Baloise Lebensversicherung Aktiengesellschaft DeutschlandHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Geschäftsbericht 2023AufsichtsratAndreas Burki Vorsitzender des Aufsichtsrats Leiter des Konzernbereichs Recht und Steuern, Baloise Group Gert De Winter (bis 04.04.2023) Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorsitzender der Konzernleitung, Baloise Group Michael Müller (seit 04.04.2023) Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorsitzender der Konzernleitung, Baloise Group Gaby Lurie Head Regulatory Affairs, Baloise Group Jan De Meulder Senior Executive im Versicherungsbereich, Belgien Henrik Dorendorf* Angestellter, Baloise Lebensversicherung AG Deutschland Thomas Frese* Angestellter, Baloise Lebensversicherung AG Deutschland * von den Arbeitnehmern gewählt VorstandDr. Jürg Schiltknecht Seit 01.01.2013 Mitglied des Vorstands, seit dem 01.05.2015 Vorsitzender des Vorstands, verantwortlich für die Bereiche Interne Revision, Unternehmenskommunikation & Zentrales Marketing, Recht/Compliance, Risikosteuerung, Personal und Transformation Manuela Moog Seit 01.01.2022 Mitglied des Vorstands, verantwortlich für die Bereiche Interne Dienste, ADM Vertrieb & Querschnitt, ADM Bestand & ln-/Output, IT-Betrieb &- Governance und Projekte Julia Wiens (bis 30.11.2023) Seit 01.02.2017 Mitglied des Vorstands, verantwortlich für die Bereiche Kapitalanlagen, Finanzielle Steuerung, Aktuariate, Kundenmanagement Leben und Fachmanagement Leben Christoph Wappler (ab 01.11.2023) Seit 01.11.2023 Mitglied des Vorstands, verantwortlich für die Bereiche Kapitalanlagen, Finanzielle Steuerung und Aktuariate Christoph Willi Seit 01.01.2018 Mitglied des Vorstands, verantwortlich für die Bereiche Vertrieb Baloise Sach, Firmenkundengeschäft NL, Kundenmanagement Sach, Privatkundengeschäft NL, Schaden LageberichtWirtschaftliche EntwicklungenGesamtwirtschaftliche EntwicklungDie Auswirkungen der Corona-Pandemie, des Ukrainekrieges sowie der Energiekrise haben das Geschäftsjahr 2023 geprägt. Die konjunkturelle Entwicklung trübte sich im Laufe des Jahres immer weiter ein. Das Jahr 2024 wird weiterhin herausfordern, die Zeichen stehen aber auf Erholung, sodass mit einer leichten konjunkturellen Erholung gerechnet wird. Die führenden Wirtschaftsinstitute gehen für das Jahr 2023 bezüglich der deutschen Wirtschaft von einem BIP-Rückgang i. H. v. -0,3 Prozent aus (Vorjahr: +1,8 Prozent). Die Inflationsrate war in Deutschland im Jahr 2023 rückläufig. Für 2023 gehen die Wirtschaftsinstitute von einer Inflationsrate von +6,0 Prozent aus (Vorjahr: +8,7 Prozent). Die wesentlichen Treiber waren hier die hohen Energie- (Gas und Strom) und Lebensmittelpreise. Die Kennzahlen für die privaten Haushalte in Deutschland haben sich im Jahr 2023 deutlich eingetrübt. Die privaten Konsumausgaben fielen um -1,1 Prozent (Vorjahr: +3,9 Prozent). Die Sparquote bleibt mit 11,7 Prozent weiterhin hoch, was an weiter anhaltenden Unsicherheiten bei zunehmend attraktiveren risikolosen Anlagemöglichkeiten liegen dürfte. Der Arbeitsmarkt hat sich im Jahr 2023 widerstandsfähig gezeigt. Steigende Lohnkosten, der demografische Wandel, der Trend zu geringeren Wochenarbeitszeiten oder der anhaltende Fachkräftemangel könnten den Arbeitsmarkt in Zukunft hingegen unter Druck setzen. Entwicklung der KapitalmärkteEntwicklung am RentenmarktDer Europäische Rentenmarkt war 2023 von einer großen Dynamik geprägt. Die Renditen von Bundesanleihen mit 10 Jahren Restlaufzeit stiegen im Jahresverlauf auf rund 3 Prozent und sanken in den letzten beiden Monaten des Jahres angesichts rückläufiger Inflationserwartungen auf rund 2 Prozent ab. Auch die Credit Spreads gingen nach einem volatilen Jahresverlauf zum Jahresende deutlich zurück. Insgesamt waren durch diese Entwicklungen Kursgewinne am Rentenmarkt zu verzeichnen, die für Bestandsinvestoren einen Anstieg der Reserven mit sich brachten. Entwicklung am AktienmarktDie Aktienmärkte verzeichneten 2023 einen volatilen und im Ergebnis sehr freundlichen Verlauf. Insbesondere der Rückgang der Renditen zum Jahresende führte zu einem deutlichen Anstieg der Aktienmärkte. Der Euro Stoxx 50 schloss auf einem Stand von rund 4.500 Punkten und erreichte damit ein Plus von über 19 Prozent. Entwicklung der deutschen VersicherungswirtschaftDas Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) schätzt die aktuelle Geschäftslage sowie die Geschäftserwartung der Versicherungswirtschaft als herausfordernd ein. In der Lebensversicherung (inkl. Pensionskassen und Pensionsfonds) wird für 2023 im Vergleich zum Vorjahr mit einer negativen Beitragsentwicklung gerechnet. Ausschlaggebend hierfür ist vor allem die wirtschaftliche Lage der privaten Haushalte. Vor dem Hintergrund des schwierigen gesamtwirtschaftlichem Umfelds wird für 2024 zwar mit einer leichten Entspannung, aber nicht mit wesentlichen positiven Impulsen gerechnet. Die Entwicklung der Vertragsstornos wird vorraussichtlich stabil bleiben. Entwicklung der Baloise Lebensversicherung AG DeutschlandDie Baloise Lebensversicherung AG Deutschland bietet Privatkunden Versicherungsprodukte für die Risikoabsicherung und Altersversorgung an. Hierzu gehören insbesondere die fondsgebundenen Rentenversicherungen sowie Risiko-, Grundfähigkeiten- und Berufsunfähigkeitsversicherungen. Bei den fondsgebundenen Produkten wurde ein besonderer Fokus auf das Angebot nachhaltiger Anlagemöglichkeiten gelegt: Alle Fonds erfüllen die Standards der Baloise Responsible Investment Policy. Der Vertrieb der Versicherungsprodukte erfolgt hauptsächlich über Makler und den Exklusivvertrieb. Der Geschäftsbetrieb der Baloise Lebensversicherung AG Deutschland wird im Kompetenzzentrum in Hamburg durchgeführt. GeschäftsverlaufDas Jahr 2023 bei der Baloise Lebensversicherung AG Deutschland wurde wie in den Vorjahren durch das Baloise Zukunftsbild „Wir werden erste Wahl für unsere Vertriebspartner“ sowie die Fortführung unserer Gruppenstrategie „Simply Safe“ bestimmt. Im Umgang mit unseren Vertriebspartnern setzen wir auf passgenaue Lösungen mit Kombinationen aus konkurrenzfähigen Produkten, innovativen Verkaufsansätzen und effizienten Prozessen. Damit wir solche Lösungen erfolgreich entwickeln können, binden wir unsere Vertriebspartner:innen systematisch ein. Der Fokus lag auch in 2023 auf unseren Zielsegmenten, den biometrischen Deckungen wie der Selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung, der Grundfähigkeiten- und der Risikoversicherung sowie den Fondsrenten. Alle Produkte wurden permanent weiterentwickelt und an die Markterfordernisse angepasst. Dies wird durch unabhängige Umfragen verifiziert. So wurde in 2023 das Produkt „Baloise Best Invest“ erfolgreich neu in den Markt eingeführt. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf dem standardisierten Massengeschäft, so dass Effizienz durch Automatisierung bei der Vorgangsbearbeitung und die Anbindung von Vertriebspartner:innen über technische Schnittstellen erreicht werden kann. Neugeschäft mit konventionellen Produkten herkömmlicher Art wurde nicht geschrieben. Den gebundenen Vertrieben werden entsprechende Produkte über Kooperationspartner:innen zur Verfügung gestellt. Diese Produktausrichtung sorgt dafür, dass der Bestand zunehmend unabhängiger vom Zinsumfeld und von Kapitalmarktschwankungen wird. Unterstützt wird dies durch ein aktives Bestandsmanagement, bei dem die Betreuung und Servicierung des Bestandes nach Ziel- und Nicht-Zielprodukten angepasst ist. In 2023 stieg das Produktionsvolumen um +15 Prozent an. Hier konnte sich die Baloise Lebensversicherung AG Deutschland aufgrund des erfolgreichen Maklervertriebs von der allgemeinen Marktentwicklung absetzen, obwohl aus Qualitätserwägungen noch stärker bewusst auf bestimmte Neugeschäftssegmente verzichtet wurde. In manchen Produktbereichen war ein erheblicher Konkurrenzdruck zu beobachten. Rückgänge in der Produktion waren hingegen im Exklusiv- und Strukturvertrieb zu beobachten. Entwicklung des NeugeschäftsDas Neugeschäft der Baloise Lebensversicherung AG Deutschland stieg im Geschäftjahr an. Die Versicherungssumme des Neugeschäft betrug 8.020,2 Mio. Euro (Vorjahr: 7.910,7 Mio. Euro). Die neu abgeschlossenen Verträge trugen dazu 7.094,0 Mio. Euro (Vorjahr: 7.128,1 Mio. Euro) und die Erhöhungen bestehender Verträge 926,2 Mio. Euro (Vorjahr: 782,6 Mio. Euro) bei. Die Anzahl an eingelösten Versicherungsscheinen stieg von 44.290 auf 45.632. Das eingelöste Neugeschäft betrug nach laufendem Beitrag 43,2 Mio. Euro (Vorjahr: 38,2 Mio. Euro) und gegen Einmalbeitrag 30,8 Mio. Euro (Vorjahr: 32,4 Mio. Euro). Den größten Anteil am eingelösten Neugeschäft haben nach laufendem Beitrag die selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherungen einschließlich Grundfähigkeitenversicherungen und die fondsgebundenen Versicherungen. Das eingelöste Neugeschäft der Berufsunfähigkeitsversicherungen stieg nach laufendem Beitrag von 25,1 Mio. Euro auf 26,3 Mio. Euro. Der Anteil dieser Versicherungen betrug 60,8 Prozent (Vorjahr: 65,7 Prozent). Bei fondsgebundenen Versicherungen stieg das eingelöste Neugeschäft nach laufendem Beitrag von 11,2 Mio. Euro auf 15,5 Mio. Euro. Der Anteil der fondsgebundenen Versicherungen am eingelösten Neugeschäft nach laufendem Beitrag stieg auf 35,8 Prozent (Vorjahr: 29,3 Prozent). Das eingelöste Neugeschäft bei Risikoversicherungen nach laufendem Beitrag sank um 0,4 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro. Der Anteil betrug 3,3 Prozent (Vorjahr: 4,8 Prozent). BestandsentwicklungEnde 2023 hatte die Baloise Lebensversicherung AG Deutschland 689.824 Verträge (Vorjahr: 680.937 Verträge) mit einer Versicherungssumme von 56.941,4 Mio. Euro (Vorjahr: 51.625,8 Mio. Euro) im Bestand. Der Gesamtbestand nach laufendem Beitrag stieg um 3,8 Prozent auf 526,0 Mio. Euro (Vorjahr: 506,7 Mio. Euro). Die Stornoquote nach laufendem Beitrag stieg von 4,3 Prozent auf 4,6 Prozent. Der Bestand an Einzelkapitalversicherungen nach laufendem Beitrag fiel um -10,8 Prozent infolge des eingestellten Neugeschäfts bei weiterhin hohen Abläufen. Bei den Risikoversicherungen nach laufendem Beitrag stieg der Bestand um 5,0 Prozent. Bei den Einzelrentenversicherungen (einschließlich Berufsunfähigkeits- und Pflegerentenversicherungen) ging die Bestandssteigerung von 8,2 auf 7,8 Prozent zurück. Der Bestand an fondsgebundenen Versicherungen nach laufendem Beitrag stieg um 2,9 Prozent. Die Bewegung des Bestandes ist detailliert in der Anlage zum Lagebericht dargestellt. BeitragseinnahmenDie gebuchten Bruttobeiträge konnten erneut gesteigert werden, sie betragen im Geschäftsjahr 557,3 Mio. Euro (Vorjahr: 545,7 Mio. Euro). Davon entfielen 515,6 Mio. Euro (Vorjahr: 501,0 Mio. Euro) auf laufende Beiträge und 41,7 Mio. Euro (Vorjahr: 44,7 Mio. Euro) auf Einmalbeiträge. Unter der Berücksichtigung der Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung lagen die gesamten Beitragseinnahmen bei 562,8 Mio. Euro (Vorjahr: 551,5 Mio. Euro). Ausbezahlte LeistungenFür Versicherungsfälle für eigene Rechnung hat die Baloise Lebensversicherung AG Deutschland im Geschäftsjahr 552,9 Mio. Euro (Vorjahr: 542,9 Mio. Euro) aufgewandt. Darin enthalten sind Leistungen für Rückkäufe in Höhe von 102,6 Mio. Euro (Vorjahr: 107,5 Mio. Euro) und für Abläufe in Höhe von 342,5 Mio. Euro (Vorjahr: 345,3 Mio. Euro). Zusätzliche Erträge und AufwendungenUm der gestiegenen Lebenserwartung Rechnung zu tragen, wurde die Deckungsrückstellung für Rentenversicherungsbestände der Tarifwerke vor 2005 angepasst. Im Berichtsjahr ergab sich im Saldo ein Ertrag von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro). Für die Tarife des Neubestands wird weiterhin eine Zinszusatzreserve gemäß DeckRV gebildet und für den Altbestand eine zinsinduzierte Verstärkung der Deckungsrückstellung gemäß Geschäftsplan vorgenommen. Für den Jahresabschluss 2023 blieb der dabei berücksichtigte Referenzzins gegenüber dem Vorjahr unverändert. Für alle Tarife mit einem Rechnungszins von 1,75 Prozent und höher wurden Zinsauffüllungen gebildet. Sie belaufen sich auf insgesamt 740,1 Mio. Euro (Vorjahr: 787,6 Mio. Euro). Abhängig von der zukünftigen Zinsentwicklung kann der Bestandsabbau durch abgehende Verträge auch in den nächsten Jahren dazu führen, dass Teile der Zinsauffüllungen aufgelöst werden. Kapitalanlagen und KapitalerträgeZum Bilanzstichtag verwaltete die Baloise Lebensversicherung AG Deutschland einen Kapitalanlagenbestand in Höhe von 6.532,6 Mio. Euro (Vorjahr: 6.623,5 Mio. Euro) ohne Depotforderungen. Der Bestand an Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Versicherungspolicen im fondsgebundenen Geschäft betrug 2.283,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2.062,5 Mio. Euro). Die Erträge aus dem Kapitalanlagebestand inklusive der fondsgebundenen Versicherungen belaufen sich auf insgesamt 254,5 Mio. Euro (Vorjahr: 259,7 Mio. Euro). Die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen sind auf 140,7 Mio. Euro gesunken (Vorjahr: 185,9 Mio. Euro). Dies ist insbesondere auf eine reduzierte Ausschüttung aus einem Wertpapier-Spezialfonds zurückzuführen. Dem stehen höhere Abgangsgewinne in Höhe von 104,9 Mio. Euro (Vorjahr: 70,9 Mio. Euro) gegenüber. Die Aufwendungen für Kapitalanlagen inklusive der fondsgebundenen Versicherungen verringerten sich auf 94,1 Mio. Euro (Vorjahr: 105,6 Mio. Euro). Außerplanmäßige Abschreibungen waren auf verbundene Unternehmen in Höhe von 15,6 Mio. Euro (Vorjahr: keine), auf Aktien und Anteile an Investmentvermögen in Höhe von 11,7 Mio. Euro (Vorjahr: 9,9 Mio. Euro), auf Grundstücke und Bauten in Höhe von 9,9 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) sowie auf festverzinsliche Anlagen in Höhe von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 21,1 Mio. Euro) erforderlich. Weiterhin kam es zu geringeren Verlusten aus dem Abgang von Kapitalanlagen von 15,7 Mio. Euro (Vorjahr: 34,5 Mio. Euro). Die laufenden Verwaltungsaufwendungen für Kapitalanlagen stiegen auf 31,2 Mio. Euro (Vorjahr: 30,1 Mio. Euro). In Summe ergab sich ein Kapitalanlageergebnis von 160,3 Mio. Euro (Vorjahr: 154,1 Mio. Euro). Hierin ist das Ergebnis der fondsgebundenen Versicherungen in Höhe von 6,7 Mio. Euro (Vorjahr: -6,3 Mio. Euro) enthalten. Die Nettoverzinsung im Geschäftsjahr betrug 2,3 Prozent (Vorjahr: 2,4 Prozent). Die durchschnittliche Nettoverzinsung der Jahre 2021 bis 2023 belief sich auf 2,9 Prozent. Die laufende Durchschnittsverzinsung nach Verbandsformel betrug im Geschäftsjahr 1,5 Prozent (Vorjahr: 2,1 Prozent). Bei der Berechnung der Verzinsungen wurde das Ergebnis der fondsgebundenen Versicherungen nicht berücksichtigt. Die stillen Lasten reduzierten sich insbesondere wegen des Zinsrückgangs und betrugen -77,4 Mio. Euro bzw. -1,2 Prozent der Kapitalanlagen (Vorjahr: -234,7 Mio. Euro bzw. -3,5 Prozent). Abschluss- und VerwaltungskostenDie Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb sind von 113,3 Mio. Euro auf 126,2 Mio. Euro gestiegen. Die Abschlusskosten beliefen sich auf 109,3 Mio. Euro (Vorjahr: 96,7 Mio. Euro). Die Verwaltungsaufwendungen stiegen von 16,6 Mio. Euro auf 16,9 Mio. Euro. Im Verhältnis zu den gesamten Beitragseinnahmen ergibt sich daraus eine Verwaltungskostenquote in Höhe von 3,0 Prozent (Vorjahr: 3,0 Prozent). JahresergebnisIn 2023 wurde ein Bruttoergebnis vor Steuern und vor Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung in Höhe von 96,0 Mio. Euro (Vorjahr: 77,6 Mio. Euro) erreicht. Im Geschäftsjahr ergab sich ein Steuerertrag von saldiert 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: Steueraufwand: 4,3 Mio. Euro). Damit verblieben in 2023 ein Rohergebnis von 99,3 Mio. Euro (Vorjahr: 73,3 Mio. Euro) und nach Zuführung zur Rückstellung der Beitragsrückerstattung ein Jahresüberschuss von 7,6 Mio. Euro (Vorjahr: 7,6 Mio. Euro). BeitragsrückerstattungDie Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung betrug 91,8 Mio. Euro (Vorjahr: 65,7 Mio. Euro). Aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung wurde in 2023 ein Betrag von 62,2 Mio. Euro (Vorjahr: 63,9 Mio. Euro) entnommen und den Versicherungsnehmern gutgeschrieben. Damit beträgt die Rückstellung für Beitragsrückerstattung zum Ende des Geschäftsjahres 442,4 Mio. Euro (Vorjahr: 412,9 Mio. Euro). Die Überschussbeteiligung wurde auf Basis einer Gesamtverzinsung von 2,25 Prozent für das Jahr 2024 festgelegt. LiquiditätUnser Liquiditätsmanagement ist darauf ausgerichtet, unseren finanziellen Verpflichtungen jederzeit und dauerhaft nachzukommen. 2023 standen uns stets ausreichend liquide Mittel zur Verfügung, um die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft zu gewährleisten. Beziehungen zu verbundenen UnternehmenSämtliche Aktien an unserer Gesellschaft werden von der Baloise Beteiligung B. V. & Co. KG, Hamburg, gehalten und gemäß § 16 Abs. 4 AktG der Baloise Holding AG, Basel (Schweiz), zugerechnet. Mit verschiedenen Konzernunternehmen bestehen enge Leistungsbeziehungen aufgrund von Dienstleistungs- und Umlageverträgen. Entsprechend der tatsächlichen Verursachung werden die Sach- und Personalkosten nach dem Vollkostenprinzip verrechnet. Die Baloise Lebensversicherung AG Deutschland hat als Versicherungsnehmerin zugunsten ihrer Beschäftigten bei der Baloise Sachversicherung AG Deutschland, Bad Homburg, Gruppenunfallversicherungen und Reisegepäckversicherungsverträge abgeschlossen. Des Weiteren bestehen Gebäudeversicherungen, gebündelte Privatversicherungen, Betriebs, Haus und Grundbesitzhaftpflichtversicherungen u. v. m. Die Mitglieder des Vorstands der Baloise Lebensversicherung AG Deutschland bilden gleichzeitig den Vorstand der Baloise Sachversicherung AG Deutschland. Erklärung zur UnternehmensführungFür den Frauenanteil im Vorstand und in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands wurde die angestrebte Zielgröße von 15,0 Prozent erreicht. Der aktuelle Frauenanteil beträgt über diese Ebenen hinweg 19,35 Prozent. Im Aufsichtsrat beträgt die Quote aktuell 17 Prozent, hier ist das Ziel diese zu erhalten. Für die Zukunft setzt das Unternehmen verstärkt auf Vielfalt in jeglicher Hinsicht. Zur Frauenförderung verweisen wir auf unsere Darstellungen im Nachhaltigkeitsbericht. LeistungsindikatorenIn 2023 befinden wir uns im einem Übergangsjahr zur neuen Rechnungslegung nach IFRS 17/9. Daher fokussieren wir unsere betriebswirtschaftlichen Ziele auf das Cash-Ziel für Baloise in Deutschland und profitables Wachstum. Darüber hinaus wurden nicht-finanzielle Leistungsindikatoren (Strategische Ziele) definiert. Beim Ziel Zufriedenheit der Vertriebswege (Verbesserung der Weiterempfehlungsbereitschaft anhand des Net Promoter Scores) streben wir Platz 3 im Durchschnitt der Platzierungen in den jeweiligen Erhebungen für die Vertriebskanäle an. Gemessen werden die Vertriebswege Exklusivvertrieb, Makler Leben und Makler Nichtleben. Beim Kundenwachstum (Gewinnung zusätzlicher Kund:innen für Baloise in Deutschland gesamt) ist ein Nettozuwachs von 100 Tsd. neue Kund:innen pro Jahr unser Ziel. Außerdem setzten wir die Umsetzung von Simply Safe Season 2 fort. MitarbeitendeZum 31. Dezember 2023 waren bei der Baloise Lebensversicherung AG Deutschland im Rahmen von Mehrfacharbeitsverträgen (inkl. Auszubildende) 1.499 Mitarbeitende beschäftigt (Vorjahr: 1.524), davon 22,27 Prozent in Teilzeitbeschäftigung. Die Mehrfacharbeitsverträge bestehen zwischen den Mitarbeitenden der Baloise Lebensversicherung AG Deutschland und der Baloise Sachversicherung AG Deutschland. Das durchschnittliche Alter unserer Mitarbeitenden betrug 48,9 Jahre. Das strategische Unternehmensziel aus der Simply Safe Season 2 Strategie „Wir gehören zu den Top-5 der Arbeitgeber“ wurde im Geschäftsjahr 2023 weiter fokussiert. Die Mitarbeiterzufriedenheit, die mittels einer regelmäßigen Befragung gemessen wird, blieb trotz anhaltender schwieriger wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen (hohe Inflationsrate, politische Unsicherheiten, Krieg usw.) nahezu konstant. In den Zwischenbefragungen wurden zudem aktuelle Aspekte aufgegriffen (z.B. IT und agile Transformation), um noch gezielter die Erfahrungen unserer Beschäftigen in den einzelnen relevanten Situationen des Arbeitsalltags zu erkennen und für Verbesserungen zu nutzen. Das hybride Arbeiten wurde als neuer Arbeitsstandard weiter etabliert und die Modernisierung und technische Aufwertung der eigenen Büroflächen zur Förderung des kollaborativen Arbeitens wurde in großen Teilen umgesetzt. In Zukunft ergänzen sich die Arbeit in Präsenz und die Arbeit im Homeoffice oder mobil, wobei bis zu 60 Prozent der individuellen Arbeitszeit flexibel gestaltet werden kann. Die Büroflächen werden sukzessive technisch aufgewertet und mit moderner Büroeinrichtung und Meeting-Elementen ausgestattet, die hierarchie- und fachbereichsübergreifende Kollaboration und eine moderne Arbeitsweise fördern. Wir fokussieren uns bei der Kompetenzentwicklung auf fünf strategisch besonders relevante Kompetenzen, die „Baloise Big 5“ (Lernen, Zusammenarbeit, Vernetzen, Eigenverantwortung sowie Kunden- und Vertriebsorientierung), die die Grundlage für die Erreichung unserer Ziele in der aktuellen Strategieperiode darstellen. Eine agile Haltung und die Befähigung, agile Arbeitsmethoden bedarfsgerecht einzusetzen, unterstützen unseren Unternehmenserfolg. Die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur, der Organisation und der Mitarbeitenden in den letzten Jahren trug maßgeblich dazu bei, dass trotz erschwerter Rahmenbedingungen eine Effizienz und Produktivität aufrechterhalten werden konnten. Durch individuelle Arbeitsgestaltung und die Bereitstellung flexibler, hybrider Arbeitsformen wurde den Mitarbeitenden ein Umgang mit den verschiedenen beruflichen und privaten Herausforderungen ermöglicht. Im Rahmen der Personal- und Organisationsentwicklung wurde im Jahr 2023 nochmals verstärkt in die agile Transformation investiert und verschiedene Aktivitäten und Angebote dazu ins Leben gerufen. Auch die Führungskräfte werden in Bezug auf ihre Rolle in der agilen Transformation weiter intensiv begleitet. Im Zentrum steht die Ausprägung einer agilen Haltung über alle Funktionen hinweg bis zum Ende der Simply Safe Season 2. Das agile Werteverständnis wurde weiter geschärft und in die Organisation getragen. Der organisationale Zielraum des Unternehmens als „lernende Organisation“ mit flachen Hierarchien und übergreifender Zusammenarbeit wurde noch intensiver kommuniziert und im Arbeitsalltag integriert. Zusätzlich haben wir im Jahr 2023 unsere Angebote im Gesundheitsmanagement weiter intensiviert und auf das Thema Mental Health ausgerichtet. Wir sind davon überzeugt, für alle zukünftigen Anforderungen gut aufgestellt zu sein, um mit unseren Mitarbeitenden unsere ambitionierten Ziele zu erreichen. Der Vorstand dankt allen Mitarbeitenden für ihren engagierten Einsatz und ihre guten Leistungen. Wir sind sehr stolz darauf, wie wir gemeinsam das Geschäftsjahr 2023 gemeistert haben und sind sicher, dass wir auch den zukünftigen Herausforderungen erfolgreich begegnen werden. KundenzufriedenheitDie Baloise Lebensversicherung AG Deutschland hat das Ziel, unseren Kunden einen exzellenten Service zu liefern. Die Geschäftsbeziehungen zu unseren Vertriebspartner:innen stehen weiterhin im Fokus und bringen den Wandel von einer verwaltungsorientierten zu einer vertriebsorientierten Einheit weiter voran. Agile Prinzipien und Methoden unterstützen unsere serviceorientierte Kultur und Haltung und stärken die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter:innen. Die Qualität unserer Arbeit und die Prozesse werden laufend aus Sicht der Vertriebspartner:innen und Kund:innen betrachtet und optimiert. Mit diesem Fokus wollen wir eine besonders hohe Servicequalität erreichen, die individuell auf deren Bedürfnisse ausgerichtet ist. Über Befragungen und Auswertungen von unabhängigen Marktquellen und aus eigenen Quellen erfolgt ein kontinuierliches Monitoring zur Kundenorientierung und der von unseren Kund:innen wahrgenommenen Servicequalität. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse, fließen in die konsequente Verbesserung der kundenorientierten Prozesse ein. Die Auswirkungen unserer Bestrebungen wurden auch im vergangenen Geschäftsjahr deutlich sichtbar. Eine sehr gute Platzierung mit einem NPS von +32 bei der Kundenumfrage TOP Service Deutschland bestätigen einen positiven Trend. Bei allgemeinen Vertriebsumfragen belegt die Baloise Lebensversicherung AG Deutschland immer wieder Spitzenpositionen. Diese Ergebnisse bestärken uns in unserer werteorientierten Serviceausrichtung. Im geschlossen Bestand liegt die besondere Servicierung in der Abwicklungseffizienz und der Geschwindigkeit. Im Neugeschäft konzentrieren wir uns stark auf die Generierung von Mehrwerten für unsere Kunden mittels einer außergewöhnlichen Servicequalität. Jeder Mitarbeitende hat bei all seinen Handlungen den Kunden im Fokus und richtet sich an dessen Bedürfnissen aus. UnternehmensreputationUnsere unternehmerische Verantwortung beeinflusst unser Handeln. Wir richten unsere nachhaltige Geschäftsführung am Baloise Wertschöpfungsansatz aus (siehe folgende Grafik). Dieser Ansatz basiert auf dem Rahmenwerk der integrierten Berichterstattung des International Integrated Reporting Council (IIRC), ist aber ganz auf unser Geschäftsmodell, die für uns wesentlichen Aspekte sowie unsere Unternehmenswerte abgestimmt. ![]() Versicherungen sind aus der Idee von Solidargemeinschaften entstanden. Die Stärke einer Solidargemeinschaft zum Zwecke der Versicherung besteht darin, dass sie mehr ist als die Summe ihrer Teile. Der Einzelne, auch wenn er noch so viel Sorgfalt walten lässt, ist Risiken ausgesetzt, die in der Gemeinschaft durch Risiko- und Kostenteilung besser bewältigt werden können. Dies gilt natürlich nur dann, wenn die Versichertengemeinschaft effektiv und effizient organisiert ist. Genau darin sehen wir auch 160 Jahre nach unserer Gründung im 19. Jahrhundert unsere Verantwortung: das nachhaltige Funktionieren der Solidargemeinschaft sicherstellen. Verantwortungsvolles, engagiertes Verhalten und eine nachhaltige Geschäftsführung, welche die für uns relevanten Anspruchsgruppen miteinbezieht, ist für uns fester Bestandteil der strategischen Ausrichtung «Simply Safe». Die unternehmerische Verantwortung von Baloise in Deutschland beeinflusst ein breites Spektrum unternehmerischen Wirkens und bezieht ein ebenso breites Spektrum an Ressourcen mit ein: Von den Aktionär:innen und Investor:innen über die Mitarbeitenden und Kund:innen bis hin zu Partner:innen, der Gesellschaft und zur Umwelt. Im Fokus unserer Aktivitäten in Deutschland im Bereich Ökologie und Umweltschutz stehen Maßnahmen zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien, zum wertstiftenden Ausbau von Infrastruktur und Maßnahmen zum Klimaschutz. Diesem Anspruch kommen wir sowohl bei Fragen zum eigenen Energiebedarf, wie auch bei Investitionen und dem Bezug von Produkten und Drittdienstleistungen nach. Zusätzlich setzen wir auf unternehmensgeförderte Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs, sowohl im Geschäftsverkehr als auch für den Arbeitsweg. Auch bei der IT-Infrastruktur sowie im Gebäudemanagement achten wir auf Energieeffizienz. Die Umweltpolitik von Baloise in Deutschland konzentriert sich auf die Förderung von erneuerbaren Energien, den wertstiftenden Ausbau von Infrastruktur und Maßnahmen zum Klimaschutz. Dabei setzen wir auf den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen und die kontinuierliche Reduktion von CO2 -Emissionen. Unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt und der damit verbundene Wertschöpfungsgedanke kommen bei Fragen zum eigenen Energiebedarf zum Tragen wie auch bei Investitionen, dem Bezug von Produkten und Dienstleistungen sowie unserer Zeichnungspolitik. In Deutschland wurde im Laufe des Jahres 2020 die komplette Stromversorgung an allen Standorten auf Strom aus erneuerbaren Energien umgestellt. Im Jahr 2021 wurde am Unternehmensstandort in Bad Homburg eine Photovoltaikanlage installiert. Das Direktionsgebäude in Bad Homburg ist seit 2010 „ausgezeichneter ÖKOPROFIT Betrieb“. Grundlage dafür ist die kontinuierliche Reduzierung des Ressourcenverbrauchs im Unternehmen, insbesondere an Wasser und Energie. Wir sehen uns als Teil der Gesellschaft und fühlen uns deshalb für diese mitverantwortlich. Wir gestalten unsere Geschäftsaktivitäten unter Achtung und nach Maßgabe geltender gesetzlicher Vorgaben. Wir nehmen unsere Verantwortung nicht nur nach innen, sondern auch nach außen wahr. Corporate Social Responsibility (CSR) wird als Teil des Nachhaltigkeitsansatzes von Baloise verstanden, der sich in unserem Wertschöpfungsmodell an den Ressourcen Gesellschaft und Umwelt orientiert. Baloise in Deutschland unterstützt mit verschiedenen Initiativen gemeinnützige Organisationen. So werden beispielsweise regelmäßig mit den Erlösen von Weihnachtsspendenaktionen der Verein Ring gegen Krebs und weitere Initiativen unterstützt. Der Ring gegen Krebs widmet seine gemeinnützige Arbeit krebskranken Kindern und deren Familien. Gesonderter nichtfinanzieller BerichtFür das Geschäftsjahr 2023 veröffentlicht Baloise einen Nachhaltigkeitsbericht und eine Entsprechenserklärung gemäß dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex, in der wir ausführlich über alle nachhaltigkeitsrelevanten Themen berichten. Der Bericht wird auf www.baloise.de sowie auf der Website des Deutschen Rats für Nachhaltigkeit veröffentlicht. RisikoberichtOrganisation des RisikomanagementsDas Risikomanagement der Baloise Lebensversicherung AG Deutschland setzt sich permanent mit den vielfältigen Risiken unternehmerischen Handelns auseinander, um diese zu minimieren und um deren Eintreten vorzubeugen. Im Rahmen des Risikomanagements haben wir daher Prozesse, Modelle sowie Strukturen entwickelt und implementiert mit dem Ziel, diese Überwachungs- und Steuerungsfähigkeiten ständig weiterzuentwickeln und an die aktuelle Situation anzupassen. Organisatorisch ist das Risikomanagement im Ressort des Vorstandsvorsitzenden angesiedelt. Als wesentliches Element unseres Risikomanagements soll das Governancesystem eine ganzheitliche, risikoorientierte Steuerung sichern. Es soll zudem gewährleisten, dass unser Gesamtrisikoprofil im Einklang mit unserer Geschäfts- und Risikostrategie, aber auch mit unserer Risikotragfähigkeit steht. Die risikoorientierte Aufbau- und Ablauforganisation, ein abgestimmtes System von schriftlichen Leitlinien sowie die Arbeit von Gremien, u. a. zu den Themenbereichen Asset Liability Management und Gesamtrisikobeurteilung, sollen den disziplinierten Umgang mit wesentlichen Risiken und die Einhaltung aufsichtsrechtlicher Vorgaben sichern. Gemäß den Anforderungen nach Solvency II hat der Vorstand für die Gesellschaft verantwortliche Inhaber von Schlüsselfunktionen benannt, die über ihren Verantwortungsbereich objektiv und frei von Einflüssen direkt an den Vorstand berichten: Die Interne Revision, die Risikomanagementfunktion, die Compliancefunktion und die Versicherungsmathematische Funktion. Der Kreis kritischer Funktionsträger umfasst darüber hinaus noch den Informationssicherheitsbeauftragten. Für Störfälle, Notfälle und Krisen existieren Notfallpläne, die die Fortführung der wesentlichen Aktivitäten des Geschäftsbetriebs gewährleisten bzw. möglichst schnell und geordnet den normalen Geschäftsbetrieb wiederherstellen sollen. RisikomanagementprozessDer Risikomanagementprozess basiert auf Identifikation, Klassifizierung, Bewertung, Kontrolle und Berichterstattung wesentlicher Risiken sowie auf der Festlegung und Steuerung aller notwendigen risikomindernden Maßnahmen. Am Risikomanagementprozess sind alle Bereiche des Unternehmens beteiligt. Die Verantwortung für die Durchführung und Überwachung des Prozesses liegt im Bereich Risikosteuerung. Die Organisation des Risikomanagementprozesses orientiert sich am Konzept der „Three Lines of Defense“. Die erste Verteidigungslinie bildet das operative Management. Dort werden mögliche Risiken identifiziert und nach ihrer Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die zweite Verteidigungslinie dient der Sicherstellung der Effektivität der ersten Linie. Der Bereich Risikosteuerung plausibilisiert hier die identifizierten Risiken, erstellt ein Gesamtrisikoinventar und berichtet die Risiken an den Vorstand, den Aufsichtsrat und die Aufsicht. Die Interne Revision schließlich bildet die dritte Verteidigungslinie. Als unabhängige Instanz überwacht sie das gesamte Risikomangement des Unternehmens. Risikoanalysen werden auf verschiedenen Ebenen und in unterschiedlichen Unternehmensbereichen durchgeführt. So berechnen wir regelmäßig die Solvenzbedeckung nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben, auch unter Berücksichtigung von eigenen Einzel- und kombinierten Stresstests, bezogen auf unterschiedliche Entwicklungen der Kapitalanlagen und des Versicherungsportfolios. Wir ziehen dazu sowohl das Standardmodell nach Solvency II als auch den Swiss Solvency Test heran. Auf Basis der Businessplanung werden zusätzlich zukunftsgerichtete Solvenzberechnungen durchgeführt. Daneben identifizieren festgelegte Risk Owner mindestens einmal jährlich bestehende bzw. drohende Risiken in allen Unternehmensbereichen mit Hilfe eines konzerneinheitlichen Systems zur Einzelrisikoberichterstattung. Jedes wesentliche Einzelrisiko wird dabei bezüglich seiner möglichen Verlusthöhe und seiner Eintrittswahrscheinlichkeit nach dem Einsatz von risikomindernden Maßnahmen bewertet. Neben den Risk Ownern wurden funktionsunabhängige Risk Controller benannt, die die Durchführung des systematischen Risikocontrollings und -reportings verantworten. Einen weiteren Baustein unseres Risikomanagementprozesses bildet das Limitsystem, das eine Vielzahl von risikorelevanten Kennzahlen mit einem Ampelsystem bewertet und einen Beitrag zur Risikofrüherkennung leistet. Das Thema Nachhaltigkeit und die damit verbundenen Risiken rücken weiter in den Fokus von Baloise in Deutschland. Mithilfe neu entwickelter Wesentlichkeitsanalysen konnten diejenigen Risikobereiche identifiziert werden, deren Einfluss aktuell als materiell auf das Geschäft der Gesellschaft einzuschätzen ist. Für die Baloise Lebensversicherung AG Deutschland sind das insbesondere die Änderung der regulatorischen Rahmenbedingungen und des politischen Umfelds. Auch im Berichtsjahr wurde weiter daran gearbeitet, das Thema Nachhaltigkeit und die wesentlichen Nachhaltigkeitsrisiken in alle Risikomanagement-Prozessschritte zu integrieren und bei den Risk Ownern in der first line of defence ein verstärktes Bewusstsein dafür zu schaffen. Darüber hinaus analysieren wir mögliche zukünftige Entwicklungen über unternehmensindividuelle Szenario-Berechnungen. In halbjährlich stattfindenden Risikokonferenzen werden das Risikoinventar und alle weiteren Risikoanalysen diskutiert und die Ergebnisse zu einer Gesamtrisikobeurteilung zusammengefasst. Die Dokumentation des Risikomanagementprozesses erfolgt im Bericht „Own Risk and Solvency Assessment“ (ORSA). Dieser stellt die Ergebnisse aller jährlichen Risikoanalysen dar. Er wird unter anderem dem Vorstand, dem Aufsichtsrat und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Verfügung gestellt. Zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen finanziellen Berichterstattung sowie der Überwachung operationeller und Compliancerisiken ist ein Internes Kontrollsystem (IKS) eingerichtet worden. Im Rahmen dessen werden alle wesentlichen Kern-, Unterstützungs- und Führungsprozesse des Unternehmens inklusive aller diese Prozesse betreffenden Risiken und Kontrollmechanismen zentral erfasst und dokumentiert. So können Ineffizienzen und Kontrolllücken in unseren Prozessen frühzeitig erkannt und beseitigt werden. Seit dem Start von Solvency II berichten wir quartalsweise im Rahmen der quantitativen Berichterstattung an die Aufsichtsbehörden. Weiterhin erstellen wir die qualitativen Berichte „Regular Supervisory Report“ (RSR) und „Solvency and Financial Condition Report“ (SFCR). Unser Risikomanagement soll sich durch Verfeinerungen in den Annahmen und Methoden zu Solvency II sowie zum Swiss Solvency Test auch zukünftig sowohl in der qualitativen als auch quantitativen Berichterstattung kontinuierlich weiterentwickeln. RisikolageDie Risiken aus Kapitalanlagen bestimmen zum Bilanzstichtag die größten Kapitalanforderungen nach Solvency II, gefolgt von versicherungstechnischen Risiken, operationellen Risiken sowie Risiken aus Forderungsausfall. Die Risiken werden entsprechend dieser Bedeutsamkeit im Folgenden näher erläutert. Risiken aus KapitalanlagenDie Kapitalanlagestrategie wird unter strikter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Bestimmungen festgelegt. Zur Erfüllung der Leistungsversprechen gegenüber unseren Kund:innen messen wir den Kriterien Sicherheit, Liquidität und Rentabilität besonders hohe Bedeutung bei. Wir vermeiden Risiken, die nicht zuverlässig eingeschätzt, kalkuliert und abgesichert werden können. Anlageentscheidungen basieren auf der jeweils aktuellen Risikotragfähigkeit der Gesellschaft, die wir laufend ermitteln. Die Baloise Lebensversicherung AG Deutschland investiert grundsätzlich in Immobilien, festverzinsliche Anlagen, Aktien, Anteile an Investmentvermögen, Geldanlagen, Beteiligungen und in Private Equity (4,8 Prozent vom Marktwert des Gesamtbestandes der Kapitalanlage). Die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft sowie die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Mischung und Streuung bestimmen dabei die Zusammensetzung der Kapitalanlagen. Der Anlagefokus liegt schwerpunktmäßig auf Europäischen Märkten und erfolgt - zur Vermeidung von Währungsrisiken - überwiegend in Euro. In 2023 wurden alle Aktienbestände innerhalb des Spezialfonds verkauft. Die verbliebenen Aktienanlagen belaufen sich auf 1,3 Prozent der Kapitalanlagen. Zur Sicherung der kurzfristig fällig werdenden versicherungstechnischen Verpflichtungen führen wir eine Liquiditätsplanung durch und halten ausreichend hohe Bestände an innerhalb eines Monats liquidierbaren Titeln. Zum Bilanzstichtag betrug der Marktwert hierfür insgesamt 2.028,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1.851,5 Mio. Euro). Unsere Bestände in festverzinslichen Anlagen zeichnen sich weiterhin durch hohe Liquidität und Bonität aus. Zur Beschränkung von Konzentrationsrisiken setzen wir Limits in Bezug auf Kapitalanlagevolumina einzelner Emittenten sowie Ratingklassen. Am Bilanzstichtag betrug die Modified Duration des Rentenportfolios (Inhaber- und Namensschuldverschreibungen sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen) der Gesellschaft 7,7 Prozent (Vorjahr: 8,3 Prozent). Die bestehenden Risiken im Kapitalanlagebereich lassen sich in die folgenden Bereiche einordnen: Marktpreisrisiken, Bonitätsrisiken (bzw. Kreditrisiken), Liquiditätsrisiken sowie Währungsrisiken. Unser Risikomanagement beobachtet, analysiert und bewertet permanent die vorstehend identifizierten Risikoarten. Gleichzeitig werden risikomindernde Maßnahmen angestoßen, sofern diese erforderlich sind. MarktpreisrisikenUnter Marktpreisrisiko verstehen wir das Risiko finanzieller Verluste aufgrund der Änderung von Marktpreisen (z. B. von Aktienkursen) oder Zinsänderungen. Wir begrenzen die möglichen Auswirkungen von Marktpreisrisiken, indem wir breit über verschiedene Anlageklassen streuen und die jeweiligen Anteile variieren. Innerhalb einer Anlageklasse werden qualitative und quantitative Limite vorgegeben, um Marktpreisrisiken zu begrenzen. Die Auswirkungen potenzieller Zinsänderungen auf die festverzinslichen Anlagen werden anhand von Sensitivitätsrechnungen überwacht. Zur Verringerung von Abschreibungsrisiken bei steigenden Zinsen investieren wir vermehrt in Namenstitel und widmen bei Bedarf bestehende Inhabertitel aus dem Umlauf- ins Anlagevermögen um. BonitätsrisikenAls Bonitätsrisiko bezeichnen wir das Risiko, dass ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen vorübergehend oder endgültig nicht mehr nachkommen kann. Unsere Investitionen in festverzinsliche Anlagen tätigen wir fast ausschließlich in Inhaber- und Namensschuldverschreibungen sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen mit Investment Grade (Ratingkategorie AAA bis BBB von Standard & Poor’s). Eine möglichst breite Streuung des Gesamtbestandes wirkt einer möglichen Risikokonzentration entgegen. Am Bilanzstichtag weist der Bestand (direkt und Spezialfonds) folgende Ratingstruktur auf:
LiquiditätsrisikenMit Liquiditätsrisiko werden zwei unterschiedliche Arten von Finanzrisiken bezeichnet: Das Finanzierungsrisiko beschreibt das Risiko, benötigte Zahlungsmittel nicht oder nur zu erhöhten Kosten beschaffen zu können. Als Fungibilitätsrisiko bezeichnet man das Risiko, Finanzmarktgeschäfte aufgrund mangelnder Marktliquidität nur zu einem schlechteren Preis als erwartet oder verbunden mit zusätzlichen Kosten abschließen zu können. Das Finanzierungsrisiko steuern wir über ein permanentes Liquiditätsplanungs-, -steuerungs- und -kontrollsystem, das alle Zahlungsströme des Unternehmens berücksichtigt. Eine konsequente Beobachtung und Analyse möglicher Risiken aus ungleichgewichtigen bzw. nicht zeitgerechten Liquiditätszu- und -abflüssen dient der Gewährleistung der Erfüllung unserer Leistungsversprechen. Zur Verringerung des Fungibilitätsrisikos halten wir hohe Bestände an liquiden Pfandbriefen und Staatsanleihen. Bei allen Neuanlagen achten wir auf ein ausgewogenes Rendite-Risiko-Verhältnis, wobei wir dem Risiko eine größere Bedeutung zumessen als der Rendite. Wir investieren folglich schwerpunktmäßig in Titel mit vergleichsweise hoher Fungibilität. WährungsrisikenAls Währungsrisiko bezeichnen wir den potenziellen finanziellen Verlust, der sich durch Veränderungen der Wechselkurse ergibt. Die Baloise Lebensversicherung AG Deutschland investiert nur über Spezialfonds in Fremdwährungen und sichert diese bei Bedarf über Devisentermingeschäfte innerhalb der Spezialfonds ab. Versicherungstechnische RisikenDie spezifischen versicherungstechnischen Risiken eines Lebensversicherungsunternehmens sind - biometrische Risiken - Stornorisiken - Kostenrisiken - Zinsgarantierisiken Diese Risiken überwachen wir durch ein laufendes aktuarielles Monitoring und Controlling. Biometrische RisikenBiometrische Risiken beschreiben die Gefahr eines Verlustes oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverpflichtungen aufgrund von Änderungen in den biometrischen Rechnungsgrundlagen (z. B. für Sterblichkeit bzw. Lebenserwartung, Berufsunfähigkeit, Pflegebedürftigkeit oder Verlust von Grundfähigkeiten). Den biometrischen Risiken wird dadurch entgegengewirkt, dass zur Berechnung von Beiträgen, Leistungen und versicherungstechnischen Rückstellungen vorsichtig bemessene biometrische Rechnungsgrundlagen mit geeigneten Sicherheitszuschlägen bzw. -abschlägen verwendet werden. Bei der Festlegung der Rechnungsgrundlagen werden die Empfehlungen und Richtlinien der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) berücksichtigt. Bei der Festlegung der Invalidisierungswahrscheinlichkeiten für die aktuellen Berufsunfähigkeitsversicherungen und Grundfähigkeitenversicherungen sowie der Entwicklung der Sterbewahrscheinlichkeiten von Risikoversicherungen wurden die Erfahrungen der Swiss Re verarbeitet. Für den Bestand an Pflegeversicherungen werden zudem Tafeln der Munich RE verwendet. Um zu vermeiden, dass Rententarife nicht mehr ausreichend reserviert sind, die auf Basis älterer Wahrscheinlichkeitstafeln kalkuliert wurden, haben wir die Deckungsrückstellung per 31. Dezember 2023 (wie auch schon in der Vergangenheit) gemäß der Empfehlung der DAV unter Verwendung von aktuellen Wahrscheinlichkeitstafeln aufgestockt. Sollte sich eine verbesserte Lebenserwartung zukünftig fortsetzen, werden wir unsere Deckungsrückstellung weiter erhöhen. Auch die Rechnungsgrundlagen der anderen Tarife werden regelmäßig auf Auskömmlichkeit hin überprüft. So überwacht z. B. die Verantwortliche Aktuarin im Rahmen der Erstellung ihres Erläuterungsberichts gemäß § 141 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 VAG die Angemessenheit der für die Berechnung der Deckungsrückstellung verwendeten biometrischen Rechnungsgrundlagen. Um das Schwankungsrisiko bei Leistungsfällen (durch Tod, Berufsunfähigkeit, Verlust von Grundfähigkeiten oder Eintritt von Pflegebedürftigkeit) zu begrenzen, sichert sich die Baloise Lebensversicherung AG Deutschland zusätzlich zu den kalkulatorischen Risikozuschlägen durch Rückversicherung ab. Die Rückversicherungsverträge sind langfristig geschlossen und sehen - wie in der Lebensrückversicherung üblich - für bestehende Verträge keine einseitigen Prämienanpassungen vor. StornorisikenDas Stornorisiko beschreibt die Gefahr eines Verlusts, der sich aus Veränderungen in der Höhe der Kündigungs- und Rückkaufsraten von Versicherungsverträgen ergibt. Grundsätzlich besteht bei raschen, starken Zinsanstiegen ein Stornorisiko, wenn zur Finanzierung von fälligen Rückkaufswerten möglicherweise Kapitalanlagen verkauft werden müssten, die durch den Zinsanstieg deutlich an Marktwert verloren haben. In die versicherungstechnischen Rückstellungen sind in der Regel keine Stornowahrscheinlichkeiten eingerechnet, sodass stets ausreichend Kapital vorhanden ist, um die garantierten Rückkaufswerte zahlen zu können. KostenrisikenKostenrisiken resultieren aus negativen Abweichungen zwischen kalkulierten und tatsächlich entstandenen Kosten. ZinsgarantierisikenDas Zinsgarantierisiko birgt die Gefahr in sich, dass bei der Kapitalanlage der erforderliche Nettoertrag nicht erzielt wird. Für die Untersuchung des Zinsgarantierisikos führen wir im Rahmen unseres Risikomanagements mithilfe von regelmäßigen Sensitivitätsrechnungen eine „Standortbestimmung“ durch. Unter Verwendung verschiedener Annahmen wird über die Risikotragfähigkeit des Versicherungsunternehmens die Angemessenheit der Zusammensetzung der Kapitalanlagen (Asset Allocation) überprüft. Für die langfristige Sicherstellung der Zinsgarantien beobachten wir die Entwicklung der durchschnittlichen Zinserträge und gewinnen daraus Erkenntnisse, ob die jeweiligen garantierten Rechnungszinsen in Zukunft mit den laufenden Kapitalerträgen zu erwirtschaften sind. Sollte dies nicht mehr mit ausreichender Sicherheit der Fall sein, werden geeignete Maßnahmen getroffen. Durch die seit 2011 gesetzlich vorgeschriebene Bildung einer Zinszusatzreserve für diejenigen Verträge, deren Rechnungszins über dem nach § 5 Abs. 3 Deckungsrückstellungsverordnung (DeckRV) ermittelten Referenzzins liegt, wird der aktuellen Kapitalmarktsituation Rechnung getragen und die Deckungsrückstellung entsprechend aufgestockt. Für den Jahresabschluss 2023 sind davon wie im Vorjahr Verträge mit einem Rechnungszins von 1,75 Prozent und höher betroffen. Eine Senkung des Referenzzinses in den nächsten Jahren ist aufgrund der Korridormethode und den gestiegenen Zinsen nicht zu erwarten. Damit verbunden ist auch ein Abschmelzen der gestellten Zinszusatzreserve. Operationelle RisikenUnter operationellen Risiken werden Verluste als Folge des Versagens von Menschen, Systemen oder internen Prozessen sowie aufgrund externer Ereignisse verstanden. Sie umfassen ebenso Rechts- und Compliancerisiken. Bewertet und kontrolliert werden die operationellen Risiken in einem konzernweiten System zur Erfassung von Einzelrisiken. Der Vielzahl an operationellen Risiken treten wir mit einer Reihe von Risikosteuerungsmaßnahmen entgegen: - Über ein softwaregestütztes System werden die internen Prozessabläufe kontrolliert. - Umfangreiche Vollmachtensysteme regeln die Zahlungs- und Anweisungsvollmachten sowie Zugriffsberechtigungen. - Ein Rechts-/Compliancekonzept soll die Einhaltung und Kontrolle von Weisungen zu Compliancethemen sichern. - Das Business Continuity Management regelt die Notfallvorsorge (Prävention) und die Notfallbewältigung (Reaktion) zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs. - Ein übergreifendes IT-Sicherheitskonzept dient zum Schutz der Systeme und Daten. Bei einem der IT-Strategie und dem strategischen Businessziel „Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette“ folgenden Unternehmen kommt der eingesetzten Informationstechnologie (IT) eine stetig wachsende Bedeutung zu. Risiken bestehen hier im Hinblick auf die drei Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit und umfassen insbesondere den unbefugten Zugriff, die Modifikation und den Abzug sensibler elektronischer Unternehmens- oder Kundendaten sowie die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Katastrophen. Die ordnungsgemäße Datenverarbeitung soll die Richtigkeit und Unversehrtheit der Daten sowie den fehlerfreien Betrieb der Systeme gewährleisten. Wir setzen im Rahmen unternehmensweit gültiger Standards marktübliche Technologien zur Absicherung unserer IT-Landschaft ein. Um ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern, standardisieren und erneuern wir sie kontinuierlich. Die fortlaufende Steigerung der Automatisierung erhöht die Prozesssicherheit und Qualität der Verarbeitung. In diesem Zusammenhang setzen wir insbesondere auf die breite Marktsicht und das vorhandene Wissen innerhalb der Baloise Gruppe und lassen dies mit einfließen. Die zunehmende Digitalisierung und die damit verbundenen steigenden IT-Risiken sowie die zunehmende Anzahl von Cyber-Angriffen erfordern einen systematischen Ansatz zur Steuerung der Cyber-Sicherheit und zur Überwachung der Schutzziele und IT-Risiken. Dem begegnen wir mit der Einführung eines Information Security Management Systems (ISMS), welches wir kontinuierlich weiterentwickeln. Das ISMS beinhaltet eine detaillierte Betrachtung der Schutzziele und IT-Risiken unserer IT-Landschaft. Diese werden in einem Prozess identifiziert, bewertet und entsprechende Mitigationsmaßnahmen umgesetzt. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den IT-Experten und dem Fachbereich, um einen sicheren Betrieb unter Berücksichtigung der Kundenbedürfnisse zu gewährleisten. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs, der Modifikation und des Abzugs von Unternehmens- und Kundendaten begegnen wir mit dem Einsatz von diversen IT-Sicherheitstechnologien, unter anderem durch den Einsatz einer SIEM-Lösung (Security Information and Event Management). Das SIEM-System zentralisiert, korreliert und analysiert Daten im gesamten IT-Netzwerk, um sicherheitsrelevante Ereignisse rechtzeitig zu erkennen. Darüber hinaus kommen Firewall- und Intrusion-Prevention-Systeme zum Einsatz. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die konsequent an den jeweiligen Aufgaben orientierte Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Sicherungen kritischer Datenbestände erhöht. Mit einer redundanten Auslegung unserer IT-Infrastrukturen sind wir weitgehend gegen Risiken im Störungs- oder Katastrophenfall abgesichert. In Ergänzung zu den technischen Lösungen werden kontinuierlich Maßnahmen zur Senkung operationeller Risiken durchgeführt. Unter anderem konnten Risiken durch Prüfung und Optimierung interner Prozesse sowie durch gezielte Zertifizierung, Schulung und Sensibilisierung der IT-Mitarbeiter:innen weiter reduziert werden. Umso wichtiger ist es, Synergien zwischen Datenschutz und IT-Sicherheit zu nutzen. Auf Basis des Baloise Business Continuity Managements (BCM) werden in regelmäßigen Abständen verschiedene Szenarien durchgespielt, abgestufte Maßnahmenpläne entwickelt und diese auf Durchführbarkeit geprüft. Um das BCM noch stärker mit der IT zu verknüpfen, wurde ein IT-Service Continuity Management (ITSCM) eingeführt. Das ITSCM stellt vor allem sicher, dass kritische IT-Services auch dann weiterhin verfügbar sind, wenn unerwartete Ereignisse oder Katastrophen eintreten, die einen normalen Geschäftsbetrieb wesentlich beeinträchtigen. Hierzu wurden zahlreiche Vorkehrungen getroffen, u.a. wurden IT-Notfallkonzepte überarbeitet, ITSCM relevante Anwendungen ermittelt und Disaster Recovery Pläne aktualisiert. Derzeit ergeben sich keine wesentlichen Einschränkungen des Geschäftsbetriebs der Gesellschaft. Gleichwohl beobachten wir die Situation weiterhin sehr aufmerksam und ziehen insbesondere das stetig steigende Risiko von Cyber-Angriffen mit in Betracht, um auf etwaige Entwicklungen umgehend reagieren zu können. Die Orientierung und Weiterentwicklung der wesentlichen IT-Prozesse im IT-Servicemanagement - in Anlehnung an die ITIL-Standards (IT Infrastructure Library) - stellt einen weiteren Baustein zur Senkung von Risiken dar. Im Kontext der IT-Linienverantwortung und des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) erfolgt regelmäßig in Abstimmung mit den Fachbereichen und verantwortlichen Stellen in der IT eine inhaltliche Überprüfung und Weiterentwicklung der IT-Servicemanagementprozesse. Die Identifikation und Bewertung von Rechtsrisiken aus vertraglichen Vereinbarungen oder aus rechtlichen Rahmenbedingungen erfolgt über das etablierte Risikomanagementsystem für Einzelrisiken. Zur Vermeidung oder Verminderung der Rechtsrisiken nutzen wir internes und externes juristisches Fachpersonal zur fachlichen und gutachterlichen Beratung der Fachabteilungen und der Geschäftsleitung. Die Rechtsrisiken bestehen in der Versicherungsbranche vorwiegend aus den gesetzgeberischen Maßnahmen, insbesondere zur Umsetzung des EU Action Plans durch den Gesetzgeber, die den unternehmerischen Entscheidungsspielraum in der Produktgestaltung einschränken können. Weitere Rechtsrisiken resultieren aus der deutschen höchstrichterlichen Rechtsprechung zur weiteren Gestaltung des Verbraucherschutzes. Dabei waren in den letzten Jahren vor allem Entscheidungen des Bundesgerichtshofs unverzüglich umzusetzen und entsprechend in die Rückstellungen einzubeziehen. Risiken aus ForderungsausfallForderungen aus dem Versicherungsgeschäft bestehen gegenüber Kunden (durch Beitragsforderungen), Versicherungsvermittlern (z. B. bei Provisionsrückforderungen) sowie Mit- und Rückversicherern. Die Risiken aus dem Ausfall der Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft werden durch maschinelle Mahnverfahren begrenzt. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Am Bilanzstichtag beliefen sich die ausstehenden Forderungen für das selbst abgeschlossene Geschäft mit einer Fälligkeit von mehr als 90 Tagen auf 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2,5 Mio. Euro). Die durchschnittliche Ausfallquote p. a. der vergangenen drei Geschäftsjahre für Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft (inklusive Abschreibungsaufwand) beträgt (bezogen auf die gebuchten Bruttobeiträge) 0,1 Prozent (Vorjahr: 0,1 Prozent). Für Forderungen gegenüber Vermittlern werden Sicherheiten gestellt (Stornoreserven). Für zweifelhafte Forderungen - sowohl Beitragsforderungen als auch Forderungen gegenüber Vermittlern - bilden wir Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Basis von Erfahrungswerten aus den Vorjahren. Bei der Wahl der Rückversicherungspartner achten wir insbesondere auf Bonitätsstärke. Dadurch wird der Ausfall von Rückversicherungsforderungen weitgehend ausgeschlossen. Gemäß den konzernweit geltenden Risikomanagementstandards arbeiten wir überwiegend mit Rückversicherern, die über ein Standard & Poor‘s-Mindestrating von A verfügen. Die zum Stichtag bestehenden Abrechnungs- und Depotforderungen gegenüber Rückversicherern von insgesamt 14,6 Mio. Euro (Vorjahr: 14,1 Mio. Euro) entfallen ausschließlich auf Gesellschaften mit einem A Rating. Nach Abzug der Einzel- und Pauschalwertberichtigungen verbleibt für die Gesellschaft insgesamt nur noch ein geringes Forderungsausfallrisiko. Regulatorische Kapitalausstattung gemäß Solvency IIDie verfügbaren Eigenmittel wie auch die Kapitalanforderungen nach Solvency II werden auf Basis des Marktwertbilanzansatzes ermittelt. Dieser stellt ein wesentliches ökonomisches Prinzip der Solvency II-Regelungen dar. Ziel der Baloise Lebensversicherung AG Deutschland ist es, über die Mindestanforderungen hinaus ausreichend Eigenmittel zur Verfügung zu haben. Wir achten hierbei auf Konsistenz zum Risikoprofil, zur Risikoneigung sowie zur Risiko- und Kapitalmanagementstrategie der Gesellschaft. Unter Berücksichtigung der Übergangsmaßnahme für versicherungstechnische Rückstellungen und ohne Anwendung des Volatility Adjustment wurde eine den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen entsprechende Bedeckungsquote nach Solvency II ermittelt. Eine detaillierte Darstellung der Ergebnisse per 31. Dezember 2023 werden wir im Rahmen des SFCR im April 2024 veröffentlichen. GesamtbeurteilungDie allgemeine Risikosituation wird weiterhin beeinflusst durch die aktuellen geopolitischen Spannungen (z. B. Ukrainekrieg, Krieg im Gaza-Streifen, Konflikte im Roten Meer). Die Energie-, Rohstoff- und Lebensmittelpreise sind anhaltend hoch und beeinflussen sowohl die Höhe der Inflation als auch das aktuelle Zinsniveau. In 2023 sind die Zinsen zwar insgesamt gesunken, aber das Zinsniveau ist weiterhin hoch. Im Falle eines steigenden Liquiditätsbedarfs sind die Ergebnisrisiken erhöht, denn beim Verkauf von festverzinslichen Wertpapieren vor Fälligkeit müssten abhängig vom konkreten Bedarf Verluste realisiert werden. Die Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz sind geeignet das zukünftige Versicherungsgeschäft positiv zu beeinflussen, allerdings steigen damit auch die Betrugs- und Cyberrisiken. Schließlich ist die Lage am Arbeitsmarkt und damit in verschiedenen Einheiten des Unternehmens geprägt durch einen steigenden Fachkräftemangel, wodurch Prozess und andere operationelle Risiken zunehmen. Insgesamt ergeben sich hieraus zukünftige finanzielle und operative Unsicherheiten, die wir sehr genau beobachten und analysieren. Die angewandten Kontrollmechanismen, Instrumente und Analyseverfahren dienen der Sicherstellung eines wirksamen Risikomanagements. Aus derzeitiger Sicht bestehen keine weiteren Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich negativ beeinflussen könnten. Zusammenfassend ist die Erfüllung der Leistungsverpflichtungen aus unseren Versicherungsverträgen nach derzeitigem Stand gewährleistet. PrognoseberichtGesamtwirtschaftliche EntwicklungFür 2024 prognostizieren die Wirtschaftsinstitute für Deutschland ein leichtes BIP-Wachstum von +0,9 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt der USA stieg hingegen in 2023 um +2,4 Prozent (Vorjahr: +1,9 Prozent). Für 2024 wird ein Wachstum von +1,3 Prozent erwartet. Für den Euroraum wird ein Wachstum von +0,5 Prozent (Vorjahr: +3,4 Prozent) für 2023 und +1,0 Prozent für 2024 prognostiziert. Für das Jahr 2024 wird mit einer deutlichen Erholung und einer Inflationsrate von +2,1 Prozent gerechnet. Die Planung mit entsprechender Einschätzung der Chancen für die zukünftige Entwicklung wird für einen Zweijahreszeitraum dargestellt. Dabei konzentrieren wir uns im Bericht auf die nachhaltige Wertschöpfung der Baloise Lebensversicherung AG Deutschland. Strategische AusrichtungPositionierung und ChancenFür die Prognosejahre 2024 und 2025 wird gemäß der bewährten Fokussierungs- und Optimierungsstrategie von Baloise erwartet, dass diese durch eine fortgesetzte Verbesserung der Geschäftsprozesse erkennbar sein werden. Der Fokus liegt unverändert auf einer deutlichen Reduktion der Verwaltungskosten, um die strategische Position des Unternehmens im Marktumfeld zu verbessern. Die enge Verzahnung der unternehmensinternen sowie externen Geschäftsaktivitäten soll dazu einen wesentlichen Beitrag liefern. Wir erwarten, dass somit die Effizienz der Gesellschaften erhöht werden. Den Schwerpunkt der geplanten Maßnahmen stellt neben den Wachstumsinitiativen in den Zielsegmenten nach wie vor die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung der Prozesse dar. In den Prognosejahren planen wir unsere Strategie mit dem Fokus unser Produktangebot weiter auf Biometrieprodukte und kapitaleffiziente Altersversorungsprodukte mit marktkonformoten Garantien fortzusetzen. Wir planen die in den Vorjahren erfolgreich zur Stärkung der strategischen Geschäftsfelder eingeführten Produkte systematisch wettbewerbsfähig zu halten Das Produktportfolio wird um weitere Produkte ergänzt, wenn sich entsprechende Absatzchancen ergeben. Wir erwarten durch die konsequente Fortsetzung der Strategie, ein in Vergleichen für Kund:innen und Vertriebspartner:innen nachweisbar vorteilhaftes Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten, mit wettbewerbsfähigen Beiträgen und leistungsstarken Bedingungen in leicht verständlicher Sprache zur weiteren Stärkung der Wettbewerbsposition. Indem sich die Baloise Lebensversicherung AG Deutschland konsequent auf die Bedürfnisse der Vertriebspartner:innen ausrichtet, soll der Rahmen für ertragreiches Wachstum geschaffen werden. Strategisches Ziel des Unternehmens ist es dabei weiterhin, „erste Wahl für unsere Vertriebspartner:innen“ zu werden. Dafür planen wir nach wie vor in die Bereiche Service, Informatik und Innovation zu investieren. Alle Vorhaben werden voraussichtlich dazu beitragen, die Weiterempfehlungsbereitschaft bei den Vertriebspartner:innen zu erhöhen und bestehende Geschäftsverbindungen nachhaltig zu festigen. Um den Erfolg sicherzustellen, planen wir die Zufriedenheit und Bereitschaft zur Weiterempfehlung regelmäßig durch eigene Untersuchungen und Marktforschungsstudien zu messen. Positionierung im Bereich KapitalanlagenDie strategische Grundausrichtung unseres Unternehmens bestimmt auch unsere Kapitalanlagestrategie. Oberste Priorität bei der Strukturierung unseres Anlageportfolios genießt der Grundsatz der Sicherheit. Darüber hinaus sind in der Leitlinie Kapitalanlagen für unser Unternehmen die internen Anlagegrundsätze verbindlich festgelegt. Wir vermeiden Risiken, die nicht zuverlässig eingeschätzt, kalkuliert und abgesichert werden können. Diese solide Positionierung leistet einen wichtigen Beitrag, um auch zukünftig die dauerhafte Erfüllbarkeit unserer Verpflichtungen zu gewährleisten. Voraussichtliche Entwicklung der Baloise Lebensversicherung AG DeutschlandVersicherungstechnikFür das Neugeschäft wird erwartet, dass durch Relaunches von in den Markt eingeführten Produkten und Platzierung von Neuentwicklungen in den Zielsegmenten, dieses weiter gefördert und auf hohem Niveau stabilisiert werden kann. Eine weiterhin niedrige Stornoquote führt in Verbindung mit dem hohen Neugeschäft zu einem nachhaltigen Bestandszuwachs. Damit werden die planmäßigen Rückgänge in den Nicht-Zielbeständen kompensiert, sodass für die Prognosejahre 2024 und 2025 jeweils mit einem stabilen Wachstum bei den laufenden Beitragseinnahmen gerechnet wird. In den Geschäftsjahren 2024 und 2025 wird ein eher stabiles Zinsumfeld erwartet. Bei dem jetzigen Zinsniveau ist mit einer Reduktion der Zinszusatzreserve zu rechnen. KapitalanlagenDie Risikofrüherkennung spielt gerade im Bereich der Kapitalanlagen eine herausragende Rolle. Wir beobachten die Risikolage laufend unter Beibehaltung unserer strategischen Ausrichtung in der Anlagepolitik. Diese solide Positionierung bildet auch zukünftig einen Eckpfeiler, um die dauerhafte Erfüllbarkeit unserer Verpflichtungen zu gewährleisten. Die Inflationsraten in der Eurozone haben sich 2023 im Jahresverlauf abgeschwächt. Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass die Leitzinsen in der Eurozone ihren Höhepunkt erreicht haben und sich die langfristigen Renditen stabil bis leicht rückläufig entwickeln werden. Aufgrund der Nachwirkungen der restriktiven Geldpolitik rechnen wir mit einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Angesichts der wirtschaftlichen und der geopolitischen Risiken erwarten wir weiterhin eine volatile Entwicklung der Finanzmärkte. Die Renditen von Anleihen mit längeren Laufzeiten sind nach einem zwischenzeitlichen Anstieg zum Jahresende 2023 deutlich gesunken. Diese Entwicklung erleichtert die Bereitstellung von Liquidität, die insbesondere durch das strukturell rückläufige Bilanzvolumen erforderlich ist. Auf Basis der Rahmendaten zum Jahresende 2023 ist weiterhin ein positiver Ergebniseffekt aus der Reduktion der Zinszusatzreserve zu erwarten und insgesamt mit einem stabilen Kapitalanlageergebnis zu rechnen. Negative, ergebnisbelastende Verwerfungen an den Finanzmärkten sind weiterhin nicht auszuschließen. Erwartungen der Unternehmensleitung zur weiteren Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage Die geplante Steigerung der Beitragseinnahmen konnte vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation in 2023 nicht ganz erreicht werden. Gegenläufig sind dadurch die Provisionsaufwendungen niedriger ausgefallen. Auch die Aufwendungen für Versicherungsfälle sind leicht niedriger ausgefallen, als ursprünglich geplant. Die positive Entwicklung an den Kapitalmärkten führte zu einem deutlich über Plan liegenden Kapitalanlageergebnis. Auch die Fonds-Deckungsrückstellung stieg dementsprechend erheblich an. Die Zinszusatzreserve sowie vor allem die Zinstitel der Aktivseite wurden durch den abrupten Zinsanstieg am Kapitalmarkt stark beeinflusst. Die genannten Effekte haben in Summe dazu geführt, dass der Jahresüberschuss von geplanten 5,88 Mio. EUR übertroffen wurde. Für die Folgejahre planen wir mit weiter steigenden Beitragseinnahmen sowie etwas geringer steigenden Aufwendungen für Versicherungsfälle. Die angestoßenen Effizienzsteigerungen sollen dazu führen, dass trotz leicht steigender Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb mit einer rückläufigen Kostenquote gerechnet werden kann. Insgesamt erwarten wir einen steigenden Jahresüberschuss. Schlusserklärung des VorstandsFür das Geschäftsjahr 2023 wurde ein Bericht nach § 312 des Aktiengesetzes über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen aufgestellt. Am Schluss dieses Berichtes wurde zu den in diesem Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen erklärt: „Nach der Überzeugung des Vorstandes hat die Gesellschaft nach den Umständen, die ihr zu dem Zeitpunkt bekannt waren, an dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse der verbundenen Unternehmen wurden weder getroffen noch unterlassen.“
Hamburg, den 4. März 2024 Der Vorstand Dr. Jürg Schiltknecht Christoph Wappler Manuela Moog Christoph Willi Betriebene VersicherungsartenKapitalbildende LebensversicherungenVersicherung auf den Todes- und Erlebensfall Versicherung mit festem Auszahlungszeitpunkt Versicherung mit Teilauszahlungen Vermögensbildungsversicherung RisikoversicherungRisikoversicherung mit gleichbleibender Versicherungssumme Risikoversicherung mit fallender Versicherungssumme RentenversicherungAufgeschobene Rentenversicherung Aufgeschobene Rentenversicherung mit Hinterbliebenenschutz Aufgeschobene Rentenversicherung im Rahmen des Alterseinkünftegesetzes Aufgeschobene Rentenversicherung im Rahmen des Altersvermögensgesetzes Sofort beginnende Rentenversicherung Selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung Selbstständige Grundfähigkeitenversicherung Selbstständige Pflegerentenversicherung Sonstige LebensversicherungFondsgebundene Lebensversicherung Fondsgebundene Rentenversicherung Fondsgebundene Rentenversicherung im Rahmen des Alterseinkünftegesetzes Fondsgebundene Rentenversicherung im Rahmen des Altersvermögensgesetzes Fondsgebundene selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung Fondsgebundene selbstständige Grundunfähigkeitsversicherung ZusatzversicherungenUnfalltod-Zusatzversicherung Hinterbliebenenrenten-Zusatzversicherung Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung Erwerbsunfähigkeits-Zusatzversicherung Grundunfähigkeits-Zusatzversicherung Zusatzversicherung gegen schwere Krankheiten A. Bewegung des Bestandes an selbst abgeschlossenen Lebensversicherungen im Geschäftsjahr 2023
B. Struktur des Bestandes an selbst abgeschlossenen Lebensversicherungen (ohne Zusatzversicherungen)
C. Struktur des Bestandes an selbst abgeschlossenen Zusatzversicherungen
D. Bestand an in Rückdeckung übernommenen Lebensversicherungen
Bilanz zum 31. Dezember 2023
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten D.II. und E.I. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung des § 341f HGB sowie unter Beachtung der auf Grund des § 88 Absatz 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist; für den Altbestand im Sinne des § 336 VAG und des Artikels 16 § 2 Satz 2 des Dritten Durchführungsgesetzes/EWG zum VAG ist die Deckungsrückstellung nach dem zuletzt am 30.09.2021 genehmigten Geschäftsplan berechnet worden.
Hamburg, den 4. März 2024 Tanja Sanne, Verantwortlicher Aktuar Ich bestätige hiermit entsprechend § 128 Absatz 5 VAG, dass die im Vermögensverzeichnis aufgeführten Vermögensanlagen den gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen gemäß angelegt und vorschriftsmäßig sichergestellt sind.
Hamburg, den 4. März 2024 Dr. Wolfram Nicolai, Treuhänder Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangAllgemeinesDie Baloise Lebensversicherung AG Deutschland hat ihren Sitz in Hamburg und ist im Handelsregister Abteilung B des Amtsgerichtes Hamburg unter der Nummer HRB 4659 eingetragen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss wird in Euro, der Hauswährung der Baloise Lebensversicherung AG Deutschland, aufgestellt. Die Vermögens- und Schuldposten wurden unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bilanziert. Immaterielle VermögensgegenständeDie immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear, entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt in der Regel drei Jahre. Von der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird abgesehen. KapitalanlagenGrundstücke und Bauten wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie wie Anlagevermögen bewertete Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauernder Wertminderung, bilanziert. Soweit erforderlich, wurden Wertaufholungen vorgenommen. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden grundsätzlich nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet und zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsenkurswert bzw. Rücknahmepreis bilanziert. Soweit erforderlich, wurden Wertaufholungen vorgenommen. Inhaberschuldverschreibungen, die nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet wurden, wurden zu amortisierten Anschaffungskosten bilanziert und unter Berücksichtigung des gemilderten Niederstwertprinzips bewertet. Anteile an fünf Wertpapierspezialfonds (Vorjahr: fünf) mit Buchwerten von 2.585,4 Mio. Euro (Vorjahr 2.644,0 Mio Euro) wurden gemäß § 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Die Spezialfonds weisen zinsinduzierte stille Lasten in Höhe von 239,7 Mio. Euro auf (Vorjahr: 397,8 Mio. Euro), die als nicht dauerhaft angesehen werden. Darüber hinaus wurden mehrere Immobilien- und Private Equity-Gesellschaften mit Buchwerten von 351,6 Mio. Euro (Vorjahr: 257,2 Mio. Euro) ebenfalls nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet und weisen stille Reserven in Höhe von 107,8 Mio. Euro (Vorjahr: 108,0 Mio. Euro) und stille Lasten in Höhe von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) auf, die ebenfalls als nicht dauerhaft angesehen werden. Inhaberschuldverschreibungen mit einem Buchwert in Höhe von 59,5 Mio. Euro (Vorjahr: 59,5 Mio. Euro) wurden gemäß § 341b Abs. 2 zweiter Halbsatz HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Diese 7 Positionen (Vorjahr 7) weisen stille Reserven in Höhe von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) sowie zinsinduzierte stille Lasten in Höhe von 11,4 Mio. Euro (Vorjahr: 15,5 Mio. Euro) auf. Auf eine außerplanmäßige Abschreibung wurde verzichtet, da nicht von einer dauerhaften Wertminderung ausgegangen wird. Namensschuldverschreibungen wurden grundsätzlich mit dem Nennwert bilanziert. Unterschiedsbeträge zu den Anschaffungskosten wurden aktivisch oder passivisch abgegrenzt und linear über die Laufzeit verteilt. Schuldscheinforderungen und Darlehen, Hypotheken, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen sowie eine Zero-Namensschuldverschreibung wurden zu amortisierten Anschaffungskosten bilanziert und unter Berücksichtigung des gemilderten Niederstwertprinzips bewertet. Namensschuldverschreibungen mit einem Buchwert von 463,6 Mio. Euro (Vorjahr: 744,2 Mio. Euro) und einem Zeitwert in Höhe von 396,5 Mio. Euro (Vorjahr: 651,1 Mio. Euro) sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen mit einem Buchwert von 942,4 Mio. Euro (Vorjahr: 962,9 Mio. Euro) und einem Zeitwert in Höhe von 713,0 Mio. Euro (Vorjahr: 682,0 Mio. Euro) wurden über den jeweiligen Zeitwerten ausgewiesen. Auf eine außerplanmäßige Abschreibung wurde verzichtet, da nicht von einer dauerhaften Wertminderung ausgegangen wird. Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Übrige Ausleihungen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und grundsäztlich nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Notwendige Abschreibungen wurden vorgenommen. Einlagen bei Kreditinstituten und Depotforderungen wurden mit den Nominalwerten angesetzt. Die Zeitwerte wurden wie folgt ermittelt: Die Zeitwerte der Grundstücke und Bauten wurden grundsätzlich nach dem Ertragswertverfahren oder anderen anerkannten Verfahren ermittelt. Bei der Zeitwertermittlung der Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen kamen die folgenden Methoden zur Anwendung: - Bei der Zeitwertermittlung der Anteile an der Baloise Beteiligungsholding GmbH wurde eine an der Börse notierte Beteiligung der Baloise Beteiligungsholding GmbH mit dem Börsenkurswert bewertet. Die von der Baloise Beteiligungsholding GmbH gehaltenen Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zum Ertragswert bewertet. Die übrigen Aktiva und Passiva der Baloise Beteiligungsholding GmbH wurden mit ihren Buchwerten angesetzt, die den aktuellen Zeitwerten entsprechen, - soweit indirekt börsennotierte Beteiligungen zugrunde liegen, mit den anteiligen Börsenkurswerten dieser Gesellschaften, - in den übrigen Fällen mit dem anteiligen ausgewiesenen Eigenkapital (at equity) der Gesellschaften. Die Zeitwerte der Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden mit den Nominalwerten angesetzt. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden wie folgt bewertet: - Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden mit dem Börsenkurswert bewertet, - Anteile an Investmentvermögen sofern möglich mit den Rücknahmepreisen, - Immobiliengesellschaften, mit dem Kapitalanteil unter Berücksichtigung des Marktwerts der Immobilien. Diese wurden grundsätzlich nach den in der Immobilienwertermittlungsverordnung aufgeführten anerkannten Bewertungsmethoden nach den Vorgaben der Wertermittlungsrichtlinien durchgeführt. Angewandt wurden das Ertragswert- und das Sachwertverfahren, wobei die örtlichen Verhältnisse sowie die Lage am Grundstücksmarkt berücksichtigt wurden, - Private Equity Engagements, mit dem anteiligen, dem Unternehmen zustehenden Beteiligungswert nach EVCA-Richtlinien (Net Asset Value) und, soweit dieser nicht ermittelt wurde, mit dem anteiligen ausgewiesenen Eigenkapital der Gesellschaften. Bei den wie Anlagevermögen bilanzierten Kapitalanlagen wird eine dauernde Wertminderung angenommen, wenn eine bonitätsinduzierte Reduktion des Zeitwerts vorliegt und von einem (Teil-)Ausfall des Wertpapiers ausgegangen werden muss. Bei Spezialfonds erfolgt eine Durchschau auf die zugrunde liegenden Einzeltitel. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden mit dem Börsenkurswert bewertet, Die Zeitwerte von Namensschuldverschreibungen sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden im Rahmen einer Einzelbewertungsmethode ermittelt. Dabei wurde jedem Papier in Abhängigkeit von Schuldner und Laufzeit ein individueller marktgängiger Zinsaufschlag auf die Euro-Swapkurve zugeordnet. Grundschulddarlehen und sonstige Darlehen wurden mit der Pfandbriefrendite zuzüglich eines pauschalen Zinsaufschlags bewertet. Die Zeitwerte der Einlagen bei Kreditinstituten und der Depotforderungen wurden mit den Nominalwerten angesetzt. Die unter den Übrigen Ausleihungen als Genussschein ausgewiesenen Beiträge zum gesetzlichen Sicherungsfonds wurde mit dem vom Emittenten mitgeteilten Wert angesetzt. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von LebensversicherungspolicenDie Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen wurden mit dem Zeitwert, welcher dem Rücknahmepreis entspricht, angesetzt. ForderungenDie Forderungen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu Nominalbeträgen angesetzt. Für erkennbare Risiken werden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet und aktivisch abgesetzt. Sonstige VermögensgegenständeDie Betriebs- und Geschäftsausstattung ist mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich angemessener planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über die geschätzte Nutzungsdauer von drei bis dreizehn Jahren. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die anderen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel wurden mit ihren Nennwerten angesetzt. Aktive und passive latente SteuernBei der Berechnung der latenten Steuern ergibt sich ein Aktivüberhang, auf dessen Ansatz verzichtet wurde. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungVermögensgegenstände, die dazu dienen, Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder ähnlichen langfristigen Verpflichtungen zu decken, und die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, wurden mit den Rückstellungen für diese Verpflichtungen saldiert. Wenn der beizulegende Zeitwert dieser Vermögensgegenstände den Wertansatz der Rückstellungen übersteigt, erfolgt der Ausweis in Höhe des übersteigenden Betrages auf der Aktivseite in dieser Position. EigenkapitalDas Eigenkapital wurde mit dem Nennwert angesetzt. Versicherungstechnische RückstellungenBeitragsüberträge wurden einzeln und unter Berücksichtigung des genauen Startmonats berechnet. Die nicht übertragungsfähigen Anteile bleiben gemäß Schreiben des Bundesministers der Finanzen vom 30. April 1974 unberücksichtigt. Die Ermittlung der Deckungsrückstellung für das selbst abgeschlossene Geschäft erfolgte mit Ausnahme der fondsgebundenen Versicherungen (vor Rentenbezug) einzelvertraglich nach der prospektiven Methode. Für Versicherungen mit beitragsfreien Zeiten ist eine ausreichende Verwaltungskostenrückstellung gebildet worden. Bei beitragspflichtigen Versicherungen erfolgte eine implizite Berücksichtigung der Verwaltungskosten. Zu fondsgebundenen Versicherungen wurde die Deckungsrückstellung einzelvertraglich nach der retrospektiven Methode unter Berücksichtigung implizit angesetzter Kosten ermittelt. Grundsätzlich wird die Deckungsrückstellung in Anteileinheiten geführt und mit dem Rücknahmepreis der Anteile zum Bilanzstichtag bewertet, wobei Fremdwährungsfonds am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet werden. Für die Beitragsteile, die konventionell angelegt werden, wird die Deckungsrückstellung im Passivposten D. II. geführt. Sofern eine fondsgebundene Versicherung eine garantierte Mindestleistung für den Erlebensfall vorsieht, wird die hierfür mindestens erforderliche Deckungsrückstellung prospektiv berechnet. Soweit die Kapitalanlage zur Bedeckung der garantierten Mindestleistung nicht in Fondsanteilen erfolgt, wird die Deckungsrückstellung im Passivposten D. II. ausgewiesen. Die Berechnungen erfolgten jeweils unter Beachtung von § 341f HGB sowie der aufgrund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnungen. Für den Altbestand im Sinne von § 2 Nr. 2 MindZV liegen der Berechnung die von der BaFin genehmigten Geschäftspläne und die der Aufsichtsbehörde abgegebenen geschäftsplanmäßigen Erklärungen zugrunde. Die Deckungsrückstellung ist nach § 25 Abs. 2 RechVersV mindestens in Höhe des vertraglich oder gesetzlich garantierten Rückkaufwertes angesetzt worden. Der Teil der Deckungsrückstellung, der sich durch das Mitversicherungsgeschäft ergibt, beruht auf den Angaben der geschäftsführenden Gesellschaften. Soweit diese Angaben bis Meldeschluss nicht vorlagen, wurde die Deckungsrückstellung auf Basis einer Zeitreihe unter Berücksichtigung vertragsindividueller Gegebenheiten angesetzt. Für die Rentenversicherungsbestände (mit Ausnahme der ab 2005 eingeführten Tarifwerke) wurde eine Neubewertung der Deckungsrückstellung vorgenommen, um dem veränderten Sterblichkeitstrend Rechnung zu tragen. Dabei wurde die von der DAV veröffentlichte und von der BaFin empfohlene Sterbetafel DAV 2004 R Bestand zugrunde gelegt und bezüglich der Trends für die Sterblichkeitsverbesserung aktualisiert. Durch diese Modifizierung der Sterbetafel wurde der Tatsache Rechnung getragen, dass die bisher unterstellte Trendabschwächung der Sterblichkeitsverbesserung nicht in dem erwarteten Umfang beobachtet werden konnte. Bei der Berechnung der Deckungsrückstellung werden entsprechend dem veröffentlichten DAV-Verfahren ausreichend vorsichtig Storno- und Kapitalauszahlungswahrscheinlichkeiten sowie die von der BaFin genehmigten Geschäftspläne berücksichtigt. Bei fondsgebundenen Rentenversicherungen kommen für die Umwandlung des Fondsguthabens in eine Rente Rentenfaktoren auf Basis aktueller Sterbetafeln zur Anwendung. Bei der Berechnung der zu bildenden Zinszusatzreserve bzw. Zinsverstärkung im Altbestand werden unternehmensindividuelle Storno und Kapitalauszahlungswahrscheinlichkeiten ausreichend vorsichtig berücksichtigt. Für das aktuelle Bilanzjahr beträgt der Referenzzins gemäß § 5 Abs. 3 DeckRV 1,57 Prozent bzw. gemäß Geschäftsplan ebenfalls 1,57 Prozent im Altbestand. Sofern notwendig, wird für fondsgebundene Rentenversicherungen unter Berücksichtigung der garantierten Rentenfaktoren eine zusätzliche Deckungsrückstellung gebildet. Bei deren Berechnung werden ausreichend vorsichtig Storno- und Kapitalauszahlungswahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Eine Prüfung unter Berücksichtigung der Richtlinien und Hinweise der DAV hat ergeben, dass für den Bestand der Berufsunfähigkeitsversicherungen bzw. für den Bestand der Pflegerentenversicherungen per 31. Dezember 2023 keine zusätzliche Deckungsrückstellung erforderlich ist. Der Tabelle kann entnommen werden, welcher Anteil der Deckungsrückstellung mit welchen Rechnungsgrundlagen ermittelt wurde:
Werte jeweils einschließlich Zinszusatzreserve und Zinsverstärkung 1 Ausgewiesen wird jeweils der ursprüngliche Rechnungszins für die Berechnung der Deckungsrückstellungen. Bei Versicherungsverträgen mit einem Rechnungszins von 1,75% oder darüber wird eine Zinszusatzreserve bzw. Zinsverstärkung gebildet. Hierbei wird ein Referenzzins von 1,57% berücksichtigt. 2 Die Zillmersätze für Gruppentarife können abweichen. 3 Bei der Berechnung der Deckungsrückstellung wurden beide Sterbetafeln zugrundegelegt und der Trend für die Sterblichkeitsverbesserung über eine angemessene Gewichtung berücksichtigt. 4 Es handelt sich um die konventionelle Deckungsrückstellung, die für die Beitragserhaltungsgarantie bei Rentenverträgen nach dem AltZertG (Riester) gebildet wird. Sofern ein Teil der Garantieleistungen über einen Wertsicherungsfonds abgesichert wird, wird der im Wertsicherungsfonds investierte Teil unter Fondsgebundene Versicherungen ausgewiesen. 5 Gemäß dem vereinbarten Anlagesplitting wird ein Teil der Beiträge konventionell angelegt. Der in Fonds investierte Teil der Deckungsrückstellung wird unter Fondsgebundene Versicherungen ausgewiesen. 6 Zum Teil modifiziert um Zu- bzw. Abschläge in Abhängigkeit der Berufsgruppen, dem Raucherstatus und der Art der versicherten Risiken. Für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Rückkäufe sowie Spätschäden - Versicherungsfälle des Geschäftsjahres, die erst nach dem Abschlussstichtag bekannt wurden - wurden die Rückstellungen einzeln berechnet. Für die erst nach Meldeschluss eingehenden Meldungen von Versicherungsfällen (unbekannte Spätschäden) wird eine Rückstellung nach anerkannten Schätzverfahren gebildet. Soweit sich Verbraucherrechtsurteile auf die Höhe der Versicherungsleistungen von Bestandsverträgen ausgewirkt haben, wurde dies in der Deckungsrückstellung berücksichtigt. SchlussüberschussanteilfondsDer Schlussüberschussanteilfonds in der Rückstellung für Beitragsrückerstattung setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen und wird einzelvertraglich nach Maßgabe der geltenden Deklaration ermittelt. Aufgrund der Besonderheiten der Überschusssystematik erfolgt die Berechnung des Schlussüberschussanteilfonds für Schlussanteile und für die Mindestbeteiligung an Bewertungsreserven auf Basis der am 31. Dezember 2023 maßgebenden Bemessungsgröße für die Schlussanteile und der jeweils aktuellen Deklaration. Der Schlussüberschussanteilfonds für den Schlussbonus wird auf Basis der Bemessungsgrößen für den Schlussbonus und der jeweils aktuellen Deklaration ermittelt. Die Reservierung für die Schlusszahlung bei Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherungen erfolgt in Höhe des abgezinsten anteiligen Endwerts, der sich auf Basis der Deklaration für 2024 ergibt. Der Diskontierungszinssatz beträgt dabei unter Berücksichtigung von Storno und Tod einheitlich 0,5 Prozent. Weiterhin ist noch eine Reservierung für die Finanzierung von Gewinnrenten (Zuwachsrenten) enthalten. Die Angaben zur Höhe der verwendeten Anteilsätze und zu den Bemessungsgrößen finden Sie im Internet unter https://www.baloise.de/de/ueber-uns/geschaeftsberichte.html Sonstige versicherungstechnische RückstellungenDie sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt. RückversicherungDie Beitragsüberträge und Deckungsrückstellung aus der aktiven Rückversicherung beruhen auf den Angaben des Zedenten. In der passiven Rückversicherung entsprechen die Anteile der Rückversicherer an den einzelnen Positionen den vertraglichen Vereinbarungen. DepotverbindlichkeitenDie Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Andere Rückstellungen und VerbindlichkeitenDie Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) in Verbindung mit § 253 Abs. 1 HGB unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Zukünftige Entwicklungen und Trends wurden berücksichtigt. Die Abzinsung der Rückstellung für Pensionen erfolgte gemäß § 253 Abs. 2 HGB auf Basis des von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Rückstellung für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen und dem des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn und den vergangenen sieben Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 3.468.925 Euro. Es wurden nachstehende versicherungsmathematische Parameter für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen verwendet:
Die Fluktuation wird mit alters- und geschlechtsspezifischen Wahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Die Bewertung der in den Anderen Rückstellungen enthaltenen Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläen sowie für nicht die Altersversorgung betreffende Ruhestandsleistungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) in Verbindung mit § 253 Abs. 1 HGB unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Abzinsung erfolgte auf Basis des von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Alle anderen Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und - soweit die Laufzeiten mehr als ein Jahr betragen - gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. FremdwährungsumrechnungDie Umrechnung der auf fremde Währung lautenden Posten erfolgte gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs. Währungskursgewinne und -verluste werden mit Ausnahme der Kapitalanlagepositionen im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Währungskursgewinne in Höhe von 98.144,56 Euro aus den Kapitalanlagen (inklusive Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen) wurden unter den Gewinnen aus dem Abgang von Kapitalanlagen ausgewiesen. Währungskursverluste in Höhe von 437.021,12 Euro aus den Kapitalanlagen (inklusive Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen) wurden unter den Verlusten aus dem Abgang von Kapitalanlagen ausgewiesen. Erläuterungen zur BilanzAktiva Entwicklung der Aktivposten A., B. I. bis B. III. im Geschäftsjahr 2023
Der Bilanzwert der im Rahmen der Tätigkeit des Unternehmens überwiegend eigengenutzten Grundstücke beträgt 46.644.731,76 Euro. In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 und 6 HGB in Höhe von 30.557.518,03 Euro enthalten. Diese betreffen die Bilanzpositionen Grundstücke, Beteiligungen an verbundenen Unternehmen sowie Anteile an Investmentvermögen. Die Gesamtsumme der in die Überschussbeteiligung einzubeziehenden Kapitalanlagen beträgt zu fortgeführten Anschaffungskosten 4.354,9 Mio. Euro und zu Zeitwerten 4.303,4 Mio. Euro. Daraus ergibt sich per 31.Dezember 2023 ein Saldo in Höhe von -51,5 Mio. Euro. Versicherungsnehmer werden an diesem Saldo beteiligt, soweit er positiv ist (zu Einzelheiten siehe Seite 72 ff.). B. II. 1. und 3. sowie B. III. 1. Anteilsbesitzliste gemäß § 285 Nr. 11 HGB in Verbindung mit § 271 Abs. 1 HGB
* Ergebnis vor Gewinnabführung/Verlustübernahme ** Im Ergebnis des Geschäftsjahres sind Ergebnisanteile und Dividenden der mittelbaren Anteile enthalten. *** Befindet sich in Liquidation **** VanHeule in Q3 2023 rückwirkend zum 01.01.2023 auf Willemot verschmolzen B. III. 1. und C. Anteile an in- und ausländischen Investmentvermögen von mehr als dem zehnten Teil
1 Die börsentägliche Rückgabe ist möglich. 2 Die börsentägliche Rückgabe ist bedingungsgemäß bei Rücknahmeabschlag möglich. 3 Die Anleger können die Rücknahme der Anteile innerhalb von fünf Monaten mit Rücknahmeabschlag verlangen. Vorbehalt: Sollte die Liquidität des Fonds nicht ausreichen, kann die Rücknahme für zwölf Monate ausgesetzt werden. Danach müssen Immobilien des Fonds veräußert werden, für längstens bis zu 36 Monate läuft die Aussetzung weiter. 4 Die Anleger können die Rücknahme der Anteile innerhalb von sechs Monaten mit Rücknahmeabschlag verlangen. Vorbehalt: Sollte die Liquidität des Fonds nicht ausreichen, kann die Rücknahme für zwölf Monate ausgesetzt werden. Danach müssen Immobilien des Fonds veräußert werden, für längstens bis zu 36 Monate läuft die Aussetzung weiter. 5 Die jederzeitige Rückgabe ist möglich. Vorbehalt: Sollte die Liquidität des Fonds nicht ausreichen, kann die Rücknahme für zwölf Monate ausgesetzt werden. Danach müssen Immobilien des Fonds veräußert werden, für längstens bis zu 36 Monate läuft die Aussetzung weiter. 6 Die jederzeitige Rückgabe ist bei Rücknahmeabschlag möglich. Vorbehalt: Sollte die Liquidität des Fonds nicht ausreichen, kann die Rücknahme für zwölf Monate ausgesetzt werden. Danach müssen Immobilien des Fonds veräußert werden, für längstens bis zu 36 Monate läuft die Aussetzung weiter. 7 Investoren können eine Tilgungsanfrage an den Manager stellen. Die Liquidität ist aber beschränkt auf das vorhandene Cash. B. III. 4. d) Übrige Ausleihungen
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen
E. III. Andere Vermögensgegenstände
F. II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten
G. Aktive und passive latente SteuernZum 31. Dezember 2023 errechnete sich eine zukünftige Steuerbelastung aus niedrigeren Wertansätzen in der Steuerbilanz insbesondere bei den Grundstücken und Bauten, Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie an Investmentvermögen. Dieser Belastung stehen deutlich höhere zukünftige Steuerentlastungen, vor allem bei den Beteiligungen, Anteilen an Investmentvermögen, Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren, Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie dem steuerlichen Verlustvortrag gegenüber. Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 31,85 Prozent (Vorjahr: 31,85 Prozent) zugrunde. Aufgrund des ausgeübten Wahlrechtes, von dem Ansatz aktiver latenter Steuern keinen Gebrauch zu machen, erfolgt kein Ansatz eines Aktivpostens. H. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungIn der Position Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind Verrechnungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB enthalten, die der Erfüllung von Verpflichtungen dienen, die die Gesellschaft gegenüber ihren Mitarbeitenden aus Vereinbarungen zur Altersteilzeit übernommen hat. Ein Treuhandvermögen mit Anschaffungskosten von 2.099.670,00 Euro und einem Marktwert von 1.980.740,00 Euro wird bei einer Depotbank verwahrt. PassivaA. I. Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital beträgt 22.000.000,00 Euro und ist in 8.400.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Je Stückaktie ergibt sich hieraus ein rechnerischer Wert in Höhe von 2,62 Euro. Es handelt sich ausschließlich um Stammaktien. A. III. GewinnrücklagenDer Anfangsbestand der Gewinnrücklagen betrug 63.973.993,29 Euro (Vorjahr: 64.477.993,29 Euro). Es wurden im Geschäftsjahr 0,00 Euro aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres zugeführt (Vorjahr: 5.880.000,00 Euro) und 0,00 Euro entnommen (Vorjahr: 6.384.000,00 Euro). Der Endbestand zum 31. Dezember 2023 beträgt 63.973.993,29 Euro. D. IV. Rückstellung für Beitragsrückerstattung - brutto -
Die Angaben zur Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer finden Sie im Internet unter https://www.baloise.de/de/ueber-uns/geschaeftsberichte.html F. I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie Verpflichtungen aus Pensionszusagen durch Gehaltsverzicht (PZG) wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 25 HGB mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung in gleicher Höhe von 820.980,00 Euro verrechnet. F. III. Sonstige Rückstellungen
* Die Rückstellungen für Altersteilzeit (Geschäftsjahr: 764.783,00 Euro; Vorjahr: 560.230,00 Euro) waren gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Kapitalanlagen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen dienen, die die Gesellschaft gegenüber ihren Arbeitnehmern aus Vereinbarungen zur Altersteilzeit übernommen hat, zu verrechnen. Verbindlichkeitenspiegel
Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1.952.090,19 Euro sind durch eine Grundschuld gesichert. H. I. 1. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber VersicherungsnehmernIn den Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern sind verzinslich angesammelte Überschussanteile in Höhe von 358.268.972,12 Euro (Vorjahr: 395.506.976,41 Euro) enthalten. I. Rechnungsabgrenzungsposten
Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungI. 1. a) Gebuchte Bruttobeiträge
RückversicherungssaldoDer Rückversicherungssaldo (- = Ertrag / + = Aufwand) beträgt 2.304.312,22 Euro (Vorjahr: 786.564,30 Euro). II. Nichtversicherungstechnische RechnungII. 1. Sonstige Erträge
1 davon aus Weiterverrechnung von Zinsänderungseffekten 28,22 T€ Aus der Verrechnung von Aufwendungen aus der Abzinsung für die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen (2.782,00 Euro, Vorjahr: 1.854,00 Euro) mit den Erträgen der dazugehörigen Kapitalanlagen (34.948,91 Euro, Vorjahr: 35.000,00 Euro) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB resultiert ein Ertragsüberhang in Höhe von 32.166,91 Euro (Vorjahr: 33.146,00 Euro). II. 2. Sonstige Aufwendungen
1 davon aus Weiterverrechnung von Zinsänderungseffekten 504,97 T€ sowie zu verrechnende Zinsen aus saldierungsfähigen Vermögensgegenständen in Höhe von 2,78 T€ Sonstige AngabenDie Beitragssumme des Neugeschäfts beträgt im Geschäftsjahr 1.975,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1.739,3 Mio. Euro). Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
MitarbeitendeIm Geschäftsjahr wurden bei Baloise in Deutschland im Rahmen von Mehrfacharbeitsverträgen durchschnittlich 1.377 Mitarbeitende im Innendienst und 121 im angestellten Außendienst beschäftigt. Bezüge des Aufsichtsrats und des VorstandsDie Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen 8.500,00 Euro (Vorjahr: 7.200,00 Euro). Die Vorstandsmitglieder sind für die Baloise Sach Holding AG, Hamburg, die Baloise Sachversicherung AG Deutschland sowie für die Baloise Lebensversicherung AG Deutschland tätig. Für ihre Tätigkeit bei der Baloise Lebensversicherung AG Deutschland erhielten sie 770.659,59 Euro (Vorjahr: 767.209,41 Euro). Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen sind 18.088.145,00 Euro (Vorjahr: 18.267.539,00 Euro) zurückgestellt; die laufenden Bezüge betrugen 1.424.931,00 Euro (Vorjahr: 1.390.180,00 Euro). OrganeDie Mitglieder des Vorstands sowie des Aufsichtsrats werden auf Seite 3 genannt. KonzernzugehörigkeitMutterunternehmen ist die Baloise Beteiligung B. V. & Co. KG, Hamburg. Beide Unternehmen werden nach § 292 HGB in den Konzernabschluss der Baloise Holding AG, Basel, Schweiz (Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt), miteinbezogen. Der befreiende Konzernabschluss wird geprüft und ist einem nach § 291 HGB aufgestellten Konzernabschluss gleichwertig. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht und ist erhältlich bei der Baloise Holding AG, Aeschengraben 21, 4002 Basel, Schweiz. Honorar des AbschlussprüfersDas im Aufwand des Geschäftsjahres enthaltene Honorar des Abschlussprüfers wird im Konzernabschluss unseres Mutterunternehmens, der Baloise Holding AG, Basel, Schweiz, offengelegt. Sonstige AngabenDie Baloise Beteiligung B. V. & Co. KG hat der Baloise Lebensversicherung AG Deutschland gemäß § 20 Abs. 4 AktG das Bestehen einer Mehrheitsbeteiligung i. S. v. § 16 Abs. 1 AktG mitgeteilt. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Baloise Lebensversicherung AG Deutschland ist Investitionsverpflichtungen eingegangen. Hieraus bestanden zum Jahresende 2023 offene, noch nicht fällige Einzahlungsverpflichtungen gegenüber - Immobilienspezialfonds in Höhe von 8,2 Mio. Euro, - Spezialfonds in Höhe von 322,7 Mio. Euro, - Private-Equity-Gesellschaften in Höhe von 19,5 Mio. Euro sowie - Bauträgern für die Fertigstellung von im Bau befindlichen Liegenschaften in Höhe von 3,5 Mio. Euro (Vorjahr 25,7 Mio. Euro). Darüber hinaus bestehen keine weiteren unwiderruflichen Abnahmeverpflichtungen. Die Gesellschaft ist gemäß §§ 221 ff. VAG Mitglied des Sicherungsfonds für die Lebensversicherer. Der Sicherungsfonds erhebt auf Grundlage der Sicherungsfonds-Finanzierungs-Verordnung (Leben) jährliche Beiträge von maximal 0,2 Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1 Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen aufgebaut ist. Hieraus ergeben sich keine zukünftigen Verpflichtungen. Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1 Promille der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen erheben, dies entspricht einer Verpflichtung von 5.305.568,77 Euro. Zusätzlich hat sich die Gesellschaft verpflichtet, dem Sicherungsfonds oder alternativ der Protektor Lebensversicherungs-AG finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, sofern die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen. Die Verpflichtung beträgt 1 Prozent der Summe der versicherungstechnischen Nettorückstellungen unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beträge. Unter Einschluss der oben genannten Einzahlungsverpflichtungen aus den Beitragszahlungen an den Sicherungsfonds beträgt die Gesamtverpflichtung zum Bilanzstichtag 47.750.118,93 Euro. Mit einer Inanspruchnahme ist derzeit nicht zu rechnen. Aufgrund der EU-Vermittlerrichtlinie verpflichtet sich unsere Gesellschaft, für Versicherungsvermittler, die ihre Vermittlungstätigkeit im Auftrage unserer Gesellschaft ausüben, die unbeschränkte Haftung aus der Vermittlertätigkeit gegenüber Kunden zu übernehmen. MindestbesteuerungDie Baloise Lebensversicherung AG Deutschland fällt aufgrund der Zugehörigkeit zum Baloise Konzern in den Anwendungsbereich der OECD Regelungen zur Globalen Mindeststeuer. Das deutsche Gesetzgebungsverfahren wurde durch den Beschluss des Bundesrats am 15. Dezember 2023 und die Verkündung des Gesetzes im Bundesgesetzblatt am 27. Dezember 2023 abgeschlossen. Damit gilt die nationale Ergänzungssteuer ab dem 1. Januar 2024. Regelungen zu internationalen Ergänzungssteuern (Income Inclusion Rule ab 1. Januar 2024 und Undertaxed Profits Rule ab 1. Januar 2025) wurden ebenfalls bereits verabschiedet. Nach den Regeln der Globalen Mindeststeuer wäre die Baloise Lebensversicherung AG Deutschland im Fall, dass die effektive Steuerquote gemäss der OECD Säule II Regeln unter dem von der OECD als Mindeststeuersatz festgelegten 15% liegt, zur Entrichtung einer Ergänzungssteuer (top-up tax) verpflichtet. Der Baloise Konzern analysiert in einem gruppenweiten Projekt, das auch die Baloise Lebensversicherung AG Deutschland umfasst, die detaillierten Anforderungen zur globalen Mindeststeuer, um die Steuerquoten gemäss der OECD Säule II Regeln berechnen zu können und zu identifizieren ob und in welcher Höhe eine Ergänzungssteuer zu zahlen wäre. Zum jetzigen Zeitpunkt sind noch keine verlässlichen Einschätzungen über quantitative Auswirkungen der Globalen Mindeststeuer auf Baloise Deutschland möglich. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. GewinnverwendungsvorschlagDas Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von 7.560.000,00 Euro. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe auszuschütten.
Hamburg, den 4. März 2024 Der Vorstand Dr. Jürg Schiltknecht Christoph Wappler Manuela Moog Christoph Willi Überschussbeteiligung der VersicherungsnehmerWir erhalten von unseren Versicherungsnehmern Beiträge und garantieren dem Versicherungsnehmer die vereinbarte Leistung. Um zu jedem Zeitpunkt den vereinbarten Versicherungsschutz gewährleisten zu können, bilden wir Deckungsrückstellungen. Den Deckungsrückstellungen, die auf der Passivseite ausgewiesen werden, stehen auf der Aktivseite entsprechende Kapitalanlagen gegenüber. Aus den Beiträgen, den Kapitalanlagen und den Erträgen aus den Kapitalanlagen werden die zugesagten Versicherungsleistungen erbracht sowie die Kosten für Abschluss und Verwaltung der Verträge gedeckt. Je höher die Kapitalerträge sind, je günstiger sich das Risiko entwickelt und je kostengünstiger wir arbeiten, desto höher sind die Überschüsse. Diese Überschüsse kommen weitestgehend unseren Kunden in Form der Überschussbeteiligung zugute. Die Ermittlung der auf alle überschussberechtigten Versicherungsverträge entfallenden Kapital-, Risiko- und übrigen Erträge und die Beteiligung der überschussberechtigten Versicherungsverträge an diesen Erträgen erfolgt nach maßgebenden gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Die einzelnen überschussberechtigten Versicherungen erhalten Überschussanteile in Abhängigkeit von dem Tarif, dem gewählten Überschussbeteiligungssystem und ggf. dem Geschlecht der versicherten Person. Die Höhe dieser Anteile wird vom Vorstand der Baloise Lebensversicherung AG Deutschland unter Beachtung der maßgebenden aufsichtsrechtlichen Bestimmungen jährlich festgelegt. Darüber hinaus werden anspruchsberechtigte Versicherungen gemäß § 153 Versicherungsvertragsgesetz nach einem verursachungsorientierten Verfahren an den Bewertungsreserven beteiligt. Bewertungsreserven entstehen, wenn der Marktwert der Kapitalanlagen über dem Wert liegt, mit dem die Kapitalanlagen in der Bilanz ausgewiesen sind. Die Bewertungsreserven sorgen für Sicherheit und dienen dazu, kurzfristige Ausschläge an den Kapitalmärkten auszugleichen. Versicherungen, bei denen eine Beteiligung an Zinserträgen vereinbart ist (z. B. Kapitallebensversicherungen, Rentenversicherungen und selbstständige Pflegerentenversicherungen sowie Risikoversicherungen und Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen mit Ansammlungsguthaben), werden bei Vertragsbeendigung, Renten- bzw. Pflegerentenversicherungen spätestens zum Rentenbeginn an den Bewertungsreserven beteiligt. Fondsgebundene Versicherungen erhalten nur dann eine Beteiligung an den Bewertungsreserven, wenn zur Absicherung einer Garantiekomponente für den Erlebensfall eine konventionelle Kapitalanlage gestellt wird (hybride Versicherungen). Die Ermittlung der den Verträgen zuzuordnenden Bewertungsreserven orientiert sich an den jeweils gültigen aufsichtsrechtlichen Bestimmungen: Der Anteil des einzelnen Vertrages ist abhängig von der Kapitaliensumme des Vertrages im Verhältnis zur Kapitaliensumme aller anspruchsberechtigten Verträge. Die Kapitaliensumme entspricht bei konventionellen Versicherungen der Summe der konventionellen Deckungsrückstellungen und verzinslich angesammelten Überschussguthaben. Die Summen werden jeweils zum Bilanztermin auf Basis der Deckungsrückstellungen und Überschussguthaben zu den abgelaufenen Bilanzstichtagen ermittelt. Bei Risikoprodukten (z. B. Berufsunfähigkeitsversicherungen und Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen) wird die Summe aus konventionellen Deckungsrückstellungen in der Kapitaliensumme berücksichtigt, soweit sie auch bei der Bemessung von Zinsüberschüssen einbezogen werden. Bei hybriden Versicherungen erhöht sich die Kapitaliensumme jeweils zum 31.12. eines Jahres um die durchschnittliche konventionelle Deckungsrückstellung der letzten zwölf Monate. Per 31. Dezember 2023 beträgt die Kapitaliensumme des Bestandes aller anspruchsberechtigten Verträge 41.703.895.566,23 Euro. Der Anteil der Bewertungsreserven, der gemäß den jeweils gültigen aufsichtsrechtlichen Bestimmungen in die Überschussbeteiligung einzubeziehen ist, wird auf Basis von Bilanzwerten der Passivseite ermittelt. Per Ende Januar und Ende Februar werden aus technischen Gründen die Passivpositionen des vorletzten, für alle anderen die des letzten Bilanztermins verwendet. Die Buch- und Zeitwerte per 31. Dezember 2023 der Kapitalanlagen, die derzeit in die Überschussbeteiligung einzubeziehen sind, sind auf den Seiten 51-52 genannt. Bei Beendigung der Ansparphase wird den Verträgen der für diesen Zeitpunkt ermittelte Anteil an den Bewertungsreserven zur Hälfte zugeteilt. Endet der Vertrag, wird die Beteiligung an den Bewertungsreserven in einem Betrag ausgezahlt. Bei rentenpflichtigen Alters- bzw. Pflegerenten wird die Beteiligung an den Bewertungsreserven zur Erhöhung der Renten verwendet. Die Bewertungsreserven werden monatlich neu ermittelt. Zum Anspruchszeitpunkt sind jeweils die Bewertungsreserven des letzten Börsentages des vorletzten Monats vor dem Fälligkeitstag maßgebend. Die Höhe der Bewertungsreserven, an denen die Verträge beteiligt werden, ist vom Kapitalmarkt abhängig und unterliegt Schwankungen. Zum Ausgleich dieser Schwankungen wird für Tarife mit einer konventionellen bzw. klassischen Schlussgewinnanwartschaft für Fälligkeitstermine in 2024 eine Sockelbeteiligung (Mindestbeteiligung) an Bewertungsreserven gewährt. Die Höhe dieser Sockelbeteiligung wird jeweils für ein Kalenderjahr festgelegt. Übersteigt zum Zuteilungszeitpunkt die Sockelbeteiligung die nach oben beschriebenen Verfahren ermittelte individuelle Beteiligung an den Bewertungsreserven, wird die Sockelbeteiligung zugeteilt. Anderenfalls bleibt es bei der Zuteilung des individuell ermittelten Betrages. Rentenpflichtige Rentenversicherungen und Pflegerentenversicherungen werden über eine angemessen erhöhte laufende Überschussbeteiligung an den Bewertungsreserven beteiligt. Der Anteil der laufenden Überschussbeteiligung an den Bewertungsreserven wird einmal jährlich für das folgende Kalenderjahr festgelegt. Für Zuteilungen in 2024 beträgt er 0,0 Prozentpunkte. Soweit man den erzielten und für die Versicherungsnehmer bestimmten Überschuss nicht direkt den Verträgen gutschreibt, wird er der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) zugewiesen. Die RfB enthält - die Überschussanteile, die im folgenden Geschäftsjahr über die direkt zugeteilten Überschussanteile hinaus den Kunden gutgeschrieben werden, - den für die Finanzierung der Schlussüberschussanteile, des Schlussbonusses, der Mindestbeteiligung an Bewertungsreserven und der Gewinnrenten reservierten Schlussüberschussanteilfonds sowie - einen noch verfügbaren Teil, der in zukünftigen Jahren für die Überschussbeteiligung verwendet werden kann. Auch in 2024 wird von der Möglichkeit, einzelne Überschussarten als Direktgutschrift zuzuweisen, kein Gebrauch gemacht. Den nachfolgenden Tabellen können Sie die für Überschusszuteilungen in 2024 gültigen Überschussanteilsätze für die wichtigsten für das Neugeschäft offenen Tarife entnehmen. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers und die Unterschriften des Vorstands beziehen sich auf den Jahresabschluss mit den vollständigen Anhangangaben einschließlich dem Anhang zum Geschäftsbericht - Überschussbeteiligung 2024, der die Überschussanteilsätze, Erläuterungen und Bemessungsgrößen für alle Tarife enthält. Diesen Anhang finden Sie im Internet unter https://www.baloise.de/de/ueber-uns/geschaeftsberichte.html unter der Rubrik Überschussbeteiligung. Alternativ senden wir Ihnen diesen gerne zu. Ihre Anforderungen richten Sie bitte an: Baloise Lebensversicherung AG Deutschland Unternehmenskommunikation Ludwig-Erhard-Straße 22 20459 Hamburg E-Mail: info@baloise.de Verkaufsoffene Tarife der Baloise Lebensversicherung AG DeutschlandBiometrische ProdukteBei Risikoversicherungen, bei selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherungen, selbstständigen Grundfähigkeitenversicherungen, Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen (Beitragsbefreiung) und Zusatzversicherungen gegen schwere Krankheiten werden die Risikoüberschüsse zur Beitragsminderung verwendet und gemäß der Beitragszahlweise zugeteilt. Für leistungspflichtige selbstständige Berufsunfähigkeits- oder Grundfähigkeitenversicherungen wird der jährliche Überschussanteil zur Erhöhung der laufenden monatlichen Rente (Dynamikrente) verwendet. Leistungspflichtige Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen (Beitragsbefreiung) erhalten jährlich Zinsüberschussanteile auf das leistungspflichtige Deckungskapital. Diese werden verzinslich angesammelt. Das seit dem letzten Zuteilungstermin vorhandene Ansammlungsguthaben wird mit dem Basiszinsüberschuss verzinst. Darüber hinaus fallen weitere Zinsüberschussanteile an. Das Ansammlungsguthaben wird insgesamt mit der für 2024 deklarierten Gesamtverzinsung in Höhe von 2,25 Prozent verzinst. Fondsgebundene RentenversicherungenLaufende ÜberschussbeteiligungFür fondsgebundene Rentenversicherungen mit laufender Überschussbeteiligung können ein fondsabhängiger Überschuss und/oder Überschüsse auf die Verwaltungskosten auf das Fondsvermögen und ggf. Risikoüberschüsse gewährt werden. Hybride fondsgebundene Rentenversicherungen (Tarife mit einem Garantievermögen) können einen Basiszins und einen Zinsüberschuss auf das Garantievermögen bzw. das ggf. vorhandene Sicherungskapital vorsehen. Vom gewählten Tarif oder auch dem gewählten Überschusssystem hängt ab, ob und in welcher Höhe diese Überschüsse gewährt werden. Je nach Produkt werden die laufenden Überschüsse dem Fondsvermögen und/oder dem Garantievermögen zugeführt. SchlussüberschussbeteiligungAbhängig vom gewählten Tarif werden bei fondsgebundenen Rentenversicherungen neben einer ggf. vereinbarten laufenden Überschussbeteiligung im Leistungsfall Schlussüberschüsse fällig. Dabei können Überschüsse auf den Beitrag, auf den (technischen) Risikobeitrag, auf das Fondsvermögen und auf die vermögensabhängigen Verwaltungskosten dazu verwendet werden, eine fondsgebundene Schlussgewinnanwartschaft aufzubauen. Vom gewählten Tarif hängt ab, ob und in welcher Höhe diese Überschüsse gewährt werden. Bei hybriden fondsgebundenen Rentenversicherungen wird neben der fondsgebundenen Schlussgewinnanwartschaft zusätzlich eine klassische, d. h. konventionelle Schlussgewinnanwartschaft aufgebaut. Die jeweilige Zuführung der Überschüsse zur fondsgebundenen bzw. klassischen Schlussgewinnanwartschaft hängt vom Produkt ab. Im Leistungsfall werden die Schlussüberschüsse gemäß der jährlichen Deklaration zugeteilt. Die Schlussgewinnanwartschaft stellt dabei die Bemessungsgröße der fälligen Schlussüberschüsse für den Leistungsfall dar. Bei Rückkauf oder Tod nach Zurücklegen einer in den Versicherungsbedingungen (AVB) festgelegten Wartezeit wird der Schlussüberschuss in reduzierter Höhe fällig. Überschussbeteiligung im RentenbezugDie Höhe der Überschussanteilsätze im Rentenbezug ist abhängig von den Annahmen (Rechnungsgrundlagen), die den Rentenfaktoren zugrunde liegen, mit denen das vorhandene Vertragsvermögen (Summe aus Fondsvermögen, ggf. Garantievermögen) zum Rentenbeginn in eine Rente umgerechnet wird. Je nach Wahl des Gewinnsystems für den Rentenbezug werden die Überschüsse wie folgt verwendet: - Dynamikrente: Es wird jährlich ein Überschussanteil in Form einer dynamischen Erhöhung der laufenden Monatsrente gewährt, erstmalig nach einem Jahr. - Aktivrente: Der jährlich zugeteilte Überschussanteil wird entsprechend der Rentenzahlweise anteilig zu den garantierten Renten gezahlt, erstmalig nach einem Jahr. - Zuwachsrente: Ein Teil der anfallenden Überschussanteile wird in Form einer grundsätzlich gleich bleibenden, nicht garantierten Zusatzrente zugeteilt, der verbleibende Teil in Form einer dynamischen Erhöhung der gesamten Rente. Eine ggf. erforderliche Anpassung der Zusatzrente sowie die Dynamisierung der Rente erfolgen jeweils zum Monat des Rentenbeginns. Die erste dynamische Erhöhung erfolgt nach einem Jahr. Überschussanteilsätze 2024 für verkaufsoffene Tarife der Baloise Lebensversicherung AG Deutschland(abweichende Vorjahreswerte in Klammern) RisikoversicherungenTarifwerk 2022, Tarife RKS und RFS, RZ 0,25%
Tarifwerk 2022, Tarif RKP, RZ 0,0%
Selbstständige BerufsunfähigkeitsversicherungenTarifwerk 2022, Baloise BerufsunfähigkeitsVersicherung und Baloise BerufsunfähigkeitsVersicherung Start
Selbstständige GrundfähigkeitenversicherungenTarifwerk 2022, Baloise GrundfähigkeitenVersicherung Bronze, Silber, Gold und Baloise GrundfähigkeitenVersicherung Start Silber, Gold
Fondsgebundene RentenversicherungenBaloise Invest Basis, Tarifwerk 2022, Aufbauphase
1 Satz ist hier kaufmännisch auf drei Nachkommastellen gerundet. 2 Siehe Tabelle ab Seite 80. 3 Ohne Hinterbliebenenschutz wird der technische Risikobeitrag, mit Hinterbliebenenschutz der Risikobeitrag am Überschuss beteiligt. 4 Die Aufteilung der Zuführungen auf fondsgebundene und klassische Schlussgewinnanwartschaft entspricht dem gewählten Aufteilungsverhältnis beim Anlagebeitrag. Fondsgebundene RentenversicherungenBaloise Invest Kids, Tarifwerk 2022, Aufbauphase
1 Satz ist hier kaufmännisch auf drei Nachkommastellen gerundet. 2 Siehe Tabelle ab Seite 80. 4 Die Aufteilung der Zuführungen auf fondsgebundene und klassische Schlussgewinnanwartschaft entspricht dem gewählten Aufteilungsverhältnis beim Anlagebeitrag. 5 Ist die garantierte Todesfallleistung größer als der Geldwert des Vertragsvermögens wird der Risikobeitrag, ansonsten der Technische Risikobeitrag am Überschuss beteiligt. Fondsgebundene RentenversicherungenBaloise Best Invest, Tarifwerk 2023, Aufbauphase, Überschusssystem Perfomance Plus
1 Satz ist hier kaufmännisch auf drei Nachkommastellen gerundet. 2 Siehe Tabelle ab Seite 80. RentenversicherungenTarifwerk 2022, RZ 0,25%, Rentenpflichtige Versicherungen (Verrentungen aus fondsgebundenen Rentenversicherungen der Tarifwerke 2022 und 2023)
BerufsunfähigkeitszusatzversicherungenTarifwerk 2022, RZ 0,0%, BU-Tafeln DAV 2021 I % für Männer und Frauen, Anwartschaft
Zusatzversicherungen gegen schwere KrankheitenKrankheitenSchutz
6 Darin enthalten ist - soweit angemessen - eine Beteiligung an den Bewertungsreserven in Höhe von 0 %-Punkten (Vorjahr 0,05 %-Punkte). Fondsabhängige Überschüsse für verkaufsoffene Tarife(abweichende Vorjahreswerte in Klammern) Für beitragspflichtige und beitragsfreie fondsgebundene Versicherungen werden jeweils zu Beginn eines Monats fondsabhängige Überschüsse in Form von Fondsanteilen berechnet. In Abhängigkeit vom Tarif erfolgt eine Zuführung zur Schlussgewinnanwartschaft oder zum Vertragsvermögen bzw. eine Aufteilung der Zuführungen zur Schlussgewinnanwartschaft und zum Vertragsvermögen. Die Berechnung erfolgt für jeden Fonds in Prozent des auf den Fonds entfallenden Werts des Fondsvermögens bzw. der fondsgebundenen Schlussgewinnanwartschaft. Es gibt unterschiedliche Prozentsätze je nach Fonds. Die Höhe der Anteilsätze wird jedes Jahr neu festgelegt. Die monatlichen fondsabhängigen Anteilsätze entsprechen einem Zwölftel der nachfolgend aufgeführten jährlichen Überschussanteilsätze.
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersZu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht erteilen wir unter der Bedingung, dass der Aufsichtsrat dem Beschluss des Vorstands zustimmt, vom Gesamtüberschuss EUR 91.756.960,41 der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zuzuweisen, folgenden Bestätigungsvermerk: An die Baloise Lebensversicherung Aktiengesellschaft Deutschland, Hamburg Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Baloise Lebensversicherung Aktiengesellschaft Deutschland, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Baloise Lebensversicherung Aktiengesellschaft Deutschland für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt "Entwicklung Baloise Lebensversicherung AG Deutschland" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 341a HGB i.V.m. § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) sowie die Abschnitte „Kundenzufriedenheit“ und „Unternehmensreputation“ haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Die Informationen des Unternehmens außerhalb des Geschäftsberichts, auf die durch Querverweise im Abschnitt "Gesonderter nichtfinanzieller Bericht" des Lageberichts verwiesen wird, haben wir nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung sowie zu den Abschnitten „Kundenzufriedenheit“ und „Unternehmensreputation“ ab. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotene Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte: Bestimmung voraussichtlich dauerhafter Wertminderungen der wie Anlagevermögen bewerteten sonstigen KapitalanlagenGründe für die Bestimmung als besonders wichtiger PrüfungssachverhaltFür die wie Anlagevermögen bewerteten Kapitalanlagen sind Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen vorzunehmen. Bei der Beurteilung, ob und in welchem Umfang bei diesen Kapitalanlagen eine Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft anzusehen ist, bestehen Ermessensspielräume für den Vorstand der Gesellschaft. Stille Lasten in wesentlichem Umfang bestehen zum Abschlussstichtag insbesondere bei unter dem Posten sonstige Kapitalanlagen ausgewiesenen Anteilen an Investmentvermögen, Inhaberschuldverschreibungen sowie den sonstigen Ausleihungen. Vor diesem Hintergrund besteht das Risiko für den Abschluss, dass voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen bei den vorstehend genannten Kapitalanlagen nicht erkannt werden bzw. dass das hierbei bestehende Ermessen nicht sachgerecht ausgeübt wird und erforderliche Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert unterbleiben bzw. in falscher Höhe vorgenommen werden. Insofern betrachten wir die Bestimmung voraussichtlicher Wertminderungen bei diesen wie Anlagevermögen bewerteten Kapitalanlagen als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt. Prüferisches VorgehenWir haben uns mit den implementierten Prozessen zur Bestimmung voraussichtlich dauerhafter Wertminderungen und des Umfangs der Wertminderung befasst. In diesem Zusammenhang haben wir die Ausgestaltung der eingerichteten Verfahren dahingehend beurteilt, ob sie methodisch zur Bestimmung von voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen und deren Umfang geeignet sind und systematisch angewandt werden. Bei Anteilen an Investmentvermögen haben wir im Rahmen einer Stichprobe untersucht, ob die von der Gesellschaft definierten Aufgreifkriterien im Einklang mit den berufsständigen Vorgaben des IDW stehen, korrekt angewandt wurden und die gegebenenfalls erforderlichen Abschreibungen in zutreffender Höhe erfolgt sind. Soweit es sich bei den Anteilen an Investmentvermögen um Spezialfonds handelt, die zum Bilanzstichtag stille Lasten aufwiesen, haben wir uns im Rahmen einer risikoorientierten Stichprobe davon überzeugt, dass die erforderliche Durchschau auf Einzeltitelebene und Einschätzung zur Dauerhaftigkeit und Umfang möglicher Wertminderungen sachgerecht vorgenommen wurde und dass gegebenenfalls erforderliche Abschreibungen im Umfang der voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgt sind. Bei festverzinslichen Kapitalanlagen mit stillen Lasten, insbesondere bei Inhaberschuldverschreibungen, Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen, haben wir aussagebezogene Prüfungshandlungen durchgeführt und auf Basis von der Gesellschaft angefertigten Auswertungen und Analysen beurteilt, ob die Einschätzung der Gesellschaft, dass es sich nicht um dauerhafte Wertminderungen handelt, zutreffend ist. In diesem Zusammenhang haben wir untersucht, ob bei diesen Anlagen Zahlungsausfälle oder wesentliche Verschlechterungen der Bonität der Emittenten eingetreten sind. Hierzu haben wir beurteilt, ob in diesen Fällen die uns vorgelegten Einschätzungen und Analysen der Gesellschaft zum Ausfallrisiko sachgerecht sind. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Bestimmung voraussichtlich dauerhafter Wertminderungen für die wie Anlagevermögen bewerteten Kapitalanlagen ergeben. Verweis auf zugehörige AngabenDie Angaben zur Bestimmung von voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen bei wie Anlagevermögen bewerteten Kapitalanlagen sind im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs enthalten. Bewertung der Brutto-Deckungsrückstellung unter Berücksichtigung der gegenüber den Versicherten eingegangenen ZinssatzverpflichtungenGründe für die Bestimmung als besonders wichtiger PrüfungssachverhaltDie Ermittlung der Brutto-Deckungsrückstellung erfolgt unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher Bestimmungen ganz überwiegend auf Basis der prospektiven Methode und enthält verschiedene Annahmen zur Biometrie (unter anderem Sterblichkeit bzw. Langlebigkeit, Berufsunfähigkeit), zur Ausübung von Versicherungsnehmeroptionen (Storno- und Kapitalwahlquoten) sowie zu den Kosten und zur Verzinsung der versicherungstechnischen Verpflichtungen. Die Ermittlung dieser Rechnungsgrundlagen erfolgt tarifabhängig teils voll automatisiert in den Bestandsführungssystemen, teils in nachgelagerten Berechnungen im Rahmen der Abschlusserstellung. Die Rechnungsgrundlagen basieren zum einen auf den tariflichen Rechnungsgrundlagen der Beitragskalkulation und zum anderen auf aktuellen Rechnungsgrundlagen. Sie ergeben sich zum Teil aus gesetzlichen Vorschriften (z.B. der Referenzzinssatz gemäß der Verordnung über Rechnungsgrundlagen für die Deckungsrückstellung) oder aus Veröffentlichungen der Deutsche Aktuarvereinigung e.V. (DAV). Außerdem fließen unternehmensindividuell abgeleitete Annahmen auf der Basis von Erfahrungswerten unter Berücksichtigung von aktuellen rechtlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen ein, wie z.B. Storno- und Kapitalwahlwahrscheinlichkeiten oder biometrische Annahmen. Diese Annahmen werden in der Regel mit mathematischen Methoden aus historischen Daten abgeleitet, teilweise unter Berücksichtigung langfristiger Annahmen nach den Vorschlägen der DAV. Versicherungstechnische Rückstellungen sind auch insoweit zu bilden, wie dies nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen. Dabei sind die im Interesse der Versicherten erlassenen aufsichtsrechtlichen Vorschriften über die bei der Berechnung der Rückstellungen zu verwendenden Rechnungsgrundlagen einschließlich des dafür anzusetzenden Rechnungszinsfußes und die Zuweisung bestimmter Kapitalerträge zu den Rückstellungen zu berücksichtigen. Insbesondere sind bei der Bildung der Brutto-Deckungsrückstellung auch gegenüber den Versicherten eingegangene Zinssatzverpflichtungen zu berücksichtigen, sofern die derzeitigen oder zu erwartenden Erträge der Vermögenswerte für die Deckung dieser Verpflichtungen nicht ausreichen. Dies führt als Teil der Brutto-Deckungsrückstellung zur Bildung einer Zinszusatzrückstellung, die die Zinszusatzreserve (Neubestand) und die Zinsverstärkung (Altbestand) umfasst. Bei der Ermittlung der Zinszusatzrückstellung werden teilweise die Wahlrechte des Schreibens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) "Erläuterungen zur Berechnung der Zinszusatzreserve für den Neubestand und der Dotierung der Zinsverstärkung für den Altbestand" vom 5. Oktober 2016 ausgeübt. In diesem Zusammenhang werden Storno- und Kapitalwahlwahrscheinlichkeiten angesetzt, bei deren Festlegung Ermessensspielräume bestehen. Hier wirken sich insbesondere Annahmen über das künftige Verhalten der Versicherungsnehmer aus. Aufgrund der Schätzvorgänge und der damit verbundenen Ermessensspielräume sowie aufgrund der Höhe der Brutto-Deckungsrückstellung besteht das Risiko, dass die Bewertung nicht in Einklang mit den Rechnungslegungsvorgaben steht. Aus diesem Grund haben wir diesen Sachverhalt als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt bestimmt. Prüferisches VorgehenIm Rahmen unserer Prüfung haben wir die Prozesse zur Ermittlung der Brutto-Deckungsrückstellung (einschließlich der Zinszusatzrückstellung) aufgenommen und die in diesen Prozessen implementierten Kontrollen auf ihre Wirksamkeit zur Sicherstellung der Vollständigkeit und Richtigkeit des Versicherungsbestandes getestet. Darüber hinaus haben wir aussagebezogene Prüfungshandlungen durchgeführt. Durch eine Hochrechnung der Brutto-Deckungsrückstellung auf Basis der Gewinnzerlegungen der vergangenen Jahre und der aktuellen Bestandsentwicklung haben wir eine eigene Erwartungshaltung formuliert und diese mit den gebuchten Werten verglichen. Des Weiteren haben wir für ausgewählte Teilbestände bzw. Verträge die tarifliche Brutto-Deckungsrückstellung und die Zinszusatzrückstellung nachgerechnet. Zusätzlich haben wir Kennzahlen- und Zeitreihenanalysen durchgeführt, um die Entwicklung der Brutto-Deckungsrückstellung insgesamt sowie für Teilbestände oder Teilkomponenten im Zeitablauf zu würdigen. Wir haben die Herleitung der Rechnungsgrundlagen auf Basis der historischen und aktuellen Bestandsentwicklung, der Gewinnzerlegung sowie des erwarteten zukünftigen Verhaltens der Versicherungsnehmer einer Analyse unterzogen. Hierfür haben wir insbesondere auch die Empfehlungen und Veröffentlichungen der DAV und der BaFin herangezogen. Zusätzlich haben wir untersucht, ob die Brutto-Deckungsrückstellung einschließlich der Zinszusatzrückstellung gemäß den genehmigten Geschäftsplänen bzw. den Mitteilungen nach § 143 VAG und unter Beachtung der sonstigen aufsichtsrechtlichen Vorschriften gebildet wurde. Ferner haben wir den Erläuterungsbericht des Verantwortlichen Aktuars und auch die Ergebnisse der jährlichen BaFin-Prognoserechnung daraufhin analysiert, ob bei der Bewertung der Brutto-Deckungsrückstellung alle Risiken im Hinblick auf die Angemessenheit der Rechnungsgrundlagen und die dauernde Erfüllbarkeit der Versicherungsverträge berücksichtigt wurden. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir eigene Versicherungsmathematiker eingesetzt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Bewertung der Brutto-Deckungsrückstellung unter Berücksichtigung der gegenüber den Versicherten eingegangenen Zinssatzverpflichtungen ergeben. Verweis auf zugehörige AngabenDie Angaben zur Bewertung der Brutto-Deckungsrückstellung sind im Anhang in dem Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Versicherungstechnische Rückstellungen" enthalten. Sonstige InformationenDer Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 341a HGB i.V.m. § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) sowie die Abschnitte „Kundenzufriedenheit“ und „Unternehmensreputation“. Ferner umfassen die sonstigen Informationen weitere für den Geschäftsbericht vorgesehene Bestandteile, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben, insbesondere: - den Bericht des Aufsichtsrats, aber nicht den Jahresabschluss, nicht die in die inhaltliche Prüfung einbezogenen Angaben des Lageberichts und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 3. April 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 24. Mai 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2016 als Abschlussprüfer der Baloise Lebensversicherung Aktiengesellschaft Deutschland tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Jahresabschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen bzw. für die von diesem beherrschten Unternehmen erbracht: - Prüferische Tätigkeiten im Zusammenhang mit Reporting Packages an den Konzernabschlussprüfer, - Freiwillige Jahresabschlussprüfungen, - Durchführung eines Workshops zu allgemeinen Rechnungslegungsthemen sowie - gesetzlich geforderte Bestätigungsleistungen an Dritte. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Matthias Zeitler.
München, 21. März 2024 EY GmbH & Co. KG Zeitler, Wirtschaftsprüfer Henkel, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesSehr geehrte Damen und Herren, während des Geschäftsjahres 2023 hat der Aufsichtsrat der Baloise Lebensversicherung AG Deutschland die Geschäftsführung des Vorstandes laufend überwacht und beratend begleitet. Der Aufsichtsrat hat in sieben Aufsichtsratssitzungen getagt. Wir haben neben den Berichten zum Gang der Geschäfte in 2023 auch die Planungen für 2024 erörtert und durch Einsicht in Geschäftsunterlagen und anhand schriftlicher und mündlicher Berichterstattung während des Geschäftsjahres laufend geprüft. Hierbei standen die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Gesellschaft sowie Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit im Vordergrund. Wir haben uns außerdem zu strategischen Themen ausgetauscht, wie insbesondere zum Thema Nachhaltigkeit und zu strukturellen Veränderungen im Unternehmen. Wir haben einen Prüfungsausschuss eingerichtet, der sich mit dem Rechnungslegungsprozess, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems sowie der Abschlussprüfung beschäftigt. Der Prüfungsausschuss tagt in mindestens zwei Sitzungen pro Jahr und bereitet die Ergebnisse seiner Prüfung für den Aufsichtsrat vor. Die Verantwortliche Aktuarin hat in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates über die wesentlichen Ergebnisse ihres Erläuterungsberichtes zur versicherungsmathematischen Bestätigung berichtet. Aufgrund ihrer Untersuchungsergebnisse hat die Verantwortliche Aktuarin eine uneingeschränkte versicherungsmathematische Bestätigung gemäß § 141 Abs. 5 Nr. 2 VAG abgegeben. Den Erläuterungsbericht der Verantwortlichen Aktuarin und ihre Ausführungen in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Buchführung, der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht sind durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn, geprüft worden. Dem Bericht über die Prüfung, die zu Beanstandungen keinen Anlass gab, haben wir nichts hinzuzufügen. Der Aufsichtsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung zum Bericht des Abschlussprüfers, zum Jahresabschluss und zum Lagebericht keine Einwendungen zu machen. Der Aufsichtsrat hat u. a. auch die nichtfinanzielle Erklärung zu Aspekten wie Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, Menschenrechte und Korruption auf Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit geprüft. Auch insoweit bestehen keine Einwendungen. Er billigt den Jahresabschluss in der vorgelegten Form. Damit ist der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 festgestellt. Mit dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinnes ist der Aufsichtsrat einverstanden. Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2023 aufgestellten Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen geprüft. Die Prüfung hat ergeben, dass die vom Vorstand vorgenommene Beurteilung der Rechtsgeschäfte und Maßnahmen, über die berichtet wurde, sachgerecht ist. Der Bericht ist durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn, geprüft worden. Zu dem Ergebnis ihrer Prüfung hat der Aufsichtsrat nichts zu bemerken. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Prüfungsvermerk erteilt. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärungen des Vorstandes am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiter:innen für die geleistete Arbeit und den tatkräftigen Einsatz.
Hamburg, den 5. April 2024 Für den Aufsichtsrat der Baloise Lebensversicherung AG Deutschland Andreas Burki, Vorsitzender des Aufsichtsrats Jan De Meulder, Senior Executive im Versicherungsbereich, Belgien Michael Müller, Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Vorsitzender der Konzernleitung, Baloise Group Thomas Frese, Angestellter, Baloise Lebensversicherung AG Deutschland Gaby Lurie, Head Regulatory Affairs, Baloise Group Henrik Dorendorf, Angestellter, Baloise Lebensversicherung AG Deutschland FeststellungDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 wurde am 05. April 2024 festgestellt. |
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