Commerzbank AktiengesellschaftFrankfurt am MainZwischenbericht zum 30. Juni 2019Zwischenbericht zum 30. JuniKennzahlenscroll
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Anpassung Vorjahr. Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und
bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Highlights der Geschäftsentwicklung vom 1. Januar bis 30. Juni 2019Kernaussagen
Entwicklung der Commerzbank-AktieDas internationale Börsengeschehen war in den ersten sechs Monaten 2019 durch eine
Reihe wirtschaftlicher und geopolitischer Ereignisse geprägt, darunter zunehmende
Spannungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China, wirtschaftspolitische Sanktionen
gegenüber Iran sowie die Ankündigung gestaffelter US-Handelszölle gegenüber Mexiko.
Vor dem Hintergrund eines schwächeren globalen Konjunkturumfeldes und zunehmender
Risiken im Außenhandel ermäßigten sich die Zins- und Inflationserwartungen führender
Notenbanken, allen voran der US-Notenbank, die aktuell eine Leitzinssenkung vorgenommen
hat. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) deutete zusätzliche Maßnahmen, die bereits
in der zweiten Jahreshälfte 2019 zu erwarten sind, an, um die wirtschaftliche Entwicklung
der Eurozone mittelbar zu unterstützen. Sämtlichen geopolitischen Herausforderungen
und Unsicherheiten zum Trotz, darunter der weiterhin ungelöste Brexit sowie die zukünftige
Rolle Großbritanniens in Europa, verzeichneten die Aktienmärkte in den ersten sechs
Monaten 2019 eine insgesamt sehr erfreuliche Entwicklung. Allerdings wirkten sich
sinkende Zinserwartungen im Euroraum sowie mögliche weitere geldpolitische Maßnahmen
der EZB zumindest für den europäischen Bankensektor vergleichsweise negativ aus. Während
der EuroStoxx 50 in den ersten sechs Monaten um 14,6 % zulegen konnte (DAX: +17,4
%), stieg der EuroStoxx-Bankenindex lediglich um 1,3 %. Deutlich fester entwickelte
sich die Commerzbank-Aktie mit einem Zuwachs von 9,3 %. Hintergrund der überdurchschnittlichen
Entwicklung waren sowohl die Gespräche mit der Deutschen Bank über einen möglichen
Zusammenschluss als auch generelle Übernahmespekulationen. scroll
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Deutsche Börsen gesamt. Wichtige geschäftspolitische Ereignisse im zweiten QuartalCommerzbank begibt erfolgreich Additional-Tier-1-AnleiheAnfang Juli hat die Commerzbank Aktiengesellschaft ihre erste Additional-Tier-1-Anleihe
erfolgreich begeben. Die Anleihe hat ein Volumen von 1 Mrd. US-Dollar und einen festen
Kupon von 7,0 % pro Jahr. Das Orderbuch war mehrfach überzeichnet, was das breite
Interesse der Investoren widerspiegelt. Die Anleihe ist an der Börse Luxemburg gelistet.
Mit der begebenen Emission optimiert die Bank ihre Kapitalstruktur, auch vor dem Hintergrund
veränderter regulatorischer Anforderungen durch die Europäische Bankenaufsichtsbehörde.
Die nach-rangige Anleihe erfüllt die Anforderungen der Capital Requirements Regulation
(CRR) als zusätzliches Kernkapital (Additional-Tier-1-Kapital, AT 1). Das Instrument
hat eine unbestimmte Laufzeit und einen frühestmöglichen Kündigungstermin im April
2025. Die Anleihebedingungen sehen ein zeitweiliges Herabschreiben für den Fall vor,
dass die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank unter die Marke von 5,125 %
fällt. Commerzbank beruft Roland Boekhout zum neuen FirmenkundenvorstandIn seiner Sitzung am 11. Juli hat der Aufsichtsrat der Commerzbank Roland Boekhout
in den Vorstand berufen. Dieser wird nach der vertraglich üblichen Abkühlungsperiode
zum 1. Januar 2020 die Verantwortung für das Firmenkundengeschäft der Commerzbank
übernehmen. Roland Boekhout, aktuell Mitglied des Management Board Banking der ING
Group, tritt damit die Nachfolge von Michael Reuther an. Michael Reuther wird, wie
vereinbart und bereits im Dezember 2018 angekündigt, die Bank verlassen, um ein neues
Kapitel in seinem beruflichen Leben aufzuschlagen. Michael Reuther hat sich bereit
erklärt, das Firmenkundengeschäft bis zum Jahresende zu leiten, um einen geordneten
Übergang an Roland Boekhout sicherzustellen. Die Berufung von Roland Boekhout in den
Vorstand steht noch unter dem üblichen Vorbehalt der Zustimmung durch die Aufsicht. ZwischenlageberichtWirtschaftliche RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche SituationDie Weltwirtschaft hat nach einem überraschend guten Start ins Jahr 2019 im Frühjahr
wieder an Schwung verloren. In China haben die zahlreichen Maßnahmen der chinesischen
Regierung zur Stützung der Konjunktur bislang noch nicht die erhoffte Wirkung entfaltet.
Das Wirtschaftswachstum hat sich weiter abgeschwächt. Dies liegt auch an dem Handelskonflikt
mit den USA, der die chinesische Exportwirtschaft immer stärker belastet. In den USA hat die Wirtschaft im ersten Halbjahr 2019 ebenfalls schwächer expandiert
als in der zweiten Jahreshälfte 2018. Sie wuchs aber immer noch stärker als das Potenzialwachstum.
Dennoch hat die US-Notenbank zuletzt damit begonnen, die Märkte auf eine Zinssenkung
vorzubereiten, um etwaige Rezessionsgefahren im Keim zu ersticken. Auch der zuletzt
wieder schwächere Preisauftrieb dürfte eine Rolle spielen. Im Euroraum ist die Wirtschaft auch im ersten Halbjahr nur unterdurchschnittlich gewachsen.
Während die Rezession in der Industrie andauerte, konnte sich der Dienstleistungssektor
- gestützt durch die expansive Geldpolitik der EZB - besser halten. Vor diesem Hintergrund
hat auch die EZB zuletzt eine weitere Lockerung der Geldpolitik in Aussicht gestellt.
Die deutsche Wirtschaft hatte im ersten Halbjahr 2019 weiter mit Gegenwind zu kämpfen. Die Spekulationen auf eine Lockerung der Geldpolitik haben die Renditen von Staatsanleihen
in der ersten Jahreshälfte weiter fallen lassen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen
markierte Anfang Juli ein neues Allzeittief von - 0,4 %. Trotz der geldpolitischen
Wende in den USA hat der Euro gegenüber der US-Währung nicht an Wert gewonnen. Die
Aktienkurse konnten sich zuletzt von der Kurskorrektur zu Jahresbeginn etwas erholen. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageIm ersten Quartal 2019 haben wir den Ausweis der Pflichtbeiträge, die sich aus Beiträgen
zur Einlagensicherung, den Bankenabgaben und der polnischen Bankensteuer zusammensetzen,
geändert. Diese Pflichtbeiträge sind nur bedingt steuerbar und werden daher künftig
außerhalb der Verwaltungsaufwendungen als eigene Zeile in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
ausgewiesen. Die Vergleichsangaben 2018 in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und die
dazugehörigen Anhangangaben haben wir geändert. Informationen hierzu sowie zu weiteren
Anpassungen siehe Zwischen-abschluss Note 3. Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-KonzernsIn den ersten sechs Monaten 2019 hat die Commerzbank ein Operatives Ergebnis in Höhe
von 542 Mio. Euro erzielt, nach 659 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die einzelnen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung haben sich im Berichtszeitraum
wie folgt entwickelt: Der Zinsüberschuss lag im Berichtszeitraum mit 2 505 Mio. Euro um 9,5 % über dem Niveau
des Vorjahres. Das Segment Privat-und Unternehmerkunden konnte seinen Zinsüberschuss
im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Der Zinsüberschuss im Inland profitierte
vom fortgesetzten Wachstum im Kreditgeschäft, vor allem in der privaten Baufinanzierung,
sowie von den erfolgreichen Maßnahmen, Zinserträge aus dem Einlagengeschäft zu steigern.
Dadurch wurden weiter zurückgehende Kreditmargen ausgeglichen. Auch bei der mBank
setzte sich der Aufwärtstrend beim Zinsüberschuss, getrieben durch weiter wachsendes
Konsumentenkreditgeschäft und höhere Einnahmen aus dem Einlagengeschäft, fort. Im
Segment Firmenkunden konnten Belastungen aus dem Zinsumfeld sowie aus dem intensiven
Preiswettbewerb durch höhere Zinserträge, insbesondere im Kreditgeschäft, mehr als
kompensiert werden. Das Segment Asset &Capital Recovery wies für den Berichtszeitraum
einen Rückgang des Zinsüberschusses aus, der im Zusammenhang mit dem weiteren Portfolioabbau
stand. Der Provisionsüberschuss ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 % auf 1 507 Mio.
Euro zurück. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden nahm der Provisionsüberschuss
gegenüber dem Vorjahr deutlich ab. Im Inland konnte der Ertragszuwachs aus Zahlungsverkehrsdienstleistungen
sinkende Provisionserträge aus dem Vorsorge- und dem Wertpapiergeschäft nicht ausgleichen.
Auch bei der mBank war der Provisionsüberschuss, unter anderem aufgrund weggefallener
Erträge aus dem 2018 veräußerten Gruppenversicherungsgeschäft, rückläufig. Im Segment
Firmenkunden zeigte der Provisionsüberschuss hingegen eine im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
stabile Entwicklung. Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten belief sich im Berichtszeitraum auf 113 Mio. Euro, nach 403
Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ist insbesondere auf Bewertungseffekte
im Bereich Sonstige und Konsolidierung sowie auf positive Erträge aus Restrukturierungen
im Segment Firmenkunden im Vorjahreszeitraum zurückzuführen. Mit 11 Mio. Euro lag das Übrige Ergebnis aus Finanzinstrumenten um 26 Mio. Euro über
dem Vorjahreszeitraum. Grund für den Anstieg waren insbesondere positive Bewertungseffekte. Das Sonstige Ergebnis betrug im Berichtszeitraum 36 Mio. Euro, nach 105 Mio. Euro
im Vorjahr. Im Ergebnis des Vorjahreszeitraums waren Erträge aus der Veräußerung des
Gruppenversicherungsgeschäfts der mBank-Tochter mFinanse im Segment Privat- und Unternehmerkunden
sowie aus einer Beteiligung im Segment Firmenkunden enthalten. Außerdem wirkten sich
im Vorjahr Zinsen für Steuererstattungsansprüche positiv im Ergebnis aus. Das Risikoergebnis belief sich im Berichtszeitraum auf - 256 Mio. Euro, nach - 160
Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden lag das Risikoergebnis
leicht unter dem Vorjahresniveau. Im Inland sanken die Risikokosten auch im Einklang
mit geringeren Wertberichtigungen auf das Konsumentenfinanzierungsportfolio signifikant.
Der überwiegende Teil des Risikoergebnisses entfiel auf die mBank, bei der - trotz
weiterhin guter Kreditportfolioqualität - insbesondere Vorsorgen im Privatkundengeschäft
anstiegen. Das Risikoergebnis des Segments Firmenkunden erhöhte sich zum Vorjahr im
Wesentlichen aufgrund der Wertberichtigung einzelner Kreditengagements. Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum trotz anhaltender Investitionen
in Digitalisierung und Wachstum mit 3 150 Mio. Euro um 3,8 % unter dem Vorjahreszeitraum.
Während die Personalaufwendungen mit 1 754 Mio. Euro um 3,1 % über dem Niveau des
Vorjahreszeitraums lagen, konnten die Sachaufwendungen einschließlich der Abschreibungen
auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte um 11,2 % auf 1 395 Mio.
Euro reduziert werden. Der Rückgang resultierte in erster Linie aus geringeren IT-Aufwendungen
sowie aus niedrigeren Beratungskosten. Der Anstieg der planmäßigen Abschreibungen
konnte damit mehr als kompensiert werden. Die seit dem ersten Quartal 2019 separat ausgewiesenen Pflichtbeiträge - die die Europäische
Bankenabgabe, Beiträge zum Einlagensicherungsfonds und die polnische Bankensteuer
enthalten - stiegen um 11,5 % auf 337 Mio. Euro. Das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern betrug 542 Mio. Euro,
nach 659 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Für den Berichtszeitraum fiel ein Steueraufwand aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
in Höhe von 123 Mio. Euro an, nach 92 Mio. Euro im Vorjahr. Nach Steuern belief sich das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen auf 419
Mio. Euro, gegenüber 568 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern betrug 12 Mio. Euro. Hierin
enthalten sind Erträge und Aufwendungen des an die Société Générale verkauften Geschäftsbereichs
Equity Markets &Commodities (EMC). Nach Berücksichtigung der Nicht beherrschenden Anteile war den Commerzbank-Aktionären
für den Berichtszeitraum 2019 ein Konzernergebnis von 391 Mio. Euro zuzurechnen, nach
533 Mio. Euro im Vorjahr. Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 0,43 Euro, das Ergebnis je Aktie 0,31 Euro.
Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 0,53 Euro
beziehungsweise auf 0,43 Euro. Bilanz des Commerzbank-KonzernsDie Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 30. Juni 2019 bei 518,0 Mrd. Euro.
Gegenüber dem Jahresultimo 2018 war dies ein Anstieg um 12,0 % beziehungsweise 55,7
Mrd. Euro. Das Volumen des Kassenbestands und der Sichtguthaben ist um 11,0 Mrd. Euro auf 64,9
Mrd. Euro angestiegen. Der Anstieg gegenüber dem Jahresultimo 2018 stand insbesondere
im Zusammenhang mit einem Zuwachs von Sichtguthaben bei Zentralnotenbanken. Die Finanziellen Vermögenswerte "Amortised Cost" stiegen gegenüber dem Jahresende
2018 um 20,1 Mrd. Euro auf 299,2 Mrd. Euro. Der Anstieg gegenüber dem Jahresende 2018
resultierte im Wesentlichen aus einer Ausweitung des Kreditgeschäfts in den Segmenten
Privat- und Unternehmerkunden und Firmenkunden sowie Zuwächsen bei Darlehen und Krediten
gegenüber Kreditinstituten. Die Finanziellen Vermögenswerte "Fair Value OCI" lagen bei 29,1 Mrd. Euro und damit
um 2,4 Mrd. Euro höher als zum Jahresultimo 2018. Der Anstieg um 9,1 % resultierte
im Wesentlichen aus einem Anstieg der verbrieften Schuldinstrumente. Mit 47,3 Mrd. Euro lagen die Finanziellen Vermögenswerte "Mandatorily Fair Value P&L"
um 13,2 Mrd. Euro über dem Vorjahresultimo. Der deutliche Anstieg beruhte vornehmlich
auf einer saisonalen Ausweitung der besicherten Geldmarktgeschäfte in Form von Reverse
Repos sowie Cash Collaterals. Die Finanziellen Vermögenswerte "Held for Trading" lagen zum Berichtsstichtag mit
47,7 Mrd. Euro um 5,2 Mrd. Euro über dem Niveau des Wertes zum Jahresende 2018. Während
die positiven Marktwerte aus Zinsderivaten um 3,8 Mrd. Euro gestiegen sind, nahmen
die positiven Marktwerte aus Währungs- und Aktienderivaten um insgesamt 0,8 Mrd. Euro
ab. Die verbrieften Schuldinstrumente stiegen um 2,0 Mrd. Euro. Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen,
die aus dem Verkauf des EMC-Geschäfts an die Société Générale sowie aus dem zwischen
der comdirect bank AG und der FNZ Group vereinbarten Verkauf der ebase GmbH resultieren,
betrugen 14,2 Mrd. Euro, nach 13,4 Mrd. Euro zum Jahresultimo 2018. Auf der Passivseite lagen die Finanziellen Verbindlichkeiten "Amortised Cost" mit
380,4 Mrd. Euro um 33,8 Mrd. Euro über dem Niveau des Vorjahresultimos. Sowohl die
begebenen Schuldverschreibungen als auch die Sichteinlagen - insbesondere von Privatkunden
und Kreditinstituten - nahmen im Vergleich zum Jahresende 2018 deutlich zu. Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Fair Value Option" stiegen gegenüber dem Jahresultimo
2018 um 16,5 Mrd. Euro auf 38,4 Mrd. Euro. Während die begebenen Schuldverschreibungen
leicht zurückgegangen sind, stiegen die Einlagen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten
deutlich um 16,5 Mrd. Euro an. Der Zuwachs war im Wesentlichen auf die Ausweitung
von besicherten Geldmarktgeschäften mit Finanzdienstleistern und Kreditinstituten
zurückzuführen. Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Held for Trading" lagen mit 45,1 Mrd. Euro um
1,7 Mrd. Euro über dem Jahresende 2018. Der Zuwachs resultierte insbesondere aus den
negativen Marktwerten aus Zinsderivaten, die um 3,9 Mrd. Euro angestiegen sind. Rückläufig
waren dagegen die negativen Marktwerte aus Währungsderivaten, die um 1,2 Mrd. Euro
zurückgegangen sind. Die Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen betrugen 13,4 Mrd. Euro. Hierin enthalten
sind Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Verkauf des EMC-Geschäfts an die Société
Générale sowie dem zwischen der comdirect bank AG und der FNZ Group vereinbarten Verkauf
der ebase GmbH. EigenkapitalDas in der Bilanz zum Berichtsstichtag 30. Juni 2019 ausgewiesene Eigenkapital (vor
nicht beherrschenden Anteilen) lag bei 28,2 Mrd. Euro und damit auf dem Niveau zum
Stichtag 31. Dezember 2018. Weitere Informationen zur Eigenkapitalveränderung finden
sich im Konzernabschluss auf Seite 43 f. Die Risikoaktiva per 30. Juni 2019 lagen bei 186,8 Mrd. Euro und damit 6,3 Mrd. Euro
über dem Niveau zum Jahresende 2018. Der Anstieg resultierte insbesondere aus höheren
Kreditrisikoaktiva im Zusammenhang mit dem Kreditwachstum in den Kernsegmenten sowie
aus Effekten aus der Einführung des internationalen Bilanzierungsstandards IFRS 16
zum Jahreswechsel. Dieser Zuwachs wird nur leicht durch Reduktionen der Risikoaktiva
aufgrund einer Verbriefungstransaktion im ersten Quartal 2019 sowie gezieltem Abbau
von nicht zum Kerngeschäft zählende Portfolios gemindert. Darüber hinaus stiegen auch
die risikogewichteten Aktiva aus operationellen Risiken aufgrund von Veränderungen
der externen Verlustdatenbank an. Das aufsichtsrechtlich anrechenbare harte Kernkapital
(Common-Equity-Tier-1) betrug zum Berichtsstichtag 24,0 Mrd. Euro (with transitional
provisions). Es erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund des regulatorisch anrechenbaren
Gewinns und reduzierter regulatorischer Abzüge gegenüber dem Jahresultimo 2018 um
0,8 Mrd. Euro. Die harte Kernkapitalquote betrug 12,9 %. Der durch das gestiegene
harte Kernkapital verursachte positive Effekt auf die CET-1-Quote wurde durch die
Erhöhung der Risikoaktiva kompensiert. Das Kernkapital belief sich auf 24,8 Mrd. Euro
und die entsprechende Kernkapitalquote auf 13,3 %. Die Gesamtkapitalquote betrug zum
Berichtsstichtag 16,0 %. Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital
zum Leverage Exposure zeigt, lag auf Grundlage der zum Berichtsstichtag gültigen Regelung
der CRD IV/CRR bei 4,6 % (with transitional provisions) beziehungsweise bei 4,5 %
(fully loaded). Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein. Diese Angaben beinhalten
jeweils das den Commerzbank-Aktionären zu-rechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige
Konzernergebnis. Refinanzierung und LiquiditätDie Commerzbank hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt;
Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben. Auch konnte sie jederzeit
die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen und hatte
im Berichtszeitraum unverändert eine komfortable Liquiditätsausstattung. Im ersten Halbjahr 2019 hat der Commerzbank-Konzern langfristige Refinanzierungsmittel
von insgesamt 5,9 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Die durchschnittliche Laufzeit
aller im Berichtszeitraum begebenen Emissionen lag bei über acht Jahren. Im unbesicherten Bereich hat die Commerzbank Aktiengesellschaft im ersten Halbjahr
zwei Preferred-Senior-Benchmarkanleihen mit einem Volumen von insgesamt 2,25 Mrd.
Euro und Laufzeiten von fünf Jahren beziehungsweise sieben Jahren emittiert. Im Juni
wurde eine siebenjährige Non-preferred-Senioranleihe mit einem Volumen von 500 Mio.
Euro platziert. Daneben wurden Privatplatzierungen in Höhe von 0,5 Mrd. Euro emittiert.
Die mBank hat im Berichtszeitraum eine Preferred-Senioranleihe über 125 Mio. Schweizer
Franken begeben. Im besicherten Bereich wurden Hypothekenpfandbriefe mit einem Volumen von insgesamt
2,5 Mrd. Euro emittiert. Im Januar wurden zwei Benchmarkemissionen über jeweils 1
Mrd. Euro mit Laufzeiten von fünf beziehungsweise 15 Jahren begeben. Der Anteil von
Privatplatzierungen betrug 0,5 Mrd. Euro Die Commerzbank konnte ihre Emissionen bei
einem breiten Kreis von inländischen und ausländischen Investoren platzieren. Die Bank wies zum Halbjahresultimo 2019 eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden
Aktiva in Höhe von 88,0 Mrd. Euro aus. Das Liquiditätsreserveportfolio gewährleistet
die Pufferfunktion im Stressfall. Dieses Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem
Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der
gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Ein Teil dieser
Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio
gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können
und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio.
Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Berichtsultimo 10,2 Mrd. Euro. Die Commerzbank
hat mit 136,02 % (Durchschnitt der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte) die geforderte
Mindestquote bei der Liquiditätskennzahl "Liquidity Coverage Ratio" (LCR) in Höhe
von 100 % deutlich überschritten. Weitere Erläuterungen zur LCR finden sich im Anhang
des Konzernabschlusses Note 43. Damit ist die Liquiditätssituation der Commerzbank
aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie auch weiterhin
komfortabel. Liquiditätsfazilitäten der Zentralbanken werden derzeit nicht in Anspruch
genommen. Entwicklung der SegmenteDie Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente für die ersten sechs Monate
2019 basiert auf der im Geschäftsbericht 2018 auf den Seiten 63 und 268 ff. beschriebenen
Segmentstruktur. Weitere Informationen sowie Erläuterungen zu den Anpassungen der
Vorjahreszahlen finden sich im Zwischenabschluss in Note 3 beziehungsweise in Note
40. Das Segment Asset & Capital Recovery wurde nach den Abbauerfolgen der vergangenen
Jahre zum 1. Juli 2019 aufgelöst und die Restportfolios in den Bereich Sonstige und
Konsolidierung sowie in das Segment Privat- und Unternehmerkunden übertragen. Die
entsprechenden Anpassungen werden erstmals in der Segmentberichterstattung zum 30.
September 2019 ausgewiesen. Privat- und Unternehmerkundenscroll
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Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Note 3 und Note 40). Das Segment Privat- und Unternehmerkunden zeigte sich in den ersten sechs Monaten
2019 widerstandsfähig gegenüber weiterhin anspruchsvollen Rahmenbedingungen und verzeichnete
beim Operativen Ergebnis einen Anstieg um 15 Mio. Euro auf 392 Mio. Euro. Zur positiven
Entwicklung trugen zunehmende Geschäftsvolumina sowohl in Deutschland als auch bei
der mBank, ein verbessertes Risikoergebnis sowie rückläufige Verwaltungsaufwendungen
bei. Dadurch konnte nicht nur dem anhaltenden Margendruck im inländischen Kreditgeschäft
sowie den schwächeren Provisionserträgen im inländischen Wertpapiergeschäft begegnet
werden. Auch im Vergleichszeitraum 2018 vereinnahmte Sondererträge - im Wesentlichen
der 52 Mio. Euro betragende Veräußerungsgewinn aus dem Gruppenversicherungsgeschäft
der mBank - wurden weitestgehend kompensiert. Die gesamten Segmenterträge vor Risikoergebnis gingen im Berichtshalbjahr, trotz des
Einmalgewinns bei der mBank im Jahr 2018, nur geringfügig um 13 Mio. Euro auf 2 424
Mio. Euro zurück. Der Zinsüberschuss im Inland profitierte vom fortgesetzten Wachstum
im Kreditgeschäft, vor allem in der privaten Baufinanzierung, sowie den erfolgreichen
Maßnahmen, Zinserträge aus dem Einlagengeschäft zu steigern. Dadurch wurden weiter
zurückgehende Kreditmargen ausgeglichen. Bei der mBank setzte sich der Aufwärtstrend
beim Zinsüberschuss, getrieben durch weiter wachsendes Konsumentenkreditgeschäft und
höhere Einnahmen aus dem Einlagengeschäft, fort. In Summe verzeichnete der Zinsüberschuss
einen deutlichen Anstieg um 95 Mio. Euro auf 1 356 Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss
fiel im Vorjahresvergleich um 50 Mio. Euro auf 928 Mio. Euro. Im Inland konnte der
Ertragszuwachs aus Zahlungsverkehrsdienstleistungen sinkende Provisionserträge aus
dem Vorsorge- und dem Wertpapiergeschäft nicht ausgleichen. Bei der mBank war der
Provisionsüberschuss ebenfalls rückläufig. Hier spiegeln sich die weggefallenen Erträge
aus dem veräußerten Gruppenversicherungsgeschäft wider. Das Risikoergebnis belief sich auf - 100 Mio. Euro, nach -115 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Im Inland sanken die Risikokosten auch im Einklang mit geringeren Wertberichtigungen
auf das Konsumentenfinanzierungsportfolio signifikant. Der überwiegende Teil des Risikoergebnisses
entfiel auf die mBank, bei der -trotz weiterhin guter Kreditportfolioqualität - insbesondere
Vorsorgen im Privatkundengeschäft anstiegen. Der um 56 Mio. Euro auf 1 743 Mio. Euro verringerte Verwaltungsaufwand spiegelt zunehmend
wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Kosteneffizienz wider. Im Inland ging der
Sachaufwand in einem größeren Ausmaß als der Personalaufwand zurück. Bei der mBank
blieb der Verwaltungsaufwand gegenüber dem Vorjahreszeitraum stabil. Unter den gesondert ausgewiesenen und im Vorjahresvergleich stark um 43 Mio. auf 188
Mio. Euro gestiegenen Pflichtbeiträgen sticht der Zuwachs um 34 Mio. Euro bei der
mBank hervor. Der Anstieg entfiel auf die um 23 Mio. Euro gestiegene Europäische Bankenabgabe
sowie auf eine höhere Belastung aus der polnischen Bankensteuer in Höhe von 14 Mio.
Euro. Insgesamt erzielte das Segment Privat- und Unternehmerkunden im ersten Halbjahr 2019
ein um 4,1 % höheres Ergebnis vor Steuern von 392 Mio. Euro, nach 377 Mio. Euro im
Vorjahreszeitraum. Firmenkundenscroll
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Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Note 3 und Note 40). Die ersten sechs Monate 2019 waren für das Segment Firmenkunden mit Herausforderungen
verbunden, darunter das anhaltende Niedrigzinsniveau, der intensive Preiswettbewerb
auf dem deutschen Markt sowie ein von Unsicherheit geprägtes gesamtwirtschaftliches
Umfeld. Trotz einer positiven Ergebnisentwicklung im Kundengeschäft, die von Wachstum
und erfolgreichem Kostenmanagement geprägt war, belasteten Bewertungseffekte sowie
eine erhöhte Risikovorsorge aus dem Kreditgeschäft. In den ersten sechs Monaten 2019
erzielte das Segment Firmenkunden ein Operatives Ergebnis von 142 Mio. Euro, nach
315 Mio. Euro im Vorjahr. Höheren Zinserträgen im Kreditgeschäft stand insbesondere
ein geringeres Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten gegenüber. Der Bereich Mittelstand profitierte von der starken Marktposition des Segments, was
sich in einem wachsenden Kreditvolumen widerspiegelt, aber auch Ertragssteigerungen
in den Bereichen Handelsfinanzierung und Zahlungsverkehr sowie Kapitalmarktprodukte
umfasst. Eine positive Entwicklung verzeichnete der Bereich International Corporates.
Ertragssteigerungen konnten insbesondere im Kreditgeschäft verzeichnet werden. Zudem
wurden von unseren Kunden zunehmend Absicherungsgeschäfte nachgefragt. Weiterhin zeigte
der Bereich Financial Institutions einen positiven Geschäftsverlauf und erwies sich
damit auch in Anbetracht der internationalen Handelskonflikte als solide. Die Erträge vor Risikoergebnis lagen im Berichtszeitraum mit 1 636 Mio. Euro um 129
Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Mit 920 Mio. Euro verzeichnete
der Zinsüberschuss einen Zuwachs um 65 Mio. Euro, der im Wesentlichen aus einem höheren
Beitrag aus dem Kreditgeschäft resultierte. Der Provisionsüberschuss zeigte mit 594
Mio. Euro eine stabile Entwicklung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gegenläufig entwickelte
sich demgegenüber das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, das mit 97 Mio. Euro um -205 Mio. Euro unter
dem des Vorjahreszeitraums lag, in dem positive Erträge aus Restrukturierungen enthalten
waren. Das Risikoergebnis erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund der Wertberichtigung einzelner
Kreditengagements zum Vorjahr. Im Berichtszeitraum lag das Risikoergebnis bei - 155
Mio. Euro, nach - 60 Mio. Euro im Vorjahr. Der Verwaltungsaufwand lag mit 1 238 Mio. Euro um 45 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.
Der Rückgang resultierte insbesondere aus geringeren Kostenumlagen und administrativen
Aufwendungen. Investitionen in die strategische Weiterentwicklung konnten erfolgreich
kompensiert werden. Dabei wurde die Reduktion von Verwaltungsaufwand mittels strenger
Kostendisziplin schneller als geplant erreicht, woraus ein maßgeblicher Ergebnisbeitrag
resultierte. Die ausgewiesenen Pflichtbeiträge in Höhe von 101 Mio. Euro standen im Zusammenhang
mit regulatorischen Aufwendungen -darunter die Europäische Bankenabgabe, die vollumfassend
im ersten Quartal gebucht wurde. Insgesamt erzielte das Segment ein Ergebnis vor Steuern von 142 Mio. Euro, gegenüber
315 Mio. Euro im Vorjahr, was einem Rückgang von rund 55 % entspricht. Asset & Capital Recoveryscroll
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Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Note 3 und Note 40). Das Segment Asset & Capital Recovery (ACR) hat im ersten Halbjahr die Zielsetzung,
nicht zum Kerngeschäft der Commerzbank zählende Aktiva und Risiken abzubauen, in einem
ganz überwiegenden Umfang erreicht. Seit 2012 wurde das am Exposure at Default gemessene
Gesamtvolumen (EaD, inklusive Problemkrediten und Fair-Value-Positionen mit Ausfallkennzeichen)
von ursprünglich rund 150 Mrd. Euro auf 4,5 Mrd. Euro reduziert. Per Stichtag 1. Juli
2019 wurde das Segment ACR aufgelöst, die bis 30. Juni auf ACR entfallenden Ergebnisbeiträge
eingefroren sowie sämtliche verbliebenen Segmentaktiva und -passiva aus ACR in den
Bereich Sonstige und Konsolidierung übertragen; eine Ausnahme bildet eine Finanzbeteiligung
von untergeordneter Bedeutung, die in das Segment Privat- und Unternehmerkunden überging.
Künftige Ergebnisbeiträge der übertragenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden
ab der zweiten Jahreshälfte in diesen beiden Segmenten gezeigt. Zum Berichtsstichtag waren in den am stärksten mit Bonitätsrisiken behaften Teilportfolios
- gewerbliche Immobilen- (EaD: 0,7 Mrd. Euro) sowie Schiffsfinanzierungen (EaD: 0,2
Mrd. Euro) -lediglich Restbestände in der Gesamtgrößenordnung von weniger als 1 Mrd.
Euro ausgewiesen. Ein Übertrag eines Portfolios von Forderungen gegenüber Gebietskörperschaften
in Großbritannien in den Bereich Sonstige und Konsolidierung hatte bereits zu Jahresbeginn
die im Segment ACR ausgewiesenen Public-Finance-Bestände mehr als halbiert. Der im
Zeitablauf realisierte substanzielle Rückgang der Bestände resultierte in einem vergleichsweise
nur noch geringen Einfluss auf die Ertragsrechnung des Commerzbank-Konzerns: Das Segment
ACR wies im ersten Halbjahr ein Operatives Ergebnis in Höhe von 31 Mio. Euro aus,
nach 76 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Erträge vor Risikoergebnis nahmen auf 79 Mio. Euro von 106 Mio. Euro im Vergleichszeitraum
des Vorjahres ab. Ein signifikanter Anteil der Segmentbestände wird zu Marktwerten
bewertet, deren Zeitwertschwankungen den Großteil der Ertragsentwicklung abbilden. Das Risikoergebnis, das nahezu ausschließlich Risikovorsorge auf gewerbliche Immobilienkredite
betrifft, belief sich auf - 24 Mio. Euro, nach 14 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Einklang mit dem Portfolioabbau wurde der Verwaltungsaufwand von 34 Mio. Euro im
Vorjahr auf 15 Mio. Euro reduziert. Für Pflichtbeiträge fielen 9 Mio. Euro an. Insgesamt erzielte das Segment ACR im ersten Halbjahr 2019 ein Ergebnis vor Steuern
von 31 Mio. Euro. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum hat es sich damit
um 45 Mio. Euro verringert. Sonstige und KonsolidierungIm Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen ausgewiesen,
die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige
werden Group Treasury, den Geschäftssegmenten nicht zugeordnete Beteiligungen sowie
übergeordnete Sachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für Aufsichtsgebühren eingestellt.
Unter Konsolidierung wird von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen
auf den Konzernabschluss nach IFRS übergeleitet. Der Bereich Sonstige und Konsolidierung
enthält des Weiteren die Unterstützungs-, Stabs- und Steuerungseinheiten, die ebenfalls
auf die Segmente verrechnet werden. Für diese Einheiten stellen Restrukturierungskosten
eine Ausnahme in der Verrechnung dar, da diese Kosten im Bereich zentral ausgewiesen
werden. Das Operative Ergebnis des Bereichs Sonstige und Konsolidierung belief sich im ersten
Halbjahr 2019 auf -23 Mio. Euro, gegenüber - 108 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der
Anstieg beruht auf gestiegenen Erträgen in Group Treasury, die im Wesentlichen auf
ein verbessertes Zins- und Währungsrisikomanagement aufgrund positiver Marktentwicklung
zurückzuführen sind. Das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und Konsolidierung
betrug im ersten Halbjahr 2019 ebenfalls - 23 Mio. Euro. PrognoseberichtKünftige gesamtwirtschaftliche SituationDie Rivalität zwischen den USA und China belastet zunehmend den Handel zwischen beiden
Ländern. Deshalb haben wir unser Konjunkturbild deutlich nach unten revidiert. In
China dürfte das Konjunkturprogramm das Wachstum weniger anschieben als bislang erwartet.
Die Nachfrage Chinas nach ausländischen Gütern, die bis zuletzt gefallen ist, dürfte
sich in den kommenden Quartalen nur wenig beleben. Diese Prognose entspricht eher
einer Stabilisierung als einem Aufschwung der chinesischen Wirtschaft. Auch an der
US-Wirtschaft wird der eskalierende Handelskonflikt nicht spurlos vorübergehen. Mit
2,5 % wird die Wirtschaft 2019 aber immer noch stärker wachsen als das Produktionspotenzial.
Trotzdem hat die US-Notenbank Fed erstmals seit zehn Jahren ihren Leitzins Ende Juli
gesenkt. Für den Euroraum erwarten wir 2019 nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,9 %. Ein
Abgleiten der Wirtschaft in eine Rezession ist aber nach wie vor wenig wahrscheinlich.
So wird die Binnennachfrage weiterhin durch die expansive Geldpolitik der EZB angeschoben.
Diese dürfte sogar noch weiter gelockert werden. So erwarten wir, dass die EZB im
dritten Quartal 2019 den Einlagensatz um weitere 20 Basispunkte auf dann - 0,6 % senkt.
Der inzwischen auf Ende Oktober verschobene Austritt Großbritanniens aus der EU wird
die Konjunktur im Euroraum wohl nur kurzfristig beeinträchtigen. Dies gilt selbst
für den Fall, dass sich EU und Großbritannien nicht auf ein Austrittsabkommen einigen. Die exportlastige deutsche Wirtschaft wird von der globalen Nachfrageschwäche besonders
getroffen. Im weiteren Jahresverlauf dürfte sie nur wenig zulegen. Für das Gesamtjahr
2019 haben wir unsere Wachstumsprognose auf 0,4 % gesenkt. Die Spekulationen auf eine Lockerung der Geldpolitik in wichtigen Märkten werden in
der zweiten Jahreshälfte das Bild an den Finanzmärkten prägen. Die deutlich stärkeren
Zinssenkungen in den USA werden den Dollar belasten. Der Euro dürfte gegenüber der
US-Währung moderat aufwerten. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sehen wir Ende
2019 bei - 0,5 %. Die Aktienmärkte dürften im weiteren Jahresverlauf unter Schwankungen
seitwärts tendieren. Künftige Situation der BankbrancheUnsere Einschätzung hinsichtlich der mittelfristigen sowie strukturellen Entwicklungstendenzen
in der Bankbranche hat sich gegenüber den Aussagen, wie wir sie im Geschäftsbericht
für das Jahr 2018 getroffen haben, in ihren Grundzügen nicht verändert. Allerdings
sind vor allem die Risiken für den kurzfristigen Ausblick auf das bankgeschäftliche
Umfeld in den vergangenen Monaten weiter gestiegen. Zwar gibt es laut Bundesbank nach
wie vor keine alarmierenden Anzeichen für nachlassende Kreditvergabestandards oder
ein überbordendes Kreditwachstum, dennoch könnte eine unerwartete starke Eintrübung
der wirtschaftlichen Lage - wie es im Finanzstabilitätsbericht 2018 heißt - die Verwundbarkeiten
des deutschen Bankensektors offenlegen und über Ansteckungseffekte den konjunkturellen
Abschwung noch verschärfen. Ein unerwartet starker Konjunktureinbruch würde gemäß
Bundesbank durch die hohe Bewertung an den Vermögensmärkten zu erheblichen Preiskorrekturen
insbesondere bei Immobilien, Aktien und Anleihen führen. Dadurch dürften Vermögenstitel
und Kreditsicherheiten spürbar an Wert verlieren, steigende Verluste durch Kreditausfälle
wären die Folge. Stütze der Konjunktur im Euroraum bleibt bislang neben dem Dienstleistungssektor die
Binnennachfrage, die von günstigen Finanzierungsbedingungen und steigenden Arbeitnehmereinkommen
profitiert. Sorgenkind ist dagegen die Industrie. Deren Einkaufsmanagerindex verharrt
im rezessiven Bereich. Deshalb sind Zinssenkungen der EZB nicht auszuschließen. Darüber
hinaus ist eine Wiederaufnahme der Nettoanleihenkäufe durch die EZB denkbar. Vor diesem Hintergrund ist damit zu rechnen, dass das Firmen-und Unternehmenskundengeschäft
der Banken hierzulande unter zunehmenden Druck gerät. Denn gerade der deutsche Unternehmenssektor
blickt immer pessimistischer auf die kommenden Monate. Besonders beim exportorientierten
verarbeitenden Gewerbe, das für die deutsche Wirtschaftsentwicklung eine große Bedeutung
hat, setzt sich die Talfahrt fort. Gründe hierfür finden sich insbesondere in der
Verschärfung des Handelskonfliktes zwischen den USA und China und dem gestiegenen
Risiko eines militärischen Konfliktes im Nahen Osten. Unter nachlassenden Exporten
werden dabei sowohl das Zins- als auch das Provisionsgeschäft der Banken leiden. Das hiesige Privatkundengeschäft dagegen profitiert zunächst weiterhin vom robusten
privaten Verbrauch und der unverändert hohen Nachfrage nach Wohnhypotheken. Bei Letzteren
wirkt neben dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum vor allem das anhaltend niedrige Zinsniveau
stark stimulierend. Auch die Arbeitsmarktsituation erweist sich derzeit noch als günstig,
allerdings mehren sich die Anzeichen für eine allmähliche Eintrübung. So kündigen
mehr und mehr Großunternehmen an, künftig Stellen streichen zu wollen. Gleichzeitig
bleibt das Ertragspotenzial des Privatkundengeschäfts angesichts des starken nationalen
Wettbewerbs unter den Kreditinstituten begrenzt. In Polen sind die Geschäftsaussichten für den Bankensektor aus volkswirtschaftlicher
Sicht derzeit günstiger als in Deutschland. Hier wächst die gesamtwirtschaftliche
Leistung unterstützt vom privaten Konsum weiter deutlich. Trotz der vergleichsweise
guten realwirtschaftlichen Indikatoren bestehen nach wie vor jedoch politische Risiken;
denn der schwelende Konflikt mit der EU über politische Grundsatzfragen und bevorstehende
Parlamentswahlen im Herbst dieses Jahres sorgen für Unsicherheit. Der polnische Bankensektor
hat sich bei der Bewertung der Finanzstabilität als vergleichsweise robust erwiesen.
Risiken resultieren allerdings aus wachsenden Volumina bei unbesicherten Konsumentenkrediten
sowie bei Hypothekenschulden in Zloty. Für Hypothekenschulden in Fremdwährung (hauptsächlich
Schweizer Franken) wurde im Juli 2019 ein Gesetz verabschiedet, das es polnischen
privaten Kreditnehmern ermöglicht, im Vergleich zum bisher bestehenden Unterstützungsfonds,
einfacher Hilfe bei der Rückzahlung ihrer auf Fremdwährung lautenden Immobiliendarlehen
zu erhalten. Darüber hinaus wurden unter anderem auch die monatlichen Unterstützungszahlungen
sowohl erhöht als auch verlängert. Dieses Gesetz wird am 1. Januar 2020 in Kraft treten.
Die zuvor vorgesehene Aufteilung des bisherigen Unterstützungsfonds für notleidende
Kreditnehmer in zwei Sonderfonds - einen Unterstützungs- und einen neuen Konvertierungsfonds
- wurde verworfen. Auf den neuen Konvertierungsfonds, der ursprünglich die Umwandlung
von Fremdwährungskrediten fördern sollte, wurde auch im Hinblick auf ein beim Europäischen
Gerichtshof (EuGH) anhängiges Verfahren zur rechtlichen Wirksamkeit von Fremdwährungsindexklauseln
verzichtet. Eine endgültige Entscheidung des EuGH hierzu steht bislang allerdings
noch aus. Erwartete Finanzlage des Commerzbank-KonzernsGeplante FinanzierungsmaßnahmenFür die kommenden Jahre plant die Commerzbank mit einem Refinanzierungsbedarf am Kapitalmarkt
im Bereich von rund 10 Mrd. Euro. Die Commerzbank ist mit einer breiten Produktpalette
am Kapitalmarkt aktiv. Neben den unbesicherten Refinanzierungsmitteln (Preferred-
und Non-preferred-Senior-Anleihen und Tier-2-Nachrangkapital) verfügt die Commerzbank
bei der Refinanzierung auch über die Möglichkeit, besicherte Refinanzierungsinstrumente,
insbesondere Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, zu emittieren. Pfandbriefe
bilden einen festen Bestandteil im Refinanzierungsmix der Commerzbank. Dadurch hat
die Commerzbank einen stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung mit Kostenvorteilen
gegenüber unbesicherten Refinanzierungsquellen. Die Emissionsformate reichen von großvolumigen
Benchmarkanleihen bis hin zu Privatplatzierungen. Im Zusammenhang mit dem Brexit erwartet
die Commerzbank keine negativen Effekte auf die Platzierung langfristiger Refinanzierungsmittel
am Kapitalmarkt. Durch regelmäßige Überprüfung und Anpassung der für das Liquiditätsmanagement und
den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen wird die Commerzbank
den Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung
tragen und eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur
gewährleisten. Geplante InvestitionenBei den Investitionen haben sich im ersten Halbjahr des laufenden Jahres keine wesentlichen
Änderungen zu den im Geschäftsbericht 2018 auf den Seiten 99 bis 101 aufgeführten
Planungen ergeben. Die aktuellen und geplanten Investitionsmaßnahmen der Commerzbank
stehen im Zusammenhang mit Maßnahmen der Strategie "Commerzbank 4.0". Dabei werden
wir unser Geschäftsmodell weiter konsequent fokussieren, digital transformieren und
die Effizienz steigern. Voraussichtliche Entwicklung der LiquiditätDer Geld- und Kapitalmarkt der Eurozone war auch im ersten Halbjahr 2019 weiterhin
durch die geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Unterstützung
der konjunkturellen Erholung der Eurozone sowie politische Unsicherheiten aufgrund
der Handelskonflikte und des Brexits geprägt. Nachdem die EZB das Ankaufsprogramm für Wertpapiere Ende 2018 eingestellt hat, werden
nur noch die fälligen Wertpapiere ersetzt. Damit tritt die EZB weiterhin als signifikanter
Investor am Markt auf. In ihrer Sitzung Anfang Juni hatte die EZB darauf verwiesen,
dass die Leitzinsen mindestens über die erste Hälfte des Jahres 2020 und in jedem
Fall so lange wie erforderlich unverändert bleiben sollen. Aktuell deuten die Eintrübung
der Konjunktur sowie die rückläufige Inflationserwartung darauf hin, dass eine mögliche
Leitzinssenkung sowie Aufstockung des Ankaufsprogramms nicht ausgeschlossen werden
kann. In dem Zusammenhang erwartet der Markt, dass die negativen Auswirkungen der
Negativzinspolitik auf die Ertragslage der Banken abgeschwächt werden. Als geeignete
Mittel hierfür stehen Freigrenzen auf bei der EZB gehaltene Überschussreserven sowie
ein Stufenzins für die Einlagenfazilität zur Debatte. Die Überschussliquidität per Ende Juni 2019 lag bei rund 1 760 Mrd. Euro. Die neue
Serie an quartalsweisen "Targeted Longer-Term Refinancing Operations" (TLTRO) mit
zweijähriger Laufzeit werden im September 2019 starten und im März 2021 enden. Aufgrund
der hohen Überschussliquidität im Markt ist das Volumen längerfristiger Wertpapierpensionsgeschäfte
eingeschränkt. Der kurzfristige Repomarkt funktioniert hingegen reibungslos und spielt
eine wichtige Rolle in der Bedienung der Bond- und Kassamärkte. Weiterhin ist mit
einer Verknappung an Collaterals durch die Einführung der verpflichtenden bilateralen
Besicherungsanforderungen für das Over-the-Counter-(OTC-)Derivategeschäft zu rechnen.
Diese Verpflichtung wird für alle betroffenen Marktteilnehmer Ende 2020 voll wirksam.
Die Situation an den Bondmärkten ist im Wesentlichen durch die anhaltenden Handelskonflikte
sowie die politischen Unsicherheiten rund um den Brexit gekennzeichnet. Dies führt
zu einer konstanten Nachfrage guter Bonitäten. Vor dem Hintergrund der ausbleibenden
Zinswende kommt eine zusätzliche Nachfrage von Finanzinvestoren auf der Suche nach
Rendite. Vor diesem Hintergrund wird die bereits deutlich reduzierte Liquidität in den Sekundärmärkten
weiterhin verhalten bleiben. Wir rechnen weiterhin mit sehr niedrigen Bundrenditen
auch im langfristigen Bereich (aktuell sind die Bundrenditen bis zu knapp unter 20
Jahren negativ) sowie einer anhaltend hohen Nachfrage von Investoren nach qualitativ
guten Wertpapieren und damit weiterhin mit engen Credit Spreads. Das Liquiditätsmanagement der Commerzbank ist auf sich verändernde Marktbedingungen
gut vorbereitet und in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren.
Auch durch den Brexit erwarten wir weiterhin keine signifikanten Auswirkungen auf
unsere Liquiditätssituation. Die Bank weist eine komfortable Liquiditätssituation
auf, die sich über den internen Limiten und den gegenwärtig gültigen regulatorischen
Anforderungen der Liquiditätsverordnung und der MaRisk bewegt. Unsere Geschäftsplanung ist dahingehend ausgelegt, dass die Liquiditätsausstattung
den gegebenen Marktverhältnissen und den damit verbundenen Unsicherheiten Rechnung
trägt. Dies wird durch unser Geschäftsmodell im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie
den für besicherte und unbesicherte Anleihen zur Verfügung stehenden Geld- und Kapitalmarkt
gestützt. Voraussichtliche Entwicklung des Commerzbank-KonzernsAn unseren im Geschäftsbericht 2018 getroffenen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung
des Gesamtergebnisses des Commerzbank-Konzerns im Geschäftsjahr 2019 halten wir weiterhin
fest. Insgesamt rechnen wir für das Geschäftsjahr 2019 mit einem im Vergleich zum
Vorjahr leichten Anstieg des Konzernüberschusses, auch wenn dieses Ziel vor dem Hintergrund
der Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr sowie der sich spürbar eintrübenden gesamtwirtschaftlichen
Lage und der zunehmend von Unsicherheit geprägten geopolitischen Situation deutlich
ambitionierter geworden ist. ZwischenrisikoberichtDer Zwischenrisikobericht ist ein eigenständiger Berichtsteil im Zwischenbericht.
Er ist Bestandteil des Zwischenlageberichts. ZwischenrisikoberichtRisikoorientierte GesamtbanksteuerungAls Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener
Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet
grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten.
Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise in der Rechnungslegung oder in der Kapitalbindung
bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Compliance- und
Reputationsrisiken. Organisation des RisikomanagementsDie Commerzbank sieht das Risikomanagement als eine Aufgabe für die gesamte Bank an.
Der Chief Risk Officer (CRO) verantwortet konzernweit die Entwicklung und Umsetzung
der risikopolitischen Leitlinien für quantifizierbare Risiken, die vom Gesamtvorstand
festgelegt werden, sowie die Messung dieser Risiken. Der CRO berichtet im Gesamtvorstand
und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des
Konzerns. Die Risikomanagement-Organisation besteht aus den Bereichen Kreditrisikomanagement,
Intensive Care, Marktrisikomanagement sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement.
Alle Bereiche haben eine direkte Berichtslinie an den CRO. Für die Etablierung angemessener Governance, Verfahren und Systeme, die es der Bank
ermöglichen, unerwünschte Gefährdungen durch Compliance-Risiken zu vermeiden, ist
Group Compliance die zweite Verteidigungslinie. Dies umfasst die Risikofelder Geldwäsche,
Terrorismusfinanzierung, Sanktionen/Embargos, Markets Compliance sowie Betrug und
Korruption. Group Compliance wird durch den Chief Compliance Officer gesteuert, der
direkt an das für Group Compliance zuständige Vorstandsmitglied berichtet. Weitere Details zur Organisation des Risikomanagements der Commerzbank sind im Konzernrisikobericht
2018 dargestellt. Risikotragfähigkeit und StresstestingDie Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung
und des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) der Commerzbank. Sie
verfolgt das Ziel einer jederzeit angemessenen Kapitalausstattung. Seit dem ersten Quartal 2019 erfolgt die Überwachung der Risikotragfähigkeit (RTF)
in der ökonomischen Perspektive des ICAAP auf Basis des aufsichtlich vorgegebenem
Fortführungsansatzes (ICAAP-Leitfaden der EZB vom November 2018). Das Konfidenzniveau
der ökonomischen Kapitalbedarfsermittlung beträgt 99,90 % und harmoniert mit dem Fortführungsansatz.
Zur Bestimmung des ökonomischen Risikodeckungspotenzials werden nur Eigenkapitalbestandteile
mit ihrem ökonomischen Wert berücksichtigt, die in der Fortführungsperspektive Verluste
absorbieren. Die Risikotragfähigkeit wird zusätzlich anhand makroökonomischer Stressszenarios beurteilt.
Die Szenariosimulationen werden quartalsweise auf Konzernebene mit einem Zeithorizont
von zwölf Monaten durchgeführt. Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene
des Commerzbank-Konzerns. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als
erfüllt, sofern die RTFQuote über 100 % liegt. Im ersten Halbjahr 2019 betrug die
RTFQuote 159 % per 30. Juni 2019 (193 % per 31. Dezember 2018). Die Veränderung der
RTF-Quote ist im Wesentlichen auf die im ersten Quartal erfolgten methodischen Anpassungen
auf Basis des neuen ICAAP-Leitfadens der EZB zurückzuführen (unter anderem die Nichtberücksichtigung
von nachrangigen Kapitalbestandteilen), die zu einem Rückgang des Risikodeckungspotenzials
gegenüber Dezember 2018 führte. Die RTF-Quote liegt weiterhin auf komfortablem Niveau. scroll
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Konfidenzniveau ab 31. März 2019: 99,90 %; zum 31. Dezember 2018: 99,91 %. AdressenausfallrisikenDas Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr eines Verlustes oder entgangenen Gewinnes
durch den Ausfall eines Geschäftspartners. Es zählt zu den quantifizierbaren wesentlichen
Risiken mit den wesentlichen Unterrisikoarten Kreditausfallrisiko, Emittentenrisiko,
Kontrahentenrisiko, Länder- und Transferrisiko, Veritätsrisiko sowie Reserverisiko. Commerzbank-KonzernDie Commerzbank fokussiert ihr Geschäft in den zwei Kundensegmenten Privat- und Unternehmerkunden
sowie Firmenkunden. Im Segment Asset & Capital Recovery (ACR) hat die Bank die Aktivitäten
aus den Bereichen Commercial Real Estate und Ship Finance sowie die komplexeren Finanzierungen
aus dem Bereich Public Finance gebündelt, um die Portfolios in diesen Bereichen über
die Zeit vollständig abzubauen. Das Segment ACR wurde zum 1. Juli 2019 geschlossen
und die Restportfolios in das Segment Sonstige und Konsolidierung verschoben. Kreditrisikokennzahlen Zur Steuerung und Limitierung der Adressenausfallrisiken im
Commerzbank-Konzern nutzen wir unter anderem die folgenden Risikokennzahlen: Exposure
at Default (EaD) - im Folgenden auch als Exposure bezeichnet -, Loss at Default (LaD),
Expected Loss (EL), Risikodichte (EL/EaD), Credit Value at Risk (CVaR = ökonomischer
Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,90 % und einer Haltedauer
von einem Jahr) und Risikoaktiva sowie für Klumpenrisiken den "All-in". Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8 stellten sich zum Stichtag
30. Juni 2019 wie folgt dar: scroll
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Im Wesentlichen Liquiditätsportfolios des Treasury. Der Rückgang des CVaR resultiert aus der Anpassung des Konfidenzniveaus von 99,91
% auf 99,90 % im ersten Quartal 2019. Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil
von 84 % in den internen Ratingstufen 1 und 2, die dem Investment-Grade-Bereich zuzuordnen
sind. scroll
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Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der
Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider. Rund
die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere
Länder in Europa, 8 % auf Nordamerika und 5 % auf Asien. Der Rest ist breit diversifiziert
und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure
begleitet werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Der
Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland und
die restlichen europäischen Länder. scroll
Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen werden Volkswirtschaften
wie Russland, Türkei und China eng beobachtet. Zum Ende des zweiten Quartals 2019
lag das Russland-Exposure bei 2,5 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 2,6 Mrd. Euro), das
Türkei-Exposure bei 1,7 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 1,7 Mrd. Euro) sowie das Exposure
in China bei 5,7 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 6,4 Mrd. Euro). Als Folge der Staatsschuldenkrise werden auch die Sovereign Exposures von Italien
und Spanien weiterhin eng überwacht. Das Sovereign Exposure in Italien lag zum Ende
des zweiten Quartals 2019 bei 8,9 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 8,4 Mrd. Euro) und
das Sovereign Exposure von Spanien bei 1,4 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 1,3 Mrd.
Euro). Risikoergebnis Das Risikoergebnis im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im ersten
Halbjahr 2019 auf - 256 Mio. Euro und lag somit wie erwartet über dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung des Risikoergebnisses nach Stages gemäß
IFRS 9. In Note 27 des Zwischenabschlusses (Kreditrisiken und Kreditverluste) werden
Details zu den Stages erläutert; in Note 10 (Risikoergebnis) findet sich die Definition
zum Risikoergebnis. Marktwertschwankungen im Schiffsportfolio sind nicht im Risikoergebnis enthalten.
Sie werden ertragswirksam in der Position "Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value
bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten" ausgewiesen. scroll
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Stage 3 inklusive POCI (POCI - Purchased or Originated Credit-impaired). scroll
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Rückwirkend angepasst (siehe Zwischenabschluss Note 3). Das Risikoergebnis des dritten und vierten Quartals 2018 mit Belastungen von 133 Mio.
Euro beziehungsweise 154 Mio. Euro entspricht, hochgerechnet auf ein Gesamtjahr, einem
normalisierten Niveau. Für das Gesamtjahr 2019 wird daher das Risikoergebnis aus heutiger
Sicht nicht unter 550 Mio. Euro liegen. Die nachstehende Darstellung des Default-Portfolios zeigt die ausgefallenen Forderungen
der Kategorien Amortised Cost und Fair Value OCI (OCI - Other Comprehensive Income).
Die von der Bank gehaltenen als ausgefallen klassifizierten Fair Value Kredite aus
den Bereichen Ship Finance und CRE in Höhe von insgesamt 186 Mio. Euro sind nicht
enthalten. scroll
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Loan Loss Provision. Segment Privat- und UnternehmerkundenDas Segment Privat- und Unternehmerkunden (PUK) umfasst die Aktivitäten der Konzernbereiche
Private Kunden, Unternehmerkunden, comdirect bank und Commerz Real. Die mBank wird
ebenfalls im Segment Privat- und Unternehmerkunden abgebildet. Im Bereich Private
Kunden sind das inländische Filialgeschäft für Privatkunden sowie das Wealth-Management
zusammengefasst. Der Bereich Unternehmerkunden bildet die Geschäfts- und kleinen Firmenkunden
ab. Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und
der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (private Baufinanzierung und Renditeobjekte
mit einem EaD von insgesamt 85 Mrd. Euro). Die Kreditversorgung unserer Geschäfts-
und Unternehmerkunden stellen wir über Individualkredite mit einem Volumen von 22
Mrd. Euro sicher. Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden
durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite und Kreditkarten mit
insgesamt 16 Mrd. Euro). Der Portfolioanstieg im ersten Halbjahr resultierte überwiegend
aus der Baufinanzierung. Die Risikodichte des Portfolios ist gegenüber dem Jahresultimo um einen Basispunkt
auf 26 Basispunkte gestiegen. scroll
Im Segment Privat- und Unternehmerkunden lag das Risikoergebnis im ersten Halbjahr
2019 bei - 100 Mio. Euro und damit noch unter dem niedrigen Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums.
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Segment FirmenkundenIm Segment Firmenkunden (FK) bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen
Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor, institutionellen Kunden und multinationalen
Unternehmen. Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns
zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Der regionale
Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt in Deutschland und Westeuropa. Weiterhin werden
in diesem Segment die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten des Konzerns gebündelt. scroll
Der EaD des Segments Firmenkunden ist im Vergleich zum 31. Dezember des Vorjahres
von 187 Mrd. Euro auf 195 Mrd. Euro gestiegen. Die Risikodichte blieb mit 25 Basispunkten
konstant. Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen
wir auf Seite 24. Mit - 155 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2019 lag das Risikoergebnis im Segment Firmenkunden
geprägt von Einzelfällen wie erwartet über dem niedrigen Wert des ersten Halbjahrs
2018, in dem das Segment von größeren Auflösungen profitiert hatte. Das Default-Portfolio des Segments belief sich per 30. Juni 2019 auf 1 708 Mio. Euro. scroll
Segment Asset & Capital RecoveryDas Segment Asset & Capital Recovery (ACR) beinhaltet Positionen aus den Bereichen
Commercial Real Estate und Ship Finance sowie die komplexeren Finanzierungen aus dem
Bereich Public Finance. Das Segment wurde mit dem Ziel gegründet, die Portfolios in
diesen Bereichen über die Zeit vollständig abzubauen. Das Segment ACR wurde zum 1.
Juli 2019 geschlossen und die Restportfolios in das Segment Sonstige und Konsolidierung
verschoben. Der EaD des Segments ACR im Weißbuch belief sich per 30. Juni 2019 auf 4 Mrd. Euro
und ist damit gegenüber dem Ende des Vorjahres aufgrund des Transfers eines Teils
des Public Finance Portfolios nach Treasury um rund 4 Mrd. Euro zurückgegangen. scroll
Commercial Real Estate Das Portfolio hat sich durch Tilgungen und Rückzahlungen weiter
reduziert. Die Risikodichte ist gegenüber dem 31. Dezember 2018 unverändert bei 53
Basispunkten geblieben. Ship Finance Das Exposure an Schiffsfinanzierungen im Weißbuch wurde weiter bis auf
eine einzige verbliebene Schiffsfinanzierung reduziert. Bezüglich dieser Finanzierung
steht die Bank in Ablöseverhandlungen mit dem Kreditnehmer. Alle übrigen zum Jahresbeginn
im Portfolio befindlichen Finanzierungen im Weißbuch wurden entweder zwischenzeitlich
abgebaut oder aber befinden sich im NPL-Status. Letzteres inkludiert auch Restforderungen
aus der Abwicklung von Engagements beispielsweise aus Insolvenzen. Public Finance Das Teilportfolio Public Finance im Segment ACR besteht im Wesentlichen
aus einem Private-Finance-Initiative-(PFI-)Portfolio (3,5 Mrd. Euro EaD) mit regionalem
Schwerpunkt Großbritannien. Im Segment ACR belief sich das Risikoergebnis im ersten Halbjahr 2019 auf - 24 Mio.
Euro (erstes Halbjahr 2018: 14 Mio. Euro). Das Default Portfolio lag per 30. Juni
2019 bei 269 Mio. Euro. scroll
Weitere PortfolioanalysenDie folgenden Analysen sind unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit zu
verstehen. Die dargestellten Positionen sind bereits vollständig in den vorherigen
Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten. Corporates-Portfolio nach BranchenDas Corporates-Exposure verteilt sich wie nachfolgend dargestellt auf die Branchen: scroll
Financial-Institutions-PortfolioMit unserem Korrespondenzbankennetz standen weiterhin Trade-Finance-Aktivitäten im
Interesse unserer Firmenkunden sowie Kapitalmarktaktivitäten im Vordergrund. Im Derivatebereich
werden Transaktionen mit ausgewählten Gegenparteien nach den Standards der European
Market Infrastructure Regulation (EMIR) abgeschlossen. Die Auswirkungen von aufsichtsrechtlichen Vorgaben auf Banken beobachten wir weiterhin
eng. In diesem Zusammenhang verfolgen wir unverändert die Strategie, möglichst wenige
Exposures zu halten, die im Falle eines Bail-in des betroffenen Instituts Verluste
erleiden könnten. Die Entwicklung diverser Länder mit individuellen Themen wie Rezessionen, Embargos
oder wirtschaftliche Unsicherheit aufgrund politischer Ereignisse (zum Beispiel "Handelskriege",
Brexit) verfolgen wir eng und reagieren mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation
des Landes abgestimmten Portfoliosteuerung. Insgesamt richten wir unseren Risikoappetit
danach aus, das Portfolio möglichst reagibel zu halten. scroll
Non-Bank-Financial-Institutions-PortfolioDas Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio umfasst hauptsächlich Versicherungsgesellschaften,
Asset-Manager, regulierte Fonds sowie zentrale Gegenparteien. Die regionalen Schwerpunkte
der Geschäftsaktivitäten liegen in Deutschland, Westeuropa sowie den Vereinigten Staaten
von Amerika. Neugeschäfte mit NBFIs erfolgen einerseits vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen
(Clearing über zentrale Gegenparteien) und andererseits im Interesse unserer institutionellen
Kunden, wobei sich die Commerzbank auf attraktive Opportunitäten mit Adressen guter
Bonität fokussiert. Unter Portfoliomanagement Gesichtspunkten verfolgen wir dabei
als Ziel die Gewährleistung einer hohen Portfolioqualität und -reagibilität. Risiken
aufgrund politischer Ereignisse (zum Beispiel Brexit) verfolgen wir eng und reagieren
mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation abgestimmten Steuerung. scroll
OriginatorenpositionenDie Commerzbank hat im Laufe der vergangenen Jahre überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements
Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden mit einem aktuellen
Volumen von 7,0 Mrd. Euro vorgenommen. Zum Stichtag 30. Juni 2019 wurden Risikopositionen in Höhe von 6,6 Mrd. Euro zurückbehalten.
Der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 6,3 Mrd. Euro auf Senior-Tranchen,
die nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet sind. scroll
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Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch. Conduit Exposure und sonstige Asset-backed ExposuresDie Commerzbank ist Sponsor des Multiseller Asset-backed Commercial Paper Conduits
"Silver Tower". Sie arrangiert über Silver Tower die Verbriefung von Forderungen -
insbesondere Handels-und Leasingforderungen - von Kunden des Segments Firmenkunden.
Die Geschäfte werden im Wesentlichen durch die Emission von Asset-backed Commercial
Papers (ABCP) oder durch die Inanspruchnahme von Kreditlinien (Liquiditätslinien)
finanziert. Im Hinblick auf regulatorische Änderungen und im Rahmen des Umzuges des
Conduits Silver Tower nach Luxemburg erfolgt seit Jahresbeginn auch ein Teil der Finanzierung
durch direkten Ankauf von Funding Notes auf die Bilanz der Bank. Das Volumen sowie
die Risikowerte für die Verbriefung von Forderungen aus dem Firmenkundensegment sind
im ersten Halbjahr 2019 stabil bei 3,9 Mrd. Euro geblieben. Die Liquiditätsrisiken aus Verbriefungen werden im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells
risikoadäquat modelliert. Zum einen wird in einem Worst-Case-Szenario unterstellt,
dass der Großteil der den Zweckgesellschaften gestellten Ankaufsfazilitäten im Rahmen
von Silver Tower durch die Commerzbank refinanziert werden muss. Zum anderen werden
eigene Bestände aus Verbriefungstransaktionen nur dann als liquide Aktiva berücksichtigt,
wenn es sich um zentralbankfähige Positionen handelt. Diese Positionen werden nur
unter Anwendung von risikoadäquaten Abschlägen in der Liquiditätsrisikorechnung berücksichtigt. Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere gehalten in der Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. sowie der Commerzbank AG Inland. Das Volumen lag im ersten Halbjahr 2019 bei 4,0 Mrd. Euro (Dezember 2018: 4,0 Mrd. Euro), die Risikowerte1 sind bei 3,9 Mrd. Euro (Dezember 2018: 3,8 Mrd. Euro) ebenfalls nahezu unverändert geblieben. Weiterhin bestehen Investitionen im Bereich Structured Credit. Von diesen wurden 4,3
Mrd. Euro seit 2014 als Neuinvestitionen getätigt (Dezember 2018: 3,8 Mrd. Euro).
Generell wurde in Anleihen von Senior-Tranchen aus Verbriefungstransaktionen der Assetklassen
Consumer-(Auto-) ABS, UK-RMBS und CLO investiert, die eine robuste Struktur und ein
moderates Risikoprofil aufweisen. Zum Halbjahresende 2019 befinden sich (wie bereits
zum Jahresabschluss 2018) ausschließlich CLO Positionen mit AAA Ratings in diesem
Portfolio. Verbleibende Positionen im Volumen von 1,1 Mrd. Euro waren bereits vor
2014 im Bestand (Dezember 2018: 1,3 Mrd. Euro), die Risikowerte dieser Positionen
lagen bei 0,3 Mrd. Euro (Dezember 2018: 0,4 Mrd. Euro). MarktrisikenMarktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch
die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Währungs- und
Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen)
entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel
bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen in
der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven berücksichtigt. RisikosteuerungDas Marktrisiko wird intern durch ein einheitliches Value-at-Risk-Modell (Historische
Simulation) gesteuert, in das alle marktrisikorelevanten Positionen einfließen. Für
kleinere Einheiten innerhalb der Commerzbank-Gruppe werden im Rahmen eines Partial
Use die Standardverfahren verwendet. Der VaR quantifiziert den möglichen Verlust aus
Finanzinstrumenten infolge veränderter Marktbedingungen während eines vorgegebenen
Zeithorizonts und mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit. Nähere Details zur angewendeten
Methodik sind im Konzernrisikobericht 2018 dargestellt. Um eine konsistente Darstellung
in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau
von 99 % und eine Haltedauer von einem Tag bei gleichgewichteten Marktdaten und einer
Historie von 254 Tagen. In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und
Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische Zwecke
erfolgen zusätzlich eine separate Steuerung des Handelsbuches (gemäß regulatorischen
Anforderungen inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuches) sowie eine
Steuerung der Zinsrisiken im Bankbuch auf Stand-alone-Basis. Für das Gesamtbuch stieg der VaR im ersten Halbjahr 2019 um 9 Mio. Euro auf 44 Mio.
Euro. scroll
In der EU trat am 1. Januar 2018 die Benchmark-Verordnung in Kraft. Ziel der Verordnung
ist die Verbesserung der Transparenz und Integrität der Ermittlung und Verwendung
von Indizes, die bei Finanzinstrumenten und Finanzkontrakten als Referenzwert oder
zur Messung der Wertentwicklung eines Investmentfonds verwendet werden. Die EU hat
kürzlich eine Verlängerung der Übergangszeit bis Ende 2021 beschlossen, um den betroffenen
Instituten die Möglichkeit zu geben, sich auf die bevorstehenden Entwicklungen einzustellen
und dem Markt Zeit zu geben, entsprechende Verfahren zu entwickeln, die mit der Verordnung
konform sind. Darüber hinaus hat das European Money Market Institute (EMMI) als Administrator
des Euribor die Zulassung des zuständigen Regulators für den Einsatz des sogenannten
"Hybrid Ansatzes" erhalten. Damit kann dieser Index weiterhin verwendet werden. Die
Umstellungsaufwände werden damit für die Banken deutlich reduziert. Die Bank hat zur
Vorbereitung ein Konzernprojekt etabliert und in die seit 1. Juli 2019 in Kraft getretene
"Delivery Organisation" (Campus 2.0) integriert, in dem alle betroffenen Einheiten
eingebunden sind. Im Rahmen dieser strategischen Initiative werden die notwendigen
Anpassungserfordernisse identifiziert und in einem Umsetzungsplan berücksichtigt,
so dass die Bank zeitgerecht auf die Umstellung der Geschäfts- und IT-Prozesse vorbereitet
ist und Aufwände für die Folgejahre entsprechend einplanen kann. Dies betrifft insbesondere
die Einführung der neuen "European Short Term Rate" (€STR), die ab dem 2. Oktober
2019 durch die EZB veröffentlicht wird und perspektivisch den bis Ende 2021 noch bestehenden
EONIA ablösen wird. HandelsbuchIm Folgenden wird die Entwicklung der regulatorischen Marktrisikokennziffern des Handelsbuchportfolios
dargestellt. Die Handelsbuchpositionen der Commerzbank liegen im Wesentlichen im Segment
Firmenkunden sowie im Bereich Group Treasury. Die VaR-Zahlen beinhalten alle Risiken
im internen VaR-Modell. Kleinere Einheiten innerhalb der Commerzbank-Gruppe wenden
im Rahmen eines Partial Use die Standardverfahren für die regulatorische Kapitalberechnung
an und sind nicht in den dargestellten regulatorischen VaR-Kennziffern enthalten. Der VaR sank im Verlauf des ersten Halbjahres 2019 geringfügig von 10 Mio. Euro auf
9 Mio. Euro. Das VaR-Niveau im Handelsbuch befindet sich im historischen Vergleich
auf niedrigem Niveau. scroll
Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert. scroll
Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet.
Hierzu zählt die Ermittlung des Stressed VaR. Die Berechnung des Stressed VaR basiert
auf dem internen Modell und entspricht der oben beschriebenen VaR-Methodik. Der wesentliche
Unterschied liegt in den zur Bewertung der Vermögenswerte genutzten Marktdaten. Im
Stressed VaR wird das Risiko der aktuellen Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen
einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum
wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft
und bei Bedarf angepasst. Im ersten Halbjahr 2019 blieb der Krisenbeobachtungszeitraum
unverändert. Der Stressed VaR stieg von 35 Mio. Euro per Ende 2018 geringfügig auf
38 Mio. Euro per Juni 2019. Das Marktrisikoprofil im Stressed VaR ist ebenfalls über alle Anlageklassen diversifiziert.
Dabei ist das Zinsrisiko die dominierende Anlageklasse. scroll
Darüber hinaus wird mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity Event VaR
das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen
quantifiziert. Die Incremental Risk Charge stieg im ersten Halbjahr 2019 um 4 Mio.
Euro auf 23 Mio. Euro. Dies resultiert hauptsächlich aus Positionsveränderungen im
Segment Firmenkunden. Die Verlässlichkeit des internen Modells (historische Simulation) wird unter anderem
durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten
VaR werden dabei tatsächlich eingetretene Gewinne und Verluste gegenübergestellt.
Dieser im Backtesting verwendete VaR basiert auf der vollständigen historischen Simulation
und repräsentiert damit alle in der Marktrisiko-VaR-Rechnung für die Eigenmittelanforderung
auf Gruppenebene verwendeten internen Modelle. Im Prozess wird zwischen den Varianten
"Clean P&L" und "Dirty P&L" Backtesting unterschieden. Beim Clean P&L Backtesting
werden in der Gewinn- und Verlustrechnung genau die Positionen berücksichtigt, die
der VaR-Berechnung zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste resultieren also ausschließlich
aus den am Markt eingetretenen Preisänderungen (hypothetische Änderungen des Portfoliowertes).
Demgegenüber werden beim Dirty P&L Backtesting zusätzlich die Gewinne und Verluste
von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages
herangezogen (tatsächliche durch Änderung der Portfoliowerte induzierte Gewinne und
Verluste). Gewinne und Verluste aus Bewertungsanpassungen und Modellreserven werden
gemäß den regulatorischen Vorgaben in der Dirty und Clean P&L berücksichtigt. Überschreitet
der sich ergebende Verlust den VaR, so spricht man von einem negativen Backtesting-Ausreißer. Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse liefert Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern
und zur Verbesserung des Marktrisikomodells. Im ersten Halbjahr 2019 haben wir keinen
negativen Clean-P&L- und keinen negativen Dirty-P&L-Ausreißer gemessen. Die Ergebnisse
bestätigen die Qualität des VaR-Modells. Auf Basis des Backtestings bewerten auch
die Aufsichtsbehörden die internen Risikomodelle. Die negativen Ausreißer werden mittels
eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert. Alle negativen Backtesting-Ausreißer
(Clean P&L und Dirty P&L) auf Gruppenebene müssen den Aufsichtsbehörden unter Angabe
von Ausmaß und Ursache gemeldet werden. Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher
Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte
Stresstests ergänzt. Mithilfe von Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank
aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche
Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten
simuliert werden. Die wichtigsten Szenarien beziehen sich auf wesentliche Veränderungen
von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven, Devisenkursen sowie Aktienkursen und
Rohwarenpreisen. Beispiele für Stresstests sind Kursverluste aller Aktien um 15 %,
eine Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen der Steigung dieser Kurve.
Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen
durchgeführt. Die einzelnen Komponenten des internen Modells werden regelmäßig hinsichtlich ihrer
Angemessenheit für die Risikomessung unabhängig validert. Von besonderer Bedeutung
sind dabei die Identifikation und Behebung von Modellschwächen. AnlagebuchDie wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Portfolios des Bereichs
Group Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken sowie der Bereich
Asset & Capital Recovery (ACR) - Public Finance und die Positionen der Tochtergesellschaft
Commerzbank Finance &Covered Bond S.A. Das Segment ACR wurde zum 1. Juli 2019 geschlossen
und die Restportfolios in das Segment Sonstige und Konsolidierung verschoben. In der Marktrisikosteuerung werden die Credit-Spread-Sensitivitäten der Anlage- und
Handelsbücher zusammen betrachtet. Die Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt
Downshift) aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) lagen zum Ende
des ersten Halbjahres 2019 bei 44 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 41 Mio. Euro). Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfiel auf Wertpapierpositionen,
die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Marktpreisänderungen haben
für diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Für die Anlagebücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben
monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert.
Entsprechend der Bankenrichtlinie haben die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
(BaFin) und die Europäische Zentralbank (EZB) allen Instituten zwei Szenarios für
einheitliche plötzliche und unerwartete Zinsänderungen vorgegeben (+/- 200 Basispunkte)
und lassen sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten. Als Ergebnis des Szenarios + 200 Basispunkte wurde zum 30. Juni 2019 ein potenzieller
Verlust von 2 940 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 1 651 Mio. Euro potenzieller Verlust)
und im Szenario - 200 Basispunkte ein potenzieller Gewinn von 546 Mio. Euro (31. Dezember
2018: 230 Mio. Euro potenzieller Gewinn) ermittelt. Demnach ist die Commerzbank nicht
als Institut mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko zu klassifizieren, da die negativen
Barwertänderungen jeweils weniger als 20 % der regulatorischen Eigenmittel betragen. Die Zinssensitivitäten des gesamten Anlagebuches (ohne Pensionsfonds) beliefen sich
zum 30. Juni 2019 auf 12,5 Mio. Euro pro Basispunkt rückläufiger Zinsen. Der Anstieg
um 3 Mio. Euro pro Basispunkt rückläufiger Zinsen resultiert aus Positionsveränderungen
im Geschäftsbereich Treasury. Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Unser
Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem
Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten
ist extrem lang (Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre) und der Hauptteil
der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr
Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie
aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete Euro-Inflation dar. Daneben
sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte
zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen
Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der
Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität
entsprechender Absicherungsprodukte begründet. MarktliquiditätsrisikenMarktliquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität
nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und
zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern. Im Risikotragfähigkeitskonzept
der Commerzbank werden Marktliquiditätsrisiken einerseits durch die Skalierung des
Value at Risk auf den Kapitalhorizont von einem Jahr und der dadurch implizit berücksichtigten
Liquidationsperiode berücksichtigt. Andererseits erfolgt die Berücksichtigung von
zusätzlichen Bewertungsanpassungen für Marktliquiditätsrisiken in der Berechnung der
Risikodeckungsmasse. LiquiditätsrisikenUnter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank
ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne
beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht,
nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen
Konditionen finanziert werden können. RisikosteuerungDie Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges
Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung
zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl
Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise.
Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus. Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich.
Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland
vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Die Commerzbank
setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash-Pooling-Ansatz ein.
Dies stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität sicher, und zwar über
alle Zeitzonen, da sich in Frankfurt, London, New York und Singapur Einheiten des
Bereichs Group Treasury befinden. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Zwischenlagebericht
im Kapitel "Refinanzierung und Liquidität". Die Überwachung der Liquiditätsrisiken
erfolgt auf Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige
Risikofunktion. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Frühwarnindikatoren etabliert. Diese
gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle
Solidität nachhaltig sicherzustellen. Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten
Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie
können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großer Einzelgläubiger oder Währungen
auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich
andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete
Maßnahmen mitigiert. Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich wirkt die
kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Funding-Quellen,
insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer
Konzentration entgegen. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken
überwacht werden und die Commerzbank die Anforderungen an die Währungskongruenz der
hochliquiden Aktiva und Nettoliquiditätsabflüsse erfüllt. Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die
entsprechend der Art der Krise vom zentralen ALCO eingeleitet werden können. Der Notfallplan
ist integraler Bestandteil des Recovery-Plans der Commerzbank und wird mindestens
jährlich aktualisiert, wohingegen die einzelnen Liquiditätsnotfallmaßnahmen regelmäßig
unterjährig plausibilisiert werden. Darüber hinaus definiert der Notfallplan eine
eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert
die gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen. Quantifizierung und StresstestingDie Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges
Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Die Liquiditätsrisikomodellierung
bezieht neben internen ökonomischen Erwägungen auch die bindenden regulatorischen
Anforderungen nach der "Capital Requirements Regulation (CRR)" sowie der "Mindestanforderungen
an das Risikomanagement (MaRisk)" mit ein. Die Commerzbank berücksichtigt dies in
ihrem Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk und gestaltet damit den vom Gesamtvorstand artikulierten
Liquiditätsrisikoappetit der Bank quantitativ aus. Die der Modellierung zugrunde liegenden steuerungsrelevanten bankinternen Stressszenarios
berücksichtigen sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch
einer marktweiten Krise. Das Commerzbank-spezifische idiosynkratische Szenario simuliert
dabei eine Stresssituation, die aus einem Rating-Downgrade um zwei Notches resultiert.
Das marktweite Szenario hingegen wird aus den Erfahrungen der Subprime-Krise abgeleitet
und simuliert einen externen marktweiten Schock. Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber
der beiden Szenarios sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen,
eine überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken
als notwendig erachtete Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei
besicherten Geschäften sowie die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert
von Vermögensgegenständen. Als Ergänzung zu den Einzelszenarios werden die Auswirkungen
eines kombinierten Szenarios aus idiosynkratischen und marktspezifischen Effekten
auf die Liquiditätsablaufbilanz (Nettoliquiditätsposition) simuliert. Die Liquiditätsablaufbilanz
wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend über das volle Laufzeitspektrum
dargestellt und folgt dabei einem mehrstufigen Konzept. Dies gestattet die differenzierte
Darstellung deterministischer und modellierter Cashflows des Bestandsgeschäfts auf
der einen Seite sowie die Einbeziehung von Prolongationen auf der anderen Seite. Die nachstehende Tabelle zeigt die Werte der Liquiditätsablaufbilanz bei Anwendung
der jeweiligen Stressszenarios für einen Zeitraum von 1 beziehungsweise 3 Monaten
zum Halbjahresultimo. Dabei wird deutlich, dass im Vergleich zu den Einzelszenarios
in einem kombinierten Stressszenario signifikant mehr Liquidität abfließt. Im 1-Monats-
beziehungsweise 3-Monats-Zeitraum verbleibt für das kombinierte Stressszenario zum
Ende des zweiten Quartals 2019 eine Nettoliquidität von 14,4 Mrd. Euro beziehungsweise
13,5 Mrd. Euro. scroll
LiquiditätsreservenWesentliche Elemente des Liquiditätsrisikoappetits sind die Reserveperiode, die Höhe
des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger
Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern.
Das Liquiditätsreserveportfolio, bestehend aus hochliquiden Vermögensgegenständen,
gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Das Liquiditätsreserveportfolio wird
gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe
während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Die Bank wies zum Halbjahresultimo eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden
Aktiva in Höhe von 88,0 Mrd. Euro aus (zum Jahresultimo 2018: 77,3 Mrd. Euro). Ein
Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten
Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen
Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen.
Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio,
zum Stichtag in einer Höhe von 10,2 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 10,0 Mrd. Euro). scroll
LiquiditätskennzahlenIm gesamten ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2019 befanden sich die internen
Liquiditätskennzahlen der Commerzbank inklusive der regulatorischen Liquidity Coverage
Ratio (LCR) stets oberhalb der vom Vorstand festgelegten Limite. Gleiches gilt für
die Erfüllung der von den MaRisk vorgegebenen Berechnung der sogenannten "Survival
Period". Die regulatorische LCR ist als eine zwingende Nebenbedingung in das Interne Liquiditätsrisikomodell
integriert. Die LCR-Kennziffer berechnet sich als Quotient aus dem Bestand an liquiden
Aktiva und den Netto-Liquiditätsabflüssen unter Stressbedingungen. Mithilfe dieser
Kennziffer wird gemessen, ob ein Institut über ausreichend Liquiditätspuffer verfügt,
um ein mögliches Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter
Stressbedingungen über die Dauer von 30 Kalendertagen eigenständig zu überstehen.
Seit dem 1. Januar 2018 müssen die Banken eine Quote von mindestens 100 % einhalten. Im ersten Halbjahr 2019 wurde die geforderte Mindestquote in Höhe von 100 % durch
die Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich überschritten. Zum Halbjahresultimo 2019
lag der Durchschnitt der LCR der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte bei 136,02 %
(zum Jahresultimo 2018: 135,66 %). Die Bank hat entsprechende Limite und Frühwarnindikatoren etabliert, um die Einhaltung
der LCR-Mindestanforderungen sicherzustellen. Weitere Informationen zur Zusammensetzung
der LCR finden sich in der Note 43 (Liquidity Coverage Ratio) des Zwischenabschlusses. Operationelle RisikenDas operationelle Risiko (OpRisk) ist in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation
(CRR) definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder
das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse
verursacht werden. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken. Strategische Risiken
und Reputationsrisiken sind in dieser Definition nicht enthalten. Das Compliance-Risiko
wird in der Commerzbank aufgrund seiner gestiegenen ökonomischen Bedeutung als separate
Risikoart gesteuert. Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung des Geschäftsumfeldes
ist das Cyber-Risiko eine inhärente existenzielle Bedrohung für die Commerzbank und
wird ebenfalls als separate Risikoart gesteuert. Die Verluste aus Compliance-Risiken
und Cyber-Risiken fließen jedoch unverändert gemäß CRR in das Modell zur Ermittlung
des regulatorischen und ökonomischen Kapitals für operationelle Risiken ein. Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv, mit dem Ziel, OpRisk-Profil
und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigation
zu definieren, zu priorisieren und umzusetzen. Die Commerzbank misst das regulatorische und ökonomische Kapital für operationelle
Risiken mittels des Advanced Measurement Approaches (AMA). Die Risikoaktiva aus operationellen
Risiken betrugen zum Ende des zweiten Quartals 2019 auf dieser Basis 22,8 Mrd. Euro
(31. Dezember 2018: 21,4 Mrd. Euro, 99,90 %-Quantil); das ökonomisch erforderliche
Kapital 1,8 Mrd. Euro (seit Q1 2019: 99,90 %-Quantil; 31. Dezember 2018: 1,8 Mrd.
Euro, 99,91 %-Quantil). Der Umsetzungsplan des Basel Committees sieht die Einführung des Standardised Approach
zur Berechnung des regulatorischen OpRisk Kapitalbedarfs ab dem 1. Januar 2022 vor.
Dieser basiert auf der Multiplikation zweier Komponenten. Die Geschäftsindikatorkomponente
beruht auf dem Geschäftsindikator, welcher sich additiv aus einer Zins-, einer Dienstleistungs-
und einer Finanzkomponente zusammensetzt, und einem Koeffizienten, der durch die Größe
des Geschäftsindikators bestimmt wird. Die zweite Komponente, der risikosensitive
Interne Verlustmultiplikator, berücksichtigt die internen operationellen Verluste
der Bank. Im Rahmen der OpRisk-Steuerung finden eine jährliche Bewertung des Internen Kontrollsystems
(IKS) der Bank und ein Risk Scenario Assessment statt. Daneben werden OpRisk-Schadensfälle
kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Backtesting unterzogen. Bei
Schadensfällen > 1 Mio. Euro werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen. Ebenso
findet eine systematische Auswertung externer OpRisk-Ereignisse von Wettbewerbern
statt. Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des ersten Halbjahres 2019 eine Gesamtbelastung
in Höhe von rund 23 Mio. Euro (Gesamtjahr 2018: 30 Mio. Euro). Die Ereignisse waren
im Wesentlichen durch Schäden in den Kategorien "Prozessbezug" sowie "Externer Betrug"
geprägt. scroll
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Eingetretene Verluste und Rückstellungen, abzüglich OpRisk-basierter Erträge und Rückzahlungen. Sonstige RisikenZur Erfüllung der Säule 2 des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche
Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren
Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs-
und Controllingprozess. Nachfolgend werden Details zu Rechts- und Compliance-Risiken
aufgeführt. Bezüglich aller sonstigen Risiken gab es im ersten Halbjahr 2019 keine
wesentlichen Veränderungen gegenüber dem im Konzernrisikobericht 2018 dargestellten
Stand. Rechtliche Risiken Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen
Gerichts- und Schiedsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen (rechtliche
Verfahren) konfrontiert, die eine große Bandbreite von Themen betreffen. Diese umfassen
zum Beispiel angeblich fehlerhafte Anlageberatungen, Streitigkeiten im Zusammenhang
mit Kreditfinanzierungen oder dem Zahlungsverkehrsgeschäft, Ansprüche aus betrieblicher
Altersversorgung, angeblich unrichtige Buchführung und Bilanzierung, die Geltendmachung
von Forderungen aus steuerlichen Sachverhalten, angeblich fehlerhafte Prospekte im
Zusammenhang mit Emissionsgeschäften, angebliche Verstöße gegen wettbewerbsrechtliche
Vorschriften sowie Klagen von Aktionären und Fremdkapitalinvestoren sowie Ermittlungen
durch US-amerikanische Behörden. Daneben können Änderungen oder Verschärfungen der
höchstrichterlichen Rechtsprechung sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen beispielsweise
im Privatkundenbereich zur weiteren Inanspruchnahme der Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaften
führen. In den gerichtlichen Verfahren werden vor allem Schadensersatzansprüche, bereicherungsrechtliche
Ansprüche oder auch die Rückabwicklung geschlossener Verträge geltend gemacht. Sofern
einzelnen oder mehreren dieser Klagen stattgegeben würde, könnten daraus zum Teil
erhebliche Schadensersatzzahlungen, Rückabwicklungsaufwendungen oder sonstige kostenintensive
Maßnahmen folgen. Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen in verschiedenen
Ländern, in denen die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften tätig waren oder
sind, begannen vor einigen Jahren mit Untersuchungen zu Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang
mit Devisenkursfixings und dem Devisengeschäft allgemein. Im Zuge dieser Aktivitäten
haben Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen auch Prüfungen in Bezug auf die
Commerzbank angestrengt oder haben sich mit Auskunftsersuchen an die Commerzbank gewandt.
Die Commerzbank kooperierte vollumfänglich mit diesen Stellen und arbeitete die Sachverhalte
auf Grundlage eigener umfassender Untersuchungen auf. In einem Fall wurde der Vorgang
von der untersuchenden Behörde an das nationale Wettbewerbstribunal abgegeben. Finanzielle
Konsequenzen aus einzelnen dieser Sachverhalte sind nicht auszuschließen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Zusammenhang mit Aktiengeschäften über
den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte) der Commerzbank und der ehemaligen
Dresdner Bank. Die Commerzbank kooperiert vollumfänglich mit den Behörden. Sie hatte
bereits Ende 2015 eine forensische Analyse zu Cum-Ex-Geschäften beauftragt, die im
Hinblick auf die Aktiengeschäfte der Commerzbank Anfang 2018 abgeschlossen wurde und
bezüglich der Aktiengeschäfte der ehemaligen Dresdner Bank noch andauert. Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung von
"Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit
unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs" kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben
des BMF geäußerten Auffassung ist von einem Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42
AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft
vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage)
aufweist. Das Schreiben beinhaltet eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen,
welche durch das BMF steuerlich bewertet werden. Die Deutsche Bundesbank hat die Commerzbank
mit Schreiben vom 18. Juli 2017 anhand eines Erhebungsbogens um Bewertung der finanziellen
Auswirkungen bei Anwendung des BMF-Schreibens gebeten. Auf der Basis der durchgeführten
Analysen mit Cum-Cum-Geschäften hat die Bank vorsorglich Rückstellungen für gegebenenfalls
eigene zurückzuerstattende Kapitalertragsteuer gebildet. Im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte sieht sich die Commerzbank Ersatzansprüchen
Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt. Die Erfolgsaussichten
solcher Ansprüche schätzt die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen als
eher unwahrscheinlich ein, sie sind aber nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten
sich auf Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen ergeben. Für die weiteren Cum-Cum-relevanten Geschäfte kommt die Commerzbank zu dem Ergebnis,
dass für die entsprechenden Geschäfte keine unangemessenen rechtlichen Gestaltungen
gemäß § 42 AO vorliegen. Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren
Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzbehörden und der Finanz-/Zivilgerichte,
eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte. Im Zusammenhang mit Indexierungsklauseln von Darlehen in Schweizer Franken (CHF) an
polnische Privatkunden hat ein Warschauer Gericht in einem Verfahren gegen eine andere
Bank ein Vorabentscheidungsersuchen beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) gestellt.
Es geht um die Frage, welche Folgen eine im Einzelfall missbräuchliche Indexierungsklausel
eines Fremdwährungsdarlehens nach polnischem Recht hat. Der EuGH-Generalanwalt hat
sich im Mai 2019 dafür ausgesprochen, eine nach polnischem Recht AGB-rechtswidrige
Indexierungsklausel auf Antrag des Verbrauchers zwingend für unwirksam zu erklären,
wenn dies für den Verbraucher günstiger ist. Im Ergebnis könnte dies nach polnischem
Recht dazu führen, dass das Fremdwährungsdarlehen in PLN umgerechnet und mit LIBOR
verzinst würde. Mit einem Urteil wird im September 2019 gerechnet. Je nach Entscheidung
des EuGH könnte es zu finanziellen Belastungen für die betroffenen Banken in Polen
und demnach auch zu negativen Auswirkungen für die Commerzbank kommen, die derzeit
nicht verlässlich bestimmbar sind. Einzelne der oben genannten Verfahren können auch Auswirkungen auf die Reputation
der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaften haben. Der Konzern bildet Rückstellungen
für diese Verfahren, soweit die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich
sind und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar ist. Da die Entwicklung
dieser Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, kann nicht ausgeschlossen
werden, dass sich die gebildeten Rückstellungen nach abschließenden Verfahrensentscheidungen
teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können erhebliche zusätzliche Aufwendungen
entstehen. Dies trifft auch auf rechtliche Verfahren zu, für die aus Sicht des Konzerns
keine Rückstellungen zu bilden waren. Der endgültige Ausgang einzelner rechtlicher
Verfahren kann das Ergebnis und den Cashflow der Commerzbank in einer bestimmten Berichtsperiode
beeinflussen, schlimmstenfalls ist nicht völlig auszuschließen, dass die daraus eventuell
resultierenden Verpflichtungen auch wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz-
und Vermögenslage haben. Weitere Informationen über rechtliche Verfahren können der Note 38 zu den Rückstellungen
und der Note 39 zu den Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen des Zwischenabschlusses
entnommen werden. Compliance-Risiken Im Jahr 2015 hat die Commerzbank Vergleiche mit verschiedenen US-Behörden
bezüglich Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen erzielt.
Im Hinblick auf die Feststellungen im Rahmen der Settlements hat die Bank einen Großteil
dieser Feststellungen abgearbeitet. Darüber hinaus hat die Bank verschiedene Zwischenberichte
sowie den Abschlussbericht des vom New York State Department of Financial Services
(DFS) bestellten Monitors erhalten, die die Bank mit entsprechenden Implementierungsplänen
beantwortet hat. Bei der Umsetzung der Implementierungspläne hat die Bank gute Fortschritte
erzielt und den Großteil der Maßnahmen abgearbeitet. Vor diesem Hintergrund hat der
Monitor seine Tätigkeit abgeschlossen, die Bestellung endete am 24. Juni 2019. Gemäß den Anforderungen des Financial Services and Markets Act 2000 (FSMA) hat die
Commerzbank London im Jahr 2017 ein Beratungsunternehmen als sogenannte "Skilled Person"
mandatiert. Das Beratungsunternehmen hat eine Überprüfung bestehender Strukturen und
Prozesse (insbesondere bezüglich Geldwäsche/ Terrorismusfinanzierung sowie Sanktionen/Embargos)
vorgenommen und einen Bericht an die britische Financial Conduct Authority (FCA) erstellt.
Die Commerzbank London hat im Anschluss ein vollumfängliches Abarbeitungsprojekt aufgesetzt,
dessen Umsetzung die "Skilled Person" evaluiert und dazu halbjährlich an die FCA berichtet.
Auch hier hat die Commerzbank bei der Implementierung gute Fortschritte erzielt. Im
zweiten Quartal 2019 hat die "Skilled Person" die dritte Phase ihrer Prüfungen abgeschlossen,
eine vierte Phase wird plangemäß im dritten Quartal beginnen. Die Commerzbank ist seit dem 31. Dezember 2012 vorläufig als Swap Dealer bei der US-Behörde
U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) registriert. In Übereinstimmung mit
einer am 8. November 2018 durch die CFTC eingegangenen Consent Order hat die Commerzbank
einen von der CFTC genehmigten externen Berater für einen Zeitraum von zwei Jahren
beauftragt. Die CFTC kann diesen Zeitraum nach eigenem Ermessen um ein Jahr verlängern,
je nachdem wie sie die Gegenmaßnahmen der Commerzbank beurteilt. Während des Überprüfungszeitraums
wird der externe Berater jährliche Berichte erstellen, in denen er die Einhaltung
der Vorgaben des Commodity Exchange Act und der CFTC durch den Swap Dealer beurteilt.
Zudem wird der Bericht Empfehlungen zur Verbesserung der Praktiken, Policies und Procedures
des Swap Dealers enthalten. Der externe Berater hat seine Arbeit im April 2019 begonnen
und wird seinen ersten Bericht voraussichtlich im ersten Quartal 2020 vorlegen. Auf Anforderung der Hong Kong Monetary Authority (HKMA) hat die Commerzbank Hong Kong
einen externen Berater mit einer Überprüfung der lokalen Kontroll- und Steuerungsstrukturen
(Governance) der Niederlassung beauftragt. Der externe Berater hat seine Prüfung im
Mai 2019 begonnen und wird seinen finalen Bericht zu Beginn des dritten Quartals 2019
vorlegen. DisclaimerDie in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung,
die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen
dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche.
Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet.
Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling
und durch die interne Revision sowie durch die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden.
Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht
alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes
Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung
gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen
können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen
unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei
Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen
Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben. ZwischenabschlussGesamtergebnisrechnungGewinn-und-Verlust-Rechnungscroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). scroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären
zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine
Wandeloder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit
dem unverwässerten identisch. Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnungscroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Für die ersten sechs Monate stellte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt dar: scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Im zweiten Quartal entwickelte sich das sonstige Periodenergebnis wie folgt: scroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Gewinn-und-Verlust-Rechnung (Quartalsaufteilung)scroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). BilanzAktiva | Mio. €scroll
Passiva | Mio. €scroll
Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note3). scroll
scroll
Auf die Anderen Rücklagen entfielen zum 30. Juni 2019 keine wesentlichen Effekte aus
zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Vermögenswerten aus Veräußerungsgruppen. Die wesentlichen Veränderungen der Rücklage aus der Währungsumrechnung resultierten
im laufenden Geschäftsjahr aus den Währungen US-Dollar, polnischer Zloty, britisches
Pfund, russischer Rubel und brasilianischer Real. In den Sonstigen Veränderungen sind
im Wesentlichen Veränderungen aus erfolgsneutralen Steuern enthalten. Die Veränderungen im Anteilsbesitz von - 3 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2019 ergaben
sich aus dem Erwerb von weiteren Anteilen an bereits konsolidierten Gesellschaften. Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung)scroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als
gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts-
beziehungsweise Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt. Anhang (ausgewählte Notes)Allgemeine Grundlagen(1) RechnungslegungsgrundsätzeDer Commerzbank-Konzern hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Das Mutterunternehmen
ist die Commerzbank Aktiengesellschaft, die beim Amtsgericht Frankfurt am Main im
Handelsregister mit der Nummer HRB 32000 eingetragen ist. Unser Zwischenabschluss
zum 30. Juni 2019 wurde im Einklang mit § 315e HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002
(IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002 aufgestellt.
Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards
auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten
und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren
Auslegungen durch das IFRS Interpretations Committee zur Anwendung. Der Zwischenabschluss
berücksichtigt insbesondere auch die Anforderungen des IAS 34 an die Zwischenberichterstattung. Alle für das Geschäftsjahr 2019 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und
Interpretationen wurden berücksichtigt. Von der vorzeitigen Anwendung von Standards
und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2020 oder später umzusetzen sind,
haben wir abgesehen. Der Zwischenlagebericht einschließlich des separaten Zwischenrisikoberichts gemäß
§ 315 HGB ist auf den Seiten 6 bis 33 unseres Zwischenberichts veröffentlicht. Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden. Für die Vollkonsolidierung sowie für die at-Equity-Bewertung
verwenden wir im Wesentlichen zum 30. Juni 2019 erstellte Abschlüsse. Der Konzernabschluss wird in Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Alle
Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt.
Alle Beträge unter 500 000,00 Euro werden als Null beziehungsweise Nullsalden mit
einem Strich dargestellt. Aufgrund von Rundungen ist es in Einzelfällen möglich, dass
sich einzelne Zahlen nicht exakt zur angegebenen Summe addieren. (2) Erstmals anzuwendende, überarbeitete und neue Standards und InterpretationenErstmalig anzuwendende Standards und InterpretationenDas IASB veröffentlichte im Januar 2016 den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 16
zur Leasingbilanzierung ("Leases"). Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im
vierten Quartal 2017. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Der bisherige Standard IAS
17 sowie die damit verbundenen Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27 wurden
abgelöst. Zum 1. Januar 2019 erhöhte sich durch die Anwendung des IFRS 16 die Bilanzsumme um
2 307 Mio. Euro. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden im Geschäftsjahr 2019 statt
der bisher erfassten Sachaufwendungen zukünftig Abschreibungen auf die aktivierten
Nutzungsrechte sowie Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten
anfallen. Die Überleitungstabelle zum 1. Januar 2019 gemäß IFRS 16 stellen wir in diesem Zwischenbericht
in Note 6 dar. Am 7. Juni 2017 wurde die IFRIC Interpretation 23 (Uncertainty over Income Tax Treatments)
veröffentlicht. Mit der Interpretation soll Klarheit hinsichtlich des Ansatzes und
der Bewertung bezüglich Ertragsteuern gemäß IAS 12 geschaffen werden, wenn Unsicherheit
in Bezug auf die ertragsteuerliche Behandlung besteht. Die IFRIC Interpretation ist
in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar
2019 beginnen. Daraus resultierten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Überarbeitete StandardsAus den im Rahmen des im Rahmen des Annual Improvement Projects 2015 - 2017 überarbeiteten
Standards IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23 ergaben sich keine materiellen Auswirkungen
auf den Konzernabschluss. Die überarbeiteten Standards sind für alle Geschäftsjahre
anzuwenden die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Neue StandardsDer im Mai 2017 veröffentlichte neue Rechnungslegungsstandard IFRS 17 zu Versicherungsverträgen
("Insurance contracts") wird den Standard IFRS 4 ersetzen. Der neue Standard ist nicht
nur für die Versicherungsunternehmen relevant, sondern betrifft alle Unternehmen,
die Versicherungsverträge im Anwendungsbereich des Standards begeben. IFRS 17 verfolgt
dabei das Ziel einer konsistenten, prinzipienbasierten Bilanzierung für Versicherungsverträge
und sieht eine Bewertung von Versicherungsverbindlichkeiten zum aktuellen Erfüllungswert
statt historischer Anschaffungskosten vor. Ebenso soll eine einheitliche Grundlage
in Bezug auf den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis und die Anhangsangaben für Versicherungsverträge
geschaffen werden. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden,
die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen und bedarf noch der Übernahme in europäisches
Recht. Aus unseren derzeitigen Analysen erwarten wir keine nennenswerten Auswirkungen
auf den Konzernabschluss. (3) AnpassungenDas Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten, zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet, wurde zum 31. Dezember 2018 als Unterposten des Risikoergebnisses herausgelöst
und als Unterposten des Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten gezeigt. Daraus resultierte
eine sachgerechtere Darstellung, es erfolgte eine konsequente Trennung in Bewertungs-und
Realisierungskomponenten für Amortised Cost und Fair Value OCI bewertete Finanzinstrumente.
Die Vergleichszahlen im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2018 wurden entsprechend
angepasst. Auswirkungen auf die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie haben
sich nicht ergeben. Im ersten Quartal 2019 haben wir den Ausweis der Pflichtbeiträge, die sich aus Beiträgen
zur Einlagensicherung, den Bankenabgaben und der polnischen Bankensteuer zusammensetzen,
geändert. Diese Pflichtbeiträge sind nur bedingt steuerbar und werden daher künftig
außerhalb der Verwaltungsaufwendungen als eigene Zeile in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
ausgewiesen. Die Vergleichsangaben in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und die dazugehörigen
Anhangsangaben haben wir für 2018 geändert. Durch die Anpassungen ergaben sich keine
Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis
je Aktie. Des Weiteren wurden die Vorjahreszahlen der Gewinn- und Verlust-Rechnung für den aufgegebenen
Geschäftsbereich EMC entsprechend den Vorgaben des IFRS 5 angepasst (siehe Note 33). scroll
1
EMC-Geschäft, welches an Société Générale veräußert wird (siehe Note 33). (4) NachtragsberichtEmmission Additional-Tier-1-AnleiheDie Commerzbank Aktiengesellschaft hat Anfang Juli ihre erste Addional-Tier-1-Anleihe
erfolgreich begeben. Die Anleihe hat ein Volumen von 1 Mrd. US-Dollar, einen festen
Kupon von 7,0 % pro Jahr und wird an der Börse Luxemburg gelistet. Das Instrument
hat eine unbestimmte Laufzeit und einen frühestmöglichen Kündigungstermin im April
2025. Mit dieser begebenen Emission optimiert die Commerzbank Aktiengesellschaft ihre Kapitalstruktur,
auch vor dem Hintergrund veränderter regulatorischer Anforderungen durch die Europäische
Bankenaufsichtsbehörde EBA. Die nachrangige Anleihe erfüllt die Anforderungen der
Capital Requirements Regulation (CRR) als zusätzliches Kernkapital (Additional-Tier-1-Kapital,
AT 1). Die Anleihebedingungen sehen ein zeitweiliges Herabschreiben für den Fall vor,
dass die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank unter die Marke von 5,125 Prozent
fällt. Verkauf ebase GmbHAm 16. Juli 2019 hat unsere Tochtergesellschaft comdirect bank AG, Quickborn, die
ebase GmbH (European Bank for Financial Services GmbH) verkauft. Der im Juli 2018
vertraglich vereinbarte Verkauf der hundertprozentigen Tochter der comdirect bank
AG an den Finanztechnologieanbieter FNZ Group, London, wurde nach der nun erfolgten
Zustimmung der Bankenaufsichts- und Kartellbehörden, somit abgeschlossen. Der Kaufpreis
beträgt 154 Mio. Euro und wirkt sich positiv auf das laufende Ergebnis des Commerzbank
Konzerns im dritten Quartal dieses Geschäftsjahres aus. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden(5) Änderungen Bilanzierungs- und BewertungsmethodenMit Ausnahme der Anwendung des IFRS 16 (siehe Note 6) und der in Note 3 beschriebenen
Änderungen wenden wir in diesem Zwischenabschluss die gleichen Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 an (vergleiche
Geschäftsbericht 2018 Seite 159 ff.). (6) Erstanwendung IFRS 16Nachfolgend werden die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 16 erläutert und die ab
1. Januar 2019 neu angewendeten Rechnungslegungsmethoden dargestellt. Die erstmalige Anwendung erfolgt in Übereinstimmung mit den Übergangsregelungen des
IFRS 16 nach der modifizierten retrospektiven Methode. Die Zahlen für die Vergleichsperiode
wurden nicht angepasst. Es entstanden keine im Eigenkapital zu erfassenden Effekte. Mit Anwendung des IFRS 16 erfasste der Commerzbank Konzern zum 1. Januar 2019 Leasingverbindlichkeiten
für zuvor unter IAS 17 als Operating Lease klassifizierte Leasingverhältnisse. Diese
Verbindlichkeiten wurden zum Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen bewertet, diskontiert
mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Januar 2019. Der gewichtete durchschnittliche
Grenzfremdkapitalzinssatz betrug 1,22 % p.a.. Für den Leasingnehmer entfällt damit die bisherige Klassifizierung nach Operating
und Finance Lease. Die Regelungen für den Leasinggeber bleiben dagegen im Wesentlichen
unverändert. Im Rahmen der Erstanwendung machen wir von der Vereinfachungsregelung Gebrauch, etwaige
Rückstellungen für belastende Verträge in das Nutzungsrecht einzubeziehen. Für bislang
als Operating Lease klassifizierte Leasingverhältnisse wurde der Sachstand zum Umstellungszeitpunkt
als Grundlage herangezogen. Auf die rückwirkende Ermittlung und Berücksichtigung von
anfänglichen direkten Kosten wurde verzichtet. Weiterhin wurde die Ausübung von Verlängerungs-
oder Kündigungsoptionen nach der aktuellen Faktenlage beurteilt und nicht nach der
rückwirkend zu ermittelnden Ausübungswahrscheinlichkeit zu Vertragsbeginn. Außerdem wählten wir die optionale Vereinfachungsregelung, Leasingverhältnisse über
Leasinggegenstände von geringem Wert (low value) vom bilanziellen Ansatz auszunehmen.
Wir haben zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung keine Beurteilung vorgenommen, ob
ein bereits vor dem 1. Januar 2019 bestehender Vertrag im Ganzen oder in Teilen als
Leasingverhältnis gemäß IFRS 16 zu klassifizieren ist. Die nach den bisherigen Vorschriften
IAS 17 beziehungsweise IFRIC 4 getroffenen Einschätzungen wurden übernommen. Das Nutzungsrecht
je Leasingverhältnis wurde entsprechend der Leasingverbindlichkeit unter Berichtigung
von vorausbezahlten oder abgegrenzten Zahlungen angesetzt. Zukünftig wird für sämtliche Leasingverhältnisse ein Nutzungsrecht am Leasinggegenstand
(Right of Use-Asset) sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit erfasst.
Das Nutzungsrecht weisen wir als Teil der Sachanlagen aus und schreiben es linear
über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ab. Vorhandene Laufzeit- und Kaufoptionen
werden berücksichtigt, sobald deren Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wird.
Die Leasingverbindlichkeit passivieren wir in Höhe des Barwerts der künftig zu leistenden
Leasingzahlungen. Die Folgebewertung erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Wir machen von der Möglichkeit Gebrauch, Leasingverhältnisse von geringem Wert ("low
value") von der Bilanzierung auszunehmen und direkt im Aufwand zu erfassen. Die nachfolgende Tabelle stellt, basierend auf den Leasingverpflichtungen aus Operating
Lease zum 31. Dezember 2018, die Überleitung auf die passivierte Leasingverbindlichkeit
zum 1. Januar 2019 dar. scroll
Zum 30. Juni 2019 beliefen sich die aktivierten Nutzungsrechte auf 2 153 Mio. Euro
und beinhalteten im Wesentlichen Leasingverträge für Grundstücke und Gebäude. (7) KonsolidierungskreisAkquisition LeaseLink Sp. z o.o.Im ersten Quartal 2019 hat die mLeasing, eine Leasinggesellschaft aus dem mBank Teilkonzern,
eine 100 % Beteiligung an LeaseLink Sp. z o.o. erworben. LeaseLink ist ein auf Leasing-Zahlungsdienstleistungen
spezialisiertes Unternehmen aus dem Fintech-Sektor. Der Kaufpreis liegt bei umgerechnet
7 Mio. Euro. Aus der nachfolgenden Tabelle sind die übernommenen bilanzierten Vermögenswerte und
Schulden ersichtlich, die zum 30. Juni 2019 mit vorläufigen Werten konsolidiert wurden: scroll
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2019 wurden sämtliche Anteile an der bisher
in den Konsolidierungskreis einbezogenen Commerz Funds Solutions S.A., Luxemburg,
veräußert. Diese Transaktion ist einer der Schritte der Übertragung des Geschäftsbereichs
Equity Markets & Commodities (EMC) an die Société Générale Group. Zu weiteren Details
der Übertragung des Geschäftsbereichs EMC verweisen wir auf Note 33. Abgesehen von
den dargestellten Sachverhalten wurden keine wesentlichen Gesellschaften neu in den
Konsolidierungskreis einbezogen. Ebenfalls wurden keine Gesellschaften von wesentlicher
Bedeutung veräußert, liquidiert oder aufgrund sonstiger Gründe nicht mehr konsolidiert. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018 wurde die at-Equity bewertete Beteiligung
an der Capital Investment Trust Corporation, Taipeh, Taiwan veräußert. Daraus resultierte
ein positiver Effekt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Posten Sonstiges Ergebnis
(siehe Note 15). Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung(8) ZinsüberschussIn diesem Posten werden die gesamten Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie zinsähnliche
Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, sofern diese nicht aus dem Held-for-Trading-Bestand
resultieren. Zinserträge sind alle aus dem originären Bankgeschäft oder bankähnlichen Geschäften
resultierenden Zinserträge, die primär aus Kapitalüberlassungen resultieren. Zu den Zinsaufwendungen gehören, analog der Zinserträge, alle Zinsaufwendungen, einschließlich
effektivzinsgerechter Auflösungen von (Dis-)Agien oder sonstiger Beträge, sowie zinsähnliche
Aufwendungen im Zusammenhang mit dem gewöhnlichen Bankgeschäft. In den Sonstigen Zinsaufwendungen ist der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen
aus Hedge Accounting enthalten. scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). (9) DividendenerträgeIn diesem Posten werden alle Dividenden aus Aktien und ähnlichen Eigenkapitalinstrumenten
- mit Ausnahme der Dividenden aus Handelsbeständen - ausgewiesen. Wir weisen hier außerdem das laufende Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen
aus, das über Ergebnisabführungsverträge vereinnahmt wird. Die nicht konsolidierten
Tochterunternehmen sind der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L zugeordnet. scroll
Im Commerzbank-Konzern wurde in einem Tochterunternehmen ein Portfolio europäischer
Standardaktien (Blue Chips) in die Kategorie Fair Value OCI eingestuft. In den ersten
sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 wurden aus diesen Aktien Dividenden von 2 Mio.
Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro) in den Dividendenerträgen erfolgswirksam vereinnahmt. (10) RisikoergebnisDas Risikoergebnis beinhaltet erfolgswirksame Risikovorsorgeveränderungen für bilanzielle
und außerbilanzielle Finanzinstrumente, auf die das Impairmentmodell des IFRS 9 anzuwenden
ist. Dies umfasst auch Risikovorsorgeauflösungen bei bilanziellen Abgängen aus planmäßigen
Rückzahlungen, Zuschreibungen und Eingänge auf bereits abgeschriebene Forderungen
sowie Direktabschreibungen, die nicht Ergebnis einer substanziellen Modifikation sind.
Darüber hinaus sind erfolgswirksame Risikovorsorgeänderungen für bestimmte außerbilanzielle
Geschäfte berücksichtigt, die keine Finanzgarantien im Sinne des IFRS 9 darstellen
(bestimmte Avale, Akkreditive, siehe Note 39). scroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Informationen zur Organisation des Risikomanagements und zu relevanten Kennzahlen
sowie weitere Analysen und Erläuterungen des erwarteten Kreditverlusts können dem
Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts (siehe Seite 6ff.) entnommen werden. (11) Provisionsüberschuss
Im Provisionsüberschuss weisen wir die anfallenden Erträge und Aufwendungen für die
Inanspruchnahme von Dienstleistungen aus. Diese Beträge werden dadurch erzielt, dass
Kunden betriebstechnische Einrichtungen, besondere Geschäftsverbindungen oder die
Kreditwürdigkeit zur Verfügung gestellt werden, ohne dass sich der aktivierte Bestand
der bankgeschäftlichen Forderungen verändert. Dies gilt zudem für Provisionen im Zusammenhang
mit der Veräußerung von Devisen, Sorten und Edelmetallen, wenn es sich dabei um Dienstleistungs-
und nicht um Eigenhandelsgeschäfte handelt. Gleiches gilt umgekehrt bei der Inanspruchnahme
fremder Dienstleistungen durch die Bank. scroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Die Aufteilung der Provisionserträge nach Art der Dienstleistung und Segmenten auf
Grundlage des IFRS 15 stellt sich wie folgt dar: scroll
scroll
2
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). (12) Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und VerbindlichkeitenIn diesem Posten weisen wir die Ergebnisse aus allen erfolgswirksam zum Fair Value
bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus. Dies beinhaltet
das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading, das Ergebnis aus
Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L sowie das Ergebnis aus
Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option. Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading bildet den Handelserfolg
der Bank ab und wird als Saldo aus Aufwendungen und Erträgen gezeigt. Dementsprechend
fließen in diese Position ein:
Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L und das
Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option beinhaltet ausschließlich
Bewertungs-und Realisierungsergebnisse. Die Aufwendungen und Erträge werden jeweils
als Saldo dargestellt. scroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). (13) Ergebnis aus SicherungszusammenhängenDas Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen beinhaltet zum einen die Bewertungsergebnisse
aus effektiven Sicherungszusammenhängen im Rahmen des Hedge Accountings (Fair Value
Hedge). Zum anderen enthält das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen den ineffektiven
Teil aus effektiven Cashflow-Hedges. scroll
(14) Übriges Ergebnis aus FinanzinstrumentenIn dieser Position weisen wir das Veräußerungsergebnis finanzieller Vermögenswerte
der Kategorie Fair Value OCI sowie das Ergebnis aus dem Rückkauf finanzieller Verbindlichkeiten
der Kategorie Amortised Cost aus. Das Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie Amortised
Cost beinhaltet Effekte aus nicht bonitätsinduzierten Verkäufen von zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten. Außerdem sind die Ergebnisse aus
Vertragsanpassungen enthalten, die im Rahmen der Restrukturierung der Kreditverhältnisse
mit Kunden aufgrund der Verschlechterung der Bonität vereinbart werden (substanzielle
Modifikationen). Die Differenz zwischen den fortgeführten Anschaffungskosten und dem Marktwert des
Finanziellen Vermögenswertes der Kategorie Fair Value OCI (mit Recycling) wird bis
zur Veräußerung mit Ausnahme von Wertminderungen (Impairments) erfolgsneutral in der
Neubewertungsrücklage und folglich nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
Mit Abgang des Vermögenswertes wird die aus verbrieften Schuldinstrumenten resultierende
Neubewertungsrücklage ergebniswirksam aufgelöst. Beim Abgang finanzieller Verbindlichkeiten der Kategorie Amortised Cost ergibt sich
das Realisierungsergebnis direkt aus der Differenz aus Kaufpreis und fortgeführten
Anschaffungskosten. Zudem werden in diesem Posten Ergebnisse aus Schätzungsänderungen infolge geänderter
Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Cashflows sowie Ergebnisse aus nicht substanziellen
Modifikationen von Finanzinstrumenten der Kategorie Amortised Cost ausgewiesen. scroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Im Commerzbank-Konzern werden Portfolios von insgesamt 301 Mrd. Euro (Vorjahr: 281
Mrd. Euro) mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Voraussetzung hierfür ist,
dass die enthaltenen Finanzinstrumente dem Business Model "Halten" zugeordnet werden
und dass keine SPPI-schädlichen Nebenabreden vorliegen. Neben Rückzahlungen kann es
aus diesen Portfolios heraus auch zu Verkäufen von Vermögenswerten kommen, ohne dass
grundsätzlich gegen dieses Business Model verstoßen wird. Dies gilt insbesondere dann,
wenn sich die Bonität des Schuldners erheblich verschlechtert hat, beziehungsweise
der Vermögenswert nicht mehr den in den internen Richtlinien geforderten Kriterien
entspricht oder aber im Rahmen von Portfolioumschichtungen der Verkauf kurz vor Fälligkeit
dieser Vermögenswerte erfolgt. Das Abgangsergebnis aus dem Verkauf von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) resultierte
hauptsächlich aus dem Verkauf von Schuldscheindarlehen im Rahmen zulässiger Portfoliomaßnahmen
und der Rückzahlung von Krediten. Die Commerzbank modifiziert teilweise Vertagsbedingungen ausgereichter Darlehen im
Rahmen nicht substanzieller Modifikationen, die nicht zu einer Ausbuchung des bisherigen
Finanzinstruments führen. Das Ausfallrisiko dieser Vermögenswerte nach der Änderung
wird zum jeweiligen Bilanzstichtag bewertet und mit dem Risiko bei ursprünglichen
Ansatz verglichen. (15) Sonstiges ErgebnisIm Sonstigen Ergebnis sind vor allem Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen
sowie Aufwendungen und Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen enthalten. Des Weiteren wird hier das Realisierungs- und Bewertungsergebnis von assoziierten
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen. scroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). (16) Verwaltungsaufwendungenscroll
scroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3). scroll
(17) Pflichtbeiträgescroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3). (18) Steuern vom Einkommen und vom ErtragZum 30. Juni 2019 belief sich der Konzernsteueraufwand auf 123 Mio. Euro (Vorjahr:
92 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung des Ergebnisses vor Steuern von 542 Mio. Euro
(Vorjahr: 659 Mio. Euro) ergab sich eine Konzernsteuerquote von 22,7 % (Vorjahr: 14,4
%) (Konzernertragsteuersatz: 31,5 %, Vorjahr: 31,5 %). Der Konzernsteueraufwand resultiert
im Wesentlichen aus laufenden Steueraufwendungen des mBank-Teilkonzerns, der comdirect
bank Aktiengesellschaft sowie der Commerzbank Aktiengesellschaft für die Berichtsperiode.
Steuerquotenmindernd im Vergleich zum Konzernertragsteuersatz haben sich im Wesentlichen
aperiodische Steuererträge sowie geringere Steuersätze in ausländischen Lokationen
auf die dort erzielten operativen Gewinne ausgewirkt. (19) Ergebnis je Aktiescroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären
zurechenbaren Konzernergebnis und wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem
gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl
ermittelt. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- und Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis
je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch. Die Zusammensetzung des Operativen
Ergebnis ist in der Segmentberichterstattung (siehe Note 40) definiert. Erläuterungen zur BilanzFinanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten(20) Finanzielle Vermögenswerte - Amortised CostWenn die vertraglich vereinbarten Cashflows eines finanziellen Vermögenswertes lediglich
Zins- und Tilgungsleistungen darstellen (also SPPI-konform sind) und dieser dem Business
Model "Halten" zugeordnet wurde, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Der Buchwert dieser Finanzinstrumente wird um etwaige Risikovorsorge gekürzt (siehe
Note 27 Kreditrisiken und Kreditverluste). Zinszahlungen für diese Finanzinstrumente werden effektivzinsgerecht im Zinsüberschuss
vereinnahmt. scroll
Für ein Portfolio von von britischen Körperschaften emittierten Schuldscheindarlehen
mit einem Buchwert von 2,8 Mrd. Euro wurde zum 1. Januar 2019 eine Änderung des Business
Models vorgenommen. Im Rahmen der geplanten Schließung des Segments Asset & Capital
Recovery (Abbauportfolio) wurde dieses Portfolio innerhalb des Bereichs Treasury gebündelt
und wird ab dem 01.01.2019 durch das Investment Office gesteuert (siehe dazu auch
Note 40). Die Vertriebs- und Verkaufsaktivitäten für dieses Portfolio wurden eingestellt.
Künftige Verkäufe für dieses Portfolio sind ab dem 1. Januar 2019 nur noch bei signifikanter
Bonitätsverschlechterung zulässig. Die Steuerung des Portfolios und Vergütung des
Managements erfolgt somit auch nicht auf Fair Value Basis. Für dieses Portfolio besteht
das Ziel darin, vertraglich vereinbarte Cashflows zu erzielen. Die vertraglich vereinbarten
Cashflows stellen ausschließlich Zins- und Tilgungsleistungen im Sinne des IFRS 9
dar. Die Änderung des Business Models führte zu einer Reklassifizierung aus der Bewertungskategorie
mFVPL in die Bewertungskategorie Amortised Cost. Der effektive Zinssatz, der zum Zeitpunkt
der Reklassifizierung ermittelt wurde, lag bei 2,8 %. Für die ersten sechs Monate
des Geschäftsjahres 2019 betragen die Zinserträge für das reklassifizierte Portfolio
35 Mio. Euro und die Zinsaufwendungen 0 Mio. Euro. Zum Stichtag 30. Juni 2019 lag der Fair Value dieses Portfolios bei 2,8 Mrd. Euro.
Wäre das Portfolio in der Bewertungskategorie mFVPL geblieben, wäre die Fair Value
Änderung seit Jahresbeginn und gegenläufig die Wertänderungen der zur Absicherung
des Portfolios vorhandenen Derivate ergebniswirksam in der Gewinn-und Verlust-Rechnung
im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten erfasst worden. Daraus hätte sich ein Ergebnis von saldiert
-65 Mio. Euro ergeben, das überwiegend aus Credit Spread Effekten auf den britischen
Pfund resultiert hätte. Seit dem Zeitpunkt der Reklassifizierung ist dieses Portfolio
im Portfolio Fair Value Hedge Accounting der Commerzbank designiert. (21) Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised CostFinanzielle Verbindlichkeiten sind im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich zu fortgeführten
Anschaffungskosten zu bewerten. In den Einlagen sind im Wesentlichen täglich fällige Gelder, Termineinlagen und Spareinlagen
enthalten. In den sonstigen emittierten Schuldtiteln weisen wir auch nachrangige verbriefte und
unverbriefte Emissionen aus, die im Falle einer Insolvenz oder Liquidation erst nach
Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden. scroll
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 wurden neue Emissionen mit einem
Volumen von 9,0 Mrd. Euro begeben. Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen fälliger Emissionen auf 7,1 Mrd. Euro
und von Rückzahlungen auf 0,5 Mrd. Euro. (22) Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCIDie Bewertung zum Fair Value mit Erfassung der Wertschwankung im Eigenkapital mit
Recycling (FVOCI mit Recycling) ist vorzunehmen, wenn das Finanzinstrument einem Portfolio
mit dem Business Model "Halten & Verkaufen" zugeordnet wird und zusätzlich die vertraglich
vereinbarten Cashflows lediglich Zins und Tilgungsleistungen darstellen, und damit
SPPI-konform sind. Die Änderungen des Fair Values werden erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage
(OCI) erfasst, mit Ausnahme von Impairments, die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
erfasst werden. Die Bildung der Risikovorsorge wird in Note 27 "Kreditrisiken und
Kreditverluste" dargestellt. Bei Abgang des Finanzinstruments werden die bislang erfolgsneutral
erfassten kumulierten Gewinne oder Verluste vom OCI in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung
umgegliedert (sogenanntes Recycling) und im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten
ausgewiesen. Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden effektivzinsgerecht
im Zinsüberschuss vereinnahmt. Darüber hinaus beinhalten die Finanziellen Vermögenswerte -Fair Value OCI auch Eigenkapitalinstrumente,
für die wir die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling gewählt
haben, wenn diese die Definition von Eigenkapital gemäß IAS 32 erfüllen und nicht
zu Handelszwecken gehalten werden. Eine solche Klassifizierung wird je Finanzinstrument
freiwillig und unwiderruflich festgelegt. Jegliche Gewinne oder Verluste aus diesen
Eigenkapitalinstrumenten werden niemals in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern
bei Abgang in die Gewinnrücklage umgebucht (ohne Recycling). Diese Eigenkapitalinstrumente
unterliegen keiner Impairmentprüfung. Daraus resultierende Dividendenzahlungen werden
als Dividendenerträge in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, sofern sie keine
Substanzausschüttungen darstellen. scroll
Im Commerzbank-Konzern wurde in einem Tochterunternehmen ein Portfolio europäischer
Standardaktien (Blue Chips) in die Kategorie Fair Value OCI eingestuft. Zum 30. Juni 2019 betrug der Fair Value dieser Aktien 45 Mio. Euro (Vorjahr: 31 Mio.
Euro). Aus diesen Aktien wurden Dividendenzahlungen von 2 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio.
Euro) im Dividendenergebnis erfolgswirksam vereinnahmt. Des Weiteren wurde durch Verkäufe
aus diesem Portfolio ein Realisierungsergebnis von 0 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro)
erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. (23) Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value OptionEntsprechend den Regelungen des IFRS 9 können bei Vorliegen eines Accounting Mismatchs
auf der Passivseite auch die Steuerung finanzieller Verbindlichkeiten auf Fair-Value-Basis
sowie das Vorliegen trennungspflichtiger eingebetteter Derivate Voraussetzung für
die Anwendung sein. Wird die Fair Value Option für finanzielle Verbindlichkeiten oder für hybride Verträge
angewendet, werden die Fair-Value-Änderungen, die sich aus den Schwankungen des eigenen
Bonitätsrisikos (Own Credit Spread) ergeben, nicht erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung,
sondern erfolgsneutral (ohne Recycling) im Eigenkapital erfasst. scroll
Für Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde, betrug die
in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 eingetretene kreditrisikobedingte
Änderung der Fair Values 15 Mio. Euro (Vorjahr: - 48 Mio. Euro). Kumuliert belief
sich die Veränderung auf - 47 Mio. Euro (Vorjahr: - 18 Mio. Euro). Durch Abgänge finanzieller Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet
wurde, wurde ein Betrag von 0 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) erfolgsneutral in der
Gewinnrücklage erfasst. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 wurden neue Emissionen mit einem
Volumen von 0,1 Mrd. Euro begeben. Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen der
Rückzahlungen auf 0,2 Mrd. Euro, ein nennenswertes Volumen fälliger Emissionen gab
es in diesem Zeitraum nicht. (24) Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&LIn diesem Posten weisen wir Finanzinstrumente aus, die dem residualen Business Model
zugeordnet sind und nicht im Posten Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading
ausgewiesen werden. Außerdem sind hier Geschäfte enthalten, die den Business Models
"Halten" und "Halten & Verkaufen" zugeordnet und nicht SPPI-konform sind. Beispiele
dafür sind Fondsanteile, Genussrechte, stille Einlagen sowie Vermögenswerte, die auf
Fair-Value-Basis gesteuert werden. Unter Eigenkapitalinstrumenten sind ausschließlich Verträge zu verstehen, die einen
Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen
Schulden begründen, wie zum Beispiel Aktien oder Anteile an anderen Kapitalgesellschaften. Eigenkapitalinstrumente sind nicht SPPI-konform, da aus Sicht des Investors kein Anspruch
auf Zins- und Tilgungszahlungen besteht, und werden daher in der Regel erfolgswirksam
zum Fair Value bewertet. Eine Ausnahme davon besteht für Eigenkapitalinstrumente,
für die wir die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling gewählt
haben (siehe Note 22). scroll
(25) Finanzielle Vermögenswerte - Held for TradingIn den finanziellen Vermögenswerten - Held for Trading weisen wir zins- und eigenkapitalbezogene
Wertpapiere, Schuldscheindarlehen und sonstige Forderungen, derivative Finanzinstrumente
(Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren) sowie sonstige Handelsbestände
aus, die dem residualen Business Model zuzuordnen sind und zu Handelszwecken gehalten
werden. Diese Finanzinstrumente dienen der Gewinnerzielung aus kurzfristigen Schwankungen
der Preise oder Händlermargen. Die Bewertung dieser finanziellen Vermögenswerte wird unabhängig von der Produktart
erfolgswirksam zum Fair Value vorgenommen. Die Fair-Value-Änderungen des jeweiligen
Geschäfts werden damit erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen.
Kann der Fair Value keinem aktiven Markt entnommen werden, bewerten wir die Bestände
grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativer Preise von Preisagenturen
beziehungsweise anderen Kreditinstituten (LeadManagern) oder interner Bewertungsverfahren
(Barwert- oder Optionspreismodellen). Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie die Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse
aus diesen Finanzinstrumenten werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Ergebnis
aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
erfasst. scroll
(26) Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for TradingIn diesem Posten werden derivative Finanzinstrumente (Derivate, die nicht für Hedge
Accounting qualifizieren), eigene Emissionen des Handelsbuchs sowie Lieferverbindlichkeiten
aus Wertpapierleerverkäufen ausgewiesen. scroll
Kreditrisiken und Kreditverluste(27) Kreditrisiken und KreditverlusteGrundsätze und BewertungenUnter IFRS 9 werden Wertminderungen für Kreditrisiken bei Kreditgeschäften und Wertpapieren,
welche nicht erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind, anhand eines 3-stufigen
Modells auf Basis erwarteter Kreditverluste erfasst. In den Anwendungsbereich dieses
Wertminderungsmodells fallen im CommerzbankKonzern folgende Finanzinstrumente:
Die Ermittlung der Wertminderungen erfolgt anhand eines 3-stufigen Modells nach folgenden
Vorgaben: In Stage 1 werden grundsätzlich alle Finanzinstrumente erfasst, deren Risiko eines
Kreditausfalls (im Folgenden Ausfallrisiko) sich seit ihrem erstmaligen Bilanzansatz
nicht signifikant erhöht hat. Darüber hinaus enthält Stage 1 sämtliche Geschäfte,
die am Berichtsstichtag ein geringes Ausfallrisiko aufweisen, bei denen die Commerzbank
von dem Wahlrecht des IFRS 9 Gebrauch macht, auf die Beurteilung einer signifikanten
Erhöhung des Ausfallrisikos zu verzichten. Ein geringes Ausfallrisiko ist bei allen
Finanzinstrumenten gegeben, deren internes Bonitätsrating am Berichtsstichtag im Bereich
des Investment Grade (entspricht Commerzbank-Rating 2,8 oder besser) liegt. Für Finanzinstrumente
in Stage 1 ist eine Wertminderung in Höhe der erwarteten Kreditverluste für die nächsten
zwölf Monate (12-month ECL) zu erfassen. Stage 2 enthält diejenigen Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich nach dem Zeitpunkt
ihres erstmaligen Bilanzansatzes signifikant erhöht hat und die zum Berichtsstichtag
nicht als Geschäfte mit geringem Ausfallrisiko eingestuft werden. Die Erfassung von
Wertminderungen erfolgt in Stage 2 mit den erwarteten Kreditverlusten über die gesamte
Restlaufzeit des Finanzinstruments ("Lifetime Expected Credit Loss" beziehungsweise
"LECL"). Stage 3 werden Finanzinstrumente zugeordnet, die am Berichtsstichtag als wertgemindert
eingestuft werden. Als Kriterium hierfür zieht die Commerzbank die Definition für
einen Kreditausfall (Default) gemäß Artikel 178 CRR heran. Für den Default eines Kunden
können folgende Ereignisse ausschlaggebend sein:
Für ausgefallene Finanzinstrumente in Stage 3 ist ebenfalls der LECL als Wertminderung
zu erfassen. Bei der Ermittlung des LECL wird hier grundsätzlich nach signifikanten
und nicht signifikanten Fällen unterschieden. Für nicht signifikante Geschäfte (Volumen
bis 5 Mio. Euro) erfolgt die Ermittlung auf Basis statistischer Risikoparameter. Für
signifikante Geschäfte (Volumen größer 5 Mio. Euro) wird der LECL als Erwartungswert
der Verluste aus individuellen Expertenschätzungen der zukünftigen Cashflows unter
Berücksichtigung mehrerer möglicher Szenarien und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten
ermittelt. Finanzinstrumente, die bereits im Zeitpunkt ihres erstmaligen Bilanzansatzes als wertgemindert
im Sinne der oben beschriebenen Definition einzustufen sind ("Purchased or Originated
Credit-Impaired", beziehungsweise "POCI") werden außerhalb des 3-stufigen Wertminderungsmodells
behandelt und somit keiner der drei Stages zugeordnet. Der Erstansatz erfolgt zum
Fair Value ohne Erfassung einer Wertminderung unter Anwendung eines bonitätsadjustierten
Effektivzinssatzes. In den Folgeperioden entspricht die Wertminderung der kumulierten
Veränderung des LECL nach dem Bilanzzugang. Auch im Falle einer Gesundung bleibt der
LECL Maßstab für die Bewertung. scroll
scroll
Die Aufteilung nach Stages stellte sich im laufenden Geschäftsjahr wie folgt dar: scroll
Zum 31. Dezember 2018 stellte sich die Aufteilung wie folgt dar: scroll
Sonstige Erläuterungen zu Finanzinstrumenten(28) IFRS 13 Bewertungshierarchien und AngabepflichtenHierarchie der Fair ValuesNach IFRS 13 werden Finanzinstrumente wie folgt in die dreistufige Bewertungshierarchie
zum Fair Value eingestuft:
Bezüglich der für Kreditinstitute relevanten Methoden der Modellbewertung (Level 2
und 3) unterscheidet IFRS 13 den marktbasierten Ansatz (Market Approach) und den einkommensbasierten
Ansatz (Income Approach). Der Market Approach umfasst Bewertungsmethoden, die auf
Informationen über identische oder vergleichbare Vermögenswerte und Schulden zurückgreifen. Der Income Approach spiegelt die heutigen Erwartungen über zukünftige Zahlungsströme,
Aufwendungen oder Erträge wider. Zum Income Approach zählen auch Optionspreismodelle.
Diese Bewertungen unterliegen in höherem Maße den Einschätzungen des Managements.
Dabei werden in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und in geringem
Maße unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen. Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung
von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer
bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden. Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können
grundsätzlich von den geschätzten Fair Values abweichen. Alle Fair Values unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns,
in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind.
Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group
(IPV) innerhalb der Finanzfunktion durchgeführt beziehungsweise koordiniert. Die Modelle,
die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig
vom Senior-Management und der Risikofunktion überprüft. AngabepflichtenIm Folgenden wird unterschieden in: a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente (Fair Value OCI, Fair Value Option,
Mandatorily Fair Value P&L und Held for Trading); b) Zu Amortised Cost bilanzierte Finanzinstrumente. Die jeweiligen Angabepflichten dieser Finanzinstrumente leiten sich aus IFRS 7 und
IFRS 13 ab. Damit sind beispielsweise Bewertungstechniken und verwendete Inputfaktoren
für Level 2 und 3 sowie quantitative Angaben über nicht beobachtbare Inputfaktoren
(Level 3) zu erläutern. Ebenso sind Angaben, Gründe und der Zeitpunkt für Umgliederungen
zwischen den Bewertungshierarchien, die Überleitungen der stichtagsbezogenen Anfangs-
und Endbestände für Level-3-Bestände und die unrealisierten Gewinne und Verluste zu
nennen. Weiterhin sind Sensitivitäten für die nicht beobachtbaren Inputparameter (Level
3) darzustellen sowie Angaben zum Day-One Profit or Loss erforderlich. a) Zum Fair Value bilanzierte FinanzinstrumenteDer Fair Value eines Vermögenswertes ist nach IFRS 13 der Betrag, zu dem dieser zwischen
sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern
verkauft werden könnte. Der Fair Value entspricht somit einem Veräußerungspreis. Für
Verbindlichkeiten ist der Fair Value definiert als der Preis, zu dem die Schuld im
Rahmen einer geordneten Transaktion an einen Dritten übertragen werden könnte. Für die Bewertung von Verbindlichkeiten ist zudem das eigene Bonitätsrisiko (Own Credit
Spread) zu berücksichtigen. Sofern Sicherheiten von Dritten für unsere Verbindlichkeiten
gestellt werden (zum Beispiel Garantien), sind diese bei der Bewertung grundsätzlich
nicht zu berücksichtigen, da die Rückzahlungsverpflichtung seitens der Bank weiterhin
bestehen bleibt. Im Rahmen der Bewertung derivativer Geschäfte wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht,
Nettorisikopositionen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu bilden.
Bei der Bewertung wird neben dem Ausfallrisiko des Kontrahenten auch das eigene Ausfallrisiko
berücksichtigt. Die Ermittlung von Credit Valuation Adjustments (CVA) und Debit Valuation
Adjustments (DVA) erfolgt durch eine Simulation der zukünftigen Marktwerte der Derivateportfolios
mit den jeweiligen Kontrahenten auf Basis beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads).
Für die refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (Funding Valuation Adjustments;
FVA) werden die Refinanzierungsaufwendungen und -erträge von unbesicherten Derivaten
und besicherten Derivaten, bei denen nur teilweise Sicherheiten vorliegen oder die
Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet werden können, im Fair Value berücksichtigt.
Wie für CVA/DVA werden auch FVA über die Erwartungswerte der zukünftigen positiven
beziehungsweise negativen Portfoliomarktwerte unter Verwendung beobachtbarer Marktdaten
(zum Beispiel CDS-Spreads) bestimmt. Die zur FVA-Berechnung verwendete Fundingkurve
wird durch die Commerzbank-Fundingkurve approximiert. Nach IFRS 9 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem Fair Value
zu bewerten. In der Regel ist das der Transaktionspreis. Bezieht sich ein Teil davon
auf etwas anderes als das zu bewertende Finanzinstrument, wird der Fair Value unter
Anwendung eines Bewertungsverfahrens geschätzt. Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in nachfolgenden
Übersichten nach den IFRS-9-Bewertungskategorien sowie nach Klassen gegliedert dargestellt. scroll
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Eine Level-Reklassifizierung ist die Umgliederung eines Finanzinstruments innerhalb
der dreistufigen Fair-Value-Bewertungshierarchie. Dies kann beispielsweise aus Marktveränderungen
resultieren, die Auswirkungen auf die Inputfaktoren zur Bewertung des Finanzinstruments
haben. Die Commerzbank nimmt Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode vor. In den ersten sechs Monates des Geschäftsjahres 2019 wurden Reklassifizierungen von
Level 1 nach Level 2 vorgenommen, da keine notierten Marktpreise verfügbar waren.
Diese betrafen mit 0,4 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI,
0,2 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT, 0,4 Mrd. Euro verbriefte
Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL und mit 0,1 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten
aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie HFT. Darüber hinaus wurden 2,3 Mrd. Euro
verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI, 0,5 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente
der Kategorie HFT, 0,5 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen
der Kategorie HFT und 0,1 Mrd. Euro Begebene Schuldverschreibungen der Kategorie FVO
von Level 2 nach Level 1 zurückgegliedert, da wieder beobachtbare Marktparameter verfügbar
waren. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Reklassifizierungen zwischen Level
1 und Level 2 vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Reklassifizierungen von Level 1 nach Level 2 vorgenommen,
da keine notierten Marktpreise verfügbar waren. Diese betrafen mit 1,2 Mrd. Euro verbriefte
Schuldinstrumente der Kategorie HFT und mit 0,3 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente
der Kategorie mFVPL, 0,5 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI
und 0,1 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie
HFT. Darüber hinaus wurden 0,8 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie
FVOCI, 0,1 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL, 0,1 Mrd. Euro
verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT und 0,1 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten
aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie HFT von Level 2 nach Level 1 zurückgegliedert,
da wieder beobachtbare Marktparameter verfügbar waren. Darüber hinaus wurden keine
nennenswerten Reklassifizierungen zwischen Level 1 und Level 2 vorgenommen. Die Level
3 zugeordneten Finanzinstrumente entwickelten sich wie folgt: scroll
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Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten
(Wertpapiere und Derivate) sowie aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Forderungen
und Wertpapieren sind Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value
bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Zum 1. Januar 2019 wurde aus Level 3 ein Portfolio für Darlehen und Forderungen der
Kategorie mFVPL in Höhe von 2,8 Mrd. Euro in die IFRS-9-Kategorie AC ebenfalls in
Level 3 reklassifiziert (siehe Note 20). In den ersten sechs Monates des Geschäftsjahres
2019 wurden Umgliederungen von Level 3 zurück in Level 2 von 0,2 Mrd. Euro für verbriefte
Schuldinstrumente der IFRS-9-Kategorie FVOCI vorgenommen, da wieder beobachtbare Marktparameter
vorlagen. Dagegen wurden Umgliederungen von Level 1 in Level 3 von 0,4 Mrd. Euro für
verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL und 0,1 Mrd. Euro für verbriefte
Schuldinstrumente bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und
Veräußerungsgruppen vorgenommen, da keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen.
Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Umgliederungen vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Umgliederungen von Level 3 zurück in Level 2 von 0,1
Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der IFRS-9-Kategorie mFVPL vorgenommen,
da wieder beobachtbare Marktparameter vorlagen. Dagegen wurden Umgliederungen von
Level 2 in Level 3 von 0,3 Mrd. Euro für Darlehen und Forderungen der Kategorie mFVPL
und 0,3 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL vorgenommen, da
keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen. Die dem Level 3 zugeordneten finanziellen
Verbindlichkeiten entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt: scroll
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Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten
sind Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 wurden keine nennenswerten Umbuchungen
von finanziellen Verbindlichkeiten in oder aus Level 3 vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Derivate mit negativem Marktwert von 0,1 Mrd. Euro aus
Level 3 in Level 2 zurückgegliedert, da am Markt wieder beobachtbare Parameter vorlagen.
Darüber hinaus lagen keine nennenswerten Umbuchungen von finanziellen Verbindlichkeiten
in oder aus Level 3 vor. SensitivitätsanalyseBasiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern
(Level 3), kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite
angemessener möglicher Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements
liegen. Beim Erstellen des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren
Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten
und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen. Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der
relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten resultieren, deren
Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert (Level 3). Zwischen den
für die Ermittlung von Level-3-Fair-Values verwendeten Parametern bestehen häufig
Abhängigkeiten. Beispielsweise kann eine erwartete Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen
Lage dazu führen, dass Aktienkurse steigen, wohingegen als weniger riskant eingeschätzte
Wertpapiere wie zum Beispiel Bundesanleihen im Wert sinken. Derartige Zusammenhänge
werden in Form von Korrelationsparametern berücksichtigt, sofern sie einen signifikanten
Einfluss auf die betroffenen Fair Values haben. Verwendet ein Bewertungsverfahren
mehrere Parameter, so kann die Wahl eines Parameters Einschränkungen hinsichtlich
der Spanne möglicher Werte der anderen Parameter bewirken. Per Definition werden dieser
Bewertungshierarchie eher illiquide Instrumente, Instrumente mit längerfristigen Laufzeiten
oder Instrumente, bei denen unabhängig beobachtbare Marktdaten nicht in ausreichendem
Maße oder nur schwer erhältlich sind, zugeordnet. Die vorliegenden Angaben dienen
dazu, die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level-3-Finanzinstrumente
zu erläutern und anschließend verschiedene Eingangswerte darzustellen, die für diese
wesentlichen Eingangsparameter zugrunde gelegt wurden. Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level 3 und ihre Schlüsselfaktoren
lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Für die Bewertung unserer Level-3-Finanzinstrumente wurden die folgenden Bandbreiten
der wesentlichen nicht beobachtbaren Parameter herangezogen: scroll
scroll
In der folgenden Tabelle werden für Bestände der Bewertungshierarchie Level 3 die
Auswirkungen auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt, die sich aus der Anwendung
ebenfalls vertretbarer Parameterschätzungen jeweils an den Rändern dieser Bandbreiten
ergeben. Die Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente der Fair-Value-Hierarchie
Level 3 erfolgt nach Arten von Finanzinstrumenten: scroll
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Die für diese Angaben gewählten Parameter liegen an den äußeren Enden der Bandbreiten
von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass
alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite
von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen
Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen.
Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen
Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür
entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen
1 und 10 % angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt. Day-One Profit or LossDer Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value zum Transaktionszeitpunkt
anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde, wobei nicht alle wesentlichen Inputparameter
auf beobachtbaren Marktparametern basierten. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen
erfolgt zum Fair Value. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair
Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss bezeichnet. Der Day-One
Profit or Loss wird nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion in der
Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Sobald sich für die Transaktion ein Referenzkurs
auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren
Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam
im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten, erfasst. Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis
und mittels Bewertungsmodell berechnetem Fair Value wird für die Level-3-Posten aller
Kategorien ermittelt. Wesentliche Effekte ergeben sich aber nur aus zu Handelszwecken
gehaltenen Finanzinstrumenten. Die Beträge entwickelten sich wie folgt: scroll
b) Zu Amortised Cost bilanzierte FinanzinstrumenteFür Finanzinstrumente, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, sind
gemäß IFRS 7 zusätzlich Fair Values anzugeben, deren Bewertungsmethodik nachfolgend
dargestellt wird. Der Standard sieht vor, dass bei der Erstbewertung von Vermögenswerten, die im Rahmen
der Folgebewertung nicht zum Fair Value bewertet werden, die Transaktionskosten ebenfalls
zu berücksichtigen sind. Dabei handelt es sich um zusätzlich entstehende Kosten, die
dem Erwerb der Emission oder der Veräußerung eines finanziellen Vermögenswertes oder
einer finanziellen Verbindlichkeit zuzuordnen sind. Nicht den Transaktionskosten zugerechnet
werden Agien und Disagien, Finanzierungskosten, interne Verwaltungskosten oder Haltekosten. Der Nominalwert täglich fälliger Finanzinstrumente wird als deren Fair Value angesehen.
Zu diesen Instrumenten zählen der Kassenbestand und die Sichtguthaben sowie Kontokorrentkredite
beziehungsweise Sichteinlagen. Diese ordnen wir in Level 2 ein. Für Kredite stehen
keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente keine
organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden. Bei Krediten kommt daher
ein sogenanntes Discounted-Cashflow-Modell zur Anwendung. Die Diskontierung der Cashflows erfolgt mit dem risikolosen Zins unter Berücksichtigung
von Aufschlägen für Risikokosten, Refinanzierungskosten, Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten.
Der risikolose Zins bestimmt sich aus fristen- und währungskongruenten Swap-Sätzen
(Swapkurve). Diese sind in der Regel aus externen Daten ableitbar. Zusätzlich wird ein Aufschlag in Form einer Kalibrierungskonstante inklusive Gewinnmarge
berücksichtigt. Die Gewinnmarge ist bei der Modellbewertung von Krediten so zu berücksichtigen,
dass der Fair Value im Zugangszeitpunkt dem Auszahlungsbetrag entspricht. Für wesentliche Banken und Firmenkunden sind Daten zu deren Kreditrisikokosten in
Form von Credit Spreads verfügbar, so dass eine Einordnung in Level 2 zum Tragen kommen
kann. Sofern keine beobachtbaren Eingangsparameter verfügbar sind, kann auch eine
Einordnung der Fair Values von Krediten in Level 3 angemessen sein. Für die in der IFRS-9-Kategorie Amortised Cost bilanzierten Wertpapiere wird der Fair
Value, sofern ein aktiver Markt vorliegt, auf Basis verfügbarer Marktpreise ermittelt
(Level 1). Ist kein aktiver Markt gegeben, sind für die Ermittlung der Fair Values
anerkannte Bewertungsmethoden heranzuziehen. Im Wesentlichen wird ein Asset-Swap-Pricing-Modell
für die Bewertung genutzt. Die hierfür verwendeten Parameter umfassen Zinsstrukturkurven
sowie Asset-Swap-Spreads vergleichbarer Benchmarkinstrumente. In Abhängigkeit von
den verwendeten Eingangsparametern (beobachtbar oder nicht beobachtbar) ist eine Einstufung
in Level 2 oder Level 3 vorzunehmen. Bei Einlagen wird für die Fair-Value-Ermittlung grundsätzlich ein Discounted-Cashflow-Modell
genutzt, da üblicherweise keine Marktdaten verfügbar sind. Neben der Zinskurve werden
zusätzlich das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen
berücksichtigt. Da für die Bewertung von Verbindlichkeiten keine Credit Spreads zu
den jeweiligen Kontrahenten heranzuziehen sind, erfolgt üblicherweise eine Einordnung
in Level 2. Bei nicht beobachtbaren Eingangsparametern kann auch eine Einordnung in
Level 3 vorgenommen werden. Den Fair Value für begebene Schuldverschreibungen ermitteln wir auf Basis verfügbarer
Marktpreise. Sind keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch das Discounted-Cashflow-Modell
ermittelt. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren, unter anderem die aktuellen
Marktzinsen, das eigene Kreditrating und die Eigenkapitalkosten, berücksichtigt. Bei
Verwendung von verfügbaren Marktpreisen ist eine Einordnung in Level 1 vorzunehmen.
Ansonsten kommt üblicherweise die Einstufung als Level 2 zur Anwendung, da im Rahmen
der Bewertung anhand von Modellen überwiegend beobachtbare Eingangsparameter genutzt
werden. Die Methodik zur Einordnung in die Levelhierarchie wurde bei verbrieften Schuldinstrumenten
sowie bei begebenen Schuldverschreibungen der Kategorie Amortised Cost angepasst.
Dadurch erfolgte eine Umgliederung von Level 2 nach Level 1. scroll
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Die Methodik zur Einordnung in die Levelhierarchie wurde bei verbrieften Schuldinstrumenten
sowie bei begebenen Schuldverschreibungen der Kategorie Amortised Cost angepasst.
Dadurch erfolgte eine Umgliederung von Level 2 nach Level 1. (29) Angaben zur Saldierung von FinanzinstrumentenNachfolgend stellen wir die Überleitung der Bruttobeträge vor Saldierung zu den Nettobeträgen
nach Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die nicht den
bilanziellen Saldierungskriterien genügen, getrennt für alle bilanzierten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die
Für die Aufrechnungsvereinbarungen schließen wir Rahmenverträge mit unseren Geschäftspartnern
ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multi currency Cross Border; deutscher
Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger Aufrechnungsvereinbarungen
können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen
derivativen Kontrakte miteinander verrechnet werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses
reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner
(Close-out-Netting). Saldierungen nehmen wir für Forderungen und Verbindlichkeiten aus echten Pensionsgeschäften
(Reverse Repos und Repos) mit zentralen und bilateralen Kontrahenten vor, sofern sie
die gleiche Laufzeit haben. OTC Derivate mit Kunden und Eigenbestände, die gecleared
werden, werden ebenso saldiert ausgewiesen. scroll
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Davon entfallen für Positive Marktwerte 4 710 Mio. Euro (Vorjahr:2.708 Mio. Euro)
auf Ausgleichszahlungen. scroll
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Davon entfallen für Negative Marktwerte 7 309 Mio. Euro (Vorjahr: 4 611 Mio. Euro)
auf Ausgleichszahlungen. (30) DerivateDer Gesamteffekt der Saldierung zum 30. Juni 2019 betrug insgesamt 88 021 Mio. Euro
(Vorjahr: 54 365 Mio. Euro). Auf der Aktivseite entfielen davon 83 311 Mio. Euro auf
positive Marktwerte (Vorjahr: 51 657 Mio. Euro) und 4 710 Mio. Euro auf Forderungen
aus Ausgleichszahlungen (Vorjahr: 2 708 Mio. Euro). Das passivische Netting betraf
negative Marktwerte mit 80 712 Mio. Euro (Vorjahr: 49 754 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten
aus AusgleichsZahlungen mit 7 309 Mio. Euro (Vorjahr: 4 611 Mio. Euro). Erläuterungen der Bilanzposten - Nicht-Finanzinstrumente(31) Immaterielle Vermögenswertescroll
(32) Sachanlagenscroll
(33) Angaben zum aufgegebenem GeschäftsbereichDie Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt, und die Société Générale Group, Paris,
Frankreich, haben Ende 2018 einen Kaufvertrag hinsichtlich des Geschäftsbereichs Equity
Markets & Commodities (EMC) aus dem Segment Firmenkunden geschlossen. Die Transaktion
ist ein weiterer Meilenstein in der Umsetzung der Strategie "Commerzbank 4.0", mit
der die Komplexität der Bank reduziert und Kapital für die Kerngeschäftsfelder der
Commerzbank freigesetzt werden soll. Die Transaktion wird in mehreren Schritten durchgeführt. Wesentliche Teile des aufgegebenen
Geschäftsbereichs sind bereits bis zum 30. Juni 2019 übertragen worden oder werden
noch im Jahr 2019 übertragen. Aufgrund des Umfangs der zu transferierenden Geschäfte
und Mitarbeiter sowie der Komplexität der einzelnen Übertragungsprozesse werden jedoch
nicht alle Transfers im Jahr 2019 und auch nicht bis zum 30. Juni 2020 abgeschlossen
sein können. Der Übertragungsprozess wurde planmäßig im 1. Quartal begonnen und im
2. Quartal 2019 mit der vollständigen Übertragung der Anteile im Bereich Asset Management
fortgesetzt. Darüber hinaus wurden bereits wesentliche Teile des Bereichs Entwicklung
und Emission strukturierter Finanzprodukte transferiert, wobei die Chancen und Risiken
aus den zugehörigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zunächst "synthetisch",
das heißt durch den Abschluss entsprechender derivativer Geschäfte auf die die Société
Générale Group übertragen wurden. Die juristische Übertragung der betreffenden Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten, die auch deren bilanzielle Ausbuchung bedingt, erfolgt erst
in späteren Transaktionsschritten und wird voraussichtlich im Jahr 2021 abgeschlossen
sein. Die wirtschaftliche Übertragung auf den Erwerber wird dabei weitgehend innerhalb
eines Jahres geschehen. Danach werden lediglich noch juristische Übertragungen stattfinden. Zum 30. Juni 2019 betragen die Vermögenswerte 13,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 13,0 Mrd. Euro)
und die Verbindlichkeiten des aufgegebenen Geschäftsbereichs 12,8 Mrd. Euro (Vorjahr:
12,4 Mrd. Euro). Die Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt mehrheitlich
zum Fair Value. Im Zuge dessen wurden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Geschäftsbereichs
EMC im Konzernabschluss entsprechend den Anforderungen des IFRS 5 umgegliedert. EMC
stellt einen aufgegebenen Geschäftsbereich dar, da die Geschäftsfelder von EMC, namentlich
die Entwicklung und Emission strukturierter Finanzprodukte sowie das Asset Management,
sich durch besonders komplexe Produkte und Sicherungsgeschäfte auszeichnen. Diese
Geschäfte sind weder mit der übrigen Geschäftstätigkeit des Segments Firmenkunden
noch mit der übrigen Geschäftstätigkeit der gesamten Bank vergleichbar. Daher wurden
diese Geschäftsfelder in der internen Steuerung und Berichterstattung isoliert und
auf die Ausgliederung vorbereitet. Das Ergebnis dieses Geschäftsbereichs wird daher
separat in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen. Zur Erreichung einer wirtschaftlich
sachgerechten Darstellung des aufgegebenen Geschäftsbereichs werden konzerninterne
Leistungsbeziehungen zwischen fortzuführenden Geschäftsbereichen und aufgegebenem
Geschäftsbereich in den fortzuführenden Geschäftsbereichen eliminiert. Die Vorjahresangaben
wurden entsprechend angepasst. Die Erträge resultieren insbesondere aus Bewertungs- und Realisierungsergebnissen
aus den zu übertragenden Beständen und somit aus originärem Ergebnis aus erfolgswirksam
zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Die
Aufwendungen umfassen die betreffenden Verwaltungsaufwendungen. Detaillierte Informationen zum aufgegebenen Geschäftsbereich sind nachstehend aufgeführt. scroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
liegt bei 378 Mio. Euro (Vorjahr: 510 Mio. Euro). scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). scroll
(34) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppenscroll
Die Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen stehen überwiegend in Zusammenhang mit
der Aufgabe des Geschäftsbereichs EMC (siehe Note 33) sowie dem Verkauf der ebase
GmbH. Der Verkauf der ebase GmbH wurde zwischenzeitlich abgeschlossen (35) Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppenscroll
Die Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen stehen in Zusammenhang mit der Aufgabe
des Geschäftsbereichs EMC (siehe Note 33) sowie dem Verkauf der ebase GmbH. Der Verkauf
der ebase GmbH wurde zwischenzeitlich abgeschlossen (siehe Note 4). (36) Sonstige Aktivascroll
(37) Sonstige Passivascroll
(38) Rückstellungenscroll
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen
aus unmittelbaren Versorgungszusagen in Deutschland (vergleiche Geschäftsbericht 2018
Seite 254 ff.). Für die versicherungsmathematische Ermittlung dieser Verpflichtungen
wurden am 30. Juni 2019 ein Diskontierungszinssatz von 1,2 % (Vorjahr: 1,9 %) und
eine erwartete Rentenanpassung von 1,4 % (Vorjahr: 1,6 %) zugrunde gelegt. Durch die
Senkung der erwarteten Rentenanpassung entstand ein einmaliger Effekt von 183 Mio.
Euro vor Steuern, der erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurde. Im ersten Quartal 2019 wurden für einen britischen Pensionsplan verbindliche Vereinbarungen
mit einem Versicherungsunternehmen getroffen, um einen Großteil der Ansprüche aus
leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen durch den Abschluss von Versicherungsverträgen
abzudecken, wobei die rechtliche Verpflichtung weiterhin bei der Commerzbank liegt
("buy-in"). Im Zuge dieser Transaktion wurden dem Versicherungsunternehmen Vermögenswerte
in Höhe von umgerechnet 1 123 Mio. Euro übertragen. Damit sind zukünftig etwa 86%
unserer leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen in Großbritannien durch Versicherungsverträge
abgedeckt. Insgesamt resultiert daraus eine in der Gesamtergebnisrechnung im sonstigen
Ergebnis erfasste Reduktion der bestehenden Überdeckung des Pensionsplans um umgerechnet
260 Mio. Euro. Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Restrukturierungsrückstellungen
sowie Rückstellungen aus dem Personalbereich zusammen. Für die gebildeten Restrukturierungsrückstellungen
von 444 Mio. Euro (Vorjahr: 572 Mio. Euro) erwarten wir eine Inanspruchnahme in den
Jahren 2019 bis 2020. RechtsstreitigkeitenBei rechtlichen Verfahren oder potenziellen Regressen, für die Rückstellungen von
216 Mio. Euro (Vorjahr: 233 Mio. Euro) gebildet wurden und die in den Sonstigen Rückstellungen
enthalten sind, kann zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung weder die Dauer des Verfahrens
noch die Höhe der Inanspruchnahme abschließend vorhergesagt werden. Die jeweils gebildete
Rückstellung deckt den nach unserer Einschätzung künftig zu erwartenden Aufwand diskontiert
zum Bilanzstichtag ab. Von einer Einzeldarstellung der jeweiligen Rückstellungsbeträge
wird abgesehen, um den Ausgang der jeweiligen Verfahren nicht zu beeinflussen.
(39) Eventualverbindlichkeiten und KreditzusagenHier weisen wir im Wesentlichen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen
sowie Kreditzusagen zum Nominalwert aus. Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen wird als Rückstellung
für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt. In den Eventualverbindlichkeiten ist die unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung enthalten,
die nach Stattgabe des Antrags der Bank auf Leistung einer Besicherung zur teilweisen
Begleichung des Beitrags der Bankenabgabe von der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur
GmbH (Deutsche Finanzagentur) gewährt wurde. Die in der folgenden Tabelle genannten Zahlen werden ohne Berücksichtigung von Sicherheiten
dargestellt und wären nur im Falle der vollständigen Ausnutzung der Fazilitäten durch
sämtliche Kunden und den darauffolgenden Zahlungsverzug aller Kunden - unter der Voraussetzung,
dass keine Sicherheiten vorhanden sind -abzuschreiben. Tatsächlich verfällt der weitaus
größte Teil dieser Verpflichtungen, ohne in Anspruch genommen zu werden. Insofern
sind die Beträge nicht repräsentativ für die Risikoeinschätzung, das tatsächliche
künftige Kreditengagement oder daraus erwachsende Liquiditätserfordernisse. scroll
Über die vorstehend aufgeführten Kreditfazilitäten hinaus können im Commerzbank-Konzern
Verluste aus Rechts- und Steuerrisiken entstehen, deren Eintritt nicht überwiegend
wahrscheinlich ist, so dass keine Rückstellungen gebildet wurden. Da der Eintritt
aber auch nicht gänzlich unwahrscheinlich ist, erfolgt eine Darstellung unter den
Eventualverbindlichkeiten. Weder für den Eintrittszeitpunkt noch mögliche Erstattungen
kann eine verlässliche Einschätzung vorgenommen werden. Je nach Ausgang der rechtlichen
und steuerlichen Verfahren kann sich die Einschätzung unseres Verlustrisikos als zu
niedrig oder zu hoch erweisen. Für den weitaus größten Teil der Eventualverbindlichkeiten
aus Rechtsrisiken erfolgt jedoch keine Inanspruchnahme und somit sind die Beträge
nicht repräsentativ für die tatsächlichen künftigen Verluste. Zum 30. Juni 2019 betrugen
die Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken 1 060 Mio. Euro (Vorjahr: 1 038 Mio.
Euro) und betrafen die folgenden wesentlichen Sachverhalte:
Die Eventualverbindlichkeiten aus Steuerrisiken betreffen folgende wesentliche Sachverhalte: Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung von
"Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs"
kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben des BMF geäußerten Auffassung ist von einem
Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42 AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich
vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt
eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage) aufweist. Das Schreiben beinhaltet
eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen, welche durch das BMF steuerlich
bewertet werden. Die Deutsche Bundesbank hat die Commerzbank mit Schreiben vom 18. Juli 2017 anhand
eines Erhebungsbogens um Bewertung der finanziellen Auswirkungen bei Anwendung des
BMFSchreibens gebeten. Auf der Basis der durchgeführten Analysen mit Cum-Cum-Geschäften
hat die Bank per Ende 2017 vorsorglich Rückstellungen von 12 Mio. Euro für gegebenenfalls
eigene zurückzuerstattende Kapitalertragsteuer gebildet. Im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte sieht sich die Commerzbank Ersatzansprüchen
Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt. Die Erfolgsaussichten
solcher Ansprüche schätzt die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen als
eher unwahrscheinlich ein, sie sind aber nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten
sich auf Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen im höheren zweistelligen
Millionenbereich zuzüglich Nachzahlungszinsen ergeben. Für die weiteren Cum-Cum-relevanten Geschäfte kommt die Commerzbank zu dem Ergebnis,
dass für die entsprechenden Geschäfte keine unangemessenen rechtlichen Gestaltungen
gemäß § 42 AO vorliegen. Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren
Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzbehörden und der Finanz-/Zivilgerichte,
eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte. Segmentberichterstattung(40) SegmentberichterstattungIn der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Ergebnisse der operativen Segmente
des Commerzbank-Konzerns wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen
dient IFRS 8 "Operating Segments", der dem sogenannten Managementansatz folgt. Die
Segmentinformationen werden auf Basis der internen Managementberichterstattung bestimmt,
die dem Chief Operating Decision Maker dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen
und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen.
Im Commerzbank-Konzern übt die Funktion des Chief Operating Decision Makers der Vorstand
aus. In unserer Segmentberichterstattung berichten wir in der Segmentstruktur Privat- und
Unternehmerkunden, Firmenkunden und Asset & Capital Recovery sowie dem Bereich Sonstige
und Konsolidierung. Dieses Vorgehen folgt der Organisationsstruktur des Commerzbank-Konzerns
und ist Grundlage der internen Managementberichterstattung. Die Aufteilung der Geschäftssegmente
orientiert sich an der Unterschiedlichkeit der Produkte und Dienstleistungen beziehungsweise
an den Kundenzielgruppen. Das Segment Asset & Capital Recovery wurde zum 1. Juli 2019
aufgelöst und die verbleibenden Bestände in das Segment Privat- und Unternehmerkunden
sowie insbesondere den Bereich Sonstige und Konsolidierung übertragen. Die entsprechende
Anpassung der Segmentberichterstattung erfolgt somit im dritten Quartal 2019. Die
Anpassungen der Kundenbetreuung im Rahmen der Strategie Commerzbank 4.0 führten im
dritten Quartal 2018 zu rückwirkenden Kundentransfers zwischen den Segmenten Firmenkunden
und Privat- und Unternehmerkunden. Die Erträge und Aufwendungen des Segments Firmenkunden
und des Konzerns sind ohne den aufgegebenen Geschäftsbereich dargestellt (siehe Note
33). Seit dem ersten Quartal 2019 werden die Pflichtbeiträge für europäische Bankenabgabe,
Bankensteuer und Einlagensicherung nicht mehr innerhalb der Verwaltungsaufwendungen,
sondern separat ausgewiesen. Aus dem Segment Firmenkunden wurde im ersten Quartal
2019 ein Portfolio aus Verbriefungen und Unternehmensanleihen an das Group Treasury
im Bereich Sonstige und Konsolidierung übertragen. Die Vorjahreswerte wurden jeweils
entsprechend angepasst. Ferner wurden im ersten Quartal 2019 im Rahmen der Abbaustrategie des Segments Asset
& Capital Recovery von diesem Forderungen gegenüber lokalen Gebietskörperschaften
und öffentlichen oder öffentlichkeitsnahen Institutionen in Nordamerika und Großbritannien
an das Group Treasury im Bereich Sonstige und Konsolidierung übertragen. Auf eine
Anpassung der Vorjahreswerte wurde aufgrund der Spezifika eines Abbauportfolios verzichtet. Zum Stichtag 30. Juni 2019 belaufen sich die im ersten Quartal 2019 aus dem Segment
Asset & Capital Recovery in den Bereich Sonstige und Konsolidierung transferierten
Forderungen auf einen Bilanzwert von 4,4 Mrd. Euro. Die hierauf entfallenden wesentlichen
Ergebnistreiber gliedern sich dabei wie folgt: 26 Mio. Euro Zinsüberschuss, 15 Mio.
Euro Risikoergebnis, - 31 Mio. Euro Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, - 5 Mio. Euro Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen,
2 Mio. Euro Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten, 1 Mio. Euro Sonstiges Ergebnis,
- 7 Mio. Euro Erträge vor Risikoergebnis, 8 Mio. Euro Erträge nach Risikoergebnis,
2 Mio. Euro Verwaltungsaufwendungen sowie 6 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern. Weitere Angaben zu den Segmenten sind im Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts
enthalten. Die für die operativen Segmente unterstellte Kapitalunterlegung der Risikoaktiva
bei vollständiger Anwendung der Regelungen nach Basel 3 beträgt seit 2018 vor dem
Hintergrund erhöhter Kapitalunterlegungsanforderungen 12 %. Das Segment Asset & Capital
Recovery wird mit Kapital in Höhe von 15 % der risikogewichteten Aktiva bei vollständiger
Anwendung der Regelungen nach Basel 3 unterlegt. Der Erfolg der einzelnen Segmente wird anhand des Operativen Ergebnisses und des Ergebnisses
vor Steuern sowie der Kennziffern Operative Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote
gemessen. Das Operative Ergebnis ist definiert als die Summe aus Zinsüberschuss, Dividendenerträgen,
Risikoergebnis, Provisionsüberschuss, Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen,
Übrigem Ergebnis aus Finanzinstrumenten, Laufendem Ergebnis aus at-Equity-bewerteten
Unternehmen und Sonstigem Ergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen und der Pflichtbeiträge.
Im Operativen Ergebnis sind keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte
und sonstige immaterielle Vermögenswerte und Restrukturierungsaufwendungen enthalten.
Durch den Ausweis von Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch im durchschnittlich
gebundenen Eigenkapital die Anteile Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein Segment
verantwortlich ist, sind somit im Ergebnis vor Steuern berücksichtigt. Bei der Abbildung
der Zwischenergebniseliminierung aus konzerninternen Transaktionen in der Segmentberichterstattung
wird das abgebende Segment so gestellt, als wäre die Transaktion konzernextern erfolgt.
Die Eliminierung der Zwischengewinne und -verluste erfolgt daher im Bereich Sonstige
und Konsolidierung. Die operative Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des operativen
Ergebnisses zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie sich das
im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft
spiegelt die Kosteneffizienz der Segmente wider, sie errechnet sich aus dem Verhältnis
der Summe von Verwaltungsaufwendungen und Pflichtbeiträgen zu Erträgen vor Risikoergebnis.
Zusätzlich weisen wir eine Aufwandsquote im operativen Geschäft ohne Berücksichtigung
der Pflichtbeiträge aus, um der fehlenden Beeinflussungsmöglichkeit auf die Höhe sowie
dem periodischen Charakter dieses Postens Rechnung zu tragen. Erträge und Aufwendungen werden verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich
nach der Marktzinsmethode innerhalb der Segmente ausgewiesen. Im Zinsüberschuss werden
die tatsächlichen Refinanzierungsaufwendungen für geschäftsspezifische Beteiligungen
der Segmente gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen aus dem Eigenkapital
wird im Verhältnis des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals dem Zinsüberschuss
der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der Zinssatz entspricht dem Zinssatz einer risikofreien
Anlage auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Im Zinsüberschuss enthalten sind ebenfalls
die Liquiditätskosten. Diese umfassen sowohl die extern gezahlten Fundingkosten als
auch die vollständige Allokation der Liquiditätskosten auf die Geschäfte und Segmente
auf Basis unseres Liquiditätskosten-Transferpreis-Systems. Auf dieser Grundlage werden
die aus dem externen Funding der Bank resultierenden Zinsaufwendungen auf Basis einer
zentralen Liquiditätspreiskurve nach dem Verursachungsprinzip auf Einzelgeschäfts-
oder Portfolioebene auf die Segmente alloziert. Die Ermittlung des durchschnittlich
gebundenen Eigenkapitals der Segmente erfolgt auf Basis der durchschnittlichen segmentierten
Risikoaktiva. Für das Segment Firmenkunden erfolgt die Berechnung des durchschnittlich
gebundenen Eigenkapitals ohne den aufgegebenen Geschäftsbereich. Auf Konzernebene
wird das Common-Equity-Tier-1-Kapital (CET 1) gezeigt, das der Berechnung der operativen
Eigenkapitalrendite dient. Die Kalkulation erfolgt sowohl für die Segmente als auch
den Konzern jeweils unter vollständiger Anwendung der Regelungen nach Basel 3. Die
Anpassung zwischen dem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital der Segmente und dem
CET-1-Kapital des Konzerns erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Darüber
hinaus berichten wir die jeweiligen Aktiva und Passiva der Segmente sowie die Buchwerte
der at-Equity-bewerteten Unternehmen. Geschäftsmodellbedingt ist die Segmentbilanz
erst auf Konzernebene ausgeglichen. Die im Operativen Ergebnis ausgewiesenen Verwaltungsaufwendungen beinhalten die Personalaufwendungen,
die Sachaufwendungen (ohne Pflichtbeiträge) sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen
und sonstige immaterielle Vermögenswerte. Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen
auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte werden unterhalb
des Operativen Ergebnisses im Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Die Zuordnung der
Verwaltungsaufwendungen und der Pflichtbeiträge zu den einzelnen Segmenten erfolgt
nach dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den internen Leistungen ergebenden indirekten
Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger in Rechnung gestellt beziehungsweise führen
beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser internen
Leistungsbeziehungen erfolgt zu Marktpreisen oder Vollkosten. scroll
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Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3. Anpassung
erfolgt in Sonstige und Konsolidierung. scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Detailangaben Sonstige und Konsolidierung: scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Unter Konsolidierung weisen wir Konsolidierungs- und Überleitungssachverhalte vom
Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss aus. Unter
anderem werden dort folgende Sachverhalte abgebildet:
Gegenüber der bisherigen Darstellung wurde die im Rahmen der Segmentberichterstattung
erhobene regionale Aufgliederung angepasst. Wir berichten hier nur noch die Erträge
vor Risikoergebnis und die Risikoaktiva für Kreditrisiken (with transitional provisions).
Die regionale Aufgliederung, die im Wesentlichen auf dem jeweiligen Sitz der Filiale
oder des Konzernunternehmens basiert (geografische Märkte), ergab nachfolgende Verteilung: scroll
Im Vorjahreszeitraum erzielten wir in den geografischen Märkten folgende Ergebnisse: scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken
aus. In Übereinstimmung mit IFRS 8.32 hat die Commerzbank entschieden, auf eine Aufgliederung
des Gesamtbetrags der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen
zu verzichten. Aus Effizienzgründen wurde von einer Erhebung dieser Daten abgesehen,
da sie weder für die interne Steuerung noch für das Managementreporting genutzt werden. Sonstige Erläuterungen(41) Regulatorische EigenkapitalanforderungenDas folgende Bild zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel im Commerzbank-Konzern
mit (with transitional provisions) und ohne (fully loaded) Übergangsregelungen. Die
Überleitungsrechnung vom ausgewiesenen bilanziellen Konzernkapital zu dem regulatorisch
ausgewiesenen Kapital ist dabei bereits integriert. scroll
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Die Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch
anrechnungsfähige Konzernergebnis. Die Tabelle zeigt die Überleitung des bilanziellen Eigenkapitals auf das regulatorische
harte Kernkapital (CET 1) sowie die weiteren Komponenten des Kernkapitals und des
regulatorischen Eigenkapitals. Die wesentlichen Veränderungen im harten Kernkapital
gegenüber dem 31. Dezember 2018 ergeben sich sowohl aus der Anrechnung des regulatorischen
Gewinnes als auch durch eine Reduzierung der regulatorischen Abzüge. Die harte Kernkapitalquote
ist gegenüber dem Jahresende unverändert. Dies ergibt sich trotz einem gestiegenen
harten Kernkapital im Wesentlichen aus einem Anstieg der risikogewichteten Aktiva.
Dabei reflektiert der Anstieg der Risikoaktiva vor allem das Kreditwachstum in den
Kernsegmenten sowie die Effekte aus der Einführung des internationalen Bilanzierungsstandards
IFRS 16 zum Jahreswechsel und wird nur leicht durch Reduktionen der Risikoaktiva aufgrund
der neuen Verbriefungstransaktion gemindert. (42) VerschuldungsquoteIm Rahmen der CRD IV/CRR wurde die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) als ein Instrument
und Indikator zur Quantifizierung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung eingeführt.
Die Leverage Ratio setzt das Kernkapital (Tier-1-Kapital) ins Verhältnis zum Leverage
Exposure, das aus den nicht risikogewichteten Aktiva und den außerbilanziellen Positionen
besteht. Bei der Anrechnung von Derivaten, Wertpapierfinanzierungsgeschäften und außerbilanziellen
Positionen werden aufsichtsrechtliche Ansätze angewendet. Die Berechnung der Leverage
Ratio zum Ende des ersten Halbjahres 2019 erfolgte auf Basis der im Januar 2015 geänderten
CRR-Regelung. Als eine nicht risikosensitive Kennzahl stellt die Leverage Ratio eine
ergänzende Kennziffer zu der risikobasierten Kapitalunterlegung dar. Die Vermeidung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung ist ein integraler Bestandteil
der Bilanzsteuerung des Commerzbank-Konzerns. Zur Berechnung, Überwachung und Steuerung
der Leverage Ratio hat die Commerzbank ein quantitatives und qualitatives Rahmenwerk
etabliert. Die Quantifizierung der Leverage Ratio auf Basis regulatorischer Anforderungen und
die vierteljährliche aufsichtsrechtliche Berichterstattung erfolgen durch Group Finance. Für die Steuerung der Leverage Ratio hat die Commerzbank eine bankinterne Zielquote
als ergänzende Kennziffer zu den risikobasierten Kapitalkennziffern definiert. Die
Segmente werden über segmentspezifische Leitplanken für deren Exposure aktiv in die
Steuerung der Leverage Ratio einbezogen. Die Entwicklung der segmentspezifischen Leverage Ratio Exposure Werte im Vergleich
zu den Leitplanken wird im Rahmen eines monatlichen Monitorings überwacht. In diesem
Zusammenhang berichtet Group Finance dem zentralen Asset Liability Committee (ALCO)
und dem Vorstand regelmäßig über die Höhe der Leverage Ratio des Konzerns, des Leverage
Exposures der Segmente und deren Haupttreiber. Weiterhin wird die künftige Entwicklung des Leverage Ratio Exposure und der Leverage
Ratio im Rahmen des bankinternen Mehrjahres-Planungsprozesses prognostiziert und in
unterjährigen Forecastings für das laufende Jahr überprüft. Darüber hinaus werden
erwartete Änderungen regulatorischer Vorschriften auf ihren Einfluss auf die Quote
hin analysiert. Die Entwicklung der Leverage Ratio ist auch Gegenstand der Analysen
von adversen makroökonomischen Szenarien im Rahmen der Notfallplanung. Wesentliche Entscheidungen in Bezug auf die Steuerung und Überwachung der Leverage
Ratio werden im ALCO mit anschließender Bestätigung durch den Gesamtvorstand beschlossen. scroll
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Die Leverage Ratio unter Berücksichtigung der CRR-Übergangsregelungen (with transitional
provisions) belief sich zum 30. Juni 2019 auf 4,6 % (zum 31. März 2019: 4,6 %). Die
Leverage Ratio unter voller Anwendung der überarbeiteten CRR-Regelung (fully loaded)
betrug 4,5 %, nach 4,5 % per 31. März 2019. Sowohl die Leverage Ratio fully loaded als auch die Leverage Ratio with transitional
provisions waren unverändert, da der Effekt des leicht gestiegenen Leverage Ratio
Exposures fast vollständig durch gestiegenes aufsichtlich anrechenbares Tier-1-Kapital
unter fully loaded Regelungen bzw. transitional Regelungen ausgeglichen wurde. Das
Leverage Ratio Exposure lag zum Berichtsstichtag bei 540,5 Mrd. Euro - zum 31. März
2019 bei 527,1 Mrd. Euro. Leverage Ratio Exposure with transitional provisions und fully loaded sind seit 2018
identisch, da die Übergangsregelungen bei den vom LR Exposure herauszurechnenden Kapitalabzügen
zum 31.12.2017 ausgelaufen sind. Beim Zähler der Leverage Ratio, dem Tier-1-Kapital,
gelten jedoch weiterhin Übergangsregelungen, so dass dennoch eine Quote with transitional
provisions anzugeben ist. (43) Liquidity Coverage RatioDie Liquidity Coverage Ratio (LCR) ist die regulatorisch definierte Mindestliquiditätsquote,
die ein Maß für die kurzfristige Zahlungsfähigkeit der Bank unter einem vorgegebenen
Stressszenario darstellt. Ausgehend von den Anforderungen des Baseler Ausschusses
wurde durch die EU Kommission in der Capital Requirements Regulation (CRR), Verordnung
(EU) 575/2013 in Verbindung mit der delegierten Verordnung EU/2015/61 (D-VO) die rechtliche
Grundlage der LCR vorgegeben. Die Quote selbst ist definiert als Quotient von jederzeit verfügbaren hochliquiden
Aktiva (HQLA) und den Netto-Liquiditätsabflüssen (NLO) innerhalb eines 30 Tage Zeitraums.
Gemäß CRR muss für die LCR seit 2018 ein Mindestwert von 100% eingehalten werden.
Die Commerzbank hat die LCR als zwingende Nebenbedingung in das interne Liquiditätsrisikomodell
integriert und die Entwicklung der LCR wird regelmäßig überwacht. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank interne Frühwarnindikatoren etabliert.
Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die
finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen. Risikokonzentrationen können, insbesondere im
Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen führen. Sie können zum
Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen auftreten.
Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende
Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen
mitigiert. Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich
wirkt die kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Fundingquellen,
insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer
Konzentration entgegen. Die Commerzbank setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash Pooling
Ansatz ein. Dieser stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität zeitzonenunabhängig
sicher, da sich Treasury Einheiten der Commerzbank in Frankfurt, London, New York
und Singapur befinden. Weitere Informationen zur Verantwortlichkeit der Liquiditätsrisikosteuerung und den
internen Modellen finden sich im Abschnitt Liquiditätsrisiko im Zwischenrisikobericht
dieses Dokuments. Nachfolgend wird die Berechnung der LCR für die vergangenen vier Quartale dargestellt.
Zu jedem Quartal werden die Durchschnitte der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte
berechnet und sind untenstehender Tabelle zu entnehmen. Die Werte werden auf volle
Millionen Euro gerundet und auf konsolidierter Basis für den Commerzbank Konzern dargestellt. scroll
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Die quartalsweisen Durchschnittswerte der LCR liegen auf einem konstant hohen Niveau
und überschreiten die geforderte Mindestquote von 100% durch die Commerzbank zu jedem
Stichtag deutlich. Die Zusammensetzung der zur Deckung von Zahlungsmittelabflüssen
verwendbaren hochliquiden Vermögenswerte im Beobachtungszeitraum ist nachstehend aufgeführt: scroll
Die Commerzbank meldet die LCR zusätzlich in US-Dollar, da dieser gemäß CRR als bedeutende
Fremdwährung einzustufen ist. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken
überwacht und im Rahmen eines internen Modells limitiert und gesteuert werden. Im Rahmen der LCR-Berechnung berücksichtigt die Bank für Derivategeschäfte die Liquiditätszu-
und -abflüsse für die nächsten 30 Tage. Im Falle von standardisierten Rahmenverträgen
werden die Liquiditätsabflüsse und -zuflüsse auf Nettobasis berechnet. Darüber hinaus berücksichtigt die Commerzbank weitere Sachverhalte, die zu zusätzlichen
Liquiditätsabflüssen führen können. Hierzu gehören Nachschüsse für Wertveränderungen
von gestellten Wertpapiersicherheiten und im Falle einer Bonitätsverschlechterung
sowie zusätzliche Sicherheitenstellungen aufgrund eines adversen Marktszenarios für
Derivatetransaktionen. Für die sonstigen Eventualverbindlichkeiten verwendet die Commerzbank ab Juni 2019
zusätzliche Abflussgewichte nach Artikel 23 der delegierten Verordnung EU/2015/61
(D-VO). (44) Beziehungen zu nahestehenden Personen und UnternehmenIm Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der Commerzbank Aktiengesellschaft
und/oder deren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden
Unternehmen und Personen. Hierzu gehören:
Die mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigten Bankgeschäfte werden zu
marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Berichtszeitraum
aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft. Neben dem Anteilsbesitz der Bundesrepublik Deutschland sind weitere Faktoren zu berücksichtigen
(unter anderem Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat), die einen maßgeblichen Einfluss auf
die Commerzbank Aktiengesellschaft ermöglichen. Demnach zählen der Bund sowie der
Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterliegende Unternehmen (Bundesunternehmen)
zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24. Transaktionen mit nicht konsolidierten TochterunternehmenDie Aktivposten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen von 459 Mio. Euro
(Vorjahr: 284 Mio. Euro) enthielten zum 30. Juni 2019 im Wesentlichen Darlehen und
Forderungen. In den Passivposten waren von den 289 Mio. Euro (Vorjahr: 231 Mio. Euro)
im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Erträge von 13 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 14 Mio. Euro) resultieren aus Zinserträgen
und die Aufwendungen von 35 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 41 Mio. Euro) vor allem
aus Sachaufwendungen. Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 83
Mio. Euro (Vorjahr: 2 Mio. Euro) gewährt. Transaktionen mit assoziierten UnternehmenDie Aktivposten gegenüber assoziierten Unternehmen von 10 Mio. Euro (Vorjahr: 5 Mio.
Euro) enthielten zum 30. Juni 2019 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen. In den
Passivposten waren von den 39 Mio. Euro (Vorjahr: 31 Mio. Euro) im Wesentlichen Einlagen
enthalten. Die Erträge von 10 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 9 Mio. Euro) resultieren vor allem
aus Provisionserträgen sowie dem Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen. Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 42
Mio. Euro (Vorjahr: 41 Mio. Euro) gewährt. Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen/ PersonenDie Aktivposten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen/Personen von 36 Mio.
Euro (Vorjahr: 30 Mio. Euro) enthielten zum 30. Juni 2019 im Wesentlichen Darlehen
und Forderungen sowie verbriefte Schuldinstrumente. In den Passivposten von 235 Mio.
Euro (Vorjahr: 208 Mio. Euro) waren im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Einlagen
entfielen vor allem auf unternehmensexterne Versorgungsträger. Zum 30. Juni 2019 betrugen die Erträge 1 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 1 Mio. Euro).
Die Aufwendungen lagen bei 4 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 4 Mio. Euro). Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden wie im Vorjahr keine Garantien und
Sicherheiten gewährt. Transaktionen mit SchlüsselpersonenZum 30. Juni 2019 lagen keine wesentlichen Aktiv- und Passivposten gegenüber Schlüsselpersonen
vor. Die Aufwendungen resultieren aus Personalaufwendungen von 7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum:
8 Mio. Euro) und enthielten Vergütungen für Personen in Schlüsselpositionen, Gehälter
der im Commerzbank-Konzern angestellten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sowie
an die Aufsichtsratsmitglieder erstattete Umsatzsteuern. Transaktionen mit BundesunternehmenDie Aktivposten gegenüber Bundesunternehmen von 50 710 Mio. Euro (Vorjahr: 25 065
Mio. Euro) enthielten zum 30. Juni 2019 im Wesentlichen Guthaben bei der Deutschen
Bundesbank von 46 127 Mio. Euro (Vorjahr: 20 891 Mio. Euro). Von den Passivposten
gegenüber Bundesunternehmen von 14 007 Mio. Euro (Vorjahr: 12 718 Mio. Euro) betrafen
13 975 Mio. Euro (Vorjahr: 12 624 Mio. Euro) Einlagen. Zum 30. Juni 2019 wurden Bundesunternehmen
Garantien und Sicherheiten von 301 Mio. Euro (Vorjahr: 70 Mio. Euro) gewährt. Organe der Commerzbank AktiengesellschaftAufsichtsratDr. Stefan SchmittmannVorsitzender Uwe Tschäge1Stellv. Vorsitzender Heike Anscheit1Alexander BoursanoffGunnar de BuhrStefan BurghardtSabine U. DietrichMonika Fink1Dr. Tobias GuldimannDr. Rainer HillebrandChristian Höhn1Kerstin Jerchel1Dr. Markus KerberAlexandra KriegerAnja MikusDr. Victoria OssadnikRobin J. StalkerNicholas TellerDr. Gertrude Tumpel-GugerellStefan WittmannKlaus-Peter MüllerEhrenvorsitzender 1
Von den Arbeitnehmern gewählt. Vorstand
Martin ZielkeVorsitzender Stephan EngelsDr. Bettina OrloppFrank Annuscheit(bis 28.02.2019) Jörg Hessenmüller(seit 15.01.2019) Michael ReutherDr. Marcus ChromikMichael Mandel
Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Frankfurt am Main, den 5. August 2019 Der Vorstand scroll
Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am MainWir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Gesamtergebnisrechnung,
Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, verkürzter Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten
erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft,
Frankfurt am Main, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2019, die Bestandteile
des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf
der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische
Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung
des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information
Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach
ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer
Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt
sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische
Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare
Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können
wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eschborn/ Frankfurt am Main, 6. August 2019 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
Wesentliche KonzerngesellschaftenInlandcomdirect bank AG, Quickborn AuslandCommerzbank Brasil S.A. - Banco Multiplo, Sao Paulo Commerzbank (Eurasija) AO, Moskau Commerzbank Finance & Covered Bond S.A., Luxemburg Commerzbank Zrt., Budapest Commerz Markets LLC, New York mBank S.A., Warschau Operative AuslandsniederlassungenAmsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, London,
Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Paris, Peking, Prag, Schanghai, Singapur, Tokio,
Wien, Zürich Repräsentanzen und Financial Institutions DesksAbidjan, Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Bagdad, Baku, Bangkok, Beirut, Belgrad, Brüssel
(Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Bukarest, Caracas, Dhaka,
Dubai (FI-Desk), Ho-Chi-Minh-Stadt, Hongkong (FI-Desk), Istanbul, Jakarta, Johannesburg,
Kairo, Kiew, Kuala Lumpur, Lagos, Luanda, Mailand (FI-Desk), Melbourne, Minsk, Moskau
(FI-Desk), Mumbai, New York (FI-Desk), Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), Sao Paulo (FI-Desk),
Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tiflis, Tokio (FI-Desk),
Zagreb DisclaimerVorbehalt bei ZukunftsaussagenDieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung
der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und
Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt
eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen
außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle
Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle.
Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute
getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunfts-gerichteten Aussagen
angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren. Finanzkalender 2019/2020scroll
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