Commerzbank AktiengesellschaftFrankfurt am MainZwischenbericht zum 30. Juni 2020![]() Zwischenbericht zum 30. Juni 2020KennzahlenGewinn- und Verlustrechnungscroll
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Anpassung Vorjahr. Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und
bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Highlights der Geschäftsentwicklung vom 1. Januar bis 30. Juni 2020Kernaussagen
Entwicklung der Commerzbank-Aktie Das internationale Börsengeschehen war in den ersten sechs Monaten 2020 durch die
Entwicklungen und Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie überschattet. Vor diesem
Ereignis traten vormals beherrschende geopolitische Ereignisse in den Hintergrund,
darunter Spannungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China, wirtschaftspolitische
Sanktionen gegenüber dem Iran sowie anhaltende Unruhen im Nahen Osten. Ein deutlicher
Rückgang der Geschäftstätigkeit in Verbindung mit der allgemeinen Ausgangsbeschränkung
sowie der phasenweise Stillstand ganzer Industriezweige verursachten nicht zuletzt
einen deutlichen Einbruch der Wirtschaftsleistung in Deutschland. Unsicherheiten über
eine mögliche konjunkturelle Erholung belasteten die mittelfristigen Zins- und Inflationserwartungen
sowohl in der Eurozone als auch weltweit. Indes verzeichneten führende Leitbörsen
nach einem dramatischen Einbruch im ersten Quartal 2020 im weiteren Verlauf bereits
wieder eine positive Trendwende, was nicht zuletzt maßgeblich auf umfangreiche geldpolitische
Maßnahmen, wie beispielsweise die den Banken zur Verfügung gestellten langfristigen
Refinanzierungsgeschäfte (Long-Term Refinancing Operations) sowie die Ankündigung
breit angelegter staatlicher finanzieller Soforthilfen für durch Corona geschädigte
Unternehmen zurückzuführen ist. Während der DAX in den ersten sechs Monaten um rund
7 % einbüßte, verlor der EuroStoxx 50 rund 13 %. Zunehmende Risikokosten sowie damit
auch deutlich reduzierte Gewinnerwartungen für 2020 trugen insbesondere dazu bei,
dass sich europäische Banken weitaus schwächer als der Gesamtmarkt entwickelten. Während
der EuroStoxx-Bankenindex in den ersten sechs Monaten um 35,0 % zurückging, ermäßigte
sich der Kurs der Commerzbank-Aktie um 28,1 %. scroll
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Deutsche Börsen gesamt. Wichtige personelle und geschäftspolitische Ereignisse im zweiten QuartalÄnderungen im Aufsichtsrat der Commerzbank Die Aufsichtsratsmitglieder Anja Mikus und Dr. Markus Kerber haben ihre Aufsichtsratsmandate
mit Wirkung zur Hauptversammlung am 13. Mai 2020 niedergelegt. Die Hauptversammlung
am 13. Mai 2020 hat, wie vom Aufsichtsrat vorgeschlagen, Dr. Jutta Dönges (Geschäftsführerin
Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH) und Dr. Frank Czichowski in den Aufsichtsrat
der Commerzbank Aktiengesellschaft gewählt. Am 3. Juli 2020 hat der Aufsichtsratsvorsitzende der Commerzbank Dr. Stefan Schmittmann
angekündigt, dass er sein Mandat im Aufsichtsrat mit Wirkung vom 3. August 2020 niederlegt.
In seiner Sitzung am 3. August 2020 hat der Aufsichtsrat der Commerzbank Hans-Jörg
Vetter zum künftigen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Mit seiner gerichtlichen Bestellung
am 4. August 2020 ist diese Wahl wirksam geworden. Ausführliche Informationen zum Aufsichtsrat sowie zur Besetzung der einzelnen Ausschüsse
finden sich auf der Internetseite der Commerzbank unter http://www.commerzbank.de/aufsichtsrat. Änderungen im Vorstand der Commerzbank Der Vorstandsvorsitzende der Commerzbank Martin Zielke hat dem Präsidial- und Nominierungsausschuss
des Aufsichtsrats am 3. Juli 2020 angeboten, auf Basis einer einvernehmlichen Aufhebung
vorzeitig aus dem Vorstand auszuscheiden, falls dies aus Sicht des Aufsichtsrats im
Interesse der Bank liegen sollte. Auf Empfehlung des Präsidial- und Nominierungsausschusses
hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 8. Juli 2020 die einvernehmliche Aufhebung
von Bestellung und Anstellungsvertrag des Vorstandsvorsitzenden Martin Zielke beschlossen.
Martin Zielke hat sich bereit erklärt, bis zur Klärung der Nachfolge die Geschäfte
der Bank in vollem Umfang weiterzuführen. Er wird spätestens zum 31. Dezember 2020
aus dem Amt scheiden. Commerzbank begibt erfolgreich Additional-Tier-1-Anleihe Anfang Juni 2020 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft erfolgreich die erste Additional-Tier-1-Anleihe
aus ihrem neuen Emissionsprogramm für zusätzliches Kernkapital (Additional-Tier-1-Kapital,
AT 1) begeben. Die Anleihe hat ein Volumen von 1,25 Mrd. Euro und einen festen Kupon
von 6,125 % pro Jahr. Das Orderbuch war mit 9,5 Mrd. Euro mehrfach überzeichnet, was
das breite Interesse der Investoren widerspiegelt. Mit der Ausgabe der AT-1-Anleihe stärkt und optimiert die Commerzbank ihre Kapitalstruktur.
Sie nutzt damit auch die jüngsten regulatorischen Veränderungen, durch die AT 1 nun
stärker für die Erfüllung der Kapitalanforderungen eingesetzt werden kann. Ende Mai
2020 hatte die Bank ein Emissionsprogramm aufgelegt, mit dem sie sukzessive in den
nächsten Jahren nachrangige Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 3
Mrd. Euro begeben kann. Die neue AT-1-Anleihe hat eine unbestimmte Laufzeit und einen frühestmöglichen Kündigungstermin
im Zeitraum von Oktober 2025 bis April 2026. Die Anleihebedingungen sehen ein zeitweiliges
Herabschreiben für den Fall vor, dass die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der
Bank unter die Marke von 5,125 % fällt. Das Bezugsrecht der Aktionäre war ausgeschlossen. ZwischenlageberichtWirtschaftliche RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche Situation Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben die Weltwirtschaft in die
schwerste Rezession der Nachkriegszeit gestürzt. Mit der Lockerung der Beschränkungen
hat die wirtschaftliche Aktivität allerdings wieder zugenommen. In China konnte die Wirtschaft bereits im zweiten Quartal 2020 den Einbruch in den
ersten drei Monaten wieder weitgehend wettmachen. Viele Branchen sind bereits wieder
so hoch ausgelastet wie vor der Krise. Im Euroraum ist die Wirtschaft im März/April
noch stärker eingebrochen als ursprünglich befürchtet, konnte sich aber im Mai aber
wieder deutlich erholen. So ist in Deutschland die Wirtschaft im zweiten Quartal um
10,1 % gegenüber den ersten drei Monaten dieses Jahres geschrumpft. In den USA ist
die gesamtwirtschaftliche Produktion im zweiten Vierteljahr um 9,5 % gefallen. Um den Abschwung abzufedern, haben die Notenbanken weltweit ihre Geldpolitik massiv
gelockert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat Anfang Juni das Volumen der Anleihekäufe
im Rahmen des Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) um weitere 600 Mrd. Euro
auf 1 350 Mrd. Euro aufgestockt. Darüber hinaus haben die großen Industrienationen
Hilfspakete in noch nie da gewesenem Umfang geschnürt, um ihre Volkswirtschaften zu
stützen. Mit dem Rückgang der Neuinfektionen in Europa haben sich die Märkte seit Ende März
wieder spürbar erholt. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Eine Beschreibung der zum 30. Juni 2020 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
findet sich im Zwischenabschluss in Note 5. Informationen zu Anpassungen der Vorjahreszahlen
finden sich im Zwischenabschluss in Note 3. Gewinn- und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-Konzerns Die Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr des laufenden Jahres war zum einen von
einem stabilen Kundengeschäft gekennzeichnet, zum anderen führten die Auswirkungen
der Corona-Pandemie zu deutlich negativen Bewertungseffekten sowie zu einer höheren
Risikovorsorge. In den ersten sechs Monaten 2020 lag das Operative Ergebnis bei -
74 Mio. Euro, nach 555 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die wesentlichen Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung haben sich im Berichtszeitraum
wie folgt entwickelt: Der Zinsüberschuss lag im Berichtszeitraum mit 2 597 Mio. Euro um 3,7 % über dem
Niveau des Vorjahres. Das Segment Privat- und Unternehmerkunden konnte einen nahezu
stabilen Zinsüberschuss erzielen. In Deutschland vermochten weitere Volumenzuwächse
-insbesondere im Bestandsportfolio privater Baufinanzierungen -Margeneffekte sowie
rückläufige Zinserträge aus dem Einlagengeschäft nicht vollständig zu kompensieren.
Die mBank erzielte erneut eine Steigerung ihres Zinsüberschusses, maßgeblich bedingt
durch Volumenwachstum im Kreditgeschäft. Im Segment Firmenkunden lag der Zinsüberschuss
leicht unter dem Vorjahresniveau. Der Provisionsüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,7 % auf 1 668
Mio. Euro. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden war der Provisionsüberschuss mit
einem deutlichen Anstieg der wesentliche Ertragstreiber in der Berichtsperiode. Maßgeblich
getrieben wurden die Provisionserträge durch das hohe Aktivitätsniveau der Kunden
im inländischen Wertpapiergeschäft, in Verbindung mit der zeitweisen zum Teil äußerst
volatilen Entwicklung an den Kapitalmärkten. Besonders stark legten die transaktionsabhängigen
Erträge bei der Tochtergesellschaft comdirect zu. Auch bei der mBank wurde der Provisionsüberschuss
vor allem aufgrund deutlich zunehmender Erträge aus dem Wertpapier- und dem Kartengeschäft
signifikant gesteigert. Im Segment Firmenkunden zeigte der Provisionsüberschuss eine
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabile Entwicklung. Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten lag im Berichtszeitraum bei - 141 Mio. Euro, nach 113 Mio. Euro
im Vorjahreszeitraum. Der deutliche Rückgang beruhte im Wesentlichen auf Bewertungsschwankungen
im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, die zum großen Teil im Bereich Sonstige und
Konsolidierung ausgewiesen wurden. Das Risikoergebnis belief sich im Berichtszeitraum auf - 795 Mio. Euro, nach - 256
Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der deutliche Anstieg resultierte unter anderem aus
der Berücksichtigung eines sogenannten Top-Level-Adjustments (TLA) in Höhe von - 154
Mio. Euro, das aufgrund der Corona-Pandemie gebildet wurde. Weitere Informationen
zum TLA finden sich im Zwischenrisikobericht auf Seite 20 ff. sowie im Zwischenabschluss
in Note 26. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden lag das Risikoergebnis deutlich
über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg ist zu einem großen Teil auf Effekte aus der
Corona-Pandemie zurückzuführen. Die TLA-Belastung belief sich für den Berichtszeitraum
auf - 70 Mio. Euro. Im Segment Firmenkunden ist der Anstieg des Risikoergebnisses
im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres zum einen auf den Ausfall eines großen
Einzelengagements im zweiten Quartal zurückzuführen. Zum anderen wurde das Segment
von den Auswirkungen der Corona-Pandemie belastet. Diese resultierten teilweise aus
größeren Einzeladressen, bei denen die Auswirkungen der Krise ausschlaggebend für
den Ausfall waren oder die Erhöhung bestehender Risikovorsorge erforderlich machten.
Die TLA-Belastung belief sich für den Berichtszeitraum auf - 82 Mio. Euro. Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum dank weiterhin konsequentem
Kostenmanagement mit 3 030 Mio. Euro um 3,7 % unter dem Vorjahreszeitraum. Während
die Personalaufwendungen mit 1 720 Mio. Euro - unter anderem aufgrund weiterer Fortschritte
beim Stellenabbau - um 2,0 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums lagen, konnten
die Sachaufwendungen einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige
immaterielle Vermögenswerte um 5,9 % auf 1 310 Mio. Euro reduziert werden. Der deutliche
Rückgang resultierte in erster Linie aus geringeren Aufwendungen für externe Mitarbeiter
in Projekten sowie niedrigeren Kosten für Werbung. Die separat ausgewiesenen Pflichtbeiträge - die die Europäische Bankenabgabe, Beiträge
zum Einlagensicherungsfonds und die polnische Bankensteuer enthalten - lagen mit 374
Mio. Euro deutlich über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg beruhte insbesondere auf
dem gestiegenen Bilanzvolumen und veränderten Kalkulationsparametern. Das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern betrug - 74 Mio.
Euro, nach 555 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Für den Berichtszeitraum fiel ein Steueraufwand aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
in Höhe von 51 Mio. Euro an, nach 122 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.
Der Konzernsteueraufwand resultiert im Wesentlichen aus laufenden Steueraufwendungen
des mBank-Teilkonzerns und der comdirect bank AG für die Berichtsperiode. Nach Steuern belief sich das Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen auf
- 125 Mio. Euro, gegenüber 433 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis aus aufgegebenem
Geschäftsbereich nach Steuern betrug 50 Mio. Euro. Hierin enthalten sind Erträge und
Aufwendungen des an die Societe Generale verkauften Geschäftsbereichs Equity Markets
& Commodities (EMC). Nach Berücksichtigung der nicht beherrschenden Anteile war den Commerzbank-Aktionären
und Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile für den Berichtszeitraum 2020
ein Konzernergebnis von - 96 Mio. Euro zuzurechnen, nach 401 Mio. Euro im Vorjahr. Das Operative Ergebnis je Aktie betrug - 0,06 Euro, das Ergebnis je Aktie - 0,08
Euro. Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 0,44
Euro beziehungsweise auf 0,32 Euro. Bilanz des Commerzbank-Konzerns Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 30. Juni 2020 bei 550,6 Mrd. Euro.
Gegenüber dem Jahresultimo 2019 war dies ein Anstieg um 87,1 Mrd. Euro. Der deutliche
Zuwachs um 18,8 % resultierte insbesondere aus der Teilnahme am Targeted-Longer-Term
Refinancing-Operations-III-Programm (TLTRO III) der EZB, der saisonalen Ausweitung
der besicherten Geldmarktgeschäfte sowie dem gestiegenen Kreditgeschäft. Das Volumen des Kassenbestands und der Sichtguthaben ist um 42,7 Mrd. Euro auf 83,8
Mrd. Euro gestiegen. Der kräftige Zuwachs gegenüber dem Jahresultimo 2019 stand insbesondere
im Zusammenhang mit einem Anstieg von Sichtguthaben bei Zentralnotenbanken im Zusammenhang
mit der Nutzung des Targeted-Longer-Term-Refinancing-Operations-III-Programms (TLTRO
III), das die EZB den Banken zur Verfügung gestellt hat. Die Finanziellen Vermögenswerte "Amortised Cost" stiegen gegenüber dem Jahresende
2019 um 14,9 Mrd. Euro auf 308,5 Mrd. Euro. Der Anstieg gegenüber dem Jahresende 2019
resultierte im Wesentlichen aus einer Ausweitung des Kreditgeschäfts im Privat- und
Firmenkundengeschäft, sowie Zuwächsen bei Darlehen und Krediten gegenüber Kreditinstituten
und öffentlichen Haushalten. Die Finanziellen Vermögenswerte "Fair Value OCI" lagen bei 40,2 Mrd. Euro und damit
um 9,2 Mrd. Euro höher als zum Jahresultimo 2019. Der Anstieg um 29,8 % resultierte
aus einem Anstieg der verbrieften Schuldinstrumente. Mit 44,7 Mrd. Euro lagen die Finanziellen Vermögenswerte "Mandatorily Fair Value
P&L" um 14,6 Mrd. Euro über dem Vorjahresultimo. Der deutliche Anstieg beruhte vornehmlich
auf einer saisonalen Ausweitung der besicherten Geldmarktgeschäfte in Form von Reverse
Repos sowie Cash Collaterals. Die Finanziellen Vermögenswerte "Held for Trading" lagen zum Berichtsstichtag mit
55,4 Mrd. Euro - insbesondere aufgrund höherer positiver Matktwerte aus derivativen
Finanzinstrumenten - um 10,6 Mrd. Euro über dem Niveau des Wertes zum Jahresende 2019.
Während die positiven Marktwerte aus zinsbezogenen Produkten um 5,8 Mrd. Euro gestiegen
sind, nahmen die positiven Marktwerte aus währungsbezogenen Produkten und Aktienderivaten
um insgesamt 1,8 Mrd. Euro zu. Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
betrugen 2,2 Mrd. Euro, nach 8,0 Mrd. Euro zum Jahresultimo 2019. Der Rückgang resultierte
aus Portfolioübertragungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des EMC-Geschäfts an die
Societe Generale. Auf der Passivseite lagen die Finanziellen Verbindlichkeiten "Amortised Cost" mit
417,5 Mrd. Euro um 65,6 Mrd. Euro über dem Niveau des Vorjahresultimos. Ursächlich
für den Zuwachs im Vergleich zum Jahresende 2019 war ein deutlicher Anstieg der Einlagen
und sonstigen Verbindlichkeiten - insbesondere im Zusammenhang mit dem Geldhandel
und bei Kundeneinlagen. Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Fair Value Option" stiegen gegenüber dem Jahresultimo
2019 um 16,4 Mrd. Euro auf 36,3 Mrd. Euro. Während die begebenen Schuldverschreibungen
um 0,7 Mrd. Euro nur leicht zugelegt haben, stiegen die Einlagen und sonstigen finanziellen
Verbindlichkeiten deutlich um 15,7 Mrd. Euro an. Der Zuwachs war im Wesentlichen auf
die Ausweitung von besicherten Geldmarktgeschäften mit Finanzdienstleistern und Kreditinstituten
zurückzuführen. Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Held for Trading" lagen mit 47,0 Mrd. Euro um
7,6 Mrd. Euro über dem Jahresende 2019. Der Zuwachs resultierte aus den negativen
Marktwerten aus derivativen Finanzinstrumenten, insbesondere aus zinsbezogenen derivativen
Geschäften, die um 7,0 Mrd. Euro angestiegen sind. Die Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen betrugen 3,9 Mrd. Euro, nach 8,5 Mrd.
Euro zum Jahresultimo 2019. Der Rückgang resultierte aus Portfolioübertragungen im
Zusammenhang mit dem Verkauf des EMC-Geschäfts an die Societe Generale. Eigenkapital Das in der Bilanz zum Berichtsstichtag 30. Juni 2020 ausgewiesene den Commerzbank-Aktionären
zurechenbare Eigenkapital lag mit 28,4 Mrd. Euro auf dem Niveau zum Jahresende 2019.
Weitere Informationen zur Eigenkapitalveränderung finden sich im Zwischenabschluss
auf Seite 44 ff. Die Risikoaktiva per 30. Juni 2020 lagen bei 187,1 Mrd. Euro und damit 5,3 Mrd. Euro
über dem Niveau zum Jahresende 2019. Die Entwicklung resultierte vor allem aus höheren
Kreditrisikoaktiva im Zusammenhang mit dem Wechsel in das neue Rahmenwerk für Verbriefungen
und aus dem Kreditanstieg in den Kernsegmenten, insbesondere bei Firmenkunden, verstärkt
durch ein höheres Exposure gegenüber Zentralregierungen. Leicht höhere Risikoaktiva
aus Marktpreisrisiken wurden durch geringere Risikoaktiva aus operationellen Risiken
kompensiert. Das aufsichtsrechtlich anrechenbare harte Kernkapital (Common-Equity-Tier-1) betrug
zum Berichtsstichtag 25,1 Mrd. Euro, gegenüber 24,4 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2019.
Der Anstieg des harten Kernkapitals um 0,7 Mrd. Euro konnte zum einen dadurch erzielt
werden, dass der Empfehlung der EZB folgend, für die Geschäftsjahre 2019 und 2020
per 30. Juni 2020 keine Dividendenzahlung berücksichtigt wurde, zum anderen war im
ersten Halbjahr ein Rückgang der regulatorischen Kapitalabzüge zu verzeichnen. Der
Anstieg des harten Kernkapitals wurde durch den Verlust des ersten Halbjahres 2020
teilweise kompensiert. Die harte Kernkapitalquote betrug somit 13,4 %. Die Kernkapitalquote
(with transitional provisions) betrug zum Berichtsstichtag 14,8 %, gegenüber 14,3
% zum Jahresende 2019. Ursächlich für den Anstieg der Kernkapitalquote waren das gestiegene
harte Kernkapital als auch das, durch die Emission eines AT1-Kapitalinstruments, gestiegene
zusätzliche Kernkapital. Die Gesamtkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag 17,6 %,
gegenüber 16,8 % zum Jahresende 2019. Der Anstieg der Eigenmittel resultierte zum
einen aus dem beschriebenen Anstieg des Kernkapitals und zum anderen aus der Emission
eines Tier-2-Kapitalinstruments. Durch einen Anstieg der Risikoaktiva wurde die Zunahme
der regulatorischen Kapitalquoten abgeschwächt. Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Exposure zeigt,
lag auf Grundlage der zum Berichtsstichtag gültigen Regelung der CRD IV/CRR bei 4,8
% (with transitional provisions) beziehungsweise bei 4,7 % (fully loaded). Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen ein. Diese Angaben beinhalten
jeweils das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare und regulatorisch anrechnungsfähige
Konzernergebnis. Refinanzierung und Liquidität Die Commerzbank hatte im Berichtszeitraum jederzeit Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt;
Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Commerzbank waren jederzeit gegeben. Darüber
hinaus ist das Liquiditätsmanagement der Commerzbank stets in der Lage, zeitnah auf
neue Marktgegebenheiten zu reagieren. Auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Unsicherheiten
aufgrund der Corona-Pandemie ist die Liquiditätssituation der Bank komfortabel und
erfüllt die internen Limite sowie die gültigen regulatorischen Anforderungen. Refinanzierungsstruktur Kapitalmarkt1 zum 30. Juni 2020 ![]() Die Commerzbank hat im ersten Halbjahr 2020 mehr als zwei Drittel der Planung für
langfristige Refinanzierungen umgesetzt. Die Kapitalmärkte sind aufgrund der anhaltenden
weltweiten Corona-Pandemie sehr volatil. Nach der besonders hohen Verunsicherung in
den Monaten März und April mit gestiegenen Kreditaufschlägen haben sich die Märkte
in den Folgemonaten wieder stabilisiert. Dies konnte die Commerzbank zur Platzierung
diverser Emissionen inklusive zweier Kapitaltransaktionen nutzen. Der Commerzbank-Konzern
hat langfristige Refinanzierungsmittel von insgesamt 5,1 Mrd. Euro am Kapitalmarkt
aufgenommen. Die durchschnittliche Laufzeit der im Berichtszeitraum begebenen Emissionen
lag bei über neun Jahren. Im unbesicherten Bereich hat die Commerzbank Aktiengesellschaft im Juni die erste
AT-1-Anleihe aus ihrem neuen Emissionsprogramm (Programmvolumen 3 Mrd. Euro) für zusätzliches
Kernkapital (Additional-Tier-1 -Kapital) begeben. Die Anleihe hat ein Emissionsvolumen
von 1,25 Mrd. Euro und einen festen Kupon von 6,125 % pro Jahr. Sie hat eine unbestimmte
Laufzeit und der frühestmögliche Kündigungstermin liegt im Zeitraum von Oktober 2025
bis April 2026. Die Anleihebedingungen sehen ein zeitweiliges Herabschreiben für den
Fall vor, dass die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank unter die Marke von
5,125 % fällt. Außerdem wurde im Mai eine Nachranganleihe (Tier 2) mit einem Volumen
von 750 Mio. Euro emittiert. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 10,5 Jahren mit einem
frühestmöglichen Kündigungstermin im Zeitraum von September bis Dezember 2025 und
einen festen Kupon in Höhe von 4 % jährlich. Beide Kapitalemissionen waren mehrfach
überzeichnet und fanden mit mehr als 90 % der Nachfrage großes Interesse bei ausländischen
Investoren. Des Weiteren wurden zwei Non-preferred-Senior-Anleihen über 750 Mio. Euro
und erstmals über 400 Mio. Britischen Pfund mit Laufzeiten von sieben beziehungsweise
fünf Jahren platziert, sowie eine Preferred-Senior-Benchmarkanleihe um 500 Mio. Euro
aufgestockt. Daneben wurden Privatplatzierungen in Höhe von 0,2 Mrd. Euro emittiert. Im besicherten Bereich wurde im März ein 10-jähriger Hypothekenpfandbrief über 1,25
Mrd. Euro begeben. Kapitalmarktfunding des Konzerns im ersten Halbjahr 2020 Volumen 5,1 Mrd. € ![]() ![]() Auch die Geldmärkte der Eurozone waren im zweiten Quartal 2020 weiterhin maßgeblich
durch die sich rasant entwickelnde Corona-Pandemie und deren Auswirkungen beeinflusst. In diesem Zusammenhang befindet sich die EZB in der Umsetzung der von ihr im März
2020 beschlossenen umfangreichen Maßnahmen zur Bekämpfung des wirtschaftlichen Einbruchs
in der Eurozone und der damit verbundenen Auswirkungen auf den Finanzsektor. Obwohl
es laut des EZB-Rats bislang keine wesentlichen Spannungen im Geldmarkt oder Liquiditätsengpässe
im Bankensystem gab, wurden den Banken zusätzliche Refinanzierungsmöglichkeiten (Long-Term
Refinancing Operations) zur Verfügung gestellt, um insbesondere die Kreditvergabe
an kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen. Im Rahmen des TLTRO III hat die EZB den Banken zusätzliche Liquidität von rund 1
300 Mrd. Euro bereitgestellt. Die Commerzbank nahm an diesem Programm mit einem Volumen
von 32,3 Mrd. Euro teil. Durch die damit weiter ansteigende Überschussliquidität wäre
auch eine Anhebung des Tierings für Zentralbankguthaben möglich. Die Zinssätze für
die Hauptrefinanzierungsgeschäfte, die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagenfazilität
blieben unverändert. Die Bank wies zum Halbjahresultimo 2020 eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden
Aktiva in Höhe von 98,3 Mrd. Euro aus. Das Liquiditätsreserveportfolio gewährleistet
die Pufferfunktion im Stressfall. Dieses Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem
Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der
gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Ein Teil dieser
Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio
gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können
und die jeder-zeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio.
Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Berichtsstichtag 6,0 Mrd. Euro. Die im
ersten Quartal 2020 neu aufgelegten Fazilitäten der EZB in Euro und US-Dollar hat
die Commerzbank in Anspruch genommen. Die Commerzbank hat mit 127,27 % (Durchschnitt der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte)
die geforderte Mindestquote bei der Liquiditätskennzahl "Liquidity Coverage Ratio"
(LCR) in Höhe von 100 % deutlich überschritten. Weitere Erläuterungen zur LCR finden
sich im Zwischenabschluss in Note 42. Damit ist die Liquiditätssituation der Commerzbank
aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie komfortabel. Entwicklung der Segmente Die Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente für die ersten sechs Monate
2020 basiert auf der im Geschäftsbericht 2019 auf den Seiten 67 und 247 ff. beschriebenen
Segmentstruktur. Zum 1. Juli 2019 wurde das Segment Asset & Capital Recovery nach
den Abbauerfolgen der vergangenen Jahre aufgelöst und die Restportfolios in den Bereich
Sonstige und Konsolidierung sowie in das Segment Privat- und Unternehmerkunden übertragen.
Das bis zur Auflösung vom Segment Asset & Capital Recovery erzielte Vorjahresergebnis
wird in der Segmentberichterstattung im Zwischenabschluss weiterhin ausgewiesen. Weitere Informationen sowie Erläuterungen zu den Anpassungen der Vorjahreszahlen
finden sich im Zwischenabschluss in Note 3 beziehungsweise in Note 39. Privat- und Unternehmerkundenscroll
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Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Note 3 und Note 39). Das Segment Privat- und Unternehmerkunden hat im ersten Halbjahr 2020 trotz erheblicher
konjunkturell bedingter Einbrüche die Operativen Erträge im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum
steigern können. Gleichzeitig lag der Verwaltungsaufwand leicht unter dem Vorjahresniveau.
Das stark gestiegene Risikoergebnis ist somit primärer Grund dafür, dass das Segment
mit 261 Mio. Euro das Vorjahresniveau beim Operativen Ergebnis signifikant verfehlte.
Die infolge der stark eingetrübten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechterte
Risikosituation sowie das ungünstige Zinsumfeld haben das Potenzial, die Ergebnisentwicklung
auch in der zweiten Jahreshälfte spürbar zu belasten. Die gesamten Segmenterträge vor Risikoergebnis übertrafen im Berichtszeitraum mit
2 510 Mio. Euro den Vorjahreswert um 88 Mio. Euro. Der Zinsüberschuss reduzierte sich
gegenüber dem Vorjahr insgesamt leicht um 25 Mio. Euro auf 1 330 Mio. Euro. In Deutschland
vermochten weitere Volumenzuwächse - insbesondere im Bestandsportfolio privater Baufinanzierungen
- Margeneffekte sowie rückläufige Zinserträge aus dem Einlagengeschäft nicht vollständig
zu kompensieren. Die mBank erzielte erneut eine Steigerung ihres Zinsüberschusses,
maßgeblich bedingt durch Volumenwachstum im Kreditgeschäft. Der Provisionsüberschuss
war mit einem deutlichen Anstieg um 160 Mio. auf 1 087 Mio. Euro der wesentliche Ertragstreiber
in der Berichtsperiode. Maßgeblich getrieben wurden die Provisionserträge durch das
hohe Aktivitätsniveau der Kunden im inländischen Wertpapiergeschäft, in Verbindung
mit der zeitweisen zum Teil äußerst volatilen Entwicklung an den Kapitalmärkten. Besonders
stark legten die transaktionsabhängigen Erträge bei der Tochtergesellschaft comdirect
zu. Auch bei der mBank wurde der Provisionsüberschuss vor allem aufgrund deutlich
zunehmender Erträge aus dem Wertpapier- und dem Kartengeschäft signifikant gesteigert.
In den übrigen Ergebniskomponenten, die sich im Berichtszeitraum auf 93 Mio. Euro,
nach 139 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, summierten, ist im zweiten Quartal 2020 eine
Zuführung zu Rückstellungen für Rechtsrisiken im Zusammenhang mit Baufinanzierung
in Fremdwährung bei der mBank in Höhe von - 42 Mio. Euro enthalten. Das Risikoergebnis belief sich im ersten Halbjahr 2020 auf - 313 Mio. Euro, nach
- 100 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg ist zu einem großen Teil auf Effekte
aus der Corona-Pandemie zurückzuführen. Die TLA-Belastung belief sich für den Berichtszeitraum
auf - 70 Mio. Euro. Der Verwaltungsaufwand lag im Berichtszeitraum bei 1 735 Mio. Euro, nach 1 743 Mio.
Euro in der ersten Jahreshälfte 2019. Während sich im Inland, bedingt durch fortlaufende Maßnahmen zur Verbesserung der
Kosteneffizienz, ein leichter Rückgang zeigte, war bei der mBank aufgrund des organischen
Wachstums ein leichter Kostenzuwachs zu verzeichnen. Der gesamte Aufwand für Pflichtbeiträge
belief sich auf 201 Mio. Euro und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um 22 Mio. Euro. Insgesamt erzielte das Segment Privat- und Unternehmerkunden im Berichtszeitraum
ein Ergebnis vor Steuern von 261 Mio. Euro, nach 400 Mio. Euro im Vergleichszeitraum
des Vorjahres. Firmenkundenscroll
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Anpassung aufgrund von Restatements (siehe Zwischenabschluss Note 3 und Note 39). Die ersten sechs Monate 2020 waren für das Segment Firmenkunden mit großen Herausforderungen
verbunden, darunter Marktverwerfungen und allgemeine Verunsicherung aufgrund der Corona-Pandemie,
die erhöhte Kundenaktivitäten insbesondere in Form sprunghaft steigender Finanzierungsanfragen
auslösten. Trotz eines weitreichenden zwischenzeitlichen Stillstands in großen Teilen
der Wirtschaft sowie des öffentlichen Lebens, der auf den Ausbruch der Corona-Pandemie
in Europa folgte und deren Eindämmung weiter ungewiss erscheint, konnte das Segment
noch eine vergleichsweise stabile Entwicklung im direkten Geschäft mit Kernkunden
verzeichnen. Dem standen jedoch negative Bewertungseffekte sowie ein signifikant höheres
Risikoergebnis gegenüber, die das Ergebnis deutlich belasteten. Demnach war für das
Segment Firmenkunden in den ersten sechs Monaten 2020 ein Operatives Ergebnis von
- 203 Mio. Euro auszuweisen, nach 141 Mio. Euro im Vorjahr. Aufgrund deutlicher Spreadausweitungen
zu Beginn des laufenden Jahres, die insbesondere ein höheres Kreditrisiko mit Kontrahenten
im Derivategeschäft reflektieren, ergaben sich negative Bewertungseffekte in Höhe
von - 50 Mio. Euro, die sich im Vorjahr auf 3 Mio. Euro beliefen. Der Bereich Mittelstand profitierte von der starken Marktposition des Segments, verzeichnete
jedoch insbesondere aufgrund der Corona-Pandemie etwas geringere Erträge aus dem Transaction
Banking. Vor dem Hintergrund eines höheren Kreditvolumens verbuchte der Bereich International
Corporates einen positiven Beitrag aus dem bilateralen Kreditgeschäft, während insbesondere
das Kapitalmarktgeschäft von erhöhten Absicherungen im Kundengeschäft, aber auch höheren
Gebühreneinnahmen aus dem Primärmarktgeschäft mit Anleihen deutlich profitierte. Der
Bereich Institutionals zeigte eine insgesamt stabile Entwicklung, in der geringere
Erträge aus dem Transaction Banking durch höhere Erträge aus dem Kapitalmarktgeschäft
weitestgehend kompensiert wurden. Der Bereich Others war im Zuge der Corona-Pandemie insbesondere von einer massiven
Ausweitung der Credit Spreads betroffen, die sich im Kontrahentengeschäft in negativen
Bewertungseffekten niederschlugen. Darüber hinaus ist im Ergebnis des Berichtszeitraums
eine Strafzahlung an die britische Finanzaufsicht in Höhe von rund 41 Mio. Euro enthalten. Die Erträge vor Risikoergebnis lagen in den ersten sechs Monaten mit 1 537 Mio. Euro
um 100 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Mit 894 Mio. Euro lag der
Zinsüberschuss leicht unter dem Vorjahresniveau von 920 Mio. Euro, während der Provisionsüberschuss
mit 600 Mio. Euro das Vorjahresniveau erreichte. Deutlich zurückgegangen ist hingegen
das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten, das mit 33 Mio. Euro um 64 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahreszeitraums
lag, in dem Erträge aus Restrukturierungen enthalten waren. Das Risikoergebnis des Segments Firmenkunden lag im Berichtszeitraum bei - 456 Mio.
Euro, nach - 155 Mio. Euro im Vorjahr. Die Erhöhung im Vergleich zum ersten Halbjahr
des Vorjahres ist zum einen auf den Ausfall eines großen Einzelengagements im zweiten
Quartal zurückzuführen. Zum anderen wurde das Segment von den Auswirkungen der Corona-Pandemie
belastet. Diese resultierten teilweise aus größeren Einzeladressen, bei denen die
Auswirkungen der Krise ausschlaggebend für den Ausfall waren oder die Erhöhung bestehender
Risikovorsorge erforderlich machten. Die TLA-Belastung belief sich für den Berichtszeitraum
auf - 82 Mio. Euro. Der Verwaltungsaufwand lag mit 1 174 Mio. Euro um 65 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.
Der Rückgang resultierte sowohl aus geringeren Personal- als auch Sachkosten im Zusammenhang
mit dem strikten Kostenmanagement. Die ausgewiesenen Pflichtbeiträge in Höhe von 111 Mio. Euro stehen insbesondere in
Verbindung mit der Europäischen Bankenabgabe. Gegenüber dem Vorjahr zeigte sich hier
ein Anstieg um 10 Mio. Euro. Insgesamt lag das Ergebnis vor Steuern bei - 203 Mio. Euro, gegenüber 141 Mio. Euro
im Vorjahr. Sonstige und Konsolidierung Im Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen ausgewiesen,
die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige
werden Group Treasury, den Geschäftssegmenten nicht zugeordnete Beteiligungen sowie
übergeordnete Sachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für Aufsichtsgebühren, eingestellt.
Unter Konsolidierung wird von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen
auf den Konzernabschluss nach Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) übergeleitet.
Der Bereich Sonstige und Konsolidierung enthält des Weiteren die Unterstützungs-,
Stabs- und Steuerungseinheiten, die ebenfalls auf die Segmente verrechnet werden.
Für diese Einheiten stellen Restrukturierungskosten eine Ausnahme in der Verrechnung
dar, da diese Kosten im Bereich zentral ausgewiesen werden. Das Operative Ergebnis des Bereichs Sonstige und Konsolidierung belief sich im ersten
Halbjahr 2020 auf - 132 Mio. Euro, gegenüber - 17 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Im Vorjahreszeitraum waren positive Effekte aus der Auflösung von Rückstellungen und
Beteiligungsbewertungen der Commerz Ventures enthalten, die sich im Berichtszeitraum
nicht in gleicher Höhe wiederholten. Zusätzlich wurde Risikovorsorge für ein Restportfolio des aufgelösten Segments Asset
& Capital Recovery gebildet. In Group Treasury belastete eine höhere Bankenabgabe
das Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Steuern des Bereichs
Sonstige und Konsolidierung im ersten Halbjahr 2020 betrug ebenfalls - 132 Mio. Euro. PrognoseberichtKünftige gesamtwirtschaftliche Situation Die Entwicklung im zweiten Halbjahr 2020 hängt stark vom weiteren Verlauf der Corona-Pandemie
ab. Auch wenn es nicht zu einer massiven zweiten Infektionswelle kommt, wird die Wirtschaft
im Euroraum das Vorkrisenniveau so schnell nicht wieder erreichen. Zum einen braucht
es Zeit, die Lieferketten neu zu organisieren. Zum anderen wird die globale Nachfrage
weiterhin durch den fortgesetzten Kampf gegen die Ausbreitung des Virus gebremst.
Für das Gesamtjahr 2020 haben wir unsere Wachstumsprognose auf - 7 % gesenkt. In Deutschland
dürfte das Minus mit 5,5 % etwas geringer ausfallen. Auch in den USA ist kein V-förmiger
Aufschwung zu erwarten, zumal die Zahl der Neuinfektionen in einigen Bundesstaaten
wieder deutlich gestiegen ist. Die dramatische Zunahme der Arbeitslosigkeit wird die
Erholung des privaten Konsums bremsen. Entsprechend dürfte 2020 beim US-Bruttoinlandsprodukt
ein Minus in ähnlicher Größenordnung wie in Deutschland zu Buche stehen. Im Fall einer zweiten Infektionswelle dürfte es zwar nicht mehr zu ähnlich umfassenden
Beschränkungen wie im März und April kommen. Aber die wirtschaftliche Erholung würde
sich verzögern und die Rückkehr zu den Vorkrisenniveaus weiter in die Zukunft verschieben.
In einem solchen Umfeld wird es immer wieder auch zu Rückschlägen an den Märkten kommen.
Ein neuerlicher Einbruch, wie anfangs der Krise, ist aber aufgrund des heute viel
besseren Informationsstandes - und der entsprechend verringerten Unsicherheit - wenig
wahrscheinlich. Künftige Situation der Bankbranche Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft und die Banken in Deutschland
sind nach wie vor gravierend. Insbesondere die Planungsunsicherheiten und Risiken
haben sich massiv erhöht. Für die Weltwirtschaft ist weiteres Ansteigen der Infektionsraten
das zentrale Prognoserisiko der nächsten Monate. Diese Unsicherheit führt zu erheblich
höheren Volatilitäten bei der Bewertung von Vermögenstiteln als bisher. Weltweit sehen
sich Banken derzeit vor völlig neue Herausforderungen gestellt, insbesondere mit Blick
auf Ertragserwartungen sowie Risikovorsorge- und Kapitalbedarf. Gegenwärtig scheint der Bankensektor angesichts hoher Kapitalpuffer robust aufgestellt.
Allerdings müssen die Banken in den kommenden Quartalen verstärkt mit Kreditausfällen
und einer steigenden Zahl von Firmen- und Privatinsolvenzen rechnen. Das liegt unter
anderem auch an der Aussetzung der dreiwöchigen Insolvenzantragspflicht bis Ende September
2020, sofern die Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit auf den Folgen der Corona-Pandemie
beruht. Wegen der bereits seit Längerem umgesetzten Maßnahmen zur Kapitalstärkung
dürfte der deutsche Bankensektor jedoch höhere Ausfallquoten bewältigen können. Die Nettozinsmargen des Bankensektors stehen überall in Europa, vor allem aber in
Deutschland, weiter unter erheblichem Druck. Das Kreditwachstum ist hoch, wird jedoch
vom Einlagenzuwachs seitens privater Haushalte und Nichtfinanzunternehmen noch übertroffen.
Gleichzeitig sind die Kosten bei der Marktrefinanzierung gestiegen. Zusätzlich margenverengend
wirken die staatlichen Kreditprogramme, auch wenn dafür das jeweilige Kreditrisiko
bei den nicht staatlichen Banken spürbar reduziert oder sogar vollständig ausgeschaltet
ist. Insgesamt besteht dadurch für die Banken kaum Spielraum, ihre Margen passivseitig
zu verbessern. Bereits vor der Corona-Krise galten die Aussichten auf langanhaltend niedrige Zinsen
als eine zentrale Herausforderung für den Bankensektor. Angesichts der weitreichenden
wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie und der Reaktionen der Zentralbanken in
Form einer massiven Ausweitung von Anleihekaufprogrammen, Nullzinspolitik sowie umfangreicher
Liquiditätsbereitstellung werden die Kapitalmarktzinsen auf absehbare Zeit sehr niedrig
bleiben. Um die Erlöse im besonders wichtigen zinsabhängigen Geschäft zu steigern,
müssten nicht nur Kreditzinsen und Gebühren erhöht, sondern auf breiter Basis Negativzinsen
auf Kundeneinlagen eingeführt werden. Denn selbst die von der EZB beschlossene Umsetzung
eines zweistufigen Systems für die Verzinsung von Reserveguthaben, wodurch ein Teil
der Überschussliquidität der Banken vom negativen Einlagezins befreit wird, ändert
kaum etwas an den Negativfolgen des Niedrigzinsumfeldes. Aufgrund der Ertragsproblematik und des anhaltenden Wettbewerbsdrucks bleibt die
Reduzierung der Kosten das Hauptanliegen deutscher Banken. Deshalb werden insbesondere
die Digitalisierung der Geschäftsprozesse und die Verwertung der dabei generierten
Daten rasant voranschreiten. Finanzinstitute, die ihren Kunden umfangreiche Onlinebanking-Möglichkeiten
und maßgeschneiderte Lösungen anbieten, werden hier zukünftig deutlich besser aufgestellt
sein. Umso wichtiger ist es, verstärkt auf die Nutzung der Multimedia-Kanäle durch
die Kunden zu setzen und hier auch entsprechend mehr Ressourcen und erweiterte digitale
Angebote zur Verfügung zu stellen. Steigende Risiken zeichnen sich auch beim Brexit ab, da die Verhandlungen zwischen
der EU und Großbritannien über ein Handelsabkommen bisher nicht vorangekommen sind.
Ein No-Deal-Brexit könnte nicht unerhebliche Risiken für den europäischen Bankensektor
in sich bergen. Sollte die britische Regierung die Aufsichtsstandards aufweichen,
um das Londoner Finanzzentrum zu stärken, wäre die Konkurrenzfähigkeit der Banken
in den verbleibenden EU-Ländern beeinträchtigt. Wenn darüber hinaus das europäische
Finanzzentrum London seinen uneingeschränkten Zugang zum europäischen Binnenmarkt
verliert, würde im Bereich des Investmentbankings die Fragmentierung zunehmen und
darunter deren Profitabilität leiden. Erwartete Finanzlage des Commerzbank-KonzernsGeplante Finanzierungsmaßnahmen Für die kommenden Jahre plant die Commerzbank mit einem Refinanzierungsbedarf am
Kapitalmarkt im Bereich von rund 10 Mrd. Euro. Aufgrund der Teilnahme am TLTRO III
(Targeted Longer-Term Refinancing Operations) wurde der Fundingplan für 2020 auf ein
Volumen von rund 7 Mrd. Euro reduziert. Die Commerzbank hat mit einer breiten Produktpalette
Zugang zum Kapitalmarkt. Neben den unbesicherten Refinanzierungsmitteln (Preferred-
und Non-preferred-Senior-Anleihen, Tier-2-Nachrangkapital sowie Additional-Tier-1-Kapital)
verfügt die Commerzbank bei der Refinanzierung auch über die Möglichkeit, besicherte
Refinanzierungsinstrumente, insbesondere Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe,
zu emittieren. Pfandbriefe bilden einen festen Bestandteil im Refinanzierungsmix der
Commerzbank. Dadurch hat die Commerzbank einen stabilen Zugang zu langfristiger Refinanzierung
mit Kostenvorteilen gegenüber unbesicherten Refinanzierungsquellen. Die Emissionsformate
reichen von großvolumigen Benchmarkanleihen bis hin zu Privatplatzierungen. Durch regelmäßige Überprüfung und Anpassung der für das Liquiditätsmanagement und
den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen wird die Commerzbank
den Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung
tragen und eine stabile Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur
gewährleisten. Geplante Investitionen Bei den Investitionen haben sich in den sechs Monaten des laufenden Jahres keine
wesentlichen Änderungen zu den im Geschäftsbericht 2019 auf den Seiten 89 bis 91 aufgeführten
Planungen ergeben. Die für das Geschäftsjahr 2020 geplanten Investitionen stehen im
Zusammenhang mit zentralen Initiativen im Rahmen der Strategie "Commerzbank 5.0",
insbesondere der Fortführung der Digitalisierung von Produkten und Prozessen im Konzern.
Dies ermöglicht der Commerzbank, die Leistungen zukünftig effizienter und schneller
zu erbringen. Weitere Investitionen entfallen auf Maßnahmen im Rahmen der Regulatorik. Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität Die EZB hat mit dem TLTRO III den Banken gezielte längerfristige Refinanzierungsmöglichkeiten
zur Verfügung gestellt. Mit der Teilnahme hat sich die Commerzbank für die nächsten
drei Jahre stabile Refinanzierungsmittel gesichert. Aufgrund der hohen Überschussliquidität
im Markt bleibt das Volumen längerfristiger Wertpapierpensionsgeschäfte eingeschränkt.
Der kurzfristige Repomarkt in Wertpapiere hoher Qualität wie Staatsanleihen, Supranationale
sowie gedeckte Anleihen (High Quality Liquid Assets, HQLA) funktioniert hingegen auch
während der Corona-Pandemie reibungslos und spielt eine wichtige Rolle in der Bedienung
der Bond- und Kassamärkte. Aufgrund der durch die Corona-Pandemie bedingten Erhöhung des Liquiditäts- und Finanzierungsbedarfs
des Bundes und seiner Sondervermögen wurde der Emissionskalender für das zweite Quartal
2020 angepasst. Die Antizipation der Repomärkte auf das erhöhte Wertpapiervolumen
resultiert seit März in einer generellen Verbilligung der Reposätze über alle HQLA-Märkte
hinweg. Die Situation an den Bondmärkten ist weiterhin durch das Wertpapierankaufprogramm
der EZB und die hohe Überschussliquidität, die anhaltenden Handelskonflikte sowie
die politischen Unsicherheiten geprägt. Dies führt zu einer weiterhin konstanten Nachfrage
guter Bonitäten. Aufgrund des anhaltenden negativen Zinsniveaus kommt es zu einer
zusätzlichen Nachfrage von Finanzinvestoren auf der Suche nach Rendite. Die vor diesem Hintergrund bereits deutlich reduzierte Liquidität in den Sekundärmärkten
wird somit weiterhin verhalten bleiben. Wir rechnen trotz der steigenden Staatsverschuldung
weiterhin mit sehr niedrigen Bundrenditen auch im langfristigen Bereich (aktuell sind
die Bundrenditen bis fast 30 Jahre negativ) sowie einer anhaltend hohen Nachfrage
von Investoren nach qualitativ guten Wertpapieren und damit weiterhin mit engen Credit
Spreads. Voraussichtliche Entwicklung des Commerzbank-Konzerns Unsere im Zwischenbericht zum 30. März 2020 getroffenen Aussagen zur voraussichtlichen
Entwicklung im Geschäftsjahr 2020 des Commerzbank-Konzerns haben wir nochmals angepasst.
Insbesondere die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie die anhaltenden schwierigen
konjunkturellen Rahmenbedingungen haben sich im Jahresverlauf fortgesetzt und sich
in unserer Ergebnisentwicklung zum ersten Halbjahr 2020 weiter spürbar niedergeschlagen. Unter der Annahme, dass es zu keiner weiteren Verschärfung der Situation kommt, erwarten
wir weitgehend stabile Erträge im Kundengeschäft des Segments Privat- und Unternehmerkunden,
während im Segment Firmenkunden mit stärkeren Corona-Effekten zu rechnen ist. Unsere Bemühungen auf der Kostenseite werden wir im zweiten Halbjahr unvermindert
fortsetzen. Zum Jahresende 2020 streben wir eine Kostenbasis inklusive IT-Investitionen
an, die leicht unterhalb des Vorjahresniveaus liegt. Aufgrund eines Einzelvorsorgefalls im zweiten Quartal 2020 haben wir auch unsere
Erwartungen hinsichtlich des für das Gesamtjahr 2020 anfallenden Risikoergebnisses
nochmals angepasst. Aktuell gehen wir für das laufende Geschäftsjahr von einem Risikoergebnis
von - 1,3 Mrd. Euro bis - 1,5 Mrd. Euro aus. Unabhängig von offenen Entscheidungen zur Weiterentwicklung unserer Strategie streben
wir an, noch in diesem Jahr auf Basis der bestehenden Strategie, Rückstellungen für
Restrukturierungsaufwendungen zu bilden. Die Bildung und die Höhe hängt davon ab,
wie weit entsprechende Gremienverhandlungen fortgeschritten sind. Insgesamt rechnen wir vor dem Hintergrund der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen
und Risikofaktoren, des erhöhten Risikoergebnisses aufgrund eines Einzelvorsorgefalls
im ersten Halbjahr sowie den angestrebten Restrukturierungsrückstellungen, für das
Geschäftsjahr 2020 mit einem negativen Konzernüberschuss. Zwischenrisikobericht Der Zwischenrisikobericht ist ein eigenständiger Berichtsteil im Zwischenbericht.
Er ist Bestandteil des Zwischenlageberichts. ZwischenrisikoberichtRisikoorientierte Gesamtbanksteuerung Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener
Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet
grundsätzlich zwischen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risikoarten.
Quantifizierbare Risiken sind üblicherweise in der Rechnungslegung oder in der Kapitalbindung
bewertbare Risiken, nicht quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Compliance- und
Reputationsrisiken. Organisation des Risikomanagements Die Commerzbank sieht das Risikomanagement als eine Aufgabe für die gesamte Bank
an. Der Chief Risk Officer (CRO) verantwortet konzernweit die Entwicklung und Umsetzung
der risikopolitischen Leitlinien für quantifizierbare Risiken, die vom Gesamtvorstand
festgelegt werden, sowie die Messung dieser Risiken. Der CRO berichtet dem Gesamtvorstand
und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des
Konzerns. Die Risikomanagement-Organisation besteht aus den Bereichen Group Credit Risk Management,
Group Kredit, Group Market Risk Management sowie Group Risk Controlling & Capital
Management. Alle Bereiche haben eine direkte Berichtslinie an den CRO. Zum 1. Januar 2020 hat die Commerzbank den neuen Konzernbereich "Group Cyber Risk
& Information Security" gegründet, der ebenfalls zur Risikomanagement-Organisation
gehört und eine direkte Berichtslinie an den CRO hat. Die Etablierung angemessener Governance, Verfahren und Systeme, die es der Bank ermöglichen,
unerwünschte Gefährdungen durch Compliance-Risiken zu vermeiden, ist Aufgabe von Group
Compliance. Dies umfasst die Risikofelder Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Sanktionen/Embargos,
Markets Compliance sowie Betrug und Korruption. Group Compliance wird durch den Chief
Compliance Officer gesteuert, der direkt an das für Group Compliance zuständige Vorstandsmitglied
berichtet. Weitere Details zur Organisation des Risikomanagements der Commerzbank sind im Konzernrisikobericht
2019 dargestellt. Risikotragfähigkeit und Stresstesting Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung
und des ICAAP der Commerzbank mit dem Ziel, eine angemessene Kapitalausstattung jederzeit
sicherzustellen. Das Risikotragfähigkeitskonzept basiert im ökonomischen Ansatz entsprechend der aufsichtlichen
Vorgaben auf einem Fortführungsansatz. Die Risikotragfähigkeit wird zusätzlich anhand makroökonomischer Stressszenarios
beurteilt. Die Szenariosimulationen werden quartalsweise auf Konzernebene mit einem
Zeithorizont von zwölf Monaten durchgeführt. Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene
des Commerzbank-Konzerns. Der Mindestanspruch an die Risikotragfähigkeit gilt als
erfüllt, sofern die RTFQuote über 100 % liegt. Im ersten Halbjahr 2020 lag die RTF-Quote
stets über 100 % und betrug 149 % per 30. Juni 2020. Der Anstieg des ökonomisch erforderlichen
Kapitals gegenüber Dezember 2019 reflektiert im Adressenausfallrisiko Volumensausweitungen
sowie erhöhte Risikoaufschläge an den Finanzmärkten, die sich auf die Abbildung von
Emittenten- und Kontrahentenrisiken (als Teil des Adressenausfallrisikos) auswirken
und zusammen mit der gestiegenen Volatilität der Märkte auch das höhere Marktrisiko
verursachen. Das ökonomische Risikodeckungspotenzial ist über die Bemessung von Neubewertungsrücklage
und stillen Lasten ebenfalls vom Marktumfeld beeinflusst. Die RTF-Quote liegt weiterhin
deutlich über dem Mindestanspruch. scroll
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Einschließlich Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen
und Risikopuffer für Reserverisiko und für die Quantifizierung potenzieller Wertschwankungen
von Goodwill und Intangibles. Die weltweit massive Ausbreitung der Corona-Infektionen hatte im März und April in
vielen Ländern zu drastischen Maßnahmen wie Ausgangssperren, Geschäftsschließungen
und Produktionstopps geführt. Im Verlauf des zweiten Quartals gelang es damit in Europa,
die Pandemie zunehmend einzudämmen. Außerhalb Europas bleibt die Situation weiter
kritisch. Insbesondere in den USA und in Lateinamerika steigen die Fallzahlen weiterhin
stark an. Ein Ende der Ausbreitung ist dort derzeit nicht absehbar. Aufgrund des großen
Drucks aus der Bevölkerung wurden jedoch auch in diesen Ländern die Einschränkungen
gelockert. Adressenausfallrisiken Das Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr eines Verlustes oder entgangenen
Gewinnes durch den Ausfall eines Geschäftspartners. Es zählt zu den quantifizierbaren,
wesentlichen Risiken mit den Unterrisikoarten Kreditausfallrisiko, Emittentenrisiko,
Kontrahentenrisiko, Länder- und Transferrisiko, Veritätsrisiko sowie Reserverisiko. Commerzbank-Konzern Die Commerzbank fokussiert ihr Geschäft in den zwei Kundensegmenten Privat- und Unternehmerkunden
sowie Firmenkunden. Im Segment Asset & Capital Recovery (ACR) hatte die Bank die Aktivitäten
aus den Bereichen Commercial Real Estate und Ship Finance sowie die komplexeren Finanzierungen
aus dem Bereich Public Finance gebündelt, um die Portfolios in diesen Bereichen über
die Zeit vollständig abzubauen. Zum 1. Juli 2019 wurde das Segment ACR nach den Abbauerfolgen
der vergangenen Jahre aufgelöst und die Restportfolios in den Bereich Sonstige und
Konsolidierung sowie in das Segment Privat- und Unternehmerkunden übertragen. Die weltweit massive Ausbreitung der Corona-Infektionen hatte im März und April in
vielen Ländern zu drastischen Maßnahmen wie Ausgangssperren, Geschäftsschließungen
und Produktionsstopps geführt. Im Verlauf des zweiten Quartals gelang es damit in
Europa, die Pandemie zunehmend einzudämmen. Außerhalb Europas bleibt die Situation
weiter kritisch. Dieser Entwicklung wurde im Risikoergebnis insbesondere mit einem Top-Level-Adjustment
Rechnung getragen. In den restlichen Risikokennzahlen ist diese negative Entwicklung
größtenteils noch nicht ablesbar, da sie sich hier erst zeitverzögert im Laufe des
Jahres bemerkbar machen wird. Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie unterstützen Regierungen und Institutionen
parallel in nie dagewesenem Ausmaß mit Liquiditätshilfen, Stützungs- und Hilfsprogrammen.
Im Segment Privat- und Unternehmerkunden und im Segment Firmenkunden wurden jeweils
rund 1 Mrd. Euro KfW-Kredite (Unternehmer-/ Gründerkredit sowie Schnellkredit) per
30. Juni 2020 von unseren Kunden gezogen. Darüber hinaus wurden zum gleichen Stichtag
für rund 32 500 Kunden Stundungen gewährt, davon rund 90 % unter privaten Moratorien.
Die Qualität der Portfolios ist insgesamt stabil geblieben. Kreditrisikokennzahlen Zur Steuerung und Limitierung der Adressenausfallrisiken im Commerzbank-Konzern nutzen
wir unter anderem die folgenden Risikokennzahlen: Exposure at Default (EaD) - im Folgenden
auch als Exposure bezeichnet -, Loss at Default (LaD), Expected Loss (EL), Risikodichte
(EL/EaD), Credit Value at Risk (CVaR = ökonomischer Kapitalbedarf für Kreditrisiken
mit einem Konfidenzniveau von 99,90 % und einer Haltedauer von einem Jahr) und Risikoaktiva
sowie für Klumpenrisiken den "All-in". Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8 stellten sich zum Stichtag
30. Juni 2020 wie folgt dar: scroll
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Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil
von 85 % in den internen Ratingstufen 1 und 2, die dem Investment-Grade-Bereich zuzuordnen
sind. scroll
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Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der
Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider. Rund
die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere
Länder in Europa, 7 % auf Nordamerika und 8 % auf Asien. Der Rest ist breit diversifiziert
und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure
begleitet werden oder die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist. Der
Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich mehrheitlich auf Deutschland und
die restlichen europäischen Länder. scroll
Risikoergebnis Das Risikoergebnis im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich im ersten
Halbjahr 2020 auf - 795 Mio. Euro. (Vorjahreszeitraum: - 256 Mio. Euro). Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung des Risikoergebnisses nach Stages gemäß
IFRS 9. Etwaige Marktwertschwankungen aus Fair Value Krediten sind nicht im Risikoergebnis
enthalten. Sie werden ertragswirksam in der Position "Ergebnis aus erfolgswirksam
zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten" ausgewiesen. scroll
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Stage 2 und 3 inklusive POCI (POCI - Purchased or Originated Credit-impaired). scroll
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Stage 2 und 3 inklusive POCI (POCI - Purchased or Originated Credit-impaired). Gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres hat sich das Risikoergebnis deutlich
erhöht. Hauptursachen hierfür sind Effekte in Höhe von - 315 Mio. Euro aus der Corona-Pandemie
(davon - 154 Mio. Euro in Form eines Top-Level-Adjustments, im Folgenden TLA), sowie
der Ausfall eines großen Einzelengagements im Segment Firmenkunden. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hatte die Commerzbank bereits im ersten Quartal
ein TLA in Höhe von - 111 Mio. Euro im Risikoergebnis berücksichtigt, das im zweiten
Quartal einer Überprüfung unterzogen wurde. Der Teilbetrag des TLA in Höhe von - 41
Mio. Euro (davon - 17 Mio. Euro mBank), der im ersten Quartal aufgrund stark veränderter
makroökonomischer Erwartungen berücksichtigt worden war, ist im zweiten Quartal nicht
mehr erforderlich. Die veränderten Rahmenbedingungen sind durch das verwendete aktuelle
Baseline-Szenario im Modellergebnis angemessen reflektiert. Im Risikoergebnis wird
die Auflösung des TLA-Teilbetrags durch entsprechende Belastungen daher kompensiert.
Die Schätzungen erhöhter Ausfallwahrscheinlichkeiten wurden im Vergleich zum ersten
Quartal teilweise angepasst. Daraus ergab sich im zweiten Quartal ein Risikovorsorgemehrbedarf
in Höhe von - 30 Mio. Euro. Darüber hinaus wurden die für die Risikovorsorgeermittlung
maßgeblichen Point-in-Time-Parameter anlassbezogen neu kalibriert. Beide Effekte sind
mit einer TLA-Zuführung von insgesamt - 84 Mio. Euro als Belastung im Risikoergebnis
des zweiten Quartals berücksichtigt (Details zur Anpassung des TLA siehe auch Note
26 Kreditrisiken und Kreditverluste). Die Notwendigkeit beziehungsweise Angemessenheit
des TLA wird zum nächsten Berichtsstichtag erneut überprüft. Dabei ist insbesondere
die beobachtete weitere Entwicklung des Portfolios von wesentlicher Bedeutung. Weitere Treiber des Risikoergebnisses im ersten Halbjahr 2020 sowie die anteiligen
TLA-Beträge finden sich in den nachfolgenden Erläuterungen zu den Segmenten. Wesentliche Annahmen unserer Schätzung der Auswirkungen der Krise auf die Ausfallwahrscheinlichkeiten
waren, dass weitere weltweite Lockdowns im Umfang von März und April vermieden werden
können und dass sich die schrittweise weitere Erholung der Wirtschaft fortsetzt. Wir
gehen außerdem davon aus, dass sich die staatlichen Hilfsmaßnahmen im Verlauf der
Krise weiterhin als effektiv erweisen und eine massive Insolvenzwelle in 2020 verhindern
beziehungsweise erheblich abfedern werden. Basierend auf diesen Annahmen wird das
Risikoergebnis für das Gesamtjahr 2020 aus heutiger Sicht zwischen - 1,3 bis - 1,5
Mrd. Euro liegen. Default-Portfolio Das Default-Portfolio des Konzerns ist im ersten Halbjahr 2020 um 725 Mio. Euro gestiegen
und lag zum 30. Juni 2020 bei 4 460 Mio. Euro. Die nachstehende Darstellung des Default-Portfolios zeigt die ausgefallenen Forderungen
der Kategorien Amortised Cost und Fair Value OCI (OCI - Other Comprehensive Income). scroll
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Loan Loss Provision. Segment Privat- und Unternehmerkunden Das Segment Privat- und Unternehmerkunden (PUK) umfasst die Aktivitäten der Konzernbereiche
Private Kunden, Unternehmerkunden, comdirect bank und Commerz Real. Die mBank wird
ebenfalls im Segment Privat- und Unternehmerkunden abgebildet. Im Bereich Private
Kunden sind das inländische Filialgeschäft für Privatkunden sowie das Wealth-Management
zusammengefasst. Der Bereich Unternehmerkunden bildet die Geschäfts- und kleinen Firmenkunden
ab. Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und
der Finanzierung von Immobilienkapitalanlagen (private Baufinanzierung und Renditeobjekte
mit einem EaD von insgesamt 90 Mrd. Euro). Die Kreditversorgung unserer Geschäfts-
und Unternehmerkunden stellen wir über Individualkredite mit einem Volumen von 24
Mrd. Euro sicher. Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden
durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite und Kreditkarten mit
insgesamt 16 Mrd. Euro). Der Portfolioanstieg in den vergangenen sechs Monaten resultierte
überwiegend aus der Baufinanzierung. Die Risikodichte des Portfolios ist gegenüber Dezember 2019 um zwei Basispunkte auf
22 Basispunkte gesunken. scroll
Im Segment Privat- und Unternehmerkunden belief sich das Risikoergebnis im ersten
Halbjahr 2020 auf - 313 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2019: - 100 Mio. Euro). Der Anstieg
ist zu einem großen Teil auf Effekte aus der Corona-Pandemie zurückzuführen, die sich
im ersten Halbjahr insgesamt auf - 122 Mio. Euro (davon - 37 Mio. Euro mBank) beliefen.
Das im ersten Quartal gebuchte anteilige TLA für geänderte makroökonomische Erwartungen
wurde im zweiten Quartal wie bereits erläutert aufgelöst. In der mBank besteht damit
zum Berichtszeitpunkt kein weiteres TLA. Für das Commerzbank-Portfolio wurde das im
ersten Quartal gebuchte TLA für höher eingeschätzte Ausfallwahrscheinlichkeiten überprüft.
Aufgrund geänderter Annahmen ergab sich aus dieser Überprüfung gegenüber dem ersten
Quartal eine TLA-Erhöhung um - 19 Mio. Euro. Diese resultierte überwiegend daraus,
dass für das Teilportfolio Unternehmerkunden schon bei Kunden im Ratingbereich > 4,0
(erstes Quartal > 4,8 ) eine erhöhte Ausfallwahrscheinlichkeit angenommen wurde. Davon
ausgenommen wurden Kunden, die seit Beginn der Krise über staatliche Hilfskredite
bereits mit zusätzlicher Liquidität versorgt wurden, da hier ein grundsätzlich über
die Krise hinaus tragfähiges Geschäftsmodell unterstellt wurde. Darüber hinaus führte
die aufgrund der Corona-Pandemie durchgeführte Adjustierung von Point-in-time-Parametern
im zweiten Quartal für das Segment ebenfalls zu zusätzlichem TLA-Bedarf in Höhe von
- 36 Mio. Euro. Für das Segmentportfolio besteht zum Berichtszeitpunkt damit insgesamt
ein TLA in Höhe von - 70 Mio. Euro, von dem - 54 Mio. Euro im zweiten Quartal ergebniswirksam
zugeführt wurden. Weitere Ursachen des Anstiegs gegenüber dem Vorjahreszeitraum waren außerdem die
neue Ausfalldefinition, die seit Ende November 2019 in der Commerzbank angewendet
wird. Unter anderem aufgrund der dreimonatigen Wohlverhaltensphase führt diese zu
einer Erhöhung des Schwarzbuchs mit entsprechender Risikovorsorge. Außerdem beinhaltete
das Risikoergebnis im erstem Halbjahr 2019 eine Risikovorsorgeauflösung von 10 Mio.
Euro bei der Commerz Real, sowie leicht höhere Eingänge auf bereits abgeschriebene
Forderungen. Das Default-Portfolio des Segments lag zum 30. Juni 2020 bei 2 049 Mio. Euro. Der
Anstieg gegenüber dem Jahresende 2019 ist auf ein um 124 Mio. Euro höheres Default-Portfolio
der mBank sowie auf Effekte aus der Anwendung der neuen Ausfalldefiniton zurückzuführen. scroll
Segment Firmenkunden Im Segment Firmenkunden (FK) bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen
Firmenkunden, dem öffentlichen Sektor, institutionellen Kunden und multinationalen
Unternehmen. Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns
zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Der regionale
Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt in Deutschland und Westeuropa. Weiterhin werden
in diesem Segment die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten des Konzerns gebündelt. scroll
Der EaD des Segments Firmenkunden ist im Vergleich zum 31. Dezember des Vorjahres
von 184 Mrd. Euro auf 194 Mrd. Euro gestiegen. Die Risikodichte ist von 26 Basispunkten
auf 24 Basispunkte zurückgegangen. Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf
Seite 24. Das Risikoergebnis des Segments Firmenkunden lag im ersten Halbjahr 2020 bei - 456
Mio. Euro (erstes Halbjahr 2019: - 155 Mio. Euro). Die Erhöhung im Vergleich zum ersten
Halbjahr des Vorjahres ist zum einen auf den Ausfall eines großen Einzelengagements
im zweiten Quartal zurückzuführen. Darüber hinaus wurde das Segment von den Auswirkungen
der Corona-Pandemie in Höhe von insgesamt - 167 Mio. Euro belastet. Diese resultierten
teilweise aus größeren Einzeladressen, bei denen die Auswirkungen der Krise ausschlaggebend
für den Ausfall waren oder die Erhöhung bestehender Risikovorsorge erforderlich machten.
Das im ersten Quartal gebuchte anteilige TLA für geänderte makroökonomische Erwartungen wurde im zweiten
Quartal wie eingangs erläutert aufgelöst. Das im ersten Quartal gebuchte TLA für höher
eingeschätzte Ausfallwahrscheinlichkeiten wurde überprüft. Aus den geänderten Annahmen
ergab sich ein Mehrbedarf von insgesamt - 10 Mio. Euro. Die aufgrund der Corona-Pandemie
im zweiten Quartal durchgeführte Adjustierung von Point-in-time-Parametern führte
für das Segment ebenfalls zu zusätzlichem TLA-Bedarf in Höhe von - 18 Mio. Euro. Zum
Berichtszeitpunkt wird für das Segment damit ein TLA von insgesamt - 82 Mio. Euro
berücksichtigt, von dem - 28 Mio. Euro im zweiten Quartal ergebniswirksam zugeführt
wurden. Das Default-Portfolio des Segments lag zum 30. Juni 2020 bei 2 198 Mio. Euro. Der
Anstieg im ersten Halbjahr resultiert maßgeblich aus dem Ausfall größerer Einzeladressen,
insbesondere im zweiten Quartal. scroll
Im Bereich Sonstige und Konsolidierung lag das Risikoergebnis im ersten Halbjahr
2020 bei - 27 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: - 1 Mio. Mio. Euro). Treiber für die Erhöhung
gegenüber dem Vergleichszeitraum war die durch die Corona-Pandemie verursachte negative
Entwicklung eines Bestandsengagements, die eine Erhöhung der bestehenden Risikovorsorge
erforderte. Darüber hinaus wurden im Rahmen der TLA-Überprüfung leicht geänderte Annahmen
zur Entwicklung der Ausfallwahrscheinlichkeiten von Staaten und Finanzinstituten getroffen,
die für das Segment zu einem TLA-Bedarf von - 2 Mio. Euro im zweiten Quartal führten,
die auch dem Bestand für den Bereich zum Berichtszeitpunkt entsprechen. Weitere Portfolioanalysen Die folgenden Analysen sind unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit zu
verstehen. Die dargestellten Positionen sind bereits vollständig in den vorherigen
Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten. Corporates-Portfolio nach Branchen Seit dem Auftreten der Virusinfektion in China und der dann folgenden weltweiten
Ausbreitung hat sich gezeigt, dass alle Bereiche des wirtschaftlichen Lebens von den
Auswirkungen betroffen sind, zum Teil in sehr unterschiedlichen Ausprägungen. Der
Einzelhandel (ohne Lebensmittel), der Handel mit Kraftfahrzeugen, der Tourismus, die
Unterhaltungsindustrie und bestimmte Dienstleister sind aufgrund der verordneten Kontaktsperre
und dem Verbot, bestimmten wirtschaftlichen Aktivitäten nachzugehen, direkt betroffen.
Das produzierende Gewerbe, wie zum Beispiel die Chemie- und Automobilindustrie, stehen
vor der Herausforderung, Lieferketten zu ersetzen beziehungsweise aufrechtzuhalten.
Auch wenn einzelne Branchen zur Zeit noch nicht direkt von der Pandemie betroffen
sind (Lebensmitteleinzelhandel, Paketzustellung, Baugewerbe), ist davon auszugehen,
dass bei einem länger andauernden Verlauf der Pandemie auch in diesen Sektoren negative
Einflüsse festzustellen sein werden. Das Corporates-Exposure verteilt sich wie nachfolgend dargestellt auf die Branchen: scroll
Financial-Institutions-Portfolio Mit unserem Korrespondenzbankennetz standen weiterhin Trade-Finance-Aktivitäten im
Interesse unserer Firmenkunden sowie Kapitalmarktaktivitäten im Vordergrund. Im Derivatebereich
werden Transaktionen mit ausgewählten Gegenparteien nach den Standards der European
Market Infrastructure Regulation (EMIR) abgeschlossen. Die Auswirkungen von aufsichtsrechtlichen Vorgaben auf Banken beobachten wir weiterhin
eng. In diesem Zusammenhang verfolgen wir unverändert die Strategie, möglichst wenige
Exposures zu halten, die im Falle eines Bail-in des betroffenen Instituts Verluste
erleiden könnten. Die Entwicklung diverser Länder bei individuellen Themen wie Rezessionen, Embargos
oder wirtschaftlicher Unsicherheit aufgrund politischer Ereignisse (zum Beispiel "Handelskriege",
Brexit) verfolgen wir eng und reagieren mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation
des Landes abgestimmten Portfoliosteuerung. Dies gilt insbesondere auch für die Verwerfungen
aus der Corona-Pandemie sowie der Ölpreisentwicklung, die sich stark auf das operative
Umfeld unserer Korrespondenzbanken sowohl in Industrieländern als auch Entwicklungsländern
auswirken wird. Insgesamt richten wir unseren Risikoappetit danach aus, das Portfolio
möglichst reagibel zu halten. scroll
Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio Das Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio umfasst hauptsächlich Versicherungsgesellschaften,
Asset-Manager, regulierte Fonds sowie zentrale Gegenparteien. Die regionalen Schwerpunkte
der Geschäftsaktivitäten liegen in Deutschland, Westeuropa sowie den Vereinigten Staaten
von Amerika und Asien. Neugeschäfte mit NBFIs erfolgen einerseits vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen
(Clearing über zentrale Gegenparteien) und andererseits im Interesse unserer institutionellen
Kunden, wobei sich die Commerzbank auf attraktive Opportunitäten mit Adressen guter
Bonität beziehungsweise werthaltiger Besicherung fokussiert. Unter Portfoliomanagement-Gesichtspunkten
verfolgen wir dabei als Ziel die Gewährleistung einer hohen Portfolioqualität und
-reagibilität. Risiken aufgrund globaler Ereignisse verfolgen wir eng und reagieren
mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation abgestimmten Steuerung. Derzeit stehen
insbesondere die Verwerfungen durch die Corona-Pandemie im Fokus, die sich auf das
operative Umfeld der NBFI-Kunden auswirken, wobei wir derzeit daraus Sekundäreffekte
erwarten, die für die betroffenen Adressen insbesondere durch die staatlichen Hilfspakete
für die Realwirtschaft trotz erheblicher Herausforderungen bewältigbar sein sollten. scroll
Originatorenpositionen Die Commerzbank hat im Laufe der vergangenen Jahre überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements
Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden mit einem aktuellen
Volumen von 3,1 Mrd. Euro (31. Dezember 2019: 5,4 Mrd. Euro) vorgenommen. Zum Stichtag 30. Juni 2020 wurden Risikopositionen in Höhe von 2,8 Mrd. Euro (31.
Dezember 2019: 5,0 Mrd. Euro) zurückbehalten. Der weitaus größte Teil aller Positionen
entfiel mit 2,7 Mrd. Euro (31. Dezember 2019: 4,8 Mrd. Euro) auf Senior-Tranchen,
die nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet sind. Im Berichtszeitraum wurden zwei
Transaktionen mit einem ursprünglichen Forderungsvolumen von insgesamt 3,5 Mrd. Euro
vertragsgemäß zurückgezahlt. Für das dritte Quartal 2020 plant die Commerzbank die
Auflegung einer weiteren Verbriefungstransaktion mit einem voraussichtlichen Volumen
von 3,0 Mrd. Euro. Wir sehen für die Risikopositionen auch im zweiten Quartal 2020 keine Auswirkungen
aus der Corona-Pandemie. Volumen Commerzbank1scroll
1
Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage- und Handelsbuch. Conduit Exposure und sonstige Asset-backed Exposures Die Commerzbank stellt Finanzierungen zur Verbriefung von Forderungen - insbesondere
Handels- und Leasingforderungen - von Kunden des Segments Firmenkunden bereit. Hierbei
fungiert die Commerzbank im Wesentlichen als Arrangeur von Asset-backed-Securities-Transaktionen
über das von der Commerzbank gesponserte Multiseller-Conduit Silver Tower. Im Hinblick
auf regulatorische Änderungen und im Rahmen der Sitzverlegung des Conduits Silver
Tower nach Luxemburg erfolgt seit 2019 eine Finanzierung der Geschäfte durch direkten
Ankauf von Namensschuldverschreibungen auf die Bilanz der Bank. Das Volumen sowie
die Risikowerte für die Verbriefung von Forderungen aus dem Firmenkundensegment sind
im ersten Halbjahr 2020 stabil bei 3,5 Mrd. Euro geblieben. Die Liquiditätsrisiken aus Verbriefungen werden im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells
risikoadäquat modelliert. Zum einen wird in einem Worst-Case-Szenario unterstellt,
dass der Großteil der den Zweckgesellschaften gestellten Ankaufsfazilitäten im Rahmen
von Silver Tower durch die Commerzbank refinanziert werden muss. Zum anderen werden
eigene Bestände aus Verbriefungstransaktionen nur dann als liquide Aktiva berücksichtigt,
wenn es sich um zentralbankfähige Positionen handelt. Diese Positionen werden nur
unter Anwendung von risikoadäquaten Abschlägen in der Liquiditätsrisikorechnung berücksichtigt. Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere
gehalten in der Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. sowie der Commerzbank AG Inland.
Das Volumen stieg im ersten Halbjahr 2020 auf 4,8 Mrd. Euro an (Dezember 2019: 4,2
Mrd. Euro), ebenso die Risikowerte1 mit 4,8 Mrd. Euro (Dezember 2019: 4,2 Mrd. Euro). Weiterhin bestehen Investitionen im Bereich Structured Credit. Von diesen wurden
5,0 Mrd. Euro seit 2014 als Neuinvestitionen getätigt (Dezember 2019: 4,9 Mrd. Euro).
Wir haben in Anleihen von Senior-Tranchen aus Verbriefungstransaktionen der Assetklassen
Consumer-(Auto-) ABS, UK-RMBS und CLO investiert, die eine robuste Struktur und ein
moderates Risikoprofil aufweisen. Auch wenn sich die Marktliquidität und die Qualität
und Menge der beobachtbaren Preise aufgrund der Corona-Pandemie zeitweise verschlechtert
hatten und sich nur ein Stück weit normalisiert haben, bieten uns die inhärenten strukturellen
Merkmale und die Kreditunterstützung genügend Komfort, um unsere bestehende Strategie
aufrechtzuerhalten. Zum 30. Juni 2020 befinden sich (wie zum Jahresabschluss 2019)
vorwiegend CLO Positionen mit AAA Ratings in diesem Portfolio. Verbleibende Positionen
im Volumen von 0,4 Mrd. Euro waren bereits vor 2014 im Bestand (Dezember 2019: 0,7
Mrd. Euro), die Risikowerte dieser Positionen lagen bei 0,2 Mrd. Euro (Dezember 2019:
0,3 Mrd. Euro). Marktrisiken Marktrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch
die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Währungs- und
Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen)
entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel
bei Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen werden sie hingegen in
der Regel in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven
berücksichtigt. Risikosteuerung Das Marktrisiko wird intern durch ein einheitliches Value-at-Risk-Modell (Historische
Simulation) gesteuert, in das alle marktrisikorelevanten Positionen einfließen. Für
kleinere Einheiten innerhalb der Commerzbank-Gruppe werden im Rahmen eines Partial
Use die Standardverfahren verwendet. Der VaR quantifiziert den möglichen Verlust aus
Finanzinstrumenten infolge veränderter Marktbedingungen während eines vorgegebenen
Zeithorizonts und mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit. Nähere Details zur angewendeten
Methodik sind im Konzernrisikobericht 2019 dargestellt. In der internen Steuerung werden alle marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt
und Handelsbuch- sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für regulatorische
Zwecke erfolgen zusätzlich eine separate Steuerung des Handelsbuches (gemäß regulatorischen
Anforderungen inklusive Währungs- und Rohwarenrisiken des Anlagebuches) sowie eine
Steuerung der Zinsrisiken im Anlagebuch auf Stand-alone-Basis. Um eine konsistente
Darstellung in diesem Bericht zu gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR
auf ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von einem Tag bei gleichgewichteten
Marktdaten und einer Historie von 254 Tagen. Die Entwicklung der Zahlen des ersten Halbjahres 2020 ist geprägt von den außergewöhnlich
starken Marktbewegungen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Aufgrund eines geänderten
Steuerungsansatzes auf Gruppenebene wird auf die Darstellung eines VaR für das Gesamtbuch
verzichtet, da die Vergleichbarkeit zu den Vorberichten nicht gegeben ist. Handelsbuch Im Folgenden wird die Entwicklung der regulatorischen Marktrisikokennziffern des
Handelsbuchportfolios dargestellt. Die Handelsbuchpositionen der Commerzbank liegen
im Wesentlichen im Segment Firmenkunden sowie im Bereich Group Treasury. Die VaR-Zahlen
beinhalten alle Risiken im internen VaR-Modell. Kleinere Einheiten innerhalb der Commerzbank-Gruppe
wenden im Rahmen eines Partial Use die Standardverfahren für die regulatorische Kapitalberechnung
an und sind nicht in den dargestellten regulatorischen VaR-Kennziffern enthalten. Der VaR stieg im ersten Halbjahr 2020 von 6 Mio. Euro auf 14 Mio. Euro an. Ursache
hierfür sind auch für das Handelsbuch die starken Marktbewegungen im Kontext der Corona-Pandemie,
die zu neuen Extremszenarios in der VaR-Berechnung geführt haben. Im Vergleich zum
ersten Quartal 2020 blieb der VaR weitestgehend stabil. scroll
Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen diversifiziert. Zinsen, Währungen
und Credit Spreads sind dabei die dominierenden Anlageklassen. scroll
Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden weitere Risikokennziffern berechnet.
Hierzu zählt die Ermittlung des Stressed VaR. Die Berechnung des Stressed VaR basiert
auf dem internen Modell und entspricht der oben beschriebenen VaR-Methodik. Der wesentliche
Unterschied liegt in den zur Bewertung der Vermögenswerte genutzten Marktdaten. Im
Stressed VaR wird das Risiko der aktuellen Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen
einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit bewertet. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum
wird im Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse regelmäßig überprüft
und bei Bedarf angepasst. Im Jahresverlauf blieb der Krisenbeobachtungszeitraum unverändert.
Der Stressed VaR stieg von 26 Mio. Euro per Ende 2019 auf 32 Mio. Euro zum Ende des
ersten Halbjahres 2020. Zum Ende des ersten Quartals lag der Stressed VaR bei 28 Mio.
Euro. Der Einfluss der durch die Corona-Pandemie versursachten Marktschwankungen auf
den Stressed VaR ist geringer als im regulatorischen VaR, da der Stressed VaR Berechnung
ausschließlich historische Marktdaten zugrunde liegen. Das Marktrisikoprofil im Stressed VaR ist ebenfalls über alle Anlageklassen diversifiziert. scroll
Darüber hinaus wird mit den Kennziffern Incremental Risk Charge und Equity Event
VaR das Risiko von Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen
quantifiziert. Die Incremental Risk Charge im Commerzbank-Konzern stieg im ersten
Halbjahr 2020 um 10 Mio. Euro auf 24 Mio. Euro an. Dies resultierte hauptsächlich
aus Positionsveränderungen im Segment Firmenkunden sowie ausgeweiteten Credit Spread-Kurven
im Kontext der Corona-Pandemie. Im Vergleich zum ersten Quartal ergibt sich hier ein
Rückgang um 5 Mio. Euro aufgrund wieder rückläufiger Credit-Spread-Kurven. Die Verlässlichkeit des internen Modells (historische Simulation) wird unter anderem
durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren auf täglicher Basis überprüft. Dem ermittelten
VaR werden dabei tatsächlich eingetretene Gewinne und Verluste gegenübergestellt.
Dieser im Backtesting verwendete VaR basiert auf der vollständigen historischen Simulation
und repräsentiert damit alle in der Marktrisiko-VaR-Rechnung für die Eigenmittelanforderung
auf Gruppenebene verwendeten internen Modelle. Im Prozess wird zwischen den Varianten
"Clean P&L" und "Dirty P&L" Backtesting unterschieden. Beim Clean P&L Backtesting
werden in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung genau die Positionen berücksichtigt, die
der VaR-Berechnung zugrunde lagen. Die Gewinne und Verluste resultierten also ausschließlich
aus den am Markt eingetretenen Preisänderungen (hypothetische Änderungen des Portfoliowertes).
Demgegenüber werden beim Dirty P&L Backtesting zusätzlich die Gewinne und Verluste
von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen Geschäften des betrachteten Geschäftstages
herangezogen (tatsächliche durch Änderung der Portfoliowerte induzierte Gewinne und
Verluste). Gewinne und Verluste aus Bewertungsanpassungen und Modellreserven werden
gemäß den regulatorischen Vorgaben in der Dirty und Clean P&L berücksichtigt. Überschreitet
der sich ergebende Verlust den VaR, so spricht man von einem negativen Backtesting-Ausreißer. Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse dient zur Überwachung der Angemessenheit des
internen Marktrisikomodells. Im ersten Halbjahr 2020 wurden drei negative Clean-P&L-
und zwei negative Dirty-P&L-Ausreißer gemessen. Die Ausreißer stehen alle im Zusammenhang
mit außergewöhnlich starken Marktbewegungen als Reaktion auf die Corona-Pandemie,
welche naturgemäß nicht durch historisch kalibrierte VaR Modelle prognostiziert werden
konnten. Die für die an diesen Tagen beobachtete P&L ursächlichen Marktbewegungen
überstiegen teilweise deutlich die historische Schwankungsbreite im der historischen
Simulation zugrundeliegenden 1-Jahreszeitraum. Es wurde überprüft, dass keiner der beobachteten Backtesting-Ausreißer durch Modellschwächen
verursacht wurde. In diesem Zusammenhang wurde untersucht, inwieweit während der Corona-Pandemie
beobachtete außergewöhnliche Marktbewegungen durch das Modell und somit im regulatorischen
Kapital abgebildet sind. So wurde zum Beispiel für die seit Ausbruch der Corona-Pandemie
beobachtbare signifikante Edelmetall-Future-Forward-Basis-Volatilität im zweiten Quartal
ein Kapitalpuffer gebildet, um diesen Effekt im regulatorischen Kapital hinreichend
zu berücksichtigen. Dieser Kapitalpuffer wird regelmäßig kalibriert. Auf Basis des Backtestings bewerten auch die Aufsichtsbehörden die internen Risikomodelle.
Die negativen Ausreißer werden mittels einer von den Aufsichtsbehörden vorgegebenen
Methodik klassifiziert. Alle Backtesting-Ausreißer, die zu Verlusten (Clean P&L und
Dirty P&L) auf Gruppenebene geführt haben, müssen im Detail analysiert und den Aufsichtsbehörden
gemeldet werden. Es wird geprüft, ob aufgrund der von der EZB zugelassenen temporären
Erleichterungen die Corona-bedingten Backtesting-Ausreißer nicht mehr berücksichtigt
werden müssen. Dies hätte jedoch derzeit keinen Einfluss auf die Kapitalunterlegung. Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher Verluste unter der Annahme normaler
Marktverhältnisse liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt. Mithilfe
von Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher,
aber dennoch plausibler Ereignisse ausgesetzt ist. Solche Ereignisse können mittels
extremer Bewegungen auf den verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die wichtigsten
Szenarios beziehen sich auf wesentliche Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen
und Zinskurven, Devisenkursen sowie Aktienkursen und Rohwarenpreisen. Beispiele für
Stresstests sind Kursverluste aller Aktien um 15 %, eine Parallelverschiebung der
Zinskurve oder Änderungen der Steigung dieser Kurve. Im Rahmen der Risikoüberwachung
werden umfangreiche gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen durchgeführt. Die einzelnen Komponenten des internen Modells werden regelmäßig hinsichtlich ihrer
Angemessenheit für die Risikomessung unabhängig validiert. Von besonderer Bedeutung
sind dabei die Identifikation und Behebung von Modellschwächen. Anlagebuch Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch sind die Portfolios des Bereichs
Group Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken sowie die Positionen
der Tochtergesellschaft Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. In der Marktrisikosteuerung werden die Credit-Spread-Sensitivitäten der Anlage- und
Handelsbücher zusammen betrachtet. Die Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt
Downshift) aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) lagen zum Ende
des ersten Halbjahres 2020 bei 53 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 49 Mio. Euro). Der überwiegende Teil der Credit-Spread-Sensitivitäten entfiel auf Wertpapierpositionen,
die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Marktpreisänderungen haben
für diese Positionen keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn- und-Verlust-Rechnung.
In Folge der Corona-Pandemie kam es zu einer deutlichen Ausweitung von Credit Spreads,
Cross Currency Basis Spreads und führte bei zum Fair Value bewerteten Positionen des
Anlagebuchs zu Verlusten im sonstigen Ergebnis (OCI) sowie der Gewinn- und-Verlust-Rechnung. Für die Anlagebücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben
monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert.
Entsprechend der Bankenrichtlinie haben die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
(BaFin) und die Europäische Zentralbank (EZB) allen Instituten zwei Szenarios für
einheitliche plötzliche und unerwartete Zinsänderungen vorgegeben (+/-200 Basispunkte)
und lassen sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten. Im Szenario - 200
Basispunkte wird ein Flooring der Zinskurve bei 0 angewendet (bereits negative Abschnitte
der Zinskurve werden unverändert belassen). Als Ergebnis des Szenarios + 200 Basispunkte wurde zum 30. Juni 2020 ein potenzieller
Verlust von 3 303 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 2 635 Mio. Euro potenzieller Verlust)
und im Szenario - 200 Basispunkte ein potenzieller Gewinn von 296 Mio. Euro (31. Dezember
2019: 614 Mio. Euro potenzieller Gewinn) ermittelt. Demnach ist die Commerzbank nicht
als Institut mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko zu klassifizieren, da die negativen
Barwertänderungen jeweils weniger als 20 % der regulatorischen Eigenmittel betragen. Die Zinssensitivitäten des gesamten Anlagebuches (ohne Pensionsfonds) beliefen sich
am 30. Juni 2020 auf 8,4 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 9,4 Mio. Euro) pro Basispunkt
rückläufiger Zinsen. Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des Marktrisikos im Anlagebuch. Unser
Pensionsfonds-Portfolio besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem
Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die Duration der Verbindlichkeiten
ist extrem lang (Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre) und der Hauptteil
der Barwertrisiken des Gesamtportfolios befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr
Jahren. Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit Spreads sowie
aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die erwartete EuroInflation dar. Daneben
sind Aktien-, Volatilitäts- und Währungsrisiken zu berücksichtigen. Diversifikationseffekte
zwischen den Einzelrisiken führen zu einem verminderten Gesamtrisiko. Die extrem langen
Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen die größte Herausforderung speziell bei der
Absicherung der Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht ausreichenden Marktliquidität
entsprechender Absicherungsprodukte begründet. Marktliquiditätsrisiken Marktliquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität
nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und
zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern. Im Risikotragfähigkeitskonzept
der Commerzbank werden Marktliquiditätsrisiken einerseits durch die Skalierung des
Value at Risk auf den Kapitalhorizont von einem Jahr und der dadurch implizit berücksichtigten
Liquidationsperiode berücksichtigt. Andererseits erfolgt die Berücksichtigung von
zusätzlichen Bewertungsanpassungen für Marktliquiditätsrisiken in der Berechnung der
Risikodeckungsmasse. Insbesondere Asset-backed Securities (zum Beispiel CLOs) und
strukturierte Produkte weisen ein höheres Marktliquiditätsrisiko auf. Die inhärente
Struktur und zugrundeliegende Kreditqualität unserer CLO Portfolios erlaubt es, die
bestehende Strategie für diese Portfolios aufrechtzuerhalten. Liquiditätsrisiken Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank
ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne
beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht,
nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder nicht zu marktüblichen
Konditionen finanziert werden können. Risikosteuerung Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges
Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung
zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne Stressszenario berücksichtigt sowohl
Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise.
Bindende regulatorische Anforderungen sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus. Der Bereich Group Treasury ist für das operative Liquiditätsmanagement verantwortlich.
Group Treasury ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland
vertreten und verfügt über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Die Commerzbank
setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash-Pooling-Ansatz ein.
Dies stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität sicher, und zwar über
alle Zeitzonen, da sich in Frankfurt, London, New York und Singapur Einheiten des
Bereichs Group Treasury befinden. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Zwischenlagebericht
im Kapitel "Refinanzierung und Liquidität". Die Überwachung der Liquiditätsrisiken
erfolgt auf Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch die unabhängige
Risikofunktion. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank Frühwarnindikatoren etabliert.
Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die
finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen. Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten
Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg des Liquiditätsrisikos führen. Sie
können zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großer Einzelgläubiger oder Währungen
auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich
andeutende Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete
Maßnahmen mitigiert. Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich wirkt die
kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Funding-Quellen,
insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer
Konzentration entgegen. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken
überwacht werden und die Commerzbank die Anforderungen an die Währungskongruenz der
hochliquiden Aktiva und Nettoliquiditätsabflüsse erfüllt. Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die
entsprechend der Art der Krise vom zentralen ALCO eingeleitet werden können. Der Notfallplan
ist integraler Bestandteil des Recovery-Plans der Commerzbank und wird mindestens
jährlich aktualisiert, wohingegen die einzelnen Liquiditätsnotfallmaßnahmen regelmäßig
unterjährig plausibilisiert werden. Darüber hinaus definiert der Notfallplan eine
eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall und konkretisiert
die gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen. Nähere Informationen zu den aktuellen, durch die Corona-Pandemie ausgelösten Entwicklungen
finden sich im Zwischenlagebericht. Quantifizierung und Stresstesting Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges
Instrumentarium auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells. Die Liquiditätsrisikomodellierung
bezieht neben internen ökonomischen Erwägungen auchdie bindenden regulatorischen Anforderungen
nach der "Capital Requirements Regulation (CRR)" sowie der "Mindestanforderungen an
das Risikomanagement (MaRisk)" mit ein. Die Commerzbank berücksichtigt dies in ihrem
Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk und gestaltet damit den vom Gesamtvorstand artikulierten
Liquiditätsrisikoappetit der Bank quantitativ aus. Die der Modellierung zugrunde liegenden steuerungsrelevanten bankinternen Stressszenarios
berücksichtigen sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch
einer marktweiten Krise. Das Commerzbank-spezifische idiosynkratische Szenario simuliert
dabei eine Stresssituation, die aus einem RatingDowngrade um zwei Notches resultiert.
Das marktweite Szenario hingegen wird aus den Erfahrungen der Subprime-Krise abgeleitet
und simuliert einen externen marktweiten Schock. Die wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber
der beiden Szenarios sind ein stark erhöhter Abfluss von kurzfristigen Kundeneinlagen,
eine überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus geschäftspolitischen Zwecken
als notwendig erachtete Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten bei
besicherten Geschäften sowie die Anwendung von höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert
von Vermögensgegenständen. Als Ergänzung zu den Einzelszenarios werden die Auswirkungen
eines kombinierten Szenarios aus idiosynkratischen und marktspezifischen Effekten
auf die Liquiditätsablaufbilanz (Nettoliquiditätsposition) simuliert. Die Liquiditätsablaufbilanz
wird für den gesamten Modellierungshorizont durchgehend über das volle Laufzeitspektrum
dargestellt und folgt dabei einem mehrstufigen Konzept. Dies gestattet das differenzierte
Darstellen deterministischer und modellierter Cashflows des Bestandsgeschäfts auf
der einen Seite sowie das Einbeziehen von Prolongationen auf der anderen Seite. Die nachstehende Tabelle zeigt die Werte der Liquiditätsablaufbilanz bei Anwendung
der jeweiligen Stressszenarios für einen Zeitraum von 1 beziehungsweise 3 Monaten
zum Halbjahresultimo. Dabei wird deutlich, dass im Vergleich zu den Einzelszenarios
in einem kombinierten Stressszenario signifikant mehr Liquidität abfließt. Im 1-Monats-
beziehungsweise 3-Monats-Zeitraum verblieb für das kombinierte Stressszenario zum
Halbjahresultimo 2020 eine Nettoliquidität von 13,1 Mrd. Euro beziehungsweise 11,8
Mrd. Euro (Jahresultimo 2019: 11,7 Mrd. Euro beziehungsweise 11,2 Mrd. Euro). Die aufgeführten Beträge zur Liquidität der Bank dokumentieren, dass sich die Netto-Liquiditätssituation
der Commerzbank im zweiten Quartal sogar leicht verbessert hat, obwohl die Commerzbank
während der Corona-Pandemie ihren Kunden überproportional Liquidität zur Verfügung
stellt. scroll
Liquiditätsreserven Wesentliche Elemente des Liquiditätsrisikoappetits sind die Reserveperiode, die Höhe
des Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger
Liquiditätsabflüsse gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen Laufzeitbändern.
Das Liquiditätsreserveportfolio, bestehend aus hochliquiden Vermögensgegenständen,
gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Das Liquiditätsreserveportfolio wird
gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe
während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Die Bank wies zum Halbjahresultimo 2020 eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden
Aktiva in Höhe von 98,3 Mrd. Euro aus (zum Jahresultimo 2019: 72,4 Mrd. Euro). Ein
Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten
Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen
Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio.
Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Berichtsstichtag 6,0 Mrd. Euro (31. Dezember
2019: 6,3 Mrd. Euro). scroll
Liquiditätskennzahlen Im ersten Halbjahr 2020 befand sich die regulatorische Liquidity Coverage Ratio (LCR)
stets oberhalb der vom Vorstand festgelegten Limite. Die regulatorische LCR ist als eine zwingende Nebenbedingung in das Interne Liquiditätsrisikomodell
integriert. Die LCR-Kennziffer berechnet sich als Quotient aus dem Bestand an liquiden
Aktiva und den Netto-Liquiditätsabflüssen unter Stressbedingungen. Mithilfe dieser
Kennziffer wird gemessen, ob ein Institut über ausreichend Liquiditätspuffer verfügt,
um ein mögliches Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter
Stressbedingungen über die Dauer von 30 Kalendertagen eigenständig zu überstehen.
Seit dem 1. Januar 2018 müssen die Banken eine Quote von mindestens 100 % einhalten. Die Commerzbank hat mit 127,27 % (Durchschnitt der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte)
die geforderte Mindestquote bei der LCR in Höhe von 100 % deutlich überschritten (zum
Jahresultimo 2019: 132,72 %). Die Bank hat entsprechende Limite und Frühwarnindikatoren etabliert, um die Einhaltung
der LCR-Mindestanforderungen sicherzustellen. Weitere Informationen zur Zusammensetzung
der LCR finden sich in der Note 42 (Liquidity Coverage Ratio) des Zwischenabschlusses. Operationelle Risiken Das operationelle Risiko (OpRisk) ist in Anlehnung an die Capital Requirements Regulation
(Capital Requirements Regulation, CRR) definiert als das Risiko von Verlusten, die
durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und
Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden. Diese Definition beinhaltet
Rechtsrisiken, während strategische Risiken und Reputationsrisiken nicht in dieser
Definition enthalten sind. Das Compliance-Risiko sowie das Cyber-Risiko werden in
der Commerzbank aufgrund ihrer gestiegenen ökonomischen Bedeutung als separate Risikoarten
gesteuert. Die Verluste aus Compliance- sowie Cyber-Risiken fließen jedoch in das
Modell zur Ermittlung des regulatorischen und ökonomischen Kapitals für operationelle
Risiken ein. Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv, mit dem Ziel, OpRisk-Profil
und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikomitigation
zu definieren, zu priorisieren und umzusetzen. Im Rahmen der OpRisk-Steuerung findet eine jährliche Bewertung des Internen Kontrollsystems
(IKS) der Bank und ein Risk Scenario Assessment statt. Daneben werden OpRisk-Schadensfälle
kontinuierlich analysiert und anlassbezogen einem IKS-Backtesting unterzogen. Bei
materiellen Schadensfällen werden Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen. Die Commerzbank misst das regulatorische und ökonomische Kapital für operationelle
Risiken mittels des Advanced Measurement Approaches (AMA). Die Risikoaktiva aus operationellen
Risiken betrugen zum Ende des ersten Halbjahres 2020 auf dieser Basis 18,1 Mrd. Euro
(31. Dezember 2019: 18,7 Mrd. Euro). Das ökonomisch erforderliche Kapital belief sich
auf 1,4 Mrd. Euro (31. Dezember 2019: 1,5 Mrd. Euro). Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des ersten Halbjahres 2020 eine Gesamtbelastung
in Höhe von rund 98 Mio. Euro (Gesamtjahr 2019: 127 Mio. Euro). Die Ereignisse waren
im Wesentlichen durch Schäden in der Kategorie "Produkte und Geschäftspraktiken" geprägt. Die Ausnahmesituation während der Corona-Pandemie führt grundsätzlich zu erhöhtem
OpRisk insbesondere durch Änderungen der internen Prozesse und des Marktumfelds. Bisherige
Schäden sind allerdings nicht materiell und beschränken sich auf Kostenpositionen
wie Stornierungen (Dienstreisen, Veranstaltungen), zusätzliche Hygienemaßnahmen zum
Schutz der Mitarbeiter und Kunden sowie IT-Maßnahmen im Kontext der verstärkten Online-Verfügbarkeit. scroll
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Eingetretene Verluste und Rückstellungen, abzüglich OpRisk-basierter Erträge und
Rückzahlungen. Sonstige Risiken Zur Erfüllung der Regularien des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche
Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren
Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs-
und Controllingprozess. Nachfolgend werden Details zu Rechts-, Compliance-, Cyber-,
und Modellrisiken aufgeführt. Bezüglich aller sonstigen Risiken gab es im ersten Halbjahr
2020 keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem im Konzernrisikobericht 2019 dargestellten
Stand. Rechtliche Risiken Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichts- und
Schiedsverfahren, Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen (rechtliche Verfahren)
konfrontiert, die eine große Bandbreite von Themen betreffen. Diese umfassen zum Beispiel
angeblich fehlerhafte Anlageberatungen, Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kreditfinanzierungen
oder dem Zahlungsverkehrsgeschäft, Ansprüche aus betrieblicher Altersversorgung, angeblich
unrichtige Buchführung und Bilanzierung, die Geltendmachung von Forderungen aus steuerlichen
Sachverhalten, angeblich fehlerhafte Prospekte im Zusammenhang mit Emissionsgeschäften,
angebliche Verstöße gegen wettbewerbsrechtliche Vorschriften sowie Klagen von Aktionären
und Fremdkapitalinvestoren sowie Ermittlungen durch US-amerikanische Behörden. Daneben
können Änderungen oder Verschärfungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung sowie
der gesetzlichen Rahmenbedingungen beispielsweise im Privatkundenbereich zur weiteren
Inanspruchnahme der Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaften führen. In den gerichtlichen
Verfahren werden vor allem Schadensersatzansprüche, bereicherungsrechtliche Ansprüche
oder auch die Rückabwicklung geschlossener Verträge geltend gemacht. Sofern einzelnen
oder mehreren dieser Klagen stattgegeben würde, könnten daraus zum Teil erhebliche
Schadensersatzzahlungen, Rückabwicklungsaufwendungen oder sonstige kostenintensive
Maßnahmen folgen. Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen in verschiedenen
Ländern, in denen die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften tätig waren oder
sind, begannen vor etlichen Jahren mit Untersuchungen zu Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang
mit Devisenkursfixings und dem Devisengeschäft allgemein. Im Zuge dieser Aktivitäten
haben Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen auch Prüfungen in Bezug auf die
Commerzbank angestrengt oder haben sich mit Auskunftsersuchen an die Commerzbank gewandt.
Die Commerzbank kooperierte vollumfänglich mit diesen Stellen und arbeitete die Sachverhalte
auf Grundlage eigener umfassender Untersuchungen auf. Die Vorgänge sind bis auf eine
Ausnahme nicht mehr aktiv; in diesem Fall wurde der Vorgang von der untersuchenden
Behörde an das nationale Wettbewerbstribunal abgegeben. Finanzielle Konsequenzen aus
einzelnen dieser Sachverhalte sind nicht auszuschließen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im Zusammenhang mit Aktiengeschäften um
den Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte) der Commerzbank und der ehemaligen
Dresdner Bank. Die Commerzbank hatte bereits Ende 2015 eine forensische Analyse zu
Cum-Ex-Geschäften beauftragt, die im Hinblick auf die Aktiengeschäfte der Commerzbank
Anfang 2018 und bezüglich der Aktiengeschäfte der ehemaligen Dresdner Bank im September
2019 abgeschlossen wurde. Alle Steuernachforderungen durch die Finanzbehörden wurden
beglichen. Seit September 2019 finden bei der Commerzbank Ermittlungen der Staatsanwaltschaft
Köln in einem separaten Verfahren zu Cum-Ex-Geschäften statt. Die Staatsanwaltschaft
Köln ermittelt wegen des Verdachts, dass die Bank (einschließlich Dresdner Bank) in
verschiedenen Rollen an Cum-Ex-Geschäften mitgewirkt hat, unter anderem dadurch, dass
sie Dritte, die als Leerverkäufer gehandelt haben sollen, mit Aktien beliefert hat.
Es geht in diesem Verfahren nach derzeitigem Verständnis nicht um eigene Steueranrechnungsansprüche
der Commerzbank im Hinblick auf Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag auf Dividenden. Im Zusammenhang mit Untersuchungen zu "Cum-Ex" kooperiert die Commerzbank vollumfänglich
mit den Ermittlungsbehörden. Das Ob und die Höhe einer sich daraus eventuell ergebenden
Belastung kann derzeit nicht prognostiziert werden. Mit BMF-Schreiben vom 17. Juli 2017 hat sich die Finanzverwaltung zur Behandlung
von "Cum-Cum-Geschäften" geäußert. Danach beabsichtigt sie, diese für die Vergangenheit
unter dem Aspekt des "Gestaltungsmissbrauchs" kritisch zu prüfen. Nach der im Schreiben
des BMF geäußerten Auffassung ist von einem Gestaltungsmissbrauch im Sinne von § 42
AO auszugehen, soweit kein wirtschaftlich vernünftiger Grund für das getätigte Geschäft
vorliegt und der Geschäftsvorfall insgesamt eine steuerinduzierte Gestaltung (Steuerarbitrage)
aufweist. Das Schreiben beinhaltet eine nicht abschließende Aufzählung von Fallgestaltungen,
welche durch das BMF steuerlich bewertet werden. Im Rahmen der aktuellen steuerlichen
Außenprüfung der Commerzbank AG hat die Betriebsprüfung zur Behandlung dieser Geschäfte
in Form von Prüfungsanmerkungen Stellung genommen. Hierzu finden weitere Gespräche
statt. Ferner wurde im Rahmen der Veranlagungen der Jahre 2014 und 2015 durch das
Finanzamt die Anrechnung der Kapitalertragsteuer entsprechend gekürzt. Die Commerzbank
AG hat daraufhin Wertberichtigungen hinsichtlich bilanzierter Anrechnungsforderungen
vorgenommen beziehungsweise zusätzliche Rückstellungen im Hinblick auf mögliche Rückzahlungsansprüche
gebildet, um die geänderte Risikosituation angemessen zu reflektieren. Es kann nicht
vollständig ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren Entwicklung, zum
Beispiel aus der Bewertung durch die Finanzgerichte, eine anderslautende Einschätzung
ergeben könnte. Im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte sieht sich die Commerzbank Ersatzansprüchen
Dritter aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt. Die Erfolgsaussichten
solcher Ansprüche schätzt die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen als
eher unwahrscheinlich ein, sie sind aber nicht ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten
sich auf Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen im höheren zweistelligen
Millionenbereich zuzüglich Nachzahlungszinsen ergeben. Es kann nicht vollständig ausgeschlossen
werden, dass sich im Rahmen der weiteren Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung
durch die Finanzbehörden und der Finanz-/Zivilgerichte, eine anderslautende Einschätzung
ergeben könnte. Für die steuerlichen Risiken ist entsprechende Vorsorge gebildet. Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2017 von einem polnischen
Gericht eine Sammelklage wegen angeblicher Unwirksamkeit von Indexklauseln in Darlehensverträgen
in Schweizer Franken (CHF) zugelassen. Im Oktober 2018 wurde die Sammelklage erstinstanzlich
vollumfänglich abgewiesen. Die Kläger haben gegen das Urteil Berufung eingelegt. Im
März 2020 hat das Berufungsgericht das Urteil des erstinstanzlichen Gerichts teilweise
aufgehoben und zurückverwiesen. Die Tochtergesellschaft prüft Rechtsmittel gegen diese
Entscheidung. Der Sammelklage haben sich insgesamt 1 731 Kläger angeschlossen. Anfang
Juni 2020 hat das Berufungsgericht eine einstweilige Verfügung über die Aufhebung
von Zinszahlungs- und Tilgungsverpflichtungen erlassen und es der Tochtergesellschaft
untersagt, Fälligkeitsmitteilungen oder Kündigungserklärungen zu erteilen. Die Tochtergesellschaft
hat Beschwerde gegen diese Entscheidung eingelegt. Unabhängig davon klagen zahlreiche
Darlehensnehmer aus den gleichen Gründen im Wege von Einzelklagen gegen die Tochtergesellschaft
der Commerzbank. Neben der Sammelklage sind zum 30. Juni 2020 4 596 weitere Einzelverfahren
anhängig. Die Tochtergesellschaft tritt jeder Klage entgegen. Die Einzelklagen wurden
überwiegend final durch die Tochtergesellschaft gewonnen. Die Rechtsprechung der polnischen Gerichte zu Darlehen mit Indexierungsklauseln insgesamt
ist bisher uneinheitlich. Dies und die Anzahl der ergangenen Urteile reicht für eine
verlässliche Einschätzung der künftigen Rechtsprechung nicht aus. Vor diesem Hintergrund werden neben den bereits eingegangenen auch mögliche zukünftige
Klagen in Bezug auf das bestehende und das bereits zurückgezahlte Portfolio bei der
Ermittlung der Rückstellung berücksichtigt. Der Konzern/die Tochtergesellschaft bewertet
die Rückstellung für Einzelklagen bezüglich bestehender und bereits zurückgezahlter
Darlehen mit CHFIndexierungsklauseln mit Hilfe der nach IAS 37 zulässigen Erwartungswertmethode.
Die Rückstellung bezieht sich sowohl auf das zum 30. Juni 2020 bestehende Portfolio
mit einem Buchwert in Höhe von 3,1 Mrd. Euro sowie auf das bereits zurückgezahlte
Portfolio. Das bereits zurückgezahlte Portfolio betrug bei Ausreichung 6,5 Mrd. polnische
Zloty. Die Rückstellung zum 30. Juni 2020 für Einzelklagen beläuft sich auf 137,2
Mio. Euro. Die Methodik zur Ermittlung der Rückstellung basiert auf Parametern, welche vielfältig,
ermessensbehaftet und zum Teil mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind. Wesentliche
Parameter sind die geschätzte Gesamtanzahl von Klägern, die Wahrscheinlichkeit, einen
Prozess in letzter Instanz zu verlieren, die Höhe des Verlustes sowie die Entwicklung
des Wechselkurses. Schwankungen der Parameter sowie deren Interdependenzen können
dazu führen, dass die Rückstellung zukünftig der Höhe nach wesentlich angepasst werden
muss. Einzelne der oben genannten Verfahren können auch Auswirkungen auf die Reputation
der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaften haben. Der Konzern bildet Rückstellungen
für diese Verfahren, soweit die daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich
sind und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau bestimmbar ist. Da die Entwicklung
dieser Verfahren mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, kann nicht ausgeschlossen
werden, dass sich die gebildeten Rückstellungen nach abschließenden Verfahrensentscheidungen
teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können erhebliche zusätzliche Aufwendungen
entstehen. Dies trifft auch auf rechtliche Verfahren zu, für die aus Sicht des Konzerns
keine Rückstellungen zu bilden waren. Der endgültige Ausgang einzelner rechtlicher
Verfahren kann das Ergebnis und den Cashflow der Commerzbank in einer bestimmten Berichtsperiode
beeinflussen, schlimmstenfalls ist nicht völlig auszuschließen, dass die daraus eventuell
resultierenden Verpflichtungen auch wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz-
und Vermögenslage haben. Weitere Informationen über rechtliche Verfahren können der Note 37 zu den Rückstellungen
und der Note 38 zu den Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen des Zwischenabschlusses
entnommen werden. Compliance-Risiken Im Jahr 2015 hat die Commerzbank Vergleiche mit verschiedenen US-Behörden bezüglich
Verstößen gegen US-Sanktions- sowie Geldwäschepräventionsbestimmungen erzielt. Im
Hinblick auf die Feststellungen im Rahmen der Settlements hat die Bank einen Großteil
dieser Feststellungen abgearbeitet. Zwischenzeitlich wurden das Deferred Prosecution
Agreement mit dem District Attorney New York sowie das Deferred Prosecution Agreement
mit dem US-Justizministerium im März 2018 beziehungsweise im Mai 2018 nach Konsultation
mit den jeweiligen Staatsanwaltschaften aufgehoben. Darüber hinaus hat die Bank verschiedene
Zwischenberichte sowie am 15. Oktober 2018 den Abschlussbericht des vom New York State
Department of Financial Services (DFS) bestellten Monitors erhalten, die die Bank
mit entsprechenden Implementierungsplänen beantwortet hat. Bei der Umsetzung der Implementierungspläne
hat die Bank weiterhin gute Fortschritte erzielt und den Großteil der Maßnahmen abgearbeitet.
Der US-Monitor hat seine Untersuchungshandlungen vor Ort mit dem Abschlussbericht
vom 15. Oktober 2018 beendet. Nach den Bestimmungen des Engagement Letters zwischen
der Bank und dem Monitor endete das Monitorship am 24. Juni 2019. Die offizielle Bestätigung
des DFS, dass die Commerzbank nach dem Monitorship-Verfahren wieder in der regulären
Bankenaufsicht beaufsichtigt wird, steht noch aus. Gemäß den Anforderungen des Financial Services and Markets Act 2000 (FSMA) hat die
Commerzbank London im Jahr 2017 ein Beratungsunternehmen als sogenannte "Skilled Person"
mandatiert. Das Beratungsunternehmen hat eine Überprüfung bestehender Strukturen und
Prozesse (insbesondere bezüglich Geldwäsche/ Terrorismusfinanzierung sowie Sanktionen/Embargos)
vorgenommen und einen Bericht an die britische Financial Conduct Authority (FCA) erstellt.
Die Commerzbank London hat im Anschluss ein umfassendes Abarbeitungsprojekt aufgesetzt,
dessen Umsetzung die "Skilled Person" evaluierte und dazu halbjährlich an die FCA
berichtete. Nach Abschluss der vierten und letzten Phase wurden wesentliche Fortschritte
erzielt. Entsprechend informierte die FCA die Bank am 16. Juni 2020 vorab via Email,
dass der "Skilled-Person"-Prozess zum Abschluß gekommen ist. Eine geringe Anzahl von
abzuarbeitenden Themen ist in die Linie übergeleitet worden, deren Erledigung seitens
Group Audit überprüft wird. Bereits am 14. Mai 2020 erhielt die Bank eine sogenannte
"warning notice" von der FCA. Diese bezog sich auf seitens der FCA im Jahr 2017 identifizierte
Schwachstellen in den Jahren 2012 bis 2017 (Geldwäscheprävention, Know-your-Customer
(KYC) und Transaktionsmonitoring). Die Bank erzielte am 17. Juni 2020 eine Einigung
mit der FCA über eine Strafzahlung in Höhe von 37,8 Mio. britische Pfund. Die Commerzbank ist seit dem 31. Dezember 2012 vorläufig als Swap Dealer bei der
US-Behörde U.S. Commodity Futures Trading Commission (CFTC) registriert. Am 8. November
2018 hat sich die Commerzbank mit der CFTC im Rahmen einer "Consent Order" auf die
Beilegung eines Ermittlungsverfahrens bezüglich der Verletzung von US-Swap-Dealer-Vorschriften
aus dem U.S. Commodity Exchange Act und aus Verordnungen der CFTC geeinigt. In Übereinstimmung
mit dieser Einigung hat die Commerzbank einen von der CFTC genehmigten externen Berater
(sogenannter "Compliance Consultant") für einen Zeitraum von zwei Jahren beauftragt.
Die CFTC kann diesen Zeitraum nach eigenem Ermessen um ein Jahr verlängern, je nachdem,
wie sie die Gegenmaßnahmen der Commerzbank beurteilt. Der Compliance Consultant hat
seine Arbeit im April 2019 aufgenommen und seinen ersten Bericht am 17. Juni der CFTC
zur Verfügung gestellt. Der finale Bericht enthält 51 Empfehlungen sowie 25 Beobachtungen,
welche Abarbeitung beziehungsweise Verbesserungen erfordern. Auf Anforderung der Hong Kong Monetary Authority (HKMA) hatte die Commerzbank Hongkong
einen externen Berater mit einer Überprüfung der Umsetzung der lokalen Kontroll- und
Steuerungsstrukturen (Governance) der Niederlassung beauftragt. Der externe Berater
hat seine Prüfung im Sommer beendet und einen Bericht mit den Ergebnissen der Prüfungen
zur Verfügung gestellt; die Abarbeitung der einzeln adressierten Feststellungen ist
abgeschlossen. Das Branch-Projekt zur Implementierung eines regulatorischen Inventars
als Übersicht bestehender beziehungsweise relevanter lokaler regulatorischer Anforderungen
hat das regulatorische Inventar sowie die Abdeckungsanalyse plangemäß finalisiert.
Die entsprechende Umsetzung in der schriftlich fixierten Ordnung sowie den Kontrollen
soll bis zum Ende des dritten Quartals 2020 abgeschlossen sein. Cyber-Risiken Cyber-Risiken umfassen Risiken mit einer unmittelbaren Sicherheitsrelevanz oder Risiken,
die in eine Sicherheitsrelevanz münden (jeweils im Cyber-Raum). Der für die Commerzbank
relevante Teil des Cyber-Raums umfasst hierbei alle vernetzten IT-Umgebungen innerhalb
der Bank sowie außerhalb der Bank in Richtung Kunden, Geschäftspartner und Dienstleister.
Cyber-Risiken beschäftigen sich demnach mit der digitalen Repräsentation der Bank-Assets
(Daten, Informationen) innerhalb des Cyber-Raums. Für Cyber-Risiken gelten uneingeschränkt die strategischen Leitplanken aus der übergeordneten
Gesamtrisikostrategie sowie der Informationssicherheitsstrategie. Um Cyber-Risiken auf organisatorischer Ebene zu begegnen, hat die Commerzbank neben
den etablierten Governance-Prozessen der Informationssicherheit, dem zugehörigen RisikoReporting
über Key-Risk-Indikatoren und der Steuerung über das Interne Kontrollsystem (IKS)
ein Cyber-Security-Programm aufgesetzt, das spezifische Aspekte der Cyber-Sicherheit
im Fokus hat. Die Ergebnisse aus dem Cyber-Security-Programm fließen sowohl in das
IKS als auch in das Risikoberichtswesen der Bank ein. Seit 1. Januar 2020 erfolgt die Steuerung der Cyber- und Informationssicherheitsrisiken
durch den neuen Konzernbereich "Group Risk Management - Cyber Risk & Information Security"
und obliegt der Hoheit des Group Chief Information Security Officers (CISO). Cyber-Risiken wirken sich in der Regel auf die anderen wesentlichen Risikoarten der
Bank aus ebenso wie auch die Operationellen Risiken. Dabei ist zwischen direkten und
indirekten Auswirkungen zu unterscheiden. Im Rahmen der Corona-Pandemie gibt es aktuell keine konkreten Corona-spezifischen
Angriffsmuster oder andere Anomalien gegen unser Institut, andere Finanzdienstleister
oder Finanzmarktinfrastrukturen. Darüber hinaus sehen wir derzeit keine zusätzlichen
Angriffsmethoden oder eine Ausweitung der Angriffsoberfläche im Zusammenhang mit der
verstärkten "remote"-Nutzung von Bankressourcen, etwa im Zusammenhang mit "split operations"
oder "home office". Jedoch gibt es eine Reihe von Angriffsvektoren, die darauf abzielen, die Ängste der
Bürger zu nutzen, um kriminelle Aktivitäten durchzuführen (zum Beispiel mutmaßliche
Emails der WHO über Vorsichtsmaßnahmen). Dieser Ansatz firmiert medial unter der Bezeichnung
"Fearware" und meint konkret die häufigste Durchführungsform, nämlich eine Kombination
aus Schadsoftware (Malware) und sozialer Manipulation (Social Engineering), die auf
die Angst des jeweiligen Betroffenen setzt. Hinsichtlich unserer Kunden achten wir über das normale Maß hinaus auf transaktionale
Anomalien, insbesondere im Kontext betrügerischer Absichten mit Bezug zur Corona-Pandemie. Modellrisiko Unter Modellrisiko wird das Risiko von fehlerhaften Steuerungsentscheidungen aufgrund
einer nicht sachgerechten Abbildung der Wirklichkeit durch die verwendeten Modelle
verstanden. Als Ursachen für Modellrisiken unterscheiden wir zwischen Modellrisiko
aus Überschreitungen der Modellgrenzen und Modellrisiko aus Modellfehlern (handwerkliche
Fehler bei der Modellentwicklung/-implementierung). Analog zum Fokus der Gesamtrisikostrategie,
eine ausreichende Kapital- und Liquiditätsausstattung der Bank sicherzustellen, stehen
für die Risikosteuerung die Modelle zur Beurteilung der Risikotragfähigkeit (Kapitalbedarf
nach den Regularien des Baseler Rahmenwerks beziehungsweise ökonomisch gemessener
Kapitalbedarf) sowie der Liquiditätsausstattung im Mittelpunkt. Die Grundprinzipien der Modellrisikosteuerung sind die Identifizierung und Vermeidung
von Modellrisiken sowie die angemessene Berücksichtigung bekannter Modellrisiken (zum
Beispiel durch konservative Kalibrierung oder Berücksichtigung von Sicherheitsmargen
beziehungsweise Modellreserven). Nicht bekannte und daher nicht mitigierbare Modellrisiken
werden in Kauf genommen als inhärentes Risiko der Komplexität des Geschäftsmodells
der Commerzbank. Hinsichtlich der Governance im Rahmen der Modellrisikosteuerung werden
Anforderungen zu Modellvalidierung und Modelländerungen festgelegt. Die aktuelle Corona-Pandemie mit ihren erheblichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen
Auswirkungen sowie der mitigierenden Unterstützung durch die Staaten stellt die eingesetzten
Risikomodelle vor große Herausforderungen. Die Commerzbank hat eine Reihe von Maßnahmen
eingeleitet, um dem erhöhten Modellrisiko zu begegnen und eine angemessene Steuerung
auch in der aktuellen Phase sicherstellen zu können. Dazu wurde unter anderem die
laufende Überwachung der Leistungsfähigkeit der Modelle ausgeweitet und es wurden
Prozesse zum Einsatz der Modelle teilweise geschärft beziehungsweise angepasst. Disclaimer Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung,
die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen
dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche.
Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet.
Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling
und durch die interne Revision sowie durch die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden.
Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht
alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes
Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung
gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen
können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen
unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei
Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen
Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben. ZwischenabschlussGesamtergebnisrechnungGewinn- und-Verlust-Rechnungscroll
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären
zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine
Wandel oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit
dem unverwässerten identisch. Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnungscroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Für die ersten sechs Monate stellte sich das Sonstige Periodenergebnis wie folgt
dar: scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Im zweiten Quartal entwickelte sich das sonstige Periodenergebnis wie folgt: scroll
Gewinn- und-Verlust-Rechnung (Quartalsaufteilung)scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). BilanzAktiva | Mio. €scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Passiva | Mio. €scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). scroll
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Beinhaltet die Zusätzliche Tier-1-Anleihe (AT1-Anleihe), die eine unbesicherte und
nachrangige Anleihe darstellt und nach IFRS als Eigenkapital klassifiziert ist. AT1-Anleihe Im dritten Quartal 2019 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft ihre erste Additional-Tier-1-Anleihe
(AT1-Anleihe) gemäß Capital Requirements Regulation (CRR) begeben. Die Anleihe hat
ein Volumen von 1 Mrd. USD und einen festen Kupon von 7,0 % pro Jahr. Das Instrument
hat eine unbestimmte Laufzeit und einen frühestmöglichen Kündigungstermin im April
2025. Des Weiteren sehen die Anleihebedingungen ein zeitweiliges Herabschreiben für
den Fall vor, dass die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank unter die Marke
von 5,125 % fällt. Diese nachrangige AT1-Anleihe haben wir gemäß IFRS als Eigenkapital
klassifiziert und abzüglich Emissionskosten von 9 Mio. USD gesondert im Posten "Zusätzliche
Eigenkapitalbestandteile" dargestellt. Im zweiten Quartal 2020 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft ein Emissionsprogramm
für zusätzliches Kernkapital (Addi-tional-Tier-1-Kapital, AT1) aufgelegt, mit dem
sie sukzessive in den nächsten Jahren nachrangige Schuldverschreibungen mit einem
Nennbetrag von bis zu 3 Mrd. Euro begeben kann. Bis zum 30. Juni 2020 wurde eine AT1-Anleihe
mit einem Volumen von 1,25 Mrd. Euro und einem festen Kupon von 6,125 % pro Jahr begeben.
Das Instrument hat eine unbestimmte Laufzeit und einen frühestmöglichen Kündigungstermin
im Oktober 2025. Ansonsten sind die Anleihebedingungen im Vergleich zur ersten AT1-Anleihe
unverändert. Diese nachrangige AT1-Anleihe haben wir gemäß IFRS ebenfalls als Eigenkapital
klassifiziert und abzüglich Emissionskosten von 9 Mio. Euro gesondert im Posten "Zusätzliche
Eigenkapitalbestandteile" dargestellt. Sonstige Veränderungen Die Hauptversammlung der Commerzbank Aktiengesellschaft hat am 13. Mai 2020 entschieden
keine Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2019 auszuschütten. Damit folgt die
Commerzbank der Empfehlung der Europäischen Zentralbank vom 27. März 2020, angesichts
der Unsicherheiten infolge der Corona-Pandemie bis zumindest 1. Oktober 2020 für die
Jahre 2019 und 2020 keine Dividende auszuschütten. Für das laufende Geschäftsjahr
2020 wird die Commerzbank solange keine Dividendenzahlung vorsehen, bis die Unsicherheiten
durch die Corona-Pandemie beendet sind. Danach wird der Vorstand darüber gegebenenfalls
neu entscheiden. Auf die Anderen Rücklagen entfielen zum 30. Juni 2020 keine wesentlichen Effekte
aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Vermögenswerten aus Veräußerungsgruppen. Die wesentlichen Veränderungen der Rücklage aus der Währungsumrechnung resultierten
im laufenden Geschäftsjahr aus den Währungen US-Dollar, polnischer Zloty, britisches
Pfund russischer Rubel und brasilianischer Real. In den Sonstigen Veränderungen sind
im Wesentlichen Veränderungen aus erfolgsneutralen Steuern enthalten. Die Veränderungen im Anteilsbesitz von - 173 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2020 ergaben
sich ausschließlich aus dem Erwerb von weiteren Anteilen an der bereits konsolidierten
Gesellschaft comdirect bank Aktiengesellschaft. Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung)scroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund geändertem Ausweis (siehe Note 3). Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als
gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts-
beziehungsweise Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt. Anhang (ausgewählte Notes)Allgemeine Grundlagen(1) Rechnungslegungsgrundsätze Der Commerzbank-Konzern hat seinen Sitz in Frankfurt am Main. Das Mutterunternehmen
ist die Commerzbank Aktiengesellschaft, die beim Amtsgericht Frankfurt am Main im
Handelsregister mit der Nummer HRB 32000 eingetragen ist. Unser Zwischenabschluss
zum 30. Juni 2020 wurde im Einklang mit § 315e HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002
(IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002 aufgestellt.
Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards
auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten
und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren
Auslegungen durch das IFRS Interpretations Committee zur Anwendung. Der Zwischenabschluss
berücksichtigt insbesondere auch die Anforderungen des IAS 34 an die Zwischenberichterstattung. Alle für das Geschäftsjahr 2020 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und
Interpretationen wurden berücksichtigt. Von der vorzeitigen Anwendung von Standards
und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2021 oder später umzusetzen sind,
haben wir abgesehen. Der Zwischenlagebericht einschließlich des separaten Zwischenrisikoberichts gemäß
§ 315 HGB ist auf den Seiten 7 bis 35 unseres Zwischenberichts veröffentlicht. Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden. Für die Vollkonsolidierung sowie für die at-Equity-Bewertung
verwenden wir im Wesentlichen zum 30. Juni 2020 erstellte Abschlüsse. Der Konzernabschluss wird in Euro, der Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Alle
Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt.
Alle Beträge unter 500 000,00 Euro werden als Null beziehungsweise Nullsalden mit
einem Strich dargestellt. Aufgrund von Rundungen ist es in Einzelfällen möglich, dass
sich einzelne Zahlen nicht exakt zur angegebenen Summe addieren. (2) Erstmals anzuwendende, überarbeitete und neue Standards und InterpretationenErstmals anzuwendende Standards und InterpretationenIBOR-Reform Im Rahmen der Interbank Offered Rates Reform (IBOR-Reform) werden die IBOR-Referenzzinssätze
sowie der EONIA durch den Euro Short Term Rate (€STR) abgelöst. Die Ablösung wird
voraussichtlich bis spätestens zum Jahresende 2021 erfolgt sein und ist zudem abhängig
von der Akzeptanz und Etablierung der neuen Referenzzinssätze im Markt. Die Commerzbank hat ein IBOR-Reformprogramm implementiert, mit dem Ziel, einen reibungslosen
Übergang auf alternative Referenzzinssätze sicherzustellen. Aufgrund der Änderungen durch die IBOR Reform wurden in Phase eins die Standards
IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 überarbeitet und veröffentlicht. Diese Überarbeitungen sind
in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar
2020 beginnen und betreffen den Zeitraum bis zur eigentlichen Umstellung. Die Commerzbank
hat entschieden, die im Rahmen der Überarbeitungen durch das IASB gewährten Erleichterungen
für Sicherungsbeziehungen in Anspruch zu nehmen und keine Änderungen an der bisherigen
Vorgehensweise vorzunehmen. Damit hat die Commerzbank die für die erste Phase des
Projekts IBOR Reform notwendigen Entscheidungen getroffen. Im Rahmen der zweiten Phase steht die Umstellung bestimmter Produkte von EONIA auf
€STR Diskontierung im zweiten Halbjahr 2020 an, für die die Bank gegenwärtig alle
Vorbereitungen durchführt. Darüber hinaus wird im Laufe des weiteren Jahres die Analyse
für die anstehende Diskontierungsänderung von Effective Federal Fund Rate (EFFR) auf
Secured Overnight Financing Rate (SOFR) ausgeweitet. European Single Electronic Format (ESEF) Die EU-Kommission hat einen technischen Regulierungsstandard, European Single Electronic
Format(ESEF), vorgegeben, wonach alle Unternehmen verpflichtet sind ihre Jahresabschlüsse
in einem einheitlichen Format, Extensible Hypertext Markup Language (xhtml) zu berichten.
Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder
nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Die Commerzbank Aktiengesellschaft bereitet aktuell
die Erfüllung dieser Vorgaben vor und wird den Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2020
entsprechend den ESEF Vorgaben veröffentlichen. Überarbeitete Standards Bei der Überarbeitung der Standards IAS 1 und IAS 8 handelt es sich um Änderungen,
welche die Definition von Wesentlichkeit für die Aufnahme von Informationen in den
Abschluss schärfen und im Rahmenkonzept und den unterschiedlichen Standards vereinheitlichen.
Aus diesen Änderungen ergeben sich keine materiellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die überarbeiteten Standards sind für Geschäftsjahre anzuwenden die am oder nach dem
1. Januar 2020 beginnen. Das Endorsement der Amendments to References to the Conceptual Framework in IFRS
Standards erfolgte im November 2019. Mit dieser Verordnung werden Änderungen der Verweise
auf das Rahmenkonzept in IFRS Standards übernommen. Die Änderungen haben Auswirkungen
auf die Standards IAS1, IAS 8, IAS 34, IAS 37, IAS 38, IFRS 2, IFRS 3, IFRS 6, IFRIC
12, IFRIC 19, IFRIC 20, IFRIC 22 und SIC 32 sind für alle Geschäftsjahre anzuwenden
die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Der überarbeitete Standard IFRS 3 befasst sich mit genaueren Spezifizierungen zur
Bestimmung, ob es sich um den Erwerb eines Geschäftsbetriebs oder den Erwerb einer
Gruppe von Vermögenswerten handelt. Der Endorsement Prozess ist abgeschlossen. Die
Änderung ist für alle Geschäftsjahre anzuwenden die am oder nach dem 1. Januar 2020
beginnen. Die Corona-Pandemie bedingte Änderung des IFRS 16 soll den Leasingnehmern die Bilanzierung
von Zugeständnissen, die in Verbindung mit der Corona-Pandemie stehen, bei Stundung
von Mietraten und Mietpreisnachlässen erleichtern. Aus dieser Änderung ergibt sich
keine materielle Auswirkung auf den Konzernzwischenabschluss. Der überarbeitete Standard
ist für Berichtsperioden anzuwenden die am oder nach dem 1. Juni 2020 beginnen. Das
EU-Endorsement ist noch ausstehend. Die Änderungen des IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen
beziehen sich auf die Definition und Inhalte der Erfüllungskosten eines Vertrages
welche ein Unternehmen bei der Beurteilung einzubeziehen hat. Der Überarbeitete Standard
ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen Die jährlichen Verbesserungen 2018-2020 führen zu geringfügigen Änderungen des IFRS
1, Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards, IFRS 9 Finanzinstrumente,
und IFRS 16 Leasingsverhältnisse. Der überarbeitete Standard ist für Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen. Alle weiteren verabschiedeten Standardänderungen haben nach jetzigem Stand keinen
wesentlichen Einfluss auf unseren Konzernabschluss. Neue Standards Der im Mai 2017 veröffentlichte neue Rechnungslegungsstandard IFRS 17 zu Versicherungsverträgen
("Insurance contracts") wird den Standard IFRS 4 ersetzen. Der neue Standard ist nicht
nur für die Versicherungsunternehmen relevant, sondern betrifft alle Unternehmen,
die Versicherungsverträge im Anwendungsbereich des Standards begeben. IFRS 17 verfolgt
dabei das Ziel einer konsistenten, prinzipienbasierten Bilanzierung für Versicherungsverträge
und sieht eine Bewertung von Versicherungsverbindlichkeiten zum aktuellen Erfüllungswert
statt historischer Anschaffungskosten vor. Ebenso soll eine einheitliche Grundlage
in Bezug auf den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis und die Anhangsangaben für Versicherungsverträge
geschaffen werden. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden,
die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen und bedarf noch der Übernahme in europäisches
Recht. Aus unseren derzeitigen Analysen erwarten wir keine nennenswerten Auswirkungen
auf den Konzernabschluss. (3) Anpassungen Bei einer als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft
wurde eine retrospektive Anpassung der Nutzungsrechte für Leasing vorgenommen. Durch
diese Änderung erhöhten sich die Zinserträge um 2 Mio. Euro, die Abschreibungen verminderten
sich um 3 Mio. Euro und das Sonstige Ergebnis erhöhte sich marginal. Zudem stiegen
die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte - Darlehen
und Forderungen zum 30. Juni 2019 um 66 Mio. Euro an, dagegen verminderten sich die
Sachanlagen um 61 Mio. Euro. Durch diese Anpassungen erhöhte sich das Konzernergebnis
im zweiten Quartal um 5 Mio. Euro. Korrespondierend dazu erhöhten sich die Gewinnrücklagen
in gleicher Höhe. Diese Anpassung wurde bereits im Konzernabschluss zum 31.12.2019
berücksichtigt. Wesentliche Auswirkungen auf die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis
je Aktie haben sich nicht ergeben. Bei einer als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft
wurde eine retrospektive Anpassung in den Pflichtbeiträgen vorgenommen. Dadurch verminderten
sich die die Pflichtbeiträge um 9 Mio. Euro und das Konzernergebnis erhöhte sich dagegen
in gleicher Höhe. Durch diese Anpassungen erhöhte sich das Ergebnis je Aktie zum 30.
Juni 2019 um 0,01 Euro. Die Sonstige Passiva zum 30. Juni 2019 erhöhte sich aufgrund
steuerlicher Auswirkungen um 1 Mio. Euro. Dagegen verminderten sich die Gewinnrücklagen
um 1 Mio. Euro und die Nicht beherrschten Anteile um 0 Mio. Euro. Durch diese Anpassung
verminderten sich die Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2019 um 5 Mio. Euro und die Nicht
beherrschenden Anteile um 3 Mio. Euro. Des Weiteren ergab sich eine Fehlerkorrektur bei den Wertberichtigungen für Risiken
aus Darlehen und Forderungen - Amortised Cost aufgrund der systematischen Berücksichtigung
von zu langen Laufzeiten für Forderungen aus Akkreditiven, welche eine Reduktion des
Wertberichtigungsbestands zum 30. Juni 2019 von 23 Mio. Euro zur Folge hatte. In diesem
Zusammenhang verminderten sich die latenten Ertragsteueransprüche zum 30. Juni 2019
um 5 Mio. Euro. Dagegen erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen für außerbilanzielle
Geschäfte um 5 Mio. Euro und die Gewinnrücklagen um 12 Mio. Euro. Es ergaben sich
keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis
je Aktie. Durch die Anpassungen erhöhten sich die Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2019
um 12 Mio. Euro. Hierbei handelt es sich um Veränderungen aufgrund der Erstanwendung
von IFRS 9. In der Kapitalflussrechnung wurden abgehende Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten
(nachrangige Verbindlichkeiten) über 1 608 Mio. Euro, 152 Mio. Euro aus Investitionstätigkeiten
sowie 176 Mio. Euro aus Leasingverhältnissen, die im Vorjahr noch im operativen Cashflow
gezeigt wurden, in den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umgegliedert. Durch diese
Anpassungen ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Gesamtergebnisrechnung
und das Ergebnis je Aktie. Weiterhin ergab sich eine Fehlerkorrektur bei den latenten Steuern für eine nachrangige
Anleihe. In diesem Zusammenhang verminderten sich die latenten Ertragsteueransprüche
zum 31. Dezember 2019 um 69 Mio. Euro. Korrespondierend dazu verringerten sich die
Gewinnrücklagen in gleicher Höhe. Durch diese Anpassung ergaben sich keine Auswirkungen
auf das Konzernergebnis zum 30. Juni 2019. Jedoch erhöhte sich das Konzernergebnis
zum 31. Dezember 2019 um 40 Mio. Euro. Korrespondierend dazu erhöhte sich das Gesamtergebnis
in gleicher Höhe. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich zum 31. Dezember 2019 um 0,03
Euro. Durch die Anpassungen verminderten sich die Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2019
um 135 Mio. Euro. Darüber hinaus wurde aufgrund von doppelt erfassten Bereitstellungszinsen in den
Vorjahren eine retrospektive Anpassung der Gewinnrücklagen vorgenommen. Durch diese
Änderung verminderten sich die Zinserträge zum 30. Juni 2019 um 2 Mio. Euro und die
Steuern vom Einkommen und Ertrag um 1 Mio. Euro. Zum 31. Dezember 2019 wurden die
Gewinnrücklagen um 9 Mio. Euro, die Sonstigen Aktiva um 13 Mio. Euro und die Tatsächlichen
Ertragsteuerschulden um 1 Mio. Euro verringert. Dagegen stiegen die Latenten Ertragsteueransprüche
um 3 Mio. Euro an. Durch diese Anpassungen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen
auf die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis je Aktie. Durch die Anpassung verminderten
sich die Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2019 um 6 Mio. Euro. Die gesamte Veränderung der genannten Anpassungen auf unsere veröffentlichte Gewinn-
und-Verlust-Rechnung zum 30. Juni 2019 und unsere veröffentlichte Bilanz zum 31. Dezember
2019 sind in den folgenden Tabellen zusammengefasst: scroll
scroll
scroll
(4) Nachtragsbericht Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des Berichtszeitraums
nicht aufgetreten. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden(5) Änderungen Bilanzierungs- und BewertungsmethodenCorona-Pandemie Die Corona-Pandemie hat im 1. Halbjahr 2020 die deutsche Wirtschaft sowie die gesamte
Weltwirtschaft stark beeinflusst und hat somit auch Auswirkungen auf den Zwischenabschluss
des Commerzbank Konzerns. In verschiedenen Arbeitsgruppen und Projekten wurden die
Auswirkungen der Pandemie für die verschiedenen Bereiche des Commerzbank Konzerns
geprüft und entsprechende Maßnahmen beschlossen. Neben den Ausführungen im Zwischenlagebericht
(siehe Seite 17 ff.) finden sich Beschreibungen zu den aktuellen Auswirkungen der
Pandemie im Wesentlichen in unserer Note Kreditrisiken und Kreditverluste (siehe Note
26), sowie in der Note Eigenkapitalveränderungsrechnung, weitere Ausführungen sind
in den Notes 9, 27, 30, 37 und 42 zu finden. Davon abgesehen und mit Ausnahme der in Note 2 beschriebenen Änderungen wenden wir
in diesem Zwischenabschluss die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie
in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 an (vergleiche Geschäftsbericht
2019 Seite 149 ff.). (6) KonsolidierungskreisVerschmelzung comdirect bank Aktiengesellschaft Am 5. Mai 2020 hat die Hauptversammlung der comdirect bank Aktiengesellschaft den
"umwandlungsrechtlichen Squeeze-out" beschlossen. Durch diesen erhalten die bisherigen
Aktionäre der comdirect eine angemessene Barabfindung für ihre Aktien. Im zweiten
Halbjahr 2020 ist die Eintragung in das Handelsregister geplant. Die comdirect geht
dann grundsätzlich als eigene Organisation in die Commerzbank über. Akquisition LeaseLink Sp. z o.o. Im ersten Quartal 2019 hat die mLeasing, eine Leasinggesellschaft aus dem mBank Teilkonzern,
eine 100 % Beteiligung an LeaseLink Sp. z o.o. erworben. LeaseLink ist ein auf LeasingZahlungsdienstleistungen
spezialisiertes Unternehmen aus dem Fintech-Sektor. Der Kaufpreis liegt bei umgerechnet
7 Mio. Euro woraus ein positiver Unterschiedsbetrag (Goodwill) von 6 Mio. Euro entstand. Aus der nachfolgenden Tabelle sind die übernommenen bilanzierten Vermögenswerte und
Schulden ersichtlich, die mit folgenden Werten konsolidiert wurden: scroll
Zwischen der Bilanzierung zum Erwerbszeitpunkt und dem Abschluss der Purchase Price
Allokation ergaben sich nur unwesentliche Unterschiede wodurch sich eine geringe Änderung
des Goodwills ergab. Im ersten Halbjahr 2020 sind keine wesentlichen Gesellschaften in den Konsolidierungskreis
einbezogen worden. Ebenfalls wurden keine Gesellschaften von wesentlicher Bedeutung
veräußert, liquidiert oder aufgrund sonstiger Gründe nicht mehr konsolidiert. Erläuterungen zur Gewinn- und-Verlust-Rechnung(7) Zinsüberschuss In diesem Posten werden die gesamten Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie zinsähnliche
Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, sofern diese nicht aus dem Held-for-Trading-Bestand
resultieren. Zinserträge sind alle aus dem originären Bankgeschäft oder bankähnlichen Geschäften
resultierenden Zinserträge, die primär aus Kapitalüberlassungen resultieren. Zu den Zinsaufwendungen gehören, analog der Zinserträge, alle Zinsaufwendungen, einschließlich
effektivzinsgerechter Auflösungen von (Dis-)Agien oder sonstiger Beträge, sowie zinsähnliche
Aufwendungen im Zusammenhang mit dem gewöhnlichen Bankgeschäft. In den Sonstigen Zinsaufwendungen ist der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen
aus Hedge Accounting enthalten. scroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3).
In diesem Posten werden alle Dividenden aus Aktien und ähnlichen Eigenkapitalinstrumenten
- mit Ausnahme der Dividenden aus Handelsbeständen - ausgewiesen. Wir weisen hier außerdem das laufende Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen
aus, das über Ergebnisabführungsverträge vereinnahmt wird. Die nicht konsolidierten
Tochterunternehmen sind der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L zugeordnet. scroll
Im Geschäftsjahr 2019 wurde in einem Tochterunternehmen des Commerzbank-Konzerns
ein Portfolio europäischer Standardaktien (Blue Chips) in die Kategorie Fair Value
OCI eingestuft. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 wurden aus diesen
Aktien keine Dividendenerträge erfolgswirksam vereinnahmt. (9) Risikoergebnis Das Risikoergebnis beinhaltet erfolgswirksame Risikovorsorgeveränderungen für bilanzielle
und außerbilanzielle Finanzinstrumente, auf die das Impairmentmodell des IFRS 9 anzuwenden
ist. Dies umfasst auch Risikovorsorgeauflösungen bei bilanziellen Abgängen aus planmäßigen
Rückzahlungen, Zuschreibungen und Eingänge auf bereits abgeschriebene Forderungen
sowie Direktabschreibungen, die nicht Ergebnis einer substanziellen Modifikation sind.
Darüber hinaus sind erfolgswirksame Risikovorsorgeänderungen für bestimmte außerbilanzielle
Geschäfte berücksichtigt, die keine Finanzgarantien im Sinne des IFRS 9 darstellen
(bestimmte Avale, Akkreditive, siehe Note 38). scroll
Informationen zur Organisation des Risikomanagements und zu relevanten Kennzahlen
sowie weitere Analysen und Erläuterungen des erwarteten Kreditverlusts können dem
Zwischenlagebericht-dieses Zwischenberichts (siehe Seite 7ff.) entnommen werden. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 sind Belastungen aufgrund der
Corona-Pandemie in Höhe von - 315 Mio. Euro, davon - 154 Mio. Euro Top-Level-Adjustment,
enthalten (siehe Note 26 und im Risikobericht Seite 20 ff). (10) Provisionsüberschuss Im Provisionsüberschuss weisen wir die anfallenden Erträge und Aufwendungen für die
Inanspruchnahme von Dienstleistungen aus. Diese Beträge werden dadurch erzielt, dass
Kunden betriebstechnische Einrichtungen, besondere Geschäftsverbindungen oder die
Kreditwürdigkeit zur Verfügung gestellt werden, ohne dass sich der aktivierte Bestand
der bankgeschäftlichen Forderungen verändert. Dies gilt zudem für Provisionen im Zusammenhang
mit der Veräußerung von Devisen, Sorten und Edelmetallen, wenn es sich dabei um Dienstleistungs-
und nicht um Eigenhandelsgeschäfte handelt. Gleiches gilt umgekehrt bei der Inanspruchnahme
fremder Dienstleistungen durch die Bank. scroll
Die Aufteilung der Provisionserträge nach Art der Dienstleistung und Segmenten auf
Grundlage des IFRS 15 stellt sich wie folgt dar: scroll
scroll
(11) Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten In diesem Posten weisen wir die Ergebnisse aus allen erfolgswirksam zum Fair Value
bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus. Dies beinhaltet
das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading, das Ergebnis aus
Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L sowie das Ergebnis aus
Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option. Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held for Trading bildet den Handelserfolg
der Bank ab und wird als Saldo aus Aufwendungen und Erträgen gezeigt. Dementsprechend
fließen in diese Position ein:
Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value P&L und
das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option beinhaltet ausschließlich
Bewertungs- und Realisierungsergebnisse. Die Aufwendungen und Erträge werden jeweils
als Saldo dargestellt. scroll
(12) Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen Das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen beinhaltet zum einen die Bewertungsergebnisse
aus effektiven Sicherungszusammenhängen im Rahmen des Hedge Accountings (Fair Value
Hedge). Zum anderen enthält das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen den ineffektiven
Teil aus effektiven CashflowHedges. scroll
In der Berichtsperiode wurde erstmals Cash Flow Hedge Accounting für die Absicherung
von Zinsrisiken aus Hypothekendarlehen mit einem Nominal von 287 Mio. Euro und der
Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus Hypothekenanleihen mit einem Nominal von
300 Mio. Euro durch ein Cross Currency Swap angewendet. Im Rahmen dessen wurde der
Rücklage für Cash Flow Hedges ein Betrag von 1 Mio. Euro zugeführt. (13) Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten In dieser Position weisen wir das Veräußerungsergebnis finanzieller Vermögenswerte
der Kategorie Fair Value OCI sowie das Ergebnis aus dem Rückkauf finanzieller Verbindlichkeiten
der Kategorie Amortised Cost aus. Das Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie Amortised
Cost beinhaltet Effekte aus nicht bonitätsinduzierten Verkäufen von zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten. Außerdem sind die Ergebnisse aus
Vertragsanpassungen enthalten, die im Rahmen der Restrukturierung der Kreditverhältnisse
mit Kunden aufgrund der Verschlechterung der Bonität vereinbart werden (substanzielle
Modifikationen). Die Differenz zwischen den fortgeführten Anschaffungskosten und dem Marktwert des
Finanziellen Vermögenswertes der Kategorie Fair Value OCI (mit Recycling) wird bis
zur Veräußerung mit Ausnahme von Wertminderungen (Impairments) erfolgsneutral in der
Neubewertungsrücklage und folglich nicht in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst.
Mit Abgang des Vermögenswertes wird die aus verbrieften Schuldinstrumenten resultierende
Neubewertungsrücklage ergebniswirksam aufgelöst. Beim Abgang finanzieller Verbindlichkeiten der Kategorie Amortised Cost ergibt sich
das Realisierungsergebnis direkt aus der Differenz aus Kaufpreis und fortgeführten
Anschaffungskosten. Zudem werden in diesem Posten Ergebnisse aus Schätzungsänderungen infolge geänderter
Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Cashflows sowie Ergebnisse aus nicht substanziellen
Modifikationen von Finanzinstrumenten der Kategorie Amortised Cost ausgewiesen. scroll
Im Commerzbank-Konzern werden Portfolios von insgesamt 309 Mrd. Euro (Vorjahr: 298
Mrd. Euro) mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Voraussetzung hierfür ist,
dass die enthaltenen Finanzinstrumente dem Business Model "Halten" zugeordnet werden
und dass keine SPPI-schädlichen Nebenabreden vorliegen. Neben Rückzahlungen kann es
aus diesen Portfolios heraus auch zu Verkäufen von Vermögenswerten kommen, ohne dass
grundsätzlich gegen dieses Business Model verstoßen wird. Dies gilt insbesondere dann,
wenn sich die Bonität des Schuldners erheblich verschlechtert hat, beziehungsweise
der Vermögenswert nicht mehr den in den internen Richtlinien geforderten Kriterien
entspricht oder aber im Rahmen von Portfolioumschichtungen der Verkauf kurz vor Fälligkeit
dieser Vermögenswerte erfolgt. Das Abgangsergebnis aus dem Verkauf von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) resultierte
hauptsächlich aus dem Verkauf von Schuldscheindarlehen im Rahmen zulässiger Portfoliomaßnahmen
und der Rückzahlung von Krediten. Die Commerzbank modifiziert teilweise Vertragsbedingungen ausgerichteter Darlehen
im Rahmen nicht substanzieller Modifikationen, die nicht zu einer Ausbuchung des bisherigen
Finanzinstruments führen. Das Ausfallrisiko dieser Vermögenswerte nach der Änderung
wird zum jeweiligen Bilanzstichtag bewertet und mit dem Risiko bei ursprünglichem
Ansatz verglichen. Aufgrund gesetzlicher und privater Moratorien im Zuge der Corona-Pandemie wurden
die Zahlungsströme ausgereichter Darlehen im Rahmen nicht substanzieller Modifikationen
angepasst. Die bestehenden Moratorien führten im Ergebnis nicht zu einem wesentlichen
Effekt. (14) Sonstiges Ergebnis Im Sonstigen Ergebnis sind vor allem Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen
sowie Aufwendungen und Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen enthalten. Des Weiteren wird hier das Realisierungs- und Bewertungsergebnis von assoziierten
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen. scroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). (15) Verwaltungsaufwendungenscroll
scroll
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1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). (16) Pflichtbeiträgescroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). (17) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Zum 30. Juni 2020 belief sich der Konzernsteueraufwand auf 51 Mio. Euro (Vorjahr:
122 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung des Ergebnisses vor Steuern von - 74 Mio. Euro
(Vorjahr: 555 Mio. Euro; Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements, siehe Note 3)
ergab sich eine Konzernsteuerquote von - 68,9 % (Vorjahr: 22,0 %) (Konzernertragsteuersatz:
31,5 %, Vorjahr: 31,5 %). Der Konzernsteueraufwand resultiert im Wesentlichen aus
laufenden Steueraufwendungen des mBank-Teilkonzerns und der comdirect bank Aktiengesellschaft
für die Berichtsperiode. Die negative Steuerquote resultiert aus einem negativen Vorsteuerergebnis
sowie einem Steueraufwand aufgrund nicht abzugsfähiger Betriebsausgaben und Veränderungen
der latenten Steueransprüche. (18) Ergebnis je Aktiescroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären
zurechenbaren Konzernergebnis und wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem
gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl
ermittelt. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- und Optionsrechte
im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch.
Die Zusammensetzung des Operativen Ergebnis ist in der Segmentberichterstattung (siehe
Note 39) definiert. Erläuterungen zur BilanzFinanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten(19) Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost Wenn die vertraglich vereinbarten Cashflows eines finanziellen Vermögenswertes lediglich
Zins- und Tilgungsleistungen darstellen (also SPPI-konform sind) und dieser dem Business
Model "Halten" zugeordnet wurde, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Der Buchwert dieser Finanzinstrumente wird um etwaige Risikovorsorge gekürzt (siehe
Note 26 Kreditrisiken und Kreditverluste). Zinszahlungen für diese Finanzinstrumente werden effektivzinsgerecht im Zinsüberschuss
vereinnahmt. scroll
Für ein Portfolio von britischen Körperschaften emittierten Schuldscheindarlehen
mit einem Buchwert von 2,8 Mrd. Euro wurde zum 1. Januar 2019 eine Änderung des Business
Models vorgenommen. Im Rahmen der geplanten Schließung des Segments Asset & Capital
Recovery (Abbauportfolio) wurde dieses Portfolio innerhalb des Bereichs Treasury gebündelt
und seit dem 1. Januar 2019 durch das Investment Office gesteuert (siehe dazu auch
Note 39). Die Vertriebs- und Verkaufsaktivitäten für dieses Portfolio wurden eingestellt.
Künftige Verkäufe für dieses Portfolio sind seit dem 1. Januar 2019 nur noch bei signifikanter
Bonitätsverschlechterung zulässig. Die Steuerung des Portfolios und Vergütung des
Managements erfolgt nicht mehr auf Fair Value Basis. Für dieses Portfolio besteht
das Ziel darin, vertraglich vereinbarte Cashflows zu erzielen. Die vertraglich vereinbarten
Cashflows stellen ausschließlich Zins- und Tilgungsleistungen im Sinne des IFRS 9
dar. Die Änderung des Business Models führte zu einer Reklassifizierung aus der Bewertungskategorie
mFVPL in die Bewertungskategorie Amortised Cost. Der effektive Zinssatz, der zum Zeitpunkt
der Reklassifizierung ermittelt wurde, lag bei 2,8%. Für die ersten sechs Monaten
des Geschäftsjahres 2020 betragen die Zinserträge für das reklassifizierte Portfolio
44 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 35 Mio. Euro). Zinsaufwendungen sind weder im ersten
Halbjahr 2020 noch im Vorjahreszeitraum angefallen. Zum Stichtag 30. Juni 2020 lag der Fair Value dieses Portfolios bei 3,1 Mrd. Euro
(Vorjahr 3,1 Mrd. Euro). Wäre das Portfolio in der Bewertungskategorie mFVPL geblieben,
wäre die Fair Value Änderung seit Jahresbeginn und gegenläufig die Wertänderungen
der zur Absicherung des Portfolios vorhandenen Derivate ergebniswirksam in der Gewinn-
und Verlust-Rechnung im Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfasst worden. Daraus hätte sich ein Ergebnis
von saldiert - 541 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum - 65 Mio. Euro) ergeben, das hauptsächlich
aus Credit Spread Effekten resultiert hätte. Seit dem Zeitpunkt der Reklassifizierung
ist dieses Portfolio im Portfolio Fair Value Hedge Accounting der Commerzbank designiert. (20) Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost Finanzielle Verbindlichkeiten sind im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich zu
fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten. In den Einlagen sind im Wesentlichen täglich fällige Gelder, Termineinlagen und Spareinlagen
enthalten. In den sonstigen emittierten Schuldtiteln weisen wir auch nachrangige verbriefte
und unverbriefte Emissionen aus, die im Falle einer Insolvenz oder Liquidation erst
nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden. scroll
Die Commerzbank hat in der Berichtsperiode an der dritten Reihe gezielter längerfristiger
Refinanzierungsgeschäfte der EZB (TLTRO III) mit einem Höchstbetrag von 32,3 Mrd.
Euro teilgenommen,. Die Verzinsung hängt von der Entwicklung des Kreditvolumens in
einem Benchmark Portfolio ab, das bei günstiger Entwicklung zu einer Zinsvergünstigung
führt. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 wurden neue Emissionen mit einem
Volumen von 4,5 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum 9,0 Mrd. Euro) begeben. Im gleichen Zeitraum
belief sich das Volumen fälliger Emissionen auf 2,6 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum 7,1
Mrd. Euro) und von Rückzahlungen auf 0,2 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum 0,5 Mrd. Euro). (21) Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI Die Bewertung zum Fair Value mit Erfassung der Wertschwankung im Eigenkapital mit
Recycling (FVOCI mit Recycling) ist vorzunehmen, wenn das Finanzinstrument einem Portfolio
mit dem Business Model "Halten & Verkaufen" zugeordnet wird und zusätzlich die vertraglich
vereinbarten Cashflows lediglich Zins- und Tilgungsleistungen darstellen, und damit
SPPI-konform sind. Die Änderungen des Fair Values werden erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage
(OCI) erfasst, mit Ausnahme von Impairments, die in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung
erfasst werden. Die Bildung der Risikovorsorge wird in Note 26 "Kreditrisiken und
Kreditverluste" dargestellt. Bei Abgang des Finanzinstruments werden die bislang erfolgsneutral
erfassten kumulierten Gewinne oder Verluste vom OCI in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung
umgegliedert (sogenanntes Recycling) und im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten
ausgewiesen. Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden effektivzinsgerecht
im Zinsüberschuss vereinnahmt. Darüber hinaus beinhalten die Finanziellen Vermögenswerte -Fair Value OCI auch Eigenkapitalinstrumente,
für die wir die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling gewählt
haben, wenn diese die Definition von Eigenkapital gemäß IAS 32 erfüllen und nicht
zu Handelszwecken gehalten werden. Eine solche Klassifizierung wird je Finanzinstrument
freiwillig und unwiderruflich festgelegt. Jegliche Gewinne oder Verluste aus diesen
Eigenkapitalinstrumenten werden niemals in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung, sondern
bei Abgang in die Gewinnrücklage umgebucht (ohne Recycling). Diese Eigenkapitalinstrumente
unterliegen keiner Impairmentprüfung. Daraus resultierende Dividendenzahlungen werden
als Dividendenerträge in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst, sofern sie keine
Substanzausschüttungen darstellen. scroll
Im Commerzbank-Konzern wurde in einem Tochterunternehmen ein Portfolio europäischer
Standardaktien (Blue Chips) in die Kategorie Fair Value OCI eingestuft. Zum 30. Juni 2020 liegen keine Aktienbestände vor. Im Vorjahr betrug der Fair Value
des Aktienbestands 49 Mio. Euro. Aus den bereits veräußerten Aktienbeständen wurden
nachträglich Dividendenzahlungen von 1 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 0 Mio. Euro)
im Dividendenergebnis erfolgswirksam vereinnahmt. Des Weiteren wurde durch Verkäufe
aus diesem Portfolio ein Realisierungsergebnis von 1 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro)
erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. (22) Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option Entsprechend den Regelungen des IFRS 9 können bei Vorliegen eines Accounting Mismatchs
auf der Passivseite auch die Steuerung finanzieller Verbindlichkeiten auf Fair-Value-Basis
sowie das Vorliegen trennungspflichtiger eingebetteter Derivate Voraussetzung für
die Anwendung sein. Wird die Fair Value Option für finanzielle Verbindlichkeiten oder für hybride Verträge
angewendet, werden die Fair-Value-Änderungen, die sich aus den Schwankungen des eigenen
Bonitätsrisikos (Own Credit Spread) ergeben, nicht erfolgswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung,
sondern erfolgsneutral (ohne Recycling) im Eigenkapital erfasst. scroll
Für Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde, betrug die
in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 eingetretene kreditrisikobedingte
Änderung der Fair Values - 101 Mio. Euro (Vorjahr: 15 Mio. Euro). Kumuliert belief
sich die Veränderung auf - 88 Mio. Euro (Vorjahr:- 47 Mio. Euro). Durch Abgänge finanzieller Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet
wurde, wurde ein Betrag von 0 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) erfolgsneutral in der
Gewinnrücklage erfasst. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 wurden neue Emissionen mit einem
Volumen von 2,2 Mrd. Euro begeben (Vorjahreszeitraum: 0,1 Mrd. Euro). Im gleichen
Zeitraum belief sich das Volumen der Rückzahlungen auf 0,0 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum:
0,2 Mrd. Euro), ein nennenswertes Volumen fälliger Emissionen gab es in diesem Zeitraum
sowie im Vorjahreszeitraum nicht. (23) Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L In diesem Posten weisen wir Finanzinstrumente aus, die dem residualen Business Model
zugeordnet sind und nicht im Posten Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading
ausgewiesen werden. Außerdem sind hier Geschäfte enthalten, die den Business Models
"Halten" und "Halten & Verkaufen" zugeordnet und nicht SPPI-konform sind. Beispiele
dafür sind Fondsanteile, Genussrechte, stille Einlagen sowie Vermögenswerte, die auf
Fair-Value-Basis gesteuert werden. Unter Eigenkapitalinstrumenten sind ausschließlich Verträge zu verstehen, die einen
Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen
Schulden begründen, wie zum Beispiel Aktien oder Anteile an anderen Kapitalgesellschaften. Eigenkapitalinstrumente sind nicht SPPI-konform, da aus Sicht des Investors kein
Anspruch auf Zins- und Tilgungszahlungen besteht, und werden daher in der Regel erfolgswirksam
zum Fair Value bewertet. Eine Ausnahme davon besteht für Eigenkapitalinstrumente,
für die wir die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling gewählt
haben (siehe Note 21). scroll
(24) Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading In den finanziellen Vermögenswerten - Held for Trading weisen wir zins- und eigenkapitalbezogene
Wertpapiere, Schuldscheindarlehen und sonstige Forderungen, derivative Finanzinstrumente
(Derivate, die nicht für Hedge Accounting qualifizieren) sowie sonstige Handelsbestände
aus, die dem residualen Business Model zuzuordnen sind und zu Handelszwecken gehalten
werden. Diese Finanzinstrumente dienen der Gewinnerzielung aus kurzfristigen Schwankungen
der Preise oder Händlermargen. Die Bewertung dieser finanziellen Vermögenswerte wird unabhängig von der Produktart
erfolgswirksam zum Fair Value vorgenommen. Die Fair-Value-Änderungen des jeweiligen
Geschäfts werden damit erfolgswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung ausgewiesen.
Kann der Fair Value keinem aktiven Markt entnommen werden, bewerten wir die Bestände
grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativer Preise von Preisagenturen
beziehungsweise anderen Kreditinstituten (LeadManagern) oder interner Bewertungsverfahren
(Barwert- oder Optionspreismodellen). Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie die Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse
aus diesen Finanzinstrumenten werden in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung im Ergebnis
aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
erfasst. scroll
(25) Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading In diesem Posten werden derivative Finanzinstrumente (Derivate, die nicht für Hedge
Accounting qualifizieren), eigene Emissionen des Handelsbuchs sowie Lieferverbindlichkeiten
aus Wertpapierleerverkäufen ausgewiesen. scroll
Kreditrisiken und Kreditverluste(26) Kreditrisiken und KreditverlusteGrundsätze und Bewertungen Unter IFRS 9 werden Wertminderungen für Kreditrisiken bei Kreditgeschäften und Wertpapieren,
welche nicht erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind, anhand eines 3-stufigen
Modells auf Basis erwarteter Kreditverluste erfasst. In den Anwendungsbereich dieses
Wertminderungsmodells fallen im Commerzbank-Konzern folgende Finanzinstrumente:
Die Ermittlung der Wertminderungen erfolgt anhand eines 3-stufigen Modells nach folgenden
Vorgaben: In Stage 1 werden grundsätzlich alle Finanzinstrumente erfasst, deren Risiko eines
Kreditausfalls (im Folgenden Ausfallrisiko) sich seit ihrem erstmaligen Bilanzansatz
nicht signifikant erhöht hat. Darüber hinaus enthält Stage 1 sämtliche Geschäfte,
die am Berichtsstichtag ein geringes Ausfallrisiko aufweisen, bei denen die Commerzbank
von dem Wahlrecht des IFRS 9 Gebrauch macht, auf die Beurteilung einer signifikanten
Erhöhung des Ausfallrisikos zu verzichten. Ein geringes Ausfallrisiko ist bei allen
Finanzinstrumenten gegeben, deren internes Bonitätsrating am Berichtsstichtag im Bereich
des Investment Grade (entspricht Commerzbank-Rating 2,8 oder besser) liegt. Für Finanzinstrumente
in Stage 1 ist eine Wertminderung in Höhe der erwarteten Kreditverluste für die nächsten
zwölf Monate (12-month ECL) zu erfassen. Stage 2 enthält diejenigen Finanzinstrumente, deren Ausfallrisiko sich nach dem Zeitpunkt
ihres erstmaligen Bilanzansatzes signifikant erhöht hat und die zum Berichtsstichtag
nicht als Geschäfte mit geringem Ausfallrisiko eingestuft werden. Die Erfassung von
Wertminderungen erfolgt in Stage 2 mit den erwarteten Kreditverlusten über die gesamte
Restlaufzeit des Finanzinstruments ("Lifetime Expected Credit Loss" beziehungsweise
"LECL"). Stage 3 werden Finanzinstrumente zugeordnet, die am Berichtsstichtag als wertgemindert
eingestuft werden. Als Kriterium hierfür zieht die Commerzbank die Definition für
einen Kreditausfall (Default) gemäß Artikel 178 CRR heran. Im Jahr 2016 veröffentlichte
die EBA neue Leitlinien zur Anwendung der Ausfalldefinition gemäß Artikel 178 der
Verordnung (EU) Nr. 575/2013. Die verbindliche Anwendung hat spätestens zum 1. Januar
2021 zu erfolgen. In der Commerzbank erfolgte die Umsetzung bereits im vierten Quartal
2019. Die Anpassung hat grundsätzlich keine Auswirkungen auf die Verlusterwartung
der Bank, daher ergaben sich auch keine nennenswerten Auswirkungen für die Impairmentermittlung
bzw. das Konzernergebnis. Diese Vorgehensweise ist konsistent, da im Rahmen der ECL-Ermittlung
ebenfalls aus dem Baseler IRB-Ansatz abgeleitete, statistische Risikoparameter verwendet
werden, die an die Anforderungen des IFRS 9 angepasst werden. Für den Default eines
Kunden können unter anderem folgende Ereignisse ausschlaggebend sein:
Für ausgefallene Finanzinstrumente in Stage 3 ist ebenfalls der LECL als Wertminderung
zu erfassen. Bei der Ermittlung des LECL wird hier grundsätzlich nach signifikanten
und nicht signifikanten Fällen unterschieden. Für nicht signifikante Geschäfte (Volumen
bis 5 Mio. Euro) erfolgt die Ermittlung auf Basis statistischer Risikoparameter. Für
signifikante Geschäfte (Volumen größer 5 Mio. Euro) wird der LECL als Erwartungswert
der Verluste aus individuellen Expertenschätzungen der zukünftigen Cashflows unter
Berücksichtigung mehrerer möglicher Szenarien und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten
ermittelt. Finanzinstrumente, die bereits im Zeitpunkt ihres erstmaligen Bilanzansatzes als
wertgemindert im Sinne der oben beschriebenen Definition einzustufen sind ("Purchased
or Originated Credit-Impaired", beziehungsweise "POCI") werden außerhalb des 3-stufigen
Wertminderungsmodells behandelt und somit keiner der drei Stages zugeordnet. Der Erstansatz
erfolgt zum Fair Value ohne Erfassung einer Wertminderung unter Anwendung eines bonitätsadjustierten
Effektivzinssatzes. In den Folgeperioden entspricht die Wertminderung der kumulierten
Veränderung des LECL nach dem Bilanzzugang. Auch im Falle einer Gesundung bleibt der
LECL Maßstab für die Bewertung. Forderungen werden bilanzwirksam abgeschrieben, sobald diese uneinbringlich sind.
Die Uneinbringlichkeit kann sich zum einen im Abwicklungsprozess aufgrund verschiedener
objektiver Kriterien herausstellen. Diese können beispielsweise der Tod des Kreditnehmers
ohne verwertbares Nachlassvermögen oder ein abgeschlossenes Insolvenzverfahren ohne
weitere Aussicht auf Zahlungen sein. Zum anderen werden Kredite spätestens 720 Tage
nach Fälligstellung grundsätzlich als (teilweise) uneinbringlich betrachtet und im
Rahmen bestehender Risikovorsorge auf den noch erzielbaren Rückzahlungsbetrag (teil-)abgeschrieben.
Die (Teil-)Abschreibung hat dabei keine unmittelbaren Auswirkungen auf laufende Beitreibungsmaßnahmen. Ermittlung Expected Credit Loss Die Commerzbank ermittelt den ECL als wahrscheinlichkeitsgewichteten, unverzerrten
und diskontierten Erwartungswert zukünftiger Kreditausfälle grundsätzlich über die
gesamte Restlaufzeit des jeweiligen Finanzinstruments, das heißt die maximale Vertragslaufzeit
(einschließlich Verlängerungsoptionen) über die Commerzbank einem Kreditrisiko ausgesetzt
ist. Als "12-month ECL" für die Erfassung von Wertminderungen in Stage 1 wird dabei
derjenige Teil des LECL definiert, welcher aus Ausfallereignissen resultiert, die
innerhalb von zwölf Monaten nach dem Berichtsstichtag erwartet werden. Die Ermittlung des ECL erfolgt für Stage 1 und Stage 2 sowie für die nicht signifikanten
Finanzinstrumente in Stage 3 einzelgeschäftsbasiert unter Verwendung statistischer
Risikoparameter, die aus dem Baseler IRB-Ansatz abgeleitet und an die Anforderungen
des IFRS 9 angepasst wurden. Wesentliche Hauptparameter sind dabei:
Alle verwendeten Risikoparameter aus den internen Modellen der Bank werden zur Erfüllung
der spezifischen IFRS-9-Anforderungen entsprechend angepasst und der Prognosehorizont
wird zur Abdeckung der Gesamtlaufzeit der Finanzinstrumente entsprechend erweitert.
So werden beispielsweise bei der Prognose des Exposureverlaufs über die Gesamtlaufzeit
der Finanzinstrumente insbesondere auch vertragliche und gesetzliche Kündigungsrechte
berücksichtigt. Bei Kreditprodukten, die aus einem in Anspruch genommenen Kreditbetrag und aus einer
offenen Kreditlinie bestehen und bei denen bei üblicher Geschäftspraxis das Kreditrisiko
nicht auf die vertragliche Kündigungsfrist beschränkt wird, (in der Commerzbank betrifft
dies insbesondere revolvierende Produkte ohne vertraglich vereinbarte Tilgungsstruktur,
wie zum Beispiel Kontokorrentkredite und Kreditkartenfazilitäten) ist der LECL über
eine verhaltensbezogene Laufzeit zu ermitteln, welche typischerweise die maximale
Vertragslaufzeit übersteigt. Um eine empirisch fundierte Abbildung des LECL im Einklang
mit den IFRS-9-Anforderungen sicher zu stellen, nimmt die Commerzbank bei diesen Produkten
eine direkte Ermittlung des LECL auf Basis von realisierten historischen Verlusten
vor. Grundsätzlich werden bei der IFRS-9-spezifischen Schätzung der Risikoparameter neben
historischen Ausfallinformationen insbesondere auch das aktuelle wirtschaftliche Umfeld
(point-in-time Ausrichtung) sowie zukunftsbezogene Informationen berücksichtigt. Insbesondere
werden dabei makroökonomische Prognosen der Bank regelmäßig im Hinblick auf ihre Auswirkungen
auf die Höhe des ECL geprüft und in die ECL-Ermittlung einbezogen. Hierfür wird ein Baseline-Szenario verwendet, welches auf dem jeweils gültigen Konsensus
(Prognosen verschiedener Banken zu wesentlichen makroökonomischen Einflussgrößen,
wie zum Beispiel BIP-Wachstum und Arbeitslosenquote) beruht und um weitere modellrelevante
makroökonomische Parameter ergänzt wird. In der aktuellen Berichtsperiode wurde das
Baseline-Szenario unter Berücksichtigung der EZB-Prognose vom 04.06.2020 erstellt.
Für die mBank erfolgte lokal die Anpassung auf ein Polen-spezifisches Szenario. Die
Übersetzung des makroökonomischen Baseline-Szenarios in Auswirkungen auf die Risikoparameter
basiert auf statistisch abgeleiteten Modellen. Der aktuellen Situation Rechnung tragend,
haben wir eine ausreichende Einbindung der relevanten Experten im Rahmen der existierenden
Policies sichergestellt. Potenzielle Effekte aus nicht linearen Zusammenhängen zwischen
unterschiedlichen makroökonomischen Szenarien und dem ECL werden mithilfe eines separat
ermittelten Anpassungsfaktors korrigiert. Die Angemessenheit dieses Anpassungsfaktors
wurde zum Berichtsstichtag überprüft und bestätigt. Bei der Ermittlung des Expected Credit Loss sind außerdem unter Umständen zusätzliche
Effekte über ein separat ermitteltes Adjustment auf das IFRS 9 ECL-Modellergebnis
zu berücksichtigen, die aus Szenarien oder Ereignissen resultieren, die nicht im Rahmen
der Modellierung des dargestellten IFRS 9 ECL Parameter-Sets abgebildet werden (dies
kann singuläre Ereignisse betreffen, wie zum Beispiel materielle politische Entscheidungen,
militärische Konflikte). Die Prüfung der Notwendigkeit solcher Top Level Adjustments
unter Einbindung des Senior Managements und die etwaige Umsetzung sind in einer Policy
geregelt. Im ersten Quartal 2020 wurde eine solche Anpassung des IFRS 9 ECL-Modellergebnisses
aufgrund der Corona-Pandemie als notwendig erachtet. Die im Standardmodell verwendeten
Parameter reflektierten zum damaligen Zeitpunkt weder die ökonomischen Auswirkungen
der weltweiten Lockdowns noch die massiven Stützungs- und Hilfsmaßnahmen der Staaten
und Institutionen. Dieses Top Level Adjustment wurde im zweiten Quartal 2020 im Hinblick
auf seine Notwendigkeit und Angemessenheit überprüft. Hierbei wurde berücksichtigt,
inwiefern die Auswirkungen der Krise bereits ausreichend in den zur ECL-Ermittlung
verwendeten Parametern reflektiert sind. Dies gilt insbesondere für die Annahmen zum
makroökonomischen Umfeld. Das im zweiten Quartal 2020 für die ECL-Ermittlung verwendete
Baseline-Szenario unter Berücksichtigung der Veröffentlichung der EZB spiegelt die
erwarteten Auswirkungen der Corona-Pandemie bereits wider. Es beinhaltet folgende
wesentliche Annahmen: scroll
Die Notwendigkeit eines TLA aufgrund geänderter makroökonomischer Rahmenbedingungen
besteht aufgrund des neuen Baseline-Szenarios im zweiten Quartal 2020 nicht mehr.
Entsprechend wurde das TLA um den im ersten Quartal gebildeten Teilbetrag, der aus
geänderten Makroannahmen resultierte, im zweiten Quartal 2020 reduziert. Dies gilt
auch für die mBank, die die IFRS 9 Risikovorsorge lokal im Rahmen der Konzernvorgaben
mit einer eigenen Infrastruktur und spezifischen makroökonomischen Annahmen ermittelt.
Im ersten Quartal 2020 wurde auch dort ein TLA aufgrund geänderter makroökonomischer
Rahmenbedingungen berücksichtigt. ,Da im zweiten Quartal 2020 entsprechende Annahmen
bereits in das ECL-Modell eingeflossen sind, bestand dafür keine weitere Notwendigkeit. Darüber hinaus erfolgte im ersten Quartal 2020 eine Erhöhung des IFRS 9 ECL-Modellergebnisses,
weil für Teile des Portfolios im Verlauf der Pandemie eine Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeit
erwartet wurde. Im zweiten Quartal 2020 wurde dies weiterhin als notwendig erachtet.
Es erfolgte eine Überprüfung und teilweise Anpassung der zur Herleitung getroffenen
Annahmen. Gegenüber dem ersten Quartal 2020 wurden die als betroffen angenommenen
Sektoren bzw. Teilportfolien erweitert und die geschätzten Auswirkungen stärker differenziert.
Im Ergebnis wurde dadurch für einen größeren Anteil des Portfolios eine Erhöhung der
Ausfallwahrscheinlichkeit im Verlauf der Pandemie angenommen, allerdings zum Teil
in anderem Ausmaß als im ersten Quartal. Die neuen Einschätzungen erfolgten auf Basis
der im Verlauf der Krise bereits beobachteten Portfolioentwicklung unter Einbeziehung
diverser Einzelfallanalysen. Es zeigte sich, dass die staatlichen Programme insgesamt
gut greifen und dass unsere Kunden Gebrauch von angebotenen Stützungs- und Hilfsmaßnahmen
machen und bisher davon profitieren. Die weitere Entwicklung sehen wir jedoch teilportfoliospezifisch
heterogen. Beispielsweise gehen wir davon aus, dass es bei bonitätsschwachen Verbrauchern,
die überwiegend gesetzliche Stundungen in Anspruch genommen haben, nach dem Auslaufen
der Maßnahmen vermehrt zu Ausfällen kommen kann. Für das Teilportfolio Unternehmerkunden
wurde außerdem im zweiten Quartal für die TLA-Ermittlung schon bei Kunden im Ratingbereich
> 4,0 (erstes Quartal > 4,8) eine Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeit angenommen.
Davon ausgenommen wurden Kunden, die seit Beginn der Krise bereits staatliche Hilfskredite
erhalten haben, da hier ein grundsätzlich über die Krise hinaus tragfähiges Geschäftsmodell
unterstellt wurde. Die Auswirkungen für das Bankenportfolio in Schwellenländern wurden
im Vergleich zum ersten Quartal negativer eingeschätzt. Für deutsche und internationale
Firmenkunden erhöhte sich der TLA-Bedarf im Vergleich zum ersten Quartal 2020 ebenfalls,
da eine Erhöhung der Ausfallwahrscheinlichkeit im Verlauf der Pandemie für größere
Teile des Portfolios angenommen wurde. Für die potenziell am stärksten betroffenen
Kunden sind die erwarteten Auswirkungen der Krise unter Einbeziehung der staatlichen
Hilfen weitgehend durch die verwendeten Ratingsysteme und die starke Fokussierung
der Marktfolge kreditnehmerspezifisch bereits verarbeitet worden, dies wurde bei der
portfoliobasierten Schätzung der Ausfallwahrscheinlichkeit im Rahmen der TLA-Ermittlung
berücksichtigt. Wesentliche Grundlage der Schätzung über alle Sektoren und Teilportfolien hinweg
war die Annahme, dass weitere weltweite Lockdowns im Umfang von März/April vermieden
werden können und dass im Falle von steigenden Infektionszahlen effektive lokale Eindämmungsstrategien
gefunden werden können. Im zweiten Quartal 2020 erfolgte aufgrund der Corona-Pandemie außerdem anlassbezogen
die Überprüfung und ggf. Anpassung der IFRS-9-spezifischen Point-in-time-Faktoren.
Dies erforderte ebenfalls die Erhöhung des ECL-Modellergebnisses durch ein Top-Level-Adjustment. Die Auswirkungen der Anpassungen auf die Stufenzuordnung wurden bei der Ermittlung
des TLA berücksichtigt. Weitere Informationen zum Thema ECL und TLA enthält der Risikobericht (siehe Seite
19 ff.). Insgesamt entwickelten sich die Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten
und die Rückstellungen für außerbilanzielle Geschäfte wie folgt: scroll
scroll
Die Aufteilung nach Stages stellte sich im laufenden Geschäftsjahr wie folgt dar: scroll
Zur Ermittlung der Risikovorsorge ist es erforderlich Annahmen zu treffen, die insbesondere
in einem dynamischen Umfeld hohen Schätzunsicherheiten unterliegen. Zum Berichtsstichtag
beläuft sich der auf Grundlage des Baseline-Szenarios unter Berücksichtigung der Veröffentlichung
der EZB ermittelte Expected Credit Loss Stage 1/2 auf 1,0 Mrd. Euro. In einem Stressszenario,
in dem die langsam einsetzende wirtschaftliche Erholung im vierten Quartal durch eine
massive weitere Infektionswelle abrupt beendet wird, was weitere Lockdowns und eine
anhaltende globale Rezession zur Folge hat, ergäbe sich, als einer von mehreren das
Ergebnis belastenden Effekten in so einem Szenario, ein Anstieg des Expected Credit
Loss Stage 1/2 um 0,4 Mrd. Euro. Zum 31. Dezember 2019 stellte sich die Aufteilung wie folgt dar: scroll
Sonstige Erläuterungen zu Finanzinstrumenten(27) IFRS 13 Bewertungshierarchien und AngabepflichtenHierarchie der Fair Values Nach IFRS 13 werden Finanzinstrumente wie folgt in die drei-stufige Bewertungshierarchie
zum Fair Value eingestuft:
Bezüglich der für Kreditinstitute relevanten Methoden der Modellbewertung (Level
2 und 3) unterscheidet IFRS 13 den marktbasierten Ansatz (Market Approach) und den
einkommensbasierten Ansatz (Income Approach). Der Market Approach umfasst Bewertungsmethoden,
die auf Informationen über identische oder vergleichbare Vermögenswerte und Schulden
zurückgreifen. Der Income Approach spiegelt die heutigen Erwartungen über zukünftige Zahlungsströme,
Aufwendungen oder Erträge wider. Zum Income Approach zählen auch Optionspreismodelle.
Diese Bewertungen unterliegen in höherem Maße den Einschätzungen des Managements.
Dabei werden in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und in geringem
Maße unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen. Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung
von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer
bei der Festlegung eines Preises als angemessen betrachten würden. Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können
grundsätzlich von den geschätzten Fair Values abweichen. Alle Fair Values unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns,
in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind.
Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group
(IPV) innerhalb der Riskfunktion durchgeführt beziehungsweise koordiniert. Die Modelle,
die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig
vom Senior-Management und der Risikofunktion überprüft. Angabepflichten Im Folgenden wird unterschieden in: a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente (Fair Value OCI, Fair Value Option,
Mandatorily Fair Value P&L und Held for Trading); b) Zu Amortised Cost bilanzierte Finanzinstrumente. Die jeweiligen Angabepflichten dieser Finanzinstrumente leiten sich aus IFRS 7 und
IFRS 13 ab. Damit sind beispielsweise Bewertungstechniken und verwendete Inputfaktoren
für Level 2 und 3 sowie quantitative Angaben über nicht beobachtbare Inputfaktoren
(Level 3) zu erläutern. Ebenso sind Angaben, Gründe und der Zeitpunkt für Umgliederungen
zwischen den Bewertungshierarchien, die Überleitungen der stichtagsbezogenen Anfangs-
und Endbestände für Level-3-Bestände und die unrealisierten Gewinne und Verluste zu
nennen. Weiterhin sind Sensitivitäten für die nicht beobachtbaren Inputparameter (Level
3) darzustellen sowie Angaben zum Day-One Profit or Loss erforderlich. a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente Der Fair Value eines Vermögenswertes ist nach IFRS 13 der Betrag, zu dem dieser zwischen
sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern
verkauft werden könnte. Der Fair Value entspricht somit einem Veräußerungspreis. Für
Verbindlichkeiten ist der Fair Value definiert als der Preis, zu dem die Schuld im
Rahmen einer geordneten Transaktion an einen Dritten übertragen werden könnte. Für die Bewertung von Verbindlichkeiten ist zudem das eigene Bonitätsrisiko (Own
Credit Spread) zu berücksichtigen. Sofern Sicherheiten von Dritten für unsere Verbindlichkeiten
gestellt werden (zum Beispiel Garantien), sind diese bei der Bewertung grundsätzlich
nicht zu berücksichtigen, da die Rückzahlungsverpflichtung seitens der Bank weiterhin
bestehen bleibt. Im Rahmen der Bewertung derivativer Geschäfte wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht,
Nettorisikopositionen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu bilden.
Bei der Bewertung wird neben dem Ausfallrisiko des Kontrahenten auch das eigene Ausfallrisiko
berücksichtigt. Die Ermittlung von Credit Valuation Adjustments (CVA) und Debit Valuation
Adjustments (DVA) erfolgt durch eine Simulation der zukünftigen Marktwerte der Derivateportfolios
mit den jeweiligen Kontrahenten auf Basis beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads).
Für die refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (Funding Valuation Adjustments;
FVA) werden die Refinanzierungsaufwendungen und -erträge von unbesicherten Derivaten
und besicherten Derivaten, bei denen nur teilweise Sicherheiten vorliegen oder die
Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet werden können, im Fair Value berücksichtigt.
Wie für CVA/DVA werden auch FVA über die Erwartungswerte der zukünftigen positiven
beziehungsweise negativen Portfoliomarktwerte unter Verwendung beobachtbarer Marktdaten
(zum Beispiel CDS-Spreads) bestimmt. Die zur FVA-Berechnung verwendete Fundingkurve
wird durch die Commerzbank-Fundingkurve approximiert. Nach IFRS 9 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem Fair Value
zu bewerten. In der Regel ist das der Transaktionspreis. Bezieht sich ein Teil davon
auf etwas anderes als das zu bewertende Finanzinstrument, wird der Fair Value unter
Anwendung eines Bewertungsverfahrens geschätzt. Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in nachfolgenden
Übersichten nach den IFRS-9-Bewertungskategorien sowie nach Klassen gegliedert dargestellt. scroll
scroll
scroll
scroll
Eine Level-Reklassifizierung ist die Umgliederung eines Finanzinstruments innerhalb
der dreistufigen Fair-Value-Bewertungshierarchie. Dies kann beispielsweise aus Marktveränderungen
resultieren, die Auswirkungen auf die Inputfaktoren zur Bewertung des Finanzinstruments
haben. Die Commerzbank nimmt Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode vor. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 wurden 0,1 Mrd. Euro verbriefte
Schuldinstrumente der Kategorie HFT von Level 2 nach Level 1 zurückgegliedert, da
wieder notierte Marktpreise verfügbar waren. Dagegen wurden 0,1 Mrd. Euro verbriefte
Schuldinstrumente bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und
Veräußerungsgruppen von Level 1 nach Level 2 umgegliedert, da keine notierten Marktpreise
verfügbar waren. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Reklassifizierungen zwischen
Level 1 und Level 2 vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2019 wurden Reklassifizierungen von Level 1 nach Level 2 vorgenommen,
da keine notierten Marktpreise verfügbar waren. Diese betrafen mit 0,5 Mrd. Euro verbriefte
Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI, 0,4 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente
der Kategorie HFT, 0,4 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL,
mit 0,2 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen der Kategorie
HFT und mit 0,1 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen bei
Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen. Darüber hinaus wurden 2,6 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI,
0,5 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT, 0,3 Mrd. Euro verbriefte
Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL, 0,6 Mrd. Euro Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen
der Kategorie HFT zurückgegliedert, da wieder notierte Marktpreise verfügbar waren.
Darüber hinaus wurden keine nennenswerten Reklassifizierungen zwischen Level 1 und
Level 2 vorgenommen. Die Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente entwickelten sich wie folgt: scroll
scroll
Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten
(Wertpapiere und Derivate) sowie aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Forderungen
und Wertpapieren sind Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value
bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Im ersten Quartal 2020 wurde eine Umgliederung für verbriefte Schuldinstrumente,
mit Rating AAA besicherte Collaterised Loan Obligations, der Kategorie FVOCI in Höhe
von 4,8 Mrd. Euro von Level 2 nach Level 3 vorgenommen. Aufgrund der Corona-Pandemie
haben sich im März 2020 verschiedene Marktteilnehmer vom Sekundärmarkt für Collaterised
Loan Obligations zurückgezogen. Zusätzlich wurden in diesem Zeitraum nahezu keine
Primärmarktemissionen getätigt. Die Bank stufte die nur noch vereinzelt stattgefundenen
Transaktionen als nicht geordnet ein und verwendete die Preise dieser Transaktionen
entsprechend nicht mehr als Inputparameter zur Fair Value Ermittlung. Die Bewertungstechnik
wurde auf einen Mark-to-Model-Ansatz umgestellt, bei dem wesentliche Inputparameter
auf Schätzungen basierten. Dieser Bestand wurde im zweiten Quartal 2020 wieder nach
Level 2 umgegliedert, da wieder beobachtbare Marktparameter vorlagen. Zudem wurden in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 Umgliederungen
von Level 2 in Level 3 von 0,1 Mrd. Euro für Derivate bei zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen und 0,2 Mrd. Euro für Darlehen
und Forderungen der Kategorie HFT vorgenommen, da keine am Markt beobachtbare Parameter
vorlagen. Dagegen wurden Umgliederungen von 0,1 Mrd. Euro für Derivate bei zur Veräußerung
gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen von Level 3 in Level
2 vorgenommen, da wieder beobachtbare Marktparameter vorlagen. Darüber hinaus wurden
keine nennenswerten Umgliederungen vorgenommen. Zum 1. Januar 2019 wurde aus Level 3 ein Portfolio für Darlehen und Forderungen der
Kategorie mFVPL in Höhe von 2,8 Mrd. Euro in die IFRS-9 Kategorie AC ebenfalls in
Level 3 reklassifiziert (siehe Note 19). Im Geschäftsjahr 2019 wurden Umgliederungen
von Level 3 zurück in Level 2 von 0,2 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der
IFRS-9-Kategorie FVOCI und von 0,1 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der
IFRS-9-Kategorie HFT vorgenommen, da wieder beobachtbare Marktparameter vorlagen.
Dagegen wurden Umgliederungen von Level 1 in Level 3 von 0,4 Mrd. Euro für verbriefte
Schuldinstrumente der Kategorie mFVPL und 0,1 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente
bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen
vorgenommen, da keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen. Umgliederungen von
Level 2 in Level 3 wurden mit 0,4 Mrd. Euro für Darlehen und Forderungen der Kategorie
mFVPL und mit 0,1 Mrd. Euro für verbriefte Schuldinstrumente der IFRS-9 Kategorie
FVOCI vorgenommen, da keine am Markt beobachtbare Parameter vorlagen. Darüber hinaus
wurden keine nennenswerten Umgliederungen vorgenommen. Die dem Level 3 zugeordneten finanziellen Verbindlichkeiten entwickelten sich im
Geschäftsjahr wie folgt: scroll
scroll
Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten
sind Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020 wurden Umgliederungen von 0,2
Mrd. Euro für Derivate Verbindlichkeiten der Kategorie HFT, 0,1 Mrd. Euro für Zertifikate
und anderen Emissionen der Kategorie HFT und 0,1 Mrd. Euro für Derivate bei Verbindlichkeiten
aus Veräußerungsgruppen von Level 2 in Level 3 vorgenommen, da keine am Markt beobachtbaren
Parameter vorlagen. Dagegen wurden Umgliederungen von Level 3 in Level 2 von 0,3 Mrd.
Euro für Derivate bei Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen vorgenommen, da wieder
beobachtbare Marktparamenter vorhanden waren. Darüber hinaus wurden keine nennenswerten
Umgliederungen vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine nennenswerten Umbuchungen von finanziellen Verbindlichkeiten
in oder aus Level 3 vorgenommen. Sensitivitätsanalyse Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern
(Level 3), kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite
angemessener möglicher Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements
liegen. Beim Erstellen des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren
Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten
und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen. Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der
relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten resultieren, deren
Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert (Level 3). Zwischen den
für die Ermittlung von Level-3-Fair-Values verwendeten Parametern bestehen häufig
Abhängigkeiten. Beispielsweise kann eine erwartete Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen
Lage dazu führen, dass Aktienkurse steigen, wohingegen als weniger riskant eingeschätzte
Wertpapiere wie zum Beispiel Bundesanleihen im Wert sinken. Derartige Zusammenhänge
werden in Form von Korrelationsparametern berücksichtigt, sofern sie einen signifikanten
Einfluss auf die betroffenen Fair Values haben. Verwendet ein Bewertungsverfahren
mehrere Parameter, so kann die Wahl eines Parameters Einschränkungen hinsichtlich
der Spanne möglicher Werte der anderen Parameter bewirken. Per Definition werden dieser
Bewertungshierarchie eher illiquide Instrumente, Instrumente mit längerfristigen Laufzeiten
oder Instrumente, bei denen unabhängig beobachtbare Marktdaten nicht in ausreichendem
Maße oder nur schwer erhältlich sind, zugeordnet. Die vorliegenden Angaben dienen
dazu, die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level-3-Finanzinstrumente
zu erläutern und anschließend verschiedene Eingangswerte darzustellen, die für diese
wesentlichen Eingangsparameter zugrunde gelegt wurden. Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter für Level 3 und ihre Schlüsselfaktoren
lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Für die Bewertung unserer Level-3-Finanzinstrumente wurden die folgenden Bandbreiten
der wesentlichen nicht beobachtbaren Parameter herangezogen: scroll
scroll
In der folgenden Tabelle werden für Bestände der Bewertungshierarchie Level 3 die
Auswirkungen auf die Gewinn- und-Verlust-Rechnung dargestellt, die sich aus der Anwendung
ebenfalls vertretbarer Parameterschätzungen jeweils an den Rändern dieser Bandbreiten
ergeben. Die Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse für Finanzinstrumente der Fair-Value-Hierarchie
Level 3 erfolgt nach Arten von Finanzinstrumenten: scroll
scroll
Die für diese Angaben gewählten Parameter liegen an den äußeren Enden der Bandbreiten
von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass
alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite
von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen
Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen.
Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen
Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür
entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen
1 und 10 % angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt. Day-One Profit or Loss Der Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value zum
Transaktionszeitpunkt anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde, wobei nicht
alle wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktparametern basierten. Der
Bilanzansatz solcher Transaktionen erfolgt zum Fair Value. Die Differenz zwischen
dem Transaktionspreis und dem Fair Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit
or Loss bezeichnet. Der Day-One Profit or Loss wird nicht sofort, sondern über die
Laufzeit der Transaktion in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Sobald sich
für die Transaktion ein Referenzkurs auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder
die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam im Ergebnis aus erfolgswirksam
zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, erfasst.
Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis und mittels Bewertungsmodell
berechnetem Fair Value wird für die Level-3-Posten aller Kategorien ermittelt. Wesentliche
Effekte ergeben sich aber nur aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten. Die Beträge entwickelten sich wie folgt: scroll
b) Zu Amortised Cost bilanzierte Finanzinstrumente Für Finanzinstrumente, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, sind
gemäß IFRS 7 zusätzlich Fair Values anzugeben, deren Bewertungsmethodik nachfolgend
dargestellt wird. Der Standard sieht vor, dass bei der Erstbewertung von Vermögenswerten, die im Rahmen
der Folgebewertung nicht zum Fair Value bewertet werden, die Transaktionskosten ebenfalls
zu berücksichtigen sind. Dabei handelt es sich um zusätzlich entstehende Kosten, die
dem Erwerb der Emission oder der Veräußerung eines finanziellen Vermögenswertes oder
einer finanziellen Verbindlichkeit zuzuordnen sind. Nicht den Transaktionskosten zugerechnet
werden Agien und Disagien, Finanzierungskosten, interne Verwaltungskosten oder Haltekosten. Der Nominalwert täglich fälliger Finanzinstrumente wird als deren Fair Value angesehen.
Zu diesen Instrumenten zählen der Kassenbestand und die Sichtguthaben sowie Kontokorrentkredite
beziehungsweise Sichteinlagen. Diese ordnen wir in Level 2 ein. Für Kredite stehen
keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente keine
organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden. Bei Krediten kommt daher
ein sogenanntes Discounted-Cashflow-Modell zur Anwendung. Die Diskontierung der Cashflows erfolgt mit dem risikolosen Zins unter Berücksichtigung
von Aufschlägen für Risikokosten, Refinanzierungskosten, Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten.
Der risikolose Zins bestimmt sich aus fristen- und währungskongruenten Swap-Sätzen
(Swapkurve). Diese sind in der Regel aus externen Daten ableitbar. Zusätzlich wird ein Aufschlag in Form einer Kalibrierungskonstante inklusive Gewinnmarge
berücksichtigt. Die Gewinnmarge ist bei der Modellbewertung von Krediten so zu berücksichtigen,
dass der Fair Value im Zugangszeitpunkt dem Auszahlungsbetrag entspricht. Für wesentliche Banken und Firmenkunden sind Daten zu deren Kreditrisikokosten in
Form von Credit Spreads verfügbar, so dass eine Einordnung in Level 2 zum Tragen kommen
kann. Sofern keine beobachtbaren Eingangsparameter verfügbar sind, kann auch eine
Einordnung der Fair Values von Krediten in Level 3 angemessen sein. Für die in der IFRS-9-Kategorie Amortised Cost bilanzierten Wertpapiere wird der
Fair Value, sofern ein aktiver Markt vorliegt, auf Basis verfügbarer Marktpreise ermittelt
(Level 1). Ist kein aktiver Markt gegeben, sind für die Ermittlung der Fair Values
anerkannte Bewertungsmethoden heranzuziehen. Im Wesentlichen wird ein Asset-Swap-Pricing-Modell
für die Bewertung genutzt. Die hierfür verwendeten Parameter umfassen Zinsstrukturkurven
sowie Asset-Swap-Spreads vergleichbarer Benchmarkinstrumente. In Abhängigkeit von
den verwendeten Eingangsparametern (beobachtbar oder nicht beobachtbar) ist eine Einstufung
in Level 2 oder Level 3 vorzunehmen. Bei Einlagen wird für die Fair-Value-Ermittlung grundsätzlich ein Discounted-Cashflow-Modell
genutzt, da üblicherweise keine Marktdaten verfügbar sind. Neben der Zinskurve werden
zusätzlich das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen
berücksichtigt. Da für die Bewertung von Verbindlichkeiten keine Credit Spreads zu
den jeweiligen Kontrahenten heranzuziehen sind, erfolgt üblicherweise eine Einordnung
in Level 2. Bei nicht beobachtbaren Eingangsparametern kann auch eine Einordnung in
Level 3 vorgenommen werden. Den Fair Value für begebene Schuldverschreibungen ermitteln wir auf Basis verfügbarer
Marktpreise. Sind keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch das Discounted-Cashflow-Modell
ermittelt. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren, unter anderem die aktuellen
Marktzinsen, das eigene Kreditrating und die Eigenkapitalkosten, berücksichtigt. Bei
Verwendung von verfügbaren Marktpreisen ist eine Einordnung in Level 1 vorzunehmen.
Ansonsten kommt üblicherweise die Einstufung als Level 2 zur Anwendung, da im Rahmen
der Bewertung anhand von Modellen überwiegend beobachtbare Eingangsparameter genutzt
werden. scroll
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(28) Angaben zur Saldierung von Finanzinstrumenten Nachfolgend stellen wir die Überleitung der Bruttobeträge vor Saldierung zu den Nettobeträgen
nach Saldierung sowie die Beträge für bestehende Saldierungsrechte, die nicht den
bilanziellen Saldierungskriterien genügen, getrennt für alle bilanzierten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die
Für die Aufrechnungsvereinbarungen schließen wir Rahmenverträge mit unseren Geschäftspartnern
ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher
Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger Aufrechnungsvereinbarungen
können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen
derivativen Kontrakte miteinander verrechnet werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses
reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner
(Close-out-Netting). Saldierungen nehmen wir für Forderungen und Verbindlichkeiten aus echten Pensionsgeschäften
(Reverse Repos und Repos) mit zentralen und bilateralen Kontrahenten vor, sofern sie
die gleiche Laufzeit haben. OTC Derivate mit Kunden und Eigenbestände, die gecleared
werden, werden ebenso saldiert ausgewiesen. scroll
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Davon entfallen für Positive Marktwerte 6 578Mio. Euro (Vorjahr:5 118 Mio. Euro)
auf Ausgleichszahlungen. scroll
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Davon entfallen für Negative Marktwerte 9 453 Mio. Euro (Vorjahr: 6 569 Mio. Euro)
auf Ausgleichszahlungen. (29) Derivate Der Gesamteffekt der Saldierung zum 30. Juni 2020 betrug insgesamt 151 895 Mio. Euro
(Vorjahr: 106 828 Mio. Euro). Auf der Aktivseite entfielen davon 145 317 Mio. Euro
auf positive Marktwerte (Vorjahr: 101 710 Mio. Euro) und 6 578 Mio. Euro auf Forderungen
aus Ausgleichszahlungen (Vorjahr: 5 118 Mio. Euro). Das passivische Netting betraf
negative Marktwerte mit 142 442 Mio. Euro (Vorjahr: 100 259 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten
aus Ausgleichszahlungen mit 9 453 Mio. Euro (Vorjahr: 6 569 Mio. Euro). Erläuterungen der Bilanzposten - Nicht-Finanzinstrumente(30) Immaterielle Vermögenswertescroll
Geschäfts- oder Firmenwerta) Methode des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte Alle Geschäfts- oder Firmenwerte
werden zum Erwerbszeitpunkt auf die Cash Generating Units (CGUs) alloziert. Die Commerzbank
hat die Segmente nach IFRS 8 als CGUs definiert. Eine Beschreibung der Segmente erfolgt
in Note 39. In der Folge werden diese Vermögenswerte in Übereinstimmung mit IAS 36
mindestens jährlich, oder sofern ein Trigger-Event vorliegt, auf ihre Werthaltigkeit
auf Ebene der CGUs überprüft. Als Trigger Event für den Werthaltigkeitstest zum 30.
Juni 2020 wurde im Kontext der wirtschaftlichen Eintrübung aufgrund der Corona-Pandemie
die Senkung des polnischen Referenzzinssatzes, in mehreren Schritten über wenige Monate,
eingestuft, die das Zinsergebnis der mBank negativ beeinflussen wird. Zur Überprüfung
der Werthaltigkeiwird der Buchwert des gebundenen Eigenkapitals eines Segments als
CGU (einschließlich eines zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes) mit deren erzielbarem
Betrag verglichen. Der Buchwert des gebundenen Eigenkapitals wird durch Zuordnung
des bilanziellen Konzerneigenkapitals auf die CGUs ermittelt. Dabei werden zunächst sämtliche direkt allozierbaren Bestandteile auf die Segmente
verteilt, die Zuordnung des verbleibenden Betrags auf die Segmente erfolgt in Relation
zu den Gesamtrisikoaktiva. Das in den neutralen Bereich allozierte Konzerneigenkapital
wird, ausschließlich für Zwecke des Werthaltigkeitstests bei den Geschäftsoder Firmenwerten,
anhand der Relation Risikoaktiva zu Gesamtrisikoaktiva vollständig auf die übrigen
Segmente verteilt. Der erzielbare Betrag wird als der höhere Betrag aus Nutzungswert
(Value in Use) und Nettoveräußerungswert (Fair Value less Cost of Disposal) ermittelt.
Der Nutzungswert basiert auf den erwarteten Ergebnissen der Einheit sowie den Kapitaleffekten
gemäß den vom Vorstand genehmigten Mehrjahresplanungen der einzelnen Segmente. Ebenfalls
ausschließlich für Zwecke des Werthaltigkeitstests werden die wesentlichen Aufwendungen
des neutralen Bereichs nach einem differenzierten Schlüssel auf die Segmente verteilt.
Die mBank S.A. wurde nach Absage der ursprünglich geplanten Veräußerung im Rahmen
von Commerzbank 5.0 wieder vollständig in die oben beschriebene Systematik integriert
und in den Value in Use einbezogen. Etwaige nicht beherrschende Anteile sind in der Ableitung des Buchwerts und des erzielbaren
Betrags der CGU und damit in der unten dargestellten Überdeckung enthalten. b) Annahmen des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte Für die Ermittlung des erzielbaren Betrags verwendet die Commerzbank das Capital
Asset Pricing Model (CAPM), in das im Wesentlichen am Markt beobachtbare Parameter
einfließen. Die aus dem Modell abgeleiteten risikoadäquaten Zinssätze werden für die
Abzinsung der erwarteten Cashflows der CGUs herangezogen. Hieraus ergibt sich der
erzielbare Betrag, der im Verhältnis zum Buchwert zu einer Über- oder Unterdeckung
führen kann. Im Falle einer Unterdeckung nimmt die Commerzbank zunächst eine Wertminderung
auf den Geschäfts- oder Firmenwert der CGU vor. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn-
und-Verlust-Rechnung im Posten Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und
sonstige immaterielle Vermögenswerte. Ein etwaiger darüberhinausgehender Wertminderungsbedarf
wird anteilig auf die übrigen Vermögenswerte der CGU verteilt und ebenfalls in diesem
Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Die erwarteten Ergebnisse der CGUs
beruhen generell auf der Mehrjahresplanung der Segmente, die vier Detailplanungsjahre
beinhaltet. Diese Mehrjahresplanung wurde um ein weiteres Planjahr fortgeschrieben
und besteht zum jetzigen Zeitpunkt größtenteils noch aus der Mehrjahresplanung des
vergangenen Jahres. Da zum Zeitpunkt der Aufstellung des Halbjahresabschlusses noch
keine neue verabschiedete Mehrjahresplanung vorlag, wurde die letzte verabschiedete
Mehrjahresplanung an die aktuellen volkswirtschaftlichen Rahmenparameter vor dem Hintergrund
der aktuellen Corona-Pandemie angepasst. Darüberhinausgehende Geschäftsjahre werden
auf ein nachhaltiges Ergebnisniveau angepasst und fließen mit einer konstanten Wachstumsrate
auf Basis der erwarteten Entwicklungen von Bruttoinlandsprodukt und Inflationsrate
für die Berechnung der ewigen Rente ein. Im Segment Privat- und Unternehmerkunden
liegt dieser Faktor bei 1,6%. Da bereits ein zusätzliches Planjahr über den vierjährigen
Detailplanungszeitraum hinaus im Rahmen des Planungsprozesses von der Bank erstellt
wurde, ging dieses als Ausgangsbasis für den Wachstumsfaktor in die ewige Rente ein.
Die angepasste Mehrjahresplanung besteht neben der Ergebnisplanung aus einer Planung
der Risikoaktiva sowie des gebundenen Eigenkapitals unter Berücksichtigung regulatorischer
Mindestkapitalquoten. Wesentliche Werttreiber sind Forderungsvolumina, Zinsüberschuss
nach Risikoergebnis sowie Provisionsüberschuss. Weitere sensibel reagierende Planungsparameter
sind die Risikoaktiva. Die Planungen basieren auf Prognosen des Economic Research
hinsichtlich wesentlicher Annahmen. Insbesondere bei den Zinsannahmen finden Erfahrungen
des Managements aus der Vergangenheit ebenso Eingang in die Planungen wie das Abwägen
von Chancen und Risiken aus den Prognosen. Zusätzlich wurden Effekte der sogenannten Capital Requirements Directive IV der EU-häufig
auch als "Basel IV" bezeichnet -in der Mehrjahresplanung untersucht. Das Reformpaket
zur standardisierten Berechnung von risikogewichteten Aktiva und Capital Floors soll
einheitlich zum 1. Januar 2022 in Kraft treten. Bezüglich des sogenannten "Output
Floors" ist gleichwohl ein Übergangszeitraum mit stufenweiser Einführung bis 2027
vorgesehen. Auf Konzernebene wird mit keinem signifikanten Effekt aus der Einführung
von Basel IV gerechnet, so dass ebenfalls eine separate Berücksichtigung bei der Ermittlung
des Nutzungswerts des Segments Privat- und Unternehmerkunden nicht erforderlich war. Die wesentlichen Annahmen des Managements, auf denen die Cashflow-Prognosen der jeweiligen
CGU basieren, und der jeweils hierbei gewählte Managementansatz stellen sich für das
Segment Privat- und Unternehmerkunden wie folgt dar scroll
Aufgrund der den Cashflow-Prognosen zugrundeliegenden Annahmen und den naturgemäß
damit verbundenen Unsicherheiten können grundsätzlich - aber nicht darauf beschränkt
- nachfolgende künftige Umstände einen negativen Einfluss auf die Cash-flow-Prognosen
der CGUs haben:
Für die Berechnung risikoadäquater Zinssätze haben wir den risikofreien Zins, die
Marktrisikoprämie und das systematische Risiko (Betafaktor) berücksichtigt. Für den
risikofreien Zins und die Marktrisikoprämie haben wir auf Daten externer Anbieter
zurückgegriffen. Der Betafaktor wurde auf Basis von segmentspezifischen Vergleichsgruppen
ermittelt, die dem spezifischen Investmentrisiko der Segmente Rechnung tragen. c) Veränderung Geschäfts- oder Firmenwert Der zum 30. Juni 2020 außerplanmäßig durchgeführte Werthaltigkeitstest führte zu
keinem Abschreibungsbedarf. Das Segment Privat- und Unternehmerkunden weist eine Überdeckung
aus. Sensitivitäten Zur weiteren Validierung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes wurde
zusätzlich eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Für die CGU Privat- und Unternehmerkunden
wurde daraus kein potenzieller Wertminderungsbedarf identifiziert. Bei der Variation
des risikoadäquaten Zinssatzes nach Steuern um - 25 beziehungsweise + 25 Basispunkte
in der Detailplanungsphase ergaben sich die nachfolgenden Verhältnisse zwischen Überdeckung
und Buchwert für die CGU Privat- und Unternehmerkunden, eine Unterdeckung lag im Berichtsjahr
nicht vor. Im Rahmen der Ermittlung der Sensitivitäten wurden etwaige nicht beherrschende
Anteile berücksichtigt. scroll
1
Positive Prozentwerte entsprechen einer Überdeckung; negative Prozentwerte einer
Unterdeckung. Veränderungen zugrunde liegender Prämissen und wesentlicher Planungsannahmen für
die Berechnung des erzielbaren Betrags der CGU Privat- und Unternehmerkunden, bei
denen sich erzielbarer Betrag und Buchwert entsprechen: scroll
(31) Sachanlagenscroll
(32) Angaben zum aufgegebenem Geschäftsbereich Die Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt, und die Societe Generale Group, Paris,
Frankreich, haben im zweiten Quartal 2020 die Übertragung des Geschäftsbereichs Equity
Markets & Commodities (EMC) aus dem Segment Firmenkunden wirtschaftlich abgeschlossen.
Juristisch verbleiben noch einige Bestände temporär in der Commerzbank, die über Derivate
wirtschaftlich bereits übertragen wurden. Die juristische Übertragung dieser Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten, die auch deren bilanzielle Ausbuchung bedingt, erfolgt erst
in späteren Transaktionsschritten und wird voraussichtlich im Jahr 2021 abgeschlossen
sein Zum 30. Juni 2020 betragen die zunächst verbliebenen Vermögenswerte 2,2 Mrd. Euro
(Vorjahr: 8,0 Mrd. Euro) und die Verbindlichkeiten des aufgegebenen Geschäftsbereichs
3,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 8,5 Mrd. Euro). Die Bewertung dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
erfolgt mehrheitlich zum Fair Value. Das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs wird separat in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung
ausgewiesen. Zur Erreichung einer wirtschaftlich sachgerechten Darstellung des aufgegebenen
Geschäftsbereichs werden konzerninterne Leistungsbeziehungen zwischen fortzuführenden
Geschäftsbereichen und aufgegebenem Geschäftsbereich in den fortzuführenden Geschäftsbereichen
eliminiert. Detaillierte Informationen zum aufgegebenen Geschäftsbereich sind nachstehend aufgeführt. scroll
Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
liegt bei - 147 Mio. Euro (Vorjahr: 389 Mio. Euro) (siehe dazu auch Note 3). scroll
scroll
(33) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppenscroll
Die Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen des Vorjahres stehen überwiegend in Zusammenhang
mit der Aufgabe des Geschäftsbereichs EMC (siehe Note 32). (34) Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppenscroll
Die Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen des Vorjahresstehen in Zusammenhang
mit der Aufgabe des Geschäftsbereichs EMC (siehe Note 32). (35) Sonstige Aktivascroll
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Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). (36) Sonstige Passivascroll
(37) Rückstellungenscroll
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen
aus unmittelbaren Versorgungszusagen in Deutschland (vergleiche Geschäftsbericht 2019
Seite 233 ff.). Für die versicherungsmathematische Ermittlung dieser Verpflichtungen
wurden am 30. Juni 2020 ein Diskontierungszinssatz von 1,2 % (Vorjahr: 1,1 %) und
eine erwartete Rentenanpassung von 1,4 % (Vorjahr: 1,4 %) zugrunde gelegt. Im ersten Quartal 2019 wurden für einen britischen Pensionsplan verbindliche Vereinbarungen
mit einem Versicherungsunternehmen getroffen, um einen Großteil der Ansprüche aus
leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen durch den Abschluss von Versicherungsverträgen
abzudecken, wobei die rechtliche Verpflichtung weiterhin bei der Commerzbank liegt
("buy-in"). Aus dieser Transaktion resultiert eine in der Gesamtergebnisrechnung im
sonstigen Ergebnis erfasste Reduktion der bestehenden Überdeckung des Pensionsplans
um 283 Mio. Euro. Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Restrukturierungsrückstellungen
sowie Rückstellungen aus dem Personalbereich zusammen. Für die gebildeten Restrukturierungsrückstellungen
von 346 Mio. Euro (Vorjahr: 401 Mio. Euro) erwarten wir eine Inanspruchnahme in den
Jahren 2020 bis 2021. Rechtsstreitigkeiten Bei rechtlichen Verfahren oder potenziellen Regressen, für die Rückstellungen von
285 Mio. Euro (Vorjahr 261 Mio. Euro) gebildet wurden und die in den Sonstigen Rückstellungen
enthalten sind, kann zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung weder die Dauer des Verfahrens
noch die Höhe der Inanspruchnahme abschließend vorhergesagt werden. Die jeweils gebildete
Rückstellung deckt den nach unserer Einschätzung zum Bilanzstichtag künftig zu erwartenden
Aufwand ab. Von einer Einzeldarstellung der jeweiligen Rückstellungsbeträge und Sensitivitäten
wird abgesehen, um den Ausgang der jeweiligen Verfahren nicht zu beeinflussen.
Die Rückstellung bezieht sich sowohl auf das zum 30. Juni 2020 bestehende Portfolio
mit einem Buchwert in Höhe von 3,1 Mrd. Euro sowie auf das bereits zurückgezahlte
Portfolio. Das bereits zurückgezahlte Portfolio betrug bei Ausreichung 6,5 Mrd. polnische
Zloty. Die Rückstellung zum 30. Juni 2020 für Einzelklagen beläuft sich auf 137,2
Mio. Euro. Die Methodik zur Ermittlung der Rückstellung basiert auf Parametern, welche vielfältig,
ermessensbehaftet und zum Teil mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind. Wesentliche
Parameter sind die geschätzte Gesamtanzahl von Klägern, die Wahrscheinlichkeit, einen
Prozess in letzter Instanz zu verlieren, die Höhe des Verlustes sowie die Entwicklung
des Wechselkurses. Schwankungen der Parameter sowie deren Interdependenzen können
dazu führen, dass die Rückstellung zukünftig der Höhe nach wesentlich angepasst werden
muss.
(38) Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen Hier weisen wir im Wesentlichen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen
sowie Kreditzusagen zum Nominalwert aus. Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen wird als Rückstellung
für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt. In den Eventualverbindlichkeiten ist die unwiderrufliche Zahlungsverpflichtung enthalten,
die nach Stattgabe des Antrags der Bank auf Leistung einer Besicherung zur teilweisen
Begleichung des Beitrags der Bankenabgabe von der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur
GmbH (Deutsche Finanzagentur) gewährt wurde. Die in der folgenden Tabelle genannten Zahlen werden ohne Berücksichtigung von Sicherheiten
dargestellt und wären nur im Falle der vollständigen Ausnutzung der Fazilitäten durch
sämtliche Kunden und den darauffolgenden Zahlungsverzug aller Kunden -unter der Voraussetzung,
dass keine Sicherheiten vorhanden sind - abzuschreiben. Tatsächlich verfällt der weitaus
größte Teil dieser Verpflichtungen, ohne in Anspruch genommen zu werden. Insofern
sind die Beträge nicht repräsentativ für die Risikoeinschätzung, das tatsächliche
künftige Kreditengagement oder daraus erwachsende Liquiditätserfordernisse. scroll
Über die vorstehend aufgeführten Kreditfazilitäten hinaus können im Commerzbank-Konzern
Verluste aus Rechts- und Steuerrisiken entstehen, deren Eintritt nicht überwiegend
wahrscheinlich ist, so dass keine Rückstellungen gebildet wurden. Da der Eintritt
aber auch nicht gänzlich unwahrscheinlich ist, erfolgt eine Darstellung unter den
Eventualverbindlichkeiten. Weder für den Eintrittszeitpunkt noch mögliche Erstattungen
kann eine verlässliche Einschätzung vorgenommen werden. Je nach Ausgang der rechtlichen
und steuerlichen Verfahren kann sich die Einschätzung unseres Verlustrisikos als zu
niedrig oder zu hoch erweisen. Für den weitaus größten Teil der Eventualverbindlichkeiten
aus Rechtsrisiken erfolgt jedoch keine Inanspruchnahme und somit sind die Beträge
nicht repräsentativ für die tatsächlichen künftigen Verluste. Zum 30. Juni 2020 betrugen
die Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken 406 Mio. Euro (Vorjahr: 511 Mio. Euro)
und betrafen die folgenden wesentlichen Sachverhalte:
Die Eventualverbindlichkeiten aus Steuerrisiken betreffen folgende wesentliche Sachverhalte:
Segmentberichterstattung(39) Segmentberichterstattung In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Ergebnisse der operativen Segmente
des Commerzbank-Konzerns wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen
dient IFRS 8 "Operating Segments", der dem sogenannten Managementansatz folgt. Die
Segmentinformationen werden auf Basis der internen Managementberichterstattung bestimmt,
die dem Chief Operating Decision Maker dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen
und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen.
Im Commerzbank-Konzern übt die Funktion des Chief Operating Decision Makers der Vorstand
aus. In unserer Segmentberichterstattung berichten wir in der Segmentstruktur Privat-
und Unternehmerkunden, Firmenkunden und dem Bereich Sonstige und Konsolidierung. Das
per 1. Juli 2019 eingestellte Segment Asset & Capital Recovery wird mit seinem Vorjahresergebnis
separat ausgewiesen. Dieses Vorgehen folgt der Organisationsstruktur des Commerzbank-Konzerns
und ist Grundlage der internen Managementberichterstattung. Die Aufteilung der Geschäftssegmente
orientiert sich an der Unterschiedlichkeit der Produkte und Dienstleistungen beziehungsweise
an den Kundenzielgruppen. Die Erträge und Aufwendungen des Segments Firmenkunden und
des Konzerns sind ohne den aufgegebenen Geschäftsbereich dargestellt (siehe Note 32). Im ersten Quartal 2019 wurden im Rahmen der Abbaustrategie des Segments Asset & Capital
Recovery von diesem Forderungen gegenüber lokalen Gebietskörperschaften und öffentlichen
oder öffentlichkeitsnahen Institutionen in Nordamerika und Großbritannien an den Bereich
Sonstige und Konsolidierung übertragen. Die verbliebenen Bestände des zum 1. Juli
2019 eingestellten Segments Asset & Capital Recovery wurden in das Segment Privat-
und Unternehmerkunden sowie insbesondere in den Bereich Sonstige und Konsolidierung
übertragen. Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie hat die Commerzbank zum 1. Juli
2019 Produktentwicklung und -betrieb in der sogenannten Lieferorganisation durch Verbindung
von Fach- und IT-Seite in agilen Teams neu aufgestellt. Hieraus ergaben sich keine
Veränderungen im bisherigen Segmentausweis. Zum Stichtag 30. Juni 2020 belaufen sich die im ersten Quartal 2019 aus dem Segment
Asset & Capital Recovery in den Bereich Sonstige und Konsolidierung transferierten
Forderungen auf einen Bilanzwert von 5,1 Mrd. Euro. Die hierauf entfallenden wesentlichen
Ergebnistreiber gliedern sich dabei wie folgt: 40 Mio. Euro Zinsüberschuss, - 1 Mio.
Euro Risikoergebnis, - 5 Mio. Euro Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, - 30 Mio. Euro Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen,
5 Mio. Euro Erträge vor Risikoergebnis, 4 Mio. Euro Erträge nach Risikoergebnis, 1
Mio. Euro Verwaltungsaufwendungen sowie 3 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern. Für das zum 1. Juli 2019 aufgelöste Segment Asset & Capital Recovery entfallen zum
Stichtag 30. Juni 2020 Bilanzwerte in Höhe von 0,5 Mrd. Euro auf das Segment Privat-
und Unternehmerkunden sowie 14,4 Mrd. Euro auf den Bereich Sonstige und Konsolidierung.
Die wesentlichen Ergebnistreiber für das erste Halbjahr gliedern sich dabei wie folgt:
Auf das Segment Privat- und Unternehmerkunden entfallen - 2 Mio. Euro Zinsüberschuss,
- 2 Mio. Euro Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten, 12 Mio. Euro Sonstiges Ergebnis, 8 Mio. Euro Erträge vor Risikoergebnis,
8 Mio. Euro Erträge nach Risikoergebnis, 1 Mio. Euro Verwaltungsaufwendungen sowie
7 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern. Auf den Bereich Sonstige und Konsolidierung entfallen
5 Mio. Euro Zinsüberschuss, - 30 Mio. Euro Risikoergebnis, - 1 Mio. Euro Provisionsüberschuss,
- 113 Mio. Euro Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, 54 Mio. Euro Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen,
1 Mio. Euro Sonstiges Ergebnis, - 54 Mio. Euro Erträge vor Risikoergebnis, - 84 Mio.
Euro Erträge nach Risikoergebnis, 6 Mio. Euro Verwaltungsaufwendungen, 8 Mio. Euro
Pflichtbeiträge sowie - 99 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern. Weitere Angaben zu den Segmenten sind im Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts
enthalten. Die für die operativen Segmente unterstellte Kapitalunterlegung der Risikoaktiva
beträgt 12 %. Das Segment Asset & Capital Recovery wurde bis zu seiner Einstellung
mit Kapital in Höhe von 15 % der risikogewichteten Aktiva unterlegt. Der Erfolg der einzelnen Segmente wird anhand des Operativen Ergebnisses und des
Ergebnisses vor Steuern sowie der Kennziffern Operative Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote
gemessen. Das Operative Ergebnis ist definiert als die Summe aus Zinsüberschuss, Dividendenerträgen,
Risikoergebnis, Provisionsüberschuss, Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen,
Übrigem Ergebnis aus Finanzinstrumenten, Laufendem Ergebnis aus at-Equity-bewerteten
Unternehmen und Sonstigem Ergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen und der Pflichtbeiträge.
Im Operativen Ergebnis sind keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte
und sonstige immaterielle Vermögenswerte und Restrukturierungsaufwendungen enthalten.
Durch den Ausweis von Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch im durchschnittlich
gebundenen Eigenkapital die Anteile Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein Segment
verantwortlich ist, sind somit im Ergebnis vor Steuern berücksichtigt. Bei der Abbildung
der Zwischenergebniseliminierung aus konzerninternen Transaktionen in der Segmentberichterstattung
wird das abgebende Segment so gestellt, als wäre die Transaktion konzernextern erfolgt.
Die Eliminierung der Zwischengewinne und -verluste erfolgt daher im Bereich Sonstige
und Konsolidierung. Die operative Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des operativen
Ergebnisses zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie sich das
im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft
spiegelt die Kosteneffizienz der Segmente wider, sie errechnet sich aus dem Verhältnis
der Summe von Verwaltungsaufwendungen und Pflichtbeiträgen zu Erträgen vor Risikoergebnis.
Zusätzlich weisen wir eine Aufwandsquote im operativen Geschäft ohne Berücksichtigung
der Pflichtbeiträge aus, um der fehlenden Beeinflussungsmöglichkeit auf die Höhe sowie
dem periodischen Charakter dieses Postens Rechnung zu tragen. Erträge und Aufwendungen werden verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich
nach der Marktzinsmethode innerhalb der Segmente ausgewiesen. Im Zinsüberschuss werden
die tatsächlichen Refinanzierungsaufwendungen für geschäftsspezifische Beteiligungen
der Segmente gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen aus dem Eigenkapital
wird im Verhältnis des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals dem Zinsüberschuss
der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der Zinssatz entspricht dem Zinssatz einer risikofreien
Anlage auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Im Zinsüberschuss enthalten sind ebenfalls
die Liquiditätskosten. Diese umfassen sowohl die extern gezahlten Fundingkosten als
auch die vollständige Allokation der Liquiditätskosten auf die Geschäfte und Segmente
auf Basis unseres Liquiditätskosten-Transferpreis-Systems. Auf dieser Grundlage werden
die aus dem externen Funding der Bank resultierenden Zinsaufwendungen auf Basis einer
zentralen Liquiditätspreiskurve nach dem Verursachungsprinzip auf Einzelgeschäfts-
oder Portfolioebene auf die Segmente alloziert. Die Ermittlung des durchschnittlich
gebundenen Eigenkapitals der Segmente erfolgt auf Basis der durchschnittlichen segmentierten
Risikoaktiva. Für das Segment Firmenkunden erfolgt die Berechnung des durchschnittlich
gebundenen Eigenkapitals ohne den aufgegebenen Geschäftsbereich. Auf Konzernebene
wird das Common-Equity-Tier-1-Kapital (CET 1) gezeigt, das der Berechnung der operativen
Eigenkapitalrendite dient. Die Anpassung zwischen dem durchschnittlich gebundenen
Eigenkapital der Segmente und dem CET-1-Kapital des Konzerns erfolgt im Bereich Sonstige
und Konsolidierung. Darüber hinaus berichten wir die jeweiligen Aktiva und Passiva
der Segmente sowie die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen. Geschäftsmodellbedingt
ist die Segmentbilanz erst auf Konzernebene ausgeglichen. Die im Operativen Ergebnis ausgewiesenen Verwaltungsaufwendungen beinhalten die Personalaufwendungen,
die Sachaufwendungen (ohne Pflichtbeiträge) sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen
und sonstige immaterielle Vermögenswerte. Restruktuierungsaufwendungen und Wertminderungen
auf Geschäftsoder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte werden unterhalb
des Operativen Ergebnisses im Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Die Zuordnung der
Verwaltungsaufwendungen und der Pflichtbeiträge zu den einzelnen Segmenten erfolgt
nach dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den internen Leistungen ergebenden indirekten
Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger in Rechnung gestellt beziehungsweise führen
beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser internen
Leistungsbeziehungen erfolgt zu Vollkosten oder Marktpreisen. scroll
1
Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1). Anpassung erfolgt in Sonstige und Konsolidierung. scroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Detailangaben Sonstige und Konsolidierung:scroll
scroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Unter Konsolidierung weisen wir Konsolidierungs- und Überleitungssachverhalte vom
Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss aus. Unter
anderem werden dort folgende Sachverhalte abgebildet:
Die regionale Aufgliederung, die im Wesentlichen auf dem jeweiligen Sitz der Filiale
oder des Konzernunternehmens basiert (geografische Märkte), ergab nachfolgende Verteilung: scroll
Im Vorjahreszeitraum erzielten wir in den geografischen Märkten folgende Ergebnisse: scroll
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Note 3). Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken
aus. In Übereinstimmung mit IFRS 8.32 hat die Commerzbank entschieden, auf eine Aufgliederung
des Gesamtbetrags der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen
zu verzichten. Aus Effizienzgründen wurde von einer Erhebung dieser Daten abgesehen,
da sie weder für die interne Steuerung noch für das Managementreporting genutzt werden. Sonstige Erläuterungen(40) Regulatorische Eigenkapitalanforderungen Das folgende Bild zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel im Commerzbank-Konzern
mit (with transitional provisions) und ohne (fully loaded) Übergangsregelungen. Die
Überleitungsrechnung vom ausgewiesenen bilanziellen Konzernkapital zu dem regulatorisch
ausgewiesenen Kapital ist dabei bereits integriert. scroll
1
AT 1 Emissionen die bilanziell Eigenkapital darstellt und nach CRR als zusätzliches
Kernkapital angerechnet wird. Die Tabelle zeigt die Überleitung des bilanziellen Eigenkapitals auf das regulatorische
harte Kernkapital (CET 1) sowie die weiteren Komponenten des Kernkapitals und des
regulatorischen Eigenkapitals. Die wesentlichen Veränderungen im harten Kernkapital
gegenüber dem 31. Dezember 2019 ergeben sich aus dem Verlust im ersten Halbjahr, der
jedoch durch gesunkene regulatorische Abzugsposten, sowie dadurch überkompensiert
wurde, dass der Empfehlung der EZB folgend, für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 keine
Dividendenzahlung berücksichtigt wurde. Der Anstieg des Kernkapitals gegenüber dem
Jahresende ergibt sich aus der Zunahme des harten Kernkapitals, sowie dem Anstieg
des zusätzlichen Kernkapitals, aufgrund der Emission eines AT1 Kapitalinstruments
(Nominalvolumen 1 250 Mio. Euro) im Juni 2020. Das Gesamtkapital wurde zum einen durch
die beschriebene Zunahme des Kernkapitals erhöht und zum anderen durch die Emission
eines Tier 2 Kapitalinstruments (Nominalvolumen 750 Mio. Euro), das im Mai 2020 begeben
wurde. Sowohl der Anstieg der Kernkapitalquote als auch die Zunahme der Gesamtkapitalquote
wurde im Wesentlichen durch den Anstieg der risikogewichteten Aktiva abgeschwächt. Dabei reflektiert der Anstieg der Risikoaktiva vor allem die höheren Kreditrisikoaktiva
im Zusammenhang mit dem Wechsel in das neue Rahmenwerk für Verbriefungen und den Kreditanstieg
in den Kernsegmenten, insbesondere bei Firmenkunden. Verstärkt wird dies durch gestiegene
Exposure gegenüber Zentralregierungen. (41) Verschuldungsquote Im Rahmen der CRD IV/CRR wurde die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) als ein Instrument
und Indikator zur Quantifizierung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung eingeführt.
Die Leverage Ratio setzt das Kernkapital (Tier-1-Kapital) ins Verhältnis zum Leverage
Ratio Exposure, das aus den nicht risikogewichteten Aktiva und den außerbilanziellen
Positionen besteht. Bei der Anrechnung von Derivaten, Wertpapierfinanzierungsgeschäften
und außerbilanziellen Positionen werden aufsichtsrechtliche Ansätze angewendet. Als
eine nicht risikosensitive Kennzahl stellt die Leverage Ratio eine ergänzende Kennziffer
zu der risikobasierten Kapitalunterlegung dar. Die Vermeidung des Risikos einer übermäßigen Verschuldung ist ein integraler Bestandteil
der Bilanzsteuerung des Commerzbank-Konzerns. Zur Berechnung, Überwachung und Steuerung
der Leverage Ratio hat die Commerzbank ein quantitatives und qualitatives Rahmenwerk
etabliert. Die Quantifizierung der Leverage Ratio auf Basis regulatorischer Anforderungen und
die vierteljährliche aufsichtsrechtliche Berichterstattung erfolgen durch Group Finance. Für die Steuerung der Leverage Ratio hat die Commerzbank eine bankinterne Zielquote
als ergänzende Kennziffer zu den risikobasierten Kapitalkennziffern definiert. Die Entwicklung der segmentspezifischen Leverage Ratio Exposure Werte im Vergleich
zu Leitplanken wird im Rahmen eines monatlichen Monitorings überwacht. Group Finance
berichtet dem zentralen Asset Liability Committee (ALCO) und dem Vorstand regelmäßig
die Höhe der Leverage Ratio des Konzerns. Weiterhin wird die künftige Entwicklung des Leverage Ratio Exposure und der Leverage
Ratio im Rahmen des bankinternen Mehrjahres-Planungsprozesses prognostiziert und in
unterjährigen Forecastings für das laufende Jahr überprüft. Darüber hinaus werden
erwartete Änderungen regulatorischer Vorschriften auf ihren Einfluss auf die Quote
hin analysiert. Die Entwicklung der Leverage Ratio ist auch Gegenstand der Analysen
von adversen makroökonomischen Szenarien im Rahmen der Notfallplanung. Wesentliche Entscheidungen in Bezug auf die Steuerung und Überwachung der Leverage
Ratio werden im ALCO mit anschließender Bestätigung durch den Gesamtvorstand beschlossen. scroll
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Die Leverage Ratio unter Berücksichtigung der CRR-Übergangsregelungen (with transitional
provisions) belief sich zum 30. Juni 2020 auf 4,8% (zum 31. März 2020: 4,8%). Die
Leverage Ratio unter voller Anwendung der überarbeiteten CRR-Regelung (fully loaded)
betrug 4,7%, nach 4,7% per 31. März 2020. Sowohl die Leverage Ratio fully loaded als auch die Leverage Ratio with transitional
provisions sind unverändert auf Grund von gestiegenem aufsichtlich anrechenbarem Tier-1
-Kapital hauptsächlich aus einer neuen AT1 Anleihe (Volumen 1,25 Mrd. €), die im Juni
platziert wurde, kompensiert durch gestiegenes Leverage Ratio Exposure unter fully
loaded Regelungen bzw. transitional Regelungen. Das Leverage Ratio Exposure lag zum
Berichtsstichtag bei 579,1 Mrd. Euro, zum 31. März 2020 bei 539,2 Mrd. Euro. Leverage Ratio Exposure with transitional provisions und fully loaded sind seit 2018
identisch, da die Übergangsregelungen bei den vom LR Exposure herauszurechnenden Kapitalabzügen
zum 31.12.2017 ausgelaufen sind. Beim Zähler der Leverage Ratio, dem Tier-1-Kapital,
gelten jedoch weiterhin Übergangsregelungen, so dass dennoch eine Quote with transitional
provisions anzugeben ist. (42) Liquidity Coverage Ratio Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) ist die regulatorisch definierte Mindestliquiditätsquote,
die ein Maß für die kurzfristige Zahlungsfähigkeit der Bank unter einem vorgegebenen
Stressszenario darstellt. Ausgehend von den Anforderungen des Baseler Ausschusses
wurde durch die EU Kommission in der Capital Requirements Regulation (CRR), Verordnung
(EU) 575/2013 in Verbindung mit der delegierten Verordnung EU/2015/61 (D-VO) die rechtliche
Grundlage der LCR vorgegeben. Die Quote selbst ist definiert als Quotient von jederzeit verfügbaren hochliquiden
Aktiva (HQLA) und den NettoLiquiditätsabflüssen (NLO) innerhalb eines 30 Tage Zeitraums.
Gemäß CRR muss für die LCR seit 2018 ein Mindestwert von 100% eingehalten werden.
Die Commerzbank hat die LCR als zwingende Nebenbedingung in das interne Liquiditätsrisikomodell
integriert und die Entwicklung der LCR wird regelmäßig überwacht. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank interne Frühwarnindikatoren etabliert.
Diese gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden, um die
finanzielle Solidität nachhaltig sicherzustellen. Risikokonzentrationen können, insbesondere
im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen führen. Sie können
zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großen Einzelgläubigern oder Währungen auftreten. Durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden sich andeutende
Risikokonzentrationen in der Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete Maßnahmen
mitigiert. Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen. Zusätzlich
wirkt die kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs der Bank zu Fundingquellen,
insbesondere in Form verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente, einer
Konzentration entgegen. Die Commerzbank setzt zur zentralen Steuerung der globalen Liquidität den Cash Pooling
Ansatz ein. Dieser stellt eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität zeitzonenunabhängig
sicher, da sich Treasury Einheiten der Commerzbank in Frankfurt, London, New York
und Singapur befinden. Weitere Informationen zur Liquiditätsrisikosteuerung und den internen Modellen, auch
im Zusammenhang mit der Corona Pandemie, finden sich im Lagebericht sowie im Abschnitt
Liquiditätsrisiko des Risikoberichts wieder. Nachfolgend wird die Berechnung der LCR für die vergangenen vier Quartale dargestellt.
Zu jedem Quartal werden die Durchschnitte der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte
berechnet und sind untenstehender Tabelle zu entnehmen. Die Werte werden auf volle
Millionen Euro gerundet und auf konsolidierter Basis für den Commerzbank Konzern dargestellt. scroll
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Die quartalsweisen Durchschnittswerte der LCR liegen auf einem hohen Niveau und überschreiten
die geforderte Mindestquote von 100% durch die Commerzbank zu jedem Stichtag deutlich.
Die Zusammensetzung der zur Deckung von Zahlungsmittelabflüssen verwendbaren hochliquiden
Vermögenswerte im Beobachtungszeitraum ist nachstehend aufgeführt: scroll
Die Commerzbank meldet im März 2020 die LCR zusätzlich in US-Dollar und polnische
Zloty (PLN), da diese gemäß CRR als bedeutende Fremdwährungen einzustufen sind. Darüber
hinaus wird sichergestellt, dass Fremdwährungsrisiken überwacht und im Rahmen eines
internen Modells limitiert und gesteuert werden. Im Rahmen der LCR-Berechnung berücksichtigt die Bank für Derivategeschäfte die Liquiditätszu-
und -abflüsse für die nächsten 30 Tage. Im Falle von standardisierten Rahmenverträgen
werden die Liquiditätsabflüsse und -zuflüsse auf Nettobasis berechnet. Darüber hinaus berücksichtigt die Commerzbank weitere Sachverhalte, die zu zusätzlichen
Liquiditätsabflüssen führen können. Hierzu gehören Nachschüsse für Wertveränderungen
von gestellten Wertpapiersicherheiten und im Falle einer Bonitätsverschlechterung
zusätzliche Sicherheitenstellungen aufgrund eines adversen Marktszenarios für Derivatetransaktionen.
Für die sonstigen Eventualverbindlichkeiten verwendet die Commerzbank seit Juni 2019
zusätzliche Abflussgewichte nach Artikel 23 der delegierten Verordnung EU/2015/61
(D-VO). (43) Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der Commerzbank Aktiengesellschaft
und/oder deren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden
Unternehmen und Personen. Hierzu gehören:
Die mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigten Bankgeschäfte werden zu
marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Berichtszeitraum
aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft. Neben dem Anteilsbesitz der Bundesrepublik Deutschland sind weitere Faktoren zu berücksichtigen
(unter anderem Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat), die einen maßgeblichen Einfluss auf
die Commerzbank Aktiengesellschaft ermöglichen. Demnach zählen der Bund sowie der
Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterliegende Unternehmen (Bundesunternehmen)
zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24. Transaktionen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen Die Aktivposten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen von 358 Mio. Euro
(Vorjahr: 410 Mio. Euro) enthielten zum 30. Juni 2020 im Wesentlichen Darlehen und
Forderungen. In den Passivposten waren von den 218 Mio. Euro (Vorjahr: 195 Mio. Euro)
im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Erträge von 8 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 13 Mio. Euro) resultieren aus Zinserträgen
und die Aufwendungen von 36 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 35 Mio. Euro) vor allem
aus Sachaufwendungen. Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 85
Mio. Euro (Vorjahr: 85 Mio. Euro) gewährt. Transaktionen mit assoziierten Unternehmen Die Aktivposten gegenüber assoziierten Unternehmen von 18 Mio. Euro (Vorjahr: 16
Mio. Euro) enthielten zum 30. Juni 2020 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen.
In den Passivposten waren von den 31 Mio. Euro (Vorjahr: 34 Mio. Euro ) im Wesentlichen
Einlagen enthalten. Die Erträge von 7 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 10 Mio. Euro) resultieren vor allem
aus Provisionserträgen sowie dem Laufenden Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen. Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden Garantien und Sicherheiten von 32
Mio. Euro (Vorjahr: 39 Mio. Euro) gewährt. Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen/ Personen Die Aktivposten gegenüber sonstigen nahestehenden Unterneh-men/Personen von 0 Mio.
Euro (Vorjahr: 27 Mio. Euro) enthielten zum 30. Juni 2020 im Wesentlichen Darlehen
und Forderungen sowie verbriefte Schuldinstrumente. In den Passivposten von 209 Mio.
Euro (Vorjahr: 209 Mio. Euro) waren im Wesentlichen Einlagen enthalten. Die Einlagen
entfielen vor allem auf unternehmensexterne Versorgungsträger. Zum 30. Juni 2020 betrugen die Erträge 0 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 1 Mio. Euro).
Die Aufwendungen lagen bei 4 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 4 Mio. Euro Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts wurden keine Garantien und Sicherheiten
gewährt (Vorjahr 0 Mio. Euro). Transaktionen mit Schlüsselpersonen Zum 30. Juni 2020 lagen keine wesentlichen Aktiv- und Passivposten gegenüber Schlüsselpersonen
vor. Die Aufwendungen resultieren aus Personalaufwendungen von 8 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum:
7 Mio. Euro) und enthielten Vergütungen für Personen in Schlüsselpositionen, Gehälter
der im Commerzbank-Konzern angestellten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sowie
an die Aufsichtsratsmitglieder erstattete Umsatzsteuern. Transaktionen mit Bundesunternehmen Die Aktivposten gegenüber Bundesunternehmen von 45 830 Mio. Euro (Vorjahr: 20 535
Mio. Euro) enthielten zum 30. Juni 2020 im Wesentlichen Guthaben bei der Deutschen
Bundesbank von 41 129 Mio. Euro (Vorjahr: 17 770 Mio. Euro). Von den Passivposten
gegenüber Bundesunternehmen von 13 946 Mio. Euro (Vorjahr: 12 260 Mio. Euro) betrafen
13 938 Mio. Euro (Vorjahr: 12 247 Mio. Euro) Einlagen. Zum 30. Juni 2020 wurden Bundesunternehmen
Garantien und Sicherheiten von 214 Mio. Euro (Vorjahr: 260 Mio. Euro) gewährt. Organe der Commerzbank AktiengesellschaftAufsichtsratDr. Stefan Schmittmann Vorsitzender (bis 3.8.2020) Uwe Tschäge1 Stellv. Vorsitzender Heike Anscheit1Alexander Boursanoff1Gunnar de Buhr1Stefan Burghardt1Dr. Frank Czichowski (seit 13.5.2020) Sabine U. DietrichDr. Jutta A. Dönges (seit 13.5.2020) Monika Fink1Dr. Tobias GuldimannDr. Rainer HillebrandChristian Höhn1Kerstin Jerchel1Dr. Markus Kerber (bis 13.5.2020) Alexandra Krieger1Anja Mikus (bis 13.5.2020) Dr. Victoria OssadnikRobin J. StalkerNicholas TellerDr. Gertrude Tumpel-GugerellStefan Wittmann1Klaus-Peter Müller Ehrenvorsitzender
1
Von den Arbeitnehmern gewählt. VorstandMartin Zielke Vorsitzender Stephan Engels (bis 31.3.2020) Dr. Bettina OrloppRoland Boekhout (seit 1.1.2020) Jörg HessenmüllerSabine Schmittroth (seit 1.1.2020) Dr. Marcus ChromikMichael MandelVersicherung der gesetzlichen Vertreter Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Frankfurt am Main, den 3. August 2020 Der Vorstand scroll
Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Gesamtergebnisrechnung,
Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, verkürzter Kapitalfluss-rechnung sowie ausgewählten
erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft,
Frankfurt am Main, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2020, die Bestandteile
des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf
der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review
of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity"
(ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eschborn/ Frankfurt am Main, 4. August 2020 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
Wesentliche KonzerngesellschaftenInland comdirect bank AG, Quickborn Commerz Real AG, Wiesbaden Ausland Commerzbank Brasil S.A. - Banco Multiplo, Sao Paulo Commerzbank (Eurasija) AO, Moskau Commerzbank Finance & Covered Bond S.A., Luxemburg Commerzbank Zrt., Budapest Commerz Markets LLC, New York mBank S.A., Warschau Operative Auslandsniederlassungen Amsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, London,
Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Paris, Peking, Prag, Schanghai, Singapur, Tokio,
Wien, Zürich Repräsentanzen und Financial Institutions Desks Abidjan, Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Bagdad, Baku, Bangkok, Beirut, Belgrad,
Brüssel (Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Caracas, Dhaka, Dubai
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Kairo, Kiew, Kuala Lumpur, Lagos, Luanda, Mailand (FI-Desk), Melbourne, Minsk, Moskau
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Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tiflis, Tokio (FI-Desk),
Zagreb DisclaimerVorbehalt bei Zukunftsaussagen Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung
der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und
Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt
eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen
außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle
Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle.
Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute
getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts
neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren. Finanzkalender 2020/2021scroll
Commerzbank AG Zentrale Kaiserplatz Frankfurt am Main www.commerzbank.de Postanschrift 60261 Frankfurt am Main Tel. +49 69 136-20 info@commerzbank.com Investor Relations Tel. +49 69 136-21331 Fax +49 69 136-29492 ir@commerzbank.com |
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