![]() Continental AGHannoverKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012Geschäftsbericht 2012Aufstellung des Anteilsbesitzes per 31.12.2012des Continental-Konzerns und der Continental AG, HannoverI. Verbundene UnternehmenDas Verzeichnis der Continental AG entspricht in Bezug auf den Einzelabschluss § 285 Nr. 11 in Verbindung mit § 286 Abs. 3 HGB. Die Anteile am Kapital stellen den Anteil der Continental AG bzw. eines oder mehrerer von ihr abhängiger Unternehmen dar. Die Berechnung des Anteils am Kapital berücksichtigt die von Tochterunternehmen gehaltenen Anteile somit vollständig, auch wenn der Konzernanteil an diesen Tochterunternehmen unter 100% liegt. Inlandscroll
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II. Assoziierte UnternehmenInlandscroll
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III. In den Konzernabschluss gemäß IAS 27/SIC 12 einbezogene ZweckgesellschaftenAuslandscroll
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Werte für das Geschäftsjahr 2010. Mit diesen
Gesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge. Für unsere Aktionäre - Brief des VorstandsvorsitzendenLiebe Aktionärinnen und Aktionäre,im vergangenen Jahr verbrachten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weltweit im Durchschnitt jeden Tag jeweils 50 Minuten in ihrem Fahrzeug. Die Tendenz ist weiter steigend. Das Auto, so sagen Studien, ist für immer mehr Menschen zu einem wichtigen Lebensraum geworden. Dieser soll nach ihren Vorstellungen genauso funktionieren wie ihre anderen Lebensräume. Daher gewinnen im Auto Interieur, Internet und Infotainment zunehmend an Bedeutung. Zudem bestehen weiterhin die bekannten Ansprüche nach mehr Sicherheit im Straßenverkehr, Entlastung der Umwelt und Erschwinglichkeit der Fahrzeuge bei deren zunehmendem Komfort. An all diesen Megatrends der Mobilität arbeiten wir bei Continental seit Jahren kontinuierlich mit hohem Einsatz. Unsere ehrgeizigen Ziele lauten: Autounfälle vermeiden, geringstmöglicher Kraftstoffverbrauch, optimales Informationsmanagement im und um das Fahrzeug sowie Mobilität, die man sich leisten kann. Utopie? Keineswegs! In diesem Geschäftsbericht werden Sie viele konkrete Belege dafür finden, was wir mit unserer Vision umschreiben: "Ihre Mobilität. Ihre Freiheit. Unsere Handschrift." Die Beispiele zeigen unseren klaren Erfolgskurs. Im zurückliegenden Jahr haben wir bei Umsatz und Gewinn wie angekündigt neue Rekordmarken gesetzt - trotz einer in Europa und hier insbesondere Südeuropa deutlich geringeren Nachfrage nach Autos, Reifen und Industriegütern. Für diese bemerkenswerte Leistung bedanke ich mich im Namen des gesamten Vorstands bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und bei allen unseren Geschäftspartnern sehr herzlich! Ich bin sicher, dass Ihnen, geschätzte Aktionärinnen und Aktionäre, im zurückliegenden Jahr nicht nur unsere operative Leistung gefallen hat, sondern auch unsere Entwicklung an der Börse: Im September 2012 ist uns erneut der Wiederaufstieg in den DAX gelungen - und dies auf Basis eines Streubesitzes von lediglich 40 Prozent. Die Continental-Aktie war 2012 unter den DAX-Werten mit einer Kurssteigerung von 82 Prozent der Titel mit dem höchsten relativen Zuwachs überhaupt. Diese bemerkenswerte Entwicklung wäre ohne Ihr Vertrauen nicht möglich gewesen - im Namen des Continental-Teams danke ich Ihnen dafür! Wir freuen uns mit Ihnen über das vergangene, sehr erfolgreiche Jahr und darüber, Sie an unserem Rekordergebnis angemessen teilhaben zu lassen. Wir wollen daher der Hauptversammlung im Mai gemeinsam mit dem Aufsichtsrat eine Dividendenerhöhung auf 2,25 Euro pro Aktie vorschlagen. Ihr Vertrauen spornt uns zu weiteren Leistungen an, die wir bereits 2012 eingeleitet haben: Wir haben ein Investitionsprogramm auf den Weg gebracht, das uns weiteres Wachstum ermöglichen wird, und werden dafür im laufenden Jahr wieder insgesamt mehr als zwei Milliarden Euro einsetzen. Zu den Projekten zählen zum Beispiel unsere neuen Pkw-Reifenwerke in Sumter, USA, und Kaluga, Russland, sowie die Erweiterung der Pkw-Reifenkapazitäten in Hefei, China. Weitere Projekte sind das neue ContiTech-Werk für die im Klimamanagement und bei der Servolenkung verwendeten Leitungen, ebenfalls in Kaluga, sowie eine neue Schlauchfabrik von ContiTech in Brasilien. Unser neues Forschungs- und Entwicklungszentrum für Automobilelektronik in Singapur ist ebenfalls Teil des Programms. Sie sehen: Wir setzen auf überproportionales und profitables Wachstum. Dabei streben wir weltweit ein ausgewogenes Umsatzportfolio an und wollen vor allem in Asien und Amerika weiter zulegen. Unsere kräftigen Investitionen konnten wir 2012 unter anderem durch die Begebung unserer ersten US-Dollar-Anleihe absichern. Sie beläuft sich auf 950 Millionen US-Dollar mit einem Festzins von 4,5 Prozent bei einer Laufzeit von sieben Jahren. Die deutliche Überzeichnung durch die Investoren werten wir als weiteren Vertrauensbeweis in unsere Leistungsfähigkeit. Die Investitionsoffensive als elementarer Bestandteil unserer Strategie haben wir nicht zuletzt dank der Unterstützung unserer Aufsichtsratsmitglieder realisieren können. Sie bestärkten uns tatkräftig darin, unseren Erfolgsweg konsequent weiterzuverfolgen. Dafür gilt ihnen mein besonderer Dank im Namen des Vorstands, denn die getroffenen Entscheidungen sind alle einem gemeinsamen Ziel verpflichtet: Ihre Continental zukunftsfähig gestalten und nachhaltig Wert für alle Stakeholder schaffen. Trotz der derzeit nachlassenden Euphorie beim Thema Elektromobilität behalten wir unseren langfristig ausgerichteten Innovationsweg fest im Blick. Aus diesem Grund schmieden wir Allianzen wie zum Beispiel mit SK Innovation, Seoul, Südkorea: Das neu gegründete Gemeinschaftsunternehmen SK Continental E-motion soll Batterietechnik der Spitzenklasse auf Lithium-Ionen-Basis für Automobile entwickeln und produzieren. Wir investieren in diese und andere für uns relevante Zukunftstechnologien zusammen mit unserem Partner in den kommenden fünf Jahren insgesamt 270 Millionen Euro. Unsere 20.500 Ingenieurinnen und Ingenieure im Bereich Automotive arbeiten zum Beispiel nicht nur an neuen Systemen für die Elektromobilität, sondern verstärkt auch an Systemen für das sogenannte automatisierte Fahren. Wir sind davon überzeugt: Automatisiertes Fahren wird ein Kernelement der Mobilität der Zukunft sein. Denn automatisierte Systeme setzen Energie viel effizienter ein, als es sich aus menschlichem Fahrverhalten allein ergäbe. Sie erhöhen darüber hinaus die Verkehrssicherheit um ein Vielfaches und können Leben retten. Nicht zuletzt steigern sie den Komfort. Automatisiertes Fahren wird dabei keineswegs zu der oft heraufbeschworenen Entmündigung des Fahrers führen. Wir alle kennen das aus der Luftfahrt: Ähnlich wie automatisierte Systeme die Piloten bei Routineaufgaben und im Langstreckeneinsatz entlasten, wird das vernetzte und auf Wunsch der Fahrzeuglenker automatisiert fahrende Auto diesen helfen, ihre individuelle Mobilität noch sicherer zu gestalten. Wer zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit täglich dieselbe Strecke fährt, wird es als eine Art Befreiung empfinden, wenn das Fahrzeug ihm diese Aufgabe abnimmt. Gleiches gilt für monotone und ermüdende Langstrecken auf Autobahnen. Als Systemlieferant sind wir für diese Entwicklung bestens aufgestellt und haben einen konkreten Fahrplan entwickelt: Wir wollen unseren Kunden bereits bis 2016 weitere Lösungen für assistiertes Fahren anbieten, denn das Interesse daran ist groß. Erste Anwendungen des hochautomatisierten Fahrens können wir dann bis 2020 realisieren, das vollautomatisierte Fahren - auch bei höheren Geschwindigkeiten und in komplexeren Fahrszenarien - wollen wir zusammen mit unseren Kunden bis 2025 zur Serienreife bringen. Im US-Bundesstaat Nevada haben wir im Dezember 2012 als erster Automobilzulieferer überhaupt eine Erlaubnis für Testfahrten auf öffentlichen Straßen erhalten. Alle genannten Investitionen sind Teil unseres Strebens nach kontinuierlicher Wertsteigerung. Genau daran orientiert sich unsere neu erarbeitete Konzernstrategie. Sie besteht aus sieben Handlungsfeldern mit konkreten Zielen, die wir uns für die kommenden Jahre vorgenommen haben. Ein wichtiger Bestandteil ist zum Beispiel das Erhöhen unseres Umsatzanteils mit Industrieaktivitäten und Konsumentengeschäften (dem sogenannten Aftermarket). Wir wollen so mittelfristig von den Zyklen der Automobilindustrie weniger abhängig werden. Darüber hinaus wollen wir in Asien und anderen aufstrebenden Märkten schneller wachsen als die Märkte selbst. Auf diese Weise sollen sich unsere weltweiten Umsatzanteile regional gleichmäßiger verteilen. Mehr dazu auf den Seiten 48 bis 50. Zu unserer Strategie gehört zudem die Weiterentwicklung unserer Unternehmenskultur und unserer Unternehmensmarke. Beides geht Hand in Hand. Denn uns ist bewusst: Wirtschaftlicher Erfolg ist zu einem bedeutenden Teil das Ergebnis von hoher Identifikation, Leidenschaft und Vertrauen. Dies gilt besonders für alle unsere Mitarbeiter. Nachhaltiger Wert entsteht, wenn unsere Mitarbeiter für unsere Kunden nicht nur miteinander, sondern füreinander arbeiten. Danach streben wir und formen so ein von hoher Leistungsbereitschaft und Leidenschaft geprägtes Spitzenteam. Auf diese Weise erzeugen wir schneller als andere faszinierende Lösungen und Produkte in Großserie und in zuverlässiger, erstklassiger Qualität. All diese Elemente ergeben in ihrem Zusammenspiel die starke Marke Continental, die unsere Kunden seit über 140 Jahren begeistert. Traditionell wird sie bis heute vorwiegend mit unseren Leistungen als Reifenhersteller in Verbindung gebracht. Jetzt wollen wir sie stärker für den Gesamt-Konzern nutzen und mit unseren übrigen Kompetenzen verknüpfen. Damit wollen wir bei unseren Zielgruppen als eines der weltweit führenden Unternehmen für individuelle Mobilität wahrgenommen werden. Unser neu gestaltetes Logo haben Sie sicher schon bemerkt. Das überarbeitete, modernere und frische Design repräsentiert die Positionierung des Konzerns. Sie lautet: Unsere technologischen Lösungen helfen den Menschen, ihre Lebensqualität durch Mobilität zu bereichern und ihren Lebensraum nachhaltig zu gestalten. Parallel zu diesem Projekt haben wir 2012 weltweit unsere vier Werte - Vertrauen, Gewinnermentalität, Freiheit und Verbundenheit - im Unternehmen etabliert und damit begonnen, unsere Kultur der Zusammenarbeit weiterzuentwickeln. Sie ist ein entscheidender Faktor im Umgang mit der stetig zunehmenden Volatilität und Komplexität der Märkte und unseres Umfelds. Denn unsere Lösungen müssen immer schneller verfügbar sein und stetig wachsende Ansprüche erfüllen. Unsere Antwort darauf liegt im verstärkten und vernetzten Nutzen unserer kollektiven Intelligenz. Als ein Resultat daraus erwarten wir vor allem, für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit ein noch attraktiverer Arbeitgeber zu werden. Wir wollen in den für uns relevanten Märkten zu den Top-Arbeitgebern zählen. In jüngster Zeit haben wir hier bereits beachtliche Fortschritte erzielt und zählen zum Beispiel im Heimatmarkt Deutschland bei Ingenieuren und Naturwissenschaftlern zu den 20 angesehensten Unternehmen. Unsere Erfolge der zurückliegenden Monate bestärken uns darin, unseren eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Für das Jahr 2013 streben wir einen Umsatz von über 34 Milliarden Euro und eine bereinigte operative EBIT-Marge von erneut über zehn Prozent an. Sie sehen: Wir gehen trotz der derzeitigen Abschwächung und Unsicherheit in Europa mit Zuversicht in das Jahr 2013. Ihr Vertrauen ist unser Antrieb. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin auf unserem Erfolgskurs! Wir freuen uns auf die weitere gemeinsame Wegstrecke und versprechen Ihnen: Wir geben alles für den Erfolg Ihrer Continental!
Ihr Dr. Elmar Degenhart, Vorsitzender des Vorstands Continental-Aktie und -AnleihenDie Kursentwicklung der Continental-Aktie wurde durch den positiven Geschäftsverlauf, die Wiederaufnahme in den DAX und den frühzeitigen Einstieg in die Refinanzierung beflügelt.Notierung der Continental-AktieDie Continental-Aktie wird an drei deutschen Börsen in Frankfurt, Hamburg-Hannover und Stuttgart amtlich notiert. Die nennwertlose Stückaktie hat einen rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 € pro Aktie. In den USA wird die Aktie in Form eines Sponsored ADR Programms (American Depositary Receipt) am OTC-Markt (Over-the-Counter) gehandelt. Eine Zulassung an einer US-amerikanischen Börse besteht nicht. Daten der Continental-Aktiescroll
Daten des American Depositary Receiptscroll
Rückkehr der Continental-Aktie in den DAXDie Aktie der Continental AG notiert seit dem 24. September 2012 wieder im Top-Segment der Deutsche Börse AG und kehrte damit nach gut vier Jahren wieder in die Klasse der gemäß Definition der Deutsche Börse AG 30 umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen in Deutschland zurück. Erstmals gelang damit einem Unternehmen zum zweiten Mal der Wiederaufstieg in das deutsche Börsen-Oberhaus. Bis dahin wurde Continental im MDAX gelistet, weil Anfang 2009 u. a. das Volumen der damals frei handelbaren Aktien mit knapp über 10 % nicht mehr ausreichte, um die Kriterien für die DAX-Mitgliedschaft - Marktkapitalisierung und Handelsvolumen - zu erfüllen. Die Marktkapitalisierung stieg seit Ende 2008 von 4,7 Mrd € auf 17,5 Mrd € Ende 2012. Auf Basis des Streubesitzes errechnete sich zum 31. Dezember 2012 eine Free Float-Marktkapitalisierung von 8,8 Mrd €. Das für die Indexauswahl relevante Handelsvolumen lag im Jahr 2012 bei 11,2 Mrd €. Damit belegte die Continental-Aktie zum Jahresende 2012 jeweils Platz 21 im Indexranking der Deutsche Börse AG. Aktionärsstruktur: Free Float auf 50,10 % gestiegenNach der Rückkehr in den DAX platzierten Ende September 2012 die zuvor mit jeweils 5,19 % beteiligten Kreditinstitute M.M.Warburg & CO KGaA und B. Metzler seel. Sohn & Co. Holding AG ihre Anteile an der Continental AG bei institutionellen Investoren. Dadurch erhöhte sich unser Free Float, d. h. der Streubesitz bzw. die Anzahl frei handelbarer Aktien nach Definition der Deutsche Börse AG, auf mehr als 100 Mio Aktien bzw. 50,10 %. Unser Großaktionär, die Schaeffler Gruppe, ist unverändert mit 49,90 % am Aktienkapital des Unternehmens beteiligt. Zum Stichtag 31. Dezember 2012 haben wir eine sogenannte Shareholder Identifikation (SID) auf Basis der 200.005.983 ausstehenden Aktien durchgeführt. Dabei konnten 85 % des Free Float identifiziert werden. Aktionärsstruktur des Streubesitzes (in %)![]() Privatpersonen in Deutschland halten etwa 5 Mio der ausstehenden Aktien. 80 Mio Aktien verteilen sich auf institutionelle Anleger in Europa, Nordamerika und Asien. Grundkapital unverändert bei 512 Mio €Das Grundkapital der Continental AG hat sich im Berichtsjahr nicht verändert. Es beläuft sich auf 512.015.316,48 € und ist in 200.005.983 nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Alle Aktien sind gleichermaßen dividendenberechtigt. Gemäß § 20 der Satzung der Continental AG gewährt jede Aktie eine Stimme auf der Hauptversammlung. Es besteht sowohl genehmigtes als auch bedingtes Kapital. Das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis je Aktie auf Rekordniveau gesteigertIm Berichtsjahr stieg das Ergebnis je Aktie um 52 % auf 9,42 €. Zu diesem überproportional hohen Anstieg trugen neben der guten operativen Entwicklung eine deutlich verringerte Steuerquote und Sondereffekte im Zinsergebnis bei. Der Vergleichswert des Vorjahres betrug 6,21 €. Das Ergebnis je Aktie, also der Gewinnanteil, der je Anteilsschein auf die Aktionäre entfällt, ergibt sich aus der Division des den Anteilseignern der Continental AG zuzurechnenden Konzernergebnisses in Höhe von 1.883,5 Mio € durch die Anzahl der durchschnittlich ausstehenden Aktien. Vorschlag für erhöhte DividendeDie Hauptversammlung findet am 15. Mai 2013 in Hannover statt. Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung für das abgelaufene Geschäftsjahr in Höhe von 2,25 € je Aktie vorzuschlagen. Das entspricht 450,0 Mio € oder einer Ausschüttungsquote von 23,9 % des den Anteilseignern zuzurechnenden Konzernergebnisses. Für das Jahr 2012 errechnet sich auf Basis des Dividendenvorschlags und des deutlich erhöhten Jahresdurchschnittskurses der Continental-Aktie eine Dividendenrendite von 3,1 %. Für das Geschäftsjahr 2011 wurde eine Dividende in Höhe von 1,50 € je Aktie gezahlt, das entspricht einer Ausschüttung von insgesamt 300,0 Mio €. Die Ausschüttungsquote lag bei 24,2 %, die analog berechnete Dividendenrendite bei 2,6 %. Zahlreiche Unsicherheitsfaktoren beeinflussten die KapitalmärkteDie Kapitalmärkte standen im Jahr 2012 weiterhin unter den dominierenden Einflüssen der Staatsschuldenkrise in Europa und der sehr expansiven Geldpolitik der Zentralbanken in den USA, Japan und Europa. Zugleich hielten die Unsicherheiten in Bezug auf die politischen Lösungsansätze zur Eindämmung und Bewältigung der Finanzkrise sowie auf die weitere konjunkturelle Entwicklung an. Im Jahresverlauf trübten sich zunächst wichtige Konjunkturfrühindikatoren ein, nachfolgend verschlechterte sich die realwirtschaftliche Entwicklung weltweit. Die Eurozone rutschte infolge des Konjunktureinbruchs in vielen südeuropäischen Ländern in die Rezession. Die Konjunktur in Deutschland, die sich lange Zeit gegen den allgemeinen Trend robust zeigte, neigte im Schlussquartal 2012 ebenfalls zur Schwäche. Darüber hinaus trübte sich das Wachstum in China spürbar ein und zeigte erst im vierten Quartal 2012 Tendenzen zur Stabilisierung. In den USA blieb die erhoffte Belebung der Wirtschaftsleistung aus. Die zweite Jahreshälfte war in den USA von der Präsidentenwahl und zum Ende des Jahres 2012 immer stärker von den dortigen Schuldenproblemen mit dem drohenden Mechanismus der Fiskalklippe, d. h. der automatischen Erhöhung von Steuern und Kürzung von Ausgaben, gekennzeichnet. scroll
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Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung
am 15. Mai 2013. Alle Börsenkurse sind Notierungen der Continental-Aktie Im XETRA-System der Deutsche Börse AG. Deutsche Aktienindizes schließen auf JahreshöchstständenIn diesem Umfeld erlebte der deutsche Leitindex DAX im ersten Halbjahr 2012 eine Berg- und Talfahrt -zunächst getrieben durch Konjunkturhoffnungen für die USA, Fortschritte bei der Bekämpfung der Schuldenkrise in Europa und eine ausreichende Liquiditätsversorgung der Kapitalmärkte, gefolgt von wiederkehrenden Sorgen um die Konjunkturentwicklung in den USA und in Asien sowie um die Situation in Europa. Im ersten Quartal wurde ein Zwischenhoch bei über 7.000 Punkten erreicht. Nach der anschließenden Marktkorrektur notierte der DAX am Ende des zweiten Quartals bei 6.416 Punkten. Das war ein Anstieg gegenüber dem Ultimo des Vorjahres um 9 %. Der MDAX erreichte im selben Zeitraum eine Performance von 16 % auf 10.344 Punkte. Trotz der zunehmend schlechteren realwirtschaftlichen Lage entwickelten sich die deutschen Aktien im zweiten Halbjahr 2012 sehr positiv. Treiber dafür waren die Eindämmung der Staatsschuldenkrise in Europa, die weiterhin expansive Geldpolitik sowie die zunehmende Erwartung, dass im Jahresverlauf 2013 die konjunkturelle Talsohle weltweit - wenn auch nur mit einer moderaten Erholung - verlassen werden kann. Im Umfeld anhaltend niedriger Zinsen und einer zunehmenden Flucht vieler Investoren in Sachwerte gewannen Aktien als Anlageklasse wieder stärker an Attraktivität. Der DAX stieg im zweiten Halbjahr kräftig an und erreichte nach einer zwischenzeitlichen Konsolidierung im Herbst zum Jahresende 2012 den Stand von 7.612 Punkten. Die Jahresperformance beträgt damit 29 %. Der MDAX entwickelte sich 2012 mit einem Zugewinn von 34 % auf 11.914 Punkte noch stärker und schloss nahe seinem Allzeithoch. Positive Kursentwicklung der europäischen Automobil- und AutomobilzulieferwerteDie Automobil- und Zulieferindustrie stand 2012 unter dem Eindruck einer heterogenen Marktentwicklung. Zwar stieg der Absatz im Neuwagengeschäft weltweit, allerdings ging die Schere der Entwicklung regional spürbar auseinander. Während das Neuwagengeschäft vor allem in den USA und in China boomte, entwickelte sich der Pkw-Markt in Westeuropa seit Oktober 2011 spürbar rückläufig, mit deutlichen Einbrüchen in den letzten Monaten des Jahres 2012 und teilweise krisenhaften Auswirkungen für die Massenhersteller. Auch der Nutzfahrzeugmarkt tendierte 2012 im Zuge der Konjunktureintrübung zur Schwäche. Der Branchenindex für europäische Automobil- und Automobilzulieferwerte, der EURO STOXX Automobiles & Parts, stieg im März auf den Jahreshöchststand von 343 Punkten (+37 %), korrigierte dann auf 270 Punkte Ende Juni und schloss am Jahresende bei 338 Punkten. Damit ergab sich eine Jahresperformance von 35 %. Kursentwicklungen (indexiert auf den 1. Januar 2012)![]() DAX-Rückkehr und starke operative Entwicklung führen zu einem Kursanstieg um 82 %Die Kursentwicklung der Continental-Aktie verlief im Jahr 2012 sehr erfreulich. Bereits im ersten Quartal 2012 zeigte die Continental-Aktie mit einem Kursanstieg um 47 % eine deutlich bessere Performance als die Referenzindizes DAX, MDAX und EURO STOXX Automobiles & Parts, die zwischen 18 % und 28 % zulegten. Dabei wurde die Aktie vor allem durch die Bekanntgabe der positiven Eckdaten des vorherigen Geschäftsjahres im Rahmen der Detroit Motorshow sowie durch die Ankündigung der Wiederaufnahme einer Dividendenzahlung für 2011 in Höhe von 1,50 € je Stückaktie beflügelt. Im Verlauf des zweiten Quartals 2012 konnten die starken Kursgewinne, die bis Ende März erzielt wurden, nicht gehalten werden. Die Continental-Aktie gab in einem insgesamt schwächeren Aktienmarktumfeld um 7 % nach, konnte ihren Vorsprung gegenüber dem Sektor aber weiter behaupten. Für das erste Halbjahr verblieb ein deutliches Kursplus von 36 % für die Continental-Aktie. Damit wurden zur Jahresmitte sowohl die Kursentwicklung der Vergleichswerte im Branchenindex für europäische Automobil- und Automobilzulieferwerte um 28 Prozentpunkte als auch die Performance des DAX und MDAX um 28 bzw. 20 Prozentpunkte übertroffen. Die Anleger honorierten im zweiten Quartal 2012 sowohl den Bericht zum Geschäftsverlauf im ersten Quartal als auch den trotz wachsender Unsicherheiten bestätigten Jahresausblick des Unternehmens, der neue Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis in Aussicht stellte. Positiv wirkten sich zudem die Anzeichen einer Wiederaufnahme der Continental-Aktie in den DAX aus. In der zweiten Jahreshälfte nahm die Aktie die positive Kursentwicklung wieder auf und kletterte Anfang August erstmals seit 2008 wieder über die Schwelle von 80 €. Zum Ende des dritten Quartals lag die Kurssteigerung der Continental-Aktie seit Jahresbeginn 2012 bei einem Plus von 58 %. Am letzten Handelstag des Jahres 2012 markierte die Continental-Aktie mit 87,95 € ihren Jahreshöchststand und schloss das Jahr bei 87,59 €. Mit einem Kursanstieg um 82 % hat sich die Continental-Aktie 2012 deutlich besser entwickelt als die Referenzindizes DAX, MDAX und EURO STOXX Automobiles & Parts, die Zuwächse zwischen 29 % und 35 % aufwiesen. Die Continental-Aktie erreichte 2012 zudem die beste Kursperformance im Automobilsektor des DAX. Die wesentlichen Einflussfaktoren für die sehr gute Kursentwicklung im zweiten Halbjahr 2012 waren die positive operative Geschäftsentwicklung, der mit dem Bericht zum Halbjahr angehobene Ausblick, die erfolgreiche Platzierung der US-Dollar-Anleihe (Volumen 950 Mio US-Dollar, Laufzeit sieben Jahre, Festzins 4,5 %) sowie der frühzeitige Beginn der Refinanzierung des im April 2014 fälligen syndizierten Kredits mit dem Ziel, die Finanz- und Fälligkeitenstruktur weiter zu verbessern und zugleich die finanzielle Flexibilität weiter auszubauen. Positiv wirkten sich auch die Rückkehr in den DAX zum 24. September 2012 sowie die Erhöhung des Free Float aus. Kursentwicklungen nach Quartalen (in %)![]() Aktienrendite auch auf Zehn-Jahres-Sicht sehr attraktivAuch auf Zehn-Jahres-Sicht bleibt die Continental-Aktie eine sehr attraktive Anlage. Ein Mitteleinsatz in Höhe von 10.000 € hätte über diesen Zeitraum allein aus der positiven Kursentwicklung einen Wertzuwachs von 507 % oder 50.700 € erbracht. Bei einer sofortigen Reinvestition der Dividendenausschüttungen (analog zum DAX- oder MDAX-Performanceindex) wäre der Wert der Anlage über denselben Betrachtungszeitraum um fast 600 % auf 69.438 € gestiegen. Das entspricht einer durchschnittlichen Rendite von 21,4 % pro Jahr, erheblich besser als die Referenzindizes DAX (10,2 % p. a.), MDAX (14,7 % p. a.) und EURO STOXX Automobiles & Parts (11,2 % p. a.). In der Betrachtung der letzten fünf Jahre spiegelt sich die Krise am Aktienmarkt in den Jahren 2008 und 2009 wider. Dank der sehr guten Performance des letzten Jahres ergibt sich für ein Investment von 10.000 € am 1. Januar 2008 in Continental-Aktien bis zum 31. Dezember 2012 ein Wertzuwachs von 648 € (1,3 % p. a. analog zum EURO STOXX Automobiles & Parts). Während der MDAX immerhin eine Rendite von 3,8 % pro Jahr erzielte, zeigte das DAX-Investment nach den fünf Jahren einen Verlust von 564 € (-1,2 % p. a.). Performance im Zehn-Jahres-Vergleich (inkl. reinvestierter Dividenden)scroll
Kursentwicklung der Continental-Anleihen![]() Sehr positive Entwicklung der Continental-AnleihenDie Anleihen der Continental haben sich im Jahr 2012 positiv entwickelt. Erfreulich verliefen die Wertsteigerungen der drei Anleihen, die in den Jahren 2016 (Volumen 625 Mio €), 2017 (Volumen 1 Mrd €) und 2018 (Volumen 625 Mio €) fällig werden. Diese Anleihen verzeichneten bis Jahresende Kurssteigerungen zwischen 537 und 651 Basispunkten. Dabei ragte die Anleihe mit Fälligkeit 2018 mit der größten Wertsteigerung heraus. Die Anleihe mit der kürzesten Restlaufzeit bis zum 15. Juli 2015 konnte sich nur leicht gegenüber dem Vorjahresende verbessern und schloss 61 Basispunkte höher. In der zweiten September-Woche 2012 begab Continental erstmals und sehr erfolgreich eine US-Dollar-Anleihe. Das Emissionsvolumen in Höhe von 950 Mio US-Dollar war mehrfach überzeichnet und wurde bei in- und ausländischen institutionellen Investoren platziert. Der Zinssatz von 4,5 % p. a. liegt deutlich unter den Sätzen der letzten Anleiheemissionen des Konzerns im Jahr 2010 (6,5 % bis 8,5 %). Die über sieben Jahre bis zum 15. September 2019 laufende Anleihe wurde von der Continental Rubber of America Corp., Wilmington, USA, ausgegeben. Sie wird von der Continental AG sowie ausgewählten Tochtergesellschaften garantiert. Nach einem Kursanstieg in den ersten Tagen des Handels gab die Notiz bis auf 100,3790 % Anfang November nach. Zum Jahresschluss erholte sich diese Anleihe auf 102,2930 % und Anleger verzeichneten damit einen Zuwachs von 229 Basispunkten gegenüber dem Ausgabekurs. scroll
Die positive operative Entwicklung des Unternehmens wie auch die unterjährig verbesserten Einstufungen durch die Ratingagenturen wurden 2012 auch im Rückgang der Prämie für Versicherungen von Kreditrisiken (Credit Default Swap, CDS) sichtbar. Der Continental-Fünf-Jahres-CDS fiel im Jahresverlauf 2012 um 59 % auf 198 Basispunkte (Vj. 477 Basispunkte). Diese Entwicklung verlief erneut deutlich besser als die des iTraxx X-Over, des Index, der die CDS-Entwicklung von Unternehmen mit gleicher Bonitätseinstufung beschreibt. Er sank im Verlauf des Jahres 2012 lediglich um 36 % auf 482 Basispunkte, Investment-Grade-Rating auf Stand-Alone-Basis wieder erreichtDer Continental-Konzern erzielte im Berichtsjahr infolge der anhaltend positiven operativen Entwicklung eine weitere spürbare Verbesserung der Profitabilität und der für das Kreditrating maßgeblichen Bilanzrelationen, Im Mai 2012 hob Standard & Poor's (S&P) das Kreditrating von B+ auf BB- an und bestätigte den positiven Ausblick. Sowohl S&P als auch Fitch stufen Continental seither auf einer Stand-Alone-Basis, d. h. ohne die Berücksichtigung der Kreditbonität des Großaktionärs, im Bereich des Investment-Grades ein. Ende September hob auch die Ratingagentur Moody's das Continental-Rating von Ba3 auf Ba2 und den Ausblick von stabil auf positiv an. Einem höheren Rating im Investment-Grade-Bereich (solide Bonitätsstufe) steht auch hier allein die Ratingeinstufung des Großaktionärs im Wege. Continental hält weiter am Ziel fest, mittelfristig wieder eine Einstufung innerhalb der durch niedrige Ausfallraten gekennzeichneten höheren Bonitätskategorie, der sogenannten Investment-Grade-Kategorie, zu erreichen. Das angestrebte Mindestrating liegt bei BBB bzw. Baa2. scroll
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Regelmäßiger und offener Dialog mit Investoren und AnalystenZu den Kernaufgaben von Investor Relations (IR) bei Continental zählt der systematische, intensive und kontinuierliche Dialog mit bereits engagierten sowie mit potenziellen Aktien- und Anleiheinvestoren, mit Aktien- und Kreditanalysten sowie anderen Kapitalmarktteilnehmern. Schwerpunktthemen sind dabei vergangene, aktuelle, aber insbesondere auch zu erwartende Geschäftsverläufe. Zur Gleichbehandlung der Zielgruppen und für einen fortlaufenden Informationsfluss sind unsere Aktivitäten darauf ausgerichtet, sämtlichen Marktteilnehmern die relevanten und nützlichen Informationen zeitgleich zur Verfügung zu stellen. Dies ist ein Grund dafür, dass Continental in regelmäßigen Abständen eine Analyse ihrer Free Float-Aktionärsstruktur durchführt. Unsere Roadshow-Aktivitäten orientieren sich an den Ergebnissen dieser Analysen. Zur Sicherstellung von regelmäßigen Informationen für interessierte Anleger, Analysten und andere Marktakteure dient auch unsere Quartals- und Jahresberichterstattung per Telefonkonferenz. Hier steht die Diskussion des aktuellen und zukünftigen Geschäftsverlaufs im Fokus. Als kapitalmarktorientierte Basispräsentation der Continental AG dient unser "Fact Book", das regelmäßig aktualisiert und im Internet bereitgestellt wird. Am Kapitalmarkt nimmt die Bedeutung von Nachhaltigkeitsthemen kontinuierlich zu. Um den speziellen Informationsbedarf der Socially Responsible Investoren (SRI) zu bedienen, haben wir bereits im Jahr 2011 eine weitere Basispräsentation mit den wichtigsten Kennziffern und Inhalten zum Thema Nachhaltigkeit erstellt. Sie ist im Internet, wie alle übrigen Materialien, unter www.continental-ir.de abrufbar. Das IR-Team ist unter der E-Mail-Adresse ir@conti.de erreichbar. Erneut mehrfache Auszeichnungen für die Investor Relations-ArbeitIm Berichtsjahr 2012 erhielten der Continental-Vorstand und das Investor Relations-Team durch die maßgeblichen Marktbeobachter erneut zahlreiche renommierte Auszeichnungen für ihre IR-Aktivitäten. Die Top-Rankings und Preise belegen wiederum die sehr hohe Qualität der IR-Arbeit von Continental. Weitere Intensivierung unserer IR-AktivitätenDie positive Geschäftsentwicklung, die verbesserte Finanzierungsstruktur verbunden mit der Hochstufung durch die Ratingagenturen und die Wiederaufnahme der Continental-Aktie in den DAX haben das Interesse der verschiedenen Kapitalmarktteilnehmer am Unternehmen noch einmal spürbar erhöht. Wir haben unsere IR-Aktivitäten im Jahr 2012 daher nochmals intensiviert. Dabei erhöhten wir vor allem die Anzahl der Roadshows, der Investorenkonferenzen und der Veranstaltungen an unseren Standorten der Automotive Group. Zudem führten wir im Zuge der Emission der US-Dollar-Anleihe eine Deal-Roadshow in New York und Boston durch. Mit der IR-Arbeit decken wir weiterhin die großen Finanzplätze in Europa, Nordamerika und Asien ab. Im Berichtsjahr erreichten wir auf Konferenzen und Roadshows insgesamt 2.250 Investoren. Nach der Wiederaufnahme in den DAX veranstalteten wir nach drei Jahren Unterbrechung auch erstmals wieder eine Analystenkonferenz (Analyst & Bankers Day) in unserem Testcenter Contidrom bei Hannover. Insgesamt steigerten wir die Anzahl der Roadshow-Tage, ohne die separate Deal-Roadshow, von 25 im Vorjahr auf 42, davon 26 in Europa, zehn in Nordamerika und sechs in Asien. Wir präsentierten uns auf 25 Aktien- und Kreditkonferenzen (Vj. 23). Der regionale Schwerpunkt war hier Europa mit 15 Konferenzen. In Nordamerika nahmen wir erneut an sieben und in Asien an drei Konferenzen teil. Der Vorstand war wiederum bei rund einem Drittel der Aktivitäten persönlich vertreten und hat damit über 50 % der angesprochenen Investoren erreicht. Nach der Rückkehr in den deutschen Leitindex DAX erstellen derzeit 29 Aktienanalysten und elf Kreditanalysten auf regelmäßiger Basis ihre Analysen, Bewertungen und Empfehlungen zu den Wertpapieren der Continental. Damit hat sich die Abdeckung erweitert, sodass sich die Reichweite für eine zeitnahe und professionelle Diskussion und Verbreitung relevanter Unternehmensnachrichten am Kapitalmarkt weiter verbessert hat. Derzeit stufen 20 Analysten die Continental-Aktie mit einem positiven Anlageurteil (Kaufen, Outperform, Übergewichten) ein. Nur ein Analyst stuft die Aktie aktuell negativ (Verkaufen, Underperform, Untergewichten) ein. Für unsere Aktionäre - AufsichtsratSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,die Continental AG und der Konzern haben das Geschäftsjahr 2012 wieder sehr erfolgreich abgeschlossen und Umsatz, operatives Ergebnis und Konzernergebnis erheblich gesteigert. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben dabei eng zusammengearbeitet. Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse haben im Berichtsjahr die ihnen nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Sie haben die Arbeit des Vorstands aufmerksam begleitet, ihn bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und sorgfältig überwacht und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat, wie nachfolgend näher erläutert, rechtzeitig und unmittelbar eingebunden. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher oder mündlicher Form über alle für das Unternehmen relevanten Angelegenheiten, namentlich die Planung, die Unternehmensstrategie sowie über wichtige Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und des Konzerns und die damit verbundenen Chancen und Risiken sowie Fragen der Compliance, informiert. Der Aufsichtsrat wurde fortlaufend und detailliert über die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns und der einzelnen Divisionen sowie über die Finanzlage des Unternehmens unterrichtet. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen hat der Vorstand ausführlich erläutert und deren Gründe sowie die eingeleiteten Maßnahmen mit dem Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen diskutiert. Daneben haben sich der Aufsichtsrat, sein Präsidium und der Prüfungsausschuss in ihren Sitzungen und gesonderten Besprechungen intensiv mit sonstigen wesentlichen Angelegenheiten des Unternehmens befasst. Die Mitglieder des Aufsichtsrats standen dem Vorstand auch außerhalb der Sitzungen beratend zur Verfügung. Insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende war in regelmäßigem Kontakt zum Vorstand und zum Vorstandsvorsitzenden und hat sich mit ihnen über aktuelle Fragen und Entwicklungen des Unternehmens beraten. Sitzungen des Aufsichtsrats und der AusschüsseDer Aufsichtsrat kam im Berichtsjahr 2012 zu vier turnusmäßigen Sitzungen und der inzwischen zur ständigen Einrichtung gewordenen separaten Strategiesitzung zusammen. Außerdem fand eine Telefonkonferenz statt. Kein Mitglied hat mehr als zwei der Sitzungen und Telefonkonferenzen versäumt. Das Präsidium hat im Berichtsjahr vier Sitzungen und drei Telefonkonferenzen abgehalten. Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) tagte 2012 viermal. Der "Vermittlungsausschuss" nach § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz und der Nominierungsausschuss mussten nicht zusammenkommen. Weitere Ausschüsse bestehen nicht. Alle Ausschüsse berichten regelmäßig an das Plenum. Im Corporate Governance-Bericht (Seiten 32 ff.) werden ihre Aufgaben ausführlicher beschrieben und ihre Mitglieder genannt. Wesentliche Themen in Aufsichtsrat, Präsidium und PrüfungsausschussErneut hat sich der Aufsichtsrat, insbesondere in seiner Strategiesitzung, eingehend mit der strategischen Entwicklung und Ausrichtung des Unternehmens allgemein und mit Strategie und strategischer Planung der Divisionen beschäftigt. Neben der regelmäßigen Berichterstattung des Vorstands über die laufende Geschäftsentwicklung waren auch die andauernde Staatsschuldenkrise in Europa und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft, gerade die Automobilindustrie, immer wieder Gegenstand der Beratungen des Plenums und der Ausschüsse. Weitere häufige Themen waren die Entwicklung der Preise für Natur- und Synthesekautschuke, Seltene Erden und andere Rohstoffe sowie die Situation auf den einzelnen Absatzmärkten. In der März-Sitzung 2012 hat der Aufsichtsrat die Ergebnisse der Überprüfung seiner Vergütung und die Empfehlungen des damit beauftragten externen Beraters behandelt. Den auf dieser Grundlage verabschiedeten Vorschlag zur Änderung der Vergütung hat die Hauptversammlung am 27. April 2012 beschlossen. Einzelheiten werden im Vergütungsbericht erläutert (Seiten 38 ff.). Nach Vorbereitung durch das Präsidium hat sich das Plenum des Aufsichtsrats auch mit Fragen der Vorstandsvergütung befasst. Um die Einbeziehung des Aufsichtsrats in die Entscheidung wesentlicher Angelegenheiten des Unternehmens sicherzustellen, sind in der Satzung der Gesellschaft und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats Rechtsgeschäfte festgelegt, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bzw. seines Präsidialausschusses bedürfen. Nach Maßgabe dieser Vorschriften haben sich Aufsichtsrat und Präsidium mehrfach intensiv mit der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens mit SK Innovation befasst, das große Bedeutung für die Zukunft des Unternehmens im Bereich der Elektro- und Hybridfahrzeuge hat. Darüber hinaus haben Aufsichtsrat bzw. Präsidium u. a. den Erwerb des Bereichs Automotive-Klimaleitungen von Parker Hannifin und die Übernahme zweier britischer Unternehmen für die Automotive Group, die Errichtung einer Produktionsstätte des ContiTech-Geschäftsbereichs Fluid Technology in Kaluga, Russland, sowie die Gewährung von Sicherheiten durch Konzerngesellschaften beraten und diesen Vorhaben zugestimmt. Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse haben ferner die Maßnahmen des Vorstands zur weiteren Verbesserung der Finanzierungssituation, d. h. die Begebung einer US-Dollar-Anleihe und die Refinanzierung des syndizierten Kredits, eng begleitet. Besonders erfreulich war daneben natürlich die Nachricht von der Wiederaufnahme in den DAX. In seiner Sitzung am 12. Dezember 2012 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Jahresplanung 2013 sowie der Langfristplanung und genehmigte die Planung und die Investitionspläne für das Geschäftsjahr 2013. Dem Prüfungsausschuss hat der Vorstand ebenfalls fortlaufend und detailliert über die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns und der einzelnen Divisionen sowie über die Finanzlage des Unternehmens berichtet. Vor Veröffentlichung der Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte hat der Prüfungsausschuss diese und insbesondere die Ergebniszahlen des jeweiligen Berichtszeitraums sowie den Ausblick auf das Gesamtjahr eingehend erörtert und kritisch hinterfragt. Den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2012 hat die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover (KPMG), im Auftrag des Prüfungsausschusses einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Den Auftrag für die Prüfung des Jahresabschlusses 2012 und des Konzernabschlusses 2012 hat der Prüfungsausschuss ebenfalls dem von der Hautversammlung bestellten Abschlussprüfer, KPMG, erteilt und die Prüfungsschwerpunkte festgelegt. Der Prüfungsausschuss ist außerdem eng in das Compliance- und Risikomanagement eingebunden. Der Vorstand hat ihn regelmäßig über die Arbeit der Compliance-Abteilung und der Internen Revision sowie über bedeutende Vorfälle informiert. Die Leiterin der Compliance-Abteilung und der Leiter der Internen Revision standen dem Prüfungsausschuss und seinem Vorsitzenden in Abstimmung mit dem Vorstand auch unmittelbar für Auskünfte zur Verfügung. Außerdem hat sich der Prüfungsausschuss über die von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchgeführte und Anfang 2013 mit einem uneingeschränkten Prüfungsurteil abgeschlossene Prüfung der Implementierung des Compliance-Managementsystems für die Bereiche Anti-Korruption und Wettbewerbs-/Kartellrecht nach Prüfungsstandard PS 980 des Instituts der Wirtschaftsprüfer e.V. (IDW) berichten lassen. Im Prüfungsausschuss wurden zudem die sonstigen wesentlichen Risiken, die im Risikomanagementsystem erfasst sind, dargestellt und die dazu vom Vorstand beschlossenen Maßnahmen beraten. Der Prüfungsausschuss hat sich von der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems überzeugt. Interessenkonflikte und Corporate GovernanceIm Berichtsjahr sind keine Interessenkonflikte von Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitgliedern aufgetreten. Dem Aufsichtsrat hat nach seiner Einschätzung im Berichtszeitraum auch jederzeit eine angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder im Sinne des Deutschen Corporate Governance-Kodex angehört. Aufsichtsrat und Vorstand haben zum 27. April 2012 eine aktualisierte Erklärung nach § 161 AktG zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance-Kodex verabschiedet. In seiner Sitzung im März 2013 wird sich der Aufsichtsrat mit den 2012 vorgenommenen Änderungen des Deutschen Corporate Governance-Kodex befassen. Er wird insbesondere auch noch einmal die Empfehlung beraten, konkrete Ziele für die zukünftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats zu benennen, und die 2011 festgelegten Ziele überprüfen und ggf. neu formulieren. Weitere Einzelheiten zur Corporate Governance enthält der Corporate Governance-Bericht (Seiten 32 ff.). Jahres- und KonzernabschlussDer vom Vorstand nach den Vorschriften des HGB aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012, der Konzernabschluss 2012 sowie der Bericht zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns wurden unter Einbeziehung der Buchführung, des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und des Risikofrüherkennungssystems von KPMG geprüft. Zusätzlich hat KPMG den Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) geprüft. Der Konzernabschluss 2012 der Continental AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Abschlussprüfer erteilte uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Zum Risikofrüherkennungssystem hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG erforderlichen Maßnahmen getroffen hat und dass das Risikofrüherkennungssystem der Gesellschaft geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Zum Abhängigkeitsbericht hat KPMG folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk nach § 313 Abs. 3 AktG erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Die Jahresabschlussunterlagen einschließlich des Abhängigkeitsberichts und die Prüfungsberichte wurden am 26. Februar 2013 im Prüfungsausschuss mit Vorstand und Abschlussprüfer erörtert. Außerdem wurden sie in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 19. März 2013 ausführlich behandelt. Die erforderlichen Unterlagen waren rechtzeitig vor diesen Sitzungen an alle Mitglieder des Prüfungsausschusses bzw. des Aufsichtsrats verteilt worden, sodass ausreichend Gelegenheit zu ihrer Prüfung bestand. Bei den Beratungen war der Abschlussprüfer anwesend. Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und stand Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Auf der Basis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts, des Konzernlageberichts und des Abhängigkeitsberichts einschließlich der Schlusserklärung des Vorstands sowie auf der Basis des Berichts und der Empfehlung des Prüfungsausschusses hat sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Einwendungen waren nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und VorstandIm Aufsichtsrat hat es 2012 keine Veränderungen gegeben. Weitere Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, die im Berichtsjahr amtiert haben, sind auf der Seite 252 f. zu finden. Im Vorstand hat Frau Elke Strathmann, vom Aufsichtsrat im September 2011 bestellt, ihr Amt am 2. Januar 2012 angetreten. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen für ihre hervorragende Leistung, mit der sie den großen Erfolg des Unternehmens im vergangenen Jahr ermöglicht haben.
Hannover, 19. März 2013 Für den Aufsichtsrat mit freundlichen Grüßen Ihr Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle, Vorsitzender Corporate Governance-Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGBEine gute, verantwortungsvolle und auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtete Unternehmensführung ist Maßstab unseres Handelns.Eine gute, verantwortungsvolle und auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtete Unternehmensführung (Corporate Governance) ist Maßstab des Handelns von Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG und Grundlage des Erfolgs der Gesellschaft im Interesse aller ihrer Stakeholder. Im Folgenden berichten Aufsichtsrat und Vorstand gemäß unseren Corporate Governance-Grundsätzen, Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance-Kodex, und gemäß § 289a HGB über die Corporate Governance bei Continental. Der Bericht wird durch den Vergütungsbericht der Continental AG ergänzt. Letzterer ist Teil des Lageberichts der Gesellschaft. Die Corporate Governance-Grundsätze der Continental AG lehnen sich eng an den Deutschen Corporate Governance-Kodex an. Zusammen mit den "BASICS", in denen wir schon seit 1989 unsere Werte und Grundsätze festhalten, und unserem Verhaltenskodex sind sie Richtschnur für die Unternehmensleitung und -kontrolle bei Continental. Organe der GesellschaftVorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung der Continental AG bilden nach Gesetz und Satzung die Organe der Gesellschaft. Als deutsche Aktiengesellschaft hat die Continental AG ein duales Führungssystem, das durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungs- und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet ist. Der Vorstand und seine ArbeitsweiseDer Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung frei von Weisungen Dritter nach Maßgabe des Gesetzes, der Satzung, der Geschäftsordnung für den Vorstand sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Unbeschadet des Grundsatzes der Gesamtverantwortung, wonach alle Mitglieder des Vorstands die Verantwortung für die Geschäftsführung gemeinsam tragen, führt jedes Mitglied des Vorstands das ihm übertragene Ressort in eigener Verantwortung. Der Vorstandsvorsitzende hat die Federführung in der Gesamtleitung und der Geschäftspolitik des Unternehmens. Er sorgt für die Koordination und Einheitlichkeit der Geschäftsführung im Vorstand und vertritt die Gesellschaft gegenüber der Öffentlichkeit. Der Vorstand besteht zurzeit aus acht Mitgliedern. Der Vorstand hat eine Geschäftsordnung, die insbesondere die Geschäftsverteilung unter den Vorstandsmitgliedern, die wesentlichen Angelegenheiten des Unternehmens und der Konzerngesellschaften, die einer Entscheidung des Gesamtvorstands bedürfen, die Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden sowie das Verfahren der Beschlussfassung durch den Vorstand regelt. Für bedeutende Maßnahmen der Geschäftsleitung legen die Satzung und die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats fest. Der Aufsichtsrat und seine ArbeitsweiseDer Aufsichtsrat bestellt den Vorstand und überwacht und berät ihn bei der Leitung der Gesellschaft. In Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Bestimmte Angelegenheiten der Geschäftsführung bedürfen nach Maßgabe von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung des Aufsichtsrats seiner Zustimmung. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat und nimmt seine Belange nach außen wahr. Mit dem Vorstand, insbesondere mit dessen Vorsitzendem, steht er zwischen den Sitzungen in regelmäßigem Kontakt und berät mit ihm insbesondere Fragen der Strategie, der Geschäftsentwicklung, des Risikomanagements und der Compliance des Unternehmens. Zusammensetzung des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat setzt sich nach Maßgabe des Mitbestimmungsgesetzes und der Satzung der Gesellschaft aus 20 Mitgliedern zusammen. Grundsätzlich wird die eine Hälfte von den Aktionären in der Hauptversammlung gewählt, die andere von den Arbeitnehmern der Continental AG und der von ihr abhängigen deutschen Konzernunternehmen. Die derzeitige Amtsperiode aller Mitglieder des Aufsichtsrats endet mit dem Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2014. Entsprechend Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance-Kodex hat der Aufsichtsrat 2011 folgende Ziele für seine Zusammensetzung benannt:
Aufgrund der Neufassung von Ziffer 5.4.1 des Kodex wird sich der Aufsichtsrat in seiner März-Sitzung 2013 erneut mit den Zielen für seine Zusammensetzung befassen. Der Aufsichtsrat wird weiter über den Stand der Umsetzung der Ziele berichten und sie bei seinen Vorschlägen für die Wahl zum Aufsichtsrat 2014 berücksichtigen. Die Anteilseignervertreter und die Arbeitnehmervertreter sind gleichermaßen dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist Vertreter der Anteilseigner. Er hat bei Stimmengleichheit ein entscheidendes Zweitstimmrecht. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben. Im Rahmen von Gesetz und Satzung enthält sie u. a. nähere Bestimmungen zu den Aufsichtsratssitzungen, zur Verschwiegenheitspflicht, zum Umgang mit Interessenkonflikten, zu den Berichtspflichten des Vorstands und einen Katalog der Rechtsgeschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Ausschüsse des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat zurzeit vier Ausschüsse: den Präsidialausschuss, den Prüfungsausschuss, den Nominierungsausschuss und den nach § 27 Abs. 3 MitbestG zu bildenden Ausschuss ("Vermittlungsausschuss"). Dem Präsidialausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, sein Stellvertreter und die beiden weiteren Mitglieder des Vermittlungsausschusses an. Zurzeit sind das Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle, Werner Bischoff, Hans Fischl und Georg F. W. Schaeffler. Eine der wesentlichen Aufgaben des Präsidialausschusses ist die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern sowie Abschluss, Beendigung und Änderung von Anstellungsverträgen und sonstigen Vereinbarungen mit ihnen. Für die Festsetzung der Gesamtvergütung des Vorstands ist jedoch ausschließlich das Plenum des Aufsichtsrats zuständig. Eine weitere wichtige Aufgabe des Präsidialausschusses ist die Entscheidung über die Zustimmung zu bestimmten, in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats festgelegten Rechtsgeschäften des Unternehmens. Diese Mitwirkungsrechte hat der Aufsichtsrat zum Teil auf den Präsidialausschuss übertragen mit der Maßgabe, dass jedes seiner Mitglieder im Einzelfall verlangen kann, eine Angelegenheit wieder dem Plenum zur Entscheidung vorzulegen. Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) kümmert sich im Wesentlichen um Rechnungslegung, Abschlussprüfung, Risikomanagement und Compliance. Er befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der vorbereitenden Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses und gibt dazu seine Empfehlung an das Plenum des Aufsichtsrats zur Beschlussfassung nach § 171 AktG. Er berät außerdem die Entwürfe der Zwischenberichte der Gesellschaft und ist ferner dafür zuständig, die erforderliche Unabhängigkeit des Abschlussprüfers sicherzustellen, und befasst sich mit den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen. Der Ausschuss erteilt den Prüfungsauftrag, bestimmt gegebenenfalls Prüfungsschwerpunkte und vereinbart das Honorar. Zur Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung gibt er eine Empfehlung für den Vorschlag des Aufsichtsrats ab. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Dr. Bernd W. Voss, ist unabhängig und verfügt als ehemaliger Finanzvorstand der Dresdner Bank über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Weitere Mitglieder sind Michael Deister, Michael Iglhaut, Hartmut Meine, Klaus Rosenfeld und Georg F. W. Schaeffler. Ein ehemaliges Vorstandsmitglied und der Aufsichtsratsvorsitzende können nicht Vorsitzender des Prüfungsausschusses sein. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für seine Wahlvorschläge an die Hauptversammlung zu empfehlen. Ihm gehören ausschließlich Anteilseignervertreter an, und zwar Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle, Maria-Elisabeth Schaeffler, Georg F. W. Schaeffler und Dr. Bernd W. Voss. Der Vermittlungsausschuss wird nach § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG nur tätig, wenn ein Vorschlag zur Bestellung eines Mitglieds des Vorstands oder zu deren einvernehmlicher Aufhebung beim ersten Abstimmungsvorgang nicht die gesetzlich vorgeschriebene Zweidrittelmehrheit findet. Einer erneuten Abstimmung ist dann zwingend ein Vermittlungsversuch durch diesen Ausschuss vorgeschaltet. Aktienbesitz von Aufsichtsrat und VorstandDen Mitgliedern des Aufsichtsrats, Maria-Elisabeth Schaeffler und Georg F. W. Schaeffler, sind laut Stimmrechtsmitteilung vom 6. Oktober 2011 Aktien mit einem Anteil von 49,90 % am stimmberechtigten Grundkapital der Gesellschaft zuzurechnen. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats besaßen zum 8. Februar 2013 Aktien mit einem Anteil von insgesamt weniger als 1 % am Grundkapital der Gesellschaft. Die Mitglieder des Vorstands besaßen zum 8. Februar 2013 Aktien mit einem Anteil von insgesamt ebenfalls weniger als 1 % am Grundkapital der Gesellschaft. Aktionäre und HauptversammlungDie Aktionäre der Gesellschaft üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte in der Hauptversammlung aus. Die ordentliche Hauptversammlung, die jährlich in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres stattfinden muss, entscheidet über sämtliche ihr durch das Gesetz zugewiesenen Aufgaben wie die Verwendung des Bilanzgewinns, Wahl und Entlastung der Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder, Wahl des Abschlussprüfers und Änderungen der Satzung der Gesellschaft. Jede Aktie der Continental AG gewährt eine Stimme. Aktien mit Mehrfach- oder Vorzugsstimmrechten oder ein Höchststimmrecht existieren nicht. Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet und seine Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts nachweist, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Zur Erleichterung der Wahrnehmung ihrer Rechte und zur Vorbereitung der Aktionäre auf die Hauptversammlung werden diese bereits im Vorfeld der Hauptversammlung durch den Geschäftsbericht und die Einladung zur Versammlung umfassend über das abgelaufene Geschäftsjahr sowie die anstehenden Tagesordnungspunkte unterrichtet. Sämtliche Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung, einschließlich des Geschäftsberichts, sind auch auf der Webseite der Gesellschaft in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. Um die Wahrnehmung der Aktionärsrechte zu erleichtern, bietet die Gesellschaft allen Aktionären, die ihre Stimmrechte nicht selbst ausüben können oder wollen, an, über einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter in der Hauptversammlung abzustimmen. Erklärung nach § 161 AktG und Abweichungen vom Deutschen Corporate Governance-KodexAm 27. April 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat die nachstehende jährliche Erklärung nach § 161 AktG abgegeben: "Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG erklären gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der ,Regierungskommission Deutscher Corporate Governance-Kodex' (Fassung vom 26. Mai 2010; vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemacht am 2. Juli 2010) mit den nachstehenden Einschränkungen seit 28. April 2011 entsprochen wurde und wird. Auf die Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat vom 28. April 2011 sowie auf vorangegangene Erklärungen zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance-Kodex wird Bezug genommen. Ziffer 2.3.2 des Kodex empfiehlt, allen in- und ausländischen Finanzdienstleistern, Aktionären und Aktionärsvereinigungen die Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischem Wege zu übermitteln. Diese Verhaltensempfehlung kann die Gesellschaft nicht erfüllen, da die Aktien der Gesellschaft auf den Inhaber lauten (§ 5 der Satzung) und deshalb eine vollständige Feststellung aller möglichen Empfänger nicht machbar ist.
Hannover, 27. April 2012 Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle, Vorsitzender des Aufsichtsrats Dr. Elmar Degenhart, Vorsitzender des Vorstands Die Erklärung ist den Aktionären auf unserer Internetseite dauerhaft zugänglich gemacht worden. Dort befinden sich auch frühere Erklärungen nach § 161 AktG. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich in den Corporate Governance-Grundsätzen der Continental AG verpflichtet, nicht nur Abweichungen von Kodex-Empfehlungen, sondern auch von Anregungen wie folgt zu erläutern: Entgegen der Anregung in Ziffer 2.3.4 des Kodex hatten die Aktionäre in der Vergangenheit nicht die Möglichkeit, die Hauptversammlung über Kommunikationsmedien, z. B. das Internet, zu verfolgen. 2012 wurden erstmals Teile der Hauptversammlung am 27. April im von der Satzung geregelten Rahmen im Internet übertragen. Die vollständigen Corporate Governance-Grundsätze der Continental AG sind im Internet veröffentlicht unter www.continental-ir.com. Wesentliche Praktiken der UnternehmensführungNeben den Corporate Governance-Grundsätzen sind die folgenden Prinzipien wesentliche Grundlagen unserer nachhaltigen und verantwortungsvollen Unternehmensführung:
Die genannten Dokumente sind auf der Continental-Internetseite unter www.continental-corporation.com zugänglich. RechnungslegungFür die Rechnungslegung des Continental-Konzerns sind die International Financial Reporting Standards (IFRS) maßgeblich, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Grundlage des Jahresabschlusses der Continental AG sind die Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB). Internes Kontrollsystem und RisikomanagementZu einer sorgfältigen Unternehmensleitung und guten Corporate Governance gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit Risiken. Continental verfügt über ein konzernweites internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, insbesondere im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, mit dessen Hilfe die Risikosituation des Unternehmens analysiert und gesteuert wird. Das Risikomanagementsystem dient der Identifizierung und Bewertung von Entwicklungen, die erhebliche Nachteile auslösen können, und der Vermeidung von Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden. Im Einzelnen berichten wir darüber im Risikobericht, der Teil des Lageberichts zum Konzernabschluss ist. Transparente und zeitnahe KommunikationAktionäre, Analysten, Aktionärsvereinigungen, Medien und die interessierte Öffentlichkeit werden gleichermaßen über die wesentlichen Entwicklungen und die Lage des Unternehmens unterrichtet. So stehen allen Aktionären unverzüglich sämtliche Informationen in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung, die auch Finanzanalysten und vergleichbare Adressaten erhalten. Als zeitnahe Informationsquelle steht insbesondere die Internetseite der Continental AG zur Verfügung, wo unter anderem Finanzberichte, Präsentationen aus Analysten- und Investorenkonferenzen sowie Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen der Gesellschaft abrufbar sind. Die Termine der wesentlichen wiederkehrenden Veröffentlichungen und Veranstaltungen (Geschäftsbericht, Zwischenberichte, Hauptversammlung, Presse- und Analystenkonferenzen) werden in einem Finanzkalender mit ausreichendem Zeitvorlauf publiziert. Die bisher bekannten Termine für 2013 und 2014 sind unter www.continental-ir.com im Internet aufgelistet. ComplianceEiner unserer Grundwerte ist Vertrauen. Vertrauen setzt Integrität, Ehrlichkeit und Unbestechlichkeit voraus. Die Einhaltung aller auf die Continental AG und ihre Tochtergesellschaften anwendbaren gesetzlichen Vorschriften und aller internen Regeln durch Management und Mitarbeiter ("Compliance") ist daher seit Langem Ziel des Unternehmens und fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Neben unseren Unternehmensleitsätzen, den BASICS, und den Corporate Governance-Grundsätzen kommt dies insbesondere in den Grundsätzen unserer gesellschaftlichen Verantwortung und im für alle Mitarbeiter geltenden Verhaltenskodex zum Ausdruck. Der Vorstand bekennt sich ausdrücklich zu diesen Grundsätzen und dem "Null-Toleranz"-Prinzip, insbesondere gegenüber Korruption und Kartellverstößen. Grundlage unseres Compliance Management Systems (CMS) ist eine umfassende Analyse der Compliance-Risiken des Unternehmens. Das Unternehmen und seine Geschäftsaktivitäten werden im Hinblick auf potenzielle Compliance-Risiken untersucht, die sich z. B. aus Strukturen und Abläufen, einer bestimmten Marktsituation, aber auch der Tätigkeit in bestimmten geografischen Regionen ergeben können. Berücksichtigt werden u. a. die Ergebnisse der regelmäßigen konzernweiten Risikoinventur genauso wie externe Quellen wie der "Transparency International Corruption Perception"-Index. Konkretisiert und vertieft wird die Analyse vor allem durch eine Vielzahl von Interviews mit Management und Mitarbeitern aller Ebenen. Die Risikoanalyse ist kein einmaliger Vorgang, sondern bedarf der ständigen Überprüfung und Aktualisierung. Die Compliance-Organisation wird operativ von der Leiterin der Compliance-Abteilung geführt. Sie untersteht dem Corporate Compliance-Officer, der direkt an den Finanzvorstand berichtet. Schwerpunkt der Arbeit der Compliance-Abteilung ist die Verhinderung von Verstößen gegen Kartell- und Wettbewerbsrecht, von Korruption und von Betrug und anderen Vermögensdelikten. Für andere Bereiche, in denen das Risiko von Compliance-Verstößen besteht, liegt die Verantwortung für das Compliance Management bei vorhandenen Fachfunktionen, die diese Aufgabe schon seit Langem kompetent wahrnehmen und dabei von der Compliance-Abteilung unterstützt werden. Das CMS besteht aus den drei Säulen Vorbeugung, Aufdeckung und Reaktion:
2011 hat die Continental AG die Konzeption des CMS für die Bereiche Anti-Korruption, Wettbewerbs-/Kartellrecht, Betrug und sonstige Vermögensdelikte durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Ernst & Young) nach Prüfungsstandard PS 980 des Instituts der Wirtschaftsprüfer e.V. (IDW) prüfen lassen. Ernst & Young hat ein uneingeschränktes Prüfungsurteil abgegeben. 2012 hat Ernst & Young die Implementierung des CMS nach IDW PS 980 geprüft und ist zum gleichen Ergebnis gekommen. Wir beabsichtigen, demnächst auch die Prüfung des CMS nach der letzten Stufe des IDW PS 980 anzugehen. VergütungsberichtNach dem Aktiengesetz (AktG) ist die Festsetzung der Vorstandsvergütung dem Plenum des Aufsichtsrats vorbehalten. Vergütungssystem des VorstandsDie Vergütung der Mitglieder des Vorstands besteht aus folgenden Elementen: Jedes Vorstandsmitglied erhält Jahresfestbezüge, die in zwölf Monatsraten gezahlt werden. Darüber hinaus erhalten die Vorstandsmitglieder eine variable Vergütung ("Performance Bonus"), die an das Erreichen bestimmter Ziele bei der Veränderung der Continental Value Contribution (CVC) gegenüber dem Vorjahr und beim Return on Capital Employed (ROCE) gebunden ist. Ergänzend kann der Aufsichtsrat zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres ein strategisches Ziel festlegen. Für 2012 hatte der Aufsichtsrat auf die Erreichung eines bestimmten Free Cashflow und eines bestimmten Working Capital im Verhältnis zum Umsatz gerichtete Ziele festgelegt. Ein Ausfall der variablen Vergütung ist möglich, wenn bestimmte Mindestwerte nicht erreicht werden. Um außergewöhnlichen Entwicklungen, die den Grad der Zielerreichung beeinflusst haben, Rechnung tragen zu können, hat der Aufsichtsrat das Recht, die festgestellte Zielerreichung, auf deren Grundlage die variable Vergütung errechnet wird, nach billigem Ermessen rückwirkend um 20 % nach oben oder unten zu korrigieren. In jedem Fall ist der Performance Bonus auf 150 % des festgelegten Zielbonus begrenzt. 40 % der in einem Geschäftsjahr erzielten variablen Vergütung werden in Form einer Einmalzahlung als Jahresbonus ausgezahlt. Die übrigen 60 % werden in virtuelle Aktien der Continental AG umgewandelt. Nach Ablauf einer Haltefrist von drei Jahren nach Ende des Geschäftsjahres, für das die jeweilige variable Vergütung festgestellt ist, wird der Wert dieser virtuellen Aktien einschließlich des Werts der während der Haltefrist gezahlten Dividenden ausgezahlt. Die Umwandlung der variablen Vergütung in virtuelle Aktien und die Auszahlung des Werts nach Ablauf der Haltefrist erfolgen auf Basis des Durchschnitts der Aktienkurse des Dreimonatszeitraums, welcher der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr der Umwandlung bzw. im Jahr der Auszahlung unmittelbar vorhergeht. Der nach Ablauf der Haltefrist ausgezahlte Betrag darf jedoch 50 % des Werts bei Umwandlung nicht unter- und dessen Dreifaches nicht überschreiten. Der Aufsichtsrat kann auch den so ermittelten Betrag zum Ausgleich außergewöhnlicher Entwicklungen, zum Beispiel einer auffälligen Kursentwicklung, die ausschließlich oder weitgehend auf externen Einflüssen beruht, rückwirkend um 20 % nach oben oder unten anpassen. Neben dem Performance Bonus können im Einzelfall ein spezieller Bonus für besondere Projekte vereinbart und ein Anerkennungsbonus gewährt werden. Außerdem erhalten die Mitglieder des Vorstands bestimmte Nebenleistungen. Dazu gehören die Erstattung von Auslagen einschließlich der in der Regel befristeten Zahlungen bei einer betrieblich veranlassten doppelten Haushaltsführung oder bei Tätigkeiten im Ausland, die Stellung eines Dienstwagens und Versicherungsprämien für eine Gruppenunfall- und eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung). Die D&O-Versicherung sieht einen angemessenen Selbstbehalt vor, der den Anforderungen des § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG entspricht. Die Nebenleistungen sind von den Vorstandsmitgliedern selbst zu versteuern. Für den Fall einer unverschuldeten Dienstunfähigkeit ist zusätzlich vereinbart, die Bezüge befristet fortzuzahlen. Allen Vorstandsmitgliedern ist ein Ruhegehalt zugesagt, das nach Vollendung des 63. Lebensjahres, jedoch nicht vor Ausscheiden aus den Diensten der Gesellschaft, oder bei Berufsunfähigkeit gezahlt wird. Das maximal erreichbare Ruhegehalt beträgt 50 % der zuletzt bezahlten Festbezüge und 12 % des Durchschnitts der in den letzten fünf Geschäftsjahren jeweils erzielten variablen Vergütung. Es besteht ein individuell festgelegter Ruhegehaltssockelbetrag. Pro Dienstjahr erlangt ein Mitglied des Vorstands eine Versorgungsanwartschaft in Höhe von 10 % der Differenz zwischen dem Ruhegehaltssockelbetrag und seinem maximalen Ruhegehaltsanspruch, bis nach zehn Jahren der volle Anspruch erreicht wird. Eine Anpassung des Ruhegehalts nach Eintritt des Versorgungsfalls erfolgt nach § 16 BetrAVG. Anderweitige Einkünfte werden auf das Ruhegehalt angerechnet. In den Anstellungsverträgen ist vereinbart, dass gegebenenfalls im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit zu vereinbarende Zahlungen an das Vorstandsmitglied einschließlich Nebenleistungen nicht den Wert von zwei Jahresvergütungen und nicht den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit des Vorstands-Dienstvertrags überschreiten sollen. Für den Fall eines Übernahmeangebots oder eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft existieren keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands. Individuelle VergütungDie Gesamtbezüge jedes einzelnen Mitglieds des Vorstands für das Geschäftsjahr und Vorjahr, aufgeteilt in fixe und variable Bestandteile, und der jeweilige Pensionsaufwand sowie der im Konzernabschluss gebuchte Wert der in vorangegangenen Geschäftsjahren gewährten und im vergangenen Jahr abgelösten Bezugsrechte aus Aktienoptionsplänen ergeben sich aus den nachstehenden Tabellen. José A. Avila wurde für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 neben dem Performance Bonus ein Sonderbonus in Höhe von jeweils 450 Tsd € bei 100 % Zielerreichung ausgelobt und dafür ein Ziel auf Grundlage des von der Division Powertrain in diesen Geschäftsjahren jeweils generierten berichteten EBIT festgelegt. Der Sonderbonus und der Performance Bonus für das jeweilige Geschäftsjahr dürfen jedoch insgesamt den Betrag des Performance Bonus bei 150 % Zielerreichung nicht überschreiten. Der Aufsichtsrat hat José A. Avila außerdem einen Anerkennungsbonus von 600 Tsd € für seine ausgezeichneten Leistungen insbesondere bei der nachhaltigen Sicherung des Bereichs "Diesel Systems" gewährt. Die Auszahlung des Sonderbonus und des Anerkennungsbonus erfolgt entsprechend den Regelungen zum Performance Bonus, d. h. aufgeteilt in eine kurz- und eine langfristige Komponente. Die Mitglieder des Vorstands haben im Geschäftsjahr 2012 von Dritten im Hinblick auf ihre Tätigkeit im Vorstand weder Leistungen erhalten, noch sind sie ihnen zugesagt worden. Vorstandsvergütungen 2012scroll
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Die fixen Vergütungskomponenten beinhalten
neben Bezügen in Geld auch unbare Elemente (u. a. Kraftfahrzeugüberlassung.
Versicherungen, Übernahme von Umzugskosten). Vorstandsvergütungen 2011scroll
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Die fixen Vergütungskomponenten beinhalten
neben Bezügen in Geld auch unbare Elemente (u. a. Kraftfahrzeugüberlassung,
Versicherungen, Übernahme von Umzugskosten). Langfristige Komponente der aktienorientierten VergütungDie in virtuelle Aktien der Continental AG umgewandelten Beträge der variablen Vergütung für aktive Vorstandsmitglieder haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt: scroll
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Die Vergleichswerte wurden angepasst dargestellt. Auf zum 31. Dezember 2012 ausgeschiedene Vorstandsmitglieder entfallen Zusagen mit einem Fair Value von 1,3 Mio € (entspricht 14.655 Stück). Grundlagen der Fair Value-ErmittlungAufgrund der unternehmensindividuellen Ausgestaltung weisen die virtuellen Aktien im Vergleich zu Standardoptionen einige Besonderheiten auf, die in der Bewertung der virtuellen Aktien zu berücksichtigen sind. Für die Bewertung der Bezugsrechte kommt eine Monte-Carlo-Simulation zum Einsatz. Dabei wird eine Simulation der lognormalverteilten Prozesse für den Kurs der Continental-Aktie durchgeführt. Das Bewertungsmodell berücksichtigt zudem die Durchschnittswertbildung der Aktienkurse im jeweiligen Referenzzeitraum und die Unter- und Obergrenze des Auszahlungsbetrags. Zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2012 wird mit folgenden Parametern gerechnet:
Altersvorsorgeverpflichtungen und DienstzeitaufwendungenDer Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation, DBO) sämtlicher Pensionszusagen der aktiven Mitglieder des Vorstands sowie der im jeweiligen Geschäftsjahr nach internationaler Rechnungslegung ermittelte Pensionsaufwand (Service Cost) stellen sich wie folgt dar: scroll
Aktienoptionspläne 2004 und 2008scroll
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Die Bezugsrechte der Aktienoptionspläne 2004
und 2008 wurden in eine Barzahlung umgewandelt. Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 16 der Satzung geregelt. Sie hat ebenfalls einen fixen und einen variablen Bestandteil. Dem Vorsitzenden sowie dem stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats und den Vorsitzenden und Mitgliedern der Ausschüsse steht eine höhere Vergütung zu. Der Aufsichtsrat hat seine Vergütung 2011 durch einen unabhängigen Berater überprüfen lassen. Auf Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand, der auf Grundlage der Ergebnisse dieser Untersuchung erarbeitet wurde, hat die Hauptversammlung am 27. April 2012 folgende Änderungen der Vergütungsregelungen beschlossen: Der feste Anteil der Vergütung wurde erhöht, um den gewachsenen Anforderungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats Rechnung zu tragen, deren Aufwand für die Erfüllung ihrer Aufgaben nicht unbedingt parallel zur wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens wächst oder sinkt. Der variable Teil wurde reduziert und bezieht sich jetzt auf einen längeren Betrachtungszeitraum, nämlich das Konzernergebnis pro Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr und die zwei diesem vorangegangenen Geschäftsjahre. Die variable Komponente ist so deutlich auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Außerdem wird jetzt bei der erhöhten Vergütung für besondere Funktionen stärker differenziert. Die geänderten Vergütungsregelungen werden nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2012 erstmals für das Geschäftsjahr 2012 angewendet. Neben der Vergütung werden Sitzungsgelder gezahlt und die Auslagen erstattet. Durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2012 ist auch das Sitzungsgeld erhöht worden. Die D&O-Versicherung deckt auch die Mitglieder des Aufsichtsrats ab. Der Selbstbehalt entspricht, wie vom Deutschen Corporate Governance-Kodex empfohlen, ebenfalls den gesetzlich nur für den Vorstand geltenden Anforderungen des § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG. Beratungs- oder sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Aufsichtsrats oder ihnen nahestehenden Personen bestanden im vergangenen Jahr nicht. Die nach diesen Vorschriften für 2012 gewährten Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder sind in der folgenden Tabelle wiedergegeben. Im Vergleich zu den bis zur Änderung durch die Hauptversammlung im April 2012 gültigen Regelungen ergibt sich für ein einfaches Aufsichtsratsmitglied eine Absenkung der Vergütung (ohne Sitzungsgelder und Auslagenerstattung) in Höhe von 18,3 %. Aufsichtsratsvergütungenscroll
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Einschließlich Sitzungsgelder. LageberichtUnternehmensprofilKonzernstrukturUnsere Organisationsstruktur sichert eine hohe Flexibilität und schnelle Koordination des operativen Geschäfts.Neben der Continental AG, einer Aktiengesellschaft nach deutschem Recht, als Muttergesellschaft umfasst der Continental-Konzern 443 Gesellschaften weltweit, einschließlich Minderheitsbeteiligungen. Rund 170.000 Mitarbeiter an 291 Standorten in 46 Ländern arbeiten täglich daran, unseren Kunden bestmögliche Produkte und Problemlösungen zu bieten. Der Continental-Konzern ist in die Automotive Group und die Rubber Group, die 60 % bzw. 40 % zum Gesamtumsatz beitragen, gegliedert. Sie umfassen fünf Divisionen mit 28 Geschäftsbereichen. Produkte und Produktgruppen bzw. bestimmte Regionen bilden die Grundlage für die Zuordnung zu einer Division und zu einem Geschäftsbereich. Die Divisionen und Geschäftsbereiche haben eine durchgängige Geschäftsverantwortung einschließlich der Ergebnisverantwortung. Diese Organisationsstruktur stellt über Länder- und Gesellschaftsgrenzen hinweg eine hohe Flexibilität und schnelle Koordination des operativen Geschäfts sicher. Sie ermöglicht es uns, auf technologische Veränderungen und Marktentwicklungen schnell zu reagieren, und bildet die Grundlage für einen optimalen Einsatz unserer ökonomischen Ressourcen. Der Vorstand der Continental AG trägt die Gesamtverantwortung für die Geschäftsleitung. Im Vorstand sind die Divisionen mit jeweils einem eigenen Vorstandsmitglied vertreten. Die Zentralbereiche werden, bis auf den Konzern-Einkauf, durch den Vorstandsvorsitzenden, den Finanzvorstand und den Personalvorstand vertreten. Die Zentralbereiche übernehmen die Funktionen, die divisionsübergreifend für die Steuerung des Konzerns notwendig sind. Dazu gehören insbesondere die Bereiche Finanzen und Controlling, Recht und Compliance, Corporate Social Responsibility sowie Umwelt und Qualitätsmanagement, Im Ergebnis stellt unsere Organisation sicher, dass die zentralen Managementbereiche und die operativen Aufgaben von Continental aufeinander abgestimmt sind. Einerseits ermöglicht sie, dass wir flexibel und schnell auf Marktbedingungen sowie die Anforderungen unserer global agierenden Kunden reagieren können. Andererseits sorgt sie dafür, dass der Gesamterfolg des Continental-Konzerns im Sinne einer nachhaltigen Wertschaffung erzielt wird. Continental-Konzern: 291 Standorte in 46 Ländernscroll
Automotive Group:
Rubber Group:
KonzernstrategieZiel unserer Strategie ist es, die Zukunftsfähigkeit von Continental zu sichern und nachhaltigen Wert für alle Stakeholder zu schaffen.Continental bewegt sich als global agierender Automobil- und Industriezulieferer in einem zunehmend volatileren und komplexeren Marktumfeld, das von hohem Wettbewerbs-, Innovations- und Kostendruck gekennzeichnet ist. Entscheidend für unseren künftigen Erfolg ist die schnelle Reaktion im Falle einer deutlich nachlassenden Nachfrage und das Entfalten einer kräftigen Dynamik im Falle einer raschen Erholung. Unsere Lieferanten und Abnehmer verspüren die mit diesen Entwicklungen verbundenen Unsicherheiten gleichermaßen. Für die gesamte Branche ist daher eine Strategie notwendig, die ein hohes Maß an Flexibilität fördert. Industrielle und gesellschaftliche EinflussfaktorenBestimmend für unsere Strategie bzw. Geschäftsaktivitäten sind folgende weltweite industrielle Megatrends:
Die industriellen Trends hängen eng miteinander zusammen. Sie leiten sich aus den großen gesellschaftlichen Entwicklungen ab. Dazu zählen Herausforderungen wie das beschleunigte Wachstum der Weltbevölkerung bei gleichzeitigem demografischen Wandel, die Globalisierung der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Beziehungen, das Streben nach einem höheren Lebensstandard und die zunehmende Urbanisierung. Sieben strategische Handlungsfelder für unsere ZukunftsfähigkeitUnser Beitrag zur Lösung dieser Herausforderungen wird in der Umsetzung von sieben wesentlichen, strategischen Handlungsfeldern sichtbar, die sich gegenseitig ergänzen. Alle zusammen richten das Unternehmen auf das nachhaltige Schaffen von Wert aus und machen in ihrem Zusammenspiel Continental zukunftsfähig. 1. Wertsteigerung - dauerhafte Steigerung des UnternehmenswertsElementare Basis unserer strategischen Ziele ist die kontinuierliche Steigerung unseres Unternehmenswerts für alle Stakeholder und die Sicherung unserer Zukunftsfähigkeit. Für uns sind dabei drei Aktionsfelder entscheidend: Innovationen, Effizienz- und Produktivitätssteigerung sowie überproportionales und profitables Wachstum in den aufstrebenden Märkten. Effizienz fördern wir durch das Continental Business System (CBS) und unser Quality First-Programm. Mit Quality First definieren wir ein einheitliches Qualitätsverständnis und legen damit den Grundstein für die weltweite Standardisierung zentraler Qualitätsprozesse. Mit dem umfassenden Ansatz von CBS richten wir unsere Prozesse in allen Unternehmensteilen auf die Prinzipien des Lean Management aus, um damit noch stärker auf Kundenbedürfnisse einzugehen. Ziel ist es, Arbeitsabläufe flexibler, reibungsloser und entlastender für alle Beteiligten zu gestalten. In diesem Umfeld lassen sich Innovationen planen, die die Basis für künftiges Wachstum sind. Für das Wachstum in aufstrebenden Märkten setzen wir verstärkt auf dezentrale Verantwortung. Dafür passen wir unsere weltweite Form der Zusammenarbeit den vor Ort herrschenden Anforderungen laufend an. In allen Bereichen spielt die Art und Weise unserer täglichen Zusammenarbeit eine entscheidende Rolle für den Erfolg. Daher fördern wir mit unserer Initiative zur Entwicklung unserer Unternehmenskultur gezielt und umfassend ein auf Werte basiertes und von Vertrauen sowie gegenseitiger Wertschätzung gekennzeichnetes Arbeitsklima. Auf diese Weise geben wir den Mitarbeitern mehr Gestaltungsmöglichkeiten und nutzen stärker das Potenzial, das sich aus der Vernetzung der kollektiven Intelligenz bietet. Wettbewerbsfähige Standorte unterstützen unser Bestreben, überproportional und profitabel zu wachsen. Dort werden wir die Fertigung weiter ausbauen. Das Zusammenspiel unserer globalen Wachstums-, Innovations-, Effizienz- und Produktivitätsorientierung ermöglicht es uns, mit den steigenden Anforderungen unserer Kunden zu wachsen. Darüber hinaus kompensieren wir damit etwaige Rohstoff- und Personalkostensteigerungen sowie negative Inflationseinflüsse. Unsere Kostendisziplin erstreckt sich dabei über alle Wertschöpfungsstufen. Bis zum Jahr 2015 wollen wir die Rendite auf das betrieblich gebundene Kapital (Return on Capital Employed, ROCE) auf 20 % steigern. 2. Regionale Umsatzbalance - weltweit ausgewogene UmsatzverteilungIn Deutschland liegen unsere geschäftlichen Wurzeln. Auf den europäischen Märkten haben wir eine traditionell starke Präsenz sowie eine starke Kundenbasis. Die übrigen Märkte der Welt bieten uns erhebliches weiteres Wachstumspotenzial. Zur Ausbalancierung unseres Geschäftsmodells ist es daher unser Ziel, die Abhängigkeit von den europäischen Märkten zu reduzieren, indem wir die Wachstumschancen in den aufstrebenden Märkten Asiens und auf dem amerikanischen Kontinent stärker nutzen. So werden wir gleichzeitig unabhängiger von Konjunkturschwankungen in einzelnen Regionen der Welt. Unsere konkreten Ziele: den Umsatzanteil in den asiatischen Märkten mit der Zeit auf über 30 % zu erhöhen und dabei in den nord- und südamerikanischen Märkten einen Umsatzanteil von mindestens 25 % zu halten. 3. Top-Marktposition - unter den drei führenden Anbietern in allen relevanten MärktenHinsichtlich Kundenorientierung, Qualität und Marktanteil wollen wir dauerhaft zu den weltweit führenden Lieferanten gehören. Wir bieten innovative Technologien für alle unsere Kunden aus der Automobilbranche sowie anderen Industriezweigen. Unsere Produktpalet te ermöglicht Spitzenleistungen bei der Energie- und Kraftstoffeinsparung, bei der Sicherheit und der Vernetzung von Fahrzeugen. Wir liefern darüber hinaus wegweisende Lösungen für die Reifenmärkte sowie für Kautschuk- und Kunststoffprodukte. Unser Leistungsspektrum ist breit gefächert und skalierbar - mit ausgereiften Komponenten, Modulen und Systemen für alle unsere Kunden in den etablierten sowie in neuen Schlüsselindustrien. Alle Divisionen der Automotive Group sowie ContiTech zählen mit dem überwiegenden Anteil ihrer Produkte zu den führenden Anbietern, gemessen am Umsatz der zugehörigen Märkte. Das Portfolio unserer drei Automotive-Divisionen besteht etwa zur Hälfte aus den 20 am stärksten wachsenden Produktsegmenten. Im Reifengeschäft sind wir weltweit die Nummer vier und werden unsere Kapazitäten in den kommenden Jahren erheblich erweitern. 4. Im Markt für den Markt - hoher LokalisierungsgradIn unseren Geschäftseinheiten entwickeln, vermarkten und produzieren wir, wo immer es sinnvoll ist, in den Märkten für die jeweiligen Märkte. Durch unsere weltweit vernetzt arbeitende Entwicklung und Produktion ist Continental flächendeckend präsent - sowohl auf den wirtschaftlich weit entwickelten oder technologischen Leitmärkten als auch auf den wachstumsstarken Zukunftsmärkten wie etwa in den BRIC-Ländern. Die gelungene Verbindung unserer Kompetenzen mit den Besonderheiten der jeweiligen Absatzmärkte zeigt sich in Lösungen und Produkten, die gleichermaßen in hochwertigen Automobilen und erschwinglichen Fahrzeugen sowie in maßgeschneiderten Industrieanwendungen ihren Einsatz finden. Selbstverantwortlich optimieren alle Geschäftsbereiche den Anteil des lokal produzierten Umsatzes und der lokal entwickelten Applikationen. So identifizieren und entwickeln wir gezielt Wachstumsfelder. Unser Ziel ist es, einen hohen Anteil unserer Applikationen und Lösungen für Kundenaufträge in den relevanten Märkten lokal zu entwickeln, zu vermarkten und zu produzieren. Ausnahme bilden die Reifen. Hier hat sich die Kombination einer zentralen Entwicklung in Verbindung mit einer Produktion vor Ort bewährt, um von der unterschiedlichen Dynamik in den verschiedenen Regionen zu profitieren. 5. Ausgewogenes Kundenportfolio - Balance zwischen Automobilbranche und anderen IndustrienWir wollen uns zunehmend gegenüber den Schwankungen der Automobilmärkte absichern. Dafür streben wir eine ausgewogene Verteilung des Umsatzes mit Automobilherstellern einerseits sowie Industriekunden und Endverbrauchern andererseits an. Mit unseren beiden Säulen - der Automotive Group und der Rubber Group - sind wir dafür stabil aufgestellt. Heute liegt der Umsatzanteil mit Automobilherstellern noch bei rund 72 %. In diesem Zusammenhang verfolgen wir drei strategische Stoßrichtungen:
Dabei ist es unser Ziel, den Umsatzanteil mit Industriekunden und Endverbrauchern bis 2020 auf rund 40 % zu steigern. 6. Technologische Balance - Mischung aus etablierten Lösungen und Vorreiter-TechnologienDie technologische Ausgewogenheit unseres Produktportfolios ist von grundlegender Bedeutung für die Sicherung unserer Zukunftsfähigkeit. Innovationen erhöhen zum einen unsere Kompetenzen bei den etablierten geschäftlichen Aktivitäten. Zudem bieten sie die Möglichkeit, andere und vor allem neue Umsatzfelder zu erschließen. Wir investieren gezielt in die Entwicklung neuer Produkte, Systeme und Technologien. Unsere umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ermöglichen es uns, in wachstumsstarken Märkten oder Marktsegmenten neue Trends und Standards zu setzen sowie frühzeitig die Grundlagen für starke Marktpositionen zu legen. In etablierten Kernmärkten stellen wir sicher, dass wir unsere Position als einer der führenden Produkt- und Systemlieferanten kontinuierlich weiterentwickeln und dauerhaft für Kundenzufriedenheit sorgen. Wir steuern und strukturieren unser Produktportfolio aktiv, damit wir in allen Phasen der jeweiligen Produktlebenszyklen präsent und wettbewerbsfähig sind. 7. Menschen, die begeistern - in einer Kultur, die inspiriertNicht Organisationen begeistern, sondern Menschen. Nachhaltiger Erfolg und Zukunftsfähigkeit wurzeln in unserer Wertekultur und den Beiträgen eines jeden einzelnen Mitarbeiters. Durch zahlreiche Akquisitionen (allein etwa 70 in den zurückliegenden rund zehn Jahren) und unser Wachstum hat sich die Zahl unserer Mitarbeiter mehr als verdoppelt. Sie haben zwar nicht die gleiche Tradition und nicht den gleichen Hintergrund. Aber alle teilen die vier grundlegenden Werte: Vertrauen, Gewinnermentalität, Freiheit und Verbundenheit. Diese vier Werte prägen den Umgang miteinander jeden Tag. Sie ermöglichen es uns, die notwendige, kollektive Intelligenz schneller und besser zu nutzen. Durch Netzwerkzusammenarbeit, unabhängig von organisatorischen oder hierarchischen Nahtstellen, wollen wir effizienter zu besseren Lösungen kommen sowie Trends und Marktveränderungen schneller erfassen. So können wir sie als Wegbereiter mitgestalten. Dafür sind Werte wie Vertrauen und Verbundenheit die Voraussetzung. Ohne Vertrauen zu schenken und zu verdienen, finden der notwendige Austausch des Wissens und eine wertsteigernde Zusammenarbeit nicht statt. Wir gehören zu den weltweit führenden Technologieunternehmen, weil wir neben der fachlichen auch die soziale Kompetenz unserer Mitarbeiter fördern. Erst beides zusammen schafft aus unserer Strategie nachhaltigen Wert. Mit umfassenden Förderungs- und Qualifizierungsmaßnahmen pflegen wir in einem internationalen Umfeld eine Höchstleistungskultur, die inspiriert, und streben eine gute "Work-Life-Balance" an. Wir verfolgen damit das Ziel, zu den Top-Arbeitgebern in den für uns relevanten Märkten zu gehören. Forschung und EntwicklungUnsere umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ermöglichen es uns, Trends in unseren Märkten frühzeitig zu erkennen, aufzugreifen und zu gestalten.Continental unternimmt erhebliche Anstrengungen in den Bereichen Forschung und Entwicklung (F&E), um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Unternehmens zu sichern. F&E-Aktivitäten als Basis einer lokalisierten WertschöpfungsketteVor Ort entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu agieren, von F&E über Einkauf und Fertigung bis zum Vertrieb, ist ein Kernpunkt unserer Konzernstrategie, Im Einklang mit dieser Zielrichtung sind wir mit Forschungs- und Entwicklungszentren weltweit präsent. So ist es uns möglich, die verschiedenen Anforderungen der jeweiligen Absatzmärkte durch Lösungen und Produkte zu erfüllen, die in hochwertigen Automobilen, in erschwinglichen Fahrzeugen sowie in maßgeschneiderten Industrieanwendungen zum Einsatz kommen, Die Automotive-Divisionen und ContiTech verfolgen dabei das Ziel, einen hohen Anteil der Applikationen und Lösungen für Kundenaufträge in den relevanten Märkten lokal zu entwickeln und zu produzieren. Für die Division Reifen hat es sich bewährt, zentral zu entwickeln und lokal zu produzieren. F&E-Aufwand kontinuierlich erhöhtIm Berichtsjahr hat sich der Aufwand für F&E gegenüber dem Vorjahr um 157,5 Mio € auf 1.766,2 Mio € erhöht, was einer Steigerung um 9,8 % entspricht. Vor dem Hintergrund der strategischen Bedeutung hält Continental in den vergangenen Geschäftsjahren ein kontinuierlich hohes Niveau bei den F&E-Aufwendungen aufrecht. Innovationen von heute für Industriestandards von morgen - Denken in LebenszyklenUnsere F&E-Arbeit ist die Grundlage, um unser Produktportfolio nachhaltig innovativ und wettbewerbsfähig zu halten. Wir sorgen heute dafür, dass morgen die Standardprodukte für reife und gesättigte Märkte durch neue, Wachstum versprechende Anwendungen ergänzt und verbessert werden. So können wir auch in jungen wachstumsstarken Märkten neue Standards setzen und frühzeitig eine führende Position erlangen. Auch in Zukunft werden die Anforderungen an Fahrzeuge von den Megatrends der Automobilindustrie, Sicherheit, Umwelt und Information, bestimmt. All das muss auch bezahlbar bleiben, damit Mobilität für jeden erschwinglich ist. Wir beherrschen die Komplexität dieser Entwicklung und entwickeln entlang der Megatrends fortlaufend Technologien, um langfristig am Markt bestehen zu können. Damit werden unsere Innovationen zum Gradmesser unserer Zukunftsfähigkeit. Denn nur die Fähigkeit, neue Technologien zur Serienreife zu bringen, sichert unsere Zukunft als einer der führenden internationalen Automobilzulieferer. F&E-Aufwand (in Mio €)![]() Mobilität der Zukunft: automatisiertes FahrenDie Entwicklung von Produkten, Modulen und Systemen für das automatisierte Fahren ist neben der Elektromobilität eines der zentralen Themen unserer langfristigen Technologie-Strategie. Wir sind überzeugt, dass automatisiertes Fahren ein Kernelement der Mobilität der Zukunft sein wird, denn menschliches Versagen ist an 75 % aller Unfälle beteiligt. Mit der Automatisierung des Fahrzeugs werden die Opferzahlen im Straßenverkehr erheblich sinken. Zudem ermöglicht es dem Fahrer, seine Zeit im Auto anderweitig zu nutzen und effizienter unterwegs zu sein. Gleichzeitig trägt automatisiertes Fahren der demografischen Entwicklung Rechnung, denn es ermöglicht sichere individuelle Mobilität bis ins hohe Alter. Bereits heute arbeiten mehr als 1.300 Forscher und Entwickler an den Grundlagen des automatisierten Fahrens: Fahrerassistenzsysteme, wie beispielsweise dem Abstandsregeltempomat und Notbremsassistenten. Diese Systeme warnen, unterstützen und entlasten den Fahrer mit ausgereifter Technologie zur Erfassung des Fahrzeugumfelds durch Kamera-, Infrarot- oder Radartechnik. Sie können Fußgänger oder Hindernisse erfassen und das Auto selbstständig abbremsen. Unser Weg zum automatisierten Fahren umfasst drei Meilensteine:
Im Berichtsjahr haben wir als erster Automobilzulieferer die Testlizenz für automatisiertes Fahren auf öffentlichen Straßen im Bundesstaat Nevada, USA, erhalten. Unser Testfahrzeug hat dort mehr als 24.000 Kilometer zurückgelegt. Konzernübergreifendes Projekt: ElektromobilitätAuch wenn sich die Euphorie hinsichtlich der Elektromobilität 2012 etwas gelegt hat, gehen wir von ihrer langfristigen Marktfähigkeit aus. Weltweit wird eine signifikante Reduzierung der CO2 -Emissionen und damit des Kraftstoffverbrauchs von 20 % bis 35 % bis zum Jahr 2020 gefordert. Um dies zu erreichen, ist die Elektrifizierung des Antriebsstrangs ein elementarer Bestandteil. Wir haben noch viele Anstrengungen, Entwicklung und Zeit vor uns, um die Kosten der dafür erforderlichen Systeme weiter zu senken, aber für Continental ist es ein Investment in die Zukunft. Mittelfristig wird das Thema Elektrifizierung zum Wettbewerbsfaktor werden, getrieben durch gesetzliche Anforderungen, aber auch durch die Kundenwünsche. Unser Erfahrungsschatz in der Entwicklung und Produktion der Kerntechnologien wird entscheidend sein, wenn die E-Mobilität große Stückzahlen erreichen wird. Somit ist es wichtig, sich frühzeitig am Markt zu engagieren. Der reine Verbrennungsmotor wird bis 2020 nach wie vor dominierend sein. Danach werden Hybridsysteme mit Verbrennungs- und Elektromotor und reine Elektrofahrzeuge immer bedeutender werden - gerade in den Wachstumsmärkten. Wir haben einen Elektroauto-Demonstrator gebaut, in dem sich Produkte von allen Divisionen befinden. Insgesamt laufen im Moment mehr als 40 Projekte über die Divisionsgrenzen hinaus. Damit demonstrieren wir unsere große Stärke, dass wir wie kaum ein anderes Unternehmen auf ein breites Know-how zurückgreifen können und eine breite Produktpalette anbieten. Die Batterie ist eine der wesentlichen Schlüsselkomponenten für E-Mobilität. Um die Automobilhersteller bei der Einführung elektrischer Antriebe mit neuester Batterietechnologie auf Lithium-Ionen-Basis zu unterstützen, haben wir mit SK Innovation Co., Ltd., Seoul, Südkorea, ein gemeinschaftlich geführtes Unternehmen, SK Continental E-motion, gegründet. Dabei greift das Unternehmen auf die führende technologische Expertise der Mutterkonzerne zurück: SK Innovation bringt sein fundiertes Know-how in der Entwicklung von Batteriezellen und Separatoren ein, während Continental über große Erfahrung in der Batterieelektronik und in kompletten Batteriesystemen sowie deren Integration in das Fahrzeug verfügt. Neue Technologie für ReifentestsZwischen dem Kundenwunsch nach einem Reifen, der alle Ansprüche bestmöglich erfüllt, und dem fertigen Produkt liegen viele einzelne Schritte: vom Pflichtenheft zu ersten Hypothesen und Simulationen, vom besonderen Materialmix zu ersten Prototypen und viele Tests. Eine der wichtigsten Eigenschaften der Reifen ist ihr Verhalten beim Bremsen, denn Reifen haben entscheidenden Einfluss auf den realen Bremsweg eines Fahrzeugs. Deshalb kommt den Bremstests auf verschiedenen Straßenbelägen bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen eine bedeutende Rolle zu. Mit Inbetriebnahme einer neuen Bremsanlage (Automated Indoor Braking Analyzer, AIBA) haben wir einen deutlichen Fortschritt in der Reifen-Testtechnologie gemacht. In der Anlage wird ein unbemanntes Testfahrzeug vollautomatisch auf bis zu 120 km/h beschleunigt und dann auf auswechselbaren Straßenoberflächen mit standardisierten Belägen abgebremst. Dabei sind Tests auf trockener und nasser Fahrbahn möglich. Zusätzlich kann in einer separaten Eishalle mit konventionellen Verfahren getestet werden. Continental kann nun als erstes Unternehmen ganzjährig und wetterunabhängig Tests an einem einzigen Standort durchführen. Die Anlage wird im Vollbetrieb eine Kapazität von rund 100.000 Einzelbremsungen jährlich haben. Die Tests werden auf austauschbaren, hydraulisch bewegten Fahrbahnen vorgenommen, die Temperatur in der gesamten Halle wird dabei genau auf die vorgegebenen Werte hin eingestellt. Neben der gestiegenen Präzision und Flexibilität können wir nun mit mehr als der doppelten Kapazität testen. Innovative Kautschuk- und Kunststofftechnologien von ContiTechDie große Dynamik des chinesischen Marktes bewirkt, dass ContiTech in den letzten Jahren vermehrt Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in China aufgebaut hat. Ziel ist es, die Anforderungen der chinesischen Kunden noch individueller und - was wichtig für diesen Markt ist - vor allem zügig zu erfüllen. So hat der Geschäftsbereich Vibration Control am Standort Changshu ein F&E-Team aufgebaut. Anfang Mai 2012 wurde zudem auf dem Werksgelände mit dem Bau eines F&E-Zentrums begonnen, das Anfang 2013 eingeweiht wurde. Der Geschäftsbereich Benecke-Kaliko Group hat im chinesischen Zhangjiagang ein neues Labor aufgebaut, das es erlaubt, schnelle Tests wie Kontrollen von Rohstoffen und Zukaufteilen künftig direkt vor Ort vorzunehmen. Das Labor ist nur eine von vier Abteilungen des neuen Technologiezentrums. Dazu gehören auch die Material- und Produktgruppenentwicklung, die Anwendungstechnik und eine Oberflächenentwicklung. Passend dazu wurden entsprechende Strukturen aufgebaut. So gibt es jetzt bestimmten Kunden zugeordnete Programmmanager als Schnittstellen zwischen den Kunden und der Entwicklung bei der Benecke-Kaliko Group. Deren erste Ansprechpartner sind die Projektentwickler, die die Prozesse abteilungsübergreifend steuern. Divisionen und GeschäftsbereicheUnsere fünf Divisionen und 28 Geschäftsbereiche stehen für Innovationskraft, umfassende Kundenorientierung und kompromisslose Qualität.Division Chassis & Safety
Unsere Kernkompetenz ist auf den Gebieten der Fahrsicherheit und Fahrdynamik gebündelt. Durch die über ein Jahrhundert lange Erfahrung in der Automobilindustrie sind wir in der Lage, aktive Sicherheit wie Brems- und Fahrerassistenzsysteme, Sensoren, Fahrwerkkomponenten sowie passive Sicherheit wie Airbagelektronik zu integrieren, die von der Einzelkomponente bis zum vernetzten System nur einem Zweck dienen - der Erhöhung der Fahrsicherheit,
Unser Leitbild ist das vernetzt agierende und reagierende Fahrzeug, das den Fahrer entlastet und kritische Verkehrssituationen entschärft. Dieses innovative und integrierte Sicherheitskonzept, das lebensrettende Elemente der aktiven und passiven Fahrsicherheit vereint, nennen wir ContiGuard®. Wir sind überzeugt, dass es dank innovativer Technologien in der Zukunft gelingen wird, unfallfrei Auto zu fahren - und zwar in allen Fahrzeugklassen und Märkten dieser Welt. Chassis & Safety agiert an 78 Standorten in 20 Ländern. Im Jahr 2012 erwirtschafteten rund 34.500 Mitarbeiter einen Umsatz in Höhe von 7,1 Mrd €. Die Division besteht aus fünf Geschäftsbereichen:
Division Chassis & Safety: Umsatz nach Regionen![]() Unsere WachstumsperspektivenChancen für ein Volumenwachstum ergeben sich aus verschiedenen Einflussfaktoren, beispielsweise durch:
Die Division Chassis & Safety ist in bestehenden Märkten mit innovativen Produkten sowie bei Neuentwicklungen bestens für die Zukunft vorbereitet. Gründe sind eine stärkere Marktdurchdringung, höhere Installationsraten bei ABS, ESC, Sensoren und passiver Sicherheit sowie ein steigender Einsatz von Fahrerassistenzsystemen in den meisten Fahrzeugklassen. Dabei profitieren wir besonders von günstigen Rahmenbedingungen: Der Wachstumsmarkt Asien und die internationale Gesetzgebung im Hinblick auf den Einsatz von ABS, ESC und Airbags bereiten den Weg für weiteres Wachstum. Zukunftsweisende Fahrerassistenzsysteme werden stärker in den Prüf- und Bewertungsprotokollen berücksichtigt, die von zentraler Bedeutung für den Erhalt von fünf Sternen beim Euro NCAP-Rating sind. In allen Märkten und Regionen sehen wir gute Chancen für eine profitable Entwicklung mit den Funktionen unseres Sicherheitssystems ContiGuard®. Unter der Überschrift "Sicherheit für alle" nutzen wir die Chancen, unsere skalierbaren Technologien für alle Fahrzeugklassen, auf allen Plattformen und in allen Märkten zur Verfügung zu stellen. Themen wie Umwelt und Elektromobilität greifen wir aktiv auf, zum Beispiel mit der Gewichtsreduzierung von Komponenten und Lösungen für die Energierückgewinnung beim Bremsen. Beides kombiniert zukünftig das kompakte, elektro-hydraulische Bremssystem MK C1. Division Powertrain
Mit unseren Produkten wird das Autofahren nicht nur umweltschonender, sondern sie steigern auch Komfort und Fahrspaß. Unter dem Leitgedanken "Clean Power" bieten wir unseren Kunden ein umfangreiches Portfolio von Benzin- und Dieselsystemen einschließlich Sensoren, Aktuatoren und maßgeschneiderter Elektronik über Kraftstofffördersysteme, Motor- und Getriebesteuerungen bis hin zu Systemen und Komponenten für Hybrid- und Elektroantriebe. Unser modularer "Clean Power-Ansatz" beinhaltet sowohl Lösungen zur weiteren Optimierung des Verbrennungsmotors als auch zur Energieeffizienzsteigerung im gesamten heutigen und zukünftigen Antrieb für alle Fahrzeugklassen. "Clean Power" umfasst darüber hinaus innovative Technologien, um die voranschreitende Hybridisierung und Elektrifizierung marktreif zu gestalten, und nicht zuletzt emissionsreduzierende Lösungen zur Abgasnachbehandlung. Die Division Powertrain verfügt über 70 Standorte in 21 Ländern. Rund 31.000 Mitarbeiter erzielten im Berichtsjahr einen Umsatz in Höhe von 6,1 Mrd €. Zur Division gehören fünf Geschäftsbereiche:
Unsere WachstumsperspektivenUnsere Systemkompetenz nutzen wir für neue Anwendungen:
Im Interesse der Reduzierung von CO2 -Emissionen, aufgrund strengerer Emissionsgesetzgebungen, und der Notwendigkeit des sparsamen Umgangs mit Erdölvorräten kommt einer Mischung aus verschiedenen Antriebslösungen eine große Bedeutung zu. Hinzu kommt der Wunsch der Kunden nach möglichst verbrauchsarmen Fahrzeugen. Wir widmen uns daher dem Ziel, kurzfristig und wirkungsvoll die Effizienz herkömmlicher Verbrennungsmotoren zu erhöhen sowie mittel- und langfristig die fortschreitende Elektrifizierung des Antriebsstrangs voranzutreiben und massenmarktfähig zu gestalten. Aufgrund unserer übergreifenden Systemkompetenz sehen wir für die Division Powertrain gute Wachstumschancen. Unsere Lösungen lassen sich je nach Fahrzeugkategorie und Anforderungsprofil auswählen und kombinieren: von der Benzindirekteinspritzung in Verbindung mit der Abgasturboaufladung für hocheffiziente Ottomotoren zur weiteren Verbrauchsreduzierung über Dieselmotoren mit präziser und schneller Piezo-Technologie zur weiteren Emissionsreduzierung bis hin zu innovativen Technologien für Hybridfahrzeuge oder reine Elektrofahrzeuge. Division Powertrain: Umsatz nach Regionen![]() So wurde 2012 beispielsweise unser innovatives Power Net System mit dem ADAC-Mobilitätspreis "Gelber Engel" ausgezeichnet. Mit diesem "E-Booster" können Start-Stopp-Systeme noch effizienter und komfortabler ausgelegt werden. Mit dem neuen Turbolader für Ottomotoren haben wir unser Produktportfolio erfolgreich erweitert - wie die äußerst positive Resonanz auf den "Premieren"-Motor den 1,0-Liter-EcoBoost-Benziner von Ford, beweist. Dieser wurde im Berichtsjahr als "International Engine of the Year 2012" ausgezeichnet. SK Continental E-motion, das neue gemeinsame Unternehmen von SK Innovation und Continental, legte Anfang 2013 den Grundstein für die gemeinsame Entwicklung, Fertigung und Vermarktung von Lithium-Ionen-Batterien. Der Zugriff auf die breite Expertise beider Unternehmen schafft die Voraussetzung für eine starke Marktposition bei einer Schlüsseltechnologie für die Mobilität der Zukunft. Wachstumschancen sehen wir auch im Bereich der Elektronik - dank der steigenden Anforderungen an Motor- und Getriebesteuerungen. Weiteres Potenzial hat die 48-V-Bordnetz-Technik, mit der sich Mikro-Hybride einschließlich Rekuperationsfähigkeit effizient darstellen lassen. Auch bei mechanischen Komponenten erwarten wir weiteres starkes Wachstum. Ein Beispiel ist unser Turbolader für hoch aufgeladene Benzinmotoren. Eine immer größere Rolle spielen außerdem die Abgasnachbehandlung sowie generell das Segment der Nutzfahrzeugtechnik. Unsere Stärken liegen bei den großen Trends der Automobilindustrie. Es geht darum, Fahrzeuge immer effizienter zu machen und den Fahrkomfort zu steigern. Wir sehen die Konzentration auf unsere Kernkompetenzen dadurch bestätigt, dass sich die Rentabilität von Powertrain in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert hat. Powertrain sieht große Umsatzchancen in den stark wachsenden BRIC-Märkten (Brasilien, Russland, Indien, China) sowie in Nordamerika. Division Interior
In der Division Interior entwickeln und produzieren wir Komponenten sowie Systeme, um Informationen in Fahrzeugen optimal nutzen zu können. In einer Zeit, in der wir Menschen immer stärker untereinander vernetzt sind, müssen Lösungen gefunden werden, die dem Autofahrer auch unterwegs eine sichere Vernetzung ermöglichen. Das bedeutet, dass Informationen gefiltert, priorisiert, weiter verarbeitet und verständlich dargestellt werden müssen. Entscheidend für die Nutzung ist hierbei die Schnittstelle zwischen Mensch und Fahrzeug. Ziel ist es, dem Fahrer alle notwendigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt auf schnell erfassbare Art zur Verfügung zu stellen - damit er sie optimal für seine aktuelle Fahraufgabe einsetzen kann. Unsere Lösungen werden daher ausgehend vom Menschen und seinen Bedürfnissen entwickelt, um Fahrer und Beifahrer mit dem eigenen Fahrzeug, mit anderen Fahrzeugen, der Umwelt und mit mobilen Endgeräten zu vernetzen. Unsere Vision ist "Always On", worunter wir das vernetzte Fahrzeug der Zukunft verstehen, das als Partner Fahrer und Fahrzeuginsassen unterstützt. Interior ist an 97 Standorten in 25 Ländern präsent. Die Division erzielte im Geschäftsjahr 2012 mit rund 33.000 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von 6,4 Mrd € und setzt sich aus vier Geschäftsbereichen zusammen:
Unsere WachstumsperspektivenVier wesentliche Entwicklungen bieten uns Erfolgspotenziale:
Dank unserer Möglichkeiten, das bestehende Produktportfolio an Fahrzeuge aller Klassen plattformübergreifend zu adaptieren, erwarten wir Wachstum im Segment der kostengünstigen Fahrzeuge, insbesondere in den asiatischen Märkten. Division Interior: Umsatz nach Regionen![]() Neue Gesetzgebungsvorhaben in Europa (inkl. Russland), den USA und Brasilien eröffnen im Bereich Telematik weiteres Wachstumspotenzial, beispielsweise bei elektronischen Notrufsystemen, Technologien zur Verkehrssteuerung oder dem intelligenten Diebstahlschutz, mit dem Fahrzeuge mittels Satellitentechnik wieder auffindbar sind. Darüber hinaus steigen die Kundenanforderungen für Telematiksysteme zum Einsatz in Nutzfahrzeugen und Elektroautos. Insgesamt werden wir vom Trend zur Integration des Internets sowie weiterer Funktionen des Infotainments profitieren. Im Bereich Reifendruckkontrollsysteme werden die neuen Vorschriften zur Installation dieser Systeme in Neufahrzeugen in der Europäischen Union, in Japan und in Südkorea zu weiterem Wachstum führen. Starkes Wachstum versprechen wir uns auch im Bereich Displays für die Automobilindustrie. Unsere Forscher und Entwickler arbeiten kontinuierlich an Lösungen, die den Fahrer entlasten und zu mehr Komfort beim Autofahren beitragen, beispielsweise frei programmierbare Kombi-Instrumente, ganzheitliche adaptive Bedienkonzepte, Head-Up- und 3-D-Displays. Im Mai 2011 wurde eine neue Produktionsstätte in Jinan in der chinesischen Provinz Shandong, in der viele große Nutzfahrzeug- und Baumaschinenhersteller angesiedelt sind, eröffnet. Es ist unsere erste Produktionsstätte in China, die auf die Fertigung von Elektronik für Nutzfahrzeuge und den Aftermarket mit einer jährlichen Kapazität von rund 800.000 Kombi-Instrumenten für Nutzfahrzeuge spezialisiert ist. Für 2013 ist eine Ausweitung der Produktion in den Bereichen Komfort- und Fahrwerkelektronik geplant. Wichtiger langfristiger Wachstumstreiber wird auch die Elektromobilität sein. Mithilfe der Interior-Technologien kann die Reichweite des Elektroautos optimiert werden. Dank cleverer Vernetzung von Fahrzeugen, Energieversorgern und den mobilen Endgeräten erhält der Fahrer zukünftiger Elektrofahrzeuge Lösungen zur Minimierung des Reichweitenrisikos. Division Reifen
Continental-Reifen stehen für ausgezeichnete Kraftübertragung, maximale Spurtreue bei allen Witterungsbedingungen und hohe Wirtschaftlichkeit. Wir bieten den passenden Reifen für jeden Einsatz - von Pkw über Lkw, Busse und Baustellenfahrzeuge bis hin zu Industriefahrzeugen und Zweirädern. Gefertigt werden Reifen der Marken Continental, Uniroyal (nicht in der NAFTA-Region, Kolumbien und Peru), Semperit, General Tire, Viking, Gislaved, Euzkadi, Sime Tyres, Barum, Mabor und Matador. In Ergänzung zu Continental-Neureifen haben wir unter den Marken ContiRe und ContiTread eine heiß- und eine kaltrunderneuerte Reifenlinie für Lkw-Reifen im Programm. Die Division ist an 69 Standorten in 39 Ländern vertreten. 2012 erzielte sie mit rund 42.500 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von 9,7 Mrd €. Die Division gliedert sich in sechs Geschäftsbereiche:
Das Pkw-Reifenersatzgeschäft ist gegliedert in die Geschäftsbereiche:
Neben den weltweit vertriebenen Reifen der Premium-Marke Continental und der Budget-Marke Barum werden die regionalen Marken Uniroyal, Semperit, General Tire, Viking, Gislaved, Euzkadi, Sime Tyres, Mabor und Matador vermarktet. Dem Ersatzgeschäft EMEA sind auch unsere Handelsgesellschaften mit mehr als 2.500 Reifenfach- und Franchisebetrieben zugeordnet.
UmsatzverteilungDer Umsatz der Division Reifen entfällt zu 29 % auf das Geschäft mit den Fahrzeugherstellern und zu 71 % auf das Ersatzgeschäft. Unsere WachstumsperspektivenWir werden der wachsenden und sich verändernden Nachfrage vor allem gerecht durch:
Wir wollen auch in den nächsten Jahren besonders im attraktiven Ultra-High-Performance-Segment (UHP) weiter wachsen. Die im Jahr 2012 in den Markt eingeführten Sommerreifen ContiPremiumContact™ 5 und der Winterreifen ContiWinterContact™ TS 850 wurden sehr positiv von Fahrzeugherstellern und Testmagazinen bewertet und haben unsere Absatzerwartungen voll erfüllt. Für Nutzfahrzeugkunden wurden 2012 die auf modularen Leistungen basierenden Conti360° Fleet Services in der Region EMEA weiter ausgebaut. Das Serviceangebot für Fahrzeugflotten wird nun in 13 europäischen Ländern über ein flächendeckendes Netz von rund 2.500 akkreditierten Conti360°-Partnern bereitgestellt. In der Region APAC konnte 2012 mit der Einführung der HYBRID-Produktlinie eine Nutzfahrzeugreifenlösung erfolgreich am Markt platziert werden, die auf den Ausbau der Autobahnnetze in den südostasiatischen Ländern reagiert. In der Region "The Americas" hat der Bereich Nutzfahrzeugreifen 2012 sein Conti-LifeCycle-Geschäft deutlich gesteigert. Lizenzierte Runderneuerungspartner kamen in den USA sowie in Mexiko, Chile, Ecuador und Brasilien hinzu. Diese Ausweitung wird 2013 fortgesetzt. Division Reifen: Umsatz nach Regionen![]() Die Division Reifen hat eine Vision 2025 entwickelt, auf deren Basis die weltweiten Produktions-, Vertriebs- und Serviceaktivitäten stärker ausbalanciert werden sollen. Das im Jahr 2011 aufgelegte Sonderinvestitionsprogramm von 1 Mrd € für den Bau neuer Werke kommt allen Geschäftsbereichen der Division zugute. Darüber hinaus investieren wir jährlich rund 350 Mio € in den Ausbau unserer bestehenden Werke, um unsere weltweiten Produktionskapazitäten langfristig an die Nachfrage in den verschiedenen Regionen anzupassen. Das neue Pkw-Reifen-Werk im russischen Kaluga, 170 km südwestlich von Moskau, wird im vierten Quartal 2013 die Produktion aufnehmen. Im Werk Puchov, Slowakei, hat auch die Geschäftseinheit Nutzfahrzeugreifen 2012 ein Investitionsprogramm aufgelegt, durch das ab Ende 2013 eine deutliche Steigerung der Produktionskapazität gewährleistet wird. Außerdem wurde im Berichtszeitraum in Hannover-Stöcken, Deutschland, mit dem Aufbau einer kombinierten Runderneuerungs- und Reifenrecycling-Fabrik begonnen. Dieses ContiLifeCycle-Werk wird im dritten Quartal 2013 mit der Produktion beginnen. Das im Mai 2011 in Betrieb genommene Werk in Hefei, China, wurde 2012 um eine Fahrradreifen-Produktionslinie erweitert. In unserem indischen Reifenwerk in Modipuram haben wir 2012 mit dem Aufbau der Produktion für Lkw-Radialreifen begonnen. Sie wird Ende 2013 gestartet, gemeinsam mit der Herstellung von Pkw-Reifen. Darüber hinaus bauen wir auch unsere Produktionskapazitäten in den USA weiter aus. Die größte Investition stellt hier unser neues Reifenwerk in Sumter, USA, dar, in dem 2014 die Fertigung aufgenommen wird. Auch die neue, weltweit einzigartige vollautomatische Reifentestanlage AIBA (Automated Indoor Braking Analyzer), die Anfang November auf dem Testgelände Contidrom bei Hannover, Deutschland, eingeweiht wurde, trägt der Wachstumsstrategie Rechnung. Mit ihr können jetzt unabhängig vom Wetter und bei flexibel einstellbarer Temperatur bis zu 100.000 Pkw-, 4x4- und Van-Reifen pro Jahr auf verschiedenen, hydraulisch leicht austauschbaren Fahrbahnoberflächen mit beeindruckender Präzision und Reproduzierbarkeit getestet werden - ohne Testfahrer am Steuer. Division ContiTech
Engineering Green Value Technologies - dieser Leitgedanke steht bei uns für das besondere Engagement und die technologische Expertise bei der Entwicklung und Anwendung von innovativen Produkten. Mit Hightech-Produkten und -Systemen ist ContiTech weltweit tätiger Entwicklungspartner und Erstausrüster der Automobilindustrie, der Bergbau-, Nutzfahrzeug- und Druckindustrie, im Maschinen- und Apparatebau, der Luft- und Raumfahrt sowie der Schienenverkehrstechnik. Unsere Produkte sind vielfältig einsetzbar - sie sind elastisch, thermisch belastbar, verformbar, abriebfest, reversibel, umweltverträglich sowie kombinierbar mit anderen Werkstoffen wie Metall, Glas und Keramik. Wir leisten einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen Mobilität, zur Energiegewinnung und -effizienz, zum Gesundheits- und Umweltschutz. Die Division ist an 91 Standorten in 27 Ländern vertreten. 2012 erzielte sie mit rund 28.200 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von 3,7 Mrd €. ContiTech gliedert sich in acht Geschäftsbereiche:
UmsatzverteilungDer Umsatz der Division ContiTech entfällt zu 53 % auf das Geschäft mit den Fahrzeugherstellern und zu 47 % auf das Geschäft mit anderen Industrien sowie das Ersatzgeschäft. Division ContiTech: Umsatz nach Regionen![]() Unsere WachstumsperspektivenKernpunkte für weiteres Wachstum liegen für uns
Besondere Wachstumschancen sehen wir in den BRIC-Staaten. Darum haben wir eine Reihe von strategischen Investitionen getätigt und Unternehmen erworben, die unser Geschäft positiv beeinflussen. In Russland, einem der am stärksten wachsenden Automobilmärkte, schafft der Geschäftsbereich Fluid Technology mit einem neuen Werk in Kaluga die Voraussetzungen, um an diesem Wachstum zu partizipieren. Dort werden ab Ende 2013 Klima- und Servoleitungen produziert. In China baut die Benecke-Kaliko Group am bestehenden Standort Zhangjiagang eine neue Produktion für die stark nachgefragten TPO-Folien für die Automobilindustrie auf. In Südamerika und der NAFTA-Region rechnen wir mit weiterem Geschäft aufgrund der positiven Entwicklung in der Region und unserer stärkeren Präsenz. Dazu trägt der Kauf des Bereichs Automotive-Klimaleitungen der amerikanischen Parker Hannifin Corporation bei. Dadurch verfügen wir über zwei weitere Werke in Mexiko. Auch der Geschäftsbereich Air Spring Systems hat seine Kapazitäten in Südamerika ausgebaut, um mehr Luftfedern für Nutzfahrzeuge liefern zu können. In den USA hat der Geschäftsbereich Fluid Technology in ein Kompetenzzentrum für den stark wachsenden Markt der Kunststoffleitungen investiert. In Brasilien wird zusätzlich eine neue Fabrik für Schläuche errichtet, die in der Erdölförderung und Gasgewinnung eingesetzt werden. Durch die Verdoppelung der Produktionskapazitäten im brasilianischen Werk der Power Transmission Group kann ContiTech vom steigenden Bedarf der dortigen Automobilindustrie profitieren. Verstärktes Wachstum in Osteuropa erwarten wir durch die weitere Aufstockung unserer Produktionskapazitäten. So hat der Geschäftsbereich Fluid Technology ein Werk für Schlauchleitungen für die Automobilindustrie in Serbien in Betrieb genommen. Im ungarischen Nyíregyháza ist ein Werk für Kautschukmischungen angelaufen, das unsere Präsenz in Osteuropa stärkt und die eigenen Werke in der Region mit hochwertigen Mischungen versorgt. Der Geschäftsbereich Vibration Control bekommt zusätzliche Impulse durch den Erwerb des Geschäfts mit Bremsenformteilen von Freudenberg Sealing Technologies in Amerika, Europa und Asien. Das Werk in Frankreich ermöglicht uns neue Geschäfte mit der französischen Automobil- und deren Zulieferindustrie. Außerdem wird der Kauf eines britischen Fördergurtspezialisten unserer Conveyor Belt Group neue Märkte erschließen. UnternehmenssteuerungIm Mittelpunkt unserer operativen und finanziellen Ziele steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts.WertmanagementIm Mittelpunkt unserer operativen und finanziellen Ziele steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts jedes einzelnen Geschäftsbereichs. Dieses Ziel wird erreicht, wenn eine positive Rendite auf das im jeweiligen Geschäftsbereich betrieblich gebundene Kapital (Capital Employed) erzielt wird. Gleichzeitig muss diese Rendite jedoch dauerhaft über den Finanzierungskosten von Eigen- und Fremdkapital, die zur Anschaffung des betrieblichen Kapitals aufgewendet werden, liegen. Entscheidend ist dabei auch, dass Jahr für Jahr der absolute Wertbeitrag erhöht wird. Dies kann einerseits über eine Steigerung der Rendite auf das eingesetzte Kapital (bei konstanten Kapitalkosten) oder eine Absenkung der Kapitalkosten (bei konstanter Verzinsung des betrieblichen Kapitals) im Zeitablauf erreicht werden. Als Messgrößen für die Zielerreichung dienen das operative Ergebnis vor Zinsergebnis und Steuern (EBIT), das betrieblich gebundene Kapital oder Vermögen (Capital Employed) und die auf Basis eines Modells ermittelten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC), die im Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital gewichtet ermittelt werden.
Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen (in Mio €)![]() FinanzierungsstrategieUnsere Finanzierungsstrategie ermöglicht wertschaffendes Wachstum bei gleichzeitiger Beachtung einer für die Chancen und Risiken unseres Geschäfts adäquaten Struktur von Eigen- und Fremdkapital, Die Zentralfunktion Finance & Treasury koordiniert die Bereitstellung des notwendigen Finanzierungsrahmens, um das Wachstum des Konzerns und den Bestand des Unternehmens langfristig zu sichern. Der jährliche Investitionsbedarf des Unternehmens lag im langfristigen Mittel zwischen 5 % bis 6 % des Umsatzes. Im Jahr 2013 wird er sich allerdings, insbesondere wegen der Umsetzung der Investitionsvorhaben in der Rubber Group, noch einmal knapp oberhalb des genannten Korridors bewegen. Ziel ist es sicherzustellen, dass der laufende Investitionsbedarf aus dem operativen Cashflow finanziert wird. Andere Investitionsvorhaben sollen mit einer ausgewogenen Mischung aus Eigen- und Fremdmitteln finanziert werden, um kontinuierlich eine Stabilisierung bzw. Verbesserung der Konzernkapitalkosten im jeweiligen Kapitalmarktumfeld zu erreichen. Vor allem aufgrund unseres aktuellen Ratings im Non-Investment-Grade-Bereich, der vergleichsweise hohen Volatilität unserer Märkte, insbesondere des Geschäfts mit den Automobilherstellern, aber auch wegen der Auswirkungen der anhaltenden Schuldenkrise in Europa auf die Finanzmärkte verfolgen wir grundsätzlich das Ziel, dass sich das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zu Eigenkapital (Gearing Ratio) im Bereich von unter 60 % bewegt. Sofern durch außergewöhnliche Finanzierungsanlässe oder durch besondere Marktgegebenheiten gerechtfertigt, kann dieser Korridor nach oben verlassen werden. Die Eigenkapitalquote soll möglichst 30 % übersteigen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Gearing Ratio bei 58,2 % und die Eigenkapitalquote bei 33,5 %. Die Finanzschulden sollen sich in einem ausgewogenen Mix aus Bankverbindlichkeiten und anderen Finanzierungsquellen des Kapitalmarkts bewegen, wobei wir gerade im kurzfristigen Bereich eine breite Palette an Finanzierungsinstrumenten nutzen wollen. Zum Jahresende 2012 bestand der Mix aus syndiziertem Kredit (30 %), Anleihen (45 %), anderen Bankverbindlichkeiten (7 %) und sonstiger Verschuldung (18 %) bezogen auf die Brutto-Finanzschulden in Höhe von 8,3 Mrd €, Aktuell sehen wir keinen Handlungsbedarf, die Zusammensetzung wesentlich zu verändern. Der Konzern strebt grundsätzlich an, stichtagbezogen eine Liquidität zwischen 0,9 Mrd € und 1,5 Mrd € vorzuhalten, welche durch zugesagte ungenutzte Kreditlinien von Banken ergänzt wird, um jederzeit den Liquiditätsbedarf abdecken zu können. Dieser schwankt während des Kalenderjahres insbesondere aufgrund der Saisonalität einzelner Geschäftsfelder. Zudem wird die Höhe des Liquiditätsbedarfs durch das Konzernwachstum beeinflusst. Die flüssigen Mittel zum 31. Dezember 2012 liegen bei 2,4 Mrd €. Es bestanden darüber hinaus zugesagte und nicht gezogene Kreditlinien in Höhe von 2,8 Mrd €. Brutto-Finanzschulden (8.253 Mio €)![]() Zum 31. Dezember 2012 belaufen sich die Brutto-Finanzschulden auf 8,3 Mrd €. Größtes Finanzierungsinstrument ist ein syndizierter Kredit im Volumen von 4,6 Mrd € (Stand 31. Dezember 2012). Dieser syndizierte Kredit wurde Anfang des Jahres 2013 neu verhandelt und besteht nun aus einem Festdarlehen über nominal 1,5 Mrd € und einer revolvierenden Kreditlinie über 3,0 Mrd €. Das Festdarlehen hat eine Laufzeit bis Januar 2016 und die revolvierende Kreditlinie wird im Januar 2018 fällig. Die bisherige revolvierende Kreditlinie war zum 31. Dezember 2012 in Höhe von 345,9 Mio € ausgenutzt. Rund 45 % der Brutto-Finanzschulden sind mit einem Fälligkeitenzeitraum von Juli 2015 bis September 2019 über den Kapitalmarkt in Form von Anleihen finanziert. Die Zinskupons variieren zwischen 4,5 % und 8,5 %. Die Rückzahlungsbeträge je Fälligkeit liegen bei 625 Mio € jeweils in den Jahren 2016 und 2018, 750 Mio € im Jahr 2015, 1,0 Mrd € im Jahr 2017 und 950 Mio US-Dollar im Jahr 2019. Alle fünf Anleihen räumen den Emittenten das Recht zur vorzeitigen Rückzahlung unter bestimmten Voraussetzungen ein. Aufgrund der weiteren deutlichen operativen Verbesserung, die sich zunehmend auch in den Bilanzkennzahlen niederschlägt, ist angesichts der höheren Zinszahlungen der Anleihen eine vorzeitige Refinanzierung dieser für Continental vergleichsweise teuren Finanzierungsinstrumente je nach Entwicklung der Finanzmärkte nicht ausgeschlossen. Zum 31. Dezember 2012 bestanden neben den erwähnten Finanzierungsformen außerdem noch bilaterale Kreditlinien mit verschiedenen Kreditinstituten in Höhe von 1.215,3 Mio €. Neben Finanzierungsleasing gehören aktuell andere Instrumente wie etwa Forderungsverkäufe und ein Commercial Paper Programm zu den Finanzierungsinstrumenten des Konzerns. LaufzeitenprofilContinental strebt grundsätzlich ein ausgewogenes Laufzeitenprofil ihrer Fälligkeiten an, um die im jeweiligen Jahr fällig werdenden Beträge möglichst aus dem Free Cashflow tilgen zu können. Im Jahr 2013 werden neben den kurzfristigen Fälligkeiten, die in aller Regel in das nächste Jahr weitergerollt werden, nur sehr geringe zusätzliche Kreditverpflichtungen fällig. Die Fälligkeiten im Jahr 2014 liegen nach der Neuauflage des syndizierten Kredits Ende Januar 2013 bei 89,7 Mio €. Im Juli 2015 wird die erste der fünf Anleihen fällig. Fälligkeiten der Brutto-Finanzschulden (8.253 Mio €)![]() * Inkl. der Ausnutzung von nominal 2.483,0 Mio € zum 31. Dezember 2012 unter dem syndizierten Kredit. Mit dem im Januar 2013 erfolgten Abschluss eines Neuvertrags für den syndizierten Kredit wird der bisherige syndizierte Kredit Anfang Februar 2013 vorzeitig abgelöst. Ratingziel bei Stand-Alone-Betrachtung erreichtContinental wird durch die beiden großen Ratingagenturen Moody's Investors Service sowie Standard & Poor's geratet. Aufgrund der nachfolgend beschriebenen sehr guten operativen Entwicklung (siehe hierzu Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage) setzte sich der seit einiger Zeit stattfindende Rating-Verbesserungsprozess auch im Jahr 2012 fort. Die Kreditrating-Einstufung wurde von beiden Agenturen nach oben angepasst. Der Ausblick wird von beiden Ratingorganisationen positiv eingestuft. Trotz der von den Ratingagenturen bei der Beurteilung der Kreditbonität von Continental in Ansatz gebrachten Mutter-Tochter-Beziehung zwischen Continental und ihrem Großaktionär ist es Teil der Finanzierungsstrategie von Continental, mittelfristig wieder eine Einstufung innerhalb der durch niedrige Ausfallraten gekennzeichneten höheren Bonitätskategorie, der sogenannten Investment-Grade-Kategorie, zu erreichen. Das angestrebte Mindestrating liegt bei BBB bzw. Baa2. Einstufungen von Continentalscroll
NachhaltigkeitNachhaltigkeitsorientiertes und verantwortungsbewusstes Handeln öffnet unser Unternehmen für Veränderungen und stärkt seine Zukunftsfähigkeit.Nachhaltiges Wirtschaften und gesellschaftliche Verantwortung gehören zum Wertefundament von Continental. Beides stärkt die Kultur des Füreinander und trägt gleichzeitig zu einer zukunftsorientierten, wertebasierten Unternehmensführung bei. Wir sind davon überzeugt, dass nachhaltigkeitsorientiertes und verantwortungsbewusstes Handeln unser Unternehmen für Veränderungen öffnet und seine Zukunftsfähigkeit stärkt. Nachhaltiges Wirtschaften verstehen wir als strategische Aufgabe der Unternehmensentwicklung. Entscheidend ist, dass Nachhaltigkeitsziele und -maßnahmen Wert schaffen. Denn nur dann sind sie im Unternehmen akzeptiert und extern glaubwürdig vertretbar. Und nur so können sie zur weiteren Stabilisierung des Unternehmens sowie seiner Entwicklungs- und Zukunftsfähigkeit beitragen. Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und -steuerung ist daher, die finanziellen mit den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zu verbinden und über eine ganzheitliche Steuerung einen positiven Beitrag für unsere Mitarbeiter, die Umwelt und die Gesellschaft zu leisten. GRI-Bericht veröffentlichtIm Berichtsjahr haben wir erstmals einen GRI-Bericht (Global Reporting Initiative, GRI) erstellt. Er richtet sich an Investoren, Analysten, Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten, Politik und Behörden sowie an alle weiteren Anspruchsgruppen, die mit unserem Unternehmen in Beziehung stehen und wissen wollen, nach welchen Werten und Grundsätzen wir handeln. Der Bericht schafft Transparenz und zeigt neben unseren vielfältigen Aktivitäten und Leistungen auch jene Bereiche, in denen wir noch einen gewissen Verbesserungsbedarf haben. Bei der Bestandsaufnahme und der Zusammenstellung der Inhalte für den Bericht haben wir uns an den Leitlinien der GRI orientiert. Ziel dieser in den 1990er-Jahren gegründeten Initiative ist die Etablierung eines weltweit anerkannten Rahmenwerks, um die Vergleichbarkeit und Glaubwürdigkeit der von den jeweiligen Unternehmen und Organisationen berichteten Leistungen zu unterstützen. Unsere Berichterstattung erfüllt nach unserer Einschätzung den mittleren GRI-Anwendungslevel B, auch wenn wir zu einigen der dafür geforderten Indikatoren noch keine vollständigen Angaben machen können. Mittelfristig streben wir das Erfüllungsniveau GRI A an. Die damit verbundene systematische Vorgehensweise erachten wir als gute Leitlinie, uns kontinuierlich gemäß den wachsenden Anforderungen seitens unserer Kunden, Mitarbeiter und der Gesellschaft zu verbessern. Verantwortung für unsere MitarbeiterUnsere Mitarbeiterverantwortung ist die Folge unserer langfristig orientierten Personalpolitik. Schwerpunkt unseres Personalmanagements ist die Förderung und Qualifizierung unserer Mitarbeiter. Ihre Kompetenz und Motivation haben entscheidenden Anteil am Erreichen unserer Ziele. Weitere Schwerpunkte sind die gezielte Rekrutierung von qualifizierten Nachwuchskräften sowie Initiativen, um ältere Mitarbeiter gesund und leistungsfähig zu erhalten. Verantwortung für die UmweltIm Zentrum unserer Umweltpolitik steht ein systematischer Ansatz zur Verminderung von Umweltauswirkungen bei gleichzeitiger Verbesserung der ökonomischen und sozialen Bedingungen. Die Verantwortung zum Schutz der Umwelt findet bei Continental weltweit in der klar definierten ESH-Politik (Environment, Security, Safety und Health) ihre konkrete Umsetzung. Die Prinzipien des Umweltschutzes dienen hierfür als Richtschnur und Maßstab sämtlicher umweltrelevanter Handlungen des Unternehmens. Gesellschaftliche VerantwortungAls Konzern im globalen Markt ist Continental dezentral mit starker Verantwortlichkeit vor Ort organisiert. Dies gilt nicht nur für die Geschäftsbereiche, sondern auch für das soziale Engagement unseres Konzerns und der weltweit beheimateten Mitarbeiter. Die Beispiele unseres gesellschaftlichen Engagements sind vielfältig und finden sich in den Bereichen Soziales und Verkehrssicherheit, Bildung und Wissenschaft sowie im Bereich Sport. MitarbeiterUnsere Mitarbeiter sind der entscheidende Faktor dafür, dass es Continental gelingt, den Markt mit hervorragenden Produkten und Lösungen zu begeistern, durch Innovationen wettbewerbsfähig zu bleiben und die Unternehmensprozesse effizient zu organisieren. Weltweit leisten rund 170.000 Mitarbeiter jeden Tag ihren Beitrag zum Erfolg des Unternehmens. Daher ist die Verantwortung für unsere Mitarbeiter ein zentraler Bestandteil unseres Handelns. Wir respektieren die Länder und die Kulturen, in denen wir tätig sind. Allen Mitarbeitern gewähren wir gleiche Chancen, unabhängig von Alter, Nationalität, Geschlecht, Religion, Hautfarbe oder sexueller Orientierung. Personalstrategie an Unternehmensstrategie und Werten ausgerichtetIm Berichtsjahr haben wir unsere Personalstrategie weiterentwickelt, um uns für die steigenden Anforderungen des Personalmarkts der Zukunft zu rüsten. Talente zu gewinnen, zu binden und zu entwickeln, wird in Zukunft mehr als zuvor eine wesentliche Voraussetzung für Continental sein, um in einem globalen Umfeld erfolgreich zu agieren. Gleichzeitig haben wir unsere Unternehmenskultur, die gekennzeichnet ist von unseren vier Werten - Vertrauen, Gewinnermentalität, Freiheit und Verbundenheit - weiterentwickelt. Nur in einem inspirierenden Umfeld wird es uns gelingen, optimale Entfaltungsmöglichkeiten für unsere Mitarbeiter zu schaffen. Dass wir hier auch nach außen gute Fortschritte erzielt haben, zeigen unsere guten Platzierungen in verschiedenen Arbeitgeberrankings, in denen wir im Berichtsjahr stark zugelegt haben. Personalmarketing - Continental als Top-ArbeitgeberUm die besten Talente zu gewinnen, zu halten und zu entwickeln und auf den Personalmärkten noch präsenter zu sein, haben wir unsere Aktivitäten im Bereich Personalmarketing im Berichtsjahr weiter ausgebaut. Das Ziel: Wir positionieren uns als attraktiver Arbeitgeber mit hervorragenden Entwicklungsmöglichkeiten für Absolventen, "Young Professionals" und "Professionals". Daneben sprechen wir mit unseren Aktivitäten im Personalmarketing auch gezielt Schüler und Studenten an, die wir auf Ausbildungsangebote und Praktika bei Continental aufmerksam machen wollen. Unsere Hochschulstrategie ist auf die für uns relevanten Fakultäten angesehener nationaler und internationaler Hochschulen der technischen Ausbildung ausgerichtet.
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Wir sind in den sozialen Medien präsentFür unsere Personalarbeit ist es wichtig, insbesondere mit Nachwuchskräften so zu kommunizieren, dass wir die individuellen Lebensgewohnheiten bestmöglich berücksichtigen. Wir haben daher im Berichtsjahr unsere Aktivitäten im Bereich "Social Media" deutlich ausgebaut. Continental ist in einer Vielzahl sozialer Netzwerke präsent und bietet dadurch die Möglichkeit, sich über die neuesten Entwicklungen im Unternehmen auf dem Laufenden zu halten. Im Mittelpunkt unserer Aktivitäten ist aber weiterhin die Karriere-Website, die von den wichtigen dialogischen Plattformen begleitet wird. Hier können sich alle Zielgruppen über die Möglichkeiten im Konzern informieren und sich direkt auf eine der offenen Positionen bewerben. Und: Mit der neu veröffentlichten kostenlosen Continental-Karriere-App kommt man ab sofort auch online zu unserer Stellenbörse. Weiterhin sind wir weltweit auf Karrieremessen und in Bewerbungsportalen präsent. Wir fördern und entwickeln unsere MitarbeiterUnsere Mitarbeiter machen Continental stark. Wir erwarten Engagement, Zielstrebigkeit und Loyalität. Im Gegenzug ist die Förderung von Qualifikation sowie Aus- und Weiterbildung für uns eine Selbstverständlichkeit. Mit unseren Programmen zur spezifischen Personalentwicklung berücksichtigen wir die unterschiedlichen Entwicklungsebenen der einzelnen Mitarbeiter. Neue Kollegen mit Hochschulabschluss werden auf der "Corporate Entry Conference" (CEC) begrüßt und erhalten Informationen über Abläufe und Strukturen bei Continental. Darüber hinaus lernen diese neuen Mitarbeiter auf landesbezogener bzw. lokaler Ebene im Rahmen unseres "Corporate Entry Program" (CEP) das Unternehmen kennen, bilden Netzwerke und werden zur Selbstführung befähigt. Mit unserem Personalentwicklungscenter bieten wir zudem eine Orientierung zur eigenen Positionierung. Auf länderbezogener oder regionaler Ebene durchlaufen Nachwuchsführungskräfte mit dem "Leadership Entry Program" (LEP) und dem "International Management Program" (IMP) erfolgreiche Maßnahmen, die sie darauf vorbereiten, komplexe Problemstellungen zu meistern und ihre Managementfähigkeiten zu stärken. Führungskräften auf globaler Ebene werden im "Corporate Executive Development Program" (CEDP) weitergehende Führungsfähigkeiten vermittelt. Neuen oberen Führungskräften wird mit den "New Senior Executive Workshops" (NSEW) ein maßgeschneidertes Entwicklungsprogramm angeboten. Für unsere Produktionsmitarbeiter bieten wir weltweit spezifische bzw. lokale Trainings- und Ausbildungsprogramme an, die sowohl die Produktqualität als auch die Arbeitssicherheit erhöhen. Gezieltes globales Talent ManagementStrategisches Management von Talenten auf globaler Ebene spielt eine entscheidende Rolle bei Continental. Ziel des globalen Talent Managements ist es, jederzeit die richtigen Personen in den Positionen zu haben, die für uns im globalen Kontext erfolgskritisch sind. Wir schaffen ein Umfeld und Möglichkeiten, die ein gezieltes und systematisches Lernen und Wachsen fördern. Talenten soll viel Raum zur Entfaltung ihres Potenzials gegeben werden, um sie bestmöglich auf vielfältige Herausforderungen vorzubereiten. Begleitende Trainings- und Einzelmaßnahmen, wie beispielsweise Coaching, Mentoring, gezielte laterale Karriereschritte oder Auslandseinsätze, orientieren sich dabei am individuellen Entwicklungsbedürfnis und den geschäftlichen Erfordernissen. Um den interkulturellen und Know-how bezogenen Austausch zu fördern und eine überregionale Perspektive auf unser internationales Geschäft zu sichern, bieten wir unseren Mitarbeitern u. a. ein Entsendungsprogramm. Im Geschäftsjahr 2012 waren insgesamt rund 930 Mitarbeiter im Rahmen des Programms außerhalb ihres Heimatlandes tätig. Der Trend ist seit Jahren steigend. Spitzenreiter auf regionaler Ebene ist unverändert Asien, wo knapp 40 % der Entsandten tätig sind. Einer internationalen Denkweise, dem Kennenlernen anderer Kulturen sowie der Mobilität unserer Mitarbeiter kommt in Anbetracht der zunehmenden Internationalisierung von Continental eine wachsende Rolle zu. Ein globaler, proaktiver Talent Management Ansatz soll sicherstellen, dass Talente gleiche Chancen erhalten, unabhängig von Divisionszugehörigkeit oder regionaler Herkunft. Leistungsgerechte Vergütung und Erfolgsbeteiligung für alle MitarbeiterBei der Vergütung gilt bei uns das Prinzip einer marktgerechten guten Bezahlung für gute Leistung. Vor diesem Hintergrund spielen variable Vergütungsbausteine eine zunehmend größere Rolle - und zwar nicht nur für das Top-Management. Unser Ziel ist es, Wertschaffung und Erfolg von Continental mit einer leistungsgerechten Vergütung in Einklang zu bringen. Daher bieten wir unseren Mitarbeitern attraktiv gestaltete Vergütungssysteme - und zwar weltweit:
Altersvorsorge wird immer wichtigerDer demografische Wandel erhöht den Druck auf die staatlichen Rentensysteme - und zwar in vielen Märkten, in denen Continental agiert. Damit steigt die Bedeutung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge. Im Mittelpunkt unserer internationalen Altersvorsorgestrategie steht die Umstellung von leistungsorientierten auf beitragsorientierte Versorgungszusagen, um sowohl den Arbeitnehmern als auch dem Unternehmen ein zukunftsfähiges und transparentes Versorgungssystem zu bieten. Continental fördert in vielen Ländern die Eigenbeteiligung der Beschäftigten, indem die Beiträge der Mitarbeiter durch Firmenzuschüsse aufgestockt werden. Zudem motivieren wir die Mitarbeiter zur Teilnahme an der sogenannten "Entgeltumwandlung". In Deutschland verzichtet dabei der Arbeitnehmer auf einen Teil seines Entgeltanspruchs, den der Arbeitgeber für die betriebliche Altersvorsorge einbehält. Diversity macht uns starkWir verstehen Diversity als die Vielfalt der Menschen hinsichtlich z. B. ihrer ethnischen oder gesellschaftlichen Herkunft, ihrer Religion, ihres Geschlechts oder ihres Alters. Sie ist eine wichtige Quelle für die Personalentwicklung und Kreativität und hat deshalb für uns einen hohen Stellenwert. Diversity ist ein Schlüsselfaktor unseres Personalmanagements. So arbeiten bei Continental weltweit Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen und tragen durch ihre verschiedenen Betrachtungsweisen dazu bei, kreative Lösungen zu finden und neue Märkte und Kunden zu gewinnen. Wir legen den Fokus auf die Erreichung eines guten Mix an Männern und Frauen bei unseren Führungskräften sowie auf eine erhöhte internationale Mischung.
Continental füllt die globale Verpflichtung bezüglich Diversity nicht nur innerbetrieblich mit Leben, sondern bekennt sich auch nach außen dazu. Dies haben wir z. B. im Dezember 2008 in Deutschland mit der Unterzeichnung der von zahlreichen Unternehmen getragenen Initiative "Charta der Vielfalt" unterstrichen. Diese Initiative soll die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in den Unternehmen voranbringen und steht unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin. In Ländern mit einem hohen Wachstumspotenzial, wie z. B. China, ist durch eine gezielte Einstellungspolitik der Frauenanteil bereits überdurchschnittlich stark gestiegen. Wir fördern die Vereinbarkeit von Freizeit und BerufEin wesentlicher Faktor für zufriedene und leistungsstarke Mitarbeiter ist die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Privatleben. Dazu leisten wir mit flexiblen Arbeitszeitangeboten für unsere Mitarbeiter einen aktiven Beitrag. Zu den wesentlichen Maßnahmen im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Freizeit und Beruf gehören individuelle vertragliche Lösungen zu flexiblen Arbeitszeiten, Teilzeitverträgen, Jobsharing, Home-Office-Vereinbarungen sowie vielfältige Gesundheitsprogramme und Angebote zur Kinderbetreuung. Die Verfügbarkeit und Ausprägung dieser Vereinbarungen orientiert sich an den jeweils gültigen Gesetzen und Gepflogenheiten an den unterschiedlichen internationalen Continental-Standorten. Unser Demografie-ProgrammDie demografische Entwicklung in den westlichen Industrienationen wird in den kommenden Jahren erhebliche Herausforderungen an die Unternehmen stellen. Die Gruppe der älteren Arbeitnehmer wird sich vergrößern - insbesondere in unseren Produktionsstandorten. Wir gehen davon aus, dass sich allein in Deutschland die Anzahl der Mitarbeiter der Altersgruppe zwischen 55 und 65 in unseren Fertigungsstätten von 2005 bis zum Jahr 2015 verdreifachen wird. Um dieser Veränderung Rechnung zu tragen, haben wir mit unserem Demografie-Programm ein umfassendes Konzept entwickelt. Vier Aspekte stehen im Fokus unserer Aktivitäten:
Wir haben 2012 in Deutschland über alle Standorte zudem den Anteil altersunabhängiger Produktionsarbeitsplätze von 29 % auf 35 % erhöht. Dies wurde durch eine Vielzahl organisatorischer und technischer Maßnahmen erreicht. So wurden beispielsweise in Deutschland über 600 Mitarbeiter (überwiegend Ingenieure) in Ergonomie weitergebildet, Ziel aller Maßnahmen ist es, auch unsere älteren Mitarbeiter in die Lage zu versetzen, mit gewohnt hoher Leistung zu ihrem persönlichen und zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beitragen zu können. Gleichzeitig haben wir in den vergangenen Jahren unsere Ausbildungszahlen stetig erhöht. In insgesamt 22 Ausbildungsgängen und acht dualen Studiengängen an 33 Continental-Standorten haben im Berichtsjahr deutschlandweit 635 junge Menschen ihre Ausbildung als ContiAzubis und ContiBachelors begonnen. Somit absolvieren insgesamt mehr als 1.900 junge Menschen ihr duales Studium bzw. ihre Ausbildung bei Continental. Auf Grundlage des dualen Ausbildungssystems in Deutschland entwickeln wir ein standardisiertes Vorgehen, um an unseren weltweiten Standorten passende Maßnahmen zu ergreifen, die dabei helfen, eine möglichst vergleichbare Qualifizierung junger Menschen zu gewährleisten. Dabei achten wir auf die lokalen Besonderheiten im jeweiligen Schul- und Ausbildungssystem und versuchen etwaige Wissenslücken durch betriebliche Ausbildungsmaßnahmen zu kompensieren. Sicherheit und Gesundheit haben höchste PrioritätSichere Betriebsabläufe und der Schutz der Gesundheit sind elementare Bedürfnisse. Aus diesem Grund sind der Umwelt-, Arbeits- sowie der Gesundheits-, Brand- und Unternehmensschutz feste Bestandteile unserer Unternehmenskultur. Unter der Verantwortung unserer Fachabteilung "Corporate Safety & Health" (S&H), die direkt an den Personalvorstand berichtet, investieren wir in allen Unternehmensbereichen in ein Arbeitsumfeld, das gesunde Arbeitsbedingungen und Sicherheit am Arbeitsplatz ermöglicht. S&H stellt mit ihren konzernweit geltenden Schutzzielen die Grundlage für sicheres Arbeiten, sichere Produktionsanlagen und -abläufe dar und ist Zeichen unserer Verantwortung für Mitarbeiter. Unser Ziel lautet: "We go for zero incidents!" Unser integriertes Schutzkonzept hat deshalb zum Ziel, Störereignisse (Incidents) jeglicher Art zu vermeiden. Dieses bedeutet für den Gesundheitsschutz die Vermeidung von arbeitsbedingten Gesundheitsstörungen, für die Arbeitssicherheit die Vermeidung von Unfällen und stellt für den Unternehmensschutz und Brandschutz den ungestörten Betriebsablauf sicher. S&H ist durch eine Reihe von Maßnahmen und Programmen mit all unseren weltweiten Standorten zur intensiven Zusammenarbeit vernetzt. Durch interne und externe Audits, Zertifizierungen und spezielle Sicherheitsprogramme werden die Sicherheitsstandards in unseren Produktionsstätten kontinuierlich weiterentwickelt. Mit unserem Gesundheitsdienst wollen wir -durch eine Vielzahl von Programmen - bei unseren Mitarbeitern die Kompetenz und Eigenverantwortung für den Umgang mit ihrer körperlichen und seelischen Gesundheit fördern, aber auch Unterstützung in allen Notlagen geben. Die reduzierten Unfallzahlen und unfallbedingten Fehlzeiten spiegeln den Erfolg unserer konsequenten Sicherheitsarbeit wider. Auch die Kenngrößen der anderen Schutzabteilungen zeigen diese positive Entwicklung. Konkrete Verbesserungen durch MitarbeiterbefragungenMit "BASICS live" haben wir ein bewährtes Instrument für die weltweite Befragung unserer Mitarbeiter. Neben 45 einheitlichen Fragen zum Gesamtunternehmen können Divisionen und Standorte jeweils eigene für sie relevante Themen adressieren. An der letzten Umfrage, die bis November 2011 dauerte, haben sich über 80 % aller Beschäftigten beteiligt. Im Jahr 2012 standen die Auswertung der letztjährigen Umfrageergebnisse und die Umsetzung von Verbesserungsmöglichkeiten im Vordergrund. Hierfür fanden in allen Divisionen insgesamt 8.900 Workshops statt, bei denen über 18.000 Einzelmaßnahmen aufgesetzt wurden. Im Geschäftsjahr wurden insgesamt bereits 40 % der formulierten Maßnahmen umgesetzt und weitere 45 % initiiert. Themenschwerpunkte für die zahlreichen Maßnahmen ergaben sich in den Bereichen Mitarbeiterentwicklung, Kommunikation, Abteilungs-/Bereichsstrategie sowie in der Entwicklung unserer Unternehmenskultur. Über die Umsetzung der Maßnahmen informieren wir bzw. die einzelnen Abteilungen unsere Mitarbeiter bis zur nächsten Befragung im Jahr 2014 regelmäßig. Hierbei ist auch die in zwölf Sprachen sechsmal jährlich erscheinende Mitarbeiterzeitung "conti intern" ein wichtiges Instrument. Durch die im Berichtsjahr eingeführte Kommentierungs- bzw. Feedbackfunktion wird die Mitarbeiterzeitung in Richtung eines interaktiven Corporate Blogs erweitert und hilft uns, den Dialog innerhalb der Organisation in alle Richtungen zu intensivieren. Die Ergebnisse der Auswertungen von "BASICS live" werden außerdem in Schulungen und Workshops integriert, die im Zuge der Vermittlung der Unternehmensleitlinien "BASICS" durchgeführt werden. So stellen wir sicher, dass die Weiterentwicklung unserer Unternehmenskultur die Themenschwerpunkte der Mitarbeiterbefragung bestmöglich berücksichtigt. Wir denken mit: Das Continental IdeenmanagementWas bereits im Jahr 1930 als Verbesserungsvorschlagswesen begann, hat sich heute zum Continental Ideenmanagement (CIM) weiterentwickelt. Allein im Jahr 2012 wurden weltweit mehr als 400.000 Ideen eingereicht, von denen über 80 % umgesetzt wurden. Weltweit belegen die Standorte Rubi, Spanien, und Icheon, Südkorea, die Spitzenplätze mit einer Mitarbeiterbeteiligung von 95 % bzw. 100 % und durchschnittlich 68 bzw. 53 umgesetzten Ideen je Mitarbeiter. Viele kleine Verbesserungen haben in ihrer Summe eine große Wirkung. Weltweit führten die umgesetzten Verbesserungen 2012 zu einer Ersparnis von mehr als 130 Mio €. Somit leistet unser CIM einen wichtigen Beitrag, um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Konzerns zu erhöhen, und dokumentiert gleichzeitig das ausgesprochen hohe Engagement und die Eigenmotivation unserer Mitarbeiter. Das Ideenmanagement ist damit Beispiel für gelebte Führungs- und Wertekultur bei Continental und zeigt die starke Verbundenheit der Mitarbeiter mit unserem Unternehmen. Unsere Aktivitäten erfahren auch extern Anerkennung. Im Mai 2012 wurden die deutschen Standorte von Continental mit dem dritten Platz als "Bestes Ideenmanagement in der Branche Automobilzulieferer mit mehr als 5.000 Beschäftigten" vom Deutschen Institut für Betriebswirtschaft (dib) ausgezeichnet. Kommunikation über ConNext - hierarchiefrei vernetzenUm künftig schneller, direkter und regionsübergreifender kommunizieren zu können, wurde mit der Einführung des Business-Netzwerks ConNext im vergangenen Jahr ein wichtiger Grundstein gelegt. Nach nur wenigen Monaten beteiligt sich bereits ein Drittel der Mitarbeiter weltweit am dynamischen Austausch von Wissen und Informationen sowie dem Aufbau und der Pflege von Wissensdatenbanken. Auch im klassischen Projektmanagement finden die neuen "sozialen" Funktionen bereits rege Anwendung. Die Selbstverpflichtung des Vorstands beinhaltet auch das aktive Mitwirken über eigene Blogs und Statusmeldungen bis hin zum direkten Dialog mit den Mitarbeitern. ConNext ist in unsere groß angelegte Kulturentwicklung eingebettet, in der die Kernwerte Vertrauen, Gewinnermentalität, Freiheit und Verbundenheit Orientierung geben. Ein weltweites, hierarchieübergreifendes Netzwerk von über 400 "Social Media Guides" hilft den Kollegen beim Einstieg und der optimalen Nutzung der neuen Kommunikationsformen. Die Guides entwickeln regionsspezifische an die jeweilige Kultur angepasste Vorgehensweisen, die sie durch "Vorleben", eigene Verbesserungsprojekte, aber auch Präsentationen und Schulungen umsetzen. Diese Vernetzung unserer Mitarbeiter, aber auch der verschiedenen Produktfelder, Funktionen und Regionen eröffnet den Zugang zu neuen Ideen, flexibler Reaktion auf Veränderungen von innen und außen sowie eine direktere Kommunikation aller Beteiligten. UmweltBereits vor 20 Jahren, im Jahr 1992, haben wir ein weltweites Umweltmanagementsystem eingeführt. Dessen Ziele waren und sind die Minimierung des Ressourcenverbrauchs und die kontinuierliche Verminderung der Umweltbelastungen. Unser heutiges, sehr ausgereiftes Umweltmanagement leitet sich aus der Continental ESH-Politik (Environment, Security, Safety und Health) ab. Diese ESH-Politik beruht auf neun Grundsätzen und legt die zu berücksichtigenden Umweltschutzbelange in sämtlichen Stufen der Wertschöpfungskette und der Produktlebenszyklen fest. Grundsätze der ESH-Politik:
Effizient organisiertes UmweltmanagementDie Verantwortung für den Umweltschutz läuft unmittelbar vom Vorstandsvorsitzenden über die Zentralbereiche Qualität und Umwelt sowie Umweltschutz Konzern zu den Umweltschutzverantwortlichen der Divisionen und den Umweltmanagern an den einzelnen Standorten. Durch diese schlanke organisatorische Struktur kann Continental strategische Vorgaben direkt kommunizieren und effizient umsetzen. Gleichzeitig schafft die divisionale Struktur auch im Umweltschutz den notwendigen Freiraum für spezifische Anforderungen in den verschiedenen Geschäftsfeldern des Konzerns. Die Anwendung der ESH-Grundsätze wird mithilfe des ESH-Management-Handbuchs konkretisiert, um die konzernweite Umsetzung der Ziele der ESH-Politik in den Divisionen, Produktionsstätten und Entwicklungsabteilungen des Unternehmens sicherzustellen. Unsere darauf aufbauende Umweltberichterstattung orientiert sich an den Sustainability Reporting Guidelines der Global Reporting Initiative (GRI). Als Kontrollinstrument für unsere Umweltziele dienen interne, divisionsspezifische Audits. So nehmen wir den Ist-Zustand für jede Division und jeden Standort auf und leiten den erforderlichen Handlungsbedarf ab. Gleichzeitig stellt das interne Audit die einheitliche Handhabung der ESH-Grundsätze innerhalb des Konzerns sicher. Umweltschutz über alle Wertschöpfungsstufen und Lebenszyklen hinwegUnser Umweltmanagement geht über alle Wertschöpfungsstufen hinweg - von unseren Lieferanten bis zu unseren Kunden. Unsere Verantwortung erstreckt sich dabei über den vollständigen Lebenszyklus jedes unserer Produkte, angefangen bei den eingesetzten Rohstoffen über die Entwicklung, die Produktion, die Nutzung bis zur Verwertung:
Steuerung der Umweltauswirkungen über ÖkobilanzenUm die Umweltauswirkungen unserer Produkte festzustellen und die Umweltbelastungen stetig zu reduzieren, nutzen wir Ökobilanzen (Life Cycle Assessment, LCA), mit denen wir verschiedene Ziele verfolgen:
Folgende Beispiele verdeutlichen die Bedeutung der Ökobilanz während des gesamten Lebenszyklus:
Zu unserem Ziel, mit unseren Produkten einen spürbaren Beitrag für eine Reduzierung des CO2 -Ausstoßes gerade in der Nutzungsphase zu leisten, tragen alle Divisionen unseres Unternehmens bei. Unsere sich aktuell in Serienproduktion befindlichen mobilitätsbezogenen Produkte und Anwendungen tragen insgesamt dazu bei, CO2 -Emissionen um rund 26 g/km zu verringern. Wesentliche Beiträge leisten beispielsweise Hybrid- und Elektromotoren, Piezo-Common-Rail-Injektoren, Direkteinspritzungen, Downsizing-Lösungen und Turbolader, Telematiksysteme, intelligente Geschwindigkeitsregelsysteme (Adaptive Cruise Control, ACC), Fahrerassistenzsysteme (Advanced Driver Assistance Systems, ADAS) oder Leichtbauprodukte von ContiTech. Ökobilanz eines Pkw-Reifens (in %)![]() Laufende Überprüfung der Emissions- und VerbrauchszieleFür unsere Produktionsstätten haben wir bereits vor einigen Jahren Konzern-Umweltziele definiert: CO2 -Emissionen, Energie- und Wasserverbrauch sowie das Abfallaufkommen und die Abfallverwertung. Diese Zielgrößen werden u. a. im Rahmen regelmäßiger interner und externer Audits überwacht und die Erfüllung unserer Ziele überprüft. Daraus können wir den erforderlichen Handlungsbedarf ableiten und einen Know-how-Transfer innerhalb des Konzerns sicherstellen. Derzeit sind 88 % unserer weltweiten Standorte nach ISO 14001 zertifiziert. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die von unseren Produktionsstätten ausgehenden Umweltbelastungen zu senken. Die Zielgrößen unseres Umweltmanagements werden in Kennzahlen zum Umweltschutz quantifizierbar gemacht. Sie geben den Ressourcenverbrauch und die Emissionen pro Tonne Fertigprodukt an. Ambitionierte Umweltziele und -kennzahlenWir verfolgen ambitionierte Umweltziele: Bis zum Jahr 2015 wollen wir im Vergleich zum Jahr 2011 bei unseren Herstellungsprozessen eine Verringerung der CO2 -Emissionen um ca. 12 % erreichen. Im Rahmen unserer Umweltzielsetzung wollen wir den Energieeinsatz, den Wasserverbrauch und das Abfallaufkommen weiter verringern. Dabei sollen jährliche Einsparungen von jeweils 3 % erreicht werden. Die Abfallverwertungsquote wollen wir gleichzeitig pro Jahr um 2 % erhöhen. Durch den zunehmenden Einsatz von Rezyklaten wollen wir den Rohstoffverbrauch reduzieren. Dadurch tragen wir in indirekter Weise dazu bei, den Energie- und Ressourcenverbrauch bei der Gewinnung von Rohstoffen zu senken. Erstmalige Prüfung durch unabhängigen Dritten2012 haben wir erstmalig ausgewählte klimarelevante Umweltkennzahlen zu unseren CO2 -Emissionen des Geschäftsjahres 2011 einer unabhängigen betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unterzogen, welche zu einem Ergebnis ohne Beanstandungen führte. Die Prüfung berücksichtigte auch die zugehörigen Richtlinien, Systeme, Prozesse und internen Kontrollen des Berichtswesens. Bessere Platzierung im Carbon Disclosure ProjectSeit 2009 nimmt Continental jährlich am "Carbon Disclosure Project" (CDP), einer Initiative zur Verbesserung der Transparenz bezüglich klimaschädlicher Emissionen, teil. Nach einer Platzierung im oberen Mittelfeld im Vorjahr hat Continental im Berichtsjahr deutlich bessere Resultate erzielt. Mit 82 von 100 Punkten ist es uns gelungen, als einziger Automobilzulieferer einen Platz im Carbon Disclosure Leadership Index (CDLI) der größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu belegen. Gesellschaftliche VerantwortungUnsere Welt und damit auch die Anforderungen an unser Unternehmen, das sich in einem globalen Markt behauptet, wandeln sich ständig. Wettbewerbsfähigkeit ist heute nicht mehr nur eine Frage von Wachstum und Profitabilität, sondern auch von gesellschaftlicher Verantwortung und dem damit verbundenen Engagement. Wir sind davon überzeugt, dass nur Unternehmen, die beide Aspekte in Einklang bringen, langfristig erfolgreich sein können. Unser gesellschaftliches Engagement ist vielfältigWir sehen unsere gesellschaftliche Verantwortung als globale Aufgabe, die auch lokal zu erfüllen ist. Global, da wir als international vernetzter Konzern auf den internationalen Märkten arbeiten, sowie lokal mit unseren vor Ort beheimateten Mitarbeitern. Wir unterstützen daher nicht nur weltweit aktive Organisationen und Aktivitäten, sondern gerade auch regionale oder lokale Initiativen bei ihrer Arbeit. Unser gesellschaftliches Engagement ist bewusst dezentral angelegt und speist sich aus zahlreichen Aktivitäten. Ausnahmen bilden überregionale Projekte und Herausforderungen oder unsere Unterstützung bei internationalen Katastrophen. Hier kommt das Unternehmen als Ganzes seiner gesellschaftlichen Verantwortung nach. Vorrangiges Ziel aller Aktivitäten des Konzerns und seiner Mitarbeiter ist die direkte, schnelle und nachhaltige Unterstützung. So ergibt sich ein Mosaik von Aktivitäten, das so vielfältig ist wie unser Unternehmen und seine Mitarbeiter. Auf diese Weise verbindet uns nicht allein der erfolgreiche Arbeitsalltag, sondern auch unser Engagement für Soziales und Verkehrssicherheit, für Bildung und Wissenschaft und für den Sport. Engagement für Soziales und VerkehrssicherheitVerantwortung heißt für uns auch, soziales Engagement zu begründen und zu übernehmen: als gesamter Konzern, von unseren Standorten und in Verbindung mit privaten Initiativen, die von engagierten Mitarbeitern unseres Unternehmens getragen werden. Deshalb werden gemeinnützige Projekte, Spenden oder wohltätige Aktivitäten weitestgehend im Ermessen der dezentralen Einheiten initiiert und verantwortet. Einige Beispiele für unser soziales Engagement aus dem Berichtsjahr sind:
Soziale Verantwortung bedeutet für uns als Automobilzulieferer auch, einen gesellschaftlichen Beitrag in den Bereichen Mobilität und Sicherheit im Straßenverkehr zu leisten:
Engagement für Bildung und WissenschaftBildung und Wissenschaft sind unverzichtbare Grundlagen für eine erfolgreiche Tätigkeit. Eine gute Ausbildung und die Förderung von Nachwuchskräften sind für unser Unternehmen Schlüsselfaktoren, um langfristig erfolgreich agieren zu können. Continental fördert die Integration Jugendlicher in die Berufswelt und investiert in die Ausbildung junger Menschen. Außerdem stehen wir zentral und an unseren Standorten neben einem intensiven Austausch mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen in einem langfristig angelegten Dialog mit Studenten und Schülern. Hierbei sind uns die Meinungen der Nachwuchskräfte zu Themen wie Qualifizierung, Arbeitszeit und Karriere besonders wichtig. Im Rahmen von Studentenumfragen befragen wir diesbezüglich seit 2003 jährlich rund 1.000 Studenten in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest. Bisher stellten wir neun Umfragen in Deutschland, vier in Rumänien und eine in China vor. Zu den vielfältigen Aktivitäten, mit denen wir Studenten und Young Professionals bei ihrer Vorbereitung und dem Einstieg in das Berufsleben unterstützen, zählt auf übergeordneter Ebene auch die "Global Engineering Excellence Initiative". Bei dieser weltweit angelegten Initiative, die Continental seit 2005 unterstützt, beschäftigen sich neun internationale Spitzenuniversitäten mit den Rahmenbedingungen der Ausbildung in den Ingenieur- und Naturwissenschaften in Zeiten der Globalisierung. Außerdem widmen wir uns auch intensiv der Gruppe der Schüler, um ihnen Einblick in unser Unternehmen und unseren Arbeitsalltag zu gewähren. Wir helfen den Schülern dabei, eine klarere Vorstellung für den eigenen Berufswunsch zu entwickeln. Im April 2012 waren in Hannover 300 Mitarbeiterkinder und deutschlandweit insgesamt 930 Mädchen und Jungen beim Zukunftstag - der in manchen Regionen auch Girl's Day oder Zukunftstag für Mädchen und Jungen genannt wird - zu Gast bei Continental. Sie erhielten Einblicke in die Arbeit eines Automobilzulieferers, konnten sich im Ausbildungszentrum mit Auszubildenden und Studenten, die den dualen Studiengang ContiBachelor absolvieren, austauschen und in Vorträgen und Vorführungen mehr über einzelne Produkte erfahren. Die gesamte Planung, Organisation und Durchführung der Zukunftstage lag in den Händen von "YoungConti" - einem von unseren Auszubildenden und Bachelor-Studenten eigenverantwortlich gegründeten Übungsunternehmen. Engagement im SportSport schafft neue Netzwerke, die Hierarchien und Hindernisse überwinden. Deshalb engagieren wir uns in vielfältiger Weise auf diesem Gebiet, das Menschen auf der ganzen Welt verbindet. Wir engagieren uns seit Jahren mit langfristig angelegten Sportprojekten und Angeboten für unsere Mitarbeiter sowie für die Öffentlichkeit. Für das Jahr 2012 verdeutlichen folgende Beispiele unser besonderes Engagement im Sport:
Wirtschaftliches UmfeldKonjunkturentwicklung in ausgewählten RegionenWIRTSCHAFTSWACHSTUM (BIP) 2012 IM VERGLEICH ZUM VORJAHRQuelle: IWF - World Economic Outlook 01/2013 WELT![]() KERNPUNKTE DER KONJUNKTURENTWICKLUNGQuellen: IWF - World Economic Outlook 01/2013, OECD - Economic Outlook 2012, Weltbank 12/2012, Zentralbanken 12/2012. Statistisches Bundesamt 01/2013, Continental
WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BIP) 2012 IM VERGLEICH ZUM VORJAHRQuelle: IWF - World Economic Outlook 01/2013 EURORAUM![]() KERNPUNKTE DER KONJUNKTURENTWICKLUNGQuellen: IWF - World Economic Outlook 01/2013, OECD - Economic Outlook 2012, Weltbank 12/2012, Zentralbanken 12/2012. Statistisches Bundesamt 01/2013, Continental
WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BIP) 2012 IM VERGLEICH ZUM VORJAHRQuelle: IWF - World Economic Outlook 01/2013 DEUTSCHLAND![]() KERNPUNKTE DER KONJUNKTURENTWICKLUNGQuellen: IWF - World Economic Outlook 01/2013, OECD - Economic Outlook 2012, Weltbank 12/2012, Zentralbanken 12/2012. Statistisches Bundesamt 01/2013, Continental
WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BIP) 2012 IM VERGLEICH ZUM VORJAHRQuelle: IWF - World Economic Outlook 01/2013 RUSSLAND![]() KERNPUNKTE DER KONJUNKTURENTWICKLUNGQuellen: IWF - World Economic Outlook 01/2013, OECD - Economic Outlook 2012, Weltbank 12/2012, Zentralbanken 12/2012. Statistisches Bundesamt 01/2013, Continental
WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BIP) 2012 IM VERGLEICH ZUM VORJAHRQuelle: IWF - World Economic Outlook 01/2013 USA![]() KERNPUNKTE DER KONJUNKTURENTWICKLUNGQuellen: IWF - World Economic Outlook 01/2013, OECD - Economic Outlook 2012, Weltbank 12/2012, Zentralbanken 12/2012. Statistisches Bundesamt 01/2013, Continental
WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BIP) 2012 IM VERGLEICH ZUM VORJAHRQuelle: IWF - World Economic Outlook 01/2013 BRASILIEN![]() KERNPUNKTE DER KONJUNKTURENTWICKLUNGQuellen: IWF - World Economic Outlook 01/2013, OECD - Economic Outlook 2012, Weltbank 12/2012, Zentralbanken 12/2012. Statistisches Bundesamt 01/2013, Continental
WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BIP) 2012 IM VERGLEICH ZUM VORJAHRQuelle: IWF - World Economic Outlook 01/2013 JAPAN![]() KERNPUNKTE DER KONJUNKTURENTWICKLUNGQuellen: IWF - World Economic Outlook 01/2013, OECD - Economic Outlook 2012, Weltbank 12/2012, Zentralbanken 12/2012. Statistisches Bundesamt 01/2013, Continental
WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BIP) 2012 IM VERGLEICH ZUM VORJAHRQuelle: IWF - World Economic Outlook 01/2013 CHINA![]() KERNPUNKTE DER KONJUNKTURENTWICKLUNGQuellen: IWF - World Economic Outlook 01/2013, OECD - Economic Outlook 2012, Weltbank 12/2012, Zentralbanken 12/2012. Statistisches Bundesamt 01/2013, Continental
WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BIP) 2012 IM VERGLEICH ZUM VORJAHRQuelle: IWF - World Economic Outlook 01/2013 INDIEN![]() KERNPUNKTE DER KONJUNKTURENTWICKLUNGQuellen: IWF - World Economic Outlook 01/2013, OECD - Economic Outlook 2012, Weltbank 12/2012, Zentralbanken 12/2012. Statistisches Bundesamt 01/2013, Continental
Gesamtwirtschaftliche EntwicklungMit einem im Jahr 2012 verlangsamten Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von nur noch 3,2 % (2011: 3,9 %) entwickelte sich die Weltwirtschaft insgesamt weitgehend gemäß den Erwartungen des Internationalen Währungsfonds (IWF), auf die wir im letztjährigen Prognosebericht verwiesen hatten. In vielen sogenannten entwickelten Volkswirtschaften hat sich 2012 die konjunkturelle Dynamik weiter abgeschwächt. Auch die vom IWF sogenannten Schwellen- und Entwicklungsländer zeigten 2012 zumeist ein gegenüber dem Vorjahr abgeschwächtes Wachstum. Besser als ursprünglich erwartet entwickelten sich im Berichtsjahr die USA und Japan mit einem BIP-Anstieg um 2,3 % bzw. 2,0 % anstelle der prognostizierten 1,8 % bzw. 1,7 %. Auch wenn die südeuropäische Schuldenkrise weiterhin die wirtschaftspolitische Diskussion dominiert, ist sie für die Stagnation im Euroraum nicht allein verantwortlich. Die Nachwirkungen des starken Ölpreisanstiegs in den Wintermonaten Januar und Februar 2012 haben ebenfalls eine Rolle gespielt. Innerhalb der Schwellen- und Entwicklungsländer waren verschiedene Volkswirtschaften nicht nur von der geringeren Auslandsnachfrage betroffen; es traten auch strukturelle Probleme deutlicher in den Vordergrund. So verlor die Binnenkonjunktur in Brasilien und China weiter an Schwung, während in Indien das hohe Haushaltsdefizit sowie das niedrige Tempo bei den Strukturreformen das Wachstum mehr und mehr beeinträchtigten. Die Angaben über Inflations- und Wachstumsraten geben den Kenntnisstand bei Drucklegung dieses Berichts wieder. Entwicklung wesentlicher AbnehmerbranchenFür Continental als internationalen Automobil- und Industriezulieferer ist das weltweite Geschäft mit den Herstellern von Pkw und Nutzfahrzeugen das wichtigste Marktsegment. Hierauf entfallen etwa 72 % der Umsätze. Der zweitgrößte Markt ist weiterhin das weltweite Ersatzreifengeschäft für Pkw und Nutzfahrzeuge. In der regionalen Betrachtung sind Europa mit 55 % und die NAFTA-Region mit 22 % noch die wichtigsten Absatzmärkte. Der Umsatzanteil des Konzerns in Asien legte in den vergangenen Jahren deutlich zu und stieg 2012 schon auf 18 %. FahrzeugmärkteMaßgeblich für unseren Umsatz in der Erstausrüstung ist der globale Absatz von neu produzierten Pkw und leichten Nutzfahrzeugen <6 t, gemessen am weltweiten Produktionsvolumen. Entwicklung der Pkw-NeuzulassungenIn Summe betrachtet, entwickelte sich die globale Fahrzeugnachfrage 2012 erfreulich: Mit insgesamt 79,3 Mio neu zugelassenen Fahrzeugen wurde der Vorjahreswert von 74,8 Mio Stück um 6 % übertroffen. Starke Zuwächse zeigten erneut der US-amerikanische (+1,7 Mio Einheiten) und der chinesische Fahrzeugmarkt (+1,0 Mio Einheiten), der 2012 mit insgesamt 13,2 Mio neu zugelassenen Fahrzeugen auf Rang 2 nach den USA vorrückte. Dagegen reduzierten sich in Europa (EU27 + EFTA) die Neuzulassungen infolge der Wirtschaftskrise um 8 % auf 12,5 Mio Stück. Besonders betroffen waren die südeuropäischen Märkte mit rückläufigen Absatzzahlen von -15 % in Frankreich und jeweils -23 % in Italien und Spanien. Auch die Neuzulassungen in Deutschland sanken, allerdings nur um 3 %, während der Absatz in Großbritannien um 5 % zulegen konnte. Der sehr hohe Anstieg der Neuzulassungszahlen in Japan (30 %) ist im Wesentlichen bedingt durch den Absatzeinbruch im Vorjahr infolge der Naturkatastrophe in Fukushima im März 2011 und den hierauf folgenden Nachholeffekt nach dem Wiederaufbau der Produktionskapazitäten 2011 und 2012. Auf Quartalsbasis hat sich dagegen das Volumen der Neuzulassungen im Verlauf des Jahres 2012 bereits wieder normalisiert. Neben China zeigten 2012 auch die anderen BRIC-Länder Brasilien, Russland und Indien kräftige Absatzzuwächse in Höhe von 6 % bis 11 % oder in Summe +0,7 Mio Einheiten. Nach +10 % im Vorjahr konnten die BRIC-Märkte 2012 insgesamt um 8 % wachsen. Neuzulassungen/Verkäufe von Pkw in Mio Stückscroll
Quelle: VDA und Renault Entwicklung der Pkw-ProduktionInfolge der global gestiegenen Nachfrage nach Pkw und leichten Nutzfahrzeugen erhöhte sich 2012 auch die Zahl der produzierten Fahrzeuge auf Basis vorläufiger Daten um 5 % auf 80,9 Mio Einheiten. In der Betrachtung nach Ländern und Regionen zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei den Neuzulassungen: Der Anstieg um rund 4,1 Mio Einheiten entfiel zur Hälfte auf die NAFTA-Region, die damit erstmals seit fünf Jahren das 2007er Produktionsvolumen erreichte. In Asien zeigt Japan mit 9,4 Mio produzierten Einheiten (+1,5 Mio Einheiten gegenüber dem von der Fukushimakatastrophe betroffenen Vorjahr) wieder einen mit 2010 vergleichbaren Wert. In China setzte sich das kräftige Wachstum der Produktion fort und markiert mit 18,3 Mio Einheiten (+1,0 Mio Einheiten) einen neuen Rekordwert. In Europa sanken dagegen die Produktionsvolumina aufgrund des Nachfrageeinbruchs in Südeuropa um 1,4 Mio Einheiten. Entwicklung der Nutzfahrzeug-ProduktionIm Gegensatz zur Pkw-Produktion reduzierte sich die globale Produktion von Nutzfahrzeugen im Berichtsjahr nach dem Rekordvolumen des Vorjahres auf Basis vorläufiger Zahlen um 8 % oder rund 250.000 Einheiten. In Europa ergab sich wie erwartet ein Rückgang um 5 %. Einen deutlicheren Rückgang zeigten die Volumina in Asien (-9 %) sowie in Mittel- und Südamerika (-31 %) infolge der deutlichen Produktionseinschränkung der Lkw-Hersteller aufgrund hoher Lagerbestände. In der NAFTA-Region hingegen setzte sich der positive Trend fort; die Anzahl der produzierten Nutzfahrzeuge stieg 2012 nochmals um 10 %. Mit 3,1 Mio produzierten Nutzfahrzeugen lag die Gesamtproduktion 2012 zwar unter den Werten der beiden Vorjahre, aber immer noch über den Volumina der Krisenjahre 2008 und 2009. Produktion Pkw, Kombifahrzeuge, leichte Nutzfahrzeuge (< 6 t)1 in Mio Stückscroll
Quelle: IHS
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Light Vehicles. Produktion Nutzfahrzeuge (> 6 t)1 in Tsd Stückscroll
Quelle: IHS
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Heavy Vehicles. ErsatzreifenmärkteFür unseren Umsatz in der Reifensparte ist das globale Ersatzgeschäft von Pkw- und Lkw-Reifen maßgeblich. Entwicklung der Pkw-ErsatzreifenmärkteDie globale Nachfrage nach Pkw-Ersatzreifen stagnierte 2012 bei knapp 1 Mrd verkauften Pkw-Reifen. In einigen Regionen brach sie jedoch regelrecht ein. So wurden in Europa - im Wesentlichen aufgrund der Wirtschaftskrise in Südeuropa - rund 8 % weniger Reifen als im Vorjahr abgesetzt. Auch die NAFTA-Region verzeichnete einen Rückgang um 2 %. In Asien stieg der Absatz dagegen kräftig um 4,5 % auf 278 Mio Stück. Damit baute Asien seine Position als zweitgrößter Markt im Pkw-Ersatzreifengeschäft weiter aus. Auch der Absatz in Mittel- und Südamerika und in den übrigen Märkten legte weiter zu. In Summe liegt der globale Absatz 2012 mit 989,8 Mio verkauften Reifen (auf Basis vorläufiger Daten) geringfügig unter dem Absatz des Vorjahres in Höhe von 992,7 Mio Reifen. Entwicklung der Lkw-ErsatzreifenmärkteDas Ersatzgeschäft mit Lkw-Reifen lag 2012 zwar unter der sehr guten Volumenentwicklung des Vorjahres (138,4 Mio Stück), blieb aber mit 136,6 Mio Stück auf einem sehr guten Niveau. Die südeuropäische Wirtschaftskrise zeigte sich hier mit einem Rückgang der Nachfrage in Europa um 13 %, aber auch die NAFTA-Region und Südamerika verzeichneten einen um jeweils 2 % gesunkenen Absatz. In Asien wurden aufgrund des anhaltenden Wirtschaftswachstums wiederum mehr Reifen als im Vorjahr nachgefragt. Mit 67,3 Mio Lkw-Reifen wurde in dieser Region rund die Hälfte aller Lkw-Ersatzreifen verkauft. Absatz im Ersatzgeschäft Pkw-Reifen (inkl. Reifen für leichte Nutzfahrzeuge und allradgetriebene Fahrzeuge)scroll
Quelle: LMC World Tyre Forecast Service
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Vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen. Absatz im Ersatzgeschäft Lkw-Reifenscroll
Quelle: LMC World Tyre Forecast Service
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Vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen. Entwicklung der RohstoffmärkteWichtige Rohstoffe für die Fertigung unserer Produkte für die Automobilindustrie sind unter anderem Metalle, wie Stahl, Aluminium und Kupfer, deren Preisentwicklung unsere Kosten in der Regel indirekt über Einkäufe bei unseren Zulieferbetrieben beeinflusst. Je nach Vertragsgestaltung mit den jeweiligen Lieferanten trifft uns eine Preisveränderung in der Regel erst mit einem Zeitversatz von mehreren Wochen oder Monaten. Anhaltenden Preisänderungen bei Rohstoffen können wir uns nicht entziehen und geben diese, je nach getroffenen Abnehmerverträgen, über entsprechende Preisanpassungen an unsere Kunden weiter. Nach den spürbaren Preissteigerungen fast aller Metalle im Vorjahr und den damit verbundenen Preisanpassungen unserer Vorprodukte ließ der Kostendruck für die Automotive Group im Verlauf des Geschäftsjahres 2012 etwas nach. Zwar verteuerten sich die Marktpreise vieler Metalle im ersten Quartal 2012 spürbar, im weiteren Jahresverlauf sanken sie jedoch aufgrund der zunehmenden Unsicherheit über die Entwicklung der Weltwirtschaft deutlich und konsolidierten zumeist unterhalb ihrer Vorjahresdurchschnittswerte. Sehr wichtig bei der Produktion von mechanischen Komponenten ist für Continental die Preisentwicklung von wärmebehandeltem Kohlenstoffstahl und Edelstahl als Vormaterialien vieler von uns verwendeter Stanz-, Dreh-, Zieh- und Druckgussteile. Gestiegene Bezugskosten für Eisenerz und Kokskohle als Rohstoffe für Kohlenstoffstahl sowie Nickel als wichtigsten Legierungsstoff für Edelstahl führten im ersten Quartal 2012 zu kräftigen Preisanhebungen der Stahlhersteller. Im weiteren Jahresverlauf sanken die Stahlpreise für Flach- und Langprodukte aufgrund rückläufiger Nachfrage wieder und lagen am Jahresende nur noch etwa 3 % über den Jahresschlusspreisen von 2011. In der Durchschnittsbetrachtung zeigt sich ein etwas anderes Bild: Hier lag 2012 der Preis von beispielsweise Flachstahl bei etwa 600 €/t und damit rund 9 % niedriger als 2011, während sich der Preis von Edelstahl weiterhin über 1.100 €/t bewegte (lediglich 2 % unterhalb seines Vorjahreswertes, trotz einer Reduktion des Nickelpreises von rund 17 %). Aluminium, aus dem hauptsächlich Druckguss-, aber auch Stanz- und Biegeteile gefertigt werden, zeigt 2012 eine ähnliche Preisentwicklung wie Stahl. Nach einer Verteuerung um 16 % auf 2.353 US-Dollar/t reduzierte sich der Marktpreis wieder auf 2.073 US-Dollar/t am Jahresende, 3 % über dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt dagegen sank der Aluminiumpreis in US-Dollar um 15 % gegenüber dem Vorjahr, in Euro jedoch nur um 8 %. Kupfer, das vor allem in Elektromotoren und für mechatronische Bauteile verwendet wird, verteuerte sich 2012 zunächst um 15 % auf 8.740 €/t, gab dann jedoch spürbar nach und lag zur Jahresmitte wieder auf dem Niveau des Jahresanfangs. In der zweiten Jahreshälfte zog der Preis wieder an und war am Jahresende mit 7.931 US-Dollar/t 4 % teurer als ein Jahr zuvor. In der Durchschnittsbetrachtung reduzierte sich der Kupferpreis um 10 % auf US-Dollar-Basis, auf Euro-Basis aber lediglich um rund 3 %. Für die Veredelung verschiedenster Bauteile wie zum Beispiel der Beschichtung werden von unseren Zulieferern auch verschiedene Edelmetalle wie vor allem Gold, aber auch Silber und Palladium verarbeitet. Nach den deutlichen Verteuerungen des Vorjahres reduzierten sich 2012 in der Durchschnittsbetrachtung die Preise für Silber und Palladium pro Troy-Unze auf US-Dollar-Basis jeweils um 12 %, dafür verteuerte sich Gold um nochmals 6 %. Auf Euro-Basis errechnet sich für Silber und Palladium nur ein Rückgang um 4 % beziehungsweise 5 % und eine Goldpreiserhöhung um 15 %. Alles in allem führte im Geschäftsjahr 2012 die Preisentwicklung der Edelmetalle erneut zu leicht gestiegenen Kosten für die Automotive Group. Sehr stark betroffen war die Automotive Group im Jahr 2012 von den Preisen der Seltenen Erden Dysprosium und Neodym, die seitens unserer Lieferanten vor allem für Dauermagnete in Elektromotoren benötigt werden. Hier wirkten für uns im Geschäftsjahr 2012 noch die extremen Preiserhöhungen des Vorjahres nach, die für die Automotive Group 2012 zu geringfügigen Mehrbelastungen gegenüber 2011 führten. Der Jahresdurchschnittspreis für Dysprosium fiel 2012 gegenüber 2011 um 24 % auf 773 €/kg zurück, er lag aber immer noch 400 % über dem des Jahres 2010. Der Durchschnittskurs für Neodym sank 2012 um 35 % auf 80 €/kg und bewegte sich damit noch 190 % über dem Level von 2010. Für die Produktion von Reifen und technischen Gummiwaren werden vor allem Naturkautschuk und Synthesekautschuk benötigt. Daneben werden in größeren Mengen Ruß aus Rohöl als wichtigster Füllstoff sowie Stahlcord und Nyloncord als wichtigste Festigkeitsträger verwendet. Unseren Bedarf an verschiedenen Naturkautschuktypen kaufen wir überwiegend in Thailand, Malaysia und Indonesien ein, auf die zusammen rund 80 % der jährlichen weltweiten Naturkautschukproduktion entfällt. Alle kautschukproduzierenden Länder stellen heute Naturkautschuk als Technisch Spezifizierten Naturkautschuk (TSR) gemäß den Normen der International Standards Organisation (ISO) her. Gehandelt wird Naturkautschuk in verschiedenen Typen an den Warenbörsen in Singapur und Tokio. Die Preisentwicklung verläuft tendenziell gleich, ist aber sehr volatil. Preisentwicklungen (indexiert auf den 1. Januar 2008)Naturkautschuke![]() Synthesekautschuk-Rohstoffe![]() Stahl![]() Aluminium und Kupfer![]() Der Preis für Naturkautschuk TSR 20 verteuerte sich Anfang 2012 um 25 %, lag jedoch am Jahresende wieder auf dem Level des Jahresschlusspreises von 2011. Im Jahresdurchschnitt sank das Preisniveau von TSR 20 - nachdem es sich in den Vorjahren mehr als verdoppelt hatte - um 24 % auf 2,69 €/kg. Sehr ähnlich entwickelten sich die Preise für Naturkautschukfelle (Ribbed Smoked Sheets, RSS). Der Preis für Naturkautschukfelle RSS 3 stieg 2012 zunächst um 16 % an, lag dann aber am Jahresende rund 10 % unter dem Vorjahresschlusskurs. Der Jahresdurchschnittspreis reduzierte sich nach seiner Verdoppelung in den Vorjahren ebenfalls um 24 % und betrug 2,53 €/kg. Nach Naturkautschuk als direkt eingesetztem Rohmaterial ist Rohöl der wichtigste Ausgangsgrundstoff vieler Produktionsmaterialien wie Synthesekautschuk, Ruß und diverser Chemikalien. Zwischen Rohöl und den von Continental beschafften Materialien liegen teilweise mehrstufige Produktionsprozesse bei Vorlieferanten. Auch der Preis für Rohöl verteuerte sich 2012 zunächst kräftig, brach dann aber zur Jahresmitte deutlich ein. Es folgte eine rasche Erholung und daran anschließend eine Konsolidierung. Die Nordseesorte Brent notierte am 31. Dezember 2012 mit 113 US-Dollar/Barrel 4 % über dem Schlusspreis von 2011. Im Durchschnitt lag das Preisniveau 2012 mit 113 US-Dollar/Barrel nur 1 % über dem des Jahres 2011, umgerechnet in Euro mit 88 €/Barrel jedoch 10 % über dem Vorjahreswert. Im Vergleich zum Durchschnittspreis der Jahre 2008 bis 2010 von 80 US-Dollar/Barrel zeigt sich eine Verteuerung um 40 % auf US-Dollar-Basis beziehungsweise um 54 % auf Euro-Basis. Der Preis von Butadien, dem wichtigsten Vormaterial für Synthesekautschuk, bewegte sich im Geschäftsjahr 2012 ähnlich volatil wie im Vorjahr, jedoch in umgekehrter Richtung: Nach einem raschen Anstieg bis Mitte April 2012 um 33 % auf in der Spitze 1,63 US-Dollar/Pound brach der Preis um mehr als die Hälfte ein und beendete das Jahr mit -43 % bei 0,70 US-Dollar/Pound. In der Durchschnittsbetrachtung ergibt sich für 2012 zwar ein Preisrückgang um 19 % auf 1,07 US-Dollar/Pound, im Vergleich zu 2010 entspricht dies jedoch immer noch einem Anstieg von 49 %. Dagegen zog der Preis von Styrol, ebenfalls ein Vormaterial für Synthesekautschuk, im Berichtsjahr weiter an und verteuerte sich im Vergleich der Jahresendpreise 2012 zu 2011 um 22 % bzw. um 4,5 % im Jahresdurchschnitt. Alles in allem bewirkten 2012 insbesondere die gesunkenen Preise für Natur- und Synthesekautschuke eine erfreuliche Verbesserung der operativen Margen unserer Rubber Group. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageDas haben wir erreicht: Umsatzsteigerung um 7,3%Umsatz (in Mio €)![]() EBIT-Anstieg um 18,3%EBIT (in Mio €)![]() Verteilung des UmsatzesUmsatz nach Divisionen![]() EBITDA-Anstieg um 14,8%EBITDA (in Mio €)![]() Free Cashflow in Höhe von 1.652,5 Mio €Free Cashflow (in Mio €)![]() Verringerung der Netto-Finanzschulden um 1.452,2 Mio € und Gearing Ratio bei 58,2%Netto-Finanzschulden (in Mio €)Gearing Ratio (in %)![]() Ertragslage
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Umsatzanstieg um 7,3 %Der Konzernumsatz erhöhte sich im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2.231,3 Mio € bzw. 7,3 % auf 32.736,2 Mio € (Vj. 30.504,9 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 4,3 %. Diese erneute Erhöhung kommt sowohl aus unseren Automotive-Divisionen mit einer starken Konzentration auf die wachstumsstarken Segmente der Automobilzulieferindustrie als auch aus einem verstärkten Umsatzanstieg außerhalb Europas. Der Anstieg der Fahrzeugproduktion bei Pkw, Kombifahrzeugen und leichten Nutzfahrzeugen im Jahr 2012 hat den Geschäftsverlauf positiv beeinflusst. Die weltweit stagnierende und in einigen Kernmärkten sogar rückläufige Nachfrage nach Pkw-Ersatzreifen konnte dadurch sowie durch Marktanteilssteigerungen in wesentlichen Regionen kompensiert werden. Währungskurs- als auch Konsolidierungskreisveränderungen haben zum Umsatzwachstum beigetragen. Die Umsatzanteile nach Regionen im Jahr 2012 haben sich gegenüber dem Vorjahr folgendermaßen verändert: scroll
Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 15,8 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns erhöhte sich im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 481,5 Mio € bzw. 15,8 % auf 3.522,4 Mio € (Vj. 3.040,9 Mio €) und entspricht 10,8 % (Vj. 10,0 %) des bereinigten Umsatzes. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns stieg während des vierten Quartals 2012 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 47,9 Mio € bzw. 5,9 % auf 860,7 Mio € (Vj. 812,8 Mio €) und entspricht 10,7 % (Vj. 10,3 %) des bereinigten Umsatzes. Im dritten Quartal 2012 ergab sich auf vergleichbarer Basis ein bereinigtes operatives EBIT (EBIT bereinigt) in Höhe von 838,5 Mio €. Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 18,3 %Das operative Konzernergebnis (EBIT) stieg 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 476,5 Mio € bzw. 18,3 % auf 3.073,4 Mio € (Vj. 2.596,9 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 9,4 % (Vj. 8,5 %). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) verringerten das operative Ergebnis (EBIT) im Berichtsjahr um 445,5 Mio € (Vj. 435,5 Mio €). 2012 sind darin keine Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) enthalten (Vj. -). Die Kapitalrendite (EBIT in % von durchschnittlichen operativen Aktiva) beträgt 18,1 % (Vj. 16,2 %). Sondereffekte 2012Die Prüfung des Goodwill auf Werthaltigkeit im Rahmen des jährlichen Impairment-Tests führte in der Division Powertrain zu einer Wertminderung in Höhe von 75,6 Mio €. Aus dem Abgang einer At-Equity-Beteiligung der Division Chassis & Safety wurde ein Ertrag in Höhe von 1.6 Mio € realisiert. Aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen sowie Zuführungen entstand 2012 ein positiver Sondereffekt in Höhe von insgesamt 32,8 Mio € (Chassis & Safety 1,2 Mio €; Powertrain 2,7 Mio €; Interior 29,0 Mio €; ContiTech -0,1 Mio €). Aus Wertaufholungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Sachanlagen resultierte insgesamt ein positiver Effekt in Höhe von 25,7 Mio € (Chassis & Safety 2,0 Mio €; Powertrain -0,3 Mio €; Interior -1,1 Mio €; Reifen 25,1 Mio €). Aus geringeren Pensionsverpflichtungen in der NAFTA-Region ergab sich für die Division Reifen 2012 ein positiver Effekt in Höhe von 6,3 Mio €. Aus der Übernahme des Bremsenformteile-Geschäfts von Freudenberg Sealing Technologies GmbH & Co. KG, Weinheim, Deutschland, resultierte insgesamt ein Ertrag aus einem negativen Unterschiedsbetrag im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation in Höhe von 11,5 Mio €. Im 2007 eingeleiteten Kartellverfahren gegen die Dunlop Oil & Marine Ltd., Grimsby, Großbritannien, einer Gesellschaft der ContiTech AG im Bereich Off-shore-Schläuche, kam es 2012 zu weiteren Aufwendungen in Höhe von 4,0 Mio €. Wegen der durch steigende Margen bedingten höheren erwarteten Mittelabflüsse für den syndizierten Kredit erfolgten 2009 und 2010 aufwandswirksame Buchwertanpassungen. Ende Juni 2011 hingegen wurde aufgrund der sich abzeichnenden Senkung der Margen und der damit verbundenen niedrigeren erwarteten Mittelabflüsse für den syndizierten Kredit eine ertragswirksame Buchwertanpassung vorgenommen. Diese Abgrenzungen werden über die Laufzeit des Kredits aufwandsreduzierend bzw. -erhöhend amortisiert. Im September 2012 wurden aufgrund einer Teilrückführung des syndizierten Kredits die auf den Rückzahlungsbetrag anteilig entfallenden Buchwertanpassungen aufgelöst. Dies führte zu einem Ertrag in Höhe von 2,3 Mio €. Zusammen mit den Effekten aus der Amortisation der Buchwertanpassungen ergab sich im Jahr 2012 insgesamt ein positiver Effekt in Höhe von 13,3 Mio €. Für den Konzern beträgt die Entlastung durch Sondereffekte im Jahr 2012 insgesamt 11,6 Mio €. Sondereffekte 2011Die wirtschaftliche Situation des Geschäftsbereichs Fuel Supply der Division Powertrain in Europa ist von einer unzureichenden und stetig sinkenden Ertragskraft geprägt. Aus diesem Grund wird der Standort Dortmund, Deutschland, restrukturiert. Teile der Produktion und Montage werden verlagert und der Standort wird zu einem Kompetenzzentrum für Fördereinheiten des Geschäftsbereichs Fuel Supply ausgebaut. In diesem Zusammenhang sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 35,8 Mio € angefallen. Die Überprüfung einer At-Equity-Beteiligung der Division Chassis & Safety führte zu einer Wertminderung in Höhe von 5,4 Mio €. Im Rahmen eines Asset Deals entstand in der Division Chassis & Safety ein Ertrag aus dem negativen Unterschiedsbetrag in Höhe von 0,6 Mio €. Im Jahr 2011 entstand für den Standort Deer Park, USA, eine Wertminderung auf Sachanlagen in Höhe von 21,7 Mio €. Zudem ergab sich aus kleineren Wertminderungen und Wertaufholungen auf Sachanlagen insgesamt ein Aufwand in Höhe von 2,6 Mio €, der nicht im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen steht. Im 2007 eingeleiteten Kartellverfahren gegen die Dunlop Oil & Marine Ltd., Grimsby, Großbritannien, einer Gesellschaft der ContiTech AG im Bereich Off-shore-Schläuche, kam es 2011 zu weiteren Aufwendungen in Höhe von 10,7 Mio €. Am 7. Juli 2011 hat die Continental Industrias del Caucho S.A., Madrid, Spanien, die Einigung mit den Arbeitnehmervertretern zur Schließung ihres Standorts in Coslada, Spanien, bis zum Jahresende 2011 erzielt. Das Werk, in dem Klimaleitungen montiert wurden, hatte Ende 2009 einen Großauftrag verloren und war dadurch in die Verlustzone gerutscht. Der Standort wurde zum 31. Dezember 2011 geschlossen. Dadurch entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 14,1 Mio €. Zusätzlich entstanden in den Divisionen, vor allem aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen und aus geringeren Verpflichtungen zur Gesundheitsvorsorge im Zusammenhang mit Restrukturierungen, positive Effekte in Höhe von 52,1 Mio € (Chassis & Safety 4,6 Mio €; Powertrain 9,5 Mio €; Interior 32,9 Mio €; Reifen 4,8 Mio €; ContiTech 0,3 Mio €). Wegen der durch steigende Margen bedingten höheren erwarteten Mittelabflüsse für den syndizierten Kredit erfolgten 2009 und 2010 aufwandswirksame Buchwertanpassungen. Ende Juni 2011 hingegen zeichnete sich eine Senkung der Margen für den syndizierten Kredit ab. Die damit verbundene Erwartung niedrigerer Mittelabflüsse für diesen Kredit führte nunmehr zu einer ertragswirksamen Buchwertanpassung in Höhe von 9,1 Mio €. Diese Abgrenzungen werden über die Laufzeit des Kredits aufwandsreduzierend bzw. -erhöhend amortisiert. Aus der Amortisation der Buchwertanpassungen ergab sich für das Jahr 2011 ein positiver Effekt in Höhe von 15,0 Mio €. Anfang April und im Dezember 2011 wurden aufgrund von Teilrückführungen des syndizierten Kredits die auf den Rückzahlungsbetrag anteilig entfallenden Buchwertanpassungen aufgelöst. Diese Auflösungen führten zu einem Ertrag in Höhe von 5,0 Mio €. Aus allen vorgenannten Effekten resultiert zum 31. Dezember 2011 insgesamt ein Ertrag in Höhe von 29,1 Mio €. Für den Konzern ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2011 in Höhe von insgesamt 8,5 Mio €. BeschaffungDurch das verlangsamte Wachstum der Weltwirtschaft hat sich die Situation im Beschaffungsbereich im Vergleich zu den Vorjahren normalisiert. Ein Wachstum wie zu Beginn des Jahres 2011 und die Versorgungsengpässe nach Naturkatastrophen spielten 2012 keine bedeutende Rolle mehr. Dennoch sah sich die Beschaffungsorganisation mit großen Herausforderungen konfrontiert. Dazu gehörte, mit dem Wachstum des Konzerns standzuhalten und gleichzeitig Prozesse zu optimieren, um für alle Bereiche und Divisionen wettbewerbsfähige Bedingungen herzustellen. Das Einkaufsvolumen stieg gegenüber dem Vorjahr um 6 % auf 24 Mrd €, wovon etwa 16 Mrd € auf Produktionsmaterialien entfielen. Das Wachstum des Unternehmens in einigen wichtigen Regionen und Märkten erforderte gleichzeitig einen verstärkten Fokus auf den dortigen Beschaffungsbereich. 2012 wurden neue Teamstrukturen für den Einkauf von indirekten Materialien in Asien und Südamerika geschaffen. Mit dem vorhandenen Wissen und den Erfahrungen aus anderen Regionen wurden die Organisationsstrukturen und Prozesse angepasst, um eine höhere Effizienz zu erreichen. Diese Maßnahmen haben bereits 2012 erste positive Ergebnisse gezeigt, werden aber noch zu weiteren deutlichen Verbesserungen führen. Neue Standorte werden im Laufe des Jahres 2013 eingebunden und zusätzliche Programme werden aufgesetzt, die auf eine weitere Optimierung von Prozessen, die Identifizierung von "Best Practices" und die Wertgenerierung in strategischen Wachstumsregionen abzielen. Als Continental setzen wir uns dafür ein, dass unsere Unternehmenswerte und Sozialstandards innerhalb der gesamten Lieferkette eingehalten werden. Mit unserem aktualisierten "Supplier Code of Conduct" (SCoC) erwarten wir von unseren Lieferanten das gleiche Maß an Ehrlichkeit, Integrität und Verantwortlichkeit in allen sozialen Aspekten des Geschäfts, das wir auch von unseren Mitarbeitern verlangen. 2012 wurde die neue Version des SCoC weltweit ausgerollt. Die Mitarbeiter innerhalb der Beschaffungsorganisation wurden geschult, um sicherzustellen, dass die darin enthaltenen Werte zielgerichtet an unsere Lieferanten weitergegeben werden. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung (F&E) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 157,5 Mio € bzw. 9,8 % auf 1.766,2 Mio € (Vj. 1.608,7 Mio €) und beträgt 5,4 % vom Umsatz (Vj. 5,3 %). In den Divisionen Chassis & Safety, Powertrain und Interior werden Kosten im Zusammenhang mit der erstmaligen Beauftragung für Entwicklungen im Erstausrüstungsgeschäft aktiviert. Dabei erfolgt die Aktivierung ab dem Zeitpunkt der Nominierung als Lieferant durch den Erstausrüster und des Erreichens einer bestimmten Freigabestufe. Die Aktivierung endet mit der Freigabe für die unbegrenzte Serienproduktion. Aufwendungen für kundenspezifische Applikationen, Vorserienprototypen und Testkosten für bereits vermarktete Produkte gelten weiterhin als nicht aktivierungsfähige Aufwendungen. Die Abschreibung erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von drei Jahren. Die angenommene Nutzungsdauer reflektiert nach Einschätzung von Continental den Zeitraum, in dem ein wirtschaftlicher Nutzen aus den entsprechenden Entwicklungsprojekten wahrscheinlich erzielbar ist. Von den im Jahr 2012 bei den drei Divisionen angefallenen Entwicklungskosten erfüllten 60,7 Mio € (Vj. 84,3 Mio €) die Aktivierungsvoraussetzungen. Die Voraussetzungen für eine Aktivierung von Entwicklungsaktivitäten (IAS 38) wurden in den Divisionen Reifen und ContiTech im Berichtsjahr und auch im Vorjahr nicht erfüllt. AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich um 150,1 Mio € auf 1.781,2 Mio € (Vj. 1.631,1 Mio €) und entsprechen 5,4 % vom Umsatz (Vj. 5,3 %). Darin sind Wertminderungen in Höhe von insgesamt 49,9 Mio € (Vj. 20,4 Mio €) enthalten. ZinsergebnisDas negative Zinsergebnis verbesserte sich im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 328,7 Mio € auf 406,8 Mio € (Vj. 735,5 Mio €). Neben dem Rückgang der Zinsaufwendungen ist dies insbesondere auf Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten und aus der gegenläufigen Entwicklung der Währungskurseffekte zurückzuführen, die insgesamt einen positiven Ergebnisbeitrag lieferten. Die Zinsaufwendungen, die im Wesentlichen aus der Ausnutzung des syndizierten Kredits und den von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, sowie der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, begebenen Anleihen resultieren, lagen mit 563,9 Mio € um 97,6 Mio € unter dem Vorjahreswert von 661,5 Mio €. Dieser Rückgang ist insbesondere auf den deutlichen Abbau der NettoFinanzschulden zum Ende des Jahres 2011 sowie die unter dem Vorjahresniveau liegenden Margen bzw. Zinssätze für den syndizierten Kredit zurückzuführen. Die Margenreduzierung sowie deren Koppelung an die Leverage Ratio (Nettoverschuldung/EBITDA, gemäß Definition des syndizierten Kreditvertrags) des Continental-Konzerns wurden im Rahmen der Ende März 2011 erfolgreich abgeschlossenen Nachverhandlung für den ursprünglich im August 2012 fälligen syndizierten Kredit vereinbart. Bereits im dritten Quartal 2011 konnte eine weitere Margenabsenkung aufgrund einer verbesserten Leverage Ratio zum 30. Juni 2011 für den syndizierten Kredit erzielt werden. Die Zinsaufwendungen für den syndizierten Kredit belaufen sich bis zum 31. Dezember 2012 auf 240,7 Mio € (Vj. 342,4 Mio €). Aus den im dritten Quartal 2010 begebenen Anleihen der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, sowie der im September 2012 begebenen Anleihe der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, über nominal 950,0 Mio US-Dollar resultierten Zinsaufwendungen in Höhe von insgesamt 235,4 Mio € (Vj. 227,4 Mio €). Auf die sonstigen Kreditaufnahmen der Gesellschaften sowie die Emission von Commercial Paper entfielen 87,8 Mio € (Vj. 91,7 Mio €). Die Zinserträge im Jahr 2012 reduzierten sich leicht gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Mio € auf 27,8 Mio € (Vj. 29,2 Mio €). Ende Dezember 2012 lag das positive Ergebnis aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten und aus der gegenläufigen Entwicklung der Währungskurseffekte bei 126,8 Mio € (Vj. -105,1 Mio €). Hiervon entfallen allein 113,4 Mio € (Vj. 38,0 Mio €) auf den Ansatz der Rückkaufoptionen, die bei der von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 2012 sowie den im Jahr 2010 von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, emittierten Anleihen vorgesehen sind. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem vor allem im zweiten Halbjahr die starke Abwertung des mexikanischen Peso gegenüber dem US-Dollar sowie u. a. der Wertverlust des ungarischen Forint gegenüber dem Euro das Zinsergebnis belasteten, führte die Aufwertung der beiden Währungen im Jahr 2012 in Summe zu einem leicht positiven Effekt im Zinsergebnis. SteueraufwandDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich für das Geschäftsjahr 2012 auf 698,7 Mio € (Vj. 536,2 Mio €). Die Steuerquote beträgt 26,2 % nach 28,8 % im Vorjahr. Im Berichtsjahr konnten aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung, insbesondere in den USA und in Mexiko, bisher nicht angesetzte latente Steuern in Höhe von 92,7 Mio € (Vj. 33,9 Mio €) - wie im Vorjahr hauptsächlich durch die Nutzung von Verlustvorträgen - realisiert werden. Darüber hinaus wurden in Mexiko erstmalig aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen in Höhe von 32,4 Mio € angesetzt, deren zukünftige Realisierung als wahrscheinlich eingeschätzt wird. Belastend wirkten sich in ausländischen Einheiten gebildete, nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern in Höhe von insgesamt 41,4 Mio € (Vj. 88,5 Mio €) aus, davon 12,1 Mio € (Vj. 29,3 Mio €) für Vorjahre. Die Steuerquote belasten wie im Vorjahr steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben und in Deutschland wegen fehlendem Anrechnungsvolumen nicht anrechenbare ausländische Quellensteuern. Positiv wirkten sich Besteuerungsunterschiede im Ausland sowie Förderungen und Befreiungen aus. Der Steueraufwand der Vorjahresperiode war durch einen Steuerertrag für Vorjahre in Höhe von 68,2 Mio € beeinflusst. Continental hatte eine gerichtsanhängige Steuerposition aus Vorjahren außergerichtlich durch Neubescheidung durchsetzen können. Weiterhin war in der Vorjahresperiode auf die Erhöhung des fortgeführten steuerlichen Zinsvortrags in Deutschland eine Wertberichtigung in Höhe von 36,0 Mio € gebildet worden. Seit 2008 gilt in Deutschland eine Zinsabzugsbeschränkung mit Vortragsfähigkeit; der steuerlich zulässige Zinsabzug ist auf 30 % des steuerlichen Gewinns vor Abschreibungen und Zinsen begrenzt. Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnenDas den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis erhöhte sich 2012 um 641,3 Mio € auf 1.883,5 Mio € (Vj. 1.242,2 Mio €). Dies entspricht einem Ergebnis pro Aktie von 9,42 € (Vj. 6,21 €). scroll
FinanzlageCashflow-ÜberleitungDer Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich 2012 im Vorjahresvergleich um 1.495,9 Mio € auf 3.784,5 Mio € (Vj. 2.288,6 Mio €) und erreichte 11,6 % vom Umsatz (Vj. 7,5 %). Für das Geschäftsjahr 2012 ergibt sich ein Free Cashflow in Höhe von 1.652,5 Mio € (Vj. 490,5 Mio €). Dies entspricht einem Anstieg um 1.162,0 Mio € gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Die insbesondere aus dem syndizierten Kredit und den Anleihen resultierenden Zinszahlungen verringerten sich um 88,7 Mio € auf 602,3 Mio € (Vj. 691,0 Mio €). Die Auszahlungen für Ertragsteuern erhöhten sich um 217,9 Mio € auf 683,5 Mio € (Vj. 465,6 Mio €). Positiv wirkte sich der zahlungsmittelwirksame Abbau des operativen Working Capital aus, welcher zu einem Mittelzufluss in Höhe von 563,9 Mio € (Vj. Mittelabfluss in Höhe von 549,2 Mio €) führte. Dies resultierte aus der Reduzierung der operativen Forderungen in Höhe von 359,7 Mio € (Vj. Aufbau in Höhe von 810,8 Mio €) sowie einem Aufbau der operativen Verbindlichkeiten in Höhe von 203,2 Mio € (Vj. 596,9 Mio €). Die Vorräte reduzierten sich im Geschäftsjahr um 1,0 Mio € (Vj. Aufbau in Höhe von 335,3 Mio €). Den im Jahr 2011 geringfügigen Finanzmittelabflüssen von 2,8 Mio € aus Pensionsrückstellungen standen im Geschäftsjahr 2012 Zuflüsse in Höhe von 48,5 Mio € gegenüber. Aus der Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss in Höhe von 2.132,0 Mio € (Vj. 1.798,1 Mio €), der wesentlich durch die um 296,4 Mio € auf 2.017,6 Mio € (Vj. 1.721,2 Mio €) gestiegenen Investitionen in Sachanlagen und Software begründet ist. Der Erwerb von Gesellschaften und Geschäftsbereichen führte im Jahr 2012 zu einem Mittelabfluss in Höhe von 92,6 Mio € (Vj. 54,5 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang für Sachanlagen und Software belief sich 2012 auf 2.019,4 Mio €. Insgesamt ergibt sich gegenüber dem Vorjahreswert (1.711,3 Mio €) eine deutliche Steigerung um 308,1 Mio €, wozu insbesondere die Divisionen Reifen, Chassis & Safety sowie ContiTech beigetragen haben. Die Investitionsquote beträgt 6,2 % (Vj. 5,6 %). Finanzierung und FinanzschuldenDie Brutto-Finanzschulden lagen zum Jahresende 2012 mit 8.253,3 Mio € (Vj. 8.562,4 Mio €) um 309,1 Mio € unter dem Vorjahresniveau. Basierend auf den Quartalsendwerten waren 62,9 % (Vj. 76,6 %) der Brutto-Finanzschulden nach Sicherungsmaßnahmen im Jahresdurchschnitt mit festen Zinssätzen ausgestattet. Der Buchwert der Anleihen erhöhte sich von 2.996,2 Mio € Ende 2011 auf 3.744,2 Mio € zum Ende des Geschäftsjahres 2012. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf die Emission einer in US-Dollar denominierten, mit Garantien der Continental AG sowie von ausgewählten Tochtergesellschaften ausgestatteten Anleihe durch die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 2012 zurückzuführen. Die siebenjährige Anleihe mit einem Emissionsvolumen von 950,0 Mio US-Dollar und einem Zinssatz von 4,5 % p. a. konnte innerhalb von zwei Tagen bei qualifizierten institutionellen Investoren im In- und Ausland platziert werden. Der Zinssatz dieser Anleihe liegt damit deutlich unter den Zinssätzen der letzten Anleiheemissionen aus dem Jahr 2010. Die Zinszahlungen erfolgen halbjährlich nachträglich. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen am 31. Dezember 2012 bei 3.030,7 Mio € (Vj. 4.492,6 Mio €) und damit 1.461,9 Mio € unter dem Vorjahresniveau. Diese Reduzierung ist insbesondere auf weitere Teilrückführungen des syndizierten Kredits zurückzuführen. Des Weiteren wurde das mit 300,0 Mio € in Anspruch genommene Darlehen der Europäischen Investitionsbank mit Fälligkeit im November 2012 zurückgezahlt. Ende März 2011 hatte Continental mit der Nachverhandlung des ursprünglich im August 2012 fälligen syndizierten Kredits den letzten Schritt des im Dezember 2009 vereinbarten Refinanzierungspakets zur Verbesserung der Finanz- und Kapitalstruktur erfolgreich abgeschlossen. Das Ergebnis dieser Nachverhandlung sah im Wesentlichen verlängerte Laufzeiten und verbesserte Konditionen vor. Darüber hinaus konnte eine Lockerung der in den Finanzierungsbedingungen vorgesehenen Einschränkung des Rahmens für Dividendenzahlungen sowie der Beschränkung des jährlichen Investitionsvolumens vereinbart werden. Das Ende März 2011 für den syndizierten Kredit zugesagte Finanzierungsvolumen in Höhe von 6,0 Mrd € umfasste eine Tranche über 625,0 Mio € mit einer Fälligkeit im August 2012 sowie zwei weitere Tranchen, u. a. eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 2,5 Mrd €, mit einer Fälligkeit im April 2014. Aufgrund des guten Geschäftsverlaufs konnte bereits Ende Dezember 2011 die erste Tranche des syndizierten Kredits über 625,0 Mio € vorzeitig zurückgeführt werden. Dadurch reduzierte sich das zugesagte Volumen dieses Kredits auf 5.375,0 Mio € zum Jahresende 2011. Im dritten Quartal 2012 konnte Continental das positive Kapitalmarktumfeld zur weiteren Optimierung der Fälligkeitenstruktur der Finanzschulden nutzen und im September 2012 die US-Dollar-Anleihe der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, mit einem Emissionsvolumen von 950,0 Mio US-Dollar platzieren. Der Netto-Emissionserlös dieser Anleihe wurde gemäß der Vereinbarung im syndizierten Kreditvertrag zur Rückführung des syndizierten Kredits eingesetzt und führte zu einer vorzeitigen Teilrückzahlung in Höhe von 737,9 Mio €. Damit reduzierte sich das zugesagte Volumen des syndizierten Kredits Ende 2012 auf 4.637,1 Mio €. Der syndizierte Kredit wurde zum Jahresende 2012 durch die Continental AG sowie durch die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, in Anspruch genommen und valu-tierte zum Berichtsstichtag in einer Höhe von insgesamt 2.475,9 Mio € (Vj. 3.860,0 Mio €). Um die Finanz- und Fälligkeitenstruktur weiter zu verbessern und gleichzeitig die Flexibilität weiter zu erhöhen, startete Continental bereits im Dezember 2012 den Refinanzierungsprozess für den erst im April 2014 fälligen syndizierten Kredit. Im Rahmen der am 22. Januar 2013 geschlossenen Vereinbarung wurde das Kreditvolumen auf insgesamt 4,5 Mrd € gesenkt und in zwei Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgeteilt: ein Darlehen in Höhe von 1,5 Mrd € mit einer Laufzeit von drei Jahren sowie die Aufstockung der revolvierenden Kreditlinie von 2,5 Mrd € auf nunmehr 3,0 Mrd € mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Continental hat unter dem neuen Kreditvertrag keine dinglichen Sicherheiten mehr zu stellen und weitere Vereinfachungen des Dokumentationsaufwands erreicht. Aufgrund des Abschlusses des neuen Vertrags für den syndizierten Kredit im Januar 2013 ist die ursprünglich bis April 2014 laufende feste Tranche in die kurzfristigen Finanzschulden umgegliedert worden. Als weiteres Ergebnis der Nachverhandlung Ende März 2011 wurden für den syndizierten Kredit die Kreditmargen gesenkt. Diese orientieren sich seitdem nicht mehr an der Ratingeinstufung des Continental-Konzerns, sondern an dessen Leverage Ratio (Netto-Finanzschulden/EBITDA, gemäß Definition des syndizierten Kredits). Bereits zum 30. Juni 2011 verbesserte sich die Leverage Ratio, sodass Continental im dritten Quartal 2011 von einer weiteren Margenabsenkung für den syndizierten Kredit profitieren konnte. Die damit verbundene Erwartung niedrigerer Mittelabflüsse für diesen Kredit führte zum 30. Juni 2011 zu einer ertragswirksamen Buchwertanpassung. Zusammen mit den 2009 und 2010 erfolgten aufwandswirksamen Buchwertanpassungen, die damals aufgrund steigender Margen und der damit verbundenen höheren erwarteten Mittelabflüsse für den syndizierten Kredit vorzunehmen waren, beläuft sich der negative Wert der Buchwertanpassungen zum Ende Dezember 2012 insgesamt auf 2,4 Mio € (Vj. 15,7 Mio €). Diese Abgrenzungen werden über die Laufzeit des Kredits aufwandserhöhend bzw. -reduzierend amortisiert. Die verschiedenen Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich zum Jahresende 2012 um 404,8 Mio € auf 1.478,4 Mio € (Vj. 1.073,6 Mio €). Dies ist im Wesentlichen auf die im Vergleich zum Vorjahr stärkere Inanspruchnahme von Forderungsverkaufsprogrammen bzw. den Abschluss neuer Forderungsverkaufsprogramme sowie ein deutlich erhöhtes Volumen der ausgegebenen Commercial Paper zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und die negativen beizulegenden Zeitwerte von Derivaten lagen hingegen mit 64,4 Mio € (Vj. 122,9 Mio €) bzw. 11,4 Mio € (Vj. 163,0 Mio €) unterhalb der Vorjahreswerte. Der Rückgang der negativen beizulegenden Zeitwerte von Derivaten resultiert insbesondere aus den im August 2012 ausgelaufenen Zinssicherungen in Höhe von 3.125,0 Mio €, die für den syndizierten Kredit abgeschlossen wurden und einen durchschnittlich zu zahlenden Festzinssatz in Höhe von 4,19 % p. a. zzgl. Marge vorsahen. Die Ausnutzung von Forderungsverkaufsprogrammen konnte um 386,7 Mio € auf 936,2 Mio € (Vj. 549,5 Mio €) erhöht werden. Das Finanzierungsvolumen des mit der Norddeutschen Landesbank Luxembourg S.A., Luxemburg, abgeschlossenen Forderungsverkaufsprogramms wurde im Juli 2012 durch Abschluss eines neuen Rahmenvertrags von 230,0 Mio € auf 280,0 Mio € erhöht. Der bis Ende September 2012 laufende Rahmenvertrag wurde am 26. September 2012 für ein weiteres Jahr verlängert. Dieses Programm wurde Ende 2012 mit 280,0 Mio € (Vj. 230,0 Mio €) vollständig ausgenutzt. Das seit Dezember 2010 bis auf Weiteres laufende Forderungsverkaufsprogramm mit der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, Frankfurt a. M., Deutschland, sieht ein Finanzierungsvolumen in Höhe von 150,0 Mio € (Vj. 150,0 Mio €) vor und wurde Ende 2012 mit 127,6 Mio € (Vj. 150,0 Mio €) in Anspruch genommen. Am 1. Oktober 2012 wurde das mit den US-Banken Wells Fargo Bank N.A., Atlanta, USA, The Bank of Nova Scotia, Houston, USA, und Bank of America N.A., Charlotte, USA, abgeschlossene Forderungsverkaufsprogramm mit einem unveränderten Finanzierungsvolumen von 400,0 Mio US-Dollar um ein weiteres Jahr verlängert. Das Programm war Ende 2012 mit 278,5 Mio € (Vj. 169,5 Mio €) ausgenutzt. Darüber hinaus wurden im Jahr 2012 zwei weitere Forderungsverkaufsprogramme aufgelegt. Ende April 2012 erfolgte der Abschluss eines bis auf Weiteres laufenden Vertrags mit der The Royal Bank of Scotland N.V. Niederlassung Deutschland, Frankfurt a. M., Deutschland. Das vereinbarte Finanzierungsvolumen von 75,0 Mio GBP kann sowohl in Euro als auch in britischen Pfund in Anspruch genommen werden. Zum Ende des Jahres 2012 betrug die Ausnutzung insgesamt 91,8 Mio €. Ein weiteres Forderungsverkaufsprogramm mit einem Finanzierungsvolumen von 300,0 Mio € wurde am 26. Juli 2012 mit der Crédit Agricole Corporate and Investment Bank, Paris, Frankreich, vereinbart. Das Programm hat eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren, sofern es von beiden Vertragsparteien auf jährlicher Basis verlängert wird. Ende 2012 wurde das Programm mit 158,3 Mio € in Anspruch genommen. Das Volumen der ausgegebenen Commercial Paper lag mit 459,7 Mio € um 243,1 Mio € über dem Vorjahresendstand von 216,6 Mio €. Die flüssigen Mittel, Derivate und verzinslichen Anlagen erhöhten sich um 1.143,1 Mio € auf 2.933,4 Mio € (Vj. 1.790,3 Mio €). Die Netto-Finanzschulden verringerten sich gegenüber dem Jahresende 2011 um 1.452,2 Mio € auf 5.319,9 Mio € (Vj. 6.772,1 Mio €). Die Gearing Ratio verbesserte sich deutlich gegenüber dem Vorjahr auf 58,2 % (Vj. 89,8 %). Zum 31. Dezember 2012 verfügt Continental über ein Liquiditätspolster in Höhe von insgesamt 5.198,5 Mio € (Vj. 3.730,7 Mio €), davon 2.397,2 Mio € (Vj. 1.541,2 Mio €) an flüssigen Mitteln sowie zugesagte, ungenutzte Kreditlinien im Volumen von 2.801,3 Mio € (Vj. 2.189,5 Mio €). scroll
VermögenslageBilanzsummeDie Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2012 von 26.038,4 Mio € um 1.299,5 Mio € auf 27.337,9 Mio € gegenüber dem entsprechenden Vorjahresstichtag. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Sachanlagen um 782,5 Mio € aufgrund der verstärkten Investitionstätigkeit sowie auf die um 856,0 Mio € höheren flüssigen Mittel zurückzuführen. Gegenläufig wirkte der Rückgang der sonstigen immateriellen Vermögenswerte um 420,8 Mio €, vor allem aufgrund von Abschreibungen aus Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation, PPA). Langfristige VermögenswerteDie langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 498,0 Mio € auf 15.573,5 Mio € (Vj. 15.075,5 Mio €). Dies ist vor allem auf den Anstieg des Sachanlagevermögens zurückzuführen, das sich um 782,5 Mio € auf 7.391,0 Mio € (Vj. 6.608,5 Mio €) erhöhte. Die in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten enthaltenen langfristigen Derivate und verzinslichen Anlagen erhöhten sich um 240,7 Mio € auf 433,9 Mio € (Vj. 193,2 Mio €), im Wesentlichen aufgrund der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte der Rückkaufoptionen der Anleihen. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 420,8 Mio € auf 945.1 Mio € (Vj. 1.365,9 Mio €). Die Beteiligungsbuch werte der at-equity bilanzierten Unternehmen reduzierten sich um 103,7 Mio € auf 376,5 Mio € (Vj. 480,2 Mio €), was im Wesentlichen auf eine Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte zurückzuführen ist. Der Goodwill reduzierte sich um 70,2 Mio € im Vergleich zur Vorperiode auf 5.622,2 Mio € (Vj. 5.692,4 Mio €). Kurzfristige VermögenswerteDie kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 801,5 Mio € auf 11.764,4 Mio € (Vj. 10.962,9 Mio €). Die flüssigen Mittel stiegen im Berichtsjahr um 856,0 Mio € auf 2.397,2 Mio € (Vj. 1.541,2 Mio €) an. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 348,2 Mio € auf 4.993,3 Mio € (Vj. 5.341,5 Mio €), die Vorräte verzeichnen keine wesentliche Veränderung im Vergleich zur Vorperiode. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 284,7 Mio € auf 1.375,2 Mio € (Vj. 1.090,5 Mio €), hauptsächlich durch die Umgliederung einer Beteiligung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte. EigenkapitalDas Eigenkapital ist mit 9.144,8 Mio € (Vj. 7.543,3 Mio €) um 1.601,5 Mio € höher als im Vorjahr. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem positiven den Anteilseignern zuzurechnenden Konzernergebnis in Höhe von 1.883,5 Mio € (Vj. 1.242,2 Mio €). Eigenkapitalmindernd wirkte die von der ordentlichen Hauptversammlung im April 2012 beschlossene Dividende in Höhe von 300,0 Mio €. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 29,0 % auf 33,5 %. Langfristige Rückstellungen und VerbindlichkeitenDie langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten verringerten sich um 1.829,4 Mio € auf 6.307,0 Mio € (Vj. 8.136,4 Mio €). Dies ist hauptsächlich auf die darin enthaltenen langfristigen Finanzschulden zurückzuführen, die sich um 1.867,0 Mio € auf 4.181,0 Mio € (Vj. 6.048,0 Mio €) reduzierten. Grund hierfür ist im Wesentlichen die Reklassifizierung der ursprünglich langfristigen Tranche des syndizierten Kredits über 2.137,1 Mio € in den kurzfristigen Teil, ausgelöst durch den im Januar 2013 neu abgeschlossenen Kreditvertrag. Die sonstigen langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten veränderten sich nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr. Kurzfristige Rückstellungen und VerbindlichkeitenDie kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich um 1.527,4 Mio € auf 11.886,1 Mio € (Vj. 10.358,7 Mio €), hauptsächlich durch den Aufbau kurzfristiger Finanzschulden. Diese stiegen um 1.557,9 Mio € auf 4.072,3 Mio € (Vj. 2.514,4 Mio €), im Wesentlichen aufgrund der Umgliederung aus dem langfristigen Teil sowie durch die Ausschüttung der Dividende in Höhe von 300,0 Mio € für das Vorjahr. Gegenläufig wirkte der positive Free Cashflow zum Ende des Jahres 2012. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 233,2 Mio € auf 4.344,6 Mio € (Vj. 4.111,4 Mio €). Die Minderung der übrigen kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten um 263,7 Mio € auf 3.469,2 Mio € (Vj. 3.732,9 Mio €) resultiert insbesondere aus dem Rückgang von Gewährleistungsrückstellungen. Operative AktivaDie operativen Aktiva des Konzerns erhöhten sich zum 31. Dezember 2012 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 79,0 Mio € auf 16.277,6 Mio € (Vj. 16.198,6 Mio €). Konzernbilanzscroll
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Der Gesamtbestand des Working Capital verringerte sich insgesamt um 572,4 Mio € auf 3.647,4 Mio € (Vj. 4.219,8 Mio €). Maßgeblich für diese Entwicklung war der Rückgang der operativen Forderungen zum Stichtag im Vergleich zum Vorjahr um 348,2 Mio € auf 4.993,3 Mio € (Vj. 5.341,5 Mio €) sowie der Anstieg der operativen Verbindlichkeiten um 233,2 Mio € auf 4.344,6 Mio € (Vj. 4.111,4 Mio €). Die Vorräte erhöhten sich leicht um 9,0 Mio € auf 2.998,7 Mio € (Vj. 2.989,7 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte weisen einen Betrag von 14.399,5 Mio € (Vj. 14.213,6 Mio €) auf und liegen damit um 185,9 Mio € über dem Vorjahreswert. Der Goodwill verringerte sich um 70,2 Mio € auf 5.622,2 Mio € (Vj. 5.692,4 Mio €). Dies resultiert im Wesentlichen aus einer Wertminderung in Höhe von 75,6 Mio € infolge der Prüfung des Goodwill auf Werthaltigkeit im Rahmen des jährlichen Impairment-Tests. Das Sachanlagevermögen stieg aufgrund von Investitionstätigkeit um 782,5 Mio € auf 7.391,0 Mio € (Vj. 6.608,5 Mio €). Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 420,8 Mio € auf 945,1 Mio € (Vj. 1.365,9 Mio €). Maßgeblich für diesen Rückgang sind die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 445,5 Mio € (Vj. 435,5 Mio €). Der Erwerb der Omitec Group Ltd., Devizes, Großbritannien, im Rahmen eines Share Deals führte zu einem Anstieg der operativen Aktiva der Division Interior in Höhe von 23,3 Mio €. Die Akquisition des Bereichs Automotive-Klimaleitungen der Parker Hannifin Corporation, Cleveland, USA, im Rahmen eines kombinierten Asset und Share Deals erhöhte den Bestand der operativen Aktiva der Division ContiTech um 64,4 Mio €. Der Erwerb des Bremsenformteile-Geschäfts von Freudenberg Sealing Technologies GmbH & Co. KG, Weinheim, Deutschland, im Rahmen eines kombinierten Asset und Share Deals führte in der Division ContiTech zu einem Anstieg der operativen Aktiva um 12,6 Mio €. Des Weiteren erhöhte die Akquisition der Specialised Belting Supplies Ltd., Thetford, Großbritannien, im Rahmen eines Share Deals den Bestand der operativen Aktiva in der Division ContiTech um 5,9 Mio €. Weitere Konsolidierungskreisveränderungen oder Asset Deals hatten auf Konzernebene keine nennenswerten Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Geschäftsjahr mit 62,4 Mio € mindernd auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva des Konzerns aus. Im Vorjahr erhöhte dieser Effekt die operativen Aktiva um 6,0 Mio €. Die durchschnittlichen operativen Aktiva des Konzerns erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 934,8 Mio € auf 16.953,8 Mio € (Vj. 16.019,0 Mio €). MitarbeiterGegenüber 2011 stieg die Anzahl der Mitarbeiter des Continental-Konzerns um 5.851 auf 169.639 Beschäftigte (Vj. 163.788). Bedingt durch den Volumenanstieg als auch den Ausbau in Niedrigkostenländern erhöhte sich die Beschäftigtenzahl in der Automotive Group um 3.483 Mitarbeiter. In der Rubber Group führten die gestiegene Marktnachfrage sowie der weitere Ausbau von Produktionskapazitäten ebenfalls zu einer Erhöhung der Mitarbeiterzahl um 2.350. scroll
Kennzahlen der Automotive Groupscroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Entwicklung der Divisionen: Chassis & Safety
AbsatzIm Geschäftsbereich Electronic Brake Systems erhöhte sich das Absatzvolumen von elektronischen Bremssystemen im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 7,0 % auf 19,6 Mio Einheiten. Der Absatz von Bremskraftverstärkern im Geschäftsbereich Hydraulic Brake Systems stieg im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,1 % auf 19,5 Mio Stück. Bei Bremssätteln erhöhten sich die Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,5 % auf 44,3 Mio Einheiten. Im Geschäftsbereich Passive Sicherheit und Fahrerassistenzsysteme stieg das Absatzvolumen bei Airbagsteuergeräten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,3 % auf 15,1 Mio Stück. Bei Fahrerassistenzsystemen erhöhte sich der Absatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 56,5 % auf 2,7 Mio Einheiten. Umsatzanstieg um 8,3 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 4,8 %2012 erhöhte sich der Umsatz der Division Chassis & Safety im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,3 % auf 7.052,5 Mio € (Vj. 6.510,8 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 4,8 %. Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 4,5 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Chassis & Safety verringerte sich im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 32,2 Mio € bzw. 4,5 % auf 686,8 Mio € (Vj. 719,0 Mio €) und entspricht 9,7 % (Vj. 11,0 %) des bereinigten Umsatzes. Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 3,5 %Die Division Chassis & Safety verzeichnete 2012 einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 23,4 Mio € bzw. 3,5 % auf 638,5 Mio € (Vj. 661,9 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 9,1% (Vj. 10,2 %). Die Kapitalrendite (EBIT in % von durchschnittlichen operativen Aktiva) beträgt 15,6 % (Vj. 16,4 %). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) verringerten das operative Ergebnis (EBIT) um 53,1 Mio € (Vj. 53,0 Mio €). Sondereffekte 2012In der Division Chassis & Safety resultierte aus kleineren Wertaufholungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Sachanlagen ein positiver Effekt in Höhe von insgesamt 2,0 Mio €. Zudem entstand 2012 eine Entlastung durch Sondereffekte aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 1,2 Mio €. Aus dem Abgang einer At-Equity-Beteiligung der Division Chassis & Safety wurde ein Ertrag in Höhe von 1,6 Mio € realisiert. Für die Division Chassis & Safety beträgt die Entlastung durch Sondereffekte im Jahr 2012 insgesamt 4,8 Mio €. Sondereffekte 2011Für die Division Chassis & Safety ergab sich eine Entlastung durch Sondereffekte aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von insgesamt 4,6 Mio €. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Im Jahr 2011 entstand in der Division Chassis & Safety für den Standort Deer Park, USA, eine Wertminderung auf Sachanlagen in Höhe von 1,8 Mio €. Zudem ergab sich aus kleineren Wertminderungen und Wertaufholungen auf Sachanlagen insgesamt ein Ertrag in Höhe von 0,2 Mio €. Im Rahmen eines Asset Deals entstand in der Division Chassis & Safety ein Ertrag aus dem negativen Unterschiedsbetrag in Höhe von 0,6 Mio €. Die Überprüfung einer At-Equity-Beteiligung der Division Chassis & Safety führte zu einer Wertminderung in Höhe von 5,4 Mio €. Für die Division Chassis & Safety ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2011 in Höhe von insgesamt 1,8 Mio €. BeschaffungDas Jahr 2012 war geprägt von stabilen Beschaffungsmärkten. Die Versorgung der Fertigung war jederzeit sichergestellt. Im Gegensatz zum Vorjahr gab es keine negativen Einflüsse durch Naturkatastrophen auf die Lieferketten. Wenngleich es zu vereinzelten Insolvenzen kam, konnten kundenseitige Lieferausfälle durch Ausweichen auf andere Lieferquellen sowie technisch alternative Lösungen vermieden werden. Das durchschnittliche Preisniveau der Rohstoffe (z. B. Aluminium, Stahl, Kupfer) lag knapp unter dem Vorjahresniveau. Allerdings belasteten Preiseffekte aus Seltenen Erden die Entwicklung der Materialpreise insgesamt weiterhin negativ. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg gegenüber dem Vorjahr um 48,6 Mio € bzw. 10,5 % auf 511,7 Mio € (Vj. 463,1 Mio €) und beträgt damit 7,3 % vom Umsatz (Vj. 7,1 %). AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2011 um 14,8 Mio € auf 335,2 Mio € (Vj. 320,4 Mio €) und betragen 4,8 % vom Umsatz (Vj. 4,9 %). Darin enthalten sind im Jahr 2012 Wertaufholungen in Höhe von insgesamt 2,0 Mio € (Vj. Wertminderungen in Höhe von insgesamt 1,6 Mio €). Operative AktivaDie operativen Aktiva der Division Chassis & Safety verringerten sich zum 31. Dezember 2012 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 44,8 Mio € auf 3.970,1 Mio € (Vj. 4.014,9 Mio €). Das Working Capital verzeichnete einen Rückgang um 156.0 Mio € auf 457,9 Mio € (Vj. 613,9 Mio €). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsabbau von 18,3 Mio € auf 337,7 Mio € (Vj. 356,0 Mio €). Die operativen Forderungen verringerten sich zum Stichtag um 81,0 Mio € auf 1.023,2 Mio € (Vj. 1.104,2 Mio €). Die operativen Verbindlichkeiten stiegen um 56,7 Mio € auf 903,0 Mio € (Vj. 846,3 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte weisen einen Betrag von 3.960,2 Mio € (Vj. 3.898,6 Mio €) auf und liegen damit um 61,6 Mio € über dem Vorjahreswert. Der Goodwill erhöhte sich aufgrund von Währungskurseffekten um 6,5 Mio € auf 2.340,1 Mio € (Vj. 2.333,6 Mio €). Das Sachanlagevermögen stieg im Rahmen der Investitionstätigkeit um 102,3 Mio € auf 1.372,3 Mio € (Vj. 1.270,0 Mio €). Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 42,7 Mio € auf 159,9 Mio € (Vj. 202,6 Mio €). Maßgeblich für diesen Rückgang waren die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 53,1 Mio € (Vj. 53,0 Mio €). Konsolidierungskreisveränderungen oder Asset Deals hatten in der Division Chassis & Safety keine nennenswerten Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Geschäftsjahr mit 15,0 Mio € mindernd auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division Chassis & Safety aus. Im Vorjahr erhöhte dieser Effekt die operativen Aktiva um 16,4 Mio €. Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division Chassis & Safety erhöhten sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2011 von 4.024,7 Mio € um 72,7 Mio € auf 4.097,4 Mio €. Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang der Division Chassis & Safety erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 56,7 Mio € auf 383,8 Mio € (Vj. 327,1 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 5,4 % (Vj. 5,0 %). In allen Geschäftsbereichen wurden Produktionskapazitäten für neue Produkte und Produktionstechnologien aus- und aufgebaut. Neben dem Ausbau von Fertigungskapazitäten in Europa wurde in die Erweiterung der Standorte in China, Mexiko und den USA investiert. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf Investitionen für die Produktion der nächsten Generation elektronischer Bremssysteme. MitarbeiterDie Anzahl der Mitarbeiter der Division Chassis & Safety erhöhte sich um 1.852 Mitarbeiter auf 34.517 (Vj. 32.665). Der Aufbau in allen Geschäftsbereichen ist im Wesentlichen auf eine Anpassung an die gestiegenen Volumina zurückzuführen, wobei vor allem in Niedrigkostenländern Kapazitäten erhöht wurden. Entwicklung der Divisionen: Powertrain
AbsatzDer Umsatz der Division Powertrain wuchs 2012 trotz des schwierigen Marktumfelds in Europa gegenüber dem Vorjahr um 5 %. Hierzu trugen insbesondere die Geschäftsbereiche Transmission, Sensors & Actuators sowie Fuel Supply bei. Der Geschäftsbereich Transmission konnte in allen Regionen Zuwachsraten von über 20 % erzielen. Ebenfalls auf Wachstumskurs befanden sich der Geschäftsbereich Sensors & Actuators, der mit seinen Produkten im Bereich der Abgasregulierung Umsatzsteigerungen von ca. 10 % erzielen konnte, sowie der Geschäftsbereich Fuel Supply, welcher insbesondere in Asien und der NAFTA-Region, aber auch in Europa seinen Umsatz nochmals signifikant steigerte. Der Geschäftsbereich Hybrid Electric Vehicle konnte seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr ebenfalls leicht steigern, überdurchschnittliche Wachstumsraten waren jedoch aufgrund der gedämpften Nachfrage nach Fahrzeugen mit Elektromotor nicht möglich. Als Zulieferer für Fahrzeuge mit Diesel- sowie kleineren Benzinmotoren war der Geschäftsbereich Engine Systems in besonderem Maße von der negativen konjunkturellen Entwicklung am europäischen Absatzmarkt betroffen, was zu einem leichten Umsatzrückgang gegenüber dem Jahr 2011 führte. Umsatzanstieg um 5,0 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 1,9 %2012 erhöhte sich der Umsatz der Division Powertrain im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,0 % auf 6.134,8 Mio € (Vj. 5.842,0 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 1,9 %. Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 15,7 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Powertrain erhöhte sich im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 37,8 Mio € bzw. 15,7 % auf 278,6 Mio € (Vj. 240,8 Mio €) und entspricht 4,5 % (Vj. 4,1 %) des bereinigten Umsatzes. Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 5,8 %Die Division Powertrain verzeichnete 2012 einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Mio € bzw. 5,8 % auf 29,5 Mio € (Vj. 31,3 Mio €). Die Umsatzrendite erreicht wie im Vorjahr 0,5 %. Die Kapitalrendite (EBIT in % von durchschnittlichen operativen Aktiva) beträgt wie im Vorjahr 1,0 %. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) reduzierten das operative Ergebnis (EBIT) um 175,9 Mio € (Vj. 173,9 Mio €). Sondereffekte 2012Die Prüfung des Goodwill auf Werthaltigkeit im Rahmen des jährlichen Impairment-Tests führte in der Division Powertrain zu einer Wertminderung in Höhe von 75,6 Mio €. Darüber hinaus fiel eine Wertminderung auf andere immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,3 Mio € an. 2012 entstand eine Entlastung durch Sondereffekte aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von insgesamt 2,7 Mio €. In der Division Powertrain beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2012 insgesamt 73,2 Mio €. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Sondereffekte 2011Die wirtschaftliche Situation des Geschäftsbereichs Fuel Supply der Division Powertrain in Europa ist von einer unzureichenden und stetig sinkenden Ertragskraft geprägt. Aus diesem Grund wird der Standort Dortmund, Deutschland, restrukturiert. Teile der Produktion und Montage werden verlagert und der Standort wird zu einem Kompetenzzentrum für Fördereinheiten des Geschäftsbereichs Fuel Supply ausgebaut. In diesem Zusammenhang sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 35,8 Mio € angefallen. 2011 ergab sich in der Division Powertrain eine Entlastung durch Sondereffekte aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen und aus geringeren Verpflichtungen zur Gesundheitsvorsorge im Zusammenhang mit Restrukturierungen in Höhe von insgesamt 9,5 Mio €. Im Jahr 2011 entstand in der Division Powertrain für den Standort Deer Park, USA, eine Wertminderung auf Sachanlagen in Höhe von 7,9 Mio €. Zudem ergaben sich kleinere Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von insgesamt 1,4 Mio €, die nicht im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen stehen. Für die Division Powertrain ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2011 in Höhe von insgesamt 35,6 Mio €. BeschaffungDie Rohstoffmärkte (z. B. Stahl, Kupfer) zeigten eine geringe Volatilität bei insgesamt leicht nachgebenden Preisen. Die Einkaufskooperation mit der Schaeffler Gruppe wurde erfolgreich fortgesetzt und vor allem in Asien und der NAFTA-Region weiter intensiviert. Bei durchweg stabilen Beschaffungsmärkten blieben Engpässe in der Versorgung aus. Jedoch ist ein Brand bei einem Hersteller von Kunststoffgranulat hervorzuheben. Durch ein systematisches Krisenmanagement sowie den temporären Einsatz alternativer Rohstoffe konnten auch hier interne als auch kundenseitige Fertigungsstillstände vermieden werden. Kurzfristige Bedarfsreduzierungen auf Kundenseite in Europa führten vor allem in der zweiten Jahreshälfte bei Mechaniklieferanten zu Unterauslastungen. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg gegenüber dem Vorjahr um 81,0 Mio € bzw. 17,8 % auf 535,9 Mio € (Vj. 454,9 Mio €) und beträgt damit 8,7 % vom Umsatz (Vj. 7,8 %). AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2011 um 107,3 Mio € auf 560,7 Mio € (Vj. 453,4 Mio €) und betragen 9,1 % vom Umsatz (Vj. 7,8 %). Darin enthalten sind im Jahr 2012 Wertminderungen in Höhe von insgesamt 75,9 Mio € (Vj. 8,5 Mio €). Operative AktivaDie operativen Aktiva der Division Powertrain verringerten sich zum 31. Dezember 2012 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 213,8 Mio € auf 2.866,3 Mio € (Vj. 3.080,1 Mio €). Das Working Capital trug mit einem Rückgang von 178,0 Mio € auf 243,1 Mio € (Vj. 421,1 Mio €) maßgeblich zu dieser Entwicklung bei. Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsabbau von 62,1 Mio € auf 272,0 Mio € (Vj. 334,1 Mio €). Die operativen Forderungen verringerten sich zum Stichtag um 135,2 Mio € auf 903,4 Mio € (Vj. 1.038,6 Mio €). Der Gesamtbestand der operativen Verbindlichkeiten sank um 19,3 Mio € auf 932,3 Mio € (Vj. 951,6 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte weisen einen Betrag von 2.906,1 Mio € (Vj. 3.106,4 Mio €) auf und liegen damit um 200,3 Mio € unter dem Vorjahreswert. Der Goodwill verringerte sich um 109,4 Mio € auf 898,9 Mio € (Vj. 1.008,3 Mio €). Dies resultiert im Wesentlichen aus einer Wertminderung in Höhe von 75,6 Mio € infolge der Prüfung des Goodwill auf Werthaltigkeit im Rahmen des jährlichen Impairment-Tests. Das Sachanlagevermögen stieg im Rahmen der Investitionstätigkeit um 99,6 Mio € auf 1.637,8 Mio € (Vj. 1.538,2 Mio €). Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 189,6 Mio € auf 231,0 Mio € (Vj. 420,6 Mio €). Maßgeblich für diesen Rückgang waren die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 175,9 Mio € (Vj. 1 73,9 Mio €). Konsolidierungskreisveränderungen oder Asset Deals hatten in der Division Powertrain keine nennenswerten Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Geschäftsjahr mit 15,0 Mio € (Vj. 12,4 Mio €) erhöhend auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division Powertrain aus. Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division Powertrain erhöhten sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2011 um 0,7 Mio € auf 3.028,1 Mio € (Vj. 3.027,4 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang der Division Powertrain erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Mio € auf 395,0 Mio € (Vj. 393,7 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 6,4 % (Vj. 6,7 %). Im Geschäftsbereich Engine Systems wurde in die Erweiterung der Fertigungsanlagen für Motor-Einspritzsysteme investiert. Darüber hinaus wurden die Produktionskapazitäten für die Geschäftsbereiche Sensors & Actuators sowie Transmission erweitert. Die Fertigungskapazitäten an den deutschen Standorten sowie in China, Rumänien, Tschechien und den USA wurden ausgebaut. In Brasov, Rumänien, wurde in den Aufbau eines neuen Werks für den Geschäftsbereich Fuel Supply investiert. MitarbeiterIm Vergleich zum Vorjahr stieg die Mitarbeiterzahl in der Division Powertrain um 223 auf 31.028 Personen (Vj. 30.805). Entsprechend der Umsatzentwicklung erhöhte sich die Anzahl der Beschäftigten in den Geschäftsbereichen Sensors & Actuators, Transmission und Fuel Supply. Im Geschäftsbereich Engine Systems verringerte sich die Anzahl der Beschäftigten, da dieser Geschäftsbereich als Zulieferer für Fahrzeuge mit Diesel- und kleineren Benzinmotoren in besonderem Maße von der negativen konjunkturellen Entwicklung am europäischen Absatzmarkt betroffen war. Entwicklung der Divisionen: Interior
AbsatzIm Geschäftsbereich Body & Security stieg das Absatzvolumen 2012 gegenüber dem Vorjahr für die Mehrzahl der Produktgruppen. Besonders deutlich fiel die Erhöhung bei zentralen Karosseriesteuergeräten, Zugangskontroll- und Startsystemen, Türsteuergeräten sowie Reifendruckkontrollsystemen aus. Der Geschäftsbereich Infotainment & Connectivity steigerte im Jahr 2012 den Absatz von Audiokomponenten. Dies ist hauptsächlich durch die zunehmende Nachfrage am US-Markt begründet. Der Absatz von MultimediaSystemen ist insbesondere aufgrund der rückläufigen Nachfrage im asiatischen Markt zurückgegangen. Im Bereich Connectivity und Telematic wurde ein leichter Anstieg verzeichnet. Der Absatz des Geschäftsbereichs Commercial Vehicles & Aftermarket liegt unter dem Vorjahresniveau. Dies ist im Wesentlichen auf das schwächere OE-Geschäft für Nutzfahrzeuge in Brasilien, Asien und Westeuropa zurückzuführen. Die Ersatzteil- und Aftermarket-Aktivitäten konnten dies nicht kompensieren. Die Verkaufszahlen im Geschäftsbereich Instrumentation & Driver HMI erhöhten sich für die Mehrzahl der Produktgruppen. Die deutlichsten Steigerungen entfielen auf den Absatz von KombiInstrumenten, überwiegend in der NAFTA-Region und in Asien. Umsatzanstieg um 5,3 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 3,3 %2012 erhöhte sich der Umsatz der Division Interior im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,3 % auf 6.434,2 Mio € (Vj. 6.110,7 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 3,3 %. Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 13,5 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Interior erhöhte sich im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 69,1 Mio € bzw. 13,5 % auf 579,3 Mio € (Vj. 510,2 Mio €) und entspricht 9,0 % (Vj. 8,4 %) des bereinigten Umsatzes. Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 21,0 %Die Division Interior verzeichnete 2012 einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 69,6 Mio € bzw. 21,0 % auf 400,8 Mio € (Vj. 331,2 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 6,2 % (Vj. 5,4 %). Die Kapitalrendite (EBIT in % von durchschnittlichen operativen Aktiva) beträgt 9,3 % (Vj. 7,6 %). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) reduzierten das operative Ergebnis (EBIT) um 206,1 Mio € (Vj. 201,5 Mio €). Sondereffekte 2012In der Division Interior entstand 2012 eine Entlastung durch Sondereffekte aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 29,0 Mio €. Zudem führten kleinere Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Sachanlagen insgesamt zu einem Aufwand in Höhe von 1,1 Mio €. Für die Division Interior beträgt die Entlastung durch Sondereffekte im Jahr 2012 insgesamt 27,9 Mio €. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Sondereffekte 2011Für die Division Interior ergab sich eine Entlastung durch Sondereffekte im Wesentlichen aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen und aus geringeren Verpflichtungen zur Gesundheitsvorsorge im Zusammenhang mit Restrukturierungen in Höhe von insgesamt 32,9 Mio €. Im Jahr 2011 entstand in der Division Interior für den Standort Deer Park, USA, eine Wertminderung auf Sachanlagen in Höhe von 12,0 Mio €. Zudem fielen kleinere Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von insgesamt 0,7 Mio € an, die nicht im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen stehen. Für die Division Interior ergab sich eine Entlastung durch Sondereffekte im Jahr 2011 in Höhe von insgesamt 20,2 Mio €. BeschaffungDer Beschaffungsmarkt für die Division Interior war geprägt von einer hohen Nachfrage nach elektronischen und elektromechanischen Komponenten. Aufgrund entsprechender Kapazitätsabsicherung war eine Versorgung der Fertigung jederzeit gewährleistet. Die Schwäche des Euro führte zu erhöhten Beschaffungskosten für Bezüge in US-Dollar und vor allem in japanischen Yen. Betroffen hiervon waren in erster Linie die Materialgebiete Displays, Relais sowie Passive Bauelemente. Auf der Rohmaterialseite war im ersten Halbjahr 2012 ein Anstieg der Preise für Kunststoffgranulate zu beobachten, der jedoch durch fallende Preise in den Folgemonaten kompensiert wurde. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung sank gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Mio € bzw. 0,4 % auf 448,0 Mio € (Vj. 449,6 Mio €) und beträgt damit 7,0 % vom Umsatz (Vj. 7,4 %). AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2011 um 12,2 Mio € auf 439,8 Mio € (Vj. 427,6 Mio €) und betragen 6,8 % vom Umsatz (Vj. 7,0 %). Darin enthalten sind im Jahr 2012 Wertminderungen in Höhe von insgesamt 1,1 Mio € (Vj. 12,7 Mio €). Operative AktivaDie operativen Aktiva der Division Interior verringerten sich zum 31. Dezember 2012 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 123,4 Mio € auf 4.176,2 Mio € (Vj. 4.299,6 Mio €). Das Working Capital verzeichnete einen Rückgang um 164,5 Mio € auf 557,2 Mio € (Vj. 721,7 Mio €). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsabbau von 14,6 Mio € auf 562,8 Mio € (Vj. 577,4 Mio €). Die operativen Forderungen verringerten sich zum Stichtag um 75,8 Mio € auf 911,2 Mio € (Vj. 987,0 Mio €). Die operativen Verbindlichkeiten stiegen um 74,1 Mio € auf 916,8 Mio € (Vj. 842,7 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte weisen einen Betrag von 3.817,6 Mio € (Vj. 4.065,7 Mio €) auf und liegen damit um 248,1 Mio € unter dem Vorjahreswert. Der Goodwill hat sich um 22,9 Mio € auf 2.224,3 Mio € (Vj. 2.201,4 Mio €) erhöht. Der Anstieg ist im Wesentlichen mit 10,7 Mio € auf die Akquisition der Omitec Group Ltd., Devizes, Großbritannien, sowie auf Währungskurseffekte in Höhe von 12,1 Mio € zurückzuführen. Das Sachanlagevermögen liegt mit 1.035,.6 Mio € leicht über dem Vorjahresniveau von 987,0 Mio €. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 202,9 Mio € auf 464,2 Mio € (Vj. 667,1 Mio €). Maßgeblich für diesen Rückgang waren die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 206,1 Mio € (Vj. 201,5 Mio €). Der Erwerb der Omitec Group Ltd., Devizes, Großbritannien, im Rahmen eines Share Deals führte zu einem Anstieg der operativen Aktiva von 23,3 Mio €. Weitere Konsolidierungskreisveränderungen oder Asset Deals hatten keine nennenswerten Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Geschäftsjahr mit 7,6 Mio € mindernd auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division Interior aus. Im Vorjahr erhöhte dieser Effekt die operativen Aktiva um 9,5 Mio €. Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division Interior reduzierten sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2011 um 62,1 Mio € auf 4.313,0 Mio € (Vj. 4.375,1 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang der Division Interior erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 Mio € auf 257,1 Mio € (Vj. 247,7 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 4,0 % (Vj. 4,1 %). Der Schwerpunkt der Investitionen lag auf der Erweiterung von Fertigungskapazitäten für die Geschäftsbereiche Body & Security sowie Instrumentation & Driver HMI. Es wurde in Produktionskapazitäten an den deutschen Standorten sowie in China, Mexiko und Rumänien investiert. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl der Division Interior erhöhte sich um 1.408 auf 33.074 Personen (Vj. 31.666). Umsatzwachstum sowie der weitere Aufbau von Mitarbeitern im Forschungs- und Entwicklungsbereich führten in den Geschäftsbereichen Body & Security zu einem Anstieg von 602 Personen und bei Instrumentation & Driver HMI zu einem Aufbau von 774 Personen. Im Geschäftsbereich Commercial Vehicles & Aftermarket führte der Rückgang der weltweiten Nutzfahrzeugkonjunktur zu einer Reduzierung um 252 Mitarbeiter, der durch die Akquisition der Omitec Group Ltd., Devizes, Großbritannien, mit 231 Mitarbeitern weitgehend kompensiert wurde. Im Bereich Infotainment & Connectivity stieg die Anzahl der Beschäftigten im Wesentlichen aufgrund des weiteren Aufbaus des Standorts Bizerte, Tunesien, um insgesamt 53 Personen. Kennzahlen der Rubber Groupscroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Entwicklung der Divisionen: Reifen
AbsatzDer Absatz bei Pkw-Reifen stagnierte auf Vorjahresniveau. Dabei lag das Erstausrüstungsgeschäft leicht über dem Vorjahresniveau und im Pkw-Reifen Ersatzgeschäft APAC konnten die Absatzzahlen im zweistelligen Prozentbereich gesteigert werden. Das Pkw-Reifen Ersatzgeschäft EMEA konnte in einem deutlich schwächeren Marktumfeld die Marktposition ausbauen, während der Absatz im Pkw-Reifen Ersatzgeschäft "The Americas" die Erwartungen nicht vollständig erfüllen konnte. Im Nutzfahrzeugreifengeschäft stiegen die Absatzzahlen um 2 % über den Vorjahreswert, konsolidierungskreisbereinigt lagen sie um 2 % unter dem Vorjahr. Umsatzanstieg um 10,9 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 7,0 %2012 erhöhte sich der Umsatz der Division Reifen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,9 % auf 9.665,0 Mio € (Vj. 8.717,7 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 7,0 %. Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 35,5 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Reifen erhöhte sich im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 424,8 Mio € bzw. 35,5 % auf 1.620,0 Mio € (Vj. 1.195,2 Mio €) und entspricht 17,0 % (Vj. 13,7 %) des bereinigten Umsatzes. Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 36,8 %Die Division Reifen verzeichnete 2012 einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 439,7 Mio € bzw. 36,8 % auf 1.635,4 Mio € (Vj. 1.195,7 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 16,9 % (Vj. 13,7 %). Die Kapitalrendite (EBIT in % von durchschnittlichen operativen Aktiva) beträgt 36,9 % (Vj. 33,6 %). Sondereffekte 2012Aus geringeren Pensionsverpflichtungen in der NAFTA-Region ergab sich für die Division Reifen 2012 ein positiver Effekt in Höhe von 6,3 Mio €. In der Division Reifen resultierte aus Wertaufholungen auf Sachanlagen ein positiver Effekt in Höhe von insgesamt 25,1 Mio €. Für die Division Reifen beträgt die Entlastung durch Sondereffekte im Jahr 2012 insgesamt 31,4 Mio €. Sondereffekte 2011Für die Division Reifen ergab sich eine Entlastung durch Sondereffekte im Wesentlichen aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von insgesamt 4,8 Mio €. BeschaffungNach den Preisanstiegen in den meisten Materialgruppen im Jahr 2011 führte das Jahr 2012 zu einer Entspannung im Jahresvergleich. Die Volatilität der Märkte bewegte sich weiterhin auf einem hohen Niveau, aber auch hier zeigte sich eine leichte Beruhigung gegenüber dem Vorjahr. Der Preis für Naturkautschuk bewegte sich im Jahresdurchschnitt 30 % unter dem Vorjahrespreis, basierend auf den SICOM-Notierungen für den Typ TSR 20. Butadien, einer der wesentlichen Einsatzstoffe in der Produktion von Synthesekautschuk, vergünstigte sich im Jahresdurchschnitt gegenüber 2011 um 9 % für Verträge in Europa und um zweistellige Prozentbeträge in den anderen Regionen. Die Einführung des EU-Reifenlabels in Kombination mit dem unternehmensweiten Qualitätsanspruch an unsere Produkte führte zu einer Preisanspannung, insbesondere im Bereich des Synthesekautschuks und der auf Rohöl basierenden Produkte. Besonders deutlich wirkte sich diese Situation bei einigen Materialien der neuesten Generation aus, die für die Umsetzung der Premiumproduktstrategie der Division notwendig sind. Die fortlaufende Kooperation mit den Funktionen Forschung & Entwicklung, Produktindustrialisierung und Qualitätssicherung ist daher ein wesentliches Element einer Einkaufsoptimierung. Mithilfe dieser Kooperation konnten im Jahr 2012 zahlreiche Initiativen implementiert werden, wie etwa das "Supplier Value Leadership Program". Dadurch konnten trotz der höheren Bedarfsmengen für die Produktion Einsparungen für die Division erzielt werden. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Weiterhin wurden im vergangenen Jahr einige Programme zur strategischen Zusammenarbeit mit Kernlieferanten aufgesetzt, mit dem Ziel, das Innovationspotenzial durch die Zusammenführung von Know-how zu erhöhen und die Lieferanten in unserem Portfolio weiterzuentwickeln. Die Verfügbarkeit von Materialien verbesserte sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr. Der Fokus wurde auf eine Optimierung des Working Capital bei gleichzeitiger Sicherstellung der Verfügbarkeit gerichtet. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg gegenüber dem Vorjahr um 19,0 Mio € bzw. 10,8 % auf 195,1 Mio € (Vj. 176,1 Mio €) und beträgt 2,0 % vom Umsatz (Vj. 2,0 %). AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2011 um 7,8 Mio € auf 338,6 Mio € (Vj. 330,8 Mio €) und entsprechen 3,5 % vom Umsatz (Vj. 3,8 %). Darin enthalten sind im Jahr 2012 Wertaufholungen in Höhe von insgesamt 25,1 Mio € (Vj. 3,2 Mio €). Operative AktivaDie operativen Aktiva der Division Reifen erhöhten sich zum 31. Dezember 2012 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 357,7 Mio € auf 4.154,3 Mio € (Vj. 3.796,6 Mio €). Im Working Capital verzeichnete die Division Reifen einen Rückgang um 52,4 Mio € auf 1.880,0 Mio € (Vj. 1.932,4 Mio €). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsaufbau von 84,7 Mio € auf 1.442,3 Mio € (Vj. 1.357,6 Mio €). Der Gesamtbestand der operativen Forderungen verringerte sich zum Stichtag um 105,4 Mio € auf 1.600,7 Mio € (Vj. 1.706,1 Mio €). Die operativen Verbindlichkeiten stiegen um 31,7 Mio € auf 1.163,0 Mio € (Vj. 1.131,3 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte weisen einen Betrag von 2.907,0 Mio € (Vj. 2.443,7 Mio €) auf und liegen damit um 463,3 Mio € über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme des Sachanlagevermögens um 446,9 Mio € auf 2.688,3 Mio € (Vj. 2.241,4 Mio €). Der Goodwill erhöhte sich durch den Erwerb nicht wesentlicher Geschäftseinheiten bei gegenläufigen unwesentlichen Währungskurseffekten um 1,0 Mio € auf 73,8 Mio € (Vj. 72,8 Mio €). Konsolidierungskreisveränderungen oder Asset Deals hatten in der Division Reifen keine nennenswerten Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Berichtsjahr mit 53,7 Mio € mindernd auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division Reifen aus. Im Vorjahr reduzierte dieser Effekt die operativen Aktiva um 21,1 Mio €. Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division Reifen stiegen gegenüber dem Geschäftsjahr 2011 um 869,3 Mio € auf 4.430,8 Mio € (Vj. 3.561,5 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang der Division Reifen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 193,1 Mio € auf 830,2 Mio € (Vj. 637,1 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 8,6 % (Vj. 7,3 %). Der Schwerpunkt der Investitionen in der Division Reifen lag auf Kapazitätserweiterungen an europäischen Niedrigkostenstandorten und in Nord- und Südamerika sowie Asien. In Kaluga, Russland, und Sumter, USA, wurde in den Aufbau neuer Werke investiert. Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kostensenkung durchgeführt. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl der Division Reifen erhöhte sich um 1.389 auf 42.524 Personen (Vj. 41.135). Der Ausbau der Fertigungskapazitäten führte im Jahr 2012 zu einem Aufbau von 1.250 Mitarbeitern in den Produktionsgesellschaften. Darüber hinaus führten Expansionsprojekte in den Handelsgesellschaften und die Anpassung an die stärker globalisierte Marktausrichtung in den Vertriebs-, Entwicklungs- und Administrationsfunktionen zu einem Personalanstieg von 139 Mitarbeitern. Darin eingeschlossen ist der funktionsbereichsübergreifende Personalaufbau für den Anlauf der beiden neuen Pkw-Reifenwerke in Kaluga, Russland, und Sumter, USA. Entwicklung der Divisionen: ContiTech
Umsatzanstieg um 3,6 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 1,7 %2012 erhöhte sich der Umsatz der Division ContiTech im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,6 % auf 3.711,8 Mio € (Vj. 3.583,1 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 1,7 %. Das Kfz-Ersatzgeschäft verzeichnete dabei den stärksten Anstieg, aber auch das Erstausrüstungsgeschäft und das Industriegeschäft erreichten ein Umsatzwachstum. Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 0,2 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division ContiTech verringerte sich im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Mio € bzw. 0,2 % auf 444,1 Mio € (Vj. 445,2 Mio €) und entspricht 12,1 % (Vj. 12,4 %) des bereinigten Umsatzes. Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 6,1 %Die Division ContiTech verzeichnete 2012 einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 25,3 Mio € bzw. 6,1 % auf 442,4 Mio € (Vj. 417,1 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 11,9 % (Vj. 11,6 %). Die Kapitalrendite (EBIT in % von durchschnittlichen operativen Aktiva) beträgt 38,1 % (Vj. 38,7 %). Sondereffekte 2012Aus der Übernahme des Bremsenformteile-Geschäfts von Freudenberg Sealing Technologies GmbH & Co. KG, Weinheim, Deutschland, resultierte insgesamt ein Ertrag aus einem negativen Unterschiedsbetrag im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation in Höhe von 11,5 Mio €. Im 2007 eingeleiteten Kartellverfahren gegen die Dunlop Oil & Marine Ltd., Grimsby, Großbritannien, einer Gesellschaft der ContiTech AG im Bereich Off-shore-Schläuche, kam es 2012 zu weiteren Aufwendungen in Höhe von 4,0 Mio €. Zudem entstand 2012 ein negativer Sondereffekt aus zusätzlichen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,1 Mio €. Für die Division ContiTech beträgt die Entlastung durch Sondereffekte im Jahr 2012 insgesamt 7,4 Mio €. Sondereffekte 2011Im 2007 eingeleiteten Kartellverfahren gegen die Dunlop Oil & Marine Ltd., Grimsby, Großbritannien, einer Gesellschaft der ContiTech AG im Bereich Off-shore-Schläuche, kam es 2011 zu weiteren Aufwendungen in Höhe von 10,7 Mio €. In der Division ContiTech ergaben sich kleinere Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von insgesamt 0,7 Mio €. Für die Division ContiTech beträgt die Entlastung durch Sondereffekte aus der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen 0,3 Mio €. Am 7. Juli 2011 hat die Continental Industrias del Caucho S.A., Madrid, Spanien, die Einigung mit den Arbeitnehmervertretern zur Schließung ihres Standorts in Coslada, Spanien, bis zum Jahresende 2011 erzielt. Das Werk, in dem Klimaleitungen montiert wurden, hatte Ende 2009 einen Großauftrag verloren und war dadurch in die Verlustzone gerutscht. Der Standort wurde zum 31. Dezember 2011 geschlossen. Dadurch entstanden 2011 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 14,1 Mio €. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Für die Division ContiTech ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2011 in Höhe von insgesamt 25,2 Mio €. BeschaffungAuch für die Division ContiTech entspannte sich die Lage im Jahr 2012 im Hinblick auf die Materialverfügbarkeit. Allerdings lagen die Materialpreise im Durchschnitt des Jahres leicht über dem Preisniveau des Vorjahres. 2012 wurden Strategien entwickelt, die die Verfügbarkeit der benötigten Hochleistungsmaterialien für die Wachstumspläne der Division sicherstellen sollen. Ein flexibler Ansatz aus lokalem Einkauf und zentraler Beschaffung bietet die optimale Grundlage für das breit gestreute Produktportfolio der Division. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg gegenüber dem Vorjahr um 10,5 Mio € bzw. 16,2 % auf 75,5 Mio € (Vj. 65,0 Mio €) und beträgt 2,0 % vom Umsatz (Vj. 1,8 %). AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2011 um 7,4 Mio € auf 105,3 Mio € (Vj. 97,9 Mio €) und betragen 2,8 % vom Umsatz (Vj. 2,7 %). Im Jahr 2012 gab es keine nennenswerten Wertminderungen (Vj. 0,8 Mio €). Operative AktivaDie operativen Aktiva der Division ContiTech erhöhten sich zum 31. Dezember 2012 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 112,5 Mio € auf 1.179,4 Mio € (Vj. 1.066.9 Mio €). Das Working Capital reduzierte sich um 14,2 Mio € auf 540,6 Mio € (Vj. 554,8 Mio €). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsaufbau von 19,3 Mio € auf 383,9 Mio € (Vj. 364,6 Mio €). Die operativen Forderungen erhöhten sich zum Stichtag um 17,1 Mio € auf 565,4 Mio € (Vj. 548,3 Mio €). Die operativen Verbindlichkeiten stiegen um 50,6 Mio € auf 408,7 Mio € (Vj. 358,1 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte weisen einen Betrag von 792,4 Mio € (Vj. 684,6 Mio €) auf und liegen damit um 107,8 Mio € über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme des Sachanlagevermögens um 85,2 Mio € auf 653,3 Mio € (Vj. 568,1 Mio €). Der Goodwill erhöhte sich um 8,8 Mio € auf 85,1 Mio € (Vj. 76,3 Mio €). Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf dem Erwerb des Bereichs Automotive-Klimaleitungen der Parker Hannifin Corporation, Cleveland, USA. Währungskurseffekte fielen in unwesentlicher Höhe an. Die Akquisition des Bereichs Automotive-Klimaleitungen der Parker Hannifin Corporation, Cleveland, USA, im Rahmen eines kombinierten Asset und Share Deals erhöhte den Bestand der operativen Aktiva der Division ContiTech um 64,4 Mio €. Der Erwerb des Bremsenformteile-Geschäfts von Freudenberg Sealing Technologies GmbH & Co. KG, Weinheim, Deutschland, im Rahmen eines kombinierten Asset und Share Deals führte zu einem Anstieg der operativen Aktiva um 12,6 Mio €. Des Weiteren erhöhte die Akquisition der Specialised Belting Supplies Ltd., Thetford, Großbritannien, im Rahmen eines Share Deals den Bestand der operativen Aktiva um 5,9 Mio €. Währungskurseffekte wirkten sich im Geschäftsjahr mit 1,0 Mio € mindernd auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division ContiTech aus. Im Vorjahr reduzierte dieser Effekt die operativen Aktiva um 11,1 Mio €. Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division ContiTech stiegen gegenüber dem Geschäftsjahr 2011 um 81,1 Mio € auf 1.159,9 Mio € (Vj. 1.078,8 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang der Division ContiTech erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 40,4 Mio € auf 151,0 Mio € (Vj. 110,6 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 4,1 % (Vj. 3,1 %). ContiTech investierte in die Rationalisierung der Produktionsabläufe und den Ausbau von Fertigungskapazitäten für neue Produkte. Neben Investitionen in Deutschland wurden insbesondere Produktionsanlagen in China, Rumänien, Ungarn, Mexiko und Brasilien erweitert. In Serbien und Brasilien wurde in den Aufbau neuer Werke für den Geschäftsbereich Fluid Technology investiert. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl der Division ContiTech erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 961 Personen auf 28.210 (Vj. 27.249). Sowohl Volumenanstiege in den Geschäftsbereichen Benecke-Kaliko Group und Conveyor Belt Group als auch der Erwerb des Bereichs Automotive-Klimaleitungen der Parker Hannifin Corporation, Cleveland, USA, (Geschäftsbereich Fluid Technology), des Bremsenformteile-Geschäfts von Freudenberg Sealing Technologies GmbH & Co. KG, Weinheim, Deutschland, (Geschäftsbereich Vibration Control) und der Specialised Belting Supplies Ltd., Thetford, Großbritannien, (Geschäftsbereich Conveyor Belt Group) führten zu einem weiteren Personalanstieg. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MuttergesellschaftErgänzend zur Konzernberichterstattung erläutern wir im Folgenden separat die Entwicklung der Muttergesellschaft.Der Jahresabschluss der Continental AG wird - anders als der Konzernabschluss - nach deutschem Handelsrecht (HGB, AktG) aufgestellt. Der Lagebericht der Continental AG wird gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des Continental-Konzerns zusammengefasst, weil die künftigen Risiken und Chancen der Muttergesellschaft und ihre voraussichtliche Entwicklung untrennbar mit dem Konzern verbunden sind. Ergänzend dient die nachfolgende Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie der Vermögens- und Finanzlage der Muttergesellschaft dem Verständnis des Vorschlags des Vorstands zur Ergebnisverwendung. Aktiva in Mio € scroll
Die Continental AG übt eine reine Leitungs- und Holdingfunktion für den Continental-Konzern aus. Um dem Holdingcharakter der Continental AG gerecht zu werden, wird in der Gewinn- und Verlustrechnung das Beteiligungsergebnis vorangestellt. Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 66,9 Mio € auf 18.364,6 Mio € (Vj. 18.431,5 Mio €). Die Veränderung auf der Aktivseite ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 310,4 Mio € sowie auf den Rückgang der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 54,3 Mio € zurückzuführen. Gegenläufig hierzu erhöhten sich die flüssigen Mittel um 298,3 Mio €. Das Finanzanlagevermögen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 12,8 Mio € auf 11.059,9 Mio € (Vj. 11.072,7 Mio €) und bildet nunmehr einen Anteil von 60,2 % an der Bilanzsumme nach 60,1 % im Vorjahr. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten verringerten sich um 54,3 Mio € auf 25,6 Mio € (Vj. 79,9 Mio €). Der Rückgang resultiert insbesondere aus der vorzeitigen Ablösung des syndizierten Kredits im Januar 2013. Auf der Passivseite reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Vergleich zum Vorjahr um 905,7 Mio € auf 2.621,2 Mio € (Vj. 3.526,9 Mio €), entsprechend 25,7 %. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einer vorzeitigen Teilrückzahlung des syndizierten Kredits in Höhe von 737,9 Mio € sowie aus der Rückzahlung des im November 2012 fällig gewordenen Darlehens der Europäischen Investitionsbank in Höhe von 300,0 Mio €. Gegenläufig hierzu erhöhten sich die Anleihen um 243,0 Mio € auf 459,7 Mio € (Vj. 21 6,7 Mio €) sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 138,8 Mio € auf 8.889,0 Mio € (Vj. 8.750,2 Mio €). Die Rückstellungen erhöhten sich um 61,1 Mio € auf 722,7 Mio € (Vj. 661,6 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Steuerrückstellungen um 99,1 Mio € auf 457,8 Mio € (Vj. 358,7 Mio €). Das Eigenkapital hat sich um 358,0 Mio € auf 5.612,3 Mio € (Vj. 5.254,3 Mio €) erhöht. Die Minderung aufgrund der Dividendenzahlung für 2011 in Höhe von 300,0 Mio € wurde durch den im Geschäftsjahr 2012 erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von 658,0 Mio € überkompensiert. Die Eigenkapitalquote hat sich dadurch von 28,5 % auf 30,6 % erhöht. Das Beteiligungsergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 219,7 Mio € auf 1.448,8 Mio € (Vj. 1.229,1 Mio €). Wie im Vorjahr setzt sich das Beteiligungsergebnis überwiegend aus den Ergebnisabführungen der Tochterunternehmen zusammen. Die Erträge aus Gewinnabführung resultieren im Wesentlichen aus der Continental Caoutchouc-Export-GmbH, Hannover, (647,2 Mio €), der Continental Automotive GmbH, Hannover, (539,4 Mio €), sowie der Formpolster GmbH, Hannover, (264,8 Mio €). Gegenläufig hierzu entstanden Aufwendungen aus Verlustübernahmen von der UMG Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover, (38,8 Mio €). Die sonstigen betrieblichen Erträge und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten wie im Vorjahr insbesondere Aufwendungen und Erträge aus Konzernumlagen sowie Kostengutschriften und -belastungen von bzw. für andere Konzernunternehmen. Das negative Zinsergebnis des Geschäftsjahres 2012 verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 165,1 Mio € auf 400,3 Mio € (Vj. 565,4 Mio €). Der Rückgang der Zinsaufwendungen um 185,7 Mio € auf 480,4 Mio € (Vj. 666,1 Mio €) ist im Wesentlichen auf die Rückführung der Netto-Finanzschulden zum Ende des Geschäftsjahres 2011 sowie die unter Vorjahresniveau liegenden Margen bzw. Zinssätze für den syndizierten Kredit zurückzuführen. Der Steueraufwand in Höhe von 149,2 Mio € (Vj. 36,2 Mio €) enthält wie im Vorjahr nicht anrechenbare ausländische Quellensteuern; im Vorjahr war der Steueraufwand durch eine Steuererstattung für Vorjahre positiv beeinflusst. Nach Berücksichtigung dieser Steueraufwendungen weist die Continental AG einen Jahresüberschuss in Höhe von 658,0 Mio € (Vj. 447,4 Mio €) aus. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern beträgt 11,7 % (Vj. 8,5 %). Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 208,5 Mio € ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 866,5 Mio €. Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung vor, die Auszahlung einer Dividende von 2,25 € je Stückaktie zu beschließen. Die Ausschüttungssumme beträgt somit bei 200.005.983 dividendenberechtigten Aktien 450.013.461,75 €. Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Für das Geschäftsjahr 2013 erwarten wir leicht rückläufige operative Ergebnisse der Tochtergesellschaften. scroll
Berichterstattung nach § 289 Abs. 4 HGB bzw. § 315 Abs. 4 HGB1. Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 512.015.316,48 €. Es ist eingeteilt in 200.005.983 Stückaktien. Bei den Aktien handelt es sich ausnahmslos um Stammaktien, verschiedene Aktiengattungen sind nicht ausgegeben und in der Satzung nicht vorgesehen. Jede der Aktien ist ab dem Zeitpunkt der Entstehung stimm- und dividendenberechtigt. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme (§ 20 Abs. 1 der Satzung). 2. Beschränkungen betreffend Stimmrechte oder Übertragung von AktienIn der am 20. August 2008 zwischen der Continental AG und der Schaeffler KG sowie Frau Maria-Elisabeth Schaeffler und Herrn Georg F. W. Schaeffler abgeschlossenen, von der Schaeffler KG inzwischen auf die heutige Schaeffler AG übertragenen Investorenvereinbarung hat sich die Schaeffler Gruppe verpflichtet, ihre Beteiligung an der Continental AG bis zum 31. August 2012 auf maximal 49,99 % des stimmberechtigten Grundkapitals ("maximale Beteiligung") zu beschränken, soweit nicht der Vorstand der Continental AG einer höheren Beteiligung zustimmt. Seit dem 1. September 2012 besteht diese Pflicht nicht mehr. 3. Beteiligungen am Kapital, die zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreitenZu den Beteiligungen am Kapital, die zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreiten (gemeldete Beteiligungshöhe), wird auf die Angaben im Anhang (Kapitel 39) Mitteilungen nach dem WpHG verwiesen. 4. Inhaber von Aktien mit SonderrechtenAktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. 5. Art der Stimmrechtskontrolle bei ArbeitnehmerbeteiligungenArbeitnehmer, die am Kapital beteiligt sind und die Stimmrechtskontrolle nicht unmittelbar ausüben, sind der Gesellschaft nicht bekannt. 6. Vorschriften zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzunga) Gemäß Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern, im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Anzahl der Vorstandsmitglieder. Die Bestellung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt gemäß § 84 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Danach ist für Bestellung und Abberufung eines Vorstandsmitglieds der Aufsichtsrat zuständig. Er entscheidet mit einer Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder. Kommt diese Mehrheit nicht zustande, so hat der sogenannte Vermittlungsausschuss innerhalb eines Monats nach der Abstimmung dem Aufsichtsrat einen Vorschlag für die Bestellung zu unterbreiten. Neben dem Vorschlag des Vermittlungsausschusses können dem Aufsichtsrat auch andere Vorschläge unterbreitet werden. Bei Abstimmung über die dem Aufsichtsrat unterbreiteten Vorschläge ist die einfache Stimmenmehrheit ausreichend. Für den Fall, dass die Abstimmung Stimmengleichheit ergibt, hat der Aufsichtsratsvorsitzende gemäß § 31 Abs. 4 MitbestG bei einer erneuten Abstimmung zwei Stimmen. b) Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung vorgenommen. Die Hauptversammlung hat in § 20 Abs. 3 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen. Beschlüsse der Hauptversammlung zu einer Satzungsänderung werden gemäß § 20 Abs. 2 der Satzung in der Regel mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, sofern nicht zwingende Vorschriften des Gesetzes oder die Satzung jeweils etwas anderes vorschreiben. Das Gesetz schreibt zwingende Kapitalmehrheiten von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals zum Beispiel für Satzungsänderungen vor, die mit wesentlichen Kapitalmaßnahmen einhergehen, wie etwa Beschlüsse über die Schaffung von genehmigtem oder bedingtem Kapital. 7. Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen7.1 Der Vorstand kann neue Aktien nur auf der Grundlage von Beschlüssen der Hauptversammlung ausgeben. a) Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. April 2009 (§ 4 Abs. 2 der Satzung) ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. April 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu einem Betrag von 66,0 Mio € gegen Ausgabe von bis zu 25.781.250 neuen Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009). Der Vorstand kann dabei das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausschließen, (1) soweit es erforderlich ist, um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen; (2) soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungspflicht als Aktionär zustünde; (3) soweit es sich um eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen handelt und der gesamte anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt, die auf der Grundlage dieser Ermächtigung ausgegeben werden, weder den Betrag von 43,265 Mio € noch den Betrag von 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der erstmaligen Ausübung der Ermächtigung ("Höchstbetrag") überschreitet und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet. Von dem Höchstbetrag ist der anteilige Betrag des Grundkapitals abzusetzen, der auf neue oder auf zuvor erworbene eigene Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden, sowie der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt, die aufgrund von Options- und/oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten bezogen werden können oder müssen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden; (4) soweit die neuen Aktien gegen Sacheinlagen ausgegeben werden und der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf die neuen Aktien entfällt, 10 % des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet. b) Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2012 (§ 4 Abs. 3 der Satzung) ermächtigt, das Grundkapital bis zum 26. April 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu einem Betrag von 70,0 Mio € gegen Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2012). Der Vorstand kann dabei das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausschließen, (1) soweit es erforderlich ist, um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen; (2) soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungspflicht als Aktionär zustünde; (3) soweit es sich um eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen handelt und der anteilige Betrag des Grundkapitals, der insgesamt auf Aktien entfällt, die unter Nutzung dieser Ermächtigung und unter Bezugsrechtsausschluss gegen Bareinlage auszugeben und bereits ausgegeben sind, weder den Betrag von 51,0 Mio € noch den Betrag von 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung ("Höchstbetrag") überschreitet und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet. Von dem Höchstbetrag ist der anteilige Betrag des Grundkapitals abzusetzen, der auf neue oder auf zuvor erworbene eigene Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden, sowie der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt, die aufgrund von Options- und/oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten bezogen werden können oder müssen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. c) Weiter ist der Vorstand befugt, neue Aktien an die Bezugsberechtigten aus den von der Hauptversammlung beschlossenen Aktienoptionsplänen 2004 und 2008 nach Maßgabe der Bedingungen dieser Aktienoptionspläne auszugeben. Aus den Aktienoptionsplänen sind noch 47.900 Bezugsrechte begeben, die bei Erreichen der Ausübungshürde ausgeübt werden können. Insgesamt können daher aus den Aktienoptionsplänen nicht mehr als 47.900 Stückaktien ausgegeben werden. Dies entspricht einem anteiligen Grundkapital von bis zu 122.624 €. d) Schließlich kann der Vorstand auf der Grundlage des gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung bestehenden bedingten Kapitals bis zu 19.921.875 Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) ausgeben, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 27. April 2012 beschlossenen Ermächtigung von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren in- oder ausländischen Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften begeben werden und ein Wandlungs- bzw. Optionsrecht zum Bezug von auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft gewähren bzw. eine Wandlungspflicht bestimmen. Bisher sind auf Grundlage dieser Ermächtigung keine der genannten Rechte begeben. 7.2 Der Vorstand darf Aktien nur unter den in § 71 AktG normierten Voraussetzungen zurückkaufen. Eine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien durch die Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ist dem Vorstand nicht erteilt. 8. Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden WirkungenEs bestehen folgende wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels bei der Continental AG stehen: a) Der im Januar 2013 abgeschlossene Vertrag über einen syndizierten Kredit in Höhe von 4,5 Mrd €, der den zum Bilanzstichtag bestehenden syndizierten Kredit über ursprünglich 13,.5 Mrd € ablöst, gibt jedem Kreditgeber das Recht, den Vertrag vorzeitig zu kündigen und Rückzahlung der von ihm gewährten Darlehen zu verlangen, falls eine Person oder gemeinsam handelnde Personen die Kontrolle über die Continental AG erwerben und anschließende Verhandlungen über eine Fortsetzung des Kredits zu keiner Einigung geführt haben. Der Begriff "Kontrolle" ist als das Halten von mehr als 50 % der Stimmrechte sowie als Abschluss eines Beherrschungsvertrags im Sinne von § 291 AktG durch die Continental AG als beherrschter Gesellschaft definiert. b) Die von einem Tochterunternehmen der Continental AG, der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, ("Emittentin"), unter Garantie der Continental AG am 16. Juli 2010, am 13. September 2010 und am 5. Oktober 2010 zu einem Nominalbetrag von 750 Mio €, 1.000 Mio € bzw. je 625 Mio € begebenen Anleihen sowie die von einem weiteren Tochterunternehmen der Continental AG, der Continental Rubber of America Corp., Wilmington, USA, am 24. September 2012 zu einem Nominalbetrag von 950 Mio US-Dollar begebene Anleihe berechtigen jeden Anleihegläubiger, im Fall eines Kontrollwechsels bei der Continental AG ("Change of Control") von der Emittentin zu verlangen, die vom Anleihegläubiger gehaltenen Anleihen zu einem in den Anleihebedingungen festgelegten Kurs einzulösen bzw. zu erwerben. Die Anleihebedingungen definieren Kontrollwechsel als das Halten von mehr als 50 % der Stimmrechte an der Continental AG durch eine Person oder durch mehrere im Sinne des § 2 Abs. 5 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) gemeinsam handelnde Personen infolge Erwerbs oder als Ergebnis einer Verschmelzung oder einer anderen Form des Zusammenschlusses unter Beteiligung der Continental AG. Das Halten von Stimmrechten durch die Schaeffler GmbH (nach Umwandlung firmierend unter Schaeffler AG), ihre Rechtsnachfolger oder mit ihr verbundene Unternehmen ist kein Kontrollwechsel im Sinne der Anleihebedingungen. Sollte ein Kontrollwechsel im Sinne der vorstehend beschriebenen Vereinbarungen eintreten und ein Vertragspartner oder Anleihegläubiger seine entsprechenden Rechte ausüben, könnten dann erforderlich werdende Anschlussfinanzierungen möglicherweise nicht zu den jetzt bestehenden Konditionen abgeschlossen werden und zu höheren Finanzierungskosten führen. c) Im Jahr 1996 haben die Compagnie Financière Michelin und die Continental AG die MC Projects B.V., Niederlande, gegründet, an der beide mit je 50 % beteiligt sind. Michelin hat die Rechte an der Uniroyal-Marke für Europa in das Unternehmen eingebracht. Die MC Projects B.V. lizenziert diese Rechte an Continental. Nach den Vereinbarungen kann unter anderem diese Lizenz außerordentlich gekündigt werden, wenn ein wesentlicher Reifenwettbewerber mehr als 50 % der Stimmrechte an Continental erwirbt. Darüberhinaus hat Michelin in diesem Fall das Recht, die Mehrheit an der MC Projects B.V. zu erwerben und die MC Projects B.V. zu veranlassen, ihre Minderheitsbeteiligung am Produktionsbetrieb der Barum Continental s. r. o. in Otrokovice, Tschechien, auf 51 % zu erhöhen. Im Fall eines solchen Kontrollwechsels und der Ausübung dieser Rechte könnten sich Einbußen in den Umsatzerlösen der Reifen-Divisionen und Einschränkungen bei den ihnen zur Verfügung stehenden Produktionskapazitäten ergeben. 9. Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines ÜbernahmeangebotsEntschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht. Vergütung des VorstandsDie Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einer Reihe von Vergütungsbestandteilen. Im Einzelnen handelt es sich um das Fixum, die Tantieme einschließlich Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sowie Nebenleistungen und Pensionszusagen. Nähere Einzelheiten einschließlich der individualisierten Bezüge enthält der Vergütungsbericht, der im Corporate Governance-Bericht auf den Seiten 38 ff. zu finden ist. Der Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts. NachtragsberichtBis zum 8. Februar 2013 ergaben sich keine Ereignisse oder Entwicklungen, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder Wertansatzes der einzelnen Vermögenswerte und Schuldenposten zum 31. Dezember 2012 geführt hätten. AbhängigkeitsberichtSchlusserklärung zum Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktGDie Continental AG war im Geschäftsjahr 2012 ein von der INA-Holding Schaeffler GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, abhängiges Unternehmen i. S. d. § 312 AktG. Der Vorstand der Continental AG hat deshalb gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält: "Wir erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. In dem Umfang, in dem die Gesellschaft hierdurch benachteiligt worden ist, wurde ihr vor Ablauf des Geschäftsjahres 2012 als Ausgleich ein Rechtsanspruch auf einen adäquaten Vorteil eingeräumt. Dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, ist die Gesellschaft nicht benachteiligt worden." Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGBDie Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist den Aktionären auf unserer Internetseite www.continental-corporation.com in der Rubrik Investor Relations unter Corporate Governance zugänglich. RisikoberichtIm Rahmen des Risikomanagements wird die Gesamtrisikosituation von Continental konzernweit analysiert und gesteuert.Die Unternehmenssteuerung des Continental-Konzerns ist darauf ausgerichtet, Mehrwert zu schaffen. Dies bedeutet für uns, den Unternehmenswert jedes einzelnen Geschäftsbereichs und des Gesamtkonzerns nachhaltig zu steigern. Ziel ist, dass Continental dauerhaft eine Kapitalrendite erwirtschaftet, die über unseren durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten liegt. Um unser Ziel der Wertschaffung zu erreichen, wägen wir die sich uns bietenden Chancen und sich ergebende Risiken laufend und verantwortungsbewusst ab. Risiko verstehen wir als die Möglichkeit des Eintretens interner oder externer Ereignisse, die das Erreichen unserer strategischen und operativen Ziele negativ beeinflussen können. Als weltweit aktiver Konzern ist Continental vielfältigen Risiken ausgesetzt, die das Geschäft beeinträchtigen und im Extremfall den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Risiken, die sich überschauen und handhaben lassen, akzeptieren wir, wenn die ihnen gegenüberstehenden Chancen eine nachhaltige Wertsteigerung erwarten lassen. Risikomanagement und internes KontrollsystemGemäß §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 HGB müssen die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess beschrieben werden. In die Berichterstattung sind alle Teile des Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems einzubeziehen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Jahres- und Konzernabschluss haben können. Um Risiken rechtzeitig zu erkennen, ihre Ursachen zu analysieren, sie zu bewerten und zu vermeiden oder zumindest zu minimieren, existiert ein konzernweites, einheitliches Risikomanagementsystem, das auch das System zur Früherkennung bestandsgefährdender Risiken nach § 91 Abs. 2 AktG umfasst. Das Risikomanagementsystem regelt die Identifikation, Erfassung, Bewertung, Dokumentation und Berichterstattung von Risiken und ist in die Strategie-, Planungs- und Budgetierungsprozesse des Unternehmens integriert. Durch die Einbindung des Risikomanagements in die Management- und Reportingsysteme stellt Continental sicher, dass das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse im Konzern ist. Um in einem komplexen Geschäftsumfeld als Unternehmen erfolgreich agieren zu können und dabei die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen und untergesetzlichen Vorschriften zu sichern, hat die Continental AG ein effektives und integriertes internes Kontrollsystem geschaffen, das in seiner Gesamtheit alle relevanten Geschäftsprozesse umfasst. Das interne Kontrollsystem bildet einen integralen Bestandteil des Risikomanagementsystems. Daher erfolgt eine zusammengefasste Darstellung. Zum Risikomanagementsystem gehört auch das Compliance Management System, das ausführlich in der Erklärung zur Unternehmensführung (Seite 36 f.) beschrieben ist. Verantwortlich für das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem ist der Vorstand. Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss überwachen und prüfen ihre Wirksamkeit. Dazu umfasst das interne Kontrollsystem Regelungen zur Berichterstattung an den Aufsichtsrat, den Prüfungsausschuss, den Vorstand sowie das Compliance & Risk Management Committee. Das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem umfassen alle für den Konzernabschluss wesentlichen Tochtergesellschaften. Die konzernweiten Steuerungssysteme haben als wesentliche Elemente eine klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und systemimmanente Kontrollen bei der Abschlusserstellung. Vier-Augen-Prinzip und Funktionstrennung sind grundlegende Prinzipien der Organisation. Darüber hinaus stellt die Geschäftsleitung der Continental durch Richtlinien zur Abschlusserstellung und Bilanzierung, Zugriffsberechtigungen in den IT-Systemen sowie Regelungen zur Einbeziehung von internen und externen Spezialisten eine gesetzeskonforme Rechnungslegung sicher. Risikoberichterstattung![]() Die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems wird in wesentlichen Bereichen durch Effektivitätstests der berichtenden Einheiten beurteilt. Die Ergebnisse der Effektivitätstests sind quartalsweise in den Berichterstattungssystemen des Continental-Konzerns zu erfassen und werden anschließend durch das Konzernmanagement beurteilt. Bei etwaigen Schwächen leitet das Konzernmanagement die erforderlichen Maßnahmen ein. Risikoerkennung und -bewertungDie Verantwortung zur Erkennung und Bewertung wesentlicher Risiken ist innerhalb der Continental AG auf verschiedene Ebenen und Organisationseinheiten verteilt. Zur Risikoerkennung, -bewertung und -berichterstattung analysiert das Management jeder Konzerneinheit die wesentlichen Risiken, die in seinen Bereich fallen. Hierfür kann das lokale Management auf verschiedene Instrumente zurückgreifen wie z. B. lokale Betriebsorganisationshandbücher, zentral entwickelte funktionsspezifische Fragebögen oder auch die Prozess- und Kontrollbeschreibungen des "Internal-Controls@Continental"-Systems, die im Rahmen der Umsetzung der Anforderungen der Neufassung der 8. EU-Richtlinie für alle wesentlichen Gesellschaften entwickelt wurden. Hier werden die wesentlichen Kontrollen in den Geschäftsprozessen (z. B. Purchase to Pay, Order to Cash, Asset Management, HR, IT-Berechtigungen und Abschlusserstellungsprozess) quartalsweise kontrolliert und auf ihre Effektivität hin untersucht. Die Konzernfunktionen wie z. B. Compliance, Personal, Qualität, Recht, Einkauf, Versicherungen sowie Systeme & Standards, Finanzen & Treasury führen zusätzlich Prüfungen zur Umsetzung der jeweils zu ihrem Zuständigkeitsbereich gehörenden Konzernrichtlinien durch und analysieren die betroffenen Prozesse auf Effizienz und potenzielle Schwachstellen. Ziel ist, die Einhaltung der Richtlinien zu überwachen, potenzielle Risiken in den Prozessen zu erkennen und die Standardisierung der operativen Prozesse zu unterstützen. Die in dem beschriebenen Rahmen erkannten Risiken werden nach vorgegebenen Kriterien geordnet und bewertet. Die Bewertung eines Risikos bemisst sich in der Regel danach, inwieweit es das operative Ergebnis der Einheit negativ beeinflussen könnte. Die Beurteilung der Risiken und ihrer Auswirkung auf die Rechnungslegung erfolgt unter Berücksichtigung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie ihrer Auswirkung auf Umsatz, Ergebnis oder Bilanzsumme. Ergänzend zu den durch das lokale Management sowie die Konzernfunktionen durchgeführten Risikoanalysen erfolgen Prüfungen durch die Interne Revision. Um Mitarbeitern und Dritten außerhalb des Konzerns die Möglichkeit zu geben, Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften, Grundwerte und ethische Normen zu melden, hat die Continental AG eine Compliance & Anti-Korruptions-Hotline eingerichtet. Über die Hotline können, soweit gesetzlich zulässig auch anonym, Informationen zu potenziellen Rechtsverletzungen, wie Bestechung oder kartellrechtswidrigem Verhalten, aber auch Manipulation im Rahmen der Rechnungslegung mitgeteilt werden. Hinweise an diese Hotline werden von der Konzernrevision und der Compliance-Abteilung geprüft und weiterverfolgt. RisikoberichterstattungEntsprechend der Risikobewertung ist auch die Berichterstattung der identifizierten, analysierten und bewerteten Risiken verschiedenen organisatorischen Ebenen zugeordnet. Die Geschäftseinheiten berichten regelmäßig auf Basis einer umfassenden Risikoinventur über die Veränderungen gemeldeter Risiken und über neue Entwicklungen, die zur Entstehung wesentlicher Risiken führen könnten. Kommt es zu neuen, wesentlichen Risiken außerhalb der Regelberichterstattung, sind sie umgehend zu melden. Hierunter fallen auch die Risiken, die im Rahmen der Audits der Konzernfunktionen identifiziert worden sind. Um Ursachen möglicher Risiken frühzeitig zu erkennen, analysiert das zentrale Controlling die im Rahmen des Reporting genannten Kennzahlen zusätzlich auf Konzern- und Divisionsebene. Der Vorstand von Continental wird durch das Compliance & Risk Management Committee regelmäßig über bestehende Risiken, deren Bewertung sowie die ergriffenen Maßnahmen informiert. Des Weiteren erfolgt eine Berichterstattung an die Managementebenen unterhalb des Vorstands in Abhängigkeit ihres Verantwortungsbereichs. Auch der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss werden regelmäßig über die wesentlichen Risiken, etwaige Kontrollschwächen und ergriffene Maßnahmen informiert. Darüber hinaus soll der Abschlussprüfer dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats über Schwächen im rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem berichten, die der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Prüfungstätigkeit festgestellt hat. RisikosteuerungFür jedes identifizierte und als erheblich bewertete Risiko leitet das verantwortliche Management geeignete Gegenmaßnahmen ein, die auch in den Reportingsystemen dokumentiert werden. Die identifizierten Risiken werden durch das Compliance & Risk Management Committee auf Konzernebene überwacht und konsolidiert. Es berichtet dem Vorstand regelmäßig und empfiehlt ggf. weitere Maßnahmen. Der Vorstand erörtert und beschließt diese Maßnahmen und berichtet dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Die zuständigen Gremien überwachen laufend die Entwicklung aller identifizierten Risiken und den Stand der eingeleiteten Maßnahmen. Die Interne Revision überprüft regelmäßig den Risikomanagementprozess, wodurch dessen Effizienz und Weiterentwicklung sichergestellt ist. Wesentliche RisikenFinanzrisikenContinental ist einer Reihe von Risiken in Zusammenhang mit ihrem syndizierten Kredit ausgesetzt.Zur Finanzierung des laufenden Geschäfts und ihrer Investitionen und Zahlungsverpflichtungen hat Continental im Januar 2013 einen neuen syndizierten Kreditvertrag geschlossen. Nach diesem syndizierten Kreditvertrag muss Continental neben anderen Pflichten bestimmte finanzielle Kennzahlen einhalten (Financial Covenants), insbesondere eine Verschuldungsobergrenze (errechnet als Verhältnis zwischen den konsolidierten Netto-Finanzschulden und dem konsolidierten bereinigten EBITDA) und eine Untergrenze für das Verhältnis zwischen dem konsolidierten bereinigten EBITDA von Continental und dem konsolidierten Netto-Zinsaufwand (Zinsdeckungsverhältnis). Die Kennzahl für die maximale Verschuldung beträgt weiterhin 3,00. Das Zinsdeckungsverhältnis darf wie zuvor 2,50 nicht unterschreiten. Aufgrund der nachstehend dargelegten Markt- und operativen Risiken könnte es Continental unter Umständen nicht möglich sein, die oben beschriebenen Kennzahlen einzuhalten. Sollte Continental gegen eine dieser Verpflichtungen verstoßen, sind die Kreditgeber berechtigt, die Kredite vorzeitig fällig zu stellen. In diesem Fall werden die im Rahmen des syndizierten Kredits in Anspruch genommenen Kredite unverzüglich zur Rückzahlung fällig und/oder sämtliche Kreditzusagen werden aufgehoben. Zum 31. Dezember 2012 lagen die Kennzahl für die Verschuldung bei 0,93 und das Zinsdeckungsverhältnis bei 11,11. Darüber hinaus tritt nach den Kreditverträgen auch im Falle eines Kontrollwechsels bei der Continental AG eine Rückzahlungsverpflichtung ein. Ein Kontrollwechsel tritt nach den Kreditverträgen dann ein, wenn eine Person oder gemeinsam handelnde Personen (gemäß § 2 Abs. 5 WpÜG) mehr als 50 % der Stimmrechte der Gesellschaft erwerben oder mittels eines Beherrschungsvertrags gemäß § 291 AktG die Kontrolle über die Gesellschaft übernehmen. In diesem Fall kann jeder Kreditgeber die Rückzahlung seines Anteils an allen ausstehenden Krediten zuzüglich Zinsen und aller anderen im Rahmen der Kreditverträge aufgelaufenen Beträge verlangen. Ein Kontrollwechsel könnte insbesondere dann eintreten, wenn die Anteile der Schaeff-ler Gruppe, Herzogenaurach, Deutschland, am stimmberechtigten Grundkapital der Gesellschaft durch die Übernahme weiterer Anteile durch Schaeffler oder dadurch auf über 50 % ansteigen, dass Schaeffler als gemeinsam mit anderen Aktionären der Gesellschaft handelnd erachtet wird, oder wenn zwischen Schaeffler und der Gesellschaft ein Beherrschungsvertrag gemäß § 291 AktG geschlossen wird. Die hier beschriebenen Kredite könnten außerdem unverzüglich fällig gestellt werden, wenn nach anderen Finanzierungsvereinbarungen für eine Verschuldung von insgesamt mehr als 75,0 Mio € ein Kündigungsgrund eintritt. Continental sieht sich infolge ihres Verschuldungsgrads und der Verwerfungen an den Finanzmärkten Liquiditätsrisiken ausgesetzt.Continental steht aufgrund der angespannten Kreditmärkte und ihrer bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten Liquiditätsrisiken gegenüber. Da Continental eine im Branchenvergleich überdurchschnittliche Verschuldung aufweist (Netto-Finanzschulden zum 31. Dezember 2012 von 5.319,9 Mio €), könnte es für die Gesellschaft aufgrund der Lage an den Kreditmärkten (u. a. auch an den Anleihemärkten) schwierig werden, Finanzierungen zu wirtschaftlich angemessenen Bedingungen zu erhalten. Zudem ist es Continental aufgrund ihrer Ratingeinstufung im Non-Investment-Grade-Bereich u. U. nicht möglich, ihre Factoring-Programme fortzuführen, in deren Rahmen bisher Forderungen an Banken und andere Institutionen verkauft wurden, oder weitere Anleihen auszugeben. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit, die laufenden Barmittel und vorhandene externe Finanzierungsquellen reichen u. U. nicht zur Deckung des künftigen Kapitalbedarfs von Continental aus. Zudem könnten sich Störungen an den Finanzmärkten wie beispielsweise Insolvenz oder Restrukturierung einer Reihe von Finanzinstituten sowie die generell eingeschränkte Verfügbarkeit von Liquidität negativ auf die Verfügbarkeit und Kosten zusätzlicher Finanzierungen für Continental auswirken und darüber hinaus die Verfügbarkeit bereits arrangierter oder zugesagter Finanzmittel einschränken. Des Weiteren könnte die Liquidität von Continental dann beeinträchtigt werden, wenn ihre Zulieferer ihre Zahlungsbedingungen verschärfen oder die Kunden ihre vereinbarten Zahlungsziele überziehen. Das Kreditrating von Continental wurde in der Vergangenheit mehrfach herabgestuft und könnte trotz der jüngsten Verbesserung erneut gesenkt werden.Durch die Übernahme von Siemens VDO im Jahr 2007 haben sich die Netto-Finanzschulden der Continental beträchtlich erhöht. Infolgedessen hat sich auch das Verhältnis des Eigen- zum Fremdkapital deutlich verschlechtert. Die Auswirkungen der Finanzkrise und der daraus folgenden wirtschaftlichen Abwärtsentwicklung auf Geschäft und Ertragslage der Continental und die außerordentlichen Goodwill-Abschreibungen in den Divisionen Powertrain, Interior und Chassis & Safety haben die Eigenkapitalquote der Continental 2008 und 2009 verringert. Diese Entwicklungen sowie die Ungewissheit bezüglich der Auswirkungen der Kapitalbeteiligung von Schaeffler auf die Strategie und Kreditqualität von Continental haben dazu geführt, dass Continental von den Ratingagenturen von BBB+ (Standard & Poor's) und Baa1 (Moody's) im Juni 2007 -jeweils mit stabiler Prognose - im August 2009 auf "B+ Creditwatch Negative" (Standard & Poor's) bzw. "B1 Negative Outlook" (Moody's) herabgestuft wurde. Im Mai 2010 senkte Standard & Poor's das Rating der Continental, insbesondere unter Berücksichtigung des Einflusses des Großaktionärs Schaeffler auf Continentals Bonität und ihres 2012 anstehenden Refinanzierungsbedarfs, weiter von B+ auf "B Stable Outlook" ab. Nach der erfolgreichen Platzierung der ersten Hochzinsanleihe änderte Moody's ihre Prognose im Juli 2010 von "negative" auf "stable". 2011 verbesserten Moody's und Standard & Poor's das Rating der Continental. Infolge der weiteren Verbesserung der relevanten Kreditkennzahlen und der Begebung einer weiteren Anleihe und der damit verbundenen Reduzierung des syndizierten Kredits stufte Standard & Poor's im Mai 2012 das Rating auf BB- hoch und auch Moody's hob ihr Rating der Continental im September 2012 auf Ba2 an. Das aktuelle Kreditrating der Continental bleibt aber weiterhin durch die höhere Verschuldungssituation ihres Großaktionärs belastet und im sogenannten Non-Investment-Grade-Bereich. Continental fällt es dadurch schwerer, sich zu wirtschaftlich attraktiveren Konditionen zu refinanzieren. So könnte die Einstufung beispielsweise dazu führen, dass Continental ihre Factoring-Programme nicht mehr fortführen kann, in deren Rahmen sie in der Vergangenheit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Banken und andere Institutionen verkauft hat. Ebenso könnte dadurch die Ausgabe von Anleihen erschwert werden oder nicht mehr möglich sein. Es ist ungewiss, ob die aktuelle Entwicklung der Weltwirtschaft und das Niveau der Produktion im Automobilsektor nachhaltig sind. Sollte sich die heutige Lage als nicht nachhaltig herausstellen, könnte das Auswirkungen auf die Liquidität von Continental haben und zu einer weiteren Verschlechterung ihres Kreditratings führen. Eine derartige Herabstufung könnte sich für Continental nachteilig auf die Möglichkeiten der Mittelbeschaffung sowie auf die Finanzierungskosten und den Zinsaufwand auswirken. Eine weitere Senkung des Kreditratings könnte zudem die Liquiditätslage der Gesellschaft beeinträchtigen, wenn Zulieferer aus diesem Grund ihre Zahlungskonditionen gegenüber Continental verändern, indem sie beispielsweise auf Vorauszahlung bestehen. Diese negativen Folgen könnten dadurch verschärft werden, dass Kreditversicherer die Deckung der Lieferantenverbindlichkeiten von Continental weiter einschränken. Eine weitere Herabstufung des Kreditratings könnte darüber hinaus bewirken, dass die Kunden von Continental ihre regulären Zahlungsziele überziehen oder ihre Geschäftsbeziehungen sogar aufkündigen und sich anderen Zulieferern zuwenden. Die sonstigen Finanzierungsvereinbarungen von Continental beinhalten ebenfalls restriktive Verpflichtungen und Bestimmungen bezüglich eines Kontrollwechsels; zudem ist davon auszugehen, dass auch künftige Kreditverpflichtungen solche Bestimmungen enthalten werden.Neben den mit dem syndizierten Kredit verbundenen Risiken bestehen für Continental auch Risiken in Verbindung mit anderen Finanzierungsvereinbarungen des Unternehmens, insbesondere den Anleihen, die Continental im Juli 2010 in Höhe von 750,0 Mio € (zur Rückzahlung fällig 2015) und in Höhe von 1.000,0 Mio € im September 2010 (Fälligkeit 2017) begeben hat, den beiden im Oktober 2010 begebenen Anleihen in Höhe von je 625,0 Mio € (Fälligkeit 2016 bzw. 2018) sowie der im September 2012 begebenen Anleihe über 950,0 Mio US-Dollar (Fälligkeit 2019). Diese Finanzierungsvereinbarungen enthalten zahlreiche Bedingungen, die Continental in ihrer operativen Handlungsfähigkeit einschränken und die Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen verlangen, sowie Bestimmungen für den Fall eines Kontrollwechsels. Es ist davon auszugehen, dass alle künftigen Kreditfinanzierungen ähnliche restriktive Auflagen enthalten werden. Sollte Continental einer dieser Verpflichtungen nicht nachkommen oder tritt ein Kontrollwechsel ein und gelingt es der Gesellschaft nicht, von den betreffenden Kreditgebern einen Verzicht auf Einhaltung der Verpflichtungen zu erwirken, könnte nach dem jeweiligen Kreditinstrument ein Kündigungsgrund gegeben sein, der dazu führt, dass der Kreditbetrag unverzüglich fällig gestellt wird. Continental ist Risiken in Verbindung mit Zinsänderungen und Zinssicherungsmaßnahmen ausgesetzt.Continental ist Risiken in Verbindung mit Veränderungen der variablen Zinssätze ausgesetzt, da eine Reihe ihrer Kredite (insbesondere die im Rahmen des syndizierten Kredits in Anspruch genommenen) variabel verzinst werden. Aus diesem Grund hätte eine Erhöhung oder Senkung der Zinsen Auswirkungen auf den laufenden Zinsaufwand und die künftigen Refinanzierungskosten von Continental. Diese Risiken werden im Rahmen des Zinsmanagements bewertet, eingeschätzt und durch den Einsatz von derivativen Zinssicherungsinstrumenten gesteuert. Allerdings hängt die künftige Nutzung derivativer Zinssicherungsinstrumente generell auch von der Verfügbarkeit adäquater Kreditlinien ab. Die Verfügbarkeit zusätzlicher Kreditlinien könnte durch die Störungen an den Finanzmärkten, durch die Finanzschulden von Continental sowie durch ihr Kreditrating beeinträchtigt werden. Darüber hinaus könnten alle in Form von derivativen Finanzinstrumenten durchgeführten Zinssicherungstransaktionen zu Verlusten führen. MarktrisikenContinental könnte erheblichen Risiken in Verbindung mit einer weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ausgesetzt sein.Continental generiert einen großen Teil (ca. 72 %) ihres Umsatzes mit Automobilherstellern (Original Equipment Manufacturers, OEMs). Der übrige Continental-Umsatz wird in den Ersatz- oder Industriemärkten erzielt, vor allem über das Ersatzgeschäft für Pkw-, Van- sowie Lkw-Reifen und, in geringerem Umfang, in den nicht zum Kfz-Bereich gehörenden Endmärkten der anderen Divisionen. Während der jüngsten weltweiten Wirtschaftskrise gingen der Verkauf und die Produktion von Kraftfahrzeugen stark zurück, was zu einem deutlichen Nachfragerückgang bei den Produkten von Continental aufseiten ihrer OEM-Kunden führte. Aus heutiger Sicht ist ungewiss, ob die aktuelle Wirtschaftslage nachhaltig ist. Sollte dies nicht der Fall sein, könnte die Automobilproduktion wieder zurückgehen und über längere Zeit auf einem niedrigen Niveau verharren, insbesondere in Europa und der NAFTA-Region, wo Continental 2012 ungefähr 77 % ihres Umsatzes erzielte. Bei einer dauerhaften Schwäche oder einer Verschlechterung der weltweiten Automobilmärkte oder auch der Märkte für Verbraucherkredite muss Continental mit Umsatz- und Ertragseinbußen rechnen. Steuererhöhungen, die das den Verbrauchern verfügbare Einkommen verringern, könnten ein weiterer Faktor sein, der die weltweite Nachfrage auf den Fahrzeugmärkten schwächt. Steuererhöhungen sind eine wahrscheinliche Reaktion, insbesondere der Mitgliedstaaten der EU, auf den Anstieg der öffentlichen Verschuldung aufgrund der verschiedenen Hilfsprogramme für Banken oder Unterstützungsmaßnahmen der EU für ihre Mitgliedstaaten. Darüber hinaus wurden 2012 ca. 42 % des Konzernumsatzes von Continental durch die fünf größten OEM-Kunden (Daimler, Ford, General Motors, Renault-Nissan und VW) generiert. Sollte Continental einen oder mehrere ihrer OEM-Kunden verlieren oder sollten Zulieferverträge vorzeitig gekündigt werden, könnten die von Continental zur Lieferung dieser Produkte getätigten Anfangsinvestitionen oder gegen den betreffenden Kunden noch ausstehende Forderungen ganz oder teilweise verloren gehen. Continental ist in einer zyklischen Branche tätig.Die weltweite Fahrzeugproduktion und damit auch der Verkauf an OEM-Kunden (über den Continental derzeit ca. 72 % ihres Umsatzes generiert) sind zum Teil deutlichen Schwankungen unterworfen. Sie sind u. a. abhängig von den allgemeinen Konjunkturbedingungen sowie von den Konsumausgaben und -präferenzen, die von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise den Kraftstoffkosten und der Verfügbarkeit von Verbraucherkrediten beeinflusst werden können. Infolge der schwankenden Produktionsvolumina in der Automobilindustrie ist auch die Nachfrage nach Produkten von Continental unregelmäßig, da sich OEMs in der Regel gegenüber ihren Zulieferern nicht zu Mindestabnahmemengen oder Fixpreisen verpflichten. Die weitere Entwicklung in den von Continental bedienten Märkten ist schwer vorherzusagen, was auch Probleme bei der Planung der benötigten Produktionskapazitäten schafft. Da das Geschäft von Continental von hohen Fixkosten geprägt ist, riskiert die Gesellschaft eine ungenügende Auslastung ihrer Werke (insbesondere in der Automotive Group) oder aber Kapazitätsengpässe, sollten die Märkte, in denen Continental tätig ist, zurückgehen oder schneller als erwartet wachsen. Eine mangelnde Auslastung der Werke könnte zu Kosten für nicht ausgeschöpfte Kapazitäten, Abschreibungen auf Bestände und Verluste bei einzelnen Produkten infolge sinkender durchschnittlicher Verkaufspreise führen. Fallende Produktionsvolumina können darüber hinaus einen Umsatz- und Margenrückgang sowie Ertragseinbußen verursachen. Die Kfz-Zulieferindustrie ist von intensivem Wettbewerb geprägt, der den Umsatz von Continental verringern oder die Verkaufspreise der Gesellschaft weiter unter Druck setzen könnte.Die Kfz-Zulieferindustrie zeichnet sich durch harten Wettbewerb und durch rapide technische Veränderungen, hohe Investitionen, einen intensiven Preisdruck seitens der Großkunden, Phasen des Überangebots und eine kontinuierliche Modernisierung von Prozesstechnologien und Fertigungseinrichtungen aus. Da OEMs zunehmend unter Innovations- und Kostendruck ihrer Wettbewerber stehen, versuchen sie, ihren Zulieferern sowohl in der Angebotsphase als auch während der Vertragslaufzeit Preiszugeständnisse abzuringen. Insbesondere erwarten die Fahrzeughersteller von ihren Zulieferern niedrigere Preise bei gleicher, teilweise auch umfangreicherer Funktionalität und konstant hoher Produktqualität. Würde es Continental nicht gelingen, die anhaltenden Preissenkungen durch mehr operative Effizienz und Kosteneinsparungen auszugleichen, könnte dies die Gewinnspannen beeinträchtigen. Zudem ist es möglich, dass Wettbewerber von Continental, vor allem aus dem asiatischen Raum, unter Umständen eine aggressive Preispolitik verfolgen und den Kunden günstigere Konditionen anbieten als Continental. Abgesehen davon sind die Märkte, in denen Continental operiert, durch einen Trend zur Konsolidierung gekennzeichnet. Eine zunehmende Konsolidierung unter den Wettbewerbern von Continental oder zwischen diesen und OEM-Kunden könnte den Wettbewerbern Größenvorteile bringen, Zugang zu einem umfassenderen Produktangebot verschaffen und den Umfang der ihnen zugänglichen Märkte vergrößern. Dadurch wiederum könnte Continental dazu gezwungen sein, erhebliche Einschnitte bei ihren Gewinnspannen und den Verlust von Marktanteilen infolge von Preisdruck hinzunehmen. Zudem könnten sich Wettbewerber durch Anteilsübernahmen Kontrolle oder Einfluss über Zulieferer oder Kunden von Continental sichern, was wiederum die Zulieferbeziehungen von Continental beeinträchtigen könnte. Continental ist Preisschwankungen bei Rohstoffen, Elektronikbauteilen und Energie ausgesetzt.Für die Divisionen der Automotive Group können sich insbesondere aus höheren Preisen für sogenannte Seltene Erden, Stahl und Elektronikbauteile Kostensteigerungen ergeben, während die Divisionen der Rubber Group im Wesentlichen von der Entwicklung der Öl-, Naturkautschuk- und Synthesekautschukpreise abhängig sind. In der jüngeren Vergangenheit waren die Preise für Seltene Erden, Stahl und Elektronikbauteile ebenso wie die Preise für Öl, Natur- und Synthesekautschuke weltweit zum Teil erheblichen Schwankungen ausgesetzt. Continental sichert derzeit das Risiko steigender Preise bei Elektronikbauteilen oder Rohstoffen nicht mithilfe von derivativen Finanzinstrumenten ab. Sollte es dem Unternehmen nicht möglich sein, seine gestiegenen Kosten auszugleichen oder an die Kunden weiterzugeben, dann könnten diese Preiserhöhungen die Erträge von Continental wesentlich beeinträchtigen. Während sich die niedrigeren Preise für Natur- und Synthesekautschuke 2009 positiv auf die Ertragslage von Continental auswirkten, haben die Preissteigerungen im Jahr 2010 zu Mehrkosten in Höhe von 483 Mio € geführt. 2011 beliefen sich die Mehrkosten sogar auf über 950 Mio €. Im Jahr 2012 ergab sich indes nur eine geringe Entlastung. Auch soweit Continental in der Lage sein sollte, diese Mehrkosten durch Erhöhung ihrer Abgabepreise weiterzugeben, ist es möglich, dass sich die positiven Wirkungen der Preiserhöhungen erst in einem späteren Zeitraum einstellen, als die Mehrkosten anfallen. In diesem Fall könnten die Mehrkosten nicht schon zum Zeitpunkt ihres Entstehens kompensiert werden. Zudem ist Continental infolge ihrer energieintensiven Produktionsabläufe auch von Veränderungen bei den Energiepreisen abhängig. Sollte es dem Unternehmen nicht gelingen, seine gestiegenen Energiekosten auszugleichen oder an Kunden weiterzugeben, könnten diese Preiserhöhungen wesentliche negative Auswirkungen auf die Ertragslage von Continental haben. Continental generiert ihren Gesamtumsatz größtenteils in Europa und hier insbesondere in Deutschland.2012 erwirtschaftete Continental 55 % des Gesamtumsatzes in Europa, 25 % davon in Deutschland. Im Vergleich dazu wurden 22 % des Gesamtumsatzes 2012 in der NAFTA-Region, 18 % in Asien und 5 % in anderen Ländern generiert. Eine Rezession in Europa und insbesondere in Deutschland könnte daher Geschäft und Ertragslage von Continental stärker beeinträchtigen als ihre Wettbewerber. Zudem sind der Automobil- und der Reifenmarkt in Europa und in der NAFTA-Region zu einem großen Teil gesättigt. Continental strebt deshalb den Ausbau des Umsatzes in Schwellenländern an - vorrangig in Asien, um die Gefahren der starken Konzentration auf Europa und Deutschland zu mildern. In der heutigen weltweiten Wirtschaftslage könnte Continental außerdem unter einer nachteiligen Änderung der geografischen Verteilung der Automobilnachfrage leiden. Das aktuelle Niveau der Automobilproduktion wird wesentlich von einer guten Nachfrage auf den Märkten in Asien und Nordamerika getrieben, während die Nachfrage in Europa relativ an Bedeutung verliert. Ob die Nachfrage in Asien und Nordamerika nachhaltig ist, bleibt ungewiss. Ein Rückgang der Nachfrage dort, der nicht durch eine Steigerung auf einem anderen regionalen Markt ausgeglichen wird, könnte die Nachfrage nach den Produkten von Continental beeinträchtigen. Continental ist Risiken in Verbindung mit Markttrends und -entwicklungen ausgesetzt, die den Mix der von OEMs verkauften Fahrzeuge beeinflussen könnten.Continental generiert ca. 72 % des Umsatzes mit OEMs, vor allem innerhalb der Automotive Group. In der weltweiten Fahrzeugproduktion und infolgedessen dem Geschäft mit OEM-Kunden gibt es derzeit eine Reihe von Markttrends und technischen Entwicklungen, die sich auf den Mix der von OEMs verkauften Fahrzeuge auswirken könnten:
Infolge der vorstehend aufgeführten Markttrends und technischen Entwicklungen hat sich der von den Kunden von Continental verkaufte Fahrzeugmix in den vergangenen zwei Jahren stark verändert und kann sich auch künftig weiter verändern. Continental ist Risiken in Verbindung mit Wechselkursveränderungen und Kurssicherungsmaßnahmen ausgesetzt.Continental ist weltweit tätig und damit finanziellen Risiken aufgrund von Wechselkursveränderungen aus gesetzt. Daraus können Verluste entstehen, wenn Vermögenswerte, die in einer Währung mit sinkendem Wechselkurs notiert sind, an Wert verlieren, während gleichzeitig Verbindlichkeiten in einer Währung mit steigendem Wechselkurs teurer werden. Wechselkursschwankungen könnten zudem Schwankungen bei Rohstoffpreisen verstärken oder minimieren, da Continental einen großen Teil ihres Rohstoffbedarfs in fremden Währungen einkauft. Aufgrund dieser Faktoren können Kursschwankungen die Ertragslage der Continental beeinflussen. Externe und interne Transaktionen, bei denen Produkte und Leistungen an Dritte und an Unternehmen des Continental-Konzerns geliefert werden, können mit Barmittelzu- und -abflüssen verbunden sein, die in anderen Währungen als der funktionalen Währung der betreffenden Continental-Konzerngesellschaft geführt werden (Transaktionsrisiko). Insbesondere ist Continental Schwankungen bei den Währungen US-Dollar, mexikanischer Peso, tschechische Krone, chinesischer Renminbi, rumänischer Leu, südkoreanischer Won, japanischer Yen und ungarischer Forint ausgesetzt. Soweit Barmittelabflüsse der betreffenden Continental-Konzerngesellschaft in einer Fremdwährung nicht durch Barmittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft in derselben Währung ausgeglichen werden, wird das verbleibende Netto-Wechselkursrisiko im Einzelfall durch entsprechende derivative Finanzinstrumente, insbesondere Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und Währungsoptionen mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten, abgesichert. Darüber hinaus ist Continental Wechselkursrisiken in Verbindung mit externen und internen Kreditvereinbarungen ausgesetzt, aus denen Barmittelzu- und -abflüsse entstehen, die in anderen Währungen als der funktionalen Währung der betreffenden Continental-Konzerngesellschaft geführt werden. Diese Wechselkursrisiken werden in der Regel durch geeignete derivative Finanzinstrumente, insbesondere Devisentermingeschäfte/-swaps und kombinierte Zins- und Währungsswaps, abgesichert. Die Sicherungsstrategie von Continental könnte sich letztlich als nicht erfolgreich erweisen. Darüber hinaus können alle in Form von derivativen Finanzinstrumenten durchgeführten Sicherungstransaktionen zu Verlusten führen. Das im Ausland gebundene Nettovermögen von Continental wird in der Regel nicht gegen Wechselkursveränderungen abgesichert. Zudem berichten einige Konzerngesellschaften ihre Ergebnisse in anderen Währungen als dem Euro, sodass Continental die betreffenden Posten bei der Erstellung des Konzernabschlusses in Euro umrechnen muss (Umrechnungsrisiko). Umrechnungsrisiken werden grundsätzlich nicht abgesichert. Operative RisikenDie Division Powertrain ist besonderen operativen Risiken ausgesetzt.Continental hat innerhalb der Division Powertrain, die in erster Linie aus 2007 erworbenen Geschäftsbereichen der Siemens VDO besteht, eine Reihe von Problemen festgestellt, zu denen einige unrentable langfristige Lieferverträge, technische und qualitätsbezogene Probleme in Verbindung mit Produktdesign, Materialien und mechanischen Teilen, organisatorische Probleme sowie eine hohe Fixkostenbasis gehören. Continental hat ein Programm zur Rückkehr in die Gewinnzone sowie verschiedene Restrukturierungsmaßnahmen initiiert, die neben anderen Maßnahmen eine Reihe von Veränderungen auf der Führungsebene sowie eine Verschlankung der Organisationsstruktur umfassen. Bislang ist es Continental noch nicht gelungen, durch diese Maßnahmen sämtliche bei Powertrain festgestellten Probleme zu beheben. Insbesondere haben die technischen und qualitätsbezogenen Probleme in der Vergangenheit kostenintensive Anwendungsentwicklungen erforderlich gemacht und tun dies auch weiterhin. Die Probleme von Powertrain wurden auch durch die weltweite Rezession 2009 und ihre Folgen verstärkt, da die hohe Fixkostenbasis der Division eine schnelle Anpassung der Kostenstruktur an die durch den deutlichen Nachfragerückgang bedingten niedrigeren Produktionsvolumina verhinderte. Nachdem die Division Powertrain bereits 2011 auf Basis des berichteten EBIT den Break-even überschritten hat, ist es weiter mittelfristiges Ziel, bis 2015 eine berichtete EBIT-Marge in Höhe von 8 % in dieser Division zu erzielen. Die beschriebenen Probleme könnten die Erreichung dieses Ziels hingegen erschweren. Die technischen Qualitätsprobleme in Zusammenhang mit Produktdesign, Materialien und mechanischen Teilen könnten zu Garantie- und Produkthaftpflichtansprüchen führen, die das übliche Maß weit übersteigen und u. U. nicht durch Versicherungen abgedeckt sind. Zudem könnten fehlerhafte Produkte Einbußen bei Umsätzen, Verträgen, Kunden und Marktakzeptanz bewirken. Darüber hinaus könnte sich Continental weiterhin dazu gezwungen sehen, in erheblichem Umfang zusätzliche Managementkapazitäten für die Lösung dieser Probleme abzustellen. Jeder Misserfolg und jede Verzögerung bei der Beseitigung der operativen Probleme in der Division Powertrain könnten die Wettbewerbsposition von Continental in einer Reihe wichtiger und schnell wachsender Marktsegmente beeinträchtigen, so beispielsweise bei effizienten Motormanagementsystemen für Benzin- und Dieselmotoren sowie bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen. Infolgedessen könnte der für die Division Powertrain bilanzierte Goodwill künftig weiteren Wertminderungen ausgesetzt sein. Continental ist abhängig von der Fähigkeit, auch künftig rechtzeitig innovative Produkte zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Hierzu gehört auch die Bereitstellung ausreichender Mittel für diesen Zweck.Der künftige Erfolg von Continental hängt von der Fähigkeit der Gesellschaft ab, rechtzeitig neue und verbesserte Produkte zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Der Automobilmarkt ist ganz besonders von einer Entwicklung hin zu leistungsfähigeren und gleichzeitig verbrauchs- als auch schadstoffärmeren sowie leiseren Motoren, wachsenden Vorgaben seitens der Kunden und strengeren Vorschriften bezüglich der Motoreffizienz sowie von der Tendenz zu erschwinglichen Autos wie auch zu Hybrid- und Elektrofahrzeugen geprägt. Diese neuen Entwicklungen könnten technische Herausforderungen mit sich bringen, deren Bewältigung größeren Zeitaufwand bei Continental erfordert. Infolgedessen gelingt es unter Umständen nicht, auch künftig schnell genug innovative Produkte zu entwickeln und den Marktgegebenheiten anzupassen. Des Weiteren ist die Entwicklung neuer und optimierter Produkte sehr kostspielig, weshalb Mittel in erheblichem Umfang verfügbar sein müssen. Die aufgrund der Störungen an den Finanzmärkten generell eingeschränkte Verfügbarkeit von Liquidität hat in Verbindung mit der Verschuldung der Gesellschaft und ihrem Kreditrating im Non-Investment-Grade-Bereich negative Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und Kosten zusätzlicher Finanzierungen und könnte zudem die Verfügbarkeit bereits arrangierter oder zugesagter Finanzmittel einschränken. Sollte es Continental nicht gelingen, ausreichende Mittel zur Finanzierung ihrer Entwicklungsaktivitäten bereitzustellen, könnte dies den Verlust der Wettbewerbsposition in einer Reihe wichtiger und schnell wachsender Nebenmärkte zur Folge haben. Continental wendet umfangreiche Ressourcen für Forschung und Entwicklung (F&E) auf. Dies gilt in der Automotive Group, aber auch in der Rubber Group. In den vergangenen Jahren hatten die F&E-Aufwendungen von Continental einen Anteil von mehr als 5 % am Gesamtumsatz. Falls Continental Ressourcen für die Entwicklung neuer Technologien und Produkte einsetzt, die vom Markt nicht angenommen werden oder unwirtschaftlich sind, könnten diese erheblichen F&E-Aufwendungen ganz oder teilweise verloren sein und das Geschäft von Continental könnte darunter leiden. Continental ist bei bestimmten Produkten abhängig von einer begrenzten Anzahl wichtiger Lieferanten.Für Continental besteht das Risiko, dass gewisse Roh- und Produktionsmaterialien nicht verfügbar sind. Wenngleich Continental allgemein die Strategie verfolgt, Produktkomponenten von mehreren Anbietern zu beziehen, lässt es sich nicht immer vermeiden, dass ein Produkt nur aus einer Bezugsquelle eingekauft wird. Folglich ist Continental in der Rubber Group und auch im Hinblick auf bestimmte von der Automotive Group hergestellte Produkte abhängig von einigen Lieferanten. Da Continental ihre Beschaffungslogistik größtenteils auf Just-in-time- oder Just-in-sequence-Basis organisiert hat, können Lieferverzögerungen, -stornierungen, Streiks, Fehlmengen und Qualitätsmängel zu Produktionsunterbrechungen führen und sich damit negativ auf den Geschäftsbetrieb von Continental in diesen Bereichen auswirken. Continental ist darum bemüht, diese Risiken durch sorgfältige Auswahl und regelmäßige Überwachung der Lieferanten zu verringern. Sollte jedoch ein Lieferant seinen Lieferverpflichtungen aus irgendeinem Grund nicht nachkommen können (beispielsweise wegen Insolvenz, Beschädigung von Produktionsanlagen oder infolge einer Leistungsverweigerung nach einem Kontrollwechsel), kann Continental unter Umständen die für die Herstellung ihrer eigenen Erzeugnisse benötigten Produkte kurzfristig nicht in den benötigten Mengen von anderen Lieferanten beziehen. Die Wirtschaftskrise 2009, aber auch die Naturkatastrophen in Japan und Thailand haben gezeigt, wie schnell Finanzkraft und Lieferfähigkeit einiger Automobilzulieferer stark beeinträchtigt werden und sogar zur Insolvenz führen können. Das betraf vor allem Tier-2- und Tier-3-Lieferan-ten (Zulieferer, die ihre Produkte an Tier-1- bzw. Tier-2-Lieferanten verkaufen), während Tier-1-Lieferanten (Zulieferer, die ihre Produkte direkt an OEMs verkaufen) nicht in gleichem Maße betroffen waren. Grundsätzlich können solche Entwicklungen und Ereignisse Verzögerungen bei der Auslieferung oder Fertigstellung von Continental-Produkten oder -Projekten mit sich bringen und dazu führen, dass Continental Produkte oder Dienstleistungen zu höheren Kosten von Dritten beziehen oder sogar ihre eigenen Zulieferer finanziell unterstützen muss. Darüber hinaus haben OEM-Kunden in vielen Fällen ein Einspruchsrecht bezüglich der von Continental eingesetzten Zulieferer, wodurch es unmöglich wird, die zu verbauenden Produkte kurzfristig von anderen Lieferanten zu beziehen, wenn der betreffende OEM-Kunde nicht bereits früher eine Freigabe für andere Lieferanten erteilt hat. All dies könnte zu Auftragsstornierungen oder sogar zu Schadenersatzforderungen führen. Zudem könnte Continentals Reputation gegenüber OEM-Kunden leiden, mit der möglichen Folge, dass diese entscheiden, andere Zulieferer auszuwählen. Continental ist dem Risiko von Garantie- und Produkthaftungsansprüchen ausgesetzt.Continental sieht sich ständig Produkthaftungsansprüchen und Verfahren ausgesetzt, in denen dem Unternehmen die angebliche Verletzung seiner Sorgfaltspflichten, Verstöße gegen Gewährleistungspflichten oder Sachmängel vorgehalten werden, sowie Ansprüchen aus Vertragsverstößen, Rückrufkampagnen oder von staatlicher Seite auferlegten Geldbußen. Alle diese Prozesse, Verfahren und sonstigen Ansprüche könnten für Continental zusätzliche Kosten bedeuten. Zudem könnten fehlerhafte Produkte Einbußen bei Umsätzen, Kunden- und Marktakzeptanz bewirken. Continental hat für solche Risiken Versicherungen in aus kaufmännischer Sicht als angemessen erachteter Höhe abgeschlossen, doch könnte sich dieser Versicherungsschutz im Einzelfall als unzureichend erweisen. Zudem könnte jeder Mangel an einem Produkt von Continental (insbesondere an Reifen und anderen sicherheitsrelevanten Produkten) ebenfalls erhebliche negative Folgen für den Ruf der Gesellschaft und die Art und Weise haben, wie diese am Markt wahrgenommen wird. Das könnte wiederum sehr nachteilig für Umsatz und Ertrag von Continental sein. Darüber hinaus verlangen Fahrzeughersteller inzwischen von ihren Lieferanten immer häufiger einen Beitrag zu potenziellen Produkthaftungs-, Gewährleistungs- und Rückrufansprüchen. Ferner ist Continental seit Langem Bemühungen ihrer Kunden ausgesetzt, die Vertragsbedingungen für die Beteiligung an Gewährleistungsfällen und Rückrufmaßnahmen zu ändern. Darüber hinaus stellt Continental viele Produkte nach den Spezifikationen und Qualitätsvorgaben von OEM-Kunden her. Wenn die von Continental produzierten und gelieferten Produkte die von den OEM-Kunden gestellten Vorgaben zum vereinbarten Liefertermin nicht erfüllen, wird die Fertigung der betroffenen Produkte in der Regel so lange gestoppt, bis der Fehler ermittelt und beseitigt ist. Außerdem könnten OEM-Kunden Schadenersatzforderungen stellen, auch wenn die Fehlerursache später behoben wird. Abgesehen davon könnte die Nichterfüllung von Qualitätsvorgaben die Marktakzeptanz der anderen Produkte von Continental und den Ruf der Gesellschaft in verschiedenen Marktsegmenten beeinträchtigen. Das Geschäft von Continental ist von qualifizierten Führungskräften und Schlüsselmitarbeitern abhängig.Der Erfolg von Continental ist abhängig von ihren Vorstandsmitgliedern, anderen qualifizierten Führungskräften und Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen. Der Verlust von Führungskräften oder anderen wichtigen Mitarbeitern könnte erhebliche negative Auswirkungen auf die Marktposition und -aussichten der Continental haben. Dabei könnte wichtige Kompetenz verloren gehen oder Wettbewerbern zugänglich werden. Aufgrund des scharfen Wettbewerbs in der Automobilbranche besteht die Gefahr, qualifizierte Mitarbeiter an Wettbewerber zu verlieren oder nicht in ausreichender Zahl geeignete neue Mitarbeiter zu finden. Es gibt keine Gewähr dafür, dass Continental diese Führungskräfte und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen halten oder neue Mitarbeiter mit entsprechenden Qualifikationen anwerben kann. Continental ist darum bemüht, sich das Engagement ihrer qualifizierten Führungskräfte und wichtigen Mitarbeiter durch interessante Entwicklungsperspektiven und leistungsbasierte Vergütungssysteme zu erhalten. Continental ist Risiken in Verbindung mit ihren Pensionsverpflichtungen ausgesetzt.Continental bietet in Deutschland, in den USA, in Großbritannien und in bestimmten anderen Ländern eine betriebliche Altersvorsorge mit Leistungszusage. Zum 31. Dezember 2012 beliefen sich die Pensionsverpflichtungen auf 4.126,7 Mio €. Diese Verpflichtungen werden vor allem über extern investierte Pensionsplanvermögen finanziert. 2006 richtete Continental zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen bestimmter deutscher Tochtergesellschaften im Rahmen von Treuhandvereinbarungen rechtlich unabhängige Treuhandfonds ein (Contractual Trust Arrangements, CTAs). 2007 übernahm Continental in Verbindung mit der Übernahme der Siemens VDO zusätzliche CTAs. Zum 31. Dezember 2012 beliefen sich die Netto-Pensionsverpflichtungen von Continental (Pensionsverpflichtungen abzüglich des Vermögens aus dem Pensionsplan) auf 2.312,3 Mio €. Das extern investierte Vermögen aus dem Pensionsplan wird über extern gemanagte Fonds und Versicherungsgesellschaften verwaltet. Continental legt zwar die grundsätzlichen Vorgaben für die Anlagestrategien dieser Fonds fest, jedoch nicht deren Investmententscheidungen im Einzelnen. Die Mittel werden in verschiedene Anlageklassen wie Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Immobilien und andere Anlageinstrumente investiert. Die Werte der extern investierten Pensionsplanvermögen unterliegen Schwankungen an den Kapitalmärkten, auf die Continental keinen Einfluss hat. Ungünstige Kapitalmarktentwicklungen könnten bei diesen Pensionsverpflichtungen zu erheblichen Deckungsausfällen führen und die Netto-Pensionsverpflichtungen von Continental deutlich steigern. Eine solche Steigerung der Netto-Pensionsverpflichtungen könnte die Finanzlage der Gesellschaft wegen des vermehrten zusätzlichen Mittelabflusses zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen beeinträchtigen. Zudem ist Continental Risiken in Zusammenhang mit der Lebenserwartung und den Zinsänderungen bei ihren Pensionsverpflichtungen ausgesetzt, da sich eine Zinssenkung negativ auf die im Rahmen dieser Pensionspläne bestehenden Verbindlichkeiten von Continental auswirken könnte. Ferner haben sich einige Tochtergesellschaften von Continental in den USA dazu verpflichtet, Beiträge zu den Gesundheitsvorsorgekosten ihrer ehemaligen Mitarbeiter/Pensionäre zu leisten. Insofern besteht für Continental das Risiko, dass sich diese Kosten künftig erhöhen. Continental ist Risiken im Zusammenhang mit dem Verkauf und der Übertragung von Aktien der ContiTech AG an den Continental Pension Trust e.V. ausgesetzt.Der Continental Pension Trust e.V. ist der Treuhänder im Rahmen der Contractual Trust Arrangements (CTAs) für die Continental AG, die Continental Reifen Deutschland GmbH und die Continental Teves AG & Co. oHG. Am 19. August 2009 haben die Continental AG, die ContiTech Universe Verwaltungs-GmbH (eine 100%ige Tochtergesellschaft der Gesellschaft; ContiTech Universe), die ContiTech AG und der Continental Pension Trust e.V. einen Vertrag über den Verkauf und die Übertragung von 22.148.273 Aktien (entspricht 24,9 % des Grundkapitals der ContiTech AG) durch die ContiTech Universe an den Continental Pension Trust gegen Zahlung eines Kaufpreises von 475,6 Mio € geschlossen. Der Kaufvertrag enthält u. a. eine Reihe von Regelungen zu Verkauf und Übertragung der Aktien an der ContiTech AG. Sie berechtigen den Continental Pension Trust unter gewissen Voraussetzungen, (i) ContiTech Universe zum Rückerwerb der ContiTech-Aktien zu einem Kaufpreis von mindestens 475,6 Mio € zu verpflichten, (ii) ihre ContiTech-Aktien an einen Dritten zu veräußern, (iii) ihre ContiTech-Aktien an einen Dritten zu veräußern, der die von der ContiTech Universe gehaltenen ContiTech-Aktien erwirbt, oder (iv) ContiTech Universe zu verpflichten, ihre ContiTech-Aktien an einen Dritten zu veräußern, der die vom Continental Pension Trust gehaltenen ContiTech-Aktien erwirbt. Continental ist Risiken in Zusammenhang mit ihrer Beteiligung an der MC Projects B.V. und der Beteiligung an anderen Unternehmen ausgesetzt.Continental und Compagnie Financière Michelin, Granges-Paccot, Schweiz, ("Michelin") sind zu je 50 % an MC Projects B.V., Amsterdam, Niederlande, beteiligt, einem Unternehmen, in das Michelin die Rechte an der Marke Uniroyal für Europa sowie für gewisse außereuropäische Länder eingebracht hat. MC Projects B.V. ihrerseits hat Continental bestimmte Lizenzrechte für die Verwendung der Marke Uniroyal auf oder in Verbindung mit Reifen in Europa und anderswo erteilt. Nach dem in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Vertrag kann sowohl der Vertrag als auch die Uniroyal-Lizenz gekündigt werden, wenn ein bedeutender Konkurrent im Reifengeschäft mehr als 50 % der stimmberechtigten Anteile an der Continental AG bzw. an deren Reifenaktivitäten erwirbt. Darüber hinaus hat Michelin in diesem Fall das Recht, die Mehrheit an MC Projects B.V. zu erwerben und MC Projects B.V. zu veranlassen, ihre Minderheitsbeteiligung am Produktionsbetrieb von Barum Continental spol. s. r. o., Otrokovice, Tschechien, (dem größten Continental-Reifenwerk in Europa) auf 51 % zu erhöhen. Diese Ereignisse könnten negative Auswirkungen auf Geschäft, Finanz- und Ertragslage der Division Reifen von Continental haben. Darüber hinaus führt Continental ihre Geschäfte zum Teil über andere nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen, an denen sie beteiligt ist. Die Fähigkeit von Continental zur umfassenden Ausschöpfung des strategischen Potenzials in Märkten, in denen Continental über assoziierte Unternehmen agiert, wäre beeinträchtigt, wenn mit den Partnern oder anderen Interessengruppen keine Einigung hinsichtlich der Strategie und deren Umsetzung erlangt werden kann. Zudem könnte Continental gegenüber den Partnern oder anderen Anteilsinhabern Treuepflichten haben, die ihre Fähigkeit zur einseitigen Expansion in einem Geschäftsbereich blockieren oder beeinträchtigen könnten, in dem das betreffende Unternehmen tätig ist. Auch besteht das Risiko, dass durch den Transfer von Know-how und/oder Geschäftsgeheimnissen an Partner in solchen Kooperationsformen Kompetenz von Continental abgezogen wird. So gibt es insbesondere nach einer möglichen Trennung von einem Kooperationspartner keine Gewähr dafür, dass das an diesen Partner übertragene Know-how und Geschäftsgeheimnisse nicht weiterverwendet oder gegenüber Dritten offengelegt werden, was der Wettbewerbsposition von Continental schaden würde. Der Geschäftsbetrieb von Continental ist abhängig von komplexen IT-Systemen und -Netzwerken.Continental ist im Hinblick auf ihre Geschäftsprozesse sowie ihre interne und externe Kommunikation in hohem Maße von zentralisierten, standardisierten Informationstechnologiesystemen und -netzwerken abhängig. Diese Systeme und Netzwerke sind potenziell anfällig für Schäden oder Störungen, die eine Vielzahl von Ursachen haben können. Wenngleich Continental entsprechende Vorkehrungen für das Management der mit System- und Netzwerkstörungen verbundenen Risiken getroffen hat, könnten ein längerer Ausfall in einem Rechenzentrum oder Telekommunikationsnetzwerk oder ein vergleichbares Ereignis dazu führen, dass Systeme oder Netzwerke unvorhergesehen und über längere Zeit hinweg nicht einsatzbereit sind. Zudem lässt Continental ihre gesamten SAP-Operationen sowie bestimmte andere geschäftskritische Systeme von einem externen Dienstleister betreiben. Brände, Naturkatastrophen, terroristische Handlungen, Stromausfälle oder andere Störungen in den Einrichtungen und Netzwerken dieses Dritten würden somit auch für Continental ein Schadens- und Verlustrisiko darstellen. Continental könnte durch den Verlust von Sachanlagevermögen und durch Betriebsunterbrechungen Schaden nehmen.Brände, Naturkatastrophen, terroristische Handlungen, Stromausfälle oder andere Störungen in den Produktionseinrichtungen oder innerhalb der Lieferkette von Continental - also bei Kunden oder Zulieferern - können erhebliche Schäden und Verluste verursachen. Solche weitreichenden nachteiligen Folgen können auch aufgrund politischer Unruhen oder Instabilität -gerade in Schwellenländern - entstehen. Continental hat für Risiken, die aus solchen Geschäftsunterbrechungen und Produktionsverlusten hervorgehen, Versicherungen in aus kaufmännischer Sicht angemessener Höhe abgeschlossen, doch könnte sich dieser Versicherungsschutz im Einzelfall als unzureichend erweisen. Zudem könnten durch solche Ereignisse Menschen, das Eigentum Dritter oder die Umwelt zu Schaden kommen, wodurch Continental u. a. Kosten in erheblicher Höhe entstehen könnten. Continental ist Risiken in Verbindung mit Leistungsgarantien ausgesetzt, die Kunden des veräußerten Geschäftsbereichs Public Transport Solution eingeräumt wurden.In der Vergangenheit hat Continental in Verbindung mit Kundenaufträgen im Geschäftsbereich Public Transport Solution regelmäßig Erfüllungsgarantien abgegeben. Am 31. August 2009 schlossen vier Tochtergesellschaften der Continental AG als Verkäufer einen Rahmenvertrag über den Verkauf des Geschäftsbereichs Public Transport Solution an Tochtergesellschaften von Trapeze Software Inc., Ontario, Kanada, ("Trapeze"), der am 2. November 2009 vollzogen wurde. Gemäß diesem Rahmenvertrag übernahm Trapeze keine Haftung aus Garantien, die Continental zur Absicherung von Verpflichtungen aus Verträgen mit Kunden im Public-Transport-Solution-Geschäft vor oder nach Veräußerung des Geschäfts eingeräumt hatte. Trapeze ist dazu verpflichtet, Continental schadlos zu halten, sollte Continental aus einer Erfüllungsgarantie in Anspruch genommen werden. Allerdings sind Continentals Rückgriffsmöglichkeiten begrenzt, sofern der Kunde nicht eine arglistige Täuschung oder eine andere vorsätzliche Vertragsverletzung aufseiten von Trapeze geltend macht. Infolgedessen kann Continental nach wie vor aus den Erfüllungsgarantien haftbar gemacht werden, hat aber gegen Trapeze nur eine begrenzte Regressmöglichkeit, obwohl Continental inzwischen keinen Einfluss mehr auf die Art und Weise nehmen kann, in der die Verpflichtungen gegenüber den Kunden erfüllt werden. Rechtliche, umweltbezogene und steuerliche RisikenContinental könnte wegen der Verunreinigung von Boden, Gewässern oder Grundwasser oder wegen Risiken im Umgang mit Gefahrstoffen haftbar gemacht werden.Viele der Standorte, an denen Continental operiert, werden seit Jahren industriell genutzt, was die Gefahr von Verunreinigungen und daraus hervorgehenden Sanierungspflichten mit sich bringt. Zudem könnte Continental für die Instandsetzung von an ihr Gelände angrenzenden Flächen verantwortlich gemacht werden, wenn diese Flächen infolge der Aktivitäten von Continental verunreinigt werden und Continental als Verursacherin einer solchen Verunreinigung festgestellt wird. Des Weiteren wurden in der Vergangenheit an verschiedenen Standorten von Continental Boden-, Gewässer- und/oder Grundwasserverunreinigungen festgestellt, so auch in Mayfield, USA, Adelheidsdorf, Deutschland, Culpeper, USA, Gifhorn, Deutschland, Mechelen, Belgien, und Varzea Paulista, Brasilien. Die zuständigen Behörden könnten gegenüber Continental als Eigentümerin und/oder Mieterin der betreffenden Liegenschaften Ansprüche in Verbindung mit der Untersuchung oder Sanierung der betroffenen Bodenflächen und/oder des Grundwassers erheben oder anordnen, dass Continental das im Zuge von Bauarbeiten abgetragene verunreinigte Erdreich entsorgt oder aufbereitet. Darüber hinaus könnte Continental auch von den Eigentümern der vom Unternehmen gemieteten Objekte oder anderer Liegenschaften auf Schadenersatz verklagt werden, sollten die Behörden diesen Eigentümern gegenüber Ansprüche erheben und Continental deren Verunreinigung verursacht haben. An diversen Standorten, an denen Verunreinigungen festgestellt wurden, wurden auf Anordnung der bzw. in Vereinbarung mit den zuständigen Behörden bereits Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Die Höhe der in Verbindung mit solchen Ansprüchen anfallenden Kosten lässt sich in der Regel nur schwer vorhersagen. Wird eine Verunreinigung darüber hinaus Gegenstand der öffentlichen Diskussion, besteht auch das Risiko, dass der Ruf von Continental insgesamt oder die Beziehungen zu den Kunden Schaden nehmen. Zudem wurden an einigen Standorten von Continental in der Vergangenheit gefährliche Stoffe wie asbesthaltiges Baumaterial als Wärmedämmung verwendet. Es ist möglich, dass durch die Verwendung solcher gefährlicher Stoffe die Gesundheit und Sicherheit Dritter (beispielsweise ehemaliger Mitarbeiter) beeinträchtigt wurde und daher gegen Continental künftig diesbezüglich Schadenersatzansprüche erhoben werden könnten. Ähnlichen Risiken ist Continental auch in Bezug auf ehemalige, inzwischen verkaufte Standorte ausgesetzt. Selbst wenn Continental ihre Haftung gegenüber einem Käufer vertraglich ausgeschlossen oder eingeschränkt hat, könnten Ansprüche wegen derzeit noch nicht bekannter Verunreinigungen auf Flächen erhoben werden, die der Gesellschaft einmal gehört haben oder von dieser früher genutzt wurden. Gleichermaßen kann keine Gewähr dafür übernommen werden, dass umweltschädliche Substanzen nicht in die Umwelt gelangen oder dass Continental nicht wegen der Beseitigung solcher Verunreinigungen in die Pflicht genommen wird. Für Continental könnten zusätzliche, belastende Umwelt- oder Sicherheitsvorschriften zum Tragen kommen und neu eingeführte Vorgaben könnten die Nachfrage nach Produkten und Leistungen der Gesellschaft beeinträchtigen.Als weltweit operierender Konzern ist Continental in zahlreichen Ländern der Erde einer großen Zahl unterschiedlicher gesetzlicher und untergesetzlicher Vorschriften unterworfen, die in kurzen Abständen geändert sowie konstant weiterentwickelt und immer noch strenger werden. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Umwelt, Chemikalien und Gefahrstoffe, aber auch für Gesundheitsschutzbestimmungen. Des Weiteren fallen hierunter Vorschriften bezüglich der Verunreinigung von Luft, Gewässern und Boden sowie der Abfallentsorgung, die allesamt in jüngster Zeit durch neue Gesetzgebung verschärft wurden, insbesondere in der EU und den USA. Darüber hinaus sind für die Standorte und Betriebe von Continental Genehmigungen unterschiedlichster Art erforderlich, deren Auflagen die Gesellschaft erfüllen muss. Zur Anpassung an neue Vorschriften waren in der Vergangenheit Investitionen in erheblichem Umfang notwendig, und Continental geht davon aus, dass dies auch künftig so bleiben wird. Ferner könnten neue Vorgaben zur Begrenzung oder Eindämmung des Autoverkehrs als Maßnahme gegen die Erderwärmung (Klimawandel) dazu führen, dass erheblich weniger Fahrzeuge verkauft werden, worunter auch die Nachfrage nach Produkten und Leistungen von Continental leiden würde. Die Bemühungen von Continental um den adäquaten Schutz ihres geistigen Eigentums und technischen Wissens könnten ohne Erfolg bleiben.Die Produkte und Leistungen von Continental sind in hohem Maße abhängig vom technologischen Know-how des Unternehmens sowie von Umfang und Grenzen der Schutzrechte daran. Continental ist Eigentümerin einer Vielzahl von Patenten und anderen gewerblichen Schutzrechten (bzw. hat solche beantragt), die für das Geschäft der Gesellschaft von erheblicher Bedeutung sind. Das Verfahren zur Erlangung eines Patentes kann langwierig und teuer sein. Zudem könnte laufenden oder künftigen Patentanmeldungen u. U. letztlich nicht stattgegeben werden, oder es kann sein, dass der Patentschutz nicht ausreichend weit gefasst oder stark genug ist, um Continental einen wirksamen Schutz oder einen wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen. Darüber hinaus besteht zwar die Vermutung der Gültigkeit von Patenten; das bedeutet aber nicht unbedingt, dass das betreffende Patent wirksam ist oder dass eventuelle Patentansprüche im erforderlichen oder angestrebten Umfang durchgesetzt werden können. Ein Großteil des Wissens und der Geschäftsgeheimnisse von Continental ist entweder nicht patentiert oder kann nicht durch gewerbliche Schutzrechte abgesichert werden. Folglich besteht die Gefahr, dass bestimmte Teile des Wissens und der Geschäftsgeheimnisse von Continental an Kooperationspartner, Kunden und Zulieferer (u. a. auch an die Maschinen- und Anlagenlieferanten von Continental) weitergegeben werden. Wettbewerber könnten dieses Know-how infolgedessen kopieren, ohne dass ihnen dadurch eigene Ausgaben entstehen. Vor der Übernahme der Siemens VDO durch Continental hat die Siemens AG (i) gewerbliche Schutzrechte, Know-how und Software, die ausschließlich der Geschäftseinheit "Siemens VDO Automotive" zuzuordnen waren, in die Siemens VDO eingebracht, (ii) der Siemens VDO nicht exklusive Rechte zur Nutzung gewerblicher Schutzrechte, von Know-how und Software eingeräumt, die zum Zeitpunkt der Einbringung nicht ausschließlich der Geschäftseinheit "Siemens VDO Automotive" zuzuordnen waren (u. a. bestimmte gewerbliche Schutzrechte der Siemens AG in Verbindung mit Elektromotoren und Spracherkennungssystemen), und (iii) der Siemens VDO Exklusivrechte zur Nutzung bestimmter gewerblicher Schutzrechte der Siemens AG an der Piezo-Einspritzanlage eingeräumt. Gleichzeitig behielt sich die Siemens AG nicht exklusive, unwiderrufliche, uneingeschränkte, übertragbare und lizenzfreie Rechte zur Nutzung solcher gewerblichen Schutzrechte, von Erfindungen, auf denen diese Rechte basieren, von Know-how sowie von Software vor. Infolgedessen könnte die Siemens AG u. U. nach wie vor gewerbliche Schutzrechte, Erfindungen, auf denen diese Rechte basieren, Know-how und Software, die in Siemens VDO eingebracht wurden oder für die Siemens VDO nicht exklusive Nutzungsrechte eingeräumt wurden, dazu nutzen, um am Markt mit Continental in Wettbewerb zu treten, oder diese gewerblichen Schutzrechte an Dritte lizenzieren und damit die Wettbewerbsposition von Continental erheblich beeinträchtigen. Zudem hat Continental eine Reihe von Lizenz-, Lizenzaustausch-, Kooperations- und Entwicklungsvereinbarungen mit Kunden, Wettbewerbern und anderen Dritten abgeschlossen, in deren Rahmen Continental Rechte an gewerblichen Schutzrechten und/oder Know-how solcher Drittparteien eingeräumt werden. Solche Lizenzvereinbarungen könnten u. U. bei Zahlungsunfähigkeit oder Konkurs des Lizenzpartners und/oder Kontrollwechsel bei einer Partei gekündigt werden, wodurch der Zugang von Continental zu geistigen Eigentumsrechten für die Kommerzialisierung ihrer eigenen Technologien eingeschränkt wäre. Es besteht das Risiko einer Verletzung gewerblicher Schutzrechte Dritter durch Continental.Es besteht das Risiko, dass Continental gewerbliche Schutzrechte Dritter verletzt, da auch ihre Wettbewerber, Zulieferer und Kunden eine große Zahl von Erfindungen als gewerbliches Schutzrecht anmelden. Es lässt sich nicht immer mit Bestimmtheit sagen, ob gewisse Prozesse, Methoden oder Anwendungen unter dem Schutz wirksamer und durchsetzbarer gewerblicher Schutzrechte Dritter stehen. Deshalb könnten Dritte gegen Continental (auch nicht gerechtfertigte) Ansprüche wegen der angeblichen Verletzung gewerblicher Schutzrechte geltend machen. Infolgedessen könnte Continental in bestimmten Ländern zur Einstellung der Produktion, Nutzung oder Vermarktung der relevanten Technologien oder Produkte oder zur Abänderung der Herstellungsprozesse und/oder Produkte gezwungen werden. Darüber hinaus könnte Continental wegen einer Rechtsverletzung zu Schadenersatzleistungen verpflichtet werden oder sich zum Erwerb der Lizenzen gezwungen sehen, um Technologien Dritter weiterhin nutzen zu können. Continental könnten Geldbußen und Schadenersatzforderungen wegen angeblich oder tatsächlich kartellrechtswidrigen Verhaltens drohen.2007 leiteten die Europäische Kommission und das US-Justizministerium (Department of Justice, DOJ) Ermittlungen zu kartellrechtswidrigem Verhalten am Markt für Off-shore-Schläuche ein. Die Europäische Kommission hat, neben anderen Unternehmen, die Continental AG, die ContiTech AG und die Dunlop Oil & Marine Limited (DOM) für die Verletzung von Kartellrecht verantwortlich gemacht. Die Verfahren der Europäischen Kommission und des DOJ sowie die von Behörden weiterer Länder (Brasilien, Japan, Australien, Südkorea und Kanada) gegen DOM eingeleiteten Untersuchungen wegen Verletzung ihres nationalen Kartellrechts sind inzwischen alle abgeschlossen oder wurden, so im Fall von Kanada, nicht weiterverfolgt. DOM drohen wegen der Verletzung von Kartellrecht infolge der Beteiligung am Off-shore-Schlauch-Kartell u. U. nach wie vor Schadenersatzforderungen Dritter. Sammelklagen in den USA wurden durch Vergleich beendet. Ein vor dem englischen High Court geltend gemachter Schadenersatzanspruch wurde ebenfalls durch eine vergleichsweise Zahlung erledigt. Es droht jedoch die Geltendmachung weiterer Ansprüche in Großbritannien oder auch in anderen Ländern (z. B. Japan, Südkorea, Australien und Brasilien). Im Mai 2005 leiteten die brasilianischen Kartellbehörden nach einer Anzeige wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens im Bereich der Kommerzialisierung von Tachografen Ermittlungen gegen die brasilianische Tochtergesellschaft von Continental, Continental Brasil Indùstria Automotiva (CBIA), ein. Am 18. August 2010 hat die brasilianische Kartellbehörde eine "Einladung zum Kartell" festgestellt und der CBIA eine Geldbuße in Höhe von 12 Mio BRL (rund 4,5 Mio €) auferlegt, die dann auf 10,8 Mio BRL reduziert wurde. CBIA weist den Vorwurf zurück, dass gegen brasilianisches Wettbewerbsrecht verstoßen wurde. Ein gegen die Entscheidung beim zuständigen Gericht eingelegtes Rechtsmittel war jedoch in erster Instanz nicht erfolgreich und ist jetzt beim nächsthöheren Gericht anhängig. Im Übrigen drohen CBIA im Falle der Verletzung brasilianischen Kartellrechts u. U. auch Schadenersatzforderungen Dritter. Am 2. Oktober 2006 ging bei der südafrikanischen Kartellbehörde die Anzeige eines Dritten wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens gegen mehrere südafrikanische Reifenhersteller ein, darunter die Continental Tyre South Africa (Pty.) Limited (CTSA), ein Unternehmen, an dem Continental mit 74 % beteiligt ist. Am 31. August 2010 ist die südafrikanische Kartellbehörde zu dem Ergebnis gekommen, CTSA habe gegen südafrikanisches Kartellrecht verstoßen, und hat die Sache dem zuständigen Kartellgericht zur Entscheidung vorgelegt. CTSA weist den Vorwurf von Verstößen gegen südafrikanisches Kartellrecht zurück. Das Kartellgericht könnte jedoch ein Bußgeld von bis zu 10 % des Umsatzes der CTSA verhängen. Darüber hinaus drohen CTSA im Falle der Verletzung südafrikanischen Kartellrechts u. U. auch Schadenersatzforderungen Dritter. Am 24. Februar 2010 führte die Europäische Kommission Durchsuchungen bei mehreren Unternehmen durch, die im Bereich von Kabelbäumen für automobile Anwendungen tätig sind, darunter auch bei der S-Y Systems Technologies Europe GmbH, Regensburg, Deutschland (S-Y). Continental war bis 29. Januar 2012 mit 50 % an S-Y beteiligt. Die Europäische Kommission hat mitgeteilt, dass sie Anhaltspunkte für Verstöße der betroffenen Unternehmen gegen EU-Kartellrecht hat. Soweit die Europäische Kommission feststellt, dass S-Y oder Continental kartellrechtswidriges Verhalten vorzuwerfen ist, könnte sie ein Bußgeld verhängen, das den Umsatz von S-Y sowie die Schwere und die Dauer der Verstöße berücksichtigt, 10 % des Konzernumsatzes des beteiligten Unternehmens im Vorjahr aber nicht überschreiten darf. Auch wenn die Europäische Kommission nur ein kartellrechtswidriges Verhalten der S-Y feststellen sollte, ist nicht auszuschließen, dass sie trotzdem die Muttergesellschaften in gesamtschuldnerische Haftung für ein Bußgeld nimmt. Am 24. Oktober 2012 erhielt die Continental Automotive Systems US, Inc., Auburn Hills, USA, vom amerikanischen DOJ eine Aufforderung zur Vorlage bestimmter Dokumente im Zusammenhang mit dem Verdacht der Beteiligung an Verstößen gegen US-Kartellrecht im Geschäft mit Kombiinstrumenten. Am 25. Oktober 2012 durchsuchte die südkoreanische Kartellbehörde die Continental Automotive Korea Ltd., Seongnamsi, Südkorea, wegen des Verdachts der Beteiligung an Verstößen gegen südkoreanisches Kartellrecht im Geschäft mit Kombiinstrumenten. Es ist offen, ob bzw. in welcher Höhe die südkoreanische Kartellbehörde oder das DOJ Bußgelder gegen Continental Automotive Korea Ltd. bzw. Continental Automotive Systems US, Inc., oder andere Konzerngesellschaften festsetzen werden. Sollte die südkoreanische Kartellbehörde feststellen, dass Continental Automotive Korea Ltd. gegen das Kartellrecht verstoßen hat, könnte sie gegen das Unternehmen ein Bußgeld von bis zu 10 % des betroffenen Umsatzes in Südkorea festsetzen. Das DOJ darf ein Bußgeld von höchstens 100 Mio US-Dollar verhängen, es sei denn, der doppelte Gewinn des Unternehmens oder der Schaden der Abnehmer des Kartells würde diesen Betrag überschreiten. Die Geltendmachung von Schadenersatz durch angeblich Geschädigte bliebe durch die Festsetzung etwaiger Geldbußen unberührt. Zur Überprüfung der Einhaltung des Kartellrechts hat Continental interne Untersuchungen bestimmter Geschäftsbereiche durchgeführt. Diese Untersuchungen haben wettbewerbswidriges Verhalten im Hinblick auf zwei Produktgruppen offengelegt. Continental hat Maßnahmen ergriffen, um dieses Verhalten abzustellen. Es besteht das Risiko, dass Kartellbehörden wegen dieses Verhaltens Untersuchungen vornehmen und Bußgelder verhängen und dass Dritte, insbesondere Kunden, Schadenersatzforderungen geltend machen. Die Höhe solcher Bußgelder und etwaiger Folgeansprüche ist aus heutiger Sicht ungewiss, könnte jedoch erheblich sein. Darüber hinaus lässt es sich nicht ausschließen, dass zukünftige interne Prüfungen weitere tatsächliche oder potenzielle Verstöße gegen das Kartellrecht aufdecken, die wiederum zu Bußgeldern und Schadenersatzforderungen führen könnten. Außerdem könnte angeblich oder tatsächlich kartellrechtswidriges Verhalten die Beziehungen zu Geschäftspartnern ernsthaft stören. Continental könnte Steuerrisiken in Zusammenhang mit der Nutzung steuerlicher Verlust- und Zinsvorträge aufgrund von Veränderungen der Aktionärsstruktur der Gesellschaft ausgesetzt sein.§ 8c Körperschaftsteuergesetz (KStG) sieht vor, dass in der Regel nicht genutzte steuerliche Verlust- und Zinsvorträge bzw. laufende Verluste anteilig nicht mehr nutzbar sind, wenn mehr als 25 % bis zu 50 % der Anteile einer Gesellschaft innerhalb von fünf Jahren auf einen Erwerber übertragen werden. Erwirbt eine Person mehr als 50 % der Anteile, entfällt die Nutzbarkeit in der Regel vollständig. Continental könnte Steuerrisiken in Zusammenhang mit früheren Veranlagungszeiträumen ausgesetzt sein.Auf Ebene der Gesellschaft oder ihrer Tochtergesellschaften könnte zusätzlicher Steueraufwand bezüglich bislang noch nicht geprüfter Veranlagungszeiträume entstehen. Die letzte abgeschlossene Steuerprüfung für die Gesellschaft und ihre deutschen Tochtergesellschaften betraf die Veranlagungszeiträume bis einschließlich 2007. Derzeit findet für die Gesellschaft und ihre deutschen Tochtergesellschaften eine routinemäßige Steuerprüfung durch die deutschen Steuerbehörden für die Veranlagungszeiträume 2008 bis 2010 statt. Darüber hinaus finden Steuerprüfungen bei ausländischen Gesellschaften für im Wesentlichen dieselben Veranlagungszeiträume durch ausländische Steuerbehörden statt. Nach derzeitiger Kenntnis wird nicht von einer wesentlichen Erhöhung der Steuerbelastung der Gesellschaft oder ihrer Tochtergesellschaften aufgrund der laufenden Steuerprüfungen ausgegangen; eine zukünftige Erhöhung der Steuerbelastung infolge von Steuerprüfungen ist aber erfahrungsgemäß nicht auszuschließen. Zudem ist Continental Risiken in Verbindung mit der Übernahme der Siemens VDO im Jahr 2007 ausgesetzt, da die vom Verkäufer der Siemens VDO gewährte Steuerfreistellung nicht vollumfänglich Steuerrisiken abdeckt, die sich möglicherweise noch aus vor der Übernahme liegenden Veranlagungszeiträumen ergeben könnten. Continental ist Risiken durch Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt.Continental-Konzerngesellschaften sind in eine Reihe von Gerichts- und Schiedsgerichtsverfahren eingebunden und könnten künftig in weitere solche Verfahren involviert werden. Diese Verfahren könnten insbesondere in den USA mit Schadenersatzforderungen und Zahlungen in erheblicher Höhe verbunden sein. Weitere Informationen über Rechtsstreitigkeiten sind im Anhang unter Kapitel 34 zu finden. Aussage zur GesamtrisikosituationDie Risikolage des Continental-Konzerns hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Einschätzung des Vorstands nicht wesentlich verändert. Jedoch haben sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2011 einzelne Risiken bestätigt:
PrognoseberichtPrognose der Konjunkturentwicklung in ausgewählten RegionenPROGNOSTIZIERTES WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BIP) FÜR 2013Quelle: IWF - World Economic Outlook 01/2013 WELT![]() KERNPUNKTE DER KONJUNKTURENTWICKLUNGQuellen: IWF-World Economic Outlook01/2013, OECD - Economic Outlook 2012, Weltbank 12/2012, Zentralbanken 12/2012, Statistisches Bundesamt 01/2013, Continental
PROGNOSTIZIERTES WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BIP) FÜR 2013Quelle: IWF - World Economic Outlook 01/2013 EURORAUM![]() KERNPUNKTE DER KONJUNKTURENTWICKLUNGQuellen: IWF-World Economic Outlook01/2013, OECD - Economic Outlook 2012, Weltbank 12/2012, Zentralbanken 12/2012, Statistisches Bundesamt 01/2013, Continental
PROGNOSTIZIERTES WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BIP) FÜR 2013Quelle: IWF - World Economic Outlook 01/2013 DEUTSCHLAND![]() KERNPUNKTE DER KONJUNKTURENTWICKLUNGQuellen: IWF-World Economic Outlook01/2013, OECD - Economic Outlook 2012, Weltbank 12/2012, Zentralbanken 12/2012, Statistisches Bundesamt 01/2013, Continental
PROGNOSTIZIERTES WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BIP) FÜR 2013Quelle: IWF - World Economic Outlook 01/2013 RUSSLAND![]() KERNPUNKTE DER KONJUNKTURENTWICKLUNGQuellen: IWF-World Economic Outlook01/2013, OECD - Economic Outlook 2012, Weltbank 12/2012, Zentralbanken 12/2012, Statistisches Bundesamt 01/2013, Continental
PROGNOSTIZIERTES WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BIP) FÜR 2013Quelle: IWF - World Economic Outlook 01/2013 USA![]() KERNPUNKTE DER KONJUNKTURENTWICKLUNGQuellen: IWF-World Economic Outlook01/2013, OECD - Economic Outlook 2012, Weltbank 12/2012, Zentralbanken 12/2012, Statistisches Bundesamt 01/2013, Continental
PROGNOSTIZIERTES WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BIP) FÜR 2013Quelle: IWF - World Economic Outlook 01/2013 BRASILIEN![]() KERNPUNKTE DER KONJUNKTURENTWICKLUNGQuellen: IWF-World Economic Outlook01/2013, OECD - Economic Outlook 2012, Weltbank 12/2012, Zentralbanken 12/2012, Statistisches Bundesamt 01/2013, Continental
PROGNOSTIZIERTES WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BIP) FÜR 2013Quelle: IWF - World Economic Outlook 01/2013 JAPAN![]() KERNPUNKTE DER KONJUNKTURENTWICKLUNGQuellen: IWF-World Economic Outlook01/2013, OECD - Economic Outlook 2012, Weltbank 12/2012, Zentralbanken 12/2012, Statistisches Bundesamt 01/2013, Continental
PROGNOSTIZIERTES WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BIP) FÜR 2013Quelle: IWF - World Economic Outlook 01/2013 CHINA![]() KERNPUNKTE DER KONJUNKTURENTWICKLUNGQuellen: IWF-World Economic Outlook01/2013, OECD - Economic Outlook 2012, Weltbank 12/2012, Zentralbanken 12/2012, Statistisches Bundesamt 01/2013, Continental
PROGNOSTIZIERTES WIRTSCHAFTSWACHSTUM (BIP) FÜR 2013Quelle: IWF - World Economic Outlook 01/2013 INDIEN![]() KERNPUNKTE DER KONJUNKTURENTWICKLUNGQuellen: IWF-World Economic Outlook01/2013, OECD - Economic Outlook 2012, Weltbank 12/2012, Zentralbanken 12/2012, Statistisches Bundesamt 01/2013, Continental
Die weltwirtschaftliche Entwicklung wird sich weiterhin in zwei Geschwindigkeiten vollziehen - mit einer langsameren Entwicklung bei geringen Wachstumsraten in den entwickelten Volkswirtschaften und einem deutlich dynamischeren Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Gesamtwirtschaftliche EntwicklungDie Weltwirtschaft wird im Jahr 2013 nach Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Januar 2013 ein gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegenes Wachstum des BIP von 3,5 % (2012: 3,2 %) erreichen. Während die Wirtschaftsleistung der entwickelten Volkswirtschaften voraussichtlich nur schleppend mit etwa 1,4 % (2012: 1,3 %) wachsen wird, nehmen die Schwellen- und Entwicklungsländer mit einer erwarteten Wachstumsrate von 5,5 % (2012: 5,1 %) eine erneut deutlich dynamischere Entwicklung. Grundlage dieser Prognose sind die beiden Annahmen, dass sich im Euroraum erste positive Effekte zur Bewältigung der Staats- und Schuldenkrise zeigen und die Übergangslösung zur Umschiffung der Fiskalklippe in den USA das Wachstum nur moderat belastet. Die entwickelten Volkswirtschaften sind dabei vor allem durch die anhaltende generelle Unsicherheit über die langfristigen Auswirkungen der Maßnahmen zur Bewältigung der Staatsschuldenkrise, vor allem durch die Konsolidierung der Staatshaushalte im Euroraum, gebremst. Allerdings werden sich die Finanzierungssituationen und -konditionen der Wirtschaftsunternehmen wieder verbessern. Auch deutet ein für das Jahr 2013 erwartetes wieder steigendes Handelsvolumen auf eine Rückkehr der Zuversicht in den entwickelten Volkswirtschaften hin. In den Schwellen- und Entwicklungsländern ergeben strukturpolitische Maßnahmen, konjunkturfördernde und infrastrukturverbessernde staatliche Investitionen und eine Verbesserung der Anreize für internationale Direktinvestitionen positive Impulse. Die Risiken für den Wirtschaftsausblick sind jedoch nach wie vor erheblich. Nach Ansicht des IWF geht das größte Risiko von einer doch weitergehenden Verschärfung der Schuldenkrise im Euroraum aus. Ein wesentlicher weiterer Risikofaktor ist gemäß IWF u. a. ein möglicher starker Anstieg des Ölpreises aufgrund erhöhter geopolitischer Spannungen. Der IWF geht weiterhin davon aus, dass das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften mittelfristig durch notwendige strukturelle Anpassungen gedämpft bleibt. Die zuvor beschriebenen prognosebezogenen Angaben geben den Kenntnisstand bei Drucklegung dieses Berichts wieder. Entwicklung wesentlicher AbnehmerbranchenDas globale Erstausrüstungsgeschäft mit den Automobilherstellern hat einen bedeutenden Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Automotive-Divisionen Chassis & Safety, Powertrain und Interior. Auch die Division ContiTech erwirtschaftet mehr als 50 % ihres Umsatzes mit der weltweiten Automobilerstausrüstung. Für die Division Reifen sind dagegen die weltweiten Ersatzmärkte für Pkw- und Nutzfahrzeugreifen von wesentlicher Bedeutung. Für die Pkw-Produktion im Jahr 2013 gehen wir aktuell von einer Fortsetzung der Trends des letzten Jahres aus, jedoch sollte sich deren Dynamik abschwächen. Nach einer Zunahme um 5 % im Vorjahr erwarten wir für 2013 ein Wachstum der weltweiten Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um 2 % auf 82,5 Mio Einheiten. Mit einem Plus von etwa 5,5 % wird Asien der Motor dieser Entwicklung bleiben - angetrieben durch ein erwartetes kräftiges Wachstum der Pkw-Produktion in China. Für die NAFTA-Region rechnen wir mit einem geringen Wachstum von 2 %. Dagegen dürfte die Pkw-Produktion in Europa aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrise in weiten Teilen des Euroraums erneut sinken, sollte sich aber auf dem Level von 18,4 Mio Einheiten stabilisieren, was einem Rückgang von 2 % entsprechen würde. 2014 erwarten wir für Europa wieder eine leichte Belebung der Pkw-Produktion. Auch für die anderen Regionen sind wir optimistisch, sofern deren gesamtwirtschaftliche Entwicklung wie erwartet verläuft. Insgesamt könnte daher die weltweite Pkw-Produktion im Jahr 2014 mit einem Plus von 3 % auf 84,9 Mio Einheiten wieder etwas stärker als im Jahr 2013 wachsen. Produktion Pkw, Kombifahrzeuge, leichte Nutzfahrzeuge <6 t* in Mio Stück**scroll
Quelle: IHS
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Light Vehicles Produktion Nutzfahrzeuge>6 t* in Tsd Stück**scroll
Quelle: IHS
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Heavy Vehicles Die globale Produktion von Nutzfahrzeugen sollte sich 2013 nach dem deutlichen Rückgang des Vorjahres erholen. Aktuell rechnen wir mit einem Anstieg in Höhe von 6 % auf weltweit 3,3 Mio Einheiten. Verbessern dürften sich insbesondere die Märkte in Asien und Südamerika, aber auch für die NAFTA-Region sehen wir Anzeichen einer Belebung. Für 2014 erwarten wir aus heutiger Sicht eine weitere Zunahme der Nutzfahrzeug-Produktion um 5 % auf rund 3,5 Mio produzierte Einheiten. Die globale Nachfrage nach Pkw-Ersatzreifen wird 2013 nach unserer Einschätzung wieder zunehmen. Aktuell rechnen wir mit einem Absatzanstieg um 3 % auf erstmals über 1 Mrd Reifen weltweit. Getrieben vom chinesischen Wirtschaftswachstum dürfte 2013 der asiatische Markt mit einem Plus von voraussichtlich über 6 % am stärksten wachsen. In der NAFTA-Region sollte sich die Nachfrage nach zwei Jahren mit leicht rückläufigen Absatzvolumina verbessern und in etwa den Level des Jahres 2010 erreichen, was einer Zunahme von rund 2 % entsprechen würde. Optimistisch stimmt uns hier, dass sich der Fahrzeugpark (die Zahl aller gefahrenen Pkw) in den USA nach unserer Einschätzung weiter vergrößert hat. Auch die Zahl der gefahrenen Kilometer (miles driven), die vom Department of Transportation (DOT) auf Monatsbasis erhoben wird, hat sich zuletzt positiv entwickelt und sollte sich dem Niveau von 2010 annähern. Ebenfalls zulegen - um 4 % - wird unseren Erwartungen nach der Absatz von Pkw-Ersatzreifen in Südamerika. Für Europa erwarten wir im Jahr 2013 nach dem Absatzeinbruch des Vorjahres eine Erholung um 3 % und für das Jahr 2014 eine erneute Verbesserung um 4 %, die aber im Wesentlichen durch die osteuropäischen Märkte getrieben wird. Ähnlich stark zulegen sollte 2014 der Absatz in den anderen Regionen, wir rechnen derzeit mit einem Anstieg um 4 % auf 1,07 Mrd Reifen weltweit. Nach dem Rückgang im Jahr 2012 sollte sich 2013 die globale Nachfrage nach Nutzfahrzeug- und Trailer-Ersatzreifen wieder erholen. Wir erwarten aktuell einen weltweiten Absatz in der Größenordnung von 142,0 Mio Lkw-Reifen, was einem Wachstum von 4 % oder einem Zuwachs um 5,4 Mio Lkw-Reifen entspricht. Asien wird unserer Auffassung nach um 4 % zulegen. Aufgrund der Größe des asiatischen Markts bedeutet dies bereits einen Absatzanstieg von rund 2,9 Mio Stück. Das stärkste Wachstum um 5,5 % prognostizieren wir für Südamerika. Der europäische Ersatzmarkt, der seit Juli 2011 rückläufige Absatzwerte verzeichnet hat, sollte 2013 die Trendwende vollziehen und sich mit etwa 19,8 Mio Einheiten um 5 % gegenüber 2012 verbessern. Wir rechnen hier mit Nachholeffekten der Lkw-Nutzer, da laut Mautstatistik das Volumen der gefahrenen Kilometer zumindest für Deutschland in den letzten beiden Jahren leicht zugenommen hat. (Die Mautstatistik misst die Anzahl der gefahrenen Kilometer mautpflichtiger Lkw auf deutschen Straßen mit einem zugelassenen Gesamtgewicht ab 12 t und wird monatlich vom Bundesamt für Güterverkehr veröffentlicht.) Auch für die NAFTA-Region erwarten wir Nachholeffekte der Nachfrage für Nutzfahrzeugersatzreifen, wodurch der Absatz von Lkw-Reifen um 2 % auf 21,0 Mio Einheiten wachsen sollte. Im Gegensatz zur 2012 gesunkenen Lkw-Reifen-Nachfrage lag der von der American Trucking Association (ATA) monatlich ermittelte Tonnage-Index über seinem Niveau von 2011. Für 2013 rechnen wir mit einer weiter zunehmenden Tonnage, weshalb der steigende Verschleiß der Lkw-Reifen auch zu dem erwähnten Anstieg der Nachfrage nach Nutzfahrzeugersatzreifen führen sollte. Sofern die genannten Trends in den einzelnen Regionen anhalten, schätzen wir aktuell für das Jahr 2014 ein Wachstum der Nachfrage nach Lkw-Ersatzreifen um 4,5 % auf 148,4 Mio Stück weltweit. Absatz im Ersatzgeschäft Pkw-Reifen (inkl. Reifen für leichte Nutzfahrzeuge und allradgetriebene Fahrzeuge)*scroll
Quelle: LMC World Tyre Forecast Service
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vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen Absatz im Ersatzgeschäft Lkw-Reifen*scroll
Quelle: LMC World Tyre Forecast Service
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vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen Ausblick des Continental-KonzernsVoraussichtliche Geschäftsentwicklung 2013Für das Jahr 2013 erwarten wir einen Anstieg der weltweiten Fahrzeugproduktion (Pkw, Kombifahrzeuge und leichte Nutzfahrzeuge) von 80,9 Mio im Jahr 2012 auf rund 82,5 Mio Einheiten im Jahr 2013. Auch für die für Continental bedeutenden Ersatzreifenmärkte rechnen wir mit einer Erhöhung der Nachfrage von etwa 2 %. Basierend auf diesen Annahmen rechnen wir mit einem Umsatzanstieg um rund 5 % auf über 34 Mrd € für den Continental-Konzern. Nach dem Rekordjahr 2012, in dem wir viele unserer mittelfristigen Finanzziele bereits frühzeitig erreicht haben, ist es unser Ziel, das hohe Niveau der bereinigten EBIT-Marge auch im Jahr 2013 bei über 10 % zu bestätigen. Risiken für unser Umsatz- und EBIT-Ziel ergeben sich im laufenden Jahr aus einer Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums, vor allem aber aus einem weiteren Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität innerhalb der Eurozone mit entsprechenden Auswirkungen auf die zugrunde gelegten Annahmen über den Produktionsverlauf in Europa. Ebenso wichtig für das Erreichen unserer Ziele ist eine Einigung der politischen Parteien in den USA über das weitere Vorgehen in Bezug auf die sogenannte Haushaltsklippe (Fiscal Cliff), die spätestens im Mai 2013 erzielt werden muss. Ansonsten drohen aus Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen, die dann automatisch greifen, negative Konsequenzen für das Wirtschaftswachstum der USA im zweiten Halbjahr 2013. Chancen ergeben sich hingegen aus einer besseren Entwicklung der Weltwirtschaft, insbesondere der Eurozone und der USA, als aktuell im Prognosebericht dargestellt. Bei einem freundlicheren Verlauf sollte uns eine Steigerung des Konzernumsatzes um mehr als 5 % gelingen. Grundsätzlich streben wir in den nächsten Jahren ein Umsatzwachstum an, das rund 5 Prozentpunkte oberhalb des Wachstums unserer Referenzmärkte liegt. Allerdings wird dies im laufenden Jahr aufgrund einiger widriger Einflüsse, wie etwa der sehr schwachen Nachfrage nach Dieselfahrzeugen in den südeuropäischen Ländern, der sehr verhaltenen Nachfrage nach Elektromobilität in unseren Kernmärkten oder der zuletzt sehr schwachen Entwicklung der Ersatzreifenmärkte in Europa und der NAFTA-Region, nur schwer zu erreichen sein. Die sehr positive Auftragslage der Automotive-Divisionen stimmt uns allerdings zuversichtlich, dass wir spätestens ab dem Jahr 2014 wieder zum alten Wachstumsziel zurückkehren. Allein im Jahr 2012 haben wir ein Auftragsvolumen von rund 25 Mrd € "Life-Time-Sales" innerhalb der Automotive Group akquiriert. Vor dem zuvor beschriebenen Hintergrund streben wir in der Automotive Group ein Umsatzwachstum von mehr als 4 % auf über 20 Mrd € Umsatz im Jahr 2013 an. Die bereinigte EBIT-Marge sollte im Vorjahresvergleich leicht auf über 8 % steigen. Für die Divisionen Powertrain und Interior rechnen wir mit einer Verbesserung bei der bereinigten EBIT-Marge. Für die Rubber Group rechnen wir mit einem Anstieg der Umsätze in Höhe von 6 % auf mehr als 14 Mrd € und einer bereinigten EBIT-Marge von über 14 %. Für das Jahr 2013 gehen wir aus heutiger Sicht von keinen nennenswerten Belastungen aus Rohmaterialpreissteigerungen aus. Dabei unterstellen wir einen Durchschnittskurs für Naturkautschuk (TSR 20) in Höhe von 3,60 US-Dollar/kg und von 2,50 US-Dollar/kg für den Synthesekautschukgrundstoff Butadien. Diese Einschätzung bleibt aber davon abhängig, ob und wie stark sich die Reifennachfrage in Asien, Europa und der NAFTA-Region im Verlauf des Jahres 2013 erholen kann. Es ist nicht auszuschließen, dass bei einer schneller als von uns unterstellten Erholung der Reifenersatzmärkte beide genannten Rohstoffpreisnotierungen im restlichen Jahresverlauf deutliche Steigerungen aufweisen werden. Ob und inwieweit eine solche Steigerung der Rohmaterialpreise zeitnah an die Verbraucher im laufenden Geschäftsjahr weitergegeben werden kann, bleibt abzuwarten. Infolge der erfreulichen Fortschritte beim Abbau unserer Finanzschulden rechnen wir im laufenden Jahr damit, dass sich der Zinsaufwand für Bankkredite und Anleihen weiter verringert. Allerdings wird das Zinsergebnis durch zwei Sonderfaktoren, die zum Teil eine positive Wirkung auf die Entwicklung im Jahr 2012 genommen haben, belastet: Zum einen resultiert die Belastung aus einer Umgliederung der Zinsaufwendungen für die Pensionsrückstellungen aus dem Personalaufwand in den Zinsaufwand. Allein dieser Effekt beläuft sich für die nach der Erstanwendung erstellte Vergleichsperiode auf rund 90 Mio €. Der Effekt wird im Rahmen einer Änderung der Rechnungslegungsvorschriften zur Bilanzierung von Pensionsaufwendungen [IAS 19 (überarbeitet 2011)] vollzogen. In gleicher Höhe ergibt sich eine Entlastung des EBIT. Zum anderen erwarten wir eine Umkehr der positiven Wertentwicklung der Rückkaufoptionen aus den Jahren 2011 und 2012, die bei den in den Jahren 2010 und 2012 emittierten Anleihen vorgesehen sind. Im schlechtesten Fall kann sich dieser Effekt auf rund 250 Mio € belaufen. Für das Jahr 2013 kalkulieren wir mit Sondereffekten in Höhe von rund 50 Mio €. Die Abschreibung aus der Kaufpreisallokation, die im Wesentlichen aus dem Erwerb von Siemens VDO im Jahr 2007 stammt, wird sich 2013 auf etwa 370 Mio € belaufen (2012: 445,5 Mio €). Ende 2014 wird die Abschreibung aus der Kaufpreisallokation aus dem Erwerb der Siemens VDO vollständig ausgelaufen sein. Die Steuerquote wird im Jahr 2013 unter 30 % liegen. Die Investitionen werden 2013 voraussichtlich auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharren. Einen Schwerpunkt bildet der Ausbau unserer Automotive-Präsenz in Asien. Innerhalb der Division Chassis & Safety bleibt der Ausbau der Kapazitäten für die neue Bremsengeneration MK 100 (ABS und ESC-Systeme) das größte Investitionsprojekt. In der Division Powertrain investieren wir an den Standorten Limbach-Oberfrohna und Roding, Deutschland, insbesondere in Fertigungskapazitäten für neue Produktgenerationen. Die Division Interior erweitert am Standort Frenstat, Tschechien, die Kapazitäten für zentrale Steuergeräte sowie an den Standorten Timisoara, Rumänien, Wuhu und Shanghai, China, die Fertigung für Kombiinstrumente. Innerhalb der Rubber Group bildet der Auf- bzw. Ausbau der neuen Reifenwerke in Kaluga, Russland, und Sumter, USA, sowie der Ausbau des Reifenwerks in Hefei, China, einen Schwerpunkt. Darüber hinaus investieren wir in die Erweiterung der Fertigungskapazitäten in Puchov, Slowakei. Auf der Nutzfahrzeugreifenseite bilden der Ausbau der Kapazitäten in Otrokovice, Tschechien, und Mt. Vernon, USA, die Kernprojekte für 2013. Schwerpunkte im Bereich ContiTech sind die Kapazitätserweiterungen in den Geschäftsbereichen Fluid Technology, Conveyer Belt Group und Power Transmission Group. Nach wie vor bleibt es für Continental ein wichtiges Ziel, die Netto-Finanzschulden weiter zu reduzieren. Trotz der vorgeschlagenen Erhöhung der Dividendenausschüttung (um 150 Mio € auf 450 Mio €) für das Geschäftsjahr 2012 (zahlbar 2013) sollen die Netto-Finanzschulden im Jahr 2013 weiter sinken. Für das laufende Jahr planen wir deshalb mit einem Free Cashflow in Höhe von mehr als 700 Mio €. Nach dem im Januar 2013 neu verhandelten syndizierten Kredit besteht im laufenden Jahr sowie im Folgejahr kein größerer Refinanzierungsbedarf. Die Gearing Ratio (Netto-Finanzschulden zu Eigenkapital) sollte trotz der negativen Einflüsse, die aufgrund der Erstanwendung neuer Bilanzierungsvorschriften im laufenden Jahr das Eigenkapital belasten, auch im Jahr 2013 unter 60 % liegen. Als Folge der Erstanwendung werden die Pensionsrückstellungen im laufenden Jahr um etwa 1,2 Mrd € im Vergleich zum früheren Bilanzausweis ansteigen. Das Eigenkapital, unter Berücksichtigung von latenten Steuern, verringert sich dementsprechend um rund 1,0 Mrd €. Wir rechnen aber damit, dass die Eigenkapitalquote trotzdem bei über 32 % im Jahr 2013 liegen wird. Der Start in das Jahr 2013 gestaltet sich wie erwartet schwierig. Nach aktueller Einschätzung wird die Pkw-Produktion im ersten Quartal 2013 in Europa und der NAFTA-Region insgesamt um etwa 8 % sinken. Allein für Europa, wo Continental innerhalb der Automotive Group rund 50 % ihrer Umsätze erwirtschaftet, rechnen wir mit einem Rückgang der Produktion in Höhe von 12 %. Dieser Einbruch im ersten Quartal kann in diesem Jahr nicht, wie beispielsweise im Vorquartal (viertes Quartal 2012), durch das Wachstum in anderen Regionen kompensiert werden. Zudem entwickelt sich auch die Nachfrage auf den Ersatzreifenmärkten in Europa und der NAFTA-Region nach wie vor schleppend. In Summe rechnen wir deswegen mit einem Rückgang des Konzernumsatzes in Höhe von 1 % bis 3 % im Vergleich zum Rekordumsatz aus dem ersten Quartal des Jahres 2012. Der Umsatzrückgang wird im Wesentlichen aus den Automotive-Divisionen resultieren. Für den weiteren Jahresverlauf rechnen wir, begünstigt durch einen Anstieg der weltweiten Pkw-Produktion und der Nachfrage auf den Ersatzreifenmärkten, mit einem Anstieg des Konzernumsatzes insbesondere im zweiten Halbjahr 2013. Ausblick für 2014Für das Jahr 2014 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem jüngst veröffentlichten World Economic Outlook aus dem Januar 2013 einen Anstieg des weltweiten Wirtschaftswachstums von mehr als 4 %. Laut IWF wird es dann zu einer deutlichen Belebung des Wachstums in der Eurozone kommen. In Einklang damit rechnen wir für 2014 mit einem Anstieg der weltweiten Pkw-Produktion in Höhe von 3 % und mit einem Wachstum der Nachfrage auf den Pkw-Ersatzreifenmärkten von etwa 4 %. Sollte sich dieses Szenario bestätigen, dann dürfte der Umsatz des Continental-Konzerns im Jahr 2014 wieder ein hohes einstelliges Wachstum aufweisen. Um dieses Wachstum mit ausreichend hoher Kapazität zu begleiten, wären Investitionen im Umfang von etwa 6 % des Konzernumsatzes notwendig, die wir aber auch dann vollständig aus dem Free Cashflow finanzieren würden. Bei konstant hoher Dividendenausschüttung sollten die Netto-Finanzschulden weiter sinken. Unsere wiedergewonnene Bilanzstärke würden wir dann stärker als in den Vorjahren zur Finanzierung externen Wachstums einsetzen. KonzernabschlussErklärung des VorstandsDer Vorstand der Continental AG ist verantwortlich für die Aufstellung, die Vollständigkeit und die Richtigkeit des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie die sonstigen im Geschäftsbericht gegebenen Informationen. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die International Financial Reporting Standards (IFRS) angewendet, wie sie in der EU angewendet werden, und, soweit erforderlich, sachgerechte Schätzungen vorgenommen. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns enthält eine Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie weitere Erläuterungen, die nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches zu geben sind. Um die Zuverlässigkeit der Daten sowohl für die Erstellung des Konzernabschlusses einschließlich des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns als auch für die interne Berichterstattung sicherzustellen, existiert ein wirksames internes Steuerungs- und Kontrollsystem. Dies beinhaltet konzernweit einheitliche Richtlinien für Rechnungslegung und Risikomanagement entsprechend § 91 Abs. 2 AktG sowie ein integriertes Controllingkonzept als Teil des wertorientierten Managements und Prüfungen durch die Interne Revision. Der Vorstand wird damit in die Lage versetzt, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, Deutschland, ist von der Hauptversammlung der Continental AG zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 bestellt worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats hat den Prüfungsauftrag erteilt. KPMG hat den nach den IFRS erstellten Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns geprüft. Der Abschlussprüfer hat den nachfolgend abgedruckten Bestätigungsvermerk erteilt. Gemeinsam mit dem Abschlussprüfer wird der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats den Konzernabschluss, den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, den Prüfungsbericht und das Risikomanagement entsprechend § 91 Abs. 2 AktG eingehend erörtern. Anschließend werden diese Jahresabschlussunterlagen und diese Berichte ebenfalls in Anwesenheit des Abschlussprüfers mit dem gesamten Aufsichtsrat in dessen Bilanzsitzung erörtert.
Hannover, 8. Februar 2013 Der Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Continental Aktiengesellschaft, Hannover, aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang, sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzern-Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzern-Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzern-Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzern-Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzern-Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern-Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, 15. Februar 2013 KPMG AG M. Ufer, Wirtschaftsprüfer D. Papenberg, Wirtschaftsprüfer Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnungscroll
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KonzernbilanzAktiva scroll
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Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang in den Kapiteln 2, 5, 23 und 24.
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Im Umlauf befindliche Aktien. Konzernanhang1. SegmentberichterstattungErläuterungen zur SegmentberichterstattungEntsprechend den Regeln des IFRS 8, Geschäftssegmente, stellt die Segmentberichterstattung der Continental AG auf den management approach in Bezug auf die Segmentidentifikation ab. Demnach sind die Informationen, die dem Chief Operating Decision Maker regelmäßig für Entscheidungszwecke zur Verfügung gestellt werden, als maßgeblich zu betrachten. Die in der Vergangenheit berichteten Segmente Pkw-Reifen und Nfz-Reifen wurden organisatorisch zum Segment Reifen zusammengefasst. Die Darstellung für das Vorjahr wurde - zum Zwecke einer besseren Vergleichbarkeit - entsprechend angepasst dargestellt. Damit sind die Aktivitäten des Continental-Konzerns in folgende Segmente aufgeteilt:
Sonstiges/KonsolidierungHier sind die direkt geführten Beteiligungen wie Holding-, Finanz- und Versicherungsgesellschaften sowie die Holdingfunktion der Continental AG und die Auswirkungen aus Konsolidierungen enthalten. Dieser Bereich beinhaltet auch die Ergebnisauswirkungen aus ungewissen Risiken, insbesondere aus vertraglichen und ähnlichen Ansprüchen oder Verpflichtungen, die unter anderem Beteiligungsrisiken darstellen, die zurzeit operativen Bereichen nicht zugeordnet werden können. Die interne Steuerung und Berichterstattung im Continental-Konzern basiert auf den in Kapitel 2 beschriebenen Grundsätzen der Rechnungslegung (IFRS). Der Konzern misst den Erfolg seiner Segmente anhand des operativen Ergebnisses (EBIT) - einerseits als Umsatzrendite (RoS) bezogen auf den Umsatz, andererseits als Kapitalrendite (ROCE), ermittelt als EBIT in Prozent der durchschnittlichen operativen Aktiva. Verkäufe und Erlöse zwischen den Segmenten werden zu Preisen berechnet, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart würden. Bei Verwaltungsleistungen von Gesellschaften mit übernommener Zentralfunktion oder von der Konzernführung werden die Kosten entsprechend der Inanspruchnahme wie Dienstleistungen für fremde Dritte berechnet. Sofern eine direkte Zuordnung nicht möglich ist, werden leistungsgerechte Verteilungen vorgenommen. Das Segmentvermögen umfasst die operativen Aktiva der Aktivseite der Bilanz zum Stichtag. Die Segmentschulden weisen die Bestandteile der operativen "Aktiva" auf der Passivseite der Bilanz aus. Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge von Sachanlagen und Software sowie Zugänge aktivierter Sachverhalte aus Finanzierungsleasing und aktivierter Fremdkapitalkosten nach IAS 23. Die Abschreibungen zeigen den planmäßigen Werteverzehr und Wertminderungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie Wertminderungen auf Goodwill. Abschreibungen auf Finanzanlagen sind in dieser Kennzahl nicht enthalten. Unter den nicht zahlungswirksamen Aufwendungen/ Erträgen werden im Wesentlichen Veränderungen der Pensionsrückstellungen - außer Einzahlungen in die bzw. Entnahmen aus den zugehörigen Fonds - sowie die Ergebnisse aus und Wertminderungen auf at-equity bilanzierte Unternehmen zusammengefasst. Zusätzlich werden hier aufwands- und ertragswirksame Buchwertanpassungen auf den syndizierten Kredit ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden vergleichbar dargestellt. Für die Segmentinformationen nach Regionen werden die Umsatzerlöse nach dem Sitz der Kunden, die Investitionen und das Segmentvermögen dagegen nach dem Sitz der Gesellschaften bestimmt. Segmentberichterstattung 2012scroll
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Investitionen in Sachanlagen und Software. Segmentberichterstattung 2011scroll
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Investitionen in Sachanlagen und Software. Überleitung EBIT zum Konzernergebnisscroll
Segmentberichterstattung nach Regionenscroll
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Investitionen in Sachanlagen und Software. Überleitung Bilanzsumme zu operativen Aktivascroll
2. Allgemeine Erläuterungen und Grundsätze der RechnungslegungDie Continental Aktiengesellschaft (Continental AG) mit Sitz in Hannover, Vahrenwalder Straße 9, Deutschland, ist die Muttergesellschaft des Continental-Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover eingetragen (HRB 3527). Die Continental AG ist ein weltweit operierender Zulieferer der Automobilindustrie. Die Art der Geschäftstätigkeit und die Hauptaktivitäten der Continental AG sind im Abschnitt Segmentberichterstattung (Kapitel 1) näher erläutert. Der Konzernabschluss der Continental AG für das Geschäftsjahr 2012 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 8. Februar 2013 aufgestellt und wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und dort bekannt gemacht. Der Konzernabschluss der Continental AG zum 31. Dezember 2012 ist gemäß der EU-Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 in Verbindung mit § 315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die International Accounting Standards (IAS), die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie die des ehemaligen Standing Interpretations Committee (SIC). Alle für das Geschäftsjahr 2012 verbindlichen IFRS-Standards wurden vorbehaltlich der Anerkennung durch die Europäische Union angewendet. Der Konzernabschluss ist grundsätzlich auf der Basis der fortgeführten historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erstellt. Ausnahmen sind zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte sowie derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert sind. Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Der Stichtag der Einzelabschlüsse der einbezogenen Konzerngesellschaften entspricht grundsätzlich dem Stichtag des Konzernabschlusses. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können. KonsolidierungsgrundsätzeAlle wesentlichen Tochterunternehmen, an denen die Continental AG mittelbar oder unmittelbar die Mehrheit der Stimmrechte hält und die Beherrschungsmöglichkeit besitzt, sind in den Konzernabschluss einbezogen und werden vollkonsolidiert. Unabhängig vom Stimmrechtsverhältnis kann der Konsolidierungskreis auch Gesellschaften umfassen, die nach der Bestimmung von SIC-12 (Konsolidierung - Zweckgesellschaften) u. a. durch Vereinbarungen und Garantien von der Continental AG beherrscht werden können. Im Geschäftsjahr 2012 wurden Gesellschaften aufgrund dieser Bestimmung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettoreinvermögen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Dabei werden auch immaterielle Vermögenswerte mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt, die bisher im Einzelabschluss des erworbenen Unternehmens nicht erfasst wurden. Bei einem Unternehmenserwerb identifizierte immaterielle Vermögenswerte, darunter z. B. Markennamen, Patente, Technologien, Kundenbeziehungen und Auftragsbestände, werden zum Erwerbszeitpunkt nur dann separat angesetzt, wenn die Voraussetzungen nach IAS 38 für die Aktivierung eines immateriellen Vermögenswerts vorliegen. Die Bewertung zum Erwerbszeitpunkt kann in der Regel nur vorläufig erfolgen. Sind Anpassungen innerhalb von zwölf Monaten nach dem Erwerb zugunsten bzw. zulasten der Vermögenswerte und Schulden notwendig, so werden diese entsprechend vorgenommen. Diese Anpassungen werden im Anhang dargestellt. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Goodwill aktiviert. Der Anteil der Minderheitsgesellschafter wird mit dem anteiligen (neubewerteten) Nettovermögen des Tochterunternehmens bewertet. Um die Werthaltigkeit des Goodwill aus einer noch nicht vollständig abgeschlossenen Bewertung und demnach vorläufigen Kaufpreisaufteilung sicherzustellen, wird zum Bilanzstichtag eine vorläufige Aufteilung des vorläufigen Goodwill auf die betroffenen Geschäftsbereiche vorgenommen. Diese vorläufige Aufteilung kann deutlich von der endgültigen Verteilung abweichen. Ein sich ergebender negativer Unterschiedsbetrag wird innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge realisiert. Auf Konzernfremde entfallende Anteile am Eigenkapital werden unter "Anteile in Fremdbesitz" im Eigenkapital ausgewiesen. Für den Zeitraum, in dem Konzerngesellschaften gegenüber Minderheitsaktionären verbindliche Kaufoptionen für die von Minderheitsaktionären gehaltenen Anteile an Konzerngesellschaften anbieten, erfolgt der Ausweis der hiervon betroffenen Minderheiten nicht als Anteile in Fremdbesitz, sondern als finanzielle Verbindlichkeiten. Diese Verbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitwert, der dem Kaufpreisangebot entspricht, ausgewiesen. Soweit die Kaufoption unmittelbar im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung durch die Continental AG ausgesprochen wird, stellt der Wert der Kaufoption einen Bestandteil der Anschaffungskosten der Beteiligung dar. Erfolgt dagegen das Kaufangebot unabhängig von und nach der Erlangung einer Mehrheitsbeteiligung, so wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreisangebot und dem Buchwert der Minderheitenanteile zum Zeitpunkt der Optionserteilung erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Im Falle sukzessiver Erwerbe bei bereits bestehender Beherrschung werden sich ergebende Unterschiedsbeträge zwischen Kaufpreis und Buchwert der erworbenen Minderheitenanteile erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Im Falle eines sukzessiven Erwerbs und einer damit verbundenen Erlangung der Beherrschungsmöglichkeit wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert für die bereits im Besitz befindlichen Anteile zum Zeitpunkt der erstmaligen Vollkonsolidierung erfolgswirksam innerhalb der sonstigen Erträge und Aufwendungen realisiert. Wesentliche Beteiligungen werden, wenn die Continental AG zwischen 20,0 % und 50,0 % der Stimmrechte hält und dementsprechend einen maßgeblichen Einfluss auf das Beteiligungsunternehmen ausüben kann (assoziierte Unternehmen), grundsätzlich nach der Equity-Methode bilanziert. Es wird kein Unternehmen nach der Methode der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Beteiligungsbuchwerte der nach der Equity-Methode konsolidierten assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem anteiligen Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens fortgeführt. Sofern die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen nicht rechtzeitig vorliegen, erfolgt die Berücksichtigung der anteiligen Gewinne oder Verluste auf der Basis einer zuverlässigen Schätzung. Ein im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandener Goodwill wird im Equity-Ansatz ausgewiesen und nicht planmäßig abgeschrieben. Bei Vorliegen entsprechender Indikatoren wird der Beteiligungsbuchwert der nach der Equity-Methode konsolidierten assoziierten Unternehmen einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. Nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden Gesellschaften, die wegen ihrer ruhenden oder nur geringen Geschäftstätigkeit von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns sind. Die Bilanzierung erfolgt im Konzernabschluss zu Anschaffungskosten, wenn eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert entsprechend IAS 39 für diese Gesellschaften nicht möglich ist. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen und innerhalb des Konzerns ausgeschüttete Dividenden werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern angesetzt, die aus der Höhe der durchschnittlichen Ertragsteuerbelastung des Konzerns abgeleitet sind. WährungsumrechnungDie Bilanzen ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zu Mittelkursen zum Bilanzstichtag, die Gewinn- und Verlustrechnungen mit Periodendurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral im Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung ohne Berücksichtigung latenter Steuern erfasst. In den Einzelabschlüssen der Continental AG und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bei Zugang mit dem zu diesem Zeitpunkt geltenden Transaktionskurs bewertet und zum Bilanzstichtag an den dann gültigen Wechselkurs angepasst. Eingetretene Währungsgewinne und -verluste werden - mit Ausnahme bestimmter Finanzierungsvorgänge - erfolgswirksam erfasst. Währungskursdifferenzen aufgrund der Stichtagsumrechnung konzerninterner Finanzierungen, die in der jeweiligen funktionalen Währung einer der Vertragsparteien auftreten und deren Rückzahlung in absehbarer Zeit nicht erwartet wird, werden im Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung erfasst. Ein Goodwill aus Unternehmenserwerben wird als Vermögenswert ausgewiesen und gegebenenfalls mit dem Mittelkurs in Euro zum Bilanzstichtag umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Differenzen werden im Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung erfasst. Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich wie folgt entwickelt: scroll
UmsatzrealisierungAls Umsätze werden nur die aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens resultierenden Produktverkäufe ausgewiesen. Continental realisiert die Umsätze für Produktverkäufe bei Nachweis bzw. Vorliegen einer Vereinbarung, dass die Lieferung erfolgt ist und die Gefahren auf den Kunden übergegangen sind. Außerdem muss die Höhe des Umsatzes verlässlich ermittelbar sein und von der Einbringbarkeit der Forderung ausgegangen werden können. Bei Auftragsfertigungen werden Umsätze grundsätzlich nach dem effektiven Projektfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) realisiert. Als Berechnungsgrundlage dient dabei das Verhältnis der bereits angefallenen Kosten zum geschätzten gesamten Kostenvolumen des Vertrags. Erwartete Verluste aus diesen Aufträgen werden in dem Berichtszeitraum berücksichtigt, in dem die aktuell geschätzten Gesamtkosten die aus dem jeweiligen Vertrag zu erwartenden Umsatzerlöse übersteigen. Die Percentage-of-Completion-Methode ist für den Continental-Konzern von unwesentlicher Bedeutung. Produktbezogene AufwendungenAufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam. Rückstellungen für mögliche Inanspruchnahmen aus Gewährleistungsverpflichtungen für bereits verkaufte Produkte werden auf der Grundlage von Erfahrungswerten sowie unter Berücksichtigung gesetzlicher und vertraglicher Fristen gebildet. Darüber hinaus werden für identifizierte Einzelfälle zusätzliche Rückstellungen angesetzt. Forschungs- und EntwicklungskostenDie Forschungs- und Entwicklungskosten beinhalten neben diesen die Aufwendungen für kundenspezifische Applikationen, Prototypen und Versuche. Zuschüsse oder Kostenerstattungen von Kunden werden mit den Aufwendungen zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung saldiert. Ferner werden die Aufwendungen um den Anteil, der auf die Anwendung von Forschungsergebnissen für die Entwicklung neuer oder wesentlich verbesserter Produkte entfällt, reduziert, soweit dieser Anteil nach den Voraussetzungen für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte nach IAS 38 zu aktivieren ist. Dieser Anteil wird als Vermögenswert aktiviert und ab dem Zeitpunkt der Veräußerbarkeit der entwickelten Produkte über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben. Jedoch gelten grundsätzlich Aufwendungen für kundenspezifische Applikationen, Vorserienprototypen oder Testkosten für bereits vermarktete Produkte - das sogenannte Application Engineering - als nicht aktivierungsfähige Entwicklungsleistungen. Ebenfalls werden Aufwendungen, die im direkten Zusammenhang mit der Ingangsetzung neuer Produktionsanläufe oder Werke entstehen, nicht aktiviert, sondern sofort ergebniswirksam erfasst. Neue Entwicklungen für das Erstausrüstungsgeschäft werden erst vermarktbar, nachdem die Continental AG für Fahrzeugplattformen bzw. Modelle als Lieferant nominiert und anhand von Freigabestufen zugelassen ist. Diese Freigaben setzen ferner aufgrund der besonderen Anforderungen an Sicherheits- und Komforttechnologien die technische Realisierbarkeit voraus. Demnach erfolgt eine Aktivierung von Entwicklungskosten ausschließlich erst ab dem Zeitpunkt der Nominierung und dem Erreichen einer bestimmten Freigabestufe. Mit dem Erreichen der endgültigen Freigabe für die unbegrenzte Serienfertigung gilt die Entwicklung als abgeschlossen. Nur bei wenigen Entwicklungsprojekten sind die Kriterien für eine Aktivierung erfüllt. Nominierungen von Erstausrüstern führen in aller Regel zu einer Belieferungspflicht über die gesamte Lebensdauer der jeweiligen Modelle oder Plattformen. Dabei entsprechen diese Liefervereinbarungen weder langfristigen Fertigungsaufträgen noch festen Verpflichtungen, insbesondere wegen der fehlenden Zusage der Erstausrüster für Abnahmemengen. Deshalb werden sämtliche Aufwendungen für Vorserienleistungen - mit Ausnahme der oben beschriebenen aktivierten Entwicklungsaufwendungen - sofort ergebniswirksam erfasst. Zins- und BeteiligungsergebnisZinsaufwendungen und Zinserträge werden zeitanteilig, Dividendenerträge zum Zeitpunkt des Entstehens des rechtlichen Anspruchs erfasst. Ergebnis pro AktieDas Ergebnis pro Aktie wird auf der Basis des gewogenen Durchschnitts der ausgegebenen Aktien ermittelt. Aktien werden für den Zeitraum, in dem sie sich im eigenen Bestand befinden, hiervon abgesetzt. Das verwässerte Ergebnis pro Aktie berücksichtigt zusätzlich die aufgrund von Options- oder Umtauschrechten potenziell auszugebenden Aktien. Darüber hinaus werden Aufwendungen, die aufgrund einer Wandlung oder eines Umtauschs entfallen würden, eliminiert. Gliederung der BilanzVermögenswerte und Schulden werden als langfristige Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz ausgewiesen, wenn sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben; entsprechend kürzere Restlaufzeiten führen zum Ausweis als kurzfristige Vermögenswerte bzw. Schulden. Schulden gelten generell als kurzfristig, wenn kein uneingeschränktes Recht besteht, die Erfüllung der Verpflichtung innerhalb des nächsten Jahres zu vermeiden. Die Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen sowie Ansprüche oder Verpflichtungen aus latenten Steuern werden grundsätzlich als langfristige Vermögenswerte oder Schulden gezeigt. Soweit Vermögenswerte und Schulden sowohl einen kurzfristigen als auch einen langfristigen Anteil aufweisen, werden diese in ihre Fristigkeitskomponenten aufgeteilt und entsprechend dem Bilanzgliederungsschema als kurzfristige und langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen. GoodwillEin Goodwill entspricht dem aktivischen Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden im Rahmen eines Unternehmenserwerbs. Der Goodwill unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung, vielmehr erfolgt mindestens einmal jährlich ein Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) zur Bestimmung eines möglichen Wertminderungsbedarfs. Immaterielle VermögenswerteErworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte zu ihren Herstellungskosten aktiviert, wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte gemäß IAS 38 vorliegen. Sofern sie einer begrenzten Nutzungsdauer unterliegen, werden immaterielle Vermögenswerte linear über ihre Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit (Impairment-Test) überprüft. SachanlagenSachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei Vorliegen von Wertminderungen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen umfassen Einzelkosten sowie die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen. Teile der Fremdkapitalkosten werden unter bestimmten Voraussetzungen als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Dies betrifft auch Finanzierungsleasingsachverhalte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Sobald ein Anlagegut betriebsbereit ist, können weitere Anschaffungs- oder Herstellungskosten nur aktiviert werden, wenn diese zu einer Veränderung des Nutzungszwecks des Anlageguts führen oder durch die Änderung ein zusätzlicher Mehrwert des Anlageguts entsteht und die Kosten eindeutig identifizierbar sind. Alle sonstigen nachträglichen Aufwendungen werden als laufender Instandhaltungsaufwand gebucht. Sachanlagen werden auf der niedrigsten Ebene in Komponenten aufgeteilt, sofern diese Komponenten wesentlich voneinander abweichende Nutzungsdauern haben und ein Ersatz bzw. eine Überholung dieser Komponenten während der Gesamtlebensdauer der Anlage wahrscheinlich ist. Wartungs- und Reparaturkosten werden grundsätzlich als Aufwand erfasst. Im Konzern sind keine Anlagen vorhanden, die aufgrund ihrer Nutzungsart nur in mehrjährigen Abständen gewartet werden können. Folgende Nutzungsdauern kommen zur Anwendung: bis zu 25 Jahre bei Grundstückseinrichtungen und Gebäuden, bis zu 20 Jahre bei technischen Anlagen und Maschinen und bis zu 12 Jahre bei Betriebs- und Geschäftsausstattung. Zuwendungen der öffentlichen HandEine Erfassung von Zuwendungen der öffentlichen Hand erfolgt, sofern eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die im Zusammenhang mit den Zuwendungen bestehenden Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Monetäre Zuwendungen, die dem abschreibungsfähigen Anlagevermögen direkt zugeordnet werden können, werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der betroffenen Vermögensgegenstände abgezogen. Alle übrigen monetären Zuwendungen werden planmäßig als Ertrag erfasst und den korrespondierenden Aufwendungen gegenübergestellt. Nicht monetäre Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienGrundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten und nicht zur Leistungserbringung oder zu Verwaltungszwecken genutzt werden, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die zugrunde gelegten Nutzungsdauern, wobei diese denen der eigengenutzten Immobilien entsprechen. LeasingDie Continental ist Leasingnehmer von Sachanlagen, insbesondere von Gebäuden. Sofern die Risiken und Chancen aus der Nutzung des Leasingobjekts der Continental zuzurechnen sind, liegt ein Finanzierungsleasing (finance lease) vor und der Leasinggegenstand sowie die dazugehörige Verbindlichkeit werden bilanziert. Beim Mietleasing (operating lease) liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber, die Leasingraten sind laufender Aufwand. Als Leasinggeschäfte gelten auch Ansprüche bzw. Verpflichtungen, insbesondere aus Dienstleistungsverträgen, zu deren Erfüllung die Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts erforderlich ist und die ein Recht auf Nutzung dieses Vermögenswerts auf den Anspruchsberechtigten übertragen. Außerplanmäßige AbschreibungenDer Konzern überprüft die Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie auch des Goodwill, sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung bekannt werden (Triggering Event). Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag beurteilt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Werte aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und dem Barwert des zurechenbaren künftigen Cashflows durch die fortgeführte Nutzung des Vermögenswerts (Nutzungswert). Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, ist eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe der sich ergebenden Differenz vorzunehmen. Sofern die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden bei den immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Der aktivierte Goodwill wird grundsätzlich jährlich im vierten Quartal auf der Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Unit, CGU) hinsichtlich seiner Werthaltigkeit geprüft. Zahlungsmittelgenerierende Einheiten sind die strategischen Geschäftsbereiche, welche unterhalb der Segmente liegen (Sub-Segmente) und die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten darstellen, die Mittelzuflüsse erzeugen, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Die Werthaltigkeit wird durch Gegenüberstellung des Buchwerts des Geschäftsbereichs einschließlich des zuzurechnenden Goodwill und des erzielbaren Betrags des Geschäftsbereichs bestimmt. Der erzielbare Betrag für diese Betrachtung ist der auf der Basis der diskontierten Cashflows vor Zinsen und Steuern ermittelte Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag des Geschäftsbereichs, liegt in Höhe der Differenz eine erfolgswirksam zu erfassende Wertminderung vor. Entfallen die hierfür verantwortlichen Gründe in der Zukunft, wird ein außerplanmäßig abgeschriebener Goodwill nicht wieder durch Zuschreibungen berichtigt. Der erwartete Cashflow der Geschäftsbereiche wird aus deren Langfristplanung abgeleitet, die einen Zeithorizont von fünf Jahren umfasst und vom Management verabschiedet wird. Der Planung liegen dabei insbesondere Annahmen hinsichtlich makroökonomischer Entwicklungen sowie der Entwicklung von Verkaufspreisen, Rohstoffpreisen und Währungskursen zugrunde. Neben diesen aktuellen Marktprognosen werden auch Entwicklungen und Erfahrungen aus der Vergangenheit einbezogen. Für die über den Zeithorizont von fünf Jahren hinausgehende ewige Rente wird der Cashflow unter Berücksichtigung der jeweils erwarteten nachhaltigen Wachstumsrate des einzelnen Geschäftsbereichs extrapoliert. Für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit wurde jedoch aufgrund der individuellen Situation ein detaillierteres Modell mit längerfristiger Detailplanung zugrunde gelegt. Die wesentlichen Annahmen im Rahmen der Ermittlung des Nutzungswerts einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit sind die Free Cashflows, der Diskontierungszinssatz und dessen Parameter sowie die nachhaltige Wachstumsrate. Der jährliche Impairment-Test wurde basierend auf dem in der Berichtsperiode vom Management verabschiedeten Bottom-Up-Business-Plan für die kommenden fünf Jahre durchgeführt. Für die Diskontierung der Cashflows wurde ein einheitlicher Zinssatz in Höhe von 10,8 % (Vj. 10,6 %) vor Steuern verwendet. Diesem Vorsteuer-WACC liegt eine Zielkapitalstruktur zugrunde, welche unter Berücksichtigung einer relevanten Peer Group bestimmt wurde. Der risikofreie Zinssatz beträgt 2,1 % und die Marktrisikoprämie 6,0 %. Für die Bestimmung der Fremdkapitalkosten wurde auf die im Jahr 2010 sowie in diesem Jahr emittierten Anleihen zurückgegriffen. Die nachhaltige Wachstumsrate für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Segmente Interior, Chassis & Safety und Powertrain lag im Berichtsjahr bei 1,0 % (Vj. 1,0 %). Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Segmente Reifen und ContiTech lag die nachhaltige Wachstumsrate bei 0,5 % (Vj. 0,5 %). Diese Wachstumsraten übersteigen nicht die langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten der Geschäftsfelder, in denen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind. Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwill für das Jahr 2012 führte zu einer Wertminderung von insgesamt 75,6 Mio € (Vj. -). Diese Wertminderung entfällt vollständig auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit HEV (Hybrid Electric Vehicle) des Segments Powertrain und ist in den sonstigen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen. Der verbleibende Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit HEV beträgt 29,2 Mio €. Die Unterstellung eines um 0,5 Prozentpunkte angestiegenen Diskontierungszinssatzes von 11,3 % vor Steuern hätte zu einem Impairment von insgesamt 119,6 Mio € geführt. Die Reduzierung der nachhaltigen Wachstumsraten um jeweils 0,5 Prozentpunkte hätte zu einem Impairment von insgesamt 103,2 Mio € geführt. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und VerbindlichkeitenEinzelne langfristige Vermögenswerte oder eine Gruppe langfristiger Vermögenswerte und dazugehöriger Schulden werden als "zur Veräußerung bestimmt" klassifiziert und gesondert in der Bilanz ausgewiesen, wenn die Veräußerung beschlossen und deren Durchführung wahrscheinlich ist. Die so klassifizierten Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Die planmäßige Abschreibung von Vermögenswerten endet mit der Einstufung als "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte". FinanzinstrumenteEin Finanzinstrument gemäß IAS 32 ist ein vertraglich vereinbarter Anspruch oder eine vertraglich vereinbarte Verpflichtung, aus dem bzw. aus der ein Zu- bzw. Abfluss von finanziellen Vermögenswerten oder die Ausgabe von Eigenkapitalrechten resultiert. Sie umfassen einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Wertpapiere oder auch Finanzforderungen, Finanzschulden und sonstige Finanzverbindlichkeiten; andererseits gehören hierzu auch die derivativen Finanzinstrumente, die zur Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen eingesetzt werden. Originäre FinanzinstrumenteDie Bilanzierung von originären Finanzinstrumenten erfolgt zum Erfüllungszeitpunkt, d. h. zu dem Zeitpunkt, an dem der Vermögenswert an oder durch die Continental AG geliefert wird. Originäre Finanzinstrumente werden ihrer jeweiligen Zwecksetzung entsprechend einer der folgenden vier Kategorien zugeordnet. Die Einordnung wird zum Bilanzstichtag überprüft und beeinflusst den Ausweis als lang- oder kurzfristige Vermögenswerte und entscheidet über eine Bewertung zu Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert.
Die Verbindlichkeiten aus originären Finanzinstrumenten können entweder zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" (at fair value through profit and loss) angesetzt werden. Die Continental AG bewertet grundsätzlich sämtliche originären finanziellen Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Diese entsprechen den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Rückzahlungen, Emissionskosten und der Amortisation eines Agios oder Disagios. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Leasingraten auf der Grundlage des bei Abschluss des Leasingvertrags angewendeten Zinssatzes ausgewiesen. Die finanziellen Verpflichtungen mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die keinen Finanzschulden oder derivativen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen und nicht an einem Markt notiert sind, werden in der Bilanz unter den übrigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechend ihrer Fristigkeit ausgewiesen. Bezüglich der Angaben nach IFRS 7 erfolgt eine Klassenbildung entsprechend den in der Bilanz ausgewiesenen Posten bzw. der nach IAS 39 genutzten Bewertungskategorie. Hybride FinanzinstrumenteFinanzinstrumente, die sowohl eine Fremd- als auch eine Eigenkapitalkomponente enthalten, werden ihrem Charakter entsprechend in unterschiedlichen Bilanzposten angesetzt. Zu den hier relevanten Eigenkapitalinstrumenten gehören im Wesentlichen Options- und Wandelanleihen. Der beizulegende Zeitwert von Wandlungsrechten wird bereits bei der Emission einer Wandelanleihe in die Kapitalrücklage eingestellt und gleichzeitig von der Anleiheverbindlichkeit abgesetzt. Beizulegende Zeitwerte von Wandlungsrechten aus unterverzinslichen Anleihen werden anhand des kapitalisierten Unterschiedsbetrags aus dem Zinsvorteil ermittelt. Für die Laufzeit der Anleihe wird der Zinsaufwand der Fremdkapitalkomponente aus dem Marktzins zum Zeitpunkt der Emission für eine vergleichbare Anleihe ohne Wandlungsrecht errechnet. Der Differenzbetrag zwischen dem berechneten und dem gezahlten Zins erhöht den Buchwert der Anleiheverbindlichkeit. Bei Fälligkeit oder Wandlung der Wandelanleihe wird gemäß dem Wahlrecht in IAS 32 die in der Kapitalrücklage bei der Emission eingestellte Eigenkapitalkomponente mit den kumulierten einbehaltenen Gewinnen aufgerechnet. Derivative FinanzinstrumenteDerivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Bilanzposten und zukünftigen Zahlungsströmen eingesetzt; der Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Der beizulegende Zeitwert entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Existiert kein aktiver Markt, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, z. B. durch Diskontierung der erwarteten zukünftigen Zahlungsflüsse mit dem Marktzinssatz oder durch die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt. Derivative Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen wurde, angesetzt. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente, die zur Steuerung von Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts bilanzierter Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten zum Einsatz kommen (Fair Value Hedges), werden zusammen mit den Wertänderungen des korrespondierenden Grundgeschäfts im Konzernergebnis der Periode erfasst. Zeitwertänderungen derivativer Finanzinstrumente, die zur Absicherung künftiger Zahlungsströme dienen (Cashflow Hedges) und deren Absicherung sich als effektiv erwiesen hat, werden im Unterschiedsbetrag aus Finanzinstrumenten angesetzt, bis das zugehörige Grundgeschäft eintritt. Bei Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (Hedge einer Nettoinvestition) wird der effektive Teil der Wertänderung der Sicherungsgeschäfte gemeinsam mit dem Effekt aus der Währungsumrechnung der Nettoinvestition ergebnisneutral im Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung gezeigt. Erst bei einer Veräußerung oder Liquidation des ausländischen Geschäftsbetriebs wird der kumulierte Währungseffekt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Werden die für das Hedge Accounting notwendigen Kriterien bei derivativen Finanzinstrumenten nicht erfüllt oder erweist sich die Absicherung als nicht effektiv, erfolgt die Buchung der jeweiligen Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts im Periodenergebnis unabhängig vom Grundgeschäft. Eingebettete DerivateNicht derivative Basisverträge werden im Konzern regelmäßig auf eingebettete Derivate, z. B. vertragliche Zahlungsvereinbarungen in nicht handelsüblichen Währungen, untersucht. Eingebettete Derivate sind vom Basisvertrag zu trennen, wenn die Beurteilung ergibt, dass die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind. Trennungspflichtige eingebettete Derivate werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. ForderungenForderungen werden zum Nennwert bilanziert. Die auf gesonderten Posten erfassten Wertberichtigungen werden entsprechend den in Einzelfällen bekannten Ausfallrisiken bzw. aufgrund von Erfahrungswerten vorgenommen. Ausfallrisiken, welche zu einem geringeren Zahlungsmittelzufluss führen, äußern sich im Regelfall durch Zahlungsschwierigkeiten, Nichterfüllung, wahrscheinliche Insolvenz oder Vertragsbruch der Kunden. Continental verkauft teilweise Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen von Forderungsverkaufsprogrammen mit Banken. Die Forderungen werden in der Bilanz als Vermögenswert angesetzt, wenn die mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen, insbesondere das Bonitäts- und Ausfallrisiko, im Wesentlichen nicht übertragen werden. Die Rückzahlungsverpflichtungen aus diesen Verkäufen sind in der Regel kurzfristige Finanzschulden. VorräteVorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden grundsätzlich nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Kosten und produktionsbezogene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Bestandsrisiken aufgrund von eingeschränkter Verwertbarkeit oder erheblicher Lagerdauer werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Sonstige VermögenswerteDie Bilanzierung der sonstigen Vermögenswerte erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Erforderliche Wertberichtigungen, die sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko bemessen, werden berücksichtigt. Bilanzierung von ErtragsteuernErtragsteuern werden gemäß IAS 12 nach dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode bilanziert. Als Ertragsteuern werden die steuerlichen Aufwendungen und Erstattungen erfasst, die vom Einkommen und Ertrag abhängig sind. Dementsprechend werden auch Säumniszuschläge und Zinsen aus nachträglich veranlagten Steuern ab dem Zeitpunkt als Steueraufwand ausgewiesen, ab dem die Versagung der Anerkennung einer vorgenommenen steuerlichen Minderung wahrscheinlich ist. Laufende Steuern werden für die geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst. Die latenten Steuern umfassen zu erwartende Steuerzahlungen oder -erstattungen aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen sowie aus der Nutzung von Verlustvorträgen. Aktivierter Goodwill, der nicht gleichzeitig steuerlich abzugsfähig ist, führt nicht zu latenten Steuern. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden mit den zukünftig gültigen Steuersätzen bewertet, wobei Steuersatzänderungen grundsätzlich erst zum Zeitpunkt des effektiven Inkrafttretens der Gesetzesänderung berücksichtigt werden. Soweit die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern in Zukunft nicht hinreichend wahrscheinlich erscheint, erfolgt kein Ansatz. Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie betriebliche Altersversorgung im Konzern ist auf der Basis sowohl von leistungs- als auch von beitragsorientierten Zusagen geregelt. Die Pensionsrückstellungen für die leistungsorientierten Zusagen werden gemäß IAS 19 auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung von Gehalts- und Rententrends sowie der Fluktuation berechnet. Der hierbei verwendete Diskontierungssatz richtet sich nach den Verhältnissen für langfristige Anleihen am jeweiligen Kapitalmarkt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden, soweit sie zu Beginn des Geschäftsjahres 10 % des höheren Werts aus Anwartschaftsbarwert oder beizulegendem Zeitwert des Planvermögens übersteigen, erfolgswirksam über die erwartete durchschnittliche Restdienstzeit der Berechtigten verteilt. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen sowie Erträge der Pensionsfonds werden nicht gesondert im Finanzergebnis ausgewiesen, sondern dem Personalaufwand in den entsprechenden Funktionsbereichen zugeordnet. Analog werden die Zinseffekte anderer langfristig fälliger Leistungen an Arbeitnehmer in den entsprechenden Funktionskosten und nicht im Finanzergebnis ausgewiesen. Mehrere Konzerngesellschaften führen Pensionsfonds zur Deckung der Verpflichtungen. Als Planvermögen gelten zudem sämtliche Vermögenswerte und Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen, die ausschließlich für Zahlungen an Pensionsberechtigte und nicht zur Deckung von Ansprüchen anderer Gläubiger verwendet werden können. Pensionsverpflichtungen und Planvermögen werden in der Bilanz saldiert dargestellt. Die insbesondere in den USA und Kanada bestehenden Verpflichtungen zur Zahlung von Krankheitskosten an Mitarbeiter nach deren Pensionierung werden wegen ihres Versorgungscharakters den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen zugeordnet. Für beitragsorientierte Zusagen zahlt das Unternehmen vertraglich festgelegte Beträge, die bis zum Renteneintritt des betroffenen Mitarbeiters bei unabhängigen externen Vermögensverwaltern hinterlegt werden. Die Beiträge sind zum Teil davon abhängig, inwieweit der Mitarbeiter eigene Beiträge leistet. Das Unternehmen übernimmt keine Garantie für die Entwicklung des Vermögenswerts bis zum Renteneintritt oder darüber hinaus. Folglich sind alle Ansprüche durch die im Jahr geleisteten Beiträge abgegolten. Rückstellungen für sonstige RisikenRückstellungen werden bilanziert, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten entstanden ist, die wahrscheinlich zu einem künftigen Mittelabfluss führt und deren Höhe sich zuverlässig ermitteln oder einschätzen lässt. Der Ansatz der Rückstellungen zum Bilanzstichtag erfolgt mit dem Wert, zu dem die Verpflichtungen wahrscheinlich erfüllt bzw. auf Dritte übertragen werden könnten. Langfristige Rückstellungen, wie z. B. für Prozess- oder Umweltrisiken, werden auf ihren Barwert diskontiert. Der entsprechend entstehende Zinsaufwand bei Aufzinsung der Rückstellungen wird inklusive eines Zinsänderungseffekts im Zinsergebnis ausgewiesen. Nicht finanzielle VerbindlichkeitenKurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. AktienoptionspläneDie Höhe der im Vorjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Personalaufwendungen für Mitarbeiter aus Aktienoptionen richtet sich nach dem beizulegenden Zeitwert der Optionen zum Zeitpunkt der Zusage. Die Ableitung des beizulegenden Zeitwerts der Optionen erfolgt mithilfe des Monte-Carlo-Simulationsmodells. Der Optionswert wird sowohl in der Kapitalrücklage als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung über die Sperrfrist verteilt erfasst. Bei der Aussprache von Abfindungsangeboten für Aktienoptionen an Mitarbeiter werden die angenommenen Angebote mit dem beizulegenden Zeitwert die Kapitalrücklage reduzierend gegen die sonstigen Verbindlichkeiten verbucht. Ausgegebene virtuelle Aktienoptionen werden mithilfe des Monte-Carlo-Simulationsmodells zu ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Verbindlichkeiten werden bis zum Ablauf der Haltefrist in den übrigen finanziellen Verbindlichkeiten passiviert. SchätzungenZur ordnungsgemäßen und vollständigen Erstellung des Konzernabschlusses müssen vom Management Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angaben im Anhang sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die wichtigsten Schätzungen betreffen die Bestimmung von Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die Werthaltigkeit des Goodwill und des Anlagevermögens, besonders die dafür verwendeten Cashflow-Prognosen und Diskontierungszinssätze, die Einschätzung der Einbringlichkeit von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, die Realisierbarkeit von Steuerforderungen, die finanzmathematischen Einflussgrößen auf Aktienoptionspläne sowie die Bilanzierung und Bewertung von Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen, insbesondere die versicherungsmathematischen Parameter für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die Höhe von Gewährleistungs-, Prozess- und Umweltrisiken. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses beruhen. Die Prämissen werden regelmäßig überwacht und, falls erforderlich, den tatsächlichen Entwicklungen angepasst. Konzern-KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung von Geldströmen. Dabei umfassen die Zahlungsmittelbestände sämtliche Barmittel und Sichteinlagen. Als Zahlungsmitteläquivalente gelten kurzfristige äußerst liquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Finanzinvestitionen gehören nur dann zu den Zahlungsmitteläquivalenten, wenn sie eine Laufzeit von nicht mehr als drei Monaten besitzen. 3. Neue RechnungslegungsvorschriftenDie Rechnungslegung der Continental AG nach IFRS erfolgt entsprechend der EU-Verordnung Nr. 1606/ 2002 i. V. m. § 315a Abs. 1 HGB auf der Grundlage der von der Kommission der Europäischen Gemeinschaft im Rahmen des Anerkennungsverfahrens für die Europäische Union übernommenen IFRS. Eine verpflichtende Anwendung der IFRS ergibt sich dementsprechend nur nach einer Anerkennung des neuen Standards durch die EU-Kommission. Folgende verabschiedete Standards, Interpretationen zu veröffentlichten Standards und Änderungen, die für die Continental AG anwendbar waren, wurden im Geschäftsjahr 2012 erstmals verpflichtend wirksam und entsprechend angewendet:Die Änderungen an IFRS 7, Finanzinstrumente: Angaben - Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten, führen zu einem Ausbau der Angabepflichten in Bezug auf die Übertragung von finanziellen Vermögenswerten des IFRS 7 mit dem Ziel, die Transfertransaktionen selbst, das damit verbundene Risiko sowie die Auswirkungen des Risikos auf das Unternehmen, welches die Vermögenswerte transferiert, besser einschätzen zu können. Die Änderungen stellen u. a. klar, dass auch bei vollständiger Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts Angabepflichten (qualitative und quantitative Informationen) zu im Rahmen der Transfertransaktion übernommenen bzw. zurückbehaltenen Rechten und Pflichten resultieren. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG. Folgende Änderungen sind bereits von der EU übernommen, werden jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt wirksam:Durch die Änderungen an IFRS 1, Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards (Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fixer Daten für Erstanwender), werden bisher bestehende Verweise auf feste Zeitpunkte (z. B. 1. Januar 2004) durch einen Verweis auf den "Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS" ersetzt. Daneben werden Regelungen für jene Fälle aufgenommen, in denen ein Unternehmen aufgrund von Hyperinflation nicht in der Lage ist, allen Vorschriften der IFRS gerecht zu werden. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. Die Änderungen an IFRS 7, Finanzinstrumente: Angaben, führen zusätzliche Angabevorschriften in Zusammenhang mit der Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ein. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. IFRS 10, Konzernabschlüsse, regelt die Darstellung und Aufstellung von Konzernabschlüssen im Falle einer Beherrschung eines oder mehrerer Unternehmen durch ein Mutterunternehmen. Eine Konsolidierung setzt ein Beherrschungsverhältnis voraus. Dies liegt nur dann vor, wenn das potenzielle Mutterunternehmen (investor) die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen, ein Anrecht auf variable Rückflüsse aus seiner Beteiligung sowie die Möglichkeit hat, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zur Beeinflussung der Höhe der Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen zu nutzen. Neben der Einführung eines einzigen Konsolidierungsmodells basierend auf dem Prinzip der Beherrschung (control) beinhaltet IFRS 10 weiterhin Konsolidierungsgrundsätze u. a. in Bezug auf nicht beherrschende Anteile (noncontrolling interests), potenzielle Stimmrechte und den Verlust der Beherrschung. Der Standard ersetzt IAS 27, Konzern- und Einzelabschlüsse, hinsichtlich der Konsolidierung, sowie SIC-12, Konsolidierung-Zweckgesellschaften. Der Standard sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards und Interpretationen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass IFRS 10 sowie die Folgeänderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. IFRS 11, Gemeinschaftliche Vereinbarungen, regelt die Berichterstattung von Unternehmen, die an einer gemeinschaftlichen Vereinbarung beteiligt sind (sog. joint arrangements). Gemeinschaftliche Vereinbarungen können in Form einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (joint operation) oder eines Gemeinschaftsunternehmens (joint venture) vorliegen. In Bezug auf eine gemeinschaftliche Tätigkeit sind die Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen proportional zur Beteiligung zu erfassen. Im Falle eines Gemeinschaftsunternehmens sind die Anteile als Beteiligung anzusetzen und nach der Equity-Methode unter Anwendung des IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures, zu bilanzieren. IFRS 11 ersetzt IAS 31, Anteile an Gemeinschaftsunternehmen, sowie SIC-13, Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen. Der Standard sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards und Interpretationen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass IFRS 11 sowie die Folgeänderungen Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. IFRS 12, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen, regelt die verpflichtenden Angaben zu Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen, gemeinschaftlichen Vereinbarungen und nicht konsolidierten strukturierten Einheiten mit dem Ziel, Art, Risiken und finanzielle Auswirkungen verbunden mit derartigen Beteiligungen für den Abschlussadressaten beurteilbar zu machen. Der Standard sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass IFRS 12 sowie die Folgeänderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. IFRS 13, Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, definiert den beizulegenden Zeitwert, beschreibt die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts und erweitert diesbezügliche Anhangangaben. Der Standard sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards und Interpretationen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass IFRS 13 sowie die Folgeänderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. Die Änderungen an IAS 1, Darstellung des Abschlusses, betreffen die Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses. Posten innerhalb des sonstigen Ergebnisses, die in Folgeperioden durch die Gewinn- und Verlustrechnung rückgeführt (recycled) werden, sind von jenen, die im sonstigen Ergebnis verbleiben, künftig getrennt auszuweisen. Das Wahlrecht in IAS 1 (überarbeitet 2007), das sonstige Ergebnis vor oder nach Steuern darzustellen, bleibt bestehen. Erfolgt eine Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses vor Steuern, ist die den jeweiligen zwei oben genannten Gruppen zugehörige Steuer getrennt auszuweisen. Die Änderungen sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen sowie die Folgeänderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. Die Änderungen an IAS 12, Ertragsteuern (Latente Steuern - Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte), enthalten eine Klarstellung zur Behandlung temporärer steuerlicher Differenzen in Zusammenhang mit der Anwendung des Zeitwertmodells von IAS 40, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Im Falle von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien ist es schwierig zu beurteilen, ob sich bestehende temporäre steuerliche Differenzen im Rahmen der fortgeführten Nutzung oder im Zuge einer Veräußerung umkehren. Die Änderung stellt nunmehr klar, dass die Bewertung von latenten Steuern in derartigen Fällen auf Basis der widerlegbaren Vermutung zu erfolgen hat, dass die Umkehrung durch Veräußerung erfolgt. Die Änderungen an IAS 12 führen zur Aufhebung des SIC-21, Ertragsteuern - Realisierung von neubewerteten, nicht planmäßig abzuschreibenden Vermögenswerten. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. IAS 19 (überarbeitet 2011), Leistungen an Arbeitnehmer, ändert die Vorschriften des IAS 19 (überarbeitet 2008) grundlegend. Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten mittels der Korridormethode wird abgeschafft. Weiterhin entfällt die Verteilung von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit der Ansprüche. Der Ausweis des Aufwands aus leistungsorientierten Plänen sowie die Bewertung des Nettozinsaufwands bzw. -ertrags werden geändert. IAS 19 (überarbeitet 2011) stellt außerdem die Definitionen von Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (termination benefits), von Plankürzungen (curtailments), "kurzfristig fälligen" und "anderen langfristigen" Leistungen klar. Die Angabepflichten des IAS 19 werden wesentlich erweitert. IAS 19 (überarbeitet 2011) sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards und Interpretationen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Es ist zu erwarten, dass der überarbeitete Standard sowie die Folgeänderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. Aufgrund der Neuregelungen wird eine Veränderung des Eigenkapitals in Höhe von rund 1,0 Mrd € sowie eine Veränderung der Pensionsrückstellungen in Höhe von rund 1,2 Mrd € erwartet. Schwankungen der versicherungsmathematischen Annahmen, insbesondere des Zinssatzes, werden zukünftig zu einer höheren Volatilität im Eigenkapital führen. IAS 27 (überarbeitet 2011), Einzelabschlüsse, enthält Vorschriften zur Bilanzierung und Offenlegung in Bezug auf Anteile an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen in Einzelabschlüssen. IAS 27 legt dar, dass Anteile an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen zu Anschaffungskosten oder in Übereinstimmung mit IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, bzw. IFRS 9, Finanzinstrumente, zu bilanzieren sind. Der Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass IAS 27 Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben wird. IAS 28 (überarbeitet 2011), Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, regelt die Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und die Anwendung der Equity-Methode auf Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. IAS 28 stellt zudem die bilanzielle Behandlung von Fällen klar, in denen eine Beteiligung oder ein Teil einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen nach IFRS 5, Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte sowie aufgegebene Geschäftsbereiche, als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert wird. Ein Bewertungswahlrecht räumt IAS 28 für die Fälle ein, in denen eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen von einer Wagniskapitalgesellschaft, einem Investmentfonds, einem Unit Trust oder vergleichbaren Unternehmen einschließlich beteiligungsgebundenen Versicherungsfonds direkt oder indirekt gehalten wird. IAS 28 (überarbeitet 2011) ersetzt IAS 28 (überarbeitet 2003), Anteile an assoziierten Unternehmen, und schließt die Regelungen des SIC-13, Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen, ein. Der Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass IAS 28 Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben wird. Die Änderungen an IAS 32, Finanzinstrumente: Darstellung, stellen die Voraussetzungen für die Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten klar. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. IFRIC 20, Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebs im Tagebau, regelt die Bilanzierung von Kosten für Abraumbeseitigungen, die innerhalb des Abbaubetriebs im Tagebau anfallen. Die Interpretation stellt klar, unter welchen Voraussetzungen ein Vermögenswert vorliegt, und regelt diesbezügliche Bewertungsfragen. Die Interpretation sowie die Folgeänderung an IFRS 1, Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards, sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Es ist nicht zu erwarten, dass die Interpretation sowie die Folgeänderung Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. Folgende Standards, Interpretationen zu veröffentlichten Standards und Änderungen sind noch nicht von der EU übernommen und werden erst zu einem zukünftigen Zeitpunkt anwendbar:Die Änderungen an IFRS 1, Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards (Darlehen der öffentlichen Hand), führen eine Ausnahme von der retrospektiven Anwendung der IFRS ein. Gemäß IAS 20, Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand, ist der Vorteil eines öffentlichen Darlehens zu einem unter dem Marktzins liegenden Zinssatz wie eine Zuwendung der öffentlichen Hand zu behandeln. Der Vorteil eines unter dem Marktzins liegenden Zinssatzes wird als Unterschiedsbetrag zwischen dem ursprünglichen Buchwert des Darlehens gemäß IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, bzw. IFRS 9, Finanzinstrumente, und den erhaltenen Zahlungen bewertet. Für Erstanwender ist diese Vorschrift des IAS 20 nunmehr mit den vorliegenden Änderungen an IFRS 1 prospektiv auf im Übergangszeitpunkt bestehende öffentliche Darlehen anzuwenden. Eine retrospektive Anwendung kann erfolgen, sofern die dazu notwendigen Informationen bereits zum Zeitpunkt der erstmaligen Bilanzierung des Darlehens ermittelt wurden. Erstanwender können mit den Änderungen den auf Basis bisheriger Rechnungslegungsvorschriften ermittelten Buchwert bereits bestehender öffentlicher Darlehen für die IFRS-Eröffnungsbilanz ansetzen. Das Erfordernis, das Darlehen nach den Vorschriften des IAS 32, Finanzinstrumente: Darstellung, als finanzielle Verbindlichkeit oder als Eigenkapital zu klassifizieren, bleibt unverändert bestehen. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. IFRS 9, Finanzinstrumente, überarbeitet die Vorschriften des IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden. Der Standard repräsentiert dabei die erste Projektphase des vollständigen Ersatzes des IAS 39. Der IFRS 9 teilt alle gegenwärtig in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallenden finanziellen Vermögenswerte in zwei Klassifizierungskategorien auf: "Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten" und "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert". Die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten setzt voraus, dass das Halten des finanziellen Vermögenswerts zur Erzielung der vertraglichen Zahlungsströme Zielsetzung des Geschäftsmodells des Unternehmens ist und die Vertragsvereinbarungen betreffend den finanziellen Vermögenswert feste Zeitpunkte für die Zahlungsströme (ausschließlich Zahlungen für Zins und Tilgung auf ausstehende Rückzahlungsbeträge) vorsehen. Finanzielle Vermögenswerte, die diese Bedingungen nicht kumulativ erfüllen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. IFRS 9 sieht vor, dass Umklassifizierungen nur bei Änderungen des Geschäftsmodells vorzunehmen sind. Das Wahlrecht, dass finanzielle Vermögenswerte anstatt zu fortgeführten Anschaffungskosten zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden können, wird durch IFRS 9 begrenzt. Demnach ist eine Designation auf die Fälle beschränkt, in denen ein sogenannter accounting mismatch vorliegt und eine Klassifizierung in "zum beizulegenden Zeitwert bewertet" zur Beseitigung oder zur erheblichen Verringerung von Ansatz- oder Bewertungsinkongruenzen führt. Weiterhin führt IFRS 9 ein unwiderrufliches Wahlrecht ein, Zeitwertänderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, mit erstmaligem Ansatz im other comprehensive income (OCI) zu erfassen. Dies gilt nicht für Dividenden aus diesen Investments. Diese sind ergebniswirksam zu erfassen. In Bezug auf eingebettete Derivate übernimmt IFRS 9 die Konzeption des IAS 39 nur für solche Basisverträge, die nicht Vermögenswerte im Sinne des IFRS 9 sind. IFRS 9 wurde im Oktober 2010 um Regeln zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sowie zur Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ergänzt. Dabei wurden die Regeln zur Ausbuchung aus dem derzeit gültigen IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, übernommen. In Bezug auf finanzielle Verbindlichkeiten ist eine Änderung bei Anwendung der Fair Value-Option vorgesehen. Bei Wahl der Fair Value-Option für finanzielle Verbindlichkeiten sind Fair Value-Änderungen aus Änderungen des eigenen Kreditrisikos im other comprehensive income (OCI) zu erfassen. IFRS 9 (einschließlich der in 2010 vorgenommenen Ergänzungen) ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Der Anwendungszeitpunkt wurde durch die Änderungen an IFRS 9, Finanzinstrumente (2009 und 2010), und IFRS 7, Finanzinstrumente: Angaben, auf 2015 verschoben (Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Anhangangaben bei Übergang). Korrespondierend erfolgte eine Änderung der Erleichterungsvorschriften in Bezug auf Vorjahresangaben und damit zusammenhängende Angaben in IFRS 7. Es ist zu erwarten, dass der Standard Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben wird. Im Rahmen des vierten Projekts zu Verbesserungen der International Financial Reporting Standards des IASB (Improvements to IFRSs, May 2012) werden folgende Änderungen erst zu einem zukünftigen Zeitpunkt anwendbar:
Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. Die Änderungen an IFRS 10, Konzernabschlüsse, IFRS 12, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen, und IAS 27 (überarbeitet 2011), Einzelabschlüsse, (Investmentgesellschaften), beinhalten eine Definition des Begriffs "Investmentgesellschaften" und führen eine Ausnahme von der grundsätzlichen Konsolidierungspflicht aller Tochtergesellschaften ein. Eine Investmentgesellschaft, die gleichzeitig eine Muttergesellschaft darstellt, bewertet bestimmte gehaltene Beteiligungen gemäß IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, bzw. IFRS 9, Finanzinstrumente. Die Änderungen sehen außerdem neue Angabepflichten für Investmentgesellschaften vor. Die Änderungen (und die korrespondierenden Folgeänderungen in anderen Standards) sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. Die Änderungen an IFRS 10, Konzernabschlüsse, IFRS 11, Gemeinschaftliche Vereinbarungen, und IFRS 12, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen, (Übergangsbestimmungen), definieren den Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 10 und erläutern, wann und in welcher Weise Anpassungen vorgenommen werden müssen. Die Änderungen beschreiben, dass ein Unternehmen angepasste Vergleichsinformationen nur für die unmittelbar vorangehende Vergleichsperiode angeben muss. Die gleichen Übergangserleichterungen gelten für IFRS 11 und IFRS 12 bezogen auf die Darstellung und Anpassung von Vergleichsinformationen. Das Erfordernis zur Angabe von Vergleichszahlen für Perioden vor dem Jahr der erstmaligen Anwendung des IFRS 12 entfällt für nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Da die Übernahmen von IFRS 10, 11 und 12 mit dem 1. Januar 2014 ein abweichendes Anwendungsdatum vorsehen, wird erwartet, dass dieses auch für die vorliegenden Änderungen Bindung entfalten wird. Dies gilt auch für die Anwendung der entsprechenden Folgeänderung an IFRS 1, Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. 4. KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft 443 (Vj. 439) inländische und ausländische Unternehmen, an denen die Continental Aktiengesellschaft direkt oder indirekt mit mehr als 20,0 % der Stimmrechte beteiligt ist oder die nach SIC-12 zu konsolidieren sind. Davon werden 315 (Vj. 310) vollkonsolidiert und 128 (Vj. 129) nach der Equity-Methode bilanziert. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Konsolidierungskreis in Summe um vier Gesellschaften erhöht. Es wurden zehn Gesellschaften erworben, zehn Gesellschaften wurden neu gegründet und eine bislang nicht konsolidierte Einheit wurde erstmalig konsolidiert. Zudem wurden sieben Zweckgesellschaften gemäß SIC-12 vollkonsolidiert. Drei Gesellschaften wurden verkauft und sieben Gesellschaften wurden liquidiert. Zusätzlich reduzierte sich der Konsolidierungskreis um 14 Gesellschaften aufgrund von Verschmelzungen. Die Zugänge 2012 zum Konsolidierungskreis betreffen insbesondere Neugründungen der Rubber Group sowie den Erwerb der Omitec Group Ltd., Devizes, Großbritannien, mit insgesamt sechs vollkonsolidierten Gesellschaften. Die Abgänge aus dem Konsolidierungskreis betreffen im Wesentlichen Liquidationen inaktiver Gesellschaften und Verschmelzungen sowohl in der Automotive als auch der Rubber Group. Die Auswirkungen hieraus sind in Kapitel 5 erläutert. 36 (Vj. 33) Unternehmen, deren Vermögenswerte und Schulden, Aufwendungen und Erträge jeweils und insgesamt für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht konsolidiert. Hiervon sind 34 (Vj. 30) Gesellschaften verbundene Unternehmen, von denen zurzeit 7 (Vj. 11) inaktiv sind. Weitere 2 (Vj. 3) nicht konsolidierte Gesellschaften sind assoziierte Unternehmen, von denen zurzeit 1 (Vj. 1) Einheit inaktiv ist. Weitere Informationen über die Beteiligungen sowie eine Übersicht der inländischen Kapital- bzw. Personenhandelsgesellschaften, die die Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch genommen haben, sind in Kapitel 40 enthalten. 5. Erwerbe und Veräußerungen von Gesellschaften und GeschäftsbereichenDie Division ContiTech stärkt ihr Geschäft mit Schlauchleitungen für die Automobilindustrie durch die Übernahme des Bereichs Automotive-Klimaleitungen der Parker Hannifin Corporation, Cleveland, USA. Der Kaufvertrag wurde am 1. Oktober 2012 vollzogen. Im Rahmen dieses kombinierten Asset und Share Deals wurden Geschäftsaktivitäten in den USA (Collierville, Rochester Hills, Truman), Mexiko (Monterrey, Montemorelos), Tschechien (Chomutov), China (Wuxi) und Deutschland (Muecke) von ContiTech-Gesellschaften übernommen sowie die Gesellschaft Parker Hannifin Climate & Industrial Controls Ltd., Chonan City, Südkorea, von der ContiTech Fluid Korea Ltd., Jeonju, Südkorea, zu 100 % erworben. Mit Wirkung zum 17. Oktober 2012 firmiert diese Gesellschaft unter ContiTech Fluid Korea Co., Ltd., Chonan City, Südkorea. Ziel des Unternehmenszusammenschlusses ist es, insbesondere den Marktanteil mit amerikanischen und asiatischen Automobilherstellern auszubauen. Der vorläufige Kaufpreis beläuft sich auf insgesamt 59,7 Mio € und wurde bis auf eine noch bestehende Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 0,2 Mio € mit Barmitteln beglichen. Die angefallenen Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 1,2 Mio € wurden als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Die erstmalige Einbeziehung der Gesellschaft in den Konzernabschluss erfolgte zum 1. Oktober 2012. Die erstmalig in der Konzernbilanz berücksichtigten Vermögenswerte und Schulden wurden mit folgenden Werten (in Mio €) angesetzt: scroll
Im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation ergaben sich wesentliche Aufwertungen der Sachanlagen, welche auf Grundstücke und Gebäude (2,1 Mio €) sowie auf technische Anlagen und Maschinen (9,7 Mio €) entfallen. Bei den immateriellen Vermögenswerten wurden 16,9 Mio € Kundenstamm identifiziert. Im Goodwill von 8,1 Mio € sind Synergien enthalten, die vorrangig mit dem Markteintritt in Nordamerika und Asien im Zusammenhang stehen. Das von der Parker Hannifin Corporation übernommene Geschäft trug seit dem 1. Oktober 2012 mit 30,5 Mio € zum Umsatz und -2,8 Mio € zum operativen Konzernergebnis bei. Wäre die Transaktion bereits zum 1. Januar 2012 vollzogen worden, hätte sich das Konzernergebnis nach Steuern unwesentlich verändert und der Umsatz um zusätzliche 93,6 Mio € erhöht. Zur Stärkung des Geschäftsfelds Transportbandsysteme, insbesondere zur Erweiterung der Kundenbasis, hat die ContiTech Holding Netherlands B.V., Maastricht, Niederlande, am 1. Juni 2012 den Erwerb von 100 % der Anteile an der Specialised Belting Supplies Limited, Thetford, Großbritannien, für einen vorläufigen Kaufpreis von 4,0 Mio € vollzogen. Im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,0 Mio € sowie ein Goodwill von 0,6 Mio € aktiviert. Die Effekte dieser Transaktion inklusive der entsprechenden vorläufigen Kaufpreisallokation sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2012 unwesentlich. Im Rahmen eines kombinierten Asset und Share Deals in der Division ContiTech erfolgte mit Wirkung zum 1. August 2012 die Übernahme des Bremsenformteile-Geschäfts von Freudenberg Sealing Technologies GmbH & Co. KG, Weinheim, Deutschland. Der vorläufige Kaufpreis der Transaktion betrug 1,5 Mio €. Dabei erwarb die Holding ContiTech SAS, Sarreguemines, Frankreich, 100 % der Anteile an der Freudenberg PSPE SAS, Andrézieux-Bouthéon, Frankreich. Mit Wirkung zum 1. August 2012 firmiert diese Gesellschaft unter ContiTech Vibration Control France SAS, Andrézieux-Bouthéon, Frankreich. Das Geschäft des Standorts Oberwihl, Deutschland, ging in die Conti-Tech Vibration Control GmbH, Hannover, Deutschland, über. Die ContiTech Mexicana, S.A. de C.V., San Luis Potosí, Mexiko, übernahm das Geschäft vom Standort Querétaro, Mexiko. Im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,5 Mio € aktiviert sowie ein negativer Unterschiedsbetrag im Konzernabschluss in Höhe von 11,5 Mio € ergebniswirksam erfasst. Die Effekte dieser Transaktion inklusive der entsprechenden vorläufigen Kaufpreisallokation sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2012 unwesentlich. Der Bereich Independent Aftermarket verstärkt seine Aktivitäten im Diagnosegeschäft mit der Übernahme von 100 % der Anteile des Diagnosespezialisten Omitec Group Ltd., Devizes, Großbritannien, durch die CAS UK Holding Ltd., Ebbw Vale, Großbritannien, mit Wirkung zum 2. Juli 2012. Der Kaufpreis dieser Übernahme beträgt 9,3 Mio €. Zudem wurde im Berichtszeitraum zur Erweiterung des Wirkungsfelds ein Asset Deal mit einem Kaufpreis von 1,2 Mio € geschlossen. Im Rahmen der Kaufpreisallokationen wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 11,0 Mio € sowie ein Goodwill von 10,9 Mio € aktiviert. Die Effekte dieser Transaktionen inklusive der entsprechenden vorläufigen Kaufpreisallokationen sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2012 unwesentlich. In der Division Reifen wurden zum Ausbau des Vertriebsnetzwerks Asset und Share Deals im Gesamtwert von 6,0 Mio € vorgenommen. Es wurden insgesamt immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,4 Mio € aktiviert. Im Rahmen der Kaufpreisallokationen entstanden aus den einzelnen Transaktionen Unterschiedsbeträge, die in Höhe von 2,2 Mio € als Goodwill aktiviert wurden. Die Effekte dieser Transaktionen inklusive der entsprechenden Kaufpreisallokationen sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2012 unwesentlich. Erwerbe von Minderheitsanteilen und GeschäftsbereichenIm Berichtszeitraum erfolgte der Restanteilserwerb von 50 % der Anteile an der Continental Rico Hydraulic Brakes India Private Ltd., Gurgaon, Indien, für einen Kaufpreis von 7,4 Mio €. Der Kaufvertrag wurde am 9. März 2012 vollzogen. Weiterhin erfolgte der Restanteilserwerb von 30 % der Anteile an der Continental Sime Tyre Sdn. Bhd., Petaling Jaya, Malaysia, für einen Kaufpreis von 7,7 Mio €. Der Kaufvertrag wurde am 14. Mai 2012 vollzogen. Der gesamte angefallene Unterschiedsbetrag zwischen den Kaufpreisen und den Minderheitsanteilen wurde in Höhe von 36,6 Mio € ergebnisneutral dem Eigenkapital zugeordnet. Verkäufe von Unternehmen und GeschäftsbereichenMit Wirkung zum 14. Dezember 2012 wurden sämtliche Anteile an FIT Automoción S.A., Bergara, Spanien, in Höhe von 34 % verkauft. Aus dieser Transaktion sowie dem Verkauf zweier kleinerer Geschäftsaktivitäten der Divisionen Powertrain und ContiTech resultierte insgesamt ein Gewinn in Höhe von 1,6 Mio €. Dieser wirkt sich unwesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2012 aus. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung6. Sonstige Aufwendungen und Erträgescroll
AufwendungenDie sonstigen Aufwendungen entfallen auf: scroll
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich in der Berichtsperiode leicht um 4,1 Mio € auf 411,7 Mio € (Vj. 415,8 Mio €) verringert. Rückläufige Zuführungen für spezifizierte Gewährleistungsrückstellungen sowie Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen führten zu einer Minderung dieser Aufwendungen von insgesamt 50,2 Mio € auf 111,3 Mio € (Vj. 161,5 Mio €). Wir verweisen auf Kapitel 26 und 34. Die wirtschaftliche Situation des Geschäftsbereichs Fuel Supply der Division Powertrain in Europa ist von einer unzureichenden und stetig sinkenden Ertragskraft geprägt. Aus diesem Grund wird der Standort Dortmund, Deutschland, restrukturiert. Teile der Produktion und Montage werden verlagert und der Standort wird zu einem Kompetenzzentrum für Fördereinheiten des Geschäftsbereichs Fuel Supply ausgebaut. In diesem Zusammenhang sind im Vorjahr Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 35,8 Mio € angefallen. Am 7. Juli 2011 hat die Continental Industrias del Caucho S.A., Madrid, Spanien, die Einigung mit den Arbeitnehmervertretern zur Schließung ihres Standorts in Coslada, Spanien, bis zum Jahresende 2011 erzielt. Das Werk, in dem Klimaleitungen montiert wurden, hatte Ende 2009 einen Großauftrag verloren und war dadurch in die Verlustzone gerutscht. Der Standort wurde zum 31. Dezember 2011 geschlossen. Dadurch entstanden in der Vergleichsperiode Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 14,1 Mio €. Die Prüfung des Goodwill auf Werthaltigkeit im Rahmen des jährlichen Impairment-Tests führte in der Berichtsperiode in der Division Powertrain zu einer Wertminderung in Höhe von 75,6 Mio € (Vj. -). Die Aufwendungen im Zusammenhang mit Rückstellungen für Prozess- und Umweltrisiken haben sich auf 61,0 Mio € erhöht (Vj. 52,5 Mio €). Hierbei kam es im Zusammenhang mit dem 2007 eingeleiteten Kartellverfahren gegen die Dunlop Oil & Marine Ltd., Grimsby, Großbritannien, einer Gesellschaft der ContiTech AG im Bereich Off-shore-Schläuche, zu weiteren Aufwendungen in Höhe von 4,0 Mio € (Vj. 10,7 Mio €). Wir verweisen zudem auf Kapitel 26 und 34. Aus operativen Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen, die nicht Finanzschulden sind, ergaben sich im Berichtszeitraum Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von 32,6 Mio € (Vj. 6,9 Mio €). Personalanpassungsmaßnahmen, die nicht restrukturierungsbedingt entstanden sind, führten zu Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von 29,2 Mio € (Vj. 30,8 Mio €). Die Sondervergütungen betreffen Aufwendungen für die virtuellen Aktien in Höhe von 5,7 Mio € (Vj. 4,4 Mio €) sowie den Long Term Incentive Plan in Höhe von 22,8 Mio € (Vj. 21,9 Mio €). Aufwendungen für Rückstellungen der Konzernerfolgsbeteiligung (Conti Value Sharing Bonus) werden ab 2012 innerhalb der Funktionskosten erfasst, im Vorjahr machten diese 69,5 Mio € der sonstigen Aufwendungen aus. Aus den begebenen Aktienoptionsplänen entstanden letztmalig in der Vergleichsperiode Aufwendungen in Höhe von 7,2 Mio €. Im Jahr 2012 entstanden Verluste aus Anlageverkäufen und Verschrottungen in Höhe von 12,7 Mio € (Vj. 13.3 Mio €). Der Aufwand aus Wertberichtigungen auf Forderungen beträgt 8,7 Mio € (Vj. 15,4 Mio €). Für Wertberichtigungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen wurden 2,6 Mio € (Vj. 25.4 Mio €) erfasst. Die Position "Übrige" beinhaltet u. a. Aufwendungen für sonstige Steuern, Sonderaufwendungen für Pensionen sowie sonstige Kompensationen von Kunden- und Lieferantenansprüchen. ErträgeDie sonstigen Erträge entfallen auf: scroll
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 177,2 Mio € auf 396,2 Mio € (Vj. 219,0 Mio €) resultiert insbesondere aus der Auflösung nicht mehr benötigter spezifizierter Gewährleistungs- sowie Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von insgesamt 218,8 Mio €. Aus Wertaufholungen auf Sachanlagen resultiert ein Ertrag in Höhe von 28,3 Mio € (Vj. 5,0 Mio €). Wegen der durch steigende Margen bedingten höheren erwarteten Mittelabflüsse für den syndizierten Kredit erfolgten 2009 und 2010 aufwandswirksame Buchwertanpassungen. Ende Juni 2011 hingegen wurde aufgrund der sich abzeichnenden Senkung der Margen und der damit verbundenen niedrigeren erwarteten Mittelabflüsse für den syndizierten Kredit eine ertragswirksame Buchwertanpassung vorgenommen. Diese Abgrenzungen werden über die Laufzeit des Kredits aufwandsreduzierend bzw. -erhöhend amortisiert. Im September 2012 wurden aufgrund einer Teilrückführung des syndizierten Kredits die auf den Rückzahlungsbetrag anteilig entfallenden Buchwertanpassungen aufgelöst. Dies führte zu einem Ertrag in Höhe von 2,3 Mio €. Zusammen mit den Effekten aus der Amortisation der Buchwertanpassungen ergab sich im Jahr 2012 insgesamt ein positiver Effekt in Höhe von 13,3 Mio € (Vj. 29,1 Mio €). Ergänzend verweisen wir auf die in Kapitel 37 beschriebenen Ergebnisse der Nachverhandlung des syndizierten Kredits. Erstattungen für Kundenwerkzeuge konnten im Jahr 2012 in Höhe von 11,6 Mio € vereinnahmt werden (Vj. 23,8 Mio €). Aus der Übernahme des Bremsenformteile-Geschäfts von Freudenberg Sealing Technologies GmbH & Co. KG, Weinheim, Deutschland, resultierte insgesamt ein Ertrag aus einem negativen Unterschiedsbetrag im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation in Höhe von 11,5 Mio €. Aus dem Verkauf von Anlagen ergaben sich im Berichtszeitraum Erträge in Höhe von 10,9 Mio € (Vj. 15,2 Mio €). Die übrigen Erträge beinhalten Einnahmen aus Lizenzvereinbarungen sowie Kompensationen von Kunden-und Lieferantenansprüchen. Die Anpassung des Beteiligungsbuchwerts eines Gemeinschaftsunternehmens aufgrund der erstmaligen Aufstellung eines IFRS-Konzernabschlusses wurde ebenfalls hier berücksichtigt. Zudem wurden staatliche Zuschüsse, die nicht für Investitionen in das Anlagevermögen bestimmt waren, in Höhe von insgesamt 20,1 Mio € (Vj. 29,4 Mio €) ergebniswirksam in der Position "Übrige" und in den Funktionskosten vereinnahmt. 7. PersonalaufwendungenIn den Aufwandspositionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind insgesamt folgende Personalaufwendungen verrechnet: scroll
Der Anstieg der Personalaufwendungen ist insbesondere auf den Personalaufbau aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr zurückzuführen. Wir verweisen zudem auf die Ausführungen im Lagebericht. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Jahr 2012 betrug 168.997 (Vj. 159.663). Zum Jahresende waren 169.639 (Vj. 163.788) Mitarbeiter im Continental-Konzern beschäftigt. 8. Beteiligungsergebnisscroll
Bezüglich der Wertminderungen und -aufholungen von Anteilen an at-equity bilanzierten Unternehmen verweisen wir auf Kapitel 14. Das Beteiligungsergebnis beinhaltet insbesondere die anteiligen Ergebnisse der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen in Höhe von 63,3 Mio € (Vj. 91,9 Mio €). 9. Zinsergebnisscroll
Das negative Zinsergebnis verbesserte sich im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 328,7 Mio € auf 406,8 Mio € (Vj. 735,5 Mio €). Neben dem Rückgang der Zinsaufwendungen ist dies insbesondere auf Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten und der gegenläufigen Entwicklung der Währungskurseffekte zurückzuführen, die in Summe mit 126,8 Mio € (Vj. -105,1 Mio €) einen positiven Ergebnisbeitrag lieferten. Die Zinsaufwendungen, ohne die Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung, aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten und der Gewinne aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die im Wesentlichen aus der Ausnutzung des syndizierten Kredits und den seit dem dritten Quartal 2010 von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, sowie der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, begebenen Anleihen resultieren, lagen mit 563,9 Mio € (Vj. 661,5 Mio €) um 97,6 Mio € unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang ist insbesondere auf den deutlichen Abbau der Netto-Finanzschulden zum Ende des Jahres 2011 sowie die unter dem Vorjahresniveau liegenden Margen bzw. Zinssätze für den syndizierten Kredit zurückzuführen. Die Margenreduzierung sowie deren Koppelung an die Leverage Ratio (Nettoverschuldung/EBITDA, gemäß Definition des syndizierten Kreditvertrags) des Continental-Konzerns wurden im Rahmen der Ende März 2011 erfolgreich abgeschlossenen Nachverhandlung für den ursprünglich im August 2012 fälligen syndizierten Kredit vereinbart. Bereits im dritten Quartal 2011 konnte eine weitere Margenabsenkung aufgrund einer verbesserten Leverage Ratio zum 30. Juni 2011 für den syndizierten Kredit erzielt werden. Die Zinsaufwendungen für den syndizierten Kredit belaufen sich bis zum 31. Dezember 2012 auf 240,7 Mio € (Vj. 342,4 Mio €). Aus den im dritten Quartal 2010 begebenen Anleihen der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, sowie der im September 2012 begebenen Anleihe der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, über nominal 950,0 Mio US-Dollar resultierten Zinsaufwendungen in Höhe von insgesamt 235,4 Mio € (Vj. 227,4 Mio €). Auf die sonstigen Kreditaufnahmen der Gesellschaften sowie die Emission von Commercial Paper entfielen 87,8 Mio € (Vj. 91,7 Mio €). Die Zinserträge im Jahr 2012 reduzierten sich leicht gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Mio € auf 27,8 Mio € (Vj. 29,2 Mio €). Ende Dezember 2012 lag das positive Ergebnis aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten bei 236,4 Mio € (Vj. 0,3 Mio €). Hiervon entfallen allein 113,4 Mio € (Vj. 38,0 Mio €) auf den Ansatz der Rückkaufoptionen, die bei der von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 2012 sowie den im Jahr 2010 von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, emittierten Anleihen vorgesehen sind. Aufgrund der Beendigung von Cashflow Hedge Accounting im Jahr 2011 waren in der Folge die Zeitwertänderungen der betroffenen Derivate ergebniswirksam zu berücksichtigen. Die hier als Sicherungsinstrumente eingesetzten Zins- bzw. Zins-Währungsswaps liefen im August 2012 aus. Die Zeitwertänderungen der zur Zinssicherung eines Teilbetrags von 2,5 Mrd € der ursprünglich im April 2014 fälligen Tranche des syndizierten Kredits bestimmten Derivate führten im Jahr 2012 zu einem Ertrag in Höhe von 36,7 Mio € (Vj. 16,9 Mio €). Die für die Sicherungsgeschäfte bis zur freiwilligen Beendigung des Cashflow Hedge Accounting im Juli 2011 im Eigenkapital als Unterschiedsbetrag aus Finanzinstrumenten erfassten Wertänderungen wurden über die Restlaufzeit der Sicherungsgeschäfte aufgelöst. Im Jahr 2012 wurde daraus ein Betrag in Höhe von 28,4 Mio € (Vj. 25,1 Mio €) aufwandswirksam im Zinsergebnis erfasst. Die Zeitwertänderungen der zur Zins-Währungssicherung eines Teilbetrags von 625,0 Mio € der ursprünglich im August 2012 fälligen Tranche des syndizierten Kredits eingesetzten Derivate führten 2012 - im Gegensatz zum Vorjahr - zu einem Ertrag in Höhe von 102,1 Mio € (Vj. -7,3 Mio €). Obwohl Ende Dezember 2011 das Cashflow Hedge Accounting aufgrund der vorzeitigen Rückzahlung der vorgenannten Tranche beendet wurde, bestand aus ökonomischer Sicht weiterhin eine wirksame Sicherungsbeziehung, da die Refinanzierung dieser Tranche in voller Höhe durch Inanspruchnahme der revolvierenden Tranche des syndizierten Kredits erfolgte und die Parameter dieser Inanspruchnahme weiterhin mit denen der Zins-Währungssicherung übereinstimmten. Bei Fälligkeit dieser Inanspruchnahme im August 2012 entstand ein negativer Effekt aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von 87,9 Mio €. Im Vorjahr ergab sich ein Ertrag in Höhe von 6,1 Mio €. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem vor allem im zweiten Halbjahr die starke Abwertung des mexikanischen Peso gegenüber dem US-Dollar sowie u. a. der Wertverlust des ungarischen Forint gegenüber dem Euro das Zinsergebnis belasteten, führte die Aufwertung der beiden Währungen im Jahr 2012 in Summe zu einem leicht positiven Effekt im Zinsergebnis. 10. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Ertragsteuern des Konzerns teilen sich auf das In- und Ausland wie folgt auf: scroll
Der durchschnittliche Steuersatz im Jahr 2012 betrug im Inland 30,2 % (Vj. 30,0 %). Dieser Steuersatz wurde unter Berücksichtigung eines Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % (Vj. 15,0 %) sowie eines Solidaritätszuschlags von 5,5 % (Vj. 5,5 %) und eines Gewerbesteuersatzes von 14,4 % (Vj. 14,2 %) ermittelt. Die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand ergibt sich wie folgt: scroll
Die durch den ausländischen Besteuerungsunterschied hervorgerufene Minderung des Steueraufwands ist im Wesentlichen auf den Geschäftsumfang in Osteuropa und Asien zurückzuführen. Der Effekt aus dem unterlassenen Ansatz von aktiven latenten Steuern aufgrund nicht hinreichend wahrscheinlicher Realisierung ist gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. Im Berichtsjahr wirkten sich in ausländischen Einheiten gebildete Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern in Höhe von insgesamt 41,4 Mio € (Vj. 88,5 Mio €), davon 12,1 Mio € (Vj. 29,3 Mio €) für Vorjahre, aus. Weitere Erläuterungen diesbezüglich finden sich in Kapitel 16. Im Berichtsjahr konnten aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung, insbesondere in den USA und in Mexiko, bisher nicht angesetzte latente Steuern in Höhe von 92,1 Mio € (Vj. 33,9 Mio €) - hauptsächlich durch die Nutzung von Verlustvorträgen - realisiert werden. Darüber hinaus wurden in Mexiko erstmalig aktive latente Steuern hauptsächlich aus Verlustvorträgen in Höhe von 32,4 Mio € angesetzt, deren zukünftige Realisierung als wahrscheinlich eingeschätzt wird. Die Position nicht abzugsfähige Aufwendungen und nicht anrechenbare Quellensteuern resultiert, wie im Vorjahr, unter anderem aus in Deutschland wegen fehlenden Anrechnungsvolumens nicht anrechenbaren ausländischen Quellensteuern. Die Position Steuern für Vorjahre der Vorjahresperiode war im Wesentlichen durch einen Steuerertrag in Höhe von 68,2 Mio € aus der erfolgreichen außergerichtlichen Durchsetzung einer gerichtsanhängigen Steuerposition beeinflusst. Die Steuerminderungen durch staatliche Förderprogramme und befristete Steuerbefreiungen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Sie resultieren wie im Vorjahr insbesondere aus der laufenden Inanspruchnahme von Fördermaßnahmen in Osteuropa und Asien. Die im Konzernergebnis enthaltenen Ergebnisse aus den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen führen im Berichtsjahr zu einer Steuerentlastung von 16,0 Mio € (Vj. 22,6 Mio €). Im Berichtsjahr sind lokale Ertragsteuern mit abweichender Bemessungsgrundlage in Höhe von 23,6 Mio € (Vj. 13,8 Mio €) hauptsächlich in Ungarn, den USA und Italien angefallen. Die Effekte aus Steuersatzänderungen betreffen im Berichtsjahr die überwiegend in Mexiko (Vj. Thailand und Großbritannien) erforderlich gewordene Umbewertung von aktiven und passiven latenten Steuern im Rahmen von effektiv bereits in Kraft getretenen Gesetzesänderungen bezüglich des zukünftig anzuwendenden Steuersatzes. Die Vorjahreswerte sind vergleichbar dargestellt. Erläuterungen zur Konzernbilanz11. Goodwill und sonstige immaterielle Vermögenswertescroll
Aus den Erwerben von Gesellschaften im Jahr 2012 resultiert ein Zugang des Goodwill in Höhe von insgesamt 21,8 Mio €. Der übrige ausgewiesene Buchwert des Goodwill entstand im Wesentlichen aus den Erwerben der Siemens VDO (2007), der Continental Teves (1998), des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola (2006), der Continental Temic (2001), dem Erwerb der Phoenix AG (2004), der AP Italia (2007) und der Thermopol-Gruppe (2007). Der Goodwill und die sonstigen immateriellen Vermögenswerte verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Segmente: scroll
Die Zugänge in den erworbenen immateriellen Vermögenswerten aus Konsolidierungskreisänderungen entfallen im Wesentlichen auf Kundenstamm sowie Know-how. Die restlichen Zugänge betreffen vor allem Software in Höhe von 30,4 Mio € (Vj. 27,2 Mio €). In den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten sind aktivierte Entwicklungskosten ausgewiesen. Von den im Jahr 2012 insgesamt angefallenen Entwicklungskosten erfüllten 60,7 Mio € (Vj. 84,3 Mio €) die Aktivierungsvoraussetzungen nach IAS 38. Die für die immateriellen Vermögenswerte angefallenen planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 555,2 Mio € (Vj. 507,8 Mio €) sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung mit 444,2 Mio € (Vj. 406,2 Mio €) in den Herstellungskosten und mit 111,0 Mio € (Vj. 101,6 Mio €) in den Verwaltungskosten enthalten. In den erworbenen immateriellen Vermögenswerten sind Buchwerte in Höhe von 80,9 Mio € enthalten, die keinen planmäßigen Abschreibungen unterliegen. Diese betreffen insbesondere den Markennamen VDO in Höhe von 71,2 Mio €, den Markennamen Phoenix in Höhe von 4,2 Mio € und den Markennamen Matador in Höhe von 3,2 Mio €. Des Weiteren enthalten die erworbenen immateriellen Vermögenswerte Buchwerte für Software in Höhe von 74,2 Mio € (Vj. 66,7 Mio €), die planmäßig abgeschrieben werden. 12. Sachanlagenscroll
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Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
werden in Kapitel 13 gesondert dargestellt. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen aus Konsolidierungskreisänderungen resultierten im Wesentlichen aus den Übernahmen der Parker Hannifin Corporation, Cleveland, USA, und der Freudenberg Sealing Technologies GmbH & Co. KG, Weinheim, Deutschland, im Rahmen von kombinierten Asset und Share Deals sowie weiteren Akquisitionen des Geschäftsjahres. Hierzu verweisen wir auf Kapitel 5. In allen Geschäftsbereichen des Segments Chassis & Safety wurden Produktionskapazitäten für neue Produkte und Produktionstechnologien aus- und aufgebaut. Neben dem Ausbau von Fertigungskapazitäten in Europa wurden die Standorte in China, Mexiko und den USA erweitert. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Produktion der nächsten Generation elektronischer Bremssysteme. Wesentliche Zugänge im Segment Powertrain entfielen auf den Geschäftsbereich Engine Systems, in dem insbesondere in Fertigungsanlagen für Motor-Einspritzsysteme investiert wurde. Darüber hinaus wurden die Produktionskapazitäten für die Geschäftsbereiche Sensors & Actuators sowie Transmission erweitert. Es wurden die Fertigungskapazitäten an den deutschen Standorten sowie in China, Rumänien, Tschechien und den USA ausgebaut. In Brasov, Rumänien, wurde in den Aufbau eines neuen Werks für den Geschäftsbereich Fuel Supply investiert. Im Segment Interior lag der Schwerpunkt in der Erweiterung von Fertigungskapazitäten für die Geschäftsbereiche Body & Security sowie Instrumentation & Driver HMI. Es wurde in Produktionskapazitäten an den deutschen Standorten sowie in China, Mexiko und Rumänien investiert. Die wesentlichen Kapazitätserweiterungen im Segment Reifen wurden an europäischen Niedrigkostenstandorten und in Nord- und Südamerika sowie Asien vorgenommen. In Kaluga, Russland, und Sumter, USA, betrafen die Zugänge insbesondere den Aufbau neuer Werke. Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kostensenkung durchgeführt. Die Zugänge des Segments ContiTech betrafen im Wesentlichen die Rationalisierung der Produktionsabläufe und den Ausbau von Fertigungskapazitäten für neue Produkte. Neben Investitionen in Deutschland wurden insbesondere Produktionsanlagen in China, Rumänien, Ungarn, Mexiko und Brasilien erweitert. In Serbien und Brasilien wurde in den Aufbau neuer Werke für den Geschäftsbereich Fluid Technology investiert. Hinsichtlich der außerplanmäßigen Abschreibungen und Wertaufholungen verweisen wir auf Kapitel 6. Direkt von den Anschaffungskosten wurden insgesamt 50,8 Mio € (Vj. 6,9 Mio €) an staatlichen Investitionszuschüssen abgesetzt, von denen der wesentliche Anteil auf die Reifenwerke in Sumter, USA, und Hefei, China, entfiel. Im Rahmen der Anwendung des IAS 23 wurden 0,5 Mio € (Vj. 0,3 Mio €) als Fremdkapitalkosten aktiviert. Der hierfür genutzte Kapitalisierungszinssatz beträgt 2,1 % (Vj. 2,2 %). Die Umbuchungen der Periode in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte betreffen Anlagen des Segments Powertrain im Zusammenhang mit der Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens. Die Sachanlagen enthalten Gebäude, technische Anlagen und andere Anlagen, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Im Wesentlichen handelt es sich um Verwaltungs- und Fertigungsgebäude. Die Leasingverträge haben eine durchschnittliche Laufzeit von 24 Jahren für Gebäude und von fünf bis zehn Jahren für technische Anlagen. Der effektive Zinssatz der wesentlichen Leasingverträge liegt zwischen 5,5 % und 8,3 % (Vj. zwischen 5,5 % und 8,8 %). Die Kaufoption des Leasingvertrags für das Pkw-Reifenwerk in Hefei, China, wurde in 2012 ausgeübt. In den wesentlichen übrigen Leasingverträgen sind weder Verlängerungs- noch Kaufoptionen vereinbart. Es bestehen Beschränkungen von Verfügungsrechten sowie als Sicherheiten für Schulden verpfändete Sachanlagen in Höhe von 13,4 Mio € (Vj. 13,6 Mio €). 13. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilienscroll
Die Marktwerte - nach dem Ertragsverfahren bzw. auf der Grundlage von Bodenrichtwerten - der als Finanzinvestition gehaltenen Grundstücke und Gebäude zum 31. Dezember 2012 betrugen 24,3 Mio € (Vj. 24,0 Mio €). Die Mieterträge im Jahr 2012 beliefen sich auf 5,6 Mio € (Vj. 4,2 Mio €), während die zuzurechnenden Instandhaltungskosten 1,8 Mio € (Vj. 1,8 Mio €) betrugen. In der Berichtsperiode wurde ein bereits vollständig abgeschriebenes Gebäude abgerissen. Die Umbuchungen betreffen Anlagen im Bau, die nunmehr zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten werden. 14. Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmenscroll
In den Anteilen an at-equity bilanzierten Unternehmen sind Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 281,0 Mio € (Vj. 388,5 Mio €) und assoziierte Unternehmen in Höhe von 95,5 Mio € (Vj. 91,7 Mio €) enthalten. Die Zugänge in Höhe von 0,1 Mio € resultieren aus Kapitalerhöhungen. Die Abgänge im Vorjahr betreffen im Wesentlichen den Verkauf der Anteile an Matador Omskshina a.s.z.t., Omsk, Russland. Die Umbuchungen des Berichtsjahres beziehen sich mit einem Wert von 125,8 Mio € auf die Anteile an der S-Y Systems Technologies Europe GmbH, Regensburg, Deutschland, die in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte umgegliedert wurden. Weiterhin wurden im laufenden Jahr die Anteile an FIT Automoción S.A., Bergara, Spanien, in Höhe von 5,5 Mio € in die "zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte" umgegliedert. Der Verkauf dieser Anteile wurde noch in 2012 vollzogen. Im Vorjahr betraf diese Position die Anteile der DUAP AG, Herzogenbuchsee, Schweiz. Die Prüfung des Beteiligungsbuchwerts eines assoziierten Unternehmens führte zu einem Wertaufholungsbedarf von 0,1 Mio €. Im Vorjahr wurde eine Wertminderung für ein Unternehmen in Höhe von 5,4 Mio € berücksichtigt. Die erstmalige Aufstellung eines IFRS-Konzernabschlusses auf der Ebene eines Gemeinschaftsunternehmens ergab einen Anpassungsbedarf von 14,4 Mio €. Diese Anpassung wurde ergebniswirksam innerhalb der sonstigen Aufwendungen und Erträge gebucht. Die wesentlichen Anteile an Gemeinschaftsunternehmen betreffen für die Automotive Group die Emitec GmbH, Lohmar, Deutschland, die Shanghai Automotive Brake Systems Co., Ltd., Shanghai, China, die SAS Autosystemtechnik GmbH & Co. KG, Karlsruhe, Deutschland, und für die Rubber Group die MC Projects B.V., Amsterdam, Niederlande, nebst den jeweiligen Tochtergesellschaften dieser Unternehmen. Für die zuvor genannten wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen lassen sich aus den beiden letzten zur Verfügung stehenden Jahresabschlüssen (2010 und 2011) die folgenden zusammengefassten Kennzahlen ableiten. Die Angabe der Kennzahlen erfolgt zu 100 %:
Für die wesentlichen assoziierten Unternehmen lassen sich aus den beiden letzten zur Verfügung stehenden Jahresabschlüssen die folgenden ungeprüften zusammengefassten Kennzahlen ableiten. Die Angabe der Kennzahlen erfolgt zu 100 %:
15. Sonstige Finanzanlagenscroll
Die sonstigen Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert, da sich die beizulegenden Zeitwerte nicht verlässlich ermitteln lassen, insbesondere weil für diese Anteile keine Notierungen an den Kapitalmärkten gegeben sind. Eine Veräußerungsabsicht liegt zurzeit nicht vor. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr ergaben sich lediglich unwesentliche Veränderungen. 16. Latente SteuernDie aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 zu dem Steuersatz, der für die Periode der erwarteten Realisierung der latenten Steuern anzuwenden sein wird. Seit 2008 gilt in Deutschland eine Zinsabzugsbeschränkung mit Vortragsfähigkeit; der steuerlich zulässige Zinsabzug ist auf 30 % des steuerlichen Gewinns vor Abschreibungen und Zinsen begrenzt. Die passiven latenten Steuern auf immaterielle Vermögenswerte erhöhen sich aufgrund der planmäßigen Abschreibung von Geschäfts- oder Firmenwerten in der Steuerbilanz kontinuierlich. Die aktiven latenten Steuern auf Vorräte haben sich im Berichtsjahr im Wesentlichen aufgrund der Zwischenergebniskonsolidierung auf 141,7 Mio € erhöht. Im Zusammenhang mit Forderungsverkaufsprogrammen ergab sich eine Verschiebung der aktiven latenten Steuern von den sonstigen Vermögenswerten hin zu den Finanzschulden. Die aktiven latenten Steuern auf Verlust- und Zinsvorträge erhöhten sich im Berichtsjahr leicht auf 134,7 Mio € (Vj. 120,4 Mio €). Diese Entwicklung war durch den erstmaligen Ansatz von latenten Steuern auf Verlustvorträge in Mexiko, deren zukünftige Realisierung als wahrscheinlich eingeschätzt wird, und die Entstehung neuer Verlustvorträge beeinflusst; gegenläufig wirkte sich die Nutzung von Verlustvorträgen in Höhe von 454,3 Mio € (Vj. 316,1 Mio €) aus, wobei hierauf in den Vorjahren überwiegend keine latente Steuer angesetzt war. Die zum 31. Dezember 2012 im Konzern bestehenden körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge betragen 2.483,1 Mio € (Vj. 2.536,9 Mio €). Der überwiegende Teil der im Konzern vorhandenen Verlustvorträge entfällt auf Tochtergesellschaften im Ausland und ist zum größten Teil in der Vortragsfähigkeit begrenzt. Insgesamt sind aktive latente Steuern in Höhe von 959,9 Mio € (Vj. 1.074,6 Mio €) wertberichtigt worden, da ihre Nutzung zum heutigen Zeitpunkt als unzureichend wahrscheinlich angesehen wird. Hiervon entfallen 727,6 Mio € (Vj. 819,0 Mio €) auf Wertberichtigungen bei Verlust- und Zinsvorträgen. Diese betreffen insbesondere Gesellschaften in den USA mit 303,9 Mio € (Vj. 356,7 Mio €) und den deutschen Organkreis mit 248,0 Mio € (Vj. 274,0 Mio €). Zum 31. Dezember 2012 sind in einzelnen Konzerngesellschaften bzw. Organkreisen, die einen Verlust ausgewiesen haben, aktive latente Steuern in Summe von 129,9 Mio € (Vj. 263,5 Mio €) angesetzt, die sich aus laufenden Verlusten, Verlustvorträgen und aus einem aktiven Überhang latenter Steuern ergeben. Die Realisierbarkeit dieser aktiven latenten Steuern wird in Erwartung künftiger steuerpflichtiger Gewinne als ausreichend wahrscheinlich beurteilt. Für Verlustvorträge im Ausland in Höhe von 31,7 Mio € (Vj. 31,7 Mio €) wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Der steuerliche Zinsvortrag in Deutschland beträgt zum 31. Dezember 2012 nach einer Anpassung für Vorjahre 491,3 Mio € (Vj. 589,4 Mio €). Zudem sind auf aktive latente Steuern aus anrechenbaren Steuerguthaben in Malaysia Wertberichtigungen in Höhe von 48,9 Mio € (Vj. 47,9 Mio €) vorgenommen worden, da die Nutzung zum heutigen Zeitpunkt als unzureichend wahrscheinlich eingeschätzt wird. Der Bestand latenter Steuern aus Posten, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden, hat sich im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich aufgrund der freiwilligen Beendigung des Cashflow Hedge Accounting der Continental AG im Juli 2011 von 9,2 Mio € auf -1,8 Mio € reduziert. Wir verweisen auf Kapitel 9. Die latenten Steuerverpflichtungen aus nicht ausgeschütteten ausländischen Ergebnissen belaufen sich insgesamt auf 57,1 Mio € (Vj. 61,2 Mio €). Da nicht davon auszugehen ist, dass der Muttergesellschaft kurz- oder mittelfristig Beträge zufließen werden, wurden passive latente Steuern hierfür nicht berücksichtigt. Die Bewertungsunterschiede aus zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten sind in den Positionen sonstige Vermögenswerte bzw. sonstige Unterschiede berücksichtigt. 17. Sonstige finanzielle Vermögenswertescroll
Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen betreffen insbesondere Forderungen aus dem operativen Leistungsgeschäft mit at-equity bilanzierten Unternehmen und Gesellschaftern. Die Ausleihungen an Dritte betreffen im Wesentlichen Mieterdarlehen für einzelne Liegenschaften und Ausleihungen an Kunden mit unterschiedlichen Laufzeiten. Die Forderungen gegenüber Mitarbeitern betreffen vor allem Abschlagszahlungen für noch nicht endgültig erfolgte Lohnabrechnungen sowie für geleistete Vorschüsse. Die Forderungen aus dem Verkauf von Kundenwerkzeugen betreffen noch nicht abgerechnete Kosten. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 24,8 Mio € resultiert im Wesentlichen aus der Automotive Group. Die übrigen finanziellen Forderungen beinhalten insbesondere Hinterlegungen für Garantien. Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Vermögenswerte entsprechen im Wesentlichen ihren beizulegenden Zeitwerten. Ausfallrisiken der sonstigen Vermögenswerte wurden durch Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 3,9 Mio € (Vj. 3,6 Mio €) berücksichtigt. Im Berichtszeitraum sind Aufwendungen in Höhe von 0,3 Mio € (Vj. Erträge von 0,7 Mio €) angefallen. 18. Sonstige Vermögenswertescroll
Die Steuererstattungsansprüche resultieren im Wesentlichen aus Umsatzsteuerforderungen aus dem Einkauf von Produktionsmaterialien. Die Rechnungsabgrenzungsposten umfassen insbesondere vorausgezahlte Mieten und Wartungsleistungen sowie Lizenzgebühren. Die Position "Übrige" beinhaltet u. a. sonstige abgegrenzte bzw. verauslagte Kosten. Ausfallrisiken der sonstigen Vermögenswerte wurden durch Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 5,3 Mio € (Vj. 5,1 Mio €) berücksichtigt. Im Berichtszeitraum sind Aufwendungen in Höhe von 0,2 Mio € (Vj. 3,8 Mio €) angefallen. 19. Vorrätescroll
Die Wertminderungen auf Vorräte betragen im Berichtsjahr 12,3 Mio € (Vj. 66,3 Mio €). Im Vorratsbestand sind wertberichtigte Vorräte (Bruttobestände) von 339,3 Mio € (Vj. 327,0 Mio €) enthalten. 20. Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigungen entsprechen ihren beizulegenden Zeitwerten. Die Ermittlung der Risikovorsorge erfolgt nach konzerneinheitlichen Maßstäben. Die Kundenbeziehungen werden in regelmäßigen Zeitabständen analysiert. Dabei wird bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zwischen Einzelwertberichtigung und Portfoliowertberichtigung differenziert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die Einzelwertberichtigungen zu bilden sind, werden bei der Ermittlung der Portfoliowertberichtigung nicht berücksichtigt. Die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen umfasst im wesentlichen Maße Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, die auf der Bonität des jeweiligen Kunden, aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle beruhen. Die Kreditwürdigkeit eines Kunden wird anhand des Zahlungsverhaltens und seiner Rückzahlungsfähigkeit beurteilt. Eine Einzelwertberichtigung wird vorgenommen, wenn der Kunde erhebliche finanzielle Schwierigkeiten aufweist oder eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Insolvenz vorliegt. Entsprechende Aufwendungen werden auf ein Wertberichtigungskonto gebucht. Bei Hinweisen auf Uneinbringlichkeit wird eine Ausbuchung der Forderung vorgenommen. Bei Bonitätsverbesserung erfolgt eine Wertaufholung. Im Berichtsjahr haben sich dementsprechend die Einzelwertberichtigungen sowie die Wertberichtigungen auf Portfoliobasis auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen folgendermaßen entwickelt: scroll
Im Continental-Konzern werden mehrere Forderungsverkaufsprogramme genutzt. Wenn die mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen, insbesondere das Bonitäts- und Ausfallrisiko, im Wesentlichen nicht übertragen wurden, werden die Forderungen weiterhin in der Bilanz als Vermögenswert angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Das Finanzierungsvolumen des mit der Norddeutschen Landesbank Luxembourg S.A., Luxemburg, abgeschlossenen Forderungsverkaufsprogramms wurde im Juli 2012 durch Abschluss eines neuen Rahmenvertrags von 230,0 Mio € auf 280,0 Mio € erhöht. Das Bruttovolumen beträgt 337,5 Mio € (Vj. 287,5 Mio €). Der bis Ende September 201 2 laufende Rahmenvertrag wurde am 26. September 2012 für ein weiteres Jahr verlängert. Dieses Programm wurde Ende 2012 mit 280,0 Mio € (Vj. 230,0 Mio €) vollständig ausgenutzt. Davon wurden bis zum Jahresende bereits 135,6 Mio € (Vj. 122,1 Mio €) durch Zahlung beglichen. Zusätzlich zu den im Rahmen dieses Programms verkauften Forderungen wurden weitere Forderungen in Höhe von 57,5 Mio € (Vj. 57,5 Mio €) abgetreten. Die hinterlegten Barmittel zur Absicherung von etwaigen nicht bedienten Ansprüchen der kreditgebenden Banken betrugen 17,3 Mio € (Vj. 17,3 Mio €). Das seit Dezember 2010 bis auf Weiteres laufende Forderungsverkaufsprogramm mit der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, Frankfurt a. M., Deutschland, sieht ein Finanzierungsvolumen in Höhe von 150,0 Mio € (Vj. 150,0 Mio €) vor und wurde Ende 2012 mit 127,6 Mio € (Vj. 150,0 Mio €) in Anspruch genommen. Davon wurden bis zum Jahresende 46,8 Mio € (Vj. 97,7 Mio €) durch Zahlung beglichen. Das Volumen der verkauften Forderungen betrug 189,9 Mio € (Vj. 256,3 Mio €). Forderungen können von den Konzerngesellschaften Continental Benelux SPRL, Herstal, Belgien, Continental Automotive Benelux BVBA, Mechelen, Belgien, Continental France SNC, Sarreguemines, Frankreich, Continental Automotive France SAS, Toulouse, Frankreich, und Continental Automotive Rambouillet France SAS, Rambouillet, Frankreich, verkauft werden. Am 1. Oktober 2012 wurde das mit den US-Banken Wells Fargo Bank N.A., Atlanta, USA, The Bank of Nova Scotia, Houston, USA, und Bank of America N.A., Charlotte, USA, abgeschlossene Forderungsverkaufsprogramm mit einem unveränderten Finanzierungsvolumen von 400,0 Mio US-Dollar um ein weiteres Jahr verlängert. Das Programm war Ende 2012 mit 278,5 Mio € (Vj. 169,5 Mio €) ausgenutzt. Das Volumen der verkauften Forderungen betrug 278,5 Mio € (Vj. 169.5 Mio €). Zusätzlich wurden weitere Forderungen in Höhe von 465,7 Mio € (Vj. 656,9 Mio €) als Sicherheit hinterlegt. Das Programm kann von der Continental Tire The Americas LLC, Fort Mill, USA, und der Continental Automotive Systems, Inc., Auburn Hills, USA, genutzt werden. Darüber hinaus wurden im Jahr 2012 zwei weitere Forderungsverkaufsprogramme aufgelegt. Ende April 2012 erfolgte der Abschluss eines bis auf Weiteres laufenden Vertrags mit der The Royal Bank of Scotland N.V. Niederlassung Deutschland, Frankfurt a. M., Deutschland. Das vereinbarte Finanzierungsvolumen von 75,0 Mio GBP kann sowohl in Euro als auch in britischen Pfund in Anspruch genommen werden. Zum Ende des Jahres 2012 betrug die Ausnutzung insgesamt 91,8 Mio €. Davon wurden bis zum Jahresende 38,1 Mio € durch Zahlung beglichen. Zum 31. Dezember 2012 betrug das Volumen der verkauften Forderungen 113,8 Mio €. Forderungen können von der Konzerngesellschaft Continental AG verkauft werden. Ein weiteres Forderungsverkaufsprogramm mit einem Finanzierungsvolumen von 300,0 Mio € wurde am 26. Juli 2012 mit der Crédit Agricole Corporate and Investment Bank, Paris, Frankreich, vereinbart. Das Programm hat eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren, sofern es von beiden Vertragsparteien auf jährlicher Basis verlängert wird. Ende 2012 wurde das Programm mit 158,3 Mio € in Anspruch genommen. Davon wurden bis zum Jahresende 100,5 Mio € durch Zahlung beglichen. Zum 31. Dezember 2012 betrug das Volumen der verkauften Forderungen 259,6 Mio €. Die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern sich zu den Abschlussstichtagen in folgende Laufzeitbänder: scroll
Der Continental-Konzern geht, basierend auf historischem Zahlungsverhalten und Analyse der Kreditwürdigkeit der Kunden, davon aus, dass die überfälligen, nicht wertberichtigten Forderungen in voller Höhe beglichen werden und keine Wertberichtigung erforderlich ist. Die Forderungen zum 31. Dezember 2012 enthalten keine Beträge aus der Percentage-of-Completion-Methode. Im vergangenen Berichtsjahr waren Anzahlungen von Kunden in Höhe von 0,5 Mio € enthalten. Im Vorjahresberichtszeitraum wurden Umsatzerlöse aus Fertigungsverträgen in Höhe von 0,4 Mio € erfasst. 21. Flüssige MittelDie als flüssige Mittel ausgewiesenen Zahlungsmittelbestände umfassen sämtliche Barmittel und Sichteinlagen. Als Zahlungsmitteläquivalente gelten kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Bezüglich des Zinsrisikos und der Sensitivitätsanalyse für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten verweisen wir auf Kapitel 29. 22. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswertescroll
Die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte betreffen mit 125,8 Mio € die Anteile der Continental Automotive GmbH, Hannover, Deutschland, an der S-Y Systems Technologies Europe GmbH, Regensburg, Deutschland. Zudem ist das im Vorjahr einschließlich Immobilie umgegliederte Grundstück an unserem Automotive-Standort in Deer Park, USA, in Höhe von 33,6 Mio € (Vj. 34,6 Mio €) enthalten. Im Jahr 2011 wurde hierfür eine Wertminderung in Höhe von 21,7 Mio € erfasst. Das im Vorjahr zur Weiterveräußerung erworbene Grundstück einschließlich Immobilie in der Schweiz ist in den zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten mit einem Wert von 6,8 Mio € enthalten. Des Weiteren ist eine kleinere Liegenschaft in den zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten berücksichtigt. In das Gemeinschaftsunternehmen mit SK Innovation Co., Ltd., Seoul, Südkorea, wird Continental Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 44,1 Mio € einbringen. Diese Vermögenswerte wurden in der Berichtsperiode in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte umgegliedert. Die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte sind mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert vor Klassifizierung der Sachgesamtheit als zur Veräußerung bestimmter Vermögenswert und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. 23. Eigenkapitalscroll
Das gezeichnete Kapital der Continental AG blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert. Es beträgt zum Bilanzstichtag 512.015.316,48 € und ist eingeteilt in 200.005.983 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 2,56 € pro Aktie. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. April 2015 das Grundkapital durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 70,0 Mio € zu erhöhen (§ 4 Abs. 3 der Satzung). Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 23. April 2009 steht der Gesellschaft ein weiteres genehmigtes Kapital in Höhe von 66,0 Mio € zur Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen bis zum 22. April 2014 zur Verfügung (§ 4 Abs. 2 der Satzung). Das Grundkapital ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 3,8 Mio € bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient dazu, den Inhabern von Bezugsrechten aus dem Aktienoptionsplan 2004 bei Ausübung ihrer Bezugsrechte neue Stückaktien verschaffen zu können. Die Hauptversammlung hat am 14. Mai 2004 den Aktienoptionsplan 2004 für Vorstände und obere Führungskräfte beschlossen. Der Aktienoptionsplan 2004 ermächtigte den Vorstand nach näherer Maßgabe des Plans bis zum 13. Mai 2009 zur Gewährung von insgesamt 3.936.000 Bezugsrechten, die jeweils zum Bezug einer Aktie berechtigen. Im Jahr 2012 wurden wie im Vorjahr keine Bezugsrechte ausgeübt. Im Jahr 2012 sind 36.400 (Vj. 31.400) Bezugsrechte verfallen, sodass zum Bilanzstichtag keine Bezugsrechte mehr ausgegeben waren. Das Grundkapital ist gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung um bis zu 20,0 Mio € bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient dazu, den Inhabern von Bezugsrechten aus dem Aktienoptionsplan 2008 bei Ausübung ihrer Bezugsrechte neue Stückaktien verschaffen zu können. In der Hauptversammlung vom 25. April 2008 wurde der Aktienoptionsplan 2008, der zur Ausgabe von bis zu 7.800.000 Bezugsrechten an Vorstände und obere Führungskräfte bis zum 24. April 2013 ermächtigt, beschlossen. Im Jahr 2012 wurden wie im Vorjahr keine Bezugsrechte ausgegeben; verfallen sind keine (Vj. 8.300) Bezugsrechte. Damit sind zum Bilanzstichtag noch 47.900 Bezugsrechte ausgegeben. Das Grundkapital ist gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung um bis zu 51,0 Mio € durch Ausgabe von bis zu 19.921.875 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 27. April 2012 unter Tagesordnungspunkt acht beschlossenen Ermächtigung begeben werden und ein Wandlungs- bzw. Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht in bzw. auf neue Stückaktien der Continental AG gewähren bzw. begründen. Die Ermächtigung zur Begebung der genannten Instrumente ist bis zum 26. April 2015 befristet und auf einen Höchstbetrag von insgesamt 2.500 Mio € beschränkt. Zum Bilanzstichtag wurde von der Ermächtigung kein Gebrauch gemacht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2012 wurde das bedingte Kapital gemäß § 4 Abs. 4, Abs. 6 und Abs. 8 der Satzung alter Fassung in einer Höhe von insgesamt 192,5 Mio € aufgehoben. Die Veränderung des bedingten Kapitals ergibt sich aus der nachstehenden Aufstellung: scroll
Nach dem Aktiengesetz bemessen sich die an die Aktionäre ausschüttbaren Dividenden ausschließlich nach dem im Jahresabschluss der Continental AG gemäß deutschem Handelsrecht ausgewiesenen Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2012 in Höhe von 866,5 Mio € (Vj. 508,5 Mio €). Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung vor, die Auszahlung einer Dividende von 2,25 € je Stückaktie zu beschließen. Die Ausschüttungssumme beträgt somit bei 200.005.983 dividendenberechtigten Aktien 450.013.461,75 €. Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. 24. Aktienorientierte VergütungDie für die aktienorientierte Vergütung zur Verfügung gestellten Eigenkapitalinstrumente sind im Rahmen der Ausführungen zum Eigenkapital unter Kapitel 23 erläutert. Im Berichtsjahr sind keine weiteren Aufwendungen für Aktienoptionspläne angefallen (Vj. 7,2 Mio €, ausgewiesen innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen). Variabler Aktienoptionsplan 2004Mit Zustimmung der Hauptversammlung vom 14. Mai 2004 hat die Continental AG einen variablen Aktienoptionsplan (Aktienoptionsplan 2004) eingeführt, der den Aktienoptionsplan 1999 ersetzt und es ermöglicht, bis zu 3,9 Mio Bezugsrechte auszugeben. Die nach diesem Plan gewährten Optionen berechtigen jeweils zum Bezug einer Aktie. Nach Ablauf einer Sperrfrist von drei Jahren, beginnend mit dem Datum des Vorstandsbeschlusses (bzw. Aufsichtsratsbeschlusses) über die Zuteilung, können die Aktienoptionen in den darauf folgenden zwei Jahren innerhalb bestimmter Ausübungsfenster ausgeübt, d. h. die entsprechende Anzahl Aktien der Continental AG bezogen werden. Als Voraussetzung für die Ausübung der Bezugsrechte enthalten die variablen Aktienoptionspläne der Continental AG ein Erfolgsziel. Danach ist für die Ausübung erforderlich, dass der durchschnittliche Börsenkurs der Continental-Aktie in der XETRA-Schlussauktion der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Handelstage vor einem Ausübungsfenster mindestens 15 % (= Ausübungshürde) über dem durchschnittlichen Schlusskurs der letzten zehn Handelstage vor dem Ausgabetag gelegen hat. Die Höhe des Ausübungspreises variiert in Höhe eines Outperformance- sowie eines Performance-Abschlags. Der Outperformance-Abschlag wird auf Basis der Entwicklung der Continental-Aktie im Vergleich zur Entwicklung des MDAX ermittelt. Der Performance-Abschlag errechnet sich in Abhängigkeit von der relativen Veränderung der EBIT-Marge des Konzerns. Die ausgegebenen Bezugsrechte werden mittels des Monte-Carlo-Simulationsmodells bewertet. Dieses Modell gewährleistet eine realitätsnahe Berücksichtigung der Auswirkungen des Erfolgsziels sowie des Performance- und des Outperformance-Abschlags. Das Modell simuliert dabei den Kurs der Continental-Aktie sowie den Kurs des MDAX, um die Outperformance der Continental-Aktie gegenüber dem Vergleichsindex und die Steigerung des durchschnittlichen Schlusskurses der Continental-Aktie gegenüber dem Referenzkurs abzubilden. Das Bewertungsmodell berücksichtigt zudem Annahmen über die Fluktuation. Die Anpassung des Ausübungspreises durch die Outperformance der Continental-Aktie im Vergleich zum MDAX ist nach IFRS eine sogenannte Market-Condition und wird nur in der Bewertung zum Ausgabetag berücksichtigt. Die Anpassung des Ausübungspreises an die Entwicklung der Umsatzrendite (EBIT in % vom Umsatz) des Continental-Konzerns ist nach IFRS eine sogenannte Performance-Condition. Das verwendete Modell berücksichtigt die Möglichkeit der vorzeitigen Ausübung der Optionen in all den Fällen, in denen der angepasste Ausübungspreis die Schwelle von 50 % des Referenzkurses unterschreiten würde und soweit das Erfolgsziel während der Ausübungsfenster erreicht ist. Darüber hinaus wird im Modell auf der Basis von Erfahrungswerten die sofortige Ausübung nach Ablauf der Sperrfrist von aus dem Konzern ausgeschiedenen Optionsberechtigten unterstellt. Die erwarteten Dividenden, die für jedes Laufzeitjahr der Optionen im Modell angesetzt werden, basieren auf veröffentlichten Schätzungen von Analysten. Für die Volatilität und Korrelation wurden die historischen Volatilitäten und die historische Korrelation herangezogen. Die Ermittlung erfolgt auf der Basis von Schlusskursen für die Continental-Aktie und den MDAX zum Bilanzstichtag. Der Betrachtungshorizont umfasst die jeweilige Restlaufzeit der Optionsrechte. Bei der Berechnung des Ausübungspreises sind Zuschläge aufgrund einer negativen Entwicklung der Continental-Aktie im Vergleich zum Referenzkurs möglich und bei der Ermittlung der Outperformance wird die Entwicklung gegenüber dem Börsenindex zugrunde gelegt, dem die Continental-Aktie zu Beginn eines Ausübungsfensters angehört. Weiterhin beinhaltet der Plan eine Höchstgrenze der erzielbaren Vermögensvorteile der Bezugsberechtigten. scroll
Mit Wirksamwerden des Aktienoptionsplans 2008 werden aus dem Aktienoptionsplan 2004 keine weiteren Bezugsrechte mehr ausgegeben. Letztmalig mit Ende der Sperrfrist am 3. Juli 2010 wurde für die Optionen der Tranche 2004 ein Fair Value in Höhe von 36,18 € ermittelt. In 2012 endete das letzte Ausübungsfenster des Aktienoptionsplans 2004, damit sind die letzten Bezugsrechte abgelaufen. Sowohl in der Berichtsperiode als auch in der Vorjahresberichtsperiode wurden keine Aktienoptionen ausgeübt. Die Bandbreite der Ausübungspreise liegt bei der Tranche 2007 zwischen 51,59 € und 118,65 €. Variabler Aktienoptionsplan 2008Mit Zustimmung der Hauptversammlung vom 25. April 2008 hat die Continental AG einen weiteren variablen Aktienoptionsplan (Aktienoptionsplan 2008) für Personen aus dem Kreis der oberen Führungskräfte sowie für den Vorstand eingeführt, um der neuen Führungsstruktur nach dem Erwerb der Siemens VDO Rechnung tragen zu können. Der Plan entspricht in den Grundzügen dem Aktienoptionsplan 2004. Die im Rahmen des Aktienoptionsplans gewährten Bezugsrechte berechtigen jeweils zum Bezug einer Aktie der Gesellschaft. Insgesamt können im Rahmen des Aktienoptionsplans 2008 bis zu 7,8 Mio Bezugsrechte ausgegeben werden. Die Ausgabe der Bezugsrechte einer Tranche erfolgt am elften Werktag, der auf die Veröffentlichung des Zwischenberichts über das erste Quartal des betreffenden Jahres folgt ("Ausgabetag"). Die Ausübung der Bezugsrechte kann erst nach Ablauf einer Frist von drei Jahren seit dem Ausgabetag ("Wartezeit") innerhalb einer sich unmittelbar an die Wartezeit anschließenden weiteren Frist von zwei Jahren ("Ausübungszeitraum") erfolgen. Während eines Ausübungszeitraums können die Bezugsrechte nur innerhalb bestimmter Zeiträume ("Ausübungsfenster") ausgeübt werden. Die Ausübung ist auch an die Erreichung eines "Erfolgsziels" gekoppelt. Danach ist eine Ausübung nur möglich, wenn der Durchschnitt aus den Schlusskursen der Continental-Aktie im XETRA-Handel ("durchschnittlicher Schlusskurs") während der letzten zehn Handelstage vor dem jeweiligen Ausübungsfenster mindestens 15 % (= Ausübungshürde) über dem durchschnittlichen Schlusskurs während der letzten zehn Handelstage vor dem Ausgabetag liegt. Der Ausgabebetrag für Aktien, die aufgrund einer Ausübung von Bezugsrechten aus dem Aktienoptionsplan 2008 bezogen werden ("Ausübungspreis"), entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs während der zehn Börsenhandelstage, die dem Ausgabetag vorausgehen ("Ausgabekurs"), zuzüglich eines Zuschlags, abzüglich eines Performance-orientierten Abschlags und korrigiert um einen Outperformance-orientierten Ab- bzw. Zuschlag. Der Performance-Abschlag errechnet sich in Abhängigkeit von der relativen Veränderung der EBIT-Marge des Konzerns. Die Ermittlung der Outperformance-Ab- bzw. -Zuschläge wird auf Basis der Entwicklung der Continental-Aktie im Vergleich zur Entwicklung des DAX bzw. des Börsenindex, dem die Continental-Aktie zu Beginn des Ausübungsfensters angehört, ermittelt. Die ausgegebenen Bezugsrechte werden mittels des Monte-Carlo-Simulationsmodells bewertet, welches detailliert unter der Beschreibung des Aktienoptionsplans 2004 erläutert ist. In Übereinstimmung mit dem Aktienoptionsplan 2004 gilt eine Höchstgrenze der erzielbaren Vermögensvorteile der Bezugsberechtigten. Letztmalig mit Ende der Sperrfrist am 16. Mai 2011 wurde für die Optionen der Tranche 2008 ein Fair Value in Höhe von 32,43 € ermittelt. Die verbleibende Vertragslaufzeit entspricht dem noch bestehenden Ausübungsfenster. Der gewichtete Durchschnitt der restlichen Vertragslaufzeit beträgt vier Monate (Vj. ein Jahr und vier Monate) und entspricht der maximalen Restlaufzeit des gesamten Aktienoptionsplans 2008. scroll
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Es wird die durchschnittliche Ausübungshürde
angegeben, da weder im Berichtszeitraum noch in der Vorperiode Bezugsrechte
ausgeübt wurden. Im Dezember 2008 wurde den oberen Führungskräften des Konzerns, denen Bezugsrechte aus den Aktienoptionsplänen 2004 oder 2008 eingeräumt worden waren, ein Abfindungsangebot für die erteilten und noch nicht ausgeübten Bezugsrechte unterbreitet. Hintergrund des Abfindungsangebots war der geringe Free Float der Aktie der Continental AG, durch den die Aktienkursentwicklung zufälligen Schwankungen unterworfen sein konnte, die nicht die wirtschaftliche Entwicklung von Continental widerspiegeln. Damit konnte der Aktienoptionsplan seine Wirkung als langfristiges, auf den Unternehmenserfolg ausgerichtetes Vergütungsinstrument nicht mehr erfüllen. Basis für das Abfindungsangebot war der beizulegende Zeitwert der Bezugsrechte zum 31. Oktober 2008. Der durchschnittliche gewichtete beizulegende Zeitwert der Tranchen 2005 bis 2008 betrug 3,13 € pro Bezugsrecht. Auf Basis dieser Bewertung wurde für die Auszahlungen in den Jahren 2010 und 2011 im Geschäftsjahr 2008 erstmalig eine Rückstellung gebildet. Die Annahmefrist lief bis Mitte Januar 2009. Ein Großteil der Bezugsberechtigten hat das Angebot angenommen. Vergütungspläne 2009 bis 2011Als Bestandteil der Vorstandsvergütungen wurde Ende 2011 analog zu 2009 und 2010 beschlossen, einen Teil des variablen Elements in virtuelle Aktien umzurechnen. Der gesamte Bonusbetrag in Höhe von 17,1 Mio € (Vj. 5,6 Mio €) wurde zum Ende der Berichtsperiode als Rückstellung berücksichtigt. Die Erläuterung der Vorstandsvergütung ist dem Vergütungsbericht zu entnehmen. 25. Pensionen und ähnliche VerpflichtungenPensionen und ähnliche Verpflichtungen sind insgesamt in folgenden Bilanzposten ausgewiesen: scroll
PensionspläneDer Continental-Konzern gewährt seinen Mitarbeitern betriebliche Altersversorgung in Form von leistungs- und beitragsorientierten Plänen innerhalb von allgemeinen Rahmenplänen sowie Einzelzusagen. Die Rückstellungen decken die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen, die insbesondere in Deutschland, den USA, Kanada, Großbritannien, Österreich, Frankreich, Mexiko, Italien und Irland bestehen. Für eine Vielzahl der Pensionspläne bestehen ausgelagerte Pensionsfonds, die zur kompletten bzw. teilweisen Finanzierung der Pensionsverpflichtungen dienen. Das Fondsvermögen darf ausschließlich für die Abwicklung der Pensionsverpflichtungen verwendet werden. Die wesentlichen Fonds bestehen in den USA, Großbritannien und Deutschland (in Form von als Contractual Trust Arrangement (CTA) ausgestalteten Treuhandfonds). Das Vermögen dieser Pensionsfonds wird mit den dazugehörigen Pensionsrückstellungen - soweit sie als Planvermögen im Sinne von IAS 19 qualifiziert werden - saldiert dargestellt. Die Aktivwerte der Pensionsfonds beinhalten zudem insbesondere in Deutschland abgeschlossene Rückdeckungsversicherungen. Des Weiteren sind in Deutschland bestehende Pensionskassen aufgrund bestimmter Haftungsrisiken in der Überleitung der Pensionspläne enthalten. scroll
Die Pensionsrückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 48,8 Mio € erhöht. Im Wesentlichen resultiert die Erhöhung aus laufenden Pensionsaufwendungen, die durch die erfolgten Rentenzahlungen und Einzahlungen in die Pensionsfonds nicht kompensiert werden konnten. Der aktive Saldo aus Pensionsverpflichtungen und zugehörigen Fonds verringerte sich hingegen geringfügig um 1,8 Mio €. Die nachfolgenden Tabellen zeigen eine Aufteilung der Pensionsverpflichtungen für Deutschland, die USA und Kanada, Großbritannien sowie die übrigen Länder und die Gesamtwerte für den Continental-Konzern. Die USA und Kanada werden mit "USA/C" abgekürzt. Die Überleitung der Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts am Beginn und am Ende des Berichtsjahres stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Überleitung der Veränderungen des Fondsvermögens am Beginn und am Ende des Berichtsjahres stellt sich wie folgt dar: scroll
Der Anwartschaftsbarwert zum 31. Dezember 2012 bezieht sich mit 4.050,3 Mio € (Vj. 3.295,2 Mio €) auf Pläne, die ganz oder teilweise aus einem Fonds finanziert sind, und mit 76,4 Mio € (Vj. 70,1 Mio €) auf Pläne, die nicht durch Fonds finanziert sind. Die Plankürzungen und -abgeltungen des laufenden Berichtsjahres ergeben sich aus der Restrukturierung des Standorts Chatham, Kanada. Der Anstieg des Anwartschaftsbarwerts resultiert insbesondere aus der Veränderung des Abzinsungsfaktors und der damit zusammenhängenden Erhöhung der versicherungsmathematischen Verluste aufgrund von Annahmeänderungen. Die Konsolidierungskreisänderungen betreffen im Berichtsjahr den Erwerb der ContiTech Vibration Control France SAS, Andrézieux-Bouthéon, Frankreich. Des Weiteren wurden aus dem kombinierten Asset und Share Deal im Rahmen der Übernahme des Bereichs Automotive-Klimaleitungen der Parker Hannifin Corporation, Cleveland, USA, Pensionsverpflichtungen bei bestehenden Gesellschaften in Deutschland und Mexiko sowie der neuen Gesellschaft ContiTech Fluid Korea Co., Ltd., Chonan City, Südkorea, übernommen. Im Vorjahr resultierten die Veränderungen im Konsolidierungskreis aus dem Erwerb der Modi Tyres Company Limited, Modipuram, Indien. Das Fondsvermögen in Deutschland beinhaltet Aktiva des CTA in Höhe von 298,1 Mio € (Vj. 274,9 Mio €), der Pensionskassen in Höhe von 320,6 Mio € (Vj. 320,0 Mio €) sowie der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 90,6 Mio € (Vj. 89,2 Mio €). Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste des Fondsvermögens in Deutschland resultieren aus den Pensionskassen mit 12,2 Mio € (Vj. 5,5 Mio €) und aus dem CTA mit 9,5 Mio € (Vj. -1 2,2 Mio €). Innerhalb des Continental-Konzerns gibt es in Deutschland Pensionskassen, die seit dem 1. Juli 1983 bzw. 1. März 1984 für Neueintritte geschlossen sind. Zum 31. Dezember 2012 verfügen die Pensionskassen über die erforderliche Deckungsrücklage; eine Nachschusspflicht besteht nicht. Das gebundene Fondsvermögen weist zum 31. Dezember 2012 einen beizulegenden Zeitwert von 320,6 Mio € (Vj. 320,0 Mio €) aus. Die Pensionskassen haben Tarife mit einem Rechnungszins von 3,50 %. Gemäß Betriebsrentengesetz haftet letztendlich die Continental AG für den Durchführungsweg der Pensionskasse, wonach es sich um einen leistungsorientierten Pensionsplan, der im Rahmen der Entwicklung der Pensionsrückstellungen auszuweisen ist, handelt. Da das Vermögen einschließlich der erwirtschafteten Erträge ausschließlich den Planmitgliedern zusteht, wird die Anwartschaftsverpflichtung in gleicher Höhe wie das vorhandene Vermögen zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. In der folgenden Tabelle ist die Überleitung des Finanzierungsstatus zu den in der Bilanz enthaltenen Beträgen dargestellt: scroll
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Differenz zwischen Fondsvermögen und Anwartschaftsbarwert. Der Bilanzbetrag ist in folgenden Bilanzposten enthalten: scroll
Der Pensionsplan der Continental Automotive Trading UK Ltd., Birmingham, Großbritannien, weist zum Ende des Geschäftsjahres ein Planvermögen aus, das höher als der Anwartschaftsbarwert ist. Der Ansatz eines solchen Aktivpostens ist beschränkt auf den Barwert des Nutzens, den der Konzern daraus ziehen kann (Asset Ceiling). Zum 31. Dezember 2012 entspricht dieser Barwert 0,0 Mio € (Vj. 0,0 Mio €). Die zur Berechnung der Pensionsverpflichtungen notwendigen Prämissen - insbesondere für die Abzinsungsfaktoren, die langfristigen Entgeltsteigerungsraten sowie die erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens - werden länderspezifisch festgelegt. In den wesentlichen Pensionsplänen werden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Bewertungsfaktoren zum 31. Dezember des Jahres verwendet: scroll
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Ohne Berücksichtigung der Pensionskassen. Die Netto-Pensionsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Plankürzungen und -abgeltungen in den Jahren 2012 und 2011 resultieren insbesondere aus der Restrukturierung des Standorts Chatham, Kanada. Eine Veränderung des Diskontierungszinssatzes für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen um einen Prozentpunkt nach oben bzw. unten hätte zum Bilanzstichtag folgende Auswirkungen auf die Pensionsverpflichtungen gehabt: scroll
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Ohne Berücksichtigung der Pensionskassen. Veränderungen des Abzinsungsfaktors sowie des Gehalts- und Rententrends wirken sich aufgrund der finanzmathematischen Berechnungssystematik (insbesondere aufgrund des Zinseszinseffekts) nicht linear auf die Höhe des Anwartschaftsbarwerts aus. Deshalb ist die Wirkung auf die aus der Pensionsverpflichtung abgeleiteten Netto-Pensionsverpflichtungen infolge eines Anstiegs bzw. Rückgangs der finanzmathematischen Annahmen nicht betragsgleich. PensionsfondsDie Struktur des Konzern-Planvermögens wird laufend durch die Anlageausschüsse unter Berücksichtigung der prognostizierten Pensionsverpflichtungen überprüft. Dabei überprüfen die Anlageausschüsse regelmäßig die Investitionsentscheidungen, die zugrunde liegenden Renditeerwartungen der einzelnen Anlageklassen unter Berücksichtigung von Erfahrungswerten sowie die Auswahl der externen Fondsmanager. Die Portfoliostrukturen der Fondsvermögen der Pensionspläne zum Bewertungsstichtag für die Geschäftsjahre 2012 und 2011 sowie die Ziel-Portfoliostruktur für das Geschäftsjahr 2013 sind nachfolgender Darstellung zu entnehmen: scroll
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Die Portfoliostruktur des Fondsvermögens in
Deutschland ist ohne die Pensionskassen aufgestellt, deren Vermögensanlage
hauptsächlich in festverzinslichen Wertpapieren erfolgt. Die erwartete langfristige Verzinsung der einzelnen Vermögenskategorien des Fondsvermögens für die Geschäftsjahre 2012 und 2011 stellt sich wie folgt dar: scroll
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Die erwartete langfristige Verzinsung der
einzelnen Vermögenskategorien des Fondsvermögens in Deutschland beinhaltet
nicht die Renditeerwartungen der Pensionskassen, die in der Bandbreite
der Rendite von langfristigen festverzinslichen Wertpapieren zwischen
4,00 % und 4,50 % liegen. Stichtag für die Bewertung des Fondsvermögens ist jeweils der 31. Dezember. Einzahlungen durch den Arbeitgeber in PensionsfondsDie folgende Tabelle zeigt die in bar geleisteten Einzahlungen des Unternehmens in die Pensionsfonds für 2012 und 2011 sowie die erwarteten Einzahlungen für 2013: scroll
Die nachfolgende Übersicht enthält die im Berichtsjahr und die im Vorjahr geleisteten Pensionszahlungen sowie die für die kommenden zehn Geschäftsjahre erwarteten Zahlungen (nicht abgezinst): scroll
Die Pensionszahlungen ab 2012 betreffen sowohl Einmalzahlungen im Rahmen von Kapitalkontenplänen als auch kontinuierliche Rentenzahlungen. Bei einem Wahlrecht des Mitarbeiters auf eine einmalige Auszahlung der Rente bzw. auf ratierliche Rentenzahlungen wurde unterstellt, dass die Zahlungen in einem Einmalbetrag geleistet werden. Zudem wurde bei der Ermittlung der zukünftigen Rentenzahlungen der frühestmögliche Renteneintritt der entsprechenden Mitarbeiter unterstellt. Der tatsächliche Renteneintritt könnte später liegen und damit könnten die Rentenzahlungen in den jeweiligen Jahren geringer ausfallen. Im Jahr 2012 sind die Abschlusszahlungen für den Standort Chatham, Kanada, erfolgt. Die Beträge für die laufende und die vier vorangegangenen Berichtsperioden des Anwartschaftsbarwerts, Fondsvermögens, Fehlbetrags sowie der erfahrungsbedingten Anpassungen der Planschulden und des Planvermögens lauten wie folgt: scroll
Die Erhöhung des Fehlbetrags im Vergleich zum Vorjahr resultiert insbesondere aus der Veränderung des Anwartschaftsbarwerts. Die rückläufige Entwicklung des Abzinsungsfaktors führt zu versicherungsmathematischen Verlusten in allen Ländern. Andere VersorgungsleistungenEinige Tochtergesellschaften, vorwiegend in den USA und Kanada, gewähren ihren Mitarbeitern unter bestimmten Alters- bzw. Betriebszugehörigkeitsvoraussetzungen Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen für die Zeit nach der Pensionierung. Die Leistungen und die Ansprüche darauf können modifiziert werden. Den gewerblichen Mitarbeitern der gewerkschaftlich organisierten Reifenwerke in den USA wird diese Art von Altersvorsorgezusagen im Rahmen von Tarifverträgen angeboten. Für diese Zusatzleistungen besteht kein gesondertes Fondsvermögen. Die Überleitung der Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts und des Finanzierungsstatus am Beginn und am Ende des Berichtsjahres stellt sich wie folgt dar: scroll
Der Anstieg des Anwartschaftsbarwerts resultiert insbesondere aus den gestiegenen versicherungsmathematischen Verlusten aufgrund der Änderung des Abzinsungsfaktors. Ende 2006 wurde in den USA allen Lohnempfängern im Reifenbereich einschließlich der bereits pensionierten ehemaligen Mitarbeiter angekündigt, dass ab Anfang 2007 die Obergrenze der medizinischen Vorsorgeleistungen weiter reduziert wird. Damit wurden diese Begünstigten auf eine einheitliche Vorsorgedeckung gebracht. Diese Plananpassungen führten 2006 zu einer Auflösung der bisher gebildeten Rückstellung für Altersvorsorgeverpflichtungen in Höhe von 108,8 Mio €. Gegen diese Maßnahme hatten Betroffene Ende 2006 eine Sammelklage eingereicht. Aufgrund eines gerichtlich genehmigten Vergleichs, der den Rechtsstreit beendet hat, musste das Unternehmen eine einmalige Zahlung in Höhe von insgesamt 43,5 Mio € als Ausgleich leisten. Die Zahlung erfolgte größtenteils 2008, der ausstehende Restbetrag wurde über die folgenden sieben Jahre verteilt. Die zum 31. Dezember 2012 verbleibende Rückstellung in Höhe von 5,2 Mio € (Vj. 7,7 Mio €) ist unter den pensionsähnlichen Verpflichtungen erfasst. Die zur Berechnung der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen gesetzten Prämissen für die Abzinsung sowie für die Steigerungsrate variieren entsprechend den Gegebenheiten in den USA und Kanada. Hierzu wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Bewertungsfaktoren zum 31. Dezember des Jahres verwendet: scroll
Die Nettoaufwendungen der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Aufwendungen aus Plankürzungen und -abgeltungen resultieren im Berichtsjahr aus einem Reifenstandort in den USA. Im Vorjahr resultierten die Erträge aus Planabgeltungen aus der Restrukturierung des Standorts Huntsville, USA, und führten in Summe zu einem Nettoertrag aus den Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und die Lebensversicherungsleistungen im Jahr 2011. Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen aus einer 1 %igen Veränderung des Kostentrends auf die Gesundheitsfürsorge- und die Lebensversicherungsverpflichtungen: scroll
Eine Veränderung des oben angegebenen, bereits feststehenden Abzinsungsfaktors für die Ermittlung der Nettoaufwendungen der Verpflichtungen zu Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen von jeweils einem Prozentpunkt hätte sich folgendermaßen auf die Nettoaufwendungen ausgewirkt: scroll
Nachfolgende Übersicht enthält die im Berichtsjahr und die im Vorjahr für andere Versorgungsleistungen geleisteten Zahlungen sowie die für die kommenden zehn Geschäftsjahre erwarteten Zahlungen (nicht abgezinst): scroll
Die Beträge für die laufende und die vier vorangegangenen Berichtsperioden des Anwartschaftsbarwerts, Fehlbetrags sowie der erfahrungsbedingten Anpassungen der Planschulden lauten wie folgt: scroll
Pensionsähnliche VerpflichtungenEinige Konzerngesellschaften haben Zusagen erteilt, bei denen die Aufwendungen der Gesellschaft auf einem fixierten Prozentsatz der Vergütung basieren. Diese Ansprüche werden bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgezahlt. Im Geschäftsjahr haben die Aufwendungen für diese Verpflichtungen 1,8 Mio € (Vj. 1,6 Mio €) betragen. Beitragsorientierte PensionspläneDer Aufwand für die beitragsorientierten Versorgungspläne (Defined Contribution), in die der Continental-Konzern Einzahlungen leistet, ohne Berücksichtigung der Zahlungen an die gesetzlichen Rentenversicherungssysteme, betrug im Geschäftsjahr 32,0 Mio € (Vj. 31,1 Mio €). 26. Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungenscroll
Die Rückstellungen für sonstige Risiken haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die Inanspruchnahmen der Strukturrückstellungen betreffen im Wesentlichen die Abwicklung der in vorherigen Jahren verabschiedeten Restrukturierungsmaßnahmen, insbesondere an den Standorten Clairoix, Frankreich, Coslada, Spanien, sowie Dortmund und Babenhausen, Deutschland. Die Auflösungen der Strukturrückstellungen sind insbesondere auf die Schließung der Standorte Dortmund und Babenhausen, beide Deutschland, zurückzuführen. Die Zuführungen zu den Rückstellungen für Prozess- und Umweltrisiken betreffen wie im Vorjahr im Besonderen Produkthaftungsrisiken aus dem Reifenbereich in den USA. Die weiteren Zuführungen betreffen unter anderem das Kartellverfahren gegen die Dunlop Oil & Marine Ltd., Grimsby, Großbritannien. Die Inanspruchnahmen beinhalten hauptsächlich die zuvor genannten Produkthaftungsrisiken im Reifenbereich sowie Auszahlungen im Zusammenhang mit den Entscheidungen von Kartellbehörden gegen die Dunlop Oil & Marine Ltd., Grimsby, Großbritannien. Die Altersteilzeitrückstellungen sind mit einem Diskontierungssatz von 1,25 % (Vj. 2,5 %) berechnet. Die Zinskomponente wird nach dem Wahlrecht unter IAS 19 nicht im Zinsergebnis, sondern innerhalb der Funktionskosten ausgewiesen. Die Jubiläumsrückstellungen sind mit einem Diskontierungssatz von 3,4 % (Vj. 5,5 %) berechnet. Die Zinskomponente wird nach dem Wahlrecht unter IAS 19 nicht im Zinsergebnis, sondern innerhalb der Funktionskosten ausgewiesen und beinhaltet den Zinsänderungseffekt von 2,1 Prozentpunkten. Die Entwicklung der Rückstellungen für Gewährleistungen beinhaltet Inanspruchnahmen in Höhe von 243,0 Mio € (Vj. 264,5 Mio €) sowie Auflösungen in Höhe von 232,4 Mio € (Vj. 132,8 Mio €), denen Zuführungen von 264,0 Mio € (Vj. 303,9 Mio €), insbesondere in der Automotive Group für spezifizierte Einzelfälle, gegenüberstehen. Bezüglich der Änderungen im Konsolidierungskreis verweisen wir auf Kapitel 5. Die übrigen Rückstellungen beinhalten zudem Rückstellungen für Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit, u. a. im Zusammenhang mit fest kontrahierten Liefer- und Abnahmevereinbarungen. 27. ErtragsteuerverbindlichkeitenDie Steuerverbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Für die Überleitung zu den in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellten gezahlten Ertragsteuern sind zusätzlich zu den hier ausgewiesenen Inanspruchnahmen sowie laufenden Vorauszahlungen die zahlungswirksamen Veränderungen der Ertragsteuerforderungen einzubeziehen. 28. Finanzschuldenscroll
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Davon durch Grundschulden, Hypotheken und
vergleichbare Sicherheiten gedeckte Beträge in Höhe von 9,9 Mio €
(Vj. 5,5 Mio €). Zusammensetzung der wesentlichen Continental-Anleihenscroll
Der Buchwert der Anleihen erhöhte sich von 2.996,2 Mio € Ende 2011 auf 3.744,2 Mio € zum Ende des Geschäftsjahres 2012. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf die Emission einer in US-Dollar denominierten Anleihe mit einem Emissionsvolumen von 950,0 Mio US-Dollar durch die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 2012 zurückzuführen. Die siebenjährige Anleihe wird mit 4,5 % p. a. verzinst. Die Zinszahlungen erfolgen halbjährlich nachträglich. Diese Anleihe partizipiert - gleichermaßen wie die vier im dritten Quartal 2010 durch die Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, begebenen Euro-Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 3,0 Mrd € - an dem umfangreichen Sicherheitenpaket, das den kreditgebenden Banken gemäß den Nachverhandlungen des syndizierten Kredits im Jahr 2009 gewährt wurde. Zudem verweisen wir auf Kapitel 37. Wie in den Emissionsbedingungen der vier im dritten Quartal 2010 begebenen Euro-Anleihen wurde auch in dieser Anleihe der Emittentin eine Option zur vorzeitigen Rückzahlung der Anleihe eingeräumt. Alle Rückkaufoptionen wurden wie im Vorjahr gemäß IAS 39 als eingebettetes Derivat bewertet (siehe dazu auch die Ausführungen in Kapitel 29). Im Buchwert der Anleihen sind ferner die von der Continental Tire Andina S.A., Quito, Ecuador, in den Jahren 2011 und 2012 begebenen US-Dollar-Anleihen mit insgesamt 6,8 Mio € (Vj. 6,8 Mio €) enthalten. Zusammensetzung der Finanzierungszusagen von Kreditinstitutenscroll
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SK: Syndizierter Kredit; LB: Langfristiges
Bankdarlehen. Die Vorjahreszahlen sind vergleichbar dargestellt. Erläuterungen der Abkürzungen
Am 31. Dezember 2012 bestanden Finanzierungszusagen von Kreditinstituten in Höhe von 5.852,4 Mio € (Vj. 6.737,4 Mio €). Zum Stichtag waren davon nominal 2.801,3 Mio € (Vj. 2.189,5 Mio €) ungenutzt. Davon entfallen 2.154,1 Mio € (Vj. 1.473,6 Mio €) auf die revolvierende Tranche des syndizierten Kredits, die aufgrund des im Januar 2013 neu abgeschlossenen Vertrags für den syndizierten Kredit (siehe hierzu Kapitel 37) vorzeitig im Februar 2013 ausläuft. Zur Deckung des kurzfristigen Kreditbedarfs hat der Continental-Konzern im Berichtsjahr das Commercial Paper Programm, die Forderungsverkaufsprogramme und die diversen Banklinien genutzt. Die Reduzierung der Finanzierungszusagen von Kreditinstituten ist im Wesentlichen auf Teilrückführungen des syndizierten Kredits sowie die Rückzahlung des 2012 fälligen Kredits der Europäischen Investitionsbank über 300,0 Mio € zurückzuführen. Ende März 2011 hatte Continental mit der Nachverhandlung des ursprünglich im August 2012 fälligen syndizierten Kredits den letzten Schritt des im Dezember 2009 vereinbarten Refinanzierungspakets zur Verbesserung der Finanz- und Kapitalstruktur erfolgreich abgeschlossen. Das Ergebnis dieser Nachverhandlung sah im Wesentlichen verlängerte Laufzeiten und verbesserte Konditionen vor. Darüber hinaus konnte eine Lockerung der in den Finanzierungsbedingungen vorgesehenen Einschränkung des Rahmens für Dividendenzahlungen sowie der Beschränkung des jährlichen Investitionsvolumens vereinbart werden. Das Ende März 2011 für den syndizierten Kredit zugesagte Finanzierungsvolumen in Höhe von 6,0 Mrd € umfasste eine Tranche über 625,0 Mio € mit einer Fälligkeit im August 2012 sowie zwei weitere Tranchen, u. a. eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 2,5 Mrd €, mit einer Fälligkeit im April 2014. Aufgrund des guten Geschäftsverlaufs konnte bereits Ende Dezember 2011 die erste Tranche des syndizierten Kredits über 625,0 Mio € vorzeitig zurückgeführt werden. Dadurch reduzierte sich das zugesagte Volumen dieses Kredits auf 5.375,0 Mio € zum Jahresende 2011. Im dritten Quartal 2012 konnte Continental das positive Kapitalmarktumfeld zur weiteren Optimierung der Fälligkeitenstruktur der Finanzschulden nutzen und im September 2012 eine US-Dollar-Anleihe der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, mit einem Emissionsvolumen von 950,0 Mio US-Dollar platzieren. Der Netto-Emissionserlös dieser Anleihe wurde gemäß der Vereinbarung im syndizierten Kreditvertrag zur Rückführung des syndizierten Kredits eingesetzt und führte zu einer vorzeitigen Teilrückzahlung in Höhe von 737,9 Mio €. Damit reduzierte sich das zugesagte Volumen des syndizierten Kredits Ende 2012 auf 4.637,1 Mio €. Der syndizierte Kredit wurde zum Jahresende 2012 durch die Continental AG sowie durch die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, in Anspruch genommen und valu-tierte zum Berichtsstichtag in einer Höhe von insgesamt 2.475,9 Mio € (Vj. 3.860,0 Mio €). Um die Finanz- und Fälligkeitenstruktur weiter zu verbessern und gleichzeitig die Flexibilität weiter auszubauen, startete Continental bereits im Dezember 2012 den Refinanzierungsprozess für den erst im April 2014 fälligen syndizierten Kredit (siehe hierzu Kapitel 37). Aufgrund des Abschlusses eines neuen Vertrags für den syndizierten Kredit im Januar 2013 ist die ursprünglich bis April 2014 laufende feste Tranche über 2.137,1 Mio € in die kurzfristigen Finanzschulden umgegliedert worden. Als weiteres Ergebnis der Nachverhandlung Ende März 2011 wurden für den syndizierten Kredit die Kreditmargen gesenkt. Diese orientieren sich seitdem nicht mehr an der Ratingeinstufung des Continental-Konzerns, sondern an dessen Leverage Ratio (Netto-verschuldung/EBITDA, gemäß Definition des syndizierten Kredits). Bereits zum 30. Juni 2011 verbesserte sich die Leverage Ratio, sodass Continental im dritten Quartal 2011 von einer weiteren Margenabsenkung für den syndizierten Kredit profitieren konnte. Die damit verbundene Erwartung niedrigerer Mittelabflüsse für diesen Kredit führte zum 30. Juni 2011 zu einer ertragswirksamen Buchwertanpassung. Zusammen mit den 2009 und 2010 erfolgten aufwandswirksamen Buchwertanpassungen, die damals aufgrund steigender Margen und der damit verbundenen höheren erwarteten Mittelabflüsse für den syndizierten Kredit vorzunehmen waren, beläuft sich der negative Wert der Buchwertanpassungen zum Ende Dezember 2012 insgesamt auf 2,4 Mio € (Vj. 15,7 Mio €). Diese Abgrenzungen werden über die Laufzeit des Kredits aufwandserhöhend bzw. -reduzierend amortisiert. Wie im Vorjahr wurden auch im Jahr 2012 die vereinbarten Financial Covenants zum jeweiligen Quartalsstichtag eingehalten. Zur Struktur der Fälligkeiten der Finanzschulden verweisen wir auf Kapitel 29. LeasingverbindlichkeitenDie aus den Leasingverträgen künftig resultierenden Zahlungsverpflichtungen zeigt die folgende Tabelle: scroll
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Die 2012 ausgeübte Kaufoption des Leasingvertrags für das Reifenwerk in Hefei, China, führte sowohl zu einer Verringerung des beizulegenden Zeitwerts der Leasingverbindlichkeiten als auch zu einem Rückgang der Mindestleasingzahlungen im Jahr 2013. Der beizulegende Zeitwert der Leasingverbindlichkeiten beträgt 70,5 Mio € (Vj. 151,1 Mio €). Der effektive Zinssatz der wesentlichen Leasingverträge liegt zwischen 5,5 % und 8,3 % (Vj. zwischen 5,5 % und 8,8 %). 29. FinanzinstrumenteDie Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, aufgegliedert nach den Klassen der Bilanz sowie lang- und kurzfristige Positionen zusammengefasst, stellen sich wie folgt dar: scroll
Erläuterungen der Abkürzungen
Die Finanzinstrumente der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" sind mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst. Die Finanzinstrumente der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" sind ebenfalls mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst; es sei denn, dieser ist nicht verlässlich ermittelbar, dann werden die finanziellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten erfasst. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen die bilanzierten Werte zum Abschlussstichtag in der Regel näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die derivativen Finanzinstrumente, die den Anforderungen des Hedge Accounting entsprechen, werden keiner IAS 39-Bewertungskategorie zugeordnet, da sie explizit aus den einzelnen Bewertungskategorien ausgeschlossen sind. Die derivativen Finanzinstrumente, für die kein Hedge Accounting angewendet wird, werden als "zu Handelszwecken gehaltene" finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten kategorisiert. Die beizulegenden Zeitwerte der sonstigen Finanzschulden sowie der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing wurden durch Diskontierung aller künftigen Zahlungsströme mit den jeweils geltenden Zinssätzen für die entsprechenden Restlaufzeiten unter Berücksichtigung eines unternehmensspezifischen Bonitätsspreads ermittelt. Die Summe der positiven Buchwerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko des Continental-Konzerns aus finanziellen Vermögenswerten. Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente werden in der nachfolgenden Tabelle entsprechend ihrer Bewertungsmethode dargestellt. Die Stufen der Fair Value-Hierarchie sind wie folgt definiert:
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Finanzielle Vermögenswerte, die gemäß Level 3 der Fair Value-Hierarchie bewertet werden, sind im Continental-Konzern derzeit nicht vorhanden. Es wurden keine Transfers zwischen verschiedenen Leveln der Fair Value-Hierarchie vorgenommen. Die Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis (Kapitel 9) ausgewiesen. Es wurden keine Zinserträge aus wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten erwirtschaftet. Die Wertberichtigung auf Kredite und Forderungen resultiert aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In das Ergebnis der Folgebewertung der zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gehen sowohl Zins- als auch Währungseffekte ein. Die Wertänderungen der als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten finanziellen Vermögenswerte, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden, betragen im Jahr 2012 10,0 Mio € (Vj. -2,2 Mio €); im Berichtsjahr wurde ein Betrag in Höhe von 2,5 Mio € aus dem Eigenkapital entnommen und ergebniswirksam erfasst (Vj. -). SicherheitenInsgesamt werden zum 31. Dezember 2012 finanzielle Vermögenswerte als Sicherheiten in Höhe von 2.528,1 Mio € (Vj. 2.077,1 Mio €) gestellt. Im Berichtsjahr umfassen die Sicherheiten wie im Vorjahr im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen; der Rest betrifft verpfändete Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen von Forderungsverkaufsprogrammen verkauft wurden, sowie die oben beschriebenen Sicherheiten in Form von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Kapitel 20 dargestellt. Wie 2009 in den Nachverhandlungen des syndizierten Kredits vereinbart, haben die Continental AG und ausgewählte Tochterunternehmen den kreditgebenden Banken ein Sicherheitenpaket gewährt. Dieses besteht aus Garantien bestimmter Tochterunternehmen, der Verpfändung der Gesellschaftsanteile an den garantiegebenden Tochterunternehmen sowie bestimmten Kontoguthaben und aus der Abtretung konzerninterner Ansprüche. Weitere Sicherheiten wurden in diesem Zusammenhang nicht gestellt. An dem Sicherheitenpaket partizipieren zudem die im Jahr 2010 ausgegebenen Anleihen der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, in einem Gesamtvolumen von 3,0 Mrd € sowie die im September 2012 von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, in einem Gesamtvolumen von 950,0 Mio US-Dollar begebene Anleihe und zudem ein definierter Teil der im Konzern bestehenden bilateralen Linien mit Kreditinstituten. Wir verweisen auf Kapitel 37. Sicherungspolitik und FinanzderivateAufgrund der internationalen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten sowie der damit verbundenen Finanzierung ist der Konzern Schwankungen infolge von Wechselkursänderungen und variablen Zinsen ausgesetzt. Sofern die Fremdwährungsrisiken aus gegenseitigen Liefer- und Zahlungsströmen nicht vollständig kompensiert werden, werden anhand fortlaufend angepasster Devisenkurserwartungen die Wechselkursrisiken in Einzelfällen mit geeigneten Finanzinstrumenten abgesichert. Weiterhin werden die langfristigen und kurzfristigen Zinsentwicklungen kontinuierlich überwacht und durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten gesteuert. Somit ermöglichen derivative Zins- und Währungsinstrumente die Aufnahme von Fremdkapital in jeder gewünschten Zins- und Währungsausstattung unabhängig vom Ort des Finanzierungsbedarfs. Für den Einsatz von Sicherungsinstrumenten bestehen konzernweite Verfahrensrichtlinien, deren Einhaltung regelmäßig von der Internen Revision überprüft wird. Interne Abwicklungsrisiken werden durch eine strikte funktionale Trennung der Aufgabenbereiche minimiert. 1. WährungsmanagementDie internationale Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten führt zu Liefer- und Zahlungsströmen in unterschiedlichsten Währungen. Daraus leitet sich ein Verlustrisiko ab, denn Vermögenswerte, die in einer Währung mit sinkendem Wechselkurs notiert sind, verlieren an Wert. Parallel dazu verteuern sich Verbindlichkeiten in einer Währung mit steigendem Wechselkurs. Das Netto-Exposure, das sich im Wesentlichen aus der Saldierung der Exporte mit den Importen in den einzelnen Währungen ergibt, wird bei Continental regelmäßig erfasst und bewertet. Seit mehreren Jahren wird ein "Natural-Hedge"-Ansatz zur Reduzierung des Währungskursrisikos praktiziert, sodass der Saldo zwischen Einzahlungen und Auszahlungen in den jeweiligen Fremdwährungen möglichst gering gehalten wird. Darüber hinaus wird die erwartete Entwicklung der Devisenkurse beobachtet und analysiert. Wechselkursrisiken werden gegebenenfalls mit geeigneten Finanzinstrumenten abgesichert. Im Rahmen dieses Währungsmanagements sind enge Grenzen für offene Positionen gesetzt. Sie schränken das Risiko aus dem Abschluss von Sicherungsgeschäften stark ein. Zur Absicherung dürfen ausschließlich derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, die sich im Risikomanagementsystem abbilden und bewerten lassen. Der Einsatz von Finanzinstrumenten, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, ist ausgeschlossen. Das im Ausland gebundene Nettovermögen des Konzerns wird in der Regel nicht gegen Wechselkursveränderungen abgesichert. Operative FremdwährungsrisikenIm Rahmen des Währungsmanagements werden bekannte und zukünftig erwartete Fremdwährungszahlungsströme der Konzerngesellschaften weltweit zusammengefasst. Diese Geldbewegungen stellen die Transaktionsrisiken des Konzerns dar und definieren sich als Netto-Cashflow je Währung auf rollierender Zwölfmonatsbasis. Der wöchentlich tagende Zins- und Währungsausschuss beschließt die Sicherungsmaßnahmen. Diese dürfen ohne gesonderte Vorstandsgenehmigung 30 % des Zwölfmonatsexposure je Währung nicht überschreiten. Finanzielle FremdwährungsrisikenDaneben entstehen Währungsrisiken aus konzernexternen und konzerninternen Kreditvereinbarungen, die in einer von der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft abweichenden Währung denominiert sind. Zum 31. Dezember 2012 belief sich das Nettoexposure der wesentlichen Währungen Euro und US-Dollar auf -139,3 Mio € (Vj. -854,3 Mio €) respektive 158,8 Mio € (Vj. -192,6 Mio €). Diese Währungsrisiken werden in der Regel durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten, insbesondere durch Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und Zins-Währungsswaps, abgesichert. SensitivitätsanalyseIFRS 7 verlangt mittels Sensitivitätsanalyse eine Darstellung der Auswirkungen hypothetischer Änderungen von Währungskursen auf Ergebnis und Eigenkapital. Die Änderungen der Währungskurse werden im Continental-Konzern auf den Bestand aller Finanzinstrumente am Abschlussstichtag bezogen. Erwartete Transaktionen werden nicht in die Sensitivitätsanalyse einbezogen. Zur Ermittlung des transaktionsbezogenen Netto-Fremdwährungsrisikos werden für diesen Bestand die Finanzinstrumente in Fremdwährung nach Währungspaaren geordnet, und es wird eine 10 %ige Auf- bzw. Abwertung der jeweiligen funktionalen Währung der Konzerngesellschaften gegenüber der Fremdwährung unterstellt. Die nachfolgende Übersicht zeigt den nach dieser Systematik berechneten Gesamteffekt sowie die Einzeleffekte aus den wesentlichen Transaktionswährungen Euro und US-Dollar vor Ertragsteuern auf den Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung und aus Finanzinstrumenten im Eigenkapital und auf das Konzernergebnis. scroll
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Ohne Berücksichtigung von Steuereffekten. Auswirkungen von translationsbezogenen WährungsrisikenViele Konzerngesellschaften befinden sich außerhalb des Euro-Währungsraums. Da die Berichtswährung der Continental AG der Euro ist, werden die Abschlüsse dieser Gesellschaften in Euro überführt. Um translationsbezogene Fremdwährungseffekte im Risikomanagement zu adressieren, wird unterstellt, dass Investitionen in ausländische Gesellschaften grundsätzlich auf Dauer angelegt sind und die Ergebnisse reinvestiert werden. Translationsbezogene Auswirkungen, die entstehen, wenn sich der Wert der Netto-Vermögenspositionen umgerechnet in Euro aufgrund von Wechselkursschwankungen ändert, werden im Eigenkapital des Konzernabschlusses erfasst. 2. ZinsmanagementVariable Zinsvereinbarungen bergen die Risiken steigender Zinsen bei finanziellen verzinslichen Verbindlichkeiten bzw. fallender Zinsen bei finanziellen verzinslichen Anlagen in sich. Diese Risiken werden im Rahmen des Zinsmanagements bewertet, eingeschätzt und durch den Einsatz von derivativen Zinssicherungsinstrumenten gesteuert. Gegenstand dieser Steuerung sind die zinstragenden Netto-Finanzschulden des Konzerns. Alle Zinssicherungsgeschäfte dienen ausschließlich der Steuerung der identifizierten Zinsänderungsrisiken. Ein Ziel ist es, etwa 50 % bis 75 % der zinstragenden Brutto-Finanzschulden fest verzinst zu halten. Ein Risiko aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts längerfristiger finanzieller Verbindlichkeiten durch Veränderungen von Festzinsen am Kapitalmarkt besteht für den Konzern nicht, da die Kapitalgeber daraus kein Recht auf vorzeitige Rückzahlung geltend machen können. Falls der Konzern als Emittent das Recht zum Rückkauf vor Fälligkeit hat, wird eine Ablösung nur dann erwogen, wenn diese aus Sicht des Continental-Konzerns vorteilhaft ist. ZinsrisikenDas Profil der den Netto-Finanzschulden zugeordneten verzinslichen Finanzinstrumente unter Berücksichtigung der Wirkung von derivativen Finanzinstrumenten des Continental-Konzerns stellt sich wie folgt dar: scroll
Gemäß IFRS 7 sind mittels Sensitivitätsanalyse Effekte aus Finanzinstrumenten durch die Änderung von Zinssätzen auf Ergebnis und Eigenkapital darzustellen. Fair Value-SensitivitätsanalyseEin Anstieg der Zinssätze um 100 Basispunkte im Jahr 2012 hätte zu einer Verschlechterung des Zinsergebnisses in Höhe von 71,5 Mio € (Vj. 4,3 Mio €) geführt. Dabei resultieren 67,6 Mio € (Vj. 4,3 Mio €) aus Änderungen der Euro-Zinssätze und 3,9 Mio € (Vj. 0,0 Mio €) aus der Änderung der US-Dollar-Zinssätze. Ein Rückgang der Zinssätze um 100 Basispunkte hätte zu einer Verbesserung des Zinsergebnisses in Höhe von 68,6 Mio € (Vj. 16,5 Mio €) geführt. Dabei resultieren 54,6 Mio € (Vj. 16,5 Mio €) aus Änderungen der Euro-Zinssätze und 13,9 Mio € (Vj. 0,0 Mio €) aus der Änderung der US-Dollar-Zinssätze. Die vorgenannten Effekte resultieren im Wesentlichen aus den eingebetteten Rückkaufoptionen der Anleihen. Bei dieser Analyse wird unterstellt, dass Zinssätze nicht kleiner oder gleich 0 % sein können. Steuereffekte sind nicht berücksichtigt. Cashflow-SensitivitätsanalyseEin Anstieg der Zinssätze um 100 Basispunkte im Jahr 2012 hätte eine Verschlechterung des Zinsergebnisses in Höhe von 16,8 Mio € (Vj. 1,1 Mio €) hervorgerufen, während ein Rückgang der Zinssätze um 100 Basispunkte entsprechend eine Verbesserung des Zinsergebnisses in Höhe von 16,8 Mio € (Vj. 1,1 Mio €) hervorgerufen hätte. Die Effekte resultieren im Wesentlichen aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten in den Währungen Euro, US-Dollar, chinesischer Renminbi und südkoreanischer Won. Die Analyse unterstellt, dass alle weiteren Variablen, insbesondere die Wechselkurse, unverändert bleiben. Diese Annahme galt analog für 2011. scroll
3. KontrahentenrisikoEin Ausfallrisiko derivativer Finanzinstrumente entsteht, soweit Kontrahenten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen. Zur Begrenzung dieses Risikos werden entsprechende Kontrakte nur mit ausgewählten Banken abgeschlossen. Die Entwicklung der Bonität der Vertragspartner wird laufend - insbesondere durch Beobachtung der Ratingeinstufungen und der Markteinschätzung der Ausfallrisiken anhand der jeweiligen sogenannten Credit Default Swap-Sätze - überwacht. 4. LiquiditätsrisikenDas zentrale Cash-Management nimmt eine regelmäßige Liquiditätsvorschau vor. Für das operative Geschäft der Konzerngesellschaften ist eine kostengünstige und ausreichende Deckung des Finanzbedarfs erforderlich. Dafür sorgen verschiedene am Markt verfügbare Finanzierungsinstrumente. Sie setzen sich im Einzelnen aus Tages- und Termingeldern, Commercial Papers, Forderungsverkaufsprogrammen sowie dem syndizierten Kredit mit einem zugesagten Volumen von nominal 4.637,1 Mio € (Vj. 5.375,0 Mio €) und weiteren bilateralen Krediten zusammen. Darüber hinaus sind rund 45 % der BruttoFinanzschulden über den Kapitalmarkt in Form von langfristigen Anleihen finanziert. Investitionen der Konzerngesellschaften werden überwiegend durch Eigenkapital und Darlehen von Banken oder Konzernunternehmen finanziert. Gleichzeitig bestehen Cash-Pooling-Vereinbarungen mit Konzerngesellschaften, soweit dies im Rahmen der jeweiligen rechtlichen und steuerlichen Gegebenheiten möglich und sinnvoll ist. Sollten bestimmte Ereignisse zu einem unerwarteten Finanzbedarf führen, kann die Continental AG auf vorhandene Liquidität und auf feste Kreditzusagen von Banken zurückgreifen. Zur detaillierten Erläuterung der bestehenden genutzten und ungenutzten Kreditzusagen wird auf Kapitel 28 verwiesen. Aus den finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 14.017,9 Mio € (Vj. 14.097,0 Mio €) entstehen in den nächsten fünf Jahren und danach die folgenden undiskontierten Zahlungsmittelabflüsse: scroll
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Enthält die Inanspruchnahme einer ursprünglich
bis 2014 gültigen Kreditzusage in Höhe von 2.483,0 Mio €, die aufgrund
der Neuverhandlung des Kredits vorzeitig im Februar 2013 fällig wird. scroll
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Enthält eine 2012 fällige Inanspruchnahme
in Höhe von 1.026,4 Mio € einer ursprünglich bis 2014 gültigen Kreditzusage. Bei der Analyse wurden Fremdwährungsbeträge mit den zum Stichtag aktuellen Kassakursen in Euro umgerechnet. Für variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente wurden die zukünftigen Zinszahlungsströme unter Anwendung der zuletzt vertraglich fixierten Zinssätze prognostiziert. Bei derivativen Finanzinstrumenten wurden zur Ermittlung der variablen Zinszahlungen Terminzinssätze zugrunde gelegt. Die Analyse enthält ausschließlich Zahlungsmittelabflüsse aus finanziellen Verbindlichkeiten. Für derivative Finanzinstrumente, die zum Stichtag einen negativen beizulegenden Zeitwert aufweisen, werden die Nettozahlungen ausgewiesen. Zahlungsmittelzuflüsse aus finanziellen Vermögenswerten wurden nicht berücksichtigt. Es wird nicht erwartet, dass die Zahlungsmittelabflüsse in der Fälligkeitsanalyse zu wesentlich abweichenden Stichtagen oder mit wesentlich abweichenden Beträgen auftreten werden. 5. AusfallrisikenDas Kreditrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder aus finanziellen Forderungen umfasst die Gefahr, dass offene Forderungen verspätet beglichen werden bzw. vollständig ausfallen. Diese Gefahren werden von zentralen und lokalen Kreditmanagern analysiert und überwacht. Zu den Aufgaben des zentralen Kreditmanagements gehört die gebündelte Risikosteuerung des Forderungsvermögens. Regelmäßig werden Bonität und Zahlungsverhalten der Vertragspartner analysiert. Trotzdem lassen sich Ausfallrisiken nicht völlig ausschließen. Bestehenden Restrisiken wird durch die Bildung von Portfoliowertberichtigungen anhand von Erfahrungswerten oder durch Wertberichtigungen für identifizierte Einzelrisiken Rechnung getragen. Das Ausfallrisiko bei originären finanziellen Forderungen wird zusätzlich dadurch begrenzt, dass nur Vertragspartner mit erwiesener Bonität angenommen werden, Sicherheiten hinterlegt oder Warenkreditversicherungen abgeschlossen werden. Zur Ermittlung der Bonität verweisen wir auf Kapitel 20. Finanzielle Vermögenswerte, die weder überfällig noch wertgemindert sind, weisen dementsprechend eine erstklassige Kreditqualität auf. Weitere Erläuterungen zu den dargestellten Risiken und dem Risikomanagement finden sich im Abschnitt "Risikobericht" im Lagebericht. Bewertung von derivativen FinanzinstrumentenDer Ansatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert, welcher in der Regel durch Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme unter Zugrundelegung von Zinsstrukturkurven ermittelt wird. So werden die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften als Differenz aus den mit den risikolosen Zinssätzen der entsprechenden Währungen diskontierten und zu aktuellen Kassakursen umgerechneten Nominalbeträgen ermittelt. Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Zinsswaps und Zins-Währungsswaps werden die zukünftigen Zahlungsströme mit den Zinssätzen für die entsprechenden Fälligkeiten diskontiert. Dabei werden als kurzfristige Zinssätze Depositsätze verwendet, während für die langfristigen Zinssätze auf die Swapsätze in der jeweiligen Währung zurückgegriffen wird. Zum 31. Dezember 2012 wurden positive beizulegende Zeitwerte in Höhe von 254,7 Mio € (Vj. 105,6 Mio €) sowie negative beizulegende Zeitwerte in Höhe von 0,8 Mio € (Vj. 1,8 Mio €) für eingebettete Derivate bilanziert. Diese entfallen im Wesentlichen auf den Ansatz der Rückkaufoptionen, die zum einen bei den im Jahr 2010 von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, emittierten Anleihen vorgesehen sind als auch bei der im September 2012 von der Continental Rubber of America Corp., Wilmington, USA, begebenen Anleihe. Die Bewertung der Optionen erfolgte unter Anwendung eines Optionspreismodells. Dabei wurde eine um das Bonitätsrisiko der Continental AG angepasste risikolose Zinskurve verwendet. Die Volatilität des Refinanzierungssatzes der Continental AG wurde näherungsweise über Swaption-Volatilitäten bestimmt. Die bilanzierten fortgeführten Anschaffungskosten der Anleihen berücksichtigen den bei Emission für die eingebetteten Optionen ermittelten Wert. Die folgende Übersicht zeigt die beizulegenden Zeitwerte und Nominalwerte der freistehenden Derivate zum Bilanzstichtag: scroll
Bei eindeutigen und längerfristigen Sicherungszusammenhängen wird in der Regel von der Möglichkeit des Hedge Accounting nach IAS 39 Gebrauch gemacht. Der Continental-Konzern hat zum 31. Dezember 2012 Devisenswaps als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe designiert. Die Devisenswaps dienen der Absicherung von Währungsrisiken aus langfristig begebenen Fremdwährungs-Interkonzernkrediten, die gemäß IAS 21 als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb klassifiziert sind. Die wechselkursbedingten Wertschwankungen dieser Kredite werden durch die Erfassung der Wertänderungen der Devisenswaps im Eigenkapital des Konzerns kompensiert. Zur prospektiven Effektivitätsmessung wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Der retrospektive Effektivitätsnachweis wurde anhand der "Dollar-Offset-Methode" durch einen Vergleich der Wertänderungen der Sicherungsinstrumente mit den Wertänderungen der gesicherten Grundgeschäfte erbracht. Die Ergebnisse der retrospektiven Effektivitätsmessung lagen dabei in einer Bandbreite von 80 % bis 125 %, sodass von hocheffektiven Sicherungsbeziehungen ausgegangen wurde. Zum Jahresende sind aus diesen Sicherungsbeziehungen keine in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassenden Ineffektivitäten entstanden. Beim Vorliegen eines Cashflow Hedge werden Zeitwertveränderungen der Derivate bis zur Erfolgswirksamkeit des gesicherten Grundgeschäfts erfolgsneutral als übrige Eigenkapitalveränderung gebucht. Ende Juli 2011 wurde das Cashflow Hedge Accounting für den Teilbetrag von 2,5 Mrd € der ursprünglich im April 2014 fälligen Tranche des syndizierten Kredits freiwillig vorzeitig beendet. Des Weiteren wurde Ende Dezember 2011 aufgrund der vorzeitigen Rückzahlung der ursprünglich im August 2012 fälligen Tranche ebenfalls das Hedge Accounting für den Teilbetrag von 625,0 Mio € beendet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts dieser Sicherungsgeschäfte wurden direkt erfolgswirksam erfasst. Die Zinsswaps und auch die Zins-Währungsswaps, die der Absicherung des syndizierten Kredits dienten, sind im August 2012 ausgelaufen. Die für die Sicherungsgeschäfte des freiwillig im Juli 2012 beendeten Cashflow Hedge Accounting im Eigenkapital als Unterschiedsbetrag aus Finanzinstrumenten bis Ende Juli 2011 erfassten Wertänderungen wurden über die Restlaufzeit der Sicherungsgeschäfte aufgelöst. Im Jahr 2012 wurde daraus ein Betrag in Höhe von 28,4 Mio € (Vj. 25,1 Mio €) aufwandswirksam im Zinsergebnis erfasst. Die für die Sicherungsgeschäfte des Ende Dezember 2011 beendeten Cashflow Hedge Accounting im Eigenkapital als Unterschiedsbetrag aus Finanzinstrumenten erfassten Wertänderungen wurden im Dezember 2011 in voller Höhe aufwandswirksam aufgelöst. Hieraus resultierte eine Belastung des Zinsergebnisses in Höhe von 14,2 Mio €. Die Änderungen des Unterschiedsbetrags aus Cashflow Hedges stellen sich wie folgt dar: scroll
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Die Umgliederung erfolgte ins Zinsergebnis. 30. Übrige finanzielle Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen betreffen insbesondere Verpflichtungen aus dem operativen Leistungsgeschäft gegenüber assoziierten Unternehmen und Gesellschaftern. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einer 2010 gegründeten Konzerngesellschaft, die wesentliche Anteile ihrer Ware von einem at-equity bilanzierten Unternehmen bezieht. Die Zinsverbindlichkeiten zum Jahresende 2012 resultieren im Wesentlichen aus Zinsabgrenzungen für die ausgegebenen Anleihen. Der Rückgang im Vergleich zum Jahresende 2011 ist vor allem auf die im August 2012 ausgelaufenen Zinssicherungen der Continental AG für den syndizierten Kredit zurückzuführen, die jährliche Zinszahlungen vorsahen. Die Verbindlichkeiten für Vertriebsaufwendungen betreffen insbesondere Verpflichtungen aus Bonusvereinbarungen mit Kunden sowie gewährte, abgegrenzte Preisnachlässe. Die Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben enthalten im Wesentlichen eine Verbindlichkeit aus einer Kaufoption für Minderheitsanteile einer Konzerngesellschaft in Höhe von 19,8 Mio €. In den übrigen finanziellen Verbindlichkeiten befindet sich unter anderem ein Betrag von 11,7 Mio €, welcher eine Verpflichtung gegenüber der Chase Community Equity, LLC, Delaware, USA, einer Tochtergesellschaft der JP Morgan Chase Bank, N.A., New York, USA, im Zusammenhang mit einer Investition in einen Werksneubau abbildet. Der Continental Value Sharing Bonus ist eine Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter der Continental am Konzernergebnis. Die Höhe der Erfolgsbeteiligung wird anhand von konzerninternen Kennzahlen berechnet. Für den Berichtszeitraum wurde eine Rückstellung in Höhe von 90,1 Mio € (Vj. 69,5 Mio €) berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten für Personalaufwendungen beinhalten auch die langfristigen Bonuszusagen:
Langfristige Bonuszusage (Long Term Incentive Plan, LTI-Plan) 2009Im Jahr 2009 wurde den oberen Führungskräften des Continental-Konzerns ein grundsätzlich in der Höhe von der Positionsbewertung und dem Zielerreichungsgrad abhängiger Bonus zugesagt (LTI-Bonus), der eine Partizipation an der langfristigen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts und der Profitabilität ermöglichen soll. Der LTI wird in jährlichen Tranchen ausgegeben (LTI-Tranchen). Im Jahr 2009 erfolgte neben der Ausgabe der Tranche 2009/13, mit einer Laufzeit von vier Jahren, die Ausgabe einer zusätzlichen Tranche (2009/12) mit einer Laufzeit von drei Jahren, bedingt durch die Umstellung von einer dreijährigen Laufzeit des früheren Aktienoptionsplans auf eine vierjährige Laufzeit des LTI. Die Laufzeit beginnt am Tag des Vorstandsbeschlusses über die Ausgabe der jeweiligen Tranche. Die Tranche 2009/12 wurde am 17. August 2009 beschlossen; die Tranche 2009/13 am 20. Juli 2009. Für jeden Begünstigten einer LTI-Tranche wird durch den Vorstand der Continental AG der Betrag eines Zielbonus in Euro festgelegt, der bei 100 % Zielerreichung ausgezahlt wird. Der nach Ablauf der LTI-Tranche tatsächlich auszuzahlende LTI-Bonus ist abhängig vom Zielerreichungsgrad, der zwischen 0 % (keine Auszahlung) und 300 % (maximale Auszahlung) liegen kann. Für die Auszahlung und die Höhe des LTI-Bonus ist der Grad der Erreichung zweier Zielkriterien maßgeblich. Das erste Zielkriterium ist der gewichtete Durchschnitt der Continental Value Contribution (CVC) des Continental-Konzerns über den Zeitraum von vier bzw. für die zusätzliche Tranche drei Geschäftsjahren, beginnend mit dem Geschäftsjahr der Ausgabe der LTI-Tranche. Der gewichtete Durchschnitt im Sinne des LTI errechnet sich durch die Addition von 10 % des CVC des ersten Geschäftsjahres der LTI-Tranche, 20 % des CVC des zweiten Geschäftsjahres der LTI-Tranche, 30 % des CVC des dritten Geschäftsjahres der LTI-Tranche und 40 % des CVC des vierten Geschäftsjahres der LTI-Tranche. Der gewichtete Durchschnitt in Bezug auf die zusätzliche Tranche 2009/12 in der Berichtsperiode errechnet sich durch die Addition von 22,22 % des CVC des ersten Geschäftsjahres der LTI-Tranche, 33,33 % des CVC des zweiten Geschäftsjahres der LTI-Tranche und 44,45 % des CVC des dritten Geschäftsjahres der LTI-Tranche. Das zweite Zielkriterium ist die Relation des Free Cashflow im Continental-Konzern (FCF) zum Umsatz des Continental-Konzerns. Maßgeblich für die Messung dieses Zielkriteriums ist das letzte volle Geschäftsjahr vor Ablauf der jeweiligen LTI-Tranche. Der Zielerreichungsgrad kann bei beiden Zielkriterien zwischen 0 % und 300 % variieren. Die Eckdaten zur Bestimmung des Zielerreichungsgrads werden für jedes Zielkriterium mit Ausgabe einer LTI-Tranche festgelegt. Der für die Ermittlung des zu zahlenden LTI-Bonus maßgebliche Grad der Zielerreichung ergibt sich aus der Addition der beiden gleich gewichteten Zielkriterien. Basis für die Berechnung des LTI-Bonus ist der bei Ausgabe einer LTI-Tranche für einen Zielerreichungsgrad von 100 % individuell zugesagte Bonusbetrag. Der LTI-Bonus wird als Brutto-Einmalzahlung in der Regel spätestens am Ende des zweiten vollen Kalendermonats nach Ablauf der LTI-Tranche, nicht jedoch vor Ende des Monats Juli gezahlt. Nach Ablauf der LTI-Tranche 2009/12 im August 2012 erfolgte die Auszahlung des Bonus durch Inanspruchnahme der Rückstellung im September 2012. Langfristige Bonuszusage (Long Term Incentive Plan, LTI-Plan) 2010Im Jahr 2010 erfolgte die Ausgabe der Tranche 2010/14, mit einer Laufzeit von vier Jahren. Die Laufzeit beginnt am Tag des Vorstandsbeschlusses über die Ausgabe der jeweiligen Tranche. Die Tranche 2010/14 wurde am 6. September 2010 beschlossen. Die Tranche 2010/14 entspricht in wesentlichen Grundzügen dem LTI-Plan 2009. Das erste Zielkriterium ist der gewichtete Durchschnitt des CVC des Continental-Konzerns über den Zeitraum von vier Geschäftsjahren. Der gewichtete Durchschnitt im Sinne des LTI 2010 errechnet sich durch die Addition von 10 % des CVC des ersten Geschäftsjahres der LTI-Tranche, 20 % des CVC des zweiten Geschäftsjahres der LTI-Tranche, 30 % des CVC des dritten Geschäftsjahres der LTI-Tranche und 40 % des CVC des vierten Geschäftsjahres der LTI-Tranche. Das zweite Zielkriterium ist die Relation des Free Cashflow im Continental-Konzern (FCF) zum Umsatz des Continental-Konzerns. Maßgeblich für die Messung dieses Zielkriteriums ist das letzte volle Geschäftsjahr vor Ablauf der jeweiligen LTI-Tranche. Der Zielerreichungsgrad kann bei beiden Zielkriterien zwischen 0 % und 300 % variieren. Langfristige Bonuszusage (Long Term Incentive Plan, LTI-Plan) 2011Im Jahr 2011 erfolgte die Ausgabe der Tranche 2011/15, mit einer Laufzeit von vier Jahren. Die Laufzeit beginnt am Tag des Vorstandsbeschlusses über die Ausgabe der jeweiligen Tranche. Die Tranche 2011/15 wurde am 22. August 2011 beschlossen. Die Tranche 2011/15 entspricht in wesentlichen Grundzügen dem LTI-Plan 2009. Das erste Zielkriterium ist der gewichtete Durchschnitt des CVC des Continental-Konzerns über den Zeitraum von vier Geschäftsjahren. Der gewichtete Durchschnitt im Sinne des LTI 2011 errechnet sich durch die Addition von 10 % des CVC des ersten Geschäftsjahres der LTI-Tranche, 20 % des CVC des zweiten Geschäftsjahres der LTI-Tranche, 30 % des CVC des dritten Geschäftsjahres der LTI-Tranche und 40 % des CVC des vierten Geschäftsjahres der LTI-Tranche. Das zweite Zielkriterium ist die Relation des Free Cashflow im Continental-Konzern (FCF) zum Umsatz des Continental-Konzerns. Maßgeblich für die Messung dieses Zielkriteriums ist das letzte volle Geschäftsjahr vor Ablauf der jeweiligen LTI-Tranche. Der Zielerreichungsgrad kann bei beiden Zielkriterien zwischen 0 % und 300 % variieren. Langfristige Bonuszusage (Long Term Incentive Plan, LTI-Plan) 2012Im Jahr 2012 erfolgte die Ausgabe der Tranche 2012/16, mit einer Laufzeit von vier Jahren. Die Laufzeit beginnt am Tag des Vorstandsbeschlusses über die Ausgabe der jeweiligen Tranche. Die Tranche 2012/16 wurde am 6. Juli 2012 beschlossen. Die Tranche 2012/16 entspricht in wesentlichen Grundzügen dem LTI-Plan 2009. Das erste Zielkriterium ist der gewichtete Durchschnitt des CVC des Continental-Konzerns über den Zeitraum von vier Geschäftsjahren. Der gewichtete Durchschnitt im Sinne des LTI 2012 errechnet sich durch die Addition von 10 % des CVC des ersten Geschäftsjahres der LTI-Tranche, 20 % des CVC des zweiten Geschäftsjahres der LTI-Tranche, 30 % des CVC des dritten Geschäftsjahres der LTI-Tranche und 40 % des CVC des vierten Geschäftsjahres der LTI-Tranche. Das zweite Zielkriterium ist die Relation des Free Cashflow im Continental-Konzern (FCF) zum Umsatz des Continen-tal-Konzerns. Maßgeblich für die Messung dieses Zielkriteriums ist das letzte volle Geschäftsjahr vor Ablauf der jeweiligen LTI-Tranche. Der Zielerreichungsgrad kann bei beiden Zielkriterien zwischen 0 % und 300 % variieren. Alle bisher zugesagten LTI-Pläne werden nach IAS 19 als "andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer" klassifiziert und bewertet. Die Aufwendungen aus den langfristigen Bonuszusagen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Im Berichtsjahr betrugen diese für die zuvor genannten Bonuszusagen insgesamt 22,8 Mio € (Vj. 21,9 Mio €). 31. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 4.344,6 Mio € (Vj. 4.111,4 Mio €). Die Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Der Gesamtbetrag ist innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten enthalten keine Beträge aus der Percentage-of-Completion-Methode. Bezüglich des Liquiditätsrisikos, Währungsrisikos und der Sensitivitätsanalyse für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf Kapitel 29. 32. Sonstige Verbindlichkeitenscroll
Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten wird unter anderem ein monetärer Zuschuss der öffentlichen Hand (4,2 Mio €) für Grund und Boden einer Reifengesellschaft in den USA abgegrenzt, der die Erfüllung bestimmter Bedingungen voraussetzt. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt planmäßig in den Folgeperioden der Verpflichtungserfüllung. Des Weiteren bestehen keine wesentlichen unerfüllten Bedingungen und anderen Erfolgsunsicherheiten im Zusammenhang mit im Abschluss erfassten Beihilfen der öffentlichen Hand. 33. Zur Veräußerung bestimmte VerbindlichkeitenIm Berichtsjahr wurden Verbindlichkeiten eines zur Veräußerung bestimmten Geschäftsbereichs umgegliedert. scroll
Sonstige Erläuterungen34. Rechtsstreitigkeiten und SchadenersatzansprücheDie Continental AG und ihre Konzerngesellschaften sind weltweit an Prozessen, behördlichen Untersuchungen und Verfahren beteiligt. Solche Prozesse, Untersuchungen und Verfahren könnten auch in der Zukunft eingeleitet oder Ansprüche in anderer Weise geltend gemacht werden. ProdukthaftungInsbesondere sieht sich Continental ständig Produkthaftungsansprüchen und anderen Verfahren ausgesetzt, in denen dem Unternehmen die angebliche Verletzung seiner Sorgfaltspflichten, Verstöße gegen Gewährleistungspflichten oder Sachmängel vorgeworfen werden, sowie Ansprüchen aus angeblichen Vertragsverstößen oder Rückrufaktionen und staatlichen Geldbußen. Zu den anhängigen Verfahren gehören Klagen in den USA aufgrund von Sach- und Körperschäden und Todesfällen, die durch angebliche Mängel unserer Produkte verursacht worden sind. Geltend gemacht werden materielle und immaterielle Schäden, teilweise auch Strafschadenersatz. Der Ausgang einzelner dieser Verfahren, die in der Regel in erster Instanz von einer Laienjury entschieden werden, kann nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass aufgrund abschließender Urteile oder Vergleiche in einigen dieser Fälle erhebliche Aufwendungen entstehen können, welche die dafür gebildeten Vorsorgen überschreiten. In geringem Umfang sind einzelne Konzerngesellschaften in den USA eingereichten Schadenersatzklagen wegen angeblicher Gesundheitsschäden ausgesetzt, die durch asbesthaltige Produkte verursacht sein sollen. Seit 2006 beliefen sich die Gesamtkosten für die Erledigung aller solcher Verfahren und Ansprüche auf weniger als 50 Mio € jährlich. Verfahren betreffend die ContiTech AGDie Verfahren wegen Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen von Aktionären der Phoenix AG gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung der Gesellschaft am 28. Dezember 2004 über die Zustimmung zum Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabfüh-rungs- sowie eines Verschmelzungsvertrags mit der ContiTech AG und Bestätigungsbeschlüsse der ordentlichen Hauptversammlung der Phoenix AG am 19. Mai 2005 sind seit 2009 in der Sache abgeschlossen. In den Spruchverfahren über die Angemessenheit von Abfindung und Ausgleichszahlung nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und des im Verschmelzungsvertrag festgelegten Umtauschverhältnisses sind am 16. September 2011 Beschlüsse des Landgerichts Hamburg ergangen, die eine Nachzahlungsverpflichtung der ContiTech AG vorsehen. Continental ist nach wie vor der Auffassung, dass die 2004 vorgenommene Bewertung der Phoenix AG und der ContiTech AG angemessen war und dass Abfindung und Ausgleichszahlung nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und das Umtauschverhältnis nach dem Verschmelzungsvertrag richtig festgelegt wurden. Daher wurden Rechtsmittel gegen die Beschlüsse eingelegt. Eine Erhöhung der den Minderheitsaktionären gezahlten Beträge nach Abschluss der Spruchverfahren ist jedoch nicht endgültig auszuschließen. Die Verfahren wegen Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen von Aktionären der ContiTech AG gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung der Gesellschaft am 22. August 2007 über die Zustimmung zum Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen dieser Gesellschaft als beherrschtem Unternehmen mit der ContiTech-Universe Verwaltungs-GmbH als herrschendem Unternehmen und über den sogenannten Squeeze-out der außenstehenden Aktionäre wurden 2009 durch rechtskräftige Abweisung der Klagen abgeschlossen. In den Spruchverfahren über die Angemessenheit von Abfindung und Ausgleichszahlung nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und der Abfindung aufgrund des Squeeze-out sind am 2. Mai und 12. Juli 2012 Teil-Verfahrensvergleiche vor dem Landgericht Hannover protokolliert worden. In diesen Vergleichen wurden eine Zuzahlung von je 3,50 Euro nebst Zinsen pro Aktie auf die Abfindungen nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und aufgrund des Squeeze-out sowie - nur deklaratorisch -eine erhöhte Ausgleichszahlung nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vereinbart. Am 17. Oktober 2012 hat das Landgericht Hannover in diesen Verfahren Zuzahlungen in gleicher Höhe durch Beschluss zugesprochen. Gegen diese Beschlüsse haben einzelne Antragsteller Beschwerde beim Oberlandesgericht Celle eingelegt, über die noch nicht entschieden ist. Behördliche Verfahren2007 leiteten die Europäische Kommission und das US-Justizministerium (Department of Justice, DOJ) Ermittlungen zu kartellrechtswidrigem Verhalten am Markt für Off-shore-Schläuche ein. Die Europäische Kommission hat die Verantwortung der Continental AG, der ContiTech AG und der Dunlop Oil & Marine Limited (DOM) neben anderen Unternehmen für die Verletzung von Kartellrecht festgestellt. Die Verfahren der Europäischen Kommission und des DOJ sowie die von Behörden weiterer Länder (Brasilien, Japan, Australien, Südkorea und Kanada) gegen DOM wegen Verletzung ihres nationalen Kartellrechts eingeleiteten Untersuchungen sind inzwischen alle abgeschlossen oder wurden, so im Fall von Kanada, nicht weiterverfolgt. DOM drohen wegen der Verletzung von Kartellrecht infolge der Beteiligung am Off-shore-Schlauch-Kartell nach wie vor Schadenersatzforderungen Dritter. Sammelklagen in den USA wurden durch Vergleich beendet. Ein vor dem englischen High Court geltend gemachter Schadenersatzanspruch wurde ebenfalls durch eine vergleichsweise Zahlung erledigt. Es droht jedoch die Geltendmachung weiterer Ansprüche in Großbritannien oder in anderen Ländern (z. B. Japan, Südkorea, Australien und Brasilien). Im Mai 2005 leiteten die brasilianischen Kartellbehörden nach einer Anzeige eines Dritten wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens im Bereich der Kommerzialisierung von Tachografen Ermittlungen gegen eine brasilianische Tochtergesellschaft von Continental, Continental Brasil Industria Automotiva, Brasilien (CBIA), ein. Am 18. August 2010 hat die brasilianische Kartellbehörde eine "Einladung zum Kartell" festgestellt und der CBIA eine Geldbuße in Höhe von 12 Mio BRL (rund 4,5 Mio €) auferlegt, die dann auf 10,8 Mio BRL reduziert wurde. CBIA weist den Vorwurf zurück. Ein gegen die Entscheidung beim zuständigen Gericht eingelegtes Rechtsmittel war jedoch in erster Instanz nicht erfolgreich und ist jetzt beim nächst höheren Gericht anhängig. Im Übrigen drohen CBIA im Falle der Verletzung brasilianischen Kartellrechts u. U. Schadenersatzforderungen Dritter. Am 2. Oktober 2006 ging bei der südafrikanischen Kartellbehörde die Anzeige eines Dritten gegen mehrere südafrikanische Reifenhersteller ein, darunter die Continental Tyre South Africa (Pty.) Limited (CTSA), ein Unternehmen, an dem Continental mit 74 % beteiligt ist, wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens. Am 31. August 2010 ist die südafrikanische Kartellbehörde zu dem Ergebnis gekommen, CTSA und andere Unternehmen hätten gegen südafrikanisches Kartellrecht verstoßen, und hat die Sache dem zuständigen Kartellgericht zur Entscheidung vorgelegt. CTSA weist jeden Vorwurf von Verstößen gegen südafrikanisches Kartellrecht zurück. Das Kartellgericht könnte jedoch ein Bußgeld von bis zu 10 % des Umsatzes der CTSA verhängen. Darüber hinaus drohen CTSA im Falle der Verletzung südafrikanischen Kartellrechts u. U. Schadenersatzforderungen Dritter. Am 5. Oktober 2007 ging bei der Kartellbehörde für die Region Baskenland, Spanien, die Anzeige eines Dritten gegen Continental Automotive Spain, S.A. (CAS) wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens im Geschäft mit Tachografen ein. Nach Ermittlungen der Kartellbehörde hat das baskische Kartellgericht die CAS am 20. Januar 2010 zu einem Bußgeld in Höhe von 700.000 € verurteilt. Auf Rechtsmittel der CAS hat das Obergericht des Baskenlands das Bußgeld am 20. Dezember 2011 auf 150.000 € reduziert. Ein Dritter hat Schadenersatzansprüche geltend gemacht. Am 24. Februar 2010 führte die Europäische Kommission Durchsuchungen bei mehreren Unternehmen durch, die im Bereich von Kabelbäumen für automobile Anwendungen tätig sind, darunter auch bei der S-Y Systems Technologies Europe GmbH (S-Y), Regensburg, Deutschland (siehe hierzu auch Kapitel 37). Die Europäische Kommission hat mitgeteilt, dass sie Anhaltspunkte für Verstöße der betroffenen Unternehmen gegen EU-Kartellrecht hat. Soweit die Europäische Kommission feststellt, dass S-Y oder Continental kartellrechtswidriges Verhalten vorzuwerfen ist, könnte sie ein Bußgeld verhängen, das den Umsatz von S-Y sowie die Schwere und die Dauer der Verstöße berücksichtigt, 10 % des Konzernumsatzes des beteiligten Unternehmens im Vorjahr aber nicht überschreiten darf. Auch wenn die Europäische Kommission nur ein kartellrechtswidriges Verhalten der S-Y feststellen sollte, ist nicht auszuschließen, dass sie trotzdem die Muttergesellschaften in gesamtschuldnerische Haftung für ein Bußgeld nimmt. Am 24. Oktober 2012 erhielt die Continental Automotive Systems US, Inc., Auburn Hills, USA, vom amerikanischen DOJ eine Aufforderung zur Vorlage bestimmter Dokumente im Zusammenhang mit dem Verdacht der Beteiligung an Verstößen gegen US-Kartellrecht im Geschäft mit Kombiinstrumenten. Am 25. Oktober 2012 durchsuchte die südkoreanische Kartellbehörde die Continental Automotive Korea Ltd., Seongnamsi, Südkorea, wegen des Verdachts der Beteiligung an Verstößen gegen südkoreanisches Kartellrecht im Geschäft mit Kombiinstrumenten. Es ist offen, ob bzw. in welcher Höhe die südkoreanische Kartellbehörde oder das DOJ Bußgelder gegen Continental Automotive Korea Ltd. bzw. Continental Automotive Systems US, Inc., oder andere Konzerngesellschaften festsetzen werden. Sollte die südkoreanische Kartellbehörde feststellen, dass Continental Automotive Korea Ltd. gegen das Kartellrecht verstoßen hat, könnte sie gegen das Unternehmen ein Bußgeld von bis zu 10 % des betroffenen Umsatzes in Südkorea festsetzen. Das DOJ darf eine Geldbuße von höchstens 100 Mio US-Dollar verhängen, es sei denn, der doppelte Gewinn des Unternehmens oder der Schaden der Abnehmer des Kartells würde diesen Betrag überschreiten. Die Geltendmachung von Schadenersatz durch angeblich Geschädigte bliebe durch die Festsetzung etwaiger Geldbußen unberührt. Eine größere Anzahl von Mitarbeitern der Continental France SNC, Sarreguemines, Frankreich, hat bei den Arbeitsgerichten in Compiègne und Soissons, Frankreich, Klagen gegen diese Konzerngesellschaft und teilweise auch gegen die Continental AG eingereicht. Die Kläger begehren Schadenersatz im Zusammenhang mit der Einstellung der Pkw-Reifenproduktion im Werk Clairoix, Frankreich. Continental hält diese Klagen für unbegründet, kann aber nicht ausschließen, dass ein Gericht Klägern Schadenersatz zuerkennt. 35. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Die Haftungsverhältnisse resultieren vor allem aus Bürgschaften und Garantien für die Verbindlichkeiten nicht konsolidierter verbundener Unternehmen und Dritter sowie aus vertraglich vereinbarten Gewährleistungen für assoziierte Unternehmen. Enthalten ist insbesondere eine Bürgschaft für ein größeres Projektgeschäft eines in den Vorjahren veräußerten Geschäftssegments in Höhe von 27,3 Mio € (Vj. 57,2 Mio €). Nach unseren Erkenntnissen können die zugrunde liegenden Verpflichtungen in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beziehen sich u. a. auf eventuelle Schadenersatzansprüche aus einem schwebenden Rechtsstreit in Frankreich. In Umweltfragen unterliegt der Continental-Konzern möglichen Verpflichtungen aus staatlichen Auflagen und Gesetzen und verschiedenen Ansprüchen und Verfahren, die gegen den Continental-Konzern anhängig sind oder geltend gemacht bzw. eingeleitet werden könnten. Schätzungen bezüglich zukünftiger Aufwendungen in diesem Bereich sind zwangsläufig zahlreichen Unsicherheiten unterworfen, so z. B. durch das Inkrafttreten neuer Gesetze und Auflagen, die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien, die Erkennung von Sanierungsfällen für Grundstücke oder Gebäude, für die der Continental-Konzern rechtlich verantwortlich ist. Das Bestellobligo für Sachanlageinvestitionen beträgt 245,1 Mio € (Vj. 286,5 Mio €). Die Aufwendungen für Miet-, Pacht- und Leasingverträge beliefen sich im Jahr 2012 auf 143,2 Mio € (Vj. 145,6 Mio €). Die zukünftigen Verpflichtungen aus Aufwendungen für Miet-, Pacht- und Leasingverträge, die zum 31. Dezember 2012 eine anfängliche oder verbleibende Laufzeit von mehr als einem Jahr haben und die nicht dem wirtschaftlichen Eigentum des Konzerns zuzurechnen und somit nicht im Sachanlagevermögen ausgewiesen sind, betragen für 2013 sowie kumulativ für die Jahre 2014 bis 2017 und ebenfalls kumulativ ab 2018: scroll
36. Ergebnis pro AktieDas unverwässerte Ergebnis pro Aktie erhöhte sich im Jahr 2012 auf 9,42 € (Vj. 6,21 €) und entspricht dem verwässerten Ergebnis pro Aktie. Verwässerungseffekte wie Zinsersparnis aus konvertierbaren Wandel- und Optionsschuldverschreibungen (nach Steuern) existieren sowohl für das Berichtsjahr als auch für das Vorjahr nicht. Verwässerungseffekte aus Aktienoptionsplänen oder der unterstellten Ausübung von Wandelanleihen liegen ebenfalls nicht vor. scroll
37. Ereignisse nach dem BilanzstichtagSK Continental E-motion nimmt den Betrieb aufAm 1. Januar 2013 erfolgte das Closing für das von SK Innovation Co., Ltd., Seoul, Südkorea, und Continental gemeinsam geführte Unternehmen SK Continental E-motion, Singapur, Singapur, nachdem im Juli 2012 der Vertrag über die Gründung unterzeichnet worden war. Alle zuständigen Behörden haben dem Genehmigungsantrag der beiden Unternehmen ohne Einschränkungen stattgegeben. SK Continental E-mo-tion entwickelt, produziert und vermarktet Batteriesysteme auf Lithium-Ionen-Basis für Automobile und leichte Nutzfahrzeuge. SK Innovation hält an dem neuen Unternehmen 51 % und Continental 49 %. Beide Unternehmen planen insgesamt rund 270 Mio € innerhalb der nächsten fünf Jahre in SK Continental E-motion zu investieren. Von SK Continental E-motion unberührt bleiben die Geschäftsstrategien von SK Innovation und Continental. Beide beliefern ihre Kunden in der Automobilindustrie auch weiterhin mit ihrem gesamten bisherigen Produktportfolio. SK Continental E-motion hat neben dem Hauptsitz in Singapur eine operative Einheit in Berlin, Deutschland, sowie in Daejeon, Südkorea, und hat ihre Tätigkeit am 2. Januar 2013 aufgenommen. Continental unterzeichnet neuen syndizierten KreditvertragContinental hat am 23. Januar 2013 bekannt gegeben, dass ein neuer syndizierter Kreditvertrag unterzeichnet und damit das Fälligkeitenprofil weiter verbessert wurde. Das von mehr als 30 deutschen und internationalen Banken zugesagte Kreditvolumen wurde dabei leicht auf insgesamt 4,5 Mrd € gesenkt und in zwei Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgeteilt: ein Darlehen in Höhe von 1,5 Mrd € mit einer Laufzeit von drei Jahren sowie eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 3,0 Mrd € mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Für den neuen syndizierten Kreditvertrag konnte Continental die Freigabe der für die Finanzierung bisher gestellten Sachsicherheiten erreichen sowie weitere Vereinfachungen bei der Dokumentation vereinbaren. Verkauf der Anteile an der S-Y Systems Technologies Europe GmbHContinental hat zum 29. Januar 2013 ihre sämtlichen Anteile an der S-Y Systems Technologies Europe GmbH, Regensburg, Deutschland, an die Yazaki Europe Ltd., Hertfordshire, Großbritannien, eine Tochtergesellschaft der Yazaki Corporation, Tokio, Japan, verkauft, sodass Yazaki jetzt 100 % der Anteile besitzt. Continental und Yazaki waren zuvor mit je 50 % an S-Y beteiligt. S-Y entwickelt und vertreibt Kabelbäume und zugehörige Komponenten für die automobile Anwendung. 38. Honorare des AbschlussprüfersFür das Geschäftsjahr 2012 wurde ein weltweites Honorar für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften in Höhe von 9,0 Mio € (Vj. 8,7 Mio €) vereinbart. Für den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer der Continental AG wurden die Honorare im Konzernaufwand erfasst. Nachfolgende Honorare betreffen nur Leistungen im direkten Zusammenhang mit der Continental AG und ihren deutschen Tochtergesellschaften: scroll
Als Abschlussprüfer gelten die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und ihre eingetragenen Niederlassungen. 39. Angaben über die Transaktionen mit nahestehenden PersonenVergütung des Vorstands und AufsichtsratsDie gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in den Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats. Die in den jeweiligen Berichtsjahren aktiven Mitglieder des Vorstands wurden wie folgt vergütet: scroll
Die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand sowie die im Geschäftsjahr gewährten Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht als Teil des Berichts zur Corporate Governance erläutert, auf den der Lagebericht insofern verweist. Die im Jahr 2012 gewährten Gesamtbezüge betrugen für den Vorstand der Continental AG 14,7 Mio € (Vj. 15,5 Mio €). Die genannten Gesamtbezüge enthalten auch die Langfristkomponente der variablen Vergütung in Höhe von insgesamt 5,1 Mio € (Vj. 5,7 Mio €), die in virtuelle Aktien der Gesellschaft umgerechnet wird. 2012 wurde hieraus resultierend die Langfristkomponente 2011 in 83.596 (Vj. 86.484) Stück virtuelle Aktien umgewandelt. Im Berichtsjahr wurden früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen Bezüge in Höhe von 5,4 Mio € (Vj. 8,2 Mio €) gewährt. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind 103,6 Mio € (Vj. 86,6 Mio €) zurückgestellt. Die Vergütungen für die Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Continental AG einschließlich Sitzungsgeldern betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 3,1 Mio € (Vj. 2,4 Mio €). 2012 wie 2011 bestanden keine Vorschüsse oder Kredite an Vorstände oder Aufsichtsratsmitglieder der Continental AG. Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen wurden an Mitglieder des Aufsichtsrats nicht bezahlt. Ausgenommen ist die Vergütung der Arbeitnehmervertreter aus deren Arbeitsvertrag. Darüber hinaus haben Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats keine berichtspflichtigen Geschäfte mit anderen Mitgliedern des Managements, soweit in Schlüsselpositionen tätig, bzw. mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen, die nicht Konzerngesellschaften sind: scroll
Die Erträge, insbesondere für erzielte Umsatzerlöse, und Aufwendungen, besonders für Produkt- und Materialeinkäufe, aus Transaktionen der Konzerngesellschaften mit nahestehenden Unternehmen, die nicht Konzerngesellschaften sind, sind ausnahmslos den gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten der jeweils beteiligten Gesellschaft zuzurechnen und wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Die entsprechen den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber diesen Unternehmen werden in der Bilanz ausgewiesen. Bezüglich der Transaktionen mit dem Continental Pension Trust e.V. im Berichtsjahr verweisen wir auf Kapitel 25. Die Transaktionen mit der Schaeffler Gruppe im Berichtsjahr sind der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuzurechnen und wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Die Erträge im Berichtsjahr in Höhe von 34,4 Mio € (Vj. 23,9 Mio €) und die Aufwendungen in Höhe von 91,2 Mio € (Vj. 74,6 Mio €) sind in den Transaktionen mit den nahestehenden Unternehmen enthalten. InvestorenvereinbarungAm 20. August 2008 hat die Continental AG eine weitreichende Investorenvereinbarung mit der Schaeffler KG sowie Frau Maria-Elisabeth Schaeffler und Herrn Georg F. W. Schaeffler abgeschlossen. Es handelt sich, mit Ausnahme eines am 31. August 2012 ausgelaufenen Abschnitts, um eine unbefristete Vereinbarung, die frühestens zum Ende der Hauptversammlung 2014 gekündigt werden kann und umfangreiche Regelungen zum Schutz der Interessen der Continental AG, ihrer Aktionäre, Mitarbeiter und Kunden enthält. Garant für die Einhaltung der Verpflichtungen der Schaeffler Gruppe im Interesse der Stakeholder der Continental AG ist Herr Bundeskanzler a. D. Dr. Gerhard Schröder. Die Rechtsnachfolgerin der Schaeffler KG (jetzt firmierend unter "Schaeffler Holding GmbH & Co. KG") ist die heutige Schaeffler AG (bis 13. Oktober 2011 Schaeffler GmbH). Mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 1. Januar 2010 hat die Schaeffler Holding u. a. ihre Beteiligung an der Continental AG im Wege der Ausgliederung nach § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG über die Schaeffler Verwaltungs GmbH auf die heutige Schaeffler AG übertragen. Inzwischen halten die Schaeffler Verwaltungs GmbH (13,76 %) und die Schaeffler Beteiligungsholding GmbH & Co. KG, eine Tochtergesellschaft der Schaeffler AG (36,14 %), unmittelbar die Beteiligung an der Continental AG und sind der Investorenvereinbarung beigetreten. Mitteilungen nach dem WertpapierhandelsgesetzVon Beginn des Geschäftsjahres bis zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung haben wir die nachstehenden Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG über Beteiligungen an der Continental AG erhalten. Im Falle eines mehrfachen Erreichens, Über- oder Unterschreitens der in dieser Vorschrift genannten Schwellenwerte durch einen Meldepflichtigen ist jeweils nur die zeitlich letzte Mitteilung aufgeführt. Mitteilungen aus früheren Geschäftsjahren über zum Bilanzstichtag 2012 bestehende Beteiligungen werden weiterhin angegeben. Mit Schreiben vom 21. März 2012 wurde uns mitgeteilt, dass
Am 3. Mai 2012 wurde uns mitgeteilt, dass
Weiterhin hat uns die SEB AG, Frankfurt, Deutschland, am 3. Mai 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Continental AG am 30. April 2012 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 0,00 % (0 Stimmrechte) beträgt. Am 4. Mai 2012 hat uns die Skandinaviska Enskilda Banken AB (publ), Stockholm, Schweden, mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Continental AG am 30. April 2012 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 0,00 % (0 Stimmrechte) beträgt. Am 27. September 2012 wurde uns mitgeteilt, dass
Am 28. September 2012 wurde uns mitgeteilt, dass
Mit Schreiben vom 1. Oktober 2012 wurde uns mitgeteilt, dass
Mit Schreiben vom 3. Oktober 2012 wurde uns mitgeteilt, dass
Am 30. Oktober 2012 wurde uns mitgeteilt, dass
Am 6. Oktober 2011 wurde uns mitgeteilt, dass
Die Mitglieder des Vorstands besaßen im Jahr 2012 und bis einschließlich 8. Februar 2013 Aktien mit einem Anteil von insgesamt weniger als 1 % am Grundkapital der Gesellschaft. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats Frau Maria-Elisabeth Schaeffler und Herrn Georg F. W. Schaeffler waren laut Stimmrechtsmitteilung vom 6. Oktober 2011 Aktien mit einem Anteil von 49,90 % am stimmberechtigten Grundkapital der Gesellschaft zuzurechnen. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats besaßen im Jahr 2012 und bis einschließlich 8. Februar 2013 Aktien mit einem Anteil von insgesamt weniger als 1 % am Grundkapital der Gesellschaft. 40. Aufstellung über den Anteilsbesitz des KonzernsWeitere Informationen über die Beteiligungen sind in der Aufstellung über den Anteilsbesitz des Konzerns gemäß § 313 HGB enthalten, die als Teil des Konzernabschlusses im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Gleichfalls wird der Konzernabschluss mit der Aufstellung über den Anteilsbesitz des Konzerns von der Einberufung der Hauptversammlung an in den Geschäftsräumen der Hauptverwaltung der Gesellschaft zur Einsicht der Aktionäre ausliegen und ab diesem Zeitpunkt gemeinsam mit den sonstigen Unterlagen und Informationen nach § 124a AktG im Internet unter http://www.continental-ir.com zugänglich sein. Befreiungsvorschriften für inländische GesellschaftenBei folgenden inländischen Kapital- bzw. Personenhandelsgesellschaften wurden Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch genommen: scroll
41. Deutscher Corporate Governance-Kodex/Erklärung nach § 161 AktGDie nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung wurde von Vorstand und Aufsichtsrat am 27. April 2012 abgegeben und ist den Aktionären auf unserer Internetseite www.continental-corporation.com in der Rubrik Investor Relations unter Corporate Governance zugänglich. |
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