H&K AG

Oberndorf am Neckar

Jahresabschluss zum 31.12.2021

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

scrollen
31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 64.245,48 73
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 355.993.154,05 355.993
356.057.399,53 356.066
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 73.452.981,17 62.852
2. Sonstige Vermögensgegenstände 807.533,01 81
74.260.514,18 62.933
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 175.267,15 344
74.435.781,33 63.278
C. Rechnungsabgrenzungsposten 151.940,76 415
D. Aktive latente Steuern 7.715.800,00 7.341
438.360.921,62 427.100

Passiva

scrollen
31.12.2021 Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 27.640.920,00 27.641
II. Kapitalrücklage 53.304.177,49 53.304
III. Bilanzgewinn 135.696.462,55 96.240
216.641.560,04 177.185
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 3.582.456,78 2.884
2. Sonstige Rückstellungen 2.327.132,29 864
5.909.589,07 3.749
C. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 60.000.000,00 60.000
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 215.472,09 304
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.522.229,19 46.311
4. Sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern:
EUR 29.239,99 (Vorjahr: TEUR 35) 134.200.871,23 134.346
209.938.572,51 240.961
D. Passive latente Steuern 5.871.200,00 5.205
438.360.921,62 427.100

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

scrollen
2021 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 2.928.115,00 2.291
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.234.863,40 832
4.162.978,40 3.123
3. Materialaufwand 504,03 0
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.913.780,07 1.569
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 123.803,93 100
2.037.584,00 1.669
5. Abschreibungen auf Sachanlagen 8.371,62 9
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.226.963,12 1.926
7. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen erhaltene Gewinne 56.189.967,04 82.046
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.806.816,12 3.229
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14.745.132,78 19.838
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.684.400,00 4.243
11. Ergebnis nach Steuern 39.456.806,01 60.712
12. Jahresüberschuss 39.456.806,01 60.712
13. Gewinnvortrag 96.239.656,54 35.528
14. Bilanzgewinn 135.696.462,55 96.240

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der H&K AG, Oberndorf am Neckar, registriert am Amtsgericht Stuttgart unter HRB 748522, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB und des AktG erstellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB, die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Alle Beträge werden, soweit nichts anderes vermerkt ist, in Tausend Euro (TEUR, EUR'000) angegeben und dabei arithmetisch gerundet. Damit ist es möglich, dass manche Summen in diesem Abschluss leicht von der genauen arithmetischen Summierung der vorhergehenden Werte abweichen.

Die H&K AG, Oberndorf am Neckar, ist eine kleine Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB. Erleichterungswahlrechte für kleine Kapitalgesellschaften zur Erstellung des Jahresabschlusses werden teilweise in Anspruch genommen.

Seit dem 28. Juli 2015 sind die Aktien der H&K AG unter ISIN DE000A11Q133 an der Euronext Börse in Paris im Freiverkehr ("Euronext Access") notiert. Der im Jahr 2021 an der Euronext im Durchschnitt ausgewiesene Aktienkurs lag wegen des sehr geringen Handels deutlich über dem von uns ermittelten Wert einer Aktie.

Seit dem 25. April 2013 besteht zwischen der H&K AG (damals: Heckler & Koch Beteiligungs GmbH) und der Heckler & Koch GmbH, Oberndorf am Neckar, (HKO), ein Ergebnisabführungsvertrag, der am 2. Mai 2013 im Handelsregister der HKO eingetragen worden ist.

Seit dem 28. Januar 2014 besteht zwischen der H&K AG (damals: Heckler & Koch Beteiligungs GmbH) und der Heckler & Koch Management GmbH, Oberndorf am Neckar, (HKM), ein Ergebnisabführungsvertrag, der am 20. März 2014 im Handelsregister der HKM eingetragen worden ist.

Die Corona-Pandemie hat aufgrund der durch Heckler & Koch eingeleiteten präventiven Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und unseres Unternehmens als auch der vorausschauenden Kommunikation mit den Kunden und Lieferanten bisher nicht dazu geführt, dass es zu wesentlichen Einschränkungen der Lieferkette gekommen ist und die geplanten Auftragseingänge und Umsätze sogar übertroffen werden konnten. Trotzdem kann Heckler & Koch nicht ausschließen, dass die stark angestiegene Teuerungsrate, aufgrund der Lieferprobleme im Rahmen der Corona-Pandemie sowie der lockeren Geldpolitik der Notenbanken, sich insbesondere auf die Beschaffung von Rohmaterial und Dienstleistungen auswirken wird.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und, sofern erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Den nach der linearen Methode errechneten Abschreibungen liegen bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Nutzungsdauern von 2 bis 14 Jahren zu Grunde.

Zugänge im Sachanlagevermögen (andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) werden seit dem 1. Januar 2010 ausschließlich linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter, das sind Gegenstände mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 netto, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagen

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, ggf. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert, bewertet. Abschreibungen werden nur durchgeführt, wenn die Wertminderung dauerhaft ist. Sofern die Gründe für eine Wertminderung nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung, maximal auf die Anschaffungskosten. Für die Ermittlung des Wertes wird auf Ertragswertberechnungen zurückgegriffen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt. Falls notwendig werden für alle erkennbaren Einzelrisiken angemessene Wertberichtigungen gebildet. Forderungen, die als nicht mehr einbringlich angesehen werden, sind auf EUR 0,00 abgewertet.

Rückstellungen

Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst, Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf Basis der veröffentlichten Zinssätze der Deutschen Bundesbank mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

In Fremdwährung valutierende Forderungen werden mit dem maßgeblichen Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung zum Devisenkassamittelkurs der Europäischen Zentralbank des betreffenden Stichtags. Nicht realisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Die Währungsumrechnung für Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zu den jeweiligen Kursen am Entstehungstag. Am Bilanzstichtag erfolgt die Währungsumrechnung zum Devisenkassamittelkurs der Europäischen Zentralbank des betreffenden Stichtags. Nicht realisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der Bruttobetrachtung. Latente Steueransprüche werden in den Aktiva, latente Steuerschulden in den Passiva ausgewiesen.

Erläuterungen zum Jahresabschluss

Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist diesem Anhang als Anlage beigefügt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen beinhalten die Beteiligung an der HKO in Höhe von TEUR 4.692 und die Beteiligung an der HKM in Höhe von TEUR 351.301.

Aufstellung des Anteilsbesitzes:

scrollen
Name/​Sitz Anteile
in %
Währung Eigenkapital
31.12.2021
Jahresergebnis
2021
Stichtagskurs
zum EUR per
31.12.2021
Durchschnittskurs
zum EUR
für 2021
Unmittelbar gehaltene Anteile
Heckler & Koch GmbH, Oberndorf am Neckar, Deutschland 5,1 TEUR 13.720 21.023 *
Heckler & Koch Management GmbH, Oberndorf am Neckar, Deutschland 100 TEUR 351.299 35.167 *
Mittelbar gehaltene Anteile
Heckler & Koch GmbH, Oberndorf am Neckar, Deutschland 94,9 TEUR 13.720 21.023 *
NSAF Ltd., Nottingham, Großbritannien 100 TGBP 4.241 2.207 0,84028 0,8596
Heckler & Koch Defense Inc., Columbus, Georgia, USA 100 TUSD -9.164 6.736 1,1326 1,1827
Small Arms Group Holding Inc., Columbus, Georgia, USA 100 TUSD 15.494 0 1,1326 1,1827
Heckler & Koch, Inc., Columbus, Georgia, USA 100 TUSD 15.575 4.612 1,1326 1,1827
Heckler & Koch France SAS, Paris, Frankreich 100 TEUR 2.679 1.913

* vor Ergebnisabführung

Die Angaben zum Eigenkapital und zum Jahresergebnis beziehen sich auf die nach jeweiligem Landesrecht erstellten Abschlüsse.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 73.453 (Vj. TEUR 62.852) ergeben sich zu einem Teilbetrag von TEUR 511 (Vj. TEUR 1.966) aus Lieferungen und Leistungen und im Übrigen aus sonstigen Forderungen, darunter im Wesentlichen einer Darlehensforderung gegen die HKO in Höhe von TEUR 44.825 (Vj. TEUR 42.054) sowie sonstigen Forderungen aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 27.061 (Vj. TEUR 17.777).

Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in Höhe von TEUR 151 (Vj. TEUR 408) für Disagio gebildet, im Übrigen enthalten sie vorausbezahlte Aufwendungen für Folgejahre.

Aktive latente Steuern wurden in Höhe von TEUR 7.716 (Vj. TEUR 7.341) bilanziert. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragsteuersatzes der H&K AG von aktuell 28,075 %. Der Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Die Bewertungsunterschiede der HKO und der HKM sind infolge der zwischen H&K AG und HKO bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft vollständig auf Ebene der H&K AG auszuweisen. Der Ansatz der latenten Steuern erfolgt auf Basis der Bruttobetrachtung. Latente Steueransprüche werden aktivisch und latente Steuerschulden passivisch bilanziert. Die aktiven latenten Steuern entfallen im Wesentlichen auf die Rückstellungen.

Das Grundkapital in Höhe von unverändert TEUR 27.641 ergibt sich aus 27.640.920 nennwertlosen Stückaktien, die auf den Inhaber lauten.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen, Rechtsstreitigkeiten sowie Tantiemen.

Die H&K AG hat eine auf der luxemburgischen Euro MTF im Freiverkehr gelistete Anleihe in Höhe von TEUR 60.000 begeben. Diese Anleihe ist fällig am 30. April 2023 und hat einen Festzinssatz von 6,5%, zahlbar am 30. April und 31. Oktober eines jeden Jahres.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Restverbindlichkeiten aus dem seit 2014 bestehendem Ergebnisabführungsvertrag gegenüber der HKM in Höhe von TEUR 15.522 (Vj. TEUR 46.311).

Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 134.201 (Vj. TEUR 134.346) enthalten vor allem Verbindlichkeiten aus Finanzierungsgeschäften in Höhe von TEUR 134.172 (Vj. TEUR 134.311):

scrollen
Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag
31.12.2021
bis zu 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
SFA-Darlehen 29.980 29.980 0 0
(Vj.) (32.980) (0) (32.980) (0)
Überbrückungskredit I 32.705 0 32.705 0
(Vj.) (31.688) (0) (31.688) (0)
Überbrückungskredit II 53.840 0 53.840 0
(Vj.) (52.165) (0) (52.165) (0)
Überbrückungskredit III 16.925 0 16.925 0
(Vj.) (15.854) (0) (15.854) (0)
Zinsverbindlichkeiten 721 721 0 0
(Vj.) (1.624) (1.624) (0) (0)
134.172 30.701 103.470 0
(Vj.) (134.311) (1.624) (132.687) (0)

Das SFA-Darlehen betrifft ein Senior Facilities Agreement ("SFA-Darlehen") in Form einer privaten, gemeinsam von der H&K AG und der HKO mit den Darlehensgebern getroffenen Finanzierungsvereinbarung vom 24. Juli 2017 i.H.v. 150 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis zum 21. August 2022 einschließlich dazugehöriger Ergänzungen. Der Zinssatz beträgt 7,25% zzgl. EURIBOR (falls dieser positiv ist), wobei die Zinsen nach Ablauf der festgelegten Zinsziehungsperiode, die zwischen 1 und 6 Monaten liegen kann, zu zahlen sind. Zum 31. Dezember 2021 beliefen sich die verbliebenen Darlehen auf insgesamt 80 Mio. EUR (Vj. 83 Mio. EUR), davon 30 Mio. EUR (Vj. 33 Mio. EUR) bei der H&K AG und 50 Mio. EUR (Vj. 50 Mio. EUR) bei der HKO. Die Reduzierung der Höhe des SFA-Darlehens bei der H&K AG ist auf zwei Teiltilgungen, im Mai 2021 i.H.v. 1,0 Mio. EUR und im September 2021 i.H.v. 2,0 Mio. EUR, zurückzuführen.

Die H&K AG und ihre Tochtergesellschaften unterliegen durch die SFA-Darlehensvereinbarung im Hinblick auf bestimmte Transaktionen strengen Einschränkungen. Der H&K AG Konzern muss zudem bestimmte Verhältnisse zwischen den Nettoschulden und den vertraglich definierten Ergebnissen ("Financial Covenants") einhalten und Teiltilgungen leisten, die z.B. abhängig von dem vertraglich definierten Überschuss aus dem jährlichen Kapitalfluss ("Excess Cashflow") sind. Die H&K AG ist berechtigt, Teilzahlungen oder auch eine komplette Rückzahlung ihrer SFA-Darlehensverbindlichkeit zu leisten. Nachdem der von der H&K AG aufgenommene SFA-Darlehensbetrag vollständig getilgt ist, ist die HKO berechtigt, Teilzahlungen oder auch eine komplette Rückzahlung ihrer SFA-Darlehensverbindlichkeit zu leisten; allerdings unterliegen die freiwilligen Tilgungen vertraglichen Bestimmungen, u.a. ggf. Vorfälligkeitsentschädigungen.

Im März 2018 bzw. im Dezember 2018 wurde die SFA-Darlehensvereinbarung dahingehend geändert, dass der H&K AG u.a. die Möglichkeit zur Aufnahme von unbesicherten Überbrückungskrediten von der Compagnie de Développement de I'Eau S.A. (CDE) zugelassen und ein Mindestbankbestand für den H&K AG Konzern von 10 Mio. EUR festgelegt wurden.

Zudem sind die einzuhaltenden Verhältnisse der Nettoschulden zu den vertraglich definierten EBITDA ("Financial Covenants") für die Quartalsenden Dezember 2017 bis Juni 2018 geändert worden. Im Februar 2020 wurde die SFA-Darlehensvereinbarung zusätzlich dahingehend geändert, dass der H&K AG die Möglichkeit zur Aufnahme eines unbesicherten Überbrückungskredites von einem weiteren Hauptaktionär in Höhe von 15 Mio. EUR in dem Monat zugelassen worden ist.

Am 28. März 2018 wurde der H&K AG durch die CDE ein Überbrückungskredit ("Überbrückungskredit I") in Höhe von 30 Mio. EUR gewährt, der Ende April 2018 ausbezahlt worden ist. Dieser Kredit war unbesichert und zinsfrei und hatte ursprünglich eine Laufzeit bis zum 15. Juli 2019. Im November 2018 ist die Laufzeit bis zum 15. Juli 2023 verlängert worden; ein Zinssatz in Höhe von 2%, mit Rückwirkung auf den Zeitpunkt der Auszahlung, und einer vierteljährlichen Umbuchung der Zinsverbindlichkeiten auf das Darlehen, wurden ebenfalls vereinbart. In einer weiteren Änderungsvereinbarung wurde nach Beendigung des Sanierungstarifvertrages zum 30. Juni 2021 aufgrund der deutlich verbesserten Finanz- und Ertragslage des Unternehmens der Zinssatz im Rahmen der vertraglich vereinbarten Bandbreite ab 1. Oktober 2021 auf 6,5% angepasst.

Ende November 2018 erfolgte eine zusätzliche Darlehensgewährung durch die CDE, von der auch der Überbrückungskredit I eingeräumt worden war, an die H&K AG in Höhe von 50 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis zum 15. Juli 2023 und einem Zinssatz von 2%; die aufgelaufenen Zinsen werden vierteljährlich dem Darlehen zugeschrieben ("Überbrückungskredit II"). In einer Änderungsvereinbarung wurde nach Beendigung des Sanierungstarifvertrages zum 30. Juni 2021 aufgrund der deutlich verbesserten Finanz- und Ertragslage der Zinssatz im Rahmen der vertraglich vereinbarten Bandbreite ab 1. Oktober 2021 ebenfalls auf 6,5% angepasst.

Ende Februar 2020, um uns die Einhaltung bestimmter SFA-Vertragsbedingungen zu erleichtern, hat ein weiterer Hauptaktionär der H&K AG einen unbesicherten Überbrückungskredit in Höhe von 15 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis zum 15. Juli 2023 gewährt und ausbezahlt. Der vereinbarte Zinssatz ist 6,5%, die aufgelaufenen Zinsen werden vierteljährlich dem Darlehen zugeschrieben. Somit erhöhte sich der Nominalwert dieses Darlehens am 31. Dezember 2021 auf 16,9 Mio. EUR (am 31. Dezember 2020: 15,9 Mio. EUR). Die dafür in der SFA-Darlehens-vereinbarung vorgesehene Teiltilgung des SFA-Darlehens in Höhe von 10,5 Mio. EUR (70% der aufgenommenen Summe) erfolgte im Oktober 2020.

Die Zinsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 721 (Vj. TEUR 1.624) resultieren aus dem SFA-Darlehen und der Anleihe.

Aus Bewertungsunterschieden der Handelsbilanz zur Steuerbilanz bei den Organgesellschaften ergeben sich passive latente Steuern in Höhe von TEUR 5.871 (Vj. TEUR 5.205). Die Bewertungsunterschiede der HKO und der HKM sind infolge der zwischen diesen zwei Unternehmen und der H&K AG bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft vollständig auf Ebene der H&K AG auszuweisen. Die passiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen die Beteiligung an der HKM sowie das Anlagevermögen.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse beinhalten Erträge aus Konzerndienstleistungen in Höhe von TEUR 2.928 (Vj. TEUR 2.291).

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.235 (Vj. TEUR 832) enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung von Konzerndienstleistungen in Höhe von TEUR 1.232 (Vj. TEUR 812).

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 32 (Vj. TEUR 15) enthalten.

In den Abschreibungen auf Sachanlagen sind nur planmäßige Abschreibungen enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.227 (Vj. TEUR 1.926) enthalten insbesondere Aufwendungen für bezogene Konzerndienstleistungen (TEUR 1.232; Vj. TEUR 812), Nebenkosten des Geldverkehrs (TEUR 248; Vj. TEUR 233) und Aufwendungen aus Rechts- und Beratungskosten (TEUR 1.418; Vj. TEUR 724). Darüber hinaus sind Miet- sowie weitere sonstige Aufwendungen enthalten.

Die aufgrund von Gewinnabführungsverträgen erhaltenen Gewinne betragen TEUR 56.190 (Vj. TEUR 82.046). Auf die HKO entfallen Gewinne aus EAV in Höhe von TEUR 21.023 (Vj. TEUR 15.668) und auf die HKM in Höhe von TEUR 35.167 (Vj. TEUR 66.378). In den TEUR 35.167 ist nach der Überprüfung des Wertansatzes der HKO-Beteiligung eine Wertaufholung in Höhe von TEUR 30.798 enthalten.

Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr gab es keine Aufwendungen aus Verlustübernahme.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betragen TEUR 3.807 (Vj. TEUR 3.229), davon TEUR 3.807 (Vj. TEUR 3.229) aus verbundenen Unternehmen.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ergeben insgesamt TEUR 14.745 (Vj. TEUR 19.838) und enthalten im Wesentlichen Zinsen aus der Anleihe in Höhe von TEUR 3.954 (Vj. TEUR 3.965), Zinsen für das SFA-Darlehen in Höhe von TEUR 2.339 (Vj. TEUR 3.054), Zinsen aus Überbrückungskrediten in Höhe von TEUR 3.763 (Vj. TEUR 2.537) sowie Zinsen aus der Ergebnisabführung von HKM in Höhe von TEUR 4.398 (Vj. TEUR 9.802).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

scrollen
2021 2020
TEUR TEUR
Latente Steuern (291) 344
Gewerbeertragsteuer (2.080) (2.010)
Körperschaftsteuer (2.300) (2.240)
Periodenfremde Steueraufwendungen (13) (337)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (4.684) (4.243)

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die Gesellschaft hat zum Geschäftsjahresende 2021 außer dem Vorstand vier (Vj. fünf) Mitarbeiter beschäftigt.

Haftungsverhältnisse

Zur Besicherung der Verpflichtungen aus dem SFA-Darlehen (insgesamt 80 Mio. EUR; Vj. 83 Mio. EUR) für den H&K AG Konzern, davon H&K AG 30 Mio. EUR (Vj. 33 Mio. EUR) und HKO 50 Mio. EUR (Vj. 50 Mio. EUR) sind die direkten und indirekten Tochtergesellschaften der H&K AG dieser Vereinbarung als Garanten beigetreten. Außerdem wurden sämtliche Anteile an der HKM und an deren direkten und indirekten Töchtern sowie durch Globalzessionen und andere Sicherheitsvereinbarungen bestimmte Anlagegegenstände, Vorräte, Forderungen und Bankkonten (alle weiteren Bankkonten dienen als Sicherheiten für Bankgarantien und Ähnliches) an den Treuhänder der Darlehensgeber verpfändet. Die H&K AG haftet aus der SFA-Darlehensvereinbarung als Darlehensnehmer sowie durch die Bestellung von Sicherheiten für Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen zum 31. Dezember 2021 für Darlehensinanspruchnahmen der HKO in Höhe von 50 Mio. EUR (Vj. 50 Mio. EUR).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt TEUR 38 (Vj. TEUR 84). Diese resultieren aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen. Ein Bestellobligo besteht nicht.

Refinanzierung

Der Fortbestand der H&K AG ist davon abhängig, dass die aufgenommenen Darlehen und die emittierte Anleihe zeitnah verlängert oder durch andere externe Finanzierungen oder eine Eigenkapitalerhöhung ersetzt werden. Die Gesellschaft befindet sich derzeit in fortlaufenden Finanzierungsgesprächen mit verschiedenen Geschäftsbanken und Kreditanbietern. Gleichzeitig hat sie am 24. März 2022 jeweils eine Vereinbarung mit zwei Hauptaktionären geschlossen, die eine ausreichende Finanzausstattung für den Fall garantieren, dass die Finanzierungsgespräche nicht zu einem befriedigenden Ergebnis führen, damit ist die Fortführung der Gesellschaft gewährleistet.

Gemäß der aktuellen 5-Jahresplanung planen die gesetzlichen Vertreter der H&K AG zudem, im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten und Voraussetzungen, die Umwandlung von Gesellschafterdarlehen in Eigenkapital, was die Schuldenlast des H&K AG Konzerns deutlich reduzieren würde.

Vorstand

Dr. Jens Bodo Koch, Dipl.-Ingenieur, Vorstandsvorsitzender

Dr. Björn Krönert, Dipl.-Kaufmann, Finanzvorstand

Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Vorstandes der H&K AG TEUR 1.199 (Vj. TEUR 1.122).

Aufsichtsrat

Dr. Rainer Runte, Rechtsanwalt, Vorsitzender

Nicolaus Bocklandt, Kaufmann, stellv. Vorsitzender

Dr. Regina Engelstädter, Rechtsanwältin, Mitglied

Konzernverhältnisse

Die H&K AG, Oberndorf am Neckar, ist ein Mutterunternehmen und erstellt deshalb einen Konzernabschluss unter Einbeziehung aller unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Dieser Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Seit Juli 2020 liegt die Aktienmehrheit bei der Compagnie de Développement de l'Eau S.A., Luxemburg/​Luxemburg (unmittelbar) bzw. Sofi Kapital Ltd., Christ Church/​Barbados (mittelbar).

Ergebnisverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat der H&K AG schlagen der Hauptversammlung vor, den zum 31. Dezember 2021 im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 135.696 auf neue Rechnung vorzutragen.

Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht

Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erklären wir als Vorstand der H&K AG, dass die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 bei den im vorstehenden Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten vorgenommenen Rechtsgeschäften und getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde.

Nachtragsbericht

Das aktuelle Kriegsgeschehen in der Ukraine hat sich bislang nicht direkt auf das operative Geschäft des H&K AG Konzerns ausgewirkt. Wir können jedoch nicht ausschließen, dass es in Zukunft zu Auswirkungen (z. B. Lieferengpässe, Rohstoffpreissteigerungen, Absatzsteigerungen) kommen könnte.

Oberndorf am Neckar, 8. April 2022

H&K AG

Der Vorstand

scrollen
Dr. Jens Bodo Koch Dr. Björn Krönert

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

scrollen
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 101.447,88 0,00 0,00 101.447,88
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 355.993.154,05 0,00 0,00 355.993.154,05
2. Anteile an sonstigen Unternehmen 226.375,00 0,00 0,00 226.375,00
356.219.529,05 0,00 0,00 356.219.529,05
356.320.976,93 0,00 0,00 356.320.976,93
scrollen
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.1.2021 Abschreibungen (+)
bzw. Zuschreibung (-)
des Geschäftsjahres
Abgänge 31.12.2021 31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
28.830,78 8.371,62 0,00 37.202,40 64.245,48 72.617,10
II. Finanzanlagen
1. Anteile an
verbundenen
Unternehmen
0,00 0,00 0,00 0,00 355.993.154,05 355.993.154,05
2. Anteile an
sonstigen
Unternehmen
226.375,00 0,00 0,00 226.375,00 0,00 0,00
226.375,00 0,00 0,00 226.375,00 355.993.154,05 355.993.154,05
255.205,78 8.371,62 0,00 263.577,40 356.057.399,53 356.065.771,15