![]() Continental AGHannoverHalbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2017Continental AGHalbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2017Continental-Aktie und -AnleihenAktienmärkte mit überwiegend positivem TrendNach der Jahresendrallye im vierten Quartal 2016 tendierten die Leitbörsen in Europa,
den USA und in Asien in den ersten Wochen des neuen Jahres zunächst überwiegend seitwärts,
da klare Impulse fehlten. Mit der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten verbesserte
sich ab Ende Januar 2017 die Stimmung an den US-amerikanischen Börsen, da die neue
US-Regierung umfangreiche Steuersenkungen, Deregulierungen und Infrastrukturmaßnahmen
in Aussicht stellte. Der Dow Jones-Index überwand Ende Januar erstmals die Marke von
20.000 Punkten und stieg bis Anfang März zeitweilig auf über 21.000 Punkte. Zunehmende
Zweifel der Investoren über die rasche Umsetzbarkeit der angekündigten Maßnahmen führten
im weiteren Monatsverlauf jedoch zu Gewinnmitnahmen. Auch die europäischen Börsen
verzeichneten im Februar steigende Kurse. Der Anstieg fiel jedoch verhaltener aus,
da sich Sorgen über handelshemmende Maßnahmen der USA und der bis dahin ungewisse
Ausgang der im März bevorstehenden Wahl in den Niederlanden bremsend auswirkten. Unterstützend
wirkten in Europa und den USA überwiegend besser als erwartete Unternehmensergebnisse.
Positive Konjunkturdaten aus Deutschland und der Eurozone ließen Ende März die Kurse
europäischer Aktien weiter ansteigen. Der DAX überstieg Anfang März die Marke von
1 2.000 Punkten und beendete das erste Quartal 2017 mit einem Plus von 7,2 % bei 1
2.312,87 Punkten. Der EURO STOXX 50 stieg im ersten Quartal um 6,4 % auf 3.500,93
Punkte. In den ersten Wochen des zweiten Quartals überraschten Andeutungen der US-amerikanischen
Notenbank Fed über eine mögliche schnellere Normalisierung ihrer Geldpolitik die Investoren.
Außerdem sorgten die politischen Spannungen zwischen den USA und Nordkorea sowie der
Syrienkonflikt für Verunsicherung. Rückläufige Kurse an den Aktienmärkten weltweit
waren die Folge. Zudem warteten viele Anleger auf das Ergebnis des ersten Wahlgangs
der Präsidentschaftswahl in Frankreich am 23. April 2017. Dessen Ergebnis führte zu
wachsender Zuversicht und steigenden Kursen an den europäischen und vielen internationalen
Aktienmärkten. Der DAX stieg am Folgetag erstmals über die Marke von 12.400 Punkten
und übertraf damit das bisherige Rekordhoch aus dem April 2015. Die positive Kursdynamik
hielt insbesondere an den europäischen Börsen auch in den folgenden Wochen an, unterstützt
durch überwiegend gute Quartalsergebnisse sowie positive Konjunkturdaten. Mitte Mai
notierte der DAX erstmals knapp über der Marke von 12.800 Punkten. Zweifel an der Umsetzbarkeit der angekündigten fiskalischen und steuerlichen Maßnahmen
der US-Regierung führten kurz darauf zu Gewinnmitnahmen an den Börsen weltweit. Infolge
positiver Wirtschaftsdaten stabilisierten sich die Aktienkurse in den folgenden Wochen
jedoch wieder. In den USA überwand der Dow Jones-Index die Marke von 21.000 Punkten
und notierte Mitte Juni 2017 kurzzeitig knapp über 21.500 Punkte. Auch der DAX stieg
im Juni erneut an und markierte am Vormittag des 20. Juni 2017 mit 1 2.951,54 Punkten
ein neues Allzeithoch. Im Tagesverlauf leiteten jedoch ein deutlicher Preisrückgang
für Rohöl und der Beginn der Verhandlungen über den Austritt des Vereinigten Königreichs
aus der Europäischen Union Gewinnmitnahmen ein. Im Juni führten zudem Prognoseänderungen
einzelner Unternehmen aus dem Automobilsektor und der Chemiebranche zu weiteren Kursrückgängen,
insbesondere an den europäischen Börsen. Der DAX beendete das zweite Quartal 2017
mit einem Zuwachs von 0,1 % und notierte bei 1 2.325,1 2 Punkten. Im ersten Halbjahr
2017 erreichte er damit einen Zuwachs von 7,4 %. Der EURO STOXX 50 sank im zweiten
Quartal um 1,7 % auf 3.441,88 Punkte. Das erste Halbjahr 2017 schloss er mit einem
Plus von 4,6 %. Kursentwicklung der Continental-Aktie im Berichtszeitraum im Vergleich zu ausgewählten Indizesindexiert auf den 1. Januar 2017 ![]() scroll
Automobilsektor mit Verlusten im zweiten Quartal 2017Europäische Automobil- und Zuliefererwerte profitierten im ersten Quartal 2017 von
erfreulichen Pkw-Zulassungsdaten für Westeuropa. Diese wurden im Wesentlichen durch
eine Verschiebung von Arbeitstagen zwischen dem ersten und dem zweiten Quartal positiv
beeinflusst. Die Sorgen vieler Anleger über mögliche handelshemmende Maßnahmen der
USA belasteten jedoch exportorientierte europäische Automobilwerte. Dies führte zu
einer im Vergleich zum DAX und EURO STOXX 50 etwas schwächeren Performance des EURO
STOXX Automobiles & Parts von 4,3 % im ersten Quartal 2017. Im zweiten Quartal 2017 führten rückläufige Absatzzahlen für Pkw, vor allem in den
USA, sowie steigende Lagerbestände in China zu wachsender Unsicherheit der Investoren
über die zu erwartende Entwicklung von Pkw-Absatz und -Produktion in den kommenden
Quartalen. Infolgedessen entwickelten sich die Kurse europäischer Automobilwerte im
Quartalsverlauf schwächer als der Gesamtmarkt. Im Juni bewirkten Prognosesenkungen
verschiedener Zulieferer sowie vorsichtigere Einschätzungen der Pkw-Absatzzahlen durch
einen amerikanischen Hersteller, jeweils für das laufende Jahr, weitere Kursrückgänge.
Der EURO STOXX Automobiles & Parts sank im zweiten Quartal 2017 um 5,1 % auf 516,21
Punkte. Das erste Halbjahr 2017 beendete er dadurch mit einem Kursrückgang von 1,0
%. Continental-Aktie mit positiver KursentwicklungDie Continental-Aktie profitierte Mitte Januar 2017 von der Bekanntgabe vorläufiger
Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 sowie Anfang März von der Veröffentlichung der vollständigen
Geschäftszahlen. Ebenfalls positiv wirkten Anfang Februar sowie in der zweiten Märzhälfte
mehrere Hochstufungen und Kurszielanhebungen verschiedener Analysten. In der letzten
Märzwoche überstieg die Continental-Aktie die Marke von 200 € und erreichte Ende März
2017 einen Kurs von 205,50 €. Damit erzielte sie im ersten Quartal gegenüber dem Schlusskurs
des Vorjahres von 183,70 € einen Kursgewinn von 11,9 %. Im April 2017 gab auch die Continental-Aktie im Zuge des allgemeinen Markttrends zunächst
nach. Die Veröffentlichung der Zahlen des ersten Quartals 2017 und die Anhebung der
Umsatzprognose für das laufende Jahr sowie erneute Hochstufungen und Kurszielanhebungen
verschiedener Analysten ließen die Continental-Aktie wieder ansteigen. Ihr vorläufiges
Jahreshoch von 210,35 € markierte sie im Tagesverlauf des 12. Mai 2017. In der zweiten
Hälfte des Quartals sank die Continental-Aktie zunächst auf Kurse um die 200-€-Marke,
bevor sie am Quartalsende aufgrund negativer Meldungen aus dem Automobilsektor weiter
nachgab. Die Continental-Aktie schloss Ende Juni 2017 bei 188,95 € und verlor damit
im zweiten Quartal 8,1 % an Wert. Gegenüber ihrem Jahresendwert 2016 erreichte sie
einen Kursgewinn von 2,9 %. Unter Einbeziehung einer Reinvestition der ausgeschütteten
Dividende zeigte sie im ersten Halbjahr 2017 eine Performance von 5,0 %. Der EURO
STOXX Automobiles & Parts verlor 5,1 % im zweiten Quartal und 1,0 % im ersten Halbjahr
2017. Kursentwicklungen der Continental-Anleihen im Berichtszeitraum![]() Im Juli 2017 erholte sich die Continental-Aktie nach positiven Analysteneinschätzungen
zum Automobilsektor und zur Continental AG. Schwächer als erwartete Unternehmensergebnisse
börsennotierter Automobilzulieferer ließen auch den Kurs der Continental-Aktie wieder
sinken. Am 24. Juli 2017 notierte sie zum Handelsschluss bei 190,55 €. Euro-Anleihen auf niedrigem RenditeniveauWie im Vorjahr verharrten die Continental-Euro-Anleihen aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsniveaus
und der soliden Kapitalausstattung der Continental AG auch während des ersten Halbjahres
2017 auf niedrigem Renditeniveau. Der Kurs der am 16. Juli 2018 fälligen 3,0 %-Euro-Anleihe verringerte sich im Berichtszeitraum
durch die Reduzierung der Restlaufzeit um 151,5 Basispunkte auf 103,1 88 %. Die am 19. Februar 2019 fällige 0,5 %-Euro-Anleihe notierte Ende Juni 2017 bei 1 00,750
% und damit 33,1 Basispunkte niedriger als zum Jahresende 2016. Der Kurs der am 5. Februar 2020 fälligen 0,0 %-Euro-Anleihe, die im vierten Quartal
2016 emittiert worden war, bewegte sich im Quartalsverlauf um die 1 00 %-Marke. Am
30. Juni 2017 notierte sie bei 99,635 % und damit 11,2 Basispunkte geringer als zum
Jahresende 2016. Der Kurs der am 9. September 2020 fälligen 3,1 25 %-Euro-Anleihe sank im Berichtszeitraum
im Wesentlichen aufgrund der Reduzierung der Restlaufzeit um 182,7 Basispunkte. Ende
Juni 2017 notierte die Anleihe bei 109,197 %. Rückzahlung der 2,5 %-Euro-Anleihe am 20. März 2017Der Kurs der am 20. März 2017 fälligen 2,5 %-Euro-Anleihe der Conti-Gummi Finance
B.V., Maastricht, Niederlande, sank während des ersten Quartals 2017 weiter in Richtung
der 100 %-Marke. Am Tag der Fälligkeit erfolgte die Rückzahlung zum Nominalwert in
Höhe von 750,0 Mio €. Fünfjahres-CDS-Prämie auf ZweijahrestiefDie Prämien für die Versicherung von Kreditausfallrisiken (Credit Default Swap, CDS)
blieben im Berichtszeitraum zunächst weitgehend unverändert auf relativ niedrigem
Niveau. Gründe hierfür waren das im ersten Quartal 2017 vergleichsweise ruhige Börsenumfeld,
die überwiegend positive Gewinnentwicklung vieler Unternehmen und das weiterhin günstige
Zinsniveau, insbesondere in der Eurozone aufgrund der unverändert expansiven Geldpolitik
der Europäischen Zentralbank. Die wachsende Zuversicht für die weitere Entwicklung
der Eurozone nach dem Ergebnis des ersten Wahlgangs der Präsidentschaftswahl in Frankreich
führte nach dem 23. April 2017 auch zu sinkenden CDS-Prämien für Euro-Unternehmensanleihen. Die Fünfjahres-CDS-Prämie für Continental bewegte sich im ersten Quartal 2017 noch
innerhalb einer engen Bandbreite zwischen 50 und 60 Basispunkten. Im Verlauf des zweiten
Quartals sank sie zeitweilig bis auf unter 40 Basispunkte und erreichte im Tagesverlauf
des 26. Juni 2017 ein neues Zweijahrestief bei 37,760 Basispunkten. Am Ende des ersten
Halbjahres 2017 lag sie mit 41,100 Basispunkten um 17,981 Basispunkte unter dem Jahresendwert
des Vorjahres. Der Spread gegenüber ihrem Referenzindex Markit iTraxx Europe belief
sich zum 30. Juni 2017 auf -14,976 Basispunkte (31. Dezember 2016: -13,234 Basispunkte). Continental-Kreditrating unverändertDie drei großen Ratingagenturen behielten ihr jeweiliges Kreditrating für die Continental
AG im Verlauf des ersten Halbjahres 2017 unverändert bei. scroll
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Vertragsverhältnis seit 19. Mai 2000. Continental Investor Relations OnlineWeitere Informationen zur Continental-Aktie. zu den Continental-Anleihen, zum Kreditrating
sowie zu unserer Investor Relations App sind im Internet unter www.continental-ir.de
abrufbar. Aktuelle Informationen zu Continental sind auch auf Twitter unter @Continental_IR
verfügbar. Kennzahlen Continental-Konzernscroll
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Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen. Kennzahlen Kerngeschäftsfelderscroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Konzern-ZwischenlageberichtNeues Forschungs- und Entwicklungszentrum im Silicon Valley eröffnetAm 12. April 2017 haben wir unser neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in San
José im Silicon Valley, USA, eröffnet. Dort können zukünftig bis zu 300 Experten aus
allen Unternehmensbereichen an wegweisenden Lösungen für die nachhaltige Mobilität
der Zukunft arbeiten. Die Projekte drehen sich rund um automatisiertes Fahren, Elektromobilität,
Vernetzung und Mobilitätsdienste. Eine entscheidende Rolle spielen dabei Lösungen
auf Softwarebasis sowie der Umgang mit großen Datenmengen und das Nutzen von künstlicher
Intelligenz. Produktionskapazitäten für Pkw-Reifen werden weiter ausgebautWir verfolgen unsere langfristige Wachstumsstrategie Vision 2025 für die Division
Reifen konsequent weiter. Im April 2017 wurden Investitionen in Höhe von 100 Mio €
in das bestehende Pkw-Reifenwerk in Lousado, Portugal, angekündigt. Die aktuellen
Jahreskapazitäten in Höhe von rund 18 Millionen Reifen sollen weiter ausgebaut werden,
insbesondere für Hochleistungssommerreifen und -winterreifen ab 1 7 Zoll. Anfang Juli
2017 wurde zudem bekannt gegeben, dass für das Pkw-Reifenwerk in Hefei, China, bereits
die Weichen für den langfristigen Ausbau gestellt wurden. Die Kapazitäten sollen hier
durch zusätzliche Investitionen in Höhe von mehr als 250 Mio € bis Ende 2022 auf rund
20 Millionen Reifen pro Jahr erhöht werden, um die steigende Nachfrage zu bedienen. Strategische Kooperationsvereinbarung mit NIO zur Zusammenarbeit an neuen FahrzeugplattformenAm 31. Mai 2017 unterzeichneten wir eine strategische Kooperationsvereinbarung mit
NIO, einem Start-up-Unternehmen für Elektrofahrzeuge in China. Continental und NIO
werden eng im Bereich Elektrofahrzeuge sowie in anderen relevanten Forschungsfeldern,
wie intelligente Transportsysteme und automatisiertes Fahren, zusammenarbeiten. Ziel
ist es, eine langfristige und stabile Partnerschaft aufzubauen. Im Rahmen der Vereinbarung
werden Continental und NIO gemeinsam an neuen Fahrzeugplattformen von NIO arbeiten.
In einem ersten Schritt wird Continental Fahrzeugkomponenten wie Luftfedersysteme
und Reifen für den vollelektrischen Geländewagen ES8 von NIO liefern. Strategische Kooperation mit Baidu zur Weiterentwicklung intelligenter MobilitätAm 31. Mai 2017 vereinbarten wir eine strategische Kooperation mit Baidu, einem der
größten Internetunternehmen Chinas. Durch komplementäre Ressourcen und technologisches
Know-how möchten wir gemeinsam Technologien, Produkte und Geschäftsmodelle entwickeln,
um umfassende und zuverlässige Lösungen für automatisiertes Fahren, vernetzte Fahrzeuge
und intelligente Mobilitätsdienste bereitzustellen. Zusammen werden wir unseren Technologieaustausch
ausweiten, indem wir gegenseitig die jeweiligen Wettbewerbsvorteile in den Bereichen
Automobilelektronik bzw. Internettechnologien nutzen und eine leistungsstarke technische
Allianz eingehen. Continental wird Systemintegrator für die Plattform Autonomes Fahren von BMW, Intel und MobileyeAm 20. Juni 2017 gaben wir bekannt, dass Continental Entwicklungspartner und Systemintegrator
der Kooperation von BMW, Intel und Mobileye zum automatisierten Fahren wird. Ziel
ist es, ein neues Kooperationsmodell für das hoch- und vollautomatisierte Fahren aufzusetzen,
um skalierbare Lösungen für die gesamte Automobilindustrie weltweit bereitzustellen.
Als Systemintegrator spielt Continental eine Schlüsselrolle bei der Industrialisierung
der Plattform für andere Automobilhersteller und dabei, die gemeinsamen Lösungen schneller
auf den Markt zu bringen. BMW, Intel und Mobileye haben ihre Ressourcen und ihr Know-how
bereits im Juli 2016 gebündelt, um die Serienproduktion von hoch- und vollautomatisierten
BMW-Fahrzeugen bis zum Jahr 2021 zu ermöglichen. "AllCharge" macht Elektroautos fit für jede LadetechnikZur Vereinheitlichung unterschiedlicher Ladetechniken für Elektroautos haben wir eine
neue Technologie entwickelt. Anstatt zusätzliche Ladetechnik für die unterschiedlichen
Arten von Ladestationen ins Auto zu integrieren, wird der elektrische Antriebsstrang
selbst zum "Ladegerät". Aus den Komponenten eines konventionellen elektrischen Antriebs
entsteht somit ein komplettes Ladesystem, das sogenannte "AllCharge"-Ladesystem. Alle
dafür notwendigen Fähigkeiten besitzen die beteiligten Komponenten bereits, denn auch
innerhalb des elektrischen Antriebsstrangs wird ständig zwischen Gleich- und Wechselstrom
verschiedener Spannungslagen hin und her gewandelt. Diese Eigenschaft wird genutzt,
um die Anforderungen unterschiedlicher Ladetechniken im Fahrzeug abzudecken. So kann
der Fahrer nicht nur an jeder im Moment im Einsatz befindlichen Ladestation vorfahren
und mit bis zu 800 V und bis zu 350 kW Ladeleistung "tanken" - er hat bei Bedarf im
Fahrzeug damit auch 230 V Wechselstrom zur Verfügung. Mit seiner Vehicle-2-Device-Technologie
kann das "AllCharge"-System mobile elektrische Geräte (z. B. Laptops) aus der Fahrzeugbatterie
mit Strom versorgen. Innovative Audiotechnik: Das Fahrzeug als KlangkörperBei unserer innovativen Audiotechnik für Fahrzeuge werden herkömmliche Lautsprecher
ersetzt durch Aktuatoren, die Schall erzeugen, indem sie bestimmte Oberflächen im
Fahrzeug in Schwingung versetzen. Das lautsprecherlose Audiosystem bietet traditionellen
Technologien gegenüber einige Vorteile: Bei deutlich niedrigerem Gewicht und erheblich
reduziertem Einbauvolumen sowie geringerem Stromverbrauch liefert die neue Lösung
von Continental eine exzellente Akustik. Experten bescheinigen dem System eine herausragende
Klangqualität. Erster 48-Volt-Elektroantrieb für E-BikesUnser Produktportfolio für emissionsfreie Mobilität haben wir um einen neuen 48-Volt-Elektroantrieb
mit automatischem Getriebe für E-Bikes erweitert. Fahrräder mit elektrischer Unterstützung
sind ein wichtiger Baustein einer vernetzten Mobilität und eines klimafreundlichen
Lebensstils. In diesem wachsenden Markt stecken weltweit viel Dynamik und Potenzial.
Deshalb fokussieren wir uns im Rahmen eines ganzheitlichen Mobilitätsansatzes auch
auf dieses zukunftsweisende Geschäftsfeld und dessen Vernetzung mit anderen Transportsystemen. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche EntwicklungDas Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands wuchs im ersten Quartal 2017 um 0,6 %
gegenüber dem vierten Quartal 2016 bzw. um 1,7 % gegenüber der Vorjahresperiode. Ursächlich
für das leicht über den Erwartungen liegende Wachstum waren insbesondere höhere private
Investitionen sowie ein Anstieg des Handelsbilanzüberschusses. Auch die Ausgaben der
privaten und öffentlichen Haushalte nahmen zu, jedoch in geringerem Umfang. Für das
zweite Quartal lassen das gestiegene Verbrauchervertrauen und andere Stimmungsindikatoren
ein Wachstum in ähnlicher Größenordnung erwarten. Für das Gesamtjahr 2017 erwartet
der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem World Economic Outlook Update vom
Juli 2017 nun einen Anstieg des BIP für Deutschland von 1,8 % nach zuletzt 1,6 %. Auch in der Eurozone zeigte sich im ersten Quartal 2017 ein Wachstumsanstieg über
den Erwartungen. Gegenüber dem Vorquartal wuchs das BIP analog zu dem in Deutschland
um 0,6 %. Im Vergleich zum ersten Quartal 2016 ergab sich ein BIP-Zuwachs von 1,9
%. Für das zweite Quartal rechnen Experten aktuell mehrheitlich mit einer Beibehaltung
des Wachstums des ersten Quartals. Unterstützend wirkte weiterhin die Geldpolitik
der Europäischen Zentralbank, die an ihren expansiven Maßnahmen trotz des zuletzt
gestiegenen Preisniveaus unverändert festhielt. Der IWF erhöhte im Juli seine Schätzung
für das BIP-Wachstum des Euroraums von 1,7 % auf 1,9 % für 2017. Die US-Wirtschaft expandierte im ersten Quartal 2017 um 1,4 % gegenüber dem vierten
Quartal 2016 bzw. 2,1 % im Vergleich zum ersten Quartal 2016. Gestützt wurde das Wachstum
vor allem durch erhöhte private Investitionen. Bremsend wirkten sich dagegen ein verlangsamter
Anstieg des privaten Konsums sowie eine leichte Verringerung der Staatsausgaben aus.
Der Außenhandel belebte sich in den ersten drei Monaten 2017 spürbar. Der negative
Saldo nahm allerdings leicht zu, da die Importe stärker als die Exporte stiegen. Für
das zweite Quartal erwarten Volkswirte derzeit eine leichte Beschleunigung des Wirtschaftswachstums
in den USA. Die US-amerikanische Notenbank Fed nahm im März 2017 ihre dritte und im
Juni 2017 ihre vierte Leitzinsanhebung seit der Zinswende Ende 2015 vor. Eine weitere
Anhebung stellte sie für den weiteren Jahresverlauf in Aussicht. Zudem deutete sie
den Beginn des Abbaus ihrer im Zuge der Finanzkrise massiv ausgeweiteten Bilanzsumme
noch in diesem Jahr an. Der IWF senkte im Juli 2017 seine Schätzung für das BIP-Wachstum
der USA für das laufende Jahr von 2,3 % auf 2,1 %. Die japanische Wirtschaft wies im ersten Quartal 2017 ein BIP-Wachstum von 1,3 % gegenüber
der Vorjahresperiode aus. Dabei profitierte sie insbesondere von einer Belebung der
Exporte infolge der Abschwächung des japanischen Yen gegenüber dem US-Dollar und anderen
Währungen gegen Ende des vierten Quartals 2016. Auch die privaten Investitionen und
der private Konsum stiegen, während die Staatsausgaben stagnierten. Für das zweite
Quartal rechnen Volkswirte wieder mit einer Zunahme der Staatsausgaben und einer weiter
steigenden Industrieproduktion, jedoch wird voraussichtlich der Anstieg der Exporte
geringer ausfallen. Nachdem der IWF in seiner April-Prognose bereits seine Wachstumserwartung
für 2017 um 0,4 Prozentpunkte auf 1,2 % für 2017 angehoben hatte, erhöhte er im Juli
2017 seine BIP-Prognose für Japan nochmals um 0,1 Prozentpunkte auf 1,3 % für das
laufende Jahr. Die chinesische Wirtschaft profitierte im Berichtszeitraum vor allem von einer kräftigen
Ausweitung des privaten Konsums. Nach 6,9 % für das erste Quartal 2017 wurde auch
für das zweite Quartal ein BIP-Wachstum von 6,9 % gegenüber der Vorjahresperiode ausgewiesen.
Für das Gesamtjahr 2017 hob der IWF im Juli seine Schätzung um 0,1 Prozentpunkte auf
6,7 % an. Das BIP-Wachstum in Indien verlangsamte sich nach der Bargeldreform Ende
2016 auf 6,1 % im ersten Quartal 2017. Für die folgenden Quartale wird wieder ein
höheres Wachstum erwartet. Der IWF behielt im Juli seine BIP-Prognose für Indien von
7,2 % für 2017 bei. Für Brasilien sieht er weiterhin eine Stabilisierung im laufenden
Jahr und erwartet nun ein Wachstum von 0,3 % nach zuvor 0,2 %. Für Russland hielt
der IWF im Juli an seiner BIP-Prognose von 1,4 % für 2017 fest. Insgesamt erwartet
der IWF in seiner Juli-Prognose für die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer
ein Wachstum von 4,6 % nach zuvor 4,5 %. Für die Weltwirtschaft erwartet der IWF in seiner Juli-Prognose unverändert ein Wachstum
von 3,5 % für das laufende Jahr. Risiken sieht der IWF in dem erreichten hohen Bewertungsniveau
an mehreren Kapitalmärkten, vor allem für Aktien, und der zugleich hohen Verschuldung
einiger Staaten. Außerdem weist der IWF auf anhaltende strukturelle Probleme in verschiedenen
Volkswirtschaften hin und sieht erhebliche Risiken in protektionistischen Tendenzen
und geopolitischen Spannungen in einzelnen Ländern. Entwicklung der Pkw-NeuzulassungenDie Pkw-Nachfrage in Europa (EU-28 + EFTA) stieg im ersten Halbjahr 2017 gegenüber
dem Vorjahreszeitraum auf Basis vorläufiger Daten des Verbands der Automobilindustrie
(VDA) um 5 % auf 8,5 Mio Einheiten. Ursächlich hierfür war neben der sich fortsetzenden
konjunkturellen Erholung und dem niedrigen Zinsniveau ein weiterhin hoher Ersatzbedarf
in einigen, vor allem süd- und osteuropäischen, Ländern. Dieser zeigte sich innerhalb
der großen Märkte erneut in Italien und Spanien mit Zuwächsen von 9 % bzw. 7 % im
Berichtszeitraum. Deutschland und Frankreich wiesen Zuwächse von jeweils 3 % aus.
Im Vereinigten Königreich blieb die Nachfrage 1 % unter dem hohen Vorjahreswert. Auf
Quartalsbasis fiel der Zuwachs der Pkw-Neuzulassungen in Europa mit 8 % im ersten
Quartal 2017 sehr kräftig aus. Wesentliche Ursache hierfür war eine feiertagsbedingte
Verschiebung von Arbeitstagen gegenüber dem Vorjahr. Im zweiten Quartal 2017 reduzierte
sich der Zuwachs entsprechend deutlich auf 1 %. In den USA sank im ersten Halbjahr 2017 die Zahl der Neuzulassungen um 2 %. Grund
dafür war ein Rückgang der Pkw-Nachfrage um 12 %. Gegenläufig wirkte die Nachfrage
nach leichten Nutzfahrzeugen, insbesondere Pick-ups, die dank niedriger Kraftstoffpreise
und günstiger Kreditzinsen um 5 % im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr zunahm. Mit insgesamt
8,4 Mio Einheiten blieb die Nachfrage alles in allem auf einem hohen Niveau. Auf Quartalsbasis
zeigte sich im ersten Quartal ein Rückgang um knapp 2 %. Das zweite Quartal blieb
mit 4,4 Mio Neuzulassungen um fast 3 % unter dem Vorjahreswert. Neuzulassungen/Verkäufe von Pkwscroll
Quellen: VDA (Länder/Regionen) und Renault (weltweit). In Japan verhalfen im Berichtszeitraum die verbesserte konjunkturelle Lage und das
gestiegene Vertrauen der Verbraucher der Pkw-Nachfrage zu einem Anstieg um 10 % auf
über 2,3 Mio Einheiten. In China bremste die Erhöhung der Verkaufsteuer für den Kauf von Pkw mit einem Hubraum
von bis zu 1,6 l um 2,5 % auf 7,5 % die Nachfrage. Nachdem im ersten Quartal 2017
noch ein Absatzplus von über 5 % verzeichnet worden war, stagnierte die Nachfrage
im zweiten Quartal auf Vorjahresniveau. In Summe ergab sich nach Angaben des VDA für
das erste Halbjahr 2017 ein Zuwachs der Pkw-Neuzulassungen in China um knapp 3 %.
Auch in den übrigen BRIC-Ländern stieg die Nachfrage im Berichtszeitraum. In Indien
erhöhte sich der Absatz im ersten Halbjahr 2017 um 8 %, in Russland um 7 % und in
Brasilien um 4 %. Weltweit erhöhten sich im Berichtszeitraum die Pkw-Neuzulassungen im Vergleich zum
Vorjahr nach vorläufigen Daten um 4 % im ersten Quartal 2017 und um 1 % im zweiten
Quartal. Insgesamt ergab sich für das erste Halbjahr 2017 ein Zuwachs von knapp 3
% auf 45,8 Mio Einheiten. Entwicklung der Produktion von Pkw und leichten NutzfahrzeugenIn Europa bewirkte die unterschiedliche Anzahl der Arbeitstage im ersten Quartal eine
höhere und im zweiten Quartal eine rückläufige Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen
< 6 t gegenüber den jeweiligen Vorjahresquartalen. Insgesamt nahm die Produktion im
ersten Halbjahr 2017 nach vorläufigen Daten um 1 % zu. Insbesondere Pkw-Werke in Russland
und der Türkei erhöhten ihre Produktion deutlich. Dagegen zeigte sich in Deutschland
und Spanien im Berichtszeitraum ein Rückgang um je 4 %. Für das Gesamtjahr 2017 erwarten
wir unverändert einen Zuwachs von 2 %. In Nordamerika wurde im ersten Halbjahr 2017 die rückläufige Produktion in den USA
und Kanada durch einen starken Anstieg der Fertigung in Mexiko nur teilweise kompensiert.
Die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen verringerte sich daher im Berichtszeitraum
auf Basis vorläufiger Zahlen um 1 %. Für das Gesamtjahr 2017 rechnen wir aufgrund
der sinkenden Nachfrage und der hohen Vergleichsbasis weiterhin mit einem Rückgang
des Produktionsvolumens in Nordamerika um 3 %. In Asien stieg im Berichtszeitraum die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen
in den meisten Ländern. Besonders hohe Volumenzuwächse verzeichneten nachfragebedingt
Japan, Indien und der Iran. Dagegen sank das Fertigungsvolumen in Südkorea und Thailand.
In China blieb die Produktion nach dem kräftigen Anstieg im ersten Quartal auch im
zweiten Quartal auf dem hohen Vorjahreswert. Für Asien insgesamt ergibt sich auf Basis
vorläufiger Daten ein Fertigungszuwachs im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr
von 4 %. Für das Gesamtjahr 2017 erwarten wir für Asien aufgrund der zuletzt stagnierenden
Entwicklung in China und der steigenden Vergleichsbasis aktuell noch einen Zuwachs
von 2 % nach zuvor 3 %. In Südamerika führte die Stabilisierung der Nachfrage zu einer Erhöhung der Produktion
von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Nach vorläufigen Daten wuchs das Produktionsvolumen
in der Berichtsperiode um 10 % gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum. Für das
Gesamtjahr 2017 lassen wir unsere Prognose eines Anstiegs der Produktion von 5 % vorerst
unverändert. Die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen wuchs auf Basis vorläufiger
Zahlen im ersten Halbjahr 2017 um knapp 3 % gegenüber dem Vorjahreswert. Für das Gesamtjahr
2017 erwarten wir aktuell einen Anstieg um 2 % nach zuvor 1 %. Entwicklung der Produktion von mittelschweren und schweren NutzfahrzeugenIn Europa zeigte sich die verbesserte konjunkturelle Lage in einer Zunahme des Straßengüterverkehrs
und in einem erhöhten Lkw-Bedarf. Die Produktion von Nutzfahrzeugen > 6 t stieg auf
Basis vorläufiger Daten im Berichtszeitraum um 6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Für 2017 insgesamt heben wir aufgrund der positiven Entwicklung des ersten Halbjahres
unsere Prognose der Produktion mittelschwerer und schwerer Nutzfahrzeuge in Europa
von -2 % auf +4 % an. In Nordamerika stabilisierte sich die Nutzfahrzeugproduktion nach vorläufigen Zahlen
im Verlauf des Berichtszeitraums und lag nach den ersten sechs Monaten 2017 um 1 %
unter dem Vorjahreswert. Zudem ergaben neueste Daten ein deutlich geringeres Produktionsvolumen
für 2016 als zuvor. Für das zweite Halbjahr erwarten wir jetzt eine weitere Erholung
der Produktion und für das Gesamtjahr 2017 ein Produktionsvolumen von rund 490.000
Einheiten anstatt zuvor 480.000 Einheiten. Dies entspricht aufgrund der niedrigeren
Vergleichsbasis nun einem Anstieg der Produktion um 4 % anstatt eines Rückgangs um
5 %. In Asien führte das Wachstum der Wirtschaft zu einer anziehenden Lkw-Nachfrage in
den meisten Ländern. Vorläufige Daten zeigen steigende Produktionsvolumina für China,
Südkorea und Japan. Rückläufig entwickelte sich dagegen die Fertigung in Indien und
einigen ASEAN-Staaten. Ferner ergaben neueste Daten für Asien für das Vorjahr ein
höheres Produktionsvolumen als bislang geschätzt. Aufgrund dessen erwarten wir aktuell
einen Anstieg der Nutzfahrzeugproduktion um 3 % im Jahr 2017 nach zuvor 4 %. Südamerika verzeichnete im ersten Quartal 2017 nach vorläufigen Daten nochmals einen
Rückgang der Produktion von Nutzfahrzeugen um 3 %. Für die folgenden Quartale erwarten
wir eine leichte Erholung der Nachfrage und der Produktion. Für das Gesamtjahr 2017
rechnen wir unverändert mit einem Zuwachs der Nutzfahrzeugproduktion um 1 %. Für die weltweite Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen erwarten
wir aufgrund der besser als erwarteten Entwicklung in Europa und Nordamerika sowie
der in Summe etwas niedrigeren Vorjahresbasis derzeit einen Anstieg um 3 % nach zuvor
1 %. Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für Pkw und leichte NutzfahrzeugeIn Europa, dem für Continental wichtigsten Ersatzreifenmarkt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge
< 6 t, führten die für das zweite Quartal 2017 angekündigten Preisanhebungen vieler
Hersteller aufgrund der gestiegenen Rohstoffkosten zu vorgezogenen Käufen im ersten
Quartal und zu entsprechend rückläufigen Volumina im zweiten Quartal. Nach vorläufigen
Daten stieg im Berichtszeitraum der Absatz von Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge
um 2 % gegenüber dem Vorjahreshalbjahr. Für das Gesamtjahr rechnen wir unverändert
mit einem Absatzanstieg von 2 %. Der Absatz von Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge zog in Nordamerika im
ersten Quartal 2017 aufgrund von vorgezogenen Käufen ebenfalls an, im zweiten Quartal
blieb die Nachfrage dann erwartungsgemäß leicht unter dem Vorjahreswert. Nach vorläufigen
Zahlen stieg der Reifenabsatz im Berichtszeitraum um 1 %. Für den weiteren Jahresverlauf
erwarten wir weiterhin einen wachsenden Ersatzreifenbedarf aufgrund der steigenden
Anzahl gefahrener Kilometer. Für das Gesamtjahr behalten wir unsere Prognose von 2
% Wachstum unverändert bei. Asien verzeichnet im laufenden Jahr einen weiter steigenden Bedarf an Ersatzreifen
für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. In China, Indien und Japan sorgte die wachsende
Wirtschaft für einen höheren Ersatzreifenabsatz. Eher verhalten war die Nachfrageentwicklung
in Südkorea und den ASEAN-Staaten. Für Asien insgesamt ergab sich im ersten Halbjahr
2017 nach vorläufigen Daten ein Absatzzuwachs von 4 %. Für 2017 erwarten wir unverändert
einen Anstieg der Ersatzreifenvolumina für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge von 5 %. In Südamerika führte die Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage im Berichtszeitraum
zu einer Erhöhung der Nachfrage nach Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge
nach vorläufigen Zahlen um rund 9 %. Für das Gesamtjahr 2017 heben wir aufgrund der
positiven Entwicklung unsere Absatzprognose von 2 % auf 4 % an. Der weltweite Bedarf an Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge stieg in den
ersten sechs Monaten 2017 um rund 3 %. An unserer Prognose eines Anstiegs von 2 %
für das Gesamtjahr 2017 halten wir fest. Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für mittelschwere und schwere NutzfahrzeugeIn Europa stieg im Berichtszeitraum die Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere
und schwere Nutzfahrzeuge nach vorläufigen Zahlen um 6 %. Wesentlicher Treiber hierfür
waren vorgezogene Käufe vieler Kunden im ersten Quartal im Vorfeld der angekündigten
Preiserhöhungen verschiedener Hersteller. Im zweiten Quartal blieb die Nachfrage infolgedessen
unter dem Vorjahreswert. Auch in den folgenden Quartalen rechnen wir mit leicht rückläufigen
Volumina. Für das Gesamtjahr erwarten wir für Europa unverändert ein Marktwachstum
um 2 %. In Nordamerika sorgten ebenfalls vorgezogene Käufe für einen kräftigen Anstieg der
Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge im ersten
Quartal 2017 und rückläufige Volumina im zweiten Quartal. In Summe sank der Absatz
im ersten Halbjahr 2017 nach vorläufigen Daten um 1 %. Für die zweite Jahreshälfte
erwarten wir etwas steigende Volumina. Für das Gesamtjahr lassen wir unsere Prognose
eines Zuwachses von 1 % unverändert. In Asien folgte die Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge
der wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Länder. Nach vorläufigen Zahlen stieg
der Absatz im ersten Halbjahr 2017 um rund 4 %. Für 2017 insgesamt rechnen wir für
Asien weiterhin mit einem Anstieg des Bedarfs um 4 %. In Südamerika führten die angekündigten Preisanhebungen im Berichtszeitraum zu einem
starken Anstieg der Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge
im ersten Quartal und nur gering steigender Nachfrage im zweiten Quartal 2017. Gegenüber
dem ersten Halbjahr des Vorjahres belief sich der Anstieg nach vorläufigen Daten auf
rund 10 %. Für das Gesamtjahr erwarten wir nach wie vor einen Zuwachs von 4 %. Global zeigte sich im Berichtszeitraum ein Anstieg der Nachfrage nach Ersatzreifen
für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge von 4 %. Unsere Prognose für das Gesamtjahr
2017 von 3 % Wachstum behalten wir bei. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-KonzernsZur Überleitung des Umsatz bereinigt und des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT
bereinigt) verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzern-Zwischenabschluss. scroll
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. ErtragslageUmsatzanstieg um 9,9 %;Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 7,5 %Während der ersten sechs Monate 2017 erhöhte sich der Konzernumsatz im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 9,9 % auf 22.032,9 Mio € (Vj. 20.041,7 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis-
und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 7,5 %. Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 2,3 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns verringerte sich während
der ersten sechs Monate 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 53,8 Mio € bzw. 2,3 % auf
2.328,0 Mio € (Vj. 2.381,8 Mio €) und entspricht 10,7 % (Vj. 11,9 %) des bereinigten
Umsatzes. Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 1,0 %Für den Konzern ergab sich im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr ein leichter
Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) um 22,9 Mio € bzw. 1,0 % auf 2.267,4 Mio
€ (Vj. 2.290,3 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 10,3 % (Vj. 11,4 %). Sondereffekte im ersten Halbjahr 2017Aus Wertminderungen auf Sachanlagen resultierte in der Division Powertrain ein Aufwand
in Höhe von 2,6 Mio €. Des Weiteren ergab sich in der Division Powertrain ein Ertrag aus der Auflösung nicht
mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von insgesamt 0,2 Mio €. In der Division Reifen entstand aus dem Verkauf von als Finanzanlagen gehaltenen Beteiligungen
insgesamt ein Ertrag in Höhe von 14,0 Mio €. Darüber hinaus ergab sich aus einer Erstkonsolidierung ein Ertrag in Höhe von 0,5
Mio € in der Division Reifen. Die Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen führte in der
Division Reifen zu einem Ertrag in Höhe von 10,0 Mio €. In der Division ContiTech entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt
0,1 Mio €. Außerdem ergab sich ein Ertrag aus dem Abgang von Gesellschaften in Höhe von insgesamt
0,1 Mio € in der Division ContiTech. Für den Konzern beträgt die Entlastung durch Sondereffekte in den ersten sechs Monaten
2017 insgesamt 22,1 Mio €. Sondereffekte im ersten Halbjahr 2016In der Division Interior führte eine Kaufpreisanpassung zu einem Aufwand in Höhe von
0,1 Mio €. Aus Wertminderungen auf Sachanlagen entstand in der Division Powertrain ein Aufwand
in Höhe von insgesamt 5,0 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich negative Sondereffekte aus Restrukturierungsaufwendungen
in der Division Powertrain in Höhe von 1,0 Mio €. Die vorübergehende Einstellung der Produktion von Transportbändern in Volos, Griechenland,
führte in der Division ContiTech zu einem Restrukturierungsaufwand in Höhe von 10,6
Mio €, wovon 3,4 Mio € auf Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen. Des Weiteren ergab sich in der Division ContiTech ein negativer Sondereffekt aus Restrukturierungsaufwendungen
in Höhe von insgesamt 0,2 Mio €. Darin enthalten sind Wertaufholungen auf Sachanlagen
in Höhe von 0,4 Mio €. Auf die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte des Stahlcordgeschäfts in Brasilien
entstand aufgrund von Marktwertanpassungen in der Division ContiTech ein Aufwand in
Höhe von insgesamt 5,7 Mio €. Aus einer Wertminderung und einer Wertaufholung auf Sachanlagen in der Division ContiTech
resultierte insgesamt kein Ergebniseffekt. Für den Konzern ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im ersten Halbjahr 2016
in Höhe von insgesamt 22,6 Mio €. Aufwand für Forschung und EntwicklungDer Aufwand für Forschung und Entwicklung erhöhte sich in den ersten sechs Monaten
2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,5 % auf 1.579,4 Mio € (Vj. 1.442,9 Mio
€), entsprechend 7,2 % des Umsatzes (Vj. 7,2 %). Davon entfielen auf die Automotive
Group 1.369,7 Mio € (Vj. 1.258,8 Mio €), entsprechend 10,2 % des Umsatzes (Vj. 10,3
%), und auf die Rubber Group 209,7 Mio € (Vj. 184,1 Mio €), entsprechend 2,4 % des
Umsatzes (Vj. 2,3 %). ZinsergebnisDas negative Zinsergebnis erhöhte sich im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um 115,2 Mio € auf 163,8 Mio € (Vj. 48,6 Mio €). Dies ist im Wesentlichen auf Bewertungseffekte
aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und
aus der Entwicklung der Wechselkurse zurückzuführen. Der Zinsaufwand - ohne die Effekte aus der Währungsumrechnung, aus Änderungen des
beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und aus zur Veräußerung
verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - belief sich im ersten Halbjahr 2017 auf
140,6 Mio € (Vj. 152,7 Mio €). Der Zinsaufwand, der aus Kreditaufnahmen bei Banken,
Kapitalmarkttransaktionen und sonstigen Finanzierungsinstrumenten resultierte, lag
mit 65,3 Mio € um 5,3 Mio € unter dem Vorjahreswert von 70,6 Mio €. Der wesentliche
Anteil entfiel mit 37,7 Mio € (Vj. 42,7 Mio €) auf den Aufwand aus den von der Continental
AG, der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, sowie der Continental Rubber
of America, Corp., Wilmington, USA, begebenen Anleihen. Aus der Aufzinsung der langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer resultierte
in den ersten sechs Monaten 2017 ein Zinsaufwand in Höhe von insgesamt 75,3 Mio €
(Vj. 82,1 Mio €). Hierin ist die Aufzinsung der Anwartschaftsverpflichtungen der Pensionskassen
nicht enthalten. Die Zinserträge im ersten Halbjahr 2017 reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um
3,0 Mio € auf 46,6 Mio € (Vj. 49,6 Mio €). Davon entfielen auf erwartete Erträge aus
langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer sowie aus den Pensionsfonds insgesamt
33,1 Mio € (Vj. 36,8 Mio €). Hierin sind die Zinserträge auf das Fondsvermögen der
Pensionskassen nicht enthalten. Die Bewertungseffekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten
und aus der Entwicklung der Wechselkurse führten in den ersten sechs Monaten 2017
insgesamt zu einem negativen Ergebnisbeitrag in Höhe von 70,9 Mio € (Vj. positiver
Ergebnisbeitrag in Höhe von 54,4 Mio €). Dies resultierte im Wesentlichen aus der
Entwicklung des mexikanischen Peso gegenüber dem US-Dollar. Aus den zur Veräußerung
verfügbaren finanziellen Vermögenswerten ergab sich im ersten Halbjahr 2017 ein positiver
Effekt in Höhe von 1,1 Mio € (Vj. 0,1 Mio €). Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das erste Halbjahr 2017 beliefen sich
auf 577,7 Mio € (Vj. 567,1 Mio €). Die Steuerquote im Berichtszeitraum lag bei 27,5
% nach 25,3 % für den entsprechenden Vorjahreszeitraum. Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnenDas den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis verringerte sich um 8,8 % auf
1.495,0 Mio € (Vj. 1.638,8 Mio €) und das Ergebnis pro Aktie auf 7,48 € (Vj. 8,1 9
€). FinanzlageCashflow-ÜberleitungDas EBIT reduzierte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 um 22,9 Mio € auf 2.267,4
Mio € (Vj. 2.290,3 Mio €). Die insbesondere aus den Anleihen resultierenden Zinszahlungen reduzierten sich um
1,8 Mio € auf 61,3 Mio € (Vj. 63,1 Mio €). Die Auszahlungen für Ertragsteuern stiegen um 53,9 Mio € auf 597,9 Mio € (Vj. 544,0
Mio €). Der Mittelabfluss aus dem Aufbau des operativen Working Capital lag zum 30. Juni 2017
mit 768,6 Mio € um 300,8 Mio € über dem Vorjahresvergleichswert von 467,8 Mio €. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit lag zum 30. Juni 2017 mit 1.704,8
Mio € um 277,1 Mio € unter dem Vorjahresvergleichswert in Höhe von 1.981,9 Mio €. Aus Investitionstätigkeit resultierte in den ersten sechs Monaten 2017 ein Mittelabfluss
in Höhe von 1.413,0 Mio € (Vj. 1.022,9 Mio €). Die Investitionen in Sachanlagen und
Software, ohne Berücksichtigung von Finanzierungsleasing und aktivierten Fremdkapitalkosten,
erhöhten sich um 238,2 Mio € von 919,9 Mio € auf 1.158,1 Mio €. Aus dem Anteilserwerb
und dem Verkauf von Gesellschaften und Geschäftsbereichen resultierte insgesamt ein
Mittelabfluss in Höhe von 218,7 Mio € (Vj. 76,7 Mio €). Der im ersten Halbjahr 2017 erreichte Free Cashflow ergab einen Mittelzufluss in Höhe
von 291,8 Mio € (Vj. 959,0 Mio €) und verringerte sich damit um 667,2 Mio € gegenüber
dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Finanzierung und FinanzschuldenZum 30. Juni 2017 lagen die Netto-Finanzschulden des Continental-Konzerns mit 3.468,6
Mio € leicht über dem Vorjahresniveau von 3.446,2 Mio €. Gegenüber dem Wert zum 31.
Dezember 2016 von 2.797,8 Mio € erhöhten sie sich um 670,8 Mio €. Die Gearing Ratio
verbesserte sich zum Ende des ersten Halbjahres 2017 auf 22,8 % (Vj. 25,8 %). Am 28. November 2016 platzierte die Continental AG unter dem Rahmen-Emissionsprogramm
für Anleiheemissionen von Continental (Debt Issuance Programme, DIP) eine Euro-Anleihe
mit einem Nominalvolumen von 600,0 Mio € bei Investoren im In- und Ausland. Der Ausgabekurs
lag bei 99,41 %. Diese Anleihe hat eine Laufzeit von drei Jahren und zwei Monaten
und einen Zinssatz von 0,0 % p. a. Die Emission erfolgte insbesondere im Hinblick
auf die Fälligkeit der Euro-Anleihe der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande,
über 750,0 Mio € am 20. März 2017. Diese 3,5-jährige Anleihe wurde mit 2,5 % p. a.
verzinst und zu einem Kurs von 100,00 % zurückgezahlt. Der im April 2014 neu abgeschlossene syndizierte Kredit besteht nach der vorzeitigen
Rückzahlung des Festdarlehens seit Ende März 2016 nur noch aus der revolvierenden
Tranche über 3,0 Mrd €. Diese Kreditlinie steht Continental bis April 2021 zur Verfügung
und wurde Ende Juni 2017 von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington,
USA, in Höhe von 622,6 Mio € (Vj. 354,4 Mio €) in Anspruch genommen. Zum 30. Juni 2017 verfügte Continental über ein Liquiditätspolster in Höhe von insgesamt
4.921,2 Mio € (Vj. 5.265,5 Mio €), davon 1.806,4 Mio € (Vj. 1.720,1 Mio €) flüssige
Mittel sowie zugesagte, ungenutzte Kreditlinien im Volumen von 3.114,8 Mio € (Vj.
3.545,4 Mio €). Unter den Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können,
sind auch sämtliche bestehenden Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen.
Im Continental-Konzern sind die vorab genannten flüssigen Mittel beschränkt hinsichtlich
verpfändeter Beträge sowie Guthaben in Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen
oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität. Steuern, die auf den Transfer von
Geldvermögen von einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im Regelfall
nicht als eine Beschränkung der flüssigen Mittel verstanden. Zum 30. Juni 2017 beliefen
sich die unbeschränkt verfügbaren flüssigen Mittel insgesamt auf 1.363,3 Mio € (Vj.
1.261,9 Mio €). Herleitung der Netto-Finanzschuldenscroll
Herleitung der Veränderung der Netto-Finanzschuldenscroll
Investitionen (Bilanzzugang)Im ersten Halbjahr 2017 wurden 1.1 58,1 Mio € (Vj. 919,9 Mio €) in Sachanlagen und
Software Investiert. Die Investitionsquote beträgt nach sechs Monaten 5,3 % (Vj. 4,6
%). Auf die Automotive Group entfielen 674,0 Mio € (Vj. 497,0 Mio €) der Investitionen,
dies entspricht 5,0 % des Umsatzes (Vj. 4,1 %). Die Automotive Group investierte hauptsächlich
in Produktionsausrüstungen zur Herstellung neuer Produkte und zur Umsetzung neuer
Technologien. Hierbei wurden verstärkt Fertigungskapazitäten in China, den USA und
an den europäischen Niedrigkostenstandorten erweitert. In der Division Chassis & Safety
wurden Produktionskapazitäten in allen Geschäftsbereichen aus- und aufgebaut. Wesentliche
Bilanzzugänge entfielen auf die Errichtung neuer Produktionsanlagen für elektronische
Bremssysteme. Die Division Powertrain investierte hauptsächlich in die Erweiterung
von Produktionskapazitäten. In der Division Interior wurde insbesondere in den Ausbau
der Fertigungsanlagen für die Geschäftsbereiche Instrumentation & Driver HMI sowie
Body & Security investiert. Die Rubber Group Investierte 483,1 Mio € (Vj. 422,1 Mio €), entsprechend 5,6 % des
Umsatzes (Vj. 5,3 %). In der Division Reifen wurden die Fertigungskapazitäten in den
USA, in China sowie an den europäischen Niedrigkostenstandorten ausgebaut. Wesentliche
Bilanzzugänge entfielen auf die Werkerweiterungen in Hefei, China, sowie Mount Vernon
und Sumter, USA. In Rayong, Thailand, wurde mit dem Bau eines neuen Werks begonnen.
Weiterhin wurden Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kostensenkung durchgeführt.
In der Division ContiTech entfielen wesentliche Bilanzzugänge auf die Ausweitung von
Fertigungskapazitäten für die Geschäftsbereiche Mobile Fluid Systems, Benecke-Hornschuch
Surface Group (vormals: Benecke-Kaliko Group), Power Transmission Group und Conveyor
Belt Group. In allen Geschäftsbereichen wurden Investitionen zur Rationalisierung
bestehender Produktionsabläufe durchgeführt. VermögenslageDie Bilanzsumme erhöhte sich zum 30. Juni 2017 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresstichtag
um 2.846,5 Mio € auf 37.276,4 Mio € (Vj. 34.429,9 Mio €). Der Goodwill in Höhe von
6.865,9 Mio € ist im Vergleich zum Vorjahreswert von 6.621,9 Mio € um 244,0 Mio €
gestiegen. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 270,1 Mio €
auf 1.550,4 Mio € (Vj. 1.280,3 Mio €). Die Sachanlagen stiegen um 1.077,5 Mio € auf
10.674,2 Mio € (Vj. 9.596,7 Mio €). Die aktiven latenten Steuern reduzierten sich
um 190,5 Mio € auf 1.762,1 Mio € (Vj. 1.952,6 Mio €). Die Vorräte erhöhten sich um
433,7 Mio € auf 4.238,6 Mio € (Vj. 3.804,9 Mio €). Auch die Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen stiegen um 661,9 Mio € auf 7.926,4 Mio € (Vj. 7.264,5 Mio €). Die kurzfristigen
sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich um 139,0 Mio € auf 1.060,2 Mio € (Vj. 921,2
Mio €). Die flüssigen Mittel sind mit 1.806,4 Mio € (Vj. 1.720,1 Mio €) um 86,3 Mio
€ höher als am entsprechenden Vorjahresstichtag. Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz erhöhte sich im Vergleich zum
30. Juni 2016 um 1.826,2 Mio € auf 1 5.184,7 Mio € (Vj. 13.358,5 Mio €). Dies resultierte
insbesondere aus dem Anstieg der kumulierten einbehaltenen Gewinne in Höhe von 1.809,1
Mio €. Eigenkapitalmindernd wirkte die Zahlung der von der Hauptversammlung beschlossenen
Dividende in Höhe von 850,0 Mio €. Die erfolgsneutralen Rücklagen veränderten sich
nur geringfügig auf -2.110,4 Mio € (Vj. -2.109,8 Mio €). Die Gearing Ratio verbesserte
sich von 25,8 % auf 22,8 %. Die Eigenkapitalquote stieg auf 40,7 % (Vj. 38,8 %). Im Vergleich zum 31. Dezember 2016 erhöhte sich die Bilanzsumme um 1.101,5 Mio € auf
37.276,4 Mio € (Vj. 36.174,9 Mio €). Bezogen auf die einzelnen Bilanzposten ist dies
im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Sachanlagen um 136,1 Mio € auf 10.674,2
Mio € (Vj. 10.538,1 Mio €), die Erhöhung der Vorräte um 485,4 Mio € auf 4.238,6 Mio
€ (Vj. 3.753,2 Mio €) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 533,7
Mio € auf 7.926,4 Mio € (Vj. 7.392,7 Mio €). Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz erhöhte sich im Vergleich zum
Jahresende 2016 um 449,9 Mio € auf 15.184,7 Mio € (Vj. 14.734,8 Mio €). Eigenkapitalmindernd
wirkte die Zahlung der von der Hauptversammlung beschlossenen Dividende in Höhe von
850,0 Mio €. Aus dem den Anteilseignern zuzurechnenden positiven Konzernergebnis ergibt
sich ein Anstieg in Höhe von 1.495,0 Mio €. Die erfolgsneutralen Rücklagen veränderten
sich um -178,1 Mio € auf -2.110,4 Mio € (Vj. -1.932,3 Mio €). Die Gearing Ratio veränderte
sich von 19,0 % auf 22,8 %. MitarbeiterZum Ende des zweiten Quartals 2017 waren im Konzern 230.527 Mitarbeiter beschäftigt.
Dies entspricht einem Anstieg um 10.390 Personen im Vergleich zum Jahresende 2016.
Aufgrund gestiegener Produktionsvolumina und des Ausbaus des Bereichs Forschung und
Entwicklung erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter in der Automotive Group um 4.762.
In der Rubber Group führten der weitere Ausbau von Produktionskapazitäten und Vertriebskanälen
sowie der Erwerb der Hornschuch Gruppe zu einer Erhöhung der Beschäftigtenzahl um
5.615. Im Vergleich zum Berichtsstichtag des Vorjahres erhöhte sich die Anzahl der
Mitarbeiter im Konzern um insgesamt 15.622. Überleitung zu operativen Aktiva zum 30. Juni 2017scroll
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Überleitung zu operativen Aktiva zum 30. Juni 2016scroll
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Entwicklung der Divisionenscroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Chassis & SafetyAbsatzIm Geschäftsbereich Vehicle Dynamics erhöhte sich das Absatzvolumen von elektronischen
Bremssystemen in den ersten sechs Monaten 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 10 %. Die
Verkaufszahlen von Bremskraftverstärkern im Geschäftsbereich Hydraulic Brake Systems
erhöhten sich um 3 % gegenüber dem Vorjahresniveau. Der Absatz der Bremssättel mit
integrierter elektrischer Parkbremse erhöhte sich um 39 % gegenüber dem Vorjahr und
überkompensierte damit den Rückgang der Verkaufszahlen von konventionellen Bremssätteln,
die um 3 % unter dem Vorjahresniveau lagen. Im Geschäftsbereich Passive Safety & Sensorics
stieg der Absatz bei Airbagsteuergeräten um 18 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Bei den Fahrerassistenzsystemen erhöhten sich die Verkaufszahlen um 40 %. Umsatzanstieg um 11,0 %;Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 10,3 %Während der ersten sechs Monate 2017 erhöhte sich der Umsatz der Division Chassis
& Safety im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,0 % auf 4.935,2 Mio € (Vj. 4.448,0
Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich
ein Anstieg um 10,3 %. Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 7,5 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Chassis & Safety stieg
während der ersten sechs Monate 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 32,6 Mio € bzw. 7,5
% auf 466,3 Mio € (Vj. 433,7 Mio €) und entspricht 9,4 % (Vj. 9,8 %) des bereinigten
Umsatzes. Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 7,6 %Die Division Chassis & Safety verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses
(EBIT) in den ersten sechs Monaten 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 32,8 Mio € bzw.
7,6 % auf 466,3 Mio € (Vj. 433,5 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 9,4
% (Vj. 9,7 %). SondereffekteSowohl für das erste Halbjahr 2017 als auch für den Vorjahreszeitraum entstanden in
der Division Chassis & Safety keine Sondereffekte. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. PowertrainAbsatzIm Geschäftsbereich Engine Systems stieg im ersten Halbjahr 2017 das Absatzvolumen
von Motorsteuergeräten, Injektoren, Pumpen und Turboladern. Der Geschäftsbereich Sensors
& Actuators befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs. Begünstigt durch die Abgasgesetzgebung
erhöhten sich die Verkaufszahlen von Abgassensoren. Im Geschäftsbereich Hybrid Electric
Vehicle erreichte das Absatzvolumen von Leistungselektronik nicht das Vorjahresniveau,
während der Absatz von Bordnetz- und Batteriesystemen über dem Vorjahr lag. Die Verkaufszahlen
des Geschäftsbereichs Transmission lagen, bedingt durch Programmumstellungen, im ersten
Halbjahr 2017 unter dem Vorjahresniveau. Im Geschäftsbereich Fuel & Exhaust Management
erhöhte sich das Absatzvolumen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Umsatzanstieg um 8,1 %;Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 7,3 %Während der ersten sechs Monate 2017 erhöhte sich der Umsatz der Division Powertrain
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,1 % auf 3.950,3 Mio € (Vj. 3.655,0 Mio €).
Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg
um 7,3 %. Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 30,2 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Powertrain erhöhte
sich während der ersten sechs Monate 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 56,4 Mio € bzw.
30,2 % auf 243,2 Mio € (Vj. 186,8 Mio €) und entspricht 6,2 % (Vj. 5,1 %) des bereinigten
Umsatzes. Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 31,9 %Die Division Powertrain verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT)
in den ersten sechs Monaten 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 55,9 Mio € bzw. 31,9
% auf 231,2 Mio € (Vj. 175,3 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 5,9 % (Vj.
4,8 %). Sondereffekte im ersten Halbjahr 2017Aus Wertminderungen auf Sachanlagen resultierte in der Division Powertrain ein Aufwand
in Höhe von 2,6 Mio €. Des Weiteren ergab sich in der Division Powertrain ein Ertrag aus der Auflösung nicht
mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von insgesamt 0,2 Mio €. Für die Division Powertrain beträgt die Belastung durch Sondereffekte in den ersten
sechs Monaten 2017 insgesamt 2,4 Mio €. Sondereffekte im ersten Halbjahr 2016Aus Wertminderungen auf Sachanlagen entstand ein Aufwand in Höhe von insgesamt 5,0
Mio €. Darüber hinaus resultierte ein negativer Sondereffekt aus Restrukturierungsaufwendungen
in Höhe von insgesamt 1,0 Mio €. Für die Division Powertrain ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im ersten
Halbjahr 2016 in Höhe von insgesamt 6,0 Mio €. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. InteriorAbsatzDas Absatzvolumen im Geschäftsbereich Body & Security lag im ersten Halbjahr 2017
deutlich über Vorjahresniveau. Die Verkaufszahlen des Geschäftsbereichs Infotainment
& Connectivity überstiegen leicht den Vorjahresvergleichswert. Der Absatz des Geschäftsbereichs
Commercial Vehicles & Aftermarket lag insgesamt über dem Vorjahresniveau. Das Ersatzteil-
und Aftermarket-Geschäft konnte insbesondere in den USA, in Westeuropa und China die
Vorjahreswerte deutlich übertreffen. Ebenso steigerte der Bereich Nutzfahrzeuge seinen
Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht. Im Geschäftsbereich Instrumentation & Driver
HMI lag der Absatz in den ersten sechs Monaten 2017 über dem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Umsatzanstieg um 11,9 %;Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 10,1 %Während der ersten sechs Monate 2017 erhöhte sich der Umsatz der Division Interior
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,9 % auf 4.61 2,3 Mio € (Vj. 4.1 22,8 Mio
€). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein
Anstieg um 10,1 %. Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 17,7 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Interior erhöhte sich
während der ersten sechs Monate 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 62,1 Mio € bzw. 17,7
% auf 413,2 Mio € (Vj. 351,1 Mio €) und entspricht 9,0 % (Vj. 8,5 %) des bereinigten
Umsatzes. Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 14,7 %Die Division Interior verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT)
in den ersten sechs Monaten 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 49,0 Mio € bzw. 1 4,7
% auf 382,0 Mio € (Vj. 333,0 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 8,3 % (Vj.
8,1 %). Sondereffekte im ersten Halbjahr 2017Für das erste Halbjahr 2017 entstanden in der Division Interior keine Sondereffekte. Sondereffekte im ersten Halbjahr 2016In der Division Interior führte eine Kaufpreisanpassung zu einem Aufwand in Höhe von
0,1 Mio €. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. ReifenAbsatzDie Verkaufszahlen lagen nach den ersten sechs Monaten 2017 im Pkw-Erstausrüstungsgeschäft
knapp unter dem Vorjahresvergleichswert und im Pkw-Reifenersatzgeschäft über dem Vorjahresniveau.
Die Absatzzahlen im Nutzfahrzeugreifengeschäft übertrafen den Vorjahreswert um rund
10 %. Umsatzanstieg um 7,0 %;Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 3,9 %Während der ersten sechs Monate 2017 erhöhte sich der Umsatz der Division Reifen im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,0 % auf 5.572,0 Mio € (Vj. 5.205,4 Mio €). Bereinigt
um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 3,9
%. Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 15,2 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Reifen verringerte
sich während der ersten sechs Monate 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 1 79,2 Mio €
bzw. 15,2 % auf 1.000,0 Mio € (Vj. 1.179,2 Mio €) und entspricht 1 8,3 % (Vj. 22,7
%) des bereinigten Umsatzes. Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 12,2 %Die Division Reifen verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT)
in den ersten sechs Monaten 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 143,4 Mio € bzw. 1 2,2
% auf 1.032,0 Mio € (Vj. 1.1 75,4 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 18,5
% (Vj. 22,6 %). Sondereffekte im ersten Halbjahr 2017In der Division Reifen entstand aus dem Verkauf von als Finanzanlagen gehaltenen Beteiligungen
insgesamt ein Ertrag in Höhe von 14,0 Mio €. Darüber hinaus ergab sich aus einer Erstkonsolidierung ein Ertrag in Höhe von 0,5
Mio € in der Division Reifen. Die Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen führte in der
Division Reifen zu einem Ertrag in Höhe von 10,0 Mio €. Für die Division Reifen beträgt die Entlastung durch Sondereffekte in den ersten sechs
Monaten 2017 insgesamt 24,5 Mio €. Sondereffekte im ersten Halbjahr 2016Für das erste Halbjahr 2016 ergaben sich für die Division Reifen keine Sondereffekte. scroll
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. ContiTechUmsatzanstieg um 13,6 %;Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 6,6 %Während der ersten sechs Monate 2017 erhöhte sich der Umsatz der Division ContiTech
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1 3,6 % auf 3.108,9 Mio € (Vj. 2.735,7 Mio €).
Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg
um 6,6 %. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielten insbesondere die Geschäftsbereiche
Conveyor Belt Group und Compounding Technology Umsatzanstiege. Weiterhin verzeichnen
auch die Bereiche Mobile Fluid Systems und die Benecke-Hornschuch Surface Group (vormals:
Benecke-Kaliko Group) deutlich höhere Umsätze als im Vergleichszeitraum. Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 7,6 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division ContiTech verringerte
sich während der ersten sechs Monate 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 21,4 Mio € bzw.
7,6 % auf 261,9 Mio € (Vj. 283,3 Mio €) und entspricht 8,9 % (Vj. 10,4 %) des bereinigten
Umsatzes. Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 5,7 %Die Division ContiTech verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT)
in den ersten sechs Monaten 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 1 2,9 Mio € bzw. 5,7
% auf 212,5 Mio € (Vj. 225,4 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 6,8 %
(Vj. 8,2 %). Sondereffekte im ersten Halbjahr 2017In der Division ContiTech entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt
0,1 Mio €. Außerdem ergab sich ein Ertrag aus dem Abgang von Gesellschaften in Höhe von insgesamt
0,1 Mio € in der Division ContiTech. Für die Division ContiTech beträgt die Belastung durch Sondereffekte in den ersten
sechs Monaten 2017 insgesamt 0,0 Mio €. Sondereffekte im ersten Halbjahr 2016Die vorübergehende Einstellung der Produktion von Transportbändern in Volos, Griechenland,
führte zu einem Restrukturierungsaufwand in Höhe von 10,6 Mio €, wovon 3,4 Mio € auf
Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen. Des Weiteren ergab sich ein negativer Sondereffekt aus Restrukturierungsaufwendungen
in Höhe von insgesamt 0,2 Mio €. Darin enthalten sind Wertaufholungen auf Sachanlagen
in Höhe von 0,4 Mio €. Auf die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte des Stahlcordgeschäfts in Brasilien
entstand aufgrund von Marktwertanpassungen ein Aufwand in Höhe von insgesamt 5,7 Mio
€. Aus einer Wertminderung und einer Wertaufholung auf Sachanlagen resultierte insgesamt
kein Ergebniseffekt. Für die Division ContiTech ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte im ersten
Halbjahr 2016 in Höhe von insgesamt 16,5 Mio €. Risiko- und ChancenberichtIm Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Veränderungen der Risiken und Chancen.
Zu den Details der wesentlichen Risiken und Chancen verweisen wir auf unsere Ausführungen
im Geschäftsbericht 2016. Prognosebericht und AusblickNach der guten Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr 2017 heben wir unseren Ausblick
für den Konzernumsatz erneut an. Wir rechnen nun mit einem Anstieg auf mehr als 44
Mrd € von zuvor mehr als 43,5 Mrd €. Dabei unterstellen wir konstante Wechselkurse
im Vergleich zum Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2017 lag der positive Effekt aus Wechselkursen
bei 181 Mio €. Die Anhebung des Ausblicks für den Konzernumsatz betrifft wieder die Automotive Group,
für die wir nun einen Umsatzzuwachs auf rund 26,5 Mrd € von zuvor mehr als 26 Mrd
€ erwarten. Die Umsatzprognose für die Rubber Group belassen wir unverändert bei mehr
als 17 Mrd €. Unseren Ausblick für die bereinigte EBIT-Marge des Konzerns von mehr als 10,5 % behalten
wir bei. Dies gilt ebenso für die Prognosen der bereinigten EBIT-Margen der Automotive
und der Rubber Group, die wir unverändert bei rund 8,5 % und bei mehr als 15 % sehen. Aufgrund der rückläufigen Entwicklung vieler Rohstoffpreise senken wir unsere Einschätzung
hinsichtlich der Belastung durch steigende Rohmaterialpreise von rund 500 Mio € für
die Rubber Group auf rund 450 Mio € für das Geschäftsjahr 2017. Unsere Prognose für
den Durchschnittskurs für Naturkautschuk (TSR 20) senken wir auf 1,90 US-Dollar/kg
(bisher: 2,25 US-Dollar/kg) und für den Synthesekautschukgrundstoff Butadien auf 1,60
US-Dollar/kg (bisher: 2,45 US-Dollar/kg). Wir rechnen nach wie vor mit Kostensteigerungen
bei Rußen im Vergleich zu den Durchschnittspreisen des Jahres 2016. Für die Rubber
Group errechnet sich weiterhin je 10 US-Dollar Steigerung des Durchschnittspreises
für Rohöl ein jährlicher negativer Bruttoeffekt von rund 50 Mio US-Dollar auf das
operative Ergebnis. Der Durchschnittspreis für die Nordseesorte Brent lag im ersten
Halbjahr 2017 bei 52 US-Dollar. Im Jahr 2016 lag der Durchschnittspreis bei 44 US-Dollar. Wir bestätigen folgende Bestandteile unserer im Geschäftsbericht 2016 für das Geschäftsjahr
2017 aufgestellten Prognose: Das negative Zinsergebnis erwarten wir ohne die Berücksichtigung
von Bewertungseffekten, wie aus Wechselkurseinflüssen, unverändert bei rund 200 Mio
€. Die Steuerquote für das laufende Jahr sollte bei unter 30 % liegen. Die Abschreibungen
aus Kaufpreisallokationen werden voraussichtlich rund 200 Mio € betragen und hauptsächlich
die Divisionen ContiTech und Interior betreffen. Wir rechnen weiterhin mit negativen
Sondereffekten in Höhe von rund 100 Mio €. Die Investitionen vor Finanzinvestitionen
werden im Geschäftsjahr 2017 steigen und bei rund 6,5 % vom Umsatz liegen. Für das
Jahr 2017 planen wir unverändert einen Free Cashflow vor Akquisitionen von rund 2
Mrd €. Konzern-ZwischenabschlussKonzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Konzerngesamtergebnisrechnungscroll
KonzernbilanzAktivascroll
Passivascroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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1
Eingeteilt in 200.005.983 im Umlauf befindliche Stückaktien. Erläuternde Angaben zum KonzernanhangSegmentberichterstattung 1. Januar bis 30. Juni 2017scroll
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1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Segmentberichterstattung 1. Januar bis 30. Juni 2016scroll
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1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Überleitung Umsatz zum Umsatz bereinigt sowie EBITDA zum bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) zum 30. Juni 2017scroll
scroll
Überleitung Umsatz zum Umsatz bereinigt sowie EBITDA zum bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) zum 30. Juni 2016scroll
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1
Konsolidierungskreisveränderungen beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und
Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und Abgänge in der Vergleichsperiode
bereinigt. Überleitung EBIT zum Konzernergebnisscroll
SegmentberichterstattungAufgrund der Wesensverwandtschaft einzelner Produkte werden diese in Segmente zusammengefasst.
Diese zeigt sich im Wesentlichen bei Produktanforderungen. Markttrends. Kundengruppen
und Distributionskanälen. Bezüglich der Erläuterungen zur Entwicklung der fünf Divisionen des Continental-Konzerns
verweisen wir auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2017. Grundsätze der RechnungslegungDieser Zwischenabschluss wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen
und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards
(IFRS) aufgestellt. Sie umfassen auch die International Accounting Standards (IAS).
die Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations
Committee bzw. des Vorgängers International Financial Reporting Interpretations Committee
(IFRIC) sowie die des ehemaligen Standing Interpretations Committee (SIC). Die Erstellung
des Zwischenabschlusses erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34. Zwischenberichterstattung.
Im Zwischenabschluss werden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
wie im Konzernabschluss 2016 angewendet. Diese Methoden sind im Geschäftsbericht 2016
ausführlich erläutert. Zusätzlich wurden die zum 30. Juni 2017 verpflichtenden IFRS-Änderungen
und -Neuregelungen im Zwischenabschluss angewendet. Eine ausführliche Beschreibung
dieser verbindlichen IFRS-Änderungen und -Neuregelungen erfolgte im Geschäftsbericht
2016. Die zum 30. Juni 2017 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und -Neuregelungen
haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung des Continental-Konzerns. Ertragsteuern werden auf Grundlage der Schätzung des gewichteten durchschnittlichen
jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst. der für das Gesamtjahr erwartet wird. Steuerliche
Auswirkungen bestimmter signifikanter Sachverhalte. die nur der jeweiligen Berichtsperiode
zuzuordnen sind. werden dabei berücksichtigt. Obwohl einige Teile unseres Geschäfts saisonabhängig sind, bleibt die Vergleichbarkeit
der konsolidierten Quartalsabschlüsse davon insgesamt unbeeinträchtigt. Alle wichtigen
Effekte der laufenden Periode sind in diesem Bericht enthalten. Änderungen im Ansatz
oder in der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen von Unternehmenserwerben
werden erst bei Vorliegen der finalen Kaufpreisallokation retrospektiv dargestellt. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind
alle Beträge in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Wir weisen darauf hin, dass bei
der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer
Rundung Differenzen auftreten können. KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft 522 inländische und
ausländische Unternehmen, die die Continental Aktiengesellschaft nach den Regelungen
des IFRS 10 einbezieht oder die als Joint Arrangements oder assoziierte Unternehmen
klassifiziert werden. Davon werden 409 vollkonsolidiert und 113 nach der Equity-Methode
bilanziert. Gegenüber dem 31. Dezember 2016 hat sich der Konsolidierungskreis um insgesamt zwölf
Gesellschaften erhöht. Zwölf Gesellschaften wurden erworben und drei neu gegründet.
Zusätzlich reduzierte sich der Konsolidierungskreis um drei Gesellschaften aufgrund
von einer Verschmelzung und zwei Liquidationen. Gegenüber dem 30. Juni 2016 hat sich der Konsolidierungskreis in Summe um 15 Gesellschaften
erhöht. Die Zugänge zum Konsolidierungskreis resultierten im Wesentlichen aus den
Erwerben der Bandvulc Gruppe im Segment Reifen und der Hornschuch Gruppe im Segment
ContiTech. Abgänge aus dem Konsolidierungskreis sind überwiegend auf Liquidationen
und Verschmelzungen zurückzuführen. Erwerbe und Veräußerungen von Gesellschaften und GeschäftsbereichenIm Segment Reifen erfolgten drei Asset Deals. Die Kaufpreise in Höhe von insgesamt
2,3 Mio € wurden aus Barmitteln beglichen. Aus den Kaufpreisallokationen resultierten
immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,6 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine
wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-Konzerns
zum 30. Juni 2017. Am 1. März 2017 hat die ContiTech AG, Hannover, Deutschland, 100 % der Anteile an
der Hornschuch Group GmbH, Weißbach, Deutschland, erworben. Die Hornschuch Gruppe
ist ein führender Hersteller für Design-, Funktions-, Schaum- und Kompaktfolien sowie
Kunstleder im Industriegeschäft (Möbel- und Bauindustrie) und in der Automobilbranche.
Sie erzielte im Geschäftsjahr 2016 mit mehr als 1.800 Mitarbeitern an vier Produktionsstandorten
in Deutschland sowie den USA einen Umsatz von 436,2 Mio €. Durch den Erwerb beabsichtigt
der Geschäftsbereich Benecke-Hornschuch Surface Group (vormals: Benecke-Kaliko Group),
sein Industriegeschäft weiter auszubauen und neue Absatzmärkte insbesondere in Nordamerika
zu erschließen. Der Kaufpreis für die Hornschuch Gruppe beträgt 245,8 Mio € und wurde
aus Barmitteln beglichen. Die insgesamt angefallenen Anschaffungsnebenkosten in Höhe
von 5,2 Mio € wurden im Geschäftsjahr 2016 mit 2,3 Mio € und im Geschäftsjahr 2017
mit 2,9 Mio € als sonstige Aufwendungen berücksichtigt. Aus der finalen Kaufpreisallokation
ergaben sich im Segment ContiTech ein Goodwill in Höhe von 91,8 Mio € sowie immaterielle
Vermögenswerte in Höhe von 162,9 Mio €. Wäre die Transaktion am 1. Januar 2017 vollzogen
worden, hätte sich das Konzernergebnis nach Steuern um 3,4 Mio € und der Umsatz um
75,1 Mio € erhöht. Seit Vollzug der Transaktion am 1. März 2017 hat die Hornschuch
Gruppe einen Umsatz von 163,0 Mio € erwirtschaftet und unter Berücksichtigung von
Effekten aus der Kaufpreisallokation mit einem Ergebnis nach Steuern von -1 3,2 Mio
€ zum Konzernergebnis beigetragen. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen
Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-Konzerns
zum 30. Juni 2017. Der Kaufpreis aus dem Erwerb der Anteile an der Hoosier Racing Tire Corp., Lakeville,
USA, vom 3. Oktober 2016 erhöhte sich um 3,1 Mio €. Aus der finalen Kaufpreisallokation
ergibt sich im Segment Reifen somit ein Goodwill in Höhe von 17,0 Mio €. Darüber hinaus
ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
des Continental-Konzerns zum 30. Juni 2017. Im Segment Interior erfolgte aus dem Erwerb der Zonar Systems, Inc., Seattle, USA,
vom 1. November 2016 im Rahmen der finalen Kaufpreisabrechnung eine Reduzierung des
Kaufpreises um 0,7 Mio € auf 238,4 Mio €. Aus der finalen Kaufpreisallokation ergibt
sich somit ein Goodwill in Höhe von 144,1 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine
wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-Konzerns
zum 30. Juni 2017. Außerplanmäßige AbschreibungenDer Konzern überprüft die Werthaltigkeit von sonstigen immateriellen Vermögenswerten,
Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie von Finanzanlagen und
auch des Goodwill, sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung bekannt werden
(Triggering Event). In der Berichtsperiode fielen als Ergebnis dieser Überprüfungen
keine wesentlichen Wertminderungen an. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das erste Halbjahr 2017 beliefen sich
auf 577,7 Mio € (Vj. 567,1 Mio €). Die Steuerquote im Berichtszeitraum lag bei 27,5
% nach 25,3 % für den entsprechenden Vorjahreszeitraum. Langfristige Leistungen an ArbeitnehmerAus der Neubewertung der leistungsorientierten Versorgungspläne zum 30. Juni 2017
ergab sich gegenüber dem 31. Dezember 2016 eine Erhöhung der erfolgsneutralen Rücklagen
um 11 7,7 Mio €, die aus einem Anstieg der Diskontierungszinssätze resultierte. Der
entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals stand ein Abbau der langfristigen Leistungen
an Arbeitnehmer in Höhe von 165,8 Mio € gegenüber. Zahlungswirksame Veränderungen der AltersvorsorgePensionsfonds bestehen nur für Pensionsverpflichtungen, insbesondere in Deutschland,
den USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich, nicht hingegen für andere Versorgungsleistungen.
Im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017 haben die Gesellschaften des Continental-Konzerns
29,2 Mio € an planmäßigen Einzahlungen in diese Pensionsfonds geleistet (Vj. 36,9
Mio €). Die Pensionszahlungen für Pensionsverpflichtungen beliefen sich im Zeitraum vom 1.
Januar bis 30. Juni 2017 auf insgesamt 105,5 Mio € (Vj. 101,7 Mio €), die Pensionszahlungen
für andere Versorgungsleistungen auf insgesamt 7,9 Mio € (Vj. 8,0 Mio €). Die Netto-Pensionsaufwendungen des Continental-Konzerns setzen sich wie folgt zusammen: scroll
scroll
Die Netto-Aufwendungen der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen
des Continental-Konzerns in den USA und Kanada setzen sich wie folgt zusammen: scroll
FinanzschuldenAm 28. November 2016 platzierte die Continental AG unter dem Rahmen-Emissionsprogramm
für Anleiheemissionen von Continental (Debt Issuance Programme, DIP) eine Euro-Anleihe
mit einem Nominalvolumen von 600,0 Mio € bei Investoren im In- und Ausland. Der Ausgabekurs
lag bei 99,41 %. Diese Anleihe hat eine Laufzeit von drei Jahren und zwei Monaten
und einen Zinssatz von 0,0 % p. a. Die Emission erfolgte insbesondere im Hinblick
auf die Fälligkeit der Euro-Anleihe der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande,
über 750,0 Mio € am 20. März 2017. Diese 3,5-jährige Anleihe wurde mit 2,5 % p. a.
verzinst und zu einem Kurs von 100,00 % zurückgezahlt. Der im April 2014 neu abgeschlossene syndizierte Kredit besteht nach der vorzeitigen
Rückzahlung des Festdarlehens seit Ende März 2016 nur noch aus der revolvierenden
Tranche über 3,0 Mrd €. Diese Kreditlinie steht Continental bis April 2021 zur Verfügung
und wurde Ende Juni 2017 von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington,
USA, in Höhe von 622,6 Mio € (Vj. 354,4 Mio €) in Anspruch genommen. Bezüglich der Erläuterungen zu Finanzschulden und zum Zinsergebnis verweisen wir zudem
auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2017. FinanzinstrumenteDie Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für die finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, aufgegliedert nach den Klassen der Bilanz sowie
lang- und kurzfristige Positionen zusammengefasst. stellen sich wie folgt dar: scroll
Erläuterungen der Abkürzungen:
Die nachstehende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten sowie die jeweils für deren Ermittlung relevanten Stufen der
Fair Value-Hierarchie nach IFRS 13.
Neben den Finanzinstrumenten. die nach IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren
sind. enthält die Tabelle auch Finanzinstrumente. die zu fortgeführten Anschaffungskosten
bilanziert werden und einen hiervon abweichenden beizulegenden Zeitwert haben. Zu
fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Finanzinstrumente. deren Buchwerte näherungsweise
ihrem beizulegenden Zeitwert entsprechen. werden nicht in der Tabelle dargestellt. Für eine ausführliche Beschreibung der für die einzelnen Finanzinstrumente angewandten
Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2016. scroll
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Rechtsstreitigkeiten und SchadenersatzansprücheIm Verfahren gegen die Continental Automotive Electronics LLC, Bugan-myeon, Südkorea
(CAE), und andere Unternehmen wegen des Verdachts der Beteiligung an Kartellrechtsverstößen
im Geschäft mit Kombi-Instrumenten hat der koreanische Supreme Court am 31. Mai 2017
die Berufung der südkoreanischen Kartellbehörde (Korean Fair Trade Commission, KFTC)
abgewiesen, die gegen die Entscheidung des Seoul High Court gerichtet war, welche
auf das Rechtsmittel der CAE das von der KFTC verhängte Bußgeld in Höhe von 45.922
Mio KRW (rund 35 Mio €) aufgehoben hatte. Es ist offen, in welcher Höhe die KFTC das
Bußgeld neu festsetzen wird. Im Übrigen gab es zu den im Geschäftsbericht 2016 erläuterten
Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüchen im Berichtszeitraum entweder keine
wesentlichen neuen Sachverhalte oder es können zurzeit keine weiteren Angaben gemacht
werden, um die Interessen des Unternehmens im Verfahren zu schützen. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenGegenüber den im Geschäftsbericht 2016 beschriebenen Haftungsverhältnissen und sonstigen
finanziellen Verpflichtungen ergaben sich bis zum 30. Juni 2017 keine wesentlichen
Veränderungen. GewinnverwendungZum 31. Dezember 2016 wies die Continental AG einen Bilanzgewinn in Höhe von 1.103,1
Mio € (Vj. 1.014,2 Mio €) aus. Am 28. April 2017 hat die Hauptversammlung in Hannover beschlossen, eine Dividende
in Höhe von 4,25 € je Stückaktie an die Aktionäre der Continental AG für das abgelaufene
Geschäftsjahr auszuzahlen. Die Ausschüttungssumme belief sich somit bei 200.005.983
dividendenberechtigten Aktien auf 850.025.427,75 €. Der verbleibende Betrag wurde
auf neue Rechnung vorgetragen. Im Jahr 2016 erfolgte für das Jahr 2015 die Ausschüttung einer Dividende durch die
Continental AG in Höhe von 3,75 € je Stückaktie an die Aktionäre der Continental AG.
Die Ausschüttungssumme lag somit für 200.005.983 dividendenberechtigte Aktien bei
750.022.436,25 €. Der verbleibende Betrag wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Ergebnis pro AktieDas unverwässerte Ergebnis pro Aktie reduzierte sich im ersten Halbjahr 2017 auf 7,48
€ (Vj. 8,19 €) und für den Zeitraum 1. April bis 30. Juni 2017 auf 3,73 € (Vj. 4,52
€). Es entspricht jeweils dem verwässerten Ergebnis pro Aktie. Transaktionen mit nahestehenden PersonenIm Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Änderungen der Geschäfte mit nahestehenden
Personen gegenüber dem 31. Dezember 2016. Wir verweisen dazu auf die Ausführungen
im Geschäftsbericht 2016. Deutscher Corporate Governance-KodexDie jährliche Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance-Kodex
vom Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG ist den Aktionären auf der Internetseite
von Continental dauerhaft zugänglich gemacht worden. Dort befinden sich auch frühere
Erklärungen nach § 161 AktG. Wesentliche Ereignisse nach dem 30. Juni 2017Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach dem 30. Juni 2017 vor. Hannover, 24. Juli 2017 Continental Aktiengesellschaft Der Vorstand Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns
vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind. Hannover, 24. Juli 2017 Continental Aktiengesellschaft Der Vorstand Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die Continental Aktiengesellschaft. Hannover Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss - bestehend aus Konzernbilanz.
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Konzerngesamtergebnisrechnung. Konzern-Kapitalflussrechnung.
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie erläuternden Angaben zum Konzern-Anhang
- und den Konzern-Zwischenlagebericht der Continental Aktiengesellschaft. Hannover.
für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017. die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts
nach § 37w WpHG sind. einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des
verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung.
wie sie in der EU anzuwenden sind. und des Konzern-Zwischenlageberichts nach den für
Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es. eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und dem Konzern-Zwischenlagebericht auf
der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und
des Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen.
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können.
dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung. wie sie in der EU anzuwenden sind. und
der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben. können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden. die uns zu der Annahme veranlassen. dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung.
wie sie in der EU anzuwenden sind. oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Hannover. 1. August 2017 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
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