Commerzbank AktiengesellschaftFrankfurt am MainZwischenmitteilung zum 30. September 2024Die Bank an Ihrer SeiteKennzahlenscrollen
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4 Weitere Informationen finden sich auf der
Internetseite unter www.commerzbank.de/konzern/.
5 Kontrahenten- und
Einlagenrating/Emittentenrating/kurzfristige
Verbindlichkeiten.
6 Kontrahentenrating/Einlagenrating und
Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten.
Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden
Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von
Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben,
Highlights der Geschäftsentwicklung vom 1. Januar bis 30. September 2024KernaussagenDie Commerzbank hat die Umsetzung ihrer strategischen
Initiativen auch im dritten Quartal weiter vorangetrieben.
Wenige Wochen nach dem erfolgreichen Closing der
Mehrheitsbeteiligung an der Aquila Capital startete die
Bank mit dem European Long-Term Investment Fund (ELTIF) "AC
One Planet" den Vertrieb von Aquila-Produkten. Zudem weitet
die Bank das Angebot für hochvermögende Kundinnen
und Kunden und Family Offices aus. Damit untermauert die
Commerzbank in diesem dynamischen Marktsegment ihre
Wachstumsambitionen. Auch im Ausland verfolgt die Bank ihre
strategischen Pläne weiter. Um ihre technologische
Entwicklung weiter zu stärken, hat die Commerzbank
eine neue "IT-Factory" in Malaysia eröffnet. Gut voran
kommt die Commerzbank außerdem mit ihrem Engagement
im Bereich Nachhaltigkeit: Das Wachstum des Bereichs Green
Infrastructure Finance, der sich auf die
Projektfinanzierung erneuerbarer Energien und anderer
grüner Infrastruktur fokussiert, übertraf nach
neun Monaten bereits das Rekordjahr 2023. Insgesamt zeigt
sich sowohl im Kundengeschäft als auch in der
Ergebnisentwicklung, dass sich unsere Wachstumsinitiativen
auszahlen.
Nachfolgend die Eckdaten der Geschäftsentwicklung
in den ersten neun Monaten 2024:
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Wichtige personelle und geschäftspolitische Ereignisse nach Ende des letzten BerichtszeitraumsVeränderungen im Vorstand der Commerzbank AktiengesellschaftAm 1. September 2024 hat Christiane Vorspel-Rüter
im Vorstand der Commerzbank als Chief Operating Officer
(COO) ihre Arbeit aufgenommen. Sie folgt auf Dr. Jörg
Oliveri del Castillo-Schulz, der im Februar 2024 mit dem
Aufsichtsrat übereingekommen war, seinen Ende
September dieses Jahres auslaufenden Vertrag nicht zu
verlängern.
Am 10. September 2024 hat der Vorstandsvorsitzende der
Commerzbank Aktiengesellschaft, Dr. Manfred Knof, dem
Aufsichtsratsvorsitzenden Prof. Dr. Jens Weidmann
mitgeteilt, dass er seinen bis Ende Dezember 2025 laufenden
Vertrag erfüllen werde, aber darüber hinaus der
Commerzbank Aktiengesellschaft nicht mehr zur
Verfügung stehe. In seiner Sitzung am 24. September
2024 hat der Aufsichtsrat der Commerzbank
Aktiengesellschaft die Verantwortlichkeiten an der
Konzernspitze neu geregelt und Dr. Bettina Orlopp zur
Vorstandsvorsitzenden und damit zur Nachfolgerin von Dr.
Manfred Knof bestellt, der sich mit dem Aufsichtsrat darauf
verständigt hat, dass er die Bank vorzeitig zum 30.
September 2024 verlässt. Zudem wurde
Firmenkundenvorstand Michael Kotzbauer zum
stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt. Zur
Nachbesetzung der Rolle des Finanzvorstands (CFO) hat der
Aufsichtsrat einen geordneten Auswahlprozess
angestoßen. Für die Übergangszeit wird Dr.
Bettina Orlopp die CFO-Rolle in Personalunion
weiterführen.
Wesentliche Veränderungen in der Aktionärsstruktur der CommerzbankAnfang September 2024 hat die Bundesrepublik Deutschland
- Finanzagentur GmbH mitgeteilt, dass sie sich von ihrer
Beteiligung an der Commerzbank Aktiengesellschaft
schrittweise trennen möchte. Am 11. September 2024 hat
der Bund ein erstes Aktienpaket an der Commerzbank
Aktiengesellschaft veräußert. Von der über
den Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMS) gehaltenen
Beteiligung von zuletzt 16,49 % wurden über ein
marktübliches sogenanntes beschleunigtes
Bookbuilding-Verfahren 4,49 % (rund 53,1 Millionen Aktien)
verkauft. Infolge einer deutlichen Überbietung aller
übrigen Angebote innerhalb des Bookbuilding-Verfahrens
wurde das gesamte Paket der UniCredit Group zugeteilt.
Zusammen mit parallel erfolgten Zukäufen am
Kapitalmarkt betrug der Anteil der UniCredit Group an der
Commerzbank damit rund 9,2 %. Am 25. September 2024 hat die
UniCredit Group mitgeteilt, dass sich ihr Anteil durch
weitere Zukäufe auf rund 9,5 % erhöht hat und
dass sie sich über Finanzinstrumente die Option
gesichert hat, ihren Anteil auf rund 21 % aufzustocken.
Aufsichtsrat und Vorstand der Commerzbank bekräftigen StrategieEnde September 2024 hat der Aufsichtsrat der Commerzbank
beim jährlichen Strategiedialog mit dem Vorstand
einhellig seine Unterstützung für dessen
Strategie bekräftigt, die auf eine verlässliche
und nachhaltige Wertsteigerung zielt. Die strategische
Priorität liegt dabei unverändert auf profitablem
Wachstum, unter Beibehaltung strikter Kostendisziplin und
Kundenorientierung. Die Implementierung der Strategie bis
2027 kommt zügig und planmäßig voran, die
Commerzbank liefert zuverlässig die angekündigten
Fortschritte.
Über die ursprünglichen Planungen hinaus soll
die Profitabilität der Bank in den kommenden Jahren
noch stärker verbessert werden. Durch die
Erschließung zusätzlicher Ertragspotenziale,
etwa im Firmenkundengeschäft, im Asset Management und
bei ihrer polnischen Tochter mBank, sowie die Realisierung
weiterer Effizienzgewinne wird die Bank ihre
Profitabilität stärker verbessern als
ursprünglich geplant. Der Vorstand erwartet für
2027 einen Anstieg des Nettoergebnisses auf deutlich
über 3 Mrd. Euro und eine Steigerung der
Eigenkapitalrendite bis 2027 auf mehr als 12 %.
Insgesamt entwickelt die Commerzbank ihre robuste, auf
sehr soliden Annahmen beruhende Wachstumsgeschichte
kontinuierlich weiter und schärft ihre finanziellen
Ziele. Die Bank erwartet, dass sie noch mehr Kapital an
ihre Aktionärinnen und Aktionäre zurückgeben
kann und damit, wie in den zurückliegenden Jahren,
auch in Zukunft zuverlässig Wert für alle ihre
Aktionärinnen und Aktionäre schafft.
Ertrags-, Finanz- und VermögenslageEine Beschreibung der zum 30. September 2024 angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden finden sich unter
"Zusätzliche Informationen" auf Seite 22.
Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-KonzernsDie Commerzbank erzielte in den ersten neun Monaten 2024
ein den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären
und Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile
zurechenbares Konzernergebnis in Höhe von 1 926 Mio.
Euro, nach 1 829 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das
Operative Ergebnis lag im Berichtszeitraum bei 2 841 Mio.
Euro, nach 2 879 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Darin
enthalten sind Belastungen aus Vorsorgen im Zusammenhang
mit Baufinanzierungen in Fremdwährung und
Ertragsminderungen aus Zins- und Tilgungsstundungen
für private Immobilienfinanzierungen
(Verlängerung der "Credit holidays") bei der mBank
sowie Rückstellungen für einen russischen
Rechtsfall bei der Commerzbank Eurasija.
Die wesentlichen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:
Der Zinsüberschuss lag in den ersten neun Monaten
2024 mit 6 251 Mio. Euro auf dem Niveau des
Vorjahreszeitraums, wobei die beiden Kundensegmente eine
unterschiedliche Entwicklung aufwiesen. Der Anstieg des
Zinsüberschusses im Geschäft mit Privat- und
Unternehmerkunden resultierte vornehmlich aus einem
kräftigen Zuwachs des Zinsüberschusses bei der
mBank aufgrund der unverändert sehr positiven
Bedingungen im Einlagengeschäft. Im Inland lag der
Zinsüberschuss in den ersten neun Monaten auf dem
Niveau des Vorjahreszeitraums. Trotz des seit Mitte des
Jahres leicht zurückgehenden Zinsniveaus konnten im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus dem
Einlagengeschäft leichte Zuwächse erzielt werden.
Darüber hinaus waren positive Effekte aus den im
vierten Quartal 2023 vorgenommenen Zinsmodellanpassungen im
Rahmen der Fristentransformation von Einlagen zu
verzeichnen, die gegenläufig dazu zu einem
Rückgang des Zinsüberschusses im Bereich Sonstige
und Konsolidierung führten. Im
Firmenkundengeschäft lag der Zinsüberschuss
aufgrund rückläufiger Einlagenerträge leicht
unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums.
Der Provisionsüberschuss wies für den
Berichtszeitraum insgesamt eine gute Entwicklung auf. Mit 2
693 Mio. Euro lag er um 4,1 % über dem Niveau des
starken Ergebnisses der ersten neun Monate 2023. Im Privat-
und Unternehmerkundengeschäft haben im Inland aufgrund
der positiven Börsenentwicklung sowohl das bestands-
als auch das umsatzabhängige Wertpapiergeschäft,
unter anderem durch gestiegene Transaktionsvolumen, im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum erfreulich zugelegt.
Darüber hinaus waren positive Effekte aus der im
zweiten Quartal des laufenden Jahres erfolgten
Konsolidierung der Aquila Capital zu verzeichnen. Für
die mBank war ein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
höherer Provisionsüberschuss zu verzeichnen,
dessen Anstieg im Wesentlichen auf Währungseffekten
beruhte. Im Geschäft mit Firmenkunden konnten
gestiegene Erträge aus dem Geschäft mit
Kreditsyndizierungen und Anleiheemissionen die im Vergleich
zu dem sehr guten Vorjahr rückläufigen
Erträge aus dem Fremdwährungsgeschäft mehr
als ausgleichen.
Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value
bewerteten finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten lag im Berichtszeitraum bei - 124 Mio.
Euro, nach - 157 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im
Ergebnis des Berichtszeitraums sind sowohl Belastungen aus
Bewertungseffekten als auch positive Währungseffekte
enthalten.
Im Sonstigen Ergebnis in Höhe von - 805 Mio. Euro
sind unter anderem Vorsorgen im Zusammenhang mit
Baufinanzierungen in Fremdwährung in Höhe von -
785 Mio. Euro bei der mBank sowie Rückstellungen
für einen russischen Rechtsfall in Höhe von - 96
Mio. Euro bei der Commerzbank Eurasija enthalten.
Im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten, das im
Berichtszeitraum mit 88 Mio. Euro auszuweisen war, sind
Ertragsminderungen aus Zins- und Tilgungsstundungen
für private Immobilienfinanzierungen
(Verlängerung der "Credit holidays") bei der mBank in
Höhe von - 35 Mio. Euro enthalten.
Das Risikoergebnis lag mit - 529 Mio. Euro um 44,4 %
über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums.
Das Risikoergebnis wurde überwiegend durch
Ausfälle von Einzeladressen und
Risikovorsorgenachbildungen im Segment Firmenkunden
getrieben, das gleichzeitig von
Risikovorsorgeauflösungen infolge von Abgängen
profitierte. Darüber hinaus sind im Risikoergebnis -
97 Mio. Euro für die kollektive Stage-2-Zuordnung
für Kunden mit einer höheren Klimabetroffenheit
enthalten. Der Bestand des TLA auf Konzernebene belief sich
per 30. September 2024 auf 242 Mio. Euro, nach 453 Mio.
Euro per 31. Dezember 2023. Weitere Informationen zum TLA
finden sich im Kapitel "Risikolage" auf Seite 14.
Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum
bei 4 550 Mio. Euro. Der Kostenanstieg um 2,3 % war
insbesondere auf höhere Kosten bei der mBank aufgrund
von Investitionen in künftiges Geschäftswachstum
sowie Fremdwährungseffekte zurückzuführen.
Der Anstieg der Personalkosten um 3,2 % auf 2 770 Mio. Euro
resultierte maßgeblich aus der Anpassung der
laufenden Löhne und Gehaltszahlungen. Die
Sachaufwendungen einschließlich der Abschreibungen
auf Sachanlagen und sonstige immaterielle
Vermögenswerte lagen mit 1 780 Mio. Euro auf dem
Niveau des Vorjahreszeitraums.
Die Belastungen aus den separat ausgewiesenen
Pflichtbeiträgen reduzierten sich um 126 Mio. Euro auf
230 Mio. Euro. Der Rückgang um rund 35 % resultierte
insbesondere aus einer deutlich niedrigeren
europäischen Bankenabgabe, da das Zielvolumen des
europäischen Fonds zur Abwicklung in Notlage geratener
Banken bereits erreicht wurde.
Im Berichtszeitraum beliefen sich die
Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit der
Umsetzung der strategischen Maßnahmen auf 4 Mio.
Euro, nach 14 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Das Ergebnis vor Steuern betrug 2 837 Mio. Euro, nach 2
865 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Für den
Berichtszeitraum war ein Steueraufwand in Höhe von 807
Mio. Euro auszuweisen. Dieser resultierte im Wesentlichen
aus der Besteuerung des positiven Ergebnisses der ersten
neun Monate 2024.
Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 2 030 Mio.
Euro, gegenüber 1 843 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Nach Berücksichtigung der nicht beherrschenden
Anteile war den Commerzbank-Aktionärinnen und
-Aktionären und Investoren in zusätzliche
Eigenkapitalbestandteile für den Berichtszeitraum ein
Konzernergebnis von 1 926 Mio. Euro zuzurechnen, nach 1 829
Mio. Euro im Vorjahr.
Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 2,38 Euro, das
Ergebnis je Aktie 1,45 Euro. Für den Vorjahreszeitraum
beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 2,31 Euro
beziehungsweise auf 1,31 Euro.
Bilanz des Commerzbank-KonzernsDie Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 30.
September 2024 bei 565,3 Mrd. Euro. Gegenüber dem
Jahresultimo 2023 war dies ein deutlicher Anstieg um 48,2
Mrd. Euro. Der Zuwachs um 9,3 % resultierte vornehmlich aus
dem kräftigen Anstieg bei besicherten
Wertpapierpensionsgeschäften sowie starken
Einlagenzuflüssen im Privat- und Firmenkundensegment.
Erfreulich zugelegt hat auch das Kreditgeschäft -
insbesondere bei der mBank und im Mittelstandsgeschäft
des Segments Firmenkunden.
EigenkapitalDas in der Bilanz zum Berichtsstichtag 30. September
2024 ausgewiesene den Commerzbank-Aktionärinnen und
-Aktionären zurechenbare Eigenkapital lag mit 29,8
Mrd. Euro um 0,9 Mrd. Euro über dem Niveau zum
Jahresende 2023. Weitere Informationen zur
Eigenkapitalveränderung finden sich auf Seite 20 f.
Die Risikoaktiva per 30. September 2024 lagen bei 170,9
Mrd. Euro und damit um 4,2 Mrd. Euro niedriger als zum
Jahresende 2023. Diese Entwicklung ist primär auf
einen Rückgang der Risikoaktiva aus Kredit- und
Marktrisiken zurückzuführen. Für das
geringere Kreditrisiko sind im Wesentlichen
Rückgänge im
Counterparty-&-Credit-Risk-Portfolio - primär aus
Exposure-Reduktionen aufgrund einer EZB-genehmigten
Modelländerung, weitere Volumen- und Parametereffekte
sowie Reduktionen unter anderem bei aktiv latenten Steuern
- verantwortlich. Teilweise gegenläufig wirkten vor
allem Anstiege aus mBank-Positionen. Geringere Risikoaktiva
aus Marktrisiken resultierten hauptsächlich aus dem
Wegfall von relevanten Verlustszenarien aus der Zeitreihe
des regulatorischen Value at Risk sowie aus reduzierten
Eigenmittelanforderungen für das
Credit-Valuation-Adjustment-Risiko aufgrund der
Modelländerung für
Counterparty-&-Credit-Risk-Exposure-Berechnung. Die
Risikoaktiva aus operationellen Risiken lagen nur leicht
unter dem Niveau zum Jahresende 2023.
Das aufsichtsrechtlich anrechenbare harte Kernkapital
(Common Equity Tier 1) reduzierte sich um 0,4 Mrd. Euro und
betrug zum Berichtsstichtag 25,3 Mrd. Euro, gegenüber
25,7 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2023. Die positiven
Entwicklungen im IAS-19-Effekt, in der Währungs- und
in der Neubewertungsrücklage wurden durch höhere
regulatorische Kapitalabzüge mehr als kompensiert, die
im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der Aquila
Capital im zweiten Quartal 2024, sowie von zum Zeitwert
bewerteten Vermögenswerten und aus dem gestiegenen IRB
Expected Loss-Shortfall entstanden sind. Die harte
Kernkapitalquote (Common-Equity-Tier-1-Quote) stieg leicht
auf 14,8 % (ohne Anrechnung des Konzernergebnisses für
die ersten neun Monate 2024), nach 14,7 % zum 31. Dezember
2023. Die Kernkapitalquote stieg ebenfalls leicht an und
betrug zum Berichtsstichtag 16,7 %, gegenüber 16,5 %
zum Jahresende 2023. Das Ergänzungskapital
erhöhte sich um 0,4 Mrd. Euro, im Wesentlichen
aufgrund einer Neuemission im zweiten Quartal 2024, im
Vergleich zum 31. Dezember 2023 auf 5,4 Mrd. Euro. Die
Gesamtkapitalquote (unter Anwendung der
Übergangsbestimmungen) betrug zum Berichtsstichtag
19,8 %, gegenüber 19,3 % zum Jahresende 2023. Die
anrechenbaren Eigenmittel lagen zum Berichtsultimo im
Vergleich zum 31. Dezember 2023 unverändert bei 33,9
Mrd. Euro.
Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von
Tier-1-Kapital zum Leverage Ratio Exposure zeigt, belief
sich auf 4,4 %.
Refinanzierung und LiquiditätDie Geld- und Kapitalmärkte waren auch in den
letzten drei Monaten des Berichtszeitraums in einer
stabilen und sehr aufnahmefähigen Verfassung.
Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Commerzbank
waren jederzeit gegeben. Darüber hinaus ist das
Liquiditätsmanagement der Bank stets in der Lage,
zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren.
Der Commerzbank-Konzern hat in den ersten neun Monaten
2024 langfristige Refinanzierungsmittel in Höhe von
10,2 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen.
Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat bei besicherten
Anleihen Pfandbrief-Benchmarktransaktionen inklusive
Aufstockungen mit einem Volumen von insgesamt 4,6 Mrd. Euro
und Laufzeiten zwischen drei und zehn Jahren begeben. Der
durchschnittliche Reoffer Spread der Pfandbriefemissionen
lag 31 Basispunkte über der Swapmitte.
Im unbesicherten Bereich hat die Commerzbank eine
variabel verzinsliche Preferred-Senior-Anleihe über
500 Mio. Euro mit einer Laufzeit von drei Jahren,
kündbar nach zwei Jahren, emittiert. Die Verzinsung
orientiert sich am drei-Monats-Euribor plus 70 Basispunkte.
Bei Non-preferred-Senior-Anleihen wurden 750 Mio. Euro, mit
einer Laufzeit von sieben Jahren mit einem
Kündigungstermin im Januar 2030 und einem Kupon von
4,625 % pro Jahr emittiert. Daneben wurde im Juli eine
Anleihe über 750 Mio. Euro und mit einer Laufzeit von
acht Jahren mit einem Kündigungstermin im Juli 2031
begeben. Außerdem wurde eine Nachrang-Tier-2-Anleihe
über 750 Mio. Euro mit Fälligkeit im Oktober 2034
und einem Kündigungsrecht von Juli 2029 bis Oktober
2029 mit fester Verzinsung von 4,875 % platziert.
Darüber hinaus hat die Commerzbank Aktiengesellschaft
eine AT-1-Anleihe aus dem Emissionsprogramm für
zusätzliches Kernkapital mit einem Volumen von 750
Mio. Euro und einem festen Kupon von 7,875 % pro Jahr
begeben. Das Kapital hat eine unbestimmte Laufzeit und der
frühestmögliche Kündigungstermin liegt im
Zeitraum von Oktober 2031 bis April 2032. Die
Anleihebedingungen der Emission sehen ein zeitweiliges
Herabschreiben für den Fall vor, dass die harte
Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank unter die Marke von
5,125 % fällt. Mit der Ausgabe der Anleihen
stärkt und optimiert die Commerzbank ihre
Kapitalstruktur weiter.
Des Weiteren wurden Privatplatzierungen in Höhe von
rund 1,4 Mrd. Euro in besicherten und unbesicherten
Emissionen begeben.
Die mBank hat im September eine grüne
Preferred-Senior-Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio.
Euro und einer Laufzeit von sechs Jahren, kündbar nach
fünf Jahren, emittiert. Der Re-offer Spread lag bei
175 Basispunkten über der Swapmitte.
Die durchschnittlichen Einlagenvolumen im dritten
Quartal 2024 zeigten gegenüber dem zweiten Quartal
2024 einen positiven beziehungsweise nahezu stabilen
Verlauf. Bei Privat- und Unternehmerkunden belief sich das
durchschnittliche Einlagenvolumen auf 219 Mrd. Euro
(zweites Quartal 2024: 217 Mrd. Euro), wobei die Einlagen
im Inland zu mehr als 95 % gesichert waren. Im Bereich
Firmenkunden lag das durchschnittliche Einlagenvolumen im
dritten Quartal 2024 bei 94 Mrd. Euro (zweites Quartal
2024: 96 Mrd. Euro) und die Besicherung bei knapp 60 %.
Die Bank wies zum Berichtsstichtag eine
Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in
Höhe von 137,9 Mrd. Euro aus. Das
Liquiditätsreserveportfolio gewährleistet die
Pufferfunktion im Stressfall. Dieses
Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem
Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine
erforderliche Reservehöhe während der gesamten
vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen.
Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem
separierten und von Group Treasury gesteuerten
Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um
Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen
Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige
Zahlungsfähigkeit sicherzustellen.
Darüber hinaus unterhält die Bank ein
sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio. Der
Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Berichtsstichtag
6,2 Mrd. Euro. Die Commerzbank hat zum Berichtsstichtag mit
140,3 % die geforderte Mindestquote bei der
Liquiditätskennzahl "Liquidity Coverage Ratio" (LCR)
in Höhe von 100 % deutlich überschritten. Auch
der Durchschnitt der jeweils letzten zwölf
Monatsendwerte lag mit 144,3 % deutlich über der
Mindestquote. Damit war die Liquiditätssituation der
Commerzbank zum Berichtsultimo aufgrund ihrer konservativen
und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie komfortabel
und erfüllte die internen und externen Limits sowie
die gültigen regulatorischen Anforderungen.
Entwicklung der SegmenteDie Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente
für die ersten neun Monate 2024 basiert auf der im
Geschäftsbericht 2023 auf den Seiten 185 und 369 ff.
beschriebenen Segmentstruktur.
Übersichten zur Ergebnisentwicklung der Segmente
finden sich unter "Zusätzliche Informationen" auf
Seite 24 f.
Privat- und UnternehmerkundenDas Segment Privat- und Unternehmerkunden hat in den
ersten neun Monaten 2024 sowohl das Operative Ergebnis als
auch das Ergebnis vor Steuern - trotz unverändert sehr
hoher Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in
Fremdwährung sowie in deutlich geringerem Umfang
Ertragsminderungen aus Zins- und Tilgungsstundungen
für private Immobilienfinanzierungen bei der mBank
-gegenüber dem Vergleichszeitraum 2023 um 357 Mio.
Euro auf 1 417 Mio. Euro gesteigert.
Die Erträge vor Risikoergebnis lagen im
Berichtszeitraum mit 4 515 Mio. Euro deutlich über dem
Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Zinsüberschuss
stieg gegenüber dem Vorjahr um 200 Mio. Euro auf 3 566
Mio. Euro. Der Anstieg um 5,9 % resultierte vornehmlich aus
einem kräftigen Zuwachs des Zinsüberschusses bei
der mBank aufgrund der unverändert sehr positiven
Bedingungen im Einlagengeschäft. Im Inland lag der
Zinsüberschuss in den ersten neun Monaten auf dem
Niveau des Vorjahreszeitraums. Trotz des seit Mitte des
Jahres leicht zurückgehenden Zinsniveaus konnten im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus dem
Einlagengeschäft leichte Zuwächse erzielt werden.
Darüber hinaus waren positive Effekte aus den im
vierten Quartal 2023 vorgenommenen Zinsmodellanpassungen im
Rahmen der Fristentransformation von Einlagen zu
verzeichnen, die gegenläufig dazu zu einem
Rückgang des Zinsüberschusses im Bereich Sonstige
und Konsolidierung führten.
Der Provisionsüberschuss lag in den ersten neun
Monaten 2024 mit 1 697 Mio. Euro rund 4 % über dem
Niveau des Vorjahreszeitraums. Im Inland haben aufgrund der
positiven Börsenentwicklung sowohl das bestands- als
auch das umsatzabhängige Wertpapiergeschäft,
unter anderem durch gestiegene Transaktionsvolumen, im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum erfreulich zugelegt.
Darüber hinaus waren positive Effekte aus der im
zweiten Quartal des laufenden Jahres erfolgten
Konsolidierung der Aquila Capital zu verzeichnen. Für
die mBank war ein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
höherer Provisionsüberschuss zu verzeichnen,
dessen Anstieg im Wesentlichen auf Währungseffekten
beruhte.
Die übrigen Ertragskomponenten beliefen sich
insgesamt auf - 748 Mio. Euro, nach - 835 Mio. Euro im
Vorjahr. Die Ergebnisbelastung im Berichtszeitraum
resultierte im Wesentlichen aus Vorsorgen im Zusammenhang
mit Baufinanzierungen in Fremdwährung sowie in
deutlich geringerem Umfang aus Ertragsminderungen aus Zins-
und Tilgungsstundungen für private
Immobilienfinanzierungen (Verlängerung der "Credit
holidays") bei der mBank. Die Belastungen aus dem
Fair-Value-Ergebnis haben sich hingegen im Vergleich zu den
ersten neun Monaten des Vorjahres deutlich reduziert.
Das Risikoergebnis des Segments Privat- und
Unternehmerkunden lag mit - 152 Mio. Euro um 119 Mio. Euro
niedriger als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang
resultierte insbesondere aus deutlich geringeren
Vorsorgeaufwendungen sowohl im Inland als auch bei der
mBank.
Der Verwaltungsaufwand ist im Berichtszeitraum insgesamt
um 127 Mio. Euro auf 2 719 Mio. Euro gestiegen. Der Anstieg
resultierte insbesondere aus der mBank, bei der der
Verwaltungsaufwand aufgrund von Investitionen in
künftiges Geschäftswachstum sowie
Währungseffekten signifikant über dem Wert des
Vergleichszeitraums des Vorjahres lag. Im Inland war ein
leichter Kostenzuwachs zu verzeichnen, der unter anderem
aus gestiegenen Ausgaben im Zusammenhang mit der
Neukundengewinnung, Gehaltsanpassungen, die teilweise durch
Ersparnisse aus Personalabbau kompensiert wurden, sowie aus
der Konsolidierung der Aquila Capital resultierte. Der
Aufwand für Pflichtbeiträge ist gegenüber
den ersten neun Monaten 2023 um 18 Mio. Euro auf 228 Mio.
Euro zurückgegangen, was insbesondere aus einer
geringeren europäischen Bankenabgabe resultierte.
FirmenkundenDie Geschäftsentwicklung des Segments Firmenkunden
hat in den ersten neun Monaten 2024 vor dem Hintergrund
eines anhaltend volatilen und wettbewerbsintensiven
Marktumfeldes sowie schwierigen konjunkturellen
Rahmenbedingungen eine stabile Entwicklung gezeigt.
Für den Berichtszeitraum belief sich sowohl das
Operative Ergebnis als auch das Ergebnis vor Steuern im
Segment Firmenkunden auf 1 623 Mio. Euro, nach 1 637 Mio.
Euro im Vorjahreszeitraum.
Der Bereich Mittelstand zeigte gegenüber dem
Vorjahreszeitraum eine deutlich positive
Ertragsentwicklung. Im Kreditgeschäft konnten die
Erträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum zulegen.
In Capital Markets profitierte der Bereich von deutlich
gestiegenen Einlageerträgen bei Termin- und
Tagesgeldern und vom Geschäft mit
Kreditsyndizierungen. Der Bereich International Corporates
zeigte eine stabile Entwicklung im Kerngeschäft mit
schwächerem Währungsgeschäft, welches durch
ein stärkeres Konsortialgeschäft
überkompensiert werden konnte. Im Bereich
Institutionals war der deutliche Ertragszuwachs getrieben
durch ein gutes Anleiheemissionsgeschäft. Die im
Bereich Others ausgewiesenen Erträge, die insbesondere
Hedging- und Bewertungseffekten zuzuordnen sind, lagen auf
dem Niveau des Vorjahreszeitraums.
Die Erträge vor Risikoergebnis lagen in den ersten
neun Monaten 2024 mit 3 541 Mio. Euro um 163 Mio. Euro
über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums.
Zu dem Ertragsanstieg um 4,8 % haben alle operativen
Kundenbereiche des Segments beigetragen. Mit 2 018 Mio.
Euro lag der Zinsüberschuss leicht unter dem Niveau
der ersten neun Monate 2023. Der Provisionsüberschuss
konnte gegenüber dem entsprechenden Vorjahresergebnis
um 53 Mio. Euro auf 1 036 Mio. Euro erfreulich zulegen.
Gestiegene Erträge aus dem Geschäft mit
Kreditsyndizierungen und Anleiheemissionen konnten hier die
im Vergleich zu dem sehr guten Vorjahr
rückläufigen Erträge aus dem
Fremdwährungsgeschäft mehr als ausgleichen.
Verbessert zeigte sich zudem das Ergebnis aus
erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, das mit 470
Mio. Euro um 20,9 % über dem Wert des
Vorjahreszeitraums lag.
Im Berichtszeitraum lag das Risikoergebnis bei - 362
Mio. Euro, nach - 119 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der
deutliche Anstieg der Wertberichtigungen des Segments wurde
im Wesentlichen durch Ausfälle von Einzeladressen und
Nachbildungen bei ausgefallenen Einzeladressen getrieben.
Gleichzeitig profitierte das Segment von
Risikovorsorgeauflösungen infolge von Abgängen.
Der Verwaltungsaufwand lag mit 1 554 Mio. Euro auf dem
Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Der
Rückgang der ausgewiesenen Pflichtbeiträge im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 70 Mio. Euro auf 2 Mio.
Euro steht insbesondere in Verbindung mit dem Wegfall der
europäischen Bankenabgabe.
Sonstige und KonsolidierungIm Bereich Sonstige und Konsolidierung werden
Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, die nicht in die
Verantwortungsbereiche der beiden Geschäftssegmente
fallen. Unter Sonstige werden die Ergebnisse von Group
Treasury, den Geschäftssegmenten nicht zugeordnete
Beteiligungen sowie übergeordnete Sachverhalte, wie
zum Beispiel Aufwendungen für Aufsichtsgebühren,
eingestellt. Unter Konsolidierung wird von den in der
Segmentberichterstattung ausgewiesenen
Ergebnisgrößen auf den Konzernabschluss nach
Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS)
übergeleitet. Der Bereich Sonstige und Konsolidierung
enthält des Weiteren die Kosten der
Unterstützungs-, Stabs- und Steuerungseinheiten, die
anschließend auf die Segmente verrechnet werden.
Außerdem werden die Restrukturierungsaufwendungen
für den Konzern zentral in diesem Bereich ausgewiesen.
Das Operative Ergebnis des Bereichs Sonstige und
Konsolidierung belief sich in den ersten neun Monaten 2024
auf - 199 Mio. Euro, gegenüber 183 Mio. Euro im
Vorjahr. Der Rückgang beruhte in erster Linie auf
einem niedrigeren Ergebnis von Group Treasury, insbesondere
aufgrund eines gesunkenen Zinsüberschusses nach
Zinsmodellanpassungen im Rahmen der Fristentransformation
von Einlagen des Segments Privat- und Unternehmerkunden,
die gegenläufig dazu zu einem Anstieg des
Zinsüberschusses im Segment Privat- und
Unternehmerkunden führten. Darüber hinaus ergab
sich eine Ergebnisreduktion aus der Nichtverzinsung der
EZB-Mindestreserve sowie aus residualen Bewertungseffekten
im Bankbuch nach Anwendung von Hedge Accounting in Group
Treasury. Hinzu kamen höhere Nettobelastungen aus
Bewertungseffekten und aus der Bildung und Auflösung
von Rückstellungen im restlichen Bereich Sonstige und
Konsolidierung, unter anderem aufgrund von
Rückstellungen für einen russischen Rechtsfall
bei der Commerzbank Eurasija. Dagegen profitierte der
restliche Bereich Sonstige und Konsolidierung von einem per
saldo entlastenden Effekt aus Konsolidierungssachverhalten.
Im gesamten Bereich Sonstige und Konsolidierung war
außerdem eine Ergebnisentlastung aus dem Wegfall der
europäischen Bankenabgabe zu verzeichnen.
Das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und
Konsolidierung belief sich in den ersten neun Monaten 2024
auf - 203 Mio. Euro. Darin enthalten sind
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 4 Mio. Euro,
die im Zusammenhang mit der Umsetzung der "Strategie 2024"
stehen.
PrognoseberichtKünftige gesamtwirtschaftliche SituationAngesichts der weiterhin schlechten Stimmung bei den
Unternehmen dürfte die Wirtschaft im Euroraum in den
nächsten Monaten kaum wachsen. Für das kommende
Jahr ist dann aber ein wieder etwas stärkeres Wachstum
zu erwarten. Denn die Belastungen durch die hohen Zinsen
dürften abnehmen, zumal die Europäische
Zentralbank (EZB) die Leitzinsen in den kommenden Monaten
um weitere 125 Basispunkte senken dürfte. Angesichts
der zahlreichen strukturellen Probleme dürfte das
Wachstum weiterhin aber sehr verhalten sein.
Dies gilt insbesondere für Deutschland, wo die
Wirtschaft in diesem Jahr voraussichtlich sogar leicht
schrumpfen wird. Im kommenden Jahr dürfte sich die
Wirtschaft zwar wegen des nachlassenden Gegenwindes von der
Geldpolitik aus der Stagnation lösen. Mehr als ein
niedriges Wachstum von 0,2 % ist aber auch für das
kommende Jahr nicht zu erwarten.
Dies liegt auch an einer voraussichtlich weiterhin
schwachen Nachfrage aus China, einem der wichtigsten
Auslandsmärkte für die deutsche Industrie. Zwar
haben hier Regierung und Notenbank zuletzt einige
Maßnahmen verkündet, um die Konjunktur
anzuschieben. Allerdings ist es fraglich, ob diese
ausreichen werden, um die negativen Effekte der geplatzten
Immobilienblase und das durch die veränderte
Wirtschaftspolitik erschütterte Vertrauen der
Investoren auszugleichen. Mit 4 % dürfte die
chinesische Wirtschaft auch im kommenden Jahr weniger
wachsen als von der Regierung angestrebt.
In den USA hat sich das Wirtschaftswachstum zwar etwas
verlangsamt, mit einer Rezession ist aber weiterhin nicht
zu rechnen. Die schwächere Konjunktur hat aber,
zusammen mit der rückläufigen Teuerung, die
US-Notenbank dazu veranlasst, ihren Leitzins im September
erstmals um 50 Basispunkte zu senken. Bis zum Sommer
nächsten Jahres dürften sich die Zinssenkungen
auf 200 Basispunkte summieren, was die Konjunktur mit einer
gewissen Verzögerung wieder anschieben wird.
An den Finanzmärkten sind die erwarteten weiteren
Zinssenkungen der großen Notenbanken in den
Anleihekursen weitgehend eingepreist. Die Rendite
zehnjähriger Bundesanleihen erwarten wir zum
Jahresende 2024 bei gut 2 %. Mit dem näher
rückenden Ende der Zinssenkungen dürfte sie im
kommenden Jahr wieder etwas zulegen. Da die US-Notenbank
die Zinsen ähnlich stark senken dürfte wie die
EZB, dürfte der Euro gegenüber dem US-Dollar in
den kommenden Monaten wohl ähnlich stark sein wie
derzeit. Ende des Jahres dürfte 1 Euro 1,09 US-Dollar
wert sein, woran sich auch im kommenden Jahr kaum etwas
ändern dürfte.
Voraussichtliche Entwicklung der LiquiditätDie Liquiditätsausstattung der Bank ist
unverändert hoch, sodass keine Notwendigkeit besteht,
eigene Portfolios zu refinanzieren. Somit ist die
Commerzbank als Cash-Provider beziehungsweise
opportunistisch auch als Collateral-Provider im Repomarkt
aktiv. Die seit Mitte des Jahres 2023 bestehende
erhöhte Nachfrage nach Refinanzierungen im Repomarkt
hält weiter an. Die Liquiditätssituation der
Commerzbank lässt die Bedienung dieser erhöhten
Nachfrage zu und hat zu einer Geschäftsausweitung in
diesem Bereich geführt.
Die Commerzbank weist eine hohe Position als
Kassenbestand und Sichtguthaben - im Wesentlichen bei
Zentralbanken - aus. Diese betrug zum Berichtsultimo 95,2
Mrd. Euro. Dieser Bestand ist einerseits das Resultat der
immer noch hohen Überschussliquidität im
Eurosystem, andererseits der breit diversifizierten
Kundenbasis und der bestehenden Geschäftsbeziehungen
im Cash-Management sowie dem professionellen
Einlagengeschäft geschuldet. Trotz des langsamen
Abschmelzens der Bestände unter dem Asset Purchase
Programme durch ausbleibende Reinvestitionen sowie der seit
Mitte des Jahres 2024 gestarteten Reduktion des Pandemic
Emergency Purchase Programms erwarten wir eine weiterhin
ausreichende Überschussliquidität und damit eine
unterstützende Wirkung hinsichtlich der
Liquiditätssituation der Commerzbank. Mitte September
2024 startete die EZB mit dem neuen "Operational
Framework". Mit den Instrumenten unter diesem Rahmenwerk
sichert die EZB bereits heute potenzielle künftige
Volatilität in der Liquiditätsversorgung des
Bankensystems vorausschauend ab.
Die Mittelaufnahme der Commerzbank am Kapitalmarkt ist
von der Geschäftsentwicklung beziehungsweise -planung
und der Entwicklung der risikogewichteten Aktiva
beeinflusst. Der Fundingplan 2024 sieht ein Volumen von
rund 10 Mrd. Euro vor. Ende des dritten Quartals war der
Fundingplan bereits erfüllt. Überdies wurde im
Oktober eine Additional-Tier-1-Anleihe über 750 Mio.
US-Dollar begeben sowie eine Non-preferred-Senior-Anleihe
mit einem Volumen von 750 Mio. Euro emittiert.
Die für das Liquiditätsmanagement und den
langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen
überprüfen und passen wir regelmäßig
an. Dadurch trägt die Commerzbank den
Veränderungen des Marktumfeldes und der
Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung und
gewährleistet eine komfortable
Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene
Refinanzierungsstruktur.
Voraussichtliche Entwicklung des Commerzbank-KonzernsAn unseren im Geschäftsbericht 2023 getroffenen
beziehungsweise an den zum Halbjahr 2024 nochmals leicht
angepassten Aussagen zur voraussichtlichen
Ergebnisentwicklung des Commerzbank-Konzerns im
Geschäftsjahr 2024 halten wir vor dem Hintergrund der
bislang im Jahresverlauf auszuweisenden Ertrags- und
Aufwandsentwicklung weiterhin fest, haben aber unsere
Erwartungen für den Zins- und
Provisionsüberschuss hochgesetzt:
Für das Gesamtjahr 2024 rechnet die Bank trotz der
jüngsten Leitzinssenkungen vor dem Hintergrund eines
anhaltend hohen Einlagenvolumens mit einem
Zinsüberschuss in Höhe von rund 8,2 Mrd. Euro.
Aufgrund der erfreulichen Entwicklung des
provisionstragenden Geschäfts wird der
Provisionsüberschuss für das laufende Jahr um
mehr als 5 % höher als im Vorjahr erwartet. Insgesamt
geht die Bank auf dieser Basis von Erträgen in
Höhe von 10,9 Mrd. Euro aus. Das Risikoergebnis
erwartet die Bank nach wie vor bei niedriger als - 800 Mio.
Euro im Gesamtjahr, unter der Verwendung von TLA. Der
Verwaltungsaufwand inklusive Pflichtbeiträgen wird
strikt entlang der Cost-Income-Ratio gesteuert. Das Ziel
2024 für die Cost-Income-Ratio beträgt rund 60 %.
Für das Jahr 2024 rechnet die Commerzbank mit einer
CommonEquity-Tier-1-Quote von rund 15 %. Diese
Zielgröße berücksichtigt bereits eine
geplante Ausschüttung von mindestens 70 % des
Nettoergebnisses nach Abzug von vollständig
diskretionären AT-1-Kupons für das
Geschäftsjahr 2024. Die Genehmigung für die erste
Tranche über rund 600 Mio. Euro des geplanten
Aktienrückkaufs hat die Bank Ende Oktober erhalten.
Die zweite Tranche in Höhe von bis zu 400 Mio. Euro
beantragt die Commerzbank wie angekündigt auf Basis
des Ergebnisses des dritten Quartals bei der EZB und der
Finanzagentur.
Insgesamt gehen wir angesichts der Ergebnisentwicklung
in den ersten neun Monaten 2024 und unseren Erwartungen
für den weiteren Jahresverlauf davon aus, für das
Geschäftsjahr 2024 ein den
Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären und den
Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile
zurechenbares Konzernergebnis in Höhe von rund 2,4
Mrd. Euro zu erzielen.
Die Erwartungen sind abhängig von der Entwicklung
der Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in
Fremdwährung bei der mBank sowie der Belastungen in
Russland.
RisikolageDie Überwachung und Steuerung der
Risikotragfähigkeit (RTF) erfolgen monatlich auf Ebene
des Commerzbank-Konzerns. Per 30. September 2024 betrug die
RTF-Quote 200 %. Der Anstieg des Risikodeckungspotenzials
gegenüber Dezember 2023 ist vor allem auf den
Rückgang von ökonomischen Kapitalabzügen im
Risikodeckungspotenzial zurückzuführen. Der
Rückgang des ökonomisch erforderlichen Kapitals
für Adressenausfallrisiken resultiert im Wesentlichen
aus Rating- und Volumensänderungen im Kundenportfolio
sowie der regulären Fortschreibung der Parameter im
Kreditrisikomodell. Haupttreiber für den Anstieg des
operationellen Risikos ist eine konservativere
Berücksichtigung der Schweizer-Franken-Thematik. Die
RTF-Quote liegt weiterhin auf hohem Niveau.
scrollen
2 Einschließlich Puffer (zum Beispiel
für geplante Methodenänderungen).
3 Einschließlich Einlagenmodellrisiko.
4 Einschließlich Cyber- und
Compliance-Risiko.
AdressenausfallrisikenDie geopolitischen Spannungen führen weiterhin zu
spürbaren, wenn auch im Zeitverlauf reduzierten,
ökonomischen krisenbedingten Unsicherheiten. Die
für die Risikovorsorgeermittlung verwendeten
modellbasierten Parameter reflektieren diese Auswirkungen
noch nicht vollständig. Im dritten Quartal 2024 wurde
deshalb weiterhin eine Anpassung des
IFRS-9-ECL-Modellergebnisses mittels Top-Level-Adjustment
(TLA) als notwendig erachtet.
Wie auch schon im zweiten Quartal 2024, wurde
darüber hinaus auch im dritten Quartal ein kollektiver
Transfer nach Stufe 2 für Kunden mit gelber
(beherrschbare Risiken) oder roter Branchenampel (deutliche
Risiken) als notwendig erachtet. Die Farbsetzung der Ampel
zum Berichtsstichtag erfolgt auf Sub-Portfolioebene im
Rahmen der strategischen Portfolioplanung.
Im dritten Quartal 2024 wurden erstmalig Kunden, welche
im Rahmen eines klimabezogenen
Kreditrisikobewertungsverfahrens (Skala von A bis H) den
Kategorien F bis H zugeordnet wurden, kollektiv nach Stufe
2 überführt. Für Wohnimmobilien wurde
hierbei der Beleihungsauslauf zusätzlich zur
Energieeffizienzklasse einbezogen.
Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8
stellten sich zum Stichtag 30. September 2024 wie folgt
dar:
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1 Im Wesentlichen handelt es sich um
Liquiditätsportfolios von Group Treasury.
Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis
von PD-Ratings einen Anteil von 89 % in den internen
Ratingklassen 1 und 2, die den Investmentbereich abdecken.
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Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der
strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die
Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit
wider.
scrollen
Risikoergebnis Das Risikoergebnis im Kreditgeschäft
des Konzerns belief sich zum 30. September 2024 auf - 529
Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: - 367 Mio. Euro). Das
Ergebnis wurde im Wesentlichen durch Ausfälle von
Einzeladressen und Risikovorsorgenachbildungen,
insbesondere im Segment Firmenkunden, getrieben, welches
gleichzeitig von Risikovorsorgeauflösungen in Folge
von Abgängen profitierte.
Der TLA-Bestand auf Konzernebene hat sich in den ersten
neun Monaten dieses Jahres um 211 Mio. Euro reduziert und
belief sich per 30. September 2024 auf 242 Mio. Euro. Das
TLA deckt hierbei im Wesentlichen Sekundäreffekte,
resultierend aus geopolitischen Spannungen und den daraus
folgenden ökonomischen krisenbedingten Unsicherheiten,
ab. Die Methodik zur Ermittlung des Anpassungsbedarfs des
ECL-Modellergebnisses für Sekundäreffekte
entspricht der Methodik des Vorquartals.
Das Risikoergebnis enthält per September 2024
zusätzliche - 24 Mio. Euro aufgrund der kollektiven
Stage-2-Zuordnung für Kunden der Branchenampelfarbe
gelb oder rot, sowie weitere - 97 Mio. Euro für die
kollektive Stage-2-Zuordnung für Kunden mit einer
höheren Klimabetroffenheit.
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1 POCI - Purchased or Originated
Credit-impaired.
Default-Portfolio Das Default-Portfolio des Konzerns ist
in den ersten neun Monaten 2024 um 360 Mio. Euro gestiegen
und lag zum 30. September 2024 bei 5 117 Mio. Euro.
MarktrisikenDer Value at Risk (VaR) im Handelsbuch ging zum Ende des
dritten Quartals 2024 von 14 Mio. Euro per Dezember 2023
auf 6 Mio. Euro zurück.
Hintergrund ist der Wegfall von Krisenszenarios aus
März 2023 aus der Kalkulationszeitreihe. Die Szenarios
standen im Kontext von Spannungen um die Banken Silicon
Valley Bank und Credit Suisse.
Der Stressed VaR blieb zum Ende des dritten Quartals
2024 stabil bei 21 Mio. Euro.
Für die Anlagebücher des Konzerns werden nach
aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen
von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen
Wert simuliert. Als Ergebnis des Szenarios + 200
Basispunkte wurden zum 30. September 2024 ein potenzieller
ökonomischer Verlust von 2 447 Mio. Euro (31. Dezember
2023: 2 061 Mio. Euro potenzieller ökonomischer
Verlust) und im Szenario - 200 Basispunkte ein potenzieller
ökonomischer Gewinn von 1 220 Mio. Euro (31. Dezember
2023: 1 169 Mio. Euro potenzieller ökonomischer
Gewinn) ermittelt. Seit Juli 2024 gelten veränderte
aufsichtsrechtliche Anforderungen hinsichtlich der
Szenarios für die Zinsänderungsschocks. Zur
Einschätzung, ob ein Institut erhöhtes
Zinsänderungsrisiko aufweist, werden nun
ausschließlich die von der Baselkommission
definierten währungsspezifischen Zinsszenarios
verwendet.
Der ökonomische Verlust aus dem Baseler
Parallel-Up-Szenario betrug zum 30. September 2024 2 617
Mio. Euro (31. Dezember 2023: 2 132 Mio. Euro). Das
Ergebnis des Baseler Parallel-Down-Szenarios betrug zum 30.
September 2024 1 474 Mio. Euro (31. Dezember 2023: 1 306
Mio. Euro). Zudem berechnet und meldet die Commerzbank das
ΔNII (Net Interest Income) gemäß
aufsichtsrechtlichen Vorgaben. Künftig werden die
regulatorisch relevanten Baseler Szenarios zum Thema
Zinsänderungsschocks berichtet.
Die Zinssensitivitäten des gesamten Anlagebuches
(ohne Pensionsfonds) beliefen sich zum 30. September 2024
auf 4,6 Mio. Euro (31. Dezember 2023: 2,0 Mio. Euro) pro
Basispunkt rückläufiger Zinsen. Ursache für
den Anstieg ist eine ausgeweitete Anlagebuch-Zinsposition
in Group Treasury und der Aufbau eines
Pfandbrief-Portfolios.
LiquiditätsrisikenDie dem Liquiditätsrisikomodell zugrunde liegenden
steuerungsrelevanten bankinternen Stressszenarios
berücksichtigen sowohl Auswirkungen eines
institutsspezifischen Stressfalls als auch einer
marktweiten Krise. Zum 1-Monats- beziehungsweise
3-Monats-Punkt verbleibt für das kombinierte
Stressszenario per Quartalsultimo September 2024 eine
Nettoliquidität von 25,0 Mrd. Euro beziehungsweise
28,3 Mrd. Euro. Die Bank wies zum Quartalsultimo September
2024 eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden
Aktiva in Höhe von 137,9 Mrd. Euro aus.
Darüber hinaus unterhält die Bank ein
sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio. Der
Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Quartalsultimo
September 2024 6,2 Mrd. Euro.
Die Commerzbank hat zum Berichtsstichtag mit 140,3 % die
geforderte Mindestquote bei der Liquidity Coverage Ratio
(LCR) in Höhe von 100 % deutlich überschritten.
Auch der Durchschnitt der jeweils letzten 12 Monatsendwerte
lag mit 144,3 % deutlich über der Mindestquote.
Operationelle RisikenDie Commerzbank misst seit dem vierten Quartal 2021 das
regulatorische Kapital mittels des Standardansatzes (SA)
und das ökonomische Kapital für operationelle
Risiken mittels eines dedizierten internen Modells
(OpRisk-ErC-Modell, in Anlehnung an das vorherige
AMA-(Advanced Measurement Approach) Modell).
Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum
Ende des dritten Quartals 2024 auf dieser Basis 22,6 Mrd.
Euro (31. Dezember 2023: 22,8 Mrd. Euro).
Das ökonomisch erforderliche Kapital belief sich
auf 2,7 Mrd. Euro (31. Dezember 2023: 2,2 Mrd. Euro).
Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des dritten
Quartals 2024 eine Gesamtbelastung in Höhe von rund
910 Mio. Euro (Gesamtjahr 2023: 1 176 Mio. Euro). Die
Ereignisse waren im Wesentlichen durch Schäden in der
Kategorie "Produkte und Geschäftspraktiken"
geprägt. Maßgebliche Ereignisse sind die
Verluste im Zusammenhang mit auf Schweizer Franken und
anderen Fremdwährungen indexierten Darlehen der mBank
und die durch Russland-Sanktionen verursachten und
erbrachten Garantieleistungen der Commerzbank (Eurasija)
für einen deutschen Kunden.
Unterrisikoarten des operationellen RisikosMit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Details
zu den aktuellen Entwicklungen bei den Rechtsrisiken gab es
in den ersten neun Monaten 2024 keine wesentlichen
Veränderungen gegenüber dem im
Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2023 beziehungsweise
Zwischenbericht zum 30. Juni 2024 dargestellten Stand.
Aktuelle Entwicklungen bei den Rechtsrisiken Bei der
mBank ergeben sich wegen angeblicher Unwirksamkeit von
Indexklauseln in Darlehensverträgen in Schweizer
Franken und anderen Fremdwährungen zahlreiche
juristische Einzelsachverhalte.
In einer gegen die mBank anhängigen Sammelklage
hatten die Kläger gegen das abweisende Urteil des
erstinstanzlichen Gerichts Rechtsmittel eingelegt. Das
Berufungsgericht hat den Fall im Januar 2024 zur erneuten
Verhandlung an das erstinstanzliche Gericht
zurückverwiesen. Für den 6. November 2024 ist ein
Termin zur Urteilsverkündung anberaumt.
Unabhängig davon klagen zahlreiche Darlehensnehmer aus
den gleichen Gründen im Wege von Einzelklagen. Neben
der Sammelklage sind zum 30. September 2024 22 010
Einzelverfahren zu auf Fremdwährungen indexierten
Darlehensverträgen (31. Dezember 2023: 22 602)
anhängig. Die mBank tritt den Klagen entgegen.
Zum 30. September 2024 lagen zu 7 475 auf
Fremdwährungen indexierten Darlehensverträgen
rechtskräftige Urteile in Einzelverfahren gegen die
mBank vor, von denen 118 zugunsten der mBank und 7 357
zuungunsten der mBank entschieden wurden.
Die mBank wird die Entwicklung der Rechtsprechung
insbesondere des polnischen Obersten Gerichtshofs und des
EuGH sowie eine mögliche Gesetzgebungsinitiative
weiter beobachten, und mögliche Auswirkungen auf die
Vorsorge fortlaufend prüfen.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass
zukünftige Ereignisse wie Entscheidungen des
polnischen Obersten Gerichtshofs und des EuGH in Zukunft
erhebliche negative Auswirkungen auf die Schätzung des
rechtlichen Risikos im Zusammenhang mit Hypothekendarlehen
in Schweizer Franken und anderen Fremdwährungen haben
können.
Die mBank hat ab dem vierten Quartal 2022 ein
Vergleichsprogramm aufgelegt, in welchem den Kunden
angeboten wird, ihre auf Schweizer Franken indexierten
Darlehen in Zloty-Darlehen mit einem festen oder variablen
Zinssatz umzuwandeln, sowie einen individuell zu
verhandelnden Teil der noch ausstehenden Darlehensvaluta zu
erlassen. Die mBank hat für das Vergleichsprogramm zum
Stichtag eine Vorsorge in Höhe von 436 Mio. Euro
getroffen.
Die mBank prüft die Auswirkungen der Rechtsprechung
fortlaufend und passt die Parameter des Modells, wie die
erwartete Anzahl von Kreditnehmern, die noch klagen werden,
die Art der erwarteten Gerichtsurteile, die Höhe des
Verlustes der Bank im Falle eines Urteils sowie die
Annahmequote für Vergleiche soweit erforderlich an.
Die Methodik zur Ermittlung der Vorsorge basiert auf
Parametern, welche vielfältig, ermessensbehaftet und
zum Teil mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind.
Insbesondere Entscheidungen der polnischen Gerichte und des
EuGH können dazu führen, dass die Vorsorge
zukünftig der Höhe nach wesentlich angepasst
werden muss.
Das zum 30. September 2024 bestehende Portfolio von
nicht vollständig zurückgeführten, auf
Fremdwährungen indexierten Darlehen hatte einen
Buchwert in Höhe von 2,1 Mrd. polnischen Zloty; das
Portfolio von vollständig zurückgezahlten
Darlehen und Darlehen, für die ein Vergleich oder
rechtskräftiges Urteil vorliegt, betrug bei
Ausreichung 13,6 Mrd. polnische Zloty. Insgesamt bestand im
Konzern für die aus dem Komplex entstehenden Risiken,
einschließlich potenzieller Vergleichszahlungen und
der Sammelklage, zum 30. September 2024 eine bilanzielle
Vorsorge in Höhe von 1,9 Mrd. Euro (31. Dezember 2023:
1,9 Mrd. Euro). Bei noch nicht vollständig
zurückgeführten Darlehen werden die rechtlichen
Risiken unmittelbar bei der Schätzung der
Zahlungsströme im Bruttobuchwert der Forderungen
berücksichtigt.
Im Juni 2023 wurde die Bank vor einem russischen Gericht
vom Begünstigten einer Garantie verklagt, die die
Bankauftrags eines Kunden in Deutschland ausgestellt hatte.
Im Jahr 2021 hatte die Bank eine
Vertragserfüllungsgarantie zugunsten eines russischen
Unternehmens ausgestellt, um die Verbindlichkeiten des
Kunden der Bank im Rahmen eines Bauvertrags zu sichern.
Aufgrund der geltenden Sanktionsregelung konnte der Kunde
der Bank seine vertraglichen Verpflichtungen nicht
erfüllen. Das russische Unternehmen verlangte
daraufhin von der Bank Zahlung aus der Garantie. Die
geltenden Sanktionsregelungen hindern die Bank an der
Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus der Garantie.
Im Juni 2024 hat das russische Gericht die Bank sowie
zwei Tochtergesellschaften der Bank in Russland zur Zahlung
der Garantiesumme nebst Zinsen gesamtschuldnerisch
verurteilt. Die Bank hat gegen das Urteil Berufung
eingelegt. Das russische Gericht hatte bereits im Mai 2024
einen Arrest von Vermögenswerten der Bank und einer
der beiden Tochtergesellschaften, der Commerzbank
(Eurasija), angeordnet. Die Bank hat ein Schiedsverfahren
beim Internationalen Schiedsgerichtshof eingeleitet, mit
dem sie die Feststellung beantragt hat, dass die
Commerzbank aufgrund der Garantie nicht zur Zahlung
verpflichtet ist; das Ergebnis steht noch aus.
Außerdem hat die Bank vor einem Gericht in London
eine einstweilige Verfügung erwirkt, die dem
russischen Unternehmen untersagt, das Verfahren in Russland
fortzusetzen, da die Klage gegen die Schiedsvereinbarung im
Rahmen der Garantie verstößt.
Die Commerzbank und ihre russische Tochtergesellschaft
Commerzbank (Eurasija) sind in Russland von Kunden eines
russischen Zentralverwahrers verklagt worden. Dieser
unterhält ein Konto bei der Commerzbank in
Deutschland, auf dem angeblich unter anderem Gelder der
Kläger liegen. Der Zentralverwahrer und seine
Vermögenswerte (einschließlich des Guthabens auf
dem Konto) unterliegen geltenden Sanktionen. Daher
können die Kläger nicht auf ihre Gelder bei dem
Zentralverwahrer zugreifen, und verlangen stattdessen in
Russland von der Commerzbank und der Commerzbank (Eurasija)
Schadensersatz. Teilweise haben die Gerichte die
Commerzbank und die Commerzbank (Eurasija) zur Zahlung von
Schadensersatz verurteilt. Die Commerzbank und die
Commerzbank (Eurasija) haben in den jeweiligen Verfahren
entweder Berufung eingelegt oder werden Berufung einlegen.
In einem Teil der Verfahren hat das Gericht einen Arrest
gegen die Commerzbank (Eurasija) verfügt. Hiergegen
verteidigt sich die Commerzbank (Eurasija). Die Commerzbank
und die Commerzbank (Eurasija) verteidigen sich gegen
sämtliche Ansprüche.
Die Verfahren in Russland sind mit erheblichen
Unsicherheiten behaftet, und es kann nicht ausgeschlossen
werden, dass weitere Vermögenswerte der Bank und der
Commerzbank (Eurasija) beschlagnahmt werden. Es kann auch
nicht ausgeschlossen werden, dass auf der Grundlage
weiterer Ansprüche zusätzliche Verfahren
eingeleitet werden und/oder in diesem Zusammenhang weitere
Kosten entstehen, die zu erheblich höheren Verlusten
führen.
Sonstige wesentliche RisikenBei den sonstigen wesentlichen Risiken gab es in den
ersten neun Monaten 2024 keine wesentlichen
Veränderungen gegenüber dem im
Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2023 beziehungsweise
Zwischenbericht zum 30. Juni 2024 dargestellten Stand.
Disclaimer Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden
und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage
für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen
bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und
orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit
den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur
Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen
einer regelmäßigen Überprüfung durch
das Risikocontrolling und durch die interne Revision sowie
durch die deutschen und europäischen
Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger
Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle
können Modelle nicht alle in der Realität
wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und
deren komplexes Verhalten einschließlich
Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der
Risikomodellierung gelten insbesondere für
Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und
Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen,
welchen Risiken ein Portfolio unter extremen
Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller
denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei Stresstests nicht
möglich. Sie können keine endgültige
Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines
Extremereignisses geben.
Gewinn-und-Verlust-Rechnungscrollen
scrollen
Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf
dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren
Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im
Vorjahr waren keine Wandel oder Optionsrechte im Umlauf.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem
unverwässerten identisch.
Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnungscrollen
BilanzAktivascrollen
Passivascrollen
Eigenkapitalveränderungsrechnungscrollen
scrollen
scrollen
scrollen
1 Korrektur Vorjahr aufgrund von Restatements
(siehe Korrekturen nach IAS 8).
Zusätzliche InformationenAufstellungsgrundsätzeGegenstand dieser Zwischenmitteilung zum 30. September
2024 sind die Commerzbank Aktiengesellschaft und ihre
Tochterunternehmen. Die Bestandteile
"Gewinn-und-Verlust-Rechnung", ,,Zusammengefasste
Gesamtergebnisrechnung", "Bilanz" und
"Eigenkapitalveränderungsrechnung" sind in
Übereinstimmung mit den hierfür anwendbaren
Bilanzierungs-, Bewertungs- und
Konsolidierungsgrundsätzen der IFRS, wie sie vom IASB
veröffentlicht wurden und in der EU anzuwenden sind,
erstellt worden. Bei der Zwischenmitteilung handelt es sich
nicht um einen vollständigen Zwischenabschluss in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung. Die Ertragsteueraufwendungen
werden in den Zwischenberichtsperioden auf Grundlage des
aktuell erwarteten effektiven Steuersatzes von der
Commerzbank für das Gesamtjahr ermittelt. Die
Zwischenmitteilung wurde am 4. November 2024 vom Vorstand
zur Veröffentlichung freigegeben.
Neue und geänderte StandardsIm dritten Quartal 2024 lagen keine für den
Commerzbank Konzern anzuwendenden wesentlichen neuen oder
geänderten Standards vor. Für weitere
Informationen zu neuen und geänderten Standards
verweisen wir auf unseren Geschäftsbericht 2023, Seite
276 und auf den Zwischenbericht zum 30. Juni 2024 auf Seite
44.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie SchätzungsänderungenIn dieser Zwischenmitteilung wenden wir die gleichen
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie
Konsolidierungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum
31. Dezember 2023 an (vergleiche Geschäftsbericht
2023, Seite 277 ff.).
Korrekturen nach IAS 8Über die Korrektur im Zusammenhang mit einer
Methodenänderung für Wertberichtigungen wurde
bereits zuletzt im Geschäftsbericht zum 31. Dezember
2023 berichtet (siehe Note 4, Seite 279).
Ausgewählte regulatorische AngabenDie folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der
Eigenmittel und risikogewichteten Aktiva sowie die
Eigenmittelquoten im Commerzbank-Konzern gemäß
CRR einschließlich angewendeter
Übergangsregelungen.
scrollen
Die Leverage Ratio (Verschuldungsquote) setzt das
Kernkapital (Tier-1-Kapital) gemäß CRR ins
Verhältnis zum Leverage Ratio Exposure, das aus den
nicht risikogewichteten Aktiva und den
außerbilanziellen Positionen besteht.
scrollen
Die Non-Performing-Exposure-Ratio (NPE Ratio) wird aus
den notleidenden Forderungen im Verhältnis zu den
Gesamtforderungen gemäß EBA Risk Dashboard
ermittelt.
scrollen
Als Kreditinstitut ist die Commerzbank
Aktiengesellschaft verpflichtet, einen Offenlegungsbericht
gemäß CRR quartalsweise zu erstellen.
Hinsichtlich des Kapitalmanagements sowie weiterer
Informationen zum Eigenkapital verweisen wir auf den
jeweils aktuellen veröffentlichten Offenlegungsbericht
gemäß CRR.
Segmentberichterstattungscrollen
1 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1).
Anpassung erfolgt in Sonstige und Konsolidierung.
scrollen
1 Anpassung Vorjahr aufgrund von IFRS 8.29.
2 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1).
Anpassung erfolgt in Sonstige und Konsolidierung.
Wesentliche KonzerngesellschaftenInlandCommerz Real AG, Wiesbaden
AuslandCommerzbank (Eurasija) AO, Moskau
Commerzbank Finance & Covered Bond S.A., Luxemburg
Commerz Markets LLC, New York
mBank S.A., Warschau
Operative AuslandsniederlassungenAmsterdam, Brünn (Office), London, Madrid, Mailand,
New York, Paris, Peking, Prag, Schanghai, Singapur, Tokio,
Wien, Zürich
Repräsentanzen und Financial Institutions DesksAbidjan, Addis Abeba, Almaty, Amman, Aschgabat, Bangkok,
Brüssel (Verbindungsbüro zur Europäischen
Union), Buenos Aires, Casablanca, Dhaka, Dubai,
Ho-Chi-Minh-Stadt, Istanbul, Johannesburg, Kairo, Kiew,
Lagos, Luanda, Melbourne, Moskau (FI-Desk), Mumbai, New
York (FI-Desk), Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), São
Paulo, Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk),
Taipeh, Taschkent, Tokio (FI-Desk), Zagreb
DisclaimerVorbehalt bei ZukunftsaussagenDieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete
Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der
Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen,
Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die
Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es
gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser
Geschäft einwirken und zu großen Teilen
außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu
gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die
Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche
Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und
Entwicklungen können also erheblich von unseren heute
getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum
Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir
übernehmen keine Verpflichtung, die
zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen
oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.
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