![]() Continental AGHannoverFinanzbericht zum 30. September 2015Continental-Aktie und -AnleihenHausse, Konsolidierung, KorrekturAm 22. Januar 2015 leitete die Bekanntgabe des Anleiheankaufprogramms der Europäischen
Zentralbank (EZB), das mit monatlich rund 60 Mrd € deutlich höher als erwartet ausfiel,
eine Hausse an den Aktienmärkten der Eurozone ein. Positiv wirkten zudem die Bekanntgabe
guter Unternehmenszahlen für das Jahr 2014 und steigende Erwartungen der Investoren
an die Entwicklung der Unternehmensgewinne im Geschäftsjahr 2015. Gründe hierfür waren
verbesserte Exportchancen aufgrund des gegenüber dem US-Dollar gefallenen Eurokurses
sowie gesunkene Preise für Rohöl und andere Rohstoffe. Auch die Ankündigung der US-amerikanischen
Notenbank (Fed), hinsichtlich der für dieses Jahr angedeuteten Zinserhöhung "nicht
ungeduldig" handeln zu wollen, wurde an den Märkten positiv aufgenommen. Vor diesem
Hintergrund eilte der DAX im ersten Quartal von Rekord zu Rekord und überwand erstmals
die Marken von 11.000 und 12.000 Punkten. Auch der EURO STOXX 50 stieg im ersten Quartal
2015 kräftig an und erreichte ein neues Sieben-Jahres-Hoch. Der DAX schloss am 31.
März 2015 mit einem Plus von 22,0 % gegenüber seinem Jahresanfangswert, während der
EURO STOXX 50 einen Anstieg von 17,5 % verzeichnete. Ein neues Allzeithoch erreichte der DAX im Tagesverlauf des 10. April 2015 bei 12.390,75
Punkten. Es markierte den Höhepunkt und zugleich auch das Ende der Hausse. In den
darauf folgenden Wochen und Monaten sorgte die wachsende Unsicherheit aufgrund der
sich zuspitzenden Schuldenkrise Griechenlands vor allem an den europäischen Aktienmärkten
für fallende Kurse. Zudem beeinträchtigten Ende April schwächer als erwartete Konjunkturdaten
aus den USA und China die Aktienmärkte. Die sich hinziehenden Verhandlungen Griechenlands
mit seinen Gläubigern ließen den DAX im Juni wieder unter die Marke von 11.000 Punkten
sinken. Am 30. Juni 2015 notierte der DAX bei 10.944,97 Punkten. Er verlor damit im
zweiten Quartal 8,5 %, beendete das erste Halbjahr aber noch mit einem Plus von 11,6
%. Der EURO STOXX 50 sank im zweiten Quartal um 7,4 % auf 3.424,30 Punkte und verzeichnete
im ersten Halbjahr einen Kursanstieg von 8,8 %. Zu Beginn des dritten Quartals 2015 belasteten zunächst der Ausgang des griechischen
Referendums über das mit den Gläubigern ausgehandelte Sparpaket und die damit einhergehende
Ungewissheit über den Verbleib Griechenlands in der Eurozone die Börsen weltweit.
Außerdem verunsicherte der deutliche Kurseinbruch des Shanghai Composite Index die
Investoren. Erst die Stützungsmaßnahmen der chinesischen Regierung und die Einigung
Griechenlands mit seinen Gläubigern führten Mitte Juli zu einer raschen Kurserholung.
Mitte August überraschte die von der Peoples Bank of China (PBOC) initiierte Abwertung
des Renminbi die Anleger und rief neue Sorgen über den Zustand der chinesischen Wirtschaft
hervor. Die im Juni 2015 begonnene Korrektur an den chinesischen Börsen setzte sich
daraufhin mit weiteren Kursverlusten von über 20 % fort. Auch an den Börsen in Japan,
Europa und den USA fielen die Leitindizes um bis zu 20 %. Ende August stabilisierten
sich die Aktienmärkte, bevor ab dem 21. September die VW-Abgasaffäre die Aktienindizes
vor allem in Europa belastete. Ende September bewirkten Berichte über schwache Wirtschaftsdaten
aus China neue Jahrestiefststände an den Börsen, bevor die Ankündigung weiterer Maßnahmen
der chinesischen Regierung zur Unterstützung der Wirtschaft zu einer Gegenbewegung
führte. Der DAX verlor im dritten Quartal 11,7 %, der EURO STOXX 50 sank um 9,5 %.
Aufgrund dessen schloss der DAX die ersten neun Monate 2015 mit einem Minus von 1,5
%, ebenso wie der EURO STOXX 50. Outperformance der Continental-AktieDie Continental-Aktie profitierte Mitte Januar 2015 von der Bekanntgabe vorläufiger
Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 und stieg im weiteren Verlauf des Monats erstmals
über die Marke von 200 €. Über den Erwartungen liegende Pkw-Zulassungsdaten für Westeuropa
in den Monaten Januar und Februar verstärkten bis Mitte März 2015 die positive Grundstimmung
für den europäischen Automobilsektor. Auch die Continental-Aktie legte weiter zu und
überstieg Mitte Februar zum ersten Mal die Marke von 220 €. Die Veröffentlichung der
vorläufigen Geschäftszahlen 2014 auf der Jahrespressekonferenz am 5. März 2015 und
die Anhebung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2015 leiteten einen weiteren Kursanstieg
der Continental-Aktie ein. Im Tagesverlauf des 16. März erreichte sie ein neues Allzeithoch
von 234,25 €. Ende des ersten Quartals 2015 notierte die Continental-Aktie bei 220,30
€. Gegenüber dem Jahresbeginn erzielte sie damit ein Plus von 25,5 %. Kursentwicklung der Continental-Aktie im Vergleich zu ausgewählten Indizes (indexiert auf den 1. Januar 2015)![]() scroll
Anfang April 2015 führten zunächst positive Pkw-Zulassungsdaten für Westeuropa für
den Monat März zu steigenden Kursen der Automobilwerte, bevor Ende April die allgemeine
Marktkonsolidierung den Autosektor erfasste. Sich abschwächende Zuwachsraten der Pkw-Neuzulassungen
in China dämpften im Verlauf des Quartals zusätzlich die Stimmung. Positiv wirkten
dagegen besser als erwartete Pkw-Zulassungsdaten aus Westeuropa und den USA für die
Monate April und Mai. Die Continental-Aktie verlor in einem schwachen Umfeld bis Anfang
Mai über 20 €, bevor am 7. Mai 2015 die Veröffentlichung erfreulicher Geschäftszahlen
der Continental AG für das erste Quartal 2015 den Aktienkurs bei 210 € stabilisierte.
Im weiteren Verlauf des Quartals notierte die Continental-Aktie vor dem Hintergrund
der griechischen Schuldenkrise in einer Bandbreite von 202 € bis 221 € und beendete
das zweite Quartal 2015 bei 212,25 €. Für das erste Halbjahr 2015 ergab sich für die
Continental-Aktie damit ein Kursanstieg von 20,9 % gegenüber ihrem Jahresschlusskurs
2014. Im dritten Quartal bewegte sich die Continental-Aktie analog zum Gesamtmarkt, bis
Anfang August die Veröffentlichung besser als erwarteter Geschäftszahlen für das zweite
Quartal 2015 den Aktienkurs wieder über die Marke von 220 € steigen ließ. Ab Mitte
August fiel die Continental-Aktie im Zuge der allgemeinen Marktkorrektur bis zur Marke
von 180 € und stabilisierte sich anschließend zwischen 190 € und 200 €. Die VW-Abgasaffäre
erschütterte ab dem 21. September die Aktienkurse der europäischen Automobilwerte.
Auch die Continental-Aktie gab bis auf Werte unter 180 € nach. Ende September bewirkten
positive Analysteneinstufungen eine Kurserholung der Continental-Aktie. Sie notierte
am Ende des dritten Quartals bei 190,10 € und lag damit 10,4 % unter dem Schlusskurs
des zweiten Quartals. Am Ende des Berichtszeitraums lag die Continental-Aktie 8,3 % über ihrem Schlusskurs
des Jahres 2014. Mit dieser Kursentwicklung übertraf sie die Performance des DAX (-1,5
%) sowie die des EURO STOXX 50 (-1,5 %) und des EURO STOXX Automobiles & Parts (-6,9
%). Bei einer sofortigen Reinvestition der Dividendenausschüttung von 3,25 € errechnet
sich eine Gesamtrendite der Continental-Aktie von 10,0 % für die ersten neun Monate
2015. Kursentwicklungen der Continental-Anleihen![]() Zu Beginn des vierten Quartals setzte sich die begonnene Kurserholung zunächst fort,
unterstützt von steigenden Erwartungen der Investoren über eine weitere Verschiebung
der Zinswende in den USA. Außerdem sieht ein Teil des Maßnahmenpakets der chinesischen
Regierung die Absenkung der Mehrwertsteuer für den Kauf von Pkw mit einem Hubraum
von weniger als 1,6 l vom 1. Oktober 2015 bis Ende 2016 vor, wovon insbesondere die
Autowerte profitierten. Mitte Oktober dämpften jedoch schwächer als erwartete Daten
von europäischen Unternehmen sowie der chinesischen Wirtschaft die Stimmung. Zum Berichtsschluss
am 21. Oktober 2015 notierte die Continental-Aktie bei 208,40 €. Euro-Anleihen mit rückläufiger KursentwicklungNach den kräftigen Kurssteigerungen des letzten Jahres verharrten die drei Continental-Euro-Anleihen
im Verlauf des ersten Quartals 2015 auf niedrigem Renditeniveau und zeigten nur sehr
geringe Kursbewegungen. Ab Mitte April 2015 erfolgte an den Anleihemärkten in Europa
und den USA ein kräftiger Zinsanstieg, der zuerst die Staatsanleihen und dann auch
die Unternehmensanleihen erfasste. Auch die Continental-Euro-Anleihen verzeichneten
entsprechende Kursverluste. Im dritten Quartal stabilisierten sich die Anleihemärkte,
bevor die Sorge um die wirtschaftliche Entwicklung Chinas und die von vielen Marktteilnehmern
erwartete Zinswende in den USA wieder leicht sinkende Kurse verursachten. Die Aufschiebung
der Zinswende seitens der Fed stützte Mitte September die Anleihemärkte in den USA.
Dagegen belastete Ende September die VW-Abgasaffäre vor allem die Anleihen des europäischen
Automobilsektors. Auch die Continental-Euro-Anleihen gaben weiter nach. Die 2,5 %-Euro-Anleihe
notierte Ende September 2015 mit 102,840 % um 179,6 Basispunkte unter ihrem Jahresendkurs
2014. Die länger laufenden 3,0 %- und 3,125 %-Euro-Anleihen lagen mit 106,106 % bzw.
108,464 % um 221,0 bzw. 416,4 Basispunkte unter ihren Schlusskursen des Vorjahres. Vorzeitige Rückzahlung der US-Dollar-AnleiheDer Kurs der US-Dollar-Anleihe sank bis Anfang Juli 2015 auf unter 103 %, da Marktteilnehmer
zunehmend mit einer vorzeitigen Rückzahlung der Anleihe seitens Continental rechneten.
Am 6. Juli 2015 gab Continental die vorzeitige Rückzahlung der Anleihe über 950,0
Mio US-Dollar zu 102,25 % bekannt. Die Rückzahlung erfolgte wie angekündigt am 1 5.
September 2015, vier Jahre vor der Fälligkeit im September 2019. Anstieg der Continental-CDS-PrämieNach Bekanntgabe des EZB-Anleiheankaufprogramms sanken zunächst die Prämien für die
Versicherung von Kreditrisiken (Credit Default Swap, CDS) in Europa spürbar. Die Fünf-Jahres-CDS-Prämie
für Continental fiel von Ende 2014 bis Ende Februar 2015 von 56,348 auf unter 40 Basispunkte.
Nach Bekanntgabe der stärker als erwartet gesunkenen Netto-Finanzschulden der Continental
AG am 5. März 201 5 reduzierte sich die Continental-CDS-Prämie erneut und markierte
am 6. März ein neues Acht-Jahres-Tief bei 36,177 Basispunkten. Ab Mitte April bewirkten
der Zinsanstieg an den Anleihemärkten und die sich zuspitzende Schuldenkrise Griechenlands
eine Erhöhung der Kreditrisikoprämien. Nach einer Konsolidierung im Juli führten das
leicht steigende Zinsniveau aufgrund der Sorgen um China, die Entwicklung der Weltwirtschaft
und die mögliche US-Zinswende zu weiter steigenden Kreditrisikoprämien. Infolgedessen
stieg auch die Continental-CDS-Prämie bis Ende August auf über 85 Basispunkte. Im
September sank sie wieder auf rund 70 Basispunkte, bevor die VW-Abgasaffäre die Kreditrisikoprämien
der europäischen Automobilwerte deutlich verteuerte. Ende September 201 5 notierte
die Fünf-Jahres-CDS-Prämie für Continental bei 95,861 Basispunkten, 39,513 Basispunkte
über ihrem Jahresendwert 2014. Der Spread gegenüber dem Referenzindex Markit iTraxx
Europe belief sich Ende September 2015 auf 4,985 Basispunkte (31. Dezember 2014: -6,514
Basispunkte). Continental-Kreditrating weiter verbessertAm 20. Mai 2015 bestätigte Standard & Poor's das Kreditrating BBB für die Continental
AG und hob zugleich den Ausblick von stabil auf positiv an. Moody's stufte am 30.
Juni 2015 das Kreditrating der Continental AG auf Baa1 hoch, während Fitch sein Kreditrating
im Berichtszeitraum unverändert beibehielt. 30.09.2015
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31.12.2014scroll
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Vertragsverhältnis seit 19. Mai 2000. Weitere Informationen zur Continental-Aktie, den Continental-Anleihen, zum Kreditrating
sowie zu unserer Investor Relations App sind im Internet unter www.continental-ir.com
abrufbar. Kennzahlen Continental-Konzernscroll
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Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen. Kennzahlen Kerngeschäftsfelderscroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Konzern-Zwischenlagebericht zum 30.09.2015Veränderungen im Continental-Vorstand seit 1. Mai 2015Der Aufsichtsrat der Continental AG hat in seiner Sitzung am 10. Dezember 2014 Hans-Jürgen
Duensing mit Wirkung ab 1. Mai 2015 in den Vorstand der Continental AG berufen. Dort
verantwortet er die Division ContiTech und folgt damit auf Heinz-Gerhard Wente, dessen
Amtszeit nach über 40 Jahren im Unternehmen zum 30. April 2015 regulär endete. Hans-Jürgen
Duensing arbeitet seit mehr als 20 Jahren für ContiTech. Erwerb von Veyance TechnologiesAm 30. Januar 2015 hat Continental den Erwerb des US-amerikanischen Unternehmens Veyance
Technologies vollzogen. Die Transaktion hatte ein Volumen in Höhe von 1,9 Mrd US-Dollar.
Veyance Technologies ist im Bereich Kautschuk- und Kunststofftechnologie weltweit
tätig und erzielte 2014 einen Umsatz von etwa 1,5 Mrd €, davon rund 90 % im Industriegeschäft. Etwa die Hälfte des Umsatzes wurde in den USA generiert. Weitere wichtige Märkte sind
Lateinamerika, Afrika, China und andere Länder Asiens. Produktschwerpunkte bilden
Fördergurte, Schläuche und Antriebsriemen. In den weltweit 27 Werken waren Ende 2014
etwa 8.500 Mitarbeiter beschäftigt. Software- und Systemkompetenz weiter ausgebautAm 1. Juli 201 5 hat Continental die Elektrobit Automotive GmbH mit Sitz in Erlangen
von der finnischen Elektrobit Corporation übernommen. Elektrobit Automotive ist Spezialist
für Softwarelösungen und arbeitet bereits seit mehr als zehn Jahren mit Continental
zusammen. Bei Elektrobit Automotive sind ca. 1.300 eigene Fachkräfte angestellt, darüber
hinaus rund 600 Ingenieure beim assoziierten Unternehmen e.solutions GmbH, Ingolstadt.
Entwicklungsschwerpunkte sind leistungsfähige Lösungen für komplexe Fahrzeugfunktionen
für führende Automobilhersteller und Systemlieferanten, z. B. fortschrittliche Fahrerassistenz-
und Infotainmentsysteme. Mit diesem Unternehmenskauf stärkt Continental ihre Entwicklungskapazitäten
und fördert die Technologieentwicklung von Systemen unter anderem für das automatisierte
Fahren. Kamera-Monitor-System statt Außen- und InnenspiegelKameratechnologien halten immer stärker Einzug in die unterschiedlichsten Fahrzeugklassen.
Mitte Juli 2015 präsentierten wir erstmals einen Versuchsträger mit Kamera-Monitor-System,
das die Außen- und Innenspiegel eines Pkw ersetzt. Im Versuchsträger sind drei Kameras
eingebaut, die technisch Surround View-Kameras entsprechen, jedoch über einen anderen
Öffnungswinkel verfügen. Anstelle der bisherigen Rückspiegel zeigen zwei Monitore
mit organischen Leuchtdioden dem Fahrer in den jeweils gewohnten Blickrichtungen das
Geschehen im rückwärtigen und seitlichen Fahrzeugumfeld. Vorteile neben einem größeren
Sichtfeld sind Verkehrssituationserkennung mit Fahrerassistenzfunktionen, wesentlich
geringere Verschmutzungsempfindlichkeit, bessere Sicht bei Dämmerung und Nässe, weniger
Verbrauch sowie reduzierte Windgeräusche. Hochpräzise Streckendaten automatisch erfassen und aufbereitenMit der Road Database präsentierten wir eine innovative Lösung, um Fahrerassistenzsysteme
mit hochpräzisen Streckeninformationen zu versorgen. Die Road Database nutzt dafür
Informationen von verschiedenen Fahrzeugsensoren und setzt diese zu einem maschinenlesbaren
Bild der Straße zusammen. Der bisher verfolgte Ansatz, hochpräzise Karten allein durch
Vermessung und Datenerfassung durch professionelle Kartenproduzenten und -lieferanten
zu erstellen, ist sehr aufwendig, teuer und zeitintensiv. Darüber hinaus gibt es das
Problem, dass die erfassten Straßeninformationen häufig nicht aktuell genug sind.
Mit der Road Database können Assistenzsysteme vorausschauender arbeiten und dadurch
das Fahren komfortabler und sicherer machen. Je mehr Fahrzeuge und Hersteller das
System nutzen, umso präziser und zeitnaher werden die zur Verfügung gestellten Informationen.
Das System ist je nach Einsatzzweck als Ergänzung oder Alternative zu konventionellen
digitalen Straßenkarten nutzbar. Elektrisch beheizbarer Katalysator unterstützt CO2-sparende 48 Volt-HybridsystemeUnserem Gesamtsystem für die milde Hybridisierung mit einem 48 Volt-Bordnetz haben wir eine weitere Komponente hinzugefügt: Der elektrisch beheizbare Katalysator EMICAT® für 48 Volt-Versorgungsspannung verkürzt die Zeit bis zum Anspringen des Katalysators in Antriebssträngen mit Otto- oder Dieselmotor. Damit tritt die Abgasreinigungswirkung früher ein, was beispielsweise im Benzinmotor hilft, die Kohlenwasserstoffemissionen (HC) und die Partikelemissionen nach einem Kaltstart zu senken. Im Dieselmotor liegt der Schwerpunkt zusätzlich auf der Reduktion der CO2 - und NOx-Emissionen. Auch kraftstoffsparende Fahrstrategien, wie das "Segeln" mit abgeschaltetem Motor, lassen sich mit dem EMICAT® umfassender nutzen. Continental-Winterreifen überzeugen auch bei Tests 2015Bei den Winterreifentests der Saison haben der WinterContact TS 850 P und der ContiWinterContact
TS 850 wieder zahlreiche sehr gute Bewertungen erhalten. Bei den Tests des Automobilclubs
ACE (Auto Club Europa), dem gemeinsamen Test von ADAC, ÖAMTC (Österreich) und TCS
(Schweiz) zusammen mit der Stiftung Warentest sowie der Fachmagazine AutoBild, AutoBild
sportscars und Autozeitung erhielten sie jeweils die höchste vergebene Bewertung.
Darüber hinaus wurden sie acht Mal Testsieger. Die Experten lobten dabei die sehr
guten Sicherheitseigenschaften auf Nässe und Schnee sowie die Ausgewogenheit auf höchstem
Niveau. Continental unterstützt "Toyota Safety Sense C" mit Multifunktionskamera und LidarFür das integrierte neue Sensormodul Multifunktionskamera mit Lidar hat Continental
eine Kamera und einen Infrarot-Lidar in einer einzigen kompakten Einheit integriert.
Die Einheit wird für das neue aktive Sicherheitspaket für Kompaktwagen "Toyota Safety
Sense C" an die Toyota Motor Corporation geliefert. Die Multifunktionskamera mit Lidar,
deren Serienfertigung dieses Jahr startete, reiht sich in die umfassende Produktpalette
von Umfeldsensoren von Continental ein, zu der bereits vorausschauende und Surround
View-Kameras sowie Radar- und Lidar-Sensoren gehören. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche EntwicklungDie deutsche Wirtschaft setzte im Berichtszeitraum ihre Expansion fort. Das Bruttoinlandsprodukt
(BIP) wuchs im ersten Quartal 2015 gegenüber dem vierten Quartal 2014 um 0,3 % und
im zweiten Quartal 2015 gegenüber dem ersten Quartal um 0,4 %. Auch für das dritte
Quartal 2015 sollten die noch ausstehenden Zahlen ein ähnliches Wachstum zeigen. Für
das verbleibende vierte Quartal wird aufgrund der niedrigeren Nachfrage aus großen
Schwellenländern mit einer leichten Abschwächung des Wachstums gerechnet. Der Internationale
Währungsfonds (IWF) reduzierte in seinem "World Economic Outlook" vom Oktober 2015
die Wachstumsprognose für das deutsche BIP 2015 von bislang 1,6 % auf 1,5 %. Die Eurozone wuchs mit einem BIP-Anstieg von jeweils 0,4 % im ersten sowie zweiten
Quartal 2015 fast im Gleichschritt mit der deutschen Wirtschaft. Unterstützend wirkt
die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die im Berichtszeitraum
ihren Leitzins unverändert bei 0,05 % beließ und ab März 2015 mit dem im Januar 2015
angekündigten Ankauf von Anleihen begann. Der IWF erwartet, dass die positiver als
erwartete konjunkturelle Entwicklung Spaniens und Italiens die prognostizierte leichte
Abschwächung des deutschen Wachstums kompensieren kann. Seine Wachstumserwartung für
die Eurozone in Höhe von 1,5 % im Jahr 2015 behielt er daher in seiner Oktoberschätzung
bei. Die wirtschaftliche Aktivität der USA wurde im ersten Quartal 2015 sowohl durch den
strengen Winter im Mittleren Westen und an der Ostküste als auch durch den Streik
der Hafenarbeiter an der Westküste deutlich gebremst. Nach dem Rückgang des BIP um
annualisiert 0,2 % im ersten Quartal 2015 profitierte die US-Wirtschaft im zweiten
Quartal 2015 von entsprechenden Nachholeffekten und wuchs annualisiert um 3,9 %. Für
die noch ausstehenden BIP-Zahlen des dritten Quartals und auch für das vierte Quartal
wird aufgrund geringerer Investitionen des Energiesektors mit einem niedrigeren Wachstum
gerechnet. Insbesondere für das dritte Quartal zeichnet sich eine deutliche Abschwächung
des BIP-Wachstums im Vergleich zum zweiten Quartal ab. Weiterhin offen ist deswegen
der Beginn der angekündigten Zinswende der US-amerikanischen Notenbank, der zum Berichtszeitpunkt
allgemein frühestens Ende des Jahres erwartet wird. Aufgrund des stärker als erwarteten
zweiten Quartals hob der IWF trotzdem im Oktober seine Erwartung für das BIP der USA
im Jahr 2015 um 0,1 Prozentpunkte auf 2,6 % für das Jahr 2015 an. Die japanische Wirtschaft setzte im ersten Quartal 2015 ihre Erholung mit einem Zuwachs
von 1,0 % gegenüber dem vierten Quartal 2014 fort. Trotz der weiterhin sehr expansiven
Geldpolitik der japanischen Notenbank schrumpfte das BIP im zweiten Quartal 2015 um
0,3 % gegenüber dem ersten Quartal. Wesentliche Ursache war die anhaltend schwache
Binnennachfrage, die die Industrieproduktion sowie den Dienstleistungssektor belastete.
Zudem wuchsen die japanischen Exporte schwächer als erwartet. Auch die für das dritte
und vierte Quartal noch ausstehenden Zahlen dürften nach Meinung des IWF bestenfalls
ein geringes Wachstum zeigen. Der IWF reduzierte deswegen im Oktober 2015 seine Wachstumserwartung
für Japan erneut um 0,2 Prozentpunkte auf 0,6 % für das laufende Jahr. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer reduzierte der IWF im Oktober seine Prognose
nochmals um 0,2 Prozentpunkte und erwartet nun ein Wachstum von 4,0 % für 201 5. Für
Brasilien senkte der IWF aufgrund schwacher Konjunkturzahlen seine BIP-Prognose für
das Jahr 2015 um 1,5 Prozentpunkte auf -3,0 %. Auch den Verlauf der Rezession in Russland
schätzte der IWF im Oktober gravierender als zuletzt im Juli ein und nahm seine BIP-Prognose
für 2015 wieder um 0,4 Prozentpunkte auf -3,8 % zurück. Für Indien verringerte der
IWF aufgrund sich abschwächender Konjunkturdaten seine BIP-Prognose um 0,2 Prozentpunkte
auf 7,3 % für 2015. Für China, das für das erste und zweite Quartal 2015 ein Wirtschaftswachstum
von jeweils 7,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal veröffentlichte, erwartet der IWF
in seiner Oktober-Schätzung nach wie vor ein BIP-Wachstum von 6,8 % für das Gesamtjahr
2015. Der nach der Oktober-IWF-Schätzung veröffentlichte chinesische BIP-Zuwachs von
6,9 % im dritten Quartal 2015 (gegenüber dem Vorjahresquartal) bestätigte zuletzt
die Erwartung des IWF. Seine Wachstumserwartung für die Weltwirtschaft im Jahr 2015 korrigierte der IWF,
vor allem aufgrund der geringeren Wachstumsprognose für die Schwellenländer, in seiner
Oktober-Prognose noch einmal um 0,2 Prozentpunkte auf 3,1 %. Chancen sieht der IWF
weiterhin in Wachstumsimpulsen aufgrund der gesunkenen Rohstoffpreise. Allerdings
dämpfen diese zugleich die Inflation in den entwickelten Ländern und die Wirtschaftsentwicklung
der rohstoffexportierenden Länder. Daneben bestehen unverändert erhebliche Risiken,
insbesondere für in US-Dollar verschuldete Schwellen- und Entwicklungsländer, durch
eine weitere Aufwertung des US-Dollar infolge der zwar verschobenen aber weiter anstehenden
Zinswende in den USA. Als größtes mittelfristiges Risiko sieht der IWF für die entwickelten
Länder eine Abschwächung ihres Wachstums bis hin zur Stagnation infolge weltweit sinkender
Nachfrage. Ein geringeres Wachstum oder gar eine "harte Landung" der Wirtschaft Chinas
dürfte sich zudem insbesondere auf die Entwicklungs- und Schwellenländer sehr negativ
auswirken. Strukturelle Reformen und die Umsetzung nötiger Investitionen sind daher
nach Ansicht des IWF in vielen Ländern dringend geboten. Entwicklung der Pkw-NeuzulassungenDie Erholung der Pkw-Nachfrage in Europa (EU28 + EFTA) setzte sich auch im dritten
Quartal 201 5 weiter fort. Auf Basis vorläufiger Daten des Verbands der Automobilindustrie
(VDA) stiegen die Pkw-Neuzulassungen im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr
um 9 % auf 10,8 Mio Einheiten. Von den großen Märkten zeigten dabei Spanien mit 22
% und Italien mit 15 % die höchsten Zuwächse. Im Vereinigten Königreich wuchs die
Pkw-Nachfrage um 7 %, in Frankreich und in Deutschland jeweils um 6 %. In den USA
begünstigten die weiterhin niedrigen Kraftstoffpreise den Absatz von leichten Nutzfahrzeugen
und Pick-ups, wohingegen der Absatz von Pkw leicht zurückging. Mit einem Zuwachs von
6 % im ersten, 3 % im zweiten und 6 % im dritten Quartal ergab sich für die ersten
neun Monate 2015 eine Steigerung der Neuzulassungen um 5 % auf 13,0 Mio Einheiten. Neuzulassungen/Verkäufe von Pkwscroll
Quellen: VDA (Länder/Regionen) und Renault (weltweit). Nachdem die Pkw-Nachfrage in Japan im ersten Quartal 201 5 gegenüber dem Vorjahr aufgrund
des letztjährigen Verbrauchsteuereffekts um 15 % auf 1,3 Mio Einheiten gesunken war,
zeigte sich im zweiten Quartal im Vorjahresvergleich erneut ein Rückgang um 7 %. Auch
im dritten Quartal blieb die Nachfrage um 7 % unter dem Vorjahresquartal. Im Berichtszeitraum
lagen die Pkw-Neuzulassungen 11 % unter ihrem Vorjahreswert. In China erreichten die Pkw-Neuzulassungen mit 13,7 Mio Einheiten in den ersten neun
Monaten 2015 einen neuen Rekordwert. Allerdings verringerte sich auf Quartalsbasis
der Zuwachs nach 11 % im ersten Quartal auf 2 % im zweiten Quartal und 0,1 % im dritten
Quartal deutlich. Insgesamt stiegen die Pkw-Neuzulassungen in China im Berichtszeitraum
um knapp 5 %. Indien verzeichnete in den ersten neun Monaten 2015 eine steigende Pkw-Nachfrage
um 6 %. Auf Quartalsbasis zeigte sich ein Zuwachs von 5 % im ersten sowie 6 % im zweiten
und dritten Quartal. In den übrigen BRIC-Ländern Brasilien und Russland verharrte
die Pkw-Nachfrage im dritten Quartal aufgrund der rückläufigen wirtschaftlichen Aktivität
auf dem niedrigen Niveau des ersten und zweiten Quartals. Brasilien verzeichnete im
Berichtszeitraum einen Absatzeinbruch um 22 %, Russland um 33 %. Weltweit stiegen die Pkw-Neuzulassungen im Berichtszeitraum nach vorläufigen Daten
um rund 1 % auf 64,0 Mio Einheiten. Im ersten Quartal 2015 wuchs die globale Nachfrage
noch um 2 %; im zweiten Quartal 2015 verlangsamte sich der Zuwachs auf 1 % und verharrte
im dritten Quartal nahezu auf seinem Vorjahresniveau von 20,7 Mio Fahrzeugen. Entwicklung der Produktion von Pkw und leichten NutzfahrzeugenDie höhere Pkw-Nachfrage in Westeuropa und den wichtigsten Exportmärkten USA und China
überkompensierte im Berichtszeitraum den starken Nachfragerückgang vor allem in Russland.
Die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen < 6 t in Europa nahm infolgedessen
nach vorläufigen Daten in den ersten neun Monaten 2015 um fast 4 % gegenüber dem Vorjahreswert
zu. Aufgrund dessen heben wir unsere Schätzung für das Gesamtjahr 2015 von 2 % auf
3 % an, erwarten aber für das letzte Quartal des Berichtsjahres eine leichte Abschwächung
der Zuwachsrate gegenüber dem Vorjahr. Dank der gestiegenen Nachfrage wurde in der NAFTA-Region im ersten Quartal 2015 die
Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen durch den strengen Winter in den USA
und Kanada nur wenig gebremst und stieg im zweiten sowie im dritten Quartal wieder
an. Im Berichtszeitraum wuchs die Fertigung gegenüber dem Vorjahr auf Basis vorläufiger
Zahlen um 3 %. Für das Gesamtjahr 2015 erwarten wir unverändert einen Anstieg von
ebenfalls 3 %. In China und Indien erhöhte sich die Produktion infolge der gestiegenen lokalen Nachfrage.
Allerdings nahm die Dynamik im Quartalsverlauf in China deutlich ab und das Produktionsvolumen
lag im dritten Quartal aufgrund des Abbaus von Lagerbeständen sogar um 5 % unter dem
Vorjahreswert. In Japan sank das Produktionsvolumen kongruent zur Nachfrage. Aber
auch in Indonesien blieb es spürbar unterhalb des Vorjahres. In Asien insgesamt stagnierte
auf Basis vorläufiger Daten die Fertigung von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in den
ersten neun Monaten 2015 gegenüber dem Vorjahr. Für das vierte Quartal erwarten wir
derzeit stabile Volumina für Indien und eine leichte Belebung der Produktion in China.
Für Japan und Indonesien rechnen wir mit einer Stabilisierung auf dem verringerten
Niveau. Aufgrund der Entwicklung im dritten Quartal prognostizieren wir jedoch für
Asien für das Gesamtjahr 2015 nur noch einen Zuwachs von knapp 1 % nach zuvor knapp
3 %. In Südamerika führte der Einbruch der Nachfrage im Berichtszeitraum zu einem deutlichen
Rückgang der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Nach vorläufigen Daten
sank das Produktionsvolumen in den ersten neun Monaten 2015 um fast 20 %. Im Verlauf
der Quartale beschleunigte sich die Abwärtsdynamik. Auch für das vierte Quartal ist
bislang keine Trendwende erkennbar. Für das Gesamtjahr 2015 senken wir daher unsere
Produktionsprognose von -15 % auf -20 %. Die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen wuchs auf Basis vorläufiger
Zahlen in den ersten neun Monaten 2015 um 1 % gegenüber dem Vorjahr. Da die Produktion
im zweiten und dritten Quartal stagnierte und sich im vierten Quartal nur leicht verbessern
dürfte, senken wir unsere Prognose für das Gesamtjahr 2015 von 2 % auf rund 1 %. Entwicklung der Produktion von mittelschweren und schweren NutzfahrzeugenDie Produktion von Nutzfahrzeugen > 6 t lag in Europa nach vorläufigen Daten in den
ersten neun Monaten 2015 um 5 % über dem Vorjahreswert. Dabei sank die Produktion
in Osteuropa, insbesondere in Russland, während sie in Westeuropa aufgrund der wirtschaftlichen
Belebung spürbar ausgeweitet wurde. Für 2015 insgesamt erwarten wir daher nun einen
Anstieg der Nutzfahrzeugproduktion von 5 % nach zuvor 3 %. In der NAFTA-Region ließ die Dynamik der Nutzfahrzeugproduktion im zweiten Quartal
2015 aufgrund steigender Vergleichszahlen nach, nahm aber im dritten Quartal wieder
zu. Die Produktionsausweitung in den ersten neun Monaten war mit einem Zuwachs von
über 10 % sehr erfreulich. Für das Gesamtjahr 2015 bestätigen wir daher unsere Prognose
von 9 %, rechnen aber mit einer sich abschwächenden Entwicklung im vierten Quartal
aufgrund höherer Vorjahresvergleichszahlen. Die Abschwächung des Wirtschaftswachstums in China zeigt sich im laufenden Jahr in
rückläufigen Produktionsvolumina von Nutzfahrzeugen, die nur zum Teil durch Fertigungszuwächse
in Indien und Japan kompensiert werden. Für Asien insgesamt senken wir aufgrund neuerer
Daten unsere Prognose für die Nutzfahrzeugproduktion 2015 von -6 % auf -15 %. In Südamerika
hielt nach vorläufigen Daten der Einbruch der Nutzfahrzeugproduktion auch im dritten
Quartal an. Für das vierte Quartal erwarten wir bestenfalls eine Stabilisierung der
Produktionsvolumina auf dem Niveau des dritten Quartals. Für das laufende Jahr insgesamt
reduzieren wir unsere Erwartung für die Nutzfahrzeugproduktion von -30 % auf -45 %. Für die globale Produktion von Nutzfahrzeugen > 6 t revidieren wir aufgrund der schwächer
als erwarteten Produktion in Asien und Südamerika unsere Prognose für das Jahr 201
5 von -3 % auf -9 % im Vergleich zum Vorjahr. Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für Pkw und leichte NutzfahrzeugeNachdem in Europa der vergleichsweise warme Winter im ersten Quartal 2015 nur für
einen verhaltenen Absatz von Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge gesorgt
hatte, belebte sich die Nachfrage im zweiten Quartal in Westeuropa, ließ aber im dritten
Quartal, wegen des schwachen Verkaufsstarts in die Winterreifensaison bereits wieder
nach. In Osteuropa, vor allem in Russland, blieb sie unter den Vorjahreswerten. Nach
vorläufigen Daten lag in Europa der Absatzzuwachs von Ersatzreifen für Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge im Berichtszeitraum nur knapp über 0 %. Für das vierte Quartal erwarten
wir bestenfalls leicht steigende Volumina im Vergleich zum Vorjahr. Für das Gesamtjahr
nehmen wir deshalb unsere Prognose von zuvor 2 % Marktwachstum auf 0 % zurück. In der NAFTA-Region sank der Ersatzreifenabsatz für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge
infolge der Verhängung von Importzöllen für Reifenimporte aus China in die USA im
ersten Quartal 2015. Im zweiten und dritten Quartal normalisierte sich die Situation
und chinesische Importe wurden teils durch Importe aus Thailand und Indonesien ersetzt.
Im Berichtszeitraum erhöhte sich nach vorläufigen Zahlen der Absatz um 1 %. Unsere
Prognose für das Gesamtjahr von 1 % behalten wir bei. In Asien ergab sich für den Berichtszeitraum eine weiter steigende Nachfrage nach
Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. In China, dem wichtigsten Markt, wuchs
der Absatz im Berichtszeitraum nach vorläufigen Daten um 8 %. Auch Indien und Indonesien
verzeichnen im laufenden Jahr eine wachsende Nachfrage. An unserer bisherigen Erwartung
eines Zuwachses der Ersatzreifenvolumina für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge von 6 %
für 2015 halten wir fest. In Südamerika hat sich die deutlich rückläufige Entwicklung
der Neuzulassungen und der Produktionsvolumina bislang noch nicht negativ auf den
Ersatzreifenbedarf ausgewirkt. Im Berichtszeitraum stagnierte nach vorläufigen Zahlen
die Nachfrage nach Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Auch für das Gesamtjahr
rechnen wir wie bisher mit Volumina auf Höhe des Vorjahres. Unsere bisherige Gesamtprognose
für 2015 von weltweit knapp 3 % Nachfragewachstum nach Ersatzreifen für Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge senken wir aufgrund der Rücknahme der Prognose für Europa auf 2 %. Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für mittelschwere und schwere NutzfahrzeugeIn den verschiedenen Regionen Europas spiegelte sich im Berichtszeitraum die jeweilige
wirtschaftliche Entwicklung in der Nachfrage nach Ersatzreifen für Nutzfahrzeuge >
6 t wider: Während sie in Russland und anderen Ländern Osteuropas nach vorläufigen
Zahlen spürbar zurückging, nahm sie in Westeuropa im Verlauf der ersten drei Quartale
deutlich zu. Für das vierte Quartal erwarten wir weiterhin eine Nachfragezunahme,
die den noch leicht rückläufigen Absatz der ersten neun Monate 2015 kompensieren sollte.
Für Europa insgesamt gehen wir nach wie vor von einem Absatz auf Höhe des Vorjahres
aus. In der NAFTA-Region, unserem anderen Kernmarkt für Nutzfahrzeugersatzreifen neben
Europa, wuchs die Nachfrage im Berichtszeitraum nach vorläufigen Daten um 3 %. Für
2015 insgesamt gehen wir unverändert von einem Zuwachs von rund 3 % aus. In Asien
dürfte die Nachfrage weiterhin weitgehend der wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen
Länder folgen. Für Asien insgesamt rechnen wir für 2015 wie zuvor mit einem Zuwachs
des Ersatzreifenbedarfs für Nutzfahrzeuge > 6 t von 2 %. Ähnlich wie in Russland ging
auch in Südamerika im Berichtszeitraum der Nutzfahrzeugersatzreifenbedarf aufgrund
der gesunkenen wirtschaftlichen Aktivität zurück. Für 201 5 erwarten wir einen Nachfragerückgang
um 6 % (zuvor 2 %). Weltweit rechnen wir unverändert mit einem um 1 % steigenden Absatz von Ersatzreifen
für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge im laufenden Jahr. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-Konzernsscroll
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. ErtragslageUmsatzanstieg um 14,2 %;
|
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| 1. Januar bis 30. September |
Drittes Quartal | |||
| Mio € | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 |
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 2.870,4 | 2.349,5 | 1.156,6 | 906,0 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -2.554,5 | -1.408,5 | -1.122,7 | -539,8 |
| Cashflow vor Finanzierungstätigkeit (Free Cashflow) | 315,9 | 941,0 | 33,9 | 366,2 |
| Gezahlte Dividende | -650,0 | -500,0 | - | - |
| Dividenden an Minderheitsgesellschafter und Veränderungen aus Eigenkapitaltransaktionen bei Gesellschaften mit Minderheitsanteilseignern |
-39,4 | -28,0 | 1,5 | -1,5 |
| Nicht zahlungswirksame Veränderungen | -20,4 | 32,4 | -67,8 | 9,4 |
| Sonstiges | -1.053,2 | -87,6 | -9,3 | -38,8 |
| Währungskurseffekte | -25,6 | 5,3 | -18,9 | 11,3 |
| Veränderung der Netto-Finanzschulden | -1.472,7 | 363,1 | -60,6 | 346,6 |
In den ersten drei Quartalen 2015 wurden 1.311,7 Mio € (Vj. 1.305,6 Mio €) in Sachanlagen
und Software investiert. Die Investitionsquote beträgt nach neun Monaten 4,5 % (Vj.
5,1 %).
Auf die Automotive Group entfielen 774,4 Mio € (Vj. 686,6 Mio €) der Investitionen,
dies entspricht ebenso wie im Vorjahr 4,4 % des Umsatzes. Die Automotive Group investierte
hauptsächlich in Produktionsausrüstungen zur Herstellung neuer Produkte und zur Umsetzung
neuer Technologien. Hierbei wurden verstärkt Fertigungskapazitäten an Niedrigkostenstandorten
aus- und aufgebaut. In der Division Chassis & Safety entfielen wesentliche Bilanzzugänge
auf die Erweiterung der Produktionsanlagen für die Geschäftsbereiche Vehicle Dynamics
und Hydraulic Brake Systems. Es wurden insbesondere die Fertigungskapazitäten für
elektronische Bremssysteme ausgebaut. Die Division Powertrain investierte hauptsächlich
in die Erweiterung der Produktionskapazitäten für die Geschäftsbereiche Engine Systems,
Sensors & Actuators, Fuel & Exhaust Management und Transmission. In der Division Interior
wurden die Kapazitäten in den Geschäftsbereichen Body & Security sowie Instrumentation
& Driver HMI erweitert.
Die Rubber Group investierte 536,3 Mio € (Vj. 618,0 Mio €), entsprechend 4,6 % des
Umsatzes (Vj. 6,1 %). In der Division Reifen wurden die Fertigungskapazitäten in Nordamerika
sowie an den europäischen Niedrigkostenstandorten ausgebaut. Wesentliche Bilanzzugänge
entfielen auf Werkerweiterungen in Sumter und Mount Vernon, USA; Puchov, Slowakei;
Hefei, China; Otrokovice, Tschechien; Lousado, Portugal; und Timisoara, Rumänien.
Weiterhin wurden Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kostensenkung durchgeführt.
In der Division ContiTech konzentrierten sich die Investitionen auf die Ausweitung
von Fertigungskapazitäten für die Geschäftsbereiche Fluid Technology, Benecke-Kaliko
Group und Conveyor Belt Group. Es wurden insbesondere die Produktionsanlagen an deutschen
Standorten sowie in China, Ungarn und den USA aus- und aufgebaut. An den Standorten
Changzhou, China, und Jorf Lasfar, Marokko, wurde in neue Werke für die Geschäftsbereiche
Benecke-Kaliko Group und Conveyor Belt Group investiert. Ferner wurden in allen Geschäftsbereichen
Investitionen zur Rationalisierung bestehender Produktionsabläufe durchgeführt.
Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 30. September 2015 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresstichtag
um 3.837,0 Mio € auf 33.505,2 Mio € (Vj. 29.668,2 Mio €). Die Erhöhung des Goodwill
um 827,6 Mio € auf 6.569,8 Mio € (Vj. 5.742,2 Mio €) sowie der sonstigen immateriellen
Vermögenswerte um 893,7 Mio € auf 1.348,9 Mio € (Vj. 455,2 Mio €) resultierte hauptsächlich
aus den Akquisitionen von Veyance Technologies und von Elektrobit Automotive. Die
Sachanlagen erhöhten sich um 914,2 Mio € auf 9.074,0 Mio € (Vj. 8.159,8 Mio €). Die
aktiven latenten Steuern stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 102,7 Mio € auf 1.571,4
Mio € (Vj. 1.468,7 Mio €), insbesondere durch die Akquisition von Veyance Technologies.
Das Vorratsvermögen stieg um 301,4 Mio € auf 3.631,7 Mio € (Vj. 3.330,3 Mio €). Auch
die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 513,3 Mio € auf 7.082,6
Mio € (Vj. 6.569,3 Mio €). Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 213,8
Mio € auf 945,4 Mio € (Vj. 731,6 Mio €). Gegenläufig wirkte die Verringerung der liquiden
Mittel um 164,2 Mio € auf 1.849,0 Mio € (Vj. 2.013,2 Mio €).
Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz erhöhte sich im Vergleich zum
30. September 2014 um 1.820,6 Mio € auf 12.673,3 Mio € (Vj. 10.852,7 Mio €). Dies
resultierte insbesondere aus dem Anstieg der kumulierten einbehaltenen Gewinne in
Höhe von 2.009,7 Mio €. Eigenkapitalmindernd wirkte die von der Hauptversammlung beschlossene
Dividende in Höhe von 650,0 Mio €. Die erfolgsneutralen Rücklagen veränderten sich
um 275,9 Mio € auf -1.283,8 Mio € (Vj. -1.007,9 Mio €). Die Gearing Ratio verbesserte
sich, trotz der Akquisitionen von Veyance Technologies und von Elektrobit Automotive,
von 36,2 % auf 33,9 %. Die Eigenkapitalquote stieg auf 37,8 % (Vj. 36,6 %).
Im Vergleich zum 31. Dezember 2014 hat sich die Bilanzsumme um 3.264,1 Mio € auf 33.505,2
Mio € (Vj. 30.241,1 Mio €) erhöht. Dies ist hauptsächlich auf die Erstkonsolidierungen
von Veyance Technologies und von Elektrobit Automotive zurückzuführen. Bezogen auf
die einzelnen Bilanzposten ist dies bedingt durch den Anstieg des Goodwill um 800,7
Mio € auf 6.569,8 Mio € (Vj. 5.769,1 Mio €), der sonstigen immateriellen Vermögenswerte
um 905,6 Mio € auf 1.348,9 Mio € (Vj. 443,3 Mio €) sowie durch die Erhöhung des Sachanlagevermögens
um 627,6 Mio € auf 9.074,0 Mio € (Vj. 8.446,4 Mio €). Darüber hinaus stiegen die Vorräte
um 644,1 Mio € auf 3.631,7 Mio € (Vj. 2.987,6 Mio €) sowie die Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen um 1.236,4 Mio € auf 7.082,6 Mio € (Vj. 5.846,2 Mio €). Gegenläufig
wirkte die Reduzierung der liquiden Mittel um 1.394,8 Mio € auf 1.849,0 Mio € (Vj.
3.243,8 Mio €).
Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz erhöhte sich im Vergleich zum
Jahresende 2014 um 1.648,7 Mio € auf 12.673,3 Mio € (Vj. 11.024,6 Mio €). Eigenkapitalmindernd
wirkte die von der Hauptversammlung beschlossene Dividende in Höhe von 650,0 Mio €.
Aus dem den Anteilseignern zuzurechnenden positiven Konzernergebnis ergibt sich ein
Anstieg in Höhe von 2.084,3 Mio €. Die erfolgsneutralen Rücklagen veränderten sich
um 116,0 Mio € auf -1.283,8 Mio € (Vj. -1.399,8 Mio €). Die Gearing Ratio stieg aufgrund
der Akquisitionen von Veyance Technologies und von Elektrobit Automotive von 25,6
% auf 33,9 %.
Zum Ende des dritten Quartals 2015 waren im Konzern 208.138 Mitarbeiter beschäftigt,
das entspricht einem Anstieg um 18.970 Personen im Vergleich zum Jahresende 2014.
Aufgrund gestiegener Produktionsvolumina sowie der Akquisition von Elektrobit Automotive
in der Division Interior erhöhte sich die Mitarbeiterzahl in der Automotive Group
um 6.340. In der Rubber Group führten der weitere Ausbau von Produktionskapazitäten
und Vertriebskanälen sowie die Akquisition von Veyance Technologies in der Division
ContiTech zu einer Erhöhung der Beschäftigtenzahl um 12.572. Im Vergleich zum Berichtsstichtag
des Vorjahres erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern um insgesamt 18.777.
| 1. Januar bis 30. September | Drittes Quartal | |||
| Chassis & Safety in Mio € | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 |
| Umsatz | 6.277,1 | 5.570,1 | 1.999,0 | 1.823,4 |
| EBITDA | 859,0 | 758,0 | 268,3 | 262,0 |
| in % vom Umsatz | 13,7 | 13,6 | 13,4 | 14,4 |
| EBIT | 605,7 | 511,1 | 181,5 | 179,5 |
| in % vom Umsatz | 9,6 | 9,2 | 9,1 | 9,8 |
| Abschreibungen1 | 253,3 | 246,9 | 86,8 | 82,5 |
| davon Wertminderungen2 | 0,3 | - | 0,3 | - |
| Investitionen3 | 283,7 | 262,0 | 115,5 | 113,4 |
| in % vom Umsatz | 4,5 | 4,7 | 5,8 | 6,2 |
| Operative Aktiva (zum 30.09.) | 4.365,1 | 4.027,9 | ||
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 | 39.259 | 38.075 | ||
| Umsatz bereinigt5 | 6.277,1 | 5.570,1 | 1.999,0 | 1.823,4 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 606,6 | 532,1 | 182,0 | 186,4 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 9,7 | 9,6 | 9,1 | 10,2 |
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2
Der Begriff Wertminderung (Impairment) beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie
erforderliche Wertaufholungen.
3
Investitionen in Sachanlagen und Software.
4
Ohne Auszubildende.
5
Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation
(PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Im Geschäftsbereich Vehicle Dynamics erhöhte sich das Absatzvolumen von elektronischen
Bremssystemen in den ersten neun Monaten 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 5 %. Der
Absatz von Bremskraftverstärkern im Geschäftsbereich Hydraulic Brake Systems erreichte
14,6 Mio Einheiten. Der Absatz von Bremssätteln lag unter Vorjahresniveau. Im Geschäftsbereich
Passive Safety & Sensorics verringerte sich der Absatz bei Airbagsteuergeräten im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bei den Fahrerassistenzsystemen erhöhten sich die
Verkaufszahlen um rund 59 %.
Während der ersten neun Monate 2015 erhöhte sich der Umsatz der Division Chassis &
Safety im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,7 % auf 6.277,1 Mio € (Vj. 5.570,1
Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich
ein Anstieg um 4,9 %.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Chassis & Safety stieg
während der ersten neun Monate 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 74,5 Mio € bzw. 14,0
% auf 606,6 Mio € (Vj. 532,1 Mio €) und entspricht 9,7 % (Vj. 9,6 %) des bereinigten
Umsatzes.
Die Division Chassis & Safety verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses
(EBIT) in den ersten neun Monaten 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 94,6 Mio € bzw.
18,5 % auf 605,7 Mio € (Vj. 511,1 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 9,6 %
(Vj. 9,2 %).
Aus Wertminderungen und Wertaufholungen auf Sachanlagen resultierte in der Division
Chassis & Safety in den ersten neun Monaten ein Aufwand in Höhe von insgesamt 0,3
Mio €.
In der Division Chassis & Safety fielen in den ersten neun Monaten 2014 keine Sondereffekte
an.
| 1. Januar bis 30. September | Drittes Quartal | |||
| Powertrain in Mio € | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 |
| Umsatz | 5.303,7 | 4.816,4 | 1.657,4 | 1.638,9 |
| EBITDA | 528,0 | 270,4 | 167,3 | -11,9 |
| in % vom Umsatz | 10,0 | 5,6 | 10,1 | -0,7 |
| EBIT | 279,0 | -165,9 | 81,3 | -263,3 |
| in % vom Umsatz | 5,3 | -3,4 | 4,9 | -16,1 |
| Abschreibungen1 | 249,0 | 436,3 | 86,0 | 251,4 |
| davon Wertminderungen2 | - | 153,4 | - | 153,4 |
| Investitionen3 | 276,3 | 242,6 | 106,0 | 106,8 |
| in % vom Umsatz | 5,2 | 5,0 | 6,4 | 6,5 |
| Operative Aktiva (zum 30.09.) | 2.771,7 | 2.667,2 | ||
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 | 35.684 | 35.087 | ||
| Umsatz bereinigt5 | 5.185,5 | 4.816,4 | 1.657,4 | 1.638,9 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 309,2 | 176,4 | 86,7 | 7,2 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 6,0 | 3,7 | 5,2 | 0,4 |
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2
Der Begriff Wertminderung (Impairment) beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie
erforderliche Wertaufholungen.
3
Investitionen in Sachanlagen und Software.
4
Ohne Auszubildende.
5
Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation
(PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Die Absatzzahlen der Geschäftsbereiche Transmission und Fuel & Exhaust Management
lagen in den ersten neun Monaten 2015 über dem Vorjahresniveau, wobei Fuel & Exhaust
Management sowohl organisches Wachstum aus Altgeschäft (ehemals Fuel Supply) als auch
zusätzliche Stückzahlen aus der Integration von Emitec verzeichnen konnte. Weiterhin
auf Wachstumskurs befindet sich der Geschäftsbereich Sensors & Actuators. Ursächlich
für den Volumenanstieg sind hier insbesondere die Abgassensoren, für die begünstigt
durch verschärfte Abgasgesetzgebung deutlich höhere Verkaufszahlen erzielt wurden.
Der Geschäftsbereich Engine Systems verzeichnete in den ersten neun Monaten 2015 steigende
Absatzzahlen von Turboladern. Die Absatzzahlen von Pumpen erreichten Vorjahresniveau,
während Motorsteuerungen und Injektoren deutlich unter Vorjahresniveau blieben. Im
Geschäftsbereich Hybrid Electric Vehicle lagen die Verkaufszahlen bei der Leistungselektronik
über Vorjahresniveau, während die Batterie- und Bordnetzsysteme rückläufige Absatzzahlen
aufwiesen.
Während der ersten neun Monate 2015 erhöhte sich der Umsatz der Division Powertrain
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1 0,1 % auf 5.303,7 Mio € (Vj. 4.816,4 Mio €).
Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg
um 0,2 %.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Powertrain erhöhte
sich während der ersten neun Monate 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 1 32,8 Mio €
bzw. 75,3 % auf 309,2 Mio € (Vj. 176,4 Mio €) und entspricht 6,0 % (Vj. 3,7 %) des
bereinigten Umsatzes.
Die Division Powertrain verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT)
in den ersten neun Monaten 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 444,9 Mio € bzw. 268,2
% auf 279,0 Mio € (Vj. -165,9 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 5,3 % (Vj.
-3,4 %).
Für die Division Powertrain beträgt die Belastung durch Sondereffekte in den ersten
neun Monaten 2015 insgesamt 0,1 Mio €.
In der Division Powertrain ergab sich infolge des Restanteilerwerbs an der Emitec
Gesellschaft für Emissionstechnologie mbH, Lohmar, Deutschland, die Notwendigkeit
einer ergebniswirksamen Abwertung der at-equity-Beteiligung, die zu einem Aufwand
in Höhe von 34,1 Mio € führte, sowie ein negativer Sondereffekt aus der erfolgswirksamen
Umgliederung der zuvor in den erfolgsneutralen Rücklagen ausgewiesenen Effekte in
Höhe von 1,9 Mio €.
Aufgrund des sich verschärfenden Wettbewerbs bei der Entwicklung und Produktion von
Batteriezellen für die Automobilindustrie haben wir und unser koreanischer Partner
SK Innovation Co., Ltd., Seoul, Südkorea, eine Vereinbarung zur Auflösung des Gemeinschaftsunternehmens
SK Continental E-motion Pte. Ltd., Singapur, Singapur, geschlossen und vollzogen.
Dies führte im dritten Quartal 2014 innerhalb der Division Powertrain zu einer Wertminderung
auf den at-equity-Beteiligungsbuchwert in Höhe von 77,9 Mio €.
Wir haben diese Entwicklung darüber hinaus zum Anlass genommen, den Wert der Sachanlagen
im Geschäftsbereich Hybrid Electric Vehicle den tatsächlichen Kapazitätsauslastungen
anzupassen. Dies führte zu zusätzlichen Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von
57,8 Mio €.
Ein auf Technologien aus der Zeit vor der Übernahme von Siemens VDO basierender Dieselinjektor
im Geschäftsbereich Engine Systems wurde nach eingehender Qualitätsprüfung am Markt
nicht eingeführt. In diesem Zusammenhang entstanden in der Division Powertrain Wertminderungen
auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 62,0 Mio € sowie Aufwendungen
für Restrukturierungen in Höhe von 22,3 Mio €, wovon 6,2 Mio € auf Wertminderungen
auf Sachanlagen entfielen.
Dieses Ereignis wurde ebenfalls zum Anlass genommen, die auf Technologien aus der
Zeit vor der Übernahme von Siemens VDO basierenden Pumpen, vor allem im Dieselbereich,
zu überprüfen. Hieraus resultierte infolge einer verlustfreien Bewertung die Notwendigkeit
von Wertminderungen auf Sachanlagen. Dies führte in der Division Powertrain zu einer
zusätzlichen Belastung in Höhe von 27,4 Mio €.
Für die Division Powertrain ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten
neun Monaten 2014 in Höhe von insgesamt 283,4 Mio €.
| 1. Januar bis 30. September | Drittes Quartal | |||
| Interior in Mio € | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 |
| Umsatz | 6.060,4 | 5.158,4 | 2.028,2 | 1.725,4 |
| EBITDA | 805,1 | 697,4 | 252,4 | 229,7 |
| in % vom Umsatz | 13,3 | 13,5 | 12,4 | 13,3 |
| EBIT | 603,7 | 437,3 | 178,7 | 144,8 |
| in % vom Umsatz | 10,0 | 8,5 | 8,8 | 8,4 |
| Abschreibungen1 | 201,4 | 260,1 | 73,7 | 84,9 |
| davon Wertminderungen2 | - | 4,6 | - | - |
| Investitionen3 | 214,4 | 182,0 | 80,3 | 77,1 |
| in % vom Umsatz | 3,5 | 3,5 | 4,0 | 4,5 |
| Operative Aktiva (zum 30.09.) | 4.388,1 | 3.857,2 | ||
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 | 40.108 | 35.835 | ||
| Umsatz bereinigt5 | 6.024,6 | 5.158,4 | 1.992,4 | 1.725,4 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 609,5 | 521,6 | 183,7 | 168,0 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 10,1 | 10,1 | 9,2 | 9,7 |
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2
Der Begriff Wertminderung (Impairment) beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie
erforderliche Wertaufholungen.
3
Investitionen in Sachanlagen und Software.
4
Ohne Auszubildende.
5
Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation
(PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Das Absatzvolumen im Geschäftsbereich Body & Security lag in den ersten drei Quartalen
2015 deutlich über Vorjahresniveau. Eine Erhöhung war besonders in den Regionen NAFTA
und Asien zu verzeichnen. Im Geschäftsbereich Infotainment & Connectivity lag der
Absatz deutlich über Vorjahresniveau. Die Stückzahlen von Multimediasystemen zogen
aufgrund neuer Produkte auf dem US-Markt und in China erheblich an. Der Absatz des
Geschäftsbereichs Commercial Vehicles & Aftermarket lag über dem Vorjahresniveau.
Dies ist im Wesentlichen im Bereich Nutzfahrzeuge auf das Zusatzgeschäft mit Mautsystemen
in Belgien zurückzuführen, welches die Rückgänge in Südamerika und Asien kompensiert
hat. Das Ersatzteil- und Aftermarket-Geschäft übertraf aufgrund gestiegener Nachfrage
im Bereich Reifendruckkontrolle seinen Vorjahreswert ebenfalls leicht. Die Verkaufszahlen
im Geschäftsbereich Instrumentation & Driver HMI sind in den ersten neun Monaten 201
5 gegenüber dem Vorjahr ebenfalls gestiegen. Dies wurde vor allem durch Neuanläufe
und eine erhöhte Nachfrage in Europa und der NAFTA-Region hervorgerufen.
Während der ersten neun Monate 2015 erhöhte sich der Umsatz der Division Interior
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,5 % auf 6.060,4 Mio € (Vj. 5.1 58,4 Mio €).
Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg
um 9,2 %.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Interior stieg während
der ersten neun Monate 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 87,9 Mio € bzw. 16,9 % auf
609,5 Mio € (Vj. 521,6 Mio €) und entspricht ebenso wie im Vorjahr 10,1 % des bereinigten
Umsatzes.
Die Division Interior verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT)
in den ersten neun Monaten 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 166,4 Mio € bzw. 38,1
% auf 603,7 Mio € (Vj. 437,3 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 10,0 % (Vj.
8,5 %).
In der Division Interior fielen in den ersten neun Monaten 2015 keine Sondereffekte
an.
In der Division Interior resultierte aus der Veräußerung von Teilaktivitäten des Geschäftsbereichs
Infotainment & Connectivity am Standort Rambouillet, Frankreich, ein Verlust in Höhe
von 6,9 Mio €. In diesem Zusammenhang entstanden zudem Wertminderungen auf Sachanlagen
in Höhe von 4,2 Mio €.
Aus weiteren Wertminderungen auf Sachanlagen resultierte in der Division Interior
ein Aufwand in Höhe von 0,4 Mio €.
Aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen entstand ein
positiver Sondereffekt in Höhe von insgesamt 0,4 Mio €.
Mit Wirkung zum 30. September 2014 wurden Teilaktivitäten des Geschäftsbereichs Body
& Security an ein neu gegründetes Gemeinschaftsunternehmen veräußert. Aus dieser Transaktion
resultierte in der Division Interior ein positiver Sondereffekt in Höhe von insgesamt
1,7 Mio €.
Für die Division Interior ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten
neun Monaten 2014 in Höhe von insgesamt 9,4 Mio €.
| 1. Januar bis 30. September | Drittes Quartal | |||
| Reifen in Mio € | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 |
| Umsatz | 7.718,6 | 7.282,0 | 2.654,4 | 2.557,8 |
| EBITDA | 1.982,0 | 1.740,8 | 667,7 | 603,5 |
| in % vom Umsatz | 25,7 | 23,9 | 25,2 | 23,6 |
| EBIT | 1.594,6 | 1.409,9 | 536,5 | 486,8 |
| in % vom Umsatz | 20,7 | 19,4 | 20,2 | 19,0 |
| Abschreibungen1 | 387,4 | 330,9 | 131,2 | 116,7 |
| davon Wertminderungen2 | 5,2 | - | 5,2 | - |
| Investitionen3 | 372,3 | 481,7 | 139,3 | 165,1 |
| in % vom Umsatz | 4,8 | 6,6 | 5,2 | 6,5 |
| Operative Aktiva (zum 30.09.) | 5.430,0 | 5.292,1 | ||
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 | 49.445 | 47.864 | ||
| Umsatz bereinigt5 | 7.649,9 | 7.273,2 | 2.647,0 | 2.556,7 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 1.613,1 | 1.435,7 | 541,3 | 511,5 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 21,1 | 19,7 | 20,4 | 20,0 |
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2
Der Begriff Wertminderung (Impairment) beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie
erforderliche Wertaufholungen.
3
Investitionen in Sachanlagen und Software.
4
Ohne Auszubildende.
5
Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation
(PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Die Verkaufszahlen im Pkw-Erstausrüstungsgeschäft lagen nach den ersten neun Monaten
2015 über dem Vorjahr. Im Pkw-Reifenersatzgeschäft wurde in der Region EMEA (Europa,
Mittlerer Osten und Afrika) der Vorjahreswert nicht erreicht, während der Absatz in
"The Americas" (Nord-, Mittel- und Südamerika) weiter ausgebaut wurde. Das Nutzfahrzeugreifengeschäft
lag ebenfalls über dem Vorjahresniveau.
Während der ersten neun Monate 2015 erhöhte sich der Umsatz der Division Reifen im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,0 % auf 7.718,6 Mio € (Vj. 7.282,0 Mio €). Bereinigt
um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Rückgang um
0,3 %.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Reifen stieg während
der ersten neun Monate 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 177,4 Mio € bzw. 1 2,4 % auf
1.61 3,1 Mio € (Vj. 1.435,7 Mio €) und entspricht 21,1 % (Vj. 19,7 %) des bereinigten
Umsatzes.
Die Division Reifen verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) in
den ersten neun Monaten 201 5 im Vergleich zum Vorjahr um 184,7 Mio € bzw. 1 3,1 %
auf 1.594,6 Mio € (Vj. 1.409,9 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 20,7 % (Vj.
19,4 %).
Aus Wertminderungen auf Sachanlagen an den Standorten Modipuram, Indien, und Partapur,
Indien, resultierte ein Aufwand in Höhe von insgesamt 5,2 Mio €.
Aus der Veräußerung der Anteile an der General Tyre East Africa Ltd., Arusha, Tansania,
ergab sich ein Ertrag in Höhe von 0,9 Mio €.
In der Division Reifen führten weitere kleine Sondereffekte insgesamt zu einer Entlastung
in Höhe von 1,7 Mio €.
Für die Division Reifen beträgt die Belastung durch Sondereffekte in den ersten neun
Monaten 2015 insgesamt 2,6 Mio €.
Im Zusammenhang mit der Einstellung der Pkw-Reifenproduktion im Werk Clairoix, Frankreich,
hatte eine größere Anzahl von Mitarbeitern der Continental France SNC, Sarreguemines,
Frankreich, bei den Arbeitsgerichten in Compiegne und Soissons, Frankreich, Klagen
gegen diese Konzerngesellschaft und teilweise auch gegen die Continental AG eingereicht.
Am 30. August 2013 hatte das Arbeitsgericht in Compiegne die Continental France SNC
und die Continental AG zu Schadenersatz wegen angeblich rechtswidriger Entlassung
der Mitarbeiter verurteilt. Die Berufung der Continental gegen diese Entscheidung
wurde am 30. September 2014 vom Berufungsgericht Amiens, Frankreich, abgewiesen. Continental
hat erneut Rechtsmittel (Kassation) eingelegt. Gleichwohl ist nicht auszuschließen,
dass die Verpflichtung zum Schadenersatz auch nach rechtskräftigem Abschluss des Verfahrens
ganz oder teilweise aufrechterhalten wird. Aus diesem Anlass wurde in der Division
Reifen eine weitere Rückstellung in Höhe von 23,3 Mio € gebildet.
Zudem entstand ein positiver Sondereffekt in Höhe von insgesamt 0,2 Mio €.
Für die Division Reifen ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten
neun Monaten 2014 in Höhe von insgesamt 23,1 Mio €.
| 1. Januar bis 30. September | Drittes Quartal | |||
| ContiTech in Mio € | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 |
| Umsatz | 4.017,9 | 2.931,6 | 1.330,8 | 979,6 |
| EBITDA | 458,0 | 421,3 | 159,7 | 144,7 |
| in % vom Umsatz | 11,4 | 14,4 | 12,0 | 14,8 |
| EBIT | 217,8 | 334,9 | 80,6 | 115,1 |
| in % vom Umsatz | 5,4 | 11,4 | 6,1 | 11,7 |
| Abschreibungen1 | 240,2 | 86,4 | 79,1 | 29,6 |
| davon Wertminderungen2 | 0,3 | - | 0,3 | - |
| Investitionen3 | 164,0 | 136,3 | 54,3 | 48,9 |
| in % vom Umsatz | 4,1 | 4,6 | 4,1 | 5,0 |
| Operative Aktiva (zum 30.09.) | 3.187,7 | 1.442,5 | ||
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 | 43.240 | 32.168 | ||
| EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten | 312,4 | 337,7 | 103,1 | 117,4 |
| in % vom Umsatz | 7,8 | 11,5 | 7,7 | 12,0 |
| Umsatz bereinigt5 | 3.133,3 | 2.931,6 | 1.029,1 | 979,6 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 346,3 | 337,7 | 105,9 | 117,4 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 11,1 | 11,5 | 10,3 | 12,0 |
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2
Der Begriff Wertminderung (Impairment) beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie
erforderliche Wertaufholungen.
3
Investitionen in Sachanlagen und Software.
4
Ohne Auszubildende.
5
Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation
(PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Während der ersten neun Monate 2015 erhöhte sich der Umsatz der Division ContiTech
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 37,1 % auf 4.017,9 Mio € (Vj. 2.931,6 Mio €).
Veyance Technologies trug mit 858,9 Mio € zum Umsatzwachstum bei. Bereinigt um Konsolidierungskreis-
und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 3,6 %. Zu diesem Umsatzzuwachs
trugen die Geschäftsbereiche Air Spring Systems, Power Transmission Group, Benecke-Kaliko
Group sowie das Erstausrüstungsgeschäft des Geschäftsbereiches Fluid Technology bei.
Aufgrund der deutlichen Investitionsschwäche der Bergbauunternehmen konnte der Geschäftsbereich
Conveyor Belt Group das Umsatzniveau des Vorjahres nicht erreichen. Preis- und Mengenreduzierungen
im Geschäftsbereich Compounding Technology führten zu einem Umsatzrückgang.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division ContiTech erhöhte
sich während der ersten neun Monate 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 Mio € bzw.
2,5 % auf 346,3 Mio € (Vj. 337,7 Mio €) und entspricht 11,1 % (Vj. 11,5 %) des bereinigten
Umsatzes.
Um eine bessere Vergleichbarkeit der operativen Geschäftsentwicklung der Division
ContiTech einschließlich Veyance Technologies zu erhalten, wird 2015 die Kennzahl
EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA)
und Sondereffekten berichtet.
In den ersten neun Monaten 2015 verringerte sich das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten in der Division ContiTech
im Vergleich zum Vorjahr um 25,3 Mio € bzw. 7,5 % auf 312,4 Mio € (Vj. 337,7 Mio €).
Die darauf berechnete Umsatzrendite verringerte sich auf 7,8 % (Vj. 11,5 %).
Das operative Ergebnis (EBIT) wie auch das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten sind dabei in den
ersten neun Monaten 2015 von Integrationskosten und Einmalaufwendungen für Veyance
Technologies in Höhe von insgesamt 48,2 Mio € beeinflusst.
Die Division ContiTech verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT)
in den ersten neun Monaten 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 117,1 Mio € bzw. 35,0
% auf 217,8 Mio € (Vj. 334,9 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 5,4 %
(Vj. 11,4 %).
In der Division ContiTech wird aufgrund nicht erhaltener Folgeaufträge ein stufenweiser
Abbau des Standorts Salzgitter, Deutschland, erfolgen. In diesem Zusammenhang entstanden
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 13,8 Mio €, wovon 0,3 Mio € auf
Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen.
Zudem führten kleinere Sondereffekte insgesamt zu einer Entlastung in Höhe von 1,2
Mio €.
Für die Division ContiTech beträgt die Belastung durch Sondereffekte in den ersten
neun Monaten 201 5 insgesamt 12,6 Mio €.
In der Division ContiTech resultierte insgesamt ein Ertrag aus negativen Unterschiedsbeträgen
aus Kaufpreisallokationen in Höhe von 1,7 Mio €, wovon 0,7 Mio € auf den Geschäftsbereich
Fluid Technology entfielen und sich 1,0 Mio € aus der finalen Kaufpreisallokation
einer Transaktion aus dem Jahr 2013 im Geschäftsbereich Conveyor Belt Group ergaben.
Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Veränderungen der Risiken und Chancen.
Zu den Details der wesentlichen Risiken und Chancen verweisen wir auf unsere Ausführungen
im Geschäftsbericht 2014.
Trotz des deutlichen Rückgangs der Produktionsvolumina in China im dritten Quartal
201 5, der sich verschärfenden Schwäche vieler Industriesektoren und der nachlassenden
positiven Effekte aus Währungskursen, liegen wir auch nach den ersten neun Monaten
weiterhin im Rahmen unserer Gesamtjahreserwartung. Wir bestätigen daher unsere Umsatzprognose
für das Jahr 2015. Für die Automotive Group lautet sie unverändert rund 23,5 Mrd €
und für die Rubber Group mehr als 15,5 Mrd €. Für den Konzernumsatz erwarten wir weiterhin
einen Zuwachs in Höhe von etwa 14 % auf mehr als 39 Mrd €.
Aufgrund der erfreulichen Gewinnentwicklung in den ersten neun Monaten und der unverändert
günstigen Entwicklung einiger für Continental wichtiger Rohstoffpreise heben wir unsere
Prognose für die bereinigte EBIT-Marge von zuvor rund 11 % auf mehr als 11 % an. Für
die Automotive Group erwarten wir weiterhin eine bereinigte EBIT-Marge von mehr als
8,5 %. Die Prognose für die Rubber Group heben wir, aufgrund der weiterhin günstiger
als erwarteten Entwicklung der Preise für Rohöl und Naturkautschuk (TSR 20), von rund
16 % auf mehr als 16 % an. Die Schätzung für die Entlastung aufgrund geringerer Rohstoffkosten
heben wir für das laufende Jahr von rund 200 Mio € auf rund 250 Mio € an. Sie betrifft
im Wesentlichen die Rubber Group. Unsere Schätzung für den Durchschnittspreis von
Naturkautschuk senken wir erneut von 1,58 US-Dollar/kg auf 1,50 US-Dollar/kg. Unsere
Prognose für den Durchschnittspreis für den Synthesekautschukgrundstoff Butadien belassen
wir hingegen bei 1,00 US-Dollar/kg.
Ferner bestätigen wir unsere am 5. März 201 5 aufgestellte Prognose hinsichtlich der
negativen Sondereffekte in Höhe von rund 100 Mio €. Die Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte aus Kaufpreisallokationen, die im Wesentlichen aus den Erwerben von
Veyance Technologies und von Elektrobit Automotive stammen, werden voraussichtlich
bei rund 140 Mio € liegen. Die Investitionen vor Akquisitionen werden im Geschäftsjahr
2015 rund 6 % vom Umsatz ausmachen. Das negative Zinsergebnis wird, trotz der vorzeitigen
Rückzahlung der Anleihe über 950 Mio US-Dollar, bei unter 300 Mio € und die Konzern-Steuerquote
bei etwa 30 % liegen.
Den Ausblick für den Free Cashflow vor Akquisitionen im Jahr 2015 heben wir von mindestens
1,8 Mrd € auf mehr als 2,0 Mrd € an.
| 1. Januar bis 30. September | Drittes Quartal | |||
| Mio € | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 |
| Umsatzerlöse | 29.216,2 | 25.587,6 | 9.617,6 | 8.669,5 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -21.608,2 | -19.138,7 | -7.107,0 | -6.443,8 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 7.608,0 | 6.448,9 | 2.510,6 | 2.225,7 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -1.897,7 | -1.627,6 | -623,4 | -553,8 |
| Vertriebs- und Logistikkosten | -1.612,3 | -1.327,7 | -537,6 | -454,3 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -695,4 | -581,1 | -236,1 | -199,9 |
| Sonstige Aufwendungen und Erträge | -247,7 | -375,5 | -91,6 | -308,2 |
| Ergebnis von at-equity bilanzierten Unternehmen | 40,5 | -89,7 | 12,7 | -72,0 |
| Übriges Beteiligungsergebnis | 0,4 | 0,6 | 0,0 | 0,3 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern | 3.195,8 | 2.447,9 | 1.034,6 | 637,8 |
| Zinserträge | 69,3 | 68,3 | 20,0 | 22,0 |
| Zinsaufwendungen | -286,7 | -283,9 | -138,4 | -97,1 |
| Zinsergebnis | -217,4 | -215,6 | -118,4 | -75,1 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 2.978,4 | 2.232,3 | 916,2 | 562,7 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -839,9 | -371,3 | -268,7 | -47,4 |
| Konzernergebnis | 2.138,5 | 1.861,0 | 647,5 | 515,3 |
| Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn | -54,2 | -62,1 | -11,8 | -20,2 |
| Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 2.084,3 | 1.798,9 | 635,7 | 495,1 |
| Ergebnis pro Aktie in €, unverwässert | 10,42 | 8,99 | 3,18 | 2,47 |
| Ergebnis pro Aktie in €, verwässert | 10,42 | 8,99 | 3,18 | 2,47 |
| 1. Januar bis 30. September | Drittes Quartal | |||
| Mio € | 2015 | 20141 | 2015 | 20141 |
| Konzernergebnis | 2.138,5 | 1.861,0 | 647,5 | 515,3 |
| Ergebnisneutrale Umgliederung innerhalb des Eigenkapitals | - | -5,3 | - | -5,3 |
| Posten, die nicht ergebniswirksam umgegliedert werden | ||||
| Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne2 | 89,1 | -220,6 | -16,1 | -54,0 |
| Zeitwertveränderungen2 | 168,3 | -403,3 | -36,1 | -163,7 |
| Umgliederung aus Abgängen von Pensionsverpflichtungen | - | 0,0 | - | 0,0 |
| Anteil von at-equity bilanzierten Unternehmen3 ,4 | -0,1 | 4,2 | -0,1 | 4,0 |
| Währungsumrechnung2 | -26,1 | -19,6 | 6,0 | -15,5 |
| Im Eigenkapital erfasste Steuerpositionen | -53,0 | 198,1 | 14,1 | 121,2 |
| Posten, die in Folgeperioden erfolgswirksam umgegliedert werden könnten | ||||
| Währungsumrechnung2 | 34,9 | 416,0 | -385,6 | 320,4 |
| Effekte aus Währungsumrechnung2 | 26,1 | 415,0 | -387,4 | 318,2 |
| Erfolgswirksame Umgliederung | - | 0,2 | - | -0,1 |
| Anteil von at-equity bilanzierten Unternehmen3 | 8,8 | 0,8 | 1,8 | 2,3 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | -12,1 | 9,5 | -2,0 | 0,9 |
| Zeitwertveränderungen | -2,1 | 11,4 | -1,8 | 1,4 |
| Erfolgswirksame Umgliederung | -10,0 | -1,9 | -0,2 | -0,5 |
| Cashflow Hedges | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,1 |
| Anteil von at-equity bilanzierten Unternehmen3 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,1 |
| Im Eigenkapital erfasste Steuerpositionen | 18,7 | 0,7 | 9,1 | 3,6 |
| Sonstiges Ergebnis | 130,6 | 205,7 | -394,6 | 271,0 |
| Gesamtergebnis | 2.269,1 | 2.061,4 | 252,9 | 781,0 |
| Auf Anteile in Fremdbesitz entfallendes Gesamtergebnis | -72,1 | -83,5 | -1,0 | -36,1 |
| Gesamtergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 2.197,0 | 1.977,9 | 251,9 | 744,9 |
1
Die Vorjahres-Vergleichswerte sind entsprechend der Struktur 2015 angepasst dargestellt.
2
Inklusive Fremdanteile.
3
Inklusive Steuern.
4
Die Vorperiode beinhaltet einen Anteil von 5,3 Mio € aus ergebnisneutraler Umgliederung
gemäß IAS 19.
| 30.09.2015 | 31.12.2014 | 30.09.2014 | |
| Goodwill | 6.569,8 | 5.769,1 | 5.742,2 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.348,9 | 443,3 | 455,2 |
| Sachanlagen | 9.074,0 | 8.446,4 | 8.159,8 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 17,0 | 17,5 | 17,9 |
| Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen | 343,7 | 298,5 | 302,3 |
| Sonstige Finanzanlagen | 14,3 | 10,7 | 10,8 |
| Aktive latente Steuern | 1.571,4 | 1.573,4 | 1.468,7 |
| Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung | 3,3 | 1,6 | 8,6 |
| Langfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen | 335,2 | 301,2 | 269,5 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 44,5 | 41,9 | 34,2 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 22,6 | 19,7 | 21,4 |
| Langfristige Vermögenswerte | 19.344,7 | 16.923,3 | 16.490,6 |
| Vorräte | 3.631,7 | 2.987,6 | 3.330,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.082,6 | 5.846,2 | 6.569,3 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 487,8 | 382,5 | 382,9 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 945,4 | 731,3 | 731,6 |
| Ertragsteuerforderungen | 107,6 | 60,3 | 92,8 |
| Kurzfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen | 40,8 | 63,1 | 54,9 |
| Flüssige Mittel | 1.849,0 | 3.243,8 | 2.013,2 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 15,6 | 3,0 | 2,6 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 14.160,5 | 13.317,8 | 13.177,6 |
| Bilanzsumme | 33.505,2 | 30.241,1 | 29.668,2 |
| 30.09.2015 | 31.12.2014 | 30.09.2014 | |
| Gezeichnetes Kapital | 512,0 | 512,0 | 512,0 |
| Kapitalrücklage | 4.155,6 | 4.155,6 | 4.155,6 |
| Kumulierte einbehaltene Gewinne | 8.838,6 | 7.404,3 | 6.828,9 |
| Erfolgsneutrale Rücklagen | -1.283,8 | -1.399,8 | -1.007,9 |
| Den Anteilseignern zuzurechnendes Eigenkapital | 12.222,4 | 10.672,1 | 10.488,6 |
| Anteile in Fremdbesitz | 450,9 | 352,5 | 364,1 |
| Eigenkapital | 12.673,3 | 11.024,6 | 10.852,7 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 3.570,6 | 3.483,7 | 2.937,3 |
| Passive latente Steuern | 336,6 | 178,5 | 188,9 |
| Langfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen | 325,9 | 306,3 | 314,1 |
| Langfristiger Anteil der Finanzschulden | 2.689,5 | 5.077,4 | 5.040,8 |
| Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 73,0 | 48,7 | 51,9 |
| Langfristige sonstige Verbindlichkeiten | 55,5 | 46,4 | 47,5 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 7.051,1 | 9.141,0 | 8.580,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.383,3 | 4.861,6 | 4.882,0 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 702,8 | 577,3 | 667,5 |
| Kurzfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen | 753,6 | 732,7 | 687,4 |
| Finanzschulden | 3.831,7 | 1.354,2 | 1.223,0 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.863,9 | 1.649,2 | 1.627,5 |
| Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten | 1.241,3 | 900,2 | 1.147,5 |
| Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten | 4,2 | 0,3 | 0,1 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 13.780,8 | 10.075,5 | 10.235,0 |
| Bilanzsumme | 33.505,2 | 30.241,1 | 29.668,2 |
| 1. Januar bis 30. September | Drittes Quartal | |||
| Mio € | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 |
| Konzernergebnis | 2.138,5 | 1.861,0 | 647,5 | 515,3 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 839,9 | 371,3 | 268,7 | 47,4 |
| Zinsergebnis | 217,4 | 215,6 | 118,4 | 75,1 |
| EBIT | 3.195,8 | 2.447,9 | 1.034,6 | 637,8 |
| Gezahlte Zinsen | -182,6 | -170,1 | -92,0 | -72,7 |
| Erhaltene Zinsen | 21,7 | 19,6 | 5,6 | 7,0 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -761,3 | -542,2 | -192,9 | -190,2 |
| Erhaltene Dividenden | 28,4 | 16,4 | 0,6 | 0,3 |
| Abschreibungen sowie Wertminderungen und -aufholungen | 1.332,4 | 1.361,2 | 457,1 | 565,5 |
| Ergebnis von at-equity bilanzierten Unternehmen und sonstigen Finanzanlagen inkl. Wertminderungen und -aufholungen | -40,9 | 87,9 | -12,7 | 70,5 |
| Gewinne aus Abgängen von Vermögenswerten, Gesellschaften und Geschäftsbereichen | -14,2 | -9,7 | -2,1 | -6,3 |
| Veränderungen der | ||||
| Vorräte | -361,2 | -352,4 | -98,2 | -58,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -861,7 | -975,4 | -147,9 | -397,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 322,8 | 88,1 | -71,2 | 1,1 |
| Pensionsrückstellungen | 42,7 | 6,1 | 12,4 | 1,8 |
| übrigen Aktiva und Passiva | 148,5 | 372,1 | 263,3 | 346,7 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 2.870,4 | 2.349,5 | 1.156,6 | 906,0 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 23,2 | 68,6 | 3,3 | 42,6 |
| Investitionen in Sachanlagen und Software | -1.311,7 | -1.305,6 | -495,9 | -511,7 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte aus Entwicklungsprojekten und sonstige | -61,7 | -49,1 | -27,7 | -15,7 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus dem Verkauf von Gesellschaften und Geschäftsbereichen | 15,3 | -1,0 | 17,0 | -1,2 |
| Anteilserwerb von Gesellschaften und Geschäftsbereichen | -1.219,6 | -121,4 | -619,4 | -53,8 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -2.554,5 | -1.408,5 | -1.122,7 | -539,8 |
| Summe des Cashflow vor Finanzierungstätigkeit | 315,9 | 941,0 | 33,9 | 366,2 |
| Veränderung der Finanzschulden | -1.043,2 | -524,6 | -460,6 | -339,2 |
| Sukzessive Erwerbe | -11,1 | - | - | - |
| Gezahlte Dividenden | -650,0 | -500,0 | - | - |
| Dividenden an Minderheitsgesellschafter und Veränderungen aus Eigenkapitaltransaktionen bei Gesellschaften mit Minderheitsanteilseignern | -39,4 | -28,0 | 1,5 | -1,5 |
| Zugang flüssiger Mittel aus erstmaliger Einbeziehung von Tochtergesellschaften in den Konsolidierungskreis | - | 0,4 | - | 0,2 |
| Mittelabfluss/-zufluss aus Finanzierungstätigkeit | -1.743,7 | -1.052,2 | -459,1 | -340,5 |
| Veränderung der flüssigen Mittel | -1.427,8 | -111,2 | -425,2 | 25,7 |
| Flüssige Mittel am Anfang der Periode | 3.243,8 | 2.044,8 | 2.349,7 | 1.919,4 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen der flüssigen Mittel | 33,0 | 79,6 | -75,5 | 68,1 |
| Flüssige Mittel am Ende der Periode | 1.849,0 | 2.013,2 | 1.849,0 | 2.013,2 |
| Unterschiedsbetrag aus | ||||||
| Mio € | Gezeichnetes Kapital1 |
Kapitalrücklage | Kumulierte einbehaltene Gewinne |
Sukzessive Erwerbe2 |
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne3 | Währungsumrechnung4 |
| Stand 01.01.2014 | 512,0 | 4.155,6 | 5.535,3 | -18,4 | -741,2 | -435,9 |
| Konzernergebnis | - | - | 1.798,9 | - | - | - |
| Veränderungen übriges Eigenkapital | - | - | -5,3 | - | -220,1 | 397,8 |
| Konzerngesamtergebnis | - | - | 1.793,6 | - | -220,1 | 397,8 |
| Gezahlte/beschlossene Dividende |
- | - | -500,0 | - | - | - |
| Sonstige Veränderung | - | - | - | -0,5 | - | - |
| Stand 30.09.2014 | 512,0 | 4.155,6 | 6.828,9 | -18,9 | -961,3 | -38,1 |
| Stand 01.01.2015 | 512,0 | 4.155,6 | 7.404,3 | -19,4 | -1.339,6 | -51,1 |
| Konzernergebnis | - | - | 2.084,3 | - | - | - |
| Veränderungen übriges Eigenkapital | - | - | - | - | 89,0 | 32,0 |
| Konzerngesamtergebnis | - | - | 2.084,3 | - | 89,0 | 32,0 |
| Gezahlte/beschlossene Dividende |
- | - | -650,0 | - | - | - |
| Sukzessive Erwerbe | - | - | - | 3,3 | - | - |
| Sonstige Veränderung6 | - | - | - | - | - | - |
| Stand 30.09.2015 | 512,0 | 4.155,6 | 8.838,6 | -16,1 | -1.250,6 | -19,1 |
| Unterschiedsbetrag aus | ||||
| Mio € | Finanzinstrumenten5 | Summe | Anteile in Fremdbesitz | Gesamt |
| Stand 01.01.2014 | 3,8 | 9.011,2 | 311,0 | 9.322,2 |
| Konzernergebnis | - | 1.798,9 | 62,1 | 1.861,0 |
| Veränderungen übriges Eigenkapital | 6,6 | 179,0 | 21,4 | 200,4 |
| Konzerngesamtergebnis | 6,6 | 1.977,9 | 83,5 | 2.061,4 |
| Gezahlte/beschlossene Dividende |
- | -500,0 | -30,4 | -530,4 |
| Sonstige Veränderung | - | -0,5 | - | -0,5 |
| Stand 30.09.2014 | 10,4 | 10.488,6 | 364,1 | 10.852,7 |
| Stand 01.01.2015 | 10,3 | 10.672,1 | 352,5 | 11.024,6 |
| Konzernergebnis | - | 2.084,3 | 54,2 | 2.138,5 |
| Veränderungen übriges Eigenkapital | -8,3 | 112,7 | 17,9 | 130,6 |
| Konzerngesamtergebnis | -8,3 | 2.197,0 | 72,1 | 2.269,1 |
| Gezahlte/beschlossene Dividende |
- | -650,0 | -47,7 | -697,7 |
| Sukzessive Erwerbe | - | 3,3 | -5,2 | -1,9 |
| Sonstige Veränderung6 | - | - | 79,2 | 79,2 |
| Stand 30.09.2015 | 2,0 | 12.222,4 | 450,9 | 12.673,3 |
1
Eingeteilt in 200.005.983 im Umlauf befindliche Stückaktien.
2
Der Betrag in der Berichtsperiode resultiert aus sukzessiven Erwerben von Anteilen
vollkonsolidierter Unternehmen. Die Vorjahresperiode beinhaltet Effekte aus der erstmaligen
Einbeziehung vormals nicht konsolidierter Tochterunternehmen.
3
Beinhaltet einen Anteil von -0,1 Mio € (Vj. -1,1 Mio €) des Anteilseigners an den
nicht realisierten Gewinnen und Verlusten aus Pensionsverpflichtungen sowie im Vorjahr
5,3 Mio € aus ergebnisneutraler Umgliederung gemäß IAS 19 von nach der Equity-Methode
bilanzierten Gesellschaften.
4
Beinhaltet einen Anteil von 8,8 Mio € (Vj. 0,8 Mio €) des Anteilseigners an der Währungsumrechnung
von nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften.
5
Der Unterschiedsbetrag aus Finanzinstrumenten, nach Berücksichtigung von latenten
Steuern, resultiert im Wesentlichen aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten.
Die Vorperiode beinhaltet zudem einen Anteil von 0,1 Mio € des Anteilseigners an nicht
realisierten Gewinnen und Verlusten aus Cashflow Hedges von nach der Equity-Methode
bilanzierten Gesellschaften.
6
Sonstige Veränderungen der Fremdanteile durch Konsolidierungskreisveränderungen sowie
Kapitalerhöhung.
| Mio € | Chassis & Safety | Powertrain | Interior |
| Außenumsatz | 6.257,9 | 5.250,2 | 6.053,9 |
| Konzerninterner Umsatz | 19,2 | 53,5 | 6,5 |
| Umsatz (Gesamt) | 6.277,1 | 5.303,7 | 6.060,4 |
| EBITDA | 859,0 | 528,0 | 805,1 |
| in % vom Umsatz | 13,7 | 10,0 | 13,3 |
| EBIT (Segmentergebnis) | 605,7 | 279,0 | 603,7 |
| in % vom Umsatz | 9,6 | 5,3 | 10,0 |
| Abschreibungen1 | 253,3 | 249,0 | 201,4 |
| davon Wertminderungen2 | 0,3 | - | - |
| Investitionen3 | 283,7 | 276,3 | 214,4 |
| in % vom Umsatz | 4,5 | 5,2 | 3,5 |
| Operative Aktiva (zum 30.09.) | 4.365,1 | 2.771,7 | 4.388,1 |
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 | 39.259 | 35.684 | 40.108 |
| Mio € | Reifen | ContiTech | Sonstiges/ Konsolidierung |
Continental-Konzern |
| Außenumsatz | 7.703,2 | 3.951,0 | - | 29.216,2 |
| Konzerninterner Umsatz | 15,4 | 66,9 | -161,5 | - |
| Umsatz (Gesamt) | 7.718,6 | 4.017,9 | -161,5 | 29.216,2 |
| EBITDA | 1.982,0 | 458,0 | -103,9 | 4.528,2 |
| in % vom Umsatz | 25,7 | 11,4 | - | 15,5 |
| EBIT (Segmentergebnis) | 1.594,6 | 217,8 | -105,0 | 3.195,8 |
| in % vom Umsatz | 20,7 | 5,4 | - | 10,9 |
| Abschreibungen1 | 387,4 | 240,2 | 1,1 | 1.332,4 |
| davon Wertminderungen2 | 5,2 | 0,3 | - | 5,8 |
| Investitionen3 | 372,3 | 164,0 | 1,0 | 1.311,7 |
| in % vom Umsatz | 4,8 | 4,1 | - | 4,5 |
| Operative Aktiva (zum 30.09.) | 5.430,0 | 3.187,7 | -141,4 | 20.001,2 |
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 | 49.445 | 43.240 | 402 | 208.138 |
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2
Der Begriff Wertminderung (Impairment) beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie
erforderliche Wertaufholungen.
3
Investitionen in Sachanlagen und Software.
4
Ohne Auszubildende.
| Mio € | Chassis & Safety | Powertrain | Interior |
| Außenumsatz | 5.543,6 | 4.768,0 | 5.152,9 |
| Konzerninterner Umsatz | 26,5 | 48,4 | 5,5 |
| Umsatz (Gesamt) | 5.570,1 | 4.816,4 | 5.158,4 |
| EBITDA | 758,0 | 270,4 | 697,4 |
| in % vom Umsatz | 13,6 | 5,6 | 13,5 |
| EBIT (Segmentergebnis) | 511,1 | -165,9 | 437,3 |
| in % vom Umsatz | 9,2 | -3,4 | 8,5 |
| Abschreibungen1 | 246,9 | 436,3 | 260,1 |
| davon Wertminderungen2 | - | 153,4 | 4,6 |
| Investitionen3 | 262,0 | 242,6 | 182,0 |
| in % vom Umsatz | 4,7 | 5,0 | 3,5 |
| Operative Aktiva (zum 30.09.) | 4.027,9 | 2.667,2 | 3.857,2 |
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 | 38.075 | 35.087 | 35.835 |
| Mio € | Reifen | ContiTech | Sonstiges/ Konsolidierung |
Continental-Konzern |
| Außenumsatz | 7.270,7 | 2.852,4 | - | 25.587,6 |
| Konzerninterner Umsatz | 11,3 | 79,2 | -170,9 | - |
| Umsatz (Gesamt) | 7.282,0 | 2.931,6 | -170,9 | 25.587,6 |
| EBITDA | 1.740,8 | 421,3 | -78,8 | 3.809,1 |
| in % vom Umsatz | 23,9 | 14,4 | - | 14,9 |
| EBIT (Segmentergebnis) | 1.409,9 | 334,9 | -79,4 | 2.447,9 |
| in % vom Umsatz | 19,4 | 11,4 | - | 9,6 |
| Abschreibungen1 | 330,9 | 86,4 | 0,6 | 1.361,2 |
| davon Wertminderungen2 | - | - | - | 158,0 |
| Investitionen3 | 481,7 | 136,3 | 1,0 | 1.305,6 |
| in % vom Umsatz | 6,6 | 4,6 | - | 5,1 |
| Operative Aktiva (zum 30.09.) | 5.292,1 | 1.442,5 | -134,1 | 17.152,8 |
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.09.)4 | 47.864 | 32.168 | 332 | 189.361 |
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2
Der Begriff Wertminderung (Impairment) beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie
erforderliche Wertaufholungen.
3
Investitionen in Sachanlagen und Software.
4
Ohne Auszubildende.
| 1. Januar bis 30. September | Drittes Quartal | |||
| Mio € | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 |
| Chassis & Safety | 605,7 | 511,1 | 181,5 | 179,5 |
| Powertrain | 279,0 | -165,9 | 81,3 | -263,3 |
| Interior | 603,7 | 437,3 | 178,7 | 144,8 |
| Reifen | 1.594,6 | 1.409,9 | 536,5 | 486,8 |
| ContiTech | 217,8 | 334,9 | 80,6 | 115,1 |
| Sonstiges/Konsolidierung | -105,0 | -79,4 | -24,0 | -25,1 |
| EBIT | 3.195,8 | 2.447,9 | 1.034,6 | 637,8 |
| Zinsergebnis | -217,4 | -215,6 | -118,4 | -75,1 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 2.978,4 | 2.232,3 | 916,2 | 562,7 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -839,9 | -371,3 | -268,7 | -47,4 |
| Konzernergebnis | 2.138,5 | 1.861,0 | 647,5 | 515,3 |
| Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn | -54,2 | -62,1 | -11,8 | -20,2 |
| Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 2.084,3 | 1.798,9 | 635,7 | 495,1 |
Aufgrund der Wesensverwandtschaft einzelner Produkte werden diese in Segmente zusammengefasst.
Diese zeigt sich im Wesentlichen bei Produktanforderungen, Markttrends, Kundengruppen
und Distributionskanälen.
Bezüglich der Erläuterungen zur Entwicklung der fünf Divisionen des Continental-Konzerns
verweisen wir auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. September
2015.
Dieser Zwischenbericht wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen
und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards
(IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Standards
Interpretation Committee (IFRIC) aufgestellt. Die Erstellung des Zwischenberichts
erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, Zwischenberichterstattung. Im Zwischenbericht
werden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss
2014 angewendet. Diese Methoden sind im Geschäftsbericht 2014 ausführlich erläutert.
Zusätzlich wurden die zum 30. September 201 5 verpflichtenden IFRS-Änderungen und
-Neuregelungen im Zwischenabschluss angewendet. Eine ausführliche Beschreibung dieser
verbindlichen IFRS-Änderungen und -Neuregelungen erfolgte im Geschäftsbericht 2014.
Die zum 30. September 201 5 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und -Neuregelungen
haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung des Continental-Konzerns.
Ertragsteuern werden auf Grundlage der Schätzung des gewichteten durchschnittlichen
jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Steuerliche
Auswirkungen bestimmter signifikanter Sachverhalte, die nur der jeweiligen Berichtsperiode
zuzuordnen sind, werden dabei berücksichtigt.
Obwohl einige Teile unseres Geschäfts saisonabhängig sind, bleibt die Vergleichbarkeit
der konsolidierten Quartalsabschlüsse davon insgesamt unbeeinträchtigt. Alle wichtigen
Effekte der laufenden Periode sind in diesem Bericht enthalten. Änderungen im Ansatz
oder in der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen von Unternehmenserwerben
werden erst bei Vorliegen der finalen Kaufpreisallokation retrospektiv dargestellt.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind
alle Beträge in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Wir weisen darauf hin, dass bei
der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer
Rundung Differenzen auftreten können.
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft 504 inländische und
ausländische Unternehmen, die die Continental Aktiengesellschaft nach den Regelungen
des IFRS 10 einbezieht oder die als Joint Arrangements oder assoziierte Unternehmen
klassifiziert werden. Davon werden 388 vollkonsolidiert und 116 nach der Equity-Methode
bilanziert.
Gegenüber dem 31. Dezember 2014 hat sich der Konsolidierungskreis um insgesamt 46
Gesellschaften erhöht. 46 Gesellschaften wurden erworben, vier Gesellschaften wurden
neu gegründet, zwei bislang nicht konsolidierte Einheiten wurden erstmals konsolidiert
und zwei Gesellschaften wurden verkauft. Zusätzlich reduzierte sich der Konsolidierungskreis
um vier Gesellschaften aufgrund von Verschmelzungen.
Gegenüber dem 30. September 2014 hat sich der Konsolidierungskreis in Summe um 47
Gesellschaften erhöht. Die Zugänge zum Konsolidierungskreis resultieren im Wesentlichen
aus den Erwerben von Veyance Technologies und von Elektrobit Automotive. Die Abgänge
aus dem Konsolidierungskreis betreffen insbesondere Verkäufe in der Automotive Group.
Nach Erfüllung aller dafür vereinbarten Bedingungen ist am 30. Januar 2015 die am
10. Februar 2014 geschlossene Vereinbarung mit The Carlyle Group, Washington, USA,
über den Erwerb von Veyance Technologies vollzogen worden. Der Erwerb erfolgte durch
die Verschmelzung der South Acquisition Corp., Inc., Wilmington, USA, einer 100 %igen
Tochtergesellschaft des Continental-Konzerns, mit der EPD Holdings Inc., Wilmington,
USA, bis dahin eine 100 %ige Tochter der The Carlyle Group, Washington, USA. Veyance
Technologies ist im Bereich Kautschuk- und Kunststofftechnologie weltweit tätig und
erzielte 2014 einen Umsatz von etwa 1,5 Mrd €, davon rund 90 % im Industriegeschäft.
In den 27 Werken weltweit waren Ende 2014 etwa 8.500 Mitarbeiter beschäftigt. Der
Schwerpunkt der Produkte liegt auf Fördergurten, Schläuchen und Antriebsriemen. Die
Akquisition soll vor allem die Geschäftsbereiche Conveyor Belt Group, Fluid Technology
und Power Transmission Group des Segments ContiTech in den Regionen stärken, in denen
ContiTech nur in geringem Umfang oder überhaupt nicht vertreten ist. Durch das zusätzliche
Geschäft in Märkten wie den USA und Südamerika, aber auch Mexiko, Kanada, China, Australien
und Südafrika wird ContiTech zukünftig etwa 60 % des Umsatzes außerhalb der Automobil-Erstausrüstung
erzielen. Damit macht Continental einen weiteren Schritt auf dem Weg zum strategischen
Ziel, den Umsatzanteil des Industrie- und Endkundengeschäfts weiter zu erhöhen. Der
Kaufpreis beträgt 678,0 Mio €, dieser wurde aus Barmitteln beglichen. Die insgesamt
seit 2013 angefallenen Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 20,5 Mio € wurden als sonstige
Aufwendungen erfasst. Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation ergaben sich im Segment
ContiTech immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 720,7 Mio € sowie ein Goodwill in
Höhe von 305,3 Mio €. Dieser resultierte aus den Fähigkeiten und der fachlichen Begabung
der Belegschaft sowie aus Erwartungen bzgl. der verbesserten geografischen Marktabdeckung
des Firmenverbunds infolge der Transaktion. Dies betrifft insbesondere Regionen, in
denen ContiTech in der Vergangenheit nur in geringerem Umfang aktiv war, wie z. B.
Nordamerika, Lateinamerika sowie China und Südafrika. Zudem werden Synergien beim
Einkauf von Fertigungsmaterial sowie aus den Produktionsprozessen erwartet. Wäre die
Transaktion am 1. Januar 2015 vollzogen worden, hätte sich das Konzernergebnis nach
Steuern um 21,1 Mio € verringert und der Umsatz um 122,5 Mio € erhöht. Seit Vollzug
der Transaktion am 30. Januar hat Veyance Technologies einen Umsatz von 858,9 Mio
€ erwirtschaftet und mit einem Ergebnis nach Steuern von -129,5 Mio € zum Konzernergebnis
beigetragen. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 30. September 2015.
Im Segment ContiTech wurde zudem ein Asset Deal mit einem Kaufpreis von 1,1 Mio €
vollzogen. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden Vermögenswerte in Höhe von 2,7
Mio € identifiziert. Ein negativer Unterschiedsbetrag in Höhe von 1,6 Mio € wurde
in sonstige Aufwendungen und Erträge erfasst. Der Effekt dieser Transaktion ist für
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 30. September
2015 unwesentlich.
Das Segment Reifen baut sein Geschäft im Bereich Reifen-Formentechnologie weiter aus.
Dazu übernahm die Continental Caoutchouc-Export-GmbH, Hannover, Deutschland, mit Wirkung
zum 7. Januar 2015 im Rahmen eines Share Deals das Geschäft der A-Z Formen- und Maschinenbau
GmbH, Runding-Langwitz, Deutschland, und der AZ-CZECH s.r.o., Meclov, Tschechische
Republik, für einen Kaufpreis von 35,0 Mio €. Davon wurden 7,0 Mio € aus Barmitteln
beglichen. Zudem resultierte aus der Transaktion eine Kaufpreisverbindlichkeit in
Höhe von 4,0 Mio € mit einer Fälligkeit zum Jahresende 2015 und eine Kaufpreisverbindlichkeit
in Höhe von 24,0 Mio € mit einer Fälligkeit zum Jahresende 2020. Aus der Kaufpreisallokation
resultierten ein Goodwill in Höhe von 15,5 Mio € und immaterielle Vermögenswerte in
Höhe von 6,2 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 30. September
2015.
Um den Bereich des gewerblichen Reifenhandels und der Reifenrunderneuerung im Segment
Reifen weiter auszubauen, übernahm die BestDrive, LLC, Wilmington, USA, mit Wirkung
zum 1. Juni 2015 die Hill Tire Company, Inc., Forest Park, USA, und die FAD Enterprises,
LLC, Forest Park, USA. Der vorläufige Kaufpreis in Höhe von 10,3 Mio € wurde aus Barmitteln
beglichen. Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation resultierten ein Goodwill in Höhe
von 4,9 Mio € und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,2 Mio €. Darüber hinaus
ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Continental-Konzerns zum 30. September 2015.
Außerdem erfolgten im Segment Reifen weitere Asset Deals. Die Kaufpreise betragen
insgesamt 0,2 Mio €. Im Rahmen der Kaufpreisallokationen wurden immaterielle Vermögenswerte
in Höhe von 0,1 Mio € identifiziert. Der Effekt dieser Transaktionen ist für die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 30. September 2015 unwesentlich.
Der Continental-Konzern baut konsequent seine System- und Softwarekompetenz für Lösungen
in der Automobilindustrie aus. Am 18. Mai 2015 wurde eine Vereinbarung zur Übernahme
der Elektrobit Automotive GmbH mit Sitz in Erlangen, Deutschland, unterschrieben.
Elektrobit Automotive gehörte zur finnischen Elektrobit Corporation, Helsinki, Finnland.
Nach Freigabe durch die Kartellbehörden erfolgte der Vollzug des Erwerbs am 1. Juli
201 5. Elektrobit Automotive ist ein Spezialist für Softwarelösungen und arbeitet
bereits seit mehr als zehn Jahren mit Continental zusammen. Im Geschäftsjahr 2014
wurde ein Umsatz von 171,4 Mio € erzielt. An neun Standorten waren bei Elektrobit
Automotive zum 31. Dezember 2014 ca. 1.300 eigene Fachkräfte angestellt. Zudem beschäftigte
das assoziierte Unternehmen e.solutions GmbH, Ingolstadt, Deutschland, rund 600 Ingenieure.
Der Kaufpreis in Höhe von 600,0 Mio € wurde aus Barmitteln beglichen. Die angefallenen
Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 7,0 Mio € wurden als sonstige Aufwendungen erfasst.
Das übernommene Nettovermögen beträgt 189,2 Mio €. Aus der Kaufpreisallokation ergaben
sich für das Segment Interior immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 240,1 Mio €.
Nach Berücksichtigung latenter Steuern beläuft sich somit der Goodwill auf 410,8 Mio
€. Dieser wird entsprechend der erwarteten Synergien auf zahlungsmittelgenerierende
Einheiten der Automotive Group verteilt. Wäre die Transaktion zum 1. Januar 2015 vollzogen
worden, hätte sich der Umsatz um 102,0 Mio € erhöht. Seit Vollzug der Transaktion
hat Elektrobit mit einem Ergebnis nach Steuern von -2,7 Mio € und einem Umsatz von
35,0 Mio € zum Konzernergebnis beigetragen. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns
zum 30. September 2015.
Im Berichtszeitraum wurden zwei Minderheitsanteilserwerbe vollzogen. Der daraus resultierende
Unterschiedsbetrag zwischen dem jeweiligen Kaufpreis und dem Wert der erworbenen Anteile
in Höhe von insgesamt 3,3 Mio € wurde ergebnisneutral im Eigenkapital ausgewiesen.
Zudem erwarb die Continental Holding France SAS, Sarreguemines, Frankreich, mit Wirkung
zum 17. Juli 2015 von der SNDF, Alencon, Frankreich, die ausstehenden Anteile an der
Alencon Pneus SAS, Alencon, Frankreich, für einen Kaufpreis von 21,5 Mio €. Die Effekte
dieser Transaktionen sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns
zum 30. September 2015 unwesentlich.
Im Zuge eines Asset Deals mit Wirkung zum 1. Januar 2015 veräußerte die Profi Reifen-
und Autoservice GmbH, Wiener Neudorf, Österreich, ihre Komplettradmontageaktivität
am Standort Kalsdorf, Österreich, an die PTG Automotive Solutions and Services GmbH,
Kalsdorf, Österreich. Aus dieser Transaktion resultierte ein Verlust von 0,1 Mio €,
der in sonstige Aufwendungen und Erträge ausgewiesen wird. Weiterhin wurden die Anteile
an der General Tyre East Africa Ltd., Arusha, Tansania, mit Wirkung zum 21. August
2015 veräußert. Aus dieser Transaktion resultierte ein Gewinn von 0,9 Mio €, der in
sonstige Aufwendungen und Erträge ausgewiesen wurde. Die Effekte dieser Transaktionen
sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 30.
September 201 5 unwesentlich.
Im Rahmen der Übernahme von Veyance Technologies im Januar 2015 hatte sich ContiTech
gegenüber den Kartellbehörden der USA und Brasiliens verpflichtet, das nordamerikanische
Luftfedergeschäft von Veyance Technologies zu veräußern. Mit Wirkung zum 1. Juli 2015
wurde dieses Geschäft für einen vorläufigen Kaufpreis von 20,8 Mio € an die Gruppe
der in Charlotte, USA, ansässigen EnPro Industries, Inc., verkauft. Die Effekte dieser
Transaktion sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns
zum 30. September 2015 unwesentlich.
Der Konzern überprüft die Werthaltigkeit von sonstigen immateriellen Vermögenswerten,
Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie von Finanzanlagen und
auch des Goodwill, sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung bekannt werden
(Triggering Event). In der Berichtsperiode fielen als Ergebnis dieser Überprüfungen
keine wesentlichen Wertminderungen an.
Im Vorjahr wurde infolge des Erwerbs der ausstehenden 50 % der Anteile an der auf
Abgastechnologien spezialisierten Emitec Gesellschaft für Emissionstechnologie mbH,
Lohmar, Deutschland, vom bisherigen Mitgesellschafter GKN Driveline International
GmbH, Lohmar, Deutschland, eine ergebniswirksame Abwertung der at-equity-Beteiligung
in Höhe von 34,1 Mio € vorgenommen.
Aufgrund des sich verschärfenden Wettbewerbs bei der Entwicklung und Produktion von
Batteriezellen für die Automobilindustrie haben wir und unser koreanischer Partner
SK Innovation Co., Ltd., Seoul, Südkorea, eine Vereinbarung zur Auflösung des Gemeinschaftsunternehmens
SK Continental E-motion Pte. Ltd., Singapur, Singapur, geschlossen und vollzogen.
Dies führte im dritten Quartal 2014 innerhalb der Division Powertrain zu einer Wertminderung
auf den at-equity-Beteiligungsbuchwert in Höhe von 77,9 Mio €.
Im Segment Powertrain wurden in der Vergleichsperiode aufgrund von Kapazitätsauslastungen
in den Geschäftsbereichen Hybrid Electric Vehicle (HEV) und Engine Systems sowie verlustfreier
Bewertung im Geschäftsbereich Engine Systems Wertberichtigungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte von insgesamt 153,4 Mio € vorgenommen.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die ersten neun Monate 2015 belaufen
sich auf 839,9 Mio € (Vj. 371,3 Mio €). Die Steuerquote im Berichtszeitraum beträgt
28,2 % nach 16,6 % für den entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Steuerquote im Vorjahr
war insbesondere durch den Ansatz von aktiven latenten Steuern in Höhe von 161,2 Mio
€ in den USA sowie den Ansatz von aktiven latenten Steuern auf Zinsvorträge in Deutschland
in Höhe von 98,0 Mio € beeinflusst, deren zukünftige Nutzung als wahrscheinlich eingeschätzt
wurde.
Aus der Neubewertung der leistungsorientierten Versorgungspläne zum 30. September
2015 ergibt sich gegenüber dem 31. Dezember 2014 eine Erhöhung der erfolgsneutralen
Rücklagen um 113,8 Mio €, die aus dem Anstieg der Diskontierungszinssätze resultiert.
Der entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals steht ein Abbau der Pensionen und ähnlichen
Verpflichtungen in Höhe von 168,4 Mio € gegenüber.
Pensionsfonds bestehen nur für Pensionsverpflichtungen, insbesondere in Deutschland,
den USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich, nicht hingegen für andere Versorgungsleistungen.
Im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 201 5 haben die Gesellschaften des Continental-Konzerns
25,2 Mio € an planmäßigen Einzahlungen in diese Pensionsfonds geleistet (Vj. 24,6
Mio €).
Die Pensionszahlungen für Pensionsverpflichtungen beliefen sich im Zeitraum vom 1.
Januar bis 30. September 2015 auf insgesamt 161,2 Mio € (Vj. 144,7 Mio €), die Pensionszahlungen
für andere Versorgungsleistungen auf insgesamt 12,6 Mio € (Vj. 10,2 Mio €).
Die Netto-Pensionsaufwendungen des Continental-Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:
| 1. Januar bis 30. September 2015 | ||||||
| Mio € | D | USA | CAN | GB | Übrige | Gesamt |
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen Ansprüche | 113,4 | 5,2 | 1,9 | 3,5 | 14,9 | 138,9 |
| Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen |
60,4 | 37,0 | 3,9 | 10,8 | 5,9 | 118,0 |
| Erwartete Erträge des Pensionsfonds | -5,4 | -25,8 | -3,4 | -10,8 | -2,4 | -47,8 |
| Auswirkungen der Obergrenze auf den Vermögenswert | 0,0 | 0,4 | 0,4 | |||
| Übrige Pensionserträge/ -aufwendungen | - | 1,1 | 0,1 | - | 0,4 | 1,6 |
| Netto-Pensionsaufwendungen | 168,4 | 17,5 | 2,5 | 3,5 | 19,2 | 211,1 |
| 1. Januar bis 30. September 2014 | ||||||
| Mio € | D | USA | CAN | GB | Übrige | Gesamt |
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen Ansprüche | 78,0 | 0,0 | 0,3 | 2,7 | 13,0 | 94,0 |
| Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen |
67,4 | 31,0 | 2,4 | 9,8 | 7,1 | 117,7 |
| Erwartete Erträge des Pensionsfonds | -8,2 | -25,9 | -2,2 | -9,9 | -3,7 | -49,9 |
| Auswirkungen der Obergrenze auf den Vermögenswert | 0,1 | 0,2 | 0,3 | |||
| Übrige Pensionserträge/ -aufwendungen | - | 0,6 | 0,1 | - | 0,4 | 1,1 |
| Netto-Pensionsaufwendungen | 137,2 | 5,7 | 0,7 | 2,6 | 17,0 | 163,2 |
Die Netto-Aufwendungen der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen
des Continental-Konzerns in den USA und Kanada setzen sich wie folgt zusammen:
| 1. Januar bis 30. September | ||
| Mio € | 2015 | 2014 |
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen Ansprüche | 1,8 | 1,0 |
| Aufzinsung der erwarteten Verpflichtungen für Versorgungsleistungen | 7,2 | 6,2 |
| Netto-Aufwendungen für andere Versorgungsleistungen | 9,0 | 7,2 |
Anfang Juli 2015 kündigte Continental die vorzeitige Rückzahlung der von der Continental
Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 2012 emittierten US-Dollar-Anleihe
mit einem Volumen von 950,0 Mio US-Dollar an. Die vorzeitige Rückzahlung erfolgte
am 15. September 2015, vier Jahre vor der Fälligkeit im September 2019. Der Rückzahlungspreis
lag bei 102,25 %.
Das zugesagte Volumen des im April 2014 neu abgeschlossenen syndizierten Kredits beträgt
unverändert 4,5 Mrd € und besteht weiterhin aus einem Festdarlehen über 1,5 Mrd €
und einer revolvierenden Kreditlinie über 3,0 Mrd €. Bezogen auf die revolvierende
Tranche wurde im April 2015 eine Vertragsanpassung vorgenommen. Alle beteiligten Banken
haben einer Laufzeitverlängerung um ein Jahr zugestimmt. Damit steht Continental diese
Finanzierungszusage nunmehr bis April 2020 zur Verfügung. Der syndizierte Kredit wurde
zum 30. September 201 5 von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington,
USA, und der Continental AG in Höhe von insgesamt nominal 2.168,7 Mio € in Anspruch
genommen. Im Vorjahr erfolgte die Ausnutzung in Höhe von nominal 1.500,0 Mio € nur
durch die Continental AG. Die im Vergleich zum Vorjahr höhere Inanspruchnahme ist
im Wesentlichen auf die zuvor beschriebene vorzeitige Rückzahlung der von der Continental
Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, emittierten US-Dollar-Anleihe am 15. September
2015 zurückzuführen.
Bezüglich der Erläuterungen zu Finanzschulden und zum Zinsergebnis verweisen wir zudem
auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. September 2015.
Die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für die finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, aufgegliedert nach den Klassen der Bilanz sowie
lang- und kurzfristige Positionen zusammengefasst, stellen sich wie folgt dar:
| Mio € | Bewertungskategorie nach IAS 39 |
Buchwert 30.09.2015 |
Beizulegender Zeitwert 30.09.2015 |
Buchwert 31.12.2014 |
Beizulegender Zeitwert 31.12.2014 |
| Sonstige Finanzanlagen | AfS | 14,3 | 14,3 | 10,7 | 10,7 |
| Derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen | |||||
| Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung | HfT | 36,5 | 36,5 | 80,2 | 80,2 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 334,3 | 334,3 | 266,8 | 266,8 |
| Sonstige Forderungen mit Finanzierungscharakter | LaR | 5,2 | 5,2 | 17,3 | 17,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 7.082,6 | 7.082,6 | 5.846,2 | 5.846,2 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | LaR | 532,3 | 532,3 | 424,4 | 424,4 |
| Flüssige Mittel | |||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 1.829,2 | 1.829,2 | 2.960,5 | 2.960,5 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 19,8 | 19,8 | 283,3 | 283,3 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 9.854,2 | 9.854,2 | 9.889,4 | 9.889,4 | |
| Finanzschulden | |||||
| Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung | n. a. | 3,4 | 3,4 | 4,9 | 4,9 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung | HfT | 34,0 | 34,0 | 17,4 | 17,4 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n. a. | 42,0 | 46,6 | 48,0 | 54,2 |
| Sonstige Finanzschulden | FLAC | 6.441,8 | 6.603,2 | 6.361,3 | 6.609,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 5.383,3 | 5.383,3 | 4.861,6 | 4.861,6 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 1.936,9 | 1.936,4 | 1.697,9 | 1.697,2 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 13.841,4 | 14.006,9 | 12.991,1 | 13.244,4 | |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | |||||
| Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten (HfT) | 36,5 | 80,2 | |||
| Kredite und Forderungen (LaR) | 9.449,3 | 9.248,4 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) | 368,4 | 560,8 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten (HfT) | 34,0 | 17,4 | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasste finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) | 13.762,0 | 12.920,8 |
| ― |
AfS, available for sale, zur Veräußerung verfügbar |
| ― |
FLAC, financial liability at amortized cost, zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasste finanzielle Verbindlichkeiten |
| ― |
HfT, held for trading, zu Handelszwecken gehalten |
| ― |
LaR, loans and receivables, Kredite und Forderungen |
| ― |
n. a., not applicable, nicht anwendbar (effektive Sicherungsinstrumente sind kein Bestandteil der Bewertungskategorien des IAS 39). |
Die nachstehenden Tabellen zeigen die beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten, die zum einen gemäß IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert bewertet
werden und zum anderen die Klassen von Finanzinstrumenten, für die vergleichsweise
zum Buchwert der beizulegende Zeitwert ermittelt wurde. Sie enthalten keine Informationen
zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die
nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen
Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Die Stufen der Fair Value-Hierarchie
sind wie folgt definiert:
| ― |
Level 1: notierte Preise am aktiven Markt für identische Instrumente. |
| ― |
Level 2: notierte Preise am aktiven Markt für ein ähnliches Instrument oder eine Bewertungsmethode, bei der alle wesentlichen Input-Faktoren auf beobachtbaren Marktdaten beruhen. |
| ― |
Level 3: Bewertungsmethode, bei welcher die wesentlichen Input-Faktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen. |
Finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die gemäß Level 3 der Fair Value-Hierarchie
bewertet werden, sind im Continental-Konzern derzeit nicht vorhanden. Der Konzern
erfasst mögliche Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie
zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Es wurden keine
Transfers zwischen verschiedenen Leveln der Fair Value-Hierarchie vorgenommen.
Für eine ausführliche Beschreibung der für die einzelnen Finanzinstrumente angewandten
Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2014.
| Mio € | 30.09.2015 | Level 1 | Level 2 | Anschaffungskosten | |
| Sonstige Finanzanlagen | AfS | 14,3 | - | - | 14,3 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 354,1 | 345,4 | 8,7 | 0,0 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung | HfT | 36,5 | - | 36,5 | - |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 404,9 | 345,4 | 45,2 | 14,3 | |
| Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung | n. a. | 3,4 | - | 3,4 | - |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung | HfT | 34,0 | - | 34,0 | - |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 37,4 | - | 37,4 | - | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n. a. | 46,6 | - | 46,6 | - |
| Sonstige Finanzschulden | FLAC | 6.603,2 | 2.386,4 | 1.992,2 | 2.224,6 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 1.936,4 | - | 17,5 | 1.918,9 |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 8.586,2 | 2.386,4 | 2.056,3 | 4.143,5 |
| Mio € | 31.12.2014 | Level 1 | Level 2 | Anschaffungskosten | |
| Sonstige Finanzanlagen | AfS | 10,7 | - | - | 10,7 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 550,1 | 541,5 | 8,6 | 0,0 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung | HfT | 80,2 | - | 80,2 | - |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 641,0 | 541,5 | 88,8 | 10,7 | |
| Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung | n. a. | 4,9 | - | 4,9 | - |
| Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung | HfT | 17,4 | - | 17,4 | - |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 22,3 | - | 22,3 | - | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n. a. | 54,2 | - | 54,2 | - |
| Sonstige Finanzschulden | FLAC | 6.609,1 | 3.265,4 | 2.072,0 | 1.271,7 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 1.697,2 | - | 28,0 | 1.669,2 |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 8.360,5 | 3.265,4 | 2.154,2 | 2.940,9 |
Im Verfahren gegen die Continental Automotive Korea Ltd., Seongnam-si, Südkorea, und
die Continental Automotive Electronics LLC, Bugan-myeon, Südkorea (CAE), und andere
Unternehmen wegen des Verdachts der Beteiligung an Kartellrechtsverstößen im Geschäft
mit Kombi-Instrumenten hat das zuständige US-Gericht am 1. April 201 5 die Vereinbarung
bestätigt, in der sich die beiden Gesellschaften des Verstoßes gegen US-Kartellrecht
schuldig bekannt und zur Zahlung eines Bußgeldes in Höhe von 4,0 Mio US-Dollar (rund
3,6 Mio €) verpflichtet hatten. Am 25. Juni 2015 hat der Seoul High Court, Seoul,
Südkorea, die gegen die CAE von der Korean Fair Trade Commission (KFTC) verhängte
Bußgeldentscheidung auf das gegen die Höhe des Bußgelds gerichtete Rechtsmittel der
CAE aufgehoben. Die KFTC hat Berufung eingelegt.
Im Berichtszeitraum gab es ansonsten keine wesentlichen neuen Erkenntnisse hinsichtlich
Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüchen. Wir verweisen auf die Ausführungen
im Geschäftsbericht 2014.
Gegenüber den im Geschäftsbericht 2014 beschriebenen Haftungsverhältnissen und sonstigen
finanziellen Verpflichtungen ergaben sich bis zum 30. September 2015 keine wesentlichen
Veränderungen.
Zum 31. Dezember 2014 wies die Continental AG einen Bilanzgewinn in Höhe von 749,2
Mio € (Vj. 913,4 Mio €) aus. Am 30. April 2015 hat die Hauptversammlung in Hannover
beschlossen, eine Dividende in Höhe von 3,25 € je Stückaktie an die Aktionäre der
Continental AG für das abgelaufene Geschäftsjahr auszuzahlen. Die Ausschüttungssumme
beträgt somit bei 200.005.983 dividendenberechtigten Aktien 650.019.444,75 €. Der
verbleibende Betrag wurde auf neue Rechnung vorgetragen.
Im Jahr 2014 erfolgte für das Jahr 201 3 die Ausschüttung einer Dividende durch die
Continental AG in Höhe von 2,50 € je Stückaktie an die Aktionäre der Continental AG.
Die Ausschüttungssumme lag somit für 200.005.983 dividendenberechtigte Aktien bei
500.014.957,50 €. Der verbleibende Betrag wurde auf neue Rechnung vorgetragen.
Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie erhöhte sich während der ersten neun Monate 2015
auf 10,42 € (Vj. 8,99 €) und für den Zeitraum 1. Juli bis 30. September 2015 auf 3,18
€ (Vj. 2,47 €). Dies entspricht jeweils dem verwässerten Ergebnis pro Aktie.
Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Änderungen der Geschäfte mit nahestehenden
Personen gegenüber dem 31. Dezember 2014. Wir verweisen dazu auf die Ausführungen
im Geschäftsbericht 2014.
Die jährliche Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance-Kodex
vom Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG ist den Aktionären auf der Internetseite
von Continental dauerhaft zugänglich gemacht worden. Dort befinden sich auch frühere
Erklärungen nach § 161 AktG.
Der Konzern-Zwischenlagebericht und der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurden
weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch eine
zur Abschlussprüfung befähigte Person unterzogen.
Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach dem 30. September 2015 vor.
Hannover, 21. Oktober 2015
Continental Aktiengesellschaft
Der Vorstand