Commerzbank AktiengesellschaftFrankfurt am MainZwischenbericht zum 30. Juni 2021Zwischenbericht
zum 30. Juni
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| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 1 |
| Operatives Ergebnis (Mio. €) | 570 | -74 |
| Operatives Ergebnis je Aktie (€) | 0,46 | -0,06 |
| Konzernergebnis 2 (Mio. €) | -533 | -156 |
| Ergebnis je Aktie (€) | -0,43 | -0,12 |
| Operative Eigenkapitalrendite auf Basis CET1 3 (%) | 4,8 | -0,6 |
| Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis 3,8 (%) | -3,9 | -1,1 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (exkl. Pflichtbeiträge) (%) | 72,9 | 73,5 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) | 81,5 | 82,5 |
| Bilanz | 30.6.2021 | 31.12.2020 1 |
| Bilanzsumme (Mrd. €) | 543,6 | 506,6 |
| Risikoaktiva (Mrd. €) | 177,6 | 178,6 |
| Bilanzielles Eigenkapital (Mrd. €) | 29,2 | 28,6 |
| Bilanzielle Eigenmittel (Mrd. €) | 35,8 | 36,6 |
| Regulatorische Kennzahlen | 30.6.2021 | 31.12.2020 |
| Kernkapitalquote (%) | 15,3 | 15,0 |
| Harte Kernkapitalquote 4 (%) | 13,4 | 13,2 |
| Gesamtkapitalquote (%) | 17,9 | 17,7 |
| Verschuldungsquote (%) | 4,6 | 4,9 |
| Vollzeitkräfte | 30.6.2021 | 31.3.2021 |
| Inland | 27 591 | 27 736 |
| Ausland | 11 080 | 11 087 |
| Gesamt | 38 671 | 38 823 |
| Ratings 5 | 30.6.2021 | 31.3.2021 |
| Moody's Investors Service, New York 6 | A1/A1/P-1 | A1/A1/P-1 |
| S&P Global, New York 7 | A-/BBB+/A-2 | A-/BBB+/A-2 |
1 Anpassung Vorjahr.
2 Soweit den Commerzbank-Aktionären
zurechenbar.
3 Auf das Jahr hochgerechnet.
4 Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als
Quotient aus dem harten Kernkapital (im Wesentlichen
Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Abzugsposten) und
der gewichteten Risikoaktiva. In der
fully-loaded-Betrachtung wird die vollständige
Anwendung der entsprechenden Neuregelungen vorweggenommen.
5 Weitere Informationen finden sich auf der
Internetseite unter www.commerzbank.de.
6 Kontrahenten- und
Einlagenrating/Emittentenrating/kurzfristige
Verbindlichkeiten.
7 Kontrahentenrating/Einlagenrating und
Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten.
8 Quotient aus Commerzbank-Aktionären
zurechenbarem Konzernergebnis nach Abzug des potentiellen
(komplett diskretionären) AT-1-Kupons und
durchschnittlichem IFRS-Eigenkapital nach Abzug
Immaterieller Anlagewerte ohne zusätzliche
Eigenkapitalbestandteile und Nicht beherrschende Anteile.
Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden
Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von
Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
| ― |
Die Geschäftsentwicklung der Commerzbank im ersten Halbjahr 2021 profitierte von einem stabilen Kundengeschäft und einem niedrigen Risikoergebnis. Dem standen hohe Einmalbelastungen im zweiten Quartal gegenüber. Insgesamt hat die Commerzbank in den ersten sechs Monaten 2021 ein Operatives Ergebnis in Höhe von 570 Mio. Euro erzielt, nach - 74 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. |
| ― |
Das Risikoergebnis im Konzern war mit - 235 Mio. Euro auszuweisen, das ist ein deutlicher Rückgang um 70,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Non-Performing-Exposure-(NPE-)Quote lag bei 0,8 %. |
| ― |
Die Verwaltungsaufwendungen verzeichneten ohne die Belastung aus der Ausbuchung eines immateriellen Vermögenswertes einen Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bedingt durch diese Sonderbelastung in Höhe von 200 Mio. Euro war eine Steigerung um 4,7 % auf 3 173 Mio. Euro auszuweisen. Die separat ausgewiesenen Pflichtbeiträge lagen mit 375 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. |
| ― |
Im ersten Halbjahr 2021 hat die Bank im Zusammenhang mit der Umsetzung der "Strategie 2024" Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 976 Mio. Euro gebucht. |
| ― |
Das den Commerzbank-Aktionären und Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbare Konzernergebnis betrug - 394 Mio. Euro, nach - 107 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. |
| ― |
Die Common-Equity-Tier-1-Quote ist gegenüber dem Jahresultimo 2020 leicht auf 13,4 % gestiegen, die Leverage Ratio lag bei 4,6 % (unter Anwendung der Übergangsbestimmungen). |
| ― |
Die Operative Eigenkapitalrendite betrug 4,8 %, nach - 0,6 % im Vorjahreszeitraum. Die Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis (abzüglich immaterieller Vermögenswerte und AT-1-bezogener Posten) lag bei - 3,9 %, nach - 1,1 % im Vorjahr. Die Aufwandsquote ohne Pflichtbeiträge lag bei 72,9 %, inklusive Pflichtbeiträgen betrug die Aufwandsquote 81,5 %. Die entsprechenden Vorjahreswerte lagen bei 73,5 % beziehungsweise bei 82,5 %. |
Das internationale Börsengeschehen war in den
ersten sechs Monaten 2021 von einer fortschreitenden
wirtschaftlichen Entwicklung geprägt, die von der
zunehmenden Eindämmung der Corona-Pandemie
profitierte. Zuvor beherrschende geopolitische Ereignisse
rückten demgegenüber etwas in den Hintergrund.
Während die internationalen Aktienmärkte neue
Höchststände erreichten, die von höheren
Unternehmensgewinnen und pandemiebedingten
Liquiditätshilfen der Notenbanken unterstützt
waren, führten steigende Anleiherenditen zu
vorübergehenden Kursverlusten. Preistreibend wirkten
insbesondere gestiegene Kosten für Energie und
Rohstoffe, was einen unmittelbaren Anstieg der
Inflationsrate bedingte.
Während die US-Notenbank den Kapitalmarkt bereits
dank einer fortgeschrittenen ökonomischen Entwicklung
in den Vereinigten Staaten auf eine zu erwartende Zinswende
vorbereitete und damit eine globale US-Dollar-Aufwertung
veranlasste, gab es demgegenüber aufseiten der
Europäischen Zentralbank noch keine Anzeichen für
einen möglichen geldpolitischen Kurswechsel.
Höhere Kapitalmarktzinsen im ersten Halbjahr 2021
stellen dabei nicht zuletzt für den europäischen
Bankensektor eine grundsätzlich positive Entwicklung
dar. Während zehnjährige Bundesanleihen zu
Jahresbeginn noch bei rund - 70 Basispunkten rentierten,
erholte sich deren Rendite in den ersten sechs Monaten auf
ein Niveau von - 30 Basispunkten. Nicht zuletzt kommen
hierin auch die fiskalpolitischen Impulse zum Ausdruck, die
zur Stabilisierung der Wirtschaft unternommen wurden, und
die demzufolge auch den Bankensektor in der Pandemie
entlasteten.
Der deutsche Leitindex DAX verzeichnete in den ersten
sechs Monaten ein Plus von 13,2 %, während der
EuroStoxx 50 um 10,5 % zulegte. Weit
überdurchschnittlich entwickelte sich dazu der
europäische Bankenindex (SX7E) mit einem Zuwachs von
27,0 % seit Jahresanfang. Ein milderer Pandemieverlauf und
insbesondere rückläufige Risikokosten in den
ersten sechs Monaten 2021 trugen wesentlich dazu bei, dass
europäische Banken ihre Erträge gegenüber
dem Vorjahr deutlich steigern konnten. Mit der Aussicht auf
die Wiederaufnahme von Dividendenzahlungen ab dem dritten
Quartal 2021 waren Bankenwerte zunehmend auch unter
Dividendenaspekten gesucht. Der Kurs der Commerzbank-Aktie
entwickelte sich demgegenüber in den ersten sechs
Monaten des laufenden Jahres mit einem Anstieg um 13,6 %
unterdurchschnittlich zum europäischen Sektor. Zum
einen befindet sich die Bank in einem umfassenden Kosten-
und Restrukturierungsprogramm, das die kurzfristige
Ertragsperspektive dämpft, zum anderen sieht die Bank
für das laufende Geschäftsjahr keine
Dividendenzahlungen vor.
| Kennzahlen zur Commerzbank-Aktie | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 |
| Ausgegebene Aktien in Mio. Stück (30.6.) | 1 252,4 | 1 252,4 |
| Xetra-Intraday-Kurse in € | ||
| Hoch | 6,87 | 6,83 |
| Tief | 4,70 | 2,80 |
| Schlusskurs (30.6.) | 5,23 | 3,97 |
| Börsenumsätze pro Tag 1 in Mio. Stück | ||
| Hoch | 25,5 | 38,1 |
| Tief | 1,8 | 4,5 |
| Durchschnitt | 7,1 | 15,3 |
| Indexgewicht in % (30.6.) | ||
| MDAX | 1,4 | 1,4 |
| EuroStoxx Banken | 0,3 | 0,3 |
| Ergebnis je Aktie in € | - 0,43 | - 0,12 |
| Buchwert je Aktie 2 in € (30.6.) | 19,97 | 22,56 |
| Net Asset Value je Aktie 3 in € (30.6.) | 19,96 | 21,30 |
| Marktwert/Net Asset Value (30.6.) | 0,26 | 0,19 |
1 Deutsche Börsen gesamt.
2 Ohne Nicht beherrschende Anteile.
3 Ohne Nicht beherrschende Anteile und
Rücklage aus Cashflow-Hedges sowie abzüglich der
Geschäfts- oder Firmenwerte.
Bei der virtuellen Hauptversammlung der Commerzbank am
18. Mai 2021 haben die Aktionäre, wie vorgeschlagen,
Helmut Gottschalk, Burkhard Keese, Daniela Mattheus,
Caroline Seifert und Frank Westhoff mit großer
Mehrheit in den Aufsichtsrat der Bank gewählt. Die
reguläre Bestellungsperiode der Vertreter der
Anteilseigner dauert bis zum Ablauf der Hauptversammlung
2023. In einer Aufsichtsratssitzung unmittelbar im
Anschluss an die Hauptversammlung wählten die
Mitglieder Helmut Gottschalk erneut zum Vorsitzenden des
Gremiums. Er war bereits im April 2021 gerichtlich zum
Aufsichtsratsmitglied bestellt und von den Mitgliedern zum
Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt worden.
Der Aufsichtsrat der Commerzbank hat bei seiner Sitzung
vom 16. Juni 2021 wichtige Weichen gestellt, um den
Vorstand des Instituts weiter zu verstärken und
für die mit der "Strategie 2024" eingeleitete
tiefgreifende Transformation langfristige Kontinuität
und Stabilität in dem Führungsgremium zu sichern.
Dr. Bettina Orlopp wurde mit Wirkung vom 17. Juni 2021 zur
stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt, in diesem
Zuge hat der Aufsichtsrat die Vorstandsbestellung vorzeitig
um fünf Jahre bis Juni 2026 verlängert. Ebenfalls
für weitere fünf Jahre wurde die
Vorstandsbestellung von Chief Operating Officer Jörg
Hessenmüller turnusgemäß bis Ende 2026
verlängert. In seiner Ressortzuständigkeit liegen
wesentliche Hebel der Transformation, allen voran die
weitere Digitalisierung der Commerzbank. Zudem konzentriert
sich Sabine Schmittroth perspektivisch wieder auf ihre
Rolle der Arbeitsdirektorin. Das Personalressort ist
angesichts der personalwirtschaftlichen Herausforderungen
der begonnenen Restrukturierung der Commerzbank wichtiger
denn je. Die Verantwortung für das Segment Privat- und
Unternehmerkunden, die Sabine Schmittroth im Herbst 2020
mit übernommen hatte, wird sie wieder abgeben. Ein
Prozess zur Neubesetzung dieser für den nachhaltigen
Erfolg der Bank wichtigen Vorstandsposition wurde
eingeleitet.
Seit dem 11. Mai 2021 kooperiert die Commerzbank im
Aktienbereich mit der deutsch-französischen
Finanzgruppe ODDO BHF. Mit der Kooperation richtet die Bank
ihr Kapitalmarktgeschäft noch konsequenter auf die
Bedürfnisse ihrer Kernkunden aus. Zugleich
ermöglicht sie der Bank, Kosten und Komplexität
zu reduzieren, ohne Kompromisse beim Kundenservice
einzugehen. Im Bereich Brokerage unterstützt ODDO BHF
die Commerzbank in Zukunft als exklusiver Partner, der eine
hohe Expertise im Aktienvertrieb und -handel für die
Märkte in Europa und Nordamerika mitbringt. Damit
schafft die Commerzbank für ihre Firmenkunden bei
Eigenkapitaltransaktionen eine deutlich größere
Reichweite und die Möglichkeit, diese noch
stärker zu platzieren. Durch die geografisch breiter
aufgestellte Plattform erhalten Firmenkunden neben der
marktführenden Abdeckung von Aktien in der DACH-Region
jetzt zusätzlich eine starke Abdeckung weiterer
europäischer Länder und Sektoren mit entsprechend
größerer Vertriebskraft. Das institutionelle
Aktienresearch, also Research zu Aktien für
professionelle Kunden, bietet die Commerzbank nicht mehr
selbst an, sondern über ODDO BHF als
Kooperationspartner. Die Beratungskompetenz für das
Aktiengeschäft, Equity Capital Markets, ist weiterhin
ein wichtiger Eckpfeiler des Firmenkundengeschäfts der
Commerzbank und steht den Kunden auch künftig
uneingeschränkt zur Verfügung. Hier wird die Bank
sich weiter auf den relevanten Bedarf für ihre
Firmenkunden, auch im mittelständischen Bereich,
fokussieren und ihnen auch in Zukunft bei der Emission von
neuem Eigenkapital, zum Beispiel bei
Börsengängen, Aktienplatzierungen,
Kapitalerhöhungen oder Wandelanleihen, zur Seite
stehen.
Mitte Juni 2021 hat die Commerzbank Aktiengesellschaft
die dritte AT-1-Anleihe aus ihrem Emissionsprogramm
für zusätzliches Kernkapital
(Additional-Tier-1-Kapital, AT 1) erfolgreich begeben. Die
Anleihe hat ein Volumen von 500 Mio. Euro und einen festen
Kupon von 4,25 % pro Jahr. Das Orderbuch war mit mehr als
1,75 Mrd. Euro mehrfach überzeichnet, was das breite
Interesse der Investoren widerspiegelt. Die neue
AT-1-Anleihe hat eine unbestimmte Laufzeit und einen
frühestmöglichen Kündigungstermin im
Zeitraum von Oktober 2027 bis April 2028. Die
Anleihebedingungen sehen ein zeitweiliges Herabschreiben
für den Fall vor, dass die harte Kernkapitalquote
(CET-1-Quote) der Bank unter die Marke von 5,125 %
fällt. Das Bezugsrecht der Aktionäre war
ausgeschlossen. Mit der Ausgabe der AT-1-Anleihe
stärkt und optimiert die Commerzbank ihre
Kapitalstruktur weiter.
Am 22. Juli 2021 hat der Vorstand der Commerzbank
entschieden, das Projekt zur Auslagerung der
Wertpapierabwicklung an die HSBC Transaction Services GmbH
mit sofortiger Wirkung zu beenden. Grund für die
Entscheidung sind technische Umsetzungsrisiken und
veränderte Marktbedingungen. Für das zweite
Quartal 2021 ist wegen des Projektstopps eine Belastung aus
der Ausbuchung eines immateriellen Vermögenswertes von
200 Mio. Euro angefallen. Diese Ausbuchung belastet weder
die Liquidität noch die harte Kernkapitalquote (CET 1)
der Bank. Darüber hinaus fielen Rückstellungen in
zweistelliger Millionenhöhe an.
Die Commerzbank reduziert mit diesem Schritt die
Komplexität in der Transformation und wird
zunächst ihre eigene Systemlandschaft weiter
modernisieren. Die vor zwei Jahren eingeführte
IT-Lieferorganisation der Commerzbank soll dazu einen
wichtigen Beitrag leisten. Dort hat die Bank im Zuge der
"Strategie 2024" eine eigene Key Area für Securities
& Brokerage geschaffen. Seit dem Projektstart für
die Auslagerung im Jahr 2017 haben sich das Marktumfeld und
die technologischen Möglichkeiten erheblich
verändert. Das deutlich gewachsene Handelsvolumen und
die technologische Weiterentwicklung ermöglichen es
der Commerzbank, die Wertpapierabwicklung profitabel
fortzuführen. Der zuletzt für Mitte 2021 geplante
Übertrag der Prozesse auf die Systeme der
Tochtergesellschaft von HSBC wird damit nicht stattfinden.
Mit den spürbaren Lockerungen der
Corona-Beschränkungen hat die Weltwirtschaft wie
erwartet merklich an Schwung gewonnen. Doch die rasche
Erholung bleibt nicht ohne Folgen. Die Preise für
Rohstoffe sind deutlich gestiegen und immer mehr
Unternehmen fehlt es an Vorprodukten. In der
Automobilindustrie kommt es wegen fehlender Halbleiter
bereits zu Produktionsausfällen.
In den USA hat die Wirtschaft im zweiten Quartal bereits
wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Hiervon ist die
Wirtschaft im Euroraum noch ein gutes Stück entfernt.
Aber auch hier hat die wirtschaftliche Aktivität im
Frühjahr mit der Öffnung der Geschäfte
wieder merklich zugenommen. In Deutschland dürfte die
Wirtschaft im zweiten Quartal den Rückschlag zu
Jahresbeginn wieder wettgemacht haben.
Eine Beschreibung der zum 30. Juni 2021 angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden finden sich im
Zwischenabschluss in Note 5. Informationen zu Anpassungen
der Vorjahreszahlen finden sich im Zwischenabschluss in
Note 3.
Die Commerzbank hatte im ersten Halbjahr 2021 vor dem
Hintergrund anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen, einer
Belastung aus der Ausbuchung eines immateriellen
Vermögenswertes und hoher
Restrukturierungsaufwendungen ein Konzernergebnis in
Höhe von - 394 Mio. Euro auszuweisen. Das Operative
Ergebnis lag im Berichtszeitraum 2021 bei 570 Mio. Euro,
nach - 74 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Die wesentlichen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:
Der Zinsüberschuss lag im Berichtszeitraum mit 2
427 Mio. Euro um 6,6 % unter dem Niveau des Vorjahres. Im
Segment Privat-und Unternehmerkunden reichten
Ertragszuwächse infolge fortgesetzter
Volumenzuwächse im inländischen
Kreditgeschäft, vor allem bei privaten
Baufinanzierungen und Individualkrediten, nicht aus, um den
unvermindert starken Druck auf die Zinserträge aus dem
Einlagengeschäft vollständig auszugleichen. Bei
der mBank ergab sich ein ähnliches Bild. Der
Ausweitung der Kredit- und der Einlagenbestände
standen weiterhin nachteilige Folgewirkungen aus den im
Vorjahr erfolgten Zinssenkungen der polnischen Zentralbank
gegenüber; vor allem die negative Auswirkung auf das
Einlagengeschäft führte per saldo zu einem
rückläufigen Zinsüberschuss. Im Segment
Firmenkunden lag der Zinsüberschuss ebenfalls leicht
unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der deutliche
Rückgang des Zinsüberschusses im Bereich Sonstige
und Konsolidierung beruhte vor allem auf
rückläufigen Zinserträgen von Group Treasury
mit entsprechend gegenläufigen Effekten im Ergebnis
aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Die
Vereinnahmung von Zinsvergünstigungen aus gezielten
längerfristigen Refinanzierungsgeschäften
(Targeted Longer-Term Refinancing Operations) mit der EZB
konnte den Rückgang des Zinsüberschusses nur zum
Teil kompensieren.
Der Provisionsüberschuss erhöhte sich
gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 um 8,1 % auf 1 803
Mio. Euro. Im Segment Privat-und Unternehmerkunden war der
Provisionsüberschuss stärkster Ertragstreiber. Im
Inland profitierte diese Ertragsposition unter anderem von
anhaltend sehr lebhaften Kundenaktivitäten im
Wertpapiergeschäft, was sich in erheblich gewachsenen
Transaktionsvolumina widerspiegelte. Der deutliche Anstieg
bei der mBank resultierte ebenfalls aus dem
Wertpapiergeschäft, unterstützt durch höhere
Einnahmen aus der Einlagen-Jahresendgebühr bei
Firmenkunden sowie aus Produktpreisveränderungen bei
Privat- und Firmenkunden. Im Segment Firmenkunden lag der
Provisionsüberschuss auf dem Niveau der ersten sechs
Monate des Vorjahres.
Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value
bewerteten finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten lag im Berichtszeitraum bei 485 Mio.
Euro, nach - 141 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der
signifikante Anstieg beruhte im Wesentlichen auf positiven
Bewertungseffekten, unter anderem aus Beteiligungen,
während der Vorjahreszeitraum durch
Bewertungsschwankungen im Zusammenhang mit der
Corona-Pandemie belastet war.
Im Sonstigen Ergebnis in Höhe von - 335 Mio. Euro
spiegeln sich insbesondere Zuführungen zu
Rückstellungen wider. Diese betreffen unter anderem
Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Urteil des
Bundesgerichtshofs zu Preisanpassungen mit Privatkunden,
Rückstellungen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen
in Fremdwährung bei der mBank, zusätzliche
Rückstellungen im Hinblick auf mögliche
Steuerrückzahlungsansprüche sowie
Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Projektstopp
zur Auslagerung der Wertpapierabwicklung an die HSBC
Transaction Services GmbH.
Das Risikoergebnis lag mit - 235 Mio. Euro deutlich
unter dem Wert des Vorjahreszeitraums von - 795 Mio. Euro.
Im Risikoergebnis der ersten sechs Monate des Vorjahres war
ein sogenanntes Top-Level-Adjustment (TLA) in Höhe von
- 154 Mio. Euro enthalten, das aufgrund der Corona-Pandemie
gebildet wurde. Darüber hinaus belastete der Ausfall
eines größeren Einzelengagements das
Risikoergebnis des Vorjahres. Sowohl im Segment Privat- und
Unternehmerkunden als auch im Segment Firmenkunden blieb
die für das erste Halbjahr 2021 erforderliche
Risikovorsorge deutlich unter dem Niveau der ersten sechs
Monate 2020.
Die Verwaltungsaufwendungen stiegen im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum aufgrund der Belastung aus der Ausbuchung
eines immateriellen Vermögenswertes im Zusammenhang
mit dem Projektstopp zur Auslagerung der
Wertpapierabwicklung an die HSBC Transaction Services GmbH
um 4,7 % auf 3 173 Mio. Euro. Bei den Personalkosten, die
mit 1 716 Mio. Euro auf Vorjahresniveau lagen, kompensierte
der Abbau von Vollzeitkräften gegenläufige
Effekte, darunter insbesondere Gehaltsanpassungen.
Demgegenüber nahmen die Sachaufwendungen
einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen und
sonstige immaterielle Vermögenswerte um 11,2 % auf 1
457 Mio. Euro zu. Ohne die Sonderbelastung war ein
deutlicher Rückgang zu verzeichnen, der in erster
Linie aus geringeren Aufwendungen für Werbung,
Reisetätigkeiten und Abschreibungen resultierte.
Die Belastung aus den separat ausgewiesenen
Pflichtbeiträgen lag mit 375 Mio. Euro auf dem Niveau
des Vorjahreszeitraums.
Im Berichtszeitraum belasteten
Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit der
Umsetzung des neuen Strategieprogramms in Höhe von 976
Mio. Euro die Ergebnisentwicklung.
Das Ergebnis aus fortzuführenden
Geschäftsbereichen vor Steuern betrug - 406 Mio. Euro,
nach - 74 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Für den
Berichtszeitraum war ein positiver Steuereffekt in
Höhe von 43 Mio. Euro auszuweisen. Dieser resultierte
im Wesentlichen aus Steuererträgen aus der
Nachaktivierung latenter Steuerforderungen auf
Verlustvorträge, denen insbesondere laufende
Steueraufwendungen des mBank-Teilkonzerns für die
Berichtsperiode sowie aperiodische Steueraufwendungen, die
sich aus der zusätzlichen Bildung von
Rückstellungen für Steuerrisiken ergeben,
entgegenstehen. Das Ergebnis aus fortzuführenden
Geschäftsbereichen nach Steuern belief sich auf - 363
Mio. Euro, gegenüber - 136 Mio. Euro im
Vorjahreszeitraum.
Nach Berücksichtigung der nicht beherrschenden
Anteile war den Commerzbank-Aktionären und Investoren
in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile für den
Berichtszeitraum 2021 ein Konzernergebnis von -394 Mio.
Euro zuzurechnen, nach - 107 Mio. Euro im Vorjahr.
Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 0,46 Euro, das
Ergebnis je Aktie - 0,43 Euro. Für den
Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden
Kennzahlen auf - 0,06 Euro beziehungsweise auf - 0,12 Euro.
Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 30.
Juni 2021 bei 543,6 Mrd. Euro und damit um 7,3 % über
dem Niveau des Jahresultimos 2020.
Das Volumen des Kassenbestands und der Sichtguthaben ist
um 30,5 Mrd. Euro auf 106,1 Mrd. Euro gestiegen. Der
kräftige Zuwachs gegenüber dem Jahresultimo 2020
stand insbesondere im Zusammenhang mit einem Anstieg von
Sichtguthaben bei Zentralnotenbanken aufgrund der Anlage
liquider Mittel aus Einlagenzuflüssen sowie
Liquiditätsüberschüssen.
Die Finanziellen Vermögenswerte "Amortised Cost"
stiegen gegenüber dem Jahresende 2020 leicht um 2,7
Mrd. Euro auf 294,9 Mrd. Euro an. Während im
Kreditgeschäft mit Privatkunden ein Zuwachs vor allem
im Baufinanzierungsgeschäft zu verzeichnen war,
zeigten sich im Kreditgeschäft mit internationalen
Kunden entsprechende Rückgänge.
Die Finanziellen Vermögenswerte "Fair Value OCI"
lagen bei 41,4 Mrd. Euro und damit um 1,5 Mrd. Euro
niedriger als zum Jahresultimo 2020. Der Rückgang um
3,5 % resultierte aus einem geringeren Volumen an
verbrieften Schuldinstrumenten.
Mit 38,5 Mrd. Euro lagen die Finanziellen
Vermögenswerte "Mandatorily Fair Value P&L" um 9,8
Mrd. Euro höher als zum Vorjahresultimo. Der Anstieg
war vornehmlich verursacht durch gestiegene besicherte
Geldmarktgeschäfte in Form von Reverse Repos sowie
Cash Collaterals.
Die Finanziellen Vermögenswerte "Held for Trading"
lagen zum Berichtsstichtag mit 49,3 Mrd. Euro -
insbesondere aufgrund geringerer positiver Marktwerte aus
derivativen Finanzinstrumenten - um 2,9 Mrd. Euro niedriger
als zum Jahresende 2020. Während die positiven
Marktwerte aus zins- und währungsbezogenen Produkten
deutlich um insgesamt 8,8 Mrd. Euro zurückgegangen
sind, nahmen die verbrieften Schuldinstrumente um 2,8 Mrd.
Euro und die sonstigen Handelsbestände um 1,2 Mrd.
Euro zu.
Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
betrugen 1,8 Mrd. Euro, nach 2,0 Mrd. Euro zum Jahresultimo
2020. Der Rückgang resultierte aus
Portfolioübertragungen im Zusammenhang mit dem Verkauf
des EMC-Geschäfts an die Société
Générale.
Auf der Passivseite lagen die Finanziellen
Verbindlichkeiten "Amortised Cost" mit 425,7 Mrd. Euro um
28,0 Mrd. Euro über dem Niveau des Vorjahresultimos.
Ursächlich für den Zuwachs im Vergleich zum
Jahresende 2020 war ein deutlicher Anstieg der Einlagen und
sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten, insbesondere von
Kreditinstituten und Zentralbanken sowie hohen
Mittelzuflüssen von Firmenkunden und
Finanzdienstleister.
Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Fair Value Option"
lagen mit 35,7 Mrd. Euro um 15,6 Mrd. Euro über dem
Niveau des Jahresultimos 2020. Während die begebenen
Schuldverschreibungen mit 2,2 Mrd. Euro auf dem Niveau des
Vorjahresultimos lagen, erhöhten sich die Einlagen um
15,5 Mrd. Euro. Der Anstieg war im Wesentlichen bedingt
durch den Zuwachs der Einlagen von Kunden und
Kreditinstituten.
Die Finanziellen Verbindlichkeiten "Held for Trading"
lagen mit 35,1 Mrd. Euro um 7,7 Mrd. Euro unter dem
Jahresende 2020. Der Rückgang resultierte aus den
negativen Marktwerten aus derivativen Finanzinstrumenten,
insbesondere aus zinsbezogenen derivativen Geschäften,
die um 10,1 Mrd. Euro zurückgegangen sind.
Die Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen
betrugen 1,8 Mrd. Euro, nach 2,1 Mrd. Euro zum Jahresultimo
2020. Der Rückgang resultierte aus
Portfolioübertragungen im Zusammenhang mit dem Verkauf
des EMC-Geschäfts an die Société
Générale.
Das in der Bilanz zum Berichtsstichtag 30. Juni 2021
ausgewiesene den Commerzbank-Aktionären zurechenbare
Eigenkapital lag mit 25,0 Mrd. Euro leicht um 0,2 Mrd. Euro
über dem Niveau zum Jahresende 2020. Weitere
Informationen zur Eigenkapitalveränderung finden sich
auf Seite 43 ff.
Die Risikoaktiva per 30. Juni 2021 lagen bei 177,6 Mrd.
Euro und damit um 1,0 Mrd. Euro niedriger als zum
Jahresende 2020. Diese Entwicklung ist hauptsächlich
auf kompensierende Effekte zwischen den risikogewichteten
Aktiva aus dem Kreditrisiko und den risikogewichteten
Aktiva aus dem Marktrisiko zurückzuführen. Der
vergleichsweise geringe Anstieg der risikogewichteten
Aktiva aus dem Kreditrisiko resultierte im Wesentlichen aus
Anstiegen bei der mBank, aus der Umsetzung der neuen
regulatorischen Anforderungen (Capital Requirements
Regulation, CRR 2) sowie der Modellanpassung für
regulatorische Gegenpartei-Risiken sowie aus
Fremdwährungseffekten, die teilweise durch
Rückgänge im Unternehmensportfolio kompensiert
wurden. Die Reduktion der risikogewichteten Aktiva aus
Marktpreisrisiken wird durch das Herausfallen von
Corona-Hochrisikoszenarien aus der Berechnung
hervorgerufen. Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken
sind im Vergleich zum Jahresultimo 2020 nahezu
unverändert.
Das aufsichtsrechtlich anrechenbare harte Kernkapital
(Common Equity Tier 1) betrug zum Berichtsstichtag 23,7
Mrd. Euro, gegenüber 23,6 Mrd. Euro zum 31. Dezember
2020. Ausschlaggebend für den leichten Anstieg waren
die versicherungsmathematischen Gewinne der
Pensionspläne sowie die Veränderung der
Rücklage aus der Währungsumrechnung. Diese wurden
teilweise durch den Verlust des Geschäftsjahres sowie
durch höhere regulatorische Kapitalabzüge
kompensiert. Die harte Kernkapitalquote betrug somit 13,4
%. Die Kernkapitalquote (unter Anwendung der
Übergangsbestimmungen) betrug zum Berichtsstichtag
15,3 %, gegenüber 15,0 % zum Jahresende 2020.
Ursächlich für den Anstieg der Kernkapitalquote
war die Emission einer AT-1-Anleihe im ersten Halbjahr
2021. Die Gesamtkapitalquote (unter Anwendung der
Übergangsbestimmungen) betrug zum Berichtsstichtag
17,9 %.
Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von
Tier-1-Kapital zum Leverage Ratio Exposure zeigt, lag auf
Grundlage der zum Berichtsstichtag gültigen Regelung
der CRD IV/CRR bei 4,6 % (unter Anwendung der
Übergangsbestimmungen).
Die Bank hält alle aufsichtsrechtlichen
Anforderungen ein.
Die Commerzbank hatte im Berichtszeitraum jederzeit
Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; Liquidität und
Zahlungsfähigkeit der Commerzbank waren jederzeit
gegeben. Darüber hinaus ist das
Liquiditätsmanagement der Commerzbank stets in der
Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren.
Auch vor dem Hintergrund der anhaltenden Unsicherheiten
aufgrund der Corona-Pandemie ist die
Liquiditätssituation der Bank komfortabel und
erfüllt die internen Limite sowie die gültigen
regulatorischen Anforderungen.
Im ersten Halbjahr 2021 hat der Commerzbank-Konzern
langfristige Refinanzierungsmittel von insgesamt 1,2 Mrd.
Euro am Kapitalmarkt aufgenommen.
Im Juni hat die Commerzbank Aktiengesellschaft die
dritte AT-1-Anleihe aus ihrem Emissionsprogramm für
zusätzliches Kernkapital mit einem Volumen von 500
Mio. Euro und einen festen Kupon von 4,25 % pro Jahr
begeben. Das Kapital hat eine unbestimmte Laufzeit und der
frühestmögliche Kündigungstermin liegt im
Zeitraum von Oktober 2027 bis April 2028. Die
Anleihebedingungen der Emission sehen ein zeitweiliges
Herabschreiben für den Fall vor, dass die harte
Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank unter die Marke von
5,125 % fällt. Die Emission war mehrfach
überzeichnet und fand mit 90 % der Nachfrage
großes Interesse bei ausländischen Investoren.
Mit der Ausgabe der Anleihen stärkt und optimiert die
Commerzbank ihre Kapitalstruktur weiter.
Bereits im März wurde eine Preferred-Senior-Anleihe
mit einem Volumen von 500 Mio. Euro begeben. Die
Benchmarkanleihe hat eine Laufzeit von viereinhalb Jahren,
der Re-offer Spread lag bei 48 Basispunkten über dem
Sechs-Monats-Euribor. Die Emission fand mit einem Anteil
von 70 % großes Interesse bei ausländischen
Investoren, die Platzierung erfolgte zu rund drei Vierteln
bei Fonds, zu 17 % bei Banken sowie zu 5 % bei
Zentralbanken. Daneben wurden rund 0,2 Mrd. Euro
Preferred-Senior-Anleihen als Privatplatzierungen begeben.
Die durchschnittliche Laufzeit der Senior-unsecured
(vorrangig unbesicherten)-Emissionen lag bei mehr als vier
Jahren.
Die Geldmärkte der Eurozone waren weiterhin
maßgeblich durch die Corona-Pandemie und deren
Auswirkungen beeinflusst.
Die Europäische Zentralbank (EZB) befindet sich
nach wie vor in der Umsetzung der von ihr im März 2020
beschlossenen umfangreichen Maßnahmen zur
Bekämpfung des wirtschaftlichen Einbruchs in der
Eurozone und der damit verbundenen Auswirkungen auf den
Finanzsektor. Im Rahmen des
Targeted-Longer-Term-Refinancing-Operations-III-Programms
(TLTRO III) hat die EZB den Banken im Jahr 2020
zusätzliche Liquidität von rund 1 300 Mrd. Euro
bereitgestellt. Nachdem die EZB im Dezember
angekündigt hat, ab März 2021 die maximale
Teilnahme von 50 % auf 55 % des "eligible" Kreditportfolios
auszuweiten, hat die Commerzbank davon Gebrauch gemacht und
die Teilnahme um weitere 3,6 Mrd. Euro erhöht, sodass
das Gesamtvolumen aktuell 35,9 Mrd. Euro beträgt und
dem maximal möglichen Volumen entspricht. Die
Zinssätze für die
Hauptrefinanzierungsgeschäfte, die
Spitzenrefinanzierungsfazilität und die
Einlagenfazilität blieben unverändert.
Die Bank wies zum Halbjahresultimo 2021 eine
Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in
Höhe von 117,4 Mrd. Euro aus. Das
Liquiditätsreserveportfolio gewährleistet die
Pufferfunktion im Stressfall. Dieses
Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem
Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine
erforderliche Reservehöhe während der gesamten
vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen.
Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem
separierten und von Group Treasury gesteuerten
Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um
Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen
Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige
Zahlungsfähigkeit sicherzustellen.
Darüber hinaus unterhält die Bank ein
sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio. Der
Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Berichtsstichtag
6,1 Mrd. Euro.
Die Commerzbank hat mit 142,8 % (Durchschnitt der
jeweils letzten zwölf Monatsendwerte) die geforderte
Mindestquote bei der Liquiditätskennzahl "Liquidity
Coverage Ratio" (LCR) in Höhe von 100 % deutlich
überschritten. Damit ist die Liquiditätssituation
der Commerzbank zum Quartalsultimo aufgrund ihrer
konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie
komfortabel.
Die Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente
für die ersten sechs Monate 2021 basiert auf der im
Geschäftsbericht 2020 auf den Seiten 89 und 276 ff.
beschriebenen Segmentstruktur.
Weitere Informationen sowie Erläuterungen zu den
Anpassungen der Vorjahreszahlen finden sich im
Zwischenabschluss in Note 40.
| Mio. € | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.20201 | Veränderung
in %/%-Punkten |
| Erträge vor Risikoergebnis | 2 458 | 2 492 | - 1,4 |
| Risikoergebnis | - 126 | - 313 | - 59,7 |
| Verwaltungsaufwendungen | 1 717 | 1 723 | - 0,3 |
| Pflichtbeiträge | 227 | 201 | 12,8 |
| Operatives Ergebnis | 388 | 254 | 52,4 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital | 5 994 | 5 661 | 5,9 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 12,9 | 9,0 | 3,9 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - ohne Pflichtbeiträge | 69,9 | 69,2 | 0,7 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - inkl. Pflichtbeiträgen | 79,1 | 77,2 | 1,9 |
1 Anpassung aufgrund von IFRS 8.29 (siehe
Zwischenabschluss Note 40).
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden hat im ersten
Halbjahr 2021 - trotz der unvermindert sehr anspruchsvollen
Rahmenbedingungen - ein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um 133 Mio. Euro auf 388 Mio. Euro verbessertes Operatives
Ergebnis erzielt. Sowohl die Operativen Erträge als
auch die Verwaltungsaufwendungen entwickelten sich im
Wesentlichen stabil, während Belastungen aus
Pflichtbeiträgen erheblich wuchsen. Haupttreiber der
Ergebnisverbesserung war das auf - 126 Mio. Euro um
deutlich mehr als die Hälfte verringerte
Risikoergebnis.
Mit 2 458 Mio. Euro knüpften die gesamten
Segmenterträge vor Risikoergebnis im Berichtshalbjahr
nahezu an den Vorjahreswert von 2 492 Mio. Euro an. Der
Zinsüberschuss verzeichnete einen Rückgang um 81
Mio. Euro auf 1 229 Mio. Euro. Hier reichten
Ertragszuwächse infolge fortgesetzter
Volumenzuwächse im inländischen
Kreditgeschäft, vor allem bei privaten
Baufinanzierungen und Individualkrediten, nicht aus, um den
unvermindert starken Druck auf die Zinserträge aus dem
Einlagengeschäft vollständig auszugleichen. Bei
der mBank ergab sich ein ähnliches Bild. Der
Ausweitung der Kredit- und der Einlagenbestände
standen weiterhin nachteilige Folgewirkungen aus den im
Vorjahr erfolgten Zinssenkungen der polnischen Zentralbank
gegenüber; vor allem die negative Auswirkung auf das
Einlagengeschäft führte per saldo zu einem
rückläufigen Zinsüberschuss.
Stärkster Ertragstreiber blieb im Berichtszeitraum
der Provisionsüberschuss mit einem deutlichen Anstieg
um 139 Mio. Euro auf 1 228 Mio. Euro. Im Inland profitierte
diese Ertragsposition unter anderem von anhaltend sehr
lebhaften Kundenaktivitäten im
Wertpapiergeschäft, was sich in erheblich gewachsenen
Transaktionsvolumina widerspiegelte. Der deutliche Anstieg
bei der mBank resultierte ebenfalls aus dem
Wertpapiergeschäft, unterstützt durch höhere
Einnahmen aus der Einlagen-Jahresendgebühr bei
Firmenkunden sowie aus Produktpreisveränderungen bei
Privat- und Firmenkunden.
Unter den übrigen Ergebniskomponenten wies das
Fair-Value-Ergebnis, das maßgeblich von positiven
Bewertungseffekten bei der mBank profitierte, eine
signifikante Verbesserung um 30 Mio. Euro auf 128 Mio. Euro
aus. Dem stand das in einer Höhe von - 150 Mio. Euro
negative Sonstige Ergebnis gegenüber, nach - 30 Mio.
Euro im ersten Halbjahr 2020. Hier sind zum einen weitere
Rückstellungen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen
in Fremdwährung bei der mBank sowie
Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Urteil des
Bundesgerichtshofs zu Preisanpassungen mit Privatkunden
gebucht.
Das Risikoergebnis sank substanziell von - 313 Mio. Euro
im gleichen Zeitraum des Vorjahres auf - 126 Mio. Euro.
Während im Vergleichszeitraum des Vorjahres Vorsorgen
für Kreditverluste im Zusammenhang mit Effekten aus
der Corona-Pandemie angefallen sind, fiel im bisherigen
Jahresverlauf nur in einem erheblich verringerten
Ausmaß Risikovorsorge für Kreditverluste an.
Der Verwaltungsaufwand lag im Berichtszeitraum mit 1 717
Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Sowohl im Inland als
auch bei der mBank - hier insbesondere wechselkursbedingt -
sank der operative Aufwand geringfügig. Dagegen
verzeichnete der gesamte Aufwand für
Pflichtbeiträge, der sich auf 227 Mio. Euro belief,
nach 201 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, einen
signifikanten Zuwachs. In Deutschland belasteten
insbesondere stark ansteigende Kosten für den
Einlagensicherungsfonds, während sich bei der mBank
vor allem dank rückläufiger Beiträge
für die europäische Bankenabgabe per saldo sogar
ein Rückgang ergab.
Insgesamt wies das Segment Privat- und Unternehmerkunden
im Berichtszeitraum ein Ergebnis vor Steuern in Höhe
von 388 Mio. Euro aus, nach 254 Mio. Euro im Vorjahr.
| Mio. € | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 1 | Veränderung
in %/%-Punkten |
| Erträge vor Risikoergebnis | 1 596 | 1 524 | 4,7 |
| Risikoergebnis | - 39 | - 455 | - 91,3 |
| Verwaltungsaufwendungen | 1 121 | 1 158 | - 3,2 |
| Pflichtbeiträge | 95 | 106 | - 10,2 |
| Operatives Ergebnis | 340 | - 196 | . |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital (aus fortzuführenden Geschäftsbereichen) | 10 126 | 11 488 | - 11,9 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) | 6,7 | - 3,4 | 10,1 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - ohne Pflichtbeiträge | 70,3 | 76,0 | - 5,8 |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) - inkl. Pflichtbeiträgen | 76,2 | 83,0 | - 6,8 |
1 Anpassung aufgrund von IFRS 8.29 (siehe
Zwischenabschluss Note 40).
Die Geschäftsentwicklung des Segments Firmenkunden
war in den ersten sechs Monaten 2021 von anhaltenden
schwierigen Rahmenbedingungen geprägt - insbesondere
aufgrund der Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Verlauf
der Corona-Pandemie und deren wirtschaftlichen Folgen und
Abhängigkeiten. Infolge verbesserter
Konjunkturerwartungen und vorhandener Liquidität
verzeichneten die Kapitalmärkte demgegenüber
Rekordzuflüsse. Gleichwohl belastete das
Negativzinsumfeld die Zinsmargen, insbesondere im deutschen
Kundengeschäft.
In den ersten sechs Monaten 2021 belief sich das
Operative Ergebnis im Segment Firmenkunden auf 340 Mio.
Euro, nach - 196 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, in dem
hohe Wertberichtigungen für Kreditrisiken sowie
deutlich geringere Bewertungseffekte enthalten waren.
Der Bereich Mittelstand zeigte gegenüber dem
Vorjahreszeitraum insgesamt eine stabile
Ertragsentwicklung. Während die Erträge sowohl
aus dem Kredit- als auch aus dem
Cash-Management-Geschäft rückläufig waren,
legte das Kapitalmarktgeschäft im Vergleich zu den
ersten Monaten des Vorjahres erfreulich zu. Der Bereich
International Corporates verzeichnete insgesamt
rückläufige Erträge, die aus geringeren
Beiträgen des Kredit- und Kapitalmarkgeschäfts
resultierten. Der Bereich Institutionals verzeichnete im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum sowohl aus dem
Kapitalmarktgeschäft als auch aus dem
Kreditgeschäft und der Handelsfinanzierung einen
Ertragsrückgang. Der Bereich Others, der im Zuge der
Corona-Pandemie von einer deutlichen Ausweitung der Credit
Spreads und negativen Bewertungseffekten betroffen war,
verzeichnete demgegenüber eine deutliche Erholung und
erzielte eine signifikante Ertragsverbesserung
gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die Erträge vor Risikoergebnis lagen in den ersten
sechs Monaten 2021 mit 1 596 Mio. Euro um 72 Mio. Euro
über dem Niveau des Vorjahres. Mit 838 Mio. Euro lag
der Zinsüberschuss um 4,2 % unter dem Vorjahresniveau,
während der Provisionsüberschuss mit 601 Mio.
Euro das Vorjahresniveau von 599 Mio. Euro erreichte.
Deutlich verbessert zeigte sich das Ergebnis aus
erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, das mit 178
Mio. Euro um 140 Mio. Euro deutlich über dem Wert der
ersten sechs Monate des Vorjahres lag.
Das Risikoergebnis des Segments Firmenkunden war im
Berichtszeitraum mit - 39 Mio. Euro auszuweisen, nach - 455
Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, der durch die
Corona-Pandemie sowie den Ausfall eines größeren
Einzelengagements belastet war.
Der Verwaltungsaufwand lag mit 1 121 Mio. Euro um 37
Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang
resultierte sowohl aus geringeren Personal- als auch
Sachkosten im Zusammenhang mit dem strikten
Kostenmanagement. Die ausgewiesenen Pflichtbeiträge in
Höhe von 95 Mio. Euro stehen insbesondere in
Verbindung mit der Europäischen Bankenabgabe; im
Vorjahr beliefen sich die Pflichtbeiträge auf 106 Mio.
Euro.
Insgesamt lag das Ergebnis aus fortzuführenden
Geschäftsbereichen vor Steuern bei 340 Mio. Euro,
gegenüber - 196 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Im Bereich Sonstige und Konsolidierung werden
Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, die nicht in die
Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen.
Unter Sonstige werden Group Treasury, den
Geschäftssegmenten nicht zugeordnete Beteiligungen
sowie übergeordnete Sachverhalte, wie zum Beispiel
Aufwendungen für Aufsichtsgebühren, eingestellt.
Unter Konsolidierung wird von den in der
Segmentberichterstattung dargestellten
Ergebnisgrößen auf den Konzernabschluss nach
Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS)
übergeleitet. Der Bereich Sonstige und Konsolidierung
enthält des Weiteren die Unterstützungs-, Stabs-
und Steuerungseinheiten, die ebenfalls auf die Segmente
verrechnet werden. Für diese Einheiten stellen
Restrukturierungsaufwendungen eine Ausnahme in der
Verrechnung dar, da diese Kosten im Bereich zentral
ausgewiesen werden.
Das Operative Ergebnis des Bereichs Sonstige und
Konsolidierung belief sich im ersten Halbjahr 2021 auf -158
Mio. Euro, gegenüber - 132 Mio. Euro im
Vorjahreszeitraum.
Der Rückgang beruht in erster Linie auf
Ergebnisbelastungen aus der Beendigung des Projektes zur
Auslagerung der Wertpapierabwicklung an die HSBC
Transaction Services GmbH. Daneben wirkten sich per Saldo
belastende Effekte aus der Bildung und Auflösung von
Rückstellungen, aus einer höheren
Nettorisikovorsorge für ein Restportfolio des
aufgelösten Segments Asset & Capital Recovery
sowie aus Konsolidierungssachverhalten ergebnisreduzierend
aus. Dies wurde teilweise kompensiert durch die positive
Entwicklung des Ergebnisses von Group Treasury, das im
Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 von gestiegenen
Erträgen aus Investitionen in Wertpapiere und aus
Bondverkäufen des Liquiditätsportfolios
profitierte; hinzu kamen positive Bewertungseffekte sowohl
aus Bankbuchbeständen aus der Anwendung des Hedge
Accounting als auch aus verbesserten Kontrahentenrisiken im
nicht strategischen Altportfolio. Daneben wirkten sich im
Bereich Sonstige und Konsolidierung vor allem die
Abgrenzung von Erträgen aus gezielten
längerfristigen Refinanzierungsgeschäften
(Targeted Longer-Term Refinancing Operations) mit der EZB
sowie per saldo positive Bewertungseffekte - insbesondere
aus Beteiligungen - ergebniserhöhend aus.
Das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und
Konsolidierung im ersten Halbjahr 2021 betrug - 1 133 Mio.
Euro. Darin enthalten sind Restrukturierungsaufwendungen in
Höhe von 976 Mio. Euro im Zusammenhang mit der
Umsetzung des neuen Strategieprogramms der Commerzbank.
Der Verlauf der Konjunktur wird auch weiterhin
maßgeblich vom Fortgang der Corona-Pandemie bestimmt
werden. Die Delta-Variante des Corona-Virus dürfte
spätestens im Herbst in Europa und wohl auch in den
USA für eine neue Infektionswelle sorgen. Doch nicht
zuletzt dank dem fortgeschrittenen Impfprozess dürfte
diese deutlich milder ausfallen als im Herbst vergangenen
Jahres. Dennoch ist zu erwarten, dass die
Corona-Beschränkungen in einigen kontaktintensiven
Bereichen wieder verschärft werden. Ein weiterer
Bremsklotz für die Konjunktur ist der zunehmende
Mangel an Vorprodukten, insbesondere in der
Automobilindustrie, der aller Voraussicht nach noch einige
Zeit anhalten wird.
Dennoch dürfte die Wirtschaft in den USA dank der
umfangreichen Konjunkturprogramme in der zweiten
Jahreshälfte weiterhin kräftig wachsen, auch wenn
das Tempo wohl nachlassen wird. Im Euroraum dürfte
sich die Wirtschaft ebenfalls weiter erholen und zum
Jahresende wieder das Vorkrisenniveau erreichen.
Angesichts der fortschreitenden Erholung der
US-Konjunktur und einer steigenden Inflationsrate
dürfte die US-Notenbank im vierten Quartal 2021
beschließen, ihre Anleihekäufe zu reduzieren.
Dagegen wird die EZB wohl das Volumen ihrer
Anleihekäufe noch einmal erhöhen.
Unsere Einschätzung der kurz- und mittelfristigen
sowie strukturellen Entwicklungstendenzen in der
Bankbranche hat sich gegenüber den im
Geschäftsbericht 2020 getroffenen Aussagen nicht
grundlegend verändert. Insbesondere die Risiken
für den kurzfristigen Ausblick auf das
bankgeschäftliche Umfeld sind nach wie vor sehr hoch.
Immer mehr in den Fokus rücken die zeitverzögert
drohenden Belastungen der Banken infolge der
Corona-Pandemie. Bislang haben umfangreiche Maßnahmen
von Regierungen, Zentralbanken und Aufsichtsbehörden
ein Überschwappen der realwirtschaftlichen Krise auf
den Finanzsektor verhindert. Doch sobald Moratorien und
andere Corona-Hilfsmaßnahmen auslaufen, wird eine
Welle von notleidenden Krediten im Bankensektor
wahrscheinlicher.
Um in einer solchen Stressphase den Spielraum für
die Kreditvergabe zur Stimulierung der Wirtschaft zu
erhöhen, hat die Bankenaufsicht den Banken bereits im
März 2020 erlaubt, ihre Kapitalpuffer vollständig
zu nutzen. Zudem sind wirksame Lösungen zum Abbau
notleidender Kredite erforderlich, die in Europa derzeit
fehlen.
Die bereits lang anhaltende Niedrigzinsphase dürfte
sich infolge der als Reaktion auf die Corona-Pandemie
extrem expansive Geldpolitik der EZB weiter verlängern
- und damit die Profitabilität der Banken anhaltend
beeinträchtigen. Belastend ist vor allem die sinkende
Zinsmarge im Kreditgeschäft. Die geringe
Profitabilität der Banken wiederum birgt Risiken
für deren Widerstandsfähigkeit, weil der Aufbau
von Eigenkapital erschwert wird. Der beeinträchtigte
Aufbau von Eigenkapital wiegt besonders schwer, weil
drohende Kreditausfälle und Wertberichtigungen infolge
der Pandemie das Eigenkapital der Banken zusätzlich
unter Druck setzen.
Auch Anleger am Kapitalmarkt streben in einer lang
anhaltenden Niedrigzinsphase nach höheren Renditen und
gehen dabei größere Risiken ein. Aufgrund
niedriger Zinsen ziehen zudem die Vermögenspreise an.
In den vergangenen sechs Monaten waren im Euroraum
anhaltende Kursgewinne an vielen Finanzmärkten zu
verzeichnen ebenso wie Preissteigerungen an den
Märkten für Wohnimmobilien, was die Bedenken
hinsichtlich einer Überbewertung und möglicher
abrupter Vermögenspreiskorrekturen verstärkt.
Da wegen der massiven Wertpapierkäufe der EZB eine
Sanktionierung stabilitätspolitischen Fehlverhaltens
in Form steigender Zinsen nicht mehr in ausreichendem
Maße stattfindet, sinkt der Druck auf hoch
verschuldete Länder, notwendige Strukturreformen
einzuleiten und ihre Staatshaushalte zu konsolidieren. Wenn
aber die Tragfähigkeit der Staatsfinanzen nicht mit
fiskalpolitischen Mitteln sichergestellt wird, droht die
Gefahr, dass die Geldpolitik für diesen Zweck
eingespannt wird. Die Zentralbank wäre dann
angehalten, die Zinsen länger niedrig zu halten, als
es im Hinblick auf die Preisstabilität erforderlich
wäre.
Laut Finanzstabilitätsbericht der polnischen
Zentralbank stellt die Corona-Pandemie - trotz ihrer
erheblichen Auswirkungen auf die Wirtschaft Polens - bisher
keine Gefahr für die Stabilität des polnischen
Bankensektors dar. Selbst in äußerst
pessimistischen makroökonomischen Szenarien ist die
überwiegende Mehrheit der Banken (einschließlich
aller systemrelevanten Institute) in der Lage,
Kreditausfälle zu absorbieren und das Eigenkapital
über dem regulatorischen Mindestniveau zu halten.
Allerdings bleibt das rechtliche Risiko von
Hypothekendarlehen in Fremdwährung aufgrund
anhängiger Gerichtsverfahren hoch. Die Höhe der
künftig zu bildenden Rückstellungen für
diese Risiken hängt zudem maßgeblich von dem
erwarteten Urteil des polnischen Obersten Gerichts ab, das
einige Grundsatzfragen bezüglich der rechtlichen
Behandlung von Fremdwährungskrediten klären will.
Dieses Urteil wird auch die Bereitschaft der Banken und
ihrer Kunden beeinflussen, auf freiwilliger Basis
Vereinbarungen zu treffen. Das Eintreten bestimmter
Szenarien könnte bei Banken mit umfangreichen
Beständen an Fremdwährungskrediten zu hohen
Verlusten führen, die letztlich das gesamte polnische
Finanzsystem gefährden könnten.
Aufgrund der Teilnahme am TLTRO III (Targeted
Longer-Term Refinancing Operations) und der Optimierung der
risikogewichteten Aktiva im Rahmen der neuen
Geschäftsstrategie wurde der Fundingplan für 2021
von ursprünglich unter 5 Mrd. Euro auf ein Volumen von
unter 3 Mrd. Euro reduziert. Die
Refinanzierungsmöglichkeit über den TLTRO wird in
den kommenden Jahren die Mittelaufnahme der Commerzbank am
Kapitalmarkt beeinflussen. Die Commerzbank hat mit einer
breiten Produktpalette Zugang zum Kapitalmarkt. Neben den
unbesicherten Refinanzierungsmitteln (Preferred- und
Non-preferred-Senior-Anleihen, Tier-2-Nachrangkapital sowie
Additional-Tier-1-Kapital) verfügt die Commerzbank bei
der Refinanzierung auch über die Möglichkeit,
besicherte Refinanzierungsinstrumente, insbesondere Hypothe
kenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, zu
emittieren. Pfandbriefe bilden einen festen Bestandteil im
Refinanzierungsmix der Commerzbank. Dadurch hat die
Commerzbank einen stabilen Zugang zu langfristiger
Refinanzierung mit Kostenvorteilen gegenüber
unbesicherten Refinanzierungsquellen. Die Emissionsformate
reichen von großvolumigen Benchmarkanleihen bis hin
zu Privatplatzierungen.
Durch regelmäßige Überprüfung und
Anpassung der für das Liquiditätsmanagement und
den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen
Annahmen wird die Commerzbank den Veränderungen des
Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin
Rechnung tragen und eine komfortable
Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene
Refinanzierungsstruktur gewährleisten.
Bei den Investitionen haben sich in den ersten sechs
Monaten des laufenden Jahres keine wesentlichen
Änderungen zu den im Geschäftsbericht 2020 auf
den Seiten 111 bis 113 aufgeführten Planungen ergeben.
Die für das Geschäftsjahr 2021 geplanten
Investitionen stehen im Zusammenhang mit zentralen
Initiativen im Rahmen der "Strategie 2024". Von den
für dieses Jahr geplanten Investitionen in Höhe
von 0,6 Mrd. Euro fließt knapp die Hälfte in den
Umbau des Geschäftsmodells beziehungsweise die
Digitalisierung im Privatkundengeschäft - hierin ist
auch die Integration unserer Direktbank-Tochter comdirect
enthalten. Die andere Hälfte investieren wir in die
weitere Digitalisierung von Prozessen im
Firmenkundengeschäft, die IT-Infrastruktur sowie in
Maßnahmen im Rahmen der Regulatorik.
Der kurzfristige Repomarkt mit Wertpapieren hoher
Qualität wie Staatsanleihen, Agencies sowie
Pfandbriefen (High Quality Liquid Assets, HQLA)
funktioniert nach wie vor auch während der
Corona-Pandemie und spielt eine wichtige Rolle in der
Bedienung der Bondmärkte sowie in der Finanzierung von
Portfolios. Jedoch gewinnen das Eurosystem und sein
Wertpapierleiheprogramm für Bestände unter dem
Asset Purchase Programme (APP) und Pandemic Emergency
Purchase Programme (PEPP) zunehmend an Bedeutung, um den
Collateralbedarf zu bedienen.
Neben der Besicherung des TLTRO ist ein weiterer
wichtiger Treiber der HQLA-Collateral-Märkte die
Nachfrage aufgrund der verbindlichen Besicherungspflicht
für Over-the-Counter-(OTC-) Derivate im Rahmen der
Bilateral-Initial-Margin-Anforderungen. Unter
Berücksichtigung der TLTRO-Aufstockung im März
2021 bleiben zentralbankfähige Sicherheiten weiterhin
gesucht, sodass die Eurorepomärkte in HQLA weiterhin
teurer als die EZB-Einlagenfazilität handeln werden.
Wir rechnen weiterhin mit einer Entwicklung des Marktes auf
diesem Niveau, solange die Unterstützung der EZB durch
die geldpolitischen Maßnahmen anhält.
Investoren sind derzeit kaum bereit, ihr Collateral
über einen mittelfristigen Zeitraum zur Verfügung
zu stellen. Insofern ist der Markt für Term-Repos nach
wie vor eingeschränkt liquide.
Die Situation an den Bondmärkten ist ebenso durch
das Wertpapierankaufprogramm der EZB sowie die hohe
Überschussliquidität geprägt. Die vor diesem
Hintergrund bereits deutlich reduzierte Liquidität in
den Sekundärmärkten wird somit niedrig bleiben.
Wir rechnen trotz der steigenden Staatsverschuldung
weiterhin mit sehr niedrigen Bundrenditen auch im
langfristigen Bereich (aktuell sind die Bundrenditen bis 15
Jahre negativ), hervorgerufen im Wesentlichen durch die
anhaltend hohe Nachfrage seitens der EZB. Die Nachfrage von
Finanzinvestoren nach Rendite wird ebenfalls sehr
ausgeprägt bleiben mit in der Folge weiterhin engen
Credit Spreads.
An unseren in der Zwischenmitteilung zum 31. März
2021 getroffenen Aussagen zur voraussichtlichen
Ergebnisentwicklung des Commerzbank-Konzerns im
Geschäftsjahr 2021 halten wir grundsätzlich
weiterhin fest.
Für das Gesamtjahr 2021 gehen wir davon aus, dass
die Erträge leicht über denen des
Geschäftsjahres 2020 liegen und sich die Operativen
Kosten auf rund 6,5 Mrd. Euro belaufen werden,
zuzüglich des Aufwands für die zum Halbjahr 2021
angefallene Ausbuchung eines immateriellen
Vermögenswertes. Basierend auf aktuellen
Einschätzungen ist ein Risikoergebnis von weniger als
- 1 Mrd. Euro wahrscheinlich. Auf Basis der Ergebnisse des
ersten Halbjahres erwartet die Bank eine im Vergleich zu
den bisherigen Erwartungen leicht höhere CET-1-Quote
von rund 13 %, die damit klar über dem angestrebten
Puffer zur regulatorischen Mindestanforderung
(MDA-Schwelle) liegt. Insgesamt rechnet die Bank mit einem
positiven Operativen Ergebnis. Der Ausblick basiert weiter
auf der Annahme, dass es keine substanzielle
Veränderung in Bezug auf das Kreditportfolio der mBank
in Schweizer Franken gibt.
Der Zwischenrisikobericht ist ein eigenständiger
Berichtsteil im Zwischenbericht. Er ist Bestandteil des
Zwischenlageberichts.
Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr
möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund
interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung
unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren
und nicht quantifizierbaren Risikoarten. Quantifizierbare
Risiken sind üblicherweise in der Rechnungslegung oder
in der Kapitalbindung bewertbare Risiken, nicht
quantifizierbare Risiken sind zum Beispiel Compliance- und
Reputationsrisiken.
Die Commerzbank sieht das Risikomanagement als eine
Aufgabe für die gesamte Bank an. Der Chief Risk
Officer (CRO) verantwortet konzernweit die Entwicklung und
Umsetzung der risikopolitischen Leitlinien für
quantifizierbare Risiken, die vom Gesamtvorstand festgelegt
werden, sowie die Messung dieser Risiken. Der CRO berichtet
dem Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des
Aufsichtsrats regelmäßig über die
Gesamtrisikolage des Konzerns.
Die Risikomanagement-Organisation bestand bis zum 31.
Dezember 2020 aus den Bereichen Group Credit Risk
Management, Group Kredit, Group Market Risk Management,
Group Risk Controlling & Capital Management sowie Group
Cyber Risk & Information Security.
Zum 1. Januar 2021 hat die Commerzbank die Bereiche
Group Market Risk Management und Group Risk Controlling
& Capital Management zum neuen Bereich Group Risk
Control zusammengefasst. Des Weiteren wurde der Bereich
Group Big Data & Advanced Analytics in die
Risikomanagement-Organisation integriert.
Darüber hinaus hat der CRO die Zuständigkeit
für den Bereich Group Compliance übernommen. Die
Etablierung angemessener Governance, Verfahren und Systeme,
die es der Bank ermöglichen, unerwünschte
Gefährdungen durch Compliance-Risiken zu vermeiden,
ist Aufgabe von Group Compliance. Group Compliance wird
durch den Chief Compliance Officer gesteuert.
Weitere Details zur Organisation des Risikomanagements
der Commerzbank sind im Konzernrisikobericht 2020
dargestellt.
Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein
wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des
ICAAP der Commerzbank mit dem Ziel, eine angemessene
Kapitalausstattung jederzeit sicherzustellen.
Das Risikotragfähigkeitskonzept basiert im
ökonomischen Ansatz entsprechend der aufsichtlichen
Vorgaben auf einem Fortführungsansatz.
Die Überwachung und Steuerung der
Risikotragfähigkeit erfolgen monatlich auf Ebene des
Commerzbank-Konzerns. Der Mindestanspruch an die
Risikotragfähigkeit gilt als erfüllt, sofern die
RTF-Quote über 100 % liegt. Im ersten Halbjahr 2021
lag die RTF-Quote stets über 100 % und betrug 178 %
per 30. Juni 2021. Der Rückgang des ökonomisch
erforderlichen Kapitals gegenüber Dezember 2020 ist im
Wesentlichen auf den Rückgang des Marktrisikos
aufgrund geringerer Marktvolatilitäten
zurückzuführen. Die RTF-Quote liegt weiterhin
deutlich über dem Mindestanspruch.
Die Risikotragfähigkeit wird zusätzlich anhand
makroökonomischer Stressszenarios beurteilt. Die
Szenariosimulationen werden grundsätzlich
quartalsweise auf Konzernebene mit einem Zeithorizont von
zwölf Monaten durchgeführt.
| Risikotragfähigkeit Konzern | Mrd. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 |
| Ökonomisches
Risikodeckungspotenzial |
22 | 22 |
| Ökonomisch erforderliches Kapital 1 | 13 | 14 |
| davon für Adressenausfallrisiko | 9 | 10 |
| davon für Marktrisiko 2 | 3 | 4 |
| davon für operationelles Risiko | 1 | 1 |
| davon Diversifikationseffekte | - 2 | - 2 |
| RTF-Quote (%) 3 | 178 | 159 |
1 Einschließlich
Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht
börsennotierter Beteiligungen und Risikopuffer
für Reserverisiko und für die Quantifizierung
potenzieller Wertschwankungen von Intangibles.
2 Einschließlich Einlagenmodellrisiko.
3 RTF-Quote = ökonomisches
Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches
Kapital (inklusive Risikopuffer).
Mit der spürbaren Lockerung der
Corona-Beschränkungen hat die Weltwirtschaft merklich
an Schwung gewonnen. Doch schon drohen durch die rasante
Ausbreitung der Delta-Variante neue Gefahren für die
Konjunktur im Euroraum und auch in den USA. Hinzu kommen
die Nachschubprobleme in der Industrie und das nachlassende
Wachstum der chinesischen Wirtschaft.
Insgesamt haben sich damit die Aussichten für das
Winterhalbjahr 2021/22 eher eingetrübt.
Das Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr eines
Verlustes oder entgangenen Gewinnes durch den Ausfall eines
Geschäftspartners. Es zählt zu den
quantifizierbaren, wesentlichen Risiken mit den
Unterrisikoarten Kreditausfallrisiko, Emittentenrisiko,
Kontrahentenrisiko, Länder- und Transferrisiko,
Veritätsrisiko sowie Reserverisiko.
Die Commerzbank fokussiert ihr Geschäft in den zwei
Kundensegmenten Privat- und Unternehmerkunden sowie
Firmenkunden.
Die Corona-Pandemie hat die Weltwirtschaft in die
tiefste Rezession seit Ende des Zweiten Weltkrieges
gestürzt. Der Entwicklung der Corona-Pandemie wurde
bei den Adressenausfallrisiken im Jahr 2020 insbesondere
mit einem Top-Level-Adjustment (TLA) im Risikoergebnis
sowie Anpassungen bei den Modellen Rechnung getragen. Der
im Jahresabschluss 2020 berücksichtigte TLA-Betrag
wurde überprüft und ist weiterhin angemessen.
In den meisten Risikokennzahlen ist die erwartete
negative Entwicklung noch nicht ablesbar. Diese erwarten
wir zeitverzögert ab dem zweiten Halbjahr 2021, da
zwischenzeitlich die meisten staatlichen
Unterstützungsmaßnahmen ausgelaufen sind.
Zur Steuerung und Limitierung der Adressenausfallrisiken
im Commerzbank-Konzern nutzen wir unter anderem die
folgenden Risikokennzahlen: Exposure at Default (EaD) - im
Folgenden auch als Exposure bezeichnet -, Loss at Default
(LaD), Expected Loss (EL), Risikodichte (EL/EaD), Credit
Value at Risk (CVaR = ökonomischer Kapitalbedarf
für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,90
% und einer Haltedauer von einem Jahr) und Risikoaktiva
sowie für Klumpenrisiken den "All-in".
Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8
stellten sich zum Stichtag 30. Juni 2021 wie folgt dar:
| 30.6.2021 | 31.12.2020 | |||||
| Kreditrisikokennzahlen | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | CVaR | Exposure at Default | Expected Loss |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mio. € | Mrd. € | Mio. € | |
| Privat- und Unternehmerkunden | 199 | 422 | 21 | 2 189 | 190 | 401 |
| Firmenkunden | 177 | 405 | 23 | 4 389 | 180 | 430 |
| Sonstige und Konsolidierung 1 | 99 | 126 | 13 | 2 447 | 96 | 141 |
| Konzern | 475 | 953 | 20 | 9 024 | 466 | 971 |
| 31.12.2020 | ||
| Kreditrisikokennzahlen | Risikodichte | CVaR |
| Bp. | Mio. € | |
| Privat- und Unternehmerkunden | 21 | 2 025 |
| Firmenkunden | 24 | 4 647 |
| Sonstige und Konsolidierung 1 | 15 | 2 721 |
| Konzern | 21 | 9 393 |
Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis
von PD-Ratings einen Anteil von 85 % in den internen
Ratingstufen 1 und 2, die dem Investment-Grade-Bereich
zuzuordnen sind.
| 30.6.2021 | 31.12.2020 | |||||
| Ratingverteilung EaD | % | 1,0-1,8 | 2,0-2,8 | 3,0-3,8 | 4,0-4,8 | 5,0-5,8 | 1,0-1,8 |
| Privat- und Unternehmerkunden | 30 | 54 | 12 | 3 | 1 | 32 |
| Firmenkunden | 19 | 61 | 15 | 4 | 2 | 20 |
| Sonstige und Konsolidierung | 51 | 46 | 3 | 0 | 0 | 56 |
| Konzern | 30 | 55 | 11 | 3 | 1 | 32 |
| 31.12.2020 | ||||
| Ratingverteilung EaD | % | 2,0-2,8 | 3,0-3,8 | 4,0-4,8 | 5,0-5,8 |
| Privat- und Unternehmerkunden | 52 | 13 | 3 | 1 |
| Firmenkunden | 59 | 16 | 4 | 2 |
| Sonstige und Konsolidierung | 41 | 3 | 0 | 0 |
| Konzern | 53 | 12 | 2 | 1 |
Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der
strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die
Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit
wider. Rund die Hälfte des Engagements entfällt
auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere
Länder in Europa, 8 % auf Nordamerika und 4 % auf
Asien. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich
auf eine große Anzahl Länder, in denen
insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden oder die
Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist.
Der Expected Loss des Konzernportfolios verteilt sich
mehrheitlich auf Deutschland und die restlichen
europäischen Länder.
| 30.6.2021 | 31.12.2020 | |||||
| Konzernportfolio nach
Regionen |
Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| Deutschland | 253 | 398 | 16 | 248 | 415 | 17 |
| Westeuropa | 100 | 209 | 21 | 102 | 238 | 23 |
| Mittel- und Osteuropa | 53 | 227 | 43 | 51 | 207 | 41 |
| Nordamerika | 39 | 52 | 13 | 33 | 46 | 14 |
| Asien | 20 | 29 | 14 | 24 | 34 | 15 |
| Sonstige | 11 | 38 | 36 | 10 | 31 | 31 |
| Konzern | 475 | 953 | 20 | 466 | 971 | 21 |
Das Risikoergebnis im Kreditgeschäft des Konzerns
belief sich im ersten Halbjahr 2021 auf - 235 Mio. Euro
(Vorjahreszeitraum: - 795 Mio. Euro).
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung des
Risikoergebnisses nach Stages gemäß IFRS 9.
Etwaige Marktwertschwankungen aus Fair Value Krediten
sind nicht im Risikoergebnis enthalten. Sie werden
ertragswirksam in der Position "Ergebnis aus erfolgswirksam
zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten" ausgewiesen.
| 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 | |||||
| Risikoergebnis | Mio. € | Stage 1 | Stage 21 | Stage 31 | Gesamt | Stage 1 | Stage 21 |
| Privat- und Unternehmerkunden | - 16 | - 16 | - 94 | - 126 | - 7 | - 75 |
| Firmenkunden | 4 | 11 | - 55 | - 39 | - 16 | - 63 |
| Sonstige und Konsolidierung | 6 | 1 | - 76 | - 70 | - 4 | 7 |
| Konzern | - 6 | - 4 | - 225 | - 235 | - 27 | - 130 |
| 1.1.-30.6.2020 | ||
| Risikoergebnis | Mio. € | Stage 31 | Gesamt |
| Privat- und Unternehmerkunden | - 231 | - 313 |
| Firmenkunden | - 376 | - 455 |
| Sonstige und Konsolidierung | - 30 | - 27 |
| Konzern | - 637 | - 795 |
1 Stage 2 und 3 inklusive POCI (POCI - Purchased
or Originated Credit-impaired).
Das Risikoergebnis im ersten Halbjahr 2020 war stark
belastet durch die Zuführung zum TLA von - 154 Mio.
Euro sowie dem Ausfall eines großen Einzelengagements
im Segment Firmenkunden. Im Vergleich dazu reduzierte sich
das Risikoergebnis im ersten Halbjahr 2021 deutlich, da die
Ausfallwahrscheinlichkeiten über alle Portfolios
stabil blieben und nur geringe Kreditausfälle zu
verzeichnen waren.
Das TLA beläuft sich zum 30. Juni 2021 auf - 495
Mio. Euro (31. Dezember 2020: - 505 Mio. Euro). Der im
Jahresabschluss 2020 berücksichtigte TLA-Betrag wurde
überprüft und ist weiterhin angemessen. Im
Risikoergebnis zum 30. Juni 2021 ist lediglich eine
Teilauflösung des TLA in Höhe von 10 Mio. Euro
enthalten, da die im TLA berücksichtigte Anpassung der
Point-in-time-Parameter nunmehr im Modellergebnis der Bank
reflektiert wird.
Die in den Modellen verwendeten Parameter reflektieren
unverändert weder die ökonomischen Auswirkungen
der weltweiten Lockdowns noch die massiven Stützungs-
und Hilfsmaßnahmen der Staaten und Institutionen.
Aktuelle Jahresabschlüsse 2020 für das
Firmenkundenportfolio liegen zum Berichtsstichtag erst in
begrenztem Umfang vor und reflektieren die Krise nur zu
Teilen. Tilgungen für die in Anspruch genommenen
KfW-Kredite sind überwiegend erst zum Jahresende 2021
erstmals fällig.
Die wirtschaftliche Entwicklung wird auch weiterhin
maßgeblich vom Fortgang der Corona-Pandemie bestimmt
werden. Die Delta-Variante des Corona-Virus dürfte
spätestens im Herbst in Europa und wohl auch in den
USA für eine neue Infektionswelle sorgen. Doch nicht
zuletzt dank dem fortgeschrittenen Impfprozess dürfte
diese deutlich milder ausfallen als im Herbst vergangenen
Jahres. Dennoch ist zu erwarten, dass die
Corona-Beschränkungen in einigen kontaktintensiven
Bereichen wieder verschärft werden, was sich negativ
auf die wirtschaftliche Erholung auswirken kann.
Daher sind die im TLA berücksichtigten
Aufschläge auf die Ausfallwahrscheinlichkeiten
weiterhin angemessen (Erläuterungen zur Angemessenheit
des TLAs siehe auch Note 27 des Zwischenabschlusses
(Kreditrisiken und Kreditverluste)). Zum nächsten
Berichtsstichtag erfolgt eine erneute Überprüfung
des TLA.
Weitere Treiber des Risikoergebnisses im
Berichtszeitraum finden sich in den nachfolgenden
Erläuterungen zu den Segmenten.
Aufgrund der weiterhin bestehenden Unsicherheiten
hinsichtlich der Entwicklung der Pandemie und unter
Berücksichtigung der Entwicklung im ersten Halbjahr
2021 wird ein Risikoergebnis von unter - 1 Mrd. Euro
für das Jahr 2021 erwartet.
Das Default-Portfolio des Konzerns ist im ersten
Halbjahr 2021 um 292 Mio. Euro gesunken und lag zum 30.
Juni 2021 bei 4 503 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 4 795
Mio. Euro). Die Entwicklung im ersten Halbjahr 2021 war
geprägt durch größere Abschreibungen auf
Einzelengagements im Segment Firmenkunden sowie im Bereich
Sonstige und Konsolidierung.
Die nachstehende Darstellung des Default-Portfolios
zeigt die ausgefallenen Forderungen der Kategorien
Amortised Cost und Fair Value OCI (OCI - Other
Comprehensive Income).
| 30.6.2021 | 31.12.2020 | |||||
| Default-Portfolio Konzern | Mio. € | Kredite | Wertpapiere | Gesamt | Kredite | Wertpapiere | Gesamt |
| Default-Portfolio | 4 500 | 3 | 4 503 | 4 792 | 3 | 4 795 |
| LLP 1 | 2 069 | 0 | 2 069 | 2 272 | 0 | 2 272 |
| Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%) 2 | 46 | - | 46 | 47 | - | 47 |
| Sicherheiten | 1 146 | 0 | 1 146 | 1 168 | 0 | 1 168 |
| Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) 2 | 71 | - | 71 | 72 | - | 72 |
| NPE-Ratio (%) 3 | 0,8 | 1,0 | ||||
1 Loan Loss Provision.
2 Coverage Ratio: LLP (und Sicherheiten) im
Verhältnis zum Default-Portfolio.
3 NPE-Ratio: Notleidende Forderungen im
Verhältnis zu den Gesamtforderungen gemäß
EBA Risk Dashboard.
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden (PUK) umfasst
die Aktivitäten der Konzernbereiche Private Kunden,
Unternehmerkunden, comdirect und Commerz Real. Die mBank
wird ebenfalls im Segment Privat- und Unternehmerkunden
abgebildet. Im Bereich Private Kunden sind das
inländische Filialgeschäft für Privatkunden
sowie das Wealth-Management zusammengefasst. Der Bereich
Unternehmerkunden bildet die Geschäfts- und kleinen
Firmenkunden ab.
Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen
Eigenheimfinanzierung und der Finanzierung von
Immobilienkapitalanlagen (private Baufinanzierung und
Renditeobjekte mit einem EaD von insgesamt 99 Mrd. Euro).
Die Kreditversorgung unserer Geschäfts- und
Unternehmerkunden stellen wir über Individualkredite
mit einem Volumen von 27 Mrd. Euro sicher. Daneben decken
wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden durch
Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite
und Kreditkarten mit insgesamt 16 Mrd. Euro). Der
Portfolioanstieg in den vergangenen 6 Monaten resultierte
überwiegend aus der Baufinanzierung.
Die Risikodichte des Portfolios ist mit 21 Basispunkten
gegenüber Dezember 2020 unverändert. Ein
erhöhtes Risiko aufgrund der Corona-Pandemie ist
aktuell im Portfolio noch nicht zu sehen, da die Ratings
die Auswirkungen der Krise teilweise nachlaufend erfassen.
| 30.6.2021 | 31.12.2020 | |||||
| Kreditrisikokennzahlen | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| Private Kunden | 118 | 148 | 13 | 114 | 149 | 13 |
| Unternehmerkunden | 35 | 59 | 17 | 34 | 60 | 18 |
| comdirect | 2 | 7 | 40 | 2 | 8 | 44 |
| Commerz Real | 0 | 1 | 76 | 0 | 0 | 16 |
| mBank | 45 | 207 | 46 | 41 | 184 | 45 |
| PUK | 199 | 422 | 21 | 190 | 401 | 21 |
Im Segment Privat- und Unternehmerkunden belief sich das
Risikoergebnis im ersten Halbjahr 2021 auf - 126 Mio. Euro
(Vorjahr - 313 Mio. Euro). Das erste Halbjahr 2020 war
geprägt von Effekten aus der Corona-Pandemie mit einer
TLA-Bildung in Höhe von - 70 Mio. Euro sowie der
Einführung der neuen Default-Definition. Daraus
resultiert eine deutliche Reduzierung des Risikoergebnisses
gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die Risikovorsorge der mBank liegt unter dem Niveau des
Vorjahreszeitraus und beläuft sich zum 30. Juni 2021
auf - 83 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2020: - 160 Mio. Euro).
Der Rückgang ist begründet aus pandemiebedingten
Sonderbelastungen im Vorjahr.
Auf das TLA entfallen für das Segment zum 30. Juni
2021 - 129 Mio. Euro.
Das Default-Portfolio des Segments lag zum
Berichtszeitpunkt bei 2 024 Mio. Euro und damit leicht
unter dem Niveau zum 31. Dezember 2020 mit 2 041 Mio. Euro.
| 30.6.2021 | 31.12.2020 | |||||
| Default-Portfolio Segment PUK | Mio. € | Kredite | Wertpapiere | Gesamt | Kredite | Wertpapiere | Gesamt |
| Default-Portfolio | 2 024 | 0 | 2 024 | 2 041 | 0 | 2 041 |
| LLP | 901 | 0 | 901 | 969 | 0 | 969 |
| Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%) | 45 | - | 45 | 47 | - | 47 |
| Sicherheiten | 729 | 0 | 729 | 727 | 0 | 727 |
| Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) | 81 | - | 81 | 83 | - | 83 |
Im Segment Firmenkunden (FK) bündelt der Konzern
das Geschäft mit mittelständischen Firmenkunden,
dem öffentlichen Sektor, institutionellen Kunden und
multinationalen Unternehmen. Darüber hinaus
verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu
in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten
sowie Zentralbanken. Der regionale Schwerpunkt unserer
Aktivitäten liegt in Deutschland und Westeuropa.
Weiterhin werden in diesem Segment die kundenorientierten
Kapitalmarktaktivitäten des Konzerns gebündelt.
| 30.6.2021 | 31.12.2020 | |||||
| Kreditrisikokennzahlen | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| Mittelstand | 77 | 189 | 25 | 80 | 189 | 24 |
| International Corporates | 61 | 130 | 21 | 64 | 155 | 24 |
| Financial Institutions | 23 | 57 | 25 | 20 | 57 | 28 |
| Sonstige | 16 | 29 | 18 | 16 | 29 | 18 |
| FK | 177 | 405 | 23 | 180 | 430 | 24 |
Der EaD des Segments Firmenkunden ist im Vergleich zum
31. Dezember des Vorjahres von 180 Mrd. Euro auf 177 Mrd.
Euro gesunken. Die Risikodichte ist von 24 Basispunkten auf
23 Basispunkte zurückgegangen.
Für Details zur Entwicklung des
Financial-Institutions-Portfolios verweisen wir auf Seite
25.
Das Risikoergebnis des Segments Firmenkunden lag im
ersten Halbjahr 2021 bei - 39 Mio. Euro (Vergleichszeitraum
2020: - 455 Mio. Euro). Die Reduzierung im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum resultiert aus der Tatsache, dass das
erste Halbjahr 2020 durch Zuführungen zum TLA aus der
Corona-Pandemie in Höhe von - 82 Mio. Euro sowie einem
großen Einzelfall belastet war. Auf das TLA entfallen
für das Segment zum 30. Juni 2021 - 363 Mio. Euro.
Das Default-Portfolio des Segments lag zum Ende des
ersten Halbjahres 2021 bei 2 241 Mio. Euro (31. Dezember
2020: 2 334 Mio. Euro). Die Entwicklung im ersten Halbjahr
2021 ist geprägt von der Abschreibung eines
größeren Einzelengagements sowie von Effekten
aus Rückzahlungen, die die aktuell niedrigen
Zuflüsse ins Default-Portfolio aus neuen
Ausfällen überkompensieren.
| 30.6.2021 | 31.12.2020 | |||||
| Default-Portfolio Segment FK | Mio. € | Kredite | Wertpapiere | Gesamt | Kredite | Wertpapiere | Gesamt |
| Default-Portfolio | 2 238 | 3 | 2 241 | 2 331 | 3 | 2 334 |
| LLP | 1 017 | 0 | 1 017 | 1 106 | 0 | 1 106 |
| Coverage Ratio exkl. Sicherheiten (%) | 45 | - | 45 | 47 | - | 47 |
| Sicherheiten | 406 | 0 | 406 | 402 | 0 | 402 |
| Coverage Ratio inkl. Sicherheiten (%) | 64 | - | 64 | 65 | - | 65 |
Im Bereich Sonstige und Konsolidierung lag das
Risikoergebnis im ersten Halbjahr 2021 bei - 70 Mio. Euro
(Vorjahr: - 27 Mio. Euro). Treiber für die
Erhöhung gegenüber dem Vorjahr ist die
Risikovorsorgebildung für ein Einzelengagement. Auf
das TLA entfallen für den Bereich - 2,5 Mio. Euro.
Die folgenden Analysen sind unabhängig von der
bestehenden Segmentzugehörigkeit zu verstehen. Die
dargestellten Positionen sind bereits vollständig in
den vorherigen Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten.
Insgesamt sind die deutschen Industriesektoren
unterschiedlich stark von der Corona-Pandemie und den davon
unabhängigen grundlegenden strukturellen
Herausforderungen betroffen. In den ersten Monaten des
laufenden Jahres ist die negative Krisenbetroffenheit
leicht zurückgegangen.
Die insgesamt leicht verbesserte Entwicklung seit Beginn
der Pandemie war insbesondere in den Bereichen
Verarbeitendes Gewerbe, Bauwirtschaft, Automotive und
Logistik zu erkennen. Der stationäre Einzelhandel
profitiert seit dem Ende der staatlich vor gegebenen
Schließung verstärkt vom ,Nachholbedarf' der
Konsumenten; der Online-Handel ist unverändert stark
und dürfte auch in Zukunft von den geänderten
Einkaufsgewohnheiten der Konsumenten getragen werden. Das
Gastgewerbe, die Touristik und die Beförderung von
Personen (inklusive Fluggesellschaften) haben erheblich
unter den strengen Infektionsschutzmaßnahmen im
ersten Halbjahr gelitten. Hier sind zwar deutliche
Steigerungsraten seit der Rücknahme der
Schutzmaßnahmen zu erkennen, einen Aufholeffekt wie
beim Konsum von Gütern bleibt im
Dienstleistungsbereich jedoch aus.
Die wirtschaftliche Entwicklung wird auch weiterhin
maßgeblich vom Fortgang der Corona-Pandemie bestimmt
werden. Die Delta-Variante des Corona-Virus dürfte
spätestens im Herbst in Europa und wohl auch in den
USA für eine neue Infektionswelle sorgen. Doch nicht
zuletzt dank dem fortgeschrittenen Impfprozess dürfte
diese deutlich milder ausfallen als im Herbst vergangenen
Jahres. Dennoch ist zu erwarten, dass die
Corona-Beschränkungen in einigen kontaktintensiven
Bereichen wieder verschärft werden. Zudem lasten die
steigenden Rohstoffpreise und eine Verknappung einiger
Vorprodukte, zum Beispiel Computer-Chips, auf den
Konjunkturaussichten.
Das Corporates-Exposure verteilt sich wie nachfolgend
dargestellt auf die Branchen:
| 30.6.2021 | 31.12.2020 | |||||
| Corporates-Portfolio nach Branchen | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| Energieversorgung/Umwelt | 22 | 55 | 25 | 22 | 73 | 33 |
| Konsum | 15 | 56 | 38 | 15 | 51 | 34 |
| Technologie/Elektronik | 15 | 25 | 17 | 14 | 35 | 25 |
| Transport/Tourismus | 13 | 52 | 41 | 12 | 56 | 45 |
| Großhandel | 12 | 38 | 31 | 12 | 43 | 35 |
| Grundstoffe/Metall | 11 | 26 | 23 | 10 | 28 | 27 |
| Dienstleistungen/Medien | 10 | 41 | 40 | 10 | 34 | 34 |
| Automobil | 9 | 33 | 36 | 10 | 39 | 41 |
| Chemie/Verpackung | 9 | 23 | 26 | 9 | 23 | 26 |
| Maschinenbau | 8 | 29 | 37 | 8 | 31 | 37 |
| Pharma/Gesundheitswesen | 6 | 22 | 39 | 5 | 22 | 41 |
| Bau | 5 | 16 | 32 | 6 | 17 | 31 |
| Sonstige | 6 | 6 | 11 | 6 | 7 | 11 |
| Gesamt | 140 | 424 | 30 | 141 | 460 | 33 |
Mit unserem Korrespondenzbankennetz standen weiterhin
Trade-Finance-Aktivitäten im Interesse unserer
Firmenkunden sowie Kapitalmarktaktivitäten im
Vordergrund. Im Derivatebereich werden Transaktionen mit
ausgewählten Gegenparteien nach den Standards der
European Market Infrastructure Regulation (EMIR)
abgeschlossen.
Die Auswirkungen von aufsichtsrechtlichen Vorgaben auf
Banken beobachten wir weiterhin eng. In diesem Zusammenhang
verfolgen wir unverändert die Strategie,
möglichst wenige Exposures zu halten, die im Falle
eines Bail-in des betroffenen Instituts Verluste erleiden
könnten.
Die Entwicklung diverser Länder bei individuellen
Themen wie Rezessionen, Embargos oder wirtschaftlicher
Unsicherheit aufgrund politischer Ereignisse (zum Beispiel
"Handelskriege") verfolgen wir eng und reagieren mit einer
flexiblen, auf die jeweilige Situation des Landes
abgestimmten Portfoliosteuerung. Dies gilt insbesondere
auch für die Verwerfungen aus der Corona-Pandemie
sowie der Ölpreisentwicklung, die sich stark auf das
operative Umfeld unserer Korrespondenzbanken sowohl in
Industrieländern als auch Entwicklungsländern
auswirken wird. Insgesamt richten wir unseren Risikoappetit
danach aus, das Portfolio möglichst reagibel zu
halten.
| 30.6.2021 | 31.12.2020 | |||||
| FI-Portfolio nach Regionen | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| Deutschland | 5 | 6 | 11 | 6 | 7 | 11 |
| Westeuropa | 16 | 9 | 6 | 16 | 13 | 8 |
| Mittel- und Osteuropa | 2 | 11 | 58 | 2 | 12 | 60 |
| Nordamerika | 2 | 1 | 2 | 3 | 1 | 2 |
| Asien | 6 | 18 | 28 | 7 | 22 | 32 |
| Sonstige | 5 | 23 | 48 | 5 | 18 | 37 |
| Gesamt | 36 | 67 | 19 | 39 | 72 | 18 |
Das Non-Bank-Financial-Institutions-(NBFI-)Portfolio
umfasst hauptsächlich Versicherungsgesellschaften,
Asset-Manager, regulierte Fonds sowie zentrale
Gegenparteien. Die regionalen Schwerpunkte der
Geschäftsaktivitäten liegen in Deutschland,
Westeuropa sowie den Vereinigten Staaten von Amerika und
Asien.
Neugeschäfte mit NBFIs erfolgen einerseits vor dem
Hintergrund regulatorischer Anforderungen (Clearing
über zentrale Gegenparteien) und andererseits im
Interesse unserer institutionellen Kunden, wobei sich die
Commerzbank auf attraktive Opportunitäten mit Adressen
guter Bonität beziehungsweise werthaltiger Besicherung
fokussiert. Unter Portfoliomanagement-Gesichtspunkten
verfolgen wir dabei als Ziel die Gewährleistung einer
hohen Portfolio qualität und -reagibilität.
Risiken aufgrund globaler Ereignisse verfolgen wir eng und
reagieren mit einer flexiblen, auf die jeweilige Situation
abgestimmten Steuerung. Die Auswirkungen der
Corona-Pandemie auf das operative Umfeld von NBFI-Kunden
hat sich reduziert. Insbesondere vor dem Hintergrund der
umfangreichen staatlichen Hilfspakete für die
Realwirtschaft, gehen wir für die betroffenen Adressen
weiterhin davon aus, dass die Auswirkungen bewältigbar
sind.
| 30.6.2021 | 31.12.2020 | |||||
| NBFI-Portfolio nach Regionen | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte | Exposure at Default | Expected Loss | Risikodichte |
| Mrd. € | Mio. € | Bp. | Mrd. € | Mio. € | Bp. | |
| Deutschland | 17 | 15 | 9 | 17 | 18 | 10 |
| Westeuropa | 14 | 25 | 18 | 12 | 23 | 19 |
| Mittel- und Osteuropa | 3 | 18 | 67 | 2 | 12 | 53 |
| Nordamerika | 10 | 12 | 12 | 9 | 11 | 11 |
| Asien | 2 | 2 | 12 | 2 | 2 | 12 |
| Sonstige | 1 | 4 | 43 | 1 | 4 | 55 |
| Gesamt | 46 | 76 | 16 | 44 | 71 | 16 |
Die Commerzbank hat im Laufe der vergangenen Jahre aus
Gründen des Kapitalmanagements Verbriefungen von
Kreditforderungen gegenüber Kunden mit einem aktuellen
Volumen von 12,0 Mrd. Euro (31. Dezember 2020: 12,3 Mrd.
Euro) vorgenommen.
Zum Stichtag 30. Juni 2021 wurden Risikopositionen in
Höhe von 10,2 Mrd. Euro (31. Dezember 2020: 10,2 Mrd.
Euro) zurückbehalten. Der weitaus größte
Teil aller Positionen entfiel mit 10,0 Mrd. Euro (31.
Dezember 2020: 10,0 Mrd. Euro) auf Senior-Tranchen, die
nahezu vollständig gut bis sehr gut geratet sind.
Wir sehen im Berichtszeitraum keine Auswirkungen aus der
Corona-Pandemie.
| Volumen Commerzbank 1 | |||||
| Verbriefungspool
Mrd. € |
Fälligkeit | Senior | Mezzanine | First Loss Piece | Gesamtvolumen 1 |
| Corporates | 2025 - 2036 | 10,0 | < 0,1 | 0,2 | 12,0 |
| Gesamt 30.6.2021 | 10,0 | < 0,1 | 0,2 | 12,0 | |
| Gesamt 31.12.2020 | 10,0 | < 0,1 | 0,2 | 12,3 | |
1 Tranchen/Rückbehalte (nominal): Anlage-
und Handelsbuch.
Die Commerzbank stellt Finanzierungen zur Verbriefung
von Forderungen - insbesondere Handels- und
Leasingforderungen - von Kunden des Segments Firmenkunden
bereit. Hierbei fungiert die Commerzbank im Wesentlichen
als Arrangeur von Asset-backed-Securities-Transaktionen
über das von der Commerzbank gesponserte
Multiseller-Conduit Silver Tower. Das Volumen sowie die
Risikowerte für die Verbriefung von Forderungen aus
dem Firmenkundensegment sind im ersten Halbjahr 2021 um 0,1
Mrd. Euro auf 3,7 Mrd. Euro gestiegen.
Das Liquiditätsrisiko subsumiert das Risiko, dass
die Commerzbank ihren tagesaktuellen
Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Die
Liquiditätsrisiken aus Verbriefungen werden im Rahmen
des internen Liquiditätsrisikomodells
risikoadäquat modelliert. Bei variabel ausnutzbaren
Geschäften wird unterstellt, dass die den
Zweckgesellschaften gestellten Ankaufsfazilitäten
für die Dauer ihrer Laufzeit nahezu vollständig
und bis zur Fälligkeit der letzten finanzierten
Forderung durch die Commerzbank refinanziert werden
müssen. Verbriefungen werden nur dann als liquide
Aktiva berücksichtigt, wenn es sich um
zentralbankfähige Positionen handelt. Diese Positionen
werden nur unter Anwendung von risikoadäquaten
Abschlägen in der Liquiditätsrisikorechnung
berücksichtigt.
Die sonstigen Asset-backed Exposures umfassen im
Wesentlichen staatsgarantierte ABS-Papiere gehalten in der
Commerzbank Finance & Covered Bond S.A. sowie der
Commerzbank AG Inland. Das Volumen ging im ersten Halbjahr
2021 auf 4,1 Mrd. Euro zurück (Dezember 2020: 4,4 Mrd.
Euro), ebenso die Risikowerte
1 mit 4,1 Mrd. Euro (Dezember 2020: 4,4 Mrd.
Euro).
Weiterhin bestehen Investitionen im Bereich Structured
Credit. Von diesen wurden 7,0 Mrd. Euro seit 2014 als
Neuinvestitionen getätigt (Dezember 2020: 5,9 Mrd.
Euro). Wir haben in Anleihen von Senior-Tranchen aus
Verbriefungstransaktionen der Assetklassen
Consumer-(Auto-)ABS, UK-RMBS und CLO investiert, die eine
robuste Struktur und ein moderates Risikoprofil aufweisen.
Zum 30. Juni 2021 befanden sich (wie zum Jahresabschluss
2020) ausschließlich CLO-Positionen mit AAA-Ratings
in diesem Portfolio. Verbleibende Positionen im Volumen von
0,2 Mrd. Euro waren bereits vor 2014 im Bestand (Dezember
2020: 0,3 Mrd. Euro), die Risikowerte dieser Positionen
lagen bei 0,2 Mrd. Euro (Dezember 2020: 0,2 Mrd. Euro).
Marktrisiken drücken die Gefahr möglicher
ökonomischer Wertverluste aus, die durch die
Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit
Spreads, Währungs- und Aktienkursen) oder sonstiger
preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten,
Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können
unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei
Handelsbuchpositionen. Im Fall von Anlagebuchpositionen
werden sie hingegen in der Regel in der
Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen
Lasten/Reserven berücksichtigt.
Das Marktrisiko wird intern durch ein einheitliches
Value-at-Risk-Modell (Historische Simulation) gesteuert, in
das alle marktrisikorelevanten Positionen einfließen.
Für kleinere Einheiten innerhalb der
Commerzbank-Gruppe werden im Rahmen eines Partial Use die
Standardverfahren verwendet. Der VaR quantifiziert den
möglichen Verlust aus Finanzinstrumenten infolge
veränderter Marktbedingungen während eines
vorgegebenen Zeithorizonts und mit einer festgelegten
Wahrscheinlichkeit. Nähere Details zur angewendeten
Methodik sind im Konzernrisikobericht 2020 dargestellt.
In der internen Steuerung werden alle
marktrisikorelevanten Positionen abgedeckt und Handelsbuch-
sowie Anlagebuchpositionen gemeinsam gesteuert. Für
regulatorische Zwecke erfolgt zusätzlich eine separate
Steuerung des Handelsbuches (gemäß
regulatorischen Anforderungen inklusive Währungs- und
Rohwarenrisiken des Anlagebuches) sowie eine Steuerung der
Zinsrisiken im Anlagebuch auf Stand-alone-Basis. Um eine
konsistente Darstellung in diesem Bericht zu
gewährleisten, beziehen sich alle Angaben zum VaR auf
ein Konfidenzniveau von 99 % und eine Haltedauer von einem
Tag bei gleichgewichteten Marktdaten und einer Historie von
254 Tagen.
Die Entwicklung der Zahlen im ersten Halbjahr 2021 ist
geprägt von rückläufigen VaR Zahlen, nachdem
die Corona-Krisentage aus März 2020 die
Berechnungszeitreihe verlassen haben und den VaR somit
nicht mehr beeinflussen.
Im Folgenden wird die Entwicklung der regulatorischen
Marktrisikokennziffern des Handelsbuchportfolios
dargestellt. Die Handelsbuchpositionen der Commerzbank
liegen im Wesentlichen im Segment Firmenkunden sowie im
Bereich Group Treasury. Die VaR-Zahlen beinhalten alle
Risiken im internen VaR-Modell. Tochterunternehmen der
Commerzbank wenden im Rahmen eines Partial Use das
Standardverfahren für die regulatorische
Kapitalberechnung an und sind nicht in den dargestellten
regulatorischen VaR-Kennziffern enthalten.
Der VaR ging im ersten Halbjahr 2021 von 12 Mio. Euro
auf 6 Mio. Euro zurück. Ursache hierfür ist, dass
Extremszenarien aus dem März des Vorjahres die
Zeitreihen für die VaR Berechnung nicht mehr
beeinflussen.
| VaR der Portfolios im Handelsbuch | Mio. € | 1.1.-30.6.2021 | 2020 |
| Minimum | 5 | 5 |
| Mittelwert | 10 | 13 |
| Maximum | 20 | 31 |
| VaR-Endziffer Berichtsperiode | 6 | 12 |
Das Marktrisikoprofil ist über alle Anlageklassen
diversifiziert.
| VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch | Mio. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 |
| Credit Spreads | 1 | 2 |
| Zinsen | 1 | 4 |
| Aktien | 0 | 0 |
| Währung | 2 | 4 |
| Rohwaren | 2 | 3 |
| Gesamt | 6 | 12 |
Für die regulatorische Kapitalunterlegung werden
weitere Risikokennziffern berechnet. Hierzu zählt die
Ermittlung des Stressed VaR. Die Berechnung des Stressed
VaR basiert auf dem internen Modell und entspricht der oben
beschriebenen VaR-Methodik. Der wesentliche Unterschied
liegt in den zur Bewertung der Vermögenswerte
genutzten Marktdaten. Im Stressed VaR wird das Risiko der
aktuellen Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen
einer festgelegten Krisenperiode aus der Vergangenheit
bewertet. Der angesetzte Krisenbeobachtungszeitraum wird im
Rahmen der Modellvalidierungs- und Genehmigungsprozesse
regelmäßig überprüft und bei Bedarf
angepasst. Im Jahresverlauf blieb der
Krisenbeobachtungszeitraum unverändert. Der Stressed
VaR blieb im Vergleich zum Jahresende 2020 nahezu
unverändert bei 28 Mio. Euro.
Das Marktrisikoprofil im Stressed VaR ist ebenfalls
über alle Anlageklassen diversifiziert. Der Anstieg im
Credit-Spread Risiko sowie der in der Anlageklasse Rohwaren
resultiert hauptsächlich aus
Positionsveränderungen. Die Rückgänge im VaR
durch das Herausfallen von Corona-Krisen-Szenarios aus dem
Vorjahr sind im Stressed VaR nicht zu beobachten, da der
Stressed VaR auf Marktdaten einer konstanten historischen
Krisenperiode berechnet wird.
| Stressed-VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch | Mio. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 |
| Credit Spreads | 6 | 3 |
| Zinsen | 6 | 8 |
| Aktien | 1 | 1 |
| Währung | 4 | 7 |
| Rohwaren | 12 | 9 |
| Gesamt | 28 | 28 |
Darüber hinaus wird mit den Kennziffern Incremental
Risk Charge und Equity-Event-VaR das Risiko von
Bonitätsverschlechterungen sowie Event-Risiken bei
Handelsbuchpositionen quantifiziert. Die Incremental Risk
Charge stieg im ersten Halbjahr 2021 um 4 Mio. Euro auf 24
Mio. Euro an. Dies resultiert hauptsächlich aus
Positionsveränderungen im Segment Firmenkunden.
Die Verlässlichkeit des internen Modells
(historische Simulation) wird unter anderem durch die
Anwendung von Backtesting-Verfahren auf täglicher
Basis überprüft. Dem ermittelten VaR werden dabei
tatsächlich eingetretene Gewinne und Verluste
gegenübergestellt. Dieser im Backtesting verwendete
VaR basiert auf dem für die Eigenmittelanforderungen
auf Gruppenebene verwendeten internen Modell. Im Prozess
wird zwischen den Varianten "Clean P&L"-und "Dirty
P&L"-Backtesting unterschieden. Beim Clean
P&L-Backtesting werden in der
Gewinn-und-Verlust-Rechnung genau die Positionen
berücksichtigt, die der VaR-Berechnung zugrunde lagen.
Die Gewinne und Verluste resultieren also
ausschließlich aus den am Markt eingetretenen
Preisänderungen (hypothetische Änderungen des
Portfoliowertes). Demgegenüber werden beim Dirty
P&L-Backtesting zusätzlich die Gewinne und
Verluste von neu abgeschlossenen sowie ausgelaufenen
Geschäften des betrachteten Geschäftstages
herangezogen (tatsächliche durch Änderung der
Portfoliowerte induzierte Gewinne und Verluste). Gewinne
und Verluste aus Bewertungsanpassungen und Modellreserven
werden gemäß den regulatorischen Vorgaben in der
Dirty und Clean P&L berücksichtigt.
Überschreitet der sich ergebende Verlust den VaR, so
spricht man von einem negativen
Backtesting-Ausreißer.
Die Analyse der Backtesting-Ergebnisse dient der
Evaluierung der Angemessenheit des Marktrisikomodells und
liefert Anhaltspunkte zur Überprüfung von
Parametern und für potenzielle Verbesserungen. Im
ersten Halbjahr 2021 wurden keine negativen Clean-P&L-
oder Dirty-P&L-Ausreißer gemessen. Auf Basis des
Backtestings bewerten auch die Aufsichtsbehörden
grundsätzlich die internen Risikomodelle. Negative
Ausreißer werden mittels eines von der Aufsicht
vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert und können zu
Zuschlagsfaktoren in der Kapitalrechnung führen. Alle
negativen Backtesting-Ausreißer (Clean P&L und
Dirty P&L) auf Gruppenebene müssen unter Angabe
von Ausmaß und Ursache den Aufsichtsbehörden
gemeldet werden.
Da das VaR-Konzept eine Vorhersage möglicher
Verluste unter der Annahme normaler Marktverhältnisse
liefert, wird es durch sogenannte Stresstests ergänzt.
Mithilfe von Stresstests wird das Risiko gemessen, dem die
Commerzbank aufgrund unwahrscheinlicher, aber nicht
unmöglicher Ereignisse ausgesetzt ist. Solche
Ereignisse können mittels extremer Bewegungen auf den
verschiedenen Finanzmärkten simuliert werden. Die
wichtigsten Szenarios beziehen sich auf wesentliche
Veränderungen von Credit Spreads, Zinssätzen und
Zinskurven, Devisenkursen sowie Aktienkursen und
Rohwarenpreisen. Beispiele für Stresstests sind
Kursverluste aller Aktien um 15 %, eine
Parallelverschiebung der Zinskurve oder Änderungen der
Steigung dieser Kurve.
Im Rahmen der Risikoüberwachung werden umfangreiche
gruppenweite Stresstests und Szenarioanalysen
durchgeführt.
Die einzelnen Komponenten des internen Modells werden
regelmäßig hinsichtlich ihrer Angemessenheit
für die Risikomessung unabhängig validiert. Von
besonderer Bedeutung sind dabei die Identifikation und
Behebung von Modellschwächen.
Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Anlagebuch
sind die Portfolios des Bereichs Group Treasury mit ihren
Credit-Spread-, Zins- und Basisrisiken.
In der Marktrisikosteuerung werden die
Credit-Spread-Sensitivitäten der Anlage- und
Handelsbücher zusammen betrachtet. Die
Credit-Spread-Sensitivitäten (1 Basispunkt Downshift)
aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite)
lagen zum Ende des ersten Halbjahres 2021 bei 51 Mio. Euro
(31. Dezember 2020: 53 Mio. Euro).
Der überwiegende Teil der
Credit-Spread-Sensitivitäten entfiel auf
Wertpapierpositionen, die zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet werden.
Marktpreisänderungen haben für diese Positionen
keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und
Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
Für die Anlagebücher der Gruppe werden zudem
nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die
Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den
ökonomischen Wert simuliert. Entsprechend der
Bankenrichtlinie haben die Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht und die Europäische
Zentralbank für alle Institute zwei Szenarios für
einheitliche, plötzliche und unerwartete
Zinsänderungen vorgegeben (+/-200 Basispunkte) und
lassen sich über die Ergebnisse vierteljährlich
unterrichten. Im Szenario - 200 Basispunkte wird ein
Flooring der Zinskurve bei 0 angewendet (bereits negative
Abschnitte der Zinskurve werden unverändert belassen).
Als Ergebnis des Szenarios + 200 Basispunkte wurde zum
30. Juni 2021 ein potenzieller ökonomischer Verlust
von 2 758 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 2 776 Mio. Euro
potenzieller ökonomischer Verlust) und im Szenario -
200 Basispunkte ein potenzieller ökonomischer Gewinn
von 590 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 343 Mio. Euro
potenzieller ökonomischer Gewinn) ermittelt. Demnach
ist die Commerzbank nicht als Institut mit erhöhtem
Zinsänderungsrisiko zu klassifizieren, da die
negativen Barwertänderungen jeweils weniger als 20 %
der regulatorischen Eigenmittel betragen.
Die Zinssensitivitäten des gesamten Anlagebuches
(ohne Pensionsfonds) beliefen sich zum 30. Juni 2021 auf
9,6 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 9,0 Mio. Euro) pro
Basispunkt rückläufiger Zinsen.
Im Rahmen der Interbank Offered Rates Reform
(IBOR-Reform) werden die IBOR-Referenzzinssätze sowie
der EONIA durch andere alternativen Referenzzinssätze,
genannt Risk-Fee Rates (RFR), abgelöst. Die
Commerzbank hat im Rahmen des hierfür aufgesetzten
IBOR-Reformprogramms wesentliche Fortschritte erzielt und
die technischen und operationalen Voraussetzungen
geschaffen, die neuen alternativen Referenzzinssätze
anzuwenden. Die Bank orientiert sich dabei an den sich im
Markt herausbildenden Standards und berücksichtigt die
aus regulatorischer Sicht empfohlene zeitliche
Umsetzungsplanung. Über die Vertriebseinheiten steht
die Bank im engen Austausch mit ihren Kunden, um diese im
Rahmen der Umstellung zu unterstützen. Weitere
Ausführungen zur IBOR-Reform sind der Note 2 im
Zwischenabschluss (Erstmals anzuwendende,
überarbeitete und neue Standards und Interpretationen)
zu entnehmen.
Weiterhin ist das Risiko aus Pensionsfonds Teil des
Marktrisikos im Anlagebuch. Unser Pensionsfonds-Portfolio
besteht aus einem gut diversifizierten Anlageteil und dem
Teil der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten. Die
Duration der Verbindlichkeiten ist extrem lang
(Modellierung der Cash-Outflows über fast 90 Jahre)
und der Hauptteil der Barwertrisiken des Gesamtportfolios
befindet sich in Laufzeiten von 15 und mehr Jahren.
Hauptrisikotreiber stellen langfristige Euro-Zinsen, Credit
Spreads sowie aufgrund antizipierter Rentendynamik auch die
erwartete Euro-Inflation dar. Daneben sind Aktien-,
Volatilitäts- und Währungsrisiken zu
berücksichtigen. Diversifikationseffekte zwischen den
Einzelrisiken führen zu einem verminderten
Gesamtrisiko. Die extrem langen Laufzeiten der
Verbindlichkeiten stellen die größte
Herausforderung speziell bei der Absicherung der
Credit-Spread-Risiken dar. Dies liegt in der nicht
ausreichenden Marktliquidität entsprechender
Absicherungsprodukte begründet.
Während des ersten Halbjahres hatten die Faktoren
Credit Spread und Cross-Currency-Basis-Spread keinen
signifikanten corona-spezifischen Einfluss auf das
Marktrisikoprofil der Commerzbank.
Marktliquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass
es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht
möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht,
im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen
zu liquidieren oder abzusichern.
Im Risikotragfähigkeitskonzept der Commerzbank
werden Marktliquiditätsrisiken einerseits durch die
Skalierung des Value at Risk auf den Kapitalhorizont von
einem Jahr und der dadurch implizit berücksichtigten
Liquidationsperiode berücksichtigt. Andererseits
erfolgt die Berücksichtigung von zusätzlichen
Bewertungsanpassungen für Marktliquiditätsrisiken
in der Berechnung der Risikodeckungsmasse.
Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren
Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen
Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren
Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko das Risiko,
dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht
in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung oder
nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden
können.
Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung
der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges
Instrumentarium auf Basis eines bankinternen
Liquiditätsrisikomodells. Das der Modellierung
zugrunde liegende steuerungsrelevante bankinterne
Stressszenario berücksichtigt sowohl Auswirkungen
eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer
marktweiten Krise. Bindende regulatorische Anforderungen
sind integraler Bestandteil des Steuerungsmechanismus.
Der Bereich Group Treasury ist für das operative
Liquiditätsmanagement verantwortlich. Group Treasury
ist an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In-
und Ausland vertreten und verfügt über
Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften. Die
Commerzbank setzt zur zentralen Steuerung der globalen
Liquidität den Cash-Pooling-Ansatz ein. Dies stellt
eine effiziente Verwendung der Ressource Liquidität
sicher, und zwar über alle Zeitzonen, da sich in
Frankfurt, London, New York und Singapur Einheiten des
Bereichs Group Treasury befinden. Ergänzende
Informationen hierzu finden sich im Zwischenlagebericht im
Kapitel "Refinanzierung und Liquidität". Die
Überwachung der Liquiditätsrisiken erfolgt auf
Basis des bankinternen Liquiditätsrisikomodells durch
die unabhängige Risikofunktion.
Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos hat die Bank
Frühwarnindikatoren etabliert. Diese
gewährleisten, dass rechtzeitig geeignete
Maßnahmen eingeleitet werden, um die finanzielle
Solidität nachhaltig sicherzustellen.
Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle
einer Stresssituation, zu erhöhten
Liquiditätsabflüssen und damit zu einem Anstieg
des Liquiditätsrisikos führen. Sie können
zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großer
Einzelgläubiger oder Währungen auftreten. Durch
eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung
werden sich andeutende Risikokonzentrationen in der
Refinanzierung zeitnah erkannt und durch geeignete
Maßnahmen mitigiert.
Dies gilt auch für Zahlungsverpflichtungen in
Fremdwährungen. Zusätzlich wirkt die
kontinuierliche Nutzung des breit diversifizierten Zugangs
der Bank zu Funding-Quellen, insbesondere in Form
verschiedener Kundeneinlagen und Kapitalmarktinstrumente,
einer Konzentration entgegen.
Darüber hinaus wird sichergestellt, dass
Fremdwährungsrisiken überwacht werden und die
Commerzbank die Anforderungen an die Währungskongruenz
der hochliquiden Aktiva und
Nettoliquiditätsabflüsse erfüllt.
Im Falle einer Liquiditätskrise sieht der
Notfallplan bestimmte Maßnahmen vor, die entsprechend
der Art der Krise vom zentralen ALCO eingeleitet werden
können. Der Notfallplan ist integraler Bestandteil des
Recovery-Plans der Commerzbank und wird mindestens
jährlich aktualisiert, wohingegen die einzelnen
Liquiditätsnotfallmaßnahmen
regelmäßig unterjährig plausibilisiert
werden. Darüber hinaus definiert der Notfallplan eine
eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den
Prozessablauf im Notfall und konkretisiert die
gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen.
Nähere Informationen zu den aktuellen, durch die
CoronaPandemie ausgelösten Entwicklungen finden sich
im Zwischenlagebericht.
Die Commerzbank nutzt zur Steuerung und Überwachung
der Liquiditätsrisiken ein vielfältiges
Instrumentarium auf Basis eines bankinternen
Liquiditätsrisikomodells. Die
Liquiditätsrisikomodellierung bezieht neben internen
ökonomischen Erwägungen auch die bindenden
regulatorischen Anforderungen der Capital Requirements
Regulation (CRR) sowie der Mindestanforderungen an das
Risikomanagement (MaRisk) ein. Die Commerzbank
berücksichtigt dies in ihrem
Liquiditätsrisiko-Rahmenwerk und gestaltet damit den
vom Gesamtvorstand artikulierten
Liquiditätsrisikoappetit der Bank quantitativ aus.
Die der Modellierung zugrunde liegenden
steuerungsrelevanten bankinternen Stressszenarios
berücksichtigen sowohl Auswirkungen eines
institutsspezifischen Stressfalls als auch einer
marktweiten Krise. Das Commerzbank-spezifische
idiosynkratische Szenario simuliert dabei eine
Stresssituation, die aus einem Rating-Downgrade um zwei
Notches resultiert. Das marktweite Szenario hingegen wird
aus den Erfahrungen der Subprime-Krise abgeleitet und
simuliert einen externen marktweiten Schock. Die
wesentlichen Liquiditätsrisikotreiber der beiden
Szenarios sind ein stark erhöhter Abfluss von
kurzfristigen Kundeneinlagen, eine
überdurchschnittliche Ziehung von Kreditlinien, aus
geschäftspolitischen Zwecken als notwendig erachtete
Prolongationen von Aktivgeschäft, Nachschusspflichten
bei besicherten Geschäften sowie die Anwendung von
höheren Risikoabschlägen auf den Liquidationswert
von Vermögensgegenständen.
Als Ergänzung zu den Einzelszenarios werden die
Auswirkungen eines kombinierten Szenarios aus
idiosynkratischen und marktspezifischen Effekten auf die
Liquiditätsablaufbilanz
(Nettoliquiditätsposition) simuliert. Die
Liquiditätsablaufbilanz wird für den gesamten
Modellierungshorizont durchgehend über das volle
Laufzeitspektrum dargestellt und folgt dabei einem
mehrstufigen Konzept. Dies gestattet die differenzierte
Darstellung deterministischer und modellierter Cashflows
des Bestandsgeschäfts auf der einen Seite sowie die
Einbeziehung von Prolongationen auf der anderen Seite.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Werte der
Liquiditätsablaufbilanz bei Anwendung der jeweiligen
Stressszenarios für einen Zeitraum von einem
beziehungsweise drei Monaten zum Halbjahresultimo. Dabei
wird deutlich, dass im Vergleich zu den Einzelszenarios in
einem kombinierten Stressszenario signifikant mehr
Liquidität abfließt. Im 1-Monats-
beziehungsweise 3-Monats-Zeitraum verbleibt für das
kombinierte Stressszenario per Halbjahresultimo Juni 2021
eine Nettoliquidität von 20,8 Mrd. Euro
beziehungsweise 21,2 Mrd. Euro.
|
Nettoliquidität im
Stressszenario | Mrd. € |
30.6.2021 | 31.12.2020 | |
| Idiosynkratisches
Szenario |
1 Monat | 26,5 | 21,1 |
| 3 Monate | 28,7 | 16,8 | |
| Marktweites Szenario | 1 Monat | 32,1 | 23,3 |
| 3 Monate | 32,4 | 16,9 | |
| Kombiniertes Szenario | 1 Monat | 20,8 | 14,7 |
| 3 Monate | 21,2 | 8,4 | |
Die Commerzbank sieht derzeit keine relevanten,
coronaspezifischen Liquiditätsveränderungen.
Keiner der relevanten Frühwarnindikatoren war im
ersten Halbjahr 2021 auffällig.
Die Kreditlinienziehungen bewegten sich im
üblichen, erwarteten Rahmen und die Commerzbank
verzeichnet weiterhin Einlagenzuwächse. Der Puffer
über den Einlagenbodensätzen ist teilweise
signifikant, so dass auch verstärkte Abzüge von
Einlagen (zunächst) nicht Modell- oder
Liquiditätsrelevant sind.
Wesentliche Elemente des Liquiditätsrisikoappetits
sind die Reserveperiode, die Höhe des
Liquiditätsreserveportfolios, das zur Kompensation
unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse
gehalten wird, sowie die Limite in den einzelnen
Laufzeitbändern. Das Liquiditätsreserveportfolio,
bestehend aus hochliquiden Vermögensgegenständen,
gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Das
Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem
Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine
erforderliche Reservehöhe während der gesamten
vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen.
Die Bank wies zum Halbjahresultimo 2021 eine
Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in
Höhe von 117,4 Mrd. Euro aus. Dieses
Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem
Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine
erforderliche Reservehöhe während der gesamten
vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen.
Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem
separierten und von Group Treasury gesteuerten
Stress-Liquiditätsreserve-portfolio gehalten, um
Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen
Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige
Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus
unterhält die Bank ein sogenanntes
Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio. Der Gesamtwert dieses
Portfolios betrug zum Halbjahresultimo 6,1 Mrd. Euro.
Die Liquiditätsreserven aus hochliquiden Aktiva
setzen sich aus folgenden drei Bestandteilen zusammen:
| Liquiditätsreserven aus hochliquiden Aktiva | Mrd. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 |
| Bestand an hochliquiden Aktiva | 117,4 | 94,8 |
| davon Level 1 | 110,9 | 85,6 |
| davon Level 2A | 5,4 | 8,6 |
| davon Level 2B | 1,1 | 0,6 |
Im gesamten ersten Halbjahr 2021 befanden sich die
internen Liquiditätskennzahlen der Commerzbank
inklusive der regulatorischen Liquidity Coverage Ratio
(LCR) stets oberhalb der vom Vorstand festgelegten Limite.
Gleiches gilt für die Erfüllung der von den
MaRisk vorgegebenen Berechnung der sogenannten Survival
Period.
Die LCR-Kennziffer berechnet sich als Quotient aus dem
Bestand an liquiden Aktiva und den
Netto-Liquiditätsabflüssen unter
Stressbedingungen. Mithilfe dieser Kennziffer wird
gemessen, ob ein Institut über ausreichend
Liquiditätspuffer verfügt, um ein mögliches
Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und
-abflüssen unter Stressbedingungen über die Dauer
von 30 Kalendertagen eigenständig zu überstehen.
Im abgelaufenen ersten Halbjahr 2021 wurde die geforderte
Mindestquote in Höhe von 100 % durch die Commerzbank
zu jedem Stichtag deutlich überschritten. Zum
Halbjahresultimo Juni 2021 lag der Durchschnitt der LCR der
jeweils letzten 12 Monatsendwerte bei 142,8 % (zum
Jahresultimo 2020: 135,7 %).
Die Bank hat entsprechende Limite und
Frühwarnindikatoren etabliert, um die Einhaltung der
LCR-Mindestanforderungen sicherzustellen.
Das operationelle Risiko (OpRisk) ist in Anlehnung an
die Capital Requirements Regulation (CRR) definiert als das
Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder
das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen
oder durch externe Ereignisse verursacht werden.
Rechtsrisiken, Prozess-/ organisatorische Risiken,
IT-Risiken, HR-Risiken, Outsourcing-Risiken,
Lieferantenrisiken und Steuerrechtsrisiken werden dabei als
Unterrisikoarten des operationellen Risikos gesteuert. Das
Compliance-Risiko sowie das Cyber-Risiko werden in der
Commerzbank als separate Risikoarten gesteuert. Die
Verluste aus Compliance- sowie Cyber-Risiken fließen
gemäß CRR in das Modell zur Ermittlung des
regulatorischen und ökonomischen Kapitals sowie in die
Berichterstattung für operationelle Risiken ein.
Die Commerzbank steuert das operationelle Risiko aktiv.
Das OpRisk-Profil wird granular und trennscharf berichtet
und systematisch analysiert. Risikokonzentrationen werden
identifiziert und Maßnahmen zur Risikomitigation
abgeleitet. Im Rahmen der OpRisk-Steuerung findet eine
jährliche Bewertung des Internen Kontrollsystems (IKS)
der Bank und eine flankierende Szenariobeurteilung (Risk
Scenario Assessment) statt. Darüber hinaus werden
Indikatoren für Schlüsselrisiken und qualitative
Faktoren zur Steuerung genutzt. OpRisk-Schadensfälle
werden anlassbezogen einem IKS-Backtesting unterzogen. Bei
materiellen Schadensfällen werden
Lessons-Learned-Aktivitäten aufgenommen.
Die Commerzbank misst das regulatorische und
ökonomische Kapital für operationelle Risiken
mittels des Advanced Measurement Approaches (AMA). Die
Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Ende
des zweiten Quartals 2021 auf dieser Basis 18,6 Mrd. Euro
(31. Dezember 2020: 18,3 Mrd. Euro). Das ökonomisch
erforderliche Kapital belief sich auf 1,5 Mrd. Euro (31.
Dezember 2020: 1,5 Mrd. Euro).
Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des zweiten
Quartals 2021 eine Gesamtbelastung in Höhe von rund
211 Mio. Euro (Gesamtjahr 2020: 345 Mio. Euro). Die
Ereignisse waren im Wesentlichen durch Schäden in der
Kategorie "Produkte und Geschäftspraktiken"
geprägt. Hierunter fallen unter anderem das Urteil des
Bundesgerichtshofs (BGH) bezüglich der Zustimmung von
Kunden zu Änderungen der Allgemeinen
Geschäftsbedingungen (AGB) sowie die Rechtsrisiken der
mBank im Zusammenhang mit CHF-Kreditverträgen.
| OpRisk-Ereignisse1| Mio. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 |
| Interner Betrug | - 1 | 1 |
| Externer Betrug | 6 | 9 |
| Sachschäden und Systemausfälle | 2 | 29 |
| Produkte und Geschäftspraktiken | 163 | 277 |
| Prozessbezug | 32 | 29 |
| Arbeitsverhältnis | 9 | 0 |
| Konzern | 211 | 345 |
1 Eingetretene Verluste und Rückstellungen,
abzüglich OpRisk-basierter Erträge und
Rückzahlungen.
Zur Erfüllung der Regularien des Baseler
Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche
Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung
von nicht quantifizierbaren Risikokategorien. Diese
unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen
Steuerungs- und Controllingprozess. Nachfolgend werden
Details zu Rechts-, Compliance-, Cyber-, und Modellrisiken
aufgeführt. Bezüglich aller sonstigen Risiken gab
es im ersten Halbjahr 2021 keine wesentlichen
Veränderungen gegenüber dem im
Konzernrisikobericht 2020 dargestellten Stand.
Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind mit
verschiedenen Gerichts- und Schiedsverfahren,
Ansprüchen und behördlichen Untersuchungen
(rechtliche Verfahren) konfrontiert, die eine große
Bandbreite von Themen betreffen. Diese umfassen zum
Beispiel angeblich fehlerhafte Anlageberatungen,
Streitigkeiten im Zusammenhang mit Kreditfinanzierungen
oder dem Zahlungsverkehrsgeschäft, Ansprüche aus
betrieblicher Altersversorgung, angeblich unrichtige
Buchführung und Bilanzierung, die Geltendmachung von
Forderungen aus steuerlichen Sachverhalten, angeblich
fehlerhafte Prospekte im Zusammenhang mit
Emissionsgeschäften, angebliche Verstöße
gegen wettbewerbsrechtliche Vorschriften sowie Klagen von
Aktionären und Fremdkapitalinvestoren sowie
Ermittlungen durch Aufsichtsbehörden. Daneben
können Änderungen oder Verschärfungen der
höchstrichterlichen Rechtsprechung sowie der
gesetzlichen Rahmenbedingungen beispielsweise im
Privatkundenbereich zur weiteren Inanspruchnahme der
Commerzbank oder ihrer Tochtergesellschaften führen.
In den gerichtlichen Verfahren werden vor allem
Schadensersatzansprüche, bereicherungsrechtliche
Ansprüche oder auch die Rückabwicklung
geschlossener Verträge geltend gemacht. Sofern
einzelnen oder mehreren dieser Klagen stattgegeben
würde, könnten daraus zum Teil erhebliche
Schadensersatzzahlungen, Rückabwicklungsaufwendungen
oder sonstige kostenintensive Maßnahmen folgen.
Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen in
verschiedenen Ländern, in denen die Commerzbank und
ihre Tochtergesellschaften tätig waren oder sind,
begannen vor etlichen Jahren mit Untersuchungen zu
Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit
Devisenkursfixings und dem Devisengeschäft allgemein.
Im Zuge dieser Aktivitäten haben
Aufsichtsbehörden und staatliche Institutionen auch
Prüfungen in Bezug auf die Commerzbank angestrengt
oder haben sich mit Auskunftsersuchen an die Commerzbank
gewandt. Die Commerzbank kooperierte vollumfänglich
mit diesen Stellen und arbeitete die Sachverhalte auf
Grundlage eigener umfassender Untersuchungen auf. Die
Vorgänge sind bis auf eine Ausnahme nicht mehr aktiv;
in diesem Fall wurde der Vorgang von der untersuchenden
Behörde an das nationale Wettbewerbstribunal
abgegeben. Finanzielle Konsequenzen sind nicht
auszuschließen.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im
Zusammenhang mit Aktiengeschäften um den
Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte) der
Commerzbank und der ehemaligen Dresdner Bank. Die
Commerzbank hatte bereits Ende 2015 eine forensische
Analyse zu Cum-Ex-Geschäften beauftragt, die im
Hinblick auf die Aktiengeschäfte der Commerzbank
Anfang 2018 und bezüglich der Aktiengeschäfte der
ehemaligen Dresdner Bank im September 2019 abgeschlossen
wurde. Alle Steuernachforderungen durch die
Finanzbehörden wurden beglichen.
Seit September 2019 finden bei der Commerzbank
Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln in einem
separaten Verfahren zu Cum-Ex-Geschäften statt. Die
Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen des Verdachts,
dass die Bank (einschließlich Dresdner Bank) in
verschiedenen Rollen an Cum-Ex-Geschäften mitgewirkt
hat, unter anderem dadurch, dass sie Dritte, die als
Leerverkäufer gehandelt haben sollen, mit Aktien
beliefert hat. Es geht in diesem Verfahren nach derzeitigem
Verständnis nicht um eigene
Steueranrechnungsansprüche der Commerzbank im Hinblick
auf Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag auf
Dividenden.
Im Zusammenhang mit Untersuchungen zu "Cum-Ex"
kooperiert die Commerzbank vollumfänglich mit den
Ermittlungsbehörden. Das Ob und die Höhe einer
sich daraus eventuell ergebenden Belastung kann derzeit
nicht prognostiziert werden.
Auf Basis des im Jahr 2017 veröffentlichten
Schreibens des Bundesministeriums für Finanzen (BMF)
zu "Cum-Cum-Geschäften" hat die Betriebsprüfung
zur Behandlung dieser Geschäfte in Form von
Prüfungsanmerkungen Stellung genommen. Die Anrechnung
der Kapitalertragsteuer wurde seitens des Finanzamtes
entsprechend gekürzt. Die Commerzbank AG hat daraufhin
Wertberichtigungen hinsichtlich bilanzierter
Anrechnungsforderungen vorgenommen beziehungsweise
zusätzliche Rückstellungen im Hinblick auf
mögliche Rückzahlungsansprüche gebildet, um
die geänderte Risikosituation vollumfänglich
angemessen zu reflektieren. Nunmehr ist das BMF-Schreiben
zu "Cum-Cum-Geschäften" mit Datum vom 9. Juli 2021 neu
gefasst worden. Im Hinblick auf die potenziellen
Auswirkungen des BMF-Schreibens wurde im zweiten Quartal
2021 die Rückstellung angepasst.
Im Hinblick auf das BMF-Schreiben zu
"Cum-Cum-Geschäften" vom 9. Juli 2021 kann nicht
vollständig ausgeschlossen werden, dass sich daraus
über die von der Bank gebildete Rückstellung
hinaus weitere Belastungen ergeben.
Im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte
sieht sich die Commerzbank Ersatzansprüchen Dritter
aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt.
Die Erfolgsaussichten solcher Ansprüche schätzt
die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen
als eher unwahrscheinlich ein, sie sind aber nicht
ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten sich auf
Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen im
höheren zweistelligen Millionenbereich zuzüglich
Nachzahlungszinsen ergeben. Es kann nicht vollständig
ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren
Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die
Finanzbehörden und der Finanz-/Zivilgerichte, eine
anderslautende Einschätzung ergeben könnte.
Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im
Mai 2017 von einem polnischen Gericht eine Sammelklage
wegen angeblicher Unwirksamkeit von Indexklauseln in
Darlehensverträgen in Schweizer Franken (CHF)
zugelassen. Der Sammelklage haben sich insgesamt 1 731
Kläger angeschlossen. Das Berufungsgericht hat das
Urteil des erstinstanzlichen Gerichts, mit dem die
Sammelklage vollumfänglich abgewiesen worden war,
teilweise aufgehoben und zurückverwiesen. Ein erster
Verhandlungstermin ist aufgrund der erwarteten
Grundsatzentscheidung des Obersten Gerichtshofs noch nicht
anberaumt.
Unabhängig davon klagen zahlreiche Darlehensnehmer
aus den gleichen Gründen im Wege von Einzelklagen.
Neben der Sammelklage sind zum 30. Juni 2021 10 072 weitere
Einzelverfahren anhängig (31. Dezember 2020: 6 870).
Die Tochtergesellschaft tritt jeder Klage entgegen. Die
Rechtsprechung der polnischen Gerichte zu Darlehen mit
Indexierungsklauseln insgesamt ist bisher uneinheitlich.
Zum 30. Juni 2021 lagen 229 rechtskräftige Urteile in
Einzelverfahren gegen die Tochtergesellschaft vor, von
denen 79 zugunsten der Tochtergesellschaft und 150
zuungunsten der Tochtergesellschaft entschieden wurden. 367
Verfahren bei Gerichten der zweiten Instanz sind wegen
Rechtsfragen, die beim polnischen Obersten Gerichtshof und
beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) liegen,
ausgesetzt.
In nicht-öffentlicher Sitzung vom 7. Mai 2021 hat
der Oberste Gerichtshof in Polen in einem aus sieben
Richtern bestehenden Gremium zu Vorlagefragen eines
Ombudsmannes der polnischen Bankenaufsicht zur Natur der
wechselseitigen Ansprüche der Parteien und zur
Verjährung entschieden. Nach Einschätzung der
Bank ändert das Urteil die aktuelle Risikobewertung
nicht.
Eine ursprünglich für den 11. Mai 2021
anberaumte nichtöffentliche Sitzung der Zivilkammer
des polnischen Obersten Gerichtshofs wurde verschoben;
für den 2. September 2021 ist eine Verhandlung
anberaumt. Die Bank wird den Ausgang dieses Verfahrens
analysieren, insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen
auf die weitere Rechtsprechung und auf die
Rückstellung bzw. Bewertung der Forderungen.
Am 29. April 2021 ist ein Urteil des EuGH (C-19/20) zu
fünf Fragen ergangen, die ein polnisches Gericht im
Verfahren gegen eine andere Bank zur Vorabentscheidung
vorgelegt hatte. Nach Einschätzung der Bank
ändert das Urteil die aktuelle Risikobewertung nicht.
Beim EuGH sind weitere Vorabentscheidungsverfahren zu
Darlehen mit Indexierungsklauseln anhängig, zwei davon
betreffen Verfahren gegen die Tochtergesellschaft.
Entscheidungen werden erst gegen Anfang 2022 erwartet.
Vor dem Hintergrund der bislang uneinheitlichen
Rechtsprechung, der geringen Anzahl von letztinstanzlichen
Urteilen sowie der ausstehenden Grundsatzentscheidungen des
Obersten Gerichtshofs sowie des EuGH ist die Höhe der
Rückstellung für diesen Themenkomplex stark
ermessensbehaftet. Bis zum 31. Dezember 2020 wurden
Rechtsrisiken im Zusammenhang mit Darlehensverträgen
in CHF mit Indexklauseln gesamthaft gemäß IAS 37
berücksichtigt. Für bereits vollständig
zurückgeführte Darlehen und damit verbundene
Rechtskosten wurde die Bilanzierungsmethode nicht
angepasst; diese werden weiterhin gemäß IAS 37
bilanziert. Für nicht vollständig
zurückgeführte CHF-Darlehen und damit verbundene
Rechtskosten wurde die Bilanzierungsmethode unter
Verwendung der Vorgaben des IAS 8.14 rückwirkend auf
die Abbildung nach IFRS 9 angepasst. Dabei werden die
rechtlichen Risiken unmittelbar bei der Schätzung der
Zahlungsströme im Bruttobuchwert der Forderungen
berücksichtigt. Die Bilanzierung nach IFRS 9 stellt
die Marktpraxis im Inlandsmarkt des Tochterunternehmens dar
und erhöht somit die Vergleichbarkeit zu
Abschlüssen anderer Marktteilnehmer sowie die
Vergleichbarkeit seitens des polnischen Regulators. Durch
die Anwendung von IFRS 9 anstelle des IAS 37 werden somit
relevantere Informationen vermittelt. Die
Bewertungsmethodik, anhand derer der Einfluss auf die aus
den Darlehen erwarteten Zahlungsströme geschätzt
wird, blieb verglichen zur bisherigen Bewertungsmethodik im
Wesentlichen unverändert.
Die Bewertungsanpassung nach IFRS 9 für das zum 30.
Juni 2021 bestehende Portfolio mit einem Buchwert in
Höhe von 11 Mrd. polnischen Zloty beträgt 325
Mio. Euro. Das bereits zurückgezahlte Portfolio betrug
bei Ausreichung 7 Mrd. polnische Zloty. Die
Rückstellung zum 30. Juni 2021 für Einzelklagen
beläuft sich auf 49 Mio. Euro. Insgesamt wurden im
Konzern die aus dem Komplex entstehenden Risiken mit 374
Mio. Euro berücksichtigt.
Die Methodik zur Ermittlung der Rückstellung
beziehungsweise der Bewertungsanpassung basiert auf
Parametern, welche vielfältig, ermessensbehaftet und
zum Teil mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind.
Wesentliche Parameter sind die geschätzte Gesamtanzahl
von Klägern, die Wahrscheinlichkeit, einen Prozess in
letzter Instanz zu verlieren, die Höhe des Verlustes
sowie die Entwicklung des Wechselkurses. Schwankungen der
Parameter sowie deren Interdependenzen können dazu
führen, dass die Rückstellung zukünftig der
Höhe nach wesentlich angepasst werden muss.
Zum Stichtag hat die Tochtergesellschaft das
Unterliegensrisiko auf Basis von Expertenschätzungen
geschätzt, die durch Rechtsgutachten zu künftigen
Rechtsprechungstendenzen gestützt werden.
Unter der Annahme ansonsten unveränderter Parameter
ergeben sich folgende Sensitivitäten für die
wesentlichen Parameter:
| ― |
Die Anzahl der künftigen Kläger erhöht sich um 1 % der Darlehensnehmer: Veränderung + 13 Mio. Euro. |
| ― |
Die Wahrscheinlichkeit eines für die Tochtergesellschaft nachteiligen letztinstanzlichen Urteils ändert sich um +/- 1 Prozentpunkt: Veränderung +/- 7 Mio. Euro. |
| ― |
Der angenommen gewichtete durchschnittliche Verlust ändert sich um +/- 1 Prozentpunkt: Veränderung +/- 6 Mio. Euro. |
Im Dezember 2020 ist ein Vorschlag der lokalen
Aufsichtsbehörde zur Umwandlung von
Fremdwährungsdarlehen in Darlehen in lokaler
Währung bekannt geworden. Die weiteren Analysen und
Diskussionen unter den betroffenen Banken und mit den
zuständigen Behörden hängen vom Ausgang des
Verfahrens vor dem Obersten Gerichtshof ab, in dem ein
neuer Verhandlungstermin für den 2. September 2021
angesetzt ist.
Im April 2021 hat der Bundesgerichtshof in einem
Verfahren gegen eine andere Bank über den sogenannten
AGB-Änderungsmechanismus entschieden und die
entsprechenden Ziffern der AGB-Banken für unwirksam
erklärt. Dieser Mechanismus sah vor, dass die
Zustimmung des Kunden zu bestimmten Vertragsänderungen
nach einer bestimmten Frist angenommen wurde, wenn der
Kunde nicht widersprochen hatte. Die Bank prüft die
Auswirkungen dieser Rechtsprechung auf ihre
Geschäftsbereiche und Produkte, da aufgrund des
AGB-Änderungsmechanismus eingeführte oder
erhöhte Entgelte für Verbraucher
möglicherweise unwirksam sein können. Die Bank
hat hierfür eine Task Force eingerichtet, welche die
mit dem Urteil verbundenen Fragestellungen konsolidiert
bearbeitet. Dies betrifft sowohl die vergangenheitsbezogene
Aufarbeitung etwaiger Rückforderungsansprüche von
Kunden als auch die zukunftsgerichtete Neuvereinbarung von
Vertragsverhältnissen im Bestands- und
Neukundengeschäft. Dazu werden gegenwärtig auch
branchenweite Standards über Verbandsgremien
entwickelt, die sich insbesondere mit der Frage
beschäftigen, ob und in welcher Weise ein
Änderungsmechanismus im Lichte der BGH-Entscheidung
noch zulässig sein kann. Die Bank sieht sich infolge
des Urteils Rückforderungsverlangen von Kunden
bezüglich möglicherweise zu Unrecht vereinnahmter
Entgelte ausgesetzt. Gerichtliche Rechtsstreitigkeiten dazu
liegen derzeit nicht vor.
Einzelne der oben genannten Verfahren können auch
Auswirkungen auf die Reputation der Commerzbank und ihrer
Tochtergesellschaften haben. Der Konzern bildet
Rückstellungen für diese Verfahren, soweit die
daraus resultierenden Verpflichtungen wahrscheinlich sind
und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau
bestimmbar ist. Da die Entwicklung dieser Verfahren mit
erheblichen Unsicherheiten behaftet ist, kann nicht
ausgeschlossen werden, dass sich die gebildeten
Rückstellungen nach abschließenden
Verfahrensentscheidungen teilweise als unzureichend
erweisen. Infolgedessen können erhebliche
zusätzliche Aufwendungen entstehen. Dies trifft auch
auf rechtliche Verfahren zu, für die aus Sicht des
Konzerns keine Rückstellungen zu bilden waren. Der
endgültige Ausgang einzelner rechtlicher Verfahren
kann das Ergebnis und den Cashflow der Commerzbank in einer
bestimmten Berichtsperiode beeinflussen, schlimmstenfalls
ist nicht völlig auszuschließen, dass die daraus
eventuell resultierenden Verpflichtungen auch wesentlichen
Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
haben.
Weitere Informationen über rechtliche Verfahren
können der Note 38 zu den Rückstellungen und der
Note 39 zu den Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen
des Zwischenabschlusses entnommen werden.
In den letzten Jahren hat die Commerzbank einen
Großteil der Feststellungen aus den Vergleichen mit
verschiedenen US-Behörden bezüglich
Verstöße gegen US-Sanktions- sowie
Geldwäschepräventionsbestimmungen abgearbeitet.
Das Deferred Prosecution Agreement mit dem District
Attorney New York sowie das Deferred Prosecution Agreement
mit dem US-Justizministerium im März 2018
beziehungsweise im Mai 2018 wurde nach Konsultation mit den
jeweiligen Staatsanwaltschaften aufgehoben. Darüber
hinaus hat die Bank verschiedene Zwischenberichte sowie am
15. Oktober 2018 den Abschlussbericht des vom New York
State Department of Financial Services (DFS) bestellten
Monitors erhalten, die die Bank mit entsprechenden
Implementierungsplänen beantwortet hat. Bei der
Umsetzung der Implementierungspläne hat die Bank
weiterhin gute Fortschritte erzielt und den Großteil
der Maßnahmen abgearbeitet. Der US-Monitor hat seine
Untersuchungshandlungen vor Ort mit dem Abschlussbericht
vom 15. Oktober 2018 beendet. Nach den Bestimmungen des
Engagement Letters zwischen der Bank und dem Monitor endete
das Monitorship am 24. Juni 2019. Die Commerzbank stellt
der DFS weiterhin Quartalsberichte zur Verfügung, in
denen über den Fortschritt der
Implementierungspläne berichtet wird.
Gemäß den Anforderungen des Financial
Services and Markets Act 2000 (FSMA) hat die Commerzbank
London im Jahr 2017 ein Beratungsunternehmen als sogenannte
"Skilled Person" mandatiert. Das Beratungsunternehmen hat
eine Überprüfung bestehender Strukturen und
Prozesse (insbesondere bezüglich
Geldwäsche/Terrorismusfinanzierung sowie
Sanktionen/Embargos) vorgenommen und einen Bericht an die
britische Financial Conduct Authority (FCA) erstellt. Die
Commerzbank London hat im Anschluss ein umfassendes
Abarbeitungsprojekt aufgesetzt, dessen Umsetzung die
"Skilled Person" evaluierte und dazu halbjährlich an
die FCA berichtete. Die Bank erzielte am 17. Juni 2020 eine
Einigung mit der FCA über eine Strafzahlung in
Höhe von 37,8 Mio. britischen Pfund. Die zu dem
Zeitpunkt noch ausstehenden Themen wurden zum April 2021
geschlossen.
Die Commerzbank ist seit dem 31. Dezember 2012
vorläufig als Swap Dealer bei der US-Behörde U.S.
Commodity Futures Trading Commission (CFTC) registriert. In
Übereinstimmung mit einer am 8. November 2018 durch
die CFTC eingegangenen Consent Order zum Abschluss eines
Ermittlungsverfahrens hat die Commerzbank einen von der
CFTC genehmigten externen Berater für einen Zeitraum
von zwei Jahren beauftragt. Die CFTC kann diesen Zeitraum
nach eigenem Ermessen um ein Jahr verlängern.
Während des Überprüfungszeitraums wird der
externe Berater jährliche Fortschrittsberichte
erstellen. Der externe Berater hat seine Arbeit im April
2019 begonnen und seinen ersten Bericht am 17. Juni 2020
der CFTC zur Verfügung gestellt. Die zweite
regelmäßige Prüfung der Bank in ihrer
Kapazität als Swap Dealer durch die National Futures
Association (NFA) (die erste Prüfung fand 2018 statt)
wurde im ersten Quartal 2021 erfolgreich abgeschlossen.
Nach Erhalt des offiziellen Prüfungsbericht reichte
die Bank am 22. März 2021 ein formales
Antwortschreiben bei der NFA ein.
Cyber-Risiken umfassen Risiken mit einer unmittelbaren
Sicherheitsrelevanz oder Risiken, die in eine
Sicherheitsrelevanz münden (jeweils im Cyber-Raum).
Der für die Commerzbank relevante Teil des Cyber-Raums
umfasst hierbei alle vernetzten IT-Umgebungen innerhalb der
Bank sowie außerhalb der Bank in Richtung Kunden,
Geschäftspartner und Dienstleister. Cyber-Risiken
beschäftigen sich demnach mit der digitalen
Repräsentation der Bank-Assets (Daten, Informationen)
innerhalb des Cyber-Raums.
Für Cyber-Risiken gelten uneingeschränkt die
strategischen Leitplanken aus der übergeordneten
Gesamtrisikostrategie sowie der
Informationssicherheitsstrategie.
In den letzten Jahren gab es außerhalb der
Commerzbank in der Finanzbranche eine Reihe von
schwerwiegenden Sicherheitsvorfällen, die dazu
führten, dass sich eine Reihe der weltweit
maßgebenden Regulatoren und Standardsetzer (zum
Beispiel DFS500 - Department of Financial Services, Section
500 (Cybersecurity Requirements for Financial Services
Companies) und NIST - National Institute of Standards and
Technology in den USA und MAS - Monetary Authority of
Singapore in Singapur) zunehmend mit dem Thema
Cyber-Sicherheit auseinandergesetzt haben und
zusätzliche Vorgaben zum Management der Cyber-Risiken
veröffentlicht haben. In Europa beziehungsweise
Deutschland beschäftigen sich EBA und BaFin ebenfalls
intensiv mit dem Thema.
In der Commerzbank erfolgt die Steuerung der Cyber- und
Informationssicherheitsrisiken durch den Konzernbereich
"Group Risk Management - Cyber Risk & Information
Security" (GRM-CRIS) und obliegt der Hoheit des Group Chief
Information Security Officers (CISO). Neben bereits
etablierten Sicherheitsfunktionen (wie zum Beispiel das
Information Security Management System (ISMS) und das
Risikoreporting über KRI-Indikatoren) liegt der Fokus
von GRM-CRIS auf dem angemessenen Management des
Cyber-Risikos sowie der Stärkung der Cyber-Resilienz
der Commerzbank (einschließlich der Information
Security Incident Management Fähigkeiten).
Zusätzlich adressiert GRM-CRIS die Wechselwirkungen
der Cyber- und Informationssicherheitsrisiken zu Risiken
aus anderen Risikobereichen wie zum Beispiel HR,
Procurement, BCM und physische Sicherheit.
Im Rahmen der Corona-Pandemie gibt es aktuell keine
konkreten Corona-spezifischen Angriffsmuster oder andere
Anomalien gegen unser Institut, andere Finanzdienstleister
oder Finanzmarktinfrastrukturen. Darüber hinaus sehen
wir derzeit keine zusätzlichen Angriffsmethoden oder
eine Ausweitung der Angriffsoberfläche im Zusammenhang
mit der verstärkten "remote"-Nutzung von
Bankressourcen, etwa im Zusammenhang mit "Split Operations"
oder "Homeoffice".
Jedoch gibt es eine Reihe von Angriffsvektoren, die
darauf abzielen, die Ängste der Bürger zu nutzen,
um kriminelle Aktivitäten durchzuführen (zum
Beispiel mutmaßliche E-Mails der WHO über
Vorsichtsmaßnahmen). Dieser Ansatz firmiert medial
unter der Bezeichnung "Fearware" und meint konkret die
häufigste Durchführungsform, nämlich eine
Kombination aus Schadsoftware (Malware) und sozialer
Manipulation (Social Engineering), die auf die Angst des
jeweiligen Betroffenen setzt.
Im Cybercrime Bereich ist neben den oben genannten
"Fearware" Aktivitäten noch die zunehmende Verbreitung
von "Ransomware" hervorzuheben, auch wenn die Commerzbank
davon bislang nicht betroffen ist. Unter "Ransomware"
versteht man eine spezielle Art von Schadsoftware, die den
Zugriff auf IT-Geräte sperrt oder darauf enthaltene
Daten verschlüsselt und anschließend vom Opfer
ein Lösegeld für die Wiederherstellung verlangt.
Das signifikante Schadenspotential solcher Attacken
verdeutlicht eine Reihe von aktuellen Vorfällen, bei
denen dadurch Lieferketten gestört wurden. Durch eine
enge Verzahnung der 1st und 2nd LoD Aktivitäten im
Bereich der Cyber-Bedrohungsanalyse inkl. der
entsprechenden Schutzmaßnahmen und Incident
Management Prozesse wird die Bank weiterhin angemessenen
vor Ransomware Attacken geschützt.
Hinsichtlich unserer Kunden achten wir über das
normale Maß hinaus auf transaktionale Anomalien,
insbesondere im Kontext betrügerischer Absichten mit
Bezug zur Corona-Pandemie.
Unter Modellrisiko wird das Risiko von fehlerhaften
Steuerungsentscheidungen aufgrund einer nicht sachgerechten
Abbildung der Wirklichkeit durch die verwendeten Modelle
verstanden. Als Ursachen für Modellrisiken
unterscheiden wir zwischen Modellrisiko aus
Überschreitungen der Modellgrenzen und Modellrisiko
aus Modellfehlern (handwerkliche Fehler bei der
Modellentwicklung/-implementierung). Analog zum Fokus der
Gesamtrisikostrategie, eine ausreichende Kapital- und
Liquiditätsausstattung der Bank sicherzustellen,
stehen für die Risikosteuerung die Modelle zur
Beurteilung der Risikotragfähigkeit (Kapitalbedarf
nach den Regularien des Baseler Rahmenwerks beziehungsweise
ökonomisch gemessener Kapitalbedarf) sowie der
Liquiditätsausstattung im Mittelpunkt.
Die Grundprinzipien der Modellrisikosteuerung sind die
Identifizierung und Vermeidung von Modellrisiken sowie die
angemessene Berücksichtigung bekannter Modellrisiken
(zum Beispiel durch konservative Kalibrierung oder
Berücksichtigung von Sicherheitsmargen beziehungsweise
Modellreserven). Nicht bekannte und daher nicht
mitigierbare Modellrisiken werden in Kauf genommen als
inhärentes Risiko der Komplexität des
Geschäftsmodells der Commerzbank. Hinsichtlich der
Governance im Rahmen der Modellrisikosteuerung werden
Anforderungen zu Modellvalidierung und
Modelländerungen festgelegt.
Die aktuelle Corona-Pandemie mit ihren erheblichen
wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen sowie
der mitigierenden Unterstützung durch die Staaten
stellt die eingesetzten Risikomodelle vor große
Herausforderungen. Die Commerzbank hat eine Reihe von
Maßnahmen eingeleitet, um dem erhöhten
Modellrisiko zu begegnen und eine angemessene Steuerung
auch in der aktuellen Phase sicherstellen zu können.
Dazu wurde unter anderem die laufende Überwachung der
Leistungsfähigkeit der Modelle ausgeweitet und es
wurden Prozesse zum Einsatz der Modelle teilweise
geschärft beziehungsweise angepasst.
Das Management der Modellrisiken wird aktuell weiter
gestärkt. Dies betrifft sowohl Aspekte der Governance
als auch den Umfang der Monitoring- und
Validierungsaktivitäten. Außerdem werden aktuell
strategisch relevante Modelle abgelöst (Simulation der
Exposure-Profile im Kontrahentenrisiko) oder
grundsätzlich überarbeitet (diverse
Kreditrisikomodelle). In diesem Zusammenhang spielen hohe
Standards bei der Modellentwicklung und der initialen
Validierung eine große Rolle.
Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle
zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die
Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden,
entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren
sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den
Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung
der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer
regelmäßigen Überprüfung durch das
Risikocontrolling und durch die interne Revision sowie
durch die deutschen und europäischen
Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger
Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle
können Modelle nicht alle in der Realität
wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und
deren komplexes Verhalten einschließlich
Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der
Risikomodellierung gelten insbesondere für
Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und
Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen,
welchen Risiken ein Portfolio unter extremen
Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller
denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei Stresstests nicht
möglich. Sie können keine endgültige
Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines
Extremereignisses geben.
| Mio. € | Notes | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 1 | Veränd. in % |
| Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet | (7) | 2 977 | 3 509 | -15,2 |
| Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet | (7) | 641 | 490 | 30,7 |
| Zinserträge | (7) | 3 618 | 3 999 | -9,5 |
| Zinsaufwendungen | (7) | 1 191 | 1 402 | -15,0 |
| Zinsüberschuss | (7) | 2 427 | 2 597 | -6,6 |
| Dividendenerträge | (8) | 7 | 13 | -46,5 |
| Risikoergebnis | (9) | -235 | -795 | -70,4 |
| Provisionserträge | (10) | 2 121 | 1 972 | 7,6 |
| Provisionsaufwendungen | (10) | 318 | 303 | 4,9 |
| Provisionsüberschuss | (10) | 1 803 | 1 668 | 8,1 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | (11) | 485 | -141 | . |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | (12) | -52 | 64 | . |
| Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 33 | 28 | 19,6 | |
| Ergebnis aus dem Abgang
von finanziellen
Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
-17 | -13 | 26,5 | |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | (13) | 17 | 15 | 13,3 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 2 | 5 | -51,3 | |
| Sonstiges Ergebnis | (14) | -335 | -97 | . |
| Verwaltungsaufwendungen | (15) | 3 173 | 3 030 | 4,7 |
| Pflichtbeiträge | (16) | 375 | 374 | 0,4 |
| Restrukturierungsaufwendungen | (17) | 976 | . | |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | -406 | -74 | . | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (18) | - 43 | 62 | . |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nach Steuern | - 363 | -136 | . | |
| Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern | - | 50 | . | |
| Konzernergebnis | - 363 | -86 | . | |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis | 31 | 21 | 45,5 | |
| den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis | -394 | -107 | . |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements
(siehe Note 3).
| € | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 1 | Veränd. in % | |
| Ergebnis je Aktie | (19) | - 0,43 | - 0,12 | . |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements
(siehe Note 3).
Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf
dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren
Konzernergebnis (siehe Note 19). Im laufenden
Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel-
oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis
je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch.
| Mio. € | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 1 | Veränd. in % |
| Konzernergebnis | -363 | -86 | . |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | 682 | 337 | . |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | |||
| Umbuchung in die Gewinnrücklage | - | -1 | . |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | - | -3 | . |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | -32 | 90 | . |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von Grundstücken und Gebäuden | 3 | . | |
| Nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten | 653 | 423 | 54,4 |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | |||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | -41 | -17 | . |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | -28 | -54 | -47,4 |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | |||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 1 | 1 | 12,7 |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | -52 | 77 | . |
| Veränderung der
Rücklage aus der
Währungsumrechnung |
|||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | - | 1 | . |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | 140 | -225 | . |
| Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge | - | - | |
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | - | - | |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | -3 | - | |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | |||
| Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | - | - | . |
| Erfolgsneutrale Wertänderung | - | - | . |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | -1 | 0 | . |
| In die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten | 16 | - 218 | . |
| Sonstiges Periodenergebnis | 669 | 205 | . |
| Gesamtergebnis | 306 | 118 | . |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Gesamtergebnis | 11 | 7 | 43,1 |
| den
Commerzbank-Aktionären und den Investoren in
zusätzliche
Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Gesamtergebnis |
295 | 111 | . |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements
(siehe Note 3).
Für die ersten sechs Monate stellte sich das
Sonstige Periodenergebnis wie folgt dar:
| Sonstiges Periodenergebnis | Mio. € | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 1 | ||||
| Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern | Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern | |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | -41 | 10 | -32 | 101 | -10 | 90 |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | - | - | - | -5 | 0 | -5 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | 996 | -314 | 682 | 505 | -168 | 337 |
| Veränderung aus der Neubewertung von Grundstücken und Gebäuden | 3 | -1 | 3 | n.a. | n.a. | n.a |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | -81 | 11 | -70 | -94 | 22 | -71 |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | -63 | 12 | -50 | 97 | -19 | 78 |
| Veränderung aus Net Investment Hedge | -4 | 2 | -3 | n.a. | n.a. | n.a |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | 140 | -0 | 140 | -225 | 0 | -225 |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | - | - | - | - | - |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | -1 | - | -1 | -0 | - | -0 |
| Sonstiges Periodenergebnis | 949 | -280 | 669 | 379 | -175 | 205 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements
(siehe Note 3).
| Mio. € | Notes | 30.6.2021 | 31.12.2020 1 | Veränd. in % |
| Kassenbestand und Sichtguthaben | 106 075 | 75 603 | 40,3 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | (20) | 294 870 | 292 142 | 0,9 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 1 459 | 1 037 | 40,7 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | (22) | 41 366 | 42 862 | -3,5 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 4 550 | 2 299 | 97,9 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | (24) | 38 456 | 28 677 | 34,1 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | - | - | . | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | (25) | 49 250 | 52 176 | -5,6 |
| darunter: als Sicherheit übertragen | 2 506 | 715 | . | |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | 765 | 1 752 | -56,3 | |
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 903 | 1 878 | -51,9 | |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen | 170 | 169 | 0,4 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | (31) | 1 211 | 1 420 | -14,7 |
| Sachanlagen | (32) | 3 017 | 3 208 | -6,0 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 41 | 13 | . | |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen | (34) | 1 809 | 2 040 | -11,3 |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 224 | 130 | 71,8 | |
| Latente Ertragsteueransprüche | 2 715 | 2 693 | 0,8 | |
| Sonstige Aktiva | (36) | 2 771 | 1 851 | 49,7 |
| Gesamt | 543 643 | 506 613 | 7,3 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements
(siehe Note 3).
| Mio. € | Notes | 30.6.2021 | 31.12.2020 1 | Veränd. in % |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | (21) | 425 695 | 397 725 | 7,0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | (23) | 35 688 | 20 104 | 77,5 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | (26) | 35 146 | 42 843 | -18,0 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | 852 | 1 412 | -39,7 | |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 5 471 | 5 893 | -7,1 | |
| Rückstellungen | (38) | 3 952 | 3 119 | 26,7 |
| Tatsächliche Ertragsteuerschulden | 628 | 448 | 40,2 | |
| Latente Ertragsteuerschulden | 27 | 10 | . | |
| Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | (35) | 1 847 | 2 051 | -9,9 |
| Sonstige Passiva | (37) | 5 088 | 4 434 | 14,7 |
| Eigenkapital | 29 249 | 28 574 | 2,4 | |
| Gezeichnetes Kapital | 1 252 | 1 252 | ||
| Kapitalrücklage | 11 484 | 11 484 | ||
| Gewinnrücklagen | 12 708 | 12 576 | 1,1 | |
| Andere Rücklagen (mit Recycling) | -439 | -476 | -7,8 | |
| Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital | 25 005 | 24 836 | 0,7 | |
| Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile | 3 114 | 2 619 | 18,9 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 1 129 | 1 119 | 0,9 | |
| Gesamt | 543 643 | 506 613 | 7,3 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements
(siehe Note 3).
| Mio. € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen 1 | Andere Rücklagen | ||
| Neubewertungsrücklage | Rücklage aus Cashflow-Hedges | Rücklage aus der Währungsumrechnung | ||||
| Eigenkapital zum
31.12.2019
(vor Anpassungen) |
1 252 | 17 192 | 10 211 | 10 | -5 | -174 |
| Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen | - | - | -193 | - | - | - |
| Eigenkapital zum 1.1.2020 | 1 252 | 17 192 | 10 018 | 10 | -5 | -174 |
| Gesamtergebnis | - | - | 316 | -86 | 53 | -173 |
| Konzernergebnis | - | - | -107 | - | - | - |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | 90 | |||||
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | 337 | |||||
| Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von Grundstücken und Gebäuden | ||||||
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | -4 | |||||
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | - | - | - | -86 | - | - |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | - | 53 | - | |||
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | - | - | -173 | |||
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | - | ||||
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | - | -0 | ||||
| Dividendenausschüttung | - | - | ||||
| Ausschüttungen an
Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals |
-48 | |||||
| Veränderungen im
Anteilsbesitz |
-112 | - | - | |||
| Sonstige Veränderungen | 3 | - | - | |||
| Eigenkapital zum 30.6.2020 | 1 252 | 17 192 | 10 177 | -75 | 48 | -347 |
| Mio. € | Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital 1 | Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile 2 | Nicht beherrschende Anteile | Eigenkapital 1 |
| Eigenkapital zum
31.12.2019
(vor Anpassungen) |
28 487 | 885 | 1 296 | 30 667 |
| Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen | -193 | - | - | -193 |
| Eigenkapital zum 1.1.2020 | 28 294 | 885 | 1 296 | 30 474 |
| Gesamtergebnis | 111 | - | 7 | 118 |
| Konzernergebnis | -107 | - | 21 | -86 |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | 90 | - | 90 | |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | 337 | 0 | 337 | |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von Grundstücken und Gebäuden | - | - | - | |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | -4 | -1 | -5 | |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | -86 | - | 14 | -71 |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | 53 | - | 25 | 78 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | -173 | - | -52 | -225 |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | - | - | - |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | -0 | - | - | -0 |
| Dividendenausschüttung | -0 | -0 | ||
| Ausschüttungen an
Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals |
-48 | - | -48 | |
| Veränderungen im
Anteilsbesitz |
-112 | -61 | -173 | |
| Sonstige Veränderungen | 3 | 1 241 | 1 | 1 245 |
| Eigenkapital zum 30.6.2020 | 28 248 | 2 126 | 1 242 | 31 616 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements
(siehe Note 3).
2 Beinhaltet die Zusätzliche Tier-1-Anleihe
(AT1-Anleihe), die eine unbesicherte und nachrangige
Anleihe darstellt und nach IFRS als Eigenkapital
klassifiziert ist.
| Mio. € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Andere Rücklagen | ||
| Neubewertungsrücklage | Rücklage aus Cashflow-Hedges | Rücklage aus der Währungsumrechnung | ||||
| Eigenkapital zum
31.12.2020 (vor Anpassungen) |
1 252 | 11 484 | 12 602 | 96 | 42 | -614 |
| Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen | -26 | |||||
| Eigenkapital zum 1.1.2021 | 1 252 | 11 484 | 12 576 | 96 | 42 | -614 |
| Gesamtergebnis | 258 | -56 | -34 | 127 | ||
| Konzernergebnis | -394 | |||||
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | -32 | |||||
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | 682 | |||||
| Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von Grundstücken und Gebäuden | 2 | |||||
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | - | - | ||||
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | -56 | |||||
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | - | - | - | - | -34 | - |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | 130 | |||||
| Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge | -3 | |||||
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | - | ||||
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | -1 | |||||
| Dividendenausschüttung | - | |||||
| Ausschüttung an Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals | -140 | |||||
| Veränderungen im
Anteilsbesitz |
- | |||||
| Sonstige Veränderungen | 14 | |||||
| Eigenkapital zum 30.6.2021 | 1 252 | 11 484 | 12 708 | 40 | 9 | -488 |
| Mio. € | Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital | Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile 1 | Nicht beherrschende Anteile | Eigenkapital |
| Eigenkapital zum
31.12.2020 (vor Anpassungen) |
24 862 | 2 619 | 1 119 | 28 600 |
| Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen | -26 | -26 | ||
| Eigenkapital zum 1.1.2021 | 24 836 | 2 619 | 1 119 | 28 574 |
| Gesamtergebnis | 295 | - | 11 | 306 |
| Konzernergebnis | -394 | 31 | -363 | |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO | -32 | - | -32 | |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen | 682 | - | 682 | |
| Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von Grundstücken und Gebäuden | 2 | 1 | 3 | |
| Veränderung aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten (FVOCIoR) | - | - | - | |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) | -56 | -14 | -70 | |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges | -34 | - | -17 | -50 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung | 130 | 10 | 140 | |
| Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge | -3 | - | -3 | |
| Veränderung aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten oder Veräußerungsgruppen | - | - | - | - |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen | -1 | -1 | ||
| Dividendenausschüttung | - | -1 | -1 | |
| Ausschüttung an Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals | -140 | - | -140 | |
| Veränderungen im
Anteilsbesitz |
- | - | - | |
| Sonstige Veränderungen | 14 | 496 | 0 | 510 |
| Eigenkapital zum 30.6.2021 | 25 005 | 3 114 | 1 129 | 29 249 |
Im zweiten Quartal 2020 hat die Commerzbank
Aktiengesellschaft ein Emissionsprogramm für
zusätzliches Kernkapital (Additional-Tier-1-Kapital,
AT1) aufgelegt, mit dem sie sukzessive in den nächsten
Jahren nachrangige Schuldverschreibungen mit einem
Nennbetrag von bis zu 3 Mrd. Euro begeben kann. Die
nachrangigen AT1-Anleihen werden gemäß IFRS als
Eigenkapital klassifiziert und abzüglich
Emissionskosten gesondert im Posten "Zusätzliche
Eigenkapitalbestandteile" dargestellt. Die
Anleihebedingungen sehen ein zeitweiliges Herabschreiben
für den Fall vor, dass die harte Kernkapitalquote
(CET-1-Quote) der Bank unter die Marke von 5,125 %
fällt.
Im zweiten Quartal 2020 wurde bereits eine AT1-Anleihe
mit einem Volumen von 1,25 Mrd. Euro und einem festen Kupon
von 6,125 % pro Jahr begeben. Das Instrument hat eine
unbestimmte Laufzeit und einen frühestmöglichen
Kündigungstermin im Oktober 2025.
Im September 2020 hat die Commerzbank eine zweite
AT-1-Anleihe erfolgreich begeben. Die Anleihe hat ein
Volumen von 500 Mio. Euro und einen festen Kupon von 6,5 %
pro Jahr der bis April 2030 festgesetzt ist. Die Anleihe
hat keine feste Endfälligkeit, der
frühestmögliche Kündigungstermin liegt im
Zeitraum von Oktober 2029 bis April 2030.
Im zweiten Quartal 2021 wurde die dritte AT-1-Anleihe
aus dem Emissionsprogramm erfolgreich begeben. Die Anleihe
hat ein Volumen von 500 Millionen Euro und einen festen
Kupon von 4,25 % pro Jahr. Das Instrument hat eine
unbestimmte Laufzeit und einen frühestmöglichen
Kündigungstermin im Zeitraum von Oktober 2027 bis
April 2028.
Die Hauptversammlung der Commerzbank Aktiengesellschaft
hat am 18. Mai 2021 entschieden keine Dividendenzahlung
für das Geschäftsjahr 2020 auszuschütten.
Auf die Anderen Rücklagen entfielen zum 30. Juni
2021 keine wesentlichen Effekte aus zur
Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und
Vermögenswerten aus Veräußerungsgruppen.
Die wesentlichen Veränderungen der Rücklage
aus der Währungsumrechnung resultierten im laufenden
Geschäftsjahr aus den Währungen US-Dollar,
polnischer Zloty, britisches Pfund und russischer Rubel. In
den Sonstigen Veränderungen sind neben der neu
begebenen AT-1-Anleihe im Wesentlichen Veränderungen
aus erfolgsneutralen Steuern enthalten.
| Mio. € | 2021 | 2020 | Veränd. in % |
| Zahlungsmittelbestand 1.1. | 75 603 | 41 164 | 83,7 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 31 621 | 41 035 | -22,9 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -247 | - 217 | 13,7 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -1 019 | 1 950 | . |
| Cashflow insgesamt | 30 355 | 42 768 | -29,0 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 116 | - 89 | . |
| Zahlungsmittelbestand zum 30.6. | 106 075 | 83 843 | 26,5 |
Für den Commerzbank-Konzern ist die
Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering
anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns
weder die Liquiditäts- beziehungsweise Finanzplanung
noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.
Der Commerzbank-Konzern hat seinen Sitz in Frankfurt am
Main. Das Mutterunternehmen ist die Commerzbank
Aktiengesellschaft, die beim Amtsgericht Frankfurt am Main
im Handelsregister mit der Nummer HRB 32000 eingetragen
ist. Unser Zwischenabschluss zum 30. Juni 2021 wurde im
Einklang mit § 315e HGB und der Verordnung (EG) Nr.
1606/2002 (IAS -Verordnung) des Europäischen
Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002 aufgestellt.
Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme
bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards auf
der Grundlage der vom International Accounting Standards
Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten
International Financial Reporting Standards (IFRS) und
deren Auslegungen durch das IFRS Interpretations Committee
zur Anwendung. Der Zwischenabschluss berücksichtigt
insbesondere auch die Anforderungen des IAS 34 an die
Zwischenberichterstattung.
Alle für das Geschäftsjahr 2021 in der EU
verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen
wurden berücksichtigt. Von der vorzeitigen Anwendung
von Standards und Interpretationen, die erst ab dem
Geschäftsjahr 2022 oder später umzusetzen sind,
haben wir abgesehen.
Der Zwischenlagebericht einschließlich des
separaten Zwischenrisikoberichts gemäß §
315 HGB ist auf den Seiten 8 bis 36 unseres
Zwischenberichts veröffentlicht.
Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach
konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
Für die Vollkonsolidierung sowie für die
at-Equity-Bewertung verwenden wir im Wesentlichen zum 30.
Juni 2021 erstellte Abschlüsse.
Der Konzernabschluss wird in Euro, der
Berichtswährung des Konzerns, erstellt. Alle
Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf
hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt. Alle
Beträge unter 500 000,00 Euro werden als Null
beziehungsweise Nullsalden mit einem Strich dargestellt.
Aufgrund von Rundungen ist es in Einzelfällen
möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht exakt zur
angegebenen Summe addieren.
Im Rahmen der Interbank Offered Rates Reform
(IBOR-Reform) werden die IBOR-Referenzzinssätze sowie
der EONIA durch andere Referenzzinssätze, genannt
Risk-Free Rates (RFR), abgelöst.
Die Commerzbank hat ein IBOR-Reformprogramm
implementiert, mit dem Ziel, einen reibungslosen
Übergang auf die RFR-Referenzzinssätze
sicherzustellen. Im Rahmen dieses Programmes arbeiten alle
relevanten Einheiten der Bank an der Umstellung auf die
Referenzzinssätze.
Ergänzend zum IBOR-Reformprogramm in der
Commerzbank, ist die Bank Teil verschiedener externer
Arbeitskreise, die sich mit der IBOR-Reform befassen.
Die Standards IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 wurden in IASB
Interest Rate Benchmark Reform Phase 1 überarbeitet
und veröffentlicht. Diese Überarbeitungen sind in
der EU verpflichtend für Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen
und betreffen den Zeitraum bis zur eigentlichen Umstellung.
Die Commerzbank hat die für die erste Phase des
Projekts IBOR Reform notwendigen Entscheidungen getroffen,
um die im Rahmen der Überarbeitungen durch das IASB
gewährten Erleichterungen für
Sicherungsbeziehungen in Anspruch zu nehmen.
Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick
über die Derivate in Sicherungsbeziehungen zum 30.
Juni 2021, die durch die IBOR Reform und Umstellung auf die
RFRs berührt werden.
| Währung | Referenz | Tenorbasis | Nominalwerte Mio. € |
| EUR | EONIA | OIS | 586 |
| EUR | Euribor | 1 Monat | 1 036 |
| EUR | Euribor | 3 Monate | 36 901 |
| EUR | Euribor | 6 Monate | 72 026 |
| EUR | Euribor | 12 Monate | 155 |
| USD | Libor | 1 Monat | 179 |
| USD | Libor | 3 Monate | 7 481 |
| USD | Libor | 6 Monate | 199 |
| GBP | Libor | 3 Monate | 487 |
| GBP | Libor | 6 Monate | 3 475 |
| CHF | Libor | 3 Monate | 1 387 |
| CHF | Libor | 6 Monate | 1 313 |
| Sonstige | 1 592 | ||
| Gesamt | 126 817 |
Die Standards IFRS 9, IAS 39, IFRS 7. IFRS 4 und IFRS 16
wurden in Phase 2 überarbeitet und
veröffentlicht.
Die Änderungen dienen der Umsetzung spezifischer
Fragestellungen, wenn der Referenzzins durch einen
RFR-Referenzzinssatz ersetzt wurde. Die
Überarbeitungen aus der IASB Interest Rate Benchmark
Reform Phase 2 wurden nicht vorzeitig angewendet, sie sind
in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen.
Die Commerzbank hat das Vorgehen hinsichtlich Methodik
und Zeitplanung verankert. Die Umstellung der Verträge
und der zugehörigen Transaktionen erfolgt dezentral in
den verantwortlichen Geschäftsbereichen und
Abwicklungsfunktionen. In 2021 sind davon zunächst
Positionen mit Referenz auf EONIA, GBP Libor, CHF Libor und
JPY Libor betroffen. Bestände in USD Libor werden
sukzessive bis Mitte 2023 umgestellt. Für den Euribor
geht die Bank davon aus, dass dieser bis auf Weiteres
unverändert eingesetzt werden kann.
Durch die IBOR Reform werden keine grundsätzlich
neuen ökonomischen Risikoelemente erzeugt
Aus unseren derzeitigen Analysen erwarten wir keine
nennenswerten Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die Corona-Pandemie bedingte Änderung des IFRS 16
soll den Leasingnehmern die Bilanzierung von
Zugeständnissen, die in Verbindung mit der
Corona-Pandemie stehen, bei Stundung von Mietraten und
Mietpreisnachlässen erleichtern. Der
Anwendungszeitraum dieser Erleichterungen wurde
verlängert. Aus dieser Änderung ergibt sich keine
materielle Auswirkung auf den Konzernabschluss. Der
überarbeitete Standard inklusive des
Verlängerungszeitraums ist für Berichtsperioden
anzuwenden, die am oder nach dem 1. April 2021 beginnen.
Das Endorsement ist noch nicht erfolgt.
Bei der Überarbeitung der Standards IAS 1 und IAS 8
handelt es sich um Änderungen, welche die Definition
von Wesentlichkeit für die Aufnahme von Informationen
in den Abschluss schärfen und im Rahmenkonzept und den
unterschiedlichen Standards vereinheitlichen. Aus diesen
Änderungen ergeben sich keine materiellen Auswirkungen
auf den Konzernabschluss. Das Endorsement ist noch nicht
erfolgt. Die überarbeiteten Standards sind für
Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.
Januar 2023 beginnen.
Der überarbeitete Standard IFRS 3 befasst sich mit
genaueren Spezifizierungen zur Bestimmung, ob es sich um
den Erwerb eines Geschäftsbetriebs oder den Erwerb
einer Gruppe von Vermögenswerten handelt. Das
EU-Endorsement erfolgte am 2. Juli 2021. Die Änderung
ist für alle Geschäftsjahre anzuwenden, die am
oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen.
Die Änderungen des IAS 37 Rückstellungen,
Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen beziehen
sich auf die Definition und Inhalte der
Erfüllungskosten eines Vertrages welche ein
Unternehmen bei der Beurteilung einzubeziehen hat. Das
EU-Endorsement erfolgte am 2. Juli 2021. Der
Überarbeitete Standard ist für
Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.
Januar 2022 beginnen.
Die jährlichen Verbesserungen 2018-2020 führen
zu geringfügigen Änderungen des IFRS 1,
Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting
Standards, IFRS 9 Finanzinstrumente, und IFRS 16
Leasingsverhältnisse. Das EU-Endorsement erfolgte am
2.Juli 2021. Der überarbeitete Standard ist für
Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.
Januar 2022 beginnen.
Die Änderungen des IAS 12 Income Taxes befasst sich
mit der genaueren Spezifizierung der Bilanzierung von
Latenten Steuern in Zusammenhang mit
Leasingverhältnissen, Entsorgungs- und
Wiederherstellungsverpflichtungen. Aus diesen
Änderungen ergeben sich keine materiellen Auswirkungen
auf den Konzernabschluss. Der überarbeitete Standard
ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder
nach dem 1. Januar 2023 beginnen.
Alle von uns nicht explizit erläuterten
Standardänderungen, haben nach jetzigem Stand, keinen
wesentlichen Einfluss auf unseren Konzernabschluss.
Der im Mai 2017 veröffentlichte neue
Rechnungslegungsstandard IFRS 17 zu
Versicherungsverträgen ("Insurance contracts") wird
den Standard IFRS 4 ersetzen. Der neue Standard ist nicht
nur für die Versicherungsunternehmen relevant, sondern
betrifft alle Unternehmen, die Versicherungsverträge
im Anwendungsbereich des Standards begeben. IFRS 17
verfolgt dabei das Ziel einer konsistenten,
prinzipienbasierten Bilanzierung für
Versicherungsverträge und sieht eine Bewertung von
Versicherungsverbindlichkeiten zum aktuellen
Erfüllungswert statt historischer Anschaffungskosten
vor. Ebenso soll eine einheitliche Grundlage in Bezug auf
den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis und die
Anhangsangaben für Versicherungsverträge
geschaffen werden. Weitere Sachverhalte zu
versicherungsspezifischen Verträgen wurden durch die
zusätzlich veröffentlichten Amendments
festgelegt. Der Standard ist in der EU voraussichtlich
verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die
am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen und bedarf noch
der Übernahme in europäisches Recht. Aus unseren
derzeitigen Analysen erwarten wir keine nennenswerten
Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Bei einer als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss
einbezogenen Gesellschaft haben sich durch die in Note 38
"Rückstellungen" beschriebene Methodenänderung im
Zusammenhang mit Darlehensverträgen in Schweizer
Franken (CHF) mit Indexklauseln die Darlehen und
Forderungen der Kategorie Amortised Cost und die
Rückstellungen zum 31. Dezember 2020 um 277 Mio. Euro
verringert. Auswirkungen auf die Gesamtergebnisrechnung und
das Ergebnis je Aktie ergaben sich nicht.
Es ergab sich eine Fehlerkorrektur bei den latenten
Steuern für eine nachrangige Anleihe. Durch die
Anpassungen verminderten sich die Gewinnrücklagen zum
1. Januar 2020 um 69 Mio. Euro.
Eine weitere Fehlerkorrektur ergab sich bei den latenten
Steuern aufgrund von Anpassungen des steuerlichen
Ausgleichspostens im Zusammenhang mit
Drohverlustrückstellungen. Dabei erhöhten sich
die Steuern vom Einkommen und Ertrag zum 30. Juni 2020 um
14 Mio. Euro. Korrespondierend dazu verminderte sich das
Gesamtergebnis in gleicher Höhe. Das Ergebnis je Aktie
verminderte sich zum 30. Juni 2020 um 0,01 Euro. Durch die
Anpassungen verminderten sich die Gewinnrücklagen zum
1. Januar 2020 um 106 Mio. Euro. Durch die Anpassungen und
die Neukalkulation der Wertberichtigungen verminderten sich
auch die erfolgsneutralen latenten Steuern auf die
Neubewertung von leistungsorientierten
Versorgungsplänen zum 30. Juni 2020 um 14 Mio. Euro.
Darüber hinaus wurde aufgrund von doppelt erfassten
Bereitstellungszinsen in den Vorjahren eine retrospektive
Anpassung der Gewinnrücklagen vorgenommen. Durch diese
Anpassung erhöhten sich die Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag um 0 Mio. Euro. Das Konzernergebnis verringerte
sich dadurch um 0 Mio. Euro. Durch die Anpassungen
verminderten sich die Gewinnrücklagen zum 1. Januar
2020 um 9 Mio. Euro. Durch diese Anpassungen ergaben sich
keine wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis je Aktie.
Bei einer als Investmentfondsgesellschaft in den
Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft wurde eine
retrospektive Anpassung in den latenten Steuern
vorgenommen. Durch diese Anpassung verringerten sich die
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zum 30. Juni 2020 um 3
Mio. Euro. Dementsprechend erhöhte sich das
Konzernergebnis in gleicher Höhe. Das Ergebnis je
Aktie erhöhte sich zum 30. Juni 2020 um 0,01 Euro.
Durch die Anpassungen verminderten sich die
Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2020 um 25 Mio. Euro.
Es ergab sich eine Fehlerkorrektur bei den-
Wertberichtigungen für Risiken aus Darlehen und
Forderungen - Amortised Cost aufgrund der systematischen
Berücksichtigung von zu langen Laufzeiten für
Forderungen aus Akkreditiven. Durch diese Anpassung
erhöhten sich die Gewinnrücklagen zum 1. Januar
2020 um 42 Mio. Euro. Es ergaben sich keine Auswirkungen
auf das Konzernergebnis, die Gesamtergebnisrechnung und auf
das Ergebnis je Aktie.
Es wurde eine Fehlerkorrektur im Ausweis von
Valutaverschiebungen zwischen Buchungs- und Valutadatum
vorgenommen, durch den sich der Saldo auf einem
Verrechnungskonto auf 26 Mio. Euro erhöhte. Nach
umfangreichen Analysen wurde festgestellt, dass dieser
Saldo auf fehlerhafte Initialisierungs- und
Buchungsvorgänge in der Vergangenheit
zurückzuführen ist und es sich daher um einen
nicht werthaltigen Vermögensgegenstand in den
Sonstigen Aktiva handelt, der in Zeiträumen vor 2020
aktiviert wurde. Entsprechend wurde eine Wertberichtigung
vorgenommen wodurch sich die Gewinnrücklagen zum 1.
Januar 2020 um 26 Mio. Euro verminderten. Es ergaben sich
keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die
Gesamtergebnisrechnung und auf das Ergebnis je Aktie.
Die gesamte Veränderung der genannten Anpassungen
auf unsere veröffentlichte Gewinn-und-Verlust-Rechnung
zum 30. Juni 2020 und unsere veröffentlichte Bilanz
zum 31. Dezember 2020 sind in den folgenden Tabellen
zusammengefasst:
| Mio. € | veröffentlichter Konzernzwischenabschluss 1.1.-30.6.2020 | Anpassungen gemäß IAS 8 | angepasster
Konzernzwischenabschluss
1.1.-30.6.2020 |
| Zinserträge | 3 999 | - | 3 999 |
| Zinsaufwendungen | 1 402 | - | 1 402 |
| Zinsüberschuss | 2 597 | - | 2 597 |
| Dividendenerträge | 13 | - | 13 |
| Risikoergebnis | - 795 | - | - 795 |
| Provisionserträge | 1 972 | - | 1 972 |
| Provisionsaufwendungen | 303 | - | 303 |
| Provisionsüberschuss | 1 668 | - | 1 668 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | - 141 | - | - 141 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 64 | - | 64 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 15 | - | 15 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 5 | - | 5 |
| Sonstiges Ergebnis | - 97 | - | - 97 |
| Verwaltungsaufwendungen | 3 030 | - | 3 030 |
| Pflichtbeiträge | 374 | - | 374 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | - 74 | - | - 74 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 51 | 11 | 62 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen nach Steuern | - 125 | - 11 | - 136 |
| Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen nach Steuern | 50 | - | 50 |
| Konzernergebnis | - 75 | - 11 | - 86 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis | 21 | - | 21 |
| den
Commerzbank-Aktionären und den Investoren in
zusätzliche
Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis |
- 96 | - 11 | - 107 |
| Aktiva | Mio. € | veröffentlichter Konzernabschluss 31.12.2020 | Anpassungen gemäß IAS 8 | angepasster Konzernabschluss 31.12.2020 |
| Kassenbestand und Sichtguthaben | 75 603 | - | 75 603 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 292 420 | - 277 | 292 142 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 42 862 | - | 42 862 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | 28 677 | - | 28 677 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | 52 176 | - | 52 176 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | 1 752 | - | 1 752 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 1 878 | - | 1 878 |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen | 169 | - | 169 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1 420 | - | 1 420 |
| Sachanlagen | 3 208 | - | 3 208 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 13 | - | 13 |
| Zur
Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und
Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen |
2 040 | - | 2 040 |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 130 | - | 130 |
| Latente Ertragsteueransprüche | 2 693 | - | 2 693 |
| Sonstige Aktiva | 1 877 | - 26 | 1 851 |
| Gesamt | 506 916 | - 303 | 506 613 |
| Passiva | Mio. € | veröffentlichter Konzernabschluss 31.12.2020 | Anpassungen gemäß IAS 8 | angepasster Konzernabschluss 31.12.2020 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 397 725 | - | 397 725 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | 20 104 | - | 20 104 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | 42 843 | - | 42 843 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | 1 412 | - | 1 412 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten | 5 893 | - | 5 893 |
| Rückstellungen | 3 396 | - 277 | 3 119 |
| Tatsächliche Ertragsteuerschulden | 448 | - | 448 |
| Latente Ertragsteuerschulden | 10 | - | 10 |
| Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | 2 051 | - | 2 051 |
| Sonstige Passiva | 4 434 | - | 4 434 |
| Eigenkapital | 28 600 | - 26 | 28 574 |
| Gezeichnetes Kapital | 1 252 | - | 1 252 |
| Kapitalrücklage | 11 484 | - | 11 484 |
| Gewinnrücklagen | 12 602 | - 26 | 12 576 |
| Andere Rücklagen (mit Recycling) | - 476 | - | - 476 |
| Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital | 24 862 | - 26 | 24 836 |
| Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile | 2 619 | 2 619 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 1 119 | - | 1 119 |
| Gesamt | 506 916 | - 303 | 506 613 |
Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung
sind nach dem Ende des Berichtszeitraums nicht aufgetreten.
Die Corona-Pandemie hat im ersten Halbjahr 2021 sowie im
Vorjahr die deutsche Wirtschaft sowie die gesamte
Weltwirtschaft stark beeinflusst und hat somit auch
Auswirkungen auf den Zwischenabschluss des Commerzbank
Konzerns. In verschiedenen Arbeitsgruppen und Projekten
wurden die Auswirkungen der Pandemie für die
verschiedenen Bereiche des Commerzbank Konzerns
geprüft und entsprechende Maßnahmen beschlossen.
Neben den Ausführungen im Zwischenlagebericht (siehe
Seite 8 ff.) finden sich Beschreibungen zu den aktuellen
Auswirkungen der Pandemie im Wesentlichen in unserer Note
Kreditrisiken und Kreditverluste (siehe Note 27), sowie in
der Note Eigenkapitalveränderungsrechnung, weitere
Ausführungen sind in den Notes 9, 27 und 28 zu finden.
Das Verfahren zur Ermittlung des
Diskontierungszinssatzes für Pensionsverpflichtungen
im europäischen Währungsraum wurde zum 31.
März 2021 angepasst. Die Auswahl AA-bewerteter
Unternehmensanleihen wurde modifiziert. Ferner
berücksichtigt das angepasste Verfahren im Rahmen der
Extrapolation auch AA-bewertete Anleihen der
öffentlichen Hand. Grund hierfür war die
geringfügige Anzahl repräsentativer langfristiger
Renditen. Der so ermittelte Diskontierungszinssatz belief
sich zum Umstellungszeitpunkt auf 1,30%. Unter Beibehaltung
des ursprünglichen Verfahrens hätte der
Diskontierungszinssatz zum 31. März 2021 1,00%
betragen. Die Umstellung hat zu einem um rund 450 Millionen
Euro geringeren Barwert der Pensionsverpflichtung
geführt. Zum 30. Juni 2021 beläuft sich der
Diskontierungszinssatz auf 1,30% für das Inland.
Für Erläuterungen zur Änderung der
Bilanzierungsmethode zu Rückstellungen bei
Darlehensverträgen in Schweizer Franken (CHF) mit
Indexklauseln verweisen wir auf Note 38 und Note 3.
Die Bank hat die für die Stufenzuordnung unter IFRS
9 maßgeblichen Kriterien zum 31. März 2021
dahingehend angepasst, dass zukünftig das Wahlrecht
für die Zuordnung von Geschäften mit einem
geringen Ausfallrisiko zu Stage 1 (Low Credit Risk
Exemption) grundsätzlich nur für Wertpapiere
angewendet wird. Die Umsetzung führte zu einer
Erhöhung der Risikovorsorge in Höhe von 23 Mio.
Euro.
Bei einer als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss
einbezogenen Gesellschaft wurde zum 30. Juni 2021 eine
Schätzungsänderung für die Stagezuordnung im
Spezialfinanzierungsportfolio vorgenommen, woraus eine
Erhöhung der Risikovorsorge von 22 Mio. Euro
resultiert.
Davon abgesehen und mit Ausnahme der in Note 2
beschriebenen Änderungen wenden wir in diesem
Zwischenabschluss die gleichen Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2020 an (vergleiche Geschäftsbericht 2020
Seite 178 ff.).
Im ersten Halbjahr 2021 sind keine wesentlichen
Gesellschaften neu in den Konsolidierungskreis einbezogen
worden. Ebenfalls wurden keine Gesellschaften von
wesentlicher Bedeutung veräußert, liquidiert
oder aufgrund sonstiger Gründe nicht mehr
konsolidiert.
Am 5. Mai 2020 hat die Hauptversammlung der comdirect
bank Aktiengesellschaft den "umwandlungsrechtlichen
Squeeze-out" beschlossen. Durch diesen erhielten die
bisherigen Aktionäre der comdirect eine angemessene
Barabfindung für ihre Aktien. Am 2. November 2020
erfolgte die Eintragung in das Handelsregister. Die
comdirect ging damit grundsätzlich als eigene
Organisation in die Commerzbank über.
In diesem Posten werden die gesamten Zinserträge
und Zinsaufwendungen sowie zinsähnliche Erträge
und Aufwendungen ausgewiesen, sofern diese nicht aus dem
Held-for-Trading-Bestand resultieren.
Zinserträge sind alle aus dem originären
Bankgeschäft oder bankähnlichen Geschäften
resultierenden Zinserträge, die primär aus
Kapitalüberlassungen resultieren.
Zu den Zinsaufwendungen gehören, analog der
Zinserträge, alle Zinsaufwendungen,
einschließlich effektivzinsgerechter Auflösungen
von (Dis-)Agien oder sonstiger Beträge, sowie
zinsähnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem
gewöhnlichen Bankgeschäft.
In den Sonstigen Zinsaufwendungen ist der Saldo aus
Zinserträgen und Zinsaufwendungen aus Hedge Accounting
enthalten.
| Mio. € | 1.1-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 | Veränd. in % |
| Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet | 2 977 | 3 509 | -15,2 |
| Zinserträge - Amortised Cost | 2 801 | 3 323 | -15,7 |
| Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft | 2 434 | 2 924 | -16,7 |
| Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft | 367 | 399 | -8,0 |
| Zinserträge - Fair Value OCI | 106 | 130 | -18,5 |
| Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft | 3 | 6 | -40,9 |
| Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft | 102 | 124 | -17,4 |
| Vorfälligkeitsentschädigung | 71 | 57 | 24,0 |
| Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet | 641 | 490 | 30,7 |
| Zinserträge - Mandatorily Fair Value P&L | 67 | 227 | -70,7 |
| Zinserträge aus dem Kredit- und Geldmarktgeschäft | 46 | 191 | -76,0 |
| Zinserträge aus dem Wertpapiergeschäft | 20 | 35 | -42,2 |
| Positive Zinsen aus passivischen Finanzinstrumenten | 574 | 263 | . |
| Zinsaufwendungen | 1 191 | 1 402 | -15,0 |
| Zinsaufwendungen - Amortised Cost | 775 | 1 049 | -26,2 |
| Einlagen | 441 | 630 | -30,0 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 333 | 419 | -20,5 |
| Zinsaufwendungen - Fair Value Option | 55 | 183 | -69,8 |
| Einlagen | 27 | 166 | -83,8 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 28 | 16 | 72,8 |
| Negative Zinsen aus aktivischen Finanzinstrumenten | 303 | 156 | 93,9 |
| Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten | 8 | 10 | -21,4 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 50 | 4 | . |
| Gesamt | 2 427 | 2 597 | -6,6 |
In diesem Posten werden alle Dividenden aus Aktien und
ähnlichen Eigenkapitalinstrumenten - mit Ausnahme der
Dividenden aus Handelsbeständen - ausgewiesen.
Wir weisen hier außerdem das laufende Ergebnis aus
nicht konsolidierten Tochterunternehmen aus, das über
Ergebnis abführungsverträge vereinnahmt wird. Die
nicht konsolidierten Tochterunternehmen sind der Kategorie
Mandatorily Fair Value P&L zugeordnet.
| Mio. € | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 | Veränd. in % |
| Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten - Fair Value OCI | - | 1 | . |
| Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten - Mandatorily Fair Value P&L | 5 | 4 | 34,3 |
| Laufendes Ergebnis aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen | 2 | 9 | -75,4 |
| Gesamt | 7 | 13 | -46,5 |
Das Risikoergebnis beinhaltet erfolgswirksame
Risikovorsorgeveränderungen für bilanzielle und
außerbilanzielle Finanzinstrumente, auf die das
Impairmentmodell des IFRS 9 anzuwenden ist. Dies umfasst
auch Risikovorsorgeauflösungen bei bilanziellen
Abgängen aus planmäßigen
Rückzahlungen, Zuschreibungen und Eingänge auf
bereits abgeschriebene Forderungen sowie
Direktabschreibungen, die nicht Ergebnis einer
substanziellen Modifikation sind. Darüber hinaus sind
erfolgswirksame Risikovorsorgeänderungen für
bestimmte außerbilanzielle Geschäfte
berücksichtigt, die keine Finanzgarantien im Sinne des
IFRS 9 darstellen (bestimmte Avale, Akkreditive, siehe Note
39).
| Mio. € | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 | Veränd. in % |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | -220 | -759 | -71,0 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 8 | -11 | . |
| Finanzgarantien | -2 | -0 | . |
| Kreditzusagen und sonstige Gewährleistungen | -21 | -25 | -15,8 |
| Gesamt | -235 | -795 | -70,4 |
Informationen zur Organisation des Risikomanagements und
zu relevanten Kennzahlen sowie weitere Analysen und
Erläuterungen des erwarteten Kreditverlusts und zum
Top Level Adjustment können dem Zwischenlagebericht
dieses Zwischenberichts (siehe Seite 8 ff. und Note 27)
entnommen werden.
Im ersten Halbjahr 2020 waren im Risikoergebnis
Belastungen aufgrund der Corona-Pandemie in Höhe von -
315 Mio. Euro, davon - 154 Mio. Euro Top-Level-Adjustment
enthalten. Eine Zuführung zum TLA war im ersten
Halbjahr 2021 nicht erforderlich.
Im Provisionsüberschuss weisen wir die anfallenden
Erträge und Aufwendungen für die Inanspruchnahme
von Dienstleistungen aus. Diese Beträge werden dadurch
erzielt, dass Kunden betriebstechnische Einrichtungen,
besondere Geschäftsverbindungen oder die
Kreditwürdigkeit zur Verfügung gestellt werden,
ohne dass sich der aktivierte Bestand der
bankgeschäftlichen Forderungen verändert.
Dies gilt zudem für Provisionen im Zusammenhang mit
der Veräußerung von Devisen, Sorten und
Edelmetallen, wenn es sich dabei um Dienstleistungs- und
nicht um Eigenhandelsgeschäfte handelt. Gleiches gilt
umgekehrt bei der Inanspruchnahme fremder Dienstleistungen
durch die Bank.
| Mio. € | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 | Veränd. in % |
| Provisionserträge | 2 121 | 1 972 | 7,6 |
| Wertpapiergeschäft | 726 | 650 | 11,7 |
| Vermögensverwaltung | 173 | 170 | 1,8 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 702 | 680 | 3,3 |
| Bürgschaften | 120 | 116 | 3,9 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 120 | 136 | - 11,6 |
| Vermittlungsgeschäft | 93 | 81 | 14,3 |
| Treuhandgeschäfte | 23 | 7 | . |
| Übrige Erträge | 164 | 132 | 24,5 |
| Provisionsaufwendungen | 318 | 303 | 4,9 |
| Wertpapiergeschäft | 84 | 78 | 8,0 |
| Vermögensverwaltung | 17 | 17 | - 1,1 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 75 | 76 | - 2,1 |
| Bürgschaften | 29 | 13 | . |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 0 | 0 | - 55,0 |
| Vermittlungsgeschäft | 65 | 76 | - 15,0 |
| Treuhandgeschäfte | 17 | 3 | . |
| Übrige Aufwendungen | 32 | 39 | - 18,8 |
| Provisionsüberschuss | 1 803 | 1 668 | 8,1 |
| Wertpapiergeschäft | 642 | 572 | 12,2 |
| Vermögensverwaltung | 156 | 153 | 2,1 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 628 | 603 | 4,0 |
| Bürgschaften | 91 | 103 | - 10,9 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 120 | 136 | - 11,5 |
| Vermittlungsgeschäft | 28 | 5 | . |
| Treuhandgeschäfte | 6 | 4 | 39,7 |
| Übrige Erträge | 132 | 93 | 42,7 |
| Gesamt | 1 803 | 1 668 | 8,1 |
Die Aufteilung der Provisionserträge nach Art der
Dienstleistung und Segmenten auf Grundlage des IFRS 15
stellt sich wie folgt dar:
| 1.1.-30.6.2021
Mio. € |
Privat- und Unternehmerkunden | Firmenkunden | Sonstige und Konsolidierung | Konzern |
| Wertpapiergeschäft | 715 | 22 | - 11 | 726 |
| Vermögensverwaltung | 171 | 2 | 0 | 173 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 317 | 392 | - 7 | 702 |
| Bürgschaften | 14 | 108 | - 1 | 120 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 1 | 119 | 0 | 120 |
| Vermittlungsgeschäft | 90 | 20 | - 17 | 93 |
| Treuhandgeschäfte | 19 | 4 | 0 | 23 |
| Übrige Erträge | 137 | 52 | - 26 | 164 |
| Gesamt | 1 464 | 719 | - 61 | 2 121 |
| 1.1.-30.6.2020
Mio. € |
Privat- und Unternehmerkunden | Firmenkunden | Sonstige und Konsolidierung | Konzern |
| Wertpapiergeschäft | 639 | 23 | - 12 | 650 |
| Vermögensverwaltung | 168 | 2 | 0 | 170 |
| Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft | 314 | 373 | - 7 | 680 |
| Bürgschaften | 13 | 103 | - 1 | 116 |
| Ergebnis aus Syndizierungen | 1 | 135 | 0 | 136 |
| Vermittlungsgeschäft | 81 | 35 | - 35 | 81 |
| Treuhandgeschäfte | 6 | 2 | 0 | 7 |
| Übrige Erträge | 110 | 32 | - 11 | 132 |
| Gesamt | 1 331 | 705 | - 65 | 1 972 |
In diesem Posten weisen wir die Ergebnisse aus allen
erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus. Dies
beinhaltet das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der
Kategorie Held for Trading, das Ergebnis aus
Finanzinstrumenten der Kategorie Mandatorily Fair Value
P&L sowie das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der
Kategorie Fair Value Option.
Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie Held
for Trading bildet den Handelserfolg der Bank ab und wird
als Saldo aus Aufwendungen und Erträgen gezeigt.
Dementsprechend fließen in diese Position ein:
| ― |
Zinserträge inklusive erhaltene Dividenden sowie Zinsaufwendungen aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten, |
| ― |
realisierte Kursgewinne und -verluste aus dem Verkauf von zu Handelszwecken gehaltenen Wertpapieren, Forderungen, Devisen- und Edelmetallbeständen, |
| ― |
Bewertungsergebnis aus der Fair-Value-Bewertung, |
| ― |
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten, |
| ― |
Ergebnis aus Fair Value Adjustments (Credit Valuation Adjustment/CVA, Debit Valuation Adjustment/DVA, Funding Valuation Adjustment/FVA) sowie |
| ― |
Provisionsaufwendungen und -erträge, die im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Veräußerung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten anfallen. |
Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten der Kategorie
Mandatorily Fair Value P&L und das Ergebnis aus
Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value Option
beinhaltet ausschließlich Bewertungs- und
Realisierungsergebnisse. Die Aufwendungen und Erträge
werden jeweils als Saldo dargestellt.
| Mio. € | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 | Veränd. in % |
| Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Held for Trading | 289 | -166 | . |
| Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Fair Value Option | 62 | -34 | . |
| Ergebnis aus Finanzinstrumenten - Mandatorily Fair Value P&L | 133 | 58 | . |
| Gesamt | 485 | -141 | . |
Das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
beinhaltet zum einen die Bewertungsergebnisse aus
effektiven Sicherungszusammenhängen im Rahmen des
Hedge Accountings (Fair Value Hedge).
Zum anderen enthält das Ergebnis aus
Sicherungszusammen hängen den ineffektiven Teil aus
effektiven Cashflow-Hedges.
| Mio. € | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 | Veränd. in % |
| Fair Value Hedges | |||
| Fair-Value-Änderungen aus Sicherungsinstrumenten | 945 | -1 563 | . |
| Micro Fair Value Hedges | 379 | -983 | . |
| Portfolio Fair Value Hedges | 566 | -580 | . |
| Fair-Value-Änderungen aus Grundgeschäften | -996 | 1 627 | . |
| Micro Fair Value Hedges | -425 | 1 065 | . |
| Portfolio Fair Value Hedges | -571 | 562 | . |
| Cashflow-Hedges | |||
| Ergebnis aus effektiv gesicherten Cashflow Hedges (nur ineffektiver Teil) | -0 | 0 | . |
| Net Investment Hedges | |||
| Ergebnis aus effektiv gesicherten Net Investment Hedges (nur ineffektiver Teil) | - | - | . |
| Gesamt | -52 | 64 | . |
In dieser Position weisen wir das
Veräußerungsergebnis finanzieller
Vermögenswerte der Kategorie Fair Value OCI sowie das
Ergebnis aus dem Rückkauf finanzieller
Verbindlichkeiten der Kategorie Amortised Cost aus.
Das Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen
Vermögenswerten der Kategorie Amortised Cost
beinhaltet Effekte aus nicht bonitätsinduzierten
Verkäufen von zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewerteten Finanzinstrumenten. Außerdem sind die
Ergebnisse aus Vertragsanpassungen enthalten, die im Rahmen
der Restrukturierung der Kreditverhältnisse mit Kunden
aufgrund der Verschlechterung der Bonität vereinbart
werden (substanzielle Modifikationen).
Die Differenz zwischen den fortgeführten
Anschaffungskosten und dem Marktwert des Finanziellen
Vermögenswertes der Kategorie Fair Value OCI (mit
Recycling) wird bis zur Veräußerung mit Ausnahme
von Wertminderungen (Impairments) erfolgsneutral in der
Neubewertungsrücklage und folglich nicht in der
Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Mit Abgang des
Vermögenswertes wird die aus verbrieften
Schuldinstrumenten resultierende Neubewertungsrücklage
ergebniswirksam aufgelöst.
Beim Abgang finanzieller Verbindlichkeiten der Kategorie
Amortised Cost ergibt sich das Realisierungsergebnis direkt
aus der Differenz aus Kaufpreis und fortgeführten
Anschaffungskosten.
Zudem werden in diesem Posten Ergebnisse aus
Schätzungsänderungen infolge geänderter
Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Cashflows
sowie Ergebnisse aus nicht substanziellen Modifikationen
von Finanzinstrumenten der Kategorie Amortised Cost
ausgewiesen.
| Mio. € | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 | Veränd. in % |
| Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 33 | 28 | 19,6 |
| Realisierungsergebnis finanzieller Vermögenswerte - Fair Value OCI (mit Recycling) | 41 | 17 | . |
| Realisierungsergebnis finanzieller Verbindlichkeiten - Amortised Cost | -5 | 11 | . |
| Ergebnis aus nicht substanziellen Modifikationen - Amortised Cost | -2 | -4 | -37,5 |
| Ergebnis aus nicht substanziellen Modifikationen - Fair Value OCI (mit Recycling) | - | - | . |
| Ergebnis aus Schätzungsänderungen - Amortised Cost | -0 | 4 | . |
| Ergebnis aus Schätzungsänderungen - Fair Value OCI (mit Recycling) | - | - | . |
| Ergebnis aus Abgängen von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) | -17 | -13 | 26,5 |
| Gewinne aus Abgängen von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) | 1 | 3 | -75,9 |
| Verluste aus Abgängen von Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) | 18 | 17 | 5,4 |
| Gesamt | 17 | 15 | 13,3 |
Im Commerzbank-Konzern werden Portfolios von insgesamt
298 Mrd. Euro (Vorjahr: 295 Mrd. Euro) mit
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Voraussetzung hierfür ist, dass die enthaltenen
Finanzinstrumente dem Business Model "Halten" zugeordnet
werden und dass keine SPPI-schädlichen Nebenabreden
vorliegen. Neben Rückzahlungen kann es aus diesen
Portfolios heraus auch zu Verkäufen von
Vermögenswerten kommen, ohne dass grundsätzlich
gegen dieses Business Model verstoßen wird. Dies gilt
insbesondere dann, wenn sich die Bonität des
Schuldners erheblich verschlechtert hat, beziehungsweise
der Vermögenswert nicht mehr den in den internen
Richtlinien geforderten Kriterien entspricht oder aber im
Rahmen von Portfolioumschichtungen der Verkauf kurz vor
Fälligkeit dieser Vermögenswerte erfolgt.
Das Abgangsergebnis aus dem Verkauf von
Finanzinstrumenten (AC-Portfolios) resultierte
hauptsächlich aus dem Verkauf von Schuldscheindarlehen
im Rahmen zulässiger Portfoliomaßnahmen und der
Rückzahlung von Krediten.
Die Commerzbank modifiziert teilweise
Vertragsbedingungen ausgerichteter Darlehen im Rahmen nicht
substanzieller Modifikationen, die nicht zu einer
Ausbuchung des bisherigen Finanzinstruments führen.
Das Ausfallrisiko dieser Vermögenswerte nach der
Änderung wird zum jeweiligen Bilanzstichtag bewertet
und mit dem Risiko bei ursprünglichem Ansatz
verglichen.
Im Sonstigen Ergebnis sind vor allem Zuführungen
und Auflösungen von Rückstellungen sowie
Aufwendungen und Erträge aus
Operating-Leasing-Verträgen enthalten.
Des Weiteren wird hier das Realisierungs- und
Bewertungsergebnis von assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen.
| Mio. € | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 1 | Veränd. in % |
| Wesentliche Sonstige Erträge | 215 | 250 | -14,0 |
| Auflösungen von Rückstellungen | 12 | 40 | -70,7 |
| Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen | 69 | 77 | -11,0 |
| Erträge aus Bau- und Architektenleistungen | 0 | 0 | -66,3 |
| Mietkauferträge und Zwischenmieterträge | 8 | 6 | 27,4 |
| Erträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 0 | 0 | -42,0 |
| Erträge aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | - | - | . |
| Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen | 1 | 1 | 57,6 |
| Erträge aus Wechselkursveränderungen | 86 | 42 | . |
| Übrige sonstige Erträge | 39 | 83 | -53,1 |
| Wesentliche Sonstige Aufwendungen | 530 | 328 | 61,7 |
| Zuführungen zu Rückstellungen | 170 | 98 | 73,8 |
| Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen | 53 | 63 | -16,5 |
| Aufwendungen aus Bau- und Architektenleistungen | - | - | . |
| Mietkaufaufwendungen und Zwischenmietaufwendungen | 1 | 3 | -64,3 |
| Aufwendungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 0 | 0 | -8,0 |
| Aufwendungen aus als Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | - | - | . |
| Aufwendungen aus der Veräußerung von Sachanlagen | 1 | 1 | -38,3 |
| Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen | 79 | 75 | 6,2 |
| Übrige sonstige Aufwendungen | 226 | 88 | . |
| Sonstige Steuern (saldiert) | -20 | -21 | -2,4 |
| Realisierungs- und Bewertungsergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (saldiert) | - | 2 | . |
| Sonstiges Ergebnis | -335 | -97 | . |
Im sonstigen Ergebnis ist der Aufwand aus der
Zuführung zu den Rückstellungen für das BGH
Urteil zu Preismaßnahmen von 66 Mio. Euro, für
die Beendigung des Auslagerungsprojekts und für
mögliche Steuerrückzahlungsverpflichtungen
enthalten.
| Personalaufwendungen | Mio. € | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 | Veränd. in % |
| Löhne und Gehälter | 1 566 | 1 604 | -2,3 |
| Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 150 | 116 | 28,7 |
| Gesamt | 1 716 | 1 720 | -0,2 |
| Sachaufwendungen | Mio. € | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 | Veränd. in % |
| Raumaufwendungen | 122 | 119 | 2,2 |
| IT-Aufwendungen | 293 | 282 | 4,0 |
| Arbeitsplatz- und Informationsaufwendungen | 113 | 116 | -2,5 |
| Beratungs-, Prüfungs- und gesellschaftsrechtliche Aufwendungen | 106 | 111 | -4,3 |
| Reise-, Repräsentations- und Werbungskosten | 65 | 85 | -22,9 |
| Personalinduzierte Sachaufwendungen | 35 | 41 | -15,3 |
| Übrige Sachaufwendungen | 79 | 83 | -3,9 |
| Gesamt | 814 | 837 | -2,7 |
| Abschreibungen | Mio. € | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 | Veränd. in % |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 52 | 54 | -2,6 |
| Grundstücke, Gebäude und übrige Sachanlagen | 5 | 6 | -9,8 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 420 | 240 | 75,1 |
| Nutzungsrechte | 166 | 174 | -4,6 |
| Gesamt | 643 | 473 | 35,9 |
Im aktuellen Geschäftsjahr ist in den
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte eine
Ausbuchung von Vermögenswerten in Höhe von 200
Mio. Euro enthalten. Der Grund für die Ausbuchung ist
die Entscheidung der Commerzbank das Projekt zur
Auslagerung der Wertpapierabwicklung an die HSBC
Transaction Services GmbH zu beenden.
| Mio. € | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 | Veränd. in % |
| Einlagensicherungsfonds | 92 | 73 | 26,0 |
| Polnische Bankensteuer | 63 | 60 | 6,0 |
| Europäische Bankenabgabe | 220 | 241 | -8,7 |
| Gesamt | 375 | 374 | 0,4 |
| Mio. € | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 | Veränd. in % |
| Aufwendungen für eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen | 976 | - | . |
| Gesamt | 976 | - | . |
Die Restrukturierungsaufwendungen resultieren im
Wesentlichen aus der Bildung von
Restrukturierungsrückstellung für
Personalmaßnahmen im In- und Ausland. Der Vorstand
hat im ersten Quartal mit dem Gesamtbetriebsrat die
Umsetzung eines vorgezogenen Freiwilligenprogramms für
den Abbau von rund 1 700 Vollzeitstellen in der AG Inland
vereinbart. Des Weiteren wurde ein Freiwilligenprogramm
für den Abbau von Führungspositionen beschlossen.
Anfang Mai 2021 hat sich die Bank mit den
Arbeitnehmergremien auf einen Rahmeninteressenausgleich zur
Umsetzung der Strategie 2024 und einen Rahmensozialplan
geeinigt, der die Grundlage für einen möglichst
sozialverträglichen Stellenabbau im Inland bildet.
Zusätzlich wurden in der Berichtsperiode diverse
Restrukturierungsmaßnahmen im Ausland
angekündigt.
Zum 30. Juni 2021 belief sich der Konzernsteueraufwand
auf - 43 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 62 Mio. Euro). Unter
Berücksichtigung des Ergebnisses vor Steuern von - 406
Mio. Euro (Vorjahr: - 74 Mio. Euro; Anpassung Vorjahr
aufgrund von Restatements, siehe Note 3) ergab sich eine
Konzernsteuerquote von 10,5 % (Vorjahr: - 83,8%)
(Konzernertragsteuersatz: 31,5 %, Vorjahr: 31.5 %). Der
Konzernsteuerertrag in 2021 resultiert im
Wesentlichen aus Steuererträgen aus der
Nachaktivierung latenter Steuerforderungen auf
Verlustvorträge. Gegenläufig ergaben sich unter
anderem laufende Steueraufwendungen des mBank-Teilkonzerns
für die Berichtsperiode sowie aperiodische
Steueraufwendungen, die sich aus der zusätzlichen
Bildung von Rückstellungen für Steuerrisiken
ergeben.
| € | 30.6.2021 | 30.06.2020 1 | Veränd. in % |
| Operatives Ergebnis (Mio. €) | 570 | -74 | . |
| Den
Commerzbank-Aktionären und den Investoren in
zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis (Mio. €) |
-394 | -107 | . |
| Ausschüttungen zusätzliche Eigenkapitalbestandteile (Mio.€) | 140 | 48 | . |
| Den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis (Mio. €) | -533 | -156 | . |
| Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Stammaktien (Stück) | 1 252 357 634 | 1 252 357 634 | |
| Operatives Ergebnis je Aktie (€) | 0,46 | - 0,06 | . |
| Ergebnis je Aktie (€) | - 0,43 | - 0,12 | . |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements
(siehe Note 3).
Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf
dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren
Konzernergebnis und wird als Quotient aus dem
Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der
während des Geschäftsjahres in Umlauf
befindlichen Aktienzahl ermittelt. Im laufenden
Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- und
Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je
Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch. Die
Zusammensetzung des Operativen Ergebnis ist in der
Segmentberichterstattung (siehe Note 40) definiert.
Wenn die vertraglich vereinbarten Cashflows eines
finanziellen Vermögenswertes lediglich Zins- und
Tilgungsleistungen darstellen (also SPPI-konform sind) und
dieser dem Business Model "Halten" zugeordnet wurde,
erfolgt die Bewertung zu fortgeführten
Anschaffungskosten. Der Buchwert dieser Finanzinstrumente
wird um etwaige Risikovorsorge gekürzt (siehe Note 27
Kreditrisiken und Kreditverluste).
Zinszahlungen für diese Finanzinstrumente werden
effektivzinsgerecht im Zinsüberschuss vereinnahmt.
| Mio. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 1 | Veränd. in % |
| Darlehen und Forderungen | 261 668 | 258178 | 1,4 |
| Zentralnotenbanken | 1 684 | 1 707 | -1,3 |
| Kreditinstitute | 18 343 | 21 097 | -13,1 |
| Firmenkunden | 89 749 | 88 195 | 1,8 |
| Privatkunden | 122 093 | 117 629 | 3,8 |
| Finanzdienstleister | 12 825 | 12 991 | -1,3 |
| Öffentliche Haushalte | 16 972 | 16 560 | 2,5 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 33 202 | 33 964 | -2,2 |
| Kreditinstitute | 2 781 | 2 688 | 3,5 |
| Firmenkunden | 6 199 | 6 511 | -4,8 |
| Finanzdienstleister | 5 851 | 5 362 | 9,1 |
| Öffentliche Haushalte | 18 371 | 19 403 | -5,3 |
| Gesamt | 294 870 | 292 142 | 0,9 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements
(siehe Note 3).
Für ein Portfolio von britischen
Körperschaften emittierten Schuldscheindarlehen mit
einem Buchwert von 2,8 Mrd. Euro wurde zum 1. Januar 2019
eine Änderung des Business Models vorgenommen. Im
Rahmen der Schließung des Segments Asset &
Capital Recovery (Abbauportfolio) wurde dieses Portfolio
innerhalb des Bereichs Treasury gebündelt und durch
das Investment Office gesteuert. Die Vertriebs- und
Verkaufsaktivitäten für dieses Portfolio wurden
eingestellt. Künftige Verkäufe für dieses
Portfolio sind seit dem 1. Januar 2019 nur noch bei
signifikanter Bonitätsverschlechterung zulässig.
Die Steuerung des Portfolios und Vergütung des
Managements erfolgt nicht mehr auf Fair Value Basis.
Für dieses Portfolio besteht das Ziel darin,
vertraglich vereinbarte Cashflows zu erzielen. Die
vertraglich vereinbarten Cashflows stellen
ausschließlich Zins- und Tilgungsleistungen im Sinne
des IFRS 9 dar.
Die Änderung des Business Models führte zu
einer Reklassifizierung aus der Bewertungskategorie mFVPL
in die Bewertungskategorie Amortised Cost. Der effektive
Zinssatz, der zum Zeitpunkt der Reklassifizierung ermittelt
wurde, lag bei 2,8%. Für die ersten sechs Monate des
Geschäftsjahres 2021 betragen die Zinserträge
für das reklassifizierte Portfolio 44 Mio. Euro
(Vorjahreszeitraum: 44 Mio. Euro). Zinsaufwendungen sind
weder in den ersten zwei Quartalen 2021 noch im
Vorjahreszeitraum angefallen.
Zum Stichtag 30. Juni 2021 lag der Fair Value dieses
Portfolios bei 3,1 Mrd. Euro (Vorjahr 3,1 Mrd. Euro).
Wäre das Portfolio in der Bewertungskategorie mFVPL
geblieben, wäre die Fair Value Änderung seit
Jahresbeginn und gegenläufig die Wertänderungen
der zur Absicherung des Portfolios vorhandenen Derivate
ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlust-Rechnung im
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
erfasst worden. Daraus hätte sich ein Ergebnis von
saldiert - 110 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: - 541 Mio.
Euro) ergeben, das hauptsächlich aus Credit Spread
Effekten resultiert hätte. Seit dem Zeitpunkt der
Reklassifizierung ist dieses Portfolio im Portfolio Fair
Value Hedge Accounting der Commerzbank designiert.
Finanzielle Verbindlichkeiten sind im Rahmen der
Folgebewertung grundsätzlich zu fortgeführten
Anschaffungskosten zu bewerten.
In den Einlagen sind im Wesentlichen täglich
fällige Gelder, Termineinlagen und Spareinlagen
enthalten.
In den sonstigen emittierten Schuldtiteln weisen wir
auch nachrangige verbriefte und unverbriefte Emissionen
aus, die im Falle einer Insolvenz oder Liquidation erst
nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger
zurückgezahlt werden.
| Mio. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 | Veränd. in % |
| Einlagen | 386 804 | 355 745 | 8,7 |
| Zentralnotenbanken | 41 380 | 36 232 | 14,2 |
| Kreditinstitute | 47 577 | 38 408 | 23,9 |
| Firmenkunden | 105 267 | 95 664 | 10,0 |
| Privatkunden | 153 947 | 152 064 | 1,2 |
| Finanzdienstleister | 31 037 | 26 170 | 18,6 |
| Öffentliche Haushalte | 7 597 | 7 206 | 5,4 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 38 891 | 41 980 | -7,4 |
| Geldmarktpapiere | 211 | 1 155 | -81,7 |
| Pfandbriefe | 17 603 | 18 599 | -5,4 |
| Sonstige emittierte Schuldtitel | 21 077 | 22 226 | -5,2 |
| Gesamt | 425 695 | 397 725 | 7,0 |
Die Commerzbank hat im ersten Halbjahr 2020 an der
dritten Reihe gezielter längerfristiger
Refinanzierungsgeschäfte der EZB (TLTRO III) mit einem
Höchstbetrag von 32,3 Mrd. Euro teilgenommen, Durch
eine Anhebung des Höchstbetrages im ersten Quartal
2021 konnte die Commerzbank mit einer weiteren Tranche
(TLTRO III.7) über 3,6 Mrd. Euro teilnehmen Die
Verzinsung hängt von der Entwicklung des
Kreditvolumens in einem Benchmark Portfolio ab, das bei
günstiger Entwicklung zu einer Zinsvergünstigung
führt. Ein Teil der Zinsvergünstigung war bereits
mit Einbuchung hinreichend sicher und wurde als Government
Grant nach IAS 20 verbucht und die Verbindlichkeitsposition
entsprechend in Höhe von 164 Mio. Euro (TLTRO III.4)
beziehungsweise 5 Mio. Euro (TLTRO III.7) gekürzt.
Ende des ersten Quartals 2021 wurde der Schwellenwert zur
Entwicklung des Benchmark Portfolios erreicht. Die daraus
resultierende zusätzliche Zinsvergünstigung
führte wiederum zur Kürzung der
Verbindlichkeitsposition und Buchung eines Government
Grants von 494 Mio. Euro (TLTRO III.4) und 55 Mio. Euro
(TLTRO III.7) Die Vereinnahmung des Grants erfolgt
grundsätzlich ratierlich im Zinsergebnis. Mit
Erfassung der zusätzlichen Zinsvergünstigung
wurde ein Einmaleffekt von 126 Mio. Euro im Zinsergebnis
erfasst. Insgesamt wurden bisher im Geschäftsjahr 2021
254 Mio. Euro im Zinsergebnis erfasst.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2021 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 0,8 Mrd.
Euro (Vorjahreszeitraum 4,5 Mrd. Euro) begeben. Im gleichen
Zeitraum belief sich das Volumen fälliger Emissionen
auf 3,5 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum 2,6 Mrd. Euro) es
lagen keine Rückzahlungen im aktuellen
Geschäftsjahr vor (Vorjahreszeitraum 0,2 Mrd. Euro).
Die Bewertung zum Fair Value mit Erfassung der
Wertschwankung im Eigenkapital mit Recycling (FVOCI mit
Recycling) ist vorzunehmen, wenn das Finanzinstrument einem
Portfolio mit dem Business Model "Halten & Verkaufen"
zugeordnet wird und zusätzlich die vertraglich
vereinbarten Cashflows lediglich Zins- und
Tilgungsleistungen darstellen, und damit SPPI-konform sind.
Die Änderungen des Fair Values werden
erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage (OCI)
erfasst, mit Ausnahme von Impairments, die in der
Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Die Bildung der
Risikovorsorge wird in Note 27 "Kreditrisiken und
Kreditverluste" dargestellt. Bei Abgang des
Finanzinstruments werden die bislang erfolgsneutral
erfassten kumulierten Gewinne oder Verluste vom OCI in die
Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert (sogenanntes
Recycling) und im Übrigen Ergebnis aus
Finanzinstrumenten ausgewiesen. Zinserträge aus diesen
finanziellen Vermögenswerten werden
effektivzinsgerecht im Zinsüberschuss vereinnahmt.
Darüber hinaus beinhalten die Finanziellen
Vermögenswerte - Fair Value OCI auch
Eigenkapitalinstrumente, für die wir die Option zur
erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne Recycling
gewählt haben, wenn diese die Definition von
Eigenkapital gemäß IAS 32 erfüllen und
nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Eine solche
Klassifizierung wird je Finanzinstrument freiwillig und
unwiderruflich festgelegt. Jegliche Gewinne oder Verluste
aus diesen Eigenkapitalinstrumenten werden niemals in die
Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern bei Abgang in die
Gewinnrücklage umgebucht (ohne Recycling). Diese
Eigenkapitalinstrumente unterliegen keiner
Impairmentprüfung. Daraus resultierende
Dividendenzahlungen werden als Dividendenerträge in
der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, sofern sie keine
Substanzausschüttungen darstellen.
| Mio. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 | Veränd. in % |
| Darlehen und Forderungen (mit Recycling) | 449 | 787 | -43,0 |
| Zentralnotenbanken | - | - | . |
| Kreditinstitute | 131 | 132 | -0,7 |
| Firmenkunden | 92 | 366 | -74,9 |
| Privatkunden | - | - | . |
| Finanzdienstleister | 47 | 76 | -38,9 |
| Öffentliche Haushalte | 180 | 214 | -15,9 |
| Verbriefte Schuldinstrumente (mit Recycling) | 40 918 | 42 074 | -2,7 |
| Kreditinstitute | 15 191 | 15 025 | 1,1 |
| Firmenkunden | 2 510 | 1 713 | 46,5 |
| Finanzdienstleister | 7 719 | 7 259 | 6,3 |
| Öffentliche Haushalte | 15 499 | 18 077 | -14,3 |
| Eigenkapitalinstrumente (ohne Recycling) | - | - | . |
| Firmenkunden | - | - | . |
| Finanzdienstleister | - | - | . |
| Gesamt | 41 366 | 42 862 | -3,5 |
Zum 30. Juni 2021 liegen, analog zum Vorjahr, keine
Aktienbestände vor. Aus den bereits
veräußerten Aktienbeständen wurden im
Vorjahreszeitraum nachträglich Dividendenzahlungen von
1 Mio. Euro im Dividendenergebnis erfolgswirksam
vereinnahmt.
Des Weiteren wurden im Vorjahr durch Verkäufe aus
einem Portfolio europäischer Standardaktien (Blue
Chips) von 1 Mio. Euro erfolgsneutral in den
Gewinnrücklagen erfasst.
Entsprechend den Regelungen des IFRS 9 können bei
Vorliegen eines Accounting Mismatchs auf der Passivseite
auch die Steuerung finanzieller Verbindlichkeiten auf
Fair-Value-Basis sowie das Vorliegen trennungspflichtiger
eingebetteter Derivate Voraussetzung für die Anwendung
sein.
Wird die Fair Value Option für finanzielle
Verbindlichkeiten oder für hybride Verträge
angewendet, werden die Fair-Value-Änderungen, die sich
aus den Schwankungen des eigenen Bonitätsrisikos (Own
Credit Spread) ergeben, nicht erfolgswirksam in der
Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern erfolgsneutral (ohne
Recycling) im Eigenkapital erfasst.
| Mio. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 | Veränd. in % |
| Einlagen | 33 531 | 18 015 | 86,1 |
| Zentralnotenbanken | 2 683 | 769 | . |
| Kreditinstitute | 10 461 | 5 150 | . |
| Firmenkunden | 930 | 909 | 2,3 |
| Privatkunden | 106 | 127 | -16,3 |
| Finanzdienstleister | 19 214 | 10 859 | 76,9 |
| Öffentliche Haushalte | 137 | 202 | -32,2 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 2 157 | 2 089 | 3,3 |
| Sonstige emittierte Schuldtitel | 2 157 | 2 089 | 3,3 |
| Gesamt | 35 688 | 20 104 | 77,5 |
Für Verbindlichkeiten, für die die Fair Value
Option angewendet wurde, betrug die in den ersten sechs
Monaten des Geschäftsjahres 2021 eingetretene
kreditrisikobedingte Änderung der Fair Values 41 Mio.
Euro (Vorjahreszeitraum: - 101 Mio. Euro). Kumuliert belief
sich die Veränderung auf 119 Mio. Euro
(Vorjahreszeitraum: - 88 Mio. Euro).
Durch Abgänge finanzieller Verbindlichkeiten,
für die die Fair Value Option angewendet wurde, wurde
ein Betrag von 0 Mio. Euro erfolgsneutral in der
Gewinnrücklage erfasst. Im Vorjahr wurden keine
erfolgsneutralen Umgliederungen in die Gewinnrücklagen
vorgenommen.
In den begebenen Schuldverschreibungen ist die Emission
eines Green Bonds der Commerzbank mit einem
Emissionsvolumen von 500 Mio. Euro enthalten. Diese wurde
im September 2020 emittiert. Die kündbare nicht
bevorrechtigte nicht-nachrangige Schuldverschreibung
(Callable Non-Preferred Senior Bond) hat einen
Festzins-Zeitraum bis März 2025 mit einem festen Kupon
von 0,75%. Im Anschluss findet ein variabler Kupon
Anwendung. Mit dem Erlös finanziert die Bank Projekte
im Bereich der erneuerbaren Energien.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2021 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 0,1 Mrd.
Euro begeben (Vorjahreszeitraum: 2,2 Mrd. Euro). Ein
nennenswertes Volumen fälliger Emissionen sowie
Rückzahlungen gab es in diesem Zeitraum sowie im
Vorjahreszeitraum nicht.
In diesem Posten weisen wir Finanzinstrumente aus, die
dem residualen Business Model zugeordnet sind und nicht im
Posten Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading
ausgewiesen werden. Außerdem sind hier Geschäfte
enthalten, die den Business Models "Halten" und "Halten
& Verkaufen" zugeordnet und nicht SPPI-konform sind.
Beispiele dafür sind Fondsanteile, Genussrechte,
stille Einlagen sowie Vermögenswerte, die auf
Fair-Value-Basis gesteuert werden.
Unter Eigenkapitalinstrumenten sind ausschließlich
Verträge zu verstehen, die einen Residualanspruch an
den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug
aller dazugehörigen Schulden begründen, wie zum
Beispiel Aktien oder Anteile an anderen
Kapitalgesellschaften.
Eigenkapitalinstrumente sind nicht SPPI-konform, da aus
Sicht des Investors kein Anspruch auf Zins- und
Tilgungszahlungen besteht, und werden daher in der Regel
erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Eine Ausnahme davon
besteht für Eigenkapitalinstrumente, für die wir
die Option zur erfolgsneutralen Fair-Value-Bewertung ohne
Recycling gewählt haben (siehe Note 22).
| Mio. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 | Veränd. in % |
| Darlehen und Forderungen | 32 776 | 23 779 | 37,8 |
| Zentralnotenbanken | 6 205 | 3 902 | 59,0 |
| Kreditinstitute | 7 735 | 5 953 | 29,9 |
| Firmenkunden | 1 202 | 927 | 29,7 |
| Privatkunden | 105 | 119 | -12,0 |
| Finanzdienstleister | 17 528 | 12 878 | 36,1 |
| Öffentliche Haushalte | 0 | 1 | -87,5 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 4 911 | 4 192 | 17,1 |
| Kreditinstitute | 181 | 160 | 13,3 |
| Firmenkunden | 54 | 124 | -56,2 |
| Finanzdienstleister | 1 096 | 1 138 | -3,6 |
| Öffentliche Haushalte | 3 579 | 2 770 | 29,2 |
| Eigenkapitalinstrumente | 769 | 705 | 9,1 |
| Kreditinstitute | 9 | 9 | - |
| Firmenkunden | 629 | 542 | 16,0 |
| Finanzdienstleister | 130 | 153 | -14,7 |
| Gesamt | 38 456 | 28 677 | 34,1 |
In den finanziellen Vermögenswerten - Held for
Trading weisen wir zins- und eigenkapitalbezogene
Wertpapiere, Schuldscheindarlehen und sonstige Forderungen,
derivative Finanzinstrumente (Derivate, die nicht für
Hedge Accounting qualifizieren) sowie sonstige
Handelsbestände aus, die dem residualen Business Model
zuzuordnen sind und zu Handelszwecken gehalten werden.
Diese Finanzinstrumente dienen der Gewinnerzielung aus
kurzfristigen Schwankungen der Preise oder
Händlermargen.
Die Bewertung dieser finanziellen Vermögenswerte
wird unabhängig von der Produktart erfolgswirksam zum
Fair Value vorgenommen. Die Fair-Value-Änderungen des
jeweiligen Geschäfts werden damit erfolgswirksam in
der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen. Kann der Fair
Value keinem aktiven Markt entnommen werden, bewerten wir
die Bestände grundsätzlich anhand von
Vergleichspreisen, indikativer Preise von Preisagenturen
beziehungsweise anderen Kreditinstituten (Lead-Managern)
oder interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder
Optionspreismodellen).
Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie die
Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse aus
diesen Finanzinstrumenten werden in der
Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Ergebnis aus erfolgswirksam
zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten erfasst.
| Mio. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 | Veränd. in % |
| Darlehen und Forderungen | 2 221 | 2 263 | -1,8 |
| Kreditinstitute | 986 | 942 | 4,6 |
| Firmenkunden | 362 | 445 | -18,7 |
| Finanzdienstleister | 823 | 826 | -0,3 |
| Öffentliche Haushalte | 50 | 50 | -0,1 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 4 607 | 1 806 | . |
| Kreditinstitute | 584 | 184 | . |
| Firmenkunden | 587 | 459 | 28,0 |
| Finanzdienstleister | 873 | 448 | 94,8 |
| Öffentliche Haushalte | 2 563 | 716 | . |
| Eigenkapitalinstrumente | 2 159 | 1 059 | . |
| Kreditinstitute | 1 | 1 | -56,4 |
| Firmenkunden | 1 847 | 1 058 | 74,6 |
| Finanzdienstleister | 312 | 0 | . |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 37 504 | 45 524 | -17,6 |
| Zinsbezogene Produkte | 27 628 | 33 005 | -16,3 |
| Währungsbezogene Produkte | 6 454 | 9 865 | -34,6 |
| Aktienbezogene Derivate | 979 | 1 069 | -8,4 |
| Kreditbezogene Derivate | 274 | 269 | 1,7 |
| Übrige derivative Geschäfte | 2 169 | 1 315 | 64,9 |
| Sonstige Handelsbestände | 2 760 | 1 524 | 81,1 |
| Gesamt | 49 250 | 52 176 | -5,6 |
In diesem Posten werden derivative Finanzinstrumente
(Derivate, die nicht für Hedge Accounting
qualifizieren), eigene Emissionen des Handelsbuchs sowie
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen
ausgewiesen.
| Mio. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 | Veränd. in % |
| Zertifikate und andere Emissionen | 4 | 3 | 20,6 |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 1 433 | 412 | . |
| Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 33 710 | 42 429 | -20,5 |
| Zinsbezogene derivative Geschäfte | 24 901 | 32 650 | -23,7 |
| Währungsbezogene derivative Geschäfte | 5 995 | 8 340 | -28,1 |
| Aktienderivate | 374 | 414 | -9,8 |
| Kreditderivate | 479 | 430 | 11,5 |
| Übrige derivative Geschäfte | 1 961 | 596 | . |
| Gesamt | 35 146 | 42 843 | -18,0 |
Unter IFRS 9 werden Wertminderungen für
Kreditrisiken bei Kreditgeschäften und Wertpapieren,
die nicht erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind,
anhand eines 3-stufigen Modells auf Basis erwarteter
Kreditverluste erfasst. In den Anwendungsbereich dieses
Wertminderungsmodells fallen im Commerzbank-Konzern
folgende Finanzinstrumente:
| ― |
Finanzielle Vermögenswerte in Form von Darlehen und Forderungen sowie verbrieften Schuldinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Amortised Cost); |
| ― |
Finanzielle Vermögenswerte in Form von Darlehen und Forderungen sowie verbrieften Schuldinstrumenten, die erfolgsneutral zum Fair Value bewertet werden (FVOCI); |
| ― |
Forderungen aus Leasingverhältnissen; |
| ― |
Unwiderrufliche Kreditzusagen, die gemäß IFRS 9 nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden; |
| ― |
Finanzgarantien im Anwendungsbereich des IFRS 9, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden. |
Die Ermittlung der Wertminderungen erfolgt anhand eines
3-stufigen Modells nach folgenden Vorgaben:
In Stage 1 werden grundsätzlich alle
Finanzinstrumente erfasst, deren Risiko eines
Kreditausfalls (im Folgenden Ausfallrisiko) sich seit ihrem
erstmaligen Bilanzansatz nicht signifikant erhöht hat.
Darüber hinaus enthält Stage 1 sämtliche
Geschäfte, die am Berichtsstichtag ein geringes
Ausfallrisiko aufweisen, bei denen die Commerzbank von dem
Wahlrecht des IFRS 9 Gebrauch macht, auf die Beurteilung
einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos zu
verzichten. Dies sind grundsätzlich Wertpapiere, deren
internes Bonitätsrating am Berichtsstichtag im Bereich
des Investment Grade (entspricht Commerzbank-Rating 2,8
oder besser), liegt. Für Finanzinstrumente in Stage 1
ist eine Wertminderung in Höhe der erwarteten
Kreditverluste für die nächsten zwölf Monate
("12-month ECL") zu erfassen.
Stage 2 enthält diejenigen Finanzinstrumente, deren
Ausfallrisiko sich nach dem Zeitpunkt ihres erstmaligen
Bilanzansatzes signifikant erhöht hat und die zum
Berichtsstichtag nicht als Geschäfte mit geringem
Ausfallrisiko eingestuft werden. Neben der
geschäftsspezifischen PD-Entwicklung definiert die
Commerzbank weitere qualitative Kriterien, bei deren
Vorliegen eine signifikante Erhöhung des
Ausfallrisikos angenommen wird. Die Zuordnung zu Stage 2
erfolgt dann unabhängig von der individuellen
PD-Entwicklung. Die Erfassung von Wertminderungen erfolgt
in Stage 2 mit den erwarteten Kreditverlusten über die
gesamte Restlaufzeit des Finanzinstruments ("Lifetime
Expected Credit Loss" beziehungsweise "LECL").
Stage 3 werden Finanzinstrumente zugeordnet, die am
Berichtsstichtag als wertgemindert eingestuft werden. Als
Kriterium hierfür zieht die Commerzbank die Definition
für einen Kreditausfall (Default) gemäß
Artikel 178 CRR heran sowie die ergänzende
EBA-Leitlinie zur Anwendung der Ausfalldefinition
gemäß Artikel 178 der Verordnung (EU) Nr.
575/2013. Diese Vorgehensweise ist konsistent, da im Rahmen
der ECL-Ermittlung ebenfalls aus dem Baseler IRB-Ansatz
abgeleitete, statistische Risikoparameter verwendet werden,
die an die Anforderungen des IFRS 9 angepasst werden.
Für den Default eines Kunden können unter anderem
folgende Ereignisse ausschlaggebend sein: •
Überziehung größer 90 Tage
| ― |
Unwahrscheinlichkeit des Begleichens der Verbindlichkeiten (Unlikely-to-pay) |
| ― |
Sanierung / krisenbedingte Restrukturierung mit Zugeständnissen |
| ― |
Die Bank kündigt die Forderungen |
| ― |
Der Kunde ist in Insolvenz. |
Für ausgefallene Finanzinstrumente in Stage 3 ist
ebenfalls der LECL als Wertminderung zu erfassen. Bei der
Ermittlung des LECL wird hier grundsätzlich nach
signifikanten und nicht signifikanten Fällen
unterschieden. Für nicht signifikante Geschäfte
(Volumen bis 5 Mio. Euro) erfolgt die Ermittlung auf Basis
statistischer Risikoparameter. Für signifikante
Geschäfte (Volumen größer 5 Mio. Euro) wird
der LECL als Erwartungswert der Verluste aus individuellen
Expertenschätzungen der zukünftigen Cashflows
unter Berücksichtigung mehrerer möglicher
Szenarien und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten
ermittelt.
Finanzinstrumente, die bereits im Zeitpunkt ihres
erstmaligen Bilanzansatzes als wertgemindert im Sinne der
oben beschriebenen Definition einzustufen sind ("Purchased
or Originated Credit-Impaired", beziehungsweise "POCI")
werden außerhalb des 3-stufigen Wertminderungsmodells
behandelt und somit keiner der drei Stages zugeordnet. Der
Erstansatz erfolgt zum Fair Value ohne Erfassung einer
Wertminderung unter Anwendung eines
bonitätsadjustierten Effektivzinssatzes. In den
Folgeperioden entspricht die Wertminderung der kumulierten
Veränderung des LECL nach dem Bilanzzugang. Auch im
Falle einer Gesundung bleibt der LECL Maßstab
für die Bewertung.
Forderungen werden bilanzwirksam abgeschrieben, sobald
diese uneinbringlich sind. Die Uneinbringlichkeit kann sich
zum einen im Abwicklungsprozess aufgrund verschiedener
objektiver Kriterien herausstellen. Diese können
beispielsweise der Tod des Kreditnehmers ohne verwertbares
Nachlassvermögen oder ein abgeschlossenes
Insolvenzverfahren ohne weitere Aussicht auf Zahlungen
sein. Zum anderen werden Kredite spätestens 720 Tage
nach Fälligstellung grundsätzlich als (teilweise)
uneinbringlich betrachtet und im Rahmen bestehender
Risikovorsorge auf den noch erzielbaren
Rückzahlungsbetrag (teil-)abgeschrieben. Die
(Teil-)Abschreibung hat dabei keine unmittelbaren
Auswirkungen auf laufende Beitreibungsmaßnahmen.
Die Commerzbank verwendet grundsätzlich die
Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default; PD) als
Messgröße für die Beurteilung, ob sich das
Ausfallrisiko eines Finanzinstruments gegenüber dem
Zugangszeitpunkt signifikant erhöht hat. Durch die
Verankerung der Überprüfung des relativen
Transferkriteriums in den robusten Verfahren und Prozessen
des konzernweiten Kreditrisikomanagement Frameworks der
Bank (insbesondere Kreditrisikofrüherkennung,
Überziehungscontrolling und Re-Rating-Prozess) wird
sichergestellt, dass eine signifikante Erhöhung des
Ausfallrisikos zuverlässig und zeitnah nach objektiven
Kriterien erkannt wird. Darüber hinaus wendet die
Commerzbank für die Zuordnung zu Stage 2
zusätzliche qualitative Kriterien (unter anderem eine
Überziehung > 30 Tagen) an, bei deren Vorliegen
unabhängig von der PD ein signifikanter Anstieg des
Ausfallrisikos angenommen wird.
Die Überprüfung, ob am Berichtsstichtag eine
signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos
gegenüber dem Zugangszeitpunkt des betreffenden
Finanzinstruments vorliegt, erfolgt zum Berichtsstichtag
grundsätzlich durch einen Vergleich der beobachteten
Ausfallwahrscheinlichkeit über die Restlaufzeit des
Finanzinstruments ("Lifetime-PD") mit der im
Zugangszeitpunkt erwarteten Lifetime-PD über denselben
Zeitraum.
Ein Rücktransfer von Finanzinstrumenten aus Stage 2
nach Stage 1 wird vorgenommen, wenn am Berichtsstichtag das
Ausfallrisiko gegenüber dem Zugangszeitpunkt nicht
mehr signifikant erhöht ist.
Die Commerzbank ermittelt den ECL als
wahrscheinlichkeitsgewichteten, unverzerrten und
diskontierten Erwartungswert zukünftiger
Kreditausfälle grundsätzlich über die
gesamte Restlaufzeit des jeweiligen Finanzinstruments, das
heißt die maximale Vertragslaufzeit
(einschließlich Verlängerungsoptionen) über
die die Commerzbank einem Kreditrisiko ausgesetzt ist. Als
"12-month ECL" für die Erfassung von Wertminderungen
in Stage 1 wird dabei derjenige Teil des LECL definiert,
welcher aus Ausfallereignissen resultiert, die innerhalb
von zwölf Monaten nach dem Berichtsstichtag erwartet
werden.
Die Ermittlung des ECL erfolgt für Stage 1 und
Stage 2 sowie für die nicht signifikanten
Finanzinstrumente in Stage 3 einzelgeschäftsbasiert
unter Verwendung statistischer Risikoparameter, die aus dem
Baseler IRB-Ansatz abgeleitet und an die Anforderungen des
IFRS 9 angepasst wurden. Wesentliche Hauptparameter sind
dabei:
| ― |
die kundenspezifische Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default, PD); |
| ― |
die Verlustquote bei Ausfall (Loss Given Default, LGD); |
| ― |
die Forderungshöhe zum Zeitpunkt des Ausfalls (Exposure at Default, EaD). |
Alle verwendeten Risikoparameter aus den internen
Modellen der Bank werden zur Erfüllung der
spezifischen IFRS 9-Anforderungen entsprechend angepasst
und der Prognosehorizont wird zur Abdeckung der
Gesamtlaufzeit der Finanzinstrumente entsprechend
erweitert. So werden beispielsweise bei der Prognose des
Exposureverlaufs über die Gesamtlaufzeit der
Finanzinstrumente insbesondere auch vertragliche und
gesetzliche Kündigungsrechte berücksichtigt.
Bei Kreditprodukten, die aus einem in Anspruch
genommenen Kreditbetrag und aus einer offenen Kreditlinie
bestehen und bei denen bei üblicher
Geschäftspraxis das Kreditrisiko nicht auf die
vertragliche Kündigungsfrist beschränkt wird, (in
der Commerzbank betrifft dies insbesondere revolvierende
Produkte ohne vertraglich vereinbarte Tilgungsstruktur, wie
zum Beispiel Kontokorrentkredite und
Kreditkartenfazilitäten) ist der LECL über eine
verhaltensbezogene Laufzeit zu ermitteln, welche
typischerweise die maximale Vertragslaufzeit
übersteigt. Um eine empirisch fundierte Abbildung des
LECL im Einklang mit den IFRS 9-Anforderungen
sicherzustellen, nimmt die Commerzbank bei diesen Produkten
eine direkte Ermittlung des LECL auf Basis von realisierten
historischen Verlusten vor.
Grundsätzlich werden bei der IFRS 9-spezifischen
Schätzung der Risikoparameter neben historischen
Ausfallinformationen insbesondere auch das aktuelle
wirtschaftliche Umfeld (point-in-time Ausrichtung) sowie
zukunftsbezogene Informationen berücksichtigt.
Insbesondere werden dabei makroökonomische Prognosen
der Bank regelmäßig im Hinblick auf ihre
Auswirkungen auf die Höhe des ECL geprüft und in
die ECL-Ermittlung einbezogen.
Hierfür wird ein Baseline-Szenario verwendet,
welches auf dem jeweils gültigen Konsensus (Prognosen
verschiedener Banken zu wesentlichen makroökonomischen
Einflussgrößen, wie zum Beispiel BIP-Wachstum
und Arbeitslosenquote) beruht und um weitere
modellrelevante makroökonomische Parameter
ergänzt wird. In der aktuellen Berichtsperiode hat die
Commerzbank aufgrund nachfolgend beschriebenen
Unsicherheiten beschlossen, auch bei einer aktuell
positiveren EZB-Prognose vom 10. Juni 2021 am bisherigen
Baseline-Szenario festzuhalten. Für die mBank wurde
das der lokalen Risikovorsorgeermittlung zugrundeliegende,
Polen-spezifische Szenario entsprechend auf Konsistenz
geprüft. Die Beibehaltung des Baseline-Szenario
spiegelt die weiterhin bestehenden Unsicherheiten wider.
Trotz spürbarer Beschleunigung der Impfkampagne
weltweit, gefährden aggressivere Mutationen die
positive Entwicklung. Es ist derzeit nicht absehbar, ob und
in welchem Umfang nochmals durch schärfere
Maßnahmen auf die Pandemie reagiert werden muss und
wie sich das auf die wirtschaftliche Erholung auswirkt. Das
Baseline Szenario beinhaltet folgende wesentliche Annahmen:
| Baseline Szenario | 2021 |
| GDP-Wachstum | |
| Deutschland | 3,0% |
| Eurozone | 3,9% |
| Polen | 0,2% |
| Arbeitslosenquote | |
| Deutschland | 6,7% |
| Eurozone | 10,1% |
| Polen | 6,6% |
Die Übersetzung des makroökonomischen
Baseline-Szenarios in Auswirkungen auf die Risikoparameter
basiert auf statistisch abgeleiteten Modellen. Der
aktuellen Situation Rechnung tragend, haben wir eine
ausreichende Einbindung der relevanten Experten im Rahmen
der existierenden Policies sichergestellt. Potenzielle
Effekte aus nicht linearen Zusammenhängen zwischen
unterschiedlichen makroökonomischen Szenarien und dem
ECL werden mithilfe eines separat ermittelten
Anpassungsfaktors korrigiert. Der Faktor wurde im zweiten
Quartal 2021 anlassbezogen überprüft und
unverändert als angemessen bewertet.
Bei der Ermittlung des Expected Credit Loss sind
außerdem unter Umständen zusätzliche
Effekte über ein separat ermitteltes Adjustment auf
das IFRS 9 ECL-Modellergebnis zu berücksichtigen, die
aus Szenarien oder Ereignissen resultieren, die nicht im
Rahmen der Modellierung des dargestellten IFRS 9
ECL-Parameter-Sets abgebildet werden (dies kann
singuläre Ereignisse betreffen, wie zum Beispiel
Naturkatastrophen, materielle politische Entscheidungen,
militärische Konflikte). Die Prüfung der
Notwendigkeit solcher Top Level Adjustments (TLA) unter
Einbindung des Senior Managements und die etwaige Umsetzung
sind in einer Policy geregelt.
Im Geschäftsjahr 2020 wurde eine solche Anpassung
des IFRS 9 ECL-Modellergebnisses aufgrund der Corona
Pandemie als notwendig erachtet. Die im Standardmodell
verwendeten Parameter reflektierten weder die
ökonomischen Auswirkungen der weltweiten Lockdowns
noch die massiven Stützungs- und Hilfsmaßnahmen
der Staaten und Institutionen. Die Angemessenheit des TLA
wurde zum Berichtsstichtag 30. Juni 2021 im Hinblick auf
die aktuelle Entwicklung der Pandemie beziehungsweise der
ökonomischen Auswirkungen geprüft. Die
Überprüfung ergab, dass das TLA weiterhin den
bestehenden Unsicherheiten angemessen Rechnung trägt.
Zum 30. Juni 2021 war hier insbesondere relevant, dass
die wirtschaftliche Entwicklung auch weiterhin
maßgeblich vom Fortgang der Corona-Pandemie bestimmt
werden wird. Es ist aktuell bereits ersichtlich, dass die
Delta-Variante des Corona-Virus spätestens im Herbst
in Europa und wohl auch in den USA für eine neue
Infektionswelle sorgen. Nicht zuletzt dank dem
fortgeschrittenen Impfprozess dürfte diese deutlich
milder ausfallen als im Herbst vergangenen Jahres. Dennoch
ist zu erwarten, dass die Corona-Beschränkungen in
einigen kontaktintensiven Bereichen wieder verschärft
werden, was sich negativ auf die wirtschaftliche Erholung
auswirken kann.
Im ersten Halbjahr 2021 waren bisher weder signifikante
Migrationen nach Stage 2 noch ein Anstieg der
Kreditausfälle zu verzeichnen, Geschäftsvolumina
gingen leicht zurück und Ausfallwahrscheinlichkeiten
blieben im Gesamtportfolio stabil.
Für das Teilportfolio Corporates liegt erst
für lediglich ein Viertel der Unternehmen
Abschlüsse für das Bilanzjahr 2020 vor, die die
Krise in Teilen reflektieren. Tilgungen für die in
großem Umfang von Unternehmen in Anspruch genommene
KfW-Kredite setzen erst ab dem Jahresende 2021 ein. Daher
betrachtet die Commerzbank weiterhin die im TLA
berücksichtigten Aufschläge auf die
Ausfallwahrscheinlichkeiten als adäquat. Weitere
Informationen zum TLA enthält der Risikobericht (siehe
Seite 18 ff.). Insgesamt entwickelten sich die
Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen
Vermögenswerten und die Rückstellungen für
außerbilanzielle Geschäfte wie folgt:
| Mio. € | Stand 1.1.2021 | Netto-Zuführung / Auflösung | Verbrauch | Veränderung im Konsolidierungskreis | Wechselkursänderungen/ Umbuchungen | Stand 30.6.2021 |
| Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten | 3 111 | 212 | 407 | - | -8 | 2 909 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 3 093 | 221 | 407 | - | -8 | 2 898 |
| Darlehen und Forderungen | 3 043 | 225 | 407 | - | -9 | 2 853 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 50 | -5 | - | - | 1 | 46 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 19 | -8 | - | - | 0 | 11 |
| Darlehen und Forderungen | 10 | -10 | - | - | 0 | 0 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 8 | 2 | - | - | 0 | 10 |
| Rückstellungen für Finanzgarantien | 11 | 2 | - | - | 3 | 16 |
| Rückstellungen für Kreditzusagen | 305 | 34 | - | - | -2 | 337 |
| Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen | 183 | -13 | - | - | 1 | 171 |
| Gesamt | 3 611 | 235 | 407 | - | -6 | 3 434 |
| Mio. € | Stand 1.1.2020 | Netto-Zuführung / Auflösung | Verbrauch | Veränderung im Konsolidierungskreis | Wechselkursänderungen/ Umbuchungen | Stand 31.12.2020 |
| Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten | 2 175 | 1 565 | 569 | - | -59 | 3 111 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 2 167 | 1 550 | 567 | - | -58 | 3 093 |
| Darlehen und Forderungen | 2 111 | 1 556 | 567 | - | -57 | 3 043 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 56 | -5 | - | - | -1 | 50 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | 8 | 14 | 3 | - | -0 | 19 |
| Darlehen und Forderungen | 1 | 9 | - | - | -0 | 10 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 6 | 5 | 3 | - | -0 | 8 |
| Rückstellungen für Finanzgarantien | 9 | 2 | - | - | -0 | 11 |
| Rückstellungen für Kreditzusagen | 129 | 178 | - | - | -2 | 305 |
| Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen | 182 | 4 | - | - | -3 | 183 |
| Gesamt | 2 496 | 1 748 | 569 | - | -64 | 3 611 |
Die Aufteilung nach Stages stellte sich im laufenden
Geschäftsjahr wie folgt dar:
| Mio. € | Stage 1 | Stage 2 | Stage 3 | POCI | Gesamt |
| Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten | 303 | 720 | 1 822 | 64 | 2 909 |
| Darlehen und Forderungen | 266 | 701 | 1 822 | 64 | 2 853 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 36 | 20 | - | - | 56 |
| Rückstellungen für Finanzgarantien | 3 | 6 | 3 | 4 | 16 |
| Rückstellungen für Kreditzusagen | 103 | 169 | 30 | 35 | 337 |
| Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen | 2 | 59 | 81 | 29 | 171 |
| Gesamt | 411 | 955 | 1 937 | 131 | 3 434 |
Zur Ermittlung der Risikovorsorge ist es erforderlich
Annahmen zu treffen, die insbesondere in einem dynamischen
Umfeld hohen Schätzunsicherheiten unterliegen. Zum
Berichtsstichtag beläuft sich der, auf Grundlage des
Baseline-Szenarios unter Berücksichtigung der
Veröffentlichung der EZB ermittelte, Expected Credit
Loss Stage 1/2 auf 1,3 Mrd. Euro. In einem Stressszenario,
das weitere Maßnahmen inkl. angeordneter umfassender
Produktionsstops und eine anhaltende globale Rezession
einbezieht, käme es zu stärkeren
Ergebnisbelastungen. Neben zusätzlichen
Kreditausfällen würde der geschätzte
Expected Credit Loss Stage 1/2 um 0,8 Mrd. Euro steigen.
Zum 31. Dezember 2020 stellte sich die Aufteilung wie
folgt dar:
| Mio. € | Stage 1 | Stage 2 | Stage 3 | POCI | Gesamt |
| Wertberichtigungen für Risiken aus finanziellen Vermögenswerten | 290 | 707 | 2 039 | 75 | 3 111 |
| Darlehen und Forderungen | 253 | 686 | 2 039 | 75 | 3 053 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 38 | 21 | - | - | 58 |
| Rückstellungen für Finanzgarantien | 2 | 2 | 4 | 4 | 11 |
| Rückstellungen für Kreditzusagen | 105 | 150 | 22 | 29 | 305 |
| Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen | 2 | 80 | 71 | 31 | 183 |
| Gesamt | 399 | 939 | 2 135 | 139 | 3 611 |
Nach IFRS 13 werden Finanzinstrumente wie folgt in die
dreistufige Bewertungshierarchie zum Fair Value eingestuft:
| ― |
Level 1: Finanzinstrumente, deren Fair Value auf Basis notierter Preise für identische Finanzinstrumente an aktiven Märkten ermittelt wird. |
| ― |
Level 2: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente an einem aktiven Markt verfügbar sind und deren Fair Value unter Einsatz von Bewertungsmethoden ermittelt wird, die auf beobachtbare Marktparameter zurückgreifen. |
| ― |
Level 3: Finanzinstrumente, die unter Anwendung von Bewertungsmethoden bewertet werden, für die bei mindestens einem wesentlichen Eingangswert nicht ausreichend beobachtbare Marktdaten vorhanden sind und bei denen mindestens dieser Eingangswert den Fair Value nicht nur unwesentlich beeinflusst. |
Bezüglich der für Kreditinstitute relevanten
Methoden der Modellbewertung (Level 2 und 3) unterscheidet
IFRS 13 den marktbasierten Ansatz (Market Approach) und den
einkommensbasierten Ansatz (Income Approach). Der Market
Approach umfasst Bewertungsmethoden, die auf Informationen
über identische oder vergleichbare Vermögenswerte
und Schulden zurückgreifen.
Der Income Approach spiegelt die heutigen Erwartungen
über zukünftige Zahlungsströme, Aufwendungen
oder Erträge wider. Zum Income Approach zählen
auch Optionspreismodelle. Diese Bewertungen unterliegen in
höherem Maße den Einschätzungen des
Managements. Dabei werden in größtmöglichem
Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und in geringem
Maße unternehmensspezifische Eingangswerte
herangezogen.
Bewertungsmodelle müssen anerkannten
betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung von
Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren
berücksichtigen, die Marktteilnehmer bei der
Festlegung eines Preises als angemessen betrachten
würden.
Die realisierbaren Fair Values, die zu einem
späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können
grundsätzlich von den geschätzten Fair Values
abweichen.
Alle Fair Values unterliegen den internen Kontrollen und
Verfahren des Commerzbank-Konzerns, in denen die Standards
für deren unabhängige Prüfung oder
Validierung festgelegt sind. Diese Kontrollen und Verfahren
werden von der Independent Price Verification Group (IPV)
innerhalb der Riskfunktion durchgeführt
beziehungsweise koordiniert. Die Modelle, die
einfließenden Daten und die daraus resultierenden
Fair Values werden regelmäßig vom
Senior-Management und der Risikofunktion
überprüft.
Im Folgenden wird unterschieden in:
a) Zum Fair Value bilanzierte Finanzinstrumente (Fair
Value OCI, Fair Value Option, Mandatorily Fair Value
P&L und Held for Trading);
b) Zu Amortised Cost bilanzierte Finanzinstrumente.
Die jeweiligen Angabepflichten dieser Finanzinstrumente
leiten sich aus IFRS 7 und IFRS 13 ab. Damit sind
beispielsweise Bewertungstechniken und verwendete
Inputfaktoren für Level 2 und 3 sowie quantitative
Angaben über nicht beobachtbare Inputfaktoren (Level
3) zu erläutern. Ebenso sind Angaben, Gründe und
der Zeitpunkt für Umgliederungen zwischen den
Bewertungshierarchien, die Überleitungen der
stichtagsbezogenen Anfangs- und Endbestände für
Level-3-Bestände und die unrealisierten Gewinne und
Verluste zu nennen. Weiterhin sind Sensitivitäten
für die nicht beobachtbaren Inputparameter (Level 3)
darzustellen sowie Angaben zum Day-One Profit or Loss
erforderlich.
Der Fair Value eines Vermögenswertes ist nach IFRS
13 der Betrag, zu dem dieser zwischen
sachverständigen, vertragswilligen und voneinander
unabhängigen Geschäftspartnern verkauft werden
könnte. Der Fair Value entspricht somit einem
Veräußerungspreis. Für Verbindlichkeiten
ist der Fair Value definiert als der Preis, zu dem die
Schuld im Rahmen einer geordneten Transaktion an einen
Dritten übertragen werden könnte.
Für die Bewertung von Verbindlichkeiten ist zudem
das eigene Bonitätsrisiko (Own Credit Spread) zu
berücksichtigen. Sofern Sicherheiten von Dritten
für unsere Verbindlichkeiten gestellt werden (zum
Beispiel Garantien), sind diese bei der Bewertung
grundsätzlich nicht zu berücksichtigen, da die
Rückzahlungsverpflichtung seitens der Bank weiterhin
bestehen bleibt.
Im Rahmen der Bewertung derivativer Geschäfte wird
von der Möglichkeit Gebrauch gemacht,
Nettorisikopositionen für finanzielle
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu bilden. Bei
der Bewertung wird neben dem Ausfallrisiko des Kontrahenten
auch das eigene Ausfallrisiko berücksichtigt. Die
Ermittlung von Credit Valuation Adjustments (CVA) und Debit
Valuation Adjustments (DVA) erfolgt durch eine Simulation
der zukünftigen Marktwerte der Derivateportfolios mit
den jeweiligen Kontrahenten auf Basis beobachtbarer
Marktdaten (zum Beispiel CDS-Spreads). Für die
refinanzierungsbezogenen Bewertungsanpassungen (Funding
Valuation Adjustments; FVA) werden die
Refinanzierungsaufwendungen und -erträge von
unbesicherten Derivaten und besicherten Derivaten, bei
denen nur teilweise Sicherheiten vorliegen oder die
Sicherheiten nicht zur Refinanzierung verwendet werden
können, im Fair Value berücksichtigt. Wie
für CVA/DVA werden auch FVA über die
Erwartungswerte der zukünftigen positiven
beziehungsweise negativen Portfoliomarktwerte unter
Verwendung beobachtbarer Marktdaten (zum Beispiel
CDS-Spreads) bestimmt. Die zur FVA-Berechnung verwendete
Fundingkurve wird durch die Commerzbank-Fundingkurve
approximiert.
Nach IFRS 9 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen
Ansatz zu ihrem Fair Value zu bewerten. In der Regel ist
das der Transaktionspreis. Bezieht sich ein Teil davon auf
etwas anderes als das zu bewertende Finanzinstrument, wird
der Fair Value unter Anwendung eines Bewertungsverfahrens
geschätzt.
Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen
Finanzinstrumente werden in nachfolgenden Übersichten
nach den IFRS-9-Bewertungskategorien sowie nach Klassen
gegliedert dargestellt.
| Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 | ||||
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | Level 1 | Level 2 | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | ||||||
| Darlehen und Forderungen | - | 0,4 | - | 0,4 | - | 0,8 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 29,9 | 10,6 | 0,4 | 40,9 | 30,9 | 10,8 |
| Eigenkapitalinstrumente | - | - | - | - | - | - |
| Finanzielle
Vermögenswerte -
Mandatorily Fair Value P&L |
||||||
| Darlehen und Forderungen | - | 31,5 | 1,3 | 32,8 | - | 22,6 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,8 | 3,2 | 0,9 | 4,9 | 1,0 | 2,3 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,0 | 0,0 | 0,7 | 0,8 | 0,0 | 0,0 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | ||||||
| Darlehen und Forderungen | 0,9 | 1,0 | 0,3 | 2,2 | 1,0 | 0,9 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 3,2 | 1,4 | - | 4,6 | 1,1 | 0,7 |
| Eigenkapitalinstrumente | 2,2 | 0,0 | 0,0 | 2,2 | 1,1 | - |
| Derivate | - | 36,5 | 1,0 | 37,5 | - | 44,4 |
| Sonstige | 2,8 | - | - | 2,8 | 1,5 | - |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | ||||||
| Hedge Accounting | - | 0,9 | - | 0,9 | - | 1,9 |
| Zur
Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen |
||||||
| Darlehen und Forderungen | - | 0,0 | - | 0,0 | - | 0,0 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,0 | 0,0 | - | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,0 | - | 0,0 | 0,0 | 0,0 | - |
| Derivate | - | 1,8 | 0,1 | 1,9 | - | 1,9 |
| Gesamt | 39,9 | 87,3 | 4,7 | 131,8 | 36,6 | 86,2 |
| Finanzielle Vermögenswerte | Mrd. € | 31.12.2020 | |
| Level 3 | Gesamt | |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | ||
| Darlehen und Forderungen | - | 0,8 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,4 | 42,1 |
| Eigenkapitalinstrumente | - | - |
| Finanzielle
Vermögenswerte -
Mandatorily Fair Value P&L |
||
| Darlehen und Forderungen | 1,2 | 23,8 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 0,9 | 4,2 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,6 | 0,7 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | ||
| Darlehen und Forderungen | 0,4 | 2,3 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | 1,8 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,0 | 1,1 |
| Derivate | 1,2 | 45,5 |
| Sonstige | - | 1,5 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | ||
| Hedge Accounting | - | 1,9 |
| Zur
Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen |
||
| Darlehen und Forderungen | - | 0,0 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | 0,0 |
| Eigenkapitalinstrumente | 0,0 | 0,0 |
| Derivate | 0,2 | 2,1 |
| Gesamt | 4,8 | 127,7 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 | ||||
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt | Level 1 | Level 2 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | ||||||
| Einlagen | - | 33,5 | - | 33,5 | - | 18,0 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 2,2 | - | - | 2,2 | 2,1 | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | ||||||
| Derivate | - | 33,1 | 0,6 | 33,7 | - | 41,8 |
| Zertifikate und andere Emissionen | 0,0 | - | - | 0,0 | 0,0 | - |
| Lieferverbindlichkeiten
aus
Wertpapierleerverkäufen |
1,3 | 0,1 | - | 1,4 | 0,4 | 0,0 |
| Negative Marktwerte aus
derivativen
Sicherungsinstrumenten |
||||||
| Hedge Accounting | - | 5,5 | - | 5,5 | - | 5,9 |
| Verbindlichkeiten aus
Veräußerungsgruppen |
||||||
| Einlagen | - | 0,0 | - | 0,0 | - | 0,0 |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | - | - | - | - |
| Derivate | - | 1,7 | 0,1 | 1,8 | - | 1,9 |
| Zertifikate und andere Emissionen | - | - | - | - | 0,0 | - |
| Lieferverbindlichkeiten
aus
Wertpapierleerverkäufen |
0,0 | - | - | 0,0 | 0,0 | - |
| Gesamt | 3,5 | 74,0 | 0,6 | 78,1 | 2,5 | 67,6 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | Mrd. € | 31.12.2020 | |
| Level 3 | Gesamt | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | ||
| Einlagen | 0,0 | 18,0 |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | 2,1 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | ||
| Derivate | 0,7 | 42,4 |
| Zertifikate und andere Emissionen | 0,0 | 0,0 |
| Lieferverbindlichkeiten
aus
Wertpapierleerverkäufen |
- | 0,4 |
| Negative Marktwerte aus
derivativen
Sicherungsinstrumenten |
||
| Hedge Accounting | - | 5,9 |
| Verbindlichkeiten aus
Veräußerungsgruppen |
||
| Einlagen | - | 0,0 |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - |
| Derivate | 0,1 | 2,0 |
| Zertifikate und andere Emissionen | - | 0,0 |
| Lieferverbindlichkeiten
aus
Wertpapierleerverkäufen |
- | 0,0 |
| Gesamt | 0,8 | 70,9 |
Eine Level-Reklassifizierung ist die Umgliederung eines
Finanzinstruments innerhalb der dreistufigen
Fair-Value-Bewertungshierarchie. Dies kann beispielsweise
aus Marktveränderungen resultieren, die Auswirkungen
auf die Inputfaktoren zur Bewertung des Finanzinstruments
haben.
Die Commerzbank nimmt Umgliederungen zum Ende der
Berichtsperiode vor.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2021 wurden 1,3 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente der
Kategorie FVOCI, 0,3 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente
der Kategorie mFVPL und 0,3 Mrd. Euro verbriefte
Schuldinstrumente der Kategorie HFT von Level 2 nach Level
1 zurückgegliedert, da wieder notierte Marktpreise
verfügbar waren. Dagegen wurden 0,4 Mrd. Euro
verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT und 0,3 Mrd.
Euro verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie FVOCI von
Level 1 nach Level 2 umgegliedert, da keine notierten
Marktpreise verfügbar waren. Darüber hinaus
wurden keine nennenswerten Reklassifizierungen zwischen
Level 1 und Level 2 vorgenommen.
Im Geschäftsjahr 2020 wurden 0,1 Mrd. Euro
verbriefte Schuldinstrumente der Kategorie HFT und 0,1 Mrd.
Euro verbriefte Schuldinstrumente bei zur
Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen von
Level 2 nach Level 1 zurückgegliedert, da wieder
notierte Marktpreise verfügbar waren. Dagegen wurden
0,1 Mrd. Euro verbriefte Schuldinstrumente bei zur
Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen von
Level 1 nach Level 2 umgegliedert, da keine notierten
Marktpreise verfügbar waren. Darüber hinaus
wurden keine nennenswerten Reklassifizierungen zwischen
Level 1 und Level 2 vorgenommen.
Die Level 3 zugeordneten Finanzinstrumente entwickelten
sich wie folgt:
| Finanzielle Vermögenswerte | Mio. € | Finanzielle
Vermögenswerte - Fair Value OC |
Finanzielle
Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L |
Finanzielle
Vermögenswerte - Held for Trading |
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | Gesamt |
| Fair Value zum 1.1.2021 | 386 | 2 746 | 1 519 | 157 | 4 808 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | - | - | - | - |
| Erfolgswirksam erfasste
Gewinne/Verluste der Periode |
11 | 44 | -50 | 17 | 23 |
| darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten | 11 | 44 | -50 | 18 | 23 |
| In der Neubewertungsrücklage erfasste Gewinne/Verluste | - | - | - | - | - |
| Käufe | - | 167 | 41 | - | 208 |
| Verkäufe | - | -70 | -79 | - | -149 |
| Emissionen | - | - | - | - | - |
| Rückzahlungen | - | - | -120 | -53 | -173 |
| Umbuchungen in Level 3 | - | 10 | 0 | 0 | 10 |
| Umbuchungen aus Level 3 | - | -3 | -9 | -15 | -27 |
| IFRS 9 Reklassifizierungen | - | - | - | - | - |
| Umbuchungen aus/in Zur
Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und Vermögenswerte aus
Veräußerungsgruppen |
- | - | - | - | - |
| Fair Value zum 30.6.2021 | 397 | 2 894 | 1 302 | 106 | 4 699 |
| Finanzielle Vermögenswerte | Mio. € | Finanzielle
Vermögenswerte - Fair Value OCI |
Finanzielle
Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L |
Finanzielle
Vermögenswerte - Held for Trading |
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | Gesamt |
| Fair Value zum 1.1.2020 | 29 | 3 931 | 1 625 | 237 | 5 822 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | - | - | - | - |
| Erfolgswirksam erfasste
Gewinne/Verluste der Periode |
68 | - 51 | 120 | - 9 | 128 |
| darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten | 68 | - 51 | 105 | 19 | 141 |
| In der
Neubewertungsrücklage erfasste
Gewinne/Verluste |
- | - | - | - | - |
| Käufe | 549 | 454 | 240 | - | 1 243 |
| Verkäufe | - 28 | - 1 184 | - 205 | - | -1 417 |
| Emissionen | - | - | - | - | - |
| Rückzahlungen | - | - | - 1 417 | - 43 | -1 460 |
| Umbuchungen in Level 3 | 4 615 | 74 | 1 296 | 68 | 6 053 |
| Umbuchungen aus Level 3 | - 4 847 | - 478 | - 140 | - 96 | -5 561 |
| IFRS 9 Reklassifizierungen | - | - | - | - | - |
| Umbuchungen aus/in Zur
Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und Vermögenswerte aus
Veräußerungsgruppen |
- | - | - | - | - |
| Fair Value zum 31.12.2020 | 386 | 2 746 | 1 519 | 157 | 4 808 |
Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu
Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (Wertpapiere
und Derivate) sowie aus erfolgswirksam zum Fair Value
bewerteten Forderungen und Wertpapieren sind Bestandteil
des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair Value
bewerteten finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2021 wurden bei den finanziellen Vermögenswerten keine
wesentlichen Umgliederungen zwischen Level 2 in Level 3
vorgenommen.
Im ersten Quartal 2020 wurde eine Umgliederung für
verbriefte Schuldinstrumente, mit Rating AAA besicherte
Collaterised Loan Obligations, der Kategorie FVOCI in
Höhe von 4,8 Mrd. Euro von Level 2 nach Level 3
vorgenommen. Aufgrund der Corona-Pandemie haben sich im
März 2020 verschiedene Marktteilnehmer vom
Sekundärmarkt für Collaterised Loan Obligations
zurückgezogen. Zusätzlich wurden in diesem
Zeitraum nahezu keine Primärmarktemissionen
getätigt. Die Bank stufte die nur noch vereinzelt
stattgefundenen Transaktionen als nicht geordnet ein und
verwendete die Preise dieser Transaktionen entsprechend
nicht mehr als Inputparameter zur Fair Value Ermittlung.
Die Bewertungstechnik wurde auf einen Mark-to-Model-Ansatz
umgestellt, bei dem wesentliche Inputparameter auf
Schätzungen basierten. Dieser Bestand wurde im zweiten
Quartal 2020 wieder nach Level 2 umgegliedert, da wieder
beobachtbare Marktparameter vorlagen.
Zudem wurden im Geschäftsjahr 2020 Umgliederungen
von Level 2 in Level 3 von 0,1 Mrd. Euro für Derivate
bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen,
0,4 Mrd. Euro für Darlehen und Forderungen der
Kategorie HFT und 0,8 Mrd. Euro für Derivate in der
Aktiva der Kategorie HFT vorgenommen, da keine am Markt
beobachtbaren Parameter vorlagen. Dagegen wurden
Umgliederungen von 0,1 Mrd. Euro für Derivate bei zur
Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen und
0,4 Mrd. Euro für Darlehen und Forderungen der
Kategorie mFVPL von Level 3 in Level 2 vorgenommen, da
wieder beobachtbare Marktparameter vorlagen. Darüber
hinaus wurden keine nennenswerten Umgliederungen
vorgenommen.
Zum 1. Januar 2019 wurde aus Level 3 ein Portfolio
für Darlehen und Forderungen der Kategorie mFVPL in
Höhe von 2,8 Mrd. Euro in die IFRS-9 Kategorie AC
ebenfalls in Level 3 reklassifiziert (siehe Note 20).
Die dem Level 3 zugeordneten finanziellen
Verbindlichkeiten entwickelten sich im Geschäftsjahr
wie folgt:
| Finanzielle Verbindlichkeiten | Mio. € | Finanzielle
Verbindlichkeiten - Fair Value Option |
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | Gesamt |
| Fair Value zum 1.1.2021 | - | 654 | 100 | 754 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | - | - | - |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | - | 46 | -6 | 40 |
| darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten | - | 46 | 8 | 54 |
| Käufe | - | 278 | 278 | |
| Verkäufe | - | -413 | -0 | -414 |
| Emissionen | - | - | - | - |
| Rückzahlungen | - | - | -25 | -25 |
| Umbuchungen in Level 3 | - | - | 2 | 2 |
| Umbuchungen aus Level 3 | - | -3 | -4 | -7 |
| Umbuchungen aus/in
Verbindlichkeiten von zur
Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen |
- | - | - | - |
| Fair Value zum 30.6.2021 | - | 562 | 67 | 629 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | Mio. € | Finanzielle
Verbindlichkeiten - Fair Value Option |
Finanzielle
Verbindlichkeiten - Held for Trading |
Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen | Gesamt |
| Fair Value zum 1.1.2020 | - | 1 050 | 336 | 1 385 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | - | - | - | - |
| Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode | -6 | -94 | 17 | -83 |
| darunter: aus unrealisierten Gewinnen/Verlusten | -6 | -89 | 16 | -79 |
| Käufe | 6 | 327 | - | 333 |
| Verkäufe | - | -190 | -61 | -251 |
| Emissionen | - | - | - | - |
| Rückzahlungen | - | -660 | -62 | -722 |
| Umbuchungen in Level 3 | - | 285 | 359 | 644 |
| Umbuchungen aus Level 3 | - | -64 | -489 | -553 |
| Umbuchungen aus/in Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | - | - | - | - |
| Fair Value zum 31.12.2020 | - | 654 | 100 | 753 |
Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus zu
Handelszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten sind
Bestandteil des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum Fair
Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2021 wurden bei den Finanziellen Verbindlichkeiten keine
wesentlichen Umgliederungen zwischen Level 2 und Level 3
vorgenommen.
Im Geschäftsjahr 2020 wurden Umgliederungen von 0,2
Mrd. Euro für Derivate Verbindlichkeiten der Kategorie
HFT, 0,1 Mrd. Euro für Zertifikate und an deren
Emissionen bei Verbindlichkeiten aus
Veräußerungsgruppen und 0,1 Mrd. Euro für
Derivate bei Verbindlichkeiten aus
Veräußerungsgruppen von Level 2 in Level 3
vorgenommen, da keine am Markt beobachtbaren Parameter
vorlagen. Dagegen wurden Umgliederungen von Level 3 in
Level 2 von 0,3 Mrd. Euro für Derivate bei
Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen
vorgenommen, da wieder beobachtbare Marktparameter
vorhanden waren. Darüber hinaus wurden keine
nennenswerten Umgliederungen vorgenommen.
Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht
beobachtbaren Eingangsparametern (Level 3), kann der genaue
Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer
Bandbreite angemessener möglicher Alternativen
abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements liegen.
Beim Erstellen des Konzernabschlusses werden für diese
nicht beobachtbaren Eingangsparameter angemessene Werte
ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten
und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen.
Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen
Auswirkungen darstellen, die aus der relativen Unsicherheit
in den Fair Values von Finanzinstrumenten resultieren,
deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern
basiert (Level 3). Zwischen den für die Ermittlung von
Level-3-Fair-Values verwendeten Parametern bestehen
häufig Abhängigkeiten. Beispielsweise kann eine
erwartete Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage dazu
führen, dass Aktienkurse steigen, wohingegen als
weniger riskant eingeschätzte Wertpapiere wie zum
Beispiel Bundesanleihen im Wert sinken. Derartige
Zusammenhänge werden in Form von
Korrelationsparametern berücksichtigt, sofern sie
einen signifikanten Einfluss auf die betroffenen Fair
Values haben. Verwendet ein Bewertungsverfahren mehrere
Parameter, so kann die Wahl eines Parameters
Einschränkungen hinsichtlich der Spanne möglicher
Werte der anderen Parameter bewirken. Per Definition werden
dieser Bewertungshierarchie eher illiquide Instrumente,
Instrumente mit längerfristigen Laufzeiten oder
Instrumente, bei denen unabhängig beobachtbare
Marktdaten nicht in ausreichendem Maße oder nur
schwer erhältlich sind, zugeordnet. Die vorliegenden
Angaben dienen dazu, die wesentlichen, nicht beobachtbaren
Eingangsparameter für Level-3-Finanzinstrumente zu
erläutern und anschließend verschiedene
Eingangswerte darzustellen, die für diese wesentlichen
Eingangsparameter zugrunde gelegt wurden.
Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Eingangsparameter
für Level 3 und ihre Schlüsselfaktoren lassen
sich wie folgt zusammenfassen:
| ― |
Interner Zinsfuß (Internal
Rate of Return, IRR):
|
| ― |
Credit Spread:
|
| ― |
Zins-Währungs-Korrelation:
|
| ― |
Verwertungsquoten,
Überlebens- und Ausfallwahrscheinlichkeiten:
|
| ― |
Repo-Kurve:
|
| ― |
Preis:
|
| ― |
Investmentfonds-Volatilität:
|
Für die Bewertung unserer Level-3-Finanzinstrumente
wurden die folgenden Bandbreiten der wesentlichen nicht
beobachtbaren Parameter herangezogen:
| Mio. € | 30.6.2021 | 30.6.2021 | ||||
| Bewertungstechniken | Aktiva | Passiva | Wesentliche nicht beobachtbare Parameter | Bandbreite | ||
| Darlehen und Forderungen | 1 581 | - | - | - | ||
| Repo-Geschäfte | Discounted-Cashflow-Modell | 784 | - | Repo-Kurve (Basispunkte) | -32 | 102 |
| Schiffsfinanzierungen | Discounted-Cashflow-Modell | - | - | Credit Spread (Basispunkte) | - | - |
| Sonstige Forderungen | Discounted-Cashflow-Modell | 797 | - | Credit Spread (Basispunkte) | 130 | 2 150 |
| Verbriefte
Schuldinstrumente |
1 336 | - | - | - | ||
| Zinsbezogene Geschäfte | Spread basiertes
Modell |
1 336 | - | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 500 |
| davon: ABS | Discounted-Cashflow-Modell | 693 | - | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 500 |
| Eigenkapitalinstrumente | 692 | - | - | - | ||
| Aktienbezogene Geschäfte | Discounted-
Cashflow-Modell |
692 | - | Preis (%) | 90% | 110% |
| Derivate | 1 091 | 629 | ||||
| Aktienbezogene Geschäfte | Discounted-Cashflow-Modell | 920 | 349 | IRR (%) | 5% | 20% |
| Optionspreismodell | - | - | Investmentfonds
Volatilität |
1% | 40% | |
| Kreditderivate
(inkl. PFI und IRS) |
Discounted-Cashflow-Modell | 171 | 280 | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 3 300 |
| - | - | Verwertungsquote (%) | 0% | 80% | ||
| Zinsbezogene Geschäfte | Optionspreismodell | - | - | Zins-Währungs-Korrelation (%) | - | - |
| Übrige Geschäfte | - | - | - | - | ||
| Summe | 4 699 | 629 | ||||
| Mio. € | 31.12.2020 | 31.12.2020 | ||||
| Bewertungstechniken | Aktiva | Passiva | Wesentliche nicht beobachtbare Parameter | Bandbreite | ||
| Darlehen und Forderungen | 1 547 | - | - | - | ||
| Repo-Geschäfte | Discounted-Cashflow-
Modell |
656 | - | Repo-Kurve (Basispunkte) | 26 | 56 |
| Schiffsfinanzierungen | Discounted-Cashflow-
Modell |
20 | - | Credit Spread (Basispunkte) | 550 | 1 900 |
| Sonstige Forderungen | Discounted-Cashflow-
Modell |
871 | - | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 3 300 |
| Verbriefte
Schuldinstrumente |
1 316 | - | - | - | ||
| Zinsbezogene Geschäfte | Spread basiertes
Modell |
1 316 | - | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 500 |
| davon: ABS | Spread basiertes
Modell |
677 | - | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 500 |
| Eigenkapitalinstrumente | 633 | - | - | - | ||
| Aktienbezogene Geschäfte | Discounted-Cashflow-
Modell |
633 | - | Preis (%) | 90% | 110% |
| Derivate | 1 312 | 753 | ||||
| Aktienbezogene Geschäfte | Discounted-Cashflow-
Modell |
987 | 339 | IRR (%) | 5% | 20% |
| Optionspreismodell | - | - | Investmentfonds
Volatilität |
1% | 40% | |
| Kreditderivate
(inkl. PFI und IRS) |
Discounted-Cashflow-
Modell |
319 | 243 | Credit Spread (Basispunkte) | 100 | 2 150 |
| - | - | Verwertungsquote (%) | 0% | 80% | ||
| Zinsbezogene Geschäfte | Optionspreismodell | 6 | 171 | Zins-Währungs-Korrelation (%) | - 30% | 68% |
| Übrige Geschäfte | - | - | - | - | ||
| Summe | 4 808 | 753 | ||||
In der folgenden Tabelle werden für Bestände
der Bewertungshierarchie Level 3 die Auswirkungen auf die
Gewinn-und-Verlust-Rechnung dargestellt, die sich aus der
Anwendung ebenfalls vertretbarer Parameterschätzungen
jeweils an den Rändern dieser Bandbreiten ergeben. Die
Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse für
Finanzinstrumente der Fair-Value-Hierarchie Level 3 erfolgt
nach Arten von Finanzinstrumenten:
| Mio. € | 30.6.2021 | ||
| Positive erfolgswirksame Effekte | Negative erfolgswirksame Effekte | Geänderte Parameter | |
| Darlehen und Forderungen | 16 | -16 | |
| Repo-Geschäfte | 8 | -8 | Repo-Kurve |
| Schiffsfinanzierungen | - | - | Credit Spread |
| Sonstige Forderungen | 8 | -8 | Credit Spread |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 31 | -31 | |
| Zinsbezogene Geschäfte | 31 | -31 | Preis |
| davon: ABS | 18 | -18 | IRR, Verwertungsquote, Credit Spread |
| Eigenkapitalinstrumente | 7 | -7 | |
| Aktienbezogene Geschäfte | 7 | -7 | Preis |
| Derivate | 17 | -16 | |
| Aktienbezogene Geschäfte | 16 | -15 | IRR, Preis basiert, Investmentfonds-Volatilität |
| Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) | 1 | -1 | Credit Spread, Verwertungsquote, Preis |
| Zinsbezogene Geschäfte | - | - | |
| Sonstige | - | - | |
| Mio. € | 31.12.2020 | ||
| Positive
erfolgswirksame
Effekte |
Negative
erfolgswirksame
Effekte |
Geänderte Parameter | |
| Darlehen und Forderungen | 16 | -16 | |
| Repo-Geschäfte | 7 | -7 | Repo-Kurve |
| Schiffsfinanzierungen | - | - | Credit Spread |
| Sonstige Forderungen | 9 | -9 | Credit Spread |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 31 | -31 | |
| Zinsbezogene Geschäfte | 31 | -31 | Preis |
| davon: ABS | 18 | -18 | IRR, Verwertungsquote, Credit Spread |
| Eigenkapitalinstrumente | 7 | -7 | |
| Aktienbezogene Geschäfte | 7 | -7 | Preis |
| Derivate | 15 | -15 | |
| Aktienbezogene Geschäfte | 12 | -11 | IRR, Preis basiert, Investmentfonds-Volatilität |
| Kreditderivate (inkl. PFI und IRS) | 3 | -4 | Credit Spread, Verwertungsquote, Preis |
| Zinsbezogene Geschäfte | - | - | Preis, Zins-Währungs-Korrelation |
| Sonstige | - | - | |
Die für diese Angaben gewählten Parameter
liegen an den äußeren Enden der Bandbreiten von
angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist
es unwahrscheinlich, dass alle nicht beobachtbaren
Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende
ihrer Bandbreite von angemessenen möglichen
Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die
angegebenen Schätzwerte die tatsächliche
Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente
übertreffen. Die vorliegenden Angaben dienen nicht der
Schätzung oder Vorhersage der künftigen
Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht
beobachtbaren Parameter wurden hierfür entweder von
unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem
Produkt zwischen 1 und 10 % angepasst oder es wurde ein
Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt.
Der Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt,
bei denen der Fair Value zum Transaktionszeitpunkt anhand
eines Bewertungsmodells ermittelt wurde, wobei nicht alle
wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren
Marktparametern basierten. Der Bilanzansatz solcher
Transaktionen erfolgt zum Fair Value. Die Differenz
zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair Value des
Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss
bezeichnet. Der Day-One Profit or Loss wird nicht sofort,
sondern über die Laufzeit der Transaktion in der
Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Sobald sich für
die Transaktion ein Referenzkurs auf einem aktiven Markt
ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter
auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte
Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam im
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten,
erfasst. Eine aggregierte Differenz zwischen
Transaktionspreis und mittels Bewertungsmodell berechnetem
Fair Value wird für die Level-3-Posten aller
Kategorien ermittelt. Wesentliche Effekte ergeben sich aber
nur aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten.
Die Beträge entwickelten sich wie folgt:
| Mio. € | Day-One Profit or Loss | ||
| Finanzielle
Vermögenswerte - Held for Trading |
Finanzielle
Verbindlichkeiten - Held for Trading |
Gesamt | |
| Bestand am 1.1.2020 | - | 24 | 24 |
| Erfolgsneutrale Zuführungen | - | - | - |
| Erfolgswirksame Auflösungen | - | -10 | -10 |
| Bestand am 31.12.2020 | - | 14 | 14 |
| Erfolgsneutrale Zuführungen | - | 1 | 1 |
| Erfolgswirksame Auflösungen | - | -2 | -2 |
| Bestand am 30.6.2021 | - | 13 | 13 |
Für Finanzinstrumente, die in der Bilanz nicht zum
Fair Value anzusetzen sind, sind gemäß IFRS 7
zusätzlich Fair Values anzugeben, deren
Bewertungsmethodik nachfolgend dargestellt wird.
Der Standard sieht vor, dass bei der Erstbewertung von
Vermögenswerten, die im Rahmen der Folgebewertung
nicht zum Fair Value bewertet werden, die
Transaktionskosten ebenfalls zu berücksichtigen sind.
Dabei handelt es sich um zusätzlich entstehende
Kosten, die dem Erwerb der Emission oder der
Veräußerung eines finanziellen
Vermögenswertes oder einer finanziellen
Verbindlichkeit zuzuordnen sind. Nicht den
Transaktionskosten zugerechnet werden Agien und Disagien,
Finanzierungskosten, interne Verwaltungskosten oder
Haltekosten.
Der Nominalwert täglich fälliger
Finanzinstrumente wird als deren Fair Value angesehen. Zu
diesen Instrumenten zählen der Kassenbestand und die
Sichtguthaben sowie Kontokorrentkredite beziehungsweise
Sichteinlagen. Diese ordnen wir in Level 2 ein. Für
Kredite stehen keine unmittelbaren Marktpreise zur
Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente
keine organisierten Märkte gibt, an denen sie
gehandelt werden. Bei Krediten kommt daher ein sogenanntes
Discounted-Cashflow-Modell zur Anwendung.
Die Diskontierung der Cashflows erfolgt mit dem
risikolosen Zins unter Berücksichtigung von
Aufschlägen für Risikokosten,
Refinanzierungskosten, Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten.
Der risikolose Zins bestimmt sich aus fristen- und
währungskongruenten Swap-Sätzen (Swapkurve).
Diese sind in der Regel aus externen Daten ableitbar.
Zusätzlich wird ein Aufschlag in Form einer
Kalibrierungskonstante inklusive Gewinnmarge
berücksichtigt. Die Gewinnmarge ist bei der
Modellbewertung von Krediten so zu berücksichtigen,
dass der Fair Value im Zugangszeitpunkt dem
Auszahlungsbetrag entspricht.
Für wesentliche Banken und Firmenkunden sind Daten
zu deren Kreditrisikokosten in Form von Credit Spreads
verfügbar, so dass eine Einordnung in Level 2 zum
Tragen kommen kann. Sofern keine beobachtbaren
Eingangsparameter verfügbar sind, kann auch eine
Einordnung der Fair Values von Krediten in Level 3
angemessen sein.
Für die in der IFRS-9-Kategorie Amortised Cost
bilanzierten Wertpapiere wird der Fair Value, sofern ein
aktiver Markt vorliegt, auf Basis verfügbarer
Marktpreise ermittelt (Level 1). Ist kein aktiver Markt
gegeben, sind für die Ermittlung der Fair Values
anerkannte Bewertungsmethoden heranzuziehen. Im
Wesentlichen wird ein Asset-Swap-Pricing-Modell für
die Bewertung genutzt. Die hierfür verwendeten
Parameter umfassen Zinsstrukturkurven sowie
Asset-Swap-Spreads vergleichbarer Benchmarkinstrumente. In
Abhängigkeit von den verwendeten Eingangsparametern
(beobachtbar oder nicht beobachtbar) ist eine Einstufung in
Level 2 oder Level 3 vorzunehmen.
Bei Einlagen wird für die Fair-Value-Ermittlung
grundsätzlich ein Discounted-Cashflow-Modell genutzt,
da üblicherweise keine Marktdaten verfügbar sind.
Neben der Zinskurve werden zusätzlich das eigene
Kreditrisiko (Own Credit Spread) sowie ein Zuschlag
für Verwaltungsaufwendungen berücksichtigt. Da
für die Bewertung von Verbindlichkeiten keine Credit
Spreads zu den jeweiligen Kontrahenten heranzuziehen sind,
erfolgt üblicherweise eine Einordnung in Level 2. Bei
nicht beobachtbaren Eingangsparametern kann auch eine
Einordnung in Level 3 vorgenommen werden.
Den Fair Value für begebene Schuldverschreibungen
ermitteln wir auf Basis verfügbarer Marktpreise. Sind
keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch
das Discounted-Cashflow-Modell ermittelt. Bei der Bewertung
werden verschiedene Faktoren, unter anderem die aktuellen
Marktzinsen, das eigene
Kreditrating und die Eigenkapitalkosten,
berücksichtigt. Bei Verwendung von verfügbaren
Marktpreisen ist eine Einordnung in Level 1 vorzunehmen.
Ansonsten kommt üblicherweise die Einstufung als Level
2 zur Anwendung, da im Rahmen der Bewertung anhand von
Modellen überwiegend beobachtbare Eingangsparameter
genutzt werden.
| 30.6.2021 | Mrd. € | Fair Value | Buchwert | Differenz | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
| Aktiva | 402,6 | 401,7 | 0,9 | 10,7 | 139,3 | 252,6 |
| Kassenbestand und Sichtguthaben | 106,1 | 106,1 | - | - | 106,1 | - |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 296,5 | 294,9 | 1,7 | 10,7 | 33,2 | 252,6 |
| Darlehen und Forderungen | 265,0 | 261,7 | 3,4 | - | 19,4 | 245,6 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 31,5 | 33,2 | -1,7 | 10,7 | 13,8 | 6,9 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | - | 0,8 | -0,8 | - | - | - |
| Zur
Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und Vermögenswerte aus
Veräußerungsgruppen |
0,0 | 0,0 | - | - | 0,0 | - |
| Darlehen und Forderungen | 0,0 | 0,0 | - | - | 0,0 | - |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | - | - | - | - | - |
| Passiva | 428,1 | 426,6 | 1,5 | 29,4 | 396,2 | 2,4 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 428,0 | 425,7 | 2,3 | 29,4 | 396,2 | 2,4 |
| Einlagen | 386,8 | 386,8 | -0,0 | - | 385,9 | 0,9 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 41,2 | 38,9 | 2,4 | 29,4 | 10,3 | 1,5 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | - | 0,9 | -0,9 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | 0,0 | 0,0 | - | - | 0,0 | - |
| Einlagen | 0,0 | 0,0 | - | - | 0,0 | - |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | - | - | - | - |
| 31.12.2020 | Mrd. € 1 | Fair Value | Buchwert | Differenz | Level 1 | Level 2 | Level 3 |
| Aktiva | 371,5 | 369,5 | 1,9 | 11,4 | 113,5 | 246,5 |
| Kassenbestand und Sichtguthaben | 75,6 | 75,6 | - | - | 75,6 | - |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 295,8 | 292,1 | 3,7 | 11,4 | 37,9 | 246,5 |
| Darlehen und Forderungen | 263,8 | 258,2 | 5,6 | 22,3 | 241,5 | |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 32,0 | 34,0 | -1,9 | 11,4 | 15,6 | 5,1 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | - | 1,8 | -1,8 | - | - | - |
| Zur
Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und Vermögenswerte aus
Veräußerungsgruppen |
0,0 | 0,0 | - | - | 0,0 | - |
| Darlehen und Forderungen | 0,0 | 0,0 | - | - | 0,0 | - |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | - | - | - | - | - |
| Passiva | 400,3 | 399,2 | 1,1 | 31,1 | 366,5 | 2,6 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 400,2 | 397,7 | 2,5 | 31,1 | 366,5 | 2,6 |
| Einlagen | 356,0 | 355,7 | 0,2 | 0,0 | 354,9 | 1,1 |
| Begebene Schuldverschreibungen | 44,2 | 42,0 | 2,3 | 31,1 | 11,6 | 1,6 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges | - | 1,4 | -1,4 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | 0,0 | 0,0 | - | - | 0,0 | - |
| Einlagen | 0,0 | 0,0 | - | - | 0,0 | - |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | - | - | - | - |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements
(siehe Note 3).
Nachfolgend stellen wir die Überleitung der
Bruttobeträge vor Saldierung zu den Nettobeträgen
nach Saldierung sowie die Beträge für bestehende
Saldierungsrechte, die nicht den bilanziellen
Saldierungskriterien genügen, getrennt für alle
bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten dar, die
| ― |
gemäß IAS 32.42 bereits saldiert werden (Finanzinstrumente I), und |
| ― |
die einer durchsetzbaren zweiseitigen Aufrechnungsvereinbarung (Master Netting Agreement) oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen, jedoch nicht bilanziell verrechnet werden (Finanzinstrumente II). |
Für die Aufrechnungsvereinbarungen schließen
wir Rahmenverträge mit unseren Geschäftspartnern
ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement
Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag
für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss
derartiger Aufrechnungsvereinbarungen können die
positiven und negativen Marktwerte der unter einem
Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte
miteinander verrechnet werden. Im Rahmen dieses
Nettingprozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine
einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner
(Close-out-Netting).
Saldierungen nehmen wir für Forderungen und
Verbindlichkeiten aus echten Pensionsgeschäften
(Reverse Repos und Repos) mit zentralen und bilateralen
Kontrahenten vor, sofern sie die gleiche Laufzeit haben.
OTC Derivate mit Kunden und Eigenbestände, die
gecleared werden, werden ebenso saldiert ausgewiesen.
| Aktiva | Mio. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 | ||
| Reverse Repos | Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | Reverse Repos | Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | |
| Bruttobetrag der Finanzinstrumente | 56 229 | 112 168 | 39 826 | 174 699 |
| Nicht nettingfähige Buchwerte | 17 160 | 3 099 | 10 335 | 4 172 |
| a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II | 39 070 | 109 068 | 29 491 | 170 527 |
| b) Bilanziell genetteter
Betrag für
Finanzinstrumente I 1 |
25 033 | 71 902 | 16 379 | 125 221 |
| c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) - b) | 14 037 | 37 167 | 13 113 | 45 306 |
| d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind | ||||
| Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32.42 nicht oder nur zum Teil erfüllen 2 | 2 024 | 21 693 | 1 544 | 27 131 |
| Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind 3 | ||||
| Unbare Sicherheiten 4 | 7 402 | 4 | 7 008 | - |
| Barsicherheiten | 44 | 6 280 | 2 481 | 8 241 |
| e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) - d) | 4 567 | 9 189 | 2 081 | 9 934 |
| f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten | 1 175 | 17 | 1 827 | 88 |
| g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) - f) | 3 392 | 9 172 | 254 | 9 846 |
1 Davon entfallen für Positive Marktwerte 4
908 Mio. Euro (Vorjahr: 5 931 Mio. Euro) auf
Ausgleichszahlungen.
2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten.
3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte
aus der Übertragung von Sicherheiten.
4 Einschließlich nicht bilanzierter
Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus
Repos).
| Passiva | Mio. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 | ||
| Repos | Negative Marktwerte
aus derivativen Finanzinstrumenten |
Repos | Negative Marktwerte
aus derivativen Finanzinstrumenten |
|
| Bruttobetrag der Finanzinstrumente | 56 608 | 111 556 | 33 171 | 173 333 |
| Nicht nettingfähige Buchwerte | 13 164 | 1 238 | 6 941 | 1 844 |
| a) Bruttobetrag der Finanzinstrumente I und II | 43 444 | 110 318 | 26 230 | 171 489 |
| b) Bilanziell genetteter
Betrag für
Finanzinstrumente I 1 |
25 033 | 70 585 | 16 379 | 123 039 |
| c) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = a) - b) | 18 411 | 39 733 | 9 852 | 48 450 |
| d) Master Agreements, die nicht bereits in b) berücksichtigt sind | ||||
| Betrag der Finanzinstrumente II, die die Kriterien nach IAS 32.42 nicht oder nur zum Teil erfüllen 2 | 2 024 | 21 693 | 1 544 | 27 131 |
| Fair Value der auf Finanzinstrumente I und II entfallenden finanziellen Sicherheiten, die nicht bereits in b) enthalten sind 3 | ||||
| Unbare Sicherheiten 4 | 3 212 | 8 | 1 940 | 7 |
| Barsicherheiten | 7 044 | 8 988 | 3 871 | 10 776 |
| e) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = c) - d) | 6 131 | 9 044 | 2 497 | 10 536 |
| f) Fair Value der auf Finanzinstrumente I entfallenden Sicherheiten mit zentralen Kontrahenten | 5 115 | 0 | 2 493 | 27 |
| g) Nettobetrag der Finanzinstrumente I und II = e) - f) | 1 016 | 9 044 | 4 | 10 509 |
1 Davon entfallen für Negative Marktwerte 6
225 Mio. Euro (Vorjahr: 8 112 Mio. Euro) auf
Ausgleichszahlungen.
2 Kleinerer Betrag aus Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten.
3 Ohne Rückgabeverpflichtungen oder -rechte
aus der Übertragung von Sicherheiten.
4 Einschließlich nicht bilanzierter
Finanzinstrumente (zum Beispiel Wertpapiersicherheiten aus
Repos).
Der Gesamteffekt der Saldierung zum 30. Juni 2021 betrug
insgesamt 76 810 Mio. Euro (Vorjahr: 131 151 Mio. Euro).
Auf der Aktivseite entfielen davon 71 902 Mio. Euro auf
positive Marktwerte (Vorjahr: 125 220 Mio. Euro) und 4 908
Mio. Euro auf Forderungen aus Ausgleichszahlungen (Vorjahr:
5 931 Mio. Euro). Das passivische Netting betraf negative
Marktwerte mit 70 585 Mio. Euro (Vorjahr: 123 039 Mio.
Euro) und Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen mit 6
225 Mio. Euro (Vorjahr: 8 112 Mio. Euro).
| Mio. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 | Veränd. in % |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | - | - | . |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1 211 | 1 420 | -14,7 |
| Kundenbeziehungen | 12 | 13 | -5,8 |
| Selbst erstellte Software | 758 | 952 | -20,3 |
| Erworbene Software und übrige immaterielle Vermögenswerte | 440 | 455 | -3,2 |
| Gesamt | 1 211 | 1 420 | -14,7 |
Der Rückgang der Position selbst erstellte Software
im aktuellen Geschäftsjahr ist auf eine Ausbuchung von
Vermögenswerten in Höhe von 200 Mio. Euro
zurückzuführen (siehe Note 15).
| Mio. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 | Veränd. in % |
| Grundstücke und Gebäude | 270 | 304 | -11,0 |
| Nutzungsrechte (Leasing) | 1 787 | 1 923 | -7,1 |
| Grundstücke und Gebäude | 1 755 | 1 906 | -7,9 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 33 | 18 | 84,4 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 401 | 406 | -1,1 |
| Leasinggegenstände | 558 | 575 | -3,0 |
| Gesamt | 3 017 | 3 208 | -6,0 |
Im Vorjahr haben wir im Ergebnis des aufgegebenen
Geschäftsbereichs die Erträge und Aufwendungen
des ehemaligen Geschäftsbereiches Equity Markets &
Commodities (EMC) aus dem Segment Firmenkunden ausgewiesen.
Die wirtschaftliche Übertragung dieses
Geschäftsbereichs auf die Société
Générale Group, Paris, Frankreich, wurde im
Vorjahr abgeschlossen.
Die juristische Übertragung einzelner
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die auch deren
bilanzielle Ausbuchung bedingt, erfolgt zum Teil
nachgelagert in späteren Transaktionsschritten und
wird voraussichtlich im Jahr 2021 abgeschlossen. Die
betreffenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
weisen wir in den Bilanzpositionen Zur
Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und Vermögenswerte aus
Veräußerungsgruppen sowie Verbindlichkeiten aus
Veräußerungsgruppen gesondert in der Bilanz aus.
Zum 30. Juni 2021 betragen die zunächst
verbliebenen Vermögenswerte 1,8 Mrd. Euro (Vorjahr:
2,0 Mrd. Euro) und die Verbindlichkeiten des aufgegebenen
Geschäftsbereichs 1,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,1 Mrd.
Euro). Die Bewertung dieser Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten erfolgt mehrheitlich zum Fair Value.
Detaillierte Informationen zum aufgegebenen
Geschäftsbereich sind nachstehend aufgeführt.
| Mio. € | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 | Veränd. in % |
| Erträge | - | 98 | . |
| Aufwendungen | - | 47 | . |
| Ergebnis vor Steuern | - | 50 | . |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | - | 0 | . |
| Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich nach Steuern | - | 50 | . |
| den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich | - | 50 | . |
Das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare
Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
liegt bei - 394 Mio. Euro (Vorjahr: - 157 Mio. Euro) (siehe
dazu auch Note 3).
| € | 1.1.-30.6.2021 | 1.1.-30.6.2020 | Veränd. in % |
| Ergebnis je Aktie für den aufgegebenen Geschäftsbereich | - | 0,04 | . |
| Mio. € | 2021 | 2020 | Veränd. in % |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | - | 50 | . |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - | - | . |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - | - | . |
| Mio. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 | Veränd. in % |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost | 21 | 21 | 1,2 |
| Darlehen und Forderungen | 21 | 21 | 1,2 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | - | . |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI | - | - | . |
| Darlehen und Forderungen | - | - | . |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | - | . |
| Eigenkapitalinstrumente | - | - | . |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L | 0 | 7 | -96,8 |
| Darlehen und Forderungen | 0 | 7 | -99,7 |
| Verbriefte Schuldinstrumente | - | - | . |
| Eigenkapitalinstrumente | 0 | 0 | - |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading | 1 864 | 2 088 | -10,7 |
| Darlehen und Forderungen | - | - | . |
| Verbriefte Schuldinstrumente | 3 | 11 | -70,1 |
| Eigenkapitalinstrumente | 1 | 1 | -0,4 |
| Derivate | 1 860 | 2 076 | -10,4 |
| Immaterielle Vermögenswerte | - | - | . |
| Sachanlagen | - | - | . |
| Sonstige Aktivposten | -77 | -76 | 0,8 |
| Gesamt | 1 809 | 2 040 | -11,3 |
Die Vermögenswerte aus
Veräußerungsgruppen des Vorjahres stehen
überwiegend in Zusammenhang mit der Aufgabe des
Geschäftsbereichs EMC (siehe Note 32).
| Mio. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 | Veränd. in % |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost | 21 | 20 | 5,2 |
| Einlagen | 21 | 20 | 5,2 |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | . |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option | 36 | 50 | -27,8 |
| Einlagen | 36 | 50 | -27,8 |
| Begebene Schuldverschreibungen | - | - | . |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading | 1 789 | 1 981 | -9,7 |
| Zertifikate und andere Emissionen | - | 8 | . |
| Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen | 0 | -0 | . |
| Derivate | 1 789 | 1 972 | -9,3 |
| Sonstige Passivposten | 1 | 1 | 3,3 |
| Gesamt | 1 847 | 2 051 | -9,9 |
Die Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen
des Vorjahres stehen in Zusammenhang mit der Aufgabe des
Geschäftsbereichs EMC (siehe Note 32).
| Mio. € | 30.6.2021 | 31.12.20201 | Veränd. in % |
| Edelmetalle | 72 | 82 | -12,1 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 331 | 275 | 20,4 |
| Aktiviertes Planvermögen | 423 | 95 | . |
| Übrige Aktiva | 1 944 | 1 398 | 39,0 |
| Gesamt | 2 771 | 1 851 | 49,7 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements
(siehe Note 3).
| Mio. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 | Veränd. in % |
| Verbindlichkeiten für Filmfonds | 320 | 320 | - |
| Fremdkapital aus nicht beherrschenden Anteilen | 57 | 56 | 3,0 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 292 | 273 | 6,8 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1 934 | 2 054 | -5,8 |
| Übrige Passiva | 2 484 | 1 732 | 43,4 |
| Gesamt | 5 088 | 4 434 | 14,7 |
| Mio. € | 30.6.2021 | 31.12.20201 | Veränd. in % |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 201 | 513 | -60,9 |
| Sonstige Rückstellungen | 3 752 | 2 606 | 44,0 |
| Gesamt | 3 952 | 3 119 | 26,7 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements
(siehe Note 3).
Die Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen
aus unmittelbaren Versorgungszusagen in Deutschland
(vergleiche Geschäftsbericht 2020 Seite 263 ff.).
Für die versicherungsmathematische Ermittlung dieser
Verpflichtungen wurden am 30. Juni 2021 ein
Diskontierungszinssatz von 1,3 % (Vorjahr: 0,5 %) und eine
erwartete Rentenanpassung von 1,4 % (Vorjahr: 1,4 %)
zugrunde gelegt.
Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich im
Wesentlichen aus Restrukturierungsrückstellungen sowie
Rückstellungen aus dem Personalbereich zusammen. Die
Erhöhung der sonstigen Rückstellungen resultiert
hauptsächlich aus der Zuführung zu den
Restrukturierungsrückstellungen. Die gebildeten
Restrukturierungsrückstellungen entfallen vorwiegend
auf den Personalbereich. Die Zuführung im ersten
Halbjahr 2021 stand im Wesentlichen im Zusammenhang mit
einem vorgezogenen Freiwilligenprogramm für den Abbau
von rund 1700 Vollzeitstellen in der AG Inland sowie mit
dem im Mai 2021 mit den Arbeitnehmergremien abgeschlossenen
Rahmeninteressenausgleich und Rahmensozialplan zur
Umsetzung der Strategie 2024 für einen möglichst
sozialverträglichen Stellenbau im Inland.
Bei rechtlichen Verfahren oder potenziellen Regressen,
für die Rückstellungen von 341 Mio. Euro (Vorjahr
196 Mio. Euro) gebildet wurden und die in den Sonstigen
Rückstellungen enthalten sind, kann zum Zeitpunkt der
Rückstellungsbildung weder die Dauer des Verfahrens
noch die Höhe der Inanspruchnahme abschließend
vorhergesagt werden. Die jeweils gebildete
Rückstellung deckt den nach unserer Einschätzung
zum Bilanzstichtag künftig zu erwartenden Aufwand ab.
Von einer Einzeldarstellung der jeweiligen
Rückstellungsbeträge und Sensitivitäten wird
abgesehen, um den Ausgang der jeweiligen Verfahren nicht zu
beeinflussen.
| ― |
Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind in einer Vielzahl von Jurisdiktionen mit zum Teil unterschiedlichen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen tätig. In der Vergangenheit wurden in einzelnen Fällen Verstöße gegen rechtliche und regulatorische Bestimmungen festgestellt und von staatlichen Behörden und Institutionen verfolgt. Einige Konzerngesellschaften sind auch zurzeit in eine Reihe solcher Verfahren involviert. |
| ― |
Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften sind insbesondere im Segment Privat- und Unternehmerkunden im Bereich der Anlageberatung tätig. Die vom Gesetzgeber und von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen an eine objekt- und anlegergerechte Anlageberatung haben sich insbesondere in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. Die Commerzbank und ihre Tochtergesellschaften waren und sind deshalb in eine Reihe von - auch gerichtlichen - Auseinandersetzungen involviert, in denen Anleger eine angeblich mangelhafte Anlageberatung geltend machen und Schadenersatz verlangen oder die Rückabwicklung der Anlagen im Zusammenhang mit fehlenden Angaben zu Vertriebsprovisionen (unter anderem für geschlossene Fonds) fordern. |
| ― |
Die Commerzbank sieht sich
Klagen von Verbrauchern zum Thema "Widerrufsjoker"
ausgesetzt. Nachdem der Gesetzgeber für im
Zeitraum von 2002 bis 2010 abgeschlossene
Darlehensverträge eine Regelung eingeführt
hat, wonach ein etwaiges Widerrufsrecht
spätestens am 21. Juni 2016 erlischt, haben
zahlreiche Darlehensnehmer den Widerruf erklärt
mit der Behauptung, die ihnen anlässlich des
Vertragsabschlusses erteilte Widerrufsbelehrung sei
fehlerhaft gewesen. Ein Teil der Kunden hat nach
Zurückweisung des Widerrufs durch die Bank Klage
erhoben mit dem Ziel, die Darlehen vor Ablauf der
vereinbarten Zinsbindung sofort zurückzuzahlen,
ohne der Bank den durch die vorzeitige
Rückzahlung entstehenden Schaden ersetzen zu
müssen. Auch bei nach 2010 abgeschlossenen
Verträgen wird versucht, mithilfe des
Widerrufsjokers vorzeitig aus den Verträgen
auszusteigen. Die Bank tritt den Klagen entgegen.
|
| ― |
Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank war an einer mittlerweile in der Insolvenz befindlichen südamerikanischen Bank beteiligt. Eine Reihe von Anlegern beziehungsweise Gläubigern dieser Bank hat in verschiedenen Verfahren in Uruguay und Argentinien die Tochtergesellschaft und in einem Teil der Fälle auch die Commerzbank wegen angeblicher Haftung als Gesellschafter sowie wegen angeblicher Pflichtverletzungen der von der Tochtergesellschaft für den Aufsichtsrat der Banken nominierten Personen verklagt. Zudem war die Tochtergesellschaft an zwei Fonds beteiligt, die Gelder einwarben und von Dritten verwalten ließen. Die Liquidatoren dieser Fonds verlangen in einem Gerichtsverfahren in den USA Zahlungen zurück, die die Tochtergesellschaft von den Fonds erhalten hat. |
| ― |
Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurde im Mai 2014 von einem Kunden auf Schadenersatz wegen angeblicher Falschberatung und Täuschung beim Abschluss von Derivategeschäften verklagt. Die Tochtergesellschaft ist der Klage entgegengetreten. |
| ― |
Gegen eine Tochtergesellschaft
der Commerzbank wurde im Mai 2017 von einem
polnischen Gericht eine Sammelklage wegen angeblicher
Unwirksamkeit von Indexklauseln in
Darlehensverträgen in Schweizer Franken (CHF)
zugelassen. Der Sammelklage haben sich insgesamt 1
731 Kläger angeschlossen. Das Berufungsgericht
hat das Urteil des erstinstanzlichen Gerichts mit dem
die Sammelklage vollumfänglich abgewiesen worden
war teilweise aufgehoben und zurückverwiesen.
Ein erster Verhandlungstermin ist aufgrund der
erwarteten Grundsatzentscheidung des Obersten
Gerichts noch nicht anberaumt.
|
Vor dem Hintergrund der bislang uneinheitlichen
Rechtsprechung, der geringen Anzahl von letztinstanzlichen
Urteilen sowie der ausstehenden Grundsatzentscheidungen des
Obersten Gerichtshofs sowie des EuGH ist die Höhe der
Rückstellung für diesen Themenkomplex stark
ermessensbehaftet. Bis zum 31. Dezember 2020 wurden
Rechtsrisiken im Zusammenhang mit Darlehensverträgen
in CHF mit Indexklauseln gesamthaft gemäß IAS 37
berücksichtigt. Für bereits vollständig
zurückgeführte Darlehen und damit verbundene
Rechtskosten wurde die Bilanzierungsmethode nicht
angepasst; diese werden weiterhin gemäß IAS 37
bilanziert. Für nicht vollständig
zurückgeführte CHF-Darlehen und damit verbundene
Rechtskosten wurde die Bilanzierungsmethode unter
Verwendung der Vorgaben des IAS 8.14 rückwirkend auf
die Abbildung nach IFRS 9 angepasst. Dabei werden die
rechtlichen Risiken unmittelbar bei der Schätzung der
Zahlungsströme im Bruttobuchwert der Forderungen
berücksichtigt. Die Bilanzierung nach IFRS 9 stellt
die Marktpraxis im Inlandsmarkt des Tochterunternehmens dar
und erhöht somit die Vergleichbarkeit zu
Abschlüssen anderer Marktteilnehmer sowie die
Vergleichbarkeit seitens des polnischen Regulators. Durch
die Anwendung von IFRS 9 anstelle des IAS 37 werden somit
relevantere Informationen vermittelt. Die
Bewertungsmethodik, anhand derer der Einfluss auf die aus
den Darlehen erwarteten Zahlungsströme geschätzt
wird, blieb verglichen zur bisherigen Bewertungsmethodik im
Wesentlichen unverändert. Sämtliche Aufwendungen
im Zusammenhang mit Darlehensverträgen in Schweizer
Franken (CHF) mit Indexklauseln werden in der Gewinn- und
Verlustrechnung weiterhin gesamthaft unter Sonstige
betriebliche Aufwendungen gezeigt.
Die Bewertungsanpassung nach IFRS 9 für das zum 30.
Juni 2021 bestehende Portfolio mit einem Buchwert in
Höhe von 11,0 Mrd. polnischen Zloty beträgt 325
Mio. Euro. Das bereits zurückgezahlte Portfolio betrug
bei Ausreichung 7,0 Mrd. polnische Zloty. Die
Rückstellung zum 30. Juni 2021 für das bereits
zurück gezahlte Portfolio beläuft sich auf 49
Mio. Euro. Insgesamt wurden im Konzern die aus dem Komplex
entstehenden Risiken mit 374 Mio. Euro berücksichtigt.
Die Methodik zur Ermittlung der Rückstellung
beziehungsweise der Bewertungsanpassung basiert auf
Parametern, welche vielfältig, ermessensbehaftet und
zum Teil mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind.
Wesentliche Parameter sind die geschätzte Gesamtanzahl
von Klägern, die Wahrscheinlichkeit, einen Prozess in
letzter Instanz zu verlieren, die Höhe des Verlustes
sowie die Entwicklung des Wechselkurses. Schwankungen der
Parameter sowie deren Interdependenzen können dazu
führen, dass die Rückstellung beziehungsweise die
Bewertung zukünftig der Höhe nach wesentlich
angepasst werden muss.
Zum Stichtag hat die Tochtergesellschaft das
Unterliegensrisiko auf Basis von Experteneinschätzung
geschätzt, die durch Rechtsgutachten zu künftigen
Rechtsprechungstendenzen gestützt werden.
Unter der Annahme ansonsten unveränderter Parameter
ergeben sich folgende Sensitivitäten für die
wesentlichen der
Rückstellungsbildung beziehungsweise der
Bewertungsanpassung zugrundeliegenden Parameter:
| ― |
Die Anzahl der künftigen Kläger erhöht sich um 1% der Darlehensnehmer: Veränderung + 13 Mio. Euro |
| ― |
Die Wahrscheinlichkeit eines für die Tochtergesellschaft nachteiligen letztinstanzlichen Urteils ändert sich um +/- 1 Prozentpunkt: Veränderung +/- 7 Mio. Euro |
| ― |
Der angenommene gewichtete durchschnittliche Verlust ändert sich um +/- 1 Prozentpunkt: Veränderung +/-6 Mio. Euro |
Im Dezember 2020 ist ein Vorschlag der lokalen
Aufsichtsbehörde zur Umwandlung von
Fremdwährungsdarlehen in Darlehen in lokaler
Währung bekannt geworden. Die weiteren Analysen und
Diskussionen unter den betroffenen Banken und mit den
zuständigen Behörden hängen vom Ausgang des
noch anhängenden Verfahrens vor dem Obersten
Gerichtshof ab, in dem ein neuer Verhandlungstermin
für den 2. September 2021 angesetzt ist.
| ― |
Im Mai 2018 wurde eine Tochtergesellschaft der Commerzbank zusammen mit einer weiteren Bank auf Zahlung von Schadensersatz wegen vermeintlich unlauteren Preisabsprachen im Zusammenhang mit der Erhebung von Abwicklungsgebühren verklagt. Die Tochtergesellschaft verteidigt sich gegen die Klage. |
| ― |
Eine Tochtergesellschaft der Commerzbank ist von einem Kunden auf Schadensersatz wegen angeblich unrechtmäßiger Verwertung von Sicherheiten verklagt worden. Die Tochtergesellschaft ist der Klage entgegengetreten. |
| ― |
Im Juli 2020 ist die Commerzbank von einem Gericht in Indien auf Zahlungen aus Remboursermächtigungen im Zusammenhang mit Akkreditivgeschäften verurteilt worden. Anfang 2021 hat der Kläger die Klage zurückgenommen. |
| ― |
In einem Verfahren um ein konkretes Baufinanzierungsdarlehen hat ein Gericht entgegen der Vorinstanz entschieden, dass die Vertragsklausel zur Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung unzureichend ist und die Bank die erhaltene Vorfälligkeitsentschädigung zurückerstatten muss. Das Urteil ist rechtskräftig. Die Bank hat eine entsprechende Rückstellung gebildet für den Fall, dass in vergleichbaren Fällen eine Rückerstattung erfolgen muss. |
| ― |
Im April 2021 hat der Bundesgerichtshof in einem Verfahren gegen eine andere Bank über den sogenannten AGB-Änderungsmechanismus entschieden und die entsprechenden Ziffern der AGB-Banken für unwirksam erklärt. Dieser Mechanismus sah vor, dass die Zustimmung des Kunden zu bestimmten Vertragsänderungen nach einer bestimmten Frist angenommen wurde, wenn der Kunde nicht widersprochen hatte. Die Bank prüft die Auswirkungen dieser Rechtsprechung auf ihre Geschäftsbereiche und Produkte, da aufgrund des AGB-Änderungsmechanismus eingeführte oder erhöhte Entgelte für Verbraucher möglicherweise unwirksam sein können. Die Bank hat hierfür eine Task Force eingerichtet, welche die mit dem Urteil verbundenen Fragestellungen konsolidiert bearbeitet. Dies betrifft sowohl die vergangenheitsbezogene Aufarbeitung etwaiger Rückforderungsansprüche von Kunden als auch die zukunftsgerichtete Neuvereinbarung von Vertragsverhältnissen im Bestands- und Neukundengeschäft. Dazu werden gegenwärtig auch branchenweite Standards über Verbandsgremien entwickelt, die sich insbesondere mit der Frage beschäftigen, ob und in welcher Weise ein Änderungsmechanismus im Lichte der BGH-Entscheidung noch zulässig sein kann. Die Bank sieht sich infolge des Urteils Rückforderungsverlangen von Kunden bezüglich möglicherweise zu Unrecht vereinnahmter Entgelte ausgesetzt. Gerichtliche Rechtsstreitigkeiten dazu liegen derzeit nicht vor. |
| ― |
Auf Basis des in 2017 veröffentlichten BMF-Schreibens zu Cum-Cum Geschäften hat die Betriebsprüfung zur Behandlung dieser Geschäfte in Form von Prüfungsanmerkungen Stellung genommen. Die Anrechnung der Kapitalertragsteuer wurde seitens des Finanzamtes entsprechend gekürzt. Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat daraufhin Wertberichtigungen hinsichtlich bilanzierter Anrechnungsforderungen vorgenommen beziehungsweise zusätzliche Rückstellungen im Hinblick auf mögliche Rückzahlungsansprüche gebildet, um die geänderte Risikosituation vollumfänglich angemessen zu reflektieren. Nunmehr ist das BMF-Schreiben zu Cum-Cum Geschäften mit Datum vom 9. Juli 2021 neu gefasst worden. Im Hinblick auf die potentiellen Auswirkungen des BMF Schreibens wurde im zweiten Quartal 2021 die Rückstellung angepasst. |
| ― |
Die Bank wird ein Auslagerungsprojekt durch Abschluss einer Aufhebungsvereinbarung oder gegebenenfalls durch Ausübung eines im Auslagerungsvertrag eingeräumten Sonderkündigungsrechtes vorzeitig beenden. Bei Ausübung dieses Kündigungsrechtes ist nach den vertraglichen Regelungen eine Entschädigungszahlung, deren Höhe sich anhand von im Vertrag festgelegten Parametern errechnet, an den Vertragspartner zu leisten. |
Hier weisen wir im Wesentlichen
Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Gewährleistungsverträgen sowie Kreditzusagen zum
Nominalwert aus.
Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten
und Kreditzusagen wird als Rückstellung für
Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt.
In den Eventualverbindlichkeiten ist die unwiderrufliche
Zahlungsverpflichtung enthalten, die nach Stattgabe des
Antrags der Bank auf Leistung einer Besicherung zur
teilweisen Begleichung des Beitrags der Bankenabgabe von
der Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH
(Deutsche Finanzagentur) gewährt wurde.
Die in der folgenden Tabelle genannten Zahlen werden
ohne Berücksichtigung von Sicherheiten dargestellt und
wären nur im Falle der vollständigen Ausnutzung
der Fazilitäten durch sämtliche Kunden und den
darauffolgenden Zahlungsverzug aller Kunden - unter der
Voraussetzung, dass keine Sicherheiten vorhanden sind -
abzuschreiben. Tatsächlich verfällt der weitaus
größte Teil dieser Verpflichtungen, ohne in
Anspruch genommen zu werden. Insofern sind die Beträge
nicht repräsentativ für die
Risikoeinschätzung, das tatsächliche
künftige Kreditengagement oder daraus erwachsende
Liquiditätserfordernisse.
| Mio. € | 30.6.2021 | 31.12.2020 | Veränd. in % |
| Eventualverbindlichkeiten | 42 631 | 41 731 | 2,2 |
| Kreditinstitute | 7 866 | 6 425 | 22,4 |
| Firmenkunden | 31 554 | 32 081 | -1,6 |
| Privatkunden | 184 | 185 | -0,7 |
| Finanzdienstleister | 2 894 | 2 968 | -2,5 |
| Öffentliche Haushalte | 132 | 71 | 86,0 |
| Kreditzusagen | 86 270 | 85 476 | 0,9 |
| Kreditinstitute | 1 352 | 1 339 | 1,0 |
| Firmenkunden | 66 160 | 65 853 | 0,5 |
| Privatkunden | 14 136 | 12 291 | 15,0 |
| Finanzdienstleister | 4 197 | 5 367 | -21,8 |
| Öffentliche Haushalte | 425 | 625 | -32,1 |
| Gesamt | 128 901 | 127 207 | 1,3 |
Über die vorstehend aufgeführten
Kreditfazilitäten hinaus können im
Commerzbank-Konzern Verluste aus Rechts- und Steuerrisiken
entstehen, deren Eintritt nicht überwiegend
wahrscheinlich ist, so dass keine Rückstellungen
gebildet wurden. Da der Eintritt aber auch nicht
gänzlich unwahrscheinlich ist, erfolgt eine
Darstellung unter den Eventualverbindlichkeiten. Weder
für den Eintrittszeitpunkt noch mögliche
Erstattungen kann eine verlässliche Einschätzung
vorgenommen werden. Je nach Ausgang der rechtlichen und
steuerlichen Verfahren kann sich die Einschätzung
unseres Verlustrisikos als zu niedrig oder zu hoch
erweisen. Für den weitaus größten Teil der
Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken erfolgt jedoch
keine Inanspruchnahme und somit sind die Beträge nicht
repräsentativ für die tatsächlichen
künftigen Verluste. Zum 30. Juni 2021 betrugen die
Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsrisiken 400 Mio. Euro
(Vorjahr: 398 Mio. Euro) und betrafen die folgenden
wesentlichen Sachverhalte:
| ― |
Gegen eine Tochtergesellschaft der Commerzbank wurden mehrere Klagen von Kunden eines ehemaligen und mittlerweile insolventen Geschäftskunden, der bei dieser Tochter seine Geschäftskonten unterhielt, erhoben. Klageziel ist jeweils die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen angeblicher Unterstützung des Managements des insolventen Geschäftskunden bei dessen unlauteren Machenschaften im Rahmen der Kontoführung. Die Forderungen diverser Kunden wurden im Nachgang von einem Unternehmen erworben und werden von diesem Erwerber gesammelt geltend gemacht. Diese Schadensersatzansprüche wurden im Januar 2021 abgewiesen, der Kläger hat noch eine Beschwerdemöglichkeit. |
| ― |
Die ehemalige Dresdner Bank war Inhaber von Anteilen an einer US-amerikanischen Gesellschaft, die im Rahmen eines sogenannten Leverage Buyouts veräußert wurden. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens dieser Gesellschaft wurden in den USA mehrere Klagen unter anderem gegen die Commerzbank als Rechtsnachfolgerin der Dresdner Bank auf Rückgewähr, der im Rahmen der Anteilsveräußerung erhaltenen Erlöse erhoben. Die Klage des Insolvenzverwalters wurde in der ersten Instanz abgewiesen; ein Antrag zur Überprüfung der Entscheidung ist derzeit beim zuständigen Berufungsgericht anhängig. Die Klagen der Pensionäre und der Anleihegläubiger der Gesellschaft sind vom Berufungsgericht unter anderem zu Gunsten der Bank abgewiesen worden; die Kläger haben Rechtsmittel eingelegt. |
| ― |
Im April 2016 wurde der Commerzbank die Zahlungsklage einer Kundin zugestellt. Die Klägerin verlangt unter anderem die Rückzahlung von nach Meinung der Klägerin zu Unrecht an die Commerzbank geleisteten Zinsen. Zudem begehrt sie die Freigabe von Sicherheiten, welche eine Forderung der Commerzbank gegen die Klägerin besichern. Die Commerzbank und die Klägerin streiten über den Bestand der besicherten Forderung. Die Commerzbank setzt sich gegen die Klage zur Wehr. |
| ― |
Mit Klage aus Mai 2019 begehrt ein Kunde der Commerzbank die Feststellung, dass die Bank dem Kläger den materiellen Schaden wegen angeblicher Falschberatung im Zusammenhang mit Derivaten in Form von Swap-Verträgen zu ersetzen hat. Die Commerzbank hält die Klage für unbegründet und ist ihr entgegengetreten. |
| ― |
Im Februar 2020 wurde eine Tochtergesellschaft der Commerzbank zusammen mit einer weiteren Bank auf Zahlung von Schadensersatz wegen angeblich unlauterer Preisabsprachen im Zusammenhang mit der Erhebung von Abwicklungsgebühren verklagt. Die Tochtergesellschaft verteidigt sich gegen die Klage. |
Eventualverbindlichkeiten aus Steuerrisiken:
Im Hinblick auf das BMF-Schreiben vom 9. Juli 2021 zu
"Cum-Cum-Geschäften" kann nicht vollständig
ausgeschlossen werden, dass sich daraus über die von
der Bank gebildete Rückstellung (vgl. Tz 38) hinaus
weitere Belastungen ergeben.
Im Hinblick auf Cum-Cum-Wertpapierleihegeschäfte
sieht sich die Commerzbank Ersatzansprüchen Dritter
aufgrund aberkannter Anrechnungsansprüche ausgesetzt.
Die Erfolgsaussichten solcher Ansprüche schätzt
die Commerzbank auf Basis der durchgeführten Analysen
als eher unwahrscheinlich ein, sie sind aber nicht
ausgeschlossen. In diesen Fällen könnten sich auf
Basis unserer Schätzungen finanzielle Auswirkungen im
höheren zweistelligen Millionenbereich zuzüglich
Nachzahlungszinsen ergeben. Es kann nicht vollständig
ausgeschlossen werden, dass sich im Rahmen der weiteren
Entwicklung, zum Beispiel aus der Bewertung durch die
Finanzbehörden und der Finanz-/Zivilgerichte, eine
anderslautende Einschätzung ergeben könnte.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt im
Zusammenhang mit Aktiengeschäften um den
Dividendenstichtag (sogenannte Cum-Ex-Geschäfte) der
Commerzbank und der ehemaligen Dresdner Bank. Die
Commerzbank hatte bereits Ende 2015 eine forensische
Analyse zu Cum-Ex-Geschäften beauftragt, die im
Hinblick auf die Aktiengeschäfte der Commerzbank
Anfang 2018 und bezüglich der Aktiengeschäfte der
ehemaligen Dresdner Bank im September 2019 abgeschlossen
wurde. Alle Steuernachforderungen durch die
Finanzbehörden wurden beglichen.
Seit September 2019 finden bei der Commerzbank
Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln in einem
separaten Verfahren zu Cum-Ex-Geschäften statt. Die
Staatsanwaltschaft Köln ermittelt wegen des Verdachts,
dass die Bank (einschließlich Dresdner Bank) in
verschiedenen Rollen an Cum-Ex-Geschäften mitgewirkt
hat, unter anderem dadurch, dass sie Dritte, die als
Leerverkäufer gehandelt haben sollen, mit Aktien
beliefert hat. Es geht in diesem Verfahren nach derzeitigem
Verständnis nicht um eigene
Steueranrechnungsansprüche der Commerzbank im Hinblick
auf Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag auf
Dividenden.
Im Zusammenhang mit Untersuchungen zu "Cum-Ex"
kooperiert die Bank vollumfänglich mit den
Ermittlungsbehörden. Das Ob und die Höhe einer
sich daraus eventuell ergebenden Belastung kann derzeit
nicht prognostiziert werden.
In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die
Ergebnisse der operativen Segmente des Commerzbank-Konzerns
wider. Als Grundlage für die nachfolgenden
Segmentinformationen dient IFRS 8 "Operating Segments", der
dem sogenannten Managementansatz folgt. Die
Segmentinformationen werden auf Basis der internen
Managementberichterstattung bestimmt, die dem Chief
Operating Decision Maker dazu dient, die Leistung der
Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die
Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Im
Commerzbank-Konzern übt die Funktion des Chief
Operating Decision Makers der Vorstand aus.
In unserer Segmentberichterstattung berichten wir in der
Segmentstruktur Privat- und Unternehmerkunden, Firmenkunden
und dem Bereich Sonstige und Konsolidierung. Dieses
Vorgehen folgt der Organisationsstruktur des
Commerzbank-Konzerns und ist Grundlage der internen
Managementberichterstattung. Die Aufteilung der
Geschäftssegmente orientiert sich an der
Unterschiedlichkeit der Produkte und Dienstleistungen
beziehungsweise an den Kundenzielgruppen. Die Erträge
und Aufwendungen des Segments Firmenkunden und des Konzerns
sind ohne den aufgegebenen Geschäftsbereich
dargestellt (siehe Note 32).
Im dritten Quartal 2020 führte eine verfeinerte
Segmentierung des Mobilien-Leasinggeschäfts zu
Verschiebungen zwischen den Segmenten Privat- und
Unternehmerkunden und Firmenkunden. Im zweiten Quartal 2021
wurde der Bereich Credit Solutions aus dem Segment
Firmenkunden in den Bereich Sonstige und Konsolidierung
übertragen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend
angepasst.
Weitere Angaben zu den Segmenten sind im
Zwischenlagebericht dieses Zwischenberichts enthalten. Die
für die operativen Segmente unterstellte
Kapitalunterlegung der Risikoaktiva beträgt 12 %.
Der Erfolg der einzelnen Segmente wird anhand des
Operativen Ergebnisses und des Ergebnisses vor Steuern
sowie der Kennziffern Operative Eigenkapitalrendite und
Aufwandsquote gemessen. Das Operative Ergebnis ist
definiert als die Summe aus Zinsüberschuss,
Dividendenerträgen, Risikoergebnis,
Provisionsüberschuss, Ergebnis aus erfolgswirksam zum
Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten, Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen, Übrigem Ergebnis aus
Finanzinstrumenten, Laufendem Ergebnis aus
at-Equity-bewerteten Unternehmen und Sonstigem Ergebnis
abzüglich der Verwaltungsaufwendungen und der
Pflichtbeiträge. Im Operativen Ergebnis sind keine
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte und
sonstige immaterielle Vermögenswerte und
Restrukturierungsaufwendungen enthalten. Durch den Ausweis
von Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch
im durchschnittlich gebundenen Eigenkapital die Anteile
Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein
Segment verantwortlich ist, sind somit im Ergebnis vor
Steuern berücksichtigt. Bei der Abbildung der
Zwischenergebniseliminierung aus konzerninternen
Transaktionen in der Segmentberichterstattung wird das
abgebende Segment so gestellt, als wäre die
Transaktion konzernextern erfolgt. Die Eliminierung der
Zwischengewinne und -verluste erfolgt daher im Bereich
Sonstige und Konsolidierung.
Die operative Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem
Verhältnis des operativen Ergebnisses zum
durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie
sich das im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Die
Aufwandsquote im operativen Geschäft spiegelt die
Kosteneffizienz der Segmente wider, sie errechnet sich aus
dem Verhältnis der Summe von Verwaltungsaufwendungen
und Pflichtbeiträgen zu Erträgen vor
Risikoergebnis. Zusätzlich weisen wir eine
Aufwandsquote im operativen Geschäft ohne
Berücksichtigung der Pflichtbeiträge aus, um der
fehlenden Beeinflussungsmöglichkeit auf die Höhe
sowie dem periodischen Charakter dieses Postens Rechnung zu
tragen.
Erträge und Aufwendungen werden
verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich
nach der Marktzinsmethode innerhalb der Segmente
ausgewiesen. Im Zinsüberschuss werden die
tatsächlichen Refinanzierungsaufwendungen für
geschäftsspezifische Beteiligungen der Segmente
gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen aus
dem Eigenkapital wird im Verhältnis des
durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals dem
Zinsüberschuss der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der
Zinssatz entspricht dem Zinssatz einer risikofreien Anlage
auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Im Zinsüberschuss
enthalten sind ebenfalls die Liquiditätskosten. Diese
umfassen sowohl die extern gezahlten Fundingkosten als auch
die vollständige Allokation der Liquiditätskosten
auf die Geschäfte und Segmente auf Basis unseres
Liquiditätskosten-Transferpreis-Systems. Auf dieser
Grundlage werden die aus dem externen Funding der Bank
resultierenden Zinsaufwendungen auf Basis einer zentralen
Liquiditätspreiskurve nach dem Verursachungsprinzip
auf Einzelgeschäfts- oder Portfolioebene auf die
Segmente alloziert. Die Ermittlung des durchschnittlich
gebundenen Eigenkapitals der Segmente erfolgt auf Basis der
durchschnittlichen segmentierten Risikoaktiva. Für das
Segment Firmenkunden erfolgt die Berechnung des
durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals ohne den
aufgegebenen Geschäftsbereich. Auf Konzernebene wird
das Common-Equity-Tier-1-Kapital (CET 1) gezeigt, das der
Berechnung der operativen Eigenkapitalrendite dient. Die
Anpassung zwischen dem durchschnittlich gebundenen
Eigenkapital der Segmente und dem CET-1-Kapital des
Konzerns erfolgt im Bereich Sonstige und Konsolidierung.
Darüber hinaus berichten wir die jeweiligen Aktiva und
Passiva der Segmente sowie die Buchwerte der
at-Equity-bewerteten Unternehmen.
Geschäftsmodellbedingt ist die Segmentbilanz erst auf
Konzernebene ausgeglichen.
Die im Operativen Ergebnis ausgewiesenen
Verwaltungsaufwendungen beinhalten die
Personalaufwendungen, die Sachaufwendungen (ohne
Pflichtbeiträge) sowie die Abschreibungen auf
Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte.
Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen auf
Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle
Vermögenswerte werden unterhalb des Operativen
Ergebnisses im Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Die
Zuordnung der Verwaltungsaufwendungen und der
Pflichtbeiträge zu den einzelnen Segmenten erfolgt
nach dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den internen
Leistungen ergebenden indirekten Aufwendungen werden dem
Leistungsempfänger in Rechnung gestellt
beziehungsweise führen beim Leistungserbringer zu
einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser
internen Leistungsbeziehungen erfolgt zu Vollkosten oder
Marktpreisen.
| 1.1.-30.6.2021 | Mio. € | Privat- und Unternehmerkunden | Firmenkunden | Sonstige und Konsolidierung | Konzern |
| Zinsüberschuss | 1 229 | 838 | 360 | 2 427 |
| Dividendenerträge | 5 | 3 | - 1 | 7 |
| Risikoergebnis | - 126 | - 39 | - 70 | - 235 |
| Provisionsüberschuss | 1 228 | 601 | - 25 | 1 803 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 128 | 178 | 180 | 485 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | - 1 | - 5 | - 46 | - 52 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 20 | - 5 | 2 | 17 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 0 | 2 | - 0 | 2 |
| Sonstiges Ergebnis | - 150 | - 16 | - 170 | - 335 |
| Erträge vor Risikoergebnis | 2 458 | 1 596 | 300 | 4 353 |
| Erträge nach Risikoergebnis | 2 332 | 1 556 | 230 | 4 118 |
| Verwaltungsaufwendungen | 1 717 | 1 121 | 335 | 3 173 |
| Pflichtbeiträge | 227 | 95 | 53 | 375 |
| Operatives Ergebnis | 388 | 340 | - 158 | 570 |
| Restrukturierungsaufwendungen | - 0 | 976 | 976 | |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 388 | 340 | - 1 133 | - 406 |
| Aktiva | 161 641 | 152 251 | 229 751 | 543 643 |
| davon: nicht fortgeführte Aktiva | 1 809 | - | 1 809 | |
| Passiva | 202 069 | 179 527 | 162 047 | 543 643 |
| davon: nicht fortgeführte Passiva | 1 847 | - | 1 847 | |
| Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen | 29 | 141 | 1 | 170 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital (aus fortzuführenden Geschäftsbereichen) (auf Basis CETI) 1 | 5 994 | 10 126 | 7 590 | 23 710 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) 2 | 12,9 | 6,7 | 4,8 | |
| Aufwandsquote im
operativen Geschäft
(exkl. Pflichtbeiträge) (%) |
69,9 | 70,3 | 72,9 | |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) | 79,1 | 76,2 | 81,5 |
1 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1).
Anpassung erfolgt in Sonstige und Konsolidierung.
2 Auf das Jahr hochgerechnet.
| 1.1.-30.6.2020 | Mio. €1 | Privat- und Unternehmerkunden | Firmenkunden | Sonstige und Konsolidierung | Konzern |
| Zinsüberschuss | 1 310 | 874 | 413 | 2 597 |
| Dividendenerträge | 12 | 3 | - 2 | 13 |
| Risikoergebnis | - 313 | - 455 | - 27 | - 795 |
| Provisionsüberschuss | 1 088 | 599 | - 19 | 1 668 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 98 | 38 | - 277 | - 141 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 1 | 9 | 54 | 64 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 11 | - 3 | 7 | 15 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | 0 | 5 | - 0 | 5 |
| Sonstiges Ergebnis | - 30 | - 1 | - 66 | - 97 |
| Erträge vor Risikoergebnis | 2 492 | 1 524 | 109 | 4 125 |
| Erträge nach Risikoergebnis | 2 178 | 1 069 | 82 | 3 329 |
| Verwaltungsaufwendungen | 1 723 | 1 158 | 148 | 3 030 |
| Pflichtbeiträge | 201 | 106 | 67 | 374 |
| Operatives Ergebnis | 254 | - 196 | - 132 | - 74 |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - | - |
| Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | 254 | - 196 | - 132 | - 74 |
| Aktiva | 158 780 | 179 681 | 211 905 | 550 366 |
| davon: nicht fortgeführte Aktiva | 2 179 | 2 179 | ||
| Passiva | 194 287 | 185 377 | 170 702 | 550 366 |
| davon: nicht fortgeführte Passiva | 3 878 | - | 3 878 | |
| Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen | 30 | 149 | 1 | 180 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital (aus fortzuführenden Geschäftsbereichen) (auf Basis CETI) 2 | 5 661 | 11 488 | 7 305 | 24 453 |
| Operative Eigenkapitalrendite (%) 3 | 9,0 | -3,4 | - | -0,6 |
| Aufwandsquote im
operativen Geschäft
(exkl. Pflichtbeiträge) (%) |
69,2 | 76,0 | 73,5 | |
| Aufwandsquote im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) | 77,2 | 83,0 | 82,5 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von IFRS 8.29.
2 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1).
Anpassung erfolgt in Sonstige und Konsolidierung.
3 Auf das Jahr hochgerechnet.
Detailangaben Sonstige und Konsolidierung:
| Mio. € | 1.1.-30.6.2021 | ||
| Sonstige | Konsolidierung | Sonstige und Konsolidierung | |
| Zinsüberschuss | 362 | - 2 | 360 |
| Dividendenerträge | - 1 | - | - 1 |
| Risikoergebnis | - 70 | - | - 70 |
| Provisionsüberschuss | - 20 | - 5 | - 25 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 188 | - 8 | 180 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | - 46 | - | - 46 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | - 1 | 3 | 2 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | - | - 0 | - 0 |
| Sonstiges Ergebnis | - 162 | - 8 | - 170 |
| Verwaltungsaufwendungen | 345 | - 10 | 335 |
| Pflichtbeiträge | 53 | 0 | 53 |
| Operatives Ergebnis | - 149 | - 9 | - 158 |
| Restrukturierungsaufwendungen | 976 | - | 976 |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | - 1 124 | - 9 | - 1 133 |
| Aktiva | 229 617 | 134 | 229 751 |
| Passiva | 161 959 | 88 | 162 047 |
| Mio. € | 1.1.-30.6.2020 1 | ||
| Sonstige | Konsolidierung | Sonstige und Konsolidierung | |
| Zinsüberschuss | 415 | - 3 | 413 |
| Dividendenerträge | - 2 | 0 | - 2 |
| Risikoergebnis | - 27 | - | - 27 |
| Provisionsüberschuss | - 15 | - 4 | - 19 |
| Ergebnis aus
erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten |
- 285 | 8 | - 277 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | 54 | - | 54 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten | 5 | 2 | 7 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen | - | - 0 | - 0 |
| Sonstiges Ergebnis | - 64 | - 3 | - 66 |
| Verwaltungsaufwendungen | 154 | - 6 | 148 |
| Pflichtbeiträge | 67 | 0 | 67 |
| Operatives Ergebnis | - 139 | 7 | - 132 |
| Restrukturierungsaufwendungen | - | - | - |
| Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen vor Steuern | - 139 | 7 | - 132 |
| Aktiva | 211 750 | 155 | 211 905 |
| Passiva | 170 566 | 136 | 170 702 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von IFRS 8.29.
Unter Konsolidierung weisen wir Konsolidierungs- und
Überleitungssachverhalte vom Ergebnis der Segmente und
des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss aus. Unter
anderem werden dort folgende Sachverhalte abgebildet:
| ― |
Eliminierung der in den Segmenten angefallenen Bewertungsergebnisse für eigene Schuldverschreibungen. |
| ― |
Effekte aus der Konsolidierung konzerninterner Transaktionen zwischen den Segmenten. |
| ― |
Effekte aus der Konsolidierung von Aufwendungen und Erträgen. |
| ― |
Erträge und Verwaltungsaufwendungen der Stabs- und Steuerungsfunktion, wobei diese auf die Segmente und den Bereich Sonstige verrechnet sind. |
Die regionale Aufgliederung, die im Wesentlichen auf dem
jeweiligen Sitz der Filiale oder des Konzernunternehmens
basiert (geografische Märkte), ergab nachfolgende
Verteilung:
| 1.1.-30.6.2021
Mio. € |
Deutschland | Europa ohne Deutschland | Amerika | Asien | Sonstige | Gesamt |
| Erträge vor Risikoergebnis | 3 195 | 1 014 | 41 | 104 | 0 | 4 353 |
| Risikoaktiva für Kreditrisiken (with transitional provisions) | 90 699 | 47 822 | 5 592 | 4 070 | 148 183 |
Im Vorjahreszeitraum erzielten wir in den geografischen
Märkten folgende Ergebnisse:
| 1.1.-30.6.2020
1
Mio. € |
Deutschland | Europa ohne Deutschland | Amerika | Asien | Sonstige | Gesamt |
| Erträge vor Risikoergebnis | 2 999 | 918 | 117 | 90 | 0 | 4 125 |
| Risikoaktiva für Kreditrisiken (with transitional provisions) | 96 245 | 49 513 | 6 618 | 5 110 | 157 486 |
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von Restatements
(siehe Note 3).
Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir
die Risikoaktiva für Kreditrisiken aus. In
Übereinstimmung mit IFRS 8.32 hat die Commerzbank
entschieden, auf eine Aufgliederung des Gesamtbetrags der
Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und
Dienstleistungen zu verzichten. Aus Effizienzgründen
wurde von einer Erhebung dieser Daten abgesehen, da sie
weder für die interne Steuerung noch für das
Managementreporting genutzt werden.
Das folgende Bild zeigt die Zusammensetzung der
Eigenmittel und risikogewichteten Aktiva sowie die
Eigenmittelquoten im Commerzbank-Konzern gemäß
CRR einschließlich angewendeter
Übergangsregelungen.
| 30.6.2021 | 31.12.2020 | Veränd. in % | |
| Hartes Kernkapital (CET 1) 1 (Mio. €) | 23 709 | 23 611 | 0,4 |
| Kernkapital (Tier 1) (Mio. €) | 27 187 | 26 790 | 1,5 |
| Eigenmittel 1 (Mio. €) | 31 806 | 31 603 | 0,6 |
| Risikogewichtete Aktiva (Mio. €) | 177 588 | 178 581 | -0,6 |
| Harte Kernkapitalquote (CET-1-Ratio, %) | 13,4 | 13,2 | 1,1 |
| Kernkapitalquote (Tier-1-Ratio, %) | 15,3 | 15,0 | 2,1 |
| Gesamtkapitalquote (%) | 17,9 | 17,7 | 1,2 |
Die Leverage Ratio (Verschuldungsquote) setzt das
Kernkapital (Tier-1-Kapital) gemäß CRR unter
Anwendung der Übergangsbestimmungen ins
Verhältnis zum Leverage Ratio Exposure, das aus den
nicht risikogewichteten Aktiva und den
außerbilanziellen Positionen besteht.
| 30.6.2021 | 31.12.2020 | Veränd. in % | |
| Leverage Ratio Exposure (Mio. €) | 589 160 | 541 412 | 8,8 |
| Leverage Ratio (%) | 4,6 | 4,9 | -6,1 |
Die NPE Ratio wird aus den notleidenden Forderungen im
Verhältnis zu den Gesamtforderungen gemäß
EBA Risk Dashboard ermittelt.
| 30.6.2021 | 31.12.2020 | Veränd. in % | |
| NPE-Ratio (%) | 0,8 | 1,0 | -20,0 |
Im Rahmen der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der
Commerzbank Aktiengesellschaft und/oder deren
konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen
mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Hierzu
gehören:
| ― |
beherrschte, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierte Tochterunternehmen, |
| ― |
Gemeinschaftsunternehmen, |
| ― |
assoziierte Unternehmen, |
| ― |
Beteiligungen, |
| ― |
unternehmensexterne Versorgungsträger zur betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, |
| ― |
Personen in Schlüsselpositionen und deren Angehörige, |
| ― |
sowie von diesem Personenkreis beherrschte Unternehmen. |
Die mit nahestehenden Unternehmen und Personen
getätigten Bankgeschäfte werden zu
marktüblichen Bedingungen und Konditionen
abgeschlossen.
Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen
ausschließlich die im Berichtszeitraum aktiven
Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank
Aktiengesellschaft.
Neben dem Anteilsbesitz der Bundesrepublik Deutschland
sind weitere Faktoren zu berücksichtigen (unter
anderem Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat), die einen
maßgeblichen Einfluss auf die Commerzbank
Aktiengesellschaft ermöglichen. Demnach zählen
der Bund sowie der Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland
unterliegende Unternehmen (Bundesunternehmen) zum Kreis der
nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24.
Die Aktivposten gegenüber nicht konsolidierten
Tochterunternehmen von 249 Mio. Euro (Vorjahr: 274 Mio.
Euro) enthielten zum 30. Juni 2021 im Wesentlichen Darlehen
und Forderungen. In den Passivposten waren von den 197 Mio.
Euro (Vorjahr: 202 Mio. Euro) im Wesentlichen Einlagen
enthalten.
Die Erträge von 15 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 8
Mio. Euro) resultieren aus Zinserträgen und die
Aufwendungen von 31 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 36 Mio.
Euro) vor allem aus Sachaufwendungen.
Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts
wurden Garantien und Sicherheiten von 80 Mio. Euro
(Vorjahr: 79 Mio. Euro) gewährt.
Die Aktivposten gegenüber assoziierten Unternehmen
von 13 Mio. Euro (Vorjahr: 15 Mio. Euro) enthielten zum 30.
Juni 2021 im Wesentlichen Darlehen und Forderungen. In den
Passivposten waren von den 26 Mio. Euro (Vorjahr: 29 Mio.
Euro) im Wesentlichen Einlagen enthalten.
Die Erträge von 2 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 7
Mio. Euro) resultieren vor allem aus
Provisionserträgen sowie dem Laufenden Ergebnis aus
at-Equity-bewerteten Unternehmen.
Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts
wurden Garantien und Sicherheiten von 5 Mio. Euro (Vorjahr:
12 Mio. Euro) gewährt.
Die Aktivposten gegenüber sonstigen nahestehenden
Unternehmen/Personen betrugen zum 30. Juni 2021 0 Mio. Euro
(Vorjahr: 0 Mio. Euro) In den Passivposten von 543 Mio.
Euro (Vorjahr: 208 Mio. Euro) waren im Wesentlichen
Einlagen enthalten. Die Einlagen entfielen vor allem auf
unternehmensexterne Versorgungsträger.
Zum 30. Juni 2021 betrugen die Erträge 1 Mio. Euro
(Vorjahreszeitraum: 0 Mio. Euro). Die Aufwendungen lagen
bei 19 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 4 Mio. Euro).
Im Rahmen des gewöhnlichen Bankgeschäfts
wurden keine Garantien und Sicherheiten gewährt
(Vorjahr: 0 Mio. Euro).
Zum 30. Juni 2021 lagen die Aktivposten gegenüber
Schlüsselpersonen bei 0 Mio. Euro (Vorjahr: 4 Mio.
Euro) und die Passivposten bei 1 Mio. Euro(Vorjahr: 6 Mio.
Euro).
Die Aufwendungen resultieren aus Personalaufwendungen
von 10 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 8 Mio. Euro ) und
enthielten Vergütungen für Personen in
Schlüsselpositionen und Gehälter der im
Commerzbank-Konzern angestellten Arbeitnehmervertreter im
Aufsichtsrat.
Die Aktivposten gegenüber Bundesunternehmen von 84
271 Mio. Euro (Vorjahr: 56 576 Mio. Euro) enthielten zum
30. Juni 2021 im Wesentlichen Guthaben bei der Deutschen
Bundesbank von 79 820 Mio. Euro (Vorjahr: 53 546 Mio.
Euro). Von den Passivposten gegenüber
Bundesunternehmen von 14 024 Mio. Euro (Vorjahr: 13 755
Mio. Euro) betrafen 14 010 Mio. Euro (Vorjahr: 13 748 Mio.
Euro) Einlagen. Zum 30. Juni 2021 wurden Bundesunternehmen
Garantien und Sicherheiten von 238 Mio. Euro (Vorjahr: 255
Mio. Euro) gewährt.
Zum 30. Juni 2021 betrugen die Erträge 19 Mio. Euro
(Vorjahreszeitraum: 38 Mio. Euro). Die Aufwendungen lagen
bei 13 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 12 Mio. Euro).
Helmut Gottschalk
Vorsitzender
(seit 14.4.2021)
Hans-Jörg Vetter
Vorsitzender
(bis 16.3.2021)
Uwe Tschäge
1
Stellv. Vorsitzender
Heike Anscheit
1
Alexander Boursanoff
1
Gunnar de Buhr
1
Stefan Burghardt
1
Dr. Frank Czichowski
Sabine U. Dietrich
Dr. Jutta A. Dönges
Monika Fink
1
Dr. Tobias Guldimann
(bis 18.5.2021)
Dr. Rainer Hillebrand
(bis 18.5.2021)
Christian Höhn
1
Kerstin Jerchel
1
Burkhard Keese
(seit 18.5.2021)
Alexandra Krieger
1
Daniela Mattheus
(seit 18.5.2021)
Dr. Victoria Ossadnik
(bis 18.5.2021)
Andreas Schmitz
(von 1.1.2021 bis 24.3.2021)
Caroline Seifert
(seit 18.5.2021)
Robin J. Stalker
Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell
Frank Westhoff
(seit 18.5.2021)
Stefan Wittmann
1
Klaus-Peter Müller
Ehrenvorsitzender
1 Von den Arbeitnehmern gewählt.
Dr. Manfred Knof
Vorsitzender
(seit 1.1.2021)
Jörg Hessenmüller
Dr. Bettina Orlopp
Stellv. Vorsitzende
Michael Kotzbauer
(seit 14.1.2021)
Dr. Marcus Chromik
Sabine Schmittroth
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Frankfurt am Main, den 2. August 2021
Der Vorstand
| Manfred Knof | Bettina Orlopp | Marcus Chromik |
| Jörg Hessenmüller | Michael Kotzbauer | Sabine Schmittroth |
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -
bestehend aus Gesamtergebnisrechnung, Bilanz,
Eigenkapitalveränderungsrechnung, verkürzter
Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten
erläuternden Anhangangaben - und den
Konzernzwischenlagebericht der COMMERZBANK
Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für den
Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021, die Bestandteile
des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind,
einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die
Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie
in der EU anzuwenden sind, und des
Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem
Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender
Beachtung des International Standard on Review Engagements
"Review of Interim Financial Information Performed by the
Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen.
Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und
durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer gewissen Sicherheit ausschließen
können, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Eschborn/ Frankfurt am Main, 3. August 2021
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Claus-Peter Wagner | Marcus Binder |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Commerz Real AG, Wiesbade
Commerzbank Brasil S.A. - Banco Múltiplo,
Säo Paulo
Commerzbank (Eurasija) AO, Moskau
Commerzbank Finance & Covered Bond S.A., Luxemburg
Commerzbank Zrt., Budapest
Commerz Markets LLC, New York
mBank S.A., Warschau
Amsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office),
Brüssel, Dubai, Hongkong, London, Luxemburg, Madrid,
Mailand, New York, Paris, Peking, Prag, Schanghai,
Singapur, Tokio, Wien, Zürich
Abidjan, Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Bagdad,
Bangkok, Beirut, Belgrad, Brüssel
(Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos
Aires, Caracas, Dhaka, Dubai (FI-Desk), Ho-Chi-Minh-Stadt,
Hongkong (FI-Desk), Istanbul, Jakarta, Johannesburg, Kairo,
Kiew, Kuala Lumpur, Lagos, Luanda, Mailand (FI-Desk),
Melbourne, Minsk, Moskau (FI-Desk), Mumbai, New York
(FI-Desk), Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), Säo Paulo
(FI-Desk), Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk),
Taipeh, Taschkent, Tiflis, Tokio (FI-Desk), Zagreb
Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete
Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der
Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen,
Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die
Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es
gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser
Geschäft einwirken und zu großen Teilen
außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu
gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die
Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche
Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und
Entwicklungen können also erheblich von unseren heute
getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum
Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir
übernehmen keine Verpflichtung, die
zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen
oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.
| 4. November 2021 | Zwischenmitteilung zum 30. September 2021 |
| 17. Februar 2022 | Bilanzpressekonferenz |
| Ende März 2022 | Geschäftsbericht 2021 |
| 11. Mai 2022 | Hauptversammlung |
| 12. Mai 2022 | Zwischenmitteilung zum 31. März 2022 |
| 3. August 2022 | Zwischenbericht zum 30. Juni 2022 |
| 9. November 2022 | Zwischenmitteilung zum 30. September 2022 |
Commerzbank AG
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