Commerzbank Aktiengesellschaft

Frankfurt am Main

Zwischenmitteilung zum 30. September 2024

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Kennzahlen

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Gewinn-und-Verlust-Rechnung 1.1.-30.9.2024 1.1.-30.9.2023
Operatives Ergebnis (Mio. €) 2 841 2 879
Operatives Ergebnis je Aktie (€) 2,38 2,31
Ergebnis vor Steuern (Mio. €) 2 837 2 865
Den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis (Mio. €) 1 926 1 829
Den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbares Konzernergebnis (Mio. €) 1 732 1 635
Ergebnis je Aktie (€) 1,45 1,31
Operative Eigenkapitalrendite auf Basis CETI 1 (%) 14,8 15,5
Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis 1,2 (%) 8,8 8,6
Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft (exkl. Pflichtbeiträge) (%) 55,8 55,3
Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) 58,7 59,7
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Bilanz 30.9.2024 31.12.2023
Bilanzsumme (Mrd. €) 565,3 517,2
Risikoaktiva (Mrd. €) 170,9 175,1
Bilanzielles Eigenkapital (Mrd. €) 34,8 33,0
Bilanzielle Eigenmittel (Mrd. €) 42,0 39,7
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Regulatorische Kennzahlen 30.9.2024 31.12.2023
Kernkapitalquote (%) 16,7 16,5
Harte Kernkapitalquote 3 (%) 14,8 14,7
Gesamtkapitalquote (%) 19,8 19,3
Verschuldungsquote (%) 4,4 4,9
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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach VZK (Stammpersonal und Nachwuchs) 30.9.2024 31.12.2023
Inland 25 501 25 552
Ausland 13 589 13 013
Gesamt 39 090 38 565
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Ratings 4 30.9.2024 31.12.2023
Moody' s Investors Service, New York 5 A1/​A2/​P-1 A1/​A2/​P-1
S&P Global, New York 6 A+/​A/​A-1 A/​A-/​A-2

1 Auf das Jahr hochgerechnet.

2 Quotient aus Commerzbank-Aktionärinnen und Aktionären zurechenbarem Konzernergebnis abzüglich Abgrenzung für Ausschüttungen und potenzielle (vollständig diskretionäre) AT-1-Kupons und durchschnittlichem IFRS-Eigenkapital nach Abzug Immaterieller Anlagewerte ohne zusätzliche Eigenkapitalbestandteile und Nicht beherrschende Anteile.

3 Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital (im Wesentlichen Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Abzugsposten) und der gewichteten Risikoaktiva.

4 Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite unter www.commerzbank.de/​konzern/​.

5 Kontrahenten- und Einlagenrating/​Emittentenrating/​kurzfristige Verbindlichkeiten.

6 Kontrahentenrating/​Einlagenrating und Emittentenrating/​kurzfristige Verbindlichkeiten.

Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben,

Highlights der Geschäftsentwicklung vom 1. Januar bis 30. September 2024

Kernaussagen

Die Commerzbank hat die Umsetzung ihrer strategischen Initiativen auch im dritten Quartal weiter vorangetrieben. Wenige Wochen nach dem erfolgreichen Closing der Mehrheitsbeteiligung an der Aquila Capital startete die Bank mit dem European Long-Term Investment Fund (ELTIF) "AC One Planet" den Vertrieb von Aquila-Produkten. Zudem weitet die Bank das Angebot für hochvermögende Kundinnen und Kunden und Family Offices aus. Damit untermauert die Commerzbank in diesem dynamischen Marktsegment ihre Wachstumsambitionen. Auch im Ausland verfolgt die Bank ihre strategischen Pläne weiter. Um ihre technologische Entwicklung weiter zu stärken, hat die Commerzbank eine neue "IT-Factory" in Malaysia eröffnet. Gut voran kommt die Commerzbank außerdem mit ihrem Engagement im Bereich Nachhaltigkeit: Das Wachstum des Bereichs Green Infrastructure Finance, der sich auf die Projektfinanzierung erneuerbarer Energien und anderer grüner Infrastruktur fokussiert, übertraf nach neun Monaten bereits das Rekordjahr 2023. Insgesamt zeigt sich sowohl im Kundengeschäft als auch in der Ergebnisentwicklung, dass sich unsere Wachstumsinitiativen auszahlen.

Nachfolgend die Eckdaten der Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten 2024:

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Insgesamt hat die Commerzbank im Berichtszeitraum ein Operatives Ergebnis in Höhe von 2 841 Mio. Euro erzielt, nach 2 879 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Dies ist ein erfreuliches Ergebnis, insbesondere vor dem Hintergrund von im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höheren Risikovorsorgeaufwendungen, Belastungen aus Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung und Ertragsminderungen aus Zins- und Tilgungsstundungen für private Immobilienfinanzierungen bei der mBank sowie Rückstellungen für einen russischen Rechtsfall bei der Commerzbank Eurasija.

Die Erträge legten, getragen von einem anhaltend starken Kundengeschäft, in beiden Kundensegmenten zu. So erreichte der Zinsüberschuss mit 6 251 Mio. Euro, trotz der jüngst erfolgten Leitzinssenkungen, das hohe Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Provisionsüberschuss hat sich mit einem Zuwachs - zu dem beide Kundensegmente beigetragen haben - um 4,1 % auf 2 693 Mio. Euro sehr erfreulich entwickelt.

Das Risikoergebnis stieg im Wesentlichen aufgrund von Ausfällen von Einzeladressen und Risikovorsorgenachbildungen im Segment Firmenkunden auf - 529 Mio. Euro, nach - 367 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Top-Level-Adjustment (TLA) auf Konzernebene belief sich per 30. September 2024 auf 242 Mio. Euro, nach 453 Mio. Euro zum Jahresultimo 2023. Die Non-Performing-Exposure-(NPE-)Quote lag bei 0,9 %.

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufgrund angepasster Löhne und Gehälter im Inland sowie gestiegener Kosten bei der mBank aufgrund des anhaltenden Geschäftswachstums sowie von Fremdwährungseffekten um 2,3 % auf 4 550 Mio. Euro. Die separat ausgewiesenen Pflichtbeiträge lagen insbesondere aufgrund der deutlich niedrigeren europäischen Bankenabgabe mit 230 Mio. Euro um rund 35 % unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Die Cost-Income-Ratio ohne Pflichtbeiträge lag bei 55,8 %, inklusive Pflichtbeiträgen betrug die Cost-Income-Ratio 58,7 %. Die entsprechenden Vorjahreswerte lagen bei 55,3 % beziehungsweise bei 59,7 %.

Das den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären und Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbare Konzernergebnis betrug 1 926 Mio. Euro, nach 1 829 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis (abzüglich immaterieller Vermögenswerte und AT-1-bezogener Posten) lag bei 8,8 %, nach 8,6 % im Vorjahr.

Die Common-Equity-Tier-1-Quote lag zum Stichtag 30. September 2024 bei 14,8 %, nach 14,7 % zum Jahresende 2023. Die Leverage Ratio betrug 4,4 %, gegenüber 4,9 % zum Vorjahresultimo.

Wichtige personelle und geschäftspolitische Ereignisse nach Ende des letzten Berichtszeitraums

Veränderungen im Vorstand der Commerzbank Aktiengesellschaft

Am 1. September 2024 hat Christiane Vorspel-Rüter im Vorstand der Commerzbank als Chief Operating Officer (COO) ihre Arbeit aufgenommen. Sie folgt auf Dr. Jörg Oliveri del Castillo-Schulz, der im Februar 2024 mit dem Aufsichtsrat übereingekommen war, seinen Ende September dieses Jahres auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern.

Am 10. September 2024 hat der Vorstandsvorsitzende der Commerzbank Aktiengesellschaft, Dr. Manfred Knof, dem Aufsichtsratsvorsitzenden Prof. Dr. Jens Weidmann mitgeteilt, dass er seinen bis Ende Dezember 2025 laufenden Vertrag erfüllen werde, aber darüber hinaus der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht mehr zur Verfügung stehe. In seiner Sitzung am 24. September 2024 hat der Aufsichtsrat der Commerzbank Aktiengesellschaft die Verantwortlichkeiten an der Konzernspitze neu geregelt und Dr. Bettina Orlopp zur Vorstandsvorsitzenden und damit zur Nachfolgerin von Dr. Manfred Knof bestellt, der sich mit dem Aufsichtsrat darauf verständigt hat, dass er die Bank vorzeitig zum 30. September 2024 verlässt. Zudem wurde Firmenkundenvorstand Michael Kotzbauer zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt. Zur Nachbesetzung der Rolle des Finanzvorstands (CFO) hat der Aufsichtsrat einen geordneten Auswahlprozess angestoßen. Für die Übergangszeit wird Dr. Bettina Orlopp die CFO-Rolle in Personalunion weiterführen.

Wesentliche Veränderungen in der Aktionärsstruktur der Commerzbank

Anfang September 2024 hat die Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH mitgeteilt, dass sie sich von ihrer Beteiligung an der Commerzbank Aktiengesellschaft schrittweise trennen möchte. Am 11. September 2024 hat der Bund ein erstes Aktienpaket an der Commerzbank Aktiengesellschaft veräußert. Von der über den Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMS) gehaltenen Beteiligung von zuletzt 16,49 % wurden über ein marktübliches sogenanntes beschleunigtes Bookbuilding-Verfahren 4,49 % (rund 53,1 Millionen Aktien) verkauft. Infolge einer deutlichen Überbietung aller übrigen Angebote innerhalb des Bookbuilding-Verfahrens wurde das gesamte Paket der UniCredit Group zugeteilt. Zusammen mit parallel erfolgten Zukäufen am Kapitalmarkt betrug der Anteil der UniCredit Group an der Commerzbank damit rund 9,2 %. Am 25. September 2024 hat die UniCredit Group mitgeteilt, dass sich ihr Anteil durch weitere Zukäufe auf rund 9,5 % erhöht hat und dass sie sich über Finanzinstrumente die Option gesichert hat, ihren Anteil auf rund 21 % aufzustocken.

Aufsichtsrat und Vorstand der Commerzbank bekräftigen Strategie

Ende September 2024 hat der Aufsichtsrat der Commerzbank beim jährlichen Strategiedialog mit dem Vorstand einhellig seine Unterstützung für dessen Strategie bekräftigt, die auf eine verlässliche und nachhaltige Wertsteigerung zielt. Die strategische Priorität liegt dabei unverändert auf profitablem Wachstum, unter Beibehaltung strikter Kostendisziplin und Kundenorientierung. Die Implementierung der Strategie bis 2027 kommt zügig und planmäßig voran, die Commerzbank liefert zuverlässig die angekündigten Fortschritte.

Über die ursprünglichen Planungen hinaus soll die Profitabilität der Bank in den kommenden Jahren noch stärker verbessert werden. Durch die Erschließung zusätzlicher Ertragspotenziale, etwa im Firmenkundengeschäft, im Asset Management und bei ihrer polnischen Tochter mBank, sowie die Realisierung weiterer Effizienzgewinne wird die Bank ihre Profitabilität stärker verbessern als ursprünglich geplant. Der Vorstand erwartet für 2027 einen Anstieg des Nettoergebnisses auf deutlich über 3 Mrd. Euro und eine Steigerung der Eigenkapitalrendite bis 2027 auf mehr als 12 %.

Insgesamt entwickelt die Commerzbank ihre robuste, auf sehr soliden Annahmen beruhende Wachstumsgeschichte kontinuierlich weiter und schärft ihre finanziellen Ziele. Die Bank erwartet, dass sie noch mehr Kapital an ihre Aktionärinnen und Aktionäre zurückgeben kann und damit, wie in den zurückliegenden Jahren, auch in Zukunft zuverlässig Wert für alle ihre Aktionärinnen und Aktionäre schafft.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Eine Beschreibung der zum 30. September 2024 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden finden sich unter "Zusätzliche Informationen" auf Seite 22.

Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-Konzerns

Die Commerzbank erzielte in den ersten neun Monaten 2024 ein den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären und Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis in Höhe von 1 926 Mio. Euro, nach 1 829 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Operative Ergebnis lag im Berichtszeitraum bei 2 841 Mio. Euro, nach 2 879 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Darin enthalten sind Belastungen aus Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung und Ertragsminderungen aus Zins- und Tilgungsstundungen für private Immobilienfinanzierungen (Verlängerung der "Credit holidays") bei der mBank sowie Rückstellungen für einen russischen Rechtsfall bei der Commerzbank Eurasija.

Die wesentlichen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:

Der Zinsüberschuss lag in den ersten neun Monaten 2024 mit 6 251 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums, wobei die beiden Kundensegmente eine unterschiedliche Entwicklung aufwiesen. Der Anstieg des Zinsüberschusses im Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden resultierte vornehmlich aus einem kräftigen Zuwachs des Zinsüberschusses bei der mBank aufgrund der unverändert sehr positiven Bedingungen im Einlagengeschäft. Im Inland lag der Zinsüberschuss in den ersten neun Monaten auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Trotz des seit Mitte des Jahres leicht zurückgehenden Zinsniveaus konnten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus dem Einlagengeschäft leichte Zuwächse erzielt werden. Darüber hinaus waren positive Effekte aus den im vierten Quartal 2023 vorgenommenen Zinsmodellanpassungen im Rahmen der Fristentransformation von Einlagen zu verzeichnen, die gegenläufig dazu zu einem Rückgang des Zinsüberschusses im Bereich Sonstige und Konsolidierung führten. Im Firmenkundengeschäft lag der Zinsüberschuss aufgrund rückläufiger Einlagenerträge leicht unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Der Provisionsüberschuss wies für den Berichtszeitraum insgesamt eine gute Entwicklung auf. Mit 2 693 Mio. Euro lag er um 4,1 % über dem Niveau des starken Ergebnisses der ersten neun Monate 2023. Im Privat- und Unternehmerkundengeschäft haben im Inland aufgrund der positiven Börsenentwicklung sowohl das bestands- als auch das umsatzabhängige Wertpapiergeschäft, unter anderem durch gestiegene Transaktionsvolumen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erfreulich zugelegt. Darüber hinaus waren positive Effekte aus der im zweiten Quartal des laufenden Jahres erfolgten Konsolidierung der Aquila Capital zu verzeichnen. Für die mBank war ein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höherer Provisionsüberschuss zu verzeichnen, dessen Anstieg im Wesentlichen auf Währungseffekten beruhte. Im Geschäft mit Firmenkunden konnten gestiegene Erträge aus dem Geschäft mit Kreditsyndizierungen und Anleiheemissionen die im Vergleich zu dem sehr guten Vorjahr rückläufigen Erträge aus dem Fremdwährungsgeschäft mehr als ausgleichen.

Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten lag im Berichtszeitraum bei - 124 Mio. Euro, nach - 157 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Im Ergebnis des Berichtszeitraums sind sowohl Belastungen aus Bewertungseffekten als auch positive Währungseffekte enthalten.

Im Sonstigen Ergebnis in Höhe von - 805 Mio. Euro sind unter anderem Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung in Höhe von - 785 Mio. Euro bei der mBank sowie Rückstellungen für einen russischen Rechtsfall in Höhe von - 96 Mio. Euro bei der Commerzbank Eurasija enthalten.

Im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten, das im Berichtszeitraum mit 88 Mio. Euro auszuweisen war, sind Ertragsminderungen aus Zins- und Tilgungsstundungen für private Immobilienfinanzierungen (Verlängerung der "Credit holidays") bei der mBank in Höhe von - 35 Mio. Euro enthalten.

Das Risikoergebnis lag mit - 529 Mio. Euro um 44,4 % über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Das Risikoergebnis wurde überwiegend durch Ausfälle von Einzeladressen und Risikovorsorgenachbildungen im Segment Firmenkunden getrieben, das gleichzeitig von Risikovorsorgeauflösungen infolge von Abgängen profitierte. Darüber hinaus sind im Risikoergebnis - 97 Mio. Euro für die kollektive Stage-2-Zuordnung für Kunden mit einer höheren Klimabetroffenheit enthalten. Der Bestand des TLA auf Konzernebene belief sich per 30. September 2024 auf 242 Mio. Euro, nach 453 Mio. Euro per 31. Dezember 2023. Weitere Informationen zum TLA finden sich im Kapitel "Risikolage" auf Seite 14.

Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum bei 4 550 Mio. Euro. Der Kostenanstieg um 2,3 % war insbesondere auf höhere Kosten bei der mBank aufgrund von Investitionen in künftiges Geschäftswachstum sowie Fremdwährungseffekte zurückzuführen. Der Anstieg der Personalkosten um 3,2 % auf 2 770 Mio. Euro resultierte maßgeblich aus der Anpassung der laufenden Löhne und Gehaltszahlungen. Die Sachaufwendungen einschließlich der Abschreibungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte lagen mit 1 780 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Die Belastungen aus den separat ausgewiesenen Pflichtbeiträgen reduzierten sich um 126 Mio. Euro auf 230 Mio. Euro. Der Rückgang um rund 35 % resultierte insbesondere aus einer deutlich niedrigeren europäischen Bankenabgabe, da das Zielvolumen des europäischen Fonds zur Abwicklung in Notlage geratener Banken bereits erreicht wurde.

Im Berichtszeitraum beliefen sich die Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Umsetzung der strategischen Maßnahmen auf 4 Mio. Euro, nach 14 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 2 837 Mio. Euro, nach 2 865 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Für den Berichtszeitraum war ein Steueraufwand in Höhe von 807 Mio. Euro auszuweisen. Dieser resultierte im Wesentlichen aus der Besteuerung des positiven Ergebnisses der ersten neun Monate 2024.

Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 2 030 Mio. Euro, gegenüber 1 843 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Nach Berücksichtigung der nicht beherrschenden Anteile war den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären und Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile für den Berichtszeitraum ein Konzernergebnis von 1 926 Mio. Euro zuzurechnen, nach 1 829 Mio. Euro im Vorjahr.

Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 2,38 Euro, das Ergebnis je Aktie 1,45 Euro. Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 2,31 Euro beziehungsweise auf 1,31 Euro.

Bilanz des Commerzbank-Konzerns

Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 30. September 2024 bei 565,3 Mrd. Euro. Gegenüber dem Jahresultimo 2023 war dies ein deutlicher Anstieg um 48,2 Mrd. Euro. Der Zuwachs um 9,3 % resultierte vornehmlich aus dem kräftigen Anstieg bei besicherten Wertpapierpensionsgeschäften sowie starken Einlagenzuflüssen im Privat- und Firmenkundensegment.

Erfreulich zugelegt hat auch das Kreditgeschäft - insbesondere bei der mBank und im Mittelstandsgeschäft des Segments Firmenkunden.

Eigenkapital

Das in der Bilanz zum Berichtsstichtag 30. September 2024 ausgewiesene den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbare Eigenkapital lag mit 29,8 Mrd. Euro um 0,9 Mrd. Euro über dem Niveau zum Jahresende 2023. Weitere Informationen zur Eigenkapitalveränderung finden sich auf Seite 20 f.

Die Risikoaktiva per 30. September 2024 lagen bei 170,9 Mrd. Euro und damit um 4,2 Mrd. Euro niedriger als zum Jahresende 2023. Diese Entwicklung ist primär auf einen Rückgang der Risikoaktiva aus Kredit- und Marktrisiken zurückzuführen. Für das geringere Kreditrisiko sind im Wesentlichen Rückgänge im Counterparty-&-Credit-Risk-Portfolio - primär aus Exposure-Reduktionen aufgrund einer EZB-genehmigten Modelländerung, weitere Volumen- und Parametereffekte sowie Reduktionen unter anderem bei aktiv latenten Steuern - verantwortlich. Teilweise gegenläufig wirkten vor allem Anstiege aus mBank-Positionen. Geringere Risikoaktiva aus Marktrisiken resultierten hauptsächlich aus dem Wegfall von relevanten Verlustszenarien aus der Zeitreihe des regulatorischen Value at Risk sowie aus reduzierten Eigenmittelanforderungen für das Credit-Valuation-Adjustment-Risiko aufgrund der Modelländerung für Counterparty-&-Credit-Risk-Exposure-Berechnung. Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken lagen nur leicht unter dem Niveau zum Jahresende 2023.

Das aufsichtsrechtlich anrechenbare harte Kernkapital (Common Equity Tier 1) reduzierte sich um 0,4 Mrd. Euro und betrug zum Berichtsstichtag 25,3 Mrd. Euro, gegenüber 25,7 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2023. Die positiven Entwicklungen im IAS-19-Effekt, in der Währungs- und in der Neubewertungsrücklage wurden durch höhere regulatorische Kapitalabzüge mehr als kompensiert, die im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der Aquila Capital im zweiten Quartal 2024, sowie von zum Zeitwert bewerteten Vermögenswerten und aus dem gestiegenen IRB Expected Loss-Shortfall entstanden sind. Die harte Kernkapitalquote (Common-Equity-Tier-1-Quote) stieg leicht auf 14,8 % (ohne Anrechnung des Konzernergebnisses für die ersten neun Monate 2024), nach 14,7 % zum 31. Dezember 2023. Die Kernkapitalquote stieg ebenfalls leicht an und betrug zum Berichtsstichtag 16,7 %, gegenüber 16,5 % zum Jahresende 2023. Das Ergänzungskapital erhöhte sich um 0,4 Mrd. Euro, im Wesentlichen aufgrund einer Neuemission im zweiten Quartal 2024, im Vergleich zum 31. Dezember 2023 auf 5,4 Mrd. Euro. Die Gesamtkapitalquote (unter Anwendung der Übergangsbestimmungen) betrug zum Berichtsstichtag 19,8 %, gegenüber 19,3 % zum Jahresende 2023. Die anrechenbaren Eigenmittel lagen zum Berichtsultimo im Vergleich zum 31. Dezember 2023 unverändert bei 33,9 Mrd. Euro.

Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1-Kapital zum Leverage Ratio Exposure zeigt, belief sich auf 4,4 %.

Refinanzierung und Liquidität

Die Geld- und Kapitalmärkte waren auch in den letzten drei Monaten des Berichtszeitraums in einer stabilen und sehr aufnahmefähigen Verfassung. Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Commerzbank waren jederzeit gegeben. Darüber hinaus ist das Liquiditätsmanagement der Bank stets in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren.

Der Commerzbank-Konzern hat in den ersten neun Monaten 2024 langfristige Refinanzierungsmittel in Höhe von 10,2 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen.

Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat bei besicherten Anleihen Pfandbrief-Benchmarktransaktionen inklusive Aufstockungen mit einem Volumen von insgesamt 4,6 Mrd. Euro und Laufzeiten zwischen drei und zehn Jahren begeben. Der durchschnittliche Reoffer Spread der Pfandbriefemissionen lag 31 Basispunkte über der Swapmitte.

Im unbesicherten Bereich hat die Commerzbank eine variabel verzinsliche Preferred-Senior-Anleihe über 500 Mio. Euro mit einer Laufzeit von drei Jahren, kündbar nach zwei Jahren, emittiert. Die Verzinsung orientiert sich am drei-Monats-Euribor plus 70 Basispunkte. Bei Non-preferred-Senior-Anleihen wurden 750 Mio. Euro, mit einer Laufzeit von sieben Jahren mit einem Kündigungstermin im Januar 2030 und einem Kupon von 4,625 % pro Jahr emittiert. Daneben wurde im Juli eine Anleihe über 750 Mio. Euro und mit einer Laufzeit von acht Jahren mit einem Kündigungstermin im Juli 2031 begeben. Außerdem wurde eine Nachrang-Tier-2-Anleihe über 750 Mio. Euro mit Fälligkeit im Oktober 2034 und einem Kündigungsrecht von Juli 2029 bis Oktober 2029 mit fester Verzinsung von 4,875 % platziert. Darüber hinaus hat die Commerzbank Aktiengesellschaft eine AT-1-Anleihe aus dem Emissionsprogramm für zusätzliches Kernkapital mit einem Volumen von 750 Mio. Euro und einem festen Kupon von 7,875 % pro Jahr begeben. Das Kapital hat eine unbestimmte Laufzeit und der frühestmögliche Kündigungstermin liegt im Zeitraum von Oktober 2031 bis April 2032. Die Anleihebedingungen der Emission sehen ein zeitweiliges Herabschreiben für den Fall vor, dass die harte Kernkapitalquote (CET-1-Quote) der Bank unter die Marke von 5,125 % fällt. Mit der Ausgabe der Anleihen stärkt und optimiert die Commerzbank ihre Kapitalstruktur weiter.

Des Weiteren wurden Privatplatzierungen in Höhe von rund 1,4 Mrd. Euro in besicherten und unbesicherten Emissionen begeben.

Die mBank hat im September eine grüne Preferred-Senior-Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio. Euro und einer Laufzeit von sechs Jahren, kündbar nach fünf Jahren, emittiert. Der Re-offer Spread lag bei 175 Basispunkten über der Swapmitte.

Die durchschnittlichen Einlagenvolumen im dritten Quartal 2024 zeigten gegenüber dem zweiten Quartal 2024 einen positiven beziehungsweise nahezu stabilen Verlauf. Bei Privat- und Unternehmerkunden belief sich das durchschnittliche Einlagenvolumen auf 219 Mrd. Euro (zweites Quartal 2024: 217 Mrd. Euro), wobei die Einlagen im Inland zu mehr als 95 % gesichert waren. Im Bereich Firmenkunden lag das durchschnittliche Einlagenvolumen im dritten Quartal 2024 bei 94 Mrd. Euro (zweites Quartal 2024: 96 Mrd. Euro) und die Besicherung bei knapp 60 %.

Die Bank wies zum Berichtsstichtag eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 137,9 Mrd. Euro aus. Das Liquiditätsreserveportfolio gewährleistet die Pufferfunktion im Stressfall. Dieses Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Ein Teil dieser Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen.

Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio. Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Berichtsstichtag 6,2 Mrd. Euro. Die Commerzbank hat zum Berichtsstichtag mit 140,3 % die geforderte Mindestquote bei der Liquiditätskennzahl "Liquidity Coverage Ratio" (LCR) in Höhe von 100 % deutlich überschritten. Auch der Durchschnitt der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte lag mit 144,3 % deutlich über der Mindestquote. Damit war die Liquiditätssituation der Commerzbank zum Berichtsultimo aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie komfortabel und erfüllte die internen und externen Limits sowie die gültigen regulatorischen Anforderungen.

Entwicklung der Segmente

Die Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente für die ersten neun Monate 2024 basiert auf der im Geschäftsbericht 2023 auf den Seiten 185 und 369 ff. beschriebenen Segmentstruktur.

Übersichten zur Ergebnisentwicklung der Segmente finden sich unter "Zusätzliche Informationen" auf Seite 24 f.

Privat- und Unternehmerkunden

Das Segment Privat- und Unternehmerkunden hat in den ersten neun Monaten 2024 sowohl das Operative Ergebnis als auch das Ergebnis vor Steuern - trotz unverändert sehr hoher Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung sowie in deutlich geringerem Umfang Ertragsminderungen aus Zins- und Tilgungsstundungen für private Immobilienfinanzierungen bei der mBank -gegenüber dem Vergleichszeitraum 2023 um 357 Mio. Euro auf 1 417 Mio. Euro gesteigert.

Die Erträge vor Risikoergebnis lagen im Berichtszeitraum mit 4 515 Mio. Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Zinsüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahr um 200 Mio. Euro auf 3 566 Mio. Euro. Der Anstieg um 5,9 % resultierte vornehmlich aus einem kräftigen Zuwachs des Zinsüberschusses bei der mBank aufgrund der unverändert sehr positiven Bedingungen im Einlagengeschäft. Im Inland lag der Zinsüberschuss in den ersten neun Monaten auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Trotz des seit Mitte des Jahres leicht zurückgehenden Zinsniveaus konnten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus dem Einlagengeschäft leichte Zuwächse erzielt werden. Darüber hinaus waren positive Effekte aus den im vierten Quartal 2023 vorgenommenen Zinsmodellanpassungen im Rahmen der Fristentransformation von Einlagen zu verzeichnen, die gegenläufig dazu zu einem Rückgang des Zinsüberschusses im Bereich Sonstige und Konsolidierung führten.

Der Provisionsüberschuss lag in den ersten neun Monaten 2024 mit 1 697 Mio. Euro rund 4 % über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im Inland haben aufgrund der positiven Börsenentwicklung sowohl das bestands- als auch das umsatzabhängige Wertpapiergeschäft, unter anderem durch gestiegene Transaktionsvolumen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erfreulich zugelegt. Darüber hinaus waren positive Effekte aus der im zweiten Quartal des laufenden Jahres erfolgten Konsolidierung der Aquila Capital zu verzeichnen. Für die mBank war ein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höherer Provisionsüberschuss zu verzeichnen, dessen Anstieg im Wesentlichen auf Währungseffekten beruhte.

Die übrigen Ertragskomponenten beliefen sich insgesamt auf - 748 Mio. Euro, nach - 835 Mio. Euro im Vorjahr. Die Ergebnisbelastung im Berichtszeitraum resultierte im Wesentlichen aus Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung sowie in deutlich geringerem Umfang aus Ertragsminderungen aus Zins- und Tilgungsstundungen für private Immobilienfinanzierungen (Verlängerung der "Credit holidays") bei der mBank. Die Belastungen aus dem Fair-Value-Ergebnis haben sich hingegen im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres deutlich reduziert.

Das Risikoergebnis des Segments Privat- und Unternehmerkunden lag mit - 152 Mio. Euro um 119 Mio. Euro niedriger als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang resultierte insbesondere aus deutlich geringeren Vorsorgeaufwendungen sowohl im Inland als auch bei der mBank.

Der Verwaltungsaufwand ist im Berichtszeitraum insgesamt um 127 Mio. Euro auf 2 719 Mio. Euro gestiegen. Der Anstieg resultierte insbesondere aus der mBank, bei der der Verwaltungsaufwand aufgrund von Investitionen in künftiges Geschäftswachstum sowie Währungseffekten signifikant über dem Wert des Vergleichszeitraums des Vorjahres lag. Im Inland war ein leichter Kostenzuwachs zu verzeichnen, der unter anderem aus gestiegenen Ausgaben im Zusammenhang mit der Neukundengewinnung, Gehaltsanpassungen, die teilweise durch Ersparnisse aus Personalabbau kompensiert wurden, sowie aus der Konsolidierung der Aquila Capital resultierte. Der Aufwand für Pflichtbeiträge ist gegenüber den ersten neun Monaten 2023 um 18 Mio. Euro auf 228 Mio. Euro zurückgegangen, was insbesondere aus einer geringeren europäischen Bankenabgabe resultierte.

Firmenkunden

Die Geschäftsentwicklung des Segments Firmenkunden hat in den ersten neun Monaten 2024 vor dem Hintergrund eines anhaltend volatilen und wettbewerbsintensiven Marktumfeldes sowie schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen eine stabile Entwicklung gezeigt. Für den Berichtszeitraum belief sich sowohl das Operative Ergebnis als auch das Ergebnis vor Steuern im Segment Firmenkunden auf 1 623 Mio. Euro, nach 1 637 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Der Bereich Mittelstand zeigte gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine deutlich positive Ertragsentwicklung. Im Kreditgeschäft konnten die Erträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum zulegen. In Capital Markets profitierte der Bereich von deutlich gestiegenen Einlageerträgen bei Termin- und Tagesgeldern und vom Geschäft mit Kreditsyndizierungen. Der Bereich International Corporates zeigte eine stabile Entwicklung im Kerngeschäft mit schwächerem Währungsgeschäft, welches durch ein stärkeres Konsortialgeschäft überkompensiert werden konnte. Im Bereich Institutionals war der deutliche Ertragszuwachs getrieben durch ein gutes Anleiheemissionsgeschäft. Die im Bereich Others ausgewiesenen Erträge, die insbesondere Hedging- und Bewertungseffekten zuzuordnen sind, lagen auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Die Erträge vor Risikoergebnis lagen in den ersten neun Monaten 2024 mit 3 541 Mio. Euro um 163 Mio. Euro über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Zu dem Ertragsanstieg um 4,8 % haben alle operativen Kundenbereiche des Segments beigetragen. Mit 2 018 Mio. Euro lag der Zinsüberschuss leicht unter dem Niveau der ersten neun Monate 2023. Der Provisionsüberschuss konnte gegenüber dem entsprechenden Vorjahresergebnis um 53 Mio. Euro auf 1 036 Mio. Euro erfreulich zulegen. Gestiegene Erträge aus dem Geschäft mit Kreditsyndizierungen und Anleiheemissionen konnten hier die im Vergleich zu dem sehr guten Vorjahr rückläufigen Erträge aus dem Fremdwährungsgeschäft mehr als ausgleichen. Verbessert zeigte sich zudem das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, das mit 470 Mio. Euro um 20,9 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums lag.

Im Berichtszeitraum lag das Risikoergebnis bei - 362 Mio. Euro, nach - 119 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der deutliche Anstieg der Wertberichtigungen des Segments wurde im Wesentlichen durch Ausfälle von Einzeladressen und Nachbildungen bei ausgefallenen Einzeladressen getrieben. Gleichzeitig profitierte das Segment von Risikovorsorgeauflösungen infolge von Abgängen.

Der Verwaltungsaufwand lag mit 1 554 Mio. Euro auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Der Rückgang der ausgewiesenen Pflichtbeiträge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 70 Mio. Euro auf 2 Mio. Euro steht insbesondere in Verbindung mit dem Wegfall der europäischen Bankenabgabe.

Sonstige und Konsolidierung

Im Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, die nicht in die Verantwortungsbereiche der beiden Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige werden die Ergebnisse von Group Treasury, den Geschäftssegmenten nicht zugeordnete Beteiligungen sowie übergeordnete Sachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für Aufsichtsgebühren, eingestellt. Unter Konsolidierung wird von den in der Segmentberichterstattung ausgewiesenen Ergebnisgrößen auf den Konzernabschluss nach Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) übergeleitet. Der Bereich Sonstige und Konsolidierung enthält des Weiteren die Kosten der Unterstützungs-, Stabs- und Steuerungseinheiten, die anschließend auf die Segmente verrechnet werden. Außerdem werden die Restrukturierungsaufwendungen für den Konzern zentral in diesem Bereich ausgewiesen.

Das Operative Ergebnis des Bereichs Sonstige und Konsolidierung belief sich in den ersten neun Monaten 2024 auf - 199 Mio. Euro, gegenüber 183 Mio. Euro im Vorjahr. Der Rückgang beruhte in erster Linie auf einem niedrigeren Ergebnis von Group Treasury, insbesondere aufgrund eines gesunkenen Zinsüberschusses nach Zinsmodellanpassungen im Rahmen der Fristentransformation von Einlagen des Segments Privat- und Unternehmerkunden, die gegenläufig dazu zu einem Anstieg des Zinsüberschusses im Segment Privat- und Unternehmerkunden führten. Darüber hinaus ergab sich eine Ergebnisreduktion aus der Nichtverzinsung der EZB-Mindestreserve sowie aus residualen Bewertungseffekten im Bankbuch nach Anwendung von Hedge Accounting in Group Treasury. Hinzu kamen höhere Nettobelastungen aus Bewertungseffekten und aus der Bildung und Auflösung von Rückstellungen im restlichen Bereich Sonstige und Konsolidierung, unter anderem aufgrund von Rückstellungen für einen russischen Rechtsfall bei der Commerzbank Eurasija. Dagegen profitierte der restliche Bereich Sonstige und Konsolidierung von einem per saldo entlastenden Effekt aus Konsolidierungssachverhalten. Im gesamten Bereich Sonstige und Konsolidierung war außerdem eine Ergebnisentlastung aus dem Wegfall der europäischen Bankenabgabe zu verzeichnen.

Das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und Konsolidierung belief sich in den ersten neun Monaten 2024 auf - 203 Mio. Euro. Darin enthalten sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 4 Mio. Euro, die im Zusammenhang mit der Umsetzung der "Strategie 2024" stehen.

Prognosebericht

Künftige gesamtwirtschaftliche Situation

Angesichts der weiterhin schlechten Stimmung bei den Unternehmen dürfte die Wirtschaft im Euroraum in den nächsten Monaten kaum wachsen. Für das kommende Jahr ist dann aber ein wieder etwas stärkeres Wachstum zu erwarten. Denn die Belastungen durch die hohen Zinsen dürften abnehmen, zumal die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen in den kommenden Monaten um weitere 125 Basispunkte senken dürfte. Angesichts der zahlreichen strukturellen Probleme dürfte das Wachstum weiterhin aber sehr verhalten sein.

Dies gilt insbesondere für Deutschland, wo die Wirtschaft in diesem Jahr voraussichtlich sogar leicht schrumpfen wird. Im kommenden Jahr dürfte sich die Wirtschaft zwar wegen des nachlassenden Gegenwindes von der Geldpolitik aus der Stagnation lösen. Mehr als ein niedriges Wachstum von 0,2 % ist aber auch für das kommende Jahr nicht zu erwarten.

Dies liegt auch an einer voraussichtlich weiterhin schwachen Nachfrage aus China, einem der wichtigsten Auslandsmärkte für die deutsche Industrie. Zwar haben hier Regierung und Notenbank zuletzt einige Maßnahmen verkündet, um die Konjunktur anzuschieben. Allerdings ist es fraglich, ob diese ausreichen werden, um die negativen Effekte der geplatzten Immobilienblase und das durch die veränderte Wirtschaftspolitik erschütterte Vertrauen der Investoren auszugleichen. Mit 4 % dürfte die chinesische Wirtschaft auch im kommenden Jahr weniger wachsen als von der Regierung angestrebt.

In den USA hat sich das Wirtschaftswachstum zwar etwas verlangsamt, mit einer Rezession ist aber weiterhin nicht zu rechnen. Die schwächere Konjunktur hat aber, zusammen mit der rückläufigen Teuerung, die US-Notenbank dazu veranlasst, ihren Leitzins im September erstmals um 50 Basispunkte zu senken. Bis zum Sommer nächsten Jahres dürften sich die Zinssenkungen auf 200 Basispunkte summieren, was die Konjunktur mit einer gewissen Verzögerung wieder anschieben wird.

An den Finanzmärkten sind die erwarteten weiteren Zinssenkungen der großen Notenbanken in den Anleihekursen weitgehend eingepreist. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erwarten wir zum Jahresende 2024 bei gut 2 %. Mit dem näher rückenden Ende der Zinssenkungen dürfte sie im kommenden Jahr wieder etwas zulegen. Da die US-Notenbank die Zinsen ähnlich stark senken dürfte wie die EZB, dürfte der Euro gegenüber dem US-Dollar in den kommenden Monaten wohl ähnlich stark sein wie derzeit. Ende des Jahres dürfte 1 Euro 1,09 US-Dollar wert sein, woran sich auch im kommenden Jahr kaum etwas ändern dürfte.

Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität

Die Liquiditätsausstattung der Bank ist unverändert hoch, sodass keine Notwendigkeit besteht, eigene Portfolios zu refinanzieren. Somit ist die Commerzbank als Cash-Provider beziehungsweise opportunistisch auch als Collateral-Provider im Repomarkt aktiv. Die seit Mitte des Jahres 2023 bestehende erhöhte Nachfrage nach Refinanzierungen im Repomarkt hält weiter an. Die Liquiditätssituation der Commerzbank lässt die Bedienung dieser erhöhten Nachfrage zu und hat zu einer Geschäftsausweitung in diesem Bereich geführt.

Die Commerzbank weist eine hohe Position als Kassenbestand und Sichtguthaben - im Wesentlichen bei Zentralbanken - aus. Diese betrug zum Berichtsultimo 95,2 Mrd. Euro. Dieser Bestand ist einerseits das Resultat der immer noch hohen Überschussliquidität im Eurosystem, andererseits der breit diversifizierten Kundenbasis und der bestehenden Geschäftsbeziehungen im Cash-Management sowie dem professionellen Einlagengeschäft geschuldet. Trotz des langsamen Abschmelzens der Bestände unter dem Asset Purchase Programme durch ausbleibende Reinvestitionen sowie der seit Mitte des Jahres 2024 gestarteten Reduktion des Pandemic Emergency Purchase Programms erwarten wir eine weiterhin ausreichende Überschussliquidität und damit eine unterstützende Wirkung hinsichtlich der Liquiditätssituation der Commerzbank. Mitte September 2024 startete die EZB mit dem neuen "Operational Framework". Mit den Instrumenten unter diesem Rahmenwerk sichert die EZB bereits heute potenzielle künftige Volatilität in der Liquiditätsversorgung des Bankensystems vorausschauend ab.

Die Mittelaufnahme der Commerzbank am Kapitalmarkt ist von der Geschäftsentwicklung beziehungsweise -planung und der Entwicklung der risikogewichteten Aktiva beeinflusst. Der Fundingplan 2024 sieht ein Volumen von rund 10 Mrd. Euro vor. Ende des dritten Quartals war der Fundingplan bereits erfüllt. Überdies wurde im Oktober eine Additional-Tier-1-Anleihe über 750 Mio. US-Dollar begeben sowie eine Non-preferred-Senior-Anleihe mit einem Volumen von 750 Mio. Euro emittiert.

Die für das Liquiditätsmanagement und den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen Annahmen überprüfen und passen wir regelmäßig an. Dadurch trägt die Commerzbank den Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung und gewährleistet eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur.

Voraussichtliche Entwicklung des Commerzbank-Konzerns

An unseren im Geschäftsbericht 2023 getroffenen beziehungsweise an den zum Halbjahr 2024 nochmals leicht angepassten Aussagen zur voraussichtlichen Ergebnisentwicklung des Commerzbank-Konzerns im Geschäftsjahr 2024 halten wir vor dem Hintergrund der bislang im Jahresverlauf auszuweisenden Ertrags- und Aufwandsentwicklung weiterhin fest, haben aber unsere Erwartungen für den Zins- und Provisionsüberschuss hochgesetzt:

Für das Gesamtjahr 2024 rechnet die Bank trotz der jüngsten Leitzinssenkungen vor dem Hintergrund eines anhaltend hohen Einlagenvolumens mit einem Zinsüberschuss in Höhe von rund 8,2 Mrd. Euro. Aufgrund der erfreulichen Entwicklung des provisionstragenden Geschäfts wird der Provisionsüberschuss für das laufende Jahr um mehr als 5 % höher als im Vorjahr erwartet. Insgesamt geht die Bank auf dieser Basis von Erträgen in Höhe von 10,9 Mrd. Euro aus. Das Risikoergebnis erwartet die Bank nach wie vor bei niedriger als - 800 Mio. Euro im Gesamtjahr, unter der Verwendung von TLA. Der Verwaltungsaufwand inklusive Pflichtbeiträgen wird strikt entlang der Cost-Income-Ratio gesteuert. Das Ziel 2024 für die Cost-Income-Ratio beträgt rund 60 %.

Für das Jahr 2024 rechnet die Commerzbank mit einer CommonEquity-Tier-1-Quote von rund 15 %. Diese Zielgröße berücksichtigt bereits eine geplante Ausschüttung von mindestens 70 % des Nettoergebnisses nach Abzug von vollständig diskretionären AT-1-Kupons für das Geschäftsjahr 2024. Die Genehmigung für die erste Tranche über rund 600 Mio. Euro des geplanten Aktienrückkaufs hat die Bank Ende Oktober erhalten. Die zweite Tranche in Höhe von bis zu 400 Mio. Euro beantragt die Commerzbank wie angekündigt auf Basis des Ergebnisses des dritten Quartals bei der EZB und der Finanzagentur.

Insgesamt gehen wir angesichts der Ergebnisentwicklung in den ersten neun Monaten 2024 und unseren Erwartungen für den weiteren Jahresverlauf davon aus, für das Geschäftsjahr 2024 ein den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis in Höhe von rund 2,4 Mrd. Euro zu erzielen.

Die Erwartungen sind abhängig von der Entwicklung der Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung bei der mBank sowie der Belastungen in Russland.

Risikolage

Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit (RTF) erfolgen monatlich auf Ebene des Commerzbank-Konzerns. Per 30. September 2024 betrug die RTF-Quote 200 %. Der Anstieg des Risikodeckungspotenzials gegenüber Dezember 2023 ist vor allem auf den Rückgang von ökonomischen Kapitalabzügen im Risikodeckungspotenzial zurückzuführen. Der Rückgang des ökonomisch erforderlichen Kapitals für Adressenausfallrisiken resultiert im Wesentlichen aus Rating- und Volumensänderungen im Kundenportfolio sowie der regulären Fortschreibung der Parameter im Kreditrisikomodell. Haupttreiber für den Anstieg des operationellen Risikos ist eine konservativere Berücksichtigung der Schweizer-Franken-Thematik. Die RTF-Quote liegt weiterhin auf hohem Niveau.

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Risikotragfähigkeit Konzern | Mrd. € 30.9.2024 31.12.2023
Ökonomisches Risikodeckungspotenzial 25 24
Ökonomisch erforderliches Kapital 1 13 13
davon für Adressenausfallrisiko 2 8 9
davon für Marktrisiko 3 3 3
davon für operationelles Risiko 4 3 2
davon Diversifikationseffekte - 2 - 2
RTF-Quote (%) 5 200 191

1 Einschließlich Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen und Risikopuffer für Reserverisiko, für die Quantifizierung potenzieller Wertschwankungen von Intangibles, für Goodwill sowie für Umweltrisiken.

2 Einschließlich Puffer (zum Beispiel für geplante Methodenänderungen).

3 Einschließlich Einlagenmodellrisiko.

4 Einschließlich Cyber- und Compliance-Risiko.

5 RTF-Quote = ökonomisches Risikodeckungspotenzial/​ökonomisch erforderliches Kapital (inklusive Risikopuffer).

Adressenausfallrisiken

Die geopolitischen Spannungen führen weiterhin zu spürbaren, wenn auch im Zeitverlauf reduzierten, ökonomischen krisenbedingten Unsicherheiten. Die für die Risikovorsorgeermittlung verwendeten modellbasierten Parameter reflektieren diese Auswirkungen noch nicht vollständig. Im dritten Quartal 2024 wurde deshalb weiterhin eine Anpassung des IFRS-9-ECL-Modellergebnisses mittels Top-Level-Adjustment (TLA) als notwendig erachtet.

Wie auch schon im zweiten Quartal 2024, wurde darüber hinaus auch im dritten Quartal ein kollektiver Transfer nach Stufe 2 für Kunden mit gelber (beherrschbare Risiken) oder roter Branchenampel (deutliche Risiken) als notwendig erachtet. Die Farbsetzung der Ampel zum Berichtsstichtag erfolgt auf Sub-Portfolioebene im Rahmen der strategischen Portfolioplanung.

Im dritten Quartal 2024 wurden erstmalig Kunden, welche im Rahmen eines klimabezogenen Kreditrisikobewertungsverfahrens (Skala von A bis H) den Kategorien F bis H zugeordnet wurden, kollektiv nach Stufe 2 überführt. Für Wohnimmobilien wurde hierbei der Beleihungsauslauf zusätzlich zur Energieeffizienzklasse einbezogen.

Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8 stellten sich zum Stichtag 30. September 2024 wie folgt dar:

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30.9.2024 31.12.2023
Kreditrisikokennzahlen Exposure at Default Expected Loss Risikodichte CVaR Exposure at Default Expected Loss
Mrd. € Mio. € Bp. Mio. € Mrd. € Mio. €
Privat- und Unternehmerkunden 211 521 25 1 924 211 468
Firmenkunden 181 396 22 3 901 176 406
Sonstige und Konsolidierung 1 164 201 12 1 734 149 236
Konzern 556 1 118 20 7 559 536 1 110
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31.12.2023
Kreditrisikokennzahlen Risikodichte CVaR
Bp. Mio. €
Privat- und Unternehmerkunden 22 2 095
Firmenkunden 23 4 470
Sonstige und Konsolidierung 1 16 1 716
Konzern 21 8 281

1 Im Wesentlichen handelt es sich um Liquiditätsportfolios von Group Treasury.

Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil von 89 % in den internen Ratingklassen 1 und 2, die den Investmentbereich abdecken.

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30.9.2024 31.12.2023
Ratingverteilung EaD | % 1,0-1,8 2,0-2,8 3,0-3,8 4,0-4,8 5,0-5,8 1,0-1,8
Privat- und Unternehmerkunden 31 54 11 3 1 31
Firmenkunden 27 57 12 3 2 20
Sonstige und Konsolidierung 79 19 1 0 1 77
Konzern 44 44 8 2 1 40
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31.12.2023
Ratingverteilung EaD | % 2,0-2,8 3,0-3,8 4,0-4,8 5,0-5,8
Privat- und Unternehmerkunden 55 11 3 1
Firmenkunden 60 14 4 1
Sonstige und Konsolidierung 21 1 0 0
Konzern 47 9 2 1

Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider.

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30.9.2024 31.12.2023
Konzernportfolio nach Regionen Exposure at Default Expected Loss Risikodichte Exposure at Default Expected Loss Risikodichte
Mrd. € Mio. € Bp. Mrd. € Mio. € Bp.
Deutschland 328 469 14 314 401 13
Westeuropa 91 189 21 86 180 21
Mittel- und Osteuropa 59 355 60 61 416 68
Nordamerika 46 35 8 46 45 10
Asien 19 25 13 18 25 14
Sonstige 13 45 35 11 43 38
Konzern 556 1 118 20 536 1 110 21

Risikoergebnis Das Risikoergebnis im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich zum 30. September 2024 auf - 529 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: - 367 Mio. Euro). Das Ergebnis wurde im Wesentlichen durch Ausfälle von Einzeladressen und Risikovorsorgenachbildungen, insbesondere im Segment Firmenkunden, getrieben, welches gleichzeitig von Risikovorsorgeauflösungen in Folge von Abgängen profitierte.

Der TLA-Bestand auf Konzernebene hat sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 211 Mio. Euro reduziert und belief sich per 30. September 2024 auf 242 Mio. Euro. Das TLA deckt hierbei im Wesentlichen Sekundäreffekte, resultierend aus geopolitischen Spannungen und den daraus folgenden ökonomischen krisenbedingten Unsicherheiten, ab. Die Methodik zur Ermittlung des Anpassungsbedarfs des ECL-Modellergebnisses für Sekundäreffekte entspricht der Methodik des Vorquartals.

Das Risikoergebnis enthält per September 2024 zusätzliche - 24 Mio. Euro aufgrund der kollektiven Stage-2-Zuordnung für Kunden der Branchenampelfarbe gelb oder rot, sowie weitere - 97 Mio. Euro für die kollektive Stage-2-Zuordnung für Kunden mit einer höheren Klimabetroffenheit.

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30.9.2024 30.9.2023
Risikoergebnis | Mio. € Stage 1 Stage 2 Stage 3 POCI 1 Gesamt Stage 1
Privat- und Unternehmerkunden - 9 125 - 263 - 5 - 152 - 3
Firmenkunden 38 6 - 481 75 - 362 11
Sonstige und Konsolidierung - 3 - 18 5 1 - 15 15
Konzern 27 113 - 739 70 - 529 23
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30.9.2023
Risikoergebnis | Mio. € Stage 2 Stage 3 POCI 1 Gesamt
Privat- und Unternehmerkunden - 54 - 219 5 - 271
Firmenkunden - 57 - 77 4 - 119
Sonstige und Konsolidierung 9 - 1 0 23
Konzern - 102 - 297 9 - 367

1 POCI - Purchased or Originated Credit-impaired.

Default-Portfolio Das Default-Portfolio des Konzerns ist in den ersten neun Monaten 2024 um 360 Mio. Euro gestiegen und lag zum 30. September 2024 bei 5 117 Mio. Euro.

Marktrisiken

Der Value at Risk (VaR) im Handelsbuch ging zum Ende des dritten Quartals 2024 von 14 Mio. Euro per Dezember 2023 auf 6 Mio. Euro zurück.

Hintergrund ist der Wegfall von Krisenszenarios aus März 2023 aus der Kalkulationszeitreihe. Die Szenarios standen im Kontext von Spannungen um die Banken Silicon Valley Bank und Credit Suisse.

Der Stressed VaR blieb zum Ende des dritten Quartals 2024 stabil bei 21 Mio. Euro.

Für die Anlagebücher des Konzerns werden nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Als Ergebnis des Szenarios + 200 Basispunkte wurden zum 30. September 2024 ein potenzieller ökonomischer Verlust von 2 447 Mio. Euro (31. Dezember 2023: 2 061 Mio. Euro potenzieller ökonomischer Verlust) und im Szenario - 200 Basispunkte ein potenzieller ökonomischer Gewinn von 1 220 Mio. Euro (31. Dezember 2023: 1 169 Mio. Euro potenzieller ökonomischer Gewinn) ermittelt. Seit Juli 2024 gelten veränderte aufsichtsrechtliche Anforderungen hinsichtlich der Szenarios für die Zinsänderungsschocks. Zur Einschätzung, ob ein Institut erhöhtes Zinsänderungsrisiko aufweist, werden nun ausschließlich die von der Baselkommission definierten währungsspezifischen Zinsszenarios verwendet.

Der ökonomische Verlust aus dem Baseler Parallel-Up-Szenario betrug zum 30. September 2024 2 617 Mio. Euro (31. Dezember 2023: 2 132 Mio. Euro). Das Ergebnis des Baseler Parallel-Down-Szenarios betrug zum 30. September 2024 1 474 Mio. Euro (31. Dezember 2023: 1 306 Mio. Euro). Zudem berechnet und meldet die Commerzbank das ΔNII (Net Interest Income) gemäß aufsichtsrechtlichen Vorgaben. Künftig werden die regulatorisch relevanten Baseler Szenarios zum Thema Zinsänderungsschocks berichtet.

Die Zinssensitivitäten des gesamten Anlagebuches (ohne Pensionsfonds) beliefen sich zum 30. September 2024 auf 4,6 Mio. Euro (31. Dezember 2023: 2,0 Mio. Euro) pro Basispunkt rückläufiger Zinsen. Ursache für den Anstieg ist eine ausgeweitete Anlagebuch-Zinsposition in Group Treasury und der Aufbau eines Pfandbrief-Portfolios.

Liquiditätsrisiken

Die dem Liquiditätsrisikomodell zugrunde liegenden steuerungsrelevanten bankinternen Stressszenarios berücksichtigen sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Zum 1-Monats- beziehungsweise 3-Monats-Punkt verbleibt für das kombinierte Stressszenario per Quartalsultimo September 2024 eine Nettoliquidität von 25,0 Mrd. Euro beziehungsweise 28,3 Mrd. Euro. Die Bank wies zum Quartalsultimo September 2024 eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von 137,9 Mrd. Euro aus.

Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio. Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Quartalsultimo September 2024 6,2 Mrd. Euro.

Die Commerzbank hat zum Berichtsstichtag mit 140,3 % die geforderte Mindestquote bei der Liquidity Coverage Ratio (LCR) in Höhe von 100 % deutlich überschritten. Auch der Durchschnitt der jeweils letzten 12 Monatsendwerte lag mit 144,3 % deutlich über der Mindestquote.

Operationelle Risiken

Die Commerzbank misst seit dem vierten Quartal 2021 das regulatorische Kapital mittels des Standardansatzes (SA) und das ökonomische Kapital für operationelle Risiken mittels eines dedizierten internen Modells (OpRisk-ErC-Modell, in Anlehnung an das vorherige AMA-(Advanced Measurement Approach) Modell).

Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Ende des dritten Quartals 2024 auf dieser Basis 22,6 Mrd. Euro (31. Dezember 2023: 22,8 Mrd. Euro).

Das ökonomisch erforderliche Kapital belief sich auf 2,7 Mrd. Euro (31. Dezember 2023: 2,2 Mrd. Euro).

Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des dritten Quartals 2024 eine Gesamtbelastung in Höhe von rund 910 Mio. Euro (Gesamtjahr 2023: 1 176 Mio. Euro). Die Ereignisse waren im Wesentlichen durch Schäden in der Kategorie "Produkte und Geschäftspraktiken" geprägt. Maßgebliche Ereignisse sind die Verluste im Zusammenhang mit auf Schweizer Franken und anderen Fremdwährungen indexierten Darlehen der mBank und die durch Russland-Sanktionen verursachten und erbrachten Garantieleistungen der Commerzbank (Eurasija) für einen deutschen Kunden.

Unterrisikoarten des operationellen Risikos

Mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Details zu den aktuellen Entwicklungen bei den Rechtsrisiken gab es in den ersten neun Monaten 2024 keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2023 beziehungsweise Zwischenbericht zum 30. Juni 2024 dargestellten Stand.

Aktuelle Entwicklungen bei den Rechtsrisiken Bei der mBank ergeben sich wegen angeblicher Unwirksamkeit von Indexklauseln in Darlehensverträgen in Schweizer Franken und anderen Fremdwährungen zahlreiche juristische Einzelsachverhalte.

In einer gegen die mBank anhängigen Sammelklage hatten die Kläger gegen das abweisende Urteil des erstinstanzlichen Gerichts Rechtsmittel eingelegt. Das Berufungsgericht hat den Fall im Januar 2024 zur erneuten Verhandlung an das erstinstanzliche Gericht zurückverwiesen. Für den 6. November 2024 ist ein Termin zur Urteilsverkündung anberaumt. Unabhängig davon klagen zahlreiche Darlehensnehmer aus den gleichen Gründen im Wege von Einzelklagen. Neben der Sammelklage sind zum 30. September 2024 22 010 Einzelverfahren zu auf Fremdwährungen indexierten Darlehensverträgen (31. Dezember 2023: 22 602) anhängig. Die mBank tritt den Klagen entgegen.

Zum 30. September 2024 lagen zu 7 475 auf Fremdwährungen indexierten Darlehensverträgen rechtskräftige Urteile in Einzelverfahren gegen die mBank vor, von denen 118 zugunsten der mBank und 7 357 zuungunsten der mBank entschieden wurden.

Die mBank wird die Entwicklung der Rechtsprechung insbesondere des polnischen Obersten Gerichtshofs und des EuGH sowie eine mögliche Gesetzgebungsinitiative weiter beobachten, und mögliche Auswirkungen auf die Vorsorge fortlaufend prüfen.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass zukünftige Ereignisse wie Entscheidungen des polnischen Obersten Gerichtshofs und des EuGH in Zukunft erhebliche negative Auswirkungen auf die Schätzung des rechtlichen Risikos im Zusammenhang mit Hypothekendarlehen in Schweizer Franken und anderen Fremdwährungen haben können.

Die mBank hat ab dem vierten Quartal 2022 ein Vergleichsprogramm aufgelegt, in welchem den Kunden angeboten wird, ihre auf Schweizer Franken indexierten Darlehen in Zloty-Darlehen mit einem festen oder variablen Zinssatz umzuwandeln, sowie einen individuell zu verhandelnden Teil der noch ausstehenden Darlehensvaluta zu erlassen. Die mBank hat für das Vergleichsprogramm zum Stichtag eine Vorsorge in Höhe von 436 Mio. Euro getroffen.

Die mBank prüft die Auswirkungen der Rechtsprechung fortlaufend und passt die Parameter des Modells, wie die erwartete Anzahl von Kreditnehmern, die noch klagen werden, die Art der erwarteten Gerichtsurteile, die Höhe des Verlustes der Bank im Falle eines Urteils sowie die Annahmequote für Vergleiche soweit erforderlich an. Die Methodik zur Ermittlung der Vorsorge basiert auf Parametern, welche vielfältig, ermessensbehaftet und zum Teil mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind. Insbesondere Entscheidungen der polnischen Gerichte und des EuGH können dazu führen, dass die Vorsorge zukünftig der Höhe nach wesentlich angepasst werden muss.

Das zum 30. September 2024 bestehende Portfolio von nicht vollständig zurückgeführten, auf Fremdwährungen indexierten Darlehen hatte einen Buchwert in Höhe von 2,1 Mrd. polnischen Zloty; das Portfolio von vollständig zurückgezahlten Darlehen und Darlehen, für die ein Vergleich oder rechtskräftiges Urteil vorliegt, betrug bei Ausreichung 13,6 Mrd. polnische Zloty. Insgesamt bestand im Konzern für die aus dem Komplex entstehenden Risiken, einschließlich potenzieller Vergleichszahlungen und der Sammelklage, zum 30. September 2024 eine bilanzielle Vorsorge in Höhe von 1,9 Mrd. Euro (31. Dezember 2023: 1,9 Mrd. Euro). Bei noch nicht vollständig zurückgeführten Darlehen werden die rechtlichen Risiken unmittelbar bei der Schätzung der Zahlungsströme im Bruttobuchwert der Forderungen berücksichtigt.

Im Juni 2023 wurde die Bank vor einem russischen Gericht vom Begünstigten einer Garantie verklagt, die die Bankauftrags eines Kunden in Deutschland ausgestellt hatte. Im Jahr 2021 hatte die Bank eine Vertragserfüllungsgarantie zugunsten eines russischen Unternehmens ausgestellt, um die Verbindlichkeiten des Kunden der Bank im Rahmen eines Bauvertrags zu sichern. Aufgrund der geltenden Sanktionsregelung konnte der Kunde der Bank seine vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen. Das russische Unternehmen verlangte daraufhin von der Bank Zahlung aus der Garantie. Die geltenden Sanktionsregelungen hindern die Bank an der Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus der Garantie.

Im Juni 2024 hat das russische Gericht die Bank sowie zwei Tochtergesellschaften der Bank in Russland zur Zahlung der Garantiesumme nebst Zinsen gesamtschuldnerisch verurteilt. Die Bank hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. Das russische Gericht hatte bereits im Mai 2024 einen Arrest von Vermögenswerten der Bank und einer der beiden Tochtergesellschaften, der Commerzbank (Eurasija), angeordnet. Die Bank hat ein Schiedsverfahren beim Internationalen Schiedsgerichtshof eingeleitet, mit dem sie die Feststellung beantragt hat, dass die Commerzbank aufgrund der Garantie nicht zur Zahlung verpflichtet ist; das Ergebnis steht noch aus. Außerdem hat die Bank vor einem Gericht in London eine einstweilige Verfügung erwirkt, die dem russischen Unternehmen untersagt, das Verfahren in Russland fortzusetzen, da die Klage gegen die Schiedsvereinbarung im Rahmen der Garantie verstößt.

Die Commerzbank und ihre russische Tochtergesellschaft Commerzbank (Eurasija) sind in Russland von Kunden eines russischen Zentralverwahrers verklagt worden. Dieser unterhält ein Konto bei der Commerzbank in Deutschland, auf dem angeblich unter anderem Gelder der Kläger liegen. Der Zentralverwahrer und seine Vermögenswerte (einschließlich des Guthabens auf dem Konto) unterliegen geltenden Sanktionen. Daher können die Kläger nicht auf ihre Gelder bei dem Zentralverwahrer zugreifen, und verlangen stattdessen in Russland von der Commerzbank und der Commerzbank (Eurasija) Schadensersatz. Teilweise haben die Gerichte die Commerzbank und die Commerzbank (Eurasija) zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt. Die Commerzbank und die Commerzbank (Eurasija) haben in den jeweiligen Verfahren entweder Berufung eingelegt oder werden Berufung einlegen. In einem Teil der Verfahren hat das Gericht einen Arrest gegen die Commerzbank (Eurasija) verfügt. Hiergegen verteidigt sich die Commerzbank (Eurasija). Die Commerzbank und die Commerzbank (Eurasija) verteidigen sich gegen sämtliche Ansprüche.

Die Verfahren in Russland sind mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, und es kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Vermögenswerte der Bank und der Commerzbank (Eurasija) beschlagnahmt werden. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass auf der Grundlage weiterer Ansprüche zusätzliche Verfahren eingeleitet werden und/​oder in diesem Zusammenhang weitere Kosten entstehen, die zu erheblich höheren Verlusten führen.

Sonstige wesentliche Risiken

Bei den sonstigen wesentlichen Risiken gab es in den ersten neun Monaten 2024 keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2023 beziehungsweise Zwischenbericht zum 30. Juni 2024 dargestellten Stand.

Disclaimer Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung, die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling und durch die interne Revision sowie durch die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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Mio. € 1.1.-30.9.2024 1.1.-30.9.2023 Veränd. in %
Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet 13 090 11 189 17,0
Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet 3 012 1 877 60,5
Zinserträge 16 102 13 065 23,2
Zinsaufwendungen 9 851 6 823 44,4
Zinsüberschuss 6 251 6 242 0,1
Dividendenerträge 28 12 .
Risikoergebnis - 529 - 367 44,4
Provisionserträge 3 295 3 103 6,2
Provisionsaufwendungen 602 516 16,6
Provisionsüberschuss 2 693 2 587 4,1
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten - 124 - 157 - 20,8
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 18 - 1 .
Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten - 32 - 22 45,1
Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 120 99 21,1
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten 88 77 14,2
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen 1 3 - 78,0
Sonstiges Ergebnis - 805 - 712 13,0
Verwaltungsaufwendungen 4 550 4 449 2,3
Pflichtbeiträge 230 357 - 35,5
Restrukturierungsaufwendungen 4 14 - 74,7
Ergebnis vor Steuern 2 837 2 865 - 1,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 807 1 022 - 21,0
Konzernergebnis 2 030 1 843 10,1
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis 103 14 .
den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Konzernergebnis 1 926 1 829 5,3
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1.1.-30.9.2024 1.1.-30.9.2023 Veränd. in %
Ergebnis je Aktie 1 1,45 1,31 10,9

1 Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien nach jeweiligen Aktienrückkaufprogrammen (siehe auch Eigenkapitalveränderungsrechnung).

Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch.

Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung

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Mio. € 1.1.-30.9.2024 1.1.-30.9.2023 Veränd. in %
Konzernergebnis 2 030 1 843 10,1
Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 79 210 - 62,5
Erfolgsneutrale Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 82 - 30 .
Nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten - 3 181 .
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR)
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung 6 15 - 56,9
Erfolgsneutrale Wertänderung 128 177 - 28,0
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung 0 1 - 47,1
Erfolgsneutrale Wertänderung 33 89 - 63,5
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung - 21 .
Erfolgsneutrale Wertänderung 29 - 2 .
Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung - - .
Erfolgsneutrale Wertänderung 3 - 6 .
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 1 - 0 .
In die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten 197 294 - 32,8
Sonstiges Periodenergebnis 194 474 - 59,1
Gesamtergebnis 2 224 2 317 - 4,0
den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Gesamtergebnis 141 85 66,3
den Commerzbank-Aktionären und den Investoren in zusätzliche Eigenkapitalbestandteile zurechenbares Gesamtergebnis 2 083 2 232 - 6,7

Bilanz

Aktiva

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| Mio. € 30.9.2024 31.12.2023 Veränd. in %
Kassenbestand und Sichtguthaben 95 230 93 126 2,3
Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost 310 729 298 689 4,0
darunter: als Sicherheit übertragen 3 326 3 791 - 12,3
Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI 50 270 40 143 25,2
darunter: als Sicherheit übertragen 16 219 9 651 68,0
Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L 68 084 48 359 40,8
darunter: als Sicherheit übertragen - - .
Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading 31 702 28 334 11,9
darunter: als Sicherheit übertragen 3 255 1 618 .
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 1 586 - 2 305 - 31,2
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 1 451 1 497 - 3,0
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen 166 142 17,0
Immaterielle Vermögenswerte 1 728 1 394 23,9
Sachanlagen 2 232 2 352 - 5,1
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 226 53 .
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 53 62 - 13,7
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 155 138 12,1
Latente Ertragsteueransprüche 1 965 2 505 - 21,6
Sonstige Aktiva 2 926 2 677 9,3
Gesamt 565 332 517 166 9,3

Passiva

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| Mio. € 30.9.2024 31.12.2023 Veränd. in %
Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost 436 824 419 809 4,1
Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option 66 393 36 941 79,7
Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading 18 300 18 927 - 3,3
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges - 2 401 - 3 311 - 27,5
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 2 844 3 100 - 8,3
Rückstellungen 3 695 3 553 4,0
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 509 535 - 4,8
Latente Ertragsteuerschulden 45 3 .
Sonstige Passiva 4 323 4 599 - 6,0
Eigenkapital 34 799 33 009 5,4
Gezeichnetes Kapital 1 185 1 240 - 4,5
Kapitalrücklage 10 143 10 087 0,6
Gewinnrücklagen 18 741 18 026 4,0
Andere Rücklagen (mit Recycling) - 315 - 475 - 33,6
Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital 29 753 28 878 3,0
Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile 3 859 3 114 23,9
Nicht beherrschende Anteile 1 187 1 016 16,8
Gesamt 565 332 517 166 9,3

Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Andere Rücklagen
Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Neubewertungsrücklage Rücklage aus Cashflow Hedges Rücklage aus der Währungsumrechnung
Eigenkapital zum 1.1.2024 1 240 10 087 18 026 - 145 - 52 - 278
Gesamtergebnis - - 1 923 121 23 16
Konzernergebnis 1 926
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 82
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 79
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) 121
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges 23
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 15
Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge 3
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 1
Aktienrückkauf - 56 56 - 600
Dividendenausschüttung - 415
Ausschüttung an Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals - 195
Veränderungen im Anteilsbesitz
Sonstige Veränderungen 1
Eigenkapital zum 30.9.2024 1 185 10 143 18 741 - 24 - 29 - 262
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Mio. € Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile 1 Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital
Eigenkapital zum 1.1.2024 28 878 3 114 1 016 33 009
Gesamtergebnis 2 083 - 141 2 224
Konzernergebnis 1 926 103 2 030
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 82 - - 82
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 79 - 79
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) 121 13 134
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges 23 10 33
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 15 15 29
Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge 3 - 3
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 1 - - 1
Aktienrückkauf - 600 - - 600
Dividendenausschüttung - 415 - 1 - 415
Ausschüttung an Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals - 195 - - 195
Veränderungen im Anteilsbesitz - - -
Sonstige Veränderungen 1 744 31 776
Eigenkapital zum 30.9.2024 29 753 3 859 1 187 34 799

1 Beinhaltet Tier-1-Anleihen (AT-1-Anleihen), die unbesicherte und nachrangige Anleihen darstellen und nach IFRS als Eigenkapital klassifiziert sind. Es lagen keine Rückkäufe vor.

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Andere Rücklagen
Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen 1 Neubewertungsrücklage Rücklage aus Cashflow Hedges Rücklage aus der Währungsumrechnung
Eigenkapital zum 31.12.2022 (vor Korrekturen nach IAS 8) 1 252 10 075 16 466 - 447 - 117 - 327
Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen - - 28 - - -
Eigenkapital zum 1.1.2023 1 252 10 075 16 495 - 447 - 117 - 327
Gesamtergebnis - - 2 010 159 63 1
Konzernergebnis 1 829
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 30
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 210
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) 159
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges 63
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 8
Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge - 6
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 0
Aktienrückkauf - 12 - 110
Dividendenausschüttung - 250
Ausschüttungen an Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals - 194
Veränderungen im Anteilsbesitz - 2
Sonstige Veränderungen - 3
Eigenkapital zum 30.9.2023 1 240 10 075 17 945 - 288 - 54 - 326
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Mio. € Commerzbank-Aktionären zurechenbares Eigenkapital 1 Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile 2 Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital 1
Eigenkapital zum 31.12.2022 (vor Korrekturen nach IAS 8) 26 903 3 114 888 30 905
Veränderung aufgrund retrospektiver Anpassungen 28 - - 28
Eigenkapital zum 1.1.2023 26 931 3 114 888 30 934
Gesamtergebnis 2 232 - 85 2 317
Konzernergebnis 1 829 14 1 843
Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO - 30 - - 30
Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 210 - 0 210
Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) 159 33 192
Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges 63 27 90
Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung 8 11 18
Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge - 6 - - 6
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen - 0 - - 0
Aktienrückkauf - 122 - - 122
Dividendenausschüttung - 250 - 0 - 251
Ausschüttungen an Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals - 194 - - 194
Veränderungen im Anteilsbesitz - 2 2 -
Sonstige Veränderungen - 3 1 - 2
Eigenkapital zum 30.9.2023 28 592 3 114 975 32 681

1 Korrektur Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Korrekturen nach IAS 8).

2 Beinhaltet Tier-1-Anleihen (AT-1-Anleihen), die unbesicherte und nachrangige Anleihen darstellen und nach IFRS als Eigenkapital klassifiziert sind. Es lagen keine Rückkäufe vor.

Zusätzliche Informationen

Aufstellungsgrundsätze

Gegenstand dieser Zwischenmitteilung zum 30. September 2024 sind die Commerzbank Aktiengesellschaft und ihre Tochterunternehmen. Die Bestandteile "Gewinn-und-Verlust-Rechnung", ,,Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung", "Bilanz" und "Eigenkapitalveränderungsrechnung" sind in Übereinstimmung mit den hierfür anwendbaren Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätzen der IFRS, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden und in der EU anzuwenden sind, erstellt worden. Bei der Zwischenmitteilung handelt es sich nicht um einen vollständigen Zwischenabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung. Die Ertragsteueraufwendungen werden in den Zwischenberichtsperioden auf Grundlage des aktuell erwarteten effektiven Steuersatzes von der Commerzbank für das Gesamtjahr ermittelt. Die Zwischenmitteilung wurde am 4. November 2024 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Neue und geänderte Standards

Im dritten Quartal 2024 lagen keine für den Commerzbank Konzern anzuwendenden wesentlichen neuen oder geänderten Standards vor. Für weitere Informationen zu neuen und geänderten Standards verweisen wir auf unseren Geschäftsbericht 2023, Seite 276 und auf den Zwischenbericht zum 30. Juni 2024 auf Seite 44.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Schätzungsänderungen

In dieser Zwischenmitteilung wenden wir die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Konsolidierungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 an (vergleiche Geschäftsbericht 2023, Seite 277 ff.).

Korrekturen nach IAS 8

Über die Korrektur im Zusammenhang mit einer Methodenänderung für Wertberichtigungen wurde bereits zuletzt im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2023 berichtet (siehe Note 4, Seite 279).

Ausgewählte regulatorische Angaben

Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel und risikogewichteten Aktiva sowie die Eigenmittelquoten im Commerzbank-Konzern gemäß CRR einschließlich angewendeter Übergangsregelungen.

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30.9.2024 31.12.2023 Veränd. in %
Hartes Kernkapital (CET1) (Mrd. €) 25,3 25,7 - 1,6
Kernkapital (Tier-1) (Mrd. €) 28,5 28,9 - 1,4
Eigenmittel (Mrd. €) 33,9 33,9 0,1
Risikogewichtete Aktiva (Mrd. €) 170,9 175,1 - 2,4
davon: Kreditrisiko 141,3 144,0 - 1,9
davon: Marktrisiko 1 7,0 8,3 - 15,1
davon: Operationelles Risiko 22,6 22,8 - 0,9
Harte Kernkapitalquote (CET1-Ratio, %) 14,8 14,7 0,9
Kernkapitalquote (Tier-1-Ratio, %) 16,7 16,5 1,1
Gesamtkapitalquote (%) 19,8 19,3 2,6

1 Einschließlich der Risiken einer Anpassung der Kreditbewertung (sogenanntes Credit Valuation Adjustment Risk).

Die Leverage Ratio (Verschuldungsquote) setzt das Kernkapital (Tier-1-Kapital) gemäß CRR ins Verhältnis zum Leverage Ratio Exposure, das aus den nicht risikogewichteten Aktiva und den außerbilanziellen Positionen besteht.

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30.9.2024 31.12.2023 Veränd. in %
Leverage Ratio Exposure (Mrd. €) 643 592 8,5
Leverage Ratio (%) 4,4 4,9 - 9,1

Die Non-Performing-Exposure-Ratio (NPE Ratio) wird aus den notleidenden Forderungen im Verhältnis zu den Gesamtforderungen gemäß EBA Risk Dashboard ermittelt.

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30.9.2024 31.12.2023 Veränd. in %
NPE Ratio (%) 0,9 0,8 1,5

Als Kreditinstitut ist die Commerzbank Aktiengesellschaft verpflichtet, einen Offenlegungsbericht gemäß CRR quartalsweise zu erstellen. Hinsichtlich des Kapitalmanagements sowie weiterer Informationen zum Eigenkapital verweisen wir auf den jeweils aktuellen veröffentlichten Offenlegungsbericht gemäß CRR.

Segmentberichterstattung

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1.1.-30.9.2024 | Mio. € Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden Sonstige und Konsolidierung Konzern
Zinsüberschuss 3 566 2 018 667 6 251
Dividendenerträge 28 2 - 2 28
Risikoergebnis - 152 - 362 - 15 - 529
Provisionsüberschuss 1 697 1 036 - 40 2 693
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten - 27 470 - 567 - 124
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 1 0 17 18
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten - 27 4 111 88
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen - 2 3 0 1
Sonstiges Ergebnis - 720 8 - 93 - 805
Erträge vor Risikoergebnis 4 515 3 541 94 8 150
Erträge nach Risikoergebnis 4 364 3 179 79 7 621
Verwaltungsaufwendungen 2 719 1 554 278 4 550
Pflichtbeiträge 228 2 0 230
Operatives Ergebnis 1 417 1 623 - 199 2 841
Restrukturierungsaufwendungen - - 4 4
Ergebnis vor Steuern 1 417 1 623 - 203 2 837
Aktiva 184 386 143 059 237 887 565 332
Passiva 241 897 174 162 149 272 565 332
Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen 47 119 - 166
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 1 6 943 10 213 8 456 25 612
Operative Eigenkapitalrendite (%) 2 27,2 21,2 14,8
Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft (exkl. Pflichtbeiträge) (%) 60,2 43,9 55,8
Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) 65,3 43,9 58,7

1 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1). Anpassung erfolgt in Sonstige und Konsolidierung.

2 Auf das Jahr hochgerechnet.

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1.1.-30.9.2023 1 | Mio. € Privat- und Unternehmerkunden Firmenkunden Sonstige und Konsolidierung Konzern
Zinsüberschuss 3 366 2 041 835 6 242
Dividendenerträge 11 3 - 1 12
Risikoergebnis - 271 - 119 23 - 367
Provisionsüberschuss 1 638 983 - 34 2 587
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten - 144 389 - 402 - 157
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen 2 - 2 - 1 - 1
Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten - 16 - 1 94 77
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen - 1 4 0 3
Sonstiges Ergebnis - 688 - 38 14 - 712
Erträge vor Risikoergebnis 4 169 3 378 505 8 052
Erträge nach Risikoergebnis 3 898 3 259 528 7 685
Verwaltungsaufwendungen 2 592 1 551 307 4 449
Pflichtbeiträge 246 72 39 357
Operatives Ergebnis 1 060 1 637 183 2 879
Restrukturierungsaufwendungen - - 14 14
Ergebnis vor Steuern 1 060 1 637 169 2 865
Aktiva 176 152 139 461 194 272 509 885
Passiva 215 700 170 815 123 370 509 885
Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen 20 134 - 153
Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital 2 6 784 10 474 7 451 24 708
Operative Eigenkapitalrendite (%) 3 20,8 20,8 15,5
Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft (exkl. Pflichtbeiträge) (%) 62,2 45,9 55,3
Cost-Income-Ratio im operativen Geschäft (inkl. Pflichtbeiträge) (%) 68,1 48,0 59,7

1 Anpassung Vorjahr aufgrund von IFRS 8.29.

2 Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1). Anpassung erfolgt in Sonstige und Konsolidierung.

3 Auf das Jahr hochgerechnet.

Wesentliche Konzerngesellschaften

Inland

Commerz Real AG, Wiesbaden

Ausland

Commerzbank (Eurasija) AO, Moskau

Commerzbank Finance & Covered Bond S.A., Luxemburg

Commerz Markets LLC, New York

mBank S.A., Warschau

Operative Auslandsniederlassungen

Amsterdam, Brünn (Office), London, Madrid, Mailand, New York, Paris, Peking, Prag, Schanghai, Singapur, Tokio, Wien, Zürich

Repräsentanzen und Financial Institutions Desks

Abidjan, Addis Abeba, Almaty, Amman, Aschgabat, Bangkok, Brüssel (Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Casablanca, Dhaka, Dubai, Ho-Chi-Minh-Stadt, Istanbul, Johannesburg, Kairo, Kiew, Lagos, Luanda, Melbourne, Moskau (FI-Desk), Mumbai, New York (FI-Desk), Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), São Paulo, Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tokio (FI-Desk), Zagreb

Disclaimer

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.

Finanzkalender 2025

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13. Februar 2025 Bilanzpressekonferenz
Mitte März 2025 Geschäftsbericht 2024
9. Mai 2025 Zwischenmitteilung zum 31. März 2025
15. Mai 2025 Hauptversammlung
6. August 2025 Zwischenbericht zum 30. Juni 2025
6. November 2025 Zwischenmitteilung zum 30. September 2025

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