![]() Commerzbank AktiengesellschaftFrankfurt am MainZwischenbericht zum 30. Juni 2018Kennzahlenscroll
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Anpassung Vorjahr. Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und
bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Highlights der Geschäftsentwicklung vom 1. Januar bis 30. Juni 2018Kernaussagen
Entwicklung der Commerzbank-AktieDas internationale Börsengeschehen war in den ersten sechs Monaten 2018 durch eine
Vielzahl geopolitischer Ereignisse geprägt, darunter die sich zuspitzenden Handelsbeziehungen
zwischen den USA und China sowie Europa, Wahlen in Russland, Italien und der Türkei,
die Bildung einer Großen Koalition im deutschen Bundestag sowie die anhaltenden politischen
Spannungen im Nahen Osten und in Nordkorea. Die Ende Januar anziehende Volatilität
setzte einem noch zu Jahresbeginn positiven Verlauf am deutschen Aktienmarkt deutlich
zu, der im Zuge steigender Risikoaversion aber erhebliche Rücksetzer hinnehmen musste.
Entsprechend waren vor allem deutsche Bundesanleihen gefragt, deren Renditen im Gegenzug
nachgaben. Die Unsicherheiten zeigten sich auch in den Leitwährungen, einem gestiegenen
US-Dollar stand ein schwächerer Eurokurs gegenüber. In einem Umfeld sinkender Zinserwartungen
verzeichneten insbesondere europäische Banken und Aktien konjunkturnaher Branchen
zum Teil deutliche Kursabschläge. In den ersten sechs Monaten 2018 ging der EURO-STOXX-Bankenindex
um - 15,4 % zurück, wohingegen die Commerzbank-Aktie seit Jahresbeginn - 34,3 % einbüßte.
Diese Entwicklung ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass sich die allgemeinen
Erwartungen an einen Zinsanstieg gegenüber dem Jahresende ermäßigten, ein Aspekt,
den Investoren in Bezug auf die Ertragslage der Commerzbank überdurchschnittlich gewichten.
Zudem traten die noch im Vorjahr im Vordergrund stehenden Übernahmefantasien in der
ersten Jahreshälfte 2018 deutlich zurück. scroll
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Deutsche Börsen gesamt. Wichtige geschäftspolitische EreignisseWeiterer Meilenstein in der Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0"Am 3. Juli hat die Commerzbank eine Vereinbarung mit der Société Générale über den
Verkauf des Konzernbereichs Equity Markets & Commodities (EMC) getroffen. Das EMC-Geschäft
der Commerzbank umfasst die Emission und das Marketmaking von strukturierten Handels-
und Anlageprodukten, die etablierte Marke für börsengehandelte Indexfonds (ETFs) ComStage
sowie die dazugehörige führende Plattform für das ETF-Marketmaking. Nicht Bestandteil
der Transaktion sind das Eigenkapitalmarktgeschäft, das das Begleiten von Unternehmen
bei der Emission von Aktien und aktienbasierten Finanzierungsinstrumenten ("ECM -
Equity Capital Markets") sowie den Aktienhandel ("Equity Trading") und den Aktienvertrieb
("Equity Sales/Brokerage") umfasst. Dies gilt auch für das Geschäft mit Absicherungsprodukten
für Rohstoffrisiken. Diese Aktivitäten werden als Teil des strategischen Kundengeschäfts
bei der Commerzbank bleiben. Im Rahmen der Transaktion sollen Handelsbücher, Kundengeschäft, Mitarbeiter und Teile
der IT-Infrastruktur übertragen werden. Die EMC-Frontoffice-Mitarbeiter sowie einige
Mitarbeiter aus nachgelagerten Einheiten sollen zur Societe Generale wechseln. Die
Übertragung der Handelsbücher und die entsprechenden Auswirkungen auf Bilanz und Erträge
werden schrittweise erfolgen und voraussichtlich Ende 2018 beginnen. Daher werden
aller Voraussicht nach die EMC-Erträge in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung der Commerzbank
im Laufe des Jahres 2019 auslaufen. Der Abbau von Aufwendungen, die in Zusammenhang
mit EMC stehen, soll die Kostenbasis der Commerzbank bis Ende 2020 um mindestens 200
Mio. Euro entlasten und so zum Erreichen des 2016 im Rahmen der "Commerzbank 4.0"-Strategie
formulierten Kostenziels beitragen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Abstimmung mit den zuständigen
Steuerbehörden, der Zustimmung weiterer zuständiger Behörden und Arbeitnehmervertretergremien
sowie des Abschlusses der rechtlichen Dokumentation. Wirtschaftliche RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche SituationDie Weltwirtschaft hat auch im ersten Halbjahr 2018 ordentlich zugelegt. Kräftige
Impulse kamen weiterhin aus den Schwellenländern, auch wenn es in China erste Anzeichen
für eine erneute Wachstumsabschwächung gibt. In den USA fiel die Wachstumsdelle zu
Jahresbeginn kleiner aus als im Vorjahr und für das zweite Quartal zeichnet sich bereits
wieder ein höheres Wachstum ab. Die Arbeitslosenquote ist inzwischen niedriger als
vor der tiefen Rezession 2007 bis 2009. Vor diesem Hintergrund hat die US-Notenbank
seit Jahresbeginn den Zielkorridor für die Leitzinsen um weitere 50 Basispunkte auf
1,75 % bis 2,00 % erhöht. Im Euroraum hat der Aufschwung dagegen merklich an Kraft
verloren. Maßgeblich hierfür ist die Aufwertung des Euro um zwischenzeitlich knapp
9 % in den zurückliegenden zwölf Monaten, die in der stark vom Export abhängigen Industrie
ihre Wirkung hinterlassen hat. Die deutsche Wirtschaft hat in den ersten drei Monaten
2018 gegenüber dem Schlussquartal 2017 deutlich schwächer expandiert als in den Quartalen
zuvor und auch für das zweite Vierteljahr zeichnet sich kein stärkeres Wachstum ab.
An den Finanzmärkten hat die Volatilität zuletzt spürbar zugenommen. Noch aber stützt
die immer noch expansive Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageDer Commerzbank-Konzern wendet seit dem 1. Januar 2018 IFRS 9 "Finanzinstrumente"
an. Aus der Anwendung von IFRS 9 resultieren Änderungen in den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden des Konzerns. Eine Anpassung der Vergleichszahlen wurde gemäß den
Übergangsvorschriften des IFRS 9 nicht vorgenommen. Erläuterungen zu den Änderungen
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zu den Erstanwendungseffekten IFRS 9
finden sich im Zwischenabschluss auf Seite 45 ff. beziehungsweise auf Seite 47 ff. Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-KonzernsIm ersten Halbjahr 2018 hat die Commerzbank ein Operatives Ergebnis in Höhe von 689
Mio. Euro erzielt, nach 505 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die einzelnen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung haben sich im Berichtszeitraum
wie folgt entwickelt: Der Zinsüberschuss lag im Berichtszeitraum mit 2 207 Mio. Euro um 7,5 % über dem Niveau
des Vorjahres. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden legte der um Sondereffekte
aus Purchase-Price-Allocation-(PPA-)Abschreibungen bereinigte Zinsüberschuss, in erster
Linie bedingt durch höhere Kreditvolumina, signifikant zu. Vor allem das Konsumentenkreditgeschäft
in Deutschland wirkte sich dabei positiv aus. Neben Zinserträgen aus dem vom Joint-Venture-Partner
übernommenen Portfolio erwirtschaftete die Commerzbank Zinseinnahmen aus Neugeschäft
über die seit Mitte 2017 aufgebaute eigene Ratenkreditplattform. Im Inland konnte
der Ertragsrückgang infolge des andauernden Niedrigzinsumfeldes durch aktive Gegenmaßnahmen
gestoppt werden. Bei der mBank hält die gute Entwicklung an: Höhere Zinserträge wurden
sowohl im Kredit- als auch im Einlagengeschäft durch weiteren Margenanstieg und Volumenwachstum
erwirtschaftet. Im Segment Firmenkunden wirkten Belastungen aus dem Zinsumfeld, die
verhaltene Nachfrage nach Kapitalmarkt- und Absicherungsprodukten sowie der intensive
Preiswettbewerb dämpfend auf die Entwicklung der Ertragslage. Das Segment Asset &
Capital Recovery wies für den Berichtszeitraum einen Rückgang des Zinsüberschusses
aus, der im Zusammenhang mit dem weiteren Portfolioabbau stand. Der Provisionsüberschuss ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,2 % auf 1 562 Mio.
Euro zurück. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden stand der Rückgang des Provisionsüberschusses
insbesondere im Zusammenhang mit der Beendigung des Joint Ventures "Commerz Finanz
GmbH". Im ersten Halbjahr 2017 vermittelte die Commerzbank das Konsumentenkreditgeschäft
noch ausschließlich an das Joint Venture. Daraus resultierende Provisionserträge sind
mit Aufgabe des Joint Ventures vollständig entfallen, werden aber seitdem durch über
die eigene Ratenkreditplattform und das vom Joint-Venture-Partner übernommene Portfolio
generierte Zinserträge mehr als kompensiert. Im Inland gingen ferner die Erträge im
Wertpapiergeschäft zurück. Im Berichtszeitraum machten sich regulatorische Änderungen
mit Einführung der Finanzmarktrichtlinie MiFID II zu Jahresbeginn in relativ verhaltenen
Kundenaktivitäten ertragsbelastend bemerkbar. Das Wachstum des Provisionsüberschusses
der mBank schwächte sich im Berichtszeitraum aufgrund der weggefallenen Erträge aus
dem veräußerten Gruppenversicherungsgeschäft ab. Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten belief sich im Berichtszeitraum auf 625 Mio. Euro, nach 693
Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ist überwiegend auf Bewertungseffekte
im Bereich Sonstige und Konsolidierung zurückzuführen. Mit - 14 Mio. Euro lag das Übrige Ergebnis aus Finanzinstrumenten um 83 Mio. Euro
unter dem Vorjahr. Im Berichtszeitraum waren im Wesentlichen negative Bewertungseffekte
aus dem Public-Finance-Portfolio enthalten. Demgegenüber waren im Vorjahr noch positive
Einmaleffekte aus der Veräußerung von Anleihen zu verzeichnen. Das Sonstige Ergebnis betrug im Berichtszeitraum 105 Mio. Euro, nach 5 Mio. Euro im
Vorjahr. Der deutliche Anstieg um 101 Mio. Euro war maßgeblich bedingt durch die Veräußerung
des Gruppenversicherungsgeschäfts der mBank-Tochter mFinanse im Segment Privat und
Unternehmerkunden sowie einer Beteiligung im Segment Firmenkunden. Außerdem wirkten
sich Zinsen für Steuererstattungsansprüche positiv im Ergebnis aus. Das Risikoergebnis belief sich im Berichtszeitraum auf - 161 Mio. Euro. Im Segment
Privat- und Unternehmerkunden spiegelte sich einerseits die Aufnahme des inländischen
Ratenkreditgeschäfts in die eigenen Bücher und zum anderen der höhere Vorsorgeaufwand
im Kreditgeschäft mit Firmenkunden der mBank wider. Insgesamt zeigt es sich aber in
Relation zu den Gesamterträgen sowie gemessen an historischen Maßstäben weiterhin
unauffällig. Das Risikoergebnis des Segments Firmenkunden profitierte im Wesentlichen
von der Auflösung von Wertberichtigungen für Einzelengagements sowie vom weiterhin
sehr guten Risikoprofil des Kreditportfolios. Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum mit 3 684 Mio. Euro um 2,8 %
über dem Vorjahreszeitraum. Der Anstieg resultierte in erster Linie aus höheren Investitionen
in Digitalisierung und Wachstum sowie aus gestiegenen Kosten für regulatorische Projekte
und Abgaben, wie Einlagensicherungsfonds und polnische Bankensteuer. Während die Personalaufwendungen
mit 1 746 Mio. Euro um 4,4 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums lagen, was insbesondere
auf den eingeleiteten Stellenabbau zurückzuführen war, stiegen die Sachaufwendungen
einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Anlagewerte
um 10,3 % auf 1 938 Mio. Euro. Der Anstieg resultierte in erster Linie aus höheren
IT-Investitionen, aus gestiegenen Pflichtbeiträgen - darin enthalten die europäische
Bankenabgabe und die polnische Bankensteuer - sowie planmäßigen Abschreibungen auf
Immaterielle Vermögenswerte. Als Resultat der beschriebenen Entwicklungen erwirtschaftete der Commerzbank-Konzern
in den ersten sechs Monaten 2018 ein Operatives Ergebnis in Höhe von 689 Mio. Euro,
nach 505 Mio. Euro im Vorjahr. Hierin enthalten waren im Berichtszeitraum Bewertungseffekte
aus Kontrahentenrisiken in Höhe von - 19 Mio. Euro, nach 26 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Steuern betrug 689 Mio. Euro, nach - 302 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.
Im Vorjahr waren Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 807 Mio. Euro enthalten,
die im Zusammenhang mit der Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0" standen. Für
den Berichtszeitraum fiel ein Steueraufwand in Höhe von lediglich 99 Mio. Euro an,
nach 67 Mio. Euro im Vorjahr. Steuerquotenreduzierend haben sich insbesondere Einmaleffekte
ausgewirkt, die aus der laufenden steuerlichen Außenprüfung im Inland resultierten,
sowie geringere Steuersätze an ausländischen Lokationen auf die dort erzielten operativen
Gewinne. Nach Steuern belief sich das Konzernergebnis auf 591 Mio. Euro, gegenüber - 369 Mio.
Euro im Vorjahreszeitraum. Nach Berücksichtigung der Nicht beherrschenden Anteile
war den Commerzbank-Aktionären für das erste Halbjahr 2018 ein Konzernergebnis von
533 Mio. Euro zuzurechnen. Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 0,55 Euro, das Ergebnis je Aktie 0,43 Euro.
Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 0,26 Euro
beziehungsweise - 0,33 Euro. Bilanz des Commerzbank-KonzernsDie Anwendung des International Financial Reporting Standard 9 (IFRS 9) führte zu
Änderungen bei der Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte sowie
dem Impairment finanzieller Vermögenswerte. Bei der Kommentierung der Bilanzposten
stellen wir auf die Vergleichswerte zum 1. Januar 2018 ab. Die Überleitungsrechnung
vom 31. Dezember 2017 (nach IAS 39) zum 1. Januar 2018 (nach IFRS 9) findet sich im
Zwischenabschluss auf Seite 47 ff. Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 30. Juni 2018 bei 487,5 Mrd. Euro.
Gegenüber dem Jahresbeginn 2018 war dies ein Anstieg um 8,1 % beziehungsweise 36,3
Mrd. Euro. Das Volumen des Kassenbestands und der Sichtguthaben ist leicht um 1,0 Mrd. Euro auf
56,2 Mrd. Euro angestiegen. Der Anstieg gegenüber dem Stichtag 1. Januar 2018 stand
insbesondere im Zusammenhang mit der konditionsbedingten Umschichtung von Sichtguthaben
bei Zentralnotenbanken in den Kassenbestand. Die Finanziellen Vermögenswerte "Amortised Cost" stiegen gegenüber dem Stichtag 1.
Januar 2018 um 15,0 Mrd. Euro auf 280,2 Mrd. Euro. Der Anstieg gegenüber der IFRS-9-Eröffnungsbilanz
resultierte im Wesentlichen aus Zuwächsen bei Darlehen und Krediten. Mit 50,7 Mrd. Euro lagen die Finanziellen Vermögenswerte "Mandatorily Fair Value P&L"
um 18,5 Mrd. Euro über dem Stichtag 1. Januar 2018. Der deutliche Anstieg beruhte
vornehmlich auf einer saisonalen Ausweitung der besicherten Geldmarktgeschäfte in
Form von Reverse Repos sowie Cash-Collaterals. Die Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen nahmen im Vergleich zum Jahresbeginn
2018 um 10 Mio. Euro auf 171 Mio. Euro ab. Der Rückgang stand im Wesentlichen im Zusammenhang
mit der Veräußerung einer Beteiligung. Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
betrugen 339 Mio. Euro und lagen damit 261 Mio. Euro höher als zum Stichtag 1. Januar
2018. Ursächlich für den deutlichen Anstieg war im Wesentlichen der für das zweite
Halbjahr 2018 zwischen der comdirect bank AG und der FNZ Group vereinbarte Verkauf
der ebase GmbH. Auf der Passivseite lagen die Finanziellen Verbindlichkeiten "Amortised Cost" mit
350,2 Mrd. Euro um 14,3 Mrd. Euro über dem Niveau zum Stichtag 1. Januar 2018. Sowohl
die begebenen Schuldverschreibungen als auch die Einlagen nahmen im Vergleich zum
Stichtag 1. Januar 2018 zu. Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Fair Value Option" stiegen gegenüber dem Jahresbeginn
2018 um 22,7 Mrd. Euro auf 43,1 Mrd. Euro. Der deutliche Anstieg war im Wesentlichen
auf die saisonale Ausweitung von besicherten Geldmarktgeschäften mit Kreditinstituten
und Finanzdienstleistern zurückzuführen. Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Held for Trading" lagen mit 56,1 Mrd. Euro um
0,5 Mrd. Euro unter dem Stichtag 1. Januar 2018. Während die Negativen Marktwerte
aus Zinsderivaten um 3,1 Mrd. Euro zurückgegangen sind, stiegen die Negativen Marktwerte
aus Währungsderivaten um 1,2 Mrd. Euro an. EigenkapitalDas in der Bilanz zum Berichtsstichtag 30. Juni 2018 ausgewiesene Eigenkapital (vor
nicht beherrschenden Anteilen) lag bei 28,0 Mrd. Euro und damit leicht über dem Niveau
zum Stichtag 1. Januar 2018. Die Risikoaktiva ("fully phased-in") per 30. Juni 2018 lagen bei 175,5 Mrd. Euro und
damit 4,5 Mrd. Euro über dem Niveau zum Jahresende 2017. Die Erhöhung basiert auf
einem wachstumsbedingten Anstieg der Kreditrisikoaktiva, der nur teilweise durch Reduktionen
aus IFRS-9-Anpassungen und weiterer Reduzierung von Abbauportfolios sowie reduzierten
Risikoaktiva aus Marktpreisrisiken kompensiert wurde. Das aufsichtsrechtlich anrechenbare
Kernkapital reduzierte sich im Wesentlichen aufgrund des nächsten Basel-3-phase-in-Schrittes
und der Umstellung auf IFRS 9 gegenüber dem Jahresultimo 2017 um rund 2,3 Mrd. Euro
auf 23,7 Mrd. Euro. Die entsprechende Kernkapitalquote ist dadurch auf 13,5 % gesunken.
Das Common-Equity-Tier-1-Kapital (hartes Kernkapital) belief sich auf 22,8 Mrd. Euro
und die entsprechende harte Kernkapitalquote auf 13,0 %. Die Eigenkapitalquote betrug
zum Berichtsstichtag 16,5 %. Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital
zum Leverage Exposure zeigt, lag auf Grundlage der zum Berichtsstichtag gültigen Regelung
der CRD IV/CRR bei 4,7 % ("phase-in") beziehungsweise bei 4,5 % ("fully phased-in"). Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein. Diese Angaben beinhalten
jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige
Konzernergebnis. Refinanzierung und LiquiditätDie Commerzbank hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt;
Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben. Auch konnte sie jederzeit
die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen und hatte
im Berichtszeitraum unverändert eine komfortable Liquiditätsausstattung. Im ersten Halbjahr 2018 hat der Commerzbank-Konzern langfristige Refinanzierungsmittel
von insgesamt 4,5 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Mit dem Fokus auf langlaufende
Emissionen lag die durchschnittliche Laufzeit der bislang 2018 begebenen Emissionen
bei rund 8 Jahren. Im unbesicherten Bereich wurde im ersten Halbjahr eine Benchmarkanleihe mit einem
Volumen von 500 Mio. Euro und einer Laufzeit von 10 Jahren emittiert. Des Weiteren
wurden 0,4 Mrd. Euro über Privatplatzierungen aufgenommen. Die mBankplatzierte eine
Kapitalmarkttransaktion über 180 Mio. Schweizer Franken. Im besicherten Bereich wurden Hypothekenpfandbriefe mit einem Volumen von insgesamt
3 Mrd. Euro emittiert. Bei diesen Benchmarkemissionen entfallen 1 Mrd. Euro auf die
Laufzeit von 5 Jahren, 1,5 Mrd. Euro auf 7 Jahre und 500 Mio. Euro auf 10 Jahre. Mit
einem Anteil von über 40 % sind alle Pfandbriefemissionen auch bei ausländischen Investoren
auf großes Interesse gestoßen. Die mBank emittierte umgerechnet rund 0,4 Mrd. Euro
Covered Bonds nach polnischem Recht. Die Bank wies zum Berichtsstichtag eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden
Aktiva in Höhe von 80,5 Mrd. Euro aus. Das Liquiditätsreserveportfolio gewährleistet
die Pufferfunktion im Stressfall. Dieses Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem
Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der
gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Ein Teil dieser
Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio
gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können
und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio.
Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Halbjahresultimo 10,3 Mrd. Euro. Die Commerzbank hat mit 140,99 % (Durchschnitt der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte)
die geforderte Mindestquote bei der Liquiditätskennzahl "Liquidity Coverage Ratio"
(LCR) in Höhe von 100 % deutlich überschritten. Weitere Erläuterungen zur LCR finden
sich im Zwischenabschluss unter Note 48. Damit ist die Liquiditätssituation der Commerzbank aufgrund ihrer konservativen und
vorausschauenden Refinanzierungsstrategie auch weiterhin komfortabel. Liquiditätsfazilitäten
der Zentralbanken werden derzeit nicht in Anspruch genommen. Entwicklung der SegmenteDie Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente für das erste Halbjahr 2018
basiert auf der im Geschäftsbericht 2017 auf den Seiten 55 und 233 ff. beschriebenen
Segmentstruktur. Weitere Informationen hierzu finden sich im Zwischenabschluss auf
Seite 94 ff. Erläuterungen zu den Anpassungen der Vorjahreszahlen finden sich im Zwischenabschluss
auf Seite 43 f. Privat- und Unternehmerkundenscroll
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Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Seite 43 f.). Im Segment Privat- und Unternehmerkunden hat sich im ersten Halbjahr 2018 das erfreuliche
Wachstum des Geschäftsvolumens sowohl in Deutschland als auch bei der polnischen Tochter
mBank fortgesetzt. Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum resultierte daraus eine
deutliche Steigerung der Erträge. Zunehmende Kundenzahlen in beiden Kernmarktregionen
leisteten dazu erneut einen positiven Beitrag, auch wenn die Anzahl gewonnener Nettoneukunden
im Inland nicht mehr an die außerordentlich hohe Größenordnung des ersten Halbjahres
2017 heranreichte. Insgesamt wies das Segment mit 373 Mio. Euro ein im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum signifikant höheres Operative Ergebnis aus. Damit konnte der Ertragszuwachs
sowohl zunehmende Risikokosten im Kreditgeschäft als auch den Anstieg beim Verwaltungsaufwand
überkompensieren. Die Erträge vor Risikoergebnis wuchsen im Berichtszeitraum um 159 Mio. Euro auf 2
439 Mio. Euro. Darin enthaltene Sondereffekte heben sich gegenseitig auf: Veräußerungsgewinnen
des Gruppenversicherungsgeschäfts der mBank-Tochter mFinanse in Höhe von 52 Mio. Euro
standen im Inland aufwandswirksame sogenannte Purchase-Price-(PPA-)Allocation-Abschreibungen
in Höhe von 51 Mio. Euro gegenüber. Die im Zinsüberschuss enthaltenen PPA-Abschreibungen
verteilen Bewertungsdifferenzen im Zuge der Übernahme des Ratenkreditportfolios vom
früheren Joint-Venture-Partner über die Restlaufzeit der im August vergangenen Jahres
übertragenen Konsumentenfinanzierungen. Der um Sondereffekte bereinigte Zinsüberschuss
legte, in erster Linie bedingt durch höhere Krediterträge, um 170 Mio. Euro auf 1
312 Mio. Euro zu. Vor allem das Konsumentenkreditgeschäft in Deutschland sowie das
weitere Wachstum im Baufinanzierungsgeschäft wirkten sich dabei positiv aus. Neben
Zinserträgen aus dem vom Joint-Venture-Partner übernommenen Portfolio erwirtschaftete
die Commerzbank Zinseinnahmen aus Neugeschäft über die seit Mitte 2017 aufgebaute
eigene Ratenkreditplattform. Im Inland konnte der Ertragsrückgang infolge des andauernden
Niedrigzinsumfeldes durch aktive Gegenmaßnahmen gestoppt werden, so dass der Zinsertrag
aus dem Einlagengeschäft leicht über dem Vorjahreswert lag. Bei der mBank hält die
gute Entwicklung an: Höhere Zinserträge wurden sowohl im Kredit- als auch im Einlagengeschäft
durch weiteren Margenanstieg und Volumenwachstum erwirtschaftet. Der Provisionsüberschuss
des Segments hat sich gegenüber dem Vorjahr um - 41 Mio. Euro auf 981 Mio. Euro verringert.
Dieser Rückgang ist maßgeblich auf die Beendigung des Joint Ventures "Commerz Finanz
GmbH" zurückzuführen, wodurch die im ersten Halbjahr 2017 aus der Vermittlung von
Ratenkrediten noch vereinnahmten Provisionserträge vollständig entfallen sind. Da
die zusätzlichen Zinserträge im Vergleich der beiden Halbjahre die fehlenden Provisionserträge
überstiegen, leistete das Ratenkreditgeschäft in seiner heutigen Aufstellung per Saldo
einen deutlich positiven Ertragseffekt. Im Inland gingen des Weiteren die Provisionserträge
im Wertpapiergeschäft zurück. Nach wie vor machen sich regulatorische Änderungen mit
Einführung der Finanzmarktrichtlinie MiFID II zu Jahresbeginn in relativ verhaltenen
Kundenaktivitäten ertragsbelastend bemerkbar. Das Wachstum des Provisionsüberschusses
der mBank schwächte sich im Berichtszeitraum aufgrund der weggefallenen Erträge aus
dem veräußerten Gruppenversicherungsgeschäft ab. Das Risikoergebnis in Höhe von - 121 Mio. Euro spiegelte einerseits die Aufnahme des
inländischen Ratenkreditgeschäfts in die eigenen Bücher und zum anderen höheren Vorsorgeaufwand
im Kreditgeschäft mit Firmenkunden der mBank wider. Insgesamt bleibt das Risikoergebnis
in Relation zu den Gesamterträgen sowie gemessen an historischen Maßstäben unauffällig. Der Verwaltungsaufwand nahm im Vorjahresvergleich um 76 Mio. Euro auf 1 945 Mio. Euro
zu. Während der Personalaufwand stabil blieb, gab es beim Sachaufwand sowie bei indirekten
Verwaltungsaufwendungen einen Anstieg. Neben nochmals gestiegenen regulatorischen
Kosten, blieben Investitionen in die künftige Ertragskraft bewusst auf hohem Niveau. Insgesamt erzielte das Segment Privat- und Unternehmerkunden im ersten Halbjahr 2018
ein Ergebnis vor Steuern von 373 Mio. Euro, nach 336 Mio. Euro im Vorjahr. Firmenkundenscroll
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Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Seite 43 f.). Die ersten sechs Monate 2018 waren für das Segment Firmenkunden mit einigen Herausforderungen
verbunden. Das anhaltende Niedrigzinsniveau, der intensive Preiswettbewerb auf dem
deutschen Markt sowie das regulatorische Umfeld belasteten die Ergebnisentwicklung.
Darüber hinaus hatten zunehmende geopolitische Unsicherheitsfaktoren - darunter Befürchtungen
an eine Verschärfung der internationalen Handelsbeziehungen - geringere Kundenaktivitäten
zur Folge. Dies spiegelte sich auch in der Ergebnisentwicklung wider. Das Segment
Firmenkunden hat in den ersten sechs Monaten ein Operatives Ergebnis von 357 Mio.
Euro erzielt, nach 501 Mio. Euro im Vorjahr. Der Ergebnisrückgang ist wesentlich auf
das Wettbewerbsumfeld mit entsprechendem Druck auf die Margen sowie eine deutlich
geringere Nachfrage nach Kapitalmarkt- und Absicherungsprodukten zurückzuführen. Der Bereich Mittelstand profitierte von der soliden Marktposition des Segments, was
sich in einem höheren Kreditvolumen widerspiegelt. Jedoch wirkte sich die Beeinträchtigung
durch das Zinsumfeld, die verhaltene Nachfrage nach Kapitalmarkt- und Absicherungsprodukten
sowie der intensive Preiswettbewerb dämpfend auf die Ertragssituation aus. Im Bereich
International Corporates war die Ertragsentwicklung ebenfalls von einer hohen Wettbewerbsintensität
im Kreditgeschäft sowie geringeren Kundenaktivitäten im Kapitalmarktgeschäft geprägt,
die Erträge blieben aber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf einem stabilen Niveau.
Die Neuausrichtung des Bereichs Financial Institutions zeigte in den ersten sechs
Monaten 2018 eine positive Tendenz im Geschäftsverlauf. Trotz einer gegenüber dem
Vorjahr reduzierten Kundenbasis verzeichnete der Ergebnisbeitrag eine stabile Entwicklung.
Die Ergebnisentwicklung im Bereich Equity Markets & Commodities war im ersten Halbjahr
2018 durch das sehr herausfordernde Marktumfeld sowie eine deutlich geringere Nachfrage
nach strukturierten Produkten gekennzeichnet, die sich in einem spürbaren Ertragsrückgang
gegenüber dem Vorjahr niederschlug. Demgegenüber profitierte der Bereich Others insbesondere
von einem deutlich positiven Ergebnis aus Restrukturierungen. Die Erträge vor Risikoergebnis lagen im Berichtszeitraum mit 1 914 Mio. Euro um 129
Mio. Euro beziehungsweise 6,3 % unter denen des Vorjahres. Mit 789 Mio. Euro verzeichnete
der Zinsüberschuss einen Rückgang um 99 Mio. Euro, der im Wesentlichen aus einem geringeren
Beitrag aus dem Kreditgeschäft resultierte. Der Provisionsüberschuss lag mit 592 Mio.
Euro um 67 Mio. Euro unter dem des Vorjahres, was insbesondere auf einen ermäßigten
Beitrag aus Kapitalmarktprodukten zurückzuführen ist. Das Risikoergebnis profitierte weiterhin von der Qualität des Kreditportfolios. Im
Berichtszeitraum lag das Risikoergebnis bei - 56 Mio. Euro, in dem die Auflösung von
Wertberichtigungen für Einzelengagements enthalten sind. Der Verwaltungsaufwand lag mit 1 502 Mio. Euro um 36 Mio. Euro über dem Vorjahreswert.
Darin enthalten sind zunehmend Investitionen in die strategische Weiterentwicklung
sowie höhere regulatorische Aufwendungen. Insgesamt erzielte das Segment ein Ergebnis vor Steuern von 357 Mio. Euro, gegenüber
501 Mio. Euro im Vorjahr. Asset & Capital Recoveryscroll
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Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Seite 43 f.). Das Segment Asset & Capital Recovery (ACR) hat seit Jahresbeginn den bestehenden Abbauauftrag
fortgesetzt und wies per Ende des ersten Halbjahres 2018 ein Gesamtvolumen (Exposure
at Default, EaD, inklusive Problemkrediten und Fair-Value-Positionen mit Ausfallkennzeichen)
an nicht mehr zum Kerngeschäft der Commerzbank zählenden Aktiva in Höhe von 9,8 Mrd.
Euro auf. Auf die risikoträchtigeren Teilportfolios in den Bereichen gewerbliche Immobilienfinanzierungen
sowie Schiffskredite entfiel eine Größenordnung von 2,2 Mrd. Euro. Das stark verbesserte
positive Operative Ergebnis lag im ersten Halbjahr 2018 bei 76 Mio. Euro, nach einem
Verlust in Höhe von - 115 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Erträge vor Risikoergebnis gingen um 47 Mio. Euro auf 107 Mio. Euro zurück. Im
Vergleichszeitraum des Vorjahres profitierte das Segment von einem Einmalertrag in
Höhe von 68 Mio. Euro aus der Wertaufholung einer abgeschriebenen Position aus Gegenparteirisiken.
Infolge der Einführung des Rechnungslegungsstandards IFRS 9 zum 1. Januar 2018 werden
die Kredit- und Wertpapierbestände im Segment ACR in einem höherem Ausmaß als zuvor
zum Fair Value bilanziert. Die zeitnahe Bewertung zu Marktwerten erleichtert grundsätzlich
die strategisch angestrebte weitere wertschonende Reduktion der Restportfolios, zum
Beispiel über Verkäufe. Auf Quartalsbasis beeinflussen Wertschwankungen von Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten, in Abhängigkeit von der Situation an den zugrunde liegenden
Marktsegmenten, die Ertragslage in einem beträchtlichen Ausmaß. Aufgrund der erhöhten
Ertragsvolatilität können Berichtszeiträume mit einem im Saldo negativen Ertragsausweis
somit auch zukünftig nicht ausgeschlossen werden. Seit Jahresbeginn wird das Schiffsfinanzierungsportfolio erfolgswirksam zum Fair Value
bewertet. Marktwertschwankungen der Schiffskredite wirken sich daher nicht mehr im
Risikoergebnis aus. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im ersten Halbjahr 2017 von
- 211 Mio. Euro betraf noch nahezu ausschließlich Wertberichtigungen auf dieses im
Vorjahr noch erheblich größere Portfolio. Im ersten Halbjahr 2018 wurden im Risikoergebnis
im Wesentlichen Rückstellungen für das Restportfolio gewerblicher Immobilienkredite
aufgelöst. Der Verwaltungsaufwand wird strategiekonform weiter im Einklang mit dem Portfolioabbau
reduziert. Infolgedessen sanken die operativen Kosten signifikant um 14 Mio. Euro
auf 44 Mio. Euro. Insgesamt erzielte das Segment ACR im Berichtszeitraum ein Ergebnis vor Steuern von
76 Mio. Euro. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum hat es sich somit um
191 Mio. Euro verbessert. Sonstige und KonsolidierungIm Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen ausgewiesen,
die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige
werden Group Treasury, den Geschäftssegmenten nicht zugeordnete Beteiligungen sowie
übergeordnete Sachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für Aufsichtsgebühren eingestellt.
Unter Konsolidierung wird von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen
auf den Konzernabschluss nach IFRS übergeleitet. Der Bereich Sonstige und Konsolidierung
enthält des Weiteren die Unterstützungs-, Stabs- und Steuerungseinheiten, die ebenfalls
auf die Segmente verrechnet werden. Für diese Einheiten stellen Restrukturierungskosten
eine Ausnahme in der Verrechnung dar, da diese Kosten im Bereich zentral ausgewiesen
werden. Das Operative Ergebnis des Bereichs Sonstige und Konsolidierung belief sich im ersten
Halbjahr 2018 auf - 117 Mio. Euro, gegenüber - 217 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Der Anstieg um 100 Mio. Euro basiert unter anderem auf rückläufigen Belastungen aus
den Effekten der Purchase Price Allocation im Zusammenhang mit der Übernahme der Dresdner
Bank sowie einem Rückgang der dem Bereich Sonstige und Konsolidierung zugeordneten
externen Fundingkosten. Das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und Konsolidierung
betrug im ersten Halbjahr 2018 ebenfalls - 117 Mio. Euro und verbesserte sich damit
im Vorjahresvergleich um 907 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr des Vorjahrs waren Restrukturierungsaufwendungen
in Höhe von 807 Mio. Euro zur Umsetzung des Personalabbaus im Rahmen der Strategie
"Commerzbank 4.0" angefallen. PrognoseberichtKünftige gesamtwirtschaftliche SituationDie Entwicklung der Weltwirtschaft im zweiten Halbjahr 2018 wird sowohl von geopolitischen
Risiken als auch von der wirtschaftlichen Entwicklung der Schwellenländer geprägt
sein. Im Fokus steht dabei weiterhin China. Dort wird sich das Wachstum voraussichtlich
wohl etwas verlangsamen. Zum einen dürfte die in China wichtige Bauwirtschaft schwächer
expandieren, nachdem die Immobilienpreise kaum noch steigen, zum anderen werden die
hoch verschuldeten Unternehmen, allen voran die staatseigenen Betriebe, ihre Investitionen
langsamer steigern. In den USA sind die Chancen gut, dass sich der Aufschwung, befeuert durch die Steuersenkungen,
fortsetzt. Gestützt durch die steigende Beschäftigung und höhere Lohnzuwächse sollte
der private Konsum weiter kräftig zulegen. Gleiches gilt für die Unternehmensinvestitionen,
die von den günstigen Absatzperspektiven profitieren. Zudem werden die höheren Rohölpreise
die Investitionen in die Öl- und Gasförderung wieder stärker anschieben. Mit 2,7 %
dürfte die US-Wirtschaft auch 2018 stärker wachsen als das Produktionspotenzial. Das
größte Risiko stellt die protektionistische Politik der US-Regierung dar. Unter einem
Handelskrieg würde auch die US-Wirtschaft leiden. Im Euroraum überschatten der Handelsstreit, das Ende des Immobilienbooms in China,
die vorangegangene Aufwertung des Euro und der gestiegene Ölpreis den Konjunkturausblick.
Die Wirtschaft dürfte auch im zweiten Halbjahr nur verhalten expandieren. Ein Ende
des Aufschwungs ist angesichts der sehr expansiven Geldpolitik der EZB aber nicht
zu erwarten. Zwar wird die EZB ihre Anleihekäufe zum Jahresende einstellen, das bedeutet
aber nicht das Ende der lockeren Geldpolitik. Der EZBEinlagensatz dürfte noch längere
Zeit bei - 0,4 % liegen. Zwar mehren sich die Anzeichen, dass sich der Lohnauftrieb
langsam verstärkt. Doch bis sich dies in der Inflationsrate widerspiegelt, wird noch
einige Zeit vergehen. In Deutschland dürfte das schwache Wirtschaftswachstum zu Jahresbeginn den Beginn
einer Wachstumsdelle markieren. Im Jahresdurchschnitt 2018 wird wohl nur noch ein
Plus von 1,8 % zu Buche stehen, was im historischen Vergleich aber immer noch ein
guter Wert ist. Vor allem der private Konsum bleibt ein Treiber für die Konjunktur. Die Zinswende in den USA und die weiterhin sehr expansive Geldpolitik der EZB werden
weiterhin das Bild an den Finanzmärkten prägen. Das Auslaufen der EZB-Anleihekäufe
zum Jahresende wird die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen nicht wesentlich steigen
lassen. Der Höhenflug an den Aktienmärkten ist noch nicht vorüber, auch wenn die Volatilität
deutlich zugenommen hat. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sollte sich weiter
tendenziell seitwärts bewegen - auch weil die EZB Rückflüsse aus fällig werdenden
Anleihen nach einem Ende des Kaufprogramms noch lange reinvestieren wird. Künftige Situation der BankbrancheUnsere Einschätzung hinsichtlich der mittelfristigen und strukturellen Entwicklungstendenzen
in der Bankbranche hat sich gegenüber den von uns im Geschäftsbericht 2017 getroffenen
Aussagen nicht wesentlich verändert. Allerdings sind die kurzfristigen Aussichten
für das bankgeschäftliche Umfeld in den vergangenen Monaten unsicherer geworden. Im deutschen Unternehmenssektor hat sich die Stimmung nach vorangegangenen Rekordständen
eingetrübt und an wichtigen Finanzmärkten rücken Sorgen über mögliche negative Auswirkungen
von zunehmendem Protektionismus, anhaltend hohe geopolitische Spannungen und gestiegene
politische Unsicherheiten in einigen Ländern des Euroraums wie auch in der Europäischen
Union in den Fokus. Aber auch die Banken selbst, ihre Aktien und Anleihen sind von
den unklaren Folgen der globalen Handelskonflikte betroffen. An den Kapitalmärkten
wird befürchtet, dass die Banken mehr Geld für die Risikovorsorge zurücklegen müssen,
wenn die Gewinne ihrer Kunden unter schlechteren Geschäften wegen neuer Zölle und
anderen Handelseinschränkungen leiden. Nach der spürbaren Abschwächung des Wachstums im Winterhalbjahr 2017/2018 wurden Prognosen
für das Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten in Deutschland und im Euroraum
zuletzt verbreitet zurückgenommen und Abwärtsrisiken betont. Auch der Welthandel und
die gesamte Weltwirtschaft expandierten in den vergangenen Monaten längst nicht mehr
so dynamisch wie im zweiten Halbjahr 2017. Für das wichtige Auslandsgeschäft der Firmenkunden
des Finanzsektors ist dabei beeinträchtigend, dass die Auslandsnachfrage nur noch
einen geringen Beitrag zum Wirtschaftsaufschwung leisten wird, der Zuwachs der Absatzmärkte
deutscher Exporteure allmählich nachlässt und die vorangegangene Euroaufwertung die
deutschen Unternehmen darüber hinaus Marktanteile im Ausland verlieren lässt. Es ist
zu befürchten, dass dadurch auch die - für das Firmenkunden-Kreditgeschäft wichtige
- gewerbliche Investitionsbereitschaft leidet, zumal die Firmenkunden angesichts der
verschärften Handelskonflikte um ihre in den vergangenen zwanzig Jahren aufgebauten
globalen Wertschöpfungsketten bangen. Die Verunsicherung an den Finanzmärkten und
das Auseinanderdriften der Geldpolitik der US-Notenbank und der EZB könnten Wertpapierkunden
in ihren Dispositionen zögern lassen, was sich einerseits negativ auf das Provisionsgeschäft
der Finanzinstitute auswirken würde. Andererseits würden höhere Volatilitäten in wichtigen
Börsensegmenten den Absicherungsbedarf verstärken und dem Provisionsergebnis Impulse
geben können. Seit dem Beschluss des Rates der Europäischen Zentralbank, das Anleihekaufprogramm
einzustellen, ist absehbar, dass die Leitzinsen mindestens bis zum Sommer 2019 auf
den derzeitigen Tiefständen verbleiben. Die Zinsmargen der Banken im Euroraum dürften
vor diesem Hintergrund weiterhin unter Druck bleiben. Dagegen könnte sich die erwartete
leichte Steigung der Zinsstrukturkurve positiv auf die Nettozinsmargen europäischer
Banken auswirken. In der Summe wird das Zinsumfeld auf kurze Sicht die grundlegende
Rentabilität des Bankensektors nicht wesentlich verbessern können. Vielmehr dürften
das Geschäftsmodell, die operative Effizienz sowie die Fähigkeit zur Kundengewinnung
und -bindung wesentlicher sein. Denn: Hohe Tilgungsleistungen der Kunden und die verstärkte
Nutzung interner und alternativer externer Finanzierungsquellen werden zusammen mit
dem scharfen Wettbewerb das Wachstum der Erträge begrenzen. Erwartete Finanzlage des Commerzbank-KonzernsGeplante FinanzierungsmaßnahmenFür die kommenden Jahre rechnet die Commerzbank mit einem Refinanzierungsbedarf von
unter 10 Mrd. Euro am Kapitalmarkt. Die Commerzbank ist mit einer breiten Produktpalette
am Kapitalmarkt aktiv. Neben den unbesicherten Refinanzierungsmitteln wie Senior Unsecured
und Tier 2 verfügt die Commerzbank bei der Refinanzierung auch über die Möglichkeit,
besicherte Refinanzierungsinstrumente, insbesondere Hypothekenpfandbriefe und öffentliche
Pfandbriefe, zu emittieren. Dadurch hat die Commerzbank einen stabilen Zugang zu langfristiger
Refinanzierung mit Kostenvorteilen gegenüber unbesicherten Refinanzierungsquellen.
Pfandbriefe bilden einen festen Bestandteil im Refinanzierungsmix der Commerzbank.
Die Emissionsformate reichen von großvolumigen Benchmarkanleihen bis hin zu Privatplatzierungen.
Im Zusammenhang mit dem Brexit erwartet die Commerzbank keine negativen Effekte auf
die Platzierung langfristiger Refinanzierungsmittel am Kapitalmarkt. Durch regelmäßige Überprüfung und Anpassung der für das Liquiditätsmanagement und
den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen wird die Commerzbank
den Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung
tragen und eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur
gewährleisten. Geplante InvestitionenBei den Investitionen haben sich im ersten Halbjahr des laufenden Jahres keine wesentlichen
Änderungen zu den im Geschäftsbericht 2017 auf den Seiten 91 bis 93 aufgeführten Planungen
ergeben. Die aktuellen und geplanten Investitionsmaßnahmen der Commerzbank stehen
im Zusammenhang mit Maßnahmen der Strategie "Commerzbank 4.0". Dabei werden wir unser
Geschäftsmodell in den nächsten Jahren konsequent fokussieren, digital transformieren
und die Effizienz steigern. Voraussichtliche Entwicklung der LiquiditätDer Geld- und Kapitalmarkt der Eurozone war auch im zweiten Quartal 2018 weiterhin
durch die geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Unterstützung
der konjunkturellen Erholung der Eurozone geprägt. Über das Ankaufprogramm für Wertpapiere stellte die EZB weiterhin zusätzliche Liquidität
zur Verfügung. In der EZB-Sitzung Mitte Juni beschloss die EZB, das Ankaufsprogramm
mit monatlich 30 Mrd. Euro bis Ende September 2018 fortzuführen. Von Oktober bis Dezember
2018 ist vorgesehen, das Ankaufsprogramm von 30 Mrd. Euro auf 15 Mrd. Euro zu reduzieren
und zum Jahresende einzustellen. Die Leitzinsen sollen bis über den Sommer 2019 hinaus,
soweit erforderlich, unverändert bleiben. Die Überschussliquidität per Ende Juni 2018
lag bei rund 1 781 Mrd. Euro. Vor diesem Hintergrund wird die EZB auch 2018 netto
mehr Wertpapiere kaufen als fällig werden. Die restriktiven regulatorischen Rahmenbedingungen sowie die EZB-Zinspolitik wirken
sich weiterhin limitierend auf die Umsätze im Repo-Markt aus, wobei die EZB sowie
die nationalen Zentralbanken über diverse Wertpapierleiheprogramme dem Markt zusätzliches
Collateral zur Verfügung stellen, was einen gegenläufigen positiven Effekt hat. Mit
einer weiteren Verknappung an Collaterals ist durch die Einführung der verpflichtenden
bilateralen Besicherungsanforderungen für das Over-the-Counter-(OTC-)Derivategeschäft
zu rechnen. Aufgrund der hohen Überschussliquidität im Markt ist das Volumen längerfristiger
Wertpapierpensionsgeschäfte eingeschränkt. Die Liquiditätsentwicklung an den Bondmärkten
ist weiterhin durch die Aktivitäten der EZB gekennzeichnet. Die bereits deutlich reduzierte
Liquidität in den Sekundärmärkten wird aufgrund der EZBAktivitäten weiter verhalten
bleiben. Wir rechnen weiterhin mit negativen Bundrenditen im Bereich bis zu 5 Jahren
sowie einer anhaltend hohen Nachfrage von Investoren nach qualitativ guten Wertpapieren
und damit weiterhin mit engen Credit Spreads. Das Liquiditätsmanagement der Commerzbank ist auf sich verändernde Marktbedingungen
gut vorbereitet und in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren.
Auch durch den Brexit erwarten wir weiterhin keine signifikanten Auswirkungen auf
unsere Liquiditätssituation. Die Bank weist eine komfortable Liquiditätssituation
auf, die sich über den internen Limiten und den gegenwärtig gültigen regulatorischen
Anforderungen der Liquiditätsverordnung und der MaRisk bewegt. Unsere Geschäftsplanung ist dahingehend ausgelegt, dass die Liquiditätsausstattung
den gegebenen Marktverhältnissen und den damit verbundenen Unsicherheiten Rechnung
trägt. Dies wird durch unser Geschäftsmodell im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie
den für besicherte und unbesicherte Anleihen zur Verfügung stehenden Geld- und Kapitalmarkt
gestützt. Voraussichtliche Entwicklung des Commerzbank-KonzernsAn unseren im Geschäftsbericht 2017 getroffenen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung
des Commerzbank-Konzerns halten wir weitgehend fest. Anpassungen ergeben sich bei
den Verwaltungsaufwendungen, dem Risikoergebnis und der Ertragsentwicklung im Segment
Firmenkunden. Als Folge der höher als ursprünglich erwartet angefallenen Pflichtabgaben, regulatorischen
Anforderungen und Projektkosten haben wir unser Kostenziel für das Gesamtjahr 2018
auf rund 7,1 Mrd. Euro leicht angepasst. Das im Rahmen der Strategie "Commerzbank
4.0" kommunizierte Kostenziel von 6,5 Mrd. Euro für 2020 bleibt unverändert. Aufgrund des aktuell sehr guten Risikoprofils des Kreditportfolios reduzieren wir
unsere Erwartungen für das Risikoergebnis des Gesamtjahres 2018 auf weniger als 500
Mio. Euro - vorbehaltlich möglicher Auswirkungen, die sich aus dem aktuellen geopolitischen
Umfeld oder einer weiteren Zuspitzung der Handelskonflikte ergeben können. Während wir im Segment Privat- und Unternehmerkunden sowie im Konzern auf bereinigter
Basis einen Ertragsanstieg erwarten, gehen wir für das Segment Firmenkunden aufgrund
der durch die makroökonomischen Unsicherheiten belasteten Marktstimmung, des Margendrucks
und der geringen Kapitalmarktaktivitäten davon aus, dass die für das Geschäftsjahr
2018 geplanten leicht höheren Erträge nicht mehr zu erreichen sind. Insgesamt rechnen wir aber vor dem Hintergrund der beschriebenen Rahmenbedingungen
und Risikofaktoren für das Geschäftsjahr 2018 nach wie vor mit einem im Vergleich
zum Vorjahr signifikanten Anstieg des Konzernüberschusses. ZwischenrisikoberichtDer Zwischenrisikobericht ist ein eigenständiger Berichtsteil im Zwischenbericht.
Er ist Bestandteil des Zwischenlageberichts. Risikoorientierte GesamtbanksteuerungAls Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener
Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet
grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten.
Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise in der Rechnungslegung oder in der Kapitalbindung
bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Compliance- und
Reputationsrisiken. Organisation des RisikomanagementsDie Commerzbank sieht das Risikomanagement als eine Aufgabe für die gesamte Bank an.
Der Chief Risk Officer (CRO) verantwortet konzernweit die Entwicklung und Umsetzung
der risikopolitischen Leitlinien für quantifizierbare Risiken, die vom Gesamtvorstand
festgelegt werden, sowie die Messung dieser Risiken. Der CRO berichtet im Gesamtvorstand
und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des
Konzerns. Die Risikomanagement-Organisation besteht aus den Bereichen Kreditrisikomanagement
Core, Kreditrisikomanagement Non-Core, Intensive Care, Marktrisikomanagement sowie
Risikocontrolling und Kapitalmanagement. In allen Segmenten außer im Segment Asset
& Capital Recovery (ACR) ist das Kreditrisikomanagement nach Weißbereich und Intensive
Care getrennt, während es im Segment ACR über alle Ratingklassen hinweg in einer Einheit
zusammengeführt ist. Alle Bereiche haben eine direkte Berichtslinie an den CRO. Die Etablierung angemessener Governance, Verfahren und Systeme, die es der Bank ermöglichen,
unerwünschte Gefährdungen durch Compliance-Risiken zu vermeiden, ist Aufgabe von Group
Compliance. Dies umfasst die Risikofelder Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Sanktionen/Embargos,
Markets Compliance sowie Betrug und Korruption. Group Compliance wird durch den Chief
Compliance Officer gesteuert, der direkt an das für Group Compliance zuständige Vorstandsmitglied
berichtet. Weitere Details zur Organisation des Risikomanagements der Commerzbank sind im Konzernrisikobericht
2017 dargestellt. Risikotragfähigkeit und StresstestingDie Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung
und des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) der Commerzbank mit dem
Ziel, jederzeit eine angemessene Kapitalausstattung sicherzustellen. Die Überwachung der Risikotragfähigkeit (RTF) erfolgt in der Commerzbank auf Basis
eines sogenannten Gone-Concern-Ansatzes, dessen grundlegendes Sicherungsziel der Schutz
der erstrangigen Fremdkapitalgeber ist. Das Erreichen dieses Ziels soll auch im Fall
außerordentlich hoher Verluste aus einem unwahrscheinlichen Extremereignis gewährleistet
bleiben. Die Gone-Concern-Analyse ist dabei ergänzt um Elemente, die eine Fortführung
des Instituts zum Ziel haben (Going-Concern-Perspektive). Die Risikotragfähigkeit wird zusätzlich anhand makroökonomischer Stressszenarien beurteilt.
Der Konzernrisikobericht 2017 liefert weitere Details zur angewendeten Methodik. Die Überwachung und Steuerung anhand der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf
Ebene des Commerzbank-Konzerns. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt
als erfüllt, sofern die RTF-Quote über 100 % liegt. Im bisherigen Jahresverlauf lag
die RTF-Quote stets über 100 % und betrug 192 % per 30. Juni 2018. Der Rückgang des
Risikodeckungspotenzials im ersten Halbjahr 2018 ist im Wesentlichen auf die Einführung
von IFRS 9, auf Restlaufzeiteffekte bei Nachrangkapital sowie auf die marktinduzierte
Portfolioentwicklung im Public-Finance-Portfolio zurückzuführen. Die RTF-Quote liegt
weiterhin auf hohem Niveau. scroll
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Einschließlich Abzugsposition für Geschäftsrisiko. AdressenausfallrisikenDas Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr eines Verlustes oder entgangenen Gewinnes
durch den Ausfall eines Geschäftspartners. Es zählt zu den quantifizierbaren wesentlichen
Risiken mit den wesentlichen Unterrisikoarten Kreditausfallrisiko, Emittentenrisiko,
Kontrahentenrisiko, Länder- und Transferrisiko, Veritätsrisiko sowie Reserverisiko. Commerzbank-KonzernDie Commerzbank fokussiert ihr Geschäft in den zwei Kundensegmenten Privat- und Unternehmerkunden
sowie Firmenkunden. Im Segment Asset & Capital Recovery hat die Bank die Aktivitäten
aus den Bereichen Commercial Real Estate und Ship Finance sowie die komplexeren Finanzierungen
aus dem Bereich Public Finance gebündelt. Alle Portfolios in diesen Bereichen sollen
über die Zeit vollständig abgebaut werden. Kreditrisikokennzahlen Zur Steuerung und Limitierung der Adressenausfallrisiken im
Commerzbank-Konzern nutzen wir unter anderem die folgenden Risikokennzahlen: Exposure
at Default (EaD), Loss at Default (LaD), Expected Loss (EL), Risikodichte (EL/EaD),
Credit Value at Risk (CVaR = ökonomischer Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem
Konfidenzniveau von 99,91 % und einer Haltedauer von einem Jahr) und Risikoaktiva
sowie für Klumpenrisiken den "All-in". Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8 stellten sich zum Stichtag
30. Juni 2018 wie folgt dar: scroll
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Im Wesentlichen Liquiditätsportfolios des Treasury. Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil
von 84 % in den internen Ratingstufen 1 und 2, die dem Investment-Grade-Bereich zuzuordnen
sind. scroll
Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der
Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider. Rund
die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere
Länder in Europa, jeweils 7 % auf Nordamerika und Asien. Der Rest ist breit diversifiziert
und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure
begleitet werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Der
Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland und
die restlichen europäischen Länder. Ein wesentlicher Treiber des Expected Loss im
Bereich Sonstige sind Schiffsfinanzierungen. scroll
Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen werden Volkswirtschaften
wie Russland, Türkei und China eng beobachtet. Zum Ende des ersten Halbjahres 2018
lag das RusslandExposure bei 2,8 Mrd. Euro, das Türkei-Exposure bei 2,5 Mrd. Euro
sowie das Exposure in China bei 7,5 Mrd. Euro. Als Folge der Staatsschuldenkrise werden auch die Sovereign Exposures von Italien
und Spanien weiterhin eng überwacht. Das Sovereign Exposure in Italien lag zum Ende
des ersten Halbjahres 2018 bei 8,5 Mrd. Euro und das Sovereign Exposure von Spanien
bei 1,0 Mrd. Euro. RisikoergebnisDas Risikoergebnis im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im ersten Halbjahr 2018
auf 161 Mio. Euro. Das Risikoergebnis des Segments Firmenkunden profitierte im Wesentlichen
von einer Auflösung in Verbindung mit einem Einzelengagement. Im Vergleich zum Vorjahr gab es in der Berechnung des Risikoergebnisses wesentliche
Veränderungen durch die Einführung von IFRS 9. Die nachfolgende Tabelle zeigt die
Aufteilung des Risikoergebnisses nach Stages gemäß IFRS 9. In Note 5 des Zwischenabschlusses
(Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) werden Details zu den Stages
erläutert; in Note 10 (Risikoergebnis) findet sich die Definition zum Risikoergebnis. Marktwertschwankungen im Schiffsportfolio sind nicht im Risikoergebnis enthalten.
Sie werden ertragswirksam in der Position "Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value
bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten" ausgewiesen. scroll
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Risikovorsorge 2017 gemäß IAS 39. Aufgrund des aktuell sehr guten Risikoprofils des Kreditportfolios reduzieren wir
unsere Erwartungen für das Risikoergebnis des Gesamtjahres 2018 auf weniger als 500
Mio. Euro - vorbehaltlich möglicher Auswirkungen, die sich aus dem aktuellen geopolitischen
Umfeld oder einer weiteren Zuspitzung der Handelskonflikte ergeben können. Default-PortfolioDas Default-Portfolio des Konzerns lag zum 30. Juni 2018 bei 3 989 Mio. Euro. Die nachfolgende Darstellung des Default-Portfolios zeigt die ausgefallenen Forderungen
der Kategorien Amortised Cost und Fair Value OCI (OCI - Other Comprehensive Income).
Der Rückgang der Kennzahlen ist überwiegend auf die Umklassifizierung des Schiffsportfolios
im Rahmen der IFRS-9-Umstellung zum Jahresbeginn zurückzuführen. Das Exposure der
Fair-Value-P&-Kredite mit Ausfallkennzeichen lag bei 451 Mio. Euro. scroll
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Bis 31. Dezember 2017 nur Kredite. Segment Privat- und UnternehmerkundenDas Segment Privat- und Unternehmerkunden (PUK) umfasst die Aktivitäten der Konzernbereiche
Private Kunden, Unternehmerkunden, comdirect bank und Commerz Real. Die mBank wird
ebenfalls im Segment Privat- und Unternehmerkunden abgebildet. Im Bereich Private
Kunden sind das inländische Filialgeschäft für Privatkunden sowie das Wealth-Management
zusammengefasst. Der Bereich Unternehmerkunden bildet die Geschäfts- und kleinen Firmenkunden
ab. Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und
der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (private Baufinanzierung und Renditeobjekte
mit einem EaD von insgesamt 78 Mrd. Euro). Die Kreditversorgung unserer Geschäfts-
und Unternehmerkunden stellen wir über Individualkredite mit einem Volumen von 20
Mrd. Euro sicher. Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden
durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite und Kreditkarten mit
insgesamt 14 Mrd. Euro). Der Portfolioanstieg im zweiten Quartal 2018 resultierte
überwiegend aus der privaten Baufinanzierung. Die Risikodichte liegt gegenüber dem Jahresultimo 2017 unverändert bei 26 Basispunkten. scroll
Im Segment Privat- und Unternehmerkunden lag das Risikoergebnis im ersten Halbjahr
2018 mit 121 Mio. Euro weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Das Default-Portfolio des Segments lag zum 30. Juni 2018 bei 1 829 Mio. Euro. scroll
Segment FirmenkundenIn diesem Segment bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden,
dem öffentlichen Sektor, institutionellen Kunden und multinationalen Unternehmen.
Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen
Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Der regionale Schwerpunkt unserer
Aktivitäten liegt in Deutschland und Westeuropa. Weiterhin werden in diesem Segment
die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten des Konzerns gebündelt. scroll
Der EaD des Segments Firmenkunden ist im Vergleich zum 31. Dezember des Vorjahres
von 180 Mrd. Euro auf 188 Mrd. Euro gestiegen. Die Risikodichte blieb mit 23 Basispunkten
stabil. Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf
Seite 22. Getragen von einem weiterhin robusten konjunkturellen Gesamtumfeld lag das Risikoergebnis
im Segment Firmenkunden im ersten Halbjahr 2018 mit 56 Mio. Euro weiterhin auf niedrigem
Niveau. Das Default-Portfolio des Segments lag zum 30. Juni 2018 bei 1 911 Mio. Euro. Das
Exposure der Fair-Value-P&-Kredite mit Ausfallkennzeichen lag bei 67 Mio. Euro. scroll
Segment Asset & Capital RecoveryDas Segment Asset & Capital Recovery (ACR) beinhaltet Positionen aus den Bereichen
Commercial Real Estate (CRE) und Ship Finance (SF) sowie die komplexeren Finanzierungen
aus dem Bereich Public Finance (PF). Alle Portfolios in diesen Bereichen sollen über
die Zeit vollständig abgebaut werden. Der EaD des Segments ACR im Weißbuch belief sich per 30. Juni 2018 auf 9 Mrd. Euro
und ist damit gegenüber dem Ende des Vorjahres aufgrund der IFRS-9-Umstellung und
fortgesetzten Portfolioabbaus um 4 Mrd. Euro zurückgegangen. scroll
Commercial Real EstateDas Portfolio hat sich durch Tilgungen und Rückzahlungen weiter reduziert. Die Risikodichte
ist gegenüber dem 31. Dezember 2017 von 185 Basispunkten auf 82 Basispunkte gesunken. Ship FinanceDas Exposure an Schiffsfinanzierungen im Weißbuch wurde vor allem aufgrund der IFRS-9-Umstellung
gegenüber dem 31. Dezember 2017 um insgesamt 1 Mrd. Euro reduziert. Der Rückgang ist
im Wesentlichen durch die Einführung des Fair-Value-Ansatzes gemäß IFRS 9 zum Jahresanfang
2018 getrieben. Insgesamt setzt sich unser Portfolio im Wesentlichen aus den drei Standardschiffstypen
Containerschiffe (0,5 Mrd. Euro), Tanker (0,2 Mrd. Euro) und Massengutfrachter (0,2
Mrd. Euro) zusammen. Das restliche Portfolio beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation
über verschiedene Schiffssegmente. Auf den Schifffahrtsmärkten erwarten wir für das Gesamtjahr 2018 ein leicht höheres
Charterratenniveau für Bulker und Container im Vergleich zu 2017. Bei Tankern sind
die Charterraten aufgrund der unverändert hohen Ablieferungen jedoch im ersten Halbjahr
dieses Jahres weiter rückläufig gewesen. Zwar dürfte das Überangebot an Tonnage weiter
abnehmen, es bleibt aber bei einem signifikanten Tonnageüberhang. Die positive Entwicklung,
die im Jahr 2017 einsetzte, wird durch das vom Internationalen Währungsfond (IWF)
prognostizierte weltweite Wirtschafts- und Handelswachstum unterstützt. Im Rahmen des unverminderten Portfolioabbaus wird die Bank auch weiterhin fokussiert
die Reduktion problembehafteter und leistungsgestörter Kreditengagements fortsetzen. Public FinanceDas Teilportfolio Public Finance im Segment ACR besteht im Wesentlichen aus Engagements
befriedigender bis guter Bonität mit zum Teil sehr langen Laufzeiten und komplexen
Strukturen gegenüber Kommunen in Großbritannien (2,9 Mrd. Euro EaD), einem Private-Finance-Initiative-(PFI-)Port-folio
(3,4 Mrd. Euro EaD) mit regionalem Schwerpunkt Großbritannien sowie weiteren überwiegend
US-amerikanischen Public-Finance-Schuldnern (1,3 Mrd. Euro EaD). Im Segment ACR lag das Risikoergebnis im ersten Halbjahr 2018 bei - 13 Mio. Euro Das Default-Portfolio des Segments ACR lag zum 30. Juni 2018 bei 249 Mio. Euro. Der
Rückgang der Kennzahlen ist überwiegend auf die Umklassifizierung des Schiffsportfolios
im Rahmen der IFRS-9-Umstellung zum Jahresbeginn zurückzuführen. Das Exposure der
Fair-Value-P&-Kredite mit Ausfallkennzeichen lag bei 384 Mio. Euro. Das Default-Portfolio
des Teilportfolios Ship Finance lag zum 31. Dezember 2017 bei 729 Mio. Euro. scroll
Weitere PortfolioanalysenDie folgenden Analysen sind unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit zu
verstehen. Die dargestellten Positionen sind bereits vollständig in den vorherigen
Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten. Corporates-Portfolio nach BranchenDas Corporates-Exposure verteilt sich wie nachfolgend dargestellt auf die Branchen: scroll
Financial-Institutions-PortfolioMit unserem Korrespondenzbanken-Netz standen weiterhin Trade-Finance-Aktivitäten im
Interesse unserer Firmenkunden sowie Kapitalmarktaktivitäten im Fokus. Im Derivatebereich
werden Transaktionen mit ausgewählten Gegenparteien nach den Standards der European
Market Infrastructure Regulation (EMIR) abgeschlossen. Die Auswirkungen von aufsichtsrechtlichen Vorgaben auf Banken beobachten wir weiterhin
eng. In diesem Zusammenhang verfolgen wir unverändert die Strategie, möglichst wenige
Exposures zu halten, die im Falle eines Bail-in des betroffenen Instituts Verluste
erleiden könnten. Die Entwicklung diverser Länder mit individuellen Themen wie Rezessionen, Embargos
oder wirtschaftliche Unsicherheit aufgrund politischer Ereignisse verfolgen wir eng
und reagieren mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation des Landes abgestimmten
Portfoliosteuerung. Insgesamt richten wir unseren Risikoappetit danach aus, das Portfolio
möglichst reagibel zu halten. scroll
Non-Bank-Financial-Institutions-PortfolioDas Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio umfasst hauptsächlich Versicherungsgesellschaften,
Asset-Manager, regulierte Fonds sowie zentrale Gegenparteien. Die regionalen Schwerpunkte
der Geschäftsaktivitäten liegen in Deutschland, Westeuropa sowie den Vereinigten Staaten. Neugeschäfte mit NBFIs erfolgen einerseits vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen
(Clearing über zentrale Gegenparteien) und andererseits im Interesse unserer institutionellen
Kunden, wobei sich die Commerzbank auf attraktive Opportunitäten mit Adressen guter
Bonität fokussiert. Unter PortfoliomanagementGesichtspunkten verfolgen wir dabei als
Ziel die Gewährleistung einer hohen Portfolioqualität und -reagibilität. scroll
OriginatorenpositionenDie Commerzbank hat im Laufe der vergangenen Jahre überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements
Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden mit einem aktuellen
Volumen von 6,9 Mrd. Euro vorgenommen. Zum Stichtag 30. Juni 2018 wurden Risikopositionen in Höhe von 6,4 Mrd. Euro zurückbehalten.
Der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 6,2 Mrd. Euro auf Senior-Tranchen,
die nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet sind. scroll
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Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch. Conduit Exposure und sonstige Asset-backed ExposuresDie Commerzbank ist Sponsor des Multiseller Asset-backed Commercial Paper Conduits "Silver Tower". Sie arrangiert über Silver Tower die Verbriefung von Forderungen - insbesondere Handels- und Leasingforderungen - von Kunden des Segments Firmenkunden. Die Geschäfte werden im Wesentlichen durch die Emission von Asset-backed Commercial Papers (ABCP) oder durch die Inanspruchnahme von Kreditlinien (Liquiditätslinien) finanziert. Das Volumen sowie die Risikowerte1 im Conduit Silver Tower sind im ersten Halbjahr 2018 leicht gesunken und lagen mit 3,9 Mrd. Euro zum 30. Juni 2018 etwa 0,1 Mrd. Euro unter dem Niveau zum 31. Dezember 2017. Die Liquiditätsrisiken aus Verbriefungen werden im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells
konservativ modelliert. Zum einen wird in einem Worst-Case-Szenario unterstellt, dass
der Großteil der den Zweckgesellschaften gestellten Ankaufsfazilitäten im Rahmen von
Silver Tower durch die Commerzbank refinanziert werden muss. Zum anderen werden eigene
Bestände aus Verbriefungstransaktionen nur dann als liquide Aktiva berücksichtigt,
wenn es sich um zentralbankfähige Positionen handelt. Diese Positionen werden nur
unter Anwendung von konservativen Abschlägen in der Liquiditätsrisikorechnung berücksichtigt. Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere
der Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. sowie der Commerzbank AG Inland. Das Volumen
ist im bisherigen Jahresverlauf 2018 auf 4,4 Mrd. Euro (Dezember 2017: 4,5 Mrd. Euro),
die Risikowerte sind auf 4,3 Mrd. Euro (Dezember 2017: 4,4 Mrd. Euro) gesunken. Weiterhin bestehen Investitionen im Bereich Structured Credit. Von diesen wurden 3,5
Mrd. Euro seit 2014 als Neuinvestitionen getätigt (Dezember 2017: 2,9 Mrd. Euro).
Generell wurde in Anleihen von Senior-Tranchen aus Verbriefungstransaktionen der Assetklassen
Consumer-(Auto-) ABS, UK-RMBS und CLO investiert, die eine robuste Struktur und ein
moderates Risikoprofil aufweisen. Verbleibende Positionen im Volumen von 1,3 Mrd.
Euro waren bereits vor 2014 im Bestand (Dezember 2017: 1,6 Mrd. Euro), die Risikowerte
dieser Positionen lagen bei 0,4 Mrd. Euro (Dezember 2017: 0,7 Mrd. Euro). MarktrisikenMarktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch
die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Währungs- und
Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen)
entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel
bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen grundsätzlich
in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/ Reserven berücksichtigt. RisikosteuerungDas Marktrisiko wird intern durch ein einheitliches Value-at-Risk-Modell (Historische
Simulation) gesteuert, in das alle marktrisikorelevanten Positionen einfließen. Für
kleinere Einheiten innerhalb der Commerzbank-Gruppe werden im Rahmen eines Partial
Use die Standardverfahren verwendet. Der VaR quantifiziert den möglichen Verlust aus
Finanzinstrumenten infolge veränderter Marktbedingungen während eines vorgegebenen
Zeithorizonts und mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit. Nähere Details zur angewendeten
Methodik sind im Konzernrisikobericht 2017 dargestellt. Um eine konsistente Darstellung
in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau
von 99 % und eine Haltedauer von einem Tag bei gleichgewichteten Marktdaten und einer
Historie von 254 Tagen. In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und
Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische Zwecke
erfolgen zusätzlich eine separate Steuerung des Handelsbuchs (gemäß regulatorischen
Anforderungen inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuchs) sowie eine
Steuerung der Zinsrisiken im Bankbuch auf Stand-alone-Basis. Für das Gesamtbuch stieg der VaR im ersten Halbjahr 2018 um 20 Mio. Euro auf 75 Mio.
Euro an. Ursache war die hohe Unsicherheit an den Märkten hinsichtlich der Wahlen
und der Regierungsbildung in Italien, die zu einem Anstieg und einer hohen Volatilität
der Credit Spreads auf italienische Staatsanleihen geführt hat. Diese Marktbewegungen
wirkten auf das Staatsanleihenportfolio im Geschäftsbereich Treasury. scroll
HandelsbuchIm Folgenden wird die Entwicklung der regulatorischen Marktrisikokennziffern des Handelsbuchportfolios
dargestellt. Die Handelsbuchpositionen der Commerzbank liegen im Wesentlichen im Segment
Firmenkunden sowie im Bereich Group Treasury. Die VaR-Zahlen beinhalten alle Risiken
im internen VaR-Modell. Kleinere Einheiten innerhalb der Commerzbank-Gruppe wenden
im Rahmen eines Partial Use die Standardverfahren für die regulatorische Kapitalberechnung
an und sind nicht in den dargestellten regulatorischen VaR-Kennziffern enthalten. Der VaR sank im ersten Halbjahr 2018 von 9 Mio. Euro auf 7 Mio. Euro, im Wesentlichen
aufgrund von Positionsänderungen im Segment Firmenkunden. Das VaR-Niveau im Handelsbuch
befindet sich auf historischen Tiefstständen. scroll
Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert, lediglich das Rohwarenrisiko
spielt eine weniger bedeutende Rolle in Bezug auf die VaR-Ergebnisse. scroll
Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet.
Hierzu zählt die Ermittlung des Stressed VaR. Die Berechnung des Stressed VaR basiert
auf dem internen Modell und entspricht der oben beschriebenen VaR-Methodik. Der wesentliche
Unterschied liegt in den zur Bewertung der Vermögenswerte genutzten Marktdaten. Im
Stressed VaR wird das Risiko der aktuellen Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen
einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum
wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft
und bei Bedarf angepasst. Im ersten Halbjahr 2018 blieb der Krisenbeobachtungszeitraum
unverändert. Der Stressed VaR stieg von 31 Mio. Euro per Ende 2017 geringfügig auf
33 Mio. Euro zum Ende des ersten Halbjahres 2018 an. Dies ist vor allem auf Positionsveränderungen
in den Geschäftsbereichen Firmenkunden und Treasury zurückzuführen. Das Marktrisikoprofil im Stressed VaR ist ebenfalls über alle Anlageklassen diversifiziert.
Rohwaren sind auch für den Stressed VaR von untergeordneter Bedeutung. scroll
Darüber hinaus werden mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity-Event-VaR
das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen
quantifiziert. Die Incremental Risk Charge stieg zum Ende des ersten Halbjahres 2018
um 8 Mio. Euro auf 51 Mio. Euro an und betraf fast ausschließlich das Segment Firmenkunden. Die Verlässlichkeit des internen Modells (historische Simulation) wird unter anderem
durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten
VaR werden dabei tatsächlich eingetretene Gewinne und Verluste gegenübergestellt.
Dieser im Backtesting verwendete VaR basiert auf der vollständigen historischen Simulation
und repräsentiert damit alle in der Marktrisiko-VaR-Rechnung für die Eigenmittelanforderung
auf Gruppenebene verwendeten internen Modelle. Im Prozess wird zwischen den Varianten
"Clean-P&"- und "Dirty-P&"- Back-testing unterschieden. Beim Clean-P&-Backtesting
werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung genau die Positionen berücksichtigt, die
der VaR-Berechnung zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste resultieren also ausschließlich
aus den am Markt eingetretenen Preisänderungen (hypothetische Änderungen des Portfoliowertes).
Demgegenüber werden beim Dirty-P&-Backtesting zusätzlich die Gewinne und Verluste
von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages
herangezogen (tatsächliche durch Änderung der Portfoliowerte induzierte Gewinne und
Verluste). Gewinne und Verluste aus Bewertungsanpassungen und Modellreserven werden
gemäß den regulatorischen Vorgaben in der Dirty und Clean P& berücksichtigt. Überschreitet
der sich ergebende Verlust den VaR, so spricht man von einem negativen Backtesting-Ausreißer. Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse liefert Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern
und zur Verbesserung des Marktrisikomodells. Zum Ende des ersten Halbjahres 2018 haben
wir keinen negativen Clean-P&- und keinen negativen Dirty-P&-Ausreißer gemessen. Die
Ergebnisse liegen damit im Rahmen der statistischen Erwartungen und bestätigen die
Qualität des VaR-Modells. Auf Basis des Backtestings bewerten auch die Aufsichtsbehörden
die internen Risikomodelle. Die negativen Ausreißer werden mittels eines von der Aufsicht
vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert. Alle negativen Backtesting-Ausreißer (Clean
P&L und Dirty P&L) auf Gruppenebene müssen unter Angabe von Ausmaß und Ursache den
Aufsichtsbehörden gemeldet werden. Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse
liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe von Stresstests wird
das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch
möglicher Ereignisse ausgesetzt sein könnte. Solche Ereignisse können mittels extremer
Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarios
beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven,
Devisenkursen sowie Aktienkursen und Rohwarenpreisen. Des Weiteren werden Szenarios
für Inflationsveränderungen berücksichtigt. Beispiele für Stresstests sind Kursverluste
aller Aktien um 15 %, eine Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen der
Steigung dieser Kurve. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite
Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt. Die einzelnen Komponenten des internen Modells werden regelmäßig hinsichtlich ihrer
Angemessenheit für die Risikomessung unabhängig validiert. Von besonderer Bedeutung
sind dabei die Identifikation und Behebung von Modellschwächen. AnlagebuchDie wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Portfolios des Bereichs
Group Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken sowie der Bereich
Asset & Capital Recovery (ACR) - Public Finance und die Positionen der Tochtergesellschaft
Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. In der Marktrisikosteuerung werden die Credit-Spread-Sensitivitäten der Anlage- und
Handelsbücher zusammen betrachtet. Die Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt
Downshift) aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) lagen zum Ende
des ersten Halbjahres 2018 stabil bei 43 Mio. Euro. Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfiel auf Wertpapierpositionen,
die als Hold to Collect (HtC) klassifiziert waren. Marktpreisänderungen haben für
diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Für die Anlagebücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben
monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert.
Entsprechend der Bankenrichtlinie hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
allen Instituten zwei Szenarios für einheitliche plötzliche und unerwartete Zinsänderungen
vorgegeben (+/- 200 Basispunkte) und lässt sich über die Ergebnisse vierteljährlich
unterrichten. Die Berechnungsmethodik wurde zum 30. Juni 2018 von den Vorgaben der
BaFin auf die Vorgaben der EZB umgestellt. Die Veränderung zum Jahresende 2017 ist
im Wesentlichen auf die geänderte Berechnungsmethodik zurückzuführen. Als Ergebnis des Szenarios + 200 Basispunkte wurde zum 30. Juni 2018 ein potenzieller
Verlust von 1 064 Mio. Euro und im Szenario - 200 Basispunkte ein potenzieller Gewinn
von 127 Mio. Euro ermittelt. Demnach ist die Commerzbank nicht als Institut mit erhöhtem
Zinsänderungsrisiko zu klassifizieren, da die negativen Barwertänderungen jeweils
weniger als 20 % der regulatorischen Eigenmittel betragen. Die Zinssensitivitäten des gesamten Anlagebuches beliefen sich zum 30. Juni 2018 stabil
auf 3,4 Mio. Euro pro Basispunkt rückläufiger Zinsen. Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Unser
Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem
Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten
ist extrem lang (Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre) und der Hauptteil
der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr
Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie
aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete Euro-Inflation dar. Daneben
sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte
zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen
Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der
Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität
entsprechender Absicherungsprodukte begründet. MarktliquiditätsrisikenIn der ökonomischen Kapitalunterlegung berücksichtigt die Commerzbank zusätzlich das
Marktliquiditätsrisiko. Es bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender
Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten
Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern. Dabei wird zunächst für jedes Portfolio anhand seiner Produkt- und Risikostrategie
und basierend auf einer entsprechenden Markteinschätzung ein realistisches Abbauprofil
bestimmt. Damit lassen sich die Portfolios hinsichtlich ihrer Liquidierbarkeit über
einen sogenannten Marktliquiditätsfaktor beschreiben. Der Marktliquiditätsfaktor berücksichtigt
dabei die höhere Portfoliowertvolatilität aufgrund einer dem Abbauprofil entsprechenden
verlängerten Haltedauer von Risikopositionen. Schließlich wird das Marktrisiko jedes
Portfolios auf Jahressicht mit dem Marktliquiditätsfaktor bewertet. Dabei liegt ein
Konfidenzniveau von 99,91 % zugrunde. Zum Ende des ersten Halbjahres 2018 hielt die Commerzbank 0,1 Mrd. Euro ökonomisches
Kapital zur Abdeckung des Marktliquiditätsrisikos im Handels- und Anlagebuch vor.
Insbesondere Asset-backed Securities sowie strukturierte Produkte wiesen ein höheres
Marktliquiditätsrisiko auf. LiquiditätsrisikenUnter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank
ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne
beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht,
nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen
Konditionen finanziert werden können. RisikosteuerungDie Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges
Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung
zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl
Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise.
Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus. Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich.
Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland
vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Die Commerzbank
setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash-Pooling-Ansatz ein.
Dies stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität sicher, und zwar über
alle Zeitzonen, da sich in Frankfurt, London, New York und Singapur Einheiten des
Bereichs Group Treasury befinden. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Zwischenlagebericht
im Kapitel "Refinanzierung und Liquidität". Die Überwachung der Liquiditätsrisiken
erfolgt auf Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige
Risikofunktion. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Frühwarnindikatoren etabliert. Diese
gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle
Solidität nachhaltig sicherzustellen. Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten
Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie
können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großer Einzelgläubiger oder Währungen
auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich
andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete
Maßnahmen mitigiert. Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich wirkt die
kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Funding-Quellen,
insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer
Konzentration entgegen. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken überwacht werden und
die Commerzbank die Anforderungen an die Währungskongruenz der hochliquiden Aktiva
und Nettoliquiditätsabflüsse erfüllt. Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die
entsprechend der Art der Krise vom zentralen ALCO eingeleitet werden können. Der Notfallplan
ist integraler Bestandteil des Recovery-Plans der Commerzbank und wird mindestens
jährlich aktualisiert, wohingegen die einzelnen Liquiditätsnotfallmaßnahmen regelmäßig
unterjährig plausibilisiert werden. Darüber hinaus definiert der Notfallplan eine
eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert
die gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen. Quantifizierung und StresstestingDie Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges
Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Die Liquiditätsrisikomodellierung
bezieht neben internen ökonomischen Erwägungen auch die bindenden regulatorischen
Anforderungen nach der "Capital Requirements Regulation (CRR)" sowie den strengeren
Anforderungen gemäß den "Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)", die
seit Ende 2017 in einer überarbeiteten Version vorliegen, mit ein. Die Commerzbank
berücksichtigt dies in ihrem Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk und gestaltet damit den
vom Gesamtvorstand artikulierten Liquiditätsrisikoappetit der Bank quantitativ aus. Die der Modellierung zugrunde liegenden steuerungsrelevanten bankinternen Stressszenarios
berücksichtigen sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch
einer marktweiten Krise. Das Commerzbank-spezifische idiosynkratische Szenario simuliert
dabei eine Stresssituation, die aus einem Rating-Downgrade um zwei Notches resultiert.
Wohingegen das marktweite Szenario aus den Erfahrungen der Subprime-Krise abgeleitet
wird und einen externen marktweiten Schock simuliert. Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber
der beiden Szenarios sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen,
eine überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken
als notwendig erachtete Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei
besicherten Geschäften sowie die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert
von Vermögensgegenständen. Als Ergänzung zu den Einzelszenarios werden die Auswirkungen
eines kombinierten Szenarios aus idiosynkratischen und marktspezifischen Effekten
auf die Liquiditätsablaufbilanz (Nettoliquiditätsposition) simuliert. Die Liquiditätsablaufbilanz
wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend über das volle Laufzeitspektrum
dargestellt und folgt dabei einem mehrstufigen Konzept. Dies gestattet die differenzierte
Darstellung deterministischer und modellierter Cashflows des Bestandsgeschäfts auf
der einen Seite sowie die Einbeziehung von Prolongationen auf der anderen Seite. Die nachstehende Tabelle zeigt die Liquiditätsablaufbilanz bei Anwendung der jeweiligen
Stressszenarios für einen Zeitraum von 1 beziehungsweise 3 Monaten. Dabei wird deutlich,
dass im Vergleich zu den Einzelszenarios in einem kombinierten Stressszenario signifikant
mehr Liquidität abfließt. Im 1-Monats- beziehungsweise 3-Monats-Zeitraum verbleibt
für das kombinierte Stressszenario zum Ende des ersten Halbjahres 2018 eine Nettoliquidität
von 9,4 Mrd. Euro beziehungsweise 13,7 Mrd. Euro. Die Liquiditätsausstattung der Commerzbank
ist komfortabel. scroll
LiquiditätsreservenWesentliche Elemente des Liquiditätsrisikoappetits sind die Reserveperiode, die Höhe
des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger
Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern.
Das Liquiditätsreserveportfolio, bestehend aus hochliquiden Vermögensgegenständen,
gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Das Liquiditätsreserveportfolio wird
gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe
während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Die Bank wies zum Bewertungsstichtag eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden
Aktiva in Höhe von 80,5 Mrd. Euro aus. Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in
einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio
gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können
und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die
Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio, zum Stichtag in einer Höhe
von 10,3 Mrd. Euro. scroll
LiquiditätskennzahlenIm laufenden Geschäftsjahr 2018 befanden sich die internen Liquiditätskennzahlen der
Commerzbank inklusive der regulatorischen Liquidity Coverage Ratio (LCR) stets oberhalb
der vom Vorstand festgelegten Limite. Gleiches gilt für die Erfüllung der von den
MaRisk vorgegebenen Berechnung der sogenannten "Survival Period". Die regulatorische LCR ist als eine zwingende Nebenbedingung in das Interne Liquiditätsrisikomodell
integriert. Die LCR-Kennziffer berechnet sich als Quotient aus dem Bestand an liquiden
Aktiva und den Netto-Liquiditätsabflüssen unter Stressbedingungen. Mithilfe dieser
Kennziffer wird gemessen, ob ein Institut über ausreichend Liquiditätspuffer verfügt,
um ein mögliches Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter
Stressbedingungen über die Dauer von 30 Kalendertagen eigenständig zu überstehen.
Seit dem 1. Januar 2018 müssen die Banken eine Quote von mindestens 100 % einhalten. Im ersten Halbjahr 2018 wurde die geforderte Mindestquote in Höhe von 100 % durch
die Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich überschritten. Zum Halbjahresultimo lag
der Mittelwert für die LCR der vergangenen zwölf Berichtsperioden der CommerzbankGruppe
bei 140,99%. Die Bank hat entsprechende Limite und Frühwarnindikatoren etabliert, um die Einhaltung
der LCR-Mindestanforderungen sicherzustellen. Weitere Informationen zur Zusammensetzung
der LCR finden sich in der Note 48 (Liquidity Coverage Ratio) des Zwischenabschlusses. Operationelle RisikenDas operationelle Risiko (OpRisk) ist in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation
(CRR) definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder
das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse
verursacht werden. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken. Strategische Risiken
und Reputationsrisiken sind in dieser Definition nicht enthalten. Das Compliance-Risiko
wird in der Commerzbank aufgrund seiner gestiegenen ökonomischen Bedeutung als separate
Risikoart gesteuert. Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung des Geschäftsumfeldes
ist das Cyber-Risiko eine inhärente existenzielle Bedrohung für die Commerzbank und
wird ebenfalls als separate Risikoart gesteuert. Die Verluste aus Compliance-Risiken
und Cyber-Risiken fließen jedoch unverändert gemäß CRR in das Modell zur Ermittlung
des regulatorischen und ökonomischen Kapitals für operationelle Risiken ein. Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv, mit dem Ziel, OpRisk-Profil
und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigation
zu definieren, zu priorisieren und umzusetzen. Die Commerzbank misst das regulatorische und ökonomische Kapital für operationelle
Risiken mittels des Advanced Measurement Approaches (AMA). Die Risikoaktiva aus operationellen
Risiken betrugen zum Ende des ersten Halbjahres 2018 auf dieser Basis 21,3 Mrd. Euro
(31. Dezember 2017: 21,0 Mrd. Euro, 99,9 %-Quantil); das ökonomisch erforderliche
Kapital 1,8 Mrd. Euro (31. Dezember 2017: 1,7 Mrd. Euro, 99,91 %-Quantil). Am 7. Dezember 2017 beschloss das Baseler Komitee für Bankenaufsicht die Finalisierung
des Basel-3-Reformpakets. Für operationelle Risiken ist ein neuer Standardansatz zur
Berechnung des OpRisk-Kapitals vorgesehen. Die Implementierung in nationales Recht
soll bis 2022 vollzogen werden. Im Rahmen der OpRisk-Steuerung finden eine jährliche Bewertung des Internen Kontrollsystems
(IKS) der Bank und ein Risk Scenario Assessment statt. Daneben werden OpRisk-Schadensfälle
kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Back-testing unterzogen. Bei
Schadensfällen > 1 Mio. Euro werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen. Ebenso
findet eine systematische Auswertung externer OpRisk-Ereignisse von Wettbewerbern
statt. Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des ersten Halbjahres 2018 eine Gesamtbelastung
in Höhe von rund 28 Mio. Euro (Gesamtjahr 2017: 38 Mio. Euro). Die Ereignisse waren
im Wesentlichen durch Schäden in den Kategorien "Prozessbezug" sowie "Interner Betrug"
geprägt. scroll
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Eingetretene Verluste und Rückstellungen, abzüglich OpRisk-basierter Erträge und Rückzahlungen. Sonstige RisikenZur Erfüllung der Säule 2 des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche
Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren
Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs-
und Controllingprozess. Nachfolgend werden Details zu Rechts-, Compliance- und Personalrisiken
aufgeführt. Bezüglich aller sonstigen Risiken gab es im ersten Halbjahr 2018 keine
wesentlichen Veränderungen gegenüber dem im Konzernrisikobericht 2017 dargestellten
Stand. Rechtliche RisikenDie Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichts- und
Schiedsverahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen (rechtliche Verfahren)
konfrontiert, die eine große Bandbreite von Themen betreffen. Diese umfassen zum Beispiel
angeblich fehlerhafte Anlageberatungen, Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kreditfinanzierungen
oder dem Zahlungsverkehrsgeschäft, Ansprüche aus betrieblicher Altersversorgung, angeblich
unrichtige Buchführung und Bilanzierung, die Geltendmachung von Forderungen aus steuerlichen
Sachverhalten, angeblich fehlerhafte Prospekte im Zusammenhang mit Emissionsgeschäften
sowie Klagen von Aktionären und Fremdkapitalinvestoren sowie Ermittlungen durch US-amerikanische
Behörden. Daneben können Änderungen oder Verschärfungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung
sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen beispielsweise im Privatkundenbereich zur
weiteren Inanspruchnahme der Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaften führen.
In den gerichtlichen Verfahren werden vor allem Schadensersatzansprüche, bereicherungsrechtliche
Ansprüche oder auch die Rückabwicklung geschlossener Verträge geltend gemacht. Sofern
einzelnen oder mehreren dieser Klagen stattgegeben würde, könnten daraus zum Teil
erhebliche Schadensersatzzahlungen, Rückabwicklungsaufwendungen oder sonstige kostenintensive
Maßnahmen folgen. Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen in verschiedenen Ländern, in denen
die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften tätig waren oder sind, untersuchen
seit einigen Jahren Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Devisenkursfixings und
dem Devisengeschäft allgemein. Im Zuge dieser Aktivitäten haben Aufsichtsbehörden
und staatliche Institutionen auch Prüfungen in Bezug auf die Commerzbank angestrengt
oder haben sich mit Auskunftsersuchen an die Commerzbank gewandt und in einem Fall
Klage eingereicht. Die Commerzbank kooperiert vollumfänglich mit diesen Stellen und
arbeitet die Sachverhalte auf Grundlage eigener umfassender Untersuchungen auf. Finanzielle
Konsequenzen aus einzelnen dieser Sachverhalte sind nicht auszuschließen; genauere
Aussagen können derzeit aber noch nicht getroffen werden. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Zusammenhang mit Aktiengeschäften über
den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte) der Commerzbank und der ehemaligen
Dresdner Bank. Die Commerzbank kooperiert vollumfänglich mit den Behörden. Sie hatte
bereits Ende 2015 eine forensische Analyse zu Cum-Ex-Geschäften beauftragt, die im
Hinblick auf die Aktiengeschäfte der Commerzbank Anfang 2018 abgeschlossen wurde und
bezüglich der Aktiengeschäfte der ehemaligen Dresdner Bank noch andauert. Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung von
"Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit
unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs" kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben
des BMF geäußerten Auffassung ist von einem Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42
AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft
vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage)
aufweist. Das Schreiben beinhaltet eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen,
welche durch das BMF steuerlich bewertet werden. Die Deutsche Bundesbank hat die Commerzbank mit Schreiben vom 18. Juli 2017 anhand
eines Erhebungsbogens um Bewertung der finanziellen Auswirkungen bei Anwendung des
BMFSchreibens gebeten. Auf der Basis der durchgeführten Analysen mit Cum-Cum-Geschäften
hat die Bank vorsorglich Rückstellungen für gegebenenfalls eigene zurückzuerstattende
Kapitalertragsteuer gebildet. Im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte sieht sich die Commerzbank Ersatzansprüchen
Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt. Die Erfolgsaussichten
solcher Ansprüche schätzt die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen als
eher unwahrscheinlich ein, sie sind aber nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten
sich auf Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen ergeben. Für die weiteren Cum-Cum-relevanten Geschäfte kommt die Commerzbank zu dem Ergebnis,
dass für die entsprechenden Geschäfte keine unangemessenen rechtlichen Gestaltungen
gemäß § 42 AO vorliegen. Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren
Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzbehörden und der Finanz-/Zivilgerichte,
eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte. Einzelne der oben genannten Verfahren können auch Auswirkungen auf die Reputation
der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaften haben. Der Konzern bildet Rückstellungen
für diese Verfahren, soweit die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich
sind und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar ist. Da die Entwicklung
dieser Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, kann nicht ausgeschlossen
werden, dass sich die gebildeten Rückstellungen nach abschließenden Verfahrensentscheidungen
teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können erhebliche zusätzliche Aufwendungen
entstehen. Dies trifft auch auf rechtliche Verfahren zu, für die aus Sicht des Konzerns
keine Rückstellungen zu bilden waren. Der endgültige Ausgang einzelner rechtlicher
Verfahren kann das Ergebnis und den Cashflow der Commerzbank in einer bestimmten Berichtsperiode
beeinflussen, schlimmstenfalls ist nicht völlig auszuschließen, dass die daraus eventuell
resultierenden Verpflichtungen auch wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz-
und Vermögenslage haben. Weitere Informationen über rechtliche Verfahren können der Note (43) zu den Rückstellungen
und der Note (44) zu den Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen des Zwischenabschlusses
entnommen werden. Compliance-RisikenIm März 2015 hat die Commerzbank mit verschiedenen US-Behörden Vergleiche bezüglich
Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen geschlossen
und sich verpflichtet, weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Compliance-relevanten
Prozesse umzusetzen. Ferner wurde mit den involvierten Staatsanwaltschaften eine Wohlverhaltensperiode
von drei Jahren vereinbart, die im März 2018 beziehungsweise Mai 2018 nach Konsultation
mit den jeweiligen Staatsanwaltschaften aufgehoben worden ist. Auf Grundlage der Vergleiche
hat die Bank einen unabhängigen Monitor beauftragt, der vom New York State Department
of Financial Services (DFS) nach dessen alleinigem Ermessen ausgewählt wurde. Gegenstand
dieses Auftrags ist eine umfassende Prüfung der Compliance-Standards der Commerzbank
am Maßstab der Vorgaben des Office of Foreign Assets Control (OFAC), des Bank Secrecy
Act (BSA) sowie der Anti-Money-Laundering-Gesetze (AML), soweit sie Aktivitäten der
New Yorker Niederlassung betreffen oder diese beeinflussen. Die Bank kooperiert in
vollem Umfang mit dem Monitor, indem sie ihm unter anderem sofortigen Zugang zu relevanten
Bankdaten, -unterlagen und -mitarbeitern gewährt und seine Arbeit bestmöglich unterstützt.
Es ist vor dem Hintergrund der Erfahrungen anderer Häuser nicht völlig auszuschließen,
dass der Commerzbank aus der Tätigkeit des Monitors weitere Belastungen entstehen. Gemäß den Anforderungen des Financial Services and Markets Act 2000 (FSMA) hat die
Commerzbank London im Juni 2017 ein Beratungsunternehmen als sogenannte Skilled Person
mandatiert. Das Beratungsunternehmen hat eine Überprüfung bestehender Strukturen und
Prozesse (insbesondere bezüglich Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung sowie Sanktionen/Embargos)
vorgenommen und einen Bericht an die britische Financial Conduct Authority (FCA) erstellt.
Die Bank hat einen Maßnahmenplan erarbeitet, zu dessen Umsetzung das Beratungsunternehmen
halbjährlich an die FCA berichtet. DisclaimerDie in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung,
die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen
dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche.
Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet.
Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling
und durch die interne Revision sowie durch die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden.
Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht
alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes
Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung
gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen
können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen
unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei
Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen
Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben. GesamtergebnisrechnungGewinn-und-Verlust-Rechnungscroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären
zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine
Wandeloder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit
dem unverwässerten identisch. Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnungscroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Für die ersten sechs Monate stellte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt dar: scroll
Im zweiten Quartal entwickelte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt: scroll
Gewinn-und-Verlust-Rechnung (Quartalsaufteilung)scroll
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Die Werte gegenüber dem 31. März 2018 wurden angepasst, in der Darstellung sind nun
die Vorfälligkeitsentschädigungen von 24 Mio. Euro in dem Posten Zinserträge nach
der Effektivzinsmethode berechnet enthalten. BilanzAktivascroll
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Eröffnungsbilanz nach IFRS 9. Passivascroll
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Eröffnungsbilanz nach IFRS 9. Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Auf die Anderen Rücklagen entfielen zum 30. Juni 2018 keine wesentlichen Effekte aus
zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Vermögenswerten aus Veräußerungsgruppen. Die wesentlichen Veränderungen der Rücklage aus der Währungsumrechnung resultierten
im laufenden Geschäftsjahr aus den Währungen US-Dollar, polnischer Zloty, britisches
Pfund und russischer Rubel. In den Sonstigen Veränderungen sind im Wesentlichen Veränderungen
aus erfolgsneutralen Steuern enthalten. Im Geschäftsjahr 2018 gab es keine Veränderungen im Anteilsbesitz an bereits konsolidierten
Gesellschaften. Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung)scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als
gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditätsbeziehungsweise
Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt. Anhang (ausgewählte Notes)Allgemeine Grundlagen(1) RechnungslegungsgrundsätzeDer Commerzbank-Konzern hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Das Mutterunternehmen
ist die Commerzbank Aktiengesellschaft, die beim Amtsgericht Frankfurt am Main im
Handelsregister mit der Nummer HRB 32000 eingetragen ist. Unser Zwischenabschluss
zum 30. Juni 2018 wurde im Einklang mit § 315e HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002
(IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002 aufgestellt.
Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards
auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten
und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren
Auslegungen durch das IFRS Interpretations Committee zur Anwendung. Der Zwischenabschluss
berücksichtigt insbesondere auch die Anforderungen des IAS 34 an die Zwischenberichterstattung. Alle für das Geschäftsjahr 2018 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und
Interpretationen wurden berücksichtigt. Von der vorzeitigen Anwendung von Standards
und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2019 oder später umzusetzen sind,
haben wir abgesehen. Der Zwischenlagebericht einschließlich des separaten Zwischenrisikoberichts gemäß
§ 315 HGB ist auf den Seiten 6 bis 30 unseres Zwischenberichts veröffentlicht. Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden. Für die Vollkonsolidierung sowie für die at-Equity-Bewertung
verwenden wir im Wesentlichen zum 30. Juni 2018 erstellte Abschlüsse. Der Konzernabschluss
wird in Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Alle Beträge sind, sofern
nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt. Alle Beträge unter
500 000,00 Euro werden als Null beziehungsweise Nullsalden mit einem Strich dargestellt.
Aufgrund von Rundungen ist es in Einzelfällen möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht
exakt zur angegebenen Summe addieren. (2) Erstmals anzuwendende, überarbeitete und neue StandardsIm Geschäftsjahr 2018 wurden im Commerzbank-Konzern alle neuen und überarbeiteten
Standards und Interpretationen berücksichtigt, die erstmals verbindlich seit dem 1.
Januar 2018 anzuwenden waren und bereits in europäisches Recht übernommen wurden (Endorsement),
sofern diese für uns relevant waren. Alle Änderungen der Standards wurden entsprechend
der jeweils geltenden Übergangsvorschriften berücksichtigt. Die für uns relevanten
und wesentlichen neuen Standards werden nachfolgend dargestellt. Das IASB veröffentlichte im Juli 2014 eine weitreichende Neufassung und Ergänzung
des IFRS 9 "Finanzinstrumente", die neben IFRS 9 auch weitere Standards betraf (insbesondere
IFRS 7 und IAS 1). Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im November 2016.
Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder
nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der bisherige Standard zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten
(IAS 39) wurde weitgehend abgelöst. Gegenüber IAS 39 reduzierte sich das bilanzielle Eigenkapital um 1,2 Mrd. Euro. Dies
resultiert aus einer im Vergleich zu IAS 39 geänderten Risikovorsorgemethodik sowie
aus der vorzunehmenden Neuklassifizierung der jeweiligen Finanzinstrumente. Eine Reihe
finanzieller Vermögenswerte, beispielsweise Kredite, die vorwiegend der Schiffsfinanzierung
dienen beziehungsweise Kredite britischer Körperschaften, werden nun erfolgswirksam
zum Fair Value bewertet, was eine Minderung des Eigenkapitals zur Folge hatte. Die Überleitungstabellen für die Bilanz, das Eigenkapital und die Risikovorsorge zum
1. Januar 2018 gemäß IFRS 9 stellen wir in diesem Zwischenbericht in Note 6 dar. Die Anwendung der im März 2018 in europäisches Recht übernommenen Ergänzungen des
IFRS 9 hinsichtlich vorzeitiger Rückzahlungen von Krediten liefern Klarstellungen
zur SPPI-Konformität dieser Zins- und Tilgungszahlungen. Aus diesen Ergänzungen ergeben
sich keine Auswirkungen auf unseren Konzernabschluss. Durch IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" wurde ein prinzipienbasiertes 5-stufiges
Modell eingeführt, das die Art, die Höhe und den Zeitpunkt der Vereinnahmung von Erträgen
regelt und die Standards IAS 11 und 18, die IFRICs 13, 15 und 18 sowie SIC-31 ersetzt.
Darüber hinaus verlangt der Standard umfangreiche qualitative und quantitative Angaben
zu Vertragsvereinbarungen, Leistungsverpflichtungen sowie zu wesentlichen Ermessensentscheidungen
und Schätzungen. Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im Oktober 2016. Der
Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach
dem 1. Januar 2018 beginnen. Aus der Anwendung des IFRS 15 ergaben sich zum 30. Juni
2018 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Der im Januar 2016 veröffentlichte neue Rechnungslegungsstandard IFRS 16 zur Leasingbilanzierung
wird den Standard IAS 17 sowie die damit verbundenen Interpretationen IFRIC 4, SIC-15
und SIC-27 ablösen. Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im vierten Quartal
2017. Gemäß IFRS 16 sind alle Leasingvereinbarungen mit einer Laufzeit von mehr als
zwölf Monaten und die damit verbundenen vertraglichen Verpflichtungen beim Leasingnehmer
zu bilanzieren. Eine Ausnahme davon bilden betraglich kleine Leasingverträge. Der
Leasingnehmer aktiviert zukünftig ein Nutzungsrecht an dem Leasinggegenstand und passiviert
eine Verbindlichkeit, die dessen Verpflichtung zur Leistung von Mietzahlungen darstellt.
Für die Klassifizierung der Leasingverträge im Finanzierungs- und Operating-Leasing
beim Leasinggeber wurden die Kriterien des IAS 17 nach IFRS 16 übernommen. Der Standard
enthält außerdem weitere Regelungen zum Ausweis, zu den Anhangsangaben sowie zu Sale-and-Lease-back-Transaktionen.
IFRS 16 tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen.
Das Konzernprojekt zur Vorbereitung auf die neuen Anforderungen wurde unter der Verantwortung
von Group Finance Ende letzten Jahres gestartet. Die notwendigen Analysen wurden mit
Experten aus den Bereichen des Real Estate Managements und der Vertragsverwaltung
durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in Fachkonzepten aufgenommen und werden bis 2019
in die konzernweit geltenden Bilanzierungsrichtinien übernommen. Die IT-seitige Umsetzung
zur korrekten Berechnung der neuen Bilanzansätze wurde im April abgeschlossen und
befindet sich derzeit in der Testphase. In den Test sind alle relevanten in den Konzernabschluss
einbezogenen Gesellschaften involviert. Den wesentlichen Anteil der neu zu bilanzierenden
Verbindlichkeiten und Nutzungsrechte bilden die angemieteten Immobilien des Konzerns.
Daher wird das IFRS 16 Modul der SAP-Anwendung zum Vertragsmanagement von Immobilien
für die Bewertung aller relevanten Leasingobjekte im Konzern eingesetzt. Nach unseren
bisherigen Erkenntnissen führt die Anwendung von IFRS 16 zu kleineren Ausweisänderungen
in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und einer Erhöhung der Bilanzsumme um einen niedrigen
einstelligen Milliardenbetrag. Abschließend und verlässlich können die Effekte jedoch
erst nach Produktivsetzung des neuen Bewertungstools im Verlauf der zweiten Jahreshälfte
2018 ermittelt werden. (3) AnpassungenIm Geschäftsjahr 2017 wurden Zinserträge und Zinsaufwendungen, die im Zusammenhang
mit vorzeitigen Rückzahlungen von Verbindlichkeiten stehen, teilweise saldiert ausgewiesen.
Dies wurde rückwirkend korrigiert, wodurch sich für die ersten sechs Monate 2017 sowohl
die Zinserträge als auch Zinsaufwendungen um 48 Mio. Euro erhöhten. Es ergab sich
somit keine Auswirkung auf das Konzernergebnis und das Ergebnis je Aktie. Im Geschäftsjahr 2018 wurde aufgrund einer fehlerhaften Währungsumrechnung einer in
Schweizer Franken begebenen konzerninternen Emission eine rückwirkende Korrektur der
Schuldenkonsolidierung vorgenommen. Zum 1. Januar 2017 verminderte sich die Gewinnrücklage
um 2 Mio. Euro und die Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost erhöhten sich
korrespondierend. Für die ersten sechs Monate 2017 verminderte sich das Ergebnis aus
erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
um 5 Mio. Euro und die Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost erhöhten sich
korrespondierend. Das Konzernergebnis verminderte sich um 5 Mio. Euro und das Ergebnis
je Aktie um 0 Euro. Zum 31. Dezember 2017 verminderte sich das Eigenkapital um insgesamt
11 Mio. Euro und die Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost erhöhten sich
korrespondierend. Zum 31. März 2018 ergab sich daraus eine Erhöhung von 11 Mio. Euro
im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2017 wurden für zwei in Fremdwährung emittierte Schuldscheindarlehen
falsche Zinsabgrenzungen vorgenommen. Dies wurde rückwirkend korrigiert, wodurch sich
zum 1. Januar 2017 die Gewinnrücklage um 5 Mio. Euro verminderte. Die Finanziellen
Verbindlichkeiten - Amortised Cost erhöhten sich um 7 Mio. Euro und die Latenten Ertragsteueransprüche
um 2 Mio. Euro. Für die ersten sechs Monate 2017 erhöhten sich die Zinsaufwendungen
um 4 Mio. Euro und die Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost entsprechend.
Darüber hinaus verminderten sich die Steuern vom Einkommen und Ertrag um 1 Mio. Euro
und die Latenten Ertragsteueransprüche erhöhten sich entsprechend. Das Konzernergebnis
verminderte sich um 3 Mio. Euro und das Ergebnis je Aktie um weniger als 0 Euro. Zum
31. Dezember 2017 verminderte sich das Eigenkapital um insgesamt 11 Mio. Euro, die
Finanziellen Verbindlichkeiten - Amortised Cost erhöhten sich um 16 Mio. Euro sowie
die Latenten Ertragsteueransprüche um 5 Mio. Euro. Aufgrund eines Fehlers in der latenten Steuerberechnung der Vorjahre wurde rückwirkend
eine Fehlerkorrektur vorgenommen. Dadurch erhöhten sich zum 1. Januar 2017 die saldierten
Latenten Ertragsteueransprüche um 16 Mio. Euro und die Gewinnrücklage korrespondierend.
Es ergab sich somit keine Auswirkung auf das Konzernergebnis und das Ergebnis je Aktie. Die Commerzbank hat im Geschäftsjahr 2017 über strukturelle Änderungen der Bilanz-
und Gewinn-und-Verlust-Rechnungs-Struktur hinaus, Anpassungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
vorgenommen (siehe hierzu Geschäftsbericht 2017 Note 3, S. 152 ff.). Bisher im Zinsüberschuss
dargestellte laufende Erträge und Aufwendungen aus Derivaten und aus anderen Handelsbeständen
der Kategorie Held for Trading werden nun im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair
Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ausgewiesen. Ökonomisch
ist eine Unterscheidung in laufende Erträge und Aufwendungen und Bewertungs- und Realisierungseffekte
bei Handelsbeständen nicht sachgerecht. Der geänderte Ausweis spiegelt daher auch
die ökonomische Steuerung der Handelsbestände besser wider und liefert somit zuverlässigere
und relevantere Informationen. Für die ersten sechs Monate 2017 beliefen sich die Umgliederungen aus dem Zinsüberschuss
in das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten auf - 23 Mio. Euro (Saldo aus um 253 Mio. Euro verminderten
Zinserträgen und 230 Mio. Euro verminderten Zinsaufwendungen). Durch die Anpassungen
ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis und das Ergebnis je Aktie. Zudem haben wir in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung den Posten "Zinserträge" in "Zinserträge
nach der Effektivzinsmethode berechnet" und "Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode
berechnet" aufgegliedert. (4) NachtragsberichtAm 3. Juli 2018 hat die Commerzbank eine Vereinbarung mit der Société Générale über
den Verkauf des Konzernbereichs Equity Markets S Commodities (EMC) getroffen. Das
EMC-Geschäft der Commerzbank umfasst die Emission und das Marketmaking von strukturierten
Handels- und Anlageprodukten, die etablierte Marke für börsengehandelte Indexfonds
(ETFs) ComStage sowie die dazugehörige führende Plattform für das ETF-Marketmaking. Die Übertragung der Handelsbücher und die entsprechenden Auswirkungen auf Bilanz und
Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden schrittweise erfolgen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Abstimmung mit den zuständigen
Steuerbehörden, der Zustimmung weiterer zuständiger Behörden und Arbeitnehmervertretergremien
sowie des Abschlusses der rechtlichen Dokumentation. Die comdirect bank Aktiengesellschaft hat am 10. Juli 2018 mit dem Finanztechnologieanbieter
FNZ Group, mit Sitz in London, Großbritannien, einen Verkauf der hundertprozentigen
Tochter ebase (European Bank for Financial Services GmbH) vereinbart. Wir erwarten
daraus einen positiven Effekt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Geschäftsjahr
2018. Weitere Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des Berichtszeitraums
nicht aufgetreten. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden(5) Änderungen Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Commerzbank-Konzern wendet seit dem 1. Januar 2018 IFRS 9 "Finanzinstrumente"
in der Fassung an, die vom IASB im Juli 2014 veröffentlicht wurde. Der Standard ist
in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar
2018 beginnen. Aus der Anwendung von IFRS 9 resultieren Änderungen in den Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden des Konzerns. Zum 30. Juni 2017 haben wir bereits einen Teil
von IFRS 9 vorzeitig und rückwirkend zum 1. Januar 2017 angewendet. Der Bewertungseffekt
aus in die Fair Value Option designierten finanziellen Verbindlichkeiten, der aus
dem eigenen Bonitätsrisiko resultiert, wird seither nicht mehr ergebniswirksam, sondern
erfolgsneutral im Sonstigen Periodenergebnis erfasst. Mit Ausnahme der beschriebenen Änderungen bei der Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten,
wenden wir die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Geschäftsbericht
2017 an. Wir sehen gemäß den Übergangsvorschriften des IFRS 9 davon ab, die Vergleichszahlen
anzupassen. Daher werden die Vergleichsinformationen für 2017 nach IAS 39 in Übereinstimmung
mit den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die im Geschäftsbericht zum 31. Dezember
2017 auf den Seiten 150 ff. dargestellt sind, berichtet. Diese sind nicht unmittelbar
mit den nach IFRS 9 für das Geschäftsjahr 2018 dargestellten Informationen vergleichbar.
Alle Änderungen der Buchwerte finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden
zum Erstanwendungszeitpunkt in den Gewinnrücklagen beziehungsweise Anderen Rücklagen
berücksichtigt. Aufgrund des im Standard enthaltenen Wahlrechts zum Hedge Accounting
haben wir uns entschieden, die bisherigen Regelungen des IAS 39 weiter anzuwenden. Die Anwendung von IFRS 9 führte zu Änderungen bei der Klassifizierung und Bewertung
finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie dem Impairment finanzieller
Vermögenswerte. Ebenso führt diese bei Finanzinstrumenten zu weiteren Standardänderungen,
hier ist im Wesentlichen IFRS 7 zu nennen. Klassifizierung und Bewertung von FinanzinstrumentenDie im Rahmen der Anwendung von IFRS 9 erforderliche Klassifizierung aller nach IAS
32 als Finanzinstrumente definierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten soll die
Adressaten des Abschlusses in die Lage versetzen, eine bessere Einschätzung der Höhe,
des Zeitpunkts und der Ungewissheit von zukünftigen Cashflows vornehmen zu können.
Zum Zeitpunkt des Zugangs sind alle Finanzinstrumente grundsätzlich mit ihrem Fair
Value zu erfassen. Dieses Zugangsprinzip gilt unabhängig von der Klassifizierung eines
Finanzinstruments. Der IFRS 9 sieht vier Arten der Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte vor, die
von dem jeweiligen Geschäftsmodell (Business Model) beziehungsweise der Erfüllung
des SPPI-Kriteriums (Solely Payment of Principal and Interest) abhängig sind:
Die Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu einem der nachfolgenden Business
Models wird auf Managementebene vorgenommen und leitet sich daraus ab, wie die finanziellen
Vermögenswerte zur Erzielung von Cashflows gesteuert werden:
Das zweite Kriterium der Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte sind die
Eigenschaften ihrer Cashflows. Bei deren Beurteilung ist entscheidend, ob es sich
ausschließlich um ungehebelte Zins- und Tilgungszahlungen auf das ausstehende Kapital
handelt; das sogenannte SPPI-Kriterium. Prinzipiell ist ein Finanzinstrument nur dann
als SPPI-konform anzusehen, wenn seine vertraglichen Cashflows denjenigen einer einfachen
Kreditfinanzierung entsprechen. Die Zuordnung zum Business Model erfolgt auf Portfoliobasis, während das SPPI-Kriterium
grundsätzlich für jedes einzelne Finanzinstrument zu prüfen ist, das dem Business
Model "Halten" oder "Halten & Verkaufen" zugeordnet wurde. Eine Bewertung zu Amortised Cost (AC) setzt voraus, dass der finanzielle Vermögenswert
dem SPPI-Kriterium entsprechende Cashflows aufweist und einem Portfolio mit dem Business
Model "Halten" zugeordnet wurde. Die damit verbundenen Buchungsvorgänge entsprechen
grundsätzlich der bisherigen IAS 39-Bewertungskategorie Loans and Receivables (LAR). Eine erfolgsneutrale Bewertung zum Fair Value mit Recycling (FVOCImR) findet auf finanzielle
Vermögenswerte Anwendung, deren Cashflows ebenfalls dem SPPI-Kriterium entsprechen
und die einem Portfolio mit dem Business Model "Halten & Verkaufen" zugeordnet wurden.
Die damit verbundene Bilanzierung entspricht grundsätzlich der bisherigen IAS 39-Bewertungskategorie
Available for Sale (AFS). Die Folgebewertung zum Fair Value mit Erfassung der Wertschwankung in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
(FVPL) ist zwingend vorzunehmen, sofern entweder das Finanzinstrument nicht einem
Portfolio der beiden oben genannten Business Models zugeordnet wurde oder aber deren
Cashflows nicht SPPI-konform sind. Diese Bewertungsklasse hat somit subsidiären Charakter.
Wenn also eine Zuordnung zu einer der beiden anderen Bewertungsklassen nicht eindeutig
möglich ist, muss auf diese Bewertung zurückgegriffen werden. Innerhalb dieser Bewertungsklasse
wird im Ausweis unterschieden zwischen Finanzinstrumenten, die zu Handelszwecken gehalten
werden (Held for Trading/HFT) und sonstigen Finanzinstrumenten, die verpflichtend
zum Fair Value mit Erfassung der Wertschwankung in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
führen (Mandatorily FVPL/mFVPL). Daneben besteht nach der Fair Value Option (FVO)
auch die Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte freiwillig bei Zugang nach mFVPL
zu designieren, sofern eine Ansatz- und Bewertungsinkongruenz (Accounting Mismatch)
vermieden werden kann. Die Systematik für die Bewertung finanzieller Vermögenswerte ergibt sich aus der Zuordnung
zu einer der drei nachfolgenden Gruppen:
Damit ergeben sich für die Fremdkapitalinstrumente der Aktivseite folgende Möglichkeiten
der Folgebilanzierung:
Finanzielle Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit fortgeführten Anschaffungskosten
zu bewerten. Zudem besteht die Möglichkeit, die Fair Value Option anzuwenden. Der
Bewertungseffekt aus in die Fair Value Option designierten finanziellen Verbindlichkeiten,
der aus dem eigenen Bonitätsrisiko resultiert, wird erfolgsneutral in der Gewinnrücklage
erfasst. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten sowie sämtliche
Derivate sind in der Bilanz jeweils in einem eigenen Posten auszuweisen und erfolgswirksam
zum Fair Value zu bewerten. ImpairmentDie Anwendung von IFRS 9 hat die Regelungen zur Bilanzierung erwarteter Adressenausfallrisiken
(Risikovorsorge) grundlegend geändert, indem das Incurred-Loss-Modell nach IAS 39
durch einen Expected-Credit-Loss-Modell (ECL) ersetzt wurde. IFRS 9 sieht vor, dass
eine Wertberichtigung für ECLs für alle Kredite, außerbilanziellen Geschäfte und Finanzgarantien
zu bilden ist, die nicht FVPL-bewertet werden. Anders als unter IAS 39 ist eine Risikovorsorge
nicht erst beim Eintritt eines konkreten Verlustereignisses zu bilden, vielmehr ist
für finanzielle Vermögenswerte (Schuldinstrumente), die zu fortgeführten Anschaffungskosten
oder ergebnisneutral zum Fair Value zu bewerten sind, der erwartete Verlust für ein
Jahr bereits bei Zugang als Risikovorsorge zu bilden. Tritt eine wesentliche Verschlechterung
der Bonität des Schuldners ein, liegt jedoch noch kein Ausfallgrund vor, so ist die
Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die gesamte restliche Vertragslaufzeit
(Lifetime Expected Loss) zu bilden. Liegt ein Ausfallgrund vor, ist die Risikovorsorge
in Höhe der über die gesamte restliche Vertragslaufzeit erwarteten Verluste auf Basis
der geschätzten, noch zu erwartenden Cashflows zu ermitteln. Die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste basiert grundsätzlich auf der Zuordnung
der nicht direkt erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente und außerbilanzielle
Kreditzusagen und Finanzgarantien zu drei Stages. Stage 1 und Stage 2 beinhalten dabei
Finanzinstrumente, die keine Ausfallkriterien aufweisen. Stage 3 beinhaltet Finanzinstrumente,
die als ausgefallen (Default) identifiziert wurden. Finanzinstrumente, die bereits
zum Zugangszeitpunkt des Geschäfts ausgefallen sind (Purchased or Originated Credit-Impaired
Financial-Assets, POCI), werden keiner der drei Stages zugeordnet, sondern gesondert
behandelt und ausgewiesen. Grundsätzlich wird jedes Finanzinstrument beim erstmaligen Zugang in Stage 1 erfasst
(Ausnahme POCI). Darüber hinaus enthält Stage 1 alle Geschäfte, die ein geringes Kreditausfallrisiko
aufweisen. Ein geringes Kreditausfallrisiko ist in Fällen gegeben, deren internes
Bonitätsrating im Bereich des Investmentgrade (Rating 2,8 oder besser) liegt. Die
Bevorsorgung für Geschäfte in Stage 1 erfolgt in Höhe des erwarteten Kreditverlustes
für die nächsten 12 Monate (12-month Expected Credit Loss, 12-m ECL). In Stage 2 werden Finanzinstrumente abgebildet, deren Kreditausfallrisiko sich seit
dem Zugangszeitpunkt signifikant erhöht hat und die nicht als Fälle mit geringem Kreditausfallrisiko
eingestuft werden. Basis für die Wertberichtigungs- beziehungsweise Rückstellungsbildung
ist in Stage 2 der erwartete Kreditverlust der gesamten Restlaufzeit (Lifetime Expected
Credit Loss, LECL). Für ausgefallene Finanzinstrumente aus Stage 3 bildet ebenfalls der LECL auf Basis
individueller Cashflow Schätzungen die Grundlage für die Wertberichtigungs- beziehungsweise
Rückstellungsbildung. Für als POCI klassifizierte Finanzinstrumente wird zum Zeitpunkt des Zugangs keine
Wertberichtigung beziehungsweise Rückstellung gebildet. Die Bewertung erfolgt zum
Fair Value. In der Folgebewertung entspricht die Bevorsorgung der kumulierten Veränderung
des LECL seit Zugangszeitpunkt. Ein als POCI klassifiziertes Finanzinstrument verbleibt
bis zu seiner Ausbuchung in diesem Ansatz. Auch im Falle einer eventuellen Ratingverbesserung
bleibt der LECL Maßstab für die Bewertung. Für Finanzielle Vermögenswerte, die Stage 1 und Stage 2 zugeordnet sind, werden die
Zinserträge effektivzinsgerecht auf Basis des Bruttobuchwerts ermittelt. Zinserträge
für finanzielle Vermögenswerte aus Stage 3 werden effektivzinsgerecht basierend auf
dem Nettobuchwert (abzüglich der Risikovorsorge) kalkuliert. Für die detaillierte Beschreibung verweisen wir auf Note 32. Hedge AccountingDer Commerzbank-Konzern hat entschieden, die Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen
(Hedge Accounting) gemäß IAS 39 bei der Übernahme von IFRS 9 weiterhin anzuwenden. Für weitere Details zur Überleitungsrechnung vom 31. Dezember 2017 nach IAS 39 zum
1. Januar 2018 nach IFRS 9 verweisen wir auf Note 6. (6) Erstanwendung IFRS 9Die nachfolgenden Tabellen leiten die Buchwerte zum 31. Dezember 2017 basierend auf
den IAS-39-Vorschriften auf die neuen Buchwerte zum 1. Januar 2018 nach IFRS 9 über.
In der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 wurde gegenüber der Darstellung in Note
74 des Geschäftsberichts 2017 das Eigenkapital um 24 Mio. Euro (davon: 30 Mio. Euro
IFRS 9 Erstanwendungseffekt und - 6 Mio. Euro aufgrund retrospektiver Anpassungen,
siehe Seite 43) angepasst. Rückwirkend zum 1. Januar 2018 wurden bisher als Eigenkapitalinstrumente ausgewiesene
Vorzugsaktien von 38 Mio. Euro an einem Kreditkartenanbieter von der Kategorie FVOCI
(ohne Recycling) in die Kategorie mFVPL umgegliedert, da sie gemäß IAS 32 nicht als
Eigenkapitalinstrumente klassifizieren und folglich als Fremdkapitalinstrumente darzustellen
sind. Die Vorzugsaktien erfüllen nicht das SPPI-Kriterium und sind folglich der Kategorie
mFVPL zuzuordnen. Daraus ergab sich eine Verschiebung in der Eröffnungsbilanz von
10 Mio. Euro zwischen Gewinnrücklagen und Anderen Rücklagen. a) Überleitung der finanziellen Vermögenswertescroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Die nachfolgenden Erklärungen beschreiben die wesentlichen Effekte, die in der Überleitungstabelle
für die finanziellen Vermögenswerte enthalten sind. Für alle Neubewertungen wurden
jeweils latente Steuereffekte entsprechend berücksichtigt, die nachfolgenden Angaben
bezogen auf das Eigenkapital sind jeweils vor latenten Steuern dargestellt. Es wurden im Wesentlichen von öffentlichen Haushalten der Eurozone emittierte Wertpapiere
von 9,0 Mrd. Euro, die bislang der IAS-39-Kategorie AFS einer erfolgsneutralen Bewertung
zum Fair Value unterlagen, in die Bewertungskategorie AC (IFRS 9) reklassifiziert,
da für sie das Business Model "Halten" zur Anwendung kommt. Hierdurch stieg der Buchwert
dieser Vermögenswerte um 0,6 Mrd. Euro und das Eigenkapital erhöhte sich um 0,6 Mrd.
Euro. Außerdem waren im Wesentlichen von öffentlichen Haushalten emittierte Wertpapiere
von 22,4 Mrd. Euro der Bewertungskategorie LAR (IAS 39) zugeordnet und mit IFRS 9
kommt das Business Model "Halten" zur Anwendung. Dies hat eine Bewertung zu AC zur
Folge. Beide Bewertungskategorien folgen prinzipiell der gleichen Systematik zur bilanziellen
Abbildung, dennoch weichen in diesem Fall die Buchwerte im Jahresabschluss zum 31.
Dezember 2017 und in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 um 0,3 Mrd. Euro ab.
Dies ist darauf zurückzuführen, dass diese Wertpapiere im Rahmen der Finanzmarktkrise
aus der IAS-39-Kategorie AFS in LAR umgewidmet wurden. Hierbei wurde der zum Zeitpunkt
der Umwidmung ermittelte Fair Value als Ausgangswert für die Bewertung zu fortgeführten
Anschaffungskosten zugrunde gelegt. Die aus diesen Finanzinstrumenten resultierende
negative Neubewertungsrücklage von 0,3 Mrd. Euro wurde gegen den Buchwert ausgebucht,
wodurch sich das Eigenkapital um 0,3 Mrd. Euro erhöhte. Kredite mit einem IAS-39-Buchwert von 2,7 Mrd. Euro, die zur Finanzierung von Schiffen
dienen, wurden aufgrund der Absicht, diese im Falle günstiger Gelegenheiten zu veräußern,
dem Business Model "Other" zugeordnet und daher aus der Bewertungskategorie LAR in
die IFRS-9-Bewertungskategorie mFVPL umgebucht. Dadurch reduzierte sich ihr Buchwert
um 0,7 Mrd. Euro und das Eigenkapital um 0,7 Mrd. Euro. Aus dem gleichen Grund wurden
mehrere Kreditportfolios zur Finanzierung inländischer und ausländischer Gewerbeimmobilien
von 0,6 Mrd. Euro umgebucht; der Buchwert reduzierte sich dabei um 0,1 Mrd. Euro und
das Eigenkapital um 0,1 Mrd. Euro. Ebenso wurde ein Portfolio von britischen Körperschaften
emittierten Schuldscheindarlehen mit besonderen Kündigungsoptionen mit einem Buchwert
von 2,5 Mrd. Euro in die Bewertungskategorie mFVPL umgegliedert. Bisher nach IAS 39
trennungspflichtige Derivate von 1,7 Mrd. Euro gehen in diesem Zusammenhang bei der
Full-Fair-Value-Bewertung des Gesamtinstruments im Buchwert mFVPL auf. Der Buchwert
dieser Schuldscheindarlehen verminderte sich dadurch in Summe um 1,1 Mrd. Euro und
das Eigenkapital um 1,1 Mrd. Euro. b) Überleitung der finanziellen Verbindlichkeitenscroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Für eigene strukturierte Emissionen wurde die Fair Value Option mit IFRS 9 neu ausgeübt,
um einen Accounting Mismatch zwischen erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Sicherungsderivaten
und der strukturierten Emission zu vermeiden. Es ergab sich daraus eine Minderung
des Eigenkapitals von 0,1 Mrd. Euro. c) Überleitung des Eigenkapitalsscroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). d) Überleitung der Risikovorsorgescroll
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Nicht Bestandteil der Risikovorsorge zum 31. Dezember 2017. Die Bestandveränderung resultiert im Wesentlichen aus der Reklassifizierung des Ship
Finance Portfolios, das unter Ausbuchung der Risikovorsorge in die Fair Value Bewertung
übernommen wurde. In der Neubewertung ergab sich darüber hinaus eine Bestandsreduzierung
aus der Ausbuchung von Risikovorsorge für finanzielle Vermögenswerte, die unter IFRS
9 als POCI klassifiziert wurden und für die daher kein initialer Risikovorsorgebestand
zu berücksichtigen war, sondern stattdessen eine Korrekturbuchung gegen den Buchwert
erfolgte. Gegenläufig kam es in geringerem Umfang zu Bestandserhöhungen für finanzielle
Vermögenswerte, die unter IFRS 9 mit dem LECL zu bevorsorgen sind. Insgesamt sind
wesentliche Teile des Portfolios dem Investment Grade zugeordnet, so dass nur 17 %
der Risikovorsorge auf Stage 2 entfallen. (7) KonsolidierungskreisBereits im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018 ist die at-Equity bewertete Beteiligung
an der Capital Investment Trust Corporation, Taipeh, Taiwan veräußert worden. Daraus
resultiert ein positiver Effekt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Posten Sonstiges
Ergebnis (siehe Note 17). Weitere Verkäufe sowie Akquisitionen haben in diesem Berichtszeitraum
nicht stattgefunden. Im ersten Halbjahr 2017 erwarb unser Tochterunternehmen comdirect bank Aktiengesellschaft,
Quickborn, vollständig die Anteile an der onvista Aktiengesellschaft in Frankfurt
am Main und deren verbundene Unternehmen von der Boursorama S.A.. Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung
(8) ZinsüberschussIn diesem Posten werden die gesamten Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie zinsähnliche
Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, sofern diese nicht aus dem Held-for-Trading-Bestand
resultieren. Zinserträge sind alle aus dem originären Bankgeschäft oder bankähnlichen Geschäften
resultierenden Zinserträge, die primär aus Kapitalüberlassungen resultieren. Zu den Zinsaufwendungen gehören, analog der Zinserträge, alle Zinsaufwendungen, einschließlich
effektivzinsgerechter Auflösungen von (Dis-)Agien oder sonstiger Beträge, sowie zinsähnliche
Aufwendungen im Zusammenhang mit dem gewöhnlichen Bankgeschäft. In den Sonstigen Zinsaufwendungen ist der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen
aus Hedge Accounting enthalten. scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). (9) DividendenerträgeIn diesem Posten werden alle Dividenden aus Aktien und ähnlichen Eigenkapitalinstrumenten
- mit Ausnahme der Dividenden aus Handelsbeständen - ausgewiesen. Wir weisen hier außerdem das laufende Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen
aus, das über Ergebnisabführungsverträge vereinnahmt wird. Im Vorjahr enthielten die Erträge auch Ausschüttungen auf Genussscheine und Gewinnschuldverschreibungen
sowie Fondsausschüttungen, soweit diese Anteile als Eigenkapital einzustufen waren.
Die Anpassung ist erforderlich, da mit IFRS 9 die Einwertung von Eigen- und Fremdkapital
auf Basis der des Emittenten erfolgt. Bisher unter Eigenkapitalinstrumenten ausgewiesene
Fondsanteile und Genussrechte wurden in die Verbrieften Schuldinstrumente umgegliedert
und den Bewertungskategorien mFVPL oder HFT zugeordnet. Daher werden die daraus korrespondierenden
Erträge ab dem Geschäftsjahr 2018 in den Zinserträgen ausgewiesen. scroll
Im Commerzbank-Konzern wurde in einem Tochterunternehmen ein Portfolio europäischer
Standardaktien (Blue Chips) in die Kategorie Fair Value OCI eingestuft, die vormals
der IAS 39-Kategorie Available for Sale zugeordnet waren. In den ersten sechs Monaten
des Geschäftsjahres 2018 wurden aus diesen Aktien Dividenden von 1 Mio. Euro in den
Dividendenerträgen erfolgswirksam vereinnahmt. (10) RisikoergebnisDas Risikoergebnis setzt sich aus dem Bewertungs- und dem Abgangsergebnis zusammen.
Das Bewertungsergebnis beinhaltet erfolgswirksame Risikovorsorgeveränderungen für
bilanzielle und außerbilanzielle Finanzinstrumente, auf die das Impairmentmodell des
IFRS 9 anzuwenden ist. Dies umfasst auch Risikovorsorgeauflösungen bei bilanziellen
Abgängen aus planmäßigen Rückzahlungen, Zuschreibungen und Eingänge auf bereits abgeschriebene
Forderungen sowie Direktabschreibungen, die nicht Ergebnis einer substanziellen Modifikation
sind. Darüber hinaus sind erfolgswirksame Risikovorsorgeänderungen für bestimmte außerbilanzielle
Geschäfte berücksichtigt, die keine Finanzgarantien im Sinne des IFRS 9 darstellen
(bestimmte Avale, Akkreditive, siehe Note 44). Im Commerzbank-Konzern werden Portfolios
von insgesamt 282 Mrd. Euro mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Voraussetzung
hierfür ist, dass die enthaltenen Finanzinstrumente dem Business Model "Halten" zugeordnet
werden und dass keine SPPI-schädlichen Nebenabreden vorliegen. Neben Rückzahlungen
kann es aus diesen Portfolios heraus auch zu Verkäufen von Vermögenswerten kommen,
ohne dass grundsätzlich gegen dieses Business Model verstoßen wird. Dies gilt insbesondere
dann, wenn sich die Bonität des Schuldners erheblich verschlechtert hat, beziehungsweise
der Vermögenswert nicht mehr den in den internen Richtlinien geforderten Kriterien
entspricht oder aber im Rahmen von Portfolioumschichtungen der Verkauf kurz vor Fälligkeit
dieser Vermögenswerte erfolgt. Entsprechende Ergebniseffekte werden im Bewertungsergebnis
ausgewiesen. Das Abgangsergebnis beinhaltet Effekte aus nicht bonitätsinduzierten Verkäufen von
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten. Außerdem sind die
Ergebnisse aus Vertragsanpassungen enthalten, die im Rahmen der Restrukturierung der
Kreditverhältnisse mit Kunden aufgrund der Verschlechterung der Bonität vereinbart
werden (substanzielle Modifikationen). Mit Anwendung von IFRS 9 ist eine Vergleichbarkeit mit den im Geschäftsbericht 2017
aufgeführten Posten Risikovorsorge (Note 10) sowie Sonstiges Realisierungs- und Bewertungsergebnis
(Note 11) nicht gegeben. scroll
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Die Darstellung des Risikoergebnis für das erste Quartal 2018 wurde angepasst. Das Abgangsergebnis aus dem Verkauf von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) in Höhe
von - 1 Mio. Euro resultierte aus dem Verkauf von Wertpapieren aus dem Liquiditätsbestand
im Rahmen zulässiger Portfoliomaßnahmen und der Rückzahlung von Wertpapieren. Informationen zur Organisation des Risikomanagements und zu relevanten Kennzahlen
sowie weitere Analysen und Erläuterungen des erwarteten Kreditverlusts können dem
Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts (siehe Seite 6 ff.) entnommen werden. (11) Risikovorsorge im KreditgeschäftDieser Posten enthielt im Geschäftsjahr 2017 die Risikovorsorge für das bilanzielle
und außerbilanzielle Kreditgeschäft. Mit Anwendung von IFRS 9 ist der bisherige Posten
nun Teil des Risikoergebnisses, eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist nicht gegeben. scroll
(12) Sonstiges Realisierungs- und BewertungsergebnisIn diesem Posten wurde im Vorjahr gemäß IAS 39 das Ergebnis aus der Bewertung finanzieller
Vermögenswerte - Loans and Receivables beziehungsweise Finanzieller Vermögenswerte
- Available for Sale, ausgewiesen. Im Sonstigen Realisierungs- und Bewertungsergebnis wurden im Vorjahr ebenfalls Realisierungsergebnisse
aus dem Verkauf von Forderungen und Wertpapieren der Kategorie Loans and Receivables
unabhängig davon dargestellt, ob die Gewinne beziehungsweise Verluste bonitätsinduziert
oder nicht bonitätsinduziert waren. Mit Anwendung von IFRS 9 ist der bisherige Posten
nun Teil des Risikoergebnis, eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist nicht gegeben. scroll
(13) ProvisionsüberschussIm Provisionsüberschuss weisen wir die anfallenden Erträge und Aufwendungen für die
Inanspruchnahme von Dienstleistungen aus. Diese Beträge werden dadurch erzielt, dass
Kunden betriebstechnische Einrichtungen, besondere Geschäftsverbindungen oder die
Kreditwürdigkeit zur Verfügung gestellt werden, ohne dass sich der aktivierte Bestand
der bankgeschäftlichen Forderungen verändert. Dies gilt zudem für Provisionen im Zusammenhang
mit der Veräußerung von Devisen, Sorten und Edelmetallen, wenn es sich dabei um Dienstleistungs-
und nicht um Eigenhandelsgeschäfte handelt. Gleiches gilt umgekehrt bei der Inanspruchnahme
fremder Dienstleistungen durch die Bank. scroll
Die Aufteilung der Provisionserträge nach Art der Dienstleistung und Segmenten, auf
Grundlage des IFRS 15, stellt sich wie folgt dar: scroll
(14) Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und VerbindlichkeitenIn diesem Posten weisen wir die Ergebnisse aus allen erfolgswirksam zum Fair Value
bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus. Dies beinhaltet
das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading, das Ergebnis aus
Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L sowie das Ergebnis aus
Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option. Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading bildet den Handelserfolg
der Bank ab und wird als Saldo aus Aufwendungen und Erträgen gezeigt. Dementsprechend
fließen in diese Position ein:
Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L und das
Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option beinhaltet ausschließlich
Bewertungs- und Realisierungsergebnisse. Die Aufwendungen und Erträge werden jeweils
als Saldo dargestellt. scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). (15) Ergebnis aus SicherungszusammenhängenDas Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen beinhaltet zum einen die Bewertungsergebnisse
aus effektiven Sicherungszusammenhängen im Rahmen des Hedge Accountings (Fair Value
Hedge). Zum anderen enthält das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen scroll
(16) Übriges Ergebnis aus FinanzinstrumentenIn dieser Position weisen wir das Veräußerungsergebnis finanzieller Vermögenswerte
der Kategorie Fair Value OCI sowie das Ergebnis aus dem Rückkauf finanzieller Verbindlichkeiten
der Kategorie Amortised Cost aus. Im Vorjahr wurde hier das Veräußerungsergebnis finanzieller
Vermögenswerte der Kategorie Available for Sale ausgewiesen. Die Differenz zwischen den fortgeführten Anschaffungskosten und dem Marktwert des
Finanziellen Vermögenswertes der Kategorie Fair Value OCI (mit Recycling) wird bis
zur Veräußerung mit Ausnahme von Wertminderungen (Impairments) erfolgsneutral in der
Neubewertungsrücklage und folglich nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
Mit Abgang des Vermögenswertes wird die aus verbrieften Schuldinstrumenten resultierende
Neubewertungsrücklage ergebniswirksam aufgelöst. Dies galt im Vorjahr ebenso für die
Kategorie Available for Sale. Beim Abgang finanzieller Verbindlichkeiten der Kategorie Amortised Cost ergibt sich
das Realisierungsergebnis direkt aus der Differenz aus Kaufpreis und fortgeführten
Anschaffungskosten. Zudem werden in diesem Posten Ergebnisse aus Schätzungsänderungen sowie Bewertungsergebnisse
aus nicht substantiellen Modifikationen ausgewiesen. scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). (17) Sonstiges ErgebnisIm Sonstigen Ergebnis sind vor allem Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen
sowie Aufwendungen und Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen enthalten. Des Weiteren wird hier das Realisierungs- und Bewertungsergebnis von assoziierten
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen. scroll
Bereits im ersten Quartal 2018 ergab sich im Zusammenhang mit dem Gruppenversicherungsgeschäft
innerhalb des mBank-Teilkonzern ein positiver Sondereffekt von 52 Mio. Euro in den
übrigen sonstigen Erträgen (siehe hierzu Zwischenlagebericht Seite 7). (18) Verwaltungsaufwendungenscroll
scroll
Im laufenden Geschäftsjahr sind in den Pflichtbeiträgen Bankenabgaben von 187 Mio.
Euro (Vorjahr: 186 Mio. Euro) und die polnische Bankensteuer von 46 Mio. Euro (Vorjahr:
43 Mio. Euro) enthalten. scroll
(19) Restrukturierungsaufwendungenscroll
Die Restrukturierungsaufwendungen in den ersten sechs Monaten des Vorjahres standen
in Zusammenhang mit der Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0" im Inland und Ausland. (20) Steuern vom Einkommen und ErtragZum 30. Juni 2018 belief sich der Konzernsteueraufwand auf 99 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung
des Ergebnisses vor Steuern von 689 Mio. Euro ergab sich eine Konzernsteuerquote von
14,4 % (Konzernertragsteuersatz: 31,5 %). Der Konzernsteueraufwand resultiert im Wesentlichen
aus laufenden Steueraufwendungen des mBank-Teilkonzerns, der comdirect bank Aktiengesellschaft
sowie der Commerzbank Aktiengesellschaft im Ausland für die Berichtsperiode. Steuerquotenreduzierend
haben sich insbesondere Einmaleffekte, die aus der laufenden steuerlichen Außenprüfung
im Inland resultieren, sowie geringere Steuersätze in ausländischen Lokationen auf
die dort erzielten operativen Gewinne ausgewirkt. (21) Ergebnis je Aktie
scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären
zurechenbaren Konzernergebnis und wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem
gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl
ermittelt. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- und Optionsrechte
im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch.
Die Zusammensetzung des Operativen Ergebnis ist in der Segmentberichterstattung (Note
45) definiert. Erläuterungen zur BilanzFinanzielle Vermögenswerte und VerbindlichkeitenGemäß IFRS 9 sind alle finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, zu denen
auch derivative Finanzinstrumente zählen, grundsätzlich in der Bilanz anzusetzen.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu
einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen
Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Beim erstmaligen Ansatz sind
Finanzinstrumente mit dem Fair Value zu bewerten. Für Finanzinstrumente, die nicht
erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden, sind in den Fair Values als Anschaffungsnebenkosten
auch einzeln zuordenbare Transaktionskosten einzubeziehen, die bei finanziellen Vermögenswerten
den Fair Value erhöhen oder bei Begründung einer finanziellen Verpflichtung diese
vermindern. Gemäß IFRS 13 ist der Fair Value als Veräußerungspreis definiert. Hierbei
handelt es sich um den Preis, den Marktteilnehmer im Rahmen einer gewöhnlichen Transaktion
beim Verkauf eines Vermögenswertes erhalten beziehungsweise bei der Übertragung einer
Schuld zahlen. Der Fair Value ist entweder ein an einem aktiven Markt festgestellter
Preis (mark-to-market) oder wird anhand von Bewertungsmodellen ermittelt (mark-to-model).
Die für das jeweilige Bewertungsmodell relevanten Inputparameter können entweder direkt
am Markt beobachtet oder, falls nicht am Markt beobachtbar, mittels Expertenschätzung
festgelegt werden. In der Folgebewertung werden Finanzinstrumente in Abhängigkeit der jeweiligen Kategorie
entweder zu (fortgeführten) Anschaffungskosten oder zum Fair Value in der Bilanz angesetzt. a) Zugang und Abgang von FinanzinstrumentenDer Bilanzansatz eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit
erfolgt grundsätzlich dann, wenn der Commerzbank-Konzern Vertragspartei bezüglich
der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei regulären Kassakäufen
oder -verkäufen finanzieller Vermögenswerte fallen Handels- und Erfüllungstag im Allgemeinen
auseinander. Für diese regulären Kassakäufe oder -verkäufe besteht ein Wahlrecht der
Bilanzierung zum Handelstag (Trade Date Accounting) oder zum Erfüllungstag (Settlement
Date Accounting). Im Commerzbank-Konzern erfolgt für reguläre Kassakäufe und -verkäufe
finanzieller Vermögenswerte der Kategorie Held for Trading und für Fremdkapitalinstrumente
der Kategorie Fair Value OCI bei Ansatz und Abgang die Bilanzierung zum Handelstag.
Für alle anderen IFRS 9-Kategorien werden Regular-Way-Käufe und -Verkäufe finanzieller
Vermögenswerte bei Ansatz und Abgang zum Erfüllungstag bilanziert. Die Abgangsvorschriften des IFRS 9 richten sich sowohl nach dem Konzept der Chancen
und Risiken als auch nach der Verfügungsmacht bei der Prüfung von Ausbuchungsvorgängen.
Die Bewertung der Chancen und Risiken aus dem Eigentum hat dabei Vorrang vor der Beurteilung
der Übertragung der Verfügungsmacht. Bei einer nur teilweisen Übertragung der Chancen
und Risiken und der Zurückbehaltung von Verfügungsmacht kommt der Ansatz für anhaltende
Engagements (Continuing Involvement) zur Anwendung. Der finanzielle Vermögenswert
wird dabei unter Berücksichtigung bestimmter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
in dem Umfang erfasst, der seinem anhaltenden Engagement entspricht. Die Höhe des
anhaltenden Engagements bestimmt sich aus dem Umfang, in dem der Konzern weiterhin
das Risiko von Wertänderungen des übertragenen Vermögenswertes trägt. Eine finanzielle
Verbindlichkeit (oder ein Teil einer finanziellen Verbindlichkeit) wird ausgebucht,
wenn sie erloschen ist, das heißt, wenn die im Vertrag genannten Verbindlichkeiten
beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Auch der Rückerwerb eigener Schuldtitel
fällt unter die Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten. Unterschiedsbeträge beim
Rückkauf zwischen dem Buchwert der Verbindlichkeit (einschließlich Agien und Disagien)
und dem Kaufpreis werden erfolgswirksam erfasst; bei Wiederveräußerung zu einem späteren
Zeitpunkt entsteht eine neue finanzielle Verbindlichkeit, deren Anschaffungskosten
dem Veräußerungserlös entsprechen. Unterschiedsbeträge zwischen diesen neuen Anschaffungskosten
und dem Rückzahlungsbetrag werden nach der Effektivzinsmethode über die Restlaufzeit
des Schuldtitels verteilt. Bestimmte Änderungen der Vertragsbedingungen, zum Beispiel infolge von Forbearance-Maßnahmen
oder Restrukturierungen, zwischen Kreditnehmern und Bank können eine Ausbuchung zur
Folge haben. Eine substanzielle Änderung der Vertragsbedingungen eines Finanzinstruments
zwischen einem bestehenden Kreditnehmer und der Bank führt zur Ausbuchung des ursprünglichen
finanziellen Vermögenswertes und zum Ansatz eines neuen Finanzinstruments. In gleicher Weise ist eine wesentliche Änderung der Vertragsbedingungen eines vorhandenen
Schuldinstruments wie eine Tilgung der ursprünglichen finanziellen Verbindlichkeit
zu behandeln. Ein quantitatives Kriterium, das zu einer substanziellen Änderung der
Vertragsbedingungen führt liegt vor, wenn der abgezinste Barwert der Cashflows gemäß
den neuen Vertragsbedingungen um mindestens 10 % vom abgezinsten Barwert der restlichen
Cashflows des ursprünglichen Schuldinstruments abweicht. b) Kategorisierung von Finanzinstrumenten und ihre BewertungDer Commerzbank-Konzern untergliedert finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten
in die jeweiligen IFRS 9-Kategorien: Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Verbindlichkeiten
Die IFRS 9-Kategorien unterteilen wir nach folgenden Klassen: Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Verbindlichkeiten
sowie unwiderrufliche Kreditzusagen c) NettoerfolgeDie Nettoerfolge umfassen erfolgswirksame Fair-Value-Bewertungen, Fremdwährungseffekte,
Wertminderungen, Zuschreibungen, realisierte Abgangserfolge, nachträgliche Eingänge
aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten sowie erfolgsneutrale Änderungen der Neubewertungsrücklage
der jeweiligen Kategorie gemäß IFRS 9. Die Bestandteile werden in der Zusammengefassten
Gesamtergebnisrechnung sowie in den Notes Zinsüberschuss, Risikoergebnis, Ergebnis
aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
sowie im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten dargestellt. d) FinanzgarantienEine Finanzgarantie ist ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung bestimmter
Zahlungen verpflichtet ist, die den Garantienehmer für einen Verlust entschädigen,
der ihm entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gemäß
den ursprünglichen oder geänderten Bedingungen eines Schuldinstruments nicht fristgemäß
nachkommt. Darunter können zum Beispiel Bankgarantien und -bürgschaften fallen. Ist
der Commerzbank-Konzern Garantienehmer, wird die Finanzgarantie bilanziell nicht erfasst
und nur bei der Ermittlung der Wertminderung eines besicherten Vermögenswertes berücksichtigt.
Als Garantiegeber erfasst der Commerzbank-Konzern die Verpflichtung aus einer Finanzgarantie
bei Vertragsabschluss. Die Erstbewertung erfolgt mit dem Fair Value zum Erfassungszeitpunkt.
Insgesamt betrachtet ist der Fair Value einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss
null, denn der Wert der vereinbarten Prämie wird bei marktgerechten Verträgen regelmäßig
dem Wert der Garantieverpflichtung entsprechen (sogenannte Nettomethode). Die Folgebewertung
erfolgt zum höheren Betrag aus fortgeführten Anschaffungskosten oder dem Rückstellungsbetrag,
der im Falle einer drohenden Inanspruchnahme zu bilden ist. e) Eingebettete DerivateEingebettete Derivate (Embedded Derivatives) sind Derivate, die in originäre Finanzinstrumente
eingebunden sind. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Aktienanleihen (Anleihen mit
Rückzahlungsrecht in Aktien) oder Anleihen mit indexbezogener Verzinsung. Nach IAS 39 wurden Derivate, die in finanziellen Vermögenswerten, Verbindlichkeiten
und nicht finanziellen Basisverträgen eingebettet waren, wie freie Derivate behandelt
und zum Fair Value erfasst, wenn sie die Definition eines Derivats erfüllten und ihre
wirtschaftlichen Merkmale und Risiken nicht eng mit denen des Basisvertrags verbunden
waren. Im Einklang mit IFRS 9 trennen wir seit 1. Januar 2018 nur noch solche Derivate, die
in finanzielle Verbindlichkeiten und nicht finanzielle Basisverträge eingebettet sind.
Nach IFRS 9 werden finanzielle Vermögenswerte im Ganzen beurteilt, womit keine getrennte
Bilanzierung mehr zwischen Trägerinstrument und eingebettetem Derivat stattfindet.
Stattdessen werden finanzielle Vermögenswerte basierend auf dem Business Model und
ihren Vertragsbedingungen klassifiziert. Eine bilanzielle Trennungspflicht ist nur dann gegeben, wenn die drei folgenden Bedingungen
erfüllt sind:
In diesem Fall ist das zu trennende eingebettete Derivat als Teil der Kategorie Held
for Trading anzusehen und zum Fair Value zu bilanzieren. Bewertungsänderungen sind
erfolgswirksam im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu erfassen. Die Bilanzierung und Bewertung
des Basisvertrages folgt hingegen den Vorschriften der zugewiesenen Kategorie des
Finanzinstruments. Wenn die vorstehend genannten drei Bedingungen nicht kumulativ erfüllt sind, wird
das eingebettete Derivat nicht getrennt bilanziert und das hybride Finanzinstrument
(strukturiertes Produkt) insgesamt nach den allgemeinen Vorschriften der Kategorie
bewertet, der die finanzielle Verbindlichkeit zugeordnet wurde. (22) Finanzielle Vermögenswerte - Amortised CostWenn die vertraglich vereinbarten Cashflows eines finanziellen Vermögenswertes lediglich
Zins- und Tilgungsleistungen darstellen (also SPPI-konform sind) und dieser dem Business
Model "Halten" zugeordnet wurde, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Der Buchwert dieser Finanzinstrumente wird um etwaige Risikovorsorge gekürzt (siehe
Note 32 Kreditrisiken und Kreditverluste). Zinszahlungen für diese Finanzinstrumente werden effektivzinsgerecht im Zinsüberschuss
vereinnahmt. scroll
(23) Finanzielle Vermögenswerte - Loans and ReceivablesDieser Kategorie wurden gemäß IAS 39 im Vorjahr nicht derivative Finanzinstrumente
mit festen oder bestimmbaren Zahlungsansprüchen zugeordnet, für die kein aktiver Markt
bestand. Dies galt unabhängig davon, ob die Finanzinstrumente originär begründet oder
am Sekundärmarkt erworben wurden. Ein aktiver Markt war dann gegeben, wenn notierte
Preise regelmäßig, zum Beispiel von einer Börse oder einem Broker, zur Verfügung gestellt
wurden und diese Preise repräsentativ für aktuelle Transaktionen zwischen fremden
Dritten waren. Die Bewertung erfolgte zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei Vorliegen
einer Wertminderung wurde diese bei der Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten
erfolgswirksam berücksichtigt. Agien beziehungsweise Disagien wurden über die Laufzeit
verteilt und erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt. Für Wertpapiere wurde eine Wertminderung nach analogen Maßstäben wie für das Kreditgeschäft
gebildet (siehe Geschäftsbericht 2017, Seite 178 ff.). Die Wertminderungen für diese
Finanzinstrumente wurden im Sonstigen Realisierungs- und Bewertungsergebnis erfasst
und direkt vom Bilanzposten gekürzt. Waren die Indikatoren für eine Wertminderung
einzelner Wertpapiere nicht mehr gegeben beziehungsweise haben nicht mehr auf eine
Wertminderung hingedeutet, so wurden diese bis maximal zur Höhe der fortgeführten
Anschaffungskosten erfolgswirksam zugeschrieben. Ebenso konnte ein verbessertes Risikoumfeld
zur Auflösung einer zuvor gebildeten Wertminderung auf Portfolioebene führen. scroll
(24) Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised CostFinanzielle Verbindlichkeiten sind im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich zu fortgeführten
Anschaffungskosten zu bewerten. Die Ausnahmen von dieser grundsätzlichen Klassifizierung
haben wir in den vorstehenden Posten innerhalb der Note 6 erläutert. In den Einlagen sind im Wesentlichen täglich fällige Gelder, Termineinlagen und Spareinlagen
enthalten. In den sonstigen emittierten Schuldtiteln weisen wir auch nachrangige verbriefte und
unverbriefte Emissionen aus, die im Falle einer Insolvenz oder Liquidation erst nach
Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden. scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Im ersten Halbjahr 2018 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 2,6 Mrd. Euro
begeben. Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen fälliger Emissionen auf 2,6
Mrd. Euro und von Rückzahlungen auf 0,5 Mrd. Euro. (25) Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCIDie Bewertung zum Fair Value mit Erfassung der Wertschwankung im Eigenkapital mit
Recycling (FVOCI mit Recycling) ist vorzunehmen, wenn das Finanzinstrument einem Portfolio
mit dem Business Model "Halten & Verkaufen" zugeordnet wird und zusätzlich die vertraglich
vereinbarten Cashflows lediglich Zins- und Tilgungsleistungen darstellen, und damit
SPPI-konform sind. Die Änderungen des Fair Values werden erfolgsneutral im OCI erfasst, mit Ausnahme
von Impairments, die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Die Bildung
der Risikovorsorge wird in Note 32 "Kreditrisiken und Kreditverluste" dargestellt.
Bei Abgang des Finanzinstruments werden die bislang erfolgsneutral erfassten kumulierten
Gewinne oder Verluste vom OCI in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert (sogenanntes
Recycling) und im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten ausgewiesen. Zinserträge
aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden effektivzinsgerecht im Zinsüberschuss
vereinnahmt. Darüber hinaus beinhalten die Finanziellen Vermögenswerte -Fair Value OCI auch Eigenkapitalinstrumente,
für die wir die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling gewählt
haben, wenn diese die Definition von Eigenkapital gemäß IAS 32 erfüllen und nicht
zu Handelszwecken gehalten werden. Eine solche Klassifizierung wird je Finanzinstrument
freiwillig und unwiderruflich festgelegt. Jegliche Gewinne oder Verluste aus diesen
Eigenkapitalinstrumenten werden niemals in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern
bei Abgang in die Gewinnrücklage umgebucht (ohne Recycling). Diese Eigenkapitalinstrumente
unterliegen keiner Impairmentprüfung. Daraus resultierende Dividendenzahlungen werden
als Dividendenerträge in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, sofern sie keine
Substanzausschüttungen darstellen. scroll
Im Commerzbank-Konzern wurde in einem Tochterunternehmen ein Portfolio europäischer
Standardaktien (Blue Chips) in die Kategorie Fair Value OCI eingestuft, die vormals
der IAS 39-Kategorie Available for Sale zugeordnet waren. Zum 30. Juni 2018 betrug der Fair Value dieser Aktien 47 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr
2018 wurden aus diesen Aktien Dividendenzahlungen in Höhe von 1 Mio. Euro im Dividendenergebnis
erfolgswirksam vereinnahmt. Des Weiteren wurde durch Verkäufe aus diesem Portfolio
ein Ergebnis von 0 Mio. Euro erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. (26) Finanzielle Vermögenswerte - Available for SaleDiese Kategorie umfasste nach IAS 39 alle nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte,
die keiner der sonstigen Kategorien zugeordnet wurden oder für die eine Designation
in die Kategorie Finanzielle Vermögenswerte - Available for Sale erfolgte. Dabei handelte
es sich um verzinsliche Wertpapiere, Aktien, Genussrechte und Anteile an Investmentfonds.
Als zur Veräußerung verfügbar wurden insbesondere festverzinsliche Wertpapiere klassifiziert,
die an einem aktiven Markt notiert waren, für die aber keine kurzfristige Veräußerungsabsicht
bestand. Die Bewertung erfolgte zum Fair Value. Konnte der Fair Value keinem aktiven
Markt entnommen werden, wurden die Bestände grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen,
indikativen Preisen von Preisagenturen beziehungsweise anderen Kreditinstituten (Lead-Managern)
oder interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodellen) bewertet. scroll
(27) Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OptionWenn erworbene Schuldinstrumente SPPI-konform sind und den Business Models "Halten"
oder "Halten S Verkaufen" zugeordnet wurden, kann für sie die Fair Value Option ausgeübt
werden. Dies hat zur Folge, dass die Vermögenswerte nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten
beziehungsweise nicht erfolgsneutral zum Fair Value, sondern erfolgswirksam zum Fair
Value bewertet werden. Das Wahlrecht zur Bewertung zum Fair Value kann nur beim Erstansatz ausgeübt werden.
Voraussetzung dafür ist, dass dadurch eine sogenannte Rechnungsanomalie (Accounting
Mismatch) beseitigt oder verringert werden kann, die beispielsweise dadurch entsteht,
dass Vermögenswerte gemäß der Klassifizierungskriterien zu Amortised Cost bewertet
würden, während damit in Zusammenhang stehende Verbindlichkeiten zum Fair Value bewertet
werden. Nach dem Klassifizierungsmodell des IFRS 9 bestehen die bisherigen Möglichkeiten,
die Fair Value Option bei Steuerung von Vermögenswerten auf Fair-Value-Basis sowie
zur Vermeidung einer Abtrennung eingebetteter Derivate anzuwenden, nicht mehr. Strukturierte
Produkte werden somit aufgrund des Entfallens der Trennungspflicht eingebetteter Derivate
hinsichtlich des SPPI-Kriteriums ganzheitlich beurteilt. Bei schuldrechtlichen Instrumenten,
die als Bestandteil eines Portfolios auf Fair-Value-Basis gesteuert werden, erfolgt
die Bewertung unter IFRS 9 (anders als unter IAS 39) verpflichtend zum Fair Value,
so dass die Fair Value Option nicht zur Verfügung steht. scroll
(28) Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value OptionDie Regelungen zur Ausübung der Fair Value Option für finanzielle Verbindlichkeiten
sind gegenüber IAS 39 unverändert. Neben dem Vorliegen eines Accounting Mismatchs
können auf der Passivseite auch die Steuerung finanzieller Verbindlichkeiten auf Fair-Value-Basis
sowie das Vorliegen trennungspflichtiger eingebetteter Derivate Voraussetzung für
die Anwendung sein. Wird die Fair Value Option für finanzielle Verbindlichkeiten oder für hybride Verträge
angewendet, werden die Fair-Value-Änderungen, die sich aus den Schwankungen des eigenen
Bonitätsrisikos (Own Credit Risk) ergeben, nicht erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung,
sondern erfolgsneutral (ohne Recycling) im Eigenkapital erfasst. scroll
Für Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde, betrug die
im ersten Halbjahr 2018 eingetretene kreditrisikobedingte Änderung der Fair Values
- 48 Mio. Euro (Vorjahr: 83 Mio. Euro). Kumuliert belief sich die Veränderung auf
- 18 Mio. Euro (Vorjahr: 30 Mio. Euro). Durch Abgänge finanzieller Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet
wurde, wurde ein Betrag von 0 Mio. Euro erfolgsneutral in der Gewinnrücklage erfasst. Im ersten Halbjahr 2018 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 0,4 Mrd. Euro
begeben. Im gleichen Zeitraum gab es keine wesentlichen Rückkäufe und fälligen Emissionen. (29) Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L
In diesem Posten weisen wir Finanzinstrumente aus, die dem residualen Business Model
zugeordnet sind und nicht im Posten Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading
ausgewiesen werden. Außerdem sind hier Geschäfte enthalten, die den Business Models
"Halten" und "Halten & Verkaufen" zugeordnet und nicht SPPI-konform sind. Beispiele
dafür sind Fondsanteile, Genussrechte, stille Einlagen sowie Vermögenswerte, die auf
Fair-Value-Basis gesteuert werden. Unter Eigenkapitalinstrumenten sind ausschließlich Verträge zu verstehen, die einen
Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen
Schulden begründen, wie zum Beispiel Aktien oder Anteile an anderen Kapitalgesellschaften. Eigenkapitalinstrumente sind nicht SPPI-konform, da aus Sicht des Investors kein Anspruch
auf Zins- und Tilgungszahlungen besteht, und werden daher in der Regel erfolgswirksam
zum Fair Value bewertet. Eine Ausnahme davon besteht für Eigenkapitalinstrumente,
für die wir die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling gewählt
haben (siehe Note 25). scroll
(30) Finanzielle Vermögenswerte - Held for TradingIn den finanziellen Vermögenswerten - Held for Trading weisen wir zins- und eigenkapitalbezogene
Wertpapiere, Schuldscheindarlehen und sonstige Forderungen, derivative Finanzinstrumente
(Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren) sowie sonstige Handelsbestände
aus, die dem residualen Business Model zuzuordnen sind und zu Handelszwecken gehalten
werden. Diese Finanzinstrumente dienen der Gewinnerzielung aus kurzfristigen Schwankungen
der Preise oder Händlermargen. Die Bewertung dieser finanziellen Vermögenswerte wird unabhängig von der Produktart
erfolgswirksam zum Fair Value vorgenommen. Die Fair-Value-Änderungen des jeweiligen
Geschäfts werden damit erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust- Rechnung ausgewiesen.
Kann der Fair Value keinem aktiven Markt entnommen werden, bewerten wir die Bestände
grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativer Preise von Preisagenturen
beziehungsweise anderen Kreditinstituten (LeadManagern) oder interner Bewertungsverfahren
(Barwert- oder Optionspreismodellen). Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie die Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse
aus diesen Finanzinstrumenten werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Ergebnis
aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
erfasst. scroll
(31) Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for TradingIn diesem Posten werden derivative Finanzinstrumente (Derivate, die nicht für Hedge
Accounting qualifizieren), eigene Emissionen des Handelsbuchs sowie Lieferverbindlichkeiten
aus Wertpapierleerverkäufen ausgewiesen. scroll
Kreditrisiken und Kreditverluste(32) Kreditrisiken und KreditverlusteGrundsätze und BewertungenUnter IFRS 9 werden Wertminderungen für Kreditrisiken bei Kreditgeschäften und Wertpapieren,
welche nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, anhand eines
3-stufigen Modells auf Basis erwarteter Kreditverluste erfasst. In den Anwendungsbereich
dieses Wertminderungsmodells fallen im Commerzbank-Konzern folgende Finanzinstrumente:
Die Ermittlung der Wertminderungen erfolgt anhand eines 3-stufigen Modells nach folgenden
Vorgaben: In Stage 1 werden grundsätzlich alle Finanzinstrumente erfasst, deren Risiko eines
Kreditausfalls (im Folgenden Ausfallrisiko) sich seit ihrem erstmaligen Bilanzansatz
nicht signifikant erhöht hat. Darüber hinaus enthält Stage 1 sämtliche Geschäfte,
die am Berichtsstichtag ein geringes Ausfallrisiko aufweisen, bei denen die Commerzbank
von dem Wahlrecht des IFRS 9 Gebrauch macht, auf die Beurteilung einer signifikanten
Erhöhung des Ausfallrisikos zu verzichten. Ein geringes Ausfallrisiko ist bei allen
Finanzinstrumenten gegeben, deren internes Bonitätsrating am Berichtsstichtag im Bereich
des Investment Grade (entspricht Commerzbank-Rating 2,8 oder besser) liegt. Für Finanzinstrumente
in Stage 1 ist eine Wertminderung in Höhe der erwarteten Kreditverluste für die nächsten
zwölf Monate ("12-month ECL") zu erfassen. Stage 2 enthält diejenigen Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich nach dem Zeitpunkt
ihres erstmaligen Bilanzansatzes signifikant erhöht hat und die zum Berichtsstichtag
nicht als Geschäfte mit geringem Ausfallrisiko eingestuft werden. Die Erfassung von
Wertminderungen erfolgt in Stage 2 mit den erwarteten Kreditverlusten über die gesamte
Restlaufzeit des Finanzinstruments ("Lifetime Expected Credit Loss" beziehungsweise
"LECL"). Stage 3 werden Finanzinstrumente zugeordnet, die am Berichtsstichtag als wertgemindert
eingestuft werden. Als Kriterium hierfür zieht die Commerzbank die Definition für
einen Kreditausfall (Default) gemäß Artikel 178 CRR heran. Für den Default eines Kunden
können folgende Ereignisse ausschlaggebend sein:
Für ausgefallene Finanzinstrumente in Stage 3 ist ebenfalls der LECL als Wertminderung
zu erfassen. Bei der Ermittlung des LECL wird hier grundsätzlich nach signifikanten
und nicht signifikanten Fällen unterschieden. Für nicht signifikante Geschäfte (Volumen
bis 5 Mio. Euro) erfolgt die Ermittlung auf Basis statistischer Risikoparameter. Für
signifikante Geschäfte (Volumen größer 5 Mio. Euro) wird der LECL als Erwartungswert
der Verluste aus individuellen Expertenschätzungen der zukünftigen Cashflows unter
Berücksichtigung mehrerer möglicher Szenarien und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten
ermittelt. Finanzinstrumente, die bereits im Zeitpunkt ihres erstmaligen Bilanzansatzes als wertgemindert
im Sinne der oben beschriebenen Definition einzustufen sind ("Purchased or Originated
Credit-Impaired", beziehungsweise "POCI") werden außerhalb des 3-stufigen Wertminderungsmodells
behandelt und somit keiner der drei Stages zugeordnet. Der Erstansatz erfolgt zum
beizulegenden Zeitwert ohne Erfassung einer Wertminderung unter Anwendung eines bonitätsadjustierten
Effektivzinssatzes. In den Folgeperioden entspricht die Wertminderung der kumulierten
Veränderung des LECL nach dem Bilanzzugang. Auch im Falle einer Gesundung bleibt der
LECL Maßstab für die Bewertung. Ermittlung Expected Credit LossDie Commerzbank ermittelt den LECL als wahrscheinlichkeitsgewichteten, unverzerrten
und diskontierten Erwartungswert zukünftiger Kreditausfälle grundsätzlich über die
gesamte Restlaufzeit des jeweiligen Finanzinstruments, das heißt die maximale Vertragslaufzeit
(einschließlich Verlängerungsoptionen) über die die Commerzbank einem Kreditrisiko
ausgesetzt ist. Als "12-month ECL" für die Erfassung von Wertminderungen in Stage
1 wird dabei derjenige Teil des LECL definiert, welcher aus Ausfallereignissen resultiert,
die innerhalb von zwölf Monaten nach dem Berichtsstichtag erwartet werden. Die Ermittlung des ECL erfolgt für Stage 1 und Stage 2 sowie für die nicht signifikanten
Finanzinstrumente in Stage 3 einzelgeschäftsbasiert unter Verwendung statistischer
Risikoparameter, die aus dem Baseler IRB-Ansatz abgeleitet und an die Anforderungen
des IFRS 9 angepasst wurden. Wesentliche Hauptparameter sind dabei:
Die PD ergibt sich aus der Anwendung interner Ratingverfahren, die auf die jeweilige
Kundengruppe ausgerichtet sind. In die Ermittlung fließen unterschiedlichste qualitative
und quantitative Variablen ein, deren Berücksichtigung beziehungsweise Gewichtung
vom jeweiligen Verfahren abhängt. Die Zuordnung der PD-Bandbreiten zu den internen
Ratingklassen sowie die Überleitung zu externen Ratings können der Masterskala (siehe
hierzu Konzernlagebericht) entnommen werden. Der LGD ist der prognostizierte Verlust bei Ausfall in Prozent des Forderungsbetrages
zum Zeitpunkt des Ausfalls (EaD) unter Berücksichtigung von Sicherheiten und Wiedergewinnung
auf den unbesicherten Anteil. Die Schätzung erfolgt spezifisch für unterschiedliche
Sicherheitenarten und Kundengruppen. Basis für die Ermittlung sind sowohl beobachtete
historische Portfoliodaten als auch diverse externe Informationen wie beispielsweise
Indizes und Daten zur Entwicklung der Kaufkraft. Der EaD ist die zum Ausfallzeitpunkt erwartete Kreditinanspruchnahme unter Berücksichtigung
einer potenziellen (Teil-) Ziehung von offenen Linien. Alle verwendeten Risikoparameter aus den internen Modellen der Bank werden zur Erfüllung
der spezifischen IFRS-9-Anforderungen entsprechend angepasst und der Prognosehorizont
wird zur Abdeckung der Gesamtlaufzeit der Finanzinstrumente entsprechend erweitert.
So werden beispielsweise bei der Prognose des Exposureverlaufs über die Gesamtlaufzeit
der Finanzinstrumente insbesondere auch vertragliche und gesetzliche Kündigungsrechte
berücksichtigt. Bei Kreditprodukten, die aus einem in Anspruch genommenen Kreditbetrag und aus einer
offenen Kreditlinie bestehen und bei denen bei üblicher Geschäftspraxis das Kreditrisiko
nicht auf die vertragliche Kündigungsfrist beschränkt wird, (in der Commerzbank betrifft
dies insbesondere revolvierende Produkte ohne vertraglich vereinbarte Tilgungsstruktur,
wie zum Beispiel Kontokorrentkredite und Kreditkartenfazilitäten) ist der LECL über
eine verhaltensbezogene Laufzeit zu ermitteln, welche typischerweise die maximale
Vertragslaufzeit übersteigt. Um eine empirisch fundierte Abbildung des LECL im Einklang
mit den IFRS-9-Anforderungen sicher zu stellen, nimmt die Commerzbank bei diesen Produkten
eine direkte Ermittlung des LECL auf Basis von realisierten historischen Verlusten
vor. Grundsätzlich werden bei der IFRS-9-spezifischen Schätzung der Risikoparameter neben
historischen Ausfallinformationen insbesondere auch das aktuelle wirtschaftliche Umfeld
(point-in-time Ausrichtung) sowie zukunftsbezogene Informationen berücksichtigt. Insbesondere
werden dabei makroökonomische Prognosen der Bank regelmäßig im Hinblick auf ihre Auswirkungen
auf die Höhe des ECL geprüft und in die ECL-Ermittlung einbezogen. Hierfür wird ein
Baseline-Szenario verwendet, welches auf dem jeweils gültigen Konsensus (Prognosen
verschiedener Banken zu wesentlichen makroökonomischen Einflussgrößen, wie zum Beispiel
BIP-Wachstum und Arbeitslosenquote) beruht und um weitere modellrelevante makroökonomische
Parameter ergänzt wird. Die Übersetzung des makroökonomischen Baseline-Szenarios in
Auswirkungen auf die Risikoparameter basiert auf statistisch abgeleiteten Modellen,
die gegebenenfalls durch expertenbasierte Annahmen ergänzt werden. Potentielle Effekte
aus nicht linearen Zusammenhängen zwischen unterschiedlichen makroökonomischen Szenarien
und dem ECL werden mithilfe eines separat ermittelten Anpassungsfaktors korrigiert. Alle im Rahmen der ECL-Ermittlung verwendeten Parameter werden einer regelmäßigen
Validierung durch eine unabhängige Einheit unterzogen (in der Regel jährlich) und
bei Bedarf entsprechend angepasst. Beurteilung signifikante Erhöhung des AusfallrisikosIn den Ratingsystemen der Commerzbank werden sämtliche verfügbaren quantitativen und
qualitativen Informationen mit Relevanz für die Prognose des Ausfallrisikos zur PD
verdichtet. Dieser Größe liegt insbesondere eine statistisch fundierte Auswahl und
Gewichtung aller verfügbaren Indikatoren zugrunde. Weiterhin fließen in der gemäß
den IFRS-9-Anforderungen adjustierten PD neben historischen Informationen und dem
aktuellen wirtschaftlichen Umfeld insbesondere auch zukunftsbezogene Informationen
wie zum Beispiel die Prognose der Entwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingungen
ein. Folgerichtig verwendet die Commerzbank ausschließlich die PD als Messgröße für die
Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko eines Finanzinstruments gegenüber dem Zugangszeitpunkt
signifikant erhöht hat. Durch die Verankerung der Überprüfung des relativen Transferkriteriums
in den robusten Verfahren und Prozessen des konzernweiten Kreditrisikomanagement Frameworks
der Bank (insbesondere Kreditrisikofrüherkennung, Überziehungscontrolling und Re-Rating-Prozess)
wird sichergestellt, dass eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos zuverlässig
und zeitnah nach objektiven Kriterien erfolgt. Für weiterführende Informationen zu
Verfahren und Prozessen sowie der Governance im Kreditrisikomanagement der Commerzbank
verweisen wir auf die Ausführungen im Zwischenlagebericht (Seite 6 ff.). Die Überprüfung, ob am Berichtsstichtag eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos
gegenüber dem Zugangszeitpunkt des betreffenden Finanzinstruments vorliegt, erfolgt
zum Berichtsstichtag grundsätzlich durch einen Vergleich der beobachteten Ausfallwahrscheinlichkeit
über die Restlaufzeit des Finanzinstruments ("Lifetime-PD") mit der im Zugangszeitpunkt
erwarteten Lifetime-PD über denselben Zeitraum. Im Einklang mit den IFRS-Anforderungen
erfolgt in bestimmten Teilportfolien der Vergleich zwischen ursprünglicher und aktueller
PD auf Basis der Ausfallwahrscheinlichkeit über einen Zeitraum von zwölf Monaten nach
dem Berichtsstichtag ("12-month PD"). In diesen Fällen erbringt die Bank mithilfe
von Äquivalenzanalysen den Nachweis dass keine materiellen Abweichungen gegenüber
einer Beurteilung anhand der Lifetime-PD auftreten. Zur Bestimmung ob eine PD-Erhöhung gegenüber dem Zugangszeitpunkt als "signifikant"
einzustufen ist, werden mit einem statistischen Verfahren differenziert nach Ratingmodellen
Schwellwerte festgelegt, die einen kritischen Abweichungsgrad von der mittleren PD-Entwicklung
repräsentieren. Um eine ökonomisch fundierte Stagezuordnung sicherzustellen werden
dabei transaktionsspezifische Einflussgrößen, wie die Höhe der PD im Zugangszeitpunkt,
die bisherige Laufzeit sowie die Restlaufzeit des Geschäfts berücksichtigt. Ein Rücktransfer von Finanzinstrumenten aus Stage 2 nach Stage 1 wird vorgenommen,
wenn am Berichtsstichtag das Ausfallrisiko gegenüber dem Zugangszeitpunkt nicht mehr
signifikant erhöht ist. scroll
1
Angepasste Werte, siehe Seite 47. Die Aufteilung nach Stages stellte sich wie folgt dar: scroll
Die Entwicklung der Risikovorsorge im Kreditgeschäft nach IAS 39 für das Geschäftsjahr
2017 stellte sich wie folgt dar: scroll
scroll
Sonstige Erläuterungen zu Finanzinstrumenten(33) IFRS 13 Bewertungshierarchien und AngabepflichtenHierarchie der Fair ValuesNach IFRS 13 werden Finanzinstrumente wie folgt in die dreistufige Bewertungshierarchie
zum Fair Value eingestuft:
Bezüglich der für Kreditinstitute relevanten Methoden der Modellbewertung (Level 2
und 3) unterscheidet IFRS 13 den marktbasierten Ansatz (Market Approach) und den einkommensbasierten
Ansatz (Income Approach). Der Market Approach umfasst Bewertungsmethoden, die auf
Informationen über identische oder vergleichbare Vermögenswerte und Schulden zurückgreifen. Der Income Approach spiegelt die heutigen Erwartungen über zukünftige Zahlungsströme,
Aufwendungen oder Erträge wider. Zum Income Approach zählen auch Optionspreismodelle.
Diese Bewertungen unterliegen in höherem Maße den Einschätzungen des Managements.
Dabei werden in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und in geringem
Maße unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen. Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung
von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer
bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden. Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können
grundsätzlich von den geschätzten Fair Values abweichen. Alle Fair Values unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns,
in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind.
Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group
(IPV) innerhalb der Finanzfunktion durchgeführt beziehungsweise koordiniert. Die Modelle,
die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig
vom Senior-Management und der Risikofunktion überprüft. AngabepflichtenIm Folgenden wird unterschieden in: a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente (Fair Value OCI, Fair Value Option,
Mandatorily Fair Value P&L und Held for Trading); b) Zu Amortised Cost bilanzierte Finanzinstrumente. Die jeweiligen Angabepflichten dieser Finanzinstrumente leiten sich aus IFRS 7 und
IFRS 13 ab. Damit sind beispielsweise Bewertungstechniken und verwendete Inputfaktoren
für Level 2 und 3 sowie quantitative Angaben über nicht beobachtbare Inputfaktoren
(Level 3) zu erläutern. Ebenso sind Angaben und Gründe für Umgliederungen zwischen
den Bewertungshierarchien, die Überleitungen der stichtagsbezogenen Anfangs- und Endbestände
für Level-3-Bestände und die unrealisierten Gewinne und Verluste zu nennen. Weiterhin
sind Sensitivitäten für die nicht beobachtbaren Inputparameter (Level 3) darzustellen
sowie Angaben zum Day-One Profit or Loss erforderlich. a) Zum Fair Value bilanzierte FinanzinstrumenteDer Fair Value eines Vermögenswertes ist nach IFRS 13 der Betrag, zu dem dieser zwischen
sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern
verkauft werden könnte. Der Fair Value entspricht somit einem Veräußerungspreis. Für
Verbindlichkeiten ist der Fair Value definiert als der Preis, zu dem die Schuld im
Rahmen einer geordneten Transaktion an einen Dritten übertragen werden könnte. Für die Bewertung von Verbindlichkeiten ist zudem das eigene Ausfallrisiko (Own Credit
Spread) zu berücksichtigen. Sofern Sicherheiten von Dritten für unsere Verbindlichkeiten
gestellt werden (zum Beispiel Garantien), sind diese bei der Bewertung grundsätzlich
nicht zu berücksichtigen, da die Rückzahlungsverpflichtung seitens der Bank weiterhin
bestehen bleibt. Im Rahmen der Bewertung derivativer Geschäfte wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht,
Nettorisikopositionen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu bilden.
Bei der Bewertung wird neben dem Ausfallrisiko des Kontrahenten auch das eigene Ausfallrisiko
berücksichtigt. Die Ermittlung von Credit Valuation Adjustments (CVA) und Debit Valuation
Adjustments (DVA) erfolgt durch eine Simulation der zukünftigen Marktwerte der Derivateportfolios
mit den jeweiligen Kontrahenten auf Basis beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads).
Für die refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (Funding Valuation Adjustments;
FVA) werden die Refinanzierungsaufwendungen und -erträge von unbesicherten Derivaten
und besicherten Derivaten, bei denen nur teilweise Sicherheiten vorliegen oder die
Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet werden können, im Fair Value berücksichtigt.
Wie für CVA/DVA werden auch FVA über die Erwartungswerte der zukünftigen positiven
beziehungsweise negativen Portfoliomarktwerte unter Verwendung beobachtbarer Marktdaten
(zum Beispiel CDS-Spreads) bestimmt. Die zur FVA-Berechnung verwendete Fundingkurve
wird durch die Commerzbank-Fundingkurve approximiert. Mit einem Bewertungseffekt von
- 17 Mio. Euro hat die Commerzbank in der Berichtsperiode die Berechnung der Marktwerte
der Derivateportfolios an aktuelle Entwicklungen der Marktstandards angepasst. Nach IFRS 9 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem Fair Value
zu bewerten. In der Regel ist das der Transaktionspreis. Bezieht sich ein Teil davon
auf etwas anderes als das zu bewertende Finanzinstrument, wird der Fair Value unter
Anwendung eines Bewertungsverfahrens geschätzt. Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in nachfolgenden
Übersichten nach den IFRS-9-Bewertungskategorien sowie nach Klassen gegliedert dargestellt. scroll
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Eine Level-Reklassifizierung ist die Umgliederung eines Finanzinstruments innerhalb
der dreistufigen Fair-Value-Bewertungshierarchie. Dies kann beispielsweise aus Marktveränderungen
resultieren, die Auswirkungen auf die Inputfaktoren zur Bewertung des Finanzinstruments
haben. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Reklassifizierungen von Level 2 nach Level 1 vorgenommen,
da wieder beobachtbare Marktparameter verfügbar waren. Diese betrafen mit 0,1 Mrd.
Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie HFT. Darüber
hinaus wurden keine nennenswerten Reklassifizierungen zwischen Level 1 und Level 2
vorgenommen. Die Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente entwickelten sich wie folgt: scroll
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Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten
(Wertpapiere und Derivate) sowie aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Forderungen
und Wertpapieren sind Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value
bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Umgliederungen von Level 3 zurück in Level 2 von 0,1
Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der IFRS-9-Kategorie mFVPL vorgenommen,
da wieder beobachtbare Marktparameter vorlagen. Dagegen wurden Umgliederungen von
Level 2 in Level 3 von 0,3 Mrd. Euro für Darlehen und Forderungen der Kategorie mFVPL
vorgenommen, da keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen. Die dem Level 3 zugeordneten finanziellen Verbindlichkeiten entwickelten sich im Geschäftsjahr
wie folgt: scroll
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Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten
sind Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Derivate mit negativem Marktwert von 0,1 Mrd. Euro aus
Level 3 in Level 2 zurückgegliedert, da am Markt wieder beobachtbare Parameter vorlagen.
Darüber hinaus lagen keine nennenswerten Umbuchungen von finanziellen Verbindlichkeiten
in oder aus Level 3 vor. SensitivitätsanalyseBasiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern
(Level 3), kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite
angemessener möglicher Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements
liegen. Beim Erstellen des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren
Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten
und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen. Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der
relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten resultieren, deren
Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert (Level 3). Zwischen den
für die Ermittlung von Level-3-Fair-Values verwendeten Parametern bestehen häufig
Abhängigkeiten. Beispielsweise kann eine erwartete Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen
Lage dazu führen, dass Aktienkurse steigen, wohingegen als weniger riskant eingeschätzte
Wertpapiere wie zum Beispiel Bundesanleihen im Wert sinken. Derartige Zusammenhänge
werden in Form von Korrelationsparametern berücksichtigt, sofern sie einen signifikanten
Einfluss auf die betroffenen Fair Values haben. Verwendet ein Bewertungsverfahren
mehrere Parameter, so kann die Wahl eines Parameters Einschränkungen hinsichtlich
der Spanne möglicher Werte der anderen Parameter bewirken. Per Definition werden dieser
Bewertungshierarchie eher illiquide Instrumente, Instrumente mit längerfristigen Laufzeiten
oder Instrumente, bei denen unabhängig beobachtbare Marktdaten nicht in ausreichendem
Maße oder nur schwer erhältlich sind, zugeordnet. Die vorliegenden Angaben dienen
dazu, die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level-3-Finanzinstrumente
zu erläutern und anschließend verschiedene Eingangswerte darzustellen, die für diese
wesentlichen Eingangsparameter zugrunde gelegt wurden. Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level 3 und ihre Schlüsselfaktoren
lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Für die Bewertung unserer Level-3-Finanzinstrumente wurden die folgenden Bandbreiten
der wesentlichen nicht beobachtbaren Parameter herangezogen: scroll
In der folgenden Tabelle werden für Bestände der Bewertungshierarchie Level 3 die
Auswirkungen auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt, die sich aus der Anwendung
ebenfalls vertretbarer Parameterschätzungen jeweils an den Rändern dieser Bandbreiten
ergeben. Die Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente der Fair-Value-Hierarchie
Level 3 erfolgt nach Arten von Finanzinstrumenten: scroll
Die für diese Angaben gewählten Parameter liegen an den äußeren Enden der Bandbreiten
von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass
alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite
von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen
Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen.
Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen
Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür
entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen
1 und 10 % angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt. Day-One Profit or LossDer Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value zum Transaktionszeitpunkt
anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde, wobei nicht alle wesentlichen Inputparameter
auf beobachtbaren Marktparametern basierten. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen
erfolgt zum Fair Value. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair
Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss bezeichnet. Der Day-One
Profit or Loss wird nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion in der
Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Sobald sich für die Transaktion ein Referenzkurs
auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren
Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam
im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten, erfasst. Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis
und mittels Bewertungsmodell berechnetem Fair Value wird für die Level-3-Posten aller
Kategorien ermittelt. Wesentliche Effekte ergeben sich aber nur aus zu Handelszwecken
gehaltenen Finanzinstrumenten. Die Beträge entwickelten sich wie folgt: scroll
b) Zu Amortised Cost bilanzierte FinanzinstrumenteFür Finanzinstrumente, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, sind
gemäß IFRS 7 zusätzlich Fair Values anzugeben, deren Bewertungsmethodik nachfolgend
dargestellt wird. Der Standard sieht vor, dass bei der Erstbewertung von Vermögenswerten, die im Rahmen
der Folgebewertung nicht zum Fair Value bewertet werden, die Transaktionskosten ebenfalls
zu berücksichtigen sind. Dabei handelt es sich um zusätzlich entstehende Kosten, die
dem Erwerb der Emission oder der Veräußerung eines finanziellen Vermögenswertes oder
einer finanziellen Verbindlichkeit zuzuordnen sind. Nicht den Transaktionskosten zugerechnet
werden Agien und Disagien, Finanzierungskosten, interne Verwaltungskosten oder Haltekosten. Der Nominalwert täglich fälliger Finanzinstrumente wird als deren Fair Value angesehen.
Zu diesen Instrumenten zählen der Kassenbestand und die Sichtguthaben sowie Kontokorrentkredite
beziehungsweise Sichteinlagen. Diese ordnen wir in Level 2 ein. Für Kredite stehen
keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente keine
organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden. Bei Krediten kommt ein sogenanntes
Discounted-Cash-Flow-Modell zur Anwendung, dessen Parameter auf einer risikolosen
Zinsstrukturkurve (Swap-Kurve), zuzüglich Risikoaufschlägen, laufzeitabhängigen Aufschlägen
zur Abdeckung von Fundingspreads sowie pauschalen Aufschlägen für Verwaltungs- und
Eigenkapitalkosten beruhen. Für wesentliche Banken und Firmenkunden sind Daten zu
deren Kreditrisiko (Credit Spreads) verfügbar, sodass eine Einordnung in Level 2 zum
Tragen kommen kann. Sofern keine beobachtbaren Eingangsparameter verfügbar sind, kann
auch eine Einordnung der Fair Values von Krediten in Level 3 angemessen sein. Für die in der IFRS-9-Kategorie Amortised Cost bilanzierten Wertpapiere wird der Fair
Value, sofern ein aktiver Markt vorliegt, auf Basis verfügbarer Marktpreise ermittelt
(Level 1). Ist kein aktiver Markt gegeben, sind für die Ermittlung der Fair Values
anerkannte Bewertungsmethoden heranzuziehen. Im Wesentlichen wird ein Asset-Swap-Pricing-Modell
für die Bewertung genutzt. Die hierfür verwendeten Parameter umfassen Zinsstrukturkurven
sowie Asset-Swap-Spreads vergleichbarer Benchmarkinstrumente. In Abhängigkeit von
den verwendeten Eingangsparametern (beobachtbar oder nicht beobachtbar) ist eine Einstufung
in Level 2 oder Level 3 vorzunehmen. Bei Einlagen wird für die Fair-Value-Ermittlung grundsätzlich ein Discounted-Cash-Flow-Modell
genutzt, da üblicherweise keine Marktdaten verfügbar sind. Neben der Zinskurve werden
zusätzlich das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen
berücksichtigt. Da für die Bewertung von Verbindlichkeiten keine Credit Spreads zu
den jeweiligen Kontrahenten heranzuziehen sind, erfolgt üblicherweise eine Einordnung
in Level 2. Bei nicht beobachtbaren Eingangsparametern kann auch eine Einordnung in
Level 3 vorgenommen werden. Den Fair Value für begebene Schuldverschreibungen ermitteln wir auf Basis verfügbarer
Marktpreise. Sind keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch das Discounted-Cash-Flow-Modell
ermittelt. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren, unter anderem die aktuellen
Marktzinsen, das eigene Kreditrating und die Eigenkapitalkosten, berücksichtigt. Bei
Verwendung von verfügbaren Marktpreisen ist eine Einordnung in Level 1 vorzunehmen.
Ansonsten kommt üblicherweise die Einstufung als Level 2 zur Anwendung, da im Rahmen
der Bewertung anhand von Modellen überwiegend beobachtbare Eingangsparameter genutzt
werden. scroll
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(34) Angaben zur Saldierung von FinanzinstrumentenNachfolgend stellen wir die Überleitung der Bruttobeträge vor Saldierung zu den Nettobeträgen
nach Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die nicht den
bilanziellen Saldierungskriterien genügen, getrennt für alle bilanzierten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die
Für die Aufrechnungsvereinbarungen schließen wir Rahmenverträge mit unseren Geschäftspartnern
ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multi currency Cross Border; deutscher
Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger Aufrechnungsvereinbarungen
können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen
derivativen Kontrakte miteinander verrechnet werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses
reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner
(Close-out-Netting). Saldierungen nehmen wir für Forderungen und Verbindlichkeiten aus echten Pensionsgeschäften
(Reverse Repos und Repos) mit zentralen und bilateralen Kontrahenten vor, sofern sie
die gleiche Laufzeit haben. OTC Derivate mit Kunden und Eigenbestände, die gecleared
werden, werden ebenso saldiert ausgewiesen. scroll
1
Davon entfallen für Positive Marktwerte 2 683 Mio. Euro (Vorjahr: 2 553 Mio. Euro)
auf Ausgleichszahlungen. scroll
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Davon entfallen für Negative Marktwerte 4 344 Mio. Euro (Vorjahr: 3 789 Mio. Euro)
auf Ausgleichszahlungen. (35) DerivateDer Gesamteffekt der Saldierung zum 30. Juni 2018 betrug insgesamt 54 112 Mio. Euro
(Vorjahr: 54 892 Mio. Euro). Auf der Aktivseite entfielen davon 51 429 Mio. Euro auf
positive Marktwerte (Vorjahr: 52 339 Mio. Euro) und 2 683 Mio. Euro auf Forderungen
aus Ausgleichszahlungen (Vorjahr: 2 553 Mio. Euro). Das passivische Netting betraf
negative Marktwerte mit 49 768 Mio. Euro (Vorjahr: 51 103 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten
aus Ausgleichszahlungen mit 4 344 Mio. Euro (Vorjahr: 3 789 Mio. Euro). (36) Fristigkeiten der SchuldenIn der Restlaufzeitengliederung stellen wir die Restlaufzeiten für nicht derivative
finanzielle Verpflichtungen, für die vertragliche Laufzeiten vorliegen, auf Basis
undiskontierter Cashflows dar. Für derivative Verpflichtungen erfolgt die Darstellung
auf Basis der Fair Values im Laufband der Fälligkeit. Bei zinsbezogenen Derivaten
ergeben sich auch in den Laufzeitbändern vor der Endfälligkeit Auszahlungen aufgrund
von Zinszahlungsverpflichtungen. Als Restlaufzeit wird der Zeitraum zwischen Bilanzstichtag
und der vertraglichen Fälligkeit der Finanzinstrumente angesehen. Bei Finanzinstrumenten,
die in Teilbeträgen gezahlt werden, ist die Restlaufzeit für jeden einzelnen Teilbetrag
angesetzt worden. scroll
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1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Erläuterungen der Bilanzposten - Nicht-Finanzinstrumente(37) Immaterielle Vermögenswertescroll
(38) Sachanlagenscroll
(39) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppenscroll
Für die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte
aus Veräußerungsgruppen wurden in allen Fällen Verkaufsverträge entweder bereits abgeschlossen
oder ein Abschluss steht unmittelbar bevor. Die Erfüllung der Verträge soll voraussichtlich
während des Geschäftsjahres 2018 erfolgen. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden wurde im vierten Quartal 2017 die Platzierung
von Anteilen an geschlossenen Investmentfonds beschlossen. Diese Transaktion wurde
im ersten Quartal 2018 abgeschlossen und die Anteile wurden ausgebucht. Im Segment Firmenkunden wurden im dritten Quartal 2017 Kredite der Kategorie Amortised
Cost (vormals Loans and Receivables) als zur Veräußerung gehalten eingestuft und entsprechend
umgegliedert. Diese Transaktion wurde im ersten Quartal 2018 abgeschlossen und die
Kredite wurden ausgebucht. Im Segment Asset & Capital Recovery wurde im ersten Quartal 2018 ein Kreditportfolio
der Kategorie Mandatorily Fair Value P&S als zur Veräußerung gehalten neu eingestuft
und entsprechend umgegliedert. Diese Transaktion wurde im zweiten Quartal 2018 abgeschlossen
und die Kredite wurden ausgebucht. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden wurde im zweiten Quartal 2018 der Verkauf
der ebase GmbH (European Bank for Financial Services GmbH) mit Sitz in Aschheim bei
München, einer 100-prozentigen Tochter der comdirect bank Aktiengesellschaft, Quickborn,
an das Finanztechnologieunternehmen FNZ Group London, Großbritannien, vereinbart.
Die ebase GmbH bietet Finanzvertrieben, Versicherungen, Banken und Vermögensverwaltern
mandantenfähige Brokerage- und Bankinglösungen zur Vermögensbildung und Geldanlage.
Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Halbjahr 2018 erwartet und steht
noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung der Aufsichtsbehörden. Außerdem klassifizieren im Geschäftsjahr Immobilien aus den Sachanlagen als Zur Veräußerung
gehaltene langfristige Vermögenswerte. (40) Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppenscroll
Die Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen stehen in
Zusammenhang mit dem Verkauf der ebase GmbH (siehe Note 39). (41) Sonstige Aktivascroll
(42) Sonstige Passivascroll
(43) Rückstellungenscroll
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen
aus unmittelbaren Versorgungszusagen in Deutschland (vergleiche Geschäftsbericht 2017
Seite 220 ff.). Für die versicherungsmathematische Ermittlung dieser Verpflichtungen
wurden am 30. Juni 2018 ein Diskontierungszinssatz von 1,8 % (Vorjahr: 1,9 %) und
unverändert zum Vorjahr eine Rentenanpassung von 1,6 % zugrunde gelegt. Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Restrukturierungsrückstellungen
sowie Rückstellungen aus dem Personalbereich zusammen. Für die gebildeten Restrukturierungsrückstellungen
von 773 Mio. Euro (Vorjahr: 850 Mio. Euro) erwarten wir eine Inanspruchnahme in den
Jahren 2018 bis 2020. RechtsstreitigkeitenBei rechtlichen Verfahren oder potenziellen Regressen, für die Rückstellungen von
305 Mio. Euro (Vorjahr: 301 Mio. Euro) gebildet wurden und die in den Sonstigen Rückstellungen
enthalten sind, kann zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung weder die Dauer des Verfahrens
noch die Höhe der Inanspruchnahme abschließend vorhergesagt werden. Die jeweils gebildete
Rückstellung deckt den nach unserer Einschätzung künftig zu erwartenden Aufwand diskontiert
zum Bilanzstichtag ab. Von einer Einzeldarstellung der jeweiligen Rückstellungsbeträge
wird abgesehen, um den Ausgang der jeweiligen Verfahren nicht zu beeinflussen.
(44) Eventualverbindlichkeiten und KreditzusagenHier weisen wir im Wesentlichen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen
sowie Kreditzusagen zum Nominalwert aus. Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen wird als Rückstellung
für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt. In den Eventualverbindlichkeiten ist die unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung enthalten,
die nach Stattgabe des Antrags der Bank auf Leistung einer Besicherung zur teilweisen
Begleichung des Beitrags der Bankenabgabe von der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur
GmbH (Deutsche Finanzagentur) gewährt wurde. Die in der folgenden Tabelle genannten Zahlen werden ohne Berücksichtigung von Sicherheiten
dargestellt und wären nur im Falle der vollständigen Ausnutzung der Fazilitäten durch
sämtliche Kunden und den darauffolgenden Zahlungsverzug aller Kunden -unter der Voraussetzung,
dass keine Sicherheiten vorhanden sind - abzuschreiben. Tatsächlich verfällt der weitaus
größte Teil dieser Verpflichtungen, ohne in Anspruch genommen zu werden. Insofern
sind die Beträge nicht repräsentativ für die Risikoeinschätzung, das tatsächliche
künftige Kreditengagement oder daraus erwachsende Liquiditätserfordernisse. scroll
Über die vorstehend aufgeführten Kreditfazilitäten hinaus können im Commerzbank-Konzern
Verluste aus Rechts- und Steuerrisiken entstehen, deren Eintritt nicht überwiegend
wahrscheinlich ist, sodass keine Rückstellungen gebildet wurden. Da der Eintritt aber
auch nicht gänzlich unwahrscheinlich ist, erfolgt eine Darstellung unter den Eventualverbindlichkeiten.
Weder für den Eintrittszeitpunkt noch mögliche Erstattungen kann eine verlässliche
Einschätzung vorgenommen werden. Je nach Ausgang der rechtlichen und steuerlichen
Verfahren kann sich die Einschätzung unseres Verlustrisikos als zu niedrig oder zu
hoch erweisen. Für den weitaus größten Teil der Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken
erfolgt jedoch keine Inanspruchnahme und somit sind die Beträge nicht repräsentativ
für die tatsächlichen künftigen Verluste. Zum 30. Juni 2018 betrugen die Eventualverbindlichkeiten
aus Rechtsrisiken 1 052 Mio. Euro (Vorjahr: 558 Mio. Euro) und betrafen die folgenden
wesentlichen Sachverhalte:
Die Eventualverbindlichkeiten aus Steuerrisiken betreffen folgende wesentliche Sachverhalte: Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung von
"Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit
unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs" kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben
des BMF geäußerten Auffassung ist von einem Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42
AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft
vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage)
aufweist. Das Schreiben beinhaltet eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen,
welche durch das BMF steuerlich bewertet werden. Die Deutsche Bundesbank hat die Commerzbank mit Schreiben vom 18. Juli 2017 anhand
eines Erhebungsbogens um Bewertung der finanziellen Auswirkungen bei Anwendung des
BMFSchreibens gebeten. Auf der Basis der durchgeführten Analysen mit Cum-Cum-Geschäften
hat die Bank per Ende 2017 vorsorglich Rückstellungen von 12 Mio. Euro für gegebenenfalls
eigene zurückzuerstattende Kapitalertragsteuer gebildet. Im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte sieht sich die Commerzbank Ersatzansprüchen
Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt, wobei in einem Fall
zunächst Klage erhoben wurde. Diese wurde zwischenzeitlich zurückgenommen. Die Erfolgsaussichten
solcher Ansprüche schätzt die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen als
eher unwahrscheinlich ein, sie sind aber nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten
sich auf Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen im höheren zweistelligen
Millionenbereich inklusive Nachzahlungszinsen ergeben. Für die weiteren Cum-Cum-relevanten Geschäfte kommt die Commerzbank zu dem Ergebnis,
dass für die entsprechenden Geschäfte keine unangemessenen rechtlichen Gestaltungen
gemäß § 42 AO vorliegen. Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren
Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzbehörden und der Finanz-/Zivilgerichte,
eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte. Segmentberichterstattung(45) SegmentberichterstattungIn der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Ergebnisse der operativen Segmente
des Commerzbank-Konzerns wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen
dient IFRS 8 "Operating Segments", der dem sogenannten Managementansatz folgt. Die
Segmentinformationen werden auf Basis der internen Managementberichterstattung bestimmt,
die dem Chief Operating Decision Maker dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen
und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen.
Im CommerzbankKonzern übt die Funktion des Chief Operating Decision Makers der Vorstand
aus. In unserer Segmentberichterstattung berichten wir in der Segmentstruktur Privat- und
Unternehmerkunden, Firmenkunden und Asset & Capital Recovery sowie dem Bereich Sonstige
und Konsolidierung. Dieses Vorgehen folgt der Organisationsstruktur des Commerzbank-Konzerns
und ist Grundlage der internen Managementberichterstattung. Die Aufteilung der Geschäftssegmente
orientiert sich an der Unterschiedlichkeit der Produkte und Dienstleistungen beziehungsweise
an den Kundenzielgruppen. Eine Anpassung im Geschäftsmodell des Segments Firmenkunden
führte im ersten Quartal 2018 zu geringfügigen Änderungen der Geschäftsverantwortlichkeiten:
Aufgaben der Vertriebsassistenzen wurden an die Unterstützungsfunktionen übertragen.
Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Weitere Angaben zu den Segmenten
sind im Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts enthalten. Im Jahr 2018 wurden
im Commerzbank-Konzern die neuen Anforderungen des IFRS 9 umgesetzt (siehe Seite 45
ff.), deren Wirkung sich auch in der Segmentberichterstattung widerspiegelt. Die für
die operativen Segmente unterstellte Kapitalunterlegung der Risikoaktiva bei vollständiger
Anwendung der Regelungen nach Basel 3 beträgt seit 2018 vor dem Hintergrund erhöhter
Kapitalunterlegungsanforderungen 12 %. Das Segment Asset & Capital Recovery wird unverändert
mit Kapital in Höhe von 15 % der risikogewichteten Aktiva bei vollständiger Anwendung
der Regelungen nach Basel 3 unterlegt. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Der Erfolg der einzelnen Segmente wird anhand des Operativen Ergebnis und des Ergebnis
vor Steuern sowie der Kennziffern Operative Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote
gemessen. Das Operative Ergebnis in 2018 ist definiert als die Summe aus Zinsüberschuss,
Dividendenerträge, Risikoergebnis, Provisionsüberschuss, Ergebnis aus erfolgswirksam
zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, Ergebnis
aus Sicherungszusammenhängen, Übrigem Ergebnis aus Finanzinstrumenten, Laufendem Ergebnis
aus at-Equity-bewerteten Unternehmen und Sonstigem Ergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen.
Im Operativen Ergebnis sind Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige
immaterielle Vermögenswerte und Restrukturierungsaufwendungen nicht enthalten. Der
Ausweis des Vorjahres erfolgt wie zum 31. Dezember 2017 auf Basis der IAS 39 Bewertungskategorien.
Durch den Ausweis von Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch im durchschnittlich
gebundenen Eigenkapital die Anteile Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein Segment
verantwortlich ist, sind somit im Ergebnis vor Steuern berücksichtigt. Bei der Abbildung
der Zwischenergebniseliminierung aus konzerninternen Transaktionen in der Segmentberichterstattung
wird das abgebende Segment so gestellt, als wäre die Transaktion konzernextern erfolgt.
Die Eliminierung der Zwischengewinne und -verluste erfolgt daher im Bereich Sonstige
und Konsolidierung. Die operative Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des operativen
Ergebnisses zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie sich das
im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft
spiegelt die Kosteneffizienz der Segmente wider, sie errechnet sich für 2018 aus dem
Verhältnis von Verwaltungsaufwendungen zu Erträgen vor Risikoergebnis. Für 2017 errechnet
sie sich aus dem Verhältnis von Verwaltungsaufwendungen zu Erträgen vor Risikovorsorge
im Kreditgeschäft. Erträge und Aufwendungen werden verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich
nach der Marktzinsmethode innerhalb der Segmente ausgewiesen. Im Zinsüberschuss werden
die tatsächlichen Refinanzierungsaufwendungen für geschäftsspezifische Beteiligungen
der Segmente gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen aus dem Eigenkapital
wird im Verhältnis des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals dem Zinsüberschuss
der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der Zinssatz entspricht dem Zinssatz einer risikofreien
Anlage auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Im Zinsüberschuss enthalten sind ebenfalls
die Liquiditätskosten. Diese umfassen sowohl die extern gezahlten Fundingkosten als
auch die vollständige Allokation der Liquiditätskosten auf die Geschäfte und Segmente
auf Basis unseres Liquiditätskosten-Transferpreis-Systems. Auf dieser Grundlage werden
die aus dem externen Funding der Bank resultierenden Zinsaufwendungen auf Basis einer
zentralen Liquiditätspreiskurve nach dem Verursachungsprinzip auf Einzelgeschäfts
oder Portfolioebene auf die Segmente alloziert. Die Ermittlung des durchschnittlich
gebundenen Eigenkapitals der Segmente erfolgt auf Basis der durchschnittlichen segmentierten
Risikoaktiva. Auf Konzernebene wird das Common-Equity-Tier-1(CET 1)-Kapital gezeigt,
das der Berechnung der operativen Eigenkapitalrendite dient. Die Kalkulation erfolgt
sowohl für die Segmente als auch den Konzern jeweils unter vollständiger Anwendung
der Regelungen nach Basel 3. Die Anpassung zwischen dem durchschnittlich gebundenen
Eigenkapital der Segmente und dem CET-1-Kapital des Konzerns erfolgt im Bereich Sonstige
und Konsolidierung. Darüber hinaus berichten wir die jeweiligen Aktiva und Passiva
der Segmente sowie die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen. Geschäftsmodellbedingt
ist die Segmentbilanz erst auf Konzernebene ausgeglichen. Die im Operativen Ergebnis ausgewiesenen Verwaltungsaufwendungen beinhalten die Personalaufwendungen,
die Sachaufwendungen sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle
Vermögenswerte. Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen auf Geschäfts- oder
Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte werden unterhalb des Operativen
Ergebnisses im Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Die Zuordnung der Verwaltungsaufwendungen
zu den einzelnen Segmenten erfolgt nach dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den
internen Leistungen ergebenden indirekten Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger
in Rechnung gestellt beziehungsweise führen beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden
Entlastung. Die Bewertung dieser internen Leistungsbeziehungen erfolgt zu Marktpreisen
oder Vollkosten. scroll
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Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3. Anpassung
erfolgt in Sonstige und Konsolidierung. scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Detailangaben sonstige und Konsolidierung: scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Unter Konsolidierung weisen wir Konsolidierungs- und Überleitungssachverhalte vom
Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss aus. Unter
anderem werden dort folgende Sachverhalte abgebildet:
Gegenüber der bisherigen Darstellung wurde die im Rahmen der Segmentberichterstattung
erhobene regionale Aufgliederung angepasst. Wir berichten hier nur noch die Erträge
vor Risikoergebnis und die Risikoaktiva für Kreditrisiken (Phase-in). Die regionale
Aufgliederung, die im Wesentlichen auf dem jeweiligen Sitz der Filiale oder des Konzernunternehmens
basiert (geografische Märkte), ergab nachfolgende Verteilung: scroll
Im Vorjahreszeitraum erzielten wir in den geografischen Märkten folgende Ergebnisse: scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Seite 43). Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken
aus. In Übereinstimmung mit IFRS 8.32 hat die Commerzbank entschieden, auf eine Aufgliederung
des Gesamtbetrags der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen
zu verzichten. Aus Effizienzgründen wurde von einer Erhebung dieser Daten abgesehen,
da sie weder für die interne Steuerung noch für das Managementreporting genutzt werden. Sonstige Erläuterungen(46) Regulatorische EigenkapitalanforderungenDas folgende Bild der Zusammensetzung des Eigenkapitals im Commerzbank-Konzern zeigt
neben der Phase-in-Darstellung (Ist) auch eine Fully-phased-in-Betrachtung. Die Überleitungsrechnung
vom ausgewiesenen bilanziellen Konzernkapital zu dem regulatorisch ausgewiesenen Kapital
ist dabei bereits integriert. scroll
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Die Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch
anrechnungsfähige Konzernergebnis. Die Tabelle zeigt die Überleitung des bilanziellen Eigenkapitals auf das regulatorische
harte Kernkapital (CET 1) sowie die weiteren Komponenten des Kernkapitals und des
regulatorischen Eigenkapitals. Die wesentlichen Veränderungen gegenüber dem 31. Dezember
2017 ergaben sich im CET 1 zum einen durch die Einführung des IFRS 9 in Höhe von rund
- 1,8 Mrd. Euro und zum anderen durch den Abschluss der Basel-3-Übergangsregelungen
in Höhe von - 1,4 Mrd. Euro. Der Rückgang der Kapitalquoten gegenüber dem Jahresende
ergibt sich im Wesentlichen aus dem Rückgang des regulatorischen Eigenkapitals, getrieben
durch die oben genannten Effekte verstärkt durch den Anstieg der risikogewichteten
Aktiva. (47) VerschuldungsquoteIm Rahmen der CRD IV/CRR wurde die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) als ein Instrument
und Indikator zur Quantifizierung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung eingeführt.
Die Leverage Ratio setzt das Kernkapital (Tier-1-Kapital) ins Verhältnis zum Leverage
Exposure, das aus den nicht risikogewichteten Aktiva und den außerbilanziellen Positionen
besteht. Bei der Anrechnung von Derivaten, Wertpapierfinanzierungsgeschäften und außerbilanziellen
Positionen werden aufsichtsrechtliche Ansätze angewendet. Die Berechnung der Leverage
Ratio zum Ende des ersten Halbjahres 2018 erfolgte auf Basis der im Januar 2015 geänderten
CRR-Regelung. Als eine nicht risikosensitive Kennzahl stellt die Leverage Ratio eine
ergänzende Kennziffer zu der risikobasierten Kapitalunterlegung dar. Die Vermeidung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung ist ein integraler Bestandteil
der Bilanzsteuerung des Commerzbank-Konzerns. Zur Berechnung, Überwachung und Steuerung
der Leverage Ratio hat die Commerzbank ein quantitatives und qualitatives Rahmenwerk
etabliert. Die Quantifizierung der Leverage Ratio auf Basis regulatorischer Anforderungen und
die vierteljährliche aufsichtsrechtliche Berichterstattung erfolgen durch Group Finance. Für die Steuerung der Leverage Ratio hat die Commerzbank eine bankinterne Zielquote
als ergänzende Kennziffer zu den risikobasierten Kapitalkennziffern definiert. Die
Segmente werden über segmentspezifische Leitplanken für deren Exposure aktiv in die
Steuerung der Leverage Ratio einbezogen. Die Entwicklung der segmentspezifischen Leverage Ratio Exposure Werte im Vergleich
zu den Leitplanken wird im Rahmen eines monatlichen Monitorings überwacht. In diesem
Zusammenhang berichtet Group Finance dem zentralen Asset Liability Committee (ALCO)
und dem Vorstand regelmäßig über die Höhe der Leverage Ratio des Konzerns, des Leverage
Exposures der Segmente und deren Haupttreiber. Weiterhin wird die künftige Entwicklung des Leverage Ratio Exposures und der Leverage
Ratio im Rahmen des bankinternen Mehrjahres-Planungsprozesses prognostiziert und in
unterjährigen Forecastings für das laufende Jahr überprüft. Darüber hinaus werden
erwartete Änderungen regulatorischer Vorschriften auf ihren Einfluss auf die Quote
hin analysiert. Die Entwicklung der Leverage Ratio ist auch Gegenstand der Analysen
von adversen makroökonomischen Szenarien im Rahmen der Notfallplanung. Wesentliche Entscheidungen in Bezug auf die Steuerung und Überwachung der Leverage
Ratio werden im ALCO mit anschließender Bestätigung durch den Gesamtvorstand beschlossen. scroll
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Die Leverage Ratio unter Berücksichtigung der CRR-Übergangsregelungen ("phase-in")
belief sich zum 30. Juni 2018 auf 4,7 % (zum 31. März 2018: 4,7 %). Die Leverage Ratio
unter voller Anwendung der überarbeiteten CRR-Regelung ("fully phased-in") betrug
4,5 %, nach 4,6 % per 31. März 2018. Sowohl die "fully phased-in" als auch die "phase-in" Leverage Ratio sind nahezu unverändert,
da ein leicht gestiegenes Leverage Ratio Exposure durch ein marginal angestiegenes
aufsichtlich anrechenbares Tier-1-Kapital unter "fully phased-in Regelungen" beziehungsweise
"phase-in Regelungen" weitestgehend ausgeglichen wird. Das Leverage Ratio Exposure
lag zum Berichtsstichtag bei 509,7 Mrd. Euro "phase-in" und "fully phased-in", zum
31. März 2018: 495,4 Mrd. Euro "phase-in" und "fully phased-in". "Phase-in" und "fully phased-in" Leverage Ratio Exposure sind seit 2018 identisch,
da die Übergangsregelungen bei den vom Leverage Ratio Exposure herauszurechnenden
Kapitalabzügen zum 31.12.2017 ausgelaufen sind. Beim Zähler der Leverage Ratio, dem
Tier-1-Kapital, gelten jedoch weiterhin Übergangsregelungen, so dass dennoch eine
"phase-in" Quote anzugeben ist. (48) Liquidity Coverage RatioDie Liquidity Coverage Ratio (LCR) ist die regulatorisch definierte Mindestliquiditätsquote,
die ein Maß für die kurzfristige Zahlungsfähigkeit der Bank unter einem vorgegebenen
Stressszenario darstellt. Ausgehend von den Anforderungen des Baseler Ausschuss wurde
durch die EU Kommission in der Capital Requirements Regulation (CRR), Verordnung (EU)
575/2013 in Verbindung mit der delegierten Verordnung EU/2015/61 (D-VO) die rechtliche
Grundlage der LCR vorgegeben. Die Quote selbst ist definiert als Quotient von jederzeit verfügbaren hochliquiden
Aktiva (HQLA) und den Netto-Liquiditätsabflüssen (NLO) innerhalb eines 30 Tage Zeitraums
und wird seit dem 30. September 2016 in dieser Form an die Aufsichtsbehörden gemeldet.
Gemäß CRR musste für 2017 ein Mindestwert der LCR von 80 % eingehalten werden, seit
dem 1. Januar 2018 gilt ein Mindestwert von 100 %. Die Commerzbank hat die LCR als
zwingende Nebenbedingung in das interne Liquiditätsrisikomodell integriert und die
Entwicklung der LCR wird regelmäßig überwacht. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank interne Frühwarnindikatoren etabliert.
Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die
finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen. Risikokonzentrationen können, insbesondere
im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen führen. Sie können
zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen auftreten.
Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende
Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen
mitigiert. Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich
wirkt die kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Fundingquellen,
insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer
Konzentration entgegen. Die Commerzbank setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash Pooling
Ansatz ein. Dieser stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität zeitzonenunabhängig
sicher, da sich Treasury Einheiten der Commerzbank in Frankfurt, London, New York
und Singapur befinden. Weitere Informationen zur Verantwortlichkeit der Liquiditätsrisikosteuerung und den
internen Modellen finden sich im Abschnitt Liquiditätsrisiko im Zwischenrisikobericht
dieses Dokuments. Nachfolgend wird die Berechnung der LCR für das aktuelle Berichtsjahr dargestellt.
Zu jedem Quartal des Berichtsjahres werden die Durchschnitte der jeweils letzten zwölf
Monatsendwerte berechnet und sind untenstehender Tabelle zu entnehmen. Die Werte werden
auf volle Millionen Euro gerundet und auf konsolidierter Basis für den Commerzbank
Konzern dargestellt. scroll
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Die quartalsweisen Durchschnittswerte der LCR liegen auf einem konstant hohen Niveau
von über 140 % und überschreiten die geforderte Mindestquote in Höhe von 80 % für
das Jahr 2017 beziehungsweise 100 % für das Jahr 2018 durch die Commerzbank zu jedem
Stichtag deutlich. Die Zusammensetzung der zur Deckung von Zahlungsmittelabflüssen
verwendbaren hochliquiden Vermögenswerte im Beobachtungszeitraum ist nachstehend aufgeführt: scroll
Die Commerzbank meldet die LCR zusätzlich in US-Dollar, da dieser gemäß CRR als bedeutende
Fremdwährung einzustufen ist. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken
überwacht und im Rahmen eines internen Modells limitiert und gesteuert werden. Im Rahmen der LCR-Berechnung berücksichtigt die Bank für Derivategeschäfte die Liquiditätszu-
und -abflüsse für die nächsten 30 Tage. Im Falle von standardisierten Rahmenverträgen
werden die Liquiditätsabflüsse und -zuflüsse auf Nettobasis berechnet. Darüber hinaus
berücksichtigt die Commerzbank weitere Sachverhalte, die zu zusätzlichen Liquiditätsabflüssen
führen können. Hierzu gehören Nachschüsse für Wertveränderungen von gestellten Wertpapiersicherheiten
und im Falle einer Bonitätsverschlechterung sowie zusätzliche Sicherheitenstellungen
aufgrund eines adversen Marktszenarios für Derivatetransaktionen. (49) Beziehungen zu nahestehenden Personen und UnternehmenIm Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der Commerzbank Aktiengesellschaft
und/oder deren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden
Unternehmen und Personen. Hierzu gehören:
Die mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigten Bankgeschäfte werden zu
marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Berichtszeitraum
aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft. Neben dem Anteilsbesitz der Bundesrepublik Deutschland sind weitere Faktoren zu berücksichtigen
(unter anderem Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat), die einen maßgeblichen Einfluss auf
die Commerzbank Aktiengesellschaft ermöglichen. Demnach zählen der Bund sowie der
Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterliegende Unternehmen (Bundesunternehmen)
zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24. Transaktionen mit nicht konsolidierten TochterunternehmenDie Aktivposten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen von 266 Mio. Euro
(Vorjahr: 340 Mio. Euro) enthielten zum 30. Juni 2018 im Wesentlichen Darlehen und
Forderungen. In den Passivposten waren von den 245 Mio. Euro (Vorjahr: 202 Mio. Euro)
im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Erträge von 14 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 22 Mio. Euro) resultieren aus Zinserträgen
und die Aufwendungen von 41 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 34 Mio. Euro) vor allem
aus Sachaufwendungen. Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 1 Mio.
Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro) gewährt. Transaktionen mit assoziierten UnternehmenDie Aktivposten gegenüber assoziierten Unternehmen von 44 Mio. Euro (Vorjahr: 3 678
Mio. Euro) enthielten zum 30. Juni 2018 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen.
Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf Transaktionen mit der Commerz Finanz GmbH
zurückzuführen, die inzwischen vollkonsolidiert wird. In den Passivposten waren von
den 45 Mio. Euro (Vorjahr: 195 Mio. Euro) im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Erträge von 9 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 93 Mio. Euro) resultieren vor allem
aus Provisionserträgen sowie dem Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen. Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 43
Mio. Euro (Vorjahr: 42 Mio. Euro) gewährt. Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen/ PersonenDie Aktivposten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen/Personen von 92 Mio.
Euro (Vorjahr: 220 Mio. Euro) enthielten zum 30. Juni 2018 im Wesentlichen Darlehen
und Forderungen sowie verbriefte Schuldinstrumente. In den Passivposten von 224 Mio.
Euro (Vorjahr: 228 Mio. Euro) waren im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Einlagen
entfielen vor allem auf unternehmensexterne Versorgungsträger. Zum 30. Juni 2018 betrugen die Erträge 1 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 62 Mio. Euro). Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 1 Mio.
Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) gewährt. Transaktionen mit SchlüsselpersonenZum 30. Juni 2018 lagen keine wesentlichen Aktiv- und Passivposten gegenüber Schlüsselpersonen
vor. Die Aufwendungen resultieren aus Personalaufwendungen von 8 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum:
8 Mio. Euro) und enthielten Vergütungen für Personen in Schlüsselpositionen, Gehälter
der im Commerzbank-Konzern angestellten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sowie
an die Aufsichtsratsmitglieder erstattete Umsatzsteuern. Transaktionen mit BundesunternehmenDie Aktivposten gegenüber Bundesunternehmen von 30 948 Mio. Euro (Vorjahr: 28 100
Mio. Euro) enthielten zum 30. Juni 2018 im Wesentlichen Guthaben bei der Deutschen
Bundesbank von 26 997 Mio. Euro (Vorjahr: 22 384 Mio. Euro). Von den Passivposten
gegenüber Bundesunternehmen von 15 023 Mio. Euro (Vorjahr: 15 211 Mio. Euro) betrafen
13 901 Mio. Euro (Vorjahr: 12 400 Mio. Euro) Einlagen. Zum 30. Juni 2018 wurden Bundesunternehmen
Garantien und Sicherheiten von 94 Mio. Euro (Vorjahr: 230 Mio. Euro) gewährt. Organe der Commerzbank AktiengesellschaftAufsichtsratDr. Stefan Schmittmann Vorsitzender (seit 8.5.2018) Klaus-Peter MüllerVorsitzender (bis 8.5.2018) Uwe Tschäge1Stellv. Vorsitzender Hans-Hermann Altenschmidt1(bis 8.5.2018) Heike Anscheit1Alexander Boursanoff1(seit 8.5.2018) Gunnar de Buhr1Stefan Burghardt1Sabine U. DietrichMonika Fink1(seit 8.5.2018) Karl-Heinz Flöther(bis 8.5.2018) Dr. Tobias GuldimannDr. Rainer Hillebrand(seit 8.5.2018) Christian Höhn1(seit 8.5.2018) Stefan Jennes1(bis 8.5.2018) Kerstin Jerchel1(seit 8.5.2018) Dr. Markus KerberAlexandra Krieger1Oliver Leiberich1(bis 8.5.2018) Dr. Stefan Lippe(bis 8.5.2018) Beate Mensch1(bis 8.5.2018) Anja MikusDr. Victoria Ossadnik(seit 8.5.2018) Dr. Helmut Perlet(bis 8.5.2018) Mark Roach1(bis 8.5.2018) Robin J. Stalker(seit 8.5.2018) Nicholas TellerDr. Gertrude Tumpel-GugerellStefan Wittmann1(seit 8.5.2018) Klaus-Peter MüllerEhrenvorsitzender (seit 8.5.2018) 1
Von den Arbeitnehmern gewählt. VorstandMartin ZielkeVorsitzender Stephan EngelsMichael ReutherFrank AnnuscheitMichael MandelDr. Marcus ChromikDr. Bettina Orlopp
Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Frankfurt am Main, den 3. August 2018 Der Vorstand scroll
Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am MainWir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Gesamtergebnisrechnung,
Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, verkürzter Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten
erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft,
Frankfurt am Main, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018, die Bestandteile
des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf
der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review
of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity"
(ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eschborn/ Frankfurt am Main, 6. August 2018 Ernst S Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
Inlandcomdirect bank AG, Quickborn Commerz Real AG, Eschborn AuslandCommerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo, Sao Paulo Commerzbank (Eurasija) AO, Moskau Commerzbank Finance & Covered Bond S.A., Luxemburg Commerzbank Zrt., Budapest Commerz Markets LLC, New York mBank S.A., Warschau Operative AuslandsniederlassungenAmsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, London,
Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Ostrava (Office), Paris, Peking, Prag, Schanghai,
Singapur, Tokio, Wien, Zürich Repräsentanzen und Financial Institutions DesksAbidjan, Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Bagdad, Baku, Bangkok, Beirut, Belgrad, Brüssel
(Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Bukarest, Caracas, Dhaka,
Dubai (FI-Desk), Ho-Chi-Minh-Stadt, Hongkong (FI-Desk), Istanbul, Jakarta, Johannesburg,
Kairo, Kiew, Kuala Lumpur, Lagos, Luanda, Mailand (FI-Desk), Melbourne, Minsk, Moskau,
Mumbai, New York (FI-Desk), Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), Sao Paulo (FI-Desk), Schanghai
(FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tiflis, Tokio (FI-Desk),
Zagreb DisclaimerVorbehalt bei ZukunftsaussagenDieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung
der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und
Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt
eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen
außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle
Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle.
Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute
getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunfts-gerichteten Aussagen
angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren. Finanzkalender 2018/2019scroll
Commerzbank AGZentrale Kaiserplatz Frankfurt am Main www.commerzbank.de Postanschrift 60261 Frankfurt am Main Tel. +49 69 136-20 info@commerzbank.com Investor Relations Tel. +49 69 136-21331 Fax +49 69 136-29492 ir@commerzbank.com |
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