel HafenCity GmbH
& Co. KG Anmerkungen und Erläuterungen
a)
Beherrschungs- bzw. Ergebnisabführungsvertrag. Erläuterung zur Angabe des Geschäftszwecks nach § 26a KWG sowie zu den Segmenten: scroll
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Organe der Commerzbank AktiengesellschaftAufsichtsratKlaus-Peter MüllerVorsitzender Uwe Tschäge1Stellv. Vorsitzender Bankangestellter Commerzbank Aktiengesellschaft Hans-Hermann Altenschmidt1Bankangestellter Commerzbank Aktiengesellschaft Heike Anscheit1 (seit 1.1.2017)Bankangestellte Commerzbank Aktiengesellschaft Gunnar de Buhr1Bankangestellter Commerzbank Aktiengesellschaft Stefan Burghardt1Niederlassungsleiter Mittelstand Bremen Commerzbank Aktiengesellschaft Sabine U. DietrichEhemaliges Mitglied des Vorstands der BP Europe SE Karl-Heinz FlötherSelbst. Unternehmensberater Stefan Jennes1 (seit 1.2.2017)Bankangestellter Commerzbank Aktiengesellschaft Dr. Markus KerberHauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie Alexandra Krieger1Ressortleiterin Betriebswirtschaft/Unternehmensstrategien Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Oliver Leiberich1Bankangestellter Commerzbank Aktiengesellschaft Dr. Stefan LippeEhemaliger Präsident der Geschäftsleitung der Swiss Re AG Beate Mensch1Gewerkschaftssekretärin ver.di Landesbezirk Hessen Organisationsentwicklung Anja MikusGeschäftsführerin Chief Investment Officer Arabesque (Deutschland) GmbH Dr. Roger MüllerGeneral Counsel Deutsche Börse AG Dr. Helmut PerletVorsitzender des Aufsichtsrats Allianz SE Barbara Priester1 (bis 31.12.2016)Bankangestellte Commerzbank Aktiengesellschaft Mark Roach1Gewerkschaftssekretär ver.di-Bundesverwaltung Margit Schoffer1 (bis 31.1.2017)Bankangestellte Commerzbank Aktiengesellschaft Nicholas TellerVorsitzender des Beirats E.R. Capital Holding GmbH & Cie. KG Dr. Gertrude Tumpel-GugerellEhemaliges Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank
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Von den Arbeitnehmern gewählt. VorstandMartin ZielkeVorsitzender (ab 1.5.2016) Martin BlessingVorsitzender (bis 30.4.2016) Frank AnnuscheitMarkus Beumer(bis 31.10.2016) Dr. Marcus Chromik(seit 1.1.2016) Stephan EngelsMichael Mandel(seit 23.5.2016) Michael ReutherVersicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Frankfurt am Main, 21. Februar 2017 Der Vorstand Martin Zielke Frank Annuscheit Marcus Chromik Stephan Engels Michael Mandel Michael Reuther Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am MainVermerk über die Prüfung des KonzernabschlussesPrüfungsurteil zum KonzernabschlussWir haben den Konzernabschluss der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2016, der Gesamtergebnisrechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 sowie dem Anhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 zweiter Halbsatz HGB erklären wir, dass nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2016 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 vermittelt. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 erster Halbsatz HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteil zum KonzernabschlussWir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen sowie ergänzenden Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Vermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Besonders wichtige PrüfungssachverhalteBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: 1. Bewertung Schiffsfinanzierungen2. Bewertung Handelsgeschäfte3. Neue Geschäftsstrategie "Commerzbank 4.0"4. Steuererstattungsansprüche aus um den Dividendenstichtag abgewickelten HandelsgeschäftenUnsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert: a) Sachverhalt und Problemstellung b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse c) Verweis auf weitergehende Informationen 1. Bewertung Schiffsfinanzierungena) Die COMMERZBANK Aktiengesellschaft ist auch im Schiffsfinanzierungsgeschäft tätig. Im Berichtszeitraum war dieser Geschäftsbereich aufgrund des sich weiter verschlechternden Marktumfelds der Haupttreiber für die Erhöhung der Wertberichtigungen, sodass sich aus dem Schiffsfinanzierungsgeschäft erhebliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss und insbesondere die Ertragslage des Konzerns ergeben haben. Im Rahmen der Rechnungslegung ist zur Bewertung dieser Forderungen regelmäßig die Nutzung geschätzter Werte, insbesondere zukünftiger Charterraten, erforderlich. Da diese Bewertungsparameter einen bedeutsamen Einfluss auf die Bildung bzw. die Höhe gegebenenfalls erforderlicher Wertberichtigungen haben, und diese Wertberichtigungen insofern mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind, war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. b) Im Rahmen der Konzernabschlussprüfung haben wir zunächst die Wirksamkeit des relevanten internen Kontrollsystems der Gesellschaft zur Bewertung von Schiffsfinanzierungen beurteilt. Dabei haben wir auch die entsprechende Geschäftsorganisation, IT-Systeme und Bewertungsmodelle berücksichtigt. Darüber hinaus haben wir die Bewertung der Schiffsfinanzierungen, einschließlich der Angemessenheit geschätzter Werte, auf der Basis risikoorientierter Stichproben beurteilt, indem wir unter anderem die richtige Anwendung der Bewertungsmodelle nachvollzogen und die Angemessenheit der verwendeten zukünftigen Charterraten und weiteren Inputfaktoren gewürdigt haben. Zu diesem Zweck haben wir auch unsere Spezialisten aus den Bereichen IT-Prüfung, Finanzmathematik und für die Bewertung von Schiffen einbezogen. Die von den gesetzlichen Vertretern der COMMERZBANK Aktiengesellschaft zur Bewertung des Schiffsfinanzierungsportfolios angewandten Bewertungsparameter und -annahmen liegen innerhalb vertretbarer Bandreiten. c) Die Angaben der COMMERZBANK Aktiengesellschaft zur Bewertung von Schiffsforderungen sind im Anhang des Konzernabschlusses insbesondere in den Notes 1 und 50 enthalten. 2. Bewertung Handelsgeschäftea) Die COMMERZBANK Aktiengesellschaft schließt Handelsgeschäfte in Wertpapieren und Derivaten im Sinne der MaRisk ab, die sie im Konzernabschluss sowohl in den Kategorien Held for Trading (HfT), Fair Value Option (FVO), Available for Sale (AfS) sowie Loans and Receivables (LaR) ausweist. Für Zwecke der Bilanzierung sowie der Offenlegung im Anhang ermittelt die Gesellschaft für diese Bestände den Fair Value gemäß IFRS 13. Die Bewertung der Bestände erfolgt im Handelsbereich und wird anschließend durch die Finanzfunktion handelsunabhängig verifiziert. Der Fair Value wird durch den an einem aktiven Markt festgestellten Preis des Finanzinstruments bestimmt (Mark-to-Market; Bewertungshierarchie Level 1). Sofern keine Marktpreise verfügbar sind, erfolgt die Bewertung anhand notierter Preise ähnlicher Instrumente an aktiven Märkten. Sind keine notierten Preise für identische oder ähnliche Finanzinstrumente verfügbar, werden zur Ermittlung des Fair Values Bewertungsmodelle eingesetzt (Mark-to-Model), die im größtmöglichen Umfang beobachtbare Marktdaten als Parameter verwenden (Bewertungshierarchie Level 2). Wenn für die Bewertung mit Bewertungsmodellen nicht ausreichend aktuelle überprüfbare Marktdaten vorliegen, werden auch nicht am Markt beobachtbare Parameter herangezogen. Diese Eingangsparameter können Daten enthalten, die in Form von Näherungswerten unter anderem aus historischen Daten ermittelt werden (Bewertungshierarchie Level 3). Für außerbörsliche Derivate berechnet die Gesellschaft darüber hinaus Bewertungsanpassungen für Kontrahentenrisiken sowie Finanzierungskosten. Bei modellbewerteten Finanzinstrumenten sind daher erhöhte Bewertungsunsicherheiten bzw. größere Spannen von vertretbaren Bandbreiten zu beobachten. Insbesondere trifft dies auf komplexe Finanzinstrumente sowie bei Verwendung unbeobachtbarer Parameter zu. Daher war die Bewertung von Finanzinstrumenten der Bewertungshierarchien Level 2 und Level 3, einschließlich der Bewertungsanpassungen für Kontrahentenrisiken sowie Finanzierungskosten, im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. b) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir insbesondere die modellbewerteten Bestände an Finanzinstrumenten analysiert, wobei der Schwerpunkt auf den Beständen mit erhöhten Bewertungsunsicherheiten lag (Level 2 und 3). Dann haben wir die Angemessenheit und Wirksamkeit des relevanten internen Kontrollsystems der Gesellschaft zur Bewertung dieser Finanzinstrumente beurteilt, wobei wir uns insbesondere von der Angemessenheit und Wirksamkeit der Kontrollhandlungen der Gesellschaft bezüglich der handelsunabhängigen Preisverifizierung sowie der Modellvalidierung überzeugt haben. Unter Einbeziehung unserer Finanzmathematikspezialisten haben wir eine Beurteilung der Eignung der verwendeten Bewertungsmodelle sowie der verwendeten Parameter für ausgewählte Klassen von Vermögenswerten vorgenommen. Ergänzend haben wir für ausgewählte Portfolios an außerbörslichen Derivaten (Level 2) eine eigenständige, unabhängige Nachbewertung zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die angewendete Methodik zur Berechnung von Bewertungsanpassungen für Kontrahentenrisiken sowie Finanzierungskosten bei außerbörslichen Derivaten haben wir daraufhin untersucht, inwiefern diese zur Abbildung eines sachgerechten Fair Values im Sinne eines Exit-Preises geeignet sind. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsmethoden und -annahmen liegen innerhalb vertretbarer Bandbreiten. c) Weitere Informationen zur Bewertung der Handelsgeschäfte befinden sich im Anhang des Konzernabschlusses, insbesondere in den Notes 5, 79, 80 und 81. 3. Neue Geschäftsstrategie "Commerzbank 4.0"Die COMMERZBANK Aktiengesellschaft hat im Geschäftsjahr 2016 ihr neues strategisches Programm "Commerzbank 4.0" verkündet. Im Rahmen der neuen Konzernstrategie fokussiert sich die Bank auf ihr Kerngeschäft und hat ihre Ziele und ihre Planung entsprechend ausgerichtet. Die Auswirkungen der neuen Strategie auf die nach unserer Einschätzung wesentlichen Prüfungsfelder Segmentberichterstattung, Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte, Bewertung der aktiven latenten Steuern sowie Rückstellungen für Restrukturierungen stellen wir nachfolgend dar. Änderung der Segmentberichterstattunga) Die neue Strategie führt zu einer Änderung der Zusammensetzung der berichtspflichtigen Segmente. Der Konzern bündelt seine Kundenaktivitäten nach Verkündung der neuen Strategie in den beiden Segmenten "Privat- und Unternehmerkunden" sowie "Firmenkunden". Die bisherigen Segmente "Privatkunden" und "Central & Eastern Europe" sowie Teile des Segmentes "Mittelstandsbank" werden im neuen Segment "Privat- und Unternehmerkunden" zusammengeführt. Der verbleibende Teil des bisherigen Segments "Mittelstandsbank" sowie das Segment "Corporates & Markets" bilden das neue Segment "Firmenkunden". Daneben besteht das zu Beginn des Geschäftsjahres eingeführte Segment "Asset & Capital Recovery", welches die verbliebenen Abbauportfolien des bisherigen Segmentes "Non Core Assets" nach dessen Aufteilung enthält. Die geänderte Segmentierung war aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung, da der Segmentberichterstattung im Rahmen der Kapitalmarktkommunikation eine zentrale Bedeutung beizumessen ist und die dargestellten Segmente auch Auswirkungen auf andere rechnungslegungsrelevante Bereiche haben. b) Während unserer Prüfung haben wir uns davon überzeugt, dass die berichtspflichtigen Segmente des Unternehmens anhand der internen Organisations- und Berichtsstruktur unter Berücksichtigung der innerbetrieblichen Entscheidungsprozesse auf oberster Leitungsebene abgegrenzt wurden und bestimmte Schwellenwerte übersteigen. Im Rahmen der Resegmentierung haben wir nachvollzogen, dass die Aufteilung des Segmentes "Mittelstandsbank" anhand der vom Management definierten Kriterien vorgenommen wurde. Da die Struktur der berichtspflichtigen Segmente im Geschäftsjahr 2016 geändert wurde, haben wir die von der Gesellschaft ermittelten Vergleichszahlen einer Prüfung unterzogen. Darüber hinaus haben wir die Einhaltung der geforderten Angabepflichten durch das Unternehmen beurteilt. Wir kommen zu dem Ergebnis, dass die Resegmentierung und die Abgrenzung der berichtspflichtigen Segmente den Anforderungen des IFRS 8 entsprechen. c) Die Angaben der Gesellschaft zu der Segmentberichterstattung sind im Anhang des Konzernabschlusses in Note 45 enthalten. Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwertea) Die Mittelfristplanung der COMMERZBANK Aktiengesellschaft für die Jahre 2017 bis 2020 erfolgt in der neuen Segmentstruktur. Ein außerordentlicher Werthaltigkeitstest der Geschäfts- oder Firmenwerte auf Basis der bisherigen Segmentstruktur war erforderlich. Die im Rahmen der Resegmentierung vorgenommene Aufteilung des Segments "Mittelstandsbank" machte eine Reallokation des Geschäfts- oder Firmenwertes dieses Segments notwendig. Die Gesellschaft hat die Reallokation des Geschäfts- oder Firmenwertes des Segments "Mittelstandsbank" auf die neuen Segmente "Privat- und Unternehmerkunden" sowie "Firmenkunden" aufgrund der Aufteilung des Geschäfts auf Grundlage des jeweils übertragenen Wertbeitrages durchgeführt. Darüber hinaus war ein außerordentlicher Werthaltigkeitstest auf Basis der neuen Segmentstruktur im Hinblick auf die hohe Unterdeckung des auf das Segment "Firmenkunden" übertragenen Altsegments "Corporates & Markets" erforderlich. Die Werthaltigkeitstests führten zu einer vollständigen Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte des bisherigen Segments "Corporates & Markets" in Höhe von € 138 Mio sowie in Höhe von € 454 Mio im Segment "Firmenkunden". Da die ermittelte Unterdeckung die jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerte überstiegen hat, war zusätzlich ein außerordentlicher Werthaltigkeitstest der sonstigen Vermögenswerte mit Ausnahme der Finanzinstrumente der wertgeminderten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Corporates & Markets" und "Firmenkunden" erforderlich. In diesem Zusammenhang wurde ein zusätzlicher Wertminderungsbedarf in Höhe von € 35 Mio festgestellt. Das Ergebnis dieser Werthaltigkeitstests ist in hohem Maße von der Einschätzung der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit durch die gesetzlichen Vertreter sowie dem verwendeten Diskontierungszinssatz abhängig und daher mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor dem Hintergrund der bestehenden Ermessensspielräume und aufgrund der zugrundeliegenden Komplexität der Bewertungsmodelle war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. b) Bei unserer Prüfung haben wir Spezialisten aus unserem Bereich Unternehmensbewertung in das Prüfungsteam eingebunden. Mit deren Unterstützung haben wir uns von der Angemessenheit der bei den Berechnungen verwendeten Bewertungsparameter sowie der geplanten Zahlungsmittelzuflüsse, unter anderem durch Abgleich dieser Angaben mit der von den gesetzlichen Vertretern verabschiedeten Mehrjahresplanung für die Jahre 2017 bis 2020 sowie durch Plausibilisierung der Bewertungsannahmen mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen, überzeugt. Vor dem Hintergrund, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Bewertungsparameter einschließlich der durchschnittlichen Kapitalkosten schwerpunktmäßig geprüft und das Berechnungsschema nachvollzogen. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen liegen innerhalb vertretbarer Bandbreiten. c) Die Angaben der Gesellschaft zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind im Anhang des Konzernabschlusses in den Notes 1, 15 und 56 enthalten. Bewertung der aktiven latenten Steuerna) Der Konzernabschluss der COMMERZBANK Aktiengesellschaft weist nach Saldierung aktive latente Steuern i.H.v. € 3.049 Mio und passive latente Steuern i.H.v. € 49 Mio aus. Die IFRS-Planergebnisse, die im Rahmen der Steuerplanung als Ausgangsgröße dienen, stammen aus der Mehrjahresplanung 2017 bis 2020. Aus unserer Sicht ist dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung, da die Mehrjahresplanung als Grundlage für die Werthaltigkeit der latenten Steuern in hohem Maße von der Einschätzung und den Annahmen der gesetzlichen Vertreter abhängig ist und mit einem hohen Maß an Unsicherheiten behaftet ist. b) Im Rahmen unserer Prüfung der sachgerechten Bewertung der aktiven latenten Steuern haben wir Spezialisten aus unserem Bereich Steuern in das Prüfungsteam eingebunden. Mit deren Unterstützung haben wir unter anderem die von der Bank eingerichteten Prozesse und Kontrollen zur Erfassung und Bewertung aktiver latenter Steuern beurteilt. Die Werthaltigkeit der oben aufgeführten aktiven latenten Steuern auf Basis der von den gesetzlichen Vertretern aufgestellten Planung und die Angemessenheit der verwendeten Planungsprämissen haben wir beurteilt. Die Richtigkeit der Überleitung des Planergebnisses auf das steuerliche Ergebnis, die Vereinbarkeit der Methodik zur Ermittlung der latenten Steuern mit IAS 12 und die rechnerische Richtigkeit waren ebenfalls Gegenstand der Beurteilung. Die getroffenen Annahmen der gesetzlichen Vertreter sowie die angewandte Methodik konnten wir nachvollziehen. c) Die Angaben der Gesellschaft zu den aktiven latenten Steuern sind im Anhang des Konzernabschlusses in den Notes 1 und 58 enthalten. Prüfung von Rückstellungserfordernissen im Kontext der Strategie "Commerzbank 4.0"a) Im Zuge der Verkündung der Strategie "Commerzbank 4.0" hat die Gesellschaft unter anderem angekündigt, Kosten durch den Personalabbau von brutto ca. 9.600 Vollzeitstellen reduzieren zu wollen. Sofern die notwendigen Ansatzkriterien erfüllt sind, ergibt sich die Notwendigkeit zur Bildung einer Restrukturierungsrückstellung. Die Gesellschaft ist bei ihrer Beurteilung zu dem Ergebnis gelangt, dass die Ansatzkriterien zum 31. Dezember 2016 nicht vorgelegen haben und hat dementsprechend keine Restrukturierungsrückstellung gebildet. Aus unserer Sicht ist dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung, da die Bilanzierung von Restrukturierungsrückstellungen in einem hohen Maß auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter beruht. b) Voraussetzung für den Ansatz einer Restrukturierungsrückstellung ist, dass die Definition einer Restrukturierungsmaßnahme i.S.d. IAS 37.10 erfüllt ist. Danach sind die allgemeinen Ansatz- und Bewertungskriterien für Rückstellungen und die diese weiter konkretisierenden Kriterien aus IAS 37.70ff zu prüfen. Sofern es sich um eine Rückstellung für Leistungen an Arbeitnehmer aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses handelt, sind die Vorschriften des IAS 19 anzuwenden. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir das Vorliegen der einzelnen Ansatzkriterien beurteilt. Hierbei haben wir uns entsprechende Nachweise von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft vorlegen lassen und diese gewürdigt. Gegenstand unserer Beurteilung war auch der Stand der Verhandlungen der gesetzlichen Vertreter mit den Arbeitnehmervertretern. Hierbei konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen für den Nichtansatz einer Restrukturierungsrückstellung zum 31. Dezember 2016 hinreichend dokumentiert und begründet sind. c) Die Angaben der Gesellschaft zu den Rückstellungen sind im Anhang des Konzernabschlusses in den Notes 1, 23 und 68 enthalten. 4. Steuererstattungsansprüche aus um den Dividendenstichtag abgewickelten Handelsgeschäftena) Die COMMERZBANK Aktiengesellschaft hat in noch nicht festsetzungs- und zahlungsverjährten Veranlagungszeiträumen aus abgewickelten Handelsgeschäften Dividenden bezogen und die darauf bescheinigte Kapitalertragsteuer zur Steueranrechnung bzw. Steuererstattung (zusammen: Steueransprüche) angemeldet. Es besteht das Risiko, ob die der Gesellschaft aus solchen Geschäften resultierenden Steueransprüche rechtlich zustehen. Da die Nichtanerkennung von geltend gemachten Steueransprüchen einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft haben kann, sind diese Sachverhalte aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung. b) Wir haben auf Basis der von der COMMERZBANK Aktiengesellschaft ausgestellten (Einzel-) Steuerbescheinigungen und einer Auswertung der Daten der genutzten Handels- und Abrechnungssysteme nachvollzogen, in welcher Höhe Steueransprüche aus belieferten Handelsgeschäften über den Dividendenstichtag geltend gemacht wurden. Weiter haben wir untersucht, ob die Gesellschaft Aktien über den Dividendenstichtag mit identischen Marktteilnehmern auf der Kauf- und Verkaufsseite "hin-und-her" gehandelt hat und in welchem Umfang erworbene Aktien im Zuge weiterer Handels- oder Finanzierungsgeschäfte weiterverwendet wurden. Wir haben zudem untersucht, ob Erkenntnisse über gezielte Absprachen von Leerverkäufen im Hinblick auf nicht belieferte Handelsgeschäfte über den Dividendenstichtag bestehen. Auf Grundlage der uns zur Verfügung stehenden Informationen, der aktuellen Rechtsauffassung sowie der Verlautbarungen der Finanzverwaltung konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen zu der bilanziellen Abbildung einer möglichen Nichtanerkennung von geltend gemachten Steuererstattungsansprüchen hinreichend differenziert dokumentiert und begründet sind. c) Die Angaben der Gesellschaft zu einer möglichen Nichtanerkennung von geltend gemachten Steuererstattungsansprüchen sind im Anhang des Konzernabschlusses in den Notes 29, 69 und 86 enthalten. Zusätzliche InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die zusätzlichen Informationen verantwortlich. Die zusätzlichen Informationen umfassen
Unser Prüfungsurteil umfasst nicht die zusätzlichen Informationen und wir haben keine dahingehende Beurteilung vorgenommen. Unsere Verantwortung im Rahmen unserer Prüfung des Konzernabschlusses besteht darin, die zusätzlichen Informationen kritisch zu lesen und etwaige wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den zusätzlichen Informationen und dem Konzernabschluss oder unseren bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen oder wesentliche falsche Angaben zu berücksichtigen. Wenn wir aufgrund unserer Tätigkeit feststellen, dass die zusätzlichen Informationen wesentliche falsche Angaben enthalten, sind wir verpflichtet, über diese Tatsachen zu berichten. Im Hinblick darauf haben wir nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsorgans für den KonzernabschlussDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, sofern einschlägig, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzugeben sowie dafür, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des KonzernabschlussesUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist, und einen Vermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Angabe stets aufdeckt. Falsche Angaben können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit dem Aufsichtsorgan unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung feststellen. Wir geben gegenüber dem Aufsichtsorgan eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsorgan erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenVermerk über die Prüfung des KonzernlageberichtsPrüfungsurteil zum KonzernlageberichtWir haben den Konzernlagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernlageberichts geführt. Grundlage für das Prüfungsurteil zum KonzernlageberichtWir haben unsere Prüfung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Lageberichtsprüfung durchgeführt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsorgans für den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um angemessene und ausreichende Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, und einen Vermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht beinhaltet. Im Rahmen einer Abschlussprüfung prüfen wir den Konzernlagebericht in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Lageberichtsprüfung. In diesem Zusammenhang heben wir hervor:
Verantwortliche WirtschaftsprüferinDie für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Helge Olsson.
Frankfurt am Main, den 22. Februar 2017 PricewaterhouseCoopers Clemens Koch, Wirtschaftsprüfer Helge Olsson, Wirtschaftsprüferin Weitere Informationen
Zentraler BeiratDr. Simone Bagel-TrahVorsitzende des Aufsichtsrats und des Gesellschafterausschusses Henkel AG & Co. KGaA Düsseldorf Dr. Olaf BerlienVorsitzender des Vorstands OSRAM LICHT AG München Dr. Werner BrandtEhemaliger Finanzvorstand SAP AG Frankfurt Cathrina Claas-MühlhäuserVorsitzende des Aufsichtsrats und Stellv. Vorsitzende des Gesellschafterausschusses CLAAS KGaA mbH Harsewinkel Georg DenokeMünchen Dr. Holger EngelmannVorsitzender des Vorstands Webasto SE Stockdorf Ulrich GrilloVorsitzender des Vorstands Grillo-Werke AG Duisburg Dr. Margarete HaaseFinanzvorstand Deutz AG Köln Karl-Erivan W. HaubGeschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG Mülheim an der Ruhr Uwe LüdersVorsitzender des Vorstands L. Possehl & Co. mbH Lübeck Dipl.-Kfm. Friedrich LürßenGeschäftsführender Gesellschafter Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG Bremen Prof. Hans Georg NäderGeschäftsführender Gesellschafter Otto Bock HealthCare GmbH Duderstadt Dr. Helmut ReitzeIntendant a. D. Hessischer Rundfunk Frankfurt am Main Georg F.W. SchaefflerVorsitzender des Aufsichtsrats Schaeffler AG Herzogenaurach Petra Scharner-WolffVorständin Finanzen Otto (GmbH & Co KG) Hamburg Dr. Stefan SchmittmannGrünwald Dr. Ernst F. SchröderBielefeld Dr. Jan SzomburgPresident The Gdansk Institute for Market Economics Gdansk Roland VogelMitglied des Vorstands Hannover Rück SE Hannover Dr. Michael WerhahnMitglied des Verwaltungsrats Wilh. Werhahn KG Neuss Dr. Wendelin WiedekingUnternehmer Bietigheim-Bissingen Frank WitterMitglied des Vorstands Volkswagen AG Wolfsburg Die Verzeichnisse der Mitglieder unserer Regionalbeiräte Mitte, Nord, Nordwest, Ost, Süd, Südwest und West finden Sie im Internet unter www.commerzbank.de > Investor Relations > Corporate Governance> Beiräte. Mandate in Aufsichtsräten und anderen KontrollgremienMitglieder des Vorstands der Commerzbank AktiengesellschaftAngaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB
a)
Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsräten (im Inland) Martin Zielkea) comdirect bank Aktiengesellschaft1 Vorsitzender (bis 12.5.2016) Commerz Real AG1 Vorsitzender (bis 30.4.2016) b) Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1 Vorsitzender (bis 30.4.2016) CommerzVentures GmbH1 Vorsitzender (seit 1.5.2016) mBank S.A.1 stellv. Vorsitzender (bis 15.12.2016) Martin Blessing(bis 30.4.2016) b) CommerzVentures GmbH1 Vorsitzender mBank S.A.1 Frank Annuscheita) BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G. stellv. Vorsitzender comdirect bank Aktiengesellschaft1 stellv. Vorsitzender b) BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e. V. stellv. Vorsitzender Commerz Services Holding GmbH1 Vorsitzender Markus Beumer(bis 31.10.2016) a) ABB AG b) DAW SE Dr. Marcus Chromik(seit 1.1.2016) b) mBank S.A.1 Stephan Engels a) Hypothekenbank Frankfurt AG1 stellv. Vorsitzender (bis 23.5.2016) b) CommerzVentures GmbH1 stellv. Vorsitzender EIS Einlagensicherungsbank GmbH (seit 13.5.2016) mBank S.A.1 stellv. Vorsitzender Michael Mandel(seit 23.5.2016) a) comdirect bank Aktiengesellschaft1 Vorsitzender (seit 12.5.2016) Commerz Real AG1 stellv. Vorsitzender SCHUFA Holding AG b) Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1 stellv. Vorsitzender mBank S.A.1 Michael Reuthera) RWE Power AG (bis 15.6.2016) b) EUREX Deutschland AöR Frankfurter Wertpapierbörse AöR Landwirtschaftliche Rentenbank AöR Verlagsbeteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank AktiengesellschaftAngaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB
a)
Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden
Aufsichtsräten (im Inland) Klaus-Peter Müllera) Fresenius Management SE Fresenius SE & Co. KGaA b) Parker Hannifin Corporation, Cleveland Uwe TschägeHans-Hermann Altenschmidta) BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG (bis 23.6.2016) BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G. (bis 23.6.2016) b) BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e. V. (bis 23.6.2016) Heike Anscheit(seit 1.1.2017) Gunnar de Buhra) BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG (seit 24.6.2016) BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G. (seit 24.6.2016) b) BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e. V. (seit 24.6.2016) Stefan BurghardtSabine U. DietrichStefan Jennes(seit 1.2.2017) Karl-Heinz Flöthera) Deutsche Börse AG, Frankfurt am Main Dr. Markus Kerbera) KfW-Bankengruppe b) Computershare Limited, Melbourne Alexandra Kriegera) AbbVie Komplementär GmbH Evonik Resource Efficiency GmbH Oliver LeiberichDr. Stefan Lippea) Acqupart Holding AG, Zug stellv. Vorsitzender AXA S.A., Paris Celsius Pro AG, Zürich Vorsitzender Yes Europe AG, Lachen Vorsitzender Beate Menscha) Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft, München Anja MikusDr. Roger MüllerDr. Helmut Perleta) Allianz SE Vorsitzender GEA GROUP AG Vorsitzender (seit 20.4.2016) Barbara Priester(bis 31.12.2016) Mark RoachMargit Schoffer(bis 31.1.2017) Nicholas Tellerb) Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG (bis 30.6.2016) Dr. Gertrude Tumpel-Gugerellb) Finanzmarktbeteiligung Aktiengesellschaft des Bundes, Wien Österreichische Bundesbahnen Holding AG, Wien OMV Aktiengesellschaft, Wien Vienna Insurance Group AG, Wien Mitarbeiter der Commerzbank AktiengesellschaftAngaben gemäß § 340a Abs. 4 Ziffer 1 HGB Andreas BögerDüsseldorfer Hypothekenbank Aktiengesellschaft (seit 1.1.2017) Volker ErglerStadtwerke Viernheim GmbH Gerold FahrStadtwerke Ratingen GmbH Vorsitzender Martin FischedickBorgers SE & Co. KGaA Jörg van GeffenHäfen und Güterverkehr Köln AG Sven GohlkeBombardier Transportation GmbH Andrea HabermannDelta Direkt Lebensversicherung Aktiengesellschaft München Jochen H. IhlerHüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH Marcus KönigStädtische Werke Nürnberg Gesellschaft mit beschränkter Haftung VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Fredun MazaheriDüsseldorfer Hypothekenbank Aktiengesellschaft (bis 31.12.2016) Dr. Annette MessemerK+S Aktiengesellschaft Stefan NodewaldSCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz Aktiengesellschaft Dr. Bettina OrloppCommerz Real AG1 Roman SchmidtCommerz Real AG1 Sabine Schmittrothcomdirect bank Aktiengesellschaft1 Commerz Real AG1 Dr. Jochen SutorCommerz Real AG1 Rupert WinterKlinikum Burgenlandkreis GmbH stellv. Vorsitzender (bis 31.12.2016) Benedikt WinzenWohnstätte Krefeld, Wohnungs-Aktiengesellschaft GlossarAdditional-Tier-1-KapitalDas Additional-Tier-1-Kapital ("zusätzliches Kernkapital") besteht aus hybriden Kapitalinstrumenten, die bestimmte in der CRR definierte Anforderungen erfüllen müssen. Das Additional Tier 1 stellt die zweithöchste Qualität aufsichtsrechtlichen Kapitals dar. Asset-backed Securities (ABS)Forderungsbesicherte Wertpapiere, deren Zins- und Tilgungszahlung durch den zugrunde liegenden Forderungspool gedeckt ("backed") sind. Sie werden in der Regel durch eine Zweckgesellschaft im Rahmen einer Verbriefung begeben. BacktestingVerfahren zur Überwachung der Güte von Value-at-Risk-Modellen. Hierzu werden über einen längeren Zeitraum tatsächlich aufgetretene Verluste der prognostizierten Verlustobergrenze gegenübergestellt. BankbuchIm Bankbuch werden sämtliche Bankgeschäfte erfasst, die nicht dem Handelsbuch zuzuordnen sind. Benchmarktransaktion/-emissionDie Emission einer Schuldverschreibung, die als richtungweisend angesehen wird. Ab einem Emissionsvolumen von i.d.R. 500 Mio. Euro wird sie als Benchmarkanleihe bezeichnet, da diese die notwendige Mindestgröße zur Aufnahme in einen Kapitalmarktindex (Benchmark) erfüllt. Capital Requirements Regulation (CRR)/Capital Requirements Directive (CRD IV)Das CRD-IV-Paket, bestehend aus einer Verordnung (CRR) und einer Richtlinie (CRD), setzt die Basel-3-Regeln seit dem 1. Januar 2014 in europäisches Recht um. Die CRR ist unmittelbar im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) anzuwenden und enthält regulatorische Anforderungen für Kreditinstitute und Wertpapierfirmen hinsichtlich der Themenbereiche Solvabilität, Großkredite, Verbriefungen, Liquidität, Verschuldung (Leverage) und Offenlegung. Zur Konkretisierung dieser Vorschriften dienen sogenannte technische Standards, die von der European Banking Authority (EBA) erarbeitet und der Europäischen Kommission erlassen werden. Im Gegensatz zur CRR ist die CRD IV durch die Mitgliedsstaaten in nationales Recht umzusetzen und umfasst neben Regelungen zur aufsichtlichen Zusammenarbeit insbesondere die qualitativen Vorschriften der Säule II zur aufsichtlichen Überprüfung und Bewertung sowie die Kapitalpufferanforderungen. Collateralised Debt Obligations (CDOs)ABS, die durch einen Pool von unterschiedlichen Wertpapieren, die insbesondere Kredite verbriefen, besichert werden. Commercial Mortgage-backed Securities (CMBS)Mit gewerblichen Immobilienkrediten besicherte ABS. Common-Equity-Tier-1-KapitalDas Common-Equity-Tier-1-Kapital ("hartes Kernkapital") definiert das haftende Eigenkapital höchster Qualität gemäß CRR. Es besteht vor allem aus Gezeichnetem Kapital, Kapitalrücklage und einbehaltenen Gewinnen (Gewinnrücklage). Das Common Equity Tier 1 wird um diverse Kapitalabzugspositionen gekürzt. Common-Equity-Tier-1-QuoteDie Common-Equity-Tier-1-Quote ("harte Kernkapitalquote") errechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital und dem Gesamtrisikobetrag. Corporate GovernanceCorporate Governance legt Richtlinien für eine transparente Leitung und Überwachung von Unternehmen fest. Die Empfehlungen des Corporate Governance Kodex schaffen Transparenz und stärken das Vertrauen in eine verantwortungsvolle Unternehmensführung; sie dienen im Besonderen dem Schutz der Aktionäre. Credit Default Swap (CDS)Ein CDS ist ein Kreditderivat, das zur Übertragung des Ausfallrisikos aus einem Referenzaktivum (zum Beispiel Wertpapier oder Kredit) eingesetzt wird. Dafür zahlt der Sicherungsnehmer an den Sicherungsgeber eine Prämie und erhält bei Eintritt eines vorab vereinbarten Kreditereignisses eine Ausgleichszahlung. Credit Valuation Adjustments (CVA)Ausfallrisiko von Kontrahenten bei positiven Derivatepositionen. Debit Valuation Adjustments (DVA)Ausfallrisiko der Commerzbank bei negativen Derivatepositionen. Deckungsquote (Coverage Ratio)Das Verhältnis der Summe von Risikovorsorge und Sicherheiten zum Default-Volumen bezeichnet die Deckungsquote inklusive Sicherheiten. Default-PortfolioKreditportfolio der als ausgefallen klassifizierten Kredite (ausgefallen gemäß den Baseler Regelungen). DerivateDerivate sind Finanzinstrumente, deren Bewertung sich vom Preis eines Basiswerts (zum Beispiel Wertpapier oder Kredit) ableitet. Diese Instrumente bieten unter anderem Möglichkeiten zur Absicherung von Risiken (Hedging). Equity-MethodeDie Equity-Methode ist ein Verfahren zur Bewertung von Beteiligungen, die als assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschluss ausgewiesen werden. Das anteilige Jahresergebnis des Unternehmens wird in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung als laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen ausgewiesen. Der Bilanzansatz erfolgt in Höhe des anteiligen Eigenkapitals des at-Equity-bewerteten Unternehmens. Europäische Bankenaufsichtsbehörde (European Banking Authority, EBA)Die EBA wurde von der Europäischen Union als Bestandteil des Europäischen Finanzaufsichtssystems eingerichtet. Die Aufgaben der EBA umfassen insbesondere die Entwicklung technischer Regulierungs- und Durchführungsstandards sowie die Herausgabe von Leitlinien und Empfehlungen. Zudem werden von der EBA europäische Regulierungs- und Aufsichtsstandards entwickelt, die den Rahmen für die zuständigen nationalen Aufsichtsbehörden bilden. Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM)Internationale Finanzinstitution des Euroraums mit Sitz in Luxemburg zur Stabilisierung des Euro-Währungsgebiets. Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (European Securities and Markets Authority - ESMA)ist eine unabhängige EU-Behörde, die zur Stabilität des Finanzsystems in der EU beitragen soll, indem sie die Integrität, die Transparenz, die Effizienz und die Funktionsweise der Wertpapiermärkte sicherstellt und den Anlegerschutz intensiviert. Sitz der Behörde ist Paris. Funding Valuation Adjustments (FVA)Berücksichtigung zum Zeitwert von Refinanzierungskosten oder -erträgen bei unbesicherten Derivaten sowie bei besicherten Derivaten, bei denen nur teilweise Sicherheiten vorliegen oder die Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet werden können. FutureFutures sind börsengehandelte Termingeschäfte auf bestimmte Vermögensgegenstände wie zum Beispiel Aktien, Anleihen, Indizes, Rohstoffe und Währungen. Vereinbart wird der Kauf (long) oder Verkauf (short) zu einem bestimmten zukünftigen Fälligkeitszeitpunkt und einem bei Vertragsabschluss festgelegten Terminpreis. Der Börsenhandel ermöglicht durch die Standardisierung einen transparenten Handel, geringe Handelskosten und einen leichten Marktzugang. GesamtrisikobetragFür die Ermittlung der Angemessenheit der Eigenmittel wird das regulatorische Kapital dem Gesamtrisikobetrag gegenübergestellt. Der Gesamtrisikobetrag wird als Summe aller Risikoaktiva (RWA) und dem 12,5-Fachen der Eigenmittelanforderungen für Marktpreisrisiken, Kreditbewertungsrisiken bei OTC-Derivaten (CVA-Charge) und operationellen Risiken der Bank ermittelt. GoodwillDer Goodwill ist der bei einer Beteiligungs- oder Unternehmensübernahme nach Aufdeckung stiller Reserven und Lasten verbleibende Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem Wert des hierfür erworbenen Reinvermögens (deutscher Fachbegriff: Geschäfts- oder Firmenwert). HandelsbuchPositionen im Handelsbuch werden zum Zwecke der kurzfristigen Weiterveräußerungs- und Gewinnerzielungsabsicht gehalten und bestehen im Wesentlichen aus Finanzinstrumenten, Anteilen und handelbaren Forderungen. Im Handelsbuch werden auch eng mit Handelsbuchpositionen verbundene Positionen ausgewiesen, die der Absicherung von Risiken im Handelsbuch dienen. HedgingHedging ist eine Strategie, bei der Sicherungsgeschäfte mit dem Ziel abgeschlossen werden, sich gegen das Risiko von ungünstigen Preisentwicklungen (Zinsen, Kurse, Rohstoffe) abzusichern. Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP)Prozess, der gewährleistet, dass Kreditinstitute über genügend internes Kapital zur Abdeckung aller wesentlichen Risiken verfügen. International Financial Reporting Standards (IFRS)/International Accounting Standards (IAS)Die IFRS/IAS sind die vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten internationalen Rechnungslegungsvorschriften. Die Zielsetzung von Jahresabschlüssen nach IFRS ist es, international vergleichbare, entscheidungsrelevante Informationen für Investoren über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens bereitzustellen. KonfidenzniveauWahrscheinlichkeit, mit der ein potenzieller Verlust eine durch den Value-at-Risk definierte Verlustobergrenze nicht überschreitet. KreditderivatFinanzinstrument, dessen Wert von einer zugrunde liegenden Forderung abhängt, zum Beispiel einem Kredit oder Wertpapier. In der Regel werden diese Kontrakte OTC abgeschlossen. Sie werden unter anderem zur Risikosteuerung eingesetzt. Das am häufigsten eingesetzte Kreditderivat ist der Credit Default Swap. Latente SteuernLatente Steuern sind zukünftige Steuerbe- beziehungsweise Steuerentlastungen, die aus temporären Differenzen und aus noch nicht genutzten steuerlichen Verlusten beziehungsweise Steuergutschriften resultieren. Dabei sind temporäre Differenzen unterschiedliche Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden zwischen der veröffentlichten Handels- oder IFRS-Bilanz und der Steuerbilanz (Liability-Methode), die sich in späteren Wirtschaftsjahren ausgleichen und aus denen tatsächliche Steuerwirkungen resultieren. Abzugsfähige temporäre Differenzen sowie noch nicht genutzte steuerliche Verluste beziehungsweise Steuergutschriften führen zu latenten Steueransprüchen; hingegen führen zu versteuernde temporäre Differenzen zu latenten Steuerschulden. Latente Steueransprüche/Steuerschulden sind getrennt von den tatsächlichen Steueransprüchen/Steuerschulden auszuweisen. Leverage RatioMit der Leverage Ratio ("Verschuldungsquote") soll das Verhältnis des regulatorischen Kernkapitals zu einer regulatorisch angepassten Bilanzsumme und außerbilanziellen Positionen gemessen werden. Die mit dem Rahmenwerk Basel 3 eingeführte Kennziffer wird voraussichtlich ab 2018 eine bankaufsichtliche Mindestanforderung der Säule I darstellen, ist jedoch bereits seit dem Inkrafttreten der CRR an die Aufsicht zu melden. Liquidity Coverage Ratio (LCR)Mit der LCR werden das Baseler Rahmenwerk und dessen Umsetzung in EU-Recht um eine strukturelle Liquiditätskennziffer erweitert, die eine fristenkongruente Refinanzierung der Aktivseite sicherstellen soll. Die LCR ist voraussichtlich ab 2018 als bankaufsichtliche Mindestanforderung einzuhalten. Mark-to-MarketUnter Mark-to-Market wird die Bewertung von Positionen zu aktuellen, notierten Marktpreisen verstanden. NachhaltigkeitNachhaltigkeit bezeichnet langfristiges, auf eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft gerichtetes Wirtschaften. Verantwortung für die Umwelt und ausgewogene soziale Beziehungen verstehen sich dabei als leitende Ziele. Net Stable Funding Ratio (NSFR)Mit der NSFR wird das Baseler Rahmenwerk um eine strukturelle Liquiditätskennziffer erweitert, die misst, ob Aktivpositionen, die wenig fungibel sind und eine langfristige Finanzierung erfordern, auch eine angemessene Anzahl entsprechender langfristiger Refinanzierungsinstrumente gegenüberstehen. Die NSFR ist voraussichtlich ab 2018 als bankaufsichtliche Mindestanforderung einzuhalten. NettingAufrechnung betrags- oder risikomäßig gegenläufiger Positionen. OptionDie Option ist eine Vereinbarung, die dem einen Vertragspartner (Käufer der Option) das einseitige Recht einräumt, eine im Voraus bestimmte Menge einer Ware oder eines Wertes zu einem vorab festgelegten Preis innerhalb eines definierten Zeitraums zu kaufen oder zu verkaufen. OTCOTC ist die Abkürzung für "Over the Counter"; damit wird der außerbörsliche Handel von Finanzinstrumenten bezeichnet. RatingStandardisierte Bonitätsbeurteilung/Risikoeinschätzung von Unternehmen, Staaten oder von diesen emittierten Schuldtiteln auf Basis standardisierter qualitativer und quantitativer Kriterien. Das Ergebnis des Ratingprozesses ist Grundlage für die Feststellung der Ausfallwahrscheinlichkeit, die wiederum in die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko einfließt. Ratings können durch die Bank selbst (interne Ratings) oder durch spezialisierte Ratingagenturen wie Standard & Poor's, Fitch oder Moody's ermittelt werden (externe Ratings). Residential Mortgage-backed Securities (RMBS)Mit privaten Immobilienkrediten besicherte ABS. Reverse-RepoEine Vereinbarung zum Rückkauf von Wertpapieren aus Sicht des Käufers. Risikogewichtete Aktiva oder Risikoaktiva (RWA)Die regulatorische Quantifizierung der Kreditrisiken erfolgt durch die Berechnung der risikogewichteten Aktiva und kann grundsätzlich nach zwei Ansätzen, dem Kreditrisikostandardansatz (KSA) und dem Internen Rating-basierten Ansatz (IRBA) vorgenommen werden. Für den IRBA wird die Höhe der RWA mithilfe der Parameter Forderungsbetrag (EAD), der intern durch die Bank ermittelten Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) und der Verlustquote bei Ausfall (LGD) berechnet. Für den KSA ist der Forderungsbetrag (EAD) mit einem Risikogewicht zu multiplizieren, des von der Aufsicht vorgegeben oder in Abhängigkeit vom externen Rating des Kontrahenten vergeben wird. SREPUnter SREP (englisch: Supervisory Review and Evaluation Process) wird der durch die Aufsichtsbehörden durchgeführte Überprüfungs- und Evaluierungsprozess bezeichnet. Dieser Prozess hat die Überprüfung der Angemessenheit der Strategien, Verfahren und Methoden der Institute zur Sicherstellung einer angemessenen Kapital- und Liquiditätsausstattung zum Ziel. Die Commerzbank wird von der Europäischen Zentralbank beaufsichtigt. Darin werden alle Feststellungen der Aufseher für das jeweilige Jahr zusammengefasst und der Bank zur Behebung mitgeteilt. Für die Commerzbank ist die Europäische Zentralbank die relevante Aufsichtsbehörde. StresstestingMit Stresstests werden die Auswirkungen krisenhafter Kapitalmarktveränderungen auf die Risikoposition untersucht. In der Commerzbank werden risikoartenspezifische und integrierte risikoartenübergreifende Stresstests unterschieden. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung werden makroökonomische Stresstests (Szenarioanalysen auf Basis makroökonomischer Prognosen) durchgeführt. Dabei wird der Einfluss makroökonomischer Rahmenbedingungen sowohl auf die Risikoposition als auch die Kapitalbestandteile betrachtet. SwapsSwaps sind derivative Finanzinstrumente, bei denen der Austausch von Zahlungsströmen (Zinsen und/oder Währungsbeträge) über einen festgelegten Zeitraum vereinbart wird. Mittels Zinsswaps werden Zinszahlungsströme getauscht (zum Beispiel fest gegen variabel). Währungsswaps bieten darüber hinaus die Möglichkeit, das Wechselkursrisiko über einen Austausch von Kapitalbeträgen auszuschalten. Tier-1-KapitalDas Tier-1-Kapital ("Kernkapital") setzt sich zusammen aus Common-Equity-Tier-1-Kapital ("hartes Kernkapital") und Additional-Tier-1-Kapital ("zusätzliches Kernkapital"). Tier-1-QuoteDie Tier-1-Quote ("Kernkapitalquote") errechnet sich als Quotient aus dem Kernkapital und der risikogewichteten Aktiva (RWA). Tier-2-KapitalDas Tier-2-Kapital ("Ergänzungskapital") besteht aus Kapitalinstrumenten, wie beispielsweise nachrangigen Verbindlichkeiten, die bestimmte in der CRR definierte Anforderungen erfüllen müssen. Total-Capital-QuoteDie Total-Capital-Quote ("Gesamtkapitalquote") errechnet sich als Quotient aus dem Kernkapital (Tier 1) zuzüglich des Ergänzungskapitals (Tier 2) und der risikogewichteten Aktiva (RWA). VerbriefungIm Rahmen von Verbriefungen werden Forderungen (zum Beispiel Kredite oder Leasingforderungen) in einem Pool gebündelt und auf einen Käufer (in der Regel auf eine Zweckgesellschaft; SPV) übertragen. Das SPV refinanziert sich durch die Emission von Wertpapieren (zum Beispiel ABS). Die Rückzahlung und Zinszahlung der Wertpapiere ist direkt an die Performance der zugrunde liegenden Forderungen geknüpft und nicht an die des Emittenten. VolatilitätMit dem Begriff "Volatilität" wird die Kursschwankung eines Wertpapiers beziehungsweise einer Währung bezeichnet. Oftmals wird diese in Form der Standardabweichung aus der Kurshistorie berechnet beziehungsweise implizit aus einer Preissetzungsformel. Je höher die Volatilität, desto risikoreicher ist das Halten der Anlage. 90 days past dueEin Ausfallkriterium gemäß CRR. Engagements, die länger als 90 Tage (unter Berücksichtigung von Bagatellgrenzen) rückständig sind, müssen demgemäß als Ausfall geschlüsselt werden. Bei der Commerzbank findet dies in der Ratingklasse 6.1 Berücksichtigung. Eine Vielzahl weiterer Begriffserklärungen bietet unser Glossar im Internet unter www.commerzbank.de. Angaben zur Belastung von VermögenswertenDie nachstehende Offenlegung erfolgt nach Artikel 100 in Verbindung mit Artikel 443 der Capital Requirements Regulation (CRR) unter Berücksichtigung der Empfehlung des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken über die Refinanzierung von Kreditinstituten (ESRB 2012/2). Nach den zugehörigen Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (GL/2014/03) ist ein Vermögenswert als belastet zu behandeln, wenn er verpfändet wurde oder Gegenstand einer Vereinbarung zur Besicherung oder Bonitätsverbesserung eines bilanziellen oder außerbilanziellen Geschäfts ist, von dem er nicht frei abgezogen werden kann. Verpfändete Vermögenswerte, die Freigabebeschränkungen unterliegen, wie Vermögenswerte, die vor der Verwendung einer Zustimmung Dritter oder eines Ersatzes durch andere Vermögenswerte bedürfen, sind als belastet anzusehen. Die Commerzbank-Gruppe bietet vielfältige standardisierte wie kundenspezifische Finanzdienstleistungen für Privat- und Firmenkunden sowie öffentliche und institutionelle Kunden an. Die Belastung von Vermögenswerten der Bank hat damit folgende wesentlichen Auslöser:
OTC-Derivategeschäfte werden unter international standardisierten Rahmenverträgen wie dem ISDA Master Agreement oder dem deutschen Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte abgeschlossen. Die teilweise durch EU-Regulierung vorgeschriebene, teilweise auf Wunsch der Parteien erfolgende Besicherung basiert grundsätzlich auf handelsüblichen und bilateral ausgehandelten Besicherungsvereinbarungen. Diese beinhalten im Derivatgeschäftsbereich in der Regel die Besicherung der jeweiligen Verpflichtung aus der Gesamtheit aller Transaktionen zwischen den Parteien eines Rahmenvertrags durch Vollrechtsübertragung von Sicherheiten an den Sicherungsnehmer. Demgegenüber erfolgt unter den Rahmenverträgen für Wertpapierdarlehen sowie Wertpapierpensionsgeschäften in der Regel keine zusätzliche Besicherung, da die Besicherung bereits inhärenter Bestandteil der Transaktion ist. Die Commerzbank als Sicherheitennehmerin hat regelmäßig das Recht, derartige Sicherheit zu verwerten oder weiter zu verpfänden, sofern sie bei Beendigung der Transaktion gleichwertige Wertpapiere zurückgibt. Gedeckte Schuldverschreibungen der Commerzbank erfüllen neben den Vorgaben der Pfandbriefgesetzgebung höhere Übersicherungsanforderungen der Ratingagenturen. Die Übersicherung für gedeckte Schuldverschreibungen aus Programmen, die sich im Abbau befinden, wurde auf die Vorgaben der Pfandbriefgesetzgebung reduziert und jeweils öffentlich gemacht. Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen zu belasteten und unbelasteten Vermögenswerten des Commerzbank-Konzerns nach CRR auf Basis des Medianwertes der vergangenen vier Quartale des Geschäftsjahres 2016: scroll
Mehr als 50 % der unbelasteten Sonstigen Vermögenswerte können mittelbar ebenfalls zur Besicherung herangezogen werden. Zu den nicht belastbaren Vermögenswerten zählen im Wesentlichen Forderungen mit Wertpapierhinterlegung, Derivate ohne Collaterals oder Nettingvereinbarung sowie nicht finanzielle Vermögenswerte. Die erhaltenen Sicherheiten beziehungsweise ausgegebenen eigenen Schuldtitel setzten sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen: scroll
Die mit belasteten Vermögenswerten verbundenen beziehungsweise besicherten Verbindlichkeiten stellten sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar: scroll
Auf Basis der Medianwerte ist im Vergleich zum Vorjahr mit der deutlichen Verminderung der Bilanzsumme auch eine erhebliche Verminderung der Belastung von Vermögenswerten zu verzeichnen. Die obigen Angaben beziehen sich auf die konsolidierten Werte des Commerzbank-Konzerns. Damit sind alle innerhalb des Konzerns durchgeführten Transaktionen ohne Auswirkung auf die Angaben zur Belastung. Quartalsergebnisse nach Segmentenscroll
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HerausgeberCommerzbank AG Zentrale Kaiserplatz Frankfurt am Main www.commerzbank.de Dieser Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor. Beide Sprachfassungen sind im Internet abrufbar. FotografieCommerzbank (S. 2) Alexandra Lechner (S. 6) Druck und VerarbeitungKunst- und Werbedruck, Bad Oeynhausen DisclaimerVorbehalt bei ZukunftsaussagenDieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren. Die deutsche Fassung dieses Geschäftsberichts ist maßgebend und nur die deutsche Version des Konzernlageberichts und des Konzernabschlusses wurden vom Abschlussprüfer geprüft. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf geschlechtsspezifische Formulierungen (zum Beispiel Mitarbeiter/innen) verzichtet. Im Sinne der Gleichbehandlung gelten alle Aussagen für beide Geschlechter. Veröffentlichung des Geschäftsberichts: 23. März 2017 Die Commerzbank arbeitet klimaneutral. Die durch das Papier dieses Geschäftsberichts verursachten Treibhausgasemissionen werden von der Commerzbank durch Investitionen in hochwertige Klimaschutzprojekte kompensiert. Weitere Informationen unter: klimaneutrale.commerzbank.de Wesentliche Konzerngesellschaften und wesentliche BeteiligungenInlandcomdirect bank AG, Quickborn Commerz Finanz GmbH, München Commerz Real AG, Eschborn AuslandCommerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo, São Paulo Commerzbank (Eurasija) AO, Moskau Commerzbank Finance & Covered Bond S.A., Luxemburg Commerzbank Zrt., Budapest Commerz Markets LLC, New York mBank S.A., Warschau Operative AuslandsniederlassungenAmsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Ostrava (Office), Paris, Peking, Pilsen (Office), Prag, Schanghai, Singapur, Tianjin, Tokio, Wien, Zürich Repräsentanzen und Financial Institutions DesksAbidjan, Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Bagdad, Baku, Bangkok, Beirut, Belgrad, Brüssel (Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Bukarest, Caracas, Dhaka, Dubai (FI-Desk), Ho-Chi-Minh-Stadt, Hongkong (FI-Desk), Istanbul, Jakarta, Johannesburg, Kairo, Kiew, Kuala Lumpur, Lagos, Luanda, Mailand (FI-Desk), Melbourne, Minsk, Moskau, Mumbai, New York (FI-Desk), Nowosibirsk, Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), São Paulo, Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tiflis, Tokio (FI-Desk), Zagreb Commerzbank weltweitscroll
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Stand: 31.12.2016 Finanzkalender 2017/2018scroll
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