![]() Continental AGHannoverFinanzbericht zum 30. Juni 2016Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2016Continental-Aktie und -AnleihenKonjunktursorgen und Brexit-Votum belasten AktienmärkteDer sich fortsetzende Preisverfall vieler Rohstoffe, insbesondere von Rohöl, ließ
zu Beginn des Jahres 2016 die Sorgen um die Weltkonjunktur wieder aufleben und löste
weltweit eine Abwärtsbewegung an den Aktienmärkten aus. Deswegen unterschritt der
DAX Anfang Januar die Marke von 10.000 Punkten. Etwas vorsichtigere Aussagen der US-amerikanischen
Notenbank (Fed) zur wirtschaftlichen Entwicklung sowie schwächere Wirtschaftsdaten
aus den USA und aus China bewirkten Anfang Februar einen weiteren Kursrutsch. Die
Aussagen belasteten ferner den US-Dollar gegenüber dem Euro, wovon europäische Exportwerte
zusätzlich negativ betroffen waren. Der DAX sank vor diesem Hintergrund bis zum 11.
Februar 2016 auf rund 8.700 Punkte - ein Minus von 19 % gegenüber seinem Jahresendwert
2015 von 10.743,01 Punkten. Mitte Februar 2016 begann an den Märkten eine Erholungsphase, nachdem sich die Preise
für Rohöl und andere Rohstoffe stabilisierten. Schwache Außenhandelszahlen aus China
dämpften in der ersten Märzhälfte jedoch die Stimmung. Die Bekanntgabe der zusätzlichen
Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB), die eine Absenkung des Leitzinses auf
0,0 % und des Einlagenzinses auf -0,4 % sowie eine Ausweitung der monatlichen Anleiheankäufe
von 60 Mrd € auf 80 Mrd € bis März 2017 umfassten, blieb Mitte März ohne nennenswerte
Auswirkung auf die Aktienmärkte. Vielmehr führten schwächere Konjunkturdaten aus Deutschland
und den USA zu rückläufigen Aktienkursen. Die sich stetig erholenden Preise für Rohöl und andere Rohstoffe sorgten zusammen
mit positiven Wirtschaftsdaten aus Europa, China und den USA ab Mitte April 2016 wieder
für steigende Aktienkurse. Infolgedessen überwand der DAX die Marke von 10.000 Punkten
und kletterte bis zum 21. April auf über 10.400 Punkte. Nach Veröffentlichung der
ersten Schätzung des annualisierten Wachstums der US-Wirtschaft für das erste Quartal
2016, das mit +0,5 % gegenüber der Vorperiode schwächer als erwartet ausfiel, trübte
sich Anfang Mai die Stimmung an den Aktienmärkten wieder ein und der DAX rutschte
erneut unter die Marke von 10.000 Punkten. Besser als erwartet ausgefallene Unternehmensergebnisse
in Europa und den USA für das erste Quartal 2016 wirkten im weiteren Monatsverlauf
lediglich stabilisierend. Ende Mai stärkten zunehmende Erwartungen an eine im Juni
bevorstehende Zinserhöhung der Fed den US-Dollar und schwächten den Euro. Der DAX
profitierte dazu von positiven Wirtschaftsdaten und überwand abermals die Marke von
10.000 Punkten. Anfang Juni 2016 drehte die Stimmung erneut, nachdem Umfragen im Vereinigten Königreich
einen wachsenden Zuspruch der Wähler für den Austritt aus der Europäischen Union im
bevorstehenden Referendum zeigten. Die Ängste vor dem sogenannten Brexit nahmen bis
Mitte Juni zu und drückten den DAX, auch wegen der anhaltenden Unsicherheiten über
die künftige Geldpolitik der großen Notenbanken, bis auf 9.500 Punkte. Eine Woche
vor dem Referendum am 23. Juni 2016 wurde eine Zustimmung zum Brexit von den Investoren
aufgrund neuer Umfrageergebnisse zunehmend als unwahrscheinlich eingestuft. Rasche
Kurserholungen waren die Folge. Das unerwartete Nein zum Verbleib in der Europäischen
Union von 51,9 % der abgegebenen Stimmen führte zu einem Kurssturz an den internationalen
Kapitalmärkten. Besonders betroffen waren die europäischen Börsen. Der DAX verlor
in zwei Handelstagen rund 1.000 Punkte und schloss am 27. Juni bei 9.268,66 Punkten. In den darauf folgenden Handelstagen beruhigten sich die Märkte und der DAX beendete
das erste Halbjahr 2016 bei 9.680,09 Punkten. Er verlor damit im zweiten Quartal 2,9
% und im ersten Halbjahr 9,9 %. Der EURO STOXX 50 sank im zweiten Quartal um 4,7 %
auf 2.864,74 Punkte. Sein Kursverlust im ersten Halbjahr 2016 belief sich auf 12,3
%. Performance der Continental-Aktie analog zum SektorDie Continental-Aktie folgte während des ersten Halbjahres 2016 im Wesentlichen dem
Kursverlauf des Index für europäische Autowerte, dem EURO STOXX Automobiles & Parts.
Neben der Verschlechterung der allgemeinen Stimmung an den Aktienmärkten wurden Automobilwerte
weltweit im Halbjahresverlauf durch zunehmende Sorgen über die Pkw-Nachfrage in den
USA sowie in China und Japan beeinträchtigt. Außerdem senkten Analysten ihre Erwartungen
und Empfehlungen für den Sektor. Europäische Automobilwerte litten zusätzlich unter
der Eintrübung der Exportaussichten infolge der Euroaufwertung. Auch das Brexit-Votum
belastete Ende Juni 2016 neben Banktiteln und Versicherungsaktien insbesondere europäische
Automobilwerte. Kursentwicklung der Continental-Aktie im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zu ausgewählten
Indizes
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| 30.06.2016 | in % gegenüber 31.12.2015 | |
| Continental-Aktie (XETRA-Kurs) | 169,30 | -24,6 |
| DAX | 9.680,09 | -9,9 |
| EURO STOXX 50 | 2.864,74 | -12,3 |
| EURO STOXX Automobiles & Parts | 406,44 | -25,1 |
Nach dem Kursrückgang zu Jahresbeginn stabilisierte sich die Continental-Aktie Mitte
Februar 2016 bei rund 180 €. Im weiteren Verlauf des Halbjahres bewegte sie sich seitwärts
in einem Korridor zwischen 175 € und 203 €. Ihren Tiefstwert im Berichtszeitraum markierte
sie nach dem Brexit-Votum im Tagesverlauf des 27. Juni 2016 bei 165,85 €. Die Continental-Aktie
beendete das erste Halbjahr 2016 bei 169,30 € und verlor damit im zweiten Quartal
15,4 % an Wert. Gegenüber ihrem Jahresendwert 2015 kumulierte sich der Verlust im
ersten Halbjahr 2016 auf 24,6 %, unter Einbeziehung einer Reinvestition der ausgeschütteten
Dividende auf 23,1 %. Der EURO STOXX Automobiles & Parts verlor 15,6 % im zweiten
Quartal und 25,1 % im ersten Halbjahr 2016.
Die vier Continental-Euro-Anleihen verharrten im Verlauf des ersten Halbjahres 2016
auf niedrigem Renditeniveau und zeigten eine relativ stabile Kursentwicklung.
Geringfügige Kursabschläge verzeichneten dabei die kürzer laufenden Continental-Euro-Anleihen
durch die Verringerung der Restlaufzeit: Die am 20. März 2017 fällige 2,5 %-Euro-Anleihe
sank um 84,0 Basispunkte unter ihren Schlusskurs des Jahres 2015 und notierte Ende
Juni 2016 bei 101,839 %. Der Kurs der am 16. Juli 2018 fälligen 3,0 %-Euro-Anleihe
verringerte sich im Halbjahresverlauf um 47,4 Basispunkte auf 106,208 %.
Die länger laufenden Continental-Euro-Anleihen profitierten im ersten Halbjahr 2016
vom sinkenden Zinsniveau für Unternehmensanleihen im Euroraum. Ursächlich hierfür
war die im März 2016 von der EZB beschlossene und seit Juni 2016 umgesetzte Ausweitung
ihrer Anleiheankäufe auf in Euro denominierte Unternehmensanleihen mit Investment
Grade-Rating. Zudem profitierten sie im Juni von der verstärkten Nachfrage der Investoren
nach Anleihen im Vorfeld des Brexit-Referendums und auch danach. Die am 19. Februar
2019 fällige 0,5 %-Euro-Anleihe stieg bis Ende Juni 2016 um 90,4 Basispunkte auf 101,180
%. Die am 9. September 2020 fällige 3,125 %-Euro-Anleihe gewann 163,9 Basispunkte
und notierte am Halbjahresende bei 112,437 %.
Die Turbulenzen an den Rohstoff- und Aktienmärkten zu Beginn des Berichtszeitraums
bewirkten steigende Prämien für die Versicherung von Kreditausfallrisiken (Credit
Default Swap, CDS). Die

Fünf-Jahres-CDS-Prämie für Continental verteuerte sich von 63,400 Basispunkten am
Jahresende 2015 bis zum 12. Februar 2016 um über 40 Basispunkte auf rund 105 Basispunkte.
Im weiteren Verlauf des Halbjahres führte die zunehmend erwartete und im März 2016
beschlossene Ausweitung der EZB-Maßnahmen zu sinkenden Zinsen im Euroraum sowie auch
zu rückläufigen CDS-Prämien für Euro-Unternehmensanleihen. Die Continental-CDS-Prämie
schloss das erste Halbjahr 2016 mit 68,749 Basispunkten in der Nähe des Jahresbeginns.
Der Spread gegenüber ihrem Referenzindex Markit iTraxx Europe belief sich am 30. Juni
2016 auf -14,930 Basispunkte (31. Dezember 2015: -16,466 Basispunkte).
Die Ratingagentur Standard & Poor's stufte die Continental AG am 11. Mai 2016 von
BBB mit positivem Ausblick auf BBB+ mit stabilem Ausblick hoch. Die anderen zwei großen
Ratingagenturen behielten ihr jeweiliges Kreditrating für die Continental AG im Verlauf
des ersten Halbjahres 2016 unverändert bei.
| 30.06.2016 | Rating | Ausblick |
| Standard & Poor's1 | BBB+ | stable |
| Fitch2 | BBB | positive |
| Moody's3 | Baa1 | stable |
| 31.12.2015 | Rating | Ausblick |
| Standard & Poor's1 | BBB | positive |
| Fitch2 | BBB | positive |
| Moody's3 | Baa1 | stable |
1
Vertragsverhältnis seit 19. Mai 2000.
2
Vertragsverhältnis seit 7. November 2013.
3
Kein Vertragsverhältnis seit 1. Februar 2014.
Weitere Informationen zur Continental-Aktie, den Continental-Anleihen, zum Kreditrating
sowie zu unserer Investor Relations App sind im Internet unter www.continental-ir.com
abrufbar.
Ferner sind seit Ende Februar 2016 aktuelle Informationen zur Continental-Aktie über
Twitter unter @Continental_IR verfügbar.
| 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
| Mio € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Umsatz | 20.041,7 | 19.598,6 | 10.191,0 | 10.029,7 |
| EBITDA | 3.218,6 | 3.036,5 | 1.713,1 | 1.633,3 |
| in % vom Umsatz | 16,1 | 15,5 | 16,8 | 16,3 |
| EBIT | 2.290,3 | 2.161,2 | 1.249,6 | 1.183,3 |
| in % vom Umsatz | 11,4 | 11,0 | 12,3 | 11,8 |
| Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 1.638,8 | 1.448,6 | 904,9 | 791,9 |
| Ergebnis pro Aktie in € | 8,19 | 7,24 | 4,52 | 3,96 |
| Umsatz bereinigt1 | 19.846,7 | 19.598,6 | 10.136,4 | 10.029,7 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)2 | 2.398,0 | 2.242,8 | 1.303,0 | 1.232,6 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 12,1 | 11,4 | 12,9 | 12,3 |
| Free Cashflow | 959,0 | 282,0 | 470,0 | 553,3 |
| Netto-Finanzschulden (zum 30.06.) | 3.446,2 | 4.235,6 | ||
| Gearing Ratio in % | 25,8 | 34,1 | ||
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)3 | 214.905 | 205.288 | ||
1
Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
2
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation
(PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
3
Ohne Auszubildende.
| 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
| Automotive Group in Mio € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Umsatz | 12.168,5 | 11.908,3 | 6.157,5 | 5.996,2 |
| EBITDA | 1.465,0 | 1.504,1 | 766,0 | 776,7 |
| in % vom Umsatz | 12,0 | 12,6 | 12,4 | 13,0 |
| EBIT | 941,8 | 1.046,9 | 502,0 | 544,4 |
| in % vom Umsatz | 7,7 | 8,8 | 8,2 | 9,1 |
| Abschreibungen1 | 523,2 | 457,2 | 264,0 | 232,3 |
| davon Wertminderungen2 | 5,0 | - | 1,7 | - |
| Investitionen3 | 497,0 | 472,6 | 295,3 | 267,9 |
| in % vom Umsatz | 4,1 | 4,0 | 4,8 | 4,5 |
| Operative Aktiva (zum 30.06.) | 11.962,3 | 10.898,3 | ||
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 | 121.035 | 112.697 | ||
| Umsatz bereinigt5 | 12.085,0 | 11.908,3 | 6.113,1 | 5.996,2 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 983,8 | 1.052,2 | 527,5 | 546,9 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 8,1 | 8,8 | 8,6 | 9,1 |
| 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
| Rubber Group in Mio € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Umsatz | 7.896,3 | 7.714,7 | 4.044,6 | 4.045,4 |
| EBITDA | 1.804,8 | 1.612,6 | 970,6 | 903,7 |
| in % vom Umsatz | 22,9 | 20,9 | 24,0 | 22,3 |
| EBIT | 1.400,8 | 1.195,3 | 772,1 | 686,4 |
| in % vom Umsatz | 17,7 | 15,5 | 19,1 | 17,0 |
| Abschreibungen1 | 404,0 | 417,3 | 198,5 | 217,3 |
| davon Wertminderungen2 | 3,0 | - | -0,4 | - |
| Investitionen3 | 422,1 | 342,7 | 226,2 | 190,9 |
| in % vom Umsatz | 5,3 | 4,4 | 5,6 | 4,7 |
| Operative Aktiva (zum 30.06.) | 8.524,0 | 8.724,9 | ||
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 | 93.469 | 92.203 | ||
| Umsatz bereinigt5 | 7.784,8 | 7.714,7 | 4.034,4 | 4.045,4 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 1.466,5 | 1.271,6 | 800,0 | 733,2 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 18,8 | 16,5 | 19,8 | 18,1 |
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2
Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche
Wertaufholungen.
3
Investitionen in Sachanlagen und Software.
4
Ohne Auszubildende.
5
Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation
(PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Continental beliefert Alfa Romeo mit dem neuen Bremssystem MK C1 für die neue Giulia.
Die MK C1 bietet schnellere Bremskraft für Fahrerassistenzsysteme und kann durch kurze
Bremswege helfen, Unfälle zu vermeiden bzw. die Unfallschwere zu reduzieren. Das elektronische
Bremssystem MK C1 ist dynamischer, leichter und kompakter als konventionelle Bremssysteme.
Darüber hinaus reduziert es Pedalvibrationen. So spürt der Fahrer immer die gleiche
Kraft-Weg-Charakteristik am Pedal, was für ein hohes Maß an Komfort sorgt. Bei der
MK C1 sind die Funktionen der Bremsbetätigung, des Bremskraftverstärkers sowie des
Regelsystems (ABS und ESC) in einem kompakten, gewichtsparenden Bremsmodul kombiniert.
Das System wiegt - je nach Vergleichsbasis - 3 kg bis 4 kg weniger als ein konventionelles
Bremssystem.
Im neuen 2,0 l Benzinmotor des Audi A3 ist erstmals ein Turbolader mit der innovativen
Turbinentechnologie RAAX™ von Continental in Serie gegangen. Die wichtigste Neuerung
des Turboladers ist das veränderte Turbinendesign, dessen Konzept auch in der Bezeichnung
deutlich wird: RAAX™ steht für radial-axial. Üblicherweise haben Turbolader für Benzinmotoren
Radialturbinen, bei denen das Abgas in radialer Richtung zum Turbinenrad einströmt.
Bei der neuen Turbinenstufe dagegen erfolgt die Einströmung aus halbradialer-halbaxialer
Richtung. Das damit verbundene spezielle Design der Turbinenschaufeln ermöglicht es,
die Turbinenräder deutlich kleiner zu dimensionieren und damit das Massenträgheitsmoment
um rund 40 % zu reduzieren. Durch die kürzeren Reaktionszeiten bei Motorlastwechseln
wird der Ladedruck schneller aufgebaut und das sogenannte Turboloch minimiert. Neben
diesem deutlich verbesserten Ansprechverhalten steigert die RAAX™-Technologie im relevanten
Motorbetriebsbereich auch den Wirkungsgrad um bis zu 3 % und trägt somit zur Emissionsreduzierung
bei.
Mit dem jährlich vergebenen Technology & Development Award werden Lieferanten ausgezeichnet,
deren Innovationen die Fahrzeuge von Toyota durch den Einsatz modernster Technologien
attraktiv machen. Continental erhielt den Preis für die Entwicklung der Multifunktionskamera
mit Lidar (MFL), eine kompakte Einheit mit integrierter Kamera und Infrarot-Lidar
(Light Detection and Ranging Sensor). Das Sensormodul kann Objekte vor dem Fahrzeug
erkennen und warnt den Fahrer im Falle einer drohenden Kollision mit akustischen und
optischen Signalen. Wenn der Fahrer nicht rechtzeitig bremst, betätigt das System
die Bremsen automatisch. Die Multifunktionskamera mit Lidar wird im Toyota Safety
Sense-Sicherheitspaket jedoch nicht nur für das Pre-Collision System genutzt, sondern
auch für weitere aktive Sicherheitsfunktionen wie den Spurhalteassistenten und den
Fernlichtassistenten. Inzwischen sind mehr als zehn Toyota-Modelle weltweit mit unserem
Sensormodul ausgestattet.
Ein kurzer Wisch des Daumens, ein leichtes Winken mit der Hand und schon nimmt der
Fahrer einen Anruf entgegen, aktiviert den gewünschten Fahrmodus oder startet seine
Lieblingsmusik. Gestensteuerung ist aus der Unterhaltungselektronik bekannt und hält
Einzug ins Fahrzeug. Im Mai 2016 präsentierten wir ein Innovationsprojekt, das den
Erkennungsbereich der Gestensteuerung erstmals auf das Lenkrad fokussiert. Möglich
wird dies durch einen ins Kombi-Instrument integrierten Sensor. Mussten die Fahrer
bei bisherigen Konzepten der Gestensteuerung im Bereich der Mittelkonsole noch häufig
ihre Hände vom Lenkrad nehmen oder den Blick von der Straße wenden, ist der Aktionsradius
bei der von Continental entwickelten Lösung deutlich eingegrenzter. Mit Gesten in
einem klar definierten Bereich am Lenkrad kann die Ablenkung minimiert und dadurch
die Sicherheit erhöht werden. Die Eingrenzung verhindert zudem, dass der Fahrer die
Gestensteuerung durch seine gewohnten Gesten im Fahreralltag unbeabsichtigt startet
und so ungewollte Einstellungen vornimmt.
Continental investiert rund 50 Mio € in das Geschäft mit Landwirtschaftsreifen. Die
Produktion von Premium-Landwirtschaftsreifen der Marke Continental wird im portugiesischen
Lousado aufgebaut. Der Produktionsbeginn ist für 2017 vorgesehen. Neben den Investitionen
in die Produktionsanlage investiert Continental am selben Standort weitere 2,5 Mio
€ in ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum, um das Wachstum des Produktportfolios
für Landwirtschaftsreifen zu beschleunigen. Das Zentrum wird eng mit der zentralen
Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Hannover zusammenarbeiten. Diagonalreifen
für die Landwirtschaft fertigen wir bereits in Port Elizabeth, Südafrika, sowie in
Petaling Jaya, Malaysia.
Fördergurte sind das Herzstück vieler Transportsysteme. Ihre Bedeutung wird besonders
im Falle eines Schadens deutlich. Kommt es zu einem längeren Stillstand der Anlage,
bricht oft die gesamte Produktionskette zusammen. Für die Betreiber entstehen hohe
Verluste. Damit Fördergurtanlagen auch bei einer hohen Auslastung störungsfrei laufen
und wirtschaftlich arbeiten, setzen die Betreiber verstärkt auf Prävention. Innovative
elektronische Fördergurtüberwachungssysteme ermöglichen es, jederzeit den genauen
Zustand der Transportsysteme festzustellen. Mit den Conti-Inspect-Systemen zur Wartung
und den Conti-Protect-Systemen zur Überwachung im laufenden Betrieb liefern wir die
passenden Lösungen für diese Aufgaben. Alle Systeme entsprechen hohen Qualitätsstandards
und garantieren dadurch ein hohes Maß an Sicherheit.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands wuchs im ersten Quartal 2016 - preis-,
saison- und kalenderbereinigt - um 0,7 % gegenüber dem vierten Quartal 2015 bzw. 1,6
% gegenüber der Vorjahresperiode. Das Wachstum fiel damit stärker als erwartet aus.
Positive Impulse kamen vor allem aus dem Inland: Die privaten Haushalte und der Staat
erhöhten ihre Konsumausgaben, aber auch die Investitionen, insbesondere in der Bauwirtschaft,
nahmen zu. Das Wachstum wurde von der außenwirtschaftlichen Entwicklung etwas gebremst,
weil die Importe stärker stiegen als die Exporte. Für das zweite Quartal wird aktuell
ein leicht verringertes Wachstum prognostiziert, da die sonst übliche Frühjahrsbelebung
aufgrund von Vorzieheffekten in das erste Quartal infolge des milden Winters etwas
schwächer ausgefallen sein dürfte. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erhöhte
in seinem World Economic Outlook Update vom Juli 2016 die Wachstumserwartung für das
BIP Deutschlands, infolge der stärker als erwarteten Entwicklung im Berichtszeitraum,
um 0,1 Prozentpunkte auf 1,6 % für 2016.
Die Eurozone entwickelte sich im ersten Quartal 2016 ähnlich wie die deutsche Wirtschaft.
Das BIP der Eurozone stieg um 0,6 % gegenüber dem Vorquartal bzw. um 1,7 % gegenüber
dem ersten Quartal 2015. In den meisten Ländern zeigte sich eine Zunahme des privaten
und staatlichen Konsums sowie der Investitionen. Unterstützend wirkte weiterhin die
Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die im März 2016 ihre expansiven Maßnahmen
nochmals verstärkte. Für das zweite Quartal rechnen Volkswirte aktuell mehrheitlich
mit einer Beibehaltung des Wachstumstempos des ersten Quartals. Aufgrund der Zustimmung
der britischen Wähler zum Brexit erwartet der IWF für das zweite Halbjahr 2016 ein
etwas geringeres Wachstum als im ersten Halbjahr. Seine Schätzung für das BIP-Wachstum
des Euroraums für 2016 erhöhte er im Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 1,6 %.
Die US-Wirtschaft zeigte sich im ersten Quartal 2016 in besserer Verfassung als zuvor
erwartet. Das BIP der USA erhöhte sich gemäß der dritten Schätzung des Bureau of Economic
Analysis um 1,1 % gegenüber dem vierten Quartal 2015 bzw. 2,1 % im Vergleich zum ersten
Quartal 2015. Die Zunahme des privaten Konsums verlangsamte sich zwar, jedoch nahmen
die Staatsausgaben wieder etwas stärker zu. Zudem stiegen die Exporte geringfügig
an, während sich die Importe leicht verringerten. Gebremst wurde das BIP von sinkenden
privaten Investitionen. Im zweiten Quartal dürften diese nach Prognosen von Volkswirten
wieder zulegen, jedoch werden die Importe voraussichtlich stärker steigen als die
Exporte. Die US-amerikanische Notenbank (Fed) verhielt sich im Halbjahresverlauf vorsichtig
und verschob ihre nächste Leitzinsanhebung auf die zweite Jahreshälfte. Der IWF passte
im Juli 2016 seine Erwartung an die Entwicklung an und reduzierte seine Prognose für
das BIP-Wachstum der USA erneut um 0,2 Prozentpunkte auf 2,2 % im laufenden Jahr.
Die japanische Wirtschaft wurde im ersten Halbjahr 2016 durch die Aufwertung des japanischen
Yen gebremst. Die Einführung eines Negativzinses von 0,1 % seitens der japanischen
Notenbank auf Teile der Einlagen von Geschäftsbanken hatte Ende Januar 2016 nur kurzfristig
einen währungsabwertenden Effekt. Gegenüber dem rückläufigen vierten Quartal 2015
stieg das BIP Japans im ersten Quartal 2016 zwar kräftig um 1,9 % wieder an, im Vergleich
zum ersten Quartal 2015 zeigte sich jedoch nur ein Zuwachs um 0,1 %. Auch für das
zweite Quartal wird derzeit nicht mit einer Wachstumsbelebung gerechnet. Der IWF senkte
in seiner Juli-Prognose seine Wachstumserwartung für Japan um 0,2 Prozentpunkte auf
0,3 % für 2016.
Seine Prognose für die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer hielt der IWF
im Juli stabil und erwartet weiterhin ein Wachstum von 4,1 % für 2016. China und Indien
bleiben dabei die wesentlichen treibenden Kräfte: Für China, das für das erste und
zweite Quartal 2016 jeweils ein BIP-Wachstum von 6,7 % auswies, hob der IWF seine
Schätzung im Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 6,6 % für das Gesamtjahr 2016 an. Für Indien
reduzierte der IWF seine BIP-Prognose für 2016 von 7,5 % auf 7,4 %. Für Brasilien
erhöhte der IWF seine BIP-Prognose für 2016 um 0,5 Prozentpunkte auf -3,3 % und für
Russland um 0,6 Prozentpunkte auf -1,2 %, da jeweils die Rezession im ersten Quartal
milder als erwartet ausgefallen war und sich die Preise für wesentliche Rohstoffe
im Berichtszeitraum stabilisiert haben.
Für die Weltwirtschaft nahm der IWF in seiner Juli-Prognose die Wachstumserwartung
um 0,1 Prozentpunkte auf 3,1 % für das laufende Jahr zurück. Risiken sieht der IWF
aktuell aufgrund der durch das Brexit-Votum verursachten Unsicherheit und zurückgehaltenen
Investitionsentscheidungen für die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs mit entsprechenden
negativen Auswirkungen auch auf andere Länder Europas, insbesondere ab 2017. Zugleich
wies er auf das Risiko von Finanzmarktturbulenzen durch neue Bankenkrisen in einzelnen
Ländern hin. Ferner dämpfen politische sowie geopolitische Spannungen in verschiedenen
Ländern die konjunkturelle Entwicklung spürbar. Darüber hinaus sieht der IWF in entwickelten
Volkswirtschaften weiterhin das Risiko einer Wachstumsabschwächung und empfiehlt wie
bisher neben expansiven geldpolitischen Maßnahmen auch strukturelle Reformen und fiskalpolitische
Maßnahmen einzuleiten.
Die Pkw-Nachfrage in Europa (EU28 + EFTA) nahm im ersten Halbjahr 2016 weiter zu.
Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Pkw-Neuzulassungen auf Basis vorläufiger Daten des
Verbands der Automobilindustrie (VDA) um 9 % auf 8,1 Mio Einheiten. Ursächlich für
die starke Nachfrage waren neben der sich fortsetzenden konjunkturellen Erholung das
niedrige Zinsniveau und ein relativ hoher Ersatzbedarf. Dieser zeigte sich innerhalb
der großen Märkte insbesondere in Italien mit einem Anstieg von 19 % im Berichtszeitraum.
Spanien und Frankreich wiesen Zuwächse von 12 % bzw. 8 % aus. In Deutschland stieg
die Pkw-Nachfrage um 7 % und im Vereinigten Königreich um 3 %. Auf Quartalsbasis ergab
sich für Europa im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme der Wachstumsrate um 8 % im
ersten Quartal auf 10 % im zweiten Quartal. Insbesondere Spanien und Deutschland verzeichneten
im zweiten Quartal eine kräftige Nachfragebelebung, während sich im Vereinigten Königreich
aufgrund der hohen Vorjahresbasis ein leichter Rückgang zeigte.
| Mio Stück | 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 | Veränderung | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 | Veränderung |
| Europa (EU28 + EFTA) | 8,1 | 7,4 | 9 % | 4,2 | 3,8 | 10 % |
| USA | 8,6 | 8,5 | 1 % | 4,5 | 4,5 | 0 % |
| Japan | 2,1 | 2,3 | -5 % | 0,9 | 0,9 | -2 % |
| Brasilien | 1,0 | 1,3 | -25 % | 0,5 | 0,6 | -22 % |
| Russland | 0,7 | 0,8 | -14 % | 0,4 | 0,4 | -11 % |
| Indien | 1,4 | 1,4 | 4 % | 0,7 | 0,7 | 7 % |
| China | 10,6 | 9,5 | 12 % | 5,2 | 4,5 | 15 % |
| Weltweit | 44,4 | 43,3 | 2 % | 22,3 | 21,6 | 3 % |
Quelle: VDA (Länder/Regionen) und Renault (weltweit).
In den USA nahm im ersten Halbjahr 2016 die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen,
insbesondere Pick-ups, aufgrund der niedrigen Kraftstoffpreise und günstigen Kreditzinsen
um 11 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Dagegen sank die Pkw-Nachfrage um fast
9 %. Insgesamt ergab sich ein Zuwachs der Neuzulassungen um 1 % auf 8,6 Mio Einheiten.
Auf Quartalsbasis wies das erste Quartal mit 4,1 Mio Neuzulassungen ein Plus von 3
% auf. Das zweite Quartal erreichte mit 4,5 Mio Neuzulassungen gerade noch das hohe
Niveau des Vorjahres.
In Japan führten im ersten Halbjahr 2016 die gedämpfte konjunkturelle Lage und das
schwache Vertrauen der Verbraucher zu einem Rückgang der Pkw-Nachfrage um 5 % auf
2,1 Mio Einheiten. Während der Bedarf im ersten Quartal 2016 im Vorjahresvergleich
um 7 % sank, zeigte sich im zweiten Quartal mit einem Minus von 2 % eine leichte Stabilisierung
der Pkw-Nachfrage.
Weiterhin positiv wirkte im Berichtszeitraum in China die Halbierung der Verkaufssteuer
für den Kauf von Pkw mit einem Hubraum von bis zu 1,6 l, welche zu Beginn des vierten
Quartals 2015 gesenkt worden war. Nach Angaben des VDA erhöhte sich der Pkw-Absatz
im ersten Halbjahr 2016 um 12 % auf 10,6 Mio Einheiten. In den übrigen BRIC-Ländern
entwickelte sich die Nachfrage entsprechend der jeweiligen gesamtwirtschaftlichen
Situation. Während der Absatz in Indien im Berichtszeitraum um 4 % zulegte, brach
er in Brasilien um 25 % und in Russland um 14 % ein.
Weltweit erhöhten sich im Berichtszeitraum die Pkw-Neuzulassungen im Vergleich zum
Vorjahr nach vorläufigen Daten um 1 % im ersten Quartal 2016 und, vor allem wegen
der Nachfragebelebung in Westeuropa und China, um 3 % im zweiten Quartal 2016. Insgesamt
ergab sich für das erste Halbjahr 2016 ein Zuwachs von 2 % auf 44,4 Mio Einheiten.
Im Berichtszeitraum zeigte sich in Europa weiterhin eine zweigeteilte Situation: In
Westeuropa bewirkte der Anstieg der Pkw-Nachfrage in den meisten Ländern ebenfalls
eine höhere Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen < 6 t. Nachdem in Deutschland
die Produktion im ersten Quartal 2016 aufgrund einer im Vorjahresvergleich geringeren
Anzahl an Arbeitstagen noch gebremst worden war, belebte sie sich im zweiten Quartal
spürbar. In Osteuropa, insbesondere in Russland, führte dagegen die weiter sinkende
Nachfrage zu entsprechend rückläufigen Produktionszahlen. Nach vorläufigen Daten und
Schätzungen stieg die Pkw-Produktion in Europa insgesamt im ersten Halbjahr 2016 um
rund 4 % gegenüber dem Vorjahreswert. Für das zweite Halbjahr erwarten wir nach dem
Brexit-Votum insbesondere für das Vereinigte Königreich eine rückläufige Pkw-Nachfrage.
Für das Gesamtjahr 2016 rechnen wir daher unverändert mit einem Zuwachs der Produktion
von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen von 2 % in Europa.
In der NAFTA-Region wurde im ersten Halbjahr 2016 dank der gestiegenen Nachfrage die
Produktion von leichten Nutzfahrzeugen, insbesondere Pick-ups, ausgeweitet, wohingegen
die Pkw-Fertigung im Vorjahresvergleich sank. Die Produktion von Pkw und leichten
Nutzfahrzeugen insgesamt erhöhte sich im Berichtszeitraum auf Basis vorläufiger Zahlen
um 3 %. Für das zweite Halbjahr rechnen wir jedoch mit einer leicht sinkenden Nachfrage
und, aufgrund des erreichten hohen Produktionsniveaus und der steigenden Vergleichsbasis,
mit rückläufigen Produktionszahlen im Vorjahresvergleich. Für das Gesamtjahr 2016
halten wir an unserer Prognose eines insgesamt stagnierenden Produktionsvolumens fest.
Auch in Asien zeigte sich im Berichtszeitraum ein zweigeteiltes Bild im Vergleich
zum Vorjahr: Insbesondere in China sowie in Indien stieg die Produktion von Pkw und
leichten Nutzfahrzeugen nachfragebedingt weiter an. Dagegen sank das Produktionsvolumen
vor allem in Japan und Südkorea. Für Asien insgesamt ergibt sich auf Basis vorläufiger
Daten ein Fertigungszuwachs im ersten Halbjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr von rund
2 %. Für das Gesamtjahr 2016 erwarten wir für Asien unverändert einen Zuwachs von
3 %.
In Südamerika führte die geringe Nachfrage zu einem weiteren Rückgang der Produktion
von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Nach vorläufigen Daten sank das Produktionsvolumen
im ersten Halbjahr 2016 um 21 %. Für das zweite Halbjahr 2016 erwarten wir eine Stabilisierung
auf dem derzeitigen Niveau. Für das Gesamtjahr 2016 rechnen wir weiterhin mit einem
Rückgang der Produktion um 15 %.
Die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen wuchs auf Basis vorläufiger
Zahlen im ersten Halbjahr 2016 um rund 2 % gegenüber dem Vorjahreswert. Für das Gesamtjahr
2016 behalten wir unsere Prognose von 1,5 % bei.
In Europa bewirkte die Zunahme des Straßengüterverkehrs vor allem in Westeuropa im
ersten Halbjahr 2016 einen Anstieg des Lkw-Bedarfs. Infolgedessen stieg die Produktion
von Nutzfahrzeugen > 6 t auf Basis vorläufiger Daten um 5 %. Für das zweite Halbjahr
erwarten wir gegenwärtig eine Fortsetzung der positiven Dynamik des zweiten Quartals
und für 2016 insgesamt eine um 6 % - nach bislang 4 % - zunehmende Produktion mittelschwerer
und schwerer Nutzfahrzeuge.
In der NAFTA-Region sank wie erwartet die Nutzfahrzeugproduktion im Berichtszeitraum
nach vorläufigen Zahlen um rund 10 % im Vorjahresvergleich. Ursächlich hierfür war
der Einbruch der Auftragseingänge im vierten Quartal 2015, aber auch im ersten Halbjahr
2016 blieben die Auftragseingänge unter den Vorjahreswerten. Aufgrund dessen rechnen
wir für das Gesamtjahr 2016 nun mit einem Produktionsrückgang um 12 % nach zuvor 10
%.
In China hat sich, nach dem deutlichen Rückgang im Vorjahr, die Produktion mittelschwerer
und schwerer Nutzfahrzeuge im laufenden Jahr etwas erholen können. Auch Indien verzeichnete
steigende Produktionsvolumina. Dagegen blieb die Fertigung in Japan unter dem Vorjahresniveau.
Für Asien insgesamt erwarten wir derzeit einen Anstieg der Nutzfahrzeugproduktion
im Jahr 2016 um 3 % nach bislang 2 %.
Südamerika verzeichnete im Berichtszeitraum nach vorläufigen Daten einen Rückgang
der Produktion von Nutzfahrzeugen um rund 30 %. Diese Dynamik sollte jedoch im zweiten
Halbjahr aufgrund der niedrigeren Vergleichsbasis nachlassen. Für 2016 insgesamt behalten
wir unsere Prognose für die Nutzfahrzeugproduktion in Südamerika von -15 % bei.
Aufgrund unserer etwas positiveren Einschätzung der Entwicklung in Europa und Asien
heben wir unsere Prognose für die globale Produktion von mittelschweren und schweren
Nutzfahrzeugen im laufenden Jahr von -1 % auf 0 % an.
In Europa, dem für Continental wichtigsten Ersatzreifenmarkt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge
< 6 t, setzte sich die im Vorjahr begonnene Nachfragebelebung im ersten Halbjahr 2016
fort. Nach vorläufigen Daten stieg im Berichtsquartal der Absatz von Ersatzreifen
für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge um rund 2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch
für das Gesamtjahr rechnen wir unverändert mit einem Marktwachstum von knapp 2 %.
In der NAFTA-Region zeigte sich im Berichtszeitraum ein Anstieg der Nachfrage nach
Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge um 2 %. Für den weiteren Jahresverlauf
erwarten wir weiterhin einen wachsenden Ersatzreifenbedarf aufgrund der gestiegenen
Anzahl gefahrener Kilometer. Wegen der steigenden Vergleichsbasis behalten wir unsere
Prognose von 2 % Wachstum für das Gesamtjahr unverändert bei.
Asien weist im laufenden Jahr einen weiter steigenden Bedarf an Ersatzreifen für Pkw
und leichte Nutzfahrzeuge auf. Insbesondere in China, dem wichtigsten asiatischen
Markt, wuchs die Nachfrage im ersten Halbjahr 2016 nach vorläufigen Daten um 8 %.
Auch in Indien sorgte die wachsende Wirtschaft für einen steigenden Ersatzreifenabsatz.
Für Asien insgesamt erwarten wir für 2016 einen Zuwachs der Ersatzreifenvolumina für
Pkw und leichte Nutzfahrzeuge von unverändert 5 %.
In Südamerika bewirkte die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage im Berichtszeitraum
nach vorläufigen Zahlen eine rückläufige Nachfrage nach Ersatzreifen für Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge. Für das Gesamtjahr 2016 erwarten wir derzeit einen Rückgang der Volumina
um 5 % nach zuvor 7 %.
An unserer Gesamtprognose eines Wachstums des weltweiten Bedarfs an Ersatzreifen für
Pkw und leichte Nutzfahrzeuge von 2 % im Jahr 2016 halten wir fest.
In Europa stieg im Berichtszeitraum der Bedarf an Ersatzreifen für mittelschwere und
schwere Nutzfahrzeuge nach vorläufigen Zahlen um 3 %. Die Nachfrage erhöhte sich vor
allem in Westeuropa, während sie in Osteuropa zumeist stagnierte. Für das Gesamtjahr
rechnen wir für Europa weiterhin mit einer Nachfragebelebung um 3 %.
In der NAFTA-Region wuchs die Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere
Nutzfahrzeuge im ersten Halbjahr 2016 nach vorläufigen Daten um 3 %. Für 2016 insgesamt
erwarten wir unverändert einen Zuwachs von 2 % aufgrund der steigenden Vergleichsbasis.
In Asien folgt die Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge
im laufenden Jahr der wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Länder. In Asien
insgesamt stieg nach vorläufigen Zahlen die Nachfrage im ersten Halbjahr 2016 um rund
3 %. Für das Gesamtjahr 2016 prognostizieren wir weiterhin einen Zuwachs des Bedarfs
an Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge in Asien von 2 %.
In Südamerika nahm im Berichtszeitraum aufgrund der gesunkenen wirtschaftlichen Aktivität
auch die Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge um
etwa 5 % ab. Auch für das Gesamtjahr rechnen wir derzeit mit einem Rückgang von 5
% nach zuvor 9 %.
Wir erwarten aktuell ein Wachstum der weltweiten Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere
und schwere Nutzfahrzeuge im Jahr 2016 von rund 2 % statt zuvor 1 %.
| 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
| Mio € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Umsatz | 20.041,7 | 19.598,6 | 10.191,0 | 10.029,7 |
| EBITDA | 3.218,6 | 3.036,5 | 1.713,1 | 1.633,3 |
| in % vom Umsatz | 16,1 | 15,5 | 16,8 | 16,3 |
| EBIT | 2.290,3 | 2.161,2 | 1.249,6 | 1.183,3 |
| in % vom Umsatz | 11,4 | 11,0 | 12,3 | 11,8 |
| Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 1.638,8 | 1.448,6 | 904,9 | 791,9 |
| Ergebnis pro Aktie in € | 8,19 | 7,24 | 4,52 | 3,96 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 1.442,9 | 1.274,3 | 726,8 | 631,3 |
| in % vom Umsatz | 7,2 | 6,5 | 7,1 | 6,3 |
| Abschreibungen1 | 928,3 | 875,3 | 463,5 | 450,0 |
| davon Wertminderungen2 | 8,0 | - | 1,3 | - |
| Investitionen3 | 919,9 | 815,8 | 522,1 | 459,0 |
| in % vom Umsatz | 4,6 | 4,2 | 5,1 | 4,6 |
| Operative Aktiva (zum 30.06.) | 20.370,1 | 19.504,6 | ||
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 | 214.905 | 205.288 | ||
| Umsatz bereinigt5 | 19.846,7 | 19.598,6 | 10.136,4 | 10.029,7 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 2.398,0 | 2.242,8 | 1.303,0 | 1.232,6 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 12,1 | 11,4 | 12,9 | 12,3 |
| Netto-Finanzschulden (zum 30.06.) | 3.446,2 | 4.235,6 | ||
| Gearing Ratio in % | 25,8 | 34,1 | ||
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2
Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche
Wertaufholungen.
3
Investitionen in Sachanlagen und Software.
4
Ohne Auszubildende.
5
Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation
(PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Während der ersten sechs Monate 2016 erhöhte sich der Konzernumsatz im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 2,3 % auf 20.041,7 Mio € (Vj. 19.598,6 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis-
und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 4,1 %.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns stieg während der
ersten sechs Monate 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 155,2 Mio € bzw. 6,9 % auf 2.398,0
Mio € (Vj. 2.242,8 Mio €) und entspricht 12,1 % (Vj. 11,4 %) des bereinigten Umsatzes.
Das operative Konzernergebnis (EBIT) erhöhte sich im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich
zum Vorjahr um 129,1 Mio € bzw. 6,0 % auf 2.290,3 Mio € (Vj. 2.161,2 Mio €). Die Umsatzrendite
stieg auf 11,4 % (Vj. 11,0 %).
In der Division Interior führte eine Kaufpreisanpassung zu einem Aufwand in Höhe von
0,1 Mio €.
Aus Wertminderungen auf Sachanlagen entstand in der Division Powertrain ein Aufwand
in Höhe von insgesamt 5,0 Mio €.
Darüber hinaus ergaben sich negative Sondereffekte aus Restrukturierungsaufwendungen
in der Division Powertrain in Höhe von 1,0 Mio €.
Die vorübergehende Einstellung der Produktion von Transportbändern in Volos, Griechenland,
führte in der Division ContiTech zu einem Restrukturierungsaufwand in Höhe von 10,6
Mio €, wovon 3,4 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen.
Des Weiteren ergab sich in der Division ContiTech ein negativer Sondereffekt aus Restrukturierungsaufwendungen
in Höhe von insgesamt 0,2 Mio €. Darin enthalten sind Wertaufholungen auf Sachanlagen
in Höhe von 0,4 Mio €.
Auf die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte des Stahlcordgeschäfts in Brasilien
entstand aufgrund von Marktwertanpassungen in der Division ContiTech ein Aufwand in
Höhe von insgesamt 5,7 Mio €.
Aus einer Wertminderung und einer Wertaufholung auf Sachanlagen in der Division ContiTech
resultierte insgesamt kein Ergebniseffekt.
Für den Konzern beträgt die Belastung durch Sondereffekte in den ersten sechs Monaten
2016 insgesamt 22,6 Mio €.
In der Division ContiTech erfolgt ein stufenweiser Abbau des Standorts Salzgitter,
Deutschland, aufgrund nicht erhaltener Folgeaufträge. In diesem Zusammenhang entstanden
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 13,8 Mio €.
Aus kleineren Sondereffekten entstand in der Division Reifen ein Aufwand in Höhe von
0,3 Mio € und in der Division ContiTech ein Aufwand in Höhe von 0,4 Mio €.
Für den Konzern ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten sechs
Monaten 2015 in Höhe von insgesamt 14,5 Mio €.
Der Aufwand für Forschung und Entwicklung erhöhte sich in den ersten sechs Monaten
2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,2 % auf 1.442,9 Mio € (Vj. 1.274,3 Mio
€), entsprechend 7,2 % des Umsatzes (Vj. 6,5 %). Davon entfielen auf die Automotive
Group 1.258,8 Mio € (Vj. 1.100,8 Mio €), entsprechend 10,3 % des Umsatzes (Vj. 9,2
%), und auf die Rubber Group 184,1 Mio € (Vj. 173,5 Mio €), entsprechend 2,3 % des
Umsatzes (Vj. 2,2 %).
Das negative Zinsergebnis verbesserte sich im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 50,4 Mio € auf 48,6 Mio € (Vj. 99,0 Mio €).
Der Zinsaufwand - ohne die Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung, aus Änderungen
des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und aus zur Veräußerung
verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - belief sich in den ersten sechs Monaten
2016 auf 152,7 Mio € (Vj. 177,7 Mio €). Der Zinsaufwand, der aus Kreditaufnahmen bei
Banken, Kapitalmarkttransaktionen und sonstigen Finanzierungsinstrumenten resultierte,
lag mit 70,6 Mio € um 26,8 Mio € unter dem Vorjahreswert von 97,4 Mio €. Der wesentliche
Anteil entfiel mit 42,7 Mio € (Vj. 54,6 Mio €) auf den Aufwand aus den von der Continental
AG, der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, sowie der Continental Rubber
of America, Corp., Wilmington, USA, begebenen Anleihen und mit 5,0 Mio € (Vj. 10,6
Mio €) auf die Ausnutzung des syndizierten Kredits.
Aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie der langfristig fälligen Leistungen
an Arbeitnehmer resultierte in den ersten sechs Monaten 2016 ein Zinsaufwand in Höhe
von insgesamt 82,1 Mio € (Vj. 80,3 Mio €). Hierin ist die Aufzinsung bezogen auf Anwartschaftsverpflichtungen
der Pensionskassen nicht enthalten.
Die Zinserträge im ersten Halbjahr 2016 erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3
Mio € auf 49,6 Mio € (Vj. 49,3 Mio €). Davon entfielen auf erwartete Erträge aus langfristig
fälligen Leistungen an Arbeitnehmer sowie aus den Pensionsfonds insgesamt 36,8 Mio
€ (Vj. 33,5 Mio €). Hierin sind die Zinserträge bezogen auf das Fondsvermögen der
Pensionskassen nicht enthalten.
Die Bewertungseffekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten
und aus der Entwicklung der Währungskurse führten in den ersten sechs Monaten 2016
insgesamt zu einem positiven Ergebnisbeitrag in Höhe von 54,4 Mio € (Vj. 19,6 Mio
€). Dies ergab sich insbesondere aus der Entwicklung der Währungen mexikanischer Peso,
brasilianischer Real sowie kanadischer Dollar gegenüber dem US-Dollar. Aus den zur
Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten ergab sich im ersten Halbjahr
2016 kein nennenswerter Effekt (Vj. positiver Effekt in Höhe von 9,8 Mio €).
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das erste Halbjahr 2016 beliefen sich
auf 567,1 Mio € (Vj. 571,2 Mio €). Die Steuerquote im Berichtszeitraum lag bei 25,3
% nach 27,7 % für den entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis erhöhte sich um 13,1 % auf 1.638,8
Mio € (Vj. 1.448,6 Mio €) und das Ergebnis pro Aktie auf 8,19 € (Vj. 7,24 €).
Das EBIT erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 um 129,1 Mio € auf 2.290,3
Mio € (Vj. 2.161,2 Mio €).
Die insbesondere aus den Anleihen resultierenden Zinszahlungen verringerten sich um
27,5 Mio € auf 63,1 Mio € (Vj. 90,6 Mio €).
Die Auszahlungen für Ertragsteuern sanken um 24,4 Mio € auf 544,0 Mio € (Vj. 568,4
Mio €).
Der Mittelabfluss aus dem Aufbau des operativen Working Capital lag zum 30. Juni 2016
mit 467,8 Mio € um 115,0 Mio € unter dem Vorjahresvergleichswert von 582,8 Mio €.
Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit lag zum 30. Juni 2016 mit 1.981,9
Mio € um 268,1 Mio € über dem Vorjahresvergleichswert in Höhe von 1.713,8 Mio €.
Aus Investitionstätigkeit resultierte in den ersten sechs Monaten 2016 ein Mittelabfluss
in Höhe von 1.022,9 Mio € (Vj. 1.431,8 Mio €). Die Investitionen in Sachanlagen und
Software, ohne Berücksichtigung von Finanzierungsleasing und aktivierten Fremdkapitalkosten,
erhöhten sich um 104,1 Mio € von 815,8 Mio € auf 919,9 Mio €. Aus dem Anteilserwerb
und dem Verkauf von Gesellschaften und Geschäftsbereichen resultierte insgesamt ein
Mittelabfluss in Höhe von 76,7 Mio € (Vj. 601,9 Mio €).
Der im ersten Halbjahr 2016 erreichte Free Cashflow ergab einen Mittelzufluss in Höhe
von 959,0 Mio € (Vj. 282,0 Mio €) und erhöhte sich damit um 677,0 Mio € gegenüber
dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Zum 30. Juni 2016 reduzierten sich die Netto-Finanzschulden des Konzerns gegenüber
dem Vorjahr deutlich um 789,4 Mio € auf 3.446,2 Mio € (Vj. 4.235,6 Mio €). In diesem
Abbau, der im Wesentlichen aus dem sehr guten Free Cashflow zum Jahresende 2015 resultierte,
ist auch die Reduzierung insbesondere von langfristigen verzinslichen Anlagen enthalten.
Die Reduzierung ist Folge der im Geschäftsjahr 2015 aufgrund von Satzungsänderungen
erreichten Wiederherstellung der Planvermögenseigenschaft eines Teils des Deckungsvermögens
des Continental Pension Trust e. V. Diese führte zu einer Saldierung der langfristigen
verzinslichen Anlagen mit den zugehörigen Verpflichtungen. Zum Ende des ersten Halbjahres
2016 wurden damit 347,0 Mio € mit den zugehörigen Verpflichtungen saldiert ausgewiesen.
Die Netto-Finanzschulden des Konzerns lagen zum 30. Juni 2016 um 95,7 Mio € unter
dem Wert zum 31. Dezember 2015 von 3.541,9 Mio €. Die Gearing Ratio verbesserte sich
zum Ende des ersten Halbjahres 2016 auf 25,8 % (Vj. 34,1 %).
Im Bestand der Anleihen erfolgte im zweiten Halbjahr 2015 eine Veränderung: Die von
der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 2012 ausgegebene
US-Dollar-Anleihe mit einem Volumen von 950,0 Mio US-Dollar und einem Festzins von
4,5 % p. a. wurde zum 15. September 2015, d. h. vier Jahre vor ihrer Fälligkeit im
September 2019, vorzeitig zurückgezahlt. Der Rückzahlungspreis lag bei 102,25 %. Am
12. November 2015 hat die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, unter
dem Rahmen-Emissionsprogramm für Anleiheemissionen von Continental (Debt Issuance
Programme, DIP) eine Euro-Anleihe mit einem Nominalvolumen von 500,0 Mio € platziert.
Der Ausgabekurs lag bei 99,739 %. Die neue Anleihe hat eine Laufzeit von drei Jahren
und drei Monaten und einen Festzinssatz von 0,5 % p. a. Durch Abschluss von Zins-Währungsswaps
werden zum einen die Währungsrisiken aus der Denominierung der Anleihe in Euro gesichert,
zum anderen wird der Euro-Festzins von 0,5 % p. a. in einen US-Dollar-basierten Festzinssatz
von durchschnittlich 2,365 % p. a. getauscht.
Der im April 2014 mit einem zugesagten Volumen von 4,5 Mrd € neu abgeschlossene syndizierte
Kredit bestand zu diesem Zeitpunkt aus einem im April 2016 fälligen Festdarlehen über
1,5 Mrd € und einer bis April 2019 eingeräumten revolvierenden Kreditlinie über 3,0
Mrd €. Bezogen auf die Laufzeit der revolvierenden Tranche wurden zwei Vertragsanpassungen
vorgenommen. Im April 2015 und im April 2016 haben alle beteiligten Banken einer Laufzeitverlängerung
um jeweils ein Jahr zugestimmt. Damit steht Continental diese Finanzierungszusage
bis April 2021 zur Verfügung. Das Festdarlehen (Vj. 1,5 Mrd €) wurde bis Ende März
2016 vollständig vorzeitig zurückgezahlt. Bereits im vierten Quartal 2015 erfolgten
vorzeitige Teilrückzahlungen in Höhe von insgesamt 1.150,0 Mio €. Die verbliebene
Inanspruchnahme von nur noch 350,0 Mio € wurde Ende März 2016 zurückgezahlt. Das zugesagte
Volumen des syndizierten Kredits, der nur noch aus der revolvierenden Tranche besteht,
hat sich damit ab Ende März 2016 gleichermaßen um 1,5 Mrd € auf 3,0 Mrd € reduziert.
Die revolvierende Kreditlinie wurde Ende Juni 2016 von der Continental Rubber of America,
Corp., Wilmington, USA, in Höhe von 354,4 Mio € (Vj. 245,9 Mio €) in Anspruch genommen.
Zum 30. Juni 2016 verfügte Continental über ein Liquiditätspolster in Höhe von insgesamt
5.265,5 Mio € (Vj. 6.413,8 Mio €), davon 1.720,1 Mio € (Vj. 2.349,7 Mio €) flüssige
Mittel sowie zugesagte, ungenutzte Kreditlinien im Volumen von 3.545,4 Mio € (Vj.
4.064,1 Mio €).
Unter den Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können,
sind auch sämtliche bestehende Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen. Im
Continental-Konzern sind die vorab genannten flüssigen Mittel beschränkt hinsichtlich
verpfändeter Beträge sowie Guthaben in Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen
oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität. Steuern, die auf den Transfer von
Geldvermögen von einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im Regelfall
nicht als eine Beschränkung der flüssigen Mittel verstanden. Zum 30. Juni 2016 betragen
die unbeschränkt verfügbaren flüssigen Mittel insgesamt 1.261,9 Mio € (Vj. 2.022,9
Mio €).
| 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
| Mio € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.981,9 | 1.713,8 | 1.011,1 | 1.030,2 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -1.022,9 | -1.431,8 | -541,1 | -476,9 |
| Cashflow vor Finanzierungstätigkeit (Free Cashflow) | 959,0 | 282,0 | 470,0 | 553,3 |
| Gezahlte Dividende | -750,0 | -650,0 | -750,0 | -650,0 |
| Dividenden an Minderheitsgesellschafter und Veränderungen aus Eigenkapitaltransaktionen bei Gesellschaften mit Minderheitsanteilseignern |
-26,7 | -40,9 | -26,0 | -39,0 |
| Nicht zahlungswirksame Veränderungen | -25,3 | 47,4 | -5,1 | 17,5 |
| Sonstiges | -25,1 | -1.043,9 | -20,2 | -11,3 |
| Währungskurseffekte | -36,2 | -6,7 | -31,6 | -7,4 |
| Veränderung der Netto-Finanzschulden | 95,7 | -1.412,1 | -362,9 | -136,9 |
Im ersten Halbjahr 2016 wurden 919,9 Mio € (Vj. 815,8 Mio €) in Sachanlagen und Software
investiert. Die Investitionsquote beträgt nach sechs Monaten 4,6 % (Vj. 4,2 %).
Auf die Automotive Group entfielen 497,0 Mio € (Vj. 472,6 Mio €) der Investitionen,
dies entspricht 4,1 % des Umsatzes (Vj. 4,0 %). Die Automotive Group investierte hauptsächlich
in Produktionsausrüstungen zur Herstellung neuer Produkte und zur Umsetzung neuer
Technologien. Hierbei wurden verstärkt Fertigungskapazitäten an Niedrigkostenstandorten
aus- und aufgebaut. In der Division Chassis & Safety entfielen wesentliche Bilanzzugänge
auf die Erweiterung der Produktionsanlagen für die Geschäftsbereiche Hydraulic Brake
Systems und Vehicle Dynamics. Es wurden insbesondere die Fertigungskapazitäten für
elektronische Bremssysteme ausgebaut. In der Division Powertrain entfielen wesentliche
Investitionen auf die Erweiterung der Produktionskapazitäten für die Geschäftsbereiche
Engine Systems, Sensors & Actuators und Fuel & Exhaust Management. In der Division
Interior wurden die Kapazitäten in den Geschäftsbereichen Instrumentation & Driver
HMI sowie Body & Security erweitert.
Die Rubber Group investierte 422,1 Mio € (Vj. 342,7 Mio €), entsprechend 5,3 % des
Umsatzes (Vj. 4,4 %). In der Division Reifen wurden die Fertigungskapazitäten in Nordamerika
sowie an den europäischen Niedrigkostenstandorten ausgebaut. Wesentliche Bilanzzugänge
entfielen auf die Werkerweiterungen in Sumter, USA; Hefei, China; Puchov, Slowakei;
und Otrokovice, Tschechien. Weiterhin wurden Maßnahmen zur Qualitätssicherung und
Kostensenkung durchgeführt. In der Division ContiTech entfielen wesentliche Bilanzzugänge
auf die Ausweitung von Fertigungskapazitäten für die Geschäftsbereiche Mobile Fluid
Systems, Benecke-Kaliko Group und Conveyor Belt Group. In allen Geschäftsbereichen
wurden Investitionen zur Rationalisierung bestehender Produktionsabläufe durchgeführt.
Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 30. Juni 2016 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresstichtag
um 824,6 Mio € auf 34.429,9 Mio € (Vj. 33.605,3 Mio €). Die Erhöhung des Goodwill
um 453,6 Mio € auf 6.621,9 Mio € (Vj. 6.168,3 Mio €) sowie der sonstigen immateriellen
Vermögenswerte um 139,5 Mio € auf 1.280,3 Mio € (Vj. 1.140,8 Mio €) resultierte hauptsächlich
aus der Akquisition von Elektrobit Automotive. Die Sachanlagen erhöhten sich um 374,5
Mio € auf 9.596,7 Mio € (Vj. 9.222,2 Mio €). Die aktiven latenten Steuern stiegen
um 312,5 Mio € auf 1.952,6 Mio € (Vj. 1.640,1 Mio €). Gegenläufig entwickelten sich
die langfristigen derivativen Finanzinstrumente und verzinslichen Anlagen, die sich
um 291,5 Mio € auf 21,1 Mio € (Vj. 312,6 Mio €) reduzierten. Die Vorräte erhöhten
sich um 199,4 Mio € auf 3.804,9 Mio € (Vj. 3.605,5 Mio €). Auch die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen stiegen um 180,2 Mio € auf 7.264,5 Mio € (Vj. 7.084,3 Mio
€). Die flüssigen Mittel sind mit 1.720,1 Mio € um 629,6 Mio € geringer als in der
Vorperiode (Vj. 2.349,7 Mio €).
Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz erhöhte sich im Vergleich zum
30. Juni 2015 um 936,7 Mio € auf 13.358,5 Mio € (Vj. 12.421,8 Mio €). Dies resultierte
insbesondere aus dem Anstieg der kumulierten einbehaltenen Gewinne in Höhe von 2.167,7
Mio €. Eigenkapitalmindernd wirkte die von der Hauptversammlung beschlossene Dividende
in Höhe von 750,0 Mio €. Die erfolgsneutralen Rücklagen veränderten sich um -1.209,8
Mio € auf -2.109,8 Mio € (Vj. -900,0 Mio €). Die Gearing Ratio verbesserte sich, trotz
der Akquisition von Elektrobit Automotive, von 34,1 % auf 25,8 %. Die Eigenkapitalquote
stieg auf 38,8 % (Vj. 37,0 %).
Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 hat sich die Bilanzsumme um 1.594,2 Mio € auf 34.429,9
Mio € (Vj. 32.835,7 Mio €) erhöht. Bezogen auf die einzelnen Bilanzposten ist dies
im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der aktiven latenten Steuern um 282,9 Mio
€ auf 1.952,6 Mio € (Vj. 1.669,7 Mio €), die Erhöhung der Vorräte um 444,8 Mio € auf
3.804,9 Mio € (Vj. 3.360,1 Mio €) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
um 541,6 Mio € auf 7.264,5 Mio € (Vj. 6.722,9 Mio €).
Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz erhöhte sich im Vergleich zum
Jahresende 2015 um 144,6 Mio € auf 13.358,5 Mio € (Vj. 13.213,9 Mio €). Eigenkapitalmindernd
wirkte die von der Hauptversammlung beschlossene Dividende in Höhe von 750,0 Mio €.
Aus dem den Anteilseignern zuzurechnenden positiven Konzernergebnis ergibt sich ein
Anstieg in Höhe von 1.638,8 Mio €. Die erfolgsneutralen Rücklagen veränderten sich
um -746,7 Mio € auf -2.109,8 Mio € (Vj. -1.363,1 Mio €). Die Gearing Ratio verbesserte
sich von 26,8 % auf 25,8 %.
Zum Ende des zweiten Quartals 2016 waren im Konzern 214.905 Mitarbeiter beschäftigt.
Dies entspricht einem Anstieg um 7.006 Personen im Vergleich zum Jahresende 2015.
Aufgrund gestiegener Produktionsvolumina und des Ausbaus des Bereichs Forschung und
Entwicklung erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter in der Automotive Group um 5.147.
In der Rubber Group führten der weitere Ausbau von Produktionskapazitäten und Vertriebskanälen
zu einer Erhöhung der Beschäftigtenzahl um 1.866. Im Vergleich zum Berichtsstichtag
des Vorjahres erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern um insgesamt 9.617.
| 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
| Chassis & Safety in Mio € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Umsatz | 4.448,0 | 4.278,1 | 2.246,2 | 2.142,1 |
| EBITDA | 614,8 | 590,7 | 312,0 | 293,4 |
| in % vom Umsatz | 13,8 | 13,8 | 13,9 | 13,7 |
| EBIT | 433,5 | 424,2 | 220,3 | 209,3 |
| in % vom Umsatz | 9,7 | 9,9 | 9,8 | 9,8 |
| Abschreibungen1 | 181,3 | 166,5 | 91,7 | 84,1 |
| davon Wertminderungen2 | - | - | - | - |
| Investitionen3 | 191,3 | 168,2 | 108,7 | 95,9 |
| in % vom Umsatz | 4,3 | 3,9 | 4,8 | 4,5 |
| Operative Aktiva (zum 30.06.) | 4.533,8 | 4.168,6 | ||
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 | 41.460 | 38.948 | ||
| Umsatz bereinigt5 | 4.448,0 | 4.278,1 | 2.246,2 | 2.142,1 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 439,2 | 424,6 | 223,5 | 209,4 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 9,9 | 9,9 | 10,0 | 9,8 |
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2
Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche
Wertaufholungen.
3
Investitionen in Sachanlagen und Software.
4
Ohne Auszubildende.
5
Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation
(PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Im Geschäftsbereich Vehicle Dynamics erhöhte sich das Absatzvolumen von elektronischen
Bremssystemen in den ersten sechs Monaten 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 4 %. Der
Absatz von Bremskraftverstärkern im Geschäftsbereich Hydraulic Brake Systems verringerte
sich im Vorjahresvergleich um 3 %. Die Verkaufszahlen von Bremssätteln lagen um 9
% unter dem Vorjahresniveau, während der Anteil der verbauten Bremssättel in elektrischen
Parkbremsen in gleichem Maße zunahm. Im Geschäftsbereich Passive Safety & Sensorics
stieg der Absatz bei Airbagsteuergeräten um 5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Bei den Fahrerassistenzsystemen erhöhten sich die Verkaufszahlen um 45 %.
Während der ersten sechs Monate 2016 erhöhte sich der Umsatz der Division Chassis
& Safety im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,0 % auf 4.448,0 Mio € (Vj. 4.278,1
Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich
ein Anstieg um 5,7 %.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Chassis & Safety stieg
während der ersten sechs Monate 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 14,6 Mio € bzw. 3,4
% auf 439,2 Mio € (Vj. 424,6 Mio €) und entspricht wie im Vorjahr 9,9 % des bereinigten
Umsatzes.
Die Division Chassis & Safety verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses
(EBIT) im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 Mio € bzw. 2,2 % auf
433,5 Mio € (Vj. 424,2 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 9,7 % (Vj. 9,9
%).
Sowohl für das erste Halbjahr 2016 als auch für den Vorjahreszeitraum entstanden in
der Division Chassis & Safety keine Sondereffekte.
| 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
| Powertrain in Mio € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Umsatz | 3.655,0 | 3.646,3 | 1.841,5 | 1.819,8 |
| EBITDA | 360,6 | 360,7 | 201,8 | 183,5 |
| in % vom Umsatz | 9,9 | 9,9 | 11,0 | 10,1 |
| EBIT | 175,3 | 197,7 | 108,8 | 101,0 |
| in % vom Umsatz | 4,8 | 5,4 | 5,9 | 5,6 |
| Abschreibungen1 | 185,3 | 163,0 | 93,0 | 82,5 |
| davon Wertminderungen2 | 5,0 | - | 1,7 | - |
| Investitionen3 | 157,1 | 170,3 | 96,2 | 103,6 |
| in % vom Umsatz | 4,3 | 4,7 | 5,2 | 5,7 |
| Operative Aktiva (zum 30.06.) | 2.950,4 | 2.729,7 | ||
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 | 37.590 | 35.971 | ||
| Umsatz bereinigt5 | 3.635,4 | 3.646,3 | 1.826,0 | 1.819,8 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 189,1 | 201,8 | 116,5 | 103,0 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 5,2 | 5,5 | 6,4 | 5,7 |
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2
Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche
Wertaufholungen.
3
Investitionen in Sachanlagen und Software.
4
Ohne Auszubildende.
5
Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation
(PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
In den ersten sechs Monaten 2016 stieg das Absatzvolumen von Turboladern, Motorsteuergeräten
und Pumpen im Geschäftsbereich Engine Systems gegenüber dem Vorjahresniveau, während
der Absatz von Injektoren unter Vorjahresniveau blieb. Der Geschäftsbereich Sensors
& Actuators befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs. Begünstigt durch eine verschärfte
Abgasgesetzgebung werden insbesondere bei den Abgassensoren höhere Absatzzahlen erzielt.
Im Geschäftsbereich Hybrid Electric Vehicle erreichten die Verkaufszahlen von Leistungselektronik
und Batterie- und Bordnetzsystemen nicht das Vorjahresniveau. Das Absatzvolumen des
Geschäftsbereichs Transmission lag, bedingt durch Programmumstellungen zum Ende des
Geschäftsjahres 2015, in den ersten sechs Monaten 2016 leicht unter dem Vorjahresniveau.
Im Geschäftsbereich Fuel & Exhaust Management erhöhte sich das Absatzvolumen gegenüber
dem Vorjahresvergleichszeitraum.
Während der ersten sechs Monate 2016 erhöhte sich der Umsatz der Division Powertrain
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,2 % auf 3.655,0 Mio € (Vj. 3.646,3 Mio €).
Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg
um 2,2 %.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Powertrain verringerte
sich während der ersten sechs Monate 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 12,7 Mio € bzw.
6,3 % auf 189,1 Mio € (Vj. 201,8 Mio €) und entspricht 5,2 % (Vj. 5,5 %) des bereinigten
Umsatzes.
Die Division Powertrain verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT)
im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 22,4 Mio € bzw. 11,3 % auf 175,3
Mio € (Vj. 197,7 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 4,8 % (Vj. 5,4 %).
Aus Wertminderungen auf Sachanlagen entstand ein Aufwand in Höhe von insgesamt 5,0
Mio €.
Darüber hinaus ergab sich ein negativer Sondereffekt aus Restrukturierungsaufwendungen
in Höhe von insgesamt 1,0 Mio €.
Für die Division Powertrain beträgt die Belastung durch Sondereffekte in den ersten
sechs Monaten 2016 insgesamt 6,0 Mio €.
In der Division Powertrain fielen im ersten Halbjahr 2015 keine Sondereffekte an.
| 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
| Interior in Mio € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Umsatz | 4.122,8 | 4.032,2 | 2.099,8 | 2.057,0 |
| EBITDA | 489,6 | 552,7 | 252,2 | 299,8 |
| in % vom Umsatz | 11,9 | 13,7 | 12,0 | 14,6 |
| EBIT | 333,0 | 425,0 | 172,9 | 234,1 |
| in % vom Umsatz | 8,1 | 10,5 | 8,2 | 11,4 |
| Abschreibungen1 | 156,6 | 127,7 | 79,3 | 65,7 |
| davon Wertminderungen2 | - | - | - | - |
| Investitionen3 | 148,6 | 134,1 | 90,4 | 68,4 |
| in % vom Umsatz | 3,6 | 3,3 | 4,3 | 3,3 |
| Operative Aktiva (zum 30.06.) | 4.478,1 | 4.000,0 | ||
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 | 41.985 | 37.778 | ||
| Umsatz bereinigt5 | 4.058,1 | 4.032,2 | 2.070,4 | 2.057,0 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 355,5 | 425,8 | 187,5 | 234,5 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 8,8 | 10,6 | 9,1 | 11,4 |
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2
Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche
Wertaufholungen.
3
Investitionen in Sachanlagen und Software.
4
Ohne Auszubildende.
5
Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation
(PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Das Absatzvolumen im Geschäftsbereich Body & Security lag im ersten Halbjahr 2016
deutlich über Vorjahresniveau. Eine Erhöhung war besonders in den Regionen NAFTA und
Asien zu verzeichnen. Im Geschäftsbereich Infotainment & Connectivity lag der Absatz
vor allem wegen auslaufender Serien in Europa und Amerika bei Multimedia- und Connectivitysystemen
sowie in Europa bei Radiosystemen unter Vorjahresniveau. Dieser Rückgang konnte durch
Neuanläufe und den deutlich gestiegenen Absatz in Asien nur teilweise ausgeglichen
werden. Die Verkaufszahlen des Geschäftsbereichs Commercial Vehicles & Aftermarket
lagen unter dem Vorjahresniveau. Dies ist im Wesentlichen im Bereich Nutzfahrzeuge
auf den schwächeren Markt des Tachographengeschäfts in Russland und Brasilien sowie
das im Vergleich zum Vorjahr fehlende Mautgeschäft in Westeuropa zurückzuführen. Das
Ersatzteil- und Aftermarket-Geschäft konnte dagegen seinen Vorjahresabsatz trotz stabiler
Nachfrage im Bremsengeschäft vor allem in Deutschland leicht übertreffen. Die Verkaufszahlen
im Geschäftsbereich Instrumentation & Driver HMI lagen in den ersten sechs Monaten
2016 über dem Vorjahr. Eine Erhöhung war vor allem im europäischen Markt in der Produktgruppe
Display Solutions zu verzeichnen, resultierend aus Neuanläufen und einer gestiegenen
Nachfrage.
Während der ersten sechs Monate 2016 erhöhte sich der Umsatz der Division Interior
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,2 % auf 4.122,8 Mio € (Vj. 4.032,2 Mio €).
Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg
um 3,4 %.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Interior verringerte
sich während der ersten sechs Monate 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 70,3 Mio € bzw.
16,5 % auf 355,5 Mio € (Vj. 425,8 Mio €) und entspricht 8,8 % (Vj. 10,6 %) des bereinigten
Umsatzes.
Die Division Interior verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT)
im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 92,0 Mio € bzw. 21,6 % auf 333,0
Mio € (Vj. 425,0 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 8,1 % (Vj. 10,5 %).
In der Division Interior führte eine Kaufpreisanpassung zu einem Aufwand in Höhe von
0,1 Mio €.
Für das erste Halbjahr 2015 entstanden in der Division Interior keine Sondereffekte.
| 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
| Reifen in Mio € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Umsatz | 5.205,4 | 5.064,2 | 2.692,7 | 2.644,4 |
| EBITDA | 1.431,5 | 1.314,3 | 773,4 | 734,6 |
| in % vom Umsatz | 27,5 | 26,0 | 28,7 | 27,8 |
| EBIT | 1.175,4 | 1.058,1 | 645,4 | 604,1 |
| in % vom Umsatz | 22,6 | 20,9 | 24,0 | 22,8 |
| Abschreibungen1 | 256,1 | 256,2 | 128,0 | 130,5 |
| davon Wertminderungen2 | - | - | - | - |
| Investitionen3 | 327,1 | 233,0 | 180,4 | 132,1 |
| in % vom Umsatz | 6,3 | 4,6 | 6,7 | 5,0 |
| Operative Aktiva (zum 30.06.) | 5.520,3 | 5.402,2 | ||
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 | 51.374 | 49.079 | ||
| Umsatz bereinigt5 | 5.186,8 | 5.064,2 | 2.682,6 | 2.644,4 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 1.180,4 | 1.062,3 | 647,4 | 606,7 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 22,8 | 21,0 | 24,1 | 22,9 |
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2
Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche
Wertaufholungen.
3
Investitionen in Sachanlagen und Software.
4
Ohne Auszubildende.
5
Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation
(PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Die Verkaufszahlen lagen nach den ersten sechs Monaten 2016 sowohl im Pkw-Erstausrüstungsgeschäft
als auch im Pkw-Reifenersatzgeschäft über dem Vorjahresniveau. Die Absatzzahlen im
Nutzfahrzeugreifengeschäft lagen mit rund 8 % ebenfalls über dem Vorjahreswert.
Während der ersten sechs Monate 2016 erhöhte sich der Umsatz der Division Reifen im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,8 % auf 5.205,4 Mio € (Vj. 5.064,2 Mio €). Bereinigt
um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um
6,2 %.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Reifen stieg während
der ersten sechs Monate 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 118,1 Mio € bzw. 11,1 % auf
1.180,4 Mio € (Vj. 1.062,3 Mio €) und entspricht 22,8 % (Vj. 21,0 %) des bereinigten
Umsatzes.
Die Division Reifen verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im
ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 117,3 Mio € bzw. 11,1 % auf 1.175,4
Mio € (Vj. 1.058,1 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 22,6 % (Vj. 20,9 %).
Für das erste Halbjahr 2016 entstanden in der Division Reifen keine Sondereffekte.
Für die Division Reifen ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten
sechs Monaten 2015 in Höhe von insgesamt 0,3 Mio €.
| 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
| ContiTech in Mio € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Umsatz | 2.735,7 | 2.687,1 | 1.376,6 | 1.418,8 |
| EBITDA | 373,3 | 298,3 | 197,2 | 169,1 |
| in % vom Umsatz | 13,6 | 11,1 | 14,3 | 11,9 |
| EBIT | 225,4 | 137,2 | 126,7 | 82,3 |
| in % vom Umsatz | 8,2 | 5,1 | 9,2 | 5,8 |
| Abschreibungen1 | 147,9 | 161,1 | 70,5 | 86,8 |
| davon Wertminderungen2 | 3,0 | - | -0,4 | - |
| Investitionen3 | 95,0 | 109,7 | 45,8 | 58,8 |
| in % vom Umsatz | 3,5 | 4,1 | 3,3 | 4,1 |
| Operative Aktiva (zum 30.06.) | 3.003,7 | 3.322,7 | ||
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 | 42.095 | 43.124 | ||
| Umsatz bereinigt5 | 2.642,8 | 2.687,1 | 1.376,5 | 1.418,8 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 286,1 | 209,3 | 152,6 | 126,5 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 10,8 | 7,8 | 11,1 | 8,9 |
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2
Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche
Wertaufholungen.
3
Investitionen in Sachanlagen und Software.
4
Ohne Auszubildende.
5
Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation
(PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Während der ersten sechs Monate 2016 erhöhte sich der Umsatz der Division ContiTech
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,8 % auf 2.735,7 Mio € (Vj. 2.687,1 Mio €).
Auch bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich
ein Anstieg um 1,8 %. Die beiden Geschäftsbereiche Mobile Fluid Systems und Benecke-Kaliko
Group verzeichneten eine positive Umsatzentwicklung. Ebenso konnte das Aftermarket-Geschäft
des Geschäftsbereichs Power Transmission Group das Niveau des Vorjahres deutlich übertreffen.
Bedingt durch die anhaltende Zurückhaltung bei Investitionen in der Bergbauindustrie
blieb der Umsatz des Geschäftsbereichs Conveyor Belt Group hingegen unter dem Vorjahresumsatz.
Auch der Geschäftsbereich Industrial Fluid Systems konnte den Umsatz des Vorjahres
nicht erreichen, da das aktuell niedrige Ölpreisniveau zu einer Investitionsschwäche
in der Ölindustrie führt.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division ContiTech erhöhte
sich während der ersten sechs Monate 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 76,8 Mio € bzw.
36,7 % auf 286,1 Mio € (Vj. 209,3 Mio €) und entspricht 10,8 % (Vj. 7,8 %) des bereinigten
Umsatzes.
Die Division ContiTech verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT)
im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 88,2 Mio € bzw. 64,3 % auf 225,4
Mio € (Vj. 137,2 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 8,2 % (Vj. 5,1 %).
Die vorübergehende Einstellung der Produktion von Transportbändern in Volos, Griechenland,
führte zu einem Restrukturierungsaufwand in Höhe von 10,6 Mio €, wovon 3,4 Mio € auf
Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen.
Des Weiteren ergab sich ein negativer Sondereffekt aus Restrukturierungsaufwendungen
in Höhe von insgesamt 0,2 Mio €. Darin enthalten sind Wertaufholungen auf Sachanlagen
in Höhe von 0,4 Mio €.
Auf die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte des Stahlcordgeschäfts in Brasilien
entstand aufgrund von Marktwertanpassungen ein Aufwand in Höhe von insgesamt 5,7 Mio
€.
Aus einer Wertminderung und einer Wertaufholung auf Sachanlagen resultierte insgesamt
kein Ergebniseffekt.
Für die Division ContiTech beträgt die Belastung durch Sondereffekte in den ersten
sechs Monaten 2016 insgesamt 16,5 Mio €.
In der Division ContiTech erfolgt ein stufenweiser Abbau des Standorts Salzgitter,
Deutschland, aufgrund nicht erhaltener Folgeaufträge. In diesem Zusammenhang entstanden
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 13,8 Mio €.
Zudem führten kleinere Sondereffekte zu einer Belastung in Höhe von insgesamt 0,4
Mio €.
Für die Division ContiTech ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten
sechs Monaten 2015 in Höhe von insgesamt 14,2 Mio €.
Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Veränderungen der Risiken und Chancen.
Zu den Details der wesentlichen Risiken und Chancen verweisen wir auf unsere Ausführungen
im Geschäftsbericht 2015.
Nach der erfreulichen Entwicklung in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2016 in einem volatilen wirtschaftlichen Umfeld bestätigen wir unseren Umsatzausblick
für das Gesamtjahr von rund 41 Mrd € bei konstanten Währungskursen. Zum Halbjahr liegt
der negative Einfluss aus Währungskurseffekten bei 564 Mio €. Unser Ziel, ein organisches
Wachstum von 4 % bis 5 % zu erzielen, behalten wir ebenfalls fest im Blick. Unsere
Umsatzprognose für die Automotive Group bzw. für die Rubber Group belassen wir unverändert
bei rund 25 Mrd € bzw. mehr als 16 Mrd €.
Wie erwartet, hat sich die operative Entwicklung in der Automotive Group, nach einem
schleppenden Start im ersten Quartal, im zweiten Quartal gesteigert. In der Rubber
Group setzte sich die sehr erfreuliche operative Entwicklung fort. Die Rubber Group
lag im zweiten Quartal sogar noch einmal über den guten Werten des ersten Quartals.
Deswegen heben wir unseren Ausblick für die bereinigte EBIT-Marge des Konzerns von
rund 11 % auf größer 11 % für das laufende Jahr an. Für die Automotive Group bestätigen
wir unsere Prognose für die bereinigte EBIT-Marge in Höhe von mindestens 8,5 %. Für
die Rubber Group heben wir unsere Erwartung von mehr als 16 % auf mehr als 17 % für
die bereinigte EBIT-Marge an.
Unsere Schätzung für den Entlastungseffekt für die Rubber Group aus geringeren Rohstoffkosten
für das Jahr 2016 heben wir von rund 100 Mio € auf rund 150 Mio € an. Unsere Schätzung
für den Durchschnittskurs von Naturkautschuk (TSR 20) für das Jahr 2016 nehmen wir
auf 1,40 US-Dollar/kg (zuvor 1,50 US-Dollar/kg) zurück. Unsere Schätzung für den Preis
des Synthesekautschukgrundstoffs Butadien heben wir auf 1,00 US-Dollar/kg an (zuvor
0,90 US-Dollar/kg). Die höhere Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 resultiert auch
aus dem im Jahresvergleich unter den jeweiligen Quartalswerten notierenden Durchschnittspreis
für Rohöl.
Ferner bestätigen wir folgende Bestandteile unserer am 3. März 2016 aufgestellten
Prognose: Wir rechnen weiterhin mit negativen Sondereffekten in Höhe von rund 100
Mio €. Die Abschreibungen aus Kaufpreisallokation, die im Wesentlichen aus den Erwerben
von Veyance Technologies und Elektrobit Automotive stammen, werden voraussichtlich
bei rund 150 Mio € liegen. Die Investitionen vor Finanzinvestitionen werden im Geschäftsjahr
2016 rund 6 % vom Umsatz ausmachen. Das negative Zinsergebnis wird besser als 250
Mio € sein.
Die Konzern-Steuerquote wird voraussichtlich unter 30 % (zuletzt etwa 30 %) liegen.
Den Ausblick für den Free Cashflow vor Akquisitionen bestätigen wir mit mindestens
2 Mrd € für das laufende Geschäftsjahr.
| 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
| Mio € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Umsatzerlöse | 20.041,7 | 19.598,6 | 10.191,0 | 10.029,7 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -14.609,2 | -14.501,2 | -7.359,6 | -7.355,1 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 5.432,5 | 5.097,4 | 2.831,4 | 2.674,6 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -1.442,9 | -1.274,3 | -726,8 | -631,3 |
| Vertriebs- und Logistikkosten | -1.109,2 | -1.074,7 | -561,2 | -553,8 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -498,1 | -459,3 | -254,4 | -244,8 |
| Sonstige Aufwendungen und Erträge | -128,9 | -156,1 | -59,9 | -78,4 |
| Ergebnis von at-equity bilanzierten Unternehmen | 36,6 | 27,8 | 20,2 | 16,6 |
| Übriges Beteiligungsergebnis | 0,3 | 0,4 | 0,3 | 0,4 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern | 2.290,3 | 2.161,2 | 1.249,6 | 1.183,3 |
| Zinserträge | 49,6 | 49,3 | 24,8 | 21,5 |
| Zinsaufwendungen | -98,2 | -148,3 | -39,6 | -64,8 |
| Zinsergebnis | -48,6 | -99,0 | -14,8 | -43,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 2.241,7 | 2.062,2 | 1.234,8 | 1.140,0 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -567,1 | -571,2 | -311,3 | -326,8 |
| Konzernergebnis | 1.674,6 | 1.491,0 | 923,5 | 813,2 |
| Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn | -35,8 | -42,4 | -18,6 | -21,3 |
| Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 1.638,8 | 1.448,6 | 904,9 | 791,9 |
| Ergebnis pro Aktie in €, unverwässert | 8,19 | 7,24 | 4,52 | 3,96 |
| Ergebnis pro Aktie in €, verwässert | 8,19 | 7,24 | 4,52 | 3,96 |
| 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
| Mio € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Konzernergebnis | 1.674,6 | 1.491,0 | 923,5 | 813,2 |
| Posten, die nicht ergebniswirksam umgegliedert werden | ||||
| Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne1 | -557,7 | 105,2 | -193,4 | 393,6 |
| Zeitwertveränderungen1 | -833,8 | 204,4 | -279,6 | 566,1 |
| Währungsumrechnung1 | 10,3 | -32,1 | -3,4 | 13,0 |
| Im Eigenkapital erfasste Steuerpositionen | 265,8 | -67,1 | 89,6 | -185,5 |
| Posten, die in Folgeperioden erfolgswirksam umgegliedert werden könnten | ||||
| Währungsumrechnung1 | -185,3 | 420,5 | 24,9 | -323,9 |
| Effekte aus Währungsumrechnung1 | -185,3 | 413,5 | 24,9 | -330,9 |
| Anteil von at-equity bilanzierten Unternehmen | - | 7,0 | - | 7,0 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 1,1 | -10,1 | 1,0 | -6,2 |
| Zeitwertveränderungen | 1,2 | -0,3 | 1,1 | -5,7 |
| Erfolgswirksame Umgliederung | -0,1 | -9,8 | -0,1 | -0,5 |
| Cashflow Hedges | -2,6 | - | 0,7 | - |
| Zeitwertveränderungen | 3,5 | - | -12,2 | - |
| Erfolgswirksame Umgliederung | -6,1 | - | 12,9 | - |
| Im Eigenkapital erfasste Steuerpositionen | 7,8 | 9,6 | 10,3 | 3,3 |
| Sonstiges Ergebnis | -736,7 | 525,2 | -156,5 | 66,8 |
| Gesamtergebnis | 937,9 | 2.016,2 | 767,0 | 880,0 |
| Auf Anteile in Fremdbesitz entfallendes Gesamtergebnis | -43,3 | -71,1 | -32,7 | -1,1 |
| Gesamtergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 894,6 | 1.945,1 | 734,3 | 878,9 |
Die Struktur der Passivseite wird ab dem Berichtsjahr 2016 zur Erhöhung der Transparenz
bei der Darstellung der Leistungen an Arbeitnehmer geändert. Alle nachfolgenden Werte
der Vergleichsperioden sind entsprechend angepasst ausgewiesen.
| 30.06.2016 | 31.12.2015 | 30.06.2015 | |
| Goodwill | 6.621,9 | 6.640,6 | 6.168,3 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.280,3 | 1.336,4 | 1.140,8 |
| Sachanlagen | 9.596,7 | 9.538,9 | 9.222,2 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 15,6 | 16,0 | 17,4 |
| Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen | 371,8 | 345,8 | 312,0 |
| Sonstige Finanzanlagen | 39,7 | 14,1 | 12,9 |
| Aktive latente Steuern | 1.952,6 | 1.669,7 | 1.640,1 |
| Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung | 36,0 | 18,9 | 3,0 |
| Langfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen | 21,1 | 17,1 | 312,6 |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 49,8 | 47,6 | 35,4 |
| Langfristige sonstige Vermögenswerte | 23,3 | 21,5 | 20,5 |
| Langfristige Vermögenswerte | 20.008,8 | 19.666,6 | 18.885,2 |
| Vorräte | 3.804,9 | 3.360,1 | 3.605,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.264,5 | 6.722,9 | 7.084,3 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 504,9 | 434,7 | 464,5 |
| Kurzfristige sonstige Vermögenswerte | 921,2 | 803,9 | 930,1 |
| Ertragsteuerforderungen | 153,2 | 149,7 | 128,4 |
| Kurzfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen | 42,8 | 64,3 | 106,3 |
| Flüssige Mittel | 1.720,1 | 1.621,5 | 2.349,7 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 9,5 | 12,0 | 51,3 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 14.421,1 | 13.169,1 | 14.720,1 |
| Bilanzsumme | 34.429,9 | 32.835,7 | 33.605,3 |
| 30.06.2016 | 31.12.2015 | 30.06.2015 | |
| Gezeichnetes Kapital | 512,0 | 512,0 | 512,0 |
| Kapitalrücklage | 4.155,6 | 4.155,6 | 4.155,6 |
| Kumulierte einbehaltene Gewinne | 10.370,6 | 9.481,8 | 8.202,9 |
| Erfolgsneutrale Rücklagen | -2.109,8 | -1.363,1 | -900,0 |
| Den Anteilseignern zuzurechnendes Eigenkapital | 12.928,4 | 12.786,3 | 11.970,5 |
| Anteile in Fremdbesitz | 430,1 | 427,6 | 451,3 |
| Eigenkapital | 13.358,5 | 13.213,9 | 12.421,8 |
| Langfristige Leistungen an Arbeitnehmer | 4.644,6 | 3.696,5 | 3.676,9 |
| Passive latente Steuern | 356,9 | 361,2 | 276,4 |
| Langfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen | 184,7 | 171,8 | 197,2 |
| Langfristige Finanzschulden | 2.402,6 | 3.175,0 | 2.775,0 |
| Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 40,3 | 94,9 | 88,0 |
| Langfristige sonstige Verbindlichkeiten | 20,4 | 21,6 | 14,8 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 7.649,5 | 7.521,0 | 7.028,3 |
| Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer | 1.186,6 | 1.269,4 | 1.093,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.043,1 | 5.493,8 | 5.552,8 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 774,5 | 719,8 | 677,7 |
| Kurzfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen | 753,5 | 845,5 | 811,6 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 2.827,6 | 2.069,8 | 4.229,2 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.065,8 | 1.066,4 | 996,2 |
| Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten | 766,5 | 634,1 | 775,2 |
| Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten | 4,3 | 2,0 | 19,2 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 13.421,9 | 12.100,8 | 14.155,2 |
| Bilanzsumme | 34.429,9 | 32.835,7 | 33.605,3 |
| 1. Januar bis 30. Juni |
Zweites Quartal | |||
| Mio € | 2016 | 20151 | 2016 | 20151 |
| Konzernergebnis | 1.674,6 | 1.491,0 | 923,5 | 813,2 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 567,1 | 571,2 | 311,3 | 326,8 |
| Zinsergebnis | 48,6 | 99,0 | 14,8 | 43,3 |
| EBIT | 2.290,3 | 2.161,2 | 1.249,6 | 1.183,3 |
| Gezahlte Zinsen | -63,1 | -90,6 | -16,7 | -18,9 |
| Erhaltene Zinsen | 12,1 | 16,1 | 6,7 | 7,4 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -544,0 | -568,4 | -326,6 | -299,0 |
| Erhaltene Dividenden | 18,6 | 27,8 | 3,6 | 10,6 |
| Abschreibungen sowie Wertminderungen und -aufholungen | 928,3 | 875,3 | 463,5 | 450,0 |
| Ergebnis von at-equity bilanzierten Unternehmen und sonstigen Finanzanlagen inkl. Wertminderungen und -aufholungen |
-36,9 | -28,2 | -20,5 | -17,0 |
| Gewinne/Verluste aus Abgängen von Vermögenswerten, Gesellschaften und Geschäftsbereichen |
-3,4 | -12,1 | -2,1 | -6,0 |
| Veränderungen der | ||||
| Vorräte | -457,5 | -263,0 | -258,0 | -82,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -621,6 | -713,8 | -46,3 | 141,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 611,3 | 394,0 | 330,0 | -110,5 |
| Leistungen an Arbeitnehmer und der sonstigen Rückstellungen | -84,3 | 15,7 | -325,5 | -259,4 |
| übrigen Aktiva und Passiva | -67,9 | -100,2 | -46,6 | 30,5 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.981,9 | 1.713,8 | 1.011,1 | 1.030,2 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 13,6 | 19,9 | 9,4 | 9,7 |
| Investitionen in Sachanlagen und Software | -919,9 | -815,8 | -522,1 | -459,0 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte aus Entwicklungsprojekten und Sonstige | -39,9 | -34,0 | -29,4 | -16,8 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus dem Verkauf von Gesellschaften und Geschäftsbereichen | 5,1 | -1,7 | 5,1 | - |
| Anteilserwerb von Gesellschaften und Geschäftsbereichen | -81,8 | -600,2 | -4,1 | -10,8 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -1.022,9 | -1.431,8 | -541,1 | -476,9 |
| Summe des Cashflow vor Finanzierungstätigkeit | 959,0 | 282,0 | 470,0 | 553,3 |
| Veränderung der Finanzschulden | -22,9 | -582,6 | 357,1 | 186,1 |
| Sukzessive Erwerbe | -22,4 | -11,1 | -20,2 | -11,1 |
| Gezahlte Dividenden | -750,0 | -650,0 | -750,0 | -650,0 |
| Dividenden an Minderheitsgesellschafter und Veränderungen aus Eigenkapitaltransaktionen bei Gesellschaften mit Minderheitsanteilseignern |
-26,7 | -40,9 | -26,0 | -39,0 |
| Zugang flüssiger Mittel aus erstmaliger Einbeziehung von Tochtergesellschaften in
den Konsolidierungskreis |
0,6 | - | - | - |
| Mittelabfluss/-zufluss aus Finanzierungstätigkeit | -821,4 | -1.284,6 | -439,1 | -514,0 |
| Veränderung der flüssigen Mittel | 137,6 | -1.002,6 | 30,9 | 39,3 |
| Flüssige Mittel am Anfang der Periode | 1.621,5 | 3.243,8 | 1.693,8 | 2.372,3 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen der flüssigen Mittel | -39,0 | 108,5 | -4,6 | -61,9 |
| Flüssige Mittel am Ende der Periode | 1.720,1 | 2.349,7 | 1.720,1 | 2.349,7 |
1
Die Vorjahresvergleichswerte sind entsprechend der aktuellen Struktur angepasst dargestellt.
| Unterschiedsbetrag aus | ||||||
| Mio € | Gezeichnetes Kapital1 | Kapitalrücklage | Kumulierte einbehaltene Gewinne | Sukzessive Erwerbe2 | Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne | Währungs-umrechnung3 |
| Stand 01.01.2015 | 512,0 | 4.155,6 | 7.404,3 | -19,4 | -1.339,6 | -51,1 |
| Konzernergebnis | - | - | 1.448,6 | - | - | - |
| Veränderungen übriges Eigenkapital | - | - | - | - | 105,2 | 397,9 |
| Konzerngesamtergebnis | - | - | 1.448,6 | - | 105,2 | 397,9 |
| Gezahlte/beschlossene Dividende | - | - | -650,0 | - | - | - |
| Sukzessive Erwerbe | - | - | - | 3,3 | - | - |
| Sonstige Veränderung5 | - | - | - | - | - | - |
| Stand 30.06.2015 | 512,0 | 4.155,6 | 8.202,9 | -16,1 | -1.234,4 | 346,8 |
| Stand 01.01.2016 | 512,0 | 4.155,6 | 9.481,8 | -39,8 | -1.420,6 | 101,0 |
| Konzernergebnis | - | - | 1.638,8 | - | - | - |
| Veränderungen übriges Eigenkapital | - | - | - | - | -558,0 | -184,0 |
| Konzerngesamtergebnis | - | - | 1.638,8 | - | -558,0 | -184,0 |
| Gezahlte/beschlossene Dividende | - | - | -750,0 | - | - | - |
| Sukzessive Erwerbe | - | - | - | -2,7 | - | - |
| Sonstige Veränderung5 | - | - | - | 0,2 | - | - |
| Stand 30.06.2016 | 512,0 | 4.155,6 | 10.370,6 | -42,3 | -1.978,6 | -83,0 |
| Unterschiedsbetrag aus | ||||
| Mio € | Finanz-instrumenten4 | Summe | Anteile in Fremdbesitz | Gesamt |
| Stand 01.01.2015 | 10,3 | 10.672,1 | 352,5 | 11.024,6 |
| Konzernergebnis | - | 1.448,6 | 42,4 | 1.491,0 |
| Veränderungen übriges Eigenkapital | -6,6 | 496,5 | 28,7 | 525,2 |
| Konzerngesamtergebnis | -6,6 | 1.945,1 | 71,1 | 2.016,2 |
| Gezahlte/beschlossene Dividende | - | -650,0 | -46,3 | -696,3 |
| Sukzessive Erwerbe | - | 3,3 | -5,2 | -1,9 |
| Sonstige Veränderung5 | - | - | 79,2 | 79,2 |
| Stand 30.06.2015 | 3,7 | 11.970,5 | 451,3 | 12.421,8 |
| Stand 01.01.2016 | -3,7 | 12.786,3 | 427,6 | 13.213,9 |
| Konzernergebnis | - | 1.638,8 | 35,8 | 1.674,6 |
| Veränderungen übriges Eigenkapital | -2,2 | -744,2 | 7,5 | -736,7 |
| Konzerngesamtergebnis | -2,2 | 894,6 | 43,3 | 937,9 |
| Gezahlte/beschlossene Dividende | - | -750,0 | -40,0 | -790,0 |
| Sukzessive Erwerbe | - | -2,7 | -0,8 | -3,5 |
| Sonstige Veränderung5 | - | 0,2 | - | 0,2 |
| Stand 30.06.2016 | -5,9 | 12.928,4 | 430,1 | 13.358,5 |
1
Eingeteilt in 200.005.983 im Umlauf befindliche Stückaktien.
2
Der Betrag in der Berichtsperiode resultierte aus dem sukzessiven Erwerb von Anteilen
eines vollkonsolidierten Unternehmens, einer nachträglichen Kaufpreisanpassung sowie
aus der erstmaligen Einbeziehung vormals nicht konsolidierter Tochterunternehmen.
3
Beinhaltete im Vorjahr einen Anteil von 7,0 Mio € des Anteilseigners an der Währungsumrechnung
von nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaften.
4
Die Veränderung des Unterschiedsbetrags aus Finanzinstrumenten, nach Berücksichtigung
von latenten Steuern, resultierte im Wesentlichen aus Änderungen des beizulegenden
Zeitwerts der Cashflow Hedges von -3,2 Mio € (Vj. -) zur Zins- und Währungssicherung
sowie aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten von 1,0 Mio € (Vj.
-6,6 Mio €).
5
Sonstige Veränderungen der Fremdanteile durch Konsolidierungskreisveränderungen sowie
Kapitalerhöhungen.
| Mio € | Chassis & Safety | Powertrain | Interior | Reifen | ContiTech | Sonstiges/ Konsolidierung |
| Außenumsatz | 4.434,9 | 3.610,7 | 4.117,5 | 5.194,3 | 2.684,3 | - |
| Konzerninterner Umsatz | 13,1 | 44,3 | 5,3 | 11,1 | 51,4 | -125,2 |
| Umsatz (Gesamt) | 4.448,0 | 3.655,0 | 4.122,8 | 5.205,4 | 2.735,7 | -125,2 |
| EBIT (Segmentergebnis) | 433,5 | 175,3 | 333,0 | 1.175,4 | 225,4 | -52,3 |
| in % vom Umsatz | 9,7 | 4,8 | 8,1 | 22,6 | 8,2 | - |
| Abschreibungen1 | 181,3 | 185,3 | 156,6 | 256,1 | 147,9 | 1,1 |
| davon Wertminderungen2 | - | 5,0 | - | - | 3,0 | - |
| Investitionen3 | 191,3 | 157,1 | 148,6 | 327,1 | 95,0 | 0,8 |
| in % vom Umsatz | 4,3 | 4,3 | 3,6 | 6,3 | 3,5 | - |
| Operative Aktiva (zum 30.06.) | 4.533,8 | 2.950,4 | 4.478,1 | 5.520,3 | 3.003,7 | -116,2 |
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 | 41.460 | 37.590 | 41.985 | 51.374 | 42.095 | 401 |
| Umsatz bereinigt5 | 4.448,0 | 3.635,4 | 4.058,1 | 5.186,8 | 2.642,8 | -124,4 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 439,2 | 189,1 | 355,5 | 1.180,4 | 286,1 | -52,3 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 9,9 | 5,2 | 8,8 | 22,8 | 10,8 | - |
| Mio € | Continental-Konzern |
| Außenumsatz | 20.041,7 |
| Konzerninterner Umsatz | - |
| Umsatz (Gesamt) | 20.041,7 |
| EBIT (Segmentergebnis) | 2.290,3 |
| in % vom Umsatz | 11,4 |
| Abschreibungen1 | 928,3 |
| davon Wertminderungen2 | 8,0 |
| Investitionen3 | 919,9 |
| in % vom Umsatz | 4,6 |
| Operative Aktiva (zum 30.06.) | 20.370,1 |
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 | 214.905 |
| Umsatz bereinigt5 | 19.846,7 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 2.398,0 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 12,1 |
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2
Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche
Wertaufholungen.
3
Investitionen in Sachanlagen und Software.
4
Ohne Auszubildende.
5
Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation
(PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
| Mio € | Chassis & Safety | Powertrain | Interior | Reifen | ContiTech | Sonstiges/ Konsolidierung |
| Außenumsatz | 4.265,0 | 3.610,6 | 4.028,1 | 5.053,6 | 2.641,3 | - |
| Konzerninterner Umsatz | 13,1 | 35,7 | 4,1 | 10,6 | 45,8 | -109,3 |
| Umsatz (Gesamt) | 4.278,1 | 3.646,3 | 4.032,2 | 5.064,2 | 2.687,1 | -109,3 |
| EBIT (Segmentergebnis) | 424,2 | 197,7 | 425,0 | 1.058,1 | 137,2 | -81,0 |
| in % vom Umsatz | 9,9 | 5,4 | 10,5 | 20,9 | 5,1 | - |
| Abschreibungen1 | 166,5 | 163,0 | 127,7 | 256,2 | 161,1 | 0,8 |
| davon Wertminderungen2 | - | - | - | - | - | - |
| Investitionen3 | 168,2 | 170,3 | 134,1 | 233,0 | 109,7 | 0,5 |
| in % vom Umsatz | 3,9 | 4,7 | 3,3 | 4,6 | 4,1 | - |
| Operative Aktiva (zum 30.06.) | 4.168,6 | 2.729,7 | 4.000,0 | 5.402,2 | 3.322,7 | -118,6 |
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 | 38.948 | 35.971 | 37.778 | 49.079 | 43.124 | 388 |
| Umsatz bereinigt5 | 4.278,1 | 3.646,3 | 4.032,2 | 5.064,2 | 2.687,1 | -109,3 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 424,6 | 201,8 | 425,8 | 1.062,3 | 209,3 | -81,0 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 9,9 | 5,5 | 10,6 | 21,0 | 7,8 | - |
| Mio € | Continental-Konzern |
| Außenumsatz | 19.598,6 |
| Konzerninterner Umsatz | - |
| Umsatz (Gesamt) | 19.598,6 |
| EBIT (Segmentergebnis) | 2.161,2 |
| in % vom Umsatz | 11,0 |
| Abschreibungen1 | 875,3 |
| davon Wertminderungen2 | - |
| Investitionen3 | 815,8 |
| in % vom Umsatz | 4,2 |
| Operative Aktiva (zum 30.06.) | 19.504,6 |
| Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 | 205.288 |
| Umsatz bereinigt5 | 19.598,6 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 | 2.242,8 |
| in % des bereinigten Umsatzes | 11,4 |
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2
Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche
Wertaufholungen.
3
Investitionen in Sachanlagen und Software.
4
Ohne Auszubildende.
5
Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6
Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation
(PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
Der Umsatz zum Umsatz bereinigt sowie das EBIT zum bereinigten operativen Ergebnis
(EBIT bereinigt) lassen sich zum 30. Juni 2016 wie folgt überleiten:
| Mio € | Chassis & Safety | Powertrain | Interior | Reifen | ContiTech | Sonstiges/ Konsolidierung |
| Umsatz | 4.448,0 | 3.655,0 | 4.122,8 | 5.205,4 | 2.735,7 | -125,2 |
| Konsolidierungskreisveränderungen1 | - | -19,6 | -64,7 | -18,6 | -92,9 | 0,8 |
| Umsatz bereinigt | 4.448,0 | 3.635,4 | 4.058,1 | 5.186,8 | 2.642,8 | -124,4 |
| EBIT | 433,5 | 175,3 | 333,0 | 1.175,4 | 225,4 | -52,3 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) | 0,2 | 5,5 | 18,0 | 3,8 | 41,4 | |
| Konsolidierungskreisveränderungen1 | 5,5 | 2,3 | 4,4 | 1,2 | 2,8 | - |
| Sondereffekte | ||||||
| Wertminderungen2 | - | 5,0 | - | - | 0,0 | - |
| Restrukturierung3 | - | 1,0 | - | - | 10,8 | - |
| Veräußerungsgewinne und -verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen | - | - | 0,1 | - | - | - |
| Sonstiges | - | - | - | - | 5,7 | - |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) | 439,2 | 189,1 | 355,5 | 1.180,4 | 286,1 | -52,3 |
| Mio € | Continental-Konzern |
| Umsatz | 20.041,7 |
| Konsolidierungskreisveränderungen1 | -195,0 |
| Umsatz bereinigt | 19.846,7 |
| EBIT | 2.290,3 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) | 68,9 |
| Konsolidierungskreisveränderungen1 | 16,2 |
| Sondereffekte | |
| Wertminderungen2 | 5,0 |
| Restrukturierung3 | 11,8 |
| Veräußerungsgewinne und -verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen | 0,1 |
| Sonstiges | 5,7 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) | 2.398,0 |
1
Konsolidierungskreisveränderungen beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und
Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und Abgänge in der Vergleichsperiode
bereinigt.
2
Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche
Wertaufholungen. In dieser Position nicht enthalten sind Wertminderungen, die im Rahmen
einer Restrukturierung entstanden sind sowie Wertminderungen auf Finanzanlagen.
3
Hierin enthalten sind Wertminderungen und Wertaufholungen im Segment ContiTech in
Höhe von insgesamt 3,0 Mio €.
Der Umsatz zum Umsatz bereinigt sowie das EBIT zum bereinigten operativen Ergebnis
(EBIT bereinigt) lassen sich zum 30. Juni 2015 wie folgt überleiten:
| Mio € | Chassis & Safety | Powertrain | Interior | Reifen | ContiTech | Sonstiges/ Konsolidierung |
| Umsatz | 4.278,1 | 3.646,3 | 4.032,2 | 5.064,2 | 2.687,1 | -109,3 |
| Konsolidierungskreisveränderungen1 | - | - | - | - | - | - |
| Umsatz bereinigt | 4.278,1 | 3.646,3 | 4.032,2 | 5.064,2 | 2.687,1 | -109,3 |
| EBIT | 424,2 | 197,7 | 425,0 | 1.058,1 | 137,2 | -81,0 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) | 0,4 | 4,1 | 0,8 | 3,9 | 57,9 | - |
| Konsolidierungskreisveränderungen1 | - | - | - | - | - | - |
| Sondereffekte | ||||||
| Wertminderungen2 | - | - | - | - | - | - |
| Restrukturierung | - | - | - | - | 13,8 | - |
| Veräußerungsgewinne und -verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen | - | - | - | - | - | - |
| Sonstiges | - | - | - | 0,3 | 0,4 | - |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) | 424,6 | 201,8 | 425,8 | 1.062,3 | 209,3 | -81,0 |
| Mio € | Continental-Konzern |
| Umsatz | 19.598,6 |
| Konsolidierungskreisveränderungen1 | - |
| Umsatz bereinigt | 19.598,6 |
| EBIT | 2.161,2 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) | 67,1 |
| Konsolidierungskreisveränderungen1 | - |
| Sondereffekte | |
| Wertminderungen2 | - |
| Restrukturierung | 13,8 |
| Veräußerungsgewinne und -verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen | - |
| Sonstiges | 0,7 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) | 2.242,8 |
1
Konsolidierungskreisveränderungen beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und
Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und Abgänge in der Vergleichsperiode
bereinigt.
2
Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche
Wertaufholungen. In dieser Position nicht enthalten sind Wertminderungen, die im Rahmen
einer Restrukturierung entstanden sind sowie Wertminderungen auf Finanzanlagen.
| 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
| Mio € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Chassis & Safety | 433,5 | 424,2 | 220,3 | 209,3 |
| Powertrain | 175,3 | 197,7 | 108,8 | 101,0 |
| Interior | 333,0 | 425,0 | 172,9 | 234,1 |
| Reifen | 1.175,4 | 1.058,1 | 645,4 | 604,1 |
| ContiTech | 225,4 | 137,2 | 126,7 | 82,3 |
| Sonstiges/Konsolidierung | -52,3 | -81,0 | -24,5 | -47,5 |
| EBIT | 2.290,3 | 2.161,2 | 1.249,6 | 1.183,3 |
| Zinsergebnis | -48,6 | -99,0 | -14,8 | -43,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 2.241,7 | 2.062,2 | 1.234,8 | 1.140,0 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -567,1 | -571,2 | -311,3 | -326,8 |
| Konzernergebnis | 1.674,6 | 1.491,0 | 923,5 | 813,2 |
| Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn | -35,8 | -42,4 | -18,6 | -21,3 |
| Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen | 1.638,8 | 1.448,6 | 904,9 | 791,9 |
Aufgrund der Wesensverwandtschaft einzelner Produkte werden diese in Segmente zusammengefasst.
Diese zeigt sich insbesondere bei Produktanforderungen, Markttrends, Kundengruppen
und Distributionskanälen.
Bezüglich der Erläuterungen zur Entwicklung der fünf Divisionen des Continental-Konzerns
verweisen wir auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2016.
Dieser Zwischenabschluss wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen
und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards
(IFRS) aufgestellt. Sie umfassen auch die International Accounting Standards (IAS),
die Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations
Committee bzw. des Vorgängers International Financial Reporting Interpretations Committee
(IFRIC) sowie die des ehemaligen Standing Interpretations Committee (SIC). Die Erstellung
des Zwischenabschlusses erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, Zwischenberichterstattung.
Im Zwischenabschluss werden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
wie im Konzernabschluss 2015 angewendet. Diese Methoden sind im Geschäftsbericht 2015
ausführlich erläutert. Zusätzlich wurden die zum 30. Juni 2016 verpflichtenden IFRS-Änderungen
und -Neuregelungen im Zwischenabschluss angewendet. Eine ausführliche Beschreibung
dieser verbindlichen IFRS-Änderungen und -Neuregelungen erfolgte im Geschäftsbericht
2015.
Die zum 30. Juni 2016 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und -Neuregelungen
haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung des Continental-Konzerns.
Ertragsteuern werden auf Grundlage der Schätzung des gewichteten durchschnittlichen
jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Steuerliche
Auswirkungen bestimmter signifikanter Sachverhalte, die nur der jeweiligen Berichtsperiode
zuzuordnen sind, werden dabei berücksichtigt.
Obwohl einige Teile unseres Geschäfts saisonabhängig sind, bleibt die Vergleichbarkeit
der konsolidierten Quartalsabschlüsse davon insgesamt unbeeinträchtigt. Alle wichtigen
Effekte der laufenden Periode sind in diesem Bericht enthalten. Änderungen im Ansatz
oder in der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen von Unternehmenserwerben
werden erst bei Vorliegen der finalen Kaufpreisallokation retrospektiv dargestellt.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind
alle Beträge in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Wir weisen darauf hin, dass bei
der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer
Rundung Differenzen auftreten können.
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft 507 inländische und
ausländische Unternehmen, die die Continental Aktiengesellschaft nach den Regelungen
des IFRS 10 einbezieht oder die als Joint Arrangements oder assoziierte Unternehmen
klassifiziert werden. Davon werden 391 vollkonsolidiert und 116 nach der Equity-Methode
bilanziert.
Gegenüber dem 31. Dezember 2015 hat sich der Konsolidierungskreis um insgesamt fünf
Gesellschaften erweitert. Eine Gesellschaft wurde erworben, fünf Gesellschaften wurden
neu gegründet und eine bislang nicht konsolidierte Einheit wurde erstmals konsolidiert.
Zusätzlich verkleinerte sich der Konsolidierungskreis um zwei Gesellschaften aufgrund
einer Verschmelzung und einer Entkonsolidierung.
Gegenüber dem 30. Juni 2015 hat sich der Konsolidierungskreis in Summe um elf Gesellschaften
erweitert. Die Zugänge zum Konsolidierungskreis resultieren im Wesentlichen aus dem
Erwerb von Elektrobit Automotive. Abgänge aus dem Konsolidierungskreis sind überwiegend
auf Verschmelzungen zurückzuführen.
Im Segment Reifen erfolgte ein Share Deal. Der Kaufpreis in Höhe von 11,3 Mio € wurde
aus Barmitteln beglichen. Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation resultierten ein
Goodwill in Höhe von 8,0 Mio € und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,6 Mio
€. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 30. Juni 2016.
Im Segment Powertrain erfolgte ein Asset Deal mit einem Kaufpreis von 26,7 Mio €.
Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation resultierten ein Goodwill in Höhe von 1,3
Mio € sowie immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 25,0 Mio €. Darüber hinaus ergaben
sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Continental-Konzerns zum 30. Juni 2016.
Im Berichtszeitraum wurde ein Restanteilserwerb vollzogen. Der daraus resultierende
Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem Wert der erworbenen Anteile in Höhe
von 0,2 Mio € wurde in den erfolgsneutralen Rücklagen ausgewiesen.
Der Konzern überprüft die Werthaltigkeit von sonstigen immateriellen Vermögenswerten,
Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie von Finanzanlagen und
auch des Goodwill, sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung bekannt werden
(Triggering Event). In der Berichtsperiode fielen als Ergebnis dieser Überprüfungen
keine wesentlichen Wertminderungen an.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das erste Halbjahr 2016 beliefen sich
auf 567,1 Mio € (Vj. 571,2 Mio €). Die Steuerquote im Berichtszeitraum lag bei 25,3
% nach 27,7 % für den entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Zur Erhöhung der Transparenz bei der Darstellung der Leistungen an Arbeitnehmer wird
die Struktur der Passivseite ab dem Berichtsjahr 2016 geändert. Dadurch wurden von
den Vergleichswerten zum 31. Dezember 2015 Beträge in Höhe von 129,7 Mio € aus den
langfristigen Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen sowie in Höhe
von 34,1 Mio € aus den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten innerhalb der langfristigen
Leistungen an Arbeitnehmer ausgewiesen. Zum 30. Juni 2015 wurden Beträge in Höhe von
129,7 Mio € aus den langfristigen Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen
sowie in Höhe von 40,1 Mio € aus den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten innerhalb
der langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer ausgewiesen.
Aus der Neubewertung der leistungsorientierten Versorgungspläne zum 30. Juni 2016
ergab sich gegenüber dem 31. Dezember 2015 eine Reduzierung der erfolgsneutralen Rücklagen
um 572,7 Mio €, die aus dem Rückgang der Diskontierungszinssätze resultierte. Der
entsprechenden Reduzierung des Eigenkapitals stand ein Aufbau der langfristigen Leistungen
an Arbeitnehmer in Höhe von 836,0 Mio € gegenüber.
Pensionsfonds bestehen nur für Pensionsverpflichtungen, insbesondere in Deutschland,
den USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich, nicht hingegen für andere Versorgungsleistungen.
Im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2016 haben die Gesellschaften des Continental-Konzerns
36,9 Mio € an planmäßigen Einzahlungen in diese Pensionsfonds geleistet (Vj. 15,4
Mio €).
Die Planvermögenseigenschaft eines Teils des Deckungsvermögens des Continental Pension
Trust e. V. konnte im Geschäftsjahr 2015 aufgrund von Satzungsänderungen der entsprechenden
Treuhandverträge wiederhergestellt werden. Damit wurden zum Ende des zweiten Quartals
2016 Vermögenswerte in Höhe von 347,2 Mio € mit den zugehörigen Verpflichtungen saldiert
ausgewiesen.
Die Pensionszahlungen für Pensionsverpflichtungen beliefen sich im Zeitraum vom 1.
Januar bis 30. Juni 2016 auf insgesamt 101,7 Mio € (Vj. 107,4 Mio €), die Pensionszahlungen
für andere Versorgungsleistungen auf insgesamt 8,0 Mio € (Vj. 8,4 Mio €).
Die Netto-Pensionsaufwendungen des Continental-Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:
| 1. Januar bis 30. Juni 2016 | ||||||
| Mio € | D | USA | CAN | GB | Übrige | Gesamt |
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen Ansprüche | 74,3 | 2,8 | 0,9 | 2,1 | 11,3 | 91,4 |
| Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen |
44,2 | 25,6 | 2,9 | 6,7 | 4,4 | 83,8 |
| Erwartete Erträge des Pensionsfonds | -12,4 | -18,6 | -2,6 | -6,9 | -2,2 | -42,7 |
| Auswirkungen der Obergrenze auf den Vermögenswert | - | - | 0,0 | - | 0,0 | 0,0 |
| Übrige Pensionserträge/ -aufwendungen | - | 1,0 | 0,1 | - | - | 1,1 |
| Netto-Pensionsaufwendungen | 106,1 | 10,8 | 1,3 | 1,9 | 13,5 | 133,6 |
| 1. Januar bis 30. Juni 2015 | ||||||
| Mio € | D | USA | CAN | GB | Übrige | Gesamt |
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen Ansprüche | 75,6 | 3,5 | 1,3 | 2,3 | 9,9 | 92,6 |
| Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen |
40,3 | 24,6 | 2,7 | 7,2 | 3,9 | 78,7 |
| Erwartete Erträge des Pensionsfonds | -3,6 | -17,2 | -2,3 | -7,1 | -1,6 | -31,8 |
| Auswirkungen der Obergrenze auf den Vermögenswert | - | - | 0,0 | - | 0,2 | 0,2 |
| Übrige Pensionserträge/ -aufwendungen | - | 0,8 | 0,0 | - | 0,3 | 1,1 |
| Netto-Pensionsaufwendungen | 112,3 | 11,7 | 1,7 | 2,4 | 12,7 | 140,8 |
Die Netto-Aufwendungen der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen
des Continental-Konzerns in den USA und Kanada setzen sich wie folgt zusammen:
| 1. Januar bis 30. Juni | ||
| Mio € | 2016 | 2015 |
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen Ansprüche | 0,9 | 1,2 |
| Aufzinsung der erwarteten Verpflichtungen für Versorgungsleistungen | 5,1 | 4,8 |
| Netto-Aufwendungen für andere Versorgungsleistungen | 6,0 | 6,0 |
Im Bestand der Anleihen erfolgte im zweiten Halbjahr 2015 eine Veränderung: Die von
der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 2012 ausgegebene
US-Dollar-Anleihe mit einem Volumen von 950,0 Mio US-Dollar und einem Festzins von
4,5 % p. a. wurde zum 15. September 2015, d. h. vier Jahre vor ihrer Fälligkeit im
September 2019, vorzeitig zurückgezahlt. Der Rückzahlungspreis lag bei 102,25 %. Am
12. November 2015 hat die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, unter
dem Rahmen-Emissionsprogramm für Anleiheemissionen von Continental (Debt Issuance
Programme, DIP) eine Euro-Anleihe mit einem Nominalvolumen von 500,0 Mio € platziert.
Der Ausgabekurs lag bei 99,739 %. Die neue Anleihe hat eine Laufzeit von drei Jahren
und drei Monaten und einen Festzinssatz von 0,5 % p. a. Durch Abschluss von Zins-Währungsswaps
werden zum einen die Währungsrisiken aus der Denominierung der Anleihe in Euro gesichert,
zum anderen wird der Euro-Festzins von 0,5 % p. a. in einen US-Dollar-basierten Festzinssatz
von durchschnittlich 2,365 % p. a. getauscht.
Der im April 2014 mit einem zugesagten Volumen von 4,5 Mrd € neu abgeschlossene syndizierte
Kredit bestand zu diesem Zeitpunkt aus einem im April 2016 fälligen Festdarlehen über
1,5 Mrd € und einer bis April 2019 eingeräumten revolvierenden Kreditlinie über 3,0
Mrd €. Bezogen auf die Laufzeit der revolvierenden Tranche wurden zwei Vertragsanpassungen
vorgenommen. Im April 2015 und im April 2016 haben alle beteiligten Banken einer Laufzeitverlängerung
um jeweils ein Jahr zugestimmt. Damit steht Continental diese Finanzierungszusage
bis April 2021 zur Verfügung. Das Festdarlehen (Vj. 1,5 Mrd €) wurde bis Ende März
2016 vollständig vorzeitig zurückgezahlt. Bereits im vierten Quartal 2015 erfolgten
vorzeitige Teilrückzahlungen in Höhe von insgesamt 1.150,0 Mio €. Die verbliebene
Inanspruchnahme von nur noch 350,0 Mio € wurde Ende März 2016 zurückgezahlt. Das zugesagte
Volumen des syndizierten Kredits, der nur noch aus der revolvierenden Tranche besteht,
hat sich damit ab Ende März 2016 gleichermaßen um 1,5 Mrd € auf 3,0 Mrd € reduziert.
Die revolvierende Kreditlinie wurde Ende Juni 2016 von der Continental Rubber of America,
Corp., Wilmington, USA, in Höhe von 354,4 Mio € (Vj. 245,9 Mio €) in Anspruch genommen.
Bezüglich der Erläuterungen zu Finanzschulden und zum Zinsergebnis verweisen wir zudem
auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2016.
Die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für die finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, aufgegliedert nach den Klassen der Bilanz sowie
lang- und kurzfristige Positionen zusammengefasst, stellen sich wie folgt dar:
| Mio € | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Buchwert 30.06.2016 | Beizulegender Zeitwert 30.06.2016 | Buchwert 31.12.2015 | Beizulegender Zeitwert 31.12.2015 |
| Sonstige Finanzanlagen | AfS | 39,7 | 39,7 | 14,1 | 14,1 |
| Derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen | |||||
| Derivative Finanzinstrumente mit effektiver Hedge-Beziehung | n. a. | 2,6 | 2,6 | 4,2 | 4,2 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung | HfT | 29,2 | 29,2 | 43,4 | 43,4 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 16,5 | 16,5 | 16,7 | 16,7 |
| Sonstige Forderungen mit Finanzierungscharakter | LaR | 15,6 | 15,6 | 17,1 | 17,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 7.264,5 | 7.264,5 | 6.722,9 | 6.722,9 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | LaR | 554,7 | 554,7 | 482,3 | 482,3 |
| Flüssige Mittel | |||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 1.697,6 | 1.697,6 | 1.600,5 | 1.600,5 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 22,5 | 22,5 | 21,0 | 21,0 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 9.642,9 | 9.642,9 | 8.922,2 | 8.922,2 | |
| Finanzschulden | |||||
| Derivative Finanzinstrumente mit effektiver Hedge-Beziehung | n. a. | 2,9 | 2,9 | 0,9 | 0,9 |
| Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung | HfT | 35,8 | 35,8 | 12,0 | 12,0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n. a. | 37,6 | 41,5 | 40,7 | 44,8 |
| Sonstige Finanzschulden | OL | 5.153,9 | 5.349,9 | 5.191,2 | 5.381,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | OL | 6.043,1 | 6.043,1 | 5.493,8 | 5.493,8 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | OL | 1.106,1 | 1.105,6 | 2.063,6 | 2.062,8 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 12.379,4 | 12.578,8 | 12.802,2 | 12.995,3 | |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | |||||
| Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten (HfT) | 29,2 | 43,4 | |||
| Kredite und Forderungen (LaR) | 9.532,4 | 8.822,8 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) | 78,7 | 51,8 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten (HfT) | 35,8 | 12,0 | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten (OL) | 12.303,1 | 12.748,6 |
| ― |
AfS, available for sale, zur Veräußerung verfügbar |
| ― |
HfT, held for trading, zu Handelszwecken gehalten |
| ― |
LaR, loans and receivables, Kredite und Forderungen |
| ― |
n. a., not applicable, keiner Bewertungskategorie zuzuordnen |
| ― |
OL, other liability, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten |
Die nachstehende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten sowie die jeweils für die Ermittlung der Zeitwerte relevanten
Stufen der Fair Value-Hierarchie nach IFRS 13.
| ― |
Stufe 1: notierte Preise am aktiven Markt für identische Instrumente. |
| ― |
Stufe 2: notierte Preise am aktiven Markt für ein ähnliches Instrument oder eine Bewertungsmethode, bei der alle wesentlichen Input-Faktoren auf beobachtbaren Marktdaten beruhen. |
| ― |
Stufe 3: Bewertungsmethode, bei welcher die wesentlichen Input-Faktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen. |
Neben den Zeitwerten der Finanzinstrumente, die nach IAS 39 zum Zeitwert zu bilanzieren
sind, enthält die Tabelle auch Finanzinstrumente, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten
bilanziert werden und einen hiervon abweichenden Zeitwert besitzen. Zu fortgeführten
Anschaffungskosten bilanzierte Finanzinstrumente, deren Buchwerte näherungsweise ihrem
Zeitwert entsprechen, werden nicht in der Tabelle dargestellt.
Für eine ausführliche Beschreibung der für die einzelnen Finanzinstrumente angewandten
Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2015.
| Mio € | 30.06.2016 | Stufe 1 | Stufe 2 | Anschaffungskosten | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 39,0 | 30,1 | 8,9 | 0,0 |
| Derivative Finanzinstrumente mit effektiver Hedge-Beziehung | n. a. | 2,6 | - | 2,6 | - |
| Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung | HfT | 29,2 | - | 29,2 | - |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 70,8 | 30,1 | 40,7 | 0,0 | |
| Derivative Finanzinstrumente mit effektiver Hedge-Beziehung | n. a. | 2,9 | - | 2,9 | - |
| Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung | HfT | 35,8 | - | 35,8 | - |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 38,7 | - | 38,7 | - | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n. a. | 41,5 | - | 41,5 | - |
| Sonstige Finanzschulden | OL | 5.349,9 | 2.912,5 | 1.147,7 | 1.289,7 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | OL | 1.105,6 | - | 23,9 | 1.081,7 |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 6.497,0 | 2.912,5 | 1.213,1 | 2.371,4 |
| Mio € | 31.12.2015 | Stufe 1 | Stufe 2 | Anschaffungskosten | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AfS | 37,7 | 28,8 | 8,9 | 0,0 |
| Derivative Finanzinstrumente mit effektiver Hedge-Beziehung | n. a. | 4,2 | - | 4,2 | - |
| Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung | HfT | 43,4 | - | 43,4 | - |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 85,3 | 28,8 | 56,5 | 0,0 | |
| Derivative Finanzinstrumente mit effektiver Hedge-Beziehung | n. a. | 0,9 | - | 0,9 | - |
| Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung | HfT | 12,0 | - | 12,0 | - |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 12,9 | - | 12,9 | - | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n. a. | 44,8 | - | 44,8 | - |
| Sonstige Finanzschulden | OL | 5.381,0 | 2.907,0 | 1.329,2 | 1.144,8 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | OL | 2.062,8 | - | 34,7 | 2.028,1 |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 7.488,6 | 2.907,0 | 1.408,7 | 3.172,9 |
Im Verfahren gegen die Continental Automotive Electronics LLC, Bugan-myeon, Südkorea
(CAE), und andere Unternehmen wegen des Verdachts der Beteiligung an Kartellrechtsverstößen
im Geschäft mit Kombi-Instrumenten hat der koreanische Supreme Court am 24. März 2016
das Rechtsmittel der CAE abgewiesen, das sich gegen das von einem Strafgericht verhängte
Bußgeld in Höhe von 200 Mio KRW (rund 156.000 €) gerichtet hatte, welches auf die
Berufung der CAE auf 100 Mio KRW (rund 78.000 €) reduziert worden war. Im Berichtszeitraum
gab es ansonsten keine wesentlichen neuen Erkenntnisse hinsichtlich Rechtsstreitigkeiten
und Schadenersatzansprüchen. Wir verweisen auf die Ausführungen im Geschäftsbericht
2015.
Durch die Implementierung eines neuen Systems für das Risikomanagement wird die Quantifizierung
nicht bilanzierter Risiken detaillierter möglich sein. Infolge dieser zusätzlichen
Informationen wird sich der Wert der Eventualverbindlichkeiten und sonstigen finanziellen
Verpflichtungen zum Jahresende 2016 erhöhen.
Zum 31. Dezember 2015 wies die Continental AG einen Bilanzgewinn in Höhe von 1.014,2
Mio € (Vj. 749,2 Mio €) aus. Am 29. April 2016 hat die Hauptversammlung in Hannover
beschlossen, eine Dividende in Höhe von 3,75 € je Stückaktie an die Aktionäre der
Continental AG für das abgelaufene Geschäftsjahr auszuzahlen. Die Ausschüttungssumme
belief sich somit bei 200.005.983 dividendenberechtigten Aktien auf 750.022.436,25
€. Der verbleibende Betrag wurde auf neue Rechnung vorgetragen.
Im Jahr 2015 erfolgte für das Jahr 2014 die Ausschüttung einer Dividende durch die
Continental AG in Höhe von 3,25 € je Stückaktie an die Aktionäre der Continental AG.
Die Ausschüttungssumme lag somit für 200.005.983 dividendenberechtigte Aktien bei
650.019.444,75 €. Der verbleibende Betrag wurde auf neue Rechnung vorgetragen.
Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie erhöhte sich im ersten Halbjahr 2016 auf 8,19
€ (Vj. 7,24 €) und für den Zeitraum 1. April bis 30. Juni 2016 auf 4,52 € (Vj. 3,96
€). Es entspricht jeweils dem verwässerten Ergebnis pro Aktie.
Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Änderungen der Geschäfte mit nahestehenden
Personen gegenüber dem 31. Dezember 2015. Wir verweisen dazu auf die Ausführungen
im Geschäftsbericht 2015.
Die jährliche Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance-Kodex
vom Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG ist den Aktionären auf der Internetseite
von Continental dauerhaft zugänglich gemacht worden. Dort befinden sich auch frühere
Erklärungen nach § 161 AktG.
Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach dem 30. Juni 2016 vor.
Hannover, 25. Juli 2016
Continental Aktiengesellschaft
Der Vorstand