![]() Continental AGHannoverGeschäftsbericht 2013An unsere AktionäreBrief des VorstandsvorsitzendenDr. Elmar Degenhart, Vorsitzender des Vorstands Liebe Aktionärinnen und Aktionäre,wer gut spielt, auch wenn es in der Wirtschaft nicht so gut läuft, zeigt echte Gewinnermentalität: Ihre Continental ist im zurückliegenden Jahr gewachsen - trotz der konjunkturellen Schwächen in Südeuropa und einem Teil der aufstrebenden Märkte sowie des verschärften Wettbewerbs weltweit. Umsatzzuwachs und Ergebnisniveau unterstreichen unsere hohe Wettbewerbsfähigkeit. Unsere Finanzierung steht auf solider Basis. Dies bestätigen die drei großen Ratingagenturen Moody's, Standard & Poor's sowie Fitch: Alle drei bewerten unsere Bonität wieder uneingeschränkt in der Investment Grade-Kategorie. Unser Aktienkurs erreichte Ende Dezember 2013 einen bis dahin historischen Höchststand von 161,90 Euro. Innerhalb des DAX sind wir gemessen am relativen Kurszuwachs erneut der Gewinner des vergangenen Jahres. Alle drei bewerten unsere Bonität wieder uneingeschränkt in der Investment Grade-Kategorie. Unser Aktienkurs erreichte Ende Dezember 2013 einen bis dahin historischen Höchststand von 161,90 Euro. Innerhalb des DAX sind wir gemessen am relativen Kurszuwachs erneut der Gewinner des vergangenen Jahres. Alles in allem haben wir im zurückliegenden Jahr auf unserem Erfolgsweg weitere bedeutende Etappenziele erreicht, die Grundlagen für profitables Wachstum gestärkt und unsere Zukunftsfähigkeit unter Beweis gestellt. Als ein Ergebnis all unserer Bemühungen konnten Sie als Aktionäre im vergangenen Jahr einen Kursgewinn in Höhe von 82 Prozent verzeichnen. Hinzu kam eine gezahlte Dividende in Höhe von 2,25 Euro. Daraus errechnet sich eine Gesamtrendite von 86 Prozent. Ihre Continental-Aktie übertraf dabei nicht nur den DAX und den EURO STOXX 50 deutlich, sondern auch den Index für die europäischen Automobilwerte - EURO STOXX Automobiles & Parts - um 45 Prozentpunkte. Hinter dieser Erfolgsbilanz steckt der hohe Einsatz unserer fast 180.000 Continentäler sowie deren Zusammenarbeit mit unseren zahlreichen Kunden und Geschäftspartnern. Ihnen allen gebührt dafür mein Dank im Namen des gesamten Vorstands. Unser weltweites Team hat erneut einen Beweis dafür geliefert, wie Werte Wert schaffen. Beides gehört zusammen, denn ohne gelebte Werte sind wir nicht wettbewerbsfähig und schaffen keinen Wert. Sie entscheiden darüber, wie effizient und effektiv wir unsere Leistung erbringen, wie erfolgreich wir weltweit agieren und wie rechtzeitig wir neue, zukunftsweisende Technologien auf den Markt bringen. Unsere vier Unternehmenswerte Vertrauen, Freiheit, Verbundenheit und Gewinnermentalität bilden dabei den inneren Kompass, mit dem wir notwendige Veränderungen ansteuern und umsetzen. Diese Orientierung ist uns sehr wichtig: Denn unsere Industrie steht vor umwälzenden Herausforderungen. Die zunehmende Digitalisierung des gesamten Lebens verändert sowohl die Mobilität als auch die industrielle Produktion. Sie verlangt von uns völlig neuartige Lösungen. Aus der Vernetzung durch das Internet ergeben sich für uns neue, zusätzliche Geschäftschancen. Schon heute unterstützen unsere Assistenzsysteme weltweit Millionen Menschen im Auto unter anderem dabei, beim Fahren die Spur zu halten, den toten Winkel auszuspähen, das Auffahren auf das Ende eines Staus zu vermeiden und in Städten den Zusammenprall mit Fußgängern zu verhindern. Damit leisten wir wesentliche Beiträge zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Unsere Vision lautet: Null Unfälle. Das ist keine Utopie mehr! Unsere Assistenzsysteme helfen, die Zahl der Unfallopfer entscheidend zu verringern. Sie erhöhen darüber hinaus den Komfort und die Lebensqualität für ihre Nutzer aus allen Altersklassen. Und schließlich unterstützen sie die verkehrssichere Kommunikation beim Fahren. Das Interesse an solchen Fahrerassistenzsystemen ist international bereits sehr hoch. Das ergab unter anderem eine repräsentative internationale Studie, die wir vor Kurzem veröffentlicht haben. Allein in Deutschland gaben beispielsweise 90 Prozent der Autofahrerinnen und Autofahrer an, Fahrerassistenzsysteme als sehr hilfreich zu empfinden. Mehr als die Hälfte der Fahrer in den befragten Ländern steht dem Thema "Automatisiertes Fahren" aufgeschlossen gegenüber. Sogar die Preiserwartungen bewegen sich auf einem realistischen Niveau: Das hochautomatisierte Fahren auf der Autobahn bis 130 km/h wäre den befragten Fahrern in Deutschland einen durchschnittlichen Aufpreis in Höhe von rund 3.000 Euro wert. Die kompletten Ergebnisse der Continental-Mobilitätsstudie 2013 können Sie im Internet unter diesem Link nachlesen: www.continental-mobilitaetsstudie.de. Im Jahr 2016 werden wir mit Fahrerassistenzsystemen bereits rund eine Milliarde Euro umsetzen. Wir verarbeiten mit solchen Systemen jene Daten, die unsere im Fahrzeug eingebauten Sensoren, Infrarot- und Stereokameras erfassen. Vernetzt mit leistungsstarken Rechenzentren werden die Fahrzeuge in der kommenden Dekade zusätzlich "um die Ecke" blicken können und damit zum Beispiel vor Unfällen, etwa hinter einer Kurve, warnen. Die Fahrzeuge werden also in die Lage versetzt, miteinander zu kommunizieren. Etwa für das Jahr 2025 erwarten wir, dass sie sogar vollkommen automatisiert fahren können. Damit werden sie noch effizienter, sicherer und komfortabler sein als heute. Für diese Zukunft der Mobilität schauen wir uns bereits nach geeigneten Entwicklungspartnern um. Denn uns ist klar: Diese Aufgabe können wir nicht allein bewältigen. Für den Aufbau der besten Systeme benötigen wir die besten Technologien. Aus diesem Grund streben wir Kooperationen mit Weltmarktführern wie Cisco und IBM und der Nokia Kartensoftware-Sparte HERE an. Gemeinsam wollen wir die Fahrzeuge unterbrechungsfrei und sicher miteinander vernetzen und die dabei entstehenden enormen Datenmengen sinnvoll verarbeiten. Mit der BMW Group haben wir in diesem Zusammenhang im Januar 2013 einen Vertrag für das gemeinsame Entwickeln eines elektronischen Co-Piloten zum Fahren auf der Autobahn unterzeichnet. Sie erkennen daran: Ihre Continental treibt die Zukunft der automobilen Digitalisierung maßgeblich voran. Dennoch nutzen wir bei all den hervorragenden Zukunftsaussichten selbstverständlich auch die zahlreichen Wachstumschancen unseres gegenwärtigen Geschäfts. Dies tun wir beispielsweise in China, wo wir im vergangenen Jahr unseren Umsatz um 23 Prozent steigern konnten. Dort haben wir unsere Organisation auf dauerhaftes, schnelles und profitables Wachstum ausgerichtet. Im August 2013 haben wir dafür meinen Vorstandskollegen Dr. Ralf Cramer mit der dortigen Geschäftsleitung betraut. Sein Nachfolger an der Spitze unserer Division Chassis & Safety und somit neues Vorstandsmitglied ist Frank Jourdan, bisher Leiter des Geschäftsbereichs Electronic Brake Systems. Der Vertrag meines Vorstandskollegen Heinz-Gerhard Wente wurde bis zum April 2015 verlängert, worüber ich mich sehr freue. Als Leiter der Division ContiTech treiben er und sein Team mit hohem Engagement den Ausbau unseres Industriegeschäfts voran. Mit The Carlyle Group, USA, haben wir eine Vereinbarung über den Kauf der Veyance Technologies, Inc., USA, getroffen. Veyance ist im Bereich Kautschuk- und Kunststofftechnologie weltweit tätig und erzielte 2013 mit etwa 9.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro, davon 90 Prozent im Industriegeschäft. Sobald die zuständigen Kartellbehörden ihre Freigabe erteilen, werden wir unserem strategischen Ziel einen Schritt näher kommen und den Umsatzanteil des Industrie- und Endkundengeschäfts weiter erhöhen. Jährlich investieren wir konzernweit rund zwei Milliarden Euro in den weiteren Produktionsausbau. So konnten wir schneller als geplant im Herbst 2013 im russischen Kaluga die Produktion von Pkw-Reifen für den russischen Markt aufnehmen. Rund 400 Mitarbeiter werden dort zunächst 1,5 Millionen Sommer- und Winterreifen herstellen. Langfristig kann die Kapazität auf über zehn Millionen Pkw-Reifen jährlich erweitert werden. Unser neues Reifenwerk in Sumter, USA, hat wie geplant Anfang 2014 den Betrieb aufgenommen. Wir werden dort am Ende der ersten Ausbaustufe im Jahr 2016 jährlich rund vier Millionen Pkw-Reifen herstellen. Bis 2021 wollen wir die Kapazität auf bis zu acht Millionen Reifen pro Jahr ausweiten. Im Rahmen dieser Investition in Höhe von rund 500 Millionen US-Dollar entstehen etwa 1.600 neue Arbeitsplätze. Continental-Aktie und -AnleihenAktionärsstruktur des Streubesitzes![]() Konzernergebnis je Aktie wieder auf RekordniveauIm Berichtsjahr erhöhte sich das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis je Aktie um rund 1 % auf 9,62 €. Zu diesem Anstieg trug neben der guten operativen Entwicklung eine durch Sondereffekte beeinflusste verringerte Steuerquote bei. Sondereffekte im Zinsergebnis aufgrund vorzeitiger Anleiherückkäufe wirkten negativ. Der Vergleichswert des Vorjahres beträgt 9,53 €. Das Ergebnis je Aktie, also der Gewinnanteil, der je Anteilsschein auf die Aktionäre entfällt, ergibt sich aus der Division des den Anteilseignern der Continental AG zuzurechnenden Konzernergebnisses in Höhe von 1,92 Mrd € durch die Anzahl der durchschnittlich ausstehenden Aktien. Vorschlag für DividendeDie Hauptversammlung wird am 25. April 2014 In Hannover stattfinden. Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung für das abgelaufene Geschäftsjahr in Höhe von 2,50 € je Aktie vorzuschlagen. Das entspricht 500,0 Mio € oder einer Ausschüttungsquote von 26,0 % des den Anteilseignern zuzurechnenden Konzernergebnisses. Für das Jahr 2013 errechnet sich auf Basis des Dividendenvorschlags und des deutlich erhöhten Jahresdurchschnittskurses der Continental-Aktie eine Dividendenrendite von 2,2 % . Für das Geschäftsjahr 2012 wurde eine Dividende in Höhe von 2,25 € je Aktie gezahlt, das entspricht einer Ausschüttung von insgesamt 450,0 Mio €. Die Ausschüttungsquote lag bei 23,6 % , die Dividendenrendite bei 3,1 % . scroll
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Alle Börsenkurse sind Notierungen der Continental-Aktie
im XETRA-System der Deutsche Börse AG. Kursentwicklungen (indexiert auf den 1. Januar 2013)![]() Aktienmärkte mit neuen Höchstständen nach volatilem StartIm Jahr 2013 wurde die Entwicklung der Aktienmärkte durch die sehr expansive Geldpolitik der US-amerikanischen Notenbank (Fed), der Europäischen Zentralbank (EZB) und auch der japanischen Notenbank beflügelt, wodurch bereits Ende Mai 2013 der DAX und der Dow Jones-Index neue Allzeithochs erreichten. Andeutungen der Fed über eine Einschränkung und ein mögliches Ende ihrer monatlichen Anleihekäufe führten dann zu einem Stimmungsumschwung und Kursverlusten an den Kapitalmärkten. Am 20. Juni 2013 konkretisierte die Fed ihre Geldpolitikpläne durch Aussagen hinsichtlich einer Verringerung von Anleihekäufen noch im laufenden Jahr sowie ihrer wahrscheinlichen Einstellung zur Jahresmitte 2014. Weitere Kursverluste in Europa und den USA waren die Folge. Meldungen über Liquiditätsengpässe am chinesischen Bankenmarkt und erneute Sorgen über die Entwicklung der europäischen Krisenländer verstärkten den Abwärtstrend, woraufhin die EZB zu Beginn des dritten Quartals 2013 die Beibehaltung ihrer niedrigen Leitzinsen für einen "längeren Zeitraum" ankündigte. Diese erstmalige Festlegung und bekräftigende Aussagen der Notenbanken der USA, Japans und Chinas über eine Fortsetzung ihrer expansiven Geldpolitik beruhigten die weltweiten Kapitalmärkte und führten zur Erholung der Aktienkurse. Ende August belasteten Befürchtungen hinsichtlich eines bevorstehenden Militärschlags der USA gegen Syrien die Märkte. Die Einigung auf die Vernichtung der Chemiewaffen Syriens und wachsende Erwartungen an eine nur allmähliche Veränderung der lockeren Geldpolitik der Fed sorgten in der Folge für steigende Kurse. Die uneingeschränkte Beibehaltung der monatlichen Anleihekäufe seitens der Fed überraschte die Investoren im September zunächst positiv, woraufhin der DAX und der Dow Jones-Index neue Allzeithochs markierten. Aussagen von Fed-Mitgliedern über eine Einschränkung des Anleiheankaufvolumens (Tapering) sowie der ungelöste Streit über den US-Bundeshaushalt und die Schuldenobergrenze führten ab Mitte September zu einer Konsolidierung an den Aktienmärkten. Die vorläufige Einigung, die Abstimmung über den US-Haushalt bis Januar 2014 zu verlängern, stimmte ab dem 10. Oktober 2013 die Anleger optimistisch und ließ die Aktienkurse wieder ansteigen. Der DAX übersprang Ende Oktober erstmals die Marke von 9.000 Punkten und der Dow Jones-Index erreichte ein zwischenzeitliches Jahreshoch. Unterstützt wurde dieser Aufwärtstrend von positiven Wirtschafts- und Unternehmensdaten sowie Spekulationen über vorerst unveränderte Anleihekäufe der Fed. Die überraschende Senkung des EZB-Leitzinses von 0,5 % auf 0,25 % Ende November sorgte für eine Fortsetzung der Kursrallye an den Börsen bis Anfang Dezember. Anfang Dezember erhöhten starke US-Wirtschaftsdaten wieder die Unsicherheit über einen baldigen Beginn der Einschränkung des Anleiheankaufvolumens durch die Fed und führten zu spürbaren Gewinnmitnahmen an den Aktienmärkten. Auf die Fed-Ankündigung einer nur schrittweisen Straffung ihrer Anleiheankäufe ab Januar 2014 auf zunächst monatlich 75 Mrd US-Dollar und die Zusicherung unverändert niedriger Zinsen auf längere Zeit reagierten die Märkte mit einer Jahresendrallye in der zweiten Dezemberhälfte. Leitindizes wie der DAX und der Dow Jones-Index strebten zu neuen Allzeithochs oder wie im Fall des EURO STOXX 50 und des NIKKEI 225 zu mehrjährigen Höchstständen. Kursanstieg der Continental-Aktie um 82 %Nachdem die Continental-Aktie im ersten Quartal 2013 aufgrund der Veröffentlichung guter Geschäftszahlen des Jahres 2012 und des Ausblicks für 2013 noch 6,5 % an Wert gewonnen hatte, musste sie im April Abschläge hinnehmen und markierte ihren Jahrestiefststand 2013 am 23. April bei 80,66 € - deutlich unter ihrem Schlusskurs 2012 von 87,59 €. Neben schwächeren Gesamtwirtschaftsindikatoren belasteten vor allem stark rückläufige Pkw- und Reifenabsatzzahlen in Europa den gesamten Automobilsektor in den ersten vier Monaten 2013. Kursentwicklungen nach Quartalen (in % )![]() Die Veröffentlichung der Geschäftszahlen des ersten Quartals 2013 und das positive Marktumfeld infolge der EZB-Zinssenkung am 2. Mai 2013 sorgten im weiteren Verlauf für steigende Kurse der Continental-Aktie. Mit einem Schlusskurs von 102,60 € verzeichnete die Continental-Aktie im ersten Halbjahr 2013 eine Kurssteigerung von 17,1 % . Anfang des dritten Quartals 2013 bewirkten besser als erwartet ausgefallene Neuzulassungszahlen in den USA und eine Stabilisierung der Absatzsituation für Pkw und Ersatzreifen in Europa einen deutlichen Kursanstieg der Aktien vieler Automobilhersteller und Automobilzulieferer. Vor diesem Hintergrund zog auch der Kurs der Continental-Aktie spürbar an und überwand das bisherige Allzeithoch von 108,18 € vom 25. Juli 2007. Die Anhebung des Kreditratings in die Investment Grade-Kategorie durch Fitch und die Geschäftszahlen des ersten Halbjahres 2013, die besser als von Marktteilnehmern erwartet ausfielen, führten im Juli bzw. August zu weiteren Kursgewinnen. Außerdem profitierte unsere Aktie von den sukzessiven vorzeitigen Kündigungen der im Jahre 2010 begebenen Euro-Anleihen und deren erfolgreicher Refinanzierung durch neue Anleihen zu deutlich günstigeren Zinskonditionen. Schließlich wirkte sich im September auch die Rating-Anhebung in die Investment Grade-Kategorie durch Moody's positiv auf den Aktienkurs aus. Mit einem Schlusskurs am 30. September 2013 von 125,30 € ergab sich in den ersten neun Monaten 2013 ein Kursgewinn von 37,71 € bzw. 43,1 % . Im vierten Quartal 2013 profitierte die Continental-Aktie zunächst vom freundlichen Marktumfeld nach der vorläufigen Einigung im US-Haushaltsstreit. Die Veröffentlichung der erneut besser als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen der ersten neun Monate 2013 und die Anhebung der Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2013 sorgten am 7. November 2013 für einen weiteren deutlichen Kursanstieg der Continental-Aktie. Bis zum Jahresende setzte sie - getragen von positiven Analystenempfehlungen und der Rating-Anhebung durch Standard & Poor's Anfang Dezember - ihren Aufwärtstrend fort. Der höchste Kurs des Jahres wurde mit 161,90 € kurz nach Handelsbeginn am 27. Dezember 2013 erreicht. Der Jahresschlusskurs der Continental-Aktie lag bei 159,40 €. Mit 71,81 € Kurszuwachs ergibt sich für das Jahr 2013 eine Kurssteigerung von 82,0 % , nahezu identisch zum Vorjahresplus von 82,1 % . Damit übertraf die Continental-Aktie nicht nur erneut den Performance-Index DAX (+25,5 % ), sondern war zum zweiten Mal in Folge Spitzenreiter im Index. Auch der Kursindex EURO STOXX 50 (+17,9 % ) und der Kursindex für die europäischen Automobilwerte EURO STOXX Automobiles & Parts (+36,0 %) wurden in ihrer Jahresentwicklung deutlich übertroffen. Bei einer sofortigen Reinvestition der Dividendenausschüttung von 2,25 € errechnet sich für das Berichtsjahr eine Gesamtrendite der Continental-Aktie von 86,2 % (Vj. 85,8 % ). Aktienrendite auch im Mehrjahresvergleich sehr attraktivIm Vergleich der Performance über längere Zeiträume (unter sofortiger Reinvestition ausgeschütteter Dividenden) zeigt sich ebenfalls eine erheblich höhere Rendite eines Investments in die Continental-Aktie gegenüber den Referenzindizes. Ein Mitteleinsatz in Höhe von 10.000 € in die Continental-Aktie hätte in den letzten drei Jahren einen Wertzuwachs von 181 % auf 28.141 € erbracht. Dies entspricht einer Rendite von 41,2 % pro Jahr. Performance im Mehrjahresvergleich (inkl. reinvestierter Dividenden)scroll
In der Betrachtung der letzten fünf Jahre spiegelt sich der Kurseinbruch am Aktienmarkt im Jahr 2008 wider. Infolge des sehr niedrigen Bewertungsniveaus Ende 2008 liegt die jährliche Rendite hier über der des kürzeren Drei-Jahres-Zeitraums: Ein Investment von 10.000 € am 1. Januar 2009 in Continental-Aktien hätte bis zum 31. Dezember 2013 einen Wertzuwachs von 49.540 € (42,9 % p.a.) erzielt. Im Performancevergleich über die letzten zehn Jahre errechnet sich ein Wertzuwachs von 52.278€ für das Investment in die Continental-Aktie. Mit einer Rendite von 20,1 % pro Jahr wurden auch hier die Referenzindizes deutlich übertroffen. Sukzessive Kündigung der 2010er-Euro-AnleihenDie im Jahr 2010 emittierten Euro-Anleihen setzten ihre rückläufige Kursentwicklung im Berichtszeitraum fort. Die Kurse der vier Anleihen fielen im ersten Halbjahr zwischen 274 und 380 Basispunkte und notierten Ende Juni 2013 zwischen 104,0 % und 104,5 %. Der deutliche Kursrückgang resultierte aus der vom Markt zunehmend erwarteten Kündigung aller Anleihen aufgrund der günstigeren Refinanzierungsmöglichkeiten. Die vorzeitigen Kündigungen bzw. Rückkäufe der 2010er-Euro-Anleihen erfolgten sukzessive im Verlauf des Berichtszeitraums:
Die Kursnotierungen der vier Anleihen sanken im zweiten Halbjahr 2013 weiter in Richtung der jeweiligen Rückkaufkurse. Kursentwicklungen 2010er-Euro-Anleihen![]() Kursentwicklungen der neuen Euro-Anleihen und der US-Dollar-Anleihe![]() Erfolgreiche Platzierung von drei neuen Euro-AnleihenZur Refinanzierung der gekündigten Anleihen wurden unter dem im Mai 2013 aufgesetzten Rahmen-Emissionsprogramm (Debt Issuance Programme, DIP) drei neue Euro-Anleihen mit einem Nominalvolumen von jeweils 750,0 Mio € platziert:
Alle Emissionen waren bei institutionellen und privaten Investoren im In- und Ausland sehr gefragt und stark überzeichnet. Jeweils in der auf die Platzierung folgenden Woche wurde am geregelten Markt der Luxemburger Wertpapierbörse der Handel aufgenommen. Die Anhebungen des Kreditratings der Continental AG in den Investment Grade-Bereich bewirkten zugleich kräftige Kursanstiege aller Anleihen. Ende Dezember notierten die Anleihen mit Kursen zwischen 103 % und 106 % deutlich über ihren Ausgabekursen. US-Dollar-Anleihe profitiert von Rating-AnhebungenDer Kurs unserer 4,5 %-US-Dollar-Anleihe stieg aufgrund der verbesserten Kredit- und Bilanzkennziffern der Continental AG von 102,293 % Anfang Januar 2013 bis auf 104,787 % Ende Mai, bevor Aussagen der Fed über eine mögliche Einschränkung ihrer Anleihekäufe für spürbare Zinsanstiege und rückläufige Kurse an den Anleihemärkten weltweit sorgten. Vor diesem Hintergrund sank auch der Kurs unserer US-Dollar-Anleihe bei mitunter sehr volatilem Handelsverlauf bis Mitte September auf ein Niveau von 101,5 %. Die Anhebung unseres Kreditratings durch Moody's bewirkte dann am 19. September 2013 einen sprunghaften Kursanstieg. In den folgenden Wochen profitierte die US-Dollar-Anleihe zunächst von sinkenden Marktzinsen und dann im November von erneut verbesserten Kredit- und Bilanzkennziffern der Continental AG sowie im Dezember von der Rating-Anhebung durch Standard & Poor's. Zum Jahresende notierte sie bei 106,364 %. Ausstehende Anleihen per 31.12.2013scroll
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Vorzeitig kündbar ab dem 15. September 2015. Continental-CDS-Prämie sinkt auf Sechs-Jahres-TiefDie gute operative Entwicklung und die Rating-Anhebungen ließen im Verlauf des Jahres 2013 die Prämie für die Versicherung von Kreditrisiken (Credit Default Swap, CDS) gegenüber der Continental AG stark sinken. Der Fünf-Jahres-CDS für Continental-Anleihen (Senior Bonds) fiel von 197,538 Basispunkten Ende 2012 bis auf ein neues Sechs-Jahres-Tief von 77,434 Basispunkten im Verlauf des 20. Dezember 2013. Damit wurde wieder das Vorkrisenniveau des Jahresbeginns 2008 erreicht. Zum Ende des Jahres 2013 lag die CDS-Prämie mit 79,508 Basispunkten nur geringfügig über dem Jahres-Tief. Der Spread zum Referenzindex ITraxx verringerte sich im Berichtszeitraum kontinuierlich und lag am 31. Dezember 2013 bei neun Basispunkten. Anhebungen des Continental-KreditratingsAls erste Ratingagentur sah Fitch im Jahr 2013 keinen Anlass mehr, ein sogenanntes Parent Subsidiary-Kriterium in der Beurteilung der Kreditwürdigkeit von Continental als maßgeblich anzusetzen. Fitch hob die Einstufung der Continental AG deshalb am 15. Juli 2013 von "BB/stabiler Ausblick" auf "BBB/stabiler Ausblick" und damit wieder in die Investment Grade-Kategorie an. Im Rahmen einer Sektorstudie verbesserte Moody's das Stand alone-Rating von Continental am 31. Mai 2013 auf "Baa2". Die Erhöhung des Streubesitzes der Continental-Aktie veranlasste im September auch Moody's, das Parent Subsidiary-Kriterium nicht mehr in ihre Rating-Überlegungen einzubeziehen: Am 19. September 2013 wurde Continental mit "Baa3/stabiler Ausblick" wieder in die Investment Grade-Kategorie hochgestuft. Standard & Poor's (S&P) hob am 24. Mai 2013 das Continental-Kreditrating von "BB-/positiver Ausblick" auf "BB/stabiler Ausblick" und das Stand alone-Rating von "BBB-" auf "BBB" an. Am 1. Oktober 2013 verbesserte S&P ihr Kreditrating für Continental unter Beibehaltung des Parent Subsidiary-Kriteriums auf "BB+/stabiler Ausblick". Am 6. Dezember 2013 stufte schließlich auch S&P Continental mit "BBB/stabiler Ausblick" ebenfalls wieder in die Investment Grade-Kategorie hoch. scroll
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Beauftragtes Rating seit 7. November 2013. Weitere Informationen zur Continental-Aktie und den Continental-Anleihen sowie den Rating-Veränderungen sind im Internet unter www.continental-ir.com abrufbar. Regelmäßiger und offener DialogZu den Kernaufgaben der Abteilung Investor Relations (IR) der Continental AG zählt der systematische und kontinuierliche Dialog mit allen Kapitalmarktteilnehmern. Schwerpunkt der Kommunikation ist der vergangene, der aktuelle und insbesondere der zu erwartende Geschäftsverlauf. Unsere Aktivitäten sind darauf ausgerichtet, allen Marktteilnehmern relevante Informationen zeitgleich zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich zu den regelmäßigen Pflichtpublikationen kommunizieren wir direkt mit interessierten Anlegern, Analysten und anderen Marktakteuren: So werden Quartals- und Jahreszahlen per Telefonkonferenz und Webcast präsentiert und diskutiert. Gemäß der Analyse unserer Free Float-Aktionärsstruktur führen wir weltweit umfangreiche Roadshow-Aktivitäten durch. Zusätzlich organisieren wir jährlich einen Analysten- und Bankentag: Im Berichtsjahr konnten alle Analysten, die Continental betreuen, unsere Division ContiTech am Standort Hamburg-Harburg, Deutschland, näher kennenlernen. Weitere IR-Aktivitäten sind die Teilnahme an Videokonferenzen mit Investoren, Privataktionärsveranstaltungen und virtuellen Internetkonferenzen. Als kapitalmarktorientierte Basispräsentation der Continental AG dient unser "Fact Book", das jährlich aktualisiert und auf unserer Homepage bereitgestellt wird. Um dem speziellen Informationsbedarf der Socially Responsible Investors (SRI) zu entsprechen, erstellen wir seit dem Jahr 2011 eine weitere Präsentation mit den wichtigsten Kennziffern und Inhalten rund um das Thema Nachhaltigkeit. Alle von uns zur Verfügung gestellten Materialien können unter www.continental-ir.com abgerufen werden. Das IR-Team ist unter der E-Mail-Adresse ir@conti.de erreichbar. Investor Relations-Arbeit erneut ausgezeichnetAuch im Berichtsjahr 2013 erhielten der Vorstand und das Team Investor Relations verschiedene Auszeichnungen renommierter Marktbeobachter. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass Continental im Rahmen der Global Top 50 IR Awards des IR Magazine unter die Top 10 gewählt wurde. Investor Relations-Aktivitäten ausgeweitetAufgrund der positiven Geschäftsentwicklung, der erfolgreichen Anleihe-Refinanzierungen und der Rating-Hochstufungen blieb der Gesprächsbedarf der Kapitalmarktteilnehmer zur Entwicklung des Continental-Konzerns im Berichtsjahr sehr hoch. Unsere IR-Aktivitäten, mit denen wir die großen Finanzplätze in Europa, Nordamerika und Asien abdecken, haben wir im Jahr 2013 dementsprechend ausgeweitet. Erstmals waren wir auch in Südamerika und Australien. Die Anzahl der Roadshows haben wir nochmals erhöht: Die Summe der Roadshow-Tage stieg von 42 im Vorjahr auf 58, davon 34 in Europa, zehn in Nordamerika und acht in Asien sowie erstmals drei in Brasilien und drei in Australien. Continental präsentierte sich zusätzlich auf 28 Aktien- und Kreditkonferenzen (Vj. 25). Der regionale Schwerpunkt war Europa mit 21 Konferenzen. In Nordamerika nahmen wir an fünf sowie in Asien und Südamerika an jeweils einer Konferenz teil. An unseren Standorten der Automotive Group haben wir im Berichtsjahr vier Veranstaltungen durchgeführt. Außerdem beteiligten wir uns an einer Veranstaltung für Privatanleger und erstmals an zwei virtuellen Konferenzen für ADR-Investoren im Internet. Im Rahmen unserer IR-Arbeit sprachen wir im Jahr 2013 insgesamt rund 2.400 Investoren an (Vj. 2.250). Der Vorstand der Continental AG war erneut bei rund einem Drittel der Aktivitäten persönlich vertreten und hat damit wieder über 50 % der angesprochenen Investoren erreicht. Research zur Continental AGAuf regelmäßiger Basis veröffentlichen derzeit 27 Aktienanalysten und acht Kreditanalysten Bewertungen und Empfehlungen zu den Wertpapieren der Continental. Die Research-Abdeckung bewegt sich damit auf einem hohen Niveau. Relevante Unternehmensnachrichten werden dadurch am Kapitalmarkt zeitnah erfasst, analysiert und kommentiert. AufsichtsratSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,die Continental AG und der Continental-Konzern blicken auf ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Trotz der teilweise schwierigen wirtschaftlichen Entwicklung in einigen wesentlichen Märkten des Unternehmens haben wir Umsatz, operatives Ergebnis und Konzernergebnis erneut gesteigert. Bei der Leitung des Unternehmens haben der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse den Vorstand im Berichtsjahr eng begleitet, regelmäßig beraten und sorgfältig überwacht sowie die ihnen nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben umfassend wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Recht- und Zweckmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat, wie nachfolgend näher erläutert, rechtzeitig und unmittelbar eingebunden. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher oder mündlicher Form über alle für das Unternehmen relevanten Angelegenheiten, namentlich die Planung, die Unternehmensstrategie sowie über wichtige Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und des Konzerns und die damit verbundenen Chancen und Risiken sowie Fragen der Compliance, informiert. Der Aufsichtsrat wurde fortlaufend und detailliert über die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns und der einzelnen Divisionen sowie über die Finanzlage des Unternehmens unterrichtet. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen hat der Vorstand ausführlich erläutert und deren Gründe sowie die eingeleiteten Maßnahmen mit dem Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen diskutiert. Daneben haben sich der Aufsichtsrat, sein Präsidium und der Prüfungsausschuss in ihren Sitzungen und gesonderten Besprechungen intensiv mit sonstigen wesentlichen Angelegenheiten des Unternehmens befasst. Die Mitglieder des Aufsichtsrats standen dem Vorstand auch außerhalb der Sitzungen beratend zur Verfügung. Insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende war in regelmäßigem Kontakt zum Vorstand und zum Vorstandsvorsitzenden und hat sich mit ihnen über aktuelle Fragen und Entwicklungen des Unternehmens ausgetauscht. Sitzungen des Aufsichtsrats und der AusschüsseDer Aufsichtsrat kam 2013 zu vier ordentlichen Sitzungen und der Strategiesitzung zusammen. Außerdem fasste der Aufsichtsrat einmal Beschlüsse im schriftlichen Verfahren. Nur an zwei Sitzungen haben nicht alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen. Kein Mitglied hat an mehr als einer Sitzung nicht teilgenommen. Das Präsidium hat im Berichtsjahr vier Sitzungen abgehalten und ebenfalls einen Beschluss im schriftlichen Verfahren gefasst. Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) tagte 2013 viermal. Der Nominierungsausschuss hat die Vorschläge für die Wahl der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung 2014 in einer Telefonkonferenz Anfang 2014 vorbereitet. Der Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz musste nicht zusammenkommen. Weitere Ausschüsse bestehen nicht. Alle Ausschüsse berichten regelmäßig an das Plenum. Im Corporate Governance-Bericht (Seiten 35 ff.) sind ihre Aufgaben ausführlicher beschrieben und ihre Mitglieder aufgeführt. Wesentliche Themen in Aufsichtsrat, Präsidium und PrüfungsausschussDer Aufsichtsrat hat sich immer wieder eingehend mit der strategischen Entwicklung und Ausrichtung des Unternehmens beschäftigt. Insbesondere in der Strategiesitzung haben Vorstand und Aufsichtsrat die strategischen Ziele und die strategische Planung des Konzerns und der Divisionen ausgiebig diskutiert. Im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung des Vorstands über die laufende Geschäftsentwicklung waren auch die Situation auf den Absatzmärkten, die Preise für Natur- und Synthesekautschuke, Seltene Erden und andere Rohstoffe, die sehr erfreuliche Entwicklung des Aktienkurses und das Kreditrating häufige Themen der Beratungen. In seiner Sitzung im März 2013 hat der Aufsichtsrat verschiedene Fragen der Corporate Governance behandelt. Unter anderem hat er die Liste zustimmungspflichtiger Angelegenheiten der Geschäftsleitung neu gefasst und einen entsprechenden Vorschlag für eine Änderung der Satzung durch die Hauptversammlung 2013 verabschiedet. Nach Vorbereitung durch das Präsidium hat das Plenum des Aufsichtsrats auch Entscheidungen zur Vorstandsvergütung getroffen. Der Aufsichtsrat hat das Thema "Vorstandsvergütung" in seiner Sitzung im Mai 2013 erneut aufgenommen und erste Schlüsse aus den vorläufigen Ergebnissen ihrer Überprüfung durch einen unabhängigen Berater gezogen, die das Präsidium eingeleitet hatte. In der Herbstsitzung hat das Plenum des Aufsichtsrats dann nach intensiver Diskussion verschiedene wesentliche Änderungen des Vergütungssystems für den Vorstand beschlossen. Sie sind ausführlich im Vergütungsbericht (Seiten 40 ff.) beschrieben und werden der Hauptversammlung am 25. April 2014 zur Billigung vorgelegt. Geschäftsleitende Maßnahmen des Vorstands, die nach Satzung der Gesellschaft und Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der Zustimmung des Aufsichtsrats bzw. seines Präsidialausschusses bedürfen, wurden ebenfalls behandelt: Nach sorgfältiger Prüfung wurden der Erwerb der Geschäftsaktivitäten der Taizhou Fuju Rubber Belt Manufacture Co., Ltd., Taizhou, China, und des Transportbandherstellers Legg Company, Inc., Halstead, USA, für die Division ContiTech, die Übernahme der Anteile des Minderheitsgesellschafters an der Continental Tyre South Africa (Pty.) Ltd., Port Elizabeth, Südafrika, und die Errichtung einer Produktionsstätte der ContiTech für Transportbänder in Marokko genehmigt. Darüber hinaus hat das Präsidium das Rahmen-Emissionsprogramm (Debt Issuance Programme, DIP) und die damit zusammenhängende Gewährung von Sicherheiten durch Konzerngesellschaften beraten und diesem Vorhaben zugestimmt. Den Erwerb der Veyance Technologies, Inc., Fairlawn, USA, hat der Aufsichtsrat eingehend in seiner Wintersitzung behandelt. Die Genehmigung der endgültigen Konditionen delegierte er an das Präsidium. Diese wurde Anfang Februar 2014 erteilt. In seiner Sitzung am 11. Dezember 2013 befasste sich der Aufsichtsrat außerdem mit der Jahresplanung 2014 sowie der Langfristplanung und genehmigte die Planung und die Investitionspläne für das Geschäftsjahr 2014. Dem Prüfungsausschuss hat der Vorstand ebenfalls fortlaufend und detailliert über die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns und der einzelnen Divisionen sowie über die Finanzlage des Unternehmens berichtet. Vor Veröffentlichung der Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte hat der Prüfungsausschuss diese und insbesondere die Ergebniszahlen des jeweiligen Berichtszeitraums sowie den Ausblick auf das Gesamtjahr eingehend erörtert und kritisch hinterfragt. Den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2013 hat die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover (KPMG), im Auftrag des Prüfungsausschusses einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Den Auftrag für die Prüfung des Jahresabschlusses 2013 und des Konzernabschlusses 2013 hat der Prüfungsausschuss ebenfalls dem von der Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfer, KPMG, erteilt und die Prüfungsschwerpunkte festgelegt. Der Prüfungsausschuss ist außerdem eng in das Compliance- und Risikomanagement eingebunden. Der Vorstand hat ihn regelmäßig über die Arbeit der Compliance-Abteilung und der Internen Revision sowie über bedeutende Vorfälle informiert. Die Leiterin der Compliance-Abteilung und die Leiterin der Internen Revision standen dem Prüfungsausschuss und seinem Vorsitzenden in Abstimmung mit dem Vorstand auch unmittelbar für Auskünfte zur Verfügung. Außerdem hat sich der Prüfungsausschuss über die von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY) durchgeführte und Anfang 2013 mit einem uneingeschränkten Prüfungsurteil abgeschlossene Prüfung der Implementierung des Compliance-Managementsystems für die Bereiche Anti-Korruption und Wettbewerbs-/Kartellrecht nach Prüfungsstandard PS 980 des Instituts der Wirtschaftsprüfer e. V. (IDW) berichten lassen. Weitere wichtige Themen waren z. B. das System der Verrechnungspreise für Lieferungen und Leistungen innerhalb des Konzerns und die Sicherheit der Daten des Unternehmens und ihr Schutz gegen den Zugriff Dritter. Im Prüfungsausschuss wurden zudem die sonstigen wesentlichen Risiken, die im Risikomanagementsystem erfasst sind, dargestellt und die dazu vom Vorstand beschlossenen Maßnahmen beraten. Der Prüfungsausschuss hat sich von der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems überzeugt. Interessenkonflikte und Corporate GovernanceIm Berichtsjahr sind keine Interessenkonflikte von Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitgliedern aufgetreten. Dem Aufsichtsrat hat nach seiner Einschätzung im Berichtszeitraum auch jederzeit eine angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder im Sinne des Deutschen Corporate Governance-Kodex angehört. Aufsichtsrat und Vorstand haben zum 31. März 2013 eine aktualisierte Erklärung nach § 161 AktG zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance-Kodex verabschiedet. Dazu hat der Aufsichtsrat insbesondere auch noch einmal die 2011 für seine zukünftige Zusammensetzung festgelegten Ziele überprüft und neu formuliert. Bereits im Dezember 2013 haben sich Aufsichtsrat und Vorstand mit den im Juni des Jahres vorgenommenen Änderungen des Deutschen Corporate Governance-Kodex befasst und die Entsprechenserklärung angepasst. Der Aufsichtsrat hat 2013 außerdem mit Unterstützung eines externen Beraters wieder eine Effizienzprüfung durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in der Dezembersitzung vorgestellt. Danach hat sich der Aufsichtsrat gegenüber der letzten Effizienzprüfung im Jahr 2010 in praktisch allen relevanten Bereichen deutlich verbessert; die meisten Defizite wurden behoben. Aus der Prüfung resultierende Vorschläge für seine Arbeit will der Aufsichtsrat in diesem Jahr diskutieren. Weitere Einzelheiten zur Corporate Governance enthält der Corporate Governance-Bericht (Seiten 35 ff.). Jahres- und KonzernabschlussDer vom Vorstand nach den Vorschriften des HGB aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013, der Konzernabschluss 2013 sowie der Bericht zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns wurden unter Einbeziehung der Buchführung, des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und des Risikofrüherkennungssystems von KPMG geprüft. Zusätzlich hat KPMG den Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) geprüft. Der Konzernabschluss 2013 der Continental AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Abschlussprüfer erteilte uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Zum Risikofrüherkennungssystem hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG erforderlichen Maßnahmen getroffen hat und dass das Risikofrüherkennungssystem der Gesellschaft geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Zum Abhängigkeitsbericht hat KPMG folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk nach § 313 Abs. 3 AktG erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Die Jahresabschlussunterlagen einschließlich des Abhängigkeitsberichts und die Prüfungsberichte wurden am 26. Februar 2014 im Prüfungsausschuss mit Vorstand und Abschlussprüfer erörtert. Außerdem wurden sie in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 12. März 2014 ausführlich behandelt. Die erforderlichen Unterlagen waren rechtzeitig vor diesen Sitzungen an alle Mitglieder des Prüfungsausschusses bzw. des Aufsichtsrats verteilt worden, sodass ausreichend Gelegenheit zu ihrer Prüfung bestand. Bei den Beratungen war der Abschlussprüfer anwesend. Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und stand Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Auf der Basis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts, des Konzernlageberichts und des Abhängigkeitsberichts einschließlich der Schlusserklärung des Vorstands sowie auf der Basis des Berichts und der Empfehlung des Prüfungsausschusses hat sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Einwendungen waren nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Darüber hinaus wird der Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 25. April 2014 gemeinsam mit dem Vorstand vorschlagen, für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende in Höhe von 2,50 € pro Aktie auszuschütten. Personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und VorstandIm Aufsichtsrat hat es 2013 folgende Veränderungen gegeben: Zum Ende der Hauptversammlung am 15. Mai 2013 hat Werner Bischoff, bis dahin stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, sein Amt niedergelegt, um in den Ruhestand zu treten. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Bischoff für seine langjährige Arbeit und den wichtigen Beitrag, den er für die positive Entwicklung des Unternehmens geleistet hat. Peter Hausmann, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE, wurde am 1. Juli 2013 vom Amtsgericht Hannover zu seinem Nachfolger bestellt. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählte der Aufsichtsrat ab 1. August 2013 Hartmut Meine. Mit Wirkung zum Ablauf des 1. Dezember 2013 hat Dr. Jürgen Geißinger sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt auch Herrn Dr. Geißinger für seinen Beitrag zum Wohl der Continental. Zu seinem Nachfolger hat das Amtsgericht Hannover am 4. Dezember 2013 Prof. Dr. Peter Gutzmer, Mitglied des Vorstands der Schaeffler AG, bestellt. Weitere Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, die im Berichtsjahr amtiert haben, sind auf der Seite 242 f. zu finden. Im Vorstand wurde mit Zustimmung des Aufsichtsrats ein neues Ressort "China" geschaffen, um der Bedeutung dieses Marktes für das Unternehmen noch besser gerecht zu werden. Dr. Ralf Cramer hat es zum 1. August 2013 mit Sitz in Shanghai, China, übernommen. Zu seinem Nachfolger in der Verantwortung für die Division Chassis & Safety hat der Aufsichtsrat am 25. September 2013 Frank Jourdan bestellt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen für ihre hervorragende Leistung, mit der sie den großen Erfolg des Unternehmens auch im vergangenen Jahr ermöglicht haben.
Hannover, 12. März 2014 Für den Aufsichtsrat mit freundlichen Grüßen Ihr Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle, Vorsitzender Corporate Governance-Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGBEine gute, verantwortungsvolle und auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtete Unternehmensführung ist Maßstab unseres Handelns.Eine gute, verantwortungsvolle und auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtete Unternehmensführung (Corporate Governance) ist Maßstab des Handelns von Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG und Grundlage des Erfolgs der Gesellschaft im Interesse aller ihrer Stakeholder. Im Folgenden berichten Aufsichtsrat und Vorstand gemäß unseren Corporate Governance-Grundsätzen, Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance-Kodex, und gemäß § 289a HGB über die Corporate Governance bei Continental. Der Bericht wird durch den Vergütungsbericht der Continental AG ergänzt. Letzterer ist Teil des Lageberichts der Gesellschaft. Die Corporate Governance-Grundsätze der Continental AG lehnen sich eng an den Deutschen Corporate Governance-Kodex an. Zusammen mit den "BASICS", in denen wir schon seit 1989 unsere Werte und Grundsätze festhalten, unseren Grundsätzen der gesellschaftlichen Verantwortung und unserem Verhaltenskodex sind sie Richtschnur für die Unternehmensleitung und -kontrolle bei Continental. Organe der GesellschaftVorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung der Continental AG bilden nach Gesetz und Satzung die Organe der Gesellschaft. Als deutsche Aktiengesellschaft hat die Continental AG ein duales Führungssystem, das durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungs- und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet ist Der Vorstand und seine ArbeitsweiseDer Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung frei von Weisungen Dritter nach Maßgabe des Gesetzes, der Satzung, der Geschäftsordnung für den Vorstand sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Unbeschadet des Grundsatzes der Gesamtverantwortung, wonach alle Mitglieder des Vorstands die Verantwortung für die Geschäftsführung gemeinsam tragen, führt jedes Mitglied des Vorstands das ihm übertragene Ressort in eigener Verantwortung. Der Vorstandsvorsitzende hat die Federführung in der Gesamtleitung und der Geschäftspolitik des Unternehmens. Er sorgt für die Koordination und Einheitlichkeit der Geschäftsführung im Vorstand und vertritt die Gesellschaft gegenüber der Öffentlichkeit. Der Vorstand besteht zurzeit aus neun Mitgliedern. Der Vorstand hat eine Geschäftsordnung, die insbesondere die Geschäftsverteilung unter den Vorstandsmitgliedern, die wesentlichen Angelegenheiten des Unternehmens und der Konzerngesellschaften, die einer Entscheidung des Gesamtvorstands bedürfen, die Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden sowie das Verfahren der Beschlussfassung durch den Vorstand regelt. Für bedeutende Maßnahmen der Geschäftsleitung legen die Satzung und die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats fest. Der Aufsichtsrat und seine ArbeitsweiseDer Aufsichtsrat bestellt den Vorstand und überwacht und berät ihn bei der Leitung der Gesellschaft. In Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Bestimmte Angelegenheiten der Geschäftsleitung bedürfen nach Maßgabe von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung des Aufsichtsrats seiner Zustimmung. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat und nimmt seine Belange nach außen wahr. Mit dem Vorstand, insbesondere mit dessen Vorsitzendem, steht er zwischen den Sitzungen in regelmäßigem Kontakt und berät mit ihm insbesondere Fragen der Strategie, der Geschäftsentwicklung, des Risikomanagements und der Compliance des Unternehmens. Zusammensetzung des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat setzt sich nach Maßgabe des Mitbestimmungsgesetzes und der Satzung der Gesellschaft aus 20 Mitgliedern zusammen. Grundsätzlich wird die eine Hälfte von den Aktionären in der Hauptversammlung gewählt, die andere von den Arbeitnehmern der Continental AG und der von ihr abhängigen deutschen Konzernunternehmen. Die derzeitige Amtsperiode aller Mitglieder des Aufsichtsrats endet mit dem Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2014. Entsprechend Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance-Kodex hat der Aufsichtsrat folgende Ziele für seine Zusammensetzung benannt:
Eine Altersgrenze, wie in Ziffer 5.4.1 des Kodex empfohlen, hat der Aufsichtsrat nicht festgelegt. Er hält ein so pauschales Kriterium nicht für angemessen, um die Qualifikation eines Kandidaten für die Wahl zum Mitglied des Aufsichtsrats zu bewerten. Der Aufsichtsrat hat die benannten Ziele bei seinen Vorschlägen für die Wahl zum Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung am 25. April 2014 berücksichtigt. Er wird weiter über den Stand ihrer Umsetzung berichten. Die Anteilseignervertreter und die Arbeitnehmervertreter sind gleichermaßen dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist Vertreter der Anteilseigner. Er hat bei Stimmengleichheit ein entscheidendes Zweitstimmrecht. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben. Im Rahmen von Gesetz und Satzung enthält sie u.a. nähere Bestimmungen zu den Aufsichtsratssitzungen, zur Verschwiegenheitspflicht, zum Umgang mit Interessenkonflikten, zu den Berichtspflichten des Vorstands und einen Katalog der Rechtsgeschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Ausschüsse des AufsichtsratsAusschüsse des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat zurzeit vier Ausschüsse: den Präsidialausschuss, den Prüfungsausschuss, den Nominierungsausschuss und den nach § 27 Abs. 3 MitbestG zu bildenden Ausschuss (Vermittlungsausschuss). Dem Präsidialausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, sein Stellvertreter und die beiden weiteren Mitglieder des Vermittlungsausschusses an. Das sind Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle, Hartmut Meine, Michael Deister und Georg F. W. Schaeffler. Eine der wesentlichen Aufgaben des Präsidialausschusses ist die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern sowie Abschluss, Beendigung und Änderung von Anstellungsverträgen und sonstigen Vereinbarungen mit ihnen. Für die Festsetzung der Gesamtvergütung des Vorstands ist jedoch ausschließlich das Plenum des Aufsichtsrats zuständig. Eine weitere wichtige Aufgabe des Präsidialausschusses ist die Entscheidung über die Zustimmung zu bestimmten, in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats festgelegten Rechtsgeschäften des Unternehmens. Diese Mitwirkungsrechte hat der Aufsichtsrat zum Teil auf den Präsidialausschuss mit der Maßgabe übertragen, dass jedes seiner Mitglieder im Einzelfall verlangen kann, eine Angelegenheit wieder dem Plenum zur Entscheidung vorzulegen. Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) kümmert sich im Wesentlichen um Rechnungslegung, Abschlussprüfung, Risikomanagement und Compliance. Er befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der vorbereitenden Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses und gibt dazu seine Empfehlung an das Plenum des Aufsichtsrats zur Beschlussfassung nach § 171 AktG. Er berät außerdem die Entwürfe der Zwischenberichte der Gesellschaft. Ferner ist er dafür zuständig, die erforderliche Unabhängigkeit des Abschlussprüfers sicherzustellen, und befasst sich mit den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen. Der Ausschuss erteilt den Prüfungsauftrag, bestimmt gegebenenfalls Prüfungsschwerpunkte und vereinbart das Honorar. Zur Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung gibt er eine Empfehlung für den Vorschlag des Aufsichtsrats ab. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Dr. Bernd W. Voss, ist unabhängig und verfügt als ehemaliger Finanzvorstand der Dresdner Bank über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Weitere Mitglieder sind Hans Fischl, Peter Hausmann, Michael Iglhaut, Klaus Rosenfeld und Georg F. W. Schaeffler. Ein ehemaliges Vorstandsmitglied und der Aufsichtsratsvorsitzende können nicht Vorsitzender des Prüfungsausschusses sein. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für seine Wahlvorschläge an die Hauptversammlung zu empfehlen. Ihm gehören ausschließlich Anteilseignervertreter an, und zwar Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle, Maria-Elisabeth Schaeffler, Georg F. W. Schaeffler und Dr. Bernd W. Voss. Der Vermittlungsausschuss wird nach § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG nur tätig, wenn ein Vorschlag zur Bestellung eines Mitglieds des Vorstands oder zu deren einvernehmlicher Aufhebung beim ersten Abstimmungsvorgang nicht die gesetzlich vorgeschriebene Zweidrittelmehrheit findet. Einer erneuten Abstimmung ist dann zwingend ein Vermittlungsversuch durch diesen Ausschuss vorgeschaltet. Aktienbesitz von Aufsichtsrat und VorstandAm 17. September 2013 gab unser Großaktionär, die Schaeffler Gruppe, den Verkauf von 7,8 Mio Continental-Aktien bekannt und reduzierte damit seinen Anteilsbesitz von 49,9 % auf 46,0 %. Dieser Anteilsbesitz ist den Mitgliedern des Aufsichtsrats, Maria-Elisabeth Schaeffler und Georg F. W. Schaeffler, zuzurechnen. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats besaßen zum 11. Februar 2014 Aktien mit einem Anteil von insgesamt weniger als 1 % am Grundkapital der Gesellschaft. Die Mitglieder des Vorstands besaßen zum 11. Februar 2014 Aktien mit einem Anteil von insgesamt ebenfalls weniger als 1 % am Grundkapital der Gesellschaft. Aktionäre und HauptversammlungDie Aktionäre der Gesellschaft üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte in der Hauptversammlung aus. Die ordentliche Hauptversammlung, die jährlich in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres stattfinden muss, entscheidet über sämtliche ihr durch das Gesetz zugewiesenen Aufgaben wie die Verwendung des Bilanzgewinns, Wahl und Entlastung der Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder, Wahl des Abschlussprüfers und Änderungen der Satzung der Gesellschaft. Jede Aktie der Continental AG gewährt eine Stimme. Aktien mit Mehrfach- oder Vorzugsstimmrechten oder ein Höchststimmrecht existieren nicht. Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet und seine Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts nachweist, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Zur Erleichterung der Wahrnehmung ihrer Rechte und zur Vorbereitung der Aktionäre auf die Hauptversammlung werden diese bereits im Vorfeld der Hauptversammlung durch den Geschäftsbericht und die Einladung zur Versammlung umfassend über das abgelaufene Geschäftsjahr sowie die anstehenden Tagesordnungspunkte unterrichtet. Sämtliche Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung, einschließlich des Geschäftsberichts, sind auch auf der Webseite der Gesellschaft in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. Um die Wahrnehmung der Aktionärsrechte zu erleichtern, bietet die Gesellschaft allen Aktionären, die ihre Stimmrechte nicht selbst ausüben können oder wollen, an, über einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter in der Hauptversammlung abzustimmen. Erklärung nach § 161 AktG und Abweichungen vom Deutschen Corporate Governance-KodexIm Dezember 2013 haben Vorstand und Aufsichtsrat die nachstehende jährliche Erklärung nach § 161 AktG abgegeben: "Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG erklären gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance-Kodex" (Fassung vom 13. Mai 2013; vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemacht am 10. Juni 2013) mit den nachstehenden Einschränkungen entsprochen wurde und wird. Auf die Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat vom 31. März 2013 sowie auf vorangegangene Erklärungen nach § 161 AktG und die darin erläuterten Abweichungen von Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance-Kodex wird Bezug genommen.
Hannover, im Dezember 2013 Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle, Vorsitzender des Aufsichtsrats Dr. Elmar Degenhart, Vorsitzender des Vorstands" Die Erklärung ist den Aktionären auf unserer Internetseite dauerhaft zugänglich gemacht worden. Dort befinden sich auch frühere Erklärungen nach § 161 AktG. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich in den Corporate Governance-Grundsätzen der Continental AG verpflichtet, nicht nur Abweichungen von Kodex-Empfehlungen, sondern auch von Anregungen wie folgt zu erläutern:
Die vollständigen Corporate Governance-Grundsätze der Continental AG sind im Internet veröffentlicht unter www.continentalir.com. Wesentliche Praktiken der UnternehmensführungNeben den Corporate Governance-Grundsätzen sind die folgenden Prinzipien wesentliche Grundlagen unserer nachhaltigen und verantwortungsvollen Unternehmensführung:
Die genannten Dokumente sind auf der Continental-Internet-seite unter www.continental-corporation.com zugänglich. RechnungslegungFür die Rechnungslegung des Continental-Konzerns sind die International Financial Reporting Standards (IFRS) maßgeblich, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Grundlage des Jahresabschlusses der Continental AG sind die Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB). Internes Kontrollsystem und RisikomanagementZu einer sorgfältigen Unternehmensleitung und guten Corporate Governance gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit Risiken. Continental verfügt über ein konzernweites internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, insbesondere im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, mit dessen Hilfe die Risikosituation des Unternehmens analysiert und gesteuert wird. Das Risikomanagementsystem dient der Identifizierung und Beurteilung von Entwicklungen, die erhebliche Nachteile auslösen können, und der Vermeidung von Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden. Im Einzelnen berichten wir darüber im Risiko- und Chancenbericht, der Teil des Lageberichts zum Konzernabschluss ist. Transparente und zeitnahe KommunikationAktionäre, Analysten, Aktionärsvereinigungen, Medien und die interessierte Öffentlichkeit werden gleichermaßen über die wesentlichen Entwicklungen und die Lage des Unternehmens unterrichtet. So stehen allen Aktionären unverzüglich sämtliche Informationen in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung, die auch Finanzanalysten und vergleichbare Adressaten erhalten. Als zeitnahe Informationsquelle steht insbesondere die Internetseite der Continental AG zur Verfügung, wo unter anderem Finanzberichte, Präsentationen aus Analysten- und Investorenkonferenzen sowie Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen der Gesellschaft abrufbar sind. Die Termine der wesentlichen wiederkehrenden Veröffentlichungen und Veranstaltungen (Geschäftsbericht, Zwischenberichte, Hauptversammlung, Presse- und Analystenkonferenzen) werden in einem Finanzkalender mit ausreichendem Zeitvorlauf publiziert. Die bisher bekannten Termine für 2014 und 2015 sind unter www.continental-ir.com im Internet aufgelistet. ComplianceEiner unserer Grundwerte ist Vertrauen. Vertrauen setzt Integrität, Ehrlichkeit und Unbestechlichkeit voraus. Die Einhaltung aller auf die Continental AG und ihre Tochtergesellschaften anwendbaren gesetzlichen Vorschriften und aller internen Regeln durch Management und Mitarbeiter (Compliance) ist daher seit Langem Ziel des Unternehmens und fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Neben unseren Unternehmensleitsätzen, den "BASICS", und den Corporate Governance-Grundsätzen kommt dies insbesondere in den Grundsätzen unserer gesellschaftlichen Verantwortung und im für alle Mitarbeiter geltenden Verhaltenskodex zum Ausdruck. Der Vorstand bekennt sich ausdrücklich zu diesen Grundsätzen und dem "Null-Toleranz"-Prinzip, insbesondere gegenüber Korruption und Kartellverstößen. Grundlage unseres Compliance Management Systems (CMS) ist eine umfassende Analyse der Compliance-Risiken des Unternehmens. Das Unternehmen und seine Geschäftsaktivitäten werden im Hinblick auf potenzielle Compliance-Risiken untersucht, die sich z. B. aus Strukturen und Abläufen, einer bestimmten Marktsituation, aber auch der Tätigkeit in bestimmten geografischen Regionen ergeben können. Berücksichtigt werden u.a. die Ergebnisse der regelmäßigen konzernweiten Risikoinventur genauso wie externe Quellen wie der "Transparency International Corruption Perception"-Index. Konkretisiert und vertieft wird die Analyse vor allem durch eine Vielzahl von Interviews mit Management und Mitarbeitern aller Ebenen. Die Risikoanalyse ist kein einmaliger Vorgang. sondern bedarf der ständigen Überprüfung und Aktualisierung. Die Compliance-Organisation wird operativ von der Leiterin der Compliance-Abteilung geführt. Sie untersteht dem Corporate Compliance-Officer. der direkt an den Finanzvorstand berichtet. Schwerpunkt der Arbeit der Compliance-Abteilung ist die Verhinderung von Verstößen gegen Kartell- und Wettbewerbsrecht. von Korruption und von Betrug und anderen Vermögensdelikten. Für andere Bereiche. in denen das Risiko von Compliance-Verstößen besteht. liegt die Verantwortung für das Compliance Management bei vorhandenen Fachfunktionen. die diese Aufgabe schon seit Langem kompetent wahrnehmen und dabei von der Compliance-Abteilung unterstützt werden. Das CMS besteht aus den drei Säulen Vorbeugung. Aufdeckung und Reaktion:
2011 hat die Continental AG die Konzeption des CMS für die Bereiche Anti-Korruption. Wettbewerbs-/Kartellrecht, Betrug und sonstige Vermögensdelikte durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY) nach Prüfungsstandard PS 980 des Instituts der Wirtschaftsprüfer e.V. (IDW) prüfen lassen. EY hat ein uneingeschränktes Prüfungsurteil abgegeben. 2012 hat EY die Implementierung des CMS nach IDW PS 980 geprüft und ist Anfang 2013 zum gleichen Ergebnis gekommen. Wir beabsichtigen. 2014 auch die Prüfung der Wirksamkeit des CMS nach IDW PS 980 anzugehen. Compliance-relevante Sachverhalte und Risiken werden im Risiko- und Chancenbericht (Seiten 126 ff.) und im Anhang zum Konzernabschluss (Nr. 34) näher erläutert. Corporate GovernanceVergütungsberichtDieser Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts. Grundzüge des Vergütungssystems des VorstandsNach dem Aktiengesetz (AktG) ist die Festsetzung der Vorstandsvergütung dem Plenum des Aufsichtsrats vorbehalten. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands besteht aus einer Festvergütung, variablen Vergütungselementen, Nebenleistungen und einer Altersversorgung. Jedes Vorstandsmitglied erhält Jahresfestbezüge, die in zwölf Monatsraten gezahlt werden. Als variable Vergütung erhalten die Vorstandsmitglieder einen Performance Bonus. Ausgehend vom Zielbonus, den der Aufsichtsrat für jedes Vorstandsmitglied für eine Zielerreichung von 100 % festlegt, wird der Performance Bonus entsprechend dem Erreichen bestimmter Ziele bei der Veränderung des Continental Value Contribution (CVC) gegenüber dem Vorjahr und beim Return on Capital Employed (ROCE) errechnet. Diese Kennzahlen beziehen sich bei den Vorstandsmitgliedern, die für eine Division verantwortlich sind, auf diese, bei den anderen auf den Konzern. Ergänzend zu den CVC- und ROCE-Zielen kann der Aufsichtsrat zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres ein strategisches Ziel festlegen. Für 2013 hatte der Aufsichtsrat das Erreichen eines bestimmten Free Cashflow des Konzerns als Ziel beschlossen. Wenn bestimmte Mindestwerte nicht erreicht werden, kann sich der Performance Bonus auch auf null reduzieren. Um außergewöhnlichen Entwicklungen, die den Grad der Zielerreichung beeinflusst haben, Rechnung tragen zu können, hat der Aufsichtsrat das Recht, die festgestellte Zielerreichung, auf deren Grundlage der Performance Bonus errechnet wird, nach billigem Ermessen rückwirkend um bis zu 20 % nach oben oder unten zu korrigieren. In jedem Fall ist der Performance Bonus auf 150 % des Zielbonus begrenzt. Dies gilt unabhängig davon, ob ein ergänzendes strategisches Ziel beschlossen wird. Neben dem Performance Bonus können im Einzelfall ein spezieller Bonus für besondere Projekte vereinbart oder ein Anerkennungsbonus gewährt werden. Nach den bis 31. Dezember 2013 geltenden Vereinbarungen werden 40 % des Performance Bonus in Form einer Einmalzahlung als Jahresbonus ausgezahlt (Sofortbetrag). Die übrigen 60 % (Deferral) werden in virtuelle Aktien der Continental AG umgewandelt. Nach Ablauf einer Haltefrist von drei Jahren nach Ende des Geschäftsjahres, für das der jeweilige Performance Bonus festgestellt ist, wird der Wert dieser virtuellen Aktien einschließlich des Werts der Dividenden ausgezahlt, die für die von der Haltefrist umfassten Geschäftsjahre ausgeschüttet wurden. Die Umwandlung des Deferral in virtuelle Aktien und die Auszahlung des Werts nach Ablauf der Haltefrist erfolgen auf Basis des Durchschnitts der Aktienkurse des Dreimonatszeitraums, welcher der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr der Umwandlung bzw. im Jahr der Auszahlung unmittelbar vorhergeht. Der nach Ablauf der Haltefrist ausgezahlte Betrag eines Deferral, das sich auf ein Geschäftsjahr bis einschließlich 2013 bezieht, darf jedoch 50 % des Werts bei Umwandlung nicht unter- und dessen Dreifaches nicht überschreiten. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus den Auszahlungsbetrag eines solchen Deferral zum Ausgleich außergewöhnlicher Entwicklungen rückwirkend um bis zu 20 % nach oben oder unten anpassen. Außerdem erhalten die Mitglieder des Vorstands bestimmte Nebenleistungen. Dazu gehören die Erstattung von Auslagen einschließlich der in der Regel befristeten Zahlungen bei einer betrieblich veranlassten doppelten Haushaltsführung, die Stellung eines Dienstwagens und Versicherungsprämien für eine Gruppenunfall- und eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung). Die D&O-Versicherung sieht einen angemessenen Selbstbehalt vor, der den Anforderungen des § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG entspricht. Bei längeren Tätigkeiten im Ausland werden Leistungen nach den Entsenderichtlinien für obere Führungskräfte gewährt. Die Nebenleistungen sind von den Vorstandsmitgliedern selbst zu versteuern. Für den Fall einer unverschuldeten Dienstunfähigkeit ist zusätzlich vereinbart, die Bezüge befristet fortzuzahlen. Allen Vorstandsmitgliedern ist ein Ruhegehalt zugesagt, das nach Vollendung des 63. Lebensjahres, jedoch nicht vor Ausscheiden aus den Diensten der Gesellschaft, oder bei Berufsunfähigkeit gezahlt wird. Das maximal erreichbare Ruhegehalt nach den bis 31. Dezember 2013 geltenden Vereinbarungen lag bei 50 % der zuletzt bezahlten Festbezüge und 12 % des Durchschnitts der in den letzten fünf Geschäftsjahren jeweils erzielten variablen Vergütung. Es bestand ein individuell festgelegter Ruhegehaltssockelbetrag. Pro Dienstjahr erlangte ein Mitglied des Vorstands eine Versorgungsanwartschaft in Höhe von 10 % der Differenz zwischen dem Ruhegehaltssockelbetrag und seinem maximalen Ruhegehaltsanspruch, bis nach zehn Jahren der volle Anspruch erreicht wurde. Eine Anpassung des Ruhegehalts nach Eintritt des Versorgungsfalls erfolgt nach § 16 BetrAVG. Anderweitige Einkünfte werden auf das Ruhegehalt angerechnet. In den Dienstverträgen ist vereinbart, dass gegebenenfalls im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit zu vereinbarende Zahlungen an das Vorstandsmitglied einschließlich Nebenleistungen nicht den Wert von zwei Jahresvergütungen und nicht den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit des Vorstands-Dienstvertrags überschreiten sollen. Abfindungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Übernahmeangebots oder eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft bestehen nicht. Änderungen des Vergütungssystems des VorstandsDer Aufsichtsrat hatte Ende 2012 einen unabhängigen Berater beauftragt, die Vergütung des Vorstands und ihre Struktur zu untersuchen. Das Gutachten des Beraters kam zu drei grundsätzlichen Feststellungen: Die Zielvergütung der Mitglieder des Vorstands, d. h. fixe und variable Vergütung ohne Altersversorgung, lag deutlich unter der marktüblichen Vergütung. Der Anteil der variablen Vergütung ist vergleichsweise gering, wobei ein eigenständiges, aktienorientiertes Long Term Incentive (LTI) fehlt. Der Bezug der Altersversorgung auf die zuletzt bezahlte fixe und variable Vergütung ist nicht mehr marktüblich. Nach eingehender eigener Prüfung und intensiver Erörterung der Ergebnisse der Untersuchung und der Empfehlungen des Beraters hat der Aufsichtsrat im September 2013 die nachstehend beschriebenen Änderungen des Vergütungssystems des Vorstands beschlossen, die grundsätzlich ab 1. Januar 2014 wirksam werden. Dabei hat der Aufsichtsrat unter anderem die sonst im Unternehmen geltende Vergütungsstruktur und das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft in Deutschland insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigt. Für Frank Jourdan, der am 25. September 2013 zum Mitglied des Vorstands bestellt wurde, gilt das geänderte System der Vorstandsvergütung bereits ab diesem Zeitpunkt. Für José A. Avila, Wolfgang Schäfer und Elke Strathmann treten die Änderungen der Vergütung rückwirkend zum 1. Januar 2014 in Kraft, wenn sie über den 31. Dezember 2014 hinaus zum Mitglied des Vorstands wiederbestellt werden. Die Festvergütung wird auf marktübliche Höhen angehoben. Eine erneute Anpassung erfolgt frühestens 2017. Die variable Vergütung wird neu strukturiert: Der sofort als Jahresbonus ausgezahlte Anteil am Performance Bonus wird auf 60 % erhöht. Die mögliche Wertsteigerung des nunmehr 40 % des Performance Bonus betragenden Deferral wird auf 250 % (statt bisher 300 %) begrenzt. Die Garantie, dass nach Ablauf der Haltefrist mindestens 50 % des Ausgangswerts des Deferral ausgezahlt werden, entfällt ebenso wie die Möglichkeit des Aufsichtsrats, den Auszahlungsbetrag rückwirkend noch einmal zu ändern. Auch wenn ein Anerkennungs- oder Sonderbonus gewährt wird, dürfen diese und der Performance Bonus insgesamt 150 % des Zielbonus nicht übersteigen, und diese Boni werden ebenfalls in die Aufteilung in Sofortzahlung und Deferral einbezogen. Ergänzt wird die variable Vergütung durch die Gewährung eines LTI-Bonus, der den Anteil langfristiger Komponenten an der variablen Vergütung auf Basis der Zielwerte wieder auf 60 % und mehr anhebt und damit ihre Ausrichtung auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung weiter verstärkt. Den LTI-Plan beschließt der Aufsichtsrat jährlich mit einer Laufzeit von jeweils vier Jahren. Er legt darin unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Konzerns und der individuellen Leistung für jedes Vorstandsmitglied den Zielbonus fest, der bei 100 % Zielerreichung ausgezahlt wird. Erstes Kriterium der Zielerreichung ist der durchschnittliche CVC, den der Konzern in den vier Geschäftsjahren während der Laufzeit, beginnend mit dem Geschäftsjahr der Ausgabe der Tranche, tatsächlich erwirtschaftet, im Vergleich zur Planung. Der Grad der Erreichung dieses Ziels kann zwischen 0 % und maximal 200 % variieren. Das andere Zielkriterium ist der "Total Shareholder Return" der Continental-Aktie (Kursentwicklung plus Dividenden) während der Laufzeit der Tranche. Der Grad der Erreichung dieses Ziels wird mit dem Grad der Erreichung des CVC-Ziels multipliziert, um den Grad der Zielerreichung zu ermitteln, der für den nach Ende der Laufzeit tatsächlich auszuzahlenden LTI-Bonus maßgeblich ist. Er kann zwischen 0 % (keine Auszahlung) und 200 % (maximale Auszahlung) liegen. Im Vorgriff auf den ab 2014 vorgesehenen Plan hat der Aufsichtsrat den Vorstandsmitgliedern, mit Ausnahme von Frank Jourdan, 2013 bereits einen LTI-Bonus gewährt, dessen Konditionen denen entsprechen, die für den LTI-Plan 2013 des oberen Führungskreises gelten. Dieser Plan hat neben einem CVC-Ziel kein auf die Aktie, sondern ein auf den Free Cashflow im letzten Jahr der Laufzeit bezogenes Ziel. Der LTI-Plan 2013 ist im Einzelnen im Anhang zum Konzernabschluss bei den Erläuterungen zu den übrigen finanziellen Verbindlichkeiten beschrieben. Frank Jourdan behält die Ansprüche auf LTI-Boni, die ihm 2010 bis 2013 als oberer Führungskraft eingeräumt wurden. Die betriebliche Altersversorgung der Mitglieder des Vorstands wird ab 1. Januar 2014 von einer reinen Leistungszusage auf eine beitragsorientierte Leistungszusage umgestellt. Dem Versorgungskonto des Vorstandsmitglieds wird jährlich ein "Kapitalbaustein" gutgeschrieben. Dazu wird ein Betrag von 20 % der Summe aus Festvergütung und dem Zielwert des Performance Bonus mit einem Altersfaktor multipliziert, der eine angemessene Verzinsung abbildet. Die bis 31. Dezember 2013 geltende Versorgungszusage wird durch einen "Startbaustein" auf dem Kapitalkonto abgelöst. Mit Eintritt des Versorgungsfalls wird das Versorgungsguthaben als Einmalleistung, in Raten oder -aufgrund der zu erwartenden Höhe des Versorgungsguthabens der Regelfall - als Rente ausgezahlt. Insgesamt sinkt das Versorgungsniveau auf etwa 80 % der bisherigen Zusagen. Die Altersversorgung für Heinz-Gerhard Wente wird aufgrund der kurzen Restlaufzeit seines Dienstvertrags nicht mehr auf das neue System umgestellt. Bei der Berechnung seines Ruhegehalts bleibt jedoch die Erhöhung der Vergütung zum 1. Januar 2014 unberücksichtigt. Individuelle VergütungIn den nachstehenden Tabellen sind die jedem einzelnen Mitglied des Vorstands gewährten Zuwendungen. Zuflüsse und der Versorgungsaufwand nach Maßgabe der Empfehlungen der Ziffer 4.2.5 Abs. 3 des Deutschen Corporate Governance-Kodex individuell dargestellt: scroll
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Bei Dr. E. Degenhart, Dr. R. Cramer, H. Matschi
und N. Setzer erfolgte die Berechnung des Versorgungsaufwands unter
Berücksichtigung der geänderten Altersversorgungssystematik inklusive
der sich hieraus ergebenden nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwendungen.
Für J. A. Avila, W. Schäfer und E. Strathmann wurde die Berechnung
aufgrund der aufschiebenden Bedingung ihrer Wiederbestellung unverändert
auf Basis der bisherigen Altersversorgungssystematik vorgenommen.
Die geänderte Altersversorgungssystematik würde zu Versorgungsaufwendungen
von 0,5 Mio € für J. A. Avila, -0,1 Mio € für W. Schäfer sowie 0,1
Mio € für E. Strathmann führen. scroll
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Die Angaben zu Gewährung und Zufluss werden unterteilt in fixe und variable Vergütungsbestandteile und um Angaben zum Versorgungsaufwand ergänzt. Dieser enthält ebenfalls die aus der Planänderung resultierenden nachträglich zu verrechnenden Dienstzeitaufwendungen. Die fixen Vergütungskomponenten beinhalten die erfolgsunabhängigen Festvergütungen und Nebenleistungen. Die variablen erfolgsabhängigen Vergütungskomponenten unterteilen sich in Performance Bonus (Sofortbetrag) als kurzfristige Vergütungskomponente sowie die beiden mehrjährigen Bestandteile Performance Bonus (Deferral) und Long Term Incentive. Als "Gewährte Zuwendungen" werden der Sofortbetrag sowie das Long Term Incentive jeweils mit dem Zusagewert im Zeitpunkt der Gewährung (entspricht einer Zielerreichung von 100 %) angegeben. Das Deferral wird mit dem im Zeitpunkt der Aufstellung des Vergütungsberichts feststehenden Betrag des Deferral, das im Folgejahr in virtuelle Aktien umgewandelt wird, ausgewiesen. Die Vergütungselemente werden um Angaben individuell erreichbarer Maximal- und Minimalvergütungen ergänzt. Der im Berichtsjahr angegebene "Zufluss" umfasst die tatsächlich zugeflossenen fixen Vergütungsbestandteile zuzüglich der im Zeitpunkt der Aufstellung des Vergütungsberichts feststehenden Beträgen des Sofortbetrags. der im Folgejahr zufließen wird. Angaben zu den beiden langfristigen Bestandteilen Deferral und Long Term Incentive betreffen tatsächliche Auszahlungen im Berichtsjahr. Den Empfehlungen der Ziffer 4.2.5 Abs. 3 Deutscher Corporate Governance-Kodex folgend. entspricht der Versorgungsaufwand bei den Angaben zum Zufluss den gewährten Beträgen. obwohl er keinen tatsächlichen Zufluss im engeren Sinne darstellt. Die Mitglieder des Vorstands haben im Geschäftsjahr 2013 von Dritten im Hinblick auf ihre Tätigkeit im Vorstand weder Leistungen erhalten. noch sind sie ihnen zugesagt worden. Vorstandsvergütungen 2013scroll
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Die fixen Vergütungskomponenten beinhalten
neben Bezügen in Geld auch unbare Elemente (u. a. entsendungsbedingte
Leistungen für Dr. R. Cramer, Kraftfahrzeugüberlassungen,Versicherungen,
Übernahme von Umzugskosten). Vorstandsvergütungen 2012scroll
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Die fixen Vergütungskomponenten beinhalten
neben Bezügen in Geld auch unbare Elemente (u. a. Kraftfahrzeugüberlassungen,
Versicherungen, Übernahme von Umzugskosten). Langfristige Komponente der aktienbasierten VergütungDie in virtuelle Aktien der Continental AG umgewandelten Beträge der variablen Vergütung für aktive Vorstandsmitglieder haben sich wie folgt entwickelt: scroll
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Auf ausgeschiedene Vorstandsmitglieder entfallen zum 31. Dezember 2013 Zusagen mit einem Fair Value von 2,3 Mio € (entspricht 14.655 Stück). Grundlagen der Fair Value-ErmittlungAufgrund der unternehmensindividuellen Ausgestaltung weisen die virtuellen Aktien im Vergleich zu Standardoptionen einige Besonderheiten auf, die in der Bewertung der virtuellen Aktien zu berücksichtigen sind. Für die Bewertung der Bezugsrechte kommt eine Monte-Carlo-Simulation zum Einsatz. Dabei wird eine Simulation der lognormalverteilten Prozesse für den Kurs der Continental-Aktie durchgeführt. Das Bewertungsmodell berücksichtigt zudem die Durchschnittswertbildung der Aktienkurse im jeweiligen Referenzzeitraum und die Unter- und Obergrenze des Auszahlungsbetrags. Zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2013 wird mit folgenden Parametern gerechnet:
AltersvorsorgeaufwendungenDer Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation, DBO) sämtlicher Pensionszusagen der aktiven Mitglieder des Vorstands stellt sich wie folgt dar: scroll
Wir verweisen auf Kapitel 39 des Konzernanhangs hinsichtlich der Angaben zu Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands. Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 16 der Satzung geregelt. Sie hat ebenfalls einen fixen und einen variablen Bestandteil. Dem Vorsitzenden sowie dem stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats und den Vorsitzenden und Mitgliedern der Ausschüsse steht eine höhere Vergütung zu. Neben der Vergütung werden Sitzungsgelder gezahlt und die Auslagen erstattet. Die D&O-Versicherung deckt auch die Mitglieder des Aufsichtsrats ab. Der Selbstbehalt entspricht. wie vom Deutschen Corporate Governance-Kodex empfohlen, ebenfalls den gesetzlich nur für den Vorstand geltenden Anforderungen des § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG. Beratungs- oder sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Aufsichtsrats oder ihnen nahestehenden Personen bestanden im vergangenen Jahr nicht. Die nach diesen Vorschriften für 2013 gewährten Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder sind in der folgenden Tabelle wiedergegeben. Aufsichtsratsvergütungenscroll
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Einschließlich Sitzungsgelder. Der nachfolgende Lagebericht ist ein zusammengefasster Lagebericht i. S. d. § 315 Abs. 3 HGB, da die künftigen Chancen und Risiken des Continental-Konzerns und der Muttergesellschaft, der Continental AG, untrennbar miteinander verbunden sind. LageberichtUnternehmensprofilKonzernstrukturUnsere Organisationsstruktur sorgt dafür, dass der Gesamterfolg des Unternehmens auf einer nachhaltigen Wertschaffung basiert.Neben der Continental AG, einer Aktiengesellschaft nach deutschem Recht, als Muttergesellschaft umfasst der Continental-Konzern 443 Gesellschaften, einschließlich Minderheitsbeteiligungen. Das Continental-Team bilden rund 178.000 Mitarbeiter an 300 Standorten in 49 Ländern. Der Continental-Konzern ist in die Automotive Group und die Rubber Group, die 60 % bzw. 40 % zum Gesamtumsatz beitragen, gegliedert. Sie umfassen fünf Divisionen mit 27 Geschäftsbereichen. Produkte und Produktgruppen bzw. bestimmte Regionen bilden die Grundlage für die Zuordnung zu einer Division und zu einem Geschäftsbereich. Die Divisionen und Geschäftsbereiche haben eine durchgängige Geschäftsverantwortung einschließlich der Ergebnisverantwortung. Der Vorstand der Continental AG trägt die Gesamtverantwortung für die Geschäftsleitung. Im Vorstand sind die Divisionen mit jeweils einem eigenen Vorstandsmitglied vertreten. Die Zentralbereiche werden, bis auf den Konzern-Einkauf, durch den Vorstandsvorsitzenden, den Finanzvorstand und den Personalvorstand vertreten. Die Zentralbereiche übernehmen die Funktionen, die divisionsübergreifend für die Steuerung des Konzerns notwendig sind. Dazu gehören insbesondere die Bereiche Finanzen und Controlling. Recht und Compliance. Corporate Social Responsibility sowie Umwelt und Qualitätsmanagement. Um die Organisation in China zu stärken und die Weichen für schnelles. profitables und dauerhaftes Wachstum zu stellen. ist seit August 2013 ein Vorstandsmitglied für das gesamte Geschäft von Continental in China verantwortlich. Im Berichtsjahr haben wir unsere übergreifende Zusammenarbeit als eine "Balance of Cooperation" definiert. Ziel ist es. ein gemeinsames. einheitliches Verständnis unserer Zusammenarbeit über organisatorische und geografische Grenzen hinweg festzuschreiben und zu fördern. Unsere Organisation stellt sicher. dass die zentralen Managementbereiche und die operativen Aufgaben aufeinander abgestimmt sind. Sie ermöglicht. dass wir flexibel und schnell auf Marktbedingungen sowie die Anforderungen unserer Kunden reagieren können. und sorgt dafür. dass der Gesamterfolg des Continental-Konzerns einer nachhaltigen Wertschaffung entspricht. Weltweite Präsenz: 300 Standorte in 49 Ländern![]() Continental-Konzernstruktur Im Überblick![]() Automotive Group:
Rubber Group:
KonzernstrategieUnsere Strategie hilft uns, flexibel und effizient auf die Anforderungen der verschiedenen Märkte zu reagieren und nachhaltigen Wert für alle Stakeholder zu schaffen.Hoher Wettbewerbs-, Innovations- und Kostendruck kennzeichnen das Marktumfeld, in dem Continental als global agierender Automobilzulieferer, Reifenhersteller und Partner weiterer Schlüsselindustrien tätig ist. Eine schnelle Reaktion auf sich verändernde Nachfragen und Ansprüche unserer Kunden ist entscheidend für unseren Erfolg. Grundlegend für unsere Strategie und demzufolge für unsere Geschäftsaktivitäten sind die globalen Megatrends:
Diese Megatrends leiten sich aus den gesellschaftlichen Entwicklungen ab: dem rasanten Wachstum der Weltbevölkerung bei gleichzeitigem demografischen Wandel, der Globalisierung der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Beziehungen, dem Streben nach einem höheren Lebensstandard, der zunehmenden Urbanisierung und nicht zuletzt dem Bedürfnis nach Mobilität. Sieben strategische HandlungsfelderUnsere Strategie beinhaltet sieben Handlungsfelder, die sich gegenseitig ergänzen und Continental auf die nachhaltige Schaffung von Wert ausrichten, damit das Unternehmen zukunftsfähig bleibt. 1. Wertsteigerung - dauerhafte Steigerung des UnternehmenswertsZur dauerhaften Steigerung des Unternehmenswerts sind für uns drei Aktionsfelder entscheidend: Innovationen, Effizienz- und Produktivitätssteigerung sowie überproportionales und profitables Wachstum in den aufstrebenden Märkten. Eine höhere Effizienz erreichen wir durch das Continental Business System (CBS). Ziel des Systems ist es, Arbeitsabläufe flexibler, reibungsloser und entlastender für alle Beteiligten zu gestalten, um neuen Spielraum für Wertsteigerung, Innovationen, Geschäftschancen und zusätzliches Wachstum zu schaffen. Im Sinne des Lean Managements richten wir unsere Prozesse auf allen Ebenen unserer Organisation und entlang der gesamten Wertschöpfungskette danach aus. Mit unserem Quality First-Programm definieren wir ein einheitliches Qualitätsverständnis und legen damit den Grundstein für die weltweite Standardisierung zentraler Qualitätsprozesse. Qualität ist für uns die Grundlage zur Zufriedenheit unserer Kunden. Das Zusammenspiel unserer globalen Wachstums-, Innovations-, Effizienz- und Produktivitätsorientierung ermöglicht uns, mit den steigenden Anforderungen unserer Kunden zu wachsen. Darüber hinaus kompensieren wir damit etwaige Kostensteigerungen sowie negative Inflationseinflüsse. Bis zum Jahr 2015 wollen wir die Rendite auf das betrieblich gebundene Kapital (Return on Capital Employed, ROCE) auf 20 % erhöhen. Im Berichtsjahr sind wir dabei einen großen Schritt vorangekommen und konnten den ROCE von 18,8 % auf 19,4 % steigern. 2. Regionale Umsatzbalance - weltweit ausgewogene UmsatzverteilungWir streben ein weltweit ausbalanciertes Umsatzportfolio an, um unabhängiger von einzelnen Märkten zu sein. Zur Ausbalancierung unseres Geschäftsmodells wollen wir deshalb beispielsweise die Abhängigkeit von den europäischen Märkten reduzieren, indem wir die Wachstumschancen in den aufstrebenden Märkten Asiens und Südamerikas sowie in Russland und auf dem nordamerikanischen Kontinent stärker nutzen. So werden wir gleichzeitig unabhängiger von Konjunkturschwankungen in einzelnen Regionen der Welt. Im Jahr 2008 hatten wir uns das Ziel gesetzt, den Konzernumsatzanteil in den asiatischen Märkten mit der Zeit auf 30 % zu erhöhen. In den vergangenen fünf Jahren haben wir diesen Umsatzanteil auf 19 % gesteigert. In den nord- und südamerikanischen Märkten wollen wir einen Umsatzanteil von mindestens 25 % halten. China ist für uns ein besonders wichtiger Absatzmarkt und schon heute der größte Automobilproduzent und -markt der Welt. Nirgendwo steigt der Bedarf an individueller Mobilität und Industriegütern stärker. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen und unsere Ziele in Asien zu erreichen, haben wir erstmals ein Vorstandsressort für einen Markt etabliert. Seit August 2013 ist Dr. Ralf Cramer (vorher verantwortlich für die Division Chassis & Safety) für das gesamte Geschäft von Continental in China verantwortlich. Damit haben wir die Organisation vor Ort gestärkt und die Weichen für schnelles, profitables und dauerhaftes Wachstum gestellt. 3. Top-Marktposition - unter den drei führenden Anbietern in allen relevanten MärktenUm unsere Zukunft aus einer führenden Position heraus zu gestalten, wollen wir in Bezug auf Kundenorientierung, Qualität und Marktanteil dauerhaft zu den weltweit führenden Lieferanten gehören. Unsere Produktpalette ermöglicht Spitzenleistungen bei der Energie- und Kraftstoffeinsparung, bei der Sicherheit und der Vernetzung von Fahrzeugen. Darüber hinaus liefern wir wegweisende Lösungen für die Reifenmärkte sowie für Kautschuk- und Kunststoffprodukte. Das breit gefächerte und skalierbare Leistungsspektrum bietet unseren Kunden in etablierten und aufstrebenden Märkten Komponenten, Module und komplette Systeme. Konzernstrategie im Überblick![]() Die Divisionen der Automotive Group sowie ContiTech zählen - gemessen am Umsatz in den entsprechenden Märkten - mit dem überwiegenden Anteil ihrer Produkte zu den führenden Anbietern. Unser Portfolio besteht etwa zur Hälfte aus den 20 am stärksten wachsenden Produktsegmenten. Im Reifengeschäft sind wir aktuell weltweit die Nummer vier. Unsere Produktionskapazitäten werden derzeit erheblich ausgebaut. 4. Im Markt für den Markt - hoher LokalisierungsgradLokal entwickeln, lokal einkaufen (soweit unter den Gesichtspunkten des Global Sourcing sinnvoll und möglich), lokal produzieren und vermarkten lautet unser Geschäftsansatz. Durch unsere weltweit vernetzt arbeitende Entwicklung und Produktion ist Continental sowohl auf den wirtschaftlich führenden als auch auf den wachstumsstarken Zukunftsmärkten präsent. So können wir Lösungen und Produkte für hochwertige Automobile und erschwingliche Fahrzeuge sowie maßgeschneiderte Industrieanwendungen anbieten. Zur Kapazitätserhöhung der Reifenproduktion in mehreren Märkten wurde im Jahr 2011 ein Sonderinvestitionsprogramm in Höhe von rund 1 Mrd € initiiert. In Nordamerika wurde ein neues Werk errichtet und in einem bestehenden Werk die Fertigungskapazität erhöht. In Brasilien wurde ebenfalls die Produktionskapazität eines bestehenden Werks erhöht, während neue Fertigungsstätten in Russland und China bereits die Produktion aufgenommen haben. In Indien ist nach der Übernahme eines lokalen Reifenherstellers neben dem Ausbau der Lkw-Reifen-Produktion auch der Aufbau einer eigenen Pkw-Reifen-Produktion geplant. Die neuen Produktionsstandorte sollen primär den Bedarf in ihren jeweiligen lokalen Märkten bedienen. Bis Ende 2013 konnten wir unsere Kapazitäten in den BRIC-Märkten um 8 Mio Reifen steigern. 5. Ausgewogenes Kundenportfolio - Balance zwischen Automobilbranche und anderen IndustrienUnsere Abhängigkeit von der Automobilkonjunktur wollen wir verringern. Daher streben wir eine ausgewogene Verteilung des Umsatzes mit Automobilherstellern einerseits und Endverbrauchern sowie Industriekunden aus weiteren Branchen andererseits an. Heute liegt der Umsatzanteil mit Automobilherstellern noch bei rund 72 %. Unser Ziel ist es, den Umsatzanteil mit Industriekunden und Endverbrauchern bis 2020 auf rund 40% zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgen wir drei Ansätze:
Zum Ausbau des Geschäfts mit Fördergurten für industrielle Anwendungen übernahm die Division ContiTech die Industrie-Fördergurtsparte der finnischen Metso Minerals, Inc., sowie die US-amerikanische Legg Company, Inc. Im türkischen Cerkezköy haben wir in die Erweiterung der Fertigungskapazität von Schläuchen für die Bergbauindustrie sowie für Bagger- und Kopplungsschläuche investiert. Zur weiteren Stärkung des Industriegeschäfts wollen wir auch weiterhin Akquisitionen nutzen. 6. Technologische Balance - Mischung aus etablierten Lösungen und Vorreiter-TechnologienWir streben eine profitable und zukunftsfähige Mischung aus etablierten und Vorreiter-Technologien an. Eine ausgewogene Verteilung unserer Produkte über den gesamten Produktlebenszyklus ist uns besonders wichtig. Innovationen erhöhen einerseits unsere Kompetenz bei etablierten geschäftlichen Aktivitäten, andererseits bieten sie die Möglichkeit, neue Umsatzfelder zu erschließen. Wir investieren gezielt in die Entwicklung neuer Produkte, Systeme und Technologien. In wachstumsstarken Märkten oder Marktsegmenten setzen wir neue Trends und Standards. In etablierten Kernmärkten stellen wir sicher, dass wir unsere Position als einer der führenden Produkt- und Systemlieferanten kontinuierlich weiterentwickeln. Unser Produktportfolio steuern und strukturieren wir aktiv, damit wir in allen Phasen der jeweiligen Produktlebenszyklen präsent und wettbewerbsfähig sind. Automatisiertes Fahren: Wir haben im Berichtsjahr unsere Absicht bekanntgegeben, mit der Cisco Systems GmbH und der IBM Deutschland GmbH zusammenzuarbeiten, um die sichere und nahtlose Vernetzung von Fahrzeugen weiterzuführen, um eine skalierbare Cloud-Plattform zu entwickeln und um Funktionen für die Fahrzeugelektronik über das Internet zu erhalten. 7. Menschen, die begeistern - in einer Kultur, die inspiriertNachhaltiger Erfolg und Zukunftsfähigkeit basieren auf der fachlichen und sozialen Kompetenz sowie der Wertekultur unserer Mitarbeiter. Diese haben zwar nicht die gleiche Tradition und nicht den gleichen Hintergrund, doch alle teilen unsere vier grundlegenden Werte: Vertrauen, Gewinnermentalität, Freiheit und Verbundenheit. Die vier Werte prägen unseren Umgang miteinander. In allen Bereichen spielt die Art und Weise unserer täglichen Zusammenarbeit eine entscheidende Rolle. Daher fördern wir mit unseren Initiativen zur Entwicklung unserer Unternehmenskultur gezielt und umfassend ein auf Werten basierendes und von Vertrauen sowie gegenseitiger Wertschätzung gekennzeichnetes Arbeitsklima. Durch Netzwerkzusammenarbeit ohne organisatorische oder hierarchische Grenzen wollen wir effizienter zu besseren Lösungen kommen sowie Trends und Marktveränderungen schneller erfassen. Gegenseitiges Vertrauen ist eine Voraussetzung für einen umfassenden Wissensaustausch und eine wertsteigernde Zusammenarbeit. Im Berichtsjahr haben wir unsere übergreifende Zusammenarbeit als eine "Balance of Cooperation" definiert. Sie führt zu einer effizienteren Kooperation über organisatorische und hierarchische Nahtstellen sowie regionale Grenzen hinweg und hilft, lokale und regionale Chancen früher zu erkennen und zu nutzen. Die "Balance of Cooperation" beschreibt unser System, lokale und kulturelle Aspekte besser in unsere Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Ziel ist ein gemeinsames, einheitliches Verständnis unserer Zusammenarbeit. Forschung und EntwicklungUnsere Produkte und Lösungen ermöglichen Innovation und Fortschritt für individuelle Mobilität und maßgeschneiderte Industrieanwendungen.Mehr als 20.000 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung, davon rund 10.000 Softwareingenieure, arbeiten daran, unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft als einer der führenden Automobilzulieferer und Industriepartner zu sichern. Forschungs- und Entwicklungskosten kontinuierlich erhöhtUnser Ziel ist es, individuelle Mobilität sicherer, umweltschonender, vernetzter und weltweit bezahlbar zu machen. Kontinuierliche Innovationsbereitschaft ist dabei kein Selbstzweck, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld. Derzeit verfügen wir über 115 Forschungs- und Entwicklungsstandorte in 26 Ländern. Im Berichtsjahr stieg der Aufwand für Forschung und Entwicklung um 7,7 % auf 1.878,4 Mio €. Dies entspricht einer Forschungs- und Entwicklungsquote von 5,6 %. Bezogen auf das Automotive-Geschäft, in dem wir im Berichtsjahr mehr als 20 Mrd € Umsatz erzielt haben, beträgt die Quote 7,9 %. Mehr Sicherheit durch FahrerassistenzsystemeLaut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit jährlich etwa 1,24 Mio Menschen an den Folgen von Verkehrsunfällen, mit steigender Tendenz. Während diese Zahl in einigen Regionen seit Jahren zunimmt, ist sie in Europa dank des weitverbreiteten Einsatzes aktiver Sicherheitssysteme erfreulicherweise rückläufig. Zur Vermeidung von Unfällen oder Minimierung ihrer Schwere sind Fahrerassistenzsysteme von entscheidender Bedeutung. Sie übernehmen Teilaufgaben des Fahrens, wie beispielsweise das Bremsen in Notsituationen, sollte der Bremsvorgang nicht rechtzeitig vom Fahrer eingeleitet werden. Bereits 2013 verkauften wir mehr als 4 Mio Fahrerassistenzsysteme. Im Berichtsjahr haben wir ein System zur 360-Grad-Umfelderkennung (Surround-View-System) vorgestellt. Dieses besteht aus vier Kameras und ist nicht nur in der Lage, Objekte und Fußgänger zu erkennen, sondern auch den Fahrer zu warnen oder das Fahrzeug in kritischen Situationen abzubremsen. Eine elektronische Steuereinheit setzt die einzelnen Bilder der Kamera zu einem Gesamtbild zusammen, sodass der Fahrer - beispielsweise auf einem Bildschirm im Fahrzeug - sein gesamtes Fahrzeugumfeld aus der Vogelperspektive sieht. Zukünftige Systeme werden 3D-Ansichten bieten können. Das erste serienreife 3D-Surround-View-System ist für das Jahr 2016 geplant. Im Bereich Informationsmanagement haben wir ein Head-up-Display (HuD) der nächsten Generation vorgestellt. Das HuD gehört zu den Anzeigen, die wegen der Informationsflut im Fahrzeug an Bedeutung gewinnen, und dient derzeit vor allem als Anzeigeeinheit für fahrzeug- und verkehrsbezogene Inhalte. Informationen werden direkt im Sichtfeld des Fahrers angezeigt, wodurch er seine Aufmerksamkeit voll und ganz dem Verkehr und der Fahraufgabe widmen kann. Durch das neue HuD mit größerer Anzeigefläche lassen sich grafische Symbole besser einsetzen, Navigationspfeile in satten Farben darstellen und es ergeben sich zusätzliche Bereiche für die Anzeige von Komfortfunktionen. scroll
Die Entwicklung von Surround-View-Systemen und neuartigen HuDs ist gleichzeitig ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum automatisierten Fahren. Mit Surround-View-Systemen haben wir nun auch kameraseitig das komplette Fahrzeugumfeld im Blick. Head-up-Displays der nächsten Generation sind die Basis für zukünftige "Augmented Reality" HuDs, die Objekte direkt im Sichtfeld des Fahrers markieren können. Dies könnte beim automatisierten Fahren genutzt werden, um dem Fahrer zu zeigen, was das Auto alles erkennt und was es als nächstes tun wird. Beispielsweise könnte das vorausfahrende Auto markiert werden (es wurde vom System erkannt) und mittels eines Pfeils auf der Straße könnte angedeutet werden, dass das Fahrzeug zum Überholvorgang ansetzt. Continental-Mobilitätsstudie: Autofahrer stehen automatisiertem Fahren aufgeschlossen gegenüberIn unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit orientieren wir uns an den Wünschen unserer Kunden und der Verkehrsteilnehmer. Dazu führen wir regelmäßig international angelegte Umfragen durch. Die Ergebnisse geben uns wertvolle Einblicke in die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen, die mit unseren Produkten im Auto unterwegs sind. Die Continental-Mobilitätsstudie 2013 drehte sich um die Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen und automatisiertem Fahren. Dabei wurde auch erkundet, was die Autofahrer bereit wären, für sicherheitsunterstützende Systeme auszugeben. Für die repräsentative Studie wurden Autofahrer in Deutschland, Japan, China und den USA befragt. Darüber hinaus wurden Autofahrer qualitativ in Frankreich, Indien und Brasilien befragt. Zusätzlich wurden Experten aus Wissenschaft und Automobilindustrie interviewt. Damit ist die Studie eine der umfassendsten ihrer Art zur Akzeptanz von Fahrerassistenzsystemen und automatisiertem Fahren. Ergebnis der Studie ist unter anderem, dass eine deutliche Mehrheit der Befragten das automatisierte Fahren für sinnvoll hält (79 % in China, 61 % in Japan, 53 % in Deutschland und 41 % in den USA). 76 % der befragten Autofahrer in Deutschland sprechen sich dabei für automatisiertes Fahren bei langen Autobahnfahrten aus, 70 % für die Nutzung in Staus auf der Autobahn, beispielsweise um SMS zu schreiben, zu telefonieren, Mails zu bearbeiten oder seinen Gedanken freien Lauf zu lassen, während das Fahrzeug sicher dem Ziel entgegenfährt. Mehr Sicherheit, aber auch mehr Effizienz und Komfort ermöglicht die Verknüpfung von Fahrerassistenz-, Informations- und Antriebssystemen. So kann die gesamte Fahraufgabe auf Teilstrecken, wie beispielsweise die Fahrt durch eine Autobahnbaustelle, komplett automatisiert erfolgen. Wir sind überzeugt, dass automatisiertes Fahren ein Kernelement der Mobilität der Zukunft sein wird, denn menschliches Versagen ist Ursache bei 75 % aller Unfälle. Durch die Nutzung von Fahrerassistenzsystemen und die stufenweise Umsetzung des automatisierten Fahrens können die Unfallzahlen im Straßenverkehr erheblich sinken. Die Automatisierung von der Teil-über die Hoch- bis hin zur Vollautomatisierung halten wir schrittweise ab 2016 bis 2025 für technisch möglich:
Innovationen für die ElektromobilitätDurch gesetzliche Anforderungen, aber auch Kundenwünsche wird das Thema Elektrifizierung mittelfristig zum Wettbewerbsfaktor werden, da die heute bereits festgelegten Emissionsgrenzen unseres Erachtens nicht über eine weitere Optimierung der Verbrennungstechnologie erreicht werden. Unser Wissen um die entsprechenden Kerntechnologien wird entscheidend sein, wenn die E-Mobilität große Stückzahlen erreichen wird. Mit dem Conti.eContact bieten wir einen Reifen an, der für die besonderen Anforderungen von Elektro- und Hybridfahrzeugen entwickelt wurde. Der Rollwiderstand des Reifens ist deutlich gesenkt, um die Reichweite von Elektroautos zu erhöhen und bei Hybridfahrzeugen einen längeren Betrieb mit dem Elektromotor zu ermöglichen. Die Anforderungen an Reifen für Elektrofahrzeuge unterscheiden sich wesentlich von denen für konventionelle Fahrzeuge. Sie verlangen einen deutlich geringeren Rollwiderstand und ein niedriges Geräuschniveau, während die Hochgeschwindigkeitsanforderungen geringer sind. Der erheblich reduzierte Rollwiderstand wurde u.a. durch einen größeren Reifendurchmesser, der die Verformung des Reifens beim Einlauf in die Bodenaufstandsfläche verringert, eine neuartige Seitenwand, durch die weniger Energie beim Ein- und Ausfedern des Reifens verloren geht, und das abgesenkte Reifengewicht erreicht. Autofahrer sind es heute gewohnt, das Fahrtziel ins Navigationsgerät einzugeben. Ob der Kraftstoff im Tank ausreicht, um das Ziel ohne Zwischenstopp zu erreichen, ist dabei oft nebensächlich. Für Fahrer von Elektrofahrzeugen ist die Frage nach der verbleibenden Reichweite dagegen sehr wichtig. Daher haben wir ein Konzeptfahrzeug gebaut, in dem erlebbar wird, wie leichte Bedienung und intelligente Vernetzung von Navigationsdaten und Fahrzeugelektronik ein erfolgreiches Mittel gegen die sogenannte Reichweitenangst sein kann. Die vorausschauende Reichweitenberechnung bezieht dabei topografische Daten aus der Navigation im sogenannten eHorizon (elektronischer Horizont) und zusätzliche Energieverbraucher an Bord mit ein. Daher weiß die Continental-Elektronik, ob die Route über die Autobahn, durch die Stadt oder auf der Landstraße verläuft, ob die Strecke eher bergauf oder bergab führt oder ob der Fahrer gerade die Heizung oder Klimaanlage nutzt. Sollte die Batterieladung nicht ausreichen, um das Ziel zu erreichen, gibt eHorizon Lösungsvorschläge, wie das Abschalten zusätzlicher Energieverbraucher oder einen Zwischenstopp an einer Ladesäule entlang der geplanten Route. F&E Kosten (in Mio €)![]() Innovationen zur Schonung der UmweltUm zukünftige Fahrzeuge effizienter, umweltschonender und leistungsfähiger zu machen, kommt der Elektrifizierung des Antriebsstrangs eine wichtige Rolle zu. Voraussetzung dafür sind attraktive Preise und endkundengerechte Lösungen. Continental setzt deshalb einen großen Schwerpunkt auf das neue Antriebssystem "48 Volt Eco Drive". Es ergänzt das traditionelle 12-Volt-Bordnetz durch eine 48-Volt-Spannungslage mitsamt den zugehörigen elektrischen Komponenten. Diese Elektrifizierung des Antriebsstrangs schließt die Lücke zwischen den heutigen 12-Volt-Start-Stopp-Systemen als kleinste Form der Hybridisierung und den aufwendigeren Hochvolt-Hybriden. Bei geringem Integrationsaufwand erschließt der "48 Volt Eco Drive" bereits viele Funktionen und Verbrauchsvorteile, die bisher dem Mild-Hybrid mit seiner höheren elektrischen Spannung vorbehalten waren. Um die Vorteile zu verdeutlichen, haben wir den "48 Volt Eco Drive" in ein Fahrzeug integriert, das in der letzten Ausbaustufe eine Kraftstoffersparnis von rund 13 % im NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) erzielt. Das Konzept stößt in der Branche auf breite Aufmerksamkeit. Eine wichtige Rolle zur Schonung der Umwelt spielen leichtere Materialien und energieeffiziente Komponenten. Um Gewicht zu sparen, werden selbst hoch belastbare Motorlager und Strukturbauteile von ContiTech immer öfter aus Polyamid gefertigt. Diese Komponenten sparen gegenüber herkömmlichen Motorlagern aus Aluminium bis zu 50 % Gewicht ein. Da Kunststoff zudem bei geringeren Temperaturen formbarer ist als beispielsweise Aluminium. benötigt der Fertigungsprozess erheblich weniger Energie. Hinzu kommen vielfältige Möglichkeiten im Recycling. Innenraumfolien für Türverkleidungen und Instrumententafeln aus TPO (Thermoplastische Elastomere auf Olefinbasis) sind nicht nur recycelbar und halogenfrei. sie haben je nach Konstruktion auch Gewichtsvorteile von 25 % bis 50 %. Als ersten Vertreter einer komplett neuen Lkw-Reifenfamilie haben wir den Continental EcoPlus HT3 Trailerreifen auf den Markt gebracht. Der neue Premiumreifen für Anhänger und Auflieger wurde auf verbesserte Kraftstoffeffizienz bzw. höchste Wirtschaftlichkeit und maximale Laufleistung hin entwickelt. Rund 60 % des Rollwiderstands entfallen auf die Auflieger- und Anhängerreifen eines Lkw. damit ist die optimale Bereifung der Trailerachsen essenziell für die Kraftstoffeffizienz des Gesamtfahrzeugs. Divisionen und GeschäftsbereicheFünf Divisionen mit 27 Geschäftsbereichen arbeiten für die dauerhafte Steigerung unseres Unternehmenswerts.Division Chassis & Safety
Weltweit gut aufgestellt - bei der Fahrsicherheit darf nichts dem Zufall überlassen werden. Nach diesem Grundsatz konzentriert sich die Division Chassis & Safety auf moderne Technologien der aktiven und passiven Fahrsicherheit sowie der Fahrdynamik. Rund 7.200 Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung weltweit treiben den technischen Fortschritt bei Komponenten und Systemen voran. Wir vernetzen hochwertige Fahrzeugkomponenten und fundiertes Systemwissen in den Bereichen Fahrsicherheit und Fahrdynamik zum umfassenden Sicherheitskonzept Conti-Guard® . Dieses innovative und integrierte Konzept vereint lebensrettende Elemente der aktiven und passiven Fahrsicherheit. "Vision Zero" bedeutet für uns intelligenter und sicherer Autofahren für alle und auf allen Straßen der Welt. Chassis & Safety verfügt über 84 Standorte in 20 Ländern. Im Jahr 2013 erwirtschafteten rund 36.500 Mitarbeiter einen Umsatz in Höhe von 7,3 Mrd €. Im Berichtsjahr wurden die Geschäftsbereiche strategisch neu geordnet. Durch die Integration der Bereiche Suspension Systems und Chassis Electronics in den Geschäftsbereich Electronic Brake Systems wurde das Produktportfolio in Richtung Fahrdynamik erweitert und der Name des Geschäftsbereichs in Vehicle Dynamics geändert. Die Division besteht nun aus vier Geschäftsbereichen:
Unsere WachstumsperspektivenChancen für ein Volumenwachstum ergeben sich aus verschiedenen Einflussfaktoren, beispielsweise durch:
Division Chassis & Safety: Umsatz nach Märkten![]() Die Division Chassis & Safety ist in bestehenden Märkten mit innovativen Produkten sowie bei Neuentwicklungen bestens für die Zukunft vorbereitet. Gründe dafür sind eine bessere Marktdurchdringung, steigende Installationsraten bei ABS, ESC, Sensoren und passiver Sicherheit sowie ein steigender Einsatz von Fahrerassistenzsystemen und elektrischen Parkbremsen in den meisten Fahrzeugklassen. Dabei profitieren wir besonders von günstigen Rahmenbedingungen: Der Wachstumsmarkt Asien und die internationale Gesetzgebung hinsichtlich des Einsatzes von ABS, ESC und Airbags bereiten den Weg für weiteres Wachstum. Zukunftsweisende Fahrerassistenzsysteme werden stärker in den Prüf- und Bewertungsprotokollen berücksichtigt, die von zentraler Bedeutung für den Erhalt von fünf Sternen beim Euro NCAP-Rating sind. In allen Märkten und Regionen sehen wir gute Chancen für eine profitable Entwicklung mit den Funktionen unseres Sicherheitssystems ContiGuard® . Unter der Überschrift "Sicherheit für alle" nutzen wir die Chancen, unsere skalierbaren Technologien für alle Fahrzeugklassen, auf allen Plattformen und in allen Märkten zur Verfügung zu stellen. Themen wie Umwelt und die zunehmende Elektrifizierung greifen wir aktiv auf, zum Beispiel mit der Gewichtsreduzierung von Komponenten und Lösungen für die Energierückgewinnung beim Bremsen. Beides kombiniert zukünftig das kompakte, elektrohydraulische Bremssystem MK C1. Division Powertrain
Für die Weiterentwicklung von Antriebstechnologien gibt es zwei entscheidende Impulse: zum einen den aktiven Klimaschutz, dabei insbesondere die Reduzierung von CO2 -Emissionen und Abgasen; zum anderen das steigende Bedürfnis nach individueller Mobilität, das zu unterschiedlichen Anforderungen an Fahrzeuge und Antriebe führt. Unter dem Leitbegriff "Clean Power" machen unsere Produkte das Autofahren einerseits umweltschonender und erschwinglicher, andererseits steigern sie Komfort und Fahrspaß. Wir bieten unseren Kunden ein umfangreiches Portfolio von Benzin- und Dieselsystemen einschließlich Sensoren, Aktuatoren und maßgeschneiderter Elektronik über Kraftstofffördersysteme, Motor- und Getriebesteuerungen bis hin zu Systemen und Komponenten für Hybrid- und Elektroantriebe. Die Division Powertrain ist an 74 Standorten in 21 Ländern aktiv. Rund 32.400 Mitarbeiter erzielten im Berichtsjahr einen Umsatz in Höhe von 6,3 Mrd €. Zur Division gehören fünf Geschäftsbereiche:
Unsere WachstumsperspektivenWeiteres Wachstum erwarten wir durch:
Durch die weltweiten Gesetzgebungen zur CO2 - und Emissionsreduzierung sowie den Wunsch der Autofahrer nach individueller Mobilität steigt die Bedeutung des Fahrzeugantriebs enorm. Unser Ziel ist es, die Effizienz herkömmlicher Verbrennungsmotoren zu erhöhen sowie Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebsstrangs endkundengerecht und kosteneffizient zu gestalten. Eine wichtige Rolle wird dabei auch das Energie- und Thermomanagement in Fahrzeugen spielen. Wachstumsmarkt Elektromobilität: Die Elektrifizierung wird langfristig einen unverzichtbaren Beitrag zu effizienteren und emissionsärmeren Fahrzeugen leisten. Continental sieht die Lösungen für den Massenmarkt bei der abgestuften Hybridisierung "Elektrifizierung nach Maß" und bietet hierfür einen Technologiebaukasten, mit dem Fahrzeughersteller existierende Fahrzeuge bei transparentem Kosten-Nutzen-Verhältnis zwischen zwölf und 400 Volt abgestuft hybridisieren können. Einen großen Schwerpunkt setzen wir dabei auf das neue Antriebssystem "48 Volt Eco Drive". Im Vordergrund stehen immer Bezahlbarkeit und Praxistauglichkeit unserer Kernkomponenten Elektromotor, Leistungselektronik und Energiespeicher. Division Powertrain: Umsatz nach Märkten![]() Wachstumsmarkt Direkteinspritzung & Turboaufladung: Kleinere, aufgeladene Motoren verringern CO2 -Emissionen. Continental sorgt mit seiner wegweisenden, innovativen Turbolader- und Injektortechnologie dafür, dass moderne Verbrennungsmotoren auf lange Sicht in puncto Wirtschaftlichkeit, Umweltfreundlichkeit und Leistungsentfaltung wettbewerbsfähig zu alternativen Antrieben bleiben. Wachstumsmarkt Elektronik: Bedingt durch die vielfältigen Optionen einer Elektrifizierung nach Maß sowie auch alternative Kraftstoffe steigt der mögliche Umfang der Funktionen im Motorsteuergerät sowie die Vernetzung über Domaingrenzen hinaus stark an. Anstelle eines einzigen Energieflusses gilt es zukünftig, die Balance und Fließrichtung von diversen Energieströmen zu regeln. Um diese Vielfalt umsetzen zu können, sind modulare Konzepte, wie sie in der Motorsteuerungsarchitektur EMS 3 von Continental existieren, unerlässlich. Dieses auf AUTOSAR 4.0 (Standard für elektronische Komponenten in der Automobilindustrie) basierende Konzept ist eine entscheidende Hilfe, um zukünftige wachsende Anforderungen hinsichtlich Komplexität, Ausfallsicherheit, kurzer Entwicklungszeiten, wachsender Modellvielfalt und steigender Funktionsumfänge zu bewältigen. Analog zur Motorsteuerung wird auch die Entwicklungsarbeit bei Getriebesteuergeräten die neuesten Entwicklungen - vor allem auch im Bereich der Hybridfahrzeuge - unterstützen. Wachstumsmarkt Abgasnachbehandlung (Selective Catalytic Reduction, SCR): Der SCR-Markt ist ein weiterer Wachstumsmarkt, den wir mit einem vielfältigen Produktportfolio bedienen. Mit Einführung der Euro-6-Gesetzgebung werden die Stickstoff-Grenzwerte gegenüber Euro-5 mehr als halbiert. Durch eine nachgelagerte SCR-Abgasnachbehandlung kann die Verbrennung weiter in Richtung geringeren CO2 -Ausstoßes und Verbrauchsreduzierung optimiert werden. Aufgrund unserer übergreifenden Systemkompetenz und unserer weltweiten Vernetzung mit den Märkten sehen wir für die Division Powertrain gute Wachstumschancen in all diesen Bereichen. Division Interior
In jedem Augenblick erhalten Autofahrer eine Fülle von Informationen auf unterschiedlichen Kanälen. Verkehrsschilder und Straßenverläufe sind Beispiele für fahrzeugexterne Quellen, während die Instrumentierung, das Navigationssystem und Fahrerassistenzsysteme für interne Quellen stehen. Die Division Interior entwickelt innovative Lösungen, damit der Fahrer jederzeit den Überblick behält und die Informationen aus externen und internen Quellen für seine aktuelle Fahraufgabe optimal nutzen kann. Die Produkte und Systeme ermöglichen es, Informationen zur aktuellen Fahrsituation zu sammeln, zu filtern, zu priorisieren und darzustellen. Darüber hinaus vernetzen wir Fahrer, Fahrzeuge und die Außenwelt. Interior verfügt über 94 Standorte in 25 Ländern. Die Division erzielte im Geschäftsjahr 2013 mit rund 34.400 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von 6,6 Mrd € und setzt sich aus vier Geschäftsbereichen zusammen:
Unsere WachstumsperspektivenWir arbeiten vor allem an folgenden Themen, um unser Geschäft auszubauen:
Durch das breite Produkt- und Kompetenz-Portfolio können wir unsere Lösungen plattformübergreifend sehr schnell für neue Segmente adaptieren. Dadurch platzieren wir unsere Produkte erfolgreich in Wachstumsmärkten, wie z. B. in Asien. Unterstützt wird dieses Wachstum von unserer hohen Innovationsfähigkeit, kostengünstigen Konzepten und unserer Präsenz vor Ort in der Nähe unserer Kunden. Starkes Wachstum sehen wir im gesamten Bereich der Vernetzung des Fahrzeugs. Das Auto wird Teil des Internets. Wir ermöglichen das beispielsweise durch schnelle Datenverbindungen über LTE (Long Term Evolution, vierte Generation der Mobilfunknetze) und intelligente Antennensysteme. Neben den Kommunikations- und Telematiksystemen selbst sind neue Anwendungen zu integrieren. Für diese Aufgaben arbeiten wir auch mit Partnern außerhalb der Automobilindustrie zusammen. Die Informationsvielfalt muss für den Fahrer intuitiv verständlich und bedienbar sein. Deshalb wird der Bereich Anzeige- und Bedienkonzepte in der Automobilindustrie immer wichtiger, nicht zuletzt auch, um sich im Markt zu differenzieren. Unsere Entwickler arbeiten kontinuierlich an Lösungen, die den Fahrer entlasten und zu mehr Komfort beim Autofahren beitragen, beispielsweise frei programmierbare Kombi-Instrumente, ganzheitlich adaptive Bedienkonzepte, Head-up-Displays und 3D-Anzeigesysteme. Division Interior: Umsatz nach Märkten![]() Die Verwendung des Smartphones ist allgegenwärtig. Eine sichere Zusammenarbeit mit den Komponenten im Fahrzeug bietet einen Mehrwert, der sich auf viele Segmente der Division Interior positiv auswirkt. Mit Techniken wie NFC (Near Field Communication, Funkstandard zur Übertragung von Daten) lassen sich neue Funktionen wie z. B. digitale Schlüssel auf dem Smartphone realisieren. Das Spektrum der Anwendungsfälle ist sehr vielfältig: Telematik-/Flottenlösungen, Reifendruckinformationen, Sitzsteuerungen, Navigation, Sprachsteuerung und andere "Apps". Interior bietet die gesamte Kompetenz, diese Funktionen mit dem Fahrzeug zu verbinden und sicher im Fahrzeug anzubieten. Neben den Wachstumstrends aus der Welt der Unterhaltungselektronik stehen die Bestrebungen in Europa, den USA und Brasilien, das Autofahren über Regulierungen sicherer zu machen. Notrufsysteme, sogenannte eCall-Systeme, befinden sich bereits im Portfolio von Interior. Wir verfolgen die Gesetzesvorhaben aufmerksam und diskutieren adäquate Lösungen mit unseren Kunden im Vorfeld. Somit ist ein sehr schneller Einsatz auf dem Markt gewährleistet. Langfristig bietet die Zusammenarbeit mit den Divisionen Powertrain und vor allem Chassis & Safety Wachstumspotenziale, die nur wenige Automobilzulieferer bieten können: das automatisierte Fahren. Hier spielen alle Komponenten zusammen. Interior arbeitet heute bereits an übergreifenden Lösungen mit konkreten Projekten für die Verbindung des Fahrzeugs mit dem sogenannten Backend (intelligente IT-Infrastruktur), um einen zuverlässigen und schnellen Zugang zu mehr und besseren Informationen zu ermöglichen. Zusätzlich steht die Elektromobilität für langfristiges Wachstum. Mithilfe unserer Vernetzungstechnologien im Sinne unserer Vision "Always On" kann die Reichweite von Elektroautos optimiert werden. Division Reifen
Bremsweg, Kurvengeschwindigkeit, Beschleunigung, Kraftverteilung, zulässiges Gesamtgewicht, Wirtschaftlichkeit - die je nach Reifengröße nur etwa eine DIN A5 bis DIN A4 große Aufstandsfläche des Reifens spielt als einzige Verbindung zur Straße eine entscheidende Rolle: Sie überträgt sämtliche Kräfte des Fahrzeugs. Das macht den Reifen zu einer besonders wichtigen Komponente. Die größte Herausforderung in der Reifenentwicklung liegt darin, die verschiedenen Anforderungen miteinander zu vereinen: maximale Sicherheit durch kurze Bremswege und hohen Grip, minimaler Rollwiderstand und damit niedriger Kraftstoffverbrauch bzw. hohe Reichweite für Elektrofahrzeuge sowie optimale Wirtschaftlichkeit für Nutzfahrzeuge, auch durch hohe Laufleistung und Runderneuerungsfähigkeit. Genau daran arbeiten wir in der Division Reifen tagtäglich. Die Division ist an 73 Standorten in 42 Ländern vertreten. 2013 erzielte sie mit rund 44.500 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von 9,6 Mrd €. Die Division gliedert sich in sechs Geschäftsbereiche:
Das Pkw-Reifenersatzgeschäft gliedert sich in die Geschäftsbereiche:
Neben den weltweit vertriebenen Reifen der Premium-Marke Continental und der Budget-Marke Barum werden die regionalen Qualitäts-Marken Uniroyal, Semperit, General Tire, Viking, Gislaved, Euzkadi, Sime Tyres sowie die regionalen Budget-Marken Mabor und Matador vermarktet. Dem Ersatzgeschäft EMEA sind auch unsere Handelsgesellschaften mit mehr als 2.800 Reifenfach- und Franchisebetrieben zugeordnet, die unter dem Dach von ContiTrade gebündelt werden.
UmsatzverteilungDer Umsatz der Division Reifen entfällt zu 29 % auf das Geschäft mit den Fahrzeugherstellern und zu 71 % auf das Ersatzgeschäft. Unsere WachstumsperspektivenWir werden der wachsenden und sich verändernden Nachfrage vor allem gerecht durch:
Division Reifen: Umsatz nach Märkten![]() Die Division Reifen hat die Umsetzung ihrer langfristigen Strategie weiter vorangetrieben und konsequent in Hochtechnologie investiert. In den USA hat das neue Pkw-Reifenwerk in Sumter und in Russland das Werk in Kaluga den offiziellen Produktionsstart gefeiert. 2013 und in den Folgejahren liegt ein weiterer Schwerpunkt auf dem Ausbau der Kapazitäten für Lkw- und Busreifen. Ergänzend zum 2012 begonnenen Kapazitätsausbau in Puchov, Slowakei (Gesamtvolumen 100 Mio €), wurden 165 Mio € für das Werk in Otrokovice, Tschechien, sowie 70 Mio € für die Lkw- und Busreifenproduktion in Mt. Vernon, USA, bereitgestellt. In unserem indischen Werk in Modipuram wurde im Winter 2013/2014 mit der Herstellung von Radialreifen für Pkw und Lkw begonnen. Zur Förderung von Hochtechnologie am Standort Korbach, Deutschland, wurden 40 Mio € für den Aufbau einer neuen Produktionslinie für besonders anspruchsvolle Pkw-Reifen mit Größen zwischen 19 und 23 Zoll bereitgestellt, von denen dort bis 2018 jährlich rund 400.000 Reifen produziert werden sollen. In diesem High-Performance-Technology-Center werden darüber hinaus Prozesstechnologien entwickelt, die im Anschluss an anderen Standorten weltweit eingeführt werden. Wir wollen besonders im attraktiven Ultra-High-Performance-Segment (UHP) wachsen. Dafür investieren wir in neue Technologien, die die Leistungseigenschaften unserer Produkte auf ein noch höheres Niveau bringen. Der in Größen von 14 bis 17 Zoll angebotene ContiWinterContact™ TS 850 hat nach seinem sehr guten Start im Jahr 2012 auch 2013 wieder mit hervorragenden Ergebnissen bei den Reifentests der führenden Fachmagazine und Automobilclubs sowie zahlreichen Freigaben von führenden Fahrzeugherstellern unsere technologisch führende Position untermauert und die Absatzerwartungen voll erfüllt. Ein weiteres wichtiges Wachstumssegment stellen unsere Spezialreifen dar. Im Juni 2013 führten wir als erster Hersteller ein komplettes Reifenportfolio für sämtliche Fahrzeuge im Bereich der Hafenlogistik ein. Wichtiges Element ist auch hier eine einzigartige Technologie, die von Continental entwickelt wurde: V.ply vereint die Vorteile der Radialreifentechnologie mit denen der Diagonalreifen. Ebenso einzigartig ist das Busreifen-Portfolio, mit dem wir 2013 die Markteinführung unserer Nutzfahrzeugreifen der Generation 3 eingeläutet haben. Die neue Produktfamilie für den kommerziellen Personentransport deckt alle Einsatzgebiete vom City-Liniendienst über den Regionalverkehr bis hin zum boomenden Segment der Fernreisebusse ab. Ein weiterer Meilenstein war 2013 die Eröffnung des "ContiLifeCycle-Werks" in Hannover-Stöcken, Deutschland. Das erste vollintegrierte Runderneuerungs- und Recyclingwerk in der Reifenindustrie wird bei Erreichen seiner Jahreskapazität von 180.000 runderneuerten Reifen und 4.000 Tonnen recycelten Gummis 72.000 Tonnen CO2 sowie 2.400 Tonnen Kautschuk einsparen helfen. Das entspricht der Jahresproduktion von 1,3 Millionen Gummibäumen. Die zeitgleich am Standort geschaffene "ContiLifeCycle-Academy" wird als internationale Plattform für den Know-how-Transfer rund um das Thema Runderneuerung dienen. Für das neue "ContiLifeCycle-Werk" wurden wir mit dem "Europäischen Transportpreis für Nachhaltigkeit" in der Kategorie "Reifen und Reifendienste" ausgezeichnet. Vergeben wird der Preis alle zwei Jahre vom HUSS-Verlag, München, Deutschland, für Entwicklungen und Erfolge der Nutzfahrzeugindustrie hinsichtlich nachhaltiger Produkte. Unser nördlich von Hannover gelegenes Contidrom wurde von der Fachzeitschrift "Automotive Testing Technology International" zum Testgelände des Jahres 2013 gewählt. Maßgeblich dafür war die neue, weltweit einzigartige vollautomatische Reifentestanlage AIBA (Automated Indoor Braking Analyzer). Mithilfe dieser Anlage können unabhängig vom Wetter und bei flexibel einstellbarer Temperatur bis zu 100.000 Pkw-, 4x4- und Van-Reifen pro Jahr auf verschiedenen, hydraulisch austauschbaren Fahrbahnoberflächen getestet werden - mit beeindruckender Präzision und Reproduzierbarkeit ohne Testfahrer am Steuer. Division ContiTech
Als Spezialisten für Hightechprodukte aus Kautschuk und Kunststoff bringen wir unsere Innovationen in unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz. "Engineering Green Value" - dieser Leitgedanke steht bei uns für das besondere Engagement und die technologische Expertise bei der Entwicklung und Anwendung innovativer Erzeugnisse. Die Division ContiTech ist weltweit tätiger Entwicklungspartner und Erstausrüster der Pkw- und Nutzfahrzeugindustrie. der Bergbau- und Druckindustrie. im Maschinen- und Apparatebau. der Luft- und Raumfahrt sowie der Schienenverkehrstechnik. Die Division verfügt über 99 Standorte in 28 Ländern. 2013 erzielte sie mit rund 29.700 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von 3.9 Mrd €. ContiTech gliedert sich in acht Geschäftsbereiche:
UmsatzverteilungDer Umsatz der Division ContiTech entfällt zu 56 % auf das Geschäft mit den Fahrzeugherstellern und zu 44 % auf das Geschäft mit anderen Industrien sowie das Ersatzgeschäft. Unsere WachstumsperspektivenChancen auf Wachstum sehen wir:
China und Russland gehören zu den Automobilmärkten mit den größten Wachstumschancen. Deshalb bauen wir dort unsere Präsenz weiter aus. Im neuen Forschungs- und Entwicklungszentrum in Changshu. China. werden seit 2013 innovative Produkte der Lagerungs- und Schwingungstechnik für den chinesischen Markt entwickelt. Auch die Benecke-Kaliko Group setzt in China verstärkt auf das Geschäft mit einheimischen Herstellern. Dafür wurde am Standort Zhangjiagang für den stark wachsenden Markt der Kompakt- und Schaumfolien eine neue Produktionslinie aufgebaut. Den russischen Automobilmarkt kann ContiTech künftig mit Klima- und Servoleitungen aus einem Montagewerk in Kaluga. Russland. bedienen. Auch die Vertriebsorganisation soll in Russland weiter ausgebaut werden. Division ContiTech: Umsatz nach Märkten![]() Die osteuropäischen Länder haben auch in Zukunft eine wichtige Position als Produktionsstandorte. Eine Reihe von strategischen Investitionen verbessert unsere Position gegenüber Wettbewerbern. Durch die Erweiterung der Produktionshalle für Kraftstoffleitungen sind in Vac. Ungarn. dringend benötigte Kapazitäten entstanden. Der Geschäftsbereich Vibration Control hat in der Slowakei ein neues Forschungszentrum eingeweiht und bündelt die Produktionskapazität in Dolne Vestenice. Im Industriebereich hat sich die Conveyor Belt Group in der NAFTA-Region verstärkt und den Fördergurthersteller Legg Company. Inc.. Halstead. USA. übernommen. Das Industriegeschäft entwickelt sich auch durch die Übernahme der Industrie-Fördergurtsparte der finnischen Metso Minerals, Inc., Helsinki, positiv. Gleichzeitig wird dadurch langfristig das Servicenetz in Skandinavien gestärkt. Durch die strategische Partnerschaft mit der Max Daetwyler Corporation, Huntersville, USA, hat der Geschäftsbereich Elastomer Coatings seinen Service für Flexodruckformen (Verpackungsdruck) verbessert und weitet ihn künftig auf den wichtigen mexikanischen Flexomarkt aus. Durch einen verbesserten Vertrieb in Asien wächst auch das Drucktuchgeschäft in China deutlich besser als der Markt. Der Aufbau einer Produktion in China wird die Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken. Eine neue Fabrik in Brasilien für Schläuche, die in der Erdölförderung und Gasgewinnung eingesetzt werden, stützt das Industriegeschäft Dem Trend zu umweltfreundlicher Mobilität dient ein neues Antriebssystem für eBikes und Pedelecs, das unter der Führerschaft von ContiTech als Komplettsystem entwickelt wird. Im Automobilbereich arbeiten alle ContiTech-Geschäftsbereiche nach dem Leitmotiv "Engineering Green Value" an Komponenten, Modulen und Systemen, die die Ökobilanz von Fahrzeugen verbessern, ohne den Komfort und die Freude am Fahren zu verringern. UnternehmenssteuerungIm Mittelpunkt unserer operativen und finanziellen Ziele stehen die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts sowie eine ausgewogene Finanzierung.WertmanagementWesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für Continental sind die Entwicklung des Umsatzes, des betrieblich gebundenen Kapitals (Capital Employed) und des EBIT/EBIT-Marge sowie die Höhe der Investitionen und der Free Cashflow. Um die finanziellen Leistungsindikatoren auch für Steuerungszwecke einsetzen zu können und die Interdependenzen zwischen diesen Indikatoren abzubilden, verdichten wir diese im Rahmen eines Werttreibersystems zu Kennzahlen. Im Mittelpunkt unserer operativen und finanziellen Ziele steht dabei die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts jedes einzelnen Geschäftsbereichs. Dieses Ziel wird erreicht, wenn eine positive Rendite auf das im jeweiligen Geschäftsbereich betrieblich gebundene Kapital erzielt wird. Gleichzeitig muss diese Rendite jedoch dauerhaft über den Finanzierungskosten von Eigen- und Fremdkapital, die zur Anschaffung des betrieblichen Kapitals aufgewendet werden, liegen. Entscheidend ist dabei auch, dass Jahr für Jahr der absolute Wertbeitrag erhöht wird. Dies kann über eine Steigerung der Rendite auf das eingesetzte Kapital (bei konstanten Kapitalkosten), eine Absenkung der Kapitalkosten (bei konstanter Verzinsung des betrieblichen Kapitals) oder eine Absenkung des betrieblich gebundenen Kapitals im Zeitablauf erreicht werden. Als Messgrößen für die Zielerreichung dienen das operative Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT), das betrieblich gebundene Kapital und die durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC), die im Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital gewichtet ermittelt werden.
Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen (in Mio €)![]()
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Dargestellt unter Berücksichtigung der erstmaligen
Anwendung des IAS 19 (überarbeitet 2011). Brutto-Finanzschulden (6.637,5 Mio €)![]() scroll
FinanzierungsstrategieUnsere Finanzierungsstrategie zielt auf die Unterstützung eines wertschaffenden Wachstums des Continental-Konzerns bei gleichzeitiger Beachtung einer für die Chancen und Risiken unseres Geschäfts adäquaten Struktur von Eigen- und Fremdkapital. Die Zentralfunktion Finance & Treasury stellt den notwendigen Finanzierungsrahmen zur Verfügung, um das Wachstum des Konzerns und den Bestand des Unternehmens langfristig zu sichern. Der jährliche Investitionsbedarf des Unternehmens lag im langfristigen Mittel zwischen 5 % und 6 % des Umsatzes. Im Jahr 2014 wird die Investitionsquote vor Akquisitionen wiederum bei etwa 6 % vom Umsatz liegen. Unser Ziel ist es, den laufenden Investitionsbedarf aus dem operativen Cashflow zu finanzieren. Andere Investitionsvorhaben, wie z. B. Akquisitionen, sollen je nach Verschuldungsgrad und Liquiditätssituation mit einer ausgewogenen Mischung aus Eigen- und Fremdmitteln finanziert werden, um kontinuierlich eine Verbesserung im jeweiligen Kapitalmarktumfeld zu erreichen. Grundsätzlich haben wir das Ziel, dass sich das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zu Eigenkapital (Gearing Ratio) unter 60 % bewegt. Sofern durch außergewöhnliche Finanzierungsanlässe oder besondere Marktgegebenheiten gerechtfertigt, kann diese Marke unter bestimmten Voraussetzungen überschritten werden. Die Eigenkapitalquote soll 30 % übersteigen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Gearing Ratio bei 46,0 % und die Eigenkapitalquote bei 34,8 %. Die Finanzschulden sollen sich in einem ausgewogenen Mix aus Bankverbindlichkeiten und anderen Finanzierungsquellen des Kapitalmarkts bewegen, wobei wir gerade im kurzfristigen Bereich eine breite Palette an Finanzierungsinstrumenten nutzen. Zum Jahresende 2013 bestand der Mix aus Anleihen (45 %), syndiziertem Kredit (22 %), anderen Bankverbindlichkeiten (10 %) und sonstigen Finanzschulden (23 %) bezogen auf die Brutto-Finanzschulden in Höhe von 6.637,5 Mio €. Aktuell sehen wir keinen Handlungsbedarf, die Zusammensetzung wesentlich zu verändern. Der Konzern strebt grundsätzlich an, stichtagbezogen eine Liquidität zwischen 1,0 und 1,5 Mrd € vorzuhalten, welche durch zugesagte ungenutzte Kreditlinien von Banken ergänzt wird, um jederzeit den Liquiditätsbedarf abdecken zu können. Dieser schwankt während des Kalenderjahres insbesondere aufgrund der Saisonalität einzelner Geschäftsfelder. Zudem wird die Höhe des Liquiditätsbedarfs durch das Konzernwachstum beeinflusst. Die flüssigen Mittel zum 31. Dezember 2013 liegen bei 2.044,8 Mio €. Es bestanden darüber hinaus zugesagte und nicht gezogene Kreditlinien in Höhe von 3.833,3 Mio €. Fälligkeiten der Brutto-Finanzschulden (6.637,5 Mio €)![]() Zum 31. Dezember 2013 belaufen sich die Brutto-Finanzschulden auf 6.637,5 Mio €. Größtes Finanzierungsinstrument ist ein syndizierter Kredit im Volumen von 4,5 Mrd €. Dieser syndizierte Kredit wurde Anfang des Jahres 2013 neu verhandelt und besteht aktuell aus einem Festdarlehen über nominal 1,5 Mrd € und einer revolvierenden Kreditlinie über 3,0 Mrd €. Das Festdarlehen hat eine Laufzeit bis Januar 2016 und die revolvierende Kreditlinie wird im Januar 2018 fällig. Die revolvierende Kreditlinie war zum 31. Dezember 2013 nicht genutzt. Rund 44 % der Brutto-Finanzschulden werden zwischen März 2017 und September 2020 fällig und sind über den Kapitalmarkt in Form von Anleihen finanziert. Die Zinskupons variieren zwischen 2,5 % und 4,5 %. Die Rückzahlungsbeträge je Fälligkeit liegen bei 750 Mio € jeweils in den Jahren 2017, 2018 und 2020 sowie 950 Mio US-Dollar im Jahr 2019. Die US-Dollar-Anleihe räumt dem Emittenten das Recht zur vorzeitigen Rückzahlung unter bestimmten Voraussetzungen ein. Zum 31. Dezember 2013 bestanden neben den erwähnten Finanzierungsformen zusätzlich bilaterale Kreditlinien mit verschiedenen Kreditinstituten in Höhe von 1.499,5 Mio €. Neben Finanzierungsleasing gehören aktuell andere Instrumente wie etwa Forderungsverkäufe und ein Commercial Paper-Programm zu den Finanzierungsinstrumenten des Konzerns. LaufzeitenprofilContinental strebt grundsätzlich ein ausgewogenes Laufzeitenprofil ihrer Fälligkeiten an, um die im jeweiligen Jahr fällig werdenden Beträge möglichst aus dem Free Cashflow tilgen zu können. Im Jahr 2014 und 2015 werden neben den kurzfristigen Fälligkeiten, die in aller Regel in das nächste Jahr weitergerollt werden, nur sehr geringe zusätzliche Kreditverpflichtungen fällig. Ratingziel erreichtContinental wurde im Berichtszeitraum von den drei Ratingagenturen Moody's, Standard & Poor's und Fitch eingestuft. Aufgrund der nachfolgend beschriebenen sehr guten operativen Entwicklung (siehe hierzu Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage) setzte sich der seit 2011 stattfindende Rating-Verbesserungsprozess auch im Jahr 2013 fort. Die Kreditrating-Einstufung wurde von allen drei Agenturen nach oben angepasst und liegt wieder im Investment Grade-Bereich. Einstufungen von Continentalscroll
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Beauftragtes Rating seit 7. November 2013. NachhaltigkeitNachhaltiges Wirtschaften und gesellschaftliche Verantwortung gehören zum Wertefundament von Continental.Nachhaltiges Wirtschaften und gesellschaftliche Verantwortung gehören zum Wertefundament von Continental. Beides stärkt die Kultur des Füreinander und trägt gleichzeitig zu einer zukunftsorientierten und wertebasierten Unternehmensführung bei. Als Unterzeichner des Global Compact der Vereinten Nationen setzen wir uns für dessen zehn Prinzipien auf den Gebieten Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz sowie Korruptionsbekämpfung ein. Nachhaltigkeitsorientiertes und verantwortungsbewusstes Handeln öffnet unser Unternehmen für Veränderungen und stärkt seine Zukunftsfähigkeit. Nachhaltiges Wirtschaften verstehen wir als strategische Aufgabe der Unternehmensentwicklung. Entscheidend ist, dass Nachhaltigkeitsziele und -maßnahmen Wert schaffen. Denn nur dann sind sie im Unternehmen akzeptiert und extern glaubwürdig. Bestandteil unserer Unternehmensstrategie ist daher, finanzielle mit nicht-finanziellen Leistungsindikatoren zu verbinden und über eine ganzheitliche Betrachtungsweise einen positiven Beitrag für unsere Mitarbeiter, die Umwelt und die Gesellschaft zu leisten. Zu den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren, die sich schwerpunktmäßig auf eine nachhaltige Nutzung der Umweltressourcen beziehen, verweisen wir auf Seite 78. Verantwortung für unsere MitarbeiterDie Förderung und Qualifizierung der Mitarbeiter hat für Continental einen hohen Stellenwert. Sie schaffen die Grundlage für den langfristigen Erfolg des Unternehmens. Die Verantwortung für unsere Beschäftigten ist ein zentraler Bestandteil des unternehmerischen Engagements des Konzerns. Wir lassen unseren Mitarbeitern eine bestmögliche Förderung und Qualifizierung zukommen. Verantwortung für die UmweltDie Verantwortung des Unternehmens für den Schutz der Umwelt hat Continental bereits Anfang der 1990er Jahre in den Unternehmensleitlinien, den "BASICS", festgeschrieben und als Ziel des Konzerns konkretisiert. Damit haben wir früh der Tatsache Rechnung getragen, dass die globale Ausweitung der unternehmerischen Tätigkeit sich auch in einer zunehmenden Nutzung natürlicher Ressourcen, dem steigenden Verbrauch von Energie und der Freisetzung von Stoffen in die Umwelt niederschlägt. Gesellschaftliche VerantwortungUnser freiwilliges Engagement konzentriert sich auf drei Themenfelder, in denen wir uns aufgrund unseres Geschäftsmodells, unserer Herausforderungen oder unseres Selbstverständnisses positionieren und eine zukunftsorientierte Entwicklung fördern wollen: Soziales und Verkehrssicherheit, Bildung und Wissenschaft sowie Sport. MitarbeiterUnser Erfolg beruht auf dem Engagement und der Kompetenz unserer Mitarbeiter sowie auf unserer wertebasierten Unternehmenskultur. Die besten Mitarbeiter zu gewinnen. zu entwickeln und zu halten ist Kernaufgabe unseres Personalmanagements. Unterschiedliche Märkte und Produkte bedeuten unterschiedliche Anforderungen an das PersonalmanagementContinental bewegt sich in einem globalen Umfeld mit dynamischen Märkten. die unterschiedliche Entwicklungsgeschwindigkeiten aufweisen. Etablierte Märkte stellen andere Anforderungen als Wachstumsmärkte an das Unternehmen. das Personalmanagement und insbesondere an die Mitarbeiter. In den Wachstumsmärkten gilt es. geeignete Mitarbeiter zu finden und junge Talente zu halten. Aufgrund des demografischen Wandels ist es aber auch in etablierten Märkten. wie unserem Heimatmarkt Deutschland oder in Westeuropa. notwendig. neue Mitarbeiter einzustellen. um Nachfolgebesetzungen zu sichern. Im Lauf der Jahre entwickeln sich Produktionsstandorte zu Forschungs- und Entwicklungsstandorten. Gleichzeitig erweitert und vertieft sich unsere Produktpalette. Zur immer weiterreichenden Vernetzung des Fahrzeugs. etwa beim Thema automatisiertes Fahren. werden vor allem Softwareingenieure benötigt. Darüber hinaus sind der Erhalt der Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter und das Schaffen altersstabiler und wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze Schwerpunkte des Personalmanagements. Handlungsfelder der Personalstrategie: Mitarbeiter und KulturDie vielfältigen Einflussfaktoren. Anforderungen und Trends greifen wir zentral in der Personalstrategie auf und leiten daraus konzernweit gültige Handlungsfelder. Maßnahmen und Programme ab. Diese werden bedarfsgerecht und dezentral in den einzelnen Märkten und Divisionen adaptiert und angewendet. Unsere Personalstrategie folgt konsequent der Konzernstrategie. "Unsere Mitarbeiter. Unsere Kultur. Unsere Handschrift" lautet der Leitsatz unseres Personalmanagements. Daraus sind zwei Handlungsfelder abgeleitet: Mitarbeiter und Kultur. Dem Handlungsfeld Mitarbeiter sind konkrete Initiativen zur langfristigen Personalplanung. zum Talent-Management sowie zur Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter zugeordnet. Schwerpunkte des Handlungsfelds Kultur sind das Diversity-Management. die Kultur- und Werteentwicklung. die Flexibilisierung und Individualisierung der Arbeitsbedingungen sowie die Beziehung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Continental als attraktiver und innovativer ArbeitgeberIn vielen unserer Kernmärkte zählt Continental zu den attraktivsten Arbeitgebern für Ingenieure. Auch unter Wirtschaftswissenschaftlern genießt Continental einen immer besseren Ruf. Im Berichtsjahr konnten wir in vielen Arbeitgeberrankings unsere Einstufung verbessern. Beispielsweise haben wir in Rumänien erstmals Platz eins erreicht (Trendence-Studie); in Deutschland sind wir von Platz 27 auf elf vorgerückt (Universum Top-100 - Deutschlands attraktivste Arbeitgeber). Die Stärkung der Arbeitgebermarke, Employer Branding, ist ein zentrales Element unserer Personalstrategie, mit dem wir den Zugang zu Talenten in unseren Kernmärkten sichern. 2013 haben wir eine Vielzahl internationaler Maßnahmen durchgeführt, um Continental im Absolventenmarkt noch sichtbarer zu machen. Beispiele sind das sogenannte "JobShadowing", bei dem wir je 30 Studentinnen und Studenten in Deutschland und China einen exklusiven Einblick in den Alltag von 15 Managerinnen ermöglicht haben, und die "IAA Career Week". Bei dieser Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt (IAA) referierten drei Vorstandsmitglieder zu Themen wie Werte und Kommunikation, Ausbildung und Teamsport sowie Diversity. In Zusammenarbeit mit Schulen und Universitäten fördern wir das Interesse an den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Allein in Deutschland unterstützen wir mehr als 150 lokale "MINT-Bündnisse", die wir teilweise selbst initiiert haben. Wir investieren zudem in die globale Einführung eines neuen Recruitingsystems, um weltweit einheitliche Prozesse zu etablieren, die Benutzerfreundlichkeit stetig zu erhöhen und detaillierte Ergebnisse auswerten zu können. 2013 wurde das System als Pilotprojekt in den USA, Kanada und Rumänien eingeführt. Nach und nach soll es in weiteren Ländern ausgerollt werden. Mitarbeiter weiterentwickeln - vom Azubi bis zur FührungskraftPersonalentwicklung setzt auf allen Ebenen an - beginnend bei der beruflichen Ausbildung bis hin zur Weiterentwicklung des Top-Managements. Ziel ist es, zur erfolgreichen fachlichen und persönlichen Entwicklung der Mitarbeiter beizutragen. Derzeit bilden wir in Deutschland 2.025 (Vj. 1.987) junge Menschen in rund 20 technischen und kaufmännischen Berufen aus. In diesem Rahmen bieten wir zudem Abiturienten in 17 dualen Studiengängen die Möglichkeit, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden. Seit 1. Januar 2013 haben deutschlandweit alle Auszubildenden sowie dual Studierende nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung grundsätzlich einen Anspruch auf einen festen Arbeitsvertrag bei Continental. In den Produktionsbereichen gibt es individuelle Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeiter und Quereinsteiger unterschiedlicher Qualifikationsstufen. In Deutschland ermöglichen wir an verschiedenen Standorten Schülern mit Hauptschulabschluss oder ohne Schulabschluss mit einem "Einstiegsqualifizierungsjahr" Chancen für einen Berufseinstieg. Für Mitarbeiter ohne berufsspezifische Qualifizierung bieten wir die Möglichkeit, über eine modulare Teilqualifizierung z. B. zur Anlagenbedienung in Reifenwerken einen Einstieg in den Beruf zu finden. Auch Fachkräfte können sich in verschiedenen Profilen und Einsatzbereichen - beispielsweise Einkauf, Logistik oder Produktion - weiterbilden. Ergänzend existieren etablierte Entwicklungspfade für die Techniker- oder Meisterausbildung. Mithilfe der beschriebenen Maßnahmen werden neue Chancen für alle Mitarbeitergruppen geschaffen, die unternehmensseitig durch zertifizierte Bildungsmaßnahmen unterstützt und gefördert werden. Im Produktionsbereich werden mit Programmen wie "Fit for Führung" neue Schichtleiter und Meister mit verschiedenen Trainings auf ihre Rolle als Führungskraft vorbereitet. Daneben gibt es in vielen Werken Trainingsprogramme zu unterschiedlichen Themenbereichen - von Fremdsprachen bis zur Lean-Managementschulung. Zusätzlich werden auch auf internationaler Ebene der Austausch und die Vernetzung gefördert. So werden beispielsweise Mitarbeiter im Produktionsbereich neu entstehender Reifenwerke in etablierten Werken anderer Länder geschult und so auf die Anforderungen ihrer jeweiligen Tätigkeit individuell vorbereitet. scroll
In den administrativen Bereichen nehmen neue Mitarbeiter mit Hochschulabschluss am "Corporate Entry Program" teil. Dabei lernen sie das Unternehmen kennen, bilden frühzeitig Netzwerke und lernen, sich selbst zu organisieren. Auf länderbezogener oder regionaler Ebene durchlaufen Nachwuchsführungskräfte mit dem "Leadership Entry Program" und dem "International Management Program" erfolgreiche Programme, die sie darauf vorbereiten, komplexe Problemstellungen zu meistern und ihre Managementfähigkeiten zu stärken. Führungskräften auf globaler Ebene werden im "Corporate Executive Development Program" weitergehende Führungsfähigkeiten vermittelt. Neuen oberen Führungskräften wird mit den "New Senior Executive Workshops" ein maßgeschneidertes Entwicklungsprogramm angeboten. Vergütung und VorsorgeNeben der Grundvergütung spiegelt unser Vergütungssystem die besondere Verantwortung und Leistung wider, mit der jeder Mitarbeiter zum Erfolg des Unternehmens beiträgt. Variable Vergütungsbausteine gewinnen dabei zunehmend an Gewicht:
Den demografischen Strukturveränderungen tragen wir auch durch unsere Altersvorsorgeangebote Rechnung. Im Mittelpunkt steht die Umstellung von leistungsorientierten auf beitragsorientierte Zusagen, damit Mitarbeiter und Unternehmen langfristige Transparenz und Planungssicherheit erhalten. Außerdem fördert das Unternehmen die Eigenbeteiligung der Beschäftigten an ihrer Altersvorsorge durch Firmenzuschüsse und Entgeltumwandlungsprogramme. Die Tarifvertragsparteien in der chemischen Industrie und in der Metallindustrie haben sich darauf verständigt, vormalige vermögenswirksame Leistungen zweckgebunden nur noch als altersvorsorgende Leistungen zu zahlen. Wir rechnen daher mit einem weiteren Anstieg der Beteiligungsquoten. Vier Werte als Basis der UnternehmenskulturUnsere vier Werte sind maßgeblich für alle Mitarbeiter: Vertrauen, Gewinnermentalität, Freiheit und Verbundenheit. Gegenseitiges Vertrauen, der Mut und die Freiheit, eigenverantwortlich zu handeln, immer auf faire Weise sein Bestes zu geben und gemeinsam an einem Strang zu ziehen sind Grundlage unserer Unternehmenskultur. Sie bildet den Rahmen dafür, wie wir in unserer Organisation zusammenarbeiten, miteinander umgehen, Führung leben und Konflikte lösen. Wir sind davon überzeugt, dass die Einbindung und Beteiligung unserer Mitarbeiter auf Grundlage unserer gemeinsamen Werte entscheidend für unseren Erfolg sind. Die Unternehmenswerte und das daraus abgeleitete Verhalten wurden über die zwei Workshopreihen "Value Based Leadership" für Führungskräfte und "Our Basics" für alle Mitarbeiter erläutert und flächendeckend in das Unternehmen getragen. Zudem sind unsere Werte in unser BIG-SIX-Kompetenzmodell integriert. Die BIG-SIX-Fähigkeiten sind Bestandteil unserer Personalentwicklungsprogramme und Beurteilungsinstrumente. Bereits im Vorjahr haben wir die Werte in die zur Entwicklung unserer Führungskräfte dienende 360°-Rückmeldung (BIG-SIX-Radar) integriert. Dabei geben Vorgesetzte, Kollegen, interne Kunden und Mitarbeiter Rückmeldung zu Führung und Verhalten der Führungskräfte. So haben wir einen einheitlichen Maßstab für werteorientiertes Handeln und Führen bei Continental geschaffen. Diversity: Zwei Themen im FokusMenschen unterschiedlicher Herkunft, Kulturen, Religionszugehörigkeiten, Geschlechter und unterschiedlichen Alters bilden das Continental-Team. Diese Vielfalt verschiedener Denk- und Betrachtungsweisen, Kompetenzen und Erfahrungen macht uns stark. Zur Förderung der Vielfalt im Unternehmen konzentrieren wir uns auf zwei Schwerpunkte: ausgewogener Mix von Frauen und Männern sowie Internationalität. Konzernweit sind derzeit 9 % der Positionen im Management mit Frauen besetzt, diesen Anteil wollen wir bis zum Jahr 2020 auf 16 % steigern. Rund zwei Drittel des Managements sind zurzeit Mitarbeiter mit deutschem Hintergrund, während rund 70 % unserer Mitarbeiter außerhalb Deutschlands arbeiten. Als globaler Konzern wollen und müssen wir lokale Gegebenheiten verstehen. Die Entwicklung zum Thema Diversity verläuft in unseren Märkten unterschiedlich. So sind beispielsweise in China bereits 16 % der Führungspositionen mit Frauen besetzt, während der Anteil der lokalen Führungskräfte noch erhöht werden kann. Gerade in den Wachstumsmärkten ist es wichtig, lokale Führungskräfte aufzubauen und sicherzustellen, dass lokale Talente die Möglichkeit bekommen, im Konzern Karriere zu machen. Dem internationalen Austausch von Führungskräften kommt dabei eine bedeutende Rolle zu. Insgesamt wollen wir im Einklang mit den Anforderungen und Bedürfnissen der Märkte, in denen wir tätig sind, die internationale Zusammensetzung unserer Belegschaft ausbauen. Viele Ideen für viele konkrete VerbesserungenUnsere Unternehmenskultur bietet auch den Rahmen für die vielen Ideen, die von unseren Mitarbeitern jährlich eingereicht werden. Verbesserungsvorschläge werden nicht nur zum Thema Kosteneinsparungen, sondern auch zur Weiterentwicklung unserer Unternehmenskultur und unserer Werte gemacht. Die Mitarbeiterideen führen auch zur Optimierung von Prozessen und Qualität und sorgen für Verbesserungen im Bereich Umwelt, Arbeits- und Gesundheitsschutz. Im Berichtsjahr sind weltweit mehr als 500.000 Ideen eingegangen, von denen rund 85 % erfolgreich umgesetzt wurden. Dies führte zu Einsparungen von mehr als 160 Mio €. Wir fördern Gesundheit und SicherheitDie Förderung der Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter ist Teil unserer Unternehmenskultur. Im Mittelpunkt stehen hier sowohl der Erhalt der physischen als auch der mentalen Fitness. Im Berichtsjahr haben wir unsere Programme wie "Healthy Leadership" zur Vermittlung von Gesundheitskompetenz im Management und "Stresscontrol" zur Stärkung der Mitarbeiter im Umgang mit Stress in weiteren Ländern ausgerollt. Über das durch einen externen Dienstleister durchgeführte Programm "Employee Assistance Program" bieten wir unseren Mitarbeitern unter Wahrung ihrer Anonymität Hilfestellung bei beruflichen oder privaten Problemen an. Unsere Arbeitsplätze im Bereich der Produktion rüsten wir nach und nach altersstabil aus. Dies bedeutet beispielsweise, dass 15 % der Arbeitszeit im Sitzen erbracht werden kann. Derzeit erfüllen bereits 32 % der Arbeitsplätze diese Voraussetzung. Bis zum Jahr 2020 soll in den deutschen Produktionsstandorten die Hälfte aller Arbeitsplätze altersstabil sein. Alle neu gestalteten Arbeitsplätze werden nach unserem internen Prozess-Optimierungssystem CBS (Continental Business System) und den neuesten Erkenntnissen über ergonomische Arbeitsplätze konzipiert. Ziel ist es, gesunde Arbeitsplätze und Sicherheit am Arbeitsplatz zu schaffen. Dass wir dabei auf einem guten Weg sind, belegen die stetig sinkenden Fehlzeiten und Unfallzahlen unserer Mitarbeiter. "HR Excellence" - Programm zur Verbesserung des PersonalmanagementsUm den Anforderungen einer globalen, vielfältigen Belegschaft noch besser gerecht zu werden, haben wir im Berichtsjahr mit HR Excellence (Human Resources, HR) ein Projekt zur Neuausrichtung unserer Personalfunktion initiiert. Im Mittelpunkt steht die Harmonisierung und stärkere globale Orientierung unserer Personalprozesse und daraus abgeleitet eine Neuverteilung von Rollen und Zuständigkeiten in unserem weltweiten Netzwerk von über 2.000 HR-Mitarbeitern. Ziel von HR Excellence ist die Steigerung von Effizienz, Effektivität und Qualität der Personalarbeit. Wir wollen in unseren Prozessen effizienter werden, um einen noch stärkeren Fokus auf strategische Themen und Herausforderungen legen zu können. Entsprechend umfasst das Projekt die vier Arbeitsstränge: HR-Prozesse, HR-Organisation, HR-Shared Services und HR-IT-Systeme. Im Berichtsjahr wurden aufbauend auf einer umfassenden Analyse die Eckpunkte für die zukünftige Ausrichtung der Personalfunktion definiert und für die Implementierung im kommenden Jahr detailliert. Zur Förderung zukünftiger Talente im HR-Bereich wurde zudem ein HR-Absolventen-Programm entwickelt, über das Universitätsabsolventen ab 2014 für den Personalbereich gezielt rekrutiert und intern entwickelt werden. Mitarbeiter nach Regionen![]() UmweltSchwerpunkte unserer Umweltstrategie![]() "Creating Sustainable Solutions" - Umweltschutz bei Continental. Effiziente und effektive Organisation und Prozesse des Umwelt- und EnergiemanagementsIm Berichtsjahr haben wir unser Umweltmanagement weiterentwickelt. Das Ergebnis ist eine auf die Gesamtstrategie von Continental abgestimmte Umweltstrategie, die im Herbst 2013 verabschiedet wurde. Seit Anfang 2014 wird sie weltweit ausgerollt. Die Umweltstrategie ist auf die für Continental wichtigsten globalen Umweltmegatrends ausgerichtet. Sie dient einerseits dazu, die negativen Einflüsse wie beispielsweise Klimaveränderung und Ressourcenverknappung abzumildern, und andererseits dazu, Chancen und Wettbewerbsvorteile zu erkennen. Dies erreichen wir mit Effizienzsteigerungen durch innovative und nachhaltige Lösungen bei Produkten und Prozessen. Jedem strategischen Handlungsfeld sind Maßnahmenpakete zugeordnet, die für die erfolgreiche Umsetzung der Strategie wesentlich sind. Aktionspläne für die unterschiedlichen Anforderungen in der Automotive Group und der Rubber Group komplettieren die Umweltstrategie. Die Strategie wird in der Organisation auf direkten und kurzen Wegen sowie durch etablierte Prozesse unseres Umwelt- und Energiemanagements umgesetzt. Die unmittelbare Berichtslinie vom Vorstandsvorsitzenden über die Zentralbereiche Qualität und Umwelt sowie Umweltschutz-Konzern bis in die Divisionen und Standorte stellt die direkte Kommunikation sicher. Dies schafft gleichzeitig den Freiraum, um den unterschiedlichen Anforderungen unserer Geschäftsfelder gerecht zu werden. "Continental - Creating Sustainable Solutions": Mit dieser Vision bekennen wir uns als Unternehmen zum nachhaltigen Wirtschaften. Kennzahlen zum UmweltschutzUnser Ziel ist die Minimierung des Ressourcenverbrauchs und die kontinuierliche Verringerung der Umweltbelastung in den Bereichen Energie- und Wasserverbrauch, CO2 -Emissionen sowie Abfallerzeugung. Zusätzlich wollen wir unvermeidbare Abfälle verstärkt verwerten. Die in den vergangenen Jahren intern gewonnenen und durch unabhängige Prüfungen bestätigten Erfahrungswerte haben wir zum Anlass genommen, die Erhebungsmethodik zu verändern. Die derzeitigen und für das Jahr 2015 angestrebten Ressourcenverbräuche und Emissionen beziehen sich nicht mehr auf das Gewicht der Fertigprodukte, sondern werden im Verhältnis zum erzielten Umsatz ausgedrückt. Die neue Methodik stellt eine bessere Verbindung zwischen Umweltbelastung und der zugehörigen Wertschöpfung her. Dadurch erhöht sich die Aussagekraft der erhobenen Umweltkennzahlen und es eröffnen sich effektivere Steuerungsmöglichkeiten zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Kennzahlen zum UmweltschutzCO2 -Emissionen![]() Wasserverbrauch![]() Energieverbrauch![]() Abfallerzeugung und -Verwertung![]()
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Umweltzielsetzung Continental. Die Zielerreichung wird in unseren Werken durch regelmäßige interne und externe Audits auf Grundlage des internationalen Standards ISO 14001 überprüft. Die Audits dienen gleichzeitig der Identifizierung vorbildlicher Praxis (Best Practices) und sind Grundlage für den Know-how-Transfer innerhalb des Konzerns. Dies ermöglicht es uns, die Umweltbelastungen im Einklang mit unserer Umweltstrategie Schritt für Schritt zu senken. Im Berichtsjahr ist es uns gelungen, die Anzahl der zertifizierten Standorte weiter zu erhöhen. scroll
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Wesentliche Produktionsstandorte. Steuerung der Umweltauswirkungen unserer Produkte über ÖkobilanzenUmweltbelastungen von Produkten, die als wesentliche Bestandteile von Fahrzeugen deren bessere Umweltverträglichkeit mitbestimmen, ermitteln wir mithilfe von Ökobilanzen (Life Cycle Assessment, LCA). Sie sind für uns ein wichtiges Planungs- und Steuerungsinstrument, um Umweltbelastungen zu reduzieren:
Produktverantwortung in der Rubber GroupContinental ist Mitglied im WBCSD (World Business Council for Sustainable Development), einem Zusammenschluss internationaler Unternehmen, die sich mit dem Thema "Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung" beschäftigen. Unter Schirmherrschaft des WBCSD läuft seit 2006 das Tire Industry Project (TIP), eine Initiative von elf Reifenherstellern, die insgesamt für rund 70 % der weltweiten Produktionskapazität stehen. Das TIP wird von den Herstellern getragen, in der Durchführung durch Berater unterstützt und von unabhängigen Wissenschaftlern überwacht, um neutrale und ausgewogene Untersuchungsergebnisse sicherzustellen. Das Projekt beschäftigt sich umfassend mit potenziellen Gesundheits- und Umweltrisiken im Zusammenhang mit der Herstellung und Nutzung von Reifen. Dazu gehören die Bewertung der Gesundheits- und Umweltverträglichkeit der Rohstoffe, die Auswirkungen von Reifen- und Straßenabrieb in der Nutzungsphase und das Management von Altreifen. Das im Berichtsjahr abgeschlossene Teilprojekt "Reifen- und Straßenabrieb" beinhaltet neben wichtigen Grundlagenarbeiten in Laboren weltweit umfangreiche Untersuchungen u.a. in den Ballungsgebieten Paris, Osaka und Washington DC. Die wesentlichen Ergebnisse dieser Untersuchungen sind:
Weitere im Rahmen des TIP derzeit bearbeitete Themen sind:
Das TIP wird als erfolgreiche Industrie-Initiative fortgesetzt und trägt somit dem Ansatz nachhaltiger Betriebsführung Rechnung. Die Verwertung von Altreifen ist ein weiterer Schwerpunkt im Zusammenhang mit den Umweltauswirkungen von Reifen. Als Gründungsmitglied des seit 2001 bestehenden europäischen Branchenverbands ETRMA (European Tyre and Rubber Manufacturers' Association) beteiligt sich Continental aktiv an der öffentlichen Diskussion zu diesem Thema und hat Verbesserungen auf diesem Gebiet engagiert vorangetrieben. In Europa fallen jährlich rund 3,4 Mio Tonnen Altreifen an (weltweit geschätzt 9 Mio Tonnen, in Deutschland rund 0,6 Mio Tonnen), deren Verwertung unterschiedlich geregelt ist: in marktwirtschaftlichen Systemen (im Wesentlichen Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie das Vereinigte Königreich), in steuerbasierten Systemen (Dänemark, Slowenien) oder auf Basis einer Rücknahmeverpflichtung für Hersteller (übrige Länder). Noch im Jahr 1996 lag die Verwertungsquote in den europäischen Märkten erst bei rund 50 %. Der seitdem erfolgte Ausbau der Verwertungs- bzw. Entsorgungssysteme führt heute zu einer Verwertungsquote von 96 % bis teilweise 100 %. "ContiLifeCycle" setzt neue MaßstäbeIm Berichtsjahr haben wir unser "ContiLifeCycle-Werk" in Hanover-Stöcken eröffnet. Das weltweit einzigartige Werk nimmt mit seinem integrierten Ansatz aus Heiß- und Kaltrunderneuerung für Lkw- und Busreifen sowie einer eigens entwickelten Gummirecyclinganlage eine Vorreiterrolle ein. Die von Continental entwickelte Technologie wurde vom Umweltinnovationsprogramm des deutschen Bundesumweltministeriums gefördert. Für uns dient das "ContiLifeCycle-Werk" als eine Keimzelle für unsere "LifeCycle-Aktivitäten" weltweit. Mit unserem Team aus Forschung & Entwicklung, Produktionsmanagement, Engineering und Qualitätsmanagement in Hannover-Stöcken entwickeln und verbessern wir Lösungen für die anderen "LifeCycle-Zentren" in Petaling Jaya, Malaysia, Cuenca, Ecuador, und Morelia, Mexiko. Als Teil des "ContiLifeCycle-Werks" wurde zudem ein Recyclingprozess für das bei der Runderneuerung anfallende Raumehl entwickelt. Bei diesem Prozess wird das vulkanisierte Raumehl wieder devulkanisiert. Das dabei entstehende Gummirezyklat ist von so hoher Qualität, dass es bedenkenlos für neue Reifenmischungen verwendet werden kann. Das im "ContiLifeCycle-Werk" anfallende Raumehl wird komplett in der an das Werk angeschlossenen Recyclinganlage verarbeitet. Hierdurch können die Abfallmengen um mehr als 80 % verringert und zudem signifikante CO2 -Einsparungen erzielt werden. Leistung zum Klimaschutz und zur Ressourcenschonung aus der Automotive GroupDer Umweltschutz ist fester Bestandteil der Entwicklungsprozesse, damit unsere Produkte effektiv dazu beitragen, schädliche Emissionen von Fahrzeugen zu reduzieren. Die aufgeführten Produkte zeigen einen kleinen Ausschnitt aus dem Produktportfolio, welche maßgeblich dazu beitragen, dass heute die strengsten Abgasnormen erreicht werden und immer weniger CO2 beim Fahren emittiert wird:
Die konsequente Neu- und Weiterentwicklung unserer Produkte sind wesentliche Erfolgsfaktoren für unser Unternehmen und den aktiven Umweltschutz. Mehrwert UmweltschutzVor über 20 Jahren hat Continental ein weltweites Umweltmanagementsystem eingeführt, das die Minimierung des Ressourcenverbrauchs und die kontinuierliche Verminderung der Umweltbelastungen verfolgt. Betrafen Umweltthemen seinerzeit überwiegend die Produktherstellung und die Produktionsstätten, so reichen unsere Aktivitäten heute entsprechend der Entwicklung des Unternehmens deutlich weiter. Wir greifen die globalen Megatrends auf, wenn wir unsere Produkte und deren Produktion unter Umweltgesichtspunkten optimieren. Energieeffizienz, schonender Umgang mit Ressourcen und Abfallvermeidung sind dabei nicht nur wichtige Verkaufsargumente, sondern wirken sich auch positiv auf unsere Kostenstruktur aus und verbessern unsere Wettbewerbsposition. Wird der Umweltschutz heute nicht ernst genommen, werden wir morgen dafür zahlen müssen. Nicht zuletzt ist der Umweltschutz Teil unserer Mission: "Mit unseren Technologien, Systemen und Serviceleistungen machen wir Mobilität und Transport nachhaltiger, sicherer, komfortabler, individueller und erschwinglicher". Gesellschaftliche VerantwortungContinental ist dezentral mit starker Verantwortung vor Ort organisiert. Dies gilt nicht nur für die Geschäftsbereiche, sondern auch für das soziale Engagement des Konzerns, seiner Niederlassungen sowie privater Initiativen, die von engagierten Mitarbeitern des Unternehmens begründet und getragen werden. Daher werden gemeinnützige Projekte, Spenden oder wohltätige Aktivitäten weitestgehend im Ermessen der dezentralen Einheiten initiiert und verantwortet. Ausnahmen bilden überregionale Projekte und Herausforderungen oder unser Engagement bei internationalen Katastrophen. Hier kommt das gesamte Unternehmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung nach. Nachfolgend einige Beispiele für das Engagement des Unternehmens und unserer Mitarbeiter aus den Bereichen Soziales und Verkehrssicherheit, Bildung und Wissenschaft sowie Sport. Engagement für Soziales und VerkehrssicherheitEine Aktion für mehr Sicherheit für Kinder startete bereits im Jahr 2008: der internetbasierte "SchulwegPlaner". Annähernd 1.000 Schulen haben sich bisher daran beteiligt. Die Grundschulen in Deutschland erstellen seit Jahren für Schulanfänger einen Schulwegplan. Dieser besteht bisher oft aus einer Stadtplankopie, in die per Filzstift eine Route eingezeichnet ist. Der internetbasierte "SchulwegPlaner" ermöglicht hingegen eine systematische Erfassung von Gehwegen, Fußgängerüberwegen, Ampeln oder Unfallschwerpunkten - und somit die genaue Planung eines sicheren Schulwegs. Bevor ein Plan für die allgemeine Nutzung im öffentlichen Bereich des "SchulwegPlaners" zur Verfügung gestellt werden kann, müssen ihn die Schulen überprüfen und freigeben. Die Schulen sind dabei aufgefordert, alle Pläne auch von den Behörden - insbesondere der Polizei - prüfen zu lassen. Erst dann sind sie für alle Nutzer im Internet abrufbar und druckfähig. Das Projekt "Meine Nachbarschaft, das Herzstück von Cuenca" ist eine der Initiativen, die Continental Tire Andina S.A. in Cuenca, Ecuador, unterstützt. Ziel des Projekts ist es, die Lebensqualität der Einwohner von Cuenca beispielsweise durch den Bau von Spielplätzen und Grünanlagen zu verbessern. Bisher wurden im Rahmen der Initiative zehn Stadtparks eröffnet. Engagement für Bildung und WissenschaftContinental Tyre South Africa, Port Elizabeth, Südafrika, fördert seit über zehn Jahren die Teilnahme ihrer Mitarbeiter am staatlichen Grundlagen-Programm "ABET" (Adult Basic Education and Training). Das qualifikationsorientierte Erwachsenengrund- und -ausbildungsprogramm vermittelt grundlegende Lernfähigkeiten, Wissen und Kompetenzen - unter anderem im Lesen, Schreiben, in der Mathematik, in den Bereichen Wirtschaft, Landwirtschaft, Gesundheitsvorsorge und auch in Kunst und Kultur. In Brasilien unterstützen wir das Bildungsprojekt Uere (Kinder des Lichts) für Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 18 Jahren aus dem Armenviertel Baixa do Sapateiro in Rio de Janeiro. Als ein Offizieller Sponsor der FIFA WM 2014 in Brasilien möchten wir sowohl im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft als auch im Anschluss die Aufmerksamkeit für das weltweit beliebteste Sport-Event nutzen, um die erfolgreichen Methoden des bemerkenswerten Bildungsprojekts Uere auch international bekanntzumachen. Mit unserer finanziellen Förderung und unserem Engagement beim e-Learning-Modul wollen wir nicht nur den Uere-Kindern helfen, sondern auch andere Organisationen auf diesen nachahmenswerten Ansatz aufmerksam machen, denn wir sind davon überzeugt, dass er auch vielen benachteiligten Kindern in anderen Großstädten eine Perspektive verschaffen kann. Das sogenannte Uere-Mello-Konzept ist ganz gezielt auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten. Zum Beispiel werden fast ausschließlich interaktive Lerneinheiten mit einem Umfang von 20 Minuten angeboten, damit die überwiegend an Lernblockaden infolge von andauernden Traumata leidenden Kinder die Inhalte auch wirklich aufnehmen können. Darüber hinaus finanziert Continental bis einschließlich 2015 auch die Lehrer und Ausrüstung für ein Fußballprojekt, wodurch die Uere-Kinder im unmittelbaren Umfeld des Bildungsprojekts auch unter Aufsicht sicher Fußball spielen können. Engagement im SportSport schafft neue Netzwerke, die Hierarchien und Hindernisse überwinden. Deshalb engagieren wir uns in vielfältiger Weise auf diesem Gebiet, das Menschen auf der ganzen Welt verbindet. Mit dem Finale des "World Football Championship of Children from Care Homes" im polnischen Warschau ging Ende Juni 2013 ein spannender internationaler Wettbewerb fußballbegeisterter Waisenkinder zu Ende. Bereits seit 2011 ist Continental Hauptsponsor der Fußball-Meisterschaften für die 2010 gegründete gemeinnützige Organisation "Hope for the World Cup". Ziel ist es, das Selbstbewusstsein der Kinder durch den Teamsport zu fördern und sie zu ermutigen, ihre Zukunftspläne und Träume nicht aus den Augen zu verlieren. Der Sport unter Gleichgesinnten aus der ganzen Welt soll ihnen dabei einen leichteren Start ins Erwachsenenleben ermöglichen. Als leistungsorientiertes Unternehmen fördert Continental bewusst auch den Spitzensport, denn ohne professionellen Unterbau können sich Vereine und Mannschaften langfristig nicht in den Top-Ligen etablieren. Damit dies in Zukunft auch mehr Sportlern in der Region Hannover gelingt, haben wir die Initiative "Pro Sport Hannover" ins Leben gerufen. Im Fokus stehen dabei der professionelle Austausch zwischen Sport, Wirtschaft und Politik sowie das Motto "Lernen von den Besten". Pro Kalenderjahr werden vier Projekte unterstützt, bei denen die Athleten/Teams entweder bereits eine herausragende Leistung erbracht haben oder auf dem Weg dazu sind. Die Projekte umfassen Einzel-, Team- und Behindertensport. WirtschaftsberichtKonjunkturentwicklung in ausgewählten RegionenWirtschaftswachstum (BIP) 2013 im Vergleich zum VorjahrWELT![]() Kernpunkte der Konjunkturentwicklung
Wirtschaftswachstum (BIP) 2013 im Vergleich zum VorjahrEURORAUM![]() Kernpunkte der Konjunkturentwicklung
Wirtschaftswachstum (BIP) 2013 im Vergleich zum VorjahrDEUTSCHLAND![]() Kernpunkte der Konjunkturentwicklung
Wirtschaftswachstum (BIP) 2013 im Vergleich zum VorjahrRUSSLAND![]() Kernpunkte der Konjunkturentwicklung
Wirtschaftswachstum (BIP) 2013 im Vergleich zum VorjahrUSA![]() Kernpunkte der Konjunkturentwicklung
Wirtschaftswachstum (BIP) 2013 im Vergleich zum VorjahrBRASILIEN![]() Kernpunkte der Konjunkturentwicklung
Wirtschaftswachstum (BIP) 2013 im Vergleich zum VorjahrJAPAN![]() Kernpunkte der Konjunkturentwicklung
Wirtschaftswachstum (BIP) 2013 im Vergleich zum VorjahrCHINA![]() Kernpunkte der Konjunkturentwicklung
Wirtschaftswachstum (BIP) 2013 im Vergleich zum VorjahrINDIEN![]() Kernpunkte der Konjunkturentwicklung
Quellen: IWF - World Economic Outlook 12/2013 und Update 1/2014, Weltbank - Global Economic Prospects 1/2014, Zentralbanken 12/2013 und 1/2014, Statistisches Bundesamt 1/2014, IWF - Regional Economic Outlook Asia 10/2013, IWF - Economic Health Check Russia 10/2013, Destatis 2014, eigene Schätzungen. Gesamtwirtschaftliche EntwicklungMit einem Wachstum von 3,0 % ist die Weltwirtschaft 2013 in etwa so stark gewachsen wie im Jahr 2012. Auch der Welthandel nahm im Berichtsjahr ungefähr in gleicher Höhe um 2,7 % zu. Damit lag die Wachstumsrate der Weltwirtschaft deutlich unter der Erwartung des Internationalen Währungsfonds (IWF) aus dem Januar 2013 von 3,5 %. Nach einem schwächeren ersten Halbjahr belebte sich das globalwirtschaftliche Wachstum in der zweiten Jahreshälfte 2013. Gerade die entwickelten Volkswirtschaften wuchsen im zweiten Halbjahr wieder stärker. Positive Impulse kamen vor allem aus den USA, wo die fiskalischen Anspannungen im Zuge des abebbenden Haushaltsstreits nachließen, während die Notenbank ihre Politik der sehr expansiven Geldpolitik beibehielt. Außerdem verbesserten sich die Investitionsbedingungen im Jahresverlauf dank einer moderaten Lohnpolitik und sinkender Energiepreise deutlich. Im Euroraum gelang es, die Rezession zu überwinden. Die Zuwachsraten waren im zweiten Halbjahr 2013 wieder positiv und die Schuldenproblematik minderte sich dank einer deutlich expansiveren Geldpolitik der EZB. Dies hat sich positiv auf das Vertrauen ausländischer Investoren in den Euroraum ausgewirkt. In den Schwellen- und Entwicklungsländern nahm die wirtschaftliche Aktivität ebenfalls erst in der zweiten Jahreshälfte wieder etwas stärker zu. Im Wesentlichen ist dies auf eine Belebung der Exporte zurückzuführen. China verzeichnete zudem eine verstärkte Binnennachfrage, die sich in anderen Ländern eher verhalten entwickelte. In vielen großen Industrieländern lag die Arbeitslosigkeit auch 2013 auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Die Folge war eine stabile Lohnpolitik. Wegen des vergleichsweise geringen Kostendrucks und der hohen Wettbewerbsintensität blieben die Preise niedrig. Die durchschnittliche Inflationsrate der entwickelten Volkswirtschaften lag bei nur 1,4 %. Im Vergleich dazu lag die durchschnittliche Preissteigerungsrate in den Schwellen- und Entwicklungsländern mit 5,3 % fast viermal so hoch, rangierte damit aber unter ihrem Vorjahresniveau. Die Angaben zur Konjunkturentwicklung geben den Kenntnisstand bei Aufstellung des Konzernabschlusses wieder und basieren auf den angegebenen Quellen und veröffentlichten ökonomischen Daten. Entwicklung wesentlicher AbnehmerbranchenFür Continental ist das weltweite Geschäft mit den Herstellern von Pkw und Nutzfahrzeugen mit 72 % Umsatzanteil das wichtigste Marktsegment. Der zweitgrößte Markt ist das weltweite Ersatzreifengeschäft für Pkw und Nutzfahrzeuge. Die bedeutendste Absatzregion von Continental ist, mit einem Umsatzanteil von 54 %, nach wie vor Europa, gefolgt von der NAFTA-Region mit 22 %. Der Umsatzanteil des Konzerns in Asien erhöhte sich 2013 nochmals und erreichte einen Anteil von 19 % am Gesamtumsatz. FahrzeugmärkteMaßgeblich für unseren Umsatz in der Erstausrüstung mit den Automobilherstellern ist die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen <6 t Gesamtgewicht. Entwicklung der Pkw-NeuzulassungenDas Wachstum der globalen Fahrzeugnachfrage setzte sich im Berichtsjahr weiter fort. Auf Basis vorläufiger Daten des Verbands der Automobilindustrie (VDA) verzeichnete China den größten Nachfrageanstieg mit 3,1 Mio Einheiten (23 %) auf 16,3 Mio Einheiten, wodurch der chinesische Fahrzeugmarkt im Jahr 2013 zum größten Pkw-Markt der Welt aufstieg. Die Fahrzeugverkäufe in den USA legten infolge der wirtschaftlichen Erholung um 8 % gegenüber dem Vorjahr auf 15,5 Mio Einheiten zu. In Japan entwickelten sich die Fahrzeugverkäufe im Vergleich zum Vorjahr konstant. Neuzulassungen/Verkäufe von Pkwscroll
Quelle: VDA (Länder/Regionen) und Renault (weltweit). Produktion Pkw, Kombifahrzeuge, leichte Nutzfahrzeuge (< 6 t)1scroll
Quelle: IHS, vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.
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Light Vehicles. Die Rezession in vielen Ländern Europas führte zu Beginn des Berichtsjahres zu einer verhaltenen Pkw-Nachfrage, die sich im Jahresverlauf zunehmend stabilisierte: Nach einem Rückgang der Neuzulassungen um 10 % im ersten Quartal 2013 gegenüber dem Vorjahresquartal - auch bedingt durch weniger Arbeitstage - verringerte sich der Rückgang auf 4 % im zweiten Quartal. Das dritte Quartal 2013 erreichte im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 3 % bei den Neuzulassungen und das vierte Quartal ein Plus von 6 %. In Summe sanken die Pkw-Neuzulassungen in Europa (EU27+EFTA) im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr um 2 % auf 12,3 Mio Einheiten. Von den großen Absatzmärkten verzeichneten Großbritannien (11 %) und Spanien (3 %) einen Zuwachs, während Deutschland (-4 %), Frankreich (-6 %) und Italien (-7 %) rückläufige Neuzulassungen registrierten. Gegenläufig zu China ging in den übrigen BRIC-Ländern Brasilien, Russland und Indien 2013 die Fahrzeugnachfrage zurück: Während der Pkw-Absatz in Brasilien nur einen leichten Rückgang um 1 % zeigte, sank er in Russland um 5 % und in Indien um 7 %. Weltweit wurden nach vorläufigen Zahlen 2013 mit 82,4 Mio Einheiten erstmals mehr als 80 Mio Fahrzeuge neu zugelassen. Dabei verlangsamte sich jedoch das Tempo des Wachstums von 6 % im Vorjahr auf 4 %. Ohne China hätte der Zuwachs nur 0,1 % betragen. Entwicklung der Pkw-ProduktionDer weltweite Anstieg der Nachfrage nach Pkw und leichten Nutzfahrzeugen bewirkte 2013 auf Basis vorläufiger Zahlen und Schätzungen auch eine Erhöhung der globalen Fahrzeugproduktion um rund 3 % auf 84 Mio Einheiten. In der Betrachtung nach Ländern und Regionen zeigt sich eine ähnliche Entwicklung wie bei den Neuzulassungen. Den höchsten Produktionsanstieg um 1,7 Mio Einheiten (4 % gegenüber dem Vorjahr) verzeichnete Asien. Rückläufige Volumina in Japan, Indien und Südkorea von insgesamt rund 0,6 Mio Einheiten wurden vom chinesischen Produktionszuwachs von mehr als 2 Mio produzierten Einheiten überkompensiert. Die NAFTA-Region, hier vor allem die USA, verzeichnete mit einem Produktionsanstieg um 5 % auf 16,2 Mio Einheiten den zweithöchsten Zuwachs. Produktion Nutzfahrzeuge (> 6 t)1scroll
Quelle: IHS, vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.
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Heavy Vehicles. Absatz im Ersatzgeschäft Pkw-Reifenscroll
Quelle: LMC World Tyre Forecast Service, vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.
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West-, Zentral- und Osteuropa inkl. Russland
und Türkei. Dagegen zeigte sich in Europa ein geteiltes Bild der Pkw-Produktion im Berichtsjahr: Während viele Länder niedrigere Produktionszahlen auswiesen, konnten die Hersteller in Großbritannien und Spanien ihre Produktionsvolumina erhöhen. Die starke Automobilnachfrage in China und den USA führte 2013 in Deutschland zu gestiegenen Pkw-Exporten, wodurch trotz rückläufiger Inlandsnachfrage die Pkw-Produktion um 1 % wuchs. In Summe stagnierte die Pkw-Produktion in Europa im Berichtsjahr und fiel damit deutlich besser aus, als zu Jahresbeginn 2013 befürchtet worden war. Entwicklung der Nutzfahrzeug-ProduktionDie globale Produktion von Nutzfahrzeugen wuchs im Berichtsjahr auf Basis vorläufiger Zahlen um 5 % auf 3,2 Mio Einheiten. Den Großteil des Produktionszuwachses verzeichnete Asien mit einem Plus von 5 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Produktion in China stieg im Berichtsjahr um etwa 15 % gegenüber 2012 und glich damit den Einbruch in Indien von über 20 % mehr als aus. Die Produktion in der NAFTA-Region sank im Berichtsjahr nach vorläufigen Zahlen um 2 % auf rund 477.000 Einheiten. Während die Nachfrage nach Neufahrzeugen in den USA leicht zurückging, stieg der Bedarf an Nutzfahrzeugen in Kanada und Mexiko etwas an. In Südamerika normalisierte sich die Lkw-Produktion nach dem Abbau der Läger im Vorjahr und wuchs um 40 %. Damit lag sie leicht über dem Niveau des Jahres 2010. In Europa ging die Nutzfahrzeugproduktion in den ersten beiden Quartalen des Berichtsjahres zurück. Sie belebte sich erst in der zweiten Jahreshälfte aufgrund vorgezogener Kaufentscheidungen vor der Einführung der verschärften EU-Emissionsnorm Euro-6 zum 1. Januar 2014. Das Produktionsvolumen des Gesamtjahres erreichte nach vorläufigen Zahlen wieder fast den Vorjahreswert. ErsatzreifenmärkteFür unseren Umsatz in der Reifensparte ist das globale Ersatzgeschäft von Pkw- und Lkw-Reifen maßgeblich. Aufgrund der höheren Volumina sind für den wirtschaftlichen Erfolg der Division Reifen die Pkw-Ersatzreifenmärkte von besonderer Bedeutung. Entwicklung der Pkw-ErsatzreifenmärkteDie globale Nachfrage nach Pkw-Ersatzreifen wuchs 2013 nach vorläufigen Zahlen und Schätzungen um 4 % gegenüber dem Vorjahr. Weltweit wurden rund 1,05 Mrd Pkw-Reifen verkauft, womit ein neuer Absatzrekord erreicht wurde. Mit Ausnahme Europas wiesen alle Regionen ein Wachstum auf. Die Hälfte des weltweiten Nachfrageanstiegs verzeichnete Asien, wodurch diese Region ihre Position als zweitgrößter Pkw-Ersatzreifenmarkt der Welt ausbaute. Grund für den Anstieg ist der rasante Aufbau des Fahrzeugparks in dieser Region als Folge der hohen Pkw-Nachfrage der vergangenen Jahre. Absatz im Ersatzgeschäft Lkw-Reifenscroll
Quelle: LMC World Tyre Forecast Service, vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.
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West-, Zentral- und Osteuropa inkl. Russland
und Türkei. In der NAFTA-Region setzte sich die Erholung der Pkw-Ersatzreifennachfrage fort und verstärkte sich während des Jahres. Für den Berichtszeitraum ergab sich nach vorläufigen Zahlen eine Steigerung von 4 % gegenüber dem Vorjahr. Allerdings wurde die zusätzliche Nachfrage fast ausschließlich durch das Budget-Segment getrieben. Die Importe von Pkw-Reifen aus Asien legten um mehr als 25 % in der Berichtsperiode zu. In Summe entfiel rund 30 % des weltweiten Nachfrageanstiegs auf die NAFTA-Region. Südamerika und die übrigen Märkte verzeichneten ebenfalls einen gestiegenen Bedarf In Europa, dem für Continental wichtigsten Ersatzreifenmarkt, zeigte sich nach dem witterungsbedingt sehr schwachen ersten Quartal 2013 im weiteren Jahresverlauf eine Stabilisierung der Nachfrage. Nach vorläufigen Daten erreichte die Pkw-Ersatzreifennachfrage in Europa trotz der milden Witterung im vierten Quartal wieder das Vorjahresniveau. Entwicklung der Lkw-ErsatzreifenmärkteNach dem Rückgang im Vorjahr verzeichnete das Ersatzgeschäft mit Lkw-Reifen 2013 nach vorläufigen Zahlen wieder eine deutliche Belebung der Nachfrage um rund 8 Mio Lkw-Reifen (6 %). In Asien, dem größten Markt, zeigte sich aufgrund des anhaltenden Wirtschaftswachstums in China wiederum der höchste Volumenzuwachs von knapp 4 Mio Lkw-Reifen. In Europa normalisierte sich der Bedarf im Berichtsjahr gegenüber dem schwachen Vorjahr. Auch in Südamerika und in den übrigen Märkten belebte sich das Lkw-Ersatzreifengeschäft. Dagegen stagnierte der Bedarf in der NAFTA-Region - mit 20,2 Mio Stück allerdings auf einem hohen Niveau. Entwicklung der RohstoffmärkteFür die Herstellung unserer Produkte für die Automobilindustrie verwenden wir unterschiedlichste Elektronik-, Elektromechanik- und Mechanikkomponenten. Verschiedene Rohstoffe wie Stahl, Aluminium und Kupfer, aber auch Kunststoffe sind für diese Komponenten wichtige Vormaterialien. Deren Preisentwicklung beeinflusst unsere Kosten in der Regel indirekt über Kostenveränderungen bei unseren Zulieferbetrieben, die diese je nach Vertragsgestaltung erst mit einem Zeitversatz an uns weitergeben. Im ersten Halbjahr des Berichtsjahres setzte sich bei den meisten Metallen der rückläufige Preistrend des Vorjahres fort. Im zweiten Halbjahr stabilisierten sich die Notierungen und tendierten zumeist seitwärts auf niedrigem Niveau. Kohlenstoffstahl und Edelstahl sind die Vormaterialien vieler von Continental verwendeter Stanz-, Dreh-, Zieh- und Druckgussteile. Hohe Stahlkapazitäten in Verbindung mit verhaltener Nachfrage sowie rückläufige Kosten für Kokskohle als Rohstoff für Kohlenstoffstahl und Nickel als Legierungsstoff für Edelstahl führten im Berichtsjahr zu leichten Preissenkungen für Edelstähle und Kohlenstoffstähle. Sowohl Aluminium für Druckguss-, Stanz- und Biegeteile als auch Kupfer für Elektromotoren und mechatronische Bauteile zeigten 2013 eine ähnliche Preisentwicklung wie Stahl. Im Jahresdurchschnitt sanken hier die Preise auf US-Dollar-Basis um 7 % bis 8 % im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt, auf Euro-Basis um 10 % bis 11 %. Preisentwicklung ausgewählter Rohstoffe - Automotive Group (indexiert auf den 1. Januar 2008)![]() Quellen: Warmbreitband Europa von SteelOrbis (€/metrische Tonne, mt), Edelstahlband 2mm 304 CR Europa von Metal Bulletin (€/mt). ![]() Quelle: Rollierende Drei-Monatskontrakte der London Metal Exchange (US-Dollar/mt). Für die Beschichtung verschiedenster Bauteile verwenden sowohl wir als auch unsere Zulieferer verschiedene Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin und Palladium. Der Durchschnittspreis 2013 pro Troy-Unze Gold ermäßigte sich auf US-Dollar-Basis zum Vorjahresdurchschnitt um 16 %, der von Silber um 24 %. Dagegen war der Platinpreis mit einem Rückgang von nur 4 % relativ stabil. Konträr dazu verteuerte sich Palladium im Berichtsjahr um 13 %. Die Preise für die Seltenen Erden Neodym und Dysprosium, die seitens unserer Lieferanten vor allem für Dauermagnete in Elektromotoren benötigt werden, gaben im Berichtsjahr nochmals spürbar um mehr als 30 % nach. Trotz dieses Preisrückgangs liegt das derzeitige Preisniveau für Seltene Erden noch mehr als doppelt so hoch wie in den Jahren 2008 bis 2010. Verschiedene Kunststoffgranulate (Resins) werden von unseren Zulieferern und uns vor allem für die Herstellung von Gehäuseteilen benötigt. Nachdem die Preise für Resins im Verlauf des Vorjahres gesunken waren, stabilisierten sie sich im Berichtsjahr auf dem Niveau des vierten Quartals 2012. In der Jahresdurchschnittsbetrachtung zeigt sich noch ein geringer Preisrückgang. Insgesamt betrachtet war die Preisentwicklung der Rohstoffe im Geschäftsjahr 2013 für die Divisionen der Automotive Group neben Kostensenkungsmaßnahmen ein wichtiger Einflussfaktor, um ihre Ergebnismargen auf dem Niveau des Vorjahres zu halten - trotz höherer Lohn- und Energiekosten sowie schwacher Automobilnachfrage in Europa, dem wichtigsten Markt der Automotive Group. Für die Herstellung von Reifen und technischen Gummiprodukten in der Rubber Group werden vor allem Natur- und Synthesekautschuke benötigt. Daneben werden ebenfalls in größeren Mengen Ruß aus Rohöl als wichtigster Füllstoff sowie Stahlcord und Nyloncord als wichtigste Festigkeitsträger verwendet. Da wir Naturkautschuk direkt von den Erzeugern vor allem aus Asien beziehen und weil unsere Synthesekautschukzulieferer die Preisentwicklung ihrer Rohstoffe in der Regel zeitnah an uns weitergeben, hat die Entwicklung dieser Rohstoffpreise einen erheblichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der Divisionen der Rubber Group, insbesondere der Division Reifen. Im Berichtsjahr zeigte sich hier ein ähnliches Bild wie bei den Metallpreisen: Im ersten Halbjahr 2013 verbilligten sich die wichtigsten Gummi-Rohstoffe zum Teil deutlich, während die Preisnotierungen im Verlauf des zweiten Halbjahres eher seitwärts tendierten oder sich auf niedrigem Niveau stabilisierten. Die Preise für Naturkautschuk TSR 20 und Naturkautschukfelle (Ribbed Smoked Sheets, RSS) reduzierten sich im Jahresdurchschnitt 2013 wegen des hohen Angebots und verhaltener Nachfrage um rund 20 % gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt und lagen zum Jahresende auf dem Niveau von Anfang 2008. Der Preis von Butadien, dem wichtigsten Vormaterial für Synthesekautschuk, verbilligte sich 2013 aufgrund verhaltener Nachfrage und zugleich vergrößerter Produktionskapazitäten um über ein Drittel im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt. Im Verlauf des dritten Quartals 2013 drehte an den Märkten der Trend und die Notierungen zogen bis Jahresende von dem deutlich verringerten Niveau an, wodurch auch hier wieder in etwa das Preisniveau von Anfang 2008 erreicht wurde. Preisentwicklung ausgewählter Rohstoffe - Rubber Group (indexiert auf den 1. Januar 2008)![]() Quelle: Rollierende Ein-Monatskontrakte von The Rubber Trade Association (€-Cent/kg). ![]() Quellen: Rohöl: Europa Brent Forties Oseberg Ekofisk Preis von Bloomberg (US-Dollar/mt), Butadien: Westeuropa Spotpreis von IHS (US-Dollar/mt), Styrol: Südkorea Exportpreis (FOB) von Polymerupdate.com (US-Dollar/mt). Dagegen verteuerte sich im Berichtsjahr der Preis von Styrol, ebenfalls ein Vormaterial für Synthesekautschuk, im Vergleich der Jahresdurchschnittspreise 2013 mit 2012 auf US-Dollar-Basis um 16%, nach 5% im Vorjahr. Auf Euro-Basis belief sich die Preissteigerung im Berichtsjahr auf 12 %, nach 13 % im Vorjahr. Rohöl - der wichtigste Ausgangsgrundstoff für die Synthesekautschukrohstoffe, aber auch für Ruß und diverse andere Chemikalien - notierte im Berichtsjahr weitgehend seitwärts, etwas unterhalb des Vorjahresniveaus. Auf US-Dollar-Basis reduzierte sich der Jahresdurchschnittspreis gegenüber dem Vorjahr um 3 %, auf Euro-Basis um 6 %. Alles in allem bewirkten die Preisrückgänge für Natur- und Synthesekautschuke in Verbindung mit Kostensenkungsmaßnahmen im Berichtsjahr nochmals eine Verbesserung der operativen Marge der Rubber Group. Allerdings haben die letzten Jahre gezeigt, dass sich die Rohstoffkosteneffekte aufgrund sich ändernder Ersatzreifennachfrage schnell umkehren können, weshalb für das neue Geschäftsjahr vor dem Hintergrund wachsender Ersatzreifenmärkte mit steigenden Kosten zu rechnen ist. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageDas haben wir erreicht: Umsatzsteigerung um 1,8 % Umsatz (in Mio €)![]() EBIT-Anstieg um 2,4 % EBIT (in Mio €)![]() Verteilung des UmsatzesUmsatz nach Divisionen![]()
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Dargestellt unter Berücksichtigung der erstmaligen
Anwendung des IAS 19 (überarbeitet 2011). EBITDA-Anstieg um 2,6 % EBITDA (in Mio €)![]() Free Cashflow in Höhe von 1.818,3 Mio € Free Cashflow (in Mio €)![]() Verringerung der Netto-Finanzschulden um 1.030,6 Mio €; Gearing Ratio bei 46,0 %![]() Ertragslage
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Umsatzanstieg um 1,8 %Der Konzernumsatz erhöhte sich im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 594,8 Mio € bzw. 1,8 % auf 33.331,0 Mio € (Vj. 32.736,2 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 4,0 %. Diese erneute Erhöhung kommt sowohl aus einem verstärkten Umsatzanstieg außerhalb Europas als auch aus unseren Automotive-Divisionen mit einer starken Konzentration auf die wachstumsstarken Segmente der Automobilzulieferindustrie. Der Anstieg der Fahrzeugproduktion bei Pkw, Kombifahrzeugen und leichten Nutzfahrzeugen im Jahr 2013 hat den Geschäftsverlauf positiv beeinflusst. Der Effekt aus der weltweit nur leicht wachsenden Nachfrage nach Pkw-Ersatzreifen konnte durch Marktanteilssteigerungen verstärkt werden. Konsolidierungskreisveränderungen haben leicht zum Umsatzwachstum beigetragen, welches jedoch durch negative Währungskurseffekte deutlich überkompensiert wurde. Die Umsatzanteile nach Regionen im Jahr 2013 haben sich gegenüber dem Vorjahr folgendermaßen verändert: scroll
Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 3,5 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns erhöhte sich im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 125,0 Mio € bzw. 3,5 % auf 3.736,5 Mio € (Vj. 3.611,5 Mio €) und entspricht 11,3 % (Vj. 11,0%) des bereinigten Umsatzes. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns stieg während des vierten Quartals 2013 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 40,0 Mio € bzw. 4,4 % auf 942,2 Mio € (Vj. 902,2 Mio €) und entspricht 11,3 % (Vj. 11,2 %) des bereinigten Umsatzes. Im dritten Quartal 2013 ergab sich auf vergleichbarer Basis ein bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) in Höhe von 1.017,4 Mio €. Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 2,4 %Das operative Konzernergebnis (EBIT) stieg 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 77,5 Mio € bzw. 2,4 % auf 3.263,7 Mio € (Vj. 3.186,2 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 9,8 % (Vj. 9,7 %). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) verringerten das operative Ergebnis (EBIT) im Berichtsjahr um 370,7 Mio € (Vj. 445,5 Mio €). Die Kapitalrendite (EBIT in % von durchschnittlichen operativen Aktiva) beträgt 19,4 % (Vj. 18,8 %). Sondereffekte 2013Die Prüfung des Goodwill auf Werthaltigkeit im Rahmen des jährlichen Impairment-Tests führte in der Division Powertrain zu einer Wertminderung in Höhe von 27,6 Mio € und in der Division Interior zu einer Wertminderung in Höhe von 40,0 Mio €. In der Division Chassis & Safety entstanden aufgrund des strategischen Richtungswechsels in einem Segment Wertminderungen in Höhe von 40,5 Mio €. Hiervon entfielen 40,3 Mio € auf Sachanlagen und 0,2 Mio € auf immaterielle Vermögenswerte. Aus weiteren Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Sachanlagen resultierte insgesamt ein negativer Effekt in Höhe von 11,1 Mio € (Chassis & Safety -0,9 Mio €; Powertrain -11,3 Mio €; Reifen 1,3 Mio €; ContiTech -0,2 Mio €). Am 1. Januar 2013 erfolgte das Closing für das von SK Innovation Co., Ltd., Seoul, Südkorea, und Continental gemeinsam geführte Unternehmen SK Continental E-motion Pte. Ltd., Singapur, Singapur, nachdem im Juli 2012 der Vertrag über die Gründung unterzeichnet wurde. Aus der Transaktion ergab sich in der Division Powertrain ein Ertrag in Höhe von 23,6 Mio €. Continental hat zum 29. Januar 2013 ihre Anteile an der S-Y Systems Technologies Europe GmbH, Regensburg, Deutschland, an die Yazaki Europe Ltd., Hertfordshire, Vereinigtes Königreich, verkauft. Aus der Transaktion entstand in der Division Interior ein Ertrag in Höhe von 54,6 Mio €. Am 10. Juli 2013 hat die Europäische Kommission entschieden, mehrere Kfz-Zulieferer mit Geldbußen wegen kartellrechtswidrigen Verhaltens auf dem Gebiet der Lieferung von Kabelbäumen für automobile Anwendungen zu belegen. Darunter sind die S-Y Systems Technologies Europe GmbH, Regensburg, Deutschland, und ihre französische Tochtergesellschaft, die wegen Kartellabsprachen gegenüber einem Automobilhersteller eine Geldbuße in Höhe von 11,1 Mio € zahlen müssen. Da Continental bis zum 29. Januar 2013 mit 50 % an S-Y Systems Technologies Europe GmbH, Regensburg, Deutschland, beteiligt war, wurde auf Basis möglicher Verpflichtungen in der Division Interior eine Rückstellung in Höhe von 9,0 Mio € gebildet. Innerhalb des Geschäftsbereichs Infotainment & Connectivity in der Division Interior werden in einem Produktsegment Aktivitäten beendet und restrukturiert. In diesem Zusammenhang entstand insgesamt ein Aufwand in Höhe von 39,4 Mio €, wovon 7,4 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen und 0,1 Mio € auf Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte entfallen. Es sind die Standorte Manaus, Brasilien (13,2 Mio €), Bizerte, Tunesien (10,0 Mio €), Wetzlar, Deutschland (7,0 Mio €), Rambouillet, Frankreich (2,0 Mio €), Nogales, Mexiko (1,9 Mio €), Tianjin, China (1,6 Mio €), Melbourne, Australien (1,4 Mio €), Guarulhos, Brasilien (1,4 Mio €), und Deer Park, USA (0,9 Mio €), betroffen. Im Zuge eines Asset Deals mit Wirkung zum 1. Juli 2013 veräußerte die Continental Automotive Trading France SAS, Rambouillet, Frankreich, ihre Cockpit-Aktivitäten des Geschäftsbereichs Instrumentation & Driver HMI am Standort Hambach, Frankreich, an die SAS Automotive France SAS, Voisins le Bretonneux, Frankreich. Aus dieser Transaktion resultiert in der Division Interior ein positiver Sondereffekt in Höhe von 0,2 Mio €. Im Zusammenhang mit der Einstellung der Pkw-Reifenproduktion im Werk Clairoix, Frankreich, hatte eine größere Anzahl von Mitarbeitern der Continental France SNC, Sarreguemines, Frankreich, bei den Arbeitsgerichten in Compiègne und Soissons, Frankreich, Klagen gegen diese Konzerngesellschaft und teilweise auch gegen die Continental AG eingereicht. Am 30. August 2013 hat das Arbeitsgericht in Compiègne die Continental France SNC und die Continental AG zu Schadenersatz wegen angeblich rechtswidriger Entlassung der Mitarbeiter verurteilt. Continental hält die Ansprüche der Kläger nach wie vor für unbegründet und hat Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Gerichts eingelegt. Gleichwohl wurde in der Division Reifen eine Rückstellung in Höhe von insgesamt 40,5 Mio € gebildet. Im Rahmen des sukzessiven Erwerbs der SACI-Gruppe (Société Alsacienne de Commerce et d'Investissement, Colmar, Frankreich) entstand in der Division Reifen aus der Marktwertanpassung der zuvor gehaltenen Anteile ein Ertrag in Höhe von 7,9 Mio €. Aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen entstand ein positiver Sondereffekt in Höhe von insgesamt 15,0 Mio € (Chassis & Safety 0,3 Mio €; Powertrain 0,9 Mio €; Interior 13,8 Mio €). Zudem führten in der Division ContiTech kleinere Sondereffekte zu einem Aufwand in Höhe von insgesamt 0,1 Mio €. Wegen der durch steigende Margen bedingten höheren erwarteten Mittelabflüsse für den syndizierten Kredit erfolgten 2009 und 2010 aufwandswirksame Buchwertanpassungen. 2011 hingegen wurde aufgrund der sich abzeichnenden Senkung der Margen und der damit verbundenen niedrigeren erwarteten Mittelabflüsse für den syndizierten Kredit eine ertragswirksame Buchwertanpassung vorgenommen. Diese Abgrenzungen werden über die Laufzeit des Kredits aufwandsreduzierend bzw. -erhöhend amortisiert. Aus der Amortisation der Buchwertanpassungen ergab sich 2013 insgesamt ein positiver Effekt in Höhe von 2,4 Mio €. Für den Konzern beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2013 insgesamt 104,5 Mio €. Sondereffekte 2012Die Prüfung des Goodwill auf Werthaltigkeit im Rahmen des jährlichen Impairment-Tests führte in der Division Powertrain zu einer Wertminderung in Höhe von 75,6 Mio €. Aus dem Abgang einer at-equity-Beteiligung der Division Chassis &Safety wurde ein Ertrag in Höhe von 1,6 Mio € realisiert. Aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen sowie Zuführungen entstand 2012 ein positiver Sondereffekt in Höhe von insgesamt 32,8 Mio € (Chassis & Safety 1,2 Mio €; Powertrain 2,7 Mio €; Interior 29,0 Mio €; ContiTech -0,1 Mio €). Aus Wertaufholungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Sachanlagen resultierte insgesamt ein positiver Effekt in Höhe von 25,7 Mio € (Chassis & Safety 2,0 Mio €; Powertrain -0,3 Mio €; Interior -1,1 Mio €; Reifen 25,1 Mio €). Aus geringeren Pensionsverpflichtungen in der NAFTA-Region ergab sich für die Division Reifen 2012 ein positiver Effekt in Höhe von 6,3 Mio €. Aus der Übernahme des Bremsenformteile-Geschäfts von Freudenberg Sealing Technologies GmbH & Co. KG, Weinheim, Deutschland, resultierte insgesamt ein Ertrag aus einem negativen Unterschiedsbetrag im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation in Höhe von 11,5 Mio €. Im 2007 eingeleiteten Kartellverfahren gegen die Dunlop Oil & Marine Ltd., Grimsby, Vereinigtes Königreich, einer Gesellschaft der ContiTech AG im Bereich Offshore-Schläuche, kam es 2012 zu weiteren Aufwendungen in Höhe von 4,0 Mio €. Wegen der durch steigende Margen bedingten höheren erwarteten Mittelabflüsse für den syndizierten Kredit erfolgten 2009 und 2010 aufwandswirksame Buchwertanpassungen. Ende Juni 2011 hingegen wurde aufgrund der sich abzeichnenden Senkung der Margen und der damit verbundenen niedrigeren erwarteten Mittelabflüsse für den syndizierten Kredit eine ertragswirksame Buchwertanpassung vorgenommen. Diese Abgrenzungen werden über die Laufzeit des Kredits aufwandsreduzierend bzw. -erhöhend amortisiert. Im September 2012 wurden aufgrund einer Teilrückführung des syndizierten Kredits die auf den Rückzahlungsbetrag anteilig entfallenden Buchwertanpassungen aufgelöst. Dies führte zu einem Ertrag in Höhe von 2,3 Mio €. Zusammen mit den Effekten aus der Amortisation der Buchwertanpassungen ergab sich im Jahr 2012 insgesamt ein positiver Effekt in Höhe von 13,3 Mio €. Für den Konzern ergab sich eine Entlastung durch Sondereffekte im Jahr 2012 in Höhe von insgesamt 11,6 Mio €. BeschaffungBei leicht gestiegenem Konzernumsatz im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr sank das Einkaufsvolumen aufgrund geringerer Materialpreise leicht um 2 % auf 23,5 Mrd €, wovon etwa 16 Mrd € auf Produktionsmaterialien entfielen. Der Aufbau neuer Teamstrukturen in Asien und Südamerika einhergehend mit der beständigen Optimierung von Prozessen und dem Start neuer Projekte im Jahr 2013 haben zu deutlich verbesserten Ergebnissen im Bereich Beschaffung geführt. Effizienz ist ein Schlüsselfaktor für die Beschaffungsorganisation, um das Wachstum der Geschäftsaktivitäten bewältigen zu können. Daher steht die Automatisierung von Beschaffungsprozessen im Fokus. Dies erlaubt der Organisation nicht nur, das zusätzliche Beschaffungsvolumen zu meistern, sondern insbesondere auch Einsparpotenziale auszuschöpfen. Darüber hinaus wurden 2013 einige strategische Projekte initiiert, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die Weichen für den zukünftigen Erfolg der Beschaffung zu stellen. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung (F&E) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 133,6 Mio € bzw. 7,7 % auf 1.878,4 Mio € (Vj. 1.744,8 Mio €) und beträgt 5,6 % vom Umsatz (Vj. 5,3 %). In den Divisionen Chassis & Safety, Powertrain und Interior werden Kosten im Zusammenhang mit der erstmaligen Beauftragung für Entwicklungen im Erstausrüstungsgeschäft aktiviert. Dabei erfolgt die Aktivierung ab dem Zeitpunkt der Nominierung als Lieferant durch den Erstausrüster und des Erreichens einer bestimmten Freigabestufe. Die Aktivierung endet mit der Freigabe für die unbegrenzte Serienproduktion. Aufwendungen für kundenspezifische Applikationen, Vorserienprototypen und Testkosten für bereits vermarktete Produkte gelten weiterhin als nicht aktivierungsfähige Aufwendungen. Die Abschreibung erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von drei Jahren. Die angenommene Nutzungsdauer reflektiert nach Einschätzung von Continental den Zeitraum, in dem ein wirtschaftlicher Nutzen aus den entsprechenden Entwicklungsprojekten wahrscheinlich erzielbar ist. Von den im Jahr 2013 bei den drei Divisionen angefallenen Entwicklungskosten erfüllten 40,2 Mio € (Vj. 60,7 Mio €) die Aktivierungsvoraussetzungen. Die Voraussetzungen für eine Aktivierung von Entwicklungsaktivitäten wurden in den Divisionen Reifen und ContiTech im Berichtsjahr und auch im Vorjahr nicht erfüllt. Damit ergibt sich für den Konzern eine Kapitalisierungsquote in Höhe von 2,1 % (Vj. 3,4 %). AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich um 50,1 Mio € auf 1.831,3 Mio € (Vj. 1.781,2 Mio €) und entsprechen 5,5 % vom Umsatz (Vj. 5,4 %). Darin sind Wertminderungen in Höhe von insgesamt 126,7 Mio € (Vj. 49,9 Mio €) enthalten. ZinsergebnisDas negative Zinsergebnis erhöhte sich im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 305,5 Mio € auf 804,3 Mio € (Vj. 498,8 Mio €). Dieser Anstieg ist insbesondere auf die Nutzung der Möglichkeit der vorzeitigen Rückzahlung von vier im Jahr 2010 emittierten Anleihen zurückzuführen. Hierbei sind nicht liquiditätswirksame Bewertungsverluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten im Zusammenhang mit der Bewertung der in den Anleihen enthaltenen Rückkaufoptionen entstanden. Die Zinsaufwendungen, die im Wesentlichen aus der Ausnutzung des syndizierten Kredits und den von der Continental AG, der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, sowie der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, begebenen Anleihen resultieren, liegen mit 482,6 Mio € um 81,4 Mio € unter dem Vorjahreswert von 564,0 Mio €. Während sich der Aufwand für den syndizierten Kredit im Jahr 2013 mit 76,9 Mio € (Vj. 240,7 Mio €) gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum auf weniger als ein Drittel reduzierte, erhöhte sich der Zinsaufwand für die zuvor genannten Anleihen von 235,4 Mio € auf 335,4 Mio €. Die stark gesunkene Belastung für den syndizierten Kredit ist zum einen auf eine geringere Ausnutzung, zum anderen auf das im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich niedrigere Marktzins- und Margenniveau zurückzuführen. Die geringere Ausnutzung des syndizierten Kredits im Jahr 2013 resultiert im Wesentlichen aus den, im Vergleich zum Vorjahr, im Jahresdurchschnitt 2013 deutlich niedrigeren Netto-Finanzschulden. Im Jahr 2013 konnten weitere Margensenkungen erreicht werden. So führte die bereits zum Jahresende 2012 erzielte Verbesserung der Leverage Ratio ab dem zweiten Quartal 2013 zu einer Margensenkung. Mit der Mandatierung der Ratingagentur Fitch am 7. November 2013 gab es nunmehr zwei beauftragte Ratingagenturen, die Continental in die Investment Grade-Kategorie einstuften. Damit war die Voraussetzung für eine weitere Margensenkung erfüllt. Die Erhöhung des Zinsaufwands für die zuvor genannten Anleihen ist insbesondere Folge der im Zeitraum Mai bis September 2013 erfolgten vorzeitigen Kündigung der von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, im Jahr 2010 emittierten vier Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 3,0 Mrd €. Die 2010 in den jeweiligen Emissionsbedingungen festgelegten Rückzahlungskurse bewegten sich in einer Spanne von 103,25 % bis 104,25 %. Die gezahlten Aufschläge belasteten das Zinsergebnis 2013 insgesamt mit 112,0 Mio €. Hierbei handelt es sich um folgende vier Anleihen:
Zur Refinanzierung der vorzeitig zurückgezahlten Anleihen haben die Continental AG und die Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, unter dem im Mai 2013 aufgesetzten Rahmen-Emissionsprogramm für Anleiheemissionen (Debt Issuance Programme, DIP) mit einem Programmvolumen von 5,0 Mrd € im dritten Quartal 2013 drei Euro-Anleihen mit einem Volumen von jeweils 750,0 Mio € emittiert. Da das Zinsniveau der neuen Anleihen signifikant unter dem der vorzeitig zurückgezahlten Anleihen liegt, wird die zukünftige Zinsbelastung aus Anleihen deutlich sinken. So sind für die neuen Anleihen durchschnittlich 2,875 % p.a. zu zahlen, für die vorzeitig zurückgezahlten Anleihen waren hingegen durchschnittlich 7,464 % p.a. zu zahlen. Die im September 2012 begebene Anleihe der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, führte im Jahresvergleich ebenfalls zu höheren Zinsaufwendungen für Anleihen. Im Zuge der Umsetzung der ab dem Geschäftsjahr 2013 wirksamen Änderungen der Vorschriften des IAS 19 (überarbeitet 2011), Leistungen an Arbeitnehmer, werden nunmehr die Aufwendungen aus der Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen sowie die erwarteten Erträge aus den Pensionsfonds nicht mehr dem Personalaufwand in den entsprechenden Funktionsbereichen zugeordnet, sondern gesondert im Zinsergebnis ausgewiesen. Dies gilt gleichermaßen für die Zinseffekte anderer langfristig fälliger Leistungen an Arbeitnehmer. Das Jahr 2012 ist entsprechend angepasst dargestellt. Hieraus resultiert im Jahr 2013 eine Belastung des Zinsergebnisses in Höhe von insgesamt 86,9 Mio € (Vj. 91,9 Mio €). Die Zinserträge 2013 liegen mit 29,1 Mio € um 1,3 Mio € über dem Vorjahreswert von 27,8 Mio €. Ende Dezember 2013 liegen die Bewertungsverluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten sowie aus der Entwicklung der Währungskurse insgesamt bei 268,1 Mio € (Vj. Gewinn in Höhe von 126,8 Mio €). Hiervon entfällt ein Verlust in Höhe von 217,7 Mio € (Vj. Gewinn in Höhe von 113,0 Mio €) auf den Ansatz der Rückkaufoptionen, die für die im Jahr 2010 von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, emittierten Anleihen vorgesehen waren. Wie vorab beschrieben wurden im Jahr 2013 für alle vier Anleihen die Rückkaufoptionen ausgeübt. Aus dem Ansatz der Rückkaufoption, die für die von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 2012 emittierte Anleihe vorgesehen ist, resultiert ein Bewertungsverlust in Höhe von 9,8 Mio € (Vj. Gewinn in Höhe von 0,4 Mio €). Im Jahr 2013 betragen die Gewinne aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 4,2 Mio € (Vj. 2,5 Mio €). SteueraufwandDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich für das Geschäftsjahr 2013 auf 449,6 Mio € (Vj. 697,8 Mio €). Die Steuerquote beträgt 18,3 % nach 26,0 % im Vorjahr. Die Steuerzahlungen im Geschäftsjahr 2013 belaufen sich auf 805,4 Mio € (Vj. 683,5 Mio €). Dies entspricht einer Quote von 32,7 % (Vj. 25,4 %). Im Berichtsjahr wurden aufgrund der anhaltend positiven Geschäftsentwicklung in den USA aktive latente Steuern in Höhe von 256,2 Mio € angesetzt, deren zukünftige Realisierung als wahrscheinlich eingeschätzt wird; dies hatte einen positiven Einfluss auf die Steuerquote. Weiterhin wirkten sich Besteuerungsunterschiede im Ausland sowie Förderungen und Befreiungen positiv aus. Die Steuerquote belasten in ausländischen Einheiten gebildete, nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern in Höhe von insgesamt 75,4 Mio € (Vj. 41,4 Mio €), davon 33,9 Mio € (Vj. 12,1 Mio €) für Vorjahre; weiterhin belasten die Steuerquote wie im Vorjahr nicht abzugsfähige Betriebsausgaben und in Deutschland wegen fehlendem Anrechnungsvolumen nicht anrechenbare ausländische Quellensteuern. Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnenDas den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis erhöhte sich 2013 um 17,9 Mio € auf 1.923,1 Mio € (Vj. 1.905,2 Mio €). Dies entspricht einem Ergebnis pro Aktie von 9,62€ (Vj. 9,53€). scroll
FinanzlageCashflow-ÜberleitungDer Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit verringerte sich 2013 im Vorjahresvergleich um 62,7 Mio € auf 3.721,8 Mio € (Vj. 3.784,5 Mio €) und erreichte 11,2 % vom Umsatz (Vj. 11,6 %). Für das Geschäftsjahr 2013 ergibt sich ein Free Cashflow in Höhe von 1.818,3 Mio € (Vj. 1.652,5 Mio €). Dies entspricht einem Anstieg um 165,8 Mio € gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Die insbesondere aus dem syndizierten Kredit und den Anleihen resultierenden Zinszahlungen verringerten sich um 37,2 Mio € auf 565,1 Mio € (Vj. 602,3 Mio €). Die Auszahlungen für Ertragsteuern erhöhten sich um 121,9 Mio € auf 805,4 Mio € (Vj. 683,5 Mio €). Der zahlungsmittelwirksame Aufbau des operativen Working Capital führte zu einem Mittelabfluss in Höhe von 3,9 Mio € (Vj. Mittelzufluss in Höhe von 563,9 Mio €). Dies resultierte aus dem Aufbau der operativen Forderungen in Höhe von 451,6 Mio € (Vj. Abbau in Höhe von 359,7 Mio €) sowie einem Aufbau der operativen Verbindlichkeiten in Höhe von 379,8 Mio € (Vj. 203,2 Mio €). Die Vorräte verringerten sich im Geschäftsjahr um 67,9 Mio € (Vj. 1,0 Mio €). Aus der Veränderung der Pensionsrückstellungen resultiert ein negativer Effekt von 8,2 Mio € (Vj. 65,5 Mio €). Aus Investitionstätigkeit resultiert ein Mittelabfluss in Höhe von 1.903,5 Mio € (Vj. 2.132,0 Mio €), der wesentlich durch die um 36,9 Mio € auf 1.980,7 Mio € (Vj. 2.017,6 Mio €) verringerten Investitionen in Sachanlagen und Software begründet ist. Der Saldo aus dem Erwerb und der Veräußerung von Gesellschaften und Geschäftsbereichen führte im Jahr 2013 zu einem Mittelzufluss in Höhe von 92,9 Mio € (Vj. Mittelabfluss von 85,5 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang für Sachanlagen und Software belief sich 2013 auf 1.981,1 Mio €. Insgesamt ergibt sich gegenüber dem Vorjahreswert (2.019,4 Mio €) eine geringfügige Reduzierung um 38,3 Mio €, wozu insbesondere die Divisionen Reifen und Powertrain beigetragen haben. Die Investitionsquote beträgt 5,9 % (Vj. 6,2 %). Finanzierung und FinanzschuldenDie Brutto-Finanzschulden liegen zum Jahresende 2013 mit 6.637,5 Mio € (Vj. 8.253,3 Mio €) um 1.615,8 Mio € unter dem Vorjahresniveau. Basierend auf den Quartalsendwerten waren 50,4 % (Vj. 62,9 %) der Brutto-Finanzschulden nach Sicherungsmaßnahmen im Jahresdurchschnitt mit festen Zinssätzen ausgestattet. Der Buchwert der Anleihen reduzierte sich von 3.744,2 Mio € Ende 2012 auf 2.989,5 Mio € zum Ende des Geschäftsjahres 2013. Dieser Abbau resultiert im Wesentlichen aus den weiteren, im Jahr 2013 umgesetzten Schritten zur Verbesserung der Finanz- und Fälligkeitenstruktur sowie zur gleichzeitigen Reduzierung der Zinskosten. Im Mai 2013 hat Continental ein Rahmen-Emissionsprogramm für Anleiheemissionen (Debt Issuance Programme, DIP) mit einem maximalen Programmvolumen von 5,0 Mrd € aufgesetzt. Es handelt sich um ein Rahmenprogramm, welches ermöglicht, flexibel mittel- und langfristige Anleihen am Kapitalmarkt zu platzieren. Als Emittentin können die Continental AG, die Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, sowie die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, Anleihen unter diesem Programm begeben. Im dritten Quartal 2013 hat Continental das positive Kapitalmarktumfeld genutzt und unter diesem Programm drei Anleihen mit einem Emissionsvolumen in Höhe von insgesamt 2,25 Mrd € bei institutionellen und privaten Investoren im In- und Ausland platziert. Die Emissionserlöse wurden zur teilweisen Refinanzierung der im Jahr 2010 von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, begebenen vier Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 3,0 Mrd € verwendet, deren vorzeitige Rückzahlung im Zeitraum Juli bis November 2013 erfolgte. Darüber hinaus kamen flüssige Mittel zur Rückzahlung dieser Anleihen zum Einsatz. Neben der Verbesserung des Fälligkeitenprofils der Finanzschulden wird hierdurch insbesondere auch die zukünftige Zinslast deutlich reduziert. Die durchschnittliche Verzinsung der neuen Anleihen liegt bei 2,875 % p.a., für die vorzeitig zurückgezahlten Anleihen aus dem Jahr 2010 hingegen war ein durchschnittlicher Zinssatz von 7,464 % p.a. zu zahlen. Im dritten Quartal 2013 zahlte die Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, zwei im Jahr 2010 begebene Anleihen vorzeitig zurück. Hierbei handelt es sich um die ursprünglich im Juli 2015 fällige Anleihe mit einem Nominalvolumen von 750,0 Mio € und einem Zinssatz von 8,5 % p.a. sowie die ursprünglich im September 2017 fällige Anleihe mit einem Nominalvolumen von 1.000,0 Mio € und einem Zinssatz von 7,5 % p.a. Die vorzeitige Rückzahlung dieser Anleihen erfolgte zum 15. Juli 2013 bzw. 16. September 2013. Zur teilweisen Refinanzierung der im September 2013 vorzeitig zurückgezahlten Anleihe hat die Continental AG zeitgleich mit der Ankündigung der Rückzahlung unter dem DIP eine Euro-Anleihe mit einem Emissionsvolumen von 750,0 Mio € und einem Ausgabekurs von 98,95 % platziert. Der Zinssatz der fünfjährigen Anleihe beträgt 3,0 % p.a., die Zinszahlungen erfolgen halbjährlich nachträglich. Im September 2013 erfolgte die vorzeitige Kündigung der beiden von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, im Oktober 2010 ausgegebenen Anleihen. Die vorzeitige Rückzahlung der ursprünglich im Oktober 2018 fälligen Anleihe mit einem Nominalvolumen von 625,0 Mio € und einem Zinssatz von 7,125 % p. a. sowie der ursprünglich im Januar 2016 fälligen Anleihe mit einem Nominalvolumen von 625,0 Mio € und einem Zinssatz von 6,5 % p.a. erfolgte am 8. November 2013 bzw. am 18. November 2013. Zur Refinanzierung wurden auch hier zeitgleich mit der Ankündigung der Rückzahlung unter dem DIP Euro-Anleihen mit einem Emissionsvolumen von jeweils 750,0 Mio € ausgegeben. Die am 2. September 2013 von der Continental AG platzierte siebenjährige Anleihe wird mit 3,125 % p.a. verzinst, der Ausgabekurs lag bei 99,228 %. Die am 12. September 2013 von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, platzierte Anleihe wurde mit einem Ausgabekurs von 99,595 % begeben. Bei einer Laufzeit von dreieinhalb Jahren beträgt der Zinssatz 2,5 % p.a. Die Zinszahlungen erfolgen bei beiden Anleihen jeweils jährlich nachträglich. Die 2013 von der Continental AG emittierten Anleihen werden von ausgewählten Tochtergesellschaften garantiert. Die von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, platzierte Anleihe wird von der Continental AG sowie von ausgewählten Tochtergesellschaften garantiert. Darüber hinaus emittierte die Continental AG unter dem DIP Ende August 2013 im Rahmen einer sogenannten Privatplatzierung eine weitere Anleihe mit einem Volumen von 50,0 Mio € zu 100,0 % und einem Zinssatz von 3,9 % p.a. Die Laufzeit beträgt zwölf Jahre. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen am 31. Dezember 2013 bei 2.150,5 Mio € (Vj. 3.030,7 Mio €) und damit 880,2 Mio € unter dem Vorjahresniveau. Diese Reduzierung ist insbesondere auf die deutlich geringere Inanspruchnahme des syndizierten Kredits zum 31. Dezember 2013 zurückzuführen. Im Rahmen der weiteren Verbesserung der Finanz- und Fälligkeitenstruktur startete Continental bereits im Dezember 2012 mit dem Refinanzierungsprozess für den ursprünglich im April 2014 fälligen syndizierten Kredit. Im Rahmen der am 22. Januar 2013 geschlossenen Vereinbarung wurde das Kreditvolumen von 4.637,1 Mio € zum Ende des Jahres 2012 auf insgesamt 4,5 Mrd € gesenkt und in zwei Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgeteilt: ein Festdarlehen in Höhe von 1,5 Mrd € mit einer Laufzeit von drei Jahren sowie die Aufstockung der revolvierenden Kreditlinie von 2,5 Mrd € auf nunmehr 3,0 Mrd € mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Die Tranche C des vorherigen syndizierten Kredits wurde in diesem Zusammenhang durch eine Teilrückführung von bisher 2.137,1 Mio € auf 1,5 Mrd € reduziert. Continental hat unter dem neuen Kreditvertrag keine dinglichen Sicherheiten mehr zu stellen und weitere Vereinfachungen des Dokumentationsaufwands erreicht. Die Kreditmargen orientieren sich auch unter dem neuen syndizierten Kreditvertrag an der Leverage Ratio (Nettoverschuldung/EBITDA, gemäß Definition syndizierter Kreditvertrag) des Continental-Konzerns. Die bereits zum Jahresende 2012 erzielte Verbesserung der Leverage Ratio führte ab dem zweiten Quartal 2013 zu einer weiteren Margensenkung. Das zugesagte Volumen des syndizierten Kredits beträgt Ende 2013 weiterhin 4,5 Mrd € (Vj. 4.637,1 Mio €). Er wurde zum Berichtsstichtag in einer Höhe von nominal 1.500,0 Mio € (Vj. 2.483,0 Mio €) nur durch die Continental AG in Anspruch genommen (Vj. Ausnutzung durch die Continental AG und die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA). Die sonstigen Finanzschulden erhöhten sich zum Jahresende 2013 nur leicht um 19,1 Mio € auf 1.497,5 Mio € (Vj. 1.478,4 Mio €). Die Ausnutzung von Forderungsverkaufsprogrammen wurde um 20,0 Mio € auf 916,2 Mio € (Vj. 936,2 Mio €) reduziert. Das Finanzierungsvolumen des mit der Norddeutschen Landesbank Luxembourg S.A., Luxemburg, abgeschlossenen Forderungsverkaufsprogramms wurde am 27. September 2013 durch Abschluss eines neuen Rahmenvertrags von 280,0 Mio € auf 300,0 Mio € erhöht und für ein weiteres Jahr verlängert. Dieses Programm wurde Ende 2013 mit 300,0 Mio € (Vj. 280,0 Mio €) vollständig ausgenutzt. Das seit Dezember 2010 bis auf Weiteres laufende Forderungsverkaufsprogramm mit der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, Frankfurt a. M., Deutschland, sieht eine flexible Anpassung des Finanzierungsvolumens vor. So wurde Ende 2013 das Finanzierungsvolumen in Höhe von 110,0 Mio € (Vj. 130,0 Mio €) mit 109,9 Mio € (Vj. 127,6 Mio €) wie im Vorjahr nahezu vollständig ausgenutzt. Am 27. September 2013 wurde das mit den US-Banken Wells Fargo Bank N.A., Atlanta, USA, The Bank of Nova Scotia, Houston, USA, und Bank of America N.A., Charlotte, USA, abgeschlossene Forderungsverkaufsprogramm mit einem unveränderten Finanzierungsvolumen von 400,0 Mio US-Dollar um ein weiteres Jahr verlängert. Das Programm war Ende 2013 lediglich mit 0,1 Mio € (Vj. 278,5 Mio €) ausgenutzt. Das Ende April 2012 mit der The Royal Bank of Scotland NV Niederlassung Frankfurt, Frankfurt a. M., Deutschland, aufgelegte bis auf Weiteres laufende Forderungsverkaufsprogramm sieht nach einer Vertragsanpassung im Januar 2013 nunmehr ein auf 90,0 Mio GBP erhöhtes Finanzierungsvolumen (Vj. 75,0 Mio GBP) vor und kann sowohl in Euro als auch in britischen Pfund in Anspruch genommen werden. Zum Ende des Jahres 2013 lag die Ausnutzung insgesamt bei 90,5 Mio € (Vj. 91,8 Mio €). Am 26. Juli 2012 wurde ein Forderungsverkaufsprogramm mit einem Finanzierungsvolumen von 300,0 Mio € (Vj. 300,0 Mio €) mit der Crédit Agricole Corporate and Investment Bank, Paris, Frankreich, vereinbart. Das Programm hat eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren, sofern es von beiden Vertragsparteien auf jährlicher Basis verlängert wird. Die erste Verlängerung erfolgte im Juli 2013. Ende 2013 wurde das Programm mit 287,7 Mio € (Vj. 158,3 Mio €) in Anspruch genommen. Am 30. Januar 2013 erfolgte der Abschluss eines Forderungsverkaufsvertrags mit der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, Deutschland. Der am 29. Juli 2013 angepasste Vertrag hat eine Laufzeit bis Ende Januar 2020, sofern er von beiden Vertragsparteien auf jährlicher Basis verlängert wird. Das vereinbarte Finanzierungsvolumen beträgt 175,0 Mio €. Die Ausnutzung dieses Programms lag Ende 2013 bei 128,0 Mio €. Der Buchwert der ausgegebenen Commercial Paper lag mit 497,5 Mio € um 37,8 Mio € über dem Vorjahresendstand von 459,7 Mio €. Die flüssigen Mittel, Derivate und verzinslichen Anlagen reduzierten sich um 585,2 Mio € auf 2.348,2 Mio € (Vj. 2.933,4 Mio €). Die Netto-Finanzschulden verringerten sich gegenüber dem Jahresende 2012 um 1.030,6 Mio € auf 4.289,3 Mio € (Vj. 5.319,9 Mio €). Die Gearing Ratio verbesserte sich deutlich gegenüber dem Vorjahr auf 46,0 % (Vj. 65,2 %). Zum 31. Dezember 2013 verfügt Continental über ein Liquiditätspolster in Höhe von insgesamt 5.878,1 Mio € (Vj. 5.198,5 Mio €), davon 2.044,8 Mio € (Vj. 2.397,2 Mio €) an flüssigen Mitteln sowie zugesagte, ungenutzte Kreditlinien im Volumen von 3.833,3 Mio € (Vj. 2.801,3 Mio €). Unter den Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können, sind auch sämtliche bestehende Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen. Im Continental-Konzern sind die vorab genannten flüssigen Mittel beschränkt hinsichtlich verpfändeter Beträge, liquider Mittel aus den Contractual Trust Arrangements (CTA) sowie Guthaben in folgenden Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen: Argentinien, Brasilien, Chile, Griechenland, Indien und Serbien. Steuern, die auf den Transfer von Geldvermögen von einem Land (z. B. China) in ein anderes (z. B. Deutschland) zu entrichten sind, werden nicht als eine Beschränkung der flüssigen Mittel verstanden. Insgesamt betragen die unbeschränkt verfügbaren flüssigen Mittel 1.747,2 Mio €. scroll
VermögenslageBilanzsummeDie Bilanzsumme zum 31. Dezember 2013 liegt bei 26.820,8 Mio € und ist somit um 629,3 Mio € geringer als im Vorjahr (Vj. 27.450,1 Mio €). Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der sonstigen immateriellen Vermögenswerte um 387,4 Mio €, vor allem aufgrund von Abschreibungen aus Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation, PPA) sowie auf die um 352,4 Mio € geringeren flüssigen Mittel zurückzuführen. Gegenläufig wirkten der Anstieg der Sachanlagen um 337,0 Mio € aufgrund der verstärkten Investitionstätigkeit und die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 322,5 Mio €. Langfristige VermögenswerteDie langfristigen Vermögenswerte verringerten sich im Vergleich zum Vorjahreswert um 116,2 Mio € auf 15.569,5 Mio € (Vj. 15.685,7 Mio €). Dies ist vor allem auf die Minderung des Goodwills um 101,3 Mio € auf 5.520,9 Mio € (Vj. 5.622,2 Mio €), auf die Reduzierung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte um 387,4 Mio € auf 557,7 Mio € (Vj. 945,1 Mio €) sowie auf die Verringerung der langfristigen Derivate und verzinslichen Anlagen um 148,8 Mio € auf 285,1 Mio € (Vj. 433,9 Mio €) zurückzuführen. Entgegengesetzt wirkte der Anstieg des Sachanlagevermögens um 337,0 Mio € auf 7.728,0 Mio € (Vj. 7.391,0 Mio €). Kurzfristige VermögenswerteDie kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 11.251,3 Mio € sind um 513,1 Mio € geringer als der Vorjahreswert von 11.764,4 Mio €. Die Vorräte reduzierten sich im Berichtsjahr um 167,8 Mio € auf 2.830,9 Mio € (Vj. 2.998,7 Mio €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 322,5 Mio € auf 5.315,8 Mio € (Vj. 4.993,3 Mio €). Die flüssigen Mittel minderten sich um 352,4 Mio € auf 2.044,8 Mio € (Vj. 2.397,2 Mio €). Die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte reduzierten sich um 177,0 Mio € im Wesentlichen durch den Verkauf einer Vermögensgruppe und der Anteile an einem gemeinschaftlich geführten Unternehmen. EigenkapitalDas Eigenkapital ist mit 9.322,2 Mio € (Vj. 8.156,4 Mio €) um 1.165,8 Mio € höher als im Vorjahr. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der kumulierten einbehaltenen Gewinne um 1.473,1 Mio €. Eigenkapitalmindernd wirkte die von der ordentlichen Hauptversammlung im Mai 2013 beschlossene Dividende in Höhe von 450,0 Mio €. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 29,7 % auf 34,8 %. Langfristige Rückstellungen und VerbindlichkeitenDie langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich um 463,2 Mio € auf 7.870,8 Mio € (Vj. 7.407,6 Mio €). Der Aufbau der langfristigen Finanzschulden um 860,2 Mio € auf 5.041,2 Mio € (Vj. 4.181,0 Mio €) resultiert insbesondere aus der langfristigen Tranche des neuen syndizierten Kredits über 1.500,0 Mio € sowie aus den neuen, zinsgünstigeren Anleihen in Höhe von insgesamt 2.250,0 Mio €. Dem steht ein Abbau der langfristigen Finanzschulden aus der vorzeitigen Ablösung von in den Vorjahren begebenen Euro-Anleihen in Höhe von 3.000,0 Mio € gegenüber, deren Refinanzierung nur teilweise durch die Ausgabe der neuen Anleihen erfolgte. Hauptsächlich bedingt durch versicherungsmathematische Gewinne verringerten sich die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in der Berichtsperiode um 192,0 Mio € auf 2.391,1 Mio € (Vj. 2.583,1 Mio €). Kurzfristige Rückstellungen und VerbindlichkeitenDie kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten verminderten sich um 2.258,3 Mio € auf 9.627,8 Mio € (Vj. 11.886,1 Mio €), im Wesentlichen durch den Abbau kurzfristiger Finanzschulden. Diese sanken um 2.476,0 Mio € auf 1.596,3 Mio € (Vj. 4.072,3 Mio €), hauptsächlich aufgrund der langfristigen Tranche des neuen syndizierten Kredits sowie durch den positiven Free Cashflow zum Jahresende 2013. Gegenläufig wirkte im Mai 2013 die Dividendenauszahlung in Höhe von 450,0 Mio €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von 4.344,6 Mio € um 251,7 Mio € auf 4.596,3 Mio €. Operative AktivaDie operativen Aktiva des Konzerns verringerten sich zum 31. Dezember 2013 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 445,3 Mio € auf 15.832,3 Mio € (Vj. 16.277,6 Mio €). Der Gesamtbestand des Working Capital verringerte sich um 70,0 Mio € auf 3.577,4 Mio € (Vj. 3.647,4 Mio €). Maßgeblich für diese Entwicklung ist der Anstieg der operativen Verbindlichkeiten um 251,7 Mio € auf 4.596,3 Mio € (Vj. 4.344,6 Mio €) sowie der Bestandsabbau von Vorräten um 167,8 Mio € auf 2.830,9 Mio € (Vj. 2.998,7 Mio €). Die operativen Forderungen erhöhten sich zum Stichtag im Vergleich zum Vorjahr um 349,5 Mio € auf 5.342,8 Mio € (Vj. 4.993,3 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte weisen einen Betrag von 14.326,3 Mio € (Vj. 14.399,5 Mio €) auf und liegen damit um 73,2 Mio € unter dem Vorjahreswert. Der Goodwill verringerte sich um 101,3 Mio € auf 5.520,9 Mio € (Vj. 5.622,2 Mio €). Dies resultiert im Wesentlichen aus Währungskurseffekten in Höhe von 81,5 Mio € sowie aus Wertminderungen in Höhe von 67,6 Mio € infolge der Prüfung des Goodwill auf Werthaltigkeit im Rahmen des jährlichen Impairment-Tests. Beide Effekte wurden aufgrund von Zugängen zum Goodwill durch Akquisitionen in Höhe von insgesamt 47,9 Mio € teilweise kompensiert. Das Sachanlagevermögen stieg aufgrund von Investitionstätigkeit um 337,0 Mio € auf 7.728,0 Mio € (Vj. 7.391,0 Mio €). Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 387,4 Mio € auf 557,7 Mio € (Vj. 945,1 Mio €). Maßgeblich für diesen Rückgang sind die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 370,7 Mio € (Vj. 445,5 Mio €). Der Erwerb von 100 % der Anteile an der Application Solutions (Electronics and Vision) Limited, Lewes, Vereinigtes Königreich, im Rahmen eines Share Deals führte zu einem Anstieg der operativen Aktiva der Division Chassis & Safety in Höhe von 11,2 Mio €. Das Closing für das von SK Innovation Co., Ltd., Seoul, Südkorea, und Continental gemeinsam geführte Unternehmen SK Continental Emotion Pte. Ltd., Singapur, Singapur, führte zu einem Anstieg der operativen Aktiva der Division Powertrain in Höhe von 26,5 Mio €. Konzernbilanzscroll
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In der Division Reifen führte der Erwerb der Restanteile an der SACI-Gruppe (Société Alsacienne de Commerce et d'Investissement, Colmar, Frankreich) durch die Continental Holding France SAS, Sarreguemines, Frankreich, im Rahmen eines Share Deals zu einem Anstieg der operativen Aktiva in Höhe von 44,8 Mio €. Die Übernahme von 100 % der Anteile an der Legg Company, Inc., Halstead, USA, durch die ContiTech North America, Inc., Wilmington, USA, im Rahmen eines Share Deals erhöhte den Bestand der operativen Aktiva der Division ContiTech um 29,6 Mio €. Darüber hinaus erhöhte die Akquisition eines Geschäftsbereichs von Metso Minerals, Inc., Helsinki, Finnland, im Rahmen eines Asset Deals den Bestand der operativen Aktiva in der Division ContiTech um 7,8 Mio €. Weitere Konsolidierungskreisveränderungen oder Asset Deals hatten auf Konzernebene keine nennenswerten Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Geschäftsjahr mit 551,4 Mio € (Vj. 62,4 Mio €) mindernd auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva des Konzerns aus. Die durchschnittlichen operativen Aktiva des Konzerns verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 149,8 Mio € auf 16.804,0 Mio € (Vj. 16.953,8 Mio €). MitarbeiterGegenüber 2012 stieg die Anzahl der Mitarbeiter des Continental-Konzerns um 8.123 auf 177.762 Beschäftigte (Vj. 169.639). Bedingt durch die Geschäftsentwicklung als auch den Ausbau des Forschungs- und Entwicklungsbereichs erhöhte sich die Mitarbeiterzahl in der Automotive Group um 4.598 Personen. In der Rubber Group führten gestiegene Volumina und der weitere Ausbau von Produktionskapazitäten zu einer Erhöhung der Beschäftigtenzahl um 3.499. scroll
Kennzahlen der Automotive Groupscroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Entwicklung der Divisionen: Chassis & Safety
AbsatzIm Geschäftsbereich Vehicle Dynamics erhöhte sich das Absatzvolumen von elektronischen Bremssystemen im Jahr 2013 auf 21 Mio Einheiten. Der Absatz von Bremskraftverstärkern im Geschäftsbereich Hydraulic Brake Systems blieb im Berichtszeitraum auf dem Vorjahresniveau. Bei Bremssätteln erhöhten sich die Verkaufszahlen um etwa 6 %. Im Geschäftsbereich Passive Safety & Sensorics stieg das Absatzvolumen bei Airbagsteuergeräten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 12 %. Bei Fahrerassistenzsystemen erhöhte sich der Absatz auf über 4 Mio Einheiten. Umsatzanstieg um 3,1 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 6,7 %2013 erhöhte sich der Umsatz der Division Chassis & Safety im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,1 % auf 7.269,2 Mio € (Vj. 7.052,5 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 6,7 %. Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 4,3 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Chassis & Safety verringerte sich im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 31,2 Mio € bzw. 4,3 % auf 689,8 Mio € (Vj. 721,0 Mio €) und entspricht 9,5 % (Vj. 10,2 %) des bereinigten Umsatzes. Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 11,0 %Die Division Chassis & Safety verzeichnete 2013 einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 73,8 Mio € bzw. 11,0 % auf 598,9 Mio € (Vj. 672,7 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 8,2 % (Vj. 9,5 %). Die Kapitalrendite (EBIT in % von durchschnittlichen operativen Aktiva) beträgt 14,9 % (Vj. 16,4 %). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) verringerten das operative Ergebnis (EBIT) um 50,9 Mio € (Vj. 53,1 Mio €). Sondereffekte 2013In der Division Chassis & Safety entstanden aufgrund des strategischen Richtungswechsels in einem Segment Wertminderungen in Höhe von 40,5 Mio €. Hiervon entfielen 40,3 Mio € auf Sachanlagen und 0,2 Mio € auf immaterielle Vermögenswerte. Zudem führten kleinere Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Sachanlagen insgesamt zu einem Aufwand in Höhe von 0,9 Mio €. Aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen für den ehemaligen Standort Elkhart, USA, entstand ein positiver Sondereffekt in Höhe von 0,3 Mio €. Für die Division Chassis & Safety beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2013 insgesamt 41,1 Mio €. Sondereffekte 2012In der Division Chassis & Safety resultierte aus kleineren Wertaufholungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Sachanlagen ein positiver Effekt in Höhe von insgesamt 2,0 Mio €. Zudem entstand 2012 eine Entlastung durch Sondereffekte aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 1,2 Mio €. Aus dem Abgang einer at-equity-Beteiligung der Division Chassis & Safety wurde ein Ertrag in Höhe von 1,6 Mio € realisiert. Für die Division Chassis & Safety ergab sich eine Entlastung durch Sondereffekte im Jahr 2012 in Höhe von insgesamt 4,8 Mio €. BeschaffungDas Jahr 2013 war geprägt von stabilen Beschaffungsmärkten. Die Versorgung der Fertigung war jederzeit sichergestellt. Das durchschnittliche Preisniveau für Rohmaterial war stabil oder leicht sinkend. Die Bezugspreise für Seltene Erden sind im Vergleich zum Vorjahr gefallen, allerdings mussten hier in den letzten Wochen des Berichtsjahres wieder leichte Preissteigerungen verzeichnet werden. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg gegenüber dem Vorjahr um 35,1 Mio € bzw. 7,0 % auf 535,3 Mio € (Vj. 500,2 Mio €) und beträgt damit 7,4 % vom Umsatz (Vj. 7,1 %). AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 um 56,1 Mio € auf 391,3 Mio € (Vj. 335,2 Mio €) und betragen 5,4 % vom Umsatz (Vj. 4,8 %). Darin enthalten sind im Jahr 2013 Wertminderungen in Höhe von insgesamt 41,4 Mio € (Vj. Wertaufholungen in Höhe von insgesamt 2,0 Mio €). scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Operative AktivaDie operativen Aktiva der Division Chassis & Safety verringerten sich zum 31. Dezember 2013 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 104,8 Mio € auf 3.865,3 Mio € (Vj. 3.970,1 Mio €). Das Working Capital erhöhte sich um 8,0 Mio € auf 465,9 Mio € (Vj. 457,9 Mio €). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsabbau von 5,2 Mio € auf 332,5 Mio € (Vj. 337,7 Mio €). Die operativen Forderungen erhöhten sich zum Stichtag um 82,8 Mio € auf 1.106,0 Mio € (Vj. 1.023,2 Mio €). Die operativen Verbindlichkeiten stiegen um 69,6 Mio € auf 972,6 Mio € (Vj. 903,0 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte weisen einen Betrag von 3.908,0 Mio € (Vj. 3.960,2 Mio €) auf und liegen damit um 52,2 Mio € unter dem Vorjahreswert. Der Goodwill verringerte sich um 8,8 Mio € auf 2.331,3 Mio € (Vj. 2.340,1 Mio €). Der Rückgang resultiert aus Währungskurseffekten in Höhe von 23,9 Mio €, denen der Erwerb der Application Solutions (Electronics and Vision) Limited, Lewes, Vereinigtes Königreich, in Höhe von 15,1 Mio € gegenübersteht. Das Sachanlagevermögen stieg im Rahmen der Investitionstätigkeit um 29,5 Mio € auf 1.401,8 Mio € (Vj. 1.372,3 Mio €). Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 67,8 Mio € auf 92,1 Mio € (Vj. 159,9 Mio €). Maßgeblich für diesen Rückgang sind die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 50,9 Mio € (Vj. 53,1 Mio €). Der Erwerb von 100 % der Anteile an Application Solutions (Electronics and Vision) Limited, Lewes, Vereinigtes Königreich, im Rahmen eines Share Deals führte zu einem Anstieg der operativen Aktiva der Division Chassis & Safety in Höhe von 11,2 Mio €. Weitere Konsolidierungskreisveränderungen oder Asset Deals hatten keine nennenswerten Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Geschäftsjahr mit 96,8 Mio € (Vj. 15,0 Mio €) mindernd auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division Chassis & Safety aus. Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division Chassis & Safety verringerten sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2012 um 64,8 Mio € auf 4.032,6 Mio € (Vj. 4.097,4 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang der Division Chassis &Safety erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 17,9 Mio € auf 401,7 Mio € (Vj. 383,8 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 5,5 % (Vj. 5,4 %). In allen Geschäftsbereichen wurden Produktionskapazitäten für neue Produkte und Produktionstechnologien aus- und aufgebaut. Neben dem Ausbau von Fertigungskapazitäten in Europa wurde in die Erweiterung der Standorte in China, Mexiko und den USA investiert. Wesentliche Bilanzzugänge entfallen auf Investitionen für die Produktion der nächsten Generation elektronischer Bremssysteme. MitarbeiterDie Anzahl der Mitarbeiter der Division Chassis & Safety erhöhte sich um 1.979 Mitarbeiter auf 36.496 (Vj. 34.517). Der Aufbau ist in allen Geschäftsbereichen auf eine Anpassung an die gestiegenen Volumina zurückzuführen, wobei vor allem in Niedrigkostenländern Kapazitäten erhöht wurden. Darüber hinaus führte der Ausbau des Forschungs- und Entwicklungsbereichs in den Geschäftsbereichen Advanced Driver Assistance Systems sowie Vehicle Dynamics zu einem Anstieg der Beschäftigtenzahl. Entwicklung der Divisionen: Powertrain
AbsatzDer Umsatz der Division Powertrain im Geschäftsjahr 2013 liegt mit einer Steigerungsrate von 2,0 % leicht über dem Vorjahresniveau. Rückläufige Umsätze verzeichnete nur der Geschäftsbereich Engine Systems. Als Zulieferer für Fahrzeuge mit Diesel-sowie kleineren Benzinmotoren ist dieser Geschäftsbereich in besonderem Maße von der rückläufigen Entwicklung am europäischen Absatzmarkt betroffen. Auf Wachstumskurs befinden sich die Geschäftsbereiche Transmission sowie Sensors & Actuators. Während der Umsatzanstieg bei den Getriebesteuerungen überwiegend aus Zuwächsen in der NAFTA-Region und Europa hervorgeht, resultiert das Wachstum bei Sensors & Actuators in erster Linie aus Neuanläufen für Abgassensoren in China sowie allgemein höheren Abrufzahlen. Umsatzanstieg um 2,0 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 3,4 %2013 erhöhte sich der Umsatz der Division Powertrain im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,0 % auf 6.260,3 Mio € (Vj. 6.134,8 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 3,4 %. Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 6,9 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Powertrain erhöhte sich im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 20,5 Mio € bzw. 6,9 % auf 317,9 Mio € (Vj. 297,4 Mio €) und entspricht 5,1 % (Vj. 4,8 %) des bereinigten Umsatzes. Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 271,6 %Die Division Powertrain verzeichnete 2013 einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 131,2 Mio € bzw. 271,6 % auf 179,5 Mio € (Vj. 48,3 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 2,9 % (Vj. 0,8 %). Die Kapitalrendite (EBIT in % von durchschnittlichen operativen Aktiva) beträgt 6,1 % (Vj. 1,6 %). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) reduzierten das operative Ergebnis (EBIT) um 126,9 Mio € (Vj. 175,9 Mio €). Sondereffekte 2013Am 1. Januar 2013 erfolgte das Closing für das von SK Innovation Co., Ltd., Seoul, Südkorea, und Continental gemeinsam geführte Unternehmen SK Continental E-motion Pte. Ltd., Singapur, Singapur, nachdem im Juli 2012 der Vertrag über die Gründung unterzeichnet wurde. Aus der Transaktion ergab sich ein Ertrag in Höhe von 23,6 Mio €. Die Prüfung des Goodwill auf Werthaltigkeit im Rahmen des jährlichen Impairment-Tests führte in der Division Powertrain zu einer Wertminderung in Höhe von 27,6 Mio €. Aus Wertminderungen auf Sachanlagen resultierte für die Standorte Kaluga, Russland, Trutnov, Tschechien, Cuautla, Mexiko, Sibiu, Rumänien, Limbach-Oberfrohna, Deutschland, Nürnberg, Deutschland, und Shanghai, China, ein Aufwand in Höhe von insgesamt 11,2 Mio €. Darüber hinaus fiel eine Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,1 Mio € an. Aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen entstand ein positiver Sondereffekt in Höhe von insgesamt 0,9 Mio €. Für die Division Powertrain beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2013 insgesamt 14,4 Mio €. Sondereffekte 2012Die Prüfung des Goodwill auf Werthaltigkeit im Rahmen des jährlichen Impairment-Tests führte in der Division Powertrain zu einer Wertminderung in Höhe von 75,6 Mio €. Darüber hinaus fiel eine Wertminderung auf andere immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,3 Mio € an. 2012 entstand eine Entlastung durch Sondereffekte aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von insgesamt 2,7 Mio €. In der Division Powertrain ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2012 in Höhe von insgesamt 73,2 Mio €. BeschaffungDer Beschaffungsmarkt für die Division Powertrain war durch stabile oder leicht sinkende Rohmaterialpreise gekennzeichnet. Lieferausfälle bedingt durch vereinzelte Lieferanteninsolvenzen konnten durch entsprechende Aktivitäten und Ausweichen auf Alternativlösungen vermieden werden. Die Einkaufskooperation mit der Schaeffler Gruppe wurde erfolgreich fortgesetzt. Der produktionsnahe lokale Bezug von Komponenten konnte weiter ausgebaut werden. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg gegenüber dem Vorjahr um 32,8 Mio € bzw. 6,2 % auf 561,8 Mio € (Vj. 529,0 Mio €) und beträgt damit 9,0 % vom Umsatz (Vj. 8,6 %). AbschreibungenDie Abschreibungen verringerten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 um 90,0 Mio € auf 470,7 Mio € (Vj. 560,7 Mio €) und betragen 7,5 % vom Umsatz (Vj. 9,1 %). Darin enthalten sind im Jahr 2013 Wertminderungen in Höhe von insgesamt 38,9 Mio € (Vj. 75,9 Mio €). Operative AktivaDie operativen Aktiva der Division Powertrain verringerten sich zum 31. Dezember 2013 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 106,6 Mio € auf 2.759,7 Mio € (Vj. 2.866,3 Mio €). Das Working Capital verzeichnete einen Rückgang von 16,4 Mio € auf 226,7 Mio € (Vj. 243,1 Mio €). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsabbau von 10,5 Mio € auf 261,5 Mio € (Vj. 272,0 Mio €). Die operativen Forderungen erhöhten sich zum Stichtag um 107,3 Mio € auf 1.010,7 Mio € (Vj. 903,4 Mio €). Der Gesamtbestand der operativen Verbindlichkeiten stieg um 113,2 Mio € auf 1.045,5 Mio € (Vj. 932,3 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte weisen einen Betrag von 2.801,9 Mio € (Vj. 2.906,1 Mio €) auf und liegen damit um 104,2 Mio € unter dem Vorjahreswert. Der Goodwill verringerte sich um 50,7 Mio € auf 848,2 Mio € (Vj. 898,9 Mio €). Dies resultiert aus einer Wertminderung in Höhe von 27,6 Mio € infolge der Prüfung des Goodwill auf Werthaltigkeit im Rahmen des jährlichen Impairment-Tests sowie aus Währungskurseffekten in Höhe von 23,1 Mio €. Das Sachanlagevermögen liegt mit 1.634,2 Mio € leicht unter dem Vorjahresniveau von 1.637,8 Mio €. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 126,2 Mio € auf 104,8 Mio € (Vj. 231,0 Mio €). Maßgeblich für diesen Rückgang sind die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 126,9 Mio € (Vj. 175,9 Mio €). Das Closing für das von SK Innovation Co., Ltd., Seoul, Südkorea, und Continental gemeinsam geführte Unternehmen SK Continental E-motion Pte. Ltd., Singapur, Singapur, führte zu einem Anstieg der operativen Aktiva der Division Powertrain in Höhe von 26,5 Mio €. Im Geschäftsjahr 2013 gab es keine weiteren Konsolidierungskreisveränderungen oder Asset Deals. Währungskurseffekte wirkten sich im Geschäftsjahr mit 77,6 Mio € mindernd auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division Powertrain aus. Im Vorjahr erhöhte dieser Effekt die operativen Aktiva um 15,0 Mio €. Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division Powertrain verringerten sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2012 um 91,2 Mio € auf 2.936,9 Mio € (Vj. 3.028,1 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang der Division Powertrain verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 34,5 Mio € auf 360,5 Mio € (Vj. 395,0 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 5,8 % (Vj. 6,4 %). Im Geschäftsbereich Engine Systems wurde in die Erweiterung der Fertigungsanlagen für Motor-Einspritzsysteme investiert. Darüber hinaus wurden die Produktionskapazitäten für die Geschäftsbereiche Sensors & Actuators sowie Transmission und Fuel Supply erweitert. Die Fertigungskapazitäten an den deutschen Standorten sowie in den USA, China, Tschechien und Rumänien wurden ausgebaut. In Kaluga, Russland, und Brasov, Rumänien, wurde in den Aufbau neuer Werke für die Geschäftsbereiche Engine Systems und Fuel Supply investiert. MitarbeiterIm Vergleich zum Vorjahr stieg die Mitarbeiterzahl in der Division Powertrain um 1.325 auf 32.353 Personen (Vj. 31.028). Entsprechend der Umsatzentwicklung erhöhte sich die Anzahl der Beschäftigten in den Geschäftsbereichen Sensors & Actuators, Transmission und Fuel Supply. Im Geschäftsbereich Engine Systems verringerte sich die Beschäftigtenzahl, da der Bereich als Zulieferer für Fahrzeuge mit Diesel- sowie kleineren Benzinmotoren von der andauernden rückläufigen Entwicklung des europäischen Absatzmarkts betroffen ist. Entwicklung der Divisionen: Interior
AbsatzDas Absatzvolumen im Geschäftsbereich Body & Security liegt 2013 über Vorjahresniveau. Rückgänge im westeuropäischen Markt wurden sowohl durch den Anstieg im nordamerikanischen wie auch im asiatischen Markt kompensiert. Besonders deutlich fiel die Erhöhung bei Zugangskontrollsystemen und Türsteuergeräten aus. Im Geschäftsbereich Infotainment & Connectivity sank 2013 der Absatz von Audiokomponenten. Bei leichtem Anstieg in Asien ist dies hauptsächlich durch die sinkende Nachfrage in Europa begründet. Die Stückzahlen von Multimedia-Systemen zogen aufgrund neuer Produkte in Asien und auf dem US-Markt deutlich an. Im Bereich Device Connectivity war ein Rückgang zu verzeichnen, dem ein Anstieg im Bereich Telematic gegenübersteht. Der Absatz des Geschäftsbereichs Commercial Vehicles & Aftermarket liegt leicht über dem Vorjahresniveau. Dies ist im Wesentlichen auf das moderat gestiegene Ersatzteil- und Aftermarket-Geschäft sowie auf eine leichte Belebung des Erstausrüstungsgeschäfts in Westeuropa zurückzuführen. Die Verkaufszahlen im Geschäftsbereich Instrumentation & Driver HMI stiegen gegenüber dem Vorjahr. Der deutlichste Zuwachs entfiel auf den Absatz von Kombi-Instrumenten bei stabiler Nachfrage auf dem europäischen Markt und stetigem Wachstum in Nordamerika und Asien. Umsatzanstieg um 2,7 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 6,0 %2013 erhöhte sich der Umsatz der Division Interior im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,7 % auf 6.605,7 Mio € (Vj. 6.434,2 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 6,0 %. Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 0,4 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Interior erhöhte sich im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Mio € bzw. 0,4 % auf 585,3 Mio € (Vj. 583,1 Mio €) und entspricht 8,9 % (Vj. 9,1 %) des bereinigten Umsatzes. Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 8,0 %Die Division Interior verzeichnete 2013 einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 32,9 Mio € bzw. 8,0 % auf 380,6 Mio € (Vj. 413,5 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 5,8 % (Vj. 6,4 %). Die Kapitalrendite (EBIT in % von durchschnittlichen operativen Aktiva) beträgt 9,5 % (Vj. 9,6 %). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) reduzierten das operative Ergebnis (EBIT) um 182,7 Mio € (Vj. 206,1 Mio €). Sondereffekte 2013Continental hat zum 29. Januar 2013 ihre Anteile an der S-Y Systems Technologies Europe GmbH, Regensburg, Deutschland, an die Yazaki Europe Ltd., Hertfordshire, Vereinigtes Königreich, verkauft. Aus der Transaktion entstand in der Division Interior ein Ertrag in Höhe von 54,6 Mio €. Am 10. Juli 2013 hat die Europäische Kommission entschieden, mehrere Kfz-Zulieferer mit Geldbußen wegen kartellrechtswidrigen Verhaltens auf dem Gebiet der Lieferung von Kabelbäumen für automobile Anwendungen zu belegen. Darunter sind die S-Y Systems Technologies Europe GmbH, Regensburg, Deutschland, und ihre französische Tochtergesellschaft, die wegen Kartellabsprachen gegenüber einem Automobilhersteller eine Geldbuße in Höhe von 11,1 Mio € zahlen müssen. Da Continental bis zum 29. Januar 2013 mit 50 % an S-Y Systems Technologies Europe GmbH, Regensburg, Deutschland, beteiligt war, wurde auf Basis möglicher Verpflichtungen in der Division Interior eine Rückstellung in Höhe von 9,0 Mio € gebildet. Die Prüfung des Goodwill auf Werthaltigkeit im Rahmen des jährlichen Impairment-Tests führte in der Division Interior zu einer Wertminderung in Höhe von 40,0 Mio €. Aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen entstand ein positiver Sondereffekt in Höhe von insgesamt 13,8 Mio €. Innerhalb des Geschäftsbereichs Infotainment & Connectivity werden in einem Produktsegment Aktivitäten beendet und restrukturiert. In diesem Zusammenhang entstand insgesamt ein Aufwand in Höhe von 39,4 Mio €, wovon 7,4 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen und 0,1 Mio € auf Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte entfallen. Es sind die Standorte Manaus, Brasilien (13,2 Mio €), Bizerte, Tunesien (10,0 Mio €), Wetzlar, Deutschland (7,0 Mio €), Rambouillet, Frankreich (2,0 Mio €), Nogales, Mexiko (1,9 Mio €), Tianjin, China (1,6 Mio €), Melbourne, Australien (1,4 Mio €), Guarulhos, Brasilien (1,4 Mio €), und Deer Park, USA (0,9 Mio €), betroffen. Im Zuge eines Asset Deals mit Wirkung zum 1. Juli 2013 veräußerte die Continental Automotive Trading France SAS, Rambouillet, Frankreich, ihre Cockpit-Aktivitäten des Geschäftsbereichs Instrumentation & Driver HMI am Standort Hambach, Frankreich, an die SAS Automotive France SAS, Voisins le Bretonneux, Frankreich. Aus dieser Transaktion resultiert ein positiver Sondereffekt in Höhe von 0,2 Mio €. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen Für die Division Interior beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2013 insgesamt 19,8 Mio €. Sondereffekte 2012In der Division Interior entstand 2012 eine Entlastung durch Sondereffekte aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 29,0 Mio €. Zudem führten kleinere Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Sachanlagen insgesamt zu einem Aufwand in Höhe von 1,1 Mio €. Für die Division Interior ergab sich eine Entlastung durch Sondereffekte im Jahr 2012 in Höhe von insgesamt 27,9 Mio €. BeschaffungDas Jahr 2013 war geprägt von stabilen Beschaffungsmärkten. Der ansteigende Bedarf an elektronischen und elektromechanischen Komponenten konnte lieferantenseitig jederzeit bedient werden. Die Versorgung der Fertigung und der Kunden war durchgängig gewährleistet. Im Sinne von aktivem Risikomanagement wurden die Bestellsysteme verbessert und der weitere Aufbau von alternativen Lieferquellen vorangetrieben. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg gegenüber dem Vorjahr um 45,9 Mio € bzw. 10,3 % auf 492,0 Mio € (Vj. 446,1 Mio €) und beträgt damit 7,4 % vom Umsatz (Vj. 6,9 %). AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 um 29,8 Mio € auf 469,6 Mio € (Vj. 439,8 Mio €) und betragen 7,1 % vom Umsatz (Vj. 6,8 %). Darin enthalten sind im Jahr 2013 Wertminderungen in Höhe von insgesamt 47,5 Mio € (Vj. 1,1 Mio €). Operative AktivaDie operativen Aktiva der Division Interior verringerten sich zum 31. Dezember 2013 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 424,5 Mio € auf 3.751,7 Mio € (Vj. 4.176,2 Mio €). Das Working Capital verzeichnete einen Rückgang um 29,7 Mio € auf 527,5 Mio € (Vj. 557,2 Mio €). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsabbau von 17,1 Mio € auf 545,7 Mio € (Vj. 562,8 Mio €). Die operativen Forderungen erhöhten sich zum Stichtag um 52,2 Mio € auf 963,4 Mio € (Vj. 911,2 Mio €). Die operativen Verbindlichkeiten stiegen um 64,8 Mio € auf 981.6 Mio € (Vj. 916,8 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte weisen einen Betrag von 3.549,5 Mio € (Vj. 3.817,6 Mio €) auf und liegen damit um 268,1 Mio € unter dem Vorjahreswert. Der Goodwill verringerte sich um 70,3 Mio € auf 2.154,0 Mio € (Vj. 2.224,3 Mio €). Der Rückgang ist auf eine Wertminderung in Höhe von 40,0 Mio € infolge der Prüfung des Goodwill auf Werthaltigkeit im Rahmen des jährlichen Impairment-Tests sowie auf Währungskurseffekte in Höhe von 30,3 Mio € zurückzuführen. Das Sachanlagevermögen liegt mit 1.036,3 Mio € leicht über dem Vorjahresniveau von 1.035,6 Mio €. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 195,7 Mio € auf 268,5 Mio € (Vj. 464,2 Mio €). Maßgeblich für diesen Rückgang sind die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 182,7 Mio € (Vj. 206,1 Mio €). Konsolidierungskreisveränderungen oder Asset Deals hatten in der Division Interior keine nennenswerten Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Geschäftsjahr mit 90,5 Mio € (Vj. 7,6 Mio €) mindernd auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division Interior aus. Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division Interior reduzierten sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2012 um 323.6 Mio € auf 3.989,4 Mio € (Vj. 4.313,0 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang der Division Interior verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Mio € auf 253,3 Mio € (Vj. 257,1 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 3,8 % (Vj. 4,0 %). Der Schwerpunkt der Investitionen lag auf der Erweiterung von Fertigungskapazitäten für die Geschäftsbereiche Body & Security sowie Instrumentation & Driver HMI. Es wurde in Produktionskapazitäten an den deutschen Standorten sowie in China, Mexiko, Rumänien und Tschechien investiert. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl der Division Interior erhöhte sich um 1.294 auf 34.368 Personen (Vj. 33.074). Entsprechend der Umsatzentwicklung, der Erholung der weltweiten Nutzfahrzeugkonjunktur sowie dem weiteren Ausbau im Bereich Forschung und Entwicklung stieg die Anzahl der Beschäftigten in den Geschäftsbereichen Body & Security, Instrumentation & Driver HMI und Commercial Vehicles & Aftermarket. Im Geschäftsbereich Infotainment & Connectivity verringerte sich die Anzahl der Mitarbeiter im Zuge von Restrukturierungs- und Konsolidierungsprogrammen vor allem an den Standorten Bizerte, Tunesien, und Manaus, Brasilien. Kennzahlen der Rubber Groupscroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Entwicklung der Divisionen: Reifen
AbsatzDer Absatz bei Pkw-Reifen stieg im Vergleich zum Vorjahr sowohl im Pkw-Erstausrüstungsgeschäft als auch im Pkw-Reifen Ersatzgeschäft an. In der Region APAC (Asien und Pazifik-Region) konnten die Absatzzahlen im zweistelligen Prozentbereich gesteigert werden. Auch das Pkw-Reifen Ersatzgeschäft "The Americas" (Nord-, Mittel- und Südamerika) erreichte ein Absatzwachstum. Die Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) liegt auf Vorjahresniveau. Im Nutzfahrzeugreifengeschäft stiegen die Absatzzahlen um rund 6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Umsatzrückgang um 0,8 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 1,7 %2013 verringerte sich der Umsatz der Division Reifen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,8 % auf 9.583,2 Mio € (Vj. 9.665,0 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 1,7 %. Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 9,2 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Reifen erhöhte sich im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 150,4 Mio € bzw. 9,2 % auf 1.790,7 Mio € (Vj. 1.640,3 Mio €) und entspricht 18,7 % (Vj. 17,0 %) des bereinigten Umsatzes. Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 5,2 %Die Division Reifen verzeichnete 2013 einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 86,2 Mio € bzw. 5,2 % auf 1.752,7 Mio € (Vj. 1.666,5 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 18,3 % (Vj. 17,2 %). Die Kapitalrendite (EBIT in % von durchschnittlichen operativen Aktiva) beträgt 37,7 % (Vj. 37,6 %). Sondereffekte 2013Im Zusammenhang mit der Einstellung der Pkw-Reifenproduktion im Werk Clairoix, Frankreich, hatte eine größere Anzahl von Mitarbeitern der Continental France SNC, Sarreguemines, Frankreich, bei den Arbeitsgerichten in Compiegne und Soissons, Frankreich, Klagen gegen diese Konzerngesellschaft und teilweise auch gegen die Continental AG eingereicht. Am 30. August 2013 hat das Arbeitsgericht in Compiegne die Continental France SNC und die Continental AG zu Schadenersatz wegen angeblich rechtswidriger Entlassung der Mitarbeiter verurteilt. Continental hält die Ansprüche der Kläger nach wie vor für unbegründet und hat Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Gerichts eingelegt. Gleichwohl wurde in der Division Reifen eine Rückstellung in Höhe von insgesamt 40,5 Mio € gebildet. Im Rahmen des sukzessiven Erwerbs der SACI-Gruppe (Société Alsacienne de Commerce et d'investissement, Colmar, Frankreich) entstand in der Division Reifen aus der Marktwertanpassung der zuvor gehaltenen Anteile ein Ertrag in Höhe von 7,9 Mio €. Aus Wertaufholungen und Wertminderungen auf Sachanlagen resultierte insgesamt ein positiver Effekt in Höhe von 1,3 Mio €. Für die Division Reifen beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2013 insgesamt 31,3 Mio €. Sondereffekte 2012Aus geringeren Pensionsverpflichtungen in der NAFTA-Region ergab sich für die Division Reifen 2012 ein positiver Effekt in Höhe von 6,3 Mio €. In der Division Reifen resultierte aus Wertaufholungen auf Sachanlagen ein positiver Effekt in Höhe von insgesamt 25,1 Mio €. Für die Division Reifen ergab sich eine Entlastung durch Sondereffekte im Jahr 2012 in Höhe von insgesamt 31,4 Mio €. BeschaffungDie Division Reifen profitierte im Jahresvergleich von niedrigeren Preisen für Produktionsmaterialien. Der Preis für Naturkautschuk fiel um 20 %, verglichen mit dem vorherigen Jahr, basierend auf SICOM-Notierungen für den Typ TSR 20. Insbesondere zwischen dem zweiten und dritten Quartal gab es erheblich geringere Preisschwankungen verglichen mit vorherigen Quartalen. Trotz einer expansiven Geldpolitik der Zentralbanken in den USA und Europa floss das zusätzliche Kapital zum größten Teil nicht in Rohstoffmärkte, sondern wurde bevorzugt auf dem Aktienmarkt investiert. Der Preis für Butadien, als wesentlichem Rohstoff für viele Arten von Synthesekautschuk, sank für Kontrakte in Europa 2013 durchschnittlich um 38 % verglichen zum Vorjahr. In Amerika und Asien fiel der Preis für Butadien im jährlichen Vergleich um 39 % bzw. 33 %. Der Preisrückgang kann der mangelnden Nachfrage in Verbindung mit neuen Produktionskapazitäten insbesondere für Synthesekautschuk, die im Laufe des Jahres 2013 in Betrieb genommen wurden, zugerechnet werden. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg gegenüber dem Vorjahr um 9,6 Mio € bzw. 4,9 % auf 204,7 Mio € (Vj. 195,1 Mio €) und beträgt 2,1 % vom Umsatz (Vj. 2,0 %). AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 um 46,4 Mio € auf 385,0 Mio € (Vj. 338,6 Mio €) und entsprechen 4,0 % vom Umsatz (Vj. 3,5 %). Darin enthalten sind im Jahr 2013 Wertaufholungen in Höhe von insgesamt 1,3 Mio € (Vj. 25,1 Mio €). Operative AktivaDie operativen Aktiva der Division Reifen erhöhten sich zum 31. Dezember 2013 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 155,0 Mio € auf 4.309,3 Mio € (Vj. 4.154,3 Mio €). Im Working Capital verzeichnete die Division Reifen einen Rückgang um 37,6 Mio € auf 1.842,4 Mio € (Vj. 1.880,0 Mio €). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsabbau von 151,1 Mio € auf 1.291,2 Mio € (Vj. 1.442,3 Mio €). Der Gesamtbestand der operativen Forderungen erhöhte sich zum Stichtag um 81,1 Mio € auf 1.681,8 Mio € (Vj. 1.600,7 Mio €). Die operativen Verbindlichkeiten verringerten sich um 32,4 Mio € auf 1.130,6 Mio € (Vj. 1.163,0 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte weisen einen Betrag von 3.192,2 Mio € (Vj. 2.907,0 Mio €) auf und liegen damit um 285,2 Mio € über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme des Sachanlagevermögens um 257,3 Mio € auf 2.945,6 Mio € (Vj. 2.688,3 Mio €). Der Goodwill erhöhte sich um 23,4 Mio € auf 97,2 Mio € (Vj. 73,8 Mio €). Bei gegenläufigen Währungskurseffekten ist diese Entwicklung mit 19,4 Mio € im Wesentlichen auf den Erwerb zusätzlicher Anteile an der SACI-Gruppe (Société Alsacienne de Commerce et d'Investissement, Colmar, Frankreich) zurückzuführen. Insgesamt führte der Erwerb der Restanteile an der SACI-Gruppe durch die Continental Holding France SAS, Sarreguemines, Frankreich, im Rahmen eines Share Deals zu einem Anstieg der operativen Aktiva der Division Reifen in Höhe von 44,8 Mio €. Weitere Konsolidierungskreisveränderungen oder Asset Deals hatten keine nennenswerten Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Berichtsjahr mit 251,4 Mio € mindernd auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division Reifen aus. Im Vorjahr reduzierte dieser Effekt die operativen Aktiva um 53,7 Mio €. Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division Reifen stiegen gegenüber dem Geschäftsjahr 2012 um 215,0 Mio € auf 4.645,8 Mio € (Vj. 4.430,8 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang der Division Reifen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 31,6 Mio € auf 798,6 Mio € (Vj. 830,2 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 8,3 % (Vj. 8,6 %). Der Schwerpunkt der Investitionen in der Division Reifen lag auf Kapazitätserweiterungen an europäischen Niedrigkostenstandorten und in Nord- und Südamerika sowie Asien. In Sumter, USA, und Kaluga, Russland, wurde in den Aufbau neuer Pkw-Reifenwerke investiert. Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kostensenkung durchgeführt. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl der Division Reifen erhöhte sich um 1.984 auf 44.508 Personen (Vj. 42.524). In den Produktionsgesellschaften führte insbesondere der Personalaufbau für den Anlauf der beiden neuen Werke in Kaluga, Russland, und Sumter, USA, zu einem Anstieg der Beschäftigtenzahl. Des Weiteren ist die Erhöhung der Mitarbeiteranzahl auf Expansionsprojekte in den Handelsgesellschaften sowie auf die Anpassung der Vertriebs-, Entwicklungs- und Administrationsfunktionen an die stärker globalisierte Marktausrichtung zurückzuführen. Entwicklung der Divisionen: ContiTech
Umsatzanstieg um 4,5 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 2,0 %2013 erhöhte sich der Umsatz der Division ContiTech im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,5 % auf 3.878,3 Mio € (Vj. 3.711,8 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 2,0 %. Sowohl das Kfz-Ersatzgeschäft als auch das Erstausrüstungsgeschäft erreichten 2013 ein Umsatzwachstum. Im Industriegeschäft zeigt der Geschäftsbereich Compounding Technology eine rückläufige Entwicklung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die übrigen Geschäftsbereiche im Industriebereich verzeichnen konsolidierungskreisbereinigt in Summe einen leichten Umsatzrückgang. Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 3,1 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division ContiTech erhöhte sich im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 14,0 Mio € bzw. 3,1 % auf 465,3 Mio € (Vj. 451,3 Mio €) und entspricht 12,4 % (Vj. 12,2 %) des bereinigten Umsatzes. Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 1,9 %Die Division ContiTech verzeichnete 2013 einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 Mio € bzw. 1,9 % auf 462,1 Mio € (Vj. 453,6 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 11,9 % (Vj. 12,2 %). Die Kapitalrendite (EBIT in % von durchschnittlichen operativen Aktiva) beträgt 36,5 % (Vj. 39,1 %). Sondereffekte 2013Für die Division ContiTech beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2013 insgesamt 0,3 Mio €. Darin enthalten sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von insgesamt 0,2 Mio €. Sondereffekte 2012Aus der Übernahme des Bremsenformteile-Geschäfts von Freudenberg Sealing Technologies GmbH & Co. KG, Weinheim, Deutschland, resultierte insgesamt ein Ertrag aus einem negativen Unterschiedsbetrag im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation in Höhe von 11,5 Mio €. Im 2007 eingeleiteten Kartellverfahren gegen die Dunlop Oil & Marine Ltd., Grimsby, Vereinigtes Königreich, einer Gesellschaft der ContiTech AG im Bereich Off-shore-Schläuche, kam es 2012 zu weiteren Aufwendungen in Höhe von 4,0 Mio €. Zudem entstand 2012 ein negativer Sondereffekt aus zusätzlichen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,1 Mio €. Für die Division ContiTech ergab sich eine Entlastung durch Sondereffekte im Jahr 2012 in Höhe von insgesamt 7,4 Mio €. BeschaffungWie auch die Division Reifen profitierte ContiTech im Jahresvergleich von niedrigeren Rohmaterialpreisen. Mit einem höheren Anteil an Synthesekautschuk bei ContiTech machten sich dabei insbesondere die gesunkenen Preise für Butadien, aber auch die sich abschwächenden Märkte für andere Spezialkautschuke positiv bemerkbar. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg gegenüber dem Vorjahr um 10,2 Mio € bzw. 13,7 % auf 84,6 Mio € (Vj. 74,4 Mio €) und beträgt 2,2 % vom Umsatz (Vj. 2,0 %). AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 um 8,9 Mio € auf 114,2 Mio € (Vj. 105,3 Mio €) und betragen 2,9 % vom Umsatz (Vj. 2,8 %). Darin enthalten sind im Jahr 2013 Wertminderungen in Höhe von insgesamt 0,2 Mio €. Im Geschäftsjahr 2012 gab es keine nennenswerten Wertminderungen. Operative AktivaDie operativen Aktiva der Division ContiTech erhöhten sich zum 31. Dezember 2013 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 56,3 Mio € auf 1.235,7 Mio € (Vj. 1.179,4 Mio €). Das Working Capital erhöhte sich um 5,9 Mio € auf 546,5 Mio € (Vj. 540,6 Mio €). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsaufbau von 16,2 Mio € auf 400,1 Mio € (Vj. 383,9 Mio €). Die operativen Forderungen erhöhten sich zum Stichtag um 22,7 Mio € auf 588,1 Mio € (Vj. 565,4 Mio €). Die operativen Verbindlichkeiten stiegen um 33,0 Mio € auf 441,7 Mio € (Vj. 408,7 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte weisen einen Betrag von 857,7 Mio € (Vj. 792,4 Mio €) auf und liegen damit um 65,3 Mio € über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme des Sachanlagevermögens um 53,2 Mio € auf 706,5 Mio € (Vj. 653,3 Mio €). Der Goodwill erhöhte sich um 5,1 Mio € auf 90,2 Mio € (Vj. 85,1 Mio €), im Wesentlichen durch den Erwerb diverser Geschäftseinheiten bei gegenläufigen Währungskurseffekten. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Die Übernahme von 100 % der Anteile an der Legg Company, Inc., Halstead, USA, durch die ContiTech North America, Inc., Wilmington, USA, im Rahmen eines Share Deals erhöhte den Bestand der operativen Aktiva der Division ContiTech um 29,6 Mio €. Darüber hinaus erhöhte die Akquisition eines Geschäftsbereichs von Metso Minerals, Inc., Helsinki, Finnland, im Rahmen eines Asset Deals den Bestand der operativen Aktiva um 7,8 Mio €. Weitere Konsolidierungskreisveränderungen oder Asset Deals hatten keine nennenswerten Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Geschäftsjahr mit 35,2 Mio € mindernd auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division ContiTech aus. Im Vorjahr reduzierte dieser Effekt die operativen Aktiva um 1,0 Mio €. Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division ContiTech stiegen gegenüber dem Geschäftsjahr 2012 um 107,6 Mio € auf 1.267,5 Mio € (Vj. 1.159,9 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang der Division ContiTech erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 15,0 Mio € auf 166,0 Mio € (Vj. 151,0 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 4,3 % (Vj. 4,1 %). ContiTech investierte in die Rationalisierung der Produktionsabläufe und den Ausbau von Fertigungskapazitäten für neue Produkte. Neben Investitionen in Deutschland wurden insbesondere Produktionsanlagen in China, Brasilien, Indien und den USA erweitert. In Kaluga, Russland, Macae, Brasilien, und Subotica, Serbien, wurde in den Aufbau neuer Werke für den Geschäftsbereich Fluid Technology investiert. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl der Division ContiTech erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1.515 Personen auf 29.725 (Vj. 28.210). Die Erhöhung der Mitarbeiteranzahl erfolgte aufgrund von Volumenanstiegen in den Geschäftsbereichen Benecke-Kaliko Group, Fluid Technology, Power Transmission Group und Air Spring Systems. Des Weiteren führte der Erwerb der Fördergurtsparte der Metso Minerals, Inc., Helsinki, Finnland, und des Fördergurtherstellers Legg Company, Inc., Halstead, USA, im Geschäftsbereich Conveyor Belt Group zu einem weiteren Personalanstieg. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MuttergesellschaftErgänzend zur Konzernberichterstattung erläutern wir im Folgenden separat die Entwicklung der Muttergesellschaft.Der Jahresabschluss der Continental AG wird - anders als der Konzernabschluss - nach deutschem Handelsrecht (HGB, AktG) aufgestellt. Der Lagebericht der Continental AG wird gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des Continental-Konzerns zusammengefasst, weil die künftigen Risiken und Chancen der Muttergesellschaft und ihre voraussichtliche Entwicklung untrennbar mit dem Konzern verbunden sind. Ergänzend dient die nachfolgende Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie der Vermögens- und Finanzlage der Muttergesellschaft dem Verständnis des Vorschlags des Vorstands zur Ergebnisverwendung. Die Continental AG übt eine reine Leitungs- und Holdingfunktion für den Continental-Konzern aus. Um dem Holdingcharakter der Continental AG gerecht zu werden, wird in der Gewinn- und Verlustrechnung das Beteiligungsergebnis vorangestellt. Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 551,0 Mio € auf 17.813,6 Mio € (Vj. 18.364,6 Mio €). Die Veränderung auf der Aktivseite ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 679,3 Mio € zurückzuführen. Gegenläufig hierzu erhöhten sich die flüssigen Mittel um 87,2 Mio €. scroll
Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 22,3 Mio € auf 11.082,2 Mio € (Vj. 11.059,9 Mio €) und bildet nunmehr einen Anteil von 62,2 % an der Bilanzsumme nach 60,2 % im Vorjahr. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich um 9,5 Mio € auf 35,1 Mio € (Vj. 25,6 Mio €). Die Erhöhung resultiert insbesondere aus Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Neuverhandlung des syndizierten Kredits im Gesamtvolumen von 4,5 Mrd € entstanden sind. Auf der Passivseite reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 1.584,0 Mio € auf 7.305,0 Mio € (Vj. 8.889,0 Mio €), entsprechend 17,8 %. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der vorzeitigen Rückzahlung der im Geschäftsjahr 2010 über die Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, begebenen und über Konzernkredite an die Continental AG weitergegebenen vier Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 3.000,0 Mio €. Weiterhin reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 589,5 Mio € auf 2.031,7 Mio € (Vj. 2.621,2 Mio €). Der Rückgang ist insbesondere auf die zum 31. Dezember 2013 um 782,1 Mio € geringere Inanspruchnahme des syndizierten Kredits zurückzuführen. Gegenläufig hierzu erhöhten sich die Anleihen um 1.606,1 Mio € auf 2.065,8 Mio € (Vj. 459,7 Mio €). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den von der Continental AG zur Refinanzierung am 9. Juli 2013 und am 2. September 2013 ausgegebenen Euro-Anleihen mit einem Emissionsvolumen von jeweils 750,0 Mio € sowie einer im Rahmen einer Privatplatzierung am 29. August 2013 begebenen Anleihe mit einem Volumen von 50,0 Mio €. Die Rückstellungen erhöhten sich um 1,6 Mio € auf 724,3 Mio € (Vj. 722,7 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der sonstigen Rückstellungen um 20,7 Mio € sowie der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 10,4 Mio €. Gegenläufig hierzu reduzierten sich die Steuerrückstellungen um 29,6 Mio €. Das Eigenkapital hat sich um 46,9 Mio € auf 5.659,2 Mio € (Vj. 5.612,3 Mio €) erhöht. Die Minderung aufgrund der Dividendenzahlung für 2012 in Höhe von 450,0 Mio € wurde durch den im Geschäftsjahr 2013 erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von 496,9 Mio € ausgeglichen. Die Eigenkapitalquote hat sich dadurch von 30,6 % auf 31,8 % erhöht. Das Beteiligungsergebnis verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 343,7 Mio € auf 1.105,1 Mio € (Vj. 1.448,8 Mio €). Im Vorjahr waren im Beteiligungsergebnis Gewinne aus konzerninternen Unternehmensverkäufen in Höhe von 352,3 Mio € enthalten. Das Beteiligungsergebnis des Berichtsjahres enthält Gewinne aus der Veräußerung einer Beteiligung in Höhe von 175,6 Mio €. Wie im Vorjahr setzt sich das Beteiligungsergebnis überwiegend aus den Ergebnisabführungen der Tochterunternehmen zusammen. Die Erträge aus Gewinnabführung resultieren im Wesentlichen aus der Continental Automotive GmbH, Hannover, in Höhe von 599,2 Mio €, der Continental Caoutchouc-Export-GmbH, Hannover, in Höhe von 349,9 Mio €, sowie der Formpolster GmbH, Hannover, in Höhe von 157,7 Mio €. Gegenläufig hierzu entstanden Aufwendungen aus Verlustübernahmen von der UMG Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover, in Höhe von 35,3 Mio €. Die sonstigen betrieblichen Erträge und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten wie im Vorjahr insbesondere Aufwendungen und Erträge aus Konzernumlagen sowie Kostengutschriften und -belastungen von bzw. für andere Konzernunternehmen. Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Prämien für den vorzeitigen Rückkauf der über die Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, im Geschäftsjahr 2010 begebenen und über Konzernkredite an die Continental AG übertragenen vier Anleihen in Höhe von 112,0 Mio € enthalten. Das negative Zinsergebnis des Geschäftsjahres 2013 verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 122,2 Mio € auf 278,1 Mio € (Vj. 400,3 Mio €). Der Rückgang der Zinsaufwendungen um 154,1 Mio € auf 326,3 Mio € (Vj. 480,4 Mio €) ist im Wesentlichen auf eine im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Inanspruchnahme des syndizierten Kredits sowie auf das im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich niedrigere Marktzins- und Margenniveau zurückzuführen. Weiterhin liegt das Zinsniveau der im dritten Quartal 2013 emittierten Euro-Anleihen deutlich unter dem der vorzeitig zurückgezahlten Anleihen, die im Geschäftsjahr 2010 über die Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, begeben und über Konzernkredite an die Continental AG weitergegeben wurden. Der Steueraufwand beträgt 24,5 Mio € (Vj. 149,2 Mio €). Im Vorjahr war der Steueraufwand durch Abgrenzungen für Vorjahre negativ beeinflusst. Nach Berücksichtigung dieser Steueraufwendungen weist die Continental AG einen Jahresüberschuss in Höhe von 496,9 Mio € (Vj. 658,0 Mio €) aus. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern beträgt 8,8 % (Vj. 11,7 %). Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 416,5 Mio € ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 913,4 Mio €. Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung vor, die Auszahlung einer Dividende von 2,50€ je Stückaktie zu beschließen. Die Ausschüttungssumme beträgt somit bei 200.005.983 dividendenberechtigten Aktien 500.014.957,50 €. Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Für das Geschäftsjahr 2014 erwarten wir leicht rückläufige Erträge aus Ergebnisabführungen der Tochtergesellschaften. scroll
Berichterstattung nach § 289 Abs. 4 HGB bzw. § 315 Abs. 4 HGB1. Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 512.015.316,48 €. Es ist eingeteilt in 200.005.983 Stückaktien. Bei den Aktien handelt es sich ausnahmslos um Stammaktien, verschiedene Aktiengattungen sind nicht ausgegeben und in der Satzung nicht vorgesehen. Jede der Aktien ist ab dem Zeitpunkt der Entstehung stimm- und dividendenberechtigt. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme (§ 20 Abs. 1 der Satzung). 2. Beteiligungen am Kapital, die zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreitenZu den Beteiligungen am Kapital, die zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreiten (gemeldete Beteiligungshöhe), wird auf die Angaben im Anhang (Kapitel 39) Mitteilungen nach dem WpHG verwiesen. 3. Inhaber von Aktien mit SonderrechtenAktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. 4. Art der Stimmrechtskontrolle bei ArbeitnehmerbeteiligungenArbeitnehmer, die am Kapital beteiligt sind und die Stimmrechtskontrolle nicht unmittelbar ausüben, sind der Gesellschaft nicht bekannt. 5. Vorschriften zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzunga) Gemäß Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern, im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Anzahl der Vorstandsmitglieder. Die Bestellung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt gemäß § 84 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Danach ist für Bestellung und Abberufung eines Vorstandsmitglieds der Aufsichtsrat zuständig. Er entscheidet mit einer Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder. Kommt diese Mehrheit nicht zustande, so hat der sogenannte Vermittlungsausschuss innerhalb eines Monats nach der Abstimmung dem Aufsichtsrat einen Vorschlag für die Bestellung zu unterbreiten. Neben dem Vorschlag des Vermittlungsausschusses können dem Aufsichtsrat auch andere Vorschläge unterbreitet werden. Bei Abstimmung über die dem Aufsichtsrat unterbreiteten Vorschläge ist die einfache Stimmenmehrheit ausreichend. Für den Fall, dass die Abstimmung Stimmengleichheit ergibt, hat der Aufsichtsratsvorsitzende gemäß § 31 Abs. 4 MitbestG bei einer erneuten Abstimmung zwei Stimmen. b) Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung vorgenommen. Die Hauptversammlung hat in § 20 Abs. 3 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen. Beschlüsse der Hauptversammlung zu einer Satzungsänderung werden gemäß § 20 Abs. 2 der Satzung in der Regel mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, sofern nicht zwingende Vorschriften des Gesetzes oder die Satzung jeweils etwas anderes vorschreiben. Das Gesetz schreibt zwingende Kapitalmehrheiten von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals zum Beispiel für Satzungsänderungen vor, die mit wesentlichen Kapitalmaßnahmen einhergehen, wie etwa Beschlüsse über die Schaffung von genehmigtem oder bedingtem Kapital. 6. Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen6.1 Der Vorstand kann neue Aktien nur auf der Grundlage von Beschlüssen der Hauptversammlung ausgeben. a) Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. April 2009 (§ 4 Abs. 2 der Satzung) ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22. April 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu einem Betrag von 66,0 Mio € gegen Ausgabe von bis zu 25.781.250 neuen Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009). Der Vorstand kann dabei das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausschließen, (1) soweit es erforderlich ist, um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen; (2) soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options-bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungspflicht als Aktionär zustünde; (3) soweit es sich um eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen handelt und der gesamte anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt, die auf der Grundlage dieser Ermächtigung ausgegeben werden, weder den Betrag von 43,265 Mio € noch den Betrag von 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der erstmaligen Ausübung der Ermächtigung ("Höchstbetrag") überschreitet und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet. Von dem Höchstbetrag ist der anteilige Betrag des Grundkapitals abzusetzen, der auf neue oder auf zuvor erworbene eigene Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden, sowie der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt, die aufgrund von Options- und/oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten bezogen werden können oder müssen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden; (4) soweit die neuen Aktien gegen Sacheinlagen ausgegeben werden und der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf die neuen Aktien entfällt, 10 % des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet. b) Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2012 (§ 4 Abs. 3 der Satzung) ermächtigt, das Grundkapital bis zum 26. April 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu einem Betrag von 70,0 Mio € gegen Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2012). Der Vorstand kann dabei das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausschließen, (1) soweit es erforderlich ist, um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen; (2) soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Options- oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options-bzw. Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungspflicht als Aktionär zustünde; (3) soweit es sich um eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen handelt und der anteilige Betrag des Grundkapitals, der insgesamt auf Aktien entfällt, die unter Nutzung dieser Ermächtigung und unter Bezugsrechtsausschluss gegen Bareinlage auszugeben und bereits ausgegeben sind, weder den Betrag von 51,0 Mio € noch den Betrag von 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung ("Höchstbetrag") überschreitet und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet. Von dem Höchstbetrag ist der anteilige Betrag des Grundkapitals abzusetzen, der auf neue oder auf zuvor erworbene eigene Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden, sowie der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt, die aufgrund von Options- und/oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten bezogen werden können oder müssen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. c) Die Befugnis des Vorstands, neue Aktien an die Bezugsberechtigten aus dem von der Hauptversammlung beschlossenen Aktienoptionsplan 2008 nach Maßgabe der Bedingungen dieses Aktienoptionsplans auszugeben, ist am 24. April 2013 erloschen. Aus dem Aktienoptionsplan 2008 und aus dem Aktienoptionsplan 2004 bestehen keine Bezugsrechte mehr. Es können aus diesen Aktienoptionsplänen auch keine Bezugsrechte mehr ausgegeben werden. d) Schließlich kann der Vorstand auf der Grundlage des gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung bestehenden bedingten Kapitals bis zu 19.921.875 Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) ausgeben, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 27. April 2012 beschlossenen Ermächtigung von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren in- oder ausländischen Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften begeben werden und ein Wandlungs- bzw. Optionsrecht zum Bezug von auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft gewähren bzw. eine Wandlungspflicht bestimmen. Bisher sind auf Grundlage dieser Ermächtigung keine der genannten Rechte begeben. 6.2 Der Vorstand darf Aktien nur unter den in § 71 AktG normierten Voraussetzungen zurückkaufen. Eine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien durch die Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ist dem Vorstand nicht erteilt. 7. Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden WirkungenEs bestehen folgende wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels bei der Continental AG stehen: a) Der am 22. Januar 2013 abgeschlossene Vertrag über einen syndizierten Kredit in Höhe von 4,5 Mrd € gibt jedem Kreditgeber das Recht, den Vertrag vorzeitig zu kündigen und Rückzahlung der von ihm gewährten Darlehen zu verlangen, falls eine Person oder gemeinsam handelnde Personen die Kontrolle über die Continental AG erwerben und anschließende Verhandlungen über eine Fortsetzung des Kredits zu keiner Einigung geführt haben. Der Begriff "Kontrolle" ist als das Halten von mehr als 50 % der Stimmrechte sowie als Abschluss eines Beherrschungsvertrags im Sinne von § 291 AktG durch die Continental AG als beherrschter Gesellschaft definiert. b) Die von der Continental AG am 9. Juli und am 2. September 2013 ausgegebenen Anleihen mit einem Nominalbetrag von je 750 Mio €, die von einem Tochterunternehmen der Continental AG, der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, unter Garantie der Continental AG am 12. September 2013 zu einem Nominalbetrag von ebenfalls 750 Mio € begebene Anleihe sowie die von einem weiteren Tochterunternehmen der Continental AG, der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, am 24. September 2012 zu einem Nominalbetrag von 950 Mio US-Dollar begebene Anleihe berechtigen jeden Anleihegläubiger, im Fall eines Kontrollwechsels bei der Continental AG ("Change of Control") von der jeweiligen Emittentin zu verlangen, die vom Anleihegläubiger gehaltenen Anleihen zu einem in den Anleihebedingungen festgelegten Kurs einzulösen bzw. zu erwerben. Die Anleihebedingungen definieren Kontrollwechsel als das Halten von mehr als 50 % der Stimmrechte an der Continental AG durch eine Person oder durch mehrere im Sinne des § 2 Abs. 5 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) gemeinsam handelnde Personen infolge Erwerbs oder als Ergebnis einer Verschmelzung oder einer anderen Form des Zusammenschlusses unter Beteiligung der Continental AG. Das Halten von Stimmrechten durch die Schaeffler GmbH (nach Umwandlung firmierend unter Schaeffler AG), ihre Rechtsnachfolger oder mit ihr verbundene Unternehmen ist kein Kontrollwechsel im Sinne der Anleihebedingungen. Sollte ein Kontrollwechsel im Sinne der vorstehend beschriebenen Vereinbarungen eintreten und ein Vertragspartner oder Anleihegläubiger seine entsprechenden Rechte ausüben, könnten dann erforderlich werdende Anschlussfinanzierungen möglicherweise nicht zu den jetzt bestehenden Konditionen abgeschlossen werden und zu höheren Finanzierungskosten führen. c) Im Jahr 1996 haben die Compagnie Financière du Groupe Michelin, "Senard et Cie", Granges-Paccot, Schweiz, und die Continental AG die MC Projects B.V., Maastricht, Niederlande, gegründet, an der beide mit je 50 % beteiligt sind. Michelin hat die Rechte an der Uniroyal-Marke für Europa in das Unternehmen eingebracht. Die MC Projects B.V. lizenziert diese Rechte an Continental. Nach den Vereinbarungen kann unter anderem diese Lizenz außerordentlich gekündigt werden, wenn ein wesentlicher Reifenwettbewerber mehr als 50 % der Stimmrechte an Continental erwirbt. Darüber hinaus hat Michelin in diesem Fall das Recht, die Mehrheit an der MC Projects B.V. zu erwerben und die MC Projects B.V. zu veranlassen, ihre Minderheitsbeteiligung am Produktionsbetrieb der Continental Barum s.r.o. in Otrokovice, Tschechien, auf 51 % zu erhöhen. Im Fall eines solchen Kontrollwechsels und der Ausübung dieser Rechte könnten sich Einbußen in den Umsatzerlösen der Division Reifen und Einschränkungen bei den ihr zur Verfügung stehenden Produktionskapazitäten ergeben. 8. Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines ÜbernahmeangebotsEntschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht. Vergütung des VorstandsDie Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einer Reihe von Vergütungsbestandteilen. Im Einzelnen handelt es sich um das Fixum, die Tantieme einschließlich Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sowie Nebenleistungen und Pensionszusagen. Nähere Einzelheiten einschließlich der individualisierten Bezüge enthält der Vergütungsbericht, der im Corporate Governance-Bericht auf den Seiten 40 ff zu finden ist. Der Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts. NachtragsberichtBis zum 11. Februar 2014 ergaben sich keine Ereignisse oder Entwicklungen, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder Wertansatzes der einzelnen Vermögenswerte und Schuldenposten zum 31. Dezember 2013 geführt hätten. AbhängigkeitsberichtSchlusserklärung zum Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktGDie Continental AG war im Geschäftsjahr 2013 ein von der INA-Holding Schaeffler GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, abhängiges Unternehmen i. S. d. § 312 AktG. Der Vorstand der Continental AG hat deshalb gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält: "Wir erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. In dem Umfang, in dem die Gesellschaft hierdurch benachteiligt worden ist, wurde ihr vor Ablauf des Geschäftsjahres 2013 als Ausgleich ein Rechtsanspruch auf einen adäquaten Vorteil eingeräumt. Dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, ist die Gesellschaft nicht benachteiligt worden." Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGBDie Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist den Aktionären auch auf unserer Internetseite www.continental-corporation.com in der Rubrik Investor Relations unter Corporate Governance zugänglich. Risiko- und ChancenberichtIm Rahmen des Risiko- und Chancenmanagements wird die Gesamtrisikosituation von Continental konzernweit analysiert und gesteuert.Die Unternehmenssteuerung des Continental-Konzerns ist darauf ausgerichtet, Mehrwert zu schaffen und eine ausgewogene Finanzierung sicherzustellen. Dies bedeutet für uns, den Unternehmenswert jedes einzelnen Geschäftsbereichs und des Gesamtkonzerns nachhaltig zu steigern. Ziel ist, dass Continental dauerhaft eine Kapitalrendite erwirtschaftet, die über unseren durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten liegt. Um unser Ziel der Wertschaffung zu erreichen, wägen wir die sich uns bietenden Chancen und sich ergebende Risiken laufend und verantwortungsbewusst ab. Risiko verstehen wir als die Möglichkeit des Eintretens interner oder externer Ereignisse, die das Erreichen unserer strategischen und operativen Ziele negativ beeinflussen können. Als weltweit aktiver Konzern ist Continental vielfältigen Risiken ausgesetzt, die das Geschäft beeinträchtigen und im Extremfall den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Risiken, die sich überschauen und handhaben lassen, akzeptieren wir, wenn die ihnen gegenüberstehenden Chancen eine nachhaltige Wertsteigerung erwarten lassen. Risiko- und Chancenmanagement und internes KontrollsystemGemäß § § 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 HGB müssen die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess beschrieben werden. In die Berichterstattung sind alle Teile des Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems einzubeziehen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Jahres- und Konzernabschluss haben können. Um Risiken rechtzeitig zu erkennen, ihre Ursachen zu analysieren, sie zu beurteilen und zu vermeiden oder zumindest zu minimieren, existiert ein konzernweites, einheitliches Risikomanagementsystem, das auch das System zur Früherkennung bestandsgefährdender Risiken nach § 91 Abs. 2 AktG umfasst. Das Risikomanagementsystem regelt die Identifikation, Erfassung, Beurteilung, Dokumentation und Berichterstattung von Risiken und ist in die Strategie-, Planungs- und Budgetierungsprozesse des Unternehmens integriert. Durch die Einbindung des Risikomanagements in die Management- und Reportingsysteme stellt Continental sicher, dass das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse im Konzern ist. Um in einem komplexen Geschäftsumfeld als Unternehmen erfolgreich agieren zu können und dabei die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen und untergesetzlichen Vorschriften zu sichern, hat die Continental AG ein effektives und integriertes internes Kontrollsystem geschaffen, das in seiner Gesamtheit alle relevanten Geschäftsprozesse umfasst. Das interne Kontrollsystem bildet einen integralen Bestandteil des Risikomanagementsystems. Daher erfolgt eine zusammengefasste Darstellung. Zum Risikomanagementsystem gehört auch das Compliance-Managementsystem, das ausführlich in der Erklärung zur Unternehmensführung (Seite 37) beschrieben ist. Verantwortlich für das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem ist der Vorstand. Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss überwachen und prüfen ihre Wirksamkeit. Dazu umfasst das interne Kontrollsystem Regelungen zur Berichterstattung an den Aufsichtsrat, den Prüfungsausschuss, den Vorstand sowie das Compliance & Risk Management Committee. Das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem umfassen alle für den Konzernabschluss wesentlichen Tochtergesellschaften. Die konzernweiten Steuerungssysteme haben als wesentliche Elemente eine klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und systemimmanente Kontrollen bei der Abschlusserstellung. Vier-Augen-Prinzip und Funktionstrennung sind grundlegende Prinzipien der Organisation. Darüber hinaus stellt die Geschäftsleitung der Continental durch Richtlinien zur Abschlusserstellung und Bilanzierung, Zugriffsberechtigungen in den IT-Systemen sowie Regelungen zur Einbeziehung von internen und externen Spezialisten eine gesetzeskonforme Rechnungslegung sicher. Die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems wird in wesentlichen Bereichen durch Effektivitätstests der berichtenden Einheiten beurteilt. Die Ergebnisse der Effektivitätstests sind quartalsweise in den Berichterstattungssystemen des Continental-Konzerns zu erfassen und werden anschließend durch das Konzernmanagement beurteilt. Bei etwaigen Schwächen leitet das Konzernmanagement die erforderlichen Maßnahmen ein. Im Rahmen unseres Chancenmanagements werten wir Markt- und Konjunkturanalysen sowie die Veränderung von rechtlichen Vorschriften (z. B. hinsichtlich von Verbrauchs- und Abgasnormen, Sicherheitsvorschriften) aus und befassen uns mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Automobilbranche, unsere Produktionsfaktoren und die Gestaltung und Weiterentwicklung unseres Produktportfolios. Risikoerkennung und -einschätzungDie Verantwortung zur Erkennung und Einschätzung wesentlicher Risiken ist innerhalb der Continental AG auf verschiedene Ebenen und Organisationseinheiten verteilt. Zur Risikoerkennung, -bewertung und -berichterstattung analysiert das Management jeder Konzerneinheit die wesentlichen Risiken, die in seinen Bereich fallen. Hierfür kann das lokale Management auf verschiedene Instrumente zurückgreifen wie z.B. lokale Betriebsorganisationshandbücher, zentral entwickelte funktionsspezifische Fragebögen oder auch die Prozess- und Kontrollbeschreibungen des "Internal-Controls@Continental"-Systems, die im Rahmen der Umsetzung der Anforderungen der Neufassung der 8. EU-Richtlinie für alle wesentlichen Gesellschaften entwickelt wurden. Hier werden die wesentlichen Kontrollen in den Geschäftsprozessen (z. B. Purchase to Pay, Order to Cash, Asset Management, HR, IT-Berechtigungen und Abschlusserstellungsprozess) quartalsweise kontrolliert und auf ihre Effektivität hin untersucht. Risikoberichterstattung![]() Die Konzernfunktionen wie z. B. Compliance, Personal, Qualität, Recht, Einkauf, Versicherungen, Systeme & Standards sowie Finanzen & Treasury führen zusätzlich Prüfungen zur Umsetzung der jeweils zu ihrem Zuständigkeitsbereich gehörenden Konzernrichtlinien durch und analysieren die betroffenen Prozesse auf Effizienz und potenzielle Schwachstellen. Ziel ist, die Einhaltung der Richtlinien zu überwachen, potenzielle Risiken in den Prozessen zu erkennen und die Standardisierung der operativen Prozesse zu unterstützen. Die in dem beschriebenen Rahmen erkannten Risiken werden nach vorgegebenen Kriterien geordnet und beurteilt. Die Einschätzung eines Risikos bemisst sich in der Regel danach, inwieweit es das operative Ergebnis der Einheit negativ beeinflussen könnte. Die Beurteilung der Risiken und ihrer Auswirkungen erfolgt nach qualitativen Kriterien in verschiedene Kategorien, die die jeweilige Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die Auswirkungen berücksichtigen. Eine explizite Quantifizierung der einzelner Risiken erfolgt nicht. Ergänzend zu den durch das lokale Management sowie die Konzernfunktionen durchgeführten Risikoanalysen erfolgen Prüfungen durch die Interne Revision. Um Mitarbeitern und Dritten außerhalb des Konzerns die Möglichkeit zu geben. Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften. Grundwerte und ethische Normen zu melden. hat die Continental AG eine Compliance &Anti-Korruptions-Hotline eingerichtet. Über die Hotline können. soweit gesetzlich zulässig auch anonym. Informationen zu potenziellen Rechtsverletzungen. wie Bestechung oder kartellrechtswidriges Verhalten. aber auch Manipulation im Rahmen der Rechnungslegung mitgeteilt werden. Hinweise an diese Hotline werden von der Konzernrevisior und der Compliance-Abteilung geprüft und weiterverfolgt. RisikoberichterstattungEntsprechend der Risikobeurteilung ist auch die Berichterstattung der identifizierten und analysierten Risiken verschiedener organisatorischen Ebenen zugeordnet. Die Geschäftseinheiten berichten regelmäßig auf Basis einer umfassenden Risikoinventur über die Veränderungen gemeldeter Risiken und über neue Entwicklungen. die zur Entstehung wesentlicher Risiken führen könnten. Kommt es zu neuen. wesentlichen Risiken außerhalb der Regelberichterstattung. sind sie umgehend zu melden. Hierunter fallen auch die Risiken. die im Rahmen der Audits der Konzernfunktionen identifiziert worden sind. Um Ursachen möglicher Risiken frühzeitig zu erkennen, analysiert das zentrale Controlling die im Rahmen des Reporting genannten Kennzahlen zusätzlich auf Konzern- und Divisionsebene. Der Vorstand von Continental wird durch das Compliance & Risk Management Committee regelmäßig über bestehende Risiken, deren Beurteilung sowie die ergriffenen Maßnahmen informiert. Des Weiteren erfolgt eine Berichterstattung an die Managementebenen unterhalb des Vorstands in Abhängigkeit ihres Verantwortungsbereichs. Auch der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss werden regelmäßig über die wesentlichen Risiken, etwaige Kontrollschwächen und ergriffene Maßnahmen informiert. Darüber hinaus soll der Abschlussprüfer dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats über Schwächen im rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem berichten, die der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Prüfungstätigkeit festgestellt hat. RisikosteuerungFür jedes identifizierte und als erheblich eingeschätzte Risiko leitet das verantwortliche Management geeignete Gegenmaßnahmen ein, die auch in den Reportingsystemen dokumentiert werden. Die identifizierten Risiken werden durch das Compliance & Risk Management Committee auf Konzernebene überwacht und konsolidiert. Es berichtet dem Vorstand regelmäßig und empfiehlt ggf. weitere Maßnahmen. Der Vorstand erörtert und beschließt diese Maßnahmen und berichtet dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Die zuständigen Gremien überwachen laufend die Entwicklung aller identifizierten Risiken und den Stand der eingeleiteten Maßnahmen. Die Interne Revision überprüft regelmäßig den Risikomanagementprozess, wodurch dessen Effizienz und Weiterentwicklung sichergestellt ist. Wesentliche RisikenDie Reihenfolge der dargestellten Risiken innerhalb der vier Kategorien spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikoausmaßes für Continental wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für die gegenwärtige Bedeutung dieser Risiken für uns. Die Darstellung der Risiken erfolgt dabei nach der Bruttobetrachtung. FinanzrisikenContinental ist Risiken in Zusammenhang mit ihrem syndizierten Kredit und anderen Finanzierungsvereinbarungen ausgesetzt.Zur Finanzierung des laufenden Geschäfts, ihrer Investitionen und Zahlungsverpflichtungen hat Continental im Januar 2013 einen neuen syndizierten Kreditvertrag geschlossen. Nach diesem syndizierten Kreditvertrag muss Continental neben anderen Pflichten bestimmte finanzielle Kennzahlen einhalten (Financial Covenants), insbesondere eine Verschuldungsobergrenze (errechnet als Verhältnis zwischen den konsolidierten Netto-Finanzschulden und dem konsolidierten bereinigten EBITDA) und eine Untergrenze für das Verhältnis zwischen dem konsolidierten bereinigten EBITDA von Continental und dem konsolidierten Netto-Zinsaufwand (Zinsdeckungsverhältnis). Die Kennzahl für die maximale Verschuldung beträgt weiterhin 3,00. Das Zinsdeckungsverhältnis darf wie zuvor 2,50 nicht unterschreiten. Aufgrund der nachstehend dargelegten Markt- und operativen Risiken ist nicht auszuschließen, dass es Continental unter Umständen nicht möglich ist, die oben beschriebenen Kennzahlen einzuhalten. Sollte Continental gegen eine dieser Verpflichtungen verstoßen, sind die Kreditgeber berechtigt, die Kredite vorzeitig fällig zu stellen. Zum 31. Dezember 2013 lagen die Kennzahl für die Verschuldung bei 0,68 und das Zinsdeckungsverhältnis bei 7,47. Die Financial Covenants wurden jederzeit eingehalten. Darüber hinaus haben die Kreditgeber nach dem syndizierten Kreditvertrag auch im Falle eines Kontrollwechsels bei der Continental AG das Recht, die Rückzahlung des Kredits zu verlangen. Ein Kontrollwechsel tritt nach dem Kreditvertrag dann ein, wenn eine Person oder gemeinsam handelnde Personen (gemäß § 2 Abs. 5 WpÜG) mehr als 50 % der Stimmrechte der Gesellschaft erwerben oder mittels eines Beherrschungsvertrags gemäß § 291 AktG die Kontrolle über die Gesellschaft übernehmen. In diesem Fall kann jeder Kreditgeber die Rückzahlung seines Anteils an allen ausstehenden Krediten zuzüglich Zinsen und aller anderen im Rahmen der Kreditverträge aufgelaufenen Beträge verlangen. Die hier beschriebenen Kredite könnten außerdem unverzüglich fällig gestellt werden, wenn nach anderen Finanzierungsvereinbarungen für eine Verschuldung von insgesamt mehr als 75,0 Mio € ein Kündigungsgrund eintritt. Neben den mit dem syndizierten Kredit verbundenen Risiken bestehen für Continental auch Risiken in Verbindung mit anderen Finanzierungsvereinbarungen des Unternehmens, insbesondere der im September 2012 begebenen Anleihe über 950,0 Mio US-Dollar (Fälligkeit 2019) und den drei Anleihen, die Continental in Höhe von jeweils 750,0 Mio € im Juli 2013 (zur Rückzahlung fällig 2018) und im September 2013 (Fälligkeit 2017 bzw. 2020) im Rahmen ihres im Mai 2013 neu aufgesetzten Rahmen-Emissionsprogramms begeben hat. Diese Finanzierungsvereinbarungen enthalten ebenfalls Bedingungen, die Continental in ihrer Handlungsfähigkeit einschränken könnten und die Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen verlangen, sowie Bestimmungen für den Fall eines Kontrollwechsels. Da das Kreditrating der Continental allerdings inzwischen wieder im Investment Grade-Bereich eingestuft wird, sind die Verpflichtungen zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen teilweise ausgesetzt oder entfallen. Das aktuelle Kreditrating von Continental im Investment Grade-Bereich könnte gesenkt werden.Sollte sich die heutige Lage der Weltwirtschaft und das Niveau der Produktion im Automobilsektor als nicht nachhaltig herausstellen, könnte das Auswirkungen auf die Liquidität von Continental haben und zu einer Verschlechterung ihres Kreditratings führen. Eine derartige Herabstufung könnte sich für Continental nachteilig auf die Möglichkeiten der Mittelbeschaffung sowie auf die Finanzierungskosten und den Zinsaufwand auswirken. Eine Senkung des Kreditratings könnte zudem die Liquiditätslage der Gesellschaft beeinträchtigen, wenn Zulieferer aus diesem Grund ihre Zahlungskonditionen gegenüber Continental verändern, indem sie beispielsweise auf Vorauszahlung bestehen. Diese Folgen könnten dadurch verschärft werden, dass Kreditversicherer die Deckung der Lieferantenverbindlichkeiten von Continental einschränken. Continental ist Risiken in Verbindung mit Zinsänderungen und Zinssicherungsmaßnahmen ausgesetzt.Continental ist Risiken in Verbindung mit Veränderungen der variablen Zinssätze ausgesetzt, da eine Reihe ihrer Kredite (insbesondere die im Rahmen des syndizierten Kredits in Anspruch genommenen) variabel verzinst werden. Aus diesem Grund hätte eine Erhöhung oder Senkung der Zinssätze Auswirkungen auf den laufenden Zinsaufwand und die künftigen Refinanzierungskosten von Continental. Diese Risiken werden im Rahmen des Zinsmanagements bewertet, eingeschätzt und bei Bedarf durch den Einsatz von derivativen Zinssicherungsinstrumenten gesteuert. Allerdings hängt die künftige Nutzung derivativer Zinssicherungsinstrumente generell auch von der Verfügbarkeit adäquater Kreditlinien ab. Die Verfügbarkeit zusätzlicher Kreditlinien könnte durch Störungen an den Finanzmärkten, durch die Finanzschulden von Continental sowie durch ihr Kreditrating beeinträchtigt werden. Darüber hinaus könnten alle in Form von derivativen Finanzinstrumenten durchgeführten Zinssicherungstransaktionen zu Verlusten führen. Zu den Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzernanhang in Kapitel 29 des Abschnitts Erläuterungen zur Konzernbilanz. Continental kann nicht uneingeschränkt über die gesamte im Konzern bilanzierte Liquidität verfügen.Unter den Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können, sind sämtliche bestehenden Beschränkungen der Liquidität zu verstehen. Im Continental-Konzern sind die folgenden Positionen davon betroffen: Verpfändung flüssiger Mittel sowie sonstiger finanzieller Vermögenswerte (z. B. Forderungsabtretungen im Zusammenhang mit Forderungsverkaufsprogrammen), Fondsvermögen aus den Contractual Trust Arrangements (CTA) und Guthaben in folgenden Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen: Argentinien, Brasilien, Chile, Griechenland, Indien sowie Serbien. Steuern, die auf den Transfer von Geldvermögen von einem Land (z. B. China) in ein anderes (z. B. Deutschland) zu entrichten sind, werden nicht als eine Beschränkung der Liquidität verstanden. Die liquiden Mittel des Continental Pension Trust e.V., der als Treuhänder im Rahmen von Contractual Trust Arrangements (CTA) für die Continental AG, die Continental Reifen Deutschland GmbH und die Continental Teves AG &Co. OHG fungiert, werden im Konzernabschluss der Continental AG unter den flüssigen Mitteln ausgewiesen, da der Continental Pension Trust e. V. nicht die Voraussetzungen zur Qualifizierung als Planvermögen nach IAS 19 erfüllt. Diese liquiden Mittel in Höhe von 243,3 Mio € dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke des Continental Pension Trust e.V. verwendet werden und unterliegen insoweit einer Verfügungsbeschränkung. MarktrisikenContinental könnte erheblichen Risiken in Verbindung mit einer weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ausgesetzt sein.Continental generiert einen großen Teil (ca. 72 %) ihres Umsatzes mit Automobilherstellern (Original Equipment Manufacturers, OEMs). Der übrige Continental-Umsatz wird in den Ersatz- oder Industriemärkten erzielt, vor allem über das Ersatzgeschäft für Pkw-, Van- sowie Lkw-Reifen und, in geringerem Umfang, in den nicht zum Kfz-Bereich gehörenden Endmärkten der anderen Divisionen. Während der jüngsten weltweiten Wirtschaftskrise gingen der Verkauf und die Produktion von Kraftfahrzeugen stark zurück, was zu einem deutlichen Nachfragerückgang bei den Produkten von Continental aufseiten ihrer OEM-Kunden führte. Aus heutiger Sicht ist ungewiss, ob die aktuelle Wirtschaftslage in Europa nachhaltig ist. Sollte dies nicht der Fall sein, könnte die Automobilproduktion in dieser Region wieder zurückgehen und über längere Zeit auf einem niedrigen Niveau verharren. Insbesondere in Europa, wo Continental 2013 ungefähr 54 % ihres Umsatzes erzielte, würde dies Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ertragslage haben. Bei einer dauerhaften Schwäche oder einer Verschlechterung des europäischen Automobilmarktes müsste Continental mit Umsatz- und Ertragseinbußen rechnen. Steuererhöhungen, die das den Verbrauchern verfügbare Einkommen verringern, könnten ein weiterer Faktor sein, der die Nachfrage auf den Fahrzeugmärkten in Europa schwächt. Steuererhöhungen sind eine wahrscheinliche Reaktion, insbesondere der Mitgliedstaaten der EU, auf den Anstieg der öffentlichen Verschuldung aufgrund der verschiedenen Hilfsprogramme für Banken oder Unterstützungsmaßnahmen der EU für ihre Mitgliedstaaten. Darüber hinaus wurden 2013 ca. 45 % des Konzernumsatzes von Continental durch die fünf größten OEM-Kunden (Daimler, FIAT-Chrysler, Ford, General Motors und VW) generiert. Sollte Continental einen oder mehrere ihrer OEM-Kunden verlieren oder sollten Zulieferverträge vorzeitig gekündigt werden, könnten die von Continental zur Lieferung dieser Produkte getätigten Anfangsinvestitionen oder gegen den betreffenden Kunden noch ausstehende Forderungen ganz oder teilweise verloren gehen. Continental ist in einer zyklischen Branche tätig.Die weltweite Fahrzeugproduktion und damit auch der Verkauf an OEM-Kunden (über den Continental derzeit ca. 72 % ihres Umsatzes generiert) sind zum Teil deutlichen Schwankungen unterworfen. Sie sind u.a. abhängig von den allgemeinen Konjunkturbedingungen, dem verfügbaren Einkommen sowie von den Konsumausgaben und -präferenzen, die von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise den Kraftstoffkosten und der Verfügbarkeit und Kosten von Verbraucherkrediten beeinflusst werden können. Infolge der schwankenden Produktionsvolumina in der Automobilindustrie ist auch die Nachfrage nach Produkten von Continental unregelmäßig, da sich OEMs in der Regel gegenüber ihren Zulieferern nicht zu Mindestabnahmemengen oder Fixpreisen verpflichten. Die weitere Entwicklung in den von Continental bedienten Märkten ist schwer vorherzusagen. was auch die Planung der benötigten Produktionskapazitäten erschwert. Da das Geschäft von Continental von hohen Fixkosten geprägt ist. besteht für Continental das Risiko einer ungenügenden Auslastung ihrer Werke (insbesondere in der Automotive Group) oder aber von Kapazitätsengpässen. sollten die Märkte. in denen Continental tätig ist. zurückgehen oder schneller als erwartet wachsen. Die Kfz-Zulieferindustrie ist von intensivem Wettbewerb geprägt, der den Umsatz von Continental verringern oder die Verkaufspreise der Gesellschaft weiter unter Druck setzen könnte.Die Kfz-Zulieferindustrie zeichnet sich durch harten Wettbewerb und durch rapide technische Veränderungen. hohe Investitionen. einen intensiven Preisdruck seitens der Großkunden. Phasen des Überangebots und eine kontinuierliche Modernisierung von Prozesstechnologien und Fertigungseinrichtungen aus. Da OEMs zunehmend unter Innovations- und Kostendruck ihrer Wettbewerber stehen. versuchen sie. ihren Zulieferern sowohl in der Angebotsphase als auch während der Vertragslaufzeit Preiszugeständnisse abzuringen. Insbesondere erwarten die Fahrzeughersteller von ihren Zulieferern niedrigere Preise bei gleicher. teilweise auch umfangreicherer Funktionalität und konstant hoher Produktqualität. Würde es Continental nicht gelingen. die anhaltenden Preissenkungen durch mehr operative Effizienz und Kosteneinsparungen auszugleichen. könnte dies die Gewinnspannen beeinträchtigen. Zudem ist es möglich. dass Wettbewerber von Continental. vor allem aus dem asiatischen Raum. unter Umständen eine aggressive Preispolitik verfolgen und den Kunden günstigere Konditionen anbieten als Continental. Abgesehen davon sind die Märkte. in denen Continental operiert. durch einen Trend zur Konsolidierung gekennzeichnet. Eine zunehmende Konsolidierung unter den Wettbewerbern von Continental oder zwischen diesen und OEM-Kunden könnte den Wettbewerbern Größenvorteile bringen. Zugang zu einem umfassenderen Produktangebot verschaffen und den Umfang der ihnen zugänglichen Märkte vergrößern. Dadurch wiederum könnte Continental dazu gezwungen sein. erhebliche Einschnitte bei ihren Gewinnspannen und den Verlust von Marktanteilen infolge von Preisdruck hinzunehmen. Zudem könnten sich Wettbewerber durch Anteilsübernahmen Kontrolle oder Einfluss über Zulieferer oder Kunden von Continental sichern. was wiederum die Zulieferbeziehungen von Continental beeinträchtigen könnte. Continental ist Preisschwankungen bei Rohstoffen, Elektronikbauteilen und Energie ausgesetzt.Für die Divisionen der Automotive Group können sich insbesondere aus höheren Preisen für sogenannte Seltene Erden. Stahl und Elektronikbauteile Kostensteigerungen ergeben. während die Divisionen der Rubber Group im Wesentlichen von der Entwicklung der Öl-. Naturkautschuk- und Synthesekautschukpreise abhängig sind. In der jüngeren Vergangenheit waren die Preise für Seltene Erden. Stahl und Elektronikbauteile ebenso wie die Preise für Öl. Natur- und Synthesekautschuke weltweit zum Teil erheblichen Schwankungen ausgesetzt. Continental sichert derzeit das Risiko steigender Preise bei Elektronikbauteilen oder Rohstoffen nicht mithilfe von derivativen Finanzinstrumenten ab. Sollte es dem Unternehmen nicht möglich sein, seine gestiegenen Kosten auszugleichen oder an die Kunden weiterzugeben, dann könnten diese Preiserhöhungen die Erträge von Continental wesentlich beeinträchtigen. Während sich die niedrigeren Preise für Natur- und Synthesekautschuke 2013 mit rund 375 Mio € positiv auf die Ertragslage von Continental auswirkten, hatten die Preissteigerungen im Jahr 2010 zu Mehrkosten in Höhe von 483 Mio € geführt. 2011 beliefen sich die Mehrkosten sogar auf über 950 Mio €. Im Jahr 2012 ergab sich dagegen nur eine geringe Entlastung. Auch soweit Continental in der Lage ist, solche Mehrkosten durch Erhöhung ihrer Abgabepreise weiterzugeben, ist es möglich, dass sich die positiven Wirkungen der Preiserhöhungen erst in einem späteren Zeitraum einstellen, als die Mehrkosten anfallen. In diesem Fall könnten die Mehrkosten nicht schon zum Zeitpunkt ihres Entstehens kompensiert werden. Zudem ist Continental infolge ihrer energieintensiven Produktionsabläufe auch von Veränderungen bei den Energiepreisen abhängig. Sollte es dem Unternehmen nicht gelingen, seine gestiegenen Energiekosten auszugleichen oder an Kunden weiterzugeben, könnten diese Preiserhöhungen ebenfalls negative Auswirkungen auf die Ertragslage von Continental haben. Continental generiert ihren Gesamtumsatz größtenteils in Europa und hier insbesondere in Deutschland.2013 erwirtschaftete Continental 54 % des Gesamtumsatzes in Europa, 24 % allein in Deutschland. Im Vergleich dazu wurden 22 % des Gesamtumsatzes 2013 in der NAFTA-Region, 19 % in Asien und 5 % in anderen Ländern generiert. Eine Rezession in Europa und insbesondere in Deutschland könnte daher Geschäft und Ertragslage von Continental stärker beeinträchtigen als ihre Wettbewerber. Zudem sind der Automobil- und der Reifenmarkt in Europa und in der NAFTA-Region zu einem großen Teil gesättigt. Continental strebt deshalb den Ausbau des Umsatzes in Schwellenländern vorrangig in Asien an, um die Auswirkungen der starken Konzentration auf Europa und Deutschland zu mildern. In der heutigen weltweiten Wirtschaftslage könnte Continental außerdem unter einer nachteiligen Änderung der geografischen Verteilung der Automobilnachfrage leiden. Das aktuelle Niveau der Automobilproduktion wird wesentlich von einer guten Nachfrage auf den Märkten in Asien und Nordamerika getrieben, während die Nachfrage in Europa relativ an Bedeutung verliert. Ob die Entwicklung in Asien und Nordamerika nachhaltig ist, bleibt ungewiss. Ein Rückgang der Nachfrage dort, der nicht durch eine Steigerung auf einem anderen regionalen Markt ausgeglichen wird, könnte die Nachfrage nach den Produkten von Continental beeinträchtigen. Continental ist Risiken in Verbindung mit Markttrends und -entwicklungen ausgesetzt, die den Mix der von OEMs verkauften Fahrzeuge beeinflussen könnten.Continental generiert ca. 72 % des Umsatzes mit OEMs, vor allem innerhalb der Automotive Group. In der weltweiten Fahrzeugproduktion und infolgedessen dem Geschäft mit OEM-Kunden gibt es derzeit eine Reihe von Markttrends und technischen Entwicklungen, die sich auf den Mix der von OEMs verkauften Fahrzeuge auswirken könnten:
Infolge der vorstehend aufgeführten Markttrends und technischen Entwicklungen hat sich der von den Kunden von Continental verkaufte Fahrzeugmix in den vergangenen zwei Jahren stark verändert und kann sich auch künftig weiter verändern. Als Technologieführer reagiert Continental mit einem ausgewogenen und innovativen Produktportfolio auf diese Entwicklung. Continental ist Risiken in Verbindung mit Wechselkursveränderungen und Kurssicherungsmaßnahmen ausgesetzt.Continental ist weltweit tätig und damit finanziellen Risiken aufgrund von Wechselkursveränderungen ausgesetzt. Daraus können Verluste entstehen, wenn Vermögenswerte, die in einer Währung mit sinkendem Wechselkurs notiert sind, an Wert verlieren, und/oder Verbindlichkeiten in einer Währung mit steigendem Wechselkurs teurer werden. Wechselkursschwankungen könnten zudem Schwankungen bei Rohstoffpreisen verstärken oder reduzieren, da Continental einen großen Teil ihres Rohstoffbedarfs in fremden Währungen einkauft. Aufgrund dieser Faktoren können Kursschwankungen die Ertragslage der Continental beeinflussen. Externe und interne Transaktionen, bei denen Produkte und Leistungen an Dritte und an Unternehmen des Continental-Konzerns geliefert werden, können mit Barmittelzu- und -abflüssen verbunden sein, die in anderen Währungen als der funktionalen Währung der betreffenden Continental-Konzerngesellschaft geführt werden (Transaktionsrisiko). Insbesondere ist Continental Schwankungen bei den Währungen US-Dollar, mexikanischer Peso, tschechische Krone, chinesischer Renminbi, rumänischer Leu, südkoreanischer Won, japanischer Yen und ungarischer Forint ausgesetzt. Soweit Barmittelabflüsse der betreffenden Continental-Konzerngesellschaft in einer Fremdwährung nicht durch Barmittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft in derselben Währung ausgeglichen werden, wird das verbleibende Netto-Wechselkursrisiko im Einzelfall durch entsprechende derivative Finanzinstrumente, insbesondere Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und Währungsoptionen mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten, abgesichert. Darüber hinaus ist Continental Wechselkursrisiken in Verbindung mit externen und internen Kreditvereinbarungen ausgesetzt, aus denen Barmittelzu- und -abflüsse entstehen, die in anderen Währungen als der funktionalen Währung der betreffenden Continental-Konzerngesellschaft geführt werden. Diese Wechselkursrisiken werden in der Regel durch geeignete derivative Finanzinstrumente, insbesondere Devisentermingeschäfte/-swaps und kombinierte Zins- und Währungsswaps, abgesichert. Grundsätzlich können alle in Form von derivativen Finanzinstrumenten durchgeführten Sicherungstransaktionen zu Verlusten führen. Das im Ausland gebundene Nettovermögen von Continental wird in der Regel nicht gegen Wechselkursveränderungen abgesichert. Zudem berichten einige Konzerngesellschaften ihre Ergebnisse in anderen Währungen als dem Euro, sodass Continental die betreffenden Posten bei der Erstellung des Konzernabschlusses in Euro umrechnen muss (Umrechnungsrisiko). Umrechnungsrisiken werden grundsätzlich nicht abgesichert. Operative RisikenContinental ist abhängig von der Fähigkeit, auch künftig rechtzeitig innovative Produkte zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Hierzu gehört auch die Bereitstellung ausreichender Mittel für diesen Zweck.Der künftige Erfolg von Continental hängt von der Fähigkeit ab, rechtzeitig neue und verbesserte Produkte zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Der Automobilmarkt ist ganz besonders von einer Entwicklung hin zu leistungsfähigeren und gleichzeitig verbrauchs- als auch schadstoffärmeren sowie leiseren Motoren, wachsenden Vorgaben seitens der Kunden und strengeren Vorschriften bezüglich der Motoreffizienz sowie von der Tendenz zu erschwinglichen Autos wie auch zu Hybrid- und Elektrofahrzeugen geprägt. Diese neuen Entwicklungen könnten technische Herausforderungen mit sich bringen, deren Bewältigung größeren Zeitaufwand bei Continental erfordert. Infolgedessen gelingt es unter Umständen nicht, auch künftig schnell genug innovative Produkte zu entwickeln und den Marktgegebenheiten anzupassen. Des Weiteren ist die Entwicklung neuer und optimierter Produkte sehr kostspielig, weshalb Mittel in erheblichem Umfang verfügbar sein müssen. Sollte es Continental nicht gelingen, ausreichende Mittel zur Finanzierung ihrer Entwicklungsaktivitäten bereitzustellen, könnte dies den Verlust der Wettbewerbsposition in einer Reihe wichtiger und schnell wachsender Nebenmärkte zur Folge haben. Continental wendet umfangreiche Ressourcen für Forschung und Entwicklung (F&E) auf. Dies gilt in der Automotive Group, aber auch in der Rubber Group. In den vergangenen Jahren hatten die F&E-Aufwendungen von Continental einen Anteil von mehr als 5 % am Gesamtumsatz. Falls Continental Ressourcen für die Entwicklung neuer Technologien und Produkte einsetzt, die vom Markt nicht angenommen werden oder unwirtschaftlich sind, könnten diese erheblichen F&E-Aufwendungen ganz oder teilweise verloren sein. Continental ist bei bestimmten Produkten abhängig von einer begrenzten Anzahl wichtiger Lieferanten.Für Continental besteht das Risiko, dass gewisse Roh- und Produktionsmaterialien nicht verfügbar sind. Wenngleich Continental allgemein die Strategie verfolgt, Produktkomponenten von mehreren Anbietern zu beziehen, lässt es sich nicht immer vermeiden, dass ein Produkt nur aus einer Bezugsquelle eingekauft wird. Folglich ist Continental in der Rubber Group und auch im Hinblick auf bestimmte von der Automotive Group hergestellte Produkte abhängig von einigen Lieferanten. Da Continental ihre Beschaffungslogistik größtenteils auf Just-in-time- oder Just-in-sequence-Basis organisiert hat, können Lieferverzögerungen, -stornierungen, Streiks, Fehlmengen und Qualitätsmängel zu Produktionsunterbrechungen führen und sich damit negativ auf den Geschäftsbetrieb von Continental in diesen Bereichen auswirken. Continental ist darum bemüht, diese Risiken durch sorgfältige Auswahl und regelmäßige Überwachung der Lieferanten zu verringern. Sollte jedoch ein Lieferant seinen Lieferverpflichtungen aus irgendeinem Grund nicht nachkommen können (beispielsweise wegen Insolvenz, Beschädigung von Produktionsanlagen oder infolge einer Leistungsverweigerung nach einem Kontrollwechsel), kann Continental unter Umständen die für die Herstellung ihrer eigenen Erzeugnisse benötigten Produkte kurzfristig nicht in den benötigten Mengen von anderen Lieferanten beziehen. Die Wirtschaftskrise 2009, aber auch die Naturkatastrophen in Japan und Thailand haben gezeigt, wie schnell Finanzkraft und Lieferfähigkeit einiger Automobilzulieferer stark beeinträchtigt werden und sogar zur Insolvenz führen können. Das betraf vor allem Tier-2- und Tier-3-Lieferanten (Zulieferer, die ihre Produkte an Tier-1- bzw. Tier-2-Lieferanten verkaufen), während Tier-1-Lieferanten (Zulieferer, die ihre Produkte direkt an OEMs verkaufen) nicht in gleichem Maße betroffen waren. Grundsätzlich können solche Entwicklungen und Ereignisse Verzögerungen bei der Auslieferung oder Fertigstellung von Continental-Produkten oder -Projekten mit sich bringen und dazu führen, dass Continental Produkte oder Dienstleistungen zu höheren Kosten von Dritten beziehen oder sogar ihre eigenen Zulieferer finanziell unterstützen muss. Darüber hinaus haben OEM-Kunden in vielen Fällen ein Einspruchsrecht bezüglich der von Continental eingesetzten Zulieferer, wodurch es unmöglich werden könnte, die zu verbauenden Produkte kurzfristig von anderen Lieferanten zu beziehen, wenn der betreffende OEM-Kunde nicht bereits früher eine Freigabe für andere Lieferanten erteilt hat. All dies könnte zu Auftragsstornierungen oder sogar zu Schadenersatzforderungen führen. Zudem könnte Continentals Reputation gegenüber OEM-Kunden leiden, mit der möglichen Folge, dass diese entscheiden, andere Zulieferer auszuwählen. Continental ist dem Risiko von Garantie- und Produkthaftungsansprüchen ausgesetzt.Continental sieht sich ständig Produkthaftungsansprüchen und Verfahren ausgesetzt, in denen dem Unternehmen die angebliche Verletzung seiner Sorgfaltspflichten, Verstöße gegen Gewährleistungspflichten oder Sachmängel vorgehalten werden, sowie Ansprüchen aus Vertragsverstößen, aufgrund von Rückrufkampagnen oder staatlichen Verfahren. Alle diese Prozesse, Verfahren und sonstigen Ansprüche könnten für Continental zusätzliche Kosten bedeuten. Zudem könnten fehlerhafte Produkte Einbußen bei Umsätzen, Kunden- und Marktakzeptanz bewirken. Continental hat für solche Risiken Versicherungen in aus kaufmännischer Sicht als angemessen erachteter Höhe abgeschlossen, doch könnte sich dieser Versicherungsschutz im Einzelfall als unzureichend erweisen. Zudem könnte jeder Mangel an einem Produkt von Continental (insbesondere an Reifen und anderen sicherheitsrelevanten Produkten) ebenfalls erhebliche negative Folgen für den Ruf der Gesellschaft und die Art und Weise haben, wie diese am Markt wahrgenommen wird. Das könnte wiederum nachteilig für Umsatz und Ertrag von Continental sein. Darüber hinaus verlangen Fahrzeughersteller inzwischen von ihren Lieferanten immer häufiger einen Beitrag zu potenziellen Produkthaftungs-, Gewährleistungs- und Rückrufansprüchen. Ferner ist Continental seit Langem Bemühungen ihrer Kunden ausgesetzt, die Vertragsbedingungen für die Beteiligung an Gewährleistungsfällen und Rückrufmaßnahmen zu ändern. Darüber hinaus stellt Continental viele Produkte nach den Spezifikationen und Qualitätsvorgaben von OEM-Kunden her. Wenn die von Continental produzierten und gelieferten Produkte die von den OEM-Kunden gestellten Vorgaben zum vereinbarten Liefertermin nicht erfüllen, wird die Fertigung der betroffenen Produkte in der Regel so lange gestoppt, bis der Fehler ermittelt und beseitigt ist. Außerdem könnten OEM-Kunden Schadenersatzforderungen stellen, auch wenn die Fehlerursache später behoben wird. Abgesehen davon könnte die Nichterfüllung von Qualitätsvorgaben die Marktakzeptanz der anderen Produkte von Continental und den Ruf der Gesellschaft in verschiedenen Marktsegmenten beeinträchtigen. Das Geschäft von Continental ist von qualifizierten Führungskräften und Schlüsselmitarbeitern abhängig.Der Erfolg von Continental ist abhängig von ihren Vorstandsmitgliedern, anderen qualifizierten Führungskräften und Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen. Der Verlust von Führungskräften oder anderen wichtigen Mitarbeitern könnte erhebliche negative Auswirkungen auf die Marktposition und -aussichten der Continental haben. Dabei könnte wichtige Kompetenz verloren gehen oder Wettbewerbern zugänglich werden. Aufgrund des scharfen Wettbewerbs in der Automobilbranche besteht die Gefahr, qualifizierte Mitarbeiter an Wettbewerber zu verlieren oder nicht in ausreichender Zahl geeignete neue Mitarbeiter zu finden. Es gibt keine Gewähr dafür, dass Continental diese Führungskräfte und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen halten oder neue Mitarbeiter mit entsprechenden Qualifikationen anwerben kann. Continental ist darum bemüht, sich das Engagement ihrer qualifizierten Führungskräfte und wichtigen Mitarbeiter durch interessante Entwicklungsperspektiven und leistungsbasierte Vergütungssysteme zu erhalten. Continental ist Risiken in Verbindung mit ihren Pensionsverpflichtungen ausgesetzt.Continental bietet In Deutschland. In den USA, im Vereinigten Königreich und in bestimmten anderen Ländern eine betriebliche Altersvorsorge mit Leistungszusage. Zum 31. Dezember 2013 beliefen sich die Pensionsverpflichtungen auf 4.052,2 Mio €. Diese Verpflichtungen werden vor allem über extern investierte Pensionsplanvermögen finanziert. 2006 richtete Continental zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen bestimmter deutscher Tochtergesellschaften im Rahmen von Treuhandvereinbarungen rechtlich unabhängige Treuhandfonds ein (Contractual Trust Arrangements. CTA). 2007 übernahm Continental in Verbindung mit der Übernahme der Siemens VDO zusätzliche CTA. Zum 31. Dezember 2013 beliefen sich die Netto-Pensionsverpflichtungen von Continental (Pensionsverpflichtungen abzüglich des Vermögens aus dem Pensionsplan) auf 2.170,0 Mio €. Das extern investierte Vermögen aus dem Pensionsplan wird über extern gemanagte Fonds und Versicherungsgesellschaften verwaltet. Continental legt zwar die grundsätzlichen Vorgaben für die Anlagestrategien dieser Fonds fest. jedoch nicht deren Investmententscheidungen im Einzelnen. Die Mittel werden in verschiedene Anlageklassen wie Aktien. festverzinsliche Wertpapiere. Immobilien und andere Anlageinstrumente investiert. Die Werte der extern investierten Pensionsplanvermögen unterliegen Schwankungen an den Kapitalmärkten. auf die Continental keinen Einfluss hat. Ungünstige Kapitalmarktentwicklungen könnten bei diesen Pensionsverpflichtungen zu erheblichen Deckungsausfällen führen und die Netto-Pensionsverpflichtungen von Continental deutlich steigern. Eine solche Steigerung der Netto-Pensionsverpflichtungen könnte die Finanzlage der Gesellschaft wegen des vermehrten zusätzlichen Mittelabflusses zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen beeinträchtigen. Zudem ist Continental Risiken in Zusammenhang mit der Lebenserwartung und den Zinsänderungen bei ihren Pensionsverpflichtungen ausgesetzt. da sich eine Zinssenkung negativ auf die im Rahmen dieser Pensionspläne bestehenden Verbindlichkeiten von Continental auswirken könnte. Ferner haben sich einige Tochtergesellschaften von Continental in den USA dazu verpflichtet. Beiträge zu den Gesundheitsvorsorgekosten ihrer ehemaligen Mitarbeiter bzw. Pensionäre zu leisten. Insofern besteht für Continental das Risiko. dass sich diese Kosten künftig erhöhen. Continental ist Risiken in Zusammenhang mit ihrer Beteiligung an der MC Projects B.V. und der Beteiligung an anderen Unternehmen ausgesetzt.Continental und Compagnie Financière du Groupe Michelin. "Senard et Cie". Granges-Paccot. Schweiz (Michelin). sind zu je 50 % an MC Projects B.V.. Maastricht. Niederlande. beteiligt. einem Unternehmen. in das Michelin die Rechte an der Marke Uniroyal für Europa sowie für gewisse außereuropäische Länder eingebracht hat. MC Projects B.V. ihrerseits hat Continental bestimmte Lizenzrechte für die Verwendung der Marke Uniroyal auf oder in Verbindung mit Reifen in Europa und anderswo erteilt. Nach dem in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Vertrag kann sowohl der Vertrag als auch die Uniroyal-Lizenz gekündigt werden, wenn ein bedeutender Konkurrent im Reifengeschäft mehr als 50 % der stimmberechtigten Anteile an der Continental AG bzw. an deren Reifenaktivitäten erwirbt Darüber hinaus hat Michelin in diesem Fall das Recht, die Mehrheit an MC Projects B.V. zu erwerben und MC Projects B.V. zu veranlassen, ihre Minderheitsbeteiligung am Produktionsbetrieb von Continental Barum s.r.o., Otrokovice, Tschechien, (dem größten Continental-Reifenwerk in Europa) auf 51 % zu erhöhen. Diese Ereignisse könnten negative Auswirkungen auf Geschäft, Finanz- und Ertragslage der Division Reifen von Continental haben. Darüber hinaus führt Continental ihre Geschäfte zum Teil über Gesellschaften, an denen sie nicht zu 100 % beteiligt ist. Die Fähigkeit von Continental zur umfassenden Ausschöpfung des strategischen Potenzials in Märkten, in denen Continental über assoziierte Unternehmen agiert, wäre beeinträchtigt, wenn mit den Partnern oder anderen Interessengruppen keine Einigung hinsichtlich der Strategie und deren Umsetzung erlangt werden kann. Zudem könnte Continental gegenüber den Partnern oder anderen Anteilsinhabern Treuepflichten haben, die ihre Fähigkeit zur einseitigen Expansion in einem Geschäftsbereich blockieren oder beeinträchtigen könnten, in dem das betreffende Unternehmen tätig ist. Auch besteht das Risiko, dass durch den Transfer von Know-how und/oder Geschäftsgeheimnissen an Partner in solchen Kooperationsformen Kompetenz von Continental abgezogen wird. So gibt es insbesondere nach einer möglichen Trennung von einem Kooperationspartner keine Gewähr dafür, dass das an diesen Partner übertragene Know-how und Geschäftsgeheimnisse nicht weiterverwendet oder gegenüber Dritten offengelegt werden, was der Wettbewerbsposition von Continental schaden würde. Der Geschäftsbetrieb von Continental ist abhängig von komplexen IT-Systemen und -Netzwerken.Continental ist im Hinblick auf ihre Geschäftsprozesse sowie ihre interne und externe Kommunikation in hohem Maße von zentralisierten, standardisierten Informationstechnologiesystemen und -netzwerken abhängig. Diese Systeme und Netzwerke sind potenziell anfällig für Schäden oder Störungen, die eine Vielzahl von Ursachen haben können. Wenngleich Continental entsprechende Vorkehrungen für das Management der mit System- und Netzwerkstörungen verbundenen Risiken getroffen hat, könnte ein längerer Ausfall in einem Rechenzentrum oder Telekommunikationsnetzwerk oder ein vergleichbares Ereignis dazu führen, dass Systeme oder Netzwerke unvorhergesehen und über längere Zeit hinweg nicht einsatzbereit sind. Zudem lässt Continental ihre gesamten SAP-Operationen sowie bestimmte andere geschäftskritische Systeme von einem externen Dienstleister betreiben. Brände, Naturkatastrophen, terroristische Handlungen, Stromausfälle oder andere Störungen in den Einrichtungen und Netzwerken dieses Dritten würden somit auch für Continental ein Schadens- und Verlustrisiko darstellen. Die Systeme und Netzwerke der Continental sind außerdem dem Risiko ausgesetzt, dass Dritte versuchen, vertrauliche Informationen auszuspähen, die in den Systemen und Netzwerken gespeichert, verarbeitet bzw. kommuniziert werden. Sollten die Vorkehrungen der Continental zum angemessenen Schutz der Systeme, Netzwerke und Informationen nicht ausreichen, könnten der Continental aus der Kenntnis oder Nutzung ihrer Informationen durch Dritte Nachteile entstehen. Continental könnte durch den Verlust von Sachanlagevermögen und durch Betriebsunterbrechungen Schaden nehmen.Brände, Naturkatastrophen, terroristische Handlungen, Stromausfälle oder andere Störungen in den Produktionseinrichtungen oder innerhalb der Lieferkette von Continental - bei Kunden oder Zulieferern - können erhebliche Schäden und Verluste verursachen. Solche weitreichenden nachteiligen Folgen können auch aufgrund politischer Unruhen oder Instabilität - gerade in Schwellenländern - entstehen. Continental hat für Risiken, die aus solchen Geschäftsunterbrechungen und Produktionsverlusten hervorgehen, Versicherungen in aus kaufmännischer Sicht angemessener Höhe abgeschlossen, doch könnte sich dieser Versicherungsschutz im Einzelfall als unzureichend erweisen. Zudem könnten durch solche Ereignisse Menschen, das Eigentum Dritter oder die Umwelt zu Schaden kommen, wodurch Continental u.a. Kosten in erheblicher Höhe entstehen könnten. Rechtliche, umweltbezogene und steuerliche RisikenContinental könnte wegen der Verunreinigung von Boden, Gewässern oder Grundwasser oder wegen Risiken im Umgang mit Gefahrstoffen haftbar gemacht werden.Viele der Standorte, an denen Continental operiert, werden seit Jahren industriell genutzt, was die Gefahr von Verunreinigungen und daraus hervorgehenden Sanierungspflichten mit sich bringt. Zudem könnte Continental für die Instandsetzung von an ihr Gelände angrenzenden Flächen verantwortlich gemacht werden, wenn diese Flächen infolge der Aktivitäten von Continental verunreinigt werden und Continental als Verursacherin einer solchen Verunreinigung festgestellt wird. Des Weiteren wurden in der Vergangenheit an verschiedenen Standorten von Continental Boden-, Gewässer- und/oder Grundwasserverunreinigungen festgestellt, so auch in Mayfield, USA, Adelheidsdorf, Deutschland, Culpeper, USA, Gifhorn, Deutschland, Mechelen, Belgien, und Varzea Paulista, Brasilien. Die zuständigen Behörden könnten gegenüber Continental als Eigentümerin und/oder Mieterin der betreffenden Liegenschaften Ansprüche in Verbindung mit der Untersuchung oder Sanierung der betroffenen Bodenflächen und/oder des Grundwassers erheben oder anordnen, dass Continental das im Zuge von Bauarbeiten abgetragene verunreinigte Erdreich entsorgt oder aufbereitet. Darüber hinaus könnte Continental auch von den Eigentümern der vom Unternehmen gemieteten Objekte oder anderer Liegenschaften auf Schadenersatz verklagt werden, sollten die Behörden diesen Eigentümern gegenüber Ansprüche erheben und Continental deren Verunreinigung verursacht haben. An diversen Standorten, an denen Verunreinigungen festgestellt wurden, wurden auf Anordnung der bzw. in Vereinbarung mit den zuständigen Behörden bereits Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Die Höhe der in Verbindung mit solchen Ansprüchen anfallenden Kosten lässt sich in der Regel nur schwer vorhersagen. Wird eine Verunreinigung darüber hinaus Gegenstand der öffentlichen Diskussion, besteht auch das Risiko, dass der Ruf von Continental insgesamt oder die Beziehungen zu den Kunden Schaden nehmen. Zudem wurden an einigen Standorten von Continental in der Vergangenheit gefährliche Stoffe wie asbesthaltiges Baumaterial als Wärmedämmung verwendet. Es ist möglich, dass durch die Verwendung solcher gefährlicher Stoffe die Gesundheit und Sicherheit Dritter (beispielsweise ehemaliger Mitarbeiter) beeinträchtigt wurde und daher gegen Continental künftig diesbezüglich Schadenersatzansprüche erhoben werden könnten. Ähnlichen Risiken ist Continental auch in Bezug auf ehemalige, inzwischen verkaufte Standorte ausgesetzt. Selbst wenn Continental ihre Haftung gegenüber einem Käufer vertraglich ausgeschlossen oder eingeschränkt hat, könnten Ansprüche wegen derzeit noch nicht bekannter Verunreinigungen auf Flächen erhoben werden, die der Gesellschaft einmal gehört haben oder von dieser früher genutzt wurden. Gleichermaßen kann keine Gewähr dafür übernommen werden, dass umweltschädliche Substanzen nicht in die Umwelt gelangen oder dass Continental nicht wegen der Beseitigung solcher Verunreinigungen in die Pflicht genommen wird. Für Continental könnten zusätzliche, belastende Umwelt- oder Sicherheitsvorschriften zum Tragen kommen und neu eingeführte Vorgaben könnten die Nachfrage nach Produkten und Leistungen der Gesellschaft beeinträchtigen.Als weltweit operierender Konzern ist Continental in zahlreichen Ländern der Erde einer großen Zahl unterschiedlicher gesetzlicher und untergesetzlicher Vorschriften unterworfen, die in kurzen Abständen geändert sowie konstant weiterentwickelt und ggf. verschärft werden. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Umwelt, Chemikalien und Gefahrstoffe, aber auch für Gesundheitsschutzbestimmungen. Des Weiteren fallen hierunter Vorschriften bezüglich der Verunreinigung von Luft, Gewässern und Boden sowie der Abfallentsorgung, die allesamt in jüngster Zeit durch neue Gesetzgebung verschärft wurden, insbesondere in der EU und den USA. Darüber hinaus sind für die Standorte und Betriebe von Continental Genehmigungen unterschiedlichster Art erforderlich, deren Auflagen erfüllt werden müssen. Zur Anpassung an neue Vorschriften waren in der Vergangenheit Investitionen in erheblichem Umfang notwendig, und Continental geht davon aus, dass dies auch künftig so bleiben wird. Die Bemühungen von Continental um den adäquaten Schutz ihres geistigen Eigentums und technischen Wissens könnten ohne Erfolg bleiben.Die Produkte und Leistungen von Continental sind in hohem Maße abhängig vom technologischen Know-how des Unternehmens sowie von Umfang und Grenzen der Schutzrechte daran. Continental ist Eigentümerin einer Vielzahl von Patenten und anderen gewerblichen Schutzrechten (bzw. hat solche beantragt), die für das Geschäft der Gesellschaft von erheblicher Bedeutung sind. Das Verfahren zur Erlangung eines Patentes kann langwierig und teuer sein. Zudem könnte laufenden oder künftigen Patentanmeldungen u. U. letztlich nicht stattgegeben werden, oder es könnte sein, dass der Patentschutz nicht ausreichend weit gefasst oder stark genug ist, um Continental einen wirksamen Schutz oder einen wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen. Darüber hinaus besteht zwar die Vermutung der Gültigkeit von Patenten; das bedeutet aber nicht unbedingt, dass das betreffende Patent wirksam ist oder dass eventuelle Patentansprüche im erforderlichen oder angestrebten Umfang durchgesetzt werden können. Ein Großteil des Wissens und der Geschäftsgeheimnisse von Continental ist entweder nicht patentiert oder kann nicht durch gewerbliche Schutzrechte abgesichert werden. Folglich besteht die Gefahr, dass bestimmte Teile des Wissens und der Geschäftsgeheimnisse von Continental an Kooperationspartner, Kunden und Zulieferer (u. a. auch an die Maschinen- und Anlagenlieferanten von Continental) weitergegeben werden. Wettbewerber könnten dieses Know-how infolgedessen kopieren, ohne dass ihnen dadurch eigene Ausgaben entstehen. Vor der Übernahme der Siemens VDO durch Continental hat die Siemens AG (i) gewerbliche Schutzrechte, Know-how und Software, die ausschließlich der Geschäftseinheit "Siemens VDO Automotive" zuzuordnen waren, in die Siemens VDO eingebracht, (ii) der Siemens VDO nicht exklusive Rechte zur Nutzung gewerblicher Schutzrechte, von Know-how und Software eingeräumt, die zum Zeitpunkt der Einbringung nicht ausschließlich der Geschäftseinheit "Siemens VDO Automotive" zuzuordnen waren (u.a. bestimmte gewerbliche Schutzrechte der Siemens AG in Verbindung mit Elektromotoren und Spracherkennungssystemen), und (iii) der Siemens VDO Exklusivrechte zur Nutzung bestimmter gewerblicher Schutzrechte der Siemens AG an der Piezo-Einspritzanlage eingeräumt. Gleichzeitig behielt sich die Siemens AG nicht exklusive, unwiderrufliche, uneingeschränkte, übertragbare und lizenzfreie Rechte zur Nutzung solcher gewerblichen Schutzrechte, von Erfindungen, auf denen diese Rechte basieren, von Know-how sowie von Software vor. Infolgedessen könnte die Siemens AG u. U. nach wie vor gewerbliche Schutzrechte, Erfindungen, auf denen diese Rechte basieren, Know-how und Software, die in Siemens VDO eingebracht wurden oder für die Siemens VDO nicht exklusive Nutzungsrechte eingeräumt wurden, dazu nutzen, um am Markt mit Continental in Wettbewerb zu treten, oder diese gewerblichen Schutzrechte an Dritte lizenzieren und damit die Wettbewerbsposition von Continental erheblich beeinträchtigen. Zudem hat Continental eine Reihe von Lizenz-, Lizenzaustausch-, Kooperations- und Entwicklungsvereinbarungen mit Kunden, Wettbewerbern und anderen Dritten abgeschlossen, in deren Rahmen Continental Rechte an gewerblichen Schutzrechten und/oder Know-how solcher Drittparteien eingeräumt werden. Solche Lizenzvereinbarungen könnten u. U. bei Zahlungsunfähigkeit oder Konkurs des Lizenzpartners und/oder Kontrollwechsel bei einer Partei gekündigt werden, wodurch der Zugang von Continental zu geistigen Eigentumsrechten für die Kommerzialisierung ihrer eigenen Technologien eingeschränkt wäre. Es besteht das Risiko einer Verletzung gewerblicher Schutzrechte Dritter durch Continental.Es besteht das Risiko, dass Continental gewerbliche Schutzrechte Dritter verletzt, da auch ihre Wettbewerber, Zulieferer und Kunden eine große Zahl von Erfindungen als gewerbliches Schutzrecht anmelden. Es lässt sich nicht immer mit Bestimmtheit sagen, ob gewisse Prozesse, Methoden oder Anwendungen unter dem Schutz wirksamer und durchsetzbarer gewerblicher Schutzrechte Dritter stehen. Deshalb könnten Dritte gegen Continental (auch nicht gerechtfertigte) Ansprüche wegen der angeblichen Verletzung gewerblicher Schutzrechte geltend machen. Infolgedessen könnte Continental in bestimmten Ländern zur Einstellung der Produktion, Nutzung oder Vermarktung der relevanten Technologien oder Produkte oder zur Abänderung der Herstellungsprozesse und/oder Produkte gezwungen werden. Darüber hinaus könnte Continental wegen einer Rechtsverletzung zu Schadenersatzleistungen verpflichtet werden oder sich zum Erwerb der Lizenzen gezwungen sehen, um Technologien Dritter weiterhin nutzen zu können. Continental könnten Geldbußen und Schadenersatzforderungen wegen angeblich oder tatsächlich kartellrechtswidrigen Verhaltens drohen.Im Mai 2005 leiteten die brasilianischen Kartellbehörden nach einer Anzeige wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens im Bereich der Kommerzialisierung von Tachografen Ermittlungen gegen die brasilianische Tochtergesellschaft von Continental, Continental Brasil Indüstria Automotiva Ltda., Guarulhos, Brasilien (CBIA), ein. Am 18. August 2010 hat die brasilianische Kartellbehörde eine "Einladung zum Kartell" festgestellt und der CBIA eine Geldbuße in Höhe von 12 Mio BRL (rund 3,7 Mio €) auferlegt, die dann auf 10,8 Mio BRL reduziert wurde. CBIA weist den Vorwurf zurück, dass gegen brasilianisches Wettbewerbsrecht verstoßen wurde. Das von der CBIA angerufene Gericht erster Instanz hat die Entscheidung zwar bestätigt. Auf Rechtsmittel der CBIA hat das nächsthöhere Gericht diese Entscheidung jedoch aufgehoben und die Sache zur Neuverhandlung zurückverwiesen. CBIA drohen im Falle der Verletzung brasilianischen Kartellrechts u. U. auch Schadenersatzforderungen Dritter. Am 2. Oktober 2006 ging bei der südafrikanischen Kartellbehörde die Anzeige eines Dritten wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens gegen mehrere südafrikanische Reifenhersteller ein, darunter die Continental Tyre South Africa (Pty.) Ltd., Port Elizabeth (CTSA), ein Unternehmen, an dem Continental mit 100 % beteiligt ist. Am 31. August 2010 ist die südafrikanische Kartellbehörde zu dem Ergebnis gekommen, CTSA habe gegen südafrikanisches Kartellrecht verstoßen, und hat die Sache dem zuständigen Kartellgericht zur Entscheidung vorgelegt. CTSA weist den Vorwurf von Verstößen gegen südafrikanisches Kartellrecht zurück. Das Kartellgericht könnte jedoch ein Bußgeld von bis zu 10 % des Umsatzes der CTSA verhängen. Darüber hinaus drohen CTSA im Falle der Verletzung südafrikanischen Kartellrechts u. U. auch Schadenersatzforderungen Dritter. Am 24. Oktober 2012 erhielt die Continental Automotive Systems US, Inc., Auburn Hills, USA, vom amerikanischen Department of Justice (DOJ) eine Aufforderung zur Vorlage bestimmter Dokumente im Zusammenhang mit dem Verdacht der Beteiligung an Verstößen gegen US-Kartellrecht im Geschäft mit Kombi-Instrumenten. Am 25. Oktober 2012 durchsuchte die südkoreanische Kartellbehörde zwei südkoreanische Tochtergesellschaften der Continental wegen des Verdachts der Beteiligung an Verstößen gegen südkoreanisches Kartellrecht im Geschäft mit Kombi-Instrumenten. Am 23. Dezember 2013 hat die Behörde bekannt gegeben, dass sie der Continental Automotive Electronics LLC, Bugan-myeon, Südkorea, ein Bußgeld in Höhe von 45.992 Mio KRW (rund 32 Mio €) auferlegt hat. Es ist offen, ob bzw. in welcher Höhe das DOJ ein Bußgeld gegen Continental Automotive Systems US, Inc., oder andere Konzerngesellschaften festsetzen wird. Das DOJ darf ein Bußgeld von höchstens 100 Mio US-Dollar verhängen, es sei denn, der doppelte Gewinn des Unternehmens oder der Schaden der Abnehmer des Kartells würde diesen Betrag überschreiten. Die Geltendmachung von Schadenersatz durch angeblich Geschädigte bliebe durch die Festsetzung etwaiger Geldbußen unberührt. Zur Überprüfung der Einhaltung des Kartellrechts hat Continental interne Untersuchungen bestimmter Geschäftsbereiche durchgeführt. Diese Untersuchungen haben wettbewerbswidriges Verhalten im Hinblick auf Produktgruppen offengelegt. Continental hat Maßnahmen ergriffen, um dieses Verhalten abzustellen. Es besteht das Risiko, dass Kartellbehörden wegen dieses Verhaltens Untersuchungen vornehmen und Bußgelder verhängen und dass Dritte, insbesondere Kunden, Schadenersatzforderungen geltend machen. Die Höhe solcher Bußgelder und etwaiger Folgeansprüche ist aus heutiger Sicht ungewiss, könnte jedoch erheblich sein. Darüber hinaus lässt es sich nicht ausschließen, dass zukünftige interne Prüfungen weitere tatsächliche oder potenzielle Verstöße gegen das Kartellrecht aufdecken, die wiederum zu Bußgeldern und Schadenersatzforderungen führen könnten. Außerdem könnte angeblich oder tatsächlich kartellrechtswidriges Verhalten die Beziehungen zu Geschäftspartnern ernsthaft stören. Continental könnte Steuerrisiken in Zusammenhang mit früheren Veranlagungszeiträumen ausgesetzt sein.Auf Ebene der Gesellschaft oder ihrer Tochtergesellschaften könnte zusätzlicher Steueraufwand bezüglich bislang noch nicht geprüfter Veranlagungszeiträume entstehen. Die letzte abgeschlossene Steuerprüfung für die Gesellschaft und ihre deutschen Tochtergesellschaften betraf die Veranlagungszeiträume bis einschließlich 2007. Derzeit findet für die Gesellschaft und ihre deutschen Tochtergesellschaften eine routinemäßige Steuerprüfung durch die deutschen Steuerbehörden für die Veranlagungszeiträume 2008 bis 2010 statt. Darüber hinaus finden Steuerprüfungen bei ausländischen Gesellschaften für im Wesentlichen dieselben Veranlagungszeiträume durch ausländische Steuerbehörden statt. Nach derzeitiger Kenntnis wird nicht von einer wesentlichen Erhöhung der Steuerbelastung der Gesellschaft oder ihrer Tochtergesellschaften aufgrund der laufenden Steuerprüfungen ausgegangen; eine zukünftige Erhöhung der Steuerbelastung infolge von Steuerprüfungen ist aber erfahrungsgemäß nicht auszuschließen. Zudem ist Continental Risiken in Verbindung mit der Übernahme der Siemens VDO im Jahr 2007 ausgesetzt, da die vom Verkäufer der Siemens VDO gewährte Steuerfreistellung nicht vollumfänglich Steuerrisiken abdeckt, die sich möglicherweise noch aus vor der Übernahme liegenden Veranlagungszeiträumen ergeben könnten. Continental ist Risiken durch Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt.Continental-Konzerngesellschaften sind in eine Reihe von Gerichts- und Schiedsgerichtsverfahren eingebunden und könnten künftig in weitere solche Verfahren involviert werden. Diese Verfahren könnten insbesondere in den USA mit Schadenersatzforderungen und Zahlungen in erheblicher Höhe verbunden sein. Weitere Informationen über Rechtsstreitigkeiten sind im Anhang unter Kapitel 34 zu finden. Continental könnte zur Nachzahlung von Umlagen nach dem EEG verpflichtet werden.Die Europäische Kommission hat am 18. Dezember 2013 ein Beihilfeverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland eingeleitet, weil sie Teile des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) für unvereinbar mit europäischem Recht hält. Nach ihrer Meinung stellen Nachlässe von der nach dem EEG fälligen Umlage, die energieintensiven Unternehmen gewährt werden, eine unzulässige Subvention dar. Aktuell haben zwei Standorte der Continental in Deutschland Nachlässe von der EEG-Umlage im Rahmen des EEG erhalten. Sollte deren Unzulässigkeit festgestellt werden, besteht das Risiko, dass Continental zur Rückzahlung verpflichtet wird. Der potenzielle Schaden beliefe sich auf einen einstelligen Millionenbetrag. Wesentliche ChancenContinental hat Chancen bei einer besser als erwarteten volkswirtschaftlichen Entwicklung.Sollten sich die allgemeinen Konjunkturbedingungen besser als von uns erwartet entwickeln, gehen wir davon aus, dass sich die weltweite Nachfrage nach Fahrzeugen, Ersatzreifen und Industrieprodukten ebenfalls besser entwickeln wird als von uns angenommen. Aufgrund der dadurch erwarteten verstärkten Nachfrage nach Produkten von Continental durch die Fahrzeughersteller, Industriekunden sowie im Ersatzgeschäft könnten die Umsätze stärker als erwartet steigen und positive Effekte bei der Fixkostendeckung entstehen. Continental hat Chancen bei sich besser als erwartet entwickelnden Absatzmärkten.Sollte sich die Nachfrage nach Automobilen und Ersatzreifen insbesondere auf dem europäischen Markt besser als von uns erwartet entwickeln, hätte dies wegen des hohen Umsatzanteils in dieser Region (54 %) positive Auswirkungen auf den Umsatz und die Ertragslage von Continental. Continental hat Chancen bei einem stabilen Preisniveau auf den für uns relevanten Rohstoffmärkten.Die Ertragslage der Continental wird maßgeblich von den Kosten für Rohstoffe, Elektronikbauteile und Energie beeinflusst. Für die Divisionen der Automotive Group sind dies insbesondere die Kosten für sogenannte Seltene Erden, Stahl und Elektronikbauteile. Sollte es uns noch besser als bisher gelingen, mögliche Kostensteigerungen auszugleichen oder durch höhere Preise für unsere Produkte zu kompensieren, dann hätte dies positive Effekte auf die Ertragslage von Continental. Die Ertragslage der Divisionen der Rubber Group ist wesentlich von den Kosten für Öl, Naturkautschuk und Synthesekautschuk beeinflusst. Sollte sich insbesondere das Niveau der Preise für Natur- und Synthesekautschuk auf dem Niveau des Jahres 2013 einpendeln, könnte sich dies positiv auf die Ertragslage der Continental auswirken. Aktuell gehen wir davon aus, dass die Preise, insbesondere für Kautschuke, aufgrund der unterstellten Nachfragesteigerung auf den weltweiten Reifenersatz- und Industriemärkten im Verlauf des Jahres 2014 wieder ansteigen. Continental hat Chancen aus Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen.Eine weitere Verschärfung der regulatorischen Vorschriften zu den Verbrauchs- und Abgasnormen für Kraftfahrzeuge auch in den sich entwickelnden Märkten könnte eine höhere Nachfrage nach Produkten von Continental auslösen. Mit unserem umfangreichen Portfolio von Benzin- und Dieselsystemen einschließlich Sensoren, Aktuatoren und maßgeschneiderter Elektronik über Kraftstofffördersysteme, Motor- und Getriebesteuerungen bis hin zu Systemen und Komponenten für Hybrid- und Elektroantriebe, aber auch durch rollwiderstandsoptimierte Reifen und Reifen für Hybridfahrzeuge stellen wir bereits heute Lösungen bereit, die die Einhaltung solcher Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen ermöglichen, und können damit schnell auf sich abzeichnende Änderungen der regulatorischen Vorschriften reagieren. Eine Erhöhung der Einbauraten dieser Produkte aufgrund erhöhter regulatorischer Vorschriften hätte einen positiven Einfluss auf unseren Umsatz und unsere Ertragslage. Zusätzliche gesetzliche Vorschriften mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern, böten ebenfalls die Chance auf eine Steigerung der Nachfrage nach Produkten von Continental. Bereits heute zählen wir zu den führenden Anbietern von elektronischen Bremssystemen oder von Steuerungselektronik für Airbags und Sitzgurte. Aufgrund unseres breiten Produktportfolios für aktive Fahrzeugsicherheit haben wir in den vergangenen Jahren weiterführende Sicherheitssysteme entwickelt. Hierzu zählen u. a. Notbremsassistenz-, Spurhalteassistenz- und Totwinkelerkennungssysteme ebenso wie das Head-up-Display. Diese Systeme werden aktuell im Wesentlichen optional in den Fahrzeugen der Oberklasse verbaut. Continental bieten sich Chancen aus einem verstärkten Trend zur Hybridisierung von Fahrzeugen.Sollte sich der Trend zur Hybridisierung von Fahrzeugen verstärken und sich damit die Hybridtechnik aufgrund von Größendegressionseffekten eher als bisher erwartet als kostengünstige Alternative darstellen, hätte dies positive Auswirkungen auf Continental, da Continental auf diesen Zukunftsmärkten bereits heute gut mit ihren Produkten positioniert ist. Continental bieten sich Chancen aus einer intelligenten Vernetzung von Fahrerassistenzsystemen und Fahrerinformationssystemen mit dem Internet.Durch die intelligente Vernetzung von Fahrerassistenzsystemen und Fahrerinformationssystemen mit dem Internet schaffen wir die Voraussetzung, um schrittweise in den kommenden Jahren das automatisierte Fahren zu ermöglichen. Über Kooperationen mit führenden Anbietern aus der Technologie- und Internetbranche planen wir darüber hinaus, das vollautomatisierte Fahren für das kommende Jahrzehnt zu realisieren. Hierfür entwickeln wir neue divisionsübergreifende System-, Service- und Softwarelösungen, die für Continental ein erhebliches Wachstumspotenzial mit positiven Auswirkungen auf den zukünftigen Umsatz und die erzielbaren Margen bieten können. Aussage zur Gesamtrisiko- und GesamtchancensituationDie Risikolage des Continental-Konzerns hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Einschätzung des Vorstands nicht wesentlich verändert. Jedoch haben sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 einzelne Risiken bestätigt:
Unter Berücksichtigung der wesentlichen Chancen zeigt die Gesamtrisikolage des Continental-Konzerns eine angemessene Risiko- und Chancensituation, auf die unsere strategischen Ziele entsprechend ausgerichtet sind. PrognoseberichtKonjunkturentwicklungsprognose in ausgewählten RegionenPrognostiziertes Wirtschaftswachstum (BIP) für 2014WELT![]() Kernpunkte der prognostizierten Konjunkturentwicklung
Prognostiziertes Wirtschaftswachstum (BIP) für 2014EURORAUM![]() Kernpunkte der prognostizierten Konjunkturentwicklung
Prognostiziertes Wirtschaftswachstum (BIP) für 2014DEUTSCHLAND![]() Kernpunkte der prognostizierten Konjunkturentwicklung
Prognostiziertes Wirtschaftswachstum (BIP) für 2014RUSSLAND![]() Kernpunkte der prognostizierten Konjunkturentwicklung
Prognostiziertes Wirtschaftswachstum (BIP) für 2014USA![]() Kernpunkte der prognostizierten Konjunkturentwicklung
Prognostiziertes Wirtschaftswachstum (BIP) für 2014BRASILIEN![]() Kernpunkte der prognostizierten Konjunkturentwicklung
Prognostiziertes Wirtschaftswachstum (BIP) für 2014JAPAN![]() Kernpunkte der prognostizierten Konjunkturentwicklung
Prognostiziertes Wirtschaftswachstum (BIP) für 2014CHINA![]() Kernpunkte der prognostizierten Konjunkturentwicklung
Prognostiziertes Wirtschaftswachstum (BIP) für 2014INDIEN![]() Kernpunkte der prognostizierten Konjunkturentwicklung
Quellen: IWF - World Economic Outlook 12/2013 und Update 1/2014, Weltbank - Global Economic Prospects 1/2014, Zentralbanken 12/2013 und 1/2014, Statistisches Bundesamt 1/2014, IWF - Regional Economic Outlook Asia 10/2013, IWF - Economic Health Check Russia 10/2013, Destatis 2014, eigene Schätzungen. Gesamtwirtschaftliche EntwicklungDie Weltwirtschaft soll im Jahr 2014 nach Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Januar 2014 ein gegenüber dem Vorjahr höheres Wachstum des BIP von 3,7 % (2013: 3,0 %) erreichen. Die Wachstumsrate der wirtschaftlichen Aktivität in den entwickelten Volkswirtschaften wird bei 2,2 % (2013: 1,3 %) erwartet. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird mit einer Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität um 5,1 % (2013: 4,7 %) gerechnet. Unter den entwickelten Volkswirtschaften ist sowohl in den USA als auch im Euroraum mit höheren Wachstumsraten zu rechnen. In den USA konnte der Haushaltsstreit zunächst gelöst werden, sodass für 2014 keine ungeplanten Haushaltskürzungen erwartet werden. Außerdem dürften Konsum und Investitionen deutlich zunehmen. Im Euroraum stabilisiert sich die Lage nach der Staatsschuldenkrise. Die meisten Länder haben die Rezessionsphase verlassen, sodass die wirtschaftliche Aktivität 2014 wieder steigen sollte - wenn auch zunächst nur mit geringen Wachstumsraten. Damit dürfte das Vertrauen in den Euroraum weiter zunehmen, was zusätzliche Wachstumsimpulse bieten könnte. In den Schwellen- und Entwicklungsländern hatte das Wachstum zuletzt insbesondere aufgrund steigender Exporte zugenommen. Dieser Prozess soll sich langsam fortsetzen. In China war das Wachstum besonders auf eine starke, vor allem öffentliche Investitionstätigkeit und eine entsprechend stimulierte Binnennachfrage zurückzuführen. Der IWF geht davon aus, dass diese Entwicklung nicht nachhaltig ist und es 2014 zu einem etwas geringeren Wachstum der Binnennachfrage kommt. Dies dürfte auch das Wachstum in den anderen asiatischen Volkswirtschaften dämpfen. Der Erwartung auf eine globale Erholung stehen verschiedene Risiken gegenüber. Zuletzt lagen die Inflationsraten in den entwickelten Volkswirtschaften deutlich unter den Zielgrößen. Dies wird voraussichtlich auch im Jahr 2014 der Fall sein. Die Folge könnte ein Deflationsprozess sein. Neben diesen Risiken bestehen auch politische Risiken fort: So könnten einzelne Länder des Euroraums ihre Reformprozesse verlangsamen oder den Konsolidierungsprozess sogar abbrechen, sodass es zu einem Wiederaufflammen der Eurokrise käme. In den Schwellen- und Entwicklungsländern ist zuletzt die Verschuldung der öffentlichen Haushalte und der Unternehmen deutlich gestiegen. Bei einem verstärkten Abfluss ausländischen Kapitals aufgrund der schrittweisen Abkehr der US-amerikanischen Notenbank Fed von der sehr expansiven Geldpolitik gepaart mit hoher Inflation ergeben sich deutliche Risiken für die Wirtschaftsentwicklung. Ende Januar 2014 zeigten sich bereits verstärkte Turbulenzen an den Devisenmärkten für mehrere Währungen von Schwellenländern. Daraufhin haben am 28. Januar 2014 die Notenbanken Indiens, Südafrikas und der Türkei ihre Leitzinsen - teilweise deutlich - angehoben. Dennoch blieben die Währungen unter Druck. Die weitere Entwicklung und die Auswirkungen auf die Konjunktur der Schwellen- und Entwicklungsländer sind abzuwarten. Die Notwendigkeit stützender Maßnahmen im Spannungsfeld aus Inflationseindämmung, Kapitalattraktion, Investitions- und Wirtschaftsförderung dürfte in einigen der Schwellen- und Entwicklungsländer im Jahr 2014 noch zunehmen. Entwicklung wesentlicher AbnehmerbranchenDas globale Erstausrüstungsgeschäft mit den Automobilherstellern ist von zentraler Bedeutung für die Geschäftsentwicklung der Automotive-Divisionen Chassis & Safety, Powertrain und Interior. Auch die Division ContiTech erwirtschaftete im Berichtsjahr rund 56 % ihres Jahresumsatzes mit der weltweiten Automobilerstausrüstung. Dagegen ist für die Division Reifen die Entwicklung der weltweiten Ersatzmärkte für Pkw- und Nutzfahrzeugreifen entscheidender, da der Anteil des Umsatzes, der in der Erstausrüstung erzielt wird, bei nur 29 % liegt. Für die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen <6t erwarten wir im Jahr 2014 aktuell einen Zuwachs von etwa 2 % auf 86 Mio Einheiten. China wird 2014 wiederum den größten Anteil zum weltweiten Produktionswachstum beisteuern. Wir rechnen mit einem gegenüber 2013 verlangsamten Zuwachs von 8 % bis 10 %. In Japan werden die steigenden Konsumsteuern die Nachfrage und die Produktion bremsen. Auch in anderen asiatischen Ländern dürfte das Wachstumstempo gegenüber dem Vorjahr etwas nachlassen. Für Asien insgesamt rechnen wir im laufenden Geschäftsjahr mit einem Produktionswachstum von 4 % auf 43,8 Mio Einheiten. Die USA werden nach unserer Einschätzung auch 2014 Produktionszuwächse verzeichnen, die jedoch unter den Wachstumsraten des Vorjahres liegen dürften, da mittlerweile wieder das durchschnittliche Produktionsniveau der Jahre 2003 bis 2007 erreicht wurde. Absatzchancen ergeben sich aus dem vergleichsweise hohen Alter des Pkw-Bestands, das aktuell bei über elf Jahren liegt. Allerdings zeigten sich zuletzt auch die Lagerbestände, trotz einer Zunahme der Verkaufsanreizprogramme (Incentives), auf einem leicht erhöhten Niveau. In der NAFTA-Region könnte 2014 das Wachstum der Pkw-Produktion insgesamt knapp über 3 % liegen, sofern sich die konjunkturelle Belebung wie prognostiziert fortsetzt. Für Europa erwarten wir einerseits eine leichte Belebung der Binnennachfrage, andererseits eher stagnierende Exportvolumina aufgrund geringerer wirtschaftlicher Dynamik in verschiedenen Schwellen- und Entwicklungsländern. Insgesamt rechnen wir hier mit einem Zuwachs der Pkw-Produktion von 1 %. scroll
Quelle: IHS, vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.
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Light Vehicles. Die globale Produktion von Nutzfahrzeugen wird 2014 nach dem deutlichen Wachstum des Vorjahres, das insbesondere durch Südamerika und China getragen wurde, voraussichtlich nur noch in geringem Umfang zulegen. Aktuell gehen wir von einem Anstieg um bis zu 2 % auf weltweit 3,3 Mio Einheiten aus. Im Zuge des stärkeren Wachstums der USA rechnen wir für die NAFTA-Region mit einer Produktionsausweitung um rund 7 %. Die Lkw-Produktion in Asien dürfte dagegen voraussichtlich nur noch um 2 % wachsen. Für Südamerika und Europa erwarten wir aus heutiger Sicht leicht rückläufige Produktionsvolumina. Die globale Nachfrage nach Pkw-Ersatzreifen dürfte 2014 nach unserer Einschätzung um 3 % oder etwa 33 Mio Reifen auf 1,08 Mrd Reifen steigen. Über die Hälfte des Zuwachses wird dabei auf den asiatischen Markt - weiterhin getrieben von chinesischer Nachfrage - entfallen. In der NAFTA-Region sollte sich die Nachfrage weiter verbessern und um 2 % zulegen. In Südamerika rechnen wir mit einem weiteren Anstieg der Pkw-Ersatzreifennachfrage um 5 %, die insbesondere auf die erste Jahreshälfte entfällt. Für Europa erwarten wir für 2014 nach den schwachen Absatzzahlen der Jahre 2012 und 2013 nun eine Belebung der Nachfrage um 2 %. Auch 2014 sollte die globale Nachfrage nach Nutzfahrzeug- und Trailer-Ersatzreifen aufgrund zunehmender Tonnage infolge des konjunkturellen Wachstums aller Regionen weiter steigen. Wir erwarten aktuell einen weltweiten Absatz in der Größenordnung von 150,6 Mio Lkw-Reifen, was einem Zuwachs um 5,1 Mio Lkw-Reifen oder einem Wachstum von 3,5 % entspricht. Asien und Südamerika werden nach unserer Auffassung jeweils um etwa 4 % zulegen. Für Europa rechnen wir mit einem Anstieg des Bedarfs an Nutzfahrzeugersatzreifen um 3 % und für die NAFTA-Region um 2 %. scroll
Quelle: LMC World Tyre Forecast Service, vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.
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West-, Zentral- und Osteuropa inkl. Russland
und Türkei. Ausblick des Continental-KonzernsPrognosevergleich für das abgelaufene GeschäftsjahrContinental hat ihre im März 2013 aufgestellte Prognose über den Verlauf des Geschäftsjahres 2013 in wichtigen Kenngrößen erreicht und teilweise deutlich übertroffen. Das für den Konzern prognostizierte Umsatzvolumen, das wir zu Beginn des Jahres 2013 auf mehr als 34 Mrd € schätzten, konnten wir im Wesentlichen aufgrund von negativen Wechselkurseinflüssen und geringerer Ersatzreifenverkäufe nicht erreichen. Allein der negative Wechselkurseffekt belief sich dabei auf mehr als 800 Mio €. Hiervon waren beide Kerngeschäftsfelder betroffen. Die leichte Verfehlung der bereinigten EBIT-Marge in der Automotive Group konnte durch die erfreuliche Entwicklung des operativen Ergebnisses der Rubber Group mehr als kompensiert werden. Der Grund für die deutlich geringere Steuerquote ist der Ansatz von latenten Steuern in Höhe von 256,2 Mio € in den USA, der die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ertragsteuern um diesen Betrag reduzierte. Für die deutlich positive Abweichung beim Free Cashflow sind die besser als erwartete Entwicklung des operativen Ergebnisses, die geringeren Investitionen sowie das zum Jahresende deutlich unter unserer Einschätzung liegende Working Capital zu nennen. AuftragslageDie Auftragslage der Automotive Group hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt. In Summe konnten die Automotive-Divisionen Chassis & Safety, Powertrain und Interior Aufträge akquirieren, die sich über die Lebenszeit ihrer Lieferung in die Fahrzeuge wertmäßig auf rund 25 Mrd € summieren. Diese sogenannten life-time-sales basieren dabei im Wesentlichen auf Annahmen über die Produktionsmenge der jeweiligen Fahrzeugplattformen, die vereinbarte Kostenreduzierung und die Preisentwicklung wichtiger Rohmaterialien. Insofern stellt der hierdurch ermittelte Auftragsbestand eine Richtgröße für den Umsatz dar, der bei einer Änderung der genannten Einflussfaktoren Abweichungen aufweisen kann. Sollten die getroffenen Annahmen zutreffen, dann stellen die life-time-sales eine gute Richtgröße für das in vier bis fünf Jahren erreichbare Umsatzvolumen der Automotive Group dar. Aufgrund des hohen Anteils des Ersatzreifengeschäfts am Umsatz der Division Reifen ist die Ermittlung eines aussagekräftigen Auftragsbestands nicht möglich. Ähnliches trifft auf die Division ContiTech zu. Sie besteht aus acht verschiedenen Geschäftsbereichen, die auf unterschiedlichen Märkten und Industriezweigen, die wiederum eigenen Einflussfaktoren unterliegen, tätig sind. Eine Konsolidierung der Auftragsbestände der Geschäftsbereiche der Division ContiTech hätte daher nur begrenzte Aussagekraft. Ausblick des Continental-KonzernsFür das Geschäftsjahr 2014 erwarten wir einen Anstieg der weltweiten Fahrzeugproduktion (Pkw, Kombifahrzeuge und leichte Nutzfahrzeuge) um etwa 2 % auf rund 86 Mio Einheiten. Auch für die für Continental bedeutenden Pkw-Reifenersatzmärkte (Europa und NAFTA) gehen wir von einem Anstieg der Nachfrage um 11 Mio Einheiten bzw. einem Nachfrageplus in Höhe von 2 % aus. Auf Basis dieser Annahmen rechnen wir mit einem Anstieg des Konzernumsatzes im Jahr 2014 auf rund 35 Mrd €. Die sich abzeichnende ungünstige Entwicklung vieler für Continental wichtiger Wechselkurspaare, insbesondere des Euro gegenüber dem US-Dollar, dem japanischen Yen, dem brasilianischen Real, dem rumänischen Leu oder auch der tschechischen Krone, kann die Umsatzprognose, wie auch im abgelaufenen Jahr, negativ beeinflussen. Aus heutiger Sicht ist mit einem negativen Umrechnungseffekt in Höhe von rund 700 Mio € für das Jahr 2014 zu rechnen. Wir haben uns für das Geschäftsjahr 2014 das Ziel gesetzt, eine bereinigte EBIT-Marge von mehr als 10 % auf Konzernebene sicher zu erreichen. Dabei erwarten wir keine zusätzlichen negativen Effekte aus der Entwicklung der Währungskurse auf das operative Ergebnis. Für die Automotive Group rechnen wir mit einem Umsatzwachstum in Höhe von mehr als 5 % auf rund 21 Mrd € und einer bereinigten EBIT-Marge von mehr als 8 %. Für die Rubber Group erwarten wir ein Wachstum von mehr als 5 % auf etwa 14 Mrd € und eine bereinigte EBIT-Marge von mehr als 15 %. Für das Jahr 2014 rechnen wir mit keiner Belastung aus Rohmaterialpreissteigerungen in der Rubber Group. Dabei unterstellen wir einen Durchschnittskurs für Naturkautschuk (TSR 20) in Höhe von 2,50 US-Dollar/kg und für den Synthesekautschukgrundstoff Butadien in Höhe von 1,50 US-Dollar/kg. Prognosevergleich für das Geschäftsjahr 2013scroll
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Infolge der deutlichen Reduzierung der Netto-Finanzschulden und der gelungenen Refinanzierung der Euro-Hochzinsanleihen rechnen wir im laufenden Jahr mit einem Zinsergebnis von unter 400 Mio €. Die Steuerquote sollte im Jahr 2014 wiederum unter 30 % liegen. Für das laufende Jahr gehen wir von Sondereffekten in Höhe von rund 50 Mio € aus. Die Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation, die im Wesentlichen aus dem Erwerb von Siemens VDO im Jahr 2007 stammen, werden sich 2014 auf etwa 190 Mio € (2013: 370,7 Mio €) belaufen. Die Investitionen vor Finanzinvestitionen werden im Geschäftsjahr 2014 wieder bei rund 6 % vom Umsatz liegen. Sie entfallen etwa hälftig auf die Automotive und die Rubber Group. Die größten Projekte innerhalb der Automotive Group sind der weltweite Ausbau der Fertigungskapazitäten im Bereich Vehicle Dynamics für die Bremsengenerationen MK 100 und MK C1 und Investitionen im Bereich Advanced Driver Assistant Systems in den Ausbau der Kapazitäten für Multifunktionskameras, Radar- und Lasersensoren. Die Division Powertrain investiert im Bereich Engine Systems vornehmlich in den Ausbau der Benzin- und Diesel-Hochdruckinjektoren in Deutschland, China und den USA. Zudem sind weitere Investitionen im Bereich Hybrid Electric Vehicle geplant. Größere Investitionsprojekte im Jahr 2014 in der Division Reifen sind der Ausbau der Lkw-Reifenkapazitäten insbesondere in Otrokovice, Tschechien, und Mt. Vernon, USA, wie auch der Ausbau der Pkw-Reifenkapazitäten in Puchov, Slowakei, und in Hefei, China, sowie die beiden neu in Betrieb genommenen Reifenwerke in Kaluga, Russland, und Sumter, USA. Schwerpunkte in der Division ContiTech bilden Kapazitätserweiterungen in den Bereichen Fluid Technology und Conveyor Belt Group. Das betrieblich gebundene Kapital des Konzerns wird im Jahr 2014 in ähnlichem Ausmaß wie der Umsatz steigen. Continental weist nach wie vor Netto-Finanzschulden von mehr als 4 Mrd € auf. Diese vergleichsweise hohe Zahl erlaubt es uns trotzdem - gegebenenfalls auch durch weitere Unternehmenskäufe -, insbesondere das Industriegeschäft weiter zu stärken. Wir planen für das Jahr 2014 mit einem Free Cashflow vor Akquisitionen von mindestens 1,2 Mrd €. Die Auswirkungen der Übernahme der Veyance Technologies, Inc., Fairlawn, USA, auf die Prognose für das Geschäftsjahr 2014 hängen vom Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ab und können daher erst nach dem Abschluss der Transaktion quantifiziert werden. Der Start in das erste Quartal 2014 verlief erfreulich. Aus heutiger Sicht ist mit einem Anstieg des Konzernumsatzes in Höhe von 3 % bis 4 % zu rechnen. Dabei verhindert die nach wie vor ungünstige Entwicklung der Währungskurse einen noch höheren Anstieg und belastet das Umsatzwachstum im ersten Quartal 2014 mit bis zu 4 Prozentpunkten. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) wird im ersten Quartal 2014 über dem vergleichbaren Vorjahreswert liegen. Die Netto-Finanzschulden werden saisonbedingt im ersten Quartal 2014 ansteigen. KonzernabschlussErklärung des VorstandsDer Vorstand der Continental AG ist verantwortlich für die Aufstellung, die Vollständigkeit und die Richtigkeit des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie die sonstigen im Geschäftsbericht gegebenen Informationen. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die International Financial Reporting Standards (IFRS) angewendet, wie sie in der EU angewendet werden, und, soweit erforderlich, sachgerechte Schätzungen vorgenommen. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns enthält eine Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie weitere Erläuterungen, die nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs zu geben sind. Um die Zuverlässigkeit der Daten sowohl für die Erstellung des Konzernabschlusses einschließlich des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns als auch für die interne Berichterstattung sicherzustellen, existiert ein wirksames internes Steuerungs- und Kontrollsystem. Dies beinhaltet konzernweit einheitliche Richtlinien für Rechnungslegung und Risikomanagement entsprechend § 91 Abs. 2 AktG sowie ein integriertes Controllingkonzept als Teil des wertorientierten Managements und Prüfungen durch die Interne Revision. Der Vorstand wird damit in die Lage versetzt, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, Deutschland, ist von der Hauptversammlung der Continental AG zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 bestellt worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats hat den Prüfungsauftrag erteilt. KPMG hat den nach den IFRS erstellten Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns geprüft. Der Abschlussprüfer hat den nachfolgend abgedruckten Bestätigungsvermerk erteilt. Gemeinsam mit dem Abschlussprüfer wird der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats den Konzernabschluss, den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, den Prüfungsbericht und das Risikomanagement entsprechend § 91 Abs. 2 AktG eingehend erörtern. Anschließend werden diese Jahresabschlussunterlagen und diese Berichte ebenfalls in Anwesenheit des Abschlussprüfers mit dem gesamten Aufsichtsrat in dessen Bilanzsitzung erörtert.
Hannover, 11. Februar 2014 Der Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Continental Aktiengesellschaft, Hannover, aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang, sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzern-Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzern-Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzern-Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzern-Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzern-Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern-Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, 18. Februar 2014 KPMG AG M. Ufer, Wirtschaftsprüfer D. Papenberg, Wirtschaftsprüfer Aufgrund der erstmaligen Anwendung des IAS 19 (überarbeitet 2011), Leistungen an Arbeitnehmer, zum 1. Januar 2013 sind alle nachfolgenden Werte der Vergleichsperiode gemäß den Vorschriften des IAS 8, Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler, entsprechend angepasst dargestellt. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Konzerngesamtergebnisrechnungscroll
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Die Vergleichswerte zum 31. Dezember 2012
sind entsprechend der Struktur 2013 angepasst dargestellt. KonzernbilanzAktiva scroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang in den Kapiteln 2, 5, 23 und 24.
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Im Umlauf befindliche Aktien. Konzernanhang1. SegmentberichterstattungErläuterungen zur SegmentberichterstattungEntsprechend den Regeln des IFRS 8, Geschäftssegmente, stellt die Segmentberichterstattung der Continental AG auf den management approach in Bezug auf die Segmentidentifikation ab. Demnach sind die Informationen, die dem Chief Operating Decision Maker regelmäßig für Entscheidungszwecke zur Verfügung gestellt werden, als maßgeblich zu betrachten. Die Aktivitäten des Continental-Konzerns sind in folgende Segmente aufgeteilt: Chassis & Safety konzentriert sich auf moderne Technologien der aktiven und passiven Sicherheit sowie der Fahrdynamik. Powertrain integriert innovative und effiziente Systemlösungen rund um den Antriebsstrang von heute und morgen für Fahrzeuge aller Klassen. Interior bietet Lösungen für das Informationsmanagement in Fahrzeugen und deren Vernetzung. So werden Fahrzeuge sicherer, umweltfreundlicher und komfortabler. Reifen bietet den passenden Reifen für nahezu jeden Einsatz: von Pkw über Lkw, Busse und Baustellenfahrzeuge bis hin zu Spezialfahrzeugen, Motor- und Fahrrädern. ContiTech entwickelt Produkte aus Kautschuk und Kunststoff, individuell und maßgeschneidert für eine Vielzahl von Industrien. Sonstiges/KonsolidierungHier sind die direkt geführten Beteiligungen wie Holding-, Finanz- und Versicherungsgesellschaften sowie die Holdingfunktion der Continental AG und die Auswirkungen aus Konsolidierungen enthalten. Dieser Bereich beinhaltet auch die Ergebnisauswirkungen aus ungewissen Risiken, insbesondere aus vertraglichen und ähnlichen Ansprüchen oder Verpflichtungen, die unter anderem Beteiligungsrisiken darstellen, die zurzeit operativen Bereichen nicht zugeordnet werden können. Die interne Steuerung und Berichterstattung im Continental-Konzern basiert auf den in Kapitel 2 beschriebenen Grundsätzen der Rechnungslegung (IFRS). Der Konzern misst den Erfolg seiner Segmente anhand des operativen Ergebnisses (EBIT) -einerseits als Umsatzrendite (RoS) bezogen auf den Umsatz, andererseits als Kapitalrendite (ROCE), ermittelt als EBIT in Prozent der durchschnittlichen operativen Aktiva. Verkäufe und Erlöse zwischen den Segmenten werden zu Preisen berechnet, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart würden. Bei Verwaltungsleistungen von Gesellschaften mit übernommener Zentralfunktion oder von der Konzernführung werden die Kosten entsprechend der Inanspruchnahme wie Dienstleistungen für fremde Dritte berechnet. Sofern eine direkte Zuordnung nicht möglich ist, werden leistungsgerechte Verteilungen vorgenommen. Das Segmentvermögen umfasst die operativen Aktiva der Aktivseite der Bilanz zum Stichtag. Die Segmentschulden weisen die Bestandteile der operativen Aktiva auf der Passivseite der Bilanz aus. Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge von Sachanlagen und Software sowie Zugänge aktivierter Sachverhalte aus Finanzierungsleasing und aktivierter Fremdkapitalkosten nach IAS 23. Die Abschreibungen zeigen den planmäßigen Werteverzehr und Wertminderungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie Wertminderungen auf Goodwill. Abschreibungen auf Finanzanlagen sind in dieser Kennzahl nicht enthalten. Unter den nicht zahlungswirksamen Aufwendungen/Erträgen werden im Wesentlichen Veränderungen der Pensionsrückstellungen - außer Einzahlungen in die bzw. Entnahmen aus den zugehörigen Fonds - sowie die Ergebnisse aus und Wertminderungen und -aufholungen auf at-equity bilanzierte Unternehmen zusammengefasst. Zusätzlich werden hier aufwands- und ertragswirksame Buchwertanpassungen auf den syndizierten Kredit ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden vergleichbar dargestellt. Für die Angaben der Segmentberichterstattung nach Ländern und Regionen werden die Umsatzerlöse nach dem Sitz der Kunden, die Investitionen und das Segmentvermögen dagegen nach dem Sitz der Gesellschaften bestimmt. Continental erwirtschaftete im Berichtsjahr, über alle Segmente betrachtet, mit einer Gruppe von Unternehmen unter gemeinsamer Beherrschung Umsatzerlöse in Höhe von 5.404,7 Mio € (Vj. 5.261,9 Mio €). Im Jahr 2013 wurden in Deutschland mehr als 20 % der Umsatzerlöse erwirtschaftet. Des Weiteren gibt es im Berichtsjahr außer den USA kein Land, in dem mehr als 10 % der Umsätze realisiert wurden. Segmentberichterstattung 2013scroll
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Investitionen in Sachanlagen und Software. Segmentberichterstattung 2012scroll
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Investitionen in Sachanlagen und Software. Überleitung EBIT zum Konzernergebnisscroll
Segmentberichterstattung nach Regionenscroll
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Investitionen in Sachanlagen und Software. Überleitung Bilanzsumme zu operativen Aktivascroll
2. Allgemeine Erläuterungen und Grundsätze der RechnungslegungDie Continental Aktiengesellschaft (Continental AG) mit Sitz In Hannover, Vahrenwalder Straße 9, Deutschland, ist die Muttergesellschaft des Continental-Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover eingetragen (HRB 3527). Die Continental AG ist ein weltweit operierender Zulieferer der Automobilindustrie. Die Art der Geschäftstätigkeit und die Hauptaktivitäten der Continental AG sind im Abschnitt Segmentberichterstattung (Kapitel 1) näher erläutert. Der Konzernabschluss der Continental AG für das Geschäftsjahr 2013 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 11. Februar 2014 aufgestellt und wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und dort bekannt gemacht. Der Konzernabschluss der Continental AG zum 31. Dezember 2013 ist gemäß der EU-Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 in Verbindung mit §315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die International Accounting Standards (IAS), die Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee bzw. des Vorgängers International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie die des ehemaligen Standing Interpretations Committee (SIC). Alle für das Geschäftsjahr 2013 verbindlichen IFRS-Standards wurden vorbehaltlich der Anerkennung durch die Europäische Union angewendet. Der Konzernabschluss ist grundsätzlich auf der Basis der fortgeführten historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erstellt. Ausnahmen sind zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte sowie derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert sind. Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Der Stichtag der Einzelabschlüsse der einbezogenen Konzerngesellschaften entspricht grundsätzlich dem Stichtag des Konzernabschlusses. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können. KonsolidierungsgrundsätzeAlle wesentlichen Tochterunternehmen, an denen die Continental AG mittelbar oder unmittelbar die Mehrheit der Stimmrechte hält und die Beherrschungsmöglichkeit besitzt, sind in den Konzernabschluss einbezogen und werden vollkonsolidiert. Unabhängig vom Stimmrechtsverhältnis kann der Konsolidierungskreis auch Gesellschaften umfassen, die nach der Bestimmung von SIC-12 (Konsolidierung - Zweckgesellschaften) u.a. durch Vereinbarungen und Garantien von der Continental AG beherrscht werden können. Im Geschäftsjahr 2013 wurden Gesellschaften aufgrund dieser Bestimmung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettoreinvermögen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Dabei werden auch immaterielle Vermögenswerte mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt, die bisher im Einzelabschluss des erworbenen Unternehmens nicht erfasst wurden. Bei einem Unternehmenserwerb identifizierte immaterielle Vermögenswerte, darunter z.B. Markennamen, Patente, Technologien, Kundenbeziehungen und Auftragsbestände, werden zum Erwerbszeitpunkt nur dann separat angesetzt, wenn die Voraussetzungen nach IAS 38 für die Aktivierung eines immateriellen Vermögenswerts vorliegen. Die Bewertung zum Erwerbszeitpunkt kann in der Regel nur vorläufig erfolgen. Sind Anpassungen innerhalb von zwölf Monaten nach dem Erwerb zugunsten bzw. zulasten der Vermögenswerte und Schulden notwendig, so werden diese entsprechend vorgenommen. Diese Anpassungen werden im Anhang dargestellt. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Goodwill aktiviert. Der Anteil der Minderheitsgesellschafter wird mit dem anteiligen (neubewerteten) Nettovermögen des Tochterunternehmens bewertet. Um die Werthaltigkeit des Goodwill aus einer noch nicht vollständig abgeschlossenen Bewertung und demnach vorläufigen Kaufpreisaufteilung sicherzustellen, wird zum Bilanzstichtag eine vorläufige Aufteilung des vorläufigen Goodwill auf die betroffenen Geschäftsbereiche vorgenommen. Diese vorläufige Aufteilung kann deutlich von der endgültigen Verteilung abweichen. Ein sich ergebender negativer Unterschiedsbetrag wird innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge realisiert. Auf Konzernfremde entfallende Anteile am Eigenkapital werden unter "Anteile in Fremdbesitz" im Eigenkapital ausgewiesen. Für den Zeitraum, in dem Konzerngesellschaften gegenüber Minderheitsaktionären verbindliche Kaufoptionen für die von Minderheitsaktionären gehaltenen Anteile an Konzerngesellschaften anbieten, erfolgt der Ausweis der hiervon betroffenen Minderheiten nicht als Anteile in Fremdbesitz, sondern als finanzielle Verbindlichkeiten. Diese Verbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitwert, der dem Kaufpreisangebot entspricht, ausgewiesen. Soweit die Kaufoption unmittelbar im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung durch die Continental AG ausgesprochen wird, stellt der Wert der Kaufoption einen Bestandteil der Anschaffungskosten der Beteiligung dar. Erfolgt dagegen das Kaufangebot unabhängig von und nach der Erlangung einer Mehrheitsbeteiligung, so wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreisangebot und dem Buchwert der Minderheitenanteile zum Zeitpunkt der Optionserteilung erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Im Falle sukzessiver Erwerbe bei bereits bestehender Beherrschung werden sich ergebende Unterschiedsbeträge zwischen Kaufpreis und Buchwert der erworbenen Minderheitenanteile erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Im Falle eines sukzessiven Erwerbs und einer damit verbundenen Erlangung der Beherrschungsmöglichkeit wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert für die bereits im Besitz befindlichen Anteile zum Zeitpunkt der erstmaligen Vollkonsolidierung erfolgswirksam innerhalb der sonstigen Erträge und Aufwendungen realisiert. Wesentliche Beteiligungen werden, wenn die Continental AG zwischen 20,0 % und 50,0 % der Stimmrechte hält und dementsprechend einen maßgeblichen Einfluss auf das Beteiligungsunternehmen ausüben kann (assoziierte Unternehmen), grundsätzlich nach der Equity-Methode bilanziert. Es wird kein Unternehmen nach der Methode der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Beteiligungsbuchwerte der nach der Equity-Methode konsolidierten assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem anteiligen Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens fortgeführt. Sofern die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen nicht rechtzeitig vorliegen, erfolgt die Berücksichtigung der anteiligen Gewinne oder Verluste auf der Basis einer zuverlässigen Schätzung. Ein im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandener Goodwill wird im Equity-Ansatz ausgewiesen und nicht planmäßig abgeschrieben. Bei Vorliegen entsprechender Indikatoren wird der Beteiligungsbuchwert der nach der Equity-Methode konsolidierten assoziierten Unternehmen einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. Nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden Gesellschaften, die wegen ihrer ruhenden oder nur geringen Geschäftstätigkeit von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns sind. Die Bilanzierung erfolgt im Konzernabschluss zu Anschaffungskosten, wenn eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert entsprechend IAS 39 für diese Gesellschaften nicht möglich ist. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen und innerhalb des Konzerns ausgeschüttete Dividenden werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern angesetzt, die aus der Höhe der durchschnittlichen Ertragsteuerbelastung des Konzerns abgeleitet sind. WährungsumrechnungDie Bilanzen ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zu Mittelkursen zum Bilanzstichtag, die Gewinn- und Verlustrechnungen mit Periodendurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral im Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung ohne Berücksichtigung latenter Steuern erfasst. In den Einzelabschlüssen der Continental AG und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bei Zugang mit dem zu diesem Zeitpunkt geltenden Transaktionskurs bewertet und zum Bilanzstichtag an den dann gültigen Wechselkurs angepasst. Eingetretene Währungsgewinne und -verluste werden - mit Ausnahme bestimmter Finanzierungsvorgänge - erfolgswirksam erfasst. Währungskursdifferenzen aufgrund der Stichtagsumrechnung konzerninterner Finanzierungen, die in der jeweiligen funktionalen Währung einer der Vertragsparteien auftreten und deren Rückzahlung in absehbarer Zeit nicht erwartet wird, werden im Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung erfasst. Ein Goodwill aus Unternehmenserwerben wird als Vermögenswert ausgewiesen und gegebenenfalls mit dem Mittelkurs in Euro zum Bilanzstichtag umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Differenzen werden im Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung erfasst. Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich wie folgt entwickelt: scroll
UmsatzrealisierungAls Umsätze werden nur die aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens resultierenden Produktverkäufe ausgewiesen. Continental realisiert die Umsätze für Produktverkäufe bei Nachweis bzw. Vorliegen einer Vereinbarung, dass die Lieferung erfolgt ist und die Gefahren auf den Kunden übergegangen sind. Außerdem muss die Höhe des Umsatzes verlässlich ermittelbar sein und von der Einbringbarkeit der Forderung ausgegangen werden können. Bei Auftragsfertigungen werden Umsätze grundsätzlich nach dem effektiven Projektfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) realisiert. Als Berechnungsgrundlage dient dabei das Verhältnis der bereits angefallenen Kosten zum geschätzten gesamten Kostenvolumen des Vertrags. Erwartete Verluste aus diesen Aufträgen werden in dem Berichtszeitraum berücksichtigt, in dem die aktuell geschätzten Gesamtkosten die aus dem jeweiligen Vertrag zu erwartenden Umsatzerlöse übersteigen. Die Percentage-of-Completion-Methode ist für den Continental-Konzern von unwesentlicher Bedeutung. Produktbezogene AufwendungenAufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam. Rückstellungen für mögliche Inanspruchnahmen aus Gewährleistungsverpflichtungen für bereits verkaufte Produkte werden auf der Grundlage von Erfahrungswerten sowie unter Berücksichtigung gesetzlicher und vertraglicher Fristen gebildet. Darüber hinaus werden für identifizierte Einzelfälle zusätzliche Rückstellungen angesetzt. Forschungs- und EntwicklungskostenDie Forschungs- und Entwicklungskosten beinhalten neben diesen die Aufwendungen für kundenspezifische Applikationen. Prototypen und Versuche. Zuschüsse oder Kostenerstattungen von Kunden werden mit den Aufwendungen zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung saldiert. Ferner werden die Aufwendungen um den Anteil, der auf die Anwendung von Forschungsergebnissen für die Entwicklung neuer oder wesentlich verbesserter Produkte entfällt, reduziert, soweit dieser Anteil nach den Voraussetzungen für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte nach IAS 38 zu aktivieren ist. Dieser Anteil wird als Vermögenswert aktiviert und ab dem Zeitpunkt der Veräußerbarkeit der entwickelten Produkte über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben. Jedoch gelten grundsätzlich Aufwendungen für kundenspezifische Applikationen, Vorserienprototypen oder Testkosten für bereits vermarktete Produkte - das sogenannte Application Engineering - als nicht aktivierungsfähige Entwicklungsleistungen. Ebenfalls werden Aufwendungen, die im direkten Zusammenhang mit der Ingangsetzung neuer Produktionsanläufe oder Werke entstehen, nicht aktiviert, sondern sofort ergebniswirksam erfasst. Neue Entwicklungen für das Erstausrüstungsgeschäft werden erst vermarktbar, nachdem die Continental AG für Fahrzeugplattformen bzw. Modelle als Lieferant nominiert und anhand von Freigabestufen zugelassen ist. Diese Freigaben setzen ferner aufgrund der besonderen Anforderungen an Sicherheits- und Komforttechnologien die technische Realisierbarkeit voraus. Demnach erfolgt eine Aktivierung von Entwicklungskosten ausschließlich erst ab dem Zeitpunkt der Nominierung und dem Erreichen einer bestimmten Freigabestufe. Mit dem Erreichen der endgültigen Freigabe für die unbegrenzte Serienfertigung gilt die Entwicklung als abgeschlossen. Nur bei wenigen Entwicklungsprojekten sind die Kriterien für eine Aktivierung erfüllt. Nominierungen von Erstausrüstern führen in aller Regel zu einer Belieferungspflicht über die gesamte Lebensdauer der jeweiligen Modelle oder Plattformen. Dabei entsprechen diese Liefervereinbarungen weder langfristigen Fertigungsaufträgen noch festen Verpflichtungen, insbesondere wegen der fehlenden Zusage der Erstausrüster für Abnahmemengen. Deshalb werden sämtliche Aufwendungen für Vorserienleistungen - mit Ausnahme der oben beschriebenen aktivierten Entwicklungsaufwendungen - sofort ergebniswirksam erfasst. Zins- und BeteiligungsergebnisZinsaufwendungen und Zinserträge werden zeitanteilig, Dividendenerträge zum Zeitpunkt des Entstehens des rechtlichen Anspruchs erfasst. Ergebnis pro AktieDas Ergebnis pro Aktie wird auf der Basis des gewogenen Durchschnitts der ausgegebenen Aktien ermittelt. Aktien werden für den Zeitraum, in dem sie sich im eigenen Bestand befinden, hiervon abgesetzt. Das verwässerte Ergebnis pro Aktie berücksichtigt zusätzlich die aufgrund von Options- oder Umtauschrechten potenziell auszugebenden Aktien. Darüber hinaus werden Aufwendungen, die aufgrund einer Wandlung oder eines Umtauschs entfallen würden, eliminiert. Gliederung der BilanzVermögenswerte und Schulden werden als langfristige Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz ausgewiesen, wenn sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben; entsprechend kürzere Restlaufzeiten führen zum Ausweis als kurzfristige Vermögenswerte bzw. Schulden. Schulden gelten generell als kurzfristig, wenn kein uneingeschränktes Recht besteht, die Erfüllung der Verpflichtung innerhalb des nächsten Jahres zu vermeiden. Die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen sowie Ansprüche oder Verpflichtungen aus latenten Steuern werden grundsätzlich als langfristige Vermögenswerte oder Schulden gezeigt. Soweit Vermögenswerte und Schulden sowohl einen kurzfristigen als auch einen langfristigen Anteil aufweisen, werden diese in ihre Fristigkeitskomponenten aufgeteilt und entsprechend dem Bilanzgliederungsschema als kurzfristige und langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen. GoodwillEin Goodwill entspricht dem aktivischen Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden im Rahmen eines Unternehmenserwerbs. Der Goodwill unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung, vielmehr erfolgt mindestens einmal jährlich ein Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) zur Bestimmung eines möglichen Wertminderungsbedarfs. Immaterielle VermögenswerteErworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte zu ihren Herstellungskosten aktiviert, wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte gemäß IAS 38 vorliegen. Sofern sie einer begrenzten Nutzungsdauer unterliegen, werden immaterielle Vermögenswerte linear über ihre Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit (Impairment-Test) überprüft. SachanlagenSachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei Vorliegen von Wertminderungen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen umfassen Einzelkosten sowie die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen. Teile der Fremdkapitalkosten werden unter bestimmten Voraussetzungen als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Dies betrifft auch Finanzierungsleasingsachverhalte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Sobald ein Anlagegut betriebsbereit ist, können weitere Anschaffungs- oder Herstellungskosten nur aktiviert werden, wenn diese zu einer Veränderung des Nutzungszwecks des Anlageguts führen oder durch die Änderung ein zusätzlicher Mehrwert des Anlageguts entsteht und die Kosten eindeutig identifizierbar sind. Alle sonstigen nachträglichen Aufwendungen werden als laufender Instandhaltungsaufwand gebucht. Sachanlagen werden auf der niedrigsten Ebene in Komponenten aufgeteilt, sofern diese Komponenten wesentlich voneinander abweichende Nutzungsdauern haben und ein Ersatz bzw. eine Überholung dieser Komponenten während der Gesamtlebensdauer der Anlage wahrscheinlich ist. Wartungs- und Reparaturkosten werden grundsätzlich als Aufwand erfasst. Im Konzern sind keine Anlagen vorhanden, die aufgrund ihrer Nutzungsart nur in mehrjährigen Abständen gewartet werden können. Folgende Nutzungsdauern kommen zur Anwendung: bis zu 25 Jahre bei Grundstückseinrichtungen und Gebäuden, bis zu 20 Jahre bei technischen Anlagen und Maschinen und bis zu zwölf Jahre bei Betriebs- und Geschäftsausstattung. Zuwendungen der öffentlichen HandEine Erfassung von Zuwendungen der öffentlichen Hand erfolgt, sofern eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die im Zusammenhang mit den Zuwendungen bestehenden Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Monetäre Zuwendungen, die dem abschreibungsfähigen Anlagevermögen direkt zugeordnet werden können, werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der betroffenen Vermögensgegenstände abgezogen. Alle übrigen monetären Zuwendungen werden planmäßig als Ertrag erfasst und den korrespondierenden Aufwendungen gegenübergestellt. Nicht monetäre Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienGrundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten und nicht zur Leistungserbringung oder zu Verwaltungszwecken genutzt werden, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die zugrunde gelegten Nutzungsdauern, wobei diese denen der eigengenutzten Immobilien entsprechen. LeasingDie Continental ist Leasingnehmer von Sachanlagen, insbesondere von Gebäuden. Sofern die Risiken und Chancen aus der Nutzung des Leasingobjekts der Continental zuzurechnen sind, liegt ein Finanzierungsleasing (finance lease) vor und der Leasinggegenstand sowie die dazugehörige Verbindlichkeit werden bilanziert. Beim Mietleasing (operating lease) liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber, die Leasingraten sind laufender Aufwand. Als Leasinggeschäfte gelten auch Ansprüche bzw. Verpflichtungen, insbesondere aus Dienstleistungsverträgen, zu deren Erfüllung die Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts erforderlich ist und die ein Recht auf Nutzung dieses Vermögenswerts auf den Anspruchsberechtigten übertragen. Außerplanmäßige AbschreibungenDer Konzern überprüft die Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie auch des Goodwill, sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung bekannt werden (Triggering Event). Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag beurteilt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Werte aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und dem Barwert des zurechenbaren künftigen Cashflow durch die fortgeführte Nutzung des Vermögenswerts (Nutzungswert). Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, ist eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe der sich ergebenden Differenz vorzunehmen. Sofern die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden bei den immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Der aktivierte Goodwill wird grundsätzlich jährlich im vierten Quartal auf der Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Unit, CGU) hinsichtlich seiner Werthaltigkeit geprüft. Zahlungsmittelgenerierende Einheiten sind die strategischen Geschäftsbereiche, welche unterhalb der Segmente liegen (Sub-Segmente) und die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten darstellen, die Mittelzuflüsse erzeugen, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Die Werthaltigkeit wird durch Gegenüberstellung des Buchwerts des Geschäftsbereichs einschließlich des zuzurechnenden Goodwill und des erzielbaren Betrags des Geschäftsbereichs bestimmt. Der erzielbare Betrag für diese Betrachtung ist der auf der Basis der diskontierten Cashflows vor Zinsen und Steuern ermittelte Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag des Geschäftsbereichs, liegt in Höhe der Differenz eine erfolgswirksam zu erfassende Wertminderung vor. Entfallen die hierfür verantwortlichen Gründe in der Zukunft, wird ein außerplanmäßig abgeschriebener Goodwill nicht wieder durch Zuschreibungen berichtigt. Der erwartete Cashflow der Geschäftsbereiche wird aus deren Langfristplanung abgeleitet, die einen Zeithorizont von fünf Jahren umfasst und vom Management verabschiedet wird. Der Planung liegen dabei insbesondere Annahmen hinsichtlich makroökonomischer Entwicklungen sowie der Entwicklung von Verkaufspreisen, Rohstoffpreisen und Währungskursen zugrunde. Neben diesen aktuellen Marktprognosen werden auch Entwicklungen und Erfahrungen aus der Vergangenheit einbezogen. Für die über den Zeithorizont von fünf Jahren hinausgehende ewige Rente wird der Cashflow unter Berücksichtigung der jeweils erwarteten nachhaltigen Wachstumsrate des einzelnen Geschäftsbereichs extrapoliert. Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Hybrid Electric Vehicle (HEV) wurde aufgrund der individuellen Situation eines Start-ups ein detaillierteres Modell mit längerfristiger Detailplanung zugrunde gelegt. Die wesentlichen Annahmen im Rahmen der Ermittlung des Nutzungswerts einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit sind die Free Cashflows, der Diskontierungszinssatz und dessen Parameter sowie die nachhaltige Wachstumsrate. Der jährliche Impairment-Test wurde basierend auf dem in der Berichtsperiode vom Management verabschiedeten Bottom-Up-Business-Plan für die kommenden fünf Jahre durchgeführt. Für die Diskontierung der Cashflows wurde ein einheitlicher Zinssatz in Höhe von 11,3 % (Vj. 10,8 %) vor Steuern verwendet. Diesem Vorsteuer-WACC liegt die Kapitalstruktur der relevanten Peer Group im Durchschnitt der letzten fünf Jahre zugrunde. Der risikofreie Zinssatz beträgt 2,7 % und die Marktrisikoprämie 5,8 %. Die Fremdkapitalkosten wurden als Summe des risikolosen Zinssatzes zuzüglich der "Credit Spreads" der von S&P, Moody's oder Fitch eingestuften Peer Group-Unternehmen und eines Abschlags für erwartete Ratingverbesserungen ermittelt. Quellen dieser Informationen waren Daten von Bloomberg und Bonds-Online. Die nachhaltige Wachstumsrate für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Segmente Interior, Chassis & Safety und Powertrain lag im Berichtsjahr bei 1,0 % (Vj. 1,0 %). Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Segmente Reifen und ContiTech lag die nachhaltige Wachstumsrate bei 0,5 % (Vj. 0,5 %). Diese Wachstumsraten übersteigen nicht die langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten der Geschäftsfelder, in denen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind. Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwill für das Jahr 2013 führte zu einer Wertminderung von insgesamt 67,6 Mio € (Vj. 75,6 Mio €). Diese Wertminderung entfällt mit 27,6 Mio € auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit HEV des Segments Powertrain und mit 40,0 Mio € auf den Geschäftsbereich Infotainment & Connectivity (IC) im Segment Interior. Der Wertminderungsaufwand ist in sonstige Aufwendungen und Erträge ausgewiesen. Der verbleibende Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit IC beläuft sich auf 494,4 Mio €. Der Goodwill des Geschäftsbereichs HEV wurde vollständig abgeschrieben. Nach Einschätzung des Managements ist das Impairment bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit HEV auf die verzögerte Marktdurchdringung für E-Mobility-Produkte zurückzuführen. Bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit IC liegt die Ursache in den gegenüber der Erwartung geringeren Auftragseingängen. Die Unterstellung eines um 0,5 Prozentpunkte angestiegenen Diskontierungszinssatzes von 11,8 % vor Steuern hätte zu einem Goodwill Impairment von insgesamt 109,1 Mio € sowie zu einem Asset Impairment von 42,1 Mio € geführt. Die Reduzierung der nachhaltigen Wachstumsraten um jeweils 0,5 Prozentpunkte hätte zu einem Goodwill Impairment von insgesamt 96,4 Mio € sowie zu einem Asset Impairment von 25,8 Mio € geführt. Würde sich der Umsatz in der Ewigen Rente um 5 % verringern, hätte dies ein Goodwill Impairment von insgesamt 97,5 Mio € sowie ein Asset Impairment von 26,1 Mio € zur Folge. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und VerbindlichkeitenEinzelne langfristige Vermögenswerte oder eine Gruppe langfristiger Vermögenswerte und dazugehöriger Schulden werden als "zur Veräußerung bestimmt" klassifiziert und gesondert in der Bilanz ausgewiesen, wenn die Veräußerung beschlossen und deren Durchführung wahrscheinlich ist. Die so klassifizierten Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Die planmäßige Abschreibung von Vermögenswerten endet mit der Einstufung als "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte". FinanzinstrumenteEin Finanzinstrument gemäß IAS 32 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente umfassen einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Wertpapiere oder auch Finanzforderungen, Finanzschulden und sonstige Finanzverbindlichkeiten; andererseits gehören hierzu auch die derivativen Finanzinstrumente, die zur Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen eingesetzt werden. Originäre FinanzinstrumenteDie Bilanzierung von originären Finanzinstrumenten erfolgt zum Erfüllungszeitpunkt, d. h. zu dem Zeitpunkt, an dem der Vermögenswert an oder durch die Continental AG geliefert wird. Originäre Finanzinstrumente werden ihrer jeweiligen Zwecksetzung entsprechend einer der folgenden vier Kategorien zugeordnet. Die Einordnung wird zum Bilanzstichtag überprüft und beeinflusst den Ausweis als lang- oder kurzfristige Vermögenswerte und entscheidet über eine Bewertung zu Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert.
Die Verbindlichkeiten aus originären Finanzinstrumenten können entweder zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" (at fair value through profit and loss) angesetzt werden. Die Continental AG bewertet grundsätzlich sämtliche originären finanziellen Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Diese entsprechen den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Rückzahlungen, Emissionskosten und der Amortisation eines Agios oder Disagios. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Leasingraten auf der Grundlage des bei Abschluss des Leasingvertrags angewendeten Zinssatzes ausgewiesen. Die finanziellen Verpflichtungen mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die keinen Finanzschulden oder derivativen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen und nicht an einem Markt notiert sind, werden in der Bilanz unter den übrigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechend ihrer Fristigkeit ausgewiesen. Bezüglich der Angaben nach IFRS 7 erfolgt eine Klassenbildung entsprechend den in der Bilanz ausgewiesenen Posten bzw. der nach IAS 39 genutzten Bewertungskategorie. Hybride FinanzinstrumenteFinanzinstrumente, die sowohl eine Fremd- als auch eine Eigenkapitalkomponente enthalten, werden ihrem Charakter entsprechend in unterschiedlichen Bilanzposten angesetzt. Zu den hier relevanten Eigenkapitalinstrumenten gehören im Wesentlichen Options- und Wandelanleihen. Der beizulegende Zeitwert von Wandlungsrechten wird bereits bei der Emission einer Wandelanleihe in die Kapitalrücklage eingestellt und gleichzeitig von der Anleiheverbindlichkeit abgesetzt. Beizulegende Zeitwerte von Wandlungsrechten aus unterverzinslichen Anleihen werdeanhand des kapitalisierten Unterschiedsbetrags aus dem Zinsvorteil ermittelt. Für die Laufzeit der Anleihe wird der Zinsaufwand der Fremdkapitalkomponente aus dem Marktzins zum Zeitpunkt der Emission für eine vergleichbare Anleihe ohne Wandlungsrecht errechnet. Der Differenzbetrag zwischen dem berechneten und dem gezahlten Zins erhöht den Buchwert der Anleiheverbindlichkeit. Bei Fälligkeit oder Wandlung der Wandelanleihe wird gemäß dem Wahlrecht in IAS 32 die in der Kapitalrücklage bei der Emission eingestellte Eigenkapitalkomponente mit den kumulierten einbehaltenen Gewinnen aufgerechnet. Derivative FinanzinstrumenteDerivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Bilanzposten und zukünftigen Zahlungsströmen eingesetzt; der Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Der beizulegende Zeitwert entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Existiert kein aktiver Markt, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, z. B. durch Diskontierung der erwarteten zukünftigen Zahlungsflüsse mit dem Marktzinssatz oder durch die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt. Derivative Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen wurde, angesetzt. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente, die zur Steuerung von Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts bilanzierter Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten zum Einsatz kommen (Fair Value Hedges), werden zusammen mit den Wertänderungen des korrespondierenden Grundgeschäfts im Konzernergebnis der Periode erfasst. Zeitwertänderungen derivativer Finanzinstrumente, die zur Absicherung künftiger Zahlungsströme dienen (Cashflow Hedges) und deren Absicherung sich als effektiv erwiesen hat, werden im Unterschiedsbetrag aus Finanzinstrumenten angesetzt, bis das zugehörige Grundgeschäft eintritt. Bei Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (Hedge einer Nettoinvestition) wird der effektive Teil der Wertänderung der Sicherungsgeschäfte gemeinsam mit dem Effekt aus der Währungsumrechnung der Nettoinvestition ergebnisneutral im Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung gezeigt. Erst bei einer Veräußerung oder Liquidation des ausländischen Geschäftsbetriebs wird der kumulierte Währungseffekt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Werden die für das Hedge Accounting notwendigen Kriterien bei derivativen Finanzinstrumenten nicht erfüllt oder erweist sich die Absicherung als nicht effektiv, erfolgt die Buchung der jeweiligen Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts im Periodenergebnis unabhängig vom Grundgeschäft. Eingebettete DerivateNicht derivative Basisverträge werden im Konzern regelmäßig auf eingebettete Derivate, z. B. vertragliche Zahlungsvereinbarungen in nicht handelsüblichen Währungen, untersucht. Eingebettete Derivate sind vom Basisvertrag zu trennen, wenn die Beurteilung ergibt, dass die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind. Trennungspflichtige eingebettete Derivate werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. ForderungenForderungen werden zum Nennwert bilanziert. Die auf gesonderten Posten erfassten Wertberichtigungen werden entsprechend den in Einzelfällen bekannten Ausfallrisiken bzw. aufgrund von Erfahrungswerten vorgenommen. Ausfallrisiken, welche zu einem geringeren Zahlungsmittelzufluss führen, äußern sich im Regelfall durch Zahlungsschwierigkeiten, Nichterfüllung, wahrscheinliche Insolvenz oder Vertragsbruch der Kunden. Continental verkauft teilweise Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen von Forderungsverkaufsprogrammen mit Banken. Die Forderungen werden in der Bilanz als Vermögenswert angesetzt, wenn die mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen, insbesondere das Bonitäts- und Ausfallrisiko, im Wesentlichen nicht übertragen werden. Die Rückzahlungsverpflichtungen aus diesen Verkäufen sind in der Regel kurzfristige Finanzschulden. VorräteVorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden grundsätzlich nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Kosten und produktionsbezogene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Bestandsrisiken aufgrund von eingeschränkter Verwertbarkeit oder erheblicher Lagerdauer werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Sonstige VermögenswerteDie Bilanzierung der sonstigen Vermögenswerte erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Erforderliche Wertberichtigungen, die sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko bemessen, werden berücksichtigt. Bilanzierung von ErtragsteuernErtragsteuern werden gemäß IAS 12 nach dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode bilanziert. Als Ertragsteuern werden die steuerlichen Aufwendungen und Erstattungen erfasst, die vom Einkommen und Ertrag abhängig sind. Dementsprechend werden auch Säumniszuschläge und Zinsen aus nachträglich veranlagten Steuern ab dem Zeitpunkt als Steueraufwand ausgewiesen, ab dem die Versagung der Anerkennung einer vorgenommenen steuerlichen Minderung wahrscheinlich ist. Laufende Steuern werden für die geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst. Die latenten Steuern umfassen zu erwartende Steuerzahlungen oder -erstattungen aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen sowie aus der Nutzung von Verlustvorträgen. Aktivierter Goodwill, der nicht gleichzeitig steuerlich abzugsfähig ist, führt nicht zu latenten Steuern. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden mit den zukünftig gültigen Steuersätzen bewertet, wobei Steuersatzänderungen grundsätzlich erst zum Zeitpunkt des effektiven Inkrafttretens der Gesetzesänderung berücksichtigt werden. Soweit die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern in Zukunft nicht hinreichend wahrscheinlich erscheint, erfolgt kein Ansatz. Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie betriebliche Altersversorgung im Konzern ist auf der Basis sowohl von leistungs- als auch von beitragsorientierten Zusagen geregelt. Die Pensionsrückstellungen für die leistungsorientierten Zusagen werden gemäß IAS 19 (überarbeitet 2011) auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung von Gehalts- und Rententrends sowie der Fluktuation berechnet. Der hierbei verwendete Diskontierungssatz richtet sich nach den Verhältnissen für langfristige Anleihen am jeweiligen Kapitalmarkt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen sowie Erträge der Pensionsfonds werden gesondert im Finanzergebnis ausgewiesen. Analog werden die Zinseffekte anderer langfristig fälliger Leistungen an Arbeitnehmer im Finanzergebnis ausgewiesen. Mehrere Konzerngesellschaften führen Pensionsfonds zur Deckung der Verpflichtungen. Als Planvermögen gelten zudem sämtliche Vermögenswerte und Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen, die ausschließlich für Zahlungen an Pensionsberechtigte und nicht zur Deckung von Ansprüchen anderer Gläubiger verwendet werden können. Pensionsverpflichtungen und Planvermögen werden in der Bilanz saldiert dargestellt. Die insbesondere in den USA und Kanada bestehenden Verpflichtungen zur Zahlung von Krankheitskosten an Mitarbeiter nach deren Pensionierung werden wegen ihres Versorgungscharakters den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen zugeordnet. Für beitragsorientierte Zusagen zahlt das Unternehmen vertraglich festgelegte Beträge, die bis zum Renteneintritt des betroffenen Mitarbeiters bei unabhängigen externen Vermögensverwaltern hinterlegt werden. Die Beiträge sind zum Teil davon abhängig, inwieweit der Mitarbeiter eigene Beiträge leistet. Das Unternehmen übernimmt keine Garantie für die Entwicklung des Vermögenswerts bis zum Renteneintritt oder darüber hinaus. Folglich sind alle Ansprüche durch die im Jahr geleisteten Beiträge abgegolten. Rückstellungen für sonstige RisikenRückstellungen werden bilanziert, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten entstanden ist, die wahrscheinlich zu einem künftigen Mittelabfluss führt und deren Höhe sich zuverlässig ermitteln oder einschätzen lässt. Der Ansatz der Rückstellungen zum Bilanzstichtag erfolgt mit dem Wert, zu dem die Verpflichtungen wahrscheinlich erfüllt bzw. auf Dritte übertragen werden könnten. Langfristige Rückstellungen, wie z. B. für Prozess- oder Umweltrisiken, werden auf ihren Barwert diskontiert. Der entsprechend entstehende Zinsaufwand bei Aufzinsung der Rückstellungen wird inklusive eines Zinsänderungseffekts im Zinsergebnis ausgewiesen. Nicht-finanzielle VerbindlichkeitenKurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Langfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. SchätzungenZur ordnungsgemäßen und vollständigen Erstellung des Konzernabschlusses müssen vom Management Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angaben im Anhang sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die wichtigsten Schätzungen betreffen die Bestimmung von Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die Werthaltigkeit des Goodwill und des Anlagevermögens, besonders die dafür verwendeten Cashflow-Prognosen und Diskontierungszinssätze, die Einschätzung der Einbringlichkeit von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, die Realisierbarkeit von Steuerforderungen, die finanzmathematischen Einflussgrößen auf Aktienoptionspläne sowie die Bilanzierung und Bewertung von Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen, insbesondere die versicherungsmathematischen Parameter für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die Höhe von Gewährleistungs-, Prozess- und Umweltrisiken. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses beruhen. Die Prämissen werden regelmäßig überwacht und, falls erforderlich, den tatsächlichen Entwicklungen angepasst. Konzern-KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung von Geldströmen. Dabei umfassen die Zahlungsmittelbestände sämtliche Barmittel und Sichteinlagen. Als Zahlungsmitteläquivalente gelten kurzfristige äußerst liquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Finanzinvestitionen gehören nur dann zu den Zahlungsmitteläquivalenten, wenn sie eine Laufzeit von nicht mehr als drei Monaten besitzen. ÜbergangsvorschriftenBei der erstmaligen Anwendung von IAS 19 (überarbeitet 2011), Leistungen an Arbeitnehmer, gelten spezifische Übergangsvorschriften, die die Continental AG angewendet hat. Die Auswirkungen der retrospektiven Anwendung des neuen Standards sind nachfolgend dargestellt: Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnungscroll
Konzernbilanzscroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
3. Neue RechnungslegungsvorschriftenDie Rechnungslegung der Continental AG nach IFRS erfolgt entsprechend der EU-Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 in Verbindung mit §315a Abs. 1 HGB auf der Grundlage der von der Kommission der Europäischen Gemeinschaft im Rahmen des Anerkennungsverfahrens für die Europäische Union übernommenen IFRS. Eine verpflichtende Anwendung der IFRS ergibt sich dementsprechend nur nach einer Anerkennung des neuen Standards durch die EU-Kommission. Folgende verabschiedete Standards, Interpretationen zu veröffentlichten Standards und Änderungen, die für die Continental AG anwendbar waren, wurden im Geschäftsjahr 2013 erstmals verpflichtend wirksam und entsprechend angewendet:Durch die Änderungen an IFRS 1, Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards (Ausgeprägte Hochinflation und Beseitigung der festen Zeitpunkte für Erstanwender), werden bisher bestehende Verweise auf feste Zeitpunkte (z. B. 1. Januar 2004) durch einen Verweis auf den "Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS" ersetzt. Daneben werden Regelungen für jene Fälle aufgenommen, in denen ein Unternehmen aufgrund von Hyperinflation nicht in der Lage ist, allen Vorschriften der IFRS gerecht zu werden. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG. Die Änderungen an IFRS 1, Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards (Darlehen der öffentlichen Hand), führen eine Ausnahme von der retrospektiven Anwendung der IFRS ein. Gemäß IAS 20, Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand, ist der Vorteil eines öffentlichen Darlehens zu einem unter dem Marktzins liegenden Zinssatz wie eine Zuwendung der öffentlichen Hand zu behandeln. Der Vorteil eines unter dem Marktzins liegenden Zinssatzes wird als Unterschiedsbetrag zwischen dem ursprünglichen Buchwert des Darlehens gemäß IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, bzw. IFRS 9, Finanzinstrumente, und den erhaltenen Zahlungen bewertet. Für Erstanwender ist diese Vorschrift des IAS 20 nunmehr mit den vorliegenden Änderungen an IFRS 1 prospektiv auf im Übergangszeitpunkt bestehende öffentliche Darlehen anzuwenden. Eine retrospektive Anwendung kann erfolgen, sofern die dazu notwendigen Informationen bereits zum Zeitpunkt der erstmaligen Bilanzierung des Darlehens ermittelt wurden. Erstanwender können mit den Änderungen den auf Basis bisheriger Rechnungslegungsvorschriften ermittelten Buchwert bereits bestehender öffentlicher Darlehen für die IFRS-Eröffnungsbilanz ansetzen. Das Erfordernis, das Darlehen nach den Vorschriften des IAS 32, Finanzinstrumente: Darstellung, als finanzielle Verbindlichkeit oder als Eigenkapital zu klassifizieren, bleibt unverändert bestehen. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG. Die Änderungen an IFRS 7, Finanzinstrumente: Angaben, führen zusätzliche Angabevorschriften in Zusammenhang mit der Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten ein. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG. IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwerts, definiert den beizulegenden Zeitwert, beschreibt die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts und erweitert diesbezügliche Anhangangaben. Der Standard sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards und Interpretationen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. IFRS 13 sowie die Folgeänderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG. Die Änderungen an IAS 1, Darstellung des Abschlusses, betreffen die Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses. Posten innerhalb des sonstigen Ergebnisses, die in Folgeperioden durch die Gewinn- und Verlustrechnung rückgeführt (recycled) werden, sind von jenen, die im sonstigen Ergebnis verbleiben, künftig getrennt auszuweisen. Das Wahlrecht in IAS 1 (überarbeitet 2007), das sonstige Ergebnis vor oder nach Steuern darzustellen, bleibt bestehen. Erfolgt eine Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses vor Steuern, ist die den jeweiligen zwei oben genannten Gruppen zugehörige Steuer getrennt auszuweisen. Die Änderungen sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen. Die Änderungen sowie die Folgeänderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG. Die Änderungen an IAS 12, Ertragsteuern (Latente Steuern -Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte), enthalten eine Klarstellung zur Behandlung temporärer steuerlicher Differenzen in Zusammenhang mit der Anwendung des Zeitwertmodells von IAS 40, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Im Falle von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien ist es schwierig zu beurteilen, ob sich bestehende temporäre steuerliche Differenzen im Rahmen der fortgeführten Nutzung oder im Zuge einer Veräußerung umkehren. Die Änderung stellt nunmehr klar, dass die Bewertung von latenten Steuern in derartigen Fällen auf Basis der widerlegbaren Vermutung zu erfolgen hat, dass die Umkehrung durch Veräußerung erfolgt. Die Änderungen an IAS 12 führen zur Aufhebung des SIC-21, Ertragsteuern - Realisierung von neubewerteten, nicht planmäßig abzuschreibenden Vermögenswerten. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG. IAS 19 (überarbeitet 2011), Leistungen an Arbeitnehmer, ändert die Vorschriften des IAS 19 (überarbeitet 2008) grundlegend. Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten mittels der Korridormethode wird abgeschafft. Weiterhin entfällt die Verteilung von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit der Ansprüche. Der Ausweis des Aufwands aus leistungsorientierten Plänen sowie die Bewertung des Nettozinsaufwands bzw. -ertrags werden geändert. IAS 19 (überarbeitet 2011) stellt außerdem die Definitionen von Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (termination benefits), von Plankürzungen (curtailments), "kurzfristig fälligen" und "anderen langfristigen" Leistungen klar. Die Angabepflichten des IAS 19 werden wesentlich erweitert. IAS 19 (überarbeitet 2011) sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards und Interpretationen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Der überarbeitete Standard sowie die Folgeänderungen hatten wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG. Zu den Details der Auswirkungen der Neuregelung wird auf Kapitel 25 im Anhang verwiesen. IFRIC 20, Abraumkosten in der Produktionsphase eines Tagebaubergwerks, regelt die Bilanzierung von Kosten für Abraumbeseitigungen, die innerhalb des Abbaubetriebs im Tagebau anfallen. Die Interpretation stellt klar, unter welchen Voraussetzungen ein Vermögenswert vorliegt, und regelt diesbezügliche Bewertungsfragen. Die Interpretation sowie die Folgeänderung an IFRS 1, Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards, sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Die Interpretation sowie die Folgeänderung hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG. Im Rahmen des vierten Projekts zu jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards des IASB (Improvements to IFRSs, May 2012, Zyklus 2009-2011) wurden folgende Änderungen anwendbar:
Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG. Folgende verabschiedete Standards, Interpretationen zu veröffentlichten Standards und Änderungen, die für die Continental AG anwendbar waren und bereits von der EU übernommen sind, wurden im Geschäftsjahr 2013 freiwillig vorzeitig angewendet:Die Änderungen an IAS 36, Wertminderung von Vermögenswerten (Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht-finanziellen Vermögenswerten), stellen klar, dass die Angabe des erzielbaren Betrags nur für individuelle Vermögenswerte (einschließlich Geschäfts- und Firmenwert) oder eine zahlungsmittelgenerierende Einheit erforderlich ist, für die eine Wertminderung bzw. Wertaufholung während der Periode festgestellt wurde. Darüber hinaus werden zusätzliche Angaben gefordert, wenn dieser erzielbare Betrag auf dem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten basiert. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Continental AG hat sich jedoch entschieden, die Änderungen freiwillig vorzeitig bereits in diesem Konzernabschluss anzuwenden. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG. Folgende Änderungen sind bereits von der EU übernommen, werden jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt wirksam:IFRS 10, Konzernabschlüsse, regelt die Darstellung und Aufstellung von Konzernabschlüssen im Falle einer Beherrschung eines oder mehrerer Unternehmen durch ein Mutterunternehmen. Eine Konsolidierung setzt ein Beherrschungsverhältnis voraus. Dies liegt nur dann vor, wenn das potenzielle Mutterunternehmen die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen, ein Anrecht auf variable Rückflüsse aus seiner Beteiligung sowie die Möglichkeit hat, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zur Beeinflussung der Höhe der Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen zu nutzen. Neben der Einführung eines einzigen Konsolidierungsmodells basierend auf dem Prinzip der Beherrschung (control) beinhaltet IFRS 10 weiterhin Konsolidierungsgrundsätze u.a. in Bezug auf nicht beherrschende Anteile (non-controlling interests), potenzielle Stimmrechte und den Verlust der Beherrschung. Der Standard ersetzt IAS 27, Konzern- und Einzelabschlüsse, hinsichtlich der Konsolidierung, sowie SIC-12, Konsolidierung -Zweckgesellschaften. Der Standard sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards und Interpretationen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass IFRS 10 sowie die Folgeänderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. IFRS 11, Gemeinsame Vereinbarungen, regelt die Berichterstattung von Unternehmen, die an einer gemeinschaftlich geführten Vereinbarung beteiligt sind (sog. joint arrangements). Gemeinsame Vereinbarungen können in Form einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (joint operation) oder eines Gemeinschaftsunternehmens (joint venture) vorliegen. In Bezug auf eine gemeinschaftliche Tätigkeit sind die Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen proportional zur Beteiligung zu erfassen. Im Falle eines Gemeinschaftsunternehmens sind die Anteile als Beteiligung anzusetzen und nach der Equity-Methode unter Anwendung des IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, zu bilanzieren. IFRS 11 ersetzt IAS 31, Anteile an Gemeinschaftsunternehmen, sowie SIC-13, Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen. Der Standard sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards und Interpretationen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass IFRS 11 sowie die Folgeänderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. IFRS 12, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen, regelt die verpflichtenden Angaben zu Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen und nicht konsolidierten strukturierten Einheiten mit dem Ziel, Art, Risiken und finanzielle Auswirkungen verbunden mit derartigen Beteiligungen für den Abschlussadressaten beurteilbar zu machen. Der Standard sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass IFRS 12 sowie die Folgeänderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. Die Änderungen an IFRS 10, Konzernabschlüsse, IFRS 12, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen, und IAS 27 (überarbeitet 2011), Einzelabschlüsse, (Investmentgesellschaften), beinhalten eine Definition des Begriffs "Investmentgesellschaften'' und führen eine Ausnahme von der grundsätzlichen Konsolidierungspflicht aller Tochtergesellschaften ein. Eine Investmentgesellschaft, die gleichzeitig eine Muttergesellschaft darstellt, bewertet bestimmte gehaltene Beteiligungen gemäß IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, bzw. IFRS 9, Finanzinstrumente. Die Änderungen sehen außerdem neue Angabepflichten für Investmentgesellschaften vor. Die Änderungen (und die korrespondierenden Folgeänderungen in anderen Standards) sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. Die Änderungen an IFRS 10, Konzernabschlüsse, IFRS 11, Gemeinsame Vereinbarungen, und IFRS 12, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen, (Übergangsleitlinien), definieren den Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 10 und erläutern, wann und in welcher Weise Anpassungen vorgenommen werden müssen. Die Änderungen beschreiben, dass ein Unternehmen angepasste Vergleichsinformationen nur für die unmittelbar vorangehende Vergleichsperiode angeben muss. Die gleichen Übergangserleichterungen gelten für IFRS 11 und IFRS 12 bezogen auf die Darstellung und Anpassung von Vergleichsinformationen. Das Erfordernis zur Angabe von Vergleichszahlen für Perioden vor dem Jahr der erstmaligen Anwendung des IFRS 12 entfällt für nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen. Die Änderungen (und die entsprechende Folgeänderung an IFRS 1, Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards) sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. IAS 27 (überarbeitet 2011), Einzelabschlüsse, enthält Vorschriften zur Bilanzierung und Offenlegung in Bezug auf Anteile an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen in Einzelabschlüssen. IAS 27 legt dar, dass Anteile an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen zu Anschaffungskosten oder in Übereinstimmung mit IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, bzw. IFRS 9, Finanzinstrumente, zu bilanzieren sind. Der Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass IAS 27 Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben wird. IAS 28 (überarbeitet 2011), Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, regelt die Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und die Anwendung der Equity-Methode auf Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. IAS 28 stellt zudem die bilanzielle Behandlung von Fällen klar, in denen eine Beteiligung oder ein Teil einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen nach IFRS 5, Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte sowie aufgegebene Geschäftsbereiche, als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert wird. Ein Bewertungswahlrecht räumt IAS 28 für die Fälle ein, in denen eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen von einer Wagniskapitalgesellschaft, einem Investmentfonds, einem Unit Trust oder vergleichbaren Unternehmen einschließlich beteiligungsgebundener Versicherungsfonds direkt oder indirekt gehalten wird. IAS 28 (überarbeitet 2011) ersetzt IAS 28 (überarbeitet 2003), Anteile an assoziierten Unternehmen, und schließt die Regelungen des SIC-13, Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen, ein. Der Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass IAS 28 wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben wird. Die Änderungen an IAS 32, Finanzinstrumente: Darstellung, stellen die Voraussetzungen für die Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten klar. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. Die Änderungen an IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung (Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften), sehen eine Erleichterungsregel in Bezug auf die Beendigung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) in dem Falle vor, in dem die Novation eines Sicherungsinstruments auf eine zentrale Gegenpartei Folge rechtlicher und regulatorischer Anforderungen ist und bestimmte Kriterien erfüllt. Der IFRS 9 wird entsprechend angepasst. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. Folgende Standards, Interpretationen zu veröffentlichten Standards und Änderungen sind noch nicht von der EU übernommen und werden erst zu einem zukünftigen Zeitpunkt anwendbar:Die Änderungen an IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer (Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge), stellen die Bilanzierung von Arbeitnehmerbeiträgen bzw. Beiträgen Dritter in Bezug auf leistungsorientierte Pläne klar. Arbeitnehmerbeiträge, die in den formalen Regelungen eines leistungsorientierten Versorgungsplans festgelegt und an Arbeitsleistungen geknüpft sind, sollen nach den Vorgaben des IAS 19 (überarbeitet 2011) den Dienstzeiträumen als Reduktion des Dienstzeitaufwands (negative Leistungen) zugeordnet werden. Mit den Änderungen erfolgt nunmehr die Einführung eines Wahlrechts in Bezug auf derartige Beiträge. Eine Zuordnung zu den Dienstzeiträumen auf Basis des Verfahrens der laufenden Einmalprämien (projected unit credit method) ist zwingend in den Fällen vorzunehmen, in denen der Betrag der Beiträge abhängig ist von der Anzahl der Dienstjahre. Insofern der Betrag der Beiträge nicht in Abhängigkeit von der Anzahl der Dienstjahre variiert, können Beiträge als Reduktion des Dienstzeitaufwands auch in der Periode erfasst werden, in der die korrespondierende Arbeitsleistung erbracht wird, anstelle einer Zuordnung der Beiträge auf die Dienstzeiträume. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. IFRIC 21, Abgaben, gibt Leitlinien zur Frage, wann eine Schuld zur Zahlung einer öffentlichen Abgabe, die keine Ertragsteuer darstellt, anzusetzen ist. IFRIC 21 bezieht sich sowohl auf den Ansatzzeitpunkt von Rückstellungen für Abgaben gemäß IAS 37, Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen, als auch auf die Bilanzierung entsprechender Verbindlichkeiten, in denen sowohl der Zeitpunkt als auch der Betrag der Zahlung bereits feststehen. Die Interpretation stellt klar, dass das "verpflichtende Ereignis" zum Ansatz der Schuld das Ereignis ist, das von der Gesetzgebung als auslösend für die Zahlungsverpflichtung festgelegt wurde. IFRIC 21 ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Interpretation wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben wird. IFRS 9, Finanzinstrumente, überarbeitet die Vorschriften des IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden. Der Standard repräsentiert dabei die erste Projektphase des vollständigen Ersatzes des IAS 39. Der IFRS 9 teilt alle gegenwärtig in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallenden finanziellen Vermögenswerte in zwei Klassifizierungskategorien auf: "Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten'' und "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert". Die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten setzt voraus, dass das Halten des finanziellen Vermögenswerts zur Erzielung der vertraglichen Zahlungsströme Zielsetzung des Geschäftsmodells des Unternehmens ist und die Vertragsvereinbarungen betreffend den finanziellen Vermögenswert feste Zeitpunkte für die Zahlungsströme (ausschließlich Zahlungen für Zins und Tilgung auf ausstehende Rückzahlungsbeträge) vorsehen. Finanzielle Vermögenswerte, die diese Bedingungen nicht kumulativ erfüllen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. IFRS 9 sieht vor, dass Umklassifizierungen nur bei Änderungen des Geschäftsmodells vorzunehmen sind. Das Wahlrecht, dass finanzielle Vermögenswerte anstatt zu fortgeführten Anschaffungskosten zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden können, wird durch IFRS 9 begrenzt. Demnach ist eine Designation auf die Fälle beschränkt, in denen ein sogenannter accounting mismatch vorliegt und eine Klassifizierung in "zum beizulegenden Zeitwert bewertet" zur Beseitigung oder zur erheblichen Verringerung von Ansatz- oder Bewertungsinkongruenzen führt. Weiterhin führt IFRS 9 ein unwiderrufliches Wahlrecht ein, Zeitwertänderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, mit erstmaligem Ansatz im other comprehensive income (OCI) zu erfassen. Dies gilt nicht für Dividenden aus diesen Investments. Diese sind ergebniswirksam zu erfassen. In Bezug auf eingebettete Derivate übernimmt IFRS 9 die Konzeption des IAS 39 nur für solche Basisverträge, die nicht Vermögenswerte im Sinne des IFRS 9 sind. IFRS 9 wurde im Oktober 2010 um Regeln zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sowie zur Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ergänzt. Dabei wurden die Regeln zur Ausbuchung aus dem derzeit gültigen IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, übernommen. In Bezug auf finanzielle Verbindlichkeiten ist eine Änderung bei Anwendung der Fair Value-Option vorgesehen. Bei Wahl der Fair Value-Option für finanzielle Verbindlichkeiten sind Fair Value-Änderungen aus Änderungen des eigenen Kreditrisikos im other comprehensive income (OCI) zu erfassen. IFRS 9 (einschließlich der 2010 vorgenommenen Ergänzungen) ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Der Anwendungszeitpunkt wurde durch die Änderungen an IFRS 9, Finanzinstrumente (2009 und 2010), und IFRS 7, Finanzinstrumente: Angaben, auf 2015 verschoben (Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Anhangangaben bei Übergang). Korrespondierend erfolgte eine Änderung der Erleichterungsvorschriften in Bezug auf Vorjahresangaben und damit zusammenhängende Angaben in IFRS 7. Die verabschiedete Verlautbarung Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen und Änderungen an IFRS 9, IFRS 7 und IAS 39 (2013) stellt die dritte Phase des Ersatzes von IAS 39 dar. Durch die Regelungen des IFRS 9 wird ein neues (allgemeines) Modell für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen mit dem Ziel, das Risikomanagement und die bilanzielle Abbildung enger zu verknüpfen, eingeführt. Als eine wesentliche Neuerung gilt die Erweiterung des Umfangs der für eine Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen infrage kommenden qualifizierten Grundgeschäfte und Sicherungsgeschäfte. Weiterhin werden die Vorschriften zur Effektivitätsmessung überarbeitet. Auf den nach IAS 39 verpflichtenden Test, die Effektivität einer Sicherungsbeziehung anhand vorgegebener Bandbreiten zu messen (retrospektiver Effektivitätstest), verzichtet die Neuerung zugunsten des Nachweises eines wirtschaftlichen Zusammenhangs zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument. Im Hinblick auf die Risikomanagementstrategie, die Auswirkungen des Risikomanagements auf künftige Zahlungsströme sowie die Auswirkung der Sicherungsbilanzierung auf den Abschluss sind erweiterte Anhangangaben erforderlich. Das durch IFRS 9 eingeführte allgemeine Modell für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen enthält keine Ausführungen zu Portfolio oder Macro Hedge Accounting und integriert daher Wahlrechte. Demnach dürfen Unternehmen, die das Portfolio Hedge Accounting von Festzinsrisiken in Übereinstimmung mit IAS 39 angewendet haben, diese Bilanzierung auch nach Einführung der Vorschriften des IFRS 9 beibehalten. Weiterhin erlaubt die Neuregelung sämtliche Sicherungsbeziehungen entweder nach IAS 39 oder nach IFRS 9 abzubilden. Eine weitere Neuerung, die nicht das Hedge Accounting betrifft, erlaubt für finanzielle Verbindlichkeiten, für die die Fair Value-Option ausgeübt wird, dass die Veränderungen eigener Ausfallrisiken erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis bilanziert werden können ohne Anwendung der übrigen Anforderungen nach IFRS 9. Mit den Änderungen an IFRS 9 wird der bisherige Erstanwendungszeitpunkt (1. Januar 2015) ersatzlos aufgehoben. Es ist zu erwarten, dass der Standard Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben wird. Im Rahmen des fünften Projekts zu jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards des IASB (Improvements to IFRSs, Dezember 2013, Zyklus 2010-2012) werden folgende Änderungen zu einem zukünftigen Zeitpunkt anwendbar:
Die Änderung an IFRS 2 ist verpflichtend für aktienbasierte Vergütungstransaktionen anzuwenden, deren Gewährungszeitpunkt (grant date) am oder nach dem 1. Juli 2014 liegt. Die Änderung an IFRS 3 und deren Folgeänderungen sind auf Unternehmenszusammenschlüsse, deren Erwerbszeitpunkte am oder nach dem 1. Juli 2014 liegen, anzuwenden. Alle anderen Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. Im Rahmen des sechsten Projekts zu jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards des IASB (Improvements to IFRSs, Dezember 2013, Zyklus 2011-2013) werden folgende Änderungen zu einem zukünftigen Zeitpunkt anwendbar:
Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. 4. KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft 443 (Vj. 443) inländische und ausländische Unternehmen, an denen die Continental Aktiengesellschaft direkt oder indirekt mit mehr als 20,0 % der Stimmrechte beteiligt ist oder die nach SIC-12 zu konsolidieren sind. Davon werden 316 (Vj. 315) vollkonsolidiert und 127 (Vj. 128) nach der Equity-Methode bilanziert. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Konsolidierungskreis in Summe nicht verändert. Es wurden drei Gesellschaften erworben, neun Gesellschaften wurden neu gegründet und sechs bislang nicht konsolidierte Einheiten wurden erstmalig konsolidiert. Zudem wurden drei neu gegründete Zweckgesellschaften gemäß SIC-12 vollkonsolidiert. Sieben Gesellschaften wurden verkauft und fünf Gesellschaften wurden liquidiert. Zusätzlich reduzierte sich der Konsolidierungskreis um neun Gesellschaften aufgrund von Verschmelzungen. Die Zugänge 2013 zum Konsolidierungskreis betreffen insbesondere Neugründungen der Automotive Group mit insgesamt fünf vollkonsolidierten Gesellschaften. Die Abgänge aus dem Konsolidierungskreis betreffen im Wesentlichen Verschmelzungen innerhalb der Rubber Group sowie Verkäufe der Automotive Group. Die Auswirkungen hieraus sind in Kapitel 5 erläutert. 36 (Vj. 36) Unternehmen, deren Vermögenswerte und Schulden, Aufwendungen und Erträge jeweils und insgesamt für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht konsolidiert. Hiervon sind 35 (Vj. 34) Gesellschaften verbundene Unternehmen, von denen zurzeit 9 (Vj. 7) inaktiv sind. Eine weitere (Vj. 2) nicht konsolidierte Gesellschaft ist ein assoziiertes Unternehmen. Diese Einheit ist zurzeit aktiv (Vj. eine aktiv, eine inaktiv). Weitere Informationen über die Beteiligungen sowie eine Übersicht der inländischen Kapital- bzw. Personenhandelsgesellschaften, die die Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. §264b HGB in Anspruch genommen haben, sind in Kapitel 40 enthalten. 5. Erwerbe und Veräußerungen von Gesellschaften und GeschäftsbereichenDie Expansion des Produktportfolios sowie eine Verbesserung des Marktzugangs in den Bereichen Industry und Engineered Products in Nordeuropa waren Hintergrund für den Asset Deal der Division ContiTech im Geschäftsbereich Conveyor Belt Group. Nach Unterzeichnung des Kaufvertrags zwischen Metso Minerals, Inc., Helsinki, Finnland, und ContiTech Transportbandsysteme GmbH, Hannover, Deutschland, am 3. September 2013 erfolgte die Übernahme am 3. November 2013. Der Kaufpreis beträgt 7,8 Mio € und wurde in bar geleistet. Die angefallenen Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,3 Mio € wurden als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Aus der bisherigen, vorläufigen Kaufpreisallokation resultiert ein übernommenes vorläufiges Nettovermögen in Höhe von 5,6 Mio € sowie ein vorläufiger Goodwill in Höhe von 2,2 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Continental zum 31. Dezember 2013. Die Division ContiTech stärkt ihren Geschäftsbereich Conveyor Belt Group mit der Übernahme von 100 % der Anteile an der Legg Company, Inc., Halstead, USA, durch die ContiTech North America, Inc., Wilmington, USA. Der Kaufvertrag wurde am 1. Juli 2013 vollzogen. Der Erwerb soll den Marktzugang sowie den Ausbau der Marktanteile in Nordamerika erleichtern. Der vorläufige Kaufpreis beträgt 24,5 Mio € und wurde aus Barmitteln beglichen. Die angefallenen Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,3 Mio € wurden als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden immaterielle Vermögenswerte von 8,4 Mio € sowie ein Goodwill von 1,9 Mio € identifiziert. Legg Company, Inc., trug seit dem 1. Juli 2013 mit 11,8 Mio € zum Umsatz und 0,3 Mio € zum Konzernergebnis bei. Wäre die Transaktion bereits zum 1. Januar 2013 vollzogen worden, hätte sich das Konzernergebnis nach Steuern um weitere 2,0 Mio € und der Umsatz um zusätzliche 15,6 Mio € erhöht. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Continental zum 31. Dezember 2013. Das Closing in einem weiteren Asset Deal der Division erfolgte am 16. April 2013 durch die ContiTech Tianjin Conveyor Belt Co. Ltd., Tianjin, China. Der Kaufpreis beträgt 4,3 Mio €. Immaterielle Vermögenswerte wurden im Rahmen der Kaufpreisallokation nicht identifiziert. Die Effekte dieser Transaktionen sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2013 unwesentlich. Zur Stärkung und Erweiterung des Produktportfolios im Geschäftsbereich Advanced Driver Assistance Systems der Division Chassis & Safety wurden 100 % der Anteile an Application Solutions (Electronics and Vision) Limited, Lewes, Vereinigtes Königreich, zum 1. Januar 2013 erworben. Der Kaufpreis beträgt 20,7 Mio €. Aus der Kaufpreisallokation resultiert ein übernommenes Nettovermögen in Höhe von 5,6 Mio € sowie ein Goodwill in Höhe von 15,1 Mio €. Application Solutions (Electronics and Vision) Limited trug seit dem 1. Januar 2013 mit 0,7 Mio € zum Konzernergebnis bei. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Continental zum 31. Dezember 2013. Zur Stärkung des Vertriebsnetzes der Division Reifen wurde mit Wirkung zum 2. Dezember 2013 ein Asset Deal zwischen der Continental Banden Groep B.V., Barneveld, Niederlande, und der Continental Benelux SPRL, Herstal, Belgien, zur Übernahme einer Betriebsstätte in den Niederlanden vollzogen. Der vorläufige Kaufpreis beträgt 6,2 Mio €. Im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,3 Mio € sowie ein Goodwill in Höhe von 4,1 Mio € aktiviert. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Continental zum 31. Dezember 2013. Mit Wirkung zum 7 November 2013 erwarb die Continental Holding France SAS, Sarreguemines, Frankreich, die Restanteile an der SACI-Gruppe (Société Alsacienne de Commerce et d'investissement, Colmar, Frankreich) mit dem Ziel der Erweiterung des Vertriebsnetzes auf dem französischen Reifenmarkt. Daraus ergab sich ein Aufwertungsbedarf der zuvor gehaltenen Anteile in Höhe von 7,9 Mio €, der als sonstiger Ertrag berücksichtigt wurde. Der Kaufpreis beträgt 18,5 Mio €. Aus der bisherigen, vorläufigen Kaufpreisallokation resultiert ein übernommenes Nettovermögen in Höhe von 8,9 Mio € sowie ein vorläufiger Goodwill in Höhe von 19,4 Mio €. Die SACI-Gruppe trug seit dem Vollzugstag mit 19,7 Mio € zum Umsatz und 0,0 Mio € zum Konzernergebnis bei. Wäre die Transaktion bereits zum 1. Januar 2013 vollzogen worden, hätte sich das Konzernergebnis um 4,6 Mio € verschlechtert und der Umsatz um zusätzliche 73,9 Mio € erhöht. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Continental zum 31. Dezember 2013. Weitere Share und Asset Deals wurden zur Stärkung des Vertriebsnetzwerks der Division Reifen im Gesamtwert von 5,5 Mio € eingegangen. Es wurden insgesamt immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,9 Mio € aktiviert. Im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokationen entstanden aus den einzelnen Transaktionen positive Unterschiedsbeträge, die in Höhe von 2,8 Mio € als Goodwill aktiviert wurden. Die Effekte dieser Transaktionen inklusive der entsprechenden vorläufigen Kaufpreisallokationen sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2013 unwesentlich. Die im Rahmen der zuvor genannten Übernahmen erstmalig in der Konzernbilanz berücksichtigten Vermögenswerte und Schulden wurden mit folgenden Werten angesetzt: scroll
Am 1. Januar 2013 erfolgte das Closing für das von SK Innovation Co., Ltd., Seoul, Südkorea, und Continental gemeinsam geführte Unternehmen SK Continental E-motion Pte. Ltd., Singapur, Singapur, nachdem im Juli 2012 der Vertrag über die Gründung unterzeichnet wurde. SK Continental E-motion entwickelt, produziert und vermarktet Batteriesysteme auf Lithium-Ionen-Basis für Automobile und leichte Nutzfahrzeuge. Continental hält, durch ihre Tochtergesellschaft Continental Automotive Singapore Pte., Ltd., Singapur, Singapur, an dem neuen Unternehmen 49 % und SK Innovation 51 % der Anteile. SK Continental Emotion Pte. Ltd. hat neben dem Hauptsitz in Singapur operative Einheiten in Berlin, Deutschland, sowie Daejeon, Südkorea, und hat ihre Tätigkeit am 2. Januar 2013 aufgenommen. Aus der Transaktion ergab sich ein Ertrag in Höhe von 23,6 Mio €, der in sonstige Aufwendungen und Erträge ausgewiesen wird. Erwerbe von Minderheitsanteilen und GeschäftsbereichenMit Wirkung zum 24. April 2013 wurden für 25,7 Mio € die 26 % Restanteile an der Continental Tyre South Africa (Pty.) Ltd., Port Elizabeth, Südafrika, erworben. Im Berichtszeitraum erfolgte der Erwerb von weiteren 5 % der Anteile an der Continental Automotive Corporation, Yokohama, Japan, für einen Kaufpreis von 17,7 Mio €. Das Closing dieser Transaktion hat am 22. April 2013 stattgefunden. Zudem wurden 12 % der Anteile an der Synerject LLC, Wilmington, USA, für einen Kaufpreis von 4,6 Mio € hinzugekauft. Der Kaufvertrag wurde am 1. März 2013 vollzogen. Die Effekte dieser Transaktionen sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 31. Dezember 2013 unwesentlich. Der angefallene Unterschiedsbetrag zwischen dem jeweiligen Kaufpreis und den Minderheitsanteilen ist in Höhe von insgesamt 0,8 Mio € ergebnisneutral mit dem Eigenkapital verrechnet worden. Verkäufe von Unternehmen und GeschäftsbereichenIm Zuge eines Asset Deals mit Wirkung zum 1. Juli 2013 veräußerte die Continental Automotive Trading France SAS, Rambouillet, Frankreich, ihre Cockpit-Aktivitäten des Geschäftsbereichs Instrumentation &Driver HMI am Standort Hambach, Frankreich, an die SAS Automotive France SAS, Voisins le Bretonneux, Frankreich. Aus dieser Transaktion resultiert ein Gewinn in Höhe von 0,2 Mio €, der in sonstige Aufwendungen und Erträge ausgewiesen wird. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. Dezember 2013 ist unwesentlich. Continental hat zum 29. Januar 2013 Ihre Anteile an der S-Y Systems Technologies Europe GmbH, Regensburg, Deutschland, an die Yazaki Europe Ltd., Hertfordshire, Vereinigtes Königreich, eine Tochtergesellschaft der Yazaki Corporation, Tokio, Japan, verkauft, sodass Yazaki jetzt 100 % der Anteile besitzt. Continental und Yazaki waren zuvor mit je 50 % an der Gesellschaft beteiligt. Aus der Transaktion entstand ein Ertrag in Höhe von 54,6 Mio €, der in sonstige Aufwendungen und Erträge ausgewiesen wird. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung6. Sonstige Aufwendungen und Erträgescroll
Sonstige Aufwendungenscroll
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich in der Berichtsperiode um 214,6 Mio € auf 627,5 Mio € (Vj. 412,9 Mio €) erhöht. Höhere Zuführungen für spezifizierte Gewährleistungsrückstellungen sowie Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen führten zu einer Erhöhung dieser Aufwendungen um insgesamt 128,8 Mio € auf 240,1 Mio € (Vj. 111,3 Mio €). Wir verweisen auf Kapitel 26 und 34. Innerhalb des Geschäftsbereichs Infotainment &Connectivity in der Division Interior werden in einem Produktsegment Aktivitäten beendet und restrukturiert. In diesem Zusammenhang entstand insgesamt ein Restrukturierungsaufwand in Höhe von 39,4 Mio €. Hiervon sind die Standorte Manaus, Brasilien (13,2 Mio €), Bizerte, Tunesien (10,0 Mio €), Wetzlar, Deutschland (7,0 Mio €), Rambouillet, Frankreich (2,0 Mio €), Nogales, Mexiko (1,9 Mio €), Tianjin, China (1,6 Mio €), Melbourne, Australien (1,4 Mio €), Guarulhos, Brasilien (1,4 Mio €), und Deer Park, USA (0,9 Mio €), betroffen. Im Zusammenhang mit der Einstellung der Pkw-Reifenproduktion im Werk Clairoix, Frankreich, hatte eine größere Anzahl von Mitarbeitern der Continental France SNC, Sarreguemines, Frankreich, bei den Arbeitsgerichten in Compiegne und Soissons, Frankreich, Klagen gegen diese Konzerngesellschaft und teilweise auch gegen die Continental AG eingereicht. Am 30. August 2013 hat das Arbeitsgericht in Compiegne die Continental France SNC und die Continental AG zu Schadenersatz wegen angeblich rechtswidriger Entlassung der Mitarbeiter verurteilt. Continental hält die Ansprüche der Kläger nach wie vor für unbegründet und hat Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Gerichts eingelegt. Gleichwohl wurde in der Division Reifen eine Rückstellung in Höhe von insgesamt 40,5 Mio € gebildet. Die Aufwendungen im Zusammenhang mit Rückstellungen für Prozess- und Umweltrisiken haben sich auf 101,0 Mio € erhöht (Vj. 61,0 Mio €). Am 23. Dezember 2013 hat die südkoreanische Kartellbehörde, Korea Fair Trade Commission, bekannt gegeben, dass sie gegen Continental Automotive Electronics LLC, Buganmyeon, Südkorea, und einen anderen Kfz-Zulieferer Bußgelder wegen kartellrechtlicher Verstöße im Geschäft mit Kombi-Instrumenten verhängt hat. Das der Continental Automotive Electronics LLC, Bugan-myeon, Südkorea, auferlegte Bußgeld beläuft sich auf 45.992 Mio KRW (rund 32 Mio €), wofür entsprechend eine Rückstellung gebildet wurde. Wir verweisen zudem auf Kapitel 34. Die Prüfung des Goodwill auf Werthaltigkeit im Rahmen des jährlichen Impairment-Tests führte in der Berichtsperiode in der Division Powertrain zu einer Wertminderung in Höhe von 27,6 Mio € (Vj. 75,6 Mio €) sowie in der Division Interior zu einer Wertminderung in Höhe von 40,0 Mio € (Vj. -). Aus Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen entstand in der Berichtsperiode ein Aufwand in Höhe von 61,4 Mio € (Vj. 2,6 Mio €). Hierin enthalten sind aufgrund des strategischen Richtungswechsels in einem Segment der Division Chassis &Safety Wertminderungen in Höhe von 40,5 Mio €. Der Aufwand aus Wertberichtigungen auf Forderungen beträgt 22,1 Mio € (Vj. 8,7 Mio €). Personalanpassungsmaßnahmen, die nicht restrukturierungsbedingt entstanden sind, führten zu Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von 20,7 Mio € (Vj. 29,2 Mio €). Die Sondervergütungen betreffen Aufwendungen für die virtuellen Aktien in Höhe von 15,9 Mio € (Vj. 5,7 Mio €). Ab 2013 werden Aufwendungen für den Long Term Incentive Plan innerhalb der Funktionskosten ausgewiesen. In der Vorperiode wurden diese innerhalb der sonstigen Aufwendungen mit 22,8 Mio € erfasst. Im Jahr 2013 entstanden Verluste aus Anlageverkäufen und Verschrottungen in Höhe von 14,5 Mio € (Vj. 12,7 Mio €). Aus operativen Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen, die nicht Finanzschulden sind, ergaben sich im Berichtszeitraum Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von 5,1 Mio € (Vj. 32,6 Mio €). Am 10. Juli 2013 hat die Europäische Kommission entschieden, mehrere Kfz-Zulieferer mit Geldbußen wegen kartellrechtswidrigen Verhaltens auf dem Gebiet der Lieferung von Kabelbäumen für automobile Anwendungen zu belegen. Darunter sind die S-Y Systems Technologies Europe GmbH, Regensburg, Deutschland, und ihre französische Tochtergesellschaft, die wegen Kartellabsprachen gegenüber einem Automobilhersteller eine Geldbuße in Höhe von 11,1 Mio € zahlen müssen. Continental war bis zum 29. Januar 2013 mit 50 % an S-Y Systems Technologies Europe GmbH, Regensburg, Deutschland, beteiligt. Auf Basis möglicher Verpflichtungen wurde in der Division Interior eine Rückstellung in Höhe von 9,0 Mio € gebildet. Der Ausweis erfolgt innerhalb der übrigen Aufwendungen. Der Posten Übrige beinhaltet auch Aufwendungen für sonstige Steuern sowie diverse Kompensationen an Kunden und Lieferantenansprüche. Sonstige Erträgescroll
Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Erträge um 110,9 Mio € auf 285,3 Mio € (Vj. 396,2 Mio €) resultiert insbesondere aus um 128,6 Mio € geringeren Auflösungen nicht mehr benötigter spezifizierter Gewährleistungs- sowie Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von insgesamt 90,2 Mio € (Vj. 218,8 Mio €). Am 1. Januar 2013 erfolgte das Closing für das von SK Innovation Co., Ltd., Seoul, Südkorea, und Continental gemeinsam geführte Unternehmen SK Continental E-motion Pte. Ltd., Singapur, Singapur, nachdem im Juli 2012 der Vertrag über die Gründung unterzeichnet wurde. Aus der Transaktion ergab sich in der Division Powertrain ein Ertrag in Höhe von 23,6 Mio €. Continental hat zum 29. Januar 2013 ihre Anteile an der S-Y Systems Technologies Europe GmbH, Regensburg, Deutschland, an die Yazaki Europe Ltd., Hertfordshire, Vereinigtes Königreich, verkauft. Aus der Transaktion entstand in der Division Interior ein Ertrag in Höhe von 54,6 Mio €. Im Zuge eines Asset Deals mit Wirkung zum 1. Juli 2013 veräußerte die Continental Automotive Trading France SAS, Rambouillet, Frankreich, ihre Cockpit-Aktivitäten des Geschäftsbereichs Instrumentation &Driver HMI am Standort Hambach, Frankreich, an die SAS Automotive France SAS, Voisins le Bretonneux, Frankreich. Aus dieser Transaktion resultiert in der Division Interior ein positiver Sondereffekt in Höhe von 0,2 Mio €. Aus der Auflösung von Rückstellungen für Prozess- und Umweltrisiken ist ein Ertrag in Höhe von 12,8 Mio € (Vj. -) entstanden. Erstattungen für Kundenwerkzeuge konnten im Jahr 2013 in Höhe von 12,6 Mio € vereinnahmt werden (Vj. 11,6 Mio €). Aus dem Verkauf von Anlagen ergaben sich im Berichtszeitraum Erträge in Höhe von 10,4 Mio € (Vj. 10,9 Mio €). Wegen der durch steigende Margen bedingten höheren erwarteten Mittelabflüsse für den syndizierten Kredit erfolgten 2009 und 2010 aufwandswirksame Buchwertanpassungen. 2011 hingegen wurde aufgrund der sich abzeichnenden Senkung der Margen und der damit verbundenen niedrigeren erwarteten Mittelabflüsse für den syndizierten Kredit eine ertragswirksame Buchwertanpassung vorgenommen. Diese Abgrenzungen wurden über die Laufzeit des Kredits aufwandsreduzierend bzw. -erhöhend amortisiert. Aus der Amortisation der Buchwertanpassungen ergab sich 2013 insgesamt ein positiver Effekt in Höhe von 2,4 Mio € (Vj. 13,3 Mio €). Aus Wertaufholungen auf Sachanlagen resultiert ein Ertrag in Höhe von 2,3 Mio € (Vj. 28,3 Mio €). Aus der Übernahme des Bremsenformteile-Geschäfts von Freudenberg Sealing Technologies GmbH & Co. KG, Weinheim, Deutschland, resultierte in der Vorperiode ein Ertrag aus einem negativen Unterschiedsbetrag im Rahmen der damals vorläufigen Kaufpreisallokation in Höhe von 11,5 Mio €. Die übrigen Erträge beinhalten Einnahmen aus Lizenzvereinbarungen sowie Kompensationen von Kunden- und Lieferantenansprüchen. Hier werden ebenfalls Erträge aus Versicherungsentschädigungen aufgrund von Beschädigungen der Sachanlagen durch höhere Gewalt ausgewiesen. Zudem wurden staatliche Zuschüsse, die nicht für Investitionen in das Anlagevermögen bestimmt waren, in Höhe von insgesamt 7,9 Mio € (Vj. 7,3 Mio €) ergebniswirksam in dem Posten Übrige vereinnahmt. Aus der Marktwertanpassung der Altanteile im Rahmen des sukzessiven Erwerbs der SACI-Gruppe (Societe Alsacienne de Commerce et d'Investissement, Colmar, Frankreich) entstand in der Division Reifen insgesamt ein Ertrag in Höhe von 7,9 Mio €, der ebenfalls hier ausgewiesen wird. 7. PersonalaufwendungenInnerhalb der Funktionskosten der Gewinn- und Verlustrechnung sind insgesamt folgende Personalaufwendungen enthalten: scroll
Der Anstieg der Personalaufwendungen um 310,8 Mio € auf 7.124,5 Mio € (Vj. 6.813,7 Mio €) ist insbesondere auf den Personalaufbau aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr zurückzuführen. Die Umgliederung der Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen sowie der erwarteten Erträge des Fondsvermögens aus dem operativen Ergebnis in das Finanzergebnis, im Rahmen der Erstanwendung des IAS 19 (überarbeitet 2011), Leistungen an Arbeitnehmer, führt zu einer entsprechenden Anpassung der Aufwendungen für Altersversorgung. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Jahr 2G13 lag bei 175.431 (Vj. 168.997). Zum Jahresende waren 177.762 (Vj. 169.639) Mitarbeiter im Continental-Konzern beschäftigt . Wir verweisen zudem auf die Ausführungen im Lagebericht. 8. Beteiligungsergebnisscroll
Bezüglich der Wertminderungen und -aufholungen von Anteilen an at-equity bilanzierten Unternehmen verweisen wir auf Kapitel 14. Das Beteiligungsergebnis beinhaltet insbesondere die anteiligen Ergebnisse der at-equity bilanzierten Unternehmen in Höhe von 37,3 Mio € (Vj. 63,3 Mio €). 9. Zinsergebnisscroll
Das negative Zinsergebnis erhöhte sich im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 305,5 Mio € auf 804,3 Mio € (Vj. 498,8 Mio €). Dieser Anstieg ist insbesondere auf nicht liquiditätswirksame Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten im Zusammenhang mit der Bewertung der in den Anleihen enthaltenen Rückkaufoptionen zurückzuführen. Die Zinsaufwendungen - ohne die Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung, aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten, aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten und ohne die Zinserträge des Fondsvermögens sowie die Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen und aus anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer - lagen mit 482,6 Mio € um 81,4 Mio € unter dem Vorjahreswert von 564,0 Mio €. Sie resultieren im Wesentlichen aus der Ausnutzung des syndizierten Kredits und den von der Continental AG, der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, sowie der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, begebenen Anleihen. Während sich der Aufwand für den syndizierten Kredit im Jahr 2013 mit 76,9 Mio € (Vj. 240,7 Mio €) gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum auf weniger als ein Drittel reduzierte, erhöhte sich der Zinsaufwand für die zuvor genannten Anleihen von 235,4 Mio € auf 335,4 Mio €. Die stark gesunkene Belastung für den syndizierten Kredit ist zum einen auf eine geringere Ausnutzung, zum anderen auf das im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich niedrigere Marktzins- und Margenniveau zurückzuführen. Die geringere Ausnutzung des syndizierten Kredits im Jahr 2013 resultiert im Wesentlichen aus den im Vergleich zum Vorjahr im Jahresdurchschnitt 2013 deutlich niedrigeren Netto-Finanzschulden. Im Jahr 2013 konnten weitere Margensenkungen erreicht werden. So führte die bereits zum Jahresende 2012 erzielte Verbesserung der Leverage Ratio ab dem zweiten Quartal 2013 zu einer Margensenkung. Mit der Mandatierung der Ratingagentur Fitch am 7. November 2013 gab es nunmehr zwei beauftragte Ratingagenturen, die Continental in die Investment-Grade-Kategorie einstuften. Damit war die Voraussetzung für eine weitere Margensenkung erfüllt. Die Erhöhung des Zinsaufwands für die zuvor genannten Anleihen ist insbesondere Folge der im Zeitraum Mai bis September 2013 erfolgten vorzeitigen Kündigung der von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, im Jahr 2010 emittierten vier Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 3,0 Mrd €. Die 2010 in den jeweiligen Emissionsbedingungen festgelegten Rückzahlungskurse bewegten sich in einer Spanne von 103,25 % bis 104,25 %. Die gezahlten Aufschläge belasteten das Zinsergebnis 2013 insgesamt mit 112,0 Mio €. Hierbei handelt es sich um folgende vier Anleihen:
Zur Refinanzierung der vorzeitig zurückgezahlten Anleihen haben die Continental AG und die Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, unter dem im Mai 2013 aufgesetzten Rahmen-Emissionsprogramm für Anleiheemissionen (Debt Issuance Programme, DIP) mit einem Programmvolumen von 5,0 Mrd € im dritten Quartal 2013 drei Euro-Anleihen mit einem Volumen von jeweils 750,0 Mio € emittiert. Da das Zinsniveau der neuen Anleihen signifikant unter dem der vorzeitig zurückgezahlten Anleihen liegt, wird die zukünftige Zinsbelastung aus Anleihen deutlich sinken. So sind für die neuen Anleihen durchschnittlich 2,875 % p.a., für die vorzeitig zurückgezahlten Anleihen waren hingegen durchschnittlich 7,464 % p.a. zu zahlen. Die im September 2012 begebene Anleihe der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, führte im Jahresvergleich ebenfalls zu höheren Zinsaufwendungen für Anleihen. Im Zuge der Umsetzung der ab dem Geschäftsjahr 2013 wirksamen Änderungen der Vorschriften des IAS 19 (überarbeitet 2011), Leistungen an Arbeitnehmer, werden nunmehr die Aufwendungen aus der Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen sowie die erwarteten Erträge aus den Pensionsfonds nicht mehr dem Personalaufwand in den entsprechenden Funktionsbereichen zugeordnet, sondern gesondert im Zinsergebnis ausgewiesen. Dies gilt gleichermaßen für die Zinseffekte anderer langfristig fälliger Leistungen an Arbeitnehmer. Das Jahr 2012 ist entsprechend angepasst dargestellt. Hieraus resultiert im Jahr 2013 eine Belastung des Zinsergebnisses in Höhe von insgesamt 86,9 Mio € (Vj. 91,9 Mio €). Die Zinserträge 2013 lagen mit 29,1 Mio € um 1,3 Mio € über dem Vorjahreswert von 27,8 Mio €. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten führten 2013 zu Bewertungsverlusten in Höhe von 239,1 Mio € (Vj. Gewinn in Höhe von 236,4 Mio €). Hiervon entfällt ein Verlust in Höhe von 217,7 Mio € (Vj. Gewinn in Höhe von 113,0 Mio €) auf den Ansatz der Rückkaufoptionen, die für die im Jahr 2010 von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, emittierten Anleihen vorgesehen sind. Wie vorab beschrieben, wurden im Jahr 2013 für alle vier Anleihen die Rückkaufoptionen ausgeübt. Aus dem Ansatz der Rückkaufoption, die für die von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 2012 emittierte Anleihe vorgesehen ist, resultiert ein Bewertungsverlust in Höhe von 9,8 Mio € (Vj. Gewinn in Höhe von 0,4 Mio €). Im Vorjahr resultierten aus der Beendigung von Cashflow Hedge Accounting im Jahr 2011 und der in der Folge ergebniswirksam zu berücksichtigenden Zeitwertänderungen der betroffenen Derivate positive Effekte in Höhe von insgesamt 138,8 Mio €. Es handelte sich hierbei um die im August 2012 auslaufenden Zins- bzw. Zins-Währungssicherungen der ursprünglich im April 2014 bzw. August 2012 fälligen Teilbeträge des syndizierten Kredits. Die für die Zinssicherungen eines Teilbetrags von 2,5 Mrd € bis zur freiwilligen Beendigung des Cashflow Hedge Accounting im Juli 2011 im Eigenkapital als Unterschiedsbetrag aus Finanzinstrumenten erfassten Wertänderungen wurden über die Restlaufzeit der Sicherungsgeschäfte aufwandswirksam aufgelöst - hieraus entstand 2012 ein negativer Effekt in Höhe von 28,4 Mio €. Obwohl Ende Dezember 2011 das Cashflow Hedge Accounting für einen zins-währungsgesicherten Teilbetrag in Höhe von 625,0 Mio € aufgrund dessen vorzeitiger Rückzahlung zu beenden war, bestand aus ökonomischer Sicht weiterhin eine wirksame Sicherungsbeziehung, da die Refinanzierung dieser Tranche in voller Höhe durch Inanspruchnahme der revolvierenden Tranche des syndizierten Kredits erfolgte und die Parameter dieser Inanspruchnahme weiterhin mit denen der Zins-Währungssicherung übereinstimmten. Bei Fälligkeit dieser Inanspruchnahme im August 2012 entstand ein Aufwand aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von 87,9 Mio €. Die im Vergleich zum Vorjahr deutliche Reduzierung der Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung um 80,6 Mio € von 109,6 Mio € auf 29,0 Mio € ist im Wesentlichen auf diesen vorgenannten Effekt zurückzuführen. Im Jahr 2013 betragen die Gewinne aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 4,2 Mio € (Vj. 2,5 Mio €). 10. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Ertragsteuern des Konzerns teilen sich auf das In- und Ausland wie folgt auf: scroll
Der durchschnittliche Steuersatz im Jahr 2013 lag im Inland bei 30,2 % (Vj. 30,2 %). Dieser Steuersatz wurde unter Berücksichtigung eines Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % (Vj. 15,0 %) sowie eines Solidaritätszuschlags von 5,5 % (Vj. 5,5 %) und eines Gewerbesteuersatzes von 14,4 % (Vj. 14,4 %) ermittelt. Die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand ergibt sich wie folgt: scroll
Die durch den ausländischen Besteuerungsunterschied hervorgerufene Minderung des Steueraufwands ist im Wesentlichen auf den Geschäftsumfang in Osteuropa und Asien zurückzuführen. Im Berichtsjahr wurden aufgrund der anhaltend positiven Geschäftsentwicklung in den USA aktive latente Steuern in Höhe von 256,2 Mio € angesetzt, deren zukünftige Realisierung als wahrscheinlich eingeschätzt wird. Die Position nicht abzugsfähige Aufwendungen und nicht anrechenbare Quellensteuern resultiert, wie im Vorjahr, unter anderem aus in Deutschland wegen fehlenden Anrechnungsvolumens nicht anrechenbaren ausländischen Quellensteuern. Der Effekt aus dem unterlassenen Ansatz von aktiven latenten Steuern aufgrund nicht hinreichend wahrscheinlicher Realisierung ist gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Im Berichtsjahr wirkten sich in ausländischen Einheiten gebildete Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern in Höhe von insgesamt 79,7 Mio € (Vj. 41,4 Mio €), davon 33,9 Mio € (Vj. 12,1 Mio €) für Vorjahre, aus. Weitere Erläuterungen diesbezüglich finden sich in Kapitel 16. Die Steuerminderungen durch staatliche Förderprogramme und befristete Steuerbefreiungen sind im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Sie resultieren wie im Vorjahr insbesondere aus der laufenden Inanspruchnahme von Fördermaßnahmen in Osteuropa und Asien. Im Berichtsjahr sind lokale Ertragsteuern mit abweichender Bemessungsgrundlage in Höhe von 29,1 Mio € (Vj. 23,6 Mio €) hauptsächlich in Ungarn, den USA und Italien angefallen. Im Vorjahr konnten insbesondere in den USA und in Mexiko bisher nicht angesetzte latente Steuern in Höhe von 97,0 Mio €, vorwiegend durch die Nutzung von Verlustvorträgen, realisiert werden. Die im Konzernergebnis enthaltenen Ergebnisse aus den at-equity bilanzierten Unternehmen führen im Berichtsjahr zu einer Steuerentlastung von 13,6 Mio € (Vj. 16,0 Mio €). Die Effekte aus Steuersatzänderungen betreffen im Berichtsjahr die überwiegend in Mexiko und im Vereinigten Königreich (Vj. Mexiko) erforderlich gewordene Umbewertung von aktiven und passiven latenten Steuern im Rahmen von effektiv bereits in Kraft getretenen Gesetzesänderungen bezüglich des zukünftig anzuwendenden Steuersatzes. Erläuterungen zur Konzernbilanz11. Goodwill und sonstige immaterielle Vermögenswertescroll
1
Inklusive nachträglicher Anpassungen aus Kaufpreisallokationen. Aus den Erwerben von Gesellschaften im Jahr 2013 resultiert ein Zugang des Goodwill in Höhe von insgesamt 47,9 Mio € (Vj. 21,8 Mio €). Im Goodwill sind zudem 2,4 Mio € aufgrund nachträglicher Änderungen der vorläufigen Kaufpreisallokationen des Vorjahres innerhalb des Bewertungszeitraums zugegangen. Der übrige ausgewiesene Buchwert des Goodwill entstand im Wesentlichen aus den Erwerben der Siemens VDO (2007), der Continental Teves (1998), des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola (2006), der Continental Temic (2001), dem Erwerb der Phoenix AG (2004) und der AP Italia (2007). Der Goodwill und die sonstigen immateriellen Vermögenswerte verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Segmente: scroll
Die Zugänge in den erworbenen immateriellen Vermögenswerten betreffen vor allem Software in Höhe von 32,4 Mio € (Vj. 30,4 Mio €). Die restlichen Zugänge aus Konsolidierungskreisänderungen entfallen im Wesentlichen auf Kundenstamm sowie Know-how. In den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten sind aktivierte Entwicklungskosten ausgewiesen. Von den im Jahr 2013 insgesamt angefallenen Entwicklungsaufwendungen erfüllten 40,2 Mio € (Vj. 60,7 Mio €) die Aktivierungsvoraussetzungen nach IAS 38. Die für die immateriellen Vermögenswerte angefallenen planmäßigen Abschreibungen von 477,9 Mio € (Vj. 555,2 Mio €) sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung mit 382,3 Mio € (Vj. 444,2 Mio €) in den Herstellungskosten und mit 95,6 Mio € (Vj. 111,0 Mio €) in den Verwaltungskosten enthalten. In den erworbenen immateriellen Vermögenswerten sind Buchwerte in Höhe von 80,9 Mio € enthalten, die keinen planmäßigen Abschreibungen unterliegen. Diese betreffen insbesondere den Markennamen VDO in Höhe von 71,2 Mio €, den Markennamen Phoenix in Höhe von 4,2 Mio € und den Markennamen Matador in Höhe von 3,2 Mio €. Des Weiteren enthalten die erworbenen immateriellen Vermögenswerte Buchwerte für Software in Höhe von 78,8 Mio € (Vj. 74,2 Mio €), die planmäßig abgeschrieben werden. 12. Sachanlagenscroll
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Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
werden in Kapitel 13 gesondert dargestellt. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen aus Konsolidierungskreisänderungen resultierten im Wesentlichen aus den Übernahmen der Legg Company, Inc., Halstead, USA, sowie der SACI-Gruppe (Société Alsacienne de Commerce et d'investissement, Colmar, Frankreich) im Rahmen von Share Deals sowie weiteren Akquisitionen des Geschäftsjahres. Hierzu verweisen wir auf Kapitel 5. In allen Geschäftsbereichen des Segments Chassis & Safety wurden Produktionskapazitäten für neue Produkte und Produktionstechnologien aus- und aufgebaut. Neben dem Ausbau von Fertigungskapazitäten in Europa wurde in die Erweiterung der Standorte in China, den USA und Mexiko investiert. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf Investitionen für die Produktion der nächsten Generation elektronischer Bremssysteme. Wesentliche Bilanzzugänge im Segment Powertrain entfielen auf den Geschäftsbereich Engine Systems, in dem insbesondere in Fertigungsanlagen für Motor-Einspritzsysteme investiert wurde. Darüber hinaus wurden die Produktionskapazitäten für die Geschäftsbereiche Sensors & Actuators sowie Transmission und Fuel Supply erweitert. Die Fertigungskapazitäten an den deutschen Standorten sowie in den USA, China, Tschechien und Rumänien wurden ausgebaut. In Kaluga, Russland, und Brasov, Rumänien, wurde in den Aufbau neuer Werke für die Geschäftsbereiche Engine Systems und Fuel Supply investiert. Im Segment Interior lag der Schwerpunkt der Investitionen auf der Erweiterung von Fertigungskapazitäten für die Geschäftsbereiche Body & Security sowie Instrumentation & Driver HMI. Es wurde in Produktionskapazitäten an den deutschen Standorten sowie in China, Mexiko, Rumänien und Tschechien investiert. Der Schwerpunkt der Investitionen im Segment Reifen lag auf Kapazitätserweiterungen an europäischen Niedrigkostenstandorten und in Nord- und Südamerika sowie Asien. In Sumter, USA, und Kaluga, Russland, wurde in den Aufbau neuer Werke investiert. Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kostensenkung durchgeführt. Das Segment ContiTech investierte in die Rationalisierung der Produktionsabläufe und den Ausbau von Fertigungskapazitäten für neue Produkte. Neben Investitionen in Deutschland wurden insbesondere Produktionsanlagen in China, Brasilien, Indien und den USA erweitert. In Kaluga, Russland, Macae, Brasilien, und Subotica, Serbien, wurde in den Aufbau neuer Werke für den Geschäftsbereich Fluid Technology investiert. Hinsichtlich der außerplanmäßigen Abschreibungen und Wertaufholungen verweisen wir auf Kapitel 6. Direkt von den Anschaffungskosten wurden insgesamt 34,5 Mio € (Vj. 50,8 Mio €) an staatlichen Investitionszuschüssen abgesetzt, unter anderem für das Reifenwerk in Timisoara, Rumänien. Im Rahmen der Anwendung des IAS 23 wurden 0,4 Mio € (Vj. 0,5 Mio €) als Fremdkapitalkosten aktiviert. Der hierfür genutzte durchschnittliche Kapitalisierungszinssatz beträgt 4,1 % (Vj. 2,1 %). Die Umbuchungen der Periode in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen eine kleinere Liegenschaft des Segments ContiTech. Die Sachanlagen enthalten Gebäude, technische Anlagen und andere Anlagen, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Im Wesentlichen handelt es sich um Verwaltungs- und Fertigungsgebäude. Die Leasingverträge haben eine durchschnittliche Laufzeit von 24 Jahren für Gebäude und von fünf bis zehn Jahren für technische Anlagen. Der effektive Zinssatz der wesentlichen Leasingverträge liegt unverändert zum Vorjahr zwischen 5,5 % und 8,3 %. In den wesentlichen Leasingverträgen sind weder Verlängerungs- noch Kaufoptionen vereinbart. Es bestehen Beschränkungen von Verfügungsrechten sowie als Sicherheiten für Schulden verpfändete Sachanlagen in Höhe von 11,4 Mio € (Vj. 13,4 Mio €). 13. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilienscroll
Die Marktwerte - nach dem Ertragswertverfahren bzw. auf der Grundlage von Bodenrichtwerten - der als Finanzinvestition gehaltenen Grundstücke und Gebäude zum 31. Dezember 2013 lagen bei 26,7 Mio € (Vj. 24,3 Mio €). Die Mieterträge im Jahr 2013 beliefen sich auf 5,8 Mio € (Vj. 5,6 Mio €), während zuzurechnende Instandhaltungskosten in Höhe von 1,8 Mio € (Vj. 1,8 Mio €) angefallen sind. Die Umbuchungen betreffen Gebäude und Anlagen im Bau, die nicht mehr zum Zwecke der Herstellung von Gütern gehalten werden. 14. Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmenscroll
In den Anteilen an at-equity bilanzierten Unternehmen sind Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 351,0 Mio € (Vj. 281,0 Mio €) und assoziierte Unternehmen in Höhe von 99,0 Mio € (Vj. 95,5 Mio €) enthalten. Die Zugänge in Höhe von 88,2 Mio € sind hauptsächlich auf die Anteile an SK Continental E-motion Pte. Ltd., Singapur, Singapur, einem Gemeinschaftsunternehmen mit SK Innovation Co., Ltd., Seoul, Südkorea, zurückzuführen. Die Umbuchungen des Berichtsjahres beziehen sich mit einem Wert von 1,9 Mio € auf die Anteile an der SACI Gruppe (Société Alsacienne de Commerce et d'Investissement, Colmar, Frankreich), welche nach erfolgtem sukzessivem Erwerb in die vollkonsolidierten Gesellschaften umgegliedert wurden. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 131,3 Mio€ und beinhaltete mit einem Betrag von 125,8 Mio € die Anteile an der S-Y Systems Technologies Europe GmbH, Regensburg, Deutschland, sowie mit einem Wert in Höhe von 5,5 Mio € die Anteile an FIT Automocion S.A., Bergara, Spanien, die in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte umgegliedert wurden. Der Verkauf der zuletzt genannten Anteile wurde noch im Jahr 2012 vollzogen. Die Prüfung des Beteiligungsbuchwerts eines assoziierten Unternehmens führte zu einem Wertminderungsbedarf von 0,5 Mio €. Als gegenläufiger Effekt ergab sich bei einem weiteren assoziierten Unternehmen ein Wertaufholungsbedarf von 0,8 Mio €. Der Posten sonstige Wertänderungen beinhaltet im Vorjahr einen Anpassungsbedarf von 14,4 Mio € für die erstmalige Aufstellung eines IFRS-Konzernabschlusses auf der Ebene eines Gemeinschaftsunternehmens. Diese Anpassung wurde ergebniswirksam innerhalb der sonstigen Aufwendungen und Erträge berichtet. Aus at-equity bilanzierten Unternehmen entstand in den erfolgsneutralen Veränderungen des sonstigen Ergebnisses ein Effekt von -8,7 Mio € (Vj. -0,4 Mio €). Die wesentlichen Anteile an Gemeinschaftsunternehmen betreffen für die Automotive Group die SK Continental E-motion Pte. Ltd., Singapur, Singapur, die Emitec GmbH, Lohmar, Deutschland, die Shanghai Automotive Brake Systems Co., Ltd., Shanghai, China, die SAS Autosystemtechnik GmbH & Co. KG, Karlsruhe, Deutschland, und für die Rubber Group die MC Projects B.V., Maastricht, Niederlande, nebst den jeweiligen Tochtergesellschaften dieser Unternehmen. Für die zuvor genannten wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen lassen sich aus den beiden letzten zur Verfügung stehenden Jahresabschlüssen (2012 und 2011) die folgenden zusammengefassten Kennzahlen ableiten. Für die SK Continental E-motion Pte. Ltd., Singapur, Singapur, liegen noch keine entsprechenden Abschlüsse vor. Die Angabe der Kennzahlen erfolgt zu 100 %:
Für die wesentlichen assoziierten Unternehmen lassen sich aus den beiden letzten zur Verfügung stehenden Jahresabschlüssen die folgenden ungeprüften zusammengefassten Kennzahlen ableiten. Die Angabe der Kennzahlen erfolgt zu 100 %:
15. Sonstige Finanzanlagenscroll
Die sonstigen Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert, da sich die beizulegenden Zeitwerte nicht verlässlich ermitteln lassen, insbesondere weil für diese Anteile keine Notierungen an den Kapitalmärkten gegeben sind. Eine Veräußerungsabsicht liegt derzeit nicht vor. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr ergaben sich lediglich unwesentliche Veränderungen. 16. Latente SteuernDie aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 zu dem Steuersatz, der für die Periode der erwarteten Realisierung der latenten Steuern anzuwenden sein wird. Seit 2008 gilt in Deutschland eine Zinsabzugsbeschränkung mit Vortragsfähigkeit; der steuerlich zulässige Zinsabzug ist auf 30 % des steuerlichen Gewinns vor Abschreibungen und Zinsen begrenzt. Die Entwicklung der latenten Steuern ist im Berichtsjahr wesentlich durch den Ansatz von aktiven latenten Steuern in den USA beeinflusst, deren zukünftige Realisierung aufgrund der anhaltend positiven Geschäftsentwicklung als wahrscheinlich eingeschätzt wird. Wir verweisen auf Kapitel 10. Die passiven latenten Steuern auf Sachanlagevermögen haben sich im Berichtsjahr aufgrund von Wertminderungen im Segment Chassis & Safety in aktive latente Steuern umgekehrt. Wir verweisen auf Kapitel 6. Die aktiven latenten Steuern auf Vorräte haben sich im Berichtsjahr im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Zwischenergebniseliminierung auf 163,7 Mio € erhöht. Der Rückgang der passiven latenten Steuern auf sonstige Vermögenswerte ist im Wesentlichen auf die vorzeitige Rückzahlung der im Jahr 2010 von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, emittierten Anleihen zurückzuführen. Im Zusammenhang mit einer Erhöhung des Volumens eines Forderungsverkaufsprogramms ergab sich eine Verschiebung der aktiven latenten Steuern von den sonstigen Unterschieden hin zu den Finanzschulden. Die aktiven latenten Steuern auf Verlust- und Zinsvorträge erhöhten sich im Berichtsjahr auf 171,2 Mio € (Vj. 134,7 Mio €). Diese Entwicklung war durch den Ansatz von latenten Steuern auf Verlustvorträge in den USA und die Entstehung neuer Verlustvorträge beeinflusst; gegenläufig wirkte sich die Nutzung von Verlustvorträgen in Höhe von 385,6 Mio € (Vj. 454,3 Mio €) aus. Die zum 31. Dezember 2013 im Konzern bestehenden körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge betragen 2.419,7 Mio € (Vj. 2.483,1 Mio €). Der überwiegende Teil der im Konzern vorhandenen Verlustvorträge entfällt auf Tochtergesellschaften im Ausland und ist zum größten Teil in der Vortragsfähigkeit begrenzt. Insgesamt sind aktive latente Steuern in Höhe von 784,8 Mio € (Vj. 1.109,6 Mio €) wertberichtigt worden, da ihre Nutzung zum heutigen Zeitpunkt als unzureichend wahrscheinlich angesehen wird. Hiervon entfallen 588,8 Mio € (Vj. 727,6 Mio €) auf Wertberichtigungen bei Verlust- und Zinsvorträgen. Diese betreffen insbesondere den deutschen Organkreis mit 215,8 Mio € (Vj. 248,0 Mio €) sowie die USA mit 145,8 Mio € (Vj. 303,9 Mio €). Zum 31. Dezember 2013 sind in einzelnen Konzerngesellschaften bzw. Organkreisen, die einen Verlust ausgewiesen haben, aktive latente Steuern in Summe von 36,3 Mio € (Vj. 129,9 Mio €) angesetzt, die sich aus laufenden Verlusten, Verlustvorträgen und aus einem aktiven Überhang latenter Steuern ergeben. Die Realisierbarkeit dieser aktiven latenten Steuern wird in Erwartung künftiger steuerpflichtiger Gewinne als ausreichend wahrscheinlich beurteilt. Für Verlustvorträge im Ausland in Höhe von 31,7 Mio € (Vj. 31,7 Mio €) wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Der steuerliche Zinsvortrag in Deutschland beträgt zum 31. Dezember 2013 nach einer Anpassung für Vorjahre 369,8 Mio € (Vj. 491,3 Mio €). Zudem sind auf aktive latente Steuern aus anrechenbaren Steuerguthaben in Malaysia Wertberichtigungen in Höhe von 42,6 Mio € (Vj. 48,9 Mio €) vorgenommen worden, da die Nutzung zum heutigen Zeitpunkt als unzureichend wahrscheinlich eingeschätzt wird. Der Bestand latenter Steuern aus Posten, die direkt dem Eigenkapital belastet oder gutgeschrieben wurden, beträgt zum Stichtag 219,7 Mio € (Vj. 214,1 Mio €). Davon entfallen 224,0 Mio € (Vj. 215,8 Mio €) auf Pensionsverpflichtungen, -3,0 Mio € (Vj. -) auf Vorräte und -1,3 Mio € (Vj. -1,7 Mio €) auf sonstige Vermögenswerte. Im Zusammenhang mit latenten Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste verweisen wir auf Kapitel 25. Die latenten Steuerverpflichtungen aus nicht ausgeschütteten ausländischen Ergebnissen belaufen sich insgesamt auf 95,9 Mio € (Vj. 57,1 Mio €). Da nicht davon auszugehen ist, dass der Muttergesellschaft kurz- oder mittelfristig Beträge zufließen werden, wurden passive latente Steuern hierfür nicht berücksichtigt. Die Bewertungsunterschiede aus zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten sind in den Posten sonstige Vermögenswerte bzw. sonstige Unterschiede berücksichtigt. 17. Sonstige finanzielle Vermögenswertescroll
Die kurzfristigen Forderungen gegen nahestehende Unternehmen betreffen insbesondere Forderungen aus dem operativen Leistungsgeschäft mit assoziierten Unternehmen und Gesellschaftern sowie Darlehen an assoziierte Unternehmen. Die Ausleihungen an Dritte beinhalten im Wesentlichen Mieterdarlehen für einzelne Liegenschaften und Ausleihungen an Kunden mit unterschiedlichen Laufzeiten. Die Forderungen gegenüber Mitarbeitern betreffen vor allem Abschlagszahlungen für noch nicht endgültig erfolgte Lohnabrechnungen sowie für geleistete Vorschüsse. Die Forderungen aus dem Verkauf von Kundenwerkzeugen betreffen noch nicht abgerechnete Kosten. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 1,6 Mio € resultiert aus der Automotive Group. Die übrigen finanziellen Forderungen beinhalten insbesondere noch nicht in Anspruch genommene Investitionsförderungen für Forschungs- und Entwicklungskosten. Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Vermögenswerte entsprechen im Wesentlichen ihren beizulegenden Zeitwerten. Ausfallrisiken der sonstigen finanziellen Vermögenswerte wurden durch Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 3,8 Mio € (Vj. 3,9 Mio €) berücksichtigt. Im Berichtszeitraum sind Erträge in Höhe von 0,1 Mio € (Vj. Aufwendungen von 0,3 Mio €) angefallen. 18. Sonstige Vermögenswertescroll
Die Steuererstattungsansprüche resultieren im Wesentlichen aus Umsatzsteuerforderungen aus dem Einkauf von Produktionsmaterialien. Die Rechnungsabgrenzungsposten umfassen insbesondere vorausgezahlte Mieten und Wartungsleistungen sowie Lizenzgebühren. Der Posten Übrige beinhaltet u.a. sonstige abgegrenzte bzw. verauslagte Kosten. Ausfallrisiken der sonstigen Vermögenswerte wurden durch Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 5,5 Mio € (Vj. 5,3 Mio €) berücksichtigt. Im Berichtszeitraum sind Aufwendungen in Höhe von 0,2 Mio € (Vj. 0,2 Mio €) angefallen. 19. Vorrätescroll
Die Wertminderungen auf Vorräte betragen im Berichtsjahr 4,7 Mio € (Vj. 12,3 Mio €). Im Vorratsbestand sind wertberichtigte Vorräte (Bruttobestände) von 344,0 Mio € (Vj. 339,3 Mio €) enthalten. 20. Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigungen entsprechen ihren beizulegenden Zeitwerten. Die Ermittlung der Risikovorsorge erfolgt nach konzerneinheitlichen Maßstäben. Die Kundenbeziehungen werden in regelmäßigen Zeitabständen analysiert. Dabei wird bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zwischen Einzelwertberichtigung und Portfoliowertberichtigung differenziert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die Einzelwertberichtigungen zu bilden sind, werden bei der Ermittlung der Portfoliowertberichtigung nicht berücksichtigt. Die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen umfasst im wesentlichen Maße Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen. die auf der Bonität des jeweiligen Kunden, aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle beruhen. Die Kreditwürdigkeit eines Kunden wird anhand des Zahlungsverhaltens und seiner Rückzahlungsfähigkeit beurteilt. Eine Einzelwertberichtigung wird vorgenommen. wenn der Kunde erhebliche finanzielle Schwierigkeiten aufweist oder eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Insolvenz vorliegt. Entsprechende Aufwendungen werden auf ein Wertberichtigungskonto gebucht. Bei nachgewiesener Uneinbringlichkeit wird eine Ausbuchung der Forderung vorgenommen. Bei Bonitätsverbesserung erfolgt eine Wertaufholung. Im Berichtsjahr haben sich dementsprechend die Einzelwertberichtigungen sowie die Wertberichtigungen auf Portfoliobasis auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen folgendermaßen entwickelt: scroll
Im Continental-Konzern werden mehrere Forderungsverkaufsprogramme genutzt. Wenn die mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen, insbesondere das Bonitäts- und Ausfallrisiko, im Wesentlichen nicht übertragen wurden, werden die Forderungen weiterhin in der Bilanz als Vermögenswert angesetzt. Im Rahmen der bestehenden Forderungsverkaufsprogramme wurden die vertraglichen Rechte auf den Erhalt der Zahlungsmittelzuflüsse an die entsprechenden Vertragspartner abgetreten. Die übertragenen Forderungen haben kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen die bilanzierten Werte zum Abschlussstichtag in Höhe von 2.095,5 Mio € (Vj. 1.702,5 Mio €) in der Regel näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die dazugehörigen Verbindlichkeiten mit einem beizulegenden Zeitwert von 910,6 Mio € (Vj. 931,4 Mio €) und einem Buchwert von 916,2 Mio € (Vj. 936,2 Mio €) stellen den aus dem Forderungsverkauf erhaltenen Liquiditätserlös dar. Das Finanzierungsvolumen des mit der Norddeutschen Landesbank Luxembourg S.A., Luxemburg, abgeschlossenen Forderungsverkaufsprogramms wurde am 27. September 2013 durch Abschluss eines neuen Rahmenvertrags von 280,0 Mio € auf 300,0 Mio € erhöht und für ein weiteres Jahr verlängert. Dieses Programm wurde Ende 2013 mit 300,0 Mio € (Vj. 280,0 Mio €) vollständig ausgenutzt. Das seit Dezember 2010 bis auf Weiteres laufende Forderungsverkaufsprogramm mit der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, Frankfurt a. M., Deutschland, sieht eine flexible Anpassung des Finanzierungsvolumens vor. So wurde zum Ende des Jahres 2013 das Finanzierungsvolumen in Höhe von 110,0 Mio € (Vj. 130,0 Mio €) mit 109,9 Mio € (Vj. 127,6 Mio €) wie im Vorjahr nahezu vollständig ausgenutzt. Am 27. September 2013 wurde das mit den US-Banken Wells Fargo Bank N.A., Atlanta, USA, The Bank of Nova Scotia, Houston, USA, und Bank of America N.A., Charlotte, USA, abgeschlossene Forderungsverkaufsprogramm mit einem unveränderten Finanzierungsvolumen von 400,0 Mio US-Dollar um ein weiteres Jahr verlängert. Das Programm wurde Ende 2013 lediglich mit 0,1 Mio € (Vj. 278,5 Mio €) in Anspruch genommen. Das Ende April 2012 mit der The Royal Bank of Scotland N.V. Niederlassung Frankfurt, Frankfurt a. M., Deutschland, aufgelegte bis auf Weiteres laufende Forderungsverkaufsprogramm sieht nach einer Vertragsanpassung im Januar 2013 nunmehr ein auf 90,0 Mio GBP erhöhtes Finanzierungsvolumen (Vj. 75,0 Mio GBP) vor und kann sowohl in Euro als auch In britischen Pfund in Anspruch genommen werden. Zum Ende des Jahres 2013 lag die Nutzung bei insgesamt 90,5 Mio € (Vj. 91,8 Mio €). Am 26. Juli 2012 wurde ein Forderungsverkaufsprogramm mit einem Finanzierungsvolumen von 300,0 Mio € mit der Crédit Agricole Corporate and Investment Bank, Paris, Frankreich, vereinbart. Das Programm hat eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren, sofern es von beiden Vertragsparteien auf jährlicher Basis verlängert wird. Die erste Verlängerung erfolgte im Juli 2013. Ende 2013 wurde das Programm mit 287,7 Mio € (Vj. 158,3 Mio €) in Anspruch genommen. Am 30. Januar 2013 erfolgte der Abschluss eines Forderungsverkaufsvertrags mit der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, Deutschland. Der am 29. Juli 2013 angepasste Vertrag hat eine Laufzeit bis Ende Januar 2020, sofern er von beiden Vertragsparteien auf jährlicher Basis verlängert wird. Das vereinbarte Finanzierungsvolumen beträgt 175,0 Mio €. Die Ausnutzung dieses Programms lag Ende 2013 bei 128,0 Mio €. Die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern sich zu den Abschlussstichtagen in folgende Laufzeitbänder: scroll
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Der Continental-Konzern geht, basierend auf historischem Zahlungsverhalten und Analyse der Kreditwürdigkeit der Kunden, davon aus, dass die überfälligen, nicht wertberichtigten Forderungen in voller Höhe beglichen werden und keine Wertberichtigung erforderlich ist. Die Forderungen zum 31. Dezember 2013 enthalten keine Beträge aus der Percentage-of-Completion-Methode. 21. Flüssige MittelDie als flüssige Mittel ausgewiesenen Zahlungsmittelbestände umfassen sämtliche Barmittel und Sichteinlagen. Als Zahlungsmitteläquivalente gelten kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Bezüglich des Zinsrisikos und der Sensitivitätsanalyse für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten verweisen wir auf Kapitel 29. 22. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswertescroll
Die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte betreffen mit 32,5 Mio € (Vj. 33,6 Mio €) das einschließlich Immobilie umgegliederte Grundstück an unserem Automotive-Standort in Deer Park, USA. Zudem sind zwei kleinere Liegenschaften in den zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten enthalten. Die im Vorjahr umgegliederten Anteile der Continental Automotive GmbH an der S-Y Systems Technologies Europe GmbH, Regensburg, Deutschland, wurden im laufenden Geschäftsjahr verkauft. Das im Vorjahr zur Weiterveräußerung erworbene Grundstück einschließlich Immobilie in der Schweiz wurde im Berichtsjahr ebenfalls verkauft. Die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte sind mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert vor Klassifizierung der Sachgesamtheit als zur Veräußerung bestimmter Vermögenswert und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. 23. Eigenkapitalscroll
Das gezeichnete Kapital der Continental AG blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert. Es beträgt zum Bilanzstichtag 512.015.316,48 € und ist eingeteilt in 200.005.983 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 2,56 € pro Aktie. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. April 2015 das Grundkapital durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 70,0 Mio € zu erhöhen (§ 4 Abs. 3 der Satzung). Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 23. April 2009 steht der Gesellschaft ein weiteres genehmigtes Kapital in Höhe von 66,0 Mio € zur Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen bis zum 22. April 2014 zur Verfügung (§ 4 Abs. 2 der Satzung). Das Grundkapital ist gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung um bis zu 3,8 Mio € bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient dazu, den Inhabern von Bezugsrechten aus dem Aktienoptionsplan 2004 bei Ausübung ihrer Bezugsrechte neue Stückaktien verschaffen zu können. Die Hauptversammlung hat am 14. Mai 2004 den Aktienoptionsplan 2004 für Vorstände und obere Führungskräfte beschlossen. Der Aktienoptionsplan 2004 ermächtigte den Vorstand nach näherer Maßgabe des Plans bis zum 13. Mai 2009 zur Gewährung von insgesamt 3.936.000 Bezugsrechten, die jeweils zum Bezug einer Aktie berechtigen. Zum Bilanzstichtag sind keine Bezugsrechte mehr ausgegeben. Das Grundkapital ist gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung um bis zu 20,0 Mio € bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient dazu, den Inhabern von Bezugsrechten aus dem Aktienoptionsplan 2008 bei Ausübung ihrer Bezugsrechte neue Stückaktien verschaffen zu können. In der Hauptversammlung vom 25. April 2008 wurde der Aktienoptionsplan 2008 beschlossen, der zur Ausgabe von bis zu 7.800.000 Bezugsrechten an Vorstände und obere Führungskräfte bis zum 24. April 2013 ermächtigt. Im Geschäftsjahr 2013 wurden wie im Vorjahr keine Bezugsrechte ausgegeben; verfallen sind 47.900 (Vj. 0) Bezugsrechte. Damit sind zum Bilanzstichtag keine Bezugsrechte mehr ausgegeben. Das Grundkapital ist gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung um bis zu 51,0 Mio € durch Ausgabe von bis zu 19.921.875 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 27. April 2012 unter Tagesordnungspunkt acht beschlossenen Ermächtigung begeben werden und ein Wandlungs- bzw. Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht in bzw. auf neue Stückaktien der Continental AG gewähren bzw. begründen. Die Ermächtigung zur Begebung der genannten Instrumente ist bis zum 26. April 2015 befristet und auf einen Gesamtnennbetrag von insgesamt 2.500 Mio € beschränkt. Zum Bilanzstichtag wurde von der Ermächtigung kein Gebrauch gemacht. Die Veränderung des bedingten Kapitals ergibt sich aus der nachstehenden Aufstellung: scroll
Nach dem Aktiengesetz bemessen sich die an die Aktionäre ausschüttbaren Dividenden ausschließlich nach dem im Jahresabschluss der Continental AG gemäß deutschem Handelsrecht ausgewiesenen Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2013 in Höhe von 913,4 Mio € (Vj. 866,5 Mio €). Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung vor, die Auszahlung einer Dividende von 2,50€ je Stückaktie zu beschließen. Die Ausschüttungssumme beträgt somit bei 200.005.983 dividendenberechtigten Aktien 500.014.957,50 €. Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. 24. Aktienorientierte VergütungDie für die aktienorientierte Vergütung zur Verfügung gestellten Eigenkapitalinstrumente sind im Rahmen der Ausführungen zum Eigenkapital unter Kapitel 23 erläutert. Im Berichtsjahr sind wie im Vorjahr keine weiteren Aufwendungen für Aktienoptionspläne angefallen. Variabler Aktienoptionsplan 2008Mit Zustimmung der Hauptversammlung vom 25. April 2008 hat die Continental AG einen variablen Aktienoptionsplan (Aktienoptionsplan 2008) für Personen aus dem Kreis der oberen Führungskräfte sowie für den Vorstand eingeführt, um der neuen Führungsstruktur nach dem Erwerb der Siemens VDO Rechnung tragen zu können. Die im Rahmen des Aktienoptionsplans gewährten Bezugsrechte berechtigen jeweils zum Bezug einer Aktie der Gesellschaft. Insgesamt können im Rahmen des Aktienoptionsplans 2008 bis zu 7,8 Mio Bezugsrechte ausgegeben werden. Die Ausgabe der Bezugsrechte einer Tranche erfolgt am elften Werktag, der auf die Veröffentlichung des Zwischenberichts über das erste Quartal des betreffenden Jahres folgt ("Ausgabetag"). Die Ausübung der Bezugsrechte kann erst nach Ablauf einer Frist von drei Jahren seit dem Ausgabetag ("Wartezeit") innerhalb einer sich unmittelbar an die Wartezeit anschließenden weiteren Frist von zwei Jahren ("Ausübungszeitraum") erfolgen. Während eines Ausübungszeitraums können die Bezugsrechte nur innerhalb bestimmter Zeiträume ("Ausübungsfenster") ausgeübt werden. Die Ausübung ist auch an die Erreichung eines "Erfolgsziels" gekoppelt. Danach ist eine Ausübung nur möglich, wenn der Durchschnitt aus den Schlusskursen der Continental-Aktie im XETRA-Handel ("durchschnittlicher Schlusskurs") während der letzten zehn Handelstage vor dem jeweiligen Ausübungsfenster mindestens 15 % (= Ausübungshürde) über dem durchschnittlichen Schlusskurs während der letzten zehn Handelstage vor dem Ausgabetag liegt. Der Ausgabebetrag für Aktien, die aufgrund einer Ausübung von Bezugsrechten aus dem Aktienoptionsplan 2008 bezogen werden ("Ausübungspreis"), entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs während der zehn Börsenhandelstage, die dem Ausgabetag vorausgehen ("Ausgabekurs"), zuzüglich eines Zuschlags, abzüglich eines Performance-orientierten Abschlags und korrigiert um einen Outperformance-orientierten Ab- bzw. Zuschlag. Der Performance-Abschlag errechnet sich in Abhängigkeit von der relativen Veränderung der EBIT-Marge des Konzerns. Die Ermittlung der Outperformance-Ab- bzw. -Zuschläge wird auf Basis der Entwicklung der Continental-Aktie im Vergleich zur Entwicklung des DAX bzw. des Börsenindex, dem die Continental-Aktie zu Beginn des Ausübungsfensters angehört, ermittelt. Die ausgegebenen Bezugsrechte werden mittels des Monte-Carlo-Simulationsmodells bewertet. Dieses Modell gewährleistet eine realitätsnahe Berücksichtigung der Auswirkungen des Erfolgsziels sowie des Performance- und des Outperformance-Abschlags. Das Modell simuliert dabei den Kurs der Continental-Aktie sowie den Kurs des MDAX, um die Outperformance der Continental-Aktie gegenüber dem Vergleichsindex und die Steigerung des durchschnittlichen Schlusskurses der Continental-Aktie gegenüber dem Referenzkurs abzubilden. Das Bewertungsmodell berücksichtigt zudem Annahmen über die Fluktuation. Die Anpassung des Ausübungspreises durch die Outperformance der Continental-Aktie im Vergleich zum MDAX ist nach IFRS eine sogenannte Market-Condition und wird nur in der Bewertung zum Ausgabetag berücksichtigt. Die Anpassung des Ausübungspreises an die Entwicklung der Umsatzrendite (EBIT in % vom Umsatz) des Continental-Konzerns ist nach IFRS eine sogenannte Performance-Condition. Das verwendete Modell berücksichtigt die Möglichkeit der vorzeitigen Ausübung der Optionen in all den Fällen, in denen der angepasste Ausübungspreis die Schwelle von 50 % des Referenzkurses unterschreiten würde und soweit das Erfolgsziel während der Ausübungsfenster erreicht ist. Darüber hinaus wird im Modell auf der Basis von Erfahrungswerten die sofortige Ausübung nach Ablauf der Sperrfrist von aus dem Konzern ausgeschiedenen Optionsberechtigten unterstellt. Die erwarteten Dividenden. die für jedes Laufzeitjahr der Optionen im Modell angesetzt werden. basieren auf veröffentlichten Schätzungen von Analysten. Für die Volatilität und Korrelation wurden die historischen Volatilitäten und die historische Korrelation herangezogen. Die Ermittlung erfolgt auf der Basis von Schlusskursen für die Continental-Aktie und den MDAX zum Bilanzstichtag. Der Betrachtungshorizont umfasst die jeweilige Restlaufzeit der Optionsrechte. Bei der Berechnung des Ausübungspreises sind Zuschläge aufgrund einer negativen Entwicklung der Continental-Aktie im Vergleich zum Referenzkurs möglich und bei der Ermittlung der Outperformance wird die Entwicklung gegenüber dem Börsenindex zugrunde gelegt. dem die Continental-Aktie zu Beginn eines Ausübungsfensters angehört. Weiterhin beinhaltet der Plan eine Höchstgrenze der erzielbaren Vermögensvorteile der Bezugsberechtigten. Letztmalig mit Ende der Sperrfrist am 16. Mai 2011 wurde für die Optionen der Tranche 2008 ein Fair Value in Höhe von 32.43 € ermittelt. Die verbleibende Vertragslaufzeit entsprach dem noch bestehenden Ausübungsfenster. Der gewichtete Durchschnitt der restlichen Vertragslaufzeit belief sich auf vier Monate und entsprach der maximalen Restlaufzeit des gesamten Aktienoptionsplans 2008. der im Mai 2013 abgelaufen ist. scroll
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Es wird die durchschnittliche Ausübungshürde
angegeben, da weder im Berichtszeitraum noch in der Vorperiode Bezugsrechte
ausgeübt wurden. Im Dezember 2008 wurde den oberen Führungskräften des Konzerns, denen Bezugsrechte aus den Aktienoptionsplänen 2004 oder 2008 eingeräumt worden waren, ein Abfindungsangebot für die erteilten und noch nicht ausgeübten Bezugsrechte unterbreitet. Hintergrund des Abfindungsangebots war der geringe Free Float der Aktie der Continental AG, durch den die Aktienkursentwicklung zufälligen Schwankungen unterworfen sein konnte, die nicht die wirtschaftliche Entwicklung von Continental widerspiegeln. Damit konnte der Aktienoptionsplan seine Wirkung als langfristiges, auf den Unternehmenserfolg ausgerichtetes Vergütungsinstrument nicht mehr erfüllen. Basis für das Abfindungsangebot war der beizulegende Zeitwert der Bezugsrechte zum 31. Oktober 2008. Der durchschnittliche gewichtete beizulegende Zeitwert der Tranchen 2005 bis 2008 betrug 3,13€ pro Bezugsrecht. Auf Basis dieser Bewertung wurde für die Auszahlungen in den Jahren 2010 und 2011 im Geschäftsjahr 2008 erstmalig eine Rückstellung gebildet. Die Annahmefrist lief bis Mitte Januar 2009. Ein Großteil der Bezugsberechtigten hat das Angebot angenommen. Im Geschäftsjahr wurde das oben genannte Erfolgsziel nicht erreicht, sodass alle noch bestehenden Bezugsrechte abgelaufen sind. Damit bestehen zum 31. Dezember keine Ansprüche mehr aus Aktienoptionsplänen. Vergütungspläne 2009 bis 2012Als Bestandteil der Vorstandsvergütungen wurde im Geschäftsjahr analog zu Vorjahren ein Teil des variablen Elements in virtuelle Aktien umgerechnet. In Höhe des Fair Values der ausstehenden virtuellen Aktien ist zum Ende der Berichtsperiode eine Rückstellung in Höhe von 35,7 Mio € (Vj. 17,1 Mio €) berücksichtigt. Die Erläuterung der Vorstandsvergütung ist dem Vergütungsbericht zu entnehmen. 25. Pensionen und ähnliche VerpflichtungenPensionen und ähnliche Verpflichtungen sind insgesamt in folgenden Bilanzposten ausgewiesen: scroll
PensionspläneZusätzlich zur gesetzlichen Altersversorgung stehen der Mehrzahl der Mitarbeiter Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus beitrags- oder leistungsorientierten Versorgungsplänen zu. Im Mittelpunkt unserer Pensionsstrategie steht die Umstellung von leistungsorientierten auf beitragsorientierte Versorgungspläne, um sowohl den Arbeitnehmern als auch dem Unternehmen ein zukunftsfähiges und transparentes Versorgungssystem zu bieten. Viele leistungsorientierte Zusagen wurden für Neueintritte oder zukünftige Dienstzeiten geschlossen und durch beitragsorientierte Pläne abgelöst. In Ländern, in denen beitragsorientierte Zusagen aus rechtlichen oder ökonomischen Gründen nicht möglich sind, wurden leistungsorientierte Pläne optimiert bzw. umgestellt, um die hiermit verbundenden Risiken aus Langlebigkeit, Inflation und Gehaltssteigerungen zu minimieren. Leistungsorientierte PläneLeistungsorientierte Pläne umfassen Pensionspläne, Abfindungszahlungen unabhängig vom Grund der Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Durch den signifikanten Anstieg der Mitarbeiterzahlen in den letzten Jahren und die starke Akquisitionstätigkeit beziehen sich die Pensionsverpflichtungen im Wesentlichen auf aktive Mitarbeiter. Die leistungsorientierten Pensionspläne umfassen 138.702 Anspruchsberechtigte, einschließlich 92.136 aktive Mitarbeiter, 17.147 ehemalige Mitarbeiter mit unverfallbaren Ansprüchen und 29.419 Pensionäre und Hinterbliebene. Die Pensionsverpflichtungen sind auf vier Länder konzentriert, Deutschland, USA, Vereinigtes Königreich und Kanada, die mehr als 90 % der gesamten Pensionsverpflichtung ausmachen. DeutschlandIn Deutschland gewährt Continental Pensionsleistungen durch den Kapitalkontenplan (Cash Balance Plan), Altzusagen und Entgeltumwandlungen. Die für die aktiven Mitarbeiter gültige Versorgungsregelung beruht im Wesentlichen auf dem Kapitalkontenplan und damit auf Leistungsbausteinen. Mit Eintritt des Versorgungsfalls wird das Versorgungsguthaben in Abhängigkeit von der Höhe des Versorgungsguthabens als Einmalleistung, in Raten oder als Rente ausgezahlt. Wesentliche Mindestgarantien bezogen auf eine bestimmte Versorgungshöhe bestehen nicht. Pensionspläne, die im Rahmen von Akquisitionen zu Continental transferiert bzw. übernommen wurden (Siemens VDO, Temic, Teves, Phoenix), wurden in den Kapitalkontenplan aufgenommen. Für die wesentlichen deutschen Gesellschaften ist der Kapitalkontenplan teilweise mit Sondervermögen im Rahmen von Treuhandstrukturen (Contractual Trust Arrangements, CTA) gedeckt. In Deutschland bestehen keine rechtlichen oder regulatorischen Mindestdotierungsverpflichtungen. Die CTA sind rechtlich unabhängig vom Unternehmen und verwalten die Planvermögen als Treuhänder im Einklang mit den jeweiligen Treuhandverträgen. Die für Deutschland ausgewiesenen Planvermögen enthalten nicht das Deckungsvermögen des CTA Continental Pension Trust e. V., da verbunden mit einem Anteilserwerb an der ContiTech AG die Planvermögenseigenschaft gemäß IAS 19 aufgegeben wurde. Einige Altzusagen werden durch zwei rechtlich selbstständige Pensionskassen gewährt. Die Pensionskasse für Angestellte der Continental Aktiengesellschaft VVaG und die Pensionskasse von 1925 der Phoenix AG VVaG sind seit dem 1. März 1984 bzw. 1. Juli 1983 geschlossen. Die Pensionskassen sind kleinere Vereine im Sinne des §53 des VAG und unterliegen der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Die Anlagevorschriften sind im Einklang mit den rechtlichen Anforderungen und der Risikostruktur der Verpflichtungen. Die Pensionskassen haben Tarife mit einem Rechnungszins von 3,5 %. Gemäß Betriebsrentengesetz haftet letztendlich die Continental für den Durchführungsweg der Pensionskasse. Gemäß IAS 19 handelt es sich daher bei den durch die Pensionskasse gedeckten Pensionsverpflichtungen um leistungsorientierte Pensionspläne. Zum 31. Dezember 2013 verfügen die Pensionskassen über die erforderliche Deckungsrücklage. Da das Vermögen einschließlich der erwirtschafteten Beträge ausschließlich den Planmitgliedern zusteht, wird die Anwartschaftsverpflichtung in gleicher Höhe wie das vorhandene Vermögen zum Zeitwert angesetzt. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen die private Vorsorge durch Entgeltumwandlung. Entgeltumwandlung wird im Wesentlichen durch eine überbetriebliche Pensionskasse für Beiträge bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der Sozialversicherung (Höchster Pensionskasse VVaG) angeboten. Die Pensionskasse sagt eine garantierte Verzinsung zu, für die letztendlich die Continental gemäß Betriebsrentengesetz haftet. Das Unternehmen haftet nicht für Garantien gegenüber Mitarbeitern anderer Unternehmen. Da es sich bei der Höchster Pensionskasse um einen gemeinschaftlichen leistungsorientierten Plan mehrerer Unternehmen handelt und Continental kein Recht hat, die für die Bilanzierung als leistungsorientierter Plan notwendigen Informationen zu erhalten, wird dieser Plan als beitragsorientierter Plan bilanziert. Für Entgeltumwandlungsbeiträge oberhalb von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze können anspruchsberechtigte Mitarbeiter den Kapitalkontenplan nutzen. Für diese Sektion erfolgt die Finanzierung über Rückdeckungsversicherungen. USAAufgrund der Akquisitionshistorie unterhält Continental verschiedene leistungsorientierte Pläne in den USA, die für Neueintritte ebenso wie für die Erdienung weiterer Ansprüche in einem Zeitraum vom 1. April 2005 bis zum 31. Dezember 2011 geschlossen wurden. Die geschlossenen leistungsorientierten Pläne sind Zusagen auf Basis des durchschnittlichen Endgehalts für Reifen- und Automotive-Angestellte sowie Kapitalkontenzusagen für ehemalige Siemens VDO Mitarbeiter. Die leistungsorientierten Pläne der gewerkschaftlich organisierten oder nicht gewerkschaftlich organisierten Arbeiter basieren auf einem Pensionsmultiplikator pro Dienstjahr. Geschlossene leistungsorientierte Pläne wurden durch beitragsorientierte Pläne abgelöst. Beitragsorientierte Pläne gelten für alle aktiven Mitarbeiter in den USA. Die Planvermögen der leistungsorientierten Pläne werden in einem sogenannten Master Trust verwaltet. Die Aufsicht über die Kapitalanlage wurde an das Pension Committee, ein konzernintern besetztes Gremium, delegiert. Die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen der Pläne basieren auf dem US-amerikanischen Employee Retirement Income Security Act (ERISA). Basierend auf diesem Gesetz ist eine Bewertung des Finanzierungsniveaus erforderlich. Der verwendete Rechnungszins für diese Bewertung ist der durchschnittliche Zins über eine Periode von 25 Jahren und daher aktuell höher als der Rechnungszins zur Diskontierung der Verpflichtungen unter IAS 19. Die gesetzliche Bewertung führt daher zu einer niedrigeren Verpflichtung als die entsprechende gemäß IAS 19. Es gibt eine regulatorische Anforderung, in den leistungsorientierten Plänen ein Mindestfinanzierungsniveau von 80 % sicherzustellen, um Leistungseinschränkungen zu vermeiden. Vereinigtes KönigreichResultierend aus der Akquisitionshistorie unterhält Continental vier leistungsorientierte Pläne. Alle Pläne sind Zusagen auf Basis des durchschnittlichen oder letzten Endgehalts. Die vier Pläne wurden im Zeitraum zwischen 1. April 2002 und 30. November 2004 für Neueintritte geschlossen. Für alle seitdem eingetretene Mitarbeiter bietet Continental beitragsorientierte Pläne an. Die Finanzierungsbedingungen werden von der Regulierungsbehörde für Pensionen und den entsprechenden Gesetzen und Vorschriften bestimmt. Die leistungsorientierten Pläne werden von Treuhandgesellschaften verwaltet, deren geschäftsführende Organe (Board of Trustees) durch die Treuhandvereinbarung und das Gesetz allein dem Wohl der Begünstigten verpflichtet sind. Die notwendige Finanzierung wird alle drei Jahre durch technische Bewertungen nach Maßgabe der lokalen Vorschriften bestimmt. Dabei werden die Verpflichtungen mit einem Diskontierungssatz basierend auf Staatsanleihen sowie mit weiteren konservativ gewählten versicherungsmathematischen Annahmen bewertet. Im Vergleich zur IAS 19-Bewertung, die den Diskontierungszinssatz von erstrangigen Unternehmensanleihen ableitet, führt dies in der Regel zu einer höheren Verpflichtung. Drei von vier leistungsorientierten Plänen zeigen auf Basis der letzten technischen Bewertung ein Finanzierungsdefizit. Trustees und Unternehmen haben sich jeweils auf einen "Recovery" Plan geeinigt, der zusätzliche zeitlich begrenzte jährliche Zahlungen vorsieht. Die letzten technischen Bewertungen der vier leistungsorientierten Pensionspläne haben zwischen Dezember 2011 und März 2013 stattgefunden und führten zum folgenden Ergebnis:
KanadaDurch die vollständige Ausfinanzierung über eine externe Versicherung einiger leistungsorientierter Zusagen sind die kanadischen Pläne nicht mehr signifikant. Die Schwankungen in der Höhe der Pensionsverpflichtung, die aus den Währungskurseffekten resultieren, unterliegen den gleichen Risiken wie die Gesamtgeschäftsentwicklung. Diese beziehen sich hauptsächlich auf die Währungen der USA, Kanadas und des Vereinigten Königreichs und sind für den Continental-Konzern unwesentlich. Zu Auswirkungen der Zinsrisiken sowie des Langlebigkeitsrisikos auf die Pensionsverpflichtungen verweisen wir auf die weiter im Kapitel aufgeführten Sensitivitäten. Nettobilanzbetrag der Pensionsrückstellungenscroll
Die Pensionsrückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 157,5 Mio € reduziert. Der Rückgang der Pensionsverpflichtungen resultiert im Wesentlichen aus einem geringfügigen Anstieg der Diskontierungszinssätze, der zu versicherungsmathematischen Gewinnen führt. Der aktive Saldo aus Pensionsverpflichtungen und zugehörigen Fonds erhöhte sich um 4,0 Mio €. Die nachfolgenden Tabellen zeigen eine Aufteilung der Pensionsverpflichtungen für Deutschland, die USA, Kanada, das Vereinigte Königreich sowie die übrigen Länder und die Gesamtwerte für den Continental-Konzern. Die Überleitung der Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts am Beginn und am Ende des Berichtsjahres stellt sich wie folgt dar: scroll
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Die Überleitung der Veränderungen des Fondsvermögens am Beginn und am Ende des Berichtsjahres stellt sich wie folgt dar: scroll
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Der Anwartschaftsbarwert zum 31. Dezember 2013 bezieht sich mit 3.966,7 Mio € (Vj. 4.050,3 Mio €) auf Pläne, die ganz oder teilweise aus einem Fonds finanziert sind, und mit 85,5 Mio € (Vj. 76,4 Mio €) auf Pläne, die nicht durch Fonds finanziert sind. Die Reduzierung des Anwartschaftsbarwerts um 74,5 Mio € gegenüber dem 31. Dezember 2012 resultiert insbesondere aus einem Anstieg des Abzinsungsfaktors und den damit zusammenhängenden versicherungsmathematischen Gewinnen, die die Erhöhung des Dienstzeitaufwands der laufenden Berichtsperiode deutlich überkompensieren. Das Fondsvermögen in Deutschland beinhaltet Aktiva des CTA in Höhe von 311,6 Mio € (Vj. 298,1 Mio €), der Pensionskassen in Höhe von 307,0 Mio € (Vj. 320,6 Mio €) sowie der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 91,7 Mio € (Vj. 90,6 Mio €). Die versicherungsmathematischen Gewinne des Fondsvermögens in Deutschland resultieren aus den Pensionskassen mit 2,6 Mio € (Vj. 12,2 Mio € versicherungsmathematischer Verlust) und aus dem CTA mit 3,4 Mio € (Vj. 9,5 Mio €). Innerhalb des Continental-Konzerns gibt es in Deutschland Pensionskassen, die seit dem 1. Juli 1983 bzw. 1. März 1984 für Neueintritte geschlossen sind. Zum 31. Dezember 2013 verfügen die Pensionskassen über die erforderliche Deckungsrücklage; eine Nachschusspflicht besteht nicht. Das gebundene Fondsvermögen weist zum 31. Dezember 2013 einen beizulegenden Zeitwert von 307,0 Mio € (Vj. 320,6 Mio €) aus. Die Pensionskassen haben Tarife mit einem Rechnungszins von 3,50 %. Gemäß Betriebsrentengesetz haftet letztendlich die Continental AG für den Durchführungsweg der Pensionskasse, wonach es sich um einen leistungsorientierten Pensionsplan, der im Rahmen der Entwicklung der Pensionsrückstellungen auszuweisen ist, handelt. Da das Vermögen einschließlich der erwirtschafteten Erträge ausschließlich den Planmitgliedern zusteht, wird die Anwartschaftsverpflichtung in gleicher Höhe wie das vorhandene Vermögen zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. In der folgenden Tabelle ist die Überleitung des Finanzierungsstatus zu den in der Bilanz enthaltenen Beträgen dargestellt: scroll
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Differenz zwischen Fondsvermögen und Anwartschaftsbarwert Der Bilanzbetrag ist in folgenden Bilanzposten enthalten: scroll
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Der Pensionsplan der Continental Automotive Trading UK Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich, weist zum Ende des Geschäftsjahres ein Planvermögen aus, das höher als der Anwartschaftsbarwert ist. Der Ansatz eines solchen Aktivpostens ist beschränkt auf den Barwert des Nutzens, den der Konzern daraus ziehen kann (Asset Ceiling). Zum 31. Dezember 2013 entspricht dieser Barwert 0,0 Mio € (Vj. 0,0 Mio €). Die zur Berechnung der Pensionsverpflichtungen notwendigen Prämissen - insbesondere für die Abzinsungsfaktoren, die langfristigen Entgeltsteigerungsraten sowie die erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens - werden länderspezifisch festgelegt. In den wesentlichen Pensionsplänen werden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Bewertungsfaktoren zum 31. Dezember des Jahres verwendet: scroll
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Ohne Berücksichtigung der Pensionskassen. Ein weiterer Parameter für die Bewertung der Pensionsverpflichtung ist der langfristige Rententrend. Folgender gewichteter durchschnittlicher langfristiger Rententrend wurde zum 31. Dezember 2013 für die wesentlichen Länder verwendet: Deutschland 1,75 %, Kanada 1,8 %, Vereinigtes Königreich 3,4 %. Für die USA stellt der langfristige Rententrend keinen wesentlichen Bewertungsparameter dar aufgrund der Tatsache, dass die Pensionspläne für Neubeitritte sowie die Erdienung weiterer Ansprüche geschlossen sind. Die Netto-Pensionsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
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Die Plankürzungen und -abgeltungen 2012 resultieren insbesondere aus der Restrukturierung des Standorts Chatham, Kanada. In der folgenden Tabelle ist die Überleitung der Veränderungen in versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten am Beginn und am Ende des Berichtsjahres dargestellt: scroll
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Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung aufgrund von Änderungen in den getroffenen versicherungsmathematischen Annahmen und den erfahrungsbedingten Anpassungen. Ein leichter Anstieg des Abzinsungsfaktors gegenüber dem Jahr 2012 führte in der Berichtsperiode 2013 zu versicherungsmathematischen Gewinnen in fast allen wesentlichen Ländern. Die in der Berichtsperiode 2012 aufgelaufenen versicherungsmathematischen Verluste sind hingegen im Wesentlichen auf einen starken Rückgang des Abzinsungsfaktors im Vergleich zum Berichtsjahr 2011 zurückzuführen. Eine Veränderung des Diskontierungszinssatzes für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen um einen halben Prozentpunkt nach oben bzw. unten hätte bei Beibehaltung der übrigen Annahmen zum Bilanzstichtag folgende Auswirkungen auf die Pensionsverpflichtungen gehabt: scroll
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Ohne Berücksichtigung der Pensionskassen. Eine Veränderung der langfristigen Entgeltsteigerungsrate um einen halben Prozentpunkt nach oben bzw. nach unten hätte zum Bilanzstichtag bei Beibehaltung der übrigen Annahmen folgende Auswirkungen auf die wesentlichen Pensionsverpflichtungen gehabt: scroll
Eine Veränderung des langfristigen Rententrends um einen halben Prozentpunkt nach oben bzw. nach unten hätte zum Bilanzstichtag bei Beibehaltung der übrigen Annahmen folgende Auswirkungen auf die wesentlichen Pensionsverpflichtungen gehabt: scroll
Veränderungen des Abzinsungsfaktors sowie des Gehalts- und Rententrends wirken sich aufgrund der finanzmathematischen Berechnungssystematik (insbesondere aufgrund des Zinseszinseffekts) nicht linear auf die Höhe des Anwartschaftsbarwerts aus. Deshalb ist die Wirkung auf die aus der Pensionsverpflichtung abgeleiteten Netto-Pensionsverpflichtungen infolge eines Anstiegs bzw. Rückgangs der finanzmathematischen Annahmen nicht betragsgleich. Zusätzlich zu den oben genannten Sensitivitäten wurde der Einfluss einer um ein Jahr höheren Lebenserwartung auf den Anwartschaftsbarwert der wesentlichen Länder ermittelt. Eine um ein Jahr gestiegene Lebenserwartung würde zu einem um 90,4 Mio € höheren Anwartschaftsbarwert führen, der sich wie folgt verteilte: Deutschland 59,3 Mio €, USA 24,0 Mio €, Vereinigtes Königreich 5,5 Mio € und Kanada 1,6 Mio €. PensionsfondsDie Struktur des Konzern-Planvermögens wird laufend durch die Anlageausschüsse unter Berücksichtigung der prognostizierten Pensionsverpflichtungen überprüft. Dabei überprüfen die Anlageausschüsse regelmäßig die Investitionsentscheidungen, die zugrunde liegenden Renditeerwartungen der einzelnen Anlageklassen unter Berücksichtigung von Erfahrungswerten sowie die Auswahl der externen Fondsmanager. Die Portfoliostrukturen der Fondsvermögen der Pensionspläne zum Bewertungsstichtag für die Geschäftsjahre 2013 und 2012 sind nachfolgender Darstellung zu entnehmen: scroll
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Einzahlungen durch den Arbeitgeber in PensionsfondsDie folgende Tabelle zeigt die in bar geleisteten Einzahlungen des Unternehmens in die Pensionsfonds für 2013 und 2012 sowie die erwarteten Einzahlungen für 2014: scroll
Die nachfolgende Übersicht enthält die im Berichtsjahr und die im Vorjahr geleisteten Pensionszahlungen sowie die für die kommenden zehn Geschäftsjahre erwarteten Zahlungen (nicht abgezinst): scroll
Die Pensionszahlungen ab 2012 betreffen sowohl Einmalzahlungen im Rahmen von Kapitalkontenplänen als auch kontinuierliche Rentenzahlungen. Bei einem Wahlrecht des Mitarbeiters auf eine einmalige Auszahlung der Rente bzw. auf ratierliche Rentenzahlungen wurde unterstellt, dass die Zahlungen in einem Einmalbetrag geleistet werden. Zudem wurde bei der Ermittlung der zukünftigen Rentenzahlungen der frühestmögliche Renteneintritt der entsprechenden Mitarbeiter unterstellt. Der tatsächliche Renteneintritt könnte später liegen und damit könnten die Rentenzahlungen in den jeweiligen Jahren geringer ausfallen. Die Beträge für die laufende und die vier vorangegangenen Berichtsperioden des Anwartschaftsbarwerts, Fondsvermögens, Fehlbetrags sowie der erfahrungsbedingten Anpassungen der Planschulden und des Planvermögens lauten wie folgt: scroll
Die Reduzierung des Fehlbetrags im Vergleich zum Vorjahr resultiert insbesondere aus der Veränderung des Anwartschaftsbarwerts. Der Anstieg des Abzinsungsfaktors führt zu versicherungsmathematischen Gewinnen in allen Ländern. Andere VersorgungsleistungenEinige Tochtergesellschaften, vorwiegend in den USA und Kanada, gewähren ihren Mitarbeitern unter bestimmten Alters-bzw. Betriebszugehörigkeitsvoraussetzungen Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen für die Zeit nach der Pensionierung. Die Leistungen und die Ansprüche darauf können modifiziert werden. Den gewerblichen Mitarbeitern der gewerkschaftlich organisierten Reifenwerke in den USA wird diese Art von Altersvorsorgezusagen im Rahmen von Tarifverträgen angeboten. Für diese Zusatzleistungen besteht kein gesondertes Fondsvermögen. Die Überleitung der Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts und des Finanzierungsstatus am Beginn und am Ende des Berichtsjahres stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Reduzierung des Anwartschaftsbarwerts resultiert insbesondere aus den versicherungsmathematischen Gewinnen aufgrund gestiegener Abzinsungsfaktoren. Ende 2006 wurde in den USA allen Lohnempfängern im Reifenbereich einschließlich der bereits pensionierten ehemaligen Mitarbeiter angekündigt, dass ab Anfang 2007 die Obergrenze der medizinischen Vorsorgeleistungen weiter reduziert wird. Damit wurden diese Begünstigten auf eine einheitliche Vorsorgedeckung gebracht. Diese Plananpassungen führten 2006 zu einer Auflösung der bisher gebildeten Rückstellung für Altersvorsorgeverpflichtungen in Höhe von 108,8 Mio €. Gegen diese Maßnahme hatten Betroffene Ende 2006 eine Sammelklage eingereicht. Aufgrund eines gerichtlich genehmigten Vergleichs, der den Rechtsstreit beendet hat, musste das Unternehmen eine einmalige Zahlung in Höhe von insgesamt 43,5 Mio € als Ausgleich leisten. Die Zahlung erfolgte größtenteils 2008, der ausstehende Restbetrag wurde über die folgenden sieben Jahre verteilt. Die zum 31. Dezember 2013 verbleibende Rückstellung in Höhe von 2,5 Mio € (Vj. 5,2 Mio €) ist unter den pensionsähnlichen Verpflichtungen erfasst. Die zur Berechnung der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen gesetzten Prämissen für die Abzinsung sowie für die Steigerungsrate variieren entsprechend den Gegebenheiten in den USA und Kanada. Hierzu wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Bewertungsfaktoren zum 31. Dezember des Jahres verwendet: scroll
Die Nettoaufwendungen der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen aus einer 0,5 %igen Veränderung des Kostentrends auf die Gesundheitsfürsorge- und die Lebensversicherungsverpflichtungen: scroll
Eine Veränderung des oben angegebenen, bereits feststehenden Abzinsungsfaktors für die Ermittlung der Nettoaufwendungen der Verpflichtungen zu Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen von jeweils einem halben Prozentpunkt hätte sich folgendermaßen auf die Nettoaufwendungen ausgewirkt: scroll
Nachfolgende Übersicht enthält die im Berichtsjahr und die im Vorjahr für andere Versorgungsleistungen geleisteten Zahlungen sowie die für die kommenden zehn Geschäftsjahre erwarteten Zahlungen (nicht abgezinst): scroll
Die Beträge für die laufende und die vier vorangegangenen Berichtsperioden des Anwartschaftsbarwerts, Fehlbetrags sowie der erfahrungsbedingten Anpassungen der Planschulden lauten wie folgt: scroll
Pensionsähnliche VerpflichtungenEinige Konzerngesellschaften haben Zusagen erteilt, bei denen die Aufwendungen der Gesellschaft auf einem fixierten Prozentsatz der Vergütung basieren. Diese Ansprüche werden bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgezahlt. Im Geschäftsjahr haben die Aufwendungen für diese Verpflichtungen 2,8 Mio € (Vj. 1,8 Mio €) betragen. Beitragsorientierte PensionspläneDer Continental-Konzern gewährt seinen Mitarbeitern betriebliche Altersversorgung in Form von beitragsorientierten Plänen, insbesondere in den USA, im Vereinigten Königreich, Japan und China. Der Aufwand für die beitragsorientierten Versorgungspläne, ohne Berücksichtigung der Zahlungen an die gesetzlichen Rentenversicherungssysteme, lag im Geschäftsjahr bei 53,4 Mio € (Vj. 32,0 Mio €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus den in den USA neu abgeschlossenen Kompensationsplänen. 26. Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungenscroll
Die Rückstellungen für sonstige Risiken haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die Inanspruchnahmen der Strukturrückstellungen betreffen im Wesentlichen die Abwicklung der in vorherigen Jahren verabschiedeten Restrukturierungsmaßnahmen, insbesondere an den deutschen Standorten Wetzlar, Babenhausen, Karben und Dortmund. Die Auflösungen der Strukturrückstellungen sind insbesondere auf den Standort Babenhausen, Deutschland, zurückzuführen. Die Zuführung zu den Strukturrückstellungen lässt sich im Wesentlichen herleiten aus der Restrukturierungsmaßnahme in Clairoix, Frankreich, sowie aus den im Geschäftsbereich Infotainment &Connectivity im Segment Interior durchgeführten Restrukturierungen an den Standorten Manaus, Brasilien, Bizerte, Tunesien, Wetzlar, Deutschland, Rambouillet, Frankreich, Nogales, Mexiko, Tianjin, China, Melbourne, Australien, Guarulhos, Basilien, und Deer Park, USA. Die Zuführungen zu den Prozess- und Umweltrisiken betreffen wie im Vorjahr im Besonderen Produkthaftungsrisiken aus dem Reifenbereich in den USA. Die weiteren Zuführungen betreffen unter anderem das Kartellverfahren der Korea Fair Trade Commission gegen die Continental Automotive Electronics LLC, Buganmyeon, Südkorea. Wir verweisen auf Kapitel 34. Die Inanspruchnahmen beinhalten hauptsächlich die zuvor genannten Produkthaftungsrisiken im Reifenbereich sowie Auszahlungen im Zusammenhang mit den Entscheidungen von Kartellbehörden gegen die Dunlop Oil &Marine Ltd., Grimsby, Vereinigtes Königreich. Die Altersteilzeitrückstellungen sind mit einem Diskontierungszinssatz von 1,75 % (Vj. 1,25 %) berechnet. Die Zinskomponente wird nach dem Wahlrecht unter IAS 19 nicht mehr innerhalb der Funktionskosten, sondern im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Jubiläumsrückstellungen sind mit einem Diskontierungszinssatz von 3,5 % (Vj. 3,4 %) berechnet. Die Zinskomponente wird nach dem Wahlrecht unter IAS 19 nicht mehr innerhalb der Funktionskosten, sondern im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Entwicklung der Rückstellungen für Gewährleistungen beinhaltet Inanspruchnahmen in Höhe von 233,6 Mio € (Vj. 243,0 Mio €) sowie Auflösungen in Höhe von 135,4 Mio € (Vj. 232,4 Mio €), denen Zuführungen von 353,0 Mio € (Vj. 264,0 Mio €), insbesondere für spezifizierte Einzelfälle innerhalb der Automotive Group, gegenüberstehen. Bezüglich der Änderungen im Konsolidierungskreis verweisen wir auf Kapitel 5. Die übrigen Rückstellungen beinhalten zudem Rückstellungen für Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit, u.a. im Zusammenhang mit fest kontrahierten Liefer- und Abnahmevereinbarungen. 27. ErtragsteuerverbindlichkeitenDie Steuerverbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Für die Überleitung zu den in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellten gezahlten Ertragsteuern sind zusätzlich zu den hier ausgewiesenen Inanspruchnahmen sowie laufenden Vorauszahlungen die zahlungswirksamen Veränderungen der Ertragsteuerforderungen einzubeziehen. 28. Finanzschuldenscroll
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Davon durch Grundschulden, Hypotheken und
vergleichbare Sicherheiten gedeckte Beträge in Höhe von 4,3 Mio €
(Vj. 9,9 Mio €). Zusammensetzung der wesentlichen Continental-Anleihenscroll
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Ursprüngliche Fälligkeit Juli 2015, vorzeitige
Rückzahlung am 15. Juli 2013 zu 104,25 %. Der Buchwert der Anleihen verminderte sich um 754,7 Mio € von 3.744,2 Mio € Ende 2012 auf 2.989,5 Mio € zum Ende des Geschäftsjahres 2013. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die vorzeitige Rückzahlung der von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, im Jahr 2010 emittierten vier Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 3,0 Mrd € zurückzuführen. Im Zeitraum Mai bis September 2013 wurden die in den jeweiligen Anleihebedingungen vorgesehenen Rückkaufoptionen für alle vier Anleihen ausgeübt. Ihre vorzeitige Rückzahlung erfolgte im Zeitraum Juli bis November 2013 zu den ebenfalls in den jeweiligen Emissionsbedingungen festgelegten Rückzahlungskursen. Diese bewegten sich in einer Spanne von 103,25 % bis 104,25 %. Zur teilweisen Refinanzierung der vorzeitig zurückgezahlten Anleihen haben die Continental AG und die Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, unter dem im Mai 2013 aufgesetzten Rahmen-Emissionsprogramm für Anleiheemissionen (Debt Issuance Programme, DIP) mit einem maximalen Programmvolumen von 5,0 Mrd € im dritten Quartal 2013 drei Euro-Anleihen mit einem Volumen von jeweils 750,0 Mio € begeben. Die Laufzeiten dieser Anleihen liegen zwischen dreieinhalb und sieben Jahren und die Verzinsung erfolgt zu Sätzen zwischen 2,5 % und 3,125 % p.a. Für die im Juli 2013 emittierte fünfjährige Anleihe sind halbjährlich nachträgliche Zinszahlungen vorgesehen, für die beiden im September 2013 platzierten Anleihen werden die Zinsen jährlich nachträglich gezahlt. Neben der Verbesserung des Fälligkeitenprofils der Finanzschulden wird durch diese Emissionen insbesondere auch die zukünftige Zinslast deutlich reduziert. Die durchschnittliche Verzinsung der neuen Anleihen liegt bei 2,875 % p.a., für die vorzeitig zurückgezahlten Anleihen aus dem Jahr 2010 hingegen war ein durchschnittlicher Zinssatz von 7,464 % p.a. zu zahlen. Die in US-Dollar denominierte Anleihe mit einem Emissionsvolumen von 950,0 Mio US-Dollar, die durch die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 2012 begeben wurde, ist die letzte Anleihe im Bestand, bei welcher die in den Anleihebedingungen eingeräumte Option zur vorzeitigen Rückzahlung der Anleihe wie im Vorjahr gemäß IAS 39 als eingebettetes Derivat bewertet wurde (siehe dazu auch die Ausführungen in Kapitel 29). Im Buchwert der Anleihen sind ferner die von der Continental Tire Andina S.A., Quito, Ecuador, in den Jahren 2011 bis 2013 emittierten US-Dollar-Anleihen mit insgesamt 8,1 Mio € (Vj. 6,8 Mio €) enthalten sowie eine Ende August 2013 von der Continental AG zu 100,0 % begebene Privatplatzierung mit einem Volumen von 50,0 Mio €, einem Zinssatz von 3,9 % p.a. und einer Laufzeit von zwölf Jahren. Zusammensetzung der Finanzierungszusagen von Kreditinstitutenscroll
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SK: Syndizierter Kredit; LB: Langfristiges
Bankdarlehen. Die Vorjahreszahlen sind vergleichbar dargestellt. Erläuterungen der Abkürzungen
Am 31. Dezember 2013 bestanden Finanzierungszusagen von Kreditinstituten in Höhe von 5.999,5 Mio € (Vj. 5.852,4 Mio €). Zum Stichtag waren davon nominal 3.833,3 Mio € (Vj. 2.801,3 Mio €) ungenutzt. Davon entfallen 3,0 Mrd € (Vj. 2.154,1 Mio €) auf die revolvierende Tranche des syndizierten Kredits, die im Rahmen des im Januar 2013 neu abgeschlossenen Vertrags für den ursprünglich im April 2014 fälligen syndizierten Kredit von 2,5 Mrd € auf nunmehr 3,0 Mrd € aufgestockt wurde. Zur Deckung des kurzfristigen Kreditbedarfs hat der Continental-Konzern im Berichtsjahr das Commercial Paper-Programm, die Forderungsverkaufsprogramme und die diversen Banklinien genutzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen am 31. Dezember 2013 bei 2.150,5 Mio € (Vj. 3.030,7 Mio €) und damit 880,2 Mio € unter dem Vorjahresniveau. Diese Reduzierung ist insbesondere auf die deutlich geringere Inanspruchnahme des syndizierten Kredits zum 31. Dezember 2013 zurückzuführen. Im Rahmen der weiteren Verbesserung der Finanz- und Fälligkeitenstruktur mit dem Ziel, gleichzeitig die Flexibilität zu erhöhen, startete Continental bereits im Dezember 2012 mit dem Refinanzierungsprozess für den ursprünglich im April 2014 fälligen syndizierten Kredit. Im Rahmen der am 22. Januar 2013 abgeschlossenen Vereinbarung wurde das Kreditvolumen von 4.637,1 Mio € zum Ende des Jahres 2012 auf insgesamt 4,5 Mrd € gesenkt und in zwei Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgeteilt: ein Festdarlehen in Höhe von 1,5 Mrd € mit einer Laufzeit von drei Jahren sowie die vorab erwähnte Aufstockung der revolvierenden Kreditlinie von 2,5 Mrd € auf nunmehr 3,0 Mrd € mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Die Tranche C des vorherigen syndizierten Kredits wurde in diesem Zusammenhang durch eine Teilrückführung von bisher 2.137,1 Mio € auf 1,5 Mrd € reduziert. Continental hat unter dem neuen Kreditvertrag keine dinglichen Sicherheiten mehr zu stellen und weitere Vereinfachungen des Dokumentationsaufwands erreicht. Die Kreditmargen orientieren sich auch unter dem neuen syndizierten Kreditvertrag an der Leverage Ratio (Nettoverschuldung/EBITDA, gemäß Definition syndizierter Kreditvertrag) des Continental-Konzerns. Die bereits zum Jahresende 2012 erzielte Verbesserung der Leverage Ratio führte ab dem zweiten Quartal 2013 zu einer weiteren Margensenkung. Das zugesagte Volumen des syndizierten Kredits beträgt Ende 2013 weiterhin 4,5 Mrd € (Vj. 4.637,1 Mio €). Er wurde zum Berichtsstichtag in einer Höhe von nominal 1.500,0 Mio € (Vj. 2.483,0 Mio €) nur durch die Continental AG in Anspruch genommen (Vj. Ausnutzung durch die Continental AG und die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA). Wie im Vorjahr wurden auch im Jahr 2013 die vereinbarten Financial Covenants zum jeweiligen Quartalsstichtag eingehalten. Zur Struktur der Fälligkeiten der Finanzschulden verweisen wir auf Kapitel 29. LeasingverbindlichkeitenDie aus den Leasingverträgen künftig resultierenden Zahlungsverpflichtungen zeigt die folgende Tabelle: scroll
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Der beizulegende Zeitwert der Leasingverbindlichkeiten beträgt 56,9 Mio € (Vj. 70,5 Mio €). Der effektive Zinssatz der wesentlichen Leasingverträge liegt unverändert zum Vorjahr zwischen 5,5% und 8,3%. 29. FinanzinstrumenteDie Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, aufgegliedert nach den Klassen der Bilanz sowie lang- und kurzfristige Positionen zusammengefasst, stellen sich wie folgt dar: scroll
Erläuterungen der Abkürzungen
Die Finanzinstrumente der Kategorie zu Handelszwecken gehalten sind mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst. Die Finanzinstrumente der Kategorie zur Veräußerung verfügbar sind ebenfalls mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst; es sei denn, dieser ist nicht verlässlich ermittelbar, dann werden die finanziellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten erfasst. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen die bilanzierten Werte zum Abschlussstichtag in der Regel näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die derivativen Finanzinstrumente, die den Anforderungen des Hedge Accounting entsprechen, werden keiner IAS 39-Bewertungskategorie zugeordnet, da sie explizit aus den einzelnen Bewertungskategorien ausgeschlossen sind. Die derivativen Finanzinstrumente, für die kein Hedge Accounting angewendet wird, werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten kategorisiert. Die beizulegenden Zeitwerte der sonstigen Finanzschulden sowie der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing wurden durch Diskontierung aller künftigen Zahlungsströme mit den jeweils geltenden Zinssätzen für die entsprechenden Restlaufzeiten unter Berücksichtigung eines unternehmensspezifischen Bonitätsspreads ermittelt. Die Summe der positiven Buchwerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko des Continental-Konzerns aus finanziellen Vermögenswerten. Die nachstehende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zum einen gemäß IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und zum anderen die Klassen von Finanzinstrumenten, für die vergleichsweise zum Buchwert der beizulegende Zeitwert ermittelt wurde. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Die Stufen der Fair Value-Hierarchie sind wie folgt definiert:
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Finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die gemäß Level 3 der Fair Value-Hierarchie bewertet werden, sind im Continental-Konzern derzeit nicht vorhanden. Es wurden keine Transfers zwischen verschiedenen Leveln der Fair Value-Hierarchie vorgenommen. Die Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis (Kapitel 9) ausgewiesen. Es wurden keine Zinserträge aus wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten erwirtschaftet. Die Wertberichtigung auf Kredite und Forderungen resultiert im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In das Ergebnis der Folgebewertung der zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gehen sowohl Zins- als auch Währungseffekte ein. Die Wertänderungen der als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten finanziellen Vermögenswerte, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden, betragen im Berichtsjahr 3,9 Mio € (Vj. 10,0 Mio €); 2013 wurde ein Betrag in Höhe von 4,2 Mio € (Vj. 2,5 Mio €) aus dem Eigenkapital entnommen und ergebniswirksam erfasst. SicherheitenInsgesamt werden zum 31. Dezember 2013 finanzielle Vermögenswerte als Sicherheiten in Höhe von 2.463,0 Mio € (Vj. 2.528,1 Mio €) gestellt. Im Berichtsjahr umfassen die Sicherheiten wie im Vorjahr im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen; der Rest betrifft verpfändete Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen von Forderungsverkaufsprogrammen verkauft wurden, sowie die oben beschriebenen Sicherheiten in Form von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Kapitel 20 dargestellt. Im Januar 2013 wurde der zuletzt im Jahr 2011 angepasste syndizierte Kredit durch einen neuen syndizierten Kredit über nominal 4,5 Mrd € vollständig abgelöst. Der neue syndizierte Kredit beinhaltet ein Festdarlehen über 1,5 Mrd € mit einer Laufzeit bis Januar 2016 und ein revolvierendes Darlehen über nominal 3,0 Mrd € mit einer Laufzeit bis Januar 2018. Das im Jahr 2011 mit dem damaligen Bankenkonsortium vereinbarte Sicherheitenpaket entfiel mit dem Abschluss des neuen syndizierten Kredits. Einige wenige ausgewählte Tochtergesellschaften garantieren weiterhin für den neuen syndizierten Kredit. Weitere Sicherheiten werden in diesem Zusammenhang nicht gestellt. An den Garantien der Tochtergesellschaften partizipieren auch die Anleihegläubiger aus der im September 2012 von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, in einem Gesamtvolumen von 950,0 Mio US-Dollar begebenen Anleihe sowie die Anleihegläubiger der unter dem Debt Issuance Programme im Jahr 2013 begebenen drei Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 2,25 Mrd €. Sicherungspolitik und FinanzderivateAufgrund der internationalen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten sowie der damit verbundenen Finanzierung ist der Konzern Schwankungen infolge von Wechselkursänderungen und variablen Zinsen ausgesetzt. Sofern die Fremdwährungsrisiken aus gegenseitigen Liefer- und Zahlungsströmen nicht vollständig kompensiert werden, werden anhand fortlaufend angepasster Devisenkurserwartungen die Wechselkursrisiken in Einzelfällen mit geeigneten Finanzinstrumenten abgesichert. Weiterhin werden die langfristigen und kurzfristigen Zinsentwicklungen kontinuierlich überwacht und bei Bedarf durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten gesteuert. Somit ermöglichen derivative Zins- und Währungsinstrumente die Aufnahme von Fremdkapital in jeder gewünschten Zins- und Währungsausstattung unabhängig vom Ort des Finanzierungsbedarfs. Für den Einsatz von Sicherungsinstrumenten bestehen konzernweite Policies, deren Einhaltung regelmäßig von der Internen Revision überprüft wird. Interne Abwicklungsrisiken werden durch eine strikte funktionale Trennung der Aufgabenbereiche minimiert. 1. WährungsmanagementDie internationale Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten führt zu Liefer- und Zahlungsströmen in unterschiedlichsten Währungen. Daraus leitet sich ein Verlustrisiko ab, denn Vermögenswerte, die in einer Währung mit sinkendem Wechselkurs notiert sind, verlieren an Wert. Parallel dazu verteuern sich Verbindlichkeiten in einer Währung mit steigendem Wechselkurs. Das Netto-Exposure, das sich im Wesentlichen aus der Saldierung der Exporte mit den Importen in den einzelnen Währungen ergibt, wird bei Continental regelmäßig erfasst und bewertet. Seit mehreren Jahren wird ein Natural Hedge-Ansatz zur Reduzierung des Währungskursrisikos praktiziert, sodass der Saldo zwischen Einzahlungen und Auszahlungen in den jeweiligen Fremdwährungen möglichst gering gehalten wird. Darüber hinaus wird die erwartete Entwicklung der Devisenkurse beobachtet und analysiert. Wechselkursrisiken werden gegebenenfalls mit geeigneten Finanzinstrumenten abgesichert. Im Rahmen dieses Währungsmanagements sind enge Grenzen für offene Positionen gesetzt. Sie schränken das Risiko aus dem Abschluss von Sicherungsgeschäften stark ein. Zur Absicherung dürfen ausschließlich derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, die sich im Risikomanagementsystem abbilden und bewerten lassen. Der Einsatz von Finanzinstrumenten, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, ist ausgeschlossen. Das im Ausland gebundene Nettovermögen des Konzerns wird in der Regel nicht gegen Wechselkursveränderungen abgesichert. Operative FremdwährungsrisikenIm Rahmen des Währungsmanagements werden bekannte und zukünftig erwartete Fremdwährungszahlungsströme der Konzerngesellschaften weltweit zusammengefasst. Diese Geldbewegungen stellen die Transaktionsrisiken des Konzerns dar und definieren sich als Netto-Cashflow je Währung auf rollierender Zwölfmonatsbasis. Der wöchentlich tagende Zins- und Währungsausschuss beschließt die Sicherungsmaßnahmen. Diese dürfen ohne gesonderte Vorstandsgenehmigung 30 % des Zwölfmonats-Exposure je Währung nicht überschreiten. Finanzielle FremdwährungsrisikenDaneben entstehen Währungsrisiken aus konzernexternen und konzerninternen Kreditvereinbarungen, die in einer von der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft abweichenden Währung denominiert sind. Zum 31. Dezember 2013 belief sich das Netto-Exposure der wesentlichen Währungen Euro und US-Dollar inklusive Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe auf -140,8 Mio € (Vj. -653,3 Mio €) respektive 23,7 Mio € (Vj. -38,3 Mio €). Diese Währungsrisiken werden in der Regel durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten, insbesondere durch Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und Zins-Währungsswaps, abgesichert. SensitivitätsanalyseIFRS 7 verlangt mittels Sensitivitätsanalyse eine Darstellung der Auswirkungen hypothetischer Änderungen von Währungskursen auf Ergebnis und Eigenkapital. Die Änderungen der Währungskurse werden im Continental-Konzern auf den Bestand aller Finanzinstrumente am Abschlussstichtag bezogen. Erwartete Transaktionen werden nicht in die Sensitivitätsanalyse einbezogen. Zur Ermittlung des transaktionsbezogenen Netto-Fremdwährungsrisikos werden für diesen Bestand die Finanzinstrumente in Fremdwährung nach Währungspaaren geordnet, und es wird eine 10 %ige Auf- bzw. Abwertung der jeweiligen funktionalen Währung der Konzerngesellschaften gegenüber der Fremdwährung unterstellt. Die nachfolgende Übersicht zeigt den nach dieser Systematik berechneten Gesamteffekt sowie die Einzeleffekte aus den wesentlichen Transaktionswährungen Euro und US-Dollar vor Ertragsteuern auf den Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung und aus Finanzinstrumenten im Eigenkapital und auf das Konzernergebnis. scroll
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Ohne Berücksichtigung von Steuereffekten. Auswirkungen von translationsbezogenen WährungsrisikenViele Konzerngesellschaften befinden sich außerhalb des Euro-Währungsraums. Da die Berichtswährung der Continental AG der Euro ist, werden die Abschlüsse dieser Gesellschaften in Euro überführt. Um translationsbezogene Fremdwährungseffekte im Risikomanagement zu adressieren, wird unterstellt, dass Investitionen in ausländische Gesellschaften grundsätzlich auf Dauer angelegt sind und die Ergebnisse reinvestiert werden. Translationsbezogene Auswirkungen, die entstehen, wenn sich der Wert der Netto-Vermögenspositionen umgerechnet in Euro aufgrund von Wechselkursschwankungen ändert, werden im Eigenkapital des Konzernabschlusses erfasst. 2. ZinsmanagementVariable Zinsvereinbarungen bergen die Risiken steigender Zinsen bei finanziellen verzinslichen Verbindlichkeiten bzw. fallender Zinsen bei finanziellen verzinslichen Anlagen in sich. Diese Risiken werden im Rahmen des Zinsmanagements bewertet, eingeschätzt und bei Bedarf durch den Einsatz von derivativen Zinssicherungsinstrumenten gesteuert. Gegenstand dieser Steuerung sind die zinstragenden Netto-Finanzschulden des Konzerns. Alle Zinssicherungsgeschäfte dienen ausschließlich der Steuerung der identifizierten Zinsänderungsrisiken. Ein Ziel ist es, etwa 40 % bis 65 % der zinstragenden Brutto-Finanzschulden fest verzinst zu halten. Ein Risiko aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts längerfristiger finanzieller Verbindlichkeiten durch Veränderungen von Festzinsen am Kapitalmarkt besteht für den Konzern nicht, da die Kapitalgeber daraus kein Recht auf vorzeitige Rückzahlung geltend machen können. Falls der Konzern als Emittent das Recht zum Rückkauf vor Fälligkeit hat, wird eine Ablösung nur dann erwogen, wenn diese aus Sicht des Continental-Konzerns vorteilhaft ist. ZinsrisikenDas Profil der den Netto-Finanzschulden zugeordneten verzinslichen Finanzinstrumente unter Berücksichtigung der Wirkung von derivativen Finanzinstrumenten des Continental-Konzerns stellt sich wie folgt dar: scroll
Gemäß IFRS 7 sind mittels Sensitivitätsanalyse Effekte aus Finanzinstrumenten durch die Änderung von Zinssätzen auf Ergebnis und Eigenkapital darzustellen. Fair Value-SensitivitätsanalyseEin Anstieg der Zinssätze um 100 Basispunkte im Jahr 2013 hätte zu einer Verschlechterung des Zinsergebnisses in Höhe von 8,4 Mio € (Vj. 71,5 Mio €) geführt. Dabei resultieren 0,0 Mio € (Vj. 67,6 Mio €) aus Änderungen der Euro-Zinssätze und 8,4 Mio € (Vj. 3,9 Mio €) aus der Änderung der US-Dollar-Zinssätze. Ein Rückgang der Zinssätze um 100 Basispunkte hätte zu einer Verbesserung des Zinsergebnisses in Höhe von 26,2 Mio € (Vj. 68,6 Mio €) geführt. Dabei resultieren 0,0 Mio € (Vj. 54,6 Mio €) aus Änderungen der Euro-Zinssätze und 26,2 Mio € (Vj. 13,9 Mio €) aus der Änderung der US-Dollar-Zinssätze. Die vorgenannten Effekte resultieren im Wesentlichen aus den eingebetteten Rückkaufoptionen der Anleihen. Die Änderungen im Zinsergebnis im Vergleich zum Vorjahr, die sich aus den Euro-Zinssätzen ergeben, sind auf die Ausübung der Rückkaufoptionen der im Jahr 2010 von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, emittierten Anleihen zurückzuführen. Bei dieser Analyse wird unterstellt, dass Zinssätze nicht kleiner oder gleich 0 % sein können. Steuereffekte sind nicht berücksichtigt. Cashflow-SensitivitätsanalyseEin Anstieg der Zinssätze um 100 Basispunkte im Jahr 2013 hätte eine Verschlechterung des Zinsergebnisses in Höhe von 11,3 Mio € (Vj. 16,8 Mio €) hervorgerufen, während ein Rückgang der Zinssätze um 100 Basispunkte entsprechend eine Verbesserung des Zinsergebnisses in Höhe von 11,3 Mio € (Vj. 16,8 Mio €) hervorgerufen hätte. Die Effekte resultieren im Wesentlichen aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten in den Währungen Euro, US-Dollar, chinesischer Renminbi und südkoreanischer Won. Die Analyse unterstellt, dass alle weiteren Variablen, insbesondere die Wechselkurse, unverändert bleiben. Diese Annahme galt analog für 2012. scroll
3. KontrahentenrisikoEin Ausfallrisiko derivativer Finanzinstrumente entsteht. soweit Kontrahenten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen. Zur Begrenzung dieses Risikos werden entsprechende Kontrakte nur mit ausgewählten Banken abgeschlossen. Die Entwicklung der Bonität der Vertragspartner wird laufend - insbesondere durch Beobachtung der Ratingeinstufungen und der Markteinschätzung der Ausfallrisiken anhand der jeweiligen sogenannten Credit Default Swap-Sätze -überwacht. 4. LiquiditätsrisikenDas zentrale Cash-Management nimmt eine regelmäßige Liquiditätsvorschau vor. Für das operative Geschäft der Konzerngesellschaften ist eine kostengünstige und ausreichende Deckung des Finanzbedarfs erforderlich. Dafür sorgen verschiedene am Markt verfügbare Finanzierungsinstrumente. Sie setzen sich im Einzelnen aus Tages- und Termingeldaufnahmen. der Emission von Commercial Paper. Nutzung von Forderungsverkaufsprogrammen sowie dem syndizierten Kredit mit einem zugesagten Volumen von nominal 4.500,0 Mio € (Vj. 4.637,1 Mio €) und weiteren bilateralen Krediten zusammen. Darüber hinaus sind rund 45 % der Brutto-Finanzschulden über den Kapitalmarkt in Form von langfristigen Anleihen finanziert. Investitionen der Konzerngesellschaften werden überwiegend durch Eigenkapital und Darlehen von Banken oder Konzernunternehmen finanziert. Gleichzeitig bestehen Cash Pooling-Vereinbarungen mit Konzerngesellschaften. soweit dies im Rahmen der jeweiligen rechtlichen und steuerlichen Gegebenheiten möglich und sinnvoll ist. Sollten bestimmte Ereignisse zu einem unerwarteten Finanzbedarf führen. kann die Continental AG auf vorhandene Liquidität und auf feste Kreditzusagen von Banken zurückgreifen. Zur detaillierten Erläuterung der bestehenden genutzten und ungenutzten Kreditzusagen wird auf Kapitel 28 verwiesen. Aus den finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 12.698,0 Mio € (Vj. 14.017,9 Mio €) entstehen in den nächsten fünf Jahren und danach die folgenden undiskontierten Zahlungsmittelabflüsse: scroll
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Enthält die Inanspruchnahme einer ursprünglich
bis 2014 gültigen Kreditzusage in Höhe von 2.483,0 Mio €, die aufgrund
der Neuverhandlung des Kredits vorzeitig im Februar2013 fällig wurde. Bei der Analyse wurden Fremdwährungsbeträge mit den zum Stichtag aktuellen Kassakursen in Euro umgerechnet. Für variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente wurden die zukünftigen Zinszahlungsströme unter Anwendung der zuletzt vertraglich fixierten Zinssätze prognostiziert. Bei derivativen Finanzinstrumenten wurden zur Ermittlung der variablen Zinszahlungen Terminzinssätze zugrunde gelegt. Die Analyse enthält ausschließlich Zahlungsmittelabflüsse aus finanziellen Verbindlichkeiten. Für derivative Finanzinstrumente, die zum Stichtag einen negativen beizulegenden Zeitwert aufweisen, werden die Nettozahlungen ausgewiesen. Zahlungsmittelzuflüsse aus finanziellen Vermögenswerten wurden nicht berücksichtigt. Es wird nicht erwartet, dass die Zahlungsmittelabflüsse in der Fälligkeitsanalyse zu wesentlich abweichenden Stichtagen oder mit wesentlich abweichenden Beträgen auftreten werden. Globalnettingvereinbarungen und ähnliche VereinbarungenDie Continental AG schließt auf Basis des Deutschen Rahmenvertrags Für Finanztermingeschäfte (DRV) als auch auf Basis des Master Agreement der International Swaps and Derivatives Association (ISDA) Derivategeschäfte ab. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, die Beträge, die gemäß solchen Vereinbarungen von jeder Gegenpartei an einem einzigen Tag im Hinblick auf alle ausstehenden Transaktionen in der gleichen Währung geschuldet werden, zu einem einzigen Nettobetrag zusammenzufassen, der von einer Partei an die andere zu zahlen ist. In bestimmten Fällen - zum Beispiel wenn ein Kreditereignis wie ein Verzug eintritt - werden alle ausstehenden Transaktionen unter der Vereinbarung beendet, der beizulegende Zeitwert zur Beendigung ermittelt und es ist nur ein einziger Nettobetrag zum Ausgleich aller Transaktionen zu zahlen. Die deutschen Rahmenverträge und die ISDA-Vereinbarungen erfüllen nicht die Kriterien für eine Saldierung in der Bilanz. Dies liegt daran, dass die Continental AG zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge hat. Das Recht auf eine Saldierung ist nur beim Eintritt künftiger Ereignisse, wie zum Beispiel der Insolvenz einer Vertragspartei, durchsetzbar. Es bestehen ebenfalls keine Aufrechnungsmöglichkeiten bei direkt von Tochtergesellschaften abgeschlossenen Sicherungsgeschäften. Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte der erfassten Finanzinstrumente, die den dargestellten Vereinbarungen unterliegen:scroll
5. AusfallrisikenDas Kreditrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder aus finanziellen Forderungen umfasst die Gefahr, dass offene Forderungen verspätet beglichen werden bzw. vollständig ausfallen. Diese Gefahren werden von zentralen und lokalen Kreditmanagern analysiert und überwacht. Zu den Aufgaben des zentralen Kreditmanagements gehört die gebündelte Risikosteuerung des Forderungsvermögens. Regelmäßig werden Bonität und Zahlungsverhalten der Vertragspartner analysiert. Trotzdem lassen sich Ausfallrisiken nicht völlig ausschließen. Bestehenden Restrisiken wird durch die Bildung von Portfoliowertberichtigungen anhand von Erfahrungswerten oder durch Wertberichtigungen für identifizierte Einzelrisiken Rechnung getragen. Das Ausfallrisiko bei originären finanziellen Forderungen wird zusätzlich dadurch begrenzt, dass nur Vertragspartner mit erwiesener Bonität angenommen werden, Sicherheiten hinterlegt oder Warenkreditversicherungen abgeschlossen werden. Zur Ermittlung der Bonität verweisen wir auf Kapitel 20. Finanzielle Vermögenswerte, die weder überfällig noch wertgemindert sind, weisen dementsprechend eine erstklassige Kreditqualität auf. Weitere Erläuterungen zu den dargestellten Risiken und zum Risikomanagement finden sich im Abschnitt Risiko- und Chancenbericht im Lagebericht. Bewertung von derivativen FinanzinstrumentenDer Ansatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert, welcher in der Regel durch Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme unter Zugrundelegung von Zinsstrukturkurven ermittelt wird. So werden die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften als Differenz aus den mit den risikolosen Zinssätzen der entsprechenden Währungen diskontierten und zu aktuellen Kassakursen umgerechneten Nominalbeträgen ermittelt. Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Zinsswaps und Zins-Währungsswaps werden die zukünftigen Zahlungsströme mit den Zinssätzen für die entsprechenden Fälligkeiten diskontiert. Dabei werden als kurzfristige Zinssätze Depositsätze verwendet, während für die langfristigen Zinssätze auf die Swapsätze in der jeweiligen Währung zurückgegriffen wird. Zum 31. Dezember 2013 wurden positive beizulegende Zeitwerte in Höhe von 26,1 Mio € (Vj. 254,7 Mio €) sowie negative beizulegende Zeitwerte in Höhe von 0,5 Mio € (Vj. 0,8 Mio €) für eingebettete Derivate bilanziert. Der positive beizulegende Zeitwert entfällt im Wesentlichen auf die im September 2012 von der Continental Rubber of America Corp., Wilmington, USA, begebene Anleihe. Der Rückgang der positiven beizulegenden Zeitwerte im Vergleich zum Vorjahr ist auf die vorzeitige Rückzahlung der im Jahr 2010 von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, emittierten Anleihen zurückzuführen. Die Bewertung der Optionen erfolgte unter Anwendung eines Optionspreismodells. Dabei wurde eine um das Bonitätsrisiko der Continental AG angepasste risikolose Zinskurve verwendet. Die Volatilität des Refinanzierungssatzes der Continental AG wurde näherungsweise über Swaption-Volatilitäten bestimmt. Die bilanzierten fortgeführten Anschaffungskosten der Anleihen berücksichtigen den bei Emission für die eingebetteten Optionen ermittelten Wert. Die folgende Übersicht zeigt die beizulegenden Zeitwerte und Nominalwerte der freistehenden Derivate zum Bilanzstichtag: scroll
Bei eindeutigen und längerfristigen Sicherungszusammenhängen wird in der Regel von der Möglichkeit des Hedge Accounting nach IAS 39 Gebrauch gemacht. Der Continental-Konzern hat in den Jahren 2012 sowie 2013 Devisenswaps als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe designiert. Die Devisenswaps dienen der Absicherung von Währungsrisiken aus langfristig begebenen Fremdwährungs-Interkonzernkrediten, die gemäß IAS 21 als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb klassifiziert sind. Die wechselkursbedingten Wertschwankungen dieser Kredite werden durch die Erfassung der Wertänderungen der Devisenswaps im Eigenkapital des Konzerns kompensiert. Zur prospektiven Effektivitätsmessung wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Der retrospektive Effektivitätsnachweis wurde anhand der Dollar Offset-Methode durch einen Vergleich der Wertänderungen der Sicherungsinstrumente mit den Wertänderungen der gesicherten Grundgeschäfte erbracht. Die Ergebnisse der retrospektiven Effektivitätsmessung lagen dabei in einer Bandbreite von 80 % bis 125 %, sodass von hocheffektiven Sicherungsbeziehungen ausgegangen wurde. Zum Jahresende 2013 und 2012 sind aus diesen Sicherungsbeziehungen keine in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassenden Ineffektivitäten entstanden. 30. Übrige finanzielle Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen betreffen insbesondere Verpflichtungen aus dem operativen Leistungsgeschäft gegenüber assoziierten Unternehmen und Gesellschaftern. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einer im Jahr 2010 gegründeten Konzerngesellschaft, die wesentliche Anteile ihrer Ware von einem at-equity bilanzierten Unternehmen bezieht. Die Zinsverbindlichkeiten zum Jahresende 2013 bestehen im Wesentlichen aus Zinsabgrenzungen für die ausgegebenen Anleihen. Der Rückgang im Vergleich zum Jahresende 2012 resultiert vor allem aus der vorzeitigen Rückzahlung der im Jahr 2010 von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, begebenen Euro-Anleihen mit einem Nominalvolumen von 3,0 Mrd € und deren teilweise Refinanzierung durch die Emission von drei neuen, deutlich zinsgünstigeren Euro-Anleihen mit einem Nominalvolumen von 2,25 Mrd €. Die Verbindlichkeiten für Vertriebsaufwendungen betreffen insbesondere Verpflichtungen aus Bonusvereinbarungen mit Kunden sowie gewährte, abgegrenzte Preisnachlässe. Die Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenserwerben enthalten im Wesentlichen eine Verbindlichkeit aus einer Kaufoption für Minderheitsanteile einer Konzerngesellschaft in Höhe von 21,5 Mio €. In den übrigen finanziellen Verbindlichkeiten befindet sich unter anderem ein Betrag von 13,8 Mio € (Vj. 11,7 Mio €), welcher eine Verpflichtung gegenüber der Chase Community Equity, LLC, Delaware, USA, einer Tochtergesellschaft der JP Morgan Chase Bank, N.A., New York, USA, im Zusammenhang mit Investitionen in Werkneubau- sowie Werkerweiterungs-Projekte abbildet. Der Continental Value Sharing Bonus ist eine Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter der Continental am Konzernergebnis. Die Höhe der Erfolgsbeteiligung wird anhand von konzerninternen Kennzahlen berechnet. Für den Berichtszeitraum wurde innerhalb der Verbindlichkeiten für Personalaufwendungen eine Rückstellung in Höhe von 107,8 Mio € (Vj. 90,1 Mio €) berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten für Personalaufwendungen beinhalten auch die langfristigen Bonuszusagen:
Langfristige Bonuszusage (Long Term Incentive Plan, LTI-Plan) 2009Im Jahr 2009 wurde den oberen Führungskräften des Continental-Konzerns ein grundsätzlich in der Höhe von der Positionsbewertung und dem Zielerreichungsgrad abhängiger Bonus zugesagt (LTI-Bonus), der eine Partizipation an der langfristigen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts und der Profitabilität ermöglichen soll. Der LTI-Plan wird in jährlichen Tranchen ausgegeben (LTI-Tranchen). Im Jahr 2009 erfolgte die Ausgabe der Tranche 2009/13, mit einer Laufzeit von vier Jahren. Die Laufzeit beginnt am Tag des Vorstandsbeschlusses über die Ausgabe der jeweiligen Tranche. Die Tranche 2009/13 wurde am 20. Juli 2009 beschlossen. Für jeden Begünstigten einer LTI-Tranche wird durch den Vorstand der Continental AG der Betrag eines Zielbonus in Euro festgelegt, der bei 100 % Zielerreichung ausgezahlt wird. Der nach Ablauf der LTI-Tranche tatsächlich auszuzahlende LTI-Bonus ist abhängig vom Zielerreichungsgrad, der zwischen 0 % (keine Auszahlung) und 300 % (maximale Auszahlung) liegen kann. Für die Auszahlung und die Höhe des LTI-Bonus ist der Grad der Erreichung zweier Zielkriterien maßgeblich. Das erste Zielkriterium ist der gewichtete Durchschnitt des Continental Value Contribution (CVC) des Continental-Konzerns über den Zeitraum von vier Geschäftsjahren, beginnend mit dem Geschäftsjahr der Ausgabe der LTI-Tranche. Der gewichtete Durchschnitt im Sinne des LTI errechnet sich durch die Addition von 10 % des CVC des ersten Geschäftsjahres der LTI-Tranche, 20 % des CVC des zweiten Geschäftsjahres der LTI-Tranche, 30 % des CVC des dritten Geschäftsjahres der LTI-Tranche und 40 % des CVC des vierten Geschäftsjahres der LTI-Tranche. Das zweite Zielkriterium ist die Relation des Free Cashflow im Continental-Konzern (FCF) zum Umsatz des Continental-Konzerns. Maßgeblich für die Messung dieses Zielkriteriums ist das letzte volle Geschäftsjahr vor Ablauf der jeweiligen LTI-Tranche. Der Zielerreichungsgrad kann bei beiden Zielkriterien zwischen 0 % und 300 % variieren. Die Eckdaten zur Bestimmung des Zielerreichungsgrads werden für jedes Zielkriterium mit Ausgabe einer LTI-Tranche festgelegt. Der für die Ermittlung des zu zahlenden LTI-Bonus maßgebliche Grad der Zielerreichung ergibt sich aus der Addition der beiden gleich gewichteten Zielkriterien. Basis für die Berechnung des LTI-Bonus ist der bei Ausgabe einer LTI-Tranche für einen Zielerreichungsgrad von 100 % individuell zugesagte Bonusbetrag. Der LTI-Bonus wird als Brutto-Einmalzahlung in der Regel spätestens am Ende des zweiten vollen Kalendermonats nach Ablauf der LTI-Tranche, nicht jedoch vor Ende des Monats Juli gezahlt. Nach Ablauf der LTI-Tranche 2009/13 im Juli 2013 erfolgte die Auszahlung des Bonus durch Inanspruchnahme der Rückstellung im September 2013. Langfristige Bonuszusage (Long Term Incentive Plan, LTI-Plan) 2010Im Jahr 2010 erfolgte die Ausgabe der Tranche 2010/14, mit einer Laufzeit von vier Jahren. Die Laufzeit beginnt am Tag des Vorstandsbeschlusses über die Ausgabe der jeweiligen Tranche. Die Tranche 2010/14 wurde am 6. September 2010 beschlossen und entspricht in wesentlichen Grundzügen dem LTI-Plan 2009. Langfristige Bonuszusage (Long Term Incentive Plan, LTI-Plan) 2011Im Jahr 2011 erfolgte die Ausgabe der Tranche 2011/15, mit einer Laufzeit von vier Jahren. Die Laufzeit beginnt am Tag des Vorstandsbeschlusses über die Ausgabe der jeweiligen Tranche. Die Tranche 2011/15 wurde am 22. August 2011 beschlossen und entspricht in wesentlichen Grundzügen dem LTI-Plan 2009. Langfristige Bonuszusage (Long Term Incentive Plan, LTI-Plan) 2012Im Jahr 2012 erfolgte die Ausgabe der Tranche 2012/16, mit einer Laufzeit von vier Jahren. Die Laufzeit beginnt am Tag des Vorstandsbeschlusses über die Ausgabe der jeweiligen Tranche. Die Tranche 2012/16 wurde am 6. Juli 2012 beschlossen und entspricht in wesentlichen Grundzügen dem LTI-Plan 2009. Langfristige Bonuszusage (Long Term Incentive Plan, LTI-Plan) 2013Im Jahr 2013 erfolgte die Ausgabe der Tranche 2013/17, mit einer Laufzeit von vier Jahren. Die Laufzeit beginnt am Tag des Vorstandsbeschlusses über die Ausgabe der jeweiligen Tranche. Die Tranche 2013/17 wurde am 24. Juni 2013 beschlossen und entspricht in wesentlichen Grundzügen dem LTI-Plan 2009. Alle bisher zugesagten LTI-Pläne werden nach IAS 19 als "andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer" klassifiziert und bewertet. Die Aufwendungen aus den langfristigen Bonuszusagen werden ab dem Geschäftsjahr 2013 in den jeweiligen Funktionskosten erfasst, während der Ausweis im Vorjahr in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen vorgenommen wurde. Für die zuvor genannten Bonuszusagen wurden insgesamt 27,3 Mio € (Vj. 22,8 Mio €) aufgewendet. 31. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 4.596,3 Mio € (Vj. 4.344,6 Mio €). Die Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Der Gesamtbetrag ist innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten enthalten keine Beträge aus der Percentage-of-Completion-Methode. Bezüglich des Liquiditätsrisikos, Währungsrisikos und der Sensitivitätsanalyse für Verbindlichkei ten aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf Kapitel 29. 32. Sonstige Verbindlichkeitenscroll
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Vorauszahlungen von Kunden für Warenlieferungen sowie für noch zu erbringende Leistungen für Forschung und Entwicklung und für den Kauf von Werkzeugen. Des Weiteren werden hier Zuschüsse der öffentlichen Hand abgegrenzt. 33. Zur Veräußerung bestimmte VerbindlichkeitenIm Berichtsjahr wurden keine Verbindlichkeiten zur Veräußerung bestimmter Geschäftsbereiche umgegliedert. In der Vergleichsperiode wurden hier zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten einer Veräußerungsgruppe in Höhe von 0,8 Mio € ausgewiesen, die 2013 abgegangen sind. Sonstige Erläuterungen34. Rechtsstreitigkeiten und SchadenersatzansprücheDie Continental AG und ihre Konzerngesellschaften sind weltweit an Prozessen, behördlichen Untersuchungen und Verfahren beteiligt. Solche Prozesse, Untersuchungen und Verfahren könnten auch in der Zukunft eingeleitet oder Ansprüche in anderer Weise geltend gemacht werden. ProdukthaftungInsbesondere sieht sich Continental ständig Produkthaftungs- und anderen Ansprüchen ausgesetzt, in denen dem Unternehmen die angebliche Verletzung seiner Sorgfaltspflichten, Verstöße gegen Gewährleistungspflichten oder Sachmängel vorgeworfen werden, sowie Ansprüchen aus angeblichen Vertragsverstößen, aufgrund von Rückrufaktionen oder staatlicher Verfahren. Dazu gehören Klagen in den USA aufgrund von Sach- und Körperschäden und Todesfällen, die durch angebliche Mängel unserer Produkte verursacht worden sind. Geltend gemacht werden materielle und immaterielle Schäden, teilweise auch Strafschadenersatz. Der Ausgang einzelner dieser Verfahren, die in der Regel in erster Instanz von einer Laienjury entschieden werden, kann nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass aufgrund abschließender Urteile oder Vergleiche in einigen dieser Fälle erhebliche Aufwendungen entstehen können, welche die dafür gebildeten Vorsorgen überschreiten. In geringem Umfang sind einzelne Konzerngesellschaften in den USA eingereichten Schadenersatzklagen wegen angeblicher Gesundheitsschäden ausgesetzt, die durch asbesthaltige Produkte verursacht sein sollen. Seit 2006 beliefen sich die Gesamtkosten für die Erledigung aller solcher Verfahren und Ansprüche auf weniger als 50 Mio € jährlich. Verfahren betreffend die ContiTech AGDie Verfahren wegen Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen von Aktionären der Phoenix AG gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung der Gesellschaft am 28. Dezember 2004 über die Zustimmung zum Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungs- sowie eines Verschmelzungsvertrags mit der ContiTech AG und Bestätigungsbeschlüsse der ordentlichen Hauptversammlung der Phoenix AG am 19. Mai 2005 sind seit 2009 in der Sache abgeschlossen. In den Spruchverfahren über die Angemessenheit von Abfindung und Ausgleichszahlung nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und des im Verschmelzungsvertrag festgelegten Umtauschverhältnisses sind am 16. September 2011 Beschlüsse des Landgerichts Hamburg ergangen, die eine Nachzahlungsverpflichtung der ContiTech AG vorsehen. Continental ist nach wie vor der Auffassung, dass die 2004 vorgenommene Bewertung der Phoenix AG und der ContiTech AG angemessen war und dass Abfindung und Ausgleichszahlung nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und das Umtauschverhältnis nach dem Verschmelzungsvertrag richtig festgelegt wurden. Daher wurden Rechtsmittel gegen die Beschlüsse eingelegt. Eine Erhöhung der den Minderheitsaktionären gezahlten Beträge nach Abschluss der Spruchverfahren ist jedoch nicht endgültig auszuschließen. Die Verfahren wegen Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen von Aktionären der ContiTech AG gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung der Gesellschaft am 22. August 2007 über die Zustimmung zum Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen dieser Gesellschaft als beherrschtem Unternehmen mit der ContiTech-Universe Verwaltungs-GmbH als herrschendem Unternehmen und über den sogenannten Squeeze-out der außenstehenden Aktionäre wurden 2009 durch rechtskräftige Abweisung der Klagen abgeschlossen. In den Spruchverfahren über die Angemessenheit von Abfindung und Ausgleichszahlung nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und der Abfindung aufgrund des Squeeze-out waren am 2. Mai und 12. Juli 2012 Teil-Verfahrensvergleiche vor dem Landgericht Hannover protokolliert worden. In diesen Vergleichen wurden eine Zuzahlung von je 3,50 Euro nebst Zinsen pro Aktie auf die Abfindungen nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und aufgrund des Squeeze-out sowie - nur deklaratorisch - eine erhöhte Ausgleichszahlung nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vereinbart. Das Landgericht Hannover hatte im Oktober 2012 in diesen Verfahren Zuzahlungen in gleicher Höhe durch Beschluss zugesprochen. Auf die Beschwerde einzelner Antragsteller hat das Oberlandesgericht Celle die Beschlüsse am 17. Juli 2013 aufgehoben und zur Neuverhandlung und Entscheidung an das Landgericht zurückverwiesen. Behördliche Verfahren2007 leiteten die Europäische Kommission und das US-Justizministerium (Department of Justice, DOJ) Ermittlungen zu kartellrechtswidrigem Verhalten am Markt für Off-shore-Schläuche ein. Die Europäische Kommission hat die Verantwortung der Continental AG, der ContiTech AG und der Dunlop Oil & Marine Limited (DOM) neben anderen Unternehmen für die Verletzung von Kartellrecht festgestellt. Die Verfahren der Europäischen Kommission und des DOJ sowie die von Behörden weiterer Länder (Brasilien, Japan, Australien, Südkorea und Kanada) gegen DOM wegen Verletzung ihres nationalen Kartellrechts eingeleiteten Untersuchungen sind inzwischen alle abgeschlossen oder wurden, so im Fall von Kanada, nicht weiterverfolgt. Wegen der Beteiligung am Off-shore-Schlauch-Kartell haben Kunden und andere Dritte Schadenersatzforderungen gegen DOM geltend gemacht. Sammelklagen in den USA wurden durch Vergleich beendet. Ein vor dem englischen High Court anhängiger Schadenersatzanspruch wurde ebenso durch eine vergleichsweise Zahlung erledigt wie mehrere außergerichtlich erhobene Ansprüche. Die Geltendmachung weiterer Ansprüche im Vereinigten Königreich oder in anderen Ländern ist jedoch nicht auszuschließen. Im Mai 2005 leiteten die brasilianischen Kartellbehörden nach einer Anzeige eines Dritten wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens im Bereich der Kommerzialisierung von Tachografen Ermittlungen gegen eine brasilianische Tochtergesellschaft von Continental, Continental Brasil Industria Automotiva Ltda., Guarulhos, Brasilien (CBIA), ein. Am 18. August 2010 hat die brasilianische Kartellbehörde eine "Einladung zum Kartell" festgestellt und der CBIA eine Geldbuße in Höhe von 12 Mio BRL (rund 3,7 Mio €) auferlegt, die dann auf 10,8 Mio BRL reduziert wurde. CBIA weist den Vorwurf zurück. Das von der CBIA angerufene Gericht erster Instanz hatte die Entscheidung der Behörde zunächst bestätigt. Auf das dagegen eingelegte Rechtsmittel der CBIA hin hat das zuständige Gericht zweiter Instanz die Entscheidung jedoch aufgehoben und zurückverwiesen. Im Übrigen drohen CBIA im Falle der Verletzung brasilianischen Kartellrechts u. U. Schadenersatzforderungen Dritter. Am 2. Oktober 2006 ging bei der südafrikanischen Kartellbehörde die Anzeige eines Dritten gegen mehrere südafrikanische Reifenhersteller ein, darunter die Continental Tyre South Africa (Pty.) Ltd., Port Elizabeth (CTSA), ein Unternehmen, an dem Continental inzwischen mit 100 % beteiligt ist, wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens. Am 31. August 2010 ist die südafrikanische Kartellbehörde zu dem Ergebnis gekommen, CTSA und andere Unternehmen hätten gegen südafrikanisches Kartellrecht verstoßen, und hat die Sache dem zuständigen Kartellgericht zur Entscheidung vorgelegt. CTSA weist jeden Vorwurf von Verstößen gegen südafrikanisches Kartellrecht zurück. Das Kartellgericht könnte jedoch ein Bußgeld von bis zu 10 % des Umsatzes der CTSA verhängen. Darüber hinaus drohen CTSA im Falle der Verletzung südafrikanischen Kartellrechts u. U. Schadenersatzforderungen Dritter. Am 5. Oktober 2007 ging bei der Kartellbehörde für die Region Baskenland, Spanien, die Anzeige eines Dritten gegen Continental Automotive Spain, S.A. (CAS) wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens im Geschäft mit Tachografen ein. Nach Ermittlungen der Kartellbehörde hat das baskische Kartellgericht die CAS am 20. Januar 2010 zu einem Bußgeld in Höhe von 700.000€ verurteilt. Auf Rechtsmittel der CAS hat das Obergericht des Baskenlands das Bußgeld am 20. Dezember 2011 auf 150.000 € reduziert. Ein Dritter hat Schadenersatzansprüche geltend gemacht. Am 24. Februar 2010 führte die Europäische Kommission Durchsuchungen bei mehreren Unternehmen durch, die im Bereich von Kabelbäumen für automobile Anwendungen tätig sind, darunter auch bei der S-Y Systems Technologies Europe GmbH (S-Y), Regensburg, Deutschland. Continental war bis zum 29. Januar 2013 mit 50 % an S-Y Systems Technologies Europe GmbH, Regensburg, Deutschland, beteiligt. Am 10. Juli 2013 hat die Europäische Kommission entschieden, mehrere Kfz-Zulieferer mit Geldbußen wegen kartellrechtswidrigen Verhaltens auf dem Gebiet der Lieferung von Kabelbäumen für automobile Anwendungen zu belegen. Darunter sind die S-Y und ihre französische Tochtergesellschaft, die wegen Kartellabsprachen gegenüber einem Automobilhersteller eine Geldbuße in Höhe von 11,1 Mio € zahlen müssen. Am 24. Oktober 2012 erhielt die Continental Automotive Systems US, Inc., Auburn Hills, USA, vom US-amerikanischen DOJ eine Aufforderung zur Vorlage bestimmter Dokumente im Zusammenhang mit dem Verdacht der Beteiligung an Verstößen gegen US-Kartellrecht im Geschäft mit Kombi-Instrumenten. Am 25. Oktober 2012 durchsuchte die südkoreanische Kartellbehörde (Korean Fair Trade Commission, KFTC) die Continental Automotive Korea Ltd., Seongnam-si, Südkorea, und die Continental Automotive Electronics LLC, Buganmyeon, Südkorea (CAE), wegen des Verdachts der Beteiligung an Verstößen gegen südkoreanisches Kartellrecht. Am 23. Dezember 2013 hat die KFTC bekannt gegeben, dass sie gegen CAE und einen anderen Kfz-Zulieferer Bußgelder wegen kartellrechtlichen Verstößen im Geschäft mit Kombi-Instrumenten verhängt hat. Das der CAE auferlegte Bußgeld beläuft sich auf 45.992 Mio KRW (rund 32 Mio €). CAE prüft Rechtsmittel gegen diese Entscheidung. Es ist offen, ob bzw. in welcher Höhe das DOJ Bußgelder gegen Continental Automotive Systems US, Inc., oder andere Konzerngesellschaften festsetzen wird. Das DOJ darf eine Geldbuße von höchstens 100 Mio US-Dollar verhängen, es sei denn, der doppelte Gewinn des Unternehmens oder der Schaden der Abnehmer des Kartells würde diesen Betrag überschreiten. Die Geltendmachung von Schadenersatz durch angeblich Geschädigte bliebe durch die Festsetzung etwaiger Geldbußen unberührt. Verfahren vor ArbeitsgerichtenEine größere Anzahl von Mitarbeitern der Continental France SNC, Sarreguemines, Frankreich, hatte bei den Arbeitsgerichten in Compiegne und Soissons, Frankreich, Klagen gegen diese Konzerngesellschaft und teilweise auch gegen die Continental AG eingereicht. Die Kläger begehren Schadenersatz im Zusammenhang mit der Einstellung der Pkw-Reifenproduktion im Werk Clairoix, Frankreich. Am 30. August 2013 hat das Arbeitsgericht in Compiegne die Continental France SNC und die Continental AG zu Schadenersatz wegen angeblich rechtswidriger Entlassung der Mitarbeiter verurteilt. Continental hält die Ansprüche der Kläger nach wie vor für unbegründet und hat Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Gerichts eingelegt. Gleichwohl ist nicht auszuschließen, dass die Verpflichtung zum Schadenersatz auch nach rechtskräftigem Abschluss des Verfahrens ganz oder teilweise aufrechterhalten wird. 35. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Die Haftungsverhältnisse resultieren vor allem aus Bürgschaften und Garantien für die Verbindlichkeiten nicht konsolidierter verbundener Unternehmen und Dritter sowie aus vertraglich vereinbarten Gewährleistungen für assoziierte Unternehmen. Enthalten ist insbesondere eine Bürgschaft für ein größeres Projektgeschäft eines in den Vorjahren veräußerten Geschäftssegments in Höhe von 25,6 Mio € (Vj. 27,3 Mio €). Nach unseren Erkenntnissen können die zugrunde liegenden Verpflichtungen in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beziehen sich u.a. auf den Erwerb von heute zum Konzern gehörenden Gesellschaften sowie auf das Sponsoring der UEFA und FIFA. In Umweltfragen unterliegt der Continental-Konzern möglichen Verpflichtungen aus staatlichen Auflagen und Gesetzen und verschiedenen Ansprüchen und Verfahren. die gegen den Continental-Konzern anhängig sind oder geltend gemacht bzw. eingeleitet werden könnten. Schätzungen bezüglich zukünftiger Aufwendungen in diesem Bereich sind zwangsläufig zahlreichen Unsicherheiten unterworfen. so z.B. durch das Inkrafttreten neuer Gesetze und Auflagen. die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien. die Erkennung von Sanierungsfällen für Grundstücke oder Gebäude. für die der Continental-Konzern rechtlich verantwortlich ist. Das Bestellobligo für Sachanlageinvestitionen beträgt 271,2 Mio € (Vj. 245,1 Mio €). Die Aufwendungen für Miet-. Pacht- und Leasingverträge beliefen sich im Jahr 2013 auf 171,5 Mio € (Vj. 143,2 Mio €). Die zukünftigen Verpflichtungen aus Aufwendungen für Miet-. Pacht- und Leasingverträge. die zum 31. Dezember 2013 eine anfängliche oder verbleibende Laufzeit von mehr als einem Jahr haben und die nicht dem wirtschaftlichen Eigentum des Konzerns zuzurechnen und somit nicht im Sachanlagevermögen ausgewiesen sind. betragen für 2014 sowie kumulativ für die Jahre 2015 bis 2018 und ebenfalls kumulativ ab 2019: scroll
36. Ergebnis pro AktieDas unverwässerte Ergebnis pro Aktie erhöhte sich im Jahr 2013 auf 9,62€ (Vj. 9,53€) und entspricht dem verwässerten Ergebnis pro Aktie. Verwässerungseffekte wie Zinsersparnis aus konvertierbaren Wandel- und Optionsschuldverschreibungen (nach Steuern) existieren sowohl für das Berichtsjahr als auch für das Vorjahr nicht. Verwässerungseffekte aus Aktienoptionsplänen oder der unterstellten Ausübung von Wandelanleihen liegen ebenfalls nicht vor. scroll
37. Ereignisse nach dem BilanzstichtagVerträge zum Erwerb von Veyance Technologies unterschriebenAm 10. Februar 2014 wurde eine Vereinbarung mit The Carlyle Group, Washington D.C., USA, über den Kauf der Veyance Technologies, Inc., Fairlawn, USA, für rund 1,4 Mrd € getroffen. Der Vollzug des Erwerbs steht unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden. Veyance ist im Bereich Kautschuk- und Kunststofftechnologie weltweit tätig und erzielte 2013 einen Umsatz von rund 1,5 Mrd €, davon 90 % im Industriegeschäft. In den 27 Werken weltweit waren Ende 2013 etwa 9.000 Mitarbeiter beschäftigt. Der Schwerpunkt der Produkte liegt auf Fördergurten, Schläuchen, Antriebsriemen sowie Luftfedersystemen. Die Akquisition soll vor allem die Geschäftsbereiche Conveyor Belt Group, Fluid Technology, Power Transmission Group und Air Spring Systems der Division ContiTech in den Regionen stärken, in denen ContiTech nur in geringem Umfang oder überhaupt nicht vertreten ist. Durch das zusätzliche Geschäft in Märkten wie den USA und Südamerika, aber auch Mexiko, Kanada, China, Australien und Südafrika wird ContiTech zukünftig etwa 60 % des Umsatzes außerhalb der Automobil-Erstausrüstung erzielen. Somit kommt Continental dem strategischen Ziel einen Schritt näher, den Umsatzanteil des Industrie- und Endkundengeschäfts weiter zu erhöhen. ContiTech und Veyance kamen im Jahr 2013 zusammen auf einen Umsatz von rund 5,4 Mrd € und beschäftigten weltweit rund 39.000 Mitarbeiter. 38. Honorare des AbschlussprüfersFür das Geschäftsjahr 2013 wurde ein weltweites Honorar für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften in Höhe von 8,6 Mio € (Vj. 9,0 Mio €) vereinbart. Für den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer der Continental AG wurden die folgenden Honorare im Konzernaufwand erfasst. Nachfolgende Honorare betreffen nur Leistungen im direkten Zusammenhang mit der Continental AG und ihren deutschen Tochtergesellschaften: scroll
Als Abschlussprüfer gelten die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und ihre eingetragenen Niederlassungen. 39. Angaben über die Transaktionen mit nahestehenden PersonenVergütung des Vorstands und AufsichtsratsDie gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in den Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats. Die in den jeweiligen Berichtsjahren aktiven Mitglieder des Vorstands wurden wie folgt vergütet: scroll
Die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand sowie die im Geschäftsjahr gewährten Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht erläutert, der den Corporate Governance-Bericht ergänzt und Teil des mit dem Continental-Konzern zusammengefassten Lageberichts ist. Die im Jahr 2013 gewährten Gesamtbezüge beziffern sich für den Vorstand der Continental AG auf 21,7 Mio € (Vj. 14,7 Mio €). Die genannten Gesamtbezüge enthalten auch einen neu gewährten Long Term Incentive Plan in Höhe von insgesamt 5,1 Mio € (Vj. -) sowie die Langfristkomponente der variablen Vergütung in Höhe von insgesamt 6,1 Mio € (Vj. 5,1 Mio €), die in virtuelle Aktien der Gesellschaft umgerechnet wird. Im Jahr 2013 wurde hieraus resultierend die Langfristkomponente 2012 in 55.563 Stück virtuelle Aktien umgewandelt. Darüber hinaus wurden früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen Bezüge in Höhe von 5,3 Mio € (Vj. 5,4 Mio €) gewährt. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind 97,2 Mio € (Vj. 103,6 Mio €) zurückgestellt. Weder im Berichtsjahr noch in der Vorperiode wurden Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses für Vorstände gewährt. Die Vergütungen für die Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Continental AG einschließlich Sitzungsgelder beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 3,7 Mio € (Vj. 3,1 Mio €). 2013 wie 2012 bestanden keine Vorschüsse und Kredite an Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder der Continental AG. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen, die nicht Konzerngesellschaften sind: scroll
Die Erträge, insbesondere für erzielte Umsatzerlöse, und Aufwendungen, besonders für Produkt- und Materialeinkäufe, aus Transaktionen der Konzerngesellschaften mit nahestehenden Unternehmen, die nicht Konzerngesellschaften sind, sind ausnahmslos den gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten der jeweils beteiligten Gesellschaft zuzurechnen und wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Die entsprechenden Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber diesen Unternehmen werden in der Bilanz ausgewiesen. Bezüglich der Transaktionen mit dem Continental Pension Trust e. V. im Berichtsjahr verweisen wir auf Kapitel 25. Die Transaktionen mit der Schaeffler Gruppe im Berichtsjahr sind der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuzurechnen und wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Die Erträge im Berichtsjahr in Höhe von 49,1 Mio € (Vj. 34,4 Mio €) und die Aufwendungen in Höhe von 94,0 Mio € (Vj. 91,2 Mio €) sind in den Transaktionen mit den nahestehenden Unternehmen enthalten. InvestorenvereinbarungAm 20. August 2008 hat die Continental AG eine weitreichende Investorenvereinbarung mit der Schaeffler KG sowie Frau Maria-Elisabeth Schaeffler und Herrn Georg F. W. Schaeffler abgeschlossen. Es handelt sich um eine Vereinbarung, die umfangreiche Regelungen zum Schutz der Interessen der Continental AG, ihrer Aktionäre, Mitarbeiter und Kunden enthält. Garant für die Einhaltung der Verpflichtungen der Schaeffler Gruppe im Interesse der Stakeholder der Continental AG ist Herr Bundeskanzler a. D. Dr. Gerhard Schröder. Die Rechtsnachfolgerin der Schaeffler KG (jetzt firmierend unter "Schaeffler Holding GmbH & Co. KG") ist die heutige Schaeffler AG (bis 13. Oktober 2011 Schaeffler GmbH). Mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 1. Januar 2010 hatte die Schaeffler Holding u.a. ihre Beteiligung an der Continental AG und das Vertragsverhältnis im Wege der Ausgliederung nach §123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG über die Schaeffler Verwaltungs GmbH auf die heutige Schaeffler AG übertragen. Inzwischen halten die Schaeffler Verwaltungs GmbH und die Schaeffler Beteiligungsholding GmbH & Co. KG die Beteiligung der Schaeffler Gruppe an der Continental AG und sind der Investorenvereinbarung beigetreten. Die Beteiligung der Schaeffler Gruppe beläuft sich seit 17. September 2013 angabegemäß noch auf 46,0 % der Aktien der Continental AG. Am 13. Mai 2013 haben Frau Schaeffler, Herr Schaeffler, die Schaeffler Verwaltungs GmbH, die Schaeffler Beteiligungsholding GmbH & Co. KG und die Schaeffler AG die Investorenvereinbarung mit Wirkung zum 13. Mai 2014 gekündigt. Mitteilungen nach dem WertpapierhandelsgesetzVon Beginn des Geschäftsjahres bis zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung haben wir die nachstehenden Mitteilungen nach §21 Abs. 1 WpHG über Beteiligungen an der Continental AG erhalten. Im Falle eines mehrfachen Erreichens, Über- oder Unterschreitens der in dieser Vorschrift genannten Schwellenwerte durch einen Meldepflichtigen ist jeweils nur die zeitlich letzte Mitteilung aufgeführt. Mitteilungen aus früheren Geschäftsjahren über das Bestehen eines mindestens 3 %igen Stimmrechtsanteils zum Bilanzstichtag werden weiterhin angegeben. Mit Schreiben vom 16. Mai 2013 wurde uns mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, Deutschland, an der Continental AG am 10. Mai 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,74 % (das entspricht 9.488.166 Stimmrechten) betragen hat. 0,01 % der Stimmrechte (das entspricht 16.422 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Weiterhin hat uns die Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, Deutschland, am 24. Mai 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Continental AG am 23. Mai 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,01 % (das entspricht 26.268 Stimmrechten) beträgt. 0,01 % der Stimmrechte (das entspricht 16.422 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Mit Schreiben vom 1. Oktober 2012 wurde uns mitgeteilt, dass
Mit Schreiben vom 3. Oktober 2012 wurde uns mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der BlackRock Group Limited, London, U.K., am 27. September 2012 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der Continental AG überschritten hat und an diesem Tag 3,42 % (6.846.998 Stimmrechte) beträgt. Die Zurechnung erfolgt gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i. V. m. Satz 2 WpHG. Am 30. Oktober 2012 wurde uns mitgeteilt, dass
Am 6. Oktober 2011 wurde uns mitgeteilt, dass
Am 17. September 2013 gab unser Großaktionär, die Schaeffler Gruppe, Herzogenaurach, Deutschland, den Verkauf von 7,8 Mio Continental-Aktien bekannt und reduzierte damit ihren Anteilsbesitz an der Continental AG von 49,9 % auf 46,0 %. Die Mitglieder des Vorstands besaßen im Jahr 2013 und bis einschließlich 11. Februar 2014 Aktien mit einem Anteil von insgesamt weniger als 1 % am Grundkapital der Gesellschaft. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats Frau Maria-Elisabeth Schaeffler und Herrn Georg F. W. Schaeffler waren Aktien mit einem Anteil von 46,0 % am stimmberechtigten Grundkapital der Gesellschaft zuzurechnen. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats besaßen im Jahr 2013 und bis einschließlich 11. Februar 2014 Aktien mit einem Anteil von insgesamt weniger als 1 % am Grundkapital der Gesellschaft. 40. Aufstellung über den Anteilsbesitz des KonzernsWeitere Informationen über die Beteiligungen sind in der Aufstellung über den Anteilsbesitz des Konzerns gemäß § 313 HGB enthalten, die als Teil des Konzernabschlusses im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Gleichfalls wird der Konzernabschluss mit der Aufstellung über den Anteilsbesitz des Konzerns von der Einberufung der Hauptversammlung an in den Geschäftsräumen der Hauptverwaltung der Gesellschaft zur Einsicht der Aktionäre ausliegen und ab diesem Zeitpunkt gemeinsam mit den sonstigen Unterlagen und Informationen nach § 124a AktG im Internet unter www.continental-ir.com zugänglich sein. Befreiungsvorschriften für inländische GesellschaftenBei folgenden inländischen Kapital- bzw. Personenhandelsgesellschaften wurden Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch genommen: scroll
41. Deutscher Corporate Governance-Kodex/Erklärung nach § 161 AktGDie nach §161 AktG vorgeschriebene Erklärung wurde von Vorstand und Aufsichtsrat im Dezember 2013 abgegeben und ist den Aktionären auf unserer Internetseite www.continental-corporation.com in der Rubrik Investor Relations unter Corporate Governance zugänglich. Aufstellung des Anteilsbesitzes des Continental-Konzerns und der Continental AG, Hannover, per 31.12.2013I. Verbundene UnternehmenDas Verzeichnis enthält die Aufstellung des Anteilsbesitzes (§ 313, bzw. § 285 Abs. 11 HGB) der Continental AG. Die Anteile am Kapital stellen den Anteil der Continental AG bzw. eines oder mehrerer von ihr abhängiger Unternehmen dar. Die Berechnung des Anteils am Kapital berücksichtigt die von Tochterunternehmen gehaltenen Anteile somit vollständig, auch wenn der Konzernanteil an diesen Tochterunternehmen unter 100% liegt. scroll
I. Verbundene Unternehmenscroll
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II. Assoziierte Unternehmenscroll
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Werte für das Geschäftsjahr 2011. III. In den Konzernabschluss gemäß IAS 27/SIC 12 einbezogene Zweckgesellschaftenscroll
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Werte für das Geschäftsjahr 2011. |
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