![]() Commerzbank AktiengesellschaftFrankfurt am MainZwischenbericht zum 30. September 2019 |
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| Gewinn- und Verlustrechnung | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.2018 |
| Operatives Ergebnis (Mio. €) | 990 | 1 005 |
| Operatives Ergebnis je Aktie (€) | 0,79 | 0,80 |
| Ergebnis vor Steuern (Mio. €) | 990 | 1 005 |
| Konzernergebnis2 (Mio. €) | 684 | 751 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,55 | 0,60 |
| Operative Eigenkapitalrendite auf Basis CET13,4 (%) | 5,6 | 5,9 |
| Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis4,9 (%) | 3,5 | 4,0 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (exl. Pflichtbeiträge) (%) | 72,8 | 74,7 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) | 79,0 | 80,1 |
| Bilanz | 30.9.2019 | 31.12.2018 |
| Bilanzsumme (Mrd. €) | 513,3 | 462,4 |
| Risikoaktiva (Mrd. €) | 189,4 | 180,5 |
| Bilanzielles Eigenkapital (Mrd. €) | 30,7 | 29,4 |
| Bilanzielle Eigenmittel (Mrd. €) | 38,8 | 38,5 |
| Regulatorische Kennzahlen | 30.9.2019 | 31.12.2018 |
| Kernkapitalquote (%) | 13,7 | 13,4 |
| Harte Kernkapitalquote5 (%) | 12,8 | 12,9 |
| Harte Kernkapitalquote5 (fully loaded, %) | 12,8 | 12,9 |
| Gesamtkapitalquote (%) | 16,3 | 16,3 |
| Verschuldungsquote (%) | 4,9 | 5,0 |
| Verschuldungsquote (fully loaded, %) | 4,7 | 4,8 |
| Mitarbeiter | 30.9.2019 | 30.6.2019 |
| Inland | 34 728 | 34 903 |
| Ausland | 13 829 | 13 741 |
| Gesamt | 48 557 | 48 644 |
| Ratings6 | 30.9.2019 | 30.6.2019 |
| Moody's Investors Service, New York7 | A1/A1/P-1 | A1/A1/P-1 |
| S&P Global, New York8 | A/A-/A- 2 | A/A-/A- 2 |
| Fitch Ratings, New York/London7 | A-/BBB+/F1 | A-/BBB+/F2 |
| Scope Ratings, Berlin7 | -/A/S- 1 | -/A/S- 1 |
1
Anpassung Vorjahr.
2
Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar.
3
Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) fully loaded.
4
Auf das Jahr hochgerechnet.
5
Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital
(im Wesentlichen Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Abzugsposten) und der gewichteten
Risikoaktiva. In der fully-loaded-Betrachtung wird die vollständige Anwendung der
entsprechenden Neuregelungen vorweggenommen.
6
Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite unter www.commerzbank.de.
7
Kontrahenten- und Einlagenrating/Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten.
8
Kontrahentenrating/Einlagenrating und Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten.
9
Quotient aus Commerzbank-Aktionären zurechenbarem Konzernergebnis nach Abzug des potenziellen
(komplett diskretionären) AT-1-Kupons und durchschnittlichem IFRS-Eigenkapital nach
Abzug Immaterieller Anlagewerte ohne zusätzliche Eigenkapitalbestandteile und Nicht
beherrschende Anteile.
Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und
bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
| ― |
Die Commerzbank hat in den ersten neun Monaten 2019 mit 990 Mio. Euro ein Operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau erzielt. Neben stabilen Erträgen hat die Bank die Kosten weiter gesenkt: Im Berichtszeitraum wurden bei steigenden Pflichtabgaben Einsparungen von rund 130 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum realisiert. |
| ― |
Das den Commerzbank-Aktionären und Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbare Konzernergebnis betrug 684 Mio. Euro, nach 751 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. |
| ― |
Das Risikoergebnis im Konzern in Höhe von - 370 Mio. Euro profitierte weiterhin von der Qualität des Kreditportfolios; die Non-Performing-Loans-(NPL-)Quote für Problemkredite lag bei 0,8 %. Die Verwaltungsaufwendungen konnten trotz anhaltender Investitionen in Digitalisierung und Wachstum um 3,5 % reduziert werden. Die seit dem ersten Quartal 2019 separat ausgewiesenen Pflichtbeiträge -die die Europäische Bankenabgabe, Beiträge zum Einlagensicherungsfonds und die polnische Bankensteuer enthalten -stiegen um 11,5 % auf 398 Mio. Euro. |
| ― |
Die Common-Equity-Tier-1-Quote lag bei 12,8 %, die Leverage Ratio bei 4,7 % (fully loaded). |
| ― |
Die Operative Eigenkapitalrendite betrug 5,6 %, nach 5,9 % im Vorjahreszeitraum. Die Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis (abzüglich immaterieller Vermögenswerte und AT1-bezogener Posten) lag bei 3,5 %, nach 4,0 % im Vorjahr. Die Aufwandsquote ohne Pflichtbeiträge lag bei 72,8 %, inklusive Pflichtbeiträgen betrug die Aufwandsquote 79,0 %. |
Das internationale Börsengeschehen war in den ersten neun Monaten 2019 durch eine
Reihe wirtschaftlicher und geopolitischer Ereignisse geprägt, darunter zunehmende
Spannungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China, wirtschaftspolitische Sanktionen
gegenüber dem Iran sowie anhaltende Unruhen im Nahen Osten. Vor dem Hintergrund eines
schwächeren globalen Konjunkturumfeldes und zunehmender Risiken im Außenhandel ermäßigten
sich die Zins- und Inflationserwartungen führender Notenbanken, allen voran der US-Notenbank,
die aktuell eine weitere Leitzinssenkung vorgenommen hat. Auch die Europäische Zentralbank
(EZB) hat im September eine weitere Lockerung der Geldpolitik beschlossen und unter
anderem den Einlagensatz um weitere 10 Basispunkte gesenkt. Sämtlichen geopolitischen
Herausforderungen und Unsicherheiten zum Trotz, darunter der weiterhin ungelöste Brexit
sowie die zukünftige Rolle Großbritanniens in Europa, verzeichneten die Aktienmärkte
in den ersten neun Monaten 2019 eine insgesamt sehr erfreuliche Entwicklung. Allerdings
wirkten sich sinkende Zinserwartungen im Euroraum in Verbindung mit einem erneuten
Anleihekaufprogramm der EZB zumindest für den europäischen Bankensektor vergleichsweise
negativ aus. Während der EuroStoxx 50 in den ersten neun Monaten um 18,9 % zulegen
konnte (DAX: +17,7 %), stieg der Euro-Stoxx-Bankenindex lediglich um 0,8 %. Im Vergleich
dazu gab der Kurs der Commerzbank-Aktie um 8 % nach. Hintergrund der unterdurchschnittlichen
Entwicklung waren insbesondere das deutlich negative Zinsumfeld sowie der hiermit
verbundene mittelfristig zu erwartende Ertragsrückgang.
| Kennzahlen zur Commerzbank-Aktie | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.2018 |
| Ausgegebene Aktien in Mio. Stück (30.9.) | 1 252,4 | 1 252,4 |
| Xetra-Intraday-Kurse in € | ||
| Hoch | 8,26 | 13,82 |
| Tief | 4,66 | 7,92 |
| Schlusskurs (30.9.) | 5,32 | 8,21 |
| Börsenumsätze pro Tag1 in Mio. Stück | ||
| Hoch | 21,6 | 29,1 |
| Tief | 3,1 | 4,0 |
| Durchschnitt | 8,1 | 10,4 |
| Indexgewicht in % (30.9.) | ||
| MDAX | 2,1 | . |
| EURO STOXX Banken | 0,5 | 1,3 |
| Ergebnis je Aktie in € | 0,55 | 0,60 |
| Buchwert je Aktie2 in € (30.9.) | 22,79 | 22,66 |
| Net Asset Value je Aktie3 in € (30.9.) | 21,58 | 21,48 |
| Marktwert/Net Asset Value (30.9.) | 0,25 | 0,38 |
1
Deutsche Börsen gesamt.
2
Ohne Nicht beherrschende Anteile.
3
Ohne Nicht beherrschende Anteile und Rücklage aus Cashflow-Hedges sowie abzüglich
der Geschäfts- oder Firmenwerte.
Am 5. September hat Finanzvorstand Stephan Engels Vorstand und Aufsichtsrat mitgeteilt,
dass er seinen bis April 2020 laufenden Vertrag gern erfüllen, aber ein mögliches
Angebot einer Vertragsverlängerung nicht annehmen möchte. Stephan Engels ist seit
1. April 2012 Finanzvorstand der Commerzbank, verantwortlich für Group Finance, Group
Tax, Group Treasury, Group Investor Relations und für die mBank. In seiner Sitzung
am 26. September hat der Aufsichtsrat beschlossen, dass Dr. Bettina Orlopp spätestens
zum 31. März 2020 Nachfolgerin von Stephan Engels als Finanzvorstand wird. Dann übernimmt
sie auch Group Tax, Group Treasury und Group Investor Relations. In der gleichen Sitzung
hat der Aufsichtsrat Sabine Schmittroth -gegenwärtig Bereichsvorständin im Segment
Privat- und Unternehmerkunden -zum 1. Januar 2020 als künftige Arbeitsdirektorin in
den Vorstand berufen. Sabine Schmittroth, die ab dem 1. Januar 2020 zunächst Group
Human Resources verantwortet, erhält spätestens zum 31. März 2020 zusätzlich die Zuständigkeit
für Group Compliance. Group Legal liegt dann bei Martin Zielke. Die Entscheidung über
die Berufung von Sabine Schmittroth steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung
der Aufsicht.
Ende September hat die Commerzbank die Eckpunkte des neuen Strategieprogramms "Commerzbank
5.0" vorgestellt. Mit der neuen Strategie investiert die Bank in technologische Innovation
und in ihr Kerngeschäft. Damit beschleunigt sie die Digitalisierung, schafft Wachstum
und erhöht ihre Effizienz.
Im Segment Privat- und Unternehmerkunden setzt die Commerzbank vor allem auf einen
zügigen Ausbau des Mobile Bankings. Gleichzeitig bleibt das Filialnetz eine feste
Säule des Kundenangebots. Mit künftig rund 800 Filialen bietet die Commerzbank auch
weiterhin eine breite Präsenz in Deutschland. Zusätzliche Ertragspotenziale erwartet
die Bank durch die verstärkte Nutzung von Daten, die individuell zugeschnittene Produkte
und Services ermöglicht. Künftig wird die Commerzbank zudem Leistungen differenzierter
bepreisen. Mit der geplanten Integration der comdirect bündelt die Bank ihre digitalen
Kompetenzen.
Im Segment Firmenkunden stärkt die Bank insbesondere in der Mittelstandsbank ihre
Marktpräsenz: Die weitere Digitalisierung und eine effizientere Plattform sollen größere
Freiräume im Vertrieb eröffnen. Dieser soll alleine in Deutschland durch über 150
neue Vertriebskräfte verstärkt werden. Kunden können dadurch künftig noch intensiver
betreut werden. Die Bank will so das Potenzial bestehender Kundenverbindungen besser
ausschöpfen. Dabei wird der Fokus auch auf einer verbesserten Kapitaleffizienz liegen.
Im Rahmen des Strategieprogramms wird die Bank insgesamt rund 1,6 Mrd. Euro in die
Digitalisierung und in die weitere Verbesserung ihrer Kosteneffizienz investieren.
Hiervon fließen 750 Mio. Euro als zusätzliche Mittel in die Digitalisierung, die IT-Infrastruktur
und in Wachstum. Die verbleibenden 850 Mio. Euro entfallen auf Restrukturierungskosten
für den geplanten Abbau von brutto 4300 und netto 2300 Vollzeitstellen sowie für die
angekündigten Anpassungen im Filialnetz. Mit der geplanten Veräußerung der Mehrheitsbeteiligung
an der mBank S.A. ("mBank") in Polen will die Bank die Finanzmittel generieren, die
eine schnellere Umsetzung der Strategie und die damit verbundenen Investitionen ermöglichen.
Die Weiterentwicklung der Strategie soll dazu beitragen, dass die Bank bis 2023 auch
in einem sich nochmals verschärfenden Marktumfeld weiteres Wachstum bei Kunden und
Assets sowie steigende Erträge erreicht. Die Commerzbank strebt an, dass sich das
Kostenniveau bis 2023 im Vergleich zum laufenden Jahr um rund 600 Mio. Euro verringert.
Mit den Investitionen in die fortschreitende Modernisierung der konzernweiten IT-Infrastruktur
will die Bank ihre IT-Kosten auf 1 Mrd. Euro reduzieren. Auch in den Zentralbereichen
und Segmenten sollen die Kosten weiter gesenkt werden. Nach Veräußerung der mBank
soll sich die Kostenbasis im Jahr 2023 auf höchstens 5,5 Mrd. Euro belaufen. Wie angekündigt
wird ein weiterer konzernweiter Stellenabbau von brutto rund 4300 und netto rund 2300
Vollzeitstellen leider unvermeidbar sein. Von den rund 2 000 neu geschaffenen Stellen
wird ein wesentlicher Teil in strategisch wichtigen Bereichen aufgebaut. Die Details
sollen in den nächsten Monaten ausgearbeitet und gemeinsam mit den Arbeitnehmergremien
beraten werden. Ziel ist es, den geplanten Stellenabbau wie in der Vergangenheit möglichst
sozialverträglich zu gestalten.
Nach der Umsetzungsphase der Strategie soll mittelfristig eine Eigenkapitalrendite
von mehr als 4 % erwirtschaftet werden. Diese Mittelfristplanung berücksichtigt jüngste
Entscheidungen der Europäischen Zentralbank. Die Zielkapitalquote bleibt unverändert
bei 12 % bis 13 %. Zusammen mit der angestrebten Eigenkapitalrendite soll dies der
Bank die Zahlung regelmäßiger Dividenden ermöglichen. Weitergehende Informationen
zur Strategie "Commerzbank 5.0" finden sich unter https://www.commerzbank.com.
Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat am 30. Oktober die Angebotsunterlage zum freiwilligen
öffentlichen Erwerbsangebot für alle noch ausstehenden Aktien der comdirect bank Aktiengesellschaft
("comdirect") veröffentlicht. Die Commerzbank hält bereits rund 82 % der Anteile der
comdirect. Die übrigen 18 % befinden sich im Streubesitz. Angestrebt wird eine Verschmelzung
auf die Commerzbank, um die hohe Digitalkompetenz und Innovationskraft der comdirect
künftig für alle Kunden des Konzerns zu nutzen. Der comdirect eröffnet die Integration
die Möglichkeit, ihr Angebot über die Commerzbank zu skalieren. Die Commerzbank bietet
den Aktionären der comdirect 11,44 Euro je Aktie in bar. Dies entspricht einer Prämie
von 25 % auf den Xetra-Schlusskurs der comdirect-Aktie vom 19. September 2019, dem
Tag vor Veröffentlichung der Ad-hoc-Mitteilung zum Strategieentwurf "Commerzbank 5.0".
Die Angebotsfrist für das Erwerbsangebot läuft bis zum 6. Dezember 2019 und steht
unter der Vollzugsbedingung einer Mindestannahmequote von 90 % (einschließlich der
von der Commerzbank bereits gehaltenen comdirect-Aktien).
Für die Kunden der comdirect soll die gewohnte Produkt- und Servicequalität erhalten
bleiben, während sie künftig zusätzlich von der Filialpräsenz der Commerzbank profitieren.
Im Gegenzug könnten Commerzbank-Kunden Zugang zum ausgezeichneten Brokerage-Angebot
der comdirect erhalten, das unter der bisherigen Produktmarke weitergeführt wird.
Die Angebotsunterlage und alle weiteren Informationen zum Angebot sind im Internet
auf folgender Webseite abrufbar: www.commerzbank-offer.com.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Berichtszeitraum hat sich gegenüber den im
Zwischenbericht zum 30. Juni 2019 getroffenen Aussagen nicht wesentlich geändert.
Im ersten Quartal 2019 haben wir den Ausweis der Pflichtbeiträge, die sich aus Beiträgen
zur Einlagensicherung, den Bankenabgaben und der polnischen Bankensteuer zusammensetzen,
geändert. Diese Pflichtbeiträge sind nur bedingt steuerbar und werden daher außerhalb
der Verwaltungsaufwendungen als eigene Zeile in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung ausgewiesen.
Die Vergleichsangaben 2018 in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung und die dazugehörigen
Anhangangaben haben wir geändert. Informationen hierzu sowie zu weiteren Anpassungen
siehe Zwischenabschluss Note 3.
In den ersten neun Monaten 2019 hat die Commerzbank ein Operatives Ergebnis in Höhe
von 990 Mio. Euro erzielt, nach 1 005 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Die einzelnen Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung haben sich im Berichtszeitraum
wie folgt entwickelt:
Der Zinsüberschuss lag im Berichtszeitraum mit 3 764 Mio. Euro um 7,2 % über dem Niveau
des Vorjahres. Das Segment Privat- und Unternehmerkunden konnte seinen Zinsüberschuss
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich steigern. Der Zinsüberschuss im Inland
legte aufgrund fortgesetzten Kreditwachstums zu, vor allem in der privaten Baufinanzierung.
Er profitierte auch von Maßnahmen zur Steigerung der Zinserträge aus dem Einlagengeschäft,
sodass weiter rückläufige Kreditmargen ausgeglichen wurden. Bei der mBank entwickelte
sich das Wachstum des Zinsüberschusses, getragen vom Konsumentenkreditgeschäft mit
Privatkunden und höheren Einnahmen aus dem Einlagengeschäft, dynamischer als im Inland.
Im Segment Firmenkunden konnten Belastungen aus dem Niedrigzinsumfeld sowie aus dem
intensiven Preiswettbewerb durch höhere Zinserträge, insbesondere im Kreditgeschäft,
mehr als kompensiert werden.
Der Provisionsüberschuss ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,8 % auf 2 270 Mio.
Euro zurück. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden ist der Provisionsüberschuss
gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Im Inland beginnen sich die Provisionserträge
aus dem Wertpapiergeschäft zunehmend zu stabilisieren, lagen in der Summe jedoch noch
unter Vorjahresniveau. Der stetige Ertragszuwachs aus Zahlungsverkehrsdienstleistungen
konnte dies sowie sinkende Provisionserträge aus dem Vorsorgegeschäft nicht ausgleichen.
Auch bei der mBank war der Provisionsüberschuss rückläufig, unter anderem wegen der
weggefallenen Erträge aus dem veräußerten Gruppenversicherungsgeschäft. Im Segment
Firmenkunden zeigte der Provisionsüberschuss eine im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
nahezu stabile Entwicklung.
Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten belief sich im Berichtszeitraum auf 127 Mio. Euro, nach 488
Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang ist insbesondere auf Bewertungseffekte
im Bereich Sonstige und Konsolidierung sowie auf positive Erträge aus Restrukturierungen
im Segment Firmenkunden im Vorjahreszeitraum zurückzuführen.
Das Sonstige Ergebnis betrug im Berichtszeitraum 159 Mio. Euro, nach 145 Mio. Euro
im Vorjahr. Darin enthalten sind 103 Mio. Euro aus dem abgeschlossenen Verkauf der
ebase GmbH. Im Ergebnis des Vorjahreszeitraums waren Erträge aus der Veräußerung des
Gruppenversicherungsgeschäfts der mBank-Tochter mFinanse im Segment Privat- und Unternehmerkunden
sowie aus einer Beteiligung im Segment Firmenkunden enthalten. Außerdem wirkten sich
im Vorjahr Zinsen für Steuererstattungsansprüche positiv im Ergebnis aus.
Das Risikoergebnis belief sich im Berichtszeitraum auf - 370 Mio. Euro, nach - 292
Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden lag das Risikoergebnis
leicht über dem Vorjahresniveau. Im Inland sanken die Risikokosten nochmals signifikant
und machten knapp ein Drittel des gesamten Risikoergebnisses aus. Der deutlich größere
Teil entfiel somit auf die mBank; hier war -bei weiterhin insgesamt guter Kreditportfolioqualität
-insbesondere ein Anstieg der Kreditwertberichtigungen im Privatkundengeschäft zu
verzeichnen. Das Risikoergebnis des Segments Firmenkunden erhöhte sich zum Vorjahr
im Wesentlichen aufgrund der Wertberichtigung einzelner Kreditengagements.
Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum trotz anhaltender Investitionen
in Digitalisierung und Wachstum mit 4 710 Mio. Euro um 3,5 % unter dem Vorjahreszeitraum.
Während die Personalaufwendungen mit 2 647 Mio. Euro -unter anderem aufgrund von Tarifanpassungen
-um 2,9 % über dem Niveau des Vorjahreszeitraums lagen, konnten die Sachaufwendungen
einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte
um 10,6 % auf 2 063 Mio. Euro reduziert werden. Der deutliche Rückgang resultierte
in erster Linie aus geringeren Aufwendungen für externe Mitarbeiter in Projekten sowie
niedrigeren Beratungskosten.
Die seit dem ersten Quartal 2019 separat ausgewiesenen Pflichtbeiträge -die die Europäische
Bankenabgabe, Beiträge zum Einlagensicherungsfonds und die polnische Bankensteuer
enthalten -stiegen um 11,5 % auf 398 Mio. Euro.
Das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern betrug 990 Mio. Euro,
nach 1 005 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.
Für den Berichtszeitraum fiel ein Steueraufwand aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
in Höhe von 231 Mio. Euro an, nach 185 Mio. Euro im Vorjahr.
Nach Steuern belief sich das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen auf 759
Mio. Euro, gegenüber 820 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Das Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern betrug 9 Mio. Euro. Hierin
enthalten sind Erträge und Aufwendungen des an die Societe Generale verkauften Geschäftsbereichs
Equity Markets 8 Commodities (EMC).
Nach Berücksichtigung der nicht beherrschenden Anteile war den Commerzbank-Aktionären
und Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile für den Berichtszeitraum 2019
ein Konzernergebnis von 684 Mio. Euro zuzurechnen, nach 751 Mio. Euro im Vorjahr.
Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 0,79 Euro, das Ergebnis je Aktie 0,55 Euro.
Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 0,80 Euro
beziehungsweise auf 0,60 Euro.
Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 30. September 2019 bei 513,3 Mrd.
Euro. Gegenüber dem Jahresultimo 2018 war dies ein Anstieg um 11,0 % beziehungsweise
51,0 Mrd. Euro.
Das Volumen des Kassenbestands und der Sichtguthaben ist um 0,9 Mrd. Euro auf 53,0
Mrd. Euro leicht gesunken. Die Ermäßigung gegenüber dem Jahresultimo 2018 stand insbesondere
im Zusammenhang mit einem Rückgang von Sichtguthaben bei Zentralnotenbanken.
Die Finanziellen Vermögenswerte "Amortised Cost" stiegen gegenüber dem Jahresende
2018 um 23,3 Mrd. Euro auf 302,5 Mrd. Euro. Der Anstieg gegenüber dem Jahresende 2018
resultierte im Wesentlichen aus einer Ausweitung des Kreditgeschäfts in den Segmenten
Privat- und Unternehmerkunden und Firmenkunden sowie Zuwächsen bei Darlehen und Krediten
gegenüber Kreditinstituten aus der saisonalen Ausweitung des Repo-Geschäfts.
Die Finanziellen Vermögenswerte "Fair Value OCI" lagen bei 30.3 Mrd. Euro und damit
um 3,7 Mrd. Euro höher als zum Jahresultimo 2018. Der Anstieg um 13,7 % resultierte
im Wesentlichen aus einem Anstieg der verbrieften Schuldinstrumente.
Mit 47,0 Mrd. Euro lagen die Finanziellen Vermögenswerte "Mandatorily Fair Value P8L"
um 12,9 Mrd. Euro über dem Vorjahresultimo. Der deutliche Anstieg beruhte vornehmlich
auf einer saisonalen Ausweitung der besicherten Geldmarktgeschäfte in Form von Reverse
Repos sowie Cash Collaterals.
Die Finanziellen Vermögenswerte "Held for Trading" lagen zum Berichtsstichtag mit
54,7 Mrd. Euro um 12,2 Mrd. Euro über dem Niveau des Wertes zum Jahresende 2018. Während
die positiven Marktwerte aus Zinsderivaten um 8,5 Mrd. Euro gestiegen sind, nahmen
die positiven Marktwerte aus Währungs- und Aktienderivaten um insgesamt 2,3 Mrd. Euro
zu. Die verbrieften Schuldinstrumente stiegen um 1,6 Mrd. Euro.
Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
betrugen 9,4 Mrd. Euro, nach 13.4 Mrd. Euro zum Jahresultimo 2018. Der Rückgang resultierte
aus Portfolioübertragungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des EMC-Geschäfts an die
Societe Generale sowie aus dem Verkauf der ebase GmbH durch die comdirect bank AG
an die FNZ Group.
Auf der Passivseite lagen die Finanziellen Verbindlichkeiten "Amortised Cost" mit
369,7 Mrd. Euro um 23,0 Mrd. Euro über dem Niveau des Vorjahresultimos. Während die
begebenen Schuldverschreibungen um 2,4 Mrd. Euro zurückgegangen sind, stiegen die
Sichteinlagen -sowohl von Privat- und Firmenkunden als auch Kreditinstituten -im Vergleich
zum Jahresende 2018 deutlich an.
Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Fair Value Option" stiegen gegenüber dem Jahresultimo
2018 um 14,3 Mrd. Euro auf 36,3 Mrd. Euro. Während die begebenen Schuldverschreibungen
leicht zurückgegangen sind, stiegen die Einlagen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten
deutlich um 14,4 Mrd. Euro an. Der Zuwachs war im Wesentlichen auf die Ausweitung
von besicherten Geldmarktgeschäften mit Finanzdienstleistern und Kreditinstituten
zurückzuführen.
Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Held for Trading" lagen mit 53,6 Mrd. Euro um
10,2 Mrd. Euro über dem Jahresende 2018. Der Zuwachs resultierte aus den negativen
Marktwerten aus Zins- und Währungsderivaten, die um 11,9 Mrd. Euro angestiegen sind.
Rückläufig waren dagegen die Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen,
die um 1,5 Mrd. Euro zurückgegangen sind.
Die Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen betrugen 11,1 Mrd. Euro, nach 12,9 Mrd.
Euro zum Jahresultimo 2018. Der Rückgang resultierte aus Portfolioübertragungen im
Zusammenhang mit dem Verkauf des EMC-Geschäfts an die Societe Generale sowie aus dem
Verkauf der ebase GmbH durch die comdirect bank AG an die FNZ Group.
Das in der Bilanz zum Berichtsstichtag 30. September 2019 ausgewiesene den Commerzbank-Aktionären
zurechenbare Eigenkapital lag bei 28,5 Mrd. Euro, nach 28,2 Mrd. Euro zum Jahresende
2018. Weitere Informationen zur Eigenkapitalveränderung finden sich im Konzernabschluss
auf Seite 42 f.
Die Risikoaktiva per 30. September 2019 lagen bei 189,4 Mrd. Euro und damit 8,9 Mrd.
Euro über dem Niveau zum Jahresende 2018. Der Anstieg resultierte unter anderem aus
der Einführung des internationalen Bilanzierungsstandards IFRS 16 zum Jahreswechsel
und aus Kreditwachstum in den Kernsegmenten, inklusive mBank. Zudem führten Parametereffekte
(vor allem Effekte aus der Überprüfung von internen Kreditrisikomodellen durch die
Aufsicht) zu höheren Kreditrisikoaktiva. Dieser Zuwachs wird nur leicht durch Reduktionen
der Risikoaktiva aufgrund einer Verbriefungstransaktion im ersten Quartal 2019 sowie
gezieltem Abbau von nicht zum Kerngeschäft zählende Portfolios gemindert. Das aufsichtsrechtlich
anrechenbare harte Kernkapital (Common-Equity-Tier-1) betrug zum Berichtsstichtag
24,2 Mrd. Euro. Es erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund des regulatorisch anrechenbaren
Gewinns und reduzierter regulatorischer Abzüge gegenüber dem Jahresultimo 2018 um
1,0 Mrd. Euro. Die harte Kernkapitalquote betrug 12,8 %. Der durch die Erhöhung der
Risikoaktiva verursachte negative Effekt auf die CET1-Quote wurde durch das gestiegene
harte Kernkapital teilweise kompensiert. Mit der Anfang Juli begebenen Emission einer
Additional-Tier-1-Anleihe über 1 Mrd. US-Dollar stieg das Kernkapital (with transitional
provisions) auf 25,9 Mrd. Euro und die entsprechende Kernkapitalquote auf 13,7 %.
Die Gesamtkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 16,3 %. Die Leverage Ratio, die
das Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Exposure zeigt, lag auf Grundlage der
zum Berichtsstichtag gültigen Regelung der CRD IV/CRR bei 4,9 % (with transitional
provisions) beziehungsweise bei 4,7 % (fully loaded).
Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein. Diese Angaben beinhalten
jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige
Konzernergebnis.
Die Commerzbank hatte im Berichtszeitraum uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt;
Liquidität und Zahlungsfähigkeit waren jederzeit gegeben. Auch konnte sie jederzeit
die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen und hatte
im Berichtszeitraum unverändert eine komfortable Liquiditätsausstattung.
Im den ersten drei Quartalen 2019 hat der Commerzbank-Konzern langfristige Refinanzierungsmittel
von insgesamt 7,5 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Die durchschnittliche Laufzeit
aller im Berichtszeitraum begebenen Emissionen lag bei über acht Jahren.
Im unbesicherten Bereich hat die Commerzbank Aktiengesellschaft im Berichtszeitraum
zwei Preferred-Senior-Benchmarkanleihen mit einem Volumen von insgesamt 2,25 Mrd.
Euro und Laufzeiten von fünf Jahren beziehungsweise sieben Jahren emittiert. Es wurden
ebenfalls zwei Non-preferred-Senioranleihen über jeweils 500 Mio. Euro und Laufzeiten
von fünf und sieben Jahren platziert. Daneben wurden Privatplatzierungen in Höhe von
0,8 Mrd. Euro emittiert. Die mBank hat eine Preferred-Senioranleihe über 125 Mio.
Schweizer Franken begeben. Im Juli hat die Commerzbank Aktiengesellschaft ihre erste
Additional-Tier-1-Anleihe begeben. Die Anleihe hatte ein Volumen von 1 Mrd. US-Dollar
und einen festen Kupon von 7,0 % pro Jahr. Die Anleihe hat eine unbefristete Laufzeit
und einen frühestmöglichen Kündigungstermin im April 2025. Die Anleihebedingungen
sehen ein zeitweiliges Herabschreiben für den Fall vor, dass die harte Kernkapitalquote
der Bank unter die Marke von 5,125 % fällt. Die Emission dient dazu, das regulatorische
Eigenkapital weiter zu stärken und strukturell zu optimieren. Die nachrangige Anleihe
erfüllt die Anforderungen der Capital Requirements Regulation (CRR) als zusätzliches
Kernkapital. Die Anleihe wurde mit einem Anteil von 96 % hauptsächlich von ausländischen
Investoren gekauft.
Im besicherten Bereich wurden Hypothekenpfandbriefe mit einem Volumen von insgesamt
2,5 Mrd. Euro emittiert, davon im Januar zwei Benchmarkemissionen über jeweils 1 Mrd.
Euro mit Laufzeiten von fünf beziehungsweise fünfzehn Jahren begeben.
Der Anteil von Privatplatzierungen betrug 0,5 Mrd. Euro. Die Commerzbank konnte ihre
Emissionen bei einem breiten Kreis von inländischen und ausländischen Investoren platzieren.
Die Bank wies zum Berichtsultimo 2019 eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden
Aktiva in Höhe von 83,0 Mrd. Euro aus. Das Liquiditätsreserveportfolio gewährleistet
die Pufferfunktion im Stressfall. Dieses Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem
Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der
gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Ein Teil dieser
Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio
gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können
und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen.
Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio.
Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Berichtsultimo 7,1 Mrd. Euro. Die Commerzbank
hat mit 135,20 % (Durchschnitt der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte) die geforderte
Mindestquote bei der Liquiditätskennzahl "Liquidity Coverage Ratio" (LCR) in Höhe
von 100 % deutlich überschritten. Weitere Erläuterungen zur LCR finden sich im Konzernabschluss
Note 43. Damit ist die Liquiditätssituation der Commerzbank aufgrund ihrer konservativen
und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie auch weiterhin komfortabel. Liquiditätsfazilitäten
der Zentralbanken werden derzeit nicht in Anspruch genommen.
Die Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente für die ersten neun Monate
2019 basiert auf der im Geschäftsbericht 2018 auf den Seiten 63 und 268 ff. beschriebenen
Segmentstruktur. Zum 1. Juli 2019 wurde das Segment Asset 8 Capital Recovery nach
den Abbauerfolgen der vergangenen Jahre aufgelöst und die Restportfolios in den Bereich
Sonstige und Konsolidierung sowie in das Segment Privat- und Unternehmerkunden übertragen.
Das bis zur Auflösung vom Segment Asset 8 Capital Recovery erzielte Ergebnis wird
in der Segmentberichterstattung im Zwischenabschluss weiterhin ausgewiesen.
Weitere Informationen sowie Erläuterungen zu den Anpassungen der Vorjahreszahlen finden
sich im Zwischenabschluss in Note 3 beziehungsweise in Note 40.
| Mio. € | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.20181 | Veränderung in %/%-Punkten |
| Erträge vor Risikoergebnis | 3 751 | 3 641 | 3,0 |
| Risikoergebnis | - 187 | - 184 | 1,4 |
| Verwaltungsaufwendungen | 2 616 | 2 696 | - 3,0 |
| Pflichtbeiträge | 240 | 197 | 21,8 |
| Operatives Ergebnis | 707 | 563 | 25,6 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital | 5 263 | 4 701 | 12,0 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 17,9 | 16,0 | 1,9 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - ohne Pflichtbeiträge | 69,7 | 74,0 | - 4,3 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - inkl. Pflichtbeiträgen | 76,2 | 79,5 | - 3,3 |
1
Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Note 3 und Note 40).
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden zeigte in den ersten neun Monaten 2019 eine
im Trend positive Entwicklung und erwies sich als widerstandsfähig gegenüber dem weiterhin
anspruchsvollen Umfeld. Auch unterstützt durch den Veräußerungsgewinn von 103 Mio.
Euro aus dem im Juli vollzogenen Verkauf der comdirect-Tochtergesellschaft ebase GmbH
verzeichnete das Operative Ergebnis einen Anstieg um 144 Mio. Euro auf 707 Mio. Euro.
Im Operativen Ergebnis des Vergleichszeitraums des Vorjahres war ein Veräußerungsgewinn
aus dem Gruppenversicherungsgeschäft der mBank in Höhe von 52 Mio. Euro enthalten.
Insbesondere Volumeneffekte aus weiter wachsenden Kredit- und Einlagenbeständen konnten
den anhaltenden Margendruck im inländischen Kreditgeschäft sowie schwächere Provisionserträge
im Inland und bei der mBank kompensieren, sodass sich auch unter Ausklammerung der
erwähnten Einmaleffekte ein leichter Ertragsanstieg ergab.
Die gesamten Segmenterträge vor Risikoergebnis stiegen im Berichtszeitraum deutlich
um 110 Mio. Euro auf 3 751 Mio. Euro. Der Zinsüberschuss im Inland legte aufgrund
fortgesetzten Kreditwachstums zu, vor allem in der privaten Baufinanzierung. Er profitierte
auch von Maßnahmen zur Steigerung der Zinserträge aus dem Einlagengeschäft, sodass
weiter rückläufige Kreditmargen ausgeglichen wurden. Bei der mBank entwickelte sich
das Wachstum des Zinsüberschusses, getragen vom Konsumentenkreditgeschäft mit Privatkunden
und höheren Einnahmen aus dem Einlagengeschäft, dynamischer als im Inland. In Summe
verzeichnete der Zinsüberschuss einen deutlichen Anstieg um 132 Mio. Euro auf 2 042
Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss fiel im Vorjahresvergleich um 48 Mio. Euro auf
1 413 Mio. Euro. Im Inland beginnen sich die Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft
zunehmend zu stabilisieren, lagen in der Summe jedoch noch unter Vorjahresniveau.
Der stetige Ertragszuwachs aus Zahlungsverkehrsdienstleistungen konnte dies sowie
sinkende Provisionserträge aus dem Vorsorgegeschäft nicht ausgleichen. Auch bei der
mBank war der Provisionsüberschuss rückläufig, unter anderem wegen der weggefallenen
Erträge aus dem veräußerten Gruppenversicherungsgeschäft.
Das Risikoergebnis in Höhe von - 187 Mio. Euro lag leicht über dem Vorjahresniveau.
Im Inland sanken die Risikokosten nochmals signifikant und machten knapp ein Drittel
des gesamten Risikoergebnisses aus. Der deutlich größere Teil entfiel somit auf die
mBank; hier war -bei weiterhin insgesamt guter Kreditportfolioqualität -insbesondere
ein Anstieg der Kreditwertberichtigungen im Privatkundengeschäft zu verzeichnen.
In dem um 80 Mio. Euro auf 2 616 Mio. Euro verringerten Verwaltungsaufwand spiegelten
sich in erster Linie die Maßnahmen zur Verbesserung der Kosteneffizienz im Inland
wider, wo der Sachaufwand in einem größeren Ausmaß zurückging als der ebenfalls rückläufige
Personalaufwand. Bei der mBank blieb der Verwaltungsaufwand gegenüber dem Vorjahreszeitraum
weitestgehend stabil. Der im Vorjahresvergleich um 43 Mio. auf 240 Mio. Euro stark
erhöhte Aufwand für gesondert ausgewiesene Pflichtbeiträge ging überwiegend auf die
mBank zurück. Hier erklärte sich das Plus von 36 Mio. Euro maßgeblich mit der um 23
Mio. Euro höheren Europäische Bankenabgabe sowie der um 18 Mio. Euro gestiegenen polnischen
Bankensteuer.
Insgesamt nahm das Ergebnis vor Steuern im Segment Privat- und Unternehmerkunden nach
drei Quartalen 2019 um 25,6 % auf 707 Mio. zu.
| Mio. € | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.20181 | Veränderung in %/%-Punkten |
| Erträge vor Risikoergebnis | 2 418 | 2 620 | - 7,7 |
| Risikoergebnis | - 186 | - 121 | 53,3 |
| Verwaltungsaufwendungen | 1 834 | 1 899 | - 3,4 |
| Pflichtbeiträge | 109 | 110 | - 0,4 |
| Operatives Ergebnis | 289 | 489 | - 40,9 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital (aus fortzuführenden Geschäftsbereichen) | 11 899 | 10 625 | 12,0 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 3,2 | 6,1 | - 2,9 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) -ohne Pflichtbeiträge | 75,8 | 72,5 | 3,3 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) -inkl. Pflichtbeiträgen | 80,4 | 76,7 | 3,7 |
1
Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Note 3 und Note 40).
Die ersten neun Monate 2019 waren für das Segment Firmenkunden mit Herausforderungen
verbunden, darunter das verschärfte Niedrigzinsniveau, der intensive Preiswettbewerb
auf dem deutschen Markt sowie ein von Unsicherheit geprägtes gesamtwirtschaftliches
Umfeld. Einer positiven Ergebnisentwicklung im Kundengeschäft standen insbesondere
deutlich geringere Erträge aus dem Bereich Others gegenüber, dessen Vorjahresergebnis
unter anderem von Sondereffekten begünstigt war. In den ersten neun Monaten 2019 erzielte
das Segment Firmenkunden ein Operatives Ergebnis von 289 Mio. Euro, nach 489 Mio.
Euro im Vorjahr. Höheren Zinserträgen im Kreditgeschäft stand insbesondere ein geringeres
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten gegenüber.
Der Bereich Mittelstand profitierte von der starken Marktposition des Segments, was
sich im Wesentlichen in einem höheren Kreditvolumen und einer soliden Ertragsentwicklung
widerspiegelt. Eine ausgesprochen positive Entwicklung verzeichnete der Bereich International
Corporates. Ertragssteigerungen konnten insbesondere im Kreditgeschäft verzeichnet
werden. Zudem wurden von unseren Kunden zunehmend Absicherungsgeschäfte nachgefragt.
Weiterhin zeigte der Bereich Financial Institutions auch in Anbetracht der bestehenden
Handelskonflikte einen positiven Geschäftsverlauf, insbesondere mit wachsenden Erträgen
im Bereich Handelsfinanzierung.
Die Erträge vor Risikoergebnis lagen im Berichtszeitraum mit 2 418 Mio. Euro um 201
Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Mit 1 381 Mio. Euro verzeichnete
der Zinsüberschuss einen Zuwachs um 72 Mio. Euro, der im Wesentlichen aus einem höheren
Beitrag aus dem Kreditgeschäft resultierte. Der Provisionsüberschuss zeigte mit 881
Mio. Euro eine nahezu stabile Entwicklung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Deutlich
zurückgegangen ist das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, das mit 114 Mio. Euro um - 286 Mio. Euro unter
dem des Vorjahreszeitraums lag, in dem positive Erträge aus Restrukturierungen enthalten
waren.
Das Risikoergebnis erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund der Wertberichtigung einzelner
Kreditengagements zum Vorjahr. Im Berichtszeitraum lag das Risikoergebnis bei - 186
Mio. Euro, nach - 121 Mio. Euro im Vorjahr.
Der Verwaltungsaufwand lag mit 1 834 Mio. Euro um 65 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.
Der Rückgang resultierte insbesondere aus geringeren Kostenumlagen und administrativen
Aufwendungen. Investitionen in die strategische Weiterentwicklung konnten erfolgreich
kompensiert werden. Dabei wurde die Reduktion von Verwaltungsaufwand mittels strenger
Kostendisziplin schneller als geplant erreicht, woraus ein maßgeblicher Ergebnisbeitrag
resultierte.
Die ausgewiesenen Pflichtbeiträge in Höhe von 109 Mio. Euro standen im Zusammenhang
mit regulatorischen Aufwendungen.
Insgesamt erzielte das Segment ein Ergebnis vor Steuern von 289 Mio. Euro, nach 489
Mio. Euro im Vorjahr, was einem Rückgang von rund 41 % entspricht.
Im Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen ausgewiesen,
die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige
werden Group Treasury, den Geschäftssegmenten nicht zugeordnete Beteiligungen sowie
übergeordnete Sachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für Aufsichtsgebühren, eingestellt.
Unter Konsolidierung wird von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen
auf den Konzernabschluss nach IFRS übergeleitet. Der Bereich Sonstige und Konsolidierung
enthält des Weiteren die Unterstützungs-, Stabs- und Steuerungseinheiten, die ebenfalls
auf die Segmente verrechnet werden. Für diese Einheiten stellen Restrukturierungskosten
eine Ausnahme in der Verrechnung dar, da diese Kosten im Bereich zentral ausgewiesen
werden.
Das Operative Ergebnis des Bereichs Sonstige und Konsolidierung belief sich in den
ersten neun Monaten 2019 auf - 37 Mio. Euro, gegenüber - 137 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Der Anstieg beruhte zu einem wesentlichen Teil auf einer positiven Beteiligungsbewertung
und auf gestiegenen Erträgen in Group Treasury, die hauptsächlich auf ein verbessertes
Zins- und Währungsrisikomanagement aufgrund positiver Marktentwicklung zurückzuführen
sind. Das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und Konsolidierung betrug in
den ersten neun Monaten 2019 ebenfalls - 37 Mio. Euro.
Die Risiken für den weiteren Konjunkturverlauf sind nach wie vor hoch. Die globalen
Handelskonflikte nehmen an Schärfe zu: Die USA und China überziehen sich mit immer
neuen Zöllen und auch der Handel zwischen den USA und der Europäischen Union (EU)
wird wohl bald durch weitere protektionistische Maßnahmen erschwert werden. Vor diesem
Hintergrund ist eine baldige Erholung der Weltwirtschaft nicht in Sicht. Mit der erneuten
Verschiebung des Brexit-Termins auf den 31. Januar 2020 ist die Gefahr eines ungeordneten
Austritts Großbritanniens aus der EU vorerst gebannt.
Unsere Einschätzung hinsichtlich der mittelfristigen und strukturellen Entwicklungstendenzen
in der Bankbranche hat sich gegenüber den von uns im Zwischenbericht zum 30. Juni
2019 getroffenen Aussagen nicht wesentlich verändert. Insbesondere die Risiken für
den kurzfristigen Ausblick auf das bankgeschäftliche Umfeld sind nach wie vor hoch.
Gerade der weiter schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China belastet die
internationalen Handelsströme nachhaltig. Im Zuge des Urteils der Welthandelsorganisation
gegen die Europäische Union (EU) wegen illegaler Subventionen im Luftfahrtsektor dürfte
nun aber auch der Handel zwischen den USA und der EU durch die Verhängung von gegenseitigen
Strafzöllen stärker beeinträchtigt werden. Darüber hinaus drohen ohnehin hohe US-Strafzölle
auf Autoimporte aus der EU, wozu eine endgültige Entscheidung allerdings noch aussteht.
Zu den Handelsproblemen kommen in Europa die Gefahren eines ungeregelten Brexits und
das latente Risiko, dass Investoren ihr Vertrauen in die Stabilität der italienischen
Staatsfinanzen verlieren. Zusätzlich zeigt sich im Nahen Osten ein Konflikt, der die
globale Erdölversorgung empfindlich treffen könnte. Vor diesem Hintergrund blickt
der deutsche Unternehmenssektor weiterhin ausgesprochen pessimistisch auf die kommenden
Monate. Dies gilt vor allem für die exportorientierte Industrie, die für die deutsche
Wirtschaftsentwicklung eine große Bedeutung hat.
Die im Berichtszeitraum gestiegenen Abwärtsrisiken und ihre schärfere Wahrnehmung
bergen alles in allem die Gefahr, dass die privaten Haushalte ihre Konsum- und die
Unternehmen ihre Investitionsaktivitäten zurückfahren. Das wird das Firmen- genauso
wie das Privatkundengeschäft sowohl auf der Ebene des Zins- als auch des Provisionsgeschäfts
stärker als bisher angenommen belasten. Zwar profitiert das hiesige Privatkundengeschäft
von der unverändert hohen Nachfrage nach Wohnhypotheken, die vom Wohnraummangel und
dem Niedrigzinsniveau befeuert wird. Doch andererseits leidet die Bankenprofitabilität
erheblich unter den inzwischen sehr engen Zinsmargen.
In Polen gibt es zur Zeit zahlreiche Klagen aufgrund von Fremdwährungsdarlehen (CHF)
mit Indexierungsklauseln. Die derzeitige Rechtsprechung zu diesen Fällen ist uneinheitlich,
so dass die weitere Rechtsfortbildung zur Beurteilung der Erfolgsaussichten dieser
Klagen abzuwarten bleibt. Auf den Bankensektor in Polen können vor diesem Hintergrund
unter Umständen erhebliche Kosten zukommen.
Für die kommenden Jahre plant die Commerzbank mit einem Refinanzierungsbedarf am Kapitalmarkt
im Bereich von rund 10 Mrd. Euro. Die Commerzbank ist mit einer breiten Produktpalette
am Kapitalmarkt aktiv. Neben den unbesicherten Refinanzierungsmitteln (Preferred-
und Non-preferred-Senior-Anleihen und Tier-2-Nachrangkapital) verfügt die Commerzbank
bei der Refinanzierung auch über die Möglichkeit, besicherte Refinanzierungsinstrumente,
insbesondere Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, zu emittieren. Pfandbriefe
bilden einen festen Bestandteil im Refinanzierungsmix der Commerzbank. Dadurch hat
die Commerzbank einen stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung mit Kostenvorteilen
gegenüber unbesicherten Refinanzierungsquellen. Die Emissionsformate reichen von großvolumigen
Benchmarkanleihen bis hin zu Privatplatzierungen. Im Zusammenhang mit dem Brexit erwartet
die Commerzbank keine negativen Effekte auf die Platzierung langfristiger Refinanzierungsmittel
am Kapitalmarkt.
Durch regelmäßige Überprüfung und Anpassung der für das Liquiditätsmanagement und
den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen wird die Commerzbank
den Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung
tragen und eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur
gewährleisten.
Bei den Investitionen haben sich in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres keine
wesentlichen Änderungen zu den im Geschäftsbericht 2018 auf den Seiten 99 bis 101
aufgeführten Planungen ergeben. Sowohl die aktuellen als auch die im Zusammenhang
mit der Strategie "Commerzbank 5.0" geplanten Investitionsmaßnahmen der Commerzbank
betreffen vornehmlich Digitalisierungs- und Wachstumsinitiativen sowie die IT-Architektur.
Der Geld- und Kapitalmarkt der Eurozone war auch im dritten Quartal 2019 durch die
geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Unterstützung der
konjunkturellen Erholung der Eurozone sowie politische Unsicherheiten aufgrund der
Handelskonflikte und des Brexits geprägt.
Nachdem die EZB das Ankaufprogramm für Wertpapiere Ende 2018 eingestellt hat und nur
noch die fälligen Wertpapiere ersetzt wurden, hat sie nun aufgrund der Eintrübung
der Konjunktur sowie rückläufiger Inflationserwartungen Ende September 2019 weitere
Zentralbankmaßnahmen beschlossen. Diese beinhalten unter anderem eine Senkung der
Einlagenfazilität um weitere 10 Basispunkte auf - 0,50 %, eine vorerst unbegrenzte
Wiederaufnahme des Wertpapierankaufprogramms zum 1. November 2019 über 20 Mrd. Euro
monatlich, Anpassungen der Laufzeit und der Verzinsung des TLTRO III (Targeted Longer-Term
Refinancing Operations) sowie die Einführung eines Tiering-Systems für die Mindestreservevergütung.
Im Rahmen des Tiering-Systems wird die Mindestreserve selbst sowie weitere Zentralbankeinlagen
bis zum 6-Fachen der Mindestreserve von der negativen Einlagenfazilität befreit, wobei
die Verzinsung wie auch der Multiplikator jederzeit durch die EZB geändert werden
können. Durch letztere Maßnahme werden die negativen Auswirkungen der Negativzinspolitik
auf die Ertragslage der Banken zumindest abgemildert.
Die Überschussliquidität per Ende September 2019 lag bei rund 1 700 Mrd. Euro. Aufgrund
der hohen Überschussliquidität im Markt ist das Volumen längerfristiger Wertpapierpensionsgeschäfte
eingeschränkt. Der kurzfristige Repomarkt funktioniert hingegen reibungslos und spielt
eine wichtige Rolle in der Bedienung der Bond- und Kassamärkte. Weiterhin ist mit
einer Verknappung an Collaterals durch die Einführung der verpflichtenden bilateralen
Besicherungsanforderungen für das Over-the-Counter-(OTC-)Derivategeschäft zu rechnen.
Diese Verpflichtung wird für alle betroffenen Marktteilnehmer Ende 2020 voll wirksam.
Die Situation an den Bondmärkten ist im Wesentlichen durch die anhaltenden Handelskonflikte
sowie die politischen Unsicherheiten rund um den Brexit gekennzeichnet. Dies führt
zu einer konstanten Nachfrage guter Bonitäten. Aufgrund des anhaltenden negativen
Zinsniveaus kommt es zu einer zusätzlichen Nachfrage von Finanzinvestoren auf der
Suche nach Rendite.
Vor diesem Hintergrund wird die bereits deutlich reduzierte Liquidität in den Sekundärmärkten
weiterhin verhalten bleiben. Wir rechnen weiterhin mit sehr niedrigen Bundrenditen
auch im langfristigen Bereich (aktuell sind die Bundrenditen bis 25 Jahren negativ)
sowie einer anhaltend hohen Nachfrage von Investoren nach qualitativ guten Wertpapieren
und damit weiterhin mit engen Credit Spreads.
Das Liquiditätsmanagement der Commerzbank ist auf sich verändernde Marktbedingungen
gut vorbereitet und in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren.
Auch durch den Brexit erwarten wir weiterhin keine signifikanten Auswirkungen auf
unsere Liquiditätssituation. Die Bank weist eine komfortable Liquiditätssituation
auf, die sich über den internen Limiten und den gegenwärtig gültigen regulatorischen
Anforderungen der Liquiditätsverordnung und der MaRisk bewegt.
Unsere Geschäftsplanung ist dahingehend ausgelegt, dass die Liquiditätsausstattung
den gegebenen Marktverhältnissen und den damit verbundenen Unsicherheiten Rechnung
trägt. Dies wird durch unser Geschäftsmodell im Privat- und Firmenkundengeschäft sowie
den für besicherte und unbesicherte Anleihen zur Verfügung stehenden Geld- und Kapitalmarkt
gestützt.
Wie bereits im Rahmen unseres Strategieupdates Ende September kommuniziert, haben
wir unseren Ausblick für das Geschäftsjahr 2019 angepasst. Ausschlaggebend für die
Anpassung waren zum einen die makroökonomischen Unsicherheiten, insbesondere die sich
weiter verschärfenden globalen Handelskonflikte. Zum anderen führt die von der EZB
im September beschlossene weitere Lockerung der Geldpolitik und der daraus resultierende
Margendruck ebenfalls zu Ergebnisbelastungen. Wir rechnen deshalb nicht mehr damit,
im Vergleich zum Vorjahr leicht höhere Konzernerträge erzielen zu können. Die insgesamt
schwierigen gesamtwirtschaftlichen und geschäftspolitischen Rahmenbedingungen sowie
das aktuelle Zinsumfeld sind -wie im Strategieupdate bereits kommuniziert - Basis
für die Finanzplanung. Auch vor dem Hintergrund, dass wir im vierten Quartal mit einer
deutlich höheren Steuerquote rechnen, gehen wir davon aus, dass sich der Konzernjahresüberschuss
des Geschäftsjahres 2019 gegenüber dem Vorjahr rückläufig entwickelt. Unsere Prognose
für die per Jahresende angestrebte harte Kernkapitalquote von mindestens 12,75 % bleibt
unverändert.
Der Zwischenrisikobericht ist ein eigenständiger Berichtsteil im Zwischenbericht.
Er ist Bestandteil des Zwischenlageberichts.
Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener
Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet
grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten.
Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise in der Rechnungslegung oder in der Kapitalbindung
bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Compliance- und
Reputationsrisiken.
Die Commerzbank sieht das Risikomanagement als eine Aufgabe für die gesamte Bank an.
Der Chief Risk Officer (CRO) verantwortet konzernweit die Entwicklung und Umsetzung
der risikopolitischen Leitlinien für quantifizierbare Risiken, die vom Gesamtvorstand
festgelegt werden, sowie die Messung dieser Risiken. Der CRO berichtet im Gesamtvorstand
und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des
Konzerns.
Die Risikomanagement-Organisation besteht aus den Bereichen Group Credit Risk Management,
Group Kredit, Group Market Risk Management sowie Group Risk Controlling & Capital
Management. Alle Bereiche haben eine direkte Berichtslinie an den CRO.
Für die Etablierung angemessener Governance, Verfahren und Systeme, die es der Bank
ermöglichen, unerwünschte Gefährdungen durch Compliance-Risiken zu vermeiden, ist
Group Compliance die zweite Verteidigungslinie. Dies umfasst die Risikofelder Geldwäsche,
Terrorismusfinanzierung, Sanktionen/Embargos, Markets Compliance sowie Betrug und
Korruption. Group Compliance wird durch den Chief Compliance Officer gesteuert, der
direkt an das für Group Compliance zuständige Vorstandsmitglied berichtet.
Weitere Details zur Organisation des Risikomanagements der Commerzbank sind im Konzernrisikobericht
2018 dargestellt.
Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung
und des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) der Commerzbank. Sie
verfolgt das Ziel einer jederzeit angemessenen Kapitalausstattung.
Seit dem ersten Quartal 2019 erfolgt die Überwachung der Risikotragfähigkeit (RTF)
in der ökonomischen Perspektive des ICAAP auf Basis des aufsichtlich vorgegebenen
Fortführungsansatzes (ICAAP-Leitfaden der EZB vom November 2018). Das Konfidenzniveau
der ökonomischen Kapitalbedarfsermittlung beträgt 99,90 % und harmoniert mit dem Fortführungsansatz.
Zur Bestimmung des ökonomischen Risikodeckungspotenzials werden nur Eigenkapitalbestandteile
mit ihrem ökonomischen Wert berücksichtigt, die in der Fortführungsperspektive Verluste
absorbieren.
Die Risikotragfähigkeit wird zusätzlich anhand makroökonomischer Stressszenarios beurteilt.
Die Szenariosimulationen werden quartalsweise auf Konzernebene mit einem Zeithorizont
von zwölf Monaten durchgeführt.
Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene
des Commerzbank-Konzerns. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als
erfüllt, sofern die RTFQuote über 100 % liegt. Die RTF-Quote betrug 146 % per 30.
September 2019 (193 % per 31. Dezember 2018). Die Veränderung der RTF-Quote ist im
Wesentlichen auf die im ersten Quartal erfolgten methodischen Anpassungen auf Basis
des neuen ICAAP-Leitfadens der EZB zurückzuführen (unter anderem die Nichtberücksichtigung
von nachrangigen Kapitalbestandteilen), die zu einem Rückgang des Risikodeckungspotenzials
gegenüber Dezember 2018 führte. Marktschwankungen führten im dritten Quartal zu einem
höheren ökonomisch erforderlichen Kapital. Die RTF-Quote liegt weiterhin deutlich
über dem Mindestanspruch.
| Risikotragfähigkeit Konzern | Mrd. € | 30.9.20191 | 31.12.20181 |
| Ökonomisches Risikodeckungspotenzial | 24 | 27 |
| Ökonomisch erforderliches Kapital2 | 17 | 14 |
| davon für Adressenausfallrisiko | 10 | 10 |
| davon für Marktrisiko3 | 6 | 3 |
| davon für operationelles Risiko | 2 | 2 |
| davon Diversifikationseffekte | - 2 | - 2 |
| RTF-Quote (%)4 | 146 | 193 |
1
Konfidenzniveau ab 31. März 2019: 99,90 %; zum 31. Dezember 2018: 99,91 %.
2
Einschließlich Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen
und Risikopuffer für Reserverisiko und die Quantifizierung potenzieller Wertschwankungen
von Goodwill und Intangibles.
3
Ab 30. September 2019 einschließlich Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen.
4
RTF-Quote = ökonomisches Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches Kapital
(inklusive Risikopuffer).
Die finalen Beschlüsse für die TRIM-Kreditrisikomodellprüfungen aus dem Jahr 2017
("Baufinanzierungen" und "Unternehmen KMU") wurden der Commerzbank am 17. September
2019 zugestellt. Einzelheiten der Beschlüsse sind derzeit noch in Diskussion mit der
EZB. Nach erfolgter Klärung mit der EZB ergeben sich gegebenenfalls Adjustierungen
der bereits in den Q3-Zahlen reflektierten TRIM-Auswirkung nach oben oder unten.
Das Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr eines Verlustes oder entgangenen Gewinnes
durch den Ausfall eines Geschäftspartners. Es zählt zu den quantifizierbaren wesentlichen
Risiken mit den wesentlichen Unterrisikoarten Kreditausfallrisiko, Emittentenrisiko,
Kontrahentenrisiko, Länder- und Transferrisiko, Veritätsrisiko sowie Reserverisiko.
Die Commerzbank fokussiert ihr Geschäft in den zwei Kundensegmenten Privat- und Unternehmerkunden
sowie Firmenkunden. Im Segment Asset & Capital Recovery (ACR) hatte die Bank die Aktivitäten
aus den Bereichen Commercial Real Estate und Ship Finance sowie die komplexeren Finanzierungen
aus dem Bereich Public Finance gebündelt, um die Portfolios in diesen Bereichen über
die Zeit vollständig abzubauen. Zum 1. Juli 2019 wurde das Segment ACR nach den Abbauerfolgen
der vergangenen Jahre aufgelöst und die Restportfolios in den Bereich Sonstige und
Konsolidierung sowie in das Segment Privat- und Unternehmerkunden übertragen.
Kreditrisikokennzahlen Zur Steuerung und Limitierung der Adressenausfallrisiken im
Commerzbank-Konzern nutzen wir unter anderem die folgenden Risikokennzahlen: Exposure
at Default (EaD) -im Folgenden auch als Exposure bezeichnet -, Loss at Default (LaD),
Expected Loss (EL), Risikodichte (EL/EaD), Credit Value at Risk (CVaR = ökonomischer
Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,90 % und einer Haltedauer
von einem Jahr) und Risikoaktiva sowie für Klumpenrisiken den "All-in".
Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8 stellten sich zum Stichtag
30. September 2019 wie folgt dar:
| 30.9.2019 | 31.12.2018 | |||||
| Kreditrisikokennzahlen | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | CVaR | Exposure at Default | Expected Loss |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mio. € | Mrd. € | Mio. € | |
| Privat- und Unternehmerkunden | 175 | 441 | 25 | 2 118 | 165 | 420 |
| Firmenkunden | 189 | 482 | 26 | 4 615 | 187 | 467 |
| Asset & Capital Recovery | 8 | 46 | ||||
| Sonstige und Konsolidierung1 | 73 | 89 | 12 | 3 146 | 72 | 35 |
| Konzern | 437 | 1 012 | 23 | 9 878 | 432 | 968 |
| 31.12.2018 | ||
| Kreditrisikokennzahlen | Risikodichte | CVaR |
| Bp. | Mio. € | |
| Privat- und Unternehmerkunden | 25 | 2 476 |
| Firmenkunden | 25 | 5 458 |
| Asset & Capital Recovery | 57 | 643 |
| Sonstige und Konsolidierung1 | 5 | 1 790 |
| Konzern | 22 | 10 366 |
Der Rückgang des CVaR resultiert aus der Anpassung des Konfidenzniveaus von 99,91
% auf 99,90 % im ersten Quartal 2019.
Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil
von 83 % in den internen Ratingstufen 1 und 2, die dem Investment-Grade-Bereich zuzuordnen
sind.
| 30.9.2019 | 31.12.2018 | |||||
| Ratingverteilung EaD | % | 1,0-1,8 | 2,0-2,8 | 3,0-3,8 | 4,0-4,8 | 5,0-5,8 | 1,0-1,8 |
| Privat- und Unternehmerkunden | 31 | 51 | 14 | 3 | 1 | 32 |
| Firmenkunden | 19 | 61 | 16 | 3 | 1 | 20 |
| Asset & Capital Recovery | 27 | |||||
| Sonstige und Konsolidierung | 60 | 36 | 3 | 1 | 0 | 45 |
| Konzern | 31 | 53 | 13 | 2 | 1 | 29 |
| 31.12.2018 | ||||
| Ratingverteilung EaD | % | 2,0-2,8 | 3,0-3,8 | 4,0-4,8 | 5,0-5,8 |
| Privat- und Unternehmerkunden | 51 | 14 | 3 | 1 |
| Firmenkunden | 59 | 16 | 3 | 1 |
| Asset & Capital Recovery | 56 | 8 | 9 | 1 |
| Sonstige und Konsolidierung | 53 | 1 | 0 | 0 |
| Konzern | 55 | 13 | 2 | 1 |
Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der
Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider. Rund
die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere
Länder in Europa, 8 % auf Nordamerika und 4 % auf Asien. Der Rest ist breit diversifiziert
und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure
begleitet werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Der
Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland und
die restlichen europäischen Länder.
| 30.9.2019 | 31.12.2018 | |||||
| Konzernportfolio nach Regionen | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| Deutschland | 235 | 502 | 21 | 227 | 477 | 21 |
| Westeuropa | 92 | 181 | 20 | 84 | 162 | 19 |
| Mittel- und Osteuropa | 45 | 203 | 45 | 41 | 197 | 48 |
| Nordamerika | 36 | 52 | 14 | 32 | 54 | 17 |
| Asien | 19 | 39 | 21 | 37 | 44 | 12 |
| Sonstige | 10 | 36 | 36 | 10 | 34 | 33 |
| Konzern | 437 | 1 012 | 23 | 432 | 968 | 22 |
Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Entwicklungen werden Volkswirtschaften
wie Russland, Türkei und China eng beobachtet. Zum Ende des dritten Quartals 2019
lag das Russland-Exposure bei 3,0 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 2,6 Mrd. Euro), das
Türkei-Exposure bei 1,7 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 1,7 Mrd. Euro) sowie das Exposure
in China bei 4,5 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 6,4 Mrd. Euro).
Als Folge der Staatsschuldenkrise werden auch die Sovereign Exposures von Italien
und Spanien weiterhin eng überwacht. Das Sovereign Exposure in Italien lag zum Ende
des dritten Quartals 2019 bei 9,5 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 8,4 Mrd. Euro) und
das Sovereign Exposure von Spanien bei 2,3 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 1,3 Mrd.
Euro).
Risikoergebnis Das Risikoergebnis im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich in den
ersten neun Monaten 2019 auf - 370 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr 2019 wird das Risikoergebnis
aus heutiger Sicht nicht unter 550 Mio. Euro liegen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung des Risikoergebnisses nach Stages gemäß
IFRS 9. In Note 27 des Zwischenabschlusses (Kreditrisiken und Kreditverluste) werden
Details zu den Stages erläutert; in Note 10 (Risikoergebnis) findet sich die Definition
zum Risikoergebnis.
Marktwertschwankungen im Schiffsportfolio sind nicht im Risikoergebnis enthalten.
Sie werden ertragswirksam in der Position "Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value
bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten" ausgewiesen.
| 1.7.-30.9.2019 | 1.4.-30.6.2019 | |||||
| Risikoergebnis | Stage 1 | Stage 21 | Stage 31 | Gesamt | Stage 1 | Stage 21 |
| Mio. € | ||||||
| Privat- und Unternehmerkunden | - 8 | - 16 | - 62 | - 87 | - 1 | 20 |
| Firmenkunden | 7 | 34 | - 72 | - 31 | 0 | 7 |
| Asset & Capital Recovery | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige und Konsolidierung | - 1 | 7 | - 3 | 4 | - 2 | 48 |
| Konzern | - 2 | 25 | - 137 | - 114 | - 2 | 75 |
| 1.4.-30.6.2019 | 1.1.-31.3.2019 | ||||
| Risikoergebnis | Stage 31 | Gesamt | Stage 1 | Stage 21 Stage 31 | Gesamt |
| Mio. € | |||||
| Privat- und Unternehmerkunden | - 68 | - 48 | - 2 | - 5 - 44 | - 52 |
| Firmenkunden | - 134 | - 127 | 0 | - 17 - 12 | - 28 |
| Asset & Capital Recovery | - 23 | - 23 | 0 | 2 - 2 | - 1 |
| Sonstige und Konsolidierung | - 26 | 21 | - 1 | 4 0 | 2 |
| Konzern | - 250 | - 178 | - 3 | - 17 -58 | - 78 |
1
Stage 2 und 3 inklusive POCI (POCI - Purchased or Originated Credit-impaired).
| 1.7.-30.9.2018 | 1.4.-30.6.2018 | |||||
| Risikoergebnis1 | Stage 1 | Stage 22 | Stage 32 | Gesamt | Stage 1 | Stage 22 |
| Mio. € | ||||||
| Privat- und Unternehmerkunden | - 3 | - 21 | - 45 | - 69 | - 14 | 12 |
| Firmenkunden | - 14 | 5 | - 53 | - 61 | - 8 | - 37 |
| Asset & Capital Recovery | - 2 | 2 | 2 | 2 | 7 | 3 |
| Sonstige und Konsolidierung | 2 | - 4 | - 2 | - 3 | - 3 | 1 |
| Konzern | - 17 | - 17 | - 98 | - 133 | - 18 | - 22 |
| 1.4.-30.6.2018 | 1.1.-31.3.2018 | |||||
| Risikoergebnis1 | Stage 32 | Gesamt | Stage 1 | Stage 22 | Stage 32 | Gesamt |
| Mio. € | ||||||
| Privat- und Unternehmerkunden | - 63 | - 66 | 30 | - 42 | - 36 | - 49 |
| Firmenkunden | 9 | - 35 | 0 | - 4 | - 21 | - 25 |
| Asset & Capital Recovery | 6 | 16 | 1 | - 3 | 0 | - 2 |
| Sonstige und Konsolidierung | 5 | 3 | - 3 | 2 | 0 | - 1 |
| Konzern | - 43 | - 82 | 27 | - 48 | - 57 | - 77 |
1
Rückwirkend angepasst (siehe Zwischenabschluss Note 3).1 1
2
Stage 2 und 3 inklusive POCI (POCI - Purchased or Originated Credit-impaired).2 2
| 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.20181 | |||||
| Risikoergebnis | Mio. € | Stage 1 | Stage 22 | Stage 32 | Gesamt | Stage 1 | Stage 22 |
| Privat- und Unternehmerkunden | - 11 | - 1 | - 174 | - 187 | 13 | - 52 |
| Firmenkunden | 8 | 24 | - 218 | - 186 | - 22 | - 36 |
| Asset & Capital Recovery | 0 | 2 | - 25 | - 24 | 6 | 1 |
| Sonstige und Konsolidierung | - 4 | 59 | - 29 | 27 | - 4 | 0 |
| Konzern | - 7 | 83 | - 446 | - 370 | - 7 | - 87 |
| 1.1.-30.9.20181 | ||
| Risikoergebnis | Mio. € | Stage 32 | Gesamt |
| Privat- und Unternehmerkunden | - 145 | - 184 |
| Firmenkunden | - 64 | - 121 |
| Asset & Capital Recovery | 8 | 15 |
| Sonstige und Konsolidierung | 3 | - 2 |
| Konzern | - 198 | - 292 |
1
Rückwirkend angepasst (siehe Zwischenabschluss Note 3).
2
Stage 2 und 3 inklusive POCI (POCI - Purchased or Originated Credit-impaired).
Default-Portfolio Das Default-Portfolio des Konzerns war in den ersten neun Monaten
2019 um 272 Mio. Euro rückläufig und lag zum 30. September 2019 bei 3 568 Mio. Euro.
Die nachstehende Darstellung des Default-Portfolios zeigt die ausgefallenen Forderungen
der Kategorien Amortised Cost und
Fair Value OCI (OCI - Other Comprehensive Income). Die von der Bank gehaltenen als
ausgefallen klassifizierten Fair Value Kredite aus den Bereichen Ship Finance und
CRE in Höhe von insgesamt 176 Mio. Euro sind nicht enthalten.
| 30.9.2019 | 31.12.2018 | |||||
| Default-Portfolio Konzern | Mio. € | Kredite | Wertpapiere | Gesamt | Kredite | Wertpapiere | Gesamt |
| Default-Portfolio | 3 568 | 0 | 3 568 | 3 769 | 71 | 3 839 |
| LLP1 | 1 629 | 0 | 1 629 | 1 606 | 3 | 1 609 |
| Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%)2 | 46 | 0 | 46 | 43 | 4 | 42 |
| Sicherheiten | 859 | 0 | 859 | 913 | 0 | 913 |
| Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%)2 | 70 | 0 | 70 | 67 | 4 | 66 |
| NPL-Ratio (%)3 | 0,8 | 0,9 | ||||
1
Loan Loss Provision.
2
Coverage Ratio: LLP (und Sicherheiten) im Verhältnis zum Default-Portfolio.
3
NPL-Ratio: Default-Portfolio (NPL - Non-Performing Loans) im Verhältnis zum Gesamtexposure
(EaD inklusive NPL).
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden (PUK) umfasst die Aktivitäten der Konzernbereiche
Private Kunden, Unternehmerkunden, comdirect bank und Commerz Real. Die mBank wird
ebenfalls im Segment Privat- und Unternehmerkunden abgebildet. Im Bereich Private
Kunden sind das inländische Filialgeschäft für Privatkunden sowie das Wealth-Management
zusammengefasst. Der Bereich Unternehmerkunden bildet die Geschäfts- und kleinen Firmenkunden
ab.
Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und
der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (private Baufinanzierung und Renditeobjekte
mit einem EaD von insgesamt 86 Mrd. Euro). Die Kreditversorgung unserer Geschäfts-
und Unternehmerkunden stellen wir über Individualkredite mit einem Volumen von 22
Mrd. Euro sicher. Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden
durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite und Kreditkarten mit
insgesamt 16 Mrd. Euro). Der Portfolioanstieg in den ersten neun Monaten resultierte
überwiegend aus der Baufinanzierung.
Die Risikodichte des Portfolios ist gegenüber dem Jahresultimo mit 25 Basispunkten
konstant geblieben.
| 30.9.2019 | 31.12.2018 | |||||
| Kreditrisikokennzahlen | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| Private Kunden | 103 | 169 | 16 | 99 | 177 | 18 |
| Unternehmerkunden | 31 | 77 | 25 | 29 | 67 | 23 |
| comdirect bank | 3 | 19 | 63 | 4 | 6 | 17 |
| Commerz Real | 1 | 2 | 39 | 1 | 2 | 29 |
| mBank | 37 | 174 | 47 | 33 | 167 | 50 |
| PUK | 175 | 441 | 25 | 165 | 420 | 25 |
Im Segment Privat- und Unternehmerkunden lag das Risikoergebnis in den ersten neun
Monaten 2019 bei - 187 Mio. Euro.
Das Default-Portfolio des Segments belief sich per 30. September 2019 auf 1 757 Mio.
Euro.
| 30.9.2019 | 31.12.2018 | |||||
| Default-Portfolio Segment PUK | Mio. € | Kredite | Wertpapiere | Gesamt | Kredite | Wertpapiere | Gesamt |
| Default-Portfolio | 1 757 | 0 | 1 757 | 1 751 | 0 | 1 751 |
| LLP | 931 | 0 | 931 | 850 | 0 | 850 |
| Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%) | 53 | 0 | 53 | 49 | 0 | 49 |
| Sicherheiten | 531 | 0 | 531 | 531 | 0 | 531 |
| Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) | 83 | 0 | 83 | 79 | 0 | 79 |
| NPL-Ratio (%) | 1,0 | 1,1 | ||||
Im Segment Firmenkunden (FK) bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen
Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor, institutionellen Kunden und multinationalen
Unternehmen. Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns
zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Der regionale
Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt in Deutschland und Westeuropa. Weiterhin werden
in diesem Segment die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten des Konzerns gebündelt.
| 30.9.2019 | 31.12.2018 | |||||
| Kreditrisikokennzahlen | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| Mittelstand | 79 | 232 | 29 | 74 | 198 | 27 |
| International Corporates | 72 | 134 | 18 | 68 | 149 | 22 |
| Financial Institutions | 21 | 62 | 30 | 23 | 69 | 30 |
| Sonstige | 17 | 54 | 32 | 22 | 50 | 23 |
| FK | 189 | 482 | 26 | 187 | 467 | 25 |
Der EaD des Segments Firmenkunden ist im Vergleich zum 31. Dezember des Vorjahres
von 187 Mrd. Euro auf 189 Mrd. Euro leicht gestiegen. Die Risikodichte blieb mit 26
Basispunkten nahezukonstant.
Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf
Seite 23.
Mit - 186 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2019 lag das Risikoergebnis im Segment
Firmenkunden geprägt von Einzelfällen wie erwartet über dem niedrigen Wert des Vorjahresvergleichszeitraums,
in dem das Segment von größeren Auflösungen profitiert hatte.
Das Default-Portfolio des Segments belief sich per 30. September 2019 auf 1 566 Mio.
Euro.
| 30.9.2019 | 31.12.2018 | |||||
| Default-Portfolio Segment FK | Mio. € | Kredite | Wertpapiere | Gesamt | Kredite | Wertpapiere | Gesamt |
| Default-Portfolio | 1 566 | 0 | 1 566 | 1 669 | 67 | 1 736 |
| LLP | 628 | 0 | 628 | 636 | 3 | 639 |
| Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%) | 40 | 0 | 40 | 38 | 4 | 37 |
| Sicherheiten | 239 | 0 | 239 | 251 | 0 | 251 |
| Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) | 55 | 0 | 55 | 53 | 4 | 51 |
| NPL-Ratio (%) | 0,8 | 0,9 | ||||
Die folgenden Analysen sind unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit zu
verstehen. Die dargestellten Positionen sind bereits vollständig in den vorherigen
Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten.
Das Corporates-Exposure verteilt sich wie nachfolgend dargestellt auf die Branchen:
| 30.9.2019 | 31.12.2018 | |||||
| Corporates-Portfolio nach Branchen | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| Energieversorgung/Abfallwirtschaft | 19 | 57 | 29 | 18 | 62 | 34 |
| Technologie/Elektronik | 15 | 35 | 23 | 13 | 31 | 24 |
| Konsum | 15 | 50 | 34 | 14 | 54 | 37 |
| Großhandel | 14 | 50 | 35 | 13 | 48 | 37 |
| Transport/Tourismus | 12 | 40 | 34 | 11 | 30 | 26 |
| Grundstoffe/Metall | 12 | 40 | 34 | 11 | 42 | 40 |
| Dienstleistungen/Medien | 11 | 29 | 27 | 10 | 30 | 29 |
| Automobil | 10 | 36 | 36 | 10 | 27 | 28 |
| Chemie/Verpackung | 9 | 46 | 49 | 9 | 41 | 43 |
| Maschinenbau | 9 | 27 | 29 | 9 | 24 | 28 |
| Bau | 6 | 16 | 25 | 6 | 16 | 28 |
| Pharma/Gesundheitswesen | 5 | 11 | 22 | 4 | 10 | 24 |
| Sonstige | 7 | 9 | 13 | 5 | 7 | 13 |
| Gesamt | 145 | 446 | 31 | 133 | 421 | 32 |
Mit unserem Korrespondenzbankennetz standen weiterhin Trade-Finance-Aktivitäten im
Interesse unserer Firmenkunden sowie Kapitalmarktaktivitäten im Vordergrund. Im Derivatebereich
werden Transaktionen mit ausgewählten Gegenparteien nach den Standards der European
Market Infrastructure Regulation (EMIR) abgeschlossen.
Die Auswirkungen von aufsichtsrechtlichen Vorgaben auf Banken beobachten wir weiterhin
eng. In diesem Zusammenhang verfolgen wir unverändert die Strategie, möglichst wenige
Exposures zu halten, die im Falle eines Bail-in des betroffenen Instituts Verluste
erleiden könnten.
Die Entwicklung diverser Länder mit individuellen Themen wie Rezessionen, Embargos
oder wirtschaftliche Unsicherheit aufgrund politischer Ereignisse (zum Beispiel "Handelskriege",
Brexit) verfolgen wir eng und reagieren mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation
des Landes abgestimmten Portfoliosteuerung. Insgesamt richten wir unseren Risikoappetit
danach aus, das Portfolio möglichst reagibel zu halten.
| 30.9.2019 | 31.12.2018 | |||||
| FI-Portfolio nach Regionen | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| Deutschland | 5 | 3 | 7 | 5 | 6 | 12 |
| Westeuropa | 15 | 11 | 7 | 15 | 12 | 8 |
| Mittel- und Osteuropa | 3 | 16 | 62 | 3 | 17 | 56 |
| Nordamerika | 2 | 0 | 2 | 2 | 1 | 4 |
| Asien | 10 | 21 | 22 | 12 | 24 | 21 |
| Sonstige | 5 | 21 | 39 | 6 | 23 | 40 |
| Gesamt | 40 | 73 | 18 | 43 | 83 | 19 |
Das Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio umfasst hauptsächlich Versicherungsgesellschaften,
Asset-Manager, regulierte Fonds sowie zentrale Gegenparteien. Die regionalen Schwerpunkte
der Geschäftsaktivitäten liegen in Deutschland, Westeuropa sowie den Vereinigten Staaten
von Amerika.
Neugeschäfte mit NBFIs erfolgen einerseits vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen
(Clearing über zentrale Gegenparteien) und andererseits im Interesse unserer institutionellen
Kunden, wobei sich die Commerzbank auf attraktive Opportunitäten mit Adressen guter
Bonität fokussiert. Unter Portfoliomanagement-Gesichtspunkten verfolgen wir dabei
als Ziel die Gewährleistung einer hohen Portfolioqualität und -reagibilität. Risiken
aufgrund politischer Ereignisse (zum Beispiel Brexit) verfolgen wir eng und reagieren
mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation abgestimmten Steuerung.
| 30.9.2019 | 31.12.2018 | |||||
| NBFI-Portfolio nach Regionen | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| Deutschland | 18 | 27 | 15 | 18 | 25 | 14 |
| Westeuropa | 12 | 34 | 29 | 12 | 23 | 19 |
| Mittel- und Osteuropa | 2 | 12 | 66 | 1 | 8 | 65 |
| Nordamerika | 9 | 20 | 22 | 9 | 24 | 28 |
| Asien | 2 | 3 | 14 | 2 | 2 | 13 |
| Sonstige | 1 | 2 | 27 | 1 | 2 | 31 |
| Gesamt | 43 | 97 | 23 | 42 | 84 | 20 |
Die Commerzbank hat im Laufe der vergangenen Jahre überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements
Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden mit einem aktuellen
Volumen von 4,4 Mrd. Euro vorgenommen. Die Transaktion CoCo Finance II 2 wurde im
dritten Quartal 2019 vertagsgemäß zurückgezahlt.
Zum Stichtag 30. September 2019 wurden Risikopositionen in Höhe von 4,1 Mrd. Euro
zurückbehalten. Der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 3,9 Mrd. Euro
auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet sind.
| Volumen Commerzbank1 | |||||
| Verbriefungspool | Fälligkeit | Senior | Mezzanine | First Loss Piece | Gesamtvolumen1 |
| Mrd. € | |||||
| Corporates | 2025-2036 | 3,9 | < 0,1 | 0,1 | 4,4 |
| Gesamt 30.9.2019 | 3,9 | < 0,1 | 0,1 | 4,4 | |
| Gesamt 31.12.2018 | 5,3 | < 0,1 | 0,1 | 5,9 | |
1
Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch.
Die Commerzbank ist Sponsor des Multiseller Asset-backed Commercial Paper Conduits
"Silver Tower". Sie arrangiert über Silver Tower die Verbriefung von Forderungen -insbesondere
Handels- und Leasingforderungen -von Kunden des Segments Firmenkunden. Die Geschäfte
werden im Wesentlichen durch die Emission von Asset-backed Commercial Papers (ABCP)
oder durch die Inanspruchnahme von Kreditlinien (Liquiditätslinien) finanziert. Im
Hinblick auf regulatorische Änderungen und im Rahmen des Umzuges des Conduits Silver
Tower nach Luxemburg erfolgt seit Jahresbeginn auch ein Teil der Finanzierung durch
direkten Ankauf von Funding Notes auf die Bilanz der Bank. Das Volumen sowie die Risikowerte
für die Verbriefung von Forderungen aus dem Firmenkundensegment sind in den ersten
neun Monaten des Jahres 2019 leicht von 3,9 Mrd. Euro auf 4,1 Mrd. Euro gestiegen.
Die Liquiditätsrisiken aus Verbriefungen werden im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells
risikoadäquat modelliert. Zum einen wird in einem Worst-Case-Szenario unterstellt,
dass der Großteil der den Zweckgesellschaften gestellten Ankaufsfazilitäten im Rahmen
von Silver Tower durch die Commerzbank refinanziert werden muss. Zum anderen werden
eigene Bestände aus Verbriefungstransaktionen nur dann als liquide Aktiva berücksichtigt,
wenn es sich um zentralbankfähige Positionen handelt. Diese Positionen werden nur
unter Anwendung von risikoadäquaten Abschlägen in der Liquiditätsrisikorechnung berücksichtigt.
Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere
gehalten in der Commerzbank Finance 8 Covered Bond S.A. sowie der Commerzbank AG Inland.
Das Volumen blieb im dritten Quartal 2019 mit 4,2 Mrd. Euro relativ stabil (Dezember
2018: 4,0 Mrd. Euro), die Risikowerte1 blieben mit 4,0 Mrd. Euro (Dezember 2018: 3,8 Mrd. Euro) ebenfalls nahezu unverändert.
Weiterhin bestehen Investitionen im Bereich Structured Credit. Von diesen wurden 4,9
Mrd. Euro seit 2014 als Neuinvestitionen getätigt (Dezember 2018: 3,8 Mrd. Euro).
Wir haben in Anleihen von Senior-Tranchen aus Verbriefungstransaktionen der Assetklassen
Consumer-(Auto-) ABS, UK-RMBS und CLO investiert, die eine robuste Struktur und ein
moderates Risikoprofil aufweisen. Zum 30. September 2019 befinden sich (wie bereits
zum Jahresabschluss 2018) ausschließlich CLO Positionen mit AAA Ratings in diesem
Portfolio. Verbleibende Positionen im Volumen von 1,1 Mrd. Euro waren bereits vor
2014 im Bestand (Dezember 2018: 1,3 Mrd. Euro), die Risikowerte dieser Positionen
lagen bei 0,4 Mrd. Euro (Dezember 2018: 0,4 Mrd. Euro).
Marktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch
die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Währungs- und
Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen)
entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel
bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen in
der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven berücksichtigt.
Das Marktrisiko wird intern durch ein einheitliches Value-at-Risk-Modell (Historische
Simulation) gesteuert, in das alle marktrisikorelevanten Positionen einfließen. Für
kleinere Einheiten innerhalb der Commerzbank-Gruppe werden im Rahmen eines Partial
Use die Standardverfahren verwendet. Der VaR quantifiziert den möglichen Verlust aus
Finanzinstrumenten infolge veränderter Marktbedingungen während eines vorgegebenen
Zeithorizonts und mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit. Nähere Details zur angewendeten
Methodik sind im Konzernrisikobericht 2018 dargestellt. Um eine konsistente Darstellung
in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf ein Konfidenzniveau
von 99 % und eine Haltedauer von einem Tag bei gleichgewichteten Marktdaten und einer
Historie von 254 Tagen.
In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und
Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische Zwecke
erfolgen zusätzlich eine separate Steuerung des Handelsbuches (gemäß regulatorischen
Anforderungen inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuches) sowie eine
Steuerung der Zinsrisiken im Bankbuch auf Stand-alone-Basis.
Für das Gesamtbuch stieg der VaR in den ersten neun Monaten 2019 um 47 Mio. Euro auf
81 Mio. Euro. Der Anstieg des VaR resultiert aus der stark gestiegenen Volatilität
auf den Zinsmärkten, die zu Extremszenarios in der VaR-Berechnung führt.
| VaR-Beitrag | Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 |
| Gesamtbuch | 81 | 34 |
| davon Handelsbuch | 8 | 10 |
In der EU trat am 1. Januar 2018 die Benchmark-Verordnung in Kraft. Ziel der Verordnung
ist die Verbesserung der Transparenz und Integrität der Ermittlung und Verwendung
von Indizes, die bei Finanzinstrumenten und Finanzkontrakten als Referenzwert oder
zur Messung der Wertentwicklung eines Investmentfonds verwendet werden. Die EU hat
kürzlich eine Verlängerung der Übergangszeit bis Ende 2021 beschlossen, um den betroffenen
Instituten die Möglichkeit zu geben, sich auf die bevorstehenden Entwicklungen einzustellen
und dem Markt Zeit zu geben, entsprechende Verfahren zu entwickeln, die mit der Verordnung
konform sind. Darüber hinaus hat das European Money Market Institute (EMMI) als Administrator
des Euribor die Zulassung des zuständigen Regulators für den Einsatz des sogenannten
"Hybrid Ansatzes" erhalten. Damit kann dieser Index weiterhin verwendet werden. Die
Umstellungsaufwände werden damit für die Banken deutlich reduziert. Die Bank hat zur
Vorbereitung ein Konzernprojekt etabliert und in die seit 1. Juli 2019 in Kraft getretene
"Delivery Organisation" (Campus 2.0) integriert, in dem alle betroffenen Einheiten
eingebunden sind. Im Rahmen dieser strategischen Initiative werden die notwendigen
Anpassungserfordernisse identifiziert und in einem Umsetzungsplan berücksichtigt,
so dass die Bank zeitgerecht auf die Umstellung der Geschäfts- und IT-Prozesse vorbereitet
ist und Aufwände für die Folgejahre entsprechend einplanen kann.
Ein erster Meilenstein wurde Anfang Oktober mit der Einführung der neuen Risk-Free-Rate
(RFR) "€STR" sowie der Umsetzung des EONIA Fixings auf eine neue Methodik erfolgreich
abgeschlossen. Die Neuerung hatte keine materielle Auswirkung auf Ertrags- oder Risikozahlen
der betroffenen Geschäfte.
Im Folgenden wird die Entwicklung der regulatorischen Marktrisikokennziffern des Handelsbuchportfolios
dargestellt. Die Handelsbuchpositionen der Commerzbank liegen im Wesentlichen im Segment
Firmenkunden sowie im Bereich Group Treasury. Die VaR-Zahlen beinhalten alle Risiken
im internen VaR-Modell. Kleinere Einheiten innerhalb der Commerzbank-Gruppe wenden
im Rahmen eines Partial Use die Standardverfahren für die regulatorische Kapitalberechnung
an und sind nicht in den dargestellten regulatorischen VaR-Kennziffern enthalten.
Der VaR sank im Verlauf der ersten drei Quartale 2019 geringfügig von 10 Mio. Euro
auf 8 Mio. Euro. Das VaR-Niveau im Handelsbuch befindet sich im historischen Vergleich
auf niedrigem Niveau.
| VaR der Portfolios im Handelsbuch | Mio. € | 1.1.-30.9.2019 | 2018 |
| Minimum | 6 | 6 |
| Mittelwert | 7 | 9 |
| Maximum | 11 | 12 |
| VaR-Endziffer Berichtsperiode | 8 | 10 |
Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert.
| VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch | Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 |
| Credit Spreads | 1 | 1 |
| Zinsen | 2 | 2 |
| Aktien | 2 | 3 |
| Währung | 2 | 2 |
| Rohwaren | 1 | 1 |
| Gesamt | 8 | 10 |
Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet.
Hierzu zählt die Ermittlung des Stressed VaR. Die Berechnung des Stressed VaR basiert
auf dem internen Modell und entspricht der oben beschriebenen VaR-Methodik. Der wesentliche
Unterschied liegt in den zur Bewertung der Vermögenswerte genutzten Marktdaten. Im
Stressed VaR wird das Risiko der aktuellen Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen
einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum
wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft
und bei Bedarf angepasst. In den ersten neun Monaten 2019 blieb der Krisenbeobachtungszeitraum
unverändert. Der Stressed VaR fiel von 35 Mio. Euro per Ende 2018 auf 28 Mio. Euro
per September 2019.
Das Marktrisikoprofil im Stressed VaR ist ebenfalls über alle Anlageklassen diversifiziert.
Dabei ist das Zinsrisiko die dominierende Anlageklasse.
| Stressed-VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch | Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 |
| Credit Spreads | 6 | 5 |
| Zinsen | 8 | 12 |
| Aktien | 4 | 10 |
| Währung | 6 | 4 |
| Rohwaren | 3 | 4 |
| Gesamt | 28 | 35 |
Darüber hinaus wird mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity Event VaR
das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen
quantifiziert. Die Incremental Risk Charge stieg in den ersten neun Monaten 2019 um
2 Mio. Euro auf 21 Mio. Euro und befindet sich im historischen Vergleich auf niedrigem
Niveau.
Die Verlässlichkeit des internen Modells (historische Simulation) wird unter anderem
durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten
VaR werden dabei tatsächlich eingetretene Gewinne und Verluste gegenübergestellt.
Dieser im Backtesting verwendete VaR basiert auf der vollständigen historischen Simulation
und repräsentiert damit alle in der Marktrisiko-VaR-Rechnung für die Eigenmittelanforderung
auf Gruppenebene verwendeten internen Modelle. Im Prozess wird zwischen den Varianten
"Clean P8L" und "Dirty P8L" Backtesting unterschieden. Beim Clean P&L Backtesting
werden in der Gewinn- und Verlustrechnung genau die Positionen berücksichtigt, die
der VaR-Berechnung zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste resultieren also ausschließlich
aus den am Markt eingetretenen Preisänderungen (hypothetische Änderungen des Portfoliowertes).
Demgegenüber werden beim Dirty P&L Backtesting zusätzlich die Gewinne und Verluste
von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages
herangezogen (tatsächliche durch Änderung der Portfoliowerte induzierte Gewinne und
Verluste). Gewinne und Verluste aus Bewertungsanpassungen und Modellreserven werden
gemäß den regulatorischen Vorgaben in der Dirty und Clean P&L berücksichtigt. Überschreitet
der sich ergebende Verlust den VaR, so spricht man von einem negativen Backtesting-Ausreißer.
Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse liefert Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern
und zur Verbesserung des Marktrisikomodells. In den ersten neun Monaten 2019 haben
wir keinen negativen Clean-P&L- und keinen negativen Dirty-P&L-Ausreißer gemessen.
Die Ergebnisse bestätigen die Qualität des VaR-Modells. Auf Basis des Backtestings
bewerten auch die Aufsichtsbehörden die internen Risikomodelle. Die negativen Ausreißer
werden mittels eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert. Alle
negativen Backtesting-Ausreißer (Clean P&L und Dirty P&L) auf Gruppenebene müssen
den Aufsichtsbehörden unter Angabe von Ausmaß und Ursache gemeldet werden. Da das
VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse
liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe von Stresstests wird
das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber dennoch
plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels extremer Bewegungen
auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten Szenarien beziehen
sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und Zinskurven,
Devisenkursen sowie Aktienkursen und Rohwarenpreisen. Beispiele für Stresstests sind
Kursverluste aller Aktien um 15 %, eine Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen
der Steigung dieser Kurve. Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche gruppenweite
Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt.
Die einzelnen Komponenten des internen Modells werden regelmäßig hinsichtlich ihrer
Angemessenheit für die Risikomessung unabhängig validert. Von besonderer Bedeutung
sind dabei die Identifikation und Behebung von Modellschwächen.
Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Portfolios des Bereichs
Group Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken sowie die Positionen
der Tochtergesellschaft Commerzbank Finance & Covered Bond S.A.
In der Marktrisikosteuerung werden die Credit-Spread-Sensitivitäten der Anlage- und
Handelsbücher zusammen betrachtet. Die Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt
Downshift) aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) lagen zum Ende
des dritten Quartals 2019 bei 50 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 41 Mio. Euro).
Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfiel auf Wertpapierpositionen,
die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Marktpreisänderungen haben
für diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn- und-Verlust-Rechnung.
Für die Anlagebücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben
monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert.
Entsprechend der Bankenrichtlinie haben die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
(BaFin) und die Europäische Zentralbank (EZB) allen Instituten zwei Szenarios für
einheitliche plötzliche und unerwartete Zinsänderungen vorgegeben (+/- 200 Basispunkte)
und lassen sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten.
Als Ergebnis des Szenarios + 200 Basispunkte wurde zum 30. September 2019 ein potenzieller
Verlust von 2 873 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 1 651 Mio. Euro potenzieller Verlust)
und im Szenario - 200 Basispunkte ein potenzieller Gewinn von 316 Mio. Euro (31. Dezember
2018: 230 Mio. Euro potenzieller Gewinn) ermittelt. Demnach ist die Commerzbank nicht
als Institut mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko zu klassifizieren, da die negativen
Barwertänderungen jeweils weniger als 20 % der regulatorischen Eigenmittel betragen.
Die Zinssensitivitäten des gesamten Anlagebuches (ohne Pensionsfonds) beliefen sich
zum 30. September 2019 auf 8,2 Mio. Euro pro Basispunkt rückläufiger Zinsen.
Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Unser
Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem
Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten
ist extrem lang (Modellierung der Cash-Outflows über fast
90 Jahre) und der Hauptteil der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich
in Laufzeiten von 15 und mehr Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen,
Credit Spreads sowie aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete Euro-Inflation
dar. Daneben sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte
zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen
Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der
Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität
entsprechender Absicherungsprodukte begründet.
Marktliquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität
nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und
zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern. Im Risikotragfähigkeitskonzept
der Commerzbank werden Marktliquiditätsrisiken einerseits durch die Skalierung des
Value at Risk auf den Kapitalhorizont von einem Jahr und der dadurch implizit berücksichtigten
Liquidationsperiode berücksichtigt. Andererseits erfolgt die Berücksichtigung von
zusätzlichen Bewertungsanpassungen für Marktliquiditätsrisiken in der Berechnung der
Risikodeckungsmasse.
Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank
ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne
beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht,
nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen
Konditionen finanziert werden können.
Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges
Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung
zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl
Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise.
Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus.
Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich.
Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland
vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Die Commerzbank
setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash-Pooling-Ansatz ein.
Dies stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität sicher, und zwar über
alle Zeitzonen, da sich in Frankfurt, London, New York und Singapur Einheiten des
Bereichs Group Treasury befinden. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Zwischenlagebericht
im Kapitel "Refinanzierung und Liquidität". Die Überwachung der Liquiditätsrisiken
erfolgt auf Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige
Risikofunktion.
Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Frühwarnindikatoren etabliert. Diese
gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle
Solidität nachhaltig sicherzustellen.
Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten
Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie
können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großer Einzelgläubiger oder Währungen
auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich
andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete
Maßnahmen mitigiert.
Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich wirkt die
kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Funding-Quellen,
insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer
Konzentration entgegen. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken
überwacht werden und die Commerzbank die Anforderungen an die Währungskongruenz der
hochliquiden Aktiva und Nettoliquiditätsabflüsse erfüllt.
Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die
entsprechend der Art der Krise vom zentralen ALCO eingeleitet werden können. Der Notfallplan
ist integraler Bestandteil des Recovery-Plans der Commerzbank und wird mindestens
jährlich aktualisiert, wohingegen die einzelnen Liquiditätsnotfallmaßnahmen regelmäßig
unterjährig plausibilisiert werden. Darüber hinaus definiert der Notfallplan eine
eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert
die gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen.
Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges
Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Die Liquiditätsrisikomodellierung
bezieht neben internen ökonomischen Erwägungen auch die bindenden regulatorischen
Anforderungen nach der "Capital Requirements Regulation (CRR)" sowie der "Mindestanforderungen
an das Risikomanagement (MaRisk)" mit ein. Die Commerzbank berücksichtigt dies in
ihrem Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk und gestaltet damit den vom Gesamtvorstand artikulierten
Liquiditätsrisikoappetit der Bank quantitativ aus.
Die der Modellierung zugrunde liegenden steuerungsrelevanten bankinternen Stressszenarios
berücksichtigen sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch
einer marktweiten Krise. Das Commerzbank-spezifische idiosynkratische Szenario simuliert
dabei eine Stresssituation, die aus einem Rating-Downgrade um zwei Notches resultiert.
Das marktweite Szenario hingegen wird aus den Erfahrungen der Subprime-Krise abgeleitet
und simuliert einen externen marktweiten Schock. Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber
der beiden Szenarios sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen,
eine überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken
als notwendig erachtete Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei
besicherten Geschäften sowie die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert
von Vermögensgegenständen. Als Ergänzung zu den Einzelszenarios werden die Auswirkungen
eines kombinierten Szenarios aus idiosynkratischen und marktspezifischen Effekten
auf die Liquiditätsablaufbilanz (Nettoliquiditätsposition) simuliert. Die Liquiditätsablaufbilanz
wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend über das volle Laufzeitspektrum
dargestellt und folgt dabei einem mehrstufigen Konzept. Dies gestattet die differenzierte
Darstellung deterministischer und modellierter Cashflows des Bestandsgeschäfts auf
der einen Seite sowie die Einbeziehung von Prolongationen auf der anderen Seite.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Werte der Liquiditätsablaufbilanz bei Anwendung
der jeweiligen Stressszenarios für einen Zeitraum von 1 beziehungsweise 3 Monaten
zum Quartalsultimo. Dabei wird deutlich, dass im Vergleich zu den Einzelszenarios
in einem kombinierten Stressszenario signifikant mehr Liquidität abfließt. Im 1-Monats-
beziehungsweise 3-Monats-Zeitraum verbleibt für das kombinierte Stressszenario zum
Ende des dritten Quartals 2019 eine Nettoliquidität von 20,6 Mrd. Euro beziehungsweise
22,8 Mrd. Euro.
| Nettoliquidität im Stressszenario | Mrd. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 | |
| Idiosynkratisches Szenario | 1 Monat | 27,6 | 16,6 |
| 3 Monate | 32,2 | 19,2 | |
| Marktweites Szenario | 1 Monat | 29,9 | 21,6 |
| 3 Monate | 32,0 | 22,7 | |
| Kombiniertes Szenario | 1 Monat | 20,6 | 11,0 |
| 3 Monate | 22,8 | 11,7 |
Wesentliche Elemente des Liquiditätsrisikoappetits sind die Reserveperiode, die Höhe
des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger
Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern.
Das Liquiditätsreserveportfolio, bestehend aus hochliquiden Vermögensgegenständen,
gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Das Liquiditätsreserveportfolio wird
gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe
während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen.
Die Bank wies zum Ende des dritten Quartals eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden
Aktiva in Höhe von 83,0 Mrd. Euro aus (zum Jahresultimo 2018: 77,3 Mrd. Euro). Ein
Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten
Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen
Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen.
Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio,
zum Stichtag in einer Höhe von 7,1 Mrd. Euro (31. Dezember 2018: 10,0 Mrd. Euro).
| Liquiditätsreserven aus hochliquiden Aktiva | Mrd. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 |
| Bestand an hochliquiden Aktiva | 83,0 | 77,3 |
| davon Level 1 | 77,9 | 61,9 |
| davon Level 2A | 3,9 | 14,1 |
| davon Level 2B | 1,1 | 1,3 |
In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres befanden sich die internen
Liquiditätskennzahlen der Commerzbank inklusive der regulatorischen Liquidity Coverage
Ratio (LCR) stets oberhalb der vom Vorstand festgelegten Limite. Gleiches gilt für
die Erfüllung der von den MaRisk vorgegebenen Berechnung der sogenannten "Survival
Period".
Die regulatorische LCR ist als eine zwingende Nebenbedingung in das Interne Liquiditätsrisikomodell
integriert. Die LCR-Kennziffer berechnet sich als Quotient aus dem Bestand an liquiden
Aktiva und den Netto-Liquiditätsabflüssen unter Stressbedingungen. Mithilfe dieser
Kennziffer wird gemessen, ob ein Institut über ausreichend Liquiditätspuffer verfügt,
um ein mögliches Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter
Stressbedingungen über die Dauer von 30 Kalendertagen eigenständig zu überstehen.
Seit dem 1. Januar 2018 müssen die Banken eine Quote von mindestens 100 % einhalten.
In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres wurde die geforderte Mindestquote
in Höhe von 100 % durch die Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich überschritten.
Zum dritten Quartalsultimo des Jahres 2019 lag der Durchschnitt der LCR der jeweils
letzten zwölf Monatsendwerte bei 135,20 % (zum Jahresultimo 2018: 135,66 %).
Die Bank hat entsprechende Limite und Frühwarnindikatoren etabliert, um die Einhaltung
der LCR-Mindestanforderungen sicherzustellen. Weitere Informationen zur Zusammensetzung
der LCR finden sich in der Note 43 (Liquidity Coverage Ratio) des Zwischenabschlusses.
Das operationelle Risiko (OpRisk) ist konform zur aufsichtlichen Vorgabe (Capital
Requirements Regulation, CRR) definiert als das Risiko von Verlusten, die durch die
Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder
durch externe Ereignisse verursacht werden. Diese Definition beinhaltet auch Rechtsrisiken,
während strategische Risiken und Reputationsrisiken nicht enthalten sind. Das Compliance-Risiko
wird in der Commerzbank als wesentliche Risikoart separat gesteuert. Im Zuge der zunehmenden
Digitalisierung des Geschäftsumfeldes ist das Cyber-Risiko eine inhärente existenzielle
Bedrohung für die Commerzbank und wird ebenfalls als separate Risikoart gesteuert.
Die Verluste aus Compliance-Risiken und Cyber-Risiken fließen jedoch in das Modell
zur Ermittlung des regulatorischen und ökonomischen Kapitals für operationelle Risiken
ein.
Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv, mit dem Ziel, das Risikoprofil
und potenzielle Konzentrationen systematisch zu bewerten und gegebenenfalls Maßnahmen
zur Risikomitigation festzulegen.
Die Commerzbank misst das regulatorische und ökonomische Kapital für operationelle
Risiken mittels des Advanced Measurement Approaches (AMA). Die Risikoaktiva aus operationellen
Risiken betrugen zum Ende des dritten Quartals 2019 auf dieser Basis 21,9 Mrd. Euro
(31. Dezember 2018: 21,4 Mrd. Euro, 99,90 %-Quantil); das ökonomisch erforderliche
Kapital 1,7 Mrd. Euro (seit Q1 2019: 99,90 %-Quantil; 31. Dezember 2018: 1,8 Mrd.
Euro, 99,91 %-Quantil).
Der Umsetzungsplan des Basel Committees sieht die Einführung des Standardised Approach
zur Berechnung des regulatorischen OpRisk Kapitalbedarfs ab dem 1. Januar 2022 vor.
Dieser basiert auf der Multiplikation zweier Komponenten. Die erste Komponente beruht
auf dem Geschäftsindikator, welcher sich additiv aus einer Zins-, einer Dienstleistungs-
und einer Finanzkomponente zusammensetzt, und einem Koeffizienten, der durch die Größe
des Geschäftsindikators bestimmt wird. Die zweite Komponente, der risikosensitive
Interne Verlustmultiplikator, berücksichtigt die internen operationellen Verluste
der Bank.
Im Rahmen der OpRisk-Steuerung finden eine jährliche Bewertung des Internen Kontrollsystems
(IKS) der Bank und ein Risk Scenario Assessment statt. Daneben werden Op-Risk-Schadensfälle
kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Backtesting unterzogen. Bei
Schadensfällen > 1 Mio. Euro werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen. Ebenso
findet eine systematische Auswertung externer OpRisk-Ereignisse von Wettbewerbern
statt.
Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des dritten Quartals 2019 eine Gesamtbelastung
in Höhe von rund 37 Mio. Euro (Gesamtjahr 2018: 30 Mio. Euro). Die Ereignisse waren
im Wesentlichen durch Schäden in der Kategorie "Produkte und Geschäftspraktiken" geprägt.
| OpRisk-Ereignisse1Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 |
| Interner Betrug | 5 | 4 |
| Externer Betrug | 8 | 7 |
| Sachschäden und Systemausfälle | 1 | 5 |
| Produkte und Geschäftspraktiken | 15 | - 17 |
| Prozessbezug | 8 | 30 |
| Arbeitsverhältnis | 0 | 0 |
| Konzern | 37 | 30 |
1
Eingetretene Verluste und Rückstellungen, abzüglich OpRisk-basierter Erträge und Rückzahlungen.
Zur Erfüllung der Regularien des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche
Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren
Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs-
und Controllingprozess. Nachfolgend werden Details zu Rechts- und Compliance-Risiken
aufgeführt. Bezüglich aller sonstigen Risiken gab es in den ersten neun Monaten 2019
keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem im Konzernrisikobericht 2018 dargestellten
Stand.
Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichts- und
Schiedsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen (rechtliche Verfahren)
konfrontiert, die eine große Bandbreite von Themen betreffen. Diese umfassen zum Beispiel
angeblich fehlerhafte Anlageberatungen, Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kreditfinanzierungen
oder dem Zahlungsverkehrsgeschäft, Ansprüche aus betrieblicher Altersversorgung, angeblich
unrichtige Buchführung und Bilanzierung, die Geltendmachung von Forderungen aus steuerlichen
Sachverhalten, angeblich fehlerhafte Prospekte im Zusammenhang mit Emissionsgeschäften,
angebliche Verstöße gegen wettbewerbsrechtliche Vorschriften sowie Klagen von Aktionären
und Fremdkapitalinvestoren sowie Ermittlungen durch US-amerikanische Behörden. Daneben
können Änderungen oder Verschärfungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung sowie
der gesetzlichen Rahmenbedingungen beispielsweise im Privatkundenbereich zur weiteren
Inanspruchnahme der Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaften führen. In den gerichtlichen
Verfahren werden vor allem Schadensersatzansprüche, bereicherungsrechtliche Ansprüche
oder auch die Rückabwicklung geschlossener Verträge geltend gemacht. Sofern einzelnen
oder mehreren dieser Klagen stattgegeben würde, könnten daraus zum Teil erhebliche
Schadensersatzzahlungen, Rückabwicklungsaufwendungen oder sonstige kostenintensive
Maßnahmen folgen. Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen in verschiedenen
Ländern, in denen die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften tätig waren oder
sind, begannen vor einigen Jahren mit Untersuchungen zu Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang
mit Devisenkursfixings und dem Devisengeschäft allgemein. Im Zuge dieser Aktivitäten
haben Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen auch Prüfungen in Bezug auf die
Commerzbank angestrengt oder haben sich mit Auskunftsersuchen an die Commerzbank gewandt.
Die Commerzbank kooperierte vollumfänglich mit diesen Stellen und arbeitete die Sachverhalte
auf Grundlage eigener umfassender Untersuchungen auf. In einem Fall wurde der Vorgang
von der untersuchenden Behörde an das nationale Wettbewerbstribunal abgegeben. Finanzielle
Konsequenzen aus einzelnen dieser Sachverhalte sind nicht auszuschließen.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Zusammenhang mit Aktiengeschäften um
den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte) der Commerzbank und der ehemaligen
Dresdner Bank. Die Commerzbank hatte bereits Ende 2015 eine forensische Analyse zu
Cum-Ex-Geschäften beauftragt, die im Hinblick auf die Aktiengeschäfte der Commerzbank
Anfang 2018 und bezüglich der Aktiengeschäfte der ehemaligen Dresdner Bank im September
2019 abgeschlossen wurde. Mitte September 2019 fanden bei der Commerzbank Ermittlungen
der Staatsanwaltschaft Köln in einem separaten Verfahren zu Cum-Ex-Geschäften statt.
Die Commerzbank kooperiert vollumfänglich mit den Behörden.
Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung von
"Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit
unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs" kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben
des BMF geäußerten Auffassung ist von einem Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42
AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft
vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage)
aufweist. Das Schreiben beinhaltet eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen,
welche durch das BMF steuerlich bewertet werden. Die Deutsche Bundesbank hat die Commerzbank
mit Schreiben vom 18. Juli 2017 anhand eines Erhebungsbogens um Bewertung der finanziellen
Auswirkungen bei Anwendung des BMF-Schreibens gebeten. Auf der Basis der mit externer
Unterstützung durchgeführten Analysen der Cum-Cum-Geschäfte hat die Bank vorsorglich
Rückstellungen für gegebenenfalls eigene zurückzuerstattende Kapitalertragsteuer gebildet.
Im Rahmen der aktuellen steuerlichen Außenprüfung der Commerzbank AG hat die Betriebsprüfung
zur Behandlung dieser Geschäfte erstmalig in Form von Prüfungsanmerkungen Stellung
genommen. Hierzu finden weitere Gespräche in den kommenden Wochen statt. Ferner wurden
im Rahmen der Veranlagungen des Jahres 2014 und 2015 durch das Finanzamt die Anrechnung
der Kapitalertragsteuer gemäß BMF Schreiben gekürzt.
Im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte sieht sich die Commerzbank Ersatzansprüchen
Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt. Die Erfolgsaussichten
solcher Ansprüche schätzt die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen als
eher unwahrscheinlich ein, sie sind aber nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten
sich auf Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen ergeben.
Für die weiteren Cum-Cum-relevanten Geschäfte kommt die Commerzbank zu dem Ergebnis,
dass für die entsprechenden Geschäfte keine unangemessenen rechtlichen Gestaltungen
gemäß § 42 AO vorliegen.
Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren
Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzbehörden und der Finanz-/Zivilgerichte,
eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte.
Im Zusammenhang mit Indexierungsklauseln von Darlehen in Schweizer Franken (CHF) an
polnische Privatkunden hat ein Warschauer Gericht in einem Verfahren gegen eine andere
Bank ein Vorabentscheidungsersuchen beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) gestellt.
Es geht um die Frage, welche Folgen eine im Einzelfall missbräuchliche Indexierungsklausel
eines Fremdwährungsdarlehens nach polnischem Recht hat. Eine rechtliche Entscheidung,
wann eine Indexierungsklausel im Einzelfall missbräuchlich ist, hat der EuGH nicht
getroffen; diese obliegt weiterhin den polnischen Gerichten.
Die Entwicklung der Rechtsprechung der polnischen Gerichte zu Verträgen mit Indexierungsklauseln
sowie die zur Beurteilung der Erfolgsaussichten von Klagen erforderliche Rechtsfortbildung
bleibt abzuwarten. Die Anzahl der seit dem EuGH-Urteil ergangenen Gerichtsurteile
reicht für eine verlässliche Einschätzung der weiteren Rechtsprechung und deren Auswirkung
nicht aus. Je nach Entscheidung der Polnischen Gerichte könnte es zu finanziellen
Belastungen für die betroffenen Banken in Polen, darunter eine Tochtergesellschaft
der Commerzbank, und demnach auch zu erheblichen negativen Auswirkungen für die Commerzbank
kommen, die derzeit nicht verlässlich bestimmbar sind. Das noch im Bestand befindliche
Portfolio beläuft sich zum 30. September 2019 auf 3,3 Mrd. Euro.
Einzelne der oben genannten Verfahren können auch Auswirkungen auf die Reputation
der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaften haben. Der Konzern bildet Rückstellungen
für diese Verfahren, soweit die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich
sind und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar ist. Da die Entwicklung
dieser Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, kann nicht ausgeschlossen
werden, dass sich die gebildeten Rückstellungen nach abschließen-
den Verfahrensentscheidungen teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können
erhebliche zusätzliche Aufwendungen entstehen. Dies trifft auch auf rechtliche Verfahren
zu, für die aus Sicht des Konzerns keine Rückstellungen zu bilden waren. Der endgültige
Ausgang einzelner rechtlicher Verfahren kann das Ergebnis und den Cashflow der Commerzbank
in einer bestimmten Berichtsperiode beeinflussen, schlimmstenfalls ist nicht völlig
auszuschließen, dass die daraus eventuell resultierenden Verpflichtungen auch wesentlichen
Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.
Weitere Informationen über rechtliche Verfahren können der Note 38 zu den Rückstellungen
und der Note 39 zu den Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen des Zwischenabschlusses
entnommen werden.
Im Jahr 2015 hat die Commerzbank Vergleiche mit verschiedenen US-Behörden bezüglich
Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen erzielt. Im
Hinblick auf die Feststellungen im Rahmen der Settlements hat die Bank einen Großteil
dieser Feststellungen abgearbeitet. Darüber hinaus hat die Bank verschiedene Zwischenberichte
sowie den Abschlussbericht des vom New York State Department of Financial Services
(DFS) bestellten Monitors erhalten, die die Bank mit entsprechenden Implementierungsplänen
beantwortet hat. Bei der Umsetzung der Implementierungspläne hat die Bank gute Fortschritte
erzielt und den Großteil der Maßnahmen abgearbeitet. Vor diesem Hintergrund hat der
Monitor seine Tätigkeit abgeschlossen, die Bestellung endete am 24. Juni 2019.
Gemäß den Anforderungen des Financial Services and Markets Act 2000 (FSMA) hat die
Commerzbank London im Jahr 2017 ein Beratungsunternehmen als sogenannte "Skilled Person"
manda-tiert. Das Beratungsunternehmen hat eine Überprüfung bestehender Strukturen
und Prozesse (insbesondere bezüglich Geldwäsche/Terrorismusfinanzierung sowie Sanktionen/Embargos)
vorgenommen und einen Bericht an die britische Financial Conduct Authority (FCA) erstellt.
Die Commerzbank London hat im Anschluss ein vollumfängliches Abarbeitungsprojekt aufgesetzt,
dessen Umsetzung die "Skilled Person" evaluiert und dazu halbjährlich an die FCA berichtet.
Auch hier hat die Commerzbank bei der Implementierung gute Fortschritte erzielt. Im
dritten Quartal 2019 hat die "Skilled Person" die vierte Phase ihrer Prüfungen auf
Basis des vereinbarten Interim Statement of Work plangemäß begonnen.
Die Commerzbank ist seit dem 31. Dezember 2012 vorläufig als Swap Dealer bei der US-Behörde
U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) registriert. In Übereinstimmung mit
einer am 8. November 2018 durch die CFTC eingegangenen Consent Order hat die Commerzbank
einen von der CFTC genehmigten externen Berater für einen Zeitraum von zwei Jahren
beauftragt. Die CFTC kann diesen Zeitraum nach eigenem Ermessen um ein Jahr verlängern,
je nachdem wie sie die Gegenmaßnahmen der Commerzbank beurteilt. Während des Überprüfungszeitraums
wird der externe Berater jährliche Berichte erstellen, in denen er die Einhal-Einhaltung
der Vorgaben des Commodity Exchange Act und der CFTC durch den Swap Dealer beurteilt.
Zudem wird der Bericht Empfehlungen zur Verbesserung der Praktiken, Policies und Procedures
des Swap Dealers enthalten. Der externe Berater hat seine Arbeit im April 2019 begonnen
und wird seinen ersten Bericht voraussichtlich im ersten Quartal 2020 vorlegen.
Auf Anforderung der Hong Kong Monetary Authority (HKMA) hatte die Commerzbank Hong
Kong einen externen Berater mit einer Überprüfung der lokalen Kontroll- und Steuerungsstrukturen
(Governance) der Niederlassung beauftragt. Der externe Berater hat seine Prüfung im
Sommer beendet und einen Bericht mit den Ergebnissen der Prüfungen zur Verfügung gestellt;
die Abarbeitung der adressierten Feststellungen dauert an.
Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung,
die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen
dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche.
Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet.
Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling
und durch die interne Revision sowie durch die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden.
Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht
alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes
Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung
gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen
können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen
unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei
Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen
Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.
| Mio. € | Notes | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.20181 | Veränd. in % |
| Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet | (8) | 5 741 | 5 454 | 5,3 |
| Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet | (8) | 925 | 937 | - 1,3 |
| Zinserträge | (8) | 6 666 | 6 391 | 4,3 |
| Zinsaufwendungen | (8) | 2 902 | 2 881 | 0,7 |
| Zinsüberschuss | (8) | 3 764 | 3 511 | 7,2 |
| Dividendenerträge | (9) | 16 | 30 | - 44,6 |
| Risikoergebnis | (10) | - 370 | - 292 | 26,6 |
| Provisionserträge | (11) | 2 773 | 2 819 | - 1,6 |
| Provisionsaufwendungen | (11) | 503 | 484 | 4,0 |
| Provisionsüberschuss | (11) | 2 270 | 2 336 | - 2,8 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | (12) | 127 | 488 | - 73,9 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | (13) | 132 | 26 | . |
| Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 12 | - 7 | . | |
| Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - 22 | - 2 | . | |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | (14) | - 9 | - 9 | 3,3 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 9 | 9 | - 7,8 | |
| Sonstiges Ergebnis | (15) | 159 | 145 | 9,9 |
| Verwaltungsaufwendungen | (16) | 4 710 | 4 880 | - 3,5 |
| Pflichtbeiträge | (17) | 398 | 357 | 11,5 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 990 | 1 005 | - 1,5 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (18) | 231 | 185 | 24,8 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nach Steuern | 759 | 820 | - 7,4 | |
| Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern | 9 | 13 | - 26,5 | |
| Konzernergebnis | 768 | 832 | - 7,7 | |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis | 84 | 81 | 3,4 | |
| den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis2 | 684 | 751 | - 8,9 | |
| Ergebnis je Aktie | (19) | 0,55 | 0,60 | - 8,9 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
2
Postenbezeichnung angepasst.
Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären
zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine
Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher
mit dem unverwässerten identisch.
| Mio. € | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.20181 | Veränd. in % |
| Konzernergebnis | 768 | 832 | - 7,7 |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | - 195 | - 86 | . |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | . | ||
| Umbuchung in die Gewinnrücklage | - 0 | - 0 | . |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 6 | 1 | . |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | - 61 | 88 | . |
| Nicht in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten | - 250 | 2 | . |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage (FVOCImR) | |||
| Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung | - 18 | - 3 | . |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 72 | - 31 | . |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | |||
| Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung | 3 | 17 | - 82,9 |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 14 | 13 | 13,0 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | |||
| Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung | - | - 2 | . |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 31 | - 81 | . |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | |||
| Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung | - | - | . |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | - | - | . |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | - 0 | 1 | . |
| In die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten | 102 | - 86 | . |
| Sonstiges Periodenergebnis | - 149 | - 84 | 77,5 |
| Gesamtergebnis | 620 | 749 | - 17,2 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Periodenergebnis | 67 | 57 | 17,1 |
| den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Periodenergebnis2 | 552 | 691 | - 20,1 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
2
Postenbezeichnung angepasst.
| Mio. € | 1.7.-30.9.2019 | 1.7.-30.9.20181 | Veränd. in % |
| Konzernergebnis | 337 | 242 | 39,2 |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | 45 | 79 | - 43,0 |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | |||
| Umbuchung in die Gewinnrücklage | - 0 | - 0 | |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 1 | 0 | |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | - 14 | 36 | . |
| Nicht in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten | 32 | 115 | - 72,5 |
| Veränderung der Neubewertungsrücklage (FVOCImR) | |||
| Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung | 7 | 2 | |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 3 | - 4 | |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | |||
| Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung | 1 | 2 | - 64,4 |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 8 | 1 | . |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | |||
| Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung | - | - | . |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | - 25 | 71 | . |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | |||
| Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung | - | - | . |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | - | - | . |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | - 0 | - 0 | . |
| In die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten | - 7 | 72 | . |
| Sonstiges Periodenergebnis | 25 | 187 | - 86,7 |
| Gesamtergebnis | 361 | 429 | - 15,8 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Periodenergebnis | 13 | 46 | - 72,3 |
| den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Periodenergebnis2 | 349 | 383 | - 8,9 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
2
Postenbezeichnung angepasst.
Für die ersten neun Monate stellte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt dar:
| Sonstiges Periodenergebnis | Mio. € | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.20181 | ||||
| Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern | Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern | |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | - 61 | - 0 | - 61 | 83 | 4 | 88 |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | 6 | - 0 | 6 | 1 | - 0 | 1 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | - 220 | 26 | - 195 | - 125 | 39 | - 86 |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | 70 | - 16 | 54 | - 45 | 11 | - 34 |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 23 | - 5 | 17 | 35 | - 6 | 30 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | 31 | - 0 | 31 | - 83 | 0 | - 83 |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | - | - | - | - | - |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | - 0 | - | - 0 | 1 | - | 1 |
| Sonstiges Periodenergebnis | - 148 | - 0 | - 149 | - 132 | 49 | - 84 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
Im dritten Quartal entwickelte sich das sonstige Periodenergebnis wie folgt:
| Sonstiges Periodenergebnis | Mio. € | 1.7.-30.9.2019 | 1.7.-30.9.20181 | ||||
| Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern | Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern | |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | - 14 | - 0 | - 14 | 37 | - 1 | 36 |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | 1 | - 0 | 1 | 0 | 0 | 0 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | 70 | - 24 | 45 | 118 | - 39 | 79 |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | 13 | - 3 | 10 | - 2 | - 0 | - 2 |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 11 | - 2 | 8 | 4 | - 1 | 3 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | - 25 | - 0 | - 25 | 71 | - | 71 |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | - | - | - | - | - |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | - 0 | - | - 0 | - 0 | - | - 0 |
| Sonstiges Periodenergebnis | 59 | - 35 | 25 | 229 | - 42 | 187 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
| Mio. € | 2019 | 20181 | ||||
| 3. Quartal | 2. Quartal | 1. Quartal | 4. Quartal | 3. Quartal | 2. Quartal | |
| Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet | 1 911 | 1 919 | 1 911 | 1 864 | 1 866 | 1 827 |
| Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet | 305 | 317 | 303 | 414 | 335 | 298 |
| Zinserträge | 2 217 | 2 235 | 2 214 | 2 278 | 2 201 | 2 125 |
| Zinsaufwendungen | 957 | 961 | 983 | 1 041 | 978 | 936 |
| Zinsüberschuss | 1 259 | 1 274 | 1 231 | 1 237 | 1 223 | 1 190 |
| Dividendenerträge | 5 | 10 | 1 | 6 | 9 | 6 |
| Risikoergebnis | - 114 | - 178 | - 78 | - 154 | - 133 | - 82 |
| Provisionserträge | 903 | 931 | 939 | 931 | 909 | 941 |
| Provisionsaufwendungen | 139 | 192 | 171 | 178 | 138 | 178 |
| Provisionsüberschuss | 763 | 739 | 768 | 754 | 771 | 763 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 15 | 28 | 85 | - 121 | 85 | 200 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 36 | 46 | 50 | 22 | 6 | 36 |
| Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | - 5 | 33 | - 15 | 47 | 8 | 4 |
| Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - 15 | - 2 | - 5 | - 12 | - 2 | - 1 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | - 20 | 31 | - 20 | 35 | 6 | 3 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 2 | 2 | 5 | 2 | 1 | 3 |
| Sonstiges Ergebnis | 124 | - 1 | 37 | 101 | 40 | - 24 |
| Verwaltungsaufwendungen | 1 560 | 1 581 | 1 569 | 1 579 | 1 607 | 1 636 |
| Pflichtbeiträge | 61 | 72 | 265 | 63 | 55 | 58 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 448 | 298 | 244 | 240 | 346 | 401 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 108 | 26 | 97 | 82 | 94 | 99 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nach Steuern | 340 | 272 | 147 | 158 | 252 | 302 |
| Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern | - 3 | 26 | - 13 | - 23 | - 10 | - 7 |
| Konzernergebnis | 337 | 298 | 134 | 135 | 242 | 295 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis | 43 | 27 | 14 | 22 | 24 | 23 |
| den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis2 | 294 | 271 | 120 | 113 | 218 | 272 |
| Mio. € | 20181 |
| 1. Quartal | |
| Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet | 1 761 |
| Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet | 304 |
| Zinserträge | 2 065 |
| Zinsaufwendungen | 967 |
| Zinsüberschuss | 1 098 |
| Dividendenerträge | 14 |
| Risikoergebnis | - 77 |
| Provisionserträge | 970 |
| Provisionsaufwendungen | 169 |
| Provisionsüberschuss | 802 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 203 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | - 16 |
| Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | - 19 |
| Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 0 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | - 19 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 6 |
| Sonstiges Ergebnis | 129 |
| Verwaltungsaufwendungen | 1 638 |
| Pflichtbeiträge | 244 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 258 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 7 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nach Steuern | 265 |
| Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern | 30 |
| Konzernergebnis | 296 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis | 34 |
| den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis2 | 262 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
2
Postenbezeichnung angepasst.
| Mio. € | Notes | 30.9.2019 | 31.12.20181 | Veränd. in % |
| Kassenbestand und Sichtguthaben | 53 018 | 53 914 | - 1,7 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | (20) | 302 482 | 279 160 | 8,4 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 3 173 | 3 637 | - 12,8 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | (22) | 30 323 | 26 659 | 13,7 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 1 950 | 2 377 | - 18,0 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | (24) | 46 962 | 34 073 | 37,8 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | - | - | . | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | (25) | 54 660 | 42 501 | 28,6 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 1 983 | 1 246 | 59,2 | |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | 1 526 | 199 | . | |
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 2 329 | 1 457 | 59,8 | |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen | 181 | 173 | 4,5 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | (31) | 3 102 | 3 246 | - 4,4 |
| Sachanlagen | (32) | 3 591 | 1 547 | . |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 13 | 13 | - | |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | (34) | 9 395 | 13 433 | - 30,1 |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 733 | 783 | - 6,4 | |
| Latente Ertragsteueransprüche | 3 100 | 3 111 | - 0,3 | |
| Sonstige Aktiva | (36) | 1 928 | 2 119 | - 9,0 |
| Gesamt | 513 343 | 462 386 | 11,0 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
| Mio. € | Notes | 30.9.2019 | 31.12.20181 | Veränd. in % |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | (21) | 369661 | 346 668 | 6,6 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | (23) | 36 250 | 21 949 | 65,2 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | (26) | 53 570 | 43 404 | 23,4 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | 1 773 | 532 | ||
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 2 457 | 1 462 | 68,1 | |
| Rückstellungen | (38) | 2 708 | 3 158 | - 14,2 |
| Tatsächliche Ertragsteuerschulden | 409 | 472 | - 13,3 | |
| Latente Ertragsteuerschulden | 34 | 20 | 66,9 | |
| Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | (35) | 11 101 | 12 914 | - 14,0 |
| Sonstige Passiva | (37) | 4 705 | 2 384 | 97,4 |
| Eigenkapital | 30 674 | 29 423 | 4,3 | |
| Gezeichnetes Kapital | 1 252 | 1 252 | - | |
| Kapitalrücklage | 17 192 | 17 192 | - | |
| Gewinnrücklagen | 10 260 | 10 066 | 1,9 | |
| Andere Rücklagen (mit Recycling) | - 168 | - 287 | - 41,4 | |
| Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital2 | 28 535 | 28 223 | 1,1 | |
| Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile | 885 | - | ||
| Nicht beherrschende Anteile | 1 254 | 1 200 | 4,5 | |
| Gesamt | 513343 | 462 386 | 11,0 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
2
Postenbezeichnung angepasst.
| Mio. € | Gezeichnetes Kapital | Kapital-rücklage | Gewinn-rücklagen1 | Andere Rücklagen | ||
| Neu- bewer- tungs-rück- lage |
Rücklage aus Cashflow -Hedges | Rücklage aus der Währungs-umrech-nung | ||||
| Eigenkapital zum 31.12.2017 (nach Anpassungen) | 1 252 | 17 192 | 11 230 | - 571 | - 54 | - 192 |
| Veränderung aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 | - | - | - 1 821 | 657 | - 2 | - |
| Eigenkapital zum 1.1.2018 | 1 252 | 17 192 | 9 409 | 86 | - 55 | - 192 |
| Gesamtergebnis | - | - | 754 | - 34 | 30 | - 58 |
| Konzernergebnis | 751 | - | - | - | ||
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | 88 | - | - | - | ||
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | - 86 | - | - | - | ||
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | 1 | |||||
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | - 34 | |||||
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | - | - | 30 | - | ||
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | - | - | - | - 58 | ||
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | - | - | - | ||
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | - | - | - | 1 | ||
| Dividendenausschüttung | - | - | - | - | ||
| Veränderungen im Anteilsbesitz | - 1 | - | - | - | ||
| Sonstige Veränderungen | - 3 | - | - | - | ||
| Eigenkapital zum 30.9.2018 | 1 252 | 17 192 | 10 159 | 52 | - 26 | - 250 |
| Mio. € | Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital1,3 | Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile2 | Nicht beherrschende Anteile | Eigenkapital1 |
| Eigenkapital zum 31.12.2017 (nach Anpassungen) | 28 858 | - | 1 164 | 30 022 |
| Veränderung aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 | - 1 166 | - | - 24 | - 1 190 |
| Eigenkapital zum 1.1.2018 | 27 692 | - | 1 141 | 28 832 |
| Gesamtergebnis | 691 | - | 57 | 749 |
| Konzernergebnis | 751 | - | 81 | 832 |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | 88 | - | - | 88 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | - 86 | - | - 0 | - 86 |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | 1 | - | 0 | 1 |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | - 34 | - | 0 | - 34 |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 30 | - | - | 30 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | - 58 | - | - 24 | - 83 |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | - | - | - |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | 1 | - | - | 1 |
| Dividendenausschüttung | - | - | - 22 | - 22 |
| Veränderungen im Anteilsbesitz | - 1 | - | - | - 1 |
| Sonstige Veränderungen | - 3 | - | 1 | - 2 |
| Eigenkapital zum 30.9.2018 | 28 379 | - | 1 176 | 29 555 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note3).
2
Beinhaltet die Zusätzliche Tier-1-Anleihe (AT1-Anleihe), die eine unbesicherte und
nachrangige Anleihe darstellt und nach IFRS als Eigenkapital klassifiziert ist.
3
Postenbezeichnung angepasst.
| Mio. € | Gezeichnetes Kapital | Kapital- rücklage |
Gewinn-rücklagen | Andere Rücklagen | ||
| Neubewertungs-rücklage | Rücklage aus Cashflow-Hedges | Rücklage aus der Währungs-umrechnung | ||||
| Eigenkapital zum 1.1.2019 | 1 252 | 17 192 | 10 066 | - 9 | - 15 | - 264 |
| Gesamtergebnis | 434 | 56 | 12 | 50 | ||
| Konzernergebnis | 684 | |||||
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | - 61 | |||||
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Ve rsorgungsplänen | - 194 | |||||
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | 5 | - | ||||
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | 56 | |||||
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 12 | - | ||||
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | 51 | |||||
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | - | ||||
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | - 0 | |||||
| Dividendenausschüttung | - 250 | |||||
| Veränderungen im Anteilsbesitz | 4 | |||||
| Sonstige Veränderungen | 6 | |||||
| Eigenkapital zum 30.9.2019 | 1 252 | 17 192 | 10 260 | 48 | - 3 | - 213 |
| Mio. € | Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital2 | Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile1 | Nicht beherrschende Anteile | Eigenkapital |
| Eigenkapital zum 1.1.2019 | 28 223 | - | 1 200 | 29 423 |
| Gesamtergebnis | 552 | - | 67 | 620 |
| Konzernergebnis | 684 | - | 84 | 768 |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | - 61 | - | - | - 61 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Ve rsorgungsplänen | - 194 | - | - 1 | - 195 |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | 5 | - | 1 | 6 |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | 56 | - | - 3 | 54 |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 12 | - | 5 | 17 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | 51 | - | - 20 | 31 |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | - | - | - |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | - 0 | - | - | - 0 |
| Dividendenausschüttung | - 250 | - | - 7 | - 257 |
| Veränderungen im Anteilsbesitz | 4 | - | - 2 | 2 |
| Sonstige Veränderungen | 6 | 885 | - 4 | 887 |
| Eigenkapital zum 30.9.2019 | 28 535 | 885 | 1 254 | 30 674 |
1
Beinhaltet die Zusätzliche Tier-1-Anleihe (AT1-Anleihe), die eine unbesicherte und
nachrangige Anleihe darstellt und nach IFRS als Eigenkapital klassifiziert ist.
2
Postenbezeichnung angepasst.
Im dritten Quartal 2019 hat die Commerzbank AG ihre erste Additional-Tier-1-Anleihe
(AT1-Anleihe) gemäß Capital Requirements Regulation (CRR) begeben. Die Anleihe hat
ein Volumen von 1 Mrd. USD und einen festen Kupon von 7,0 % pro Jahr. Das Instrument
hat eine unbestimmte Laufzeit und einen frühestmöglichen Kündigungstermin im April
2025. Des Weiteren sehen die Anleihebedingungen ein zeitweiliges Herabschreiben für
den Fall vor, dass die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank unter die Marke
von 5,125 % fällt. Diese nachrangige AT1-Anleihe haben wir gemäß IFRS als Eigenkapital
klassifiziert und abzüglich Emissionskosten von 9 Mio. USD gesondert im Posten "Zusätzliche
Eigenkapitalbestandteile" dargestellt.
Auf die Anderen Rücklagen entfielen zum 30. September 2019 keine wesentlichen Effekte
aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Vermögenswerten aus Veräußerungsgruppen.
Die wesentlichen Veränderungen der Rücklage aus der Währungsumrechnung resultierten
im laufenden Geschäftsjahr aus den Währungen US-Dollar, polnischer Zloty, britisches
Pfund, russischer Rubel und brasilianischer Real. In den Sonstigen Veränderungen sind
im Wesentlichen Veränderungen aus erfolgsneutralen Steuern enthalten.
Die Veränderungen im Anteilsbesitz von 2 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2019 ergaben sich
aus dem Erwerb von weiteren Anteilen an bereits konsolidierten Gesellschaften.
| Mio. € | 2019 | 20181 | Veränd. in % |
| Zahlungsmittelbestand 1.1. | 53 914 | 55 222 | - 2,4 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | - 2 088 | 2 738 | . |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 164 | - 296 | - 44,7 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 1 282 | 153 | . |
| Cashflow insgesamt | - 969 | 2 595 | . |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 73 | 87 | - 15,8 |
| Zahlungsmittelbestand zum 30.9. | 53 018 | 57 904 | - 8,4 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als
gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts-
beziehungsweise Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.
Der Commerzbank-Konzern hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Das Mutterunternehmen
ist die Commerzbank Aktiengesellschaft, die beim Amtsgericht Frankfurt am Main im
Handelsregister mit der Nummer HRB 32000 eingetragen ist. Unser Zwischenabschluss
zum 30. September 2019 wurde im Einklang mit § 315e HGB und der Verordnung (EG) Nr.
1606/2002 (IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002
aufgestellt. Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler
Rechnungslegungsstandards auf der Grundlage der vom International Accounting Standards
Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting
Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das IFRS Interpretations Committee zur
Anwendung. Der Zwischenabschluss berücksichtigt insbesondere auch die Anforderungen
des IAS 34 an die Zwischenberichterstattung.
Alle für das Geschäftsjahr 2019 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und
Interpretationen wurden berücksichtigt. Von der vorzeitigen Anwendung von Standards
und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2020 oder später umzusetzen sind,
haben wir abgesehen.
Der Zwischenlagebericht einschließlich des separaten Zwischenrisikoberichts gemäß
§ 315 HGB ist auf den Seiten 7 bis 32 unseres Zwischenberichts veröffentlicht.
Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden. Für die Vollkonsolidierung sowie für die at-Equity-Bewertung
verwenden wir im Wesentlichen zum 30. September 2019 erstellte Abschlüsse.
Der Konzernabschluss wird in Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Alle
Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt.
Alle Beträge unter 500 000,00 Euro werden als Null beziehungsweise Nullsalden mit
einem Strich dargestellt. Aufgrund von Rundungen ist es in Einzelfällen möglich, dass
sich einzelne Zahlen nicht exakt zur angegebenen Summe addieren.
Das IASB veröffentlichte im Januar 2016 den neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 16
zur Leasingbilanzierung ("Leases"). Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im
vierten Quartal 2017. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Der bisherige Standard IAS
17 sowie die damit verbundenen Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27 wurden
abgelöst.
Zum 1. Januar 2019 erhöhte sich durch die Anwendung des IFRS 16 die Bilanzsumme um
2 307 Mio. Euro. In der Gewinn- und-Verlust-Rechnung werden im Geschäftsjahr 2019
statt der bisher erfassten Sachaufwendungen zukünftig Abschreibungen auf die aktivierten
Nutzungsrechte sowie Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten
anfallen.
Die Überleitungstabelle zum 1. Januar 2019 gemäß IFRS 16 stellen wir in diesem Zwischenbericht
in Note 6 dar.
Am 7. Juni 2017 wurde die IFRIC Interpretation 23 (Uncertainty over Income Tax Treatments)
veröffentlicht. Mit der Interpretation soll Klarheit hinsichtlich des Ansatzes und
der Bewertung bezüglich Ertragsteuern gemäß IAS 12 geschaffen werden, wenn Unsicherheit
in Bezug auf die ertragsteuerliche Behandlung besteht. Die IFRIC Interpretation ist
in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar
2019 beginnen. Daraus resultierten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Aus den im Rahmen des Annual Improvement Projects 2015 -2017 überarbeiteten Standards
IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23 ergaben sich keine materiellen Auswirkungen auf
den Konzernabschluss. Die überarbeiteten Standards sind für alle Geschäftsjahre anzuwenden
die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen.
Der im Mai 2017 veröffentlichte neue Rechnungslegungsstandard IFRS 17 zu Versicherungsverträgen
("Insurance contracts") wird den Standard IFRS 4 ersetzen. Der neue Standard ist nicht
nur für die Versicherungsunternehmen relevant, sondern betrifft alle Unternehmen,
die Versicherungsverträge im Anwendungsbereich des Standards begeben. IFRS 17 verfolgt
dabei das Ziel einer konsistenten, prinzipienbasierten Bilanzierung für Versicherungsverträge
und sieht eine Bewertung von Versicherungsverbindlichkeiten zum aktuellen Erfüllungswert
statt historischer Anschaffungskosten vor. Ebenso soll eine einheitliche Grundlage
in Bezug auf den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis und die Anhangsangaben für Versicherungsverträge
geschaffen werden. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden,
die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen und bedarf noch der Übernahme in europäisches
Recht. Aus unseren derzeitigen Analysen erwarten wir keine nennenswerten Auswirkungen
auf den Konzernabschluss.
Im Rahmen der Interest Rate Benchmark Reform wurden die Standards IFRS 9, IAS 39 und
IFRS 7 überarbeitet. Die Überarbeitungen sind in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Aus unseren derzeitigen
Analysen erwarten wir keine nennenswerten Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Das Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten, zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet, wurde zum 31. Dezember 2018 als Unterposten des Risikoergebnisses herausgelöst
und als Unterposten des Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten gezeigt. Daraus resultierte
eine sachgerechtere Darstellung, es erfolgte eine konsequente Trennung in Bewertungs-
und Realisierungskomponenten für Amortised Cost und Fair Value OCI bewertete Finanzinstrumente.
Die Vergleichszahlen im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2018 wurden entsprechend
angepasst. Auswirkungen auf die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie haben
sich nicht ergeben.
Im ersten Quartal 2019 haben wir den Ausweis der Pflichtbeiträge, die sich aus Beiträgen
zur Einlagensicherung, den Bankenabgaben und der polnischen Bankensteuer zusammensetzen,
geändert. Diese Pflichtbeiträge sind nur bedingt steuerbar und werden daher künftig
außerhalb der Verwaltungsaufwendungen als eigene Zeile in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung
ausgewiesen. Die Vergleichsangaben in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung und die dazugehörigen
Anhangsangaben haben wir für 2018 geändert. Durch die Anpassungen ergaben sich keine
Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis
je Aktie.
Des Weiteren wurden die Vorjahreszahlen der Gewinn- und Verlust-Rechnung für den aufgegebenen
Geschäftsbereich EMC entsprechend den Vorgaben des IFRS 5 angepasst (siehe Note 33).
| Mio. € | veröffentlichter Konzernabschluss 1.1.-30.9.2018 | Anpassungen gemäß IAS 8 | Anpassungen aufgegebener Geschäftsbereich1 | angepasster Konzernabschluss 1.1.-30.9.2018 |
| Zinserträge | 6 441 | - | - 49 | 6 391 |
| Zinsaufwendungen | 3 036 | - | - 155 | 2 881 |
| Zinsüberschuss | 3 405 | - | 106 | 3 511 |
| Dividendenerträge | 30 | - | - | 30 |
| Risikoergebnis | - 295 | 3 | - | - 292 |
| Provisionserträge | 2 864 | - | - 45 | 2 819 |
| Provisionsaufwendungen | 535 | - | - 52 | 484 |
| Provisionsüberschuss | 2 329 | - | 7 | 2 336 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 791 | - | - 303 | 488 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 26 | - | - | 26 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | - 6 | - 3 | - | - 9 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 9 | - | - | 9 |
| Sonstiges Ergebnis | 144 | - | 1 | 145 |
| Verwaltungsaufwendungen | 5 412 | - 364 | - 168 | 4 880 |
| Pflichtbeiträge | - | 364 | - 7 | 357 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 1 020 | - | - 15 | 1 005 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 187 | - | - 2 | 185 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 832 | - | - 13 | 820 |
| Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen nach Steuern | - | - | 13 | 13 |
| Konzernergebnis | 832 | - | - 0 | 832 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis | 81 | - | - | 81 |
| den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis | 751 | - | - 0 | 751 |
1
EMC-Geschäft, welches an Sociĕtĕ Gĕnĕrale veräußert wird (siehe Note 33).
Im dritten Quartal 2019 ergab sich eine Fehlerkorrektur bei den Wertberichtigungen
für Risiken aus Darlehen und Forderungen -Amortised Cost aufgrund der systematischen
Berücksichtigung von zu langen Laufzeiten für Forderungen aus Akkreditiven, welche
eine Reduktion des Wertberichtigungsbestands zur Folge hatte. In diesem Zusammenhang
ergab sich auch eine Korrektur bei den latenten Ertragsteueransprüchen und in den
sonstigen Rückstellungen für außerbilanzielle Geschäfte. Für das Geschäftsjahr 2018
erfolgte eine Anpassung der Wertberichtigungsbestände (siehe Note 27). Es ergaben
sich keine wesentlichen Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Gesamtergebnisrechnung
und das Ergebnis je Aktie.
| Aktiva | Mio. € | veröffentlichter Konzernabschluss 31.12.2018 | Anpassungen gemäß IAS 8 | angepasster Konzernabschluss 31.12.2018 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | |||
| Darlehen und Forderungen | 247 387 | 23 | 247 410 |
| Latente Ertragsteueransprüche | 3 116 | - 5 | 3 111 |
| Passiva | Mio. € | veröffentlichter Konzernabschluss 31.12.2018 | Anpassungen gemäß IAS 8 | angepasster Konzernabschluss 31.12.2018 |
| Rückstellungen | |||
| Sonstige Rückstellungen | 2 069 | 5 | 2 074 |
| Eigenkapital | |||
| Gewinnrücklagen | 10 054 | 12 | 10 066 |
Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat am 30. Oktober die Angebotsunterlage zum freiwilligen
öffentlichen Erwerbsangebot für alle noch ausstehenden Aktien der comdirect bank Aktiengesellschaft,
Quickborn ("comdirect") veröffentlicht. Die Commerzbank hält bereits rund 82 % der
Anteile der comdirect. Die übrigen 18 % befinden sich im Streubesitz. Angestrebt wird
eine Verschmelzung auf die Commerzbank, um die hohe Digitalkompetenz und Innovationskraft
der comdirect künftig für alle Kunden des Konzerns zu nutzen. Weitere Erläuterungen
können dem Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts (siehe Seite 7ff.) entnommen
werden.
Weitere Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des Berichtszeitraums
nicht aufgetreten.
Mit Ausnahme der Anwendung des IFRS 16 (siehe Note 6) und der in Note 3 beschriebenen
Änderungen wenden wir in diesem Zwischenabschluss die gleichen Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 an (vergleiche
Geschäftsbericht 2018 Seite 159 ff.).
Nachfolgend werden die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 16 erläutert und die ab
1. Januar 2019 neu angewendeten Rechnungslegungsmethoden dargestellt.
Die erstmalige Anwendung erfolgt in Übereinstimmung mit den Übergangsregelungen des
IFRS 16 nach der modifizierten retrospektiven Methode. Die Zahlen für die Vergleichsperiode
wurden nicht angepasst. Es entstanden keine im Eigenkapital zu erfassenden Effekte.
Mit Anwendung des IFRS 16 erfasste der Commerzbank-Konzern zum 1. Januar 2019 Leasingverbindlichkeiten
für zuvor unter IAS 17 als Operating Lease klassifizierte Leasingverhältnisse. Diese
Verbindlichkeiten wurden zum Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen bewertet, diskontiert
mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Januar 2019. Der gewichtete durchschnittliche
Grenzfremdkapitalzinssatz betrug 1,22 % p.a..
Für den Leasingnehmer entfällt damit die bisherige Klassifizierung nach Operating
und Finance Lease. Die Regelungen für den Leasinggeber bleiben dagegen im Wesentlichen
unverändert.
Im Rahmen der Erstanwendung machen wir von der Vereinfachungsregelung Gebrauch, etwaige
Rückstellungen für belastende Verträge in das Nutzungsrecht einzubeziehen. Für bislang
als Operating Lease klassifizierte Leasingverhältnisse wurde der Sachstand zum Umstellungszeitpunkt
als Grundlage herangezogen.
Auf die rückwirkende Ermittlung und Berücksichtigung von anfänglichen direkten Kosten
wurde verzichtet. Weiterhin wurde die Ausübung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen
nach der aktuellen Faktenlage beurteilt und nicht nach der rückwirkend zu ermittelnden
Ausübungswahrscheinlichkeit zu Vertragsbeginn. Außerdem wählten wir die optionale
Vereinfachungsregelung, Leasingverhältnisse über Leasinggegenstände von geringem Wert
(low value) vom bilanziellen Ansatz auszunehmen. Wir haben zum Zeitpunkt der erstmaligen
Anwendung keine Beurteilung vorgenommen, ob ein bereits vor dem 1. Januar 2019 bestehender
Vertrag im Ganzen oder in Teilen als Leasingverhältnis gemäß IFRS 16 zu klassifizieren
ist. Die nach den bisherigen Vorschriften IAS 17 beziehungsweise IFRIC 4 getroffenen
Einschätzungen wurden übernommen. Das Nutzungsrecht je Leasingverhältnis wurde entsprechend
der Leasingverbindlichkeit unter Berichtigung von vorausbezahlten oder abgegrenzten
Zahlungen angesetzt.
Zukünftig wird für sämtliche Leasingverhältnisse ein Nutzungsrecht am Leasinggegenstand
(Right of Use-Asset) sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit erfasst.
Das Nutzungsrecht weisen wir als Teil der Sachanlagen aus und schreiben es linear
über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ab. Vorhandene Laufzeit- und Kaufoptionen
werden berücksichtigt, sobald deren Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wird.
Die Leasingverbindlichkeit passivieren wir in Höhe des Barwerts der künftig zu leistenden
Leasingzahlungen. Die Folgebewertung erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Wir machen von der Möglichkeit Gebrauch, Leasingverhältnisse von geringem Wert ("low
value") von der Bilanzierung auszunehmen und direkt im Aufwand zu erfassen.
Die nachfolgende Tabelle stellt, basierend auf den Leasingverpflichtungen aus Operating
Lease zum 31. Dezember 2018, die Überleitung auf die passivierte Leasingverbindlichkeit
zum 1. Januar 2019 dar.
| Mio. € | |
| Außerbilanzielle Leasingverpflichtungen zum 31.12.2018 | 2 657 |
| davon nicht IFRS 16-relevant | 130 |
| Anwendungserleichterungen für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte | 55 |
| Sonstiges | 0 |
| Brutto-Leasingverbindlichkeiten zum 1.1.2019 | 2 472 |
| Abzinsung | 154 |
| Gesamte Leasingverbindlichkeiten zum 1.1.2019 | 2 317 |
Zum 30. September 2019 beliefen sich die aktivierten Nutzungsrechte auf 2 118 Mio.
Euro und beinhalteten im Wesentlichen Leasingverträge für Grundstücke und Gebäude.
Am 16. Juli 2019 hat unsere Tochtergesellschaft comdirect bank AG, Quickborn, die
ebase GmbH (European Bank for Financial Services GmbH) verkauft. Der im Juli 2018
vertraglich vereinbarte Verkauf der hundertprozentigen Tochter der comdirect bank
AG an den Finanztechnologieanbieter FNZ Group, London, wurde nach der nun erfolgten
Zustimmung der Bankenaufsichts- und Kartellbehörden, somit abgeschlossen. Der Kaufpreis
beträgt 154 Mio. Euro. Daraus resultiert ein positiver Effekt in der Gewinn- und-Verlustrechnung
im Posten Sonstiges Ergebnis (siehe Note 15).
Im ersten Quartal 2019 hat die mLeasing, eine Leasinggesellschaft aus dem mBank Teilkonzern,
eine 100 % Beteiligung an LeaseLink Sp. z o.o. erworben. LeaseLink ist ein auf Leasing-Zahlungsdienstleistungen
spezialisiertes Unternehmen aus dem Fintech-Sektor. Der Kaufpreis liegt bei umgerechnet
7 Mio. Euro.
Aus der nachfolgenden Tabelle sind die übernommenen bilanzierten Vermögenswerte und
Schulden ersichtlich, die zum 30. September 2019 mit vorläufigen Werten konsolidiert
wurden:
| Mio. € | 30.9.2019 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 16 |
| Immaterielle Anlagewerte | 1 |
| Sachanlagen | 0 |
| Sonstige Aktiva | 1 |
| Summe der identifizierten Vermögenswerte | 18 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 17 |
| Summe der identifizierten Schulden | 17 |
| Nettovermögen zum Zeitwert | 0 |
| Kaufpreis/Gegenleistung | 7 |
| Positiver Unterschiedsbetrag (Goodwill) | 7 |
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2019 wurden sämtliche Anteile an der bisher
in den Konsolidierungskreis einbezogenen Commerz Funds Solutions S.A., Luxemburg,
veräußert. Diese Transaktion ist einer der Schritte der Übertragung des Geschäftsbereichs
Equity Markets 8 Commodities (EMC) an die Societe Generale Group. Zu weiteren Details
der Übertragung des Geschäftsbereichs EMC verweisen wir auf Note 33.
Abgesehen von den dargestellten Sachverhalten wurden keine wesentlichen Gesellschaften
neu in den Konsolidierungskreis einbezogen. Ebenfalls wurden keine Gesellschaften
von wesentlicher Bedeutung veräußert, liquidiert oder aufgrund sonstiger Gründe nicht
mehr konsolidiert.
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018 wurde die at-Equity bewertete Beteiligung
an der Capital Investment Trust Corporation, Taipeh, Taiwan veräußert. Daraus resultierte
ein positiver Effekt in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung im Posten Sonstiges Ergebnis
(siehe Note 15).
In diesem Posten werden die gesamten Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie zinsähnliche
Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, sofern diese nicht aus dem Held-for-Trading-Bestand
resultieren.
Zinserträge sind alle aus dem originären Bankgeschäft oder bankähnlichen Geschäften
resultierenden Zinserträge, die primär aus Kapitalüberlassungen resultieren.
Zu den Zinsaufwendungen gehören, analog der Zinserträge, alle Zinsaufwendungen, einschließlich
effektivzinsgerechter Auflösungen von (Dis-)Agien oder sonstiger Beträge, sowie zinsähnliche
Aufwendungen im Zusammenhang mit dem gewöhnlichen Bankgeschäft.
In den Sonstigen Zinsaufwendungen ist der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen
aus Hedge Accounting enthalten.
| Mio. € | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.20181 | Veränd. in % |
| Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet | 5 741 | 5 454 | 5,3 |
| Zinserträge - Amortised Cost | 5 395 | 5 135 | 5,1 |
| Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft | 4 773 | 4 500 | 6,1 |
| Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft | 622 | 635 | - 2,1 |
| Zinserträge - Fair Value OCI | 252 | 233 | 8,1 |
| Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft | 18 | 18 | - 2,7 |
| Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft | 235 | 215 | 9,0 |
| Vorfälligkeitsentschädigung | 94 | 86 | 9,6 |
| Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet | 925 | 937 | - 1,3 |
| Zinserträge - Mandatorily Fair Value P&L | 591 | 518 | 14,0 |
| Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft | 549 | 510 | 7,7 |
| Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft | 42 | 8 | |
| Positive Zinsen aus passivischen Finanzinstrumenten | 334 | 419 | - 20,3 |
| Zinsaufwendungen | 2 902 | 2 881 | 0,7 |
| Zinsaufwendungen - Amortised Cost | 1 925 | 1 997 | - 3,6 |
| Einlagen | 1 208 | 1 226 | - 1,4 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 717 | 771 | - 7,0 |
| Zinsaufwendungen - Fair Value Option | 581 | 400 | 45,1 |
| Einlagen | 557 | 376 | 48,1 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 24 | 24 | - 1,5 |
| Negative Zinsen aus aktivischen Finanzinstrumenten | 364 | 469 | - 22,3 |
| Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten | 19 | - | . |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 13 | 15 | - 14,3 |
| Gesamt | 3 764 | 3 511 | 7,2 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
In diesem Posten werden alle Dividenden aus Aktien und ähnlichen Eigenkapitalinstrumenten
-mit Ausnahme der Dividenden aus Handelsbeständen -ausgewiesen.
Wir weisen hier außerdem das laufende Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen
aus, das über Ergebnisabführungsverträge vereinnahmt wird. Die nicht konsolidierten
Tochterunternehmen sind der Kategorie Mandatorily Fair Value P8L zugeordnet.
| Mio. € | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.2018 | Veränd. in % |
| Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten - Fair Value OCI | 2 | 1 | 84,5 |
| Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten -Mandatorily Fair Value P&L | 10 | 17 | - 43,6 |
| Laufendes Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen | 5 | 11 | - 60,3 |
| Gesamt | 16 | 30 | - 44,6 |
Im Commerzbank-Konzern wurde in einem Tochterunternehmen ein Portfolio europäischer
Standardaktien (Blue Chips) in die Kategorie Fair Value OCI eingestuft. In den ersten
neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 wurden aus diesen Aktien Dividenden von 2 Mio.
Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro) in den Dividendenerträgen erfolgswirksam vereinnahmt.
Das Risikoergebnis beinhaltet erfolgswirksame Risikovorsorgeveränderungen für bilanzielle
und außerbilanzielle Finanzinstrumente, auf die das Impairmentmodell des IFRS 9 anzuwenden
ist. Dies umfasst auch Risikovorsorgeauflösungen bei bilanziellen Abgängen aus planmäßigen
Rückzahlungen, Zuschreibungen und Eingänge auf bereits abgeschriebene Forderungen
sowie Direktabschreibungen, die nicht Ergebnis einer substanziellen Modifikation sind.
Darüber hinaus sind erfolgswirksame Risikovorsorgeänderungen für bestimmte außerbilanzielle
Geschäfte berücksichtigt, die keine Finanzgarantien im Sinne des IFRS 9 darstellen
(bestimmte Avale, Akkreditive, siehe Note 39).
| Mio. € | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.20181 | Veränd. in % |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | - 355 | - 325 | 9,2 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 11 | 0 | |
| Finanzgarantien | - 0 | - 10 | - 99,7 |
| Kreditzusagen und sonstige Gewährleistungen | - 26 | 43 | |
| Gesamt | - 370 | - 292 | 26,6 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
Informationen zur Organisation des Risikomanagements und zu relevanten Kennzahlen
sowie weitere Analysen und Erläuterungen des erwarteten Kreditverlusts können dem
Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts (siehe Seite 7ff.) entnommen werden.
Im Provisionsüberschuss weisen wir die anfallenden Erträge und Aufwendungen für die
Inanspruchnahme von Dienstleistungen aus. Diese Beträge werden dadurch erzielt, dass
Kunden betriebstechnische Einrichtungen, besondere Geschäftsverbindungen oder die
Kreditwürdigkeit zur Verfügung gestellt werden, ohne dass sich der aktivierte Bestand
der bankgeschäftlichen Forderungen verändert. Dies gilt zudem für Provisionen im Zusammenhang
mit der Veräußerung von Devisen, Sorten und Edelmetallen, wenn es sich dabei um Dienstleistungs-
und nicht um Eigenhandelsgeschäfte handelt. Gleiches gilt umgekehrt bei der Inanspruchnahme
fremder Dienstleistungen durch die Bank.
| Mio. € | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.20181 | Veränd. in % |
| Provisionserträge | 2 773 | 2 819 | - 1,6 |
| Wertpapiergeschäft | 814 | 876 | - 7,1 |
| Vermögensverwaltung | 253 | 231 | 9,5 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 1 056 | 1 028 | 2,7 |
| Bürgschaften | 167 | 155 | 7,4 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 162 | 185 | - 12,3 |
| Vermittlungsgeschäft | 117 | 152 | - 23,6 |
| Treuhandgeschäfte | 16 | 17 | - 6,5 |
| Übrige Erträge | 189 | 174 | 8,7 |
| Provisionsaufwendungen | 503 | 484 | 4,0 |
| Wertpapiergeschäft | 165 | 194 | - 14,7 |
| Vermögensverwaltung | 24 | 22 | 9,2 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 116 | 115 | 0,2 |
| Bürgschaften | 17 | 16 | 9,7 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 0 | 0 | - 11,1 |
| Vermittlungsgeschäft | 132 | 101 | 30,6 |
| Treuhandgeschäfte | 9 | 11 | - 11,6 |
| Übrige Aufwendungen | 39 | 25 | 57,1 |
| Provisionsüberschuss | 2 270 | 2 336 | - 2,8 |
| Wertpapiergeschäft | 648 | 683 | - 5,0 |
| Vermögensverwaltung | 229 | 209 | 9,5 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 940 | 913 | 3,0 |
| Bürgschaften | 149 | 140 | 7,1 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 162 | 185 | - 12,3 |
| Vermittlungsgeschäft | - 15 | 51 | . |
| Treuhandgeschäfte | 7 | 7 | 1,7 |
| Übrige Erträge | 149 | 149 | 0,5 |
| Gesamt | 2 270 | 2 336 | - 2,8 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
Die Aufteilung der Provisionserträge nach Art der Dienstleistung und Segmenten auf
Grundlage des IFRS 15 stellt sich wie folgt dar:
| 1.1.-30.9.2019 Mio. € | Privat- und Unternehmerkunden | Firmenkunden | Asset & Capital Recovery | Sonstige und Konsolidierung1 | Konzern |
| Wertpapiergeschäft | 809 | 32 | 0 | - 27 | 814 |
| Vermögensverwaltung | 250 | 3 | - | - | 253 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 484 | 581 | 0 | - 10 | 1 056 |
| Bürgschaften | 21 | 151 | 0 | - 5 | 167 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 1 | 161 | 0 | 0 | 162 |
| Vermittlungsgeschäft | 115 | 53 | 0 | - 51 | 117 |
| Treuhandgeschäfte | 11 | 6 | - | - | 16 |
| Übrige Erträge | 162 | 43 | -0 | - 17 | 189 |
| Gesamt | 1 852 | 1 031 | 0 | - 110 | 2 773 |
| 1.1.-30.9.2018 Mio. € | Privat- und Unternehmerkunden | Firmenkunden2 | Asset & Capital Recovery | Sonstige und Konsolidierung1 | Konzern |
| Wertpapiergeschäft | 873 | 37 | - | - 34 | 876 |
| Vermögensverwaltung | 229 | 3 | - | - | 231 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 468 | 568 | 1 | - 9 | 1 028 |
| Bürgschaften | 20 | 145 | - | - 9 | 155 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 2 | 183 | - | - | 185 |
| Vermittlungsgeschäft | 153 | 49 | - | - 49 | 152 |
| Treuhandgeschäfte | 12 | 6 | - | - | 17 |
| Übrige Erträge | 141 | 47 | 1 | - 15 | 174 |
| Gesamt | 1 897 | 1 038 | 1 | - 117 | 2 819 |
1
Bei den Posten im Bereich Sonstige und Konsolidierung handelt es sich im Wesentlichen
um Effekte aus der Konsolidierung von Aufwendungen und Erträgen.
2
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
In diesem Posten weisen wir die Ergebnisse aus allen erfolgswirksam zum Fair Value
bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus. Dies beinhaltet
das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading, das Ergebnis aus
Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L sowie das Ergebnis aus
Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option.
Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading bildet den Handelserfolg
der Bank ab und wird als Saldo aus Aufwendungen und Erträgen gezeigt. Dementsprechend
fließen in diese Position ein:
| ― |
Zinserträge inklusive erhaltene Dividenden sowie Zinsaufwendungen aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten, |
| ― |
realisierte Kursgewinne und -verluste aus dem Verkauf von zu Handelszwecken gehaltenen Wertpapieren, Forderungen, Devisen- und Edelmetallbeständen, |
| ― |
Bewertungsergebnis aus der Fair-Value-Bewertung, |
| ― |
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten, |
| ― |
Ergebnis aus Fair Value Adjustments (Credit Valuation Adjustment/CVA, Debit Valuation Adjustment/DVA, Funding Valuation Adjustment/FVA) sowie |
| ― |
Provisionsaufwendungen und -erträge, die im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Veräußerung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten anfallen. |
Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L und das
Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option beinhaltet ausschließlich
Bewertungs- und Realisierungsergebnisse. Die Aufwendungen und Erträge werden jeweils
als Saldo dargestellt.
| Mio. € | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.20181 | Veränd. in % |
| Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Held for Trading | 45 | 439 | - 89,7 |
| Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Fair Value Option | - 138 | 51 | . |
| Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Mandatorily Fair Value P&L | 220 | - 3 | . |
| Gesamt | 127 | 488 | - 73,9 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
Das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen beinhaltet zum einen die Bewertungsergebnisse
aus effektiven Sicherungszusammenhängen im Rahmen des Hedge Accountings (Fair Value
Hedge). Zum anderen enthält das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen den ineffektiven
Teil aus effektiven Cashflow-Hedges.
| Mio. € | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.2018 | Veränd. in % |
| Fair Value Hedges | |||
| Fair-Value-Änderungen aus Sicherungsinstrumenten | - 344 | 333 | . |
| Micro Fair Value Hedges | - 434 | 289 | . |
| Portfolio Fair Value Hedges | 90 | 44 | . |
| Fair-Value-Änderungen aus Grundgeschäften | 476 | - 307 | . |
| Micro Fair Value Hedges | 543 | - 265 | . |
| Portfolio Fair Value Hedges | - 67 | - 42 | 61,4 |
| Cashflow-Hedges | |||
| Ergebnis aus effektiv gesicherten Cashflow Hedges (nur ineffektiver Teil) | 0 | - 0 | . |
| Gesamt | 132 | 26 | . |
In dieser Position weisen wir das Veräußerungsergebnis finanzieller Vermögenswerte
der Kategorie Fair Value OCI sowie das Ergebnis aus dem Rückkauf finanzieller Verbindlichkeiten
der Kategorie Amortised Cost aus.
Das Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie Amortised
Cost beinhaltet Effekte aus nicht bonitätsinduzierten Verkäufen von zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten. Außerdem sind die Ergebnisse aus
Vertragsanpassungen enthalten, die im Rahmen der Restrukturierung der Kreditverhältnisse
mit Kunden aufgrund der Verschlechterung der Bonität vereinbart werden (substanzielle
Modifikationen).
Die Differenz zwischen den fortgeführten Anschaffungskosten und dem Marktwert des
Finanziellen Vermögenswertes der Kategorie Fair Value OCI (mit Recycling) wird bis
zur Veräußerung mit Ausnahme von Wertminderungen (Impairments) erfolgsneutral in der
Neubewertungsrücklage und folglich nicht in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst.
Mit Abgang des Vermögenswertes wird die aus verbrieften Schuldinstrumenten resultierende
Neubewertungsrücklage ergebniswirksam aufgelöst.
Beim Abgang finanzieller Verbindlichkeiten der Kategorie Amortised Cost ergibt sich
das Realisierungsergebnis direkt aus der Differenz aus Kaufpreis und fortgeführten
Anschaffungskosten.
Zudem werden in diesem Posten Ergebnisse aus Schätzungsänderungen infolge geänderter
Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Cashflows sowie Ergebnisse aus nicht substanziellen
Modifikationen von Finanzinstrumenten der Kategorie Amortised Cost ausgewiesen.
| Mio. € | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.20181 | Veränd. in % |
| Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 12 | - 7 | . |
| Realisierungsergebnis finanzieller Vermögenswerte -Fair Value OCI (mit Recycling) | 18 | 3 | . |
| Realisierungsergebnis finanzieller Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 11 | 1 | . |
| Ergebnis aus nicht substanziellen Modifikationen - Amortised Cost | - 2 | - 3 | - 50,6 |
| Ergebnis aus nicht substanziellen Modifikationen -Fair Value OCI (mit Recycling) | - | - | . |
| Ergebnis aus Schätzungsänderungen - Amortised Cost | - 15 | - 7 | . |
| Ergebnis aus Schätzungsänderungen - Fair Value OCI (mit Recycling) | - | - | . |
| Ergebnis aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten (AC-Portfolios) | - 22 | - 2 | . |
| Gewinne aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten (AC-Portfolios) | 124 | 0 | . |
| Verluste aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten (AC-Portfolios) | 146 | 3 | . |
| Gesamt | - 9 | - 9 | 3,3 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
Im Commerzbank-Konzern werden Portfolios von insgesamt 305 Mrd. Euro (Vorjahr: 281
Mrd. Euro) mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Voraussetzung hierfür ist,
dass die enthaltenen Finanzinstrumente dem Business Model "Halten" zugeordnet werden
und dass keine SPPI-schädlichen Nebenabreden vorliegen. Neben Rückzahlungen kann es
aus diesen Portfolios heraus auch zu Verkäufen von Vermögenswerten kommen, ohne dass
grundsätzlich gegen dieses Business Model verstoßen wird. Dies gilt insbesondere dann,
wenn sich die Bonität des Schuldners erheblich verschlechtert hat, beziehungsweise
der Vermögenswert nicht mehr den in den internen Richtlinien geforderten Kriterien
entspricht oder aber im Rahmen von Portfolioumschichtungen der Verkauf kurz vor Fälligkeit
dieser Vermögenswerte erfolgt.
Das Abgangsergebnis aus dem Verkauf von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) resultierte
hauptsächlich aus dem Verkauf von Schuldscheindarlehen im Rahmen zulässiger Portfoliomaßnahmen
und der Rückzahlung von Krediten.
Die Commerzbank modifiziert teilweise Vertragsbedingungen ausgereichter Darlehen im
Rahmen nicht substanzieller Modifikationen, die nicht zu einer Ausbuchung des bisherigen
Finanzinstruments führen. Das Ausfallrisiko dieser Vermögenswerte nach der Änderung
wird zum jeweiligen Bilanzstichtag bewertet und mit dem Risiko bei ursprünglichen
Ansatz verglichen.
Im Sonstigen Ergebnis sind vor allem Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen
sowie Aufwendungen und Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen enthalten.
Des Weiteren wird hier das Realisierungs- und Bewertungsergebnis von assoziierten
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen.
| Mio. € | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.20181 | Veränd. in % |
| Wesentliche Sonstige Erträge | 453 | 395 | 14,5 |
| Auflösungen von Rückstellungen | 101 | 93 | 9,4 |
| Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen | 131 | 125 | 4,2 |
| Erträge aus Bau- und Architektenleistungen | 0 | 0 | - 78,3 |
| Mietkauferträge und Zwischenmieterträge | 11 | 8 | 36,7 |
| Erträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 1 | 1 | - 6,4 |
| Erträge aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | - | - | . |
| Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen | 3 | 14 | - 78,2 |
| Erträge aus Wechselkursveränderungen | 18 | 31 | - 42,4 |
| Übrige sonstige Erträge | 188 | 123 | 52,5 |
| Wesentliche Sonstige Aufwendungen | 311 | 307 | 1,0 |
| Zuführungen zu Rückstellungen | 53 | 87 | - 39,3 |
| Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen | 109 | 93 | 18,1 |
| Aufwendungen aus Bau- und Architektenleistungen | 11 | 0 | . |
| Mietkaufaufwendungen und Zwischenmietaufwendungen | 6 | 4 | 71,6 |
| Aufwendungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 0 | 0 | - 6,2 |
| Aufwendungen aus als Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | - | - | . |
| Aufwendungen aus der Veräußerung von Sachanlagen | 2 | 1 | 37,4 |
| Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen | 23 | 34 | - 30,5 |
| Übrige sonstige Aufwendungen | 106 | 89 | 19,6 |
| Sonstige Steuern (saldiert) | 14 | 22 | - 35,9 |
| Realisierungs- und Bewertungsergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (saldiert) | 3 | 35 | - 91,6 |
| Sonstiges Ergebnis | 159 | 145 | 9,9 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
In den Übrigen sonstigen Erträgen sind Realisierungsgewinne aus dem Verkauf der ebase
GmbH (European Bank for Financial Services GmbH) von 103 Mio. Euro enthalten.
| Personalaufwendungen | Mio. € | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.20181 | Veränd. in % |
| Löhne und Gehälter | 2 470 | 2 384 | 3,6 |
| Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 177 | 188 | - 5,8 |
| Gesamt | 2 647 | 2 572 | 2,9 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3).
| Sachaufwendungen | Mio. € | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.20181 | Veränd. in % |
| Raumaufwendungen | 166 | 431 | - 61,6 |
| IT-Aufwendungen | 390 | 456 | - 14,5 |
| Arbeitsplatz- und Informationsaufwendungen | 176 | 185 | - 4,9 |
| Beratungs-, Prüfungs- und gesellschaftsrechtliche Aufwendungen | 193 | 304 | - 36,6 |
| Reise-, Repräsentations- und Werbungskosten | 171 | 200 | - 14,6 |
| Personalinduzierte Sachaufwendungen | 86 | 108 | - 20,3 |
| Übrige Sachaufwendungen | 128 | 130 | - 1,9 |
| Gesamt | 1 309 | 1 815 | - 27,9 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3).
| Abschreibungen | Mio. € | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.20181 | Veränd. in % |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 85 | 91 | - 7,0 |
| Grundstücke, Gebäude und übrige Sachanlagen | 8 | 8 | 0,5 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 390 | 394 | - 1,1 |
| Nutzungsrechte | 271 | n/a | |
| Gesamt | 754 | 494 | 52,7 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3).
| Pflichtbeiträge | Mio. € | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.20181 | Veränd. in % |
| Einlagensicherungsfonds | 106 | 108 | - 1,7 |
| Polnische Bankensteuer | 88 | 70 | 25,1 |
| Europäische Bankenabgabe | 204 | 179 | 14,0 |
| Gesamt | 398 | 357 | 11,5 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3).
Zum 30. September 2019 belief sich der Konzernsteueraufwand auf 231 Mio. Euro (Vorjahr:
185 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung des Ergebnisses vor Steuern von 990 Mio. Euro
(Vorjahr: 1 005 Mio. Euro) ergab sich eine Konzernsteuerquote von 23,3 % (Vorjahr:
18,5 %) (Konzernertragsteuersatz: 31,5 %, Vorjahr: 31,5 %). Der Konzernsteueraufwand
resultiert im Wesentlichen aus laufenden Steueraufwendungen des mBank-Teilkonzerns,
der comdirect bank Aktiengesellschaft sowie der Commerzbank Aktiengesellschaft für
die Berichtsperiode. Steuerquotenmindernd im Vergleich zum Konzernertragsteuersatz
haben sich im Wesentlichen aperiodische Steuererträge sowie geringere Steuersätze
in ausländischen Lokationen auf die dort erzielten operativen Gewinne ausgewirkt.
| 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.20181 | Veränd. in % | |
| Operatives Ergebnis (Mio. €) | 990 | 1 005 | - 1,5 |
| Den Commerzbank-Aktionären zurechenbarer Konzernüberschuss (Mio. €) | 684 | 751 | - 8,9 |
| Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Stammaktien (Stück) | 1 252 357 634 | 1 252 357 634 | - |
| Operatives Ergebnis je Aktie (€) | 0,79 | 0,80 | - 1,5 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,55 | 0,60 | - 8,9 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären
zurechenbaren Konzernergebnis und wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem
gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl
ermittelt. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- und Optionsrechte
im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch.
Die Zusammensetzung des Operativen Ergebnis ist in der Segmentberichterstattung (siehe
Note 40) definiert.
Wenn die vertraglich vereinbarten Cashflows eines finanziellen Vermögenswertes lediglich
Zins- und Tilgungsleistungen darstellen (also SPPI-konform sind) und dieser dem Business
Model "Halten" zugeordnet wurde, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Der Buchwert dieser Finanzinstrumente wird um etwaige Risikovorsorge gekürzt (siehe
Note 27 Kreditrisiken und Kreditverluste).
Zinszahlungen für diese Finanzinstrumente werden effektivzinsgerecht im Zinsüberschuss
vereinnahmt.
| Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.20181 | Veränd. in % |
| Darlehen und Forderungen | 269 720 | 247 410 | 9,0 |
| Zentralnotenbanken | 851 | 93 | . |
| Kreditinstitute | 32 946 | 31 798 | 3,6 |
| Firmenkunden | 99 668 | 92 090 | 8,2 |
| Privatkunden | 107343 | 100 902 | 6,4 |
| Finanzdienstleister | 14 790 | 11 369 | 30,1 |
| Öffentliche Haushalte | 14 121 | 11 159 | 26,5 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 32 762 | 31 750 | 3,2 |
| Kreditinstitute | 2 464 | 2 563 | - 3,8 |
| Firmenkunden | 4 263 | 3 506 | 21,6 |
| Finanzdienstleister | 5 042 | 5 529 | - 8,8 |
| Öffentliche Haushalte | 20 992 | 20 152 | 4,2 |
| Gesamt | 302 482 | 279 160 | 8,4 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3).
Für ein Portfolio von britischen Körperschaften emittierten Schuldscheindarlehen mit
einem Buchwert von 2,8 Mrd. Euro wurde zum 1. Januar 2019 eine Änderung des Business
Models vorgenommen. Im Rahmen der geplanten Schließung des Segments Asset & Capital
Recovery (Abbauportfolio) wurde dieses Portfolio innerhalb des Bereichs Treasury gebündelt
und wird ab dem 01.01.2019 durch das Investment Office gesteuert (siehe dazu auch
Note 40). Die Vertriebs- und Verkaufsaktivitäten für dieses Portfolio wurden eingestellt.
Künftige Verkäufe für dieses Portfolio sind ab dem 1. Januar 2019 nur noch bei signifikanter
Bonitätsverschlechterung zulässig. Die Steuerung des Portfolios und Vergütung des
Managements erfolgt somit auch nicht auf Fair Value Basis. Für dieses Portfolio besteht
das Ziel darin, vertraglich vereinbarte Cashflows zu erzielen. Die vertraglich vereinbarten
Cashflows stellen ausschließlich Zins- und Tilgungsleistungen im Sinne des IFRS 9
dar.
Die Änderung des Business Models führte zu einer Reklassifizierung aus der Bewertungskategorie
mFVPL in die Bewertungskategorie Amortised Cost. Der effektive Zinssatz, der zum Zeitpunkt
der Reklassifizierung ermittelt wurde, lag bei 2,8 %. Für die ersten neun Monate des
Geschäftsjahres 2019 betragen die Zinserträge für das reklassifizierte Portfolio 54
Mio. Euro und die Zinsaufwendungen 0 Mio. Euro.
Zum Stichtag 30. September 2019 lag der Fair Value dieses Portfolios bei 3,2 Mrd.
Euro. Wäre das Portfolio in der Bewertungskategorie mFVPL geblieben, wäre die Fair
Value Änderung seit Jahresbeginn und gegenläufig die Wertänderungen der zur Absicherung
des Portfolios vorhandenen Derivate ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlust-Rechnung
im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten erfasst worden. Daraus hätte sich ein Ergebnis von saldiert
- 186 Mio. Euro ergeben, das überwiegend aus Credit Spread Effekten auf den britischen
Pfund resultiert hätte. Seit dem Zeitpunkt der Reklassifizierung ist dieses Portfolio
im Portfolio Fair Value Hedge Accounting der Commerzbank designiert.
Finanzielle Verbindlichkeiten sind im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich zu fortgeführten
Anschaffungskosten zu bewerten.
In den Einlagen sind im Wesentlichen täglich fällige Gelder, Termineinlagen und Spareinlagen
enthalten.
In den sonstigen emittierten Schuldtiteln weisen wir auch nachrangige verbriefte und
unverbriefte Emissionen aus, die im Falle einer Insolvenz oder Liquidation erst nach
Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden.
| Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
| Einlagen | 326 572 | 301 144 | 8,4 |
| Zentralnotenbanken | 4 760 | 2 955 | 61,1 |
| Kreditinstitute | 50 563 | 45 076 | 12,2 |
| Firmenkunden | 82 871 | 80 618 | 2,8 |
| Privatkunden | 135 603 | 125 899 | 7,7 |
| Finanzdienstleister | 36 795 | 30 993 | 18,7 |
| Öffentliche Haushalte | 15 980 | 15 603 | 2,4 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 43 090 | 45 524 | - 5,3 |
| Geldmarktpapiere | 3 145 | 5 648 | - 44,3 |
| Pfandbriefe | 18 207 | 18 869 | - 3,5 |
| Sonstige emittierte Schuldtitel | 21 737 | 21 006 | 3,5 |
| Gesamt | 369 661 | 346 668 | 6,6 |
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 wurden neue Emissionen mit einem
Volumen von 9,6 Mrd. Euro begeben. Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen fälliger
Emissionen auf 13,2 Mrd. Euro und von Rückzahlungen auf 0,6 Mrd. Euro.
Die Bewertung zum Fair Value mit Erfassung der Wertschwankung im Eigenkapital mit
Recycling (FVOCI mit Recycling) ist vorzunehmen, wenn das Finanzinstrument einem Portfolio
mit dem Business Model "Halten & Verkaufen" zugeordnet wird und zusätzlich die vertraglich
vereinbarten Cashflows lediglich Zins- und Tilgungsleistungen darstellen, und damit
SPPI-konform sind.
Die Änderungen des Fair Values werden erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage
(OCI) erfasst, mit Ausnahme von Impairments, die in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung
erfasst werden. Die Bildung der Risikovorsorge wird in Note 27 "Kreditrisiken und
Kreditverluste" dargestellt. Bei Abgang des Finanzinstruments werden die bislang erfolgsneutral
erfassten kumulierten Gewinne oder Verluste vom OCI in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung
umgegliedert (sogenanntes Recycling) und im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten
ausgewiesen. Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden effektivzinsgerecht
im Zinsüberschuss vereinnahmt.
Darüber hinaus beinhalten die Finanziellen Vermögenswerte -Fair Value OCI auch Eigenkapitalinstrumente,
für die wir die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling gewählt
haben, wenn diese die Definition von Eigenkapital gemäß IAS 32 erfüllen und nicht
zu Handelszwecken gehalten werden. Eine solche Klassifizierung wird je Finanzinstrument
freiwillig und unwiderruflich festgelegt. Jegliche Gewinne oder Verluste aus diesen
Eigenkapitalinstrumenten werden niemals in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung, sondern
bei Abgang in die Gewinnrücklage umgebucht (ohne Recycling). Diese Eigenkapitalinstrumente
unterliegen keiner Impairmentprüfung. Daraus resultierende Dividendenzahlungen werden
als Dividendenerträge in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst, sofern sie keine
Substanzausschüttungen darstellen.
| Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
| Darlehen und Forderungen (mit Recycling) | 1 204 | 1 300 | - 7,3 |
| Zentralnotenbanken | - | - | . |
| Kreditinstitute | 159 | 148 | 7,4 |
| Firmenkunden | 482 | 539 | - 10,6 |
| Privatkunden | - | - | . |
| Finanzdienstleister | 89 | 38 | . |
| Öffentliche Haushalte | 474 | 574 | - 17,4 |
| Verbriefte Schuldinstrumente (mit Recycling) | 29 074 | 25 328 | 14,8 |
| Kreditinstitute | 11 181 | 10 448 | 7,0 |
| Firmenkunden | 681 | 749 | - 9,0 |
| Finanzdienstleister | 6 004 | 5 001 | 20,1 |
| Öffentliche Haushalte | 11 208 | 9 131 | 22,8 |
| Eigenkapitalinstrumente (ohne Recycling) | 45 | 31 | 44,1 |
| Firmenkunden | 43 | 30 | 44,7 |
| Finanzdienstleister | 2 | 1 | 29,4 |
| Gesamt | 30 323 | 26 659 | 13,7 |
Im Commerzbank-Konzern wurde in einem Tochterunternehmen ein Portfolio europäischer
Standardaktien (Blue Chips) in die Kategorie Fair Value OCI eingestuft.
Zum 30. September 2019 betrug der Fair Value dieser Aktien 45 Mio. Euro (Vorjahr:
31 Mio. Euro). Aus diesen Aktien wurden Dividendenzahlungen von 2 Mio. Euro (Vorjahr:
1 Mio. Euro) im Dividendenergebnis erfolgswirksam vereinnahmt. Des Weiteren wurde
durch Verkäufe aus diesem Portfolio ein Realisierungsergebnis von 0 Mio. Euro (Vorjahr:
0 Mio. Euro) erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst.
Entsprechend den Regelungen des IFRS 9 können bei Vorliegen eines Accounting Mismatchs
auf der Passivseite auch die Steuerung finanzieller Verbindlichkeiten auf Fair-Value-Basis
sowie das Vorliegen trennungspflichtiger eingebetteter Derivate Voraussetzung für
die Anwendung sein.
Wird die Fair Value Option für finanzielle Verbindlichkeiten oder für hybride Verträge
angewendet, werden die Fair-Value-Änderungen, die sich aus den Schwankungen des eigenen
Bonitätsrisikos (Own Credit Spread) ergeben, nicht erfolgswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung,
sondern erfolgsneutral (ohne Recycling) im Eigenkapital erfasst.
| Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
| Einlagen | 35 445 | 21 083 | 68,1 |
| Zentralnotenbanken | 4 155 | 2 734 | 52,0 |
| Kreditinstitute | 11 234 | 8 498 | 32,2 |
| Firmenkunden | 865 | 1 015 | - 14,8 |
| Privatkunden | 153 | 157 | - 2,6 |
| Finanzdienstleister | 18 803 | 8 511 | . |
| Öffentliche Haushalte | 236 | 167 | 41,1 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 805 | 866 | - 7,0 |
| Sonstige emittierte Schuldtitel | 805 | 866 | - 7,0 |
| Gesamt | 36 250 | 21 949 | 65,2 |
Für Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde, betrug die
in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 eingetretene kreditrisikobedingte
Änderung der Fair Values 61 Mio. Euro (Vorjahr: - 88 Mio. Euro). Kumuliert belief
sich die Veränderung auf - 2 Mio. Euro (Vorjahr: - 59 Mio. Euro).
Durch Abgänge finanzieller Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet
wurde, wurde ein Betrag von 0 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) erfolgsneutral in der
Gewinnrücklage erfasst.
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 wurden neue Emissionen mit einem
Volumen von 0,0 Mrd. Euro begeben. Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen der
Rückzahlungen auf 0,1 Mrd. Euro und das Volumen fälliger Emissionen ebenfalls auf
0,1 Mrd. Euro.
In diesem Posten weisen wir Finanzinstrumente aus, die dem residualen Business Model
zugeordnet sind und nicht im Posten Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading
ausgewiesen werden. Außerdem sind hier Geschäfte enthalten, die den Business Models
"Halten" und "Halten 8 Verkaufen" zugeordnet und nicht SPPI-konform sind. Beispiele
dafür sind Fondsanteile, Genussrechte, stille Einlagen sowie Vermögenswerte, die auf
Fair-Value-Basis gesteuert werden.
Unter Eigenkapitalinstrumenten sind ausschließlich Verträge zu verstehen, die einen
Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen
Schulden begründen, wie zum Beispiel Aktien oder Anteile an anderen Kapitalgesellschaften.
Eigenkapitalinstrumente sind nicht SPPI-konform, da aus Sicht des Investors kein Anspruch
auf Zins- und Tilgungszahlungen besteht, und werden daher in der Regel erfolgswirksam
zum Fair Value bewertet. Eine Ausnahme davon besteht für Eigenkapitalinstrumente,
für die wir die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling gewählt
haben (siehe Note 22).
| Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
| Darlehen und Forderungen | 43 525 | 31 386 | 38,7 |
| Zentralnotenbanken | 4 335 | 8 266 | - 47,6 |
| Kreditinstitute | 16 161 | 10 785 | 49,9 |
| Firmenkunden | 1 851 | 2 053 | - 9,9 |
| Privatkunden | 192 | 262 | - 26,8 |
| Finanzdienstleister | 20 957 | 6 082 | . |
| Öffentliche Haushalte | 30 | 3 938 | - 99,2 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 3 068 | 2 350 | 30,5 |
| Kreditinstitute | 123 | 73 | 68,6 |
| Firmenkunden | 120 | 116 | 3,4 |
| Finanzdienstleister | 1 342 | 1 407 | - 4,6 |
| Öffentliche Haushalte | 1 483 | 754 | 96,6 |
| Eigenkapitalinstrumente | 369 | 337 | 9,6 |
| Kreditinstitute | 9 | 9 | - |
| Firmenkunden | 301 | 283 | 6,2 |
| Finanzdienstleister | 58 | 44 | 33,5 |
| Gesamt | 46 962 | 34 073 | 37,8 |
In den finanziellen Vermögenswerten - Held for Trading weisen wir zins- und eigenkapitalbezogene
Wertpapiere, Schuldscheindarlehen und sonstige Forderungen, derivative Finanzinstrumente
(Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren) sowie sonstige Handelsbestände
aus, die dem residualen Business Model zuzuordnen sind und zu Handelszwecken gehalten
werden. Diese Finanzinstrumente dienen der Gewinnerzielung aus kurzfristigen Schwankungen
der Preise oder Händlermargen.
Die Bewertung dieser finanziellen Vermögenswerte wird unabhängig von der Produktart
erfolgswirksam zum Fair Value vorgenommen. Die Fair-Value-Änderungen des jeweiligen
Geschäfts werden damit erfolgswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung ausgewiesen.
Kann der Fair Value keinem aktiven Markt entnommen werden, bewerten wir die Bestände
grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativer Preise von Preisagenturen
beziehungsweise anderen Kreditinstituten (Lead-Managern) oder interner Bewertungsverfahren
(Barwert- oder Optionspreismodellen).
Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie die Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse
aus diesen Finanzinstrumenten werden in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung im Ergebnis
aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
erfasst.
| Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
| Darlehen und Forderungen | 909 | 1 028 | - 11,6 |
| Kreditinstitute | 529 | 628 | - 15,7 |
| Firmenkunden | 379 | 254 | 49,1 |
| Finanzdienstleister | - | 3 | . |
| Öffentliche Haushalte | 0 | 143 | - 99,7 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 3 238 | 1 621 | 99,7 |
| Kreditinstitute | 644 | 523 | 23,1 |
| Firmenkunden | 181 | 61 | . |
| Finanzdienstleister | 449 | 390 | 15,3 |
| Öffentliche Haushalte | 1 965 | 648 | |
| Eigenkapitalinstrumente | 1 415 | 1 021 | 38,7 |
| Kreditinstitute | 13 | 10 | 29,9 |
| Firmenkunden | 1 400 | 1 011 | 38,5 |
| Finanzdienstleister | 3 | - | . |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 48 297 | 38 067 | 26,9 |
| Zinsbezogene Produkte | 35 851 | 27 302 | 31,3 |
| Währungsbezogene Produkte | 9 707 | 7 442 | 30,4 |
| Aktienbezogene Derivate | 797 | 1 518 | - 47,5 |
| Kreditbezogene Derivate | 527 | 511 | 3,1 |
| Übrige derivative Geschäfte | 1 415 | 1 294 | 9,4 |
| Sonstige Handelsbestände | 801 | 764 | 4,9 |
| Gesamt | 54 660 | 42 501 | 28,6 |
In diesem Posten werden derivative Finanzinstrumente (Derivate, die nicht für Hedge
Accounting qualifizieren), eigene Emissionen des Handelsbuchs sowie Lieferverbindlichkeiten
aus Wertpapierleerverkäufen ausgewiesen.
| Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
| Zertifikate und andere Emissionen | 46 | 49 | - 5,7 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 1 555 | 3 091 | - 49,7 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 51 968 | 40 264 | 29,1 |
| Zinsbezogene derivative Geschäfte | 39 033 | 29 464 | 32,5 |
| Währungsbezogene derivative Geschäfte | 10 853 | 8 512 | 27,5 |
| Aktienderivate | 507 | 743 | - 31,8 |
| Kreditderivate | 981 | 923 | 6,3 |
| Übrige derivative Geschäfte | 595 | 622 | - 4,3 |
| Gesamt | 53 570 | 43 404 | 23,4 |
Unter IFRS 9 werden Wertminderungen für Kreditrisiken bei Kreditgeschäften und Wertpapieren,
welche nicht erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind, anhand eines 3-stufigen
Modells auf Basis erwarteter Kreditverluste erfasst. In den Anwendungsbereich dieses
Wertminderungsmodells fallen im Commerzbank-Konzern folgende Finanzinstrumente:
| ― |
Finanzielle Vermögenswerte in Form von Darlehen und Forderungen sowie verbrieften Schuldinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Amortised Cost); |
| ― |
Finanzielle Vermögenswerte in Form von Darlehen und Forderungen sowie verbrieften Schuldinstrumenten, die erfolgsneutral zum Fair Value bewertet werden (FVOCI); |
| ― |
Forderungen aus Leasingverhältnissen; |
| ― |
Unwiderrufliche Kreditzusagen, die gemäß IFRS 9 nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden; |
| ― |
Finanzgarantien im Anwendungsbereich des IFRS 9, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden. |
Die Ermittlung der Wertminderungen erfolgt anhand eines 3-stufigen Modells nach folgenden
Vorgaben:
In Stage 1 werden grundsätzlich alle Finanzinstrumente erfasst, deren Risiko eines
Kreditausfalls (im Folgenden Ausfallrisiko) sich seit ihrem erstmaligen Bilanzansatz
nicht signifikant erhöht hat. Darüber hinaus enthält Stage 1 sämtliche Geschäfte,
die am Berichtsstichtag ein geringes Ausfallrisiko aufweisen, bei denen die Commerzbank
von dem Wahlrecht des IFRS 9 Gebrauch macht, auf die Beurteilung einer signifikanten
Erhöhung des Ausfallrisikos zu verzichten. Ein geringes Ausfallrisiko ist bei allen
Finanzinstrumenten gegeben, deren internes Bonitätsrating am Berichtsstichtag im Bereich
des Investment Grade (entspricht Commerzbank-Rating 2,8 oder besser) liegt. Für Finanzinstrumente
in Stage 1 ist eine Wertminderung in Höhe der erwarteten Kreditverluste für die nächsten
zwölf Monate (12-month ECL) zu erfassen.
Stage 2 enthält diejenigen Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich nach dem Zeitpunkt
ihres erstmaligen Bilanzansatzes signifikant erhöht hat und die zum Berichtsstichtag
nicht als Geschäfte mit geringem Ausfallrisiko eingestuft werden. Die Erfassung von
Wertminderungen erfolgt in Stage 2 mit den erwarteten Kreditverlusten über die gesamte
Restlaufzeit des Finanzinstruments ("Lifetime Expected Credit Loss" beziehungsweise
"LECL").
Stage 3 werden Finanzinstrumente zugeordnet, die am Berichtsstichtag als wertgemindert
eingestuft werden. Als Kriterium hierfür zieht die Commerzbank die Definition für
einen Kreditausfall (Default) gemäß Artikel 178 CRR heran. Für den Default eines Kunden
können folgende Ereignisse ausschlaggebend sein:
| ― |
Drohende Zahlungsunfähigkeit (größer 90 Tage überfällig); |
| ― |
Die Bank begleitet die Sanierung/Restrukturierung des Kunden mit und ohne Sanierungsbeiträge/n; |
| ― |
Die Bank kündigt die Forderungen; |
| ― |
Der Kunde ist in Insolvenz. |
Für ausgefallene Finanzinstrumente in Stage 3 ist ebenfalls der LECL als Wertminderung
zu erfassen. Bei der Ermittlung des LECL wird hier grundsätzlich nach signifikanten
und nicht signifikanten Fällen unterschieden. Für nicht signifikante Geschäfte (Volumen
bis 5 Mio. Euro) erfolgt die Ermittlung auf Basis statistischer Risikoparameter. Für
signifikante Geschäfte (Volumen größer 5 Mio. Euro) wird der LECL als Erwartungswert
der Verluste aus individuellen Expertenschätzungen der zukünftigen Cashflows unter
Berücksichtigung mehrerer möglicher Szenarien und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten
ermittelt.
Finanzinstrumente, die bereits im Zeitpunkt ihres erstmaligen Bilanzansatzes als wertgemindert
im Sinne der oben beschriebenen Definition einzustufen sind ("Purchased or Originated
Credit-Impaired", beziehungsweise "POCI") werden außerhalb des 3-stufigen Wertminderungsmodells
behandelt und somit keiner der drei Stages zugeordnet. Der Erstansatz erfolgt zum
Fair Value ohne Erfassung einer Wertminderung unter Anwendung eines bonitätsadjustierten
Effektivzinssatzes. In den Folgeperioden entspricht die Wertminderung der kumulierten
Veränderung des LECL nach dem Bilanzzugang. Auch im Falle einer Gesundung bleibt der
LECL Maßstab für die Bewertung.
| Mio. € | Stand 1.1.2019 | Netto-Zuführung / Auflösung | Verbrauch | Veränderung im Konsolidierungskreis | Wechselkursänderungen/ Umbuchungen | Stand 30.9.2019 |
| Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten | 2 206 | 344 | 547 | - | 126 | 2 130 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 2 190 | 355 | 559 | - | 126 | 2 112 |
| Darlehen und Forderungen | 2 083 | 387 | 534 | - | 124 | 2 061 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 107 | - 32 | 26 | - | 1 | 50 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 16 | - 11 | - 12 | - | 1 | 18 |
| Darlehen und Forderungen | 7 | 4 | - | - | - 0 | 11 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 9 | - 15 | - 12 | - | 1 | 7 |
| Rückstellungen für Finanzgarantien | 9 | 0 | - | - | 0 | 9 |
| Rückstellungen für Kreditzusagen | 136 | - 7 | - | - | - 0 | 129 |
| Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen | 124 | 33 | - | - | 2 | 159 |
| Gesamt | 2 476 | 370 | 547 | - | 129 | 2 427 |
| Mio. € | Stand 1.1.20181 | Netto-Zuführung / Auflösung | Verbrauch | Veränderung im Konsolidierungskreis | Wechselkursänderungen/ 3' Umbuchungen | Stand .12.20181 |
| Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten | 2 203 | 475 | 466 | - | - 6 | 2 206 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 2 187 | 477 | 467 | - | - 7 | 2 190 |
| Darlehen und Forderungen | 2 096 | 462 | 467 | - | - 9 | 2 083 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 90 | 15 | 0 | - | 2 | 107 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 16 | - 2 | - 1 | - | 1 | 16 |
| Darlehen und Forderungen | 7 | - 0 | - | - | 0 | 7 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 9 | - 1 | - 1 | - | 1 | 9 |
| Rückstellungen für Finanzgarantien | 10 | - 1 | - | - | 0 | 9 |
| Rückstellungen für Kreditzusagen | 127 | 9 | - | - | - 0 | 136 |
| Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen | 161 | - 38 | 0 | - | 1 | 124 |
| Gesamt | 2 501 | 446 | 466 | - | - 5 | 2 476 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3).
Die Aufteilung nach Stages stellte sich im laufenden Geschäftsjahr wie folgt dar:
| Mio. € | Stage 1 | Stage 2 | Stage 3 | POCI | Gesamt |
| Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten | 281 | 321 | 1 453 | 74 | 2 130 |
| Darlehen und Forderungen | 248 | 297 | 1 453 | 74 | 2 072 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 33 | 24 | 0 | - | 57 |
| Rückstellungen für Finanzgarantien | 2 | 2 | 3 | 3 | 9 |
| Rückstellungen für Kreditzusagen | 72 | 42 | 6 | 8 | 129 |
| Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen | 1 | 81 | 62 | 15 | 159 |
| Gesamt | 356 | 447 | 1 524 | 101 | 2 427 |
Zum 31. Dezember 2018 stellte sich die Aufteilung wie folgt dar:
| Mio. € | Stage 1 | Stage 2 | Stage 3 | POCI | Gesamt1 |
| Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten | 273 | 400 | 1 471 | 62 | 2 206 |
| Darlehen und Forderungen | 243 | 317 | 1 469 | 61 | 2 090 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 30 | 83 | 2 | 1 | 116 |
| Rückstellungen für Finanzgarantien | 2 | 1 | 2 | 4 | 9 |
| Rückstellungen für Kreditzusagen | 70 | 48 | 13 | 5 | 136 |
| Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen | 1 | 72 | 37 | 15 | 124 |
| Gesamt | 346 | 521 | 1 523 | 86 | 2 476 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3).
Nach IFRS 13 werden Finanzinstrumente wie folgt in die dreistufige Bewertungshierarchie
zum Fair Value eingestuft:
| ― |
Level 1: Finanzinstrumente, deren Fair Value auf Basis notierter Preise für identische Finanzinstrumente an aktiven Märkten ermittelt wird. |
| ― |
Level 2: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente an einem aktiven Markt verfügbar sind und deren Fair Value unter Einsatz von Bewertungsmethoden ermittelt wird, die auf beobachtbare Marktparameter zurückgreifen. |
| ― |
Level 3: Finanzinstrumente, die unter Anwendung von Bewertungsmethoden bewertet werden, für die bei mindestens einem wesentlichen Eingangswert nicht ausreichend beobachtbare Marktdaten vorhanden sind und bei denen mindestens dieser Eingangswert den Fair Value nicht nur unwesentlich beeinflusst. |
Bezüglich der für Kreditinstitute relevanten Methoden der Modellbewertung (Level 2
und 3) unterscheidet IFRS 13 den marktbasierten Ansatz (Market Approach) und den einkommensbasierten
Ansatz (Income Approach). Der Market Approach umfasst Bewertungsmethoden, die auf
Informationen über identische oder vergleichbare Vermögenswerte und Schulden zurückgreifen.
Der Income Approach spiegelt die heutigen Erwartungen über zukünftige Zahlungsströme,
Aufwendungen oder Erträge wider. Zum Income Approach zählen auch Optionspreismodelle.
Diese Bewertungen unterliegen in höherem Maße den Einschätzungen des Managements.
Dabei werden in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und in geringem
Maße unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen.
Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung
von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer
bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden.
Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können
grundsätzlich von den geschätzten Fair Values abweichen.
Alle Fair Values unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns,
in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind.
Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group
(IPV) innerhalb der Finanzfunktion durchgeführt beziehungsweise koordiniert. Die Modelle,
die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig
vom Senior-Management und der Risikofunktion überprüft.
Im Folgenden wird unterschieden in:
a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente (Fair Value OCI, Fair Value Option,
Mandatorily Fair Value P&L und Held for Trading);
b) Zu Amortised Cost bilanzierte Finanzinstrumente.
Die jeweiligen Angabepflichten dieser Finanzinstrumente leiten sich aus IFRS 7 und
IFRS 13 ab. Damit sind beispielsweise Bewertungstechniken und verwendete Inputfaktoren
für Level 2 und 3 sowie quantitative Angaben über nicht beobachtbare Inputfaktoren
(Level 3) zu erläutern. Ebenso sind Angaben, Gründe und der Zeitpunkt für Umgliederungen
zwischen den Bewertungshierarchien, die Überleitungen der stichtagsbezogenen Anfangs-
und Endbestände für Level-3-Bestände und die unrealisierten Gewinne und Verluste zu
nennen. Weiterhin sind Sensitivitäten für die nicht beobachtbaren Inputparameter (Level
3) darzustellen sowie Angaben zum Day-One Profit or Loss erforderlich.
Der Fair Value eines Vermögenswertes ist nach IFRS 13 der Betrag, zu dem dieser zwischen
sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern
verkauft werden könnte. Der Fair Value entspricht somit einem Veräußerungspreis. Für
Verbindlichkeiten ist der Fair Value definiert als der Preis, zu dem die Schuld im
Rahmen einer geordneten Transaktion an einen Dritten übertragen werden könnte.
Für die Bewertung von Verbindlichkeiten ist zudem das eigene Bonitätsrisiko (Own Credit
Spread) zu berücksichtigen. Sofern Sicherheiten von Dritten für unsere Verbindlichkeiten
gestellt werden (zum Beispiel Garantien), sind diese bei der Bewertung grundsätzlich
nicht zu berücksichtigen, da die Rückzahlungsverpflichtung seitens der Bank weiterhin
bestehen bleibt.
Im Rahmen der Bewertung derivativer Geschäfte wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht,
Nettorisikopositionen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu bilden.
Bei der Bewertung wird neben dem Ausfallrisiko des Kontrahenten auch das eigene Ausfallrisiko
berücksichtigt. Die Ermittlung von Credit Valuation Adjustments (CVA) und Debit Valuation
Adjustments (DVA) erfolgt durch eine Simulation der zukünftigen Marktwerte der Derivateportfolios
mit den jeweiligen Kontrahenten auf Basis beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads).
Für die refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (Funding Valuation Adjustments;
FVA) werden die Refinanzierungsaufwendungen und -erträge von unbesicherten Derivaten
und besicherten Derivaten, bei denen nur teilweise Sicherheiten vorliegen oder die
Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet werden können, im Fair Value berücksichtigt.
Wie für werden auch FVA über die Erwartungswerte der zukünftigen positiven beziehungsweise
negativen Portfoliomarktwerte unter Verwendung beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel
CDSSpreads) bestimmt. Die zur FVA-Berechnung verwendete Fundingkurve wird durch die
Commerzbank-Fundingkurve approximiert.
Nach IFRS 9 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem Fair Value
zu bewerten. In der Regel ist das der Transaktionspreis. Bezieht sich ein Teil davon
auf etwas anderes als das zu bewertende Finanzinstrument, wird der Fair Value unter
Anwendung eines Bewertungsverfahrens geschätzt.
Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in nachfolgenden
Übersichten nach den IFRS-9-Bewertungskategorien sowie nach Klassen gegliedert dargestellt.
| Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 | ||||
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | Level 1 | Level 2 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | ||||||
| Darlehen und Forderungen | - | 1,2 | 0,0 | 1,2 | - | 1,3 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 20,1 | 8,9 | 0,1 | 29,1 | 15,4 | 9,7 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,0 | - | - | 0,0 | 0,0 | - |
| Finanzielle Vermögenswerte -Mandatorily Fair Value P&L | ||||||
| Darlehen und Forderungen | - | 41,5 | 2,1 | 43,5 | - | 26,6 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,7 | 1,1 | 1,3 | 3,1 | 0,6 | 0,7 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,0 | - | 0,4 | 0,4 | 0,0 | - |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | ||||||
| Darlehen und Forderungen | 0,0 | 0,8 | 0,1 | 0,9 | 0,2 | 0,9 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1,8 | 1,5 | 0,0 | 3,2 | 0,9 | 0,7 |
| Eigenkapitalinstrumente | 1,4 | 0,0 | 0,0 | 1,4 | 1,0 | - |
| Derivate | - | 43,9 | 4,4 | 48,3 | - | 34,7 |
| Sonstige | 0,8 | - | - | 0,8 | 0,8 | - |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | ||||||
| Hedge Accounting | - | 2,3 | - | 2,3 | - | 1,5 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | ||||||
| Darlehen und Forderungen | - | 0,2 | - | 0,2 | - | 0,2 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1,2 | 0,3 | 0,0 | 1,5 | 2,3 | 0,1 |
| Eigenkapitalinstrumente | 3,7 | 0,0 | 0,0 | 3,7 | 7,8 | - |
| Derivate | - | 3,1 | 0,2 | 3,3 | - | 2,2 |
| Gesamt | 29,7 | 104,6 | 8,5 | 142,9 | 29,1 | 78,4 |
| Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. € | 31.12.2018 | |
| Level 3 | Gesamt | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | ||
| Darlehen und Forderungen | - | 1,3 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,2 | 25,3 |
| Eigenkapitalinstrumente | - | 0,0 |
| Finanzielle Vermögenswerte -Mandatorily Fair Value P&L | ||
| Darlehen und Forderungen | 4,8 | 31,4 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1,0 | 2,4 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,3 | 0,3 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | ||
| Darlehen und Forderungen | - | 1,0 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,0 | 1,6 |
| Eigenkapitalinstrumente | - | 1,0 |
| Derivate | 3,4 | 38,1 |
| Sonstige | - | 0,8 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | ||
| Hedge Accounting | - | 1,5 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | ||
| Darlehen und Forderungen | - | 0,2 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,0 | 2,4 |
| Eigenkapitalinstrumente | - | 7,8 |
| Derivate | 0,1 | 2,3 |
| Gesamt | 10,0 | 117,5 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 | ||||
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | Level 1 | Level 2 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | ||||||
| Einlagen | - | 35,4 | - | 35,4 | - | 21,1 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 0,8 | - | - | 0,8 | 0,9 | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | ||||||
| Derivate | - | 47,9 | 4,1 | 52,0 | - | 37,0 |
| Zertifikate und andere Emissionen | 0,0 | - | 0,0 | 0,0 | 0,0 | - |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 1,5 | 0,1 | - | 1,6 | 2,7 | 0,4 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | ||||||
| Hedge Accounting | - | 2,5 | - | 2,5 | - | 1,5 |
| Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | ||||||
| Einlagen | - | 2,8 | - | 2,8 | - | 3,3 |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | - | - | - | - |
| Derivate | - | 2,7 | 0,3 | 3,0 | - | 3,4 |
| Zertifikate und andere Emissionen | 3,6 | 0,0 | - | 3,6 | 4,5 | - |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 0,5 | 0,1 | - | 0,6 | 0,5 | 0,0 |
| Gesamt | 6,4 | 91,5 | 4,4 | 102,3 | 8,6 | 66,5 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. € | 31.12.2018 | |
| Level 3 | Gesamt | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | ||
| Einlagen | - | 21,1 |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | 0,9 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | ||
| Derivate | 3,3 | 40,3 |
| Zertifikate und andere Emissionen | 0,0 | 0,0 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 0,0 | 3,1 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | ||
| Hedge Accounting | - | 1,5 |
| Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | ||
| Einlagen | - | 3,3 |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - |
| Derivate | 0,3 | 3,7 |
| Zertifikate und andere Emissionen | - | 4,5 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | - | 0,5 |
| Gesamt | 3,7 | 78,8 |
Eine Level-Reklassifizierung ist die Umgliederung eines Finanzinstruments innerhalb
der dreistufigen Fair-Value-Bewertungshierarchie. Dies kann beispielsweise aus Marktveränderungen
resultieren, die Auswirkungen auf die Inputfaktoren zur Bewertung des Finanzinstruments
haben.
Die Commerzbank nimmt Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode vor.
In den ersten neun Monates des Geschäftsjahres 2019 wurden Reklassifizierungen von
Level 1 nach Level 2 vorgenommen, da keine notierten Marktpreise verfügbar waren.
Diese betrafen mit 0,4 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI,
0,4 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT, 0,4 Mrd. Euro verbriefte
Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL, mit 0,2 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus
Wertpapierleerverkäufen der Kategorie HFT. Darüber hinaus wurden 2,3 Mrd. Euro verbriefte
Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI, 0,5 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente
der Kategorie HFT, 0,6 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen
der Kategorie HFT von Level 2 nach Level 1 zurückgegliedert, da wieder beobachtbare
Marktparameter verfügbar waren. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Reklassifizierungen
zwischen Level 1 und Level 2 vorgenommen.
Im Geschäftsjahr 2018 wurden Reklassifizierungen von Level 1 nach Level 2 vorgenommen,
da keine notierten Marktpreise verfügbar waren. Diese betrafen mit 1,2 Mrd. Euro verbriefte
Schuldinstrumente der Kategorie HFT und mit 0,3 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente
der Kategorie mFVPL, 0,5 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI
und 0,1 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie
HFT. Darüber hinaus wurden 0,8 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie
FVOCI, 0,1 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL, 0,1 Mrd. Euro
verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT und 0,1 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten
aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie HFT von Level 2 nach Level 1 zurückgegliedert,
da wieder beobachtbare Marktparameter verfügbar waren. Darüber hinaus wurden keine
nennenswerten Reklassifizierungen zwischen Level 1 und Level 2 vorgenommen.
Die Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente entwickelten sich wie folgt:
| Finanzielle Vermögenswerte Mio. € | Finanzielle Vermögenswerte -Fair Value OCI | Finanzielle Vermögenswerte -Mandatorily Fair Value P&L | Finanzielle Vermögenswerte -Held for Trading | Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | Gesamt |
| Fair Value zum 1.1.2019 | 215 | 6 208 | 3 415 | 125 | 9 962 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | - | - | - | - |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | - 11 | - 193 | 1 006 | - 7 | 795 |
| darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten | - 11 | - 193 | 1 006 | 49 | 851 |
| In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste | - | - | - | - | - |
| Käufe | 25 | 579 | 100 | 44 | 748 |
| Verkäufe | - 1 | - 923 | - 0 | - 20 | - 944 |
| Emissionen | - | - | - | - | - |
| Rückzahlungen | - | - | - | - 0 | - 0 |
| Umbuchungen in Level 3 | 142 | 817 | 38 | 62 | 1 060 |
| Umbuchungen aus Level 3 | - 215 | - 24 | - 56 | - 36 | - 331 |
| IFRS 9 Reklassifizierungen | - | - 2 762 | - | - | - 2 762 |
| Umbuchungen aus/in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | - | - | - | - | - |
| Fair Value zum 30.9.2019 | 155 | 3 702 | 4 503 | 168 | 8 528 |
| Finanzielle Vermögenswerte Mio. € | Finanzielle Vermögenswerte -Fair Value OCI | Finanzielle Vermögenswerte -Mandatorily Fair Value P&L | Finanzielle Vermögenswerte -Held for Trading | Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | Gesamt |
| Fair Value zum 1.1.2018 | 36 | 6 319 | 3 754 | - | 10 109 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | - | - | - | - |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | - 1 | - 90 | - 158 | - | - 249 |
| darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten | - 1 | - 88 | - 153 | - | - 242 |
| In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste | - | - | - | - | - |
| Käufe | - | 2 164 | - 9 | 1 | 2 155 |
| Verkäufe | - 31 | - 2 592 | - 51 | - | - 2 674 |
| Emissionen | - | - | - | - | - |
| Rückzahlungen | - | - | - | - | - |
| Umbuchungen in Level 3 | 288 | 542 | 109 | 2 | 941 |
| Umbuchungen aus Level 3 | - 78 | - 135 | - 108 | - | - 321 |
| Umbuchungen aus/in Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | - | - | - 122 | 122 | 0 |
| Fair Value zum 31.12.2018 | 215 | 6 208 | 3 415 | 125 | 9 962 |
Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten
(Wertpapiere und Derivate) sowie aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Forderungen
und Wertpapieren sind Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value
bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
Zum 1. Januar 2019 wurde aus Level 3 ein Portfolio für Darlehen und Forderungen der
Kategorie mFVPL in Höhe von 2,8 Mrd. Euro in die IFRS-9 Kategorie AC ebenfalls in
Level 3 reklassifiziert (siehe Note 20). In den ersten neun Monates des Geschäftsjahres
2019 wurden Umgliederungen von Level 3 zurück in Level 2 von 0,2 Mrd. Euro für verbriefte
Schuldinstrumente der IFRS-9-Kategorie FVOCI vorgenommen, da wieder beobachtbare Marktparameter
vorlagen. Dagegen wurden Umgliederungen von Level 1 in Level 3 von 0,4 Mrd. Euro für
verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL und 0,1 Mrd. Euro für verbriefte
Schuldinstrumente bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und
Veräußerungsgruppen vorgenommen, da keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen.
Umgliederungen von Level 2 in Level 3 wurden mit 0,4 Mrd. Euro für Darlehen und Forderungen
der Kategorie mFVPL und mit 0,1 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie
FVOCI vorgenommen, da keine am Markt beobachtbare Parameter vorlagen. Darüber hinaus
wurden keine nennenswerten Umgliederungen vorgenommen.
Im Geschäftsjahr 2018 wurden Umgliederungen von Level 3 zurück in Level 2 von 0,1
Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der IFRS-9-Kategorie mFVPL vorgenommen,
da wieder beobachtbare Marktparameter vorlagen. Dagegen wurden Umgliederungen von
Level 2 in Level 3 von 0,3 Mrd. Euro für Darlehen und Forderungen der Kategorie mFVPL
und 0,3 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL vorgenommen, da
keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen. Die dem Level 3 zugeordneten finanziellen
Verbindlichkeiten entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
| Finanzielle Verbindlichkeiten | Mio. € | Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | Gesamt |
| Fair Value zum 1.1.2019 | - | 3 330 | 334 | 3 665 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | - | - | - |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | - | 787 | - 4 | 783 |
| darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten | - | 786 | 74 | 860 |
| Käufe | - | 57 | 16 | 73 |
| Verkäufe | - | - 61 | - | - 61 |
| Emissionen | - | - | - | - |
| Rückzahlungen | - | - | - 55 | - 55 |
| Umbuchungen in Level 3 | - | - | 45 | 45 |
| Umbuchungen aus Level 3 | - | - 4 | - 18 | - 22 |
| Umbuchungen aus/in Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | - | - | - | - |
| Fair Value zum 30.9.2019 | - | 4 109 | 318 | 4 427 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | Mio. € | Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | Gesamt |
| Fair Value zum 1.1.2018 | 100 | 3 897 | - | 3 997 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | - | - | - |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | - | - 126 | - | - 126 |
| darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten | - | - 104 | - | - 104 |
| Käufe | - | 120 | - | 120 |
| Verkäufe | - 100 | - 2 | - | - 102 |
| Emissionen | - | - | - | - |
| Rückzahlungen | - | - 13 | - | - 13 |
| Umbuchungen in Level 3 | - | 49 | - | 49 |
| Umbuchungen aus Level 3 | - | - 261 | - | - 261 |
| Umbuchungen aus/in Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | - | - 334 | 334 | - |
| Fair Value zum 31.12.2018 | - | 3 330 | 334 | 3 665 |
Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten
sind Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 wurden keine nennenswerten Umbuchungen
von finanziellen Verbindlichkeiten in oder aus Level 3 vorgenommen.
Im Geschäftsjahr 2018 wurden Derivate mit negativem Marktwert von 0,1 Mrd. Euro aus
Level 3 in Level 2 zurückgegliedert, da am Markt wieder beobachtbare Parameter vorlagen.
Darüber hinaus lagen keine nennenswerten Umbuchungen von finanziellen Verbindlichkeiten
in oder aus Level 3 vor.
Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern
(Level 3), kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite
angemessener möglicher Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements
liegen. Beim Erstellen des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren
Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten
und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen.
Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der
relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten resultieren, deren
Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert (Level 3). Zwischen den
für die Ermittlung von Level-3-Fair-Values verwendeten Parametern bestehen häufig
Abhängigkeiten. Beispielsweise kann eine erwartete Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen
Lage dazu führen, dass Aktienkurse steigen, wohingegen als weniger riskant eingeschätzte
Wertpapiere wie zum Beispiel Bundesanleihen im Wert sinken. Derartige Zusammenhänge
werden in Form von Korrelationsparametern berücksichtigt, sofern sie einen signifikanten
Einfluss auf die betroffenen Fair Values haben. Verwendet ein Bewertungsverfahren
mehrere Parameter, so kann die Wahl eines Parameters Einschränkungen hinsichtlich
der Spanne möglicher Werte der anderen Parameter bewirken. Per Definition werden dieser
Bewertungshierarchie eher illiquide Instrumente, Instrumente mit längerfristigen Laufzeiten
oder Instrumente, bei denen unabhängig beobachtbare Marktdaten nicht in ausreichendem
Maße oder nur schwer erhältlich sind, zugeordnet. Die vorliegenden Angaben dienen
dazu, die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level-3-Finanzinstrumente
zu erläutern und anschließend verschiedene Eingangswerte darzustellen, die für diese
wesentlichen Eingangsparameter zugrunde gelegt wurden.
Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level 3 und ihre Schlüsselfaktoren
lassen sich wie folgt zusammenfassen:
| ― |
Interner Zinsfuß (Internal Rate of Return, IRR): |
Der IRR wird als der Diskontsatz definiert, der einen Barwert von null für alle zukünftigen
Zahlungsströme eines Instruments liefert. Bei Schuldtiteln hängt der IRR beispielsweise
vom aktuellen Anleihekurs, dem Nennwert und der Duration ab.
| ― |
Credit Spread: |
Der Credit Spread ist der Renditespread (Auf- oder Abschlag) zwischen Wertpapieren,
die bis auf ihre jeweilige Bonität in jeder Hinsicht identisch sind. Dieser stellt
die Überrendite gegenüber dem Benchmark-Referenzinstrument dar und bildet den Ausgleich
für die unterschiedliche Kreditwürdigkeit des Instruments und der Benchmark. Credit
Spreads werden an der Zahl der Basispunkte oberhalb (oder unterhalb) der notierten
Benchmark gemessen. Je weiter (höher) der Credit Spread im Verhältnis zur Benchmark
ist, desto niedriger ist die jeweilige Kreditwürdigkeit. Das Gleiche gilt umgekehrt
für engere (niedrigere) Credit Spreads.
| ― |
Zins-Währungs-Korrelation: |
Die Zins-Währungs-Korrelation ist maßgeblich für die Bewertung exotischer Zinsswaps,
die den Umtausch von Finanzierungsinstrumenten in einer Währung sowie eine exotisch
strukturierte Komponente beinhalten. Diese basiert im Allgemeinen auf der Entwicklung
von zwei Staatsanleiherenditen in unterschiedlichen Währungen. Für bestimmte exotische
Zinsprodukte sind Konsensus-Marktdaten in längeren Laufzeiten nicht beobachtbar. Beispielsweise
sind CMT-Renditen für US-Staatsanleihen mit mehr als zehn Jahren Laufzeit nicht beobachtbar.
| ― |
Verwertungsquoten, Überlebens- und Ausfallwahrscheinlichkeiten: |
Die dominanten Faktoren für die Bewertung von Credit Default Swaps (CDS) sind zumeist
Angebot und Nachfrage sowie die Arbitragebeziehung bei Asset Swaps. Für die Bewertung
von exotischen Strukturen und Off-Market-Ausfallswaps, bei denen Festzinszahlungen
ober- oder unterhalb des Marktzinses vereinbart werden, werden häufiger Bewertungsmodelle
für CDS herangezogen. Diese Modelle berechnen die implizite Ausfallwahrscheinlichkeit
des Referenzaktivums und nehmen das Ergebnis als Grundlage für die Abzinsung der Zahlungsströme,
die für den CDS zu erwarten sind. Das Modell verwendet Eingangswerte wie Credit Spreads
und Verwertungsquoten. Sie werden herangezogen, um eine Zeitreihe der Überlebenswahrscheinlichkeiten
des Referenzaktivums zu interpolieren (sogenanntes Bootstrapping). Ein typischer Erwartungswert
der Verwertungsquote am Default-Swap-Markt für vorrangige unbesicherte Kontrakte ist
40 %. Die Erwartungswerte zu den Verwertungsquoten sind ein Faktor, der die Form der
Überlebenswahrscheinlichkeitskurve bestimmt. Unterschiedliche Erwartungswerte für
die Verwertungsquote haben unterschiedliche Überlebenswahrscheinlichkeiten zur Folge.
Bei einem gegebenen Credit Spread ist ein hoher Erwartungswert bei der Verwertungsquote
gleichbedeutend mit einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit (im Vergleich zu einem
niedrigen Erwartungswert bei der Verwertungsquote) und die Überlebenswahrscheinlichkeit
ist somit geringer. Bei Emittenten von Unternehmensanleihen besteht eine Beziehung
zwischen Ausfall- und Verwertungsquoten im Zeitverlauf. Insbesondere besteht eine
umgekehrte Korrelation zwischen diesen beiden Faktoren: Ein Anstieg der Ausfallquote
(definiert als prozentualer Anteil der ausfallenden Schuldner) geht im Allgemeinen
mit einem Rückgang der durchschnittlichen Verwertungsquote einher.
In der Praxis werden Marktspreads von Marktteilnehmern genutzt, um implizite Ausfallwahrscheinlichkeiten
zu ermitteln. Schätzungen der Ausfallwahrscheinlichkeiten sind zudem von den gemeinsamen
Verlustverteilungen der Parteien, die an einem Kreditderivatgeschäft beteiligt sind,
abhängig. Die Copula-Funktion wird herangezogen, um die Korrelationsstruktur zwischen
zwei oder mehr Variablen zu messen. Sie ergibt eine gemeinsame Verteilung unter Wahrung
der Parameter zweier voneinander unabhängiger Randverteilungen.
| ― |
Repo-Kurve: |
Repo-Sätze dienen zur Bewertung von Wertpapier-Pensionsgeschäften (Repos), in der
Regel mit Laufzeiten von nicht mehr als einem Jahr. Bei Repos mit längeren Laufzeiten
beziehungsweise illiquideren zugrundeliegenden Wertpapieren (zum Beispiel aus Emerging
Markets) können die entsprechenden Repo-Sätze näherungsweise bestimmt werden. Werden
diese allerdings als unzureichend für eine faire Marktbewertung erachtet, sind sie
als unbeobachtbar zu klassifizieren. Eine analoge Vorgehensweise gilt für Repos auf
Investmentfonds (Mutual Funds).
| ― |
Preis: |
Für bestimmte Zins- und Kreditinstrumente wird hingegen ein preisbasierter Ansatz
zur Bewertung herangezogen. Folglich ist der Preis selbst der unbeobachtbare Parameter,
dessen Sensitivität als eine Abweichung des Barwertes der Positionen geschätzt wird.
| ― |
Investmentfonds-Volatilität: |
Grundsätzlich ist der Markt für Optionen auf Investmentfonds illiquider als der Aktienoptionsmarkt.
Demnach basiert die Volatilitätsbestimmung für zugrunde liegende Investmentfonds auf
der Zusammensetzung der Fonds-Produkte. Es gibt eine indirekte Methode zur Bestimmung
der entsprechenden Volatilitätsoberflächen. Diese Methode ist Level 3 zuzuordnen,
da die verwendeten Marktdaten nicht liquide genug sind, um als Level 2 klassifiziert
zu werden.
Für die Bewertung unserer Level-3-Finanzinstrumente wurden die folgenden Bandbreiten
der wesentlichen nicht beobachtbaren Parameter herangezogen:
| Mio. € | 30.9.2019 | 30.9.2019 | ||||
| Bewertungstechniken | Aktiva | Passiva | Wesentliche nicht beobachtbare Parameter | Bandbreite | ||
| Darlehen und Forderungen | 2 160 | - | - | - | ||
| Repo-Geschäfte | Discounted-Cashflow-Modell | 1 345 | - | Repo-Kurve (Basispunkte) | 240 | 265 |
| Schiffsfinanzierungen | Discounted-Cashflow-Modell | 174 | - | Credit Spread (Basispunkte) | 150 | 4 150 |
| Sonstige Forderungen | Discounted-Cashflow-Modell | 641 | - | Credit Spread (Basispunkte) | 70 | 700 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1 415 | 18 | - | - | ||
| Zinsbezogene Geschäfte | Spread basiertes Modell | 1 415 | 18 | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 550 |
| davon: ABS | Spread basiertes Modell | 893 | - | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 550 |
| Eigenkapitalinstrumente | 355 | - | - | - | ||
| Aktienbezogene Geschäfte | Discounted-Cashflow-Modell | 355 | - | Preis (%) | 90 % | 110 % |
| Derivate | 4 598 | 4 409 | ||||
| Aktienbezogene Geschäfte | Discounted-Cashflow-Modell | 221 | 342 | IRR (%) | 5 % | 20 % |
| Optionspreismodell | - | - | I nvestmentfonds-Volatilität | 1 % | 4 % | |
| Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) | Discounted-Cashflow-Modell | 4 377 | 3 900 | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 500 |
| - | - | Verwertungsquote (%) | 0 % | 80 % | ||
| Zinsbezogene Geschäfte | Optionspreismodell | - | 167 | Zins-Währungs-Korrelation (%) | - 30 % | 52 % |
| Übrige Geschäfte | - | - | - | - | ||
| Summe | 8 528 | 4 427 | ||||
| Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2018 | ||||
| Bewertungstechniken | Aktiva | Passiva | Wesentliche nicht beobachtbare Parameter | Bandbreite | ||
| Darlehen und Forderungen | 4 830 | - | - | - | ||
| Repo-Geschäfte | Discounted-Cashflow-Modell | 1 528 | - | Repo-Kurve (Basispunkte) | 126 | 257 |
| Schiffsfinanzierungen | Discounted-Cashflow-Modell | 479 | - | Credit Spread (Basispunkte) | 600 | 1 200 |
| Sonstige Forderungen | Discounted-Cashflow-Modell | 2 823 | - | Credit Spread (Basispunkte) | 70 | 700 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1 267 | - | - | - | ||
| Zinsbezogene Geschäfte | Spread basiertes Modell | 1 267 | - | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 500 |
| davon: ABS | Spread basiertes Modell | 1 072 | - | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 500 |
| Eigenkapitalinstrumente | 328 | - | - | - | ||
| Aktienbezogene Geschäfte | Discounted-Cashflow-Modell | 328 | - | Preis (%) | 90 % | 110 % |
| Derivate | 3 537 | 3 665 | ||||
| Aktienbezogene Geschäfte | Discounted-Cashflow-Modell | 122 | 334 | IRR (%), Preis (%), I nvestmentfonds-Volatilität | 1 % | 9 % |
| Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) | Discounted-Cashflow-Modell | 3 415 | 3 152 | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 500 |
| - | - | Verwertungsquote (%) | 40 % | 80 % | ||
| Zinsbezogene Geschäfte | Optionspreismodell | - | 179 | Zins-Währungs-Korrelation (%) | - 30 % | 52 % |
| Übrige Geschäfte | - | - | - | - | ||
| Summe | 9 962 | 3 665 | ||||
In der folgenden Tabelle werden für Bestände der Bewertungshierarchie Level 3 die
Auswirkungen auf die Gewinn- und-Verlust-Rechnung dargestellt, die sich aus der Anwendung
ebenfalls vertretbarer Parameterschätzungen jeweils an den Rändern dieser Bandbreiten
ergeben. Die Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente der Fair-Value-Hierarchie
Level 3 erfolgt nach Arten von Finanzinstrumenten:
| Mio. € | 30.9.2019 | ||
| Positive erfolgswirksame Effekte | Negative erfolgswirksame Effekte | Geänderte Parameter | |
| Darlehen und Forderungen | 16 | - 16 | |
| Repo-Geschäfte | 13 | - 13 | Repo-Kurve |
| Schiffsfinanzierungen | 1 | - 1 | Credit Spread |
| Sonstige Forderungen | 2 | - 2 | Credit Spread |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 42 | - 42 | |
| Zinsbezogene Geschäfte | 42 | - 42 | Preis |
| davon: ABS | 21 | - 21 | IRR, Verwertungsquote, Credit Spread |
| Eigenkapitalinstrumente | 2 | - 2 | |
| Aktienbezogene Geschäfte | 2 | - 2 | Preis |
| Derivate | 23 | - 23 | |
| IRR, Preis basiert, Investmentfonds- | |||
| Aktienbezogene Geschäfte | 11 | - 11 | Volatilität |
| Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) | 11 | - 11 | Credit Spread, Verwertungsquote, Preis |
| Zinsbezogene Geschäfte | 1 | - 1 | Preis, Zins-Währungs-Korrelation |
| Sonstige | - | - | |
| Mio. € | 31.12.2018 | ||
| Positive erfolgswirksame Effekte | Negative erfolgswirksame Effekte | Geänderte Parameter | |
| Darlehen und Forderungen | 76 | - 76 | |
| Repo-Geschäfte | 15 | - 15 | Repo-Kurve |
| Schiffsfinanzierungen | 5 | - 5 | Credit Spread |
| Sonstige Forderungen | 56 | - 56 | Credit Spread |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 52 | - 52 | |
| Zinsbezogene Geschäfte | 52 | - 52 | Preis |
| davon: ABS | 33 | - 33 | IRR, Verwertungsquote, Credit Spread |
| Eigenkapitalinstrumente | 1 | - 1 | |
| Aktienbezogene Geschäfte | 1 | - 1 | Preis |
| Derivate | 19 | - 19 | |
| Aktienbezogene Geschäfte | 9 | - 9 | IRR, Preis basiert, Investmentfonds-Volatility |
| Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) | 10 | - 10 | Credit Spread, Verwertungsquote, Preis |
| Zinsbezogene Geschäfte | - | - | Preis, Zins-Währungs-Korrelation |
| Sonstige | - | - | |
Die für diese Angaben gewählten Parameter liegen an den äußeren Enden der Bandbreiten
von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass
alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite
von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen
Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen.
Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen
Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür
entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen
1 und 10 % angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt.
Der Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value zum Transaktionszeitpunkt
anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde, wobei nicht alle wesentlichen Inputparameter
auf beobachtbaren Marktparametern basierten. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen
erfolgt zum Fair Value. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair
Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss bezeichnet. Der Day-One
Profit or Loss wird nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion in der
Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Sobald sich für die Transaktion ein Referenzkurs
auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren
Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam
im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten, erfasst. Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis
und mittels Bewertungsmodell berechnetem Fair Value wird für die Level-3-Posten aller
Kategorien ermittelt. Wesentliche Effekte ergeben sich aber nur aus zu Handelszwecken
gehaltenen Finanzinstrumenten.
Die Beträge entwickelten sich wie folgt:
| Mio. € | Day-One Profit or Loss | ||
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | Finanzielle Verbindlichkeiten -Held for Trading | Gesamt | |
| Bestand am 1.1.2018 | - | 34 | 34 |
| Erfolgsneutrale Zuführungen | - | 35 | 35 |
| Erfolgswirksame Auflösungen | - | - 11 | - 11 |
| Bestand am 31.12.2018 | - | 58 | 58 |
| Erfolgsneutrale Zuführungen | - | - | - |
| Erfolgswirksame Auflösungen | - | - 33 | - 33 |
| Bestand am 30.9.2019 | - | 25 | 25 |
Für Finanzinstrumente, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, sind
gemäß IFRS 7 zusätzlich Fair Values anzugeben, deren Bewertungsmethodik nachfolgend
dargestellt wird.
Der Standard sieht vor, dass bei der Erstbewertung von Vermögenswerten, die im Rahmen
der Folgebewertung nicht zum Fair Value bewertet werden, die Transaktionskosten ebenfalls
zu berücksichtigen sind. Dabei handelt es sich um zusätzlich entstehende Kosten, die
dem Erwerb der Emission oder der Veräußerung eines finanziellen Vermögenswertes oder
einer finanziellen Verbindlichkeit zuzuordnen sind. Nicht den Transaktionskosten zugerechnet
werden Agien und Disagien, Finanzierungskosten, interne Verwaltungskosten oder Haltekosten.
Der Nominalwert täglich fälliger Finanzinstrumente wird als deren Fair Value angesehen.
Zu diesen Instrumenten zählen der Kassenbestand und die Sichtguthaben sowie Kontokorrentkredite
beziehungsweise Sichteinlagen. Diese ordnen wir in Level 2 ein. Für Kredite stehen
keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente keine
organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden. Bei Krediten kommt daher
ein sogenanntes Discounted-Cashflow-Modell zur Anwendung.
Die Diskontierung der Cashflows erfolgt mit dem risikolosen Zins unter Berücksichtigung
von Aufschlägen für Risikokosten, Refinanzierungskosten, Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten.
Der risikolose Zins bestimmt sich aus fristen- und währungskongruenten Swap-Sätzen
(Swapkurve). Diese sind in der Regel aus externen Daten ableitbar.
Zusätzlich wird ein Aufschlag in Form einer Kalibrierungskonstante inklusive Gewinnmarge
berücksichtigt. Die Gewinnmarge ist bei der Modellbewertung von Krediten so zu berücksichtigen,
dass der Fair Value im Zugangszeitpunkt dem Auszahlungsbetrag entspricht.
Für wesentliche Banken und Firmenkunden sind Daten zu deren Kreditrisikokosten in
Form von Credit Spreads verfügbar, so dass eine Einordnung in Level 2 zum Tragen kommen
kann. Sofern keine beobachtbaren Eingangsparameter verfügbar sind, kann auch eine
Einordnung der Fair Values von Krediten in Level 3 angemessen sein.
Für die in der IFRS-9-Kategorie Amortised Cost bilanzierten Wertpapiere wird der Fair
Value, sofern ein aktiver Markt vorliegt, auf Basis verfügbarer Marktpreise ermittelt
(Level 1). Ist kein aktiver Markt gegeben, sind für die Ermittlung der Fair Values
anerkannte Bewertungsmethoden heranzuziehen. Im Wesentlichen wird ein Asset-Swap-Pricing-Modell
für die Bewertung genutzt. Die hierfür verwendeten Parameter umfassen Zinsstrukturkurven
sowie Asset-Swap-Spreads vergleichbarer Benchmarkinstrumente. In Abhängigkeit von
den verwendeten Eingangsparametern (beobachtbar oder nicht beobachtbar) ist eine Einstufung
in Level 2 oder Level 3 vorzunehmen.
Bei Einlagen wird für die Fair-Value-Ermittlung grundsätzlich ein Discounted-Cashflow-Modell
genutzt, da üblicherweise keine Marktdaten verfügbar sind. Neben der Zinskurve werden
zusätzlich das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen
berücksichtigt. Da für die Bewertung von Verbindlichkeiten keine Credit Spreads zu
den jeweiligen Kontrahenten heranzuziehen sind, erfolgt üblicherweise eine Einordnung
in Level 2. Bei nicht beobachtbaren Eingangsparametern kann auch eine Einordnung in
Level 3 vorgenommen werden.
Den Fair Value für begebene Schuldverschreibungen ermitteln wir auf Basis verfügbarer
Marktpreise. Sind keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch das Discounted-Cashflow-Modell
ermittelt. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren, unter anderem die aktuellen
Marktzinsen, das eigene Kreditrating und die Eigenkapitalkosten, berücksichtigt. Bei
Verwendung von verfügbaren Marktpreisen ist eine Einordnung in Level 1 vorzunehmen.
Ansonsten kommt üblicherweise die Einstufung als Level 2 zur Anwendung, da im Rahmen
der Bewertung anhand von Modellen überwiegend beobachtbare Eingangsparameter genutzt
werden.
| 30.9.2019 | Mrd. € | Fair Value | Buchwert | Differenz | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
| Aktiva | 360,7 | 357,8 | 2,8 | 12,4 | 103,6 | 244,8 |
| Kassenbestand und Sichtguthaben | 53,0 | 53,0 | - | - | 53,0 | - |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 306,9 | 302,5 | 4,4 | 12,4 | 49,7 | 244,8 |
| Darlehen und Forderungen | 276,7 | 269,7 | 7,0 | - | 34,3 | 242,5 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 30,1 | 32,8 | - 2,6 | 12,4 | 15,4 | 2,3 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | - | 1,5 | - 1,5 | - | - | - |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | 0,8 | 0,8 | - | - | 0,8 | - |
| Darlehen und Forderungen | 0,8 | 0,8 | - | - | 0,8 | - |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | - | - | - | - | - |
| Passiva | 373,0 | 372,4 | 0,6 | 30,2 | 340,0 | 2,8 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 372,0 | 369,7 | 2,3 | 30,2 | 339,0 | 2,8 |
| Einlagen | 326,4 | 326,6 | - 0,2 | - | 326,4 | - |
| Begebene Schuldverschreibungen | 45,6 | 43,1 | 2,5 | 30,2 | 12,6 | 2,8 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | - | 1,8 | - 1,8 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | 1,0 | 1,0 | - | - | 1,0 | - |
| Einlagen | 1,0 | 1,0 | - | - | 1,0 | - |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | - | - | - | - |
| 31.12.2018 | Mrd. € | Fair Value | Buchwert | Differenz | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
| Aktiva | 332,0 | 333,9 | - 2,0 | 10,8 | 102,4 | 218,8 |
| Kassenbestand und Sichtguthaben | 53,9 | 53,9 | - | - | 53,9 | - |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 277,4 | 279,2 | - 1,8 | 10,8 | 48,0 | 218,6 |
| Darlehen und Forderungen1 | 248,9 | 247,4 | 1,5 | - | 32,1 | 216,8 |
| Verbriefte Schuldinstrumente2 | 28,5 | 31,8 | - 3,3 | 10,8 | 15,9 | 1,8 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | - | 0,2 | - 0,2 | - | - | - |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | 0,7 | 0,7 | 0,0 | - | 0,4 | 0,2 |
| Darlehen und Forderungen | 0,6 | 0,6 | 0,0 | - | 0,4 | 0,2 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,0 | 0,0 | 0,0 | - | 0,0 | - |
| Passiva | 348,5 | 348,0 | 0,5 | 24,3 | 321,1 | 3,1 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 347,7 | 346,7 | 1,1 | 24,3 | 320,3 | 3,1 |
| Einlagen | 300,9 | 301,1 | - 0,3 | - | 300,9 | - |
| Begebene Schuldverschreibungen2 | 46,8 | 45,5 | 1,3 | 24,3 | 19,4 | 3,1 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | - | 0,5 | - 0,5 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | 0,8 | 0,8 | - | - | 0,8 | - |
| Einlagen | 0,8 | 0,8 | - | - | 0,8 | - |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | - | - | - | - |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
2
Angepasste Werte.
Die Methodik zur Einordnung in die Levelhierarchie wurde bei verbrieften Schuldinstrumenten
sowie bei begebenen Schuldverschreibungen der Kategorie Amortised Cost im zweiten
Quartal 2019 angepasst. Dadurch erfolgte eine Umgliederung von Level 2 nach Level
1.
Nachfolgend stellen wir die Überleitung der Bruttobeträge vor Saldierung zu den Nettobeträgen
nach Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die nicht den
bilanziellen Saldierungskriterien genügen, getrennt für alle bilanzierten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die
| ― |
gemäß IAS 32.42 bereits saldiert werden (Finanzinstrumente I), und |
| ― |
die einer durchsetzbaren zweiseitigen Aufrechnungsvereinbarung (Master Netting Agreement) oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen, jedoch nicht bilanziell verrechnet werden (Finanzinstrumente II). |
Für die Aufrechnungsvereinbarungen schließen wir Rahmenverträge mit unseren Geschäftspartnern
ab (wie beispielsweise 1992
ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte).
Durch den Abschluss derartiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und
negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte
miteinander verrechnet werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses reduziert sich das
Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Closeout-Netting).
Saldierungen nehmen wir für Forderungen und Verbindlichkeiten aus echten Pensionsgeschäften
(Reverse Repos und Repos) mit zentralen und bilateralen Kontrahenten vor, sofern sie
die gleiche Laufzeit haben. OTC Derivate mit Kunden und Eigenbestände, die gecleared
werden, werden ebenso saldiert ausgewiesen.
| Aktiva | Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 | ||
| Reverse Repos | Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | Reverse Repos | Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | |
| Bruttobetrag der Finanzinstrumente | 65 881 | 162 565 | 49 781 | 93 485 |
| Nicht nettingfähige Buchwerte | 16 111 | 5 182 | 7 997 | 5 018 |
| a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II | 49 770 | 157 383 | 41 784 | 88 467 |
| b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I1 | 26 138 | 108 679 | 24 565 | 51 657 |
| c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) -b) | 23 632 | 48 704 | 17 219 | 36 810 |
| d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind | ||||
| Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32,42 nicht oder nur zum Teil erfüllen2 | 2 321 | 32 086 | 4 345 | 24 928 |
| Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind3 | ||||
| Unbare Sicherheiten4 | 20 597 | 37 | 9 709 | 58 |
| Barsicherheiten | 2 | 11 466 | 2 | 7 790 |
| e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) -d) | 712 | 5 114 | 3 163 | 4 033 |
| f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten | 30 | - | 1 258 | 147 |
| g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) -f) | 682 | 5 114 | 1 904 | 3 887 |
1
Davon entfallen für Positive Marktwerte 5 455 Mio. Euro (Vorjahr:2 708 Mio. Euro)
auf Ausgleichszahlungen.
2
Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
3
Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.
4
Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten
aus Repos).
| Passiva | Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 | ||
| Repos | Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | Repos | Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | |
| Bruttobetrag der Finanzinstrumente | 59 365 | 163 125 | 43 793 | 95 193 |
| Nicht nettingfähige Buchwerte | 12 378 | 4 234 | 2 505 | 4 324 |
| a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II | 46 987 | 158 892 | 41 288 | 90 869 |
| b) Bilanziell genetteter Betrag für Finanzinstrumente I1 | 26 138 | 105 668 | 24 565 | 49 754 |
| c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) -b) | 20 849 | 53 223 | 16 723 | 41 115 |
| d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind | ||||
| Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32,42 nicht oder nur zum Teil erfüllen2 | 2 321 | 32 086 | 4 345 | 24 928 |
| Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind3 | ||||
| Unbare Sicherheiten4 | 7 365 | 526 | 10 780 | 730 |
| Barsicherheiten | 8 799 | 18 451 | 1 445 | 12 161 |
| e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) -d) | 2 363 | 2 160 | 153 | 3 296 |
| f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten | 2 362 | - | 114 | 568 |
| g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) -f) | 2 | 2 160 | 38 | 2 728 |
1
Davon entfallen für Negative Marktwerte 8 467 Mio. Euro (Vorjahr: 4 611 Mio. Euro)
auf Ausgleichszahlungen.
2
Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
3
Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte aus der Übertragung von Sicherheiten.
4
Einschließlich nicht bilanzierter Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten
aus Repos).
Der Gesamteffekt der Saldierung zum 30. September 2019 betrug insgesamt 114 135 Mio.
Euro (Vorjahr: 54 365 Mio. Euro). Auf der Aktivseite entfielen davon 108 680 Mio.
Euro auf positive Marktwerte (Vorjahr: 51 657 Mio. Euro) und 5 455 Mio. Euro auf Forderungen
aus Ausgleichszahlungen (Vorjahr: 2 708 Mio. Euro). Das passivische Netting betraf
negative Marktwerte mit 105 668 Mio. Euro (Vorjahr: 49 754 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten
aus Ausgleichszahlungen mit 8 467 Mio. Euro (Vorjahr: 4 611 Mio. Euro).
| Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 1 511 | 1 507 | 0,3 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1 591 | 1 739 | - 8,5 |
| Kundenbeziehungen | 129 | 159 | - 19,2 |
| Selbst erstellte Software | 1 084 | 1 163 | - 6,8 |
| Erworbene Software und übrige immaterielle Vermögenswerte | 379 | 417 | - 9,2 |
| Gesamt | 3 102 | 3 246 | - 4,4 |
| Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
| Grundstücke und Gebäude | 319 | 322 | - 0,9 |
| Nutzungsrechte (Leasing) | 2 118 | n/a | |
| Grundstücke und Gebäude | 2 088 | n/a | |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 30 | n/a | |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 426 | 458 | - 7,0 |
| Leasinggegenstände | 727 | 766 | - 5,1 |
| Gesamt | 3 591 | 1 547 | . |
Die Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt, und die Societe Generale Group, Paris,
Frankreich, haben Ende 2018 einen Kaufvertrag hinsichtlich des Geschäftsbereichs Equity
Markets 8 Commodities (EMC) aus dem Segment Firmenkunden geschlossen. Die Transaktion
ist ein Meilenstein in der Umsetzung der im Jahr 2016 begonnenen Strategie "Commerzbank
4.0".
Die Transaktion wird in mehreren Schritten durchgeführt. Wesentliche Teile des aufgegebenen
Geschäftsbereichs sind bereits bis zum 30. September 2019 übertragen worden oder werden
noch im Jahr 2019 übertragen. Aufgrund des Umfangs der zu transferierenden Geschäfte
und Mitarbeiter sowie der Komplexität der einzelnen Übertragungsprozesse werden jedoch
nicht alle Transfers im Jahr 2019 abgeschlossen sein können. Der Übertragungsprozess
wurde planmäßig im 1. Quartal begonnen und im 2. Quartal 2019 mit der vollständigen
Übertragung der Anteile im Bereich Asset Management fortgesetzt. Darüber hinaus wurden
im 2. und im 3. Quartal 2019 bereits wesentliche Teile des Bereichs Entwicklung und
Emission strukturierter Finanzprodukte transferiert, wobei die Chancen und Risiken
aus den zugehörigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zunächst "synthetisch",
das heißt durch den Abschluss entsprechender derivativer Geschäfte auf die die Societe
Generale Group übertragen wurden. Die juristische Übertragung der betreffenden Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten, die auch deren bilanzielle Ausbuchung bedingt, erfolgt erst
in späteren Transaktionsschritten und wird voraussichtlich im Jahr 2021 abgeschlossen
sein. Die wirtschaftliche Übertragung auf den Erwerber wird dabei weitgehend innerhalb
eines Jahres geschehen. Danach werden lediglich noch juristische Übertragungen stattfinden.
Zum 30. September 2019 betragen die Vermögenswerte 9,3 Mrd. Euro (Vorjahr: 13,0 Mrd.
Euro) und die Verbindlichkeiten des aufgegebenen Geschäftsbereichs 11,1 Mrd. Euro
(Vorjahr: 12,4 Mrd. Euro). Die Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
erfolgt mehrheitlich zum Fair Value.
Im Zuge dessen wurden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Geschäftsbereichs
EMC im Konzernabschluss entsprechend den Anforderungen des IFRS 5 umgegliedert. EMC
stellt einen aufgegebenen Geschäftsbereich dar, da die Geschäftsfelder von EMC, namentlich
die Entwicklung und Emission strukturierter Finanzprodukte sowie das Asset Management,
sich durch besonders komplexe Produkte und Sicherungsgeschäfte auszeichnen. Diese
Geschäfte sind weder mit der übrigen Geschäftstätigkeit des Segments Firmenkunden
noch mit der übrigen Geschäftstätigkeit der gesamten Bank vergleichbar. Daher wurden
diese Geschäftsfelder in der internen Steuerung und Berichterstattung isoliert und
auf die Ausgliederung vorbereitet. Das Ergebnis dieses Geschäftsbereichs wird daher
separat in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung ausgewiesen. Zur Erreichung einer wirtschaftlich
sachgerechten Darstellung des aufgegebenen Geschäftsbereichs werden konzerninterne
Leistungsbeziehungen zwischen fortzuführenden Geschäftsbereichen und aufgegebenem
Geschäftsbereich in den fortzuführenden Geschäftsbereichen eliminiert. Die Vorjahresangaben
wurden entsprechend angepasst.
Die Erträge resultieren insbesondere aus Bewertungs- und Realisierungsergebnissen
aus den zu übertragenden Beständen und somit aus originärem Ergebnis aus erfolgswirksam
zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Die
Aufwendungen umfassen die betreffenden Verwaltungsaufwendungen.
Detaillierte Informationen zum aufgegebenen Geschäftsbereich sind nachstehend aufgeführt.
| Mio. € | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.20181 | Veränd. in % |
| Erträge | 149 | 190 | - 21,3 |
| Aufwendungen | 156 | 175 | - 10,5 |
| Ergebnis vor Steuern | - 7 | 15 | - |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | - 16 | 2 | - |
| Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern | 9 | 13 | - 26,5 |
| den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich | 9 | 13 | - 26,5 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
liegt bei 675 Mio. Euro (Vorjahr: 739 Mio. Euro).
| € | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.20181 | Veränd. in % |
| Ergebnis je Aktie für den aufgegebenen Geschäftsbereich | 0,01 | 0,01 | - 26,5 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
| Mio. € | 1.1.-30.9.2019 | 1.1.-30.9.20181 | Veränd. in % |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 9 | 13 | - 26,5 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - | - | - |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - | - | - |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
| Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 824 | 665 | 23,9 |
| Darlehen und Forderungen | 824 | 642 | 28,4 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | 23 | - |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | - | - | - |
| Darlehen und Forderungen | - | - | - |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | - | - |
| Eigenkapitalinstrumente | - | - | - |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | 219 | 325 | - 32,5 |
| Darlehen und Forderungen | 172 | 241 | - 28,8 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 47 | 83 | - 43,1 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0 | 0 | - |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | 8 390 | 12 444 | - 32,6 |
| Darlehen und Forderungen | - | - | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 1 426 | 2 294 | - 37,8 |
| Eigenkapitalinstrumente | 3 704 | 7 847 | - 52,8 |
| Derivate | 3 260 | 2 304 | 41,5 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 21 | 13 | 64,5 |
| Sachanlagen | - | 23 | - |
| Sonstige Aktivposten | - 60 | - 38 | 58,5 |
| Gesamt | 9 395 | 13 433 | - 30,1 |
Die Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen stehen überwiegend in Zusammenhang mit
der Aufgabe des Geschäftsbereichs EMC (siehe Note 33) sowie dem Verkauf der ebase
GmbH. Der Verkauf der ebase GmbH wurde zwischenzeitlich abgeschlossen (siehe Note
7).
| Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 1 001 | 815 | 22,8 |
| Einlagen | 1 001 | 815 | 22,8 |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | 2 817 | 3 267 | - 13,8 |
| Einlagen | 2 817 | 3 267 | - 13,8 |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | 7 222 | 8 726 | - 17,2 |
| Zertifikate und andere Emissionen | 3 619 | 4 543 | - 20,3 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 571 | 470 | 21,6 |
| Derivate | 3 032 | 3 713 | - 18,4 |
| Sonstige Passivposten | 61 | 105 | - 42,3 |
| Gesamt | 11 101 | 12 914 | - 14,0 |
Die Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen stehen in Zusammenhang mit der Aufgabe
des Geschäftsbereichs EMC (siehe Note 33) sowie dem Verkauf der ebase GmbH. Der Verkauf
der ebase GmbH wurde zwischenzeitlich abgeschlossen (siehe Note 7).
| Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
| Edelmetalle | 35 | 26 | 32,5 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 299 | 220 | 36,0 |
| Aktiviertes Planvermögen | 96 | 377 | - 74,4 |
| Übrige Aktiva | 1 498 | 1 496 | 0,1 |
| Gesamt | 1 928 | 2 119 | - 9,0 |
| Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
| Verbindlichkeiten für Filmfonds | 314 | 313 | 0,1 |
| Fremdkapital aus nicht beherrschenden Anteilen | 64 | 66 | - 3,1 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 314 | 312 | 0,5 |
| Leasingverbindlichkeiten | 2 171 | n/a | |
| Übrige Passiva | 1 842 | 1 692 | 8,9 |
| Gesamt | 4 705 | 2 384 | 97,4 |
| Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.20181 | Veränd. in % |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 859 | 1 084 | - 20,8 |
| Sonstige Rückstellungen | 1 850 | 2 074 | - 10,8 |
| Gesamt | 2 708 | 3 158 | - 14,2 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3).
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen
aus unmittelbaren Versorgungszusagen in Deutschland (vergleiche Geschäftsbericht 2018
Seite 254 ff.). Für die versicherungsmathematische Ermittlung dieser Verpflichtungen
wurden am 30. September 2019 ein Diskontierungszinssatz von 0,8 % (Vorjahr: 1,9 %)
und eine erwartete Rentenanpassung von 1,4 % (Vorjahr: 1,6 %) zugrunde gelegt. Durch
die Senkung der erwarteten Rentenanpassung entstand ein einmaliger Effekt von 183
Mio. Euro vor Steuern, der erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurde.
Im ersten Quartal 2019 wurden für einen britischen Pensionsplan verbindliche Vereinbarungen
mit einem Versicherungsunternehmen getroffen, um einen Großteil der Ansprüche aus
leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen durch den Abschluss von Versicherungsverträgen
abzudecken, wobei die rechtliche Verpflichtung weiterhin bei der Commerzbank liegt
("buy-in"). Im Zuge dieser Transaktion wurden dem Versicherungsunternehmen Vermögenswerte
in Höhe von umgerechnet 1 123 Mio. Euro übertragen. Damit sind zukünftig etwa 86 %
unserer leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen in Großbritannien durch Versicherungsverträge
abgedeckt. Insgesamt resultiert daraus eine in der Gesamtergebnisrechnung im sonstigen
Ergebnis erfasste Reduktion der bestehenden Überdeckung des Pensionsplans um umgerechnet
260 Mio. Euro.
Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Restrukturierungsrückstellungen
sowie Rückstellungen aus dem Personalbereich zusammen. Für die gebildeten Restrukturierungsrückstellungen
von 368 Mio. Euro (Vorjahr: 572 Mio. Euro) erwarten wir eine Inanspruchnahme in den
Jahren 2019 bis 2020.
Bei rechtlichen Verfahren oder potenziellen Regressen, für die Rückstellungen von
210 Mio. Euro (Vorjahr: 233 Mio. Euro) gebildet wurden und die in den Sonstigen Rückstellungen
enthalten sind, kann zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung weder die Dauer des Verfahrens
noch die Höhe der Inanspruchnahme abschließend vorhergesagt werden. Die jeweils gebildete
Rückstellung deckt den nach unserer Einschätzung künftig zu erwartenden Aufwand diskontiert
zum Bilanzstichtag ab. Von einer Einzeldarstellung der jeweiligen Rückstellungsbeträge
wird abgesehen, um den Ausgang der jeweiligen Verfahren nicht zu beeinflussen.
| ― |
Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind in einer Vielzahl von Jurisdiktionen mit zum Teil unterschiedlichen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen tätig. In der Vergangenheit wurden in einzelnen Fällen Verstöße gegen rechtliche und regulatorische Bestimmungen festgestellt und von staatlichen Behörden und Institutionen verfolgt. Einige Konzerngesellschaften sind auch zurzeit in eine Reihe solcher Verfahren involviert. |
| ― |
Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind insbesondere im Segment Privat- und Unternehmerkunden im Bereich der Anlageberatung tätig. Die vom Gesetzgeber und von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen an eine objekt- und anlegergerechte Anlageberatung haben sich insbesondere in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften waren und sind deshalb in eine Reihe von -auch gerichtlichen - Auseinandersetzungen involviert, in denen Anleger eine angeblich mangelhafte Anlageberatung geltend machen und Schadenersatz verlangen oder die Rückabwicklung der Anlagen im Zusammenhang mit fehlenden Angaben zu Vertriebsprovisionen (unter anderem für geschlossene Fonds) fordern. |
| ― |
Im Nachgang zum Urteil des Bundesgerichtshofs zur Unwirksamkeit von laufzeitunabhängigen Bearbeitungsentgelten in vorformulierten Vertragsbedingungen beim Abschluss eines Verbraucherkredits von Oktober 2014 wurde die Commerzbank von einer Vielzahl von Kunden auf Rückzahlung der Bearbeitungsentgelte in Anspruch genommen. Die entsprechenden Rückerstattungsbegehren sind inzwischen weitgehend erledigt. Mit Urteil von Anfang Juli 2017 hat der Bundesgerichtshof die Grundsätze zur Unwirksamkeit von laufzeitabhängigen Bearbeitungsentgelten in vorformulierten Vertragsbedingungen auch auf Darlehensverträge zwischen Kreditinstituten und Unternehmern ausgeweitet. Bislang haben nur wenige Firmenkunden in der Vergangenheit entrichtete Entgelte zurück gefordert. Die Commerzbank rechnet derzeit nicht damit, dass es in Zukunft noch zu erheblichen Rückforderungen kommen wird. |
| ― |
Die Commerzbank sieht sich Klagen von Verbrauchern zum Thema "Widerrufsjoker" ausgesetzt. Nachdem der Gesetzgeber für im Zeitraum von 2002 bis 2010 abgeschlossene Darlehensverträge eine Regelung eingeführt hat, wonach ein etwaiges Widerrufsrecht spätestens am 21. Juni 2016 erlischt, haben zahlreiche Darlehensnehmer den Widerruf erklärt mit der Behauptung, die ihnen anlässlich des Vertragsabschlusses erteilte Widerrufsbelehrung sei fehlerhaft gewesen. Ein Teil der Kunden hat nach Zurückweisung des Widerrufs durch die Bank Klage erhoben mit dem Ziel, die Darlehen vor Ablauf der vereinbarten Zinsbindung sofort zurückzuzahlen, ohne der Bank den durch die vorzeitige Rückzahlung entstehenden Schaden ersetzen zu müssen. Die Bank tritt den Klagen entgegen. |
| ― |
Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank war an einer mittlerweile in der Insolvenz befindlichen südamerikanischen Bank beteiligt. Eine Reihe von Anlegern beziehungsweise Gläubigern dieser Banken haben in verschiedenen Verfahren in Uruguay und Argentinien die Tochtergesellschaft und in einem Teil der Fälle auch die Commerzbank wegen angeblicher Haftung als Gesellschafter sowie wegen angeblicher Pflichtverletzungen der von der Tochtergesellschaft für den Aufsichtsrat der Banken nominierten Personen verklagt. Zudem war die Tochtergesellschaft an zwei Fonds beteiligt, die Gelder einwarben und von Dritten verwalten ließen. Die Liquidatoren dieser Fonds verlangen in einem Gerichtsverfahren in den USA Zahlungen zurück, die die Tochtergesellschaft von den Fonds erhalten hat. |
| ― |
Investoren eines von einer im Bereich der Vermögensverwaltung tätigen Tochtergesellschaft der Commerzbank verwalteten Fonds hatten diese Tochtergesellschaft auf Schadenersatz aus einer Finanzierungszusage, die im Rahmen eines Joint-Venture-Projektes angeblich durch die Tochtergesellschaft abgegeben worden ist, verklagt. Im September 2019 konnte mit den Klägern ein Vergleich geschlossen werden; das Verfahren ist damit beendet. |
| ― |
Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2014 von einem Kunden auf Schadenersatz wegen angeblicher Falschberatung und Täuschung beim Abschluss von Derivategeschäften verklagt. Die Tochtergesellschaft ist der Klage entgegengetreten. |
| ― |
Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2017 von einem polnischen Gericht eine Sammelklage wegen angeblicher Unwirksamkeit von Indexklauseln in Darlehensverträgen in Fremdwährung zugelassen. Im Oktober 2018 wurde die Sammelklage erstinstanzlich vollumfänglich abgewiesen. Die Kläger haben gegen das Urteil Berufung eingelegt. Unabhängig davon haben zahlreiche Darlehensnehmer aus den gleichen Gründen weitere Einzelklagen gegen die Tochtergesellschaft der Commerzbank erhoben. Die Tochtergesellschaft ist jeder Klage entgegengetreten. Die Einzelklagen wurden überwiegend durch die Bank gewonnen. Die Tochtergesellschaft hat ihre Rückstellung aufgrund weiterer Klageerhebungen sowie aktueller Erfolgsquoten und Schadenshöhen angepasst. |
| ― |
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens einer Kundin macht deren Insolvenzverwalter Ansprüche gegenüber der Commerzbank geltend. Nachdem keine vergleichsweise Einigung zwischen der Bank und dem Insolvenzverwalter erzielt werden konnte, hat der Insolvenzverwalter im Juni 2018 Klage gegen die Bank erhoben. Ende Januar 2019 hat die Bank mit dem Insolvenzverwalter einen Vergleich zur Beilegung des Rechtsstreits geschlossen. Nach Zahlung des Vergleichsbetrags wurde die Klage zurückgenommen. |
| ― |
Im Mai 2018 wurde eine Tochtergesellschaft der Commerzbank zusammen mit einer weiteren Bank auf Zahlung von Schadensersatz wegen vermeintlich unlauteren Preisabsprachen im Zusammenhang mit der Erhebung von Abwicklungsgebühren verklagt. Die Tochtergesellschaft wird sich gegen die Klage verteidigen. |
| ― |
Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank ist von einem Kunden auf Schadensersatz wegen angeblich unrechtmäßiger Verwertung von Sicherheiten verklagt worden. Die Tochtergesellschaft ist der Klage entgegengetreten. |
Hier weisen wir im Wesentlichen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen
sowie Kreditzusagen zum Nominalwert aus.
Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen wird als Rückstellung
für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt.
In den Eventualverbindlichkeiten ist die unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung enthalten,
die nach Stattgabe des Antrags der Bank auf Leistung einer Besicherung zur teilweisen
Begleichung des Beitrags der Bankenabgabe von der Bundesrepublik Deutschland -Finanzagentur
GmbH (Deutsche Finanzagentur) gewährt wurde.
Die in der folgenden Tabelle genannten Zahlen werden ohne Berücksichtigung von Sicherheiten
dargestellt und wären nur im Falle der vollständigen Ausnutzung der Fazilitäten durch
sämtliche Kunden und den darauffolgenden Zahlungsverzug aller Kunden -unter der Voraussetzung,
dass keine Sicherheiten vorhanden sind -abzuschreiben. Tatsächlich verfällt der weitaus
größte Teil dieser Verpflichtungen, ohne in Anspruch genommen zu werden. Insofern
sind die Beträge nicht repräsentativ für die Risikoeinschätzung, das tatsächliche
künftige Kreditengagement oder daraus erwachsende Liquiditätserfordernisse.
| Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.20181 | Veränd. in % |
| Eventualverbindlichkeiten | 41 991 | 38 444 | 9,2 |
| Kreditinstitute | 7 713 | 6 279 | 22,8 |
| Firmenkunden | 31 175 | 28 681 | 8,7 |
| Privatkunden | 180 | 256 | - 29,9 |
| Finanzdienstleister | 2 844 | 3 145 | - 9,6 |
| Öffentliche Haushalte | 79 | 84 | - 6,0 |
| Kreditzusagen | 82 670 | 78 387 | 5,5 |
| Kreditinstitute | 1 659 | 1 337 | 24,0 |
| Firmenkunden | 61 912 | 58 239 | 6,3 |
| Privatkunden | 10 600 | 9 969 | 6,3 |
| Finanzdienstleister | 8 108 | 8 657 | - 6,3 |
| Öffentliche Haushalte | 391 | 185 | . |
| Gesamt | 124 661 | 116831 | 6,7 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
Über die vorstehend aufgeführten Kreditfazilitäten hinaus können im Commerzbank-Konzern
Verluste aus Rechts- und Steuerrisiken entstehen, deren Eintritt nicht überwiegend
wahrscheinlich ist, so dass keine Rückstellungen gebildet wurden. Da der Eintritt
aber auch nicht gänzlich unwahrscheinlich ist, erfolgt eine Darstellung unter den
Eventualverbindlichkeiten. Weder für den Eintrittszeitpunkt noch mögliche Erstattungen
kann eine verlässliche Einschätzung vorgenommen werden. Je nach Ausgang der rechtlichen
und steuerlichen Verfahren kann sich die Einschätzung unseres Verlustrisikos als zu
niedrig oder zu hoch erweisen. Für den weitaus größten Teil der Eventualverbindlichkeiten
aus Rechtsrisiken erfolgt jedoch keine Inanspruchnahme und somit sind die Beträge
nicht repräsentativ für die tatsächlichen künftigen Verluste. Zum 30. September 2019
betrugen die Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken 1 023 Mio. Euro (Vorjahr:
1 038 Mio. Euro) und betrafen die folgenden wesentlichen Sachverhalte:
| ― |
Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurden mehrere Klagen von Kunden eines ehemaligen und mittlerweile insolventen Geschäftskunden, der bei dieser Tochter seine Geschäftskonten unterhielt, erhoben. Klageziel ist jeweils die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen angeblicher Unterstützung des Managements des insolventen Geschäftskunden bei dessen unlauteren Machenschaften im Rahmen der Kontoführung. Die Forderungen diverser Kunden wurden im Nachgang von einem Unternehmen erworben und werden von diesem Erwerber gesammelt geltend gemacht. Diese Schadenersatzansprüche wurden erstinstanzlich abgewiesen. Der Kläger hat Berufung eingelegt. Daneben wurden gegen diese Tochtergesellschaft weitere acht Schadenersatzklagen erhoben. in sieben Fällen wurden die Klagen rechtskräftig abgewiesen. Die achte Schadenersatzklage wurde klägerseitig zurückgenommen. |
| ― |
Die ehemalige Dresdner Bank war Inhaber von Anteilen an einer US-amerikanischen Gesellschaft, die im Rahmen eines sogenannten Leverage Buy-outs veräußert wurden. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens dieser Gesellschaft wurden in den USA mehrere Klagen unter anderem gegen die Commerzbank als Rechtsnachfolgerin der Dresdner Bank auf Rückgewähr der im Rahmen der Anteilsveräußerung erhaltenen Erlöse erhoben. Die Klagen von Anleihegläubiger, Pensionären und dem Insolvenzverwalter der Gesellschaft wurden jeweils in der ersten Instanz unter anderem zu Gunsten der Bank abgewiesen. Anträge zur Überprüfung von erstinstanzlichen Entscheidungen sind derzeit bei zuständigen Berufungsgerichten anhängig und noch nicht entschieden. |
| ― |
Die Commerzbank ist im April 2016 in Ungarn von einem ehemaligen Darlehensnehmer auf Schadensersatz verklagt worden. Nachdem der Darlehensnehmer mehrfache Verletzungen des Darlehensvertrags nicht geheilt hatte, kündigte die Commerzbank den Darlehensvertrag und nahm keine weiteren Auszahlungen mehr vor. Die Klägerin wurde im Januar 2019 liquidiert. In Folge dessen hat das zuständige Gericht im Februar 2019 die Ansprüche auf immaterielle Schäden zurückgewiesen und das Verfahren im Übrigen unterbrochen. Ein aus dem Gesellschafterkreis des ungarischen Darlehensnehmers stammendes Unternehmen hat im Februar 2019 einen Antrag auf Fortsetzung des Verfahrens aus angeblich abgetretenem Recht in Höhe von 75 % der Forderung gestellt, der im September 2019 abgelehnt wurde. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Unabhängig von der zuvor beschriebenen Klage wurde die Bank im November 2017 von diesem aus dem Gesellschafterkreis des ungarischen Darlehensnehmers stammenden Unternehmen auf Schadensersatz verklagt. Die Klage wurde im März 2019 erstinstanzlich vollumfänglich abgewiesen. Der Kläger hat gegen das Urteil im April 2019 Berufung eingelegt, die im September 2019 abgewiesen wurde. Es ist noch nicht bekannt, ob der Kläger gegen das Urteil vorgeht. |
| ― |
Im April 2016 wurde der Commerzbank die Zahlungsklage einer Kundin zugestellt. Die Klägerin verlangt unter anderem die Rückzahlung von nach Meinung der Klägerin zu Unrecht an die Commerzbank geleisteten Zinsen. Zudem begehrt sie die Freigabe von Sicherheiten, welche eine Forderung der Commerzbank gegen die Klägerin besichern. Die Commerzbank und die Klägerin streiten über den Bestand der besicherten Forderung. Die Commerzbank wird sich gegen die Klage zur Wehr setzen. |
| ― |
Mit Klage aus Mai 2019 begehrt ein Kunde der Commerzbank die Feststellung, dass die Bank dem Kläger den materiellen Schaden wegen angeblicher Falschberatung im Zusammenhang mit Derivaten in Form von Swap-Verträgen zu ersetzen hat. Die Commerzbank hält die Klage für unbegründet und ist ihr entgegengetreten. |
| ― |
Im Zusammenhang mit Indexierungsklauseln von Darlehen in Schweizer Franken (CHF) an polnische Privatkunden hat ein Warschauer Gericht in einem Verfahren gegen eine andere Bank ein Vorabentscheidungsersuchen beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) gestellt. Es geht um die Frage, welche Folgen eine im Einzelfall missbräuchliche Indexierungsklausel eines Fremdwährungsdarlehens nach polnischem Recht hat. Eine rechtliche Entscheidung, wann eine Indexierungsklausel im Einzelfall missbräuchlich ist, hat der EuGH nicht getroffen; diese obliegt weiterhin den polnischen Gerichten. |
Die Entwicklung der Rechtsprechung der polnischen Gerichte zu Verträgen mit Indexierungsklauseln
sowie die zur Beurteilung der Erfolgsaussichten von Klagen erforderliche Rechtsfortbildung
bleibt abzuwarten. Die Anzahl der seit dem EuGH-Urteil ergangenen Gerichtsurteile
reicht für eine verlässliche Einschätzung der weiteren Rechtsprechung und deren Auswirkung
nicht aus. Je nach Entscheidung der Polnischen Gerichte könnte es zu finanziellen
Belastungen für die betroffenen Banken in Polen, darunter eine Tochtergesellschaft
der Commerzbank, und demnach auch zu erheblichen negativen Auswirkungen für die Commerzbank
kommen, die derzeit nicht verlässlich bestimmbar sind. Das noch im Bestand befindliche
Portfolio beläuft sich zum 30. September 2019 auf 3,3 Mrd. Euro.
Die Eventualverbindlichkeiten aus Steuerrisiken betreffen folgende wesentliche Sachverhalte:
Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung von
"Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit
unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs" kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben
des BMF geäußerten Auffassung ist von einem Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42
AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft
vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage)
aufweist. Das Schreiben beinhaltet eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen,
welche durch das BMF steuerlich bewertet werden.
Die Deutsche Bundesbank hat die Commerzbank mit Schreiben vom 18. Juli 2017 anhand
eines Erhebungsbogens um Bewertung der finanziellen Auswirkungen bei Anwendung des
BMF-Schreibens gebeten. Auf der Basis der mit externer Unterstützung durchgeführten
Analysen der Cum-Cum-Geschäfte hat die Bank vorsorglich Rückstellungen für gegebenenfalls
eigene zurückzuerstattende Kapitalertragsteuer gebildet. Im Rahmen der aktuellen steuerlichen
Außenprüfung der Commerzbank AG hat die Betriebsprüfung zur Behandlung dieser Geschäfte
erstmalig in Form von Prüfungsanmerkungen Stellung genommen. Hierzu finden weitere
Gespräche in den kommenden Wochen statt. Ferner wurden im Rahmen der Veranlagungen
des Jahres 2014 und 2015 durch das Finanzamt die Anrechnung der Kapitalertragsteuer
gemäß BMF Schreiben gekürzt.
Im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte sieht sich die Commerzbank Ersatzansprüchen
Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt. Die Erfolgsaussichten
solcher Ansprüche schätzt die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen als
eher unwahrscheinlich ein, sie sind aber nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten
sich auf Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen im höheren zweistelligen
Millionenbereich zuzüglich Nachzahlungszinsen ergeben.
Für die weiteren Cum-Cum-relevanten Geschäfte kommt die Commerzbank zu dem Ergebnis,
dass für die entsprechenden Geschäfte keine unangemessenen rechtlichen Gestaltungen
gemäß § 42 AO vorliegen.
Es kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren
Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzbehörden und der Finanz-/Zivilgerichte,
eine anderslautende Einschätzung ergeben könnte.
In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Ergebnisse der operativen Segmente
des Commerzbank-Konzerns wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen
dient IFRS 8 "Operating Segments", der dem sogenannten Managementansatz folgt. Die
Segmentinformationen werden auf Basis der internen Managementberichterstattung bestimmt,
die dem Chief Operating Decision Maker dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen
und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen.
Im Commerzbank-Konzern übt die Funktion des Chief Operating Decision Makers der Vorstand
aus.
In unserer Segmentberichterstattung berichten wir in der Segmentstruktur Privat- und
Unternehmerkunden, Firmenkunden sowie dem Bereich Sonstige und Konsolidierung. Das
per 1. Juli 2019 eingestellte Segment Asset & Capital Recovery wird mit seinem Halbjahresergebnis
separat ausgewiesen. Dieses Vorgehen folgt der Organisationsstruktur des Commerzbank-Konzerns
und ist Grundlage der internen Managementberichterstattung. Die Aufteilung der Geschäftssegmente
orientiert sich an der Unterschiedlichkeit der Produkte und Dienstleistungen beziehungsweise
an den Kundenzielgruppen. Die Anpassungen der Kundenbetreuung im Rahmen der Strategie
Commerzbank 4.0 führten im dritten Quartal 2018 zu rückwirkenden Kundentransfers zwischen
den Segmenten Firmenkunden und Privat- und Unternehmerkunden. Die Erträge und Aufwendungen
des Segments Firmenkunden und des Konzerns sind ohne den aufgegebenen Geschäftsbereich
dargestellt (siehe Note 33). Seit dem ersten Quartal 2019 werden die Pflichtbeiträge
für europäische Bankenabgabe, Bankensteuer und Einlagensicherung nicht mehr innerhalb
der Verwaltungsaufwendungen, sondern separat ausgewiesen. Aus dem Segment Firmenkunden
wurde im ersten Quartal 2019 ein Portfolio aus Verbriefungen und Unternehmensanleihen
an den Bereich Sonstige und Konsolidierung übertragen. Die Vorjahreswerte wurden jeweils
entsprechend angepasst.
Ferner wurden im ersten Quartal 2019 im Rahmen der Abbaustrategie des Segments Asset
& Capital Recovery von diesem Forderungen gegenüber lokalen Gebietskörperschaften
und öffentlichen oder öffentlichkeitsnahen Institutionen in Nordamerika und Großbritannien
an den Bereich Sonstige und Konsolidierung übertragen. Auf eine Anpassung der Vorjahreswerte
wurde aufgrund der Spezifika eines Abbauportfolios verzichtet. Die verbliebenen Bestände
des zum 1. Juli 2019 eingestellten Segments Asset & Capital Recovery wurden in das
Segment Privat- und Unternehmerkunden sowie insbesondere in den Bereich Sonstige und
Konsolidierung übertragen.
Zum Stichtag 30. September 2019 belaufen sich die im ersten Quartal 2019 aus dem Segment
Asset & Capital Recovery in den Bereich Sonstige und Konsolidierung transferierten
Forderungen auf einen Bilanzwert von 4,9 Mrd. Euro. Die hierauf entfallenden wesentlichen
Ergebnistreiber gliedern sich dabei wie folgt: 41 Mio. Euro Zinsüberschuss, 16 Mio.
Euro Risikoergebnis, - 24 Mio. Euro Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, - 18 Mio. Euro Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen,
- 15 Mio. Euro Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten, 1 Mio. Euro Sonstiges Ergebnis,
- 15 Mio. Euro Erträge vor Risikoergebnis, 1 Mio. Euro Erträge nach Risikoergebnis,
5 Mio. Euro Verwaltungsaufwendungen sowie - 4 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern.
Für das zum 1. Juli 2019 aufgelöste Segment Asset & Capital Recovery entfallen zum
Stichtag 30. September 2019 Bilanzwerte in Höhe von 0,5 Mrd. Euro. auf das Segment
Privat- und Unternehmerkunden sowie 12,3 Mrd. Euro. auf den Bereich Sonstige und Konsolidierung.
Die wesentlichen Ergebnistreiber für das dritte Quartal gliedern sich dabei wie folgt:
Auf das Segment Privat- und Unternehmerkunden entfallen - 1 Mio. Euro Zinsüberschuss,
4 Mio. Euro Sonstiges Ergebnis, 3 Mio. Euro Erträge vor Risikoergebnis, 3 Mio. Euro
Erträge nach Risikoergebnis sowie 3 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern. Auf den Bereich
Sonstige und Konsolidierung entfallen - 9 Mio. Euro Zinsüberschuss, - 3 Mio. Euro
Risikoergebnis, - 40 Mio. Euro Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, 10 Mio. Euro Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen,
6 Mio. Euro Sonstiges Ergebnis, - 33 Mio. Euro Erträge vor Risikoergebnis, - 35 Mio.
Euro Erträge nach Risikoergebnis, 5 Mio. Euro Verwaltungsaufwendungen sowie - 40 Mio.
Euro Ergebnis vor Steuern.
Weitere Angaben zu den Segmenten sind im Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts
enthalten. Die für die operativen Segmente unterstellte Kapitalunterlegung der Risikoaktiva
bei vollständiger Anwendung der Regelungen nach Basel 3 beträgt seit 2018 vor dem
Hintergrund erhöhter Kapitalunterlegungsanforderungen 12 %. Das Segment Asset & Capital
Recovery wurde bis zu seiner Einstellung mit Kapital in Höhe von 15 % der risikogewichteten
Aktiva bei vollständiger Anwendung der Regelungen nach Basel 3 unterlegt.
Der Erfolg der einzelnen Segmente wird anhand des Operativen Ergebnisses und des Ergebnisses
vor Steuern sowie der Kennziffern Operative Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote
gemessen. Das Operative Ergebnis ist definiert als die Summe aus Zinsüberschuss, Dividendenerträgen,
Risikoergebnis, Provisionsüberschuss, Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen,
Übrigem Ergebnis aus Finanzinstrumenten, Laufendem Ergebnis aus at-Equity-bewerteten
Unternehmen und Sonstigem Ergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen und der Pflichtbeiträge.
Im Operativen Ergebnis sind keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte
und sonstige immaterielle Vermögenswerte und Restrukturierungsaufwendungen enthalten.
Durch den Ausweis von Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch im durchschnittlich
gebundenen Eigenkapital die Anteile Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein Segment
verantwortlich ist, sind somit im Ergebnis vor Steuern berücksichtigt. Bei der Abbildung
der Zwischenergebniseliminierung aus konzerninternen Transaktionen in der Segmentberichterstattung
wird das abgebende Segment so gestellt, als wäre die Transaktion konzernextern erfolgt.
Die Eliminierung der Zwischengewinne und -verluste erfolgt daher im Bereich Sonstige
und Konsolidierung.
Die operative Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des operativen
Ergebnisses zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie sich das
im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft
spiegelt die Kosteneffizienz der Segmente wider, sie errechnet sich aus dem Verhältnis
der Summe von Verwaltungsaufwendungen und Pflichtbeiträgen zu Erträgen vor Risikoergebnis.
Zusätzlich weisen wir eine Aufwandsquote im operativen Geschäft ohne Berücksichtigung
der Pflichtbeiträge aus, um der fehlenden Beeinflussungsmöglichkeit auf die Höhe sowie
dem periodischen Charakter dieses Postens Rechnung zu tragen.
Erträge und Aufwendungen werden verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich
nach der Marktzinsmethode innerhalb der Segmente ausgewiesen. Im Zinsüberschuss werden
die tatsächlichen Refinanzierungsaufwendungen für geschäftsspezifische Beteiligungen
der Segmente gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen aus dem Eigenkapital
wird im Verhältnis des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals dem Zinsüberschuss
der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der Zinssatz entspricht dem Zinssatz einer risikofreien
Anlage auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Im Zinsüberschuss enthalten sind ebenfalls
die Liquiditätskosten. Diese umfassen sowohl die extern gezahlten Fundingkosten als
auch die vollständige Allokation der Liquiditätskosten auf die Geschäfte und Segmente
auf Basis unseres Liquiditätskosten-Transferpreis-Systems. Auf dieser Grundlage werden
die aus dem externen Funding der Bank resultierenden Zinsaufwendungen auf Basis einer
zentralen Liquiditätspreiskurve nach dem Verursachungsprinzip auf Einzelgeschäfts-
oder Portfolioebene auf die Segmente alloziert. Die Ermittlung des durchschnittlich
gebundenen Eigenkapitals der Segmente erfolgt auf Basis der durchschnittlichen segmentierten
Risikoaktiva. Für das Segment Firmenkunden erfolgt die Berechnung des durchschnittlich
gebundenen Eigenkapitals ohne den aufgegebenen Geschäftsbereich. Auf Konzernebene
wird das Common-Equity-Tier-1-Kapital (CET 1) gezeigt, das der Berechnung der operativen
Eigenkapitalrendite dient. Die Kalkulation erfolgt sowohl für die Segmente als auch
den Konzern jeweils unter vollständiger Anwendung der Regelungen nach Basel 3. Die
Anpassung zwischen dem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital der Segmente und dem
CET-1-Kapital des Konzerns erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung. Darüber
hinaus berichten wir die jeweiligen Aktiva und Passiva der Segmente sowie die Buchwerte
der at-Equity-bewerteten Unternehmen. Geschäftsmodellbedingt ist die Segmentbilanz
erst auf Konzernebene ausgeglichen.
Die im Operativen Ergebnis ausgewiesenen Verwaltungsaufwendungen beinhalten die Personalaufwendungen,
die Sachaufwendungen (ohne Pflichtbeiträge) sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen
und sonstige immaterielle Vermögenswerte. Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen
auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte werden unterhalb
des Operativen Ergebnisses im Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Die Zuordnung der
Verwaltungsaufwendungen und der Pflichtbeiträge zu den einzelnen Segmenten erfolgt
nach dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den internen Leistungen ergebenden indirekten
Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger in Rechnung gestellt beziehungsweise führen
beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser internen
Leistungsbeziehungen erfolgt zu Marktpreisen oder Vollkosten.
| 1.1.-30.9.2019 | Mio. € | Privat- und Unternehmerkunden | Firmenkunden | Asset & Capital Recovery3 | Sonstige und Konsolidierung | Konzern |
| Zinsüberschuss | 2 042 | 1 381 | - 23 | 365 | 3 764 |
| Dividendenerträge | 5 | 7 | - | 4 | 16 |
| Risikoergebnis | - 187 | - 186 | - 24 | 27 | - 370 |
| Provisionsüberschuss | 1 413 | 881 | 0 | - 24 | 2 270 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 156 | 114 | 111 | - 254 | 127 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 2 | 21 | 10 | 99 | 132 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 23 | 0 | - 19 | - 14 | - 9 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 3 | 6 | 0 | 0 | 9 |
| Sonstiges Ergebnis | 106 | 8 | 0 | 45 | 159 |
| Erträge vor Risikoergebnis | 3 751 | 2 418 | 79 | 221 | 6 469 |
| Erträge nach Risikoergebnis | 3 564 | 2 232 | 55 | 247 | 6 098 |
| Verwaltungsaufwendungen | 2 616 | 1 834 | 15 | 245 | 4 710 |
| Pflichtbeiträge | 240 | 109 | 9 | 40 | 398 |
| Operatives Ergebnis | 707 | 289 | 31 | - 37 | 990 |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | - | - |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 707 | 289 | 31 | - 37 | 990 |
| Aktiva | 147 036 | 199 425 | - | 166882 | 513 343 |
| davon nicht fortgeführte Aktiva | - | 9 347 | - | - | 9 347 |
| Passiva | 182143 | 202 857 | - | 128343 | 513 343 |
| davon nicht fortgeführte Passiva | - | 11 061 | - | - | 11 061 |
| Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen | 29 | 152 | - | 1 | 181 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital | |||||
| (aus fortzuführenden Geschäftsbereichen) | |||||
| (auf Basis CET1)1 | 5 263 | 11 899 | 1 620 | 5 003 | 23 785 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%)2 | 17,9 | 3,2 | 5,6 | ||
| Aufwandsquote im operativen Geschäft | |||||
| (exkl. Pflichtbeiträge) (%) | 69,7 | 75,8 | 72,8 | ||
| Aufwandsquote im operativen Geschäft | |||||
| (inkl. Pflichtbeiträge) (%) | 76,2 | 80,4 | 79,0 |
1
Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3. Anpassung
erfolgt in Sonstige und Konsolidierung.
2
Auf das Jahr hochgerechnet.
3
Das Segment Asset & Capital Recovery wurde zum 1. Juli 2019 aufgelöst. Bis zum Jahresende
2019 wird das zum Halbjahr 2019 erzielte Ergebnis weiterhin berichtet.
| 1.1.-30.9.2018 | Mio. €1 | Privat- und Unternehmerkunden | Firmenkunden | Asset & Capital Recovery | Sonstige und Konsolidierung | Konzern |
| Zinsüberschuss | 1 910 | 1 308 | 48 | 244 | 3 511 |
| Dividendenerträge | 11 | 11 | 1 | 7 | 30 |
| Risikoergebnis | - 184 | - 121 | 15 | - 2 | - 292 |
| Provisionsüberschuss | 1 461 | 893 | 1 | - 20 | 2 336 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 134 | 401 | 113 | - 159 | 488 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | - 2 | 1 | 0 | 27 | 26 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 40 | - 5 | - 48 | 3 | - 9 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 0 | 10 | 0 | - | 9 |
| Sonstiges Ergebnis | 88 | 1 | 19 | 37 | 145 |
| Erträge vor Risikoergebnis | 3 641 | 2 620 | 134 | 140 | 6 535 |
| Erträge nach Risikoergebnis | 3 457 | 2 498 | 150 | 138 | 6 243 |
| Verwaltungsaufwendungen | 2 696 | 1 899 | 50 | 235 | 4 880 |
| Pflichtbeiträge | 197 | 110 | 10 | 40 | 357 |
| Operatives Ergebnis | 563 | 489 | 90 | - 137 | 1 005 |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | - | - |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 563 | 489 | 90 | - 137 | 1 005 |
| Aktiva | 136612 | 185 400 | 18 226 | 152981 | 493 220 |
| davon nicht fortgeführte Aktiva | - | - | - | - | - |
| Passiva | 165 452 | 192 826 | 16 269 | 118 673 | 493 220 |
| davon nicht fortgeführte Passiva | - | - | - | - | - |
| Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen | 30 | 150 | 1 | 0 | 181 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital | |||||
| (aus fortzuführenden Geschäftsbereichen) | |||||
| (auf Basis CET1)2 | 4 701 | 10 625 | 2 263 | 5 157 | 22 746 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%)3 | 16,0 | 6,1 | 5,9 | ||
| Aufwandsquote im operativen Geschäft | |||||
| (exkl. Pflichtbeiträge) (%) | 74,0 | 72,5 | 74,7 | ||
| Aufwandsquote im operativen Geschäft | |||||
| (inkl. Pflichtbeiträge) (%) | 79,5 | 76,7 | 80,1 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
2
Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1) unter voller Anwendung von Basel 3. Anpassung
erfolgt in Sonstige und Konsolidierung.
3
Auf das Jahr hochgerechnet.
| Mio. € | 1.1.-30.9.2019 | ||
| Sonstige | Konsolidierung | Sonstige und Konsolidierung | |
| Zinsüberschuss | 347 | 18 | 365 |
| Dividendenerträge | 2 | 2 | 4 |
| Risikoergebnis | 27 | - | 27 |
| Provisionsüberschuss | - 21 | - 3 | - 24 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | - 292 | 38 | - 254 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 99 | - | 99 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | - 10 | - 4 | - 14 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | - | - 0 | - 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 58 | - 13 | 45 |
| Verwaltungsaufwendungen | 259 | - 14 | 245 |
| Pflichtbeiträge | 40 | 0 | 40 |
| Operatives Ergebnis | - 90 | 52 | - 37 |
| Aktiva | 166 737 | 144 | 166 882 |
| Passiva | 128 058 | 285 | 128 343 |
| Mio. € | 1.1.-30.9.20181 | ||
| Sonstige | Konsolidierung | Sonstige und Konsolidierung | |
| Zinsüberschuss | 212 | 32 | 244 |
| Dividendenerträge | 4 | 3 | 7 |
| Risikoergebnis | - 2 | 0 | - 2 |
| Provisionsüberschuss | - 17 | - 3 | - 20 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | - 168 | 9 | - 159 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 27 | - | 27 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 4 | - 1 | 3 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | 50 | - 13 | 37 |
| Verwaltungsaufwendungen | 251 | - 16 | 235 |
| Pflichtbeiträge | 40 | 0 | 40 |
| Operatives Ergebnis | - 180 | 42 | - 137 |
| Aktiva | 152 522 | 460 | 152981 |
| Passiva | 118 397 | 276 | 118 673 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
Unter Konsolidierung weisen wir Konsolidierungs- und Überleitungssachverhalte vom
Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss aus. Unter
anderem werden dort folgende Sachverhalte abgebildet:
| ― |
Eliminierung der in den Segmenten angefallenen Bewertungsergebnisse für eigene Schuldverschreibungen. |
| ― |
Effekte aus der Konsolidierung konzerninterner Transaktionen zwischen den Segmenten. |
| ― |
Effekte aus der Konsolidierung von Aufwendungen und Erträgen. |
| ― |
Erträge und Verwaltungsaufwendungen der Stabs- und Steuerungseinheiten, wobei diese auf die Segmente und den Bereich Sonstige verrechnet sind. |
Gegenüber der bisherigen Darstellung wurde die im Rahmen der Segmentberichterstattung
erhobene regionale Aufgliederung angepasst. Wir berichten hier nur noch die Erträge
vor Risikoergebnis und die Risikoaktiva für Kreditrisiken (with transitional provisions).
Die regionale Aufgliederung, die im Wesentlichen auf dem jeweiligen Sitz der Filiale
oder des Konzernunternehmens basiert (geografische Märkte), ergab nachfolgende Verteilung:
| 1.1.-30.9.2019 Mio. Euro | Deutschland | Europa ohne Deutschland | Amerika | Asien | Sonstige | Gesamt |
| Erträge vor Risikoergebnis | 4 658 | 1 531 | 101 | 179 | - | 6 469 |
| Risikoaktiva für Kreditrisiken (with transitional provisions) | 96 848 | 48 450 | 5 905 | 4 090 | - | 155 293 |
Im Vorjahreszeitraum erzielten wir in den geografischen Märkten folgende Ergebnisse:
| 1.1.-30.9.2018 Mio. Euro1 | Deutschland | Europa ohne Deutschland | Amerika | Asien | Sonstige | Gesamt |
| Erträge vor Risikoergebnis | 4 419 | 1 844 | 73 | 199 | - | 6 535 |
| Risikoaktiva für Kreditrisiken (with transitional provisions) | 87 410 | 47 322 | 4 469 | 5 033 | - | 144 234 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken
aus. In Übereinstimmung mit IFRS 8.32 hat die Commerzbank entschieden, auf eine Aufgliederung
des Gesamtbetrags der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen
zu verzichten. Aus Effizienzgründen wurde von einer Erhebung dieser Daten abgesehen,
da sie weder für die interne Steuerung noch für das Managementreporting genutzt werden.
Das folgende Bild zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel im Commerzbank-Konzern
mit (with transitional provisions) und ohne (fully loaded) Übergangsregelungen. Die
Überleitungsrechnung vom ausgewiesenen bilanziellen Konzernkapital zu dem regulatorisch
ausgewiesenen Kapital ist dabei bereits integriert.
| Position | Mio. € | 30.9.2019 | 31.12.2018 | 30.9.2019 | 31.12.2018 |
| with transitional provisions | with transitional provisions | fully loaded | fully loaded | |
| Bilanzielles Eigenkapital | 30 674 | 29 411 | 30 674 | 29 411 |
| darin enthaltene zusätzliche Eigenkapitalbestandteile1 | 885 | - | 885 | - |
| Bilanzielles Eigenkapital ohne zusätzliche Eigenkapitalbestandteile | 29 789 | 29 411 | 29 789 | 29 411 |
| Gewinne und Verluste aus zum Zeitwert bilanzierten derivativen Verbindlichkeiten, die aus dem eigenen Kreditrisiko des Instituts resultieren | - 111 | - 159 | - 111 | - 159 |
| Durch Veränderungen der eigenen Bonität bedingte Gewinne oder Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten eigenen Verbindlichkeiten | - 2 | - 61 | - 2 | - 61 |
| Korrektur der nicht beherrschenden Anteile (Minderheiten) | - 534 | - 440 | - 534 | - 440 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | - 1 511 | - 1 507 | - 1 511 | - 1 507 |
| Immaterielle Vermögenswerte | - 1 224 | - 1 328 | - 1 224 | - 1 328 |
| Aktivüberhang des Planvermögens | - 73 | - 307 | - 73 | - 307 |
| Latente Ertragsteueransprüche aus Verlustvorträgen | - 909 | - 784 | - 909 | - 784 |
| Unterdeckung aus erwartetem Verlust (Shortfall) | - 330 | - 205 | - 330 | - 205 |
| Prudential Valuation | - 277 | - 459 | - 277 | - 459 |
| Erstverlust-Positionen aus Verbriefungen (First Loss) | - 128 | - 199 | - 128 | - 199 |
| Latente Ertragsteueransprüche aus temporären Differenzen, die den 10-%-Schwellenwert übersteigen | - 177 | - 453 | - 177 | - 453 |
| nicht angesetzter Gewinn | - 213 | - 250 | - 213 | - 250 |
| Sonstiges und Rundungen | - 60 | - 53 | - 60 | - 53 |
| Hartes Kernkapital (CET 1)2 | 24 241 | 23 206 | 24 241 | 23 206 |
| Zusätzliches Kernkapital (AT 1)3 | 1 689 | 904 | 1 011 | - |
| Kernkapital (Tier 1) | 25 929 | 24 110 | 25 252 | 23 206 |
| Ergänzungskapital (Tier 2) | 4 981 | 5 389 | 4 753 | 5 564 |
| Eigenmittel | 30 910 | 29 499 | 30 004 | 28 770 |
| Risikogewichtete Aktiva | 189445 | 180498 | 189445 | 180498 |
| davon: Kreditrisiko | 155293 | 146710 | 155 293 | 146710 |
| davon: Marktrisiko3 | 1 2 293 | 12 395 | 1 2 293 | 12 395 |
| davon: Operationelles Risiko | 21 859 | 21 393 | 21 859 | 21 393 |
| Harte Kernkapitalquote (CET- 1-Ratio, %) | 12,8 % | 12,9 % | 12,8 % | 12,9 % |
| Kernkapitalquote (Tier- 1-Ratio, %) | 13,7 % | 13,4 % | 13,3 % | 12,9 % |
| Gesamtkapitalquote (%) | 16,3 % | 16,3 % | 15,8 % | 15,9 % |
1
AT 1 Emission die bilanziell Eigenkapital darstellt und nach CRR als zusätzliches
Kernkapital angerechnet wird.1 1
2
Die Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch
anrechnungsfähige Konzernergebnis.2 2
3
Einschließlich der Risiken einer Anpassung der Kreditbewertung (sogenanntes Credit
Valuation Adjustment Risk).3 3
Die Tabelle zeigt die Überleitung des bilanziellen Eigenkapitals auf das regulatorische
harte Kernkapital (CET 1) sowie die weiteren Komponenten des Kernkapitals und des
regulatorischen Eigenkapitals. Die wesentlichen Veränderungen im harten Kernkapital
gegenüber dem 31. Dezember 2018 ergeben sich sowohl aus der Anrechnung des regulatorischen
Gewinnes als auch durch eine Reduzierung der regulatorischen Abzüge. Die harte Kernkapitalquote
ist gegenüber dem Jahresende um 0,1 % zurückgegangen. Dies ergibt sich trotz einem
gestiegenen harten Kernkapital aus einem Anstieg der risikogewichteten Aktiva.
Der Anstieg resultierte unter anderem aus der Einführung des internationalen Bilanzierungsstandards
IFRS 16 zum Jahreswechsel und aus Kreditwachstum in den Kernsegmenten, inklusive mBank.
Zudem führten Parametereffekte (vor allem durch TRIM-Effekte) zu höheren Kreditrisikoaktiva.
Dieser Zuwachs wird nur leicht durch Reduktionen der Risikoaktiva aufgrund einer Verbriefungstransaktion
im ersten Quartal 2019 sowie gezieltem Abbau von nicht zum Kerngeschäft zählende Portfolios
gemindert.
Im Rahmen der CRD IV/CRR wurde die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) als ein Instrument
und Indikator zur Quantifizierung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung eingeführt.
Die Leverage Ratio setzt das Kernkapital (Tier-1-Kapital) ins Verhältnis zum Leverage
Ratio Exposure, das aus den nicht risikogewichteten Aktiva und den außerbilanziellen
Positionen besteht. Bei der Anrechnung von Derivaten, Wertpapierfinanzierungsgeschäften
und außerbilanziellen Positionen werden aufsichtsrechtliche Ansätze angewendet. Als
eine nicht risikosensitive Kennzahl stellt die Leverage Ratio eine ergänzende Kennziffer
zu der risikobasierten Kapitalunterlegung dar.
| Leverage Ratio gemäß CRR1 | 30.9.2019 | 31.12.2018 | Veränd. in % |
| Leverage Ratio Exposure with transitional provisions (Mio. €) | 531 643 | 486335 | 9,3 |
| Leverage Ratio Exposure fully loaded (Mio. €) | 531 643 | 486335 | 9,3 |
| Leverage Ratio with transitional provisions (%) | 4,9 | 5,0 | |
| Leverage Ratio fully loaded (%) | 4,7 | 4,8 |
Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) ist die regulatorisch definierte Mindestliquiditätsquote,
die ein Maß für die kurzfristige Zahlungsfähigkeit der Bank unter einem vorgegebenen
Stressszenario darstellt. Ausgehend von den Anforderungen des Baseler Ausschusses
wurde durch die EU Kommission in der Capital Requirements Regulation (CRR), Verordnung
(EU) 575/2013 in Verbindung mit der delegierten Verordnung EU/2015/61 (D-VO) die rechtliche
Grundlage der LCR vorgegeben.
Die Quote selbst ist definiert als Quotient von jederzeit verfügbaren hochliquiden
Aktiva (HQLA) und den Netto-Liquiditätsabflüssen (NLO) innerhalb eines 30 Tage Zeitraums.
Gemäß CRR muss für die LCR seit 2018 ein Mindestwert von 100 % eingehalten werden.
Die Commerzbank hat die LCR als zwingende Nebenbedingung in das interne Liquiditätsrisikomodell
integriert und die Entwicklung der LCR wird regelmäßig überwacht.
Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank interne Frühwarnindikatoren etabliert.
Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die
finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen. Risikokonzentrationen können, insbesondere
im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen führen. Sie können
zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen auftreten.
Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende
Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen
mitigiert. Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich
wirkt die kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Fundingquellen,
insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer
Konzentration entgegen.
Die Commerzbank setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash Pooling
Ansatz ein. Dieser stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität zeitzonenunabhängig
sicher, da sich Treasury Einheiten der Commerzbank in Frankfurt, London, New York
und Singapur befinden.
Weitere Informationen zur Verantwortlichkeit der Liquiditätsrisikosteuerung und den
internen Modellen finden sich im Abschnitt Liquiditätsrisiko im Zwischenrisikobericht
dieses Dokuments.
Nachfolgend wird die Berechnung der LCR für die vergangenen vier Quartale dargestellt.
Zu jedem Quartal werden die Durchschnitte der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte
berechnet und sind untenstehender Tabelle zu entnehmen. Die Werte werden auf volle
Millionen Euro gerundet und auf konsolidierter Basis für den Commerzbank Konzern dargestellt.
| Ungewichteter Gesamtwert (Durchschnitt) | |||||
| Mio.€1 | 31.12.2018 | 31.03.2019 | 30.6.2019 | 30.9.2019 | |
| Anzahl der bei der Berechnung der Durchschnittswerte verwendeten Datenpunkte | 12 | 12 | 12 | 12 | |
| Hochwertige liquide Vermögenswerte | |||||
| 1 | Hochwertige liquide Vermögenswerte insgesamt | ||||
| Mittelabflüsse | |||||
| 2 | Privatkundeneinlagen und Einlagen von kleinen Geschäftskunden, davon: | 113 826 | 117 593 | 121 225 | 124 862 |
| 3 | stabile Einlagen | 78 813 | 80 985 | 83 057 | 85 126 |
| 4 | weniger stabile Einlagen | 35 012 | 36 608 | 38 167 | 39 736 |
| 5 | unbesicherte Großhandelsfinanzierung | 104 841 | 104 951 | 105 354 | 106 800 |
| 6 | betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) und Einlagen in Netzwerken von Genossenschaftsbanken | 35 029 | 35 106 | 34 886 | 35 377 |
| 7 | nicht betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) | 68 340 | 68 258 | 69 060 | 70 120 |
| 8 | unbesicherte Verbindlichkeiten | 1 472 | 1 587 | 1 408 | 1 303 |
| 9 | besicherte Großhandelsfinanzierung | ||||
| 10 | zusätzliche Anforderungen | 85 202 | 84 900 | 84 785 | 85 033 |
| 11 | Abflüsse im Zusammenhang mit Derivatepositionen und sonstigen Besicherungsanforderungen | 9 046 | 8 642 | 8 161 | 7 716 |
| 12 | Abflüsse im Zusammenhang mit dem Verlust der Finanzierung auf Schuldtiteln | 199 | 272 | 325 | 421 |
| 13 | Kredit- und Liquiditätsfazilitäten | 75 957 | 75 985 | 76 299 | 76 896 |
| 14 | sonstige vertragliche Finanzierungsverpflichtungen | 3 271 | 4 080 | 4 412 | 4 233 |
| 15 | sonstige Eventualverbindlichkeiten | 110 193 | 109 418 | 108 364 | 106 847 |
| 16 | Gesamtmittelabflüsse | ||||
| Mittelzuflüsse | |||||
| 17 | Besicherte Kredite (z.B. Reverse Repos) | 65 818 | 65 868 | 65 431 | 66 572 |
| 18 | Zuflüsse von nicht leistungsgestörten Forderungen | 26 519 | 25 954 | 25 239 | 25 056 |
| 19 | Sonstige Mittelzuflüsse | 4 557 | 5 740 | 6 545 | 6 860 |
| EU- 19a | (Differenz zwischen den gesamten gewichteten Zuflüssen und den gesamten gewichteten Abflüssen aus Transaktionen in Drittländern, in denen Transaktionsbeschränkungen bestehen oder die auf nicht konvertierbare Währungen lauten) | ||||
| EU-19b | (Überschusszuflüsse von einem verbundenen spezialisierten Kreditinstitut) | ||||
| 20 | GESAMTMITTELZUFLÜSSE | 96 893 | 97 561 | 97 216 | 98 488 |
| EU- 20a | Vollständig ausgenommene Zuflüsse | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EU-20b | Zuflüsse, die einer Obergrenze von 90 % unterliegen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EU- 20c | Zuflüsse, die einer Obergrenze von 75 % unterliegen | 90 724 | 91 424 | 90 868 | 91 939 |
| 21 | Liquiditätspuffer | ||||
| 22 | Gesamte Nettomittelabflüsse | ||||
| 23 | Liquidity Coverage Ratio | ||||
| Gewichteter Gesamtwert (Durchschnitt) | |||||
| Mio. €1 | 31.12.2018 | 31.03.2019 | 30.6.2019 | 30.9.2019 | |
| Anzahl der bei der Berechnung der Durchschnittswerte verwendeten Datenpunkte | 12 | 12 | 12 | 12 | |
| Hochwertige liquide Vermögenswerte | |||||
| 1 | Hochwertige liquide Vermögenswerte insgesamt | 85 621 | 85 519 | 86 066 | 86 557 |
| Mittelabflüsse | |||||
| 2 | Privatkundeneinlagen und Einlagen von kleinen Geschäftskunden, davon: | 7 726 | 8 006 | 8 279 | 8 564 |
| 3 | stabile Einlagen | 3 941 | 4 049 | 4 153 | 4 256 |
| 4 | weniger stabile Einlagen | 3 785 | 3 956 | 4 125 | 4 307 |
| 5 | unbesicherte Großhandelsfinanzierung | 52 296 | 52 661 | 52 756 | 53 070 |
| 6 | betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) und Einlagen in Netzwerken von Genossenschaftsbanken | 8 730 | 8 745 | 8 688 | 8 809 |
| 7 | nicht betriebliche Einlagen (alle Gegenparteien) | 42 094 | 42 329 | 42 660 | 42 958 |
| 8 | unbesicherte Verbindlichkeiten | 1 472 | 1 587 | 1 408 | 1 303 |
| 9 | besicherte Großhandelsfinanzierung | 5 262 | 5 614 | 5 808 | 5 807 |
| 10 | zusätzliche Anforderungen | 23 401 | 23 123 | 22 61 2 | 22 221 |
| 11 | Abflüsse im Zusammenhang mit Derivatepositionen und sonstigen Besicherungsanforderungen | 8 272 | 7 885 | 7 442 | 7 038 |
| 12 | Abflüsse im Zusammenhang mit dem Verlust der Finanzierung auf Schuldtiteln | 199 | 272 | 325 | 421 |
| 13 | Kredit- und Liquiditätsfazilitäten | 14 930 | 14 966 | 14 845 | 14 763 |
| 14 | sonstige vertragliche Finanzierungsverpflichtungen | 2 337 | 3 026 | 3 384 | 3 272 |
| 15 | sonstige Eventualverbindlichkeiten | 675 | 680 | 1 063 | 2 196 |
| 16 | Gesamtmittelabflüsse | 91 697 | 93 110 | 93 901 | 95 130 |
| Mittelzuflüsse | |||||
| 17 | Besicherte Kredite (z.B. Reverse Repos) | 4 921 | 5 551 | 6 208 | 6 635 |
| 18 | Zuflüsse von nicht leistungsgestörten Forderungen | 19 306 | 18 699 | 18 070 | 17 775 |
| 19 | Sonstige Mittelzuflüsse | 4 369 | 5 528 | 6 323 | 6 599 |
| EU-19a | (Differenz zwischen den gesamten gewichteten Zuflüssen und den gesamten gewichteten Abflüssen aus Transaktionen in Drittländern, in denen Transaktionsbeschränkungen bestehen oder die auf nicht konvertierbare Währungen lauten) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EU-19b | (Überschusszuflüsse von einem verbundenen spezialisierten Kreditinstitut) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 20 | GESAMTMITTELZUFLÜSSE | 28 595 | 29 778 | 30 600 | 31 009 |
| EU- 20a | Vollständig ausgenommene Zuflüsse | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EU- 20b | Zuflüsse, die einer Obergrenze von 90 % unterliegen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EU- 20c | Zuflüsse, die einer Obergrenze von 75 % unterliegen | 28 595 | 29 778 | 30 600 | 31 009 |
| 21 | Liquiditätspuffer | 85 621 | 85 519 | 86 066 | 86 557 |
| 22 | Gesamte Nettomittelabflüsse | 63 101 | 63 332 | 63 301 | 64 121 |
| 23 | Liquidity Coverage Ratio | 135,66 % | 135,02 % | 136,02 % | 135,20 % |
Die quartalsweisen Durchschnittswerte der LCR liegen auf einem konstant hohen Niveau
und überschreiten die geforderte Mindestquote von 100 % durch die Commerzbank zu jedem
Stichtag deutlich. Die Zusammensetzung der zur Deckung von Zahlungsmittelabflüssen
verwendbaren hochliquiden Vermögenswerte im Beobachtungszeitraum ist nachstehend aufgeführt:
| Hochliquide Aktiva gem. EU/2015/61 (Durchschnitte der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte) in Mio. €1 | Q4/2018 | Q1/2019 | Q2/2019 | Q3/2019 |
| Gesamt: | 85 621 | 85 519 | 86 066 | 86 557 |
| davon Level 1 | 77 690 | 76 658 | 76 846 | 77 440 |
| davon Level 2A | 7 075 | 7 805 | 7 938 | 7 746 |
| davon Level 2B | 857 | 1 056 | 1 283 | 1 372 |
Die Commerzbank meldet die LCR zusätzlich in US-Dollar, da dieser gemäß CRR als bedeutende
Fremdwährung einzustufen ist. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken
überwacht und im Rahmen eines internen Modells limitiert und gesteuert werden.
Im Rahmen der LCR-Berechnung berücksichtigt die Bank für Derivategeschäfte die Liquiditätszu-
und -abflüsse für die nächsten 30 Tage. Im Falle von standardisierten Rahmenverträgen
werden die Liquiditätsabflüsse und -zuflüsse auf Nettobasis berechnet.
Darüber hinaus berücksichtigt die Commerzbank weitere Sachverhalte, die zu zusätzlichen
Liquiditätsabflüssen führen können. Hierzu gehören Nachschüsse für Wertveränderungen
von gestellten Wertpapiersicherheiten und im Falle einer Bonitätsverschlechterung
sowie zusätzliche Sicherheitenstellungen aufgrund eines adversen Marktszenarios für
Derivatetransaktionen.
Für die sonstigen Eventualverbindlichkeiten verwendet die Commerzbank seit Juni 2019
zusätzliche Abflussgewichte nach Artikel 23 der delegierten Verordnung EU/2015/61
(D-VO).
Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der Commerzbank Aktiengesellschaft
und/oder deren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden
Unternehmen und Personen. Hierzu gehören:
| ― |
beherrschte, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierte Tochterunternehmen, |
| ― |
Gemeinschaftsunternehmen, |
| ― |
assoziierte Unternehmen, |
| ― |
Beteiligungen, |
| ― |
unternehmensexterne Versorgungsträger zur betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, |
| ― |
Personen in Schlüsselpositionen und deren Angehörige, |
| ― |
sowie von diesem Personenkreis beherrschte Unternehmen. |
Die mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigten Bankgeschäfte werden zu
marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen.
Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Berichtszeitraum
aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft.
Neben dem Anteilsbesitz der Bundesrepublik Deutschland sind weitere Faktoren zu berücksichtigen
(unter anderem Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat), die einen maßgeblichen Einfluss auf
die Commerzbank Aktiengesellschaft ermöglichen. Demnach zählen der Bund sowie der
Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterliegende Unternehmen (Bundesunternehmen)
zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24.
Die Aktivposten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen von 404 Mio. Euro
(Vorjahr: 284 Mio. Euro) enthielten zum 30. September 2019 im Wesentlichen Darlehen
und Forderungen. In den Passivposten waren von den 204 Mio. Euro (Vorjahr: 231 Mio.
Euro) im Wesentlichen Einlagen enthalten.
Die Erträge von 15 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 26 Mio. Euro) resultieren aus Zinserträgen
und die Aufwendungen von 55 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 1 Mio. Euro) vor allem aus
Sachaufwendungen.
Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 87
Mio. Euro (Vorjahr: 2 Mio. Euro) gewährt.
Die Aktivposten gegenüber assoziierten Unternehmen von 14 Mio. Euro (Vorjahr: 5 Mio.
Euro) enthielten zum 30. September 2019 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen.
In den Passivposten waren von den 37 Mio. Euro (Vorjahr: 31 Mio. Euro) im Wesentlichen
Einlagen enthalten.
Die Erträge von 12 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 27 Mio. Euro) resultieren vor allem
aus Provisionserträgen sowie dem Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen.
Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 38
Mio. Euro (Vorjahr: 41 Mio. Euro) gewährt.
Die Aktivposten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen/Personen von 32 Mio.
Euro (Vorjahr: 30 Mio. Euro) enthielten zum 30. September 2019 im Wesentlichen Darlehen
und Forderungen sowie verbriefte Schuldinstrumente. In den Passivposten von 229 Mio.
Euro (Vorjahr: 208 Mio. Euro) waren im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Einlagen
entfielen vor allem auf unternehmensexterne Versorgungsträger.
Zum 30. September 2019 betrugen die Erträge 1 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 2 Mio.
Euro). Die Aufwendungen lagen bei 7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0 Mio. Euro).
Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden wie im Vorjahr keine Garantien und
Sicherheiten gewährt.
Zum 30. September 2019 lagen keine wesentlichen Aktiv- und Passivposten gegenüber
Schlüsselpersonen vor.
Die Aufwendungen resultieren aus Personalaufwendungen von 11 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum:
12 Mio. Euro) und enthielten Vergütungen für Personen in Schlüsselpositionen, Gehälter
der im Commerzbank-Konzern angestellten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sowie
an die Aufsichtsratsmitglieder erstattete Umsatzsteuern.
Die Aktivposten gegenüber Bundesunternehmen von 40 180 Mio. Euro (Vorjahr: 25 065
Mio. Euro) enthielten zum 30. September 2019 im Wesentlichen Guthaben bei der Deutschen
Bundesbank von 36 935 Mio. Euro (Vorjahr: 20 891 Mio. Euro). Von den Passivposten
gegenüber Bundesunternehmen von 12 281 Mio. Euro (Vorjahr: 12 718 Mio. Euro) betrafen
12 261 Mio. Euro (Vorjahr: 12 624 Mio. Euro) Einlagen. Zum 30. September 2019 wurden
Bundesunternehmen Garantien und Sicherheiten von 301 Mio. Euro (Vorjahr: 70 Mio. Euro)
gewährt.
Dr. Stefan Schmittmann
Vorsitzender
Uwe Tschäge1Stellv. Vorsitzender
Heike Anscheit1
Alexander Boursanoff1
Gunnar de Buhr1
Stefan Burghardt1
Sabine U. Dietrich
Monika Fink1
Dr. Tobias Guldimann
Dr. Rainer Hillebrand
Christian Höhn1
Kerstin Jerchel1
Dr. Markus Kerber
Alexandra Krieger1
Anja Mikus
Dr. Victoria Ossadnik
Robin J. Stalker
Nicholas Teller
Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell
Stefan Wittmann1
Klaus-Peter Müller
Ehrenvorsitzender
1
Von den Arbeitnehmern gewählt.
Martin Zielke
Vorsitzender
Stephan Engels
Dr. Bettina Orlopp
Frank Annuscheit (bis 28.02.2019)
Jörg Hessenmüller (seit 15.01.2019)
Michael Reuther
Dr. Marcus Chromik
Michael Mandel
Frankfurt am Main, den 4. November 2019
Der Vorstand
| Martin Zielke | Marcus Chromik | Stephan Engels | Jörg Hessenmüller | Michael Mandel | Bettina Orlopp | Michael Reuther |
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -bestehend aus Gesamtergebnisrechnung,
Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, verkürzter Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten
erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft,
Frankfurt am Main, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2019, die Bestandteile
des unterjährigen Finanzberichts nach § 115 Abs. 7 i.V.m. Abs. 2 Nr. 1 und 2 und Abs.
3 und 4 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in
der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte
anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss
und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review
of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity"
(ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Eschborn/ Frankfurt am Main, 5. November 2019
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Claus-Peter Wagner | Marcus Binder |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
| Inland | Ausland |
| comdirect bank AG, Quickborn | Commerzbank Brasil S.A. - Banco Multiplo, Sào Paulo |
| Commerz Real AG, Wiesbaden | Commerzbank (Eurasija) AO, Moskau |
| Commerzbank Finance & Covered Bond S.A., Luxemburg | |
| Commerzbank Zrt., Budapest | |
| Commerz Markets LLC, New York | |
| mBank S.A., Warschau |
Amsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, London,
Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Paris, Peking, Prag, Schanghai, Singapur, Tokio,
Wien, Zürich
Abidjan, Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Bagdad, Baku, Bangkok, Beirut, Belgrad, Brüssel
(Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Caracas, Dhaka, Dubai (FI-Desk),
Ho-Chi-Minh-Stadt, Hongkong (FI-Desk), Istanbul Jakarta, Johannesburg, Kairo, Kiew,
Kuala Lumpur, Lagos, Luanda, Mailand (FI-Desk), Melbourne, Minsk, Moskau (FI-Desk),
Mumbai, New York (FI-Desk), Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), Sào Paulo (FI-Desk), Schanghai
(FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tiflis, Tokio (FI-Desk),
Zagreb
Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung
der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und
Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt
eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen
außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle
Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle.
Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute
getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts
neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.
| 13. Februar 2020 | Bilanzpressekonferenz |
| Ende März 2020 | Geschäftsbericht 2019 |
| 6. Mai 2020 | Hauptversammlung |
| 13. Mai 2020 | Zwischenbericht zum 31. März 2020 |
| 5. August 2020 | Zwischenbericht zum 30. Juni 2020 |
| 5. November 2020 | Zwischenbericht zum 30. September 2020 |
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