Continental AG

Hannover

Finanzbericht zum 30. Juni 2016

Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2016

Continental-Aktie und -Anleihen

Konjunktursorgen und Brexit-Votum belasten Aktienmärkte

Der sich fortsetzende Preisverfall vieler Rohstoffe, insbesondere von Rohöl, ließ zu Beginn des Jahres 2016 die Sorgen um die Weltkonjunktur wieder aufleben und löste weltweit eine Abwärtsbewegung an den Aktienmärkten aus. Deswegen unterschritt der DAX Anfang Januar die Marke von 10.000 Punkten. Etwas vorsichtigere Aussagen der US-amerikanischen Notenbank (Fed) zur wirtschaftlichen Entwicklung sowie schwächere Wirtschaftsdaten aus den USA und aus China bewirkten Anfang Februar einen weiteren Kursrutsch. Die Aussagen belasteten ferner den US-Dollar gegenüber dem Euro, wovon europäische Exportwerte zusätzlich negativ betroffen waren. Der DAX sank vor diesem Hintergrund bis zum 11. Februar 2016 auf rund 8.700 Punkte - ein Minus von 19 % gegenüber seinem Jahresendwert 2015 von 10.743,01 Punkten.

Mitte Februar 2016 begann an den Märkten eine Erholungsphase, nachdem sich die Preise für Rohöl und andere Rohstoffe stabilisierten. Schwache Außenhandelszahlen aus China dämpften in der ersten Märzhälfte jedoch die Stimmung. Die Bekanntgabe der zusätzlichen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB), die eine Absenkung des Leitzinses auf 0,0 % und des Einlagenzinses auf -0,4 % sowie eine Ausweitung der monatlichen Anleiheankäufe von 60 Mrd € auf 80 Mrd € bis März 2017 umfassten, blieb Mitte März ohne nennenswerte Auswirkung auf die Aktienmärkte. Vielmehr führten schwächere Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA zu rückläufigen Aktienkursen.

Die sich stetig erholenden Preise für Rohöl und andere Rohstoffe sorgten zusammen mit positiven Wirtschaftsdaten aus Europa, China und den USA ab Mitte April 2016 wieder für steigende Aktienkurse. Infolgedessen überwand der DAX die Marke von 10.000 Punkten und kletterte bis zum 21. April auf über 10.400 Punkte. Nach Veröffentlichung der ersten Schätzung des annualisierten Wachstums der US-Wirtschaft für das erste Quartal 2016, das mit +0,5 % gegenüber der Vorperiode schwächer als erwartet ausfiel, trübte sich Anfang Mai die Stimmung an den Aktienmärkten wieder ein und der DAX rutschte erneut unter die Marke von 10.000 Punkten. Besser als erwartet ausgefallene Unternehmensergebnisse in Europa und den USA für das erste Quartal 2016 wirkten im weiteren Monatsverlauf lediglich stabilisierend. Ende Mai stärkten zunehmende Erwartungen an eine im Juni bevorstehende Zinserhöhung der Fed den US-Dollar und schwächten den Euro. Der DAX profitierte dazu von positiven Wirtschaftsdaten und überwand abermals die Marke von 10.000 Punkten.

Anfang Juni 2016 drehte die Stimmung erneut, nachdem Umfragen im Vereinigten Königreich einen wachsenden Zuspruch der Wähler für den Austritt aus der Europäischen Union im bevorstehenden Referendum zeigten. Die Ängste vor dem sogenannten Brexit nahmen bis Mitte Juni zu und drückten den DAX, auch wegen der anhaltenden Unsicherheiten über die künftige Geldpolitik der großen Notenbanken, bis auf 9.500 Punkte. Eine Woche vor dem Referendum am 23. Juni 2016 wurde eine Zustimmung zum Brexit von den Investoren aufgrund neuer Umfrageergebnisse zunehmend als unwahrscheinlich eingestuft. Rasche Kurserholungen waren die Folge. Das unerwartete Nein zum Verbleib in der Europäischen Union von 51,9 % der abgegebenen Stimmen führte zu einem Kurssturz an den internationalen Kapitalmärkten. Besonders betroffen waren die europäischen Börsen. Der DAX verlor in zwei Handelstagen rund 1.000 Punkte und schloss am 27. Juni bei 9.268,66 Punkten.

In den darauf folgenden Handelstagen beruhigten sich die Märkte und der DAX beendete das erste Halbjahr 2016 bei 9.680,09 Punkten. Er verlor damit im zweiten Quartal 2,9 % und im ersten Halbjahr 9,9 %. Der EURO STOXX 50 sank im zweiten Quartal um 4,7 % auf 2.864,74 Punkte. Sein Kursverlust im ersten Halbjahr 2016 belief sich auf 12,3 %.

Performance der Continental-Aktie analog zum Sektor

Die Continental-Aktie folgte während des ersten Halbjahres 2016 im Wesentlichen dem Kursverlauf des Index für europäische Autowerte, dem EURO STOXX Automobiles & Parts. Neben der Verschlechterung der allgemeinen Stimmung an den Aktienmärkten wurden Automobilwerte weltweit im Halbjahresverlauf durch zunehmende Sorgen über die Pkw-Nachfrage in den USA sowie in China und Japan beeinträchtigt. Außerdem senkten Analysten ihre Erwartungen und Empfehlungen für den Sektor. Europäische Automobilwerte litten zusätzlich unter der Eintrübung der Exportaussichten infolge der Euroaufwertung. Auch das Brexit-Votum belastete Ende Juni 2016 neben Banktiteln und Versicherungsaktien insbesondere europäische Automobilwerte.

Kursentwicklung der Continental-Aktie im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zu ausgewählten Indizes
indexiert auf den 1. Januar 2016

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30.06.2016 in % gegenüber 31.12.2015
Continental-Aktie (XETRA-Kurs) 169,30 -24,6
DAX 9.680,09 -9,9
EURO STOXX 50 2.864,74 -12,3
EURO STOXX Automobiles & Parts 406,44 -25,1


Nach dem Kursrückgang zu Jahresbeginn stabilisierte sich die Continental-Aktie Mitte Februar 2016 bei rund 180 €. Im weiteren Verlauf des Halbjahres bewegte sie sich seitwärts in einem Korridor zwischen 175 € und 203 €. Ihren Tiefstwert im Berichtszeitraum markierte sie nach dem Brexit-Votum im Tagesverlauf des 27. Juni 2016 bei 165,85 €. Die Continental-Aktie beendete das erste Halbjahr 2016 bei 169,30 € und verlor damit im zweiten Quartal 15,4 % an Wert. Gegenüber ihrem Jahresendwert 2015 kumulierte sich der Verlust im ersten Halbjahr 2016 auf 24,6 %, unter Einbeziehung einer Reinvestition der ausgeschütteten Dividende auf 23,1 %. Der EURO STOXX Automobiles & Parts verlor 15,6 % im zweiten Quartal und 25,1 % im ersten Halbjahr 2016.

Euro-Anleihen mit stabiler Kursentwicklung

Die vier Continental-Euro-Anleihen verharrten im Verlauf des ersten Halbjahres 2016 auf niedrigem Renditeniveau und zeigten eine relativ stabile Kursentwicklung.

Geringfügige Kursabschläge verzeichneten dabei die kürzer laufenden Continental-Euro-Anleihen durch die Verringerung der Restlaufzeit: Die am 20. März 2017 fällige 2,5 %-Euro-Anleihe sank um 84,0 Basispunkte unter ihren Schlusskurs des Jahres 2015 und notierte Ende Juni 2016 bei 101,839 %. Der Kurs der am 16. Juli 2018 fälligen 3,0 %-Euro-Anleihe verringerte sich im Halbjahresverlauf um 47,4 Basispunkte auf 106,208 %.

Die länger laufenden Continental-Euro-Anleihen profitierten im ersten Halbjahr 2016 vom sinkenden Zinsniveau für Unternehmensanleihen im Euroraum. Ursächlich hierfür war die im März 2016 von der EZB beschlossene und seit Juni 2016 umgesetzte Ausweitung ihrer Anleiheankäufe auf in Euro denominierte Unternehmensanleihen mit Investment Grade-Rating. Zudem profitierten sie im Juni von der verstärkten Nachfrage der Investoren nach Anleihen im Vorfeld des Brexit-Referendums und auch danach. Die am 19. Februar 2019 fällige 0,5 %-Euro-Anleihe stieg bis Ende Juni 2016 um 90,4 Basispunkte auf 101,180 %. Die am 9. September 2020 fällige 3,125 %-Euro-Anleihe gewann 163,9 Basispunkte und notierte am Halbjahresende bei 112,437 %.

CDS-Prämie nach volatilem ersten Quartal kaum verändert

Die Turbulenzen an den Rohstoff- und Aktienmärkten zu Beginn des Berichtszeitraums bewirkten steigende Prämien für die Versicherung von Kreditausfallrisiken (Credit Default Swap, CDS). Die

Kursentwicklungen der Continental-Anleihen im ersten Halbjahr 2016


Fünf-Jahres-CDS-Prämie für Continental verteuerte sich von 63,400 Basispunkten am Jahresende 2015 bis zum 12. Februar 2016 um über 40 Basispunkte auf rund 105 Basispunkte. Im weiteren Verlauf des Halbjahres führte die zunehmend erwartete und im März 2016 beschlossene Ausweitung der EZB-Maßnahmen zu sinkenden Zinsen im Euroraum sowie auch zu rückläufigen CDS-Prämien für Euro-Unternehmensanleihen. Die Continental-CDS-Prämie schloss das erste Halbjahr 2016 mit 68,749 Basispunkten in der Nähe des Jahresbeginns. Der Spread gegenüber ihrem Referenzindex Markit iTraxx Europe belief sich am 30. Juni 2016 auf -14,930 Basispunkte (31. Dezember 2015: -16,466 Basispunkte).

Continental-Kreditrating verbessert

Die Ratingagentur Standard & Poor's stufte die Continental AG am 11. Mai 2016 von BBB mit positivem Ausblick auf BBB+ mit stabilem Ausblick hoch. Die anderen zwei großen Ratingagenturen behielten ihr jeweiliges Kreditrating für die Continental AG im Verlauf des ersten Halbjahres 2016 unverändert bei.

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30.06.2016 Rating Ausblick
Standard & Poor's1 BBB+ stable
Fitch2 BBB positive
Moody's3 Baa1 stable


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31.12.2015 Rating Ausblick
Standard & Poor's1 BBB positive
Fitch2 BBB positive
Moody's3 Baa1 stable

1 Vertragsverhältnis seit 19. Mai 2000.
2 Vertragsverhältnis seit 7. November 2013.
3 Kein Vertragsverhältnis seit 1. Februar 2014.

Weitere Informationen zur Continental-Aktie, den Continental-Anleihen, zum Kreditrating sowie zu unserer Investor Relations App sind im Internet unter www.continental-ir.com abrufbar.

Ferner sind seit Ende Februar 2016 aktuelle Informationen zur Continental-Aktie über Twitter unter @Continental_IR verfügbar.

Kennzahlen Continental-Konzern

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2016 2015 2016 2015
Umsatz 20.041,7 19.598,6 10.191,0 10.029,7
EBITDA 3.218,6 3.036,5 1.713,1 1.633,3
in % vom Umsatz 16,1 15,5 16,8 16,3
EBIT 2.290,3 2.161,2 1.249,6 1.183,3
in % vom Umsatz 11,4 11,0 12,3 11,8
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 1.638,8 1.448,6 904,9 791,9
Ergebnis pro Aktie in € 8,19 7,24 4,52 3,96
Umsatz bereinigt1 19.846,7 19.598,6 10.136,4 10.029,7
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)2 2.398,0 2.242,8 1.303,0 1.232,6
in % des bereinigten Umsatzes 12,1 11,4 12,9 12,3
Free Cashflow 959,0 282,0 470,0 553,3
Netto-Finanzschulden (zum 30.06.) 3.446,2 4.235,6

Gearing Ratio in % 25,8 34,1

Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)3 214.905 205.288

1 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
2 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
3 Ohne Auszubildende.

Kennzahlen Kerngeschäftsfelder

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Automotive Group in Mio € 2016 2015 2016 2015
Umsatz 12.168,5 11.908,3 6.157,5 5.996,2
EBITDA 1.465,0 1.504,1 766,0 776,7
in % vom Umsatz 12,0 12,6 12,4 13,0
EBIT 941,8 1.046,9 502,0 544,4
in % vom Umsatz 7,7 8,8 8,2 9,1
Abschreibungen1 523,2 457,2 264,0 232,3
davon Wertminderungen2 5,0 - 1,7 -
Investitionen3 497,0 472,6 295,3 267,9
in % vom Umsatz 4,1 4,0 4,8 4,5
Operative Aktiva (zum 30.06.) 11.962,3 10.898,3

Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 121.035 112.697

Umsatz bereinigt5 12.085,0 11.908,3 6.113,1 5.996,2
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 983,8 1.052,2 527,5 546,9
in % des bereinigten Umsatzes 8,1 8,8 8,6 9,1


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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Rubber Group in Mio € 2016 2015 2016 2015
Umsatz 7.896,3 7.714,7 4.044,6 4.045,4
EBITDA 1.804,8 1.612,6 970,6 903,7
in % vom Umsatz 22,9 20,9 24,0 22,3
EBIT 1.400,8 1.195,3 772,1 686,4
in % vom Umsatz 17,7 15,5 19,1 17,0
Abschreibungen1 404,0 417,3 198,5 217,3
davon Wertminderungen2 3,0 - -0,4 -
Investitionen3 422,1 342,7 226,2 190,9
in % vom Umsatz 5,3 4,4 5,6 4,7
Operative Aktiva (zum 30.06.) 8.524,0 8.724,9

Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 93.469 92.203

Umsatz bereinigt5 7.784,8 7.714,7 4.034,4 4.045,4
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 1.466,5 1.271,6 800,0 733,2
in % des bereinigten Umsatzes 18,8 16,5 19,8 18,1

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Konzern-Zwischenlagebericht

Bremssystem MK C1 geht im neuen Alfa Romeo-Modell Giulia weltweit erstmals in Serie

Continental beliefert Alfa Romeo mit dem neuen Bremssystem MK C1 für die neue Giulia. Die MK C1 bietet schnellere Bremskraft für Fahrerassistenzsysteme und kann durch kurze Bremswege helfen, Unfälle zu vermeiden bzw. die Unfallschwere zu reduzieren. Das elektronische Bremssystem MK C1 ist dynamischer, leichter und kompakter als konventionelle Bremssysteme. Darüber hinaus reduziert es Pedalvibrationen. So spürt der Fahrer immer die gleiche Kraft-Weg-Charakteristik am Pedal, was für ein hohes Maß an Komfort sorgt. Bei der MK C1 sind die Funktionen der Bremsbetätigung, des Bremskraftverstärkers sowie des Regelsystems (ABS und ESC) in einem kompakten, gewichtsparenden Bremsmodul kombiniert. Das System wiegt - je nach Vergleichsbasis - 3 kg bis 4 kg weniger als ein konventionelles Bremssystem.

Neuer Turbolader mit innovativer RAAX™-Turbinentechnologie geht im Audi A3 in Serie

Im neuen 2,0 l Benzinmotor des Audi A3 ist erstmals ein Turbolader mit der innovativen Turbinentechnologie RAAX™ von Continental in Serie gegangen. Die wichtigste Neuerung des Turboladers ist das veränderte Turbinendesign, dessen Konzept auch in der Bezeichnung deutlich wird: RAAX™ steht für radial-axial. Üblicherweise haben Turbolader für Benzinmotoren Radialturbinen, bei denen das Abgas in radialer Richtung zum Turbinenrad einströmt. Bei der neuen Turbinenstufe dagegen erfolgt die Einströmung aus halbradialer-halbaxialer Richtung. Das damit verbundene spezielle Design der Turbinenschaufeln ermöglicht es, die Turbinenräder deutlich kleiner zu dimensionieren und damit das Massenträgheitsmoment um rund 40 % zu reduzieren. Durch die kürzeren Reaktionszeiten bei Motorlastwechseln wird der Ladedruck schneller aufgebaut und das sogenannte Turboloch minimiert. Neben diesem deutlich verbesserten Ansprechverhalten steigert die RAAX™-Technologie im relevanten Motorbetriebsbereich auch den Wirkungsgrad um bis zu 3 % und trägt somit zur Emissionsreduzierung bei.

Continental erhält Annual Technology & Development Award von Toyota

Mit dem jährlich vergebenen Technology & Development Award werden Lieferanten ausgezeichnet, deren Innovationen die Fahrzeuge von Toyota durch den Einsatz modernster Technologien attraktiv machen. Continental erhielt den Preis für die Entwicklung der Multifunktionskamera mit Lidar (MFL), eine kompakte Einheit mit integrierter Kamera und Infrarot-Lidar (Light Detection and Ranging Sensor). Das Sensormodul kann Objekte vor dem Fahrzeug erkennen und warnt den Fahrer im Falle einer drohenden Kollision mit akustischen und optischen Signalen. Wenn der Fahrer nicht rechtzeitig bremst, betätigt das System die Bremsen automatisch. Die Multifunktionskamera mit Lidar wird im Toyota Safety Sense-Sicherheitspaket jedoch nicht nur für das Pre-Collision System genutzt, sondern auch für weitere aktive Sicherheitsfunktionen wie den Spurhalteassistenten und den Fernlichtassistenten. Inzwischen sind mehr als zehn Toyota-Modelle weltweit mit unserem Sensormodul ausgestattet.

Continental integriert Gestensteuerung ins Lenkrad

Ein kurzer Wisch des Daumens, ein leichtes Winken mit der Hand und schon nimmt der Fahrer einen Anruf entgegen, aktiviert den gewünschten Fahrmodus oder startet seine Lieblingsmusik. Gestensteuerung ist aus der Unterhaltungselektronik bekannt und hält Einzug ins Fahrzeug. Im Mai 2016 präsentierten wir ein Innovationsprojekt, das den Erkennungsbereich der Gestensteuerung erstmals auf das Lenkrad fokussiert. Möglich wird dies durch einen ins Kombi-Instrument integrierten Sensor. Mussten die Fahrer bei bisherigen Konzepten der Gestensteuerung im Bereich der Mittelkonsole noch häufig ihre Hände vom Lenkrad nehmen oder den Blick von der Straße wenden, ist der Aktionsradius bei der von Continental entwickelten Lösung deutlich eingegrenzter. Mit Gesten in einem klar definierten Bereich am Lenkrad kann die Ablenkung minimiert und dadurch die Sicherheit erhöht werden. Die Eingrenzung verhindert zudem, dass der Fahrer die Gestensteuerung durch seine gewohnten Gesten im Fahreralltag unbeabsichtigt startet und so ungewollte Einstellungen vornimmt.

Aufbau der Produktion für Radial-Agrarreifen in Portugal

Continental investiert rund 50 Mio € in das Geschäft mit Landwirtschaftsreifen. Die Produktion von Premium-Landwirtschaftsreifen der Marke Continental wird im portugiesischen Lousado aufgebaut. Der Produktionsbeginn ist für 2017 vorgesehen. Neben den Investitionen in die Produktionsanlage investiert Continental am selben Standort weitere 2,5 Mio € in ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum, um das Wachstum des Produktportfolios für Landwirtschaftsreifen zu beschleunigen. Das Zentrum wird eng mit der zentralen Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Hannover zusammenarbeiten. Diagonalreifen für die Landwirtschaft fertigen wir bereits in Port Elizabeth, Südafrika, sowie in Petaling Jaya, Malaysia.

Oberflächenscanner macht Fördergurtschäden sichtbar

Fördergurte sind das Herzstück vieler Transportsysteme. Ihre Bedeutung wird besonders im Falle eines Schadens deutlich. Kommt es zu einem längeren Stillstand der Anlage, bricht oft die gesamte Produktionskette zusammen. Für die Betreiber entstehen hohe Verluste. Damit Fördergurtanlagen auch bei einer hohen Auslastung störungsfrei laufen und wirtschaftlich arbeiten, setzen die Betreiber verstärkt auf Prävention. Innovative elektronische Fördergurtüberwachungssysteme ermöglichen es, jederzeit den genauen Zustand der Transportsysteme festzustellen. Mit den Conti-Inspect-Systemen zur Wartung und den Conti-Protect-Systemen zur Überwachung im laufenden Betrieb liefern wir die passenden Lösungen für diese Aufgaben. Alle Systeme entsprechen hohen Qualitätsstandards und garantieren dadurch ein hohes Maß an Sicherheit.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands wuchs im ersten Quartal 2016 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,7 % gegenüber dem vierten Quartal 2015 bzw. 1,6 % gegenüber der Vorjahresperiode. Das Wachstum fiel damit stärker als erwartet aus. Positive Impulse kamen vor allem aus dem Inland: Die privaten Haushalte und der Staat erhöhten ihre Konsumausgaben, aber auch die Investitionen, insbesondere in der Bauwirtschaft, nahmen zu. Das Wachstum wurde von der außenwirtschaftlichen Entwicklung etwas gebremst, weil die Importe stärker stiegen als die Exporte. Für das zweite Quartal wird aktuell ein leicht verringertes Wachstum prognostiziert, da die sonst übliche Frühjahrsbelebung aufgrund von Vorzieheffekten in das erste Quartal infolge des milden Winters etwas schwächer ausgefallen sein dürfte. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erhöhte in seinem World Economic Outlook Update vom Juli 2016 die Wachstumserwartung für das BIP Deutschlands, infolge der stärker als erwarteten Entwicklung im Berichtszeitraum, um 0,1 Prozentpunkte auf 1,6 % für 2016.

Die Eurozone entwickelte sich im ersten Quartal 2016 ähnlich wie die deutsche Wirtschaft. Das BIP der Eurozone stieg um 0,6 % gegenüber dem Vorquartal bzw. um 1,7 % gegenüber dem ersten Quartal 2015. In den meisten Ländern zeigte sich eine Zunahme des privaten und staatlichen Konsums sowie der Investitionen. Unterstützend wirkte weiterhin die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die im März 2016 ihre expansiven Maßnahmen nochmals verstärkte. Für das zweite Quartal rechnen Volkswirte aktuell mehrheitlich mit einer Beibehaltung des Wachstumstempos des ersten Quartals. Aufgrund der Zustimmung der britischen Wähler zum Brexit erwartet der IWF für das zweite Halbjahr 2016 ein etwas geringeres Wachstum als im ersten Halbjahr. Seine Schätzung für das BIP-Wachstum des Euroraums für 2016 erhöhte er im Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 1,6 %.

Die US-Wirtschaft zeigte sich im ersten Quartal 2016 in besserer Verfassung als zuvor erwartet. Das BIP der USA erhöhte sich gemäß der dritten Schätzung des Bureau of Economic Analysis um 1,1 % gegenüber dem vierten Quartal 2015 bzw. 2,1 % im Vergleich zum ersten Quartal 2015. Die Zunahme des privaten Konsums verlangsamte sich zwar, jedoch nahmen die Staatsausgaben wieder etwas stärker zu. Zudem stiegen die Exporte geringfügig an, während sich die Importe leicht verringerten. Gebremst wurde das BIP von sinkenden privaten Investitionen. Im zweiten Quartal dürften diese nach Prognosen von Volkswirten wieder zulegen, jedoch werden die Importe voraussichtlich stärker steigen als die Exporte. Die US-amerikanische Notenbank (Fed) verhielt sich im Halbjahresverlauf vorsichtig und verschob ihre nächste Leitzinsanhebung auf die zweite Jahreshälfte. Der IWF passte im Juli 2016 seine Erwartung an die Entwicklung an und reduzierte seine Prognose für das BIP-Wachstum der USA erneut um 0,2 Prozentpunkte auf 2,2 % im laufenden Jahr.

Die japanische Wirtschaft wurde im ersten Halbjahr 2016 durch die Aufwertung des japanischen Yen gebremst. Die Einführung eines Negativzinses von 0,1 % seitens der japanischen Notenbank auf Teile der Einlagen von Geschäftsbanken hatte Ende Januar 2016 nur kurzfristig einen währungsabwertenden Effekt. Gegenüber dem rückläufigen vierten Quartal 2015 stieg das BIP Japans im ersten Quartal 2016 zwar kräftig um 1,9 % wieder an, im Vergleich zum ersten Quartal 2015 zeigte sich jedoch nur ein Zuwachs um 0,1 %. Auch für das zweite Quartal wird derzeit nicht mit einer Wachstumsbelebung gerechnet. Der IWF senkte in seiner Juli-Prognose seine Wachstumserwartung für Japan um 0,2 Prozentpunkte auf 0,3 % für 2016.

Seine Prognose für die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer hielt der IWF im Juli stabil und erwartet weiterhin ein Wachstum von 4,1 % für 2016. China und Indien bleiben dabei die wesentlichen treibenden Kräfte: Für China, das für das erste und zweite Quartal 2016 jeweils ein BIP-Wachstum von 6,7 % auswies, hob der IWF seine Schätzung im Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 6,6 % für das Gesamtjahr 2016 an. Für Indien reduzierte der IWF seine BIP-Prognose für 2016 von 7,5 % auf 7,4 %. Für Brasilien erhöhte der IWF seine BIP-Prognose für 2016 um 0,5 Prozentpunkte auf -3,3 % und für Russland um 0,6 Prozentpunkte auf -1,2 %, da jeweils die Rezession im ersten Quartal milder als erwartet ausgefallen war und sich die Preise für wesentliche Rohstoffe im Berichtszeitraum stabilisiert haben.

Für die Weltwirtschaft nahm der IWF in seiner Juli-Prognose die Wachstumserwartung um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 % für das laufende Jahr zurück. Risiken sieht der IWF aktuell aufgrund der durch das Brexit-Votum verursachten Unsicherheit und zurückgehaltenen Investitionsentscheidungen für die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs mit entsprechenden negativen Auswirkungen auch auf andere Länder Europas, insbesondere ab 2017. Zugleich wies er auf das Risiko von Finanzmarktturbulenzen durch neue Bankenkrisen in einzelnen Ländern hin. Ferner dämpfen politische sowie geopolitische Spannungen in verschiedenen Ländern die konjunkturelle Entwicklung spürbar. Darüber hinaus sieht der IWF in entwickelten Volkswirtschaften weiterhin das Risiko einer Wachstumsabschwächung und empfiehlt wie bisher neben expansiven geldpolitischen Maßnahmen auch strukturelle Reformen und fiskalpolitische Maßnahmen einzuleiten.

Entwicklung der Pkw-Neuzulassungen

Die Pkw-Nachfrage in Europa (EU28 + EFTA) nahm im ersten Halbjahr 2016 weiter zu. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Pkw-Neuzulassungen auf Basis vorläufiger Daten des Verbands der Automobilindustrie (VDA) um 9 % auf 8,1 Mio Einheiten. Ursächlich für die starke Nachfrage waren neben der sich fortsetzenden konjunkturellen Erholung das niedrige Zinsniveau und ein relativ hoher Ersatzbedarf. Dieser zeigte sich innerhalb der großen Märkte insbesondere in Italien mit einem Anstieg von 19 % im Berichtszeitraum. Spanien und Frankreich wiesen Zuwächse von 12 % bzw. 8 % aus. In Deutschland stieg die Pkw-Nachfrage um 7 % und im Vereinigten Königreich um 3 %. Auf Quartalsbasis ergab sich für Europa im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme der Wachstumsrate um 8 % im ersten Quartal auf 10 % im zweiten Quartal. Insbesondere Spanien und Deutschland verzeichneten im zweiten Quartal eine kräftige Nachfragebelebung, während sich im Vereinigten Königreich aufgrund der hohen Vorjahresbasis ein leichter Rückgang zeigte.

Neuzulassungen/Verkäufe von Pkw

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Mio Stück 1. Halbjahr 2016 1. Halbjahr 2015 Veränderung 2. Quartal 2016 2. Quartal 2015 Veränderung
Europa (EU28 + EFTA) 8,1 7,4 9 % 4,2 3,8 10 %
USA 8,6 8,5 1 % 4,5 4,5 0 %
Japan 2,1 2,3 -5 % 0,9 0,9 -2 %
Brasilien 1,0 1,3 -25 % 0,5 0,6 -22 %
Russland 0,7 0,8 -14 % 0,4 0,4 -11 %
Indien 1,4 1,4 4 % 0,7 0,7 7 %
China 10,6 9,5 12 % 5,2 4,5 15 %
Weltweit 44,4 43,3 2 % 22,3 21,6 3 %

Quelle: VDA (Länder/Regionen) und Renault (weltweit).

In den USA nahm im ersten Halbjahr 2016 die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen, insbesondere Pick-ups, aufgrund der niedrigen Kraftstoffpreise und günstigen Kreditzinsen um 11 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Dagegen sank die Pkw-Nachfrage um fast 9 %. Insgesamt ergab sich ein Zuwachs der Neuzulassungen um 1 % auf 8,6 Mio Einheiten. Auf Quartalsbasis wies das erste Quartal mit 4,1 Mio Neuzulassungen ein Plus von 3 % auf. Das zweite Quartal erreichte mit 4,5 Mio Neuzulassungen gerade noch das hohe Niveau des Vorjahres.

In Japan führten im ersten Halbjahr 2016 die gedämpfte konjunkturelle Lage und das schwache Vertrauen der Verbraucher zu einem Rückgang der Pkw-Nachfrage um 5 % auf 2,1 Mio Einheiten. Während der Bedarf im ersten Quartal 2016 im Vorjahresvergleich um 7 % sank, zeigte sich im zweiten Quartal mit einem Minus von 2 % eine leichte Stabilisierung der Pkw-Nachfrage.

Weiterhin positiv wirkte im Berichtszeitraum in China die Halbierung der Verkaufssteuer für den Kauf von Pkw mit einem Hubraum von bis zu 1,6 l, welche zu Beginn des vierten Quartals 2015 gesenkt worden war. Nach Angaben des VDA erhöhte sich der Pkw-Absatz im ersten Halbjahr 2016 um 12 % auf 10,6 Mio Einheiten. In den übrigen BRIC-Ländern entwickelte sich die Nachfrage entsprechend der jeweiligen gesamtwirtschaftlichen Situation. Während der Absatz in Indien im Berichtszeitraum um 4 % zulegte, brach er in Brasilien um 25 % und in Russland um 14 % ein.

Weltweit erhöhten sich im Berichtszeitraum die Pkw-Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr nach vorläufigen Daten um 1 % im ersten Quartal 2016 und, vor allem wegen der Nachfragebelebung in Westeuropa und China, um 3 % im zweiten Quartal 2016. Insgesamt ergab sich für das erste Halbjahr 2016 ein Zuwachs von 2 % auf 44,4 Mio Einheiten.

Entwicklung der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen

Im Berichtszeitraum zeigte sich in Europa weiterhin eine zweigeteilte Situation: In Westeuropa bewirkte der Anstieg der Pkw-Nachfrage in den meisten Ländern ebenfalls eine höhere Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen < 6 t. Nachdem in Deutschland die Produktion im ersten Quartal 2016 aufgrund einer im Vorjahresvergleich geringeren Anzahl an Arbeitstagen noch gebremst worden war, belebte sie sich im zweiten Quartal spürbar. In Osteuropa, insbesondere in Russland, führte dagegen die weiter sinkende Nachfrage zu entsprechend rückläufigen Produktionszahlen. Nach vorläufigen Daten und Schätzungen stieg die Pkw-Produktion in Europa insgesamt im ersten Halbjahr 2016 um rund 4 % gegenüber dem Vorjahreswert. Für das zweite Halbjahr erwarten wir nach dem Brexit-Votum insbesondere für das Vereinigte Königreich eine rückläufige Pkw-Nachfrage. Für das Gesamtjahr 2016 rechnen wir daher unverändert mit einem Zuwachs der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen von 2 % in Europa.

In der NAFTA-Region wurde im ersten Halbjahr 2016 dank der gestiegenen Nachfrage die Produktion von leichten Nutzfahrzeugen, insbesondere Pick-ups, ausgeweitet, wohingegen die Pkw-Fertigung im Vorjahresvergleich sank. Die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen insgesamt erhöhte sich im Berichtszeitraum auf Basis vorläufiger Zahlen um 3 %. Für das zweite Halbjahr rechnen wir jedoch mit einer leicht sinkenden Nachfrage und, aufgrund des erreichten hohen Produktionsniveaus und der steigenden Vergleichsbasis, mit rückläufigen Produktionszahlen im Vorjahresvergleich. Für das Gesamtjahr 2016 halten wir an unserer Prognose eines insgesamt stagnierenden Produktionsvolumens fest.

Auch in Asien zeigte sich im Berichtszeitraum ein zweigeteiltes Bild im Vergleich zum Vorjahr: Insbesondere in China sowie in Indien stieg die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen nachfragebedingt weiter an. Dagegen sank das Produktionsvolumen vor allem in Japan und Südkorea. Für Asien insgesamt ergibt sich auf Basis vorläufiger Daten ein Fertigungszuwachs im ersten Halbjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr von rund 2 %. Für das Gesamtjahr 2016 erwarten wir für Asien unverändert einen Zuwachs von 3 %.

In Südamerika führte die geringe Nachfrage zu einem weiteren Rückgang der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Nach vorläufigen Daten sank das Produktionsvolumen im ersten Halbjahr 2016 um 21 %. Für das zweite Halbjahr 2016 erwarten wir eine Stabilisierung auf dem derzeitigen Niveau. Für das Gesamtjahr 2016 rechnen wir weiterhin mit einem Rückgang der Produktion um 15 %.

Die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen wuchs auf Basis vorläufiger Zahlen im ersten Halbjahr 2016 um rund 2 % gegenüber dem Vorjahreswert. Für das Gesamtjahr 2016 behalten wir unsere Prognose von 1,5 % bei.

Entwicklung der Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen

In Europa bewirkte die Zunahme des Straßengüterverkehrs vor allem in Westeuropa im ersten Halbjahr 2016 einen Anstieg des Lkw-Bedarfs. Infolgedessen stieg die Produktion von Nutzfahrzeugen > 6 t auf Basis vorläufiger Daten um 5 %. Für das zweite Halbjahr erwarten wir gegenwärtig eine Fortsetzung der positiven Dynamik des zweiten Quartals und für 2016 insgesamt eine um 6 % - nach bislang 4 % - zunehmende Produktion mittelschwerer und schwerer Nutzfahrzeuge.

In der NAFTA-Region sank wie erwartet die Nutzfahrzeugproduktion im Berichtszeitraum nach vorläufigen Zahlen um rund 10 % im Vorjahresvergleich. Ursächlich hierfür war der Einbruch der Auftragseingänge im vierten Quartal 2015, aber auch im ersten Halbjahr 2016 blieben die Auftragseingänge unter den Vorjahreswerten. Aufgrund dessen rechnen wir für das Gesamtjahr 2016 nun mit einem Produktionsrückgang um 12 % nach zuvor 10 %.

In China hat sich, nach dem deutlichen Rückgang im Vorjahr, die Produktion mittelschwerer und schwerer Nutzfahrzeuge im laufenden Jahr etwas erholen können. Auch Indien verzeichnete steigende Produktionsvolumina. Dagegen blieb die Fertigung in Japan unter dem Vorjahresniveau. Für Asien insgesamt erwarten wir derzeit einen Anstieg der Nutzfahrzeugproduktion im Jahr 2016 um 3 % nach bislang 2 %.

Südamerika verzeichnete im Berichtszeitraum nach vorläufigen Daten einen Rückgang der Produktion von Nutzfahrzeugen um rund 30 %. Diese Dynamik sollte jedoch im zweiten Halbjahr aufgrund der niedrigeren Vergleichsbasis nachlassen. Für 2016 insgesamt behalten wir unsere Prognose für die Nutzfahrzeugproduktion in Südamerika von -15 % bei.

Aufgrund unserer etwas positiveren Einschätzung der Entwicklung in Europa und Asien heben wir unsere Prognose für die globale Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen im laufenden Jahr von -1 % auf 0 % an.

Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge

In Europa, dem für Continental wichtigsten Ersatzreifenmarkt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge < 6 t, setzte sich die im Vorjahr begonnene Nachfragebelebung im ersten Halbjahr 2016 fort. Nach vorläufigen Daten stieg im Berichtsquartal der Absatz von Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge um rund 2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch für das Gesamtjahr rechnen wir unverändert mit einem Marktwachstum von knapp 2 %.

In der NAFTA-Region zeigte sich im Berichtszeitraum ein Anstieg der Nachfrage nach Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge um 2 %. Für den weiteren Jahresverlauf erwarten wir weiterhin einen wachsenden Ersatzreifenbedarf aufgrund der gestiegenen Anzahl gefahrener Kilometer. Wegen der steigenden Vergleichsbasis behalten wir unsere Prognose von 2 % Wachstum für das Gesamtjahr unverändert bei.

Asien weist im laufenden Jahr einen weiter steigenden Bedarf an Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge auf. Insbesondere in China, dem wichtigsten asiatischen Markt, wuchs die Nachfrage im ersten Halbjahr 2016 nach vorläufigen Daten um 8 %. Auch in Indien sorgte die wachsende Wirtschaft für einen steigenden Ersatzreifenabsatz. Für Asien insgesamt erwarten wir für 2016 einen Zuwachs der Ersatzreifenvolumina für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge von unverändert 5 %.

In Südamerika bewirkte die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage im Berichtszeitraum nach vorläufigen Zahlen eine rückläufige Nachfrage nach Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Für das Gesamtjahr 2016 erwarten wir derzeit einen Rückgang der Volumina um 5 % nach zuvor 7 %.

An unserer Gesamtprognose eines Wachstums des weltweiten Bedarfs an Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge von 2 % im Jahr 2016 halten wir fest.

Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge

In Europa stieg im Berichtszeitraum der Bedarf an Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge nach vorläufigen Zahlen um 3 %. Die Nachfrage erhöhte sich vor allem in Westeuropa, während sie in Osteuropa zumeist stagnierte. Für das Gesamtjahr rechnen wir für Europa weiterhin mit einer Nachfragebelebung um 3 %.

In der NAFTA-Region wuchs die Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge im ersten Halbjahr 2016 nach vorläufigen Daten um 3 %. Für 2016 insgesamt erwarten wir unverändert einen Zuwachs von 2 % aufgrund der steigenden Vergleichsbasis.

In Asien folgt die Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge im laufenden Jahr der wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Länder. In Asien insgesamt stieg nach vorläufigen Zahlen die Nachfrage im ersten Halbjahr 2016 um rund 3 %. Für das Gesamtjahr 2016 prognostizieren wir weiterhin einen Zuwachs des Bedarfs an Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge in Asien von 2 %.

In Südamerika nahm im Berichtszeitraum aufgrund der gesunkenen wirtschaftlichen Aktivität auch die Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge um etwa 5 % ab. Auch für das Gesamtjahr rechnen wir derzeit mit einem Rückgang von 5 % nach zuvor 9 %.

Wir erwarten aktuell ein Wachstum der weltweiten Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge im Jahr 2016 von rund 2 % statt zuvor 1 %.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-Konzerns

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2016 2015 2016 2015
Umsatz 20.041,7 19.598,6 10.191,0 10.029,7
EBITDA 3.218,6 3.036,5 1.713,1 1.633,3
in % vom Umsatz 16,1 15,5 16,8 16,3
EBIT 2.290,3 2.161,2 1.249,6 1.183,3
in % vom Umsatz 11,4 11,0 12,3 11,8
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 1.638,8 1.448,6 904,9 791,9
Ergebnis pro Aktie in € 8,19 7,24 4,52 3,96
Forschungs- und Entwicklungskosten 1.442,9 1.274,3 726,8 631,3
in % vom Umsatz 7,2 6,5 7,1 6,3
Abschreibungen1 928,3 875,3 463,5 450,0
davon Wertminderungen2 8,0 - 1,3 -
Investitionen3 919,9 815,8 522,1 459,0
in % vom Umsatz 4,6 4,2 5,1 4,6
Operative Aktiva (zum 30.06.) 20.370,1 19.504,6

Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 214.905 205.288

Umsatz bereinigt5 19.846,7 19.598,6 10.136,4 10.029,7
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 2.398,0 2.242,8 1.303,0 1.232,6
in % des bereinigten Umsatzes 12,1 11,4 12,9 12,3
Netto-Finanzschulden (zum 30.06.) 3.446,2 4.235,6

Gearing Ratio in % 25,8 34,1

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Ertragslage

Umsatzanstieg um 2,3 %;
Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 4,1 %

Während der ersten sechs Monate 2016 erhöhte sich der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,3 % auf 20.041,7 Mio € (Vj. 19.598,6 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 4,1 %.

Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 6,9 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns stieg während der ersten sechs Monate 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 155,2 Mio € bzw. 6,9 % auf 2.398,0 Mio € (Vj. 2.242,8 Mio €) und entspricht 12,1 % (Vj. 11,4 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 6,0 %

Das operative Konzernergebnis (EBIT) erhöhte sich im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 129,1 Mio € bzw. 6,0 % auf 2.290,3 Mio € (Vj. 2.161,2 Mio €). Die Umsatzrendite stieg auf 11,4 % (Vj. 11,0 %).

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2016

In der Division Interior führte eine Kaufpreisanpassung zu einem Aufwand in Höhe von 0,1 Mio €.

Aus Wertminderungen auf Sachanlagen entstand in der Division Powertrain ein Aufwand in Höhe von insgesamt 5,0 Mio €.

Darüber hinaus ergaben sich negative Sondereffekte aus Restrukturierungsaufwendungen in der Division Powertrain in Höhe von 1,0 Mio €.

Die vorübergehende Einstellung der Produktion von Transportbändern in Volos, Griechenland, führte in der Division ContiTech zu einem Restrukturierungsaufwand in Höhe von 10,6 Mio €, wovon 3,4 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen.

Des Weiteren ergab sich in der Division ContiTech ein negativer Sondereffekt aus Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 0,2 Mio €. Darin enthalten sind Wertaufholungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,4 Mio €.

Auf die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte des Stahlcordgeschäfts in Brasilien entstand aufgrund von Marktwertanpassungen in der Division ContiTech ein Aufwand in Höhe von insgesamt 5,7 Mio €.

Aus einer Wertminderung und einer Wertaufholung auf Sachanlagen in der Division ContiTech resultierte insgesamt kein Ergebniseffekt.

Für den Konzern beträgt die Belastung durch Sondereffekte in den ersten sechs Monaten 2016 insgesamt 22,6 Mio €.

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2015

In der Division ContiTech erfolgt ein stufenweiser Abbau des Standorts Salzgitter, Deutschland, aufgrund nicht erhaltener Folgeaufträge. In diesem Zusammenhang entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 13,8 Mio €.

Aus kleineren Sondereffekten entstand in der Division Reifen ein Aufwand in Höhe von 0,3 Mio € und in der Division ContiTech ein Aufwand in Höhe von 0,4 Mio €.

Für den Konzern ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten sechs Monaten 2015 in Höhe von insgesamt 14,5 Mio €.

Aufwand für Forschung und Entwicklung

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung erhöhte sich in den ersten sechs Monaten 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,2 % auf 1.442,9 Mio € (Vj. 1.274,3 Mio €), entsprechend 7,2 % des Umsatzes (Vj. 6,5 %). Davon entfielen auf die Automotive Group 1.258,8 Mio € (Vj. 1.100,8 Mio €), entsprechend 10,3 % des Umsatzes (Vj. 9,2 %), und auf die Rubber Group 184,1 Mio € (Vj. 173,5 Mio €), entsprechend 2,3 % des Umsatzes (Vj. 2,2 %).

Zinsergebnis

Das negative Zinsergebnis verbesserte sich im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 50,4 Mio € auf 48,6 Mio € (Vj. 99,0 Mio €).

Der Zinsaufwand - ohne die Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung, aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - belief sich in den ersten sechs Monaten 2016 auf 152,7 Mio € (Vj. 177,7 Mio €). Der Zinsaufwand, der aus Kreditaufnahmen bei Banken, Kapitalmarkttransaktionen und sonstigen Finanzierungsinstrumenten resultierte, lag mit 70,6 Mio € um 26,8 Mio € unter dem Vorjahreswert von 97,4 Mio €. Der wesentliche Anteil entfiel mit 42,7 Mio € (Vj. 54,6 Mio €) auf den Aufwand aus den von der Continental AG, der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, sowie der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, begebenen Anleihen und mit 5,0 Mio € (Vj. 10,6 Mio €) auf die Ausnutzung des syndizierten Kredits.

Aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie der langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer resultierte in den ersten sechs Monaten 2016 ein Zinsaufwand in Höhe von insgesamt 82,1 Mio € (Vj. 80,3 Mio €). Hierin ist die Aufzinsung bezogen auf Anwartschaftsverpflichtungen der Pensionskassen nicht enthalten.

Die Zinserträge im ersten Halbjahr 2016 erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio € auf 49,6 Mio € (Vj. 49,3 Mio €). Davon entfielen auf erwartete Erträge aus langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer sowie aus den Pensionsfonds insgesamt 36,8 Mio € (Vj. 33,5 Mio €). Hierin sind die Zinserträge bezogen auf das Fondsvermögen der Pensionskassen nicht enthalten.

Die Bewertungseffekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und aus der Entwicklung der Währungskurse führten in den ersten sechs Monaten 2016 insgesamt zu einem positiven Ergebnisbeitrag in Höhe von 54,4 Mio € (Vj. 19,6 Mio €). Dies ergab sich insbesondere aus der Entwicklung der Währungen mexikanischer Peso, brasilianischer Real sowie kanadischer Dollar gegenüber dem US-Dollar. Aus den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten ergab sich im ersten Halbjahr 2016 kein nennenswerter Effekt (Vj. positiver Effekt in Höhe von 9,8 Mio €).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das erste Halbjahr 2016 beliefen sich auf 567,1 Mio € (Vj. 571,2 Mio €). Die Steuerquote im Berichtszeitraum lag bei 25,3 % nach 27,7 % für den entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen

Das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis erhöhte sich um 13,1 % auf 1.638,8 Mio € (Vj. 1.448,6 Mio €) und das Ergebnis pro Aktie auf 8,19 € (Vj. 7,24 €).

Finanzlage

Cashflow-Überleitung

Das EBIT erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 um 129,1 Mio € auf 2.290,3 Mio € (Vj. 2.161,2 Mio €).

Die insbesondere aus den Anleihen resultierenden Zinszahlungen verringerten sich um 27,5 Mio € auf 63,1 Mio € (Vj. 90,6 Mio €).

Die Auszahlungen für Ertragsteuern sanken um 24,4 Mio € auf 544,0 Mio € (Vj. 568,4 Mio €).

Der Mittelabfluss aus dem Aufbau des operativen Working Capital lag zum 30. Juni 2016 mit 467,8 Mio € um 115,0 Mio € unter dem Vorjahresvergleichswert von 582,8 Mio €.

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit lag zum 30. Juni 2016 mit 1.981,9 Mio € um 268,1 Mio € über dem Vorjahresvergleichswert in Höhe von 1.713,8 Mio €.

Aus Investitionstätigkeit resultierte in den ersten sechs Monaten 2016 ein Mittelabfluss in Höhe von 1.022,9 Mio € (Vj. 1.431,8 Mio €). Die Investitionen in Sachanlagen und Software, ohne Berücksichtigung von Finanzierungsleasing und aktivierten Fremdkapitalkosten, erhöhten sich um 104,1 Mio € von 815,8 Mio € auf 919,9 Mio €. Aus dem Anteilserwerb und dem Verkauf von Gesellschaften und Geschäftsbereichen resultierte insgesamt ein Mittelabfluss in Höhe von 76,7 Mio € (Vj. 601,9 Mio €).

Der im ersten Halbjahr 2016 erreichte Free Cashflow ergab einen Mittelzufluss in Höhe von 959,0 Mio € (Vj. 282,0 Mio €) und erhöhte sich damit um 677,0 Mio € gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Finanzierung und Finanzschulden

Zum 30. Juni 2016 reduzierten sich die Netto-Finanzschulden des Konzerns gegenüber dem Vorjahr deutlich um 789,4 Mio € auf 3.446,2 Mio € (Vj. 4.235,6 Mio €). In diesem Abbau, der im Wesentlichen aus dem sehr guten Free Cashflow zum Jahresende 2015 resultierte, ist auch die Reduzierung insbesondere von langfristigen verzinslichen Anlagen enthalten. Die Reduzierung ist Folge der im Geschäftsjahr 2015 aufgrund von Satzungsänderungen erreichten Wiederherstellung der Planvermögenseigenschaft eines Teils des Deckungsvermögens des Continental Pension Trust e. V. Diese führte zu einer Saldierung der langfristigen verzinslichen Anlagen mit den zugehörigen Verpflichtungen. Zum Ende des ersten Halbjahres 2016 wurden damit 347,0 Mio € mit den zugehörigen Verpflichtungen saldiert ausgewiesen.

Die Netto-Finanzschulden des Konzerns lagen zum 30. Juni 2016 um 95,7 Mio € unter dem Wert zum 31. Dezember 2015 von 3.541,9 Mio €. Die Gearing Ratio verbesserte sich zum Ende des ersten Halbjahres 2016 auf 25,8 % (Vj. 34,1 %).

Im Bestand der Anleihen erfolgte im zweiten Halbjahr 2015 eine Veränderung: Die von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 2012 ausgegebene US-Dollar-Anleihe mit einem Volumen von 950,0 Mio US-Dollar und einem Festzins von 4,5 % p. a. wurde zum 15. September 2015, d. h. vier Jahre vor ihrer Fälligkeit im September 2019, vorzeitig zurückgezahlt. Der Rückzahlungspreis lag bei 102,25 %. Am 12. November 2015 hat die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, unter dem Rahmen-Emissionsprogramm für Anleiheemissionen von Continental (Debt Issuance Programme, DIP) eine Euro-Anleihe mit einem Nominalvolumen von 500,0 Mio € platziert. Der Ausgabekurs lag bei 99,739 %. Die neue Anleihe hat eine Laufzeit von drei Jahren und drei Monaten und einen Festzinssatz von 0,5 % p. a. Durch Abschluss von Zins-Währungsswaps werden zum einen die Währungsrisiken aus der Denominierung der Anleihe in Euro gesichert, zum anderen wird der Euro-Festzins von 0,5 % p. a. in einen US-Dollar-basierten Festzinssatz von durchschnittlich 2,365 % p. a. getauscht.

Der im April 2014 mit einem zugesagten Volumen von 4,5 Mrd € neu abgeschlossene syndizierte Kredit bestand zu diesem Zeitpunkt aus einem im April 2016 fälligen Festdarlehen über 1,5 Mrd € und einer bis April 2019 eingeräumten revolvierenden Kreditlinie über 3,0 Mrd €. Bezogen auf die Laufzeit der revolvierenden Tranche wurden zwei Vertragsanpassungen vorgenommen. Im April 2015 und im April 2016 haben alle beteiligten Banken einer Laufzeitverlängerung um jeweils ein Jahr zugestimmt. Damit steht Continental diese Finanzierungszusage bis April 2021 zur Verfügung. Das Festdarlehen (Vj. 1,5 Mrd €) wurde bis Ende März 2016 vollständig vorzeitig zurückgezahlt. Bereits im vierten Quartal 2015 erfolgten vorzeitige Teilrückzahlungen in Höhe von insgesamt 1.150,0 Mio €. Die verbliebene Inanspruchnahme von nur noch 350,0 Mio € wurde Ende März 2016 zurückgezahlt. Das zugesagte Volumen des syndizierten Kredits, der nur noch aus der revolvierenden Tranche besteht, hat sich damit ab Ende März 2016 gleichermaßen um 1,5 Mrd € auf 3,0 Mrd € reduziert. Die revolvierende Kreditlinie wurde Ende Juni 2016 von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, in Höhe von 354,4 Mio € (Vj. 245,9 Mio €) in Anspruch genommen.

Zum 30. Juni 2016 verfügte Continental über ein Liquiditätspolster in Höhe von insgesamt 5.265,5 Mio € (Vj. 6.413,8 Mio €), davon 1.720,1 Mio € (Vj. 2.349,7 Mio €) flüssige Mittel sowie zugesagte, ungenutzte Kreditlinien im Volumen von 3.545,4 Mio € (Vj. 4.064,1 Mio €).

Unter den Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können, sind auch sämtliche bestehende Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen. Im Continental-Konzern sind die vorab genannten flüssigen Mittel beschränkt hinsichtlich verpfändeter Beträge sowie Guthaben in Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität. Steuern, die auf den Transfer von Geldvermögen von einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im Regelfall nicht als eine Beschränkung der flüssigen Mittel verstanden. Zum 30. Juni 2016 betragen die unbeschränkt verfügbaren flüssigen Mittel insgesamt 1.261,9 Mio € (Vj. 2.022,9 Mio €).

Herleitung der Veränderung der Netto-Finanzschulden

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2016 2015 2016 2015
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 1.981,9 1.713,8 1.011,1 1.030,2
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -1.022,9 -1.431,8 -541,1 -476,9
Cashflow vor Finanzierungstätigkeit (Free Cashflow) 959,0 282,0 470,0 553,3
Gezahlte Dividende -750,0 -650,0 -750,0 -650,0
Dividenden an Minderheitsgesellschafter und Veränderungen aus
Eigenkapitaltransaktionen bei Gesellschaften mit Minderheitsanteilseignern
-26,7 -40,9 -26,0 -39,0
Nicht zahlungswirksame Veränderungen -25,3 47,4 -5,1 17,5
Sonstiges -25,1 -1.043,9 -20,2 -11,3
Währungskurseffekte -36,2 -6,7 -31,6 -7,4
Veränderung der Netto-Finanzschulden 95,7 -1.412,1 -362,9 -136,9

Investitionen (Bilanzzugang)

Im ersten Halbjahr 2016 wurden 919,9 Mio € (Vj. 815,8 Mio €) in Sachanlagen und Software investiert. Die Investitionsquote beträgt nach sechs Monaten 4,6 % (Vj. 4,2 %).

Auf die Automotive Group entfielen 497,0 Mio € (Vj. 472,6 Mio €) der Investitionen, dies entspricht 4,1 % des Umsatzes (Vj. 4,0 %). Die Automotive Group investierte hauptsächlich in Produktionsausrüstungen zur Herstellung neuer Produkte und zur Umsetzung neuer Technologien. Hierbei wurden verstärkt Fertigungskapazitäten an Niedrigkostenstandorten aus- und aufgebaut. In der Division Chassis & Safety entfielen wesentliche Bilanzzugänge auf die Erweiterung der Produktionsanlagen für die Geschäftsbereiche Hydraulic Brake Systems und Vehicle Dynamics. Es wurden insbesondere die Fertigungskapazitäten für elektronische Bremssysteme ausgebaut. In der Division Powertrain entfielen wesentliche Investitionen auf die Erweiterung der Produktionskapazitäten für die Geschäftsbereiche Engine Systems, Sensors & Actuators und Fuel & Exhaust Management. In der Division Interior wurden die Kapazitäten in den Geschäftsbereichen Instrumentation & Driver HMI sowie Body & Security erweitert.

Die Rubber Group investierte 422,1 Mio € (Vj. 342,7 Mio €), entsprechend 5,3 % des Umsatzes (Vj. 4,4 %). In der Division Reifen wurden die Fertigungskapazitäten in Nordamerika sowie an den europäischen Niedrigkostenstandorten ausgebaut. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Werkerweiterungen in Sumter, USA; Hefei, China; Puchov, Slowakei; und Otrokovice, Tschechien. Weiterhin wurden Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kostensenkung durchgeführt. In der Division ContiTech entfielen wesentliche Bilanzzugänge auf die Ausweitung von Fertigungskapazitäten für die Geschäftsbereiche Mobile Fluid Systems, Benecke-Kaliko Group und Conveyor Belt Group. In allen Geschäftsbereichen wurden Investitionen zur Rationalisierung bestehender Produktionsabläufe durchgeführt.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 30. Juni 2016 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresstichtag um 824,6 Mio € auf 34.429,9 Mio € (Vj. 33.605,3 Mio €). Die Erhöhung des Goodwill um 453,6 Mio € auf 6.621,9 Mio € (Vj. 6.168,3 Mio €) sowie der sonstigen immateriellen Vermögenswerte um 139,5 Mio € auf 1.280,3 Mio € (Vj. 1.140,8 Mio €) resultierte hauptsächlich aus der Akquisition von Elektrobit Automotive. Die Sachanlagen erhöhten sich um 374,5 Mio € auf 9.596,7 Mio € (Vj. 9.222,2 Mio €). Die aktiven latenten Steuern stiegen um 312,5 Mio € auf 1.952,6 Mio € (Vj. 1.640,1 Mio €). Gegenläufig entwickelten sich die langfristigen derivativen Finanzinstrumente und verzinslichen Anlagen, die sich um 291,5 Mio € auf 21,1 Mio € (Vj. 312,6 Mio €) reduzierten. Die Vorräte erhöhten sich um 199,4 Mio € auf 3.804,9 Mio € (Vj. 3.605,5 Mio €). Auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 180,2 Mio € auf 7.264,5 Mio € (Vj. 7.084,3 Mio €). Die flüssigen Mittel sind mit 1.720,1 Mio € um 629,6 Mio € geringer als in der Vorperiode (Vj. 2.349,7 Mio €).

Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz erhöhte sich im Vergleich zum 30. Juni 2015 um 936,7 Mio € auf 13.358,5 Mio € (Vj. 12.421,8 Mio €). Dies resultierte insbesondere aus dem Anstieg der kumulierten einbehaltenen Gewinne in Höhe von 2.167,7 Mio €. Eigenkapitalmindernd wirkte die von der Hauptversammlung beschlossene Dividende in Höhe von 750,0 Mio €. Die erfolgsneutralen Rücklagen veränderten sich um -1.209,8 Mio € auf -2.109,8 Mio € (Vj. -900,0 Mio €). Die Gearing Ratio verbesserte sich, trotz der Akquisition von Elektrobit Automotive, von 34,1 % auf 25,8 %. Die Eigenkapitalquote stieg auf 38,8 % (Vj. 37,0 %).

Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 hat sich die Bilanzsumme um 1.594,2 Mio € auf 34.429,9 Mio € (Vj. 32.835,7 Mio €) erhöht. Bezogen auf die einzelnen Bilanzposten ist dies im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der aktiven latenten Steuern um 282,9 Mio € auf 1.952,6 Mio € (Vj. 1.669,7 Mio €), die Erhöhung der Vorräte um 444,8 Mio € auf 3.804,9 Mio € (Vj. 3.360,1 Mio €) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 541,6 Mio € auf 7.264,5 Mio € (Vj. 6.722,9 Mio €).

Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2015 um 144,6 Mio € auf 13.358,5 Mio € (Vj. 13.213,9 Mio €). Eigenkapitalmindernd wirkte die von der Hauptversammlung beschlossene Dividende in Höhe von 750,0 Mio €. Aus dem den Anteilseignern zuzurechnenden positiven Konzernergebnis ergibt sich ein Anstieg in Höhe von 1.638,8 Mio €. Die erfolgsneutralen Rücklagen veränderten sich um -746,7 Mio € auf -2.109,8 Mio € (Vj. -1.363,1 Mio €). Die Gearing Ratio verbesserte sich von 26,8 % auf 25,8 %.

Mitarbeiter

Zum Ende des zweiten Quartals 2016 waren im Konzern 214.905 Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht einem Anstieg um 7.006 Personen im Vergleich zum Jahresende 2015. Aufgrund gestiegener Produktionsvolumina und des Ausbaus des Bereichs Forschung und Entwicklung erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter in der Automotive Group um 5.147. In der Rubber Group führten der weitere Ausbau von Produktionskapazitäten und Vertriebskanälen zu einer Erhöhung der Beschäftigtenzahl um 1.866. Im Vergleich zum Berichtsstichtag des Vorjahres erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern um insgesamt 9.617.

Entwicklung der Divisionen

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Chassis & Safety in Mio € 2016 2015 2016 2015
Umsatz 4.448,0 4.278,1 2.246,2 2.142,1
EBITDA 614,8 590,7 312,0 293,4
in % vom Umsatz 13,8 13,8 13,9 13,7
EBIT 433,5 424,2 220,3 209,3
in % vom Umsatz 9,7 9,9 9,8 9,8
Abschreibungen1 181,3 166,5 91,7 84,1
davon Wertminderungen2 - - - -
Investitionen3 191,3 168,2 108,7 95,9
in % vom Umsatz 4,3 3,9 4,8 4,5
Operative Aktiva (zum 30.06.) 4.533,8 4.168,6

Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 41.460 38.948

Umsatz bereinigt5 4.448,0 4.278,1 2.246,2 2.142,1
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 439,2 424,6 223,5 209,4
in % des bereinigten Umsatzes 9,9 9,9 10,0 9,8

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Chassis & Safety

Absatz

Im Geschäftsbereich Vehicle Dynamics erhöhte sich das Absatzvolumen von elektronischen Bremssystemen in den ersten sechs Monaten 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 4 %. Der Absatz von Bremskraftverstärkern im Geschäftsbereich Hydraulic Brake Systems verringerte sich im Vorjahresvergleich um 3 %. Die Verkaufszahlen von Bremssätteln lagen um 9 % unter dem Vorjahresniveau, während der Anteil der verbauten Bremssättel in elektrischen Parkbremsen in gleichem Maße zunahm. Im Geschäftsbereich Passive Safety & Sensorics stieg der Absatz bei Airbagsteuergeräten um 5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bei den Fahrerassistenzsystemen erhöhten sich die Verkaufszahlen um 45 %.

Umsatzanstieg um 4,0 %;
Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 5,7 %

Während der ersten sechs Monate 2016 erhöhte sich der Umsatz der Division Chassis & Safety im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,0 % auf 4.448,0 Mio € (Vj. 4.278,1 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 5,7 %.

Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 3,4 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Chassis & Safety stieg während der ersten sechs Monate 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 14,6 Mio € bzw. 3,4 % auf 439,2 Mio € (Vj. 424,6 Mio €) und entspricht wie im Vorjahr 9,9 % des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 2,2 %

Die Division Chassis & Safety verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 Mio € bzw. 2,2 % auf 433,5 Mio € (Vj. 424,2 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 9,7 % (Vj. 9,9 %).

Sondereffekte

Sowohl für das erste Halbjahr 2016 als auch für den Vorjahreszeitraum entstanden in der Division Chassis & Safety keine Sondereffekte.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Powertrain in Mio € 2016 2015 2016 2015
Umsatz 3.655,0 3.646,3 1.841,5 1.819,8
EBITDA 360,6 360,7 201,8 183,5
in % vom Umsatz 9,9 9,9 11,0 10,1
EBIT 175,3 197,7 108,8 101,0
in % vom Umsatz 4,8 5,4 5,9 5,6
Abschreibungen1 185,3 163,0 93,0 82,5
davon Wertminderungen2 5,0 - 1,7 -
Investitionen3 157,1 170,3 96,2 103,6
in % vom Umsatz 4,3 4,7 5,2 5,7
Operative Aktiva (zum 30.06.) 2.950,4 2.729,7

Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 37.590 35.971

Umsatz bereinigt5 3.635,4 3.646,3 1.826,0 1.819,8
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 189,1 201,8 116,5 103,0
in % des bereinigten Umsatzes 5,2 5,5 6,4 5,7

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Powertrain

Absatz

In den ersten sechs Monaten 2016 stieg das Absatzvolumen von Turboladern, Motorsteuergeräten und Pumpen im Geschäftsbereich Engine Systems gegenüber dem Vorjahresniveau, während der Absatz von Injektoren unter Vorjahresniveau blieb. Der Geschäftsbereich Sensors & Actuators befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs. Begünstigt durch eine verschärfte Abgasgesetzgebung werden insbesondere bei den Abgassensoren höhere Absatzzahlen erzielt. Im Geschäftsbereich Hybrid Electric Vehicle erreichten die Verkaufszahlen von Leistungselektronik und Batterie- und Bordnetzsystemen nicht das Vorjahresniveau. Das Absatzvolumen des Geschäftsbereichs Transmission lag, bedingt durch Programmumstellungen zum Ende des Geschäftsjahres 2015, in den ersten sechs Monaten 2016 leicht unter dem Vorjahresniveau. Im Geschäftsbereich Fuel & Exhaust Management erhöhte sich das Absatzvolumen gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum.

Umsatzanstieg um 0,2 %;
Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 2,2 %

Während der ersten sechs Monate 2016 erhöhte sich der Umsatz der Division Powertrain im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,2 % auf 3.655,0 Mio € (Vj. 3.646,3 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 2,2 %.

Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 6,3 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Powertrain verringerte sich während der ersten sechs Monate 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 12,7 Mio € bzw. 6,3 % auf 189,1 Mio € (Vj. 201,8 Mio €) und entspricht 5,2 % (Vj. 5,5 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 11,3 %

Die Division Powertrain verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 22,4 Mio € bzw. 11,3 % auf 175,3 Mio € (Vj. 197,7 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 4,8 % (Vj. 5,4 %).

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2016

Aus Wertminderungen auf Sachanlagen entstand ein Aufwand in Höhe von insgesamt 5,0 Mio €.

Darüber hinaus ergab sich ein negativer Sondereffekt aus Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 1,0 Mio €.

Für die Division Powertrain beträgt die Belastung durch Sondereffekte in den ersten sechs Monaten 2016 insgesamt 6,0 Mio €.

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2015

In der Division Powertrain fielen im ersten Halbjahr 2015 keine Sondereffekte an.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Interior in Mio € 2016 2015 2016 2015
Umsatz 4.122,8 4.032,2 2.099,8 2.057,0
EBITDA 489,6 552,7 252,2 299,8
in % vom Umsatz 11,9 13,7 12,0 14,6
EBIT 333,0 425,0 172,9 234,1
in % vom Umsatz 8,1 10,5 8,2 11,4
Abschreibungen1 156,6 127,7 79,3 65,7
davon Wertminderungen2 - - - -
Investitionen3 148,6 134,1 90,4 68,4
in % vom Umsatz 3,6 3,3 4,3 3,3
Operative Aktiva (zum 30.06.) 4.478,1 4.000,0

Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 41.985 37.778

Umsatz bereinigt5 4.058,1 4.032,2 2.070,4 2.057,0
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 355,5 425,8 187,5 234,5
in % des bereinigten Umsatzes 8,8 10,6 9,1 11,4

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Interior

Absatz

Das Absatzvolumen im Geschäftsbereich Body & Security lag im ersten Halbjahr 2016 deutlich über Vorjahresniveau. Eine Erhöhung war besonders in den Regionen NAFTA und Asien zu verzeichnen. Im Geschäftsbereich Infotainment & Connectivity lag der Absatz vor allem wegen auslaufender Serien in Europa und Amerika bei Multimedia- und Connectivitysystemen sowie in Europa bei Radiosystemen unter Vorjahresniveau. Dieser Rückgang konnte durch Neuanläufe und den deutlich gestiegenen Absatz in Asien nur teilweise ausgeglichen werden. Die Verkaufszahlen des Geschäftsbereichs Commercial Vehicles & Aftermarket lagen unter dem Vorjahresniveau. Dies ist im Wesentlichen im Bereich Nutzfahrzeuge auf den schwächeren Markt des Tachographengeschäfts in Russland und Brasilien sowie das im Vergleich zum Vorjahr fehlende Mautgeschäft in Westeuropa zurückzuführen. Das Ersatzteil- und Aftermarket-Geschäft konnte dagegen seinen Vorjahresabsatz trotz stabiler Nachfrage im Bremsengeschäft vor allem in Deutschland leicht übertreffen. Die Verkaufszahlen im Geschäftsbereich Instrumentation & Driver HMI lagen in den ersten sechs Monaten 2016 über dem Vorjahr. Eine Erhöhung war vor allem im europäischen Markt in der Produktgruppe Display Solutions zu verzeichnen, resultierend aus Neuanläufen und einer gestiegenen Nachfrage.

Umsatzanstieg um 2,2 %;
Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 3,4 %

Während der ersten sechs Monate 2016 erhöhte sich der Umsatz der Division Interior im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,2 % auf 4.122,8 Mio € (Vj. 4.032,2 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 3,4 %.

Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 16,5 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Interior verringerte sich während der ersten sechs Monate 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 70,3 Mio € bzw. 16,5 % auf 355,5 Mio € (Vj. 425,8 Mio €) und entspricht 8,8 % (Vj. 10,6 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 21,6 %

Die Division Interior verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 92,0 Mio € bzw. 21,6 % auf 333,0 Mio € (Vj. 425,0 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 8,1 % (Vj. 10,5 %).

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2016

In der Division Interior führte eine Kaufpreisanpassung zu einem Aufwand in Höhe von 0,1 Mio €.

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2015

Für das erste Halbjahr 2015 entstanden in der Division Interior keine Sondereffekte.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Reifen in Mio € 2016 2015 2016 2015
Umsatz 5.205,4 5.064,2 2.692,7 2.644,4
EBITDA 1.431,5 1.314,3 773,4 734,6
in % vom Umsatz 27,5 26,0 28,7 27,8
EBIT 1.175,4 1.058,1 645,4 604,1
in % vom Umsatz 22,6 20,9 24,0 22,8
Abschreibungen1 256,1 256,2 128,0 130,5
davon Wertminderungen2 - - - -
Investitionen3 327,1 233,0 180,4 132,1
in % vom Umsatz 6,3 4,6 6,7 5,0
Operative Aktiva (zum 30.06.) 5.520,3 5.402,2

Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 51.374 49.079

Umsatz bereinigt5 5.186,8 5.064,2 2.682,6 2.644,4
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 1.180,4 1.062,3 647,4 606,7
in % des bereinigten Umsatzes 22,8 21,0 24,1 22,9

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Reifen

Absatz

Die Verkaufszahlen lagen nach den ersten sechs Monaten 2016 sowohl im Pkw-Erstausrüstungsgeschäft als auch im Pkw-Reifenersatzgeschäft über dem Vorjahresniveau. Die Absatzzahlen im Nutzfahrzeugreifengeschäft lagen mit rund 8 % ebenfalls über dem Vorjahreswert.

Umsatzanstieg um 2,8 %;
Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 6,2 %

Während der ersten sechs Monate 2016 erhöhte sich der Umsatz der Division Reifen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,8 % auf 5.205,4 Mio € (Vj. 5.064,2 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 6,2 %.

Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 11,1 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Reifen stieg während der ersten sechs Monate 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 118,1 Mio € bzw. 11,1 % auf 1.180,4 Mio € (Vj. 1.062,3 Mio €) und entspricht 22,8 % (Vj. 21,0 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 11,1 %

Die Division Reifen verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 117,3 Mio € bzw. 11,1 % auf 1.175,4 Mio € (Vj. 1.058,1 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 22,6 % (Vj. 20,9 %).

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2016

Für das erste Halbjahr 2016 entstanden in der Division Reifen keine Sondereffekte.

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2015

Für die Division Reifen ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten sechs Monaten 2015 in Höhe von insgesamt 0,3 Mio €.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
ContiTech in Mio € 2016 2015 2016 2015
Umsatz 2.735,7 2.687,1 1.376,6 1.418,8
EBITDA 373,3 298,3 197,2 169,1
in % vom Umsatz 13,6 11,1 14,3 11,9
EBIT 225,4 137,2 126,7 82,3
in % vom Umsatz 8,2 5,1 9,2 5,8
Abschreibungen1 147,9 161,1 70,5 86,8
davon Wertminderungen2 3,0 - -0,4 -
Investitionen3 95,0 109,7 45,8 58,8
in % vom Umsatz 3,5 4,1 3,3 4,1
Operative Aktiva (zum 30.06.) 3.003,7 3.322,7

Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 42.095 43.124

Umsatz bereinigt5 2.642,8 2.687,1 1.376,5 1.418,8
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 286,1 209,3 152,6 126,5
in % des bereinigten Umsatzes 10,8 7,8 11,1 8,9

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

ContiTech

Umsatzanstieg um 1,8 %;
Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 1,8 %

Während der ersten sechs Monate 2016 erhöhte sich der Umsatz der Division ContiTech im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,8 % auf 2.735,7 Mio € (Vj. 2.687,1 Mio €). Auch bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 1,8 %. Die beiden Geschäftsbereiche Mobile Fluid Systems und Benecke-Kaliko Group verzeichneten eine positive Umsatzentwicklung. Ebenso konnte das Aftermarket-Geschäft des Geschäftsbereichs Power Transmission Group das Niveau des Vorjahres deutlich übertreffen. Bedingt durch die anhaltende Zurückhaltung bei Investitionen in der Bergbauindustrie blieb der Umsatz des Geschäftsbereichs Conveyor Belt Group hingegen unter dem Vorjahresumsatz. Auch der Geschäftsbereich Industrial Fluid Systems konnte den Umsatz des Vorjahres nicht erreichen, da das aktuell niedrige Ölpreisniveau zu einer Investitionsschwäche in der Ölindustrie führt.

Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 36,7 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division ContiTech erhöhte sich während der ersten sechs Monate 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 76,8 Mio € bzw. 36,7 % auf 286,1 Mio € (Vj. 209,3 Mio €) und entspricht 10,8 % (Vj. 7,8 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 64,3 %

Die Division ContiTech verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 88,2 Mio € bzw. 64,3 % auf 225,4 Mio € (Vj. 137,2 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 8,2 % (Vj. 5,1 %).

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2016

Die vorübergehende Einstellung der Produktion von Transportbändern in Volos, Griechenland, führte zu einem Restrukturierungsaufwand in Höhe von 10,6 Mio €, wovon 3,4 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen.

Des Weiteren ergab sich ein negativer Sondereffekt aus Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 0,2 Mio €. Darin enthalten sind Wertaufholungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,4 Mio €.

Auf die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte des Stahlcordgeschäfts in Brasilien entstand aufgrund von Marktwertanpassungen ein Aufwand in Höhe von insgesamt 5,7 Mio €.

Aus einer Wertminderung und einer Wertaufholung auf Sachanlagen resultierte insgesamt kein Ergebniseffekt.

Für die Division ContiTech beträgt die Belastung durch Sondereffekte in den ersten sechs Monaten 2016 insgesamt 16,5 Mio €.

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2015

In der Division ContiTech erfolgt ein stufenweiser Abbau des Standorts Salzgitter, Deutschland, aufgrund nicht erhaltener Folgeaufträge. In diesem Zusammenhang entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 13,8 Mio €.

Zudem führten kleinere Sondereffekte zu einer Belastung in Höhe von insgesamt 0,4 Mio €.

Für die Division ContiTech ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten sechs Monaten 2015 in Höhe von insgesamt 14,2 Mio €.

Risiko- und Chancenbericht

Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Veränderungen der Risiken und Chancen. Zu den Details der wesentlichen Risiken und Chancen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Geschäftsbericht 2015.

Prognosebericht und Ausblick

Nach der erfreulichen Entwicklung in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 in einem volatilen wirtschaftlichen Umfeld bestätigen wir unseren Umsatzausblick für das Gesamtjahr von rund 41 Mrd € bei konstanten Währungskursen. Zum Halbjahr liegt der negative Einfluss aus Währungskurseffekten bei 564 Mio €. Unser Ziel, ein organisches Wachstum von 4 % bis 5 % zu erzielen, behalten wir ebenfalls fest im Blick. Unsere Umsatzprognose für die Automotive Group bzw. für die Rubber Group belassen wir unverändert bei rund 25 Mrd € bzw. mehr als 16 Mrd €.

Wie erwartet, hat sich die operative Entwicklung in der Automotive Group, nach einem schleppenden Start im ersten Quartal, im zweiten Quartal gesteigert. In der Rubber Group setzte sich die sehr erfreuliche operative Entwicklung fort. Die Rubber Group lag im zweiten Quartal sogar noch einmal über den guten Werten des ersten Quartals. Deswegen heben wir unseren Ausblick für die bereinigte EBIT-Marge des Konzerns von rund 11 % auf größer 11 % für das laufende Jahr an. Für die Automotive Group bestätigen wir unsere Prognose für die bereinigte EBIT-Marge in Höhe von mindestens 8,5 %. Für die Rubber Group heben wir unsere Erwartung von mehr als 16 % auf mehr als 17 % für die bereinigte EBIT-Marge an.

Unsere Schätzung für den Entlastungseffekt für die Rubber Group aus geringeren Rohstoffkosten für das Jahr 2016 heben wir von rund 100 Mio € auf rund 150 Mio € an. Unsere Schätzung für den Durchschnittskurs von Naturkautschuk (TSR 20) für das Jahr 2016 nehmen wir auf 1,40 US-Dollar/kg (zuvor 1,50 US-Dollar/kg) zurück. Unsere Schätzung für den Preis des Synthesekautschukgrundstoffs Butadien heben wir auf 1,00 US-Dollar/kg an (zuvor 0,90 US-Dollar/kg). Die höhere Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 resultiert auch aus dem im Jahresvergleich unter den jeweiligen Quartalswerten notierenden Durchschnittspreis für Rohöl.

Ferner bestätigen wir folgende Bestandteile unserer am 3. März 2016 aufgestellten Prognose: Wir rechnen weiterhin mit negativen Sondereffekten in Höhe von rund 100 Mio €. Die Abschreibungen aus Kaufpreisallokation, die im Wesentlichen aus den Erwerben von Veyance Technologies und Elektrobit Automotive stammen, werden voraussichtlich bei rund 150 Mio € liegen. Die Investitionen vor Finanzinvestitionen werden im Geschäftsjahr 2016 rund 6 % vom Umsatz ausmachen. Das negative Zinsergebnis wird besser als 250 Mio € sein.

Die Konzern-Steuerquote wird voraussichtlich unter 30 % (zuletzt etwa 30 %) liegen.

Den Ausblick für den Free Cashflow vor Akquisitionen bestätigen wir mit mindestens 2 Mrd € für das laufende Geschäftsjahr.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2016 2015 2016 2015
Umsatzerlöse 20.041,7 19.598,6 10.191,0 10.029,7
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -14.609,2 -14.501,2 -7.359,6 -7.355,1
Bruttoergebnis vom Umsatz 5.432,5 5.097,4 2.831,4 2.674,6
Forschungs- und Entwicklungskosten -1.442,9 -1.274,3 -726,8 -631,3
Vertriebs- und Logistikkosten -1.109,2 -1.074,7 -561,2 -553,8
Allgemeine Verwaltungskosten -498,1 -459,3 -254,4 -244,8
Sonstige Aufwendungen und Erträge -128,9 -156,1 -59,9 -78,4
Ergebnis von at-equity bilanzierten Unternehmen 36,6 27,8 20,2 16,6
Übriges Beteiligungsergebnis 0,3 0,4 0,3 0,4
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern 2.290,3 2.161,2 1.249,6 1.183,3
Zinserträge 49,6 49,3 24,8 21,5
Zinsaufwendungen -98,2 -148,3 -39,6 -64,8
Zinsergebnis -48,6 -99,0 -14,8 -43,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.241,7 2.062,2 1.234,8 1.140,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -567,1 -571,2 -311,3 -326,8
Konzernergebnis 1.674,6 1.491,0 923,5 813,2
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn -35,8 -42,4 -18,6 -21,3
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 1.638,8 1.448,6 904,9 791,9
Ergebnis pro Aktie in €, unverwässert 8,19 7,24 4,52 3,96
Ergebnis pro Aktie in €, verwässert 8,19 7,24 4,52 3,96

Konzerngesamtergebnisrechnung

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2016 2015 2016 2015
Konzernergebnis 1.674,6 1.491,0 923,5 813,2
Posten, die nicht ergebniswirksam umgegliedert werden



Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne1 -557,7 105,2 -193,4 393,6
Zeitwertveränderungen1 -833,8 204,4 -279,6 566,1
Währungsumrechnung1 10,3 -32,1 -3,4 13,0
Im Eigenkapital erfasste Steuerpositionen 265,8 -67,1 89,6 -185,5
Posten, die in Folgeperioden erfolgswirksam umgegliedert werden könnten



Währungsumrechnung1 -185,3 420,5 24,9 -323,9
Effekte aus Währungsumrechnung1 -185,3 413,5 24,9 -330,9
Anteil von at-equity bilanzierten Unternehmen - 7,0 - 7,0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1,1 -10,1 1,0 -6,2
Zeitwertveränderungen 1,2 -0,3 1,1 -5,7
Erfolgswirksame Umgliederung -0,1 -9,8 -0,1 -0,5
Cashflow Hedges -2,6 - 0,7 -
Zeitwertveränderungen 3,5 - -12,2 -
Erfolgswirksame Umgliederung -6,1 - 12,9 -
Im Eigenkapital erfasste Steuerpositionen 7,8 9,6 10,3 3,3
Sonstiges Ergebnis -736,7 525,2 -156,5 66,8
Gesamtergebnis 937,9 2.016,2 767,0 880,0
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallendes Gesamtergebnis -43,3 -71,1 -32,7 -1,1
Gesamtergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 894,6 1.945,1 734,3 878,9

1 Inklusive Fremdanteile.

Konzernbilanz

Die Struktur der Passivseite wird ab dem Berichtsjahr 2016 zur Erhöhung der Transparenz bei der Darstellung der Leistungen an Arbeitnehmer geändert. Alle nachfolgenden Werte der Vergleichsperioden sind entsprechend angepasst ausgewiesen.

Aktiva in Mio €

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30.06.2016 31.12.2015 30.06.2015
Goodwill 6.621,9 6.640,6 6.168,3
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.280,3 1.336,4 1.140,8
Sachanlagen 9.596,7 9.538,9 9.222,2
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 15,6 16,0 17,4
Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen 371,8 345,8 312,0
Sonstige Finanzanlagen 39,7 14,1 12,9
Aktive latente Steuern 1.952,6 1.669,7 1.640,1
Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung 36,0 18,9 3,0
Langfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen 21,1 17,1 312,6
Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 49,8 47,6 35,4
Langfristige sonstige Vermögenswerte 23,3 21,5 20,5
Langfristige Vermögenswerte 20.008,8 19.666,6 18.885,2
Vorräte 3.804,9 3.360,1 3.605,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.264,5 6.722,9 7.084,3
Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 504,9 434,7 464,5
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte 921,2 803,9 930,1
Ertragsteuerforderungen 153,2 149,7 128,4
Kurzfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen 42,8 64,3 106,3
Flüssige Mittel 1.720,1 1.621,5 2.349,7
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 9,5 12,0 51,3
Kurzfristige Vermögenswerte 14.421,1 13.169,1 14.720,1
Bilanzsumme 34.429,9 32.835,7 33.605,3

Passiva in Mio €

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30.06.2016 31.12.2015 30.06.2015
Gezeichnetes Kapital 512,0 512,0 512,0
Kapitalrücklage 4.155,6 4.155,6 4.155,6
Kumulierte einbehaltene Gewinne 10.370,6 9.481,8 8.202,9
Erfolgsneutrale Rücklagen -2.109,8 -1.363,1 -900,0
Den Anteilseignern zuzurechnendes Eigenkapital 12.928,4 12.786,3 11.970,5
Anteile in Fremdbesitz 430,1 427,6 451,3
Eigenkapital 13.358,5 13.213,9 12.421,8
Langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 4.644,6 3.696,5 3.676,9
Passive latente Steuern 356,9 361,2 276,4
Langfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen 184,7 171,8 197,2
Langfristige Finanzschulden 2.402,6 3.175,0 2.775,0
Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 40,3 94,9 88,0
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 20,4 21,6 14,8
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 7.649,5 7.521,0 7.028,3
Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1.186,6 1.269,4 1.093,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.043,1 5.493,8 5.552,8
Ertragsteuerverbindlichkeiten 774,5 719,8 677,7
Kurzfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen 753,5 845,5 811,6
Kurzfristige Finanzschulden 2.827,6 2.069,8 4.229,2
Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.065,8 1.066,4 996,2
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 766,5 634,1 775,2
Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten 4,3 2,0 19,2
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 13.421,9 12.100,8 14.155,2
Bilanzsumme 34.429,9 32.835,7 33.605,3

Konzern-Kapitalflussrechnung

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1. Januar bis
30. Juni
Zweites Quartal
Mio € 2016 20151 2016 20151
Konzernergebnis 1.674,6 1.491,0 923,5 813,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 567,1 571,2 311,3 326,8
Zinsergebnis 48,6 99,0 14,8 43,3
EBIT 2.290,3 2.161,2 1.249,6 1.183,3
Gezahlte Zinsen -63,1 -90,6 -16,7 -18,9
Erhaltene Zinsen 12,1 16,1 6,7 7,4
Gezahlte Ertragsteuern -544,0 -568,4 -326,6 -299,0
Erhaltene Dividenden 18,6 27,8 3,6 10,6
Abschreibungen sowie Wertminderungen und -aufholungen 928,3 875,3 463,5 450,0
Ergebnis von at-equity bilanzierten Unternehmen und sonstigen Finanzanlagen inkl.
Wertminderungen und -aufholungen
-36,9 -28,2 -20,5 -17,0
Gewinne/Verluste aus Abgängen von Vermögenswerten, Gesellschaften und
Geschäftsbereichen
-3,4 -12,1 -2,1 -6,0
Veränderungen der



Vorräte -457,5 -263,0 -258,0 -82,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -621,6 -713,8 -46,3 141,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 611,3 394,0 330,0 -110,5
Leistungen an Arbeitnehmer und der sonstigen Rückstellungen -84,3 15,7 -325,5 -259,4
übrigen Aktiva und Passiva -67,9 -100,2 -46,6 30,5
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 1.981,9 1.713,8 1.011,1 1.030,2
Mittelzufluss/-abfluss aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 13,6 19,9 9,4 9,7
Investitionen in Sachanlagen und Software -919,9 -815,8 -522,1 -459,0
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte aus Entwicklungsprojekten und Sonstige -39,9 -34,0 -29,4 -16,8
Mittelzufluss/-abfluss aus dem Verkauf von Gesellschaften und Geschäftsbereichen 5,1 -1,7 5,1 -
Anteilserwerb von Gesellschaften und Geschäftsbereichen -81,8 -600,2 -4,1 -10,8
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -1.022,9 -1.431,8 -541,1 -476,9
Summe des Cashflow vor Finanzierungstätigkeit 959,0 282,0 470,0 553,3
Veränderung der Finanzschulden -22,9 -582,6 357,1 186,1
Sukzessive Erwerbe -22,4 -11,1 -20,2 -11,1
Gezahlte Dividenden -750,0 -650,0 -750,0 -650,0
Dividenden an Minderheitsgesellschafter und Veränderungen aus Eigenkapitaltransaktionen
bei Gesellschaften mit Minderheitsanteilseignern
-26,7 -40,9 -26,0 -39,0
Zugang flüssiger Mittel aus erstmaliger Einbeziehung von Tochtergesellschaften in den
Konsolidierungskreis
0,6 - - -
Mittelabfluss/-zufluss aus Finanzierungstätigkeit -821,4 -1.284,6 -439,1 -514,0
Veränderung der flüssigen Mittel 137,6 -1.002,6 30,9 39,3
Flüssige Mittel am Anfang der Periode 1.621,5 3.243,8 1.693,8 2.372,3
Wechselkursbedingte Veränderungen der flüssigen Mittel -39,0 108,5 -4,6 -61,9
Flüssige Mittel am Ende der Periode 1.720,1 2.349,7 1.720,1 2.349,7

1 Die Vorjahresvergleichswerte sind entsprechend der aktuellen Struktur angepasst dargestellt.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Unterschiedsbetrag aus
Mio € Gezeichnetes Kapital1 Kapitalrücklage Kumulierte einbehaltene Gewinne Sukzessive Erwerbe2 Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne Währungs-umrechnung3
Stand 01.01.2015 512,0 4.155,6 7.404,3 -19,4 -1.339,6 -51,1
Konzernergebnis - - 1.448,6 - - -
Veränderungen übriges Eigenkapital - - - - 105,2 397,9
Konzerngesamtergebnis - - 1.448,6 - 105,2 397,9
Gezahlte/beschlossene Dividende - - -650,0 - - -
Sukzessive Erwerbe - - - 3,3 - -
Sonstige Veränderung5 - - - - - -
Stand 30.06.2015 512,0 4.155,6 8.202,9 -16,1 -1.234,4 346,8
Stand 01.01.2016 512,0 4.155,6 9.481,8 -39,8 -1.420,6 101,0
Konzernergebnis - - 1.638,8 - - -
Veränderungen übriges Eigenkapital - - - - -558,0 -184,0
Konzerngesamtergebnis - - 1.638,8 - -558,0 -184,0
Gezahlte/beschlossene Dividende - - -750,0 - - -
Sukzessive Erwerbe - - - -2,7 - -
Sonstige Veränderung5 - - - 0,2 - -
Stand 30.06.2016 512,0 4.155,6 10.370,6 -42,3 -1.978,6 -83,0


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Unterschiedsbetrag aus


Mio € Finanz-instrumenten4 Summe Anteile in Fremdbesitz Gesamt
Stand 01.01.2015 10,3 10.672,1 352,5 11.024,6
Konzernergebnis - 1.448,6 42,4 1.491,0
Veränderungen übriges Eigenkapital -6,6 496,5 28,7 525,2
Konzerngesamtergebnis -6,6 1.945,1 71,1 2.016,2
Gezahlte/beschlossene Dividende - -650,0 -46,3 -696,3
Sukzessive Erwerbe - 3,3 -5,2 -1,9
Sonstige Veränderung5 - - 79,2 79,2
Stand 30.06.2015 3,7 11.970,5 451,3 12.421,8
Stand 01.01.2016 -3,7 12.786,3 427,6 13.213,9
Konzernergebnis - 1.638,8 35,8 1.674,6
Veränderungen übriges Eigenkapital -2,2 -744,2 7,5 -736,7
Konzerngesamtergebnis -2,2 894,6 43,3 937,9
Gezahlte/beschlossene Dividende - -750,0 -40,0 -790,0
Sukzessive Erwerbe - -2,7 -0,8 -3,5
Sonstige Veränderung5 - 0,2 - 0,2
Stand 30.06.2016 -5,9 12.928,4 430,1 13.358,5

1 Eingeteilt in 200.005.983 im Umlauf befindliche Stückaktien.
2 Der Betrag in der Berichtsperiode resultierte aus dem sukzessiven Erwerb von Anteilen eines vollkonsolidierten Unternehmens, einer nachträglichen Kaufpreisanpassung sowie aus der erstmaligen Einbeziehung vormals nicht konsolidierter Tochterunternehmen.
3 Beinhaltete im Vorjahr einen Anteil von 7,0 Mio € des Anteilseigners an der Währungsumrechnung von nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften.
4 Die Veränderung des Unterschiedsbetrags aus Finanzinstrumenten, nach Berücksichtigung von latenten Steuern, resultierte im Wesentlichen aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Cashflow Hedges von -3,2 Mio € (Vj. -) zur Zins- und Währungssicherung sowie aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten von 1,0 Mio € (Vj. -6,6 Mio €).
5 Sonstige Veränderungen der Fremdanteile durch Konsolidierungskreisveränderungen sowie Kapitalerhöhungen.

Erläuternde Angaben zum Konzernanhang

Segmentberichterstattung 1. Januar bis 30. Juni 2016

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Mio € Chassis & Safety Powertrain Interior Reifen ContiTech Sonstiges/ Konsolidierung
Außenumsatz 4.434,9 3.610,7 4.117,5 5.194,3 2.684,3 -
Konzerninterner Umsatz 13,1 44,3 5,3 11,1 51,4 -125,2
Umsatz (Gesamt) 4.448,0 3.655,0 4.122,8 5.205,4 2.735,7 -125,2
EBIT (Segmentergebnis) 433,5 175,3 333,0 1.175,4 225,4 -52,3
in % vom Umsatz 9,7 4,8 8,1 22,6 8,2 -
Abschreibungen1 181,3 185,3 156,6 256,1 147,9 1,1
davon Wertminderungen2 - 5,0 - - 3,0 -
Investitionen3 191,3 157,1 148,6 327,1 95,0 0,8
in % vom Umsatz 4,3 4,3 3,6 6,3 3,5 -
Operative Aktiva (zum 30.06.) 4.533,8 2.950,4 4.478,1 5.520,3 3.003,7 -116,2
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 41.460 37.590 41.985 51.374 42.095 401
Umsatz bereinigt5 4.448,0 3.635,4 4.058,1 5.186,8 2.642,8 -124,4
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 439,2 189,1 355,5 1.180,4 286,1 -52,3
in % des bereinigten Umsatzes 9,9 5,2 8,8 22,8 10,8 -


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Mio € Continental-Konzern
Außenumsatz 20.041,7
Konzerninterner Umsatz -
Umsatz (Gesamt) 20.041,7
EBIT (Segmentergebnis) 2.290,3
in % vom Umsatz 11,4
Abschreibungen1 928,3
davon Wertminderungen2 8,0
Investitionen3 919,9
in % vom Umsatz 4,6
Operative Aktiva (zum 30.06.) 20.370,1
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 214.905
Umsatz bereinigt5 19.846,7
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 2.398,0
in % des bereinigten Umsatzes 12,1

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Segmentberichterstattung 1. Januar bis 30. Juni 2015

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Mio € Chassis & Safety Powertrain Interior Reifen ContiTech Sonstiges/ Konsolidierung
Außenumsatz 4.265,0 3.610,6 4.028,1 5.053,6 2.641,3 -
Konzerninterner Umsatz 13,1 35,7 4,1 10,6 45,8 -109,3
Umsatz (Gesamt) 4.278,1 3.646,3 4.032,2 5.064,2 2.687,1 -109,3
EBIT (Segmentergebnis) 424,2 197,7 425,0 1.058,1 137,2 -81,0
in % vom Umsatz 9,9 5,4 10,5 20,9 5,1 -
Abschreibungen1 166,5 163,0 127,7 256,2 161,1 0,8
davon Wertminderungen2 - - - - - -
Investitionen3 168,2 170,3 134,1 233,0 109,7 0,5
in % vom Umsatz 3,9 4,7 3,3 4,6 4,1 -
Operative Aktiva (zum 30.06.) 4.168,6 2.729,7 4.000,0 5.402,2 3.322,7 -118,6
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 38.948 35.971 37.778 49.079 43.124 388
Umsatz bereinigt5 4.278,1 3.646,3 4.032,2 5.064,2 2.687,1 -109,3
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 424,6 201,8 425,8 1.062,3 209,3 -81,0
in % des bereinigten Umsatzes 9,9 5,5 10,6 21,0 7,8 -


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Mio € Continental-Konzern
Außenumsatz 19.598,6
Konzerninterner Umsatz -
Umsatz (Gesamt) 19.598,6
EBIT (Segmentergebnis) 2.161,2
in % vom Umsatz 11,0
Abschreibungen1 875,3
davon Wertminderungen2 -
Investitionen3 815,8
in % vom Umsatz 4,2
Operative Aktiva (zum 30.06.) 19.504,6
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 205.288
Umsatz bereinigt5 19.598,6
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 2.242,8
in % des bereinigten Umsatzes 11,4

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Der Umsatz zum Umsatz bereinigt sowie das EBIT zum bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) lassen sich zum 30. Juni 2016 wie folgt überleiten:

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Mio € Chassis & Safety Powertrain Interior Reifen ContiTech Sonstiges/ Konsolidierung
Umsatz 4.448,0 3.655,0 4.122,8 5.205,4 2.735,7 -125,2
Konsolidierungskreisveränderungen1 - -19,6 -64,7 -18,6 -92,9 0,8
Umsatz bereinigt 4.448,0 3.635,4 4.058,1 5.186,8 2.642,8 -124,4
EBIT 433,5 175,3 333,0 1.175,4 225,4 -52,3
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) 0,2 5,5 18,0 3,8 41,4
Konsolidierungskreisveränderungen1 5,5 2,3 4,4 1,2 2,8 -
Sondereffekte





Wertminderungen2 - 5,0 - - 0,0 -
Restrukturierung3 - 1,0 - - 10,8 -
Veräußerungsgewinne und -verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen - - 0,1 - - -
Sonstiges - - - - 5,7 -
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 439,2 189,1 355,5 1.180,4 286,1 -52,3


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Mio € Continental-Konzern
Umsatz 20.041,7
Konsolidierungskreisveränderungen1 -195,0
Umsatz bereinigt 19.846,7
EBIT 2.290,3
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) 68,9
Konsolidierungskreisveränderungen1 16,2
Sondereffekte
Wertminderungen2 5,0
Restrukturierung3 11,8
Veräußerungsgewinne und -verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen 0,1
Sonstiges 5,7
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 2.398,0

1 Konsolidierungskreisveränderungen beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und Abgänge in der Vergleichsperiode bereinigt.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen. In dieser Position nicht enthalten sind Wertminderungen, die im Rahmen einer Restrukturierung entstanden sind sowie Wertminderungen auf Finanzanlagen.
3 Hierin enthalten sind Wertminderungen und Wertaufholungen im Segment ContiTech in Höhe von insgesamt 3,0 Mio €.

Der Umsatz zum Umsatz bereinigt sowie das EBIT zum bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) lassen sich zum 30. Juni 2015 wie folgt überleiten:

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Mio € Chassis & Safety Powertrain Interior Reifen ContiTech Sonstiges/ Konsolidierung
Umsatz 4.278,1 3.646,3 4.032,2 5.064,2 2.687,1 -109,3
Konsolidierungskreisveränderungen1 - - - - - -
Umsatz bereinigt 4.278,1 3.646,3 4.032,2 5.064,2 2.687,1 -109,3
EBIT 424,2 197,7 425,0 1.058,1 137,2 -81,0
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) 0,4 4,1 0,8 3,9 57,9 -
Konsolidierungskreisveränderungen1 - - - - - -
Sondereffekte





Wertminderungen2 - - - - - -
Restrukturierung - - - - 13,8 -
Veräußerungsgewinne und -verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen - - - - - -
Sonstiges - - - 0,3 0,4 -
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 424,6 201,8 425,8 1.062,3 209,3 -81,0


scroll
Mio € Continental-Konzern
Umsatz 19.598,6
Konsolidierungskreisveränderungen1 -
Umsatz bereinigt 19.598,6
EBIT 2.161,2
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) 67,1
Konsolidierungskreisveränderungen1 -
Sondereffekte
Wertminderungen2 -
Restrukturierung 13,8
Veräußerungsgewinne und -verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen -
Sonstiges 0,7
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 2.242,8

1 Konsolidierungskreisveränderungen beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und Abgänge in der Vergleichsperiode bereinigt.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen. In dieser Position nicht enthalten sind Wertminderungen, die im Rahmen einer Restrukturierung entstanden sind sowie Wertminderungen auf Finanzanlagen.

Überleitung EBIT zum Konzernergebnis

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2016 2015 2016 2015
Chassis & Safety 433,5 424,2 220,3 209,3
Powertrain 175,3 197,7 108,8 101,0
Interior 333,0 425,0 172,9 234,1
Reifen 1.175,4 1.058,1 645,4 604,1
ContiTech 225,4 137,2 126,7 82,3
Sonstiges/Konsolidierung -52,3 -81,0 -24,5 -47,5
EBIT 2.290,3 2.161,2 1.249,6 1.183,3
Zinsergebnis -48,6 -99,0 -14,8 -43,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.241,7 2.062,2 1.234,8 1.140,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -567,1 -571,2 -311,3 -326,8
Konzernergebnis 1.674,6 1.491,0 923,5 813,2
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn -35,8 -42,4 -18,6 -21,3
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 1.638,8 1.448,6 904,9 791,9

Segmentberichterstattung

Aufgrund der Wesensverwandtschaft einzelner Produkte werden diese in Segmente zusammengefasst. Diese zeigt sich insbesondere bei Produktanforderungen, Markttrends, Kundengruppen und Distributionskanälen.

Bezüglich der Erläuterungen zur Entwicklung der fünf Divisionen des Continental-Konzerns verweisen wir auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2016.

Grundsätze der Rechnungslegung

Dieser Zwischenabschluss wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Sie umfassen auch die International Accounting Standards (IAS), die Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee bzw. des Vorgängers International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie die des ehemaligen Standing Interpretations Committee (SIC). Die Erstellung des Zwischenabschlusses erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, Zwischenberichterstattung. Im Zwischenabschluss werden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss 2015 angewendet. Diese Methoden sind im Geschäftsbericht 2015 ausführlich erläutert. Zusätzlich wurden die zum 30. Juni 2016 verpflichtenden IFRS-Änderungen und -Neuregelungen im Zwischenabschluss angewendet. Eine ausführliche Beschreibung dieser verbindlichen IFRS-Änderungen und -Neuregelungen erfolgte im Geschäftsbericht 2015.

Die zum 30. Juni 2016 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und -Neuregelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung des Continental-Konzerns.

Ertragsteuern werden auf Grundlage der Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Steuerliche Auswirkungen bestimmter signifikanter Sachverhalte, die nur der jeweiligen Berichtsperiode zuzuordnen sind, werden dabei berücksichtigt.

Obwohl einige Teile unseres Geschäfts saisonabhängig sind, bleibt die Vergleichbarkeit der konsolidierten Quartalsabschlüsse davon insgesamt unbeeinträchtigt. Alle wichtigen Effekte der laufenden Periode sind in diesem Bericht enthalten. Änderungen im Ansatz oder in der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen von Unternehmenserwerben werden erst bei Vorliegen der finalen Kaufpreisallokation retrospektiv dargestellt.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft 507 inländische und ausländische Unternehmen, die die Continental Aktiengesellschaft nach den Regelungen des IFRS 10 einbezieht oder die als Joint Arrangements oder assoziierte Unternehmen klassifiziert werden. Davon werden 391 vollkonsolidiert und 116 nach der Equity-Methode bilanziert.

Gegenüber dem 31. Dezember 2015 hat sich der Konsolidierungskreis um insgesamt fünf Gesellschaften erweitert. Eine Gesellschaft wurde erworben, fünf Gesellschaften wurden neu gegründet und eine bislang nicht konsolidierte Einheit wurde erstmals konsolidiert. Zusätzlich verkleinerte sich der Konsolidierungskreis um zwei Gesellschaften aufgrund einer Verschmelzung und einer Entkonsolidierung.

Gegenüber dem 30. Juni 2015 hat sich der Konsolidierungskreis in Summe um elf Gesellschaften erweitert. Die Zugänge zum Konsolidierungskreis resultieren im Wesentlichen aus dem Erwerb von Elektrobit Automotive. Abgänge aus dem Konsolidierungskreis sind überwiegend auf Verschmelzungen zurückzuführen.

Erwerbe und Veräußerungen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen

Im Segment Reifen erfolgte ein Share Deal. Der Kaufpreis in Höhe von 11,3 Mio € wurde aus Barmitteln beglichen. Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation resultierten ein Goodwill in Höhe von 8,0 Mio € und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,6 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 30. Juni 2016.

Im Segment Powertrain erfolgte ein Asset Deal mit einem Kaufpreis von 26,7 Mio €. Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation resultierten ein Goodwill in Höhe von 1,3 Mio € sowie immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 25,0 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 30. Juni 2016.

Im Berichtszeitraum wurde ein Restanteilserwerb vollzogen. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem Wert der erworbenen Anteile in Höhe von 0,2 Mio € wurde in den erfolgsneutralen Rücklagen ausgewiesen.

Außerplanmäßige Abschreibungen

Der Konzern überprüft die Werthaltigkeit von sonstigen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie von Finanzanlagen und auch des Goodwill, sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung bekannt werden (Triggering Event). In der Berichtsperiode fielen als Ergebnis dieser Überprüfungen keine wesentlichen Wertminderungen an.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das erste Halbjahr 2016 beliefen sich auf 567,1 Mio € (Vj. 571,2 Mio €). Die Steuerquote im Berichtszeitraum lag bei 25,3 % nach 27,7 % für den entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Angepasste Darstellung der Struktur der Passivseite

Zur Erhöhung der Transparenz bei der Darstellung der Leistungen an Arbeitnehmer wird die Struktur der Passivseite ab dem Berichtsjahr 2016 geändert. Dadurch wurden von den Vergleichswerten zum 31. Dezember 2015 Beträge in Höhe von 129,7 Mio € aus den langfristigen Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen sowie in Höhe von 34,1 Mio € aus den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten innerhalb der langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer ausgewiesen. Zum 30. Juni 2015 wurden Beträge in Höhe von 129,7 Mio € aus den langfristigen Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen sowie in Höhe von 40,1 Mio € aus den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten innerhalb der langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer ausgewiesen.

Langfristige Leistungen an Arbeitnehmer

Aus der Neubewertung der leistungsorientierten Versorgungspläne zum 30. Juni 2016 ergab sich gegenüber dem 31. Dezember 2015 eine Reduzierung der erfolgsneutralen Rücklagen um 572,7 Mio €, die aus dem Rückgang der Diskontierungszinssätze resultierte. Der entsprechenden Reduzierung des Eigenkapitals stand ein Aufbau der langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer in Höhe von 836,0 Mio € gegenüber.

Zahlungswirksame Veränderungen der Altersvorsorge

Pensionsfonds bestehen nur für Pensionsverpflichtungen, insbesondere in Deutschland, den USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich, nicht hingegen für andere Versorgungsleistungen. Im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2016 haben die Gesellschaften des Continental-Konzerns 36,9 Mio € an planmäßigen Einzahlungen in diese Pensionsfonds geleistet (Vj. 15,4 Mio €).

Die Planvermögenseigenschaft eines Teils des Deckungsvermögens des Continental Pension Trust e. V. konnte im Geschäftsjahr 2015 aufgrund von Satzungsänderungen der entsprechenden Treuhandverträge wiederhergestellt werden. Damit wurden zum Ende des zweiten Quartals 2016 Vermögenswerte in Höhe von 347,2 Mio € mit den zugehörigen Verpflichtungen saldiert ausgewiesen.

Die Pensionszahlungen für Pensionsverpflichtungen beliefen sich im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2016 auf insgesamt 101,7 Mio € (Vj. 107,4 Mio €), die Pensionszahlungen für andere Versorgungsleistungen auf insgesamt 8,0 Mio € (Vj. 8,4 Mio €).

Die Netto-Pensionsaufwendungen des Continental-Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

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1. Januar bis 30. Juni 2016
Mio € D USA CAN GB Übrige Gesamt
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen Ansprüche 74,3 2,8 0,9 2,1 11,3 91,4
Aufzinsung der erwarteten
Pensionsverpflichtungen
44,2 25,6 2,9 6,7 4,4 83,8
Erwartete Erträge des Pensionsfonds -12,4 -18,6 -2,6 -6,9 -2,2 -42,7
Auswirkungen der Obergrenze auf den Vermögenswert - - 0,0 - 0,0 0,0
Übrige Pensionserträge/ -aufwendungen - 1,0 0,1 - - 1,1
Netto-Pensionsaufwendungen 106,1 10,8 1,3 1,9 13,5 133,6


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1. Januar bis 30. Juni 2015
Mio € D USA CAN GB Übrige Gesamt
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen Ansprüche 75,6 3,5 1,3 2,3 9,9 92,6
Aufzinsung der erwarteten
Pensionsverpflichtungen
40,3 24,6 2,7 7,2 3,9 78,7
Erwartete Erträge des Pensionsfonds -3,6 -17,2 -2,3 -7,1 -1,6 -31,8
Auswirkungen der Obergrenze auf den Vermögenswert - - 0,0 - 0,2 0,2
Übrige Pensionserträge/ -aufwendungen - 0,8 0,0 - 0,3 1,1
Netto-Pensionsaufwendungen 112,3 11,7 1,7 2,4 12,7 140,8


Die Netto-Aufwendungen der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen des Continental-Konzerns in den USA und Kanada setzen sich wie folgt zusammen:

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1. Januar bis 30. Juni
Mio € 2016 2015
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen Ansprüche 0,9 1,2
Aufzinsung der erwarteten Verpflichtungen für Versorgungsleistungen 5,1 4,8
Netto-Aufwendungen für andere Versorgungsleistungen 6,0 6,0

Finanzschulden

Im Bestand der Anleihen erfolgte im zweiten Halbjahr 2015 eine Veränderung: Die von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 2012 ausgegebene US-Dollar-Anleihe mit einem Volumen von 950,0 Mio US-Dollar und einem Festzins von 4,5 % p. a. wurde zum 15. September 2015, d. h. vier Jahre vor ihrer Fälligkeit im September 2019, vorzeitig zurückgezahlt. Der Rückzahlungspreis lag bei 102,25 %. Am 12. November 2015 hat die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, unter dem Rahmen-Emissionsprogramm für Anleiheemissionen von Continental (Debt Issuance Programme, DIP) eine Euro-Anleihe mit einem Nominalvolumen von 500,0 Mio € platziert. Der Ausgabekurs lag bei 99,739 %. Die neue Anleihe hat eine Laufzeit von drei Jahren und drei Monaten und einen Festzinssatz von 0,5 % p. a. Durch Abschluss von Zins-Währungsswaps werden zum einen die Währungsrisiken aus der Denominierung der Anleihe in Euro gesichert, zum anderen wird der Euro-Festzins von 0,5 % p. a. in einen US-Dollar-basierten Festzinssatz von durchschnittlich 2,365 % p. a. getauscht.

Der im April 2014 mit einem zugesagten Volumen von 4,5 Mrd € neu abgeschlossene syndizierte Kredit bestand zu diesem Zeitpunkt aus einem im April 2016 fälligen Festdarlehen über 1,5 Mrd € und einer bis April 2019 eingeräumten revolvierenden Kreditlinie über 3,0 Mrd €. Bezogen auf die Laufzeit der revolvierenden Tranche wurden zwei Vertragsanpassungen vorgenommen. Im April 2015 und im April 2016 haben alle beteiligten Banken einer Laufzeitverlängerung um jeweils ein Jahr zugestimmt. Damit steht Continental diese Finanzierungszusage bis April 2021 zur Verfügung. Das Festdarlehen (Vj. 1,5 Mrd €) wurde bis Ende März 2016 vollständig vorzeitig zurückgezahlt. Bereits im vierten Quartal 2015 erfolgten vorzeitige Teilrückzahlungen in Höhe von insgesamt 1.150,0 Mio €. Die verbliebene Inanspruchnahme von nur noch 350,0 Mio € wurde Ende März 2016 zurückgezahlt. Das zugesagte Volumen des syndizierten Kredits, der nur noch aus der revolvierenden Tranche besteht, hat sich damit ab Ende März 2016 gleichermaßen um 1,5 Mrd € auf 3,0 Mrd € reduziert. Die revolvierende Kreditlinie wurde Ende Juni 2016 von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, in Höhe von 354,4 Mio € (Vj. 245,9 Mio €) in Anspruch genommen.

Bezüglich der Erläuterungen zu Finanzschulden und zum Zinsergebnis verweisen wir zudem auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2016.

Finanzinstrumente

Die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, aufgegliedert nach den Klassen der Bilanz sowie lang- und kurzfristige Positionen zusammengefasst, stellen sich wie folgt dar:

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Mio € Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert 30.06.2016 Beizulegender Zeitwert 30.06.2016 Buchwert 31.12.2015 Beizulegender Zeitwert 31.12.2015
Sonstige Finanzanlagen AfS 39,7 39,7 14,1 14,1
Derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen




Derivative Finanzinstrumente mit effektiver Hedge-Beziehung n. a. 2,6 2,6 4,2 4,2
Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung HfT 29,2 29,2 43,4 43,4
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 16,5 16,5 16,7 16,7
Sonstige Forderungen mit Finanzierungscharakter LaR 15,6 15,6 17,1 17,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 7.264,5 7.264,5 6.722,9 6.722,9
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 554,7 554,7 482,3 482,3
Flüssige Mittel




Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 1.697,6 1.697,6 1.600,5 1.600,5
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 22,5 22,5 21,0 21,0
Finanzielle Vermögenswerte
9.642,9 9.642,9 8.922,2 8.922,2
Finanzschulden




Derivative Finanzinstrumente mit effektiver Hedge-Beziehung n. a. 2,9 2,9 0,9 0,9
Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung HfT 35,8 35,8 12,0 12,0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing n. a. 37,6 41,5 40,7 44,8
Sonstige Finanzschulden OL 5.153,9 5.349,9 5.191,2 5.381,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen OL 6.043,1 6.043,1 5.493,8 5.493,8
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten OL 1.106,1 1.105,6 2.063,6 2.062,8
Finanzielle Verbindlichkeiten
12.379,4 12.578,8 12.802,2 12.995,3
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:




Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten (HfT)
29,2
43,4
Kredite und Forderungen (LaR)
9.532,4
8.822,8
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)
78,7
51,8
Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten (HfT)
35,8
12,0
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten (OL)
12.303,1
12.748,6

Erläuterungen der Abkürzungen:

AfS, available for sale, zur Veräußerung verfügbar

HfT, held for trading, zu Handelszwecken gehalten

LaR, loans and receivables, Kredite und Forderungen

n. a., not applicable, keiner Bewertungskategorie zuzuordnen

OL, other liability, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten

Die nachstehende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie die jeweils für die Ermittlung der Zeitwerte relevanten Stufen der Fair Value-Hierarchie nach IFRS 13.

Stufe 1: notierte Preise am aktiven Markt für identische Instrumente.

Stufe 2: notierte Preise am aktiven Markt für ein ähnliches Instrument oder eine Bewertungsmethode, bei der alle wesentlichen Input-Faktoren auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Stufe 3: Bewertungsmethode, bei welcher die wesentlichen Input-Faktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Neben den Zeitwerten der Finanzinstrumente, die nach IAS 39 zum Zeitwert zu bilanzieren sind, enthält die Tabelle auch Finanzinstrumente, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden und einen hiervon abweichenden Zeitwert besitzen. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Finanzinstrumente, deren Buchwerte näherungsweise ihrem Zeitwert entsprechen, werden nicht in der Tabelle dargestellt.

Für eine ausführliche Beschreibung der für die einzelnen Finanzinstrumente angewandten Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2015.

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Mio €
30.06.2016 Stufe 1 Stufe 2 Anschaffungskosten
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 39,0 30,1 8,9 0,0
Derivative Finanzinstrumente mit effektiver Hedge-Beziehung n. a. 2,6 - 2,6 -
Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung HfT 29,2 - 29,2 -
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
70,8 30,1 40,7 0,0
Derivative Finanzinstrumente mit effektiver Hedge-Beziehung n. a. 2,9 - 2,9 -
Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung HfT 35,8 - 35,8 -
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
38,7 - 38,7 -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing n. a. 41,5 - 41,5 -
Sonstige Finanzschulden OL 5.349,9 2.912,5 1.147,7 1.289,7
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten OL 1.105,6 - 23,9 1.081,7
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
6.497,0 2.912,5 1.213,1 2.371,4


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Mio €
31.12.2015 Stufe 1 Stufe 2 Anschaffungskosten
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AfS 37,7 28,8 8,9 0,0
Derivative Finanzinstrumente mit effektiver Hedge-Beziehung n. a. 4,2 - 4,2 -
Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung HfT 43,4 - 43,4 -
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
85,3 28,8 56,5 0,0
Derivative Finanzinstrumente mit effektiver Hedge-Beziehung n. a. 0,9 - 0,9 -
Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung HfT 12,0 - 12,0 -
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
12,9 - 12,9 -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing n. a. 44,8 - 44,8 -
Sonstige Finanzschulden OL 5.381,0 2.907,0 1.329,2 1.144,8
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten OL 2.062,8 - 34,7 2.028,1
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
7.488,6 2.907,0 1.408,7 3.172,9

Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

Im Verfahren gegen die Continental Automotive Electronics LLC, Bugan-myeon, Südkorea (CAE), und andere Unternehmen wegen des Verdachts der Beteiligung an Kartellrechtsverstößen im Geschäft mit Kombi-Instrumenten hat der koreanische Supreme Court am 24. März 2016 das Rechtsmittel der CAE abgewiesen, das sich gegen das von einem Strafgericht verhängte Bußgeld in Höhe von 200 Mio KRW (rund 156.000 €) gerichtet hatte, welches auf die Berufung der CAE auf 100 Mio KRW (rund 78.000 €) reduziert worden war. Im Berichtszeitraum gab es ansonsten keine wesentlichen neuen Erkenntnisse hinsichtlich Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüchen. Wir verweisen auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2015.

Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Durch die Implementierung eines neuen Systems für das Risikomanagement wird die Quantifizierung nicht bilanzierter Risiken detaillierter möglich sein. Infolge dieser zusätzlichen Informationen wird sich der Wert der Eventualverbindlichkeiten und sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum Jahresende 2016 erhöhen.

Gewinnverwendung

Zum 31. Dezember 2015 wies die Continental AG einen Bilanzgewinn in Höhe von 1.014,2 Mio € (Vj. 749,2 Mio €) aus. Am 29. April 2016 hat die Hauptversammlung in Hannover beschlossen, eine Dividende in Höhe von 3,75 € je Stückaktie an die Aktionäre der Continental AG für das abgelaufene Geschäftsjahr auszuzahlen. Die Ausschüttungssumme belief sich somit bei 200.005.983 dividendenberechtigten Aktien auf 750.022.436,25 €. Der verbleibende Betrag wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Im Jahr 2015 erfolgte für das Jahr 2014 die Ausschüttung einer Dividende durch die Continental AG in Höhe von 3,25 € je Stückaktie an die Aktionäre der Continental AG. Die Ausschüttungssumme lag somit für 200.005.983 dividendenberechtigte Aktien bei 650.019.444,75 €. Der verbleibende Betrag wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Ergebnis pro Aktie

Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie erhöhte sich im ersten Halbjahr 2016 auf 8,19 € (Vj. 7,24 €) und für den Zeitraum 1. April bis 30. Juni 2016 auf 4,52 € (Vj. 3,96 €). Es entspricht jeweils dem verwässerten Ergebnis pro Aktie.

Transaktionen mit nahestehenden Personen

Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Änderungen der Geschäfte mit nahestehenden Personen gegenüber dem 31. Dezember 2015. Wir verweisen dazu auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2015.

Deutscher Corporate Governance-Kodex

Die jährliche Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance-Kodex vom Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG ist den Aktionären auf der Internetseite von Continental dauerhaft zugänglich gemacht worden. Dort befinden sich auch frühere Erklärungen nach § 161 AktG.

Wesentliche Ereignisse nach dem 30. Juni 2016

Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach dem 30. Juni 2016 vor.


Hannover, 25. Juli 2016

Continental Aktiengesellschaft
Der Vorstand