![]() Continental AktiengesellschaftHannoverJahresbericht der Continental Aktiengesellschaft 2015LageberichtDer nachfolgende Lagebericht ist ein zusammengefasster Lagebericht i. S. d. §315 Abs. 3 HGB, da die künftigen Chancen und Risiken des Continental-Konzerns und der Muttergesellschaft, der Continental AG, untrennbar miteinander verbunden sind. Unternehmensprofil> KonzernstrukturHohe Flexibilität und schnelle Reaktion sind Voraussetzungen für ein erfolgreiches operatives Geschäft. Unsere Konzernstruktur ist auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet.Markt- und kundenorientierte KonzernstrukturNeben der Continental AG, einer Aktiengesellschaft nach deutschem Recht, als Muttergesellschaft umfasst der Continental-Konzern 502 Gesellschaften einschließlich nicht beherrschter Unternehmen. Das Continental-Team besteht aus 207.899 Mitarbeitern an 430 Standorten in 55 Ländern. Unsere Kunden stammen aus der Automobilindustrie, aus verschiedenen industriellen Schlüsselbranchen (z. B. Schienenverkehr, Maschinen-, Apparate- und Bergbau) sowie aus dem Endkundenmarkt. Sie werden weltweit mit qualitativ hochwertigen, innovativen oder etablierten Produkten, Systemen und Lösungen beliefert. Markt- und Kundennähe sind dabei wesentliche Erfolgsfaktoren. Die globale Konzernstruktur basiert auf einer Balance aus dezentralen Strukturen und zentralen Funktionen. Unsere Unternehmenskultur und unsere Werte schaffen und fördern ein einheitliches Verständnis unserer Zusammenarbeit über organisatorische und geografische Grenzen hinweg. Unsere Organisation bewirkt, dass zentrale Managementbereiche und operative Aufgaben aufeinander abgestimmt sind. Sie ermöglicht, flexibel und schnell auf Marktbedingungen sowie Kundenanforderungen zu reagieren, und sorgt dafür, dass der Erfolg unseres Unternehmens einer nachhaltigen Wertschaffung entspricht. Der Continental-Konzern ist in die Automotive Group und die Rubber Group gegliedert. Diese umfassen im Berichtsjahr fünf Divisionen mit 28 Geschäftsbereichen. Produkte und Produktgruppen bzw. bestimmte Regionen bilden die Grundlage für die Zuordnung zu einer Division und zu einem Geschäftsbereich. Unterschiede ergeben sich vorwiegend durch technologische Anforderungen sowie Innovations- und Produktzyklen, die Rohstoffbasis und Produktionstechnologie sowie im Hinblick auf die zugrundeliegenden Wirtschaftszyklen, die Wettbewerbsstruktur und sich daraus ergebenden Wachstumschancen. Divisionen und Geschäftsbereiche haben eine durchgängige Geschäftsverantwortung einschließlich der Ergebnisverantwortung. Die Automotive Group setzt sich aus den Divisionen Chassis & Safety, Powertrain und Interior zusammen. Mit einem Umsatz von insgesamt rund 23,6 Mrd € erwirtschaftet die Automotive Group 60 % des Konzernumsatzes. Die Rubber Group umfasst unsere auf Kautschuk und Kunststoff basierenden Aktivitäten, d. h. die beiden Divisionen Reifen und ContiTech. Die Rubber Group steht für rund 15,7 Mrd € Umsatz und damit für 40 % des Umsatzes im Continental-Konzern. ![]() ![]() Automotive Group:
Rubber Group:
Weltweit vernetzte WertschöpfungForschung und Entwicklung (F&E) erfolgt an 147 Standorten in 35 Ländern überwiegend eng am Kunden vor Ort, um flexibel auf individuelle Kundenanforderungen und regionale Marktbedingungen reagieren zu können. Dies gilt vor allem für die dezentral angesiedelten F&E-Projekte der Automotive Group und der Division ContiTech. Für das Reifengeschäft bestehen weltweit überwiegend ähnliche Produktanforderungen, die entsprechend den jeweiligen Marktanforderungen angepasst werden. Vor diesem Hintergrund ist die F&E in der Division Reifen weitgehend zentral strukturiert. Im Continental-Konzern werden jährlich rund 6 % vom Umsatz in F&E investiert. Schwerpunkte sind zukunftsweisende Projekte der Automotive Group. Hierauf entfällt ein Großteil der gesamten Aufwendungen für F&E. Der Anteil der F&E-Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz in der Automotive Group ist deutlich höher als in der Rubber Group (weitere Erläuterungen im Kapitel Forschung und Entwicklung). Continental verwendet ein breites Spektrum an Rohstoffen und Vorprodukten. Das Einkaufsvolumen beträgt rund 17,4 Mrd €. Wichtige Rohstoffe für die Automotive Group sind Stahl, Aluminium, Edelmetalle, Kupfer und Kunststoffe. Einen Schwerpunkt im Einkauf von Material und Vorprodukten bilden Elektronik und elektromechanische Komponenten, die im Konzern zusammen etwa 43 % des Gesamtvolumens ausmachen. Ein Viertel des Einkaufs entfällt auf mechanische Komponenten. Für die Rubber Group sind Naturkautschuke und ölbasierte Chemikalien, wie synthetische Kautschuke und Ruße, wichtige Rohstoffe. Deren Einkaufsvolumen beläuft sich zusammen auf knapp ein Fünftel des Gesamtvolumens für Produktionsmaterial (weitere Erläuterungen im Kapitel Wirtschaftsbericht, Abschnitt Entwicklung der Rohstoffmärkte). ![]() Produktion und Vertrieb sind in den Automotive-Divisionen und in der Division ContiTech entsprechend unserer Strategie kundenorientiert und regional flächendeckend organisiert (weitere Erläuterungen im Kapitel Konzernstrategie). Unsere Reifenproduktion, bei der Skaleneffekte bedeutend sind, ist mit großen Standorten in Europa, den USA und China in den drei nach Produktion und Fahrzeugbestand dominierenden Automobilmärkten vertreten. Insofern sind niedrige Produktionskosten gekoppelt mit großen Volumina oder mit regional hoher Wachstumsdynamik wesentliche Erfolgsfaktoren. Der Vertrieb in der Division Reifen erfolgt weltweit über das eigene Händlernetz mit rund 2.000 Reifenfach- und Franchisebetrieben sowie über den Reifenhandel allgemein. Die Automobilindustrie (Erstausrüstung) stellt mit einem Anteil von 72 % am Konzernumsatz unseren größten Kundenkreis. Entsprechend hoch ist die Bedeutung dieser Industrie für das Wachstum der Automotive Group. In der Rubber Group dominiert das Reifengeschäft mit Endkunden. Bei ContiTech spielen neben der Automobilindustrie auch andere Schlüsselindustrien eine wichtige Rolle; diese sind z. B. der Maschinen- und Anlagenbau, Anwendungen im Bergbau oder in der Ölindustrie. KonzernstrategieZiele unserer auf sieben Handlungsfeldern basierenden Strategie sind ein ausgewogenes Produktportfolio, Technologieführerschaft und eine führende Marktposition in den für uns relevanten Marktsegmenten sowie Agilität und Kundennähe.Unsere Finanzierungsstruktur haben wir in den vergangenen Jahren neu ausgerichtet. Mit einer Eigenkapitalquote von 40 % und einem Verschuldungsgrad von 27 % haben wir uns die notwendige Flexibilität geschaffen, kurzfristig auf Entwicklungen reagieren zu können, sollten sich Chancen ergeben, unser Technologieportfolio zu erweitern oder zu stärken. Der Zukauf von Elektrobit Automotive, der uns noch besser in die Lage versetzt, Softwarelösungen für unsere Kunden zur Vernetzung von Systemen unterschiedlicher Domänen im Fahrzeug zu entwickeln, ist ein Beleg hierfür. Wichtigstes Ziel bleibt allerdings die Stärkung des Geschäfts außerhalb der Automobilerstausrüstung. Wir handeln weiterhin bedacht und sehen uns nicht unter Zugzwang, Ziele um ihrer selbst willen zu erreichen. Wichtiger als Größe sind uns Wertschaffung und Stärkung unserer Kompetenzen. Sieben strategische Handlungsfelder zur nachhaltigen Steigerung des UnternehmenswertsUnsere Strategie umfasst sieben sich gegenseitig ergänzende Handlungsfelder, die darauf ausgerichtet sind, nachhaltig Wert zu schaffen und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Wir konnten in den vergangenen fünf Jahren einige wichtige Zwischenziele unserer Strategie erreichen. 1. Wertsteigerung - dauerhafte Steigerung des UnternehmenswertsZiel: Unser Geschäftsmodell basiert auf den drei Wertströmen Innovationsfähigkeit, Produktivität und profitables Wachstum. Eine dauerhafte Steigerung des Unternehmenswerts bedeutet für uns nachhaltigen, dauerhaften Erfolg unter Berücksichtigung der Kapitalkosten. Unsere Zielmarke liegt bei mindestens 20 % Rendite auf das betrieblich gebundene Kapital. Status: Dieses Ziel konnten wir das zweite Jahr in Folge erreichen und haben im Berichtsjahr die Zielmarke mit 20,9 % nach 20,0 % im Jahr 2014 überschritten. 2. Regionale Umsatzbalance - weltweit ausgewogene UmsatzverteilungZiel: Den Konzernumsatzanteil in den asiatischen Märkten sukzessive auf 30 % steigern. In China wollen wir in den nächsten Jahren überproportional wachsen. In Nord- und Südamerika soll der Umsatzanteil von insgesamt mindestens 25 % gehalten werden. Wir wollen eine weltweit ausgewogene regionale Umsatzverteilung erreichen. Damit erhöhen wir unsere Unabhängigkeit von einzelnen regionalen Absatzmärkten. Um das zu erreichen, nutzen wir die Chancen, die sich auf den wachsenden Märkten in Asien und Nordamerika bieten, während wir unsere starke Marktposition in Europa festigen. Mittel- bis langfristig wollen wir damit unser Geschäftsmodell regional noch stärker ausbalancieren. So werden wir weniger anfällig für Konjunkturschwankungen in einzelnen Regionen der Welt. Status: In den vergangenen Jahren haben wir hierbei schon wesentliche Fortschritte erzielt. Im Berichtsjahr lag der Umsatzanteil in Asien bei 20 %. In Nord- und Südamerika lag der Umsatzanteil bei insgesamt 29 %. ![]()
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Ab 2012 wird IAS 19 (überarbeitet 2011), Leistungen
an Arbeitnehmer, angewendet. 3. Top-Marktposition - unter den drei führenden Anbietern in allen relevanten MärktenZiel: In den Bereichen Kundenorientierung, Qualität und Marktanteil wollen wir dauerhaft zu den drei weltweit führenden Anbietern gehören. So können wir unsere Zukunft aus einer führenden Position heraus planen und damit die Entwicklung einzelner Branchen maßgeblich mitgestalten. Status: Wesentlicher Erfolgsfaktor und Treiber für die künftige Entwicklung ist unsere starke Präsenz in den innovativen, zukunftsträchtigen Technologiebereichen der Kraftfahrzeugindustrie. Unser Portfolio besteht etwa zur Hälfte aus den 20 weltweit am stärksten wachsenden Produktsegmenten der Automobilindustrie. Bei vielen Technologien zählen wir zu den führenden Unternehmen der Automobilzulieferindustrie. Das gilt ebenso für unsere Reifensparte, wie für das Geschäft mit den Automobilherstellern und für andere Industrien in der Division ContiTech. 4. Im Markt für den Markt - hoher LokalisierungsgradZiel: Ein hoher Lokalisierungsgrad kennzeichnet unser globales Geschäftsmodell. Zahlreiche Produktanwendungen werden lokal entwickelt und produziert. Dort kommen wir am besten den Bedürfnissen und Anforderungen unserer Kunden nach. Durch unsere weltweit arbeitende Entwicklung und Fertigung können wir Lösungen und Produkte für hochwertige Fahrzeuge ebenso wie für erschwingliche Autos und maßgeschneiderte Industrieanwendungen anbieten. Mindestens acht von zehn Applikationsentwicklungen sollen vor Ort entstehen, ebenso hoch soll der Produktionsanteil vor Ort sein. Status: Derzeit verfügen wir in 35 von 55 Ländern, in denen wir vertreten sind, über Produktionsstätten. Gleichzeitig kaufen wir, soweit dies möglich und wirtschaftlich ist, lokal ein und vermarkten lokal. In den kommenden Jahren werden wir weiter hart daran arbeiten, auch einen der asiatischen Hersteller zu unseren fünf größten Automobilkunden zählen zu können. Das wollen wir durch einen hohen Lokalisierungsgrad erreichen. 5. Ausgewogenes Kundenportfolio - Balance zwischen Automobilbranche und anderen IndustrienZiel: Durch ein ausgewogenes Kundenportfolio wollen wir die Abhängigkeit von der Automobilkonjunktur verringern. Dafür streben wir eine Erhöhung des Geschäfts in Branchen außerhalb der Automobilerstausrüstung bei gleichzeitig weiterem Wachstum im Geschäft mit den Automobilherstellern an. Bis zum Jahr 2020 wollen wir den Umsatzanteil mit Endverbrauchern und Industriekunden aus anderen Branchen in Richtung 40 % steigern. Die Basis hierfür bilden unsere Reifen- und ContiTech-Aktivitäten. Das Geschäft außerhalb der Automobilerstausrüstung erlaubt uns, Verzögerungen oder Beschleunigungen bei den oben beschriebenen Herausforderungen besser auszugleichen. Zur Erreichung dieses Ziels verfolgen wir drei Ansätze:
Status: 2015 lag der Umsatzanteil mit Endverbrauchern und Industriekunden bei 28 %. 6. Technologische Balance - Mix aus etablierten und VorreitertechnologienZiel: Unser Produktportfolio soll aus einem profitablen und zukunftsfähigen Mix aus etablierten Technologien und Vorreitertechnologien bestehen. In wachstumsstarken Märkten oder Marktsegmenten setzen und begleiten wir neue Trends und Standards. In etablierten Kernmärkten stellen wir sicher, dass wir unsere Position als einer der führenden Automobilzulieferer und Industriepartner stetig weiterentwickeln. So kann Continental in allen Phasen der jeweiligen Produktlebenszyklen präsent und wettbewerbsfähig sein. Status: In der Automotive Group zählen wir zu den führenden Anbietern bei Fahrerassistenzsystemen, bei Einspritzsystemen für verbrauchsarme, aufgeladene Diesel- und Benzinmotoren, bei der Elektromobilität sowie bei schlüssellosen Zugangssystemen und Display-Lösungen im Innenraum des Fahrzeugs. 7. Menschen, die begeistern - in einer Kultur, die inspiriertZiel: Wegweisende Lösungen entstehen nur in einem vertrauensvollen Umfeld. Continental ist bestrebt, in allen Divisionen und Funktionen eine Kultur des Vertrauens und der Eigenverantwortung zu fördern, Fehlertoleranz als lernendes System zu pflegen und Spielräume zu geben. Zur Entwicklung unserer Unternehmenskultur fördern und gestalten wir mit zahlreichen Initiativen ein Arbeitsklima, das von Vertrauen sowie gegenseitiger Wertschätzung gekennzeichnet ist. So schaffen wir ein Umfeld für neue Ideen und Initiativen sowie einen umfassenden Wissensaustausch und eine wertsteigernde Zusammenarbeit. Durch Netzwerkzusammenarbeit ohne organisatorische oder hierarchische Grenzen können wir effizienter zu besseren Lösungen kommen sowie Trends und Marktveränderungen schneller erfassen. Status: Bei einer Mitarbeiterbefragung im Berichtsjahr gaben 85 % der Befragten an, dass sie unsere Unternehmenswerte - Vertrauen, Gewinnermentalität, Freiheit, Verbundenheit - voll unterstützen. Automobilindustrie im WandelDie Automobilindustrie, die in den vergangenen 100 Jahren durch Fahrzeugproduzenten, die Zulieferindustrie, Autohändler, Konsolidierung und Globalisierung, die Optimierung der Mechanik, den Verbrennungsmotor sowie den Einzug der Elektronik geprägt war, steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Die wohl unmittelbarste ist die Digitalisierung, gefolgt von der Elektrifizierung des Antriebs bis hin zur Frage, wie wir als Individuen Mobilität in Zukunft erfahren wollen. Unser Ziel ist es, über unsere sieben strategischen Handlungsfelder diese Herausforderungen anzunehmen und wertsteigernd für Continental weiterzuentwickeln. Chancen durch DigitalisierungUm weiterhin dauerhaft zu wachsen, nutzen wir die Chancen, die sich durch die Digitalisierung eröffnen. Eine Wertsteigerung allein durch die Optimierung der reinen Mechanik stößt zunehmend an ihre Grenzen. Die Digitalisierung und Vernetzung der physischen Welt (Internet der Dinge) ist ein massiver Treiber wirtschaftlichen Wachstums. Sie ist umfassend ausgerichtet und erfasst Objekte, Produkte und Prozesse jedweder Art. Im Internet der Dinge können mithilfe der Digitalisierung potenziell 1,6 Billionen Objekte vernetzt werden. 14 Mrd Objekte (rund 1 % des Potenzials) sind bereits vernetzt. Es gibt noch eine enorme nicht ausgeschöpfte Leistungskraft. Der positive Einfluss dieser Entwicklung auf die Gesamtwirtschaft wird im Jahr 2020 auf ca. 6 Billionen US-Dollar geschätzt. Allein bis 2020 werden 50 Mrd Geräte und Maschinen sowie mehr als 250 Mio Fahrzeuge vernetzt sein. Hieraus resultiert ein beachtliches Umsatzpotenzial für die Automobilindustrie. 2020 liegt das geschätzte Marktvolumen bei 57 Mrd €. Mit Fahrerassistenzsystemen und anderen digitalisierten Technologien wie Elektronik, Sensorik und Software erzielen wir heute bereits etwa 60 % unseres Umsatzes in der Automotive Group. Das waren im Berichtsjahr über 14 Mrd €. Entlang der Megatrends der Industrie verfolgt Continental mit der Digitalisierung drei maßgebliche Ziele:
Chancen durch ElektrifizierungNeben Technologien zur Optimierung des Verbrennungsmotors entwickeln wir Technologien, die den Verbrennungsmotor unterstützen, die über begrenzte Zeiträume rein elektrisches Fahren ermöglichen oder ganz ohne ihn auskommen. Unser Portfolio umfasst Elektroniklösungen für 12-Volt- und 48-Volt-Antriebe, Hybrid- und Plug-in-Varianten sowie reine Elektromotoren. Über die Bremsenergierückgewinnung hinaus liegt unsere Kompetenz auch in der Leistungselektronik, d. h. der intelligenten Steuerung der während der Fahrt aus Verbrennungs- und Elektromotor sowie aus der Batterie zur Verfügung stehenden Energie. Allerdings hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass die von der Industrie angebotenen Lösungen den Kundenansprüchen derzeit noch nicht genügen. Mit Blick auf die erhebliche Luftverschmutzung in China oder Indien sowie allgemein in den Ballungsräumen, den sogenannten Megacitys, sind wir davon überzeugt, dass sich der Elektromotor als eine Antriebsvariante durchsetzen wird. Wichtig für den Erfolg der Technologie werden folgende Meilensteine sein:
Wir rechnen damit, dass mehr als 20 % der im Jahr 2025 produzierten Fahrzeuge mit elektrifiziertem Antrieb unterwegs sein werden. Den Anteil der Elektrofahrzeuge, die ohne Verbrennungsmotor betrieben werden, schätzen wir auf nur 3 % ein. Unser Umsatzanteil im Jahr 2020 in der Division Powertrain wird dieses Verhältnis widerspiegeln. Das bedeutet, dass wir weiterhin erhebliche Investitionen in diese Technologien planen. ![]() Chancen durch automatisiertes FahrenAuf Basis der heutigen Fahrerassistenzsysteme wird es in Zukunft möglich sein, dem Fahrer einen Teil seiner Zeit, die er im Fahrzeug verbringt, zur freien Verfügung zu stellen. Zeit, in der das Auto das Fahrgeschehen überwacht und steuert. Viele berechtigte Fragen und Zweifel zu diesem Thema sind heute noch nicht beantwortet bzw. ausgeräumt. Fakt ist jedoch, dass das Fahrzeug in aller Regel erheblich weniger Fehler beim Fahren macht als der Mensch. Mit unseren Sensor- und Kameralösungen, mit unserer Kompetenz bei elektronischen Steuereinheiten und der Vernetzung von Fahrzeugen sind wir bereits heute in einer starken Ausgangsposition. Außerdem eröffnet der Eintritt neuer Anbieter aus der Technologiebranche zusätzliche Umsatzchancen, die wir mit unserer bewiesenen Kompetenz nutzen wollen. Eine Konsequenz kann auch eine Neudefinition von individueller Mobilität sein. Das Schlagwort lautet "Shared Mobility", also die intensivere Nutzung des Fahrzeugs nicht von einem Besitzer, sondern von mehreren Nutzern. Die notwendigen Verstärkungen unseres Portfolios, um auch bei dieser Entwicklung weiter zu den führenden Anbietern zu zählen, tätigen wir bereits heute. Entscheidend hierbei wird unsere Fähigkeit sein, auf neue Entwicklungen zeitnah zu reagieren. Chancen durch UrbanisierungBereits heute leben mehr als 50 % der Weltbevölkerung in Großstädten, d. h. dass heute ein Großteil der Fahrzeugflotte von mehr als 1 Mrd Fahrzeuge dort unterwegs ist. Prognosen besagen, dass im Jahr 2050 mehr als zwei Drittel der Menschen in Großstädten leben werden und dass die Fahrzeugflotte auf über 2 Mrd Fahrzeuge steigen wird. Das bedeutet enorme Herausforderungen an die Infrastruktur, die Sicherheit und die Emissionseigenschaften von Fahrzeugen. Letztlich bedingt die Urbanisierung neue Antriebskonzepte und Konzepte zur Vernetzung und Nutzung von Fahrzeugen, damit eine saubere und uneingeschränkte Mobilität Realität werden kann. Sie wirkt damit unterstützend für die Chancen, die sich aus der Digitalisierung, Elektrifizierung und dem automatisierten Fahren ergeben. Divisionen und GeschäftsbereicheDivision Chassis & Safety
Für die Division Chassis & Safety ist die Richtung klar: Die Zukunft der Mobilität führt zum automatisierten Fahren. Integrale aktive und passive Sicherheitstechnologien und Produkte zur Unterstützung der Fahrzeugdynamik sorgen für mehr Sicherheit und Komfort. Laut Weltgesundheitsorganisation sterben noch immer weltweit über 1,2 Millionen Menschen pro Jahr im Straßenverkehr, zusätzlich werden Millionen Menschen bei Unfällen verletzt. Hauptursache ist menschliches Versagen. Studien sprechen von mehr als 90 % Teilverschulden durch den Fahrer, in über 70 % ist der Mensch alleiniger Unfallverursacher. Um die Zahl der Unfälle weiter zu senken, ist es daher notwendig, den Fahrer beim Fahren zu unterstützen. Der Weg dorthin beinhaltet den kontinuierlichen Ausbau und höhere Ausstattungsraten mit elektronischen Fahrerassistenzsystemen sowie die schrittweise Automatisierung von Fahraufgaben bis hin zum vollautomatisierten Fahren. Die Elektronik wird zunehmend intelligenter und schafft so beste Voraussetzungen für die Realisierung der "Vision Zero", unserer Vision vom unfallfreien Fahren. Globalisierung, Wachstum und Spitzenleistung sind die wesentlichen strategischen Antriebskräfte der Division, die in vier Geschäftsbereiche unterteilt ist:
Unsere WachstumsperspektivenChancen für ein Volumenwachstum ergeben sich aus verschiedenen Einflussfaktoren, beispielsweise durch:
Die Division Chassis & Safety ist in bestehenden Märkten mit innovativen Produkten sowie bei Neuentwicklungen bestens für die Zukunft vorbereitet. Gründe dafür sind eine bessere Marktdurchdringung, steigende Installationsraten bei ABS, ESC, Sensoren und passiver Sicherheit sowie ein zunehmender Einsatz von Fahrerassistenzsystemen und elektrischen Parkbremsen in den meisten Fahrzeugklassen. Dabei profitieren wir besonders von günstigen Rahmenbedingungen: Der Wachstumsmarkt Asien und die internationale Gesetzgebung hinsichtlich des Einsatzes von ABS (zukünftig auch für Motorräder in Europa), der elektronischen Stabilitätskontrolle ESC und von Airbags bereiten den Weg für weiteres Wachstum. Zukunftsweisende Fahrerassistenzsysteme werden immer stärker in Prüf- und Bewertungsprotokollen berücksichtigt. So ist zukünftig beim Euro NCAP-Rating das Maximum von fünf Sternen nur noch mit Fahrerassistenzsystemen realisierbar. ![]() Der Elektronik kommt in der kontinuierlichen Entwicklung der elektronischen Fahrerassistenz und der zunehmenden Automatisierung eine entscheidende Bedeutung zu. Schon heute beträgt der Elektronikanteil eines Durchschnitts-Pkw fast ein Drittel des Produktionswerts mit bis zu 90 Steuereinheiten für Antriebsstrang, Innenausstattung und Chassis. Der nächste große Schritt umfasst die Vernetzung der elektronischen Einzelsysteme zu erweiterten Funktionsblöcken und deren Gruppierung zu Domänen. Die integrale Sicherheit, das Zusammenspiel der aktiven und passiven Sicherheit, hilft dem Fahrer, heikle Verkehrssituationen besser zu bewältigen und Verkehrsteilnehmer wirkungsvoller zu schützen. Die Nachfrage nach komplexen Fahrzeugfunktionen und vernetzten Systemen wächst somit rasant. So verschiebt sich nach internen Berechnungen der Anteil von System- gegenüber Komponentenprojekten allein bei Fahrerassistenzsystemen in den kommenden zwei Jahren von 30 % auf rund 50 %. Um sich für die hieraus resultierenden Marktanforderungen und Wachstumsmöglichkeiten leistungsstärker aufzustellen, hat die Division Chassis & Safety ihr Profil erweitert und die Kompetenz und Kapazität im Systembereich gestärkt. Die Division hat die technische Expertise, um für die Automobilhersteller sowohl einzelne Komponenten als auch Systemverbunde zu entwickeln. Mit den innerhalb von Chassis & Safety Systems ausgebauten Funktionen
hat sich die Division dem Markt organisatorisch angepasst und kann so Systemgeschäftschancen auch geschäftsbereichsübergreifend nutzen. Division Powertrain
In der Division Powertrain integrieren wir innovative und effiziente Systemlösungen rund um den Antriebsstrang in Fahrzeuge aller Klassen. Unter dem Leitgedanken "Clean Power" machen unsere Produkte das Autofahren umweltschonender und erschwinglicher. Darüber hinaus steigern sie Komfort und Fahrspaß. Unseren Kunden bieten wir ein umfangreiches Portfolio von Benzin- und Dieseleinspritzsystemen über Turbolader, Motor- und Getriebesteuerungen inklusive Sensoren und Aktuatoren, Abgasnachbehandlungs- sowie Kraftstofffördersysteme bis hin zu Komponenten und Systemen für Hybrid- und Elektroantriebe. Die Division umfasst fünf Geschäftsbereiche:
Unsere WachstumsperspektivenDas Bedürfnis nach individueller Mobilität wird global weiterhin wachsen. Zugleich werden weltweit die gesetzlichen Grenzwerte für die CO2 - und Schadstoffemissionen von Fahrzeugen weiter verschärft, d. h., der Bedarf an verbrauchs- und emissionsreduzierten Antriebstechnologien wächst. Diese Entwicklung bietet der Division Powertrain Wachstumsperspektiven in verschiedenen Marktbereichen wie:
Unser Ziel ist es, die Effizienz herkömmlicher Verbrennungsmotoren zu erhöhen sowie Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebsstrangs endkundengerecht und kosteneffizient zu gestalten. Wachstumsmarkt elektrifizierte Antriebe: Die Elektrifizierung wird langfristig einen unverzichtbaren Beitrag zu effizienteren und emissionsärmeren Fahrzeugen leisten. Continental sieht die Lösungen für den Massenmarkt bei der abgestuften Hybridisierung "Elektrifizierung nach Maß" und bietet hierfür einen Technologiebaukasten, mit dem Fahrzeughersteller aktuelle Fahrzeugmodelle bei transparentem Kosten-Nutzen-Verhältnis zwischen zwölf und 400 Volt abgestuft hybridisieren können. Einen großen Schwerpunkt setzt Continental dabei auf das neue Antriebssystem "48-Volt Eco Drive". Die neue kostengünstige Hybridtechnologie bietet Funktionen, die bisher nur bei den Hochvolt-Hybridsystemen zu finden sind - das Abschalten des Verbrennungsmotors während der Fahrt (Segeln bzw. Coasting), einen sehr schnellen, komfortablen Motorstart und eine effiziente Bremsenergierückgewinnung (Rekuperation). Durch seine leichte Integrierbarkeit und die überschaubaren Batteriekosten - aufgrund des relativ kleinen 48-Volt-Akkus - ist das System sehr wirtschaftlich und entspricht den Forderungen der Automobilhersteller nach kostengünstigen Lösungen für saubere Antriebe mit einem Systempreis im mittleren zweistelligen Euro-Bereich pro Gramm CO2 -Reduzierung. Der "48-Volt Eco Drive" lässt sich sowohl mit Benzin- als auch mit Dieselmotoren kombinieren und ermöglicht in beiden Fällen eine deutliche Verringerung von Kraftstoffverbrauch und Schadstoffemissionen. So senkt das Mildhybridsystem bei einem Kompaktwagen mit 1,2 l Benzinmotor den Durchschnittsverbrauch im innerstädtischen Verkehr um rund 21 %. Mit dem System lassen sich auch die Stickoxidemissionen von Dieselfahrzeugen deutlich reduzieren. 2016 wird der "48-Volt Eco Drive" erstmals in Serie gehen. Wachstumsmarkt Direkteinspritzung und Turboaufladung: Kleinere, aufgeladene Motoren verringern CO2 -Emissionen. Wir sorgen mit wegweisenden, innovativen Turbolader- und Injektortechnologien dafür, dass moderne Verbrennungsmotoren auf lange Sicht in puncto Wirtschaftlichkeit, Umweltfreundlichkeit und Leistungsentfaltung wettbewerbsfähig zu alternativen Antrieben bleiben. Mit der Weltneuheit Turbolader mit Aluminiumturbinengehäuse führen wir die Weiterentwicklung fort. ![]() Wachstumsmarkt elektronische Steuerungssysteme: Eine große zukünftige Herausforderung ist, die thermische, mechanische und elektrische Energie im Fahrzeug unter hochkomplexen Anforderungen möglichst effizient und präzise zu nutzen. Während die Motorsteuerung heute ausschließlich auf Signalen von im Fahrzeug befindlichen Sensoren basiert, wird zukünftig auch verstärkt auf Informationen aus externen Quellen wie andere Fahrzeuge oder aus einer Cloud zurückgegriffen. Durch die Vernetzung des Antriebsstrangs mit der Cloud, vernetztes Energiemanagement (connected energy management) genannt, wird dem Endkunden bei der Verbrauchsreduktion ein signifikanter Mehrwert geboten. Der Verbrennungsmotor wird mit einem besseren Wirkungsgrad betrieben und bei einer Hybridstrategie möglichst oft ausgeschaltet. Unter Zuhilfenahme von Echtzeit-Verkehrsdaten oder Ampelphasen kann das Fahrzeug z. B. selbstständig entscheiden, zu welchem Zeitpunkt der Motor ausgeschaltet werden kann ohne dabei den Verkehrsfluss negativ zu beeinträchtigen oder die Fahrdauer zu verlängern. Anstelle eines einzigen Energieflusses gilt es somit zukünftig, die Balance und Fließrichtung von diversen Energieströmen zu regeln. Bedingt durch diese vielfältigen Optionen der Elektrifizierung sowie durch alternative Kraftstoffe steigt der mögliche Umfang der Funktionen im Motorsteuergerät stark an. Um diese Vielfalt umsetzen zu können, sind modulare Konzepte, wie sie in der Motorsteuerungsarchitektur EMS 3 von Continental existieren, unerlässlich. Dieses auf AUTOSAR 4.0 (Standard für elektronische Komponenten in der Automobilindustrie) basierende Konzept ist eine entscheidende Hilfe, um zukünftige, wachsende Anforderungen hinsichtlich Komplexität, Ausfallsicherheit, kurzer Entwicklungszeiten, wachsender Modellvielfalt und steigender Funktionsumfänge zu bewältigen. Analog zur Motorsteuerung wird auch die Entwicklungsarbeit bei Getriebesteuergeräten die neuesten Trends - vor allem auch im Bereich der Hybridtechnologie - unterstützen. Wachstumsmarkt Abgasnachbehandlung: Der SCR-Markt (Selective Catalytic Reduction, SCR) ist ein weiterer Wachstumsmarkt, den wir mit einem vielfältigen Produktportfolio bedienen. Mit Einführung der Euro-6-Gesetzgebung werden die Stickstoffgrenzwerte gegenüber Euro-5 mehr als halbiert. Durch eine SCR-Abgasnachbehandlung kann die Verbrennung weiter hinsichtlich der Reduzierung des CO2 -Ausstoßes und Verbrauchsverringerung optimiert werden. Durch die Integration des Abgasspezialisten Emitec können wir heute zudem komplette Systeme für die Abgasnachbehandlung anbieten. Zudem sehen wir Wachstumschancen nicht nur im Pkw-Markt sondern auch im Bereich der Zweiräder und im Lkw-Markt. Division Interior
Spezialisiert auf das Informationsmanagement entwickelt und produziert die Division Interior Informations-, Kommunikations- und Vernetzungslösungen. Mit unseren Produkten, Systemen und Diensten ermöglichen, steuern und optimieren wir den komplexen Informationsfluss zwischen Fahrer, Mitfahrern, mobilen Endgeräten und dem Fahrzeug einerseits sowie andererseits dem Umfeld, anderen Fahrzeugen und dem Internet der Dinge. Dabei bündeln wir das Expertenwissen ganzer Industrien und arbeiten mit führenden Unternehmen anderer Branchen partnerschaftlich zusammen. Unter unserer Vision "Always On" verstehen wir das ganzheitlich vernetzte Fahrzeug der Zukunft als Partner, der Fahrer und Fahrzeuginsassen unterstützt. Der Mensch befindet sich dabei stets im Mittelpunkt. Um dem gerecht zu werden, setzen wir intelligente Technologien so um, dass sie intuitiv verständlich und ganzheitlich bedienbar sind. Die Division setzt sich aus fünf Geschäftsbereichen zusammen:
Unsere WachstumsperspektivenFür die permanente Ausweitung unserer Geschäftsaktivitäten richten wir unseren Fokus auf:
Auf Basis unseres umfassenden Produkt- und Kompetenzportfolios kann eine rasche, plattformübergreifende Adaption unserer Lösungen auch für neue Segmente gewährleistet werden. Dabei verfolgen wir weiterhin das Ziel, mit unseren Produkten auf allen globalen Märkten präsent zu sein und zunehmend japanische Automobilhersteller zu beliefern. Hierbei setzen wir anhaltend auf das höchste Maß an Kundenzufriedenheit, Innovationsstärke und unsere Systemkompetenz. Seit einigen Jahren bestimmen die Entwicklungen der Konsumgüterindustrie immer mehr die Erwartungen der Fahrer bezüglich der Informationssysteme im Fahrzeug. Anzahl und Fläche der Displays im Fahrzeug wachsen stark - ein Trend, dessen Ende noch lange nicht in Sicht ist. Unsere Entwickler im Geschäftsbereich Instrumentation & Driver HMI arbeiten kontinuierlich an Lösungen, die den Fahrer trotz gestiegener Informationsdichte entlasten und zu mehr Komfort beim Autofahren beitragen, wie beispielsweise volldigitale Kombi-Instrumente sowie Head-up-Displays. ![]() Um die gestiegene Komplexität beherrschen zu können, wird die natürliche Interaktion mit dem Fahrzeug immer bedeutender. Technologien dafür sind Touch-Lösungen für Displays, Touchpads und weitere Bedienoberflächen. Such- und Aktivierungshaptiken helfen dem Fahrer bei der intuitiven Bedienung. Auch durch unsere Innenraumkamera treten Autofahrer in einen ständigen Dialog mit ihrem Fahrzeug - auch ohne Worte - und bekommen die relevanten Informationen zur richtigen Zeit und in der richtigen Art und Weise. Erste Produktaufträge können wir bereits verzeichnen. Um gestiegene Ansprüche an Produktdifferenzierung bedienen zu können, gewinnen zudem authentische Materialien wie Echtholz und Metalle für Bedienoberflächen immer mehr an Bedeutung. Der Trend des allzeit vernetzten Fahrzeugs spiegelt sich vor allem im Geschäftsbereich Infotainment & Connectivity wider. Das Auto wird Teil des Internet der Dinge. Dabei setzen wir auf eine schnelle und zuverlässige Datenverbindung wie den LTE-Standard (Long Term Evolution, LTE). Die Integration von Applikationen ist - neben einer gesicherten Datenübertragung - von hoher Relevanz. Dieser komplexen Aufgabe stellen wir uns durch die branchenübergreifende Zusammenarbeit mit Partnern wie führenden IT-Unternehmen. In diesem Kontext sind vor allem mobile Endgeräte wie das Smartphone hervorzuheben, welche sich nahezu unentbehrlich in den Alltag des Menschen eingefügt haben. Durch eine zuverlässige Interaktion mit den Fahrzeugkomponenten wird das Infotainment-Erlebnis im Fahrzeug erweitert und mit neuen, aktuellen Inhalten angereichert. Um dies zu realisieren, bieten unsere Plattformen entsprechende Schnittstellen und unterstützen Standards. Aufgrund der dynamischen Entwicklung im Bereich Unterhaltungselektronik werden legislative Regulierungen angestrebt, um die Sicherheitsaspekte des Autofahrens abzudecken. Unser Produktportfolio enthält bereits spezielle Notrufsysteme wie das eCall-System. Durch stetige Marktbeobachtungen und die Analyse weiterer Gesetzesentwicklungen können wir schnell auf neue Anforderungen reagieren. Im Jahr 2014 haben wir durch die Gründung des Geschäftsbereichs Intelligent Transportation Systems einen wichtigen Schritt zur Mobilität der Zukunft gemacht. Hierbei werden drei Wachstumsbereiche fokussiert: erstens die Steigerung von Effizienz, Sicherheit und Komfort des Fahrzeuges selbst durch unser eHorizon-Konzept (z. B. CO2 -Reduktion, Unterstützung durch Fahrerassistenzsysteme, automatisiertes Fahren); zweitens die Fähigkeit von Fahrzeugen, untereinander Informationen in Echtzeit auszutauschen; drittens über das Fahrzeug hinaus der Bereich Verkehrsmanagement (z. B. Reiseplanung, Parkplatzmanagement, Flottensystemlösungen). Die Fahrzeugvernetzung im Geschäftsbereich Body & Security betrifft auch den Bereich Gateways und Antennenmodule. Mit Techniken wie NFC (Near Field Communication, NFC) lassen sich neue Funktionen, wie z. B. digitale Schlüssel, über das Smartphone realisieren. Unser neu gegründetes Joint Venture OTA keys mit dem belgischen Automobil-Service-Spezialist D'Ieteren bietet dabei die Entwicklung und Durchführung von verschiedenen zusätzlichen Leistungen an. Die Relevanz solcher Angebote spiegelt sich in ersten Aufträgen wider. Neue legislative Vorgaben erfüllen wir mit Diensten im Bereich Wartung, Sicherheit und Komfort - z. B. durch unsere Reifendrucksensoren mit Informationen für verbundene Flottensysteme, Profiltiefe oder komfortable Reifendruckkontrolle über das Smartphone. Daneben zeigt der Bereich Licht mit der starken Zunahme von LED-Lösungen ein deutliches Wachstumspotenzial. Hier positionieren wir uns als Innovator für LED-Lichtsteuerelemente. Unser Angebot an Services im Rahmen des Wachstumsmarkts für zusätzliche Leistungen bauen wir kontinuierlich durch den Geschäftsbereich Commercial Vehicles & Aftermarket aus. Neue Lösungen für Nutzfahrzeuge, wie z. B. ProViuMirror oder aerodynamische Lösungen zur Kraftstoffeinsparung, erweitern unser Portfolio. Hier verstärken wir unser Angebot deutlich für Landwirtschafts- und Baufahrzeuge. Neben (Fern-)Diagnoselösungen bieten wir mit unserem eHorizon einen signifikanten Mehrwert, um auch Nutzfahrzeuge sicherer und effizienter zu machen. Besonders hervorzuheben ist die integrierte Mensch-Maschine-Schnittstelle im Nutzfahrzeug (inkl. Head-up-Display) als Treiber für erhöhte Sicherheit insbesondere im Zusammenhang mit automatisiertem Fahren. Unsere Erfolge im Bereich Tachograf sowie neue Gesetzgebungen und der Bedarf an Zusatzdienstleistungen sind die Basis für weiteres Wachstum in Russland und der NAFTA-Region. Division Reifen
Reifen sind die einzige Verbindung des Fahrzeugs mit der Fahrbahn. Sie müssen alle auftretenden Kräfte auf einer nur etwa postkartengroßen Fläche auf die Straße bringen. In kritischen Situationen entscheidet das Technologieniveau der Reifen darüber, ob ein Fahrzeug noch rechtzeitig zum Stehen kommt oder bei Kurvenfahrten in der Spur bleibt. Die Division Reifen steht für kurze Bremswege und hohen Grip, um maximale Sicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig durch minimierten Rollwiderstand den Kraftstoffverbrauch zu senken. Die Division gliedert sich in sechs Geschäftsbereiche:
Das Pkw-Reifenersatzgeschäft gliedert sich in die Geschäftsbereiche:
Neben den weltweit vertriebenen Reifen der Premium-Marke Continental und der Budget-Marke Barum werden die regionalen Qualitäts-Marken Uniroyal, Semperit, General Tire, Viking, Gislaved, Euzkadi, Sime Tyres sowie die regionalen Budget-Marken Mabor und Matador vermarktet. Unter dem Dach von ContiTrade sind dem Ersatzgeschäft EMEA auch unsere europäischen Handelsgesellschaften mit mehr als 2.000 Reifenfach- und Franchisebetrieben zugeordnet.
UmsatzverteilungDer Umsatz der Division Reifen entfällt zu 29 % auf das Geschäft mit den Fahrzeugherstellern und zu 71 % auf das Ersatzgeschäft. Unsere WachstumsperspektivenIm Bereich Pkw-Reifen setzen wir die evolutionäre Weiterentwicklung unserer Premium-Produkte mit einer kontinuierlichen Verbesserung der wichtigsten Eigenschaften fort. Dies geschieht durch:
Im Geschäftsbereich Nutzfahrzeugreifen setzen wir in unserem Premiumsegment insbesondere auf:
Für Pkw- wie Nutzfahrzeugreifen verfolgt die Division außerdem weiterhin:
Die Division Reifen hat Ende 2015 die zweite Phase ihrer langfristigen Wachstumsstrategie Vision 2025 erfolgreich abgeschlossen. Dazu zählten auf der Investitionsseite sowohl der Neubau der drei Greenfield-Werke in Hefei, China, Kaluga, Russland, und Sumter, USA, als auch der konsequente Ausbau zahlreicher bestehender Werke weltweit mit rund 350 Mio € pro Jahr. 2015 startete u. a. die Erweiterung der Lkw-Reifenproduktion in Otrokovice, Tschechien, in die Investitionen in Höhe von 165 Mio € geflossen sind. Continentals weltweit größtes Reifenwerk wird damit seine Produktionskapazität auf 1,5 Mio Lkw- und Busreifen pro Jahr steigern. Auch die Lkw-Reifenwerke in Puchov, Slowakei, und Mount Vernon, USA, nahmen ihre Erweiterungen und neuen Automatisierungssysteme in Betrieb. Für das Pkw-Reifenwerk in Hefei wurden im Berichtsjahr die Weichen für die dritte Ausbaustufe gestellt, in der die jährliche Kapazität durch weitere Investitionen in Höhe von 250 Mio € in den nächsten Jahren auf 14 Mio Reifen ausgebaut wird. ![]() In Korbach, Deutschland, schreitet auf dem Gelände des bestehenden Reifenwerks die Ausstattung des neuen High Technology Performance Center fort, in dem ab Sommer 2016 nicht nur die besonders anspruchsvollen Reifen für das imageträchtige Segment der sportlichen Fahrzeuge in den Größen von 19 bis 23 Zoll hergestellt werden. Aus dem High Technology Performance Center heraus, in das insgesamt rund 45 Mio € investiert werden, wird künftig auch die zentrale Prozessoptimierung für alle Reifenwerke weltweit organisiert. Im September wurde der neue Supersportreifen SportContact 6 vorgestellt. Während der sehr umfangreichen Präsentation konnten mehr als 1.100 Kunden und Medienvertreter mittels eingesetzter Messtechnik die hervorragenden Leistungseigenschaften des SportContact 6 in Sachen maximaler Grip, höchste Präzision und Hochgeschwindigkeitstauglichkeit bis 350 km/h selbst erfahren. Im Dezember wurde im Rahmen des Continental TechnikForum 2015 der Nachfolger des sehr erfolgreichen ContiWinterContact TS 850 vorgestellt. Der neue WinterContact TS 860, unser Spitzenprodukt für die kalte Jahreszeit, kommt ab Herbst 2016 in den Handel und soll die einzigartige Erfolgsgeschichte seines Vorgängers in den Volumengrößen von 14 bis 17 Zoll fortsetzen. Im Geschäftsjahr 2015 hat Continental weltweit wieder mehr als 21 Mio Winterreifen verkauft und damit die Volumina aus den Vorjahren trotz eines milden Winterbeginns bestätigt. Im Geschäftsbereich Nutzfahrzeugreifen konnten wir 2015 unseren Wachstumskurs beim direkten Flottengeschäft fortsetzen. Die Weiterentwicklung von Lösungen rund um das Reifenmanagement der Flotten ist hierfür maßgeblicher Treiber. So haben wir auf der Terminal Operations Conference and Exhibition (TOC) 2015 in Rotterdam, Niederlande, eine der weltweit größten Fachausstellungen für Hafen-, Schiffs- und Terminaltechnik, mit der ContiFlexBox erstmals eine Telematiklösung, basierend auf unserem Reifendruckkontrollsystem ContiPressureCheck™, vorgestellt. Außerdem wurde mit der Einführung der Conti Hybrid Antriebsachs- und Trailerreifen in der Region EMEA der Launch der volumenstärksten Lkw-Reifenlinie im Format 22.5 Zoll erfolgreich fortgeführt. Mit dem ContiRe CityService haben wir erstmals einen heißrunderneuerten Reifen einsatzspezifisch für Entsorgungsfahrzeuge entwickelt. Darüber hinaus konnten wir mit neuen Lenk- und Antriebsachsreifen in der Dimension 315/80 R 22.5 den Grundstein zur Erneuerung und Erweiterung des Nutzfahrzeugreifenportfolios der Marken Semperit, Uniroyal, Barum und Matador legen. Neben dem Endkundengeschäft treiben wir unser Wachstum im Nutzfahrzeugreifenbereich über den Eintritt in neue Märkte voran, sowohl geografisch als auch hinsichtlich der Reifenanwendungen. Die Markteinführung von Radialreifen für Baumaschinen mit dem Conti EM-Master und dem Conti RDT-Master sind dafür Beispiele aus dem Bereich der Spezialreifen. Unseren erfolgreichen Weg im Erstausrüstungsgeschäft für Lkw-Reifen konnten wir ebenfalls fortsetzen. Für unseren weiteren Wachstumskurs setzen wir hier auf den Ausbau der Kooperationen mit renommierten Lkw-, Bus- und Anhängerherstellern, unter anderem in Wachstumsregionen wie Mittlerer Osten/Nordafrika, Südamerika und Asien. Unser Vertriebsnetzwerk BestDrive hat sich unter dem Dach von ContiTrade zum einzigen Netzwerk weltweit weiterentwickelt, das auf allen fünf Kontinenten aktiv ist. Damit wird die Premium-Handelsmarke BestDrive massiv gestärkt und der Marktzugang besonders durch die Expansion der Franchisepartner sichergestellt. Die daraus resultierende deutlich erweiterte Präsenz erhöht die Attraktivität besonders für Kunden aus dem stark an Bedeutung gewinnenden Bereich Flotten- und Reifenmanagement. Für die weitere internationale Steigerung des Bekanntheitsgrads der Premium-Reifenmarke Continental setzen wir auch in Zukunft auf Fußball-Sponsoring als strategische Kommunikationsplattform. Nach dem erfolgreichen AFC Asian Cup 2015 in Australien haben wir ein umfangreiches Rechtepaket als offizieller Sponsor des AFC Asian Cup 2019 erworben, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden wird. Im kommenden Sommer steht die UEFA EURO 2016™ in Frankreich auf dem Programm, und auch in den USA und Kanada setzen wir das Sponsoring der Major League Soccer fort, wo Continental als offizieller Sponsor und exklusiver Reifenpartner bei der Liga, beim Pokalwettbewerb und beim All-Star-Spiel engagiert ist. Division ContiTech
Die Division ContiTech ist einer der weltweit führenden Anbieter technischer Elastomerprodukte und ein Spezialist für Kunststofftechnologie. Wir entwickeln, produzieren und vermarkten Funktionsteile, Komponenten und Systeme für den Maschinen- und Anlagenbau, den Bergbau, die Automobilindustrie sowie weitere wichtige Industrien. Den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen haben wir stets im Blick. Wir adaptieren früh wesentliche technologische Trends wie Funktionsintegration, Leichtbau oder die Reduzierung von Komplexität. Dafür halten wir bereits heute eine Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen bereit. ContiTech umfasst seit Anfang 2016 neun Geschäftsbereiche, da der ehemalige Geschäftsbereich Fluid Technology in die Geschäftsbereiche Mobile Fluid Systems und Industrial Fluid Systems gegliedert wurde:
UmsatzverteilungDer Umsatz der Division ContiTech entfällt zu 50 % auf das Geschäft mit den Fahrzeugherstellern und zu 50 % auf das Geschäft mit anderen Industrien sowie das Ersatzgeschäft. Unsere WachstumsperspektivenChancen für Wachstum sehen wir:
Die Übernahme von Veyance Technologies hat unsere Präsenz in der NAFTA-Region signifikant gestärkt. So ist die Conveyor Belt Group mit ihren Produktionsstätten dort so stark wie nie zuvor vertreten. Auch die Soft-Touch-Oberflächen der Benecke-Kaliko Group werden in der NAFTA-Region immer stärker nachgefragt, weshalb wir 2015 unsere Produktionskapazität in Mexiko verdoppelt haben. Asien steht, sowohl in der Automobilindustrie als auch in anderen Industrien, weiterhin im Fokus. Für den Markt sehen wir großes Potenzial in der Produktion umweltschonender Automobilinnenraumoberflächen. Eigens dafür hat die Benecke-Kaliko Group 2015 ein zweites Werk in Changzhou, China, gebaut. Für den Bereich Heizungs-, Klima- und Ladeluftschläuche wurde das Werk in Changshu, China, erweitert, um der gestiegenen Nachfrage nachzukommen. Außerdem wurde die Produktion von Aufzugsriemen in China gestartet. Für Industrial Fluid Systems ergeben sich insbesondere Wachstumsfelder in nicht ölabhängigen Industrien. So werden wir in den Ausbau des Werks für Wasserschläuche in Mount Pleasant, USA, investieren. Im Hinblick auf eine weitere Globalisierung sieht der Geschäftsbereich Potenziale außerhalb seiner derzeitigen Schwerpunkte Nordamerika und Europa. Für Mobile Fluid Systems eröffnet vor allem der wachsende Markt für Hybridmotoren und 48-Volt-Systeme sowie der generelle Trend zum Leichtbau neue Chancen. Unterstützt durch den Einsatz kleinerer Motoren sowie gestiegene Anforderungen bei größeren Motoren werden sich die Volumina für Turboladerschläuche weiter erhöhen. ![]() Auch die Einführung der neuen, klimaschonenden Kältemittel, die dadurch notwendige Umrüstung der Klimasysteme sowie die Verschärfung der Abgasnormen mit den daraus resultierenden Anforderungen bei Kraftstoff- und Dieselpartikelfilterleitungen bieten weitere Chancen. Produktinnovationen und neue Branchen eröffnen weitere Wachstumsmöglichkeiten. Ein Beispiel ist der Bereich Off-Highway. Dabei sind Gummiraupenketten der Conveyor Belt Group besonders erfolgversprechend. Sie kommen in der Landwirtschaft und der Bauindustrie zum Einsatz, vor allem in schweren mobilen Maschinen wie Traktoren, Mähdreschern und Straßenbaumaschinen. Auch bei Air Spring Systems rückt der Bereich Off-Highway und hier besonders der Agrarsektor stärker in den Fokus. Vor allem in den USA, wo Landwirte sehr große Maschinen einsetzen, können Luftfedersysteme die Wirksamkeit bei Aussaat und Ernte verbessern. Gespräche mit Herstellern laufen bereits. Durch eine enge Zusammenarbeit mit anderen Continental-Divisionen ergeben sich zusätzliche Synergien. Die Conveyor Belt Group stärkt ihr Geschäft außerhalb der Minenindustrie, um von Marktschwankungen unabhängiger zu werden. Im Fokus stehen neben der Agrarbranche die Zement- und Stahlindustrie, Umschlaghäfen, die Energieindustrie, der Tunnelbau oder die Baubranche. Ein wichtiges Produkt für die Zukunft sind leichte Fördergurte, die in vielen Serviceanwendungen gefragt sind. Zu den Kunden weltweit gehören Logistikunternehmen, aber auch Kunden aus der Lebensmittelverarbeitung und aus dem Bereich der landwirtschaftlichen Maschinen. Vibration Control baut seine Vorreiterrolle im Leichtbau weiter aus: Der Geschäftsbereich hat ein Federbeinstützlager aus Polyamid entwickelt. Es ist das erste Lager aus diesem Material, das im Fahrwerk von Pkw sowohl in der Vorder- als auch der Hinterachse eingesetzt wird. Im Vergleich zu bisherigen Varianten aus Stahl oder Aluminium spart es rund 25 % Gewicht ein und hat eine längere Einsatzdauer. Die Benecke-Kaliko Group hat durch den Zukauf zweier Werke im spanischen Pamplona und im polnischen Wagrowiec sein Produktportfolio stark erweitert. Jetzt wird eine ganze Bandbreite von innovativen Oberflächenmaterialien für Industriezweige außerhalb des Automobilbereichs angeboten, beispielsweise für die Möbel- oder Modeindustrie. Weiteres Wachstum sehen wir nach wie vor in Europa. Die Power Transmission Group sieht Wachstumschancen sowohl im Automotive Aftermarket als auch im Industriegeschäft. Für den Automotive Aftermarket wurde die Produktpalette um Kits mit Wasserpumpen erweitert. Im Industriegeschäft wird u. a. eine noch stärkere Marktposition für Riemen im Aufzuggeschäft angestrebt. Weitere Wachstumschancen ergeben sich im automobilen Erstausrüstungsgeschäft z. B. mit weiteren Projekten für den Zahnriemen in Öl oder neu entwickelte Keilrippenriemen für Hybridfahrzeuge. Den Trend Elektromobilität hat die Power Transmission Group ebenfalls aufgenommen und liefert ein Riemensystem für E-Bikes. Darüber hinaus wird die Entwicklung von Pedelec-Systemen in Zusammenarbeit mit anderen Geschäftsbereichen des Continental-Konzerns unterstützt. Compounding Technology plant Mengensteigerungen in China zur Unterstützung des Wachstumskurses der ContiTech-Gesellschaften vor Ort und profitiert außerdem von der steigenden Nachfrage nach Spezialmischungen. Deshalb wurde u. a. in einen zweiten Silikonmischer für den Standort Waltershausen, Deutschland, investiert. Elastomer Coatings sieht bei Drucktüchern für den Digitaldruck viel Potenzial. Gute Marktchancen ergeben sich zusätzlich für den Bereich Engineered Coated Systems durch einen neu entwickelten Stoff für Trockentauchanzüge. UnternehmenssteuerungDie dauerhafte Steigerung unseres Unternehmenswerts ist ein Kernelement unserer Strategie. Die Finanzierungsstrategie unterstützt wertschaffendes Wachstum.WertmanagementWesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für Continental sind die Entwicklung des Umsatzes, des betrieblich gebundenen Kapitals (Capital Employed) und der bereinigten EBIT-Marge sowie die Höhe der Investitionen und der Free Cashflow. Um die finanziellen Leistungsindikatoren auch für Steuerungszwecke einsetzen zu können und die Interdependenzen zwischen diesen Indikatoren abzubilden, verdichten wir diese im Rahmen eines Werttreibersystems zu Kennzahlen. Im Mittelpunkt unserer Unternehmensziele steht dabei die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts jedes einzelnen Geschäftsbereichs. Dieses Ziel wird erreicht, wenn eine positive Rendite auf das im jeweiligen Geschäftsbereich betrieblich gebundene Kapital erzielt wird. Gleichzeitig muss diese Rendite jedoch dauerhaft über den Finanzierungskosten von Eigen- und Fremdkapital, die zur Anschaffung des betrieblichen Kapitals aufgewendet werden, liegen. Entscheidend ist dabei auch, dass Jahr für Jahr der absolute Wertbeitrag erhöht wird. Dies kann über eine Steigerung der Rendite auf das eingesetzte Kapital (bei konstanten Kapitalkosten), eine Absenkung der Kapitalkosten (bei konstanter Verzinsung des betrieblichen Kapitals) oder eine Absenkung des betrieblich gebundenen Kapitals im Zeitablauf erreicht werden. Als Messgrößen für die Zielerreichung dienen das operative Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT), das betrieblich gebundene Kapital und die durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC). Die Kapitalkosten werden aus dem gewichteten Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapitalkosten ermittelt.
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Ab 2012 wird IAS 19 (überarbeitet 2011), Leistungen
an Arbeitnehmer, angewendet. ![]()
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FinanzierungsstrategieUnsere Finanzierungsstrategie zielt auf die Unterstützung eines wertschaffenden Wachstums des Continental-Konzerns bei gleichzeitiger Beachtung einer für die Chancen und Risiken unseres Geschäfts adäquaten Struktur von Eigen- und Fremdkapital. Die Zentralfunktion Finance & Treasury stellt den notwendigen Finanzierungsrahmen zur Verfügung, um das Wachstum des Konzerns und den Bestand des Unternehmens langfristig zu sichern. Der jährliche Investitionsbedarf des Unternehmens lag im langfristigen Mittel zwischen 5 % und 6 % des Umsatzes. Für das Jahr 2016 wird die Investitionsquote vor Akquisitionen erneut bei rund 6 % vom Umsatz erwartet. Unser Ziel ist es, den laufenden Investitionsbedarf aus dem operativen Cashflow zu finanzieren. Andere Investitionsvorhaben, wie z. B Akquisitionen, sollen je nach Verschuldungsgrad und Liquiditätssituation mit einer ausgewogenen Mischung aus Eigen- und Fremdmitteln finanziert werden, um kontinuierlich eine Verbesserung im jeweiligen Kapitalmarktumfeld zu erreichen. Grundsätzlich haben wir das Ziel, dass sich das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zu Eigenkapital (Gearing Ratio) in den kommenden Jahren unter 20 % bewegen und 60 % nicht nachhaltig überschreiten soll. Sofern durch außergewöhnliche Finanzierungsanlässe oder besondere Marktgegebenheiten gerechtfertigt, kann diese Obergrenze unter bestimmten Voraussetzungen überschritten werden. Die Eigenkapitalquote soll 35 % übersteigen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Eigenkapitalquote bei 40,2 % und die Gearing Ratio bei 26,8 %. Die Brutto-Finanzschulden sollen sich in einem ausgewogenen Mix aus Bankverbindlichkeiten und anderen Finanzierungsquellen des Kapitalmarkts bewegen, wobei wir gerade im kurzfristigen Bereich eine breite Palette an Finanzierungsinstrumenten nutzen. Zum Jahresende 2015 bestand der Mix aus Anleihen (53 %), syndiziertem Kredit (12 %), anderen Bankverbindlichkeiten (21 %) und sonstigen Finanzschulden (14 %), bezogen auf die Brutto-Finanzschulden in Höhe von 5.244,8 Mio €. Im April 2016 läuft das Festdarlehen als Teil des syndizierten Kredits aus. Das Festdarlehen beläuft sich aktuell auf 350,0 Mio €. Die revolvierende Kreditlinie über 3,0 Mrd € läuft bis April 2020. Der Finanzierungsmix wird sich nicht wesentlich verändern. Der Konzern strebt grundsätzlich an, stichtagbezogen eine Liquidität zwischen 1,0 Mrd € und 1,5 Mrd € vorzuhalten, welche durch zugesagte ungenutzte Kreditlinien von Banken ergänzt wird, um jederzeit den Liquiditätsbedarf abdecken zu können. Dieser schwankt während des Kalenderjahres insbesondere aufgrund der Saisonalität einzelner Geschäftsfelder. Zudem wird die Höhe des Liquiditätsbedarfs durch das Konzernwachstum beeinflusst. Die flüssigen Mittel zum 31. Dezember 2015 lagen bei 1.621,5 Mio €. Es bestanden darüber hinaus zugesagte und nicht gezogene Kreditlinien in Höhe von 3.611,5 Mio €. ![]() Zum 31. Dezember 2015 beliefen sich die Brutto-Finanzschulden auf 5.244,8 Mio €. Größtes Finanzierungsinstrument ist ein syndizierter Kredit im Volumen von 3,35 Mrd €. Er besteht aus einem Festdarlehen über nominal 350,0 Mio € und einer revolvierenden Kreditlinie über 3,0 Mrd €. Das Festdarlehen hat eine Laufzeit bis April 2016 und die revolvierende Kreditlinie wird im April 2020 fällig. Zum 31. Dezember 2015 lag die Ausnutzung der revolvierenden Kreditlinie bei 297,9 Mio €. Rund 52 % der Brutto-Finanzschulden werden zwischen März 2017 und September 2020 fällig und sind über den Kapitalmarkt in Form von Anleihen finanziert. Die Zinskupons variieren zwischen 0,5 % und 3,125 %. Die Rückzahlungsbeträge je Fälligkeit liegen bei 750,0 Mio € jeweils in den Jahren 2017, 2018 und 2020 sowie bei 500,0 Mio € im Jahr 2019. Zum 31. Dezember 2015 bestanden neben den erwähnten Finanzierungsformen zusätzlich bilaterale Kreditlinien mit verschiedenen Kreditinstituten in Höhe von 2.005,1 Mio €. Neben Finanzierungsleasing gehören aktuell andere Instrumente wie Forderungsverkäufe und Commercial Paper-Programme zu den Finanzierungsinstrumenten des Konzerns. LaufzeitenprofilContinental strebt grundsätzlich ein ausgewogenes Laufzeitenprofil ihrer Fälligkeiten an, um die im jeweiligen Jahr fällig werdenden Beträge möglichst aus dem Free Cashflow tilgen zu können. In den Jahren 2016 und 2017 stehen neben den kurzfristigen Fälligkeiten, die in aller Regel in das nächste Jahr weitergerollt werden, die Fälligkeit des Festdarlehens über aktuell 350,0 Mio € sowie die Rückzahlung der im März 2017 fälligen Anleihe über 750,0 Mio € an. Aufgrund der soliden Finanzierungssituation des Unternehmens gehen wir aktuell davon aus, das Festdarlehen nicht zu verlängern. Continental-Kreditrating weiter verbessertContinental wurde im Berichtszeitraum von den drei Ratingagenturen Standard & Poor's (S&P), Fitch und Moody's eingestuft. Auch nach Abschluss des Kaufs von Veyance Technologies am 30. Januar und von Elektrobit Automotive am 1. Juli 2015 bestätigten alle drei Agenturen das Kreditrating der Continental AG im Investment Grade-Bereich. Grund hierfür ist die weiterhin sehr gute operative Entwicklung des Unternehmens. Die Ratingagentur Moody's hob das Rating für Continental aufgrund der soliden Geschäftsentwicklung am 30. Juni 2015 auf Baa1 an. Zuvor hatte S&P am 20. Mai 2015 das Rating für Continental mit BBB bestätigt, den Ausblick aber von stabil auf positiv angehoben. Kreditrating von Continentalscroll
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Vertragsverhältnis seit 19. Mai 2000. Forschung und EntwicklungSchwerpunkte unserer Forschung und Entwicklung sind die Themen Sicherheit im Straßenverkehr, saubere Luft sowie mehr Komfort und Fahrfreude.Schwerpunkte unserer Forschung und Entwicklung (F&E) im Berichtsjahr waren Produkte rund um die Themen Sicherheit im Straßenverkehr, saubere Luft sowie mehr Komfort und Fahrfreude. Hierfür entwickeln wir weltweit Lösungen. Vom rein mechanischen Produkt entwickelt sich das Auto im Laufe der Zeit zu einem rollenden Computer. Mehr als 170 Sensoren, ca. 90 elektronische Steuereinheiten und über 150 Aktuatoren sind in modernen Fahrzeugen verbaut. Die Automobilindustrie vernetzt sich sowohl mit dem, als auch über das Internet und kann so über das eigentliche Fahren hinaus neue digitale Dienstleistungen rund um die Mobilität anbieten. Früher agierten elektronische Systeme, Sensoren und Aktuatoren getrennt voneinander und waren jeweils für eine Funktion zuständig. Heute arbeiten sie in einem Netzwerk zusammen. Künftig werden Fahrzeuge dadurch erheblich leistungsfähiger. Sie werden in der Lage sein, miteinander über Netzwerke zu kommunizieren. So entsteht ein lernendes Komplettsystem, das wegweisend sein wird für vorausschauendes Fahren und maximale Fahrsicherheit. Kosten für Forschung und Entwicklung erneut gestiegenDer Aufwand für F&E des Konzerns stieg im Berichtsjahr um 14,6 % auf 2.449,6 Mio €. Dies entspricht einer Forschungs- und Entwicklungsquote von 6,2 %. Bezogen auf das Automotive-Geschäft, in dem wir im Berichtsjahr 23,6 Mrd € Umsatz erzielt haben, beträgt die Quote 8,9 %. Im Vergleich dazu beträgt die Investitionsquote des Konzerns 5,6 %. Sensoren - Datensammler für mehr SicherheitSensoren erfassen im Fahrzeug dessen Umfeld und reagieren darauf. Bei Continental geschieht dies nach dem Ablaufmuster "Sense-Plan-Act" (Situation erfassen, Reaktion vorbereiten, agieren). Das Fahrzeug erhält durch Sensoren analog zum Menschen Fähigkeiten zur Datenaufnahme, Datenverarbeitung und zum Informationsaustausch. Fahrzeuge sammeln während der Fahrt durch Sensorik zahlreiche Informationen über sich verändernde Ereignisse wie Staus, Unfälle, Ampelschaltungen, Warnbeschilderungen oder den Fahrbahnzustand. Sensorik und Vernetzung machen das Auto zukünftig zum Teil des Internets. Die sensorische Sensibilität beginnt schon im Reifen. In Zukunft werden wir in die Reifen Sensoren einbauen, mit denen das Fahrzeug die Beschaffenheit der Fahrbahn unmittelbar ertasten kann. So werden die Reifen zu einem wichtigen Teil unseres Sensornetzwerks im Auto. Damit ergänzen wir unser lernendes Komplettsystem für das vorausschauende Fahren. Denn je mehr ein Fahrzeug über die vor ihm liegende Strecke weiß, desto besser kann es seine Funktionen darauf einstellen. Road Database - die StraßendatenbankVernetzte Fahrzeuge können die über Sensoren generierten Informationen entweder über Verkehrsgroßrechner (Backend) oder direkt an andere Verkehrsteilnehmer weitergeben. Aus dieser Datensammlung entsteht ein aktuelles und hochgenaues Bild des Straßennetzwerks und Verkehrsflusses. Mit der Road Database präsentierten wir im Berichtsjahr eine Technologie, um Fahrerassistenzsysteme mit hochpräzisen Streckeninformationen zu versorgen. Die Road Database sammelt dafür Informationen von verschiedenen Fahrzeugsensoren und setzt diese zu einem maschinenlesbaren Bild der Straße zusammen. Der bisher verfolgte Ansatz, hochpräzise Karten allein durch Vermessung und Datenerfassung zu erstellen, ist sehr aufwändig, teuer und zeitintensiv. Darüber hinaus entsteht das Problem, dass die erfassten Straßeninformationen oft nicht aktuell genug sind. Mit der Road Database können Assistenzsysteme vorausschauender arbeiten und dadurch das Fahren komfortabler und sicherer machen. Je mehr Fahrzeuge und Hersteller das System nutzen, umso präziser und zeitnaher werden die zur Verfügung gestellten Informationen. Das System ist je nach Einsatzzweck als Ergänzung oder Alternative zu konventionellen digitalen Straßenkarten nutzbar. scroll
![]() Elektronischer Horizont lernt während der FahrtDie Road Database versorgt Fahrerassistenzsysteme mit einer Fülle von Daten. Ein Beispiel dafür ist der elektronische Horizont, eHorizon. Seit 2012 ist er in seiner statischen Variante in Lkw in Verwendung. Dort nutzt er Informationen zum Höhenprofil der Strecke, um Getriebe und Antrieb effizient einzustellen. So können über 1.500 l Kraftstoffeinsparung pro Lkw und Jahr erreicht werden. Es gibt Situationen, beispielsweise ein Unfall hinter der nächsten Kurve, die nicht früh genug vom menschlichen Auge oder den Fahrzeugsensoren entdeckt werden können. Mit dem dynamischen eHorizon erlebt der Fahrer, wie ihm von anderen Fahrzeugen gesammelte Informationen einen Blick "um die Ecke" ermöglichen. Der Fahrer wird so bereits vor Gefahren gewarnt, bevor er die Situation selbst erfassen kann. Mit dem dynamischen eHorizon lernt ein Fahrzeug künftig während der Fahrt ständig dazu. Dafür benötigt unser System einerseits deutlich weniger Datenaufwand als herkömmliche Navigationssysteme, andererseits liefert es umfangreiche aktuelle Informationen. Der Fahrer wird frühzeitig gewarnt, ggf. erfolgt eine Anpassung des Fahrstils, der Verkehrsfluss insgesamt wird sicherer und effizienter. Z. B. wird die Routenführung individuell an die aktuelle Lage angepasst. Darüber hinaus bietet der dynamische eHorizon die Verknüpfung mit mobilen, smarten Kommunikationsgeräten. Er unterstützt damit die nahtlose Vernetzung der Fahrzeuginsassen mit deren digitalen Lebenswelten und den künftig nutzbaren digitalen Servicediensten. Mildhybridsystem für weniger KraftstoffverbrauchEin weiterer Schwerpunkt unserer Entwicklungsarbeit ist die Effizienzsteigerung. Um den strenger werdenden Abgasvorgaben nachzukommen, hat Continental ein Mildhybridsystem mit 48-Volt-Bordnetz entwickelt. Dabei entlastet ein kleiner Elektromotor den Benzin- oder Dieselmotor in verschiedenen Fahrsituationen. Das Mildhybridsystem mit 48-Volt-Bordnetz verbraucht ein Fünftel weniger Treibstoff, ist relativ kostengünstig und kann in allen Fahrzeugklassen eingesetzt werden. Die Serienproduktion in Europa, Asien und den USA startet im Jahr 2016. Die Vernetzung des 48-Volt-Systems mit dem dynamischen eHorizon, der auch auf Informationen aus der Cloud zurückgreift, ermöglicht ein erhebliches Einsparpotenzial von Kraftstoff. Aufgrund dynamischer Daten wie Ampelphasen oder variabler Geschwindigkeitsbegrenzungen können wir das Energiemanagement unter Antizipation von Ereignissen vor dem Fahrzeug anpassen. Somit werden noch effizientere Fahrstrategien mit einer optimalen Kombination von Engine-off-Coasting (das sogenannte Segeln bei abgeschaltetem Motor) und regenerativem Bremsen ermöglicht. Das vernetzte Energiemanagement reduziert so insgesamt den Kraftstoffverbrauch um zusätzliche 2 % bis 3 %. Kamera-Monitor-System statt Außen- und InnenspiegelKameratechnologien halten immer stärker Einzug in die unterschiedlichsten Fahrzeugklassen. Mitte Juli 2015 präsentierten wir erstmals einen Versuchsträger mit Kamera-Monitor-System, das die Außen- und den Innenspiegel eines Pkw ersetzt. Im Versuchsträger sind drei Kameras eingebaut, die technisch Surround View-Kameras entsprechen, jedoch über einen anderen Öffnungswinkel verfügen. Anstelle der bisherigen Rückspiegel zeigen Monitore mit organischen Leuchtdioden dem Fahrer in den jeweils gewohnten Blickrichtungen das Geschehen im rückwärtigen und seitlichen Fahrzeugumfeld. Vorteile neben einem größeren Sichtfeld sind Verkehrssituationserkennung mit Fahrerassistenzfunktionen, wesentlich geringere Verschmutzungsempfindlichkeit, bessere Sicht bei Dämmerung und Nässe, weniger Verbrauch sowie reduzierte Windgeräusche. Kleinere und leichtere Spikes für mehr Grip und weniger AbriebMehrere Granitplatten müssen 400 Mal vom bespikten Reifen mit 100 km/h überrollt werden. Vor und nach den Überfahrten werden die Platten gewogen und so der Abrieb ermittelt. Liegen die Werte in den vorgeschriebenen Grenzen, erhält der Reifen in Skandinavien seine Zulassung. Die Gesetzgeber wollen so verhindern, dass Spikes einen zu hohen Abnutzungseffekt auf die Straßen haben. Gemeinsam mit der Universität Karlsruhe (KIT) haben wir eine Testmethode entwickelt und Spikeversuche durchgeführt. Bei diesen Tests stellten die Wissenschaftler fest, dass kleinere und leichtere Spikes deutlich weniger Abrieb verursachen als Modelle mit größerem Gewicht. Daher hat Continental eine neuartige, besonders leichte Spikeversion für den IceContact 2 entwickelt, der in Skandinavien, den baltischen Ländern und Russland im Handel ist. Die neuartigen Spikes sind 25 % leichter als die des Vorgängermodells. Damit können abhängig von der Reifengröße rund 50 % mehr Spikes an einem Reifen angebracht werden, was die Traktions- und Bremsleistung des Reifens auf Eis steigert, ohne dass sich der Abrieb der Straßenoberfläche erhöht. Ein weiterer Effekt der neuen Spikes ist das geringere Abrollgeräusch der Reifen. Besonders große Fortschritte haben wir zudem bei der Spikefestigkeit gemacht. Die neuen Spikes vom IceContact 2 werden mit einer speziellen Beschichtung (Coating) versehen, von speziell dafür entwickelten Robotern in den Reifen eingebracht und in einem zusätzlichen Einheizschritt so fest mit dem Gummi des Laufstreifens verbunden (StudOn-Retention-Technologie), dass sie rund 400 % mehr Haftkraft aufbringen, als dies bei den herkömmlichen Verfahren möglich ist. Continental setzt diese patentierte Technologie als erster Reifenhersteller weltweit mit dem Ergebnis ein, dass die Vorteile der neuen Spikes nun über die gesamte Lebensdauer der Reifen genutzt werden können. Dynactiv Power für autarke Strom- und WasserversorgungDer Mangel an Energie und Wasser kennzeichnet weite Teile unseres Planeten, sodass eine zuverlässige Energie- und Wasserversorgung nicht immer gesichert ist. Länder, deren Klima durch eine lange Trockenzeit geprägt ist, die jedoch im Jahresverlauf auch etwa drei bis fünf Monate ausreichend Niederschlag aufweisen, können ländliche Regionen und Ballungsräume nur schwer mit dem erforderlichen Maß an Wasser versorgen. Großen Flächenstaaten wie den USA, Australien, China oder Saudi-Arabien fällt dies ebenso schwer wie finanzschwachen, von internationaler Unterstützung abhängigen Ländern. Mit dem Produkt Dynactiv Power haben wir eine spezielle lichtundurchlässige Folie mit multifunktionalen Eigenschaften entwickelt. Sie verschließt zum einen große Wasserflächen komplett und schützt Wasserreservoire zuverlässig vor Schmutz und Verdunstung - bis zu 40 % mehr Brauchwasser bleibt damit erhalten. Zum anderen werden auf die Folie Photovoltaik-Module laminiert, die die Nutzung von Sonnenenergie für umliegende Haushalte oder den Betrieb von Pumpstationen möglich machen. Der Folienverbund produziert in der Spitze bis zu 500 Kilowatt Strom pro 10.000 m2 . Bei einem Reservoir mit 100.000 m2 entspricht dies der Leistung eines Kleinkraftwerks mit bis zu 5,0 Megawatt Leistung. Diese Innovation ermöglicht den Transport von Wasser über autark betriebene Pumpstationen und Becken in abgelegene Regionen. Dazu kommt die Selbstversorgung mit Sonnenenergie in Gebieten ohne nennenswerten Zugang zu anderen Energiequellen. NachhaltigkeitNachhaltiges Wirtschaften ist in unserem Wertesystem und unserer Unternehmensstrategie verankert. Das bedeutet, dass wir Verantwortung übernehmen - für unsere Mitarbeiter ebenso wie für die Umwelt und die Gesellschaft.Unser Ziel ist es, Mobilität effizienter, sicherer und nachhaltiger zu machen. Darauf richten wir unsere Technologien, Lösungen und Serviceleistungen aus. Wir schützen das Leben und die Gesundheit von Menschen, wir verbessern ihre Lebensqualität, wir treiben den Fortschritt voran. Nicht zuletzt arbeiten wir an Lösungen, die die Umwelt schonen, und fördern unsere Mitarbeiter bei ihrer individuellen Zukunftsgestaltung. Nachhaltiges Wirtschaften und gesellschaftliche Verantwortung gehören zum Wertefundament von Continental. Beides stärkt die Kultur des Füreinander und trägt zu einer zukunftsorientierten und wertebasierten Unternehmensführung bei. Als Unterzeichner des Global Compact der Vereinten Nationen setzen wir uns für dessen zehn Prinzipien auf den Gebieten Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz sowie Korruptionsbekämpfung ein. Unsere Leistungsfähigkeit richten wir sowohl nach finanziellen als auch nach nichtfinanziellen Indikatoren und Kriterien aus. Entscheidend ist, dass Nachhaltigkeitsziele und -maßnahmen Wert schaffen. Denn nur dann sind sie im Unternehmen akzeptiert und extern glaubwürdig. Mehr zum Thema der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die sich schwerpunktmäßig auf eine nachhaltige Nutzung der Umweltressourcen beziehen, finden sich auf Seite 61 ff. Details zum Thema Nachhaltigkeit sowie unser Nachhaltigkeitsbericht nach GRI-Standards (Global Reporting Initiative, GRI) können abgerufen werden unter www.continental-nachhaltigkeit.de. Der GRI-Bericht soll Transparenz schaffen und stellt deshalb neben unseren vielfältigen Aktivitäten und Leistungen auch jene Bereiche dar, in denen wir uns weiter verbessern müssen. Zur Steuerung der Nachhaltigkeitspolitik und der Unternehmensverantwortung wurde Ende 2010 ein Nachhaltigkeitsrat etabliert. Ihm gehören zwei Mitglieder des Vorstands sowie Vertreter der Bereiche Umwelt, Personal, Recht und Compliance, Konzernsicherheit und Gesundheit, Investor Relations, Konzernrevision, Konzernrechnungswesen sowie Unternehmenskommunikation an. Den Vorsitz hat Personalvorstand Dr. Ariane Reinhart. Der Nachhaltigkeitsrat tagt viermal jährlich sowie zu entsprechenden Anlässen. Der Bereich Umwelt ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Elmar Degenhart unterstellt. Zu einer sorgfältigen Unternehmensleitung und guten Corporate Governance gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit Risiken. Continental verfügt über ein konzernweites internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, mit dessen Hilfe die Risikosituation des Unternehmens analysiert und gesteuert wird. Verantwortung für ökonomischen ErfolgNachhaltiges und ökonomisches Handeln ist für Continental kein Widerspruch. Im Gegenteil: Durch das konsequente Verfolgen unserer Nachhaltigkeitsziele in den Bereichen Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft steigern wir den Unternehmenswert. Denn erst durch die Verknüpfung mit dem wirtschaftlichen Erfolg erreichen wir die interne sowie externe Akzeptanz, die ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes unternehmerisches Handeln auch langfristig möglich macht. Verantwortung für unsere MitarbeiterEs sind die Mitarbeiter, die unser Unternehmen vorantreiben und seinen Erfolg bestimmen. Ihre Kompetenz und Motivation lassen uns die Ziele erreichen, die wir uns gesteckt haben. Entsprechend wichtig und essenziell ist daher unsere Verantwortung gegenüber unseren Beschäftigten. Unsere Personalarbeit übernimmt dabei zentrale Aufgaben: Die Rekrutierung talentierter Nachwuchskräfte gehört ebenso dazu wie die Ausbildung junger Menschen in zukunftsfähigen Berufen. Zudem fördern wir unsere Mitarbeiter gezielt, unterstützen sie bei Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen und tragen Sorge für ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Verantwortung für die UmweltDer Schutz der Umwelt ist wesentlicher Bestandteil unseres Handelns, denn unternehmerisches Wachstum geht mit einer zunehmenden Rohstoffnutzung, einem höheren Energiebedarf und steigenden Emissionen einher. Deshalb haben wir bereits in den 1990er Jahren den Umweltschutz als konkretes Ziel in unseren unternehmerischen Leitlinien festgeschrieben. Heute ist das Umweltmanagement weit umfangreicher definiert und aufgestellt. Es bezieht sämtliche Wertschöpfungsstufen und die Lebenszyklen der Continental-Produkte ein. Unsere Umweltverantwortung erstreckt sich somit von der Forschung und Entwicklung und dem Einkauf von Rohstoffen und Komponenten über die Logistik und die Produktion bis zur Nutzung und Verwertung unserer Produkte. Verantwortung gegenüber der GesellschaftAls global agierendes Unternehmen übernimmt Continental weltweit gesellschaftliche Verantwortung, achtet die Gesetze und respektiert die Kultur jedes Landes. Durch Profitabilität schaffen wir die Voraussetzung für die Sicherung von Arbeitsplätzen in vielen Regionen der Welt. Zugleich wollen wir auch für die Menschen, die im Umfeld unserer Standorte leben oder arbeiten, Wert schaffen. Unsere vielfältigen Initiativen werden zumeist dezentral direkt vor Ort gesteuert. Unser freiwilliges Engagement konzentriert sich auf drei Bereiche, in denen wir uns aufgrund unseres Geschäftsmodells, unserer Herausforderungen oder unseres Selbstverständnisses positionieren und eine zukunftsorientierte Entwicklung fördern wollen: Soziales und Verkehrssicherheit, Bildung und Wissenschaft sowie Sport. MitarbeiterDie Fertigkeiten und Fähigkeiten unserer Mitarbeiter sowie ihre Leistungen sind das Fundament unseres Erfolgs. Unsere Wachstumsstrategie basiert auf Technologieführerschaft, einem steigenden Softwaregeschäft und unserer Position als wegweisender Arbeitgeber. Die Menschen bei Continental sind dafür die Garanten. Die sorgfältige Auswahl von Mitarbeitern, deren passgenaue Betrauung mit Aufgaben sowie deren berufliche und persönliche Weiterentwicklung sind Kernaufgaben des weltweiten Human Relations-Team. Personalarbeit ist damit ein wertschöpfender Teil unserer nachhaltigen Wachstumsstrategie - und Wegbereiter für unseren dauerhaften Unternehmenserfolg. Vier Werte - Basis unserer UnternehmenskulturDie Basis unserer Unternehmenskultur sind unsere vier Werte: Vertrauen, Gewinnermentalität, Freiheit und Verbundenheit. Sie bilden die Grundlage für die Art und Weise, wie wir mit unseren Kunden und Partnern umgehen sowie in unserer Organisation untereinander zusammenarbeiten, unsere Mitarbeiter führen und Interessengegensätze lösen. Wir sind überzeugt: Werte schaffen Wert. Die stetige Weiterentwicklung unserer Unternehmenskultur ist daher ein entscheidender Teil unserer Zukunftsfähigkeit und Wertschöpfung. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Mitarbeiterumfrage "Our Basics live", an der sich im Berichtsjahr weltweit mehr als 140.000 Mitarbeiter beteiligten, besondere Bedeutung. Sie belegt: Unsere Unternehmenswerte werden gelebt. Rund 80 % der Befragten - und damit rund zehn Prozentpunkte mehr als bei der vorherigen Befragung 2011 - sind stolz darauf, für Continental zu arbeiten. 85 % gaben an, die vier Unternehmenswerte voll zu unterstützen. Sie wünschen sich aber auch deren noch bessere Umsetzung im Arbeitsalltag. Als besonders wichtig wurde der Wert Vertrauen aufgefasst, gefolgt von Gewinnermentalität, Freiheit und Verbundenheit. Verbesserungsbedarf sehen die Befragten darüber hinaus bei der Weiterentwicklung der Führungskultur sowie bei Chancengleichheit und Vielfalt. Das ist für uns ein klarer Auftrag. Wir werden an unserer Führungskultur sowie an der größeren Vielfalt in unserem Unternehmen weiter arbeiten und planen für 2016 umfassende Initiativen. Dazu gehört die weltweite Umsetzung unserer neuen Entwicklungsprogramme für Führungskräfte, ebenso wie die konsequente Berücksichtigung dieser Themenfelder im Rahmen unserer Auswahl- und Besetzungsentscheidungen. Personalarbeit als WegbereiterWir sehen unsere Mitarbeiter nicht als Ressourcen. Vielmehr geht es uns um den Bezug, den wir in unserer Zusammenarbeit miteinander haben, und um die gemeinsam gelebten Werte. Die Beziehung zu unseren Mitarbeitern ist von einer ganzheitlichen Betrachtungsweise geprägt, bei der die Menschen respektiert, ihre Leistungen wertgeschätzt und ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten zur bestmöglichen Entfaltung gebracht werden. Die Personalarbeit versteht sich hierbei als strategischer Berater: Wir sind für neue Mitarbeiter Wegbereiter für einen guten Start bei Continental, begleiten die Menschen aktiv auf ihrem beruflichen Entwicklungsweg, fördern die Entfaltung ihrer Talente - und schaffen dadurch konkreten Mehrwert für die Mitarbeiter, die Kunden, das Unternehmen und die übrigen Stakeholder. Wegbereiter für neue Mitarbeiter in unser Unternehmen> Strategische PersonalplanungVor dem Hintergrund zukünftigen Wachstums und immer kürzerer Innovationszyklen müssen wir bereits heute unseren Personalbedarf von morgen erkennen und sichern. Deshalb werden die weltweiten Human Relations-Teams frühzeitig in den Produktentwicklungsprozess eingebunden und bilden einen engen Schulterschluss mit den Geschäftsbereichen. Wir setzen auf eine strategische Personalplanung. Im Jahr 2015 haben wir ein Pilotprojekt abgeschlossen, mit dem wir den Detaillierungsgrad unserer Planungen weiter erhöht und zugleich eine einheitliche und verlässlichere Basis für das Vorgehen zur strategischen und divisionsübergreifenden Personalplanung geschaffen haben. Dabei simulieren wir zum einen die voraussichtliche Entwicklung unserer heutigen Belegschaft auf Basis von Renteneintritten, Fluktuation etc. und zum anderen den steigenden Personalbedarf, den wir zur erfolgreichen Realisierung unserer Geschäftsziele benötigen. Ein Abgleich beider Entwicklungen erlaubt es uns, zukünftige Handlungsfelder sowohl quantitativer als auch qualitativer Art frühzeitig zu identifizieren, um so die erforderlichen Kompetenzen rechtzeitig aufzubauen. Kompetenzmanagement hilft beispielsweise dabei zu identifizieren, wie sich die Herausforderungen des digitalen Wandels auf die Anforderungen an den einzelnen Mitarbeiter auswirken, um im nächsten Schritt entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen vorbereitend zu initiieren. Damit verbessern wir die Transparenz und Berechenbarkeit von Personalentscheidungen und -investitionen. Wir ermöglichen so eine schnellere und passgenauere Besetzung - sei es durch Talentförderung und berufliche Weiterbildung oder durch externes Recruiting. Für die operative Umsetzung der strategischen Personalplanung haben wir mit einheitlichen Prozessen und Prinzipien für das Kompetenzmanagement 2015 einen gemeinsamen Rahmen geschaffen. > Let your ideas shape the futureContinental ist ein fortschrittlicher und attraktiver Arbeitgeber. Vor allem für Ingenieure und Facharbeiter sind wir interessant, zunehmend aber auch für IT-Experten. Diese Entwicklung begrüßen wir angesichts der zunehmenden Digitalisierung sehr und wollen unsere Attraktivität gerade für diese Berufsgruppe noch weiter steigern. Unser Ziel: Technologieführerschaft und Top-Arbeitgeber innerhalb unserer Branchen weltweit. Mit unserer Arbeitgebermarke Let your ideas shape the future sprechen wir potenzielle Bewerber an. Die Kampagne wurde 2015 weltweit ausgerollt und nutzt dabei sowohl klassische Plattformen wie Messen und Events als auch zunehmend verschiedene Social Media-Kanäle. scroll
> "Best-Fit"Im Jahr 2015 haben sich bei Continental weltweit insgesamt rund 315.000 Menschen beworben. Allein in Deutschland sind die Bewerbungen gegenüber 2014 um über 35 % auf über 100.000 gestiegen. Diese sehr hohe Zahl ist nicht nur ein herausragender Beleg für unsere Attraktivität als Arbeitgeber, sie erfordert auch ebenso effiziente wie homogene Prozesse, um in der Vielzahl an Bewerbern die zu Continental passenden zu identifizieren. Dazu wurde bereits 2014 ein international einheitliches Recruitingsystem in 18 Ländern eingeführt. Doch wir wollen im Bewerbungsprozess noch kreativer werden. Mittelfristig suchen wir bei Continental nicht jemanden für eine Stelle, sondern für einen Bewerber den richtigen Job im Unternehmen. Was zählt, ist der "Best-Fit" einer Person zu einer vakanten Position, d. h. die Passgenauigkeit von Fertigkeiten, Fähigkeiten und Werten zur Tätigkeit und zu Continental. Dazu haben wir 2015 neue Verfahren entwickelt, die uns die Kompetenzen der Bewerber aufzeigen und ihnen die Möglichkeit bieten, ihr jeweiliges persönliches Wertesystem mit unseren Unternehmenswerten abzugleichen. Wir haben ein Bewerbungsverfahren im Test, das die Bewerber neutral betrachtet, d. h. unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Alter und ähnlichen Faktoren. Mit dem Unternehmenswerte-Check wollen wir den Wandel von der Auswahl nach Formalqualifikationen hin zum "Best-Fit"-Ansatz unterstützen. Das Verfahren wird seit 2016 angeboten. > Erschließung neuer ZielgruppenIm Rahmen der "Best-Fit"-Idee konzentrieren wir uns auch auf Praktiker und Querdenker. Sie sollen die Chance erhalten, "vom Umsteiger zum Aufsteiger" zu werden. Derzeit richtet sich unser Programm vor allem an Kandidaten mit Kompetenzen in den Bereichen Software und Technik. In unsere neue Ausbildung zum Automotive Softwareentwickler ist das Konzept bereits eingeflossen. Über drei Viertel aller Ausbildungsplätze wurden mit Umsteigern besetzt - also Menschen, die aus dem Studium ausgestiegen sind und sich für eine Ausbildung bei Continental entschieden haben. Ein weiteres Augenmerk liegt auf Menschen, die als Geflüchtete in unser Land gekommen sind. Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit haben wir ein Programm erarbeitet, das Asylsuchenden nach ihrer rechtlichen Anerkennung den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtert und eine langfristige berufliche Perspektive ermöglicht. Dazu gehören talentierte und qualifizierte Menschen, deren Wissen und Engagement wir im Rahmen spezieller Auswahlverfahren prüfen. Auch hier folgen wir dem "Best-Fit"-Gedanken. Seit November 2015 steht entsprechenden Kandidaten das komplette Spektrum unseres internen Einstiegsprogramms offen: von Einstiegsqualifikationsplätzen über die Berufsausbildung bis hin zum Direkteinstieg von Fachkräften, jeweils flankiert durch begleitende Qualifizierungen. > Vielfalt und ChancengleichheitDie Erhöhung von Vielfalt ist ein Schlüsselfaktor für unseren Erfolg. Chancengleichheit und Diversität sind daher ein Schwerpunkt in unseren Personalauswahlverfahren sowie bei der Talentförderung. Wir brauchen vielfältige Ideen, wie sie von vielfältigen Mitarbeitern kommen, weil sie sich mit ihren unterschiedlichen Blickwinkeln, Eigenschaften, Erfahrungen und Kulturen aktiv in die Zukunftsgestaltung einbringen. Wir sind davon überzeugt, dass Vielfalt die Innovationskraft fördert, die wir brauchen, um unser Unternehmen dauerhaft wettbewerbsfähig und erfolgreich zu machen. Derzeit konzentrieren wir uns auf mehr Internationalität sowie auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen bei unseren Führungskräften. Aktuell stammen rund 43 % des Continental-Managements nicht aus Deutschland. Unser Frauenanteil auf der Führungsebene hat sich im Berichtsjahr weltweit erneut erhöht, von 9,7 % im Jahr 2014 auf 10,5 % im Berichtsjahr. Unser Ziel ist es, 16 % aller Führungspositionen bis zum Jahr 2020 mit Frauen zu besetzen. Über unsere Ziele für den Frauenanteil in Führungspositionen in Deutschland berichten wir nach Maßgabe des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst in der Erklärung zur Unternehmensführung (Corporate Governance-Bericht) auf Seite 17 ff. Wegbereiter für die Menschen im Unternehmen> TalentmanagementWir begleiten unsere Mitarbeiter über ihr gesamtes Berufsleben bei Continental, tragen zu ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung bei und sorgen so dafür, dass ihre individuellen Fertigkeiten und Fähigkeiten in Einklang mit ihren aktuellen und zukünftigen beruflichen Anforderungen wachsen. Dabei wollen wir kontinuierlich eine ausreichende Zahl von entsprechend qualifizierten Mitarbeitern beschäftigen, um unsere ehrgeizigen Wachstumsziele zu erreichen. Um dabei noch besser zu werden, haben wir unseren globalen Personalentwicklungskreislauf weiter verbessert und Ende 2015 um ein neues System für das Talentmanagement ergänzt. Wir entwickeln die Talente unserer Mitarbeiter und betrachten diese in einer objektiven und vergleichbaren Art. Der Fokus liegt auf Entwicklungsplänen, Erwartungen und individuellen Zielvereinbarungen. Diese liefern die Basis für die Auswahl von Entwicklungsprogrammen und die Nachfolgeplanung. Mit dem System erhöhen wir zudem die Sichtbarkeit unserer Talente im Konzern. Dadurch haben die Mitarbeiter die Chance, ihre Eignung für eine potenzielle Position systematisch zu demonstrieren und ihre Karriere gezielt voranzutreiben. Der Auslandseinsatz ist ein wichtiger Baustein für die Karriereplanung und die persönliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter. Unsere Vision ist es, dass jeder Mitarbeiter seinen persönlichen Entwicklungsplan bekommt. Im Rahmen unseres jährlichen Personalentwicklungskreislaufs überprüfen wir diesen Plan mit dem Mitarbeiter. Er beinhaltet mögliche Auslandseinsätze ebenso wie die Anschlussposition nach der Rückkehr. Bei unseren weltweiten Entsendeaktivitäten legen wir viel Wert auf das Thema Doppelkarriere. Der Weg ins Ausland wird attraktiver, wenn auch begleitende Lebenspartner ein neues Beschäftigungsverhältnis finden. Wir unterstützen daher die Partner bei der Jobsuche oder durch Jobangebote innerhalb von Continental. > Karrierestart bei Continental2015 starteten mehr als 650 junge Menschen ihre berufliche Karriere bei Continental in Deutschland. In 30 Ausbildungsberufen und 16 dualen Studiengängen an 30 Standorten bilden wir rund 2.100 Nachwuchstalente - mehr als jemals zuvor - aus und das mit einer hohen Ausbildungsqualität. Das beweisen die niedrige Abbruchquote sowie die guten Abschlussnoten, die in Deutschland bei Continental weit besser sind als der Bundesdurchschnitt. Als Technologieunternehmen haben wir im Berichtsjahr unser Ausbildungsprogramm den zukünftigen Herausforderungen entsprechend erweitert. Seit September bieten wir in Deutschland bundesweit den neuen und von uns mitgestalteten Ausbildungsgang Automotive Softwareentwickler an. Continental hat ihn gemeinsam mit den Gewerkschaften, dem Betriebsrat, den Industrie- und Handelskammern und dem Bundesinstitut für Berufsbildung entworfen. Im Zentrum dieses neuen Ausbildungsgangs stehen Analyse und Entwicklung von komplexen Programmstrukturen sowohl für Fahrzeuge als auch für die Mobilität der Zukunft insgesamt. 27 junge Menschen beginnen ihre Zukunft bei Continental als Automotive Softwareentwickler. > WeiterbildungWir bieten individuelle Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeiter und Quereinsteiger unterschiedlicher Qualifikationsstufen. Unsere Weiterbildungsprogramme entwickeln wir, entsprechend den sich verändernden Rahmenbedingungen, ständig weiter. In unseren Produktionsbereichen ergänzen wir beispielsweise Lerninhalte in Bezug auf die Digitalisierung der industriellen Produktion. Darüber hinaus fördern wir insbesondere auch im Produktionsbereich begleitendes Lernen im Arbeitsalltag. Des Weiteren wollen wir ganzheitliche Verbesserungsmöglichkeiten und eine Erweiterung der Personalentwicklungsschwerpunkte für Mitarbeiter im tariflichen Bereich im Rahmen der Fachkräfteinitiative schaffen. Dadurch kann ein wichtiger Beitrag zur mittel- und langfristigen Abdeckung des Bedarfs an qualifizierten Fachkräften durch Nutzung interner Talentpotenziale geleistet werden. Mitarbeiter erhalten auf diese Weise die Möglichkeit zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung und werden als Wissensträger an das Unternehmen gebunden. > Entwicklungsprogramme für FührungskräfteFür unsere Führungskräfte wurden 2015 konzernweit gültige Entwicklungsprogramme aufgesetzt, die auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter aller Führungsebenen abgestimmt sind. Wir fördern und fordern einen Führungsstil, der auf unseren vier Unternehmenswerten basiert und diese noch weiter im Unternehmen verankert. Außerdem unterstützen wir unsere Führungskräfte dabei, ganzheitlich zu führen, auf ihre Mitarbeiter individuell und den Gegebenheiten der Situation entsprechend einzugehen und als Vorbild zu agieren. Unser Ziel: Führungskräften soll es im Alltag gelingen, nicht nur die Köpfe, sondern auch die Herzen unserer Mitarbeiter zu erreichen. > Gesundes und sicheres ArbeitenGesundes und sicheres Arbeiten ist Teil unserer Unternehmenskultur und gehört ebenso zu unserem betrieblichen Gesundheitsmanagement wie die Erhaltung einer ausgewogenen Work-Life-Balance und der physischen sowie mentalen Fitness. Wir bieten Programme zu Steigerung der Gesundheitskompetenz und Stressvermeidung und helfen über einen externen Dienstleister bei privaten oder beruflichen Problemen. ![]() Ein ganz wesentlicher Teil unserer unternehmensinternen Gesundheitsvorsorge sind ergonomische Arbeitsplätze. Dabei berücksichtigen wir die sich im Laufe der Lebensjahre verändernden Anforderungen unserer Belegschaft an ihre Arbeitsplätze. Wir rüsten diese so aus, dass die persönliche Leistungsfähigkeit dauerhaft erhalten bleibt. Derzeit sind 42 % aller Arbeitsplätze in unseren Fertigungshallen in Deutschland altersunabhängig gestaltet, bis 2020 sollen es die Hälfte sein. Mit diesen Maßnahmen tragen wir einen maßgeblichen Teil zur Wertschöpfung bei. Wir reduzieren die Fehlzeiten unserer Belegschaft, damit unsere Kosten und tragen so nachhaltig zum Unternehmenserfolg bei. > Leistungsgerechte Vergütung und betriebliche AltersvorsorgeMit unserem Vergütungssystem wollen wir den Einsatz und die Leistungsstärke eines jeden Mitarbeiters für das Unternehmen individuell honorieren. Variable Vergütungsbestandteile (sogenannte Short Term Incentives), die den jeweiligen Erfolgsbeitrag widerspiegeln, haben an Bedeutung gewonnen:
Continental unterstützt die Mitarbeiter über das aktive Berufsleben hinaus. Durch Altersvorsorgeangebote bieten wir unseren Beschäftigten auch nach ihrem altersbedingten Ausscheiden Sicherheit an. Während ihrer aktiven Zeit fördern wir die Eigenbeteiligung an der Altersvorsorge durch Zuschüsse und Entgeltumwandlungsprogramme. Unsere Personalarbeit ist Wegbereiter in mehrfacher Hinsicht: für den Unternehmenserfolg, für die Menschen in unserer Organisation und für jene, die zu uns stoßen. Denn "Future in Motion" heißt für uns: Wir helfen den Menschen, ihre Ziele zu erreichen - auf den Straßen der Welt durch individuelle Mobilität und im Beruf durch das volle Entwickeln und Entfalten ihres Potenzials an Fähigkeiten und Fertigkeiten für größtmögliche Wertschöpfung. UmweltNachhaltiges Wirtschaften ist fester Bestandteil unseres unternehmerischen Handelns. Unser Ziel ist es, den Ressourcenverbrauch zu minimieren und die Umweltbelastungen zu reduzieren. In diesem Sinn haben wir in den 1990er Jahren ein konzernweites Umweltmanagementsystem eingeführt. Dieses führen wir heute schrittweise mit unserem Energiemanagement zusammen und generieren so maximale Synergien im Bereich der Ressourceneffizienz. Die Strategie des gesamten Unternehmens sowie unsere Umweltstrategie richten sich an globalen Megatrends aus. Dabei fließen die Umweltaspekte der gesamten Wertschöpfungskette ebenso ein wie die kompletten Lebenszyklen unserer Produkte - und sind mit klaren Zielvorgaben hinterlegt. In allen Unternehmensbereichen und auf allen Wertschöpfungsstufen sind wir uns stets unserer Umweltverantwortung bewusst und arbeiten daran, den Einsatz von Rohstoffen zu optimieren und unsere Geschäftstätigkeit so effizient wie möglich zu gestalten. Diesen Ansatz verfolgen wir von der Forschung und Entwicklung über den Einkauf, die Logistik, die Produktion und den Vertrieb bis hin zur Nutzung und finalen Verwertung unserer Produkte. Damit tragen wir wesentlich zum Schutz der Umwelt bei. Umweltstrategie unterstützt GeschäftUnsere Umweltstrategie leistet aber noch mehr: Sie unterstützt unsere Geschäftstätigkeit maßgeblich. Negative Umweltauswirkungen, etwa die Klimaveränderung oder die Verknappung von Rohstoffen, werden so zu Chancen für unser Unternehmen und daraus resultierende Produktinnovationen zu Wettbewerbsvorteilen. Beispiele dafür sind unser gesamtes Produktportfolio zur Reduzierung von CO2 -Emissionen sowie die Entwicklungsinitiativen zum konsequenten Leichtbau und Einsatz von Rezyklaten. Im Berichtszeitraum erwirtschaftete Continental rund 11,6 Mrd € des Konzernumsatzes mit besonders energieeffizienten Produkten oder solchen, die CO2 -Emissionen reduzieren. Das bedeutet, dass sich die klar definierten Zielvorgaben unserer Umweltstrategie nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch auszahlen. Rohstoffeinsparungen und Prozessoptimierungen reduzieren die Kosten und stärken unsere Wettbewerbsfähigkeit, indem sie - durch auf Umwelt- und Ressourcenschonung ausgerichtete Produktinnovationen - den zunehmend anspruchsvolleren Anforderungen unserer Kunden immer besser nachkommen. Umweltberichterstattung - transparent und überprüfbarMaßgabe unserer Umweltberichterstattung sind die Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI). Die Datenerhebung erfolgt auf Basis interner Richtlinien zur Umweltberichterstattung, wobei wir diese auf die spezifischen Gegebenheiten der Automotive Group und Rubber Group abstimmen. Unsere Umweltkennzahlen wurden im Rahmen einer unabhängigen betriebswirtschaftlichen Prüfung von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft überprüft. Für das Geschäftsjahr 2014 waren neben den CO2 -relevanten Indikatoren erstmals auch die Bereiche Wasser und Abfall im Prüfungsumfang enthalten. Die Indikatoren direkte CO2 -Emissionen, indirekte CO2 -Emissionen und spezifische CO2 -Emissionen (jeweils in Tonnen/bereinigter Umsatz) ermitteln wir in Anlehnung an den "Greenhouse Gas (GHG) Protocol Corporate Accounting and Reporting Standard" der Greenhouse Gas Initiative und berichten diese Daten zudem an das Carbon Disclosure Project (CDP). Das CDP ist eine Non-Profit-Organisation, die im Jahr 2000 in London gegründet wurde. Ziele des CDP sind die Veröffentlichung von Umweltdaten börsennotierter Unternehmen und die Bewertung ihrer Umweltperformance hinsichtlich CO2 -Emissionen. Tausende Unternehmen nehmen daran teil. Einmal im Jahr erhebt das CDP dazu auf freiwilliger Basis Daten und Informationen zu CO2 -Ausstoß, Klimarisiken sowie Reduktionszielen und -strategien von Unternehmen und bewertet sie auf einer 100-Punkte-Skala. Continental berichtet seit 2009 an das CDP und wurde im Berichtsjahr mit 94 von 100 Punkten bewertet. Damit haben wir uns im Vergleich zum Vorjahr um 13 Punkte verbessert und sind eines der drei besten Unternehmen des Automobilsektors in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz, in der das CDP insgesamt 350 Unternehmen aus dem Automobilsektor bewertete. Der Durchschnittswert lag im Automobilsektor bei 86 Punkten. Weitere Informationen zum Thema Umwelt sowie unser aktueller GRI-Bericht sind unter www.continental-nachhaltigkeit.de abrufbar. ![]()
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Vorläufige, hochgerechnete Werte. Kennzahlen zum Umweltschutz und Ziele für 2020Mit unserer Umweltstrategie haben wir uns ambitionierte Ziele gesetzt. Bis 2020 wollen wir - bezogen auf unser Geschäftsvolumen und das Basisjahr 2013 - in allen Continental-Werken unsere CO2 -Emissionen, den Energie- und den Wasserverbrauch sowie die Abfallerzeugung um 20 % reduzieren. Ebenso wollen wir die Abfallbilanz hinsichtlich der Verwertungsquote verbessern und die Zertifizierung nach der Umweltnorm ISO 14001 auch zur Pflicht für unsere strategischen Lieferanten machen. Um diese Ziele zu erreichen, haben wir einen umfassenden Katalog aus vielen Einzelmaßnahmen definiert. Er umfasst zahlreiche Projekte zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung, beispielsweise das Energieeffizienz-Projekt "Be Energy Efficient" (BEE), sowie organisatorische und technische Optimierungen in der Produktion. Hohe Investitionen in effiziente Energieversorgungsanlagen, etwa Blockheizkraftwerke an verschiedenen Standorten, tragen bereits jetzt zum Klimaschutz bei. Des Weiteren sollen die Wärmeführung von Anlagen und die Isolation in der Vulkanisation verbessert werden. Insgesamt wollen und werden wir mit diesen Einzelmaßnahmen in den nächsten Jahren wesentliche Fortschritte bei den Umweltkennzahlen bzw. signifikant niedrigere Umweltbelastungen erreichen. ![]()
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Vorläufige, hochgerechnete Werte. Nachhaltigkeit in der ProduktionMit einer neuen internen Auszeichnung, dem "Green Plant Label Award", will Continental die Umweltleistung der Automotive Group weiter verbessern und damit die Nachhaltigkeit in der Produktion steigern. Im Fokus steht die Ressourceneffizienz, allen voran bei Energie, Wasser und Abfall. Verliehen wird die Auszeichnung in den Kategorien Gold, Silber und Bronze, je nachdem, wie weit nachhaltige Lösungen in den einzelnen Niederlassungen bereits implementiert wurden. Sieben Pilotstandorte - in Deutschland, China, Italien, Frankreich, Rumänien und Belgien - wurden 2015 bereits bewertet. Anfang 2016 wurde das Projekt in der Automotive Group weltweit eingeführt, bis 2020 sollen alle Produktionsstandorte mindestens den Status Bronze erlangen. Nach erfolgreicher Einführung in der Automotive Group kann das interne Label auch in der Rubber Group eingesetzt werden. Leichtbaukomponenten zur Reduzierung des KraftstoffverbrauchsUnser Ziel ist es, den Verbrauch von natürlichen Rohstoffen und den Energiebedarf unserer Produkte spürbar zu reduzieren. Wir haben deshalb das Leuchtturm-Projekt "Highly Efficient CO2 " initiiert, das die Entwicklung von Leichtbaukomponenten für das Fahrzeug konsequent vorantreibt und damit sowohl den Rohstoffverbrauch in der Herstellung als auch den Kraftstoffverbrauch im Fahrzeugbetrieb deutlich verringert. Weitere Einsparungen erzielt diese Entwicklungsinitiative durch energieeffizientere Komponenten. In Kombination mit Energierückgewinnung und Effizienzmanagement wird der Kraftstoffverbrauch eines Fahrzeugs nochmals deutlich reduziert. Zehn Jahre TIPDas Tire Industry Project (TIP) in Zusammenarbeit mit dem World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) feierte 2015 sein zehnjähriges Jubiläum. Seit 2005 arbeiten elf Unternehmen - darunter Continental - im Rahmen einer freiwilligen Initiative weltweit zusammen, um gemeinsam die Herausforderungen anzugehen, die die Produktion von Reifen, ihre Nutzung im Straßenverkehr sowie die Verwertung ausgedienter Produkte mit sich bringen. Vier Themen stehen dabei im Vordergrund:
Auszeichnungen für UmweltleistungIm Oktober 2015 wurde das Continental-Werk im chinesischen Changchun mit dem "3 Star Green Building Award" prämiert. Changchun ist damit das erste Werk aus dem Automobilsektor, das diesen Award in China erhielt. Gewürdigt werden mit der Auszeichnung Industriestandorte mit hocheffizienten Lösungen in den Bereichen Energie, Wasser, Raumnutzung, Umweltcontrolling und Recycling sowie beim Landverbrauch und bei der Schaffung von Ausgleichsflächen. ![]()
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Vorläufige, hochgerechnete Werte. Bereits zum dritten Mal in Folge prämierte die Behörde der philippinischen Wirtschaftssonderzone (Philippine Economic Zone Authority, PEZA) das Continental-Werk in Calamba mit dem PEP-Award (PEZA Environmental Performance, PEP). Mit der Auszeichnung würdigt die PEZA alljährlich besondere Leistungen in den Bereichen nachhaltige Umweltverträglichkeit und innovative Systeme zur kontinuierlichen Verbesserung des Umweltmanagements. Übergeben wurde der Preis durch den Präsidenten der Republik der Philippinen. Der mexikanische Continental-Standort Tijera y Periferico in Guadalajara ist vom Automobilhersteller Fiat Chrysler Automobiles als Lieferant des Jahres in der Kategorie Nachhaltigkeit ausgezeichnet worden. Der Standort beteiligt sich an verschiedenen Umweltprogrammen und wurde mit dem Preis für sein Engagement in Sachen Wiederaufforstung, Verringerung von Negativeffekten auf die Umwelt, Minderung von Treibhausgasen und Beteiligung der Arbeitnehmer am Umweltengagement gewürdigt. Zusammenarbeit mit LieferantenIm Rahmen unserer Umweltstrategie 2020 haben wir klare Handlungsfelder hinsichtlich Klima-, Natur- und Umweltschutz sowie Gesundheit und Lebensqualität definiert. Die Anforderungen, die sich daraus für die Umsetzung im Unternehmen ergeben, werden u. a. durch das unternehmensinterne Energie- und Umweltmanagement unterstützt. Ein zentraler Aspekt ist auch die Nachhaltigkeit in der Lieferkette. Dabei steht die weiter verbesserte Vernetzung und Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten hinsichtlich innovativer Lösungen im Umwelt- und Energiemanagement im Fokus. Vor diesem Hintergrund hat Continental an den mexikanischen Standorten in Jalisco und Guanajato eine Entwicklungspartnerschaft ins Leben gerufen. Ziele sind die stärkere Sensibilisierung von Lieferanten für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen sowie ein verbessertes Umwelt- und Energiemanagement in der Zusammenarbeit mit Continental sowie bei den Lieferanten selbst. Im Rahmen des Projekts sollen zwölf Zulieferer der mexikanischen Standorte im Umwelt- und Energiemanagement geschult werden. Die Initiative ist auf zwei Jahre angelegt und soll die Vernetzung intensivieren. In sechs bis acht Lieferanten-Workshops sowie individuellen technischen Beratungen vor Ort werden den Umwelt- und Energiemanagern der teilnehmenden Unternehmen Grundlagenwissen, Erfolgsmethoden sowie technologische und organisatorische Lösungen vermittelt. ![]()
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Vorläufige, hochgerechnete Werte. Gesellschaftliche VerantwortungContinental agiert weltweit, übernimmt gesellschaftliche Verantwortung jedoch vorwiegend dezentral. Dies gilt nicht nur für die Geschäftsbereiche, sondern auch für das soziale Engagement des Konzerns, seiner Standorte sowie der Initiativen, die von engagierten Mitarbeitern des Unternehmens begründet, getragen und teilweise durch das Unternehmen unterstützt werden. Daher werden gemeinnützige Projekte, Spenden oder wohltätige Aktivitäten weitestgehend im Ermessen der dezentralen Einheiten initiiert und verantwortet. In besonderen Notsituationen unterstützt Continental zentral bei überregionalen Projekten und Herausforderungen oder bietet Hilfeleistungen für die Bewältigung internationaler Katastrophen. Hier kommt das Unternehmen als Ganzes seiner gesellschaftlichen Verantwortung nach. Schwerpunkte unseres Engagements lagen auch im Berichtsjahr in den Bereichen Soziales und Verkehrssicherheit, Bildung und Wissenschaft sowie Sport. Einige exemplarische Projekte stellen wir im Folgenden vor. Engagement für Soziales und VerkehrssicherheitVerantwortung wird bei Continental in unterschiedlicher Art und Weise gelebt. Wir unterstützen karitative Initiativen und Projekte engagierter Mitarbeiter und tragen dadurch zur Verbesserung der Lebenssituation an vielen Standorten bei. Verantwortung bedeutet für uns aber auch, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen -nicht nur durch unsere Produkte und Systeme, sondern auch durch vielfältige Projekte und Workshops. Nepal wurde Mitte April 2015 vom schwersten Erdbeben seit vielen Jahrzehnten erschüttert. Continental unterstützte schnell das Technische Hilfswerk, das im Katastrophengebiet im Einsatz war. Unsere Spende wurde für eine Trinkwasseraufbereitungsanlage genutzt. Eigene Standorte und Mitarbeiter waren von der Katastrophe nicht betroffen. Der US-Bundesstaat South Carolina wurde im Oktober 2015 von den schlimmsten Regenfällen seit Jahrhunderten heimgesucht. Während die Continental-Werke selbst nicht zu Schaden kamen, waren in der Region Sumter viele Mitarbeiter und deren Familien betroffen. Continental unterstützte das American Red Cross bei der Katastrophenhilfe. Direkte Hilfe leisteten auch die Mitarbeiter: Die Beschäftigten der Verwaltung in Fort Mill belieferten ihre Kollegen in Sumter mit 16.000 Flaschen Trinkwasser, da dort das Wasser abgekocht werden musste. Seit mehr als zwei Jahren engagieren sich Mitarbeiter des brasilianischen Continental-Werks in Camaçari im Rahmen der Initiative "Os Continentais" für kranke Kinder in Kliniken. Dreimal im Monat besuchen die Kollegen die vier großen Kliniken im Bundesstaat Bahia. Im Gepäck haben sie bunte Hüte, riesige Brillen, rote Clownsnasen und Instrumente. Mehr als 900 Kinder haben sie schon zum Lachen gebracht - mit Sketchen, Slapstickeinlagen und Theaterstücken. Sie musizieren mit den Kindern, sprechen mit ihnen über deren Ängste, nehmen sie in den Arm und geben Zuversicht. Viele Mediziner sind überzeugt, dass Lachen eine positive, der Heilung zuträgliche Wirkung hat. Das Engagement der "Os Continentais" basiert auf den Erkenntnissen des US-amerikanischen Arztes und Profi-Clowns Patch Adams, der bereits in den sechziger Jahren dafür warb, Lachen als Therapieform anzuerkennen. Mehr als 18.000 Tonnen Nahrungsmittel verteilt die Gleaners Community Food Bank im Durchschnitt jährlich an Suppenküchen, Notunterkünfte und Essenausgabestellen in den gesamten USA. Die gemeinnützige Organisation, die seit mehr als 37 Jahren in Not geratene Menschen unterstützt, braucht jeden Tag Hilfe beim Sortieren und Verpacken der gespendeten Waren. Continental-Mitarbeiter vom Standort Auburn Hills sortierten 2015 circa 4,5 Tonnen Nahrungsmittel für die Soforthilfe. Mehr als 8.000 Mahlzeiten für bedürftige Familien wurden so bereitgestellt. Die Mitarbeiter des Werks Manila auf den Philippinen spenden seit zehn Jahren Blut. Dafür wurden sie 2015 vom philippinischen Roten Kreuz ausgezeichnet. Pro Jahr spenden etwa 150 Continental-Mitarbeiter und viele ihrer Angehörigen regelmäßig Blut. Eine Spende beziehungsweise Bluteinheit entspricht 450 ml. In den vergangenen zehn Jahren haben die Werkangehörigen 1.400 dieser Einheiten gespendet. "Prinses Harte" wird vom belgischen Standort in Mechelen unterstützt. Die Initiative engagiert sich für krebskranke Kinder und versucht, ihnen mit fantasievoller Bekleidung, witzigen Pyjamas, trendigen Mützen, kuscheligen Fleecedecken, Kissen und Stoffpuppen den Krankenhausaufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Seit 2012 arbeitet Continental mit "Safe Kids China" zum Thema Fahrsicherheit für Jugendliche zusammen. Unter dem Motto "Sei ein verantwortungsbewusster junger Fahrer" wird das Bewusstsein für Verkehrssicherheit bei Jugendlichen erhöht und ein sicheres Fahrverhalten durch verschiedene Trainings und Aktionen gefördert. Im Oktober 2015 brachte Continental in Shanghai das vierte Programm zur Sicherheit junger Fahrer auf den Weg. Unterstützt wird die Aktion auch durch Volontäre der Universität Shanghai sowie die örtliche Verkehrspolizei. Engagement für Bildung und WissenschaftBildung bedeutet Zukunft - für den Menschen, für die Gesellschaft insgesamt, aber auch für jedes einzelne Unternehmen. Continental fördert die Bildung und macht nachkommende Generationen damit fit für die Welt von morgen. Im Dezember 2015 unterstützten wir die Welthungerhilfe bei ihrer Arbeit in den Flüchtlingslagern in der Türkei. Mit unserer Spende leisten wir einen Beitrag, die nur mangelhaft mögliche Schulausbildung der dortigen Kinder zu verbessern. Viele Tausend syrische Kinder, die seit mehr als vier Jahren in der Türkei mit ihren Familien in den Lagern leben, benötigen dringend Unterstützung. Damit keine verlorene Generation heranwächst, muss vor allem für Schulbildung gesorgt werden. Oft fehlt es an Fahrgeld oder Bussen zur nächstgelegenen Schule. Durch die Teilnahme am Schulunterricht können die zum Teil schwer traumatisierten Kinder wieder etwas Alltag erleben und Hoffnung für die Zukunft schöpfen. Verantwortung für die Benachteiligten der Gesellschaft zu übernehmen, ist für die Mitarbeiter des philippinischen Werks Manila eine Selbstverständlichkeit. Im Mai 2015 lud der Standort Mitarbeiter von World Vision ein. Die erfahrenen Entwicklungshelfer berichteten über ihre Arbeit und machten deutlich, dass Bildung der einzige Schlüssel ist, um aus dem verhängnisvollen Kreislauf von Hunger und Armut auszubrechen, in dem viele Kinder auf den Philippinen stecken. Zahlreiche Mitarbeiter übernahmen daraufhin Schulpatenschaften, um sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen den Schulbesuch zu ermöglichen. Continental gehört gemeinsam mit 18 weiteren Unternehmen und der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit zu den Gründungsmitgliedern der Initiative "Afrika kommt!". Ziel der Initiative, die unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck steht, ist es, junge afrikanische Führungskräfte aus Subsahara-Afrika für ein Jahr nach Deutschland einzuladen, zu fördern und mit dem Land vertraut zu machen. Gleichzeitig legt das Programm den Grundstein für eine nachhaltige Wirtschaftskooperation in Afrika mit deutschen Unternehmen. Die Teilnehmer des Projekts lernen betriebliche Strukturen deutscher Unternehmen kennen, erweitern ihre Fach- und Managementkompetenzen und erwerben kulturelle sowie sprachliche Kenntnisse. So können sie mit ihrem Wissen wichtige Kontakte zwischen Deutschland und Afrika aufbauen und nach Abschluss des Programms weiter gehende Führungsaufgaben in ihrem Heimatland übernehmen. Die Mitarbeiter im belgischen Mechelen unterstützen "De Vlaspit". Diese soziale Initiative setzt sich für Menschen ein, die Schwierigkeiten haben, in den ersten Arbeitsmarkt integriert zu werden. Ihr Ziel ist es, Langzeitarbeitslosen oder Menschen mit Handicap zu einer dauerhaften Beschäftigung zu verhelfen. Mit seiner Stiftung "Udne Ki Asha" ("Ich möchte fliegen") unterstützt ein Mitarbeiter in Bangalore, Indien, die Erziehung und Bildung benachteiligter Kinder. Die Stiftung setzt sich für die Errichtung von Entwicklungszentren in Armenvierteln ein, die den Kindern und Jugendlichen akademische Beratung, Lebenskompetenztraining, Lerndienste und Betreuung anbieten. Im ersten dieser Zentren lernen aktuell 25 Schüler im Nachmittagsunterricht Schreiben, Englisch oder Mathematik, nehmen an Wochenendaktivitäten teil und werden von zwei Vollzeitkräften und mehreren Freiwilligen betreut. Bis 2020 möchte die Stiftung insgesamt zehn Entwicklungszentren aufbauen und mit mindestens 500 Schülern arbeiten. Engagement im SportDie Sprache des Sports ist universal. Sie wird überall auf der Welt verstanden und überwindet Grenzen - sprachliche, soziale sowie staatliche. Aus diesem Grund fördert Continental bereits seit über 15 Jahren die unterschiedlichsten Projekte im Leistungs- und Breitensport. Bereits zum vierten Mal in Folge wurden unsere Mitarbeiter beim Hannover-Marathon im Juni 2015 mit dem Titel "Fortschrittlichstes Unternehmen" ausgezeichnet, den das Unternehmen mit den meisten aktiven Läufern und den meisten gelaufenen Kilometern gewinnt. 907 Beschäftigte nahmen 2015 teil und legten insgesamt mehr als 12.000 Kilometer zurück, 2.000 Kilometer mehr als im Jahr zuvor. Das Preisgeld spendete Continental an eine staatlich genehmigte Förderschule für Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten Behinderungen. Im tschechischen Otrokovice fand im August 2015 die namhafte Barum Czech Rally Zlin statt, ein Autorennen mit 45-jähriger Tradition. Continental ist mit ihrem lokalen Reifenwerk und der Marke Barum nicht nur Namensgeber für das Rennen, sondern auch langjähriger Partner dieser Veranstaltung - und Sponsor der Kampagne 2015 "Drive on Marrow", mit der neue Knochenmarkspender gefunden werden sollten. Mit Erfolg: Die tschechische Knochenmarkspenderdatei verzeichnet nun 571 neue potenzielle Spender. Wirtschaftsbericht> RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche EntwicklungDie deutsche Wirtschaft setzte im Berichtsjahr ihre Expansion fort. Sowohl der private Konsum als auch die private Investitionstätigkeit, höhere Staatsausgaben und der Außenhandel trugen dazu bei. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr nach Angaben des Statistischen Bundesamts um 1,7 % und übertraf damit die Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) aus Januar 2015 von 1,3 %. Dank des stärkeren Wachstums von Deutschland und Spanien expandierte die Eurozone 2015 nach aktueller Einschätzung des IWF mit 1,5 % ebenfalls kräftiger, als er es im Januar 2015 mit 1,2 % erwartet hatte. Unterstützend wirkte die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die im Berichtszeitraum ihren Leitzins unverändert bei 0,05 % beließ und ab März 2015 mit dem im Januar 2015 angekündigten Anleiheankaufprogramm begann. Die wirtschaftliche Aktivität der USA wurde im ersten Quartal 2015 durch den strengen Winter zu Beginn des Jahres und den Streik der Hafenarbeiter an der Westküste gebremst, gewann im weiteren Jahresverlauf aber wieder an Dynamik. Mit einem BIP-Zuwachs von 2,4 % blieb sie aber unter der IWF-Prognose vom Januar 2015 von 3,6 %. Die Verbesserung im Jahresverlauf und eine auf zuletzt 5 % gesunkene Arbeitslosenquote veranlassten im Dezember 2015 die US-amerikanische Notenbank, ihre Ende 2014 angekündigte Zinswende einzuleiten und einen ersten Zinsschritt von +25 Basispunkten durchzuführen. Die japanische Wirtschaft dürfte trotz der sehr expansiven Geldpolitik ihrer Notenbank im Jahr 2015 auf Basis aktueller Erwartungen nur um 0,6 % - wie vom IWF zu Jahresbeginn prognostiziert -gegenüber dem Vorjahr gewachsen sein. Wesentliche Ursache war die anhaltend schwache Binnennachfrage, welche die Industrieproduktion sowie den Dienstleistungssektor belastete. Zudem schwächte sich der Anstieg japanischer Exporte im Jahresverlauf trotz der Yen-Schwäche ab. Die Schwellen- und Entwicklungsländer zeigten im Berichtsjahr gemäß dem World Economic Outlook (WEO) Update des IWF von Januar 2016 ein Wachstum von 4,0 %, welches 0,6 Prozentpunkte schwächer als 2014 ausfiel. Gründe hierfür waren vor allem die Rezessionen in Brasilien und Russland mit einem BIP-Rückgang um 3,8 % bzw. 3,7 %. Wesentliche Wachstumstreiber waren wie bereits 2014 China und Indien. Während Indien mit einem BIP-Zuwachs von 7,3 % das Wachstumstempo des Vorjahres dem IWF zufolge halten konnte, schwächte sich das chinesische Wirtschaftswachstum von 7,3 % im Vorjahr auf 6,9 % im Berichtsjahr ab. Für die Weltwirtschaft hatte der IWF im Januar 2015 eine Expansion von 3,5 % für den Berichtszeitraum prognostiziert. Das geringere Wachstum in den USA und in China sowie die Rezessionen in Brasilien und Russland verlangsamten gemäß dem WEO Update des IWF vom Januar 2016 jedoch den Zuwachs der Weltwirtschaft im Jahr 2015 auf 3,1 % nach 3,4 % im Vorjahr. ![]() Quellen: IWF - World Economic Outlook Update 1/2016, Eurostat, statistische Ämter der genannten Länder, Bloomberg. Entwicklung wesentlicher AbnehmerbranchenFür Continental ist das weltweite Zuliefergeschäft mit den Herstellern von Pkw und Nutzfahrzeugen das wichtigste Marktsegment. Dieser Umsatzanteil belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 72 % (Vj. 73 %). Das zweitgrößte Marktsegment für Continental ist das weltweite Ersatzreifengeschäft für Pkw und Nutzfahrzeuge. Wegen des deutlich höheren Anteils von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen <6 t an der Fahrzeugproduktion und dem Ersatzreifengeschäft ist deren Entwicklung von besonderer Bedeutung für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Die größte Absatzregion von Continental ist weiterhin Europa mit einem Umsatzanteil von 49 % im Berichtsjahr (Vj. 53 %), gefolgt von der NAFTA-Region mit 26 % (Vj. 22 %) und Asien mit 20 % (Vj. 20 %). Entwicklung der Pkw-NeuzulassungenDie Erholung der Pkw-Nachfrage in Europa (EU28 + EFTA) setzte sich auch 2015 weiter fort. Auf Basis vorläufiger Daten des Verbands der Automobilindustrie (VDA) stiegen die Pkw-Neuzulassungen im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 9 % auf 14,2 Mio Einheiten. Von den großen Märkten zeigten dabei Spanien mit 21 % und Italien mit 15 % die höchsten Zuwächse. In Frankreich wuchs die Pkw-Nachfrage um 7 %, im Vereinigten Königreich und in Deutschland jeweils um rund 6 %. In den USA begünstigten die weiterhin niedrigen Kraftstoffpreise den Absatz von leichten Nutzfahrzeugen und Pick-ups, der gegenüber dem Vorjahr um 13 % stieg. Der Absatz von Pkw ging dagegen um 2 % zurück. Mit einer Steigerung der Neuzulassungen um 951.000 Einheiten ergab sich für 2015 ein Zuwachs von insgesamt 6 % auf 17,39 Mio Einheiten. Damit wurde zugleich der bisherige Rekordwert des Jahres 2000 von 17,35 Mio Einheiten übertroffen. In Japan zeigte sich im ersten Quartal 2015 wie erwartet ein deutlicher Rückgang der Pkw-Nachfrage gegenüber dem Vorjahreswert, der aufgrund steuerlich bedingter Vorzieheffekte außerordentlich hoch ausfiel. Im weiteren Jahresverlauf flachte die Nachfrage weiter ab; das Volumen der Neuzulassungen bewegte sich unter dem Niveau der jeweiligen Vorjahresquartale. Als Folge lagen im Berichtszeitraum die Pkw-Neuzulassungen insgesamt um 10 % unter ihrem Vorjahreswert. In China nahm 2015 der Zuwachs der Pkw-Neuzulassungen nach 11 % im ersten Quartal auf 2 % im zweiten Quartal und 0,1 % im dritten Quartal deutlich ab. Im vierten Quartal bewirkte die Halbierung der Verkaufssteuer für den Kauf von Pkw mit einem Hubraum von bis zu 1,6 l einen sprunghaften Anstieg der Pkw-Nachfrage um 20 %. Insgesamt stiegen die Pkw-Neuzulassungen in China im Berichtszeitraum um rund 9 %. Indien verzeichnete 2015 infolge des wirtschaftlichen Aufschwungs einen Anstieg der Pkw-Nachfrage um knapp 8 %. Auf Quartalsbasis zeigte sich ein Zuwachs von 5 % im ersten, 6 % im zweiten und dritten sowie 15 % im vierten Quartal. In Brasilien und Russland brach 2015 die Pkw-Nachfrage aufgrund der rückläufigen wirtschaftlichen Aktivität drastisch ein. Brasilien verzeichnete im Berichtszeitraum einen Absatzrückgang um 26 % und Russland um 36 %. Weltweit stiegen die Pkw-Neuzulassungen im Berichtszeitraum insbesondere dank der starken Nachfrage in China, Europa und den USA nach vorläufigen Daten um knapp 2 % auf 87,0 Mio Einheiten. Entwicklung der Produktion von Pkw und leichten NutzfahrzeugenIn Europa konnte der Anstieg der Pkw-Nachfrage in Westeuropa und den wichtigsten Exportmärkten USA und China den starken Nachfragerückgang in Russland und anderen Ländern Osteuropas im Jahr 2015 überkompensieren. Die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen <6 t nahm infolgedessen nach vorläufigen Daten im Berichtsjahr um 4 % gegenüber dem Vorjahr zu. In der NAFTA-Region wurde im Berichtsjahr die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen durch den strengen Winter in den USA und Kanada zu Jahresbeginn nur wenig gebremst und stieg im Jahresverlauf wieder an. Dank der gestiegenen Nachfrage wuchs 2015 die Fertigung gegenüber dem Vorjahr auf Basis vorläufiger Zahlen um 3 %. In Asien legte 2015 die Fertigung von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen auf Basis vorläufiger Daten um 1 % gegenüber dem Vorjahr zu. Wesentliche Ursache für das vergleichsweise geringe Wachstum war der Rückgang der Produktion in Japan und Indonesien. Neuzulassungen/Verkäufe von Pkwscroll
Quellen: VDA (Länder/Regionen) und Renault (weltweit). Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugenscroll
Quellen: IHS Inc., vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.
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West-, Zentral- und Osteuropa inkl. Russland
und Türkei. Dagegen erhöhte sich im Berichtsjahr die Produktion in China und Indien infolge der gestiegenen lokalen Nachfrage. Die Dynamik in China nahm dabei in den ersten neun Monaten 2015 deutlich ab - im dritten Quartal 2015 lag das Produktionsvolumen aufgrund des Abbaus von Lagerbeständen 8 % unter dem Vorjahreswert. Erst im vierten Quartal sorgten steuerliche Anreize für eine deutliche Zunahme der Nachfrage und eine spürbare Produktionsbelebung. In Südamerika führte der Einbruch der Nachfrage im Berichtszeitraum zu einem deutlichen Rückgang der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Nach vorläufigen Daten sank das Produktionsvolumen 2015 um 21 %. Die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen stieg 2015 auf Basis vorläufiger Zahlen um 1 % gegenüber dem Vorjahr. Entwicklung der Produktion von mittelschweren und schweren NutzfahrzeugenDie Produktion von Nutzfahrzeugen >6 t lag 2015 in Europa nach vorläufigen Daten um 5 % über dem Vorjahreswert. Dabei sank die Produktion in Osteuropa, insbesondere in Russland, während sie in Westeuropa aufgrund der wirtschaftlichen Belebung spürbar ausgeweitet wurde. In der NAFTA-Region ließ die Wachstumsdynamik der Nutzfahrzeugproduktion im zweiten Quartal 2015 infolge hoher Vorjahreswerte nach. Die Produktion nahm im dritten Quartal wieder zu, bevor sie im vierten Quartal 2015 deutlich nachließ und unter ihren Vergleichswert des Vorjahres sank. Die Produktionsausweitung im gesamten Berichtszeitraum fiel mit einem Zuwachs von 7 % auf Basis vorläufiger Zahlen erfreulich aus, lag aber erheblich unter dem Zuwachs des Vorjahres von 18 %. Für Asien ergab sich 2015 ein Rückgang der Nutzfahrzeugproduktion gemäß vorläufigen Daten um 15 %. China verzeichnete wegen der Abschwächung des Wirtschaftswachstums deutlich niedrigere Produktionsvolumina, die nur zum Teil durch Fertigungszuwächse in Indien und Japan kompensiert wurden. In Südamerika bewirkte die Rezession in Brasilien und anderen Ländern einen Einbruch der Nutzfahrzeugproduktion nach vorläufigen Zahlen um 45 % im Berichtsjahr. Die globale Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen sank 2015 aufgrund des Fertigungsrückgangs in Südamerika und Asien nach vorläufigen Daten um 9 %. Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für Pkw und leichte NutzfahrzeugeNachdem in Europa unter anderem der vergleichsweise warme Winter im ersten Quartal 2015 nur für einen verhaltenen Absatz von Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge <6 t gesorgt hatte, belebte sich die Nachfrage im zweiten Quartal in Westeuropa. Im dritten Quartal ließ sie wegen des schwachen Verkaufsstarts in die Winterreifensaison wieder nach, belebte sich aber erneut im vierten Quartal. In Osteuropa, vor allem in Russland, blieb sie 2015 unter den Vorjahreswerten. Nach vorläufigen Daten lag in Europa insgesamt der Absatz von Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge im Berichtszeitraum auf Vorjahresniveau. Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugenscroll
Quellen: IHS Inc., vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.
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West-, Zentral- und Osteuropa inkl. Russland
und Türkei. Absatz im Ersatzreifengeschäft für Pkw und leichte Nutzfahrzeugescroll
Quellen: LMC International Ltd., vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen. In der NAFTA-Region sank der Ersatzreifenabsatz für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge infolge der Verhängung von Importzöllen für Reifenimporte aus China in die USA im ersten Quartal 2015. Im weiteren Jahresverlauf wurden chinesische Importe durch Importe aus Thailand und Indonesien sowie eine Ausweitung der lokalen Produktion ersetzt, wodurch sich die Situation normalisierte. Auf Basis vorläufiger Zahlen wurde 2015 das Absatzvolumen des Vorjahres um rund 1 % übertroffen. In Asien ergab sich für den Berichtszeitraum gemäß vorläufigen Zahlen eine weiter steigende Nachfrage nach Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge um 4 %. In China, dem wichtigsten asiatischen Markt, wuchs der Absatz 2015 nach vorläufigen Daten um 8 %. Auch Indien und Indonesien verzeichneten 2015 einen Absatzanstieg, dagegen war der Reifenbedarf in Japan und Südkorea leicht rückläufig. In Südamerika wirkte sich 2015 die deutlich rückläufige Entwicklung der Neuzulassungen und der Produktionsvolumina noch nicht negativ auf das Ersatzreifengeschäft für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge aus. In Brasilien und Venezuela zeigte sich zwar ein geringerer Bedarf, welcher aber durch Zuwächse in anderen Ländern kompensiert wurde. Insgesamt stagnierte im Berichtszeitraum nach vorläufigen Zahlen die Nachfrage nach Ersatzreifen. Weltweit erhöhte sich 2015 der Ersatzreifenabsatz für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge nach vorläufigen Daten um etwa 2 %. Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für mittelschwere und schwere NutzfahrzeugeIn den verschiedenen Regionen Europas spiegelte sich im Berichtszeitraum die jeweilige wirtschaftliche Entwicklung in der Nachfrage nach Ersatzreifen für Nutzfahrzeuge >6 t wider. Während sie in Russland und anderen Ländern Osteuropas spürbar zurückging, nahm sie in Westeuropa leicht zu. Für Europa insgesamt stagnierte der Absatz nach vorläufigen Zahlen auf dem vergleichsweise hohen Vorjahresniveau. In der NAFTA-Region, unserem anderen Kernmarkt für Nutzfahrzeugersatzreifen neben Europa, wuchs die Nachfrage im Berichtszeitraum nach vorläufigen Daten um 3 %. In Asien folgte der Ersatzreifenbedarf für Nutzfahrzeuge >6 t weitgehend der wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Länder. Der rückläufige Bedarf in China wurde durch Nachfragezuwächse in Indien und den ASEAN-Staaten ausgeglichen. In Asien insgesamt lag die Ersatzreifennachfrage für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge auf Basis vorläufiger Zahlen im Jahr 2015 nur geringfügig über dem Vorjahresniveau. Ähnlich wie in Russland ging auch in Südamerika im Berichtszeitraum der Nutzfahrzeugersatzreifenbedarf aufgrund der gesunkenen wirtschaftlichen Aktivität um rund 6 % zurück. Der weltweite Absatz von Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge lag im Berichtsjahr gemäß vorläufigen Daten knapp über dem bisherigen Rekordwert des Vorjahres. Absatz im Ersatzreifengeschäft für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeugescroll
Quellen: LMC International Ltd., vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen. Entwicklung der RohstoffmärkteZur Herstellung unserer Produkte für die Automobilindustrie wird eine Vielzahl verschiedener Elektronik-, Elektromechanik- und Mechanikkomponenten verwendet. Verschiedene Rohstoffe wie Stahl, Aluminium, Kupfer, Edelmetalle und Kunststoffe sind für diese Komponenten wichtige Vormaterialien. Deren Preisentwicklung beeinflusst unsere Kosten in der Regel indirekt über Kostenveränderungen bei unseren Zulieferbetrieben. Je nach Vertragsgestaltung werden diese zeitversetzt an uns weitergegeben oder bei anstehenden Vertragsverhandlungen neu festgesetzt. Kohlenstoffstahl und Edelstahl sind die Vormaterialien vieler von Continental verwendeter mechanischer Komponenten wie Stanz-, Dreh-, Zieh- und Druckgussteile. Bei Kohlenstoffstahl führten im Berichtsjahr ein hohes Angebot und stark rückläufige Kosten für Eisenerz und Kokskohle zu einem erneuten Preisrückgang von über 10 % im Jahresdurchschnitt. Edelstahl blieb 2015 mit knapp 3 % Preisrückgang im Jahresdurchschnitt vergleichsweise stabil, obwohl hier der Preis für den wichtigen Legierungsstoff Nickel auf Euro-Basis rund 16 % im Jahresdurchschnitt nachgab. Aluminium wird von Continental vor allem für Druckguss-, Stanz- und Biegeteile verwendet, während Kupfer insbesondere bei Elektromotoren und mechatronischen Bauteilen zum Einsatz kommt. Die schwächere Entwicklung der Weltwirtschaft sorgte im Berichtsjahr für ein Überangebot an Kupfer und Aluminium, wodurch sich der Anfang 2011 begonnene Preisrückgang fortsetzte. Die Notierung für Kupfer ermäßigte sich 2015 im Jahresdurchschnitt auf US-Dollar-Basis um über 19 % im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt. Der Preis für Aluminium sank 2015 auf US-Dollar-Basis um rund 11 % im Jahresdurchschnitt. Auf Euro-Basis zeigte sich allerdings ein anderes Bild, da hier die deutliche Abschwächung des Euro gegenläufig wirkte. Im Berichtsjahr ermäßigte sich der Kupferpreis im Jahresdurchschnitt auf Euro-Basis nur um knapp 4 %, der Preis für Aluminium legte dagegen um 6 % zu. Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin und Palladium verwenden sowohl unsere Zulieferer als auch wir für die Beschichtung unterschiedlicher Bauteile. Im Vergleich der US-Dollar-Durchschnittspreise pro Troy-Unze des Jahres 2015 mit 2014 verbilligten sich die Preise von Platin um 24 %, von Silber um 18 %, von Palladium um 14 % und von Gold um 8 %. Auf Euro-Basis hingegen ermäßigten sich die Notierungen von Platin um 9 % und von Silber nur um 1 %, während sich die Preise von Palladium um 3 % und von Gold um 10 % verteuerten. Verschiedene Kunststoffgranulate, sogenannte Resins, werden von unseren Zulieferern und von uns vor allem für die Herstellung von Gehäuseteilen benötigt. Während des Berichtsjahres sanken die Preise für Kunststoffgranulate infolge des andauernden Ölpreisverfalls auf US-Dollar-Basis im Jahresdurchschnitt um bis zu 20 %. Auf Euro-Basis blieb ein Preisrückgang um bis zu 4 %. Für die Herstellung von Reifen und technischen Gummiprodukten in der Rubber Group verwendet Continental verschiedene Natur- und Synthesekautschuke. Außerdem werden in größerem Umfang Ruß als Füllstoff sowie Stahlcord und Nyloncord als Festigkeitsträger eingesetzt. Aufgrund der großen Mengen und des direkten Bezugs der Rohstoffe hat deren Preisentwicklung einen erheblichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der Divisionen der Rubber Group, insbesondere der Division Reifen. Der Preis für Rohöl - der wichtigste Ausgangsgrundstoff für Synthesekautschukvormaterialien wie Butadien und Styrol, aber auch für Ruß und diverse andere Chemikalien - stabilisierte sich im ersten Quartal 2015 um die Marke von 50 US-Dollar pro Barrel. Er kletterte im zweiten Quartal wieder auf Notierungen über 60 US-Dollar, bevor er bis zum Jahresende 2015 infolge der ungedrosselten Produktion großer ölexportierender Länder auf unter 40 US-Dollar pro Barrel abrutschte. Im Jahresdurchschnitt halbierte sich der Preis für Rohöl auf US-Dollar-Basis nahezu gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt. Auf Euro-Basis sank er um rund 36 % auf einen Jahresdurchschnitt von 47 € pro Barrel. ![]() Quellen: Kohlenstoffstahl: Warmbreitband Europa von The Steel Index Ltd. (€/metrische Tonne, mt). Edelstahl: Edelstahlband 2mm 304 CR Europa von Metal Bulletin (€/mt). Kupfer, Aluminium: Rollierende Drei-Monatskontrakte der London Metal Exchange (US-Dollar/mt). ![]() Quellen: Naturkautschuk TSR 20, RSS 3: rollierende Einmonatskontrakte der Börse Singapur (US-Dollar-Cent/kg). Brent-Rohöl: Europa Brent Forties Oseberg Ekofisk-Preis von Bloomberg (US-Dollar/barrel). Butadien, Styrol: Südkorea-Exportpreis (FOB) von PolymerUpdate.com (US-Dollar/mt). Aufgrund des deutlichen Ölpreisverfalls verbilligte sich 2015 auch der Preis von Butadien, dem wichtigsten Vormaterial für Synthesekautschuk, auf US-Dollar-Basis um 31 % im Jahresdurchschnitt im Vergleich zum Vorjahreswert. Auf Euro-Basis ermäßigte sich Butadien im Jahresdurchschnitt um rund 17 %. Der Preis von Styrol, einem anderen Vormaterial für Synthesekautschuk, entwickelte sich im Berichtsjahr fast analog zum Preis von Butadien und reduzierte sich im Jahresdurchschnitt um 29 % auf US-Dollar-Basis bzw. 14 % auf Euro-Basis. Die Verbilligung der Synthesekautschuke sorgte im Berichtsjahr auch für entsprechenden Druck auf die Preise für Naturkautschuke. Nachdem sich die Preise im ersten Halbjahr 2015 etwas von dem Rückgang des Vorjahres erholt hatten, gaben sie während des zweiten Halbjahres erneut spürbar nach und markierten am Jahresende auf US-Dollar-Basis ein neues Siebenjahrestief. Im Jahresdurchschnitt sanken die US-Dollar-Preise für Naturkautschuk TSR 20 und Naturkautschukfelle (Ribbed Smoked Sheets, RSS) im Berichtsjahr um rund 20 % gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt. Auf Euro-Basis zeigte sich dagegen nur ein moderater Rückgang um 4 %. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
![]() ![]() Ertragslage
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Umsatzanstieg um 13,7 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 3,6 %Der Konzernumsatz erhöhte sich im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4.726,3 Mio € bzw. 13,7 % auf 39.232,0 Mio € (Vj. 34.505,7 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 3,6 %. Der abermals gesteigerte Umsatz resultierte aus dem leichten Anstieg der Fahrzeugproduktion von Pkw, Kombifahrzeugen und leichten Nutzfahrzeugen, einhergehend mit einem für uns günstigeren Fahrzeugmix. In den Automotive-Divisionen fiel der Zuwachs in der NAFTA-Region am stärksten aus. Konsolidierungskreisveränderungen haben ebenso wie positive Währungskurseffekte zum Umsatzwachstum beigetragen. Die Umsatzanteile nach Regionen im Jahr 2015 haben sich gegenüber dem Vorjahr folgendermaßen verändert: scroll
Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 15,3 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns erhöhte sich im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 589,6 Mio € bzw. 15,3 % auf 4.455,5 Mio € (Vj. 3.865,9 Mio €) und entspricht 11,8 % (Vj. 11,2 %) des bereinigten Umsatzes. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns stieg während des vierten Quartals 2015 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 134,0 Mio € bzw. 14,2 % auf 1.075,8 Mio € (Vj. 941,8 Mio €) und entspricht 11,1 % (Vj. 10,6 %) des bereinigten Umsatzes. Anstieg des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten um 13,1 %Um eine bessere Vergleichbarkeit der operativen Geschäftsentwicklung des Konzerns einschließlich Veyance Technologies zu erhalten, wird 2015 die Kennzahl EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten berichtet. Im Jahr 2015 erhöhte sich das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten im Konzern im Vergleich zum Vorjahr um 506,9 Mio € bzw. 13,1 % auf 4.369,0 Mio € (Vj. 3.862,1 Mio €). Die darauf berechnete Umsatzrendite verringerte sich auf 11,1 % (Vj. 11,2 %). Das operative Konzernergebnis (EBIT) wie auch das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten sind dabei 2015 von Integrationskosten und Einmalaufwendungen für Veyance Technologies in Höhe von insgesamt 71,6 Mio € beeinflusst. Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 23,0 %Das operative Konzernergebnis (EBIT) stieg 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 770,8 Mio € bzw. 23,0 % auf 4.115,6 Mio € (Vj. 3.344,8 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 10,5 % (Vj. 9,7 %). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) verringerten das operative Ergebnis (EBIT) im Berichtsjahr um 137,9 Mio € (Vj. 194,0 Mio €). Die Kapitalrendite (ROCE) lag bei 20,9 % (Vj. 20,0 %). Sondereffekte 2015In der Division Reifen resultierte aus Wertminderungen auf Sachanlagen ein Aufwand in Höhe von insgesamt 6,8 Mio €. Betroffen sind die Standorte Modipuram und Partapur, Indien, mit 5,2 Mio € sowie Puchov, Slowakei, mit 1,6 Mio €. Aus der Veräußerung der Anteile an der General Tyre East Africa Ltd., Arusha, Tansania, ergab sich in der Division Reifen ein Ertrag in Höhe von 0,9 Mio €. In der Division ContiTech wird aufgrund nicht erhaltener Folgeaufträge ein stufenweiser Abbau des Standorts Salzgitter, Deutschland, erfolgen. In diesem Zusammenhang entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 15,7 Mio €, wovon 0,3 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen. Aus der Schließung des Standorts Bowmanville, Kanada, resultierten Restrukturierungsaufwendungen in der Division ContiTech in Höhe von 19,9 Mio €, wovon 7,4 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen. In der Division ContiTech entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 8,2 Mio € für den Standort Tianjin, China. Darin sind Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 6,5 Mio € enthalten. Aufgrund der aktuellen Marktsituation im Minengeschäft und Ölfördergeschäft ergaben sich in der Division ContiTech darüber hinaus für den Geschäftsbereich Conveyor Belt Group Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von insgesamt 71,9 Mio €. Davon sind die Standorte Aneng, China, mit 44,8 Mio €, Bayswater, Australien, mit 25,3 Mio €, Thetford, Vereinigtes Königreich, mit 1,3 Mio € sowie Perth, Australien, mit 0,5 Mio € betroffen. Aus Veräußerungen von Geschäftsbereichen ergaben sich Kaufpreisanpassungen, die insgesamt zu einem Ertrag in Höhe von 0,5 Mio € (Interior -0,3 Mio €; ContiTech 0,8 Mio €) führten. Darüber hinaus ergaben sich aus Erwerben von Gesellschaften Kaufpreisanpassungen, die insgesamt zu einem Ertrag in Höhe von 1,3 Mio € (Reifen 1,7 Mio €; ContiTech -0,4 Mio €) führten. In der Division ContiTech resultierte ein Ertrag aus negativen Unterschiedsbeträgen aus Kaufpreisallokation in Höhe von 1,6 Mio €. Aus Restrukturierungsaufwendungen sowie der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen entstand insgesamt ein positiver Sondereffekt in Höhe von 3,9 Mio € (Powertrain 0,1 Mio €; Interior 3,8 Mio €). Darin ist für die Division Powertrain eine Wertaufholung in Höhe von 0,5 Mio € enthalten. Aus Wertminderungen und Wertaufholungen auf Sachanlagen entstand insgesamt ein negativer Effekt in Höhe von 1,2 Mio € (Chassis & Safety 0,1 Mio €; Powertrain -1,0 Mio €; Interior -0,3 Mio €). Für den Konzern beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2015 insgesamt 115,5 Mio €. Sondereffekte 2014In der Division Powertrain ergaben sich infolge des Restanteilerwerbs an der damaligen Emitec Gesellschaft für Emissionstechnologie mbH, Lohmar, Deutschland, die Notwendigkeit einer ergebniswirksamen Abwertung der at-equity-Beteiligung, die zu einem Aufwand in Höhe von 33,8 Mio € führte, sowie ein negativer Sondereffekt aus der erfolgswirksamen Umgliederung der zuvor in den erfolgsneutralen Rücklagen ausgewiesenen Effekte in Höhe von 1,9 Mio €. Aufgrund des sich verschärfenden Wettbewerbs bei der Entwicklung und Produktion von Batteriezellen für die Automobilindustrie haben wir und unser koreanischer Partner SK Innovation Co., Ltd., Seoul, Südkorea, eine Vereinbarung zur Auflösung des Gemeinschaftsunternehmens SK Continental E-motion Pte. Ltd., Singapur, Singapur, geschlossen und vollzogen. Dies führte innerhalb der Division Powertrain zu einer Wertminderung auf den at-equity-Beteiligungsbuchwert in Höhe von 74,3 Mio €. Wir haben diese Entwicklung darüber hinaus zum Anlass genommen, den Wert der Sachanlagen im Geschäftsbereich Hybrid Electric Vehicle den tatsächlichen Kapazitätsauslastungen anzupassen. Dies führte in der Division Powertrain zu zusätzlichen Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 69,8 Mio €. Ein auf Technologien aus der Zeit vor der Übernahme von Siemens VDO basierender Dieselinjektor im Geschäftsbereich Engine Systems wurde nach eingehender Qualitätsprüfung am Markt nicht eingeführt. In diesem Zusammenhang entstanden in der Division Powertrain Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 61,6 Mio € sowie Aufwendungen für Restrukturierungen in Höhe von 22,3 Mio €, wovon 6,2 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen. Dieses Ereignis wurde ebenfalls zum Anlass genommen, die auf Technologien aus der Zeit vor der Übernahme von Siemens VDO basierenden Pumpen, vor allem im Dieselbereich, zu überprüfen. Hieraus resultierte infolge einer verlustfreien Bewertung die Notwendigkeit von Wertminderungen auf Sachanlagen. Dies führte in der Division Powertrain zu einer zusätzlichen Belastung in Höhe von 27,3 Mio €. Aus weiteren Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen resultierte ein Aufwand in Höhe von insgesamt 9,8 Mio € (Chassis & Safety 4,7 Mio €; Powertrain 3,5 Mio €; Interior 1,6 Mio €). In der Division Interior resultierte aus der Veräußerung von Teilaktivitäten des Geschäftsbereichs Infotainment & Connectivity am Standort Rambouillet, Frankreich, ein Verlust in Höhe von 7,3 Mio €. In diesem Zusammenhang entstanden zudem Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 4,2 Mio €. Mit Wirkung zum 30. September 2014 wurden Teilaktivitäten des Geschäftsbereichs Body & Security an ein neu gegründetes Gemeinschaftsunternehmen veräußert. Aus dieser Transaktion resultierte in der Division Interior ein positiver Sondereffekt in Höhe von insgesamt 1,7 Mio €. Aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen entstand ein positiver Sondereffekt in Höhe von insgesamt 10,6 Mio € (Powertrain 9,4 Mio €; Interior 1,2 Mio €). Im Zusammenhang mit der Einstellung der Pkw-Reifenproduktion im Werk Clairoix, Frankreich, hatte eine größere Anzahl von Mitarbeitern der Continental France SNC, Sarreguemines, Frankreich, bei den Arbeitsgerichten in Compiègne und Soissons, Frankreich, Klagen gegen diese Konzerngesellschaft und teilweise auch gegen die Continental AG eingereicht. Am 30. August 2013 hatte das Arbeitsgericht in Compiègne die Continental France SNC und die Continental AG zu Schadenersatz wegen angeblich rechtswidriger Entlassung der Mitarbeiter verurteilt. Die Berufung der Continental gegen diese Entscheidung wurde am 30. September 2014 vom Berufungsgericht Amiens, Frankreich, abgewiesen. Continental hat erneut Rechtsmittel (Kassation) eingelegt. Gleichwohl ist nicht auszuschließen, dass die Verpflichtung zum Schadenersatz auch nach rechtskräftigem Abschluss des Verfahrens ganz oder teilweise aufrechterhalten wird. Aus diesem Anlass wurde in der Division Reifen eine weitere Rückstellung in Höhe von 26,1 Mio € gebildet. In der Division Reifen entstanden zudem positive Sondereffekte in Höhe von insgesamt 0,5 Mio €. In der Division ContiTech resultierte insgesamt ein Ertrag aus negativen Unterschiedsbeträgen aus Kaufpreisallokationen in Höhe von 2,3 Mio €. Hiervon entfielen 0,7 Mio € auf den Geschäftsbereich Fluid Technology und 0,6 Mio € auf den Geschäftsbereich Benecke-Kaliko Group. Zudem ergab sich 1,0 Mio € aus der finalen Kaufpreisallokation einer Transaktion aus dem Jahr 2013 im Geschäftsbereich Conveyor Belt Group. Für den Konzern ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2014 in Höhe von insgesamt 323,3 Mio €. BeschaffungIm Jahr 2015 stieg das Einkaufsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um rund 12 % auf 25,7 Mrd €, wovon etwa 17,4 Mrd € auf Produktionsmaterialien entfielen. Der Anstieg ist zu einem großen Teil auf Währungskurseffekte und die Akquisition von Veyance Technologies zurückzuführen. Die Rohstoffmärkte zeigten weiterhin eine für uns günstige Entwicklung, was zu einer erneuten Reduktion der Durchschnittseinkaufspreise gegenüber dem Vorjahr für zahlreiche Rohmaterialien führte. Überleitung des EBIT zum bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) 2015scroll
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Der Begriff Wertminderung (Impairment) beinhaltet
außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
In diesem Posten nicht enthalten sind Wertminderungen, die im Rahmen
einer Restrukturierung entstanden sind, sowie Wertminderungen auf
Finanzanlagen. Überleitung des EBIT zum bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) 2014scroll
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Der Begriff Wertminderung (Impairment) beinhaltet
außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
In diesem Posten nicht enthalten sind Wertminderungen, die im Rahmen
einer Restrukturierung entstanden sind, sowie Wertminderungen auf
Finanzanlagen. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung (F&E) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 311,9 Mio € bzw. 14,6 % auf 2.449,6 Mio € (Vj. 2.137,7 Mio €) und beträgt ebenso wie im Vorjahr 6,2 % vom Umsatz. In den Divisionen Chassis & Safety, Powertrain und Interior werden Kosten im Zusammenhang mit der erstmaligen Beauftragung für Entwicklungen im Erstausrüstungsgeschäft aktiviert. Dabei erfolgt die Aktivierung ab dem Zeitpunkt der Nominierung als Lieferant durch den Erstausrüster und des Erreichens einer bestimmten Freigabestufe. Die Aktivierung endet mit der Freigabe für die unbegrenzte Serienproduktion. Aufwendungen für kundenspezifische Applikationen, Vorserienprototypen und Testkosten für bereits vermarktete Produkte gelten als nicht aktivierungsfähige Aufwendungen. Die Abschreibung erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von drei Jahren. Die angenommene Nutzungsdauer reflektiert nach Einschätzung von Continental den Zeitraum, in dem ein wirtschaftlicher Nutzen aus den entsprechenden Entwicklungsprojekten wahrscheinlich erzielbar ist. Von den im Jahr 2015 bei den drei Divisionen angefallenen Entwicklungskosten erfüllten 78,7 Mio € (Vj. 57,9 Mio €) die Aktivierungsvoraussetzungen. Die Voraussetzungen für eine Aktivierung von Entwicklungsaktivitäten wurden in den Divisionen Reifen und ContiTech im Berichtsjahr und auch im Vorjahr nicht erfüllt. Damit ergibt sich für den Konzern eine Kapitalisierungsquote in Höhe von 3,1 % (Vj. 2,6 %). AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich um 96,8 Mio € auf 1.885,8 Mio € (Vj. 1.789,0 Mio €) und entsprechen 4,8 % vom Umsatz (Vj. 5,2 %). Darin sind Wertminderungen in Höhe von insgesamt 93,6 Mio € (Vj. 178,9 Mio €) enthalten. scroll
ZinsergebnisDas negative Zinsergebnis hat sich im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 19,7 Mio € auf 245,6 Mio € (Vj. 265,3 Mio €) verbessert. Die Zinsaufwendungen - ohne die Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung, aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - beliefen sich im Jahr 2015 auf insgesamt 331,8 Mio € und lagen damit um 48,5 Mio € unter dem Vorjahresvergleichswert von 380,3 Mio €. Die Zinsaufwendungen, die aus Kreditaufnahmen bei Banken, Kapitalmarkttransaktionen und sonstigen Finanzierungsinstrumenten resultierten, lagen mit 173,1 Mio € um 55,1 Mio € unter dem Vorjahreswert von 228,2 Mio €. Der wesentliche Anteil entfiel mit 99,9 Mio € (Vj. 101,8 Mio €) auf den Aufwand aus den von der Continental AG, der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, sowie der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, begebenen Anleihen und mit 21,7 Mio € (Vj. 60,8 Mio €) auf die Ausnutzung des syndizierten Kredits. Der Zinsaufwand für die Anleihen hat sich im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Mio € reduziert. Dabei haben sich die Effekte aus der vorzeitigen Rückzahlung der von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 2012 ausgegebenen US-Dollar-Anleihe mit einem Volumen von 950,0 Mio US-Dollar und der von ihr zur teilweisen Refinanzierung von Finanzverbindlichkeiten emittierten, deutlich zinsgünstigeren Euro-Anleihe mit einem Volumen von 500,0 Mio € weitgehend kompensiert. Die US-Dollar-Anleihe der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, hatte einen Zinssatz von 4,5 % p. a. Die vorzeitige Rückzahlung erfolgte am 15. September 2015 und damit vier Jahre vor ihrer Fälligkeit im September 2019. Ihr Rückzahlungspreis lag bei 102,25 %. Der gezahlte Aufschlag von 2,25 % belastete das Zinsergebnis mit 19,3 Mio €. Eine Entlastung des Zinsergebnisses ist auf die Emission einer deutlich zinsgünstigeren Euro-Anleihe ebenfalls durch die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im November 2015 zurückzuführen. Diese Anleihe hat ein Volumen von 500,0 Mio €, eine Laufzeit von drei Jahren und drei Monaten und ist mit 0,5 % p. a. fest verzinst. Durch Abschluss von Zins-Währungsswaps werden zum einen die Währungsrisiken aus der Denominierung der Anleihe in Euro gesichert, zum anderen wird der Euro-Festzins von 0,5 % p. a. in einen US-Dollar-basierten Festzins von durchschnittlich 2,365 % p. a. getauscht. Der Rückgang des Zinsaufwands für den syndizierten Kredit um 39,1 Mio € resultierte insbesondere aus einem negativen Effekt im Vorjahr, welcher im Hinblick auf die Ende April 2014 erfolgte vorzeitige Rückzahlung des bestehenden syndizierten Kredits aufgrund seiner erfolgreichen Refinanzierung entstanden war. Darüber hinaus konnte in dem neu abgeschlossenen syndizierten Kreditvertrag eine weitere Reduzierung des Margenniveaus erreicht werden. Eine zusätzliche Entlastung des Zinsergebnisses ist auf die vorzeitigen Teilrückzahlungen des Festdarlehens von insgesamt 1.150,0 Mio € im vierten Quartal 2015 zurückzuführen. Das im April 2016 fällige Festdarlehen wurde damit von 1.500,0 Mio € auf 350,0 Mio € zum Jahresende 2015 reduziert. Aus der Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen sowie aus langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer resultierte 2015 ein Zinsaufwand in Höhe von insgesamt 158,7 Mio € (Vj. 152,1 Mio €). Hierin ist nicht die Aufzinsung bezogen auf Anwartschaftsverpflichtungen der Pensionskassen enthalten. Die Zinserträge im Jahr 2015 erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Mio € auf 95,4 Mio € (Vj. 94,5 Mio €). Davon entfielen auf erwartete Erträge aus langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer sowie aus den Pensionsfonds insgesamt 63,9 Mio € (Vj. 66,2 Mio €). Hierin sind nicht die Zinserträge bezogen auf das Fondsvermögen der Pensionskassen enthalten. Im Gegensatz zum Vorjahr lieferten die Bewertungseffekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und aus der Entwicklung der Währungskurse 2015 insgesamt einen negativen Ergebnisbeitrag in Höhe von 22,1 Mio € (Vj. positiver Bewertungseffekt in Höhe von 17,5 Mio €). Darin ist ein Bewertungsverlust von 36,9 Mio € für den Ansatz der Rückkaufoption enthalten, die für die von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im Jahr 2012 emittierte und im September 2015 vorzeitig zurückgezahlte US-Dollar-Anleihe vorgesehen war. In der Vorjahresvergleichsperiode entfiel hierauf ein Bewertungsgewinn in Höhe von 4,7 Mio €. Aus den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten ergab sich ein positiver Effekt in Höhe von 12,9 Mio € (Vj. 3,0 Mio €). SteueraufwandDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich für das Geschäftsjahr 2015 auf 1.090,4 Mio € (Vj. 622,0 Mio €). Die Steuerquote beträgt 28,2 % nach 20,2 % im Vorjahr. Im Berichtsjahr wirkten sich wie im Vorjahr Besteuerungsunterschiede im Ausland sowie Förderungen und Befreiungen positiv aus. Die Steuerquote belasten in ausländischen Einheiten gebildete, nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern in Höhe von insgesamt 114,2 Mio € (Vj. 52,6 Mio €), davon 35,3 Mio € (Vj. 9,1 Mio €) für Vorjahre. Weiterhin belasten die Steuerquote wie im Vorjahr nicht abzugsfähige Betriebsausgaben und in Deutschland aufgrund fehlenden Anrechnungsvolumens nicht anrechenbare ausländische Quellensteuern. Im Vorjahr wirkte sich insbesondere der Ansatz von aktiven latenten Steuern in Höhe von 161,2 Mio € in den USA sowie der Ansatz von aktiven latenten Steuern auf Zinsvorträge in Deutschland in Höhe von 98,0 Mio € positiv aus. Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnenDas den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis erhöhte sich 2015 um 352,1 Mio € auf 2.727,4 Mio € (Vj. 2.375,3 Mio €). Dies entspricht einem Ergebnis pro Aktie von 13,64 € (Vj. 11,88 €). MitarbeiterGegenüber 2014 stieg die Anzahl der Mitarbeiter des Continental-Konzerns um 18.731 auf 207.899 Beschäftigte (Vj. 189.168). Aufgrund gestiegener Produktionsvolumina sowie durch die Akquisition von Elektrobit Automotive in der Division Interior erhöhte sich die Mitarbeiterzahl in der Automotive Group um 7.177 Personen. In der Rubber Group ist die Erhöhung der Beschäftigtenzahl um 11.490 auf den Ausbau von Produktionskapazitäten und Vertriebskanälen sowie die Akquisition von Veyance Technologies in der Division ContiTech zurückzuführen. scroll
Finanzlage
Cashflow-ÜberleitungDas EBIT erhöhte sich gegenüber 2014 um 770,8 Mio € auf 4.115,6 Mio € (Vj. 3.344,8 Mio €). Die insbesondere aus dem syndizierten Kredit und den Anleihen resultierenden Zinszahlungen erhöhten sich um 18,7 Mio € auf 204,6 Mio € (Vj. 185,9 Mio €). Die Auszahlungen für Ertragsteuern stiegen um 240,3 Mio € auf 1.015,3 Mio € (Vj. 775,0 Mio €). Der zahlungsmittelwirksame Aufbau des operativen Working Capital führte zu einem Mittelabfluss in Höhe von 106,7 Mio € (Vj. 207,4 Mio €). Dies resultierte aus dem Aufbau der operativen Forderungen in Höhe von 447,2 Mio € (Vj. 246,6 Mio €), der durch den Aufbau der operativen Verbindlichkeiten in Höhe von 400,0 Mio € (Vj. 59,3 Mio €) nicht ausgeglichen wurde. Zusätzlich erhöhten sich im Geschäftsjahr die Vorräte um 59,5 Mio € (Vj. 20,1 Mio €). Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich 2015 im Vorjahresvergleich um 747,3 Mio € auf 4.915,6 Mio € (Vj. 4.168,3 Mio €) und erreichte 12,5 % vom Umsatz (Vj. 12,1 %). Aus Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss in Höhe von 3.472,0 Mio € (Vj. 2.153,4 Mio €). Die Investitionen in Sachanlagen und Software, ohne Berücksichtigung von Finanzierungsleasing und aktivierten Fremdkapitalkosten, erhöhten sich um 133,4 Mio € von 2.045,4 Mio € auf 2.178,8 Mio €. Der Saldo aus dem Erwerb und der Veräußerung von Gesellschaften und Geschäftsbereichen führte im Jahr 2015 zu einem Mittelabfluss in Höhe von 1.243,1 Mio € (Vj. 129,5 Mio €). Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf die Erwerbe von Veyance Technologies am 30. Januar 2015 und von Elektrobit Automotive am 1. Juli 2015 zurückzuführen. Für das Geschäftsjahr 2015 ergibt sich ein Free Cashflow in Höhe von 1.443,6 Mio € (Vj. 2.014,9 Mio €). Dies entspricht einem Rückgang um 571,3 Mio € gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang für Sachanlagen und Software belief sich 2015 auf 2.178,8 Mio €. Insgesamt ergibt sich gegenüber dem Vorjahreswert (2.045,4 Mio €) eine Erhöhung um 133,4 Mio €, wozu die Divisionen Chassis & Safety, ContiTech, Interior und Powertrain beigetragen haben. Die Investitionsquote beträgt 5,6 % (Vj. 5,9 %). Finanzierung und FinanzschuldenDie Brutto-Finanzschulden lagen zum Jahresende 2015 mit 5.244,8 Mio € (Vj. 6.431,6 Mio €) um 1.186,8 Mio € unter dem Vorjahresniveau. Basierend auf den Quartalsendwerten waren 47,6 % (Vj. 50,3 %) der Brutto-Finanzschulden nach Sicherungsmaßnahmen im Jahresdurchschnitt mit festen Zinssätzen ausgestattet. Der Buchwert der Anleihen verringerte sich um 299,9 Mio € von 3.084,4 Mio € zum Jahresende 2014 auf 2.784,5 Mio € zum Ende des Geschäftsjahres 2015. Dieser Abbau ist zurückzuführen auf die vorzeitige Rückzahlung der von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 2012 ausgegebenen US-Dollar-Anleihe mit einem Volumen von 950,0 Mio US-Dollar und der von ihr zur teilweisen Refinanzierung von Finanzverbindlichkeiten emittierten, deutlich zinsgünstigeren Euro-Anleihe mit einem Volumen von 500,0 Mio €. Anfang Juli 2015 kündigte Continental die vorzeitige Rückzahlung der von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, begebenen US-Dollar-Anleihe über 950,0 Mio US-Dollar und einem Festzinssatz von 4,5 % p. a. an. Die vorzeitige Rückzahlung erfolgte zum 15. September 2015, d. h. vier Jahre vor ihrer Fälligkeit im September 2019. Der Rückzahlungspreis lag mit 102,25 % um 2,25 % über dem festgelegten Rückzahlungskurs von 100 % zur Fälligkeit im September 2019. Am 12. November 2015 hat die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, unter dem Rahmen-Emissionsprogramm für Anleiheemissionen von Continental (Debt Issuance Programme, DIP) eine Euro-Anleihe mit einem Nominalvolumen von 500,0 Mio € erfolgreich bei Investoren im In- und Ausland platziert. Der Ausgabekurs lag bei 99,739 %. Die neue Anleihe hat eine Laufzeit von drei Jahren und drei Monaten und einen Festzinssatz von 0,5 % p. a. Durch Abschluss von Zins-Währungsswaps werden zum einen die Währungsrisiken aus der Denominierung der Anleihe in Euro gesichert, zum anderen wird der Euro-Festzins von 0,5 % p. a. in einen US-Dollar-basierten Festzinssatz von durchschnittlich 2,365 % p. a. getauscht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen am 31. Dezember 2015 bei 1.725,7 Mio € (Vj. 2.399,5 Mio €) und damit 673,8 Mio € unter dem Vorjahresniveau. Der syndizierte Kredit wurde im April 2014 mit einem zugesagten Volumen von 4,5 Mrd € neu abgeschlossen. Der Kredit bestand zu diesem Zeitpunkt aus einem im April 2016 fälligen Festdarlehen über 1,5 Mrd € und einer bis April 2019 eingeräumten revolvierenden Kreditlinie über 3,0 Mrd €. Bezogen auf die revolvierende Tranche wurde im April 2015 eine Vertragsanpassung vorgenommen. Alle beteiligten Banken haben einer Laufzeitverlängerung um ein Jahr zugestimmt. Damit steht Continental diese Finanzierungszusage nunmehr bis April 2020 zur Verfügung. Für das Festdarlehen wurden im vierten Quartal 2015 vorzeitige Teilrückzahlungen in Höhe von insgesamt 1.150,0 Mio € vorgenommen. Damit beträgt das Festdarlehen der Continental AG am Jahresende 2015 nur noch 350,0 Mio € (Vj. 1.500,0 Mio €). Das zugesagte Volumen des syndizierten Kredits hat sich damit gleichermaßen um 1.150,0 Mio € auf nunmehr 3.350,0 Mio € zum Jahresende 2015 reduziert. Die revolvierende Kreditlinie wurde Ende 2015 lediglich von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, in Höhe von 297,9 Mio € ausgenutzt. Ende 2014 erfolgte keine Inanspruchnahme der revolvierenden Tranche. Die sonstigen Finanzschulden reduzierten sich zum Jahresende 2015 um 213,1 Mio € auf 734,6 Mio € (Vj. 947,7 Mio €). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf eine geringere Inanspruchnahme von Forderungsverkaufsprogrammen zurückzuführen. Ende 2015 lag die Ausnutzung dieser Programme mit insgesamt 638,1 Mio € um 204,8 Mio € unter dem Vorjahreswert von 842,9 Mio €. Das mit der Norddeutschen Landesbank Luxembourg S.A. Covered Bond Bank, Luxemburg, bestehende im April 2014 abgeschlossene Forderungsverkaufsprogramm wurde am 29. April 2015 bis Ende April 2016 verlängert. Das Finanzierungsvolumen wurde dabei von 250,0 Mio € auf 245,0 Mio € verringert. Dieses Programm wurde Ende 2015 mit 130,0 Mio € (Vj. 249,3 Mio €) ausgenutzt. Das seit Dezember 2010 bis auf Weiteres laufende Forderungsverkaufsprogramm mit der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, Frankfurt a. M., Deutschland, sieht unverändert ein Finanzierungsvolumen von 150,0 Mio € vor. Das Programm wurde Ende 2015 mit einem Finanzierungsbetrag in Höhe von 75,0 Mio € (Vj. 104,4 Mio €) in Anspruch genommen. Das mit den US-Banken Wells Fargo Bank N.A., Atlanta, USA, Norddeutsche Landesbank Niederlassung New York, New York, USA, und Bank of America N.A., Charlotte, USA, laufende Forderungsverkaufsprogramm wurde am 10. November 2015 um ein weiteres Jahr verlängert. Das Finanzierungsvolumen beträgt unverändert 400,0 Mio US-Dollar. Das Programm war Ende 2015 mit umgerechnet 133,1 Mio € (Vj. 0,1 Mio €) ausgenutzt. Das ursprünglich Ende April 2012 mit der The Royal Bank of Scotland N.V. Niederlassung Frankfurt, Frankfurt a. M., Deutschland, aufgelegte Forderungsverkaufsprogramm wurde im Juli 2015 beendet. Zum Ende des Jahres 2014 lag die Ausnutzung bei 90,7 Mio €. Im Juli 2012 wurde ein Forderungsverkaufsprogramm mit der Crédit Agricole Corporate and Investment Bank, Paris, Frankreich, vereinbart. Das Programm hat eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren, sofern es von beiden Vertragsparteien auf jährlicher Basis verlängert wird. Eine entsprechende Verlängerung erfolgte zuletzt am 21. Juli 2015. Dabei wurde eine Verringerung des Finanzierungsvolumens von ursprünglich 300,0 Mio € auf 200,0 Mio € vereinbart. Zum 31. Dezember 2015 wurde das Programm in Höhe von 200,0 Mio € (Vj. 248,4 Mio €) in Anspruch genommen. Am 30. Januar 2013 erfolgte der Abschluss eines Forderungsverkaufsprogramms mit der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, Deutschland. Der zuletzt am 7. Mai 2015 geänderte Vertrag hat eine Laufzeit bis Ende Januar 2020, sofern er von beiden Vertragsparteien auf jährlicher Basis verlängert wird. Das vereinbarte Finanzierungsvolumen wurde nunmehr auf 100,0 Mio € (Vj. 150,0 Mio €) reduziert. Der Vertrag räumt Continental jedoch die Option ein, bei Bedarf das Finanzierungsvolumen auf 175,0 Mio € zu erhöhen. Die Ausnutzung dieses Programms lag Ende 2015 bei 100,0 Mio € (Vj. 150,0 Mio €). Die flüssigen Mittel, derivativen Finanzinstrumente und verzinslichen Anlagen reduzierten sich deutlich um 1.905,2 Mio € auf 1.702,9 Mio € (Vj. 3.608,1 Mio €). Dieser Abbau entfiel weitgehend auf die flüssigen Mittel, die sich von 3.243,8 Mio € Ende 2014 um 1.622,3 Mio € auf 1.621,5 Mio € zum Jahresende 2015 reduzierten. Grund für diese Verringerung sind im Wesentlichen der am 30. Januar 2015 vollzogene Erwerb von Veyance Technologies und der am 1. Juli 2015 vollzogene Erwerb von Elektrobit Automotive, deren Finanzierung insbesondere aus flüssigen Mitteln erfolgte. Darüber hinaus wurden die vorzeitigen Teilrückzahlungen des Festdarlehens unter dem syndizierten Kredit in Höhe von 1.150,0 Mio € weitgehend durch Einsatz des Free Cashflow zum Jahresende 2015 sowie vorhandener flüssiger Mittel geleistet. Eine Reduzierung insbesondere der langfristigen verzinslichen Anlagen ist darauf zurückzuführen, dass die Planvermögenseigenschaft eines Teils des Deckungsvermögens des Continental Pension Trust e. V. im Geschäftsjahr 2015 aufgrund von Satzungsänderungen wiederhergestellt werden konnte. Dadurch werden flüssige Mittel und verzinsliche Anlagen in Höhe von 340,8 Mio € nunmehr mit den zugehörigen Verpflichtungen saldiert ausgewiesen. Die Netto-Finanzschulden erhöhten sich gegenüber dem Jahresende 2014 um 718,4 Mio € auf 3.541,9 Mio € (Vj. 2.823,5 Mio €). Die Gearing Ratio hat sich mit 26,8 % (Vj. 25,6 %) gegenüber dem Vorjahreswert nur leicht erhöht. Beides ist im Wesentlichen auf die Akquisitionen von Veyance Technologies und Elektrobit Automotive zurückzuführen. Herleitung der Veränderung der Netto-Finanzschuldenscroll
Zum 31. Dezember 2015 verfügt Continental über ein Liquiditätspolster in Höhe von insgesamt 5.233,0 Mio € (Vj. 7.276,2 Mio €), davon 1.621,5 Mio € (Vj. 3.243,8 Mio €) an flüssigen Mitteln sowie zugesagte, ungenutzte Kreditlinien im Volumen von 3.611,5 Mio € (Vj. 4.032,4 Mio €). Unter den Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können, sind auch sämtliche bestehende Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen. Im Continental-Konzern sind die vorab genannten flüssigen Mittel beschränkt hinsichtlich verpfändeter Beträge sowie Guthaben in Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität. Steuern, die auf den Transfer von Geldvermögen von einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im Regelfall nicht als eine Beschränkung der flüssigen Mittel verstanden. Zum 31. Dezember 2015 betragen die unbeschränkt verfügbaren flüssigen Mittel insgesamt 1.381,2 Mio € (Vj. 2.870,6 Mio €). Vermögenslage
BilanzsummeDie Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2015 gegenüber dem Vorjahresstichtag um 2.594,6 Mio € auf 32.835,7 Mio € (Vj. 30.241,1 Mio €). Die Erhöhung des Goodwill um 871,5 Mio € auf 6.640,6 Mio € (Vj. 5.769,1 Mio €) und der sonstigen immateriellen Vermögenswerte um 893,1 Mio € auf 1.336,4 Mio € (Vj. 443,3 Mio €) resultierte hauptsächlich aus den Akquisitionen von Veyance Technologies und von Elektrobit Automotive. Die Sachanlagen erhöhten sich um 1.092,5 Mio € auf 9.538,9 Mio € (Vj. 8.446,4 Mio €). Das Vorratsvermögen stieg um 372,5 Mio € auf 3.360,1 Mio € (Vj. 2.987,6 Mio €), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 876,7 Mio € auf 6.722,9 Mio € (Vj. 5.846,2 Mio €), beides aufgrund der gesteigerten Geschäftstätigkeit. Gegenläufig wirkte der Rückgang der langfristigen derivativen Finanzinstrumente und verzinslicher Anleihen um 284,1 Mio € auf 17,1 Mio € (Vj. 301,2 Mio €). Grund hierfür war die Umklassifizierung von Finanzinstrumenten nach der Wiedererlangung der Planvermögenseigenschaft eines Teils des Deckungsvermögens des Continental Pension Trust e. V. Die liquiden Mittel verringerten sich um 1.622,3 Mio € auf 1.621,5 Mio € (Vj. 3.243,8 Mio €). Grund hierfür sind im Wesentlichen der am 30. Januar 2015 vollzogene Erwerb von Veyance Technologies und der am 1. Juli 2015 vollzogene Erwerb von Elektrobit Automotive, deren Finanzierung insbesondere aus flüssigen Mitteln erfolgte. Langfristige VermögenswerteDie langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahreswert um 2.743,3 Mio € auf 19.666,6 Mio € (Vj. 16.923,3 Mio €). Dies ist vor allem auf den Anstieg des Goodwill um 871,5 Mio € auf 6.640,6 Mio € (Vj. 5.769,1 Mio €), der sonstigen immateriellen Vermögenswerte um 893,1 Mio € auf 1.336,4 Mio € (Vj. 443,3 Mio €) sowie der Sachanlagen um 1.092,5 Mio € auf 9.538,9 Mio € (Vj. 8.446,4 Mio €) zurückzuführen. Entgegengesetzt wirkte die Reduzierung der langfristigen derivativen Finanzinstrumente und verzinslicher Anleihen um 284,1 Mio € auf 17,1 Mio € (Vj. 301,2 Mio €). Kurzfristige VermögenswerteDie kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 13.169,1 Mio € sind um 148,7 Mio € niedriger als der Vorjahreswert von 13.317,8 Mio €. Die Vorräte stiegen im Berichtsjahr um 372,5 Mio € auf 3.360,1 Mio € (Vj. 2.987,6 Mio €), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 876,7 Mio € auf 6.722,9 Mio € (Vj. 5.846,2 Mio €). Die flüssigen Mittel verringerten sich um 1.622,3 Mio € auf 1.621,5 Mio € (Vj. 3.243,8 Mio €). EigenkapitalDas Eigenkapital ist mit 13.213,9 Mio € (Vj. 11.024,6 Mio €) um 2.189,3 Mio € höher als im Vorjahr. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der kumulierten einbehaltenen Gewinne in Höhe von 2.077,5 Mio €. Die Gearing Ratio stieg leicht von 25,6 % auf 26,8 %. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 36,5 % auf 40,2 % im Berichtszeitraum. Langfristige Rückstellungen und VerbindlichkeitenDie langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind mit 7.521,0 Mio € um 1.620,0 Mio € niedriger als im Vorjahr (Vj. 9.141,0 Mio €). Dies ist hauptsächlich auf den Rückgang der langfristigen Finanzschulden um 1.902,4 Mio € auf 3.175,0 Mio € (Vj. 5.077,4 Mio €) zurückzuführen. Grund hierfür sind die Umgliederung des Festdarlehens unter dem syndizierten Kredit in Höhe von zuvor nominal 1.500,0 Mio € und die Umgliederung der Verbindlichkeit aus der US-Dollar-Anleihe der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, über nominal 950,0 Mio US-Dollar in die kurzfristigen Finanzschulden. Die langfristigen Finanzschulden erhöhen sich durch die neu emittierte Anleihe im vierten Quartal über nominal 500,0 Mio €. Zudem wirkt die Erhöhung der passiven latenten Steuern von 178,5 Mio € um 182,7 Mio € auf 361,2 Mio €. Kurzfristige Rückstellungen und VerbindlichkeitenDie kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich um 2.025,3 Mio € auf 12.100,8 Mio € (Vj. 10.075,5 Mio €). Dabei stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 632,2 Mio € auf 5.493,8 Mio € (Vj. 4.861,6 Mio €). Die kurzfristigen Finanzschulden erhöhten sich um 715,6 Mio € auf 2.069,8 Mio € (Vj. 1.354,2 Mio €) aufgrund der Umgliederungen aus dem langfristigen Teil der Finanzschulden und der vorzeitigen Rückzahlung der US-Dollar-Anleihe der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, am 15. September 2015 sowie der vorzeitigen Teilrückzahlung des Festdarlehens in Höhe von 1.150,0 Mio €. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind mit 1.968,7 Mio € am Ende der Berichtsperiode um 319,5 Mio € höher als der Vorjahreswert von 1.649,2 Mio €. Operative AktivaDie operativen Aktiva des Konzerns erhöhten sich zum 31. Dezember 2015 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 3.082,4 Mio € auf 19.678,5 Mio € (Vj. 16.596,1 Mio €). Der Gesamtbestand des Working Capital erhöhte sich um 637,5 Mio € auf 4.640,2 Mio € (Vj. 4.002,7 Mio €). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Anstieg der operativen Forderungen um 897,2 Mio € auf 6.773,9 Mio € (Vj. 5.876,7 Mio €) sowie den Bestandsaufbau von Vorräten um 372,5 Mio € auf 3.360,1 Mio € (Vj. 2.987,6 Mio €) zurückzuführen. Gegenläufig wirkte die Erhöhung der operativen Verbindlichkeiten um 632,2 Mio € auf 5.493,8 Mio € (Vj. 4.861,6 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte wiesen einen Betrag von 17.960,9 Mio € (Vj. 15.038,7 Mio €) auf und lagen damit um 2.922,2 Mio € über dem Vorjahreswert. Der Goodwill erhöhte sich um 871,5 Mio € auf 6.640,6 Mio € (Vj. 5.769,1 Mio €). Diese Veränderung resultierte neben Währungskurseffekten in Höhe von 107,0 Mio € aus Zugängen in Höhe von 764,5 Mio €. Das Sachanlagevermögen stieg aufgrund von Investitionstätigkeit um 1.092,5 Mio € auf 9.538,9 Mio € (Vj. 8.446,4 Mio €). Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 893,1 Mio € auf 1.336,4 Mio € (Vj. 443,3 Mio €). Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 137,9 Mio € (Vj. 194,0 Mio €) wirkten sich wertmindernd auf die immateriellen Vermögenswerte aus. Konzernbilanzscroll
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Die Division ContiTech verzeichnete durch den Kauf von Veyance Technologies im Rahmen eines Share Deal einen Anstieg der operativen Aktiva in Höhe von 1.848,1 Mio €. Der Erwerb von Elektrobit Automotive führte im Rahmen eines Share Deal zu einem Anstieg der operativen Aktiva der Divisionen Interior in Höhe von 447,1 Mio €, Chassis & Safety in Höhe von 213,5 Mio € und Powertrain in Höhe von 13,9 Mio €. Der Erwerb der heutigen Continental Advanced Lidar Solutions US, Inc., Wilmington, USA, im Rahmen eines Share Deal erhöhte den Bestand der operativen Aktiva der Division Chassis & Safety um 53,7 Mio €. Die Akquisition der Hill Tire Company, Inc., Forest Park, USA, führte im Rahmen eines Share Deal zu einem Anstieg der operativen Aktiva der Division Reifen in Höhe von 11,3 Mio €. Weitere Konsolidierungskreisveränderungen oder Asset Deals hatten auf Konzernebene keine nennenswerten Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Geschäftsjahr mit 273,4 Mio € (Vj. 394,9 Mio €) erhöhend auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva des Konzerns aus. Die durchschnittlichen operativen Aktiva des Konzerns erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 2.954,2 Mio € auf 19.680,7 Mio € (Vj. 16.726,5 Mio €). Automotive Groupscroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Die Automotive Group umfasst drei Divisionen:
Die insgesamt 14 Geschäftsbereiche erzielten im Berichtsjahr 60 % des Konzernumsatzes. Wichtige Rohstoffe für die Automotive Group sind Stahl, Aluminium, Edelmetalle, Kupfer und Kunststoffe. Einen Schwerpunkt im Einkauf von Material und Vorprodukten bilden Elektronik und elektromechanische Komponenten, die im Konzern zusammen etwa 43 % des gesamten Einkaufsvolumens für Produktionsmaterial ausmachen. Entwicklung der Division Chassis & Safety
AbsatzIm Geschäftsbereich Vehicle Dynamics erhöhte sich das Absatzvolumen von elektronischen Bremssystemen im Jahr 2015 auf 23,1 Mio Einheiten. Der Absatz von Bremskraftverstärkern im Geschäftsbereich Hydraulic Brake Systems sank im Vorjahresvergleich um 7 %. Die Verkaufszahlen von Bremssätteln blieben im Berichtszeitraum leicht unter Vorjahresniveau. Im Geschäftsbereich Passive Safety & Sensorics sank das Absatzvolumen bei Airbagsteuergeräten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 5 %. Bei Fahrerassistenzsystemen erhöhten sich die Verkaufszahlen um rund 57 %. Umsatzanstieg um 12,4 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 5,1 %2015 erhöhte sich der Umsatz der Division Chassis & Safety im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,4 % auf 8.449,7 Mio € (Vj. 7.514,9 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 5,1 %. ![]() Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 15,0 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Chassis & Safety stieg im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 106,8 Mio € bzw. 15,0 % auf 817,2 Mio € (Vj. 710,4 Mio €) und entspricht 9,7 % (Vj. 9,5 %) des bereinigten Umsatzes. Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 19,7 %Die Division Chassis & Safety verzeichnete 2015 einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 134,1 Mio € bzw. 19,7 % auf 814,3 Mio € (Vj. 680,2 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 9,6 % (Vj. 9,1 %). Die Kapitalrendite (ROCE) lag bei 19,0 % (Vj. 17,2 %). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) verringerten das operative Ergebnis (EBIT) um 0,8 Mio € (Vj. 25,5 Mio €). Sondereffekte 2015Aus Wertaufholungen und Wertminderungen auf Sachanlagen resultierte eine Entlastung durch Sondereffekte im Jahr 2015 für die Division Chassis & Safety in Höhe von insgesamt 0,1 Mio €. Sondereffekte 2014Für die Division Chassis & Safety ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2014 in Höhe von insgesamt 4,7 Mio €, dies resultierte ausschließlich aus Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. BeschaffungDer Beschaffungsmarkt von Chassis & Safety im Jahr 2015 verlief stabil und die Versorgung der Fertigung problemlos. Die Preise für Industriemetalle haben ihren Abwärtstrend fortgesetzt. Dem gegenüber standen allerdings negative Währungskurseffekte im Euroraum sowie steigende Logistik- und Verarbeitungskosten insbesondere für Aluminium. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg gegenüber dem Vorjahr um 61,7 Mio € bzw. 9,8 % auf 691,2 Mio € (Vj. 629,5 Mio €) und lag damit bei 8,2 % vom Umsatz (Vj. 8,4 %). AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 um 8,1 Mio € auf 346,0 Mio € (Vj. 337,9 Mio €) und betragen 4,1 % vom Umsatz (Vj. 4,5 %). Darin enthalten sind im Jahr 2015 Wertaufholungen in Höhe von insgesamt 0,1 Mio € (Vj. Wertminderungen 4,7 Mio €). Operative AktivaDie operativen Aktiva der Division Chassis & Safety erhöhten sich zum 31. Dezember 2015 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 431,2 Mio € auf 4.431,8 Mio € (Vj. 4.000,6 Mio €). Das Working Capital erhöhte sich um 49,9 Mio € auf 529,7 Mio € (Vj. 479,8 Mio €). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsaufbau von 33,1 Mio € auf 380,8 Mio € (Vj. 347,7 Mio €). Die operativen Forderungen erhöhten sich zum Stichtag um 189,9 Mio € auf 1.406,5 Mio € (Vj. 1.216,6 Mio €). Die operativen Verbindlichkeiten stiegen um 173,1 Mio € auf 1.257,6 Mio € (Vj. 1.084,5 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte wiesen einen Betrag von 4.591,4 Mio € (Vj. 4.087,4 Mio €) auf und lagen damit um 504,0 Mio € über dem Vorjahreswert. Der Goodwill erhöhte sich um 272,6 Mio € auf 2.651,4 Mio € (Vj. 2.378,8 Mio €). Darin sind Währungskurseffekte in Höhe von 33,8 Mio € enthalten. Aus dem Erwerb von Elektrobit Automotive resultierte für die Division Chassis & Safety ein Anstieg des Goodwill in Höhe von 213,5 Mio € sowie aus dem Erwerb der Continental Advanced Lidar Solutions US, Inc., Wilmington, USA, ein Goodwill in Höhe von 25,3 Mio €. Das Sachanlagevermögen stieg im Rahmen der Investitionstätigkeiten um 161,2 Mio € auf 1.720,4 Mio € (Vj. 1.559,2 Mio €). Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 47,8 Mio € auf 117,9 Mio € (Vj. 70,1 Mio €). Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 0,8 Mio € (Vj. 25,5 Mio €) wirkten sich nicht wesentlich auf die immateriellen Vermögenswerte aus. Gegenläufig hierzu wirkte die aus der Akquisition von Continental Advanced Lidar Solutions US, Inc., Wilmington, USA, resultierende Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 48,9 Mio €. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Insgesamt führte der Erwerb der heutigen Continental Advanced Lidar Solutions US, Inc., Wilmington, USA, im Rahmen eines Share Deal zu einem Anstieg der operativen Aktiva der Division Chassis & Safety in Höhe von 53,7 Mio €. Weitere Konsolidierungskreisveränderungen oder Asset Deals hatten, mit Ausnahme der zuvor genannten Veränderung des Goodwill durch den Erwerb von Elektrobit Automotive, in der Division Chassis & Safety keine Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Geschäftsjahr mit 74,3 Mio € (Vj. 89,3 Mio €) erhöhend auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division Chassis & Safety aus. Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division Chassis & Safety erhöhten sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2014 um 321,2 Mio € auf 4.277,7 Mio € (Vj. 3.956,5 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang der Division Chassis & Safety erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 58,7 Mio € auf 470,3 Mio € (Vj. 411,6 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 5,6 % (Vj. 5,5 %). Neben dem Ausbau von Fertigungskapazitäten in Europa wurde in die Erweiterung der Standorte in Nord- und Südamerika sowie in Asien investiert. Es wurden insbesondere die Produktionskapazitäten für die Geschäftsbereiche Vehicle Dynamics und Hydraulic Brake Systems erweitert. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Errichtung neuer Produktionsanlagen für elektronische Bremssysteme. MitarbeiterDie Anzahl der Mitarbeiter der Division Chassis & Safety erhöhte sich um 1.935 Beschäftigte auf 40.062 (Vj. 38.127). Der Aufbau ist in allen Geschäftsbereichen auf eine Anpassung an die gestiegenen Absatzvolumina zurückzuführen. Darüber hinaus führte der Ausbau des Forschungs- und Entwicklungsbereichs in den Geschäftsbereichen Advanced Driver Assistance Systems sowie Vehicle Dynamics zu einem Anstieg der Beschäftigtenzahl. Entwicklung der Division Powertrain
AbsatzIm Geschäftsbereich Engine Systems stieg im Geschäftsjahr 2015 das Absatzvolumen von Turboladern und Pumpen, während das Absatzvolumen von Motorsteuerungen und Injektoren unter Vorjahresniveau blieb. Weiterhin auf Wachstumskurs befindet sich der Geschäftsbereich Sensors & Actuators. Ursächlich für den Volumenanstieg sind hier insbesondere die Abgassensoren, für die begünstigt durch eine verschärfte Abgasgesetzgebung deutlich höhere Verkaufszahlen erzielt wurden. Im Geschäftsbereich Hybrid Electric Vehicle erreichten die Verkaufszahlen bei der Leistungselektronik und den Batterie- und Bordnetzsystemen nicht das Vorjahresniveau. Das Absatzvolumen des Geschäftsbereichs Transmission lag, bedingt durch Programmumstellungen zum Ende des Geschäftsjahres 2015, leicht unter dem Vorjahresvergleichszeitraum. Im Geschäftsbereich Fuel & Exhaust Management erhöhte sich das Absatzvolumen sowohl durch organisches Wachstum beim Altgeschäft (ehemals Fuel Supply) als auch durch zusätzliches Absatzvolumen aus der Integration von Emitec. Umsatzanstieg um 8,8 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 0,3 %2015 erhöhte sich der Umsatz der Division Powertrain im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,8 % auf 7.068,5 Mio € (Vj. 6.494,3 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 0,3 %. ![]() Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 63,0 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Powertrain stieg im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 164,1 Mio € bzw. 63,0 % auf 424,6 Mio € (Vj. 260,5 Mio €) und entspricht 6,1 % (Vj. 4,0 %) des bereinigten Umsatzes. Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 508,7 %Die Division Powertrain verzeichnete 2015 einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 492,4 Mio € bzw. 508,7 % auf 395,6 Mio € (Vj. -96,8 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 5,6 % (Vj. -1,5 %). Die Kapitalrendite (ROCE) lag bei 14,3 % (Vj. -3,5 %). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) reduzierten das operative Ergebnis (EBIT) um 8,2 Mio € (Vj. 64,5 Mio €). Sondereffekte 2015In der Division Powertrain führten kleinere Wertminderungen sowie Wertaufholungen auf Sachanlagen insgesamt zu einem negativen Sondereffekt in Höhe von 1,0 Mio €. Aus Restrukturierungsaufwendungen sowie der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen entstand ein positiver Sondereffekt in Höhe von insgesamt 0,1 Mio €. Darin ist eine Wertaufholung in Höhe von 0,5 Mio € enthalten. Für die Division Powertrain beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2015 insgesamt 0,9 Mio €. Sondereffekte 2014In der Division Powertrain ergaben sich infolge des Restanteilerwerbs an der damaligen Emitec Gesellschaft für Emissionstechnologie mbH, Lohmar, Deutschland, die Notwendigkeit einer ergebniswirksamen Abwertung der at-equity-Beteiligung, die zu einem Aufwand in Höhe von 33,8 Mio € führte, sowie ein negativer Sondereffekt aus der erfolgswirksamen Umgliederung der zuvor in den erfolgsneutralen Rücklagen ausgewiesenen Effekte in Höhe von 1,9 Mio €. Aufgrund des sich verschärfenden Wettbewerbs bei der Entwicklung und Produktion von Batteriezellen für die Automobilindustrie haben wir und unser koreanischer Partner SK Innovation Co., Ltd., Seoul, Südkorea, eine Vereinbarung zur Auflösung des Gemeinschaftsunternehmens SK Continental E-motion Pte. Ltd., Singapur, Singapur, geschlossen und vollzogen. Dies führte innerhalb der Division Powertrain zu einer Wertminderung auf den at-equity-Beteiligungsbuchwert in Höhe von 74,3 Mio €. Wir haben diese Entwicklung darüber hinaus zum Anlass genommen, den Wert der Sachanlagen im Geschäftsbereich Hybrid Electric Vehicle den tatsächlichen Kapazitätsauslastungen anzupassen. Dies führte zu zusätzlichen Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 69,8 Mio €. Ein auf Technologien aus der Zeit vor der Übernahme von Siemens VDO basierender Dieselinjektor im Geschäftsbereich Engine Systems wurde nach eingehender Qualitätsprüfung am Markt nicht eingeführt. In diesem Zusammenhang entstanden in der Division Powertrain Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 61,6 Mio € sowie Aufwendungen für Restrukturierungen in Höhe von 22,3 Mio €, wovon 6,2 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Dieses Ereignis wurde ebenfalls zum Anlass genommen, die auf Technologien aus der Zeit vor der Übernahme von Siemens VDO basierenden Pumpen, vor allem im Dieselbereich, zu überprüfen. Hieraus resultierte infolge einer verlustfreien Bewertung die Notwendigkeit von Wertminderungen auf Sachanlagen. Dies führte in der Division Powertrain zu einer zusätzlichen Belastung in Höhe von 27,3 Mio €. Aus weiteren Wertminderungen auf Sachanlagen resultierte ein Aufwand in Höhe von 3,5 Mio €. Aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen entstand ein positiver Sondereffekt in Höhe von 9,4 Mio €. Für die Division Powertrain ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2014 in Höhe von insgesamt 285,1 Mio €. BeschaffungBei 2015 durchweg stabilen Beschaffungsmärkten für Powertrain blieben Engpässe in der Versorgung aus. Die Preise der in US-Dollar gehandelten Edel- und Industriemetalle lagen unter dem Vorjahresniveau, jedoch wirkten sich Währungskurseffekte gegenläufig aus. Die Einkaufskooperation mit der Schaeffler Gruppe wurde erfolgreich fortgesetzt. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg gegenüber dem Vorjahr um 73,6 Mio € bzw. 11,6 % auf 708,7 Mio € (Vj. 635,1 Mio €) und lag damit bei 10,0 % vom Umsatz (Vj. 9,8 %). AbschreibungenDie Abschreibungen verringerten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 um 205,0 Mio € auf 335,1 Mio € (Vj. 540,1 Mio €) und betragen 4,7 % vom Umsatz (Vj. 8,3 %). Darin enthalten sind im Jahr 2015 Wertminderungen in Höhe von insgesamt 0,5 Mio € (Vj. 168,4 Mio €). Operative AktivaDie operativen Aktiva der Division Powertrain erhöhten sich zum 31. Dezember 2015 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 218,2 Mio € auf 2.859,6 Mio € (Vj. 2.641,4 Mio €). Das Working Capital stieg von 3,1 Mio € auf 329,4 Mio € (Vj. 326,3 Mio €). Im Vorratsbereich kam es zu einer Bestandserhöhung um 17,6 Mio € auf 336,7 Mio € (Vj. 319,1 Mio €). Die operativen Forderungen erhöhten sich zum Stichtag um 53,4 Mio € auf 1.154,4 Mio € (Vj. 1.101,0 Mio €). Der Gesamtbestand der operativen Verbindlichkeiten stieg um 67,9 Mio € auf 1.161,7 Mio € (Vj. 1.093,8 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte wiesen einen Betrag von 2.960,7 Mio € (Vj. 2.762,5 Mio €) auf und lagen damit um 198,2 Mio € über dem Vorjahreswert. Der Goodwill erhöhte sich um 41,4 Mio € auf 995,8 Mio € (Vj. 954,4 Mio €). Darin sind Währungskurseffekte in Höhe von 27,5 Mio € enthalten. Aus dem Erwerb von Elektrobit Automotive resultierte für die Division Powertrain ein Anstieg des Goodwill in Höhe von 13,9 Mio €. Das Sachanlagevermögen lag mit 1.823,1 Mio € um 149,0 Mio € über dem Vorjahresniveau von 1.674,1 Mio €. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 6,3 Mio € auf 81,4 Mio € (Vj. 75,1 Mio €). Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 8,2 Mio € (Vj. 64,5 Mio €) wirkten sich wertmindernd auf die immateriellen Vermögenswerte aus. Konsolidierungskreisveränderungen oder Asset Deals hatten, mit Ausnahme der zuvor genannten Veränderung des Goodwill durch den Erwerb von Elektrobit Automotive, in der Division Powertrain keine Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Geschäftsjahr mit 69,2 Mio € (Vj. 88,4 Mio €) erhöhend auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division Powertrain aus. Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division Powertrain erhöhten sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2014 um 34,8 Mio € auf 2.767,8 Mio € (Vj. 2.733,0 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang der Division Powertrain erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 40,4 Mio € auf 468,4 Mio € (Vj. 428,0 Mio €). Die Investitionsquote beträgt wie im Vorjahr 6,6 %. In der Division Powertrain wurden die Fertigungskapazitäten an deutschen Standorten, in China, den USA sowie in Tschechien und Rumänien ausgebaut. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Geschäftsbereiche Engine Systems und Sensors & Actuators. Im Geschäftsbereich Engine Systems wurden insbesondere die Fertigungskapazitäten für Motoreinspritzsysteme ausgebaut. MitarbeiterIm Vergleich zum Vorjahr stieg die Mitarbeiterzahl in der Division Powertrain um 835 auf 35.364 Personen (Vj. 34.529). Der Personalaufbau resultierte aus dem kontinuierlichen Ausbau im Bereich Forschung und Entwicklung sowie der Anpassung an gestiegene Absatzvolumina in den Geschäftsbereichen Sensors & Actuators und Fuel & Exhaust Management. In den Geschäftsbereichen Engine Systems und Transmission verringerte sich die Beschäftigtenzahl geringfügig. Entwicklung der Division Interior
AbsatzDas Absatzvolumen im Geschäftsbereich Body & Security lag im Geschäftsjahr 2015 deutlich über Vorjahresniveau. Steigerungen wurden besonders in der NAFTA-Region und Asien erzielt. Diese konnten durch neue Projekte in den Produktgruppen Sitzsteuergeräte, Lichtsteuerung und Body Controller erreicht werden. Ebenfalls zeigte das Geschäft mit Reifendruckkontrollsystemen sowie Zugangskontrollsystemen (PASE-System, Passive Start and Entry System) ein deutliches Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Im Geschäftsbereich Infotainment & Connectivity stieg der Absatz spürbar gegenüber dem Vorjahr. Die Stückzahlen von Multimediasystemen zogen aufgrund neuer Produkte auf dem US-Markt und in China erheblich an. Auch bei Radiosystemen konnte ein deutlicher Anstieg in Asien und Amerika die Produktausläufe in Europa mehr als kompensieren. Der Absatz des Geschäftsbereichs Commercial Vehicles & Aftermarket lag über dem Vorjahresniveau. Während das Ersatzteil- und Aftermarket-Geschäft seinen Vorjahreswert aufgrund gestiegener Nachfrage im Bereich Reifendruckkontrolle nur leicht erhöhte, konnte der Bereich Nutzfahrzeuge seinen Absatz aufgrund des Zusatzgeschäfts mit der Maut in Belgien erheblich steigern. Die Verkaufszahlen im Geschäftsbereich Instrumentation & Driver HMI lagen 2015 signifikant über dem Niveau des Vorjahres. Dies wurde vor allem durch Neuanläufe und eine gestiegene Nachfrage in Europa und der NAFTA-Region sowie weiteres Wachstum in China getrieben. Der Anstieg betraf neben der größten Produktgruppe Kombi-Instrumente auch Displays, Head-up-Displays und Touchpads. Umsatzanstieg um 16,5 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 8,3 %2015 erhöhte sich der Umsatz der Division Interior im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16,5 % auf 8.154,8 Mio € (Vj. 7.002,5 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 8,3 %. ![]() Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 16,4 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Interior stieg im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 115,9 Mio € bzw. 16,4 % auf 824,3 Mio € (Vj. 708,4 Mio €) und entspricht 10,2 % (Vj. 10,1 %) des bereinigten Umsatzes. Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 32,8 %Die Division Interior verzeichnete 2015 einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 198,6 Mio € bzw. 32,8 % auf 804,5 Mio € (Vj. 605,9 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 9,9 % (Vj. 8,7 %). Die Kapitalrendite (ROCE) lag bei 19,2 % (Vj. 15,9 %). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) reduzierten das operative Ergebnis (EBIT) um 17,4 Mio € (Vj. 92,3 Mio €). Sondereffekte 2015In der Division Interior ergab sich aus der Veräußerung eines Geschäftsbereichs eine Kaufpreisanpassung, die zu einem Aufwand in Höhe von 0,3 Mio € führte. Aus einer Wertminderung auf Sachanlagen resultierte ein Aufwand in Höhe von 0,3 Mio €. Zudem führte die Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen zu einem Ertrag in Höhe von insgesamt 3,8 Mio €. Für die Division Interior beträgt die Entlastung durch Sondereffekte im Jahr 2015 insgesamt 3,2 Mio €. Sondereffekte 2014In der Division Interior resultierte aus der Veräußerung von Teilaktivitäten des Geschäftsbereichs Infotainment & Connectivity am Standort Rambouillet, Frankreich, ein Verlust in Höhe von 7,3 Mio €. In diesem Zusammenhang entstanden zudem Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 4,2 Mio €. Aus weiteren Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen resultierte in der Division Interior ein Aufwand in Höhe von 1,6 Mio €. Aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen entstand ein positiver Sondereffekt in Höhe von insgesamt 1,2 Mio €. Mit Wirkung zum 30. September 2014 wurden Teilaktivitäten des Geschäftsbereichs Body & Security an ein neu gegründetes Gemeinschaftsunternehmen veräußert. Aus dieser Transaktion resultierte in der Division Interior ein positiver Sondereffekt in Höhe von insgesamt 1,7 Mio €. Für die Division Interior ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2014 in Höhe von insgesamt 10,2 Mio €. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. BeschaffungDas Jahr 2015 war geprägt von weiterhin stabilen Beschaffungsmärkten, in denen der Bedarf an elektronischen und elektromechanischen Komponenten lieferantenseitig vollumfänglich bedient werden konnte. Der Anteil von Displays am gesamten Beschaffungsvolumen und deren Größe sind weiter angestiegen. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg gegenüber dem Vorjahr um 126,4 Mio € bzw. 22,1 % auf 697,3 Mio € (Vj. 570,9 Mio €) und lag damit bei 8,6 % vom Umsatz (Vj. 8,2 %). AbschreibungenDie Abschreibungen verringerten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 um 62,7 Mio € auf 277,7 Mio € (Vj. 340,4 Mio €) und betragen 3,4 % vom Umsatz (Vj. 4,9 %). Darin enthalten ist im Jahr 2015 eine Wertminderung in Höhe von 0,3 Mio € (Vj. 5,8 Mio €). Operative AktivaDie operativen Aktiva der Division Interior erhöhten sich zum 31. Dezember 2015 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 637,0 Mio € auf 4.405,3 Mio € (Vj. 3.768,3 Mio €). Das Working Capital stieg um 108,7 Mio € auf 674,7 Mio € (Vj. 566,0 Mio €). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsaufbau von 70,4 Mio € auf 643,0 Mio € (Vj. 572,6 Mio €). Die operativen Forderungen erhöhten sich zum Stichtag um 251,4 Mio € auf 1.367,2 Mio € (Vj. 1.115,8 Mio €). Die operativen Verbindlichkeiten stiegen um 213,1 Mio € auf 1.335,5 Mio € (Vj. 1.122,4 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte wiesen einen Betrag von 4.220,9 Mio € (Vj. 3.607,3 Mio €) auf und lagen damit um 613,6 Mio € über dem Vorjahreswert. Der Goodwill erhöhte sich um 215,0 Mio € auf 2.402,3 Mio € (Vj. 2.187,3 Mio €). Die Erhöhung resultierte neben Währungskurseffekten in Höhe von 31,7 Mio € aus dem Erwerb von Elektrobit Automotive in Höhe von 183,3 Mio €. Das Sachanlagevermögen liegt mit 1.229,3 Mio € um 103,2 Mio € über dem Vorjahresniveau von 1.126,1 Mio €. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 267,0 Mio € auf 455,3 Mio € (Vj. 188,3 Mio €). Maßgeblich für diese Erhöhung ist der Erwerb von Elektrobit Automotive mit einem Anteil von 242,0 Mio €. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 17,4 Mio € (Vj. 92,3 Mio €) reduzierten den Wert der immateriellen Vermögenswerte. Insgesamt führte der Erwerb von Elektrobit Automotive im Rahmen eines Share Deal zu einem Anstieg der operativen Aktiva der Division Interior in Höhe von 447,1 Mio €. Weitere Konsolidierungskreisveränderungen oder Asset Deals hatten keine Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Geschäftsjahr mit 60,6 Mio € (Vj. 88,3 Mio €) erhöhend auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division Interior aus. Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division Interior stiegen gegenüber dem Geschäftsjahr 2014 um 377,5 Mio € auf 4.192,0 Mio € (Vj. 3.814,5 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang der Division Interior erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 49,9 Mio € auf 336,0 Mio € (Vj. 286,1 Mio €). Die Investitionsquote beträgt wie im Vorjahr 4,1 %. Neben dem Ausbau der Produktionskapazitäten in den deutschen Standorten wurde ebenfalls in Standorte in China, Tschechien, Mexiko, Rumänien und den USA investiert. Der Schwerpunkt der Investitionen lag auf der Erweiterung von Fertigungskapazitäten für die Geschäftsbereiche Body & Security sowie Instrumentation & Driver HMI. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl der Division Interior erhöhte sich um 4.407 auf 40.462 Personen (Vj. 36.055). Der Personalaufbau ist auf den kontinuierlichen Ausbau im Bereich Forschung und Entwicklung sowie auf die Anpassung an gestiegene Volumina zurückzuführen, wobei insbesondere in Niedriglohnländern Kapazitäten erhöht wurden. Der Aufbau betrifft die Geschäftsbereiche Body & Security, Infotainment & Connectivity, Commercial Vehicles & Aftermarket und Instrumentation & Driver HMI. Zudem führten der weltweite Ausbau des Geschäftsbereichs Intelligent Transportation Systems sowie die Akquisition von Elektrobit Automotive zu einem Anstieg der Beschäftigtenzahlen. Rubber Groupscroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Die Rubber Group umfasst zwei Divisionen:
Die insgesamt 14 Geschäftsbereiche erzielten im Berichtsjahr 40 % des Konzernumsatzes. Die Rubber Group profitierte 2015 weiterhin vom Preisverfall an den Rohstoffmärkten. Insbesondere die Preise für Vorprodukte von Gummimischungen gaben erneut nach. Zurückzuführen war diese Entwicklung u. a. auf die Wachstumsabschwächung in China. Dadurch ergaben sich eine insgesamt gute Materialverfügbarkeit und ein niedriges Preisniveau für wichtige Referenzmaterialien, wie z. B. Rohöl. Negativ wirkten sich allerdings Währungskursentwicklungen aus. So fiel die Preisreduktion der Rohstoffe im Euroraum aufgrund des schwachen Euro geringer aus. In einigen Ländern wurden währungskursbedingte Preisanstiege gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Entwicklung der Division Reifen
AbsatzDie Verkaufszahlen im Pkw-Erstausrüstungsgeschäft lagen rund 6 % über Vorjahresniveau. Während wir in den Regionen EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) und APAC (Asien und Pazifik-Region) zulegen konnten, zeigte die Region The Americas (Nord-, Mittel- und Südamerika) eine rückläufige Entwicklung. Im Pkw-Reifenersatzgeschäft blieb der Absatz im Geschäftsbereich EMEA auf Vorjahresniveau, während in den übrigen Geschäftsbereichen des Pkw-Reifenersatzgeschäfts der Absatz weiter ausgebaut werden konnte. Im Nutzfahrzeugreifengeschäft stiegen die Absatzzahlen um rund 5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Umsatzanstieg um 6,4 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 1,0 %2015 erhöhte sich der Umsatz der Division Reifen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,4 % auf 10.408,8 Mio € (Vj. 9.784,4 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 1,0 %. ![]() Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 13,6 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Reifen stieg im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 252,4 Mio € bzw. 13,6 % auf 2.109,0 Mio € (Vj. 1.856,6 Mio €) und entspricht 20,4 % (Vj. 19,0 %) des bereinigten Umsatzes. Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 14,0 %Die Division Reifen verzeichnete 2015 einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 255,8 Mio € bzw. 14,0 % auf 2.085,2 Mio € (Vj. 1.829,4 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 20,0 % (Vj. 18,7 %). Die Kapitalrendite (ROCE) lag bei 39,2 % (Vj. 37,1 %). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) reduzierten das operative Ergebnis (EBIT) um 7,8 Mio € (Vj. 5,5 Mio €). Sondereffekte 2015Aus Wertminderungen auf Sachanlagen resultierte ein Aufwand in Höhe von insgesamt 6,8 Mio €. Betroffen sind die Standorte Modipuram und Partapur, Indien, mit 5,2 Mio € sowie Puchov, Slowakei, mit 1,6 Mio €. Aus der Veräußerung der Anteile an der General Tyre East Africa Ltd., Arusha, Tansania, ergab sich in der Division Reifen ein Ertrag in Höhe von 0,9 Mio €. Aus Erwerben von Gesellschaften ergaben sich nachträgliche Kaufpreisanpassungen, die insgesamt zu einem Ertrag in Höhe von 1,7 Mio € führten. Für die Division Reifen beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2015 insgesamt 4,2 Mio €. Sondereffekte 2014Im Zusammenhang mit der Einstellung der Pkw-Reifenproduktion im Werk Clairoix, Frankreich, hatte eine größere Anzahl von Mitarbeitern der Continental France SNC, Sarreguemines, Frankreich, bei den Arbeitsgerichten in Compiègne und Soissons, Frankreich, Klagen gegen diese Konzerngesellschaft und teilweise auch gegen die Continental AG eingereicht. Am 30. August 2013 hatte das Arbeitsgericht in Compiègne die Continental France SNC und die Continental AG zu Schadenersatz wegen angeblich rechtswidriger Entlassung der Mitarbeiter verurteilt. Die Berufung der Continental gegen diese Entscheidung wurde am 30. September 2014 vom Berufungsgericht Amiens, Frankreich, abgewiesen. Continental hat erneut Rechtsmittel (Kassation) eingelegt. Gleichwohl ist nicht auszuschließen, dass die Verpflichtung zum Schadenersatz auch nach rechtskräftigem Abschluss des Verfahrens ganz oder teilweise aufrechterhalten wird. Aus diesem Anlass wurde in der Division Reifen eine weitere Rückstellung in Höhe von 26,1 Mio € gebildet. Zudem entstanden positive Sondereffekte in Höhe von insgesamt 0,5 Mio €. Für die Division Reifen ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2014 in Höhe von insgesamt 25,6 Mio €. BeschaffungNach einem leichten Anstieg der Rohstoffpreise im zweiten Quartal 2015 war das zweite Halbjahr für die Division Reifen von erneut fallenden Preisen geprägt. Die Rohstoffmärkte standen dabei ganz im Zeichen der Wachstumsabschwächung in China. Insbesondere die Preise für Kautschuke und Ruß, letzterer getrieben durch einen niedrigen Preis für Rohöl, zeigten eine erneut schwache Entwicklung. Im Durchschnitt blieb das Gesamtjahr 2015 damit unter dem Preisniveau des Vorjahres. In einigen Ländern aber, wie etwa in Brasilien und Südafrika, zeigte sich währungskursbedingt ein deutlich geringerer positiver Effekt bzw. sogar ein Anstieg der Rohstoffpreise. Auch in Europa hatte der Währungskurs einen negativen Einfluss auf Güter, die in US-Dollar beschafft werden. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg gegenüber dem Vorjahr um 28,0 Mio € bzw. 12,9 % auf 244,9 Mio € (Vj. 216,9 Mio €) und lag damit bei 2,4 % vom Umsatz (Vj. 2,2 %). AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 um 67,7 Mio € auf 519,1 Mio € (Vj. 451,4 Mio €) und entsprechen 5,0 % vom Umsatz (Vj. 4,6 %). Darin enthalten sind im Jahr 2015 Wertminderungen in Höhe von insgesamt 6,8 Mio € (im Vorjahr gab es keine Wertminderungen bzw. Wertaufholungen). Operative AktivaDie operativen Aktiva der Division Reifen erhöhten sich zum 31. Dezember 2015 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 193,3 Mio € auf 5.076,0 Mio € (Vj. 4.882,7 Mio €). Das Working Capital stieg um 148,9 Mio € auf 2.213,8 Mio € (Vj. 2.064,9 Mio €). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsaufbau von 20,4 Mio € auf 1.352,8 Mio € (Vj. 1.332,4 Mio €). Der Gesamtbestand der operativen Forderungen erhöhte sich zum Stichtag um 147,2 Mio € auf 1.958,2 Mio € (Vj. 1.811,0 Mio €). Die operativen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 18,7 Mio € auf 1.097,2 Mio € (Vj. 1.078,5 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte wiesen einen Betrag von 3.795,2 Mio € (Vj. 3.586,4 Mio €) auf und lagen damit um 208,8 Mio € über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Zunahme des Sachanlagevermögens um 168,8 Mio € auf 3.436,1 Mio € (Vj. 3.267,3 Mio €). Der Goodwill erhöhte sich um 24,1 Mio € auf 176,1 Mio € (Vj. 152,0 Mio €). Neben geringfügigen Währungskurseffekten ist diese Entwicklung mit 15,5 Mio € auf den Erwerb der A-Z Formen- und Maschinenbau GmbH, Runding-Langwitz, Deutschland, und der AZ-CZECH s.r.o., Meclov, Tschechien, sowie mit 7,6 Mio € auf den Erwerb der Hill Tire Company, Inc., Forest Park, USA, zurückzuführen. Insgesamt führte die Akquisition der Hill Tire Company, Inc., Forest Park, USA, im Rahmen eines Share Deal zu einem Anstieg der operativen Aktiva der Division Reifen in Höhe von 11,3 Mio €. Der Erwerb der A-Z Formen- und Maschinenbau GmbH, Runding-Langwitz, Deutschland, sowie der AZ-CZECH s.r.o., Meclov, Tschechien, führte zu einem Anstieg der operativen Aktiva in Höhe von 7,5 Mio €. Weitere Konsolidierungskreisveränderungen oder Asset Deals hatten keine nennenswerten Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Berichtsjahr mit 23,0 Mio € (Vj. 99,2 Mio €) erhöhend auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division Reifen aus. Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division Reifen stiegen gegenüber dem Geschäftsjahr 2014 um 390,2 Mio € auf 5.322,2 Mio € (Vj. 4.932,0 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang der Division Reifen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 66,1 Mio € auf 658,2 Mio € (Vj. 724,3 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 6,3 % (Vj. 7,4 %). In der Division Reifen wurden die Fertigungskapazitäten in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Asien ausgebaut. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Werkerweiterungen in Sumter, USA; Hefei, China; Otrokovice, Tschechien; und Puchov, Slowakei. Im Reifenwerk Korbach, Deutschland, wurde in den Aufbau des neuen High Technology Performance Center investiert. Weiterhin wurden Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kostensenkung durchgeführt. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl der Division Reifen erhöhte sich um 1.617 auf 48.955 Personen (Vj. 47.338). In den Produktionsgesellschaften führte der kontinuierliche Ausbau der Werke in Kaluga, Russland, sowie Sumter, USA, und Hefei, China, zu einem Anstieg der Beschäftigtenzahl. Des Weiteren ist die Erhöhung der Mitarbeiteranzahl auf Expansionsprojekte im Bereich der Formenzulieferung sowie in den Vertriebs- und Handelsgesellschaften, insbesondere durch den Erwerb der A-Z Formen- und Maschinenbau GmbH, Runding-Langwitz, Deutschland, sowie der AZ-CZECH s.r.o., Meclov, Tschechien, und der Hill Tire Company, Inc., Forest Park, USA, zurückzuführen. Entwicklung der Division ContiTech
Umsatzanstieg um 36,5 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 3,9 %2015 erhöhte sich der Umsatz der Division ContiTech im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 36,5 % auf 5.367,8 Mio € (Vj. 3.931,2 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 3,9 %. Sowohl in der Automobilerstausrüstung als auch im Ersatzgeschäft konnte der Umsatz im Berichtsjahr gesteigert werden. Im Industriebereich wurde das Vorjahresniveau nicht erreicht. ![]() Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 0,5 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division ContiTech verringerte sich im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Mio € bzw. 0,5 % auf 435,0 Mio € (Vj. 437,2 Mio €) und entspricht 10,4 % (Vj. 11,1%) des bereinigten Umsatzes. Rückgang des EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten um 11,3 %Um eine bessere Vergleichbarkeit der operativen Geschäftsentwicklung der Division ContiTech einschließlich Veyance Technologies zu erhalten, wird 2015 die Kennzahl EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten berichtet. Im Jahr 2015 verringerte sich das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten in der Division ContiTech im Vergleich zum Vorjahr um 49,2 Mio € bzw. 11,3 % auf 388,0 Mio € (Vj. 437,2 Mio €). Die darauf berechnete Umsatzrendite verringerte sich auf 7,2 % (Vj. 11,1 %). Das operative Ergebnis (EBIT) wie auch das EBIT vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) und Sondereffekten sind dabei 2015 von Integrationskosten und Einmalaufwendungen für Veyance Technologies in Höhe von insgesamt 71,6 Mio € beeinflusst. Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 60,6 %Die Division ContiTech verzeichnete 2015 einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 262,7 Mio € bzw. 60,6 % auf 170,6 Mio € (Vj. 433,3 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 3,2 % (Vj. 11,0 %). Die Kapitalrendite (ROCE) lag bei 5,3 % (Vj. 30,8 %). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) reduzierten das operative Ergebnis (EBIT) um 103,7 Mio € (Vj. 6,2 Mio €). Sondereffekte 2015In der Division ContiTech wird aufgrund nicht erhaltener Folgeaufträge ein stufenweiser Abbau des Standorts Salzgitter, Deutschland, erfolgen. In diesem Zusammenhang entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 15,7 Mio €, wovon 0,3 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen. Aus der Schließung des Standorts Bowmanville, Kanada, resultierten Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 19,9 Mio €, wovon 7,4 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen. In der Division ContiTech entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 8,2 Mio € für den Standort Tianjin, China. Darin sind Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 6,5 Mio € enthalten. Aufgrund der aktuellen Marktsituation im Minengeschäft und Ölfördergeschäft ergaben sich darüber hinaus für den Geschäftsbereich Conveyor Belt Group Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von insgesamt 71,9 Mio €. Davon sind die Standorte Aneng, China, mit 44,8 Mio €, Bayswater, Australien, mit 25,3 Mio €, Thetford, Vereinigtes Königreich, mit 1,3 Mio € sowie Perth, Australien, mit 0,5 Mio € betroffen. Aus Veräußerungen und Erwerben von Gesellschaften und Geschäftsbereichen ergaben sich Kaufpreisanpassungen, die insgesamt zu einem Ertrag in Höhe von 0,4 Mio € führten. Aus negativen Unterschiedsbeträgen aus Kaufpreisallokation resultierte ein Ertrag in Höhe von 1,6 Mio €. Für die Division ContiTech beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2015 insgesamt 113,7 Mio €. Sondereffekte 2014In der Division ContiTech resultierte insgesamt ein Ertrag aus negativen Unterschiedsbeträgen aus Kaufpreisallokationen in Höhe von 2,3 Mio €. Hiervon entfielen 0,7 Mio € auf den Geschäftsbereich Fluid Technology und 0,6 Mio € auf den Geschäftsbereich Benecke-Kaliko Group. Zudem ergab sich 1,0 Mio € aus der finalen Kaufpreisallokation einer Transaktion aus dem Jahr 2013 im Geschäftsbereich Conveyor Belt Group. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. BeschaffungIm Zuge der weiterhin schwachen Nachfrage auf den Rohstoffmärkten konnte die Division ContiTech erneut von fallenden Preisen profitieren. Insbesondere die Preise für Kautschuke und Ruß notierten unter dem Vorjahr. Letzterer verbilligte sich als Folge des nachhaltig niedrigen Preisniveaus für Rohöl. Durch die Abschwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar fiel die Preisreduktion im Euroraum allerdings niedriger aus. In einigen Ländern, wie etwa Brasilien, sorgte die Währungskursentwicklung sogar für ein höheres Materialpreisniveau als im Vorjahr. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg gegenüber dem Vorjahr um 22,2 Mio € bzw. 26,0 % auf 107,5 Mio € (Vj. 85,3 Mio €) und lag damit bei 2,0 % vom Umsatz (Vj. 2,2 %). AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 um 288,1 Mio € auf 406,6 Mio € (Vj. 118,5 Mio €) und betragen 7,6 % vom Umsatz (Vj. 3,0 %). Darin enthalten sind im Jahr 2015 Wertminderungen in Höhe von insgesamt 86,1 Mio € (im Vorjahr gab es keine Wertminderungen bzw. Wertaufholungen). Operative AktivaDie operativen Aktiva der Division ContiTech erhöhten sich zum 31. Dezember 2015 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 1.602,9 Mio € auf 3.009,0 Mio € (Vj. 1.406,1 Mio €). Diese Erhöhung resultierte im Wesentlichen aus dem Erwerb von Veyance Technologies. Das Working Capital erhöhte sich um 326,1 Mio € auf 934,1 Mio € (Vj. 608,0 Mio €). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsaufbau von 231,0 Mio € auf 646,8 Mio € (Vj. 415,8 Mio €). Die operativen Forderungen erhöhten sich zum Stichtag um 257,6 Mio € auf 895,0 Mio € (Vj. 637,4 Mio €). Die operativen Verbindlichkeiten stiegen um 162,5 Mio € auf 607,7 Mio € (Vj. 445,2 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte wiesen einen Betrag von 2.382,9 Mio € (Vj. 973,9 Mio €) auf und lagen damit um 1.409,0 Mio € über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Zunahme der immateriellen Vermögenswerte um 571,1 Mio € auf 611,4 Mio € (Vj. 40,3 Mio €) sowie der Zunahme des Sachanlagevermögens um 516,9 Mio € auf 1.331,7 Mio € (Vj. 814,8 Mio €). Auch der Goodwill erhöhte sich maßgeblich durch den Erwerb von Veyance Technologies in Höhe von 305,4 Mio € sowie durch Währungskurseffekte in Höhe von 13,0 Mio € um 318,4 Mio € auf 415,0 Mio € (Vj. 96,6 Mio €). Insgesamt führte der Erwerb von Veyance Technologies im Rahmen eines Share Deal zu einem Anstieg der operativen Aktiva der Division ContiTech in Höhe von 1.848,1 Mio €. Weitere Konsolidierungskreisveränderungen oder Asset Deals hatten keine nennenswerten Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Geschäftsjahr mit 46,2 Mio € (Vj. 29,7 Mio €) erhöhend auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division ContiTech aus. Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division ContiTech stiegen gegenüber dem Geschäftsjahr 2014 um 1.827,2 Mio € auf 3.234,4 Mio € (Vj. 1.407,2 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang der Division ContiTech erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 54,6 Mio € auf 245,2 Mio € (Vj. 190,6 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 4,6 % (Vj. 4,8 %). In der Division ContiTech wurden die Produktionsanlagen an deutschen Standorten sowie in China, Ungarn, USA und Mexiko aus- und aufgebaut. Es wurden insbesondere die Fertigungskapazitäten für die Geschäftsbereiche Fluid Technology und Benecke-Kaliko Group erweitert. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Werkneubauten für die Geschäftsbereiche Benecke-Kaliko Group und Elastomer Coatings in Changzhou und Changshu, China. Darüber hinaus wurde in Jorf Lasfar, Marokko, in den Aufbau einer Produktionsstätte für den Geschäftsbereich Conveyor Belt Group investiert. In allen Geschäftsbereichen wurden Investitionen zur Rationalisierung bestehender Produktionsabläufe durchgeführt. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl der Division ContiTech erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 9.873 Personen auf 42.648 (Vj. 32.775). Die Erhöhung der Mitarbeiterzahl ist insbesondere auf den Erwerb von Veyance Technologies zurückzuführen. Darüber hinaus erhöhte sich die Mitarbeiterzahl aufgrund von Volumenanstiegen in den Geschäftsbereichen Fluid Technology sowie Benecke-Kaliko Group. Im Geschäftsbereich Conveyor Belt Group verringerte sich die Anzahl der Mitarbeiter im Zuge von Restrukturierungs- und Konsolidierungsprogrammen, vor allem an den Standorten Tianjin, China, und Santiago de Chile, Chile. Die Continental AG > Kurzfassung nach HGBErgänzend zur Konzernberichterstattung erläutern wir im Folgenden separat die Entwicklung der Muttergesellschaft.Der Jahresabschluss der Continental AG wird - anders als der Konzernabschluss - nach deutschem Handelsrecht (HGB, AktG) aufgestellt. Der Lagebericht der Continental AG wird gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des Continental-Konzerns zusammengefasst, weil die künftigen Risiken und Chancen der Muttergesellschaft und ihre voraussichtliche Entwicklung untrennbar mit dem Konzern verbunden sind. Ergänzend dient die nachfolgende Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie der Vermögens- und Finanzlage der Muttergesellschaft dem Verständnis des Vorschlags des Vorstands zur Ergebnisverwendung. Die Continental AG übt eine reine Leitungs- und Holdingfunktion für den Continental-Konzern aus. Um dem Holdingcharakter der Continental AG gerecht zu werden, wird in der Gewinn- und Verlustrechnung das Beteiligungsergebnis vorangestellt. Die Bilanzsumme verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 774,4 Mio € auf 18.253,9 Mio € (Vj. 19.028,3 Mio €). Die Veränderung auf der Aktivseite ist im Wesentlichen auf die Verminderung der Wertpapiere des Umlaufvermögens um 259,7 Mio € sowie die Verminderung der flüssigen Mittel in Höhe von 919,5 Mio € zurückzuführen. Gegenläufig hierzu verhält sich der Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 451,5 Mio € auf 7.081,7 Mio € (Vj. 6.630,2 Mio €). scroll
Das Finanzanlagevermögen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 76,5 Mio € auf 10.997,2 Mio € (Vj. 11.073,7 Mio €) und bildet nunmehr einen Anteil von 60,3 % an der Bilanzsumme nach 58,2 % im Vorjahr. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus der im Berichtsjahr möglich gewordenen teilweisen Verrechnung des Deckungsvermögens aus dem Treuhandvermögen des Continental Pension Trust e. V. mit den entsprechenden Pensionsverpflichtungen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich um 7,0 Mio € auf 23,5 Mio € (Vj. 16,5 Mio €). Der Zugang resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der sonstigen Kostenabgrenzungen. Auf der Passivseite erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 330,7 Mio € auf 9.157,3 Mio € (Vj. 8.826,6 Mio €), entsprechend 3,7 %. Gegenläufig hierzu verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1.385,2 Mio € auf 959,0 Mio € (Vj. 2.344,2 Mio €). Der Rückgang ist insbesondere auf die vorzeitigen Teilrückzahlungen des im April 2016 fälligen Festdarlehens des syndizierten Kredits in Höhe von 1.150,0 Mio € zurückzuführen. Das Festdarlehen beträgt damit zum Bilanzstichtag 350,0 Mio € (Vj. 1.500,0 Mio €). Weiterhin resultierte der Rückgang aus der geringeren Inanspruchnahme von Forderungsverkaufsprogrammen. Am Jahresende 2015 verringerten sich die Forderungsverkäufe um 210,0 Mio € auf 130,0 Mio € (Vj. 340,0 Mio €). Die Rückstellungen erhöhten sich um 13,5 Mio € auf 763,7 Mio € (Vj. 750,2 Mio €), bedingt durch den Anstieg der Steuerrückstellungen um 65,0 Mio € sowie der sonstigen Rückstellungen um 7,6 Mio €. Gegenläufig hierzu verringerten sich die Rückstellungen für Pensionen um 59,1 Mio € auf 180,8 Mio € (Vj. 239,9 Mio €). Der Rückgang resultierte aus der im Berichtsjahr möglich gewordenen teilweisen Verrechnung des Deckungsvermögens aus dem Treuhandvermögen des Continental Pension Trust e. V. mit den entsprechenden Pensionsverpflichtungen. Das Eigenkapital hat sich um 265,0 Mio € auf 5.760,0 Mio € (Vj. 5.495,0 Mio €) erhöht. Die Minderung aufgrund der Dividendenzahlung für 2014 in Höhe von 650,0 Mio € wurde durch den im Geschäftsjahr 2015 erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von 915,0 Mio € ausgeglichen. Die Eigenkapitalquote hat sich dadurch und durch die gesunkene Bilanzsumme von 28,9 % auf 31,6 % erhöht. Das Beteiligungsergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 611,5 Mio € auf 1.336,2 Mio € (Vj. 724,7 Mio €). Wie im Vorjahr setzt sich das Beteiligungsergebnis überwiegend aus den Ergebnisabführungen der Tochterunternehmen zusammen. Die Erträge aus Gewinnabführung resultierten im Wesentlichen aus der Continental Caoutchouc-Export-GmbH, Hannover, in Höhe von 489,4 Mio €, der Continental Automotive GmbH, Hannover, in Höhe von 295,3 Mio €, der Formpolster GmbH, Hannover, in Höhe von 263,5 Mio € sowie der UMG Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover, in Höhe von 62,3 Mio €. Darüber hinaus wurde ein Beteiligungsertrag von der Continental Teves AG & Co. OHG, Frankfurt a. M., in Höhe von 170,0 Mio € vereinnahmt. Die sonstigen betrieblichen Erträge und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten wie im Vorjahr insbesondere Aufwendungen und Erträge aus Konzernumlagen sowie Kostengutschriften und -belastungen von bzw. für andere Konzernunternehmen. Das negative Zinsergebnis des Geschäftsjahres 2015 verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 17,3 Mio € auf 100,2 Mio € (Vj. 117,5 Mio €). Die Zinsaufwendungen reduzierten sich dabei um 10,7 Mio € auf 149,4 Mio € (Vj. 160,1 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang der Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Eine weitere Entlastung des Zinsergebnisses ist auf die Ende April 2014 erfolgte Refinanzierung des syndizierten Kredits zurückzuführen, die zu einem im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich niedrigeren Margenniveau geführt hat. Darüber hinaus ist der Rückgang der Zinsaufwendungen auf die im vierten Quartal 2015 erfolgten vorzeitigen Teilrückzahlungen des Festdarlehens aus dem syndizierten Kredit in Höhe von insgesamt 1.150,0 Mio € zurückzuführen. Die Zinserträge erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Mio € auf 49,2 Mio € (Vj. 42,6 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Zinsen und ähnlichen Erträge aus verbundenen Unternehmen. scroll
Der Steueraufwand in Höhe von 140,8 Mio € (Vj. 71,9 Mio €) resultierte aus laufendem Aufwand in Deutschland und nicht anrechenbarer ausländischer Quellensteuer. Nach Berücksichtigung dieser Steueraufwendungen weist die Continental AG einen Jahresüberschuss in Höhe von 915,0 Mio € (Vj. 335,8 Mio €) aus. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern beträgt 15,9 % (Vj. 6,1 %). Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 99,2 Mio € ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 1.014,2 Mio €. Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung vor, die Auszahlung einer Dividende von 3,75 € je Stückaktie zu beschließen. Die Ausschüttungssumme beträgt somit bei 200.005.983 dividendenberechtigten Aktien 750.022.436,25 €. Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Für das Geschäftsjahr 2016 erwarten wir steigende Erträge aus Ergebnisabführungen und Beteiligungserträgen der Tochtergesellschaften. Sonstige Angaben> AbhängigkeitsberichtSchlusserklärung zum Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktGDie Continental AG war im Geschäftsjahr 2015 ein von der INA-Holding Schaeffler GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, abhängiges Unternehmen i. S. d. § 312 AktG. Der Vorstand der Continental AG hat deshalb gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält: "Wir erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. In dem Umfang, in dem die Gesellschaft hierdurch benachteiligt worden ist, wurde ihr vor Ablauf des Geschäftsjahres 2015 als Ausgleich ein Rechtsanspruch auf einen adäquaten Vorteil eingeräumt. Dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, ist die Gesellschaft nicht benachteiligt worden." Übernahmerelevante Angaben und ErläuterungenBerichterstattung nach § 289 Abs. 4 HGB bzw. § 315 Abs. 4 HGB1. Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 512.015.316,48 €. Es ist eingeteilt in 200.005.983 Stückaktien. Bei den Aktien handelt es sich ausnahmslos um Stammaktien, verschiedene Aktiengattungen sind nicht ausgegeben und in der Satzung nicht vorgesehen. Jede der Aktien ist ab dem Zeitpunkt der Entstehung stimm- und dividendenberechtigt. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme (§ 20 Abs. 1 der Satzung). 2. Beteiligungen am Kapital, die zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreitenZu den Beteiligungen am Kapital, die zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreiten (gemeldete Beteiligungshöhe), wird auf die Angaben im Anhang (Kapitel 38), Mitteilungen nach dem WpHG, verwiesen. 3. Inhaber von Aktien mit SonderrechtenAktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. 4. Art der Stimmrechtskontrolle bei ArbeitnehmerbeteiligungenArbeitnehmer, die am Kapital beteiligt sind und die Stimmrechtskontrolle nicht unmittelbar ausüben, sind der Gesellschaft nicht bekannt. 5. Vorschriften zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzunga) Gemäß Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern, im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Anzahl der Vorstandsmitglieder. Die Bestellung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgen gemäß § 84 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Danach ist für Bestellung und Abberufung eines Vorstandsmitglieds der Aufsichtsrat zuständig. Er entscheidet mit einer Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder. Kommt diese Mehrheit nicht zustande, so hat der sogenannte Vermittlungsausschuss innerhalb eines Monats nach der Abstimmung dem Aufsichtsrat einen Vorschlag für die Bestellung zu unterbreiten. Neben dem Vorschlag des Vermittlungsausschusses können dem Aufsichtsrat auch andere Vorschläge unterbreitet werden. Bei Abstimmung über die dem Aufsichtsrat unterbreiteten Vorschläge ist die einfache Stimmenmehrheit ausreichend. Für den Fall, dass die Abstimmung Stimmengleichheit ergibt, hat der Aufsichtsratsvorsitzende gemäß § 31 Abs. 4 MitbestG bei einer erneuten Abstimmung zwei Stimmen. b) Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung vorgenommen. Die Hauptversammlung hat in § 20 Abs. 3 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen. Beschlüsse der Hauptversammlung zu einer Satzungsänderung werden gemäß § 20 Abs. 2 der Satzung in der Regel mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, sofern nicht zwingende Vorschriften des Gesetzes oder die Satzung jeweils etwas anderes vorschreiben. Das Gesetz schreibt zwingende Kapitalmehrheiten von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals z. B. für Satzungsänderungen vor, die mit wesentlichen Kapitalmaßnahmen einhergehen, wie etwa Beschlüsse über die Schaffung von genehmigtem oder bedingtem Kapital. 6. Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufena) Der Vorstand kann neue Aktien nur auf der Grundlage von Beschlüssen der Hauptversammlung ausgeben. Am Bilanzstichtag besteht für den Vorstand weder eine Ermächtigung, neue Aktien im Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung (genehmigtes Kapital), noch eine Ermächtigung, Wandel-, Optionsschuldverschreibungen oder andere Finanzinstrumente auszugeben, die zum Bezug neuer Aktien berechtigen könnten. b) Der Vorstand darf Aktien nur unter den in § 71 AktG normierten Voraussetzungen zurückkaufen. Eine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien durch die Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ist dem Vorstand nicht erteilt. 7. Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden WirkungenEs bestehen folgende wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels bei der Continental AG stehen: a) Der am 24. April 2014 abgeschlossene Vertrag über einen syndizierten Kredit in Höhe von 4.500,0 Mio € (Stand zum 31.12.2015: 3.350,0 Mio €) gibt jedem Kreditgeber das Recht, den Vertrag vorzeitig zu kündigen und Rückzahlung der von ihm gewährten Darlehen zu verlangen, falls eine Person oder gemeinsam handelnde Personen die Kontrolle über die Continental AG erwerben und anschließende Verhandlungen über eine Fortsetzung des Kredits zu keiner Einigung geführt haben. Der Begriff "Kontrolle" ist als das Halten von mehr als 50 % der Stimmrechte sowie als Abschluss eines Beherrschungsvertrags im Sinne von § 291 AktG durch die Continental AG als beherrschte Gesellschaft definiert. b) Die von der Continental AG am 9. Juli und am 2. September 2013 ausgegebenen Anleihen mit einem Nominalbetrag von je 750 Mio €. die von einem Tochterunternehmen der Continental AG. der Conti-Gummi Finance B.V.. Maastricht. Niederlande. unter Garantie der Continental AG am 12. September 2013 zu einem Nominalbetrag von ebenfalls 750 Mio € begebene Anleihe sowie die von einem weiteren Tochterunternehmen der Continental AG. der Continental Rubber of America. Corp.. Wilmington. USA. am 19. November 2015 zu einem Nominalbetrag von insgesamt 500 Mio € begebene Anleihe berechtigen jeden Anleihegläubiger. im Fall eines Kontrollwechsels bei der Continental AG ("Change of Control") von der jeweiligen Emittentin zu verlangen. die vom Anleihegläubiger gehaltenen Anleihen zu einem in den Anleihebedingungen festgelegten Kurs einzulösen bzw. zu erwerben. Die Anleihebedingungen definieren Kontrollwechsel als die Veräußerung aller oder aller wesentlichen Vermögenswerte der Gesellschaft an nicht mit der Gesellschaft verbundene Dritte sowie das Halten von mehr als 50 % der Stimmrechte an der Continental AG durch eine Person oder durch mehrere im Sinne des § 2 Abs. 5 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) gemeinsam handelnde Personen infolge Erwerbs oder als Ergebnis einer Verschmelzung oder einer anderen Form des Zusammenschlusses unter Beteiligung der Continental AG. Das Halten von Stimmrechten durch die Schaeffler GmbH (nach Umwandlungen firmierend unter Schaeffler Verwaltung Zwei GmbH). ihre Rechtsnachfolger oder mit ihr verbundene Unternehmen ist kein Kontrollwechsel im Sinne der Anleihebedingungen. Sollte ein Kontrollwechsel im Sinne der vorstehend beschriebenen Vereinbarungen eintreten und ein Vertragspartner oder Anleihegläubiger seine entsprechenden Rechte ausüben. könnten dann erforderlich werdende Anschlussfinanzierungen möglicherweise nicht zu den jetzt bestehenden Konditionen abgeschlossen werden und zu höheren Finanzierungskosten führen. c) Im Jahr 1996 haben die Compagnie Financière du Groupe Michelin. "Senard et Cie". Granges-Paccot. Schweiz. und die Continental AG die MC Projects B.V.. Maastricht. Niederlande. gegründet. an der beide mit je 50 % beteiligt sind. Michelin hat die Rechte an der Uniroyal-Marke für Europa in das Unternehmen eingebracht. Die MC Projects B.V. lizenziert diese Rechte an Continental. Nach den Vereinbarungen kann u. a. diese Lizenz außerordentlich gekündigt werden. wenn ein wesentlicher Reifenwettbewerber mehr als 50 % der Stimmrechte an Continental erwirbt. Darüber hinaus hat Michelin in diesem Fall das Recht. die Mehrheit an der MC Projects B.V. zu erwerben und die MC Projects B.V. zu veranlassen. ihre Minderheitsbeteiligung am Produktionsbetrieb der Continental Barum s.r.o. in Otrokovice. Tschechien. auf 51 % zu erhöhen. Im Fall eines solchen Kontrollwechsels und der Ausübung dieser Rechte könnten sich Einbußen in den Umsatzerlösen der Division Reifen und Einschränkungen bei den ihr zur Verfügung stehenden Produktionskapazitäten ergeben. 8. Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines ÜbernahmeangebotsEntschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft. die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind. bestehen nicht. Vergütung des VorstandsDie Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einer Reihe von Vergütungsbestandteilen. Im Einzelnen handelt es sich um eine Festvergütung. variable Vergütungselemente einschließlich Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sowie Nebenleistungen und betriebliche Altersversorgung. Nähere Einzelheiten einschließlich der individualisierten Bezüge enthält der Vergütungsbericht. der im Corporate Governance-Bericht auf Seite 17 ff. zu finden ist. Der Vergütungsbericht ist Teil des Konzernlageberichts. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGBDie Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist den Aktionären auch auf unserer Internetseite www.continental-corporation.com in der Rubrik Investor Relations unter Corporate Governance zugänglich. NachtragsberichtBis zum 8. Februar 2016 ergaben sich keine Ereignisse oder Entwicklungen, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder Wertansatzes der einzelnen Vermögenswerte und Schuldenposten zum 31. Dezember 2015 geführt hätten. Risiko- und ChancenberichtIm Rahmen des Risiko- und Chancenmanagements wird die Gesamtrisikosituation von Continental konzernweit analysiert und gesteuert.Die Unternehmenssteuerung des Continental-Konzerns ist darauf ausgerichtet, Mehrwert zu schaffen und eine ausgewogene Finanzierung sicherzustellen. Dies bedeutet für uns, den Unternehmenswert jedes einzelnen Geschäftsbereichs und des Gesamtkonzerns nachhaltig zu steigern. Ziel ist, dass Continental dauerhaft eine Kapitalrendite (ROCE) erwirtschaftet, die über unseren durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten liegt. Um unser Ziel der Wertschaffung zu erreichen, wägen wir die sich uns bietenden Chancen und sich ergebende Risiken laufend und verantwortungsbewusst ab. Unter Risiko verstehen wir die Möglichkeit des Eintretens interner oder externer Ereignisse, die das Erreichen unserer strategischen und operativen Ziele negativ beeinflussen können. Als weltweit aktiver Konzern ist Continental vielfältigen Risiken ausgesetzt, die das Geschäft beeinträchtigen und im Extremfall den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Risiken, die sich überschauen und handhaben lassen, akzeptieren wir, wenn die ihnen gegenüberstehenden Chancen eine nachhaltige Wertsteigerung erwarten lassen. Risiko- und Chancenmanagement und internes KontrollsystemGemäß §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 HGB müssen die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess beschrieben werden. In die Berichterstattung sind alle Teile des Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems einzubeziehen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Jahres- und Konzernabschluss haben können. Um Risiken rechtzeitig zu erkennen, ihre Ursachen zu analysieren, sie zu beurteilen und zu vermeiden oder zumindest zu minimieren, existiert ein konzernweites, einheitliches Risikomanagementsystem, das auch das System zur Früherkennung bestandsgefährdender Risiken nach § 91 Abs. 2 AktG umfasst. Das Risikomanagementsystem regelt die Identifikation, Erfassung, Beurteilung, Dokumentation und Berichterstattung von Risiken und ist in die Strategie-, Planungs- und Budgetierungsprozesse des Unternehmens integriert. Durch die Einbindung des Risikomanagements in die Management- und Reportingsysteme stellt Continental sicher, dass das Risikomanagement integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse im Konzern ist. Um in einem komplexen Geschäftsumfeld als Unternehmen erfolgreich agieren zu können und dabei die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen und untergesetzlichen Vorschriften zu sichern, hat die Continental AG ein effektives und integriertes internes Kontrollsystem geschaffen, das in seiner Gesamtheit alle relevanten Geschäftsprozesse umfasst. Das interne Kontrollsystem bildet einen integralen Bestandteil des Risikomanagementsystems. Daher erfolgt eine zusammengefasste Darstellung. Zum Risikomanagementsystem gehört auch das Compliance-Managementsystem, das ausführlich in der Erklärung zur Unternehmensführung (Seite 21) beschrieben ist. Verantwortlich für das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem ist der Vorstand. Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss überwachen und prüfen ihre Wirksamkeit. Dazu umfasst das interne Kontrollsystem Regelungen zur Berichterstattung an den Aufsichtsrat, den Prüfungsausschuss, den Vorstand sowie das Compliance & Risk Management Committee. Das Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem umfassen alle für den Konzernabschluss wesentlichen Tochtergesellschaften. Die konzernweiten Steuerungssysteme haben als wesentliche Elemente eine klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und systemimmanente Kontrollen bei der Abschlusserstellung. Vier-Augen-Prinzip und Funktionstrennung sind grundlegende Prinzipien der Organisation. Darüber hinaus stellt die Geschäftsleitung der Continental durch Richtlinien zur Abschlusserstellung und Bilanzierung, Zugriffsberechtigungen in den IT-Systemen sowie Regelungen zur Einbeziehung von internen und externen Spezialisten eine gesetzeskonforme Rechnungslegung sicher. Die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems wird in wesentlichen Bereichen durch Effektivitätstests der berichtenden Einheiten beurteilt. Die Ergebnisse der Effektivitätstests sind quartalsweise in den Berichterstattungssystemen des Continental-Konzerns zu erfassen und werden anschließend durch das Konzernmanagement beurteilt. Bei etwaigen Schwächen leitet das Konzernmanagement die erforderlichen Maßnahmen ein. ![]() Im Rahmen unseres Chancenmanagements werten wir Markt- und Konjunkturanalysen sowie die Veränderung von rechtlichen Vorschriften (z. B. hinsichtlich von Verbrauchs-, Abgasnormen und Sicherheitsvorschriften) aus und befassen uns mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Automobilbranche, unsere Produktionsfaktoren und die Gestaltung und Weiterentwicklung unseres Produktportfolios. Risikofrüherkennung und -einschätzungDie Verantwortung zur Erkennung und Einschätzung wesentlicher Risiken ist innerhalb des Continental-Konzerns auf verschiedene Ebenen und Organisationseinheiten verteilt. Zur Risikoerkennung, -bewertung und -berichterstattung analysiert das Management jeder Organisationseinheit die wesentlichen Risiken, die in seinen Bereich fallen. Hierfür kann das lokale Management auf verschiedene Instrumente zurückgreifen wie z. B. lokale Betriebsorganisationshandbücher, zentral entwickelte funktionsspezifische Fragebögen oder auch die Prozess- und Kontrollbeschreibungen des "Internal-Controls@Continental"-Systems, die für alle wesentlichen Gesellschaften bestehen. Hier werden die wesentlichen Kontrollen in den Geschäftsprozessen (z. B. Purchase to Pay, Order to Cash, Asset Management, HR, IT-Berechtigungen und Abschlusserstellungsprozess) quartalsweise kontrolliert und auf ihre Effektivität hin untersucht. Die Konzernfunktionen wie z. B. Compliance, Personal, Qualität, Recht, Einkauf, Versicherungen, Systeme & Standards sowie Finanzen & Treasury führen zusätzlich Prüfungen zur Umsetzung der jeweils zu ihrem Zuständigkeitsbereich gehörenden Konzernrichtlinien durch und analysieren die entsprechenden Prozesse auf Effizienz und potenzielle Schwachstellen. Ziel ist, die Einhaltung der Richtlinien zu überwachen, potenzielle Risiken in den Prozessen zu erkennen und die Standardisierung der operativen Prozesse zu unterstützen. Die im beschriebenen Rahmen erkannten Risiken werden nach vorgegebenen Kriterien geordnet und beurteilt. Die Einschätzung eines Risikos bemisst sich in der Regel danach, inwieweit es das operative Ergebnis der Einheit negativ beeinflussen könnte. Die Beurteilung der Risiken und ihrer Auswirkungen erfolgt vornehmlich nach qualitativen Kriterien in verschiedenen Kategorien. Eine Quantifizierung der einzelnen Risiken erfolgt nur bei den Risiken, bei denen eine Einstufung in entsprechende Bandbreiten möglich ist. Ergänzend zu den durch das lokale Management sowie die Konzernfunktionen durchgeführten Risikoanalysen erfolgen Prüfungen durch die Konzernrevision. Um Mitarbeitern und Dritten außerhalb des Konzerns die Möglichkeit zu geben, Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften, Grundwerte und ethische Normen zu melden, hat die Continental AG eine Compliance & Anti-Korruptions-Hotline eingerichtet. Über die Hotline können, soweit gesetzlich zulässig auch anonym, Informationen zu potenziellen Rechtsverletzungen wie Bestechung oder kartellrechtswidrigem Verhalten, aber auch Manipulation im Rahmen der Rechnungslegung mitgeteilt werden. Hinweise an diese Hotline werden von der Konzernrevision und der Compliance-Abteilung geprüft, weiterverfolgt und, soweit erforderlich, mit Unterstützung anderer Funktionen abschließend bearbeitet. RisikoberichterstattungEntsprechend der Risikobeurteilung ist auch die Berichterstattung der identifizierten und analysierten Risiken verschiedenen organisatorischen Ebenen zugeordnet. Die Geschäftseinheiten berichten regelmäßig auf Basis einer umfassenden Risikoinventur über die Veränderungen gemeldeter Risiken und über neue Entwicklungen, die zur Entstehung wesentlicher Risiken führen könnten. Kommt es zu neuen wesentlichen Risiken außerhalb der Regelberichterstattung, sind sie umgehend zu melden. Hierunter fallen auch die Risiken, die im Rahmen der Audits durch die Konzernfunktionen identifiziert worden sind. Um Ursachen möglicher Risiken frühzeitig zu erkennen, analysiert das zentrale Controlling die im Rahmen des Reporting genannten Kennzahlen zusätzlich auf Konzern- und Divisionsebene. Der Vorstand von Continental wird durch das Compliance & Risk Management Committee regelmäßig über bestehende Risiken, deren Beurteilung sowie die ergriffenen Maßnahmen informiert. Des Weiteren erfolgt eine Berichterstattung an die Managementebenen unterhalb des Vorstands in Abhängigkeit von ihrem Verantwortungsbereichs. Auch der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats wird regelmäßig über die wesentlichen Risiken, etwaige Kontrollschwächen und ergriffene Maßnahmen informiert. Darüber hinaus soll der Abschlussprüfer dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats über Schwächen im rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem berichten, die der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Prüfungstätigkeit festgestellt hat. RisikosteuerungFür jedes identifizierte und als erheblich eingeschätzte Risiko leitet das verantwortliche Management geeignete Gegenmaßnahmen ein, die auch in den Reportingsystemen dokumentiert werden. Die identifizierten Risiken werden durch das Compliance & Risk Management Committee auf Konzernebene überwacht und konsolidiert. Es berichtet dem Vorstand regelmäßig und empfiehlt ggf. weitere Maßnahmen. Der Vorstand erörtert und beschließt diese Maßnahmen und berichtet dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Die zuständigen Gremien überwachen laufend die Entwicklung aller identifizierten Risiken und den Stand der eingeleiteten Maßnahmen. Die Konzernrevision überprüft regelmäßig den Risikomanagementprozess, wodurch dessen Effizienz und Weiterentwicklung sichergestellt sind. Wesentliche RisikenDie Reihenfolge der dargestellten Risiken innerhalb der vier Kategorien spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikoausmaßes für Continental wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für die gegenwärtige Bedeutung dieser Risiken für uns. Die Darstellung der Risiken erfolgt dabei nach der Bruttobetrachtung. FinanzrisikenDie nachfolgend beschriebenen Finanzrisiken würden bei Eintritt des jeweiligen Risikos letztlich alle die Fremdfinanzierungskosten von Continental durch steigende Zinssätze beeinflussen. Sollten sich die Fremdfinanzierungssätze um einen Prozentpunkt erhöhen, würde sich der Zinsaufwand der Brutto-Finanzschulden in einer Bandbreite von 30 Mio € bis 40 Mio € erhöhen. Das aktuelle Kreditrating von Continental im Investment Grade-Bereich könnte gesenkt werden.Sollten sich die heutige Lage der Weltwirtschaft und das Niveau der Produktion im Automobilsektor als nicht nachhaltig herausstellen, könnte das Auswirkungen auf die Liquidität von Continental haben und zu einer Verschlechterung ihres Kreditratings führen. Eine derartige Herabstufung könnte sich für Continental nachteilig auf die Möglichkeiten der Mittelbeschaffung sowie auf die Finanzierungskosten und den Zinsaufwand auswirken. Eine Senkung des Kreditratings könnte zudem die Liquiditätslage der Gesellschaft beeinträchtigen, wenn Zulieferer aus diesem Grund ihre Zahlungskonditionen gegenüber Continental verändern, indem sie beispielsweise auf Vorauszahlung bestehen. Diese Folgen könnten dadurch verschärft werden, dass Kreditversicherer die Deckung der Lieferantenverbindlichkeiten von Continental einschränken. Continental ist Risiken in Zusammenhang mit ihren Finanzierungsvereinbarungen und dem syndizierten Kredit ausgesetzt.Continental ist Risiken in Verbindung mit ihren Finanzierungsvereinbarungen ausgesetzt, insbesondere aus den drei Anleihen, die Continental in Höhe von jeweils 750,0 Mio € im Juli 2013 (zur Rückzahlung fällig 2018) und im September 2013 (Fälligkeit 2017 bzw. 2020) im Rahmen ihres im Mai 2013 neu aufgesetzten Rahmen-Emissionsprogramms begeben hat. Im November 2015 hat Continental im Rahmen dieses Programms eine weitere Anleihe über 500,0 Mio € (Fälligkeit 2019) begeben. Diese Finanzierungsvereinbarungen enthalten Bedingungen, die Continental in ihrer Handlungsfähigkeit einschränken könnten, sowie Bestimmungen für den Fall eines Kontrollwechsels. Darüber hinaus ergeben sich Risiken für Continental aus dem syndizierten Kredit. Zur Finanzierung des laufenden Geschäfts, ihrer Investitionen und Zahlungsverpflichtungen hat Continental im April 2014 einen neuen syndizierten Kreditvertrag geschlossen. Die Kreditgeber haben nach dem syndizierten Kreditvertrag im Falle eines Kontrollwechsels bei der Continental AG das Recht, die Rückzahlung des Kredits zu verlangen. Die Voraussetzungen und Folgen eines Kontrollwechsels nach den Bedingungen der Anleihen bzw. des syndizierten Kreditvertrags sind im Einzelnen auf Seite 104 f. im Bericht nach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB erläutert. Die hier beschriebenen Kredite könnten außerdem unverzüglich fällig gestellt werden, wenn andere Finanzierungsvereinbarungen in Höhe von mehr als 75,0 Mio € nicht fristgerecht bedient oder vorzeitig zur Rückzahlung fällig gestellt werden. Des Weiteren muss Continental nach diesem syndizierten Kreditvertrag neben anderen Pflichten auch eine finanzielle Kennzahl (Financial Covenant) einhalten. Diese sieht eine Verschuldungsobergrenze von 3,00 vor und errechnet sich als Verhältnis zwischen den konsolidierten Netto-Finanzschulden und dem konsolidierten bereinigten EBITDA. Aufgrund der nachstehend dargelegten Markt- und operativen Risiken ist nicht auszuschließen, dass es Continental unter sehr widrigen Umständen nicht möglich ist, die vorstehend beschriebene Kennzahl einzuhalten. Sollte Continental gegen diese Verpflichtung verstoßen, sind die Kreditgeber berechtigt, die Kredite vorzeitig fällig zu stellen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2015 hat Continental diesen syndizierten Kredit bereits deutlich zurückgeführt. Der Restbetrag über 350,0 Mio € wird im April 2016 fällig, die revolvierende Kreditlinie über 3,0 Mrd € hingegen erst im April 2020. Sie wurde zum Ende des Geschäftsjahres 2015 in Höhe von 297,9 Mio € genutzt. Zum 31. Dezember 2015 lag die Kennzahl für die Verschuldung bei 0,48. Der Financial Covenant wurde jederzeit eingehalten. Continental ist Risiken in Verbindung mit Zinsänderungen und Zinssicherungsmaßnahmen ausgesetzt.Continental ist Risiken in Verbindung mit Veränderungen der variablen Zinssätze ausgesetzt, da eine Reihe ihrer Kredite (insbesondere die im Rahmen des syndizierten Kredits in Anspruch genommenen) variabel verzinst werden. Aus diesem Grund hätte eine Erhöhung oder Senkung der Zinssätze Auswirkungen auf den laufenden Zinsaufwand und die künftigen Refinanzierungskosten von Continental. Diese Risiken werden im Rahmen des Zinsmanagements bewertet, eingeschätzt und bei Bedarf durch den Einsatz von derivativen Zinssicherungsinstrumenten gesteuert. Allerdings hängt die künftige Nutzung derivativer Zinssicherungsinstrumente generell auch von der Verfügbarkeit adäquater Kreditlinien ab. Die Verfügbarkeit zusätzlicher Kreditlinien könnte durch Störungen an den Finanzmärkten, durch die Finanzschulden von Continental sowie durch ihr Kreditrating beeinträchtigt werden. Darüber hinaus könnten alle in Form von derivativen Finanzinstrumenten durchgeführten Zinssicherungstransaktionen zu Verlusten führen. Zu den Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzernanhang in Kapitel 28 des Abschnitts Erläuterungen zur Konzernbilanz. Continental kann nicht uneingeschränkt über die gesamte im Konzern bilanzierte Liquidität verfügen.Unter den Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können, sind sämtliche bestehenden Beschränkungen der Liquidität zu verstehen. Im Continental-Konzern sind die folgenden Posten davon betroffen: Verpfändung flüssiger Mittel sowie sonstiger finanzieller Vermögenswerte (z. B. Forderungsabtretungen im Zusammenhang mit Forderungsverkaufsprogrammen) und Guthaben in Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität. Steuern, die auf den Transfer von Geldvermögen von einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im Regelfall nicht als eine Beschränkung der Liquidität verstanden. In Summe betragen die unbeschränkt verfügbaren flüssigen Mittel am Ende des Geschäftsjahres 1,4 Mrd €. Continental ist Risiken in Verbindung mit Wechselkursveränderungen und Kurssicherungsmaßnahmen ausgesetzt.Continental ist weltweit tätig und damit finanziellen Risiken aufgrund von Wechselkursveränderungen ausgesetzt. Daraus können Verluste entstehen, wenn Vermögenswerte, die in einer Währung mit sinkendem Wechselkurs notiert sind, an Wert verlieren und/oder Verbindlichkeiten in einer Währung mit steigendem Wechselkurs teurer werden. Wechselkursschwankungen könnten zudem Schwankungen bei Rohstoffpreisen verstärken oder reduzieren, da Continental einen großen Teil ihres Rohstoffbedarfs in fremden Währungen einkauft. Aufgrund dieser Faktoren können Kursschwankungen die Ertragslage der Continental beeinflussen. Externe und interne Transaktionen, bei denen Produkte und Leistungen an Dritte und an Unternehmen des Continental-Konzerns geliefert werden, können mit Barmittelzu- und -abflüssen verbunden sein, die in anderen Währungen als der funktionalen Währung der betreffenden Continental-Konzerngesellschaft geführt werden (Transaktionsrisiko). Insbesondere ist Continental Schwankungen bei den Währungen US-Dollar, mexikanischer Peso, tschechische Krone, chinesischer Renminbi, rumänischer Leu, südkoreanischer Won, japanischer Yen und ungarischer Forint ausgesetzt. Soweit Barmittelabflüsse der betreffenden Continental-Konzerngesellschaft in einer Fremdwährung nicht durch Barmittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft in derselben Währung ausgeglichen werden, wird das verbleibende Netto-Wechselkursrisiko im Einzelfall durch entsprechende derivative Finanzinstrumente, insbesondere Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und Währungsoptionen mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten, abgesichert. Darüber hinaus ist Continental Wechselkursrisiken in Verbindung mit externen und internen Kreditvereinbarungen ausgesetzt, aus denen Barmittelzu- und -abflüsse entstehen, die in anderen Währungen als der funktionalen Währung der betreffenden Continental-Konzerngesellschaft geführt werden. Diese Wechselkursrisiken werden in der Regel durch geeignete derivative Finanzinstrumente, insbesondere Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und kombinierte Zins- und Währungsswaps, abgesichert. Grundsätzlich können alle in Form von derivativen Finanzinstrumenten durchgeführten Sicherungstransaktionen zu Verlusten führen. Das im Ausland gebundene Nettovermögen von Continental wird in der Regel nicht gegen Wechselkursveränderungen abgesichert. Zudem berichten einige Konzerngesellschaften ihre Ergebnisse in anderen Währungen als dem Euro, sodass Continental die betreffenden Posten bei der Erstellung des Konzernabschlusses in Euro umrechnen muss (Umrechnungsrisiko). Umrechnungsrisiken werden grundsätzlich nicht abgesichert. Sollte sich ceteris paribus der Wechselkurs der funktionalen Währungen der Gesellschaften des Continental-Konzerns gegenüber den abweichenden Transaktionswährungen dieser Gesellschaften - im Wesentlichen sind dies Euro und US-Dollar - um jeweils 10 % verändern, könnte dies die Ertragslage der Continental aufgrund des transaktionsbezogenen Netto-Fremdwährungsrisikos aus Finanzinstrumenten dieser Gesellschaften in einem Umfang von bis zu 30 Mio € negativ beeinflussen. MarktrisikenContinental könnte erheblichen Risiken in Verbindung mit einer weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ausgesetzt sein.Continental generiert einen großen Teil (72 %) ihres Umsatzes mit Automobilherstellern (Original Equipment Manufacturers, OEMs). Der übrige Continental-Umsatz wird in den Ersatz- oder Industriemärkten erzielt, vor allem über das Ersatzgeschäft für Pkw-, Van- sowie Lkw-Reifen und, in geringerem Umfang, in den nicht zum Kfz-Bereich gehörenden Endmärkten der anderen Divisionen. Während der weltweiten Wirtschaftskrise 2008/2009 gingen der Verkauf und die Produktion von Kraftfahrzeugen stark zurück, was zu einem deutlichen Nachfragerückgang bei den Produkten von Continental aufseiten ihrer OEM-Kunden führte. Aus heutiger Sicht ist ungewiss, ob die aktuelle Wirtschaftslage in Europa nachhaltig ist. Sollte dies nicht der Fall sein, könnte die Automobilproduktion in dieser Region wieder zurückgehen und über längere Zeit auf einem niedrigen Niveau verharren. Insbesondere in Europa, wo Continental 2015 ungefähr 49 % ihres Umsatzes erzielte, würde dies Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ertragslage haben. Bei einer dauerhaften Schwäche oder einer Verschlechterung des europäischen Automobilmarkts müsste Continental mit Umsatz- und Ertragseinbußen rechnen. Steuererhöhungen, die das den Verbrauchern verfügbare Einkommen verringern, könnten ein weiterer Faktor sein, der die Nachfrage auf den Fahrzeugmärkten in Europa schwächt. Steuererhöhungen sind eine wahrscheinliche Reaktion, insbesondere der Mitgliedstaaten der EU, auf den Anstieg der öffentlichen Verschuldung oder Unterstützungsmaßnahmen der EU für ihre Mitgliedstaaten. Darüber hinaus wurden 2015 ca. 44 % des Konzernumsatzes von Continental durch die fünf größten OEM-Kunden (Daimler, Fiat Chrysler, Ford, General Motors und VW) generiert. Sollte Continental einen oder mehrere ihrer OEM-Kunden verlieren oder sollten Zulieferverträge vorzeitig gekündigt werden, könnten die von Continental zur Lieferung dieser Produkte getätigten Anfangsinvestitionen oder gegen den betreffenden Kunden noch ausstehende Forderungen ganz oder teilweise verloren gehen. Continental ist in einer zyklischen Branche tätig.Die weltweite Fahrzeugproduktion und damit auch der Verkauf an OEM-Kunden (über den Continental derzeit 72 % ihres Umsatzes generiert) sind zum Teil deutlichen Schwankungen unterworfen. Sie sind u. a. abhängig von den allgemeinen Konjunkturbedingungen, dem verfügbaren Einkommen sowie von den Konsumausgaben und -präferenzen, die von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise den Kraftstoffkosten und der Verfügbarkeit und den Kosten von Verbraucherkrediten beeinflusst werden können. Infolge der schwankenden Produktionsvolumina in der Automobilindustrie ist auch die Nachfrage nach Produkten von Continental unregelmäßig, da sich OEMs in der Regel gegenüber ihren Zulieferern nicht zu Mindestabnahmemengen oder Fixpreisen verpflichten. Die weitere Entwicklung in den von Continental bedienten Märkten ist schwer vorherzusagen, was auch die Planung der benötigten Produktionskapazitäten erschwert. Da das Geschäft von Continental von hohen Fixkosten geprägt ist, besteht für Continental das Risiko einer ungenügenden Auslastung ihrer Werke (insbesondere in der Automotive Group) oder aber von Kapazitätsengpässen, sollten die Märkte, in denen Continental tätig ist, zurückgehen oder schneller als erwartet wachsen. Die Kfz-Zulieferindustrie ist von intensivem Wettbewerb geprägt, der den Umsatz von Continental verringern oder die Verkaufspreise der Gesellschaft weiter unter Druck setzen könnte.Die Kfz-Zulieferindustrie zeichnet sich durch harten Wettbewerb und durch rapide technische Veränderungen, hohen Investitionsbedarf, einen intensiven Preisdruck seitens der Großkunden, Phasen des Überangebots und eine kontinuierliche Modernisierung von Prozesstechnologien und Fertigungseinrichtungen aus. Da OEMs zunehmend unter Innovations- und Kostendruck ihrer Wettbewerber stehen, versuchen sie, ihren Zulieferern sowohl in der Angebotsphase als auch während der Vertragslaufzeit Preiszugeständnisse abzuringen. Insbesondere erwarten die Fahrzeughersteller von ihren Zulieferern niedrigere Preise bei gleicher, teilweise auch umfangreicherer Funktionalität und konstant hoher Produktqualität. Würde es Continental nicht gelingen, die anhaltenden Preissenkungen durch mehr operative Effizienz und Kosteneinsparungen auszugleichen, könnte dies die Gewinnspannen beeinträchtigen. Zudem ist es möglich, dass Wettbewerber von Continental, vor allem aus dem asiatischen Raum, unter Umständen eine aggressive Preispolitik verfolgen und den Kunden günstigere Konditionen anbieten als Continental. Abgesehen davon sind die Märkte, in denen Continental operiert, durch einen Trend zur Konsolidierung gekennzeichnet. Eine zunehmende Konsolidierung unter den Wettbewerbern von Continental oder zwischen diesen und OEM-Kunden könnte den Wettbewerbern Größenvorteile bringen, Zugang zu einem umfassenderen Produktangebot verschaffen und den Umfang der ihnen zugänglichen Märkte vergrößern. Dadurch wiederum könnte Continental dazu gezwungen sein, erhebliche Einschnitte bei ihren Gewinnspannen und den Verlust von Marktanteilen infolge von Preisdruck hinzunehmen. Zudem könnten sich Wettbewerber durch Anteilsübernahmen Kontrolle über oder Einfluss auf Zulieferer oder Kunden von Continental sichern, was wiederum die Zulieferbeziehungen von Continental beeinträchtigen könnte. Continental ist Preisschwankungen bei Rohstoffen, Elektronikbauteilen und Energie ausgesetzt.Für die Divisionen der Automotive Group können sich insbesondere aus höheren Preisen für Stahl und Elektronikbauteile Kostensteigerungen ergeben, während die Divisionen der Rubber Group im Wesentlichen von der Entwicklung der Öl-, Naturkautschuk- und Synthesekautschukpreise abhängig sind. Bis heute sind die Preise für Stahl und Elektronikbauteile ebenso wie die Preise für Öl, Natur- und Synthesekautschuke weltweit zum Teil erheblichen Schwankungen ausgesetzt. Continental sichert derzeit das Risiko steigender Preise bei Elektronikbauteilen oder Rohstoffen nicht mithilfe von derivativen Finanzinstrumenten ab. Sollte es dem Unternehmen nicht möglich sein, seine gestiegenen Kosten auszugleichen oder an die Kunden weiterzugeben, dann könnten diese Preiserhöhungen die Erträge von Continental wesentlich beeinträchtigen. Zudem ist Continental infolge ihrer energieintensiven Produktionsabläufe auch von Veränderungen bei den Energiepreisen abhängig. Sollte es dem Unternehmen nicht gelingen, seine gestiegenen Energiekosten auszugleichen oder an Kunden weiterzugeben, könnten diese Preiserhöhungen ebenfalls negative Auswirkungen auf die Ertragslage von Continental haben. Sollten sich ceteris paribus die Preise für Rohstoffe, Elektronikbauteile oder Energie um 10 % erhöhen, ohne dass diese Preiserhöhungen an unsere Kunden weitergegeben werden können, würden diese die Ertragslage von Continental in einer Bandbreite von 150 Mio € bis 250 Mio € negativ beeinflussen. Continental generiert ihren Gesamtumsatz größtenteils in Europa und hier insbesondere in Deutschland.2015 erwirtschaftete Continental 49 % des Gesamtumsatzes in Europa, 21 % allein in Deutschland. Im Vergleich dazu wurden 26 % des Gesamtumsatzes 2015 in der NAFTA-Region, 20 % in Asien und 5 % in anderen Ländern generiert. Eine Rezession in Europa und insbesondere in Deutschland könnte daher Geschäft und Ertragslage von Continental stärker beeinträchtigen als ihre Wettbewerber. Zudem sind der Automobil- und der Reifenmarkt in Europa und in der NAFTA-Region zu einem großen Teil gesättigt. Continental strebt deshalb den Ausbau des Umsatzes in Schwellenländern, vorrangig in Asien, an, um die Auswirkungen der starken Konzentration auf Europa und Deutschland zu mildern. In der heutigen weltweiten Wirtschaftslage könnte Continental außerdem unter einer nachteiligen Änderung der geografischen Verteilung der Automobilnachfrage leiden. Das aktuelle Niveau der Automobilproduktion wird wesentlich von einer guten Nachfrage auf den Märkten in Europa und Nordamerika getrieben, während sich die Nachfrage in Asien zuletzt auf hohem Niveau konsolidierte und nur durch Steuererleichterungen wieder an Fahrt gewann. In anderen wichtigen Schwellenländern wie Brasilien oder Russland brach die Nachfrage infolge der dort aktuell herrschenden Rezession sogar im zweistelligen Prozentbereich ein. Ob die aktuelle Entwicklung in Nordamerika und Europa nachhaltig ist, bleibt ungewiss. Ein Rückgang der Nachfrage in Asien, nach dem Auslaufen von Kaufanreizen, der nicht durch eine Steigerung auf einem anderen regionalen Markt ausgeglichen wird, könnte die Nachfrage nach den Produkten von Continental beeinträchtigen. Continental ist Risiken in Verbindung mit Markttrends und -entwicklungen ausgesetzt, die den Mix der von OEMs verkauften Fahrzeuge beeinflussen könnten.Continental generiert 72 % des Umsatzes mit OEMs, vor allem innerhalb der Automotive Group. In der weltweiten Fahrzeugproduktion und infolgedessen dem Geschäft mit OEM-Kunden gibt es derzeit eine Reihe von Markttrends und technischen Entwicklungen, die sich auf den Mix der von OEMs verkauften Fahrzeuge auswirken könnten:
Infolge der vorstehend aufgeführten Markttrends und technischen Entwicklungen hat sich der von den Kunden von Continental verkaufte Fahrzeugmix in den vergangenen Jahren stark verändert und kann sich auch künftig weiter verändern. Als Technologieführer reagiert Continental mit einem ausgewogenen und innovativen Produktportfolio auf diese Entwicklung. Operative RisikenContinental ist abhängig von der Fähigkeit, auch künftig rechtzeitig innovative Produkte zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Hierzu gehört auch die Bereitstellung ausreichender Mittel für diesen Zweck.Der künftige Erfolg von Continental hängt von der Fähigkeit ab, rechtzeitig neue sowie verbesserte Produkte zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Der Automobilmarkt ist ganz besonders von einer Entwicklung hin zu leistungsfähigeren und gleichzeitig verbrauchs- und schadstoffärmeren sowie leiseren Motoren, wachsenden Vorgaben seitens der Kunden und strengeren Vorschriften bezüglich der Motoreffizienz sowie von der Tendenz zu erschwinglichen Autos wie auch zu Hybrid- und Elektrofahrzeugen geprägt. Darüber hinaus streben einige Hersteller die Einführung teil-, hoch- bzw. vollautomatisierter Fahrzeuge in den kommenden Jahren an. Hierbei soll das Fahrzeug teilweise oder situationsabhängig vollständig Aufgaben übernehmen, die heute vom Fahrzeugführer wahrgenommen werden. Dazu wird es auch notwendig sein, alle hierfür relevanten Systeme fehlerfrei zu vernetzen. Diese neuen Entwicklungen könnten technische Herausforderungen mit sich bringen, deren Bewältigung größeren Zeitaufwand bei Continental erfordert. Infolgedessen gelingt es unter Umständen nicht, auch künftig schnell genug innovative Produkte zu entwickeln und den Marktgegebenheiten anzupassen. Des Weiteren ist die Entwicklung neuer und optimierter Produkte sehr kostspielig, weshalb Mittel in erheblichem Umfang verfügbar sein müssen. Sollte es Continental nicht gelingen, ausreichende Mittel zur Finanzierung ihrer Entwicklungsaktivitäten bereitzustellen, könnte dies den Verlust der Wettbewerbsposition in einer Reihe wichtiger und schnell wachsender Nebenmärkte zur Folge haben. Continental wendet umfangreiche Ressourcen für Forschung und Entwicklung (F&E) auf. Dies gilt in der Automotive Group, aber auch in der Rubber Group. Im Geschäftsjahr hatten die F&E-Aufwendungen von Continental einen Anteil von mehr als 6 % am Gesamtumsatz. Falls Continental Ressourcen für die Entwicklung neuer Technologien und Produkte einsetzt, die vom Markt nicht angenommen werden oder unwirtschaftlich sind, könnten diese erheblichen F&E-Aufwendungen ganz oder teilweise verloren sein. Continental ist bei bestimmten Produkten abhängig von einer begrenzten Anzahl wichtiger Lieferanten.Für Continental besteht das Risiko, dass gewisse Roh- und Produktionsmaterialien nicht verfügbar sind. Wenngleich Continental grundsätzlich die Strategie verfolgt, Produktkomponenten von mehreren Anbietern zu beziehen, lässt es sich nicht immer vermeiden, dass ein Produkt nur aus einer Bezugsquelle eingekauft wird. Folglich ist Continental in der Rubber Group und auch im Hinblick auf bestimmte von der Automotive Group hergestellte Produkte abhängig von einigen Lieferanten. Da Continental ihre Beschaffungslogistik größtenteils auf Just-in-time- oder Just-in-sequence-Basis organisiert hat, können Lieferverzögerungen, -stornierungen, Streiks, Fehlmengen und Qualitätsmängel zu Produktionsunterbrechungen führen und sich damit negativ auf den Geschäftsbetrieb von Continental in diesen Bereichen auswirken. Continental ist darum bemüht, diese Risiken durch sorgfältige Auswahl und regelmäßige Überwachung der Lieferanten zu verringern. Sollte jedoch ein Lieferant seinen Lieferverpflichtungen aus irgendeinem Grund nicht nachkommen können (beispielsweise wegen Insolvenz, Beschädigung von Produktionsanlagen oder infolge einer Leistungsverweigerung nach einem Kontrollwechsel), kann Continental unter Umständen die für die Herstellung ihrer eigenen Erzeugnisse benötigten Produkte kurzfristig nicht in den benötigten Mengen von anderen Lieferanten beziehen. Die Wirtschaftskrise 2009, aber auch die Naturkatastrophen in Japan und Thailand haben gezeigt, wie schnell Finanzkraft und Lieferfähigkeit einiger Automobilzulieferer stark beeinträchtigt werden und sogar zur Insolvenz führen können. Das betraf vor allem Tier-2- und Tier-3-Lieferanten (Zulieferer, die ihre Produkte an Tier-1- bzw. Tier-2-Lieferanten verkaufen), während Tier-1 -Lieferanten (Zulieferer, die ihre Produkte direkt an OEMs verkaufen) nicht in gleichem Maße betroffen waren. Grundsätzlich können solche Entwicklungen und Ereignisse Verzögerungen bei der Auslieferung oder Fertigstellung von Continental-Produkten oder -Projekten mit sich bringen und dazu führen, dass Continental Produkte oder Dienstleistungen zu höheren Kosten von Dritten beziehen oder sogar ihre eigenen Zulieferer finanziell unterstützen muss. Darüber hinaus haben OEM-Kunden in vielen Fällen ein Einspruchsrecht bezüglich der von Continental eingesetzten Zulieferer, wodurch es unmöglich werden könnte, die zu verbauenden Produkte kurzfristig von anderen Lieferanten zu beziehen, wenn der betreffende OEM-Kunde nicht bereits früher eine Freigabe für andere Lieferanten erteilt hat. All dies könnte zu Auftragsstornierungen oder sogar zu Schadenersatzforderungen führen. Zudem könnte Continentals Reputation gegenüber OEM-Kunden leiden, mit der möglichen Folge, dass diese entscheiden, andere Zulieferer auszuwählen. Continental ist dem Risiko von Garantie- und Produkthaftungsansprüchen ausgesetzt.Continental sieht sich ständig Produkthaftungsansprüchen und Verfahren ausgesetzt, in denen dem Unternehmen die angebliche Verletzung seiner Sorgfaltspflichten, Verstöße gegen Gewährleistungspflichten oder Sachmängel vorgehalten werden, sowie Ansprüchen aus Vertragsverstößen aufgrund von Rückrufkampagnen oder staatlichen Verfahren. Alle diese Prozesse, Verfahren und sonstigen Ansprüche könnten für Continental zusätzliche Kosten bedeuten. Zudem könnten fehlerhafte Produkte Einbußen bei Umsatz, Kunden- und Marktakzeptanz bewirken. Continental hat für solche Risiken Versicherungen abgeschlossen, deren Deckungsumfang aus kaufmännischer Sicht als angemessen erachtet wird, doch könnte sich dieser Versicherungsschutz im Einzelfall als unzureichend erweisen. Zudem könnte jeder Mangel an einem Produkt von Continental (insbesondere an Reifen und anderen sicherheitsrelevanten Produkten) ebenfalls erhebliche negative Folgen für den Ruf der Gesellschaft und die Art und Weise haben, wie diese am Markt wahrgenommen wird. Das könnte wiederum nachteilig für Umsatz und Ertrag von Continental sein. Darüber hinaus verlangen Fahrzeughersteller inzwischen von ihren Lieferanten immer häufiger einen Beitrag zu potenziellen Produkthaftungs-, Gewährleistungs- und Rückrufansprüchen. Ferner ist Continental seit Langem Bemühungen ihrer Kunden ausgesetzt, die Vertragsbedingungen für die Beteiligung an Gewährleistungsfällen und Rückrufmaßnahmen zu ändern. Darüber hinaus stellt Continental viele Produkte nach den Spezifikationen und Qualitätsvorgaben von OEM-Kunden her. Wenn die von Continental produzierten und gelieferten Produkte die von den OEM-Kunden gestellten Vorgaben zum vereinbarten Liefertermin nicht erfüllen, wird die Fertigung der betroffenen Produkte in der Regel so lange gestoppt, bis der Fehler ermittelt und beseitigt ist. Außerdem könnten OEM-Kunden Schadenersatzforderungen stellen, auch wenn die Fehlerursache später behoben wird. Abgesehen davon könnte die Nichterfüllung von Qualitätsvorgaben die Marktakzeptanz der anderen Produkte von Continental und den Ruf der Gesellschaft in verschiedenen Marktsegmenten beeinträchtigen. Das Geschäft von Continental ist von qualifizierten Führungskräften und Schlüsselmitarbeitern abhängig.Der Erfolg von Continental ist abhängig von ihren Vorstandsmitgliedern, anderen qualifizierten Führungskräften und Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen. Der Verlust von Führungskräften oder anderen wichtigen Mitarbeitern könnte erhebliche negative Auswirkungen auf Marktposition und -aussichten der Continental haben. Dabei könnte wichtige Kompetenz verloren gehen oder Wettbewerbern zugänglich werden. Aufgrund des scharfen Wettbewerbs in der Automobilbranche besteht die Gefahr, qualifizierte Mitarbeiter an Wettbewerber zu verlieren oder nicht in ausreichender Zahl geeignete neue Mitarbeiter zu finden. Es gibt keine Gewähr dafür, dass Continental diese Führungskräfte und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen halten oder neue Mitarbeiter mit entsprechenden Qualifikationen anwerben kann. Continental ist darum bemüht, sich das Engagement ihrer qualifizierten Führungskräfte und wichtigen Mitarbeiter durch interessante Entwicklungsperspektiven und leistungsbasierte Vergütungssysteme zu erhalten. Continental ist Risiken in Verbindung mit ihren Pensionsverpflichtungen ausgesetzt.Continental bietet in Deutschland, in den USA, im Vereinigten Königreich und in bestimmten anderen Ländern eine betriebliche Altersvorsorge mit Leistungszusage. Zum 31. Dezember 2015 beliefen sich die Pensionsverpflichtungen auf 5.807,4 Mio €. Diese Verpflichtungen werden vor allem über extern investierte Pensionsplanvermögen finanziert. 2006 richtete Continental zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen bestimmter deutscher Tochtergesellschaften im Rahmen von Treuhandvereinbarungen rechtlich unabhängige Treuhandfonds ein (Contractual Trust Arrangements, CTA). 2007 übernahm Continental in Verbindung mit der Übernahme der Siemens VDO zusätzliche CTA. Zum 31. Dezember 2015 beliefen sich die Netto-Pensionsverpflichtungen von Continental (Pensionsverpflichtungen abzüglich des Vermögens aus dem Pensionsplan) auf 3.235,5 Mio €. Das extern investierte Vermögen aus dem Pensionsplan wird von extern gemanagten Fonds und Versicherungsgesellschaften verwaltet. Continental legt zwar die grundsätzlichen Vorgaben für die Anlagestrategien dieser Fonds fest, jedoch nicht deren Investmententscheidungen im Einzelnen. Die Mittel werden in verschiedene Anlageklassen wie Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Immobilien und andere Anlageinstrumente investiert. Die Werte der extern investierten Pensionsplanvermögen unterliegen Schwankungen an den Kapitalmärkten, auf die Continental keinen Einfluss hat. Ungünstige Kapitalmarktentwicklungen könnten bei diesen Pensionsverpflichtungen zu erheblichen Deckungsausfällen führen und die Netto-Pensionsverpflichtungen von Continental deutlich steigern. Eine solche Steigerung der Netto-Pensionsverpflichtungen könnte die Finanzlage der Gesellschaft wegen des vermehrten zusätzlichen Mittelabflusses zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen beeinträchtigen. Zudem ist Continental Risiken in Zusammenhang mit der Lebenserwartung und den Zinsänderungen bei ihren Pensionsverpflichtungen ausgesetzt, da sich eine Zinssenkung negativ auf die im Rahmen dieser Pensionspläne bestehenden Verbindlichkeiten von Continental auswirken könnte. Ferner haben sich einige Tochtergesellschaften von Continental in den USA dazu verpflichtet, Beiträge zu den Gesundheitsvorsorgekosten ihrer ehemaligen Mitarbeiter bzw. Pensionäre zu leisten. Insofern besteht für Continental das Risiko, dass sich diese Kosten künftig erhöhen. Sollten sich ceteris paribus die für die Ermittlung der Netto-Pensionsverpflichtungen zu verwendenden Diskontierungssätze um 0,5 Prozentpunkte verringern, hätte dies einen Anstieg der Netto-Pensionsverpflichtungen in einer Bandbreite von 400 Mio € bis 500 Mio € zur Folge. Continental ist Risiken in Zusammenhang mit ihrer Beteiligung an der MC Projects B.V. und der Beteiligung an anderen Unternehmen ausgesetzt.Continental und Compagnie Financière du Groupe Michelin, "Senard et Cie", Granges-Paccot, Schweiz (Michelin), sind zu je 50 % an MC Projects B.V., Maastricht, Niederlande, beteiligt, einem Unternehmen, in das Michelin die Rechte an der Marke Uniroyal für Europa sowie für gewisse außereuropäische Länder eingebracht hat. MC Projects B.V. ihrerseits hat Continental bestimmte Lizenzrechte für die Verwendung der Marke Uniroyal auf oder in Verbindung mit Reifen in Europa und anderswo erteilt. Nach dem in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Vertrag kann sowohl der Vertrag als auch die Uniroyal-Lizenz gekündigt werden, wenn ein bedeutender Konkurrent im Reifengeschäft mehr als 50 % der stimmberechtigten Anteile an der Continental AG bzw. an deren Reifenaktivitäten erwirbt. Darüber hinaus hat Michelin in diesem Fall das Recht, die Mehrheit an MC Projects B.V. zu erwerben und MC Projects B.V. zu veranlassen, ihre Minderheitsbeteiligung am Produktionsbetrieb von Continental Barum s.r.o., Otrokovice, Tschechien, (dem größten Continental-Reifenwerk in Europa) auf 51 % zu erhöhen. Diese Ereignisse könnten negative Auswirkungen auf Geschäft, Finanz- und Ertragslage der Division Reifen von Continental haben. Darüber hinaus führt Continental ihre Geschäfte zum Teil über Gesellschaften, an denen sie nicht zu 100 % beteiligt ist. Die Fähigkeit von Continental zur umfassenden Ausschöpfung des strategischen Potenzials in Märkten, in denen Continental über assoziierte Unternehmen agiert, wäre beeinträchtigt, wenn mit den Partnern oder anderen Interessengruppen keine Einigung hinsichtlich der Strategie und deren Umsetzung erlangt werden kann. Zudem könnte Continental gegenüber den Partnern oder anderen Anteilsinhabern Treuepflichten haben, die ihre Fähigkeit zur einseitigen Expansion in einem Geschäftsbereich blockieren oder beeinträchtigen könnten, in dem das betreffende Unternehmen tätig ist. Auch besteht das Risiko, dass durch den Transfer von Know-how und/oder Geschäftsgeheimnissen an Partner in solchen Kooperationsformen Kompetenz von Continental abgezogen wird. So gibt es insbesondere nach einer möglichen Trennung von einem Kooperationspartner keine Gewähr dafür, dass das an diesen Partner übertragene Know-how und Geschäftsgeheimnisse nicht weiterverwendet oder gegenüber Dritten offengelegt werden, was der Wettbewerbsposition von Continental schaden würde. Der Geschäftsbetrieb von Continental ist abhängig von komplexen IT-Systemen und -Netzwerken.Continental ist im Hinblick auf ihre Geschäftsprozesse sowie ihre interne und externe Kommunikation in hohem Maße von zentralisierten, standardisierten Informationstechnologiesystemen und -netzwerken abhängig. Diese Systeme und Netzwerke sind potenziell anfällig für Schäden oder Störungen, die eine Vielzahl von Ursachen haben können. Wenngleich Continental entsprechende Vorkehrungen für das Management der mit System- und Netzwerkstörungen verbundenen Risiken getroffen hat, könnte ein längerer Ausfall in einem Rechenzentrum oder Telekommunikationsnetzwerk oder ein vergleichbares Ereignis dazu führen, dass Systeme oder Netzwerke unvorhergesehen und über längere Zeit hinweg nicht einsatzbereit sind. Zudem lässt Continental ihre gesamten SAP-Operationen sowie bestimmte andere geschäftskritische Systeme von einem externen Dienstleister betreiben. Brände, Naturkatastrophen, terroristische Handlungen, Stromausfälle oder andere Störungen in den Einrichtungen und Netzwerken dieses Dritten würden somit auch für Continental ein Schadens- und Verlustrisiko darstellen. Die Systeme und Netzwerke der Continental sind außerdem dem Risiko ausgesetzt, dass Dritte versuchen, vertrauliche Informationen auszuspähen, die in den Systemen und Netzwerken gespeichert, verarbeitet bzw. kommuniziert werden. Sollten die Vorkehrungen der Continental zum angemessenen Schutz der Systeme, Netzwerke und Informationen nicht ausreichen, könnten der Continental aus der Kenntnis oder Nutzung ihrer Informationen durch Dritte Nachteile entstehen. Continental könnte durch den Verlust von Sachanlagevermögen und durch Betriebsunterbrechungen Schaden nehmen.Brände, Naturkatastrophen, terroristische Handlungen, Stromausfälle oder andere Störungen in den Produktionseinrichtungen oder innerhalb der Lieferkette von Continental - bei Kunden oder Zulieferern - können erhebliche Schäden und Verluste verursachen. Solche weitreichenden nachteiligen Folgen können auch aufgrund politischer Unruhen oder Instabilität - gerade in Schwellenländern - entstehen. Insbesondere der andauernde Konflikt um die Ukraine birgt das Risiko, dass Russland als Reaktion auf die Sanktionen der EU und der USA mit weiteren Gegenmaßnahmen reagiert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Umsatz von Continental in Russland und der Ukraine bei unter 1 % des Konzernumsatzes. Auch das Anlagevermögen von Continental in diesen Regionen beläuft sich auf weniger als 1 % der Bilanzsumme. Des Weiteren hat Continental für Risiken, die aus Geschäftsunterbrechungen, Produktionsverlusten oder Anlagenfinanzierungen hervorgehen, Versicherungen in aus kaufmännischer Sicht angemessener Höhe abgeschlossen, doch könnte sich dieser Versicherungsschutz im Einzelfall als unzureichend erweisen. Zudem könnten durch solche Ereignisse Menschen, das Eigentum Dritter oder die Umwelt zu Schaden kommen, wodurch Continental u. a. Kosten in erheblicher Höhe entstehen könnten. Rechtliche, umweltbezogene und steuerliche RisikenContinental könnte wegen der Verunreinigung von Boden, Gewässern oder Grundwasser oder wegen Risiken im Umgang mit Gefahrstoffen haftbar gemacht werden.Viele der Standorte, an denen Continental operiert, werden seit Jahren industriell genutzt, was die Gefahr von Verunreinigungen und daraus hervorgehenden Sanierungspflichten mit sich bringt. Zudem könnte Continental für die Instandsetzung von an ihr Gelände angrenzenden Flächen verantwortlich gemacht werden, wenn diese Flächen infolge der Aktivitäten von Continental verunreinigt werden und Continental als Verursacherin einer solchen Verunreinigung festgestellt wird. Des Weiteren wurden in der Vergangenheit an verschiedenen Standorten von Continental Boden-, Gewässer- und/oder Grundwasserverunreinigungen festgestellt, so auch in Mayfield, USA, Adelheidsdorf, Deutschland, Culpeper, USA, Gifhorn, Deutschland, Mechelen, Belgien, und Varzea Paulista, Brasilien. Die zuständigen Behörden könnten gegenüber Continental als Eigentümerin und/oder Mieterin der betreffenden Liegenschaften Ansprüche in Verbindung mit der Untersuchung oder Sanierung der betroffenen Bodenflächen und/oder des Grundwassers erheben oder anordnen, dass Continental das im Zuge von Bauarbeiten abgetragene verunreinigte Erdreich entsorgt oder aufbereitet. Darüber hinaus könnte Continental auch von den Eigentümern der vom Unternehmen gemieteten Objekte oder anderer Liegenschaften auf Schadenersatz verklagt werden, sollten die Behörden diesen Eigentümern gegenüber Ansprüche erheben und Continental die Verunreinigung verursacht haben. An diversen Standorten, an denen Verunreinigungen festgestellt wurden, wurden auf Anordnung der bzw. in Vereinbarung mit den zuständigen Behörden bereits Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Die Höhe der in Verbindung mit solchen Ansprüchen anfallenden Kosten lässt sich in der Regel nur schwer vorhersagen. Wird eine Verunreinigung darüber hinaus Gegenstand der öffentlichen Diskussion, besteht auch das Risiko, dass der Ruf von Continental insgesamt oder die Beziehungen zu den Kunden Schaden nehmen. Zudem wurden an einigen Standorten von Continental in der Vergangenheit gefährliche Stoffe wie asbesthaltiges Baumaterial als Wärmedämmung verwendet. Es ist möglich, dass durch die Verwendung solcher gefährlicher Stoffe die Gesundheit und Sicherheit Dritter (beispielsweise ehemaliger Mitarbeiter) beeinträchtigt wurde und daher gegen Continental künftig diesbezüglich Schadenersatzansprüche erhoben werden. Ähnlichen Risiken ist Continental auch in Bezug auf ehemalige, inzwischen verkaufte Standorte ausgesetzt. Selbst wenn Continental ihre Haftung gegenüber einem Käufer vertraglich ausgeschlossen oder eingeschränkt hat, könnten Ansprüche wegen derzeit noch nicht bekannter Verunreinigungen auf Flächen erhoben werden, die der Gesellschaft einmal gehört haben oder von dieser früher genutzt wurden. Gleichermaßen kann keine Gewähr dafür übernommen werden, dass umweltschädliche Substanzen nicht in die Umwelt gelangen oder dass Continental nicht wegen der Beseitigung solcher Verunreinigungen in die Pflicht genommen wird. Für Continental könnten zusätzliche, belastende Umwelt- oder Sicherheitsvorschriften zum Tragen kommen und neu eingeführte Vorgaben könnten die Nachfrage nach Produkten und Leistungen der Gesellschaft beeinträchtigen.Als weltweit operierender Konzern ist Continental in zahlreichen Ländern einer großen Zahl unterschiedlicher gesetzlicher und untergesetzlicher Vorschriften unterworfen, die in kurzen Abständen geändert sowie konstant weiterentwickelt und ggf. verschärft werden. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Umwelt, Chemikalien und Gefahrstoffe, aber auch für Gesundheitsschutzbestimmungen. Des Weiteren fallen hierunter Vorschriften bezüglich der Verunreinigung von Luft, Gewässern und Boden sowie der Abfallentsorgung, die allesamt in jüngster Zeit durch neue Gesetzgebung verschärft wurden, insbesondere in der EU und den USA. Darüber hinaus sind für die Standorte und Betriebe von Continental Genehmigungen unterschiedlichster Art erforderlich, deren Auflagen erfüllt werden müssen. Zur Anpassung an neue Vorschriften waren in der Vergangenheit Investitionen in erheblichem Umfang notwendig, und Continental geht davon aus, dass dies auch künftig so bleiben wird. Die Bemühungen von Continental um den adäquaten Schutz ihres geistigen Eigentums und technischen Wissens könnten ohne Erfolg bleiben.Die Produkte und Leistungen von Continental sind in hohem Maße abhängig vom technologischen Know-how des Unternehmens sowie von Umfang und Grenzen der Schutzrechte daran. Continental ist Eigentümerin einer Vielzahl von Patenten und anderen gewerblichen Schutzrechten (bzw. hat solche beantragt), die für das Geschäft der Gesellschaft von erheblicher Bedeutung sind. Das Verfahren zur Erlangung eines Patentes kann langwierig und teuer sein. Zudem könnte laufenden oder künftigen Patentanmeldungen u. U. letztlich nicht stattgegeben werden, oder es könnte sein, dass der Patentschutz nicht ausreichend weit gefasst oder nicht stark genug ist, um Continental einen wirksamen Schutz oder einen wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen. Darüber hinaus besteht zwar die Vermutung der Gültigkeit von Patenten; das bedeutet aber nicht unbedingt, dass das betreffende Patent wirksam ist oder dass eventuelle Patentansprüche im erforderlichen oder angestrebten Umfang durchgesetzt werden können. Ein Großteil des Wissens und der Geschäftsgeheimnisse von Continental ist entweder nicht patentiert oder kann nicht durch gewerbliche Schutzrechte abgesichert werden. Folglich besteht die Gefahr, dass bestimmte Teile des Wissens und der Geschäftsgeheimnisse von Continental an Kooperationspartner, Kunden und Zulieferer (u. a. auch an die Maschinen- und Anlagenlieferanten von Continental) weitergegeben werden. Wettbewerber könnten dieses Know-how infolgedessen kopieren, ohne dass ihnen dadurch eigene Ausgaben entstehen. Vor der Übernahme der Siemens VDO durch Continental hat die Siemens AG (i) gewerbliche Schutzrechte, Know-how und Software, die ausschließlich der Geschäftseinheit "Siemens VDO Automotive" zuzuordnen waren, in die Siemens VDO eingebracht, (ii) der Siemens VDO nicht exklusive Rechte zur Nutzung gewerblicher Schutzrechte, von Know-how und Software eingeräumt, die zum Zeitpunkt der Einbringung nicht ausschließlich der Geschäftseinheit "Siemens VDO Automotive" zuzuordnen waren (u. a. bestimmte gewerbliche Schutzrechte der Siemens AG in Verbindung mit Elektromotoren und Spracherkennungssystemen), und (iii) der Siemens VDO Exklusivrechte zur Nutzung bestimmter gewerblicher Schutzrechte der Siemens AG an der Piezo-Einspritzanlage eingeräumt. Gleichzeitig behielt sich die Siemens AG nicht exklusive, unwiderrufliche, uneingeschränkte, übertragbare und lizenzfreie Rechte zur Nutzung solcher gewerblichen Schutzrechte, von Erfindungen, auf denen diese Rechte basieren, von Know-how sowie von Software vor. Infolgedessen könnte die Siemens AG u. U. nach wie vor gewerbliche Schutzrechte, Erfindungen, auf denen diese Rechte basieren, Know-how und Software, die in Siemens VDO eingebracht wurden oder für die Siemens VDO nicht exklusive Nutzungsrechte eingeräumt wurden, dazu nutzen, um am Markt mit Continental in Wettbewerb zu treten, oder diese gewerblichen Schutzrechte an Dritte lizenzieren und damit die Wettbewerbsposition von Continental erheblich beeinträchtigen. Zudem hat Continental eine Reihe von Lizenz-, Lizenzaustausch-, Kooperations- und Entwicklungsvereinbarungen mit Kunden, Wettbewerbern und anderen Dritten abgeschlossen, in deren Rahmen Continental Rechte an gewerblichen Schutzrechten und/oder Know-how solcher Drittparteien eingeräumt werden. Solche Lizenzvereinbarungen könnten u. U. bei Zahlungsunfähigkeit oder Konkurs des Lizenzpartners und/oder Kontrollwechsel bei einer Partei gekündigt werden, wodurch der Zugang von Continental zu Rechten an geistigem Eigentum für die Kommerzialisierung ihrer eigenen Technologien eingeschränkt wäre. Es besteht das Risiko einer Verletzung gewerblicher Schutzrechte Dritter durch Continental.Es besteht das Risiko, dass Continental gewerbliche Schutzrechte Dritter verletzt, da auch ihre Wettbewerber, Zulieferer und Kunden eine große Zahl von Erfindungen als gewerbliches Schutzrecht anmelden. Es lässt sich nicht immer mit Bestimmtheit sagen, ob gewisse Prozesse, Methoden oder Anwendungen unter dem Schutz wirksamer und durchsetzbarer gewerblicher Schutzrechte Dritter stehen. Deshalb könnten Dritte gegen Continental (auch nicht gerechtfertigte) Ansprüche wegen der angeblichen Verletzung gewerblicher Schutzrechte geltend machen. Infolgedessen könnte Continental in bestimmten Ländern zur Einstellung der Produktion, Nutzung oder Vermarktung der relevanten Technologien oder Produkte oder zur Abänderung der Herstellungsprozesse und/oder Produkte gezwungen werden. Darüber hinaus könnte Continental wegen einer Rechtsverletzung zu Schadenersatzleistungen verpflichtet werden oder sich zum Erwerb der Lizenzen gezwungen sehen, um Technologien Dritter weiterhin nutzen zu können. Ferner ist Continental Bemühungen ihrer Kunden ausgesetzt, die Vertragsbedingungen für die Beteiligung an Streitigkeiten wegen angeblicher Schutzrechtsverletzungen zu ändern. Continental könnten Geldbußen und Schadenersatzforderungen wegen angeblich oder tatsächlich kartellrechtswidrigen Verhaltens drohen.Im Mai 2005 leiteten die brasilianischen Kartellbehörden nach einer Anzeige wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens im Bereich der Kommerzialisierung von Tachografen Ermittlungen gegen die brasilianische Tochtergesellschaft von Continental, Continental Brasil Indústria Automotiva Ltda., Guarulhos, Brasilien (CBIA), ein. Am 18. August 2010 hat die brasilianische Kartellbehörde eine "Einladung zum Kartell" festgestellt und der CBIA eine Geldbuße in Höhe von 12 Mio BRL (rund 2,8 Mio €) auferlegt, die dann auf 10,8 Mio BRL (rund 2,5 Mio €) reduziert wurde. CBIA weist den Vorwurf zurück, dass gegen brasilianisches Wettbewerbsrecht verstoßen wurde. Das von der CBIA angerufene Gericht erster Instanz hat die Entscheidung zwar bestätigt. Auf Rechtsmittel der CBIA hat das nächsthöhere Gericht diese Entscheidung jedoch aufgehoben und die Sache zur Neuverhandlung zurückverwiesen. CBIA drohen im Falle der Verletzung brasilianischen Kartellrechts u. U. auch Schadenersatzforderungen Dritter. Am 2. Oktober 2006 ging bei der südafrikanischen Kartellbehörde die Anzeige eines Dritten wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens gegen mehrere südafrikanische Reifenhersteller ein, darunter die Continental Tyre South Africa (Pty.) Ltd., Port Elizabeth (CTSA), ein Unternehmen, an dem Continental mit 100 % beteiligt ist. Am 31. August 2010 ist die südafrikanische Kartellbehörde zu dem Ergebnis gekommen, CTSA habe gegen südafrikanisches Kartellrecht verstoßen, und hat die Sache dem zuständigen Kartellgericht zur Entscheidung vorgelegt. CTSA weist den Vorwurf von Verstößen gegen südafrikanisches Kartellrecht zurück. Das Kartellgericht könnte jedoch ein Bußgeld von bis zu 10 % des Umsatzes der CTSA verhängen. Darüber hinaus drohen CTSA im Falle der Verletzung südafrikanischen Kartellrechts u. U. auch Schadenersatzforderungen Dritter. Im Oktober 2012 erhielten die Continental Automotive Systems US, Inc., Auburn Hills, USA, und zwei südkoreanische Tochtergesellschaften der Continental Kenntnis von Untersuchungen des amerikanischen Department of Justice (DOJ) und der südkoreanischen Kartellbehörde (Korean Fair Trade Commission, KFTC) im Zusammenhang mit dem Verdacht der Beteiligung an Verstößen gegen US-Kartellrecht bzw. südkoreanisches Kartellrecht im Geschäft mit Kombi-Instrumenten. Am 23. Dezember 2013 hat die Behörde bekannt gegeben, dass sie der Continental Automotive Electronics LLC, Bugan-myeon, Südkorea (CAE), ein Bußgeld in Höhe von 45.992 Mio KRW (rund 36 Mio €) auferlegt hat. Am 13. November 2014 hat außerdem das zuständige Strafgericht ein Bußgeld in Höhe von 200 Mio KRW (rund 156.000 €) verhängt. Am 25. Juni 2015 hat der Seoul High Court, Seoul, Südkorea, die von der KFTC verhängte Bußgeldentscheidung auf das gegen die Höhe des Bußgelds gerichtete Rechtsmittel der CAE aufgehoben. Die KFTC hat Berufung eingelegt. Am 24. November 2014 sind die CAE und die Continental Automotive Korea Ltd., Seongnam-si, Südkorea, eine Vereinbarung eingegangen, in der sich die beiden Gesellschaften des Verstoßes gegen US-Kartellrecht schuldig bekennen und zur Zahlung eines Bußgeldes in Höhe von 4,0 Mio US-Dollar (rund 3,7 Mio €) verpflichten. Das zuständige US-Gericht hat am 1. April 2015 die Vereinbarung bestätigt. Die Geltendmachung von Schadenersatz durch angeblich Geschädigte bleibt durch die Festsetzung der Bußgelder unberührt. Zur Überprüfung der Einhaltung des Kartellrechts hat Continental interne Untersuchungen bestimmter Geschäftsbereiche durchgeführt. Diese Untersuchungen haben wettbewerbswidriges Verhalten im Hinblick auf Produktgruppen offengelegt. Continental hat Maßnahmen ergriffen, um dieses Verhalten abzustellen. Es besteht das Risiko, dass Kartellbehörden wegen dieses Verhaltens Untersuchungen vornehmen und Bußgelder verhängen und dass Dritte, insbesondere Kunden, Schadenersatzforderungen geltend machen. Die Höhe solcher Bußgelder und etwaiger Folgeansprüche ist aus heutiger Sicht ungewiss, könnte jedoch erheblich sein. Darüber hinaus lässt es sich nicht ausschließen, dass zukünftige interne Prüfungen weitere tatsächliche oder potenzielle Verstöße gegen das Kartellrecht aufdecken, die wiederum zu Bußgeldern und Schadenersatzforderungen führen könnten. Außerdem könnte angeblich oder tatsächlich kartellrechtswidriges Verhalten die Beziehungen zu Geschäftspartnern ernsthaft stören. Im September 2014 führte die Europäische Kommission eine Durchsuchung bei einer Tochtergesellschaft von Continental durch. Die Kommission hat hier mitgeteilt, dass sie Anhaltspunkte für Verstöße gegen EU-Kartellrecht hat. In einem anderen Fall hat eine Tochtergesellschaft von Continental ein Auskunftsersuchen der Europäischen Kommission erhalten. Es ist jedoch nicht klar, ob bzw. in welcher Höhe die Kommission Bußgelder gegen Continental und/oder ihre Tochterunternehmen verhängen wird. Auskunftsersuchen und Durchsuchungen sind vorläufige Schritte im Rahmen von Ermittlungen wegen mutmaßlich kartellrechtswidrigen Verhaltens und geben keinen Aufschluss über deren Ergebnis. Sollte die Europäische Kommission feststellen, dass Continental und/oder ihren Tochterunternehmen kartellrechtswidriges Verhalten vorzuwerfen ist, könnte sie ein Bußgeld verhängen, das den Umsatz von Continental bzw. der betroffenen Tochtergesellschaft sowie die Schwere und die Dauer der Verstöße berücksichtigt, 10 % des Konzernumsatzes des beteiligten Unternehmens im Vorjahr aber nicht überschreiten darf. Auch wenn die Europäische Kommission nur ein kartellrechtswidriges Verhalten einer Tochtergesellschaft feststellen sollte, ist nicht auszuschließen, dass sie trotzdem die Muttergesellschaft in gesamtschuldnerische Haftung für ein Bußgeld nimmt. Neben dem Risiko der Verhängung von Bußgeldern drohen im Falle des Verstoßes gegen EU-Kartellrecht auch Schadenersatzansprüche Dritter. Continental könnte Steuerrisiken in Zusammenhang mit früheren Veranlagungszeiträumen ausgesetzt sein.Auf Ebene der Gesellschaft oder ihrer Tochtergesellschaften könnte zusätzlicher Steueraufwand bezüglich bislang noch nicht geprüfter Veranlagungszeiträume entstehen. Die letzte abgeschlossene Steuerprüfung für die Gesellschaft und ihre deutschen Tochtergesellschaften betraf die Veranlagungszeiträume bis einschließlich 2007. Derzeit findet für die Gesellschaft und ihre deutschen Tochtergesellschaften eine routinemäßige Steuerprüfung durch die deutschen Steuerbehörden für die Veranlagungszeiträume 2008 bis 2010 statt. Darüber hinaus finden Steuerprüfungen bei ausländischen Gesellschaften für im Wesentlichen dieselben Veranlagungszeiträume durch ausländische Steuerbehörden statt. Nach derzeitiger Kenntnis wird nicht von einer wesentlichen Erhöhung der Steuerbelastung der Gesellschaft oder ihrer Tochtergesellschaften aufgrund der laufenden Steuerprüfungen ausgegangen; eine zukünftige Erhöhung der Steuerbelastung infolge von Steuerprüfungen ist aber erfahrungsgemäß nicht auszuschließen. Continental ist Risiken durch Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt.Continental-Konzerngesellschaften sind in eine Reihe von Gerichts- und Schiedsgerichtsverfahren eingebunden und könnten künftig in weitere solche Verfahren involviert werden. Diese Verfahren könnten insbesondere in den USA mit Schadenersatzforderungen und Zahlungen in erheblicher Höhe verbunden sein. Weitere Informationen über Rechtsstreitigkeiten sind im Anhang unter Kapitel 33 zu finden. Wesentliche ChancenContinental hat Chancen bei einer besser als erwartet ausfallenden volkswirtschaftlichen Entwicklung.Sollten sich die allgemeinen Konjunkturbedingungen besser als von uns erwartet entwickeln, gehen wir davon aus, dass sich die weltweite Nachfrage nach Fahrzeugen, Ersatzreifen und Industrieprodukten ebenfalls besser entwickeln wird als von uns angenommen. Aufgrund der dadurch erwarteten verstärkten Nachfrage nach Produkten von Continental durch die Fahrzeughersteller, Industriekunden sowie im Ersatzgeschäft könnten die Umsätze stärker als erwartet steigen und positive Effekte bei der Fixkostendeckung entstehen. Continental hat Chancen bei sich besser als erwartet entwickelnden Absatzmärkten.Sollte sich die Nachfrage nach Automobilen und Ersatzreifen insbesondere auf dem europäischen Markt besser als von uns erwartet entwickeln, hätte dies wegen des hohen Umsatzanteils in dieser Region (49 %) positive Auswirkungen auf den Umsatz und die Ertragslage von Continental. Continental hat Chancen bei einem stabilen Preisniveau auf den für uns relevanten Rohstoffmärkten.Die Ertragslage der Continental wird maßgeblich von den Kosten für Rohstoffe, Elektronikbauteile und Energie beeinflusst. Für die Divisionen der Automotive Group sind dies insbesondere die Kosten für Stahl und Elektronikbauteile. Sollte es uns noch besser als bisher gelingen, mögliche Kostensteigerungen auszugleichen oder durch höhere Preise für unsere Produkte zu kompensieren, dann hätte dies positive Effekte auf die Ertragslage von Continental. Die Ertragslage der Divisionen der Rubber Group ist wesentlich von den Kosten für Öl, Natur- und Synthesekautschuke beeinflusst. Sollte sich insbesondere das Niveau der Preise für Natur- und Synthesekautschuke auf dem Niveau des Jahres 2015 einpendeln, könnte sich dies positiv auf die Ertragslage der Continental auswirken. Aktuell gehen wir davon aus, dass die Preise, insbesondere für Kautschuke, aufgrund der unterstellten Nachfragesteigerung auf den weltweiten Reifenersatz- und Industriemärkten im Verlauf des Jahres 2016 wieder ansteigen. Continental hat Chancen aus Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen.Eine weitere Verschärfung der regulatorischen Vorschriften zu den Verbrauchs- und Abgasnormen für Kraftfahrzeuge auch in den sich entwickelnden Märkten könnte eine höhere Nachfrage nach Produkten von Continental auslösen. Mit unserem umfangreichen Portfolio von Benzin- und Dieselsystemen einschließlich Sensoren, Aktuatoren und maßgeschneiderter Elektronik über Kraftstofffördersysteme, Motor- und Getriebesteuerungen bis hin zu Systemen und Komponenten für Hybrid- und Elektroantriebe, aber auch durch rollwiderstandsoptimierte Reifen und Reifen für Hybridfahrzeuge stellen wir bereits heute Lösungen bereit, die die Einhaltung solcher Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen ermöglichen, und können damit schnell auf sich abzeichnende Änderungen der regulatorischen Vorschriften reagieren. Eine Erhöhung der Einbauraten dieser Produkte aufgrund erhöhter regulatorischer Vorschriften hätte einen positiven Einfluss auf unseren Umsatz und unsere Ertragslage. Zusätzliche gesetzliche Vorschriften mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern, böten ebenfalls die Chance auf eine Steigerung der Nachfrage nach Produkten von Continental. Bereits heute zählen wir zu den führenden Anbietern von elektronischen Bremssystemen oder von Steuerungselektronik für Airbags und Sitzgurte. Aufgrund unseres breiten Produktportfolios für aktive Fahrzeugsicherheit haben wir in den vergangenen Jahren weiterführende Sicherheitssysteme entwickelt. Hierzu zählen u. a. Notbremsassistenz-, Spurhalteassistenz- und Totwinkelerkennungssysteme ebenso wie das Head-up-Display. Diese Systeme werden aktuell im Wesentlichen optional in den Fahrzeugen der Oberklasse verbaut. Continental bieten sich Chancen aus einem verstärkten Trend zur Hybridisierung von Fahrzeugen.Sollte sich der Trend zur Hybridisierung von Fahrzeugen verstärken und sich damit die Hybridtechnik aufgrund von Größendegressionseffekten eher als bisher erwartet als kostengünstige Alternative darstellen, hätte dies positive Auswirkungen auf Continental, da Continental auf diesen Zukunftsmärkten bereits heute gut mit ihren Produkten positioniert ist. Continental bieten sich Chancen aus einer intelligenten Vernetzung von Fahrerassistenzsystemen und Fahrerinformationssystemen mit dem Internet.Durch die intelligente Vernetzung von Fahrerassistenzsystemen und Fahrerinformationssystemen mit dem Internet schaffen wir die Voraussetzung, schrittweise in den kommenden Jahren das automatisierte Fahren zu ermöglichen. Über Kooperationen mit führenden Anbietern aus der Technologie- und Internetbranche planen wir darüber hinaus, das vollautomatisierte Fahren für das kommende Jahrzehnt zu realisieren. Hierfür entwickeln wir neue, divisionsübergreifende System-, Service- und Softwarelösungen, die für Continental ein erhebliches Wachstumspotenzial mit positiven Auswirkungen auf den zukünftigen Umsatz und die erzielbaren Margen bieten können. Continental bieten sich Chancen aus der Digitalisierung und einer intelligenten Nutzung automobiler Daten.Continental ist davon überzeugt, dass das Auto der Zukunft mit dem Internet verbunden sein wird. Deswegen haben wir den Geschäftsbereich Intelligent Transportation Systems (ITS) gegründet, der aus unserem Wissen über das Automobil und über das "Vernetztsein" des Automobils und seines Nutzers mit dem Internet neue Geschäftsideen entwickeln soll. Experten beziffern das Umsatzpotenzial aus der Digitalisierung der physischen Welt und der entsprechenden Nutzung der Möglichkeiten des Internet der Dinge für die Automobilindustrie bis zum Jahr 2020 auf mehr als 57 Mrd €. Ziel des Geschäftsbereichs ITS ist es deshalb, einen Teil dieses Potenzials für Continental zu erschließen. Mit zusätzlichem Umsatz auf diesem Gebiet würde Continental zudem dem strategischen Ziel, eine größere Unabhängigkeit von der Automobilproduktion zu erreichen, näher kommen. Continental bieten sich Chancen aus der UrbanisierungPrognosen zufolge werden im Jahr 2050 mehr als zwei Drittel der Weltbevölkerung in Großstädten leben. Die Fahrzeugflotte wird dann auf über 2 Mrd Fahrzeuge angewachsen sein. Der Großteil dieser Fahrzeuge wird in den Großstädten unterwegs sein. Dies bedeutet enorme Herausforderungen an die Infrastruktur. die Sicherheit und die Emissionseigenschaften von Fahrzeugen. Mit ihrem breiten Portfolio an Sicherheitstechnologien. Produkten zur emissionsfreien Mobilität und Konzepten zur intelligenten Vernetzung von Fahrzeugen untereinander oder mit der Infrastruktur bietet dieser Trend Chancen für künftig erzielbaren Umsatz für Continental. Gleichzeitig unterstützt er die Chancen. die sich aus der Digitalisierung. Elektrifizierung und dem automatisierten Fahren ergeben. Aussage zur Gesamtrisiko- und GesamtchancensituationDie Risikolage des Continental-Konzerns hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Einschätzung des Vorstands nicht wesentlich verändert. Die sich seit dem Jahr 2012 abzeichnende wirtschaftliche Stabilisierung in Europa gewann im Jahr 2015 an Dynamik. Für das laufende Jahr muss sich noch zeigen. wie nachhaltig die weitere konjunkturelle Erholung ausfällt. Hingegen hat die NAFTA-Region das Vorkrisenniveau deutlich überschritten und es bleibt abzuwarten. ob die Umfeldfaktoren einen erneuten Anstieg über das im Jahr 2015 erzielte Rekordvolumen zulassen. Außerdem normalisiert sich das Wachstum in China. dem größten Automobilmarkt weltweit. zunehmend. Deswegen sind die Marktrisiken in Verbindung mit einer sinkenden Nachfrage unverändert hoch. Mit den Veränderungen der Einzelrisiken haben sich in der Analyse im konzernweiten Risikomanagementsystem für das abgelaufene Geschäftsjahr jedoch keine Risiken gezeigt. die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Gesellschaft oder des Konzerns gefährden. Bestandsgefährdende Risiken sind auch in absehbarer Zukunft nach Einschätzung des Vorstands nicht erkennbar. Unter Berücksichtigung der wesentlichen Chancen zeigt die Gesamtrisikolage des Continental-Konzerns eine angemessene Risiko- und Chancensituation. auf die unsere strategischen Ziele entsprechend ausgerichtet sind. Prognosebericht> Künftige RahmenbedingungenPrognose der gesamtwirtschaftlichen EntwicklungFür Deutschland prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem World Economic Outlook Update von Januar 2016 für das aktuelle Geschäftsjahr ein stabiles Wachstum von unverändert 1,7 %. Auch für die Eurozone erwartet der IWF für 2016 einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,7 %. Nach seiner Einschätzung wird die anhaltende Belebung der Binnennachfrage, unterstützt vom niedrigen Ölpreis und von günstigen Finanzierungsmöglichkeiten, den sich abschwächenden Beitrag des Außenhandels mehr als kompensieren. Für die USA rechnet der IWF im laufenden Jahr mit einem Anstieg des BIP-Wachstums auf 2,6 %, getragen von der weiteren Belebung des Immobilien- und des Arbeitsmarkts sowie - trotz Zinswende - weiterhin niedrigen Kreditzinsen. Die aktuelle Stärke des US-Dollar wirke dagegen eher dämpfend auf die Industrieproduktion. Zudem beeinträchtige der niedrige Ölpreis spürbar die Aktivität des Rohstoffsektors. Ferner könnte die Geldpolitik der US-amerikanischen Notenbank die wirtschaftliche Aktivität im Jahresverlauf leicht bremsen. Eine moderate Belebung des Wirtschaftswachstums erwartet der IWF für Japan. Das BIP soll 2016, nach einem Wachstum in Höhe von 0,6 % im Vorjahr, um 1,0 % ansteigen. Positiv wirken gemäß IWF auch hier der niedrige Ölpreis und günstige Kreditkonditionen sowie steigende Einkommen und eine weitere Erhöhung der staatlichen Ausgaben. Die Schwellen- und Entwicklungsländer werden 2016 laut IWF voraussichtlich ein BIP-Wachstum von 4,3 % erreichen. Die wesentlichen Stützen seien dabei erneut Indien mit 7,5 % und China mit 6,3 % BIP-Zuwachs. Während sich die Rezession der russischen Wirtschaft 2016 auf einen BIP-Rückgang von 1,0 % verlangsamen soll, erwartet der IWF für Brasilien erneut einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 3,5 %. Auf Basis dieser Einschätzungen prognostiziert der IWF für die Weltwirtschaft einen Anstieg des Wachstums um 0,3 Prozentpunkte auf 3,4 % für das Jahr 2016. Erhebliche Risiken sieht der IWF in seinem World Economic Outlook Update von Januar 2016 insbesondere durch ein geringeres Wachstum in China und eine weitere Aufwertung des US-Dollar infolge der Zinswende in den USA. Diese dürfte auch global zu steigenden Finanzierungskosten führen. Zudem rechnet der IWF mit einer hohen Volatilität der weltweiten Risikoneigung und sieht hieraus Risiken, die zu plötzlichen Verwerfungen an den Kapitalmärkten führen könnten. Insbesondere die Schwellen- und Entwicklungsländer dürften davon betroffen sein. Ferner könnte eine Eskalation geopolitischer Spannungen die Wirtschaft in der jeweiligen Region und auch den Welthandel insgesamt beeinträchtigen. ![]() Quellen: IWF - World Economic Outlook Update 1/2016, Eurostat, statistische Ämter der genannten Länder, Bloomberg. Prognose der Entwicklung wesentlicher AbnehmerbranchenPrognose der Produktion von Pkw und leichten NutzfahrzeugenFür die globale Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen <6 t rechnen wir für das Jahr 2016 aktuell mit einem Wachstum um 1,5 % auf knapp 90 Mio Einheiten. Der weltweit größte Produktionszuwachs wird erneut in China erwartet. Das Tempo dürfte hier auf etwa 3 % bis 4 % Zuwachs nachlassen, absolut gesehen entspräche dies einem Produktionszuwachs von etwa 0,8 Mio bis 1,0 Mio Einheiten. Steigende Produktionsvolumina sollten nach unserer Einschätzung auch Indien und Japan sowie Iran aufgrund von Nachholeffekten zeigen. Für Asien insgesamt erwarten wir einen Produktionsanstieg um 2 % auf 47,5 Mio Einheiten. Für Europa gehen wir von einem Zuwachs der Pkw-Produktion im Jahr 2016 von 2 % aus. Für den westlichen Teil Europas erwarten wir eine weitere Zunahme der Binnennachfrage bei zugleich eher stagnierenden Exportzahlen. Für Osteuropa rechnen wir derzeit mit einer Stabilisierung der Pkw-Nachfrage und -Produktion. Für die NAFTA-Region halten wir aufgrund des erreichten hohen Produktionsniveaus eine Stagnation der Fertigung für sehr wahrscheinlich. Absatzchancen ergeben sich aus dem immer noch vergleichsweise hohen Alter des Pkw-Bestands in den USA von durchschnittlich über elf Jahren. Zudem dürfte der anhaltend niedrige Benzinpreis nachfrageseitig unterstützend wirken. Dagegen erwarten wir für Südamerika wegen der anhaltenden Rezession einen weiteren Produktionsrückgang um 5 %. Prognose der Produktion von mittelschweren und schweren NutzfahrzeugenNach dem starken Rückgang im Vorjahr wird sich die globale Produktion von Nutzfahrzeugen >6 t nach unserer Einschätzung 2016 lediglich stabilisieren und mit einem Rückgang von etwa 0,5 % das Vorjahresvolumen leicht verfehlen. Hauptursächlich für den neuerlichen Rückgang ist der nach den spürbar niedrigeren Auftragseingängen im vierten Quartal 2015 zu befürchtende Einbruch der Nutzfahrzeugproduktion in der NAFTA-Region um etwa 10 %. Jedoch erwarten wir für Europa 2016 ein weiteres Fertigungsplus von bis zu 4 %, für Asien eine Trendwende mit einem Zuwachs von knapp 2 % und für Südamerika einen geringen Produktionsrückgang von rund 3 %. Prognose der Ersatzreifenmärkte für Pkw und leichte NutzfahrzeugeDer positive Nachfragetrend für Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge <6 t wird voraussichtlich auch 2016 in fast allen Regionen anhalten. Weltweit rechnen wir mit einem Anstieg des Bedarfs um erneut 2 %. Etwa drei Viertel hierzu dürfte wieder der asiatische Markt mit einem Wachstum von 5 % beisteuern - weiterhin getrieben durch die Nachfrage in China infolge des gewachsenen Fahrzeugbestands sowie durch einen steigenden Bedarf in Indien und Indonesien. In Europa sollte sich 2016 die Ersatzreifennachfrage für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in Osteuropa stabilisieren und im Laufe des Jahres leicht verbessern, wodurch der Absatz in Europa insgesamt um knapp 2 % zulegen dürfte. Für die NAFTA-Region erwarten wir infolge der steigenden Fahrleistung und der Zunahme des Fahrzeugbestands einen um 2 % höheren Bedarf. Für Südamerika sehen wir dagegen aktuell einen Absatzrückgang um 3 %, da sich die anhaltend schwachen Erstausrüstungszahlen langsam auch auf den Ersatzreifenbedarf für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge niederschlagen dürften. Prognose der Ersatzreifenmärkte für mittelschwere und schwere NutzfahrzeugeDie globale Nachfrage nach Ersatzreifen für Nutzfahrzeuge >6 t sollte 2016 aufgrund zunehmender Tonnage in den meisten Ländern und Regionen wieder um 2 % wachsen. Nach dem Rückgang im Vorjahr rechnen wir aktuell für Europa mit einer Steigerung des Absatzes von Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge um 3 %. Zugleich erwarten wir für die NAFTA-Region und für Asien ein Wachstum der Nachfrage von jeweils rund 2 %. Dagegen prognostizieren wir für Südamerika aufgrund der sich fortsetzenden Rezession und daraus resultierender niedriger Transportvolumina einen weiteren Rückgang des Bedarfs an Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge um 4 %. Prognose von Fahrzeugproduktion und Absatz im Reifenersatzgeschäftscroll
Quellen: Fahrzeugproduktion: IHS Inc. (Europa mit West-, Zentral- und Osteuropa inkl. Russland und Türkei; Asien inkl. Kasachstan, Usbekistan, Naher Osten und Ozeanien mit Australien). Reifenersatzgeschäft: LMC International Ltd. Vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen. Ausblick des Continental-KonzernsPrognosevergleich für das abgelaufene GeschäftsjahrContinental hat ihre im Februar 2015 aufgestellte Prognose über den Verlauf des Geschäftsjahres 2015 in wichtigen Kenngrößen erreicht und teilweise deutlich übertroffen. Der Ausblick wurde anlässlich der Quartalsveröffentlichungen regelmäßig überprüft und angepasst. Insbesondere haben wir das Ziel für den Free Cashflow vor Akquisitionen aufgrund der guten unterjährigen Entwicklung zuletzt mit der Veröffentlichung des Finanzberichts zum 30. September 2015 auf mehr als 2 Mrd € angehoben. Das für den Konzern prognostizierte Umsatzvolumen, das wir zu Beginn des Jahres 2015 auf mehr als 38,3 Mrd € schätzten, konnten wir im Wesentlichen aufgrund von positiven Währungskurseinflüssen übertreffen. Dagegen blieb der Umsatzbeitrag aus der Erstkonsolidierung von Veyance Technologies aufgrund der schwierigen Marktsituation im Öl- und Gasgeschäft sowie im Minengeschäft hinter unseren Erwartungen zurück. In Summe erreichte der Beitrag aus positiven Währungskurseffekten 2,2 Mrd €. Veyance Technologies trug mit 1,1 Mrd € zum Umsatz bei. Sowohl in der Automotive Group als auch in der Rubber Group konnten wir die selbst gesteckten Ziele für die bereinigte EBIT-Marge sicher erreichen. Insbesondere in der Rubber Group wirkte sich die Entwicklung der Rohstoffkosten positiv auf das bereinigte EBIT aus. Das Zinsergebnis fiel, begünstigt durch die gute Entwicklung des Free Cashflow, niedriger aus als erwartet. Die Steuerquote lag leicht unter unserer Prognose von rund 30 %. Der Free Cashflow vor Akquisitionen lag aufgrund des höher ausgefallenen operativen Ergebnisses und der positiven Entwicklung des Working Capital zum Jahresende noch einmal höher als zuletzt von uns im November 2015 erwartet. AuftragslageDie Auftragslage in der Automotive Group hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter positiv entwickelt. In Summe konnten die Automotive-Divisionen Chassis & Safety, Powertrain und Interior Aufträge akquirieren, die sich über die Gesamtdauer der Belieferung in die Fahrzeuge wertmäßig auf etwas mehr als 30 Mrd € summieren. Diese sogenannten Lifetime Sales basieren dabei im Wesentlichen auf Annahmen über die Produktionsvolumina der jeweiligen Fahrzeug- oder Motorenplattformen, die vereinbarten Kostenreduzierungen und die Preisentwicklung wichtiger Rohmaterialien. Der hierdurch ermittelte Auftragsbestand stellt eine Richtgröße für den auf mittlere Sicht erzielbaren Umsatz dar, der bei einer Änderung der genannten Einflussgrößen Abweichungen aufweisen kann. Sollten sich die getroffenen Annahmen als richtig erweisen, dann stellen die Lifetime Sales eine gute Richtgröße für das in vier bis fünf Jahren erreichbare Umsatzvolumen der Automotive Group dar. Aufgrund des hohen Anteils des Ersatzreifengeschäfts am Umsatz der Division Reifen ist eine Ermittlung eines aussagekräftigen Auftragsbestands nicht möglich. Ähnliches trifft auf die Division ContiTech zu. Sie besteht seit 2016 aus neun Geschäftsbereichen, die auf unterschiedlichen Märkten und Industriezweigen, die wiederum eigenen Einflussfaktoren unterliegen, tätig sind. Eine Konsolidierung der Auftragsbestände der verschiedenen Geschäftsbereiche der Division ContiTech hätte daher nur begrenzte Aussagekraft. Ausblick des Continental-KonzernsFür das Geschäftsjahr 2016 erwarten wir einen Anstieg der weltweiten Fahrzeugproduktion (Pkw, Kombifahrzeuge und leichte Nutzfahrzeuge) um 1,5 % auf knapp 90 Mio Einheiten. Für die für Continental bedeutenden Pkw-Ersatzreifenmärkte Europa und NAFTA-Region gehen wir von einem Anstieg der Nachfrage um insgesamt 10 Mio Ersatzreifen bzw. einem Nachfrageplus in Höhe von jeweils 2 % aus. Auf Basis dieser Marktannahmen und unter Annahme konstanter Währungskurse rechnen wir mit einem Anstieg des Konzernumsatzes 2016 auf rund 41 Mrd €. Wir haben uns für das Geschäftsjahr 2016 das Ziel gesetzt, auf Konzernebene eine bereinigte EBIT-Marge von mehr als 10,5 % sicher zu erreichen. Die im Vergleich zum Vorjahr geringere Erwartung an die Entwicklung der bereinigten EBIT-Marge ist dabei im Wesentlichen durch den Einbezug von Veyance Technologies in die Vergleichszahlen des Vorjahres zu erklären. Für die Automotive Group rechnen wir mit einem Umsatzwachstum in Höhe von mehr als 5 % auf rund 25 Mrd € und einer bereinigten EBIT-Marge von mindestens 8,5 %. Für die Rubber Group erwarten wir ein Umsatzwachstum auf mehr als 16 Mrd € und eine bereinigte EBIT-Marge von rund 15,5 %. Für das Jahr 2016 rechnen wir mit einem positiven Beitrag aus niedrigeren Rohmaterialpreisen in der Rubber Group in Höhe von rund 100 Mio €. Dabei unterstellen wir einen Durchschnittskurs für Naturkautschuk (TSR 20) in Höhe von 1,50 US-Dollar/kg (2015: 1,44 US-Dollar/kg) und für den Synthesekautschukgrundstoff Butadien in Höhe von 0,90 US-Dollar/kg (2015: 0,90 US-Dollar/kg). Der erwartete positive Effekt stammt im Wesentlichen aus dem zuletzt deutlich gesunkenen Ölpreis. Für die Rubber Group errechnet sich je 10 US-Dollar Absenkung des Durchschnittspreises für Rohöl ein jährlicher positiver Bruttoeffekt von rund 50 Mio US-Dollar auf das operative Ergebnis. Der Durchschnittspreis für die Nordseesorte Brent lag im Jahr 2015 bei rund 52 US-Dollar. Prognosevergleich für das Geschäftsjahr 2015scroll
Infolge der Teilrückzahlung des Festdarlehens und der Refinanzierung der US-Dollar-Anleihe im Geschäftsjahr 2015 rechnen wir 2016 mit einem negativen Zinsergebnis von weniger als 250 Mio €. Die Steuerquote sollte im Jahr 2016 bei rund 30 % liegen. Für 2016 rechnen wir mit Sondereffekten in Höhe von rund 100 Mio €. Die Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen, die im Wesentlichen aus den Erwerben von Veyance Technologies und von Elektrobit Automotive stammen, werden voraussichtlich bei rund 150 Mio € liegen und im Wesentlichen die Divisionen ContiTech und Interior betreffen. Die Investitionen vor Finanzinvestitionen werden im Geschäftsjahr 2016 wieder bei rund 6 % vom Umsatz liegen. Die Verteilung zwischen der Automotive und der Rubber Group wird bei etwa 57 % zu 43 % liegen. Die größten Projekte innerhalb der Division Chassis & Safety sind auch im Jahr 2016 wieder der weltweite Ausbau der Fertigungskapazitäten im Geschäftsbereich Vehicle Dynamics für die Bremsengenerationen MK 100 und MK C1, der Ausbau der Produktionsstätte in Mexiko für die elektrische Parkbremse und Investitionen im Geschäftsbereich Advanced Driver Assistance Systems in den Ausbau der Kapazitäten für Radarsensoren und Surround View-Systeme. Die Division Powertrain investiert im Geschäftsbereich Engine Systems vornehmlich in den Kapazitätsausbau der Diesel-Hochdruckinjektoren in Deutschland sowie in die Erweiterung der weltweiten Fertigungskapazitäten für Turbolader. Zudem sind weitere Investitionen im Geschäftsbereich Hybrid Electric Vehicle für "48-Volt Eco Drive"-Projekte in China geplant. In der Division Interior liegt ein Investitionsschwerpunkt im Ausbau der Fertigungskapazitäten für Kombi-Instrumente in Osteuropa und in der NAFTA-Region. Die Investitionsschwerpunkte im Jahr 2016 in der Division Reifen werden in der Fortführung der begonnenen Investitionsprojekte (Kapazitätserweiterungen sowie Maßnahmen zur Umsetzung von Qualitätssicherung und Kostensenkung) liegen. Einen Schwerpunkt bildet dabei der Ausbau der Pkw-Reifenproduktion in Osteuropa, China und der NAFTA-Region. Im Bereich Nutzfahrzeugreifen liegt der Fokus im Ausbau der Fertigungskapazitäten in der NAFTA-Region. In der Division ContiTech bilden eine Werkverlagerung im Geschäftsbereich Mobile Fluid Systems und die Produktionserweiterung im Geschäftsbereich Benecke-Kaliko Group die Investitionsschwerpunkte im Jahr 2016. Continental weist zum Jahresende 2015 Netto-Finanzschulden von 3,5 Mrd € auf. Auch in Zukunft wollen wir, im Einklang mit unserem Ziel, die Abhängigkeit von der Automobilerstausrüstung zu verringern, insbesondere das Industriegeschäft weiter stärken. Hierfür sind auch weitere Unternehmenszukäufe nicht ausgeschlossen. Ein weiterer Fokus liegt auf der gezielten Verstärkung unserer Technologiekompetenz in Zukunftsfeldern innerhalb der Automotive Group. Wir planen, für das Jahr 2016 einen Free Cashflow vor Akquisitionen von mindestens 1,8 Mrd € zu erreichen. Der Start in das Jahr 2016 bestätigt in einem schwierigen Umfeld unsere Erwartungen für das Gesamtjahr. Gewinn- und Verlustrechnungscroll
BilanzAktiva scroll
Entwicklung des Anlagevermögensscroll
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AnhangContinental AktiengesellschaftDer Jahresabschluss der Continental Aktiengesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist - wie international üblich -nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Um dem Holdingcharakter der Continental AG gerecht zu werden, wird das Beteiligungsergebnis vorangestellt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAktiva Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden degressiv - soweit sie vor dem Geschäftsjahr 2008 zugegangen sind -, alle übrigen Anlagegüter linear abgeschrieben. Soweit degressiv abgeschrieben wird, erfolgt ein Übergang auf die lineare Abschreibung, wenn diese zu höheren Abschreibungen führt. Die degressive Abschreibung erfolgt in Höhe der steuerrechtlich maximal zulässigen Prozentsätze. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von jeweils weniger als 1.500 € werden im Jahr des Zugangs vollständig im Aufwand erfasst. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen orientieren sich an den steuerlichen AfA-Tabellen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, die Wertpapiere des Anlagevermögens sowie das auf den Continental Pension Trust e. V. übertragene Treuhandvermögen, sofern es nicht Deckungsvermögen ist, wird zu Anschaffungskosten abzüglich der bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung erforderlichen Abschreibungen bilanziert. Wertaufholungen erfolgen bis zur Höhe der historischen Anschaffungskosten, soweit die Gründe für die dauerhafte Wertminderung nicht mehr vorliegen. Verzinsliche Ausleihungen sind zum Nominalwert angesetzt, zinslose und niedrig verzinsliche auf den Barwert abgezinst. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten bewertet. Die Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder aus der Lagerdauer ergeben, werden durch entsprechende Wertabschläge berücksichtigt. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch angemessene Abschläge Rechnung getragen. Für das allgemeine Kreditrisiko bestehen pauschale Abschläge. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf den Bilanzstichtag abgezinst. Forderungen in fremder Währung werden, soweit diese kursgesichert sind, mit dem Sicherungskurs bewertet. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsenkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Latente Steuern umfassen zu erwartende Steuerzahlungen oder -erstattungen aus zeitlich begrenzten Unterschieden zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie aus der Nutzung von Verlustvorträgen. Aktive latente Steuern werden in der Bilanz nicht angesetzt. Passiva Die Höhe der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Zukünftige Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung berücksichtigt. Als Diskontierungszinssatz wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den entsprechenden Verpflichtungen aus der Altersvorsorge verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Die übrigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste in Höhe ihres jeweiligen Erfüllungsbetrags gebildet worden. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern Hinweise für deren Eintreten vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden. Die Verbindlichkeiten werden, soweit nicht kursgesichert, zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Kursgesicherte Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Sicherungskurs bewertet. Gewinn- und VerlustrechnungIm Beteiligungsergebnis werden Erträge aus Gewinnabführungen, Erträge aus Beteiligungen, Aufwendungen aus Verlustübernahmen, das Ergebnis aus dem Abgang von Beteiligungen sowie Abschreibungen und Wertaufholungen auf Beteiligungen ausgewiesen. Die allgemeinen Verwaltungskosten betreffen Funktionskosten für Finanzen, Administration, Personalwesen und Holdingaufgaben. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Anschaffung oder, im Falle der Kurssicherung, mit den Sicherungskursen bewertet. Soweit sich aus den Devisenkassamittelkursen zum Bilanzstichtag noch nicht realisierte Verluste ergeben, werden ergebnismindernde Vorsorgen gebildet. Nicht realisierte Kursgewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Erläuterungen zur Bilanz, Aktiva1. Immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagevermögenDie Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind im Anlagenspiegel dargestellt. 2. FinanzanlagenDie Anteile an verbundenen Unternehmen reduzierten sich im Wesentlichen aufgrund des konzerninternen Verkaufs von 51,0 % der Anteile an der Continental Brake Systems (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China, in Höhe von 1,1 Mio € sowie durch Kaufpreisanpassungen von Akquisitionen in früheren Geschäftsjahren in Höhe von 0,5 Mio €. 31,9 % der Anteile an der Continental Automotive Corporation, Yokohama, Japan, in Höhe von 12,4 Mio € sind in die Continental Caoutchouc-Export-GmbH, Hannover, eingelegt worden. Das unter den Finanzanlagen ausgewiesene und auf den Continental Pension Trust e. V. übertragene Treuhandvermögen sowie die hiermit im Laufe des Geschäftsjahres erwirtschafteten Erträge dienen ausschließlich der Sicherung der betrieblichen Altersversorgung. Im Geschäftsjahr 2015 gingen dem Treuhandvermögen Zins- und Dividendenerträge in Höhe von 13,3 Mio € zu. Zum 31. Dezember 2015 ist das Treuhandvermögen in 24,9 % der Anteile an der ContiTech AG, Hannover, Deutschland, einer mittelbaren Tochtergesellschaft der Continental AG, sowie in Wertpapiere und flüssige Mittel angelegt. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2015 dienen die im Continental Pension Trust e. V. angelegten Vermögensgegenstände, mit Ausnahme der Anteile an der ContiTech AG, Hannover, ausschließlich der Sicherung der betrieblichen Altersversorgung und sind entsprechend den gesetzlichen Anforderungen gegen Insolvenz gesichert und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Das Deckungsvermögen wurde zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von 89,9 Mio € bewertet und mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Die Anschaffungskosten betrugen 88,9 Mio €. 3. Vorrätescroll
4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Finanzforderungen aus der Bereitstellung von Krediten oder Tagesgeldern sowie um Forderungen aus der Ergebnisabführung von Tochtergesellschaften. 5. Flüssige Mittelscroll
6. Rechnungsabgrenzungspostenscroll
Im Geschäftsjahr 2014 wurden für Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Abschluss des syndizierten Kreditvertrags im Gesamtvolumen von bis zu 4,5 Mrd € Ausgaben in Höhe von ursprünglich 14,4 Mio € als aktive Rechnungsabgrenzung bilanziert. Hiervon entfielen 9,6 Mio € auf die revolvierende Kreditlinie und 4,8 Mio € auf das Festdarlehen. Im April 2015 wurde die Laufzeit der revolvierenden Kreditlinie des syndizierten Kredits um ein Jahr verlängert. Der Rechnungsabgrenzungsposten wird entsprechend der verlängerten Laufzeit linear aufgelöst. Im Geschäftsjahr betrug die Auflösung 1,6 Mio €. Im vierten Quartal 2015 wurde das Festdarlehen vorzeitig durch Teilrückzahlungen in Höhe von insgesamt 1.150,0 Mio € zurückgezahlt. Entsprechend dem verminderten Kreditvolumen wurde der Rechnungsabgrenzungsposten für das Festdarlehen aufgelöst. Die Sonderauflösung betrug im Geschäftsjahr 0,7 Mio € und die lineare Auflösung 2,3 Mio €. Die sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen vorausgezahlte Gebühren, Versicherungsprämien sowie Kostenabgrenzungen. 7. Aktive latente SteuernDie ermittelten temporären Bewertungsunterschiede zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz ergeben insgesamt eine zukünftige Steuerentlastung. Sie bestehen hauptsächlich im Bereich von immateriellen Vermögensgegenständen, Anlagevermögen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Zusätzlich ergibt sich ein erwarteter Vorteil aus zukünftiger Nutzung von körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen. Ein Aktivposten wurde für diese zukünftige Steuerentlastung aufgrund der Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Der für die Bewertung der latenten Steuern relevante durchschnittliche Steuersatz betrug 30,4 %. Dieser wurde ermittelt unter Berücksichtigung eines Körperschaftsteuersatzes von 15,0 %, eines Solidaritätszuschlags von 5,5 % und eines Gewerbesteuersatzes von 14,6 %. Die Bewertung des vortragsfähigen, nicht abzugsfähigen Zinssaldos erfolgt nur zu 26,5 %, da sich bei der zukünftigen Realisierung aufgrund gewerbesteuerlicher Vorschriften eine Abzugsbeschränkung ergibt. Erläuterungen zur Bilanz, Passiva8. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der Continental AG blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert. Es beträgt zum Bilanzstichtag 512.015.316,48 € und ist eingeteilt in 200.005.983 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 2,56 € pro Aktie. Die Ermächtigung des Vorstands, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. April 2015 das Grundkapital durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 70,0 Mio € zu erhöhen, wurde nicht in Anspruch genommen. Dementsprechend ist das genehmigte Kapital durch Zeitablauf verfallen. Die Ermächtigung des Vorstands, Bezugsrechte auf neue Aktien der Gesellschaft nach Maßgabe des Aktienoptionsplans 2008 und des Aktienoptionsplans 2004 auszugeben, ist erloschen. Aus beiden Aktienoptionsplänen bestehen auch keine Bezugsrechte mehr. Die Bedingung für die Erhöhung des Grundkapitals um noch bis zu 16,5 Mio € durch Ausgabe von neuen Aktien der Gesellschaft kann daher nicht mehr eintreten. Von der bis zum 26. April 2015 befristeten Ermächtigung des Vorstands, Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen sowie andere Finanzinstrumente auszugeben, die ein Recht auf den Bezug neuer Continental-Aktien gewähren, ist kein Gebrauch gemacht worden. Die Bedingung für die Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 51,0 Mio € durch Ausgabe von bis zu 19.921.875 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien ist daher nicht eingetreten und kann auch nicht mehr eintreten. Das bedingte Kapital ist durch Aufsichtsratsbeschluss vom 30. April 2015 aus der Satzung gestrichen worden. Zum 31. Dezember 2015 besteht daher kein bedingtes Kapital mehr (Vj. 67,5 Mio €). 9. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2015 unverändert 4.179,1 Mio €. 10. GewinnrücklagenDie anderen Gewinnrücklagen betragen zum 31. Dezember 2015 unverändert 54,7 Mio €. Angaben zur AusschüttungssperreZur Sicherung von Pensionsverpflichtungen sind Mittel zweckgebunden und insolvenzgesichert in den Continental Pension Trust e. V. eingebracht worden. Dieses Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser beträgt zum Bilanzstichtag 89,9 Mio € und liegt damit 1,0 Mio € über den Anschaffungskosten von 88,9 Mio €. Dem Mehrbetrag von 1,0 Mio € stehen frei verfügbare Gewinnrücklagen in Höhe von 54,7 Mio € gegenüber. Eine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Bilanzgewinn von 1.014,2 Mio € besteht daher nicht. 11. Rückstellungenscroll
Die Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Diskontierungszinssatz von 3,89 % (Vj. 4,55 %) ermittelt. Dabei wurde wie im Vorjahr eine jährliche Entgeltsteigerung von 3,00 % sowie eine jährliche Rentensteigerung von 1,75 % unterstellt. Die Verpflichtungen aus Pensionen von 328,6 Mio € (Vj. 297,9 Mio €) wurden mit dem beizulegenden Zeitwert der entsprechenden Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen von 57,9 Mio € (Vj. 58,0 Mio €) verrechnet. Der beizulegende Zeitwert entspricht den Anschaffungskosten. Aus dem Treuhandvermögen des Continental Pension Trust e. V. erfüllen zum Bilanzstichtag Vermögensgegenstände in Höhe von 89,9 Mio € (Vj. -), zum beizulegenden Zeitwert bewertet, die Eigenschaft als Deckungsvermögen und werden ebenfalls mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 88,9 Mio €. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Börsenkurs. Die sonstigen Rückstellungen decken die erkennbaren Risiken und sonstige ungewisse Verpflichtungen. Sie enthalten insbesondere Rückstellungen für Personal- und Sozialaufwendungen (64,2 Mio €) sowie für ausstehende Rechnungen (16,8 Mio €). Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Langzeitarbeitskonten in Höhe von 0,8 Mio €. Die Absicherung der Ansprüche erfolgt über einen Treuhandvertrag. Der beizulegende Zeitwert der Ansprüche beträgt 0,8 Mio € und wird mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet, da das Treuhandvermögen zweckgebunden und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf 0,8 Mio €. 12. Verbindlichkeitenscroll
Aus einem Forderungsverkauf sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 130,0 Mio € durch dingliche Sicherheiten, bestehend aus der Abtretung von Forderungen, gesichert worden. Der syndizierte Kredit wurde im April 2014 mit einem zugesagten Volumen von 4,5 Mrd € neu abgeschlossen. Der Kredit besteht aus einem im April 2016 fälligen Festdarlehen über 1,5 Mrd € und einer revolvierenden Kreditlinie über 3,0 Mrd €. Im April 2015 wurde die Laufzeit der revolvierenden Kreditlinie um ein Jahr bis April 2020 verlängert. Im vierten Quartal 2015 wurde das Festdarlehen vorzeitig durch Teilrückzahlungen in Höhe von insgesamt 1.150,0 Mio € zurückgezahlt. Zum Bilanzstichtag hat die Continental AG das Festdarlehen in Höhe von nominal 350,0 Mio € (Vj. 1.500,0 Mio €) in Anspruch genommen. Das zugesagte Volumen des syndizierten Kredits hat sich damit entsprechend um 1.150,0 Mio € auf nunmehr 3,35 Mrd € zum Jahresende 2015 reduziert. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Finanzverbindlichkeiten aus der Bereitstellung von Krediten oder Tagesgeldern, die der Continental AG von Tochterunternehmen zur Verfügung gestellt werden. HaftungsverhältnisseBürgschaften, Garantien und Gewährleistungen wurden bis auf 21,0 Mio € ausschließlich zugunsten von Tochtergesellschaften abgegeben. Nach unseren Erkenntnissen können die zugrunde liegenden Verpflichtungen von den betreffenden Gesellschaften in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. Von den Gewährleistungen entfallen 750,0 Mio € auf die in 201 3 über die Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, begebene Anleihe, für deren Erfüllung die Continental AG garantiert. Weitere Gewährleistungen in Höhe von 1.069,6 Mio € entfallen auf Finanzierungen der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, und der Continental Tire the Americas, LLC, Fort Mill, USA. scroll
Sonstige finanzielle VerpflichtungenIm Geschäftsjahr 1992 hat die Continental AG zur Verbesserung ihrer Liquiditätslage ihr Verwaltungsgebäude verkauft und auf 30 Jahre zurückgemietet. Der in Vorjahren frei gewordenen Liquidität stehen zukünftige Zahlungsverpflichtungen von 8,8 Mio € bis zum Jahr 2022 gegenüber (davon 1,3 Mio € in 201 6). Darüber hinaus betreffen die auf 2016 und später entfallenden Verpflichtungen im Wesentlichen ausgegliederte DV-Hard- und -Software (61,4 Mio €; davon 49,1 Mio € für 2016) sowie Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (1,3 Mio €; davon 0,8 Mio € für 2016). Das Bestellobligo für Sachanlageinvestitionen und Großreparaturen beträgt 10,0 Mio €. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung13. Beteiligungsergebnisscroll
14. Sonstige betriebliche Erträgescroll
Die übrigen Erträge des Geschäftsjahres enthalten insbesondere allgemeine Kostenumlagen an andere Konzerngesellschaften in Höhe von 163,2 Mio € (Vj. 138,5 Mio €). 15. Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die Verluste aus Wertminderung von Gegenständen des Umlaufvermögens resultieren im Wesentlichen aus Wertberichtigungen von Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 0,2 Mio € (Vj. 9,9 Mio €). Die übrigen Aufwendungen des Geschäftsjahres beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Kostenumlagen in Höhe von 158,5 Mio € (Vj. 134,5 Mio €) sowie Aufwendungen für den syndizierten Kredit in Höhe von 4,7 Mio € (Vj. 36,6 Mio €). 16. Zinsergebnisscroll
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und langfristigen Rückstellungen von insgesamt 13,6 Mio € sind mit den Zinserträgen aus den Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 2,6 Mio € sowie den Erträgen aus der Bewertung des Deckungsvermögens aus dem Continental Pension Trust e. V. zu Marktwerten in Höhe von 1,0 Mio € verrechnet worden. 17. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer Steueraufwand in Höhe von 140,8 Mio € resultiert aus laufendem Aufwand in Deutschland und nicht anrechenbarer ausländischer Quellensteuer. Sonstige AngabenMaterialaufwandscroll
Personalaufwandscroll
Mitarbeiter im Quartalsdurchschnittscroll
Derivative FinanzinstrumenteDie Continental AG und die Gesellschaften des Continental-Konzerns sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt, die fallweise durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente abgesichert werden. Die Ermittlung der angegebenen beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente erfolgt in der Regel durch Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme unter Zugrundelegung von Zinsstrukturkurven. So werden die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften als Differenz aus den mit den risikolosen Zinssätzen der entsprechenden Währungen diskontierten und zu aktuellen Kassakursen umgerechneten Nominalbeträgen ermittelt. Devisenoptionen werden mittels anerkannter Optionspreismodelle bewertet. Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Zinsswaps und Zins-Währungsswaps werden die zukünftigen Zahlungsströme mit den Zinssätzen für die entsprechenden Fälligkeiten diskontiert. Dabei werden als kurzfristige Zinssätze Depositsätze verwendet, während für die langfristigen Zinssätze auf die Swapsätze in der jeweiligen Währung zurückgegriffen wird. Zum 31. Dezember 2015 belief sich das Nominalvolumen der abgeschlossenen Derivate auf 3.720,6 Mio €. Hierin enthalten sind ausschließlich Geschäfte, die in Bewertungseinheiten (Micro-Hedges und Portfolio-Hedges) einbezogen sind. Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen: scroll
Für Zwecke des Währungsmanagements fasst die Continental AG bekannte und zukünftig erwartete Fremdwährungszahlungsströme der Konzerngesellschaften aus operativen Geschäften weltweit zusammen. Der Netto-Cashflow je Währung auf rollierender Zwölf-Monats-Basis definiert das gesamte Transaktionsrisiko des Konzerns. Der wöchentlich tagende Zins- und Währungsausschuss beschließt die Sicherungsmaßnahmen, die ohne gesonderte Vorstandsgenehmigung 30 % des Zwölf-Monats-Exposure nicht überschreiten dürfen. Zur Risikosteuerung kommen im Rahmen des Währungsmanagements insbesondere Devisentermin-, Devisenswap- und Devisenoptionsgeschäfte zum Einsatz. Die Auswahl und Anwendung der Instrumente ist abhängig vom jeweiligen Sicherungszweck. Basis für den Einsatz von Sicherungsinstrumenten ist die Foreign Exchange Management Policy, deren Einhaltung regelmäßig von der Konzernrevision überprüft wird. Der wöchentlich tagende Zins- und Währungsausschuss beschließt die Sicherungsmaßnahmen. Zur Absicherung der Währungsrisiken aus von der Continental AG in Fremdwährung aufgenommenen und ausgereichten Krediten an Konzernunternehmen sowie der bei Fälligkeit zu zahlenden Zinsen hat die Continental AG Devisenswaps mit externen Vertragspartnern mit einem Nominalvolumen von 858,6 Mio € abgeschlossen. Der beizulegende Netto-Zeitwert beträgt 19,1 Mio €. Die von der Continental AG begebenen und aufgenommenen Fremdwährungsdarlehen mit gleichem Nominalvolumen und die sich gegenläufig verhaltenden Devisenswaps bilden bis zu ihrer jeweiligen Endfälligkeit in 2016 eine Bewertungseinheit. Die Sicherungsbeziehungen werden aufgrund der Übereinstimmung der wertbestimmenden Parameter als hochwirksam eingestuft. Der Nachweis erfolgt unter Anwendung der Critical Term Match-Methode. Die Geschäfte werden in der Bilanz nicht erfasst. Zur Absicherung der Währungsrisiken aus Fremdwährungskrediten bei Konzerngesellschaften, deren Währungsrisiken über interne Devisenswaps auf die Continental AG übertragen werden, erfolgt eine Zusammenfassung zu Bewertungseinheiten mit den sich gegenläufig verhaltenden Geschäften, die zur Absicherung mit externen Kreditinstituten durch die Continental AG abgeschlossen wurden. Die Nominalwerte der konzerninternen Devisenswaps und der gegenläufigen konzernexternen Sicherungsgeschäfte betragen jeweils 931,0 Mio €. Die beizulegenden Netto-Zeitwerte zum Bilanzstichtag betragen für konzerninterne Devisenswaps -17,6 Mio € und für konzernexterne Devisenswaps 17,6 Mio €. Die Sicherungsbeziehungen werden aufgrund der Übereinstimmung der wertbestimmenden Parameter als hochwirksam eingestuft. Der Nachweis erfolgt unter Anwendung der Critical Term Match-Methode. Die Geschäfte sind in 2016 und 2018 fällig und werden in der Bilanz nicht erfasst. Im Zinsmanagement kommen insbesondere Zinsswaps, Zinsoptionen und kombinierte Zins-Währungsswaps zum Einsatz. Sie dienen vor allem der Steuerung von Zinsänderungsrisiken, insbesondere aus variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten, und der Optimierung der Finanzierungskosten. Die Interest Rate Management Policy bildet die Grundlage für das Zinsmanagement. Zum Bilanzstichtag befanden sich Zins-Währungsswaps im Bestand der Continental AG. Diese dienen zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken. Ein Zinsänderungsrisiko wurde mit ihnen nicht abgesichert. Die Zins-Währungsswaps beziehen sich auf die Absicherung der am 19. November 2015 durch die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, emittierten Anleihe. Dabei werden die Währungsrisiken der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, aus der Denominierung in Euro gesichert und der Euro-Festzins in einen US-Dollar-basierten Festzins getauscht. Zur Absicherung dieser von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, über interne Zins-Währungsswaps auf die Continental AG übertragenen Währungsrisiken erfolgt eine Zusammenfassung zu Bewertungseinheiten mit den sich gegenläufig verhaltenden Geschäften, die zur Absicherung mit externen Kreditinstituten durch die Continental AG abgeschlossen wurden. Die Nominalwerte der konzerninternen Zins-Währungsswaps und der gegenläufigen konzernexternen Sicherungsgeschäfte betragen jeweils 500,0 Mio €. Die beizulegenden Netto-Zeitwerte zum Bilanzstichtag betragen für konzerninterne Zins-Währungsswaps 0,9 Mio € und für konzernexterne Zins-Währungsswaps -0,9 Mio €. Die Sicherungsbeziehungen werden aufgrund der Übereinstimmung der wertbestimmenden Parameter als hochwirksam eingestuft. Der Nachweis erfolgt unter Anwendung der Critical Term Match-Methode. Die Geschäfte haben eine Laufzeit bis 2019 und werden in der Bilanz nicht erfasst. Über diese Zins-Währungsswaps hinaus befanden sich zum Bilanzstichtag keine Zinsswaps und Zinsoptionen im Bestand der Continental AG. Honorare des AbschlussprüfersDie Hauptversammlung am 30. April 2015 hat die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, für das Geschäftsjahr 2015 zum Abschlussprüfer gewählt. Für die Angabe der Honorare des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2015 verweisen wir auf Kapitel 37 im Anhang zum Konzernabschluss der Continental AG. Kontenführung nach § 6b EnWGMit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuregelung von energiewirtschaftlichen Vorschriften am 4. August 2011 unterliegen ehemalige Objektnetze grundsätzlich den ergänzenden Vorschriften zur Rechnungslegung des EnWG. Die Regulierungsvorschriften des EnWG finden keine Anwendung, wenn das bisherige Objektnetz als "Kundenanlage" zu klassifizieren ist. Es sprechen wesentliche Argumente dafür, dass die von der Continental AG in Deutschland betriebenen Energieanlagen solche "Kundenanlagen" darstellen. Mitteilungen nach dem WertpapierhandelsgesetzVon Beginn des Geschäftsjahres bis zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung haben wir die nachstehenden Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG über Beteiligungen an der Continental AG erhalten. Im Falle eines mehrfachen Erreichens, Über- oder Unterschreitens der in dieser Vorschrift genannten Schwellenwerte durch einen Meldepflichtigen ist jeweils nur die zeitlich letzte Mitteilung aufgeführt. Mitteilungen aus früheren Geschäftsjahren über das Bestehen eines mindestens 3-prozentigen Stimmrechtsanteils zum Bilanzstichtag werden weiterhin angegeben. Mit Schreiben vom 8. Mai 2015 wurde uns mitgeteilt, dass
1,17 % dieser Stimmrechte (entsprechend 2.332.717 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 1,96 % dieser Stimmrechte (entsprechend 3.914.375 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i. V. m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Mit Schreiben vom 11. Mai 2015 wurde uns mitgeteilt, dass
1,23 % dieser Stimmrechte (entsprechend 2.454.072 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 0,0001% dieser Stimmrechte (entsprechend 119 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 i. V. m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. 2,08 % dieser Stimmrechte (entsprechend 4.154.353 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i. V. m. Satz 2 WpHG zuzurechnen.
1,23 % dieser Stimmrechte (entsprechend 2.454.072 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. 0,0001% dieser Stimmrechte (entsprechend 119 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 i. V. m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. 0,03% dieser Stimmrechte (entsprechend 67.389 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. 2,05 % dieser Stimmrechte (entsprechend 4.092.573 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i. V. m. Satz 2 WpHG zuzurechnen. Mit Schreiben vom 4. Januar 2016 wurde uns mitgeteilt, dass
Infolge des Austritts der Schaeffler Familienholding Drei GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, aus der Schaeffler Beteiligungsholding GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, am 31. Dezember 2015 ist die Beteiligung der Schaeffler Beteiligungsholding GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, an der Continental AG auf die Schaeffler Verwaltung Zwei GmbH, Herzogenaurach, Deutschland, angewachsen. Dementsprechend ist die Beteiligung der Schaeffler Familienholding Drei GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, der Schaeffler Familienholding Eins GmbH, Herzogenaurach, Deutschland, und der Schaeffler Familienholding Zwei GmbH, Herzogenaurach, Deutschland, an der Continental AG entfallen. Aufgrund einer nachfolgenden weiteren Anwachsung bzw. liquidationslosen Beendigung der Schaeffler Familienholding Drei GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, ist am 1. Januar 2016 deren Mitteilungspflicht nach WpHG entfallen. Die Mitglieder des Vorstands besaßen im Jahr 2015 und bis einschließlich 8. Februar 2016 Aktien mit einem Anteil von insgesamt weniger als 1 % am Grundkapital der Gesellschaft. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats Frau Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann und Herrn Georg F. W. Schaeffler waren Aktien mit einem Anteil von 46,0 % am stimmberechtigten Grundkapital der Gesellschaft zuzurechnen. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats besaßen im Jahr 2015 und bis einschließlich 8. Februar 2016 Aktien mit einem Anteil von insgesamt weniger als 1 % am Grundkapital der Gesellschaft. Deutscher Corporate Governance Kodex/Erklärung nach § 161 AktGDie nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung wurde von Vorstand und Aufsichtsrat im Dezember 2015 abgegeben und ist den Aktionären auf unserer Internetseite www.continental-corporation.com in der Rubrik Investor Relations unter Corporate Governance zugänglich. Bezüge des Vorstands und des AufsichtsratsDie Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand sowie die im Geschäftsjahr gewährten Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht erläutert, der den Corporate Governance-Bericht ergänzt und Teil des mit dem Continental-Konzern zusammengefassten Lageberichts ist. Die im Jahr 2015 gewährten Gesamtbezüge betrugen für den Vorstand der Continental AG 29,3 Mio € (Vj. 25,0 Mio €). Die genannten Gesamtbezüge enthalten auch einen neu gewährten Long Term Incentive-Plan in Höhe von insgesamt 5,7 Mio € (Vj. 5,2 Mio €) sowie die Langfristkomponente der variablen Vergütung in Höhe von insgesamt 5,8 Mio € (Vj. 4,7 Mio €), die in virtuelle Aktien der Gesellschaft umgerechnet wird. In 2015 wurde hieraus resultierend die Langfristkomponente 2014 in 21.523 Stück virtuelle Aktien umgewandelt. Darüber hinaus wurden früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen Bezüge in Höhe von 7,3 Mio € (Vj. 7,2 Mio €) gewährt. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind 111,6 Mio € (Vj. 109,8 Mio €) zurückgestellt. Die Vergütungen für die Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Continental AG einschließlich Sitzungsgelder beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 4,5 Mio € (Vj. 4,2 Mio €). 2015 wie 2014 bestanden keine Vorschüsse und Kredite an Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder der Continental AG. Aufstellung über den Anteilsbesitz der Continental AGI. Verbundene UnternehmenDas Verzeichnis der Continental AG entspricht in Bezug auf den Einzelabschluss § 285 Nr. 11 in Verbindung mit § 286 Abs. 3 HGB. Die Anteile am Kapital stellen den Anteil der Continental AG bzw. eines oder mehrerer von ihr abhängigen Unternehmen dar. Die Berechnung des Anteils am Kapital berücksichtigt die von Tochterunternehmen gehaltenen Anteile somit vollständig, auch wenn der Konzernanteil an diesen Tochterunternehmen unter 100 % liegt. scroll
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II. Assoziierte Unternehmenscroll
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1)
Werte für das Geschäftsjahr 2013. ErgebnisverwendungIn 2015 wurde für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende in Höhe von 650,0 Mio € ausgeschüttet. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 99,2 Mio € ergibt sich für das Geschäftsjahr 2015 ein Bilanzgewinn in Höhe von 1.014.151.449,39 €. Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung vor, die Auszahlung einer Dividende von 3,75 € je Stückaktie zu beschließen. Die Ausschüttungssumme beträgt somit bei 200.005.983 dividendenberechtigten Stückaktien 750.022.436,25 €. Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Hannover, 8. Februar 2016 Continental Aktiengesellschaft Der Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Continental Aktiengesellschaft, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Continental Aktiengesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, 19. Februar 2016 KPMG AG Ufer, Wirtschaftsprüfer Papenberg, Wirtschaftsprüfer Erklärung des Vorstands gemäß §§ 264 Abs. 2 und 289 Abs. 1 HGBWir versichern nach bestem Wissen. dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-. Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft und des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns beschrieben sind.
Hannover. 8. Februar 2016 Continental Aktiengesellschaft Der Vorstand |
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