Commerzbank Aktiengesellschaft
Frankfurt am Main
Zwischenmitteilung zum 30. September 2025
Zwischenmitteilung zum 30. September 2025
Kennzahlen
| Gewinn- und-Verlust-Rechnung |
1.1.-30.9.2025 |
1.1.-30.9.2024 |
| Operatives Ergebnis (Mio. €) |
3 442 |
2 841 |
| Operatives Ergebnis je Aktie (€) |
3,04 |
2,38 |
| Ergebnis vor Steuern (Mio. €) |
2 889 |
2 837 |
| Den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbares Konzernergebnis (Mio.
€)1 |
1 888 |
1 926 |
| Den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbares Konzernergebnis nach
Abzug gezahlter AT-l-Ausschüttungen (Mio. €) |
1 634 |
1 732 |
| Ergebnis je Aktie (€) |
1,44 |
1,45 |
| Operative Eigenkapitalrendite CETI (%)2 |
17,7 |
14,8 |
| Nettoeigenkapitalrendite (Net RoTE) (%)2, 3 |
8,2 |
8,8 |
| Cost-Income-Ratio (exkl. Pflichtbeiträge) (%) |
53,8 |
55,8 |
| Cost-Income-Ratio (inkl. Pflichtbeiträge) (%) |
56,2 |
58,7 |
|
30.9.2025 |
31.12.2024 |
| Bilanzsumme (Mrd. €) |
593,0 |
554,6 |
| Risikoaktiva (Mrd. €) |
175,0 |
173,4 |
| Bilanzielles Eigenkapital (Mrd. €) |
35,8 |
35,7 |
| Bilanzielle Eigenmittel (Mrd. €) |
43,7 |
43,4 |
| Regulatorische Kennzahlen |
30.9.2025 |
31.12.2024 |
| Kernkapitalquote (%) |
16,7 |
17,6 |
| Harte Kernkapitalquote (%)4 |
14,7 |
15,1 |
| Gesamtkapitalquote (%) |
19,9 |
20,9 |
| Verschuldungsquote (%) |
4,3 |
4,8 |
|
30.9.2025 |
31.12.2024 |
| Inland |
25 316 |
25 250 |
| Ausland |
14 471 |
13 789 |
| Gesamt |
39 787 |
39 040 |
| Ratings5 |
30.9.2025 |
31.12.2024 |
| Moody's Investors Service, New York6 |
Aa3/A1/P-1 |
A1/A2/P-1 |
| S&P Global, New York7 |
A+/A/A-1 |
A+/A/A-1 |
1
Geänderte Postenbezeichnung.
2
Auf das Jahr hochgerechnet.
3
Quotient aus Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbarem Konzernergebnis
nach Abzug der potenziellen (komplett diskretionären) AT-l-Kupons und durchschnittlichem
IFRS-Eigenkapital nach Abzug Immaterieller Anlagewerte (nach Steuern) ohne zusätzliche
Eigenkapitalbestandteile und Nicht beherrschende Anteile.
4
Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital
(im Wesentlichen Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Abzugsposten) und der gewichteten
Risikoaktiva.
5
Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite unter www.commerzbank.de/konzern/.
6
Kontrahenten- und Einlagenrating/Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten.
7
Kontrahentenrating/Einlagenrating und Emittentenrating/kurzfristige Verbindlichkeiten.
Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und
bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
Highlights der Geschäftsentwicklung vom 1. Januar bis 30. September 2025
Kernaussagen
Die Commerzbank bleibt auch nach neun Monaten 2025 auf Wachstumskurs: Im Berichtszeitraum
erwirtschaftete die Bank das beste operative 9-Monats-Ergebnis ihrer Geschichte. Auch
auf ihrem Weg, die ambitionierten Ziele ihrer Strategie "Momentum" zu erreichen, machte
die Commerzbank in diesem Jahr große Fortschritte. Das hohe Ertragswachstum und die
gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunkene Kostenquote nach neun Monaten untermauern
dies. Das Firmenkundensegment schloss Ende September 2025 einen Significant Risk Transfer
(SRT) erfolgreich ab, den die Bank im Rahmen der Strategie "Momentum" angekündigt
hatte. Die Commerzbank plant, mit der Verbriefung von Firmenkrediten in den kommenden
Jahren risikogewichtete Aktiva (RWA) freizusetzen. Ziel ist es, die RWA-Effizienz
der Bank zu steigern. Das Privat- und Unternehmerkundensegment hat sein weiterentwickeltes
Betreuungsmodell Mitte Oktober 2025 an den Start gebracht und damit die Basis für
eine weitere Steigerung des vertrieblichen Erfolges gelegt. Mit dem neuen Modell entsteht
mehr Raum für die persönliche Beratung der Kundinnen und Kunden. Auch die Filialen
werden gestärkt. Insgesamt ist das erreichte Renditeniveau die neue Basis für zukünftiges
Wachstum.
Nachfolgend die Eckdaten der Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten 2025:
| ― |
Insgesamt hat die Commerzbank im Berichtszeitraum ihr Operatives Ergebnis im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum signifikant um 601 Mio. Euro auf 3 442 Mio. Euro gesteigert.
|
| ― |
Die Erträge legten in den ersten neun Monaten 2025 um 10,8 % deutlich zu. Trotz spürbar
gesunkener Leitzinsen ist der Zinsüberschuss mit 6 177 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum
nur leicht zurückgegangen. Getragen von einem starken Wertpapier-, Konsortialkredit-
und Devisengeschäft stieg der Provisionsüberschuss um 7,7 % auf 3 000 Mio. Euro.
|
| ― |
Das Risikoergebnis im Konzern war mit - 515 Mio. Euro auszuweisen, nach - 529 Mio.
Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis wurde im Wesentlichen durch Ausfälle von Einzeladressen
und Risikovorsorgenachbildungen, insbesondere im Segment Firmenkunden, getrieben.
Gleichzeitig profitierte das Segment von Risikovorsorgeauflösungen in Folge von Abgängen.
Daneben enthält das Risikoergebnis für die ersten neun Monate 2025 Modell- und Methodeneffekte,
unter anderem auch in Bezug auf Unsicherheiten verbunden mit der US-Zollpolitik. Die
Non-Performing-Exposure-(NPE-)Quote lag bei 1,0 %.
|
| ― |
Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum insbesondere
aufgrund von allgemeinen Gehaltserhöhungen, Effekten aus der Bewertung der zeitversetzten
aktienbasierten variablen Vergütung infolge des gestiegenen Aktienkurses, einer bewertungsbedingten
Abschreibung sowie gestiegener Kosten bei der mBank aufgrund von Investitionen in
das Geschäftswachstum um 6,8 % auf 4 858 Mio. Euro. Die separat ausgewiesenen Pflichtbeiträge
lagen mit 215 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau. Die Cost-Income-Ratio ohne Pflichtbeiträge
lag bei 53,8 %, inklusive Pflichtbeiträgen betrug die Cost-Income-Ratio 56,2 %. Die
entsprechenden Vorjahreswerte lagen bei 55,8 % beziehungsweise bei 58,7 %.
|
| ― |
Das den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbare Konzernergebnis betrug
1 888 Mio. Euro, nach 1 926 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Nettoeigenkapitalrendite
(Net RoTE) lag bei 8,2 %, nach 8,8 % im Vorjahr.
|
| ― |
Die Common-Equity-Tier-1-Quote lag zum Stichtag 30. September 2025 bei 14,7 %, nach
15,1 % zum Jahresende 2024. Die Leverage Ratio betrug 4,3 %, gegenüber 4,8 % zum Vorjahresultimo.
|
Wichtige geschäftspolitische Ereignisse nach Ende des letzten Berichtszeitraums
Wesentliche Veränderung in der Aktionärsstruktur der Commerzbank
Am 25. August 2025 hat die UniCredit Group eine Stimmrechtsmitteilung veröffentlicht,
nach der sich ihr Stimmrechtsanteil an der Commerzbank Aktiengesellschaft durch Umwandlung
von Finanzinstrumenten auf rund 26 % erhöht hat.
Commerzbank hat weiteren Aktienrückkauf gestartet
Der Vorstand der Commerzbank Aktiengesellschaft hat am 24. September 2025 den Start
des Rückkaufs eigener Aktien beschlossen. Zuvor haben die Europäische Zentralbank
(EZB) und die Bundesrepublik Deutschland - Finanzagentur GmbH (Finanzagentur) den
Antrag der Bank genehmigt. Es ist der fünfte Aktienrückkauf der Commerzbank seit dem
Jahr 2023. Die Bank plant, Aktien im Volumen von bis zu 1 Mrd. Euro zurückzukaufen.
Der Rückkauf soll spätestens bis zum 10. Februar 2026 abgeschlossen sein. Die Commerzbank
plant, die erworbenen Aktien zu einem späteren Zeitpunkt einzuziehen. Der Rückkauf
ist Teil der Kapitalrückgabe für das Geschäftsjahr 2025, die aus dem Rückkauf eigener
Aktien und einer auf der nächsten Hauptversammlung zu beschließenden Dividende bestehen
wird. Am gleichen Tag hat der Vorstand außerdem beschlossen, dass die Commerzbank eigene
Aktien zu einem Gesamtkaufpreis von bis zu 15,5 Mio. Euro für das Mitarbeiteraktienprogramm
erwerben wird. Die Zeichnungsfrist für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist am
21. Oktober gestartet.
SREP-Kapitalanforderungen an Commerzbank für 2026 reduziert - Abstand zur MDA-Schwelle
weiter komfortabel
Ende Oktober 2025 hat die Europäische Zentralbank (EZB) im Rahmen des aufsichtlichen
Überprüfungs- und Bewertungsprozesses (SREP) die bankspezifischen Kapitalanforderungen
an den Commerzbank-Konzern für 2026 festgelegt. Die zusätzliche Eigenmittelanforderung
der Säule 2 (P2R) wird um 10 Basispunkte auf 2,15 % des Gesamtkapitals reduziert,
von der mindestens 1,21 % mit hartem Kernkapital (CET 1) abzudecken sind. Der SREP-Beschluss
ersetzt mit Wirkung vom 1. Januar 2026 den bisherigen SREP-Beschluss. Mit einer CET-1-Quote von 14,7 % per Ende September 2025 liegt die Bank weit oberhalb
der MDA-Schwelle. Damit verfügt die Commerzbank weiterhin über einen komfortablen
Spielraum, um konsequent in ihr Geschäftsmodell zu investieren und die attraktive
Kapitalrückgabe an ihre Aktionärinnen und Aktionäre fortzusetzen.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Eine Beschreibung der zum 30. September 2025 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
findet sich unter "Zusätzliche Informationen" auf Seite 21.
Gewinn- und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-Konzerns
Die Commerzbank erzielte in den ersten neun Monaten 2025 ein den Commerzbank-Aktionärinnen
und -Aktionären zurechenbares Konzernergebnis in Höhe von 1 888 Mio. Euro - trotz
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 553 Mio. Euro. Das Operative Ergebnis lag
im Berichtszeitraum bei 3 442 Mio. Euro, nach 2 841 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben sich die Belastungen aus Vorsorgen für Baufinanzierungen
in Fremdwährung bei der mBank halbiert.
Die wesentlichen Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung haben sich im Berichtszeitraum
wie folgt entwickelt: Der Zinsüberschuss ging in den ersten neun Monaten 2025 nur leicht um 1,2 % auf 6
177 Mio. Euro zurück. Im Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden lag der Zinsüberschuss
im Inland in den ersten neun Monaten 2025 auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Während
die Erträge aus dem Einlagengeschäft aufgrund des niedrigeren Zinsniveaus gesunken
sind, stiegen die Erträge aus dem Kreditgeschäft - insbesondere aus Baufinanzierungen.
Bei der mBank ging der Zinsüberschuss im Einklang mit dem rückläufigen Zinsniveau
in Polen leicht zurück. Im Segment Firmenkunden lag der Zinsüberschuss deutlich über
dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Gestiegene Erträge insbesondere aus dem Structured-Solutions-&-Investment-Geschäft
und dem Kreditgeschäft konnten den rückläufigen Ertrag aus dem Einlagengeschäft mehr
als kompensieren. Der Provisionsüberschuss zeigte für die ersten neun Monate 2025 eine deutlich positive
Entwicklung. Mit 3 000 Mio. Euro lag er um 7,7 % über dem Ergebnis der ersten neun
Monate 2024. Im Privat- und Unternehmerkundengeschäft im Inland hat, aufgrund der
positiven Börsenentwicklung sowie der hohen Marktvolatilität im Berichtszeitraum,
sowohl das bestands- als auch das umsatzabhängige Wertpapiergeschäft im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum erfreulich zugelegt. Darüber hinaus waren positive Effekte aus
dem Asset-Management zu verzeichnen. Zugelegt haben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
auch die Erträge aus dem Zahlungsverkehrsgeschäft, insbesondere aufgrund angepasster
Kontoführungsgebühren. Bei der mBank legte der Provisionsüberschuss im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum aufgrund verstärkter Kundenaktivitäten sowie unterstützt durch zwei
Einmaleffekte aus dem Versicherungs- und Kreditkartengeschäft deutlich zu. Im Geschäft
mit Firmenkunden konnten gestiegene Erträge aus dem Konsortialkredit- und Devisengeschäft
die leicht rückläufigen Erträge aus dem Geschäft mit Anleiheemissionen mehr als ausgleichen. Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten lag im Berichtszeitraum bei - 60 Mio. Euro, nach - 217 Mio.
Euro im Vorjahreszeitraum. Insgesamt konnten somit die Belastungen aus Bewertungseffekten
deutlich verringert werden. Im Sonstigen Ergebnis in Höhe von - 383 Mio. Euro sind unter anderem Vorsorgen im
Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung bei der mBank in Höhe von - 393
Mio. Euro enthalten. Im Ergebnis des Vorjahreszeitraums, in dem auch Rückstellungen
für einen russischen Rechtsfall bei der Commerzbank Eurasija enthalten waren, beliefen
sich die Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung auf - 785
Mio. Euro. Die deutliche Ergebnisverbesserung im Übrigen Ergebnis aus Finanzinstrumenten, das
im Berichtszeitraum mit 111 Mio. Euro auszuweisen war, resultierte hauptsächlich aus
dem Wegfall von Ertragsminderungen im Vorjahreszeitraum aus Zins- und Tilgungsstundungen
für private Immobilienfinanzierungen (Verlängerung der "Credit holidays") bei der
mBank. Das Risikoergebnis lag mit - 515 Mio. Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums,
für den - 529 Mio. Euro auszuweisen waren. Das Ergebnis wurde im Wesentlichen durch
Ausfälle von Einzeladressen und Risikovorsorgenachbildungen, insbesondere im Segment
Firmenkunden, getrieben. Gleichzeitig profitierte das Segment von Risikovorsorgeauflösungen
in Folge von Abgängen. Daneben enthält das Risikoergebnis für die ersten neun Monate
2025 Modell- und Methodeneffekte, unter anderem auch in Bezug auf Unsicherheiten verbunden
mit der US-Zollpolitik. Hierbei wurde unter anderem die Reagibilität und Sensitivität
in Bezug auf Makroökonomie und "Forward-Looking"-Komponenten verbessert. Im Wesentlichen
aufgrund der angepassten Bewertungsmethodiken sowie dem teilweisen Wegfall der ursprünglichen
Gründe wurde gleichzeitig das noch verbliebene Top-Level-Adjustment (TLA) in Höhe
von 182 Mio. Euro im zweiten Quartal 2025 vollständig aufgelöst. Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum bei 4 858 Mio. Euro, nach 4
550 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Haupttreiber des Kostenanstiegs um 6,8 % waren
vor allem allgemeine Gehaltserhöhungen, Effekte aus der Bewertung der zeitversetzten
aktienbasierten variablen Vergütung infolge des gestiegenen Aktienkurses sowie eine
bewertungsbedingte Abschreibung und Effekte infolge der im zweiten Quartal 2024 erfolgten
Konsolidierung der Aquila Capital Investmentgesellschaft mbH. Der Kostenanstieg konnte
teilweise durch diverse Kostenmaßnahmen ausgeglichen werden. Die Belastungen aus den separat ausgewiesenen Pflichtbeiträgen lagen mit 215 Mio.
Euro unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Während bei der mBank höhere Beiträge
zum polnischen Abwicklungsfonds und aus wieder erhobenen Beiträgen zur Einlagensicherung
zu verzeichnen waren - nachdem die Beitragspflicht im Jahr 2024 vorübergehend ausgesetzt
war -, gingen die Beiträge der Commerzbank Aktiengesellschaft zur Einlagensicherung
zurück. Im Berichtszeitraum beliefen sich die Restrukturierungsaufwendungen, die im Wesentlichen
im Zusammenhang mit personalwirtschaftlichen Maßnahmen im Rahmen der Umsetzung unserer
Strategie "Momentum" stehen, auf 553 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern betrug 2 889 Mio. Euro, nach 2 837 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Für den Berichtszeitraum war ein Steueraufwand in Höhe von 830 Mio. Euro auszuweisen.
Dieser resultierte im Wesentlichen aus der Besteuerung des positiven Ergebnisses der
Berichtsperiode sowie einem latenten Steueraufwand aus der Neubewertung von aktiven
latenten Steuern im Inland aufgrund des Gesetzes für ein steuerliches Investitionssofortprogramm. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 2 058 Mio. Euro, gegenüber 2 030 Mio. Euro
im Vorjahreszeitraum. Nach Berücksichtigung der nicht beherrschenden Anteile war den Commerzbank-Aktionärinnen
und -Aktionären für die ersten neun Monate 2025 ein Konzernergebnis von 1 888 Mio.
Euro zuzurechnen, nach 1 926 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 3,04 Euro, das Ergebnis je Aktie 1,44 Euro.
Für den Vorjahreszeitraum beliefen sich die entsprechenden Kennzahlen auf 2,38 Euro
beziehungsweise auf 1,45 Euro.
Bilanz des Commerzbank-Konzerns
Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns lag zum 30. September 2025 bei 593,0 Mrd.
Euro. Gegenüber dem Jahresultimo 2024 war dies ein deutlicher Anstieg um 38,3 Mrd.
Euro. Der Zuwachs um 6,9 % resultierte vornehmlich aus einem gestiegenen Kreditgeschäft
sowohl im Firmenkundengeschäft als auch im inländischen Privatkundengeschäft und bei
der mBank. Darüber hinaus war ein Anstieg bei besicherten Wertpapierpensionsgeschäften
zu verzeichnen.
Eigenkapital
Das in der Bilanz zum Berichtsstichtag 30. September 2025 ausgewiesene den Commerzbank-Aktionärinnen
und -Aktionären zurechenbare Eigenkapital lag mit 30,4 Mrd. Euro um 0,3 Mrd. Euro
über dem Niveau zum Jahresende 2024. Weitere Informationen zur Eigenkapitalveränderung
finden sich auf Seite 19 f. Die Risikoaktiva lagen per 30. September 2025 bei 175,0 Mrd. Euro und damit um 1,6
Mrd. Euro höher als zum Jahresende 2024. Diese Entwicklung ist auf einen Anstieg der
Risikoaktiva aus Kredit-, Markt- und operationellen Risiken zurückzuführen. Gesamthaft
gab es keinen adversen Effekt aus der finalen CRR-3-Implementierung. Aufgrund sich
nahezu ausgleichender Effekte stiegen die Risikoaktiva für Kreditrisiken nur marginal
an. Wesentliche Anstiege resultierten primär bei Unternehmer- und Privatkunden aus Volumen-
und Parametereffekten, letzteres vor allem aus EZB-genehmigten Modellumsetzungen,
die jedoch antizipativ größtenteils bereits berücksichtigt waren, sowie aus mBank-Positionen.
Demgegenüber stehen Rückgänge vor allem aus der neuen Verbriefungstransaktion "CoCo
II-7" im dritten Quartal 2025, Fremdwährungseffekte sowie unter anderem aus aktiven
latenten Steuern. Leicht höhere Risikoaktiva aus Marktrisiken resultierten hauptsächlich
aus Positionsveränderungen in den Handelsbüchern. Die Risikoaktiva aus operationellen
Risiken lagen aufgrund der CRR-3-Imple-mentierung sowie einer konservativeren Betrachtung
der Vorsorgen für Baufinanzierungen in Fremdwährung der mBank über dem Niveau zum
Jahresende 2024. Das aufsichtsrechtlich anrechenbare harte Kernkapital (Common Equity Tier 1) reduzierte
sich um 0,4 Mrd. Euro und betrug zum Berichtsstichtag 25,8 Mrd. Euro, gegenüber 26,2
Mrd. Euro zum 31. Dezember 2024. Ein Rückgang der Währungsrücklage in Höhe von 0,3
Mrd. Euro, im Wesentlichen durch die Entwicklung des US-Dollar, wurde teilweise durch
den Anstieg der Neubewertungsrücklage in Höhe von 0,2 Mrd. Euro kompensiert. Das Nettoergebnis
hatte aufgrund der geplanten Kapitalrückgabe für 2025 keinen Effekt auf das regulatorische
Kapital und in diesem Zusammenhang wurde der Restrukturierungsaufwand in Höhe von
0,4 Mrd. Euro nach Steuern zusätzlich kapitalmindernd berücksichtigt. Aufgrund des
gesunkenen harten Kernkapitals und einer Erhöhung der Risikoaktiva betrug die harte
Kernkapitalquote (Common-Equity-Tier-1-Quote) zum Berichtsstichtag 14,7 % gegenüber
15,1 % zum Jahresende 2024. Ein Rückgang im zusätzlichen Kernkapital in Höhe von 0,9
Mrd. Euro auf 3,5 Mrd. Euro zum 30. September 2025 ergab sich im Wesentlichen aus
dem Rückkauf und der Kündigung von zwei bestehenden AT-1-Emissionen mit einem Nominalwert
in Höhe von 1,3 Mrd. Euro beziehungsweise 0,5 Mrd. US-Dollar. Kapitalerhöhend wirkte
die Neuemission eines AT-1-Instrumentes in Höhe von nominal 0,8 Mrd. Euro. Das Kernkapital
lag zum 30. September 2025 bei 29,3 Mrd. Euro. Die Kernkapitalquote betrug 16,7 %
gegenüber 17,6 % zum 31. Dezember 2024. Das Ergänzungskapital belief sich zum Berichtsstichtag
auf 5,6 Mrd. Euro gegenüber 5,7 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2024. Eine Erhöhung des
Ergänzungskapitals resultierte im Wesentlichen aus der Anrechnung von Minderheitenanteilen
am Ergänzungskapital eines Tochterunternehmens und einer Neuemission in Höhe von nominal
0,8 Mrd. Euro, während im Wesentlichen Amortisationseffekte (entspricht einer schrittweisen
Reduzierung der regulatorischen Anrechenbarkeit) und Tier-2-Rückzahlungen kapitalmindernd
wirkten. Die anrechenbaren Eigenmittel verringerten sich im Vergleich zum 31. Dezember
2024 um 1,4 Mrd. Euro auf 34,9 Mrd. Euro. Die Gesamtkapitalquote betrug zum Berichtsstichtag
19,9 % gegenüber 20,9 % zum Jahresende 2024. Die Leverage Ratio, die das Verhältnis von Tier-1 -Kapital zum Leverage Ratio Exposure
zeigt, belief sich auf 4,3 %.
Refinanzierung und Liquidität
Die Geld- und Kapitalmärkte waren auch in den letzten drei Monaten des Berichtszeitraums
in einer stabilen und aufnahmefähigen Verfassung. Liquidität und Zahlungsfähigkeit
der Commerzbank waren jederzeit gegeben. Darüber hinaus ist das Liquiditätsmanagement
der Bank stets in der Lage, zeitnah auf neue Marktgegebenheiten zu reagieren. Der Commerzbank-Konzern hat in den ersten neun Monaten 2025 langfristige Refinanzierungsmittel
in Höhe von 10,8 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Die Commerzbank Aktiengesellschaft hat im besicherten Bereich über mehrere Emissionen
Pfandbriefe im Wert von 4,9 Mrd. Euro emittiert, davon entfielen 3,5 Mrd. Euro auf
Hypothekenpfandbriefe und 1,4 Mrd. Euro auf öffentliche Pfandbriefe. Im unbesicherten Bereich wurden 5,3 Mrd. Euro aufgenommen, darunter für rund 900
Mio. Euro Preferred-Senior-Anleihen, für 2,9 Mrd. Euro Non-preferred-Senior-Anleihen
und für rund 780 Mio. Euro Tier-2-Nachranganleihen. Außerdem hat die Commerzbank Aktiengesellschaft
eine Additional-Tier-(AT-)1-Anleihe aus dem Emissionsprogramm für zusätzliches Kernkapital
mit einem Volumen von 750 Mio. Euro und einem festen Kupon von 6,625 % pro Jahr begeben.
Das Instrument hat eine unbestimmte Laufzeit, wobei der frühestmögliche Kündigungstermin
im Zeitraum von Oktober 2032 bis April 2033 liegt. Mit der Ausgabe der Anleihen stärkt
und optimiert die Commerzbank ihre Kapitalstruktur weiter. Des Weiteren hat die mBank eine Nachrang-Tier-2-Anleihe über 400 Mio. Euro mit fester
Verzinsung von 4,7784 % platziert. Die Fälligkeit liegt im September 2035, mit einem
Kündigungsrecht von Juni bis September 2030. Daneben wurden hypothekarisch besicherte
Covered Bonds über 750 Mio. polnische Zloty begeben. Die durchschnittlichen Einlagenvolumen im dritten Quartal 2025 zeigten gegenüber
dem zweiten Quartal 2025 einen positiven beziehungsweise nahezu stabilen Verlauf.
Bei Privat- und Unternehmerkunden belief sich das durchschnittliche Einlagenvolumen
auf 225 Mrd. Euro (zweites Quartal 2025: 217 Mrd. Euro), wobei die Einlagen im Inland
zu mehr als 95 % gesichert waren. Im Bereich Firmenkunden lag das durchschnittliche
Einlagenvolumen im dritten Quartal 2025 bei 96 Mrd. Euro (zweites Quartal 2025: 96
Mrd. Euro) und die Besicherung bei mehr als 62 %. Die Bank wies zum Berichtsstichtag eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden
Aktiva in Höhe von 147,8 Mrd. Euro aus. Das Liquiditätsreserveportfolio gewährleistet
die Pufferfunktion im Stressfall. Dieses Liquiditätsreserveportfolio wird gemäß dem
Liquiditätsrisikoappetit refinanziert, um eine erforderliche Reservehöhe während der
gesamten vom Vorstand festgelegten Reserveperiode sicherzustellen. Ein Teil dieser
Liquiditätsreserve wird in einem separierten und von Group Treasury gesteuerten Stress-Liquiditätsreserveportfolio
gehalten, um Liquiditätsabflüsse in einem angenommenen Stressfall abdecken zu können
und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday-Liquidity-Reserve-Portfolio.
Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Berichtsstichtag 6,2 Mrd. Euro. Die Commerzbank
hat im Durchschnitt der letzten drei Monatsendwerte mit 146,1 % die geforderte Mindestquote
bei der Liquiditätskennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR) in Höhe von 100 % deutlich
überschritten. Auch der Durchschnitt der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte lag
mit 144,1 % deutlich über der Mindestquote. Damit war die Liquiditätssituation der
Commerzbank zum Berichtsultimo aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie
komfortabel und erfüllte die internen und externen Limits sowie die gültigen regulatorischen
Anforderungen.
Entwicklung der Segmente
Die Kommentierung der Ergebnisentwicklung der Segmente für die ersten neun Monate
2025 basiert auf der im Geschäftsbericht 2024 auf den Seiten 302 und 491 ff. beschriebenen
Segmentstruktur. Mit Wirkung vom ersten Quartal 2025 wurden die Aktivitäten im Bereich Structured
Solutions & Investments von Group Treasury (Bereich Sonstige und Konsolidierung) in
das Segment Firmenkunden umgegliedert. Dies betrifft das Repo-Geschäft, Legacy-Portfolios
und die Wertpapierportfolios zur Investition von Überschussliquidität oder freiem
Kapital. Übersichten zur Ergebnisentwicklung der Segmente finden sich unter "Zusätzliche Informationen"
auf Seite 23 f.
Privat- und Unternehmerkunden
Das Segment Privat- und Unternehmerkunden hat in den ersten neun Monaten 2025 sowohl
das Operative Ergebnis als auch das Ergebnis vor Steuern gegenüber dem Vergleichszeitraum
2024 um 349 Mio. Euro auf 1 762 Mio. Euro gesteigert. Die Belastungen aus Vorsorgen
im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung bei der mBank haben sich gegenüber
dem Vorjahreszeitraum um die Hälfte reduziert. Die Erträge vor Risikoergebnis lagen im Berichtszeitraum mit 5 131 Mio. Euro signifikant
über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Zinsüberschuss betrug 3 542 Mio. Euro,
nach 3 562 Mio. Euro in den ersten neun Monaten des Vorjahres. Im Inland lag der Zinsüberschuss
in den ersten neun Monaten 2025 auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Während die
Erträge aus dem Einlagengeschäft aufgrund des niedrigeren Zinsniveaus gesunken sind,
stiegen die Erträge aus dem Kreditgeschäft - insbesondere aus Baufinanzierungen. Bei
der mBank ging der Zinsüberschuss im Einklang mit dem rückläufigen Zinsniveau in Polen
leicht zurück. Einschließlich positiver Bewertungseffekte aus Zinsabsicherungsmaßnahmen,
die im Fair-Value-Ergebnis abgebildet werden, legten die gesamten Nettoerträge aus
dem Kredit- und Einlagengeschäft leicht zu. Der Provisionsüberschuss ist in den ersten neun Monaten 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um 9,9 % auf 1 966 Mio. Euro deutlich angestiegen. Im Inland hat, aufgrund der positiven
Börsenentwicklung sowie der hohen Marktvolatilität im Berichtszeitraum, sowohl das
bestands- als auch das umsatzabhängige Wertpapiergeschäft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
erfreulich zugelegt. Darüber hinaus waren positive Effekte aus dem Asset-Management
zu verzeichnen. Zugelegt haben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auch die Erträge
aus dem Zahlungsverkehrsgeschäft, insbesondere aufgrund angepasster Kontoführungsgebühren.
Bei der mBank legte der Provisionsüberschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aufgrund
verstärkter Kundenaktivitäten sowie unterstützt durch zwei Einmaleffekte aus dem Versicherungs-
und Kreditkartengeschäft deutlich zu. Die übrigen Ertragskomponenten beliefen sich insgesamt auf - 378 Mio. Euro, nach
- 840 Mio. Euro im Vorjahr. Die Ergebnisbelastung im Berichtszeitraum resultierte
im Wesentlichen aus Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in Fremdwährung
bei der mBank, die gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund die Hälfte auf - 393 Mio.
Euro zurückgegangen sind. Die Belastungen aus dem Fair-Value-Ergebnis haben sich im
Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres ebenfalls deutlich reduziert. Das Risikoergebnis des Segments Privat- und Unternehmerkunden belief sich für den
Berichtszeitraum auf - 218 Mio. Euro, nach - 152 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Sowohl
im Inland als auch bei der mBank ist das Risikoergebnis im Vergleich zu den ersten
neun Monaten des Vorjahres gestiegen. Daneben enthält das Risikoergebnis des Segments
Modell- und Methodeneffekte, wesentlicher Treiber ist hierbei die Überarbeitung der
Methodik zur Berücksichtigung von makroökonomischen Informationen. Der Verwaltungsaufwand hat sich im Berichtszeitraum insgesamt um 217 Mio. Euro auf
2 936 Mio. Euro erhöht. Der Anstieg im Inland resultierte insbesondere aus gestiegenen
Personal- und IT-Aufwendungen sowie aus einer bewertungsbedingten Abschreibung auf
immaterielle Vermögenswerte und aus Effekten infolge der im zweiten Quartal 2024 erfolgten
Konsolidierung der Aquila Capital Investmentgesellschaft mbH. Die Abschreibung resultierte
aus einer Neubewertung aufgrund der Marktentwicklung für frühphasige Photovoltaikprojekte
in Südeuropa. Bei der mBank stiegen die Kosten insbesondere aufgrund von Investitionen
in künftiges Geschäftswachstum sowie Währungseffekten signifikant an. Der Aufwand für Pflichtbeiträge war für die ersten neun Monaten 2025 mit 215 Mio.
Euro auszuweisen, nach 228 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Während bei der mBank die
Beiträge zum polnischen Abwicklungsfonds anstiegen sowie Aufwendungen für den polnischen
Einlagensicherungsfonds anfielen, dessen Beiträge im vergangenen Jahr vorübergehend
ausgesetzt wurden, waren im Inland geringere Beiträge zur Einlagensicherung zu verzeichnen.
Firmenkunden
Die Geschäftsentwicklung des Segments Firmenkunden konnte im Berichtszeitraum nicht
an das Ergebnis der ersten neun Monate 2024 anschließen. Ein deutliches Wachstum im
Kreditgeschäft und bei Syndizierungen sowie eine Ertragssteigerung insbesondere bei
Währungsabsicherungsgeschäften in Financial Markets konnten den erwarteten Rückgang
im Einlagengeschäft aufgrund des niedrigeren Zinsniveaus nicht vollständig kompensieren.
Die deutlich niedrigeren Erträge aus Zinsabsicherungsgeschäften wurden durch gegenläufige
Effekte im Zinsüberschuss ausgeglichen. Für den Berichtszeitraum belief sich sowohl
das Operative Ergebnis als auch das Ergebnis vor Steuern im Segment Firmenkunden auf
1 624 Mio. Euro, nach 1 712 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Vor allem der Bereich Mittelstand zeigte aufgrund der Zinsentwicklung gegenüber dem
Vorjahreszeitraum einen deutlichen Ertragsrückgang bei Einlagen, der durch Wachstum
im Kreditgeschäft, insbesondere im Bereich Green Infrastructure Finance, nur teilweise
kompensiert werden konnte. Im Bereich International Corporates konnte der Anstieg
im Kreditgeschäft und in Capital Markets den Ertragsrückgang aus dem Einlagengeschäft
mehr als ausgleichen. Der Bereich Institutionals konnte im Kreditgeschäft, im Financial-Markets-Geschäft
sowie im neu eingegliederten Structured-Solutions-8-Investment-Geschäft Zuwächse erzielen,
während auch hier die Erträge aus dem Einlagengeschäft zinsbedingt deutlich zurückgingen.
Die im Bereich Others ausgewiesenen Erträge, die insbesondere Hedging- und Bewertungseffekten
sowie Legacy-Portfolios zuzuordnen sind, lagen deutlich unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Erträge vor Risikoergebnis lagen in den ersten neun Monaten 2025 mit 3 602 Mio.
Euro um 138 Mio. Euro unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Der
Ertragsrückgang um insgesamt 3,7 % resultierte aus geringeren Erträgen der Bereiche
Mittelstand und Institutionals. Mit 1 845 Mio. Euro lag der Zinsüberschuss deutlich
über dem Wert der ersten neun Monate 2024. Der Provisionsüberschuss konnte gegenüber dem entsprechenden Vorjahresergebnis um
3,7 % auf 1 056 Mio. Euro erfreulich zulegen. Gestiegene Erträge aus dem Konsortialkredit-
und Devisengeschäft konnten hier die leicht rückläufigen Erträge aus dem Geschäft
mit Anleiheemissionen mehr als ausgleichen. Deutlich rückläufig zeigte sich das Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, das mit 610 Mio. Euro um 27,9
% unter dem Wert des Vorjahreszeitraums lag. Für die ersten neun Monate 2025 lag das Risikoergebnis aufgrund von Vorsorgen für
Einzelengagements und Risikovorsorgenachbildungen für ausgefallene Einzeladressen
bei - 289 Mio. Euro, nach - 397 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Belastungen wurden
anteilig durch Risikovorsorgeauflösungen in Folge von Abgängen kompensiert. Daneben
enthält das Risikoergebnis des Segments Modell- und Methodeneffekte, wesentlicher
Treiber ist hierbei die Überarbeitung der Methodik zur Berücksichtigung von makroökonomischen
Informationen. Der Verwaltungsaufwand lag mit 1 689 Mio. Euro um 60 Mio. Euro über dem entsprechenden
Vorjahreswert. Der Anstieg resultierte insbesondere aus gestiegenen Personalkosten. Aufwendungen für Pflichtbeiträge waren im Berichtszeitraum nur in geringem Umfang
auszuweisen.
Sonstige und Konsolidierung
Im Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen ausgewiesen,
die nicht in die Verantwortungsbereiche der beiden Geschäftssegmente fallen. Unter
Sonstige werden Group Treasury, den Geschäftssegmenten nicht zugeordnete Beteiligungen
sowie übergeordnete Sachverhalte, wie zum Beispiel Aufwendungen für Aufsichtsgebühren,
eingestellt. Group Treasury ist nach Umgliederung von Aktivitäten in das Segment Firmenkunden
verantwortlich für das Liquiditätsmanagement des Commerzbank-Konzerns und garantiert
die jederzeitige Liquidität der Commerzbank durch die Nutzung unbesicherter Geldmarktgeschäfte
sowie das Management der Liquiditätsreserve-Portfolios. Darüber hinaus stellt Group
Treasury sicher, dass sich die aus den Nichthandelsaktivitäten der Bank ergebenden
Zins-, Währungs-, Options- und Basisrisiken innerhalb definierter Limite bewegen und
das Kreditgeschäft langfristig refinanziert ist. Unter Konsolidierung wird von den
in der Segmentberichterstattung ausgewiesenen Ergebnisgrößen auf den Konzernabschluss
nach Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) übergeleitet. Der Bereich Sonstige
und Konsolidierung enthält des Weiteren die Kosten der Unterstützungs-, Stabs- und
Steuerungseinheiten, die anschließend auf die Segmente verrechnet werden. Außerdem
werden die Restrukturierungsaufwendungen für den Konzern zentral in diesem Bereich
ausgewiesen. Das Operative Ergebnis des Bereichs Sonstige und Konsolidierung belief sich in den
ersten neun Monaten 2025 auf 56 Mio. Euro, gegenüber - 285 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Maßgeblich für diese Entwicklung war in erster Linie ein höheres Ergebnis von Group
Treasury, insbesondere aufgrund gestiegener Erträge und Bewertungsgewinne aus dem
von Group Treasury für die operativen Segmente durchgeführten Management der Zinsrisikoposition.
Ertragssteigernd wirkte bei Group Treasury zudem der Wegfall negativer Zinseffekte,
die im Jahr 2024 aus Zinsmodellanpassungen im Rahmen der Fristentransformation von
Einlagen des Segments Privat- und Unternehmerkunden entstanden waren und die gegenläufig
dazu zu einem Anstieg des Zinsüberschusses im Segment Privat- und Unternehmerkunden
geführt hatten. Zudem hat ein von der Treasury gesteuertes Portfolio festverzinslicher
Wertpapiere aufgrund der Zinsentwicklung und einer Optimierung der Bondpositionen
zur positiven Ertragsentwicklung beigetragen. Hinzu kam, dass die Ergebnisreduktion
aus der Nichtverzinsung der EZB-Mindestreserve im laufenden Jahr aufgrund des niedrigeren
Zinsniveaus im Vergleich zum Vorjahr geringer ausgefallen ist. Aus dem restlichen
Bereich Sonstige und Konsolidierung kamen eine geringere Nettoergebnisbelastung aus
der Bildung und Auflösung von Rückstellungen sowie eine per saldo niedrigere Belastung
aus Bewertungseffekten hinzu, denen im Wesentlichen eine per saldo geringere Entlastung
aus Konsolidierungssachverhalten gegenüberstand. Das Ergebnis vor Steuern des Bereichs Sonstige und Konsolidierung belief sich im
Berichtszeitraum auf - 498 Mio. Euro. Darin enthalten sind Restrukturierungsaufwendungen
in Höhe von 553 Mio. Euro, die im Zusammenhang mit unserer Strategie "Momentum" stehen.
Prognosebericht
Künftige gesamtwirtschaftliche Situation
Das Wachstum der Weltwirtschaft bleibt voraussichtlich auch in den nächsten Monaten
verhalten. In China macht sich weiterhin der Einfluss einer geplatzten Immobilienblase
bemerkbar. Gleichzeitig wird die Wirtschaft der USA durch die handelspolitische Unsicherheit
und die Zollpolitik der US-Regierung gebremst. Vor diesem Hintergrund - und angesichts
politischen Drucks - könnte die US-Notenbank in ihrer verbleibenden Sitzung in diesem
Jahr die Zinsen erneut senken. Zwar dürften die Zölle die Inflation weiter anheizen,
dennoch gilt eine Zinssenkung als wahrscheinlich. Im Euroraum wird die Wirtschaft voraussichtlich moderat wachsen. Auch in Deutschland
wird mit einem leichten Anstieg gerechnet. Die bisherigen Zinssenkungen könnten sich
zunehmend positiv auswirken und zumindest die Belastungen durch US-Zölle ausgleichen.
Von der Finanzpolitik sind jedoch keine größeren Impulse zu erwarten. Für das gesamte
Jahr 2025 wird in Deutschland ein minimaler Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts
um 0,1 % prognostiziert. Im Euroraum insgesamt könnte das Wachstum mit etwa 1 % etwas
höher ausfallen. Da die Inflation weiterhin nahe dem Zielwert von 2 % liegen dürfte,
ist in den kommenden Monaten keine Veränderung des Leitzinses der EZB zu erwarten. An den Finanzmärkten werden in naher Zukunft ebenfalls keine großen Bewegungen erwartet.
Die Renditen deutscher Bundesanleihen dürften weitgehend stabil bleiben. Der Euro
könnte gegenüber dem US-Dollar jedoch leicht an Wert gewinnen, wenn die US-Notenbank
ihre Zinssenkungen fortsetzt.
Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität
Die Liquiditätsausstattung der Bank ist nach wie vor hoch. Es besteht keine Notwendigkeit,
Liquiditätsreserven zu mobilisieren. Daraus folgt, dass die Commerzbank im Repomarkt
zur Liquiditätssteuerung als Cash-Provider beziehungsweise auch opportunistisch als
Collateral-Provider aktiv ist. Zudem handelt die Commerzbank auch Repos und Reverse
Repos mit Kundinnen und Kunden. Seit Mitte des Jahres 2023 verzeichnet die Commerzbank eine kontinuierlich steigende
Nachfrage nach Refinanzierungen von Anleihen durch ihre Kundinnen und Kunden. Die
Liquiditätssituation der Commerzbank kann diese erhöhte Nachfrage bedienen und hat
zu einer Geschäftsausweitung in diesem Bereich geführt. Die Commerzbank weist eine hohe Position als Kassenbestand und Sichtguthaben - im
Wesentlichen bei Zentralbanken - aus. Diese betrug zum Berichtsultimo 69,3 Mrd. Euro.
Dieser Bestand basiert einerseits auf der immer noch hohen Überschussliquidität im
Eurosystem, andererseits auf der breit diversifizierten Kundenbasis und den bestehenden
Geschäftsbeziehungen im Cash-Management sowie dem professionellen Einlagengeschäft.
Trotz abschmelzender Wertpapierbestände der EZB infolge ausbleibender Reinvestitionen
unter dem Asset Purchase Programme und der Mitte 2024 begonnenen Reduktion des Pandemic
Emergency Purchase Programme erwarten wir eine weiterhin ausreichende Überschussliquidität
und somit eine unterstützende Wirkung hinsichtlich der Liquiditätssituation der Commerzbank. Die Mittelaufnahme der Commerzbank am Kapitalmarkt ist von der Geschäftsentwicklung
beziehungsweise -planung und der Entwicklung der risikogewichteten Aktiva beeinflusst.
Der Fundingplan 2025 mit einem avisierten Volumen von um die 10 Mrd. Euro ist nahezu
erfüllt. Im vierten Quartal 2025 können sich ergebende adäquate Möglichkeiten zum
Pre-Funding für das kommende Jahr genutzt werden. Für 2026 ist ein Fundingvolumen
von um die 12 Mrd. Euro geplant. Die für das Liquiditätsmanagement und den langfristigen Refinanzierungsbedarf getroffenen
Annahmen überprüfen und passen wir regelmäßig an. Dadurch trägt die Commerzbank den
Veränderungen des Marktumfeldes und der Geschäftsentwicklung weiterhin Rechnung und
gewährleistet eine komfortable Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur.
Voraussichtliche Entwicklung des Commerzbank-Konzerns
An unseren im Geschäftsbericht 2024 getroffenen Aussagen zur voraussichtlichen Ergebnisentwicklung
des Commerzbank-Konzerns im Geschäftsjahr 2025 halten wir weiterhin fest. Nach einer
ersten Anpassung zum Halbjahr 2025 haben wir unsere Prognose für den Zinsüberschuss
erneut erhöht. Außerdem erwarten wir nun einen leicht niedrigeren Vorsorgebedarf im
Risikoergebnis. Für das Jahr 2025 rechnet die Commerzbank aktuell mit einem Zinsüberschuss von rund
8,2 Mrd. Euro. Zuvor hatte die Bank mit einem Zinsüberschuss in Höhe von rund 8,0
Mrd. Euro gerechnet. Der Provisionsüberschuss wird für das laufende Jahr weiterhin
um 7 % höher als im Vorjahr erwartet. Das Risikoergebnis sieht die Bank nunmehr bei
weniger als - 850 Mio. Euro, nachdem sie zuvor von rund - 850 Mio. Euro ausgegangen
ist. Der Verwaltungsaufwand inklusive Pflichtbeiträgen wird strikt entlang der Cost-Income-Ratio
gesteuert. Das Ziel 2025 für die Cost-Income-Ratio beträgt vor dem Hintergrund eines
aktiven Kostenmanagements unverändert rund 57 %. Für das Jahr 2025 rechnet die Commerzbank
mit einer Common-Equity-Tier-1-Quote von mindestens 14,5 %. Für das Geschäftsjahr
2025 strebt die Commerzbank unverändert an, 100 % des Nettoergebnisses vor Restrukturierungsaufwendungen
und nach Abzug von AT-1-Kuponzahlungen an ihre Aktionärinnen und Aktionäre zurückzugeben. Insgesamt gehen wir angesichts der Ergebnisentwicklung in den ersten neun Monaten
2025 und unserer Erwartungen für den weiteren Jahresverlauf für das Geschäftsjahr
2025 weiterhin von einem den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbaren
Konzernergebnis in Höhe von rund 2,5 Mrd. Euro aus. Die Erwartungen sind auch abhängig
von der weiteren Entwicklung der Vorsorgen im Zusammenhang mit Baufinanzierungen in
Fremdwährung bei der mBank sowie möglichen Belastungen in Russland.
Risikolage
Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit (RTF) erfolgen monatlich auf
Ebene des Commerzbank-Konzerns. Per 30. September 2025 betrug die RTF-Quote 184 %.
Der Anstieg des ökonomisch erforderlichen Kapitals für Adressenausfallrisiken ist
im Wesentlichen auf Methodenänderungen bei der Rekalibrierung der Kreditportfoliomodell-spezifischen
Parameter zurückzuführen. Der Anstieg des Marktrisikos resultierte in erster Linie
aus neuen Wertpapierpositionen im Bereich Treasury. Der Rückgang des operationellen
Risikos ist im Wesentlichen auf das gesunkene Restrisiko aus dem Portfolio der auf
Fremdwährungen indexierten Darlehen der mBank zurückzuführen. Die RTF-Quote liegt
weiterhin auf hohem Niveau.
| Risikotragfähigkeit Konzern Mrd. € |
30.9.2025 |
31.12.2024 |
| Ökonomisches Risikodeckungspotenzial |
26 |
26 |
| Ökonomisch erforderliches Kapital1 |
14 |
12 |
| davon für Adressenausfallrisiko2 |
9 |
8 |
| davon für Marktrisiko3 |
4 |
3 |
| davon für operationelles Risiko4 |
2 |
3 |
| davon Diversifikationseffekte |
- 2 |
- 2 |
| RTF-Quote (%)5 |
184 |
211 |
1
Einschließlich Objektwertänderungsrisiko, Risiko nicht börsennotierter Beteiligungen
und Risikopuffer für Reserverisiko, für die Quantifizierung potenzieller Wertschwankungen
von Intangibles, für Goodwill sowie für Umweltrisiken.
2
Einschließlich Puffer (zum Beispiel für geplante Methodenänderungen).
3
Einschließlich Einlagenmodellrisiko.
4
Einschließlich Informations- und Kommunikationstechnologie-Risiko, Third-Party-Risiko
und Compliance-Risiko.
5
RTF-Quote = ökonomisches Risikodeckungspotenzial/ökonomisch erforderliches Kapital
(inklusive Risikopuffer).
Adressenausfallrisiken
Das Adressenausfallrisiko beinhaltet die Gefahr eines Verlustes oder entgangenen Gewinnes
durch den Ausfall eines Geschäftspartners. Es zählt zu den quantifizierbaren, wesentlichen
Risiken mit den Unterrisikoarten Kreditausfallrisiko, Emittentenrisiko, Kontrahentenrisiko,
Länder- und Transferrisiko, Veritätsrisiko sowie Reserverisiko.
Die Kreditrisikokennzahlen der Ratingklassen 1,0 bis 5,8 stellten sich zum Stichtag
30. September 2025 wie folgt dar:
|
30.9.2025 |
|
31.12.20241 |
| Kreditrisikokennzahlen |
Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risiko- dichte Bp. |
CVaR Mio. € |
Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
| Privat- und Unternehmerkunden |
218 |
611 |
28 |
2 573 |
217 |
537 |
| Firmenkunden |
246 |
487 |
20 |
5 197 |
240 |
427 |
| Sonstige und Konsolidierung2 |
121 |
172 |
14 |
870 |
92 |
101 |
| Konzern |
585 |
1 269 |
22 |
8 640 |
549 |
1 065 |
|
31.12.20241 |
| Kreditrisikokennzahlen |
Risiko- dichte Bp. |
CVaR Mio. € |
| Privat- und Unternehmerkunden |
25 |
2 026 |
| Firmenkunden |
18 |
4 676 |
| Sonstige und Konsolidierung2 |
11 |
788 |
| Konzern |
19 |
7 491 |
1
Angepasst aufgrund Umstrukturierung (Details siehe Kapitel "Entwicklung der Segmente").
2
Im Wesentlichen handelt es sich um Liquiditätsportfolios von Group Treasury.
Das Konzernportfolio zeigt bei der Verteilung auf Basis von PD-Ratings einen Anteil
von 89 % in den internen Ratingklassen 1 und 2, die den Investmentbereich abdecken.
Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der
Bank und spiegelt die Schwerpunkte unserer globalen Geschäftstätigkeit wider.
|
30.9.2025 |
31.12.2024 |
| Konzernportfolio nach Regionen |
Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risiko- dichte Bp. |
Exposure at Default Mrd. € |
Expected Loss Mio. € |
Risiko- dichte Bp. |
| Deutschland |
313 |
524 |
17 |
305 |
434 |
14 |
| Westeuropa |
108 |
180 |
17 |
93 |
165 |
18 |
| Mittel- und Osteuropa |
68 |
452 |
66 |
67 |
382 |
57 |
| Nordamerika |
56 |
33 |
6 |
48 |
28 |
6 |
| Asien |
20 |
33 |
17 |
21 |
25 |
12 |
| Sonstige |
20 |
47 |
24 |
15 |
32 |
21 |
| Konzern |
585 |
1 269 |
22 |
549 |
1 065 |
19 |
Risikoergebnis
Das Risikoergebnis im Kreditgeschäft des Konzerns belief sich zum 30. September 2025
auf - 515 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: - 529 Mio. Euro). Das Ergebnis wurde im Wesentlichen
durch Ausfälle von Einzeladressen und Risikovorsorgenachbildungen, insbesondere im
Segment Firmenkunden, getrieben, welches gleichzeitig von Risikovorsorgeauflösungen
in Folge von Abgängen profitierte. Das Risikoergebnis des Privat und Unternehmerkundensegments ist zur Hälfte durch
die mBank geprägt. Daneben enthält das Risikoergebnis für die ersten neun Monate 2025 Modell- und Methodeneffekte,
unter anderem in Bezug auf Unsicherheiten verbunden mit der US-Zollpolitik. Hierbei
wurde unter anderem die Reagibilität und Sensitivität in Bezug auf Makroökonomie und
"Forward-Looking"-Komponenten verbessert. Im Wesentlichen aufgrund dieser angepassten
Bewertungsmethodiken sowie dem teilweisen Wegfall der ursprünglichen Gründe wurde
gleichzeitig das noch verbliebene Top-Level-Adjustment (TLA) in Höhe von 182 Mio.
Euro im zweiten Quartal vollständig aufgelöst. Des Weiteren wurde zum Berichtsstichtag 30. September 2025 unverändert ein kollektiver
Transfer gemäß IFRS 9 B 5.1.1. nach Stufe 2 für Kunden mit gelber (beherrschbare Risiken)
oder roter Branchenampel (deutliche Risiken) als notwendig erachtet. Die Farbsetzung
der Ampel zum Berichtsstichtag erfolgt auf Sub-Portfolio-Ebene im Rahmen der strategischen
Portfolioplanung. Ferner wurden ebenfalls unverändert Kunden, welche im Rahmen eines klimabezogenen
Kreditrisikobewertungsverfahrens (Skala von A+ bis H) den Kategorien F bis H zugeordnet
werden, kollektiv nach Stufe 2 überführt. Für Wohnimmobilien wurde hierbei der Beleihungsauslauf
zusätzlich zur Energieeffizienzklasse einbezogen.
|
1.1.-30.9.2025 |
| Risikoergebnis | Mio. € |
Stufe 1 |
Stufe 2 |
Stufe 3 |
POCI1 |
Gesamt |
| Privat- und Unternehmerkunden |
45 |
-15 |
-239 |
-10 |
-218 |
| Firmenkunden |
21 |
132 |
-238 |
-204 |
-289 |
| Sonstige und Konsolidierung |
-3 |
-5 |
-0 |
0 |
-8 |
| Konzern |
64 |
113 |
-477 |
-214 |
-515 |
|
1.1.-30.9.20242 |
| Risikoergebnis | Mio. € |
Stufe 1 |
Stufe 2 |
Stufe 3 |
POCI1 |
Gesamt |
| Privat- und Unternehmerkunden |
-9 |
125 |
-263 |
-5 |
-152 |
| Firmenkunden |
36 |
-26 |
-481 |
75 |
-397 |
| Sonstige und Konsolidierung |
-0 |
14 |
5 |
1 |
19 |
| Konzern |
27 |
113 |
-739 |
70 |
-529 |
1
POCI - Purchased or Originated Credit-impaired.
2
Angepasst.
Default-Portfolio
Das Default-Portfolio des Konzerns ist in den ersten neun Monaten 2025 von 6 321 Mio.
Euro auf 6 503 Mio. Euro gestiegen.
Marktrisiken
Der Value at Risk (VaR - 99 % Konfidenzniveau/1 Tag Haltedauer) im Handelsbuch stieg
zum Ende des dritten Quartals 2025 auf 9 Mio. Euro an. Ursächlich hierfür sind in
erster Linie Positionsveränderungen im Bereich Firmenkunden sowie starke Marktbewegungen
im Zusammenhang mit der US-Zollpolitik. Der Stressed VaR stieg von 28 Mio. Euro zum Ende des Jahres 2024 auf 39 Mio. Euro
zum Ende des dritten Quartals 2025 an. Ursache hierfür sind Positionsveränderungen
im Bereich Firmenkunden. Für die Anlagebücher des Konzerns werden nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich
die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Zur
Einschätzung, ob ein Institut erhöhtes Zinsänderungsrisiko aufweist, werden die von
der Baselkommission definierten währungsspezifischen Zinsszenarios verwendet. Als Ergebnis des Szenarios "Parallel Up" wurde zum 30. September 2025 ein potenzieller
Verlust von 3 717 Mio. Euro gegenüber einem potenziellen Verlust von 2 840 Mio. Euro
zum 31. Dezember 2024 ermittelt. Als Ergebnis des Szenarios "Parallel down" wurde
zum 30. September 2025 ein potenzieller Gewinn von 1 909 Mio. Euro gegenüber einem
potenziellen Gewinn von 1 524 Mio. Euro zum Jahresende 2024 ermittelt. Hauptursache
für den Anstieg im "Parallel Up" Stress ist ein ausgeweitetes strategisches Portfolio
zur Stabilisierung des NIIs. Die Höhe der negativen Barwertänderung gemessen am regulatorischen
Kernkapital beträgt zum 30. September 2025 12,8 %. Daher ist die Commerzbank nicht
als Institut mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko zu klassifizieren, da weder die negativen
Barwertänderungen noch der maximale Verlust aus den 12-Monats-Nettozinserträgen im
Verhältnis zum Kernkapital die aufsichtsrechtlichen Schranken überschreiten. Die Zinssensitivitäten des gesamten Anlagebuches (ohne Pensionsfonds) beliefen sich
zum 30. September 2025 auf 10,1 Mio. Euro (31. Dezember 2024: 5,0 Mio. Euro) pro Basispunkt
rückläufiger Zinsen. Ursache für den Anstieg ist ein ausgeweitetes strategisches Portfolio
zur Stabilisierung des NII.
Liquiditätsrisiken
Die dem Liquiditätsrisikomodell zugrunde liegenden steuerungsrelevanten bankinternen
Stressszenarios berücksichtigen sowohl Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls
als auch einer marktweiten Krise. Zum 1-Monats- beziehungsweise 3-Monats-Punkt verbleibt
für das kombinierte Stressszenario per Quartalsultimo September 2025 eine Nettoliquidität
von 42,9 Mrd. Euro beziehungsweise 51,5 Mrd. Euro. Die Bank wies zum Quartalsultimo
September 2025 eine Liquiditätsreserve in Form von hochliquiden Aktiva in Höhe von
147,8 Mrd. Euro aus. Darüber hinaus unterhält die Bank ein sogenanntes Intraday Liquidity-Reserve-Portfolio.
Der Gesamtwert dieses Portfolios betrug zum Quartalsultimo September 2025 6,2 Mrd.
Euro. Die Commerzbank hat im Durchschnitt der letzten drei Monatsendwerte mit 146,1 % die
geforderte Mindestquote bei der Liquidity Coverage Ratio in Höhe von 100 % deutlich
überschritten. Auch der Durchschnitt der jeweils letzten zwölf Monatsendwerte lag
mit 144,1 % deutlich über der Mindestquote.
Operationelle Risiken
Die Commerzbank misst das regulatorische Kapital mittels des neuen Standardansatzes
(SA) nach CRR III und das ökonomische Kapital für operationelle Risiken mittels eines
dedizierten internen Modells (OpRisk-ErC-Modell). Die Risikoaktiva aus operationellen Risiken betrugen zum Ende des dritten Quartals
2025 auf dieser Basis 24,9 Mrd. Euro (31. Dezember 2024: 24,1 Mrd. Euro). Das ökonomisch erforderliche Kapital belief sich auf 2,3 Mrd. Euro (31. Dezember
2024: 2,5 Mrd. Euro). Aus OpRisk-Ereignissen ergab sich zum Ende des dritten Quartals 2025 eine Gesamtbelastung
in Höhe von rund 462 Mio. Euro (Gesamtjahr 2024: 1 130 Mio. Euro). Die Ereignisse
waren im Wesentlichen durch Schäden in der Kategorie "Produkte und Geschäftspraktiken"
geprägt. Maßgebliches Ereignis sind die Verluste im Zusammenhang mit auf Fremdwährungen
indexierten Darlehen der mBank.
Unterrisikoarten des operationellen Risikos
Mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Details zu den aktuellen Entwicklungen bei
den Rechtsrisiken gab es in den ersten neun Monaten 2025 keine wesentlichen Veränderungen
gegenüber dem im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2024 beziehungsweise Zwischenbericht
zum 30. Juni 2025 dargestellten Stand.
Aktuelle Entwicklungen bei den Rechtsrisiken
In der Sammelklage wegen angeblicher Unwirksamkeit von Indexklauseln in Darlehensverträgen
ist die mBank in der Berufungsinstanz unterlegen. Die mBank wird Beschwerde einlegen,
die jedoch keine aufschiebende Wirkung haben wird. Mit zahlreichen Klägern hat die
mBank inzwischen Vergleiche abgeschlossen. Die mBank sieht sich Klagen von zahlreichen Darlehensnehmern von auf Fremdwährungen
indexierten Darlehen ausgesetzt. Insgesamt sind zum 30. September 2025 7 954 auf Fremdwährungen
indexierte Darlehensverträge Gegenstand von anhängigen Einzelklagen und der Sammelklage.
Die mBank tritt den Klagen entgegen. Zum 30. September 2025 lagen zu 13 713 auf Fremdwährungen
indexierten Darlehensverträgen rechtskräftige Urteile in Einzelverfahren gegen die
mBank vor, von denen 173 zugunsten oder teilweise zugunsten der mBank und 13 540 zuungunsten
der mBank entschieden wurden. Die mBank wird die Entwicklung der Rechtsprechung insbesondere des polnischen Obersten
Gerichtshofs und des EuGH sowie eine mögliche Gesetzgebungsinitiative beobachten und
mögliche Auswirkungen auf die Vorsorge fortlaufend prüfen. Es kann nicht ausgeschlossen
werden, dass zukünftige Ereignisse wie Entscheidungen des polnischen Obersten Gerichtshofs
und des EuGH in Zukunft erhebliche negative Auswirkungen auf die Schätzung des rechtlichen
Risikos im Zusammenhang mit Hypothekendarlehen in Fremdwährungen haben können. Die mBank hat ab dem vierten Quartal 2022 ein Vergleichsprogramm aufgelegt, in welchem
bestimmten Kunden angeboten wird, ihre indexierten Darlehen in Zloty-Darlehen mit
einem festen oder variablen Zinssatz umzuwandeln, sowie einen individuell zu verhandelnden
Teil der noch ausstehenden Darlehensvaluta zu erlassen. Zum Stichtag hat die mBank
die Risiken im Zusammenhang mit künftigen Vergleichszahlungen mit 282 Mio. Euro berücksichtigt. Das zum 30. September 2025 bestehende Portfolio von nicht vollständig zurückgeführten,
auf Fremdwährungen indexierten Darlehen hatte einen Buchwert in Höhe von 960 Mio.
polnischen Zloty. Insgesamt bestand im Konzern zum Stichtag für die aus dem Komplex
entstehenden Risiken, einschließlich potenzieller Vergleichszahlungen, eine bilanzielle
Vorsorge in Höhe von 956 Mio. Euro (31. Dezember 2024: 1,6 Mrd. Euro). Bei noch nicht
vollständig zurückgeführten Darlehen werden die rechtlichen Risiken unmittelbar bei
der Schätzung der Zahlungsströme im Bruttobuchwert der Forderungen berücksichtigt. Die mBank prüft die Auswirkungen der Rechtsprechung fortlaufend und passt die Parameter
des Modells, wie die erwartete Anzahl von Kreditnehmern, die noch klagen werden, die
Art der erwarteten Gerichtsurteile, die Höhe des Verlustes der Bank im Falle eines
Urteils sowie die Annahmequote für Vergleiche soweit erforderlich an. Die Methodik
zur Ermittlung der Vorsorge basiert auf Parametern, welche vielfältig, ermessensbehaftet
und zum Teil mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind. Schwankungen der Parameter
sowie deren Interdependenzen und Entscheidungen der polnischen Gerichte und des EuGH
können dazu führen, dass die Vorsorge zukünftig der Höhe nach wesentlich angepasst
werden muss. Im Juni 2023 wurde die Bank vor einem russischen Gericht vom Begünstigten einer Garantie
verklagt, die die Bank auftrags eines Kunden in Deutschland ausgestellt hatte. Im
Jahr 2021 hatte die Bank eine Vertragserfüllungsgarantie zugunsten eines russischen
Unternehmens ausgestellt, um die Verbindlichkeiten des Kunden der Bank im Rahmen eines
Bauvertrags zu sichern. Aufgrund der geltenden Sanktionsregelung konnte der Kunde
der Bank seine vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen. Das russische Unternehmen
verlangte daraufhin von der Bank Zahlung aus der Garantie. Die geltenden Sanktionsregelungen
hindern die Bank an der Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus der Garantie. Im Juni
2024 hat das russische Gericht die Bank sowie zwei Tochtergesellschaften der Bank
in Russland zur Zahlung der Garantiesumme nebst Zinsen gesamtschuldnerisch verurteilt.
In der Berufung ist die Bank und ihre Tochtergesellschaften im Januar 2025 unterlegen.
Der Kläger hat das Berufungsurteil im Juni 2025 bei einer der mitverklagten Tochtergesellschaften
vollstreckt. Die Commerzbank und ihre russische Tochtergesellschaft Commerzbank (Eurasija) sind
in Russland von Kunden eines russischen Zentralverwahrers verklagt worden. Dieser
unterhält ein Konto bei der Commerzbank in Deutschland, auf dem angeblich unter anderem
Gelder der Kläger liegen. Der Zentralverwahrer und seine Vermögenswerte (einschließlich
des Guthabens auf dem Konto) unterliegen geltenden Sanktionen. Daher können die Kläger
nicht auf ihre Gelder bei dem Zentralverwahrer zugreifen, und verlangen stattdessen
in Russland von der Commerzbank und ihrer Tochtergesellschaft Schadensersatz. Teilweise
haben die Gerichte die Commerzbank und die Commerzbank (Eurasija) zur Zahlung von
Schadensersatz verurteilt. Die Commerzbank und die Commerzbank (Eurasija) haben in
den jeweiligen Verfahren entweder Berufung eingelegt oder werden Berufung einlegen.
Erste Berufungsurteile liegen vor. Die Bank erwartet entsprechende Vollstreckungsmaßnahmen.
Die Commerzbank und die Commerzbank (Eurasija) verteidigen sich gegen sämtliche Ansprüche. Die Verfahren in Russland sind mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, und es kann
nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Vermögenswerte der Bank und der Commerzbank
(Eurasija) beschlagnahmt werden. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass auf
der Grundlage weiterer Ansprüche zusätzliche Verfahren eingeleitet werden und/oder
in diesem Zusammenhang weitere Kosten entstehen, die zu erheblich höheren Verlusten
führen.
Sonstige wesentliche Risiken
Bei den sonstigen wesentlichen Risiken gab es in den ersten neun Monaten 2025 keine
wesentlichen Veränderungen gegenüber dem im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2024
beziehungsweise Zwischenbericht zum 30. Juni 2025 dargestellten Stand.
Disclaimer Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur internen Risikomessung,
die die Grundlage für die Berechnung der im Bericht dargestellten Zahlen bilden, entsprechen
dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche.
Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet.
Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling
und durch die interne Revision sowie durch die deutschen und europäischen Aufsichtsbehörden.
Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht
alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes
Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung
gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen
können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen
unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei
Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen
Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.
Gewinn- und-Verlust-Rechnung
| Mio. € |
1.1.-30.9.2025 |
1.1.-30.9.20241 |
Veränd. in % |
| Zinserträge nach der Effektivzinsmethode berechnet |
11 706 |
13 090 |
-10,6 |
| Zinserträge nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet |
2 875 |
3 012 |
-4,6 |
| Zinserträge |
14 581 |
16 102 |
-9,4 |
| Zinsaufwendungen |
8 404 |
9 851 |
-14,7 |
| Zinsüberschuss |
6 177 |
6 251 |
-1,2 |
| Dividendenerträge |
18 |
28 |
-36,5 |
| Risikoergebnis |
-515 |
-529 |
-2,8 |
| Provisionserträge |
3 649 |
3 387 |
7,7 |
| Provisionsaufwendungen |
649 |
602 |
7,8 |
| Provisionsüberschuss |
3 000 |
2 786 |
7,7 |
Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten |
-60 |
-217 |
-72,3 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen |
154 |
18 |
. |
Ergebnis aus dem Abgang von finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
59 |
120 |
-51,1 |
| Sonstiges übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten |
53 |
-32 |
. |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten |
111 |
88 |
26,5 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen |
13 |
1 |
. |
| Sonstiges Ergebnis |
-383 |
-805 |
-52,4 |
| Verwaltungsaufwendungen |
4 858 |
4 550 |
6,8 |
| Pflichtbeiträge |
215 |
230 |
-6,4 |
| Restrukturierungsaufwendungen |
553 |
4 |
. |
| Ergebnis vor Steuern |
2 889 |
2 837 |
1,8 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
830 |
807 |
2,8 |
| Konzernergebnis |
2 058 |
2 030 |
1,4 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Konzernergebnis |
171 |
103 |
65,3 |
| den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbares Konzernergebnis2 |
1 888 |
1 926 |
-2,0 |
1
Korrektur Vorjahr aufgrund von Restatements (siehe Korrekturen nach IAS 8).
2
Geänderte Postenbezeichnung.
| € |
1.1.-30.9.2025 |
1.1.-30.9.2024 |
Veränd. in % |
| Ergebnis je Aktie1 |
1,44 |
1,45 |
-0,6 |
1
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien nach jeweiligen Aktienrückkaufprogrammen
(siehe auch Eigenkapitalveränderungsrechnung).
Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionärinnen
und -Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis nach Abzug gezahlter AT-1 -Ausschüttungen.
Im laufenden Geschäftsjahr 2025 sowie im Vorjahr waren keine Wandel- oder Optionsrechte
im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch.
Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung
| Mio. € |
1.1.-30.9.2025 |
1.1.-30.9.2024 |
Veränd. in % |
| Konzernergebnis |
2 058 |
2 030 |
1,4 |
Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen |
211 |
79 |
. |
Erfolgsneutrale Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO |
-61 |
-82 |
-25,8 |
| Nicht in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten |
150 |
-3 |
. |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) |
|
|
|
| Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung |
-58 |
6 |
. |
| Erfolgsneutrale Wertänderung |
248 |
128 |
94,1 |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges |
|
|
|
| Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung |
1 |
0 |
. |
| Erfolgsneutrale Wertänderung |
22 |
33 |
-31,1 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung |
|
|
|
| Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung |
- |
- |
. |
| Erfolgsneutrale Wertänderung |
-299 |
29 |
. |
| Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge |
|
|
|
| Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung |
- |
- |
. |
| Erfolgsneutrale Wertänderung |
2 |
3 |
-36,5 |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen |
- |
-1 |
. |
| In die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umbuchbare Posten |
-84 |
197 |
. |
| Sonstiges Periodenergebnis |
66 |
194 |
-65,8 |
| Gesamtergebnis |
2 125 |
2 224 |
-4,5 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Gesamtergebnis |
187 |
141 |
33,0 |
| den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbares Konzernergebnis1 |
1 937 |
2 083 |
-7,0 |
1
Geänderte Postenbezeichnung.
Bilanz
Aktiva
| Mio. € |
30.9.2025 |
31.12.2024 |
Veränd. in % |
| Kassenbestand und Sichtguthaben |
69 268 |
73 001 |
-5,1 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Amortised Cost |
327 949 |
310 925 |
5,5 |
| darunter: als Sicherheit übertragen |
3 906 |
2 893 |
35,0 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Fair Value OCI |
69 139 |
56 725 |
21,9 |
| darunter: als Sicherheit übertragen |
21 116 |
13 674 |
54,4 |
| Finanzielle Vermögenswerte - Mandatorily Fair Value P&L |
81 650 |
67 849 |
20,3 |
| darunter: als Sicherheit übertragen |
- |
- |
. |
| Finanzielle Vermögenswerte - Held for Trading |
35 714 |
36 831 |
-3,0 |
| darunter: als Sicherheit übertragen |
2 930 |
1 137 |
. |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges |
-1 904 |
-1 546 |
23,1 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten |
1 194 |
1 280 |
-6,7 |
| Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen |
177 |
166 |
6,9 |
| Immaterielle Vermögenswerte |
1 832 |
1 785 |
2,6 |
| Sachanlagen |
2 146 |
2 244 |
-4,4 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien |
246 |
322 |
-23,5 |
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen |
241 |
83 |
. |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche |
448 |
216 |
. |
| Latente Ertragsteueransprüche |
1 442 |
1 929 |
-25,3 |
| Sonstige Aktiva |
3 409 |
2 837 |
20,2 |
| Gesamt |
592 951 |
554 646 |
6,9 |
Passiva
| Mio. € |
30.9.2025 |
31.12.2024 |
Veränd. in % |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Amortised Cost |
466 740 |
440 519 |
6,0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Fair Value Option |
65 025 |
46 513 |
39,8 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten - Held for Trading |
16 375 |
23 227 |
-29,5 |
| Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges |
-1 822 |
-2 262 |
-19,5 |
| Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten |
1 962 |
2 306 |
-14,9 |
| Rückstellungen |
3 806 |
3 748 |
1,6 |
| Tatsächliche Ertragsteuerschulden |
651 |
467 |
39,4 |
| Latente Ertragsteuerschulden |
25 |
46 |
-44,5 |
| Verbindlichkeiten aus Veräußerungsgruppen1 |
82 |
7 |
. |
| Sonstige Passiva |
4 334 |
4 357 |
-0,5 |
| Eigenkapital |
35 772 |
35 716 |
0,2 |
| Gezeichnetes Kapital |
1 125 |
1 154 |
-2,4 |
| Kapitalrücklage |
10 200 |
10 143 |
0,6 |
| Gewinnrücklagen |
19 388 |
19 000 |
2,0 |
| Andere Rücklagen (mit Recycling) |
-355 |
-254 |
39,6 |
Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbares Eigenkapital |
30 359 |
30 043 |
1,1 |
| Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile |
3 957 |
4 425 |
-10,6 |
| Tier-1-Anleihen (AT-1-Anleihen der Commerzbank AG) |
3 605 |
4 073 |
-11,5 |
Tier-1-Anleihen (AT-1-Anleihen der mBank S.A., gemäß IFRS 10 Nicht beherrschende Anteile) |
352 |
352 |
- |
| Nicht beherrschende Anteile2 |
1 456 |
1 249 |
16,6 |
| Gesamt |
592 951 |
554 646 |
6,9 |
1
Geänderte Postenbezeichnung.
2
Ohne Tier-1-Anleihen (AT-1-Anleihen) der mBank S.A., die in den Zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen
ausgewiesen werden.
Eigenkapitalveränderungsrechnung
| Mio. € |
Gezeich- netes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklagen |
Andere Rücklagen |
|
|
|
|
Neu- bewer- tungs- rücklage |
Rücklage aus Cashflow- Hedges |
Rücklage aus der Währungs- umrechnung |
| Eigenkapital zum 1.1.2025 |
1 154 |
10 143 |
19 000 |
-135 |
-21 |
-98 |
| Gesamtergebnis |
- |
- |
2 038 |
181 |
17 |
-299 |
| Konzernergebnis |
|
|
1 888 |
|
|
|
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO |
|
|
-61 |
|
|
|
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen |
|
|
211 |
|
|
|
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) |
|
|
|
181 |
|
|
| Veränderung der Rücklage aus Cash-flow-Hedges |
|
|
|
|
17 |
|
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung |
|
|
|
|
|
-300 |
| Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge |
|
|
|
|
|
2 |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen |
|
|
|
|
|
- |
| Aktienrückkauf |
-28 |
57 |
-623 |
|
|
|
| Dividendenausschüttung |
|
|
-733 |
|
|
|
| Ausschüttung an Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals |
|
|
-254 |
|
|
|
| Veränderungen im Anteilsbesitz |
|
|
|
|
|
|
| Sonstige Veränderungen2 |
|
0 |
-40 |
|
|
|
| Eigenkapital zum 30.9.2025 |
1 125 |
10 200 |
19 388 |
46 |
-5 |
-396 |
| Mio. € |
Commerz- bank-Aktio- närinnen und |
Zusätzliche Eigenkapital- bestandteile1 |
Nicht beherr- schende Anteile |
Eigen- kapital |
|
-Aktionären zurechen- bares Eigen- kapital |
Tier-1- Anleihen (AT-1- Anleihen der Commerz- bank AG) |
Tier-1- Anleihen (AT-1- Anleihen der mBank S.A.) |
|
|
| Eigenkapital zum 1.1.2025 |
30 043 |
4 073 |
352 |
1 249 |
35 716 |
| Gesamtergebnis |
1 937 |
- |
- |
187 |
2 125 |
| Konzernergebnis |
1 888 |
|
|
171 |
2 058 |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO |
-61 |
|
|
- |
-61 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen |
211 |
|
|
0 |
211 |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) |
181 |
|
|
9 |
190 |
| Veränderung der Rücklage aus Cash-flow-Hedges |
17 |
|
|
7 |
24 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung |
-300 |
|
|
1 |
-299 |
| Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge |
2 |
|
|
- |
2 |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen |
- |
|
|
- |
- |
| Aktienrückkauf |
-594 |
|
|
- |
-594 |
| Dividendenausschüttung |
-733 |
|
|
-1 |
-734 |
| Ausschüttung an Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals |
-254 |
|
|
-6 |
-259 |
| Veränderungen im Anteilsbesitz |
- |
|
|
- |
- |
| Sonstige Veränderungen2 |
-40 |
-468 |
- |
27 |
-481 |
| Eigenkapital zum 30.9.2025 |
30 359 |
3 605 |
352 |
1 456 |
35 772 |
1
Beinhaltet Tier-1-Anleihen (AT-1-Anleihen), die unbesicherte und nachrangige Anleihen
darstellen und nach IFRS als Eigenkapital klassifiziert sind.
2
Beinhaltet im Wesentlichen Effekte aus Neuemission und Rückkäufen von zusätzlichen
Eigenkapitalbestandteilen (AT-1-Anleihen).
| Mio. € |
Gezeich- netes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklagen |
Andere Rücklagen |
|
|
|
|
Neu- bewer- tungs- rück- lage |
Rücklage aus Cashflow- Hedges |
Rücklage aus der Währungs- umrechnung |
| Eigenkapital zum 1.1.2024 |
1 240 |
10 087 |
18 026 |
-145 |
-52 |
-278 |
| Gesamtergebnis |
- |
- |
1 923 |
121 |
23 |
16 |
| Konzernergebnis |
|
|
1 926 |
|
|
|
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO |
|
|
-82 |
|
|
|
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen |
|
|
79 |
|
|
|
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) |
|
|
|
121 |
|
|
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges |
|
|
|
|
23 |
|
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung |
|
|
|
|
|
15 |
| Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge |
|
|
|
|
|
3 |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen |
|
|
|
|
|
-1 |
| Aktienrückkauf |
-56 |
56 |
-600 |
|
|
|
| Dividendenausschüttung |
|
|
-415 |
|
|
|
| Ausschüttungen an Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals
|
|
|
-195 |
|
|
|
| Veränderungen im Anteilsbesitz |
|
|
- |
|
|
|
| Sonstige Veränderungen |
|
|
1 |
|
|
|
| Eigenkapital zum 30.9.2024 |
1 185 |
10 143 |
18 741 |
-24 |
-29 |
-262 |
| Mio. € |
Commerz- bank-Aktio- närinnen und -Aktionären zurechen- bares Eigen- kapital |
Zusätzliche Eigenkapital- bestandteile1 |
Nicht beherr- schende Anteile |
Eigen- kapital |
|
Tier-1- Anleihen (AT-1- Anleihen der Commerz- bank AG) |
Tier-1- Anleihen (AT-1- Anleihen der mBank S.A.) |
|
|
| Eigenkapital zum 1.1.2024 |
28 878 |
3 114 |
- |
1 016 |
33 009 |
| Gesamtergebnis |
2 083 |
- |
- |
141 |
2 224 |
| Konzernergebnis |
1 926 |
|
|
103 |
2 030 |
| Veränderung aus Own Credit Spread bei Verbindlichkeiten FVO |
-82 |
|
|
- |
-82 |
| Veränderung aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen |
79 |
|
|
- |
79 |
| Veränderung aus der Neubewertung von Schuldinstrumenten (FVOCImR) |
121 |
|
|
13 |
134 |
| Veränderung der Rücklage aus Cashflow-Hedges |
23 |
|
|
10 |
33 |
| Veränderung der Rücklage aus der Währungsumrechnung |
15 |
|
|
15 |
29 |
| Bewertungseffekt aus Net Investment Hedge |
3 |
|
|
- |
3 |
| Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen |
-1 |
|
|
- |
-1 |
| Aktienrückkauf |
-600 |
|
|
- |
-600 |
| Dividendenausschüttung |
-415 |
|
|
-1 |
-415 |
| Ausschüttungen an Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals
|
-195 |
|
|
- |
-195 |
| Veränderungen im Anteilsbesitz |
- |
|
|
- |
- |
| Sonstige Veränderungen |
1 |
744 |
|
31 |
776 |
| Eigenkapital zum 30.9.2024 |
29 753 |
3 859 |
- |
1 187 |
34 799 |
1
Beinhaltet Tier-1-Anleihen (AT-1-Anleihen), die unbesicherte und nachrangige Anleihen
darstellen und nach IFRS als Eigenkapital klassifiziert sind. Es lagen im Betrachtungszeitraum
keine Rückkäufe vor.
Zusätzliche Informationen
Aufstellungsgrundsätze
Gegenstand dieser Zwischenmitteilung zum 30. September 2025 sind die Commerzbank Aktiengesellschaft
und ihre Tochterunternehmen. Die Bestandteile "Gewinn- und-Verlust-Rechnung", ,,Zusammengefasste
Gesamtergebnisrechnung", "Bilanz" und "Eigenkapitalveränderungsrechnung" sind in Übereinstimmung
mit den hierfür anwendbaren Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätzen
der IFRS, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden und in der EU anzuwenden sind, erstellt
worden. Bei der Zwischenmitteilung handelt es sich nicht um einen vollständigen Zwischenabschluss
in Übereinstimmung mit den IFRS für die Zwischenberichterstattung. Die Ertragsteueraufwendungen
werden in den Zwischenberichtsperioden auf Grundlage des aktuell erwarteten effektiven
Steuersatzes von der Commerzbank für das Gesamtjahr ermittelt. Die Zwischenmitteilung
wurde am 4. November 2025 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
Neue und geänderte Standards
Zum 1. Januar 2025 sind die Änderungen des IAS 21 betreffend in Kraft getreten (siehe
Geschäftsbericht 2024, S. 395 f.). Die Anpassungen haben keine Auswirkungen auf unseren
Konzernabschluss. Darüber hinaus lagen bis zum dritten Quartal 2025 keine für den
Commerzbank Konzern anzuwendenden wesentlichen neuen oder geänderten Standards vor.
Für weitere Informationen zu neuen und geänderten Standards verweisen wir auf unseren
Geschäftsbericht 2024, Seite 395.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Schätzungsunsicherheiten
In dieser Zwischenmitteilung wenden wir die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
sowie Konsolidierungsmethoden wie in unserem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024
an (vergleiche Geschäftsbericht 2024, Seite 396 ff.).
Korrekturen nach IAS 8
In der Gewinn- und-Verlust-Rechnung zum 30. September 2024 wurden bei einer Tochtergesellschaft
Margen für FX-Transaktionen in Höhe von 92 Mio. Euro aus dem Ergebnis aus erfolgswirksam
zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in die
Provisionserträge aus Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft umgegliedert. Durch diese
Anpassungen ergaben sich keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis, die Zusammengefasste
Gesamtergebnisrechnung und auf das Ergebnis je Aktie.
Nachtragsbericht
Im Oktober 2025 hat das polnische Parlament zukünftige Körperschaftsteuererhöhungen
für Kreditinstitute ab dem Jahr 2026 beschlossen. Die Gesetzesänderungen haben allerdings
noch nicht den polnischen Senat passiert. Sollten die Steuererhöhungen in Kraft treten,
erwartet die Commerzbank im vierten Quartal 2025 zunächst einen positiven Einmaleffekt
und ab dem Geschäftsjahr 2026 entsprechend höhere laufende Steuerbelastungen für die
mBank.
Ausgewählte regulatorische Angaben
Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel und risikogewichteten
Aktiva sowie die Eigenmittelquoten im Commerzbank-Konzern gemäß CRR einschließlich
angewendeter Übergangsregelungen.
|
30.9.2025 |
31.12.2024 |
Veränd. in % |
| Hartes Kernkapital (CET1) (Mrd. €)1 |
25,8 |
26,2 |
-1,6 |
| Kernkapital (Tier-1) (Mrd. €)1 |
29,3 |
30,6 |
-4,3 |
| Eigenmittel (Mrd. €)1 |
34,9 |
36,3 |
-3,9 |
| Risikogewichtete Aktiva (Mrd. €) |
175,0 |
173,4 |
0,9 |
| davon: Kreditrisiko |
142,2 |
141,7 |
0,3 |
| davon: Marktrisiko2 |
7,9 |
7,6 |
4,7 |
| davon: Operationelles Risiko |
24,9 |
24,1 |
3,3 |
| Harte Kernkapitalquote (CET1-Ratio, %) |
14,7 |
15,1 |
-2,5 |
| Kernkapitalquote (Tier-1-Ratio, %) |
16,7 |
17,6 |
-5,1 |
| Gesamtkapitalquote (%) |
19,9 |
20,9 |
-4,8 |
1
Die Angaben beinhalten jeweils das den Commerzbank-Aktionärinnen und -Aktionären zurechenbare
regulatorische anrechnungsfähige Konzernergebnis.
2
Einschließlich der Risiken einer Anpassung der Kreditbewertung (sogenanntes Credit
Valuation Adjustment Risk).
Die Leverage Ratio (Verschuldungsquote) setzt das Kernkapital (Tier-1-Kapital) gemäß
CRR ins Verhältnis zum Leverage Ratio Exposure, das aus den nicht risikogewichteten
Aktiva und den außerbilanziellen Positionen besteht.
|
30.9.2025 |
31.12.2024 |
Veränd. in % |
| Leverage Ratio Exposure (Mrd. €) |
680 |
633 |
7,4 |
| Leverage Ratio (%) |
4,3 |
4,8 |
-10,9 |
Die Non-Performing-Exposure-Ratio (NPE-Ratio) wird aus den notleidenden Forderungen
im Verhältnis zu den Gesamtforderungen gemäß EBA Risk Dashboard ermittelt.
|
30.9.2025 |
31.12.2024 |
Veränd. in % |
| NPE-Ratio (%) |
1,0 |
1,1 |
-5,1 |
Als Kreditinstitut ist die Commerzbank Aktiengesellschaft verpflichtet, einen Offenlegungsbericht
gemäß CRR quartalsweise zu erstellen. Hinsichtlich des Kapitalmanagements sowie weiterer
Informationen zum Eigenkapital verweisen wir auf den jeweils aktuellen veröffentlichten
Offenlegungsbericht gemäß CRR.
Segmentberichterstattung
| 1.1.-30.9.20251 | Mio. € |
Privat- und Unternehmer- kunden |
Firmenkunden |
Sonstige und Konsolidierung |
Konzern |
| Zinsüberschuss |
3 542 |
1 845 |
789 |
6 177 |
| Dividendenerträge |
19 |
2 |
-3 |
18 |
| Risikoergebnis |
-218 |
-289 |
-8 |
-515 |
| Provisionsüberschuss |
1 966 |
1 056 |
-22 |
3 000 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten |
-49 |
610 |
-621 |
-60 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen |
10 |
52 |
91 |
154 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten |
-6 |
33 |
85 |
111 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen |
10 |
3 |
- |
13 |
| Sonstiges Ergebnis |
-362 |
0 |
-22 |
-383 |
| Erträge vor Risikoergebnis |
5 131 |
3 602 |
297 |
9 030 |
| Erträge nach Risikoergebnis |
4 913 |
3 314 |
289 |
8 515 |
| Verwaltungsaufwendungen |
2 936 |
1 689 |
233 |
4 858 |
| Pflichtbeiträge |
215 |
1 |
0 |
215 |
| Operatives Ergebnis |
1 762 |
1 624 |
56 |
3 442 |
| Restrukturierungsaufwendungen |
- |
- |
553 |
553 |
| Ergebnis vor Steuern |
1 762 |
1 624 |
-498 |
2 889 |
| Aktiva |
188 223 |
272 260 |
132 468 |
592 951 |
| Passiva |
252 727 |
238 202 |
102 022 |
592 951 |
| Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen |
59 |
119 |
- |
177 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital2 |
8 372 |
12 696 |
4 935 |
26 002 |
| Operative Eigenkapitalrendite CET1 (%)3 |
28,1 |
17,1 |
|
17,7 |
| Cost-Income-Ratio (exkl. Pflichtbeiträge) (%) |
57,2 |
46,9 |
|
53,8 |
| Cost-Income-Ratio (inkl. Pflichtbeiträge) (%) |
61,4 |
46,9 |
|
56,2 |
1
Mit Wirkung zum ersten Quartal 2025 wurden die Aktivitäten im Bereich Structured Solutions
and Investments von Segment Sonstige und Konsolidierung in das Segment Firmenkunden
umgegliedert.
2
Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1). Anpassung erfolgt in Sonstige und Konsolidierung.
3
Auf das Jahr hochgerechnet.
| 1.1.-30.9.20241 | Mio. € |
Privat- und Unternehmer- kunden |
Firmenkunden |
Sonstige und Konsolidierung |
Konzern |
| Zinsüberschuss |
3 562 |
1 725 |
964 |
6 251 |
| Dividendenerträge |
28 |
2 |
-2 |
28 |
| Risikoergebnis |
-152 |
-397 |
19 |
-529 |
| Provisionsüberschuss |
1 789 |
1 018 |
-22 |
2 786 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten |
-119 |
845 |
-943 |
-217 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen |
1 |
60 |
-43 |
18 |
| Übriges Ergebnis aus Finanzinstrumenten |
-27 |
79 |
36 |
88 |
| Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen |
-2 |
3 |
- |
1 |
| Sonstiges Ergebnis |
-720 |
8 |
-92 |
-805 |
| Erträge vor Risikoergebnis |
4 512 |
3 740 |
-101 |
8 150 |
| Erträge nach Risikoergebnis |
4 360 |
3 343 |
-82 |
7 621 |
| Verwaltungsaufwendungen |
2 719 |
1 629 |
203 |
4 550 |
| Pflichtbeiträge |
228 |
2 |
-0 |
230 |
| Operatives Ergebnis |
1 413 |
1 712 |
-285 |
2 841 |
| Restrukturierungsaufwendungen |
- |
- |
4 |
4 |
| Ergebnis vor Steuern |
1 413 |
1 712 |
-288 |
2 837 |
| Aktiva |
184 398 |
247 538 |
133 395 |
565 332 |
| Passiva |
242 096 |
241 787 |
81 448 |
565 332 |
| Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen |
47 |
119 |
- |
166 |
| Durchschnittlich gebundenes Eigenkapital2 |
6 943 |
11 878 |
6 791 |
25 612 |
| Operative Eigenkapitalrendite CET1 (%)3 |
27,1 |
19,2 |
|
14,8 |
| Cost-Income-Ratio (exkl. Pflichtbeiträge) (%) |
60,3 |
43,6 |
|
55,8 |
| Cost-Income-Ratio (inkl. Pflichtbeiträge) (%) |
65,3 |
43,6 |
|
58,7 |
1
Anpassung Vorjahr aufgrund von IFRS 8.29. Mit Wirkung zum ersten Quartal 2025 wurden
die Aktivitäten im Bereich Structured Solutions and Investments von Segment Sonstige
und Konsolidierung in das Segment Firmenkunden umgegliedert.
2
Durchschnittliches hartes Kernkapital (CET1). Anpassung erfolgt in Sonstige und Konsolidierung.
3
Auf das Jahr hochgerechnet.
Wesentliche Konzerngesellschaften
| Inland |
Ausland |
| Commerz Real AG, Wiesbaden |
Commerzbank Finance & Covered Bond S.A., Luxemburg |
|
Commerz Markets LLC, New York |
|
mBank S.A., Warschau |
Operative Auslandsniederlassungen
Amsterdam, Brünn (Office), London, Madrid, Mailand, New York, Paris, Peking, Prag,
Schanghai, Singapur, Tokio, Wien, Zürich
Repräsentanzen und Financial Institutions Desks
Abidjan, Addis Abeba, Almaty, Amman, Aschgabat, Bangkok, Brüssel (Verbindungsbüro
zur Europäischen Union), Buenos Aires, Casablanca, Dhaka, Dubai, Ho-Chi-Minh-Stadt,
Istanbul, Johannesburg, Kairo, Karatschi, Kiew, Lagos, Luanda, Melbourne, Moskau (FI-Desk),
Mumbai, New York (FI-Desk), Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), Säo Paulo, Schanghai (FI-Desk),
Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tokio (FI-Desk), Vilnius, Zagreb
Disclaimer
Vorbehalt bei Zukunftsaussagen
Diese Zwischenmitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung
der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und
Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt
eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen
außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle
Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle.
Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute
getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts
neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.
| Finanzkalender 2026 |
|
| 11. Februar 2026 |
Bilanzpressekonferenz |
| Ende März 2026 |
Geschäftsbericht 2025 |
| 8. Mai 2026 |
Zwischenmitteilung zum 31. März 2026 |
| 20. Mai 2026 |
Hauptversammlung |
| 6. August 2026 |
Zwischenbericht zum 30. Juni 2026 |
| 5. November 2026 |
Zwischenmitteilung zum 30. September 2026 |
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