H&K AG

Oberndorf am Neckar

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019

der H&K AG, Oberndorf am Neckar

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur

Der H&K AG Konzern mit dem Mutterunternehmen H&K AG ist einerseits geprägt durch den militärischen und polizeilichen und andererseits durch den zivilen Absatzbereich ihrer Tochtergesellschaft Heckler & Koch GmbH (HKO) in Oberndorf am Neckar, Deutschland, sowie deren Tochtergesellschaften in den USA, England und Frankreich. Für den Polizei- und militärischen Markt in den USA ist die Heckler & Koch Defense Inc. mit Sitz in Ashburn/Virginia, USA, zuständig, während die Heckler & Koch, Inc. mit Sitz in Columbus/Georgia, USA, den amerikanischen Zivilmarkt betreut.

Die HKO entwickelt, produziert und vertreibt zusammen mit ihren Tochtergesellschaften Infanterie- und Handfeuerwaffen primär für staatliche Sicherheitskräfte, insbesondere der NATO-Staaten und der EU und gilt als eines der führenden Unternehmen in diesem Marktsegment. Die operativen Gesellschaften bieten darüber hinaus mit der Technologie ihrer Erzeugnisse in Beziehung stehende Dienstleistungen an. In beiden Tätigkeitsbereichen setzen wir verstärkt Fokus auf die Entwicklung und Einführung neuer Produkte.

Die H&K AG entstand im März 2014 durch formwechselnde Umwandlung der vormaligen Heckler & Koch Beteiligungs GmbH. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 7. April 2014.

Seit dem 28. Juli 2015 sind die Aktien der H&K AG unter ISIN DE000A11Q133 an der Euronext Börse in Paris im Freiverkehr notiert. 99,97% unserer Aktien werden von einigen wenigen Hauptaktionären gehalten. Der im Jahr 2019 an der Euronext im Durchschnitt ausgewiesene Aktienkurs lag wegen des sehr geringen Streubesitzes deutlich über dem von uns ermittelten Wert einer Aktie.

Das Produktportfolio umfasst tragbare Infanteriewaffen wie Pistolen, Maschinenpistolen, Sturmgewehre und Maschinengewehre sowie Granatmaschinenwaffen und Sondergeräte, sowie zahlreiche Trainingssysteme in verschiedenen konstruktiven Varianten für nahezu alle Waffenkategorien, welche eine realitätsnahe Ausbildung ermöglichen. Damit wird den militärischen und polizeilichen Anwendern eine in sich schlüssige und variable Modellpalette in Form von Waffenfamilien angeboten, welche auf die verschiedensten Einsatzbedürfnisse zugeschnitten ist und die auf diesem hohen Qualitätsniveau über alle militärischen und polizeilichen Kleinkaliber-Handwaffenkategorien weltweit besonders ist.

Der H&K AG Konzern steht für technisch hochstehende Produkte und hervorragende Qualität. Um dies sicherzustellen, arbeiten 12% (2018: 11%) unserer Mitarbeiter im Bereich Qualitätsmanagement und 9% (2018: 11%) im Bereich Forschung und Entwicklung. HKO und sein Qualitätsmanagementsystem sind nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert und berücksichtigen die Anforderungen des NATO-Qualitätsstandards AQAP 2110:2016.

Als Unternehmen der Rüstungsindustrie mit Sitz in Deutschland unterliegen die Heckler & Koch GmbH sowie ihre deutschen Tochtergesellschaften für die Herstellung von und den Handel mit Schusswaffen und Teilen von Schusswaffen den bestehenden waffen- und ausfuhrrechtlichen Rechtsvorschriften.

Die Herstellung, der Handel oder die Vermittlung von Kriegswaffen unterliegen den strengen Bestimmungen des Kriegswaffenkontrollgesetzes (KWKG). Die Ausfuhr von genehmigungspflichtigen Gütern wie Waffen, Kriegswaffen und deren Teilen einschließlich Fertigungs- und Technologieunterlagen sowie sonstige Rüstungsgüter unterliegen den Genehmigungsvorbehalten des Außenwirtschaftsgesetzes (AWG).

Im Fall von US-amerikanischen Entwicklungen oder Warenbezügen gelten die US-Rechtsvorschriften der International Traffic and Arms Regulation (ITAR)/Export Administration Regulation (EAR). Die Einhaltung dieser Rechtsvorschriften ist für das Unternehmen von existenzieller Bedeutung. Nähere Erläuterungen zur organisatorischen Absicherung finden sich im 3. Kapitel „Prognose-, Chancen- und Risikobericht“ im Abschnitt „Rechtliche Risiken“.

Der Vorstand hat die Vertriebsstrategie des Konzerns auf sogenannte „Grüne Länder“ fokussiert; die „Grüne-Länder-Strategie“ ist eine Selbstbeschränkung auf Staaten, die den in Deutschland geltenden und in weiten Teilen der Gesellschaft akzeptierten Ansprüchen an Recht und Gesetz, Ethik und Moral, Staatsform und Regierungsführung gerecht werden. Sie entspricht nicht nur voll den Gesetzen, Regelungen, Vorschriften und Beschränkungen, die die Bundesregierung für Rüstungsexporte erlassen hat, sondern geht deutlich darüber hinaus. Wir beliefern vornehmlich nur solche Staaten, die zumindest weitgehend die Wertevorstellungen der deutschen Gesellschaft teilen. Das sind in erster Linie die Mitgliedsländer von NATO und der EU sowie Neuseeland, Australien, Japan und die Schweiz.

Hinzu kommen noch ein paar Staaten, die von der Bundesregierung als sehr wichtige Partner eingestuft werden. Wir sind grundsätzlich bereit - eine gültige Ausfuhrgenehmigung vorausgesetzt - auch diese Staaten zu beliefern; das allerdings geschieht nur nach offener, transparenter und enger Abstimmung mit den zuständigen deutschen Behörden.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der H&K AG sind folgende Gesellschaften einbezogen:

Internes Steuerungssystem

Die Steuerung des H&K AG Konzerns erfolgt auf Basis eines umfassenden Berichtswesens und beinhaltet alle Abteilungen und Tätigkeiten. Kernelement ist dabei eine detaillierte 4-Jahresplanung, die jährlich aktualisiert wird. Für das laufende Geschäftsjahr wird diese Planung auf Monatsebene erstellt und berichtet. Den aktuellen Entwicklungen werden die Planzahlen gegenübergestellt. Abweichungen und deren Ursachen werden analysiert, so dass notwendige Maßnahmen zum Gegensteuern definiert und ergriffen werden können. Neben den finanziellen Größen umfassen diese Berichte operative Kennzahlen, die zur Feinsteuerung der einzelnen Abteilungen und Prozesse für wesentlich kürzere Zeitabschnitte wie z.B. Tage oder Schichten verwendet werden.

Finanzielle Steuerungsgrößen

Priorität liegt auf dem Erreichen der geplanten Umsatz- und Ergebnisziele, der Steuerung des Cashflows sowie der Investitionen. Hierzu werden Statusberichte und -meldungen für den Vorstand und die einzelnen Bereiche erstellt. Diese Informationen dienen u.a. als Grundlage für die monatlichen Management-Besprechungen, in denen die aktuelle Geschäftsentwicklung und mögliche Abweichungen vom Budget und deren Ursachen analysiert werden und über notwendige Maßnahmen entschieden wird. Außerdem werden diese Kennzahlen von den einzelnen Abteilungen herangezogen, um deren tagesgenaue Feinplanung durchzuführen.

Zur internen Steuerung des H&K AG Konzerns wird als Top-Kennzahl neben dem Umsatz und der Betriebsleistung (definiert als Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen zzgl. aktivierte Eigenleistungen) vor allem das operative Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern (EBITDA) herangezogen.

Zusätzlich nutzt der H&K AG Konzern die Kennzahlen Auftragseingang und Auftragsbestand. Diese werden regelmäßig aktualisiert und stellen Indikatoren für die erwartete Produktionsauslastung und Umsatzentwicklung dar.

Im Rahmen der Liquiditätssteuerung wird neben den monatlichen Cashflow-Daten wöchentlich eine detaillierte 13-Wochen-Liquiditätsvorschau erstellt, sodass daraus frühzeitig Maßnahmen abgeleitet werden können. Analyse und Steuerung des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit sind zentrale Elemente der Liquiditätssteuerung. Die hierzu verwendeten Steuerungsgrößen sind der operative Cashflow (definiert als Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit laut Kapitalflussrechnung), das Net Working Capital (definiert als Vorräte und geleistete Anzahlungen auf Vorräte zzgl. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und geleistete Anzahlungen auf sonstige Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsverbindlichkeiten) sowie die Höhe des frei verfügbaren Bankstandes (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich darin enthaltene Festgeldhinterlegungen).

Nicht-finanzielle Steuerungsgrößen

Die wesentlichste nicht-finanzielle Steuerungsgröße im Sinne der Rechnungslegungsvorschriften ist die Mitarbeiterzahl.

Ergänzend dienen als Entscheidungshilfe:

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Bereich Kennzahlen
Fertigung z.B. Gesamtanlageneffizienz, Ausschuss, Ausbringungsmenge, Ausfallzeiten
Personal z.B. Krankenquote, Fluktuation
Qualitätsmanagement z.B. beschossene Waffen, Ausschuss
Einkauf z.B. Rückstände, Lieferantenausschuss

Weitere zusätzliche Informationen zu den nicht-finanziellen Steuerungsgrößen finden sich im 1. Kapitel „Geschäft und Rahmenbedingungen“ in den Abschnitten „Forschung und Entwicklung“, „Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren“ sowie im 3. Kapitel „Prognose-, Chancen- und Risikobericht“.

Forschung und Entwicklung

Die kontinuierliche Neu- und Weiterentwicklung seiner Produkte trägt maßgeblich zur starken Marktstellung des Konzerns bei. Der Bereich Forschung & Entwicklung stellt deshalb einen wesentlichen Bestandteil der Zukunftssicherung des Konzerns dar und ist von entsprechend zentraler Bedeutung für die Unternehmensstrategie. 2019 wurden Entwicklungskosten in Höhe von 5,1 Mio. EUR aktiviert (Vj. 6,3 Mio. EUR). Siehe auch die Ausführungen unter „Ergebnisentwicklung, Abweichungen und wesentliche Veränderungen“.

Heckler & Koch legt seinen Entwicklungsschwerpunkt auf Infanterie-Waffensysteme in den Bereichen Langwaffen, Granatmaschinenwaffen und Granatwerfermodulen, Maschinengewehre sowie Faustfeuerwaffen. Die Wettbewerbssituation generell, aber auch konkrete Bedarfsanforderungen bei Militär und Polizei/Behörden, insbesondere der Spezial- und Sondereinsatzkräfte sowohl in der EU als auch in den USA, zeigen die Notwendigkeit weiterer Entwicklungsanstrengungen. Weiterhin gilt es dem Bedarf auf dem Zivilmarkt gerecht zu werden, was wiederum kontinuierliche Entwicklungen von speziellen Zivilprodukten erfordert. Insgesamt ist es unser Ziel, unseren Kunden Produkte mit einem Höchstmaß an Zuverlässigkeit, Sicherheit und Nutzen anzubieten. Aus diesem Grund investiert der H&K AG Konzern zunehmend in den Bereich Forschung & Entwicklung.

Wesentliche Faktoren für den Markterfolg sind die Fachkenntnisse und die kontinuierliche Schulung bzw. Ausbildung, sowie die Motivation und das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum Jahresende arbeiteten rund 9% (2018: 11%) der Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung.

Als innovativer Konzern schützt Heckler & Koch wesentliche Entwicklungen gegen Nachahmung mit Hilfe von Patentanmeldungen und Anmeldung gewerblicher Schutzrechte und den konsequenten Knowhow-Schutz durch konzerninterne Regelungen, um dadurch zur Sicherung des Technologievorsprungs beizutragen.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Situation und Konjunkturverlauf

Laut vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das reale Bruttoinlandsprodukt 2019 um 0,6% gestiegen. Damit legte die gesamtwirtschaftliche Leistung nach dem deutlichen Zuwachs von 1,5% im Vorjahr wesentlich schwächer zu. Während einerseits die staatlichen und privaten Konsumausgaben unverkennbar stiegen, klang andererseits die Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe stark und breit gefächert ab. Zudem dämpfte die schwache Entwicklung der Ausrüstungsinvestitionen sowie der deutschen Exporte das Wirtschaftswachstum.

Der deutsche Verteidigungshaushalt für 2020 beläuft sich auf rund 45 Mrd. EUR (Vorjahr: rund 43 Mrd. EUR), die erwarteten Ausgaben für die Bundespolizei in 2020 belaufen sich auf rund 3,9 Mrd. EUR (Vorjahr: rund 3,6 Mrd. EUR). Veränderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld wirken sich generell zeitlich verzögert auf unsere Geschäftsaktivitäten aus. Darüber hinaus wird der militärische und behördliche Teil unseres Geschäfts durch öffentliche Ausgabensteuerung bestimmt. Kunden im öffentlichen Sektor haben in der Regel Planungs- und Implementierungshorizonte, die über viele Jahre reichen. Ihre Auftragsausschreibungen sind daher weitgehend unbeeinflusst von kurzfristigen wirtschaftlichen Trends.

Das Marktumfeld ist definiert durch die Sicherheitspolitik der westlichen Staatengemeinschaft und durch den daraus resultierenden Bedarf an zeitgemäßen Waffensystemen einerseits und die gegebenen Budgetrestriktionen andererseits. Darüber hinaus ist der Marktzugang für uns durch Rüstungsexportregulierung begrenzt. Um einen wirksamen militärischen Beitrag zu humanitären Hilfeleistungen, Stabilisierungsoperationen, Beobachtermissionen, Beratungs- und Unterstützungsleistungen bis hin zu Kampfeinsätzen erbringen zu können, müssen Streitkräfte hoch mobil und bestmöglich ausgerüstet sein. Die zunehmende Destabilisierung des Nahen und Mittleren Ostens sowie Nordafrikas, der Konflikt in der Ukraine, die Terroranschläge in Europa erfordern eine Neuausrichtung der Sicherheitskräfte im Bereich Ausrüstung und Ausbildung. Ein möglichst effektiver Schutz der eigenen Soldaten bei Auslandseinsätzen und Friedensmissionen ist nur durch fortlaufende Investitionen in deren Ausrüstung zu gewährleisten. Durch die veränderte sicherheitspolitische Lage, insbesondere in Europa, erwarten wir, dass die relevanten Budgets weiterhin steigen, zumindest stabil bleiben.

Der Zugang zum US-Markt generell und der Vertrieb von Waffen in den USA unterliegen neben einer restriktiver werdenden Exportgenehmigungspolitik auf deutscher Seite sich verändernder Gesetzgebung in den USA und in einzelnen Bundesstaaten der USA. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Regularien hin zu einer restriktiveren Regulierung dieses Marktes auch in Zukunft verändern und dadurch der Absatz unserer Produkte in diesem mit Abstand wichtigsten Zivilmarkt der Welt aus Deutschland heraus erschwert wird.

Geschäftsverlauf

Das Jahr 2019 war für den H&K AG Konzern geprägt durch einen gestiegenen Umsatz (8,4%) gegenüber dem Vorjahr, der sich durch die zahlreichen akquirierten Neuprojekte im Bereich Behördenwaffen und durch das zunehmende Militärgeschäft erklärt. Dieser Mehrumsatz ging einher mit deutlich gestiegenen Stückzahlen und damit Produktionsvolumen. Der gesamte Personalbestand inkl. Leiharbeitnehmer wurde dagegen - nicht zuletzt auch durch den Abschluss eines Ergänzungstarifvertrages, der eine Wochenarbeitszeit von 37,5 statt bisher 35 Stunden seit dem 1. Juli 2019 vorsieht - auf dem Niveau des Vorjahres gehalten. Die Beschaffungsmenge bei den Rohstoff- und Zukaufteilen entwickelte sich dem Umsatzanstieg entsprechend.

Der gestiegene Umsatz blieb dabei nur knapp hinter dem Planwert von 243,5 Mio. EUR zurück, dies allerdings nur deswegen, weil zum Ende des Jahres zwei größere Projekte in das neue Jahr verschoben wurden. Die Fertigungsauslastung war das gesamte Jahr über an der Kapazitätsgrenze, die ausgebrachten Mengen konnten durch die eingeleiteten Fertigungsoptimierungen weiter gesteigert werden. Insgesamt zeigten die in 2018 in USA und Deutschland eingeleiteten Maßnahmen zur Kostenreduktion erfreuliche Effekte, die sich in einer deutlichen Ergebnisverbesserung gegenüber den beiden Vorjahren niederschlugen.

Der Geschäftsverlauf im US-Zivilmarkt entwickelte sich ähnlich wie im Vorjahr, da die HKO als Zulieferer wesentlicher Teile den Fokus auf der Abarbeitung der umfangreichen Behördenaufträge in Deutschland gelegt hatte, und somit nicht die budgetierten, höheren Mengen für den US-Markt abwickeln konnte. Trotzdem gelang der US-Gesellschaft nach zwei Verlustjahren wieder der Sprung in die Gewinnzone, da umfangreiche Personalmaßnahmen und Prozessverbesserungen vor Ort aufgesetzt wurden.

Die 2019 erzielten Umsatzerlöse in Höhe von 239,4 Mio. EUR liegen entsprechend der Prognose des Vorjahres über den Umsätzen des Geschäftsjahres 2018 in Höhe von 220,9 Mio. EUR. Entgegen dem leicht geringeren prognostizierten Auftragseingang und Auftragsbestand stiegen die Auftragseingänge leicht und der Auftragsbestand deutlich im Vergleich zum Vorjahr.

Für die Betriebsleistung hat sich als Folge der höheren Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen und aktivierten Entwicklungsleistungen ebenfalls und in Übereinstimmung mit der Prognose ein Anstieg ergeben. Die Betriebsleistung 2019 beträgt 248,6 Mio. EUR und liegt somit um 23,0 Mio. EUR über dem Vorjahr (225,6 Mio. EUR).

Das EBITDA in Höhe von 30,3 Mio. EUR (2018: 18,6 Mio. EUR) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr wie prognostiziert wesentlich. Die Maßnahmen der Neuausrichtung der Fertigungs- und Logistikprozesse sowie die Restrukturierungen im Werk USA haben zu einer verbesserten Effizienz und Betriebsleistung und damit zu einer Umsatz- und Ertragssteigerung geführt.

Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich ebenfalls um 11,2 Mio. EUR auf 20,9 Mio. EUR (2018: 9,7 Mio. EUR).

Daraus ergibt sich beim Ergebnis vor Ertragsteuern ein Gewinn von 5,8 Mio. EUR (2018: Verlust von 6,9 Mio. EUR).

Das betriebsnotwendige Kapital (Net Working Capital) von 80,9 Mio. EUR im Vorjahr erhöhte sich, entgegen der prognostizierten Reduzierung, um 5,4 Mio. EUR auf 86,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2019. Dies ist insbesondere der Verschiebung der Auftragsauslieferungen kurz vor Jahresende geschuldet.

Der frei verfügbare Bankbestand (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich darin enthaltene Festgeldhinterlegungen für Garantien), erhöhte sich entsprechend der Prognose leicht von 21,7 Mio. EUR auf 23,1 Mio. EUR zum Jahresende 2019.

Der operative Cashflow (Operating Cashflow) von -0,5 Mio. EUR im Vorjahr erhöhte sich deutlich um 15,4 Mio. EUR auf 14,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2019. Der operative Cashflow liegt jedoch deutlich unter der prognostizierten Erhöhung.

Die Mitarbeiterzahl zum Stichtag (Vollzeitarbeitskräfte) inkl. der Auszubildenden erhöhte sich entgegen der Prognose von 998 um 63 Mitarbeiter von 957 im Vorjahr auf 1020 im laufenden Jahr. In den USA wurde aufgrund der Umstrukturierung der Personalstand von 111 auf 85 nach unten korrigiert. Dieser Schritt hat auch dazu beigetragen, dass die US-Gesellschaften in die Gewinnzone zurückgekehrt sind.

Am Standort Oberndorf am Neckar stieg die Beschäftigtenzahl der HKO (Vollzeitarbeitskräfte) inkl. der Auszubildenden von 825 Mitarbeitern um 85 auf 910 Mitarbeiter zum Jahresende 2019, davon entfallen 94 auf die Bereiche Produktion, Logistik und Qualitätssicherung, dem entgegen steht insgesamt ein Abbau von 9 Mitarbeitern in anderen Bereichen. Ein wesentlicher Grund dieser Erhöhung war die von der Geschäftsführung initiierte Übernahme von Leiharbeitern in ein festes Arbeitsverhältnis.

Die Anzahl der Leiharbeiter (Vollzeitarbeitskräfte) im Konzern reduzierte sich im laufenden Jahr um 46 auf 35 Leiharbeiter (2018: 81 Leiharbeiter).

Die Gesamtanzahl der Beschäftigten (Vollzeitarbeitskräfte und Leiharbeiter) blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

Ertragslage

Überblick

Insgesamt entspricht die Geschäftsentwicklung des H&K AG Konzerns 2019 beim Umsatz und in der Ertragsentwicklung (EBITDA) den Erwartungen.

Umsatz- und Auftragseingangsentwicklung

Der H&K AG Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz, nach Erlösschmälerungen, in Höhe von 239,4 Mio. EUR (2018: 220,9 Mio. EUR).

Dieser Konzernumsatz (nach Erlösschmälerungen) teilt sich wie folgt auf:

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Regionen Umsatz in TEUR Anteil Umsatz in %
Deutschland 2019 77.264 32%
(Inland) 2018 76.838 35%
USA 2019 60.018 25%
2018 46.759 21%
UK 2019 11.964 5%
2018 11.955 5%
Frankreich 2019 46.178 19%
2018 35.428 16%
Sonstige "Grüne Länder" 2019 40.640 17%
2018 45.980 21%
Rest der Welt 2019 3.352 1%
2018 3.986 2%
Summe Ausland 2019 162.153 68%
2018 144.108 65%
Konzern 2019 239.417 100%
2018 220.946 100%
davon "Grüne Länder" * 2019 236.065 99%
* Definition 2019 2018 216.960 98%

Der Inlandsumsatz entspricht in etwa dem Vorjahr und beläuft sich im Geschäftsjahr auf 32% (2018: 35%) des Konzernumsatzes.

Auf den US-amerikanischen Markt, der im Wesentlichen über die Tochtergesellschaften HKD und HKI bedient wird, entfallen 25% (2018: 21%) der Umsatzerlöse. Dieser Anstieg ist größtenteils hervorgerufen durch eine Verbesserung des Umsatzes im militärischen Segment.

Der Umsatzanteil in den „Grünen Ländern“ ist gegenüber 2018 gestiegen und beläuft sich auf 99% der Konzernumsätze (2018: 98%). Für die Vergleichbarkeit wurde die Aufteilung für 2018 entsprechend der aktuellen Definition von „Grüne Länder“ aktualisiert.

Der Konzernumsatz von 239 Mio. EUR (2018: 221 Mio. EUR) entfällt zu 65% (2018: 61%) auf den Militärmarkt, zu 14% (2018: 16%) auf den Polizei- und Behördenmarkt sowie zu 21% (2018: 23%) auf den Zivilmarkt.

Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2019 beläuft sich für den H&K AG Konzern auf 298 Mio. EUR (2018: 290 Mio. EUR) und liegt damit deutlich über dem 5-Jahres-Durchschnitt.

Der sich daraus ergebende Auftragsbestand, ohne exportkritische Aufträge, zum Jahresende 2019 beträgt 277 Mio. EUR (2018: 222 Mio. EUR). Vom Auftragsbestand sind 197 Mio. EUR zur Auslieferung 2020 terminiert (2018: 201 Mio. EUR zur Auslieferung 2019 terminiert).

Ergebnisentwicklung, Abweichungen und wesentliche Veränderungen

Bei gegenüber dem Vorjahr von 220,9 Mio. EUR um 8,4% auf 239,4 Mio. EUR gestiegenen Netto-Umsatzerlösen konnte ein EBITDA von 30,3 Mio. EUR (2018: 18,6 Mio. EUR) erzielt werden.

Im Einzelnen ergibt sich zu den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung folgendes Bild:

Die Umsatzerlöse (nach Abzug von Erlösschmälerungen) stiegen im Geschäftsjahr um 18,5 Mio. EUR (+8,4%) auf 239,4 Mio. EUR im Vergleich zu 220,9 Mio. EUR im Vorjahr.

In den Umsatzkosten sind die zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Materialkosten, Fertigungslöhne und Gemeinkosten enthalten. Die Umsatzkosten sind von 167,2 Mio. EUR im Vorjahr auf

175,8 Mio. EUR im laufenden Jahr (+5,2%) gestiegen. Hierzu trugen die höheren Umsätze sowie der geänderte Produktmix bei. Der Anteil der Umsatzkosten an den Umsatzerlösen sank auf 73,4% (2018: 75,7%).

Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die diesem Bereich zurechenbaren Personalkosten, Abschreibungen sowie die Kosten der Versuchsmaterialien und -werkzeuge, soweit es sich nicht um Entwicklungskosten handelt, die entsprechend IAS 38 zu aktivieren waren. Zudem sind Abschreibungen und Ausbuchungen von aktivierten Entwicklungskosten enthalten. Gegenüber dem Vorjahr (7,4 Mio. EUR) reduzierten sich die Forschungs- und Entwicklungskosten um 1,7 Mio. EUR auf 5,7 Mio. EUR. Die Entwicklungskosten brutto vor Aktivierung beliefen sich insgesamt auf

10,8 Mio. EUR (2018:13,6 Mio. EUR) und enthalten die Ausbuchung von bereits aktivierten Entwicklungsleistungen für Projekte, die aufgrund veränderter Marktbedingungen nicht weitergeführt werden (0,1 Mio. EUR, 2018: 2,0 Mio. EUR). Abzüglich der aktivierten Entwicklungskosten von 5,1 Mio. EUR (2018: 6,3 Mio. EUR) ergeben sich Forschungs- und Entwicklungskosten netto in Höhe von 5,7 Mio. EUR (2018: 7,4 Mio. EUR).

Die Vertriebskosten fielen im Geschäftsjahr um 1,3 Mio. EUR auf 21,4 Mio. EUR (2018:

22,8 Mio. EUR), der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Personal- und sonstige Gemeinkosten, entgegengewirkt durch höhere projektbezogene Kosten, zurückzuführen.

Die allgemeinen Verwaltungskosten fielen im Geschäftsjahr um 1,3 Mio. EUR auf 15,4 Mio. EUR (2018: 16,7 Mio. EUR). Sie enthalten Personal- und Gemeinkosten sowie die auf den Verwaltungsbereich entfallenden Abschreibungen. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus geringeren Vorsorgekosten für Rechtsstreitigkeiten sowie niedrigeren Beratungskosten und Nebenkosten des Geldverkehrs.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um 0,3 Mio. EUR auf 2,6 Mio. EUR (2018: 2,9 Mio. EUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 1,1 Mio. EUR auf 2,7 Mio. EUR gestiegen (2018: 1,5 Mio. EUR), unter anderem aufgrund der Vorsorge für mögliche Inanspruchnahmen aus Garantien.

In 2018 betrifft der Posten „Wertminderungsaufwand aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten und entsprechende Werterholungen“ im Wesentlichen die Auflösung einer Wertberichtigung nach Erhalt einer Zahlung, sowie die nach IFRS 9 ermittelten Wertminderungen und beträgt 1,4 Mio. EUR Nettoertrag (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR).

Der EBITDA in Höhe von 30,3 Mio. EUR verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr (2018: 18,6 Mio. EUR). Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich im Berichtsjahr 2019 entsprechend um 11,2 Mio. EUR auf 20,9 Mio. EUR im Vergleich zu 9,7 Mio. EUR im Vorjahr.

Das negative Finanzergebnis beläuft sich im Geschäftsjahr auf 15,1 Mio. EUR (2018: 16,6 Mio. EUR). Im Jahr 2019 sind Zinsaufwendungen in Höhe von 12,8 Mio. EUR (2018: 14,4 Mio. EUR) im Wesentlichen aus verzinslichen Darlehen von nominal 237,2 Mio. EUR (2018: 235,5 Mio. EUR) angefallen. Diese Finanzierungen beinhalten das langfristige Finanzierungsdarlehen (Senior Facilities Agreement, „SFA-Darlehen“, Stichtag 31.12. nominal 95 Mio. EUR, 2018: 95 Mio. EUR), die 60 Mio. EUR Anleihe (2018: 60 Mio. EUR) sowie zwei Darlehen der Compagnie de Developpement de l’Eau S.A. (CDE) (ursprünglich 80 Mio. EUR zzgl. zwischenzeitlich kapitalisierter Zinsen von 2,2 Mio. EUR, 2018: 80 Mio. EUR zzgl. kapitalisierter Zinsen von 0,5 Mio. EUR). 2019 betragen die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Anleihe und des SFA-Darlehens sowie der Pensions- und sonstigen Verpflichtungen 2,3 Mio. EUR (2018: 4,0 Mio. EUR). Der Saldo aus Währungskursgewinnen und -verlusten ergab einen Verlust von 0,1 Mio. EUR (2018: Gewinn von 1,9 Mio. EUR).

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag im Geschäftsjahr bei einem Gewinn in Höhe von 5,8 Mio. EUR (2018: Verlust von 6,9 Mio. EUR).

Die Aufwendungen aus Ertragsteuern (einschließlich latenter Steuern) betragen im Geschäftsjahr 4,2 Mio. EUR (2018: 1,1 Mio. EUR). Die latenten Steuern werden durch Anwendung der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. in Kürze gelten werden.

Als Periodenergebnis ergab sich aufgrund der zuvor beschriebenen Entwicklungen ein Konzern-Gewinn in Höhe von 1,6 Mio. EUR (2018: 8,1 Mio. EUR Verlust).

Die Entwicklung der einzelnen Segmente ist in der folgenden Tabelle dargestellt (vor Konsolidierung):

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Deutschland USA - Zivil USA - Wehrtechnik Großbritannien Frankreich Holding
2019 2018 2019 2018 2019 2018 2019 2018 2019 2018 2019 2018
Umsatzerlöse (netto) 179,8 176,4 46,0 42,8 14,6 4,5 12,7 21,4 46,1 35,1 - -
Auftragseingang ( *) 195,4 219,3 51,2 46,1 48,2 17,3 64,7 16,4 44,9 55,7 - -
Auftragsbestand 208,5 194,6 10,7 6,6 48,6 15,0 59,6 7,6 43,5 44,9 - -
EBITDA 24,8 19,7 1,6 (5,1) 1,0 (1,1) 1,5 1,8 3,2 1,5 (0,2) (0,8)
Ergebnis vor Ertragsteuern 11,3 10,4 0,8 (5,8) 0,7 (1,4) 1,2 1,7 3,1 1,5 1,7 (92,5)
Mitarbeiter (FTE) ( +) 910 825 80 104 5 7 17 14 3 3 5 3

(*) Inkl. AB-Änderungen
(+) Inkl. Auszubildende; Stichtagswert

Alle Angaben in Mio. EUR, außer Mitarbeiter

Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Kapitalmanagements

Ziel unseres Kapitalmanagements ist es, unter Berücksichtigung der aus den Bedingungen des SFA-Darlehens sowie der Anleihe bestehenden Verpflichtungen und regelmäßigen Zinszahlungen die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs sicherzustellen sowie mittelfristig den Verschuldungsgrad deutlich zu senken. Die interne Konzernpolitik schreibt die Überprüfung der Kapitalrentabilität aller Investitionen und der Rentabilität grundsätzlich aller Angebotsabgaben vor. Der Konzern strebt eine Unternehmens- und Kapitalstruktur ohne nennenswerte außerbilanzielle Finanzierungen an. Im gewöhnlichen Geschäftsbetrieb werden Vertragserfüllungs- und Anzahlungsgarantien auf unsere Rechnung durch Banken und Versicherungsunternehmen an unsere Kunden ausgegeben.

Finanzierungsquellen und Finanzierungsaufwendungen

Zum 31. Dezember 2019 besitzt der H&K AG Konzern die vier folgenden Finanzierungsdarlehen:

Besicherte private Finanzierungsvereinbarung (SFA-Darlehen) in Höhe von nominal 95 Mio. EUR.

Unbesicherte Anleihe in Höhe von nominal 60 Mio. EUR.

Unbesicherte Überbrückungskredite in Höhe von 30 Mio. EUR (vor Zinsen).

Unbesicherte Überbrückungskredite in Höhe von 50 Mio. EUR (vor Zinsen).

Besicherte private Finanzierungsvereinbarung (SFA-Darlehen) in Höhe von 95 Mio. EUR

Das 95 Mio. EUR Finanzierungsdarlehen betrifft eine private und besicherte 150 Mio. EUR Finanzierungsvereinbarung (SFA-Darlehen) vom 24. Juli 2017 mit einer Laufzeit bis zum 21. August 2022, von welcher zum 21. August 2017 insgesamt 130 Mio. EUR (80 Mio. EUR von der H&K AG und 50 Mio. EUR von der HKO) gezogen und im November 2018 35 Mio. EUR von der H&K AG getilgt wurden. Der Zinssatz beträgt 7,25% zzgl. EURIBOR (falls dieser positiv ist), wobei die Zinsen halbjährlich zu zahlen sind. Die H&K AG und ihre Tochtergesellschaften unterliegen durch die SFA-Darle- hensvereinbarung im Hinblick auf bestimmte Transaktionen strengen Einschränkungen; der Konzern muss zudem bestimmte Verhältnisse zwischen den Nettoschulden und den vertraglich definierten Ergebnissen („Financial Covenants“) einhalten und Teiltilgungen leisten, die z.B. abhängig vom vertraglich definierten Überschuss aus dem jährlichen Kapitalfluss („Excess Cashflow“) sind. Der Konzern ist berechtigt, Teilzahlungen oder auch eine komplette Rückzahlung ihrer SFA-Darlehensverbindlichkeit zu leisten. Allerdings unterliegen die freiwilligen Tilgungen vertraglichen Bestimmungen, u.a. ggf. Vorfälligkeitsentschädigungen.

Im März 2018 bzw. im Dezember 2018 wurde die SFA-Darlehensvereinbarung dahingehend geändert, dass der H&K AG unter anderem die Möglichkeit zur Aufnahme von unbesicherten Überbrückungskrediten von der CDE zugelassen und ein Mindestbankstand für den Konzern von 10 Mio. EUR festgelegt wurden, sowie die einzuhaltenden Verhältnisse der Nettoschulden zu den vertraglich definierten EBITDA („Financial Covenants“) für die Quartalsenden Dezember 2017 bis Juni 2018 geändert worden sind.

Zur Besicherung des SFA-Darlehens sind die direkten und indirekten Tochtergesellschaften der H&K AG der SFA-Darlehensvereinbarung als Garanten beigetreten. Außerdem wurden die Anteile an der HKM und an deren direkten und indirekten Töchtern sowie durch Globalzessionen und andere Sicherheitsvereinbarungen bestimmte Anlagevermögen, Vorräte, Forderungen und Bankkonten (alle weiteren Bankkonten dienen als Sicherheiten für Bankgarantien und Ähnliches) an den Treuhänder der Darlehensgeber verpfändet.

Unbesicherte Anleihe in Höhe von 60 Mio. EUR.

Die 60 Mio. EUR Anleihe ist am 30. April 2023 fällig und hat einen Festzinssatz von 6,5%, zahlbar am 30. April und am 31. Oktober. Die unbesicherte Anleihe ist auf der luxemburgischen Euro MTF im Freiverkehr gelistet.

Unbesicherte Überbrückungskredite in Höhe von 30 Mio. EUR. und 50 Mio. EUR

In 2018 hat die CDE der H&K AG zwei unbesicherte Überbrückungskredite in Höhe von insgesamt 80 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis 15. Juli 2023 gewährt und ausbezahlt, wovon 35 Mio. EUR im November 2018 für eine Sondertilgung des SFA-Darlehens verwendet wurden. Der vereinbarte Zinssatz ist 2%; die aufgelaufenen Zinsen werden vierteljährlich dem Darlehen zugeschrieben. Diese zusätzliche Darlehensgewährung erfolgte in Zusammenhang mit Heilungsvereinbarungen für eine finanzielle Nebenbedingung in der SFA-Darlehensvereinbarung.

Die Finanzaufwendungen des H&K AG Konzerns in Höhe von 16,3 Mio. EUR (2018: 18,2 Mio. EUR) enthalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen in Höhe von insgesamt 12,6 Mio. EUR (2018: 13,8 Mio. EUR) aus der Anleihe, dem SFA-Darlehen und den Darlehen der CDE, die Aufzinsung der Anleihe, des SFA-Darlehens und der Pensions- und sonstigen Verpflichtungen in Höhe von 2,3 Mio. EUR (2018: 4,0 Mio. EUR) sowie Netto-Währungskursverluste in Höhe von 0,1 Mio. EUR (2018: Netto-Währungskursgewinne 1,9 Mio. EUR).

Die Mittel aus Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen des H&K AG Konzerns in Höhe von 64,5 Mio. EUR (2018: 61,6 Mio. EUR) stehen dem Unternehmen langfristig zur Verfügung.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente

Der H&K AG Konzern hat im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr keine signifikanten außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente eingesetzt. Einzelheiten bezüglich Bankgarantien für Kunden sowie Operating-Leasingverhältnisse sind im Anhang erläutert.

Investitionen

Die Investitionen des H&K AG Konzerns in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne aktivierte Entwicklungskosten) beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf 9,9 Mio. EUR (2018: 8,3 Mio. EUR). Diese entfallen im Wesentlichen auf das Segment Deutschland und auch auf das Segment USA-Zivil.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Darstellung der Zu-/Abflüsse liquider Mittel sowie Darstellung besonderer Einflussfaktoren

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Konzern belaufen sich am 31. Dezember 2019 auf 23,4 Mio. EUR (2018: 22,3 Mio. EUR).

Für die detaillierten Zu- und Abflüsse wird auf die Kapitalflussrechnung des Konzerns im Anhang verwiesen. Die Steuerungsgröße „operativer Cashflow“ war im Geschäftsjahr 2019 positiv (14,9 Mio. EUR) und lag damit um 15,4 Mio. EUR oberhalb des Vorjahres (-0,5 Mio. EUR).

Wesentlicher Treiber für die Entwicklung des operativen Cashflows war der im Vergleich zum Vorjahr erzielte höhere Konzern-Gewinn zusammen mit den geringeren gezahlten Ertragsteuern. Belastend stellte sich dagegen der Anstieg des Vorratsvermögens durch Umsatzverschiebungen zum Jahresende dar.

Darstellung der Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und Bestandsgefährdung

Auf Grund der vorhandenen liquiden Mittel und unter Berücksichtigung der im 2. Kapitel „Wirtschaftsbericht“ im Abschnitt „Finanzierungsquellen und Finanzierungsaufwendungen“ dargestellten ergänzenden Finanzierungsmaßnahmen waren die Unternehmen des H&K AG Konzerns im Geschäftsjahr 2019 jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Die am 31. Dezember 2019 frei verfügbare Liquidität (Liquide Mittel abzüglich Festgeldhinterlegungen) bietet ausreichend Spielraum zur Deckung anstehender Fälligkeiten in 2020 und 2021. Per 31. Dezember 2019 belief sich die frei verfügbare Liquidität auf 23,1 Mio. EUR (2018: 21,7 Mio. EUR).

Gemäß der aktuellen 4-Jahresplanung wird für 2020 und 2021 von einer positiven Liquiditätsentwicklung aus der operativen Geschäftstätigkeit ausgegangen, die zur Deckung von Investitions- und Zinszahlungen als ausreichend erwartet wird. Der Fortbestand der H&K AG bzw. des H&K AG Konzerns ist davon abhängig, dass die in 2022 und 2023 fälligen Darlehens- und Anleihetilgungen durch Anschlussfinanzierungen gesichert werden. Diese können nicht aus eigenen Mitteln geleistet werden; die aktuelle Planung sieht eine Refinanzierung vor. Verhandlungen werden wir ab dem 3. Quartal 2020 beginnen. Das Risiko einer nicht erfolgreichen Anschlussfinanzierung stellt eine wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Unternehmensfortführung dar.

Vermögenslage

Wesentliche Veränderungen der Vermögenslage

Im Vergleich zum 31. Dezember 2018 hat sich die Bilanzsumme zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 um 10,6 Mio. EUR auf 252,4 Mio. EUR reduziert.

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen zum Bilanzstichtag auf 111,6 Mio. EUR (2018: 105,1 Mio. EUR).

Die kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 140,8 Mio. EUR sanken im Vergleich zum Vorjahr um 17,0 Mio. EUR. Die Vorräte inklusive geleisteter Anzahlungen auf Vorräte erhöhten sich um 2,5 Mio. EUR auf 90,2 Mio. EUR (2018: 87,8 Mio. EUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 Mio. EUR auf 21,7 Mio. EUR (2018: 31,1 Mio. EUR). Diese Bilanzposition hängt ab vom Lieferzeitpunkt und den auftragsbezogenen unterschiedlichen Zahlungsbedingungen und ist deshalb starken Schwankungen unterworfen.

Die Bilanzposition sonstige Darlehen, Festgelder und Derivate reduzierte sich um 10,8 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR (2018:13,8 Mio. EUR) als Folge eines Rückgangs der als Sicherheit für Bankgarantien und ähnliches hinterlegten Bankguthaben aufgrund der Auslieferung eines Großprojektes.

Das Konzern-Eigenkapital zum 31. Dezember 2019 beträgt -120,9 Mio. EUR (2018: -118,7 Mio. EUR). Der aktuelle Geschäftsplan des H&K AG Konzerns der nächsten Jahre beinhaltet eine Verbesserung der Eigenkapitalposition und unterstellt eine Reduzierung der Verschuldung. Das Eigenkapital der operativ wichtigsten Einzelgesellschaften ist positiv.

Die langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 7,5 Mio. EUR auf 323,8 Mio. EUR (2018: 316,2 Mio. EUR). Die Anleihe, das SFA-Darlehen und die Darlehen der CDE werden in der Bilanz mit den fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von 233,5 Mio. EUR (2018: 230,7 Mio. EUR) angesetzt. Die dazugehörigen Zinsabgrenzungen in Höhe von 3,2 Mio. EUR (2018: 3,9 Mio. EUR) werden innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sanken um 16,0 Mio. EUR auf 49,5 Mio. EUR (2018: 65,4 Mio. EUR). Hierbei haben sich im Wesentlichen Reduzierungen bei den Vertragsverbindlichkeiten (erhaltene Anzahlungen) von 13,2 Mio. EUR ausgewirkt.

Die Steuerungsgröße „Net Working Capital“ ist von 80,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 86,4 Mio. EUR am 31. Dezember 2019 gestiegen. Hierbei haben sich im Wesentlichen der Anstieg der Vorräte inklusive geleisteter Anzahlungen auf Vorräte um 2,5 Mio. EUR sowie der Rückgang der Vertragsverbindlichkeiten (erhaltene Anzahlungen) um 13,2 Mio. EUR ausgewirkt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 9,4 Mio. EUR.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Für den H&K AG Konzern ist die Sicherstellung der Nachhaltigkeit seines Geschäftsmodells eine zentrale strategische Aufgabe. Dies umfasst neben dem angestrebten wirtschaftlichen Erfolg auch verantwortungsbewusstes Handeln als Arbeitgeber, als gesetzestreues Mitglied unserer Gesellschaft und als verlässlicher Partner unserer Kunden und Lieferanten. Nachhaltiges Wirtschaften stellt für unseren Konzern eine existenziell wichtige Funktion dar, um Geschäftspotential zu nutzen und Risiken zu minimieren.

In den weiteren Unterpunkten werden wir über wesentliche Aktivitäten zur Nachhaltigkeit berichten.

Produktion und Innovation

Wichtig für Heckler & Koch ist die aktive Einbindung unserer bestehenden Mitarbeiter, aber auch der Einsatz neuer Mitarbeiter, um Geschäftsprozesse zu verbessern und deren Komplexität zu reduzieren. Die Reduzierung der Fertigungsdurchlaufzeiten und die Steigerung der Lagerumschlagshäufigkeit sowie Innovationen und neue Technologien sind ein wesentlicher Baustein der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns. Die Mitarbeiter haben jederzeit die Möglichkeit, Vorschläge zur Optimierung von Prozessen oder innovative Ideen zu neuen Produkten einzureichen. Zur Steuerung der Produktion stehen diverse Kennzahlen im SAP-System und Subsystemen zur Verfügung wie z.B. der Lagerumschlag und die Reichweite der Bestände sowie die Durchlaufzeiten und Maschinenauslastung für den Produktionsbereich.

Mitarbeiter

Für den H&K AG Konzern bedeutet Nachhaltigkeit auch Verantwortung für die Mitarbeiter. Qualifizierte, hoch motivierte und engagierte Mitarbeiter sind Grundvoraussetzung für Höchstleistungen und somit die Basis des wirtschaftlichen Erfolgs. Werte wie Ehrlichkeit, Gesetzestreue, Fairness, Akzeptanz und Vertrauen, Hilfsbereitschaft und Achtung des Anderen, Pflichtbewusstsein und Zuverlässigkeit haben selbstverständlich in der Belegschaft des Konzerns eine zentrale Bedeutung. Im Bewusstsein der gesellschaftlichen Verpflichtungen unseres Unternehmens unter Wahrung der Standort- und Arbeitsplatzsicherung ist unser unternehmerisches Handeln an allen Unternehmensstandorten geprägt von der Verantwortung, welche das Unternehmen gegenüber der Gesellschaft im sozialen, ökologischen und ökonomischen Bereich wahrnimmt. Neben Profitabilität und Effizienz bilden die Grundsätze unserer Corporate Governance die Basis für unser Handeln und Engagement.

Zusammenfassende Aussage über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes

Der Umsatz 2019 ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Aufgrund von überwiegend margenstarken Umsätzen, verschiedenen Personalmaßnahmen in Deutschland und den USA sowie eines effizienteren Kostenmanagements stieg das EBITDA gegenüber dem Vorjahr deutlich an. Die gestiegenen Vorratsbestände aufgrund der verschobenen Umsätze zum Jahresende trüben die Vermögenslage etwas, der frei verfügbare Bankstand ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Die Verschuldung durch die Anleihe, das SFA-Darlehen und die Darlehen der CDE stieg zum Jahresende auf nominal 237 Mio. EUR (2018: 236 Mio. EUR). Trotzdem konnte die Zinslast um 1,7 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr gesenkt werden.

Insgesamt beurteilt der Vorstand die Geschäftsentwicklung als erfreulich und sieht das Unternehmen auf einem guten Weg.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Vorbemerkung

Dieser Bericht enthält Aussagen zur zukünftigen Geschäftsentwicklung, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung beruhen. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von Heckler & Koch liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse. Die in die Zukunft gerichteten Aussagen beruhen auf gegenwärtigen Geschäftsplänen, Zielen, Schätzungen und Prognosen und berücksichtigen Erkenntnisse nur bis einschließlich des Datums der Erstellung dieses Berichts. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den prognostizierten Aussagen abweichen. Zu den Unsicherheitsfaktoren gehören unter anderem: Veränderungen des politischen und wirtschaftlichen Umfelds, Änderungen nationaler und internationaler Gesetze und Vorschriften, Marktschwankungen, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einflüsse von Wettbewerbsprodukten und Preisen, Auswirkungen von Veränderungen in Kundenstrukturen sowie Änderungen in der Geschäftsstrategie.

Konjunkturausblick

Zwar dürfte sich das Wachstum der Weltwirtschaft 2020 laut Prognosen des Internationalen Währungsfonds, die zu einem Zeitpunkt vor dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie erfolgten, aus derzeitiger Sicht erholen, da mit einer weiterhin lockeren Geldpolitik, einer Entspannung bei dem Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie geringeren Sorgen in Bezug auf einen ungeregelten Brexit gerechnet wird. Dennoch wird auch für Deutschland und die Eurozone ein geringes Wachstum für 2020 prognostiziert. Die derzeitige Corona-Krise trifft uns bislang nicht wesentlich. Wir können allerdings derzeit noch keine Angaben machen, wie es sich im 2. Quartal verhält, da die Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung Auswirkungen auf unsere Lieferketten und Produktion haben könnten.

Für den H&K AG Konzern wird vor allem entscheidend sein, wie sich in unseren wesentlichen Kundenländern die lokale Sicherheitslage und das militärische Engagement der einzelnen Länder entwickeln und auf die Budgets für die Infanterie-Bewaffnung von Soldaten auswirken. Die weltweit anhaltenden Konflikte sowie Terrorgefahren erfordern eine hohe Zahl an internationalen Militäreinsätzen und eine gesteigerte polizeiliche Einsatzfähigkeit. Daraus leitet sich die Notwendigkeit ab, Personal aufzubauen, die Ausrüstung der Streitkräfte und Polizei/Behörden zu modernisieren und für Kontinuität einer verantwortungsvollen Sicherheitspolitik zu sorgen. Zusätzlich wächst der Druck innerhalb der NATO, die Zusagen zur Erfüllung der Investitionsquote von 2% des BIP zu erfüllen, wo insbesondere Deutschland Nachholbedarf hat und die Verteidigungsministerin zwar öffentlich ihre Forderungen bekräftigt, am 2%-Ziel der NATO festzuhalten. Die Bundesregierung legt sich jedoch nur darauf fest, eine Erhöhung des Verteidigungshaushalts auf 1,5% des BIP bis 2024 anzustreben. Es wird jedoch erwartet, dass die meisten NATO-Mitglieder 2024 das 2%-Ziel erfüllen. Neun der 29 NATO-Mitglieder erreichten bereits 2019 das 2%-Ziel.

Heckler & Koch rüstet die litauischen Streitkräfte mit zusätzlichen Sturmgewehren G36 und dem neuen 40 mm Anbaugerät HK269 aus. Die Beauftragung der Nachbeschaffung erfolgte durch das litauische Verteidigungsministerium Ende August 2016, das Gesamtvolumen des Auftrags betrug rund 12,5 Mio. EUR und wurde in 2017 vollständig ausgeliefert. Ein weiterer Auftrag wurde im Oktober 2018 zur Auslieferung in 2019 erteilt, das Gesamtvolumen dieses Auftrags beträgt rund 11 Mio. EUR. Der Auftrag wurde in 2019 vollständig ausgeliefert.

Heckler & Koch hat die Ausschreibung zur Ausstattung des Kommando Spezialkräfte und des Kommando Spezialkräfte der Marine mit dem Sturmgewehr HK416 A7 im Jahr 2017 gewonnen. Das neue Sturmgewehr wurde unter der Bezeichnung G95K bei den Spezialkräften eingeführt. Das HK416 A7 löst damit das langgediente G36K als Standardbewaffnung der Spezialkräfte der Bundeswehr ab. Bei dem HK416 A7 handelt es sich um einen Gasdrucklader im Kaliber 5,56 x 45 mm NATO mit einer Rohrlänge von 14,5" und einem Gewicht von rund 3,7 kg. Die neue Waffe überzeugt durch hohe Präzision, Funktionssicherheit und Zuverlässigkeit. Der Lieferauftrag umfasst insgesamt 1.745 HK416 A7 inklusive Zubehörteile und soll 2020 vollständig abgeschlossen werden.

Zu Beginn des Jahres 2019 hat das norwegische Verteidigungsministerium Heckler & Koch zur Lieferung weiterer HK416 beauftragt. Der Lieferauftrag mit einer Laufzeit von 36 Monaten unterstreicht das Vertrauen der norwegischen Streitkräfte in die Produkte von Heckler & Koch, da Norwegen im Jahr 2007 als erster Kunde querschnittlich das HK416 als Standard-Sturmgewehr für seine Streitkräfte eingeführt hat.

In Hessen gewann Heckler & Koch die Ausschreibung des hessischen Innenministeriums zur Lieferung von Mitteldistanzwaffen im Kaliber 5,56 x 45 mm und konnte sich damit erfolgreich gegen die Modelle der Mitbewerber durchsetzen. Bis Ende 2020 werden 2.200 G38 inklusive Zubehör und Trainingswaffen ausgeliefert.

In Bayern gewann Heckler & Koch Ende 2018 die Ausschreibung des bayerischen Innenministeriums und konnte sich damit gegen die Modelle der drei Mitbewerber durchsetzen. Bis Ende 2019 wurden rund 40.000 Pistolen des Typs SFP9 TR inklusive Zubehör und Trainingswaffen ausgeliefert.

Die Bundeswehr hat Heckler & Koch im Jahr 2019 mit der Lieferung von Granatmaschinenwaffen Typ GMW 40 x 53 mm beauftragt. Die Granatmaschinenwaffen sollen in fernbedienbaren Waffenstationen auf Fahrzeugen montiert zum Einsatz kommen und im Jahr 2021 ausgeliefert werden.

Für 2020 erwartet Heckler & Koch eine Entscheidung um die Vergabe zur Lieferung eines neuen Sturmgewehres inklusive Zubehör für die Bundeswehr, die Fortführung der Option zur Lieferung von MG5 Maschinengewehren im Kaliber 7,62 x 51 mm und eine Ergänzungsbeschaffung von MG4 Maschinengewehren im Kaliber 5,56 x 45 mm, sowie eine Fortführung der G36 Instandsetzungen, ebenfalls für die Bundeswehr.

2019 hat die Landespolizei Berlin eine Option aus einem bestehenden Rahmenvertrag zur Lieferung von weiteren 14.000 Pistolen SFP9 beauftragt, welche im Jahr 2020 und 2021 ausgeliefert werden sollen. Auch von der Landesbeschaffungsbehörde aus Niedersachsen sowie von der Bundespolizei erhielt Hecker & Koch Nachbeschaffungsaufträge zur Lieferung von weiteren Pistolen SFP9 bzw. P30.

Heckler & Koch hat am 22. September 2016 von der Beschaffungsbehörde "Direction Générale de l’Armement (DGA)" des französischen Verteidigungsministeriums einen Großauftrag zur Lieferung des neuen französischen Standard-Sturmgewehrs HK416F erhalten. Seit 2017 werden die Soldaten des Heeres, der Luftwaffe und der Marine mit der neuen Dienstwaffe ausgestattet. Der Vertrag sieht die Lieferung von 102.000 Sturmgewehren HK416 und Granatwerfern HK269 sowie Zubehör, Munition, Ersatzteile und Servicedienstleistungen mit einer Laufzeit von maximal 15 Jahren vor. Das Gesamtvolumen des Auftrags beläuft sich auf ca. 140 Mio. EUR. Für das Jahr 2020 sind weitere ca. 12.000 Waffen zur Auslieferung eingeplant.

Die US Army hat 2019 über die Tochtergesellschaft Heckler & Koch Defense Inc. bei Heckler & Koch einen Auftrag zur Lieferung von M110A1 SDMR Präzisionshalbautomaten im Kaliber 7,62 x 51 mm erteilt. Die Vereinbarung umfasst neben der Lieferung der Gewehre aus der HK417-Familie auch eine Ersatzteilversorgung, Ausbildungsmaßnahmen und weitere Serviceleistungen bis in das Jahr 2022. Zusätzlich ist ein weiterer Abruf von M27 Sturmgewehren zur Lieferung im Jahr 2020 bei Heckler & Koch Defense Inc. erteilt worden.

Das britische Verteidigungsministerium hat 2019 der britischen Tochtergesellschaft von Heckler & Koch NSAF Ltd. einen Auftrag zum Upgrade des SA80 Sturmgewehrs erteilt. Der Dreijahresvertrag zur Modifikation der SA80 Sturmgewehre auf die Variante A3 enthält zusätzlich eine Option zur Verlängerung und festigt die Beziehungen zum britischen Ministry of Defence (MoD).

Insgesamt ist Heckler & Koch gut aufgestellt, um in vorhersehbarer Zukunft weiterhin der Hauptlieferant für Handfeuerwaffen, entsprechende Ersatzteile und dazugehörige Dienstleistungen für die NATO und NATO-gleichgestellten Staaten zu sein. Allerdings könnte der Bedarf in Abhängigkeit der tatsächlichen Anforderungen und Einsatzszenarien zukünftig auch anders ausfallen.

Erwartete Ertragslage 2020 und Prognose nicht-finanzieller Leistungsindikatoren

Die folgenden Prognosen basieren auf der Planung, die Ende 2019 erstellt wurde und berücksichtigen entsprechend keine Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Für 2020 wird ein weiterhin hoher, aber gegenüber 2019 rückläufiger Auftragseingang und ein Rückgang des Auftragsbestandes zum Jahresende erwartet. Es handelt sich hierbei um eine Konsolidierung auf für unseren Konzern sehr hohem Niveau.

Umsatz, Betriebsleistung und EBITDA

Für 2020 wird mit einem erneut verbesserten Niveau im zweistelligen Millionenbereich bei Umsatz und Betriebsleistung sowie im einstelligen Millionenbereich bei EBITDA gerechnet. Der in den vergangenen beiden Jahren hohe Auftragseingang sowie Investitionen in Kapazität und Prozessoptimierungen werden sich auch im kommenden Jahr weiter positiv auf die Betriebsleistung auswirken. Die ebenfalls im vergangenen Jahr durchgeführten Kosteneinsparungsmaßnahmen wirken sich auch in 2020 positiv aus und werden erwartungsgemäß das EBITDA ansteigen lassen.

Operativer Cashflow

Für das Jahr 2020 wird gemäß unserer Unternehmensplanung ein im Vergleich zu 2019 (14,9 Mio. EUR) deutlich höherer „Operativer Cashflow“ erwartet, da insbesondere die hohen Lagerbestände zum Jahresende abgebaut werden können.

Net Working Capital

Die Höhe des „Net Working Capitals“ wird gemäß Planung 2020 vergleichbar zum 31. Dezember 2019 (86,4 Mio. EUR) erwartet.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zum Jahresende 2020 wird verglichen mit dem Jahresende 2019 (23,4 Mio. EUR) ein leicht geringerer Bestand an liquiden Mitteln erwartet. Wir gehen davon aus, 2020 jederzeit unseren Verpflichtungen nachkommen zu können.

Mitarbeiterzahl

Der Personalbestand wird 2020 leicht über dem Niveau von 2019 liegen.

Gesamtaussage

Für 2020 erwartet der Vorstand, bei einem im Vergleich zu 2019 leicht steigenden Umsatzniveau, ein leicht verbessertes EBITDA.

Chancen

Das neue Strategiepapier der Bundesregierung zur Stärkung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (2020) ist für Heckler & Koch grundsätzlich eine Chance. Schon das Vorgängerpapier aus dem Jahr 2015 hat dafür gesorgt, dass Heckler & Koch sich von seiner Position des „Haus- und Hoflieferanten“ der Bundeswehr lösen musste. Dieser unternehmerisch-mentale Wandel erforderte eine wettbewerbsfähige Aufstellung des Konzerns. Damit verbunden war die Notwendigkeit, aus der gesicherten Monopolstellung herauszugehen und mit der auch außerhalb Deutschlands starken Marke Heckler & Koch im Ausland aktiver zu werden. Das hat dem Unternehmen nicht geschadet, wie die Aufträge aus Norwegen, Litauen und Frankreich beispielhaft zeigen.

Auch im Strategiepapier 2020 gehören Handfeuerwaffen nicht zu den nationalen sicherheits- und verteidigungspolitischen Schlüsseltechnologien, sondern sie bleiben am Übergang zwischen „europäisch“ und „global“. Anders als „nationale Schlüsseltechnologien“ gehören die Technologien zur Herstellung von Handfeuerwaffen damit nicht zu einem besonders schutz- und unterstützungsbedürftigen Element der Verteidigungsindustrie. Das mag auf den ersten Blick nachteilig sein, ist es aber nicht. Denn während der Export von Produkten mit „nationalen Schlüsseltechnologien“, zum Beispiel von U-Booten, aus Gründen der „nationalen Sicherheit“ auch ins NATO-Ausland immer schwieriger werden dürfte, bietet sich Heckler & Koch mit seiner Einstufung die Chance, mit in dem Papier eindeutig formulierter Unterstützung der Bundesregierung („... Exportunterstützung ... besonders fördern und schützen.“) in die Märkte der EU- und NATO-Staaten sowie der mit der NATO assoziierten Staaten hinein zu exportieren. Anders gesagt: Der Export unserer Produkte in EU- und NATO-Staaten ist aus Sicht der Bundesregierung weit weniger kritisch als die Ausfuhr „nationaler Schlüsseltechnologien“. Damit gibt die Bundesregierung unserer „Grüne-Länder-Strategie“ ihren „Segen“ und unterstützt sie sogar. Dadurch tun sich möglicherweise in den nächsten Jahren erhebliche Chancen auf, die es durch verstärkte Aktivitäten in NATO- und EU-Staaten zu nutzen gilt.

Die neue Strategie bietet noch aus drei weiteren Gründen gute Chancen für Heckler & Koch:

1.)

Sie begründet ganz maßgeblich die gesellschaftliche Relevanz unseres Unternehmens für Deutschland. Es heißt in der Strategie: „Eine elementare Aufgabe des Staates ist es, die Sicherung des inneren und äußeren Friedens sowie die Sicherheit seiner Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Zentrale Voraussetzung für die Erfüllung dieser Aufgabe ist eine bestmögliche Ausrüstung der zivilen Sicherheitsorgane sowie der Bundeswehr und ihrer Verbündeten.“

2.)

Sie drückt aus, dass aus Sicht der Bundesregierung ein Unternehmen wie Heckler & Koch in Deutschland gebraucht wird. Das belegen die Sätze: „Industrielle Kemfähigkeiten und strategisch relevante Entwicklungskapazitäten sind am Standort Deutschland und in der EU zu erhalten und zu fördern. Die Verfügbarkeit der identifizierten sicherheits- und verteidigungspolitischen Schlüsseltechnologien ist aus wesentlichem nationalem Sicherheitsinteresse zu gewährleisten.“ Heckler & Koch gilt demnach weiter als Unternehmen, das Schlüsseltechnologien verwendet, was es für die Bundesregierung erhaltens- und förderungswert macht, dessen Fokus zugleich aber nicht ausschließlich dem nationalen Markt gelten muss.

3.)

Sie enthält die Ankündigung der Bundesregierung, „die Umsetzung des Strategiepapiers in mehreren Dialogformaten mit der Industrie und gesellschaftlichen Akteuren zu begleiten“. Als Beispiel dafür wird der Dialog „mit Akteuren der Zivilgesellschaft und Industrie zu Themen der Rüstungskontrolle unter Leitung des Auswärtigen Amts“ genannt. Dieser Dialog bietet Heckler & Koch die Chance, sich mit der „Grüne-Länder-Strategie“ entsprechend positiv in einem für Heckler & Koch bisher schwierigen politischen und gesellschaftlichen Umfeld unter „Moderation“ der Bundesregierung zu positionieren.

Auch aus dem vom Bundestag Anfang 2020 beschlossenen „Gesetz zur beschleunigten Beschaffung im Bereich der Verteidigung und Sicherheit und zur Optimierung der Vergabestatistik“ ergeben sich für Heckler & Koch möglicherweise Chancen. Dort heißt es unter anderem: „Die Notwendigkeit, kurzfristig und effektiv auf sicherheitsrelevante Entwicklungen im In- als auch im Ausland reagieren zu können, gewinnt immer größere Bedeutung.“ Mit diesem Gesetz werden im Vergaberecht die notwendigen Änderungen geregelt, um den Bedarf für Einsätze bzw. einsatzgleiche Verpflichtungen der Bundeswehr schneller zu decken. Früher nannte man das Einsatzsonderbedarf (ESB). Was dieses Gesetz für Heckler & Koch konkret bedeutet, bleibt abzuwarten. Aber die Einsätze der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass „Sonderbedarfe“ der Bundeswehr schneller kommen können als gedacht. Vor dem Hintergrund, dass die Bundeswehr in den kommenden Jahren in neue Einsätze geschickt werden könnte, ist dieses Gesetz für Heckler & Koch durchaus als Chance zu verstehen.

Das Marktpotenzial des H&K AG Konzerns ergibt sich einerseits aus den militärischen Beschaffungsvorhaben der Kundenländer. Chancen ergeben sich durch die Veränderung des militärischen Bedarfs der Streitkräfte und Sicherheitsbehörden der „Grünen Länder“, ergänzt durch Notwendigkeiten, die teilweise seit Jahren nicht mehr erneuerten Ausstattungen durch modernes Equipment zu ersetzen. Die sich ändernden Bedrohungslagen und Einsatzszenarien erfordern zudem höhere Mobilität und höhere Leistungsfähigkeit des jeweiligen Equipments entsprechend der technischen Entwicklungen der letzten Jahre. Eine höchstwirksame waffentechnische Ausrüstung ist dabei von zentraler Bedeutung, um den Sicherheitsbehörden, den Soldatinnen und Soldaten ein Höchstmaß an persönlicher Sicherheit und die technische Voraussetzung zur Erfüllung der gestellten Aufgaben zu geben. Als Technologieführer im Marktsegment Handfeuerwaffen bietet diese Entwicklung dem H&K AG Konzern die Chance, die Position als industrieller Technologiepartner für hochentwickelte Armeen, Sicherheitsbehörden und Sondereinsatzkräfte weiter auszubauen und dadurch das Umsatzpotenzial zu steigern.

Für das Produktsegment Sport- und Zivilwaffen sehen wir andererseits insbesondere im Regionalmarkt USA Wachstumspotenzial für Kurz- und Langwaffen. Mit optimierten Vertriebs- und Lieferstrukturen und speziell für den US-Markt entwickelten und dort gefertigten Neuprodukten soll das Absatzvolumen kontinuierlich gesteigert werden. Das Marktpotential konnte in den letzten Jahren nicht vollends realisiert werden, da der Fokus der Produktion bei Kapazitätsengpässen auf die Abarbeitung von Militär- und Behördenkunden gelegt wurde, die bei uns Priorität genießen. Hier wurden diverse Maßnahmen auf- und umgesetzt, die trotz weiterhin hoher Nachfrage in Europa zu einer höheren Versorgung der amerikanischen Kunden führen.

Die Geschäftsführung und die Bereichsleiter haben das Ende 2018 implementierte Verbesserungsprogramm mit einer Vielzahl an Initiativen weiter fortgeführt und ausgebaut. Diese verschiedenen Verbesserungsprojekte sind in einer Programmorganisation mit dem Namen „HK2022“ bei Heckler & Koch fest installiert. Im Jahr 2019 wurden bereits mehrere Programmpunkte erfolgreich auf- und umgesetzt, deren Ergebnisse sich in der Ertragssteigerung des Konzerns bereits niedergeschlagen haben. Dieses Programm wird entsprechend weitergeführt und durch neue Projekte ausgebaut, deren Ausgestaltung und Umsetzung auch mit den Arbeitsnehmervertretern und unter Einbindung von Belegschaftsvertretern abgestimmt wird, so dass wir als H&K AG Konzern von einer weiteren umfassenden und nachhaltigen Verbesserung unserer Ertrags- und Liquiditätssituation durch dieses Programm ausgehen. Darüber hinaus erwarten wir hieraus auch eine Stärkung der innerbetrieblichen Zusammenarbeit und somit einen positiven Beitrag zur Unternehmenskultur der Firma.

Die sich für den H&K AG Konzern insgesamt ergebenden Chancen werden als hoch eingeschätzt.

Risiken

Externe Risiken

Mit Deutschland, der EU sowie den NATO-Staaten und den NATO-gleichgestellten Ländern ist der Marktzugang für Heckler & Koch sowohl geographisch als auch mit Blick auf den behördlichen Kundenkreis begrenzt. Es ist für den H&K AG Konzern entscheidend, mit den technisch und wirtschaftlich richtigen Produktentwicklungen an den zukünftigen Beschaffungsprojekten der NATO-Staaten zu partizipieren. Daneben gilt es, auch im US-Zivilmarkt weiter zu wachsen.

Änderungen in der Genehmigungspolitik können Exporte von wehrtechnischen Produkten und damit verbunden die Realisierung von Umsatzpotenzialen erschweren oder ganz verhindern und somit sich negativ auf die Absatzsituation auswirken. Für den Absatzmarkt in den NATO-Staaten ist dieses Risiko jedoch als gering einzuschätzen.

Die „Politischen Grundsätze der Bundesregierung für den Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern“ vom 26. Juni 2019 beinhalten drei wesentliche Aspekte:

Die Vorgabe des Koalitionsvertrages bezüglich der Fortführung einer restriktiven Genehmigungspraxis betreffend Drittländer, insbesondere beim Export von Kleinwaffen, wird umgesetzt. Dazu zählt auch die Vorgabe, dass der Export von Kleinwaffen in Drittländer grundsätzlich nicht mehr genehmigt werden soll.

Die politische Unterstützung für Rüstungskooperationen auf europäischer Ebene und die Stärkung der europäischen verteidigungsindustriellen Basis wird betont. Damit wird untermauert, dass die bereits im Rahmen der Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit (PESCO) und dem Europäischem Verteidigungsfonds angelegte Förderung von europäischen Rüstungskooperationen auch in die Abwägungen bei Rüstungsexportentscheidungen einfließt.

Die politischen Grundsätze aus dem Jahr 2000 wurden aktualisiert, die den Veränderungen der Exportkontrollregularien auf europäischer und internationaler Ebene seit der Erstfassung Rechnung tragen, wie die Einbeziehung des im Jahr 2014 in Kraft getretenen Vertrags über den Waffenhandel („Arms Trade Treaty“).

Die „Politischen Grundsätze der Bundesregierung für den Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern“ entsprechen weitgehend der „Grüne-Länder-Strategie“ und bestärken damit die durch den Vorstand fokussierte Vertriebsstrategie des Konzerns. Unsere „Grüne-Länder-Strategie“, die wir uns freiwillig selbst auferlegt haben, ist ein klares Bekenntnis nicht nur zu unseren Unternehmenswerten, sondern auch zu den Werten der Bundesrepublik, die in den oben genannten „Politischen Grundsätzen“ zum Ausdruck kommen. Wir sind ein bedeutender Baustein der Sicherheitsarchitektur der Bundesrepublik Deutschland, sehr vieler Staaten Europas, NATO-Staaten und NATO- gleichgestellter Staaten, wie auch einiger Staaten, die das europäische Wertesystem teilen. Grundsätzlich beliefern wir nur solche Staaten. Der Auftragsbestand weiterer Staaten wird - eine gültige Ausfuhrgenehmigung vorausgesetzt - noch abgewickelt, für künftige Ausschreibungen streben wir vornehmlich die Zusammenarbeit mit „Grünen Ländern“ an. Geschäfte werden nur nach offener, transparenter und enger Abstimmung verbunden mit der Genehmigung der zuständigen deutschen Behörden abgeschlossen.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich auch in den USA die Regularien hin zu einer restriktiveren Handhabung dieses Marktes verändern und dadurch der Absatz unserer Produkte in diesem mit Abstand wichtigsten Zivilmarkt der Welt erschwert wird. Dies gilt insbesondere für halbautomatische Langwaffen. Entsprechendes gilt für die zukünftige Entwicklung der deutschen Rüstungsexportkontrolle. Heckler & Koch ist dabei, geeignete Maßnahmen gegen dieses Negativszenario zu ergreifen. Allerdings ist dieses Risiko derzeit ebenfalls als gering einzustufen.

Als international operierender Konzern ist das Unternehmen Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Das Wechselkursrisiko im operativen Geschäft entsteht vor allem aus den in US-Dollar fakturierten Umsätzen für Lieferungen in die USA. Ein wieder stärker werdender Euro in Relation zum US-Dollar könnte sich belastend auf die Ertragssituation der in US-Dollar fakturierten Umsätze auswirken. Um die erwarteten Einzahlungen aus diesen geplanten, aber im Wesentlichen noch nicht kontrahierten Transaktionen aus auf US-Dollar lautenden Verträgen partiell gegen Wechselkursrisiken abzusichern, nutzt Heckler & Koch fallweise derivative Finanzinstrumente. Beim Management von Währungsrisiken beschränken sich die Sicherungsgeschäfte des H&K AG Konzerns auf marktgängige Instrumente, die zur Sicherung von bestehenden Grundgeschäften und für geplante Umsätze, niemals jedoch zu Spekulationszwecken, genutzt werden. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos werden diese Geschäfte mit einem führenden Online Broker abgeschlossen.

Beschaffungsrisiken bestehen darin, dass die zur Herstellung der Produkte benötigten Rohstoffe, Bauteile und Komponenten nicht oder nicht in ausreichendem Maß in der erforderlichen Qualität und Quantität zur Verfügung stehen oder nicht zeitgerecht beschafft werden können. Um Versorgungssicherheit zu gewährleisten und auf Veränderungen kurzfristig reagieren zu können, stehen die Beschaffungsmärkte unter intensiver Beobachtung. Weiterhin werden Beschaffungsrisiken durch Ermittlung alternativer Lieferquellen, Qualitäts- und Zuverlässigkeitskontrollen bei Zulieferern sowie den Aufbau von angemessenen Sicherheitsbeständen für Rohmaterial ausgeglichen. Die Beschaffungsrisiken selber stufen wir als mittel ein.

Als Unternehmen der Rüstungsbranche steht der H&K AG Konzern besonders im Fokus der Öffentlichkeit. Die umfangreichen Regularien, die diese Branche betreffen, sind dabei der Öffentlichkeit häufig nicht oder nicht im vollen Umfang bekannt, gleichzeitig nehmen Meldungen über Rüstungsunternehmen aber einen prominenten Platz in den Medien ein. Heckler & Koch ist dabei als ausschließlicher Rüstungskonzern ohne nennenswerte Produkte in anderen Branchen ein besonderer Fokuspunkt. Eine professionelle, sachliche und vor allem auf Transparenz aufbauende Kommunikationsarbeit ist für die Erhaltung unserer Reputation und unseres Unternehmenswertes daher unerlässlich, auch bzw. gerade mit Akteuren, die andere politische Ziele als die derzeitige Bundesregierung verfolgen. Das Risiko, dass sich politische Akteure oder andere Interessengruppen auf Kosten von Heckler & Koch oder der Rüstungsbranche als Ganzes profilieren wollen, muss leider als hoch eingestuft werden.

Die externen Risiken für den H&K AG Konzern werden insgesamt als gegenüber dem Vorjahr gleich eingeschätzt.

Interne Risiken

Die Erfüllung der Verpflichtungen der H&K AG ist abhängig von ausreichend hohen Gewinnabführungen der HKO an die H&K AG und damit von einer anhaltend hohen operativen Ertragskraft der Gesellschaften. Nach unserer Einschätzung sind die internen Risiken als unverändert gering zu betrachten.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Anleihe, das SFA-Darlehen und die Darlehen der CDE werden in der Bilanz mit den fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von 233,5 Mio. EUR (2018: 230,7 Mio. EUR) angesetzt. Die dazugehörigen Zinsabgrenzungen in Höhe von 3,2 Mio. EUR (2018: 3,9 Mio. EUR) werden innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zu den weiteren Einzelheiten dieser Verbindlichkeiten verweisen wir auf die Erläuterungen in den Abschnitten „Finanzierungsquellen und Finanzierungsaufwendungen“ und „Darstellung der Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und Bestandsgefährdung“ im 2. Kapitel „Wirtschaftsbericht“.

Wie in den Erläuterungen zur Vermögenslage im Abschnitt „Wesentliche Veränderungen der Vermögenslage“ im 2. Kapitel „Wirtschaftsbericht“ berichtet, weist der H&K AG Konzern ein negatives Eigenkapital von 120,9 Mio. EUR (2018: 118,7 Mio. EUR) aus.

Risiken aus Organisation und Struktur

Die Zielsetzung des Risikomanagements mit seinen Steuerungs- und Überwachungsprozessen liegt unverändert auf der Früherkennung potenzieller Risiken, welche zu Beeinträchtigungen der Geschäftszielerreichung führen könnten, sowie der Ausgestaltung und Umsetzung angemessener Gegenmaßnahmen und -strategien.

Das Risikomanagement der H&K AG umfasst die verwandten Themengebiete Compliance Management, Corporate Governance und Internes Kontrollsystem für alle Gesellschaften des H&K AG Konzerns. Die vorhandene Richtlinie gilt für alle Gesellschaften, welche in den Konzernabschluss der H&K AG einbezogenen sind.

Im Bereich Compliance Management wurde im Jahr 2019 der Ethik- und Verhaltenskodex im Geschäftsleben („Verhaltenskodex“) überarbeitet. Darin wurden das bisherige Compliance Statement des Vorstands, das Dokument „Ethische Geschäftsgrundlagen“ sowie der „Verhaltenskodex für die Beschäftigten“ des H&K AG Konzerns konsolidiert und an aktuelle externe und interne Anforderungen angepasst. In diesem Zusammenhang erfolgt ebenfalls eine Anpassung zugehöriger Prozesse, Dokumente und Systeme, wie etwa die Überprüfung neuer und bestehender Geschäftspartner oder die Whistleblower-Hotline.

Die Risiko-Inventur erfolgt unverändert zweimal jährlich, nun zeitlich angepasst an den Jahresabschluss, und somit nicht mehr im 1. und 3. Quartal, sondern am Ende des 1. und 2. Halbjahres.

Corporate Governance sehen wir als „verantwortungsvolle Unternehmensführung“. Die neben dem Gesetzgeber und den Eigentümern auf die Corporate Governance Einfluss nehmenden Stakeholder sind u.a. Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Finanzierer, Nichtregierungsorganisationen und die Gesellschaft insgesamt über Politik und Medien. Die konkrete Ausgestaltung der Corporate Governance obliegt dem Vorstand in enger Abstimmung mit dessen Überwachungsorgan, dem Aufsichtsrat. Dem Aufsichtsrat obliegt die Aufgabe, Angemessenheit und Funktionsfähigkeit der Corporate Governance zu überwachen. Dies erfolgt auf Basis der Informationen durch den Vorstand. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die aktuelle Entwicklung der wesentlichen Konzernrisiken.

Die Risiken aus Organisation und Struktur des H&K AG Konzerns werden unverändert als gering eingeschätzt.

Rechtliche Risiken

Zu diesen Risiken zählen im Wesentlichen Risiken aus Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Ausfuhrrecht, Waffenrecht, Antikorruptionsvorschriften, Patent-, Steuer- und Arbeitsrecht. Schadensfälle und Haftungsrisiken aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind bilanziell berücksichtigt.

Heckler & Koch befasst sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Handfeuerwaffen, insbesondere für behördliche Abnehmer, wie die Polizeibehörden des Bundes und der Länder, die Zollverwaltung sowie inländische und ausländische Streitkräfte. Der Vertrieb von Handfeuerwaffen ins Ausland erfolgt vorwiegend in die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, in die NATO-Staaten sowie NATO-gleichgestellte Länder. Heckler & Koch will künftig kein Neugeschäft mehr mit Staaten außerhalb der NATO-Einflusssphäre generieren, entsprechend unserer „Grüne-Länder-Strategie“.

Da Waffenexporte ausschließlich mit Genehmigung der Bundesrepublik Deutschland zulässig sind, ist eine Belieferung in kritische Staaten definitiv ausgeschlossen. Bei den Verkäufen von Handfeuerwaffen ins Ausland für militärische Verwendung werden die Empfangsstaaten vor der Erteilung einer Ausfuhrgenehmigung außerdem aufgefordert, der Bundesrepublik Deutschland behördlich unterzeichnete Endverbleibserklärungen vorzulegen, womit sich die Empfangsstaaten verpflichten, die zur Lieferung vorgesehenen Waffen nicht in andere Länder zu re-exportieren. Unser Unternehmen unterliegt in Bezug auf die Herstellung und den Vertrieb von Handfeuerwaffen der ständigen Kontrolle und regelmäßigen Überprüfung nachstehender Behörden: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Bundeskriminalamt Wiesbaden, Oberfinanzdirektion Karlsruhe und Landratsamt Rottweil, Ordnungsamt. Die grundlegende Voraussetzung für die Erteilung von waffen- und ausfuhrrechtlichen Genehmigungen beruht auf der Zuverlässigkeit unseres Unternehmens, weshalb die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften höchste Priorität genießt. Die uneingeschränkte Einhaltung der waffen- und ausfuhrrechtlichen Vorschriften ist die wirtschaftliche Basis für unser Unternehmen, weshalb in unserem Hause zur Überwachung der Arbeits-, Produktions-, Liefer- und Genehmigungsprozesse strenge Überwachungsregelungen und Kontrollsysteme eingerichtet worden sind. Hierzu zählen insbesondere sorgfältige Auswahl der Mitarbeiter, wiederkehrende Schulungen, ständige Kontrollen, präzise Arbeitsanweisungen sowie der Einsatz eines in die Arbeitsprozesse integrierten und EDV-gestützten Controlling-Systems. Die Ausfuhrrisiken werden in diesem Zusammenhang als gering eingestuft.

Aufgrund eines 2010 eingeleiteten Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen ehemalige Mitarbeiter der HKO wegen des Verdachts der unbefugten Ausfuhr von Gewehren nach Mexiko zwischen 2006 und 2009 wurde gegen fünf ehemalige Mitarbeiter sowie den ehemaligen Vertreter des Unternehmens in Mexiko Anklage beim Landgericht Stuttgart erhoben. Die HKO hat sowohl im Ermittlungs- als auch im Hauptverfahren vollumfänglich mit den Behörden kooperiert. Das erstinstanzliche Urteil lautete auf Freispruch von drei ehemaligen Mitarbeitern, während zwei ehemalige Mitarbeiter zu Bewährungsstrafen von 1 Jahr und 5 Monaten bzw. von 1 Jahr und 10 Monaten verurteilt wurden. Unter den angeklagten Personen waren auch zwei ehemalige Geschäftsführer, die beide freigesprochen wurden. Beide Freisprüche sind inzwischen rechtskräftig. Gegen HKO wurde die Einziehung eines Geldbetrages in Höhe von über 3,7 Mio. EUR angeordnet. HKO hat Revision gegen das Urteil eingelegt, ebenso die Staatsanwaltschaft sowie die beiden verurteilten Angeklagten. Mit einem Abschluss des Revisionsverfahrens beim Bundesgerichtshof wird nicht vor 2021 gerechnet.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit zudem gegen Verantwortliche von Heckler & Koch wegen der Bestechung von ausländischen Entscheidungsträgern in Mexiko. Das aus diesem Ermittlungsverfahren für die HKO resultierende Risiko wird als gering eingeschätzt.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit ferner gegen ehemalige Verantwortliche von Heckler & Koch wegen der Bestechung von inländischen Amtsträgern. Der Ausgang dieses Ermittlungsverfahrens für die HKO ist offen.

Bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart war ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen - nicht namentlich benannte - Mitarbeiter und Verantwortliche von Heckler & Koch anhängig. In diesem Ermittlungsverfahren ging es um den Vorwurf eines unerlaubten Technologietransfers nach Mexiko. Das Unternehmen hat den Sachverhalt durch externe Rechtsanwälte umfassend aufklären lassen und die Untersuchungsergebnisse der Staatsanwaltschaft Stuttgart zur Verfügung gestellt, die das Verfahren zwischenzeitlich eingestellt hat.

Gegen die Risiken aus Rechtsstreitigkeiten wurde angemessen Vorsorge getroffen. Der H&K AG Konzern bildet Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, wenn die sich hieraus ergebenen Verpflichtungen wahrscheinlich sind und sich die Höhe der Verpflichtungen ausreichend genau bestimmen lässt. Aufgrund von Unsicherheiten und der schwierigen Vorhersage gerichtlicher Entscheidungen ist es allerdings möglich, dass Aufwendungen entstehen, die die getroffenen Vorsorgen überschreiten und sich auf das Geschäft und seine Ergebnisse auswirken könnten.

Die Resultate steuerlicher Betriebsprüfungen könnten zu Steuernachzahlungen führen. Zudem besteht das Risiko, dass sich Veränderungen von Steuergesetzen oder in der Rechtsprechung ungünstig auf die Entwicklung der Steuerbelastung von Heckler & Koch auswirken können. Diese Risiken werden insgesamt als gering eingeschätzt.

Die rechtlichen Vorgänge aus 2018, wie der Schadensersatzanspruch des US-Unternehmens Orbital ATK Inc. sowie der australischen Faxtech Pty Ltd wurden vollständig über Vergleiche abgeschlossen und beglichen.

Rechnungslegungsrelevantes internes Kontrollsystem im H&K AG Konzern

Genehmigungsprozesse

Seit vielen Jahren bestehen unternehmensintern verbindliche Regelungen und Richtlinien für die Bereiche Einkauf, Anlageinvestitionen, Produktentwicklung, Angebote, Auftragsannahme, EDV-Sicherheit, Datenschutz, Rechnungswesen und Reisekosten. Mitarbeiter betreffende Richtlinien werden im Intranet veröffentlicht.

Rechnungslegungsrelevante EDV-Systeme

Management-Kontrollen in allen Geschäftsbereichen setzen die Bereitstellung von korrekten und zeitnahen Informationen voraus. Den Business-Informations- und Reporting-Systemen kommt daher eine hohe Bedeutung zu. Das SAP-Informationssystem (VIS) enthält sowohl für den Finanzbereich wie auch für alle operativen Bereiche eine Vielzahl von Berichten und Leistungsindikatoren, die täglich abgerufen werden können.

Im Finanzbereich zählt das monatliche umfangreiche Reporting Package zu den wichtigsten Reportinginstrumenten. Im Rahmen des konzernweiten Berichtswesens liefern somit alle Konzernunternehmen detaillierte Informationen zu den wichtigsten Bilanz- und GuV-Positionen sowie Kennzahlen und Erklärungen. Diese werden durch den zentralen Finanzbereich abgefragt, analysiert, konsolidiert und in Form des Management Reportings an das Heckler & Koch-Management weitergeleitet.

Organisation der Rechnungslegung und rechnungslegungsrelevante Richtlinien

Alle Konzernunternehmen haben sich an das Bilanzierungshandbuch in der jeweiligen gültigen Fassung zu halten. Diese stellt die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung aller Geschäftsvorfälle sicher. Neben dem Management, welches die operative Geschäftstätigkeit im jeweiligen Markt verantwortet, ist der Leiter Finanzen für die Einhaltung der oben beschriebenen gesetzlichen und intern verabschiedeten Rechnungslegungsnormen verantwortlich. Auch die kontinuierliche Überwachung der wichtigsten Steuerungsgrößen, das monatliche Reporting der Finanzkennzahlen an den zentralen Finanzbereich sowie die Erstellung der 4-Jahresplanung für den jeweiligen Markt liegen im Verantwortungsbereich des Leiters Finanzen.

Innerhalb des Konzerns ist der zentrale Finanzbereich der HKO neben der Unterstützung aller Konzerngesellschaften auch für die Erarbeitung und Aktualisierung von einheitlichen Richtlinien und Arbeitsanweisungen für rechnungslegungsrelevante Prozesse verantwortlich. Dazu gehören im Wesentlichen das Bilanzierungshandbuch sowie klare Vorgaben zur Intercompany-Abstimmung. Fragestellungen zu spezifischen Bilanzierungs- oder Bewertungssachverhalten mit Relevanz für den H&K AG Konzern werden ebenfalls zentral bearbeitet, analysiert, dokumentiert und kommuniziert.

Gesamtaussage

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und die Abschlusserstellung des H&K AG Konzerns, dessen wesentliche Ausprägungen zuvor beschrieben wurden, hat zum Ziel, sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell richtig zu erfassen, aufzubereiten und bilanziell zu würdigen. Die klare Definition von Verantwortungsbereichen im Finanzbereich des H&K AG Konzerns und die geeignete Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter bilden neben der Verwendung von adäquater Software sowie der Vorgabe von einheitlich anzuwendenden Richtlinien die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, effizienten und konsistenten Rechnungslegungsprozess.

Insgesamt soll damit sichergestellt werden, dass die Vermögenswerte und Schulden im Abschluss vollständig und zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen sind und somit eine verlässliche Aussage über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage getroffen werden kann.

Gesamtaussage zur Risiko- und Chancenlage

Unverändert zu den Vorjahren liegen die Risiken des Konzerns, wie oben im Detail geschildert, wesentlich in der Volatilität der Umsatzpotenziale und in vollständig regulierten Marktzugangsmöglichkeiten sowie in den Zins- und Refinanzierungsverpflichtungen aus der hohen Verschuldung bei gleichzeitig begrenzter Liquiditätsreserve.

Durch das implementierte Projekt „HK2022“ werden die verschiedenen Wertschöpfungsbereiche Produktion, Logistik und Qualität dahingehend optimiert, dass es zu einer weiteren Reduzierung von Lieferengpässen kommen wird, und somit die hohen Auftragsbestände termingerecht ausgeliefert und die Umsatzpotentiale realisiert werden können.

Der H&K AG Konzern ist mit einem hochinnovativen Produktportfolio bestens für die Zukunft aufgestellt. In unserer 4-Jahresplanung erwarten wir eine Erhöhung in der Betriebsleistung, eine Verbesserung der Eigenkapitalposition und eine Reduzierung der Verschuldung. Für das Geschäftsjahr 2020 wird mit einem positiven Periodenergebnis gerechnet.

Der Konzern sieht Chancen, als Technologieführer bei Handfeuerwaffen aus den sich ändernden Einsatzanforderungen an Militär, Polizei und Sondereinsatzkräfte mit seinen hochleistungsfähigen Produkten sowie im US-Zivilmarkt seine Marktstellung mit neuen Produktentwicklungen auszubauen.

 

Oberndorf am Neckar, 7. April 2020

 H&K AG

- Vorstand- 

Dr. Jens Bodo Koch

Dr. Björn Krönert

Konzernbilanz

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TEUR Ziffer 31.12.19 01.01.19 31.12.18
Sachanlagen 17 50.176 47.140 45.629
Immaterielle Vermögenswerte - Firmenwert 16 5.149 5.149 5.149
Immaterielle Vermögenswerte - Sonstige 16 38.197 35.419 35.419
Sonstige Finanzanlagen und Derivate 18 1.806 4.061 4.061
Latente Steueransprüche 15 16.234 14.888 14.888
Summe langfristige Vermögenswerte 111.562 106.657 105.146
Vorräte 19 90.185 87.680 87.680
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 20 32 81 81
Geleistete Anzahlungen auf sonstige Vermögenswerte 20 378 1.444 1.475
Sonstige Festgelder und Derivate 18,36 2.996 13.841 13.841
Steuerforderungen 184 399 399
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20 21.709 31.064 31.064
Sonstige Vermögenswerte 20 1.956 1.022 1.022
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 21 23.380 22.278 22.278
Summe kurzfristige Vermögenswerte 140.821 157.809 157.840
Summe Aktiva 252.383 264.466 262.986
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Grundkapital 27.641 27.641 27.641
Kapitalrücklage 53.025 53.025 53.025
Sonstige Rücklagen (19.529) (15.980) (15.980)
Gewinnrücklagen (182.005) (183.610) (183.386)
Summe Eigenkapital 22 (120.868) (118.924) (118.699)
Finanzverbindlichkeiten 25 233.485 230.688 230.688
Leasingverbindlichkeiten 25 1.556 1.732 27
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 23 64.512 61.600 61.600
Rückstellungen 24 2.958 2.979 2.979
Latente Steuerschulden 15 21.250 20.943 20.943
Summe langfristige Verbindlichkeiten 323.761 317.942 316.238
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26 21.633 21.855 21.855
Sonstige Verbindlichkeiten 26 10.901 11.933 11.933
Vertragsverbindlichkeiten 27 4.275 17.495 17.495
Steuerschulden 982 140 140
Sonstige Rückstellungen 24 11.698 14.025 14.025
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 49.489 65.448 65.448
Summe Verbindlichkeiten 373.250 383.390 381.685
Summe Eigenkapital und Verbindlichkeiten 252.383 264.466 262.986

Der Konzern hat IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 unter Anwendung der modifiziert retrospektiven Methode angewendet (Ziffer 3); deswegen wird hier auch die dadurch geänderte Eröffnungsbilanz dargestellt.

Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember

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TEUR Ziffer 2019 2018
Umsatzerlöse 6 239.417 220.946
Umsatzkosten 7 (175.829) (167.193)
Bruttoergebnis vom Umsatz 63.588 53.753
Forschungs- und Entwicklungskosten 8 (5.709) (7.370)
Vertriebskosten 9 (21.424) (22.751)
Allgemeine Verwaltungskosten 10 (15.401) (16.661)
Sonstige betriebliche Erträge 11 2.588 2.860
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12 (2.687) (1.540)
Wertminderungsaufwand aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie entsprechende 12,20 (45) 1.418
Wertaufholungen
Betriebsergebnis 20.910 9.709
Zinserträge 52 79
Erträge aus der Bewertung von Derivaten 73 -
Erträge aus Kursdifferenzen 1.028 1.521
Finanzerträge 14 1.153 1.601
Zinsaufwendungen (12.750) (14.420)
Aufzinsung von langfristigen Verbindlichkeiten (2.287) (4.035)
Aufwendungen aus Kursdifferenzen (1.157) 332
Sonstiges (86) (102)
Finanzaufwendungen 14 (16.281) (18.225)
Finanzergebnis 14 (15.128) (16.625)
Ergebnis vor Ertragsteuern 5.782 (6.916)
Ertragsteueraufwendungen 15 (4.178) (1.136)
Gewinn / (Verlust) 1.604 (8.052)
Den Anteilseignern der H&K AG zuzurechnen 1.604 (8.052)
Ergebnis je Aktie (Euro) 22 0,06 (0,29)

Gesamtergebnisrechnung des Konzerns für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember

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TEUR Ziffer 2019 2018
Gewinn / (Verlust) 1.604 (8.052)
Sonstiges Ergebnis
Versicherungsmathematische Gewinne / (Verluste) aus sonstigen leistungsorientierten Verpflichtungen 23 (4.937) (1.445)
Latente Steuern 15 1.386 406
Posten, die nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden (3.551) (1.040)
Umrechnungsunterschiede für ausländische Geschäftsbetriebe 22 3 (288)
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wurden oder werden können 3 (288)
Sonstiges Ergebnis, Netto 22 (3.548) (1.327)
Gesamtergebnis (1.944) (9.379)
Den Anteilseignern der H&K AG zuzurechnen (1.944) (9.379)

Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019

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Grundkapital Kapitalrücklage Rücklage für Umrechnungs- Rücklage für leistungsorientierte Gewinnrücklagen Konzerneigenkapital
TEUR differenzen Verpflichtungen
Stand am 01.01.2018 27.641 53.025 (222) (14.431) (175.334) (109.320)
Gesamtergebnis - - (288) (1.040) (8.052) (9.379)
Stand am 31.12.2018 27.641 53.025 (510) (15.470) (183.386) (118.699)
Auswirkungen der Umstellung auf IFRS 16 - - - - (224) (224)
Gesamtergebnis - - 3 (3.551) 1.604 (1.944)
Stand am 31.12.2019 27.641 53.025 (507) (19.021) (182.005) (120.868)

Kapitalflussrechnung des Konzerns für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember

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TEUR Ziffer 2019 2018
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Periodenergebnis 1.604 (8.052)
Bereinigung von:
Abschreibungen Sachanlagen 17 6.527 6.371
Abschreibungen immaterielle Vermögenswerte 16 2.905 2.567
Ausbuchungsverluste aus immateriellen Vermögenswerten 16 69 1.986
Netto-Zinsergebnis 14 15.072 18.478
(Auf-) Abwertung von Derivate 14 (73) 0
(Gewinne)/Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen 11,12 29 (18)
Ertragsteueraufwand 15 4.178 1.136
30.311 22.468
Veränderungen Vorräte (2.255) (12.022)
Veränderungen Ford. a. L. u. L. und sonstige Forderungen 8.677 (5.057)
Veränderungen Anzahlungen 1.120 (798)
Veränderungen Verb. a. L. u. L. und sonstige Verbindlichkeiten (14.742) 10.214
Veränderungen Rückstellungen (5.529) (8.080)
17.582 6.725
Gezahlte Ertragsteuern 15 (2.681) (7.204)
Netto Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 14.901 (479)
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Erhaltene Zinsen 36 52 79
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 24 19
Erwerb Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 16,17 (9.737) (8.367)
Rückzahlung von Darlehen 36 - 2
Veränderung von Festgeldern mit Fristen >3 Monate 18,30 13.193 (12.867)
Aktivierte Entwicklungsleistungen 16 (5.138) (6.255)
Netto Cashflow aus Investitionstätigkeit 30 (1.607) (27.389)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Darlehensaufnahme 25 - 80.000
Tilgung von Darlehen 25 - (35.000)
Gezahlte Zinsen 25 (11.903) (13.740)
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten 25,33 (413) (16)
Netto Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (12.316) 31.244
Zahlungswirksame Veränderungen 30 978 3.376
Zahlungsmittel u. -äquivalente zum 01. Jan. 21 22.278 18.812
Einfluss von Wechselkurs- und sonstigen Wertänderungen auf die
Zahlungsmittel 123 90
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dez. 21 23.380 22.278

Hinweise: das verwendete Format hat sich gegenüber dem Vorjahr geändert, Einzelheiten hierzu siehe Ziffer 3 zur Anpassung des Ausweises der Festgelder > 3 Monate nach IAS 8 sowie Ziffer 30; die „Tilgung von Leasingverbindlichkeiten" in 2018 beziehen sich auf Finanzierungsleasingverhältnisse nach IAS 17; in 2019 sind diese Werte nach IFRS 16 und deswegen deutlich höher (Ziffer 3, 25, 33).

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019

Inhalt

IAllgemeine Angaben

(1) Darstellung des Konzernabschlusses

(2) Genehmigung des Vorstands

(3) Übereinstimmung mit den IFRS Rechnungslegungsgrundsätzen

(4) Konsolidierungskreis

(5) Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(6) Umsatzerlöse

(7) Umsatzkosten

(8) Forschungs- und Entwicklungskosten

(9) Vertriebskosten

(10) Allgemeine Verwaltungskosten

(11) Sonstige betriebliche Erträge

(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen sowie Wertminderungsaufwand aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und entsprechende Wertaufholungen

(13) Analyse nach Art der Aufwendungen und EBITDA

(14) Finanzergebnis

(15) Ertragsteuern

Angaben zur Bilanz

(16) Immaterielle Vermögenswerte

(17) Sachanlagen

(18) Langfristige Finanzanlagen und Derivate sowie kurzfristige sonstige Festgelder und Derivate

(19) Vorräte

(20) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, geleistete Anzahlungen und sonstige Vermögenswerte

(21) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

(22) Eigenkapital und Ergebnis je Aktie

(23) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche leistungsorientierte Versorgungsverpflichtungen

(24) Sonstige lang- und kurzfristige Rückstellungen

(25) Finanzverbindlichkeiten und Kreditlinien

(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

(27) Vertragsverbindlichkeiten

Sonstige Angaben

(28) Finanzielles Risikomanagement

(29) Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente

(30) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

(31) Segmentberichterstattung

(32) Eventualverbindlichkeiten und verpfändete Vermögenswerte

(33) Leasingverhältnisse

(34) Anzahl der Mitarbeiter

(35) Personalaufwand

(36) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

(37) Organe der Gesellschaft

(38) Transaktionen mit Mitgliedern der Führungsorgane

(39) Honorare des Abschlussprüfers

(40) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Allgemeine Angaben

(1) Darstellung des Konzernabschlusses

Die H&K AG als Mutterunternehmen des Konzerns ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nr. HRB 748522 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Oberndorf am Neckar in Deutschland. Die Anschrift lautet H&K AG, Heckler & Koch-Str. 1, 78727 Oberndorf am Neckar. Die Satzung besteht in der Fassung vom 18. März 2014 mit Nachtrag vom 21. März 2014, zuletzt geändert durch Beschluss vom 21. September 2018; der registrierte Name der Gesellschaft lautet H&K AG. Seit dem 28. Juli 2015 sind die Aktien der H&K AG unter ISIN DE000A11Q133 an der Euronext Börse in Paris im Freiverkehr („Marche Libre“) notiert; 99,97% unserer Aktien werden von einigen wenigen Hauptaktionären gehalten. Der im Jahr 2019 an der Euronext im Durchschnitt ausgewiesene Aktienkurs lag wegen des sehr geringen Streubesitzes deutlich über dem von uns ermittelten Wert einer Aktie. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Unternehmensgegenstand der H&K AG ist die Beteiligung jeder Art an anderen Unternehmen im In- und Ausland, der Erwerb anderer Unternehmen im In- und Ausland das Halten, die Verwaltung und die Verwertung von eigenen Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen, die Ausrichtung der Strategie des Unternehmens und des Konzerns, die Verwaltung und der Erwerb von unbebauten und bebauten Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und von sonstigen Vermögensgegenständen zu den vorgenannten Zwecken.

Der H&K AG Konzern ist einerseits geprägt durch den militärischen und polizeilichen und andererseits durch den zivilen Absatzbereich ihrer Tochtergesellschaft HKO sowie deren Tochtergesellschaften in den USA, England und Frankreich. Die HKO entwickelt, produziert und vertreibt zusammen mit ihren Tochtergesellschaften Infanterie- und Handfeuerwaffen primär für staatliche Sicherheitskräfte und gilt als eines der führenden Unternehmen in diesem Marktsegment der NATO-Staaten und der EU. Die Gesellschaften bieten darüber hinaus mit der Technologie ihrer Erzeugnisse in Beziehung stehende Dienstleistungen an. In beiden Tätigkeitsbereichen setzen wir verstärkt Fokus auf die Entwicklung und Einführung neuer Produkte. Der Vorstand hat die Vertriebsstrategie des Konzerns auf sogenannte „grüne Länder“ fokussiert; die „Grüne-Länder-Strategie“ ist eine Selbstbeschränkung auf Staaten, die den in Deutschland geltenden und in weiten Teilen der Gesellschaft akzeptierten Ansprüchen an Recht und Gesetz, Ethik und Moral, Staatsform und Regierungsführung gerecht werden. Sie entspricht nicht nur voll den Gesetzen, Regelungen, Vorschriften und Beschränkungen, die die Bundesregierung für Rüstungsexporte erlassen hat, sondern geht deutlich darüber hinaus. Wir beliefern vornehmlich nur solche Staaten, die zumindest weitgehend die Wertevorstellungen der deutschen Gesellschaft teilen. Das sind in erster Linie die Mitgliedsländer von NATO und der EU sowie Neuseeland, Australien, Japan und die Schweiz. Hinzu kommen noch ein paar Staaten, die von der Bundesregierung als sehr wichtige Partner eingestuft werden. Wir sind grundsätzlich bereit - eine gültige Ausfuhrgenehmigung vorausgesetzt - auch diese Staaten zu beliefern; das allerdings geschieht nur nach offener, transparenter und enger Abstimmung mit den zuständigen deutschen Behörden.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nichts anderes vermerkt ist, in Tausend Euro (TEUR, EUR’000) angegeben und dabei arithmetisch gerundet. Damit ist es möglich, dass manche Summen in diesem Abschluss leicht von der genauen arithmetischen Summierung der vorhergehenden Werte abweichen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren angewendet. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst.

(2) Genehmigung des Vorstands

Der Vorstand der H&K AG hat den Konzernabschluss aufgestellt und am 7. April 2020 freigegeben.

(3) Übereinstimmung mit den IFRS Rechnungslegungsgrundsätzen

Der Konzernabschluss der H&K AG (H&K AG Konzern) zum 31. Dezember 2019 wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Es wurden alle für das Geschäftsjahr 2019 zwingend anzuwendenden Vorgaben gemäß IFRS und IFRIC berücksichtigt. Der Konzernabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Mit Ausnahme der nachstehenden Änderungen hat der Konzern die in Punkt 5 dargelegten Rechnungslegungsmethoden auf alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Perioden stetig angewendet.

Neue, derzeit in der EU gültige Anforderungen

Bestimmte geänderte Standards und Interpretationen sind erstmals für das Geschäftsjahr 2019 in der EU verpflichtend anzuwenden und wurden, sofern relevant, bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses angewendet; Art und Auswirkungen der wesentlichen Änderungen werden nachstehend erläutert:

IFRS 16 - Leasingverhältnisse

IFRS 16 führt ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht (right-of-use asset), das sein Recht auf die Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswertes darstellt, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die seine Verpflichtung zu künftigen Leasingzahlungen darstellt. Es gibt Vereinfachungsregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse von geringem Wert. Die Rechnungslegung beim Leasinggeber ist vergleichbar mit den Regelungen im früheren IAS 17- das heißt, dass Leasinggeber Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse einstufen.

IFRS 16 ersetzt die bisherigen Regelungen zu Leasingverhältnissen, inklusive IAS 17 Leasingverhältnisse, IFRIC 4 Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, SIC-15 Operating-Leasingverhältnisse-Anreize und SIC-27 Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen.

Der Konzern hat IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 unter Anwendung der modifiziert retrospektiven Methode angewendet. Aus diesem Grund ist der kumulative Effekt aus der Anwendung von IFRS 16 als eine Anpassung der Eröffnungsbilanzwerte der Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2019 erfasst und die Bilanz um die Position zum 1. Januar 2019 erweitert worden; Vergleichsinformationen sind nicht angepasst worden.

Der Konzern hat die Vereinfachungsregelung bezüglich der Beibehaltung der Definition eines Leasingverhältnisses bei der Umstellung angewendet. Dies bedeutet, dass der Konzern IFRS 16 auf alle Verträge anwendet hat, die vor dem 1. Januar 2019 abgeschlossen worden sind und nach IAS 17 und IFRIC 4 als Leasingverhältnisse identifiziert worden sind. Vertragsanpassungen für Verträge, die vor dem 1. Januar 2019 abgeschlossen worden sind, aber nach IAS 17 und IFRIC 4 nicht als Leasingverhältnisse identifiziert waren, werden überwacht, für den Fall, dass, durch eine solche Vertragsanpassung, sie die Definition eines Leases doch erfüllen und entsprechend anders zu bilanzieren sind.

i. Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern Leasingnehmer ist

Der Konzern hat Nutzungsrechte in Höhe von TEUR 1.511 in den Sachanlagen sowie Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.704 zum 1. Januar 2019 für seine bisherigen Operating-Leasing- verhältnisse angesetzt; weitere Auswirkungen waren eine Reduzierung der „Geleistete Anzahlungen auf sonstige Vermögenswerte“ um TEUR 31 und eine Reduzierung der Gewinnrücklagen um TEUR 224. Der Konzern hat bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten aus Operating-Leasing- verhältnissen die Leasingzahlungen mit seinem Grenzfremdkapitalzinssatz in Höhe von 7,25% abgezinst.

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TEUR 01.01.2019
Verpflichtungen aus Operatingleasingverhältnissen zum 31.12.2018, wie nach IAS 17 im Konzernabschluss angegeben 1.769
Auswirkung von Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz zum 01.01.2019 (395)
gemäß Wahlrecht nicht angesetzte Leasingverhältnisse, deren Laufzeit innerhalb von 12 Monate nach dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung endet (36)
Verlängerungsoptionen, die mit ausreichender Sicherheit ausgeübt werden 339
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zum 31.12.2018 27
Leasingverbindlichkeiten zum 01.01.2019 1.704

Die Art der Aufwendungen im Zusammenhang mit diesen Leasingverhältnissen hat sich geändert, da der Konzern nun Abschreibungen für Nutzungsrechte (right-of-use assets) sowie Zinsaufwendungen aus den Leasingverbindlichkeiten anstatt Operating-Lease-Aufwendungen ansetzt. Weitere Angaben zu Leasingverhältnissen sind in Ziffer 33 sowie in Ziffer 17 (Nutzungsrechte) und in Ziffer 25 (Leasingverbindlichkeiten).

Die Anwendung des IFRS 16 hat keine negativen Auswirkungen auf die Fähigkeit des Konzerns, die in Ziffer 25 beschriebenen „Financial Covenants“ Faktoren zu erfüllen.

ii. Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern Leasinggeber ist

In Ermangelung von solchen Leasingverhältnissen in den Jahren 2018 und 2019 unterbleiben weitere Angaben.

Weitere neue, derzeit in der EU gültige Standards

Änderungen infolge folgenden IFRS, die ab 2019 in der EU anzuwenden sind, sind für den Konzern unwesentlich und werden deswegen hier nicht erläutert:

IFRIC 23 - Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung

Änderungen an IFRS 9 - Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung

Änderungen an IAS 28 - Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Änderungen an IAS 19 - Planänderungen, -kürzungen und -abgeltungen

Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards Zyklus 2015-2017 - Änderungen an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23

Neue Standards, die noch nicht angewendet werden

Die folgenden neuen oder geänderten Standards und Interpretationen wurden vom IASB bereits verabschiedet, sind aber erstmals in späteren Geschäftsjahren verpflichtend anzuwenden und wurden bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses nicht angewendet. Der Konzern beabsichtigt keine frühzeitige Anwendung dieser Standards und geht derzeit davon aus, dass diese Änderungen keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben werden.

EU Endorsement ist bereits erfolgt

Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in den IFRS-Standards - Erstmalige Anwendung für Geschäftsjahre, die am oder ab dem 1. Januar 2020 beginnen

Änderungen an IAS 1 und IAS 8 Definition von „wesentlich“ - Erstmalige Anwendung für Geschäftsjahre, die am oder ab dem 1. Januar 2020 beginnen

Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 - Interest Rate Benchmark Reform - Erstmalige Anwendung für Geschäftsjahre, die am oder ab dem 1. Januar 2020 beginnen

EU Endorsement ist noch ausstehend

Änderungen an IFRS 3 Definition eines Geschäftsbetriebs - Erstmalige Anwendung für Geschäftsjahre, die am oder ab dem 1. Januar 2020 beginnen

IFRS 17 Versicherungsverträge a, b - Erstmalige Anwendung für Geschäftsjahre, die am oder ab dem 1. Januar 2023 beginnen

Änderungen an IAS 1 Darstellung des Abschlusses - Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig (veröffentlicht am 23. Januar 2020); erstmalige Anwendung für Geschäftsjahre, die am oder ab dem 1. Januar 2022 beginnen

Darstellung der Kapitalflussrechnung

In 2019 wurde der Ausweis der als Sicherung hinterlegten Festgelder mit einer Laufzeit über drei Monaten nach IAS 8 angepasst. Diese wurden zuvor am Ende der Kapitalflussrechnung in einem separaten Überleitungsposten auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum jeweiligen Bilanzstichtag dargestellt. Da der Ausweis von Festgeldern in der Kapitalflussrechnung unabhängig von deren Verfügungsbeschränkung zu erfolgen hat, erfolgt der Ausweis der Festgelder mit einer Laufzeit über drei Monaten im Einklang mit IAS 7 im Cashflow aus der Investitionstätigkeit. Der Netto Cashflow aus Investitionstätigkeit für das Jahr 2018 hat sich dadurch gegenüber der Darstellung im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 von TEUR 14.522 auf TEUR 27.389 erhöht (Ziffer 30); die im Vorjahr dargestellte zahlungswirksame Veränderung der Gesamtheit der finanziellen Ressourcen („Bankstände“) in Höhe von TEUR 16.243 sowie die Kursunterschiede in Höhe von TEUR 100 sind nunmehr in Konzernabschluss 2019 durch die zahlungswirksamen Veränderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 3.376 sowie die Kursunterschiede in Höhe von TEUR 90 ersetzt worden. Die, für den Konzern relevanten, um die Veränderungen dieser Festgeldhinterlegungen bereinigten, Netto Cashflows aus Investitionstätigkeiten sind jetzt in Ziffer 30 zu finden.

(4) Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der H&K AG zum 31. Dezember 2019 sind neben der H&K AG die Jahresabschlüsse von sieben (2018: sieben) in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen. Tochterunternehmen sind solche Gesellschaften, bei denen das Mutterunternehmen die Entscheidungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über das Tochterunternehmen hat, es an positiven und negativen variablen Rückflüssen aus dem Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann.

Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der Tochterunternehmen, welche in die Konsolidierung einbezogen werden (bzw. wurden), zusammen mit ihrem Eigenkapital und ihren Jahresergebnissen, berechnet nach IFRS für die Konsolidierung des Konzerns, in ihrer jeweiligen funktionalen Währung:

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2019 2018
Abkürzung Funktionale Währung Anteilsbesitz % Eigenkapital Jahresergebnis Anteilsbesitz % Eigenkapital Jahresergebnis
Unmittelbare Anteile
Heckler & Koch Management GmbH HKM TEUR 100% 351.299 9.750 100% 351.299 (79.017)
Heckler & Koch GmbH HKO TEUR 5,1% 120.881 11.041 5,1% 123.842 10.385
Mittelbare Anteile
Heckler & Koch GmbH HKO TEUR 94,9% 120.881 11.041 94,9% 123.842 10.385
NSAF Limited, Nottingham, England NSAF TGBP 100% 2.855 897 100% 2.539 1.229
Heckler & Koch France S.A.S., Paris, Frankreich HKF TEUR 100% 1.961 2.221 100% 1.845 1.004
Small Arms Group Holding Inc., Ashburn VA, USA SAGH TUSD 100% 17.019 - 100% 17.019 -
Heckler & Koch Defense Inc., Ashburn VA, USA HKD TUSD 100% (18.581) 588 100% (19.131) (1.183)
Heckler & Koch, Inc., Columbus, GA, USA HKI TUSD 100% 11.125 785 100% 10.334 (5.301)

Für die HKO und HKM, beide mit Geschäftssitz in Oberndorf am Neckar, wurde die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Offenlegung in Anspruch genommen. Für die HKO wurde diese Befreiungsvorschrift auch bezüglich der Erstellung eines Lageberichts in Anspruch genommen.

(5) Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss wurde nach dem Prinzip historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt. Zwingend anzuwendende Vorgaben der IFRS zur Fair Value-Bilanzierung wurden berücksichtigt.

Im Folgenden werden die grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewendet wurden, dargestellt:

Unternehmenszusammenschlüsse und Konsolidierungsmethoden

Der Konzern bilanziert Unternehmenszusammenschlüsse mit der Erwerbsmethode nach IFRS 3, mit Einbezug, wenn der Konzern Beherrschung nach IFRS 10 erlangt hat, sowie Abgang im Falle eines Kontrollverlusts. Beim Einbezug werden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden grundsätzlich mit ihrem beizulegenden Wert bewertet. Soweit die ebenfalls zum Zeitwert bewertete übertragene Gegenleistung der Anteile die identifizierten, zum Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden übersteigt, wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und auf die erworbenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) / Gruppen von CGUs, sowie etwaige CGUs bei denen Synergien aus dem Zusammenschluss erwartet werden, verteilt. Im Falle eines negativen Unterschiedsbetrags erfolgen eine erneute Bewertung der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden sowie eine erneute Bemessung der übertragenen Gegenleistung. Ein danach verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam erfasst. Transaktionskosten werden erfolgswirksam erfasst.

Die durch die Bewertung zum Zeitwert aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern wie unten beschrieben mindestens jährlich zum Bilanzstichtag, sowie unterjährig falls es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte, einer Wertminderungsprüfung unterzogen.

Das Geschäftsjahr sämtlicher einbezogener Unternehmen entspricht dem Geschäftsjahr des Mutterunternehmens.

Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach dem für den H&K AG Konzern geltenden einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt und bewertet.

Sämtliche Forderungen, Verbindlichkeiten, Umsatzerlöse, sonstige Erträge und Aufwendungen, einschließlich Zinsen und Dividenden, innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Aufgelaufene Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen sind bei den Vorräten bzw. im Anlagevermögen eliminiert.

Währungsumrechnung

Die Berichtswährung des H&K AG Konzerns ist der Euro (€).

Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der H&K AG und der einbezogenen Unternehmen mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung mit dem Stichtagskurs bewertet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

Die Abschlüsse der ausländischen Unternehmen werden von deren funktionalen Währungen in Euro umgerechnet. Da die Tochterunternehmen ihre Geschäfte selbstständig betreiben, ist die jeweilige funktionale Währung identisch mit der Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden die Erträge und Aufwendungen aus Abschlüssen von einbezogenen Gesellschaften, die in Fremdwährung aufgestellt sind, zum Jahresdurchschnittskurs, der aus Tageskursen ermittelt wird, umgerechnet. Diese Methode wird vereinfachend angewendet, weil die Erträge und Aufwendungen in Fremdwährungen in der Regel ziemlich gleichmäßig anfallen und mögliche Unterschiede deswegen unwesentlich sind. Vermögenswerte und Schulden werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Die aus der Umrechnung entstehenden Währungsdifferenzen werden erfolgsneutral behandelt und als gesonderte Position im Eigenkapital ausgewiesen. Beim Abgang eines einbezogenen Unternehmens werden kumulierte Währungsdifferenzen als Teil des Veräußerungsgewinns bzw. -verlusts erfasst.

Die folgende Tabelle stellt die bei der Umrechnung verwendeten Kurse dar:

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Währung Kürzel Stichtagskurs 31.12.2019 Stichtagskurs 31.12.2018 Durchschnittskurs 2019 Durchschnittskurs 2018
US-Dollar (USA) USD 1,1234 1,1450 1,1194 1,1810
Pfund (Großbritannien) GBP 0,8508 0,8945 0,8775 0,8847

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Geschäfts- oder Firmenwert

Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist ein Vermögenswert eigener Art, der künftigen wirtschaftlichen Nutzen aus anderen bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen Nettovermögenswerten darstellt, die nicht einzeln identifiziert und separat angesetzt werden können. Geschäfts- oder Firmenwerte werden die jeweiligen erworbenen CGUs / Gruppen von CGUs sowie etwaige weitere CGUs, bei denen Synergien aus dem Erwerb erwartet werden, zugeordnet. Die vom Konzern bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte sind CGUs, die den rechtlichen Einheiten entsprechen, HKO (Segment „Standort Deutschland“) bzw. HKF (Segment „Standort Frankreich“) zugeordnet:

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TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Standort Deutschland 4.016 4.016
Standort Frankreich 1.133 1.133
Gesamt 5.149 5.149

Geschäfts- oder Firmenwerte werden aktiviert und nach IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern gemäß IAS 36 mindestens jährlich zum Bilanzstichtag, sowie unterjährig falls es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte, einer Wertminderungsprüfung unterzogen. Weitere Angaben über diesen Test für die Berichtsperiode sind in Ziffer 16 zu finden. Ist die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben, wird eine Wertminderung vorgenommen. Anderenfalls wird der Wertansatz gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten werden nicht rückgängig gemacht, auch wenn eine Wertminderung nicht mehr vorliegt.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen werden aktiviert; der negative Geschäfts- oder Firmenwert aus einem Unternehmenszusammenschluss vor dem IFRS-Umstellungstermin, 1. Januar 2006, wurde mit den Rücklagen verrechnet. Beim Abgang eines einbezogenen Unternehmens wird ein diesbezüglich aktivierter Geschäfts- oder Firmenwert in die Ermittlung des Entkonsolidierungsergebnisses einbezogen. Dagegen bleibt der mit Rücklagen verrechnete negative Geschäfts- oder Firmenwert bei der Bestimmung des Veräußerungsgewinns oder -verlusts außer Betracht.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen Markennamen, Patente, Lizenzen und Software, werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden sein wird und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Die Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger direkt zurechenbarer Gemeinkosten ermittelt. Fremdkapitalkosten werden nur aktiviert, wenn sie direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können.

Sämtliche immateriellen Vermögenswerte im Konzern haben - mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte und des Markennamens „Heckler & Koch“ - begrenzte Nutzungsdauern und werden entsprechend dieser Nutzungsdauern planmäßig linear abgeschrieben. Der mit TEUR 8.393 (2018: TEUR 8.393) bilanzierte Markenname ist der zahlungsmittelgenerierenden Einheit HKO (Segment „Standort Deutschland“) zugeordnet und wird mindestens jährlich zum Bilanzstichtag, sowie unterjährig falls es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte, einem Werthaltigkeitstest, wie für den Geschäfts- oder Firmenwert beschrieben, unterzogen. Weitere Angaben über diesen Test für die Berichtsperiode sind in Ziffer 16 zu finden. Lizenzen und Software haben in der Regel Nutzungsdauern von 1 bis 10 Jahren; die aktivierten Entwicklungskosten haben in der Regel Nutzungsdauern von 8 Jahren mit Beginn des Verkaufs des entwickelten Produkts. Sofern im Einzelfall die erwartete Nutzungsdauer wesentlich länger oder kürzer ist als diese Standard-Nutzungsdauer, wird die erwartete Nutzungsdauer angesetzt. Falls es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte, werden die Vermögenswerte einem Werthaltigkeitstest unterzogen.

Sachanlagen

Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, werden als Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen sowie gegebenenfalls außerplanmäßige Wertminderungen, bewertet. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger Gemeinkosten ermittelt. Finanzierungskosten für den Zeitraum der Herstellung werden aktuell nicht berücksichtigt, weil Fremdkapitalkosten nur aktiviert werden, wenn sie direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können und dies ist aktuell nicht der Fall. Die alternativ zulässige Neubewertungsmethode wird nicht angewendet.

Den planmäßigen Abschreibungen für eigene Sachanlagen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Klasse der Sachanlagen Jahre
Bauten 25 - 40
Technische Anlagen und Maschinen 3 - 10
Werkzeuge 3
Fahrzeuge 3 - 9
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15

Die planmäßigen Abschreibungen für Nutzungsrechte nach IFRS 16 werden in Ziffer 5, Abschnitt „Leasingverhältnisse“ beschrieben.

Die Nutzungsdauern sowie die Abschreibungsmethoden werden periodisch und im Einzelfall überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit den erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauern im Einklang stehen.

Wertminderung von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Nutzungsrechten

Beim Vorliegen von Anhaltspunkten, die auf eine Wertminderung hinweisen, werden Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte einem Wertminderungstest nach IAS 36 unterzogen. Wenn der Buchwert eines Vermögenswertes über seinem erzielbaren Betrag liegt, wird eine Wertminderung gebucht, wobei der erzielbare Betrag als der höhere der beiden nachfolgend dargestellten Werte definiert ist: (i) der beizulegende Zeitwert abzüglich der voraussichtlichen Veräußerungskosten oder (ii) der Nutzungswert. Wenn der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht ermittelt werden kann, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags auf Ebene der nächsthöheren zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

Falls in Folgeperioden der erzielbare Betrag den wertgeminderten Buchwert übersteigt, werden Wertminderungen rückgängig gemacht, jedoch höchstens bis zu (i) dem erzielbaren Betrag oder (ii) den niedrigeren fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Wertminderungen und Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst.

Finanzinstrumente

i. Ansatz und erstmalige Bewertung

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und ausgegebene Schuldverschreibungen u.ä. werden ab dem Zeitpunkt, zu dem sie entstanden sind, angesetzt. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erstmals am Handelstag erfasst, wenn das Unternehmen Vertragspartei nach den Vertragsbestimmungen des Instruments wird. Ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei einem Posten, der nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert („FVTPL“) bewertet wird, kommen hierzu die Transaktionskosten, die direkt seinem Erwerb oder seiner Ausgabe zurechenbar sind.

ii. Klassifizierung und Folgebewertung

Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert eingestuft als bewertet: zu fortgeführten Anschaffungskosten; erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) - Schuldinstrument; erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) - Eigenkapitalinstrument; oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL).

Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nicht reklassifiziert, es sei denn, der Konzern ändert sein Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der Berichtsperiode reklassifiziert, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt.

Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als FVTPL designiert wurde:

Er wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und

die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.

Im Geschäftsjahr 2019 umfassen die finanziellen Vermögenswerte im Wesentlichen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen, Festgelder und Derivate für Devisentermingeschäfte. Unter die finanziellen Verbindlichkeiten fallen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Darlehensgebern, Anleihehaltern und Leasinggebern. Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus der Erbringung bzw. Erhalt von Waren und / oder Dienstleistungen an bzw. von Dritten im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Deswegen werden - mit Ausnahme von Derivaten - sämtliche beim Konzern im Geschäftsjahr 2019 gehaltenen Finanzinstrumente nach IFRS 9 als „zu fortgeführten Anschaffungskosten“ klassifiziert und entsprechend bewertet. Die Derivate werden als „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ klassifiziert und entsprechend bewertet.

Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten

Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode folgebewertet. Aktuell erfasst der Konzern diesbezüglich jedoch keine Zinserträge, weil es bei den betroffenen Vermögenswerten keine Transaktionskosten gibt, die mit dieser Methode über die jeweiligen Laufzeiten verteilt werden müssten. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch Wertminderungsaufwendungen gemindert. Zinserträge, Währungskursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Ein Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung wird im Gewinn oder Verlust erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten sind insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Darlehensgebern, Anleihehaltern oder Kreditinstituten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, einschließlich Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16.

Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten des Konzerns im Berichtszeitraum werden bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode nach IFRS 9 bzw. Leasingverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode nach IFRS 16 bewertet. Zinsaufwendungen und Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden ebenfalls im Gewinn oder Verlust erfasst.

iii. Wertminderung finanzieller Vermögenswerte

Der Konzern bilanziert Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste (ECL) für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

IFRS 9 sieht drei Stufen vor, welche die Entwicklung der Kreditqualität eines Instruments widerspiegeln:

Soweit keine signifikante Verschlechterung in der Kreditqualität seit Zugang vorliegt, sind erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen. Die Zinsvereinnahmung erfolgt auf Basis des Bruttobuchwerts unter Anwendung der Effektivzinsmethode (Stufe I).

Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos, jedoch kein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste über die gesamte Restlaufzeit aufzustocken. Die Methode der Zinsvereinnahmung bleibt zunächst unverändert (Stufe II).

Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung ist zusätzlich die Zinsvereinnahmung anzupassen, sodass die Zinsen ab diesem Zeitpunkt auf Basis des Nettobuchwerts (Buchwert abzgl. Risikovorsorge) des Instruments abgegrenzt werden (Stufe III).

Bei der Festlegung, ob das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswertes seit der erstmaligen Erfassung signifikant angestiegen ist, und bei der Schätzung von erwarteten Kreditverlusten berücksichtigt der Konzern angemessene und belastbare Informationen, die relevant und ohne unangemessenen Zeit- und Kostenaufwand verfügbar sind. Dies umfasst sowohl quantitative als auch qualitative Informationen und Analysen, die auf vergangenen Erfahrungen des Konzerns und fundierten Einschätzungen, inklusive zukunftsgerichteter Informationen, beruhen.

Über die Laufzeit erwartete Kreditverluste sind erwartete Kreditverluste, die aus allen möglichen Ausfallereignissen während der erwarteten Laufzeit des Finanzinstruments resultieren.

12-Monats-Kreditverluste sind der Anteil der erwarteten Kreditverluste, die aus Ausfallereignissen resultieren, die innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag (oder einem kürzeren Zeitraum, falls die erwartete Laufzeit des Instruments weniger als zwölf Monate beträgt) möglich sind.

Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden immer in Höhe des über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusts bewertet.

Der bei der Schätzung von erwarteten Kreditverlusten maximal zu berücksichtigende Zeitraum ist die maximale Vertragslaufzeit, in der der Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt ist.

Sowie objektive Hinweise auf eine beeinträchtigte Bonität vorliegen, z.B. im Falle der Insolvenz eines Kunden, wird ein Wechsel von Stufe II zu Stufe III vorgenommen.

Der Bruttobuchwert eines einzelnen finanziellen Vermögenswertes wird wertberichtigt, wenn der Konzern nach angemessener Einschätzung nicht davon ausgeht, dass der finanzielle Vermögenswert ganz oder teilweise realisierbar ist. Bei Kunden vom Zivilmarkt schreibt der Konzern den Bruttobuchwert ab, wenn der finanzielle Vermögenswert mehr als 90 Tage überfällig ist, basierend auf vergangenen Erfahrungen bei der Realisierung solcher Vermögenswerte. Bei behördlichen Kunden führt der Konzern eine individuelle Einschätzung über den Zeitpunkt und die Höhe der Wertberichtigung durch, basierend darauf, ob eine angemessene Erwartung an die Einziehung vorliegt. Der Konzern erwartet keine signifikante Einziehung des abgeschriebenen Betrags. Wertberichtigte finanzielle Vermögenswerte können dennoch Vollstreckungsmaßnahmen zur Einziehung überfälliger Forderungen unterliegen.

Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, werden vom Bruttobuchwert der Vermögenswerte abgezogen.

iv. Ausbuchung

Finanzielle Vermögenswerte

Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er die Rechte zum Erhalt der Zahlungsströme in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden. Eine Ausbuchung findet ebenfalls statt, wenn der Konzern alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen weder überträgt noch behält und er die Verfügungsgewalt über den übertragenen Vermögenswert nicht behält. Der Konzern bucht des Weiteren einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn dessen Vertragsbedingungen geändert werden und die Zahlungsströme des angepassten Vermögenswerts signifikant anders sind. In diesem Fall wird ein neuer finanzieller Vermögenswert basierend auf den angepassten Bedingungen zum beizulegenden Zeitwert erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeit

Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Der Konzern bucht des Weiteren eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn dessen Vertragsbedingungen geändert werden und die Zahlungsströme der angepassten Verbindlichkeit signifikant anders sind. In diesem Fall wird eine neue finanzielle Verbindlichkeit basierend auf den angepassten Bedingungen zum beizulegenden Zeitwert erfasst.

Bei der Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit wird die Differenz zwischen dem Buchwert der getilgten Verbindlichkeit und dem gezahlten Entgelt (einschließlich übertragener unbarer Vermögenswerte oder übernommener Verbindlichkeiten) im Gewinn oder Verlust erfasst.

v. Verrechnung

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden saldiert und in der Bilanz als Nettobetrag ausgewiesen, wenn der Konzern einen gegenwärtigen, durchsetzbaren Rechtsanspruch hat, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und es beabsichtigt ist, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.

vi. Derivate

Der H&K AG Konzern verfolgt die Politik, abhängig von den angebotenen Devisenkursen sowie den Konditionen der möglichen Devisentermingeschäfte, mit Berücksichtigung der erwarteten USD-Entwicklungen einen Teil der erwarteten USD-Einnahmen und die damit verbundenen Fremdwährungsrisiken über Sicherungstransaktionen abzusichern. Diese Derivate werden beim erstmaligen Ansatz sowie im Rahmen der Folgebewertung zum beizulegenden Wert bewertet; Änderungen hieraus werden im Gewinn oder Verlust erfasst, weil diese Derivate nicht als Sicherungsinstrumente designiert werden. In Ermangelung von solchen designierten Sicherungsinstrumente in den Jahren 2018 und 2019 unterbleiben weitere Angaben.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder, falls niedriger, zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind mit ihren fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Herstellungskosten der unfertigen und der fertigen Erzeugnisse werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger produktionsbezogener Gemeinkosten ermittelt. In die Herstellungskosten sind Vertriebskosten, Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Finanzierungskosten nicht einbezogen. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten Vertriebskosten dar. Für erkennbare Wertminderungen wegen mangelnder Gängigkeit sowie zur Berücksichtigung gesunkener Veräußerungspreise, werden Wertabschläge vorgenommen; diesen übergeordnet wird eine Reichweitenbetrachtung durchgeführt, um die Bewertung wertgeminderte Vorräte zum Nettoveräußerungswert sicherzustellen.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Ein langfristiger Vermögenswert (oder Veräußerungsgruppen bestehend aus Vermögenswerten und Schulden) wird als zur Veräußerung gehalten eingestuft, wenn der dazugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Vermögenswerte werden entweder mit dem Buchwert oder aber mit dem aus dem jeweiligen Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten resultierenden Wert angesetzt, je nachdem welcher Wert niedriger ist. Diese Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Sofern es solche Vermögenswerte oder Schulden geben sollte, werden sie getrennt in der Bilanz ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche leistungsorientierte Verpflichtungen

Die Rückstellungen für leistungsorientierte Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartenden Steigerungen von Renten und Gehältern und mögliche demographische Entwicklungen berücksichtigt. Der Wert wird versicherungsmathematisch von einem Gutachter ermittelt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden gemäß IAS 19 in der Periode, in der sie anfallen, erfolgsneutral behandelt. Ausgewiesen werden sie in der Gesamtergebnisrechnung.

Bei der Bestimmung der Diskontierungszinssätze gemäß IAS 19 orientiert sich der versicherungsmathematische Gutachter an der Rendite von erstrangigen festverzinslichen Industrieanleihen zum Bewertungsstichtag.

Sonstige lang- und kurzfristige Rückstellungen

Rückstellungen werden insoweit angesetzt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig geschätzt werden kann.

Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zur gegenwärtig besten Schätzung der Aufwendungen, die zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich sind. Bei einer wesentlichen Wirkung des Zinseffektes, entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtungen voraussichtlich notwendigen Ausgaben. Erstattungsansprüche werden ggf. gesondert aktiviert, wenn es so gut wie sicher ist, dass der Konzern die Erstattung bei Erfüllung der Verpflichtung erhält.

Leasingverhältnisse

Der Konzern hat IFRS 16 nach dem modifiziert retrospektiven Ansatz angewendet und daher die Vergleichswerte nicht angepasst, sondern weiterhin nach IAS 17 und IFRIC 4 dargestellt.

Leasingverhältnisse ab 2019

Der Konzern hat IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 unter Anwendung der modifiziert retrospektiven Methode angewendet. Aus diesem Grund ist der kumulative Effekt aus der Anwendung von IFRS 16 als eine Anpassung der Eröffnungsbilanzwerte der Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2019 erfasst worden.

Der Konzern hat die Vereinfachungsregelung bezüglich der Beibehaltung der Definition eines Leasingverhältnisses bei der Umstellung angewendet. Dies bedeutet, dass der Konzern IFRS 16 auf alle Verträge anwendet hat, die vor dem 1. Januar 2019 abgeschlossen worden sind und nach IAS 17 und IFRIC 4 als Leasingverhältnisse identifiziert worden sind.

Bei Vertragsbeginn beurteilt der Konzern, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes gegen Zahlung eines Entgeltes für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Um zu beurteilen, ob ein Vertrag ein solche Berechtigung beinhaltet, legt der Konzern die Definition eines Leasingverhältnisses nach IFRS 16 zugrunde.

i. Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern Leasingnehmer ist

Die wesentliche Leasingverhältnisse des Konzerns betreffen Büroräume und Verkehrsmittel.

Am Bereitstellungsdatum oder bei Änderung eines Leasingvertrages, erfasst der Konzern einen Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit.

Die Leasingverbindlichkeit wird zum Barwert der am Bereitstellungsdatum noch nicht geleisteten Leasingzahlungen einschließlich voraussichtlicher Beträge für:

etwaige Restwertgarantien,

Kauf- oder Verlängerungsoptionen deren Ausübung hinreichend sicher ist, sowie

etwaige Strafzahlungen für eine vorzeitige Kündigung, es sei denn, dass eine solche Kündigung hinreichend sicher ausgeschlossen sein kann

abgezinst mit dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz oder, wenn sich dieser nicht ohne Weiteres bestimmen lässt, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns. Grundsätzlich nutzt der Konzern seinen Grenzfremdkapitalzinssatz als Abzinsungssatz; für die Leasingverhältnisse erfasst im Rahmen der Erstanwendung sowie während 2019 betrug dieser 7,25%.

Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten in der gleichen Höhe wie die Leasingverbindlichkeit bewertet, angepasst um:

am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleistete Zahlungen;

etwaige anfängliche direkte Kosten;

die geschätzte Demontage u.ä. Kosten; sowie

etwaige erhaltener Leasinganreize.

Anschließend wird das Nutzungsrecht von Beginn des Leasingverhältnisses bis zum Ende der Laufzeit linear abgeschrieben. Eine Ausnahme hiervon bilden Verträge, bei denen eine Kaufoption durch den Leasingnehmer als hinreichend sicher beurteilt wurde und der Ausübungspreis entsprechend im Nutzungsrecht abgebildet ist. In diesen Fällen wird das Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswertes abgeschrieben. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht sofern nötig um Wertminderungen berichtigt und unter bestimmten Voraussetzungen um Neubewertungen bzw. Modifikationen der Leasingverbindlichkeit angepasst.

Die Leasingverbindlichkeit wird zum fortgeführten Buchwert unter Anwendung einer Effektivzinsmethode bewertet. Sie wird neubewertet, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen oder die Laufzeit verändern, wenn die Schätzung der voraussichtlichen Zahlung im Rahmen einer etwaigen Restwertgarantie angepasst wird und wenn die Einschätzung über die Ausübung von Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen ändert. Bei einer Neubewertung der Leasingverbindlichkeit wird eine entsprechende Anpassung des Nutzungsrechts vorgenommen bzw. wird erfolgswirksam erfasst falls sich der Buchwert des Nutzungsrechts bereits auf Null verringert hat. Weiterhin werden erfolgsneutrale und ggf. erfolgswirksame Anpassungen im Fall einer Vertragsmodifikation berücksichtigt.

In der Bilanz werden Nutzungsrechte in den Sachanlagen und Leasingverbindlichkeiten in den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

ii. Kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen

Der Konzern hat beschlossen, Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten nicht anzusetzen für Leasingverhältnisse denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse. Die dafür anfallenden Leasingaufwendungen werden erfolgswirksam erfasst. Der Aufwand wird linear über die Laufzeit erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Verlauf des Nutzens für den Konzern oder der Unterschied zwischen diesen Methoden und den tatsächlichen Leasing-Zahlungen unwesentlich ist.

iii. Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern Leasinggeber ist

In Ermangelung von solchen Leasingverhältnissen in den Jahren 2018 und 2019 unterbleiben weitere Angaben.

Leasingverhältnisse bis einschließlich 2018

Bei Leasingverhältnissen, in denen der Konzern Leasingnehmer ist, wird das wirtschaftliche Eigentum an den Leasinggegenständen gemäß IAS 17 dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand trägt (Finanzierungsleasing). Zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses werden Finanzierungsleasingverhältnisse als Vermögenswert und Schulden in gleicher Höhe, mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen, angesetzt. Anfängliche direkte Kosten werden als Teil des Vermögenswertes aufgenommen. Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögensgegenstände; ist zu Ende eines Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, dass das Eigentum auf dem Leasingnehmer übergeht, so wird der Vermögenswert über den kürzeren der beiden Zeiträume, Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer, vollständig abgeschrieben.

Soweit bei Leasingverträgen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt, erfolgt die Bilanzierung der Leasinggegenstände beim Leasinggeber (Operating-Leasing). Die dafür anfallenden Leasingaufwendungen werden erfolgswirksam erfasst. Der Aufwand wird linear über die Laufzeit erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Verlauf des Nutzens für dem Leasingnehmer oder der Unterschied zwischen diesen Methoden und den tatsächlichen Leasing-Zahlungen unwesentlich ist.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Verkauf von Gütern und Erbringung von Dienstleistungen

Der Umsatz wird auf Grundlage der in einem Vertrag mit einem Kunden festgelegten Gegenleistung gemessen. Der Konzern erfasst Erlöse, wenn er die Verfügungsgewalt über ein Gut oder Dienstleistung an einen Kunden überträgt.

Grundsätzlich erlangen Kunden Verfügungsgewalt über unsere Produkte, wenn die Waren vom Kunden oder dessen Beauftragten abgeholt oder zum Firmengelände des Kunden geliefert wurden. Zu diesem Zeitpunkt werden die Rechnungen erstellt. Die Erfassung der Erlöse erfolgt, wenn die Waren vom Kunden abgeholt oder zum Firmengelände des Kunden geliefert wurden.

Gelegentlich bitten uns Kunden die Waren vorerst gesondert bei uns aufzubewahren; in solchen Fällen („Bill-and-Hold“) erfolgt die Erfassung der Erlöse, wenn die Waren bereit zur Versendung und gesondert bei uns eingelagert werden sollen. Es handelt sich hierbei immer um speziell für den jeweiligen Kunden gefertigte, von ihm abgenommene und auf ihn registrierte Produkte.

Zinsen und sonstige Erträge

Zinserträge werden periodengerecht abgegrenzt.

Sonstige Erträge werden periodengerecht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zu Grunde liegenden Vertrags erfasst.

Betriebliche Aufwendungen

Betriebliche Aufwendungen werden auf der Grundlage eines direkten Zusammenhangs zwischen den angefallenen Kosten und den entsprechenden Erträgen in der Gewinn- und Verlustrechnung dann erfasst, wenn die Leistung in Anspruch genommen wird bzw. zum Zeitpunkt der Verursachung.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten werden ebenfalls zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst, sofern sie die Kriterien zur Aktivierung als selbsterstellter immaterieller Vermögenswert gemäß IAS 38 nicht erfüllen.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten nach IAS 23 werden nur aktiviert, wenn sie direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können; sonstige Fremdkapitalkosten werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls aufwandswirksam berücksichtigt. Im Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert.

Ertragsteuern und latente Steuern

Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe aus laufendem und latentem Steueraufwand dar.

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das jeweilige Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Vorsteuerergebnis laut Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in anderen Jahren oder niemals zu versteuern bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird basierend auf Steuersätzen und Steuervorschriften, die am Bilanzstichtag gelten oder in Kürze gelten werden, berechnet.

Latente Steuern sind die erwarteten Steuerbelastungen und -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden in den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften verglichen mit den Wertansätzen im Konzernabschluss nach IFRS. Dabei kommt die Verbindlichkeitsmethode zur Anwendung. Normalerweise werden latente Steuerschulden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, wogegen latente Steueransprüche für abzugsfähige temporäre Differenzen nur insoweit erfasst werden, wie es wahrscheinlich ist, dass zu versteuernde Gewinne zur Verfügung stehen, die beim Ausgleich der abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Solche Vermögenswerte und Schulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporäre Differenz (i) aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder (ii) aus der erstmaligen Erfassung von anderen Vermögenswerten und Schulden ergibt, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren. Zusätzlich werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet, sofern damit zu rechnen ist, dass diese künftig genutzt werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Bilanzstichtag geprüft und herabgesetzt, wenn es unwahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen wird, um den Nutzen des latenten Steueranspruches, insgesamt oder teilweise, zu verwenden.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden sind anhand der Steuersätze bewertet, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze und Steuervorschriften verwendet, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind.

Die Veränderungen der latenten Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen Transaktionen, die im sonstigen Ergebnis oder erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasst wurden; in diesen Fällen werden die latenten Steuern ebenfalls im sonstigen Ergebnis bzw. erfolgsneutral im entsprechenden Eigenkapitalposten erfasst.

Eventualschulden und Eventualforderungen

Eventualschulden werden nicht angesetzt. Wenn Eventualschulden identifiziert werden, werden diese im Anhang angegeben, es sei denn, die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ist sehr unwahrscheinlich. Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

Gebrauch von Schätzungen und Annahmen

Für die Erstellung von Abschlüssen unter Beachtung der Veröffentlichungen des IASB sind Schätzungen erforderlich, die sowohl die Wertansätze in der Bilanz, die Art und den Umfang von Eventualschulden und Eventualforderungen am Bilanzstichtag als auch die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich beim H&K AG Konzern im Wesentlichen auf die Werthaltigkeitstests für den Geschäfts- oder Firmenwert sowie Markennamen, die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Einbringlichkeit von Forderungen, die Bewertung von Vorräten, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen sowie die Bilanzierung und Bewertung von Leasingverhältnissen.

Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen können durch Gesetzes- oder Vertragsanforderungen begründet werden. Rückstellungen werden für die erwartete Inanspruchnahme aus Garantie- oder Gewährleistungsverpflichtungen gebildet. Eine Inanspruchnahme ist insbesondere dann zu erwarten, wenn die Gewährleistungsfrist noch nicht abgelaufen ist, wenn in der Vergangenheit Gewährleistungsaufwendungen angefallen sind oder wenn sich Gewährleistungsfälle konkret abzeichnen. Das Gewährleistungsrisiko ist aus Erfahrungswerten der Vergangenheit abgeleitet und entsprechend zurückgestellt (Ziffer 24).

Wenn ein Unternehmen des Konzerns Beklagte in einem Rechtsstreit ist und mehr für als gegen einen negativen Verfahrensausgang spricht, wird der Betrag als Prozessrisiko zurückgestellt, mit dem das Unternehmen bei negativem Verfahrensausgang wahrscheinlich belastet wird. Dieser Betrag umfasst die durch das Unternehmen wahrscheinlich zu leistenden Zahlungen wie insbesondere Schadensersatz und Abfindungen, sowie die erwarteten Verfahrenskosten. Wenn ein Unternehmen des Konzerns Beklagte in einem Rechtsstreit ist und mehr für als gegen einen positiven Verfahrensausgang spricht oder bei Prozessen, bei denen das Unternehmen Klägerin ist, sind lediglich die Verfahrenskosten zurückgestellt (Ziffer 24).

Durch die Anwendung von IFRS 16 muss beurteilt werden, ob ein Vertrag die Definition eines Leasingverhältnisses gem. IFRS 16 erfüllt; in solchen Fällen muss der Konzern einen angemessenen Diskontierungsfaktor bestimmen sowie beurteilen ob die Ausübung von Verlängerungsoptionen hinreichend sicher ist, um der Laufzeit des Leasingverhältnisses zu bestimmen. Weitere Angaben zu den Auswirkungen von IFRS 16 sind Ziffer 3, 25 und 33 zu entnehmen.

Der Gebrauch von Schätzungen bei anderen Positionen der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung wird in den Angaben für die jeweiligen Positionen dargestellt. Davon sind insbesondere die folgenden Sachverhalte betroffen: Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen und sonstige immaterielle Vermögenswerte (Ziffer 16), Wertminderungen auf Sachanlagen und Nutzungsrechte (Ziffer 17), Wertminderungen auf Forderungen (Ziffer 20) und Vorräte (Ziffer 19) sowie der Wertansatz der latenten Steueransprüche (Ziffer 15) und der Rückstellungen für Pensionen (Ziffer 23).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(6) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse stiegen um TEUR 18.470 auf TEUR 239.417 im Vergleich zu TEUR 220.946 im Jahr 2018. Wegen IFRS 15 werden die dazugehörigen Aufwendungen für Konventionalstrafen in den Erlösschmälerungen berücksichtigt. Die Umsatzerlöse des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2019 2018
Verkauf von Gütern 237.855 222.473
Erbringung von Dienstleistungen 4.578 1.975
Brutto Umsätze 242.432 224.448
Skonti, Boni, usw. (3.016) (3.501)
Netto Umsätze 239.417 220.946

Aufteilung nach geographischen Märkten:

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TEUR 2019 2018
Inland (Deutschland) 78.229 78.330
Ausland - sonstige "Grüne Länder" * 160.851 142.130
Ausland - Rest der Welt 3.352 3.987
Brutto Umsätze 242.432 224.448
Skonti, Boni, usw. (3.016) (3.501)
Netto Umsätze 239.417 220.946

* Für Vergleichbarkeit wurde die Aufteilung für 2018 aktualisiert entsprechend der aktuellen Definition von „grüner Länder" in Ziffer 1.

Die Umsatzerlöse des Konzerns ergeben sich im Wesentlichen aus zeitpunktbezogener Umsatzrealisierung im Sinne des IFRS 15.38.

Die folgende Tabelle gibt Auskunft über Forderungen und Vertragsverbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden:

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TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.709 31.064
Vertragsverbindlichkeiten (4.275) (17.495)
Gesamt 17.434 13.569

Die Vertragsverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die von Kunden erhaltenen Anzahlungen. Aus den zum Jahresanfang ausgewiesene Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von 17.495 TEUR (Jahresanfang 2018: 6.910 TEUR) wurde im Geschäftsjahr 16.346 TEUR (2018: 5.146 TEUR) als Umsatzerlöse erfasst. Der im Geschäftsjahr erfasste Umsatzerlös aus den in früheren Perioden erfüllten (oder teilweise erfüllten) Leistungsverpflichtungen beträgt 0 TEUR (2018: 0 TEUR).

Wie nach IFRS 15 zulässig, werden keine Angaben zu den verbleibenden Leistungsverpflichtungen zum 31. Dezember 2019 gemacht, die eine erwartete ursprüngliche Laufzeit von einem Jahr oder weniger haben.

(7) Umsatzkosten

In den Umsatzkosten sind die zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Materialkosten, Fertigungslöhne und Gemeinkosten enthalten. Die Umsatzkosten sind um TEUR 8.635 auf TEUR 175.829 gestiegen im Vergleich zu TEUR 167.193 im Jahr 2018; hierzu trugen die höheren Umsätze sowie der geänderte Produktmix bei.

(8) Forschungs- und Entwicklungskosten

Die im Aufwand erfassten Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die diesen Aktivitäten zurechenbaren Personalkosten, Abschreibungen sowie die Kosten der Versuchsmaterialien und -werkzeuge, soweit es sich nicht um Entwicklungskosten handelt, die entsprechend IAS 38 zu aktivieren waren. Zudem sind Abschreibungen und Ausbuchungen von aktivierten Entwicklungskosten enthalten. Diese Forschungs- und Entwicklungskosten sanken um TEUR 1.661 auf TEUR 5.709 im Vergleich zu TEUR 7.370 im Jahr 2018; die hier enthaltene Ausbuchung von bereits aktivierten Entwicklungsleistungen für Projekte, die aufgrund veränderter Marktbedingungen nicht weitergeführt werden sanken um 1.917 TEUR auf TEUR 69 im Vergleich zu TEUR 1.986 im Jahr 2018.

(9) Vertriebskosten

Die Vertriebskosten umfassen im Wesentlichen Personal-, Sach- und Marketingkosten sowie die auf den Vertriebsbereich entfallenden Abschreibungen und auftragsbezogenen Projektkosten. Sie sanken um TEUR 1.327 auf TEUR 21.424 im Vergleich zu TEUR 22.751 im Jahr 2018; der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Personal- und sonstige Gemeinkosten, entgegengewirkt durch höhere projektbezogene Kosten, zurückzuführen.

(10) Allgemeine Verwaltungskosten

In den allgemeinen Verwaltungskosten sind Personal- und Gemeinkosten sowie die auf den Verwaltungsbereich entfallenden Abschreibungen enthalten. Sie sanken um TEUR 1.260 auf TEUR 15.401 im Vergleich zu TEUR 16.661 im Jahr 2018, im Wesentlichen wegen geringeren Vorsorgekosten für Rechtsstreitigkeiten sowie niedrigeren Beratungskosten und Nebenkosten des Geldverkehrs.

(11) Sonstige betriebliche Erträge

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TEUR 2019 2018
Benzinverkäufe an Mitarbeiter 874 1.288
Versicherungsleistungen 277 404
Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 25 17
Erträge aus der Entsorgung von Schrott u.ä. 283 375
Erträge aus Ausbuchung von Verbindlichkeiten 347 -
Sonstige 781 776
Gesamt 2.588 2.860

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 545 (2018: TEUR 534) enthalten. Diese betrafen hauptsächlich Erträgen aus Rückerstattungen, Ausbuchungen und Versicherungsleistungen in Höhe von TEUR 520 (2018: TEUR 419).

(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen sowie Wertminderungsaufwand aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und entsprechende Wertaufholungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten die folgenden wesentlichen Posten, die nicht nach Funktionsbereichen aufgeteilt werden:

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TEUR 2019 2018
Vorsorge für mögliche Inanspruchnahme aus Garantien (1.020) (86)
Gutschriften Vorjahre 229 (21)
Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten (55) 0
Sonstige Steuern (563) (610)
Benzin für Betriebsangehörige u.ä. (878) (1.270)
Sonstige (399) 447
Gesamt (2.687) (1.540)

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Nettoerträge in Höhe von TEUR 174 (2018: TEUR 517 Nettoerträge) enthalten. In 2019 betreffen sie im Wesentlichen die Auflösung der Rückstellung für mögliche Rückerstattungen aus Preisprüfungen („Gutschriften Vorjahre“). In 2018 betrafen diese im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen für mögliche Konventionalstrafen.

Im Geschäftsjahr umfasst der Posten „Wertminderungsaufwand aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und entsprechende Wertaufholungen“ im Wesentlichen eine Erhöhung der nach IFRS 9 ermittelten Wertminderungen entgegengewirkt durch die Nettoauflösung von Einzelwertberichtigungen (Ziffer 20); in 2018 umfasste dieser Posten im Wesentlichen die Auflösung einer Wertberichtigung nach Erhalt einer Zahlung, entgegengewirkt durch Aufwendungen für die nach IFRS 9 ermittelten Wertminderungen.

(13) Analyse nach Art der Aufwendungen und EBITDA

Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt die betrieblichen Aufwendungen aufgeteilt nach Funktionsbereichen. Die folgende Tabelle stellt das Betriebsergebnis mit den Aufwendungen analysiert nach deren Art („Gesamtkostenverfahren“) und das EBITDA dar.

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TEUR 2019 2018
Netto Umsatzerlöse 239.417 220.946
Materialaufwendungen und Bestandsveränderungen (117.054) (110.867)
Aktivierte Eigenleistungen 5.255 4.281
Sonstige betriebliche Erträge 2.588 2.860
Personalaufwendungen (69.309) (67.144)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (30.510) (32.848)
Wertminderungsaufwand aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie entsprechende Wertaufholungen (45) 1.418
EBITDA 30.341 18.646
Abschreibungen (9.432) (8.938)
Betriebsergebnis 20.910 9.709

EBITDA ist ein nicht nach IFRS definierter Begriff und kann deswegen unterschiedlich ermittelt werden.

(14) Finanzergebnis

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TEUR 2019 2018
Finanzerträge
Zinserträge 52 79
Erträge aus der Bewertung derivater Finanzinstrumente 73 -
Erträge aus Kursdifferenzen 1.028 1.521
Finanzerträge gesamt 1.153 1.601
Finanzaufwendungen
Zinsaufwendungen (12.750) (14.420)
Aufzinsung von langfristigen Verbindlichkeiten (2.287) (4.035)
Aufwendungen aus Kursdifferenzen (1.157) 332
Sonstiges (86) (102)
Finanzaufwendungen gesamt (16.281) (18.225)
Finanzergebnis (15.128) (16.625)

Die Zinserträge enthalten Zinsen aus Guthaben bei Kreditinstituten sowie aus Steuerrückerstattungen; aktuell gibt es keine Zinserträge aus der Effektivzinsmethode (Ziffer 5). Die Erträge aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente resultieren aus Termingeschäften, die das Risiko aus der Umrechnung der in US-Dollar erwarteten Zahlungsflüsse reduzieren sollten. Die Erträge und Aufwendungen aus Kursdifferenzen enthalten Kursdifferenzen aus Transaktionen, die nicht gesichert waren sowie aus der Bewertung von Bilanzpositionen, die bei den einzelnen Konzernunternehmen in anderen Währungen als ihrer jeweiligen Funktionswährung gehalten werden. Die Zinsaufwendungen enthalten

im Wesentlichen Zinsen auf Anleihe- und sonstige langfristige Darlehensverbindlichkeiten sowie auf Steuernachzahlungen. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der langfristigen Verbindlichkeiten beziehen sich auf die leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen, sonstige langfristige Rückstellungen, die Anleihen sowie das SFA-Darlehen (Ziffer 25). Die sonstigen finanziellen Aufwendungen beinhalten Avalkosten, überwiegend im Zusammenhang mit der Gestellung von Garantien an Kunden.

(15) Ertragsteuern

Als Ertragsteuern werden die Körperschaft- und Gewerbesteuer, inklusive Solidaritätszuschlag, der inländischen Konzerngesellschaften sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen. Durch die bestehende ertragsteuerliche Organschaft der inländischen Konzerngesellschaften fällt ab dem Geschäftsjahr 2013 Ertragsteuer beim obersten Beherrschungsorgan, der H&K AG, an.

Für die Gesellschaften in Deutschland ermittelt sich ein Ertragsteuersatz von 28,075% (2018: 28,075%). Die Besteuerung im Ausland wird zu den in diesen Ländern geltenden Steuersätzen berechnet und liegt zwischen 19,0% und 31,0% (2018: zwischen 19,0% und 33,3%). Die latenten Steuern werden durch Anwendung der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. in Kürze gelten werden.

Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2019 2018
Laufender Steueraufwand (3.730) (1.361)
Latente Steuern Ertrag / (Aufwand) (448) 225
Ertragsteueraufwendungen (4.178) (1.136)

Der ausgewiesene laufende Steueraufwand hat sich im Wesentlichen wegen des im Geschäftsjahr verbesserten Ergebnisses vor Ertragsteuern in Höhe von TEUR 5.782 Gewinn (2018: TEUR 6.916 Verlust) auf TEUR 3.730 erhöht (2018: TEUR 1.361). Die latenten Steueraufwendungen haben sich auf TEUR 507 erhöht (2018: TEUR 225 Ertrag).

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten Ertragsteueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung des aktuellen inländischen Ertragsteuersatzes von 28,075% (2018: 28,075%) im Konzern ergeben würde, zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand:

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TEUR 2019 2018
Ergebnis vor Ertragsteuern 5,782 (6,916)
Erwarteter Steuersatz 28.075% 28.075%
Erwarteter Steueraufwand / -ertrag (1,623) 1,942
Veränderung des erwarteten Steueraufwands aufgrund von:
- Steuersatzänderungen (199) (0)
- nicht abzugsfähigen Aufwendungen (2,311) (3,808)
- periodenfremden Steuern (367) (24)
- steuersatzbedingten Abweichungen Ausland 24 (191)
- Verbrauch von nicht aktivierten Steueransprüchen auf Verluste - 733
- Auswirkungen von der IFRS 16 Implementierung zum 01.01.2019 59 -
- sonstigen Effekten 239 212
Tatsächlicher Steueraufwand (4,178) (1,136)
Tatsächlicher Steuersatz 72.3% -16.4%

Die Steuerabgrenzungen sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:

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Bilanzpositionen Latente Steueransprüche Latente Steueransprüche Latente Steuerschulden Latente Steuerschulden
TEUR 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018
Immaterielle Vermögenswerte - - 16.497 15.974
Sachanlagen 161 150 3.945 4.015
Vorräte 1.050 874 254 254
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 287 199 11 19
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 192 94 21 -
Rückstellungen für Pensionen 8.590 7.544 - -
Langfristige Rückstellungen 528 717 - -
Langfristige Finanzverbindlichkeiten - - 523 679
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 60 - - -
Kurzfristige Rückstellungen 92 144 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2 1 - -
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 901 855 - 2
Noch nicht genutzter steuerlicher Verlustvortrag 4.371 4.310 - -
Bilanzansatz 16.234 14.888 21.250 20.943

Im Jahr 2019 wurde eine Nettoerhöhung der latenten Steueransprüche um TEUR 1.386 (2018: TEUR 406) erfolgsneutral durch das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst, da dieser Unterschied aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten von leistungsorientierten Plänen resultiert. Die Unterschiede aus Kursdifferenzen für die Umrechnung der in den Bilanzen der ausländischen Tochterunternehmen ausgewiesenen latenten Steuern sind ebenfalls erfolgsneutral in den „Umrechnungsunterschiede für ausländische Geschäftsbetriebe“ im sonstigen Ergebnis erfasst (2019: TEUR 102 Nettoerhöhung; 2018: TEUR 213 Nettoerhöhung). Alle anderen Veränderungen der latenten Steueransprüche und -verpflichtungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst:

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Bilanzpositionen TEUR Latente Steuer 01.01.2018 In der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst Im sonstigen Ergebnis erfasst Latente Steuer 31.12.2018 In der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst Im sonstigen Ergebnis erfasst Latente Steuer 31.12.2019
Immaterielle Vermögenswerte (15.373) (601) - (15.974) (523) - (16.497)
Langfristige Finanzanlagen und Derivate - - - - - - -
Sachanlagen (4.102) 277 (40) (3.865) 97 (16) (3.784)
Vorräte 1.240 (645) 25 620 164 11 795
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (15) 189 6 180 93 4 276
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 691 (597) - 94 77 - 171
Rückstellungen für Pensionen 7.605 (449) 387 7.544 (307) 1.353 8.590
Langfristige Rückstellungen 245 453 18 717 (222) 33 528
Langfristige Finanzverbindlichkeiten (1.041) 362 - (679) 157 - (523)
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten - - - - 59 0 60
Kurzfristige Rückstellungen 134 3 6 144 (55) 3 92
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (0) 1 - 1 1 - 2
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten - - - - - - -
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 789 26 38 853 32 16 901
Noch nicht genutzter steuerlicher Verlustvortrag 2.927 1.207 177 4.310 (22) 83 4.371
Vortragsfähige Zinsaufwendungen (Zinsschranke) - - - - - - -
Bilanzansatz (6.900) 225 619 (6.056) (448) 1.488 (5.016)

Mögliche latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 250 (2018: TEUR 245), resultierend aus steuerlichen Verlustvorträgen der US-Tochtergesellschaften, sind hier nicht enthalten, weil sie vor der bestehenden steuerlichen Organschaft entstanden sind und somit aktuell nicht verwendet werden können. Mögliche latente Steueransprüche des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 29.598 (2018: TEUR 27.796), resultierend aus steuerlich vortragsfähigen Zinsaufwendungen, sind ebenfalls nicht aktiviert worden.

Im Jahr 2019 wurden Ertragsteuern in Höhe von 2,7 Mio. EUR (2018: 7,2 Mio. EUR) bezahlt. Davon betrafen 2,8 Mio. EUR (2018: 1,3 Mio. EUR) Vorauszahlungen für deutsche Ertragsteuern für das laufende Jahr, 0,6 Mio. EUR netto Rückerstattungen (2018: 4,8 Mio. EUR netto Nachzahlungen) für deutsche Ertragsteuern für Vorjahre und 0,5 Mio. EUR netto ausländische Ertragsteuerzahlungen (2018: 1,1 Mio. EUR netto ausländische Ertragsteuerzahlungen).

Angaben zur Bilanz

(16) Immaterielle Vermögenswerte

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TEUR Entwicklungskosten (selbst geschaffen) Geschäfts- oder Firmenwert (erworben) Markenname, Patente, Lizenzen, Software (erworben) Gesamt
Nettobuchwert am 01.01.2018 23.855 5.149 9.462 38.466
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand am 01.01.2018 37.340 6.649 23.531 67.520
Währungsänderungen (992) - 1.055 64
Zugänge 6.255 - 355 6.609
Abgänge / Ausbuchungen (1.986) - - (1.986)
Stand am 31.12.2018 40.617 6.649 24.941 72.208
Abschreibungen Stand am 01.01.2018 (13.485) (1.500) (14.069) (29.054)
Währungsänderungen 986 - (1.004) (18)
Abschreibungen des Jahres (2.304) - (263) (2.567)
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge / Ausbuchungen - - - -
Stand am 31.12.2018 (14.803) (1.500) (15.336) (31.639)
Nettobuchwert am 31.12.2018 25.815 5.149 9.605 40.568
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2019 40.617 6.649 24.941 72.208
Veränderung Bruttowerte aus Vorjahren - - (69) (69)
Währungsänderungen (7) - 30 23
Zugänge 5.138 - 598 5.737
Abgänge / Ausbuchungen (69) - (264) (333)
Stand am 31.12.2019 45.679 6.649 25.236 77.565
Abschreibungen Stand am 01.01.2019 (14.803) (1.500) (15.336) (31.639)
Veränderung Bruttowerte aus Vorjahren (986) - 1.055 69
Währungsänderungen (0) - (8) (8)
Abschreibungen des Jahres (2.347) - (558) (2.905)
Wertminderungen - - - -
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge / Ausbuchungen - - 264 264
Stand am 31.12.2019 (18.135) (1.500) (14.584) (34.219)
Nettobuchwert am 31.12.2019 27.545 5.149 10.652 43.346

Wie in obenstehender Tabelle ausgewiesen, wurden in 2019 Berichtigungen der Klassifizierung von bestimmten Bruttowerten, die in den Eröffnungswerte für 2018 anders gegliedert waren erfasst; diese Korrekturen hatten keine Auswirkung auf dem Gesamtnettobuchwert der immateriellen Vermögenswerte.

Wie in Ziffer 5 beschrieben, unterliegen der Geschäfts- oder Firmenwert und die sonstigen immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer einer jährlichen Prüfung auf Wertminderung. Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind den jeweiligen erworbenen CGUs zugeordnet worden.

Wie in obenstehender Tabelle ausgewiesen, wird ein Geschäfts- oder Firmenwert unverändert zum Vorjahr in Höhe von TEUR 5.149 bilanziert. Dies entspricht dem von unabhängigen Dritten erworbenen Teil des Nettobuchwerts des Firmenwerts (ohne Markenrechte) in dem nach dem deutschen Handelsrecht erstellten wehrtechnischen Teilkonzernabschluss zu deren Umstellungszeitpunkt auf IFRS (1. Januar 2006). Ursprünglich hieß die Muttergesellschaft dieses Teilkonzerns Heckler & Koch Wehrtechnik Holding GmbH. Diese Gesellschaft erwarb Ende 2003 die Entwicklungs-, Herstellungs- und Vertriebsgesellschaft Heckler & Koch Gesellschaft mit beschränkter Haftung. 2004 wurden die zwei Gesellschaften verschmolzen und in die Heckler & Koch GmbH umbenannt. Deswegen wird ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 4.016 der verschmolzenen Heckler & Koch GmbH (HKO), eine CGU welche das Segment Standort Deutschland entspricht, zugeordnet. Ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 1.133 resultierte aus dem Erwerb der Heckler & Koch France SAS (HKF) im Jahr 2004 und wird deshalb dieser CGU, welche das Segment Standort Frankreich entspricht, zugeordnet. Der Markenname „Heckler & Koch“ aus dem Erwerb der Heckler & Koch Gesellschaft mit beschränkter Haftung Ende 2003 wurde als ein immaterieller Vermögenswert angesetzt (2019: TEUR 8.393; 2018: TEUR 8.393) und ist auch der CGU HKO zugeordnet. Da mit diesem Markennamen das Ansehen des Konzerns verbunden ist, wird diesem, wie auch dem Geschäfts- oder Firmenwert, eine unbestimmte Nutzungsdauer zugrunde gelegt. Die Verwendung des Markennamens wird den anderen operativen Unternehmen des Konzerns über die interne Preisfindung sowie ggf. Lizenzgebühren weiterbelastet; deswegen wird der Werthaltigkeitstest für den Markennamen lediglich auf Ebene der CGU HKO durchgeführt.

Wie in Ziffer 5 beschrieben, führt der Konzern mindestens jährlich eine Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie des Markennamens durch. Da nur ein geringer Anteil der Aktien der H&K AG an der Börse gehandelt wird und vergleichbare Gesellschaften nicht regelmäßig während des letzten Jahres auf einem aktiven Markt gehandelt wurden, war es nicht möglich, die Prüfung auf Wertminderung auf der Basis eines Marktwertes durchzuführen. Bei der Prüfung wird stattdessen der erzielbare Betrag, der Nutzungswert, der CGU deren Buchwert gegenübergestellt. Die Nutzungswerte der CGUs werden durch Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme bestimmt. Sollte es aufgrund dieser Ermittlung ein Anhaltspunkt für eine mögliche Wertminderung geben, wird zusätzlich der beizulegende Zeitwert abzüglich geschätzten Veräußerungskosten (fair value less cost of disposal FVLCOD) ermittelt, um die mögliche Wertminderung zu beziffern.

Die Ermittlungen für die CGU HKO (Goodwill TEUR 4.016 und Markenname TEUR 8.393) und die CGU HKF (Goodwill TEUR 1.133) liegen die folgenden wesentlichen Annahmen zugrunde:

Über einen Prognosezeitraum von vier Jahren erfolgt eine detaillierte Planung der Mittelflüsse für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten; das fünfte Jahr wird zum Teil detailliert und zum Teil per Hochrechnung geplant. Nachfolgende Perioden werden durch den Ansatz einer ewigen Rente berücksichtigt, die auf Basis der Mittelflüsse des letzten Jahres des Detailprognosezeitraums, bereinigt um wesentliche einmalige Ereignisse und Effekte aus dem aktuellen Auftragsbestand, mit einem Wachstumsabschlag von 1% bestimmt wird. Die wesentlichsten Annahmen für die Ermittlung des Nutzungswertes sind die geplanten Umsatzerlöse, unter Berücksichtigung von Auftragseingang und Auftragsbestand, die Betriebsleistung sowie das EBITDA. Die Planung basiert auf Erfahrungen aus der Vergangenheit und vorhandenen Informationen über zukünftige Bedarfe und berücksichtigt Konzernumlagen. Deren Realisierung setzt voraus, dass die aktuellen regulativen Marktzugangsbedingungen fortbestehen und der Konzern seine starke Wettbewerbsposition behaupten kann. Die IFRS 16 Nutzungsrechte erhöhen den Buchwert der CGU; die Leasingverbindlichkeiten wurden vom Buchwert abgezogen. Die Anwendung von IFRS 16 hatte keine wesentliche Auswirkung auf die, für die Ermittlung der Nutzungswerte, verwendeten Ergebnisse, sie führte jedoch zu einer leichten Erhöhung der Verschuldungen, hatte aber keine wesentlichen Auswirkungen auf die Beurteilung, ob Wertminderungen vorliegen. Ein Fall des IAS 36.134(f) liegt nicht vor.

Als Abzinsungsfaktoren wurden zum 31. Dezember 2019 die Kapitalkostensätze (vor Steuern) auf Basis des CAPMs ermittelt.

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2019 2018
HKO 7,1% - 7,5%; ewige Rente 6,3% 8,6% - 9,3%; ewige Rente 7,6%
HKF 4,9% - 6,5%; ewige Rente 4,8% 5,5% - 6,1%; ewige Rente 5,1%

Schwankungen innerhalb der bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag für möglich gehaltenen Zinssatzbandbreite würden weder für Geschäfts- oder Firmenwerte noch für Markenname zu einem Wertminderungsaufwand führen.

Durch eine Sicherungsabtretung sind bestimmte Patente, Markennamen und Domainen als Sicherheit für ein langfristiges Finanzierungsdarlehen (Senior Facilities Agreement, „SFA-Darlehen“) verpfändet worden (Nettobuchwert 2019: TEUR 8.393; 2018: TEUR 8.393) (Ziffer 25).

Die planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den folgenden GuV-Positionen enthalten; die Wertminderungen beziehen sich auf die Ausbuchung von den aktivierten Entwicklungskosten für Projekte, die aufgrund veränderter Marktbedingungen nicht weitergeführt werden (2019: TEUR 69; 2018: TEUR 1.986):

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TEUR 2019 2018
Herstellungskosten 106 85
Forschungs- und Entwicklungskosten 2.462 4.337
Vertriebskosten 25 27
Allgemeine Verwaltungskosten 381 103
Gesamt 2.974 4.553

Zum 31. Dezember 2019 betrugen die vertraglichen Verpflichtungen des Konzerns für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten TEUR 48 (2018: TEUR 73).

(17) Sachanlagen

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TEUR Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
Nettobuchwert am 01.01.2018 24.923 11.048 7.136 321 43.428
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand am 01.01.2018 37.263 59.555 57.369 321 154.508
Veränderung Bruttowerte aus Vorjahen - - - - -
- - - - -
Währungsänderungen 317 149 125 120 710
Zugänge 42 2.060 3.275 2.585 7.962
Umbuchungen - (1.289) 49 1.240 -
Abgänge - (2.150) (408) - (2.558)
Stand am 31.12.2018 37.622 58.325 60.410 4.265 160.622
Abschreibungen - - - - -
Stand am 01.01.2018 (12.340) (48.507) (50.233) - (111.080)
Veränderung Bruttowerte aus Vorjahren - - - - -
- - - - -
Währungsänderungen (44) (52) (96) - (192)
Abschreibungen des Jahres (903) (2.717) (2.750) - (6.371)
Wertminderungen - - - - -
Umbuchungen - - - - -
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge - 2.150 500 - 2.650
Stand am 31.12.2018 (13.288) (49.126) (52.579) - (114.993)
Nettobuchwert - - - - -
am 31.12.2018 24.334 9.199 7.831 4.265 45.629
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand am 31.12.2018 37.622 58.325 60.410 4.265 160.622
Veränderung Bruttowerte aus
Vorjahren (104) (54) 218 - 60
Auswirkungen der erstmaligen Anwen 2.216 - 413 - 2.629
Währungsänderungen 189 47 80 86 402
Zugänge 50 4.158 3.498 1.636 9.342
Umbuchungen - 2.503 19 (2.522) -
Abgänge - (191) (916) (13) (1.119)
Stand am 31.12.2019 39.973 64.788 63.721 3.453 171.935
Abschreibungen - - - - -
Stand am 31.12.2018 (13.288) (49.126) (52.579) - (114.993)
Veränderung Bruttowerte aus Vorjahren 104 54 (218) - (60)
Auswirkungen der erstmaligen Anwen (924) - (175) - (1.099)
Währungsänderungen (55) (22) (63) - (140)
Abschreibungen des Jahres (1.166) (2.506) (2.854) - (6.527)
Wertminderungen - - - - -
Umbuchungen - - - - -
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge - 191 869 - 1.059
Stand am 31.12.2019 (15.330) (51.410) (55.020) - (121.759)
Nettobuchwert - - - - -
am 31.12.2019 24.643 13.379 8.701 3.453 50.176

Wie in obenstehender Tabelle ausgewiesen, wurden in 2019 Berichtigungen der Klassifizierung von bestimmten Bruttowerten, die in den Eröffnungswerte für 2018 anders gegliedert waren erfasst; diese Korrekturen hatten keine Auswirkung auf den Nettobuchwerten der Sachanlagen.

Infolge der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019 wurden zusätzliche Nutzungsrechte für Grund und Gebäude (Nettobuchwert (NBW) TEUR 1.292) sowie für anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (NBW TEUR 238) erfasst. Zum Jahresende enthalten Grund und Gebäude solche Nutzungsrechte in Höhe von TEUR 1.107 (2018, nach IAS 17: TEUR 0) und die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten Nutzungsrechte in Höhe von TEUR 266 (2018, nach IAS 17: TEUR 37); diese Nutzungsrechte werden die jeweiligen CGUs und Segmente zugeordnet und erhöhen deren Buchwerte entsprechend (die dazugehörige Leasingverbindlichkeiten werden ebenfalls die CGUs und Segmente zugeordnet). Zum Jahresende lagen keine Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen dieser Nutzungsrechte vor. Einzelheiten bezüglich die dazugehörigen Leasingverpflichtungen und die Abstimmung zwischen der Summe der zukünftigen Mindestleasingverpflichtungen zum Bilanzstichtag und ihrem Zeitwert sind in Ziffer 25 aufgeführt.

Durch verschiedene Globalzessionen sowie weitere Sicherungsvereinbarungen ist fast das gesamte Anlagevermögen des Konzerns als Sicherheit für ein langfristiges Finanzierungsdarlehen (SFA-Darlehen) verpfändet worden (Ziffer 25).

Zum 31. Dezember 2019 betrugen die vertraglichen Verpflichtungen des H&K AG Konzerns für den Erwerb von Sachanlagen TEUR 10.362 (2018: TEUR 3.196).

(18) Langfristige Finanzanlagen und Derivate sowie kurzfristige sonstige Festgelder und Derivate

Die in der Bilanz ausgewiesenen langfristigen „Sonstige Finanzanlagen und Derivate“ sowie die kurzfristigen „Sonstige Festgelder und Derivate“ beinhalten angelegte Bankguthaben in Höhe von TEUR 1.806 (2018: TEUR 4.061), die als langfristig ausgewiesen sind, sowie Bankguthaben in Höhe von TEUR 2.923 (2018: TEUR 13.841), die als kurzfristig ausgewiesen sind, weil sie für mehr als drei, jedoch weniger als zwölf Monate angelegt sind. Diese Guthaben dienen als Sicherheit für bestimmte Bankgarantien und ähnliches.

(19) Vorräte

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TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 35.394 36.442
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 45.252 44.696
Fertige Erzeugnisse und Waren 9.539 6.542
Gesamt 90.185 87.680

Bei den Vorräten sind Wertminderungen aufgrund von Markt- und Gängigkeitsrisiken sowie Reichweitenbertrachtungen in Höhe von TEUR 12.776 (2018: TEUR 14.932) vorgenommen worden. Diese Wertminderungen reduzieren bestimmte Vorräte auf deren Nettoveräußerungswerte. Die wertgeminderten Vorräte weisen am 31. Dezember 2019 einen Buchwert von insgesamt TEUR 7.618 (2018: TEUR 8.550) aus. Wertminderungen der Vorräte in Höhe von TEUR 66 (2018: TEUR 1.119) wurden als Aufwand erfasst. 2019 sind Wertminderungen aus Vorjahren in Höhe von TEUR 2.314 (2018: TEUR 110) aufgrund des Verkaufs oder der Verschrottung der dazugehörigen Vorräte bzw. durch Neubewertung infolge verbesserter Gängigkeit als Verminderung der Umsatzkosten erfasst.

Durch verschiedene Globalzessionen sowie weitere Sicherungsvereinbarungen sind fast alle Vorräte des Konzerns als Sicherheiten für das SFA-Darlehen verpfändet worden (Ziffer 25).

(20) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, geleistete Anzahlungen und sonstige Vermögenswerte

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TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.709 31.064
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 32 81
Geleistete Anzahlungen auf sonstige Vermögenswerte 378 1.475
Sonstige Vermögenswerte 1.956 1.022
Gesamt 24.076 33.642

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 60 Tagen; mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte, sind sie nicht gesichert. Durch verschiedene Globalzessionen sowie weitere Sicherungsvereinbarungen sind bestimmte verpfändbare Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns als Sicherheiten für das SFA-Darlehen verpfändet worden (Ziffer 25).

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Rückforderungen an Lieferanten, Umsatzsteuer- und sonstige Steueransprüche aus der normalen Geschäftstätigkeit, sowie Forderungen an Mitarbeiter und Geschäftsführer (Reise- und Gehaltsvorschüsse).

Falls es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass bei einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen eine Wertminderung eingetreten sein könnte, spätestens wenn sie über 90 Tage überfällig ist, wird eine mögliche Wertminderung von der Finanz-, Vertriebs- und Rechtsabteilung geprüft. Als Folge der Umsetzung von IFRS 9 werden zusätzlich allgemeine Wertminderungen für erwartete Kreditverluste gebildet; diese betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an US Zivilmarktkunden, weil unsere anderen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen gegen Behörden mit sehr guter Bonität bestehen und somit mit minimalen Ausfällen zu rechnen ist. Somit sind für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für erwartete Kreditverluste Wertberichtigungen gebildet; das Wertberichtigungskonto hierfür enthält ausschließlich Wertberichtigungen, die in Höhe der über die Laufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erwarteten Kreditverluste bemessen werden. Es hat sich wie folgt entwickelt:

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TEUR 2019 2018
Stand 01.01. 1.617 3.083
Zuführung 338 876
(Auflösung) / (Inanspruchnahme) (246) (2.369)
Wechselkurseffekte 16 28
Stand 31.12 1.726 1.617

Aufwendungen aus Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. Erträge aus Auflösung von Wertberichtigungen werden gesondert in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen (Ziffer 12). Die Erträge aus Wertaufholungen im Jahr 2019 und 2018 betreffen im Wesentlichen Auflösungen nach Erhalt von Zahlungen; die Wertminderungsaufwendungen im Jahr 2019 und 2018 betreffen im Wesentlichen die Zuführung der nach IFRS 9 ermittelten allgemeinen Wertminderungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an US Zivilmarktkunden bzw. im Jahr 2018 auch die Wertberichtigung einer spezifischen Forderung aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die es Ende 2019 spezifische Wertberichtigungen gibt, unterliegen noch Vollstreckungsmaßnahmen.

Die Fälligkeitsanalyse der Finanzinstrumente, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind, stellt sich wie folgt dar:

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TEUR 31.12.2019 31.12.2018
weder überfällig noch wertgemindert: 15.682 22.912
überfällig nicht wertgemindert:
- bis zu 30 1.682 3.631
- von 30 bis zu 60 570 402
- von 60 bis zu 90 1.044 413
- von 90 bis zu 180 364 1.007
- mehr als 180 3.060 3.002
Gesamt: 6.721 8.456
Pauschalwertminderung (694) (304)
Einzelwertgemindert (brutto) 1.031 1.313
Einzelwertminderung (1.031) (1.313)
Buchwert 21.709 31.064

Für den Bestand der weder überfälligen noch wertgeminderten Forderungen gab es zum Abschlussstichtag keine objektiven Hinweise auf verminderte Bonitäten.

(21) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Diese Position umfasst den Kassenbestand, Schecks, sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten. Diese werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Einzelheiten zu möglichen Kreditrisiken hierfür sind in Ziffer 28 aufgeführt.

Als Voraussetzung für die Bereitstellung bestimmter Garantielinien u.ä. müssen wir als Sicherheit unter anderem unterschiedliche Beträge als Festgelder hinterlegen (Ziffer 25). Zum 31. Dezember 2019 hatten wir 0,3 Mio. EUR solcher Festgelder hinterlegt (2018: 0,6 Mio. EUR), die in Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten enthalten sind. Als Sicherheit für das SFA-Darlehen sind die verbleibenden Bankkonten des Konzerns (2019: 23,1 Mio. EUR; 2018:21,7 Mio. EUR) verpfändet (Ziffer 25).

(22) Eigenkapital und Ergebnis je Aktie

Die H&K AG hat ein Grundkapital in Höhe von 27,6 Mio. EUR (2018: 27,6 Mio. EUR), eingeteilt in 27,6 Mio. (2018: 27,6 Mio.) nennwertlose Stückaktien.

Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie in Höhe von EUR 0,06 Gewinn (2018: EUR 0,29 Verlust) basiert auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Ergebnis und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien, wie im Folgenden dargestellt.

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TEUR 2019 2018
Gewinn (Verlust), den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 1.604 (8.052)
Davon nicht den Inhabern der Stammaktien zurechenbar - -
Gewinn (Verlust), den Inhabern der Stammaktien zurechenbar 1.604 (8.052)
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Tausend Aktien 2019 2018
Ausgegebene Stammaktien zum 01.01. 27.641 27.641
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien zum 31.12. 27.641 27.641

Die Berechnung eines verwässerten Ergebnisses je Aktie würde auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien nach Bereinigung um alle Verwässerungseffekte potenzieller Stammaktien basieren. Für den Berichtszeitraum gab es keine Verwässerungseffekte.

Die Kapitalrücklage ist durch zusätzliche Kapitaleinlagen der Gesellschafter bzw. Aktionäre entstanden.

Die Rücklage für Umrechnungsdifferenzen beinhaltet alle Fremdwährungsunterschiede, die sich aus der Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften ergeben.

Die Rücklage für leistungsorientierte Verpflichtungen beinhaltet die kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste abzüglich Steuern, die aus den leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen angefallen sind. Die Nettoerhöhung ist durch versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 4.937 (2017: TEUR 1.445 Verluste) abzüglich TEUR 1.386 (2018: TEUR 406) latenter Steuern entstanden.

Der konsolidierte Ergebnisvortrag beinhaltet eine Reduzierung in Höhe von TEUR 62.333, die aus der Umstellung des H&K AG Konzerns (damals Heckler & Koch Beteiligungs GmbH Konzern) auf IFRS am 1. Januar 2008 entstanden ist, hauptsächlich wegen des Unterschiedsbetrags aus dem Kauf eigener Anteile im November 2007. Eine zusätzliche Reduzierung in Höhe von TEUR 2.857 stammt aus dem jeweiligen Unterschied zwischen Kaufpreis und Nettovermögen für den Erwerb der unter gemeinsamer Beherrschung („common control“) stehenden Suhler USA, Inc. im April 2009 (inzwischen mit der SAGH verschmolzen) und der Suhler Jagd- und Sportwaffen Holding GmbH im Mai 2009 (inzwischen mit der H&K AG verschmolzen).

Der H&K AG Konzern weist zum Bilanzstichtag ein negatives Eigenkapital von 120,9 Mio. EUR (2018: 118,7 Mio. EUR) aus. Der aktuelle Geschäftsplan des H&K AG Konzerns beinhaltet eine Verbesserung der Eigenkapitalposition und unterstellt eine Reduzierung der Verschuldung.

Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, der im Jahresabschluss der Muttergesellschaft, H&K AG, ausgewiesen wird. Dieser wird gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Vorstand und Aufsichtsrat der H&K AG schlagen der Hauptversammlung vor, den zum 31. Dezember 2019 im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 35,5 Mio. EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

(23) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche leistungsorientierte Versorgungsverpflichtungen

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern bei den Auslandsgesellschaften auf Basis beitragsorientierter Zusagen, während die HKO leistungsorientierte und beitragsorientierte Versorgungspläne hat. Die leistungsorientierten Versorgungspläne für die Mitarbeiter wurden final 2002 für Neuzugänge geschlossen. Hinzu kommen Beiträge zu den jeweiligen gesetzlichen Altersversorgungen.

Bei den beitragsorientierten Zusagen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Personalaufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen; sie beliefen sich im Konzern auf insgesamt TEUR 4.661 (2018: TEUR 4.354).

Die leistungsorientierten Pläne (Defined Benefit Plans) werden im Konzern durch die Bildung von Rückstellungen für Pensionen und Sterbegelder berücksichtigt, die nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“) gemäß IAS 19 ermittelt sind. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartenden Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck).

Bei den leistungsorientierten Plänen haben Arbeitnehmer Anspruch auf Leistungen in Abhängigkeit von der Dauer der Betriebszugehörigkeit bei Erreichen des Ruhestandsalters von 65 Jahren. Unter den leistungsorientierten Plänen, die vor 1995 galten, erhalten die anspruchsberechtigten Mitarbeiter für die Dienstzeit von 10 Jahren einen Rentenanspruch in Höhe von 8% des durchschnittlichen monatlichen Bruttoverdienstes des letzten Jahres plus 0,25% für jedes weitere Dienstjahr. Steigerungen sind nicht mehr möglich, da diese Versorgungsordnungen geschlossen und unverfallbare Anwartschaften ausgestellt wurden.

Beim leistungsorientierten Plan mit Zusagedatum vom 1. Januar 1995 erhalten die anspruchsberechtigten Mitarbeiter pro Dienstjahr einen festgelegten Betrag gemäß Pensionsstufe. Maßgebend ist bei aktiven Mitarbeitern die Pensionsstufe bei Eintritt des Versorgungsfalles. Die Versorgungsordnung wurde für neu eintretende Mitarbeiter zum 30. November 2002 geschlossen.

Die Veränderungen des Barwerts der fondsgedeckten und nicht fondsgedeckten leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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Leistungsorientierte Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen
TEUR 2019 2018 2019 2018 2019 2018
Stand zum 01.01. 62.507 62.986 (907) (885) 61.600 62.101
Erfasst im Gewinn oder Verlust
Laufender Dienstzeitaufwand 423 463 - - 423 463
Nachzuverrechender Dienstzeitaufwand - - - - - -
Zinsaufwand (-erträge) 1.130 1.097 (17) (16) 1.114 1.081
Summe erfasst im Gewinn oder Verlust 1.553 1.560 (17) (16) 1.536 1.544
Erfasst im sonstigen Ergebnis
Versicherungsmathematische Verluste (Gewinne) aus:
- demographischen Annahmen - 698 - - - 698
- finanziellen Annahmen 6.359 130 - - 6.359 130
- erfahrungsbedingte Berichtigungen (1.528) 533 - - (1.528) 533
(Ertrag) / Aufwand aus Planvermögen exkl. Zinserträge - - (10) (6) (10) (6)
Summe erfasst im sonstigen Ergebnis 4.831 1.361 (10) (6) 4.820 1.355
Sonstiges
Vom Arbeitgeber gezahlte Beiträge (36) - (36) -
Vom Arbeitnehmer gezahlte Beiträge - - - -
Geleistete Zahlungen (3.409) (3.400) - - (3.409) (3.400)
Summe sonstiges (3.409) (3.400) (36) - (3.445) (3.400)
Stand zum 31.12. 65.482 62.507 (970) (907) 64.512 61.600
Davon entfallen auf die
Nettoschuld aus dem fondsgedeckten Versorgungsplan 970 906 (970) (907) - (0)
Schuld aus den nicht-fondsgedeckten Versorgungspläne 64.512 61.600 - - 64.512 61.600
Stand zum 31.12. 65.482 62.507 (970) (907) 64.512 61.600

Der Dienstzeitaufwand wird in den Funktionsbereichen und der jährliche Nettozinsaufwand im Zinsergebnis ausgewiesen. Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste werden erfolgsneutral durch die Gesamtergebnisrechnung in den Rücklagen erfasst.

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens bezieht sich zu 100% auf Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen und dazugehörige Guthaben. Die erwartete langfristige Rendite aus diesem Planvermögen wird mit 1,15% (2018: 1,86%) berechnet. Diese orientiert sich am Diskontierungszinssatz für die dazugehörigen Pensionsverpflichtungen. Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen betrugen TEUR 27 (2018: TEUR 22). Es wird erwartet, dass im Jahr 2019 Beiträge in Höhe von ca. TEUR 40 bezahlt werden.

Die ermittelte durchschnittliche Duration der Pläne beträgt 11,9 Jahre (2018:12,1 Jahre). Im Folgenden sind die wichtigsten zum Abschlussstichtag verwendeten versicherungsmathematischen Annahmen aufgeführt:

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31.12.2019 31.12.2018
Abzinsungssatz 1,15% 1,86%
Anpassung der Anwartschaften aktiver Arbeitsnehmer 0,00% 0,00%
Zukünftige Rentensteigerungen 1,50% 1,60%
Sterbewahrscheinlichkeiten gemäß RT 2018 G RT 2018 G
Invaliditätswahrscheinlichkeiten gemäß RT 2018 G RT 2018 G

Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachstehenden Beträgen beeinflusst:

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31.12.2019 Leistungsorientierte Verpflichtung
Effekt in TEUR Erhöhung Minderung
Abzinsungssatz (0,5% Veränderung) (4.064) 4.566
Zukünftige Rentensteigerungen (0,25% Veränderung) 1.874 (1.795)

Obwohl diese Analyse die vollständige Verteilung der nach dem Plan erwarteten Cashflows nicht berücksichtigt, liefert sie einen Näherungswert für die Sensitivität der dargestellten Annahmen.

(24) Sonstige lang- und kurzfristige Rückstellungen

Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Kurzfristige Rückstellungen 11.698 14.025
Langfristige Rückstellungen 2.958 2.979
Gesamt 14.656 17.004

Die Rückstellungen entfallen auf:

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TEUR Verpflichtungen Personalbereich Gewährleistungsverpflichtungen Sonstige Verpflichtungen Absatzber. Übrige Risiken Gesamt
Stand zum 01.01.2019 2.348 1.863 5.224 7.569 17.004
Wechselkursdifferenz / Umklassifizierung - 2 54 1 57
Inanspruchnahme (1.791) (982) (681) (3.153) (6.606)
Auflösung (73) (34) (1.193) (105) (1.405)
Zuführung 1.974 821 2.468 343 5.606
Stand zum 31.12.2019 2.458 1.670 5.873 4.654 14.656

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen sind in den Personalverpflichtungen enthalten (TEUR 394; 2018: TEUR 319). Sie umfassen die Freistellungsguthaben der Mitarbeiter aus Lohn- und Gehaltszahlungen sowie die erarbeiteten Aufstockungsleistungen und Abfindungen für die Restlaufzeit des Altersteilzeitverhältnisses. Die Rückstellungen sind mit dem Barwert der vertraglichen Verpflichtungen angesetzt und in versicherungsmathematischen Berichten, bei deren Ermittlung die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und ein Kapitalisierungszinsfuß von 1,15% (2018: 1,86%) zu Grunde gelegt worden sind, berechnet. Materielle Unsicherheiten bei der Bestimmung der Höhe bestehen nicht. Diese Verpflichtungen werden durch die Verpfändung bestimmter Wertpapiere gesichert; diese Vermögenswerte werden mit der Rückstellung verrechnet. Die aktuellen Altersteilzeitvereinbarungen haben Laufzeiten von zwei bis sechs Jahren; in der Arbeitsphase (erste Hälfte der Altersteilzeit) wird die Rückstellung zugeführt und in der Freistellungsphase (zweite Hälfte) erfolgen die Abflüsse des wirtschaftlichen Nutzens. Dementsprechend liegt die erwartete Fälligkeit der Abflüsse von wirtschaftlichem Nutzen für Altersteilzeitvereinbarungen bei bis zu sechs Jahren, aktuell jedoch größtenteils bei bis zu vier Jahren.

Weitere Rückstellungen im Personalbereich werden unter anderem für Jubiläumszuwendungen, ähnliche Verpflichtungen und Tantiemen gebildet. Diese Personalrückstellungen werden auf Basis entsprechender vertraglicher Verpflichtungen geschätzt. In der Regel wird die Fälligkeit der Abflüsse von wirtschaftlichem Nutzen innerhalb zwölf Monaten erwartet. Ausnahmen hiervon sind Jubiläumszuwendungen (TEUR 633; 2018: TEUR 596), bei denen der Mittelabfluss in einem Zeitraum von bis zu vierzig Jahren erfolgen kann. Materielle Unsicherheiten bei der Bestimmung der Höhe bestehen nicht.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen wurden auf der Grundlage von Vergangenheitserfahrungen hinsichtlich der Haftung des Konzerns für eine Gewährleistungszeit von zwei Jahren geschätzt. Dementsprechend liegt die erwartete Fälligkeit der Abflüsse von wirtschaftlichem Nutzen innerhalb zwei Jahren. Materielle Unsicherheiten bei der Bestimmung der Höhe bestehen nicht.

Rückstellungen für sonstige Verpflichtungen betreffend den Absatzbereich beinhalten Rückstellungen für Kompensationsverpflichtungen, Drohverluste, Konventional- und sonstige Vertragskosten, nachlaufende Kosten und Preisprüfungen bei bestimmten Aufträgen. Diese Rückstellungen werden auf Basis der Wahrscheinlichkeit, der entsprechenden vertraglichen Verpflichtungen und des aktuellen Status angesetzt; die erwartete Fälligkeit der Abflüsse von wirtschaftlichem Nutzen liegt in der Regel innerhalb zwölf Monaten. Materielle Unsicherheiten bei der Bestimmung der Höhe bestehen nicht.

Die „Übrigen Rückstellungen“ betreffen hauptsächlich Prozessrisiken, die in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts angesetzt werden. Zum 31. Dezember 2019 sind die meisten Prozessrisiken gerichtsanhängig, dementsprechend ist die gebildete Rückstellung mit besonderen Unsicherheiten verbunden. Die erwartete Fälligkeit der Abflüsse von wirtschaftlichem Nutzen liegt in der Regel innerhalb von zwölf Monaten, die endgültige Beendigungen mancher abgedeckten Fälle werden jedoch erst später erwartet. Die Rückstellung für Prozessrisiken deckt auch die folgenden Fälle ab:

 

Aufgrund eines 2010 eingeleiteten Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen ehemalige Mitarbeiter der HKO wegen des Verdachts der unbefugten Ausfuhr von Gewehren nach Mexiko zwischen 2006 und 2009 wurde gegen fünf ehemalige Mitarbeiter sowie den ehemaligen Vertreter des Unternehmens in Mexiko Anklage beim Landgericht Stuttgart erhoben. Die HKO hat sowohl im Ermittlungs- als auch im Hauptverfahren vollumfänglich mit den Behörden kooperiert. Das erstinstanzliche Urteil lautete auf Freispruch von drei ehemaligen Mitarbeitern, während zwei ehemalige Mitarbeiter zu Bewährungsstrafen von 1 Jahr und 5 Monaten bzw. von 1 Jahr und 10 Monaten verurteilt wurden. Unter den angeklagten Personen waren auch zwei ehemalige Geschäftsführer, die beide freigesprochen wurden. Beide Freisprüche sind inzwischen rechtskräftig. Gegen HKO wurde die Einziehung eines Geldbetrages in Höhe von über 3,7 Mio. EUR angeordnet, was in der Rückstellung berücksichtigt ist. HKO hat Revision gegen das Urteil eingelegt, ebenso die Staatsanwaltschaft sowie die beiden verurteilten Angeklagten. Mit einem Abschluss des Revisionsverfahrens beim Bundesgerichtshof wird nicht vor 2021 gerechnet.

 

Weiterhin wurde von der Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen der Bestechung von inländischen Amtsträgern und ausländischen Entscheidungsträgern in Mexiko eingeleitet. Das erstgenannte Verfahren, in dem ausschließlich gegen einen ehemaligen Geschäftsführer ermittelt wurde, ist mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Stuttgart vom 20. Januar 2017 eingestellt worden. Dagegen dauern die Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Bestechung ausländischer Amtsträger noch an. Das aus diesem Ermittlungsverfahren für die HKO resultierende Risiko wird als gering eingeschätzt.

 

Bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart war ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen - nicht namentlich benannte - Mitarbeiter und Verantwortliche von Heckler & Koch anhängig. In diesem Ermittlungsverfahren ging es um den Vorwurf eines unerlaubten Technologietransfers nach Mexiko. Das Unternehmen hat den Sachverhalt durch externe Rechtsanwälte umfassend aufklären lassen und die Untersuchungsergebnisse der Staatsanwaltschaft Stuttgart zur Verfügung gestellt. Die Untersuchung hat zu dem Ergebnis geführt, dass zwischenzeitlich das Verfahren eingestellt wurde.

Die Auswirkungen aus der Aufzinsung und Änderung des Abzinsungssatzes waren für die Bewertung einiger langfristiger Rückstellungen wesentlich. Das Finanzergebnis enthält TEUR 21 Nettoaufwand (2018: TEUR 25 Nettoaufwand) aus Ab- bzw. Aufzinsung von sonstigen langfristigen Rückstellungen, was zu einer entsprechenden Erhöhung der gebildeten Rückstellungen geführt hat.

(25) Finanzverbindlichkeiten und Kreditlinien

Finanzierungs-Darlehen und Anleihe

Zum 31. Dezember 2019 besitzt der H&K AG Konzern die vier folgenden Finanzierungsdarlehen:

Besicherte private Finanzierungsvereinbarung (SFA-Darlehen) in Höhe von nominal 95 Mio. EUR.

Unbesicherte Anleihe in Höhe von nominal 60 Mio. EUR.

Unbesicherte Überbrückungskredite in Höhe von 30 Mio. EUR (vor Zinsen).

Unbesicherte Überbrückungskredite in Höhe von 50 Mio. EUR (vor Zinsen).

SFA-Darlehen und Anleihe

Der H&K AG Konzern hat zwei langfristige Finanzverbindlichkeiten resultierend aus der Refinanzierung in 2017: ein besichertes Finanzierungsdarlehen (31. Dezember 2019: 95 Mio. EUR; 31. Dezember 2018: 95 Mio. EUR) und eine auf der luxemburgischen Euro MTF gelistete unbesicherte Anleihe (31. Dezember 2019: 60 Mio. EUR; 31. Dezember 2018: 60 Mio. EUR). Das Finanzierungsdarlehen betrifft eine private 150 Mio. EUR Finanzierungsvereinbarung (SFA-Darlehen) vom 24. Juli 2017 mit einer Laufzeit bis zum 21. August 2022, von welcher zum 21. August 2017 insgesamt 130 Mio. EUR gezogen und im November 2018 35 Mio. EUR getilgt wurden. Der Zinssatz beträgt 7,25% zzgl. EURIBOR (falls dieser positiv ist) wobei die Zinsen halbjährlich zu zahlen sind. Die gelistete Anleihe entstand am 15. Dezember 2017 durch die Umwandlung eines privaten „Anleihekäufer-Darlehens“.

Diese Anleihe, fällig am 30. April 2023, hat einen Festzinssatz von 6,5%, zahlbar am 30. April und am 31. Oktober. Zusammen mit einem kurzfristigen Aktionärsdarlehen in Höhe von 50 Mio. EUR, das im Oktober 2017 als Sacheinlage in Eigenkapital umgewandelt wurde, wurden die Gelder aus der Refinanzierung im Wesentlichen zur vorzeitigen Tilgung am 24. August 2017 der im Mai 2018 fälligen 2011-Anleihe der HKO zuzüglich aufgelaufener Zinsen (226 Mio. EUR) verwendet.

Die H&K AG und ihre Tochtergesellschaften unterliegen durch die SFA-Darlehensvereinbarung im Hinblick auf bestimmte Transaktionen strengen Einschränkungen; der Konzern muss zudem bestimmte Verhältnisse zwischen den Nettoschulden und den vertraglich definierten Ergebnissen („Financial Covenants“) einhalten und Teiltilgungen leisten, die z.B. abhängig vom vertraglich definierten Überschuss aus dem jährlichen Kapitalfluss („Excess Cashflow“) sind. Der Konzern ist berechtigt, Teilzahlungen oder auch eine komplette Rückzahlung der SFA-Darlehensverbindlichkeit zu leisten. Allerdings unterliegen die freiwilligen Tilgungen vertraglichen Bestimmungen, u.a. ggf. Vorfälligkeitsentschädigungen.

Zur Besicherung der Verpflichtungen aus dem SFA-Darlehen (Nominal einschließlich aufgelaufenen Zinsen zum 31. Dezember 2019: 98,2 Mio. EUR; zum 31. Dezember 2018: 98,2 Mio. EUR) sind die direkten und indirekten Tochtergesellschaften der H&K AG dieser Vereinbarung als Garanten beigetreten. Außerdem wurden die Anteile an der HKM und an deren direkten und indirekten Töchtern sowie durch Globalzessionen und andere Sicherheitsvereinbarungen bestimmte Anlagevermögen, Vorräte, Forderungen und Bankkonten (alle weiteren Bankkonten dienen als Sicherheiten für Bankgarantien und Ähnliches) an den Treuhänder der Darlehensgeber verpfändet (Ziffer 16, 17, 19, 20, 21).

Im März 2018 bzw. im Dezember 2018 wurde die SFA-Darlehensvereinbarung dahingehend geändert, dass der H&K AG u.a. die Möglichkeit zur Aufnahme von unbesicherten Überbrückungskrediten von einem Hauptaktionär zugelassen und ein Mindestbankstand für den Konzern von 10 Mio. EUR festgelegt wurden, sowie die einzuhaltenden Verhältnisse der Nettoschulden zu den vertraglich definierten EBITDA („Financial Covenants“) für die Quartalsenden Dezember 2017 bis Juni 2018 geändert worden sind.

Darlehen von nahestehenden Unternehmen

Am 28. März 2018 hat ein Hauptaktionär, die Compagnie de Developpement de l’Eau S.A. (CDE), der H&K AG einen zinsfreien, unbesicherten Überbrückungskredit in Höhe von 30 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis 15. Juli 2019 gewährt und Ende April ausbezahlt. Im November 2018 ist die Laufzeit bis zum 15. Juli 2023 verlängert worden; in einer weiteren Änderungsvereinbarung wurden ein Zinssatz in Höhe von 2%, mit Rückwirkung auf den Zeitpunkt der Auszahlung, und eine vierteljährliche Umbuchung der Zinsverbindlichkeiten auf das Darlehen, festgelegt. Somit erhöhte sich der Nominalwert dieses Darlehens am 31. Dezember 2019 auf 31,1 Mio. EUR (am 31. Dezember 2018: 30,4 Mio. EUR).

Ende November 2018 hat die CDE der H&K AG einen weiteren unbesicherten Überbrückungskredit in Höhe von 50 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis 15. Juli 2023 gewährt und ausbezahlt. Der vereinbarte Zinssatz ist 2%; die aufgelaufenen Zinsen werden vierteljährlich dem Darlehen zugeschrieben. Somit erhöhte sich der Nominalwert dieses Darlehens am 31. Dezember 2019 auf 51,1 Mio. EUR (am 31. Dezember 2018: 50,1 Mio. EUR).

Übersicht über die Entwicklung der Finanzierungsverbindlichkeiten

Die Anleihe und das SFA-Darlehen werden in der Bilanz mit den fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 151.316 (2018: TEUR 150.163) angesetzt. Die dazugehörigen Zinsabgrenzungen in Höhe von TEUR 3.186 (2018: TEUR 3.898) werden innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Für die Überbrückungskredite gab es keine wesentlichen Transaktionskosten und somit sind die fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 82.170 (2018: TEUR 80.524) gleich wie die Nominalwerte (einschließlich die vierteljährlich umgebuchten Zinsverbindlichkeiten, siehe oben).

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TEUR 2019 Nominal 2019 Buchwert 2019 dazugehörige Zinsverbindlichkeiten 2018 Nominal 2018 Buchwert 2018 dazugehörige Zinsverbindlichkeiten
Stand zum 01.01. 235.524 230.688 3.898 190.000 182.235 3.640
Aufzinsung SFA und 2017 Anleihe - 1.152 - - 2.928 -
Zinsaufwand für SFA und 2017 Anleihe - - 10.937 - - 13.281
Zinszahlungen für SFA und 2017 Anleihe - - (11.649) - - (13.023)
Teiltilgung SFA - - - (35.000) (35.000) -
Kreditaufnahme - Überbrückungskredite - - - 80.000 80.000 -
Zinsaufwand für Überbrückungskredite - - 1.645 - - 524
Zinsumbuchungen auf Überbrückungskredite 1.645 1.645 (1.645) 524 524 (524)
Tilgung von Überbrückungskredite - - - - - -
Stand zum 31.12. 237.170 233.485 3.186 235.524 230.688 3.898

Sonstige Kreditlinien des Konzerns

Die weiteren Kreditlinien sind für die Stellung von Anzahlungs- oder Vertragserfüllungsgarantien einschließlich Bietungsgarantien und ähnlichem verwendbar. Der Wert der gegenwärtig offenen Garantien ist nicht in der Bilanz angesetzt. Zum 31. Dezember 2019 summierten sich offene Garantien an Kunden auf 4,3 Mio. EUR (2018: 18,6 Mio. EUR). Als Voraussetzung für die Bereitstellung dieser und anderer Garantien müssen Festgelder als Sicherheit hinterlegt werden. Zum 31. Dezember 2019 beträgt die Summe solcher verpfändeten Festgelder, die in Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten enthalten sind, 0,3 Mio. EUR (2018: 0,6 Mio. EUR). Weitere Sicherheiten für diese Linien werden durch für über drei Monate angelegte Festgelder in den sonstigen kurzfristigen Finanzanlagen (2019: 2,9 Mio. EUR; 2018:13,8 Mio. EUR) (Ziffer 18) sowie in den sonstigen langfristigen Finanzanlagen (2019: 1,8 Mio. EUR; 2018: 4,1 Mio. EUR) (Ziffer 18) geleistet.

Leasingverpflichtungen des Konzerns

Wie in Ziffer 17 und 33 beschrieben, hat der Konzern bestimmte Vermögenswerte durch Leasing erworben für die Nutzungsrechte und Leasingverpflichtungen erfasst und die jeweiligen CGUs und Segmente zugeordnet werden. Aufgrund der Anwendung von IFRS 16 sind seit Anfang 2019 deutlich mehr Miet- und Leasingverhältnisse - im Wesentlichen für Büros und Verkehrsmittel - so bilanziert worden; in der folgenden Tabelle sind die Vergleichswerte für 2018 nicht angepasst worden.

Die Leasingverpflichtungen, für die korrespondierende Nutzungsrechte bilanziert sind, sind wie folgt fällig:

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TEUR Vertragliche Zahlungsströme 31.12.2019 Vertragliche Zahlungsströme 31.12.2018
Fällig innerhalb eines Jahres 522 15
Fällig zwischen ein bis fünf Jahren 994 16
Fällig nach fünf Jahren 260 -
Summe Zahlungsflüsse bezüglich Leasingverpflichtungen 1.777 31
Auswirkungen von Abzinsung und Optionen (221) (3)
Bilanzierte Leasingverbindlichkeiten 1.556 27

Angaben zu den sonstigen Leasingverhältnisse sind in Ziffer 33.

(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten umfassen offene Verpflichtungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr, laufende Kosten sowie Zinsabgrenzungen für das SFA-Darlehen und die Anleihe.

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TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.633 21.855
Zinsverbindlichkeiten 3.186 3.898
Sonstige Verbindlichkeiten 7.715 8.035
Gesamt 32.535 33.788

Diese Verbindlichkeiten sind, mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalten bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie Verpfändungsverträgen bezüglich die SFA-Zinsverbindlichkeiten (Ziffer 16, 17, 19, 20, 21, 25), nicht gesichert. In 2019 wurde eine Verbindlichkeit aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 347 ausgebucht, da im Rahmen eines inzwischen abgeschlossenen Insolvenzverfahrens kein Anspruch erhoben wurde.

(27) Vertragsverbindlichkeiten

Die Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.275 (2018: TEUR 17.495) umfassen Vorauszahlungen von Kunden für die spätere Lieferung von Produkten oder Dienstleistungen.

Sonstige Angaben

(28) Finanzielles Risikomanagement

Marktrisiko

Das Marktrisiko ist das Risiko, dass sich der beizulegende Zeitwert oder die künftigen Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen der Marktpreise verändern. Das Marktrisiko beinhaltet drei Arten von Risiken: Währungsrisiko, Zinsänderungsrisiko und sonstige Preisrisiken. Diese Risiken werden nachfolgend für den Konzern im Einzelnen näher erläutert.

Währungsrisiko

Der H&K AG Konzern ist Währungsrisiken auf Umsätze und Einkäufe ausgesetzt, die in anderen Währungen als den jeweiligen Funktionswährungen der Konzernunternehmen abgewickelt werden, hauptsächlich Euro (EUR), aber auch US Dollar (USD) und britisches Pfund (GBP). Der Großteil der Kosten und Umsätze fällt in Euro an, weshalb Wechselkursrisiken lediglich in den Fällen entstehen, in denen die Umsätze auf eine andere Währung lauten als die dazugehörigen Kosten. Der H&K AG Konzern verfolgt die Politik, abhängig von den angebotenen Devisenkursen sowie den Konditionen der möglichen Devisentermingeschäfte, mit Berücksichtigung der erwarteten USD-Entwicklungen einen Teil der erwarteten USD-Einnahmen und die damit verbundenen Fremdwährungsrisiken über Sicherungsbeziehungen abzusichern. Zum 31. Dezember 2019 bestanden Devisentermingeschäfte für den Zeitraum Januar bis September 2020, die insgesamt 18,0 Mio. USD absicherten.

Die Konzernpolitik sieht vor, keine Darlehen oder Finanzmittel in Fremdwährung zu Spekulationszwecken aufzunehmen oder zu gewähren. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen werden vorwiegend in der jeweiligen funktionalen Währung getätigt, und jegliche Finanzinstrumente sind ausschließlich für operative Zwecke einzusetzen.

Vier Tochterunternehmen der H&K AG haben ihren Sitz außerhalb des Euroraumes. Da die Berichtswährung des H&K AG Konzerns der Euro ist, werden Erträge und Aufwendungen dieser Beteiligungsgesellschaften im Rahmen der Konsolidierung in Euro umgerechnet. Durch diese Tochtergesellschaften außerhalb der Eurozone besitzt der Konzern zudem Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die auf deren lokale Währungen lauten und für Konzernabschlusszwecke ebenfalls in Euro umgerechnet werden. Bei der Umrechnung dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Euro können Wechselkursschwankungen zu Wertänderungen führen. Die Änderungen dieser Netto-Vermögenswerte spiegeln sich in den Gewinnrücklagen im Eigenkapital des Konzerns wider.

Die folgende Tabelle stellt die bei der Umrechnung verwendeten Kurse dar:

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Währung Kürzel Stichtagskurs 31.12.2019 Stichtagskurs 31.12.2018 Durchschnittskurs 2019 Durchschnittskurs 2018
US-Dollar (USA) USD 1,1234 1,1450 1,1194 1,1810
Pfund (Großbritannien) GBP 0,8508 0,8945 0,8775 0,8847

Um die möglichen Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das Konzern-EBITDA, die Konzernumsatzerlöse und das Konzerneigenkapital quantifizieren zu können, wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt:

Hätte sich der Euro gegenüber dem US Dollar um 5% zu den in der Konsolidierung 2019 verwendeten Kursen abgewertet (auf einen Durchschnittskurs von EUR 1 = USD 1,0634 und einen Stichtagskurs von EUR 1 = USD 1,0672), wären die Umsatzerlöse 2019 um ungefähr 3,2 Mio. EUR höher, das E-BITDA um etwa 1,9 Mio. EUR höher und das Eigenkapital und die Rücklagen um ungefähr 3,0 Mio. EUR höher gewesen.

Hätte der Euro gegenüber dem britischen Pfund um 5% zu dem in der Konsolidierung 2019 verwendeten Kursen abgewertet (auf einen Durchschnittskurs von EUR 1 = GBP 0,8336 und einem Stichtagskurs von EUR 1 = GBP 0,8083), wären die Umsatzerlöse 2019 um ungefähr 0,3 Mio. EUR höher, das EBITDA fast unverändert und das Eigenkapital und die Rücklagen um ungefähr 0,1 Mio. EUR höher gewesen.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko ist das Risiko, dass sich der beizulegende Zeitwert oder die künftigen Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen der Marktzinssätze verändern. Zum 31. Dezember 2019 stellte sich das Zinssatzprofil der verzinslichen Finanzinstrumente des Konzerns zusammen aus festverzinslichen Instrumenten mit einem Gesamtnominalwert in Höhe von 142,2 Mio. EUR (2018: 140,5 Mio. EUR) sowie variabel verzinslichen Instrumenten mit einem Gesamtnominalwert in Höhe von 95 Mio. EUR (2018: 95 Mio. EUR).

Der Konzern hat mit dem SFA-Darlehen über 95 Mio. EUR eine variabel verzinsliche Verbindlichkeit, welche einem Zinssatz von 7,25% zzgl. EURIBOR (falls positiv) unterliegt; der zu verwendende Zinssatz wird am Anfang jeder Zinsperiode (zurzeit 6 Monate) festgelegt. Eine Verminderung der EURIBOR von 100 Basispunkten (Bp) zum jeweiligen Feststellungstag (21. August 2018; 21. Februar 2019; 21. August 2019) hätte das Eigenkapital und den Gewinn oder Verlust weder erhöht noch vermindert. Eine Erhöhung der EURIBOR von 100 Basispunkten (Bp) zum jeweiligen Feststellungstag hätte das Eigenkapital und den Gewinn oder Verlust um ca. 0,8 Mio. EUR vermindert. Bei dieser Analyse wurde unterstellt, dass alle anderen Einflussfaktoren, vor allem steuerliche Abzugsfähigkeit, konstant bleiben. Weltweit werden eine grundlegende Überarbeitung und Reform der wesentlichen Vergleichszinssätze vorgenommen. Es besteht Unsicherheit über den Zeitpunkt und die Vorgehensweise der Ablösung der IBOR-Zinssätze durch alternative Zinssätze. Derzeit sind die Auswirkungen nicht absehbar.

Der Konzern hat mit der Anleihe über 60 Mio. EUR eine verzinsliche Verbindlichkeit, welche einem festen Zinssatz von 6,5% unterliegt sowie mit den Überbrückungskrediten in Höhe von insgesamt 82,2 Mio. EUR verzinsliche Verbindlichkeiten, welche festen Zinssätze von 2,0% unterliegen. Die beizulegenden Zeitwerte der Anleihe sowie der Überbrückungskredite ändern sich aufgrund von Schwankungen der Markzinssätze, allerdings werden diese Verbindlichkeiten nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und eine Änderung der Markzinssätze zum Abschlussstichtag würde daher weder den Gewinn oder Verlust noch das Eigenkapital beeinflussen. Bei dieser Analyse wird unterstellt, dass alle anderen Variablen unverändert bleiben.

Die Anzahlungs- und Vertragserfüllungsgarantien, welche wir von unseren Banken zu Gunsten unserer Kunden ausstellen lassen, sind nicht verzinslich.

Rohstoffpreisrisiko

Der Rohstoffanteil an den Materialaufwendungen ist relativ gering; deshalb ist der H&K AG Konzern nur geringen Risiken aus Schwankungen in den Einkaufspreisen der Rohstoffe ausgesetzt: bei einer Stahlpreissteigerung um 1% zum Beispiel wäre das EBITDA um ungefähr 0,1 Mio. EUR niedriger und das Eigenkapital und die Rücklagen 0,1 Mio. EUR niedriger gewesen.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko ist das Risiko finanzieller Verluste für den H&K AG Konzern, wenn ein Kunde oder Geschäftspartner eines Finanzinstruments seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Kreditrisiko des Konzerns entsteht hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Risikokonzentrationen entstehen bei Finanzinstrumenten mit ähnlichen Merkmalen, die ähnlich auf wirtschaftliche und sonstige Änderungen reagieren. Risikokonzentrationen werden nach Vertragspartner ermittelt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Großteil der zum Stichtag offenen Forderungen sind aus Umsätzen mit Kunden, die bundesstaatliche, staatliche oder lokale Verwaltungsbehörden von NATO- und NATO-gleichgestellten Ländern sind, so dass der Konzern Kreditrisiken nur begrenzt ausgesetzt ist. Die Waren werden mit Eigentumsvorbehaltsklauseln verkauft, so dass im Falle der Zahlungsunfähigkeit von Kunden der H&K AG Konzern grundsätzlich abgesichert ist. In Fällen, in denen der Vorstand der Ansicht ist, dass das Ausfallrisiko durch den Eigentumsvorbehalt nicht ausreichend abgesichert wäre, werden Akkreditive oder Anzahlungen gefordert. Der H&K AG Konzern hat interne Kreditregelungsprozesse, um überfällige Positionen zu prüfen und zu steuern und wenn notwendig, weitere Lieferungen zu stoppen oder rechtliche Maßnahmen einzuleiten.

Bilanziell wird dem Ausfallrisiko durch Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken sowie allgemeine erwartete Kreditverluste nach IFRS 9 Rechnung getragen (Ziffer 20). Die maximale Risikoexposition der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht deren Buchwert zum Bilanzstichtag. Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit gesonderter Darstellung der überfälligen und wertberichtigten Forderungen, können der Ziffer 20 entnommen werden. Zur Beurteilung der Risikokonzentrationen werden alle Behörden eines Staates zusammen als ein Vertragspartner betrachtet.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Schecks, sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristige Einlagen. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist der H&K AG Konzern Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden Finanzinstitute sorgfältig ausgewählt und Einlagen bei mehreren Banken im In- und Ausland gehalten. Da die Auswirkungen als unwesentlich erachtet werden, wird auf die Anwendung des vereinfachten Wertminderungsmodells verzichtet.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass der H&K AG Konzern nicht mehr in der Lage sein würde, seinen fälligen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Das Ziel der Liquiditätssteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, zu jeder Zeit über ausreichend liquide Mittel zu verfügen, um die anfallenden Verbindlichkeiten zu ihrem Fälligkeitstermin begleichen zu können, sowohl unter gewöhnlichen als auch unter angespannten Bedingungen, ohne inakzeptable Verluste herbeizuführen oder das Ansehen des Konzerns zu schädigen.

Der Konzern generiert liquide Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Der operative Liquiditätsüberschuss findet hauptsächlich Verwendung für die Finanzierung der Schwankungen im Working Capital und der Investitionen in das Anlagevermögen sowie für die Bedienung der Zinszahlungsverpflichtungen aus dem SFA-Darlehen und der Anleihe.

Gemäß dem Geschäftsplan wird für 2020 von einer positiven Liquiditätsentwicklung aus der operativen Geschäftstätigkeit ausgegangen, die zur Deckung von Investitions- und Zinszahlungen als ausreichend erwartet wird. Hinsichtlich des Fortbestandsrisikos, das sich aus Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Anschlussfinanzierungen für die in 2022 und 2023 fälligen Darlehens- und Anleihetilgungen, verweisen wir auf die Erläuterungen im Konzernlagebericht in Kapitel 2 Abschnitt „Darstellung der Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen“.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Fälligkeit der vertraglichen Zahlungen für Finanzinstrumente, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Zinsverbindlichkeiten oder Tilgungen umfassen.

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TEUR Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Darlehen und Anleihe inkl. Zinsen
Per 31.12.2019
Buchwert 21.633 236.672
Zahlungsabflüsse 21.633 278.007
erwartete Zahlungsabflüsse:
- bis zu einem Monat 20.089 -
- von einem bis zu drei Monaten 1.544 1.195
- von drei Monaten bis zu einem Jahr - 9.102
- von einem bis zu fünf Jahren - 267.710
- mehr als fünf Jahre - -
Per 31.12.2018
Buchwert 21.855 234.586
Zahlungsabflüsse 21.855 289.647
erwartete Zahlungsabflüsse:
- bis zu einem Monat 14.893 -
- von einem bis zu drei Monaten 3.931 1.907
- von drei Monaten bis zu einem Jahr 2.621 8.898
- von einem bis zu fünf Jahren 410 278.842
- mehr als fünf Jahre - -

Abweichungen zwischen dem Buchwert und den damit verbundenen Zahlungen entstehen für bestimmte langfristige Verbindlichkeiten, insbesondere für das SFA-Darlehen und die Anleihe, da diese zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden und weitere Zinszahlungen verursachen. Weitere Erläuterungen zu den Finanzverbindlichkeiten finden sich im Anhang unter der Ziffer 25.

Kapitalmanagement

Das Ziel des Kapitalmanagements ist es, unter Berücksichtigung der aus den Bedingungen des SFA-Darlehens sowie der Anleihe bestehenden Verpflichtungen und regelmäßigen Zinszahlungen die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs sicherzustellen, sowie mittelfristig den Verschuldungsgrad deutlich zu senken. Die interne Konzernpolitik schreibt die Überprüfung der Kapitalrentabilität aller Investitionen und der Rentabilität grundsätzlich aller Angebotsabgaben vor. Der Konzern strebt eine Unternehmens- und Kapitalstruktur ohne nennenswerte außerbilanzielle Finanzierungen an. Im gewöhnlichen Geschäftsbetrieb werden Vertragserfüllungs- und Anzahlungsgarantien auf unsere Rechnung durch Banken und Versicherungsunternehmen an unsere Kunden ausgegeben (Ziffer 25).

Sämtliche gesetzliche Mindestkapitalanforderungen sind in der Berichtsperiode erfüllt worden.

Die Kapitalstruktur des Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:

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TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Eigenkapital (120.868) (118.699)
als % vom Gesamtkapital -48% -45%
langfristige Verbindlichkeiten 323.761 316.238
kurzfristige Verbindlichkeiten 49.489 65.448
Fremdkapital 373.250 381.685
als % vom Gesamtkapital 148% 145%
Bilanzsumme 252.383 262.986

(29) Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente

Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten. In den Aktiva enthalten folgende Bilanzpositionen Finanzinstrumente:

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TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Finanzanlagen u. Derivate 1.806 4.061
Kurzfristige Vermögenswerte
Sonstige Darlehen, Festgelder u. Derivate 2.996 13.841
Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen 21.709 31.064
Sonstige Vermögenswerte 1.956 1.022
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 23.380 22.278
Aktivpositionen, die Finanzinstrumente enthalten 51.847 72.266
davon nicht Finanzinstrumente 1.606 825
davon Finanzinstrumente 50.241 71.442

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:

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Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Derivate Finanzinstrumente Andere Finanzinstrumente
TEUR BW ZW BW ZW BW ZW BW ZW
Per 31.12.2019
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 23.380 23.380 21.709 21.709 - - 5.078 5.078
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet - - - - - - - -
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - - - 73 73 - -
Gesamt Finanzvermögen 23.380 23.380 21.709 21.709 73 73 5.078 5.078
Per 31.12.2018
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 22.278 22.278 31.064 31.064 - - 18.100 18.100
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet - - - - - - - -
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - - - - - - -
Gesamt Finanzvermögen 22.278 22.278 31.064 31.064 - - 18.100 18.100

Die Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen dem Buchwert. Der Grund hierfür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente.

Die Rubrik derivate Finanzinstrumente umfasst im Wesentlichen Devisentermingeschäfte für USD / EUR, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert gehalten werden (2019: TEUR 73; 2018: keine).

Die Rubrik „Andere Finanzinstrumente“ enthält im Wesentlichen kurz- und langfristig angelegte Festgelder, die als Sicherheit für Kreditlinien u.ä. verpfändet sind (2019: TEUR 4.729; 2018: TEUR 17.903) (Ziffer 18, 25); die Fälligkeiten sind wie folgt:

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Andere Finanzinstrumente
TEUR 31.12.2019 31.12.2018
weder überfällig noch wertgemindert: 5.078 18.100
überfällig nicht wertgemindert: - -
Einzelwertgemindert (brutto) - -
Einzelwertminderung - -
Buchwert 5.078 18.100

Für den Bestand der weder überfälligen noch wertgeminderten Finanzinstrumente gab es zum Abschlussstichtag keine objektiven Hinweise auf eine Wertminderung. Da die Auswirkungen als unwesentlich erachtet werden, wird auf die Anwendung des vereinfachten Wertminderungsmodells verzichtet. Es erfolgte im Berichtszeitraum keine Umklassifizierung von finanziellen Vermögenswerten zwischen den IFRS 9 Bewertungskategorien „zu fortgeführten Anschaffungskosten“, „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ und „erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert“.

In den Passiva enthalten folgende Bilanzpositionen Finanzinstrumente:

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TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 233.485 230.688
Leasingverbindlichkeiten 1.556 27
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 21.633 21.855
Sonstige Verbindlichkeiten 10.901 11.933
Passivpositionen, die Finanzinstrumente enthalten 267.576 264.502
davon nicht Finanzinstrumente 7.673 8.007
davon Finanzinstrumente 259.902 256.496

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Verbindlichkeiten:

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Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Anleihe und langfristige Finanzierungsdarlehen Sonstige Finanzverbindlichkeiten
TEUR BW ZW BW ZW BW ZW
Per 31.12.2019
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 21.633 21.633 233.485 237.170 3.228 3.228
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - - - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten 21.633 21.633 233.485 237.170 3.228 3.228
Per 31.12.2018
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 21.855 21.855 230.688 235.524 3.926 3.926
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet - - - - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten 21.855 21.855 230.688 235.524 3.926 3.926

Die Zeitwerte der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen dem Buchwert. Der Grund hierfür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente. Die Anleihe wird in der Bilanz mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt; ihr Zeitwert zum Stichtag wird zum Marktpreis berechnet. Das SFA-Darlehen wird in der Bilanz mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt; ihr Zeitwert zum Stichtag wird zum Nominalwert dargestellt. Die Überbrückungskredite werden in der Bilanz mit den fortgeführten Anschaffungskosten (gleich Nominalwerte) angesetzt; ihre Zeitwerte zum Stichtag entsprechen im Wesentlichen dem Nominalwert. Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen die Zinsverbindlichkeiten für das SFA-Darlehen und für die Anleihe (2019: TEUR 3.186; 2018: TEUR 3.898).

Die folgende Tabelle analysiert nach Bewertungsmethoden die Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert gehalten werden. Die verschiedenen Stufen sind wie folgt definiert:

Stufe 1: notierte Preise (unverändert) in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten

Stufe 2: Inputfaktoren ausgenommen die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise, die sich für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen

Stufe 3: Inputfaktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputfaktoren)

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31.12.2019 TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Derivative finanzielle Vermögenswerte - 73 -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten - - -
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31.12.2018
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Derivative finanzielle Vermögenswerte - - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten - - -

Nettogewinne / (-verluste) von Finanzinstrumenten:

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TEUR 2019 2018
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 173 3.272
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 73 -

Die Nettogewinne (-verluste) aus Krediten und Forderungen und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten gehalten werden, enthalten Währungskursgewinne und -verluste, Wertminderungen sowie Zuschreibungen früherer Wertminderungen und betreffen im Wesentlichen Forderungen. In 2019 wurde jedoch auch ein Ertrag in Höhe von TEUR 347 bei der Ausbuchung einer Verbindlichkeit aus Lieferung und Leistung erfasst (Ziffer 26). Die Nettogewinne / (Nettoverluste) von Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (derivative Finanzinstrumente), resultieren aus der Erfassung von Bewertungsunterschieden bei der Bewertung von Devisentermingeschäfte.

Die gesamten Zinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, einschließlich Avalgebühren, stellen sich wie folgt dar:

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TEUR 2019 2018
Zinserträge 50 59
Aufzinsung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten (1.152) (2.928)
Sonstige Zinsaufwendungen (12.716) (13.913)

(30) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des H&K AG Konzerns durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert haben. Die in der Bilanz ausgewiesene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestand, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Letztere enthalten auch Festgelder mit Fristen unter drei Monate (Ziffer 21,25).

Entsprechend IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus der betrieblichen Tätigkeit sowie aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Cashflows aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt, während der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit ausgehend vom Jahresergebnis indirekt abgeleitet wird. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung sowie aus Änderungen des Konsolidierungskreises bereinigt. Die Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen können daher nicht mit den entsprechenden Werten auf Grundlage der veröffentlichten Konzernbilanz abgestimmt werden.

Erhaltene Zinsen werden als Cashflow aus Investitionstätigkeit klassifiziert. Gezahlte Zinsen werden als Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt.

Festgelder deren Fristen über drei Monate sind werden in der Bilanz in den Festgeldern bzw. Finanzanlagen ausgewiesen (Ziffer 18); Veränderungen dieser sind deswegen in der Kapitalflussrechnung in den Cashflows aus Investitionstätigkeiten klassifiziert. Diese Festgelder erfüllen jedoch keine Investitionsziele des Konzerns, sondern dienen als Sicherheitshinterlegungen für Bankgarantielinien u.ä. (Ziffer 25). Der um diese Position bereinigte Netto Cashflow aus Investitionstätigkeiten des Konzerns wäre wie folgt:

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TEUR 2019 2018
Netto Cashflow aus Investitionstätigkeiten (1.607) (27.389)
abzüglich die dort enthaltene Veränderung der Festgeldhinterlegungen mit Fristen > 3 Monate (13.193) 12.867
Bereinigte Netto Cashflow aus Investitionstätigkeiten (14.799) (14.522)

(31) Segmentberichterstattung

Die Organisations- und Berichtsstruktur des H&K AG Konzerns ist geprägt durch die operativ ausschließlich auf das Geschäftsfeld „Wehrtechnik“ ausgerichtete Geschäftstätigkeit. Die Investitionen in das Geschäftsfeld „Übrige Investitionen“ (Segment „Sonstige Holdingaktivitäten“) wurden infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise notleidend und bereits in vorherigen Berichtsperioden vollständig wertberichtigt.

Die Organisations- und Berichtsstruktur des Geschäftsfelds „Wehrtechnik“ ist durch die Ausrichtung auf fünf (2018: fünf) operative Unternehmen gekennzeichnet, drei davon bedienen Kunden im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich, das vierte (HKI) beliefert den US Zivilmarkt und das fünfte (HKO) bedient neben Kunden im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich die anderen Konzernunternehmen sowie den Zivilmarkt in bestimmten Ländern. Dementsprechend erfolgt die Segmentierung in die Standorte Deutschland, Großbritannien, Frankreich und die USA, unterteilt in Wehrtechnik und Zivil. Da diese Segmente im Wesentlichen jeweils juristische Personen repräsentieren, entsprechen die für jedes Segment gezeigten Zahlen den Werten, die für die Gesellschaften in die konsolidierten Zahlen des H&K AG Konzerns einbezogen wurden.

Die Aktivitäten im Berichtssegment „Deutschland“ betreffen die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Produkten der Wehr- und Sicherheitstechnik zusammen mit der damit verbundenen Bereitstellung von Dienstleistungen. Das Berichtssegment „Deutschland“ beliefert hauptsächlich NATO-Mitgliedsstaaten und NATO-gleichgestellte Nationen, in denen sich keine Tochtergesellschaften des Konzerns befinden, sowie Konzernunternehmen und fertigt und vertreibt Zivil- und Sicherheitsprodukte an Kunden außerhalb der Vereinigten Staaten. Das Berichtssegment „USA - Zivil“ fertigt und vertreibt Zivil- und Sicherheitsprodukte und bietet damit zusammenhängende Dienstleistungen in den USA an.

Die anderen Berichtssegmente vertreiben Produkte für die Verteidigung und Sicherheit und bieten damit zusammenhängende Dienstleistungen an. Die Standorte in den USA und Frankreich liefern in ihr jeweiliges Land. Von Großbritannien aus wird hauptsächlich das Vereinigte Königreich beliefert; in der Vergangenheit wurden auch die Länder des Britischen Commonwealth und vereinzelt auch NATO- befreundete Drittländer von diesem Standort beliefert, durch die neue strategische Ausrichtung des Konzerns ausschließlich auf sogenannte „grüne Länder“ (Ziffer 1) werden lediglich die noch offene Auftragsbestände dieser Kunden über Standort Großbritannien abgewickelt.

Das Berichtssegment „Sonstige Holdingaktivitäten“ betrifft die H&K AG und die HKM. Da dieses Berichtssegment zwei Gesellschaften enthält, entsprechen die gezeigten Zahlen den Werten für die einzelnen Gesellschaften, wie sie in die konsolidierten Zahlen des Konzerns einbezogen wurden, zuzüglich bestimmter Konsolidierungsmaßnahmen innerhalb des Segments.

Geschäftssegmente

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Standort Deutschland USA - Zivil
TEUR 2019 2018 2019 2018
Netto Außenumsatzerlöse 120.654 117.682 45.652 42.527
Umsätze zwischen den Segmenten 59.149 58.699 320 282
Betriebsleistung 186.928 184.484 48.486 36.724
Planmäßige Abschreibung (8.296) (8.157) (745) (639)
EBITDA 24.781 19.670 1.590 (5.141)
Zinserträge 177 164 - -
Zinsaufwendungen (7.951) (6.931) (4) (2)
Ertragsteueraufwendungen bzw. -erträge (299) (1) (135) 1.282
Ergebnis nach Ertragsteuern 11.041 10.385 702 (4.489)
Andere wesentliche zahlungsunwirksame Posten:
- Wertminderungen / Wertberichtigungen (89) - (250) (1.002)
- Aufgehobene Wertminderungen / -berichtigungen 293 2.343 403 -
Langfristige Vermögenswerte, ausgenommen Finanzinstrumente und latente Steueransprüche 153.499 147.477 12.268 11.972
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte ausser aktivierte Entwicklungskosten (9.828) (5.105) (415) (3.125)
Verbindlichkeiten und Rückstellungen 199.081 201.261 26.618 22.410
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Standort USA - Defense Großbritannien
TEUR 2019 2018 2019 2018
Netto Außenumsatzerlöse 14.443 4.285 12.579 21.312
Umsätze zwischen den Segmenten 107 204 119 73
Betriebsleistung 14.442 4.938 14.021 20.774
Planmäßige Abschreibung (191) (108) (114) (18)
EBITDA 990 (1.118) 1.520 1.825
Zinserträge 3 1 4 4
Zinsaufwendungen (148) (130) (49) -
Ertragsteueraufwendungen bzw. -erträge (134) 351 (224) (330)
Ergebnis nach Ertragsteuern 525 (1.002) 1.023 1.389
Andere wesentliche zahlungsunwirksame Posten:
- Wertminderungen / Wertberichtigungen - - (15) (41)
- Aufgehobene Wertminderungen / -berichtigungen 188 - - 2
Langfristige Vermögenswerte, ausgenommen Finanzinstrumente und latente Steueransprüche 1.288 1.252 698 94
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte ausser aktivierte Entwicklungskosten - (7) (9) (33)
Verbindlichkeiten und Rückstellungen 25.391 25.141 4.926 2.839
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Standort Frankreich Sonstige Holdingaktivitäten
TEUR 2019 2018 2019 2018
Netto Außenumsatzerlöse 46.088 35.140 - -
Umsätze zwischen den Segmenten - - - -
Betriebsleistung 45.838 35.236 - -
Planmäßige Abschreibung (44) (7) (42) (10)
EBITDA 3.175 1.485 (246) (780)
Zinserträge 1 21 2.524 1.594
Zinsaufwendungen (19) - (9.608) (13.199)
Ertragsteueraufwendungen bzw. -erträge (892) (496) (2.815) (1.347)
Ergebnis nach Ertragsteuern 2.221 1.004 (1.131) (93.801)
Andere wesentliche zahlungsunwirksame Posten:
- Wertminderungen / Wertberichtigungen - - - (81.074)
- Aufgehobene Wertminderungen / -berichtigungen - - - -
Langfristige Vermögenswerte, ausgenommen Finanzinstrumente und latente Steueransprüche 200 13 268 91
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte ausser aktivierte Entwicklungskosten - (4) - (93)
Verbindlichkeiten und Rückstellungen 8.742 6.408 311.416 309.613
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Standort Gesamt vor Konsolidierung Konsolidierungsmaßnahmen Heckler & Koch Konzern
TEUR 2019 2018 2019 2018 2019 2018
Netto Außenumsatzerlöse 239.417 220.946 - - 239.417 220.946
Umsätze zwischen den Segmenten 59.695 59.257 (59.695) (59.257) - -
Betriebsleistung 309.715 282.156 (61.155) (56.549) 248.559 225.607
Planmäßige Abschreibung (9.432) (8.938) - - (9.432) (8.938)
EBITDA 31.810 15.941 (1.468) 2.706 30.341 18.646
Zinserträge 2.708 1.783 (2.656) (1.704) 52 79
Zinsaufwendungen (17.780) (20.261) 2.656 1.704 (15.124) (18.557)
Ertragsteueraufwendungen bzw. -erträge (4.499) (540) 321 (596) (4.178) (1.136)
Ergebnis nach Ertragsteuern 14.380 (86.514) (12.776) 78.462 1.604 (8.052)
Andere wesentliche zahlungsunwirksame Posten:
- Wertminderungen / Wertberichtigungen (353) (82.118) - 81.074 (353) (1.044)
- Aufgehobene Wertminderungen / -berichtigungen 883 2.344 - - 883 2.344
Langfristige Vermögenswerte, ausgenommen Finanzinstrumente und latente Steueransprüche 168.222 160.899 (74.700) (74.702) 93.521 86.197
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte ausser aktivierte Entwicklungskosten (10.252) (8.367) 515 - (9.737) (8.367)
Verbindlichkeiten und Rückstellungen 576.175 567.671 (202.925) (185.986) 373.250 381.685

In der oben dargestellten Übersicht sind Umsatzerlöse, Ergebnisse sowie Vermögen und Schulden der einzelnen Segmente des Konzerns dargestellt. Mit Ausnahme von Umsätzen des Segments Deutschland an die anderen Segmente, ist der interne Leistungsaustausch zwischen den Segmenten nur gering. Die Handelsbeziehungen zwischen den einzelnen Segmenten sind konsolidiert worden. Der Leistungsaustausch zwischen den Segmenten wird zu Preisen angesetzt, wie sie auch mit vertragswilligen und informierten Konzernfremden vereinbart würden. Aufgrund der steuerlichen Organschaft fallen die deutschen Ertragssteuern nur bei der Muttergesellschaft, H&K AG an. Die in der Spalte „Konsolidierungsmaßnahmen“ ausgewiesenen 74,7 Mio. EUR für langfristige Vermögenswerte beziehen sich auf den in Folge einer Verschmelzung Anfang 2004 im Segment Deutschland bilanzierten Goodwill sowie den Markennamen. Diese sind im Wesentlichen durch damalige, konzerninterne Transaktionen entstanden und werden deswegen bei der Konsolidierung auf den von externen Dritten erworbenen Anteil reduziert.

Aufteilung nach Produkten und Dienstleistungen sowie nach geographischen Regionen

In den folgenden Tabellen werden der Umsatzanteil (nach Erlösschmälerungen) von Kunden in verschiedenen Regionen der Welt und der Umsatzanteil der einzelnen Produktgruppen gezeigt:

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Regionen Anteil Umsatz
Angaben in TEUR in %
Deutschland 2019 77.264 32%
(Inland) 2018 76.838 35%
USA 2019 60.018 25%
2018 46.759 21%
UK 2019 11.964 5%
2018 11.955 5%
Frankreich 2019 46.178 19%
2018 35.428 16%
Sonstige "Grüne Länder" 2019 40.640 17%
2018 45.980 21%
Rest der Welt 2019 3.352 1%
2018 3.986 2%
Summe Ausland 2019 162.153 68%
2018 144.108 65%
Konzern 2019 239.417 100%
2018 220.946 100%
davon "Grüne Länder" * 2019 236.065 99%
2018 216.960 98%
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Produktgruppen Angaben in % Anteil Umsatz in %
Gewehre 2019 32%
2018 29%
Maschinenpistolen und 2019 21%
Maschinengewehre 2018 29%
Pistolen 2019 24%
2018 25%
Entwicklungsleistungen 2019 0%
für Kunden 2018
andere Produkte und 2019 23%
Leistungen 2018 17%
Konzern 2019 100%
2018 100%

* Für bessere Vergleichbarkeit wurde die Regionalen-Umsatzaufteilung für 2018 entsprechend der aktuellen Definition von „grüner Länder" in Ziffer 1 aktualisiert.

Hauptkunden

IFRS 8 verlangt, dass Kunden, bei denen bekannt ist, dass sie unter gemeinsamer Kontrolle stehen, als ein einzelner Kunde anzusehen sind. Da der H&K AG Konzern Verkäufe an Regierungsbehörden, die Polizei und Streitkräfte umfassen, in verschiedenen Ländern tätigt, führt dieses Erfordernis dazu, dass alle Regierungsbehörden in einem Land als ein einziger Kunde betrachtet werden.

Auf dieser Grundlage sind die Hauptkunden des H&K AG Konzerns, mit denen mehr als 10% der Umsätze im Jahr 2018 erwirtschaftet wurden, die Regierungsbehörden von Deutschland (2019: 61 Mio. EUR; 2018: 67 Mio. EUR), die innerhalb des Segments „Deutschland“ gezeigt werden, sowie die Regierungsbehörden von Frankreich (2019: 46 Mio. EUR; 2018: 35 Mio. EUR), die innerhalb des Segments „Frankreich“ gezeigt werden.

(32) Eventualverbindlichkeiten und verpfändete Vermögenswerte

Weder zum 31. Dezember 2019 noch zum 31. Dezember 2018 bestanden wesentliche Eventualverbindlichkeiten; auf Basis der vorliegenden Unternehmensplanung (Detaillierungszeitraum 5 Jahre) ist mit einer Inanspruchnahme in dem genannten Zeitraum nicht zu rechnen. Für Informationen bezüglich Bankgarantien für Kunden und die diesbezügliche Verpfändung von Festgeldern siehe Ziffer 25. Fast alle anderen Vermögenswerte des Konzerns sind für das SFA-Darlehen vom 24 Juli 2017 durch Globalzessionen und spezifische Sicherheitenvereinbarungen verpfändet. Für Einzelheiten bezüglich verpfändeter Vermögenswerte siehe Ziffern 16, 17, 18, 19, 20, 21 und 25. Für Verbindlichkeiten aus bestimmte kurzfristige bzw. niedrigwertige Leasingverhältnissen siehe Ziffer 33.

(33) Leasingverhältnisse

Der Konzern hat keine Leasingverhältnisse als Leasinggeber. Informationen über Leasingverhältnisse, in denen der Konzern Leasingnehmer ist, werden nachfolgend dargestellt.

Wesentliche Leasingverhältnisse

Der Konzern mietet Büros; die Leasingvereinbarungen hierfür haben ursprünglichen Laufzeiten zwischen sechs und zehn Jahre, mit der Option, die Leasingvereinbarungen nach diesem Zeitraum zu verlängern. Die Leasingzahlungen werden typischerweise nach ca. die Hälfte der Laufzeit erneut verhandelt, um die Marktmieten zu reflektieren; wir könnten zu diesem Zeitpunkt kündigen. Diese Leasingverhältnisse wurden nach IAS 17 bisher als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft.

Der Konzern mietet Autos und sonstige Verkehrsmittel sowie bestimmte IT-Ausstattungen; diese Leasingvereinbarungen haben typischerweise Laufzeiten zwischen drei und fünf Jahre, mit der Option, die Leasingvereinbarungen nach diesem Zeitraum zu verlängern. Diese Leasingverhältnisse wurden nach IAS 17 bisher als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft.

i. Nutzungsrechte

Durch die Anwendung von IFRS 16 werden ab 2019 Nutzungsrechte im Zusammenhang mit gemieteten Immobilien, die nicht die Definition von als Finanzinvestition gehaltene Immobilien erfüllen, sowie für Verkehrsmittel und bestimmte IT-Ausstattungen, als Sachanlagen dargestellt. Bis Ende 2018 waren lediglich Finanzierungsleasingverhältnisse nach IAS 17 als Sachanlagen erfasst. (Ziffer 17)

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Grundstücke und Bauten Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
TEUR
Nettobuchwert am 01.01.2018 - - -
Anschaffungs-/ -
Herstellungskosten -
Stand am 01.01.2018 - 39 39
Währungsänderungen - 3 3
Zugänge - 40 40
Umbuchungen - - -
Abgänge - - -
Stand am 31.12.2018 - 82 82
Abschreibungen - - -
Stand am 01.01.2018 - (39) (39)
Währungsänderungen - (2) (2)
Abschreibungen des Jahres - (4) (4)
Wertminderungen - - -
Umbuchungen - - -
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge - - -
Stand am 31.12.2018 - (45) (45)
Nettobuchwert - - -
am 31.12.2018 - 37 37
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand am 31.12.2018 - 82 82
Auswirkungen der erstmaligen Anwendung
von IFRS 16 zum 01.01. 2.216 413 2.629
Währungsänderungen 27 1 28
Zugänge 47 156 203
Umbuchungen - - -
Abgänge - (21) (21)
Stand am 31.12.2019 2.290 631 2.921
Abschreibungen
Stand am 31.12.2018 - (45) (45)
Auswirkungen der erstmaligen Anwendung
von IFRS 16 zum 01.01. (924) (175) (1.099)
Währungsänderungen (9) (1) (9)
Abschreibungen des Jahres (250) (159) (409)
Wertminderungen - - -
Umbuchungen - - -
Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge - 15 15
Stand am 31.12.2019 (1.182) (365) (1.548)
Nettobuchwert am 31.12.2019 1.107 266 1.374

ii. in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge

AfA in Höhe von 409 TEUR (2018: 4 TEUR) auf Nutzungsrechte und Zinsaufwendungen in Höhe von 116 TEUR (2018: 2 TEUR) für Leasingverbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst; die dazugehörigen latenten Steuerveränderungen waren in beiden Jahren minimal, jedoch die Erstanwendung von IFRS 16 am 1. Januar 2019 führte zu zusätzlichen Erträgen aus latenten Steuern, weil, diese, im Gegenteil zu den Auswirkungen für die neuen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, nicht in der erfolgsneutrale Änderung des Ergebnisvortrages enthalten waren.

iii. In der Kapitalflussrechnung erfasste Beträge

Die laufenden Leasingraten wurden unterteilt in Zinszahlungen, in Höhe von 116 TEUR (2018: 2 TEUR), und Tilgungen, in Höhe von 413 TEUR (2018: 16 TEUR); beide sind den Netto Cashflows aus Finanzerungstätigkeiten zugeordnet.

Sonstige Leasingverhältnisse

Der Konzern hat weitere Leasingvereinbarungen die ein oder beide der folgenden Eigenschaften haben: (i) Laufzeit unter einem Jahr; (ii) die zugrunde liegenden Gegenstände sind von geringem Wert. Diese Leasingvereinbarungen werden wie in den Vorjahren bilanziert d.h. weder Nutzungsrechte noch Leasingverbindlichkeiten werden hierfür erfasst.

Die Anwendungen und Verpflichtungen für sonstige (2018: Operating) Leasingverhältnisse haben sich in 2019 im Wesentlichen aufgrund der Anwendung von IFRS 16 reduziert (Ziffer 3, 25). Der Konzern hat Aufwendungen in Höhe von TEUR 148 für kurzfristige Leasingverhältnisse sowie TEUR 12 für Leasingverhältnisse für die die zugrunde liegenden Gegenstände von geringem Wert sind (2018: TEUR 827 für Operating-Leasingverhältnisse und ähnliche Aufwendungen) erfasst. Zum Bilanzstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus diesen Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind:

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TEUR 31.12.2019 31.12.2018
von bis zu einem Jahr 8 393
von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren 0 1.039
von mehr als fünf Jahren 0 338
Gesamt 8 1.769

(34) Anzahl der Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt war im H&K AG Konzern die folgende Anzahl von Arbeitnehmern beschäftigt:

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Standort 2019 2018
Deutschland 791 731
Frankreich 2 2
Großbritannien 16 15
USA - Defense 5 8
USA - Zivil 75 90
Sonstige Holdingaktivitäten 3 1
Durchschnitt der Arbeitnehmer 892 847

Gemäß HGB §314 Abs. 1 Nr. 4 1. HS, sind in diesen Zahlen für 2019 und 2018 weder Vorstände, Geschäftsführer, Wehrdienstleistender, Auszubildender noch Praktikanten enthalten; Teilzeitkräfte sind voll berücksichtigt.

(35) Personalaufwand

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Jahr 2019 auf TEUR 69.309 (2018: TEUR 67.144). Darin enthalten sind TEUR 4.661 (2018: TEUR 4.354) Beiträge des Arbeitgebers zur gesetzlichen Rentenversicherung und ähnliche beitragsorientierte Versorgungsverpflichtungen.

(36) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Muttergesellschaft und oberstes Beherrschungsorgan

Die H&K AG ist die Muttergesellschaft des H&K AG Konzerns und befindet sich im Eigentum privater Investoren. Sie hält 94,9% der Anteile an der HKO mittelbar und die restlichen 5,1% unmittelbar.

Sonstige Transaktionen mit Nahestehenden

Geschäftsvorfälle zwischen der Muttergesellschaft und nahestehenden Unternehmen, die ihre Tochtergesellschaften sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in diesen Anhangsangaben nicht erläutert. Transaktionen mit Mitgliedern der Führungsorgane werden in Ziffer 38 aufgeführt.

Darüber hinaus bestehen Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen des H&K AG Konzerns und nahestehenden Personen, wie in IAS 24 definiert, wie folgt:

Im Jahr 2018 gewährte ein der Hauptaktionäre, CDE, der H&K AG einen unbesicherten Überbrückungskredit in Höhe von 30 Mio. EUR sowie einen weiteren unbesicherten Überbrückungskredit in Höhe von 50 Mio. EUR. Beide Darlehen haben Laufzeiten bis 15. Juli 2023 und vereinbarte Zinssätze in Höhe von 2%; die aufgelaufenen Zinsen werden vierteljährlich dem Darlehen zugeschrieben (Ziffer 25).

Grundsätzlich wird bei Geschäften mit Nahestehenden auf Bedingungen wie unter vertragswilligen und informierten fremden Dritten geachtet.

(37) Organe der Gesellschaft

Vorstand der H&K AG

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Dr.-Ing. Jens Bodo Koch Vorstandsvorsitzender
Dr. Björn Krönert Vorstand

Aufsichtsrat der H&K AG

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Harald Kujat, General a.D. Vorsitzender (seit 12. Juli 2019)
Dr. Martin Heiner Sorg Mitglied (seit 29. April 2019); stellv. Vorsitzender (seit 12. Juli 2019)
Nicolaus Bocklandt stellv. Vorsitzender (bis 12. Juli 2019); danach Mitglied
Dieter John Vorsitzender (bis 12. Juli 2019)
Jean-Christoph Arntz Mitglied (bis 11. April 2019)

(38) Transaktionen mit Mitgliedern der Führungsorgane

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TEUR 2019 2018
Kurzfristig fällige Leistungen an Aufsichtsräte 179 145
Kurzfristig fällige Leistungen an Vorstände 785 1.016
Gesamt 964 1.161

(39) Honorare des Abschlussprüfers

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TEUR 2019
Abschlussprüfung 247
Steuerberatungsleistungen -
Sonstige Leistungen -
Gesamt 247

(40) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 26. Februar 2020 hat die H&K AG ein verzinsliches Darlehen in Höhe von 15 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis zum 15. Juli 2023 von einem der Hauptaktionäre erhalten, um die Einhaltung bestimmter SFA-Vertragsbedingungen zu erleichtern.

Die derzeitige Corona-Krise trifft uns bislang nicht wesentlich. Wir können allerdings derzeit noch keine Angaben machen, wie es sich im 2. Quartal verhält, da die Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung Auswirkungen auf unsere Lieferketten und Produktion haben könnten.

Nach dem 31. Dezember 2019 bis zur Freigabe dieses Abschlusses gab es bei dem H&K AG Konzern keine weiteren nennenswerten operativen oder strukturellen Veränderungen oder Geschäftsvorfälle.

 

Oberndorf am Neckar, 7. April 2020

Der Vorstand

Dr. Jens Bodo Koch

Dr. Björn Krönert

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die H&K AG, Oberndorf am Neckar

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der H&K AG, Oberndorf am Neckar, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der H&K AG, Oberndorf am Neckar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen im Lagebericht auf Seite 14 im Abschnitt „Darstellung der Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und Bestandsgefährdung" und „Finanzwirtschaftliche Risiken" sowie „Liquiditätsrisiko" im Anhang, in denen die gesetzlichen Vertreter ausführen, dass der Fortbestand des H&K AG Konzerns davon abhängig ist, dass die in 2022 und 2023 fälligen Darlehens- und Anleihetilgungen durch Anschlussfinanzierungen gesichert sind. Die gemäß der vorliegenden Unternehmensplanung dann zur Verfügung stehenden eigenen Mittel werden nicht ausreichend sein. Wie in diesen Aussagen dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufweisen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Absatz 2 Satz 3 HGB darstellt. Unser Prüfungsurteil ist bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 7. April 2020

Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Franz Klinger, Wirtschaftsprüfer

Anja Lustig, Wirtschaftsprüferin

SNR: 2020130496