![]() Continental AktiengesellschaftHannoverJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Geschäftsbericht 2016Continental AGAn unsere AktionäreBrief des VorstandsvorsitzendenLiebe Aktionärinnen und Aktionäre,die Mobilität und unsere Industrien verändern sich derzeit schneller als je zuvor. Selten war es für Ihre Continental spannender und chancenreicher, deren Zukunft zu gestalten. Mit Ihrer Anlageentscheidung setzen Sie auf unsere wegweisenden Technologien. Im Namen unseres weltweiten Teams und von Millionen Menschen danke ich Ihnen. Mit Ihrer Investition fördern Sie unsere Lösungen. Damit bewahren Sie Millionen Verkehrsteilnehmer weltweit vor Unfällen und deren Folgen. Darüber hinaus tragen Sie so zu sauberer Luft bei. Und Sie bahnen dem intelligenten, komfortablen und vernetzten Fahren den Weg. Mit Ihrer Unterstützung gestalten wir die Mobilität nachhaltig und schaffen damit unschätzbaren Wert. Mit wegweisenden Technologien konnten wir 2016 die Serie der erfolgreichen Geschäftsjahre fortsetzen. Das Konzernergebnis lag knapp über dem des Vorjahres. Dies gelang, obwohl mehrere Einzelereignisse unser Ergebnis belasteten. Wir arbeiten intensiv daran, deren Ursachen künftig zu vermeiden. Unseren profitablen Wachstumskurs werden wir 2017 fortsetzen. Heute finden Sie unsere Technologien in drei von vier Fahrzeugen. Sie spielen dort eine entscheidende Rolle. Beispiel: Fahrerassistenzsysteme mit zugehöriger Sensorik und Software. Sie sind unser am schnellsten wachsender Produktbereich. Innerhalb weniger Jahre steigerten wir dessen Umsatz von null auf rund 1,2 Milliarden Euro. Wir erwarten damit im Jahr 2020 einen Umsatz von mehr als zwei Milliarden Euro. Und das ist nicht das Ende. Hinzu kommen Lösungen für die vernetzte Mobilität, denn Fahrzeuge kommunizieren künftig direkter mit ihren Fahrern, darüber hinaus stärker miteinander und mit der Infrastruktur. Sie warnen einander vor Gefahren. Sie machen sich gegenseitig auf alternative Strecken aufmerksam. Hardware und Software zum digitalen Austausch von Daten und Informationen kommen von uns. Auf diese Weise wandelt sich Ihre Continental zum führenden Technologie- und Serviceunternehmen. Stellen Sie sich vor: Autofahrer verbringen insgesamt bis zu einem Jahr ihres Lebens im Stau. Eine ungeheure Zeitverschwendung. Stillstand auf der Straße kostet obendrein unnötig viel Treibstoff. Er geht zulasten der Umwelt und schlicht jedem auf die Nerven. Unser Ziel: Verkehrsfluss statt Stau. Dafür machen wir Fahrzeuge intelligent und lernfähig. In Summe erwirtschaften wir mit Technologien zur Digitalisierung heute fast 15 Milliarden Euro. Das sind etwa 60 Prozent des Umsatzes unserer drei Automotive-Divisionen. Weiteres Beispiel: emissionsfreie Mobilität. Die Zukunft gehört dem Elektroantrieb. Auf diesen Zeitpunkt haben wir uns sehr gut vorbereitet. Wir arbeiten an Aufträgen aus allen großen Märkten der Welt. Derzeit steigt besonders die Nachfrage nach Hybridantrieben. Sie bestehen aus einem Diesel- oder Benzinmotor, zusätzlich verfügen sie über einen kleinen Elektromotor mit Batterie. Diese Technologie bildet die Brücke, bis mittelfristig reine Elektrofahrzeuge ihren Weg machen. Unser 48-Volt-"Volkshybrid" hat das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis und spart bis zu 20 Prozent Kohlendioxid. Im Bereich Elektromobilität fährt Ihre Continental vorne mit. Wir haben in dieses Zukunftsfeld in den vergangenen Jahren mehr als eine Milliarde Euro investiert - Tendenz steigend. Wir arbeiten derzeit an Aufträgen unserer Kunden in Höhe von mehr als 2 Milliarden Euro. Der Übergang vom Verbrennungsmotor zur Elektromobilität wird erst zwischen 2025 und 2030 erheblich an Fahrt aufnehmen. Irgendwann während dieser Phase wird die Zahl der Verbrennungsmotoren ihren Höchstwert erreichen. Danach wird sie moderat fallen. Unsere Strategie und Planung zahlen sich daher aus: Denn wer zu früh investiert, verbrennt Milliarden. Wer zu spät kommt, verliert den Markt. Wir rechnen im Jahr 2025 mit etwa 110 Millionen produzierten Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Etwa jedes zehnte Fahrzeug davon wird dann rein elektrisch fahren. Fast jedes dritte wird mit 48-Volt- oder Hochvolt-Hybridantrieb ausgestattet sein. Das profitable Wachstum außerhalb der Automobilindustrie ist ein weiterer, wichtiger Teil unserer Strategie. Der Anteil am Umsatz mit Industriekunden und Endverbrauchern soll schrittweise in Richtung 40 Prozent steigen. Der größte Beitrag dazu kommt aus unserem Reifenersatzgeschäft und aus der Division ContiTech. Die Division Reifen hat 2016 ihr bisher erfolgreichstes Geschäftsjahr abgeschlossen. Gleichzeitig hat sie mit Investitionen in Milliardenhöhe die dritte Phase ihrer langfristigen Wachstumsstrategie eingeläutet. Unsere Division ContiTech hat ihre Strategie des Wachstums durch Zukäufe fortgesetzt. Auf diese Weise werden wir im Wachstumsmarkt für Luftfedern und Luftfedersysteme im Schienenverkehr zulegen. Darüber hinaus werden wir unser Geschäft mit Materialien für Oberflächen stärken. Unser Unternehmen liegt auf einem ausgezeichneten Erfolgs- und Zukunftskurs. Wir wachsen auf unseren Geschäftsfeldern schnell und profitabel. Für 2020 streben wir so einen Umsatz von über 50 Milliarden Euro an. Ihr Vertrauen ist unser Antrieb! Wir freuen uns mit Ihnen auf die nächste Etappe unseres gemeinsamen Erfolgswegs!
Dr. Elmar Degenhart, Vorsitzender des Vorstands Mitglieder des VorstandsDr. Ralf Cramergeb. 1966 in Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz Continental China bestellt bis August 2017 José A. Avilageb. 1955 in Bogotá, Kolumbien Division Powertrain bestellt bis Dezember 2019 Dr. Ariane Reinhartgeb. 1969 in Hamburg Personal Arbeitsdirektorin Nachhaltigkeit bestellt bis September 2022 Helmut Matschigeb. 1963 in Viechtach, Bayern Division Interior bestellt bis August 2022 Dr. Elmar Degenhartgeb. 1959 in Dossenheim, Baden-Württemberg Vorsitzender des Vorstands Unternehmenskommunikation Qualität und Umwelt Konzern Continental Business System Zentralfunktionen Automotive bestellt bis August 2019 Wolfgang Schäfergeb. 1959 in Hagen, Nordrhein-Westfalen Finanzen, Controlling, Compliance, Recht und IT bestellt bis Dezember 2019 Nikolai Setzergeb. 1971 in Groß-Gerau, Hessen Division Reifen Einkauf Konzern bestellt bis August 2022 Frank Jourdangeb. 1960 in Groß-Gerau, Hessen Division Chassis & Safety bestellt bis September 2021 Hans-Jürgen Duensinggeb. 1958 in Hannover, Niedersachsen Division ContiTech bestellt bis April 2018 Continental-Aktie und -AnleihenContinental-Aktie erstmals seit vier Jahren mit negativer Kursentwicklung.Aktienmärkte mit Jahresendrallye nach KonsolidierungskursZu Beginn des Jahres 2016 führte der sich fortsetzende Preisverfall vieler Rohstoffe, insbesondere von Rohöl, bei vielen Anlegern zu wachsenden Sorgen um die Weltkonjunktur und löste weltweit eine Abwärtsbewegung an den Aktienmärkten aus. Anfang Februar bewirkten vorsichtigere Aussagen der US-amerikanischen Notenbank (Fed) zur wirtschaftlichen Entwicklung sowie schwächere Wirtschaftsdaten aus den USA und aus China einen weiteren Kursrutsch. Der DAX sank vor diesem Hintergrund bis zum 11. Februar 2016 auf rund 8.700 Punkte - ein Minus von 19 % gegenüber seinem Jahresendwert 2015 von 10.743,01 Punkten. Mitte Februar 2016 begann an den Märkten eine Erholungsphase, nachdem sich die Preise für Rohöl und andere Rohstoffe stabilisiert hatten. Schwache Außenhandelszahlen aus China dämpften in der ersten Märzhälfte wiederum die Stimmung. Die Bekanntgabe zusätzlicher expansiver Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) blieb Mitte März ohne nennenswerte Auswirkung auf die Aktienmärkte. Sowohl die Absenkung des Leitzinses auf 0,0 % und des Einlagenzinses auf -0,4 % als auch die Ausweitung der monatlichen Anleiheankäufe von 60 Mrd € auf 80 Mrd € bis März 2017 lagen im ahmen der Erwartungen der Marktteilnehmer. Vielmehr führten schwächere Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA zu rückläufigen Aktienkursen. Ab Mitte April 2016 sorgten die sich erholenden Preise für Rohöl und andere Rohstoffe zusammen mit positiven Wirtschaftsdaten aus Europa, China und den USA für steigende Aktienkurse. Nach Veröffentlichung der ersten Schätzung des annualisierten Wachstums der US-Wirtschaft für das erste Quartal 2016, das schwächer als erwartet ausfiel, trübte sich Anfang Mai die Stimmung an den Aktienmärkten wieder ein. Besser als erwartete Unternehmensergebnisse in Europa und den USA für das erste Quartal 2016 wirkten im weiteren Monatsverlauf lediglich stabilisierend. Ende Mai stärkten zunehmende Erwartungen an eine im Juni bevorstehende Zinserhöhung der Fed den US-Dollar und schwächten den Euro. Der DAX profitierte darüber hinaus von positiven Wirtschaftsdaten und überwand abermals die Marke von 10.000 Punkten. Anfang Juni 2016 drehte die positive Grundstimmung, nachdem Umfragen im Vereinigten Königreich einen wachsenden Zuspruch der Wähler zum Austritt aus der Europäischen Union im bevorstehenden Referendum zeigten. Die Ängste vor dem sogenannten Brexit nahmen bis Mitte Juni zu und drückten den DAX, auch wegen der anhaltenden Unsicherheiten über die künftige Geldpolitik der großen Notenbanken, bis auf 9.500 Punkte. Eine Woche vor dem Referendum am 23. Juni 2016 wurde eine Zustimmung zum Brexit von den Investoren aufgrund neuer Umfrageergebnisse zunehmend als unwahrscheinlich eingestuft. Rasche Kurserholungen waren die Folge. Das unerwartete Nein zum Verbleib in der Europäischen Union mit 51,9 % der abgegebenen Stimmen bewirkte einen Kurssturz an den internationalen Kapitalmärkten; besonders betroffen waren europäische Börsen. Zu Beginn des dritten Quartals 2016 leiteten besser als erwartete US-Arbeitsmarktdaten eine Erholungsphase an den europäischen Aktienmärkten ein. Dieser Trend wurde im weiteren Verlauf des Quartals durch positive Unternehmensergebnisse unterstützt. Ab der zweiten Augusthälfte verunsicherten sinkende Rohölpreise und Spekulationen über die weitere US-Zinspolitik viele Investoren. An den europäischen Aktienmärkten führte dies zu Gewinnmitnahmen und drückte sich in leicht rückläufigen Kursen aus. Nach dem Ausbleiben der Zinserhöhung in den USA stiegen in der zweiten Septemberhälfte die Aktienkurse wieder an, bevor Sorgen um deutsche Großbanken wiederum zu Gewinnmitnahmen führten. Kursentwicklung der Continental-Aktie im Jahr 2016 im Vergleich zu ausgewählten Indizes indexiert auf den 1. Januar 2016![]() Zu Beginn des vierten Quartals 2016 ließ der unsichere Ausgang der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl viele Anleger zurückhaltend und vorsichtig agieren. Dies zeigte sich in einer Seitwärtsbewegung an den meisten Aktienmärkten weltweit. Vom Ausgang der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl profitierten zunächst insbesondere US-amerikanische Aktientitel aus den Sektoren Pharma, Banken sowie Infrastruktur und Bau. Viele Investoren erwarten für die nächsten Jahre von der neuen Regierung steigende Staatsausgaben und Deregulierungen, vor allem im Finanzsektor. Der Dow Jones-Index kletterte auf neue Höchstwerte und überwand Ende November 2016 erstmals die Marke von 19.000 Punkten. Anfang Dezember sorgte die zunehmende Erwartung vieler Investoren, dass es zu einer Ausweitung der expansiven europäischen Geldpolitik kommt, auch für stärker steigende Kurse an den europäischen Börsen. Der DAX stieg hierdurch erstmals im Jahr 2016 über die Marke von 11.000 Punkten. In ihrer Dezembersitzung beschloss die EZB eine Verlängerung ihres Anleiheankaufprogramms, das ursprünglich im März 2017 auslaufen sollte, bis Ende 2017. Allerdings senkte sie das monatliche Anleiheankaufvolumen ab April 2017 von 80 Mrd € auf 60 Mrd €. In den USA setzte sich parallel die Kursrallye in Erwartung einer moderaten Leitzinserhöhung der Fed fort. Mitte Dezember notierte der Dow Jones-Index nur knapp unterhalb der Marke von 20.000 Punkten. Die Fed hob in ihrer Dezembersitzung zum zweiten Mal nach Dezember 2015 ihren Leitzins um 0,25 % auf eine Spanne von 0,5 % bis 0,75 % an. Die überraschende Aussicht auf drei anstatt zwei weiterer Zinsschritte im Jahr 2017 ließ den Währungskurs des US-Dollar gegenüber dem Euro auf ein 14-Jahres-Hoch steigen und nahm zugleich der Kursrallye an den Börsen den Schwung. Schwache US-Konjunkturdaten führten schließlich am Jahresende zu Gewinnmitnahmen und rückläufigen Kursnotierungen an den Aktienmärkten weltweit. Der DAX beendete das Jahr 2016 mit einem Plus von 6,9 % bei 11.481,06 Punkten. Der EURO STOXX 50 schloss das Jahr mit einem Zuwachs von 0,7 % bei 3.290,52 Punkten. Continental-Aktie mit rückläufiger KursentwicklungNeben der Verschlechterung der allgemeinen Stimmung an den Aktienmärkten wurden Automobilwerte weltweit im ersten Halbjahr 2016 durch zunehmende Sorgen hinsichtlich der Pkw-Nachfrage in den USA sowie in China und Japan beeinträchtigt. Zudem senkten Analysten ihre Erwartungen und Empfehlungen für den Sektor. Ferner belastete Ende Juni 2016 das Brexit-Votum neben Banktiteln und Versicherungsaktien insbesondere europäische Automobilwerte. Erst im dritten Quartal erholten sich die Aktienkurse der europäischen Fahrzeug- und Zuliefererwerte im Zuge der allgemeinen Markterholung. Unterstützend wirkten hierbei besser als erwartete Pkw-Zulassungsdaten, vor allem für Westeuropa und China. Im vierten Quartal 2016 profitierten auch die Aktien des europäischen Automobilsektors von der Jahresendrallye. Der EURO STOXX Automobiles & Parts konnte hierdurch seine negative Kursentwicklung deutlich verringern. Er beendete das Jahr 2016 mit einem Verlust von 3,9 % bei 521,33 Punkten. Nach einem Kursrückgang zu Jahresbeginn stabilisierte sich die Continental-Aktie Mitte Februar 2016 bei rund 180 €. Im weiteren Verlauf der ersten sechs Monate 2016 bewegte sie sich in einem Korridor zwischen 175 € und 203 €. Nach dem Brexit-Votum rutschte sie zeitweise bis auf 162 € ab. Im Zuge der allgemeinen Markterholung überwand sie Mitte Juli wieder die Marke von 180 € und notierte im weiteren Verlauf des dritten Quartals um 190 €. Alles in allem folgte die Continental-Aktie während der ersten neun Monate 2016 im Wesentlichen dem Kursverlauf des EURO STOXX Automobiles & Parts. Der am 17. Oktober 2016 veröffentlichte geänderte Konzernausblick belastete die Continental-Aktie im vierten Quartal. Nach der Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Quartal 2016 markierte sie im Tagesverlauf des 10. November 2016 bei 158,20 € ihr Jahrestief. In den folgenden Wochen profitierte die Continental-Aktie von neuen Kaufempfehlungen mehrerer Analysten und der Jahresendrallye an den Aktienmärkten. Das Jahr 2016 schloss sie mit einem Verlust von 18,2 % bei einem Kurs von 183,70 € (Vj. 224,55 €). Kursentwicklung nach Quartalen im Jahr 2016 %![]() Wertentwicklung der Continental-Aktie im Mehrjahresvergleich zu ausgewählten Indizesscroll
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Inklusive reinvestierter Dividenden. Outperformance der Continental-Aktie im Vergleich über fünf und zehn JahreGemessen an der Kursperformance belegte die Continental-Aktie im Jahr 2016 mit Platz 27 (Vj. Platz 6) einen der hinteren Plätze im Jahresranking der 30 DAX-Werte. Auch unter Berücksichtigung einer sofortigen Reinvestition der Dividendenausschüttung von 3,75 € entwickelte sich die Continental-Aktie 2016 im Vergleich zum DAX, EURO STOXX 50 und EURO STOXX Automobiles & Parts (jeweils inklusive reinvestierter Dividenden) deutlich schwächer, nachdem sie die Vergleichsindizes in den Jahren 2012 bis 2015 jeweils übertroffen hatte. Im Performance-Vergleich über längere Zeiträume zeigt sich trotz des Kursverlusts im Jahr 2016 eine deutlich bessere Wertentwicklung unserer Aktie:
Continental-Euro-Anleihen auf niedrigem RenditeniveauDie Continental-Euro-Anleihen verharrten während des Jahres 2016 auf niedrigem Renditeniveau. Leichte Kursabschläge verzeichneten dabei die kürzer laufenden Continental-Euro-Anleihen durch die Verringerung ihrer jeweiligen Restlaufzeit: Die am 20. März 2017 fällige 2,5 %-Euro-Anleihe sank um 211,2 Basispunkte unter ihren Schlusskurs des Jahres 2015 und notierte Ende 2016 bei 100,567 %. Der Kurs der am 16. Juli 2018 fälligen 3,0 %-Euro-Anleihe verringerte sich im Berichtszeitraum um 197,9 Basispunkte auf 104,703 %. Die länger laufenden Continental-Euro-Anleihen profitierten während der ersten sechs Monate 2016 vom sinkenden Zinsniveau für Unternehmensanleihen im Euroraum. Ursächlich hierfür war die im März 2016 von der EZB beschlossene und seit Juni 2016 umgesetzte Ausweitung ihrer Anleiheankäufe von in Euro denominierten Unternehmensanleihen mit Investment Grade-Rating. Zudem profitierten sie im Juni von der steigenden Nachfrage der Investoren nach Anleihen im Vorfeld sowie im Nachgang des Brexit-Referendums. Ab Mitte Juli 2016 führte die nachlassende Verunsicherung zu leicht rückläufigen Kursen an den Anleihemärkten. Auch die länger laufenden Continental-Anleihen gaben im Verlauf des zweiten Halbjahrs 2016 etwas nach. Die am 19. Februar 2019 fällige 0,5 %-Euro-Anleihe notierte Ende 2016 bei 101,081 %. Das sind 80,5 Basispunkte mehr als zum Jahresende 2015. Die am 9. September 2020 fällige 3,125 %-Euro-Anleihe notierte Ende 2016 bei 111,024 %. Das sind 22,6 Basispunkte mehr als zum Jahresende 2015. Ausstehende Anleihen zum 31. Dezember 2016scroll
Kursentwicklungen der Continental-Anleihen im Jahr 2016![]() Erfolgreiche Platzierung einer 0 %-Euro-AnleiheUnter dem Rahmen-Emissionsprogramm für Anleiheemissionen von Continental (Debt Issuance Programme, DIP) wurde am 28. November 2016 eine Euro-Anleihe der Continental AG erstmals mit einem Zinskupon von 0,0 % angeboten und erfolgreich bei Investoren im In- und Ausland platziert. Bei einem Nominalvolumen von 600,0 Mio € belief sich der Ausgabekurs auf 99,410 %. Die neue Anleihe hat eine Laufzeit von drei Jahren und zwei Monaten. Sie wurde am 5. Dezember 2016 in den geregelten Markt der Luxemburger Börse eingeführt. Ende 2016 notierte sie bei 99,747 %, und damit 33,7 Basispunkte über ihrem Ausgabekurs. Fünfjahres-CDS-Prämie Ende 2016 unter JahresanfangskursDie Turbulenzen an den Rohstoff- und Aktienmärkten zu Beginn des Jahres bewirkten steigende Prämien für die Versicherung von Kreditausfallrisiken (Credit Default Swap, CDS). Die Fünfjahres-CDS-Prämie für Continental verteuerte sich von 63,400 Basispunkten am Jahresende 2015 bis zum 12. Februar 2016 um über 40 Basispunkte auf rund 105 Basispunkte. Im weiteren Verlauf des Berichtszeitraums führte die im März 2016 beschlossene Ausweitung der EZB-Maßnahmen zu sinkenden Zinsen im Euroraum sowie zu rückläufigen CDS-Prämien für Euro-Unternehmensanleihen. Im Vorfeld des Brexit-Referendums sowie der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl sorgte die jeweils zunehmende Unsicherheit an den Kapitalmärkten auch für leicht höhere Kreditausfallprämien, die jedoch nach diesen Ereignissen wieder rückläufig waren. Die Continental-CDS-Prämie notierte Ende 2016 mit 59,081 Basispunkten leicht unter dem Niveau des Jahresanfangs von 63,400 Basispunkten. Der Spread gegenüber ihrem Referenzindex Markit iTraxx Europe belief sich am 31. Dezember 2016 auf -13,234 Basispunkte (31. Dezember 2015: -16,466 Basispunkte). Continental-Kreditrating weiter verbessertDie Ratingagentur Standard & Poor's stufte die Continental AG am 11. Mai 2016 von BBB mit positivem Ausblick auf BBB+ mit stabilem Ausblick hoch. Auch die Ratingagentur Fitch hob ihr Kreditrating am 24. Oktober 2016 auf BBB+ mit stabilem Ausblick an. Die Ratingagentur Moody's behielt ihr Kreditrating für die Continental AG unverändert bei. scroll
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Vertragsverhältnis seit 19. Mai 2000. Konzernergebnis je Aktie erreicht neuen HöchstwertIm Berichtsjahr erhöhte sich das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis um knapp 3 % auf einen neuen Höchstwert von 2,80 Mrd € nach 2,73 Mrd € im Vorjahr. Ursächlich hierfür war neben der insgesamt guten operativen Entwicklung des Continental-Konzerns auch das erneut verbesserte Zinsergebnis. Das Ergebnis je Aktie, d. h. der Gewinnanteil, der je Anteilsschein auf die Aktionäre entfällt, ergibt sich aus der Division des den Anteilseignern der Continental AG zuzurechnenden Konzernergebnisses durch die Anzahl der durchschnittlich ausstehenden Aktien. Es stieg analog um knapp 3 % auf 14,01 € (Vj. 13,64 €) - ebenfalls ein neuer Höchstwert. Dividendenvorschlag auf 4,25 € je Aktie erhöhtVorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, der am 28. April 2017 in Hannover stattfindenden Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividendenausschüttung für das abgelaufene Geschäftsjahr um 13,3 % auf 4,25 € je Aktie vorzuschlagen. Das entspricht 850,0 Mio € oder einer Ausschüttungsquote von 30,3 % des den Anteilseignern zuzurechnenden Konzernergebnisses. Für das Jahr 2016 errechnet sich auf Basis des Dividendenvorschlags und des Jahresdurchschnittskurses der Continental-Aktie eine Dividendenrendite von 2,3 %. Für das Geschäftsjahr 2015 wurde eine Dividende in Höhe von 3,75 € je Aktie gezahlt. Insgesamt belief sich die Ausschüttung auf 750,0 Mio €. Die Ausschüttungsquote lag bei 27,5 %, die Dividendenrendite bei 1,8 %. Streubesitz unverändert bei 54,0 %Der Streubesitz (Free Float) nach der Definition der Deutsche Börse AG lag zum Jahresende 2016 wie im Vorjahr bei 54,0 %. Die letzte Änderung erfolgte am 17. September 2013, als unser Großaktionär, die IHO-Gruppe, Herzogenaurach, Deutschland, den Verkauf von 7,8 Mio Continental-Aktien bekannt gab und damit seinen Anteilsbesitz an der Continental AG von 49,9 % auf 46,0 % reduzierte. Die Marktkapitalisierung der Continental AG belief sich Ende 2016 auf 36,7 Mrd € (Vj. 44,9 Mrd €). Gemäß Deutsche Börse AG ergab sich für die letzten 20 Handelstage des Jahres 2016 eine Marktkapitalisierung auf Basis des Streubesitzes von durchschnittlich 19,6 Mrd € (Vj. 24,1 Mrd €). Das für die Indexauswahl ebenfalls relevante Handelsvolumen in Euro summierte sich von Januar bis Dezember 2016 auf 20,5 Mrd € (Vj. 27,7 Mrd €). Zum Jahresende 2016 belegte die Continental-Aktie im Index-Ranking der Deutsche Börse AG bei der Free Float-Marktkapitalisierung Platz 16 (Vj. Platz 13) bzw. beim Börsenumsatz Platz 16 (Vj. Platz 14) unter den 30 DAX-Werten. Höherer Streubesitzanteil in Deutschland und FrankreichZum Stichtag 31. Dezember 2016 ermittelten wir erneut durch eine sogenannte Shareholder Identification (SID) die Verteilung des Streubesitzes der Continental-Aktien. Von den 108,0 Mio Aktien im Streubesitz konnten 91,0 Mio Anteilsscheine, die in Form von Aktien oder in den USA auch als American Depositary Receipt (ADR) gehalten werden, institutionellen und privaten Investoren zugeordnet werden. Die Identifizierungsquote lag bei 84,3 % des Streubesitzes (Vj. 93,3 %). 82,5 Mio Anteilsscheine entfielen auf rund 600 institutionelle Investoren in 39 Ländern. Privataktionäre in Deutschland, anderen europäischen Ländern und den USA hielten zum Jahresende 8,7 Mio Anteilsscheine. In Europa erreichte gemäß der SID der identifizierte Anteilsbesitz von Continental-Aktien mit 61,7 % nicht ganz das Niveau des Vorjahres (Vj. 64,6 %). Der identifizierte Anteilsbesitz institutioneller Anleger aus dem Vereinigten Königreich und Irland reduzierte sich von zuvor 29,8 % auf 24,2 %. Dafür stieg die identifizierte Position deutscher institutioneller Investoren im Berichtsjahr auf 15,4 % (Vj. 13,0 %). Der Aktienbesitz deutscher Privataktionäre lag mit 6,0 % leicht unter dem Vorjahreswert von 6,6 %. Ein höherer Anteilsbesitz wurde Ende 2016 in Frankreich mit 6,2 % (Vj. 4,9 %) und den übrigen europäischen Ländern mit 5,6 % (Vj. 5,1 %) identifiziert. Skandinavische Investoren verfügten Ende 2016 über rund 4,3 % der Continental-Aktien (Vj. 5,2 %). In den USA und Kanada verringerte sich der identifizierte Anteilsbesitz am Ende des Berichtsjahres. Institutionelle und private Investoren hielten Ende Dezember 2016 insgesamt 19,5 % (Vj. 24,2 %) des Streubesitzes in Form von Aktien oder ADR. Der identifizierte Anteilsbesitz in Asien, Australien und Afrika sank am Jahresende 2016 auf 3,1 % (Vj. 4,5 %). Geografische Verteilung des Streubesitzes 2016![]() Daten der Continental-Aktiescroll
Unverändertes GrundkapitalDas Grundkapital der Continental AG belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2016 unverändert auf 512.015.316,48 €. Es ist in 200.005.983 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 € pro Aktie eingeteilt. Alle Aktien sind gleichermaßen dividendenberechtigt. Gemäß § 20 der Satzung der Continental AG gewährt jede Aktie eine Stimme auf der Hauptversammlung. Die aktuelle Satzung ist im Internet unter www.continental-ir.com in der Rubrik Corporate Governance verfügbar. Notierung der Continental-AktieDie Continental-Aktie ist unverändert an den deutschen Börsen in Frankfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart im regulierten Markt notiert. Zudem wird die Continental-Aktie an weiteren Börsenplätzen in Deutschland und Europa im Freiverkehr gehandelt. Daten des Continental-American Depositary Receipt (ADR)scroll
Notierung des Continental-ADRNeben der Notierung an europäischen Börsenplätzen wird die Continental-Aktie in den USA in Form eines Sponsored ADR-Programms am OTC-Markt (Over The Counter, OTC) gehandelt. Eine Zulassung an einer US-amerikanischen Börse besteht nicht. Seit dem Split der ausstehenden ADR am 23. Dezember 2013 im Verhältnis 1:5 entsprechen fünf Continental-ADR einer Continental-Aktie. Continental Investor Relations OnlineWeitere Informationen zur Continental-Aktie, zu den Continental-Anleihen, zum Kreditrating sowie zu unserer Investor Relations App sind im Internet unter www.continental-ir.de abrufbar. Aktuelle Informationen zu Continental sind auch auf Twitter unter @Continental_IR verfügbar. Kennzahlen der Continental-Aktie1scroll
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Alle Börsenkurse sind Notierungen der Continental-Aktie
im XETRA-System der Deutsche Börse AG. Corporate Governance Bericht des AufsichtsratsLiebe Aktionärinnen und Aktionäre,im Folgenden berichten wir Ihnen über die Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse im Geschäftsjahr 2016. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens eng begleitet, sorgfältig überwacht und ihm beratend zur Seite gestanden sowie die uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben umfassend wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Recht- und Zweckmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat rechtzeitig und unmittelbar eingebunden. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher oder mündlicher Form über alle für das Unternehmen relevanten Angelegenheiten informiert. Dazu gehören namentlich die Planung, die Unternehmensstrategie, wichtige Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und des Konzerns und die damit verbundenen Chancen und Risiken sowie Compliance-Themen. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat fortlaufend und detailliert über die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns und der einzelnen Divisionen sowie über die Finanzlage des Unternehmens unterrichtet. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen hat der Vorstand ausführlich erläutert. Die Gründe für die Abweichungen sowie die eingeleiteten Maßnahmen hat er mit dem Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen eingehend diskutiert. Daneben haben sich der Aufsichtsrat, sein Präsidium und der Prüfungsausschuss in ihren Sitzungen und gesonderten Besprechungen intensiv mit sonstigen wesentlichen Angelegenheiten des Unternehmens befasst. Die Mitglieder des Aufsichtsrats standen dem Vorstand auch außerhalb der Sitzungen beratend zur Verfügung. Insbesondere stand ich als Aufsichtsratsvorsitzender in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand sowie dem Vorstandsvorsitzenden und habe mich mit ihnen über aktuelle Fragen und Entwicklungen des Unternehmens ausgetauscht. Sitzungen des Aufsichtsrats und der AusschüsseDer Aufsichtsrat kam 2016 zu vier ordentlichen Sitzungen, der Strategiesitzung und einer Telefonkonferenz zusammen. Bei drei Sitzungen beriet der Aufsichtsrat zeitweise in Abwesenheit des Vorstands. Das Präsidium hat im Berichtsjahr vier Sitzungen und zwei Telefonkonferenzen abgehalten. Der Prüfungsausschuss tagte 2016 viermal. Der Nominierungsausschuss und der Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz mussten nicht zusammenkommen. Weitere Ausschüsse bestehen nicht. Alle Ausschüsse berichten regelmäßig an das Plenum. Der Corporate Governance-Bericht (Seite 18 ff.) beschreibt ihre Aufgaben ausführlicher und nennt ihre Mitglieder. Die meisten Mitglieder des Aufsichtsrats waren bei allen Sitzungen persönlich anwesend. Mit einer Ausnahme haben die Mitglieder des Aufsichtsrats im vergangenen Geschäftsjahr jeweils an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Plenums und der Ausschüsse, denen sie angehören, teilgenommen. Elke Volkmann fehlte bei der Telefonkonferenz des Aufsichtsrats, der Strategie- und der Septembersitzung. Wesentliche Themen in Aufsichtsrat und PräsidiumWiederkehrende Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats sind die strategische Entwicklung und Ausrichtung des Unternehmens. Insbesondere in der Strategiesitzung haben Vorstand und Aufsichtsrat die strategischen Ziele und die strategische Planung des Konzerns und der Divisionen erneut ausgiebig diskutiert. Im Rahmen der Berichterstattung des Vorstands über die laufende Geschäftsentwicklung waren wie immer die Situation auf den Rohstoff- und Absatzmärkten sowie die Entwicklung des Aktienkurses regelmäßiger Gegenstand der Beratungen. Weitere wesentliche Themen der Strategiesitzung waren die Entwicklungen auf dem Gebiet des elektrischen Antriebs und der Schwerpunkt, den das Unternehmen zukünftig auf Dienstleistungen im Bereich der Mobilität setzen will. Mit dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der Zonar Systems, Inc., Seattle, USA, hat die Continental zum Beispiel ihre Kompetenz im Flottenmanagement erweitert. Der Aufsichtsrat hat dieser Transaktion in seiner Septembersitzung 2016 zugestimmt. Gleichzeitig genehmigte der Aufsichtsrat die Akquisition der Hoosier Racing Tire Corp., Lakeville, USA, durch die Division Reifen, die unsere Expertise im Bereich der Ultra-High-Performance-Reifen stärkt. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat weitere geschäftsleitende Maßnahmen des Vorstands erörtert, die nach Satzung der Gesellschaft und Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der Zustimmung des Aufsichtsrats bzw. seines Präsidialausschusses bedürfen: Nach sorgfältiger Prüfung wurden der Erwerb der Restanteile an unserem Unternehmen in Wuhu, China, und der Kauf der Bandvulc Gruppe, Vereinigtes Königreich, eines der führenden britischen Dienstleister im Bereich Flottenmanagement und Lkw-Reifenrunderneuerung, genehmigt. Zugestimmt hat der Aufsichtsrat auch der Übernahme der Hornschuch Gruppe durch die Division ContiTech. Der Aufsichtsrat hat außerdem die Strukturmaßnahmen am Standort Gifhorn gebilligt. In seiner Sitzung am 13. Dezember 2016 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Jahresplanung 2017 sowie der Langfristplanung und genehmigte die Planung und die Investitionspläne für das Geschäftsjahr 2017. Wesentliche Themen im PrüfungsausschussDem Prüfungsausschuss hat der Vorstand ebenfalls fortlaufend und detailliert über die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns und der einzelnen Divisionen sowie über die Finanzlage des Unternehmens berichtet. Der Vorstand wird vom Leiter Accounting und der Leiterin Corporate Controlling unterstützt, die dem Prüfungsausschuss in seinen Sitzungen so auch unmittelbar Informationen geben können. Darüber hinaus steht der Vorsitzende des Prüfungsausschusses außerhalb der Sitzungen ebenfalls in regelmäßigem Kontakt mit dem Finanzvorstand und dem Abschlussprüfer. Der Prüfungsausschuss lässt sich auch regelmäßig über die Entwicklung wesentlicher Akquisitions- und Investitionsprojekte informieren. 2016 betraf das z. B. Veyance Technologies und Elektrobit Automotive, die beide 2015 übernommen wurden. Vor Veröffentlichung der Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte hat der Prüfungsausschuss diese und insbesondere die Ergebniszahlen des jeweiligen Berichtszeitraums sowie den Ausblick auf das Gesamtjahr eingehend mit dem Vorstand erörtert und kritisch hinterfragt. Den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2016 hat die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover (KPMG), im Auftrag des Prüfungsausschusses einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Der Prüfungsausschuss hat ebenfalls den Auftrag für die Prüfung des Jahresabschlusses 2016 und des Konzernabschlusses 2016 sowie des Abhängigkeitsberichts dem von der Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfer, KPMG, erteilt und Berichtsschwerpunkte festgelegt. Der Prüfungsausschuss hat wiederum eine Beurteilung der Qualität der Abschlussprüfung vorgenommen. Nach der Mitte 2016 in Kraft getretenen EU-Abschlussprüferverordnung hat der Prüfungsausschuss einen Genehmigungsrahmen für die Beauftragung des Abschlussprüfers mit Nichtprüfungsleistungen festgelegt. Ausgiebig hat er sich über neue Entwicklungen der Rechtsvorschriften auf dem Gebiet der Rechnungslegung informiert. Der Prüfungsausschuss ist eng in das Compliance- und Risikomanagement eingebunden. Die Arbeit der Compliance-Abteilung und der Konzernrevision sowie die Berichterstattung über bedeutende Vorfälle sind regelmäßiger Gegenstand jeder Sitzung des Prüfungsausschusses. Dazu gehören insbesondere die im Risiko- und Chancenbericht und im Anhang zum Konzernabschluss näher erläuterten Angelegenheiten. Die Leiterin der Compliance-Abteilung und die Leiterin der Konzernrevision standen dem Prüfungsausschuss und seinem Vorsitzenden in Abstimmung mit dem Vorstand auch unmittelbar für Auskünfte zur Verfügung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses gibt die wesentlichen Informationen im Rahmen seiner regelmäßigen Berichterstattung an das Plenum weiter. Darüber hinaus berichtet die Leiterin der Compliance-Abteilung dem Plenum des Aufsichtsrats einmal jährlich unmittelbar über die Arbeit der Compliance-Abteilung und bedeutende Compliance-Vorfälle. Der Prüfungsausschuss hat die guten Ergebnisse der Prüfung der Qualität der Konzernrevision durch die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gewürdigt. Hervorzuheben ist auch, dass die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aufgrund ihrer Prüfung die Wirksamkeit des Compliance-Managementsystems nach Prüfungsstandard PS 980 des Instituts der Wirtschaftsprüfer e. V. (IDW) bestätigt hat. Der Vorstand hat im Prüfungsausschuss zudem über die wesentlichen Risiken, die im Risikomanagementsystem erfasst sind, und die dazu beschlossenen Maßnahmen berichtet. Der Prüfungsausschuss hat sich auch über das dabei erstmals zum 30. Juni 2016 eingesetzte Governance, Risk und Compliance (GRC)-System informiert. Ein weiteres wichtiges Thema, das der Prüfungsausschuss behandelt hat, waren die Prozesse zur "Product Compliance". Sie sollen sicherstellen, dass die Produkte des Unternehmens die für sie geltenden gesetzlichen Vorschriften einhalten. Die Sicherheit der IT-Systeme war ebenfalls wieder Gegenstand der Beratungen. Der Prüfungsausschuss hat sich von der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems überzeugt. Corporate GovernanceIn seiner Dezembersitzung 2016 hat der Aufsichtsrat eine aktualisierte Erklärung nach § 161 AktG zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex verabschiedet. Der Aufsichtsrat hat 2016 außerdem mit Unterstützung eines externen Beraters wieder eine Effizienzprüfung durchgeführt und ihre Ergebnisse in der Dezembersitzung beraten. Sie hat die positive Entwicklung der Arbeit des Aufsichtsrats in den vergangenen Jahren erneut bestätigt. Die Empfehlungen aus der Untersuchung wird der Aufsichtsrat aufnehmen. Im Berichtsjahr sind keine Interessenkonflikte von Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitgliedern aufgetreten. Dem Aufsichtsrat hat nach seiner Einschätzung im Berichtszeitraum auch jederzeit eine angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex angehört. Weitere Informationen zur Corporate Governance enthält der Corporate Governance-Bericht (Seite 18 ff.). Jahres- und KonzernabschlussDen vom Vorstand nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 unter Einbeziehung der Buchführung, des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und des Risikofrüherkennungssystems, den Konzernabschluss 2016 sowie den zusammengefassten Bericht zur Lage der Gesellschaft und des Konzerns hat KPMG geprüft. Der Konzernabschluss 2016 der Continental AG wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Abschlussprüfer erteilte uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Zum Risikofrüherkennungssystem hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG erforderlichen Maßnahmen getroffen hat und dass das Risikofrüherkennungssystem der Gesellschaft geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Zum Abhängigkeitsbericht hat KPMG folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk nach § 313 Abs. 3 AktG erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Der Prüfungsausschuss hat die Jahresabschlussunterlagen einschließlich des Abhängigkeitsberichts und die Prüfungsberichte am 28. Februar 2017 mit Vorstand und Abschlussprüfer erörtert. Außerdem hat das Plenum des Aufsichtsrats diese in seiner Bilanzsitzung am 10. März 2017 ausführlich behandelt. Die erforderlichen Unterlagen waren rechtzeitig vor diesen Sitzungen an alle Mitglieder des Prüfungsausschusses bzw. des Aufsichtsrats verteilt worden, sodass ausreichend Gelegenheit zu ihrer Prüfung bestand. Bei den Beratungen war der Abschlussprüfer anwesend. Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und stand dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Auf der Basis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des zusammengefassten Lageberichts der Continental AG und des Konzerns sowie des Abhängigkeitsberichts einschließlich der Schlusserklärung des Vorstands sowie auf der Basis des Berichts und der Empfehlung des Prüfungsausschusses hat sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Einwendungen waren nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Darüber hinaus wird der Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 28. April 2017 gemeinsam mit dem Vorstand vorschlagen, für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende in Höhe von 4,25 € pro Aktie auszuschütten. Personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und VorstandIm Aufsichtsrat gab es nur eine personelle Veränderung. Hans Fischl hat sein Amt zum 31. Dezember 2016 niedergelegt, da er Ende Januar 2017 in den wohlverdienten Ruhestand eingetreten ist. Seine Nachfolgerin ist Gudrun Valten, Mitglied des Betriebsrats der Continental Automotive GmbH in Regensburg. Der Aufsichtsrat dankt Hans Fischl für seinen langjährigen engagierten Einsatz für das Unternehmen und seine Mitarbeiter sowie seinen großen Beitrag zur Arbeit des Aufsichtsrats. Weitere Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, die im Berichtsjahr amtiert haben, finden Sie auf den Seiten 19 und 214 f. In seiner Septembersitzung hat der Aufsichtsrat Helmut Matschi und Nikolai Setzer sowie im Dezember Dr. Ariane Reinhart für jeweils weitere fünf Jahre bis August bzw. Ende September 2022 zu Mitgliedern des Vorstands bestellt. Die Continental AG unterliegt als börsennotierte Aktiengesellschaft, für die das Mitbestimmungsgesetz gilt, dem am 1. Mai 2015 in Kraft getretenen Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst. In seiner Dezembersitzung hat der Aufsichtsrat nach Maßgabe des Gesetzes erneut ein Ziel für den Frauenanteil im Vorstand festgelegt, das bis zum 31. Dezember 2021 erreicht werden soll. Einzelheiten zu dieser Zielvorgabe, dem Erreichen des bis 31. Dezember 2016 festgelegten Ziels und den weiteren Verpflichtungen, die sich aus dem Gesetz ergeben, sind in der Erklärung zur Unternehmensführung (Corporate Governance-Bericht) auf den Seiten 18 ff. erläutert. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen für ihre hervorragende Leistung, mit der sie die insgesamt erfreuliche Entwicklung des Unternehmens im vergangenen Jahr ermöglicht haben.
Hannover, 10. März 2017 Für den Aufsichtsrat Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle, Vorsitzender Corporate Governance-Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGBEine gute, verantwortungsvolle und auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtete Unternehmensführung ist Maßstab des Handelns von Vorstand und Aufsichtsrat.Eine gute, verantwortungsvolle und auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtete Unternehmensführung (Corporate Governance) im Interesse aller ihrer Bezugsgruppen ist Maßstab des Handelns von Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG und Grundlage des Erfolgs der Gesellschaft. Im Folgenden berichten Aufsichtsrat und Vorstand gemäß unseren Corporate Governance-Grundsätzen, Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex, und gemäß § 289a HGB über die Corporate Governance bei Continental. Der Bericht wird durch den Vergütungsbericht der Continental AG ergänzt. Letzterer ist Teil des Lageberichts der Gesellschaft. Die Corporate Governance-Grundsätze der Continental AG lehnen sich eng an den Deutschen Corporate Governance Kodex an. Zusammen mit den BASICS, in denen wir schon seit 1989 unsere Werte und Leitlinien festhalten, unseren Grundsätzen der gesellschaftlichen Verantwortung und unserem Verhaltenskodex sind sie die Richtschnur für die Unternehmensleitung und -kontrolle bei Continental. Organe der GesellschaftVorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung der Continental AG bilden nach Gesetz und Satzung die Organe der Gesellschaft. Als deutsche Aktiengesellschaft hat die Continental AG ein duales Führungssystem, das durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungs- und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet ist. Der Vorstand und seine ArbeitsweiseDer Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung frei von Weisungen Dritter nach Maßgabe des Gesetzes, der Satzung, der Geschäftsordnung für den Vorstand sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Alle Mitglieder des Vorstands tragen die Verantwortung für die Geschäftsführung gemeinsam. Unbeschadet dieses Grundsatzes der Gesamtverantwortung führt jedes Mitglied des Vorstands das ihm übertragene Ressort in eigener Zuständigkeit. Der Vorstandsvorsitzende hat die Federführung in der Gesamtleitung und in der Geschäftspolitik des Unternehmens. Er sorgt für die Koordination und Einheitlichkeit der Geschäftsführung im Vorstand und vertritt die Gesellschaft gegenüber der Öffentlichkeit. Der Vorstand besteht zurzeit aus neun Mitgliedern. In der Regel wird ein Mitglied des Vorstands nicht über das Erreichen der gesetzlichen Regelaltersgrenze hinaus bestellt. Der Vorstand hat eine Geschäftsordnung, die insbesondere die Geschäftsverteilung unter den Vorstandsmitgliedern, die wesentlichen Angelegenheiten des Unternehmens und der Konzerngesellschaften, die einer Entscheidung des Gesamtvorstands bedürfen, die Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden sowie das Verfahren der Beschlussfassung durch den Vorstand regelt. Für bedeutende Maßnahmen der Geschäftsleitung legen die Satzung und die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats fest. Der Aufsichtsrat und seine ArbeitsweiseDer Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung der Gesellschaft. In Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Bestimmte Angelegenheiten der Geschäftsleitung bedürfen nach Maßgabe von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung des Aufsichtsrats seiner Zustimmung. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat und nimmt seine Belange nach außen wahr. Mit dem Vorstand, insbesondere mit dessen Vorsitzendem, steht er zwischen den Sitzungen in regelmäßigem Kontakt und berät mit ihm insbesondere Fragen der Strategie, der Geschäftsentwicklung, des Risikomanagements und der Compliance des Unternehmens. Zusammensetzung des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat setzt sich nach Maßgabe des Mitbestimmungsgesetzes und der Satzung der Gesellschaft aus 20 Mitgliedern zusammen. Grundsätzlich wird die eine Hälfte von den Aktionären in der Hauptversammlung gewählt, die andere von den Arbeitnehmern der Continental AG und der von ihr abhängigen deutschen Konzernunternehmen. Für neue Aufsichtsratsmitglieder hat die Gesellschaft ein Einführungsprogramm eingerichtet, das ihnen einen konzentrierten Einblick in Produkte und Technologien gibt, aber auch über Finanzen, Controlling und Corporate Governance bei Continental informiert. Die aktuelle Amtszeit der Mitglieder des Aufsichtsrats läuft bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2019. Entsprechend Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat Ziele für seine Zusammensetzung benannt. Nach § 96 Abs. 2 AktG gilt für den Aufsichtsrat der Continental AG seit 1. Januar 2016 die Verpflichtung, dass der Aufsichtsrat der Continental AG zu mindestens 30 % aus Frauen und zu mindestens 30 % aus Männern zusammengesetzt sein muss. Daher konnte das bisherige Ziel für den Frauenanteil im Aufsichtsrat entfallen. Die Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats lauten seit Dezember 2015 wie folgt:
Eine Altersgrenze, wie in Ziffer 5.4.1 des Kodex empfohlen, hat der Aufsichtsrat nicht festgelegt. Er hält ein so pauschales Kriterium nicht für angemessen, um die Qualifikation eines Kandidaten für die Wahl zum Mitglied des Aufsichtsrats zu bewerten. Der Aufsichtsrat wird weiter regelmäßig über den Stand der Umsetzung der Ziele berichten. Die Anteilseignervertreter und die Arbeitnehmervertreter sind gleichermaßen dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist Vertreter der Anteilseigner. Er hat bei Stimmengleichheit ein entscheidendes Zweitstimmrecht. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben. Im Rahmen von Gesetz und Satzung enthält sie u. a. nähere Bestimmungen zu den Aufsichtsratssitzungen, zur Verschwiegenheitspflicht, zum Umgang mit Interessenkonflikten, zu den Berichtspflichten des Vorstands und einen Katalog der Rechtsgeschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Bei Bedarf finden Beratungen des Aufsichtsrats regelmäßig in Abwesenheit des Vorstands statt. Ausschüsse des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat zurzeit vier Ausschüsse: den Präsidialausschuss, den Prüfungsausschuss, den Nominierungsausschuss und den nach § 27 Abs. 3 MitbestG zu bildenden Ausschuss (Vermittlungsausschuss). Die Mitglieder des Vermittlungsausschusses bilden auch den Präsidialausschuss. Ihm gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle, sein Stellvertreter, Hartmut Meine, sowie Georg F. W. Schaeffler und Jörg Schönfelder an. Wesentliche Aufgaben des Präsidialausschusses sind die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern sowie Abschluss, Beendigung und Änderung von Anstellungsverträgen und sonstigen Vereinbarungen mit ihnen. Für die Festsetzung der Gesamtvergütung des Vorstands ist jedoch ausschließlich das Plenum des Aufsichtsrats zuständig. Eine weitere wichtige Aufgabe des Präsidialausschusses ist die Entscheidung über die Zustimmung zu bestimmten, in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats festgelegten Rechtsgeschäften des Unternehmens. Diese Mitwirkungsrechte hat der Aufsichtsrat zum Teil auf den Präsidialausschuss mit der Maßgabe übertragen, dass jedes seiner Mitglieder im Einzelfall verlangen kann, eine Angelegenheit wieder dem Plenum zur Entscheidung vorzulegen. Der Prüfungsausschuss kümmert sich im Wesentlichen um Rechnungslegung, Abschlussprüfung, Risikomanagement und Compliance. Er befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der vorbereitenden Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses und gibt dazu seine Empfehlung an das Plenum des Aufsichtsrats zur Beschlussfassung nach § 171 AktG. Er berät außerdem über die Entwürfe der Zwischenberichte der Gesellschaft. Ferner ist er dafür zuständig, die erforderliche Unabhängigkeit des Abschlussprüfers sicherzustellen, und befasst sich mit den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen. Der Ausschuss erteilt den Prüfungsauftrag, bestimmt gegebenenfalls Berichtsschwerpunkte und vereinbart das Honorar. Zur Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung gibt er eine Empfehlung für den Vorschlag des Aufsichtsrats ab. Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher. Er ist unabhängig und verfügt als Wirtschaftsprüfer über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Mit Klaus Rosenfeld gehört ein weiterer Finanzexperte dem Ausschuss an. Die anderen Mitglieder sind Peter Hausmann, Dirk Nordmann, Georg F. W. Schaeffler und seit dem 23. September 2016 Michael Iglhaut, der Erwin Wörle nachgefolgt ist. Ein ehemaliges Vorstandsmitglied und der Aufsichtsratsvorsitzende können nicht Vorsitzender des Prüfungsausschusses sein. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für seine Wahlvorschläge an die Hauptversammlung zu empfehlen. Ihm gehören ausschließlich Anteilseignervertreter an, und zwar die beiden Anteilseignervertreter im Präsidialausschuss, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle und Georg F. W. Schaeffler, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher, und als weiteres Mitglied Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann. Der Vermittlungsausschuss wird nach § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG nur tätig, wenn ein Vorschlag zur Bestellung eines Mitglieds des Vorstands oder zur einvernehmlichen Aufhebung der Bestellung beim ersten Abstimmungsvorgang nicht die gesetzlich vorgeschriebene Zweidrittelmehrheit findet. Einer erneuten Abstimmung ist dann zwingend ein Vermittlungsversuch durch diesen Ausschuss vorgeschaltet. Aktienbesitz von Aufsichtsrat und VorstandDie IHO-Gruppe hält 46,0 % der Aktien der Continental AG. Dieser Anteilsbesitz ist den Mitgliedern des Aufsichtsrats Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann und Georg F. W. Schaeffler zuzurechnen. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats besaßen zum 6. Februar 2017 Aktien mit einem Anteil von insgesamt weniger als 1 % am Grundkapital der Gesellschaft. Die Mitglieder des Vorstands besaßen zum 6. Februar 2017 Aktien mit einem Anteil von insgesamt ebenfalls weniger als 1 % am Grundkapital der Gesellschaft. Aktionäre und HauptversammlungDie Aktionäre der Gesellschaft üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte in der Hauptversammlung aus. Die ordentliche Hauptversammlung, die jährlich in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres stattfinden muss, entscheidet über sämtliche ihr durch das Gesetz zugewiesenen Aufgaben wie die Verwendung des Bilanzgewinns, die Wahl der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat, die Entlastung der Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder, die Wahl des Abschlussprüfers und Änderungen der Satzung der Gesellschaft. Jede Aktie der Continental AG gewährt eine Stimme. Aktien mit Mehrfach- oder Vorzugsstimmrechten oder ein Höchststimmrecht existieren nicht. Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet und seine Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts nachweist, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Zur Erleichterung der Wahrnehmung ihrer Rechte und zur Vorbereitung der Aktionäre auf die Hauptversammlung werden diese bereits im Vorfeld der Hauptversammlung durch den Geschäftsbericht und die Einladung zur Versammlung umfassend über das abgelaufene Geschäftsjahr sowie die anstehenden Tagesordnungspunkte unterrichtet. Sämtliche Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung, einschließlich des Geschäftsberichts, sind auch auf der Internetseite der Gesellschaft in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. Um die Wahrnehmung der Aktionärsrechte zu erleichtern, bietet die Gesellschaft allen Aktionären, die ihre Stimmrechte nicht selbst ausüben können oder wollen, an, über einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter in der Hauptversammlung abzustimmen. Erklärung nach § 161 AktG und Abweichungen vom Deutschen Corporate Governance KodexIm Dezember 2016 haben Vorstand und Aufsichtsrat die nachstehende jährliche Erklärung nach § 161 AktG abgegeben: Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG erklären gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Fassung vom 5. Mai 2015; vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemacht am 12. Juni 2015) mit den nachstehenden Einschränkungen entsprochen wurde und wird. Auf die Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat vom Dezember 2015 sowie auf vorangegangene Erklärungen nach § 161 AktG und die darin erläuterten Abweichungen von Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wird Bezug genommen.
Hannover, im Dezember 2016 Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle, Vorsitzender des Aufsichtsrats Dr. Elmar Degenhart, Vorsitzender des Vorstands Die Erklärung ist den Aktionären auf unserer Internetseite dauerhaft zugänglich gemacht worden. Dort sind auch frühere Erklärungen nach § 161 AktG einsehbar. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich in den Corporate Governance-Grundsätzen der Continental AG verpflichtet, nicht nur Abweichungen von Kodex-Empfehlungen, sondern auch von Anregungen wie folgt zu erläutern:
Die vollständigen Corporate Governance-Grundsätze der Continental AG sind im Internet unter www.continental-ir.com veröffentlicht. Wesentliche Praktiken der UnternehmensführungNeben den Corporate Governance-Grundsätzen sind die folgenden Prinzipien wesentliche Grundlagen unserer nachhaltigen und verantwortungsvollen Unternehmensführung:
Die genannten Dokumente sind auf der Continental-Internetseite unter www.continental-corporation.com zugänglich. Rechnungslegung/AbschlussprüfungFür die Rechnungslegung des Continental-Konzerns sind die International Financial Reporting Standards (IFRS) maßgeblich, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Grundlage des Jahresabschlusses der Continental AG sind die Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB). Zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 sowie für die Durchsicht von Zwischenfinanzberichten der Gesellschaft hat die Hauptversammlung am 29. April 2016 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover (KPMG), bestellt. KPMG prüft seit mehr als 20 Jahren den Konzern- und Einzelabschluss. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer bei KPMG ist seit dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 Dirk Papenberg. Internes Kontrollsystem und RisikomanagementZu einer sorgfältigen Unternehmensleitung und guten Corporate Governance gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit Risiken. Continental verfügt über ein konzernweites internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, insbesondere im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, mit dessen Hilfe die Risikosituation des Unternehmens analysiert und gesteuert wird. Das Risikomanagementsystem dient der Identifizierung und Beurteilung von Entwicklungen, die erhebliche Nachteile auslösen können, und der Vermeidung von Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden. Im Einzelnen berichten wir darüber im Risiko- und Chancenbericht, der Teil des Lageberichts zum Konzernabschluss ist. Transparente und zeitnahe KommunikationAktionäre, Analysten, Aktionärsvereinigungen, Medien und die interessierte Öffentlichkeit werden gleichermaßen über die wesentlichen Entwicklungen und die Lage des Unternehmens unterrichtet. So stehen allen Aktionären unverzüglich sämtliche Informationen zur Verfügung, die auch Finanzanalysten und vergleichbare Adressaten erhalten. Als zeitnahe Informationsquelle steht insbesondere die Internetseite der Continental AG zur Verfügung, wo unter anderem Finanzberichte, Präsentationen aus Analysten- und Investorenkonferenzen sowie Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen der Gesellschaft abrufbar sind. Die Termine der wesentlichen wiederkehrenden Veröffentlichungen (Geschäftsbericht und Zwischenberichte) und Veranstaltungen sowie die Termine der Hauptversammlung und der Jahrespressekonferenz werden in einem Finanzkalender mit ausreichendem Zeitvorlauf auf der Internetseite der Gesellschaft publiziert. Die bisher bekannten Termine für 2017 und 2018 sind unter www.continental-ir.com im Internet aufgelistet. Berichterstattung nach § 289a Abs. 2 Nr. 4 und 5 HGBNach § 96 Abs. 2 AktG setzt sich der Aufsichtsrat der Continental AG als börsennotierte Aktiengesellschaft, für die das Mitbestimmungsgesetz gilt, zu mindestens 30 % aus Frauen und zu mindestens 30 % aus Männern zusammen. Diese Mindestanteile sind ab dem 1. Januar 2016 zu beachten. Bestehende Mandate können jedoch nach § 25 Abs. 2 Satz 3 EGAktG bis zu ihrem regulären Ende wahrgenommen werden. Sofern sich vor der nächsten turnusmäßigen Wahl die Notwendigkeit von Neubesetzungen ergibt, ist der Frauenanteil nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften zu steigern. Der Frauenanteil im Aufsichtsrat der Continental AG lag zum 31. Dezember 2016 bei 20 % und liegt zum Zeitpunkt dieser Berichterstattung bei 25 %. Nach § 111 Abs. 5 AktG hat der Aufsichtsrat eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand und eine Frist zu ihrer Erreichung festzulegen. Liegt der Frauenanteil bei Festlegung unter 30 %, darf die Zielgröße den erreichten Anteil nicht mehr unterschreiten. Die nach § 25 Abs. 1 EGAktG bis spätestens zum 30. September 2015 erstmals festzulegende Frist durfte nicht länger als bis zum 30. Juni 2017 dauern. Danach kann eine Frist von maximal fünf Jahren festgelegt werden. Als erste Frist hatte der Aufsichtsrat den 31. Dezember 2016 bestimmt, um den Bezugszeitraum für die Zielerreichung mit dem Geschäftsjahr der Gesellschaft in Einklang zu bringen. Als Ziel für den Frauenanteil im Vorstand hatte der Aufsichtsrat fristgemäß festgelegt, mindestens den Frauenanteil bei Beschlussfassung von 11 % beizubehalten. Das Ziel wurde zum 31. Dezember 2016 erreicht. Aufgrund der aktuellen Zusammensetzung des Vorstands erwartet der Aufsichtsrat in den kommenden Jahren keine wesentlichen personellen Veränderungen. Der Aufsichtsrat hat daher im Dezember 2016 für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2021 für den Frauenanteil im Vorstand der Continental AG erneut eine Zielgröße von mindestens 11 % festgelegt. Gleichzeitig hat der Aufsichtsrat beschlossen, die festgelegte Zielgröße zum 31. Dezember 2019 dahingehend zu überprüfen, ob angesichts des beschlossenen Maßnahmenplans eine höhere Zielgröße als 11 % festgelegt werden kann. Nach § 76 Abs. 4 AktG ist auch der Vorstand der Continental AG verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil in den ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands und eine Frist zu ihrer Erreichung festzulegen. Für die erste Führungsebene hatte der Vorstand das Ziel festgelegt, bis zum 31. Dezember 2016 einen Frauenanteil von mindestens 17 % zu erreichen, für die zweite Führungsebene einen Anteil von über 30 %. Zum 31. Dezember 2016 liegt der Frauenanteil in der ersten Führungsebene bei 11 %. Die Verfehlung des Ziels ist überwiegend darauf zurückzuführen, dass bereits mit Männern besetzte Positionen im Zuge einer Änderung der Organisation auf die erste Führungsebene gehoben wurden. Durch personelle Wechsel, die bereits vor dem 31. Dezember 2016 beschlossen wurden, aber erst im Laufe des ersten Quartals 2017 wirksam werden, steigt der Frauenanteil auf 21 %. In der zweiten Führungsebene wurde die Zielgröße zum 31. Dezember 2016 übertroffen. Für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2021 hat der Vorstand jetzt folgende Zielgrößen für den Frauenanteil in den ersten beiden Führungsebenen der Continental AG unterhalb des Vorstands festgelegt: 26 % für die erste Führungsebene und 33 % für die zweite Führungsebene. Über die gesetzlichen Anforderungen in Deutschland hinaus bleibt für die Continental als international tätigem Unternehmen das Ziel von vorrangiger Bedeutung, konzernweit den Frauenanteil in Führungspositionen kontinuierlich zu erhöhen. ComplianceEiner unserer Grundwerte ist Vertrauen. Vertrauen setzt Integrität. Ehrlichkeit und Unbestechlichkeit voraus. Die Einhaltung aller auf die Continental AG und ihre Tochtergesellschaften anwendbaren gesetzlichen Vorschriften und internen Regeln durch Management und Mitarbeiter (Compliance) ist daher seit Langem Ziel des Unternehmens und fester Bestandteil der Unternehmenskultur. Neben unseren Unternehmensleitsätzen. den BASICS. und den Corporate Governance-Grundsätzen kommt dies insbesondere in den Grundsätzen unserer gesellschaftlichen Verantwortung und im für alle Mitarbeiter geltenden Verhaltenskodex zum Ausdruck. Der Vorstand bekennt sich ausdrücklich zu diesen Grundsätzen und dem "Nulltoleranz"-Prinzip, insbesondere gegenüber Korruption und Verstößen gegen das Kartellrecht. Grundlage unseres Compliance-Managementsystems (CMS) ist eine umfassende Analyse der Compliance-Risiken des Unternehmens. Das Unternehmen und seine Geschäftsaktivitäten werden im Hinblick auf potenzielle Compliance-Risiken untersucht. die sich z. B. aus Strukturen und Abläufen. einer bestimmten Marktsituation. aber auch der Tätigkeit in bestimmten geografischen Regionen ergeben können. Berücksichtigt werden u. a. die Ergebnisse der regelmäßigen konzernweiten Risikoinventur genauso wie externe Quellen wie der "Corruption Perception Index" von Transparency International. Konkretisiert und vertieft wird die Analyse vor allem durch eine Vielzahl von Gesprächen mit Management und Mitarbeitern aller Ebenen. Die Risikoanalyse ist kein einmaliger Vorgang. sondern bedarf der ständigen Überprüfung und Aktualisierung. Die Leiterin der Compliance-Abteilung führt die Compliance-Organisation operativ. Sie untersteht dem Corporate Compliance-Officer. der direkt an den Finanzvorstand berichtet. Schwerpunkt der Arbeit der Compliance-Abteilung ist die Verhinderung von Verstößen gegen das Kartell- und Wettbewerbsrecht. von Korruption sowie von Betrug und anderen Vermögensdelikten. Für andere Bereiche. in denen das Risiko von Compliance-Verstößen besteht. liegt die Verantwortung für das Compliance-Management bei den dafür zuständigen Fachbereichen. die diese Aufgabe schon seit Langem kompetent wahrnehmen und dabei von der Compliance-Abteilung unterstützt werden. Das CMS besteht aus den drei Säulen Vorbeugung. Aufdeckung und Reaktion:
2011 hat die Continental AG die Konzeption des CMS für die Bereiche Antikorruption, Wettbewerbs-/Kartellrecht, Betrug und sonstige Vermögensdelikte durch die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY) nach Prüfungsstandard PS 980 des Instituts der Wirtschaftsprüfer e. V (IDW) prüfen lassen. EY hat ein uneingeschränktes Prüfungsurteil abgegeben. 2012 hat EY die Implementierung des CMS nach IDW PS 980 geprüft und ist Anfang 2013 zum gleichen Ergebnis gekommen. Im Frühjahr 2016 wurde auch die Prüfung der Wirksamkeit des CMS durch EY nach IDW PS 980 erfolgreich abgeschlossen. Wesentliche Compliance-relevante Sachverhalte und Risiken sind im Risiko- und Chancenbericht (Seite 110 ff.) und im Anhang zum Konzernabschluss (Kapitel 33) näher erläutert. VergütungsberichtDieser Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts. Grundzüge des Vergütungssystems des VorstandsNach dem Aktiengesetz (AktG) ist die Festsetzung der Vorstandsvergütung dem Plenum des Aufsichtsrats vorbehalten. Der Aufsichtsrat hat Struktur und wesentliche Elemente des Vergütungssystems des Vorstands im September 2013 neu festgelegt. Die Hauptversammlung am 25. April 2014 hat dieses System der Vergütung der Vorstandsmitglieder nach § 120 Abs. 4 AktG gebilligt. 2016 wurde es für alle Vorstandsmitglieder angewendet, die in diesem Geschäftsjahr im Amt waren. 2016 hat der Aufsichtsrat erneut einen unabhängigen Berater beauftragt, um System, Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands überprüfen zu lassen. Ergebnis war zum einen, dass Vergütungssystem und -struktur, wie sie nachstehend detailliert dargestellt sind, die gesetzlichen Vorgaben erfüllen und den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechen. Der Gutachter hat die Höhe der Vergütung insgesamt als angemessen beurteilt. Um die Direktvergütung - d. h. die fixe und variable Vergütung - insgesamt jeweils auf die Mitte einer Vergütungsbandbreite vergleichbarer Unternehmen anzuheben, hat der Gutachter jedoch die Anhebung einzelner Elemente vorgeschlagen. Nach eingehender eigener Prüfung und Erörterung hat der Aufsichtsrat die nachfolgend näher erläuterten Anpassungen beschlossen, die zum 1. Januar 2017 wirksam werden. Bei der Festsetzung der Vergütung des Vorstands hat der Aufsichtsrat u. a. die sonst im Unternehmen geltende Vergütungsstruktur und das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft in Deutschland insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigt. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands besteht aus einer Festvergütung, variablen Vergütungselementen, Nebenleistungen und einer Altersversorgung. Jedes Vorstandsmitglied erhält Jahresfestbezüge, die in zwölf Monatsraten gezahlt werden. Die Festvergütung des Vorstandsvorsitzenden wird zum 1. Januar 2017 angehoben, um sie der Marktentwicklung anzupassen. Die 2013 festgelegte Festvergütung der anderen Vorstandsmitglieder bleibt unverändert. Als variable Vergütung erhalten die Vorstandsmitglieder einen Performance Bonus und ein aktienorientiertes Long Term Incentive (LTI). Die Struktur der variablen Vergütung ist mit überwiegend mehrjährigen, zukunftsbezogenen Bemessungsgrundlagen auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung im Sinne des Aktiengesetzes und des Deutschen Corporate Governance Kodex ausgerichtet. Der Performance Bonus geht von einem Zielbonus aus, den der Aufsichtsrat für jedes Vorstandsmitglied für eine Zielerreichung von 100 % festlegt, und wird dann entsprechend dem Erreichen bestimmter Ziele bei der Veränderung der Continental Value Contribution (CVC) gegenüber dem Vorjahr und bei der Kapitalrendite (ROCE) errechnet. Diese Kennzahlen beziehen sich bei den Vorstandsmitgliedern, die für eine Division verantwortlich sind, auf diese, bei den anderen auf den Konzern. Ergänzend zu den CVC- und ROCE-Zielen kann der Aufsichtsrat zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres ein strategisches Ziel festlegen. Für 2016 hatte der Aufsichtsrat das Erreichen eines bestimmten Free Cashflow des Konzerns als Ziel beschlossen. Wenn festgelegte Mindestwerte nicht erreicht werden, kann sich der Performance Bonus auch auf null reduzieren. Um außergewöhnlichen Entwicklungen, die den Grad der Zielerreichung beeinflusst haben, Rechnung tragen zu können, hat der Aufsichtsrat das Recht, die festgestellte Zielerreichung, auf deren Grundlage der Performance Bonus errechnet wird, nach billigem Ermessen rückwirkend um bis zu 20 % nach oben oder unten zu korrigieren. In jedem Fall ist der Performance Bonus auf 150 % des Zielbonus begrenzt. Dies gilt unabhängig davon, ob ein ergänzendes strategisches Ziel beschlossen wird. Der in einem Geschäftsjahr erzielte Performance Bonus wird in eine Einmalzahlung, die als Jahresbonus ausgezahlt wird (Sofortbetrag), und eine aufgeschobene Zahlung (Deferral) aufgeteilt. Nach den bis zum 31. Dezember 2013 geltenden Vereinbarungen lag der Sofortbetrag bei 40 % und das Deferral bei 60 % des Performance Bonus. Seit 2014 beläuft sich der Sofortbetrag auf 60 % und das Deferral auf 40 %. Das Deferral wird in virtuelle Aktien der Continental AG umgewandelt. Nach Ablauf einer Haltefrist von drei Jahren nach Ende des Geschäftsjahres, für das der jeweilige Performance Bonus festgestellt ist, wird der Wert dieser virtuellen Aktien einschließlich des Werts der Dividenden ausgezahlt, die für die von der Haltefrist umfassten Geschäftsjahre ausgeschüttet wurden. Die Umwandlung des Deferral in virtuelle Aktien und die Auszahlung des Werts nach Ablauf der Haltefrist erfolgen auf Basis des Durchschnitts der Aktienkurse des Dreimonatszeitraums, welcher der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr der Umwandlung bzw. im Jahr der Auszahlung unmittelbar vorausgeht. Der nach Ablauf der Haltefrist ausgezahlte Betrag eines Deferral, das sich auf ein Geschäftsjahr bis einschließlich 2013 bezieht, darf jedoch 50 % des Werts bei Umwandlung nicht unter- und dessen Dreifaches nicht überschreiten. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus den Auszahlungsbetrag eines solchen Deferral zum Ausgleich außergewöhnlicher Entwicklungen rückwirkend um bis zu 20 % nach oben oder unten anpassen. Für ab 2014 erworbene Deferrals ist weder garantiert, dass nach Ablauf der Haltefrist mindestens 50 % des Ausgangswerts des Deferral ausgezahlt werden, noch besteht die Möglichkeit des Aufsichtsrats, den Auszahlungsbetrag rückwirkend noch einmal zu ändern. Außerdem ist die mögliche Wertsteigerung des Deferral auf 250 % des Ausgangsbetrags begrenzt. Neben dem Performance Bonus kann im Einzelfall ein spezieller Bonus für besondere Projekte vereinbart oder ein Anerkennungsbonus gewährt werden. Ein solcher Anerkennungs- oder Sonderbonus darf jedoch mit dem Performance Bonus insgesamt 150 % des Zielbonus nicht übersteigen und wird ebenfalls in die Aufteilung in Sofortzahlung und Deferral einbezogen. Durch die Gewährung des LTI beträgt der Anteil langfristiger Komponenten an der variablen Vergütung auf Basis der Zielwerte 60 % und mehr. Den LTI-Plan beschließt der Aufsichtsrat jährlich mit einer Laufzeit von jeweils vier Jahren. Er legt darin unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Konzerns und der individuellen Leistung für jedes Vorstandsmitglied den Zielbonus fest, der bei 100 % Zielerreichung ausbezahlt wird. Erstes Kriterium der Zielerreichung ist der durchschnittliche CVC, den der Konzern in den vier Geschäftsjahren während der Laufzeit, beginnend mit dem Geschäftsjahr der Ausgabe der Tranche, tatsächlich erwirtschaftet. Dieser Wert wird mit dem durchschnittlichen CVC verglichen, der in der strategischen Planung für den entsprechenden Zeitraum festgelegt ist. Der Grad der Erreichung dieses Ziels kann zwischen 0 % und maximal 200 % variieren. Das andere Zielkriterium ist der "Total Shareholder Return" (Kursentwicklung plus Dividenden) der Continental-Aktie während der Laufzeit der Tranche. Der Grad der Erreichung dieses Ziels wird mit dem Grad der Erreichung des CVC-Ziels multipliziert, um den Grad der Zielerreichung zu ermitteln, der für das nach Ende der Laufzeit tatsächlich auszuzahlende LTI maßgeblich ist. Er kann zwischen 0 % (keine Auszahlung) und 200 % (maximale Auszahlung) liegen. Im Vorgriff auf den ab 2014 vorgesehenen Plan hat der Aufsichtsrat bereits 2013 den in diesem Geschäftsjahr amtierenden Vorstandsmitgliedern, mit Ausnahme von Frank Jourdan, ein LTI gewährt, dessen Konditionen denen entsprechen, die für den LTI-Plan 2013 des oberen Führungskreises gelten. Dieser Plan hat neben einem CVC-Ziel kein auf die Aktie, sondern ein auf den Free Cashflow im letzten Jahr der Laufzeit bezogenes Ziel. Der LTI-Plan 2013 ist im Einzelnen im Anhang zum Konzernabschluss bei den Erläuterungen zu Leistungen an Arbeitnehmer beschrieben (Kapitel 24). Frank Jourdan und Hans-Jürgen Duensing haben die Ansprüche auf LTI, die ihnen 2010 bis 2013 bzw. 2011 bis 2014 als obere Führungskräfte eingeräumt wurden, behalten. Ab 1. Januar 2017 werden die Zielwerte des Performance Bonus und des LTI erhöht, um die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder jeweils auf die Mitte einer Vergütungsbandbreite vergleichbarer Unternehmen anzuheben. Die Mitglieder des Vorstands erhalten außerdem bestimmte Nebenleistungen. Dazu gehören die Erstattung von Auslagen einschließlich etwaiger Umzugskosten und in der Regel befristete Zahlungen bei einer betrieblich veranlassten doppelten Haushaltsführung, die Stellung eines Dienstwagens und Versicherungsprämien für eine Gruppenunfall- und eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D& O-Versicherung). Die D& O-Versicherung sieht einen angemessenen Selbstbehalt vor, der den Anforderungen des § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG entspricht. Bei längeren Tätigkeiten im Ausland werden Leistungen nach den Entsenderichtlinien für obere Führungskräfte gewährt. Die Nebenleistungen sind von den Vorstandsmitgliedern grundsätzlich selbst zu versteuern. Für den Fall einer unverschuldeten Dienstunfähigkeit ist zusätzlich vereinbart, die Bezüge befristet fortzuzahlen. Allen Vorstandsmitgliedern ist ein Ruhegehalt zugesagt, das nach Vollendung des 63. Lebensjahres, jedoch nicht vor Ausscheiden aus den Diensten der Gesellschaft, oder bei Berufsunfähigkeit gezahlt wird. Die betriebliche Altersversorgung der Mitglieder des Vorstands wurde ab dem 1. Januar 2014 von einer reinen Leistungszusage auf eine beitragsorientierte Leistungszusage umgestellt. Dem Versorgungskonto des Vorstandsmitglieds wird jährlich ein "Kapitalbaustein" gutgeschrieben. Dazu wird ein Betrag von 20 % der Summe aus Festvergütung und dem Zielwert des Performance Bonus mit einem Altersfaktor multipliziert, der eine angemessene Verzinsung abbildet. Die bis zum 31. Dezember 2013 geltende Versorgungszusage wurde durch einen "Startbaustein" auf dem Kapitalkonto abgelöst. Mit Eintritt des Versorgungsfalls wird das Versorgungsguthaben als Einmalleistung, in Raten oder, im Regelfall, aufgrund der zu erwartenden Höhe des Versorgungsguthabens als Rente ausgezahlt. Insgesamt sank das Versorgungsniveau durch die Umstellung auf etwa 80 % der bisherigen Zusagen. Eine Anpassung des Ruhegehalts nach Eintritt des Versorgungsfalls erfolgt nach § 16 BetrAVG. In den Dienstverträgen ist vereinbart, dass gegebenenfalls im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit zu vereinbarende Zahlungen an das Vorstandsmitglied einschließlich Nebenleistungen nicht den Wert von zwei Jahresvergütungen und nicht den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit des Vorstandsdienstvertrags überschreiten sollen. Abfindungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Übernahmeangebots oder eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft bestehen nicht. Heinz-Gerhard Wente, der am 30. April 2015 in den Ruhestand trat, erhielt 2016 - unter Anrechnung seiner Altersversorgungsansprüche - eine Karenzentschädigung in Höhe von 686 Tsd € für ein noch in diesem Geschäftsjahr geltendes nachvertragliches Wettbewerbsverbot. In dem Betrag ist eine Nachzahlung für das Vorjahr enthalten, da sich die Ausgangsbasis durch die Einbeziehung realisierter variabler Vergütungselemente erhöht hat. Individuelle VergütungIn den nachstehenden Tabellen sind die jedem aktiven Mitglied des Vorstands gewährten Zuwendungen, Zuflüsse und der Versorgungsaufwand nach Maßgabe der Empfehlungen der Ziffer 4.2.5 Abs. 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex individuell dargestellt: scroll
Die Angaben zu Gewährung und Zufluss werden unterteilt in fixe und variable Vergütungsbestandteile und um Angaben zum Versorgungsaufwand ergänzt. Die fixen Vergütungskomponenten beinhalten die erfolgsunabhängigen Festvergütungen und Nebenleistungen. Die variablen erfolgsabhängigen Vergütungskomponenten unterteilen sich in den Sofortbetrag aus dem Performance Bonus als kurzfristige Vergütungskomponente sowie die beiden langfristigen Komponenten Deferral des Performance Bonus und das LTI. Als "gewährte Zuwendungen" werden der Sofortbetrag, das Deferral (unter Berücksichtigung der nach Ziffer 4.2.5 Abs. 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) empfohlenen Mustertabellen) sowie das LTI jeweils mit dem Zusagewert im Zeitpunkt der Gewährung (entspricht einer Zielerreichung von 100 %) angegeben. Die Vergütungselemente werden um Angaben individuell erreichbarer Maximal- und Minimalvergütungen ergänzt. Der im Berichtsjahr angegebene "Zufluss" umfasst die tatsächlich zugeflossenen fixen Vergütungsbestandteile zuzüglich der im Zeitpunkt der Aufstellung des Vergütungsberichts feststehenden Beträge des Sofortbetrags, die im Folgejahr zufließen werden. Angaben zu den beiden langfristigen Bestandteilen Deferral und LTI betreffen tatsächliche Auszahlungen im Berichtsjahr. Zuflüsse aus mehrjährigen variablen Vergütungen, deren Planlaufzeit im Berichtsjahr endete, die aber erst im Folgejahr zur Auszahlung kommen, gab es im Berichtsjahr nicht. Den Empfehlungen der Ziffer 4.2.5 Abs. 3 DCGK folgend, entspricht der Versorgungsaufwand bei den Angaben zum Zufluss den gewährten Beträgen, obwohl er keinen tatsächlichen Zufluss im engeren Sinne darstellt. Die Mitglieder des Vorstands haben im Geschäftsjahr 2016 von Dritten im Hinblick auf ihre Tätigkeit im Vorstand weder Leistungen erhalten, noch sind sie ihnen zugesagt worden. Vorstandsvergütungen 2016scroll
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Die fixen Vergütungskomponenten beinhalten
neben Bezügen in Geld auch unbare Elemente (u. a. entsendungsbedingte
Leistungen und hier insbesondere übernommene Steuern, Kraftfahrzeugüberlassungen,
Versicherungen). Vorstandsvergütungen 2015scroll
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Die fixen Vergütungskomponenten beinhalten
neben Bezügen in Geld auch unbare Elemente (u. a. entsendungsbedingte
Leistungen und hier insbesondere übernommene Steuern, Kraftfahrzeugüberlassungen,
Versicherungen). Aktienbasierte Vergütung - Performance Bonus (Deferral)Die in virtuelle Aktien der Continental AG umgewandelten Beträge der variablen Vergütung für Vorstandsmitglieder haben sich wie folgt entwickelt: scroll
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Heinz-Gerhard Wente, der am 30. April 2015 in den Ruhestand trat, wurden 2016 Zusagen in Höhe von 43 Tsd € (entspricht 228 Stück) gewährt und 1,4 Mio € ausgezahlt (entspricht 6.875 Stück). Zum 31. Dezember 2016 bestehen Zusagen mit einem Fair Value von 1,2 Mio € (entspricht 6.211 Stück). Elke Strathmann, deren Bestellung zum Mitglied des Vorstands und Dienstvertrag zum 25. April 2014 endeten, wurden 1,5 Mio € ausgezahlt (entspricht 7.732 Stück). Zum 31. Dezember 2016 bestehen Zusagen mit einem Fair Value von 0,8 Mio € (entspricht 4.239 Stück). Aufgrund der unternehmensindividuellen Ausgestaltung weisen die virtuellen Aktien im Vergleich zu Standardoptionen einige Besonderheiten auf, die in der Bewertung der virtuellen Aktien zu berücksichtigen sind. Für die Bewertung der Bezugsrechte kommt eine Monte-Carlo-Simulation zum Einsatz. Dabei wird eine Simulation der lognormalverteilten Prozesse für den Kurs der Continental-Aktie durchgeführt. Das Bewertungsmodell berücksichtigt zudem die Durchschnittswertbildung der Aktienkurse im jeweiligen Referenzzeitraum und die Unter- und Obergrenze des Auszahlungsbetrags. Zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2016 wurde mit folgenden Parametern gerechnet:
Aktienbasierte Vergütung - langfristige Bonuszusagen (LTI-Pläne ab 2014)Die LTI-Pläne ab 2014 haben sich wie folgt entwickelt: scroll
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Zum Abschlussstichtag liegt der Grad der Erdienung
der Tranche 2016 bei 25 %, der Tranche 2015 bei 50 %; die Tranche
2014 ist zu 75 % erdient. Zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2016 wurde mit folgenden Parametern gerechnet:
AltersvorsorgeaufwendungenDer Anwartschaftsbarwert sämtlicher Pensionszusagen der im Jahr 2016 aktiven Mitglieder des Vorstands stellt sich wie folgt dar: scroll
Wir verweisen auf Kapitel 38 des Konzernanhangs hinsichtlich der Angaben zu Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands. Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 16 der Satzung geregelt. Sie hat ebenfalls einen fixen und einen variablen Bestandteil. Der variable Bestandteil ist auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Dem Vorsitzenden sowie dem stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats und den Vorsitzenden und Mitgliedern der Ausschüsse steht eine höhere Vergütung zu. Neben der Vergütung werden Sitzungsgelder gezahlt und die Auslagen erstattet. Die D& O-Versicherung deckt auch die Mitglieder des Aufsichtsrats ab. Der Selbstbehalt entspricht, wie vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlen, ebenfalls den gesetzlich nur für den Vorstand geltenden Anforderungen des § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG. Beratungs- oder sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Aufsichtsrats oder ihnen nahestehenden Personen bestanden im vergangenen Jahr nicht. Die nach diesen Vorschriften für 2016 gewährten Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder sind in der folgenden Tabelle wiedergegeben. Aufsichtsratsvergütungenscroll
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Einschließlich Sitzungsgeld. LageberichtDer nachfolgende Lagebericht ist ein zusammengefasster Lagebericht i. S. d. § 315 Abs. 3 HGB, da die künftigen Chancen und Risiken des Continental-Konzerns und der Muttergesellschaft, der Continental AG, untrennbar miteinander verbunden sind. Ausgewählte finanzwirtschaftliche BegriffeDie nachfolgenden ausgewählten finanzwirtschaftlichen Begriffe gelten gleichermaßen für den Lagebericht und den Konzernabschluss.American Depositary Receipts (ADR).ADR sind Hinterlegungsscheine, die das Eigentum an Aktien verbriefen. Sie können sich auf eine, mehrere oder auch nur auf einen Aktienbruchteil beziehen und werden an US-amerikanischen Börsen stellvertretend für die ausländischen bzw. nicht an US-amerikanischen Börsen zugelassenen Aktien gehandelt. Ausschüttungsquote.Die Ausschüttungsquote ergibt sich aus dem Verhältnis der Dividende für das Geschäftsjahr zum Ergebnis pro Aktie. Bruttoinlandsprodukt (BIP).Das Bruttoinlandsprodukt ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft und gibt den Wert aller Güter und Dienstleistungen an, die in einem Jahr innerhalb der Landesgrenzen erwirtschaftet werden. Capital Employed.Das betrieblich gebundene Kapital bezeichnet die Mittel, die zur Erzielung des Umsatzes im Unternehmen gebunden sind. Continental Value Contribution (CVC).Der CVC stellt den absoluten Wertbeitrag sowie als Delta CVC die Veränderung des absoluten Wertbeitrags im Vergleich zum Vorjahr dar. Anhand des Delta CVC verfolgen wir, inwieweit Managementeinheiten wertschaffend wachsen oder Ressourcen effizienter einsetzen. Zur Berechnung des CVC wird der durchschnittliche gewichtete Kapitalkostensatz (WACC) von der Kapitalrendite (ROCE) subtrahiert und mit den durchschnittlichen operativen Aktiva des Geschäftsjahres multipliziert. Der für den Continental-Konzernerrechnete WACC entspricht der geforderten Mindestverzinsung. Der Kapitalkostensatz wird als gewichteter Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt. Derivative Finanzinstrumente.Hierbei handelt es sich um Geschäfte, mit denen Zins- und/oder Währungsrisiken gesteuert werden. EBIT.EBIT (Earnings Before Interest and Tax) ist definiert als Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern. Das EBIT wird als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verstanden und zur Beurteilung der operativen Ertragskraft herangezogen. EBIT bereinigt.EBIT bereinigt ist definiert als EBIT, bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte (z. B. Wertminderungen, Restrukturierungen, Veräußerungsgewinne und -verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen), um die operative Ertragskraft durch die Eliminierung von Sondereinflüssen auch zwischen den Perioden vergleichen zu können. EBITDA.EBITDA (Earnings Before Interest, Tax, Depreciation and Amortization) ist definiert als die Summe aus EBIT und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen). Die Kennzahl wird zur Beurteilung der operativen Ertragskraft herangezogen. Finanzierungsleasing.Beim Finanzierungsleasing überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Leasinggeber trägt somit nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen. Der Leasingnehmer ist wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögenswerts. Kennzeichen solcher Verträge ist eine feste Grundmietzeit, innerhalb derer eine Kündigung durch den Leasingnehmer ausgeschlossen ist. Free Cashflow.Der Free Cashflow bzw. der Cashflow vor Finanzierungstätigkeit ist definiert als die Summe aus Mittelzufluss bzw. Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit sowie Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit. Der Free Cashflow wird zur Beurteilung der finanziellen Leistungsfähigkeit herangezogen. Free Cashflow vor Akquisitionen.Der Free Cashflow vor Akquisitionen ist definiert als die Summe aus Mittelzufluss bzw. Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit und Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit bereinigt um den Anteilserwerb von Gesellschaften und Geschäftsbereichen. Der Free Cashflow vor Akquisitionen wird zur Beurteilung der finanziellen Leistungsfähigkeit herangezogen. Gearing Ratio.Die Gearing Ratio, auch Verschuldungsgrad genannt, ist definiert als Netto-Finanzschulden, dividiert durch das Eigenkapital. Diese Kennzahl wird zur Beurteilung der Finanzierungsstruktur herangezogen. Hedgegeschäft.Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Währungskursschwankungen durch Abschluss eines gegenläufigen Sicherungsgeschäfts, gewöhnlich in der Form eines Termingeschäfts. IAS.International Accounting Standards. Internationale Rechnungslegungsstandards entwickelt und verabschiedet vom IASB. IASB.International Accounting Standards Board. Unabhängiges Standardisierungsgremium. IFRIC.International Financial Reporting Interpretations Committee (Vorgänger des IFRS IC). IFRS.International Financial Reporting Standards. Der Begriff IFRS bezeichnet die internationalen Rechnungslegungsstandards, die vom IASB entwickelt und verabschiedet werden. In einem weiten Sinne umfasst die Bezeichnung auch die IAS, die Interpretationen des IFRS IC bzw. des Vorgängers IFRIC sowie die des ehemaligen SIC. IFRS IC.International Financial Reporting Standards Interpretations Committee. Kapitalrendite (ROCE).Die Kapitalrendite (Return On Capital Employed, ROCE) ist definiert als das Verhältnis von EBIT zu durchschnittlichen operativen Aktiva des Geschäftsjahres. Die Kapitalrendite (ROCE) entspricht der Verzinsung des betrieblich gebundenen Kapitals und wird zur Beurteilung der Profitabilität und Effizienz des Unternehmens herangezogen. Konsolidierungskreisveränderungen.Die Konsolidierungskreisveränderungen beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und Abgänge in der Vergleichsperiode bereinigt. Netto-Finanzschulden.Die Netto-Finanzschulden ergeben sich aus dem Saldo der zinspflichtigen bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten, der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente, der flüssigen Mittel sowie der sonstigen verzinslichen Anlagen. Die Kennzahl ist Basis für die Berechnung von Kennzahlen der Kapitalstruktur. Operating Lease.Eine Form des Leasings, die der Miete weitgehend ähnlich ist. Die bilanzielle Zurechnung und Aktivierung des Leasingobjekts erfolgt beim Leasinggeber. Operative Aktiva.Als operative Aktiva gelten die Aktiva abzüglich Passiva der Bilanz ohne Berücksichtigung der Netto-Finanzschulden sowie Verkäufe von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, latenter Steuern und Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten sowie anderer finanzieller Vermögenswerte und Schulden. Durchschnittliche operative Aktiva werden aus den Quartalsstichtagen berechnet und entsprechen in unserer Definition dem Capital Employed. PPA.Purchase Price Allocation (Kaufpreisallokation). Aufteilung des Kaufpreises im Rahmen eines Unternehmenserwerbs auf die identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Nachträgliche Eröffnungsbilanzanpassungen - resultierend aus Unterschieden zwischen vorläufigen und finalen Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt - werden auch als PPA berücksichtigt. Rating.Standardisierte Kennziffer auf den internationalen Finanzmärkten zur Beurteilung und Einstufung der Bonität eines Schuldners. Die Einstufung resultiert aus der wirtschaftlichen Analyse des Schuldners durch spezialisierte Ratingunternehmen. ROCE.Siehe Kapitalrendite (ROCE). SIC.Standing Interpretations Committee (Vorgänger des International Financial Reporting Interpretations Committee, IFRIC). Steuerquote.Diese Kennzahl gibt das Verhältnis von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zum Ergebnis vor Ertragsteuern an und erlaubt damit eine Abschätzung der steuerlichen Belastung des Unternehmens. Umsatz bereinigt.Als Umsatz bereinigt wird der Umsatz, korrigiert um Konsolidierungskreisveränderungen, bezeichnet. Währungsswap.Tausch von Kapitalbeträgen in unterschiedlichen Währungen. Wird z. B. bei der Emission von Anleihen eingesetzt, bei denen die Emissionswährung nicht der funktionalen Währung des Emittenten entspricht. Weighted Average Cost of Capital (WACC).Der durchschnittliche, gewichtete Kapitalkostensatz bestehend aus der anteiligen Verzinsung des Fremd- sowie des Eigenkapitals. Working Capital.Das Working Capital ist definiert als Vorräte zuzüglich operativer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und abzüglich operativer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sowie Forderungsverkäufe sind darin nicht enthalten. Zinsswap.Ein Zinsswap ist der Austausch von Zinszahlungen zwischen zwei Partnern. Dadurch können z. B. variable Zinssätze in feste getauscht werden oder umgekehrt. UnternehmensprofilKonzernstrukturUnsere Konzernstruktur ermöglicht flexibel und schnell auf Kundenanforderungen zu reagieren und ist auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet.Markt- und kundenorientierte KonzernstrukturGegründet als Continental-Caoutchouc- und Gutta-Percha Compagnie im Jahr 1871, ist die Continental Aktiengesellschaft (AG) mit Sitz in Hannover, Deutschland, heute die Muttergesellschaft des Continental-Konzerns. Neben der Continental AG umfasst der Continental-Konzern 510 Gesellschaften einschließlich nicht beherrschter Unternehmen. Das Continental-Team besteht aus 220.137 Mitarbeitern an insgesamt 427 Standorten in 56 Ländern. Der Vorstand der Continental AG trägt die Gesamtverantwortung für die Geschäftsleitung. Die Divisionen sind mit jeweils einem Vorstandsmitglied vertreten. Die Zentralbereiche werden, bis auf den Einkauf Konzern, durch den Vorstandsvorsitzenden, den Finanzvorstand und den Personalvorstand vertreten. Sie übernehmen die Funktionen, die divisionsübergreifend für die Steuerung des Konzerns notwendig sind. Dazu gehören insbesondere die Bereiche Finanzen, Controlling, Recht und IT, Nachhaltigkeit sowie Umwelt und Qualitätsmanagement. Ein einheitliches Verständnis unserer Zusammenarbeit über organisatorische, hierarchische und geografische Grenzen hinweg schafft und fördert unsere Unternehmenskultur und unsere Werte. Unsere Kunden stammen aus der Automobilindustrie, aus verschiedenen industriellen Schlüsselbranchen (z. B. Schienenverkehr, Maschinen-, Apparate- und Bergbau) sowie aus dem Endverbrauchermarkt. Sie werden weltweit mit qualitativ hochwertigen, innovativen oder etablierten Produkten, Systemen und Services bedient. Markt- und Kundennähe sind für uns wesentliche Erfolgsfaktoren. Auf einer Balance aus dezentralen Strukturen und zentralen Funktionen basiert unsere globale Konzernstruktur. Dabei sind die zentralen Managementbereiche und die operativen Aufgaben eng aufeinander abgestimmt. So können wir flexibel und schnell auf Marktbedingungen sowie die Anforderungen unserer Kunden reagieren und sorgen dafür, dass der Continental-Konzern nachhaltig Wert schafft. Der Continental-Konzern ist in die Automotive Group und die Rubber Group gegliedert. Diese umfassen im Berichtsjahr insgesamt fünf Divisionen mit 29 Geschäftsbereichen. Produkte, Produktgruppen und Services bzw. bestimmte Regionen bilden die Grundlage für die Zuordnung zu einer Division und zu einem Geschäftsbereich. Unterschiede ergeben sich vorwiegend durch technologische Anforderungen sowie Innovations- und Produktzyklen, die Rohstoffbasis und die Produktionstechnologie. Weitere Faktoren sind Wirtschaftszyklen, Wettbewerbsstruktur und sich daraus ergebende Wachstumschancen. Divisionen und Geschäftsbereiche haben eine durchgängige Geschäftsverantwortung einschließlich der Ergebnisverantwortung. 427 Standorte in 56 Ländern![]() Continental-Konzernstruktur im Überblickscroll
Die Automotive Group setzt sich aus den Divisionen Chassis & Safety, Powertrain und Interior zusammen. Mit einem Umsatz von insgesamt 24,5 Mrd € erwirtschaftet die Automotive Group 60 % des Konzernumsatzes. Die Rubber Group umfasst unsere auf Kautschuk und Kunststoff basierenden Aktivitäten, d. h. die Divisionen Reifen und ContiTech. Die Rubber Group steht für 16,1 Mrd € Umsatz und damit für 40 % des Umsatzes des Continental-Konzerns. Automotive Group:
Rubber Group:
Vernetzte WertschöpfungForschung und Entwicklung (F& E) erfolgt an 146 Standorten, vorwiegend in Kundennähe, um flexibel auf individuelle Kundenanforderungen und regionale Marktbedingungen reagieren zu können. Dies gilt vor allem für die dezentral angesiedelten F& E-Projekte der Automotive Group und der Division ContiTech. Für das Reifengeschäft sind die Anforderungen an die Produkte weltweit überwiegend ähnlich. Sie werden entsprechend den jeweiligen Marktanforderungen angepasst. Vor diesem Hintergrund ist F& E in der Division Reifen weitgehend zentral strukturiert. Continental investiert jährlich mehr als 6 % vom Umsatz in F& E. Weitere Erläuterungen dazu finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung. Continental verarbeitet eine Vielfalt an Rohstoffen und Vorprodukten. Das Einkaufsvolumen beträgt insgesamt 26,3 Mrd €, wovon etwa 17,5 Mrd € auf Produktionsmaterialien entfielen. Die Automotive Group setzt hauptsächlich Stahl, Aluminium, Edelmetalle, Kupfer und Kunststoffe ein. Schwerpunkte im Einkauf von Material und Vorprodukten sind Elektronik und elektromechanische Komponenten, die im Konzern zusammen etwa 44 % des Einkaufsvolumens für Produktionsmaterial ausmachen. Ein Viertel davon entfällt auf mechanische Komponenten. Für die Rubber Group sind Naturkautschuke und ölbasierte Chemikalien, wie synthetische Kautschuke und Ruße, wichtige Rohstoffe. Deren Einkaufsvolumen beläuft sich zusammen auf knapp ein Sechstel des Gesamtvolumens für Produktionsmaterial. Weitere Erläuterungen dazu finden Sie im Kapitel Wirtschaftsbericht im Abschnitt Entwicklung der Rohstoffmärkte. Global vernetzte Wertschöpfungscroll
Unserer Strategie entsprechend sind die Produktion und der Vertrieb in den Automotive-Divisionen und in der Division ContiTech regional flächendeckend organisiert. Unsere Reifenproduktion, bei der Skaleneffekte bedeutend sind, ist mit großen Standorten in Europa, den USA und China vertreten und damit in den drei, hinsichtlich Produktion und Fahrzeugbestand, dominierenden Automobilmärkten. Niedrige Produktionskosten, gekoppelt mit großen Volumina oder mit regional hoher Wachstumsdynamik, sind wesentliche Erfolgsfaktoren. Der Vertrieb in der Division Reifen erfolgt weltweit über unser Händlernetz mit Reifenfach- und Franchisebetrieben sowie über den Reifenhandel allgemein. Die Automobilindustrie (Erstausrüstung) stellt mit einem Anteil von 73 % am Konzernumsatz unseren größten Kundenkreis. Entsprechend hoch ist die Bedeutung dieser Industrie für das Wachstum der Automotive Group. In der Rubber Group dominiert das Reifengeschäft mit Endkunden. Bei ContiTech spielen neben der Automobilindustrie auch andere Schlüsselindustrien eine wichtige Rolle, etwa der Maschinen- und Anlagenbau, der Bergbau oder die Ölindustrie. KonzernstrategieUnsere Strategie umfasst sieben sich ergänzende Handlungsfelder, die darauf ausgerichtet sind, nachhaltig Wert zu schaffen und damit die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern.Die Anforderungen an die Mobilität verändern sich kontinuierlich, nicht zuletzt wegen der fortschreitenden Digitalisierung. Daraus entstehen Chancen für neue Dienstleistungen rund um die Mobilität. Für Continental bedeutet dies die Möglichkeit zur Ergänzung des bisherigen Geschäftsmodells bzw. bestehender Produkte um softwarebasierte Zusatzdienste (Servitization) sowie Mobilitätsdienste (Mobility Services) in Form von reinen Softwareprodukten für den Endverbrauchermarkt. Sieben strategische Handlungsfelder zur nachhaltigen Steigerung des UnternehmenswertsUnsere sieben strategischen Handlungsfelder ergänzen sich gegenseitig und sind darauf ausgerichtet, nachhaltig Wert für alle Stakeholder zu schaffen sowie die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. 1. Wertsteigerung - dauerhafte Steigerung des UnternehmenswertsDauerhafte Steigerung des Unternehmenswerts heißt für uns nachhaltiger Erfolg unter Berücksichtigung der Kapitalkosten. Unsere Zielmarke liegt bei mindestens 20 % Rendite auf das betrieblich gebundene Kapital. Dieses Ziel konnten wir auch 2016 wieder erreichen. Allerdings sank die Rendite im Jahresvergleich wegen einer Reihe voneinander unabhängiger Ereignisse, die im Berichtsjahr, insbesondere im dritten Quartal, zu einer Belastung in Höhe von rund 480 Mio € führten. 2. Regionale Umsatzbalance - weltweit ausgewogene UmsatzverteilungWir wollen eine weltweit ausgewogene regionale Umsatzverteilung erreichen. So werden wir unabhängiger von einzelnen regionalen Absatzmärkten sowie von Markt- und Konjunkturschwankungen. Um das zu erreichen, nutzen wir die Chancen, die sich auf den wachsenden Märkten in Asien und Nordamerika bieten, während wir unsere starke Marktposition in Europa festigen. Den Konzernumsatzanteil in den asiatischen Märkten wollen wir sukzessive auf 30 % steigern. In China wollen wir in den nächsten Jahren überproportional wachsen, und in Nord- und Südamerika soll der Umsatzanteil von insgesamt mindestens 25 % gehalten werden. Im Berichtsjahr lag der Umsatzanteil in Asien bei 21 %. In Nord- und Südamerika lag der Umsatzanteil bei insgesamt 28 %. 3. Top-Marktposition - unter den drei führenden Anbietern in allen relevanten MärktenIn den Bereichen Kundenorientierung, Qualität und Marktanteil wollen wir dauerhaft zu den drei weltweit führenden Anbietern gehören. So können wir unsere Zukunft aus einer führenden Position heraus planen und damit die technologische Entwicklung in einzelnen Branchen maßgeblich vorantreiben. Wesentlicher Erfolgsfaktor und Treiber für die künftige Entwicklung ist unsere starke Präsenz in den innovativen, zukunftsträchtigen Technologiebereichen der Kraftfahrzeugindustrie. Continental Value Contribution (CVC) Kapitalrendite (ROCE)![]() Konzernstrategie im Überblick![]() 4. Im Markt für den Markt - hoher LokalisierungsgradMindestens acht von zehn Applikationsentwicklungen sollen vor Ort entstehen, ebenso hoch soll der lokale Produktionsanteil sein. So kommen wir am besten den Bedürfnissen und Anforderungen unserer Kunden nach. Durch unsere weltweit arbeitende Entwicklung und Fertigung können wir Lösungen und Produkte für hochwertige Fahrzeuge ebenso wie für erschwingliche Autos und maßgeschneiderte Industrieanwendungen anbieten. Derzeit verfügen wir in 34 von 56 Ländern, in denen wir vertreten sind, über Produktionsstätten. Gleichzeitig kaufen wir, soweit dies möglich und wirtschaftlich ist, lokal ein und vermarkten lokal. In den kommenden Jahren werden wir weiter hart daran arbeiten, auch einen der asiatischen Hersteller zu unseren fünf größten Automobilkunden zählen zu können. Das wollen wir durch einen hohen Lokalisierungsgrad erreichen. 5. Ausgewogenes Kundenportfolio - Balance zwischen Automobilbranche und anderen IndustrienDie Abhängigkeit von der Automobilkonjunktur wollen wir durch ein ausgewogenes Kundenportfolio verringern. Dafür streben wir eine Erhöhung des Geschäfts in Branchen außerhalb der Automobilerstausrüstung, bei gleichzeitig weiterem Wachstum im Geschäft mit den Automobilherstellern, an. Mittel- bis langfristig wollen wir den Umsatzanteil mit Endverbrauchern und mit Industriekunden außerhalb der Automobilerstausrüstung in Richtung 40 % steigern. Das Servicegeschäft im Bereich Flottenmanagement haben wir durch den Erwerb von Zonar Systems im Berichtsjahr weiter ausgebaut. Mit diesem Schritt erweitern wir unser Portfolio sowie unser Know-how im Bereich Mobility Services. Darüber hinaus stärken wir unser regionales Gleichgewicht, indem wir in einen Anbieter von Lösungen für das Flottenmanagement in den USA investiert haben. Der Kauf der Bandvulc Gruppe, einem britischen Dienstleister im Bereich Flottenmanagement, wird unsere Position im britischen und irischen Markt festigen. Zusätzlich trägt der Erwerb des Rennreifenspezialisten Hoosier Racing Tire zur Ausgewogenheit unseres Kundenportfolios bei. Trotz dieser Erwerbe und weiterer Aktivitäten hat sich der Umsatzanteil mit Endverbrauchern und Industriekunden auf 27 % leicht verringert. Grund dafür war im Berichtsjahr die weiterhin verhaltene Nachfrage im Industriegeschäft im Allgemeinen und auf den öl- und minenabhängigen Endmärkten im Besonderen. Unser Industriegeschäft in der Division ContiTech wird durch den Kauf der Hornschuch Gruppe, einem führenden Hersteller für Design-, Funktions-, Schaum- und Kompaktfolien sowie Kunstleder, erweitert. Die Akquisition wird unser globales Geschäft außerhalb der Automobilindustrie nachhaltig stärken. 6. Technologische Balance - Mix aus etablierten und VorreitertechnologienUnser Produktportfolio soll aus einem Mix profitabler sowie zukunftsfähiger etablierter Technologien und Vorreitertechnologien bestehen. In wachstumsstarken Märkten oder Marktsegmenten setzen und begleiten wir neue Trends und Standards. In unseren etablierten Kernmärkten stellen wir sicher, dass wir unsere Position als einer der führenden Automobilzulieferer und Industriepartner stetig weiterentwickeln. So können wir in allen Phasen der jeweiligen Produktlebenszyklen präsent und wettbewerbsfähig sein. Softwarebasierte Zusatz- und Mobilitätsdienste erweitern unser Portfolio. Dadurch sind wir in der Lage, einen wettbewerbsfähigen Mix aus unseren bewährten etablierten Produkten und Vorreitertechnologien wie beispielsweise dem eHorizon (elektronischer Horizont), einer Lösung zum Austausch wichtiger Streckeninformationen, anbieten zu können. 7. Menschen, die begeistern - in einer Kultur, die inspiriertWir wollen eine inspirierende Führungskultur leben, in der es Spaß macht, vollen Einsatz zu zeigen und Spitzenleistungen zu erbringen. In allen Divisionen und Funktionen wird eine Kultur des Vertrauens und der Eigenverantwortung gefördert. Eine offene Fehlerkultur soll als lernendes System gepflegt werden. Unsere Arbeitsbedingungen sollen es unseren Mitarbeitern leicht machen, sich auf Wesentliches zu konzentrieren sowie Arbeit und Privatleben in ein sinnvolles Gleichgewicht zu bringen. Im Berichtsjahr haben wir erstmals weltweit verbindliche Regelungen für flexible Arbeitsbedingungen geschaffen. Das Paket umfasst Angebote für mobiles Arbeiten, das Nutzen von Teil- und Gleitzeit sowie für längere Auszeitphasen (Sabbaticals). Die Flexibilisierungsprogramme bieten wir in 21 Ländern, auf allen Ebenen und für alle dort Beschäftigten an. Damit erreichen wir rund 200.000 Mitarbeiter bzw. rund 90 % der weltweiten Belegschaft. Fünf übergreifende Felder zur Bündelung unseres GeschäftsÜbergreifende Geschäftsfelder betreffen unsere Systeme und Produkte, an denen mehr als eine Division arbeitet. Im Berichtsjahr haben wir fünf übergreifende Geschäftsfelder definiert, die von jeweils einem Vorstandsmitglied geleitet werden:
1. Elektrifizierung (Electrification)Neben Technologien zur Optimierung des Verbrennungsmotors entwickeln wir Technologien, die über begrenzte Zeiträume oder dauerhaft rein elektrisches Fahren ermöglichen. So umfasst unser Portfolio Elektroniklösungen wie 48-Volt-Antriebe, Hybrid- und Plugin-Varianten sowie reine Elektromotorlösungen. Über die Bremsenergierückgewinnung hinaus liegt unsere Kompetenz auch in der Leistungselektronik, d. h. der intelligenten Steuerung der während der Fahrt - aus dem Verbrennungs- und Elektromotor oder dem rein elektrischen Antrieb sowie aus der Batterie - zur Verfügung gestellten Energie. Continental ist davon überzeugt, dass sich der Elektromotor langfristig als Antriebsvariante durchsetzen wird. Wir rechnen damit, dass 10 % der im Jahr 2025 weltweit produzierten Fahrzeuge rein elektrisch unterwegs sein werden. Zusätzlich wird fast jedes dritte mit einem 48-Volt- oder Hochvolt-Hybridantrieb ausgestattet sein. Das bedeutet, dass wir weiterhin erhebliche Investitionen in diese Technologien planen. 2. Automatisiertes Fahren (Automated Driving)Auf Basis der sich bereits heute in der Entwicklung befindlichen Fahrerassistenzsysteme wird es zukünftig möglich sein, dem Fahrer einen Teil der Zeit, die er im Fahrzeug verbringt, zur freien Verfügung zu stellen. Zeit, in der das Auto das Fahrgeschehen überwacht und steuert. Viele berechtigte Fragen und Zweifel zu diesem Thema, beispielsweise Fragen der Haftung bei einem Unfall, sind heute noch nicht endgültig beantwortet. Sicher ist jedoch, dass das Fahrzeug erheblich weniger Fehler beim Fahren machen wird als der Mensch. Mit unseren Sensorlösungen auf Basis von Kamera-, Radar- oder Lasertechnologie sowie unserer Kompetenz bei elektronischen Steuereinheiten und der Vernetzung von Fahrzeugen haben wir eine starke Ausgangsposition. Im Jahr 2020 erwarten wir bei Fahrerassistenzsystemen den Schritt über die Schwelle von 2 Mrd € Umsatz im Bereich Sensorik - eine Verdoppelung in nur fünf Jahren. Inklusive der Technologien zur Vernetzung von Fahrzeugen werden wir dann mit Systemen für das automatisierte Fahren bei über 3 Mrd € Umsatz liegen. 3. Mobilitätsdienste (Mobility Services)Aufgrund der zunehmenden Vernetzung der Fahrzeuge miteinander und auch mit der Verkehrsinfrastruktur werden Mobilitätsdienste immer stärker nachgefragt. Durch die Digitalisierung eröffnet sich dafür ein neuer Markt. Es handelt sich um reine Softwareprodukte für Automobilhersteller oder Endverbraucher. Beispiele dafür sind das erweiterte Verkehrsmanagement, intelligente Bezahlsysteme, das Wartungsmanagement und die Fahrsicherheit, aber auch neue Technologien, die über das Fahrzeug hinaus Anwendung finden. Unser Wachstumsplan beinhaltet Kernelemente wie die Continental.cloud als Wegbereiter für Mobility Services und den eHorizon. Lösungen wie vAnalytics (Serviceplattform für Werkstätten, Händler und Fahrer), Fahrzeug-Ferndiagnose (Remote Vehicle Diagnostics, RVD) und OTA-Schlüssel (Over-The-Air, OTA) sind Beispiele für neu eingeführte softwarebasierte Dienste. 4. Softwarebasierte Zusatzdienste (Servitization)Das Geschäftsfeld Servitization beinhaltet die Ergänzung unseres bisherigen Geschäftsmodells bzw. bestehender Produkte und Systeme um Software-Services als Zusatzleistung und -nutzen für unsere Kunden. Ein Beispiel dafür ist ContiConnect, ein neues Reifeninformations- und -managementsystem für Lkw- und Busflotten, das wir im Berichtsjahr angekündigt haben. ContiConnect überwacht, analysiert und meldet auf Grundlage von Daten der bewährten ContiPressureCheck-Sensoren Reifendruck und -temperatur der gesamten Flotte. Das System benachrichtigt bei Bedarf den Flottenmanager und bietet Korrekturmaßnahmen an, beispielsweise durch einen Conti360°-Servicepartner. Das zugehörige Online-Portal stellt Berichte zur Reifenleistung und Gesamteffizienz der Flotte bereit. Nach der Einführung im zweiten Quartal 2017 wird ContiConnect in Kernmärkten in den Regionen Asien-Pazifik, Europa sowie Nord- und Südamerika verfügbar sein. Für unsere Kunden bedeutet das einen Wechsel von manueller und routinemäßiger Reifenpflege zu automatisch überwachten Reifen und gezielter Pflege. 5. Ganzheitliche Vernetzung (Holistic Connectivity)Die Digitalisierung und Vernetzung der physischen Welt (Internet der Dinge) ist ein massiver Treiber wirtschaftlichen Wachstums. Sie ist weitläufig ausgerichtet und erfasst Objekte, Produkte und Prozesse jedweder Art. Im Internet der Dinge können mithilfe der Digitalisierung potenziell 1,6 Billionen Objekte vernetzt werden. 14 Mrd Objekte (rund 1 % des Potenzials) sind bereits vernetzt. D. h., es gibt noch enorme nicht ausgeschöpfte Vernetzungsmöglichkeiten. Der positive Einfluss dieser Entwicklung auf die Weltwirtschaft wird im Jahr 2020 auf ca. 6 Billionen US-Dollar geschätzt. Allein bis 2020 werden 50 Mrd Geräte und Maschinen sowie mehr als 250 Mio Fahrzeuge vernetzt sein. Hieraus resultiert ein beachtliches Umsatzpotenzial für die Automobilindustrie. Für 2020 liegt das geschätzte Marktvolumen bei 57 Mrd €. So wird auch das Fahrzeug zu einem Teil des Internets - es wandelt sich von einem geschlossenen zu einem offenen System. Dieser Trend beeinflusst eine ganze Reihe unterschiedlichster Systeme und Technologien, von der Fahrzeugelektronik über vernetzte Dienste bis hin zur Analyse von Big Data. Entlang des Konzepts der ganzheitlichen Vernetzung haben wir anhand des Holistic Connectivity-Fahrzeugs Lösungen für eine intelligente Zukunft der Mobilität vorgestellt. Es bietet mit kontextbasierten Diensten, einer intuitiven Mensch-Maschine-Schnittstelle und einer IP-basierten Netzwerkarchitektur Einblicke in Technologien und Dienste für das vollständig vernetzte Fahrzeug. Basierend auf unserer Strategie und den fünf übergreifenden Geschäftsfeldern streben wir bis zum Jahr 2020 einen Umsatz in Höhe von über 50 Mrd € sowie einen ROCE von mindestens 20 % an. Divisionen und GeschäftsbereicheDivision Chassis & Safety
Für die Division Chassis & Safety ist die Richtung klar: Die Zukunft der Mobilität führt zum automatisierten Fahren. Integrale aktive und passive Sicherheitstechnologien und Produkte zur Unterstützung der Fahrzeugdynamik sorgen für mehr Sicherheit und Komfort. Laut Weltgesundheitsorganisation sterben noch immer weltweit rund 1,3 Millionen Menschen pro Jahr im Straßenverkehr, zusätzlich werden Millionen Menschen bei Unfällen verletzt. Hauptursache ist menschliches Versagen. Studien sprechen von mehr als 90 % Teilverschulden durch den Fahrer, in über 70 % ist der Mensch alleiniger Unfallverursacher. Um die Zahl der Unfälle weiter zu senken, ist es daher notwendig, den Fahrer beim Fahren zu unterstützen. Der Weg dorthin führt über die kontinuierliche Weiterentwicklung von und höhere Ausstattungsraten mit elektronischen Fahrerassistenzsystemen sowie über die schrittweise Automatisierung von Fahraufgaben bis hin zum vollautomatisierten Fahren. Die Elektronik wird zunehmend intelligenter und schafft so beste Voraussetzungen für die Realisierung der "Vision Zero", unserer Vision vom unfallfreien Fahren. Globalisierung, Wachstum und Spitzenleistung sind die wesentlichen strategischen Antriebskräfte der Division, die in vier Geschäftsbereiche unterteilt ist:
Unsere WachstumsperspektivenChancen für ein Volumenwachstum ergeben sich aus verschiedenen Einflussfaktoren, beispielsweise durch:
Die Division Chassis & Safety ist in bestehenden Märkten mit innovativen Produkten sowie bei Neuentwicklungen bestens für die Zukunft vorbereitet. Gründe dafür sind eine bessere Marktdurchdringung, steigende Installationsraten bei ABS, ESC, Sensoren und passiver Sicherheit sowie ein zunehmender Einsatz von Fahrerassistenzsystemen und elektrischen Parkbremsen in den meisten Fahrzeugklassen. Dabei profitieren wir besonders von günstigen Rahmenbedingungen: Der Wachstumsmarkt Asien und die internationale Gesetzgebung hinsichtlich des Einsatzes von ABS (zukünftig auch für Motorräder in Europa), der elektronischen Stabilitätskontrolle ESC und von Airbags bereiten den Weg für weiteres Wachstum. Fahrerassistenzsysteme werden immer stärker in Prüf- und Bewertungsprotokollen berücksichtigt. So ist zukünftig beim Euro NCAP-Rating das Maximum von fünf Sternen nur noch mit Fahrerassistenzsystemen realisierbar. Division Chassis & Safety: Umsatz nach Märkten![]() Der Elektronik kommt in der kontinuierlichen Entwicklung der elektronischen Fahrerassistenz und der zunehmenden Automatisierung eine entscheidende Bedeutung zu. Schon heute beträgt der Elektronikanteil eines Durchschnitts-Pkw fast ein Drittel des Produktionswerts, mit bis zu 90 Steuereinheiten für Antriebsstrang, Innenausstattung und Chassis. Die Märkte entwickeln sich weiter. Die Anzahl der Projekte mit Funktionsanteil nimmt stetig zu und erfordert eine enge Anbindung an die Sensorenentwicklung. Für das Seriengeschäft zum assistierten und automatisierten Fahren hat die Division Chassis & Safety im Geschäftsbereich Advanced Driver Assistance Systems (ADAS) einen zentralen Ansprechpartner für die kommerziellen Belange und alle Entwicklungsaktivitäten etabliert. Die Entwicklungsorganisation von ADAS wurde nach den drei Assisted und Automated Driving-Kompetenzbereichen (Sensor, Fahrfunktionen und Elektronik) strukturiert. Der nächste große Schritt umfasst die Vernetzung der elektronischen Einzelsysteme zu erweiterten Funktionsblöcken und deren Gruppierung zu Domänen. Die integrale Sicherheit - das Zusammenspiel der aktiven und passiven Sicherheit - hilft dem Fahrer, heikle Verkehrssituationen besser zu bewältigen und Verkehrsteilnehmer wirkungsvoller zu schützen. Die Nachfrage nach komplexen Fahrzeugfunktionen und vernetzten Systemen wächst somit rasant. Division Powertrain
In der Division Powertrain integrieren wir innovative und effiziente Systemlösungen rund um den Antriebsstrang von heute und morgen. Unter dem Leitgedanken "Clean Power" machen unsere Produkte das Autofahren umweltschonender und kosteneffizienter. Darüber hinaus steigern sie Komfort und Fahrspaß. Unseren Kunden bieten wir ein umfangreiches Portfolio: von Benzin- und Dieseleinspritzsystemen über Turbolader, Motor- und Getriebesteuerungen inklusive Sensoren und Aktuatoren, Abgasnachbehandlungs- sowie Kraftstofffördersysteme bis hin zu Komponenten und Systemen für Hybrid- und Elektroantriebe. Die Division umfasst fünf Geschäftsbereiche:
Unsere WachstumsperspektivenDas Bedürfnis nach individueller Mobilität wird global weiterhin wachsen. Zugleich werden weltweit die gesetzlichen Grenzwerte für die CO2 - und Schadstoffemissionen von Fahrzeugen weiter verschärft, d. h., der Bedarf an verbrauchs- und emissionsreduzierten Antriebstechnologien wächst. Diese Entwicklung bietet der Division Powertrain Wachstumsperspektiven in verschiedenen Marktbereichen wie:
Unser Ziel ist es, die Effizienz herkömmlicher Verbrennungsmotoren zu erhöhen sowie Lösungen zur Elektrifizierung des Antriebsstrangs endkundengerecht und kosteneffizient zu gestalten. Wachstumsmarkt elektrifizierte AntriebeDie Elektrifizierung wird mittelfristig einen unverzichtbaren Beitrag zu effizienteren und emissionsärmeren Fahrzeugen leisten. Continental sieht die Lösungen für den Massenmarkt in der abgestuften Hybridisierung, d. h. Elektrifizierung nach Maß, und bietet hierfür einen Technologiebaukasten, mit dem Fahrzeughersteller laufende Fahrzeugplattformen bei transparentem Kosten-Nutzen-Verhältnis zwischen zwölf Volt und 400 Volt abgestuft hybridisieren können. Einen großen Schwerpunkt bildet für uns dabei das neue Antriebssystem "48 Volt Eco Drive". Die neue Hybridtechnologie bietet Funktionen, die bisher nur bei den deutlich aufwendigeren Hochvolt-Hybridsystemen zu finden sind - das Abschalten des Verbrennungsmotors während der Fahrt (das sogenannte Segeln bzw. Coasting), einen sehr schnellen, komfortablen Premiummotorstart und eine effiziente Bremsenergierückgewinnung (Rekuperation). Der "48 Volt Eco Drive" lässt sich sowohl mit Benzin- als auch mit Dieselmotoren kombinieren und ermöglicht in beiden Fällen eine deutliche Verringerung von Kraftstoffverbrauch und Schadstoffemissionen. So senkt das Mildhybridsystem bei einem Kompaktwagen mit 1,2-l-Benzinmotor den Durchschnittsverbrauch nach dem Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) um 13 %, während im innerstädtischen Verkehr sogar Einsparungen von rund 21 % erreicht werden. Mit dem System lassen sich auch die Stickoxidemissionen von Dieselfahrzeugen deutlich reduzieren. Wachstumsmarkt elektronische MotorsteuerungssystemeEine große zukünftige Herausforderung wird sein, die thermische, mechanische und elektrische Energie im Fahrzeug unter komplexen Anforderungen möglichst effizient und präzise zu nutzen. Während elektronische Steuerungssysteme heute zumeist auf Signalen von im Fahrzeug befindlichen Sensoren basieren, wird zukünftig auch verstärkt auf Informationen aus externen Quellen wie anderen Fahrzeugen oder einer Cloud zurückgegriffen werden. Division Powertrain: Umsatz nach Märkten![]() Durch vernetztes Energiemanagement wird Endkunden ein signifikanter Mehrwert bei der Verbrauchsreduzierung geboten. Der Verbrennungsmotor wird mit einem höheren Wirkungsgrad betrieben und bei einer Hybridstrategie möglichst oft ausgeschaltet. Unter Zuhilfenahme von Echtzeit-Verkehrsdaten oder Ampelphasen kann das Fahrzeug z. B. selbstständig entscheiden, zu welchem Zeitpunkt der Motor ausgeschaltet werden kann, ohne dabei den Verkehrsfluss negativ zu beeinträchtigen oder die Fahrtdauer zu verlängern. Anstelle eines einzigen Energieflusses gilt es zukünftig, die Balance und Fließrichtung von diversen Energieströmen zu regeln. Bedingt durch die vielfältigen Optionen einer Elektrifizierung nach Maß sowie durch alternative Kraftstoffe steigen der mögliche Umfang der Funktionen in elektronischen Steuerungssystemen und die Vernetzung über die Grenzen der Domänen hinaus stark an. Um diese Vielfalt umsetzen zu können, sind modulare Konzepte, wie sie in der Motorsteuerungsarchitektur EMS 3 von Continental existieren, unerlässlich. Dieses auf AUTOSAR 4.0 (Standard für elektronische Komponenten in der Automobilindustrie) basierende Konzept ist eine entscheidende Hilfe, um zukünftig wachsende Anforderungen hinsichtlich Komplexität, Ausfallsicherheit, kurzer Entwicklungszeiten, wachsender Modellvielfalt und steigender Funktionsumfänge zu bewältigen. Wachstumsmarkt Direkteinspritzung und TurboaufladungKleinere, aufgeladene Motoren verbrauchen weniger Kraftstoff und verringern damit CO2 -Emissionen. Wir sorgen mit unserer wegweisenden, innovativen Turbolader- und Injektortechnologie dafür, dass moderne Verbrennungsmotoren auf lange Sicht in puncto Wirtschaftlichkeit, Umweltfreundlichkeit und Leistungsentfaltung wettbewerbsfähig gegenüber alternativen Antrieben bleiben. Mit dem RAAXTM -Turbolader (radial-axial) führen wir die Erfolgsgeschichte konsequent fort. Wachstumsmarkt AbgasnachbehandlungDer SCR-Markt ist ein weiterer Wachstumsmarkt, den wir mit einem vielfältigen Produktportfolio bedienen. Mit Einführung der Euro-6-Gesetzgebung werden die Stickstoff-Grenzwerte gegenüber Euro 5 mehr als halbiert. Durch eine nachgelagerte SCR-Abgasnachbehandlung kann die Verbrennung weiter in Richtung eines geringeren CO2 -Ausstoßes und einer Verbrauchsreduzierung optimiert werden. Zudem sehen wir Wachstumschancen nicht nur im Pkw-Markt, sondern auch im Bereich Zweirad und im Lkw-Markt. Division Interior
Die Division Interior spezialisiert sich auf das Informationsmanagement im Fahrzeug und darüber hinaus. Wir entwickeln und produzieren Informations-, Kommunikations- und Vernetzungslösungen. Dadurch ermöglichen, steuern und optimieren wir den komplexen Informationsfluss zwischen Fahrer, Fahrzeuginsassen und Fahrzeug sowie mobilen Endgeräten, anderen Fahrzeugen und der Außenwelt. Hierfür arbeiten wir branchenübergreifend mit führenden Unternehmen zusammen. "Always On" ist unsere Vision des ganzheitlich vernetzten Fahrzeugs der Zukunft als Partner, der Fahrer und Fahrzeuginsassen optimal unterstützt. Der Mensch befindet sich dabei stets im Mittelpunkt. Wir setzen intelligente Technologien so um, dass sie intuitiv verständlich und ganzheitlich bedient werden können. Wir stellen unsere Weichen auf beschleunigtes Wachstum im Geschäftsfeld Mobility Services und auf die Anreicherung unserer Produkte mit softwarebasierten Zusatzdiensten (Servitization). Die Division setzt sich aus fünf Geschäftsbereichen zusammen:
Unsere WachstumsperspektivenFür die permanente Ausweitung unserer Geschäftsaktivitäten konzentrieren wir uns auf:
Durch unser umfassendes Produkt- und Kompetenzportfolio kann eine rasche, plattformübergreifende Adaption unserer Lösungen für neue Segmente gewährleistet werden. Wir verfolgen weiterhin das Ziel, mit unseren Produkten auf den globalen Märkten präsent zu sein und zunehmend japanische Automobilhersteller zu beliefern. Hierbei setzen wir auf ein Höchstmaß an Kundenzufriedenheit, Innovationsstärke und Systemkompetenz. Zudem verstärken wir unsere Aktivitäten im Servicegeschäft: Im Jahr 2016 erwarben wir die Mehrheitsbeteiligung an Zonar Systems, einem Anbieter intelligenter Technologie für das Flottenmanagement mit Sitz in den USA. Seit einigen Jahren bestimmen die Entwicklungen der Konsumgüterindustrie immer mehr die Erwartungen der Fahrer bezüglich der Informationssysteme im Fahrzeug. Anzahl und Fläche der Displays im Fahrzeug wachsen stark - ein Trend, der fortdauert. Unsere Entwickler im Geschäftsbereich Instrumentation & Driver HMI arbeiten an Lösungen, die den Fahrer trotz steigender Informationsdichte entlasten und zu mehr Komfort beim Autofahren beitragen, wie z. B. volldigitale Kombi-Instrumente und Head-up-Displays. Dabei wird die intuitive Interaktion mit dem Fahrzeug immer bedeutender. Technologien dafür sind Touch-Lösungen für Displays, Touchpads und weitere Bedienoberflächen. Such- und Aktivierungshaptiken helfen dem Fahrer bei der intuitiven Bedienung. Durch Innenraumkameras sind Autofahrer in ständigem Dialog mit ihrem Fahrzeug und bekommen relevante Informationen zur richtigen Zeit und in der richtigen Art und Weise. Das Fahrzeug erkennt über die Kamera und Algorithmen den Zustand des Fahrers - wichtig beispielsweise für automatisiertes Fahren. Erste Produktaufträge können wir bereits verzeichnen. Division Interior: Umsatz nach Märkten![]() Der Trend zum allzeit vernetzten Fahrzeug spiegelt sich vor allem im Geschäftsbereich Infotainment & Connectivity wider. Das Auto wird Teil des Internets der Dinge. Dabei setzen wir auf eine schnelle und zuverlässige Datenverbindung wie den LTE-Standard (Long Term Evolution, LTE). Die Integration von Applikationen ist - neben einer gesicherten Datenübertragung - von hoher Relevanz. Dieser komplexen Aufgabe stellen wir uns durch die branchenübergreifende Zusammenarbeit mit Partnern. Dabei sind vor allem mobile Endgeräte wie Smartphones hervorzuheben, die nahezu unentbehrlich im Alltag des Menschen geworden sind. Durch eine zuverlässige Interaktion mit den Fahrzeugkomponenten wird das Infotainment-Erlebnis im Fahrzeug erweitert und mit neuen, aktuellen Inhalten angereichert. Um dies zu realisieren, bieten unsere Plattformen entsprechende Schnittstellen und unterstützen Standards. Aufgrund der dynamischen Entwicklung im Bereich Unterhaltungselektronik werden legislative Regulierungen angestrebt, um die Sicherheitsaspekte des Autofahrens abzudecken. Unser Produktportfolio enthält bereits spezielle Notrufsysteme wie das eCall-System. Durch stetige Marktbeobachtungen und die Analyse weiterer Gesetzesentwicklungen können wir schnell auf neue Anforderungen reagieren. In unserem Geschäftsbereich Intelligent Transportation Systems fokussieren wir uns auf drei Wachstumsbereiche:
Die Fahrzeugvernetzung im Geschäftsbereich Body & Security betrifft auch den Bereich Gateways und Antennenmodule. Durch die Anforderungen an die Datensicherheit spielen Gateways eine immer größere Rolle. Mit Techniken wie NFC (Near Field Communication) und BLE (Bluetooth Low Energy) lassen sich neue Komfortfunktionen realisieren, die das Smartphone einfach und sicher in das Fahrzeug einbinden. Dazu gehören beispielsweise das drahtlose Laden des Smartphones im Fahrzeug oder der Zugang zum Fahrzeug über das Smartphone mit einem virtuellen Schlüssel. Unser Joint Venture OTA keys mit dem belgischen Automobilservice-Spezialisten D'Ieteren bietet dabei die Entwicklung und Durchführung von verschiedenen zusätzlichen Leistungen rund um das digitale Schlüsselmanagement an. Neue legislative Vorgaben erfüllen wir mit Diensten im Bereich Wartung, Sicherheit und Komfort -z. B. durch unsere Reifeninformationssysteme mit Informationen für verbundene Flottensysteme, Profiltiefenmessung oder komfortable Reifendruckkontrolle über das Smartphone. Der Bereich Licht zeigt mit der starken Zunahme von LED-Lösungen deutliches Wachstumspotenzial. Hier positionieren wir uns als Innovator für LED-Lichtsteuerelemente und fortschrittliche Lichtfunktionen. Der Wachstumsmarkt für zusätzliche Dienstleistungen und Services wird kontinuierlich durch den Geschäftsbereich Commercial Vehicles & Aftermarket ausgebaut. Neue Lösungen für Nutzfahrzeuge, wie z. B. ProViuMirror und ProViuDetect oder elektronische und aerodynamische Lösungen zur Kraftstoffeinsparung, erweitern unser Portfolio. Hier verstärken wir unser Angebot für Landwirtschafts- und Baufahrzeuge deutlich. Neben Ferndiagnoselösungen bieten wir mit unserem eHorizon einen signifikanten Mehrwert, um auch Nutzfahrzeuge sicherer und effizienter zu machen. Besonders hervorzuheben ist die integrierte Mensch-Maschine-Schnittstelle im Nutzfahrzeug (inkl. Head-up-Display) als Treiber für erhöhte Sicherheit - vor allem im Zusammenhang mit automatisiertem Fahren. Unsere Erfolge im Bereich Tachografen sowie neue Gesetzgebungen und der Bedarf an Zusatzdienstleistungen sind die Basis für weiteres Wachstum in Russland und in Nordamerika. Ein klarer Mehrwert für Flottenbetreiber wird durch die Aktivitäten in digitalen Flottenmanagementsystemen hinsichtlich Kraftstoffersparnis, CO2 -Reduktion, Effizienz, Kostenkontrolle und Konformität mit gesetzlichen Bestimmungen geschaffen. Division Reifen
Reifen sind die einzige Verbindung des Fahrzeugs mit der Fahrbahn. Sie müssen alle auftretenden Kräfte auf vier etwa postkartengroße Flächen auf die Straße bringen. In kritischen Situationen entscheidet das Technologieniveau der Reifen darüber, ob ein Fahrzeug noch rechtzeitig zum Stehen kommt oder bei Kurvenfahrten in der Spur bleibt. Die Division Reifen steht für kurze Bremswege und hohen Grip, um maximale Sicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig durch minimierten Rollwiderstand den Kraftstoffverbrauch zu senken. Die Division gliedert sich in sechs Geschäftsbereiche:
Das Pkw-Reifenersatzgeschäft gliedert sich in die Geschäftsbereiche:
Neben den weltweit vertriebenen Reifen der Premiummarke Continental und der Budgetmarke Barum werden die regionalen Qualitätsmarken Uniroyal, Semperit, General Tire, Viking, Gislaved, Euzkadi, Sime Tyres sowie die regionalen Budgetmarken Mabor und Matador vermarktet. Unter dem Dach von ContiTrade sind dem Ersatzgeschäft EMEA auch unsere europäischen Handelsgesellschaften mit mehr als 2.000 Reifenfach- und Franchisebetrieben zugeordnet.
UmsatzverteilungDer Umsatz der Division Reifen entfällt zu 30 % auf das Geschäft mit den Fahrzeugherstellern und zu 70 % auf das Ersatzgeschäft. Unsere WachstumsperspektivenIm Bereich Pkw-Reifen setzen wir die evolutionäre Weiterentwicklung unserer Premiumprodukte mit einer kontinuierlichen Verbesserung der wichtigsten Eigenschaften fort. Dies geschieht durch:
Darüber hinaus nutzen wir die weiteren Marken unseres umfangreichen Portfolios, um unseren Handelspartnern in allen Produktsegmenten möglichst individuelle Lösungen anbieten zu können. Im Geschäftsbereich Nutzfahrzeugreifen setzen wir in unserem Premiumsegment insbesondere auf:
Für Pkw- wie Nutzfahrzeugreifen verfolgt die Division außerdem weiterhin:
Die Division Reifen hat 2016 die dritte Phase ihrer langfristigen Wachstumsstrategie Vision 2025 gestartet. Zu den wichtigsten Investitionen im Berichtsjahr zählten neben dem Start für das neue Lkw-Reifenwerk in Clinton, USA, und dem angekündigten Wiedereinstieg in das Segment Agrarreifen auch der weitere Ausbau der Greenfield-Werke in Hefei, China, und Sumter, USA. Darüber hinaus wurden die Kapazitäten in zahlreichen Werken weltweit ausgebaut. In Deutschland wurde im Juni das neue High Performance Technology Center am Standort Korbach in Betrieb genommen, wo seitdem sowohl die besonders anspruchsvollen Reifen für sportliche Fahrzeuge in den Größen von 19 bis 23 Zoll hergestellt, als auch die Prozessoptimierung für alle Reifenwerke weltweit organisiert werden. Außerdem wurden im Berichtsjahr der Rennreifenspezialist Hoosier Racing Tire sowie die Bandvulc Gruppe erworben. Die Übernahme eines der führenden britischen Dienstleister im Bereich des Flottenmanagements und der unabhängigen Lkw-Reifenrunderneuerung stärkt nachhaltig die Position von Continental im britischen und irischen Markt. Division Reifen: Umsatz nach Märkten![]() Der PremiumContact 6, unser neues Flaggschiff für die Erstausrüstung und das Ersatzgeschäft in Europa, kommt ab Frühling 2017 in den Handel. Er bietet neben höchsten Sicherheitseigenschaften einen deutlich verringerten Rollwiderstand und spürbar verbesserte Komforteigenschaften. Im Geschäftsbereich Nutzfahrzeugreifen konnten wir 2016 unseren Kunden unser neues digitales Angebot ContiConnect vorstellen. Das Reifenmanagementsystem überwacht und analysiert auf Grundlage von Daten der ContiPressureCheck-Sensoren Reifendruck und -temperatur der gesamten Flotte. ContiConnect benachrichtigt bei Bedarf den Flottenmanager und bietet Korrekturmaßnahmen an, z. B. durch einen Conti360°-Servicepartner. Das dazugehörige Onlineportal stellt Analysen zur Reifenleistung und Gesamteffizienz der Flotte bereit. Nach der Einführung im zweiten Quartal 2017 wird das leistungsstarke Lösungspaket in Kernmärkten in den Regionen Asien-Pazifik, Europa sowie Nord- und Südamerika verfügbar sein. Ebenfalls im Rahmen der Digitalisierungsstrategie rollen seit dem Berichtsjahr Continental iTires vom Band: Lkw- und Busreifen, die ab Werk mit Sensoren ausgestattet sind. Auch Spezialreifen für Erdbewegungsmaschinen, die ContiEarth™ iTires, werden mit einem integrierten Sensor geliefert. Produktseitig wurde außerdem der Lenk- und Antriebsachsreifen Conti EfficientPro eingeführt, der das EU-Label "A" für maximale Kraftstoffeffizienz trägt. Außerdem feierte die Conti LightPro-Reifenlinie Premiere: innovative, gewichtsreduzierte Lkw-Reifen, die einen Zugewinn an Ladungskapazität von rund 80 Kilogramm für Tankzüge im Mineralöltransport ermöglichen. Das Lkw-Reifenportfolio der Marken Semperit, Barum, Uniroyal und Matador für die Region EMEA wurde grundlegend erneuert und im Rahmen der Feier zum 110-jährigen Bestehen der Marke Semperit dem Handel vorgestellt. Unser Vertriebsnetzwerk BestDrive hat sich unter dem Dach von ContiTrade zum einzigen Netzwerk weltweit weiterentwickelt, das auf fünf Kontinenten aktiv ist. Damit wird die Premiumhandelsmarke BestDrive massiv gestärkt und der Marktzugang besonders durch die Expansion der Franchisepartner sichergestellt. Die daraus resultierende deutlich erweiterte Präsenz erhöht die Attraktivität besonders für Kunden aus dem stark an Bedeutung gewinnenden Bereich Flotten- und Reifenmanagement. Für die weitere Steigerung des Bekanntheitsgrads der Premiumreifenmarke Continental setzen wir auch in Zukunft auf Fußball-Sponsoring als strategische Kommunikationsplattform. Als offizieller Sponsor des AFC Asian Cup 2019, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden wird, haben wir ein umfangreiches Rechtepaket erworben. In den USA und Kanada setzen wir, als offizieller Sponsor und exklusiver Reifenpartner, bei der Major League Soccer, deren Pokalwettbewerb und dem All-Star-Spiel das Sponsoring ebenso fort wie in Brasilien, wo wir offizieller Sponsor und exklusiver Reifenpartner des Pokalwettbewerbs "Copa do Brasil" sind. In Europa haben wir uns 2016 nach 20 sehr erfolgreichen Jahren als führender Sponsor der wichtigsten Fußball-Events für einen Strategiewechsel entschieden. Die neue Positionierung wird künftig auf die langfristige Verknüpfung mit der "Vision Zero" ausgelegt sein, dem Straßenverkehr ohne Tote, Verletzte und Unfälle. Zusammen mit der Division Chassis & Safety arbeiten wir daran, den Beitrag von modernen Fahrerassistenzsystemen, in Verbindung mit Premiumreifen, zu mehr Verkehrssicherheit aufzuzeigen. Eine perfekt passende Plattform dafür bietet die gemeinsame Beteiligung als Automobilzulieferer und exklusiver Reifenpartner bei der Global NCAP-Kampagne "Stop the Crash", die sich die Aufklärung über eben diese Unfallvermeidungstechnologien besonders in den bevölkerungsstarken Schwellenländern zum Ziel gesetzt hat. Mit Lkw-Reifen ist Continental außerdem neuer Produktpartner des Rennteams KAMAZ-Master für die Rally Dakar, der berühmtesten Langstreckenrallye der Welt. Die 9.000 Kilometer lange Route auf dem südamerikanischen Kontinent befahren die Fahrzeuge unter extremen Bedingungen mit Lkw-Reifen der Premiummarke Continental. Division ContiTech
Die Division ContiTech entwickelt, produziert und vermarktet Funktionsteile, intelligente Komponenten und Systeme aus Kautschuk, Kunststoff, Metall und Gewebe für den Maschinen- und Anlagenbau, den Bergbau, die Agrarindustrie, die Automobilindustrie sowie weitere wichtige Industrien. Den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen haben wir stets im Blick. Wir adaptieren früh wesentliche technologische Trends wie Funktionsintegration, Leichtbau oder Downsizing. Dafür halten wir bereits heute eine Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen bereit. Die Division umfasst neun Geschäftsbereiche:
UmsatzverteilungDer Umsatz der Division ContiTech entfällt zu 52 % auf das Geschäft mit den Fahrzeugherstellern und zu 48 % auf das Geschäft mit anderen Industrien sowie auf das Ersatzgeschäft. Unsere WachstumsperspektivenChancen für Wachstum sehen wir:
Bei Air Spring Systems haben wir durch den Kauf eines australischen Spezialisten unser Engagement im Wachstumsmarkt für Luftfedern und Luftfedersysteme im Schienenverkehr, insbesondere in Asien und den USA, gestärkt. Darüber hinaus arbeiten wir an neuen Technologien, die den Geräuschpegel im Bahnverkehr weiter reduzieren. Durch die zunehmende Digitalisierung eröffnen sich ebenfalls Wachstumsmöglichkeiten. Technisch weiterentwickelte Luftfedern können in Zukunft Informationen zur Höheneinstellung und Belastung direkt an den Zugführer melden oder Informationen zum Streckennetz sammeln. Die Benecke-Kaliko Group hat im Berichtsjahr eine Vereinbarung über den Kauf der Hornschuch Gruppe getroffen. Der Geschäftsbereich wird damit sein Geschäft mit nicht automobilen Lösungen stärken und neue Absatzmärkte in Nordamerika erschließen. Die Benecke-Kaliko Group hat außerdem ein neues Werk in Changzhou, China, eröffnet und stellt dort umweltfreundliche, emissionsarme und allergiefreie Kfz-Innenraummaterialien her. Weiteres Wachstum sehen wir nach wie vor in Europa. Compounding Technology erwartet Mengensteigerungen in allen Mischsälen zur Unterstützung des Wachstumskurses der Conti-Tech-Gesellschaften vor Ort. In der im Sommer 2015 eröffneten Produktionsanlage für Kautschukmischungen in Changshu, China, laufen von Monat zu Monat neue Mischungen an. Der Geschäftsbereich profitiert außerdem von der steigenden Nachfrage nach Spezialmischungen. Division ContiTech: Umsatz nach Märkten![]() Die Conveyor Belt Group stärkt ihr Geschäft außerhalb der Bergbauindustrie, um von Marktschwankungen unabhängiger zu werden. Im Fokus stehen neben der Agrarbranche die rohstoffverarbeitende Industrie, Kraft- und Zementwerke, aber auch Stahlhersteller und Hafenbetreiber sowie die Recycling- und die Holzindustrie. Zur Stärkung der Präsenz auf dem afrikanischen Kontinent eröffnete der Geschäftsbereich ein Werk in Jorf Lasfar, Marokko, zur Produktion von Textil- und Stahlseilfördergurten. Weiteres Potenzial ergibt sich durch die zunehmende Digitalisierung sowie zusätzliche Wartungs- und Servicekonzepte. Elektronische Fördergurtüberwachungssysteme erhöhen die Sicherheit der Fördergurtanlagen und die Lebensdauer der Fördergurte. Elastomer Coatings sieht bei Drucktüchern für den Digital- sowie Flexodruck viel Potenzial. ContiTech und Henkel Adhesive Technologies arbeiten daher in den Bereichen funktionales Drucken und gedruckte Elektronik eng zusammen. Gute Marktchancen ergeben sich zusätzlich durch den Aufbau einer neuen Beschichtungsfabrik am Standort Changshu, China, die ab Anfang 2017 vorrangig für die Fertigung von Geweben für Industrieanwendungen genutzt werden wird. Für Industrial Fluid Solutions ergeben sich Wachstumspotenziale durch eine Erholung der Ölbranche sowie den Ausbau der Aktivitäten in nicht unmittelbar ölabhängigen Industrien. So haben wir z. B. das Werk für Wasserschläuche in Mount Pleasant, USA, ausgebaut. Im Hinblick auf eine zunehmende Globalisierung sieht der Geschäftsbereich Potenziale außerhalb seiner derzeitigen Schwerpunkte Nordamerika und Europa vor allem in Asien und Lateinamerika. Für Mobile Fluid Systems eröffnet vor allem der wachsende Markt für Hybrid- und Elektrofahrzeuge, verbunden mit Lösungen für das integrierte Thermomanagement, Potenziale. Darüber hinaus sehen wir bei 48-Volt-Bordnetzen sowie dem generellen Trend zum Leichtbau neue Chancen. Unterstützt durch den Einsatz kleinerer Motoren sowie gestiegene Anforderungen bei größeren Motoren werden sich die Volumina für Turboladerleitungen weiter erhöhen. Der Geschäftsbereich stärkt zudem seine regionale Präsenz vor allem in Asien und Nordamerika. In Qingdao wurde der Grundstein für ein weiteres chinesisches Werk zur Produktion von Automobilschläuchen gelegt. Kapazitätserweiterungen an europäischen Standorten spiegeln den gestiegenen Bedarf in der Region wider. Die Einführung der neuen klimaschonenden Kältemittel sowie die dadurch gestiegene Komplexität der Klimasysteme und die Verschärfung der Abgasnormen mit den daraus resultierenden Anforderungen bei Kraftstoff- und Partikelfilterleitungen bieten weitere Chancen. Die Power Transmission Group sieht Wachstumschancen im automobilen Erstausrüstungsgeschäft, z. B. mit Projekten für Hybridfahrzeuge und Riemen für Lenksysteme. Für den Automotive Aftermarket liegt der Fokus in der Erweiterung der Produktpalette, u. a. werden Wasserpumpen-Kits angeboten. Im Industriegeschäft wächst das Geschäft mit Riemen für Aufzüge. Deshalb wurde in eine neue Produktionshalle in Dannenberg, Deutschland, investiert sowie die Produktion für Aufzugsriemen in Sanmen, China, erweitert. Der Geschäftsbereich baut zudem den Agrarbereich stärker aus und fertigt Riemen speziell für Landmaschinen. Darüber hinaus liefert die Power Transmission Group Riemensysteme für E-Bikes und entwickelt in Zusammenarbeit mit anderen Geschäftsbereichen des Continental-Konzerns Pedelec-Systeme. Vibration Control baut seine Vorreiterrolle im Leichtbau weiter aus und wurde dafür 2016 international mit mehreren Awards ausgezeichnet. Im Vergleich zu bisherigen Bauteilen aus Stahl oder Aluminium spart die neue Technologie aus Polyamid Gewicht ein und sorgt für eine längere Einsatzdauer. Weitere Wachstumschancen ergeben sich durch den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen. Auf der IAA Nutzfahrzeuge 2016 haben wir erstmals ein Gelenkwellenzwischenlager mit Kautschuk aus der Löwenzahnwurzel vorgestellt. Es stabilisiert und minimiert die Schwingungsübertragung im Fahrgestell. UnternehmenssteuerungDie dauerhafte Steigerung unseres Unternehmenswerts ist ein Kernelement unserer Strategie. Die Finanzierungsstrategie unterstützt wertschaffendes Wachstum.WertmanagementWesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für Continental sind die Entwicklung des Umsatzes, das betrieblich gebundene Kapital und die bereinigte EBIT-Marge sowie die Höhe der Investitionen und der Free Cashflow. Um die finanziellen Leistungsindikatoren auch für Steuerungszwecke einsetzen zu können und die Interdependenzen zwischen diesen Indikatoren abzubilden, verdichten wir diese im Rahmen eines Werttreibersystems zu Kennzahlen. Im Mittelpunkt unserer Unternehmensziele steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts jedes einzelnen Geschäftsbereichs. Dieses Ziel wird erreicht, wenn eine positive Rendite auf das im jeweiligen Geschäftsbereich betrieblich gebundene Kapital erzielt wird. Gleichzeitig muss diese Rendite dauerhaft über den Finanzierungskosten von Eigen- und Fremdkapital, die zur Anschaffung des betrieblichen Kapitals aufgewendet werden, liegen. Entscheidend ist dabei auch, dass Jahr für Jahr der absolute Wertbeitrag (Continental Value Contribution, CVC) erhöht wird. Dies kann über eine Steigerung der Rendite auf das eingesetzte Kapital (bei konstanten Kapitalkosten), eine Senkung der Kapitalkosten (bei konstanter Verzinsung des betrieblichen Kapitals) oder eine Absenkung des betrieblich gebundenen Kapitals im Zeitablauf erreicht werden. Als Messgrößen für die Zielerreichung dienen das operative Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT), das betrieblich gebundene Kapital (Capital Employed) und die durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC). Die Kapitalkosten werden aus dem gewichteten Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapitalkosten ermittelt.
Continental Value Contribution (CVC)Kapitalrendite(ROCE)![]() Zusammensetzung der Brutto-Finanzschulden (4.952 Mio €)![]()
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FinanzierungsstrategieUnsere Finanzierungsstrategie zielt auf die Unterstützung eines wertschaffenden Wachstums des Continental-Konzerns bei gleichzeitiger Beachtung einer für die Chancen und Risiken unseres Geschäfts adäquaten Struktur von Eigen- und Fremdkapital. Die Zentralfunktion Finance & Treasury stellt den notwendigen Finanzierungsrahmen zur Verfügung, um das Wachstum des Konzerns und den Bestand des Unternehmens langfristig zu sichern. Der jährliche Investitionsbedarf des Unternehmens liegt aktuell bei 6 % bis 6,5 % des Umsatzes. Ausschlaggebend hierfür sind der kontinuierliche Anstieg der Auftragseingänge im Bereich Automotive und die erfolgreiche Umsetzung der Vision 2025 im Reifenbereich, die einen Ausbau der Reifenkapazitäten, insbesondere in Nordamerika und Asien, vorsieht. Unser Ziel ist es, den laufenden Investitionsbedarf aus dem operativen Cashflow zu finanzieren. Andere Investitionsvorhaben, wie z. B. Akquisitionen, sollen je nach Verschuldungsgrad und Liquiditätssituation mit einer ausgewogenen Mischung aus Eigen- und Fremdmitteln finanziert werden, um kontinuierlich eine Verbesserung im jeweiligen Kapitalmarktumfeld zu erreichen. Grundsätzlich haben wir das Ziel, dass sich das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zu Eigenkapital (Gearing Ratio) in den kommenden Jahren weiter unter 20 % bewegen und 60 % nicht nachhaltig überschreiten soll. Sofern durch außergewöhnliche Finanzierungsanlässe oder besondere Marktgegebenheiten gerechtfertigt, kann diese Obergrenze unter bestimmten Voraussetzungen überschritten werden. Die Eigenkapitalquote soll 35 % übersteigen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Eigenkapitalquote bei 40,7 % und die Gearing Ratio bei 19,0 %. Die Brutto-Finanzschulden sollen sich in einem ausgewogenen Mix aus Bankverbindlichkeiten und anderen Finanzierungsquellen des Kapitalmarkts bewegen, wobei wir gerade im kurzfristigen Bereich eine breite Palette von Finanzierungsinstrumenten nutzen. Zum Jahresende 2016 bestand der Mix aus Anleihen (68 %), syndiziertem Kredit (0 %), anderen Bankverbindlichkeiten (19 %) und sonstigen Finanzschulden (13 %), bezogen auf die Brutto-Finanzschulden in Höhe von 4.952,3 Mio €. Im April 2016 lief das Festdarlehen über 1,5 Mrd € als Teil des syndizierten Kredits aus. Es wurde bereits bis Ende März 2016 vollständig vorzeitig zurückgezahlt und nicht verlängert. Das zugesagte Volumen des syndizierten Kredits, der nur noch aus der revolvierenden Tranche besteht, hat sich damit seit Ende März 2016 gleichermaßen auf 3,0 Mrd € reduziert (Vj. 4,5 Mrd €). Die Tranche über 3,0 Mrd € wurde um ein Jahr verlängert und läuft bis April 2021. Der Finanzierungsmix wird sich nicht wesentlich verändern. Fälligkeiten der Brutto-Finanzschulden (4.952 Mio €)![]() Der Konzern strebt grundsätzlich an, stichtagbezogen eine Liquidität zwischen 1,0 Mrd € und 1,5 Mrd € vorzuhalten. Diese wird durch zugesagte ungenutzte Kreditlinien von Banken ergänzt, um jederzeit den Liquiditätsbedarf abdecken zu können. Er schwankt während des Kalenderjahres insbesondere aufgrund der Saisonalität einzelner Geschäftsfelder. Zudem wird die Höhe des Liquiditätsbedarfs durch das Konzernwachstum beeinflusst. Die flüssigen Mittel zum 31. Dezember 2016 lagen bei 2.107,0 Mio €. Es bestanden darüber hinaus zugesagte und nicht gezogene Kreditlinien in Höhe von 3.888,4 Mio €. Zum 31. Dezember 2016 beliefen sich die Brutto-Finanzschulden auf 4.952,3 Mio €. Wesentliches Finanzierungsinstrument ist der syndizierte Kredit mit einer revolvierenden Kreditlinie im Volumen von 3,0 Mrd € und einer Laufzeit bis April 2021. Zum 31. Dezember 2016 wurde die revolvierende Kreditlinie nicht in Anspruch genommen. Rund 67 % der Brutto-Finanzschulden werden zwischen März 2017 und September 2020 fällig und sind über den Kapitalmarkt in Form von Anleihen finanziert. Die Zinskupons variieren zwischen 0,0 % und 3,125 %. Die Rückzahlungsbeträge liegen bei jeweils 750,0 Mio € in den Jahren 2017 und 2018 sowie bei 500,0 Mio € im Jahr 2019. Im Jahr 2020 liegen sie bei 600,0 Mio € und 750,0 Mio €. Zum 31. Dezember 2016 bestanden neben den erwähnten Finanzierungsformen zusätzlich bilaterale Kreditlinien mit verschiedenen Kreditinstituten in Höhe von 1.831,0 Mio €. Neben Finanzierungsleasing gehören aktuell andere Instrumente wie Forderungsverkäufe und Commercial Paper-Programme zu den Finanzierungsinstrumenten des Konzerns. LaufzeitenprofilContinental strebt grundsätzlich ein ausgewogenes Laufzeitenprofil ihrer Fälligkeiten an, um die im jeweiligen Jahr fällig werdenden Beträge möglichst aus dem Free Cashflow tilgen zu können. In den Jahren 2017 und 2018 stehen neben den kurzfristigen Fälligkeiten, die in aller Regel in das nächste Jahr weitergerollt werden, die Rückzahlungen der im März 2017 und Juli 2018 fälligen Anleihen über jeweils 750,0 Mio € an. Im Hinblick auf die im März 2017 fällige Anleihe wurde Ende November 2016 eine Euro-Anleihe über 600,0 Mio € mit einem Zinskupon von 0,0 % platziert. Continental-Kreditrating weiter verbessertContinental wurde im Berichtszeitraum von den drei Ratingagenturen Standard & Poor's (S& P), Fitch und Moody's eingestuft. Auch nach Bekanntgabe der drei wesentlichen Akquisitionen (Hoosier Racing Tire, Zonar Systems und Hornschuch Gruppe) und der Änderung der Prognose für das Berichtsjahr bestätigten alle drei Agenturen das Kreditrating der Continental AG im Investment Grade-Bereich. Grund hierfür ist die weiterhin gute operative Entwicklung des Unternehmens. Die Ratingagentur Standard & Poor's stufte die Continental AG am 11. Mai 2016 von BBB mit positivem Ausblick auf BBB+ mit stabilem Ausblick hoch. Fitch hob ihr Kreditrating am 24. Oktober 2016 ebenfalls auf BBB+ mit stabilem Ausblick an. Moody's behielt ihr Kreditrating für die Continental AG unverändert bei. Kreditrating von Continentalscroll
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Vertragsverhältnis seit 19. Mai 2000. Forschung und EntwicklungUnsere Technologiestrategie ist darauf ausgerichtet, innovative und richtungsweisende Produkte, Systeme, Lösungen und Services für unsere Kunden zu entwickeln.Die Mobilität von heute und morgen ist das Leitthema für Continental. Diese gestalten wir durch unsere Ideen und Lösungen mit. Daher sind die gesamten Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung (F& E) von hoher strategischer Bedeutung. Unsere soziale Verantwortung behalten wir dabei im Blick. Alle Zukunftsfragen und Forschungsaktivitäten werden aus diesem Grund auch unter den Gesichtspunkten Sauberkeit, Sicherheit und Intelligenz, kurz unter dem Motto CSI (Clean, Safe, Intelligent), betrachtet. Bei der Entwicklung unserer Produkte, Systeme, Lösungen und Services für unsere Kunden setzen wir konsequent eine definierte Technologiestrategie um, die sich an den großen Trends der Mobilität orientiert: automatisiertes Fahren, Elektromobilität und Digitalisierung sowie die zunehmende Urbanisierung. Unsere Technologiestrategie bildet den Rahmen für alle Divisionen bei Continental. Im Berichtsjahr wurden die einzelnen Bereiche der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiter zusammengeführt und der Austausch noch einmal intensiviert. Die Technologiestrategie ist die Umsetzung der Continental-Wachstumskräfte unter Berücksichtigung von Megatrends und der aktuellen Marktsituation. Das verantwortliche Steuerungsgremium für die Anpassung und Fortentwicklung der Technologiestrategie ist durch den Vorstand besetzt. Im sogenannten Executive Board Technology Review Meeting - das regelmäßig mehrmals im Geschäftsjahr stattfindet -begleitet, steuert und überwacht der Vorstand das Technologieportfolio von Continental. Technologien, Innovationen, Geschäftsmöglichkeiten und Projekte im Rahmen der Technologiestrategie werden so aktiv gesteuert. Unterhalb des Vorstands ist der Corporate Technology Officer (CTO) für die Koordination der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verantwortlich. Zu seinen Aufgaben gehören u. a. die kontinuierliche Planung und Sicherstellung der langfristigen Technologiestrategie, das Technologie-Scouting, die Technologie-Reviews und die stetige Erweiterung des Forschungsnetzwerks, um unsere Technologieführerschaft weiter zu stärken. Das internationale Forschungsnetzwerk wird nicht nur intern, sondern auch extern weiter ausgebaut, um von einem kontinuierlichen Wissensaustausch zu profitieren. 2016 wurde hierzu etwa eine Forschungspartnerschaft im Bereich künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence, AI) zwischen Continental und der Universität Oxford eingegangen. Gegenstand der Partnerschaft ist das Erforschen von Nutzungsmöglichkeiten der künstlichen Intelligenz in zukünftigen Anwendungen wie z. B. dem automatisierten Fahren. Neben der Nutzung und Entwicklung von AI-Algorithmen für zukünftige Mobilitätsanwendungen stehen auch sogenannte Deep Learning-Algorithmen (selbstständiges Lernen) für die optische Objekterkennung und der Dialog zwischen Mensch und Maschine auf der Forschungsagenda. Des Weiteren fand im Berichtszeitraum eine internationale Continental-interne Veranstaltung des Forschungs- und Entwicklungsnetzwerks als gemeinsame Plattform zum Austausch statt. 156 Mitarbeiter aus sieben Ländern trafen sich hierbei zum Erfahrungsaustausch und um die Trends von morgen zu diskutieren. Ein Themenschwerpunkt war, wie mit Forschungs- und Entwicklungsleistungen Wertschaffung und Wachstum noch besser unterstützt werden können. Kosten für Forschung und Entwicklung erneut gestiegenDer Aufwand für F& E des Konzerns stieg im Berichtsjahr um 14,8 % auf 2.811,5 Mio €. Dies entspricht einer Forschungs- und Entwicklungsquote von 6,9 %. Bezogen auf das Automotive-Geschäft, in dem wir im Berichtsjahr 24,5 Mrd € Umsatz erzielt haben, beträgt die Quote 9,9 %. Im Vergleich dazu beträgt die Investitionsquote des Konzerns 6,4 % und die in der Automotive Group 6,1 %. scroll
F&E-Kosten F&E-Quote![]() Auf dem Weg zum automatisierten Fahren: der High Resolution 3D Flash LidarFahrzeuge sammeln während der Fahrt durch eine Vielzahl an Sensoren zahlreiche Informationen über sich verändernde Ereignisse wie Staus, Unfälle, Ampelschaltungen, Warnbeschilderungen oder den Fahrbahnzustand. Im Berichtsjahr haben wir unser Portfolio für Sensoren um den High Resolution 3D Flash Lidar erweitert. Ein wesentlicher Vorteil der High Resolution 3D Flash Lidar-Sensortechnologie liegt darin, dass eine 3D-Umfelderfassung in Echtzeit realisiert wird. Die Technologie ermöglicht ein erheblich umfassenderes und detaillierteres Bild der gesamten Fahrzeugumgebung sowohl bei Tag als auch bei Nacht - auch bei widrigen Wetterbedingungen. Wir arbeiten an einem integrierten Sensorenkonzept, um unterschiedliche Fahrsituationen abzudecken sowie eine funktionsoptimierte Darstellung und Segmentierung des gesamten Fahrzeugumfelds zu ermöglichen. Zur Realisierung der nächsten Stufen des automatisierten Fahrens benötigen wir verschiedene Technologien von Umfeldsensoren. Bereits heute verfügen wir über leistungsfähige und bewährte Lösungen in den Bereichen Radar, Kamera und Datenzusammenführung. Diese sind notwendig, um nicht von nur einem Signal abhängig zu sein. Die High Resolution 3D Flash Lidar-Technologie ist ein weiterer Baustein in unserem Technologieportfolio, um unsere führende Position bei der Entwicklung des automatisierten Fahrens weiter zu stärken und auszubauen. Analyse und Überwachung für Lkw- und Busflotten: ContiConnectDas neue Reifeninformations- und -managementsystem für Lkw- und Busflotten namens ContiConnect überwacht, analysiert und meldet auf Grundlage von Daten der ContiPressureCheck-Sensoren Reifendruck und -temperatur der gesamten Flotte. ContiConnect benachrichtigt bei Bedarf den Flottenmanager und bietet Korrekturmaßnahmen an, beispielsweise durch einen Conti360°-Servicepartner. Das dazugehörige Onlineportal stellt Berichte zur Reifenleistung und Gesamteffizienz der Flotte bereit. Nach der Einführung im zweiten Quartal 2017 wird ContiConnect in Kernmärkten in den Regionen Asien-Pazifik, Europa sowie Nord- und Südamerika verfügbar sein. Mit ContiConnect erweitern wir unsere langjährige Erfahrung in der Reifentechnologie um neue Erkenntnisse aus den Sensordaten unserer Lkw- und Busreifen. Für unsere Kunden bedeutet das einen Wechsel von manueller und routinemäßiger Reifenpflege zu automatisch überwachten Reifen und gezielter Pflege. Das macht Continental zum perfekten Partner in einer zunehmend digitalen Logistikbranche. Hocheffizientes Bremssystem: die MK C1Die MK C1 ist gegenüber konventionellen Bremssystemen dynamischer sowie leichter und ermöglicht kürzere Bremswege. Das integrierte System reduziert auch Pedalvibrationen; der Fahrer spürt immer die gleiche Kraft-Weg-Charakteristik am Pedal. Damit sorgt das System für ein hohes Maß an Komfort. Bei der MK C1 sind die Funktionen der Bremsbetätigung, des Bremskraftverstärkers sowie des Regelsystems (ABS und ESC) in einem kompakten, gewichtsparenden Bremsmodul kombiniert. Das System wiegt - je nach Vergleichsbasis - drei bis vier Kilogramm weniger als ein konventionelles Bremssystem. Die elektrohydraulische MK C1 kann deutlich schneller als herkömmliche hydraulische Systeme Bremsdruck aufbauen und erfüllt damit die gestiegenen Druckdynamikanforderungen von Fahrerassistenzsystemen zur Unfallvermeidung und beim Fußgängerschutz. Darüber hinaus kann das System ohne zusätzliche Maßnahmen die Anforderungen, die an ein regeneratives Bremssystem gestellt werden, auf hohem Komfortniveau erfüllen. Damit leistet die MK C1 einen entscheidenden Beitrag hinsichtlich sicheren und dynamischen Fahrens, genauso wie auch zur Energieeffizienz. Weltweit ist das Bremssystem erstmals im Modell Giulia bei Alfa Romeo in Serie gegangen. Aus zwei mach eins: hochauflösendes Dual Display als zentrales Element im FahrzeuginnenraumNeben den eigenen vier Wänden und dem Arbeitsplatz wird das Auto für immer mehr Menschen zu einem weiteren Lebensraum. Auch dort legen sie Wert auf eine hochwertige Ausstattung. Um diesem Wunsch zu entsprechen, stattet Continental die zehnte Generation der E-Klasse von Mercedes-Benz erstmals mit zwei großflächigen, hochauflösenden Displays aus, die den Anschein einer Einheit erwecken. Das Dual Display in der E-Klasse von Mercedes-Benz vereint als zentrales Element im Fahrzeuginnenraum zwei Bildschirme in einem Modul und macht Informationen für den Fahrer intuitiv erlebbar. Die Darstellungsoptionen sind besser zu erfassen als bei herkömmlichen Lösungen, indem z. B. visuelle Zeigerinstrumente auf Anforderung Platz für groß dargestellte Mehrwertinformationen machen. Ein Display ersetzt das herkömmliche Kombi-Instrument und dessen analoge Instrumente. Zusätzlich ist ein Zentraldisplay über der Mittelkonsole angebracht. Die Displays bieten realistische Effekte und eine hochwertige Grafikdarstellung, durch die Überblendungen mit hoher Bildaufbaugeschwindigkeit erfolgen. Das Dual Display bietet dem Fahrer die Möglichkeit, aus drei Designs zu wählen, um die Darstellung der Bildschirminhalte zu individualisieren. So kann er beispielsweise den Drehzahlmesser ausblenden und durch andere Informationen wie Navigationskarten ersetzen. Die Darstellung sicherheitsrelevanter Informationen wird dabei in allen Betriebsbedingungen sichergestellt. Für mehr Sicherheit und Personalisierung: Biometrie im FahrzeugDie Kombination des schlüssellosen Zugangskontroll- und Startsystems PASE (Passive Start and Entry) mit Elementen aus der Biometrie ermöglicht mehr Sicherheit und echte Personalisierung. Je nach Konfiguration des Systems vom Automobilhersteller wird es beispielsweise zum Motorstart nicht mehr ausreichen, dass sich ein gültiger Schlüssel im Fahrzeuginnenraum befindet. Erst mit der bestätigten Authentifizierung durch einen Fingerprintsensor kann der Fahrer seinen Wagen starten. Durch diese Zweifaktor-Authentifizierung wird der Diebstahlschutz des Fahrzeugs deutlich erhöht. Daneben ermöglicht eine Innenraumkamera eine echte Individualisierung des Fahrzeugs. Dank Gesichtserkennung werden Fahrzeugeinstellungen wie Sitz- und Spiegelposition, Musik, Temperatur oder Navigation automatisch für den jeweiligen Fahrer personalisiert. Die Integration des Biometriesystems ist in jedes intelligente System möglich, unabhängig davon, welche Zugangstechnologie im Fahrzeug verwendet wird (Bluetooth Low Energy oder Low Frequency). Weltweit erstmals in Serie: der 48-Volt-HybridantriebMit dem als "Hybrid-Assistent" angebotenen System kommt ein 48-Volt-Hybridantrieb von Continental erstmals in Serienfahrzeugen zum Einsatz - in je einer Dieselvariante der neuen Renault-Modelle Scenic und Grand Scenic. Bei der Technik handelt es sich um eine besonders kosteneffiziente Lösung zur deutlichen Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und Abgasemissionen. Seit 2013 entwickelten die Ingenieure bei Continental gemeinsam mit Renault einen Hybridantrieb, der so kosteneffizient zu produzieren ist, dass er für Fahrzeuge der Mittelklasse attraktiv ist. Dabei setzen die Partner auf die Niedervolt-Hybridtechnik, die mit einer Spannung von 48 Volt auskommt - im Gegensatz zu der wesentlich aufwendigeren Hochvolttechnik mit 300 bis 400 Volt, die üblicherweise in Hybridfahrzeugen verwendet wird. Trotzdem sind mit dem 48-Volt-System erhebliche Einsparungen möglich. So strebt Renault mit dem Mildhybridsystem einen kombinierten Kraftstoffkonsum von 3,5 l Diesel pro 100 Kilometer an. Die CO2 -Emissionen des neuen Scenic sollen so auf 92 Gramm pro Kilometer sinken, was einen neuen CO2 -Bestwert in dieser Fahrzeugklasse markieren wird. Möglich wird dies, weil der auch als Generator betriebene Elektromotor einen großen Teil der Bremsenergie in Strom wandelt, der in einer kleinen Batterie zwischengespeichert wird. Der Strom kann anschließend genutzt werden, um den Verbrennungsmotor gezielt zu entlasten. Dies ist auch der Grund, warum die Stickoxidemissionen und Abgaspartikel - insbesondere im Stadtverkehr - sinken, wenn ein 48-Volt-Antrieb mit einem Dieselmotor kombiniert wird. Weitere Serienanläufe sowohl für Diesel- als auch für Benzinfahrzeuge stehen in Europa, China und Nordamerika bevor. Der Markt für 48-Volt-Antriebe wird nach Einschätzung von Continental in den kommenden Jahren signifikantes Wachstum aufweisen. Im Jahr 2025 wird etwa jedes siebte neu produzierte Fahrzeug weltweit mit einem Verbrennungsmotor und zusätzlich einem 48-Volt-Antrieb ausgestattet sein. Für den Einsatz in Lkw: LeichtbauluftfedernFür den Einsatz in Lkw bieten wir eine Luftfeder mit neuartigem Kunststoffabrollkolben, deren Leichtbauweise das Gewicht des Fahrzeugs weiter reduziert und erstmals eine integrierte Pufferstütze aufweist. Das voll genutzte Innenvolumen erhöht den Federungskomfort, sodass die neuen Leichtbauluftfedern elastische Achsanschläge ersetzen können. Das Gewicht unserer Luftfedern senken wir kontinuierlich, indem wir zunehmend Bauteile aus Stahl oder Aluminium durch Kunststoffkomponenten ersetzen. Der im Spritzguss gefertigte Kolben ermöglicht es, das komplette Kolbeninnenvolumen zu nutzen. Das innovative Design bietet Fahrkomfort und erleichtert die Installation im Fahrzeug. Der Anspruch an Qualität, Nutzlast und Effizienz von Fahrzeugen steigt kontinuierlich. Deshalb sind leichte, gewichtreduzierende Komponenten heutzutage notwendiger denn je. Im Vergleich zu Anwendungen mit Stahlkomponenten kann sich das Gewicht des Fahrzeugs bei Verwendung von Leichtbauluftfedern um zwölf Kilogramm pro Antriebsachse reduzieren. Die Leichtbauluftfedern sind darüber hinaus extrem korrosionsbeständig und langlebig, wodurch sich auch der Wiederverkaufswert der Fahrzeuge steigert. NachhaltigkeitUnsere Nachhaltigkeitsziele sind mit unserem Kerngeschäft verknüpft. Dazu gehört, dass wir sparsam mit Ressourcen umgehen, den Klimaschutz fördern und unserer Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und der Gesellschaft nachkommen.Nachhaltiges Wirtschaften verstehen wir als strategische Aufgabe der Unternehmensentwicklung und beziehen deshalb alle relevanten Unternehmensfunktionen in ihre Gestaltung ein. In unserer Roadmap 2020 haben wir für unsere vier Handlungsfelder (Unternehmensführung und -kultur, Mitarbeiter und Gesellschaft, Umwelt, Produkte) konkrete Ziele definiert. Sie sind mit unserem Kerngeschäft verknüpft: Eine nachhaltige individuelle Mobilität, die höchst effizient gestaltet ist, null Unfälle verursacht, sauber und intelligent sowie für alle erschwinglich ist. Fundament für den nachhaltigen Erfolg von Continental sind unsere BASICS. Diese Konzernleitlinien beschreiben unsere Vision, Mission und Werte, an denen wir unser unternehmerisches Handeln und den Umgang miteinander sowie mit allen anderen Bezugsgruppen ausrichten. Sie betonen auch den sorgsamen Umgang mit Ressourcen, unsere gesellschaftliche Verantwortung und eine Kultur des Miteinanders. Sie sind unser wichtigster Kompass im digitalen Wandel, denn unsere Arbeitswelt verändert sich tiefgreifend. Wir sehen darin enorme Chancen für unser Geschäft, den Klimaschutz und die Verkehrssicherheit. Aus dem Zusammenspiel unserer BASICS mit unseren Corporate Governance-Grundsätzen und einem umfassenden Verhaltenskodex, dem sich Mitarbeiter konzernweit verpflichten, leitet sich eine verantwortungsvolle und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle ab. Korruption und Bestechlichkeit erteilen wir in unserer Antikorruptionsrichtlinie eine klare Absage. Unser Compliance-Managementsystem basiert auf einer umfassenden Analyse von potenziellen Compliance-Risiken, die sich aus Strukturen und Abläufen, einer bestimmten Marktsituation oder in bestimmten Regionen ergeben könnten. Zu einer verantwortungsvollen Unternehmensleitung gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken. Continental verfügt über ein konzernweites internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, mit dessen Hilfe die Risikosituation des Unternehmens analysiert und gesteuert wird. Als Unterzeichner des Global Compact der Vereinten Nationen setzen wir uns für dessen zehn Prinzipien auf den Gebieten Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung ein. Über unsere Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit berichten wir auf Basis des Berichtsstandards der Global Reporting Initiative (GRI) in unserem Nachhaltigkeitsbericht, den Sie online abrufen können unter www.continental-nachhaltigkeit.de. Profitabilität als VoraussetzungUnsere Nachhaltigkeitsziele und -maßnahmen sind auch auf den unternehmerischen Erfolg ausgerichtet. Durch das Erreichen der Ziele in den Bereichen Mitarbeiter, Umwelt und Gesellschaft öffnen wir das Unternehmen für Veränderungen, können Chancen und Risiken schneller erkennen, bleiben zukunftsfähig und steigern den Unternehmenswert. Unsere Mitarbeiter, die Basis unseres ErfolgsMenschen respektieren, ihre Leistung wertschätzen und ihre Fähigkeiten zur Entfaltung bringen sind die Fundamente unserer Personalarbeit. Continental ist ein vielfältiges Unternehmen, dessen Mitarbeiter unterschiedliche ethnische, kulturelle und religiöse Hintergründe haben. Wir schätzen und fördern die vielfältigen Ideen und Erfahrungen unserer Mitarbeiter. Sie stehen für unseren Erfolg. Indem wir sie auf ihrem Entwicklungsweg begleiten und ihre Talente fördern, schaffen wir Mehrwert für die Mitarbeiter, aber auch für das Unternehmen, unsere Kunden und andere Stakeholder. Neben Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie gerechten Löhnen und Gehältern bieten wir unseren Mitarbeitern attraktive soziale Angebote. Darüber hinaus nehmen die Gesundheit unserer Mitarbeiter und sichere Arbeitsplätze einen hohen Stellenwert ein. Umwelt- und KlimaschutzUnser Umweltmanagementsystem orientiert sich an den globalen Megatrends, die zugleich Basis für die Gesamtstrategie des Konzerns sind. Es bezieht sämtliche Wertschöpfungsstufen und die kompletten Lebenszyklen der Continental-Produkte mit ein. Unsere Umweltverantwortung erstreckt sich somit von der Forschung und Entwicklung und dem Einkauf von Rohstoffen und Komponenten über die Logistik und die Produktion bis hin zur Nutzung und Verwertung unserer Produkte. Unsere Leistungsprozesse sind darauf ausgerichtet, den Ressourceneinsatz in Relation zum Geschäftsumfang kontinuierlich zu verbessern. Wir fertigen Produkte, die über ihre gesamte Nutzungsdauer sowie bei der abschließenden Verwertung einen aktiven Beitrag zur Umwelt- und Ressourcenschonung leisten. Gesellschaftliche Verpflichtung und VerantwortungEiner unserer Grundwerte ist Vertrauen. Vertrauen setzt Integrität, Ehrlichkeit und Unbestechlichkeit voraus. Die Einhaltung aller auf Continental und ihre Tochtergesellschaften anwendbaren gesetzlichen Vorschriften sowie der internen Regeln durch das Management und die Mitarbeiter ist unsere Pflicht und prägt unsere Unternehmenskultur. Durch Profitabilität schaffen wir die Voraussetzung für die Sicherung von Arbeitsplätzen in vielen Regionen der Welt. Zugleich wollen wir auch für die Menschen, die im Umfeld unserer Standorte leben und arbeiten, Wert schaffen. Unser freiwilliges Engagement konzentriert sich auf drei Themen, in denen wir uns aufgrund unseres Geschäftsmodells, unserer Herausforderungen oder unseres Selbstverständnisses positionieren und eine zukunftsorientierte Entwicklung fördern wollen: Soziales und Verkehrssicherheit, Bildung und Wissenschaft sowie Sport. MitarbeiterUnsere Mitarbeiter, unsere Kultur, unsere Zukunft - Mitarbeiter und Unternehmenskultur sind die Garanten unseres Unternehmenserfolgs. Personalarbeit ist ein wesentlicher Teil unserer unternehmerischen Wertschöpfung. Ihr kommt im Rahmen unserer Wachstumsstrategie eine wichtige und wegbereitende Rolle zu, sind unsere Mitarbeiter und die Art und Weise der Zusammenarbeit in unserer Organisation doch Garanten für unseren zukünftigen Erfolg. Sie treiben unseren technologischen Fortschritt und unser Wachstum voran und legen heute den Grundstein für unser erfolgreiches Unternehmen von morgen. Unsere Mitarbeiter betrachten wir nicht als "Ressource" - sondern schätzen sie als Menschen, deren Fertigkeiten, Kompetenzen und Leistungen den höchsten Wert innerhalb unseres Unternehmens darstellen. Ziel ist es, ihre Fähigkeiten optimal einzusetzen und bestmöglich zu entfalten. Unsere Abteilung für Human Relations (HR) begleitet unsere Beschäftigten aktiv auf ihrem Berufs- und Karriereweg und fördert die Entwicklung ihrer Talente. Damit schaffen wir konkrete Werte für die Mitarbeiter, das Unternehmen, die Kunden und alle anderen Stakeholder. Unsere Personalpolitik ist ganzheitlich und auf ein Füreinander ausgerichtet. In der Zusammenarbeit legen wir großen Wert auf die Beziehungen zueinander und darauf, dass die gemeinsamen Unternehmenswerte - Vertrauen, Gewinnermentalität, Freiheit und Verbundenheit - gelebt werden. Diese Werte bilden die Basis unserer Unternehmenskultur und prägen die Art und Weise, wie wir miteinander sowie mit unseren Kunden und Partnern umgehen. Wir sind überzeugt: Werte schaffen Unternehmenswert. Die stetige Weiterentwicklung der Unternehmenskultur ist daher ein entscheidender Teil unserer Zukunftsfähigkeit und Wertschöpfung. Auf zwei strategischen Pfeilern, unter denen wir jeweils verschiedene HR-Projekte und -Initiativen durchführen, basiert unsere Personalpolitik. Anhand dieser beiden Säulen entwickeln wir die Personalarbeit konsequent weiter - und machen sie zukunftsfähig:
"Industrialize Best-Fit" - den Mitarbeiterbedarf passgenau deckenWeltweit 320.000 Bewerbungen im Angestelltenbereich im Berichtsjahr - 80.000 davon allein in Deutschland - belegen, dass Continental für Menschen rund um den Globus ein höchst attraktiver Arbeitgeber ist. Gleichzeitig stellt diese hohe Zahl die personalbezogenen Systeme und Prozesse vor besondere Herausforderungen, denn es gilt, unseren Bedarf zu kennen und möglichst effizient den richtigen Bewerber für die richtige Stelle zu finden. Wir arbeiten an einer Reihe eng verknüpfter Projekte im Rahmen der Verbesserung unserer HR-Daten und -Systeme, der Personalplanung und -beschaffung sowie der Personalentwicklung. Mittelfristig suchen wir bei Continental nicht jemanden für eine Stelle, sondern für einen Bewerber die richtige Position im Unternehmen. Was zählt, ist der "Best-Fit" einer Person zu einer vakanten Stelle, d. h. die Passgenauigkeit von Fertigkeiten, Fähigkeiten und Werten zur Tätigkeit und zu Continental. Je besser Mitarbeiter und Tätigkeit bei Continental zueinander passen, desto höher sind Arbeitszufriedenheit und Motivation als Schlüssel für Produktivität und Qualität. Dieser "Best-Fit" wird angesichts des steigenden Bedarfs an passenden Mitarbeitern immer wichtiger. Erste Erfolge sind bereits belegbar: Für eine von acht Neueinstellungen in Deutschland finden wir derzeit im Angestelltenbereich den geeigneten Job im Unternehmen, ohne aktive Bewerbung auf diese Stelle. In diesen Fällen war der Bewerber zwar nicht für die ausgeschriebene Position passend. Stattdessen konnten wir ihm jedoch eine alternative Aufgabe anbieten, bei der er seine Talente und Fähigkeiten bestmöglich einsetzen kann. Strategische PersonalplanungVor dem Hintergrund zukünftigen Wachstums und immer kürzerer Innovationszyklen müssen wir bereits heute den Personalbedarf von morgen erkennen und sichern. Deshalb werden die weltweiten HR-Teams frühzeitig in den Produktentwicklungsprozess eingebunden, im engen Schulterschluss mit den Geschäftsbereichen. Wir setzen auf eine strategische Personalplanung, mit der wir den Detaillierungsgrad unserer Planungen weiter erhöhen und zugleich eine einheitliche und verlässlichere Basis für das Vorgehen zur divisionsübergreifenden Personalstrategie schaffen. Dabei simulieren wir zum einen die voraussichtliche Entwicklung unserer heutigen Belegschaft auf Basis von z. B. Renteneintritten und Fluktuation sowie zum anderen den Personalbedarf, den wir zur erfolgreichen Realisierung unserer Geschäftsziele benötigen. Ein Abgleich beider Entwicklungen erlaubt es uns, zukünftige Handlungsfelder sowohl quantitativer als auch qualitativer Art frühzeitig zu identifizieren, um so die erforderlichen Kompetenzen rechtzeitig aufzubauen. Die Ergebnisse helfen uns beispielsweise zu identifizieren, wie sich die Herausforderungen des digitalen Wandels auf die Anforderungen an die einzelnen Mitarbeiter auswirken, um im nächsten Schritt entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen vorbereitend zu initiieren. Für die operative Umsetzung der strategischen Personalplanung haben wir 2016 im Rahmen eines Pilotprojekts mit einheitlichen Prozessen und Prinzipien einen verbindlichen Rahmen für die Bedarfsplanung geschaffen. In 15 Werken und 15 Geschäftsbereichen wurden bereits rund 48.000 Continental-Mitarbeiter mit ihren individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten erfasst. Der Prozess wird in der strategischen Geschäftsplanung 2017 konzernweit verankert. Big Data-Analyse von HR-DatenUnseren Ansatz zur strategischen Personalplanung haben wir im vergangenen Jahr durch ein Pilotprojekt im Bereich Big Data-Analyse im Technologiecenter in Bangalore, Indien, ergänzt. Mittels einer automatisierten Auswertung unterschiedlichster interner Datenquellen wurden rund 700 individuelle Fähigkeiten bei unseren Ingenieuren vor Ort identifiziert. Die hierbei gewonnenen Fakten hinsichtlich der verborgenen Talente unserer Mitarbeiter ermöglichen uns, den qualitativen Personalbedarf für die Zukunft zu planen. Durch diesen strategischen Ansatz können wir unsere Mitarbeiter passgenau qualifizieren und damit frühzeitig auf neue Trends, Marktentwicklungen und Technologien reagieren. Weitere Big Data-Analysen für HR sind deshalb bereits in Vorbereitung. scroll
Diagnostische Verfahren für den passenden MitarbeiterUm den "Best-Fit" von Bewerber und vakanter Position und damit die Qualität unserer Einstellungsprozesse weiter zu verbessern, haben wir im Berichtsjahr verschiedene Diagnostikprojekte angestoßen, eines davon an unserem mexikanischen Standort San Luis Potosi. Hier wurden zum Aufbau eines neuen Werks bei der Einstellung von Mitarbeitern ausführliche Online- und Vor-Ort-Tests eingesetzt. Dabei bewarben sich Interessenten nicht auf eine konkrete Stelle, sondern erhalten vielmehr eine Empfehlung, welche Position am besten zu ihnen passt. Darüber hinaus haben wir im Angestelltenbereich Pilotprojekte mit wissenschaftlich validierten und standardisierten Online-Verfahren initiiert sowie die Auswahl der Testverfahren und die Anzahl der Pilotländer erweitert. Ziel dieser Verfahren ist es, bereits zu einem frühen Zeitpunkt des Bewerbungsprozesses einen Eindruck von den Kompetenzen des Bewerbers zu erhalten. Der internationale Rollout der Online-Assessment-Verfahren ist für 2017 geplant. Geflüchteten Menschen Perspektiven eröffnenDie Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichem kulturellem Hintergrund ist ein wichtiger Teil unserer Unternehmenskultur. Seit über einem Jahr arbeiten wir gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit an einem neuen, speziell entwickelten Programm, das geflüchteten Menschen den Einstieg in den Arbeitsmarkt eröffnet und erleichtert. Dabei sind wie bei allen unseren Personalentscheidungen valide Auswahlverfahren ein wichtiger Bestandteil, um den "Best-Fit" sicherzustellen. Die Tests werden in der jeweiligen Landessprache durchgeführt, damit die Ausbildung grundsätzlich geeigneter Kandidaten nicht an den noch mangelhaften Sprachkenntnissen scheitert. Mit ersten Erfolgen: Rund ein Viertel der Kandidaten zeigte in den Tests die Fähigkeiten, die für eine Ausbildung bei Continental notwendig sind, ein Teil hat im September 2016 mit einer Berufsausbildung in unseren Werken begonnen. Inzwischen bieten wir bereits 38 Geflüchteten eine berufliche Perspektive in Deutschland. Die Continental-Initiative für geflüchtete Menschen wurde 2016 mit dem in der Personalbranche anerkannten HR Excellence Award ausgezeichnet. Talentmanagement mit mySuccess@ContinentalWir fördern unsere Mitarbeiter in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung und tragen Sorge dafür, dass ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten im Einklang mit Anforderungen und Perspektiven wachsen. Zugleich benötigen wir eine ausreichende Anzahl entsprechend qualifizierter Mitarbeiter, um unsere ambitionierten Wachstumsziele zu erreichen. Um das Talentmanagement noch weiter zu verbessern, haben wir Ende 2015 unseren neuen Personalentwicklungskreislauf sowie ein neues System, genannt mySuccess@Continental, zur globalen Personalentwicklung eingeführt. Bis Ende 2016 wurden alle Continental-Standorte weltweit angeschlossen. Der Fokus liegt auf Entwicklungsplänen, Erwartungen und individuellen Zielvereinbarungen als Basis für die Auswahl von Entwicklungsprogrammen und Nachfolgeplanungen. Wir erhöhen die Sichtbarkeit unserer Talente im Konzern und verbessern durch diese Transparenz auch die Vielfalt bei Besetzungsentscheidungen. Unseren Mitarbeitern eröffnet mySuccess@Continental die Möglichkeit, ihre Karriere gezielter voranzutreiben. Ausbildung zum Automotive SoftwareentwicklerIm Rahmen unseres "Best-Fit"-Konzepts geben wir auch Praktikern und Quereinsteigern die Chance, "vom Umsteiger zum Aufsteiger" zu werden - derzeit vor allem, wenn sie über besondere Kompetenzen im Bereich Software und Technik verfügen. So wurden drei Viertel der Ausbildungsstellen zum Automotive Softwareentwickler mit Umsteigern besetzt - Menschen, die aus dem Studium ausgestiegen sind und sich für eine Berufsausbildung bei Continental entschieden haben. Die Ausbildung zum Automotive Softwareentwickler hat Continental gemeinsam mit den Gewerkschaften, dem Betriebsrat, den Industrie- und Handelskammern und dem Bundesinstitut für Berufsbildung entwickelt. Im Mittelpunkt der Ausbildung stehen die Analyse und Entwicklung komplexer Programmstrukturen sowohl für Fahrzeuge als auch für die Mobilität der Zukunft insgesamt. Im Jahr 2016 haben sich 34 Menschen für eine Ausbildung zum Automotive Softwareentwickler entschieden. Einheitliche Ausbildungsbedingungen für dual StudierendeAls eines der ersten DAX-Unternehmen hat Continental in Deutschland einheitliche Ausbildungsbedingungen für Ihre derzeit über 520 dual Studierenden an 57 Standorten geschaffen. Grundlage ist eine gemeinsame Vereinbarung mit den Gewerkschaften IG Metall und IG BCE (Bergbau, Chemie, Energie), in der die Vergütung, die Übernahme von Studien- und Prüfungsgebühren, der Urlaubsanspruch sowie das Urlaubs- und Weihnachtsgeld einheitlich geregelt werden. Enable Transformation - den digitalen Wandel begleitenDie digitale Transformation stellt auch Continental vor große Herausforderungen, denn die Digitalisierung der Arbeitswelten verändert geltende und gewohnte Strukturen. Produktzyklen verkürzen sich weiter, Unternehmen müssen sich flexibel an neue Kundenbedürfnisse anpassen und schnell neue Geschäftsmodelle entwickeln. Gleichzeitig bietet die Digitalisierung unserem Unternehmen viele Chancen - bei der Erschließung neuer Märkte genauso wie bei der Qualifizierung unserer Mitarbeiter. Aus diesem Grund gestaltet der Bereich Human Relations die digitale Transformation aktiv mit. Wettbewerbsvorteile entstehen, wenn sich Unternehmen und Belegschaft schneller und flexibler als andere auf die neuen Bedingungen einstellen. Für Continental bedeutet das: Wir müssen agiler, innovativer und vernetzter denken und handeln. Deshalb fördern wir vier wichtige Bereiche:
Interne Kommunikationskampagne - Arbeiten im digitalen WandelIm Berichtsjahr brachten wir eine interne Kommunikationskampagne auf den Weg, mit der Continental konzernweit das Arbeiten im Kontext des digitalen Wandels beleuchtet. Unsere Mitarbeiter sind es, die mit ihren Talenten und Ideen, ihrer Leidenschaft und Tatkraft die Neuausrichtung ihrer Arbeitswelt tragen und gestalten. Die Kampagne veranschaulicht die Chancen, die sich durch Digitalisierung und Veränderung eröffnen. Unter einem kommunikativen Dach werden Themen rund um Vielfalt, Führung, Flexibilität und Lernen über alle internen Kommunikationskanäle vermittelt. Ein wichtiger Teil der internen Kommunikation ist ein aktiver Dialog mit den Mitarbeitern über unsere Plattform ConNext. Allein zwischen September und Dezember 2016 haben im Kampagnenteil rund um das Thema "Flexible Arbeitsbedingungen" unsere Mitarbeiter rund 80.000-mal die dortigen Blog Posts besucht. Über 100.000 Dateidownloads und z. B. 784 aktiv geführte Themendiskussionen zeigen das große Interesse der Mitarbeiter an der aktiven Mitgestaltung unserer Zukunft. Chancengleichheit und Erhöhung der VielfaltChancengleichheit und Diversität - darauf legen wir sowohl in unseren Auswahlverfahren als auch in der Talentförderung besonderen Wert. Denn wir brauchen die Vielfalt der Perspektiven, Eigenschaften, Erfahrungen und Kulturen für die Innovationsfähigkeit unseres gesamten Unternehmens. Derzeit stehen die Internationalität und ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis im Zentrum unseres Engagements. Bereits heute stammen 45 % unseres Managements nicht aus Deutschland. Auch der Frauenanteil in der Führungsebene hat sich weltweit erneut erhöht - von 10,5 % im Jahr 2015 auf aktuell 12,2 %. Bis 2020 wollen wir 16 % aller Führungspositionen mit Frauen besetzen. Mehr zu unseren Zielen beim Anteil von Frauen in Führungspositionen finden Sie in der Erklärung zur Unternehmensführung im Corporate Governance-Bericht auf Seite 21. Mitarbeiter nach Regionen![]() Tage der VielfaltDer erste Diversity Day von Continental fand am 7. Juni 2016 in Deutschland am Standort Hannover statt. Die Mitarbeiter nahmen an Workshops, Diskussionsrunden und verschiedenen Aktivitäten rund um das Thema Vielfalt teil. Ziel der Veranstaltung war es, die Bedeutung von Vielfalt für den Erfolg von Continental mit ihren vielseitigen Ausprägungen zu beleuchten und so die Belegschaft für eine aktive Förderung von Diversität zu begeistern. Weitere Diversity Days gab es an fünf anderen Standorten weltweit. Für 2017 sind Veranstaltungen u. a. für unsere Mitarbeiter in Pisa, Italien, Regensburg und Babenhausen, Deutschland, Shanghai, China, und Toulouse, Frankreich, geplant. Lokale Diversity-Netzwerke zusammenbringenUnter dem Dach des "Global Diversity Network" wurden 2016 lokale Frauen-Netzwerke aus dem Continental-Konzern stärker miteinander verzahnt, um gemeinsame Veranstaltungen durchzuführen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen. Dadurch erhöhen wir die Sichtbarkeit und Akzeptanz für unterschiedliche Ansätze und die Bedürfnisse einer zunehmend diversen Belegschaft. Auf der ersten Women@Work-Veranstaltung trafen sich im Berichtsjahr 75 Teilnehmerinnen, überwiegend aus Nord- und Südamerika. Ziel dieses Events war es, junge Frauen bei der Karriereentwicklung zu unterstützen, sie in ihrer Wirkungskraft zu stärken und ihre Sichtbarkeit im Konzern zu erhöhen. Eine Veranstaltung für die EMEA-Region (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) ist für das erste Quartal 2017 geplant; weitere Treffen weltweit sollen folgen. Weltweite Einführung flexibler ArbeitsbedingungenWir haben 2016 weltweit geltende Regelungen für flexible Arbeitsbedingungen geschaffen - über alle hierarchischen Ebenen und organisatorischen Bereiche hinweg. Unser Erfolg wächst mit unseren Mitarbeitern, die ihre Talente in einer mit mehr Freiraum ausgestatteten Unternehmenskultur bestmöglich entfalten und damit den Herausforderungen der Digitalisierung gerecht werden können. Flexible Arbeitsbedingungen sind eine Voraussetzung dafür, Vielfalt und damit Innovationsgeschwindigkeit im Unternehmen zu managen, und machen uns zugleich besonders interessant für die besten Talente und potenzielle Nachwuchskräfte. Bei Continental umfasst der weltweite Ansatz für flexible Arbeitsmodelle sowohl Teil- und Gleitzeitmodelle als auch Angebote für mobiles Arbeiten und Sabbaticals. Landesspezifische Lösungen für 21 beteiligte Länder wurden bis Ende 2016 ausgearbeitet und auf regionale Bedürfnisse und rechtliche Rahmenbedingungen abgestimmt. Die Implementierung ist für 2017 geplant. Bei der Identifikation von individuellen Lösungen für eine persönliche Work-Life-Balance werden betriebliche Anforderungen berücksichtigt und insbesondere das lokale Arbeitsrecht beachtet. UmweltAnfang der 1990er-Jahre hat Continental ein konzernweites Umweltmanagementsystem eingeführt und seine Unternehmensstrategie um ökologische Ziele und Maßnahmen ergänzt. Lag der Fokus in früheren Jahren auf der Schonung endlicher Ressourcen sowie der Minimierung schädlicher Emissionen und Umweltbelastungen, so geht unser Umweltmanagementsystem heute deutlich über diese Zielsetzungen hinaus. Nachhaltiges Wirtschaften in allen Wertschöpfungsstufen und über den kompletten Lebenszyklus unserer Produkte ist nun integraler Bestandteil unseres Handelns. Diese Verantwortung wird schrittweise breiter in der Lieferkette implementiert, um so unsere strategische Ausrichtung als nachhaltiges Unternehmen weiter zu verankern. Den Rahmen unseres Umweltmanagements bildet die Umweltstrategie 2020, in der klare Zielvorgaben, Kennzahlen und Maßnahmen festgelegt sind. 2016 haben wir begonnen, unsere Umweltstrategie bis 2030 fortzuschreiben und uns dabei an den 1 7 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen, den "Sustainable Development Goals" (SDGs) orientiert. Die Entwicklung der Strategie in Anlehnung an die SDGs ist ein weiterer Schritt in Richtung globaler Verantwortung. Umweltstrategie und WertschöpfungWir verpflichten uns zu umfassenden Nachhaltigkeitszielen. So handeln wir nicht nur verantwortlich gegenüber Umwelt und Gesellschaft - wir denken und agieren zugleich zukunftsorientiert und im Sinne unserer unternehmerischen Wertschöpfung. Die anstehenden Herausforderungen wie Klimawandel, Globalisierung und Urbanisierung begreifen wir als Chancen. Sie fordern unsere Innovationskraft, die Entwicklung neuartiger Technologien sowie effizienter Produkte und stärken unsere Wettbewerbsfähigkeit. Im Berichtsjahr hat Continental ungefähr ein Drittel des Konzernumsatzes mit Produkten erzielt, die sich durch besondere Energieeffizienz auszeichnen und/oder den Ausstoß von CO2 vermindern. Unsere Umweltstrategie und das Erreichen unserer Umweltziele zahlen sich ökologisch und ökonomisch aus. Remanufacturing - nachhaltiger Wachstumstreiber in der AutomobilindustrieRemanufacturing ist ein Teil unserer Umweltstrategie und unterstützt den Circular Economy-Gedanken - damit ist die Wiederverwertung von Produkten oder Produktteilen gemeint. Anstatt Produkte komplett neu zu fertigen, werden nicht funktionierende Bauteile repariert oder durch neue Komponenten teilersetzt. Das lohnt sich besonders, wenn in einem Produkt sehr langlebige Teile und Verschleißteile miteinander kombiniert sind. So bleibt der größere, beständige Teil erhalten und muss nicht neu gefertigt werden. Mit einer Einsparung von bis zu 90 % an Energie und Material handeln wir nicht nur umwelt- und ressourcenschonend, sondern senken z. B. pro Bauteil auch den CO2 -Ausstoß um 50 % bis 90 %. Wir reduzieren zugleich unsere Kosten und können dies durch günstigere Preise gegenüber Neuteilen an unsere Kunden weitergeben. Im Berichtszeitraum haben wir das Remanufacturing weiter ausgebaut und bieten nun ein noch breiteres Portfolio von Austauschteilen an. Das Remanufacturing in der Serienphase wird von unseren Erstausrüstungskunden schon bei der Entwicklung der Komponenten gefordert, weil es sich um ein sinnvolles und ressourcenschonendes Prinzip handelt. Auch Werkstätten sind sehr daran interessiert, weil ihnen die aufbereiteten Produkte die Möglichkeit geben, ihren Kunden neben Neuteilen eine zusätzliche, hochwertige und zeitwertgerechte Produktlinie anzubieten. Die Qualität der aufbereiteten Produkte hat für uns höchste Priorität. Darum werden die Verschleißteile ausschließlich durch neue Originalteile von Continental ersetzt. Bevor sie unser Werk verlassen, müssen die überholten Teile die gleichen Prüfungen bestehen wie die Serienteile. Weil sich mit nur 10 % des Energie- und Rohstoffaufwands 100 % der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit erzeugen lassen, wollen wir das Angebot an aufbereiteten Teilen weiter ausbauen. Aktionsplan zum Schutz des TrinkwassersÖkologische Probleme und wirtschaftliche Risiken sind eng miteinander verknüpft. Dies zeigt sich eindrucksvoll beim Thema Wasser. Rund 41 % der Weltbevölkerung leben heute in Regionen mit teils extremer Wasserknappheit, 800 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und in vielen Ländern gelangt Schmutzwasser immer noch ungeklärt in den Wasserkreislauf. Diese und andere Probleme werden sich durch den Klimawandel weiter verstärken. Dessen Auswirkungen sind spätestens dann auch für Unternehmen vor Ort wirtschaftlich spürbar. Um auf die zukünftigen Risiken vorbereitet zu sein und gleichzeitig einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten, werden wir die Wasserproblematik stärker in den umweltstrategischen Fokus rücken. Dafür wird 2017 ein Aktionsplan erarbeitet, der zum einen eine detaillierte Wasserrisikoanalyse beinhaltet und zum anderen regionsspezifische Zielsetzungen für die Standorte vorsieht. Wasserverbrauch![]()
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Vorläufige, hochgerechnete Werte. Unser Beitrag zum G20/B20-ProzessIm November 2016 hat unser Vorstandsvorsitzender, Dr. Elmar Degenhart, einen Co-Chair für die Taskforce "Energie, Klima und Ressourceneffizienz" im Rahmen des B20-Prozesses (Business 20, B20) übernommen. Dr. Degenhart vertritt hier die gesamte Automobil- und Automobilzulieferindustrie. Die Gruppe der B20 repräsentiert die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20). Aufgabe der B20 ist es, die G20 durch konkrete Handlungsempfehlungen, Interessenvertretung und Know-how zu unterstützen. Die Schwerpunkte der Arbeit der Taskforce liegen darin, Handlungsempfehlungen für die Politik zu erarbeiten, die einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der Ziele des Übereinkommens der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 (COP 21) leisten. Dabei werden insbesondere der Beitrag der Automobilindustrie mit klimaschonenden Produkten und der verstärkte Ausbau der Digitalisierung sowie der damit verbundenen effizienten Fahrweise von Fahrzeugen im Fokus stehen. Im Rahmen der Taskforce verfolgt Continental vorrangig den kombinierten Ansatz, d. h. einerseits den Emissionshandel zu erweitern und andererseits die daraus gewonnenen Gelder zweckgebunden in den Ausbau der Breitbandtechnologie für mehr Energieeffizienz und Emissionsverminderung zu investieren. Durch den sektorenübergreifenden Ausbau der regenerativen Energien und der Versorgungsinfrastruktur hat die Automobilindustrie darüber hinaus die Aufgabe, ein möglichst hohes Potenzial an weiteren CO2 -Reduzierungen zu erschließen. Beide Ansätze stärken die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Automobilindustrie und ermöglichen es, nachhaltige und umweltfreundliche Produkte zu entwickeln. Nachhaltigkeit in der LieferketteNachhaltiges und umweltschonendes Wirtschaften auch in unserer Lieferkette ist ein wichtiger Bestandteil unserer Umweltstrategie. Wir fördern und fordern ein umfassendes Umweltmanagement bei unseren Lieferanten und unterstützen sie konkret bei der Entwicklung geeigneter Energie- und Umweltmanagementsysteme. An unseren mexikanischen Standorten Jalisco und Guanajato haben wir im Jahr 2015 eine Entwicklungspartnerschaft ins Leben gerufen und diese im Berichtsjahr weiter vorangetrieben. Im Rahmen des Projekts werden mexikanische Zulieferbetriebe in Bezug auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz geschult. 2016 haben wir insgesamt sechs Vor-Ort-Trainings durchgeführt, an denen Mitarbeiter und Umweltexperten unserer Lieferanten teilnahmen. Schwerpunktthemen der Workshops und Beratungen waren u. a. die Reduzierung von CO2 -Emissionen, das Wassermanagement, die Abfallvermeidung sowie die Schulung zur Einführung von Umweltmanagementsystemen gemäß ISO 14001. Umweltberichterstattung verbessertSeit 2009 beantworten wir jährlich die umfassenden Fragen des CDP (Carbon Disclosure Project) zu unserem Engagement im Klimaschutz. Die Organisation veröffentlicht einmal im Jahr die Umweltdaten von Unternehmen und bewertet ihre Umweltleistung hinsichtlich des CO2 -Ausstoßes. Basis der Veröffentlichung sind Unternehmensdaten und -informationen zu CO2 -Emissionen, deren Risiken für das Klima sowie zu Strategien und Zielen der teilnehmenden Unternehmen, um die Emissionen zu vermindern. Im Anschluss bewertet das CDP die Unternehmen in Bezug auf die Transparenz der Datenermittlung, die Zielerreichung und die Managementverantwortung für globale Klimaziele. Im Jahr 2016 konnte Continental erneut eine bessere Bewertung im Vergleich zum Vorjahr erreichen. Wir wurden von Level C auf B hochgestuft. Damit wird uns ein aktives Management zum Schutz des Klimas bescheinigt und wir gehören somit zu den besten Unternehmen im Automobilsektor. CO2-Emissionen![]()
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Vorläufige, hochgerechnete Werte. Bewertung von Emissionen DritterUnsere Umweltberichterstattung basiert auf den Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI). Maßgeblich für die Datenerhebung sind unsere internen Richtlinien zur Umweltberichterstattung unter Berücksichtigung der spezifischen Gegebenheiten in der Automotive Group und der Rubber Group. Im Berichtsjahr haben wir neben den durch Verbrennung in unseren Anlagen sowie durch eingekaufte Energie verursachten CO2 -Emissionen, genannt Scope 1 und Scope 2, auch die durch Dritte - durch deren erbrachte Dienstleistungen und von ihnen erworbene Vorleistungen - verursachten Emissionen (Scope 3) ermittelt. Darin sind die wesentlichen Quellen, d. h. Rohstoffverbrauch, Logistik und Transport, Abfälle sowie Vorkettenemissionen, unserer eingesetzten Energien eingeflossen. Ziel dieser Analyse ist es, ein besseres Verständnis für die durch unsere gesamte Geschäftstätigkeit verursachten Emissionen zu erlangen und Ansätze für weitere Reduzierungen zu ermitteln. Energieverbrauch![]()
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Vorläufige, hochgerechnete Werte. Kennzahlen mit klaren ZielenWir haben klare Ziele definiert: Bis zum Jahr 2020 wollen wir unsere CO2 -Emissionen, den Energie- und Wasserverbrauch sowie die Abfallerzeugung - gemessen am bereinigten Umsatz und bezogen auf das Basisjahr 2013 - um 20 % verringern. Unsere Abfallverwertungsquote soll sich jährlich um 2 Prozentpunkte verbessern und die Zertifizierung nach der Umweltnorm ISO 14001 auch für unsere strategischen Lieferanten zur Pflicht werden. Vor diesem Hintergrund haben wir einen umfassenden Katalog an Einzelmaßnahmen definiert, die dem Ziel dienen, unsere Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Alle Umweltkennzahlen wurden wie in den Vorjahren im Rahmen eines unabhängigen betriebswirtschaftlichen Audits von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft überprüft. Abfallerzeugung und -Verwertung![]()
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Vorläufige, hochgerechnete Werte. Nachhaltigkeit in der ProduktionIm Berichtsjahr haben wir den internen Green Label Plant Award erstmals weltweit verliehen. Seit 2015 wollen wir mit dieser Auszeichnung die Nachhaltigkeit in der Produktion innerhalb der Automotive Group steigern - insbesondere die Ressourceneffizienz bei Energie, Wasser und Abfall - sowie die Umweltleistungen weiter verbessern. Die Auszeichnung wird in Gold, Silber und Bronze verliehen, je nachdem, wie weit nachhaltiges Wirtschaften an den jeweiligen Standorten bereits etabliert ist. Bis 2020 sollen alle Produktionsstandorte mindestens den Bronze-Status erreichen -Ende 2016 waren es 28 %. Auszeichnungen im BerichtsjahrIm Oktober 2016 wurde uns der Materialica Design + Technology Award in Gold in der Kategorie CO2 -Effizienz verliehen. Continental überzeugte die Jury mit einem besonders leichten Getriebeadapter, der durch den Einsatz von glasfaserverstärktem Polyamid weniger als die Hälfte als die Vorgängervariante aus Aluminium wiegt. Gewürdigt wurde der große Schritt, der Continental mit diesem Bauteil auf dem Gebiet der Leichtbautechnik gelungen ist. Die Komponente kommt vor allem in Pkw der Premiumklasse zum Einsatz, deren besondere Anforderungen an Komfort und Sicherheit bislang mit höherem Gewicht einhergingen. Durch die Verwendung leichterer und dabei hochfunktioneller Materialien können auch in diesem Fahrzeugsegment Treibstoff gespart und die Emissionen gesenkt werden. Zusätzlich wurde Continental für ihre Leichtbauteile mit dem Altair Enlighten Award 2016 und dem Lightweight Technology Innovation Award 2016 ausgezeichnet. Gleich zwei Preise gewann im September unser Projekt Taraxa-gum - Reifen aus Löwenzahn-Kautschuk. Reifenprototypen aus Naturkautschuk aus Russischem Löwenzahn wurden auf der Auto-mechanika in Frankfurt am Main mit dem Innovation Award und mit dem Green Award ausgezeichnet. Taraxagum stellen wir in innovativen Produktionsverfahren aus einem Latexsaft her, den wir aus Russischem Löwenzahn gewinnen. Durch Einsatz dieses neuartigen Kautschuks wird CO2 eingespart, da er direkt am Produktionsort angebaut werden kann - so entfallen lange Transportwege aus dem Kautschukgürtel rund um den Äquator. Erste Kleinserien der Reifen zeigen, dass Löwenzahn-Kautschuk mindestens ebenso leistungsfähig ist wie herkömmlicher Naturkautschuk. In Nürnberg wurde Continental im Oktober für ein neues Blockheizkraftwerk mit dem Bayerischen Energiepreis 2016 ausgezeichnet. Die Anlage mit Kraft-Wärme-Kopplung wird mit Erdgas betrieben und spart jährlich die Energiemenge ein, die etwa 350 Haushalte verbrauchen würden. Neben Wärme und Kälte liefert sie 1,3 Megawatt Strom und deckt damit ein Drittel des Strombedarfs unseres fränkischen Standorts ab. Mit einem Nutzungsgrad von fast 80 % der eingesetzten Energie unterstützt das Kraftwerk unsere Pläne zur Reduktion des Energieverbrauchs und der CO2 -Emissionen um durchschnittlich 20 % bis zum Jahr 2020. Im November erhielt der Geschäftsbereich Benecke-Kaliko Group im Rahmen der Verleihung des Inovyn Award den Sonderpreis für Nachhaltigkeit. Ausgezeichnet wurde die energieerzeugende Abdeckung für Wasserreservoirs, "Dynactiv Power". Die lichtundurchlässigen Folien eignen sich, um große Wasserflächen in Ländern mit langen Trockenperioden vor Verdunstung und Verschmutzung zu schützen. Dank dieser innovativen Abdeckung bleibt bis zu 40 % mehr Brauchwasser erhalten, mit dem z. B. Ackerflächen bewässert werden können. Mit den integrierten Solarmodulen können Haushalte oder Pumpstationen in der Umgebung gleichzeitig autark mit Strom versorgt werden. Weiterführende Informationen zum Thema Umwelt und unseren GRI-Bericht finden Sie unter www.continental-nachhaltigkeit.de. Gesellschaftliche VerantwortungWeltweites Wirtschaften bedingt weltweite gesellschaftliche Verantwortung. Unser Engagement leistet einen positiven Beitrag für die Gesellschaft, schafft aber auch Wert für unser Unternehmen. Schwerpunkte unserer Aktivitäten sind die Bereiche Soziales und Verkehrssicherheit, Bildung und Wissenschaft sowie Sport. Im Folgenden dazu einige Beispiele. Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen wir vorwiegend dezentral. Gemeinnützige Projekte, wohltätige Aktivitäten und Spenden werden in erster Linie von engagierten Mitarbeitern begründet, getragen und durch das Unternehmen gefördert. In besonderen Notsituationen unterstützt Continental zentral bei überregionalen Projekten und Herausforderungen oder bietet Hilfeleistungen für die Bewältigung internationaler humanitärer Notlagen. Hier kommt das Unternehmen als Ganzes seiner gesellschaftlichen Verantwortung nach. Unterstützung bei internationalen KatastrophenIn Ecuador und Japan kam es im April 2016 zu starken Erdbeben. Daraufhin stellten wir finanzielle Mittel bereit, um die Helfer in den Erdbebengebieten zu unterstützen. In dem südamerikanischen Land leisteten wir Hilfe für den Wiederaufbau, während wir in Asien die Spende der lokalen Mitarbeiter an das japanische Rote Kreuz aufstockten. So halfen wir unbürokratisch beim Wiederaufbau und unterstützten die Wirtschaft vor Ort. Finanzielle Zuwendungen gingen im November 2016 an das Notfallteam der Welthungerhilfe. Sie hilft mit einem umfassenden Programm den Menschen, die aus dem nordirakischen Mossul vertrieben wurden. Die Initiative beinhaltet u. a. die Bereitstellung von Notunterkünften, die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser sowie die Verteilung von Hilfspaketen. Teil des Programms ist darüber hinaus die Förderung von Bildung und des sozialen Zusammenhalts verschiedener Bevölkerungsgruppen. Mit unserer Spende wollen wir auch dazu beitragen, das Lernen selbst in äußerst schwierigen Situationen zu ermöglichen. Engagement vor OrtMal mit kleinen, mal mit größeren Beträgen, Sachspenden oder aktivem Engagement unterstützt Continental karitative Initiativen. Unsere Mitarbeiter zeigen hier ihr besonderes soziales Engagement als guter Nachbar vor Ort. Im Rahmen des Drachenboot Cups in Northeim überreichten wir der Rettungsorganisation DLRG Ortsgruppe Northeim ein Schlauchboot und einen Schutzanzug zur Wasserrettung. Die ehrenamtlich tätigen Lebensretter können so ihre wichtige Aufgabe noch besser erledigen. Bei Boot und Anzug kamen Stoffe zum Einsatz, die vor Ort produziert werden. Eine vierköpfige Gruppe von Mitarbeitern im chinesischen Changshu besuchte ein Rehabilitationszentrum für Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen. Dabei wurden den dort lebenden Menschen warme Decken und elektrische Wasserkocher überreicht, damit sie die kalte Jahreszeit besser überstehen können. Bei einer Jahresabschlussfeier am deutschen Standort Regensburg initiierten die Mitarbeiter eine Spendensammlung. Der gesammelte Betrag kam zwei Initiativen zugute: Über finanzielle Unterstützung konnte sich die Deutsche Kinderkrebsnachsorge freuen. Der Verein Mukoviszidose e. V. erhielt bereits zum neunten Mal eine Spende von den Mitarbeitern. Bildung als Grundvoraussetzung zur gesellschaftlichen TeilhabeBildung bedeutet Zukunft - für den Menschen, die Gesellschaft und für jedes Unternehmen. Continental fördert die Bildung und macht nachkommende Generationen damit fit für die Welt von morgen. Beispielsweise pflegen unsere ungarischen Werke eine enge Beziehung zu Bildungseinrichtungen. Im Sommer unterstützten sie ein einwöchiges Sommercamp der Budapest University of Technology and Economics. In der "Children's University" erhielten Schüler im Alter von neun bis 14 Jahren einen Einblick in das Universitätsleben und wurden auf unterhaltsame Weise in verschiedene Bereiche der Wissenschaft eingeführt. Hauptziel des Sommercamps ist es, Kinder zu fördern und dabei vor allem ihr Interesse für Naturwissenschaften zu wecken. Anerkennen und Einbeziehen von Vielfalt, Menschen unterschiedlicher Herkunft und mit verschiedenem kulturellem Hintergrund Bildung ermöglichen, dies gehört zu unserem Wertesystem. Indem wir geflüchteten Menschen Bildungs- und Beschäftigungsperspektiven eröffnen, leben wir unsere Werte. Seit über einem Jahr arbeiten wir gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit an einem neuen, speziell entwickelten Programm, das geflüchteten Menschen den Einstieg in den Arbeitsmarkt und eine berufliche Perspektive bietet. Sport verbindetDie Sprache des Sports ist universal. Sie wird überall auf der Welt verstanden. Sie überwindet sprachliche, soziale sowie nationale Grenzen. Deshalb fördern wir seit vielen Jahren verschiedene Initiativen im Leistungs- und Breitensport. Einmal im Jahr findet der HAJ Hannover Marathon statt, an dem auch 2016 viele Continental-Mitarbeiter teilnahmen. Über 1.000 unserer Beschäftigten aus mehr als 25 Ländern erliefen mit einer Gesamtstrecke von fast 14.000 Kilometern zum fünften Mal in Folge den Titel als "fortSCHRITTlichstes Unternehmen". Das Preisgeld wurde einem gemeinnützigen Verein gespendet, der sich speziell um schwer erkrankte Kinder und ihre Geschwister kümmert. Gesellschaftlicher AustauschDer Austausch mit der Gesellschaft findet im Rahmen unterschiedlicher Initiativen statt. Ein Thema, das unsere Zukunft in vielen Teilen der Gesellschaft betreffen wird, ist das automatisierte Fahren. Continental hat hierfür die Plattform www.2025ad.com geschaffen, um die gesellschaftliche Diskussion in diesem Bereich voranzutreiben. Experten und Verbraucher haben dort die Möglichkeit, sich ihre Meinung zu technischen, juristischen und gesellschaftlichen Aspekten der Mobilität der Zukunft zu bilden und sie kundzutun. Befragungen zur Zukunft der ArbeitUm als Arbeitgeber optimal auf die Bedürfnisse zukünftiger Nachwuchskräfte eingehen zu können und gesellschaftliche Themen zu adressieren, führt Continental regelmäßig Umfragen unter Studierenden und Berufstätigen durch. Die jährlichen Befragungen wurden in Deutschland bereits 2004 eingeführt. Später kamen Umfragen in Rumänien, China und Brasilien hinzu. Im Berichtsjahr sind wir in der 13. repräsentativen Umfrage in Deutschland beispielsweise der Frage nachgegangen, inwieweit die Menschen über die Veränderungskraft der Digitalisierung in der Arbeitswelt informiert sind. Befragt wurden jeweils rund 1.000 Berufstätige im Alter von 35 bis 50 Jahren und Studierende. Dabei ist u. a. herausgekommen, dass die Menschen oft noch wenig Vorstellungen darüber haben, wie und wann sich die Digitalisierung auswirkt. Laut Umfrage schätzen zwar 81 % der befragten Studierenden und 68 % der Berufstätigen die Bedeutung der Digitalisierung im Arbeitsleben als hoch ein. Gleichzeitig haben viele Befragte jedoch Mühe zu erklären, was Digitalisierung der Arbeitswelt für sie bedeutet. Rund ein Drittel kann mit dem Begriff überhaupt nichts anfangen. Während Studierende in Sachen Digitalisierung der Arbeitswelt vor allem an smarte Technik und Kommunikation denken, verbinden die Berufstätigen mit dem digitalen Wandel eher das bereits seit Jahrzehnten propagierte papierlose Büro. Dass Digitalisierung das Leben vereinfacht, erwartet mit 46 % der Studierenden und 38 % der Berufstätigen weniger als die Hälfte der Befragten. 41 % der Studierenden und 43 % der Berufstätigen sehen im digitalen Wandel mehr Chancen als Risiken. Rund zwei Drittel der Befragten vertreten die Meinung, in den Ausbau der digitalen Infrastruktur müsse mehr investiert werden. Aus unserer Sicht haben Unternehmen eine hohe Verantwortung, den Menschen Orientierung zu geben und sie gleichzeitig als mitgestaltende Kräfte in die Veränderungsprozesse einzubinden. Wir haben deshalb unsere Kommunikationsanstrengungen auch nach innen verstärkt, denn die Digitalisierung hat nicht nur eine gewaltige technische, sondern auch eine starke soziale Dimension. Wirtschaftsbericht> RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche EntwicklungIn Deutschland setzte sich das solide Wachstum des Vorjahres im Berichtsjahr fort. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs gegenüber 2015 nach Angaben des Statistischen Bundesamts um 1,9 % und übertraf damit die im Januar 2016 aufgestellte Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) von 1,7 %. Positive Impulse kamen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Die privaten Haushalte und insbesondere der Staat erhöhten ihre Konsumausgaben. Auch die privaten Investitionen, vor allem in der Bauwirtschaft, nahmen zu. Der Außenhandel hatte per Saldo ebenfalls einen positiven Effekt auf das BIP-Wachstum, da die Exporte stärker stiegen als die Importe. Die Wirtschaft in der Eurozone wuchs 2016 nach aktueller Einschätzung des IWF um 1,7 % und entwickelte sich damit so, wie der IWF es im Januar 2016 erwartet hatte. In den meisten Ländern zeigte sich eine Zunahme des privaten und staatlichen Konsums sowie der privaten Investitionen. Unterstützend wirkte die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die im März 2016 ihre expansiven Maßnahmen nochmals verstärkt hatte. In den USA schwächte sich 2016 das BIP-Wachstum im ersten Halbjahr zunächst ab. Gebremst wurde das Wachstum vor allem durch sinkende private Investitionen. Im zweiten Halbjahr gewann jedoch die wirtschaftliche Aktivität wieder deutlich an Dynamik. Die privaten Investitionen und auch der Export erhöhten sich spürbar. Mit einem BIP-Zuwachs von 1,6 % blieben die USA im Berichtsjahr insgesamt unter der IWF-Prognose vom Januar 2016 von 2,6 %. Die US-amerikanische Notenbank Fed verhielt sich im Jahresverlauf vorsichtig und führte erst im Dezember 2016 eine zweite Zinserhöhung um 25 Basispunkte durch. Das BIP-Wachstum der japanischen Wirtschaft wurde im Berichtsjahr durch die Aufwertung des japanischen Yen gebremst. Gestützt wurde das BIP durch erhöhte Staatsausgaben sowie eine leichte Belebung des privaten Konsums. Insgesamt dürfte auf Basis aktueller Erwartungen die japanische Wirtschaft 2016, auch dank der sehr expansiven Geldpolitik ihrer Notenbank, um 0,9 % gegenüber 2015 gewachsen sein. Damit sollte das Wachstum etwas geringer ausfallen, als der IWF zu Jahresbeginn mit 1,0 % prognostiziert hatte. Die Schwellen- und Entwicklungsländer zeigten im Berichtsjahr gemäß dem WEO-Update (World Economic Outlook, WEO) des IWF von Januar 2017 in Summe ein Wachstum von 4,1 % analog zum Vorjahr. Wesentliche Wachstumstreiber waren, wie bereits in den Vorjahren, China und Indien. Die chinesische Wirtschaft entwickelte sich dabei mit einem ausgewiesenen BIP-Wachstum von 6,7 % besser, als der IWF Anfang 2016 mit seiner Prognose von 6,3 % erwartet hatte. Dagegen blieb Indien gemäß IWF mit einem BIP-Wachstum von 6,6 % deutlich unter der Jahresanfangsprognose von 7,5 %. Grund hierfür war die Bargeldreform der indischen Regierung im November 2016, die den privaten Konsum im vierten Quartal stark belastete. Die russische Wirtschaft stabilisierte sich 2016 im Jahresverlauf dank der Erholung der Preise für Rohöl und andere Rohstoffe und schrumpfte nach 3,7 % im Vorjahr nach vorläufigen Schätzungen nur noch um 0,6 %. Die brasilianische Wirtschaft verharrte hingegen 2016 mit einem BIP-Rückgang um 3,5 % auf Basis vorläufiger Daten wie erwartet in der Rezession. Für die Weltwirtschaft hatte der IWF im Januar 2016 eine Expansion von 3,4 % für das Berichtsjahr prognostiziert. Das geringere Wachstum in den USA und mehreren anderen Ländern verlangsamte gemäß dem WEO-Update des IWF vom Januar 2017 jedoch den Zuwachs der Weltwirtschaft im Jahr 2016 auf 3,1 %, nach 3,2 % im Vorjahr. Wirtschaftswachstum 2016 im Vergleich zu 2015![]() Quellen: IWF - World Economic Outlook Update 1/2017, Eurostat, statistische Ämter der genannten Länder, Bloomberg. Entwicklung wesentlicher AbnehmerbranchenFür Continental ist das weltweite Zuliefergeschäft mit den Herstellern von Pkw und Nutzfahrzeugen das wichtigste Marktsegment. Der entsprechende Umsatzanteil belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 73 % (Vj. 72 %). Das zweitgrößte Marktsegment für Continental ist das weltweite Ersatzreifengeschäft für Pkw und Nutzfahrzeuge. Wegen des deutlich höheren Anteils von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen <6 t an der Fahrzeugproduktion und dem Ersatzreifengeschäft ist deren Entwicklung von besonderer Bedeutung für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Die größte Absatzregion von Continental ist weiterhin Europa mit einem Umsatzanteil von 50 % im Berichtsjahr (Vj. 49 %), gefolgt von Nordamerika mit 26 % (Vj. 26 %) und Asien mit 21 % (Vj. 20 %). Entwicklung der Pkw-NeuzulassungenDie Pkw-Nachfrage in Europa (EU-28 und EFTA) legte 2016 kräftig zu. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Pkw-Neuzulassungen auf Basis vorläufiger Daten des Verbands der Automobilindustrie (VDA) um knapp 7 % auf 15,1 Mio Einheiten. Ursächlich für die starke Nachfrage waren neben der sich fortsetzenden konjunkturellen Erholung das niedrige Zinsniveau und ein relativ hoher Ersatzbedarf. Dieser zeigte sich im Berichtsjahr innerhalb der großen Märkte insbesondere in Italien und Spanien mit einem Anstieg um 16 % bzw. 11%. In Deutschland und Frankreich stieg die Pkw-Nachfrage jeweils um 5 % und im Vereinigten Königreich um 2 %. In den USA nahm 2016 die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen, insbesondere Pick-ups, aufgrund der niedrigen Kraftstoffpreise und günstigen Kreditzinsen im Vergleich zum Vorjahr um 7 % zu. Dagegen sank die Pkw-Nachfrage um rund 9 %. Insgesamt betrachtet erreichte im Berichtsjahr die Zahl der Neuzulassungen zwar einen neuen Rekordwert von 17,5 Mio Einheiten, dies entspricht jedoch nur einem Zuwachs von 0,4 %. Nach einem Plus von 3 % im ersten Quartal flachte die Nachfrage im weiteren Jahresverlauf ab und bewegte sich insgesamt auf Vorjahresniveau. In Japan führten im ersten Quartal 2016 die gedämpfte konjunkturelle Lage und das schwache Vertrauen der Verbraucher zu einem Rückgang der Pkw-Nachfrage um 7 %. Im weiteren Jahresverlauf zeigte sich im zweiten und im dritten Quartal zunächst eine Stabilisierung der Pkw-Nachfrage, bevor sich diese im vierten Quartal um 6 % gegenüber dem schwachen Vorjahresquartal belebte. Im Gesamtjahr 2016 blieb die Pkw-Nachfrage in Japan aufgrund des schwachen ersten Halbjahres 2 % unter dem Vorjahreswert. In China wirkte im Berichtsjahr die Senkung der Verkaufsteuer für den Kauf von Pkw mit einem Hubraum von bis zu 1,6 l weiterhin positiv. Sie war zu Beginn des vierten Quartals 2015 auf 5 % halbiert worden. Im zweiten Halbjahr 2016 wurde die Nachfrage zudem durch vorgezogene Käufe aufgrund der Ungewissheit über eine Verlängerung der bis zum Jahresende 2016 befristeten Steuersenkung verstärkt. Insgesamt erhöhte sich 2016 der Pkw-Absatz in China nach Angaben des VDA um 18 % auf 23,7 Mio Einheiten. Indien verzeichnete 2016 einen Anstieg der Pkw-Nachfrage um 7 %. Auf Quartalsbasis zeigte sich eine Steigerung von 2 % im ersten, 7 % im zweiten, 18 % im dritten und 2 % im vierten Quartal. Der niedrigere Zuwachs im letzten Quartal resultierte aus dem Einbruch der Nachfrage infolge der Anfang November überraschend verkündeten Bargeldreform der Regierung. In Brasilien und Russland verringerte sich 2016 die Pkw-Nachfrage rezessionsbedingt weiter. In beiden Ländern stabilisierte sie sich dabei im Jahresverlauf auf niedrigem Niveau. Brasilien verzeichnete im Berichtsjahr einen Absatzrückgang um 20 %, Russland um 11%. Weltweit stiegen die Pkw-Neuzulassungen 2016 dank der kräftigen Absatzzuwächse in China sowie in Europa und Indien nach vorläufigen Daten um knapp 5 % auf 91,3 Mio Einheiten. Entwicklung der Produktion von Pkw und leichten NutzfahrzeugenIn Europa zeigte sich im ersten Halbjahr 2016 eine zweigeteilte Situation. In Westeuropa bewirkte der Anstieg der Pkw-Nachfrage in den meisten Ländern ebenfalls eine höhere Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen < 6 t. In Osteuropa, insbesondere in Russland, führte dagegen die weiter sinkende Nachfrage zu entsprechend rückläufigen Produktionszahlen. Im dritten Quartal zeigte sich in Russland eine Stabilisierung leicht über dem niedrigen Vorjahresniveau, während die Produktion in Deutschland und Frankreich aufgrund einer geringeren Anzahl von Arbeitstagen unter den hohen Vorjahreswerten lag. Im vierten Quartal erreichte die Pkw-Fertigung in Deutschland nur knapp das Niveau des Vorjahres. Den größten Volumenzuwachs verzeichnete im vierten Quartal die Türkei. Auch die Pkw-Werke in Frankreich, im Vereinigten Königreich, in Tschechien sowie in Russland meldeten deutliche Steigerungen. Insgesamt stieg 2016 die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in Europa nach vorläufigen Daten um 3 % gegenüber dem Vorjahreswert. Neuzulassungen/Verkäufe von Pkwscroll
Quellen: VDA (Länder/Regionen) und Renault (weltweit). Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugenscroll
Quelle: IHS Inc., vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.
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West-, Zentral- und Osteuropa inkl. Russland
und Türkei In Nordamerika wurde im Berichtsjahr die Produktion von leichten Nutzfahrzeugen, insbesondere Pick-ups, dank der gestiegenen Nachfrage ausgeweitet. Hingegen sank die Pkw-Fertigung im Vorjahresvergleich. Die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen insgesamt erhöhte sich 2016 auf Basis vorläufiger Zahlen um 2 %. Auch in Asien zeigte sich 2016 im Vergleich zum Vorjahr ein zweigeteiltes Bild. Insbesondere in China und Indien stieg die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen nachfragebedingt weiter an. Dagegen sank das Produktionsvolumen u. a. in Südkorea und Japan. Für Asien insgesamt ergab sich 2016 auf Basis vorläufiger Daten ein Fertigungszuwachs von 5 %. In Südamerika führte die geringe Nachfrage zu einem weiteren Rückgang der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen, die sich aber im Jahresverlauf auf niedrigem Niveau stabilisierte. Im vierten Quartal wurde erstmals seit zwölf Quartalen der Vorjahreswert eines Quartals wieder übertroffen. Nach vorläufigen Daten sank das Produktionsvolumen im Berichtsjahr insgesamt um 10 %. Die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen wuchs 2016 auf Basis vorläufiger Zahlen um über 3 %. Entwicklung der Produktion von mittelschweren und schweren NutzfahrzeugenIn Europa bewirkte 2016 die Zunahme des Straßengüterverkehrs vor allem in Westeuropa einen Anstieg des Lkw-Bedarfs. Die Produktion mittelschwerer und schwerer Nutzfahrzeuge konnte hierdurch in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden spürbar ausgeweitet werden. Insgesamt stieg im Berichtsjahr die Produktion von Nutzfahrzeugen > 6 t in Europa nach vorläufigen Daten gegenüber dem Vorjahr um knapp 3 %. In Nordamerika brach die Nutzfahrzeugproduktion nach den niedrigen Auftragseingängen des vierten Quartals 2015 im ersten Quartal 2016 ein. In den Folgequartalen stabilisierte sie sich zwar auf einem höheren Niveau, erreichte jedoch nicht die Volumina des Vorjahres. Für das Gesamtjahr 2016 zeigte sich nach vorläufigen Zahlen ein Produktionsrückgang um 13 %. In China legte die Produktion mittelschwerer und schwerer Nutzfahrzeuge, nach dem deutlichen Rückgang im Vorjahr, im Berichtsjahr wieder zu. Auch Indien zeigte kräftig steigende Produktionsvolumina. Dagegen blieb die Fertigung in Japan unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt wuchs 2016 die Nutzfahrzeugproduktion in Asien nach vorläufigen Daten um 10 %. Südamerika verzeichnete 2016 nach vorläufigen Zahlen einen Rückgang der Produktion von Nutzfahrzeugen um rund 23 %. Dabei ließ die Abwärtsdynamik im Verlauf des Jahres nach. Die globale Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen stieg 2016 nach vorläufigen Daten um knapp 3 %. Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugenscroll
Quelle: IHS Inc., vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.
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West-, Zentral- und Osteuropa inkl. Russland
und Türkei Absatz im Ersatzreifengeschäft für Pkw und leichte Nutzfahrzeugescroll
Quelle: LMC International Ltd., vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen. Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für Pkw und leichte NutzfahrzeugeIn Europa, dem für Continental wichtigsten Ersatzreifenmarkt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge < 6 t, setzte sich 2016 die im Vorjahr begonnene Nachfragebelebung zunächst fort, verlangsamte sich aber im Jahresverlauf. Nach vorläufigen Daten stieg im Berichtsjahr der Absatz von Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge um knapp 2 % gegenüber dem Vorjahr. In Nordamerika zeigte sich 2016 ein Anstieg der Nachfrage nach Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge nach vorläufigen Zahlen um 2 %. Der Anstieg der gefahrenen Kilometer infolge niedriger Benzinpreise war die wesentliche Ursache hierfür. Asien wies 2016 einen weiter steigenden Bedarf an Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge auf. Insbesondere in China, dem wichtigsten asiatischen Markt, wuchs die Nachfrage nach vorläufigen Daten um 8 % im Berichtsjahr. Aber auch Indien und die Länder im Nahen Osten verzeichneten einen spürbar gestiegenen Ersatzreifenabsatz. In Asien insgesamt erhöhten sich 2016 die Ersatzreifenvolumina für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge nach vorläufigen Daten um mehr als 5 %. In Südamerika sank 2016 die Nachfrage nach Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage nach vorläufigen Zahlen um rund 3 %. Weltweit erhöhte sich 2016 der Ersatzreifenabsatz für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge nach vorläufigen Daten um 3 %. Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für mittelschwere und schwere NutzfahrzeugeIn Europa stieg 2016 der Bedarf an Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge > 6 t nach vorläufigen Zahlen um über 3 %. Die Nachfrage erhöhte sich vor allem in Westeuropa, während sie in Osteuropa stagnierte. In Nordamerika, unserem anderen Kernmarkt für Nutzfahrzeugersatzreifen neben Europa, erhöhte sich 2016 die Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge nach vorläufigen Daten um 2 % gegenüber dem Vorjahr. Die Nachfrage belebte sich insbesondere in Mexiko. In Asien stieg 2016 die Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge nach vorläufigen Zahlen um 4 %. Dabei zeigte sich ein deutlicher Absatzanstieg in China, aber auch in Indien und im Nahen Osten. In Südamerika nahm 2016 wegen der gesunkenen wirtschaftlichen Aktivität zunächst auch die Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge ab, bevor sie sich im Jahresverlauf wieder stabilisierte. Nach vorläufigen Zahlen wurde im Gesamtjahr der Vorjahresabsatz um 1 % übertroffen. Der weltweite Absatz von Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge stieg im Berichtsjahr gemäß vorläufiger Daten gegenüber dem Vorjahr um 3 %. Absatz im Ersatzreifengeschäft für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeugescroll
Quelle: LMC International Ltd., vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen. Entwicklung der RohstoffmärkteVerschiedene Rohstoffe wie Stahl, Aluminium, Kupfer, Edelmetalle und Kunststoffe sind wichtige Vormaterialien für eine Vielzahl verschiedener Elektronik-, Elektromechanik- und Mechanikkomponenten. Diese Komponenten wiederum benötigen wir zur Herstellung unserer Produkte und Systeme für die Automobilindustrie. Die Preisentwicklung von Rohstoffen beeinflusst die Herstellkosten von Continental in der Regel daher zumeist indirekt über Kostenveränderungen bei unseren Zulieferern. Je nach Vertragsgestaltung werden diese Kostenveränderungen zeitversetzt an uns weitergegeben oder bei anstehenden Vertragsverhandlungen neu festgesetzt. Im Berichtsjahr führten Minenstilllegungen verschiedener Rohstoffproduzenten zu einer Verknappung des Angebots der meisten Rohstoffe, wodurch sich deren Preise nach den Preisrückgängen der Vorjahre stabilisierten. Einige Rohstoffpreise stiegen im späteren Verlauf des Berichtjahres zum Teil kräftig an. Andere Rohstoffe haben sich im Jahresdurchschnitt 2016 gegenüber ihrem Vorjahresdurchschnittspreis nochmals verbilligt. Kohlenstoffstahl und Edelstahl sind Vormaterialien vieler von Continental verbauter mechanischer Komponenten wie Stanz-, Dreh-, Zieh- und Druckgussteile. Im Berichtsjahr führten die sich stark erholenden Weltmarktpreise für Eisenerz und Kokskohle zu einer entsprechenden Kostensteigerung bei der Stahlproduktion, die eine spürbare Erhöhung der Preise für Kohlenstoffstahl zur Folge hatte. Hinzu kam die Einführung der Antidumping-Maßnahmen in der Europäischen Union. Die Preise für Kohlenstoffstahl erhöhten sich in Europa im Jahresdurchschnitt um rund 9 % gegenüber dem Vorjahr. Die Preise für Edelstahl blieben 2016 mit einem Preisanstieg von rund 1 % im Jahresdurchschnitt dagegen vergleichsweise stabil. Der Preis für den wichtigen Legierungsstoff Nickel stabilisierte sich im Berichtsjahr, blieb aber im Jahresdurchschnitt 19 % unter dem vergleichsweise hohen Jahresdurchschnittspreis des Vorjahres. Hierdurch wurden Kostensteigerungen bei anderen Rohstoffen für Edelstahl kompensiert. Aluminium wird von Continental vor allem für Druckguss-, Stanz- und Biegeteile verwendet, während Kupfer insbesondere bei Elektromotoren und mechatronischen Bauteilen zum Einsatz kommt. Die Notierung für Kupfer ermäßigte sich 2016 im Jahresdurchschnitt auf US-Dollar-Basis als auch auf Eurobasis um 11 % im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt. Ende 2016 notierte Kupfer dagegen auf US-Dollar-Basis 18 % bzw. auf Eurobasis 21 % höher als am Ende des Vorjahres. Der Preis für Aluminium sank auf US-Dollar-Basis wie auf Eurobasis um rund 4 % im Jahresdurchschnitt. Bis Jahresende 2016 verteuerte sich Aluminium gegenüber dem Jahresende 2015 um 12 % auf US-Dollar-Basis bzw. um 16 % auf Eurobasis. Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin und Palladium verwenden sowohl unsere Zulieferer als auch wir für die Beschichtung unterschiedlicher Bauteile. Im Vergleich der US-Dollar-Durchschnittspreise pro Troy-Unze des Jahres 2016 mit 2015 erhöhten sich die Preise von Gold um 8 % und von Silber um 9 %, während sich die Notierungen von Platin um 6 % und von Palladium um 11 % reduzierten. Auf Eurobasis ergaben sich nahezu die gleichen Veränderungen. Verschiedene Kunststoffgranulate, sogenannte Resins, werden von unseren Zulieferern und von uns vor allem für die Herstellung von Gehäuseteilen benötigt. Der Trend des Vorjahres zu fallenden Preisen hielt während des ersten Halbjahres 2016 zunächst an, bevor im zweiten Halbjahr der gestiegene Ölpreis auch eine Erholung der Preise für Kunststoffgranulate bewirkte. Im Jahresdurchschnitt blieb ein Preisrückgang um rund 8 % auf US-Dollar-Basis und rund 7 % auf Eurobasis. Preisentwicklung ausgewählter Rohstoffe - Automotive Group![]() indexiert auf den 1. Januar 2012![]() Quellen: Kohlenstoffstahl: Warmbreitband Europa von The Steel Index Ltd. (€/metrische Tonne, mt). Edelstahl: Edelstahlband 2mm 304 CR Europa von Metal Bulletin (€/mt). Kupfer, Aluminium: Rollierende Drei-Monatskontrakte der London Metal Exchange (US-Dollar/mt). Preisentwicklung ausgewählter Rohstoffe - Rubber Group![]() indexiert auf den 1. Januar 2012![]() Quellen: Naturkautschuk TSR 20, RSS 3: rollierende Einmonatskontrakte der Börse Singapur (US-Dollar-Cent/kg). Brent-Rohöl: Europa Brent Forties Oseberg Ekofisk-Preis von Bloomberg (US-Dollar/barrel). Butadien, Styrol: Südkorea-Exportpreis (FOB) von PolymerUpdate.com (US-Dollar/mt). Für die Herstellung von Reifen und technischen Gummiprodukten in der Rubber Group verwendet Continental verschiedene Natur- und Synthesekautschuke. Außerdem werden in größerem Umfang Ruß als Füllstoff sowie Stahlcord und Nyloncord als Festigkeitsträger eingesetzt. Aufgrund der großen Mengen und des direkten Bezugs der Rohstoffe hat deren Preisentwicklung einen erheblichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der Divisionen der Rubber Group, insbesondere der Division Reifen. Der Preis für Rohöl - der wichtigste Ausgangsgrundstoff für Synthesekautschukvormaterialien wie Butadien und Styrol, aber auch für Ruß und diverse andere Chemikalien - fiel im Januar 2016 zeitweise unter die Marke von 30 US-Dollar pro Barrel und markierte damit ein 13-Jahres-Tief. Im weiteren Verlauf des ersten Halbjahres 2016 erholte er sich bis auf ein Niveau von 50 US-Dollar pro Barrel. Nach der Einigung großer ölexportierender Länder über eine Produktionsdrosselung stieg der Preis für Rohöl Ende 2016 auf 55 US-Dollar pro Barrel an. Im Jahresdurchschnitt reduzierte er sich allerdings auf US-Dollar-Basis wie auf Eurobasis um rund 16 % gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt. Aufgrund der Preiserholung von Rohöl erhöhte sich 2016 auch der Preis von Butadien, dem wichtigsten Vormaterial für Synthesekautschuk. Dabei bewirkte die wachsende Nachfrage, vor dem Hintergrund eines reduzierten Angebots nach Werkstilllegungen im Vorjahr, zum Ende des Berichtsjahres einen sprunghaften Preisanstieg. Ende Dezember 2016 notierte der Preis von Butadien auf US-Dollar-Basis um 216 % höher als zum Jahresende 2015. Auf Eurobasis belief sich der Preisanstieg auf 229 %. Im Jahresdurchschnitt ergab sich im Vergleich zum Vorjahreswert ein Anstieg um rund ein Viertel auf US-Dollar-Basis wie auf Eurobasis. Die Preiserholung von Rohöl sorgte 2016 zudem für eine Verteuerung von anderen Vormaterialien für Synthesekautschuk. Styrol beispielsweise verteuerte sich bis zum Ende des Berichtsjahres gegenüber dem Jahresende 2015 um 33 % auf US-Dollar-Basis bzw. 38 % auf Eurobasis. Im Jahresdurchschnittsvergleich ermäßigte sich dagegen 2016 der Preis von Styrol um knapp 4 % auf US-Dollar-Basis bzw. 3 % auf Eurobasis. Die Verteuerung der Synthesekautschuke und die steigende Kautschuknachfrage sorgten im Berichtsjahr auch für eine Erholung der Preise für Naturkautschuke. Vom Siebenjahrestief zu Beginn des Berichtsjahres stieg der Preis für Naturkautschuk TSR 20 bis zum Jahresende 2016 um 64 % auf US-Dollar-Basis bzw. um 70 % auf Eurobasis. Noch stärker stieg der Preis für Naturkautschukfelle (Ribbed Smoked Sheets, RSS), die sich mit einem Preisanstieg von 91 % auf US-Dollar-Basis bzw. 98 % auf Eurobasis bis zum Ende des Berichtsjahres fast verdoppelten. Im Jahresdurchschnittsvergleich blieb TSR 20 dagegen 2016 gegenüber dem Vorjahr auf US-Dollar-Basis wie auch auf Eurobasis nahezu unverändert. Naturkautschukfelle verteuerten sich im Jahresdurchschnitt um 5 % auf US-Dollar-Basis bzw. um 6 % auf Eurobasis. Alles in allem zeigte sich im Verlauf des Berichtsjahres aufgrund der zunehmenden Preissteigerungen vieler Rohstoffe für Continental ein entsprechend sinkender Kostenvorteil aus dem Rohstoffeinkauf. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Umsatz; EBIT Mio €![]() Free Cashflow Mio €![]() Umsatz nach Divisionen![]() Netto-Finanzschulden Gearing Ratio![]() Ertragslage
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Umsatzanstieg um 3,4 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 4,7 %Der Konzernumsatz erhöhte sich im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1.317,5 Mio € bzw. 3,4 % auf 40.549,5 Mio € (Vj. 39.232,0 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 4,7 %. Die erneute Umsatzsteigerung wurde durch den Anstieg der Fahrzeugproduktion von Pkw, Kombifahrzeugen und leichten Nutzfahrzeugen, einhergehend mit einem für uns günstigeren Fahrzeugmix, unterstützt. In den Automotive-Divisionen fiel der Zuwachs in Asien, im Wesentlichen in China, am stärksten aus. Konsolidierungskreisveränderungen haben zum Umsatzwachstum beigetragen, wurden jedoch durch negative Währungskurseffekte überkompensiert. Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 0,6 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns verringerte sich im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 27,8 Mio € bzw. 0,6 % auf 4.341,2 Mio € (Vj. 4.369,0 Mio €) und entspricht 10,8 % (Vj. 11,1%) des bereinigten Umsatzes. Zusätzliche Erläuterungen finden sich in unseren Ausführungen im Ausblick des Continental-Konzerns im Abschnitt Prognosevergleich für das abgelaufene Geschäftsjahr. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns für das vierte Quartal 2016 stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 244,1 Mio € bzw. 23,2 % auf 1.298,0 Mio € (Vj. 1.053,9 Mio €) und entspricht 12,4 % (Vj. 10,5 %) des bereinigten Umsatzes. Die Umsatzanteile nach Regionen im Jahr 2016 haben sich gegenüber dem Vorjahr folgendermaßen verändert: scroll
Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 0,5 %Das operative Konzernergebnis (EBIT) verringerte sich 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 19,8 Mio € bzw. 0,5 % auf 4.095,8 Mio € (Vj. 4.115,6 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 10,1 % (Vj. 10,5 %). Zusätzliche Erläuterungen finden sich in unseren Ausführungen im Ausblick des Continental-Konzerns im Abschnitt Prognosevergleich für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) verringerten das operative Ergebnis (EBIT) im Berichtsjahr um 143,6 Mio € (Vj. 137,9 Mio €). Die Kapitalrendite (ROCE) lag bei 20,0 % (Vj. 20,9 %). Sondereffekte 2016Im Rahmen der Werkschließung in Melbourne, Australien, entstanden in der Automotive Group Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 23,3 Mio € (Chassis & Safety 0,2 Mio €; Powertrain 1,0 Mio €; Interior 22,1 Mio €), wovon 9,4 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen. Die geplante Schließung des Standorts Gravatai, Brasilien, führte in der Division Interior zu Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 4,4 Mio €. Darin enthalten sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 3,1 Mio €. Aus dem Verkauf von als Finanzanlagen gehaltenen Beteiligungen resultierte insgesamt ein Ertrag in Höhe von 5,0 Mio € (Powertrain 1,1 Mio €; Reifen 3,9 Mio €). Aufgrund der aktuellen Marktsituation ergaben sich in der Division ContiTech für die Geschäftsbereiche Conveyor Belt Group und Industrial Fluid Solutions (vormals: Industrial Fluid Systems) Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 33,1 Mio €. Eine nachträgliche Kaufpreisanpassung im Zusammenhang mit der Akquisition von Veyance Technologies führte in der Division ContiTech zu einem Ertrag in Höhe von 27,0 Mio €. Weitere Kaufpreisanpassungen führten zu einem Aufwand in Höhe von insgesamt 1,0 Mio € (Interior 0,1 Mio €; ContiTech 0,9 Mio €). Aus der Veräußerung des Stahlcordgeschäfts in Brasilien im Zusammenhang mit der Erfüllung von Kartellauflagen entstand in der Division ContiTech ein Aufwand in Höhe von insgesamt 15,9 Mio €. Dieser setzt sich zusammen aus einem Veräußerungsverlust in Höhe von 9,3 Mio €, Marktwertanpassungen in Höhe von insgesamt 6,0 Mio € sowie aus nicht mehr nutzbaren Umsatzsteuerforderungen in Höhe von 0,6 Mio €. Die vorübergehende Einstellung der Produktion von Transportbändern in Volos, Griechenland, führte in der Division ContiTech zu einem Restrukturierungsaufwand in Höhe von 11,2 Mio €, wovon 3,4 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen. In der Division ContiTech entstanden in Chile Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 3,1 Mio €. Darin enthalten sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,9 Mio €. Aus weiteren Restrukturierungsaufwendungen sowie der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen entstand insgesamt ein Aufwand in Höhe von 1,2 Mio € (Powertrain -1,1 Mio €; Interior 0,1 Mio €; ContiTech -0,2 Mio €). Darin enthalten sind Wertaufholungen auf Sachanlagen für die Division ContiTech in Höhe von 0,4 Mio €. Aus sonstigen Wertaufholungen und Wertminderungen auf Sachanlagen entstand ein Aufwand in Höhe von insgesamt 9,1 Mio € (Chassis & Safety 1,3 Mio €; Powertrain 7,6 Mio €; Reifen 0,2 Mio €; ContiTech 0,0 Mio €). Für den Konzern beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2016 insgesamt 70,3 Mio €. Sondereffekte 2015In der Division Reifen resultierte aus Wertminderungen auf Sachanlagen ein Aufwand in Höhe von insgesamt 6,8 Mio €. Betroffen waren die Standorte Modipuram und Partapur, Indien, mit 5,2 Mio € sowie Puchov, Slowakei, mit 1,6 Mio €. Aus der Veräußerung der Anteile an der General Tyre East Africa Ltd., Arusha, Tansania, ergab sich in der Division Reifen ein Ertrag in Höhe von 0,9 Mio €. In der Division ContiTech erfolgt ein stufenweiser Abbau des Standorts Salzgitter, Deutschland, aufgrund nicht erhaltener Folgeaufträge. In diesem Zusammenhang entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 15,7 Mio €, wovon 0,3 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen. Aus der Schließung des Standorts Bowmanville, Kanada, resultierten Restrukturierungsaufwendungen in der Division ContiTech in Höhe von 19,9 Mio €, wovon 7,4 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen. In der Division ContiTech entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 8,2 Mio € für den Standort Tianjin, China. Darin sind Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 6,5 Mio € enthalten. Aufgrund der Marktsituation im Minengeschäft und Ölfördergeschäft ergaben sich in der Division ContiTech darüber hinaus für den Geschäftsbereich Conveyor Belt Group Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von insgesamt 71,9 Mio €. Davon waren die Standorte Aneng, China, mit 44,8 Mio €, Bayswater, Australien, mit 25,3 Mio €, Thetford, Vereinigtes Königreich, mit 1,3 Mio € sowie Perth, Australien, mit 0,5 Mio € betroffen. Aus Veräußerungen von Geschäftsbereichen ergaben sich Kaufpreisanpassungen, die insgesamt zu einem Ertrag in Höhe von 0,5 Mio € (Interior -0,3 Mio €; ContiTech 0,8 Mio €) führten. Darüber hinaus ergaben sich aus Erwerben von Gesellschaften Kaufpreisanpassungen, die insgesamt zu einem Ertrag in Höhe von 1,3 Mio € (Reifen 1,7 Mio €; ContiTech -0,4 Mio €) führten. In der Division ContiTech resultierte ein Ertrag aus negativen Unterschiedsbeträgen aus Kaufpreisallokation in Höhe von 1,6 Mio €. Aus Restrukturierungsaufwendungen sowie der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen entstand insgesamt ein positiver Sondereffekt in Höhe von 3,9 Mio € (Powertrain 0,1 Mio €; Interior 3,8 Mio €). Darin ist für die Division Powertrain eine Wertaufholung in Höhe von 0,5 Mio € enthalten. Aus Wertminderungen und Wertaufholungen auf Sachanlagen entstand insgesamt ein negativer Effekt in Höhe von 1,2 Mio € (Chassis & Safety 0,1 Mio €; Powertrain -1,0 Mio €; Interior -0,3 Mio €). Für den Konzern ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2015 in Höhe von insgesamt 115,5 Mio €. BeschaffungIm Jahr 2016 stieg das Einkaufsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um rund 2 % auf 26,3 Mrd €, wovon etwa 17,5 Mrd € auf Produktionsmaterialien entfielen. Die Preise wichtiger Vormaterialien und zahlreicher Rohstoffe erreichten im ersten Halbjahr 2016 einen Tiefpunkt. In den folgenden Monaten verteuerten sich viele Rohstoffe. Im Jahresmittel resultierten aufgrund des sehr niedrigen Preisniveaus im ersten Halbjahr niedrigere Rohstoffpreise als im Vorjahr. Überleitung EBIT zum Konzernergebnisscroll
Überleitung Umsatz zum Umsatz bereinigt sowie EBITDA zum bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) 2016scroll
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Überleitung Umsatz zum Umsatz bereinigt sowie EBITDA zum bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) 2015scroll
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Konsolidierungskreisveränderungen beinhalten
Zu- und Abgänge Im Rahmen von Share und Asset Deals. Dabei werden
Zugänge Im Berichtsjahr und Abgänge in der Vergleichsperiode bereinigt. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 361,9 Mio € bzw. 14,8 % auf 2.811,5 Mio € (Vj. 2.449,6 Mio €) und beträgt 6,9 % vom Umsatz (Vj. 6,2 %). In den Divisionen Chassis & Safety, Powertrain und Interior werden Kosten im Zusammenhang mit der erstmaligen Beauftragung für Entwicklungen im Erstausrüstungsgeschäft aktiviert. Dabei erfolgt die Aktivierung ab dem Zeitpunkt der Nominierung als Lieferant und des Erreichens einer bestimmten Freigabestufe. Die Aktivierung endet mit der Freigabe für die unbegrenzte Serienproduktion. Aufwendungen für kundenspezifische Applikationen, Vorserienprototypen und Testkosten für bereits vermarktete Produkte gelten als nicht aktivierungsfähige Aufwendungen. Die Abschreibung erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von drei Jahren und wird in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen erfasst. Die angenommene Nutzungsdauer reflektiert nach Einschätzung von Continental den Zeitraum, in dem ein wirtschaftlicher Nutzen aus den entsprechenden Entwicklungsprojekten wahrscheinlich erzielbar ist. Von den im Jahr 2016 bei den drei Divisionen angefallenen Entwicklungskosten erfüllten 105,9 Mio € (Vj. 78,7 Mio €) die Aktivierungsvoraussetzungen. Die Voraussetzungen für eine Aktivierung von Entwicklungsaktivitäten wurden in den Divisionen Reifen und ContiTech im Berichtsjahr und auch im Vorjahr nicht erfüllt. Damit ergibt sich für den Konzern eine Kapitalisierungsquote in Höhe von 3,6 % (Vj. 3,1 %). AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich um 75,8 Mio € auf 1.961,6 Mio € (Vj. 1.885,8 Mio €) und entsprechen wie im Vorjahr 4,8 % vom Umsatz. Darin sind Wertminderungen in Höhe von insgesamt 58,6 Mio € (Vj. 93,6 Mio €) enthalten. ZinsergebnisDas negative Zinsergebnis hat sich im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 128,6 Mio € auf 117,0 Mio € (Vj. 245,6 Mio €) verbessert. Der Zinsaufwand - ohne die Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung, aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - belief sich im Jahr 2016 auf insgesamt 308,8 Mio € und lag damit um 23,0 Mio € unter dem Vorjahresvergleichswert von 331,8 Mio €. Der Zinsaufwand, der aus Kreditaufnahmen bei Banken, Kapitalmarkttransaktionen und sonstigen Finanzierungsinstrumenten resultierte, lag mit 140,6 Mio € um 32,5 Mio € unter dem Vorjahreswert von 173,1 Mio €. Der wesentliche Anteil entfiel mit 86,1 Mio € (Vj. 99,9 Mio €) auf den Aufwand aus den von der Continental AG, der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, sowie der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, begebenen Anleihen und mit 8,6 Mio € (Vj. 21,7 Mio €) auf die Ausnutzung des syndizierten Kredits. Der Zinsaufwand für die Anleihen hat sich im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 13,8 Mio € reduziert. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die im September 2015 erfolgte vorzeitige Rückzahlung der von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 2012 ausgegebenen US-Dollar-Anleihe mit einem Volumen von 950,0 Mio US-Dollar und der von ihr zur teilweisen Refinanzierung von Finanzverbindlichkeiten im November 2015 emittierten, deutlich zinsgünstigeren Euro-Anleihe mit einem Volumen von 500,0 Mio €. Durch Abschluss von Zins-Währungsswaps werden zum einen die Währungsrisiken aus der Denominierung dieser Anleihe in Euro gesichert, zum anderen wird der Euro-Festzins von 0,5 % p. a. in einen US-Dollar-basierten Festzins von durchschnittlich 2,365 % p. a. getauscht. Für die 2015 vorzeitig zurückgezahlte US-Dollar-Anleihe hingegen war noch ein Zinssatz von 4,5 % p. a. zu zahlen. Der Rückgang des Zinsaufwands für den syndizierten Kredit um 13,1 Mio € resultierte insbesondere aus der im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigeren Inanspruchnahme des ursprünglich im April 2016 fälligen Festdarlehens über 1,5 Mrd €. Bereits im vierten Quartal 2015 erfolgten vorzeitige Teilrückzahlungen dieses Festdarlehens in Höhe von insgesamt 1.150,0 Mio €. Ende März 2016 wurde der verbliebene Betrag in Höhe von 350,0 Mio € vorzeitig zurückgeführt. Aus der Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen sowie aus langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer resultierte 2016 ein Zinsaufwand in Höhe von insgesamt 168,2 Mio € (Vj. 158,7 Mio €). Hierin ist nicht die Aufzinsung, bezogen auf Anwartschaftsverpflichtungen der Pensionskassen, enthalten. Die Zinserträge im Jahr 2016 erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 6,0 Mio € auf 101,4 Mio € (Vj. 95,4 Mio €). Davon entfielen auf erwartete Erträge aus langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer sowie aus den Pensionsfonds insgesamt 75,9 Mio € (Vj. 63,9 Mio €). Hierin sind nicht die Zinserträge, bezogen auf das Fondsvermögen der Pensionskassen, enthalten. Die Bewertungseffekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und aus der Entwicklung der Währungskurse führten im Jahr 2016 insgesamt zu einem positiven Ergebnisbeitrag in Höhe von 90,1 Mio € (Vj. negativer Ergebnisbeitrag in Höhe von 22,1 Mio €). Dies ergab sich insbesondere aus der Entwicklung des mexikanischen Peso gegenüber dem US-Dollar. Im Vorjahr entfiel ein Bewertungsverlust in Höhe von 36,9 Mio € auf den Ansatz einer Rückkaufoption. Diese war für die von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 2012 emittierte und im September 2015 vorzeitig zurückgezahlte US-Dollar-Anleihe vorgesehen. Aus den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten ergab sich im Jahr 2016 ein positiver Effekt in Höhe von 0,3 Mio € (Vj. 12,9 Mio €). SteueraufwandDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich für das Geschäftsjahr 2016 auf 1.096,8 Mio € (Vj. 1.090,4 Mio €). Die Steuerquote beträgt 27,6 %, nach 28,2 % im Vorjahr. Im Berichtsjahr wirkten sich wie im Vorjahr Besteuerungsunterschiede im Ausland sowie Förderungen und Befreiungen positiv aus. Die Steuerquote wurde durch nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern in Höhe von insgesamt 78,6 Mio € (Vj. 114,2 Mio €) belastet, davon 11,7 Mio € (Vj. 35,3 Mio €) für Vorjahre. Zusätzlich wurde die Steuerquote wie im Vorjahr durch nicht abzugsfähige Betriebsausgaben und nicht anrechenbare ausländische Quellensteuern belastet. Gegenläufig wirkte sich der Ansatz von aktiven latenten Steuern in Höhe von 80,8 Mio € aus. Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnenDas den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis erhöhte sich 2016 um 75,1 Mio € auf 2.802,5 Mio € (Vj. 2.727,4 Mio €). Dies entspricht einem Ergebnis pro Aktie von 14,01 € (Vj. 13,64 €). MitarbeiterGegenüber 2015 stieg die Anzahl der Mitarbeiter des Continental-Konzerns um 12.238 auf 220.137 Beschäftigte (Vj. 207.899). Aufgrund gestiegener Produktionsvolumina, dem kontinuierlichen Ausbau des Forschungs- und Entwicklungsbereichs sowie durch die Akquisition von Zonar Systems in der Division Interior erhöhte sich die Mitarbeiterzahl in der Automotive Group um 8.865 Personen. In der Rubber Group ist die Erhöhung der Beschäftigtenzahl um 3.363 im Wesentlichen auf den Ausbau von Produktionskapazitäten und Vertriebskanälen sowie auf die Akquisitionen der Bandvulc Gruppe und von Hoosier Racing Tire zurückzuführen. scroll
Finanzlage
Cashflow-ÜberleitungDas EBIT reduzierte sich gegenüber 2015 um 19,8 Mio € auf 4.095,8 Mio € (Vj. 4.115,6 Mio €). Die insbesondere aus den Anleihen und dem syndizierten Kredit resultierenden Zinszahlungen reduzierten sich um 68,5 Mio € auf 136,1 Mio € (Vj. 204,6 Mio €). Die Auszahlungen für Ertragsteuern stiegen um 32,0 Mio € auf 1.047,3 Mio € (Vj. 1.015,3 Mio €). Der zahlungsmittelwirksame Aufbau des Working Capital führte zu einem Mittelabfluss in Höhe von 210,1 Mio € (Vj. 106,7 Mio €). Dies resultierte aus dem Aufbau der operativen Forderungen in Höhe von 631,7 Mio € (Vj. 447,2 Mio €), die durch den Aufbau der operativen Verbindlichkeiten in Höhe von 748,1 Mio € (Vj. 400,0 Mio €) mehr als ausgeglichen wurden. Zusätzlich erhöhten sich im Geschäftsjahr die Vorräte um 326,5 Mio € (Vj. 59,5 Mio €). Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich 2016 im Vorjahresvergleich um 22,5 Mio € auf 4.938,1 Mio € (Vj. 4.915,6 Mio €) und erreichte 12,2 % vom Umsatz (Vj. 12,5 %). Aus Investitionstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss in Höhe von 3.166,8 Mio € (Vj. 3.472,0 Mio €). Die Investitionen in Sachanlagen und Software, ohne Berücksichtigung von Finanzierungsleasing und aktivierten Fremdkapitalkosten, erhöhten sich um 413,7 Mio € von 2.178,8 Mio € auf 2.592,5 Mio €. Der Saldo aus dem Erwerb und der Veräußerung von Gesellschaften und Geschäftsbereichen führte im Jahr 2016 zu einem Mittelabfluss in Höhe von 511,6 Mio € (Vj. 1.243,1 Mio €). Dieser Mittelabfluss ist hauptsächlich auf die Erwerbe von Hoosier Racing Tire und Zonar Systems zurückzuführen. Für das Geschäftsjahr 2016 ergab sich ein Free Cashflow in Höhe von 1.771,3 Mio € (Vj. 1.443,6 Mio €). Dies entspricht einer Erhöhung um 327,7 Mio € gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang für Sachanlagen und Software belief sich 2016 auf 2.593,0 Mio €. Insgesamt ergab sich gegenüber dem Vorjahreswert (2.178,8 Mio €) eine Erhöhung um 414,2 Mio €, wozu die Divisionen Reifen, Interior, Powertrain und Chassis & Safety beigetragen haben. Die Investitionsquote beträgt 6,4 % (Vj. 5,6 %). Finanzierung und FinanzschuldenDie Brutto-Finanzschulden lagen zum Jahresende 2016 mit 4.952,3 Mio € (Vj. 5.244,8 Mio €) um 292,5 Mio € unter dem Vorjahresniveau. Basierend auf den Quartalsendwerten waren 62,6 % (Vj. 47,6 %) der Brutto-Finanzschulden nach Sicherungsmaßnahmen im Jahresdurchschnitt mit festen Zinssätzen ausgestattet. Der Buchwert der Anleihen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 599,0 Mio € von 2.784,5 Mio € auf 3.383,5 Mio € zum Ende des Geschäftsjahres 2016. Dieser Aufbau ist auf die von der Continental AG am 28. November 2016 unter dem Rahmen-Emissionsprogramm für Anleiheemissionen von Continental (Debt Issuance Programme, DIP) erfolgreich bei Investoren im In- und Ausland vorgenommene Platzierung einer Euro-Anleihe mit einem Nominalvolumen von 600,0 Mio € zurückzuführen. Der Ausgabekurs lag bei 99,41 %. Diese Anleihe hat eine Laufzeit von drei Jahren und zwei Monaten und einen Zinssatz von 0,0 % p. a. Die Emission erfolgte insbesondere im Hinblick auf die im März 2017 zur Rückzahlung anstehende Euro-Anleihe der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, über 750,0 Mio €. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen am 31. Dezember 2016 bei 931,9 Mio € (Vj. 1.725,7 Mio €) und damit 793,8 Mio € unter dem Vorjahresniveau. Der im April 2014 mit einem zugesagten Volumen von 4,5 Mrd € neu abgeschlossene syndizierte Kredit bestand zu diesem Zeitpunkt aus einem im April 2016 fälligen Festdarlehen über 1,5 Mrd € und einer bis April 2019 eingeräumten revolvierenden Kreditlinie über 3,0 Mrd €. Bezogen auf die Laufzeit der revolvierenden Tranche wurden zwei Vertragsanpassungen vorgenommen. Im April 2015 und im April 2016 haben alle beteiligten Banken einer Laufzeitverlängerung um jeweils ein Jahr zugestimmt. Damit steht Continental diese Finanzierungszusage bis April 2021 zur Verfügung. Bereits im vierten Quartal 2015 erfolgten vorzeitige Teilrückzahlungen des Festdarlehens in Höhe von insgesamt 1.150,0 Mio €. Ende März 2016 wurde der zum Jahresende 2015 verbliebene Betrag dieses Darlehens in Höhe von 350,0 Mio € vorzeitig zurückgeführt. Das zugesagte Volumen des syndizierten Kredits, der nur noch aus der revolvierenden Tranche besteht, hat sich damit seit Ende März 2016 gleichermaßen auf 3,0 Mrd € reduziert. Die revolvierende Kreditlinie wurde Ende Dezember 2016 nicht in Anspruch genommen. Im Vorjahr erfolgte eine Ausnutzung durch die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, in Höhe von 297,9 Mio €. Die sonstigen Finanzschulden reduzierten sich zum Jahresende 2016 um 97,7 Mio € auf 636,9 Mio € (Vj. 734,6 Mio €). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf eine geringere Inanspruchnahme von Forderungsverkaufsprogrammen zurückzuführen. Ende 2016 lag die Ausnutzung dieser Programme mit insgesamt 487,1 Mio € um 151,0 Mio € unter dem Vorjahreswert von 638,1 Mio €. Wie im Vorjahr wurden im Continental-Konzern auch zum Jahresende 2016 fünf Forderungsverkaufsprogramme mit einem Finanzierungsvolumen in Höhe von insgesamt 1.069,3 Mio € (Vj. 1.061,6 Mio €) genutzt. Die flüssigen Mittel, derivativen Finanzinstrumente und verzinslichen Anlagen erhöhten sich um 451,6 Mio € auf 2.154,5 Mio € (Vj. 1.702,9 Mio €). Dieser Aufbau erfolgte weitgehend in den flüssigen Mitteln, die zum Jahresende 2016 bei 2.107,0 Mio € (Vj. 1.621,5 Mio €) lagen. Die Netto-Finanzschulden reduzierten sich gegenüber dem Jahresende 2015 um 744,1 Mio € auf 2.797,8 Mio € (Vj. 3.541,9 Mio €). Die Gearing Ratio hat sich mit 19,0 % (Vj. 26,8 %) gegenüber dem Vorjahreswert deutlich verbessert. Zum 31. Dezember 2016 verfügt Continental über ein Liquiditätspolster in Höhe von insgesamt 5.995,4 Mio € (Vj. 5.233,0 Mio €), davon 2.107,0 Mio € (Vj. 1.621,5 Mio €) an flüssigen Mitteln sowie zugesagte, ungenutzte Kreditlinien im Volumen von 3.888,4 Mio € (Vj. 3.611,5 Mio €). Unter den Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können, sind auch sämtliche bestehenden Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen. Im Continental-Konzern sind die vorab genannten flüssigen Mittel beschränkt hinsichtlich verpfändeter Beträge sowie Guthaben in Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität. Steuern, die auf den Transfer von Geldvermögen von einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im Regelfall nicht als eine Beschränkung der flüssigen Mittel verstanden. Zum 31. Dezember 2016 betragen die unbeschränkt verfügbaren flüssigen Mittel insgesamt 1.673,9 Mio € (Vj. 1.381,2 Mio €). Herleitung der Netto-Finanzschuldenscroll
Herleitung der Veränderung der Netto-Finanzschuldenscroll
Vermögenslage
BilanzsummeDie Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2016 gegenüber dem Vorjahresstichtag um 3.339,2 Mio € auf 36.174,9 Mio € (Vj. 32.835,7 Mio €). Der Goodwill in Höhe von 6.857,3 Mio € ist im Vergleich zum Vorjahreswert von 6.640,6 Mio € um 216,7 Mio € gestiegen. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 177,7 Mio € auf 1.514,1 Mio € (Vj. 1.336,4 Mio €). Die Sachanlagen stiegen um 999,2 Mio € auf 10.538,1 Mio € (Vj. 9.538,9 Mio €). Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich um 166,4 Mio € auf 1.836,1 Mio € (Vj. 1.669,7 Mio €). Das Vorratsvermögen stieg um 393,1 Mio € auf 3.753,2 Mio € (Vj. 3.360,1 Mio €), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 669,8 Mio € auf 7.392,7 Mio € (Vj. 6.722,9 Mio €), beides aufgrund der gesteigerten Geschäftstätigkeit. Die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte stiegen um 185,1 Mio € auf 989,0 Mio € (Vj. 803,9 Mio €). Die flüssigen Mittel sind mit 2.107,0 Mio € (Vj. 1.621,5 Mio €) um 485,5 Mio € höher als am Vorjahresstichtag. Langfristige VermögenswerteDie langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahreswert um 1.654,4 Mio € auf 21.321,0 Mio € (Vj. 19.666,6 Mio €). Bezogen auf die einzelnen Bilanzposten ist dies im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg des Goodwill um 21 6,7 Mio € auf 6.857,3 Mio € (Vj. 6.640,6 Mio €), der sonstigen immateriellen Vermögenswerte um 177,7 Mio € auf 1.514,1 Mio € (Vj. 1.336,4 Mio €), die Erhöhung der Sachanlagen um 999,2 Mio € auf 10.538,1 Mio € (Vj. 9.538,9 Mio €) sowie den Anstieg der aktiven latenten Steuern um 166,4 Mio € auf 1.836,1 Mio € (Vj. 1.669,7 Mio €). Kurzfristige VermögenswerteDie kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 14.853,9 Mio € sind um 1.684,8 Mio € höher als der Vorjahreswert in Höhe von 13.169,1 Mio €. Die Vorräte stiegen im Berichtsjahr um 393,1 Mio € auf 3.753,2 Mio € (Vj. 3.360,1 Mio €), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 669,8 Mio € auf 7.392,7 Mio € (Vj. 6.722,9 Mio €). Die flüssigen Mittel stiegen um 485,5 Mio € auf 2.107,0 Mio € (Vj. 1.621,5 Mio €). EigenkapitalDas Eigenkapital ist mit 14.734,8 Mio € (Vj. 13.213,9 Mio €) um 1.520,9 Mio € höher als im Vorjahr. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der kumulierten einbehaltenen Gewinne in Höhe von 2.052,9 Mio €. Die Gearing Ratio verbesserte sich von 26,8 % auf 19,0 %. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Berichtszeitraum leicht von 40,2 % auf 40,7 %. Langfristige Rückstellungen und VerbindlichkeitenDie langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind mit 7.885,9 Mio € um 364,9 Mio € höher als im Vorjahr (Vj. 7.521,0 Mio €). Dies ist hauptsächlich auf die Erhöhung der langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer um 695,8 Mio € auf 4.392,3 Mio € (Vj. 3.696,5 Mio €) zurückzuführen. Gegenläufig wirkt die Reduzierung der langfristigen Finanzschulden um 371,3 Mio € auf 2.803,7 Mio € (Vj. 3.175,0 Mio €), die sich im Wesentlichen als Ergebnis zweier gegenläufiger Effekte ergab. Der Umgliederung der von der Conti-Gummi Finance B.V, Maastricht, Niederlande, begebenen Euro-Anleihe über nominal 750,0 Mio € und des Forderungsverkaufsprogramms mit der Crédit Agricole Corporate and Investment Bank, Paris, Frankreich, in Höhe von 200,0 Mio € in die kurzfristigen Finanzschulden steht eine Erhöhung der langfristigen Finanzschulden aus der im November 2016 erfolgten Platzierung einer Euro-Anleihe der Continental AG über nominal 600,0 Mio € gegenüber. Kurzfristige Rückstellungen und VerbindlichkeitenDie kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich um 1.453,4 Mio € auf 13.554,2 Mio € (Vj. 12.100,8 Mio €). Dabei stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 754,2 Mio € auf 6.248,0 Mio € (Vj. 5.493,8 Mio €), die kurzfristigen Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen um 300,9 Mio € auf 1.146,4 Mio € (Vj. 845,5 Mio €). Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind mit 1.187,3 Mio € um 120,9 Mio € höher als der Vorjahreswert von 1.066,4 Mio €. Operative AktivaDie operativen Aktiva des Konzerns erhöhten sich zum 31. Dezember 2016 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 1.390,2 Mio € auf 21.068,7 Mio € (Vj. 19.678,5 Mio €). Der Gesamtbestand des Working Capital erhöhte sich um 330,9 Mio € auf 4.971,1 Mio € (Vj. 4.640,2 Mio €). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Anstieg der operativen Forderungen um 692,0 Mio € auf 7.465,9 Mio € (Vj. 6.773,9 Mio €) sowie den Bestandsaufbau von Vorräten um 393,1 Mio € auf 3.753,2 Mio € (Vj. 3.360,1 Mio €) zurückzuführen. Gegenläufig wirkte die Erhöhung der operativen Verbindlichkeiten um 754,2 Mio € auf 6.248,0 Mio € (Vj. 5.493,8 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte wiesen einen Betrag von 19.432,1 Mio € (Vj. 17.960,9 Mio €) auf und lagen damit um 1.471,2 Mio € über dem Vorjahreswert. Der Goodwill erhöhte sich um 216,7 Mio € auf 6.857,3 Mio € (Vj. 6.640,6 Mio €). Diese Veränderung resultierte neben Währungskurseffekten in Höhe von 36,7 Mio € aus Zugängen in Höhe von 180,0 Mio €. Das Sachanlagevermögen stieg aufgrund von Investitionstätigkeit um 999,2 Mio € auf 10.538,1 Mio € (Vj. 9.538,9 Mio €). Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 177,7 Mio € auf 1.514,1 Mio € (Vj. 1.336,4 Mio €). Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 143,6 Mio € (Vj. 137,9 Mio €) wirkten sich wertmindernd auf die immateriellen Vermögenswerte aus. KonzernbilanzAktiva scroll
Der Kauf von Zonar Systems im Rahmen eines Share Deal führte in der Division Interior zu einem Anstieg der operativen Aktiva in Höhe von 322,0 Mio €. Die Division Reifen verzeichnete einen Anstieg der operativen Aktiva durch die Erwerbe von Hoosier Racing Tire mit 117,4 Mio € sowie der Bandvulc Gruppe mit 51,2 Mio € und einer weiteren Akquisition mit 15,7 Mio €. Im Rahmen eines Asset Deal erhöhten sich die operativen Aktiva der Division Powertrain um 22,0 Mio €. In der Division ContiTech führte ein Share Deal zu einem Anstieg der operativen Aktiva in Höhe von 14,4 Mio €. Weitere Konsolidierungskreisveränderungen hatten auf Konzernebene keine nennenswerten Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Berichtsjahr mit 221,5 Mio € (Vj. 273,4 Mio €) erhöhend auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva des Konzerns aus. Die durchschnittlichen operativen Aktiva des Konzerns erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 772,4 Mio € auf 20.453,1 Mio € (Vj. 19.680,7 Mio €). Überleitung zu operativen Aktiva 2016scroll
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Überleitung zu operativen Aktiva 2015scroll
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Automotive Groupscroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Die Automotive Group umfasst drei Divisionen:
Die insgesamt 14 Geschäftsbereiche erzielten im Berichtsjahr 60 % des Konzernumsatzes. Wichtige Rohstoffe für die Automotive Group sind Stahl, Aluminium, Edelmetalle, Kupfer und Kunststoffe. Einen Schwerpunkt im Einkauf von Material und Vorprodukten bilden Elektronik und elektromechanische Komponenten, die im Konzern zusammen etwa 44 % des Einkaufsvolumens für Produktionsmaterial ausmachen. Entwicklung der Division Chassis & Safety
AbsatzIm Geschäftsbereich Vehicle Dynamics stieg der Absatz von elektronischen Bremssystemen im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 6 %. Das Absatzvolumen von Bremskraftverstärkern im Geschäftsbereich Hydraulic Brake Systems erhöhte sich leicht gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der verbauten Bremssättel in elektrischen Parkbremsen lag um 48 % über dem Vorjahresniveau und überkompensierte damit den Rückgang der Verkaufszahlen von Bremssätteln, die um 7 % unter dem Vorjahresniveau lagen. Im Geschäftsbereich Passive Safety & Sensorics stieg der Absatz bei Airbagsteuergeräten um 15 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bei Fahrerassistenzsystemen erhöhten sich die Verkaufszahlen um 36 %. Umsatzanstieg um 6,2 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 7,5 %2016 erhöhte sich der Umsatz der Division Chassis & Safety im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,2 % auf 8.977,6 Mio € (Vj. 8.449,7 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 7,5 %. Umsatz Mio €![]() Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 27,4 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Chassis & Safety verringerte sich im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 223,3 Mio € bzw. 27,4 % auf 591,7 Mio € (Vj. 815,0 Mio €) und entspricht 6,6 % (Vj. 9,6 %) des bereinigten Umsatzes. Zusätzliche Erläuterungen finden sich in unseren Ausführungen im Ausblick des Continental-Konzerns im Abschnitt Prognosevergleich für das abgelaufene Geschäftsjahr. Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 28,7 %Die Division Chassis & Safety verzeichnete 2016 einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 233,5 Mio € bzw. 28,7 % auf 580,8 Mio € (Vj. 814,3 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 6,5 % (Vj. 9,6 %). Zusätzliche Erläuterungen finden sich in unseren Ausführungen im Ausblick des Continental-Konzerns im Abschnitt Prognosevergleich für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) verringerten das operative Ergebnis (EBIT) um 0,3 Mio € (Vj. 0,8 Mio €). Die Kapitalrendite (ROCE) lag bei 13,1 % (Vj. 19,0 %). Sondereffekte 2016Aus Wertaufholungen und Wertminderungen auf Sachanlagen entstand ein Aufwand in Höhe von insgesamt 1,3 Mio €. Im Rahmen der Werkschließung in Melbourne, Australien, entstanden in der Division Chassis & Safety Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,2 Mio €, die auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen. Für die Division Chassis & Safety beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2016 insgesamt 1,5 Mio €. Sondereffekte 2015Aus Wertaufholungen und Wertminderungen auf Sachanlagen resultierte eine Entlastung durch Sondereffekte im Jahr 2015 für die Division Chassis & Safety in Höhe von insgesamt 0,1 Mio €. BeschaffungDer Beschaffungsmarkt für Chassis & Safety entwickelte sich im Jahr 2016 stabil und die Versorgung der Fertigung verlief weitgehend reibungslos. Probleme traten lediglich mit der Versorgung von Halbleitern durch einen japanischen Lieferanten auf, dessen Fertigung von Erdbeben betroffen war. Der Abwärtstrend der Preise für Industriemetalle hat sich 2016 nicht weiter fortgesetzt. Vielmehr war nach einer Konsolidierungsphase zu Beginn des Jahres 2016 ein Anstieg in der zweiten Jahreshälfte zu verzeichnen. Einfuhrzölle für Stahl aus China ließen die Marktpreise für Flachstähle in Europa und Nordamerika deutlich anziehen. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg gegenüber dem Vorjahr um 82,2 Mio € bzw. 11,9 % auf 773,4 Mio € (Vj. 691,2 Mio €) und lag damit bei 8,6 % vom Umsatz (Vj. 8,2 %). AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 um 27,8 Mio € auf 373,8 Mio € (Vj. 346,0 Mio €) und betragen 4,2 % vom Umsatz (Vj. 4,1 %). Darin enthalten sind im Jahr 2016 Wertminderungen in Höhe von insgesamt 1,5 Mio € (Vj. Wertaufholungen insgesamt 0,1 Mio €). scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Operative AktivaDie operativen Aktiva der Division Chassis & Safety erhöhten sich zum 31. Dezember 2016 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 77,7 Mio € auf 4.509,5 Mio € (Vj. 4.431,8 Mio €). Das Working Capital erhöhte sich um 209,5 Mio € auf 739,2 Mio € (Vj. 529,7 Mio €). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsaufbau von 104,9 Mio € auf 485,7 Mio € (Vj. 380,8 Mio €). Die operativen Forderungen erhöhten sich zum Stichtag um 287,4 Mio € auf 1.693,9 Mio € (Vj. 1.406,5 Mio €). Die operativen Verbindlichkeiten stiegen um 182,8 Mio € auf 1.440,4 Mio € (Vj. 1.257,6 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte wiesen einen Betrag von 4.755,9 Mio € (Vj. 4.591,4 Mio €) auf und lagen damit um 164,5 Mio € über dem Vorjahreswert. Der Goodwill erhöhte sich durch Währungskurseffekte um 6,0 Mio € auf 2.657,4 Mio € (Vj. 2.651,4 Mio €). Das Sachanlagevermögen stieg im Rahmen der Investitionstätigkeiten um 155,6 Mio € auf 1.876,0 Mio € (Vj. 1.720,4 Mio €). Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte verringerten sich um 14,9 Mio € auf 103,0 Mio € (Vj. 117,9 Mio €). Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 0,3 Mio € (Vj. 0,8 Mio €) wirkten sich nicht wesentlich auf die immateriellen Vermögenswerte aus. Währungskurseffekte wirkten sich im Geschäftsjahr mit 8,6 Mio € (Vj. 74,3 Mio €) erhöhend auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division Chassis & Safety aus. Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division Chassis & Safety erhöhten sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 um 171,0 Mio € auf 4.448,7 Mio € (Vj. 4.277,7 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang der Division Chassis & Safety erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 53,4 Mio € auf 523,7 Mio € (Vj. 470,3 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 5,8 % (Vj. 5,6 %). Neben dem Ausbau von Fertigungskapazitäten in Europa wurde in die Erweiterung der Standorte in Nordamerika sowie in Asien investiert. Es wurden insbesondere die Produktionskapazitäten für die Geschäftsbereiche Vehicle Dynamics, Hydraulic Brake Systems, Passive Safety & Sensorics und Advanced Driver Assistance Systems erweitert. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Errichtung neuer Produktionsanlagen für elektronische Bremssysteme. MitarbeiterDie Anzahl der Mitarbeiter der Division Chassis & Safety erhöhte sich um 3.845 Beschäftigte auf 43.907 (Vj. 40.062). Der Personalaufbau ist in allen Geschäftsbereichen auf eine Anpassung an die gestiegenen Absatzvolumina zurückzuführen. Darüber hinaus führte der kontinuierliche Ausbau des Forschungs- und Entwicklungsbereichs, insbesondere in den Geschäftsbereichen Advanced Driver Assistance Systems, Vehicle Dynamics und Passive Safety & Sensorics, zu einem Anstieg der Beschäftigtenzahlen. In allen Geschäftsbereichen wurden, insbesondere in Niedriglohnländern, die Kapazitäten erhöht. Entwicklung der Division Powertrain
AbsatzIm Geschäftsbereich Engine Systems stieg im Geschäftsjahr 2016 das Absatzvolumen von Motorsteuergeräten, Injektoren, Pumpen und Turboladern gegenüber dem Vorjahr. Der Geschäftsbereich Sensors & Actuators befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Begünstigt durch eine verschärfte Abgasgesetzgebung wurden insbesondere bei den Abgassensoren höhere Verkaufszahlen erzielt. Im Geschäftsbereich Hybrid Electric Vehicle erreichte das Absatzvolumen von Leistungselektronik und Bordnetzsystemen nicht das Vorjahresniveau, während das Absatzvolumen von Batteriesystemen leicht über dem Vorjahresniveau lag. Die Verkaufszahlen des Geschäftsbereichs Transmission lagen im Geschäftsjahr 2016 leicht über dem Vorjahresniveau. Im Geschäftsbereich Fuel & Exhaust Management erhöhte sich das Absatzvolumen gegenüber dem Vorjahr. Umsatzanstieg um 3,6 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 5,1 %2016 erhöhte sich der Umsatz der Division Powertrain im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,6 % auf 7.319,5 Mio € (Vj. 7.068,5 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 5,1 %. Umsatz Mio €![]() Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 1,5 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Powertrain verringerte sich im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Mio € bzw. 1,5 % auf 398,5 Mio € (Vj. 404,7 Mio €) und entspricht 5,5 % (Vj. 5,7 %) des bereinigten Umsatzes. Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 4,4 %Die Division Powertrain verzeichnete 2016 einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 17,6 Mio € bzw. 4,4 % auf 378,0 Mio € (Vj. 395,6 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 5,2 % (Vj. 5,6 %). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) reduzierten das operative Ergebnis (EBIT) um 11,5 Mio € (Vj. 8,2 Mio €). Die Kapitalrendite (ROCE) lag bei 12,5 % (Vj. 14,3 %). Sondereffekte 2016Aus Wertaufholungen und Wertminderungen auf Sachanlagen entstand ein Aufwand in Höhe von insgesamt 7,6 Mio €. Im Rahmen der Werkschließung in Melbourne, Australien, entstanden in der Division Powertrain Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 1,0 Mio €, wovon 0,7 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen. Aus weiteren Restrukturierungsaufwendungen sowie der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen entstand insgesamt ein Aufwand in Höhe von 1,1 Mio €. Aus dem Verkauf einer als Finanzanlage gehaltenen Beteiligung resultierte ein Ertrag in Höhe von 1,1 Mio €. Für die Division Powertrain beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2016 insgesamt 8,6 Mio €. Sondereffekte 2015In der Division Powertrain führten kleinere Wertminderungen sowie Wertaufholungen auf Sachanlagen insgesamt zu einem negativen Sondereffekt in Höhe von 1,0 Mio €. Aus Restrukturierungsaufwendungen sowie der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen entstand ein positiver Sondereffekt in Höhe von insgesamt 0,1 Mio €. Darin ist eine Wertaufholung in Höhe von 0,5 Mio € enthalten. Für die Division Powertrain ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2015 in Höhe von insgesamt 0,9 Mio €. BeschaffungBei im Berichtsjahr durchweg stabilen Beschaffungsmärkten für Powertrain blieben Engpässe in der Versorgung aus. Die durchschnittlichen Preise der in US-Dollar gehandelten Edel- und Industriemetalle lagen etwas über Vorjahresniveau. Die Einkaufskooperation mit der Schaeffler Gruppe wurde erfolgreich fortgesetzt. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung sank gegenüber dem Vorjahr um 7,2 Mio € bzw. 1,0 % auf 701,5 Mio € (Vj. 708,7 Mio €) und lag damit bei 9,6 % vom Umsatz (Vj. 10,0 %). AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 um 43,1 Mio € auf 378,2 Mio € (Vj. 335,1 Mio €) und betragen 5,2 % vom Umsatz (Vj. 4,7 %). Darin enthalten sind im Jahr 2016 Wertminderungen in Höhe von insgesamt 8,3 Mio € (Vj. 0,5 Mio €). Operative AktivaDie operativen Aktiva der Division Powertrain erhöhten sich zum 31. Dezember 2016 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 365,6 Mio € auf 3.225,2 Mio € (Vj. 2.859,6 Mio €). scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Das Working Capital verzeichnete einen Anstieg von 3,2 Mio € auf 332,6 Mio € (Vj. 329,4 Mio €). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsaufbau von 106,8 Mio € auf 443,5 Mio € (Vj. 336,7 Mio €). Die operativen Forderungen erhöhten sich zum Stichtag um 139,7 Mio € auf 1.294,1 Mio € (Vj. 1.154,4 Mio €). Der Gesamtbestand der operativen Verbindlichkeiten stieg um 243,3 Mio € auf 1.405,0 Mio € (Vj. 1.161,7 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte wiesen einen Betrag von 3.249,1 Mio € (2.960,7 Mio €) auf und lagen damit um 288,4 Mio € über dem Vorjahreswert. Der Goodwill erhöhte sich um 9,0 Mio € auf 1.004,8 Mio € (Vj. 995,8 Mio €). Darin sind Währungskurseffekte in Höhe von 8,2 Mio € enthalten. Im Rahmen eines Asset Deal resultierte für die Division Powertrain ein Anstieg des Goodwill in Höhe von 0,8 Mio €. Das Sachanlagevermögen lag mit 1.993,0 Mio € um 169,9 Mio € über dem Vorjahresniveau von 1.823,1 Mio €. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 74,0 Mio € auf 155,4 Mio € (Vj. 81,4 Mio €). Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 11,5 Mio € (Vj. 8,2 Mio €) wirkten sich wertmindernd auf die immateriellen Vermögenswerte aus. Insgesamt führte ein Asset Deal zu einem Anstieg der operativen Aktiva der Division Powertrain in Höhe von 22,0 Mio €. Weitere Konsolidierungskreisveränderungen hatten keine Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Geschäftsjahr mit 10,0 Mio € (Vj. 69,2 Mio €) erhöhend auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division Powertrain aus. Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division Powertrain erhöhten sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 um 248,0 Mio € auf 3.015,8 Mio € (Vj. 2.767,8 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang der Division Powertrain erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 76,0 Mio € auf 544,4 Mio € (Vj. 468,4 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 7,4 % (Vj. 6,6 %). In der Division Powertrain wurden die Fertigungskapazitäten an den deutschen Standorten, in China, in den USA sowie in Tschechien und Rumänien ausgebaut. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Geschäftsbereiche Engine Systems und Sensors & Actuators. Im Geschäftsbereich Engine Systems wurden insbesondere die Fertigungskapazitäten für Motoreinspritzsysteme ausgebaut. MitarbeiterIm Vergleich zum Vorjahr stieg die Mitarbeiterzahl in der Division Powertrain um 2.138 auf 37.502 Personen (Vj. 35.364). Der Personalaufbau resultiert aus der Anpassung an gestiegene Absatzvolumina sowie aus dem kontinuierlichen Ausbau im Bereich Forschung und Entwicklung. Entwicklung der Division Interior
AbsatzDas Absatzvolumen Im Geschäftsbereich Body & Security lag Im Geschäftsjahr 2016 deutlich über Vorjahresniveau. Steigerungen wurden besonders in Nordamerika und Asien erzielt. Im Geschäftsbereich Infotainment & Connectivity konnten die Neuanläufe im Multimediabereich die weltweit auslaufenden Serien nicht kompensieren. Bei Radio- und Connectivity-Systemen lag, trotz Neuanläufen und Absatzsteigerungen in Asien und den USA, der Absatz aufgrund der Beendigung der Serienproduktion in Europa unter Vorjahresniveau. Der Absatz des Geschäftsbereichs Commercial Vehicles & Aftermarket lag insgesamt unter Vorjahresniveau. Dies ist maßgeblich auf den schwächeren Markt im Tachografengeschäft für Nutzfahrzeuge in Russland und Brasilien sowie das fehlende Mautgeschäft in Westeuropa zurückzuführen. Die Verkaufszahlen im Geschäftsbereich Instrumentation & Driver HMI lagen 2016 über dem Vorjahr. Eine Erhöhung war vor allem im europäischen Markt aufgrund von Neuanläufen und einer gestiegenen Nachfrage zu verzeichnen. Umsatzanstieg um 2,1 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 3,3 %2016 erhöhte sich der Umsatz der Division Interior im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,1 % auf 8.324,7 Mio € (Vj. 8.154,8 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 3,3 %. Umsatz Mio €![]() Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 21,6 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Interior verringerte sich im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 176,7 Mio € bzw. 21,6 % auf 642,0 Mio € (Vj. 818,7 Mio €) und entspricht 7,8 % (Vj. 10,0 %) des bereinigten Umsatzes. Zusätzliche Erläuterungen finden sich in unseren Ausführungen im Ausblick des Continental-Konzerns im Abschnitt Prognosevergleich für das abgelaufene Geschäftsjahr. Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 29,4 %Die Division Interior verzeichnete 2016 einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 236,7 Mio € bzw. 29,4 % auf 567,8 Mio € (Vj. 804,5 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 6,8 % (Vj. 9,9 %). Zusätzliche Erläuterungen finden sich in unseren Ausführungen im Ausblick des Continental-Konzerns im Abschnitt Prognosevergleich für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) reduzierten das operative Ergebnis (EBIT) um 38,4 Mio € (Vj. 17,4 Mio €). Die Kapitalrendite (ROCE) lag bei 12,6 % (Vj. 19,2 %). Sondereffekte 2016Im Rahmen der Werkschließung in Melbourne, Australien, entstanden in der Division Interior Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 22,1 Mio €, wovon 8,5 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen. Die geplante Schließung des Standorts Gravatai, Brasilien, führte zu Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 4,4 Mio €. Darin enthalten sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 3,1 Mio €. Aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen resultierte ein Ertrag in Höhe von 0,1 Mio €. Eine Kaufpreisanpassung hatte einen Aufwand in Höhe von 0,1 Mio € zur Folge. Für die Division Interior beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2016 insgesamt 26,5 Mio €. Sondereffekte 2015In der Division Interior ergab sich aus der Veräußerung eines Geschäftsbereichs eine Kaufpreisanpassung, die zu einem Aufwand in Höhe von 0,3 Mio € führte. Aus einer Wertminderung auf Sachanlagen resultierte ein Aufwand in Höhe von 0,3 Mio €. Zudem führte die Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen zu einem Ertrag in Höhe von insgesamt 3,8 Mio €. Für die Division Interior ergab sich eine Entlastung durch Sondereffekte im Jahr 2015 in Höhe von insgesamt 3,2 Mio €. BeschaffungDas Jahr 2016 war für Interior durch Versorgungsprobleme als Folge der Erdbeben in der Region Kumamoto, Japan, geprägt. Der Bedarf an Mikrocontrollern von einem japanischen Zulieferer konnte nur unzureichend gedeckt werden. Abgesehen hiervon konnten die Bedarfe an elektronischen und elektromechanischen Komponenten lieferantenseitig vollumfänglich bedient werden. Im Sinne eines aktiven Risikomanagements wurde die Nominierung alternativer Liefermöglichkeiten von Schlüsselkomponenten vorangetrieben. Der Anteil der Displays am gesamten Beschaffungsvolumen für die Division Interior und die Displaygröße sind weiter gestiegen. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg gegenüber dem Vorjahr um 258,7 Mio € bzw. 37,1 % auf 956,0 Mio € (Vj. 697,3 Mio €) und lag damit bei 11,5 % vom Umsatz (Vj. 8,6 %). AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 um 58,7 Mio € auf 336,4 Mio € (Vj. 277,7 Mio €) und betragen 4,0 % vom Umsatz (Vj. 3,4 %). Darin enthalten sind im Jahr 2016 Wertminderungen in Höhe von 11,6 Mio € (Vj. 0,3 Mio €). Operative AktivaDie operativen Aktiva der Division Interior erhöhten sich zum 31. Dezember 2016 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 353,6 Mio € auf 4.758,9 Mio € (Vj. 4.405,3 Mio €). Das Working Capital verzeichnete einen Anstieg um 11,3 Mio € auf 686,0 Mio € (Vj. 674,7 Mio €). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsaufbau von 120,0 Mio € auf 763,0 Mio € (Vj. 643,0 Mio €). Die operativen Forderungen erhöhten sich zum Stichtag um 76,6 Mio € auf 1.443,8 Mio € (Vj. 1.367,2 Mio €). Die operativen Verbindlichkeiten stiegen um 185,3 Mio € auf 1.520,8 Mio € (Vj. 1.335,5 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte wiesen einen Betrag von 4.702,5 Mio € (Vj. 4.220,9 Mio €) auf und lagen damit um 481,6 Mio € über dem Vorjahreswert. Der Goodwill erhöhte sich um 160,2 Mio € auf 2.562,5 Mio € (Vj. 2.402,3 Mio €). Die Erhöhung resultierte neben Währungskurseffekten in Höhe von 15,4 Mio € aus dem Erwerb von Zonar Systems in Höhe von 144,8 Mio €. Das Sachanlagevermögen liegt mit 1.394,4 Mio € um 165,1 Mio € über dem Vorjahresniveau von 1.229,3 Mio €. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 136,5 Mio € auf 591,8 Mio € (Vj. 455,3 Mio €). Maßgeblich für diese Erhöhung ist der Erwerb von Zonar Systems, mit einem Anteil von 158,8 Mio €. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 38,4 Mio € (Vj. 17,4 Mio €) reduzierten den Wert der immateriellen Vermögenswerte. Insgesamt führte der Erwerb von Zonar Systems im Rahmen eines Share Deal zu einem Anstieg der operativen Aktiva der Division Interior in Höhe von 322,0 Mio €. Weitere Konsolidierungskreisveränderungen hatten keine Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Geschäftsjahr mit 25,9 Mio € (Vj. 60,6 Mio €) erhöhend auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division Interior aus. Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division Interior stiegen gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 um 321,8 Mio € auf 4.513,8 Mio € (Vj. 4.192,0 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang der Division Interior erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 92,9 Mio € auf 428,9 Mio € (Vj. 336,0 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 5,2 % (Vj. 4,1 %). Neben dem Ausbau der Produktionskapazitäten an den deutschen Standorten wurde in Tschechien, Mexiko, Rumänien, China und den USA investiert. Der Schwerpunkt der Investitionen lag auf der Erweiterung von Fertigungskapazitäten für die Geschäftsbereiche Instrumentation & Driver HMI sowie Body & Security. Im Geschäftsbereich Instrumentation & Driver HMI wurden insbesondere die Fertigungskapazitäten für Displaylösungen ausgebaut. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl der Division Interior erhöhte sich um 2.882 auf 43.344 Personen (Vj. 40.462). Der Personalaufbau ist auf den kontinuierlichen Ausbau im Bereich Forschung und Entwicklung sowie auf die Anpassung an gestiegene Volumina zurückzuführen, wobei insbesondere in Niedriglohnländern Kapazitäten erhöht wurden. Der Aufbau betrifft die Geschäftsbereiche Body & Security, Commercial Vehicles & Aftermarket, Instrumentation & Driver HMI und Intelligent Transportation Systems, während Infotainment & Connectivity auf Vorjahresniveau blieb. Zudem führte die Akquisition von Zonar Systems zu einem weiteren Anstieg der Beschäftigtenzahl. Rubber Groupscroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Die Rubber Group umfasst zwei Divisionen:
Die insgesamt 15 Geschäftsbereiche erzielten im Berichtsjahr 40 % des Konzernumsatzes. Die Rubber Group profitierte 2016 von der zu Jahresbeginn sehr schwachen Entwicklung an den Rohstoffmärkten. Insbesondere die Preise für Vorprodukte von Gummimischungen gaben in diesem Zeitraum erneut nach. Im Laufe des Jahres stiegen die Rohstoffpreise allerdings deutlich an. Ausschlaggebend hierfür war die Erholung des Rohölpreises. Im Zuge dieser Entwicklung legten auch Rohstoffpreise wie z. B. für Naturkautschuk stark zu. Negativ wirkten sich allerdings Währungskursentwicklungen aus. In einigen Ländern mussten währungskursbedingte Preisanstiege gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Entwicklung der Division Reifen
AbsatzDie Verkaufszahlen lagen im Jahr 2016 sowohl im Pkw-Erstausrüstungsgeschäft als auch im Pkw-Reifenersatzgeschäft über dem Vorjahresniveau. Die Absatzzahlen im Nutzfahrzeugreifengeschäft lagen mit rund 4 % ebenfalls über dem Vorjahreswert. Erstmals wurden mehr als 150 Millionen Reifen verkauft. Umsatzanstieg um 3,0 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 4,7 %2016 erhöhte sich der Umsatz der Division Reifen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,0 % auf 10.717,4 Mio € (Vj. 10.408,8 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 4,7 %. Umsatz Mio €![]() Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 10,0 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Reifen stieg im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 208,8 Mio € bzw. 10,0 % auf 2.306,0 Mio € (Vj. 2.097,2 Mio €) und entspricht 21,7 % (Vj. 20,1 %) des bereinigten Umsatzes. Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 9,8 %Die Division Reifen verzeichnete 2016 einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 204,2 Mio € bzw. 9,8 % auf 2.289,4 Mio € (Vj. 2.085,2 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 21,4 % (Vj. 20,0 %). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) reduzierten das operative Ergebnis (EBIT) um 10,7 Mio € (Vj. 7,8 Mio €). Die Kapitalrendite (ROCE) lag bei 40,8 % (Vj. 39,2 %). Sondereffekte 2016Aus Wertminderungen auf Sachanlagen entstand ein Aufwand in Höhe von insgesamt 0,2 Mio €. Aus dem Verkauf einer als Finanzanlage gehaltenen Beteiligung resultierte ein Ertrag in Höhe von 3,9 Mio €. Für die Division Reifen beträgt die Entlastung durch Sondereffekte im Jahr 2016 insgesamt 3,7 Mio €. Sondereffekte 2015Aus Wertminderungen auf Sachanlagen resultierte ein Aufwand in Höhe von insgesamt 6,8 Mio €. Betroffen waren die Standorte Modipuram und Partapur, Indien, mit 5,2 Mio € sowie Puchov, Slowakei, mit 1,6 Mio €. Aus der Veräußerung der Anteile an der General Tyre East Africa Ltd., Arusha, Tansania, ergab sich ein Ertrag in Höhe von 0,9 Mio €. Aus Erwerben von Gesellschaften ergaben sich nachträgliche Kaufpreisanpassungen, die insgesamt zu einem Ertrag in Höhe von 1,7 Mio € führten. Für die Division Reifen ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2015 in Höhe von insgesamt 4,2 Mio €. BeschaffungDie Preise von Naturkautschuk und ölabhängigen Rohmaterialien erreichten im ersten Halbjahr 2016 einen Tiefpunkt. In den folgenden beiden Quartalen stiegen die Preise deutlich an. Im vierten Quartal wiesen Vormaterialien wie Butadien und Rohstoffe wie Naturkautschuk einen sehr starken Preisanstieg auf. Dies war getrieben von der Erwartung stärkerer Wachstumsimpulse in Nordamerika, einer erhöhten Rohstoffnachfrage in China und damit verbundenen Spekulationen. Im Durchschnitt blieb das Gesamtjahr 2016 jedoch unter dem Preisniveau des Vorjahres. In einigen Ländern aber, wie in Brasilien und Malaysia, zeigte sich währungskursbedingt ein deutlich geringerer positiver Effekt bzw. bei zahlreichen Rohstoffen sogar ein Anstieg der Preise. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg gegenüber dem Vorjahr um 16,0 Mio € bzw. 6,5 % auf 260,9 Mio € (Vj. 244,9 Mio €) und lag damit wie im Vorjahr bei 2,4 % vom Umsatz. AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 um 20,2 Mio € auf 539,3 Mio € (Vj. 519,1 Mio €) und entsprechen wie im Vorjahr 5,0 % vom Umsatz. Darin enthalten ist im Jahr 2016 eine Wertminderung in Höhe von 0,2 Mio € (Vj. 6,8 Mio €). scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Operative AktivaDie operativen Aktiva der Division Reifen erhöhten sich zum 31. Dezember 2016 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 695,9 Mio € auf 5.771,9 Mio € (Vj. 5.076,0 Mio €). Im Working Capital verzeichnete die Division Reifen einen Anstieg um 121,9 Mio € auf 2.335,7 Mio € (Vj. 2.213,8 Mio €). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsaufbau von 78,0 Mio € auf 1.430,8 Mio € (Vj. 1.352,8 Mio €). Der Gesamtbestand der operativen Forderungen erhöhte sich zum Stichtag um 138,7 Mio € auf 2.096,9 Mio € (Vj. 1.958,2 Mio €). Die operativen Verbindlichkeiten stiegen um 94,8 Mio € auf 1.192,0 Mio € (Vj. 1.097,2 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte wiesen einen Betrag von 4.418,6 Mio € (Vj. 3.795,2 Mio €) auf und lagen damit um 623,4 Mio € über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Zunahme des Sachanlagevermögens um 508,6 Mio € auf 3.944,7 Mio € (Vj. 3.436,1 Mio €). Der Goodwill erhöhte sich um 31,1 Mio € auf 207,2 Mio € (Vj. 176,1 Mio €). Neben geringfügigen Währungskurseffekten ist diese Entwicklung auf die Erwerbe von Hoosier Racing Tire mit 13,9 Mio €, der Bandvulc Gruppe mit 9,0 Mio € sowie einem weiteren Erwerb mit 8,1 Mio € zurückzuführen. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 78,1 Mio € auf 146,3 Mio € (Vj. 68,2 Mio €). Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 10,7 Mio € (Vj. 7,8 Mio €) reduzierten den Wert der immateriellen Vermögenswerte. Insgesamt führten die Erwerbe von Hoosier Racing Tire mit 117,4 Mio €, sowie der Bandvulc Gruppe mit 51,2 Mio € und einer weiteren Akquisition mit 15,7 Mio € zu einem Anstieg der operativen Aktiva. Weitere Konsolidierungskreisveränderungen hatten keine nennenswerten Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Berichtsjahr mit 145,9 Mio € (Vj. 23,0 Mio €) erhöhend auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division Reifen aus. Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division Reifen stiegen gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 um 290,5 Mio € auf 5.612,7 Mio € (Vj. 5.322,2 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang der Division Reifen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 223,9 Mio € auf 882,1 Mio € (Vj. 658,2 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 8,2 % (Vj. 6,3 %). In der Division Reifen wurden die Fertigungskapazitäten in Europa, Nordamerika sowie in Asien ausgebaut. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Werkerweiterungen in Sumter, USA; Hefei, China; Lousado, Portugal; und Puchov, Slowakei. Im Reifenwerk Korbach, Deutschland, wurde in den Aufbau des High Performance Technology Center investiert. Weiterhin wurden Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kostensenkung durchgeführt. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl der Division Reifen erhöhte sich um 3.102 auf 52.057 Personen (Vj. 48.955). In den Produktionsgesellschaften führte der kontinuierliche Ausbau der Werke in Camacari, Brasilien; Puchov, Slowakei; Sumter, USA; und Hefei, China, zu einem Anstieg der Beschäftigtenzahl. Des Weiteren ist die Erhöhung der Mitarbeiterzahl auf die Übernahme der Bandvulc Gruppe sowie den Erwerb von Hoosier Racing Tire zurückzuführen. Entwicklung der Division ContiTech
Umsatzanstieg um 1,8 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen bereinigten Umsatzes um 2,5 %2016 erhöhte sich der Umsatz der Division ContiTech im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,8 % auf 5.462,5 Mio € (Vj. 5.367,8 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 2,5 %. Dabei konnte der Umsatz in der Automobilerstausrüstung und insbesondere im Ersatzgeschäft im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Im Industriebereich hingegen wurde das Vorjahresniveau im Wesentlichen aufgrund der weiterhin schwachen Entwicklung im Minen- und Ölfördergeschäft nicht erreicht. Umsatz Mio €![]() Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 34,6 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division ContiTech stieg im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 134,4 Mio € bzw. 34,6 % auf 522,4 Mio € (Vj. 388,0 Mio €) und entspricht 9,7 % (Vj. 7,2 %) des bereinigten Umsatzes. Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 134,0 %Die Division ContiTech verzeichnete 2016 einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr um 228,6 Mio € bzw. 134,0 % auf 399,2 Mio € (Vj. 170,6 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 7,3 % (Vj. 3,2 %). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) reduzierten das operative Ergebnis (EBIT) um 82,7 Mio € (Vj. 103,7 Mio €). Die Kapitalrendite (ROCE) lag bei 13,5 % (Vj. 5,3 %). Sondereffekte 2016Aufgrund der aktuellen Marktsituation ergaben sich für die Geschäftsbereiche Conveyor Belt Group und Industrial Fluid Solutions (vormals: Industrial Fluid Systems) Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 33,1 Mio €. Eine nachträgliche Kaufpreisanpassung im Zusammenhang mit der Akquisition von Veyance Technologies führte zu einem Ertrag in Höhe von 27,0 Mio €. Eine weitere Kaufpreisanpassung führte zu einem Aufwand in Höhe von 0,9 Mio €. Aus der Veräußerung des Stahlcordgeschäfts in Brasilien im Zusammenhang mit der Erfüllung von Kartellauflagen entstand ein Aufwand in Höhe von insgesamt 15,9 Mio €. Dieser setzt sich zusammen aus einem Veräußerungsverlust in Höhe von 9,3 Mio €, Marktwertanpassungen in Höhe von insgesamt 6,0 Mio € sowie aus nicht mehr nutzbaren Umsatzsteuerforderungen in Höhe von 0,6 Mio €. Die vorübergehende Einstellung der Produktion von Transportbändern in Volos, Griechenland, führte zu einem Restrukturierungsaufwand in Höhe von 11,2 Mio €, wovon 3,4 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen. In Chile entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 3,1 Mio €. Darin enthalten sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,9 Mio €. Aus weiteren Restrukturierungsaufwendungen sowie der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen entstand insgesamt ein Aufwand in Höhe von 0,2 Mio €. Darin enthalten sind Wertaufholungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,4 Mio €. Aus einer Wertminderung und einer Wertaufholung auf Sachanlagen resultierte insgesamt kein Ergebniseffekt. Für die Division ContiTech beträgt die Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2016 insgesamt 37,4 Mio €. Sondereffekte 2015In der Division ContiTech erfolgt ein stufenweiser Abbau des Standorts Salzgitter, Deutschland, aufgrund nicht erhaltener Folgeaufträge. In diesem Zusammenhang entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 15,7 Mio €, wovon 0,3 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen. Aus der Schließung des Standorts Bowmanville, Kanada, resultierten Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 19,9 Mio €, wovon 7,4 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen. In der Division ContiTech entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 8,2 Mio € für den Standort Tianjin, China. Darin sind Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 6,5 Mio € enthalten. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Aufgrund der Marktsituation im Minengeschäft und Ölfördergeschäft ergaben sich darüber hinaus für den Geschäftsbereich Conveyor Belt Group Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von insgesamt 71,9 Mio €. Davon waren die Standorte Aneng, China, mit 44,8 Mio €, Bayswater, Australien, mit 25,3 Mio €, Thetford, Vereinigtes Königreich, mit 1,3 Mio € sowie Perth, Australien, mit 0,5 Mio € betroffen. Aus Veräußerungen und Erwerben von Gesellschaften und Geschäftsbereichen ergaben sich Kaufpreisanpassungen, die insgesamt zu einem Ertrag in Höhe von 0,4 Mio € führten. Aus negativen Unterschiedsbeträgen aus Kaufpreisallokation resultierte ein Ertrag in Höhe von 1,6 Mio €. Für die Division ContiTech ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im Jahr 2015 in Höhe von insgesamt 113,7 Mio €. BeschaffungIm Zuge der weiterhin schwachen Nachfrage auf den Rohstoffmärkten konnten erneut fallende Preise für zahlreiche Rohmaterialien verzeichnet werden. Insbesondere die Preise für Ruß wiesen deutliche Abschläge gegenüber dem Vorjahr auf. Diese Verbilligung ist auf die niedrigen Notierungen von Rohöl, vor allem im ersten Quartal 2016, zurückzuführen. Im zweiten Halbjahr zogen die Preise für Kautschuke und ölabhängige Produkte merklich an. Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung stieg gegenüber dem Vorjahr um 12,2 Mio € bzw. 11,3 % auf 119,7 Mio € (Vj. 107,5 Mio €) und lag damit bei 2,2 % vom Umsatz (Vj. 2,0 %). AbschreibungenDie Abschreibungen verringerten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 um 74,9 Mio € auf 331,7 Mio € (Vj. 406,6 Mio €) und betragen 6,1 % vom Umsatz (Vj. 7,6 %). Darin enthalten sind im Jahr 2016 Wertminderungen in Höhe von insgesamt 37,0 Mio € (Vj. 86,1 Mio €). Operative AktivaDie operativen Aktiva der Division ContiTech verringerten sich zum 31. Dezember 2016 im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 140,5 Mio € auf 2.868,5 Mio € (Vj. 3.009,0 Mio €). Das Working Capital verringerte sich um 30,6 Mio € auf 903,5 Mio € (Vj. 934,1 Mio €). Im Vorratsbereich kam es zu einem Bestandsabbau um 16,7 Mio € auf 630,1 Mio € (Vj. 646,8 Mio €). Die operativen Forderungen erhöhten sich zum Stichtag um 51,8 Mio € auf 946,8 Mio € (Vj. 895,0 Mio €). Die operativen Verbindlichkeiten stiegen um 65,7 Mio € auf 673,4 Mio € (Vj. 607,7 Mio €). Die operativen langfristigen Vermögenswerte wiesen einen Betrag von 2.295,9 Mio € (Vj. 2.382,9 Mio €) auf und lagen damit um 87,0 Mio € unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus der Abnahme der immateriellen Vermögenswerte um 95,0 Mio € auf 516,4 Mio € (Vj. 611,4 Mio €). Das Sachanlagevermögen lag um 0,9 Mio € unter dem Vorjahresniveau mit 1.330,8 Mio € (Vj. 1.331,7 Mio €). Der Goodwill erhöhte sich um 10,3 Mio € auf 425,3 Mio € (Vj. 415,0 Mio €). Diese Erhöhung resultierte neben Währungskurseffekten in Höhe von 6,9 Mio € aus einem Share Deal in Höhe von 3,4 € Mio. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) in Höhe von 82,7 Mio € (Vj. 103,7 Mio €) reduzierten den Wert der immateriellen Vermögenswerte. Insgesamt führte ein Share Deal zu einem Anstieg der operativen Aktiva der Division ContiTech in Höhe von 14,4 Mio €. Weitere Konsolidierungskreisveränderungen hatten keine nennenswerten Zu- oder Abgänge operativer Aktiva zur Folge. Währungskurseffekte wirkten sich im Geschäftsjahr mit 30,8 Mio € (Vj. 46,2 Mio €) erhöhend auf den Gesamtbestand der operativen Aktiva der Division ContiTech aus. Die durchschnittlichen operativen Aktiva der Division ContiTech verringerten sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 um 285,7 Mio € auf 2.948,7 Mio € (Vj. 3.234,4 Mio €). Investitionen (Bilanzzugang)Der Bilanzzugang der Division ContiTech verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 33,2 Mio € auf 212,0 Mio € (Vj. 245,2 Mio €). Die Investitionsquote beträgt 3,9 % (Vj. 4,6 %). In der Division ContiTech wurden die Produktionsanlagen an deutschen Standorten sowie in China, Ungarn, den USA, in Mexiko und Serbien aus- und aufgebaut. Es wurden insbesondere die Fertigungskapazitäten für die Geschäftsbereiche Mobile Fluid Systems und Benecke-Kaliko Group erweitert. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Werkerweiterungen für den Geschäftsbereich Mobile Fluid Systems in Subotica, Serbien, und Szeged, Ungarn. Darüber hinaus wurde in den Werkneubau für den Geschäftsbereich Elastomer Coatings in Changshu, China, sowie in den Aufbau eines weiteren Produktionsstandorts für den Geschäftsbereich Benecke-Kaliko Group in Changzhou, China, investiert. Weiterhin wurden in allen Geschäftsbereichen Investitionen zur Rationalisierung bestehender Produktionsabläufe durchgeführt. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl der Division ContiTech erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 261 Personen auf 42.909 (Vj. 42.648). Die Erhöhung der Mitarbeiterzahl ist im Wesentlichen auf Volumenanstiege in den Geschäftsbereichen Mobile Fluid Systems und Benecke-Kaliko Group zurückzuführen. Im Geschäftsbereich Conveyor Belt Group verringerte sich hingegen die Anzahl der Mitarbeiter im Zuge von Strukturmaßnahmen und Konsolidierungsprogrammen, vor allem an den Standorten Aneng, China, sowie Volos, Griechenland, und Bowmanville, Kanada. Die Continental AG > Kurzfassung nach HGBErgänzend zur Konzernberichterstattung erläutern wir im Folgenden separat die Entwicklung der Muttergesellschaft.Der Jahresabschluss der Continental AG wird - anders als der Konzernabschluss - nach deutschem Handelsrecht (HGB, AktG) aufgestellt. Der Lagebericht der Continental AG wird gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des Continental-Konzerns zusammengefasst, weil die künftigen Risiken und Chancen der Muttergesellschaft und ihre voraussichtliche Entwicklung untrennbar mit dem Konzern verbunden sind. Ergänzend dient die nachfolgende Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie der Vermögens- und Finanzlage der Muttergesellschaft dem Verständnis für den Vorschlag des Vorstands zur Ergebnisverwendung. Die Continental AG übt eine reine Leitungs- und Holdingfunktion für den Continental-Konzern aus. Die Regelungen des am 23. Juli 2015 in Kraft getretenen Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) wurden in diesem Geschäftsjahr erstmalig angewendet. Das Gliederungschema der Gewinn- und Verlustrechnung in der Fassung des BilRUG wurde zur besseren Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr auch auf das Geschäftsjahr 2015 angewendet. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde um die Posten Umsatzerlöse und Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen erweitert. Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 812,1 Mio € auf 19.066,0 Mio € (Vj. 18.253,9 Mio €). Die Veränderung auf der Aktivseite ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 286,3 Mio € sowie den Anstieg der flüssigen Mittel in Höhe von 519,5 Mio € zurückzuführen. scroll
Das Finanzanlagevermögen verringerte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 6,5 Mio € auf 10.990,7 Mio € (Vj. 10.997,2 Mio €) und bildet nunmehr einen Anteil von 57,6 % an der Bilanzsumme, nach 60,3 % im Vorjahr. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem konzerninternen Verkauf von 60 % der Anteile an der Continental Automotive Corporation (Lianyungang) Co., Ltd., Lianyungang, China. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich um 7,7 Mio € auf 31,2 Mio € (Vj. 23,5 Mio €). Der Zugang resultierte hauptsächlich aus dem Anstieg der sonstigen Kostenabgrenzungen. Auf der Passivseite erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 626,3 Mio € auf 9.783,6 Mio € (Vj. 9.157,3 Mio €), entsprechend 6,8 %. Am 28. November 2016 hat die Continental AG eine Euro-Anleihe mit einem Nominalvolumen von 600,0 Mio € platziert. Infolgedessen erhöhten sich die Anleihen zum Bilanzstichtag auf 2.168,3 Mio € (Vj. 1.568,3 Mio €). Gegenläufig hierzu verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 487,5 Mio € auf 471,5 Mio € (Vj. 959,0 Mio €). Der Rückgang ist insbesondere auf die vorzeitige Rückzahlung des im April 2016 fälligen Festdarlehens des syndizierten Kredits in Höhe von 350,0 Mio € zurückzuführen. Die Rückstellungen verringerten sich um 8,1 Mio € auf 755,6 Mio € (Vj. 763,7 Mio €), bedingt durch den Rückgang der Pensionsrückstellungen um 14,3 Mio € sowie der sonstigen Rückstellungen um 12,3 Mio €. Gegenläufig hierzu erhöhten sich die Steuerrückstellungen um 18,5 Mio € auf 515,9 Mio € (Vj. 497,4 Mio €). Das Eigenkapital hat sich von 5.760,0 Mio € im Vorjahr auf 5.848,9 Mio € erhöht. Die Minderung aufgrund der Dividendenzahlung für 2015 in Höhe von 750,0 Mio € wurde durch den im Geschäftsjahr 2016 erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von 839,0 Mio € ausgeglichen. Die Eigenkapitalquote hat sich durch die gestiegene Bilanzsumme von 31,6 % auf 30,7 % verringert. Die im Vorjahr in den sonstigen betrieblichen Erträgen und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen und Erträge aus Konzernumlagen sowie aus Aufwandsgutschriften und -belastungen von bzw. für andere Konzernunternehmen wurden durch die erstmalige Anwendung des BilRUG im Wesentlichen in die Umsatzerlöse und in die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen umgegliedert. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahresbeträge an die neue Ausweisvorschrift angepasst. Das Beteiligungsergebnis verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 206,7 Mio € auf 1.129,5 Mio € (Vj. 1.336,2 Mio €). Wie im Vorjahr setzt sich das Beteiligungsergebnis überwiegend aus den Ergebnisabführungen der Tochterunternehmen zusammen. Die Erträge aus Gewinnabführung resultierten vor allem aus der Continental Caoutchouc-Export-GmbH, Hannover, in Höhe von 742,6 Mio €, der Formpolster GmbH, Hannover, in Höhe von 197,6 Mio €, sowie der Continental Automotive GmbH, Hannover, in Höhe von 69,3 Mio €. Gegenläufig hierzu entstanden Aufwendungen aus der Verlustübernahme der UMG Beteiligungsgesellschaft mbH, Hannover, in Höhe von 89,9 Mio €. Darüber hinaus wurden Gewinne aus dem Abgang von Beteiligungen in Höhe von 85,3 Mio € vereinnahmt. Das negative Zinsergebnis des Geschäftsjahres 2016 verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Mio € auf 95,7 Mio € (Vj. 100,2 Mio €). Die Zinsaufwendungen reduzierten sich dabei um 15,9 Mio € auf 133,5 Mio € (Vj. 149,4 Mio €). Der Rückgang der Zinsaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus der im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigeren Inanspruchnahme des ursprünglich im April 2016 fälligen Festdarlehens des syndizierten Kredits in Höhe von 1,5 Mrd €. Bereits im vierten Quartal 2015 erfolgten vorzeitige Teilrückzahlungen des Festdarlehens in Höhe von insgesamt 1.150,0 Mio €. Ende März 2016 wurde der verbliebene Betrag in Höhe von 350,0 Mio € vorzeitig zurückgeführt. scroll
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In der Fassung des HGB nach Einführung des
BilRUG. Die Zinserträge verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,4 Mio € auf 37,8 Mio € (Vj. 49,2 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch die Verringerung der Zinsen und ähnlicher Erträge aus verbundenen Unternehmen. Der Steueraufwand in Höhe von 67,2 Mio € (Vj. 140,8 Mio €) resultierte aus laufendem Aufwand in Deutschland und nicht anrechenbarer ausländischer Quellensteuer. Nach Berücksichtigung dieser Steueraufwendungen weist die Continental AG einen Jahresüberschuss in Höhe von 839,0 Mio € (Vj. 915,0 Mio €) aus. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern beträgt 14,3 % (Vj. 15,9 %). Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 264,1 Mio € ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 1.103,1 Mio €. Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung vor, die Auszahlung einer Dividende von 4,25 € je Stückaktie zu beschließen. Die Ausschüttungssumme beträgt somit bei 200.005.983 dividendenberechtigten Aktien 850.025.427,75 €. Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Für das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir stabile Erträge aus Ergebnisabführungen und Beteiligungserträgen der Tochtergesellschaften. Sonstige Angaben> AbhängigkeitsberichtSchlusserklärung zum Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktGDie Continental AG war im Geschäftsjahr 2016 ein von der INA-Holding Schaeffler GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, abhängiges Unternehmen i. S. d. § 312 AktG. Der Vorstand der Continental AG hat deshalb gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält: "Wir erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. In dem Umfang, in dem die Gesellschaft hierdurch benachteiligt worden ist, wurde ihr vor Ablauf des Geschäftsjahres 2016 als Ausgleich ein Rechtsanspruch auf einen adäquaten Vorteil eingeräumt. Dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, ist die Gesellschaft nicht benachteiligt worden." Übernahmerelevante Angaben und ErläuterungenBerichterstattung nach § 289 Abs. 4 HGB bzw. § 315 Abs. 4 HGB1. Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 512.015.316,48 €. Es ist eingeteilt in 200.005.983 Stückaktien. Bei den Aktien handelt es sich ausnahmslos um Stammaktien, verschiedene Aktiengattungen sind nicht ausgegeben und in der Satzung nicht vorgesehen. Jede der Aktien ist ab dem Zeitpunkt der Entstehung stimm- und dividendenberechtigt. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme (§ 20 Abs. 1 der Satzung). Aktien, die Sonderrechte gewähren, bestehen nicht. 2. Beteiligungen am Kapital, die zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreitenZu den Beteiligungen am Kapital, die zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreiten (gemeldete Beteiligungshöhe), wird auf die Angaben im Anhang (Kapitel 38), Mitteilungen nach dem WpHG, verwiesen. 3. Inhaber von Aktien mit SonderrechtenAktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. 4. Art der Stimmrechtskontrolle bei ArbeitnehmerbeteiligungenArbeitnehmer, die am Kapital beteiligt sind und die Stimmrechtskontrolle nicht unmittelbar ausüben, sind der Gesellschaft nicht bekannt. 5. Vorschriften zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzunga) Gemäß Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern, im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Anzahl der Vorstandsmitglieder. Die Bestellung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgen gemäß § 84 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Danach ist für Bestellung und Abberufung eines Vorstandsmitglieds der Aufsichtsrat zuständig. Er entscheidet mit einer Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder. Kommt diese Mehrheit nicht zustande, so hat der sogenannte Vermittlungsausschuss innerhalb eines Monats nach der Abstimmung dem Aufsichtsrat einen Vorschlag für die Bestellung zu unterbreiten. Neben dem Vorschlag des Vermittlungsausschusses können dem Aufsichtsrat auch andere Vorschläge unterbreitet werden. Bei Abstimmung über die dem Aufsichtsrat unterbreiteten Vorschläge ist die einfache Stimmenmehrheit ausreichend. Für den Fall, dass die Abstimmung Stimmengleichheit ergibt, hat der Aufsichtsratsvorsitzende gemäß § 31 Abs. 4 MitbestG bei einer erneuten Abstimmung zwei Stimmen. b) Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung vorgenommen. Die Hauptversammlung hat in § 20 Abs. 3 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen. Beschlüsse der Hauptversammlung zu einer Satzungsänderung werden gemäß § 20 Abs. 2 der Satzung in der Regel mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, sofern nicht zwingende Vorschriften des Gesetzes oder die Satzung jeweils etwas anderes vorschreiben. Das Gesetz schreibt zwingende Kapitalmehrheiten von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals z. B. für Satzungsänderungen vor, die mit wesentlichen Kapitalmaßnahmen einhergehen, wie etwa Beschlüsse über die Schaffung von genehmigtem oder bedingtem Kapital. 6. Befugnisse des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufena) Der Vorstand kann neue Aktien nur auf der Grundlage von Beschlüssen der Hauptversammlung ausgeben. Am Bilanzstichtag besteht für den Vorstand weder eine Ermächtigung neue Aktien im Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung (genehmigtes Kapital), noch eine Ermächtigung, Wandel-, Optionsschuldverschreibungen oder andere Finanzinstrumente auszugeben, die zum Bezug neuer Aktien berechtigen könnten. b) Der Vorstand darf Aktien nur unter den in § 71 AktG normierten Voraussetzungen zurückkaufen. Eine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien durch die Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ist dem Vorstand nicht erteilt. 7. Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden WirkungenEs bestehen folgende wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels bei der Continental AG stehen: a) Der am 24. April 2014 abgeschlossene Vertrag über einen syndizierten Kredit in Höhe von ursprünglich 4,5 Mrd € besteht zum Bilanzstichtag nur noch aus einer revolvierenden Tranche in Höhe von 3,0 Mrd €. Er gibt jedem Kreditgeber das Recht, den Vertrag vorzeitig zu kündigen und Rückzahlung der von ihm gewährten Darlehen zu verlangen, falls eine Person oder gemeinsam handelnde Personen die Kontrolle über die Continental AG erwerben und anschließende Verhandlungen über eine Fortsetzung des Kredits zu keiner Einigung geführt haben. Der Begriff "Kontrolle" ist als das Halten von mehr als 50 % der Stimmrechte sowie als Abschluss eines Beherrschungsvertrags im Sinne von § 291 AktG durch die Continental AG als beherrschte Gesellschaft definiert. b) Die von der Continental AG am 9. Juli und am 2. September 2013 ausgegebenen Anleihen mit einem Nominalbetrag von je 750 Mio €, die von einem Tochterunternehmen der Continental AG, der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, unter Garantie der Continental AG am 12. September 2013 zu einem Nominalbetrag von ebenfalls 750 Mio € begebene Anleihe, die von einem weiteren Tochterunternehmen der Continental AG, der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, am 19. November 2015 zu einem Nominalbetrag von insgesamt 500 Mio € begebene Anleihe sowie die am 28. November 2016 von der Continental AG begebene Euro-Anleihe über 600 Mio € berechtigen jeden Anleihegläubiger, im Falle eines Kontrollwechsels bei der Continental AG ("Change of Control") von der jeweiligen Emittentin zu verlangen, die vom Anleihegläubiger gehaltenen Anleihen zu einem in den Anleihebedingungen festgelegten Kurs einzulösen bzw. zu erwerben. Die Anleihebedingungen definieren Kontrollwechsel als die Veräußerung aller oder aller wesentlichen Vermögenswerte der Gesellschaft an nicht mit der Gesellschaft verbundene Dritte sowie das Halten von mehr als 50 % der Stimmrechte an der Continental AG durch eine Person oder durch mehrere im Sinne des § 2 Abs. 5 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) gemeinsam handelnde Personen infolge Erwerbs oder als Ergebnis einer Verschmelzung oder einer anderen Form des Zusammenschlusses unter Beteiligung der Continental AG. Das Halten von Stimmrechten durch die Schaeffler GmbH (nach konzerninternen rechtlichen Umstrukturierungen firmierend unter IHO Verwaltungs GmbH), ihre Rechtsnachfolger oder mit ihr verbundene Unternehmen ist kein Kontrollwechsel im Sinne der Anleihebedingungen. Sollte ein Kontrollwechsel im Sinne der vorstehend beschriebenen Vereinbarungen eintreten und ein Vertragspartner oder Anleihegläubiger seine entsprechenden Rechte ausüben, könnten dann erforderlich werdende Anschlussfinanzierungen möglicherweise nicht zu den jetzt bestehenden Konditionen abgeschlossen werden und zu höheren Finanzierungskosten führen. c) Im Jahr 1996 haben die Compagnie Financière Michelin SCmA, Granges-Paccot, Schweiz, und die Continental AG die MC Projects B.V., Maastricht, Niederlande, gegründet, an der beide mit je 50 % beteiligt sind. Michelin hat die Rechte an der Uniroyal-Marke für Europa in das Unternehmen eingebracht. Die MC Projects B.V. lizenziert diese Rechte an Continental. Nach den Vereinbarungen kann u. a. diese Lizenz außerordentlich gekündigt werden, wenn ein wesentlicher Reifenwettbewerber mehr als 50 % der Stimmrechte an Continental erwirbt. Darüber hinaus hat Michelin in diesem Fall das Recht, die Mehrheit an der MC Projects B.V. zu erwerben und die MC Projects B.V. zu veranlassen, ihre Minderheitsbeteiligung am Produktionsbetrieb der Continental Barum s.r.o. in Otrokovice, Tschechien, auf 51 % zu erhöhen. Im Falle eines solchen Kontrollwechsels und der Ausübung dieser Rechte könnten sich Einbußen in den Umsatzerlösen der Division Reifen und Einschränkungen bei den ihr zur Verfügung stehenden Produktionskapazitäten ergeben. 8. Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines ÜbernahmeangebotsEntschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht. Vergütung des VorstandsDie Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einer Reihe von Vergütungsbestandteilen. Im Einzelnen handelt es sich um eine Festvergütung, variable Vergütungselemente einschließlich Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung sowie Nebenleistungen und betriebliche Altersversorgung. Nähere Einzelheiten einschließlich der individualisierten Bezüge enthält der Vergütungsbericht, der im Corporate Governance-Bericht auf den Seiten 23 ff. zu finden ist. Der Vergütungsbericht ist Teil des Konzernlageberichts. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGBDie Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist den Aktionären auch unter www.continental-corporation.com auf unserer Internetseite in der Rubrik Investor Relations unter Corporate Governance zugänglich. Risiko- und ChancenberichtIm Rahmen des Risiko- und Chancenmanagements wird die Gesamtrisikosituation von Continental konzernweit analysiert und gesteuert.Die Unternehmenssteuerung des Continental-Konzerns ist darauf ausgerichtet, Mehrwert zu schaffen. Dies bedeutet für uns, den Unternehmenswert jedes einzelnen Geschäftsbereichs und des Gesamtkonzerns nachhaltig zu steigern. Um unser Ziel der Wertschaffung zu erreichen, wägen wir die sich uns bietenden Chancen und sich ergebende Risiken laufend und verantwortungsbewusst ab. Unter Risiko verstehen wir die Möglichkeit des Eintretens interner oder externer Ereignisse, die das Erreichen unserer strategischen und operativen Ziele negativ beeinflussen können. Als weltweit tätiger Konzern ist Continental vielfältigen Risiken ausgesetzt, die das Geschäft beeinträchtigen und im Extremfall den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Risiken, die sich überschauen und handhaben lassen, akzeptieren wir, wenn die ihnen gegenüberstehenden Chancen eine nachhaltige Wertsteigerung erwarten lassen. Risiko- und Chancenmanagement und internes KontrollsystemUm in einem komplexen Geschäftsumfeld als Unternehmen erfolgreich agieren zu können und dabei die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die Einhaltung der maßgeblichen gesetzlichen und untergesetzlichen Vorschriften zu sichern, hat Continental ein Governance-System geschaffen, das in seiner Gesamtheit alle relevanten Geschäftsprozesse umfasst. Das interne Kontrollsystem, das Risikomanagementsystem sowie das Compliance-Managementsystem, das ausführlich in der Erklärung zur Unternehmensführung (Seite 22) beschrieben ist, sind Bestandteile des Governance-Systems. Dabei umfasst das Risikomanagementsystem auch das Risikofrüherkennungssystem nach § 91 Abs. 2 AktG. Verantwortlich für das Governance-System, welches sämtliche Tochtergesellschaften umfasst, ist der Vorstand. Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss überwachen seine Wirksamkeit. Gemäß §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 HGB müssen die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess beschrieben werden. In die Berichterstattung sind alle Teile des Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems einzubeziehen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Jahres- und Konzernabschluss haben können. Die konzernweiten Steuerungssysteme haben als wesentliche Elemente eine klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und systemimmanente Kontrollen bei der Abschlusserstellung. Vieraugenprinzip und Funktionstrennung sind grundlegende Prinzipien der Organisation. Darüber hinaus stellt die Geschäftsleitung der Continental durch Richtlinien zur Abschlusserstellung und Bilanzierung, Zugriffsberechtigungen in den IT-Systemen sowie Regelungen zur Einbeziehung von internen und externen Spezialisten eine gesetzeskonforme Rechnungslegung sicher. Die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems (Financial Reporting Internal Control System, Financial Reporting ICS) wird in wesentlichen Bereichen durch quartalsweise durchgeführte Effektivitätstests der berichtenden Einheiten beurteilt. Bei etwaigen Schwächen leitet das Konzernmanagement die erforderlichen Maßnahmen ein. Im Rahmen unseres Chancenmanagements werten wir Markt- und Konjunkturanalysen sowie die Veränderung rechtlicher Vorschriften (z. B. hinsichtlich Verbrauchs-, Abgasnormen und Sicherheitsvorschriften) aus und befassen uns mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Automobilbranche, unsere Produktionsfaktoren und die Gestaltung und Weiterentwicklung unseres Produktportfolios. Governance, Risk & Compliance (GRC)In der im März 2016 vom Vorstand verabschiedeten GRC Policy hat Continental die Rahmenbedingungen für ein integriertes GRC als wesentlichen Bestandteil des Risikomanagementsystems definiert, das die Identifikation, die Bewertung sowie die Berichterstattung und Dokumentation von Risiken regelt. Dadurch wird zusätzlich das konzernweite Risikobewusstsein weiter erhöht und der Rahmen für eine einheitliche Risikokultur geschaffen. Die Einhaltung und Umsetzung wird durch das GRC Committee sichergestellt. Im Rahmen des GRC-Systems sind seit dem 1. Mai 2016 alle Komponenten der Risikoberichterstattung sowie der Wirksamkeitsprüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems integriert. Die Identifizierung, Bewertung und Berichterstattung von Risiken erfolgt dabei auf der organisatorischen Ebene, die auch für die Steuerung der identifizierten Risiken verantwortlich ist. Über einen mehrstufigen Bewertungsprozess werden die übergeordneten organisatorischen Einheiten ebenfalls mit eingebunden. Somit umfasst das GRC-System alle Berichtsebenen, von der Gesellschafts- bis hin zur obersten Konzernebene. Risikoberichterstattung![]() Auf Konzernebene ist das GRC Committee unter Vorsitz des für Finanzen, Controlling, Compliance, Recht und IT zuständigen Vorstandsmitglieds u. a. dafür verantwortlich, die für den Konzern wesentlichen Risiken zu identifizieren. Der gesamte Vorstand sowie der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats wird durch das GRC Committee regelmäßig über die wesentlichen Risiken, etwaige Kontrollschwächen und ergriffene Maßnahmen informiert. Darüber hinaus ist der Abschlussprüfer verpflichtet, dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats über wesentliche Schwächen im rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem zu berichten, die der Abschlussprüfer im Rahmen seiner Prüfungstätigkeit festgestellt hat. Risikobewertung und -berichterstattungGrundsätzlich gilt für die Einschätzung der Chancen und Risiken ein Betrachtungszeitraum von einem Jahr. Die Beurteilung der Risiken und ihrer Auswirkungen erfolgt vornehmlich nach quantitativen Kriterien in verschiedenen Kategorien nach dem Netto-Prinzip, d. h. nach risikominimierenden Maßnahmen. Ist eine quantitative Bewertung eines Risikos nicht möglich, so erfolgt die Bewertung qualitativ auf Basis der potenziellen negativen Auswirkungen des Risikoeintritts auf die Erreichung der strategischen Konzernziele sowie anhand weiterer qualitativer Kriterien, wie z. B. der Auswirkung auf die Reputation von Continental. Auf Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Schadenhöhe im Betrachtungszeitraum werden aus der Gesamtheit aller berichteten Risiken die für den Konzern wesentlichen Einzelrisiken identifiziert. Diese von Continental als wesentlich eingestuften Einzelrisiken und die zu Risikokategorien aggregierten Risiken werden im Risiko- und Chancenbericht beschrieben, sofern der potenzielle negative EBIT-Effekt des Einzelrisikos oder der summierte potenzielle negative EBIT-Effekt der in der Kategorie enthaltenen Einzelrisiken 100 Mio € im Betrachtungszeitraum überschreitet oder eine wesentliche negative Auswirkung auf das Erreichen der strategischen Konzernziele besteht. Bei der Risikobewertung kann das lokale Management auf verschiedene Instrumente zurückgreifen. Dazu zählen vordefinierte Risikokategorien (Wechselkursrisiken, Produkthaftungsrisiken, rechtliche Risiken etc.) und Bewertungskriterien, zentral entwickelte funktionsspezifische Fragebögen sowie die Prozess- und Kontrollbeschreibungen des Financial Reporting ICS. Damit werden die wesentlichen Kontrollen in den Geschäftsprozessen (Purchase to Pay, Order to Cash, Asset Management, HR, IT-Berechtigungen und Abschlusserstellungsprozess) im Hinblick auf ihre Effektivität getestet. In der IT-gestützten Risikomanagementanwendung des GRC-Systems erfolgen durch alle wesentlichen Konzerngesellschaften eine halbjährliche Bewertung von geschäftsbezogenen Risiken sowie eine jährliche Bewertung von Compliance-Risiken. Bei der Bewertung dieser Risiken werden ergänzend auch tatsächlich eingetretene Qualitäts-, Rechts- und Compliance-Fälle berücksichtigt. Das quartalsweise durchgeführte Financial Reporting ICS komplettiert die regelmäßige GRC-Berichterstattung. Darüber hinaus werden strategische Risiken u. a. im Rahmen einer SWOT-Analyse durch das GRC Committee identifiziert und bewertet. Kommt es spontan zu neuen wesentlichen Risiken außerhalb der Regelberichterstattung, sind sie umgehend zu melden und vom GRC Committee zu berücksichtigen. Hierunter fallen auch die Risiken, die im Rahmen der Audits durch Konzernfunktionen identifiziert worden sind. Ergänzend zu den von den Berichtseinheiten, im Rahmen des integrierten GRC, durchgeführten Risikoanalysen erfolgen Prüfungen durch die Konzernrevision. Um Auswirkungen möglicher Risiken zu beurteilen, analysiert das zentrale Controlling die im Rahmen des Reporting berichteten Kennzahlen zusätzlich auf Konzern- und Divisionsebene. Um Mitarbeitern und Dritten außerhalb des Konzerns die Möglichkeit zu geben, Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften, Grundwerte und ethische Normen zu melden, hat die Continental AG eine Compliance & Antikorruptions-Hotline eingerichtet. Über die Hotline können, soweit gesetzlich zulässig auch anonym, Informationen zu potenziellen Rechtsverletzungen wie Bestechung oder kartellrechtswidrigem Verhalten, aber auch Manipulation im Rahmen der Rechnungslegung mitgeteilt werden. Hinweise an diese Hotline werden von der Konzernrevision und der Compliance-Abteilung geprüft, weiterverfolgt und, soweit erforderlich, mit Unterstützung anderer Funktionen abschließend bearbeitet. RisikosteuerungFür jedes identifizierte und als erheblich eingeschätzte Einzelrisiko leitet das verantwortliche Management geeignete Gegenmaßnahmen ein, die auch im GRC-System dokumentiert werden. Die identifizierten Risiken und die entsprechenden Gegenmaßnahmen werden durch das GRC Committee auf Konzernebene überwacht und konsolidiert. Es berichtet dem Vorstand regelmäßig und empfiehlt ggf. weitere Maßnahmen. Der Vorstand erörtert und beschließt die Maßnahmen und berichtet dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Die zuständigen Gremien überwachen laufend die Entwicklung aller identifizierten Risiken und den Stand der eingeleiteten Maßnahmen. Die Konzernrevision überprüft regelmäßig den Risikomanagementprozess, wodurch dessen Effizienz und Weiterentwicklung sichergestellt sind. Wesentliche RisikenDie Reihenfolge der dargestellten Risikokategorien bzw. Einzelrisiken innerhalb der vier Risikogruppen spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikoausmaßes für Continental wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für die gegenwärtige Bedeutung dieser Risiken. Im Rahmen der Implementierung unseres integrierten GRC fand eine grundlegende Neubewertung der wesentlichen Risiken statt, wodurch einzelne im Vorjahr genannte Risiken nicht mehr als wesentlich bewertet und damit nicht mehr genannt sind. Sind keine quantitativen Angaben zur Schadenhöhe gemacht, so erfolgt die Bewertung auf Basis qualitativer Kriterien. Sofern keine Division explizit hervorgehoben wird, betreffen die Risiken alle Divisionen. FinanzrisikenContinental ist Risiken im Zusammenhang mit ihren Finanzierungsvereinbarungen und dem syndizierten Kredit ausgesetzt.Continental ist Risiken in Verbindung mit ihren Finanzierungsvereinbarungen ausgesetzt. Risiken ergeben sich aus den Anleihen, die Continental unter ihrem Rahmen-Emissionsprogramm begeben hat. Diese Finanzierungsvereinbarungen enthalten Bedingungen, die Continental in ihrer Handlungsfähigkeit einschränken könnten, sowie Bestimmungen für den Fall eines Kontrollwechsels. Zur Finanzierung des laufenden Geschäfts, ihrer Investitionen und Zahlungsverpflichtungen hat Continental im April 2014, zuletzt angepasst im April 2016, einen syndizierten Kreditvertrag geschlossen, aus dem sich Risiken ergeben können. Die Kreditgeber haben nach dem syndizierten Kreditvertrag im Falle eines Kontrollwechsels bei der Continental AG das Recht, die Rückzahlung des Kredits zu verlangen. Die Voraussetzungen und Folgen eines Kontrollwechsels nach den Bedingungen der Anleihen bzw. des syndizierten Kreditvertrags sind im Einzelnen im Kapitel Übernahmerelevante Angaben und Erläuterungen beschrieben. Die hier genannten Kredite und Anleihen könnten außerdem unverzüglich fällig gestellt werden, wenn andere Finanzierungsvereinbarungen in Höhe von mehr als 75,0 Mio € nicht fristgerecht bedient oder vorzeitig zur Rückzahlung fällig gestellt werden. Des Weiteren muss Continental nach diesem syndizierten Kreditvertrag neben anderen Pflichten auch eine finanzielle Kennzahl (Financial Covenant) einhalten. Diese sieht eine Verschuldungsobergrenze von 3,00 vor und errechnet sich aus dem Verhältnis von konsolidierten Netto-Finanzschulden zu konsolidiertem bereinigten EBITDA. Aufgrund der nachstehend dargelegten Markt- und operativen Risiken ist nicht auszuschließen, dass es Continental unter sehr widrigen Umständen nicht möglich ist, die zuvor beschriebene Kennzahl einzuhalten. Sollte Continental gegen diese Verpflichtung verstoßen, sind die Gläubiger berechtigt, die Kredite und Anleihen vorzeitig fällig zu stellen. Das zugesagte Volumen des syndizierten Kredits besteht nach der vollständigen Rückzahlung des Festdarlehens in Höhe von 1,5 Mrd € seit Ende März 2016 nur noch aus der revolvierenden Tranche in Höhe von 3,0 Mrd € (Fälligkeit April 2021). Sie wurde zum Ende des Geschäftsjahres 2016 nicht genutzt. Zum 31. Dezember 2016 lag die Kennzahl für die Verschuldung bei 0,38. Der Financial Covenant wurde jederzeit eingehalten. Continental ist Risiken in Verbindung mit Wechselkursveränderungen und Kurssicherungsmaßnahmen ausgesetzt.Continental ist weltweit tätig und damit finanziellen Risiken aufgrund von Wechselkursveränderungen ausgesetzt. Daraus können Verluste entstehen, wenn Vermögenswerte, die in einer Währung mit sinkendem Wechselkurs notiert sind, an Wert verlieren und/oder Verbindlichkeiten in einer Währung mit steigendem Wechselkurs teurer werden. Wechselkursschwankungen könnten zudem Schwankungen der Rohstoffpreise in Euro verstärken oder reduzieren, da Continental einen großen Teil ihres Rohstoffbedarfs in fremden Währungen einkauft. Aufgrund dieser Faktoren können Kursschwankungen die Ertragslage der Continental beeinflussen. Externe und interne Transaktionen, bei denen Produkte und Leistungen an Dritte und an Unternehmen des Continental-Konzerns geliefert werden, können mit Barmittelzu- und -abflüssen verbunden sein, die in anderen Währungen als der funktionalen Währung der betreffenden Continental-Konzerngesellschaft geführt werden (Transaktionsrisiko). Soweit Barmittelabflüsse der betreffenden Continental-Konzerngesellschaft in einer Fremdwährung nicht durch Barmittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft in derselben Währung ausgeglichen werden, wird das verbleibende Netto-Wechselkursrisiko im Einzelfall durch entsprechende derivative Finanzinstrumente, insbesondere Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und Währungsoptionen mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten, abgesichert. Darüber hinaus ist Continental Wechselkursrisiken in Verbindung mit externen und internen Kreditvereinbarungen ausgesetzt, aus denen Barmittelzu- und -abflüsse entstehen, die in anderen Währungen als der funktionalen Währung der betreffenden Continental-Konzerngesellschaft geführt werden. Diese Wechselkursrisiken werden in der Regel durch geeignete derivative Finanzinstrumente, insbesondere Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und kombinierte Zins- und Währungsswaps, abgesichert. Grundsätzlich können alle in Form von derivativen Finanzinstrumenten durchgeführten Sicherungstransaktionen zu Verlusten führen. Das im Ausland gebundene Nettovermögen von Continental wird in der Regel nicht gegen Wechselkursveränderungen abgesichert. Zudem berichten einige Konzerngesellschaften ihre Ergebnisse in anderen Währungen als dem Euro, sodass Continental die betreffenden Posten bei der Erstellung des Konzernabschlusses in Euro umrechnen muss (Umrechnungsrisiko). Umrechnungsrisiken werden grundsätzlich nicht abgesichert. Für die Quantifizierung der möglichen Auswirkungen des transaktionsbezogenen Wechselkursrisikos aus Finanzinstrumenten auf die Ertragslage des Continental-Konzerns wurden mithilfe eines mathematischen Modells auf Basis der historischen Volatilitäten die Transaktionswährungen mit einem signifikanten Wechselkursrisiko innerhalb der kommenden zwölf Monate bestimmt. Sofern sich die Wechselkurse dieser Währungen alle gleichzeitig für Continental nachteilig entwickeln, beläuft sich der aus einer Veränderung um 10 % des aktuellen Stichtagkurses ermittelte potenzielle negative Effekt auf die Ertragslage des Konzerns auf 100 bis 200 Mio €. MarktrisikenContinental könnte erheblichen Risiken in Verbindung mit einer weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ausgesetzt sein.Continental generiert einen großen Teil (73 %) ihres Umsatzes mit Automobilherstellern (Original Equipment Manufacturers, OEMs). Der übrige Continental-Umsatz wird in den Ersatz- oder Industriemärkten erzielt, vor allem über das Ersatzgeschäft für Pkw- sowie Lkw-Reifen und, in geringerem Umfang, in den nicht zum Kfz-Bereich gehörenden Endmärkten der anderen Divisionen. Während der weltweiten Wirtschaftskrise 2008/2009 gingen der Verkauf und die Produktion von Kraftfahrzeugen stark zurück, was zu einem deutlichen Nachfragerückgang bei den Produkten von Continental aufseiten ihrer OEM-Kunden führte. Aus heutiger Sicht ist ungewiss, ob die aktuelle Wirtschaftslage in Europa nachhaltig ist. Sollte dies nicht der Fall sein, könnte die Automobilproduktion in dieser Region wieder sinken und über längere Zeit auf einem niedrigen Niveau verharren. Insbesondere in Europa, wo Continental 50 % ihres Umsatzes im Jahr 2016 erzielte, würde dies Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ertragslage haben. Bei einer dauerhaften Schwäche oder einer Verschlechterung des europäischen Automobilmarkts müsste Continental mit Umsatz- und Ertragseinbußen rechnen. Steuererhöhungen, die das den Verbrauchern verfügbare Einkommen verringern, könnten ein weiterer Faktor sein, der die Nachfrage auf den Fahrzeugmärkten in Europa schwächt. Steuererhöhungen sind eine wahrscheinliche Reaktion, insbesondere der Mitgliedstaaten der EU, auf den Anstieg der öffentlichen Verschuldung oder auf die Unterstützungsmaßnahmen der EU für ihre Mitgliedstaaten. Darüber hinaus wurden 2016 ca. 43 % des Konzernumsatzes von Continental durch die fünf größten OEM-Kunden (Daimler, Fiat Chrysler, Ford, General Motors und VW) generiert. Sollte Continental einen oder mehrere ihrer OEM-Kunden verlieren oder sollten Zulieferverträge vorzeitig gekündigt werden, könnten die von Continental zur Lieferung dieser Produkte getätigten Anfangsinvestitionen oder gegen den betreffenden Kunden noch ausstehende Forderungen ganz oder teilweise verloren gehen. Auf Basis einer Szenarioanalyse, die einen Umsatzrückgang von 20 % im nächsten Geschäftsjahr unterstellt, rechnen wir unter Berücksichtigung von daraus erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen mit einer Verschlechterung der EBIT-Marge um etwa 6 Prozentpunkte und der bereinigten EBIT-Marge um 3 bis 4 Prozentpunkte. Continental ist in einer zyklischen Branche tätig.Die weltweite Fahrzeugproduktion und damit auch der Verkauf an OEM-Kunden (über den Continental derzeit 73 % ihres Umsatzes generiert) sind zum Teil deutlichen Schwankungen unterworfen. Sie sind u. a. abhängig von den allgemeinen Konjunkturbedingungen, dem verfügbaren Einkommen sowie von den Konsumausgaben und -präferenzen, die von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise den Kraftstoffkosten, der Verfügbarkeit und den Kosten von Verbraucherkrediten beeinflusst werden können. Infolge der schwankenden Produktionsvolumina in der Automobilindustrie ist auch die Nachfrage nach Produkten von Continental unregelmäßig, da sich OEMs in der Regel gegenüber ihren Zulieferern nicht zu Mindestabnahmemengen oder Fixpreisen verpflichten. Die weitere Entwicklung in den von Continental bedienten Märkten ist schwer vorherzusagen, was auch die Planung der benötigten Produktionskapazitäten erschwert. Da das Geschäft von Continental von hohen Fixkosten geprägt ist, besteht für Continental das Risiko einer ungenügenden Auslastung ihrer Werke (insbesondere in der Automotive Group) oder aber von Kapazitätsengpässen, sollten die Märkte, in denen Continental tätig ist, zurückgehen oder schneller als erwartet wachsen. Zur Reduzierung der Auswirkungen des aus dieser Abhängigkeit von der Automobilindustrie resultierenden möglichen Risikos stärkt Continental ihr Ersatz- und Industriegeschäft u. a. durch Akquisitionen. Continental ist abhängig von bestimmten Märkten.2016 erwirtschaftete Continental 50 % des Gesamtumsatzes in Europa, 21 % allein in Deutschland. Im Vergleich dazu wurden 26 % des Gesamtumsatzes 2016 in Nordamerika, 21 % in Asien und 3 % in anderen Ländern generiert. So könnte z. B. eine Rezession in Europa und insbesondere in Deutschland die Geschäfts- und Ertragslage von Continental stärker beeinträchtigen als ihre Wettbewerber. Zudem sind der Automobil- und der Reifenmarkt in Europa und in Nordamerika zu einem großen Teil gesättigt. Continental strebt deshalb den Ausbau des Umsatzes in Schwellenländern, vorrangig in Asien, an, um die Auswirkungen der starken Konzentration auf Europa und Deutschland zu mildern. In der heutigen weltweiten Wirtschaftslage könnte Continental außerdem unter einer nachteiligen Änderung der geografischen Verteilung der Automobilnachfrage leiden. Das aktuelle Niveau der Automobilproduktion wird wesentlich von einer guten Nachfrage auf den Märkten in Europa und Nordamerika getrieben, während sich die Nachfrage in Asien zuletzt auf hohem Niveau konsolidierte und nur durch Steuererleichterungen wieder an Fahrt gewann. In anderen wichtigen Schwellenländern wie Brasilien oder Russland brach die Nachfrage infolge der dort aktuell herrschenden Rezession sogar im zweistelligen Prozentbereich ein. Ob die aktuelle Entwicklung in Nordamerika und Europa nachhaltig ist, bleibt ungewiss. Ein Rückgang der Nachfrage in Asien, nach dem Auslaufen von Kaufanreizen, der nicht durch eine Steigerung auf einem anderen regionalen Markt ausgeglichen wird, könnte auch die Nachfrage nach den Produkten von Continental beeinträchtigen. Zur Minimierung dieser Risiken strebt Continental eine regionale Umsatzbalance an, wie sie im Rahmen der Konzernstrategie beschrieben ist. Continental ist Risiken in Verbindung mit Markttrends und -entwicklungen ausgesetzt, die den Mix der von OEMs verkauften Fahrzeuge beeinflussen könnten.Continental generiert 73 % des Umsatzes mit OEMs, vor allem innerhalb der Automotive Group. In der weltweiten Fahrzeugproduktion und infolgedessen dem Geschäft mit OEM-Kunden gibt es derzeit eine Reihe von Markttrends und technischen Entwicklungen, die sich auf den Mix der von OEMs verkauften Fahrzeuge auswirken könnten:
Infolge der zuvor aufgeführten Markttrends und technischen Entwicklungen hat sich der von den Kunden von Continental verkaufte Fahrzeugmix in den vergangenen Jahren stark verändert und kann sich auch künftig weiter verändern. Als Technologieführer reagiert Continental mit einem ausgewogenen und innovativen Produktportfolio auf diese Entwicklung. Operative RisikenContinental ist Risiken in Verbindung mit ihren Pensionsverpflichtungen ausgesetzt.Continental bietet in Deutschland, in den USA, im Vereinigten Königreich und in bestimmten anderen Ländern eine betriebliche Altersvorsorge mit Leistungszusage. Zum 31. Dezember 2016 beliefen sich die Pensionsverpflichtungen auf 6.525,9 Mio €. Diese Verpflichtungen werden vor allem über extern investierte Pensionsplanvermögen finanziert. 2006 richtete Continental zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen bestimmter deutscher Tochtergesellschaften im Rahmen von Treuhandvereinbarungen rechtlich unabhängige Treuhandfonds (Contractual Trust Arrangements, CTA) ein. 2007 übernahm Continental in Verbindung mit der Übernahme der Siemens VDO zusätzliche CTA. Zum 31. Dezember 2016 beliefen sich die Netto-Pensionsverpflichtungen von Continental (Anwartschaftsbarwerte abzüglich des Fondsvermögens zum Zeitwert) auf 3.844,3 Mio €. Das extern investierte Fondsvermögen wird von extern gemanagten Fonds und Versicherungsgesellschaften verwaltet. Continental legt zwar die grundsätzlichen Vorgaben für die Anlagestrategien dieser Fonds fest, jedoch nicht deren Investmententscheidungen im Einzelnen. Die Mittel werden in verschiedene Anlageklassen wie Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Immobilien und andere Anlageinstrumente investiert. Die Werte des extern investierten Fondsvermögens unterliegen Schwankungen an den Kapitalmärkten, auf die Continental keinen Einfluss hat. Ungünstige Kapitalmarktentwicklungen könnten bei diesen Pensionsverpflichtungen zu erheblichen Deckungsausfällen führen und die Netto-Pensionsverpflichtungen von Continental deutlich steigern. Eine solche Steigerung der Netto-Pensionsverpflichtungen könnte die Finanzlage der Gesellschaft wegen des vermehrten zusätzlichen Mittelabflusses zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen beeinträchtigen. Zudem ist Continental Risiken im Zusammenhang mit der Lebenserwartung und den Zinsänderungen bei ihren Pensionsverpflichtungen ausgesetzt, da sich eine Zinssenkung negativ auf die im Rahmen dieser Pensionspläne bestehenden Verbindlichkeiten von Continental auswirken könnte. Ferner haben sich einige Tochtergesellschaften von Continental in den USA dazu verpflichtet, Beiträge zu den Gesundheitsvorsorgekosten ihrer ehemaligen Mitarbeiter bzw. Pensionäre zu leisten. Insofern besteht für Continental das potenzielle Risiko, dass sich diese Kosten künftig erhöhen. Sollten sich ceteris paribus die für die Ermittlung der Netto-Pensionsverpflichtungen zu verwendenden Diskontierungssätze am Jahresende um 0,5 Prozentpunkte verringern, hätte dies einen Anstieg der Netto-Pensionsverpflichtungen in einer Bandbreite von 600 Mio € bis 700 Mio € zur Folge, der sich nicht durch risikominimierende Maßnahmen reduzieren ließe. Eine Auswirkung auf das EBIT hätte dies jedoch nicht. Continental ist dem Risiko von Gewährleistungs- und Produkthaftungsansprüchen ausgesetzt.Continental sieht sich ständig Produkthaftungsansprüchen und Verfahren ausgesetzt, in denen dem Unternehmen die angebliche Verletzung seiner Sorgfaltspflichten, Verstöße gegen Gewährleistungspflichten oder Sachmängel vorgehalten werden, sowie Ansprüchen aus Vertragsverstößen aufgrund von Rückrufen oder staatlichen Verfahren. Alle diese Prozesse, Verfahren und sonstigen Ansprüche könnten für Continental zusätzliche Kosten bedeuten. Zudem könnten fehlerhafte Produkte Einbußen bei Umsatz, Kunden- und Marktakzeptanz bewirken. Continental hat für solche Risiken Versicherungen abgeschlossen, deren Deckungsumfang aus kaufmännischer Sicht als angemessen erachtet wird, doch könnte sich dieser Versicherungsschutz im Einzelfall als unzureichend erweisen. Zudem könnte jeder Mangel an einem Produkt von Continental (insbesondere an Reifen und anderen sicherheitsrelevanten Produkten) ebenfalls erhebliche negative Folgen für den Ruf der Gesellschaft und die Art und Weise haben, wie diese am Markt wahrgenommen wird. Das könnte wiederum nachteilig für Umsatz und Ertrag von Continental sein. Darüber hinaus verlangen Fahrzeughersteller inzwischen von ihren Lieferanten immer häufiger einen Beitrag zu potenziellen Produkthaftungs-, Gewährleistungs- und Rückrufansprüchen. Ferner ist Continental seit Langem Bemühungen ihrer Kunden ausgesetzt, die Vertragsbedingungen für die Beteiligung an Gewährleistungsfällen und Rückrufmaßnahmen zu ändern. Darüber hinaus stellt Continental viele Produkte nach den Spezifikationen und Qualitätsvorgaben von OEM-Kunden her. Wenn die von Continental produzierten und gelieferten Produkte die von den OEM-Kunden gestellten Vorgaben zum vereinbarten Liefertermin nicht erfüllen, wird die Fertigung der betroffenen Produkte in der Regel so lange gestoppt, bis der Fehler ermittelt und beseitigt ist. Außerdem könnten OEM-Kunden Schadenersatzforderungen stellen, auch wenn die Fehlerursache später behoben wird. Abgesehen davon könnte die Nichterfüllung von Qualitätsvorgaben die Marktakzeptanz der anderen Produkte von Continental und den Ruf der Gesellschaft in verschiedenen Marktsegmenten beeinträchtigen. Die möglichen, quantifizierbaren Risiken aus Gewährleistungs- und Produkthaftungsansprüchen belaufen sich zum 31. Dezember 2016 unter Berücksichtigung bereits zurückgestellter Beträge auf 100 Mio € bis 200 Mio €. Continental ist bei bestimmten Produkten abhängig von einer begrenzten Anzahl wichtiger Lieferanten.Für Continental besteht das potenzielle Risiko, dass gewisse Roh- und Produktionsmaterialien nicht verfügbar sind. Wenngleich Continental grundsätzlich die Strategie verfolgt, Produktkomponenten von mehreren Anbietern zu beziehen, lässt es sich nicht immer vermeiden, dass ein Produkt nur aus einer Bezugsquelle eingekauft wird. Folglich ist Continental in der Rubber Group und auch im Hinblick auf bestimmte von der Automotive Group hergestellte Produkte abhängig von einigen Lieferanten. Da Continental ihre Beschaffungslogistik größtenteils auf Just-in-time- oder Just-in-sequence-Basis organisiert hat, können Lieferverzögerungen, -stornierungen, Streiks, Fehlmengen und Qualitätsmängel zu Produktionsunterbrechungen führen und sich damit negativ auf den Geschäftsbetrieb von Continental in diesen Bereichen auswirken. Continental ist darum bemüht, diese Risiken durch sorgfältige Auswahl und regelmäßige Überwachung der Lieferanten zu verringern. Sollte jedoch ein Lieferant seinen Lieferverpflichtungen aus irgendeinem Grund nicht nachkommen können (beispielsweise wegen Insolvenz, Beschädigung von Produktionsanlagen oder infolge einer Leistungsverweigerung nach einem Kontrollwechsel), kann Continental unter Umständen die für die Herstellung ihrer eigenen Erzeugnisse benötigten Produkte kurzfristig nicht in den benötigten Mengen von anderen Lieferanten beziehen. Die Wirtschaftskrise 2008/2009, aber auch die Naturkatastrophen in Japan und Thailand haben gezeigt, wie schnell Finanzkraft und Lieferfähigkeit einiger Automobilzulieferer stark beeinträchtigt werden und sogar zur Insolvenz führen können. Das betraf vor allem Tier-2- und Tier-3-Lieferanten (Zulieferer, die ihre Produkte an Tier-1- bzw. Tier-2-Lieferanten verkaufen), während Tier-1-Lieferanten (Zulieferer, die ihre Produkte direkt an OEMs verkaufen) nicht in gleichem Maße betroffen waren. Grundsätzlich können solche Entwicklungen und Ereignisse Verzögerungen bei der Auslieferung oder Fertigstellung von Continental-Produkten oder -Projekten mit sich bringen und dazu führen, dass Continental Produkte oder Dienstleistungen zu höheren Kosten von Dritten beziehen oder sogar ihre eigenen Zulieferer finanziell unterstützen muss. Darüber hinaus haben OEM-Kunden in vielen Fällen ein Einspruchsrecht bezüglich der von Continental eingesetzten Zulieferer, wodurch es unmöglich werden könnte, die zu verbauenden Produkte kurzfristig von anderen Lieferanten zu beziehen, wenn der betreffende OEM-Kunde nicht bereits früher eine Freigabe für andere Lieferanten erteilt hat. All dies könnte zu Auftragsstornierungen oder sogar zu Schadenersatzforderungen führen. Zudem könnte Continentals Reputation gegenüber OEM-Kunden leiden, mit der möglichen Folge, dass diese entscheiden, andere Zulieferer auszuwählen. Neben dem möglichen Risiko einer begrenzten Verfügbarkeit einzelner Komponenten ergibt sich aus dieser Abhängigkeit auch ein erhöhtes potenzielles Risiko steigender Preise für diese Komponenten. Continental sichert derzeit das Risiko steigender Preise bei Elektronikbauteilen oder Rohstoffen nicht mithilfe von derivativen Finanzinstrumenten ab. Sollte es dem Unternehmen daher nicht möglich sein, seine gestiegenen Kosten durch die Auswahl alternativer Zulieferer auszugleichen oder an die Kunden weiterzugeben, dann könnten diese Preiserhöhungen die Erträge von Continental wesentlich beeinträchtigen. Continental könnte durch den Verlust von Sachanlagevermögen und durch Betriebsunterbrechungen Schaden nehmen.Brände, Naturkatastrophen, terroristische Handlungen, Stromausfälle oder andere Störungen in den Produktionseinrichtungen oder innerhalb der Lieferkette von Continental - bei Kunden oder Zulieferern - können erhebliche Schäden und Verluste verursachen. Solche weitreichenden nachteiligen Folgen können auch aufgrund politischer Unruhen oder Instabilität entstehen. Continental hat für Risiken, die aus Geschäftsunterbrechungen, Produktionsverlusten oder Anlagenfinanzierungen hervorgehen, Versicherungen in aus kaufmännischer Sicht angemessener Höhe abgeschlossen, doch könnte sich dieser Versicherungsschutz im Einzelfall als unzureichend erweisen. Zudem könnten durch solche Ereignisse Menschen, das Eigentum Dritter oder die Umwelt zu Schaden kommen, wodurch Continental u. a. Kosten in erheblicher Höhe entstehen könnten. Continental ist Risiken im Zusammenhang mit ihrer Beteiligung an der MC Projects B.V. ausgesetzt.Continental und Compagnie Financière Michelin SCmA, Granges-Paccot, Schweiz (Michelin), sind zu je 50 % an MC Projects B.V., Maastricht, Niederlande, beteiligt, einem Unternehmen, in das Michelin die Rechte an der Marke Uniroyal für Europa sowie für gewisse außereuropäische Länder eingebracht hat. MC Projects B.V. ihrerseits hat Continental bestimmte Lizenzrechte für die Verwendung der Marke Uniroyal auf oder in Verbindung mit Reifen in Europa und anderswo erteilt. Nach dem in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Vertrag kann sowohl der Vertrag als auch die Uniroyal-Lizenz gekündigt werden, wenn ein bedeutender Konkurrent im Reifengeschäft mehr als 50 % der stimmberechtigten Anteile an der Continental AG bzw. an deren Reifenaktivitäten erwirbt. Darüber hinaus hat Michelin in diesem Fall das Recht, die Mehrheit an MC Projects B.V. zu erwerben und MC Projects B.V zu veranlassen, ihre Minderheitsbeteiligung am Produktionsbetrieb von Continental Barum s.r.o., Otrokovice, Tschechien, (dem größten Continental-Reifenwerk in Europa) auf 51 % zu erhöhen. Diese Ereignisse könnten negative Auswirkungen auf die Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage der Division Reifen von Continental haben. Rechtliche und umweltbezogene RisikenFür Continental könnten zusätzliche, belastende Umweltoder Sicherheitsvorschriften zum Tragen kommen und neu eingeführte Vorgaben könnten die Nachfrage nach Produkten und Leistungen der Gesellschaft beeinträchtigen.Als weltweit operierender Konzern ist Continental in zahlreichen Ländern einer großen Zahl unterschiedlicher gesetzlicher und untergesetzlicher Vorschriften unterworfen, die in kurzen Abständen geändert sowie konstant weiterentwickelt und ggf. verschärft werden. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Umwelt, Chemikalien und Gefahrstoffe, aber auch für Gesundheitsschutzbestimmungen. Des Weiteren fallen hierunter Vorschriften bezüglich der Verunreinigung von Luft, Gewässern und Boden sowie der Abfallentsorgung, die allesamt in jüngster Zeit durch neue Gesetzgebung verschärft wurden, insbesondere in der EU und den USA. Darüber hinaus sind für die Standorte und Betriebe von Continental Genehmigungen unterschiedlichster Art erforderlich, deren Auflagen erfüllt werden müssen. Zur Anpassung an neue Vorschriften waren in der Vergangenheit Investitionen in erheblichem Umfang notwendig, und Continental geht davon aus, dass dies auch künftig so bleiben wird. Die Bemühungen von Continental um den adäquaten Schutz ihres geistigen Eigentums und technischen Wissens könnten ohne Erfolg bleiben.Die Produkte und Leistungen von Continental sind in hohem Maße abhängig vom technologischen Know-how des Unternehmens sowie von Umfang und Grenzen der Schutzrechte daran. Continental ist Eigentümerin einer Vielzahl von Patenten und anderen gewerblichen Schutzrechten (bzw. hat solche beantragt), die für das Geschäft der Gesellschaft von erheblicher Bedeutung sind. Das Verfahren zur Erlangung eines Patents kann langwierig und teuer sein. Zudem könnte laufenden oder künftigen Patentanmeldungen u. U. letztlich nicht stattgegeben werden, oder es könnte sein, dass der Patentschutz nicht ausreichend weit gefasst oder nicht stark genug ist, um Continental einen wirksamen Schutz oder einen wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen. Darüber hinaus besteht zwar die Vermutung der Gültigkeit von Patenten; das bedeutet aber nicht unbedingt, dass das betreffende Patent wirksam ist oder dass eventuelle Patentansprüche im erforderlichen oder angestrebten Umfang durchgesetzt werden können. Ein Großteil des Wissens und der Geschäftsgeheimnisse von Continental ist entweder nicht patentiert oder kann nicht durch gewerbliche Schutzrechte abgesichert werden. Folglich besteht die Gefahr, dass bestimmte Teile des Wissens und der Geschäftsgeheimnisse von Continental an Kooperationspartner, Kunden und Zulieferer (u. a. auch an die Maschinen- und Anlagenlieferanten von Continental) weitergegeben werden. Wettbewerber könnten dieses Know-how infolgedessen kopieren, ohne dass ihnen dadurch eigene Ausgaben entstehen. Zudem hat Continental eine Reihe von Lizenz-, Lizenzaustausch-, Kooperations- und Entwicklungsvereinbarungen mit Kunden, Wettbewerbern und anderen Dritten abgeschlossen, in deren Rahmen Continental Rechte an gewerblichen Schutzrechten und/oder Know-how solcher Drittparteien eingeräumt werden. Solche Lizenzvereinbarungen könnten u. U. bei Zahlungsunfähigkeit oder Konkurs des Lizenzpartners und/oder Kontrollwechsel bei einer Partei gekündigt werden, wodurch der Zugang von Continental zu Rechten an geistigem Eigentum für die Kommerzialisierung ihrer eigenen Technologien eingeschränkt wäre. Es besteht das Risiko einer Verletzung gewerblicher Schutzrechte Dritter durch Continental.Es besteht das Risiko, dass Continental gewerbliche Schutzrechte Dritter verletzt, da auch ihre Wettbewerber, Zulieferer und Kunden eine große Zahl von Erfindungen als gewerbliches Schutzrecht anmelden. Es lässt sich nicht immer mit Bestimmtheit sagen, ob gewisse Prozesse, Methoden oder Anwendungen unter dem Schutz wirksamer und durchsetzbarer gewerblicher Schutzrechte Dritter stehen. Deshalb könnten Dritte gegen Continental (auch nicht gerechtfertigte) Ansprüche wegen der angeblichen Verletzung gewerblicher Schutzrechte geltend machen. Infolgedessen könnte Continental in bestimmten Ländern zur Einstellung der Produktion, Nutzung oder Vermarktung der relevanten Technologien oder Produkte oder zur Abänderung der Herstellungsprozesse und/oder Produkte gezwungen werden. Darüber hinaus könnte Continental wegen einer Rechtsverletzung zu Schadenersatzleistungen verpflichtet werden oder sich zum Erwerb der Lizenzen gezwungen sehen, um Technologien Dritter weiterhin nutzen zu können. Ferner ist Continental Bemühungen ihrer Kunden ausgesetzt, die Vertragsbedingungen für die Beteiligung an Streitigkeiten wegen angeblicher Schutzrechtsverletzungen zu ändern. Continental könnten Geldbußen und Schadenersatzforderungen wegen angeblich oder tatsächlich kartellrechtswidrigen Verhaltens drohen.Im Mai 2005 leiteten die brasilianischen Kartellbehörden nach einer Anzeige wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens im Bereich der Kommerzialisierung von Tachografen Ermittlungen gegen die brasilianische Tochtergesellschaft von Continental, Continental Brasil Industrie Automotiva Ltda., Guarulhos, Brasilien (CBIA), ein. Am 18. August 2010 hat die brasilianische Kartellbehörde eine "Einladung zum Kartell" festgestellt und der CBIA eine Geldbuße in Höhe von 12 Mio BRL (rund 3,5 Mio €) auferlegt, die dann auf 10,8 Mio BRL (rund 3,1 Mio €) reduziert wurde. CBIA weist den Vorwurf zurück, dass gegen brasilianisches Wettbewerbsrecht verstoßen wurde. Das von der CBIA angerufene Gericht erster Instanz hat die Entscheidung zwar bestätigt. Auf Rechtsmittel der CBIA hat das nächsthöhere Gericht diese Entscheidung jedoch aufgehoben und die Sache zur Neuverhandlung zurückverwiesen. CBIA drohen im Falle der Verletzung brasilianischen Kartellrechts u. U. auch Schadenersatzforderungen Dritter. Am 2. Oktober 2006 ging bei der südafrikanischen Kartellbehörde die Anzeige eines Dritten wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens gegen mehrere südafrikanische Reifenhersteller ein, darunter die Continental Tyre South Africa (Pty.) Ltd., Port Elizabeth (CTSA), ein Tochterunternehmen der Continental. Am 31. August 2010 ist die südafrikanische Kartellbehörde zu dem Ergebnis gekommen, CTSA habe gegen südafrikanisches Kartellrecht verstoßen, und hat die Sache dem zuständigen Kartellgericht zur Entscheidung vorgelegt. CTSA weist den Vorwurf von Verstößen gegen südafrikanisches Kartellrecht zurück. Das Kartellgericht könnte jedoch ein Bußgeld von bis zu 10 % des Umsatzes der CTSA verhängen. Darüber hinaus drohen CTSA im Falle der Verletzung südafrikanischen Kartellrechts u. U. auch Schadenersatzforderungen Dritter. Im Oktober 2012 erhielten die Continental Automotive Systems US, Inc., Auburn Hills, USA, und zwei südkoreanische Tochtergesellschaften der Continental Kenntnis von Untersuchungen des amerikanischen Department of Justice (DOJ) und der südkoreanischen Kartellbehörde (Korean Fair Trade Commission, KFTC) im Zusammenhang mit dem Verdacht der Beteiligung an Verstößen gegen US-Kartellrecht bzw. südkoreanisches Kartellrecht im Geschäft mit Kombi-Instrumenten. Am 23. Dezember 2013 gab die KFTC bekannt, dass sie der Continental Automotive Electronics LLC, Buganmyeon, Südkorea (CAE), ein Bußgeld in Höhe von 45.992 Mio KRW (rund 36 Mio €) auferlegt hat. Am 25. Juni 2015 hat der Seoul High Court, Seoul, Südkorea, die von der KFTC verhängte Bußgeldentscheidung auf das gegen die Höhe des Bußgelds gerichtete Rechtsmittel der CAE aufgehoben. Die KFTC hat Berufung eingelegt. Am 13. November 2014 hatte außerdem das zuständige koreanische Strafgericht eine Buße in Höhe von 200 Mio KRW (rund 158.000 €) verhängt. Dieser Betrag wurde auf die Berufung der CAE auf 100 Mio KRW (rund 79.000 €) reduziert. Ein dagegen gerichtetes Rechtsmittel der CAE hat der koreanische Supreme Court am 24. März 2016 abgewiesen. Am 24. November 2014 sind die CAE und die Continental Automotive Korea Ltd., Seongnam-si, Südkorea, eine Vereinbarung eingegangen, in der sich die beiden Gesellschaften des Verstoßes gegen US-Kartellrecht schuldig bekennen und zur Zahlung eines Bußgeldes in Höhe von 4,0 Mio US-Dollar (rund 3,8 Mio €) verpflichten. Das zuständige US-Gericht hat die Vereinbarung am 1. April 2015 bestätigt. Die Geltendmachung von Schadenersatz durch angeblich Geschädigte bleibt durch die Festsetzung der Bußgelder unberührt. Zur Überprüfung der Einhaltung des Kartellrechts hat Continental interne Untersuchungen bestimmter Geschäftsbereiche durchgeführt. Diese Untersuchungen haben wettbewerbswidriges Verhalten im Hinblick auf Produktgruppen offengelegt. Continental hat Maßnahmen ergriffen, um dieses Verhalten abzustellen. Es besteht das Risiko, dass Kartellbehörden wegen dieses Verhaltens Untersuchungen vornehmen und Bußgelder verhängen und dass Dritte, insbesondere Kunden, Schadenersatzforderungen geltend machen. Die Höhe solcher Bußgelder und etwaiger Folgeansprüche ist aus heutiger Sicht ungewiss, könnte jedoch erheblich sein. Darüber hinaus lässt es sich nicht ausschließen, dass zukünftige interne Prüfungen weitere tatsächliche oder potenzielle Verstöße gegen das Kartellrecht aufdecken, die wiederum zu Bußgeldern und Schadenersatzforderungen führen könnten. Außerdem könnte angeblich oder tatsächlich kartellrechtswidriges Verhalten die Beziehungen zu Geschäftspartnern ernsthaft stören. Im September 2014 führte die Europäische Kommission eine Durchsuchung bei einer Tochtergesellschaft von Continental durch. Die Kommission hat mitgeteilt, dass sie Anhaltspunkte für Verstöße gegen EU-Kartellrecht hat und ein Verfahren gegen Continental und zwei ihrer Tochtergesellschaften eingeleitet. Es ist jedoch nicht klar, in welcher Höhe die Kommission Bußgelder gegen Continental und/oder ihre Tochterunternehmen verhängen wird. Sollte die Europäische Kommission feststellen, dass Continental und/oder ihren Tochterunternehmen kartellrechtswidriges Verhalten vorzuwerfen ist, könnte sie ein Bußgeld verhängen, das den Umsatz von Continental bzw. der betroffenen Tochtergesellschaft sowie die Schwere und die Dauer der Verstöße berücksichtigt, 10 % des Konzernumsatzes der Continental im Vorjahr aber nicht überschreiten darf. Auch wenn die Europäische Kommission nur ein kartellrechtswidriges Verhalten einer Tochtergesellschaft feststellen sollte, ist nicht auszuschließen, dass sie trotzdem die Muttergesellschaft in gesamtschuldnerische Haftung für ein Bußgeld nimmt. Neben dem Risiko der Verhängung von Bußgeldern drohen im Falle des Verstoßes gegen EU-Kartellrecht auch Schadenersatzansprüche Dritter. Continental hat zur Vorsorge für Aufwendungen aus Kartellverfahren Rückstellungen gebildet. Da sich die Risiken aus solchen Verfahren nur äußerst bedingt einschätzen lassen, ist nicht auszuschließen, dass die tatsächlich entstehenden Aufwendungen die dafür gebildete Vorsorge überschreiten. Weitergehende Angaben zu den Verfahren und den damit verbundenen Maßnahmen werden nach IAS 37.92 nicht gemacht, um die Interessen des Unternehmens im Verfahren nicht zu beeinträchtigen. Continental ist Risiken durch Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt.Continental - Konzerngesellschaften sind in eine Reihe von Gerichts- und Schiedsgerichtsverfahren eingebunden und könnten künftig in weitere solche Verfahren involviert werden. Diese Verfahren könnten insbesondere in den USA mit Schadenersatzforderungen und Zahlungen in erheblicher Höhe verbunden sein. Weitere Informationen über Rechtsstreitigkeiten finden Sie im Anhang unter Kapitel 33. Wesentliche ChancenSofern keine Division explizit hervorgehoben wird, betreffen die Chancen alle Divisionen. Continental hat Chancen bei einer besser als erwarteten volkswirtschaftlichen Entwicklung.Sollten sich die allgemeinen Konjunkturbedingungen besser als von uns erwartet entwickeln, gehen wir davon aus, dass sich die weltweite Nachfrage nach Fahrzeugen, Ersatzreifen und Industrieprodukten ebenfalls besser entwickeln wird als von uns angenommen. Aufgrund der dadurch erwarteten verstärkten Nachfrage nach Produkten von Continental durch die Fahrzeughersteller, Industriekunden sowie im Ersatzgeschäft könnten die Umsätze stärker als erwartet steigen und positive Effekte bei der Fixkostendeckung entstehen. Continental hat Chancen bei sich besser als erwartet entwickelnden Absatzmärkten.Sollte sich die Nachfrage nach Automobilen und Ersatzreifen insbesondere auf dem europäischen Markt besser als von uns erwartet entwickeln, hätte dies wegen des hohen Umsatzanteils in dieser Region (50 %) positive Auswirkungen auf den Umsatz und die Ertragslage von Continental. Continental hat Chancen bei einem stabilen Preisniveau auf den für uns relevanten Rohstoffmärkten.Die Ertragslage der Continental wird maßgeblich von den Kosten für Rohstoffe, Elektronikbauteile und Energie beeinflusst. Für die Divisionen der Automotive Group sind dies insbesondere die Kosten für Stahl und Elektronikbauteile. Sollte es uns noch besser als bisher gelingen, mögliche Kostensteigerungen auszugleichen oder durch höhere Preise für unsere Produkte zu kompensieren, dann hätte dies positive Effekte auf die Ertragslage von Continental. Die Ertragslage der Divisionen der Rubber Group ist wesentlich von den Kosten für Öl, Natur- und Synthesekautschuke beeinflusst. Sollte sich insbesondere das Niveau der Preise für Natur- und Synthesekautschuke auf dem Niveau des Jahres 2016 einpendeln, könnte sich dies positiv auf die Ertragslage der Continental auswirken. Aktuell gehen wir davon aus, dass die Preise, insbesondere für Kautschuke, aufgrund der unterstellten Nachfragesteigerung auf den weltweiten Reifenersatz- und Industriemärkten im Verlauf des Jahres 2017 wieder ansteigen. Continental hat Chancen aus Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen.Eine weitere Verschärfung der regulatorischen Vorschriften zu den Verbrauchs- und Abgasnormen für Kraftfahrzeuge, auch in den sich entwickelnden Märkten, könnte eine höhere Nachfrage nach Produkten von Continental auslösen. Mit unserem umfangreichen Portfolio von Benzin- und Dieselsystemen einschließlich Sensoren, Aktuatoren und maßgeschneiderter Elektronik über Kraftstofffördersysteme, Motor- und Getriebesteuerungen bis hin zu Systemen und Komponenten für Hybrid- und Elektroantriebe, aber auch durch rollwiderstandsoptimierte Reifen und Reifen für Hybridfahrzeuge, stellen wir bereits heute Lösungen bereit, die die Einhaltung solcher Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen ermöglichen, und können damit schnell auf sich abzeichnende Änderungen der regulatorischen Vorschriften reagieren. Eine Erhöhung der Einbauraten dieser Produkte aufgrund erhöhter regulatorischer Vorschriften hätte einen positiven Einfluss auf unseren Umsatz und unsere Ertragslage. Zusätzliche gesetzliche Vorschriften mit dem Ziel, die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern, böten ebenfalls die Chance auf eine Steigerung der Nachfrage nach Produkten von Continental. Bereits heute zählen wir zu den führenden Anbietern von elektronischen Bremssystemen sowie von Steuerungselektronik für Airbags und Sitzgurte. Aufgrund unseres breiten Produktportfolios für aktive Fahrzeugsicherheit haben wir in den vergangenen Jahren weiterführende Sicherheitssysteme entwickelt. Hierzu zählen u. a. Notbremsassistenz-, Spurhalteassistenz- und Totwinkelerkennungssysteme ebenso wie das Head-up-Display. Diese Systeme werden aktuell im Wesentlichen optional in den Fahrzeugen der Oberklasse verbaut. Continental bieten sich Chancen aus einem verstärkten Trend zur Hybridisierung von Fahrzeugen.Sollte sich der Trend zur Hybridisierung von Fahrzeugen verstärken und sich damit die Hybridtechnik aufgrund von Größendegressionseffekten früher als bisher erwartet als kostengünstige Alternative darstellen, hätte dies positive Auswirkungen auf Continental, da Continental auf diesen Zukunftsmärkten bereits heute gut mit ihren Produkten positioniert ist. Continental bieten sich Chancen aus einer intelligenten Vernetzung von Fahrerassistenzsystemen und Fahrerinformationssystemen mit dem Internet.Durch die intelligente Vernetzung von Fahrerassistenzsystemen und Fahrerinformationssystemen mit dem Internet schaffen wir die Voraussetzung, in den kommenden Jahren schrittweise das automatisierte Fahren zu ermöglichen. Über Kooperationen mit führenden Anbietern aus der Technologie- und Internetbranche planen wir darüber hinaus, das vollautomatisierte Fahren für das kommende Jahrzehnt zu realisieren. Hierfür entwickeln wir neue, divisionsübergreifende System-, Service- und Softwarelösungen, die für Continental ein erhebliches Wachstumspotenzial mit positiven Auswirkungen auf den zukünftigen Umsatz und die erzielbaren Margen bieten können. Continental bieten sich Chancen aus der Digitalisierung und einer intelligenten Nutzung automobiler Daten.Continental ist davon überzeugt, dass das Auto der Zukunft mit dem Internet verbunden sein wird. Experten beziffern das Umsatzpotenzial aus der Digitalisierung der physischen Welt und der entsprechenden Nutzung der Möglichkeiten des Internets der Dinge für die Automobilindustrie bis zum Jahr 2020 auf mehr als 57 Mrd €. Durch diese Digitalisierung eröffnet sich ein neuer Markt für Mobilitätsdienste (Mobility Services), der Continental mit ihrer Continental.cloud und dem eHorizon als Wegbereiter für solche Dienste neue Geschäftsfelder erschließen lässt. Zusätzlich bietet uns die zunehmende Digitalisierung unserer Produkte die Möglichkeit, unseren Kunden neben dem reinen Produkt softwarebasierte Zusatzdienste (Servitization) anzubieten. Mit zusätzlichem Umsatz auf diesen Gebieten würde Continental zudem dem strategischen Ziel, eine größere Unabhängigkeit von der Automobilproduktion zu erreichen, näher kommen. Continental bieten sich Chancen aus der Urbanisierung.Prognosen zufolge werden im Jahr 2050 mehr als zwei Drittel der Weltbevölkerung in Großstädten leben. Die Fahrzeugflotte wird dann auf über 2 Mrd Fahrzeuge angewachsen sein. Der Großteil dieser Fahrzeuge wird in den Großstädten unterwegs sein. Dies bedeutet enorme Herausforderungen für die Infrastruktur, die Sicherheit und die Emissionseigenschaften von Fahrzeugen. Mit unserem breiten Portfolio von Sicherheitstechnologien, Produkten zur emissionsfreien Mobilität und Konzepten zur intelligenten Vernetzung von Fahrzeugen untereinander oder mit der Infrastruktur bietet dieser Trend Chancen für künftig erzielbaren Umsatz. Gleichzeitig unterstützt er die Chancen, die sich aus der Digitalisierung, Elektrifizierung und dem automatisierten Fahren ergeben. Aussage zur Gesamtrisiko- und GesamtchancensituationDie Risikolage des Continental-Konzerns hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Einschätzung des Vorstands nicht wesentlich verändert. Für das laufende Jahr muss sich noch zeigen, wie sich die weitere politische Entwicklung in Nordamerika, Europa und China auf die Konjunktur und unsere Geschäftsentwicklung auswirken wird. Es bleibt abzuwarten, ob und wie die volatilen Umfeldfaktoren unser Geschäft beeinflussen. Mit den Veränderungen der Einzelrisiken haben sich in der Analyse im konzernweiten Risikomanagementsystem für das abgelaufene Geschäftsjahr jedoch keine Risiken gezeigt, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Gesellschaft oder des Konzerns gefährden. Bestandsgefährdende Risiken sind auch in absehbarer Zeit nach Einschätzung des Vorstands nicht erkennbar. Unter Berücksichtigung der wesentlichen Chancen zeigt die Gesamtrisikolage des Continental-Konzerns eine angemessene Risiko- und Chancensituation, auf die unsere strategischen Ziele entsprechend ausgerichtet sind. Prognosebericht> Künftige RahmenbedingungenPrognose der gesamtwirtschaftlichen EntwicklungFür Deutschland rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem World Economic Outlook Update vom Januar 2017 für das aktuelle Geschäftsjahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,5 %. Ein Grund für das niedrigere Wachstum liegt in der geringeren Anzahl von Arbeitstagen im Vergleich zu 2016, ein anderer in einem voraussichtlich geringeren Anstieg der Staatsausgaben als im Vorjahr. Für die Eurozone erwartet der IWF für 2017 einen BIP-Zuwachs um 1,6 %. Nach seiner Einschätzung wird sich 2017 die Belebung der Binnennachfrage weiter fortsetzen. Für die USA prognostiziert der IWF für das laufende Jahr einen kräftigen Anstieg des BIP-Wachstums auf vorerst 2,3 %. Je nach tatsächlichem Umfang der angekündigten fiskalpolitischen Maßnahmen der neuen Regierung sind Änderungen dieser Prognose im Laufe des Jahres wahrscheinlich. Bremsend auf die wirtschaftliche Aktivität könnten 2017 vor allem eine weitere Aufwertung des US-Dollar und die angekündigten Zinserhöhungen der US-amerikanischen Notenbank Fed wirken. Für Japan erwartet der IWF eine Fortsetzung des moderaten Wachstums und rechnet mit einem BIP-Zuwachs von 0,8 %. Positiv wirken weiterhin das negative Zinsumfeld sowie steigende Einkommen privater Haushalte und staatliche Ausgaben. Die Schwellen- und Entwicklungsländer dürften 2017 gemäß IWF voraussichtlich ein BIP-Wachstum von 4,5 % erreichen. Als wesentliche Stützen sieht der IWF dabei Indien, für dessen Wirtschaft mit einem Wachstum von 7,2 % gerechnet wird, und China, mit einem BIP-Zuwachs in Höhe von 6,5 %. Nachdem 2016 die Rezessionen in Russland und Brasilien das Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer noch gebremst haben, wird dieser Effekt 2017 aufgrund der Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage in diesen beiden Volkswirtschaften deutlich geringer ausfallen. Für Russland erwartet der IWF ein Wachstum des BIP im Jahr 2017 von 1,1 % und für Brasilien eine leichte Zunahme um 0,2 %. Auf Basis dieser Einschätzungen prognostiziert der IWF für die Weltwirtschaft einen Anstieg des Wachstums um 0,3 Prozentpunkte auf 3,4 % für das Jahr 2017. Erhebliche Risiken sieht der IWF in einer Zunahme politischer Uneinigkeit in vielen Ländern. Hinzu kommen die vielerorts wachsenden protektionistischen Tendenzen, die einen negativen Effekt auf den internationalen Handel und die Weltwirtschaft haben können. Zudem besteht gemäß IWF in den entwickelten Volkswirtschaften unverändert das Risiko einer Wachstumsabschwächung. Auch das Risiko von Finanzmarktturbulenzen durch neue Bankenkrisen in hochverschuldeten Ländern besteht fort. Ferner dämpfen gemäß IWF geopolitische Spannungen in verschiedenen Ländern deren konjunkturelle Entwicklung spürbar. Chancen sieht der IWF für 2017 vor allem in stärker als erwarteten fiskalpolitischen Maßnahmen der USA und/oder Chinas mit entsprechend positiven Effekten auf deren primäre Handelspartner. Wirtschaftswachstum 2017 im Vergleich zu 2016![]() Quellen: IWF - World Economic Outlook Update 1/2017, Eurostat, statistische Ämter der genannten Länder, Bloomberg. Prognose der Entwicklung wesentlicher AbnehmerbranchenPrognose der Produktion von Pkw und leichten NutzfahrzeugenFür die globale Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen < 6 t erwarten wir für das Jahr 2017 aktuell ein Wachstum von 1 % auf knapp 94 Mio Einheiten. Der weltweit größte Zuwachs des Produktionsvolumens wird 2017 abermals in China erwartet. Nach dem sehr starken Anstieg im Vorjahr und der Erhöhung der Verkaufsteuer von 5 % auf 7,5 % erwarten wir jedoch nur noch ein Wachstum von knapp 4 % bzw. rund 1,1 Mio Einheiten. Steigende Produktionsvolumina sollten nach unserer Einschätzung auch Indien, Japan sowie Südkorea zeigen. Für Asien insgesamt gehen wir von einem Produktionsanstieg um 3 % auf rund 51 Mio Einheiten aus. Für Europa erwarten wir 2017 einen Zuwachs der Pkw-Produktion von 2 %. Für den westlichen Teil Europas rechnen wir dabei mit einer stabilen Entwicklung der Binnennachfrage bei zugleich eher stagnierenden Exportzahlen. Für Osteuropa erwarten wir derzeit eine leichte Erholung der Pkw-Nachfrage und -Produktion. Für Nordamerika halten wir aufgrund des erreichten hohen Produktionsniveaus zum aktuellen Zeitpunkt einen Rückgang der Produktion um 3 % für wahrscheinlich. Absatzchancen ergeben sich aus dem immer noch vergleichsweise hohen Alter des Pkw-Bestands in den USA und in Europa. In Südamerika dürfte sich 2017 die Pkw-Produktion stabilisieren, wir rechnen hier mit einem leichten Anstieg um 2 %. Prognose der Produktion von mittelschweren und schweren NutzfahrzeugenDie weltweite Produktion von Nutzfahrzeugen >6 t wird 2017 nach unserer Einschätzung um 1 % zulegen. Die einzelnen Regionen dürften sich dabei sehr unterschiedlich entwickeln. Die Hauptursache für das im Vergleich zum Vorjahr schwächere globale Wachstum ist die auch 2017 rückläufige Nutzfahrzeugproduktion in Nordamerika. Wir rechnen zwar mit einer Stabilisierung im Jahresverlauf, erwarten jedoch für 2017 einen Rückgang um 5 %. Für Europa rechnen wir 2017 mit einem Rückgang von 2 %. Für Asien erwarten wir nach der kräftigen Steigerung des Vorjahres noch einen Produktionszuwachs um 4 % und für Südamerika einen leichten Produktionsanstieg um 1 %. Prognose der Ersatzreifenmärkte für Pkw und leichte NutzfahrzeugeDer positive Nachfragetrend für Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge < 6 t wird voraussichtlich auch 2017 in fast allen Regionen anhalten. Weltweit erwarten wir einen Anstieg des Bedarfs um 2 %. Fast drei Viertel dürfte hierzu der asiatische Markt mit einem Wachstum von 4 % beitragen - weiterhin getrieben durch die Nachfrage in China infolge des gewachsenen Fahrzeugbestands sowie durch einen steigenden Bedarf in Indien, Indonesien und weiteren Ländern. Für Europa rechnen wir 2017 mit einer anhaltend steigenden Ersatzreifennachfrage für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in West- und Osteuropa, wodurch der Absatz in Europa insgesamt um 2 % steigen sollte. In Nordamerika dürfte sich der Bedarf infolge der weiter steigenden Fahrleistung um 2 % erhöhen. Auch für Südamerika erwarten wir einen Anstieg des Reifenabsatzes um 2 %. Prognose der Ersatzreifenmärkte für mittelschwere und schwere NutzfahrzeugeDie weltweite Nachfrage nach Ersatzreifen für Nutzfahrzeuge > 6 t dürfte 2017 aufgrund zunehmender Tonnage in den meisten Ländern und Regionen an Dynamik gewinnen und um 3 % wachsen. Wesentlicher Treiber hierbei bleibt Asien, da das anhaltende wirtschaftliche Wachstum für steigende Transportvolumina sorgt. Wir erwarten daher erneut einen Anstieg des Bedarfs an Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge um 4 %. Für Europa rechnen wir aktuell mit einer Steigerung des Absatzes von Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge um 2 %. Für Nordamerika erwarten wir ein Wachstum der Nachfrage von rund 1 % und für Südamerika einen Anstieg um 2 %. Prognose von Fahrzeugproduktion und Absatz im Reifenersatzgeschäftscroll
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Quellen: Fahrzeugproduktion: IHS Inc. (Europa mit West-, Zentral- und Osteuropa inkl. Russland und Türkei; Asien inkl. Kasachstan, Usbekistan, Naher Osten und Ozeanien mit Australien). Reifenersatzgeschäft: LMC International Ltd. Vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen. Ausblick des Continental-KonzernsPrognoseverfahrenBereits im Januar des laufenden Geschäftsjahres gibt Continental ihre Einschätzung zur Entwicklung der wichtigen Produktions- und Absatzmärkte bekannt. Hierauf basiert unsere Prognose für wichtige Steuerungsgrößen des Konzerns, die wir zeitgleich veröffentlichen. Hierzu zählen der Umsatz und die bereinigte EBIT-Marge für den Konzern. Zusätzlich informieren wir über die Einschätzung zu wichtigen Einflussgrößen auf das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT). Hierzu zählen die erwartete Be- oder Entlastung aus dem geschätzten Verlauf der Rohstoffpreise für das laufende Jahr sowie die erwartete Entwicklung von Sondereffekten und die Höhe der Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen. Damit ermöglichen wir es Investoren, Analysten und anderen Interessierten, auf das EBIT des Konzerns überzuleiten. Darüber hinaus geben wir eine Einschätzung zur Entwicklung des Zinsergebnisses und der Steuerquote für den Konzern bekannt. Dies erlaubt wiederum die Überleitung auf das Konzernergebnis. Außerdem veröffentlichen wir eine Prognose zu den für das laufende Jahr geplanten Sachinvestitionen und dem Free Cashflow vor Akquisitionen. Im Februar des laufenden Geschäftsjahres ergänzen wir diese Prognose für den Konzern um die Prognose für den Umsatz und die bereinigte EBIT-Marge der beiden Kerngeschäftsfelder Automotive Group und Rubber Group und veröffentlichen sie im März im Rahmen der Jahrespressekonferenz und unseres Geschäftsberichts für das vergangene Jahr. Diese Prognose für das laufende Jahr wird kontinuierlich überprüft. Mögliche Änderungen der Prognose werden spätestens in den Finanzberichten zum jeweiligen Quartal beschrieben. Zum Beginn des Folgejahres, d. h. mit der Erstellung des Geschäftsberichts für das vergangene Jahr, erfolgt ein Abgleich mit der im Geschäftsbericht des Vorjahres veröffentlichten Prognose. Neben den Zielen für das laufende Jahr hat Continental seit 2015 eine Mittelfristprognose aufgestellt. Diese setzt sich aus der Konzernstrategie, dem Auftragseingang in der Automotive Group und den Mittelfristzielen der Rubber Group zusammen. Demgemäß wollen wir im Jahr 2020 einen Umsatz von mehr als 50 Mrd € und eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) von mindestens 20 % erzielen. Diese Mittelfristziele wurden auch nach der im Jahr 2016 erfolgten Überprüfung bestätigt. Prognosevergleich für das vergangene GeschäftsjahrDie im Februar 2016 aufgestellte Prognose konnten wir in Bezug auf die bereinigte EBIT-Marge der Automotive Group nicht erreichen. Grund hierfür waren mehrere, voneinander unabhängige Einzelereignisse, die am 17. Oktober 2016 eine Rücknahme des Ausblicks für die bereinigte EBIT-Marge in der Automotive Group von über 8,5 % auf über 6,5 % bedingt haben. Dabei entfielen auf die Divisionen Chassis & Safety und Interior aufgrund von Gewährleistungen für Produkte, die mehrheitlich in den Jahren 2004 bis 2010 ausgeliefert wurden, und wegen möglicher Aufwendungen für anhängige Kartellverfahren mit potenziellen Belastungen insgesamt etwa 390 Mio €. Für diese potenziellen Belastungen wurde durch entsprechende Rückstellungsbildung zum 30. September 2016 Vorsorge getroffen. Diese Belastungen werden überwiegend im Jahr 2017 zur Auszahlung kommen. Außerdem hatte sich die Liefersituation eines Zulieferers für Mikrocontroller aufgrund mehrerer Erdbeben im Geschäftsjahr 2016 in der Region Kumamoto, Japan, derart verschlechtert, dass die Division Interior im Berichtsjahr mit einem Umsatzausfall in Höhe von mindestens 100 Mio € belastet wurde. Das EBIT wurde aufgrund von Sonderfrachten, Produktanpassungen und höheren Fertigungskosten mit etwa 50 Mio € belastet. Höher als erwartete Forschungs- und Entwicklungsvorleistungen belasteten darüber hinaus die Divisionen Interior und Powertrain mit zusätzlich insgesamt etwa 60 Mio €. Diese Belastungen konnten nur zu einem geringen Teil ausgeglichen werden. In Summe bedeuteten die zuvor genannten Sachverhalte einen negativen Effekt auf das berichtete und bereinigte EBIT der Automotive Group in Höhe von insgesamt rund 480 Mio €. Die Umsatzprognose in Höhe von rund 25 Mrd € konnte hingegen erreicht werden. Vor negativen Wechselkurseinflüssen lag der Umsatz der Automotive Group bei 24,9 Mrd €. Prognosevergleich für das Geschäftsjahr 2016scroll
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Für die Prognose bei konstanten Wechselkursen.
Die Belastung durch Wechselkurseinflüsse lag für den Konzern 2016
bei 827 Mio €. Sie teilen sich etwa hälftig auf die beiden Kerngeschäftsfelder
auf Die übrigen Zielgrößen aus unserer Prognose konnten wir hingegen sicher erreichen (vgl. Tabelle). Der Konzernumsatz belief sich auf 40,5 Mrd € und wurde dabei von negativen Wechselkurseinflüssen in Höhe von 827 Mio € belastet. Die bereinigte EBIT-Marge des Konzerns lag bei 10,8 %. Der Umsatz der Rubber Group lag wie geplant bei mehr als 16 Mrd € und die bereinigte EBIT-Marge übertraf mit 17,8 % unsere Prognose aus dem August 2016 um 0,8 Prozentpunkte. Das negative Zinsergebnis fiel, wegen der guten Entwicklung des Free Cashflow, begünstigt durch die in Summe positiven Bewertungseffekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und aus der Entwicklung der Wechselkurse, besser aus als erwartet. Allein diese Bewertungseffekte wirkten sich im Jahr 2016 mit 90 Mio € positiv auf das negative Zinsergebnis aus. Die Steuerquote lag leicht unter unserer Prognose von rund 30 %. Der Free Cashflow vor Akquisitionen lag trotz der hohen Investitionsquote bei 2,3 Mrd € und damit sicher über unserer Prognose von mindestens 1,8 Mrd €. AuftragslageDie Auftragslage in der Automotive Group hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter positiv entwickelt. Alle drei Automotive-Divisionen konnten ihren Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöhen. In Summe akquirierten die Automotive-Divisionen Chassis & Safety, Powertrain und Interior Aufträge, die sich über die Gesamtdauer der Belieferung in die Fahrzeuge wertmäßig auf mehr als 35 Mrd € summieren. Diese sogenannten Lifetime Sales basieren dabei im Wesentlichen auf Annahmen über die Produktionsvolumina der jeweiligen Fahrzeug- oder Motorenplattformen, die vereinbarten Kostenreduzierungen und die Preisentwicklung wichtiger Rohmaterialien. Der hierdurch ermittelte Auftragsbestand stellt eine Richtgröße für den auf mittlere Sicht erzielbaren Umsatz dar, der bei einer Änderung der genannten Einflussgrößen Abweichungen aufweisen kann. Sollten sich die getroffenen Annahmen als richtig erweisen, dann stellen die Lifetime Sales eine gute Richtgröße für das in drei bis vier Jahren erreichbare Umsatzvolumen der Automotive Group dar. Aufgrund des hohen Anteils des Ersatzreifengeschäfts am Umsatz der Division Reifen ist eine Ermittlung eines aussagekräftigen Auftragsbestands nicht möglich. Ähnliches trifft auf die Division ContiTech zu. Sie besteht aus neun Geschäftsbereichen, die auf unterschiedlichen Märkten und Industriezweigen, die wiederum eigenen Einflussfaktoren unterliegen, tätig sind. Eine Konsolidierung der Auftragsbestände der verschiedenen Geschäftsbereiche der Division ContiTech hätte daher nur begrenzte Aussagekraft. Ausblick des Continental-KonzernsFür das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir einen Anstieg der weltweiten Fahrzeugproduktion (Pkw, Kombifahrzeuge und leichte Nutzfahrzeuge) um 1 % auf knapp 94 Mio Einheiten. Für die für Continental bedeutenden Pkw-Ersatzreifenmärkte Europa und Nordamerika gehen wir von einem Anstieg der Nachfrage um insgesamt 10 Mio Ersatzreifen bzw. einem Nachfrageplus in Höhe von jeweils 2 % aus. Auf Basis dieser Marktannahmen und unter der Voraussetzung konstanter Wechselkurse rechnen wir mit einem Anstieg des Konzernumsatzes 2017 auf mehr als 43 Mrd €. Wir haben uns für das Geschäftsjahr 2017 das Ziel gesetzt, auf Konzernebene eine bereinigte EBIT-Marge von mehr als 10,5 % zu erreichen. Die im Vergleich zum Vorjahr geringere Erwartung an die Entwicklung der bereinigten EBIT-Marge ist dabei im Wesentlichen durch die erwartete Mehrbelastung aufgrund steigender Rohstoffpreise in der Rubber Group zu erklären. Für die Automotive Group rechnen wir, bei konstanten Wechselkursen, mit einem Umsatzwachstum in Höhe von 6 % auf rund 26 Mrd € und einer bereinigten EBIT-Marge von rund 8,5 %. Für die Rubber Group erwarten wir ein Umsatzwachstum auf mehr als 17 Mrd € und eine bereinigte EBIT-Marge von mehr als 15 %. Für das Jahr 2017 rechnen wir mit einer Belastung aus steigenden Rohmaterialpreisen in der Rubber Group in Höhe von rund 500 Mio €. Dabei unterstellen wir einen Durchschnittskurs für Naturkautschuk (TSR 20) in Höhe von 2,25 US-Dollar/kg (2016: 1,38 US-Dollar/kg) und für den Synthesekautschukgrundstoff Butadien in Höhe von 2,45 US-Dollar/kg (2016: 1,13 US-Dollar/kg). Außerdem rechnen wir mit Kostensteigerungen bei Rußen um über 20 % im Vergleich zu den Durchschnittspreisen des Jahres 2016. Für die Rubber Group errechnet sich je 10 US-Dollar Steigerung des Durchschnittspreises für Rohöl ein jährlicher negativer Bruttoeffekt von rund 50 Mio US-Dollar auf das operative Ergebnis. Der Durchschnittspreis für die Nordseesorte Brent lag im Jahr 2016 bei rund 44 US-Dollar. Das negative Zinsergebnis erwarten wir für 2017 bei rund 200 Mio €. Grund für den Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist, dass wir im laufenden Jahr nicht mit einer Wiederholung der im vergangenen Jahr in Summe positiv wirkenden Bewertungseffekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und aus der Entwicklung der Wechselkurse rechnen. Die Steuerquote sollte im Jahr 2017 wiederum unter 30 % liegen. Für 2017 rechnen wir mit negativen Sondereffekten in Höhe von rund 100 Mio €. Die Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen, die im Wesentlichen aus den Erwerben von Veyance Technologies (Erwerb 2015), Elektrobit Automotive (Erwerb 2015) und der Hornschuch Gruppe (Erwerb 2017) resultieren, werden voraussichtlich bei rund 200 Mio € liegen und hauptsächlich die Divisionen ContiTech und Interior betreffen. Die Investitionen vor Finanzinvestitionen werden im Geschäftsjahr 2017 steigen und bei rund 6,5 % vom Umsatz liegen. Die Verteilung zwischen der Automotive und der Rubber Group wird etwa 57 % zu 43 % betragen. Die größten Projekte innerhalb der Division Chassis & Safety sind im Jahr 2017 der weltweite Ausbau der Fertigungskapazitäten im Geschäftsbereich Vehicle Dynamics für die Bremsengenerationen MK 100 und MK C1. Ferner sind umfangreiche Investitionen im Geschäftsbereich Advanced Driver Assistance Systems in den weltweiten Ausbau der Kapazitäten für Fernbereichs- und Kurzstrecken-Radarsensoren sowie Multifunktionskameras geplant. Die Division Powertrain investiert im Geschäftsbereich Transmission in neue Fertigungskapazitäten für voll integrierte Getriebesteuerungen (Automatikgetriebe) am Standort Sibiu, Rumänien. Der Geschäftsbereich Engine Systems investiert vornehmlich in den weltweiten Kapazitätsausbau von Benzin-Hochdruckinjektoren und Benzin-Hochdruckpumpen. Außerdem werden die Fertigungskapazitäten für Benzin-Turbolader an den Standorten in China und Nordamerika erweitert. Zudem sind weitere Investitionen im Geschäftsbereich Hybrid Electric Vehicle für "48 Volt Eco Drive"-Projekte in China, Deutschland und Nordamerika geplant. In der Division Interior liegt ein Investitionsschwerpunkt im Ausbau der Fertigungskapazitäten für Zentraldisplays in Deutschland und Nordamerika. Die Investitionsschwerpunkte im Jahr 2017 in der Division Reifen sind der Ausbau der Pkw-Reifenproduktion in Osteuropa, China und Nordamerika. Im Bereich Nutzfahrzeugreifen liegt der Fokus im Ausbau der Fertigungskapazitäten in Nordamerika. In der Division ContiTech bilden im laufenden Jahr eine Werkverlagerung im Geschäftsbereich Mobile Fluid Systems und die Produktionserweiterung im Geschäftsbereich Benecke-Kaliko Group in China die Investitionsschwerpunkte. Continental weist zum Jahresende 2016 Netto-Finanzschulden von 2,8 Mrd € aus. Auch in Zukunft wollen wir, im Einklang mit unserem Ziel, die Abhängigkeit von der Automobilerstausrüstung zu verringern, insbesondere das Industriegeschäft weiter stärken. Hierfür sind auch weitere Unternehmenszukäufe nicht ausgeschlossen. Ein weiterer Fokus liegt auf der gezielten Verstärkung unserer Technologiekompetenz in Zukunftsfeldern innerhalb der Automotive Group. Wir planen, für das Jahr 2017 einen Free Cashflow vor Akquisitionen von rund 2 Mrd € zu erreichen. Der Grund für den Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist zum einen im Anstieg der Investitionsquote zu sehen. Zum anderen wird ein größerer Teil der Belastungen aus Gewährleistungsrückstellungen und möglichen Kartellstrafen aus dem Jahr 2016 zu einem Mittelabfluss im Jahr 2017 führen. Der Start in das Jahr 2017 bestätigt unsere Erwartungen für das Gesamtjahr. KonzernabschlussErklärung des VorstandsDer Vorstand der Continental AG ist verantwortlich für die Aufstellung, die Vollständigkeit und die Richtigkeit des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie für die sonstigen im Geschäftsbericht gegebenen Informationen. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die International Financial Reporting Standards (IFRS) angewendet, wie sie in der EU anzuwenden sind, und, soweit erforderlich, sachgerechte Schätzungen vorgenommen. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns enthält eine Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie weitere Erläuterungen, die nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs zu geben sind. Um die Zuverlässigkeit der Daten sowohl für die Erstellung des Konzernabschlusses einschließlich des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns als auch für die interne Berichterstattung sicherzustellen, existiert ein wirksames internes Steuerungs- und Kontrollsystem. Dies beinhaltet konzernweit einheitliche Richtlinien für Rechnungslegung und Risikomanagement entsprechend § 91 Abs. 2 AktG sowie ein integriertes Controllingkonzept als Teil des wertorientierten Managements und Prüfungen durch die Konzernrevision. Der Vorstand wird damit in die Lage versetzt, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, Deutschland, ist von der Hauptversammlung der Continental AG zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 bestellt worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats hat den Prüfungsauftrag erteilt. KPMG hat den nach den IFRS erstellten Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns geprüft. Der Abschlussprüfer hat den nachfolgend abgedruckten Bestätigungsvermerk erteilt. Gemeinsam mit dem Abschlussprüfer wird der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats den Konzernabschluss, den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, den Prüfungsbericht und das Risikomanagement entsprechend § 91 Abs. 2 AktG eingehend erörtern. Anschließend werden diese Jahresabschlussunterlagen und diese Berichte ebenfalls in Anwesenheit des Abschlussprüfers mit dem gesamten Aufsichtsrat in dessen Bilanzsitzung erörtert.
Hannover, 6. Februar 2017 Der Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Continental Aktiengesellschaft, Hannover, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang - sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, 21. Februar 2017 KPMG AG Ufer, Wirtschaftsprüfer Papenberg, Wirtschaftsprüfer Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Konzerngesamtergebnisrechnungscroll
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Inklusive Fremdanteile. KonzernbilanzDie Struktur der Passivseite wurde ab dem Berichtsjahr 2016 zur Erhöhung der Transparenz bei der Darstellung der Leistungen an Arbeitnehmer geändert. Alle nachfolgenden Werte der Vergleichsperioden sowie Darstellungen sind entsprechend angepasst ausgewiesen. Aktiva scroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
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Die Vorjahresvergleichswerte sind entsprechend
der aktuellen Struktur angepasst dargestellt. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang in den Kapiteln 2, 5 und 23.
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Eingeteilt in 200.005.983 im Umlauf befindliche
Stückaktien. KonzernanhangDie Struktur der Passivseite wurde ab dem Berichtsjahr 2016 zur Erhöhung der Transparenz bei der Darstellung der Leistungen an Arbeitnehmer geändert. Alle nachfolgenden Werte der Vergleichsperioden sowie Darstellungen sind entsprechend angepasst ausgewiesen. 1. SegmentberichterstattungErläuterungen zur SegmentberichterstattungEntsprechend den Regeln des IFRS 8, Geschäftssegmente, stellt die Segmentberichterstattung der Continental AG auf den management approach in Bezug auf die Segmentidentifikation ab. Demnach sind die Informationen, die dem Chief Operating Decision Maker regelmäßig für Entscheidungszwecke zur Verfügung gestellt werden, als maßgeblich zu betrachten. Aufgrund der Wesensverwandtschaft einzelner Produkte werden diese in Segmente zusammengefasst. Diese zeigt sich im Wesentlichen bei Produktanforderungen, Markttrends, Kundengruppen und Distributionskanälen. Die Aktivitäten des Continental-Konzerns sind in folgende Segmente aufgeteilt: Chassis & Safety entwickelt, produziert und vertreibt intelligente Systeme zur Verbesserung der Fahrsicherheit und Fahrdynamik. Powertrain integriert innovative und effiziente Systemlösungen rund um den Antriebsstrang von heute und morgen. Interior ist spezialisiert auf das Informationsmanagement, entwickelt und produziert Informations-, Kommunikations- und Vernetzungslösungen. Reifen steht für kurze Bremswege und hohen Grip, um maximale Sicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig durch minimierten Rollwiderstand den Kraftstoffverbrauch zu senken. ContiTech entwickelt, produziert und vermarktet Produkte für den Maschinen- und Anlagenbau, den Bergbau, die Automobilindustrie sowie für weitere wichtige Industrien. Sonstiges/KonsolidierungHier sind die direkt geführten Beteiligungen wie Holding-, Finanz- und Versicherungsgesellschaften sowie die Holdingfunktion der Continental AG und die Auswirkungen aus Konsolidierungen enthalten. Dieser Bereich beinhaltet auch die Ergebnisauswirkungen aus ungewissen Risiken, insbesondere aus vertraglichen und ähnlichen Ansprüchen oder Verpflichtungen, die u. a. Beteiligungsrisiken darstellen, die zurzeit operativen Bereichen nicht zugeordnet werden können. Die interne Steuerung und Berichterstattung im Continental-Konzern basieren auf den in Kapitel 2 beschriebenen Grundsätzen der Rechnungslegung (IFRS). Der Konzern misst den Erfolg seiner Segmente einerseits als bereinigte Umsatzrendite anhand des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt), bezogen auf den bereinigten Umsatz, andererseits als Kapitalrendite (ROCE), ermittelt als EBIT in Prozent der durchschnittlichen operativen Aktiva. Verkäufe und Erlöse zwischen den Segmenten werden zu Preisen berechnet, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart würden. Bei Verwaltungsleistungen von Gesellschaften mit übernommener Zentralfunktion oder von der Konzernführung werden die Kosten entsprechend der Inanspruchnahme wie Dienstleistungen für fremde Dritte berechnet. Sofern eine direkte Zuordnung nicht möglich ist, werden leistungsgerechte Verteilungen vorgenommen. Das Segmentvermögen umfasst die operativen Aktiva der Aktivseite der Bilanz zum Stichtag. Die Segmentschulden weisen die Bestandteile der operativen Aktiva auf der Passivseite der Bilanz aus. Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge von Sachanlagen und Software sowie Zugänge aktivierter Sachverhalte aus Finanzierungsleasing und aktivierter Fremdkapitalkosten nach IAS 23. Die Abschreibungen zeigen den planmäßigen Werteverzehr und Wertminderungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie Wertminderungen auf Goodwill. Abschreibungen auf Finanzanlagen sind in dieser Kennzahl nicht enthalten. Unter den nicht zahlungswirksamen Aufwendungen/Erträgen werden im Wesentlichen Veränderungen der Pensionsrückstellungen - außer Einzahlungen in die bzw. Entnahmen aus den zugehörigen Fonds - sowie die Ergebnisse aus und Wertminderungen und -aufholungen auf at-equity bilanzierte Unternehmen zusammengefasst. Für die Angaben der Segmentberichterstattung nach Ländern und Regionen werden die Umsatzerlöse nach dem Sitz der Kunden, die Investitionen und das Segmentvermögen dagegen nach dem Sitz der Gesellschaften bestimmt. Continental erwirtschaftete im Berichtsjahr, über alle Segmente betrachtet, mit einer Gruppe von Unternehmen unter gemeinsamer Beherrschung Umsatzerlöse in Höhe von 5.608,5 Mio € (Vj. 5.647,1 Mio €). Im Jahr 2016 wurden in Deutschland und in den USA jeweils mehr als 20 % der Umsatzerlöse erwirtschaftet. Des Weiteren gibt es im Berichtsjahr außer China kein Land, in dem mehr als 10 % der Umsätze realisiert wurden. Hinsichtlich der Angaben zu den Zielen, Methoden und Prozessen des Kapitalmanagements verweisen wir auf das Kapitel Unternehmenssteuerung im Lagebericht. Segmentberichterstattung 2016scroll
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Investitionen in Sachanlagen und Software. Segmentberichterstattung 2015scroll
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Investitionen in Sachanlagen und Software. Überleitung Umsatz zum Umsatz bereinigt sowie EBITDA zum bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) 2016scroll
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Überleitung Umsatz zum Umsatz bereinigt sowie EBITDA zum bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) 2015scroll
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Konsolidierungskreisveränderungen beinhalten
Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und Asset Deals. Dabei werden
Zugänge im Berichtsjahr und Abgänge in der Vergleichsperiode bereinigt. Überleitung EBIT zum Konzernergebnisscroll
Segmentberichterstattung nach Regionenscroll
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Investitionen in Sachanlagen und Software. Überleitung zu operativen Aktiva 2016scroll
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Überleitung zu operativen Aktiva 2015scroll
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2. Allgemeine Erläuterungen und Grundsätze der RechnungslegungDie Continental Aktiengesellschaft (Continental AG) mit Sitz in Hannover, Vahrenwalder Straße 9, Deutschland, ist die Muttergesellschaft des Continental-Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover eingetragen (HR B 3527). Die Continental AG ist ein weltweit operierender Zulieferer der Automobilindustrie. Die Art der Geschäftstätigkeit und die Hauptaktivitäten der Continental AG sind im Abschnitt Segmentberichterstattung (Kapitel 1) näher erläutert. Der Konzernabschluss der Continental AG für das Geschäftsjahr 2016 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 6. Februar 2017 aufgestellt und wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und dort bekannt gemacht. Der Konzernabschluss der Continental AG zum 31. Dezember 2016 ist gemäß der EU-Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 in Verbindung mit § 315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die International Accounting Standards (IAS), die Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee bzw. des Vorgängers International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie die des ehemaligen Standing Interpretations Committee (SIC). Alle für das Geschäftsjahr 2016 verbindlichen IFRS-Standards wurden vorbehaltlich der Anerkennung durch die Europäische Union angewendet. Der Konzernabschluss ist grundsätzlich auf der Basis der fortgeführten historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erstellt. Ausnahmen sind die als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten finanziellen Vermögenswerte sowie derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert sind. Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften werden entsprechend IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Der Stichtag der Einzelabschlüsse der einbezogenen Konzerngesellschaften entspricht grundsätzlich dem Stichtag des Konzernabschlusses. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können. KonsolidierungsgrundsätzeAlle wesentlichen Tochterunternehmen, die die Continental AG nach den Bestimmungen des IFRS 10 beherrscht, sind in den Konzernabschluss einbezogen und werden vollkonsolidiert. Dazu muss die Continental AG die Entscheidungsmacht zur Steuerung der relevanten Tätigkeiten und ein Recht auf variable Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen haben. Des Weiteren muss sie ihre Entscheidungsmacht dazu nutzen können, die Höhe dieser Rückflüsse zu bestimmen. Daher kann der Konsolidierungskreis auch Gesellschaften umfassen, die unabhängig von den Stimmrechtsverhältnissen durch andere substanzielle Rechte, wie vertragliche Vereinbarungen, von der Continental AG beherrscht werden, wie es bei in den Konzernabschluss einbezogenen strukturierten Einheiten der Fall ist. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettoreinvermögen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Dabei werden auch immaterielle Vermögenswerte mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt, die bisher im Einzelabschluss des erworbenen Unternehmens nicht erfasst wurden. Bei einem Unternehmenserwerb identifizierte immaterielle Vermögenswerte, darunter z. B. Markennamen, Patente, Technologien, Kundenbeziehungen und Auftragsbestände, werden zum Erwerbszeitpunkt nur dann separat angesetzt, wenn die Voraussetzungen nach IAS 38 für die Aktivierung eines immateriellen Vermögenswerts vorliegen. Die Bewertung zum Erwerbszeitpunkt kann in der Regel nur vorläufig erfolgen. Sind Anpassungen innerhalb von zwölf Monaten nach dem Erwerb zugunsten bzw. zulasten der Vermögenswerte und Schulden notwendig, so werden diese entsprechend retrospektiv zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Wesentliche Anpassungen werden im Anhang dargestellt. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Goodwill aktiviert. Der Anteil der Minderheitsgesellschafter wird mit dem anteiligen (neubewerteten) Nettovermögen des Tochterunternehmens bewertet. Um die Werthaltigkeit des Goodwill aus einer noch nicht vollständig abgeschlossenen Bewertung und demnach vorläufigen Kaufpreisaufteilung sicherzustellen, wird zum Bilanzstichtag eine vorläufige Aufteilung des vorläufigen Goodwill auf die betroffenen Geschäftsbereiche vorgenommen. Diese vorläufige Aufteilung kann deutlich von der endgültigen Verteilung abweichen. Ein sich ergebender negativer Unterschiedsbetrag wird nach erneuter Überprüfung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden innerhalb der sonstigen Erträge realisiert. Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital werden unter "Anteile in Fremdbesitz" im Eigenkapital ausgewiesen. Im Falle sukzessiver Erwerbe bei bereits bestehender Beherrschung werden sich ergebende Unterschiedsbeträge zwischen Kaufpreis und Buchwert der erworbenen nicht beherrschenden Anteile in den erfolgsneutralen Rücklagen im Eigenkapital verrechnet. Im Falle eines sukzessiven Erwerbs und einer damit verbundenen Erlangung der Beherrschungsmöglichkeit wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert für die bereits im Besitz befindlichen Anteile zum Zeitpunkt der erstmaligen Vollkonsolidierung erfolgswirksam innerhalb der sonstigen Aufwendungen und Erträge realisiert. Wesentliche Beteiligungen werden, wenn die Continental AG einen maßgeblichen Einfluss auf das Beteiligungsunternehmen ausüben kann (assoziierte Unternehmen), grundsätzlich nach der Equity-Methode bilanziert. Die Beteiligungsbuchwerte der nach der Equity-Methode konsolidierten assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem anteiligen Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens fortgeführt. Sofern die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen nicht rechtzeitig vorliegen, erfolgt die Berücksichtigung der anteiligen Gewinne oder Verluste auf Basis einer zuverlässigen Schätzung. Ein im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandener Goodwill wird im Equity-Ansatz ausgewiesen und nicht planmäßig abgeschrieben. Bei Vorliegen entsprechender Indikatoren wird der Beteiligungsbuchwert der nach der Equity-Methode konsolidierten assoziierten Unternehmen einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. Nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden Gesellschaften, die wegen ihrer ruhenden oder nur geringen Geschäftstätigkeit von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns sind. Die Bilanzierung erfolgt im Konzernabschluss zu Anschaffungskosten, wenn keine Notierungen an Kapitalmärkten gegeben sind und aus der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts keine signifikante Verbesserung der Darstellung des Abschlusses zu erwarten ist. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen und innerhalb des Konzerns ausgeschüttete Dividenden werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern angesetzt, die aus der Höhe der durchschnittlichen Ertragsteuerbelastung des Konzerns abgeleitet sind. WährungsumrechnungDie Bilanzen ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zu Mittelkursen zum Bilanzstichtag (Stichtagskurs), die Gewinn- und Verlustrechnungen mit Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral im Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung im Eigenkapital ohne Berücksichtigung latenter Steuern erfasst. In den Einzelabschlüssen der Continental AG und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bei Zugang mit dem zu diesem Zeitpunkt geltenden Transaktionskurs bewertet und zum Bilanzstichtag an den dann gültigen Wechselkurs angepasst. Eingetretene Währungsgewinne und -verluste werden - mit Ausnahme bestimmter Finanzierungsvorgänge - erfolgswirksam erfasst. Währungskursdifferenzen aufgrund der Stichtagsumrechnung konzerninterner Finanzierungen, die in der jeweiligen funktionalen Währung einer der Vertragsparteien auftreten, werden im Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung im Eigenkapital erfasst, sofern die Rückzahlung dieser konzerninternen Kredite in absehbarer Zeit nicht erwartet wird. Ein Goodwill aus Unternehmenserwerben wird als Vermögenswert ausgewiesen und gegebenenfalls mit dem Mittelkurs in Euro zum Bilanzstichtag (Stichtagskurs) umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Differenzen werden im Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung im Eigenkapital erfasst. Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich wie folgt entwickelt: scroll
UmsatzrealisierungAls Umsätze werden nur die aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens resultierenden Produktverkäufe und Dienstleistungen ausgewiesen. Continental realisiert die Umsätze für Produktverkäufe bei Nachweis bzw. Vorliegen einer Vereinbarung, dass die Lieferung erfolgt ist und die Gefahren auf den Kunden übergegangen sind. Außerdem muss die Höhe des Umsatzes verlässlich ermittelbar sein und von der Einbringlichkeit der Forderung ausgegangen werden können. Bei Auftragsfertigungen werden Umsätze grundsätzlich nach dem effektiven Projektfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) realisiert. Als Berechnungsgrundlage dient dabei das Verhältnis der bereits angefallenen Kosten zum geschätzten gesamten Kostenvolumen des Vertrags. Erwartete Verluste aus diesen Aufträgen werden in dem Berichtszeitraum berücksichtigt, in dem die aktuell geschätzten Gesamtkosten die aus dem jeweiligen Vertrag zu erwartenden Umsatzerlöse übersteigen. Die Percentage-of-Completion-Methode ist für den Continental-Konzern von unwesentlicher Bedeutung. Produktbezogene AufwendungenAufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam. Rückstellungen für mögliche Inanspruchnahmen aus Gewährleistungsverpflichtungen für bereits verkaufte Produkte werden auf der Grundlage von Erfahrungswerten sowie unter Berücksichtigung gesetzlicher und vertraglicher Fristen gebildet. Darüber hinaus werden für identifizierte Einzelfälle zusätzliche Rückstellungen angesetzt. Forschungs- und EntwicklungskostenDie Forschungs- und Entwicklungskosten beinhalten auch die Aufwendungen für kundenspezifische Applikationen, Prototypen und Versuche. Zuschüsse oder Kostenerstattungen von Kunden werden mit den Aufwendungen zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung saldiert. Ferner werden die Aufwendungen um den Anteil, der auf die Anwendung von Forschungsergebnissen für die Entwicklung neuer oder wesentlich verbesserter Produkte entfällt, reduziert, soweit dieser Anteil nach den Voraussetzungen für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte nach IAS 38 zu aktivieren ist. Dieser Anteil wird als Vermögenswert aktiviert und ab dem Zeitpunkt der Veräußerbarkeit der entwickelten Produkte über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben. Jedoch gelten grundsätzlich Aufwendungen für kundenspezifische Applikationen, Vorserienprototypen oder Testkosten für bereits vermarktete Produkte - das sogenannte Application Engineering - als nicht aktivierungsfähige Entwicklungsleistungen. Ebenfalls werden Aufwendungen, die im direkten Zusammenhang mit der Ingangsetzung neuer Produktionsanläufe oder Werke entstehen, nicht aktiviert, sondern sofort ergebniswirksam erfasst. Neue Entwicklungen für das Erstausrüstungsgeschäft werden erst vermarktbar, nachdem die Continental AG für Fahrzeugplattformen bzw. Modelle als Lieferant nominiert und anhand von Freigabestufen zugelassen ist. Diese Freigaben setzen ferner aufgrund der besonderen Anforderungen an Sicherheits- und Komforttechnologien die technische Realisierbarkeit voraus. Demnach erfolgt eine Aktivierung von Entwicklungskosten ausschließlich erst ab dem Zeitpunkt der Nominierung und dem Erreichen einer bestimmten Freigabestufe. Mit dem Erreichen der endgültigen Freigabe für die unbegrenzte Serienfertigung gilt die Entwicklung als abgeschlossen. Nur bei wenigen Entwicklungsprojekten sind die Kriterien für eine Aktivierung erfüllt. Nominierungen von Erstausrüstern führen in aller Regel zu einer Belieferungspflicht über die gesamte Lebensdauer der jeweiligen Modelle oder Plattformen. Dabei entsprechen diese Liefervereinbarungen weder langfristigen Fertigungsaufträgen noch festen Verpflichtungen, insbesondere wegen der fehlenden Zusage der Erstausrüster für Abnahmemengen. Deshalb werden sämtliche Aufwendungen für Vorserienleistungen - mit Ausnahme der zuvor beschriebenen aktivierten Entwicklungsaufwendungen - sofort ergebniswirksam erfasst. Zins- und BeteiligungsergebnisZinsaufwendungen und Zinserträge werden zeitanteilig erfasst. Ausschüttungen aus als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten Finanzinstrumenten werden zum Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt. Dividendenerträge werden zum Zeitpunkt des Entstehens des rechtlichen Anspruchs erfasst. Ergebnis pro AktieDas Ergebnis pro Aktie wird auf der Basis des gewogenen Durchschnitts der ausgegebenen Aktien ermittelt. Aktien werden für den Zeitraum, in dem sie sich im eigenen Bestand befinden, hiervon abgesetzt. Das verwässerte Ergebnis pro Aktie berücksichtigt zusätzlich die aufgrund von Options- oder Umtauschrechten potenziell auszugebenden Aktien. Darüber hinaus werden Aufwendungen, die aufgrund einer Wandlung oder eines Umtauschs entfallen würden, eliminiert. Gliederung der BilanzVermögenswerte und Schulden werden als langfristige Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz ausgewiesen, wenn sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben; entsprechend kürzere Restlaufzeiten führen zum Ausweis als kurzfristige Vermögenswerte bzw. Schulden. Schulden gelten generell als kurzfristig, wenn kein uneingeschränktes Recht besteht, die Erfüllung der Verpflichtung innerhalb des nächsten Jahres zu vermeiden. Die Pensionsrückstellungen, Rückstellungen für andere Versorgungsleistungen und andere Leistungen an Arbeitnehmer sowie Ansprüche oder Verpflichtungen aus latenten Steuern werden grundsätzlich als langfristige Vermögenswerte oder Schulden ausgewiesen. Soweit Vermögenswerte und Schulden sowohl einen kurzfristigen als auch einen langfristigen Anteil aufweisen, werden diese in ihre Fristigkeitskomponenten aufgeteilt und entsprechend dem Bilanzgliederungsschema als kurzfristige und langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen. GoodwillEin Goodwill entspricht dem aktivischen Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden im Rahmen eines Unternehmenserwerbs. Der Goodwill unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung, vielmehr erfolgt mindestens einmal jährlich ein Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) zur Bestimmung eines möglichen Wertminderungsbedarfs. Immaterielle VermögenswerteErworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte zu ihren Herstellungskosten aktiviert, wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte gemäß IAS 38 vorliegen. Sofern sie einer begrenzten Nutzungsdauer unterliegen, werden immaterielle Vermögenswerte linear über ihre Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit (Impairment-Test) überprüft. SachanlagenSachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei Vorliegen von Wertminderungen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen umfassen Einzelkosten sowie die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen. Teile der Fremdkapitalkosten werden unter bestimmten Voraussetzungen als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Dies betrifft auch Finanzierungsleasingsachverhalte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Sobald ein Anlagegut betriebsbereit ist, können weitere Anschaffungs- oder Herstellungskosten nur aktiviert werden, wenn diese zu einer Veränderung des Nutzungszwecks des Anlageguts führen oder durch die Änderung ein zusätzlicher Mehrwert des Anlageguts entsteht und die Kosten eindeutig identifizierbar sind. Alle sonstigen nachträglichen Aufwendungen werden als laufender Instandhaltungsaufwand gebucht. Sachanlagen werden auf der niedrigsten Ebene in Komponenten aufgeteilt, sofern diese Komponenten wesentlich voneinander abweichende Nutzungsdauern haben und ein Ersatz bzw. eine Überholung dieser Komponenten während der Gesamtlebensdauer der Anlage wahrscheinlich ist. Wartungs- und Reparaturkosten werden grundsätzlich als Aufwand erfasst. Im Konzern sind keine Anlagen vorhanden, die aufgrund ihrer Nutzungsart nur in mehrjährigen Abständen gewartet werden können. Folgende Nutzungsdauern kommen zur Anwendung: bis zu 25 Jahre bei Grundstückseinrichtungen und Gebäuden, bis zu 20 Jahre bei technischen Anlagen und Maschinen und bis zu zwölf Jahre bei Betriebs- und Geschäftsausstattung. Zuwendungen der öffentlichen HandEine Erfassung von Zuwendungen der öffentlichen Hand erfolgt, sofern eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die im Zusammenhang mit den Zuwendungen bestehenden Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Monetäre Zuwendungen, die dem abschreibungsfähigen Anlagevermögen direkt zugeordnet werden können, werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der betroffenen Vermögenswerte abgezogen. Alle übrigen monetären Zuwendungen werden planmäßig als Ertrag erfasst und den korrespondierenden Aufwendungen gegenübergestellt. Nicht monetäre Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienGrundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten und nicht zur Leistungserbringung oder zu Verwaltungszwecken genutzt werden, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die zugrunde gelegten Nutzungsdauern, welche denen von eigengenutzten Immobilien entsprechen. LeasingDie Continental ist Leasingnehmer von Sachanlagen, insbesondere von Gebäuden. Sofern die Risiken und Chancen aus der Nutzung des Leasingobjekts der Continental zuzurechnen sind, liegt ein Finanzierungsleasing (finance lease) vor und der Leasinggegenstand sowie die dazugehörige Verbindlichkeit werden bilanziert. Beim Mietleasing (operating lease) liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber, die Leasingraten sind laufender Aufwand. Als Leasinggeschäfte gelten auch Ansprüche bzw. Verpflichtungen, insbesondere aus Dienstleistungsverträgen, zu deren Erfüllung die Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts erforderlich ist und die ein Recht auf Nutzung dieses Vermögenswerts auf den Anspruchsberechtigten übertragen. Außerplanmäßige AbschreibungenDer Konzern überprüft die Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie auch des Goodwill, sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung bekannt werden (Triggering Event). Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag beurteilt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Werte aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und dem Barwert des zurechenbaren künftigen Cashflow durch die fortgeführte Nutzung des Vermögenswerts (Nutzungswert). Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, ist eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe der sich ergebenden Differenz vorzunehmen. Sofern die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden bei den immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Der aktivierte Goodwill wird grundsätzlich jährlich im vierten Quartal auf der Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Unit, CGU) hinsichtlich seiner Werthaltigkeit geprüft. Zahlungsmittelgenerierende Einheiten sind grundsätzlich die strategischen Geschäftsbereiche, welche unterhalb der Segmente liegen (Sub-Segmente) und die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten darstellen, die Mittelzuflüsse erzeugen, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Dies ist die niedrigste Ebene, auf der für interne Managementzwecke gesteuert wird. Die Werthaltigkeit wird durch Gegenüberstellung des Buchwerts des Geschäftsbereichs einschließlich des zuzurechnenden Goodwill und des erzielbaren Betrags des Geschäftsbereichs bestimmt. Der erzielbare Betrag für diese Betrachtung ist grundsätzlich der auf der Basis der diskontierten Cashflows vor Zinsen und Steuern ermittelte Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag eines Geschäftsbereichs, liegt in Höhe der Differenz eine erfolgswirksam zu erfassende Wertminderung vor. Entfallen die hierfür verantwortlichen Gründe in der Zukunft, wird ein außerplanmäßig abgeschriebener Goodwill nicht wieder durch Zuschreibungen berichtigt. Der erwartete Cashflow der Geschäftsbereiche wird aus deren Langfristplanung abgeleitet, die einen Zeithorizont von fünf Jahren umfasst und vom Management verabschiedet wird. Der Planung liegen dabei insbesondere Annahmen hinsichtlich makroökonomischer Entwicklungen sowie der Entwicklung von Verkaufspreisen, Rohstoffpreisen und Währungskursen zugrunde. Neben diesen Marktprognosen werden auch Entwicklungen und Erfahrungen aus der Vergangenheit einbezogen. Für die über den Zeithorizont von fünf Jahren hinausgehende ewige Rente wird der Cashflow unter Berücksichtigung der jeweils erwarteten nachhaltigen Wachstumsrate des einzelnen Geschäftsbereichs extrapoliert. Für die beiden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten High Voltage Power Applications und Low Voltage & Control Unit Applications des Geschäftsbereichs Hybrid Electric Vehicle (HEV) wurde aufgrund der individuellen Situation eines Start-ups ein detaillierteres Modell mit längerfristiger Detailplanung zugrunde gelegt. Aufgrund der endlichen Projektlaufzeiten in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Steering wurde der Planungszeitraum bis zum Auslaufen der Projekte im Jahr 2023 verlängert. Die wesentlichen Annahmen im Rahmen der Ermittlung des Nutzungswerts einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit sind die Free Cashflows, der Diskontierungszinssatz und dessen Parameter sowie die nachhaltige Wachstumsrate. Der jährliche Impairment-Test wurde grundsätzlich basierend auf dem in der Berichtsperiode vom Management verabschiedeten Bottom-up-Businessplan für die kommenden fünf Jahre durchgeführt. Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Automotive Group wurden im Berichtsjahr die Cashflows mit einem Zinssatz vor Steuern in Höhe von 11,5 % (Vj. 11,7 %) diskontiert und für die Rubber Group wurde ein Zinssatz von 9,3 % (Vj. 9,7 %) verwendet. Diesen beiden Vorsteuer-WACC liegt die Kapitalstruktur der jeweils relevanten Peer Group im Durchschnitt der letzten fünf Jahre zugrunde. Der risikofreie Zinssatz beträgt einheitlich 1,1 % und die Marktrisikoprämie einheitlich 6,5 %. Die Fremdkapitalkosten wurden als Summe des risikolosen Zinssatzes zuzüglich der "Credit Spreads" der von Standard & Poor's, Moody's oder Fitch eingestuften Peer Group-Unternehmen ermittelt. Quellen dieser Informationen waren Daten von Bloomberg. Die nachhaltige Wachstumsrate für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Segmente Interior, Chassis & Safety und Powertrain lag im Berichtsjahr bei 1,5 % (Vj. 1,5 %). Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Segmente Reifen und ContiTech lag die nachhaltige Wachstumsrate bei 0,5 % (Vj. 0,5 %). Diese Wachstumsraten übersteigen nicht die langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten der Geschäftsfelder, in denen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind. Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwill für das Jahr 2016 ergab keinen Impairment-Bedarf. Die Unterstellung eines um 0,5 Prozentpunkte angestiegenen Diskontierungszinssatzes von 12,0 % vor Steuern für die Automotive Group und 9,8 % vor Steuern für die Rubber Group würde zu keinem Goodwill Impairment führen. Ein Asset Impairment würde sich nicht ergeben. Die Reduzierung der nachhaltigen Wachstumsraten um jeweils 0,5 Prozentpunkte hätte zu keinem Goodwill Impairment geführt. Ein Asset Impairment würde sich nicht ergeben. Würde sich der Umsatz in der ewigen Rente um 5,0 % verringern, würde dies zu keinem Goodwill Impairment führen. Ein Asset Impairment würde sich nicht ergeben. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und VerbindlichkeitenEinzelne langfristige Vermögenswerte oder eine Gruppe langfristiger Vermögenswerte und dazugehöriger Schulden werden als "zur Veräußerung bestimmt" klassifiziert und gesondert in der Bilanz ausgewiesen, wenn die Veräußerung beschlossen und deren Durchführung wahrscheinlich ist. Die so klassifizierten Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Die planmäßige Abschreibung von Vermögenswerten endet mit der Einstufung als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte. FinanzinstrumenteEin Finanzinstrument gemäß IAS 32 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente umfassen einerseits originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Wertpapiere oder auch Finanzforderungen, Finanzschulden und sonstige Finanzverbindlichkeiten; andererseits gehören hierzu auch die derivativen Finanzinstrumente, die zur Absicherung gegen Risiken aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen eingesetzt werden. Originäre FinanzinstrumenteDer Ansatz von originären Finanzinstrumenten erfolgt zum Erfüllungszeitpunkt, d. h. zu dem Zeitpunkt, an dem der Vermögenswert an oder durch die Continental AG geliefert wird. Originäre finanzielle Vermögenswerte werden ihrer jeweiligen Zwecksetzung entsprechend einer der folgenden vier Kategorien zugeordnet. Die Einordnung wird zum Bilanzstichtag überprüft und beeinflusst den Ausweis als lang- oder kurzfristige finanzielle Vermögenswerte und entscheidet über eine Bewertung zu Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert.
Die Verbindlichkeiten aus originären Finanzinstrumenten können entweder zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" (at fair value through profit and loss) angesetzt werden. Im Konzernabschluss der Continental AG werden grundsätzlich sämtliche originären finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Hierbei werden in der Regel neben den Anschaffungskosten Rückzahlungen, Emissionskosten und die Amortisation eines Agios oder Disagios berücksichtigt. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Leasingraten auf der Grundlage des bei Abschluss des Leasingvertrags angewendeten Zinssatzes ausgewiesen. Die finanziellen Verpflichtungen mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die keinen Finanzschulden oder derivativen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen und nicht an einem Markt notiert sind, werden in der Bilanz unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechend ihrer Fristigkeit ausgewiesen. Bezüglich der Angaben nach IFRS 7 erfolgt eine Klassenbildung entsprechend den in der Bilanz ausgewiesenen Posten bzw. der nach IAS 39 genutzten Bewertungskategorie. Hybride FinanzinstrumenteFinanzinstrumente, die sowohl eine Fremd- als auch eine Eigenkapitalkomponente enthalten, werden ihrem Charakter entsprechend in unterschiedlichen Bilanzposten angesetzt. Zu den hier relevanten Eigenkapitalinstrumenten gehören im Wesentlichen Options- und Wandelanleihen. Der beizulegende Zeitwert von Wandlungsrechten wird bereits bei der Emission einer Wandelanleihe in die Kapitalrücklage eingestellt und gleichzeitig von der Anleiheverbindlichkeit abgesetzt. Beizulegende Zeitwerte von Wandlungsrechten aus unterverzinslichen Anleihen werden anhand des kapitalisierten Unterschiedsbetrags aus dem Zinsvorteil ermittelt. Für die Laufzeit der Anleihe wird der Zinsaufwand der Fremdkapitalkomponente aus dem Marktzins zum Zeitpunkt der Emission für eine vergleichbare Anleihe ohne Wandlungsrecht errechnet. Der Differenzbetrag zwischen dem berechneten und dem gezahlten Zins erhöht den Buchwert der Anleiheverbindlichkeit. Bei Fälligkeit oder Wandlung der Wandelanleihe wird gemäß dem Wahlrecht in IAS 32 die in der Kapitalrücklage bei der Emission eingestellte Eigenkapitalkomponente mit den kumulierten einbehaltenen Gewinnen aufgerechnet. Derivative FinanzinstrumenteDerivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Bilanzposten und zukünftigen Zahlungsströmen eingesetzt; die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Der beizulegende Zeitwert entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Existiert kein aktiver Markt, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, z. B. durch Diskontierung der erwarteten zukünftigen Zahlungsflüsse mit dem Marktzinssatz oder durch die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt. Derivative Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen wurde, angesetzt. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente, die zur Steuerung von Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts bilanzierter Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten zum Einsatz kommen (Fair Value Hedges), werden zusammen mit den Wertänderungen des korrespondierenden Grundgeschäfts im Konzernergebnis erfasst. Zeitwertänderungen derivativer Finanzinstrumente, die zur Absicherung künftiger Zahlungsströme dienen (Cashflow Hedges) und deren Absicherung sich als effektiv erwiesen hat, werden im Unterschiedsbetrag aus Finanzinstrumenten im Eigenkapital angesetzt, bis das zugehörige Grundgeschäft eintritt. Bei Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (Hedge einer Nettoinvestition) wird der effektive Teil der Wertänderung der Sicherungsgeschäfte gemeinsam mit dem Effekt aus der Währungsumrechnung der Nettoinvestition ergebnisneutral im Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung im Eigenkapital gezeigt. Erst bei einer Veräußerung oder Liquidation des ausländischen Geschäftsbetriebs wird der kumulierte Währungseffekt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Werden die für das Hedge Accounting notwendigen Kriterien bei derivativen Finanzinstrumenten nicht erfüllt oder erweist sich die Absicherung als nicht effektiv, erfolgt die Buchung der jeweiligen Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts im Konzernergebnis unabhängig vom Grundgeschäft. Eingebettete derivative FinanzinstrumenteNicht derivative Basisverträge werden im Konzern regelmäßig auf eingebettete derivative Finanzinstrumente untersucht, wie z. B. vertragliche Zahlungsvereinbarungen, die weder in der funktionalen Währung einer der Vertragsparteien noch in einer handelsüblichen Währung bestehen. Eingebettete derivative Finanzinstrumente sind vom Basisvertrag zu trennen, wenn die Beurteilung ergibt, dass die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten derivativen Finanzinstruments nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind. Trennungspflichtige eingebettete derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und entsprechende Wertänderungen im Konzernergebnis erfasst. ForderungenForderungen werden zum Nennwert bilanziert. Die auf gesonderten Posten erfassten Wertberichtigungen werden entsprechend den in Einzelfällen bekannten Ausfallrisiken bzw. aufgrund von Erfahrungswerten vorgenommen. Ausfallrisiken, welche zu einem geringeren Zahlungsmittelzufluss führen, äußern sich im Regelfall durch Zahlungsschwierigkeiten, Nichterfüllung, wahrscheinliche Insolvenz oder Vertragsbruch der Kunden. Continental verkauft teilweise Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen von Forderungsverkaufsprogrammen mit Banken. Diese Forderungen werden in der Bilanz als Vermögenswert angesetzt, wenn die mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen, insbesondere das Bonitäts- und Ausfallrisiko, im Wesentlichen nicht übertragen werden. Die Rückzahlungsverpflichtungen aus diesen Verkäufen sind in der Regel kurzfristige Finanzschulden. VorräteVorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden grundsätzlich nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Kosten und produktionsbezogene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Bestandsrisiken aufgrund von eingeschränkter Verwertbarkeit oder erheblicher Lagerdauer werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Sonstige VermögenswerteDie Bilanzierung der sonstigen Vermögenswerte erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Erforderliche Wertberichtigungen, die sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko bemessen, werden berücksichtigt. Bilanzierung von ErtragsteuernErtragsteuern werden gemäß IAS 12 nach dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode bilanziert. Als Ertragsteuern werden die steuerlichen Aufwendungen und Erstattungen erfasst, die vom Einkommen und Ertrag abhängig sind. Dementsprechend werden auch Säumniszuschläge und Zinsen aus nachträglich veranlagten Steuern ab dem Zeitpunkt als Steueraufwand ausgewiesen, ab dem die Versagung der Anerkennung einer vorgenommenen steuerlichen Minderung wahrscheinlich ist. Laufende Steuern werden für die geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst. Die latenten Steuern umfassen zu erwartende Steuerzahlungen oder -erstattungen aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen sowie aus der Nutzung von Verlustvorträgen. Aktivierter Goodwill, der nicht gleichzeitig steuerlich abzugsfähig ist, führt nicht zu latenten Steuern. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden mit den zukünftig gültigen Steuersätzen bewertet, wobei Steuersatzänderungen grundsätzlich erst zum Zeitpunkt des effektiven Inkrafttretens der Gesetzesänderung berücksichtigt werden. Soweit die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern in Zukunft nicht hinreichend wahrscheinlich erscheint, erfolgt kein Ansatz. Leistungen an ArbeitnehmerDie betriebliche Altersversorgung im Konzern ist auf der Basis sowohl von leistungs- als auch von beitragsorientierten Zusagen geregelt. Die Pensionsrückstellungen für die leistungsorientierten Zusagen werden gemäß IAS 19 (überarbeitet 2011) auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) unter Berücksichtigung von Gehalts- und Rententrends sowie der Fluktuation berechnet. Der hierbei verwendete Diskontierungssatz richtet sich nach den Verhältnissen für langfristige Anleihen am jeweiligen Kapitalmarkt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Eigenkapital in den erfolgsneutralen Rücklagen erfasst. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen sowie Erträge aus den Pensionsfonds werden gesondert im Zinsergebnis ausgewiesen. Analog werden die Zinseffekte anderer langfristig fälliger Leistungen an Arbeitnehmer im Zinsergebnis ausgewiesen. Mehrere Konzerngesellschaften führen Pensionsfonds zur Deckung der Verpflichtungen. Als Planvermögen gelten zudem sämtliche Vermögenswerte und Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen, die ausschließlich für Zahlungen an Pensionsberechtigte und nicht zur Deckung von Ansprüchen anderer Gläubiger verwendet werden können. Pensionsverpflichtungen und Planvermögen werden in der Bilanz saldiert dargestellt. Die insbesondere in den USA und Kanada bestehenden Verpflichtungen zur Zahlung von Krankheitskosten an Mitarbeiter nach deren Pensionierung werden wegen ihres Versorgungscharakters den Leistungen an Arbeitnehmer zugeordnet. Für beitragsorientierte Zusagen zahlt das Unternehmen vertraglich festgelegte Beträge, die bis zum Renteneintritt des betroffenen Mitarbeiters bei unabhängigen externen Vermögensverwaltern hinterlegt werden. Die Beiträge sind zum Teil davon abhängig, inwieweit der Mitarbeiter eigene Beiträge leistet. Das Unternehmen übernimmt keine Garantie für die Entwicklung des Vermögenswerts bis zum Renteneintritt oder darüber hinaus. Folglich sind alle Ansprüche durch die im Jahr geleisteten Beiträge abgegolten. Rückstellungen für sonstige RisikenRückstellungen werden bilanziert, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten entstanden ist, die wahrscheinlich zu einem künftigen Mittelabfluss führt und deren Höhe sich zuverlässig ermitteln oder einschätzen lässt. Die Bewertung der Rückstellungen zum Bilanzstichtag erfolgt mit dem Wert, zu dem die Verpflichtungen wahrscheinlich erfüllt bzw. auf Dritte übertragen werden könnten. Langfristige Rückstellungen, wie z. B. für Prozess- oder Umweltrisiken, werden auf ihren Barwert diskontiert. Der entsprechend entstehende Zinsaufwand bei Aufzinsung der Rückstellungen wird inklusive eines Zinsänderungseffekts im Zinsergebnis ausgewiesen. Nichtfinanzielle VerbindlichkeitenKurzfristige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Langfristige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Anteilsbasierte VergütungenDie Bewertung anteilsbasierter Vergütungen mit Barausgleich erfolgt zum beizulegenden Zeitwert unter Verwendung des Monte-Carlo-Simulationsmodells. Die Verbindlichkeiten werden bis zum Ablauf der Haltefrist in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten passiviert. SchätzungenZur ordnungsgemäßen und vollständigen Erstellung des Konzernabschlusses müssen vom Management Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angaben im Anhang sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die wichtigsten Schätzungen betreffen die Bestimmung von Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die Werthaltigkeit des Goodwill und des Anlagevermögens, besonders die dafür verwendeten Cashflow-Prognosen und Diskontierungszinssätze, die Einschätzung der Einbringlichkeit von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, die Realisierbarkeit von Steuerforderungen, die finanzmathematischen Einflussgrößen auf Aktienoptionspläne sowie die Bilanzierung und Bewertung von Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen, insbesondere die versicherungsmathematischen Parameter für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die Höhe von Gewährleistungs-, Prozess- und Umweltrisiken. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses beruhen. Die Prämissen werden regelmäßig überwacht und, falls erforderlich, den tatsächlichen Entwicklungen angepasst. Konzern-KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung von Geldströmen. Dabei umfassen die Zahlungsmittelbestände sämtliche Barmittel und Sichteinlagen. Als Zahlungsmitteläquivalente gelten kurzfristige äußerst liquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Unter den Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können, sind auch sämtliche bestehenden Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen. Im ContinentalKonzern sind flüssige Mittel beschränkt hinsichtlich verpfändeter Beträge sowie Guthaben in Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität. Steuern, die auf den Transfer von Geldvermögen von einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im Regelfall nicht als eine Beschränkung der flüssigen Mittel verstanden. Finanzinvestitionen gehören nur dann zu den Zahlungsmitteläquivalenten, wenn sie eine Laufzeit von nicht mehr als drei Monaten besitzen. 3. Neue RechnungslegungsvorschriftenDie Rechnungslegung im Konzernabschluss der Continental AG nach IFRS erfolgt entsprechend der EU-Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 in Verbindung mit § 315a Abs. 1 HGB auf der Grundlage der von der Kommission der Europäischen Gemeinschaft im Rahmen des Anerkennungsverfahrens für die Europäische Union übernommenen IFRS. Eine verpflichtende Anwendung der IFRS ergibt sich dementsprechend nur nach einer Anerkennung der neuen Standards durch die EU-Kommission. Folgende verabschiedete Standards, Interpretationen zu veröffentlichten Standards und Änderungen, die für den Konzernabschluss der Continental AG anwendbar waren, wurden im Geschäftsjahr 2016 erstmals verpflichtend wirksam und entsprechend angewendet:Die Änderungen an IAS 1, Darstellung des Abschlusses (Angabeninitiative), geben verbesserte Leitlinien zu Ausweis und Angaben. Die Änderungen beschäftigen sich mit der Wesentlichkeit und der Zusammenfassung von Posten, der Darstellung von Zwischensummen, der Struktur von Abschlüssen und den Angaben zu Rechnungslegungsmethoden. Die Änderungen sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG. Die Änderungen an IAS 16, Sachanlagen, und IAS 38, Immaterielle Vermögenswerte (Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden), stellen klar, unter welchen Umständen umsatzbasierte Abschreibungsmethoden als angemessen anzusehen sind. Abschreibungen von Sachanlagen auf Basis von Umsatzerlösen der durch sie hergestellten Güter gelten grundsätzlich als nicht sachgerecht. Zum gleichen Ergebnis kommt die Änderung auch für die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte, jedoch führt der Standard hier eine widerlegbare Vermutung ein: Eine umsatzabhängige Abschreibung ist folglich für immaterielle Vermögenswerte zulässig wenn der Wert des Vermögenswerts direkt durch den erwirtschafteten Umsatz ausdrückbar ist oder eine starke Korrelation zwischen den erzielten Umsatzerlösen und dem Verbrauch des immateriellen Vermögenswerts nachgewiesen werden kann. Die Änderungen sowie die daraus resultierende Folgeänderung an IFRIC 12, Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen, sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG. Die Änderungen an IAS 16, Sachanlagen, und IAS 41, Landwirtschaft (Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen), sehen vor, dass produzierende Pflanzen als Sachanlagen gemäß IAS 16 zu bilanzieren sind. Sie fallen damit nicht unter die Bilanzierungsvorschriften des IAS 41. Die Änderungen sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG. Die Änderungen an IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer (Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge), stellen die Bilanzierung von Arbeitnehmerbeiträgen bzw. Beiträgen Dritter in Bezug auf leistungsorientierte Pläne klar. Arbeitnehmerbeiträge, die in den formalen Regelungen eines leistungsorientierten Versorgungsplans festgelegt und an Arbeitsleistungen geknüpft sind, sollen nach den Vorgaben des IAS 19 (überarbeitet 2011) den Dienstzeiträumen als Reduktion des Dienstzeitaufwands (negative Leistungen) zugeordnet werden. Mit den Änderungen erfolgt nunmehr die Einführung eines Wahlrechts in Bezug auf derartige Beiträge. Eine Zuordnung zu den Dienstzeiträumen auf Basis des Verfahrens der laufenden Einmalprämien (projected unit credit method) ist zwingend in den Fällen vorzunehmen, in denen der Betrag der Beiträge abhängig ist von der Anzahl der Dienstjahre. Insofern der Betrag der Beiträge nicht in Abhängigkeit von der Anzahl der Dienstjahre variiert, können die Beiträge als Reduktion des Dienstzeitaufwands auch in der Periode erfasst werden, in der die korrespondierende Arbeitsleistung erbracht wird, anstelle einer Zuordnung der Beiträge auf die Dienstzeiträume. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG. Die Änderungen an IAS 27, Einzelabschlüsse (Equity-Methode in Einzelabschlüssen), führen die Equity-Methode als ein weiteres Wahlrecht für die Bilanzierung von Anteilen an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen bei der Aufstellung eines Einzelabschlusses ein. Die Änderungen sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG. Die Änderungen an IFRS 10, Konzernabschlüsse, IFRS 12, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen, und IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, (Investmentgesellschaften: Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht), stellen die Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht für Investmentgesellschaften klar. Die Befreiung von der Konzernabschlussaufstellungspflicht gilt auch für Mutterunternehmen, die selbst Tochterunternehmen einer Investmentgesellschaft sind, wenn das übergeordnete Mutterunternehmen die Tochtergesellschaften zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 10 bilanziert. Investmentgesellschaften müssen alle Tochterunternehmen, die selbst eine Investmentgesellschaft darstellen und anlagebezogene Dienstleistungen für das Mutterunternehmen erbringen, zum beizulegenden Zeitwert bewerten. Sind derartige Tochterunternehmen keine Investmentgesellschaften, werden ihre Aktivitäten als Verlängerung der Tätigkeit des Mutterunternehmens gewertet und sind zu konsolidieren. Eine Nicht-Investmentgesellschaft, die eine Investmentgesellschaft als assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode einbezieht, kann die durch dieses Unternehmen vorgenommene Fair Value-Bewertung der Tochterunternehmen beibehalten. Eine Investmentgesellschaft, die sämtliche Tochterunternehmen zum beizulegenden Zeitwert bewertet, hat die Angabepflichten zu Investmentgesellschaften nach IFRS 12 zu erfüllen. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG. Die Änderungen an IFRS 11, Gemeinsame Vereinbarungen (Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten), geben Leitlinien zur Bilanzierung von Anteilserwerben an gemeinschaftlichen Tätigkeiten, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse, darstellen. Erwerbe von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten, die einen Geschäftsbetrieb darstellen, sind nach den Prinzipien für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3 und anderen anwendbaren IFRS zu bilanzieren, soweit diese nicht mit IFRS 11 in Konflikt stehen. Außerdem sind die in IFRS 3 und anderen Standards im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen geforderten Angaben einschlägig. Die Änderungen sowie die daraus resultierende Folgeänderung an IFRS 1, Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards, sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG. Im Rahmen des fünften Projekts zu jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards des IASB (Improvements to IFRSs, Dezember 2013, Zyklus 2010-2012) werden folgende Änderungen im Geschäftsjahr 2016 erstmals verpflichtend wirksam:
Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG. Im Rahmen des siebten Projekts zu jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards des IASB (Improvements to IFRSs, September 2014, Zyklus 2012-2014) werden folgende Änderungen im Geschäftsjahr 2016 erstmals verpflichtend wirksam:
Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Continental AG. Folgende Standards, Interpretationen zu veröffentlichten Standards und Änderungen wurden bereits von der EU übernommen, werden jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt wirksam:IFRS 9, Finanzinstrumente, ersetzt die Vorschriften des IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. IFRS 9 sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards und Interpretationen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der Konzern beabsichtigt, IFRS 9 erstmalig im Geschäftsjahr 2018 anzuwenden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist das Implementierungsprojekt im Konzern zu IFRS 9 noch nicht abgeschlossen. Die tatsächlichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 9 auf den Konzernabschluss der Continental AG im Jahr 2018 sind nicht bekannt und können zudem nicht verlässlich geschätzt werden, weil sie von den im Konzern zu diesem Zeitpunkt gehaltenen Finanzinstrumenten, den wirtschaftlichen Bedingungen zu diesem Zeitpunkt, der Wahl der Rechnungslegungsmethoden sowie den Ermessensentscheidungen in der Zukunft abhängen. Durch den neuen Standard entsteht das Erfordernis, Rechnungslegungsprozesse und interne Kontrollen im Zusammenhang mit der Darstellung von Finanzinstrumenten im Konzern zu analysieren und gegebenenfalls anzupassen. Dieser Teil des Projekts gilt ebenfalls noch nicht als abgeschlossen. Der Konzern hat jedoch eine vorläufige Beurteilung der möglichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 9 durchgeführt, basierend auf seinen Positionen zum 31. Dezember 2016 und den Ende 2016 nach IAS 39 bestehenden Sicherungsbeziehungen.
IFRS 15, Umsatzerlöse aus Kundenverträgen, ersetzt die existierenden Regelungen zur Umsatzrealisierung und löst die Verlautbarungen IAS 11, Fertigungsaufträge, IAS 18, Umsatzerlöse, IFRIC 13, Kundenbindungsprogramme, IFRIC 15, Verträge über die Errichtung von Immobilien, IFRIC 18, Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden, und SIC-31, Umsatzerlöse - Tausch von Werbedienstleistungen, ab. Nach IFRS 15 ist der Betrag als Umsatzerlöse zu erfassen, der für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen an Kunden als Gegenleistung erwartet wird. Hinsichtlich der Bestimmung des Zeitpunkts bzw. des Zeitraums wird vordergründig auf den Übergang der Kontrolle an den Gütern oder Dienstleistungen auf den Kunden abgestellt (controlapproach). Für die Bestimmung, wann und in welcher Höhe Umsätze zu erfassen sind, wird ein Fünf-Stufen-Modell angewendet. Mit den Änderungen an IFRS 15, Erstanwendungszeitpunkt des IFRS 15, entschied das IASB die erstmalig verpflichtende Anwendung des Standards um ein Jahr zu verschieben. Der Standard sowie die daraus resultierenden Folgeänderungen an anderen Standards und Interpretationen sind daher verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Derzeit läuft ein Implementierungsprojekt, um die Anforderungen des IFRS 15 und die Folgeänderungen im Continental-Konzern umzusetzen. Im Rahmen dessen wird derzeit insbesondere im Hinblick auf Güter ohne alternative Nutzung, die Abbildung unserer verschiedenen Leistungen im Produktlebenszyklus, variable Kaufpreisbestandteile und Mehrkomponentenverträge sowie auf den Kontrollübergang an den Kunden gemäß IFRS 15 eine Auswirkungsanalyse durchgeführt. Bei der Anwendung und Implementierung des Fünf-Stufen-Modells im Continental-Konzern auf die Verträge mit Kunden werden die vorhandenen unterscheidbaren (distinct) Leistungsverpflichtungen identifiziert. Der Transaktionspreis wird gemäß den Regeln des IFRS 15 ermittelt und ggf. auf die vorhandenen Leistungsverpflichtungen allokiert. Hierbei werden insbesondere variable Preisbestandteile aus den Kundenverträgen, wie z. B. Rabatte, Kundenboni und sonstige Preisnachlässe, analysiert, ermittelt und für die Umsatzerfassung berücksichtigt. Bei der Allokation des Transaktionspreises auf - falls vorhanden - mehrere Leistungsverpflichtungen werden, soweit möglich, beobachtbare Einzelveräußerungspreise verwendet; ansonsten wird auf adjustierte Marktpreise (adjusted market assessment approach) oder Kosten zuzüglich einer erwarteten Marge (cost plus a margin approach) abgestellt. Für jede Leistungsverpflichtung, die gemäß IFRS 15 abstrakt und im Vertragskontext unterscheidbar (distinct) ist, wird die Art der Umsatzrealisierung im Sinne der Einteilung in zeitraum- bzw. zeitpunktbezogene Erfassung festgelegt. Aufgrund der Analyse der Umsatzerlöse im Continental-Konzern sind die beiden wesentlichen Umsatzströme Güter und Dienstleistungen, wobei Güter den betragsmäßig größeren Anteil ausmachen. Unsere Kunden in der Automotive Group sind weit überwiegend die Automobilhersteller, welche unsere Produkte in ihrer Fahrzeugproduktion nutzen, während im Segment Reifen das Ersatzreifengeschäft den größten Umsatzanteil ausmacht. Im Segment Conti-Tech machen Kunden aus der Industrie etwa die Hälfte aus. Mehrkomponentenverträge, die unterscheidbare (distinct) Leistungsverpflichtungen mit unterschiedlichen Realisierungsarten und -zeiträumen gemäß IFRS 15 - d. h. zu einem Zeitpunkt und über einen Zeitraum - enthalten, sind gemäß der bisher getätigten Analysen im Continental-Konzern von nicht wesentlicher Bedeutung. Aufgrund der Analyse der Umsatzerlöse im Continental-Konzern werden die Leistungsverpflichtungen gegenüber Kunden nach IFRS 15 überwiegend zu einem Zeitpunkt erfüllt. Die Anwendung des IFRS 15 im Continental-Konzern wird ab 1. Januar 2018 erfolgen. Als Übergangsmethode werden die Effekte aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 15 ab dem 1. Januar 2018 auf dann nicht abgeschlossene Verträge als kumulierter Effekt in der Eröffnungsbilanz zum selbigen Datum dargestellt. Als praktische Erleichterungen für den Übergang zu IFRS 15 wird voraussichtlich IFRS 15.C5 c) in Anspruch genommen. Eine abschließende Aussage oder weitergehende Quantifizierung zu den Auswirkungen über die vorgenannten Punkte hinaus ist zum derzeitigen Zeitpunkt nicht möglich. Es ist daher nicht auszuschließen, dass sich aus der Anwendung des IFRS 15 Auswirkungen auf die Höhe und den Zeitpunkt der zukünftigen Umsatzerfassung des Continental-Konzerns ergeben werden. Wir gehen aber davon aus - aufgrund unserer Beurteilung zu den Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 - vor dem Erstanwendungszeitpunkt zusätzliche quantitative Informationen zu geben. Folgende Standards, Interpretationen zu veröffentlichten Standards und Änderungen sind noch nicht von der EU übernommen und werden erst zu einem zukünftigen Zeitpunkt anwendbar:Die Änderungen an IAS 7, Kapitalflussrechnungen (Angabeninitiative), zielen auf eine Verbesserung der gewährten Informationen in Bezug auf die Finanzierungstätigkeiten eines Unternehmens. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. Die Änderungen an IAS 12, Ertragsteuern (Ansatz von aktiven latenten Steuern bei nicht realisierten Verlusten), adressieren die Bilanzierung von aktiven latenten Steuern auf unrealisierte Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten in Form von Schuldinstrumenten. In Bezug auf Schuldinstrumente, die zum Fair Value bewertet werden, deren steuerliche Basis jedoch Anschaffungskosten sind, stellen die Änderungen klar, dass nicht realisierte Verluste zu abzugsfähigen temporären Differenzen führen. Dies gilt unabhängig davon, ob erwartet wird, das Schuldinstrument bis zur Endfälligkeit zu halten oder zu veräußern. Die Änderungen präzisieren außerdem die Ermittlung künftig zu versteuernder Einkommen für die Bilanzierung aktiver latenter Steuern. Weiterhin wird klargestellt, dass die Beurteilung, ob voraussichtlich künftig ausreichendes zu versteuerndes Einkommen erzielt wird, grundsätzlich für alle abziehbaren temporären Differenzen gemeinsam erfolgt. Wenn das Steuerrecht zwischen verschiedenen steuerbaren Gewinnen unterscheidet, ist die Beurteilung in Kombination mit anderen latenten Steueransprüchen der gleichen Art vorzunehmen. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. Die Änderungen an IAS 40, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien), stellen klar, dass eine Übertragung in den oder aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien nur dann vorzunehmen ist, wenn eine Nutzungsänderung der Immobilie vorliegt. Eine Nutzungsänderung liegt vor, wenn die Immobilie die Definition einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie erfüllt oder nicht mehr erfüllt und diese Nutzungsänderung belegbar ist. Die Änderungen stellen klar, dass die Aufzählung der Nachweise einer Nutzungsänderung im Standard eine nicht abschließende Aufzählung von Beispielen ist. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. Die Änderungen an IFRS 2, Anteilsbasierte Vergütung (Klassifizierung und Bewertung von aktienbasierten Vergütungen), adressieren die Bewertung von anteilsbasierten Vergütungstransaktionen mit Barausgleich und die Bilanzierung von Modifikationen, die eine Zusage mit anteilsbasierter Vergütungstransaktion mit Barausgleich in eine anteilsbasierte Vergütungstransaktion mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente umwandeln. Weiterhin führen die Änderungen eine Ausnahmevorschrift für Vergütungstransaktionen ein, bei denen Eigenkapitalinstrumente gewährt werden, von denen ein Teil zwecks Begleichung einer Steuerschuld des Begünstigten einbehalten wird. Die aufgrund der anteilsbasierten Vergütung beim Begünstigten anfallende Steuer ist vom Unternehmen an die zuständige Steuerbehörde zu zahlen. Die Änderungen sehen vor, dass derartige Zusagen in ihrer Gesamtheit als anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente zu behandeln sind, sofern eine derartige Klassifizierung ohne den Steuereinbehalt einschlägig gewesen wäre. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. Die Änderungen an IFRS 4, Versicherungsverträge (Anwendung von IFRS 9, Finanzinstrumente, mit IFRS 4, Versicherungsverträge), adressieren die Thematik der unterschiedlichen Erstanwendungszeitpunkte des IFRS 9 und des neuen Standards für Versicherungsverträge. Die Änderungen führen zwei mögliche optionale Lösungen ein: die zeitweise Aussetzung der Anwendung des IFRS 9 für Versicherungsunternehmen, die bestimmte Kriterien erfüllen, und das Übergangsverfahren (overlay approach). Letzteres erlaubt Unternehmen, die IFRS 4 auf bestehende Versicherungsverträge anwenden, Gewinne und Verluste bestimmter finanzieller Vermögenswerte, die nach IFRS 9 erfolgswirksam zu erfassen sind, insoweit in die erfolgsneutralen Rücklagen umzubuchen, als sie nach IAS 39 nicht erfolgswirksam zu erfassen gewesen wären. Mit Blick auf das Verfahren der zeitweisen Aussetzung der Anwendung des IFRS 9 sind die Änderungen für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Beide Lösungsansätze sind spätestens zum Zeitpunkt der Erstanwendung des neuen Standards für Versicherungsverträge anzuwenden. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. Die Änderungen an IFRS 10, Konzernabschlüsse, und IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (Veräußerung oder Einlage von Vermögenswerten in assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen), beseitigen eine bestehende Inkonsistenz zwischen beiden Standards. Die Änderungen stellen klar, dass die bilanzielle Behandlung von Veräußerungen oder von Einlagen von Vermögenswerten in assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen abhängig davon ist, ob die von der Transaktion betroffenen Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse, darstellen. Liegt ein solcher Geschäftsbetrieb vor, wären Gewinne und Verluste in voller Höhe beim Investor zu erfassen. Sofern jedoch die von der Transaktion betroffenen Vermögenswerte keinen Geschäftsbetrieb darstellen, ist der anteilige Erfolg in Höhe des Fremdanteils der anderen Investoren zu erfassen. Durch die Änderungen an IFRS 10 und IAS 28, Erstanwendungszeitpunkt der Änderungen an IFRS 10 und IAS 28, wird der Erstanwendungszeitpunkt der Änderungen durch das IASB auf unbestimmte Zeit verschoben. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. Mit den Klarstellungen zu IFRS 15, Umsatzerlöse aus Kundenverträgen, formuliert das IASB gezielte Änderungen an IFRS 15 in den Bereichen Identifikation von Leistungsverpflichtungen, Klassifizierung als Prinzipal oder Agent und Umsatzerlöse aus Lizenzen. Die Klarstellungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Zu den erwarteten Effekten auf die zukünftigen Konzernabschlüsse der Continental AG wird auf den vorstehenden Abschnitt zu IFRS 15, Umsatzerlöse aus Kundenverträgen, in diesem Kapitel verwiesen. IFRS 16, Leasingverhältnisse, ersetzt die bestehenden Regelungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen und löst die Verlautbarungen IAS 17, Leasingverhältnisse, IFRIC 4, Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, SIC-15, Operating-Leasingverhältnisse - Anreize, sowie SIC-27, Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen, ab. IFRS 16 regelt den Ansatz, die Bewertung und die Darstellung von Leasingverhältnissen aus Sicht von Leasingnehmer und Leasinggeber sowie diesbezügliche Anhangangaben. IFRS 16 verändert die Bilanzierung von Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer wesentlich durch Aufhebung der Unterscheidung zwischen Finance- und Operating-Leasingverhältnis sowie der grundsätzlichen Abbildung aller Leasingverhältnisse in der Bilanz. Nach IFRS 16 bilanziert der Leasingnehmer das Nutzungsrecht aus einem Leasinggegenstand (right-of-use-Vermögenswert) sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit, die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Der Standard gewährt Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse hinsichtlich unwesentlicher Vermögenswerte. Continental hat noch nicht entschieden, ob die Ausnahmeregelungen in Anspruch genommen werden. Bezogen auf die Bilanzierung von Leasingverhältnissen beim Leasinggeber übernimmt der Standard grundsätzlich die Regelungen des IAS 17, sodass der Leasinggeber unverändert Leasingverhältnisse als Finance- oder Operating-Leasingverhältnisse einzustufen hat. Der Standard und die Folgeänderungen an anderen Standards sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Beim Übergang auf die neue Rechnungslegungsvorschrift kann zwischen dem retrospektiven Ansatz oder dem modifizierten retrospektiven Ansatz mit optionalen praktischen Vereinfachungsregeln gewählt werden. Es wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt beabsichtigt, IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 anzuwenden und dabei den modifizierten retrospektiven Ansatz zu wählen. Continental hat mit einer Analyse der Effekte auf ihren Konzernabschluss begonnen. Bislang wurde als wesentlichste Auswirkung identifiziert, dass Continental als Leasingnehmer Vermögenswerte und Schulden für ihre Operating-Leasingverhältnisse über Verwaltungs-, Produktions- und Lagergebäude erfassen wird. Darüber hinaus sind Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung zu erwarten, da die linearen Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse durch einen Abschreibungsaufwand für die Nutzungsrechte und Zinsaufwendungen aus der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten ersetzt werden. In der Folge ist eine positive Auswirkung auf das EBIT zulasten des Zinsergebnisses zu erwarten. Die quantitativen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 16 auf die Vermögens- und Ertragslage von Continental können noch nicht beziffert werden. Diese sind u. a. abhängig von den noch zu treffenden Entscheidungen bezüglich praktischer Vereinfachungs- und Ausnahmeregelungen sowie von den möglichen zusätzlichen Leasingverhältnissen, die der Konzern bis zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung noch eingehen wird. Es ist zu erwarten, dass der Standard wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben wird. Zu den quantitativen Auswirkungen werden voraussichtlich noch vor der Erstanwendung des Standards Angaben gemacht. IFRIC 22, Fremdwährungstransaktionen und Vorauszahlungen, beschäftigt sich mit der Frage, welcher Wechselkurs bei der erstmaligen Erfassung einer Fremdwährungstransaktion in der funktionalen Währung eines Unternehmens zu verwenden ist, wenn das Unternehmen Vorauszahlungen auf die der Transaktion zugrunde liegenden empfangenen Vermögenswerte, Aufwendungen oder Erträge (oder Teile hiervon) leistet oder erhält. Die Interpretation stellt klar, dass für Zwecke der Bestimmung des Wechselkurses als Transaktionszeitpunkt auf jenen Zeitpunkt abzustellen ist, zu dem der nicht monetäre Vermögenswert aus der Vorauszahlung oder die nicht monetäre Schuld aus aufgeschobenem Ertrag erstmals erfasst wird. Wenn es im Voraus mehrere Zahlungen oder Erhalte gibt, wird ein Transaktionszeitpunkt für jede Zahlung und jeden Erhalt bestimmt. Die Interpretation ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Interpretation wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben wird. Im Rahmen des achten Projekts zu jährlichen Verbesserungen der International Financial Reporting Standards des IASB (Improvements to IFRS, Dezember 2016, Zyklus 2014-2016) werden folgende Änderungen zu einem zukünftigen Zeitpunkt anwendbar:
Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Es ist nicht zu erwarten, dass die Änderungen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse der Continental AG haben werden. 4. Konsolidierungskreis und Informationen zu Tochterunternehmen und BeteiligungenKonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft 510 (Vj. 502) inländische und ausländische Unternehmen, die die Continental Aktiengesellschaft nach den Regelungen des IFRS 10 einbezieht oder die als Joint Arrangements oder assoziierte Unternehmen klassifiziert werden. Davon werden 396 (Vj. 386) vollkonsolidiert und 114 (Vj. 116) nach der Equity-Methode bilanziert. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Konsolidierungskreis um insgesamt acht Gesellschaften erhöht. Sieben Gesellschaften wurden neu gegründet, 13 Gesellschaften wurden erworben und eine bislang nicht konsolidierte Einheit wurde erstmals konsolidiert. Fünf Gesellschaften wurden liquidiert, eine Gesellschaft wurde entkonsolidiert und eine Gesellschaft wurde verkauft. Zusätzlich reduzierte sich der Konsolidierungskreis um sechs Gesellschaften aufgrund von Verschmelzungen. Die Zugänge 2016 zum Konsolidierungskreis resultierten im Wesentlichen aus dem Erwerb der Bandvulc Gruppe. 42 (Vj. 47) Unternehmen, deren Vermögenswerte und Schulden, Aufwendungen und Erträge jeweils und insgesamt für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht konsolidiert. Hiervon sind 41 (Vj. 46) Gesellschaften verbundene Unternehmen, von denen zurzeit fünf (Vj. 9) inaktiv sind. Eine weitere (Vj. 1) nicht konsolidierte Gesellschaft ist ein assoziiertes Unternehmen. Diese Einheit ist aktiv. Informationen zu Tochterunternehmen und BeteiligungenZum 31. Dezember 2016 waren Anteile nicht beherrschender Gesellschafter von unwesentlicher Bedeutung für den Konzern. Erhebliche Beschränkungen bezüglich des Zugangs zu oder der Nutzung von Vermögenswerten des Konzerns durch gesetzliche, vertragliche oder aufsichtsrechtliche Beschränkungen oder Schutzrechte nicht beherrschender Gesellschafter bestehen nicht. Die Noisetier SAS, Paris, Frankreich, sowie die Continental Teves Taiwan Co., Ltd., Tainan, Taiwan, werden bei einem Stimmrechtsanteil von je 51 % nicht vollkonsolidiert, da aufgrund der Statuten der Gesellschaften diese Anteile nicht ausreichen, um die wesentlichen Tätigkeiten dieser Beteiligungsunternehmen zu bestimmen. Die Continental AG konsolidiert zehn strukturierte Einheiten. Diese strukturierten Einheiten sind u. a. durch limitierte Aktivitäten und einen eng begrenzten Geschäftszweck gekennzeichnet. An den vollkonsolidierten strukturierten Einheiten hält die Continental keine Stimmrechte oder Beteiligungen. Die Continental bestimmt jedoch auf Basis vertraglicher Rechte die Geschäftstätigkeit dieser Einheiten. Die Anteilseigner können dadurch keinen Einfluss nehmen. Darüber hinaus ist die Continental auch variablen Rückflüssen aus diesen Einheiten ausgesetzt und kann diese durch die Bestimmung der Geschäftstätigkeit beeinflussen. Wesentliche Anteile und Rechte an nicht konsolidierten strukturierten Einheiten bestehen nicht. Weitere Informationen über die Beteiligungen sowie eine Übersicht über die inländischen Kapital- bzw. Personenhandelsgesellschaften, die die Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch genommen haben, sind in Kapitel 39 enthalten. 5. Erwerbe und Veräußerungen von Gesellschaften und GeschäftsbereichenErwerbe von Gesellschaften und GeschäftsbereichenIm Segment Reifen erfolgten ein Share Deal und weitere Asset Deals. Die Kaufpreise in Höhe von insgesamt 12,0 Mio € wurden aus Barmitteln beglichen. Aus den Kaufpreisallokationen resultierten ein Goodwill in Höhe von 8,1 Mio € und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,9 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 31. Dezember 2016. Am 2. Juli 2016 hat die Continental UK Group Holdings Ltd., West Drayton, Vereinigtes Königreich, Verträge zum Erwerb der Bandvulc Gruppe über 100 % der Anteile an der B.V. Environmental Ltd., Devon, Vereinigtes Königreich, einem führenden britischen Dienstleister im Bereich des Flottenmanagements und der unabhängigen Lkw-Reifenrunderneuerung, unterschrieben. Die Transaktion wurde sofort wirksam und stärkt nachhaltig die Position des Segments Reifen im britischen und irischen Markt. Mit mehr als 40 Jahren Erfahrung in der Heißrunderneuerung und im Karkassenmanagement pflegt die Bandvulc Gruppe bereits seit über 25 Jahren enge Beziehungen zu Continental. Diese Transaktion ermöglicht auch der Bandvulc Gruppe neue Expansionsmöglichkeiten durch den Zugang zum globalen Netzwerk aus Kunden und Flottenservices von Continental. Die Bandvulc Gruppe hat ein breites Flottenportfolio aufgebaut, das eine Reihe wichtiger Einzelhändler, Supermärkte und Logistikunternehmen abdeckt. Die Übernahme beinhaltet das Reifenwartungs-Servicenetzwerk, welches fünf Servicezentren und 75 Service-Vans umfasst. Die Bandvulc Gruppe erzielte 2015 mit ungefähr 380 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 74,3 Mio €. Der Kaufpreis beträgt 77,5 Mio € und wurde aus Barmitteln beglichen. Die angefallenen Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 1,3 Mio € wurden als sonstige Aufwendungen erfasst. Aus der Kaufpreisallokation ergaben sich ein Goodwill in Höhe von 9,0 Mio € sowie immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 14,9 Mio €. Seit Vollzug der Transaktion am 2. Juli 2016 hat die Bandvulc Gruppe einen Umsatz von 35,8 Mio € erwirtschaftet und mit einem Ergebnis nach Steuern von 1,2 Mio € zum Konzernergebnis beigetragen. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 31. Dezember 2016. Am 3. Oktober 2016 erwarb die Continental Tire the Americas, LLC, Columbus, USA, 100 % der Anteile an der Hoosier Racing Tire Corp., Lakeville, USA, mit dem Ziel, die Wachstumsstrategie vor allem im Bereich Ultra-High-Performance zu unterstützen. Das 1957 gegründete Unternehmen beschäftigt derzeit ca. 500 Mitarbeiter und genießt seit vielen Jahren einen erstklassigen Ruf. Hoosier Racing Tire liefert Reifen für die meisten Renneinsätze weltweit mit starkem Fokus auf Hochleistung und Qualität. Der vorläufige Kaufpreis beträgt 129,6 Mio € und wurde in Höhe von 126,1 Mio € aus Barmitteln beglichen. Zudem resultierte aus der Transaktion eine Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 3,5 Mio €. Die angefallenen Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,5 Mio € wurden als sonstige Aufwendungen erfasst. Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation ergaben sich im Segment Reifen immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 66,8 Mio € sowie ein Goodwill in Höhe von 13,9 Mio €. Wäre die Transaktion am 1. Januar 2016 vollzogen worden, hätte sich das Konzernergebnis nach Steuern um 19,2 Mio € und der Umsatz um 79,2 Mio € erhöht. Seit Vollzug der Transaktion am 3. Oktober 2016 hat Hoosier Racing Tire einen Umsatz von 9,4 Mio € erwirtschaftet und mit einem negativen Ergebnis nach Steuern von 7,7 Mio € zum Konzernergebnis beigetragen. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 31. Dezember 2016. Im Segment Powertrain erfolgte ein Asset Deal zu einem Kaufpreis von 26,7 Mio €. Aus der Kaufpreisallokation resultierten ein Goodwill in Höhe von 0,8 Mio € sowie immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 25,0 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 31. Dezember 2016. Im Segment ContiTech erfolgte ein Share Deal. Der Kaufpreis in Höhe von 12,6 Mio € wurde aus Barmitteln beglichen. Aus der Kaufpreisallokation resultierten ein Goodwill in Höhe von 3,4 Mio € und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 7,2 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 31. Dezember 2016. Im Segment Interior erwarb mit Wirkung zum 1. November 2016 die Continental Automotive, Inc., Wilmington, USA, 80,58 % der Anteile an der Zonar Systems, Inc., Seattle, USA, um die laufenden Aktivitäten im Servicegeschäft im Bereich Flottenmanagement zu verstärken. Das 2001 gegründete Unternehmen beschäftigt mehr als 300 Mitarbeiter und ist ein Anbieter von Technologielösungen für das Flottenmanagement von öffentlichen und privaten Nutzfahrzeugflotten in den USA. Dazu gehören Nutzfahrzeugflotten sowie Flotten für den Berufskraftverkehr und die Personenbeförderung. Das gesamte Lösungsangebot fördert die Sicherheit im Straßenverkehr, die Betriebseffizienz und einen verringerten Kraftstoffverbrauch. Durch das Bündeln der komplementären Stärken von Continental und Zonar Systems entsteht einer der wichtigsten Anbieter auf diesem Sektor, der künftig zusätzliche Lösungen für intelligentes Flottenmanagement entwickeln und bieten wird. Zonar Systems erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von etwa 83 Mio €. Der vorläufige Kaufpreis beträgt 239,1 Mio € und wurde aus Barmitteln beglichen. Die angefallenen Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 1,2 Mio € wurden als sonstige Aufwendungen erfasst. Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation ergaben sich im Segment Interior immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 157,9 Mio €, nicht beherrschende Anteile in Höhe von 22,7 Mio € sowie ein Goodwill in Höhe von 144,8 Mio €. Dieser resultiert aus der Erweiterung des Portfolios, der Know-how-Erweiterung im Bereich Mobility Services sowie dem Zugang zu einer breiten Kundenbasis und bestehenden Verkaufskanälen. Neben dem Unternehmenszusammenschluss wurden Call- und Put-Optionen über den Erwerb der nicht beherrschenden Anteile geschlossen, welche nach der present-access-method bilanziert wurden. Der Ausweis der hiervon betroffenen nicht beherrschenden Anteile erfolgt als Anteile in Fremdbesitz, die Call-Option wird als Eigenkapitalinstrument und die Put-Option als sonstige finanzielle Verbindlichkeit bilanziert. Wäre die Transaktion am 1. Januar 2016 vollzogen worden, hätte sich das Konzernergebnis nach Steuern um 2,2 Mio € verringert und der Umsatz um 73,9 Mio € erhöht. Seit Vollzug der Transaktion am 1. November 2016 hat Zonar Systems einen Umsatz von 9,8 Mio € erwirtschaftet und mit einem negativen Ergebnis nach Steuern von 5,0 Mio € zum Konzernergebnis beigetragen. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Continental-Konzerns zum 31. Dezember 2016. Im Berichtszeitraum wurde ein Restanteilserwerb vollzogen. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem Buchwert der erworbenen Anteile in Höhe von 0,2 Mio € wurde in den erfolgsneutralen Rücklagen ausgewiesen. Die Continental Automotive Holding (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China, erwarb mit Wirkung zum 21. September 2016 die Restanteile an der Continental Automotive Wuhu Co., Ltd., Wuhu, China, für einen Kaufpreis von 81,4 Mio €. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem Buchwert der erworbenen Anteile in Höhe von 70,4 Mio € wurde in den erfolgsneutralen Rücklagen ausgewiesen. Die im Rahmen der zuvor genannten Übernahmen erstmals in der Konzernbilanz berücksichtigten Vermögenswerte und Schulden wurden mit folgenden Werten angesetzt: scroll
Veräußerungen von Gesellschaften und GeschäftsbereichenIm Rahmen der Übernahme von Veyance Technologies im Januar 2015 hatte sich Continental gegenüber den Kartellbehörden der USA und Brasiliens verpflichtet, das südamerikanische Stahlcordgeschäft von Veyance Technologies zu veräußern. Zum 1. September 2016 wurde das Stahlcordgeschäft in Sao Paulo, Brasilien, an Solina Global Corporation Ltd., Hong Kong, China, eine Tochter der thailändischen Teak Capital Corporation, verkauft. Aus der Veräußerung entstand ein Verlust in Höhe von insgesamt 15,3 Mio €. Darin enthalten ist ein Aufwand für Marktwertanpassungen in Höhe von insgesamt 6,0 Mio €. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung6. Sonstige Aufwendungen und Erträgescroll
Sonstige Aufwendungenscroll
Die sonstigen Aufwendungen haben sich in der Berichtsperiode um 172,7 Mio € auf 949,1 Mio € (Vj. 776,4 Mio €) erhöht. Zuführungen für spezifizierte Gewährleistungsrückstellungen und Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen führten zu Aufwendungen von insgesamt 526,6 Mio € (Vj. 297,3 Mio €). Im Rahmen der Werksschließung in Melbourne, Australien, entstanden in den Segmenten Chassis & Safety, Powertrain und Interior Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 13,9 Mio €. Die geplante Schließung des Standorts Gravatai, Brasilien, führte im Segment Interior zu Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,3 Mio €. Die vorübergehende Einstellung der Produktion von Transportbändern in Volos, Griechenland, führte im Segment ContiTech zu einem Restrukturierungsaufwand in Höhe von 7,8 Mio €. Im Zusammenhang mit Rückstellungen für Prozess- und Umweltrisiken entstanden Aufwendungen in Höhe von 137,8 Mio € (Vj. 58,5 Mio €). Aus Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen entstand in der Berichtsperiode ein Aufwand in Höhe von 62,6 Mio € (Vj. 95,3 Mio €). Dabei ergaben sich aufgrund der aktuellen Marktsituation für die Geschäftsbereiche Conveyor Belt Group und Industrial Fluid Systems (seit Januar 2017: Industrial Fluid Solutions) Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von insgesamt 33,1 Mio €. Aus operativen Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen, die nicht Finanzschulden sind, ergaben sich im Berichtszeitraum Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von 59,1 Mio € (Vj. 122,5 Mio €). Personalanpassungsmaßnahmen, die nicht restrukturierungsbedingt entstanden sind, führten zu Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von 56,3 Mio € (Vj. 70,3 Mio €). Der Aufwand aus bonitätsbedingten Wertberichtigungen auf Forderungen lag bei 16,9 Mio € (Vj. 34,0 Mio €). Im Jahr 2016 entstanden Verluste aus Anlageverkäufen und Verschrottungen in Höhe von 12,4 Mio € (Vj. 10,2 Mio €). Aus der Veräußerung von Gesellschaften und Geschäftsbereichen entstanden Verluste in Höhe von 10,3 Mio € (Vj. 0,3 Mio €). Für den Erwerb von Gesellschaften und Geschäftsbereichen sind Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 3,4 Mio € (Vj. 9,9 Mio €) angefallen. Kompensationen von Kunden- und Lieferantenansprüchen, die nicht Gewährleistung sind, führten in der Berichtsperiode zu Aufwendungen in Höhe von 2,6 Mio € (Vj. 6,0 Mio €). Der Posten Übrige beinhaltet u. a. Aufwendungen für sonstige Steuern sowie für Schäden aufgrund höherer Gewalt. Sonstige Erträgescroll
Die sonstigen Erträge haben sich in der Berichtsperiode um 74,6 Mio € auf 283,3 Mio € (Vj. 208,7 Mio €) erhöht. Aus der Auflösung von Rückstellungen für spezifizierte Gewährleistungen sowie Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen in der Berichtsperiode ergaben sich Erträge in Höhe von 122,6 Mio € (Vj. 100,4 Mio €). Der Verkauf von Anlagen führte im Berichtszeitraum zu Erträgen in Höhe von 22,7 Mio € (Vj. 17,1 Mio €). Aus Erstattungen für Kundenwerkzeuge resultierten im Jahr 2016 Erträge in Höhe von 17,5 Mio € (Vj. 4,1 Mio €). Aus der Auflösung von Rückstellungen für Prozess- und Umweltrisiken sind Erträge in Höhe von 13,5 Mio € (Vj. 3,5 Mio €) entstanden. Veräußerungen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen führten im Jahr 2016 zu Erträgen in Höhe von 5,0 Mio € (Vj. 1,7 Mio €). Aus der Wertaufholung auf Sachanlagen resultierte insgesamt ein Ertrag in Höhe von 4,0 Mio € (Vj. 1,7 Mio €). Die übrigen Erträge beinhalten u. a. Einnahmen aus Lizenzvereinbarungen sowie Erträge aus Versicherungsentschädigungen aufgrund von Beschädigungen der Sachanlagen durch höhere Gewalt. Zudem wurden staatliche Zuschüsse, die nicht für Investitionen in das Anlagevermögen bestimmt waren, in Höhe von insgesamt 13,7 Mio € (Vj. 9,0 Mio €) ergebniswirksam im Posten Übrige erfasst. 7. PersonalaufwendungenInnerhalb der Funktionskosten der Gewinn- und Verlustrechnung sind insgesamt folgende Personalaufwendungen enthalten: scroll
Gegenüber dem Berichtsjahr 2015 stiegen die Personalaufwendungen um 531,1 Mio € auf 9.695,7 Mio € (Vj. 9.164,6 Mio €). Diese Erhöhung ist insbesondere auf den weltweiten Personalaufbau und Akquisitionen im Segment Reifen sowie im Segment Interior zurückzuführen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Jahr 2016 lag bei216.019 (Vj. 204.662). Zum Jahresende waren 220.137 (Vj. 207.899) Mitarbeiter im Continental-Konzern beschäftigt. Wir verweisen zudem auf die Ausführungen im Lagebericht. 8. Beteiligungsergebnisscroll
Das Beteiligungsergebnis beinhaltet insbesondere die anteiligen Ergebnisse der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen in Höhe von 69,7 Mio € (Vj. 61,4 Mio €). 9. Zinsergebnisscroll
Das negative Zinsergebnis hat sich im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 128,6 Mio € auf 117,0 Mio € (Vj. 245,6 Mio €) verbessert. Der Zinsaufwand - ohne die Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung, aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - belief sich im Jahr 2016 auf insgesamt 308,8 Mio € und lag damit um 23,0 Mio € unter dem Vorjahresvergleichswert von 331,8 Mio €. Der Zinsaufwand, der aus Kreditaufnahmen bei Banken, Kapitalmarkttransaktionen und sonstigen Finanzierungsinstrumenten resultierte, lag mit 140,6 Mio € um 32,5 Mio € unter dem Vorjahreswert von 173,1 Mio €. Der wesentliche Anteil entfiel mit 86,1 Mio € (Vj. 99,9 Mio €) auf den Aufwand aus den von der Continental AG, der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, sowie der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, begebenen Anleihen und mit 8,6 Mio € (Vj. 21,7 Mio €) auf die Ausnutzung des syndizierten Kredits. Der Zinsaufwand für die Anleihen hat sich im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 13,8 Mio € reduziert. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die im September 2015 erfolgte vorzeitige Rückzahlung der von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 2012 ausgegebenen US-Dollar-Anleihe mit einem Volumen von 950,0 Mio US-Dollar und der von ihr zur teilweisen Refinanzierung von Finanzverbindlichkeiten im November 2015 emittierten, deutlich zinsgünstigeren Euro-Anleihe mit einem Volumen von 500,0 Mio €. Durch Abschluss von Zins-Währungsswaps werden zum einen die Währungsrisiken aus der Denominierung dieser Anleihe in Euro gesichert, zum anderen wird der Euro-Festzins von 0,5 % p. a. in einen US-Dollar-basierten Festzins von durchschnittlich 2,365 % p. a. getauscht. Für die 2015 vorzeitig zurückgezahlte US-Dollar-Anleihe hingegen war noch ein Zinssatz von 4,5 % p. a. zu zahlen. Der Rückgang des Zinsaufwands für den syndizierten Kredit um 13,1 Mio € resultierte insbesondere aus der im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigeren Inanspruchnahme des ursprünglich im April 2016 fälligen Festdarlehens über 1,5 Mrd €. Bereits im vierten Quartal 2015 erfolgten vorzeitige Teilrückzahlungen dieses Festdarlehens in Höhe von insgesamt 1.150,0 Mio €. Ende März 2016 wurde der verbliebene Betrag in Höhe von 350,0 Mio € vorzeitig zurückgeführt. Aus der Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen sowie aus langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer resultierte 2016 ein Zinsaufwand in Höhe von insgesamt 168,2 Mio € (Vj. 158,7 Mio €). Hierin ist nicht die Aufzinsung, bezogen auf Anwartschaftsverpflichtungen der Pensionskassen, enthalten. Die Zinserträge im Jahr 2016 erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 6,0 Mio € auf 101,4 Mio € (Vj. 95,4 Mio €). Davon entfielen auf erwartete Erträge aus langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer sowie aus den Pensionsfonds insgesamt 75,9 Mio € (Vj. 63,9 Mio €). Hierin sind nicht die Zinserträge, bezogen auf das Fondsvermögen der Pensionskassen, enthalten. Die Bewertungseffekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und aus der Entwicklung der Währungskurse führten im Jahr 2016 insgesamt zu einem positiven Ergebnisbeitrag in Höhe von 90,1 Mio € (Vj. negativer Ergebnisbeitrag in Höhe von 22,1 Mio €). Dies ergab sich insbesondere aus der Entwicklung des mexikanischen Peso gegenüber dem US-Dollar. Im Vorjahr entfiel ein Bewertungsverlust in Höhe von 36,9 Mio € auf den Ansatz einer Rückkaufoption. Diese war für die von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, im September 2012 emittierte und im September 2015 vorzeitig zurückgezahlte US-Dollar-Anleihe vorgesehen. Aus den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten ergab sich im Jahr 2016 ein positiver Effekt in Höhe von 0,3 Mio € (Vj. 12,9 Mio €). 10. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Ertragsteuern des Konzerns teilen sich auf das In- und Ausland wie folgt auf: scroll
Der durchschnittliche Steuersatz im Jahr 2016 lag im Inland bei 30,6 % (Vj. 30,4 %). Dieser wurde unter Berücksichtigung eines Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % (Vj. 15,0 %) sowie eines Solidaritätszuschlags von 5,5 % (Vj. 5,5 %) und eines Gewerbesteuersatzes von 14,8 % (Vj. 14,6 %) ermittelt. Die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand ergibt sich wie folgt: scroll
Die durch den ausländischen Besteuerungsunterschied hervorgerufene Minderung des Steueraufwands ist im Wesentlichen auf den Geschäftsumfang in Osteuropa und Asien zurückzuführen. Im Berichtsjahr wirkten sich wie im Vorjahr Besteuerungsunterschiede im Ausland sowie Förderungen und Befreiungen positiv aus. Die Steuerquote wurde durch nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern in Höhe von insgesamt 78,6 Mio € (Vj. 114,2 Mio €) belastet, davon 11,7 Mio € (Vj. 35,3 Mio €) für Vorjahre. Zusätzlich wurde die Steuerquote wie im Vorjahr durch nicht abzugsfähige Betriebsausgaben und nicht anrechenbare ausländische Quellensteuern belastet. Gegenläufig wirkte sich der Ansatz von aktiven latenten Steuern in Höhe von 80,8 Mio € aus. Des Weiteren verweisen wir auf Kapitel 16. Die Steuerminderungen durch staatliche Förderprogramme und befristete Steuerbefreiungen sind im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Neben der, wie im Vorjahr, laufenden Inanspruchnahme von Fördermaßnahmen in Europa und Asien führte im Berichtsjahr darüber hinaus die Inanspruchnahme staatlicher Förderprogramme in den USA zu einer weiteren Entlastung. Im Berichtsjahr sind lokale Ertragsteuern mit abweichender Bemessungsgrundlage in Höhe von 31,7 Mio € (Vj. 31,5 Mio €) hauptsächlich in Ungarn und den USA angefallen. Das im Konzernergebnis enthaltene Ergebnis von at-equity bilanzierten Unternehmen führte im Berichtsjahr zu einer Steuerentlastung von 20,4 Mio € (Vj. 17,9 Mio €). Die Effekte aus der Änderung des Steuersatzes betreffen die erforderlich gewordene Umbewertung von aktiven und passiven latenten Steuern im Rahmen von effektiv bereits in Kraft getretenen Gesetzesänderungen bezüglich des zukünftig anzuwendenden Steuersatzes. Die Summe der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhaltet die Posten, die im Eigenkapital in den erfolgsneutralen Rücklagen berücksichtigt wurden, und gliedert sich wie folgt: scroll
Erläuterungen zur Konzernbilanz11. Goodwill und sonstige immaterielle Vermögenswertescroll
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Exklusive Entwicklungsleistungen für selbst
erstellte Software. Aus den Erwerben von Gesellschaften im Jahr 2016 resultierte ein Zugang des Goodwill in Höhe von insgesamt 180,0 Mio € (Vj. 764,5 Mio €). Im Berichtsjahr gab es keine nachträglichen Änderungen vorläufiger Kaufpreisallokationen des Vorjahres. Der ausgewiesene Buchwert des Goodwill entstand im Wesentlichen aus den Erwerben der Siemens VDO (2007), der Continental Teves (1998), des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola (2006), des Erwerbs von Elektrobit Automotive (2015), von Veyance Technologies (2015) und der Continental Temic (2001). Die nachfolgende Tabelle weist den Goodwill je zahlungsmittelgenerierende Einheit, entsprechend der im jeweiligen Geschäftsjahr aktuellen Organisationsstruktur, aus: scroll
1 Seit Januar 2017: Industrial Fluid Solutions. Die Zugänge zu den übrigen immateriellen Vermögenswerten aus Konsolidierungskreisänderungen entfallen im Wesentlichen auf Kundenstamm sowie Know-how. Die restlichen Zugänge betreffen vor allem Software in Höhe von 51,6 Mio € (Vj. 74,7 Mio €). Von den im Jahr 2016 insgesamt angefallenen Entwicklungsleistungen erfüllten 105,9 Mio € (Vj. 78,7 Mio €) die Aktivierungsvoraussetzungen nach IAS 38. Die für die sonstigen immateriellen Vermögenswerte angefallenen planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 276,3 Mio € (Vj. 257,3 Mio €) sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung mit 221,0 Mio € (Vj. 205,8 Mio €) in den Herstellungskosten und mit 55,3 Mio € (Vj. 51,5 Mio €) in den Verwaltungskosten enthalten. In den übrigen immateriellen Vermögenswerten sind um Fremdwährungseffekte bereinigte Buchwerte in Höhe von 112,2 Mio € enthalten, die keinen planmäßigen Abschreibungen unterliegen. Diese betreffen insbesondere den Markennamen VDO in Höhe von 71,2 Mio €, den Markennamen Elektrobit mit 30,4 Mio €, den Markennamen Phoenix in Höhe von 4,2 Mio € und den Markennamen Matador in Höhe von 3,2 Mio €. Des Weiteren enthalten die übrigen immateriellen Vermögenswerte Buchwerte für Software in Höhe von 130,2 Mio € (Vj. 143,2 Mio €), die planmäßig abgeschrieben werden. 12. SachanlagenDie Zugänge zum Sachanlagevermögen aus Konsolidierungskreisänderungen resultierten im Wesentlichen aus den Übernahmen von Hoosier Racing Tire (39,4 Mio €), der Bandvulc Gruppe (14,5 Mio €) sowie von Zonar Systems (8,7 Mio €). Hierzu verweisen wir auf Kapitel 5. Der Schwerpunkt der Investitionen im Segment Chassis & Safety lag sowohl auf dem Ausbau von Fertigungskapazitäten in Europa als auch auf der Erweiterung der Standorte in Nordamerika sowie in Asien. Es wurden insbesondere die Produktionskapazitäten für die Geschäftsbereiche Vehicle Dynamics und Hydraulic Brake Systems erweitert. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Errichtung neuer Produktionsanlagen für elektronische Bremssysteme. In San Luis Potosi, Mexiko, wurde in den Aufbau eines neuen Werks für den Geschäftsbereich Hydraulic Brake Systems investiert. Im Segment Powertrain wurden die Fertigungskapazitäten an deutschen Standorten, in China, den USA sowie in Tschechien und Rumänien ausgebaut. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Geschäftsbereiche Engine Systems und Sensors & Actuators. Im Geschäftsbereich Engine Systems wurden insbesondere die Fertigungskapazitäten für Motoreinspritzsysteme ausgebaut. Wesentliche Investitionen im Segment Interior entfielen auf den Ausbau der Produktionskapazitäten an den deutschen Standorten sowie in Tschechien, Mexiko, Rumänien, China und den USA. Der Schwerpunkt der Investitionen lag auf der Erweiterung von Fertigungskapazitäten für die Geschäftsbereiche Instrumentation & Driver HMI sowie Body & Security. Im Geschäftsbereich Instrumentation & Driver HMI wurden insbesondere die Fertigungskapazitäten für Display-Lösungen ausgebaut. Im Segment Reifen wurden die Fertigungskapazitäten in Europa, Nordamerika sowie in Asien ausgebaut. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Werkerweiterungen in Sumter, USA, Hefei, China, Lousado, Portugal, und Puchov, Slowakei. Im Reifenwerk Korbach, Deutschland, wurde in den Aufbau eines Technologiezentrums für Höchstleistungsreifen investiert. Weiterhin wurden Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kostensenkung durchgeführt. Der Investitionsschwerpunkt im Segment ContiTech lag auf der Ausweitung der Produktionsanlagen an deutschen Standorten sowie in China, Ungarn, den USA, Mexiko und Serbien. Es wurden insbesondere die Fertigungskapazitäten für die Geschäftsbereiche Mobile Fluid Systems, Benecke-Kaliko Group und Conveyor Belt Group erweitert. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Werkerweiterungen für den Geschäftsbereich Mobile Fluid Systems in Subotica, Serbien, und Szeged, Ungarn. Darüber hinaus wurde in den Werkneubau für den Geschäftsbereich Elastomer Coatings in Changshu, China, sowie in den Aufbau eines weiteren Produktionsstandorts für den Geschäftsbereich Benecke-Kaliko Group in Changzhou, China, investiert. Weiterhin wurden in allen Geschäftsbereichen Investitionen zur Rationalisierung bestehender Produktionsabläufe durchgeführt. Hinsichtlich der außerplanmäßigen Abschreibungen und Wertaufholungen verweisen wir auf Kapitel 6. Direkt von den Anschaffungskosten wurden insgesamt 6,6 Mio € (Vj. 13,6 Mio €) an staatlichen Investitionszuschüssen abgesetzt, u. a. für das Werk in Wuhu, China. Im Rahmen der Anwendung des IAS 23 wurden wie im Vorjahr keine Fremdkapitalkosten aktiviert. Zu den Umbuchungen der Periode in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte verweisen wir auf Kapitel 22. Die Sachanlagen enthalten Gebäude, technische Anlagen und andere Anlagen, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Im Wesentlichen handelt es sich um Verwaltungs- und Fertigungsgebäude. Die Leasingverträge haben eine durchschnittliche Laufzeit von 24 Jahren für Gebäude und von fünf bis zehn Jahren für technische Anlagen. Der effektive Zinssatz der wesentlichen Leasingverträge liegt zwischen 4,6 % und 8,7 % (Vj. zwischen 4,6 % und 8,5 %). In einigen wesentlichen Leasingverträgen sind Verlängerungs- oder Kaufoptionen enthalten. Es bestehen Beschränkungen von Verfügungsrechten sowie als Sicherheiten für Schulden verpfändete Sachanlagen in Höhe von 14,7 Mio € (Vj. 17,4 Mio €). scroll
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Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
werden in Kapitel 13 gesondert dargestellt. 13. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilienscroll
Die Marktwerte - nach dem Ertragswertverfahren bzw. auf der Grundlage von Bodenrichtwerten - der als Finanzinvestition gehaltenen Grundstücke und Gebäude zum 31. Dezember 2016 lagen bei 16,2 Mio € (Vj. 20,4 Mio €). Die Reduzierung geht im Wesentlichen auf den Verkauf einer Liegenschaft zurück. Die Mieterträge im Jahr 2016 beliefen sich auf 2,7 Mio € (Vj. 3,3 Mio €), während zuzurechnende Instandhaltungskosten in Höhe von 1,4 Mio € (Vj. 1,4 Mio €) angefallen sind. 14. Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmenscroll
In den Anteilen an at-equlty bilanzierten Unternehmen sind Beteiligungsbuchwerte an Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 241,7 Mio € (Vj. 221,4 Mio €) sowie an assoziierten Unternehmen in Höhe von 143,1 Mio € (Vj. 124,4 Mio €) enthalten. Als wesentliches Gemeinschaftsunternehmen im Segment Reifen innerhalb des Geschäftsbereichs Pkw-Reifen-Erstausrüstung ist die MC Projects B.V., Maastricht, Niederlande, nebst den jeweiligen Tochtergesellschaften zu nennen. Das gemeinschaftlich von der Continental Global Holding Netherlands B.V., Maastricht, Niederlande, und der Compagnie Financière Michelin SCmA, Granges-Paccot, Schweiz, mit je 50 % der Stimmrechte geführte Unternehmen ist im Wesentlichen auf dem Gebiet der Montage und Lieferung von Radreifen für die Automobilhersteller tätig. Michelin hat die Rechte an der Uniroyal-Marke für Europa in das Gemeinschaftsunternehmen eingebracht. Die MC Projects B.V. lizenziert diese Rechte an Continental. Folgende Anteile an wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen werden innerhalb der Automotive Group gehalten:
Für die zuvor genannten wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen lassen sich aus den beiden letzten zur Verfügung stehenden und nach IFRS aufgestellten Jahresabschlüssen (2015 und 2014) die folgenden Kennzahlen ableiten. Die Angabe der Kennzahlen erfolgt zu 100 %. Darüber hinaus erfolgt eine Überleitung des anteiligen Nettovermögens auf den jeweiligen Beteiligungsbuchwert. Sämtliche Anteile sind nach der Equity-Methode bilanziert. scroll
Als wesentliches assoziiertes Unternehmen ist die IAV GmbH Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr, Berlin, Deutschland, zu nennen. Die Continental Automotive GmbH, Hannover, Deutschland, hält 20 % der Anteile und Stimmrechte. Die Gesellschaft nebst ihrer Tochterunternehmen erbringt im Wesentlichen Entwicklungsdienstleistungen für die Automobilindustrie und ist dem Geschäftsbereich Engine Systems zuzuordnen. Für die IAV GmbH Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr, Berlin, Deutschland, lassen sich aus den beiden letzten zur Verfügung stehenden und nach IFRS aufgestellten Jahresabschlüssen (2015 und 2014) die folgenden Kennzahlen ableiten. Die Angabe der Kennzahlen erfolgt zu 100 %. Darüber hinaus erfolgt eine Überleitung des anteiligen Nettovermögens auf den Beteiligungsbuchwert, der nach der Equity-Methode bilanziert wird. scroll
Für die aus Konzernsicht unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen lassen sich aus den beiden letzten zur Verfügung stehenden Jahresabschlüssen (2015 und 2014) die folgenden zusammengefassten Kennzahlen ableiten. Die Angabe der Kennzahlen erfolgt entsprechend der Beteiligungsquote. scroll
15. Sonstige Finanzanlagenscroll
Die sonstigen Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert, da für diese Anteile keine Notierungen an den Kapitalmärkten gegeben sind und aus der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts keine signifikante Verbesserung für die Darstellung des Abschlusses zu erwarten ist. Eine Veräußerungsabsicht liegt derzeit nicht vor. 16. Latente SteuernDie aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 zu dem Steuersatz, der für die Periode der erwarteten Realisierung der latenten Steuern anzuwenden sein wird. Seit 2008 gilt in Deutschland eine Zinsabzugsbeschränkung mit Vortragsfähigkeit; der steuerlich zulässige Zinsabzug ist auf 30 % des steuerlichen Gewinns vor Abschreibungen und Zinsen begrenzt. Die Entwicklung der latenten Steuern ist im Berichtsjahr insbesondere durch diverse Erwerbe sowie die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beeinflusst. Wir verweisen auf Kapitel 5 und 24. Die aktiven latenten Steuern sind um 166,4 Mio € auf 1.836,1 Mio € (Vj. 1.669,7 Mio €) angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der latenten Steuern auf Leistungen an Arbeitnehmer in Höhe von 340,4 Mio € zurückzuführen, welcher aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen resultiert. Gegenläufig wirkt sich die Erhöhung der Saldierung der latenten Steuern in Höhe von 215,6 Mio € aus. Die passiven latenten Steuern haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 10,3 Mio € erhöht. Diese Veränderung resultiert insbesondere aus den latenten Steuern auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und Goodwill. Die zum 31. Dezember 2016 im Konzern bestehenden körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge betragen 2.745,7 Mio € (Vj. 2.954,2 Mio €). Der überwiegende Teil der im Konzern vorhandenen Verlustvorträge entfällt auf Tochtergesellschaften im Ausland und ist zum größten Teil in der Vortragsfähigkeit begrenzt. Latente Steueransprüche wurden im Hinblick auf folgende Posten nicht erfasst, da ihre Nutzung zum heutigen Zeitpunkt als unzureichend wahrscheinlich angesehen wird: scroll
Zum 31. Dezember 2016 sind in einzelnen Konzerngesellschaften bzw. Organkreisen, die einen Verlust ausgewiesen haben, aktive latente Steuern in Summe von 68,9 Mio € (Vj. 155,8 Mio €) angesetzt, die sich aus laufenden Verlusten, Verlustvorträgen und aus einem aktiven Überhang latenter Steuern ergeben. Die Realisierbarkeit dieser aktiven latenten Steuern wird in Erwartung künftiger steuerpflichtiger Gewinne als ausreichend wahrscheinlich beurteilt. Die temporären Differenzen aus nicht ausgeschütteten ausländischen Ergebnissen belaufen sich insgesamt auf 587,0 Mio € (Vj. 596,0 Mio €). Da nicht davon auszugehen ist, dass der Muttergesellschaft kurz- oder mittelfristig Beträge zufließen werden, wurden passive latente Steuern hierfür nicht berücksichtigt. Die Bewertungsunterschiede aus zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten sind in den Posten sonstige Vermögenswerte bzw. sonstige Unterschiede berücksichtigt. 17. Sonstige finanzielle Vermögenswertescroll
Die Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen betreffen insbesondere Forderungen aus dem operativen Leistungsgeschäft mit at-equity bilanzierten Unternehmen und Gesellschaftern sowie Darlehen an assoziierte Unternehmen. Die Ausleihungen an Dritte betreffen im Wesentlichen Mieterdarlehen für einzelne Liegenschaften und Ausleihungen an Kunden mit unterschiedlichen Laufzeiten. Die Forderungen gegenüber Mitarbeitern betreffen vor allem Abschlagszahlungen für noch nicht endgültig erfolgte Lohnabrechnungen sowie für geleistete Vorschüsse. Die Forderungen aus dem Verkauf von Kundenwerkzeugen betreffen noch nicht abgerechnete Kosten. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 11,4 Mio € resultierte im Wesentlichen aus der Automotive Group. Die übrigen finanziellen Forderungen beinhalten insbesondere noch nicht in Anspruch genommene Investitionsförderungen für Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Forderungen gegenüber Lieferanten. Die Buchwerte der sonstigen finanziellen Vermögenswerte entsprechen im Wesentlichen ihren beizulegenden Zeitwerten. Ausfallrisiken der sonstigen finanziellen Vermögenswerte wurden durch Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 15,5 Mio € (Vj. 14,4 Mio €) berücksichtigt. Im Berichtszeitraum sind hierfür Aufwendungen in Höhe von 1,1 Mio € (Vj. 10,8 Mio €) angefallen. 18. Sonstige Vermögenswertescroll
Die Steuererstattungsansprüche resultierten im Wesentlichen aus Umsatzsteuerforderungen aus dem Einkauf von Produktionsmaterialien. Die Rechnungsabgrenzungsposten umfassen insbesondere vorausgezahlte Mieten und Wartungsleistungen sowie Lizenzgebühren. Der Posten Übrige beinhaltet u. a. sonstige abgegrenzte bzw. verauslagte Kosten. Ausfallrisiken der sonstigen Vermögenswerte wurden durch Wertberichtigungen in Höhe von insgesamt 5,3 Mio € (Vj. 5,3 Mio €) berücksichtigt. Im Berichtszeitraum sind wie im Vorjahr weder Aufwendungen noch Erträge in wesentlicher Höhe angefallen. 19. Vorrätescroll
Die Wertberichtigungen auf Vorräte erhöhten sich um 47,7 Mio € auf 403,3 Mio € (Vj. 355,6 Mio €). 20. Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigungen entsprechen ihren beizulegenden Zeitwerten. Die Ermittlung der Risikovorsorge erfolgt nach konzerneinheitlichen Maßstäben. Die Kundenbeziehungen werden in regelmäßigen Zeitabständen analysiert. Dabei wird bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zwischen Einzelwertberichtigung und Portfoliowertberichtigung differenziert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für die Einzelwertberichtigungen zu bilden sind, werden bei der Ermittlung der Portfoliowertberichtigung nicht berücksichtigt. Die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen umfasst im wesentlichen Maße Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, die auf der Bonität des jeweiligen Kunden, aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle beruhen. Die Kreditwürdigkeit eines Kunden wird anhand des Zahlungsverhaltens und seiner Rückzahlungsfähigkeit beurteilt. Eine Einzelwertberichtigung wird vorgenommen, wenn der Kunde erhebliche finanzielle Schwierigkeiten aufweist oder eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Insolvenz vorliegt. Entsprechende Aufwendungen werden auf ein Wertberichtigungskonto gebucht. Bei nachgewiesener Uneinbringlichkeit wird eine Ausbuchung der Forderung vorgenommen. Bei Bonitätsverbesserung erfolgt eine Wertaufholung. Im Berichtsjahr haben sich dementsprechend die Einzelwertberichtigungen sowie die Wertberichtigungen auf Portfoliobasis auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen folgendermaßen entwickelt: scroll
Im Continental-Konzern werden mehrere Forderungsverkaufsprogramme genutzt. Wenn die mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen, insbesondere das Bonitäts- und Ausfallrisiko, im Wesentlichen nicht übertragen wurden, werden die Forderungen weiterhin in der Bilanz als Vermögenswert angesetzt. Im Rahmen bestehender Forderungsverkaufsprogramme wurden vertragliche Rechte auf den Erhalt der Zahlungsmittelzuflüsse an die entsprechenden Vertragspartner abgetreten. Die übertragenen Forderungen haben kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen die bilanzierten Werte zum Abschlussstichtag in Höhe von 1.937,0 Mio € (Vj. 1.963,6 Mio €) in der Regel näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die dazugehörigen Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von 487,1 Mio € (Vj. 638,1 Mio €) stellen den aus dem Forderungsverkauf erhaltenen Liquiditätserlös dar. Dieser entspricht im Berichtsjahr näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert; im Vorjahr lag der beizulegende Zeitwert bei 638,8 Mio €. Das zugesagte Finanzierungsvolumen im Rahmen dieser Forderungsverkaufsprogramme beträgt 1.069,3 Mio € (Vj 1.061,6 Mio €). Die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern sich zu den Abschlussstichtagen in folgende Laufzeitbänder: scroll
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Der Continental-Konzern geht, basierend auf historischem Zahlungsverhalten und Analyse der Kreditwürdigkeit der Kunden, davon aus, dass die überfälligen, nicht wertberichtigten Forderungen sowie auch die nicht überfälligen Forderungen in voller Höhe beglichen werden und keine Wertberichtigung erforderlich ist. Die Forderungen zum 31. Dezember 2016 enthalten keine Beträge aus der Percentage-of-Completion-Methode. 21. Flüssige MittelDie als flüssige Mittel ausgewiesenen Zahlungsmittelbestände umfassen sämtliche Barmittel und Sichteinlagen. Als Zahlungsmitteläquivalente gelten kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Zum Bilanzstichtag bestanden flüssige Mittel in Höhe von 2.107,0 Mio € (Vj. 1.621,5 Mio €). Davon waren 1.673,9 Mio € (Vj. 1.381,2 Mio €) unbeschränkt verfügbar. Bezüglich des Zinsrisikos und der Sensitivitätsanalyse für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten verweisen wir auf Kapitel 28. 22. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswertescroll
In den zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten in Höhe von 4,0 Mio € (Vj. 12,0 Mio €) sind überwiegend kleinere Liegenschaften enthalten. Das Stahlcordgeschäft der Veyance Technologies In Brasilien wurde Im laufenden Geschäftsjahr verkauft. Im Rahmen der Übernahme von Veyance Technologies im Januar 2015 hatte sich ContiTech gegenüber den Kartellbehörden zum Verkauf dieses Geschäfts verpflichtet. 23. Eigenkapitalscroll
Das gezeichnete Kapital der Continental AG blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert. Es beträgt zum Bilanzstichtag 512.015.316,48 € und ist eingeteilt in 200.005.983 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 2,56 € pro Aktie. Die Veränderung des bedingten Kapitals ergibt sich aus der nachstehenden Aufstellung: scroll
Nach dem Aktiengesetz bemessen sich die an die Aktionäre ausschüttbaren Dividenden ausschließlich nach dem im Jahresabschluss der Continental AG gemäß deutschem Handelsrecht ausgewiesenen Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2016 in Höhe von 1.103,1 Mio € (Vj. 1.014,2 Mio €). Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung vor, die Auszahlung einer Dividende von 4,25 € je Stückaktie zu beschließen. Die Ausschüttungssumme beträgt somit bei 200.005.983 dividendenberechtigten Stückaktien 850.025.427,75 €. Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. 24. Leistungen an ArbeitnehmerLeistungen an Arbeitnehmer gliedern sich wie folgt: scroll
Langfristige Leistungen an ArbeitnehmerPensionspläneZusätzlich zur gesetzlichen Altersversorgung stehen der Mehrzahl der Mitarbeiter Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses aus beitrags- oder leistungsorientierten Versorgungsplänen zu. Im Mittelpunkt unserer Pensionsstrategie steht die Umstellung von leistungsorientierten auf beitragsorientierte Versorgungspläne, um sowohl den Arbeitnehmern als auch dem Unternehmen ein zukunftsfähiges und transparentes Versorgungssystem zu bieten. Viele leistungsorientierte Zusagen wurden für Neueintritte oder zukünftige Dienstzeiten geschlossen und durch beitragsorientierte Pläne abgelöst. In Ländern, in denen beitragsorientierte Zusagen aus rechtlichen oder ökonomischen Gründen nicht möglich sind, wurden leistungsorientierte Pläne optimiert bzw. umgestellt, um die hiermit verbundenen Risiken aus Langlebigkeit, Inflation und Gehaltssteigerungen zu minimieren. Leistungsorientierte PläneLeistungsorientierte Pläne umfassen Pensionspläne, Abfindungszahlungen unabhängig vom Grund der Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Durch den signifikanten Anstieg der Mitarbeiterzahl in den letzten Jahren und die starke Akquisitionstätigkeit beziehen sich die Pensionsverpflichtungen im Wesentlichen auf aktive Mitarbeiter. Die leistungsorientierten Pensionspläne umfassen 158.322 Anspruchsberechtigte, einschließlich 110.737 aktiver Mitarbeiter, 18.400 ehemaliger Mitarbeiter mit unverfallbaren Ansprüchen und 29.185 Pensionäre und Hinterbliebene. Die Pensionsverpflichtungen sind auf vier Länder konzentriert: Deutschland, USA, Vereinigtes Königreich und Kanada, die mehr als 90 % der gesamten Pensionsverpflichtungen ausmachen. Die auf Basis der Barwerte der Verpflichtungen gewichtete durchschnittliche Laufzeit der wesentlichen leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen beträgt rund 17 Jahre. DeutschlandIn Deutschland gewährt Continental Pensionsleistungen durch den Kapitalkontenplan (Cash Balance Plan), Altzusagen und Entgeltumwandlungen. Die für die aktiven Mitarbeiter gültige Versorgungsregelung beruht im Wesentlichen auf dem Kapitalkontenplan und damit auf Leistungsbausteinen. Mit Eintritt des Versorgungsfalls wird das Versorgungsguthaben in Abhängigkeit von der Höhe des Versorgungsguthabens als Einmalleistung, in Raten oder als Rente ausgezahlt. Wesentliche Mindestgarantien, bezogen auf eine bestimmte Versorgungshöhe, bestehen nicht. Pensionspläne, die im Rahmen von Akquisitionen zu Continental transferiert bzw. übernommen wurden (Siemens VDO, Temic, Teves, Phoenix), wurden in den Kapitalkontenplan aufgenommen. Für die wesentlichen deutschen Gesellschaften ist der Kapitalkontenplan teilweise mit Sondervermögen im Rahmen von Treuhandstrukturen (Contractual Trust Arrangements, CTA) gedeckt. In Deutschland bestehen keine rechtlichen oder regulatorischen Mindestdotierungsverpflichtungen. Die CTA sind rechtlich unabhängig vom Unternehmen und verwalten die Planvermögen als Treuhänder im Einklang mit den jeweiligen Treuhandverträgen. Im Vorjahr wurde die Planvermögenseigenschaft eines Teils des Deckungsvermögens des Continental Pension Trust e. V. aufgrund von Satzungsänderungen der entsprechenden Treuhandverträge wiederhergestellt. Dadurch wurden Vermögenswerte in Höhe von 341,3 Mio € mit den zugehörigen Verpflichtungen saldiert ausgewiesen. Der verbleibende, nicht saldierte Anteil des Continental Pension Trust e. V. belief sich auf 475,6 Mio € und beinhaltete Anteile an der ContiTech AG, Hannover, Deutschland, die im Rahmen der Vollkonsolidierung berücksichtigt werden. Einige Altzusagen werden durch zwei rechtlich selbstständige Pensionskassen gewährt. Die Pensionskasse für Angestellte der Continental Aktiengesellschaft VVaG und die Pensionskasse von 1925 der Phoenix AG VVaG sind seit dem 1. März 1984 bzw. 1. Juli 1983 geschlossen. Die Pensionskassen sind kleinere Vereine im Sinne des § 53 des VAG und unterliegen der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Die Anlagevorschriften sind im Einklang mit den rechtlichen Anforderungen und der Risikostruktur der Verpflichtungen. Die Pensionskassen haben Tarife mit einem Rechnungszins von 3,5 %. Gemäß Betriebsrentengesetz haftet letztendlich die Continental für den Durchführungsweg der Pensionskasse. Gemäß IAS 19 handelt es sich daher bei den durch die Pensionskasse gedeckten Pensionsverpflichtungen um leistungsorientierte Pensionspläne. Zum 31. Dezember 2016 verfügen die Pensionskassen über die erforderliche Deckungsrücklage. Da das Vermögen einschließlich der erwirtschafteten Beträge ausschließlich den Planmitgliedern zusteht, wird die Anwartschaftsverpflichtung in gleicher Höhe wie das vorhandene Vermögen zum Zeitwert angesetzt. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen die private Vorsorge durch Entgeltumwandlung. Entgeltumwandlung wird im Wesentlichen durch eine überbetriebliche Pensionskasse (Höchster Pensionskasse VVaG) für Beiträge bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der Sozialversicherung angeboten. Die Pensionskasse sagt eine garantierte Mindestverzinsung zu, für die letztendlich die Continental gemäß Betriebsrentengesetz haftet. Das Unternehmen haftet nicht für Garantien gegenüber Mitarbeitern anderer Unternehmen. Da es sich bei der Höchster Pensionskasse VVaG um einen gemeinschaftlichen leistungsorientierten Plan mehrerer Unternehmen handelt und Continental kein Recht hat, die für die Bilanzierung als leistungsorientierter Plan notwendigen Informationen zu erhalten, wird dieser Plan als beitragsorientierter Plan bilanziert. Für Entgeltumwandlungsbeiträge oberhalb von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze können anspruchsberechtigte Mitarbeiter den Kapitalkontenplan nutzen. Für diesen Anteil erfolgt die Finanzierung über Rückdeckungsversicherungen. USAAufgrund der Akquisitionshistorie unterhält Continental verschiedene leistungsorientierte Pläne in den USA, die für Neueintritte ebenso wie für die Erdienung weiterer Ansprüche in einem Zeitraum vom 1. April 2005 bis zum 31. Dezember 2011 geschlossen wurden. Im Vorjahr wurde im Rahmen von Akquisitionen ein offener leistungsorientierter Plan für gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter erworben. Die geschlossenen leistungsorientierten Pläne sind Zusagen auf Basis des durchschnittlichen Endgehalts für Reifen- und Automotive-Angestellte sowie Kapitalkontenzusagen für ehemalige Siemens VDO-Mitarbeiter. Die leistungsorientierten Pläne, sowohl für die gewerkschaftlich als auch für die nicht gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter, basieren auf einem Pensionsmultiplikator pro Dienstjahr. Geschlossene leistungsorientierte Pläne wurden durch beitragsorientierte Pläne abgelöst. Beitragsorientierte Pläne gelten für die Mehrheit der aktiven Mitarbeiter in den USA. Die Planvermögen der leistungsorientierten Pläne werden in einem sogenannten Master Trust verwaltet. Die Aufsicht über die Kapitalanlage wurde an das Pension Committee, ein konzernintern besetztes Gremium, delegiert. Die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen der Pläne basieren auf dem US-amerikanischen Employee Retirement Income Security Act (ERISA). Basierend auf diesem Gesetz ist eine Bewertung des Finanzierungsniveaus erforderlich. Der verwendete Rechnungszins für diese Bewertung ist der durchschnittliche Zins über eine Periode von 25 Jahren und daher aktuell höher als der Rechnungszins zur Diskontierung der Verpflichtungen unter IAS 19. Die gesetzliche Bewertung führt daher zu einer niedrigeren Verpflichtung als die entsprechende Bewertung gemäß IAS 19. Es gibt eine regulatorische Anforderung, in den leistungsorientierten Plänen ein Mindestfinanzierungsniveau von 80 % sicherzustellen, um Leistungseinschränkungen zu vermeiden. Vereinigtes KönigreichResultierend aus der Akquisitionshistorie unterhält Continental vier leistungsorientierte Pläne im Vereinigten Königreich. Alle Pläne sind Zusagen auf Basis des durchschnittlichen oder letzten Endgehalts. Die vier Pläne wurden im Zeitraum zwischen 1. April 2002 und 30. November 2004 für Neueintritte geschlossen. Für alle seitdem eingetretenen Mitarbeiter bietet Continental beitragsorientierte Pläne an. Zum 5. April 2016 wurde der Continental Group Pension and Life Assurance Scheme für die Erdienung weiterer Ansprüche geschlossen. Der Plan wurde zum 6. April 2016 durch einen beitragsorientierten Plan abgelöst. Der Fokus unserer Pensionsstrategie im Vereinigten Königreich liegt auf der Reduktion der Risiken und inkludiert die Option einer teilweisen oder vollständigen Ausfinanzierung durch den Erwerb von Annuitäten. Dieser Strategie folgend hat der Mannesmann UK Pension Scheme eine weitere Tranche von Pensionszahlungen durch den Erwerb von Annuitäten ausfinanziert. Der Continental Group Pension and Life Assurance Scheme hat mit einem Versicherungsunternehmen einen Vertrag zur Ausfinanzierung der Pensionsverpflichtungen gegenüber den aktuellen Rentenempfängern zum Kauf von Annuitäten geschlossen, der im ersten Quartal 2017 wirksam wird. Die Finanzierungsbedingungen werden von der Regulierungsbehörde für Pensionen und den entsprechenden Gesetzen und Vorschriften bestimmt. Die leistungsorientierten Pläne werden von Treuhandgesellschaften verwaltet, deren geschäftsführende Organe (Board of Trustees) durch die Treuhandvereinbarung und das Gesetz allein dem Wohl der Begünstigten verpflichtet sind. Die notwendige Finanzierung wird alle drei Jahre durch technische Bewertungen nach Maßgabe der lokalen Vorschriften bestimmt. Dabei werden die Verpflichtungen mit einem Diskontierungssatz basierend auf Staatsanleihen sowie mit weiteren konservativ gewählten versicherungsmathematischen Annahmen bewertet. Im Vergleich zur IAS 19-Bewertung, die den Diskontierungszinssatz von erstrangigen Unternehmensanleihen ableitet, führt dies in der Regel zu einer höheren Verpflichtung. Drei von vier leistungsorientierten Plänen zeigen auf Basis der letzten technischen Bewertung ein Finanzierungsdefizit. Trustees und Unternehmen haben sich jeweils auf einen "Recovery Plan" geeinigt, der zusätzliche zeitlich begrenzte jährliche Zahlungen vorsieht. Der Bewertungsprozess muss innerhalb von 15 Monaten nach dem Bewertungsstichtag abgeschlossen werden. Die technischen Bewertungen wurden für zwei Pläne im Jahr 2016 und für die beiden anderen Pläne im Jahr 2017 abgeschlossen. Die letzten technischen Bewertungen der vier leistungsorientierten Pensionspläne haben mit Bewertungsstichtag zwischen Dezember 2012 und April 2015 stattgefunden und führten zum folgenden Ergebnis:
KanadaAufgrund der Akquisitionshistorie unterhält Continental sechs leistungsorientierte Pensionspläne, einen Plan für nicht gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter und fünf Pläne für gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter. Die Pensionspläne sind hauptsächlich Pläne auf Basis eines Pensionsmultiplikators pro Dienstjahr. Durch die Schließung unseres Standorts in Bowmanville wird der Bowmanville-Pensionsplan voraussichtlich innerhalb des nächsten Jahres vollständig durch den Erwerb von Annuitäten ausfinanziert. Die Schwankungen in der Höhe der Pensionsverpflichtung, die aus den Währungskurseffekten resultierten, unterliegen den gleichen Risiken wie die Gesamtgeschäftsentwicklung. Diese Schwankungen beziehen sich hauptsächlich auf die Währungen der USA, Kanadas und des Vereinigten Königreichs und sind für Continental unwesentlich. Zu Auswirkungen der Zinsrisiken sowie des Langlebigkeitsrisikos auf die Pensionsverpflichtungen verweisen wir auf die nachfolgend im Kapitel aufgeführten Sensitivitäten. Die nachfolgenden Tabellen zeigen eine Aufteilung der Pensionsverpflichtungen für Deutschland, die USA, Kanada, das Vereinigte Königreich sowie die übrigen Länder und die Gesamtwerte für den Continental-Konzern. Die Überleitung der Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts am Beginn und am Ende des Berichtsjahres stellt sich wie folgt dar: scroll
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Die Überleitung der Veränderungen des Fondsvermögens am Beginn und am Ende des Berichtsjahres stellt sich wie folgt dar: scroll
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Der Bilanzansatz der Pensionsrückstellungen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 604,9 Mio € erhöht. Dies resultierte im Wesentlichen aus versicherungsmathematischen Verlusten aufgrund niedrigerer Diskontierungszinssätze gegenüber dem Vorjahr. Der aktive Saldo aus Pensionsbewertung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Mio €. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Überhang von Planvermögen im Vereinigten Königreich. Der Anwartschaftsbarwert zum 31. Dezember 2016 bezog sich mit 6.403,3 Mio € (Vj. 5.723,0 Mio €) auf Pläne, die ganz oder teilweise aus Fonds finanziert sind, und mit 125,4 Mio € (Vj. 84,4 Mio €) auf Pläne, die nicht durch Fonds finanziert sind. Der Anstieg des Anwartschaftsbarwerts um 721,3 Mio € gegenüber dem 31. Dezember 2015 resultierte insbesondere aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten. Das Fondsvermögen in Deutschland beinhaltet Aktiva der CTA in Höhe von 744,5 Mio € (Vj. 679,3 Mio €), der Pensionskassen in Höhe von 275,1 Mio € (Vj. 286,5 Mio €) sowie der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 101,0 Mio € (Vj. 97,5 Mio €). Das Fondsvermögen erhöhte sich im Berichtsjahr um 112,5 Mio € auf 2.684,4 Mio €. Wesentliche Ursache hierfür ist die Einzahlung der Garantiedividende der ContiTech AG in das Planvermögen des Continental Pension Trust e. V. Des Weiteren tragen versicherungsmathematische Gewinne zu der Erhöhung des Fondsvermögens bei. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste des Fondsvermögens in Deutschland resultierten aus den versicherungsmathematischen Verlusten der Pensionskassen mit 4,0 Mio € (Vj. 9,9 Mio € versicherungsmathematischer Gewinn) und aus den versicherungsmathematischen Gewinnen der CTA mit 7,9 Mio € (im Vorjahr versicherungsmathematischer Verlust von 2,8 Mio €). Innerhalb des Continental-Konzerns gibt es in Deutschland Pensionskassen, die seit dem 1. Juli 1983 bzw. 1. März 1984 für Neueintritte geschlossen sind. Zum 31. Dezember 2016 verfügen die Pensionskassen über die erforderliche Deckungsrücklage; eine Nachschusspflicht besteht nicht. Das gebundene Fondsvermögen weist zum 31. Dezember 2016 einen beizulegenden Zeitwert von 275,1 Mio € (Vj. 286,5 Mio €) aus. Die Pensionskassen haben Tarife mit einem Rechnungszins von 3,50 %. Gemäß Betriebsrentengesetz haftet letztendlich die Continental AG für den Durchführungsweg der Pensionskasse, weshalb es sich um einen leistungsorientierten Pensionsplan, der im Rahmen der Entwicklung der Pensionsrückstellungen auszuweisen ist, handelt. Da das Vermögen einschließlich der erwirtschafteten Erträge ausschließlich den Planmitgliedern zusteht, wird die Anwartschaftsverpflichtung in gleicher Höhe wie das vorhandene Vermögen zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. In der folgenden Tabelle ist die Überleitung des Finanzierungsstatus zu den in der Bilanz enthaltenen Beträgen dargestellt: scroll
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Differenz zwischen Fondsvermögen und Anwartschaftsbarwert. Der Bilanzansatz ist in folgenden Bilanzposten enthalten: scroll
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Der Pensionsplan der Continental Automotive Trading UK Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich, weist zum Ende des Geschäftsjahres eine leistungsorientierte Pensionsverpflichtung aus, während im Vorjahr Planvermögen bestand, das höher als der Anwartschaftsbarwert war. Im Vorjahr war der Ansatz des Aktivpostens beschränkt auf den Barwert des Nutzens, den der Konzern daraus ziehen kann (Asset Ceiling). Daher entsprach im Vorjahr dieser Barwert 0,0 Mio €. Die zur Berechnung der Pensionsverpflichtungen notwendigen Prämissen - insbesondere die Abzinsungsfaktoren zur Bestimmung der Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen und der erwarteten Verzinsung des Fondsvermögens sowie die langfristigen Entgeltsteigerungsraten und der langfristige Rententrend -werden länderspezifisch festgelegt. In den wesentlichen Pensionsplänen werden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Bewertungsfaktoren zum 31. Dezember des Jahres verwendet: scroll
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Ohne Berücksichtigung der Pensionskassen. Ein weiterer Parameter für die Bewertung der Pensionsverpflichtung ist der langfristige Rententrend. Folgender gewichteter durchschnittlicher langfristiger Rententrend wurde zum 31. Dezember 2016 für die wesentlichen Länder verwendet: Deutschland 1,75 % (Vj. 1,75 %), Kanada 1,6 % (Vj. 1,6 %), Vereinigtes Königreich 3,0 % (Vj. 3,1 %). Für die USA stellt der langfristige Rententrend keinen wesentlichen Bewertungsparameter dar. Die Netto-Pensionsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
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Die Plankürzungen und -abgeltungen des Jahres 2016 ergeben sich insbesondere aus der Schließung des Continental Group Pension and Life Assurance Scheme im Vereinigten Königreich und der daraus resultierenden Reduzierung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung. In der folgenden Tabelle ist die Überleitung der Veränderungen in versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten am Beginn und am Ende des Berichtsjahres dargestellt: scroll
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Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung aufgrund von Änderungen in den getroffenen versicherungsmathematischen Annahmen. Der Rückgang des Abzinsungsfaktors gegenüber dem Jahr 2015 in der Berichtsperiode 2016 führte zu versicherungsmathematischen Verlusten in allen wesentlichen Ländern. Die in der Berichtsperiode 2015 aufgelaufenen versicherungsmathematischen Gewinne aufgrund von Änderungen in finanziellen Annahmen waren hingegen auf einen Anstieg des Abzinsungsfaktors gegenüber dem Jahr 2014 zurückzuführen, welche allerdings durch versicherungsmathematische Verluste aufgrund abweichender Ereignisse in Deutschland überkompensiert wurden. Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten, die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachstehenden Beträgen beeinflusst. Obwohl die Analyse die vollständige Verteilung der nach dem Plan erwarteten Cashflows nicht berücksichtigt, liefert sie einen Näherungswert für die Sensitivität der dargestellten Annahmen. Eine Veränderung des Diskontierungszinssatzes für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen um einen halben Prozentpunkt nach oben bzw. unten hätte unter Beibehaltung der übrigen Annahmen zum Bilanzstichtag folgende Auswirkungen auf die Pensionsverpflichtungen gehabt: scroll
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Ohne Berücksichtigung der Pensionskassen. Eine Veränderung der langfristigen Entgeltsteigerungsrate um einen halben Prozentpunkt nach oben bzw. nach unten hätte zum Bilanzstichtag unter Beibehaltung der übrigen Annahmen folgende Auswirkungen auf die wesentlichen Pensionsverpflichtungen gehabt: scroll
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Eine Veränderung des langfristigen Rententrends um einen halben Prozentpunkt nach oben bzw. nach unten hätte zum Bilanzstichtag unter Beibehaltung der übrigen Annahmen folgende Auswirkungen auf die wesentlichen Pensionsverpflichtungen gehabt: scroll
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Veränderungen des Abzinsungsfaktors sowie des Gehalts- und Rententrends wirken sich aufgrund der finanzmathematischen Berechnungssystematik (insbesondere aufgrund des Zinseszinseffekts) nicht linear auf die Höhe des Anwartschaftsbarwerts aus. Deshalb ist die Wirkung auf die aus der Pensionsverpflichtung abgeleiteten Netto-Pensionsverpflichtungen infolge eines Anstiegs bzw. Rückgangs der finanzmathematischen Annahmen nicht betragsgleich. Zusätzlich zu den oben genannten Sensitivitäten wurde der Einfluss einer um ein Jahr höheren Lebenserwartung auf den Anwartschaftsbarwert der wesentlichen Länder ermittelt. Eine um ein Jahr steigende Lebenserwartung würde zu einem um 216,3 Mio € (Vj. 177,2 Mio €) höheren Anwartschaftsbarwert führen, der sich wie folgt verteilt: Deutschland 166,9 Mio € (Vj. 134,3 Mio €), USA 31,7 Mio € (Vj. 28,5 Mio €), Vereinigtes Königreich 13,8 Mio € (Vj. 11,1 Mio €) und Kanada 3,9 Mio € (Vj. 3,3 Mio €). Dabei wurde in Deutschland im Rahmen der versicherungsmathematischen Bewertung von vermehrten Auszahlungen in Renten- anstatt in Kapitalform ausgegangen, was sich erhöhend auf den Anwartschaftsbarwert auswirkt. Bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen beruht die Lebenserwartung bei den inländischen Plänen auf den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die ausländischen Pensionspläne werden vergleichbare landesübliche Bewertungsgrundlagen herangezogen. PensionsfondsDie Struktur des Konzern-Planvermögens wird laufend durch die Anlageausschüsse unter Berücksichtigung der prognostizierten Pensionsverpflichtungen überprüft. Dabei überprüfen die Anlageausschüsse regelmäßig die Investitionsentscheidungen, die zugrunde liegenden Renditeerwartungen der einzelnen Anlageklassen unter Berücksichtigung von Erfahrungswerten sowie die Auswahl der externen Fondsmanager. Die Portfoliostrukturen der Fondsvermögen der Pensionspläne zum Bewertungsstichtag für die Geschäftsjahre 2016 und 2015 sind nachfolgender Darstellung zu entnehmen: scroll
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Die Portfoliostruktur des Fondsvermögens in
Deutschland ist ohne die Pensionskassen aufgestellt, deren Vermögensanlage
hauptsächlich in festverzinslichen Wertpapieren und Aktien erfolgt. Die folgende Tabelle zeigt die in bar geleisteten Einzahlungen des Unternehmens in die Pensionsfonds für 2016 und 2015 sowie die erwarteten Einzahlungen für 2017: scroll
Die nachfolgende Übersicht enthält die im Berichtsjahr und die im Vorjahr geleisteten Pensionszahlungen sowie die für die kommenden zehn Geschäftsjahre erwarteten Zahlungen (nicht abgezinst): scroll
Die Pensionszahlungen ab 2015 betreffen sowohl Einmalzahlungen im Rahmen von Kapitalkontenplänen als auch kontinuierliche Rentenzahlungen. Zudem wurde bei der Ermittlung der zukünftigen Rentenzahlungen der frühestmögliche Renteneintritt der entsprechenden Mitarbeiter unterstellt. Der tatsächliche Renteneintritt könnte später sein und damit könnten die Rentenzahlungen in den jeweiligen Jahren geringer ausfallen. Die Beträge für die laufende und die vier vorangegangenen Berichtsperioden des Anwartschaftsbarwerts, Fondsvermögens und des Finanzierungsstatus sowie der erfahrungsbedingten Anpassungen der Planschulden und des Planvermögens lauten wie folgt: scroll
Andere VersorgungsleistungenEinige Tochtergesellschaften, vorwiegend in den USA und Kanada, gewähren ihren Mitarbeitern unter bestimmten Alters- bzw. Betriebszugehörigkeitsvoraussetzungen Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen für die Zeit nach der Pensionierung. Die Leistungen und die Ansprüche darauf können modifiziert werden. Den gewerblichen Mitarbeitern der gewerkschaftlich organisierten Reifenwerke in den USA wird diese Art von Altersvorsorgezusagen im Rahmen von Tarifverträgen angeboten. Für diese Zusatzleistungen besteht kein gesondertes Fondsvermögen. Die auf Basis der Barwerte der Verpflichtung gewichtete durchschnittliche Laufzeit der wesentlichen leistungsorientierten Pensionsverpflichtung beträgt rund zwölf Jahre. Die Überleitung der Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts und des Finanzierungsstatus am Beginn und am Ende des Berichtsjahres stellt sich wie folgt dar: scroll
Die zur Berechnung der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen gesetzten Prämissen für die Abzinsung sowie für die Steigerungsrate variieren entsprechend den Gegebenheiten in den USA und Kanada. Hierzu wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Bewertungsfaktoren zum 31. Dezember des Jahres verwendet: scroll
Die Nettoaufwendungen der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachstehenden Beträgen beeinflusst. Obwohl die Analyse die vollständige Verteilung der nach dem Plan erwarteten Cashflows nicht berücksichtigt, liefert sie einen Näherungswert für die Sensitivität der dargestellten Annahmen. Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen aus einer 0,5-prozentigen Veränderung des Kostentrends auf die Gesundheitsfürsorge- und die Lebensversicherungsverpflichtungen: scroll
Eine Veränderung des oben angegebenen, bereits feststehenden Abzinsungsfaktors für die Ermittlung der Nettoaufwendungen der Verpflichtungen zu Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen von jeweils einem halben Prozentpunkt hätte sich folgendermaßen auf die Nettoaufwendungen ausgewirkt: scroll
Die nachfolgende Übersicht enthält die im Berichtsjahr und die im Vorjahr für andere Versorgungsleistungen geleisteten Zahlungen sowie die für die kommenden zehn Geschäftsjahre erwarteten Zahlungen (nicht abgezinst): Mio €scroll
Die Beträge für die laufende und die vier vorangegangenen Berichtsperioden des Anwartschaftsbarwerts, des Finanzierungsstatus sowie der erfahrungsbedingten Anpassungen der Planschulden lauten wie folgt: scroll
Pensionsähnliche VerpflichtungenEinige Konzerngesellschaften haben Zusagen erteilt, bei denen die Aufwendungen der Gesellschaft auf einem fixierten Prozentsatz der Vergütung basieren. Diese Ansprüche werden bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgezahlt. Im Rahmen von Restrukturierungen wurden im Geschäftsjahr Rückstellungen aufgelöst, wodurch sich ein Ertrag in Höhe von 0,2 Mio € (Vj. 8,8 Mio € Aufwendungen) ergibt. Beitragsorientierte PensionspläneDer Continental-Konzern gewährt seinen Mitarbeitern betriebliche Altersversorgung in Form von beitragsorientierten Plänen, insbesondere in den USA, im Vereinigten Königreich, in Japan und China. Der Aufwand für die beitragsorientierten Versorgungspläne, ohne Berücksichtigung der Zahlungen an die gesetzlichen Rentenversicherungssysteme, lag im Geschäftsjahr bei 81,1 Mio € (Vj. 73,6 Mio €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus neu abgeschlossenen Kompensationsplänen, Veränderungen im Konsolidierungskreis sowie aus Wechseln von leistungsorientierten zu beitragsorientierten Plänen. Andere Leistungen an ArbeitnehmerAndere Leistungen an Arbeitnehmer beinhalten Rückstellungen für Altersteilzeitprogramme sowie Jubiläumsboni. Dabei sind die Altersteilzeitrückstellungen mit einem Diskontierungszinssatz von 0,35 % (Vj. 1,35 %) berechnet. Die Jubiläumsrückstellungen sind mit einem Diskontierungszinssatz von 1,8 % (Vj. 2,35 %) berechnet. Die Zinskomponente wird nach dem Wahlrecht unter IAS 19 im Zinsergebnis ausgewiesen. Long Term Incentive-Pläne (LTI-Pläne)Die Verbindlichkeiten für Personalaufwendungen beinhalten auch die langfristigen Bonuszusagen (Long Term Incentive-Pläne, LTI-Pläne) sowie die in virtuelle Aktien der Continental AG umgewandelten Beträge der variablen Vergütung für Vorstandsmitglieder (Performance Bonus, Deferral). Sämtliche LTI-Pläne bis 2013 werden nach IAS 19 als "andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer" klassifiziert und bewertet. Die LTI-Pläne ab 2014 sowie das Deferral sind als anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich zu klassifizieren, sodass die Bilanzierung nach IFRS 2 jeweils zum Fair Value erfolgt. Die Aufwendungen aus LTI-Plänen von 32,0 Mio € (Vj. 52,6 Mio €) wurden in den jeweiligen Funktionskosten erfasst.
Im Jahr 2012 wurde den oberen Führungskräften des Continental-Konzerns ein in der Höhe grundsätzlich von der Positionsbewertung und dem Zielerreichungsgrad abhängiger Bonus zugesagt (LTI-Bonus), der eine Partizipation an der langfristigen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts und der Profitabilität ermöglichen soll. Das LTI wird in jährlichen Tranchen ausgegeben (LTI-Tranchen). Im Jahr 2012 erfolgte die Ausgabe der Tranche 2012/16 mit einer Laufzeit von vier Jahren. Die Laufzeit beginnt am Tag des Vorstandsbeschlusses über die Ausgabe der jeweiligen Tranche. Die Tranche 2012/16 wurde am 6. Juli 2012 beschlossen. Für jeden Begünstigten einer LTI-Tranche wird durch den Vorstand der Continental AG der Betrag eines Zielbonus in Euro festgelegt, der bei 100 % Zielerreichung ausgezahlt wird. Der nach Ablauf der LTI-Tranche tatsächlich auszuzahlende LTI-Bonus ist abhängig vom Zielerreichungsgrad, der zwischen 0 % (keine Auszahlung) und 300 % (maximale Auszahlung) liegen kann. Für die Auszahlung und die Höhe des LTI-Bonus ist der Grad der Erreichung zweier Zielkriterien maßgeblich. Das erste Zielkriterium ist der gewichtete Durchschnitt der Continental Value Contribution (CVC) des Continental-Konzerns über den Zeitraum von vier Geschäftsjahren, beginnend mit dem Geschäftsjahr der Ausgabe der LTI-Tranche. Der gewichtete Durchschnitt im Sinne des LTI errechnet sich durch die Addition von 10 % des CVC des ersten Geschäftsjahres der LTI-Tranche, 20 % des CVC des zweiten Geschäftsjahres der LTI-Tranche, 30 % des CVC des dritten Geschäftsjahres der LTI-Tranche und 40 % des CVC des vierten Geschäftsjahres der LTI-Tranche. Das zweite Zielkriterium ist die Relation des Free Cashflow im Continental-Konzern zum Umsatz des Continental-Konzerns. Maßgeblich für die Messung dieses Zielkriteriums ist das letzte volle Geschäftsjahr vor Ablauf der jeweiligen LTI-Tranche. Der Zielerreichungsgrad kann bei beiden Zielkriterien zwischen 0 % und 300 % variieren. Die Eckdaten zur Bestimmung des Zielerreichungsgrads werden für jedes Zielkriterium mit Ausgabe einer LTI-Tranche festgelegt. Der für die Ermittlung des zu zahlenden LTI-Bonus maßgebliche Grad der Zielerreichung ergibt sich aus der Addition der beiden gleichgewichteten Zielkriterien. Basis für die Berechnung des LTI-Bonus ist der bei Ausgabe einer LTI-Tranche für einen Zielerreichungsgrad von 100 % individuell zugesagte Bonusbetrag. Der LTI-Bonus wird als Brutto-Einmalzahlung in der Regel spätestens am Ende des zweiten vollen Kalendermonats nach Ablauf der LTI-Tranche, nicht jedoch vor Ende des Monats Juli gezahlt. Nach Ablauf der LTI-Tranche 2012/16 im Juli 2016 erfolgte die Auszahlung des Bonus im September 2016.
Im Jahr 2013 erfolgte die Ausgabe der Tranche 2013/17 mit einer Laufzeit von vier Jahren an die oberen Führungskräfte des Continental-Konzerns und an die Mitglieder des Vorstands. Die Laufzeit beginnt am Tag des Vorstandsbeschlusses über die Ausgabe der jeweiligen Tranche. Die Tranche 2013/17 wurde am 24. Juni 2013 durch den Vorstand für die oberen Führungskräfte und am 25. September 2013 vom Aufsichtsrat für die Mitglieder des Vorstands beschlossen. Sie entspricht in wesentlichen Grundzügen dem LTI-Plan 2012.
Ab dem Jahr 2014 wird den oberen Führungskräften des Continental-Konzerns und den Mitgliedern des Vorstands ein neuer, in der Grundstruktur veränderter Bonus zugesagt, der weiterhin eine Partizipation an der langfristigen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts und der Profitabilität ermöglichen soll. Der LTI-Bonus ist weiterhin in der Höhe grundsätzlich von der Positionsbewertung und dem Zielerreichungsgrad abhängig und wird in jährlichen Tranchen ausgegeben. Die Laufzeit der Tranche 2014/17, die der Aufsichtsrat am 12. März 2014 für die Mitglieder des Vorstands und der Vorstand am 23. Juni 2014 für die oberen Führungskräfte beschlossen haben, beginnt rückwirkend zum 1. Januar 2014 und beträgt vier Jahre. Die Laufzeit der Tranche 2015/18, die der Aufsichtsrat am 18. März 2015 für die Mitglieder des Vorstands und der Vorstand am 4. Juni 2015 für die oberen Führungskräfte beschlossen haben, beginnt rückwirkend zum 1. Januar 2015 und beträgt vier Jahre. Die Laufzeit der Tranche 2016/19, die der Aufsichtsrat am 18. März 2016 für die Mitglieder des Vorstands und der Vorstand am 21. April 2016 für die oberen Führungskräfte beschlossen haben, beginnt rückwirkend zum 1. Januar 2016 und beträgt vier Jahre. Für jeden Begünstigten einer LTI-Tranche wird durch den Aufsichtsrat (für die Vorstände) bzw. durch den Vorstand (für die oberen Führungskräfte) der Continental AG der Betrag eines Zielbonus in Euro festgelegt, der bei 100 % Zielerreichung ausgezahlt wird. Der nach Ablauf der LTI-Tranche tatsächlich auszuzahlende LTI-Bonus ist abhängig vom Zielerreichungsgrad. Der LTI-Bonus kann zwischen 0 % (keine Auszahlung) und 200 % (maximale Auszahlung) liegen. Für die Auszahlung und die Höhe des LTI-Bonus ist der Grad der Erreichung zweier Zielkriterien maßgeblich. Das erste Zielkriterium ist der gleichgewichtete Durchschnitt des CVC über den Zeitraum von vier Geschäftsjahren, beginnend mit dem Geschäftsjahr der Ausgabe der LTI-Tranche. Der gleichgewichtete Durchschnitt errechnet sich durch Addition von jeweils 25 % des CVC der vier Geschäftsjahre der Laufzeit der LTI-Tranche. Das zweite Zielkriterium ist der Total Shareholder Return (TSR) der Continental-Aktie zum Ende der Laufzeit in Relation zum Beginn der LTI-Tranche. Der für die Ermittlung des TSR maßgebliche Aktienkurs ist der arithmetische Mittelwert der Schlusskurse im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder des Nachfolgesystems) an den Börsenhandelstagen in den drei Monaten von Oktober bis Dezember jeweils vor Ausgabe und vor Ablauf der LTI-Tranche. Zusätzlich werden für den TSR sämtliche Dividenden, die während der Laufzeit der LTI-Tranche gezahlt werden, berücksichtigt. Die Zielskala zur Bestimmung des Zielerreichungsgrads legt der Aufsichtsrat bzw. der Vorstand mit Ausgabe der jeweiligen LTI-Tranche fest. Diese Eckdaten sind für die Mitglieder des Vorstands und für die oberen Führungskräfte identisch. Der Zielerreichungsgrad kann beim ersten Zielkriterium zwischen 0 % und 200 % variieren. Zwischen 0 % und dem Maximalwert wird die Zielerreichung linear ermittelt. Für das zweite Zielkriterium besteht keine Höchstbegrenzung. Der für die Ermittlung des zu zahlenden LTI-Bonus maßgebliche Grad der Zielerreichung ergibt sich aus der Multiplikation der beiden Zielkriterien. Der zu zahlende LTI-Bonus resultiert aus der Multiplikation des Zielerreichungsgrades und des Zielbonus. Der insgesamt maximal erreichbare LTI-Bonus beträgt 200 % des Zielbonus. Für die Bewertung des Zielkriteriums TSR kommt eine Monte-Carlo-Simulation zum Einsatz. Dabei wird eine Simulation der lognormalverteilten Prozesse für den Kurs der Continental-Aktie durchgeführt. In der Monte-Carlo-Simulation werden die Durchschnittswertbildung der Aktienkurse im jeweiligen Referenzzeitraum, die Dividenden im Rahmen des TSR und die Begrenzung des Auszahlungsbetrags berücksichtigt. Zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2016 wurde mit folgenden Parametern gerechnet:
Die Fair Values betragen zum Abschlussstichtag 28,1 Mio € für den LTI-Plan 2014 (Vj. 34,0 Mio €), 28,9 Mio € für den LTI-Plan 2015 (Vj. 34,9 Mio €) und 23,8 Mio € für den LTI-Plan 2016. Der Grad der Erdienung des LTI-Plans 2014 liegt bei 75 %, der des LTI-Plans 2015 bei 50 %. Der LTI-Plan 2016 ist zu 25 % erdient. Die Verbindlichkeiten für Personalaufwendungen für LTI führten in der Berichtsperiode zu Aufwendungen in Höhe von 5,6 Mio € für den LTI-Plan 2014 (Vj. 10,4 Mio €), 7,0 Mio € für den LTI-Plan 2015 (Vj. 8,7 Mio €) und 6,7 Mio € für den LTI- Plan 2016.
Für die Bewertung der Bezugsrechte kommt eine Monte-Carlo-Simulation zum Einsatz. Dabei wird eine Simulation der lognormalverteilten Prozesse für den Kurs der Continental-Aktie durchgeführt. Das Bewertungsmodell berücksichtigt zudem die Durchschnittswertbildung der Aktienkurse im jeweiligen Referenzzeitraum und die Unter- und Obergrenze des Auszahlungsbetrags. Zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2016 wurde mit folgenden Parametern gerechnet:
Für am Abschlussstichtag aktive Vorstandsmitglieder bestehen zum 31. Dezember 2016 Zusagen mit einem Fair Value von 14,9 Mio €; dieses entspricht 77.925 Stück virtueller Aktien (Vj. 20,4 Mio €; 88.438 Stück). Kurzfristige Leistungen an ArbeitnehmerVerbindlichkeiten für PersonalaufwendungenDer Continental Value Sharing Bonus ist eine Erfolgsbeteiligung der Mitarbeiter der Continental am Konzernergebnis. Die Höhe der Erfolgsbeteiligung wird anhand von konzerninternen Kennzahlen berechnet. Für den Berichtszeitraum wurde innerhalb der Verbindlichkeiten für Personalaufwendungen eine Rückstellung in Höhe von 174,9 Mio € (Vj. 150,7 Mio €) berücksichtigt. 25. Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungenscroll
Die Rückstellungen für sonstige Risiken haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die Inanspruchnahmen der Strukturrückstellungen betreffen im Wesentlichen die Abwicklung der in vorherigen Jahren verabschiedeten Restrukturierungsmaßnahmen an den deutschen Standorten Salzgitter, Dortmund und Limbach sowie die Abwicklung der in diesem Jahr verabschiedeten Restrukturierungsmaßnahme an dem griechischen Standort Volos. Die Zuführung zu den Strukturrückstellungen ergab sich durch die Restrukturierungsmaßnahmen in Melbourne, Australien, und in Volos, Griechenland. Die Zuführungen zu den Rückstellungen für Prozess- und Umweltrisiken betreffen wie im Vorjahr im Besonderen Produkthaftungsrisiken aus dem Reifenbereich in den USA. Weitere Zuführungen ergeben sich im Zusammenhang mit anhängigen Kartellverfahren. Wir verweisen auf Kapitel 33. Die Inanspruchnahmen beinhalten hauptsächlich die Nachzahlungen der ContiTech AG, Hannover, Deutschland, an die ehemaligen Aktionäre der Phoenix AG und die zuvor genannten Produkthaftungsrisiken im Reifenbereich. Die Entwicklung der Rückstellungen für Gewährleistungen beinhaltet Inanspruchnahmen in Höhe von 304,0 Mio € (Vj. 239,1 Mio €) sowie Auflösungen in Höhe von 124,8 Mio € (Vj. 127,4 Mio €). Die Zuführungen in Höhe von 714,8 Mio € (Vj. 444,2 Mio €) beziehen sich u. a., in den Segmenten Chassis & Safety und Interior, auf Gewährleistungen für Produkte, die mehrheitlich in den Jahren 2004 bis 2010 ausgeliefert wurden. Die übrigen Rückstellungen beinhalten auch Rückstellungen für Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit, u. a. Kompensationen aus Kunden- und Lieferantenansprüchen, die nicht Gewährleistung sind. Ebenfalls enthalten sind Rückstellungen für Reifen-Recycling-Verpflichtungen. 26. ErtragsteuerverbindlichkeitenDie Ertragsteuerverbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Für die Überleitung zu den in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellten gezahlten Ertragsteuern sind zusätzlich zu den hier ausgewiesenen Inanspruchnahmen sowie laufenden Vorauszahlungen die zahlungswirksamen Veränderungen der Ertragsteuerforderungen einzubeziehen. 27. Finanzschuldenscroll
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Davon durch Grundschulden, Hypotheken und
vergleichbare Sicherheiten gedeckte Beträge in Höhe von 3,8 Mio €
(Vj. 2,7 Mio €). Zusammensetzung der wesentlichen Continental-Anleihenscroll
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Erläuterungen der Abkürzungen
Der Buchwert der Anleihen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 599,0 Mio € von 2.784,5 Mio auf 3.383,5 Mio € zum Ende des Geschäftsjahres 2016. Dieser Aufbau ist auf die am 28. November 2016 von der Continental AG unter dem Rahmen-Emissionsprogramm für Anleiheemissionen von Continental (Debt Issuance Programme, DIP) erfolgreich bei Investoren im In- und Ausland vorgenommene Platzierung einer Euro-Anleihe mit einem Nominalvolumen von 600,0 Mio € zurückzuführen. Der Ausgabekurs lag bei 99,41 %. Diese Anleihe hat eine Laufzeit von drei Jahren und zwei Monaten und einen Zinssatz von 0,0 % p. a. Die Emission erfolgte insbesondere im Hinblick auf die im März 2017 zur Rückzahlung anstehende Euro-Anleihe der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, über 750,0 Mio €. Für die im November 2015 von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, emittierte Euro-Anleihe mit einem Nominalvolumen von 500,0 Mio € wurden Zins-Währungsswaps abgeschlossen. Durch diese erfolgt zum einen die Sicherung der Währungsrisiken aus der Denominierung der Anleihe in Euro und zum anderen ein Tausch des Euro-Festzinses von 0,5 % p. a. in einen US-Dollar-basierten Festzinssatz von durchschnittlich 2,365 % p. a. (bezüglich der Bilanzierung der Zins-Währungsswaps verweisen wir auf Kapitel 28). Der Buchwert der Anleihen beinhaltet ferner insbesondere eine Ende August 2013 von der Continental AG zu 100,0 % begebene Privatplatzierung mit einem Volumen von 50,0 Mio €, einem Zinssatz von 3,9 % p. a. und einer Laufzeit von zwölf Jahren. Finanzierungszusagen von KreditinstitutenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen am 31. Dezember 2016 bei 931,9 Mio € (Vj. 1.725,7 Mio €) und damit 793,8 Mio € unter dem Vorjahresniveau. Am 31. Dezember 2016 bestanden Finanzierungszusagen von Kreditinstituten in Höhe von 4.831,0 Mio € (Vj. 5.355,1 Mio €). Zum Stichtag waren davon nominal 3.888,4 Mio € (Vj. 3.611,5 Mio €) ungenutzt. Davon entfallen 3.000,0 Mio € (Vj. 2.702,1 Mio €) auf die revolvierende Tranche des syndizierten Kredits, die zum Jahresende 2016 nicht in Anspruch genommen wurde (Vj. 297,9 Mio €). Zur Deckung des kurzfristigen Kreditbedarfs hat der Continental-Konzern im Berichtsjahr Commercial Paper-Programme, die Forderungsverkaufsprogramme und die diversen Banklinien genutzt. Der im April 2014 mit einem zugesagten Volumen von 4,5 Mrd € neu abgeschlossene syndizierte Kredit bestand zu diesem Zeitpunkt aus einem im April 2016 fälligen Festdarlehen über 1,5 Mrd € und einer bis April 2019 eingeräumten revolvierenden Kreditlinie über 3,0 Mrd €. Bezogen auf die Laufzeit der revolvierenden Tranche wurden zwei Vertragsanpassungen vorgenommen. Im April 2015 und im April 2016 haben alle beteiligten Banken einer Laufzeitverlängerung um jeweils ein Jahr zugestimmt. Damit steht Continental diese Finanzierungszusage bis April 2021 zur Verfügung. Bereits im vierten Quartal 2015 erfolgten vorzeitige Teilrückzahlungen des Festdarlehens in Höhe von insgesamt 1.150,0 Mio €. Ende März 2016 wurde der zum Jahresende 2015 verbliebene Betrag dieses Darlehens in Höhe von 350,0 Mio € vorzeitig zurückgeführt. Das zugesagte Volumen des syndizierten Kredits, der nur noch aus der revolvierenden Tranche besteht, hat sich damit seit Ende März 2016 gleichermaßen auf 3,0 Mrd € reduziert. Ausnutzungen der revolvierenden Tranche können sowohl in Euro als auch in anderen Währungen auf Basis variabler Zinssätze vorgenommen werden. In Abhängigkeit von der Währung erfolgt die Verzinsung entweder mit dem Euribor- oder dem entsprechenden Libor-Satz, jeweils zuzüglich einer Marge. Neben dem syndizierten Kredit entfiel der wesentliche Anteil der Finanzierungszusagen von Kreditinstituten wie im Vorjahr auf überwiegend variabel verzinsliche kurzfristige Kreditaufnahmen. Wie im Vorjahr wurden auch im Jahr 2016 die vereinbarten Financial Covenants zum jeweiligen Quartalsstichtag eingehalten. Zur Struktur der Fälligkeiten der Finanzschulden verweisen wir auf Kapitel 28. Verbindlichkeiten aus FinanzierungsleasingDie aus den Leasingverträgen künftig resultierenden Zahlungsverpflichtungen zeigt die folgende Tabelle: scroll
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Der beizulegende Zeitwert der Leasingverbindlichkeiten beträgt 30,3 Mio € (Vj. 44,8 Mio €). Der effektive Zinssatz der wesentlichen Leasingverträge liegt zwischen 4,6 % und 8,7 % (Vj. zwischen 4,6 % und 8,5 %). 28. FinanzinstrumenteDie Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, aufgegliedert nach den Klassen der Bilanz sowie lang- und kurzfristige Positionen zusammengefasst, stellen sich wie folgt dar: scroll
Erläuterungen der Abkürzungen
Die derivativen Finanzinstrumente, die den Anforderungen des Hedge Accounting entsprechen, werden keiner IAS 39-Bewertungskategorie zugeordnet, da sie explizit aus den einzelnen Bewertungskategorien ausgeschlossen sind. Die derivativen Finanzinstrumente, für die kein effektives Hedge Accounting angewendet wird, werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten kategorisiert. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden keiner IAS 39-Bewertungskategorie zugeordnet, da die Bilanzierung anhand IAS 17 erfolgt. Die angewandten Bewertungsmethoden sind im Konzernanhang unter Allgemeine Erläuterungen und Grundsätze der Rechnungslegung (Kapitel 2) erläutert. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen mit Finanzierungscharakter, sonstige finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen die bilanzierten Werte zum Abschlussstichtag in der Regel näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die sonstigen Finanzanlagen sind wie im Vorjahr zu Anschaffungskosten bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte der sonstigen Finanzschulden sowie der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing wurden durch Diskontierung aller künftigen Zahlungsströme mit den jeweils geltenden Zinssätzen für die entsprechenden Restlaufzeiten unter Berücksichtigung eines unternehmensspezifischen Bonitätsspreads ermittelt. Die Summe der positiven Buchwerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko des Continental-Konzerns aus finanziellen Vermögenswerten. Die nachstehende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie die jeweils für deren Ermittlung relevanten Stufen der Fair Value-Hierarchie nach IFRS 13.
Neben den Finanzinstrumenten, die nach IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren sind, enthält die Tabelle auch Finanzinstrumente, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden und einen hiervon abweichenden beizulegenden Zeitwert besitzen. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Finanzinstrumente, deren Buchwerte näherungsweise ihrem beizulegenden Zeitwert entsprechen, werden nicht in der Tabelle dargestellt. scroll
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Finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die gemäß Stufe 3 der Fair Value-Hierarchie bewertet werden, sind im Continental-Konzern derzeit nicht vorhanden. Der Konzern erfasst mögliche Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der eine Änderung eingetreten ist. Im Jahr 2016 wurden wie im Vorjahr keine Transfers zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie vorgenommen. Die Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis (Kapitel 9) ausgewiesen. Es wurden keine Zinserträge aus wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten erwirtschaftet. Die Wertberichtigung auf Kredite und Forderungen resultierte im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In das Ergebnis der Folgebewertung der zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten gehen sowohl Zins- als auch Währungseffekte ein. Die Wertänderungen der als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten finanziellen Vermögenswerte, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden, betragen im Berichtsjahr 1,5 Mio € (Vj. -1,4 Mio €); des Weiteren wurde ein Betrag in Höhe von 0,3 Mio € (Vj. 12,9 Mio €) ergebniswirksam erfasst. SicherheitenInsgesamt werden zum 31. Dezember 2016 finanzielle Vermögenswerte als Sicherheiten in Höhe von 2.190,6 Mio € (Vj. 2.096,7 Mio €) gestellt. Im Berichtsjahr umfassen die Sicherheiten wie im Vorjahr im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen; der Rest betrifft verpfändete Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte. Sicherungspolitik und derivative FinanzinstrumenteAufgrund der internationalen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten sowie der damit verbundenen Finanzierung ist der Continental-Konzern Schwankungen infolge von Wechselkursänderungen und variablen Zinsen ausgesetzt. Sofern die Fremdwährungsrisiken aus gegenseitigen Liefer- und Zahlungsströmen nicht vollständig kompensiert werden, werden anhand fortlaufend angepasster Wechselkurserwartungen die Wechselkursrisiken in Einzelfällen mit geeigneten Finanzinstrumenten abgesichert. Weiterhin werden die langfristigen und kurzfristigen Zinsentwicklungen kontinuierlich überwacht und bei Bedarf durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten gesteuert. Somit ermöglichen derivative Zins- und Währungsinstrumente die Aufnahme von Fremdkapital in jeder gewünschten Zins- und Währungsausstattung, unabhängig vom Ort des Finanzierungsbedarfs. Für den Einsatz von Sicherungsinstrumenten bestehen konzernweite Regelwerke, deren Einhaltung regelmäßig von der Konzernrevision überprüft wird. Interne Abwicklungsrisiken werden durch eine strikte funktionale Trennung der Aufgabenbereiche minimiert. 1. WährungsmanagementDie internationale Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten führt zu Liefer- und Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen. Daraus leitet sich ein Verlustrisiko ab, denn Vermögenswerte, die in einer Währung mit sinkendem Wechselkurs notiert sind, verlieren an Wert. Parallel dazu verteuern sich Verbindlichkeiten in einer Währung mit steigendem Wechselkurs. Das Netto-Exposure, das sich im Wesentlichen aus der Saldierung von Zahlungseingängen und -ausgängen aus konzernexternen und -internen Lieferungen und Leistungen in den einzelnen Währungen ergibt (operatives Währungs-Exposure), wird bei Continental regelmäßig erfasst und bewertet. Seit mehreren Jahren wird ein Natural Hedge-Ansatz zur Reduzierung des Währungskursrisikos verfolgt, sodass der Saldo zwischen Ein- und Auszahlungen in den jeweiligen Fremdwährungen möglichst gering gehalten wird. Darüber hinaus wird die Entwicklung der Wechselkurse beobachtet, analysiert und prognostiziert. Verbleibende Wechselkursrisiken werden im Einzelfall mit geeigneten Finanzinstrumenten abgesichert. Im Rahmen dieses Währungsmanagements sind enge Grenzen für offene Positionen gesetzt. Sie schränken das Risiko aus dem Abschluss von Sicherungsgeschäften stark ein. Zur Absicherung dürfen ausschließlich zuvor in den konzernweiten Regelwerken definierte derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, die sich im Risikomanagementsystem abbilden und bewerten lassen. Der Einsatz von Finanzinstrumenten, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, ist grundsätzlich nicht erlaubt. Darüber hinaus ist Continental Wechselkursrisiken aus externen und internen Netto-Finanzschulden ausgesetzt. Diese Wechselkursrisiken werden in der Regel durch zuvor in den konzernweiten Regelwerken definierte derivative Finanzinstrumente abgesichert. Das im Ausland gebundene Nettovermögen des Konzerns wird in der Regel nicht gegen Wechselkursveränderungen abgesichert. Operative FremdwährungsrisikenIm Rahmen des operativen Währungsmanagements werden bekannte und erwartete Fremdwährungszahlungsströme der Konzerngesellschaften weltweit zusammengefasst. Diese zukünftigen Geldbewegungen stellen die Transaktionsrisiken des Konzerns dar und definieren sich als Netto-Cashflow je Währung auf rollierender Zwölfmonatsbasis. Der wöchentlich tagende Zins- und Währungsausschuss beschließt im Einzelfall vorzunehmende Sicherungsmaßnahmen. Diese dürfen ohne gesonderte Vorstandsgenehmigung 30 % des Zwölfmonats-Exposure je Währung nicht überschreiten. Netto-Exposures aus Finanzinstrumenten, die in einer von der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft abweichenden Währung denominiert und die nicht den Netto-Finanzschulden zuzuordnen sind, bestehen zum 31. Dezember 2016 in den wesentlichen Währungen Euro in Höhe von -104,7 Mio € (Vj. -174,4 Mio €) und US-Dollar in Höhe von -482,3 Mio € (Vj. -499,5 Mio €). Finanzielle FremdwährungsrisikenDaneben entstehen Währungsrisiken aus konzernexternen und konzerninternen Netto-Finanzschulden, die in einer von der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft abweichenden Währung denominiert sind. Zum 31. Dezember 2016 bestand das Netto-Exposure in den wesentlichen Währungen Euro in Höhe von -770,6 Mio € (Vj. -652,0 Mio €) sowie US-Dollar in Höhe von 983,3 Mio € (Vj. 890,9 Mio €). Diese Währungsrisiken werden in der Regel durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten, insbesondere durch Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und Zins-Währungsswaps, abgesichert. SensitivitätsanalyseIFRS 7 verlangt mittels Sensitivitätsanalyse eine Darstellung der Auswirkungen hypothetischer Änderungen von Währungskursen auf Ergebnis und Eigenkapital. Die Änderungen der Währungskurse werden im Continental-Konzern auf den Bestand aller Finanzinstrumente am Abschlussstichtag bezogen. Erwartete Transaktionen werden nicht in die Sensitivitätsanalyse einbezogen. Zur Ermittlung des transaktionsbezogenen Netto-Fremdwährungsrisikos werden die Finanzinstrumente identifiziert, die von funktionalen Währungen abweichende Transaktionswährungen aufweisen, und es wird hierfür eine 10-prozentige Auf- bzw. Abwertung der jeweiligen funktionalen Währung der Konzerngesellschaften gegenüber den identifizierten abweichenden Transaktionswährungen unterstellt. Die nachfolgende Übersicht zeigt den nach dieser Systematik berechneten Gesamteffekt sowie die Einzeleffekte aus den wesentlichen Transaktionswährungen Euro und US-Dollar vor Ertragsteuern auf den Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung und aus Finanzinstrumenten im Eigenkapital und auf das Konzernergebnis. scroll
Auswirkungen von translationsbezogenen WährungsrisikenViele Konzerngesellschaften befinden sich außerhalb des Euro-Währungsraums. Da die Berichtswährung im Konzernabschluss der Continental AG der Euro ist, werden die Abschlüsse dieser Gesellschaften in Euro umgerechnet. Im Hinblick auf das Risikomanagement von translationsbezogenen Fremdwährungseffekten wird unterstellt, dass Investitionen in ausländische Gesellschaften grundsätzlich auf Dauer angelegt sind und die Ergebnisse reinvestiert werden. Translationsbezogene Auswirkungen, die entstehen, wenn sich der Wert der Netto-Vermögenspositionen umgerechnet in Euro, aufgrund von Wechselkursschwankungen ändert, werden im Eigenkapital des Konzernabschlusses erfasst. 2. ZinsmanagementAus variablen Zinsvereinbarungen resultiert das Risiko steigender Zinsen bei finanziellen verzinslichen Verbindlichkeiten bzw. fallender Zinsen bei finanziellen verzinslichen Anlagen. Diese Zinsrisiken werden im Rahmen des Zinsmanagements bewertet, eingeschätzt und bei Bedarf durch den Einsatz von derivativen Zinssicherungsinstrumenten gesteuert. Gegenstand dieser Steuerung sind die zinstragenden Netto-Finanzschulden des Konzerns. Alle Zinssicherungsgeschäfte dienen ausschließlich der Steuerung der identifizierten Zinsänderungsrisiken. Einmal im Jahr wird eine Bandbreite für den angestrebten Anteil der fest verzinsten im Verhältnis zu den gesamten Brutto-Finanzschulden bestimmt. Ein Risiko aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts längerfristiger finanzieller Verbindlichkeiten durch Veränderungen von Festzinsen am Kapitalmarkt besteht für den Konzern nicht, da die Kapitalgeber daraus kein Recht auf vorzeitige Rückzahlung geltend machen können und die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt. ZinsrisikenDas Profil der den Netto-Finanzschulden zugeordneten verzinslichen Finanzinstrumente unter Berücksichtigung der Wirkung von derivativen Finanzinstrumenten des Continental-Konzerns stellt sich wie folgt dar: scroll
Gemäß IFRS 7 sind mittels Sensitivitätsanalyse Effekte aus Finanzinstrumenten durch die Änderung von Zinssätzen auf Ergebnis und Eigenkapital darzustellen. Fair Value-SensitivitätsanalyseDie wesentlichen Effekte resultierten aus der Änderung der US-Dollar- und Euro-Zinssätze. Es ergeben sich im Jahr 2016 sowie im Vorjahr keine Veränderungen im Zinsergebnis. Die Effekte auf das Eigenkapital werden im Folgenden dargestellt; Steuereffekte wurden bei der Analyse nicht berücksichtigt:
Cashflow-SensitivitätsanalyseDie nachfolgende Tabelle zeigt, welche Auswirkungen ein Anstieg der Zinssätze um 100 Basispunkte bzw. ein Rückgang der Zinssätze um 100 Basispunkte auf das Zinsergebnis hervorgerufen hätte. Die Effekte resultierten im Wesentlichen aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten. Die Auswirkungen bei dem Szenario des Rückgangs der relevanten Zinssätze wurden für einzelne Gruppen von Finanzinstrumenten unter Berücksichtigung von deren vertraglicher Gestaltung (insbesondere vereinbarte Zinsuntergrenzen) sowie auf Basis von Annahmen über die Veränderung von anwendbaren Zinssätzen dieser Finanzinstrumente in Abhängigkeit von Marktzinsveränderungen ermittelt. Hinsichtlich dieser Annahmen haben wir im Vorjahr unterstellt, dass der Continental-Konzern für die variabel verzinsten Verbindlichkeiten keine Zinszahlungen erhalten wird und für die variabel verzinsten Anlagen negative Anlagezinsen weiterhin weitestgehend vermeiden kann. Im Berichtsjahr halten wir es für realistisch, dass lediglich vertraglich vereinbarte Zinsuntergrenzen einen Rückgang der relevanten Zinssätze beschränken. Die Analyse unterstellt wie im Vorjahr, dass alle weiteren Variablen, insbesondere die Wechselkurse, unverändert bleiben. scroll
3. KontrahentenrisikoEin Ausfallrisiko derivativer Finanzinstrumente entsteht, soweit Kontrahenten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen. Zur Begrenzung dieses Risikos werden entsprechende Kontrakte nur mit ausgewählten Banken abgeschlossen. Die Entwicklung der Bonität der Vertragspartner wird laufend - insbesondere durch Beobachtung der Rating-Einstufungen und der Markteinschätzung der Ausfallrisiken anhand der jeweiligen sogenannten Credit Default Swap-Sätze - überwacht. 4. LiquiditätsrisikenDas zentrale Cash-Management nimmt eine regelmäßige Liquiditätsvorschau vor. Für das operative Geschäft der Konzerngesellschaften ist eine kostengünstige und ausreichende Deckung des Finanzbedarfs erforderlich. Dafür sorgen verschiedene am Markt verfügbare Finanzierungsinstrumente. Sie setzen sich im Einzelnen aus Tages- und Termingeldaufnahmen, der Emission von Commercial Paper, der Nutzung von Forderungsverkaufsprogrammen sowie dem syndizierten Kredit mit einem zugesagten Volumen von nominal 3,0 Mrd € (Vj. 3,35 Mrd €) und weiteren bilateralen Krediten zusammen. Darüber hinaus sind rund 68 % der Brutto-Finanzschulden über den Kapitalmarkt in Form von langfristigen Anleihen finanziert. Investitionen der Konzerngesellschaften werden überwiegend durch Eigenkapital und Darlehen von Banken oder Konzernunternehmen finanziert. Gleichzeitig bestehen Cash Pooling-Vereinbarungen mit Konzerngesellschaften, soweit dies im Rahmen der jeweiligen rechtlichen und steuerlichen Gegebenheiten möglich und sinnvoll ist. Sollten bestimmte Ereignisse zu einem unerwarteten Finanzbedarf führen, kann der Continental-Konzern auf vorhandene Liquidität und auf feste Kreditzusagen von Banken zurückgreifen. Zur detaillierten Erläuterung der bestehenden genutzten und ungenutzten Kreditzusagen wird auf Kapitel 27 verwiesen. Aus den finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 12.484,7 Mio € (Vj. 11.899,9 Mio €) entstehen in den nächsten fünf Jahren und danach die folgenden undiskontierten Zahlungsmittelabflüsse. scroll
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Die Vorjahresvergleichswerte wurden entsprechend
der Struktur 2016 angepasst dargestellt. Bei der Analyse wurden Fremdwährungsbeträge mit den zum Stichtag aktuellen Kassakursen in Euro umgerechnet. Für variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente wurden die zukünftigen Zinszahlungsströme unter Anwendung der zuletzt vertraglich fixierten Zinssätze prognostiziert. Bei derivativen Finanzinstrumenten wurden zur Ermittlung von variablen Zinszahlungen Terminzinssätze zugrunde gelegt. Die Analyse enthält ausschließlich Zahlungsmittelabflüsse aus finanziellen Verbindlichkeiten. Für derivative Finanzinstrumente, die zum Stichtag einen negativen beizulegenden Zeitwert aufweisen, werden die Nettozahlungen ausgewiesen. Zahlungsmittelzuflüsse aus finanziellen Vermögenswerten wurden nicht berücksichtigt. Es wird nicht erwartet, dass die Zahlungsmittelabflüsse in der Fälligkeitsanalyse zu wesentlich abweichenden Stichtagen oder mit wesentlich abweichenden Beträgen auftreten werden. Globalnettingvereinbarungen und ähnliche VereinbarungenDie Continental AG schließt Geschäfte in Form von derivativen Finanzinstrumenten auf Basis des Deutschen Rahmenvertrags für Finanztermingeschäfte ab. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, die Beträge, die gemäß solchen Vereinbarungen von jeder Gegenpartei an demselben Tag im Hinblick auf alle ausstehenden Transaktionen in der gleichen Währung geschuldet werden, zu einem einzigen Nettobetrag zusammenzufassen, der von einer Partei an die andere zu zahlen ist. Der deutsche Rahmenvertrag erfüllt nicht die Kriterien für eine Saldierung in der Bilanz. Dies liegt daran, dass die Continental AG zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge hat. Das Recht auf eine Saldierung ist ausweislich der Regelungen des Deutschen Rahmenvertrags nur beim Eintritt künftiger Ereignisse, wie z. B. der Insolvenz oder bei einem Zahlungsverzug einer Vertragspartei, durchsetzbar. In diesen Fällen werden alle ausstehenden Transaktionen unter der Vereinbarung beendet, wird der beizulegende Zeitwert zur Beendigung ermittelt und es ist nur ein einziger Nettobetrag zum Ausgleich aller Transaktionen zu zahlen. Es bestehen bei einigen brasilianischen bzw. südkoreanischen Konzerngesellschaften lokale Rahmenvereinbarungen, auf deren Basis diese Gesellschaften derivative Finanzinstrumente abgeschlossen haben. Diese Vereinbarungen erfüllen ebenfalls nicht die Kriterien für eine Saldierung in der Bilanz. Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte der erfassten freistehenden derivativen Finanzinstrumente, deren Saldierung in der Bilanz sowie das etwaige Potenzial, welches sich aus den genannten Vereinbarungen unter der Bedingung des Eintritts bestimmter zukünftiger Ereignisse ergibt: scroll
Beträge, die in Übereinstimmung mit IAS 32.42 zu saldieren sind, lagen zum Stichtag des Berichts- und Vorjahres nicht vor. 5. AusfallrisikenDas Kreditrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder aus anderen finanziellen Forderungen umfasst die Gefahr, dass offene Forderungen verspätet beglichen werden bzw. ausfallen. Diese Gefahren werden von zentralen und lokalen Kreditmanagern analysiert und überwacht. Zu den Aufgaben des zentralen Kreditmanagements gehört die gebündelte Risikosteuerung des Forderungsvermögens. Regelmäßig werden Bonität und Zahlungsverhalten der Vertragspartner analysiert. Trotzdem lassen sich Ausfallrisiken nicht völlig ausschließen. Bestehenden Restrisiken wird durch die Bildung von Portfoliowertberichtigungen anhand von Erfahrungswerten oder durch Wertberichtigungen für identifizierte Einzelrisiken Rechnung getragen. Das Ausfallrisiko bei originären finanziellen Forderungen wird zusätzlich dadurch begrenzt, dass nur Vertragspartner mit erwiesener Bonität angenommen werden, Sicherheiten hinterlegt oder Warenkreditversicherungen abgeschlossen werden. Zum 31. Dezember 2016 werden im Konzern Sicherheiten in Form von nicht finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 2,3 Mio € (Vj. -) gehalten. Zur Ermittlung der Bonität verweisen wir auf Kapitel 20. Finanzielle Vermögenswerte, die weder überfällig noch wertgemindert sind, weisen dementsprechend eine erstklassige Kreditqualität auf. Weitere Erläuterungen zu den dargestellten Risiken und zum Risikomanagement finden sich im Abschnitt Risiko- und Chancenbericht im Konzernlagebericht. Bewertung von derivativen FinanzinstrumentenDie Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert, welcher in der Regel durch Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme unter Zugrundelegung von Zinsstrukturkurven ermittelt wird. So werden die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften als Differenz aus den mit den risikolosen Zinssätzen der entsprechenden Währungen diskontierten und zu aktuellen Kassakursen umgerechneten Nominalbeträgen ermittelt. Dabei werden die Bonitätsspreads grundsätzlich berücksichtigt. Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Zinsswaps und Zins-Währungsswaps werden die zukünftigen Zahlungsströme mit den Zinssätzen für die entsprechenden Fälligkeiten diskontiert. Dabei werden als kurzfristige Zinssätze Depositsätze verwendet, während für die langfristigen Zinssätze auf die Swapsätze in der jeweiligen Währung zurückgegriffen wird. Zum 31. Dezember 2016 wurden positive beizulegende Zeitwerte in Höhe von 0,2 Mio € (Vj. 0,3 Mio €) sowie negative beizulegende Zeitwerte in Höhe von 0,1 Mio € (Vj. 0,3 Mio €) für eingebettete derivative Finanzinstrumente bilanziert Die folgende Übersicht zeigt die beizulegenden Zeitwerte und Nominalwerte der freistehenden derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag: scroll
Bei eindeutigen und längerfristigen Sicherungszusammenhängen wird in der Regel von der Möglichkeit des Hedge Accounting nach IAS 39 Gebrauch gemacht. Der Continental-Konzern hat im Berichtsjahr wie im Vorjahr Devisenswaps als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe designiert. Die Devisenswaps dienen der Absicherung von Währungsrisiken aus langfristig begebenen Fremdwährungs-Interkonzernkrediten, die gemäß IAS 21 als Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb klassifiziert sind. Die wechselkursbedingten Wertschwankungen dieser Kredite werden durch die Erfassung der Wertänderungen der Devisenswaps im Eigenkapital des Konzerns kompensiert. Zur prospektiven Effektivitätsmessung wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Der retrospektive Effektivitätsnachweis wurde anhand der Dollar Offset-Methode durch einen Vergleich der Wertänderungen der Sicherungsinstrumente mit den Wertänderungen der gesicherten Grundgeschäfte erbracht. Sofern die Ergebnisse der retrospektiven Effektivitätsmessung dabei in einer Bandbreite von 80 % bis 125 % lagen, wurde von hocheffektiven Sicherungsbeziehungen ausgegangen. Im Berichtsjahr sind aus diesen Sicherungsbeziehungen Aufwendungen aus zu erfassenden Ineffektivitäten in Höhe von 9,0 Mio € (Vj. -) entstanden, die im Zinsergebnis ausgewiesen werden. Beim Vorliegen eines Cashflow Hedge werden Zeitwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente bis zur Erfolgswirksamkeit des gesicherten Grundgeschäfts erfolgsneutral als übrige Eigenkapitalveränderungen gebucht. Der Continental-Konzern hat Zins-Währungsswaps als Sicherungsgeschäfte für ein Cashflow Hedge Accounting designiert. Die Cashflow Hedges beziehen sich auf die Absicherung der am 19. November 2015 durch die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, emittierten Anleihe. Dabei werden zum einen die Währungsrisiken der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, aus der Denominierung in Euro gesichert und zum anderen wird der Euro-Festzins in einen US-Dollar-basierten Festzins getauscht. In diesem Zusammenhang ist im Berichtsjahr aus der Marktbewertung dieser Sicherungsgeschäfte ein Ertrag in Höhe von 9,1 Mio € vor Steuern bzw. 5,9 Mio € nach Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst worden (Vj. Aufwand in Höhe von 5,9 Mio € vor Steuern bzw. 3,8 Mio € nach Steuern). Die im Rahmen des Cashflow Hedge Accounting gesicherten Zins- und Tilgungszahlungen aus den Grundgeschäften werden in den Jahren bis 2019 in der Gewinn- und Verlustrechnung wirksam. Zur prospektiven Effektivitätsmessung wurde die Critical Term Match-Methode durchgeführt. Der retrospektive Effektivitätsnachweis wurde anhand einer Regressionsanalyse basierend auf der Dollar Offset-Methode durchgeführt. Die Ergebnisse der retrospektiven Effektivitätsmessung lagen dabei in einer Bandbreite von 80 % bis 125 %, sodass von hocheffektiven Sicherungsbeziehungen ausgegangen wurde. Im Berichtsjahr sind aus diesen Sicherungsbeziehungen wie auch im Vorjahr keine in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassenden Ineffektivitäten entstanden. 29. Sonstige finanzielle Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen betreffen insbesondere Verpflichtungen aus dem operativen Leistungsgeschäft gegenüber assoziierten Unternehmen und Gesellschaftern. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einer im Jahr 2010 gegründeten Konzerngesellschaft, die wesentliche Anteile ihrer Ware von einem at-equity bilanzierten Unternehmen bezieht. Die Zinsverbindlichkeiten zum Jahresende 2016 bestehen im Wesentlichen aus Zinsabgrenzungen für die ausgegebenen Anleihen. Der Anstieg im Vergleich zum Jahresende 2015 resultiert insbesondere aus der im November 2015 emittierten Euro-Anleihe der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, mit einem Volumen von 500,0 Mio € und einem Zinssatz von 0,5 % p. a., da die erstmalige Zahlung der seit Ausgabe der Anleihe angefallenen Zinsen erst im Februar 2017 erfolgt. Die Verbindlichkeiten für Vertriebsaufwendungen betreffen insbesondere Verpflichtungen aus Bonusvereinbarungen mit Kunden sowie gewährte, abgegrenzte Preisnachlässe. Die Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenserwerben setzen sich im Wesentlichen aus im Vorjahr getätigten Übernahmen in Deutschland, Tschechien und den USA sowie aus dem in diesem Jahr getätigten Erwerb der Hoosier Racing Tire Corp., Lakeville, USA, zusammen. Wir verweisen auf Kapitel 5. Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten die Put-Option für den Erwerb der Restanteile an der Zonar Systems, Inc., Seattle, USA. Desweiteren wird hier u. a. eine Verpflichtung von 9,7 Mio € (Vj. 13,1 Mio €) gegenüber der Chase Community Equity, LLC, Wilmington, USA, einer Tochtergesellschaft der JPMorgan Chase Bank, N.A., New York, USA, im Zusammenhang mit Investitionen in Werkneubau- sowie in Werkerweiterungs-Projekte ausgewiesen. 30. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 6.248,0 Mio € (Vj. 5.493,8 Mio €). Die Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Der Gesamtbetrag ist innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten enthalten keine Beträge aus der Percentage-of-Completion-Methode. Bezüglich des Liquiditätsrisikos, des Währungsrisikos und der Sensitivitätsanalyse für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf Kapitel 28. 31. Sonstige Verbindlichkeitenscroll
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Vorauszahlungen von Kunden für Warenlieferungen sowie für noch zu erbringende Leistungen. Des Weiteren werden hier Zuschüsse der öffentlichen Hand abgegrenzt. 32. Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeitenscroll
Die in der Vorperiode zur Veräußerung bestimmten Verbindlichkeiten in Höhe von 2,0 Mio € sind in der Berichtsperiode abgegangen. Sonstige Erläuterungen33. Rechtsstreitigkeiten und SchadenersatzansprücheDie Continental AG und ihre Konzerngesellschaften sind weltweit an Prozessen, behördlichen Untersuchungen und Verfahren beteiligt. Solche Prozesse, Untersuchungen und Verfahren könnten auch in der Zukunft eingeleitet oder Ansprüche in anderer Weise geltend gemacht werden. ProdukthaftungInsbesondere sieht sich Continental ständig Produkthaftungs- und anderen Ansprüchen ausgesetzt, in denen dem Unternehmen die angebliche Verletzung seiner Sorgfaltspflichten, Verstöße gegen Gewährleistungspflichten oder Sachmängel vorgeworfen werden, sowie Ansprüchen aus angeblichen Vertragsverstößen aufgrund von Rückrufaktionen oder staatlichen Verfahren. Dazu gehören Klagen in den USA aufgrund von Sach- und Körperschäden und Todesfällen, die durch angebliche Mängel unserer Produkte verursacht worden sind. Geltend gemacht werden materielle und immaterielle Schäden, teilweise auch Strafschadenersatz. Der Ausgang einzelner dieser Verfahren, die in der Regel in erster Instanz von einer Laienjury entschieden werden, kann nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass aufgrund abschließender Urteile oder Vergleiche in einigen dieser Fälle erhebliche Aufwendungen entstehen können, welche die dafür gebildeten Vorsorgen überschreiten. In geringem Umfang sind einzelne Konzerngesellschaften in den USA eingereichten Schadenersatzklagen wegen angeblicher Gesundheitsschäden ausgesetzt, die durch asbesthaltige Produkte verursacht sein sollen. Seit 2006 beliefen sich die Gesamtkosten für die Erledigung aller solcher Verfahren und Ansprüche auf weniger als 50 Mio € jährlich. Verfahren betreffend die ContiTech AGDie Verfahren wegen Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen von Aktionären der ContiTech AG, Hannover, Deutschland, gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung der Gesellschaft am 22. August 2007 über die Zustimmung zum Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen dieser Gesellschaft als beherrschtem Unternehmen mit der ContiTech-Universe Verwaltungs-GmbH, Hannover, Deutschland, als herrschendem Unternehmen und über den sogenannten Squeeze-out der außenstehenden Aktionäre wurden 2009 durch rechtskräftige Abweisung der Klagen abgeschlossen. In den Spruchverfahren über die Angemessenheit von Abfindung und Ausgleichszahlung nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und der Abfindung aufgrund des Squeeze-out waren 2012 Teil-Verfahrensvergleiche vor dem Landgericht Hannover protokolliert worden. In diesen Vergleichen wurden eine Zuzahlung von je 3,50 € nebst Zinsen pro Aktie auf die Abfindungen nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und aufgrund des Squeeze-out sowie - nur deklaratorisch - eine erhöhte Ausgleichszahlung nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vereinbart. Das Landgericht Hannover hatte im Oktober 2012 in diesen Verfahren Zuzahlungen in gleicher Höhe durch Beschluss zugesprochen. Auf die Beschwerde einzelner Antragsteller hat das Oberlandesgericht Celle die Beschlüsse am 17. Juli 2013 aufgehoben und zur Neuverhandlung und Entscheidung an das Landgericht zurückverwiesen. Behördliche VerfahrenIm Mai 2005 leiteten die brasilianischen Kartellbehörden nach einer Anzeige wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens im Bereich der Kommerzialisierung von Tachografen Ermittlungen gegen die brasilianische Tochtergesellschaft von Continental, Continental Brasil Industrie Automotiva Ltda., Guarulhos, Brasilien (CBIA), ein. Am 18. August 2010 hat die brasilianische Kartellbehörde eine "Einladung zum Kartell" festgestellt und der CBIA eine Geldbuße in Höhe von 12 Mio BRL (rund 3,5 Mio €) auferlegt, die dann auf 10,8 Mio BRL (rund 3,1 Mio €) reduziert wurde. CBIA weist den Vorwurf zurück, dass gegen brasilianisches Wettbewerbsrecht verstoßen wurde. Das von der CBIA angerufene Gericht erster Instanz hat die Entscheidung zwar bestätigt. Auf Rechtsmittel der CBIA hat das nächsthöhere Gericht diese Entscheidung jedoch aufgehoben und die Sache zur Neuverhandlung zurückverwiesen. CBIA drohen im Falle der Verletzung brasilianischen Kartellrechts u. U. auch Schadenersatzforderungen Dritter. Am 2. Oktober 2006 ging bei der südafrikanischen Kartellbehörde die Anzeige eines Dritten wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens gegen mehrere südafrikanische Reifenhersteller ein, darunter die Continental Tyre South Africa (Pty.) Ltd., Port Elizabeth (CTSA), ein Tochterunternehmen der Continental. Am 31. August 2010 ist die südafrikanische Kartellbehörde zu dem Ergebnis gekommen, CTSA habe gegen südafrikanisches Kartellrecht verstoßen, und hat die Sache dem zuständigen Kartellgericht zur Entscheidung vorgelegt. CTSA weist den Vorwurf von Verstößen gegen südafrikanisches Kartellrecht zurück. Das Kartellgericht könnte jedoch ein Bußgeld von bis zu 10 % des Umsatzes der CTSA verhängen. Darüber hinaus drohen CTSA im Falle der Verletzung südafrikanischen Kartellrechts u. U. auch Schadenersatzforderungen Dritter. In einem Verfahren, das Anfang 2010 aufgrund von Durchsuchungen bei mehreren Unternehmen bekannt geworden war, hat die Europäische Kommission am 10. Juli 2013 entschieden, mehrere Kfz-Zulieferer mit Geldbußen wegen kartellrechtswidrigen Verhaltens auf dem Gebiet der Lieferung von Kabelbäumen für automobile Anwendungen zu belegen. Darunter sind die S-Y Systems Technologies Europe GmbH, Regensburg, Deutschland (S-Y), und ihre französische Tochtergesellschaft, die wegen Kartellabsprachen gegenüber einem Automobilhersteller eine Geldbuße in Höhe von 11,1 Mio € zahlen mussten. Continental war bis zum 29. Januar 2013 mit 50 % an S-Y beteiligt. Gegen S-Y und andere Unternehmen sind Sammelklagen angeblich Geschädigter in Kanada anhängig. Ein gegen S-Y außergerichtlich geltend gemachter Schadenersatzanspruch wurde durch eine vergleichsweise Zahlung erledigt. Die Geltendmachung weiterer Ansprüche ist nicht auszuschließen. Im Oktober 2012 erhielten die Continental Automotive Systems US, Inc., Auburn Hills, USA, und zwei südkoreanische Tochtergesellschaften der Continental Kenntnis von Untersuchungen des amerikanischen Department of Justice (DOJ) und der südkoreanischen Kartellbehörde (Korean Fair Trade Commission, KFTC) im Zusammenhang mit dem Verdacht der Beteiligung an Verstößen gegen US-Kartellrecht bzw. südkoreanisches Kartellrecht im Geschäft mit Kombi-Instrumenten. Am 23. Dezember 2013 gab die KFTC bekannt, dass sie der Continental Automotive Electronics LLC, Buganmyeon, Südkorea (CAE), ein Bußgeld in Höhe von 45.992 Mio KRW (rund 36 Mio €) auferlegt hat. Am 25. Juni 2015 hat der Seoul High Court, Seoul, Südkorea, die von der KFTC verhängte Bußgeldentscheidung auf das gegen die Höhe des Bußgelds gerichtete Rechtsmittel der CAE aufgehoben. Die KFTC hat Berufung eingelegt. Am 13. November 2014 hatte außerdem das zuständige koreanische Strafgericht eine Buße in Höhe von 200 Mio KRW (rund 158.000 €) verhängt. Dieser Betrag wurde auf die Berufung der CAE auf 100 Mio KRW (rund 79.000 €) reduziert. Ein dagegen gerichtetes Rechtsmittel der CAE hat der koreanische Supreme Court am 24. März 2016 abgewiesen. Am 24. November 2014 sind die CAE und die Continental Automotive Korea Ltd., Seongnamsi, Südkorea, eine Vereinbarung eingegangen, in der sich die beiden Gesellschaften des Verstoßes gegen US-Kartellrecht schuldig bekennen und zur Zahlung eines Bußgeldes in Höhe von 4,0 Mio US-Dollar (rund 3,8 Mio €) verpflichten. Das zuständige US-Gericht hat die Vereinbarung am 1. April 2015 bestätigt. Die Geltendmachung von Schadenersatz durch angeblich Geschädigte bleibt durch die Festsetzung der Bußgelder unberührt. Im September 2014 führte die Europäische Kommission eine Durchsuchung bei einer Tochtergesellschaft von Continental durch. Die Kommission hat mitgeteilt, dass sie Anhaltspunkte für Verstöße gegen EU-Kartellrecht hat und ein Verfahren gegen Continental und zwei ihrer Tochtergesellschaften eingeleitet. Es ist jedoch nicht klar, in welcher Höhe die Kommission Bußgelder gegen Continental und/oder ihre Tochterunternehmen verhängen wird. Sollte die Europäische Kommission feststellen, dass Continental und/oder ihren Tochterunternehmen kartellrechtswidriges Verhalten vorzuwerfen ist, könnte sie ein Bußgeld verhängen, das den Umsatz von Continental bzw. der betroffenen Tochtergesellschaft sowie die Schwere und die Dauer der Verstöße berücksichtigt, 10 % des Konzernumsatzes der Continental im Vorjahr aber nicht überschreiten darf. Auch wenn die Europäische Kommission nur ein kartellrechtswidriges Verhalten einer Tochtergesellschaft feststellen sollte, ist nicht auszuschließen, dass sie trotzdem die Muttergesellschaft in gesamtschuldnerische Haftung für ein Bußgeld nimmt. Neben dem Risiko der Verhängung von Bußgeldern drohen im Falle des Verstoßes gegen EU-Kartellrecht auch Schadenersatzansprüche Dritter. In einem anderen Fall hatte eine Tochtergesellschaft von Continental ein Auskunftsersuchen der Europäischen Kommission erhalten. Diese Angelegenheit ist nach Beantwortung und Klärung der Fragen der Behörde erledigt. Continental hat zur Vorsorge für Aufwendungen aus Kartellverfahren Rückstellungen gebildet. Da sich die Risiken aus solchen Verfahren nur äußerst bedingt einschätzen lassen, ist nicht auszuschließen, dass die tatsächlich entstehenden Aufwendungen die dafür gebildete Vorsorge überschreiten. Weitergehende Angaben zu den Verfahren und den damit verbundenen Maßnahmen werden nach IAS 37.92 nicht gemacht, um die Interessen des Unternehmens im Verfahren nicht zu beeinträchtigen. Verfahren vor ArbeitsgerichtenIm Zusammenhang mit der Einstellung der Pkw-Reifenproduktion im Werk Clairoix, Frankreich, hatte eine größere Anzahl von Mitarbeitern der Continental France SNC, Sarreguemines, Frankreich, bei den Arbeitsgerichten in Compiègne und Soissons, Frankreich, Klagen gegen diese Konzerngesellschaft und teilweise auch gegen die Continental AG eingereicht. Am 30. August 2013 hatte das Arbeitsgericht in Compiègne die Continental France SNC, Sarreguemines, Frankreich, und die Continental AG zu Schadenersatz wegen angeblich rechtswidriger Entlassung der Mitarbeiter verurteilt. Die Berufung der Continental gegen diese Entscheidung wurde am 30. September 2014 vom Berufungsgericht Amiens, Frankreich, abgewiesen. Auf Rechtsmittel der Continental hat der französische Kassationshof am 6. Juli 2016 die vorinstanzlichen Entscheidungen der Arbeitsgerichte insoweit aufgehoben, als die Continental AG als "Mitarbeitgeber" gesamtschuldnerisch zu Schadenersatz und Kostenerstattung verurteilt wurde. Die Rechtsmittel der Continental France SNC hat er rechtskräftig abgewiesen. 34. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Durch die Implementierung eines neuen Systems für das Risikomanagement ist die Quantifizierung nicht ansatzfähiger Risiken detaillierter möglich. Wie in den Vorjahren resultieren die Haftungsverhältnisse auch aus Bürgschaften und Garantien für die Verbindlichkeiten nicht konsolidierter verbundener Unternehmen und Dritter sowie aus vertraglich vereinbarten Gewährleistungen. Enthalten ist insbesondere eine Bürgschaft für ein größeres Projektgeschäft eines in den Vorjahren veräußerten Geschäftssegments in Höhe von 21,6 Mio € (Vj. 21,0 Mio €). Nach unseren Erkenntnissen können die zugrunde liegenden Verpflichtungen in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beziehen sich u. a. auf den Erwerb von heute zum Konzern gehörenden Gesellschaften. In Umweltfragen unterliegt der Continental-Konzern möglichen Verpflichtungen aus staatlichen Auflagen und Gesetzen und verschiedenen Ansprüchen und Verfahren, die gegen den Continental-Konzern anhängig sind oder geltend gemacht bzw. eingeleitet werden könnten. Schätzungen bezüglich zukünftiger Aufwendungen in diesem Bereich sind zwangsläufig zahlreichen Unsicherheiten unterworfen, so z. B. durch das Inkrafttreten neuer Gesetze und Auflagen, die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien, die Erkennung von Sanierungsfällen für Grundstücke oder Gebäude, für die der Continental-Konzern rechtlich verantwortlich ist. Das Bestellobligo für Sachanlageinvestitionen beträgt 615,3 Mio € (Vj. 473,8 Mio €). Die Aufwendungen für Miet-, Pacht- und Leasingverträge beliefen sich im Jahr 2016 auf 291,0 Mio € (Vj. 248,5 Mio €). Die zukünftigen Verpflichtungen aus Aufwendungen für Miet-, Pacht- und Leasingverträge, die zum 31. Dezember 2016 eine anfängliche oder verbleibende Laufzeit von mehr als einem Jahr haben, betragen für 2017 sowie kumulativ für die Jahre 2018 bis 2021 und ebenfalls kumulativ ab 2022: scroll
35. Ergebnis pro AktieDas unverwässerte Ergebnis pro Aktie erhöhte sich im Jahr 2016 auf 14,01 € (Vj. 13,64 €) und entspricht dem verwässerten Ergebnis pro Aktie. Verwässerungseffekte wie Zinsersparnis aus konvertierbaren Wandel- und Optionsschuldverschreibungen (nach Steuern) existieren für das Berichtsjahr als auch für das Vorjahr nicht. Verwässerungseffekte aus Aktienoptionsplänen oder der unterstellten Ausübung von Wandelanleihen liegen ebenfalls nicht vor. scroll
36. Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs liegen keine wesentlichen Ereignisse nach dem 31. Dezember 2016 vor. 37. Honorare des AbschlussprüfersFür das Geschäftsjahr 2016 wurde ein weltweites Honorar für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften in Höhe von 10,5 Mio € (Vj. 10,4 Mio €) vereinbart. Für den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer der Continental AG wurden die folgenden Honorare im Konzernaufwand erfasst. Nachfolgende Honorare betreffen nur Leistungen im direkten Zusammenhang mit der Continental AG und ihren deutschen Tochtergesellschaften: scroll
Als Abschlussprüfer gelten die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und ihre eingetragenen Niederlassungen. 38. Angaben über die Transaktionen mit nahestehenden PersonenVergütung des Vorstands und AufsichtsratsDie gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in den Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats. Die in den jeweiligen Berichtsjahren aktiven Mitglieder des Vorstands wurden wie folgt vergütet: scroll
Die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand sowie die im Geschäftsjahr gewährten Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht erläutert, der den Corporate Governance-Bericht ergänzt und Teil des mit dem Continental-Konzern zusammengefassten Lageberichts ist. Die im Jahr 2016 gewährten Gesamtbezüge betragen für den Vorstand der Continental AG 25,6 Mio € (Vj. 29,3 Mio €). Die genannten Gesamtbezüge enthalten, neben kurzfristig fälligen Leistungen in Höhe von 15,5 Mio € (Vj. 17,7 Mio €), auch einen neu gewährten Long Term Incentive-Plan in Höhe von insgesamt 5,7 Mio € (Vj. 5,7 Mio €) sowie die Langfristkomponente der variablen Vergütung in Höhe von insgesamt 4,4 Mio € (Vj. 5,8 Mio €), die in virtuelle Aktien der Gesellschaft umgerechnet wird. Im Jahr 2016 wurde hieraus resultierend die Langfristkomponente 2015 in 30.671 Stück virtuelle Aktien umgewandelt. Darüber hinaus wurden früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen Bezüge in Höhe von 6,8 Mio € (Vj. 7,3 Mio €) gewährt. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind 128,9 Mio € (Vj. 111,6 Mio €) zurückgestellt. Die Vergütungen für die Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Continental AG einschließlich Sitzungsgelder belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 4,9 Mio € (Vj. 4,5 Mio €). 2016 wie 2015 bestanden keine Vorschüsse oder Kredite an Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder der Continental AG. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen, die nicht Konzerngesellschaften sind: scroll
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Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen, die nicht Konzerngesellschaften sind, sind ausnahmslos den gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten der jeweils beteiligten Gesellschaft zuzurechnen und wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Mitteilungen nach dem WertpapierhandelsgesetzVon Beginn des Geschäftsjahres bis zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung haben wir die nachstehenden Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG über Beteiligungen an der Continental AG erhalten. Im Falle eines mehrfachen Erreichens, Über- oder Unterschreitens der in dieser Vorschrift genannten Schwellenwerte durch einen Meldepflichtigen ist jeweils nur die zeitlich letzte Mitteilung aufgeführt. Mitteilungen aus früheren Geschäftsjahren über das Bestehen eines mindestens 3-prozentigen Stimmrechtsanteils zum Bilanzstichtag sind im Internet unter www.continental-ir.com zu finden. Die BlackRock, Inc., Wilmington, DE, United States, hat mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 30. November 2016 an der Continental AG 3,22 % beträgt.
Mit Schreiben vom 4. Januar 2016 wurde uns mitgeteilt, dass
Infolge des Austritts der Schaeffler Familienholding Drei GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, aus der Schaeffler Beteiligungsholding GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, am 31. Dezember 2015 ist die Beteiligung der Schaeffler Beteiligungsholding GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, an der Continental AG auf die IHO Verwaltungs GmbH (am 31. Dezember 2015 noch firmierend unter Schaeffler Verwaltung Zwei GmbH), Herzogenaurach, Deutschland, angewachsen. Dementsprechend ist die Beteiligung der Schaeffler Familienholding Drei GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, sowie die Beteiligung ihrer Gesellschafter, der Schaeffler Familienholding Eins GmbH, Herzogenaurach, Deutschland, und der Schaeffler Familienholding Zwei GmbH, Herzogenaurach, Deutschland, an der Continental AG entfallen. Aufgrund einer nachfolgenden weiteren Anwachsung bzw. liquidationslosen Beendigung der Schaeffler Familienholding Drei GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, ist am 1. Januar 2016 deren Mitteilungspflicht nach WpHG entfallen. Die Mitglieder des Vorstands besaßen im Jahr 2016 und bis einschließlich 6. Februar 2017 Aktien mit einem Anteil von insgesamt weniger als 1 % am Grundkapital der Gesellschaft. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats Frau Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann und Herrn Georg F. W. Schaeffler waren Aktien mit einem Anteil von 46,0 % am stimmberechtigten Grundkapital der Gesellschaft zuzurechnen. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats besaßen im Jahr 2016 und bis einschließlich 6. Februar 2017 Aktien mit einem Anteil von insgesamt weniger als 1 % am Grundkapital der Gesellschaft. 39. Aufstellung über den Anteilsbesitz des KonzernsWeitere Informationen über die Beteiligungen sind in der Aufstellung über den Anteilsbesitz des Konzerns gemäß § 313 HGB enthalten, die als Teil des Konzernabschlusses im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Gleichfalls wird der Konzernabschluss mit der Aufstellung über den Anteilsbesitz des Konzerns von der Einberufung der Hauptversammlung an in den Geschäftsräumen der Hauptverwaltung der Gesellschaft zur Einsicht der Aktionäre ausliegen und ab diesem Zeitpunkt gemeinsam mit den sonstigen Unterlagen und Informationen nach § 124a AktG im Internet unter www.continental-ir.com zugänglich sein. Befreiungsvorschriften für inländische GesellschaftenBei folgenden inländischen Kapital- bzw. Personenhandelsgesellschaften wurden Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch genommen: scroll
40. Deutscher Corporate Governance Kodex/Erklärung nach § 161 AktGDie nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung wurde von Vorstand und Aufsichtsrat im Dezember 2016 abgegeben und ist den Aktionären im Internet unter www.continental-corporation.com in der Rubrik Investor Relations unter Corporate Governance zugänglich. 41. NachtragsberichtBis zum 6. Februar 2017 ergaben sich keine Ereignisse oder Entwicklungen, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder Wertansatzes der einzelnen Vermögenswerte und Schuldposten zum 31. Dezember 2016 geführt hätten. Der Lagebericht der Continental Aktiengesellschaft ist mit dem Lagebericht des Continental-Konzerns nach § 315 Abs. 3 Handelsgesetzbuch zusammengefasst und im Geschäftsbericht 2016 der Continental veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der Continental Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 werden im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gegeben. Jahresberichtder Continental AktiengesellschaftGewinn- und VerlustrechnungContinental Aktiengesellschaftscroll
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Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden
an die Fassung des HGB nach Einführung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes
(BilRUG) angepasst. BilanzAktiva scroll
Entwicklung des Anlagevermögensscroll
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AnhangContinental Aktiengesellschaft, HannoverAmtsgericht Hannover (HR B 3527)Der Jahresabschluss der Continental Aktiengesellschaft Ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Regelungen des am 23. Juli 2015 in Kraft getretenen Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) wurden in diesem Geschäftsjahr erstmalig angewendet. Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung in der Fassung des BilRUG wurde zur besseren Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr auch auf das Geschäftsjahr 2015 angewendet. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist - wie international üblich -nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAktiva Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige Abschreibungen. bewertet. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden degressiv - soweit sie vor dem Geschäftsjahr 2008 zugegangen sind -. alle übrigen Anlagegüter linear abgeschrieben. Soweit degressiv abgeschrieben wird. erfolgt ein Übergang auf die lineare Abschreibung. wenn diese zu höheren Abschreibungen führt. Die degressive Abschreibung erfolgt in Höhe der steuerrechtlich maximal zulässigen Prozentsätze. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von jeweils weniger als 1.500 € werden im Jahr des Zugangs vollständig im Aufwand erfasst. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen orientieren sich an den steuerlichen AfA-Tabellen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen. Beteiligungen. die Wertpapiere des Anlagevermögens sowie das auf den Continental Pension Trust e. V.. Hannover. übertragene Treuhandvermögen. sofern es nicht Deckungsvermögen ist. werden zu Anschaffungskosten abzüglich der bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung erforderlichen Abschreibungen bilanziert. Wertaufholungen erfolgen bis zur Höhe der historischen Anschaffungskosten. soweit die Gründe für die dauerhafte Wertminderung nicht mehr vorliegen. Verzinsliche Ausleihungen sind zum Nominalwert angesetzt. zinslose und niedrig verzinsliche auf den Barwert abgezinst. Die Roh-. Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten bewertet. Die Bestandsrisiken. die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder aus der Lagerdauer ergeben. werden durch entsprechende Wertabschläge berücksichtigt. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch angemessene Abschläge Rechnung getragen. Für das allgemeine Kreditrisiko bestehen pauschale Abschläge. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf den Bilanzstichtag abgezinst. Forderungen in fremder Währung werden. soweit diese kursgesichert sind. mit dem Sicherungskurs bewertet. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsenkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen. soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Latente Steuern umfassen zu erwartende Steuerzahlungen oder Steuererstattungen aus zeitlich begrenzten Unterschieden zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen. Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie aus der Nutzung von Verlustvorträgen. Aktive latente Steuern werden in der Bilanz nicht angesetzt. Passiva Die Höhe der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen wird auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Zukünftige Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung berücksichtigt. Als Diskontierungszinssatz wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Vermögensgegenstände. die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den entsprechenden Verpflichtungen aus der Altersvorsorge verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang. wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Die übrigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken. ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste in Höhe ihres jeweiligen Erfüllungsbetrags gebildet worden. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. sofern Hinweise für deren Eintreten vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden. Die Verbindlichkeiten werden. soweit nicht kursgesichert. zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Kursgesicherte Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Sicherungskurs bewertet. Gewinn- und VerlustrechnungDie Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG um die Posten Umsatzerlöse und Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen erweitert. Die allgemeinen Verwaltungskosten betreffen Funktionskosten für Finanzen. Administration. Personalwesen und Holdingaufgaben. Im Beteiligungsergebnis werden Erträge aus Gewinnabführungen. Erträge aus Beteiligungen. Aufwendungen aus Verlustübernahmen. das Ergebnis aus dem Abgang von Beteiligungen sowie Abschreibungen und Wertaufholungen auf Beteiligungen ausgewiesen. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Anschaffung oder. im Falle der Kurssicherung. mit den Sicherungskursen bewertet. Soweit sich aus den Devisenkassamittelkursen zum Bilanzstichtag noch nicht realisierte Verluste ergeben. werden ergebnismindernde Vorsorgen gebildet. Nicht realisierte Kursgewinne werden nur berücksichtigt. soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Erläuterungen zur Bilanz, Aktiva1. Immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagevermögenDie Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind im Anlagenspiegel dargestellt. 2. FinanzanlagenDie Anteile an verbundenen Unternehmen reduzierten sich im Wesentlichen aufgrund des konzerninternen Verkaufs von 60,0 % der Anteile an der Continental Automotive Corporation (Lianyungang) Co., Ltd., Lianyungang, China, in Höhe von 6,2 Mio € sowie durch Kaufpreisanpassungen von Akquisitionen in früheren Geschäftsjahren in Höhe von 0,8 Mio €. Das unter den Finanzanlagen ausgewiesene und auf den Continental Pension Trust e. V. übertragene Treuhandvermögen ist zum 31. Dezember 2016 in Anteile an der ContiTech AG, Hannover, Deutschland, einer mittelbaren Tochtergesellschaft der Continental AG, angelegt. 3. Vorrätescroll
4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Finanzforderungen aus der Bereitstellung von Krediten oder Tagesgeldern sowie um Forderungen aus der Ergebnisabführung von Tochtergesellschaften. 5. Flüssige Mittelscroll
6. Rechnungsabgrenzungspostenscroll
Im Geschäftsjahr 2014 wurden für Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Abschluss des syndizierten Kreditvertrags im Gesamtvolumen von bis zu 4,5 Mrd € Ausgaben in Höhe von ursprünglich 14,4 Mio € als aktive Rechnungsabgrenzung bilanziert. Hiervon entfielen 9,6 Mio € auf die revolvierende Kreditlinie und 4,8 Mio € auf das Festdarlehen. Im April 2016 wurde die Laufzeit der revolvierenden Kreditlinie des syndizierten Kredits um ein Jahr bis April 2021 verlängert. Der Rechnungsabgrenzungsposten wird entsprechend der verlängerten Laufzeit linear aufgelöst. Im Geschäftsjahr betrug die Auflösung 1,3 Mio €. Im März 2016 wurde das Festdarlehen vorzeitig in Höhe von 350,0 Mio € zurückgezahlt. Entsprechend wurde der Rechnungsabgrenzungsposten für das Festdarlehen in Höhe von 0,2 Mio € aufgelöst. Die sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen vorausgezahlte Gebühren, Versicherungsprämien sowie Kostenabgrenzungen. 7. Aktive latente SteuernDie ermittelten temporären Bewertungsunterschiede zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz ergeben insgesamt eine zukünftige Steuerentlastung. Sie bestehen hauptsächlich im Bereich von immateriellen Vermögensgegenständen, Anlagevermögen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. Zusätzlich ergibt sich ein erwarteter Vorteil aus zukünftiger Nutzung von körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen. Ein Aktivposten wurde für diese zukünftige Steuerentlastung aufgrund der Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Der für die Bewertung der latenten Steuern relevante durchschnittliche Steuersatz betrug 30,6 %. Dieser wurde unter Berücksichtigung eines Körperschaftsteuersatzes von 15,0 %, eines Solidaritätszuschlags von 5,5 % und eines Gewerbesteuersatzes von 14,8 % ermittelt. Erläuterungen zur Bilanz, Passiva8. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der Continental AG blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert. Es beträgt zum Bilanzstichtag 512.015.316,48 € und ist eingeteilt in 200.005.983 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 2,56 € pro Aktie. 9. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2016 unverändert 4.179,1 Mio €. 10. GewinnrücklagenDie anderen Gewinnrücklagen betragen zum 31. Dezember 2016 unverändert 54,7 Mio €. Angaben zur AusschüttungssperreDie Pensionsverpflichtungen in Höhe von 327,5 Mio €, abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, liegen um 35,8 Mio € unter dem Ansatz der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 363,3 Mio €, abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre. Zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen sind Mittel zweckgebunden und insolvenzgesichert in den Continental Pension Trust e. V. eingebracht worden. Dieses Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser beträgt zum Bilanzstichtag 102,8 Mio € und liegt damit 2,7 Mio € über den Anschaffungskosten von 100,1 Mio €. Dem Mehrbetrag von 2,7 Mio € sowie dem Unterschiedsbetrag aus der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre verglichen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre in Höhe von 35,8 Mio € stehen frei verfügbare Gewinnrücklagen in Höhe von 54,7 Mio € gegenüber. Eine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Bilanzgewinn von 1.103,1 Mio € besteht daher nicht. 11. Rückstellungenscroll
Die Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Diskontierungszinssatz von 4,01 % (Vj. 3,89 %) ermittelt. Dabei wurde wie im Vorjahr eine jährliche Entgeltsteigerung von 3,00 % sowie eine jährliche Rentensteigerung von 1,75 % unterstellt. Der Unterschiedsbetrag aus der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (327,5 Mio €), verglichen mit der Pensionsverpflichtung abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (363,3 Mio €), beträgt 35,8 Mio €. Die Verpflichtungen aus Pensionen von 327,5 Mio € (Vj. 328,6 Mio €) wurden mit dem beizulegenden Zeitwert der entsprechenden Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen von 58,2 Mio € (Vj. 57,9 Mio €) verrechnet. Der beizulegende Zeitwert entspricht den Anschaffungskosten. Das auf den Continental Pension Trust e. V. übertragene Treuhandvermögen, mit Ausnahme der Anteile an der ContiTech AG, Hannover, Deutschland, dient ausschließlich der Sicherung der betrieblichen Altersversorgung und ist entsprechend den gesetzlichen Anforderungen gegen Insolvenz gesichert und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Das Deckungsvermögen besteht aus Wertpapieren und flüssigen Mitteln. Es wurde zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von 102,8 Mio € (Vj. 89,9 Mio €) bewertet und wird mit den zugrunde liegenden Pensionsverpflichtungen verrechnet. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 100,1 Mio € (Vj. 88,9 Mio €). Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Börsenkurs. Die sonstigen Rückstellungen decken die erkennbaren Risiken und sonstige ungewisse Verpflichtungen. Sie enthalten insbesondere Rückstellungen für Personal- und Sozialaufwendungen (58,2 Mio €) sowie für ausstehende Rechnungen (10,8 Mio €). Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Langzeitarbeitskonten in Höhe von 1,2 Mio €. Die Absicherung der Ansprüche erfolgt über einen Treuhandvertrag. Der beizulegende Zeitwert der Ansprüche beträgt 1,1 Mio € und wird mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet, da das Treuhandvermögen zweckgebunden und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist. Die Anschaffungskosten des Treuhandvermögens belaufen sich auf 1,1 Mio €. 12. Verbindlichkeitenscroll
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Aus einem Forderungsverkauf sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 119,9 Mio € durch dingliche Sicherheiten, bestehend aus der Abtretung von Forderungen, gesichert worden. Am 28. November 2016 platzierte die Continental AG eine Euro-Anleihe mit einem Nominalvolumen von 600,0 Mio € und einer Laufzeit von drei Jahren und zwei Monaten. Der syndizierte Kredit wurde im April 2014 mit einem zugesagten Volumen von 4,5 Mrd € abgeschlossen. Der Kredit bestand zu diesem Zeitpunkt aus einem im April 2016 fälligen Festdarlehen über 1,5 Mrd € und einer revolvierenden Kreditlinie über 3,0 Mrd €. Im April 2016 wurde die Laufzeit der revolvierenden Kreditlinie um ein weiteres Jahr bis April 2021 verlängert. Das Festdarlehen wurde Ende März 2016 vorzeitig in Höhe des zum Jahresende 2015 verbliebenen Betrags von 350,0 Mio € zurückgezahlt. Das zugesagte Volumen des syndizierten Kredits reduzierte sich damit entsprechend um 350,0 Mio € auf nunmehr 3,0 Mrd € zum Jahresende 2016. Zum Bilanzstichtag hat die Continental AG den syndizierten Kredit nicht in Anspruch genommen. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Finanzverbindlichkeiten aus der Bereitstellung von Krediten oder Tagesgeldern, die der Continental AG von Tochterunternehmen zur Verfügung gestellt werden. HaftungsverhältnisseBürgschaften, Garantien und Gewährleistungen wurden bis auf 22,4 Mio € ausschließlich zugunsten von Tochtergesellschaften abgegeben. Auf Verpflichtungen, die die Altersvorsorge betreffen, entfallen 181,5 Mio €. Von den Gewährleistungen entfallen 750,0 Mio € auf die in 2013 über die Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, begebene Anleihe, für deren Erfüllung die Continental AG garantiert. Weitere Gewährleistungen in Höhe von 753,7 Mio € entfallen auf Finanzierungen der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, und der Continental Tire the Americas, LLC, Fort Mill, USA. Nach unseren Erkenntnissen können die zugrunde liegenden Verpflichtungen von den betreffenden Gesellschaften in allen Fällen erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. scroll
Sonstige finanzielle VerpflichtungenIm Geschäftsjahr 1992 hat die Continental AG zur Verbesserung ihrer Liquiditätslage ihr Verwaltungsgebäude verkauft und auf 30 Jahre zurückgemietet. Der in Vorjahren frei gewordenen Liquidität stehen zukünftige Zahlungsverpflichtungen von 7,5 Mio € bis zum Jahr 2022 gegenüber (davon 1,3 Mio € in 2017). Darüber hinaus betreffen die auf 2017 und später entfallenden Verpflichtungen im Wesentlichen ausgegliederte DV-Hard- und -Software (3,0 Mio €; davon 3,0 Mio € für 2017) sowie Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (1,7 Mio €; davon 1,0 Mio € für 2017). Das Bestellobligo für Sachanlageinvestitionen und Großreparaturen beträgt 0,0 Mio €. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung13. UmsatzerlöseAufgrund der handelsrechtlichen Neuregelungen durch die Einführung des BilRUG werden im Geschäftsjahr Umsatzerlöse ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. scroll
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In der Fassung des HGB nach Einführung des
BilRUG. 14. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten LeistungenAufgrund der handelsrechtlichen Neuregelungen durch die Einführung des BilRUG werden im Geschäftsjahr Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen in Höhe von 194,8 Mio € ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. Aufwendungen des Vorjahres in Höhe von 156,6 Mio €, die im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen waren, wurden in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ausgewiesen. Der Materialaufwand des Geschäftsjahres 2016 beträgt 139,6 Mio €. Davon entfallen 2,0 Mio € auf Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren sowie 137,6 Mio € auf Aufwendungen für bezogene Leistungen. 15. Sonstige betriebliche Erträgescroll
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In der Fassung des HGB nach Einführung des
BilRUG. Die übrigen Erträge des Geschäftsjahres enthalten insbesondere allgemeine Kostenumlagen an andere Konzerngesellschaften in Höhe von 4,5 Mio € (Vj. 4,3 Mio €). Infolge der handelsrechtlichen Neuregelungen durch die Einführung des BilRUG wurden, zur besseren Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr, sonstige betriebliche Erträge des Vorjahres in Höhe von 161,2 Mio € in den Umsatzerlösen ausgewiesen. 16. Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
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In der Fassung des HGB nach Einführung des
BilRUG. Die Verluste aus Wertminderung von Gegenständen des Umlaufvermögens resultieren im Wesentlichen aus Wertberichtigungen von Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 0,9 Mio € (Vj. 0,2 Mio €). Die übrigen Aufwendungen des Geschäftsjahres beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Kostenumlagen in Höhe von 4,4 Mio € (Vj. 4,2 Mio €), Aufwendungen für den syndizierten Kredit in Höhe von 1,6 Mio € (Vj. 4,7 Mio €) sowie Aufwendungen für die am 28. November 2016 platzierte Euro-Anleihe in Höhe von 5,6 Mio €. Infolge der handelsrechtlichen Neuregelungen durch die Einführung des BilRUG wurden, zur besseren Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr, sonstige betriebliche Aufwendungen des Vorjahres in Höhe von 156,6 Mio € in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ausgewiesen. 17. Beteiligungsergebnisscroll
Die Gewinne aus dem Abgang von Beteiligungen in Höhe von 85,3 Mio € resultieren im Wesentlichen aus dem konzerninternen Verkauf von 60,0 % der Anteile an der Continental Automotive Corporation (Lianyungang) Co., Ltd., Lianyungang, China. 18. Zinsergebnisscroll
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und langfristigen Rückstellungen von insgesamt 12,8 Mio € sind mit den Zinserträgen aus den Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 2,7 Mio € sowie den Erträgen aus der Bewertung des Deckungsvermögens aus dem Continental Pension Trust e. V. zu Marktwerten in Höhe von 3,3 Mio € verrechnet worden. 19. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer Steueraufwand in Höhe von 67,2 Mio € resultiert aus laufendem Aufwand in Deutschland und nicht anrechenbarer ausländischer Quellensteuer. Sonstige AngabenPersonalaufwandscroll
Mitarbeiter im Quartalsdurchschnittscroll
Derivative FinanzinstrumenteDie Continental AG und die Gesellschaften des Continental-Konzerns sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt, die fallweise durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente abgesichert werden. Die Ermittlung der angegebenen beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente erfolgt in der Regel durch Diskontierung der erwarteten Zahlungsströme unter Zugrundelegung von Zinsstrukturkurven. So werden die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften als Differenz aus den mit den risikolosen Zinssätzen der entsprechenden Währungen diskontierten und zu aktuellen Kassakursen umgerechneten Nominalbeträgen ermittelt. Devisenoptionen werden mittels anerkannter Optionspreismodelle bewertet. Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Zinsswaps und Zins-Währungsswaps werden die zukünftigen Zahlungsströme mit den Zinssätzen für die entsprechenden Fälligkeiten diskontiert. Dabei werden als kurzfristige Zinssätze Depositsätze verwendet, während für die langfristigen Zinssätze auf die Swapsätze in der jeweiligen Währung zurückgegriffen wird. Zum 31. Dezember 2016 belief sich das Nominalvolumen der abgeschlossenen Derivate auf 4.035,9 Mio €. Hierin enthalten sind ausschließlich Geschäfte, die in Bewertungseinheiten (Micro Hedges und Portfolio Hedges) einbezogen sind. Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen: scroll
Für Zwecke des Währungsmanagements fasst die Continental AG bekannte und zukünftig erwartete Fremdwährungszahlungsströme der Konzerngesellschaften aus operativen Geschäften weltweit zusammen. Der Netto-Cashflow je Währung auf rollierender Zwölf-Monats-Basis definiert das gesamte Transaktionsrisiko des Konzerns. Der wöchentlich tagende Zins- und Währungsausschuss beschließt die Sicherungsmaßnahmen, die ohne gesonderte Vorstandsgenehmigung 30 % des Zwölfmonats-Exposure nicht überschreiten dürfen. Zur Risikosteuerung kommen im Rahmen des Währungsmanagements insbesondere Devisentermin-, Devisenswap- und Devisenoptionsgeschäfte zum Einsatz. Die Auswahl und Anwendung der Instrumente ist abhängig vom jeweiligen Sicherungszweck. Basis für den Einsatz von Sicherungsinstrumenten ist die Foreign Exchange Management Policy, deren Einhaltung regelmäßig von der Konzernrevision überprüft wird. Der wöchentlich tagende Zins- und Währungsausschuss beschließt die Sicherungsmaßnahmen. Zur Absicherung der Währungsrisiken aus von der Continental AG in Fremdwährung aufgenommenen und ausgereichten Krediten an Konzernunternehmen sowie der bei Fälligkeit zu zahlenden Zinsen hat die Continental AG Devisenswaps mit externen Vertragspartnern mit einem Nominalvolumen von 1.039,1 Mio € abgeschlossen. Der beizulegende Netto-Zeitwert beträgt -12,6 Mio €. Die von der Continental AG begebenen und aufgenommenen Fremdwährungsdarlehen mit gleichem Nominalvolumen und die sich gegenläufig verhaltenden Devisenswaps bilden bis zu ihrer jeweiligen Endfälligkeit in 2017 eine Bewertungseinheit. Die Sicherungsbeziehungen werden aufgrund der Übereinstimmung der wertbestimmenden Parameter als hochwirksam eingestuft. Der Nachweis erfolgt unter Anwendung der Critical Term Match-Methode. Die Geschäfte werden in der Bilanz nicht erfasst. Zur Absicherung der Währungsrisiken aus Fremdwährungskrediten bei Konzerngesellschaften, deren Währungsrisiken über interne Devisenswaps auf die Continental AG übertragen werden, erfolgt eine Zusammenfassung zu Bewertungseinheiten mit den sich gegenläufig verhaltenden Geschäften, die zur Absicherung mit externen Kreditinstituten durch die Continental AG abgeschlossen wurden. Die Nominalwerte der konzerninternen Devisenswaps und der gegenläufigen konzernexternen Sicherungsgeschäfte betragen jeweils 998,4 Mio €. Die beizulegenden Netto-Zeitwerte zum Bilanzstichtag betragen für konzerninterne Devisenswaps 11,7 Mio € und für konzernexterne Devisenswaps -11,7 Mio €. Die Sicherungsbeziehungen werden aufgrund der Übereinstimmung der wertbestimmenden Parameter als hochwirksam eingestuft. Der Nachweis erfolgt unter Anwendung der Critical Term Match-Methode. Die Geschäfte sind in 2017 und 2018 fällig und werden in der Bilanz nicht erfasst. Im Zinsmanagement kommen insbesondere Zinsswaps, Zinsoptionen und kombinierte Zins-Währungsswaps zum Einsatz. Sie dienen vor allem der Steuerung von Zinsänderungsrisiken, insbesondere aus variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten, und der Optimierung der Finanzierungskosten. Die Interest Rate Management Policy bildet die Grundlage für das Zinsmanagement. Zum Bilanzstichtag befanden sich Zins-Währungsswaps im Bestand der Continental AG. Diese dienen zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken. Ein Zinsänderungsrisiko wurde mit ihnen nicht abgesichert. Die Zins-Währungsswaps beziehen sich auf die Absicherung der am 19. November 2015 durch die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, emittierten Anleihe. Dabei werden die Währungsrisiken der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, aus der Denominierung in Euro gesichert und der Euro-Festzins in einen US-Dollar-basierten Festzins getauscht. Zur Absicherung dieser von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, über interne Zins-Währungsswaps auf die Continental AG übertragenen Währungsrisiken erfolgt eine Zusammenfassung zu Bewertungseinheiten mit den sich gegenläufig verhaltenden Geschäften, die zur Absicherung mit externen Kreditinstituten durch die Continental AG abgeschlossen wurden. Die Nominalwerte der konzerninternen Zins-Währungsswaps und der gegenläufigen konzernexternen Sicherungsgeschäfte betragen jeweils 500,0 Mio €. Die beizulegenden Netto-Zeitwerte zum Bilanzstichtag betragen für konzerninterne Zins-Währungsswaps 9,4 Mio € und für konzernexterne Zins-Währungsswaps -9,4 Mio €. Die Sicherungsbeziehungen werden aufgrund der Übereinstimmung der wertbestimmenden Parameter als hochwirksam eingestuft. Der Nachweis erfolgt unter Anwendung der Critical Term Match-Methode. Die Geschäfte haben eine Laufzeit bis 2019 und werden in der Bilanz nicht erfasst. Über diese Zins-Währungsswaps hinaus befanden sich zum Bilanzstichtag keine Zinsswaps und Zinsoptionen im Bestand der Continental AG. Honorare des AbschlussprüfersDie Hauptversammlung am 29. April 2016 hat die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, für das Geschäftsjahr 2016 zum Abschlussprüfer gewählt. Für die Angabe der Honorare des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2016 verweisen wir auf Kapitel 37 im Anhang zum Konzernabschluss der Continental AG. Kontenführung nach § 6b EnWGMit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuregelung von energiewirtschaftlichen Vorschriften am 4. August 2011 unterliegen ehemalige Objektnetze grundsätzlich den ergänzenden Vorschriften zur Rechnungslegung des EnWG. Die Regulierungsvorschriften des EnWG finden keine Anwendung, wenn das bisherige Objektnetz als "Kundenanlage" zu klassifizieren ist. Es sprechen wesentliche Argumente dafür, dass die von der Continental AG in Deutschland betriebenen Energieanlagen solche "Kundenanlagen" darstellen. Mitteilungen nach dem WertpapierhandelsgesetzVon Beginn des Geschäftsjahres bis zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung haben wir die nachstehenden Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG über Beteiligungen an der Continental AG erhalten. Im Falle eines mehrfachen Erreichens, Über- oder Unterschreitens der in dieser Vorschrift genannten Schwellenwerte durch einen Meldepflichtigen ist jeweils nur die zeitlich letzte Mitteilung aufgeführt. Mitteilungen aus früheren Geschäftsjahren über das Bestehen eines mindestens dreiprozentigen Stimmrechtsanteils zum Bilanzstichtag werden weiterhin angegeben. Die BlackRock, Inc., Wilmington, DE, United States, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 30. November 2016 an der Continental AG 3,22 % beträgt. 3,08 % dieser Stimmrechte (entsprechend 6.166.331 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 WpHG zuzurechnen. 0,05 % dieser Stimmrechte (entsprechend 105.065 Stimmrechten) sind der Gesellschaft als Instrumente im Sinne des § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG (Lent Securities) zuzurechnen. 0,08 % dieser Stimmrechte (entsprechend 163.606 Stimmrechten) sind der Gesellschaft als Instrumente im Sinne des § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG (Contract for Difference) zuzurechnen. Mit Schreiben vom 4. Januar 2016 wurde uns mitgeteilt, dass
Infolge des Austritts der Schaeffler Familienholding Drei GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, aus der Schaeffler Beteiligungsholding GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, am 31. Dezember 2015 ist die Beteiligung der Schaeffler Beteiligungsholding GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, an der Continental AG auf die IHO Verwaltungs GmbH (am 31. Dezember 2015 noch firmierend unter Schaeffler Verwaltung Zwei GmbH), Herzogenaurach, Deutschland, angewachsen. Dementsprechend ist die Beteiligung der Schaeffler Familienholding Drei GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, sowie die Beteiligung ihrer Gesellschafter, der Schaeffler Familienholding Eins GmbH, Herzogenaurach, Deutschland, und der Schaeffler Familienholding Zwei GmbH, Herzogenaurach, Deutschland, an der Continental AG entfallen. Aufgrund einer nachfolgenden weiteren Anwachsung bzw. liquidationslosen Beendigung der Schaeffler Familienholding Drei GmbH & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland, ist am 1. Januar 2016 deren Mitteilungspflicht nach WpHG entfallen. Die Mitglieder des Vorstands besaßen im Jahr 2016 und bis einschließlich 6. Februar 2017 Aktien mit einem Anteil von insgesamt weniger als 1 % am Grundkapital der Gesellschaft. Den Mitgliedern des Aufsichtsrats Frau Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann und Herrn Georg F. W. Schaeffler waren Aktien mit einem Anteil von 46,0 % am stimmberechtigten Grundkapital der Gesellschaft zuzurechnen. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats besaßen im Jahr 2016 und bis einschließlich 6. Februar 2017 Aktien mit einem Anteil von insgesamt weniger als 1 % am Grundkapital der Gesellschaft. Deutscher Corporate Governance Kodex/Erklärung nach § 161 AktGDie nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung wurde von Vorstand und Aufsichtsrat im Dezember 2016 abgegeben und ist den Aktionären auf unserer Internetseite www.continental-corporation.com in der Rubrik Investor Relations unter Corporate Governance zugänglich. Bezüge des Vorstands und des AufsichtsratsDie Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand sowie die im Geschäftsjahr gewährten Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht erläutert, der den Corporate Governance-Bericht ergänzt und Teil des mit dem Continental-Konzern zusammengefassten Lageberichts ist. Die im Jahr 2016 gewährten Gesamtbezüge betragen für den Vorstand der Continental AG 25,6 Mio € (Vj. 29,3 Mio €). Die genannten Gesamtbezüge enthalten auch einen neu gewährten Long Term Incentive-Plan in Höhe von insgesamt 5,7 Mio € (Vj. 5,7 Mio €) sowie die Langfristkomponente der variablen Vergütung in Höhe von insgesamt 4,4 Mio € (Vj. 5,8 Mio €), die in virtuelle Aktien der Gesellschaft umgerechnet wird. In 2016 wurde hieraus resultierend die Langfristkomponente 2015 in 30.671 Stück virtuelle Aktien umgewandelt. Darüber hinaus wurden früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen Bezüge in Höhe von 6,8 Mio € (Vj. 7,3 Mio €) gewährt. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind 128,9 Mio € (Vj. 111,6 Mio €) zurückgestellt. Die Vergütungen für die Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der Continental AG einschließlich Sitzungsgelder beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 4,9 Mio € (Vj. 4,5 Mio €). 2016 wie 2015 bestanden keine Vorschüsse und Kredite an Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder der Continental AG. Aufstellung über den Anteilsbesitz der Continental AGI. Verbundene UnternehmenDas Verzeichnis der Continental AG entspricht in Bezug auf den Einzelabschluss § 285 Nr. 11 in Verbindung mit § 286 Abs. 3 HGB. Die Anteile am Kapital stellen den Anteil der Continental AG bzw. eines oder mehrerer von ihr abhängiger Unternehmen dar. Die Berechnung des Anteils am Kapital berücksichtigt die von Tochterunternehmen gehaltenen Anteile somit vollständig, auch wenn der Konzernanteil an diesen Tochterunternehmen unter 100 % liegt. scroll
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II. Assoziierte Unternehmenscroll
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III. Sonstige Anteile an großen KapitalgesellschaftenAn folgenden großen Kapitalgesellschaften, die in der vorstehenden Aufstellung nicht enthalten sind, hält die Continental AG zusätzlich mittelbar oder unmittelbar einen Stimmrechtsanteil von mehr als 5 % (Angabe nach § 285 Nr. 11 b in Verbindung mit § 286 Abs. 3 HGB): scroll
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Werte für das Geschäftsjahr 2014. Mit diesen
Gesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge. NachtragsberichtBis zum 6. Februar 2017 ergaben sich keine Ereignisse und Entwicklungen, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder Wertansatzes der einzelnen Vermögensgegenstände und Schuldposten zum 31. Dezember 2016 geführt hätten. ErgebnisverwendungIn 2016 wurde für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende In Höhe von 750,0 Mio € ausgeschüttet. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 264,1 Mio € ergibt sich für das Geschäftsjahr 2016 ein Bilanzgewinn in Höhe von 1.103.098.059,84 €. Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung vor, die Auszahlung einer Dividende von 4,25 € je Stückaktie zu beschließen. Die Ausschüttungssumme beträgt somit bei 200.005.983 dividendenberechtigten Stückaktien 850.025.427,75 €. Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Hannover, 6. Februar 2017 Continental Aktiengesellschaft Der Vorstand Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz. Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Continental Aktiengesellschaft. Hannover. für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es. auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen. dass Unrichtigkeiten und Verstöße. die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken. mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung. Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung. dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Continental Aktiengesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss. entspricht den gesetzlichen Vorschriften. vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, 21. Februar 2017 KPMG AG Ufer, Wirtschaftsprüfer Papenberg, Wirtschaftsprüfer Jahresbericht 2016Continental AktiengesellschaftErklärung des Vorstands gemäß §§ 264 Abs. 2 und 289 Abs. 1 HGBWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft und des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns beschrieben sind.
Hannover, 6. Februar 2017 Continental Aktiengesellschaft Der Vorstand |
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