![]() Continental AGHannoverFinanzbericht zum 30. September 2018Continental-Aktie und -AnleihenTurbulenzen an den Aktienmärkten weltweitNach dem Jahreswechsel setzten die US-Leitindizes ihren mehrjährigen Aufwärtstrend
dank guter US-Wirtschaftsdaten fort und erreichten im Verlauf des Januars 2018 fast
täglich neue Rekordwerte. Die Rallye an den US-Börsen ließ auch in Europa und Asien
die Aktienkurse steigen. Ende Januar 2018 führte allerdings die Andeutung der US-amerikanischen
Notenbank Fed, im laufenden Jahr sowie 2019 jeweils drei Zinsschritte umsetzen zu
wollen, zunehmend zu Sorgen über steigende Zinsen und bewirkte rückläufige Kurse an
den US-Anleihemärkten. Auch die Kurse an den Aktienmärkten in den USA, in Europa und
Asien verzeichneten infolgedessen kräftige Verluste von bis zu einem Zehntel. Nach
einer zeitweiligen Stabilisierung in der zweiten Februarhälfte bewirkten Anfang März
sowie Ende März die Ankündigungen der USA, Importzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte
sowie auf verschiedene chinesische Produkte zu verhängen, erneut sinkende Kurse an
den Aktienmärkten. Zudem belasteten abermals Zinssorgen aufgrund der gestiegenen Inflation
in den USA die Kapitalmärkte. Der DAX pendelte Ende März um die Marke von 12.000 Punkten.
Das erste Quartal 2018 schloss er bei 12.096,73 Punkten, 6,4 % unterhalb seines Jahresendwerts
2017. Der EURO STOXX 50 sank im ersten Quartal um 4,1 % auf 3.361,50 Punkte. Anfang April 2018 leiteten Berichte über die Bereitschaft der US-Regierung und der
chinesischen Regierung zu Verhandlungen im Handelskonflikt eine Erholungsphase an
den Aktienmärkten ein. Ende Mai überraschte die Ankündigung der US-Regierung, Importzölle
auf Autos zu prüfen, die Aktienmärkte weltweit und belastete insbesondere die Aktienkurse
von Automobilherstellern. Zudem weckte das Scheitern der Regierungsbildung in Italien
Ängste vor einer neuen Eurokrise. Anfang Juni bewirkte eine erneute Hausse US-amerikanischer
Technologietitel auch eine Aufhellung der allgemeinen Stimmung an den Märkten. Europäische
Aktien profitierten außerdem von der Aussage der Europäischen Zentralbank (EZB), ihren
Leitzins bis weit ins Jahr 2019 hinein unverändert bei 0,0 % zu halten und lediglich
das Ankaufvolumen von Anleihen deutlich einzuschränken. In der zweiten Junihälfte
verunsicherte jedoch die Ankündigung der US-Regierung, im dritten Quartal umfangreiche
Importzölle auf chinesische Waren in Kraft zu setzen, erneut die Aktienmärkte. Dies
belastete insbesondere die chinesischen Aktienmärkte, die im Juni um über 10 % einbrachen
und damit seit Ende Januar Kursverluste von rund 20 % aufwiesen. Die europäischen
Aktienmärkte beendeten dagegen das zweite Quartal überwiegend auf dem Niveau zu Anfang
des Quartals. Der EURO STOXX 50 wies Ende Juni für das zweite Quartal ein Plus von
1,0 % auf 3.395,60 Punkte aus. Der DAX erreichte im zweiten Quartal 2018 einen Zuwachs
von 1,7 % und notierte Ende Juni bei 12.306,00 Punkten. Im Juli 2018 stabilisierten sich die Aktienmärkte in den USA und in Europa dank guter
Konjunkturdaten. Positiv wirkte Ende Juli auch die vorläufige Verständigung zwischen
den USA und der EU, auf neue Importzölle zu verzichten und bestehende künftig abbauen
zu wollen. Ende August kam das neue Handelsabkommen zwischen den USA und Mexiko hinzu,
das später auch die Zustimmung Kanadas fand. Im Verlauf des Quartals erreichten die
US-Börsen wieder neue Rekordwerte, gestützt von der anhaltenden Hausse US-amerikanischer
Technologietitel. Die europäischen Börsen wurden dagegen in den Monaten August und
September durch schwächere Konjunkturdaten, neue Sorgen über die Haushaltspolitik
Italiens, die zunehmende Abwertung der Währungen mehrerer Schwellenländer, insbesondere
der Türkei, sowie die weitere Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China
belastet. Der DAX schwankte im Quartalsverlauf zwischen 11.900 und 12.900 Punkten.
Ende September notierte er bei 12.246,73 Punkten. Damit verlor er 0,5 % im dritten
Quartal 2018 und insgesamt 5,2 % seit Jahresanfang. Der EURO STOXX 50 bewegte sich
im dritten Quartal in einer Bandbreite von 3.300 bis 3.550 Punkten. Er schloss Ende
September bei 3.399,20 Punkten, d. h. 0,1 % höher als Ende Juni bzw. 3,0 % tiefer
als zu Jahresbeginn. Im Oktober 2018 führten zunehmende Ängste vor steigenden Zinsen, insbesondere in den
USA, die weitere Eskalation der Handelskonflikte sowie schwächere Konjunkturdaten
und -erwartungen für Europa, China und Südamerika zu deutlichen Kursrückgängen an
den Aktienmärkten weltweit. In Europa brachen zudem die Kurse von italienischen und
griechischen Banktiteln ein, da vor dem Hintergrund hoher Verschuldung und steigender
Zinsen auch die Sorgen um die Kreditrisiken in Italien und Griechenland zunahmen.
Auch andere europäische Banktitel und die europäischen Aktienmärkte insgesamt wurden
hierdurch belastet. Zum Berichtsschluss am 22. Oktober 2018 notierte der DAX bei 1
1.524,34 Punkten. Der EURO STOXX 50 sank auf 3.190,09 Punkte. Kursentwicklung der Continental-Aktie im Berichtszeitraum im Vergleich zu ausgewählten Indizesindexiert auf den 1. Januar 2018![]() scroll
Automobilwerte mit Kursrückgängen im BerichtszeitraumEuropäische Automobil- und Zuliefererwerte profitierten im Januar 2018 von der allgemein
positiven Marktstimmung sowie von mehreren Kaufempfehlungen verschiedener Analysten.
Auch erste Geschäftszahlen der Unternehmen zum vierten Quartal 2017 wirkten unterstützend.
Im Verlauf des ersten Quartals belasteten neben den allgemeinen Marktturbulenzen auch
rückläufige Absatz- und Produktionszahlen für den US-amerikanischen und den europäischen
Pkw-Markt sowie drohende Fahrverbote für Diesel-Pkw die Werte des europäischen Automobilsektors.
Nachdem der EURO STOXX Automobiles & Parts im Januar 2018 um rund 10 % auf über 650
Punkte gestiegen war, schloss er Ende März bei 599,25 Punkten. Dies entsprach gegenüber
dem Schlusskurs des Vorjahres einem Anstieg von 1,0 % im ersten Quartal 2018. Im zweiten Quartal profitierte der Autosektor zunächst von der allgemeinen Kurserholung
und der Mitteilung der chinesischen Regierung, ihre Importzölle für ausländische Autohersteller
ab Juli von 25 % auf 15 % zu senken. Die Ankündigung der US-Regierung, Importzölle
auf Autos zu prüfen, beendete die Erholungsphase und sorgte Ende Mai weltweit für
fallende Aktienkurse von Automobilherstellern und -zulieferern. In der zweiten Junihälfte
sorgten -neben der Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China - Meldungen
von deutschen Automobilherstellern über Einschränkungen ihrer Produktion aufgrund
der Umstellung auf das neue Abgastestverfahren WLTP (Worldwide Harmonized Light Vehicles
Test Procedure) sowie mehrere Gewinnwarnungen deutscher Automobilwerte für einen Einbruch
des Sektors um rund 10 %. Der EURO STOXX Automobiles & Parts verlor im zweiten Quartal
2018 insgesamt 12,6 %. Im Juli erholten sich zunächst die Werte des europäischen Autosektors infolge der
allgemeinen Marktstabilisierung und dank der Abwendung von US-Importzöllen auf europäische
Autos. Im weiteren Verlauf des Quartals sorgten jedoch weitere Gewinnwarnungen im
Automobilsektor für rückläufige Kurse. Als wesentliche Ursachen wurden zumeist niedrigere
Produktionsvolumina in Europa infolge der WLTP-Umstellung sowie rückläufige Absatz-
und Produktionsvolumina in China genannt. Der EURO STOXX Automobiles & Parts verlor
im dritten Quartal 2018 nochmals 2,3 %. Für die ersten neun Monate 2018 ergab sich
insgesamt ein Kursrückgang von 13,8 % auf 511,57 Punkte. Continental-Aktie mit stark rückläufigem KursverlaufIn den ersten Handelstagen des Jahres 2018 zog die Continental-Aktie infolge mehrerer
Kaufempfehlungen von Analysten von 225,05 € zum Jahresende 201 7 auf über 230 € an.
Medienberichte über einen größeren Umbau des Continental-Konzerns sorgten im Tagesverlauf
des 9. Januar 2018 für einen sprunghaften Anstieg der Continental-Aktie bis auf 257,40
€, womit zugleich ein neues Allzeithoch erreicht wurde. Noch am selben Tag wurde seitens
Continental bestätigt, dass man sich in einem frühen Analysestadium befinde und dass
noch völlig offen sei, ob bzw. welche Änderungen sich aus den verschiedenen Szenarien
ergeben könnten. Die Continental-Aktie sank in den folgenden Handelstagen zunächst
bis auf 240 €, bevor erneut Kaufempfehlungen und Kurszielanhebungen mehrerer Analysten
den Kurs wieder bis auf rund 250 € ansteigen ließen. Im Februar und März 2018 bewegte
sich die Continental-Aktie weitgehend analog zum Automobilsektor. Das erste Quartal
201 8 beendete sie bei 224,30 € und lag damit 0,3 % unter ihrem Jahresschlusskurs
2017 von 225,05 €. Auch im zweiten Quartal folgte die Continental-Aktie zumeist dem Trend des europäischen
Automobilsektors. Die Anpassung der Jahresprognose 2018 für den Continental-Konzern
am 18. April 2018 belastete den Kurs der Continental-Aktie nur vorübergehend. Sie
schloss Ende Juni 2018 bei 195,55 € und verlor damit im zweiten Quartal 12,8 % an
Wert. Zu Beginn des dritten Quartals profitierte auch die Continental-Aktie von der leichten
Erholung der Automobilwerte in Europa. Die Bekanntgabe der Neuorganisation der Continental
AG und der Verselbstständigung der Division Powertrain am 18. Juli führte zu leicht
rückläufigen Kursen der Continental-Aktie in den darauffolgenden Tagen. Die erneute
Anpassung der Jahresprognose 2018 für den Continental-Konzern bewirkte am 22. August
einen Kurseinbruch der Continental-Aktie um 13,2 %. Infolge sich verschlechternder
Marktdaten, insbesondere aus China, und weiterer Gewinnwarnungen aus dem Sektor sank
der Kurs in den darauffolgenden Wochen weiter ab. Ende September notierte die Continental-Aktie
bei 149,95 €. Dies entsprach einem Minus von 23,3 % im dritten Quartal. Im Vergleich
zu ihrem Jahresendwert 2017 belief sich der Kursverlust im Berichtszeitraum auf 33,4
%. Im Oktober 2018 belasteten die Verschärfung der EU-Abgasgrenzwerte ab 2030 sowie abermals
Gewinnwarnungen von Herstellern und Zulieferern die Werte des europäischen Automobilsektors.
Auch die Continental-Aktie verzeichnete weitere Kursverluste. Zum Berichtsschluss
am 22. Oktober 2018 beendete sie den Handel bei 133,30 €. Kursentwicklungen der Continental-Anleihen im Berichtszeitraum![]() Continental-Anleihen weiter auf niedrigem RenditeniveauWie im Vorjahr verharrten die Continental-Anleihen auch während der ersten neun Monate
2018 auf niedrigem Renditeniveau. Die Schwankungen an den Anleihemärkten und das leicht
steigende Zinsniveau für Unternehmensanleihen beeinflussten die Kurse der Continental-Anleihen
nur marginal. Die am 19. Februar 2019 fällige 0,5 %-Euro-Anleihe notierte Ende September
2018 bei 100,244 % und damit 53,2 Basispunkte niedriger als zum Jahresende 2017. Der
Kurs der am 5. Februar 2020 fälligen 0,0 %-Euro-Anleihe bewegte sich im Berichtszeitraum
knapp oberhalb der 100 %-Marke. Am 30. September 2018 notierte sie bei 100,1 27 %
und damit 10,0 Basispunkte unter dem Jahresendkurs 201 7. Die am 9. September 2020
fällige 3,125 %-Euro-Anleihe sank im Berichtszeitraum durch die Reduzierung ihrer
Restlaufzeit um 243,3 Basispunkte und notierte Ende September 2018 bei 105,839 %. Rückzahlung der 3,0 %-Euro-Anleihe am 16. Juli 2018Der Kurs der am 16. Juli 2018 fälligen 3,0 %-Euro-Anleihe der Continental AG sank
während des Berichtszeitraums weiter in Richtung der 100 %-Marke. Am Tag der Fälligkeit
erfolgte die Rückzahlung zum Nominalwert in Höhe von 750,0 Mio €. Marktturbulenzen sorgten für steigende CDS-PrämienDie Prämien für die Versicherung von Kreditausfallrisiken (Credit Default Swap, CDS)
blieben im Januar 2018 noch weitgehend unverändert auf sehr niedrigem Niveau. Parallel
zu den steigenden Zinsen an den Anleihemärkten und den Turbulenzen an den Aktienmärkten
erhöhten sich in den folgenden Monaten auch die CDS-Prämien für Unternehmensanleihen.
Der Markit iTraxx Europe stieg im Berichtszeitraum um 24 Basispunkte auf 68,806 Basispunkte
am 30. September 2018 (31. Dezember 2017: 44,776 Basispunkte). Die Fünf-Jahres-CDS-Prämie für Continental sank von 32,563 Basispunkten Ende 2017
bis Ende Januar 2018 kurzzeitig unter 30 Basispunkte. Im weiteren Verlauf des Berichtszeitraums
stieg sie analog zu ihrem Referenzindex Markit iTraxx Europe wieder an. Im September
erhöhten sich die Risikoprämien für Automobilwerte infolge der Sektorschwäche weiter.
Ende September überstieg die Fünf-Jahres-CDS-Prämie für Continental erstmals seit
drei Jahren wieder ihren Referenzindex und lag mit 75,515 Basispunkten um 43 Basispunkte
über ihrem Jahresendwert 201 7. Der Spread gegenüber ihrem Referenzindex Markit iTraxx
Europe belief sich zum 30. September 2018 auf 6,709 Basispunkte (31. Dezember 2017:
-12,213 Basispunkte). Continental-Kreditrating unverändertDie drei großen Ratingagenturen bestätigten ihr jeweiliges Kreditrating für die Continental
AG im Verlauf des Berichtszeitraums bzw. behielten es unverändert bei. scroll
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Vertragsverhältnis seit 19. Mai 2000. Continental Investor Relations onlineWeitere Informationen zur Continental-Aktie, zu den Continental-Anleihen und zum Kreditrating
sind im Internet abrufbar unter: www.continental-ir.de Zudem sind aktuelle Informationen zu Continental auch auf Twitter unter @Continental_IR
verfügbar. Kennzahlen Continental-KonzernAufgrund der Anwendung der modifizierten retrospektiven Übergangsmethode bei der erstmaligen
Anwendung des IFRS 9, Finanzinstrumente, und des IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit
Kunden, zum 1. Januar 2018 sind alle nachfolgenden Werte der Vergleichsperioden nicht
angepasst dargestellt. scroll
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Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen. Kennzahlen Kerngeschäftsfelderscroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Konzern-ZwischenlageberichtPersonaliaAm 27. September 2018 hat der Aufsichtsrat der Continental AG die Bestellung des amtierenden
Vorstandsvorsitzenden Dr. Elmar Degenhart für weitere fünf Jahre bis 11. August 2024
erneuert. Darüber hinaus wurde das Mandat von Vorstandsmitglied Jose A. Avila zum
30. September 2018 einvernehmlich aufgehoben. Jose A. Avila übernimmt bis zum Ende
seiner regulären Vertragslaufzeit am 31. Dezember 2019 beratende Aufgaben. Zu diesen
zählt vor allem die Weiterentwicklung und Umsetzung der Continental-Strategie auf
den Gebieten Batterietechnik und Elektrifizierungstechnologien. In dieser Funktion
berichtet er direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Continental stellt sich für Mobilität der Zukunft neu aufAm 18. Juli 2018 gaben wir bekannt, dass sich Continental für die Mobilität der Zukunft
neu aufstellen wird. Unter der neuen Dachmarke "Continental Group" wird eine Holding-Struktur
der Continental AG gebildet. Sie wird von drei geschäftlichen Säulen mit der Bezeichnung
"Unternehmensbereiche" getragen. Dazu zählen "Continental Rubber", "Continental Automotive"
und "Powertrain". Die Berichtsstruktur und die neuen Bezeichnungen sollen ab 2020
angewendet werden. Außerdem werden bis Anfang 2020 die Divisionen Chassis & Safety und Interior neu formiert.
Aus ihnen werden zwei Geschäftsfelder unter den neuen Bezeichnungen "Autonomous Driving
Technologies" und "Vehicle Networking Technologies" hervorgehen. Ihre Geschäftsverläufe
werden im künftigen Unternehmensbereich "Continental Automotive" berichtet. Unterstützt
werden beide durch eine neu geschaffene, zentrale "Forschung und Entwicklung Automotive". Die beiden heutigen Divisionen Reifen (zukünftig "Tire Technologies") und ContiTech
bleiben in ihren eigenständigen Organisationsformen unverändert bestehen. Ihre Geschäftsverläufe
werden im künftigen Unternehmensbereich "Continental Rubber" berichtet. Im Rahmen der Neuausrichtung erfolgt die Verselbstständigung der heutigen Division
Powertrain unter neuer Firmierung Anfang 2019. Zu den künftigen Aufgaben von "Powertrain"
zählen wie bisher neben dem Geschäft mit Verbrennungsantrieben auch das komplette
Zukunftsgeschäft mit Hybrid- und Elektroantrieben sowie alle laufenden Batterieaktivitäten.
Gleichzeitig bereiten wir für das neue Powertrain-Unternehmen einen Teilbörsengang
vor, der ab Mitte 2019 stattfinden könnte. Continental beabsichtigt jedoch mittel-
bis langfristig nicht, die Kontrolle über das Powertrain-Geschäft abzugeben. Grundsteinlegung für erstes Werk in LitauenAm 20. Juli 201 8 feierten wir die Grundsteinlegung für das erste Werk im litauischen
Kaunas. Ab der zweiten Jahreshälfte 2019 werden im neuen Werk Elektronikkomponenten
für den europäischen Markt gefertigt. Kooperation mit Forschungsgruppe zur Künstlichen IntelligenzAm 30. Juli 2018 gaben wir die Erweiterung unseres internationalen Netzwerks für Künstliche
Intelligenz (KI) auf das Silicon Valley bekannt. Nach der Kooperation mit der Universität
von Oxford, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und
anderen wurde jetzt ein Fünf-Jahresvertrag mit der KI-Forschungsgruppe Berkeley DeepDrive
(BDD) an der University of California geschlossen. Im Fokus der gemeinsamen Arbeit
stehen u. a. die Optimierung der Geschwindigkeit von neuronalen Netzen im Auto sowie
die Absicherung von KI-Systemen in sicherheitskritischen Anwendungen. Ausbau des Reifenvertriebs in AustralienAm 13. August 2018 gaben wir die Übernahme eines der größten australischen Reifen-
und Autoteileanbieter Kmart Tyre and Auto Service (KTAS) zu einem Kaufpreis von 350
Mio australischen Dollar bekannt. Damit verstärken wir unser Händlernetz in Australien
deutlich. Verkäufer ist die australische Wesfarmers Limited. KTAS ist derzeit mit
258 Niederlassungen vor allem an den bevölkerungsreichen Küsten des Kontinents vertreten.
Der Hauptsitz des mehr als 1.200 Mitarbeiter zählenden Unternehmens ist Sydney. Das
Kerngeschäft umfasst den Vertrieb von Pkw- und Transporterreifen, Reifenservice, Inspektionen
und Wartungen. Partnerschaft für hochautomatisiertes Fahren von LkwAm 19. September 2018 wurde unsere Partnerschaft mit der Knorr-Bremse AG, München,
zur Entwicklung einer kompletten Systemlösung für das hochautomatisierte Fahren (HAF)
bei Nutzfahrzeugen bekanntgegeben. Damit wird es in Zukunft ein Angebot an HAF-Lösungen
für Lkw-Serienproduktionen jeglicher Größenordnung geben. Die Zusammenarbeit umfasst
alle Funktionen für Fahrerassistenz und das hochautomatisierte Fahren. Zum System
gehören die Umfelderkennung, Fahrplanung und -entscheidung sowie die Steuerung der
beteiligten Aktuatorsysteme wie Lenkung und Bremssystem im Fahrzeug und die Mensch-Maschine-Interaktion
für den Informationsaustausch zwischen Mensch und Fahrzeug. NOx-arme und effiziente Lkw-AbgastechnikIm September 2018 präsentierten wir auf der 67. IAA Nutzfahrzeuge in Hannover u. a.
Lösungen für eine hochwirksame Abgasnachbehandlung in Lkw. Ziel der Technologien ist
es, die Wirksamkeit der Stickoxidumwandlung (NOx-Umwandlung) in harmlose Abgasbestandteile
zu verbessern. Die Herausforderung liegt darin, die Abgasnachbehandlung schnell nach
dem Motorstart auf eine wirksame Temperatur zu bringen und dort zu halten. Die Rahmenbedingungen
für die Integration von Katalysatoren und Filtern im Fahrzeug sind jedoch sehr unterschiedlich.
Wo bei einem Fahrzeugtyp eine motornahe Platzierung von Katalysator und Filter gelingt,
kann dies in einem anderen Modell auf Jahre hinaus unmöglich sein, weil der Rahmen
schwerer Lkw langfristig definiert ist. Deshalb hat Continental Lösungen entwickelt,
mit denen sich in beiden Situationen weitere Fortschritte bei der NOx-Umwandlung erzielen
lassen. Continental-Winterreifen positiv bewertetIn den diesjährigen Tests der Fachzeitschriften schnitten Continental-Produkte wieder
sehr gut ab. So wurde der WinterContact TS 860 für die Mittel- und Kompaktklasse Sieger
beim Test des ADAC mit den Größen 175/65 R1 4 und 205/55 R16. Der WinterContact TS
850 P für sportliche Pkw wurde mit der Größe 245/40 R18 Testsieger bei den Fachzeitschriften
Sportauto und Sportcars. Beim Test der AutoBild Allrad wurde er mit der Größe 225/55
R1 7 mit "vorbildlich" bewertet. Der Transporterreifen VanContact mit der Größe 225/70
R15 erhielt von der Fachzeitschrift Promobil als einziges Produkt die Note "empfehlenswert". WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche EntwicklungDie deutsche Wirtschaft verzeichnete im Jahresverlauf ein solides Wachstum. Das Bruttoinlandsprodukt
(BIP) wuchs nach neusten Daten im ersten Quartal 2018 um 2,1 % und im zweiten Quartal
um 2,0 %, jeweils gegenüber der Vorjahresperiode. Vor allem die privaten Investitionen
stiegen an, während die Ausgaben der privaten und der öffentlichen Haushalte unterdurchschnittlich
zunahmen. Die Aufwertung des Euro und die Abkühlung des Welthandels wirkten jedoch
dämpfend auf die deutschen Exporte und den Überschuss des deutschen Außenhandels.
Für das dritte und vierte Quartal erwarten Volkswirte aktuell daher ein verlangsamtes
Wachstum. Der Internationale Währungsfonds (IWF) senkte im Oktober in seinem World
Economic Outlook seine Schätzung für das BIP-Wachstum in Deutschland um 0,3 Prozentpunkte
und prognostiziert nun einen Zuwachs von 1,9 % für 2018. In der Eurozone wuchs das BIP nach aktuellen Daten um 2,4 % im ersten Quartal 2018
und um 2,1 % im zweiten Quartal, jeweils gegenüber der Vorjahresperiode. Für das dritte
und vierte Quartal gehen Experten mittlerweile auch von einer leichten Wachstumsverlangsamung
in der Eurozone aus. Unterstützend wirkte weiterhin die Geldpolitik der Europäischen
Zentralbank (EZB), die im Berichtszeitraum an ihren expansiven Maßnahmen trotz des
gestiegenen Preisniveaus unverändert festhielt. Allerdings versicherte sie im September,
ihr Anleiheankaufprogramm Ende 2018 zu beenden, sofern verfügbare Daten die mittelfristigen
Inflationsaussichten bestätigen. Der IWF reduzierte im Oktober seine Schätzung für
das BIP-Wachstum des Euroraums von zuvor 2,2 % auf 2,0 % für 2018. Die US-Wirtschaft erreichte im ersten Quartal 2018 ein Wachstum von 2,6 % im Vergleich
zur Vorjahresperiode. Angetrieben wurde das Wachstum vor allem durch erhöhte private
Investitionen infolge der Senkung der Unternehmenssteuern im Vorjahr. Im zweiten Quartal
belebte sich zudem der private Konsum. Auch die Staatsausgaben sowie die Exporte nahmen
zu. Für das dritte und das vierte Quartal erwarten Volkswirte nach wie vor eine Fortsetzung
der wirtschaftlichen Entwicklung. Die US-amerikanische Notenbank Fed nahm vor diesem
Hintergrund im März, Juni und September erneut Leitzinsanhebungen vor und stellte
für Dezember sowie auch für 2019 weitere Anhebungen in Aussicht. Der IWF bestätigte
im Oktober 2018 mit 2,9 % seine Schätzung für das BIP-Wachstum der USA für das laufende
Jahr. In Japan nahm das BIP im ersten Quartal 2018 um 1,0 % gegenüber der Vorjahresperiode
zu, gestützt von privaten Investitionen und dem positiven Saldo des Außenhandels.
Im zweiten Quartal erhöhte sich das Wachstum auf 1,3 %. Insbesondere die privaten
Investitionen stiegen weiter an, aber auch der private Konsum nahm zu. Für das dritte
und das vierte Quartal rechnen Experten jedoch mit einer Verlangsamung des Wachstums
infolge der Abkühlung des Welthandels. Der IWF erhöhte im Oktober seine BIP-Prognose
für Japan infolge der besseren Entwicklung des zweiten Quartals von 1,0 % auf 1,1
% für 2018. Die chinesische Wirtschaft profitierte im Berichtszeitraum vor allem von der kräftigen
Ausweitung des privaten Konsums. Dagegen sank infolge der Eskalation des Handelskonflikts
mit den USA der positive Saldo des Außenhandels. Nach 6,8 % für das erste Quartal
2018 und 6,7 % für das zweite Quartal wurde für das dritte Quartal ein BIP-Wachstum
von 6,5 % gegenüber der Vorjahresperiode ausgewiesen. Für das Gesamtjahr schätzt der
IWF im Oktober unverändert ein Wachstum von 6,6 %. In Indien erhöhte sich - nach den Wirtschaftsreformen des vergangenen Jahres - im
ersten Quartal 2018 das BIP im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7,7 %. Aufgrund des
vergleichsweise schwächeren Vorjahresquartals erhöhte sich der Anstieg im zweiten
Quartal auf 8,2 %. Auch für die folgenden Quartale wird ein Anstieg von über 7 % erwartet.
Der IWF behielt im Oktober seine BIP-Prognose für Indien von 7,3 % für 2018 unverändert
bei. Auch für Russland erwartet der IWF weiterhin ein BIP-Wachstum von 1,7 % für 2018.
Für Brasilien senkte er seine BIP-Prognose von 1,8 % auf 1,4 % nochmals ab. Für die
Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer reduzierte der IWF im Oktober seine Wachstumsprognose
für das laufende Jahr von 4,9 % auf 4,7 %. Auch für die Weltwirtschaft senkte der IWF infolgedessen in seiner Oktober-Schätzung
seine Wachstumserwartung um 0,2 Prozentpunkte auf 3,7 % für 2018. Der IWF weist darauf
hin, dass das Wirtschaftswachstum in mehreren Volkswirtschaften seinen Höhepunkt überschritten
hat. Risiken sieht der IWF u. a. in einer Verschärfung der verschiedenen Handelskonflikte
mit Beteiligung der USA und in einer höheren Inflation, die eine stärkere als die
erwartete Straffung der expansiven Geldpolitik vieler Notenbanken erforderlich machen
würde. Verschärfte Finanzierungsbedingungen könnten zu weiteren Währungsturbulenzen
und Kapitalrückflüssen aus Schwellenländern führen. Angesichts der zunehmenden Risiken
empfiehlt der IWF den Ländern, haushaltspolitische Reserven aufzubauen, um ihre finanzielle
Widerstandsfähigkeit für ein Umfeld mit höheren Marktvolatilitäten zu stärken. Entwicklung der Pkw-NeuzulassungenDie Pkw-Nachfrage in Europa (EU-28 und EFTA) erhöhte sich in den ersten neun Monaten
2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf Basis vorläufiger Daten des Verbands der
Automobilindustrie (VDA) um 2 %. Ein hoher Ersatzbedarf mit Zuwachsraten von über
10 % zeigte sich in Griechenland, den Niederlanden, in Spanien und mehreren Ländern
Osteuropas. In Frankreich erhöhten sich die Pkw-Neuzulassungen um knapp 7 %, in Deutschland
um 2 %. Dagegen wies das Vereinigte Königreich einen Rückgang um rund 8 % auf. Auch
in Italien, Irland, Norwegen und der Schweiz lag der Absatz leicht unter dem Niveau
des Vorjahres. Innerhalb des dritten Quartals 2018 kam es in den Monaten Juli und
August zu einem deutlichen Anstieg der Neuzulassungen von Fahrzeugen, die noch nach
dem bis zum 31. August 2018 gültigen Abgastestverfahren NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus)
produziert und zugelassen werden durften. Aufgrund des Rückgangs im September blieb
für das dritte Quartal in Europa in der Summe der Neuzulassungen noch ein Plus von
1 %. In den USA hielt die Präferenz der Konsumenten für leichte Nutzfahrzeuge und Pick-ups
auch im dritten Quartal an. Deren Nachfrage konnte trotz steigender Kraftstoffpreise
und Kreditzinsen noch um rund 5 % zulegen. Dagegen sank die Nachfrage nach Limousinen
um 18 %. Innerhalb des Berichtszeitraums glich die Zunahme von Pick-ups und leichten
Nutzfahrzeugen den Rückgang bei den Limousinen aus, wodurch sich die Neuzulassungen
in Summe auf dem Vorjahresniveau bewegten. Neuzulassungen/Verkäufe von Pkwscroll
Quellen: VDA (Länder/Regionen) und Renault (weltweit). In Japan lag der Pkw-Absatz im Berichtszeitraum mit 3,4 Mio Einheiten auf dem durchschnittlichen
Niveau der vergangenen vier Jahre. Gegenüber dem Vorjahreswert ergab sich ein leichter
Rückgang der Pkw-Nachfrage um 1 %. Der Pkw-Bedarf in China stieg nach Angaben des VDA im ersten Halbjahr 2018 aufgrund
der guten konjunkturellen Lage um 6 % an. Der eskalierende Handelskonflikt mit den
USA und die damit einhergehende Verunsicherung der Konsumenten sorgten jedoch im dritten
Quartal für einen Rückgang der Pkw-Nachfrage um 7 %. In Summe verzeichnete China im
Berichtszeitraum einen Anstieg des Pkw-Absatzes um 1 %. Die übrigen BRIC-Länder wiesen
in den ersten neun Monaten 2018 sehr kräftige Nachfragezuwächse aus. In Russland und
Brasilien setzte sich die Erholung der Nachfrage im Vergleich zum schwachen Vorjahreszeitraum
mit einem Anstieg um 15 % bzw. 1 3 % weiter fort. In Indien erhöhten sich die Neuzulassungen
um 7 %. Weltweit stiegen nach vorläufigen Daten die Pkw-Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr
im ersten Quartal 2018 um knapp 3 % und im zweiten Quartal um fast 6 %. Dagegen sanken
sie im dritten Quartal um 3 %. Insgesamt ergab sich für die ersten neun Monate 2018
ein Zuwachs von rund 2 % auf 69,7 Mio Einheiten. Entwicklung der Produktion von Pkw und leichten NutzfahrzeugenIn der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen < 6 t kam es in Europa - nach
einem verhaltenen ersten Quartal und einem dank zusätzlicher Arbeitstage starken zweiten
Quartal - nach vorläufigen Daten im dritten Quartal zu einem Einbruch um rund 6 %.
Die Ursache war die Einführung des neuen Abgastestverfahrens WLTP (Worldwide Harmonized
Light Vehicles Test Procedure) zum 1. September 2018 für neu zugelassene Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge. Insbesondere bei deutschen Herstellern waren dadurch erhebliche Umstellungen
in der Produktion nötig, da nicht alle Modelle mit ihren Motorenvarianten im Vorfeld
nach WLTP getestet werden konnten. Hierdurch brach im dritten Quartal in Deutschland
die Pkw-Produktion um fast 20 % ein, auch andere Länder verzeichneten zweistellige
Rückgänge. Dagegen erhöhten Werke in Frankreich, Portugal, Rumänien, Russland und
der Slowakei in allen drei Quartalen ihre Produktion. Im Vereinigten Königreich und
in der Türkei bewirkte v. a. die niedrigere Nachfrage ebenfalls eine rückläufige Fertigung
im Berichtszeitraum. In Summe stagnierte in Europa die Produktion von Pkw und leichten
Nutzfahrzeugen in den ersten neun Monaten 2018. Für das Gesamtjahr erwarten wir -
statt eines Anstiegs um 2 % - aktuell nur noch ein Produktionsvolumen von auf Vorjahresniveau. In Nordamerika zeigte sich - nach dem Rückgang der Produktion im ersten und zweiten
Quartal - im dritten Quartal 2018 ein leichter Anstieg der Fertigung. Im Berichtszeitraum
insgesamt sank die Fertigung von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen auf Basis vorläufiger
Zahlen um 1 %. Für das Gesamtjahr 2018 heben wir unsere Prognose von -2 % auf -1 %
an. In Südamerika nahm die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen im dritten Quartal
deutlich schwächer als erwartet zu. Nach vorläufigen Daten wuchs die Fertigung im
Berichtszeitraum insgesamt um 7 % gegenüber dem Vorjahr. Für 2018 insgesamt nehmen
wir unsere Prognose für den Anstieg der Produktion von 10 % auf 5 % zurück. In Asien verlief die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen im Berichtszeitraum
sehr unterschiedlich. Im zweiten Quartal verzeichneten insbesondere China und Indien
hohe nachfragebedingte Volumenzuwächse. Dagegen sank die Produktion im dritten Quartal
in China, im Iran und in Japan. Auf den Philippinen, in Südkorea und in Taiwan kam
es in allen drei Quartalen zu Fertigungsrückgängen. Für Asien insgesamt ergibt sich
in den ersten neun Monaten 2018 auf Basis vorläufiger Daten ein Produktionszuwachs
gegenüber dem Vorjahr von rund 1 %. Für das vierte Quartal erwarten wir derzeit eine
leicht rückläufige Fertigung wie im dritten Quartal 2018. Für das Gesamtjahr rechnen
wir statt mit einem Zuwachs von 2 % nur noch mit einem Produktionsvolumen auf der
Höhe des Vorjahres. Die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen wuchs auf Basis vorläufiger
Zahlen in den ersten neun Monaten 2018 um rund 1 % gegenüber dem Vorjahreswert. Aufgrund
der schwächeren Entwicklung in Asien und Europa senken wir unsere Prognose für das
Gesamtjahr 2018 auf 0 %. Bislang erwarteten wir einen Anstieg von mehr als 1 %. Entwicklung der Produktion von mittelschweren und schweren NutzfahrzeugenIn Europa führte die anhaltend positive Entwicklung der Konjunktur zu einem Zuwachs
des Straßengüterverkehrs. Die Produktion von Nutzfahrzeugen > 6 t stieg auf Basis
vorläufiger Daten im Berichtszeitraum um 5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Daher
erhöhen wir unsere Prognose eines Zuwachses für die Produktion mittelschwerer und
schwerer Nutzfahrzeuge in Europa für das Gesamtjahr 2018 von 2 % auf 4 %. In Nordamerika setzte sich in den ersten neun Monaten 2018 der deutliche Zuwachs der
Nutzfahrzeugproduktion dank des starken Wirtschaftswachstums weiter fort. Die Nutzfahrzeugproduktion
stieg um 16 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr erwarten wir
in Nordamerika infolge hoher Auftragseingänge im dritten Quartal nun für das Gesamtjahr
einen Zuwachs der Produktion mittelschwerer und schwerer Nutzfahrzeuge von 15 % nach
zuvor 9 %. In Südamerika normalisierte sich im Berichtszeitraum dank der konjunkturellen Erholung
Brasiliens die Produktion von Nutzfahrzeugen und erreichte nach vorläufigen Daten
einen Anstieg von mehr als 50 % gegenüber dem schwachen Vorjahreswert. Aufgrund der
starken Zunahme im Berichtszeitraum heben wir unsere Prognose für den Anstieg der
Produktion mittelschwerer und schwerer Nutzfahrzeuge in Südamerika von 15 % auf über
40 % an. In Asien bewegte sich die Produktion mittelschwerer und schwerer Nutzfahrzeuge in
den ersten neun Monaten 2018 nach derzeit verfügbaren Daten etwa 5 % unterhalb des
Vorjahresniveaus. Wie im dritten Quartal dürfte die Fertigung auch im vierten Quartal
deutlich unter der hohen Vorjahresbasis liegen. Für das Gesamtjahr 2018 gehen wir
aktuell für Asien von einem Rückgang der Nutzfahrzeugproduktion um rund 8 % anstelle
von bislang 3 % aus. Weltweit wuchs die Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen im Berichtszeitraum
um rund 1 %. Für das Gesamtjahr senken wir unsere Prognose auf -1 %. Zuvor erwarteten
wir eine Fertigung auf Vorjahresniveau. Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für Pkw und leichte NutzfahrzeugeIn Europa, dem für Continental wichtigsten Ersatzreifenmarkt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge
< 6 t, stieg nach vorläufigen Daten im Berichtszeitraum der Absatz um 2 % gegenüber
dem Vorjahr. Dieses Wachstum wurde insbesondere durch die starke Zunahme der Nachfrage
in Russland hervorgerufen. Für das Gesamtjahr bestätigen wir unsere Absatzprognose
von 2 %. In Nordamerika zeigte der Absatz von Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge
in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 ebenfalls ein Wachstum. Nach vorläufigen
Zahlen stieg der Reifenabsatz im Berichtszeitraum um 3 %. Grund hierfür waren u. a.
vorgezogene Käufe aufgrund angekündigter Preiserhöhungen einiger Hersteller. Für das
vierte Quartal erwarten wir einen leicht rückläufigen Ersatzreifenbedarf. Für das
Gesamtjahr behalten wir unsere Prognose von 2 % Wachstum unverändert bei. In Südamerika führten im dritten Quartal 2018 die unsichere politische Lage und die
Abschwächung der konjunkturellen Erholung zu einem spürbaren Rückgang der Händlernachfrage
nach Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Im gesamten Berichtszeitraum
lag der Absatz nach vorläufigen Zahlen etwa 7 % unter dem Vorjahresniveau. Für das
Gesamtjahr 2018 senken wir infolgedessen unsere Wachstumsprognose für Ersatzreifenvolumina
für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge von 4 % auf -7 %. Asien verzeichnete nach dem sehr starken Wachstum in den ersten neun Monaten des Vorjahres
im Berichtszeitraum nach vorläufigen Daten nur einen leichten Anstieg der Nachfrage
nach Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge um 1 %. Im dritten Quartal führte
in China ein Lagerabverkauf der Reifenhändler zu einem deutlichen Absatzeinbruch.
Auch in Japan verringerte sich der Reifenabsatz. Für das Gesamtjahr reduzieren wir
unsere Erwartung für das Wachstum der Nachfrage in Asien von 3 % auf 0 %. Der weltweite Bedarf an Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge stieg in den
ersten neun Monaten 2018 um 1 %. Für das Gesamtjahr senken wir unsere Prognose auf
knapp 1 % von zuvor 2 %. Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für mittelschwere und schwere NutzfahrzeugeIn Europa erhöhte sich im Berichtszeitraum die Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere
und schwere Nutzfahrzeuge nach vorläufigen Zahlen um 1 %. Für das Gesamtjahr 2018
erwarten wir für Europa daher nun ein Marktwachstum in Höhe von 1 % statt 2 %. Nach einem verhaltenen Start in das Jahr 2018 entwickelte sich in Nordamerika ein
solider Wachstumstrend. In den ersten neun Monaten stieg der Absatz von Ersatzreifen
für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge nach vorläufigen Daten um 6 %. Für das
Gesamtjahr heben wir unsere Prognose von 4 % auf 5 % an. Südamerika verzeichnete im Berichtszeitraum nach vorläufigen Daten, trotz eines volatilen
wirtschaftlichen Umfelds, ein Wachstum der Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere
und schwere Nutzfahrzeuge von 3 %. Allerdings dürfte der Absatz im vierten Quartal
unterhalb der hohen Vorjahresbasis liegen. Für das Gesamtjahr nehmen wir unsere Erwartung
von 4 % auf 0 % zurück. In Asien verringerte sich der Absatz von Ersatzreifen für mittelschwere und schwere
Nutzfahrzeuge in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 nach vorläufigen Zahlen um
2 %. Für das Gesamtjahr rechnen wir für Asien aktuell mit einem Rückgang des Bedarfs
um 3 % anstatt bislang mit einer Zunahme um 1 %. Global zeigte sich im Berichtszeitraum ein Anstieg der Nachfrage nach Ersatzreifen
für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge nach vorläufigen Daten von rund 1 %. Für
das Gesamtjahr 2018 reduzieren wir unsere Prognose von 2 % auf -1 %. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-KonzernsZur Überleitung des Umsatz bereinigt und des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT
bereinigt) verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzern-Zwischenabschluss. scroll
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. ErtragslageUmsatzanstieg um 1,4 %;Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 4,3 %Während der ersten neun Monate 2018 erhöhte sich der Konzernumsatz im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 1,4 % auf 33.174,3 Mio € (Vj. 32.725,6 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis-
und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 4,3 %. Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 12,9 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns verringerte sich während
der ersten neun Monate 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 443,1 Mio € bzw. 12,9 % auf
2.992,0 Mio € (Vj. 3.435,1 Mio €) und entspricht 9,0 % (Vj. 10,5 %) des bereinigten
Umsatzes. Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 9,5 %Das operative Konzernergebnis (EBIT) reduzierte sich in den ersten neun Monaten 2018
im Vergleich zum Vorjahr um 315,1 Mio € bzw. 9,5 % auf 2.989,8 Mio € (Vj. 3.304,9
Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 9,0 % (Vj. 10,1 %). Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2018Aus Wertminderungen auf Sachanlagen in der Division Chassis & Safety entstand ein
Aufwand in Höhe von 1,5 Mio €. In der Division Powertrain ergab sich ein Restrukturierungsaufwand für den Standort
Roding, Deutschland, in Höhe von 12,9 Mio €. Darin enthalten sind Wertminderungen
auf Sachanlagen in Höhe von 3,3 Mio €. Zudem resultierte aus Wertminderungen auf Sachanlagen in der Division Powertrain ein
Aufwand in Höhe von 9,9 Mio €. Nach erfolgreichem Abschluss aller Verhandlungen und Erteilung der notwendigen Fusionskontrollfreigaben
nahm die OSRAM Continental GmbH, München, am 2. Juli 2018 weltweit den Betrieb auf.
In der Division Interior ergab sich infolge dieses Anteilserwerbs an dem assoziierten
Unternehmen ein Ertrag in Höhe von 172,8 Mio € aus der Marktwertanpassung der zuvor
gehaltenen Anteile. Des Weiteren entstand in der Division Interior ein Aufwand aus dem Verkauf einer Gesellschaft
in Höhe von 28,9 Mio €. Darüber hinaus resultierte aus einer Wertminderung auf Sachanlagen ein Aufwand in
Höhe von 0,2 Mio € in der Division Interior. Im Rahmen einer Restrukturierung ergab sich in der Division Interior eine Wertaufholung
auf Sachanlagen in Höhe von 2,8 Mio €. Ein Asset Deal führte in der Division Interior zu einem Ertrag in Höhe von 2,9 Mio
€. Aus einer Wertminderung auf Sachanlagen im Rahmen einer Restrukturierung ergab sich
für die Division ContiTech ein Aufwand in Höhe von 0,2 Mio €. Des Weiteren entstand in der Division ContiTech ein Ertrag aus dem Verkauf einer Gesellschaft
in Höhe von 0,3 Mio €. Für den Konzern beträgt die Entlastung durch Sondereffekte in den ersten neun Monaten
2018 insgesamt 125,2 Mio €. Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2017Die Auflösung einer Restrukturierungsrückstellung führte in der Division Chassis &
Safety zu einem Ertrag in Höhe von 0,1 Mio €. Daneben ergab sich für die Division Chassis & Safety ein Ertrag aus einer Wertaufholung
auf Sachanlagen in Höhe von 0,1 Mio €. Aus Wertminderungen auf Sachanlagen resultierte in der Division Powertrain ein Aufwand
in Höhe von insgesamt 7,9 Mio €. Daneben ergab sich in der Division Powertrain ein Ertrag aus der Auflösung nicht mehr
benötigter Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von insgesamt 0,3 Mio €. In der Division Interior wurde Goodwill in Höhe von insgesamt 23,1 Mio € wertberichtigt,
der im Zusammenhang mit zwei Unternehmenserwerben zum Ausbau unserer Mobility-Services-Strategie
entstanden war. Des Weiteren ergab sich in der Division Interior infolge des Restanteilserwerbs an
einem Joint Venture ein Ertrag in Höhe von 1,9 Mio € aus der Marktwertanpassung der
zuvor gehaltenen Anteile. Die Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen führte in der
Division Interior zu einem Ertrag in Höhe von 0,4 Mio €. In der Division Reifen entstand aus dem Verkauf von als Finanzanlagen gehaltenen Beteiligungen
insgesamt ein Ertrag in Höhe von 14,0 Mio €. Darüber hinaus ergab sich aus einer Erstkonsolidierung ein Ertrag in Höhe von 0,5
Mio € in der Division Reifen. Die Auflösung einer nicht mehr benötigten Restrukturierungsrückstellung führte in
der Division Reifen zu einem Ertrag in Höhe von 10,0 Mio €. Aus Wertminderungen auf Sachanlagen entstand in der Division Reifen ein Aufwand in
Höhe von 0,1 Mio €. In der Division ContiTech entstand aus Restrukturierungsaufwendungen sowie der Auflösung
nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen insgesamt ein Ertrag in Höhe
von 0,2 Mio €. Außerdem ergab sich ein Ertrag aus dem Abgang von Gesellschaften und Vermögenswerten
in Höhe von insgesamt 0,4 Mio € in der Division ContiTech. Für den Konzern ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten neun Monaten
2017 in Höhe von insgesamt 3,2 Mio €. Forschung und EntwicklungDie Kosten für Forschung und Entwicklung (netto) erhöhten sich in den ersten neun
Monaten 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,5 % auf 2.534,3 Mio € (Vj. 2.356,9
Mio €), entsprechend 7,6 % des Umsatzes (Vj. 7,2 %). Davon entfielen auf die Automotive
Group 2.196,2 Mio € (Vj. 2.036,4 Mio €), entsprechend 1 0,9 % des Umsatzes (Vj. 10,3
%), und auf die Rubber Group 338,1 Mio € (Vj. 320,5 Mio €), entsprechend 2,6 % des
Umsatzes (Vj. 2,5 %). FinanzergebnisDas negative Finanzergebnis reduzierte sich in den ersten neun Monaten 2018 im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum um 69,5 Mio € auf 150,1 Mio € (Vj. 219,6 Mio €). Dies ist im
Wesentlichen auf die Summe der Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts
von derivativen Finanzinstrumenten und aus Währungsumrechnung zurückzuführen. Die Zinserträge erhöhten sich in den ersten neun Monaten 2018 gegenüber dem Vorjahr
um 1,2 Mio € auf 69,2 Mio € (Vj. 68,0 Mio €). Davon entfielen insgesamt 43,1 Mio €
(Vj. 48,7 Mio €) auf erwartete Erträge aus langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer
sowie aus den Pensionsfonds. Hierin sind die Zinserträge auf das Fondsvermögen der
Pensionskassen nicht enthalten. Die Zinsaufwendungen beliefen sich in den ersten neun Monaten 2018 auf insgesamt 196,2
Mio € (Vj. 207,2 Mio €). Der Zinsaufwand, der aus Kreditaufnahmen bei Banken, Kapitalmarkttransaktionen
und sonstigen Finanzierungsinstrumenten resultierte, lag mit 89,5 Mio € um 6,3 Mio
€ unter dem Vorjahreswert von 95,8 Mio €. Der wesentliche Anteil entfiel mit 44,3
Mio € (Vj. 54,2 Mio €) auf den Aufwand aus den von der Continental AG sowie der Continental
Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, begebenen Anleihen. Der Rückgang des Aufwands
gegenüber dem Vorjahr ist auf die Rückzahlung von zwei Anleihen zu ihrer jeweiligen
Fälligkeit zurückzuführen. Am 20. März 2017 erfolgte die Rückzahlung der Euro-Anleihe
der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, über 750,0 Mio €. Die 3,5-jährige
Anleihe wurde mit 2,5 % p. a. verzinst. Am 16. Juli 2018 wurde die Euro-Anleihe der
Continental AG über 750,0 Mio € zurückgezahlt. Die fünfjährige Anleihe wurde mit 3,0
% p. a. verzinst. Aus der Aufzinsung der langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer
resultierte in den ersten neun Monaten 2018 ein Zinsaufwand in Höhe von insgesamt
106,7 Mio € (Vj. 111,4 Mio €). Hierin ist die Aufzinsung der Anwartschaftsverpflichtungen
der Pensionskassen nicht enthalten. Die Effekte aus Währungsumrechnung führten in den ersten neun Monaten 2018 zu einem
negativen Ergebnisbeitrag in Höhe von 27,3 Mio € (Vj. 1 01,5 Mio €). Gegenläufig wirkten
die Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten
und sonstige Bewertungseffekte mit einem Ertrag in Höhe von insgesamt 4,2 Mio € (Vj.
21,1 Mio €). Davon entfielen auf sonstige Bewertungseffekte 0,1 Mio € (Vj. 1,5 Mio
€). Wird die Summe der Effekte aus Währungsumrechnung und aus Änderungen des beizulegenden
Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten betrachtet, ergab sich in den ersten
neun Monaten 2018 eine Ergebnisbelastung in Höhe von 23,2 Mio € (Vj. 81,9 Mio €).
Dies resultierte in den ersten neun Monaten 2018 im Wesentlichen aus der Entwicklung
des brasilianischen Real gegenüber dem Euro und dem US-Dollar. Im Vorjahr hingegen
waren die Effekte im Wesentlichen auf die Entwicklung des mexikanischen Peso gegenüber
dem US-Dollar zurückzuführen. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die ersten neun Monate 201 8 beliefen
sich auf 616,2 Mio € (Vj. 817,7 Mio €). Die Steuerquote im Berichtszeitraum lag bei
21,7 % (Vj. 26,5 %). Dazu trugen ein veränderter Ländermix sowie die Unternehmenssteuerreform
in den USA wesentlich bei. Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnenDas den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis verringerte sich um 1,7 % auf
2.185,8 Mio € (Vj. 2.224,1 Mio €). Nach den ersten neun Monaten 2018 lag das unverwässerte
Ergebnis pro Aktie bei 10,93 € (Vj. 11,12 €) und entspricht dem verwässerten Ergebnis
pro Aktie. FinanzlageCashflow-ÜberleitungDas EBIT verringerte sich in den ersten neun Monaten 2018 gegenüber dem Vergleichszeitraum
2017 um 315,1 Mio € auf 2.989,8 Mio € (Vj. 3.304,9 Mio €). Die zum großen Teil aus den Anleihen resultierenden Zinszahlungen reduzierten sich
um 18,7 Mio € auf 98,0 Mio € (Vj. 116,7 Mio €). Die Auszahlungen für Ertragsteuern verringerten sich um 251,2 Mio € auf 619,9 Mio
€ (Vj. 871,1 Mio €). Der Mittelabfluss aus dem Aufbau des operativen Working Capital lag zum 30. September
2018 mit 1.291,3 Mio € um 241,7 Mio € unter dem Vorjahresvergleichswert von 1.533,0
Mio €. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit lag zum 30. September 2018 mit
2.175,8 Mio € um 393,9 Mio € unter dem Vorjahresvergleichswert in Höhe von 2.569,7
Mio €. Aus Investitionstätigkeit resultierte in den ersten neun Monaten 2018 ein Mittelabfluss
in Höhe von 2.180,7 Mio € (Vj. 2.097,7 Mio €). Die Investitionen in Sachanlagen und
Software, ohne Berücksichtigung von Finanzierungsleasing und aktivierten Fremdkapitalkosten,
erhöhten sich um 161,3 Mio € von 1.794,9 Mio € auf 1.956,2 Mio €. Aus dem Anteilserwerb
und dem Verkauf von Gesellschaften und Geschäftsbereichen resultierte insgesamt ein
Mittelabfluss in Höhe von 181,2 Mio € (Vj. 252,4 Mio €). Der in den ersten drei Quartalen 2018 erreichte Free Cashflow ergab einen Mittelabfluss
in Höhe von 4,9 Mio € (Vj. Mittelzufluss 472,0 Mio €) und verringerte sich damit um
476,9 Mio € gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Finanzierung und FinanzschuldenZum 30. September 2018 lagen die Netto-Finanzschulden des Continental-Konzerns mit
2.995,1 Mio € um 302,8 Mio € unter dem Vorjahresniveau von 3.297,9 Mio €. Gegenüber
dem Wert zum 31. Dezember 2017 von 2.047,6 Mio € erhöhten sie sich um 947,5 Mio €.
Die Gearing Ratio verbesserte sich zum Ende des dritten Quartals 2018 auf 16,9 % (Vj.
21,0 %). Die am 16. Juli 2018 fällige Euro-Anleihe der Continental AG über 750,0 Mio € wurde
zu einem Kurs von 100,00 % zurückgezahlt. Die fünfjährige Anleihe wurde mit 3,0 %
p. a. verzinst. Der syndizierte Kredit besteht aus einer revolvierenden Tranche über 3,0 Mrd €. Diese
Kreditlinie steht Continental bis April 2021 zur Verfügung und wurde Ende September
2018 von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, und der Continental
AG in Höhe von insgesamt 538,6 Mio € in Anspruch genommen. Im Vorjahr erfolgte die
Ausnutzung in Höhe von 237,0 Mio € nur durch die Continental Rubber of America, Corp.,
Wilmington, USA. Zum 30. September 2018 verfügte Continental über ein Liquiditätspolster in Höhe von
insgesamt 4.71 2,7 Mio € (Vj. 5.164,1 Mio €), davon 1.621,7 Mio € (Vj. 1.530,9 Mio
€) flüssige Mittel sowie zugesagte, ungenutzte Kreditlinien im Volumen von 3.091,0
Mio € (Vj. 3.633,2 Mio €). Unter den Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können,
sind auch sämtliche bestehenden Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen.
Im Continental-Konzern sind die zuvor genannten flüssigen Mittel beschränkt hinsichtlich
verpfändeter Beträge sowie Guthaben in Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen
oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität. Steuern, die auf den Transfer von
Geldvermögen von einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im Regelfall
nicht als eine Beschränkung der flüssigen Mittel verstanden. Zum 30. September 2018
beliefen sich die unbeschränkt verfügbaren flüssigen Mittel insgesamt auf 1.458,0
Mio € (Vj. 1.346,4 Mio €). Herleitung der Netto-Finanzschuldenscroll
Herleitung der Veränderung der Netto-Finanzschuldenscroll
Investitionen (Bilanzzugang)In den ersten drei Quartalen 2018 wurden 1.956,2 Mio € (Vj. 1.794,9 Mio €) in Sachanlagen
und Software investiert. Die Investitionsquote beträgt nach neun Monaten 5,9 % (Vj.
5,5 %). Auf die Automotive Group entfielen 1.229,8 Mio € (Vj. 1.079,6 Mio €) der Investitionen,
dies entspricht 6,1 % des Umsatzes (Vj. 5,5 %). Die Automotive Group investierte hauptsächlich
in Produktionsausrüstungen zur Herstellung neuer Produkte und zur Umsetzung neuer
Technologien. Hierbei wurden Fertigungskapazitäten in Deutschland sowie in China,
den USA, Mexiko und an den europäischen Niedrigkostenstandorten erweitert. In der
Division Chassis & Safety wurden die Produktionsanlagen für alle Geschäftsbereiche
ausgebaut. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Erweiterung der Fertigungskapazitäten
für elektronische Bremssysteme. In der Division Powertrain lag der Investitionsschwerpunkt
auf der Erweiterung der Produktionskapazitäten für die Geschäftsbereiche Engine Systems
und Sensors & Actuators. In der Division Interior wurden insbesondere die Kapazitäten
in den Geschäftsbereichen Instrumentation & Driver HMI und Body & Security erweitert. Die Rubber Group investierte 714,1 Mio € (Vj. 713,2 Mio €), entsprechend 5,5 % des
Umsatzes (Vj. 5,5 %). Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Werkneubauten in
Rayong, Thailand, und Clinton, USA. Darüber hinaus wurden die Fertigungskapazitäten
bestehender Werke in Sumter, USA, und Hefei, China, ausgebaut. Weiterhin wurden Maßnahmen
zur Qualitätssicherung und Kostensenkung durchgeführt. In der Division ContiTech entfielen
wesentliche Investitionen auf die Ausweitung von Fertigungskapazitäten für die Geschäftsbereiche
Mobile Fluid Systems, Benecke-Hornschuch Surface Group und Power Transmission Group.
In allen Geschäftsbereichen wurde zudem in die Rationalisierung bestehender Produktionsabläufe
investiert. VermögenslageDie Bilanzsumme erhöhte sich zum 30. September 2018 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresstichtag
um 2.273,0 Mio € auf 39.634,3 Mio € (Vj. 37.361,3 Mio €). Der Goodwill in Höhe von
7.037,6 Mio € ist im Vergleich zum Vorjahreswert von 6.818,8 Mio € um 218,8 Mio €
gestiegen. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 21,2 Mio €
auf 1.503,0 Mio € (Vj. 1.481,8 Mio €). Die Sachanlagen stiegen um 942,3 Mio € auf
11.665,7 Mio € (Vj. 10.723,4 Mio €). Die aktiven latenten Steuern reduzierten sich
um 213,6 Mio € auf 1.527,7 Mio € (Vj. 1.741,3 Mio €). Die Vorräte nahmen um 334,1
Mio € auf 4.690,0 Mio € (Vj. 4.355,9 Mio €) zu. Die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen stiegen um 178,4 Mio € auf 8.401,1 Mio € (Vj. 8.222,7 Mio €). Kurzfristige
derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen erhöhten sich um 105,7 Mio €
auf 153,4 Mio € (Vj. 47,7 Mio €). Die flüssigen Mittel sind mit 1.621,7 Mio € (Vj.
1.530,9 Mio €) um 90,8 Mio € höher als am entsprechenden Vorjahresstichtag. Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz erhöhte sich im Vergleich zum
30. September 2017 um 1.981,9 Mio € auf 17.680,5 Mio € (Vj. 15.698,6 Mio €). Dies
resultierte insbesondere aus dem Anstieg der kumulierten einbehaltenen Gewinne in
Höhe von 2.076,9 Mio €. Die erfolgsneutralen Rücklagen veränderten sich um -113,2
Mio € auf -2.437,9 Mio € (Vj. -2.324,7 Mio €). Die Gearing Ratio verbesserte sich
von 21,0 % auf 16,9 %. Die Eigenkapitalquote stieg auf 44,6 % (Vj. 42,0 %). Im Vergleich zum 31. Dezember 201 7 erhöhte sich die Bilanzsumme um 2.1 93,8 Mio €
auf 39.634,3 Mio € (Vj. 37.440,5 Mio €). Bezogen auf die einzelnen Bilanzposten ist
dies im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Sachanlagen um 463,6 Mio € auf
11.665,7 Mio € (Vj. 1 1.202,1 Mio €), die Erhöhung der Vorräte um 561,8 Mio € auf
4.690,0 Mio € (Vj. 4.128,2 Mio €) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
um 731,8 Mio € auf 8.401,1 Mio € (Vj. 7.669,3 Mio €). Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz erhöhte sich im Vergleich zum
Jahresende 2017 um 1.390,2 Mio € auf 1 7.680,5 Mio € (Vj. 16.290,3 Mio €). Eigenkapitalmindernd
wirkte die Zahlung der von der Hauptversammlung beschlossenen Dividende in Höhe von
900,0 Mio €. Aus dem den Anteilseignern zuzurechnenden positiven Konzernergebnis ergibt
sich ein Anstieg in Höhe von 2.185,8 Mio €. Die erfolgsneutralen Rücklagen veränderten
sich um 70,6 Mio € auf -2.437,9 Mio € (Vj. -2.508,5 Mio €). Die Gearing Ratio veränderte
sich von 12,6 % auf 16,9 %. MitarbeiterZum Ende des dritten Quartals 2018 waren im Konzern 244.582 Mitarbeiter beschäftigt.
Dies entspricht einem Anstieg um 9.109 Personen im Vergleich zum Jahresende 2017.
Aufgrund gestiegener Produktionsvolumina und des Ausbaus des Bereichs Forschung und
Entwicklung erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter in der Automotive Group um 6.751.
In der Rubber Group führte der weitere Ausbau von Produktionskapazitäten und Vertriebskanälen
zu einer Erhöhung der Beschäftigtenzahl um 2.354. Im Vergleich zum Berichtsstichtag
des Vorjahres erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern um insgesamt 11.312. Überleitung zu operativen Aktiva zum 30. September 2018scroll
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Überleitung zu operativen Aktiva zum 30. September 2017scroll
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Entwicklung der Divisionenscroll
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Chassis & SafetyAbsatzIm Geschäftsbereich Vehicle Dynamics erhöhte sich das Absatzvolumen von elektronischen
Bremssystemen in den ersten neun Monaten 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 1 %. Die
Verkaufszahlen von Bremskraftverstärkern im Geschäftsbereich Hydraulic Brake Systems
stiegen um 2 % gegenüber dem Vorjahresniveau. Der Absatz der Bremssättel mit integrierter
elektrischer Parkbremse erhöhte sich um 19 % gegenüber dem Vorjahr und überkompensierte
damit den Rückgang der Verkaufszahlen von konventionellen Bremssätteln, die um 10
% unter dem Vorjahresniveau lagen. Im Geschäftsbereich Passive Safety & Sensorics
stieg der Absatz bei Airbagsteuergeräten um 2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Bei den Fahrerassistenzsystemen erhöhten sich die Verkaufszahlen um 32 %. Umsatzrückgang um 0,4 %;Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 2,7 %Während der ersten neun Monate 2018 reduzierte sich der Umsatz der Division Chassis
& Safety im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,4 % auf 7.214,0 Mio € (Vj. 7.243,0
Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich
ein Anstieg um 2,7 %. Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 12,4 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Chassis & Safety reduzierte
sich während der ersten neun Monate 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 82,9 Mio € bzw.
12,4 % auf 583,2 Mio € (Vj. 666,1 Mio €) und entspricht 8,1 % (Vj. 9,2 %) des bereinigten
Umsatzes. Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 12,7 %Die Division Chassis & Safety verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses
(EBIT) in den ersten neun Monaten 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 84,6 Mio € bzw.
1 2,7 % auf 581,7 Mio € (Vj. 666,3 Mio €). Die Umsatzrendite reduzierte sich auf 8,1
% (Vj. 9,2 %). Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2018Aus Wertminderungen auf Sachanlagen in der Division Chassis & Safety entstand ein
Aufwand in Höhe von 1,5 Mio €. Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2017Die Auflösung einer Restrukturierungsrückstellung führte zu einem Ertrag in Höhe von
0,1 Mio €. Daneben ergab sich ein Ertrag aus einer Wertaufholung auf Sachanlagen in Höhe von
0,1 Mio €. Für die Division Chassis & Safety ergab sich eine Entlastung durch Sondereffekte in
den ersten neun Monaten 2017 in Höhe von insgesamt 0,2 Mio €. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. PowertrainAbsatzIm Geschäftsbereich Engine Systems stieg in den ersten neun Monaten 2018 das Absatzvolumen
von Motorsteuergeräten, Injektoren, Pumpen und Turboladern. Der Geschäftsbereich Sensors
& Actuators befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs. Begünstigt durch die Abgasgesetzgebung
erhöhten sich insbesondere die Verkaufszahlen von Abgassensoren. Im Geschäftsbereich
Hybrid Electric Vehicle lief der Absatz von 48-Volt-Antriebssystemen an. Das Absatzvolumen
von Leistungselektronik lag über dem Vorjahr, während das der Batteriesysteme und
Bordnetzsysteme leicht unter dem Vorjahr lag. Die Verkaufszahlen des Geschäftsbereichs
Transmission stiegen in den ersten neun Monaten 2018 leicht über das Vorjahresniveau.
Im Geschäftsbereich Fuel & Exhaust Management erhöhte sich das Absatzvolumen von Fördereinheiten,
elektronischen Steuerungen für Fördereinheiten, Katalysatoren und SCR-Systemen gegenüber
dem Vorjahr. Umsatzanstieg um 1,1 %;Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 3,6 %Während der ersten neun Monate 2018 erhöhte sich der Umsatz der Division Powertrain
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,1 % auf 5.824,0 Mio € (Vj. 5.760,8 Mio €).
Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg
um 3,6 %. Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 53,3 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Powertrain reduzierte
sich während der ersten neun Monate 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 1 76,5 Mio €
bzw. 53,3 % auf 154,4 Mio € (Vj. 330,9 Mio €) und entspricht 2,7 % (Vj. 5,7 %) des
bereinigten Umsatzes. Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 60,9 %Die Division Powertrain verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT)
in den ersten neun Monaten 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 191,3 Mio € bzw. 60,9
% auf 123,0 Mio € (Vj. 314,3 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 2,1 %
(Vj. 5,5 %). Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2018Für den Standort Roding, Deutschland, ergab sich ein Restrukturierungsaufwand in Höhe
von 12,9 Mio €. Darin enthalten sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 3,3
Mio €. Aus Wertminderungen auf Sachanlagen entstand ein Aufwand in Höhe von 9,9 Mio €. Für die Division Powertrain beträgt die Belastung durch Sondereffekte in den ersten
neun Monaten 2018 insgesamt 22,8 Mio €. Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2017Aus Wertminderungen auf Sachanlagen resultierte ein Aufwand in Höhe von insgesamt
7,9 Mio €. Daneben ergab sich ein Ertrag aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen
in Höhe von insgesamt 0,3 Mio €. Für die Division Powertrain ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten
neun Monaten 2017 in Höhe von insgesamt 7,6 Mio €. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. InteriorAbsatzDas Absatzvolumen im Geschäftsbereich Body & Security lag in den ersten drei Quartalen
2018 auf Vorjahresniveau. Die Verkaufszahlen des Geschäftsbereichs Infotainment &
Connectivity überstiegen deutlich den Vorjahresvergleichswert. Die Zuwächse waren
in den Bereichen Multimedia und Connectivity zu verzeichnen. Der Absatz des Geschäftsbereichs
Commercial Vehicles & Aftermarket lag insgesamt über dem Vorjahresniveau. Während
der Bereich Nutzfahrzeuge leicht unter dem Vorjahreswert blieb, konnte das Ersatzteil-
und Aftermarket-Geschäft die Vorjahreswerte deutlich übertreffen. Im Geschäftsbereich
Instrumentation & Driver HMI lag der Absatz über dem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Umsatzanstieg um 6,0 %;Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 8,5 %Während der ersten neun Monate 2018 erhöhte sich der Umsatz der Division Interior
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,0 % auf 7.292,9 Mio € (Vj. 6.881,3 Mio €).
Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg
um 8,5 %. Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 6,3 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Interior erhöhte sich
während der ersten neun Monate 201 8 im Vergleich zum Vorjahr um 38,2 Mio € bzw. 6,3
% auf 643,5 Mio € (Vj. 605,3 Mio €) und entspricht 8,8 % (Vj. 8,8 %) des bereinigten
Umsatzes. Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 34,6 %Die Division Interior verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT)
in den ersten neun Monaten 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 190,3 Mio € bzw. 34,6
% auf 740,8 Mio € (Vj. 550,5 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 10,2 % (Vj.
8,0 %). Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2018Nach erfolgreichem Abschluss aller Verhandlungen und Erteilung der notwendigen Fusionskontrollfreigaben
nahm die OSRAM Continental GmbH, München, am 2. Juli 2018 weltweit den Betrieb auf.
Infolge dieses Anteilserwerbs an dem assoziierten Unternehmen ergab sich ein Ertrag
in Höhe von 172,8 Mio € aus der Marktwertanpassung der zuvor gehaltenen Anteile. Des Weiteren entstand ein Aufwand aus dem Verkauf einer Gesellschaft in Höhe von 28,9
Mio €. Aus einer Wertminderung auf Sachanlagen resultierte ein Aufwand in Höhe von 0,2 Mio
€. Im Rahmen einer Restrukturierung ergab sich eine Wertaufholung auf Sachanlagen in
Höhe von 2,8 Mio €. Darüber hinaus führte ein Asset Deal zu einem Ertrag in Höhe von 2,9 Mio €. Für die Division Interior beträgt die Entlastung durch Sondereffekte in den ersten
neun Monaten 2018 insgesamt 1 49,4 Mio €. Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2017Im Zusammenhang mit zwei Unternehmenserwerben zum Ausbau unserer Mobility-Services-Strategie
wurde Goodwill in Höhe von insgesamt 23,1 Mio € wertberichtigt. Des Weiteren ergab sich infolge des Restanteilserwerbs an einem Joint Venture ein
Ertrag in Höhe von 1,9 Mio € aus der Marktwertanpassung der zuvor gehaltenen Anteile. Die Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen führte zu einem
Ertrag in Höhe von 0,4 Mio €. Für die Division Interior ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten
neun Monaten 2017 in Höhe von insgesamt 20,8 Mio €. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. ReifenAbsatzDie Verkaufszahlen lagen nach den ersten neun Monaten 2018 im Pkw-Erstausrüstungsgeschäft
leicht unter und im Pkw-Reifenersatzgeschäft auf dem Vorjahresvergleichswert. Die
Absatzzahlen im Nutzfahrzeugreifengeschäft lagen 3 % über dem Vorjahresniveau. Umsatzrückgang um 1,2 %;Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 2,8 %Während der ersten neun Monate 2018 verringerte sich der Umsatz der Division Reifen
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,2 % auf 8.289,0 Mio € (Vj. 8.387,4 Mio €).
Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg
um 2,8 %. Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 12,0 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division Reifen verringerte
sich während der ersten neun Monate 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 184,7 Mio € bzw.
12,0 % auf 1.352,1 Mio € (Vj. 1.536,8 Mio €) und entspricht 16,3 % (Vj. 18,3 %) des
bereinigten Umsatzes. Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 13,4 %Die Division Reifen verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT)
in den ersten neun Monaten 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 207,9 Mio € bzw. 13,4
% auf 1.339,1 Mio € (Vj. 1.547,0 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 16,2
% (Vj. 18,4 %). Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2018In den ersten neun Monaten 2018 fielen in der Division Reifen keine Sondereffekte
an. Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2017Aus dem Verkauf von als Finanzanlagen gehaltenen Beteiligungen entstand insgesamt
ein Ertrag in Höhe von 14,0 Mio €. Darüber hinaus ergab sich aus einer Erstkonsolidierung ein Ertrag in Höhe von 0,5
Mio €. Die Auflösung einer nicht mehr benötigten Restrukturierungsrückstellung führte zu
einem Ertrag in Höhe von 10,0 Mio €. Aus Wertminderungen auf Sachanlagen entstand ein Aufwand in Höhe von 0,1 Mio €. Für die Division Reifen ergab sich eine Entlastung durch Sondereffekte in den ersten
neun Monaten 2017 in Höhe von insgesamt 24,4 Mio €. scroll
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Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. ContiTechUmsatzanstieg um 2,4 %;Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 4,3 %Während der ersten neun Monate 2018 erhöhte sich der Umsatz der Division ContiTech
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,4 % auf 4.790,0 Mio € (Vj. 4.677,2 Mio €).
Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg
um 4,3 %. Die Geschäftsbereiche Industrial Fluid Solutions, Air Spring Systems sowie
Conveyor Belt Group verzeichneten starke Umsatzanstiege im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Moderates Umsatzwachstum realisierten die Bereiche Power Transmission Group und Benecke-Hornschuch
Surface Group. Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 8,9 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der Division ContiTech verringerte
sich während der ersten neun Monate 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 34,8 Mio € bzw.
8,9 % auf 356,4 Mio € (Vj. 391,2 Mio €) und entspricht 7,6 % (Vj. 8,4 %) des bereinigten
Umsatzes. Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 6,0 %Die Division ContiTech verzeichnete eine Verringerung des operativen Ergebnisses (EBIT)
in den ersten neun Monaten 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 19,2 Mio € bzw. 6,0 %
auf 302,8 Mio € (Vj. 322,0 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 6,3 % (Vj.
6,9 %). Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2018Aus einer Wertminderung auf Sachanlagen im Rahmen einer Restrukturierung ergab sich
ein Aufwand in Höhe von 0,2 Mio €. Außerdem ergab sich ein Ertrag aus dem Verkauf einer Gesellschaft in Höhe von 0,3
Mio €. Für die Division ContiTech beträgt die Entlastung durch Sondereffekte in den ersten
neun Monaten 2018 insgesamt 0,1 Mio €. Sondereffekte in den ersten neun Monaten 2017Aus Restrukturierungsaufwendungen sowie der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen
ergab sich insgesamt ein Ertrag in Höhe von 0,2 Mio €. Außerdem entstand ein Ertrag aus dem Abgang von Gesellschaften und Vermögenswerten
in Höhe von insgesamt 0,4 Mio €. Für die Division ContiTech ergab sich eine Entlastung durch Sondereffekte in den ersten
neun Monaten 2017 in Höhe von insgesamt 0,6 Mio €. Risiko- und ChancenberichtAufgrund der aktuell weltweit verstärkten protektionistischen Tendenzen sieht sich
Continental dem Risiko von zusätzlichen bzw. steigenden Zöllen auf Automobile sowie
Produkte, Komponenten und Rohmaterialien, die Continental liefert oder einkauft, ausgesetzt.
Diese könnten zu einem Rückgang der Verkaufszahlen von Fahrzeugen und damit zu einem
Rückgang der Nachfrage nach Produkten von Continental bzw. zu Kostensteigerungen führen. Darüber hinaus gab es im Berichtszeitraum keine wesentlichen Veränderungen der Risiken
und Chancen. Zu den Details der wesentlichen Risiken und Chancen verweisen wir auf
unsere Ausführungen im Geschäftsbericht 2017. Prognosebericht und AusblickWie in der Ad-hoc-Mitteilung vom 18. April 2018 berichtet, führten Wechselkurs- und
Bestandsbewertungseffekte im ersten Halbjahr 2018 zu einer Ergebnisbelastung von rund
150 Mio €. Sie betraf größtenteils die Division Reifen. Aufgrund dieser Effekte wurde der Ausblick für die bereinigte EBIT-Marge der Rubber
Group von rund 15 % auf mehr als 14 % für das Jahr 2018 gesenkt. Auf Konzernebene
ergab sich daraus eine Absenkung der Prognose für die bereinigte EBIT-Marge von rund
10,5 % auf mehr als 10 %. Am 18. Juli 2018 hat Continental den Umbau der Konzernstruktur angekündigt. Im Zuge
dieser Neuorganisation wird die heutige Division Powertrain bis zum Anfang des Jahres
2019 rechtlich und organisatorisch verselbstständigt. Diese Verselbstständigung führt
voraussichtlich zu operativen Kosten in Höhe von rund 350 Mio €. Der überwiegende
Teil dieser Kosten wird voraussichtlich in den Jahren 2018 und 2019 anfallen. Zusätzlich
entstehen voraussichtlich steuerliche Nachteile, die rund 100 Mio € betragen und im
Wesentlichen im Jahr 2019 anfallen werden. Der Ausblick des Continental-Konzerns für
die bereinigte EBIT-Marge für das Jahr 2018 bleibt hiervon unberührt. In der Division Interior hat sich im dritten Quartal 2018 ein positiver Sondereffekt
von rund 173 Mio € ergeben. Dieser ist auf die Gründung der OSRAM Continental GmbH,
München, zurückzuführen. Aufgrund der Änderung der US-Steuergesetzgebung ergab sich für den Konzern die Möglichkeit,
die meisten Planvermögen für Pensionen in den USA steuerlich begünstigt zu dotieren.
Das führt im Jahr 2018, einschließlich der damit verbundenen Steuererstattungen, zu
einem einmaligen Liquiditätsabfluss in Höhe von rund 165 Mio €. Die für den Konzern
ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen werden somit gemindert, die entsprechenden Pläne
sind damit nahezu vollständig dotiert. Wie am 22. August 2018 mitgeteilt, haben im Verlauf des dritten Quartals reduzierte
Umsatzerwartungen, Kostensteigerungen und Gewährleistungsfälle erneut eine Anpassung
der Prognose für das Jahr 2018 notwendig gemacht. Die Prognose für den Konzernumsatz
im Jahr 2018 wurde auf rund 45 Mrd € zurückgenommen und die bereinigte operative Konzernergebnis-Marge
(bereinigte EBIT-Marge) auf mehr als 9 % abgesenkt. Die Erwartung für den Umsatz der
Automotive Group wurde auf rund 27,5 Mrd € reduziert; die bereinigte EBIT-Marge auf
rund 7 %. Die Prognose für den Umsatz der Rubber Group wurde auf rund 17,5 Mrd € zurückgenommen;
die bereinigte EBIT-Marge auf mehr als 13 % angepasst. Die Erwartung für den Free
Cashflow vor Akquisitionen und vor dem Abfluss der Pensionsdotierung wurde für das
laufende Jahr auf rund 1,6 Mrd € verringert. Auf Basis unserer geänderten Marktannahmen erwarten wir für die Rubber Group derzeit
weiterhin einen Umsatz von rund 17,5 Mrd € und eine bereinigte EBIT-Marge von mehr
als 13 %. Für die Automotive Group rechnen wir, nach der jüngsten Anpassung der Prognose
für die Produktionsvolumina in Europa und Asien, mit einem Umsatzanstieg auf rund
27 Mrd € und weiterhin mit einer bereinigten EBIT-Marge von rund 7 %. Hieraus ergibt sich für den Continental-Konzern für das Jahr 2018 ein Umsatz von rund
44,5 Mrd €. Darin enthalten sind negative Wechselkurseffekte in Höhe von etwa 1,2
Mrd €. In den ersten neun Monaten 2018 ergab sich aufgrund von Wechselkursveränderungen
ein negativer Umsatzeffekt von 1,1 Mrd €. Für die Rubber Group errechnet sich je 10 US-Dollar Steigerung des Durchschnittspreises
für Rohöl ein jährlicher negativer Bruttoeffekt von rund 50 Mio US-Dollar auf das
operative Ergebnis. Der Durchschnittspreis für die Nordseesorte Brent lag im Jahr
2017 bei rund 54 US-Dollar und belief sich nach den ersten neun Monaten 2018 auf 72
US-Dollar. Für Ruße und andere Chemikalien rechnen wir aufgrund dessen mit Kostensteigerungen
von mehr als 20 % im Vergleich zu den Durchschnittspreisen des Jahres 2017. Für den
Synthesekautschukgrundstoff Butadien senken wir unsere Erwartung für den Jahresdurchschnittspreis
von 1,60 US-Dollar/kg auf 1,45 US-Dollar/kg. Der Jahresdurchschnittspreis für Naturkautschuk
wird aus heutiger Sicht unter dem Wert des Vorjahres liegen (2017: 1,67 US-Dollar/kg
für TSR 20). Wir senken deshalb unsere Prognose abermals von 1,44 US-Dollar/kg auf
1,39 US-Dollar/kg. Für das Gesamtjahr 2018 rechnen wir, wegen des Ölpreisanstiegs
und der gestiegenen Preise für Synthesekautschuk, mit einer Belastung von rund 100
Mio € in der Rubber Group, nachdem wir zuvor von einer Belastung von mehr als 50 Mio
€ ausgingen. Das negative Finanzergebnis vor Effekten aus Währungsumrechnung sowie vor Effekten
aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und
sonstigen Bewertungseffekten erwarten wir für 2018 unverändert bei weniger als 180
Mio €. Die Steuerquote sollte u. a. wegen des Steuervorteils aus der Dotierung der
US-Pensionspläne im Jahr 2018 bei rund 24 % liegen (nach bisheriger Annahme rund 25
%). Für 2018 rechnen wir damit, dass sich die negativen und positiven Sondereffekte für
den Konzern ausgleichen werden. Hierin sind neben den beschriebenen Carve-out-Kosten
der Division Powertrain und des positiven Sondereffekts in der Division Interior nunmehr
laufende negative Sondereffekte in Höhe von rund 50 Mio € (bisher 100 Mio €) enthalten. Die Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen, die im Wesentlichen aus den Erwerben
von Veyance Technologies (Erwerb 2015), Elektrobit Automotive (Erwerb 2015) und der
Hornschuch Gruppe (Erwerb 201 7) resultieren, werden unverändert voraussichtlich bei
rund 180 Mio € liegen und hauptsächlich die Divisionen ContiTech und Interior betreffen. Die Investitionen vor Finanzinvestitionen werden wie angekündigt im Geschäftsjahr
2018 steigen und unverändert bei rund 7 % vom Umsatz liegen. Die Verteilung zwischen
der Automotive Group und der Rubber Group wird etwa 65 % zu 35 % betragen. Für das
Jahr 2018 planen wir einen Free Cashflow vor Akquisitionen und vor dem Abfluss für
die US-Pensionsplandotierung von rund 1,6 Mrd €. Konzern-ZwischenabschlussAufgrund der Anwendung der modifizierten retrospektiven Übergangsmethode bei der erstmaligen
Anwendung des IFRS 9, Finanzinstrumente, und des IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit
Kunden, zum 1. Januar 2018 sind alle nachfolgenden Werte der Vergleichsperioden nicht
angepasst dargestellt. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
1
Inklusive Fremdanteile. KonzernbilanzAktiva
scroll
Passivascroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
scroll
1
Eingeteilt in 200.005.983 im Umlauf befindliche Stückaktien. Erläuternde Angaben zum KonzernanhangSegmentberichterstattung 1. Januar bis 30. September 2018scroll
scroll
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Segmentberichterstattung 1. Januar bis 30. September 2017scroll
scroll
1
Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen. Überleitung Umsatz zum Umsatz bereinigt sowie EBITDA zum bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) 1. Januar bis 30. September 2018scroll
scroll
1
Konsolidierungskreisveränderungen beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und
Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und Abgänge in der Vergleichsperiode
bereinigt. Überleitung Umsatz zum Umsatz bereinigt sowie EBITDA zum bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) 1. Januar bis 30. September 2017scroll
scroll
1
Konsolidierungskreisveränderungen beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und
Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und Abgänge in der Vergleichsperiode
bereinigt. Überleitung EBIT zum Konzernergebnisscroll
SegmentberichterstattungAufgrund der Wesensverwandtschaft einzelner Produkte werden diese in Segmente zusammengefasst.
Dies zeigt sich im Wesentlichen bei Produktanforderungen, Markttrends, Kundengruppen
und Distributionskanälen. Bezüglich der Erläuterungen zur Entwicklung der fünf Divisionen des Continental-Konzerns
verweisen wir auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. September
2018. Grundsätze der RechnungslegungDieser Zwischenabschluss wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen
und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards
(IFRS) aufgestellt. Sie umfassen auch die International Accounting Standards (IAS),
die Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations
Committee bzw. des Vorgängers International Financial Reporting Interpretations Committee
(IFRIC) sowie die des ehemaligen Standing Interpretations Committee (SIC). Die Erstellung
des Zwischenabschlusses erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, Zwischenberichterstattung.
Im Zwischenabschluss werden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
wie im Konzernabschluss 2017 angewendet. Diese Methoden sind im Geschäftsbericht 2017
ausführlich erläutert. Zusätzlich wurden die zum 30. September 2018 verpflichtenden
IFRS-Änderungen und -Neuregelungen im Zwischenabschluss angewendet. Eine ausführliche
Beschreibung dieser verbindlichen IFRS-Änderungen und -Neuregelungen erfolgte im Geschäftsbericht
2017. Auswirkungen ergaben sich in der Berichtsperiode durch die erstmalige Anwendung des
IFRS 9, Finanzinstrumente, und des IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden. Im Geschäftsbericht
2017 wurden die im Geschäftsjahr 2018 verpflichtend neu anzuwendenden Standards IFRS
9 und IFRS 15 ausführlich beschrieben. Die entsprechenden Wahlrechte sind, wie im
Geschäftsbericht 2017 erläutert, ausgeübt worden. Erwartete Auswirkungen aus der Auslegung
der Standards auf die im Konzern vorhandenen Geschäftsmodelle sind entsprechend eingetreten.
Zu den konkreten Auswirkungen in der Berichtsperiode wird auf die Abschnitte Finanzinstrumente
und Erlöse aus Verträgen mit Kunden verwiesen. Alle anderen zum 30. September 2018 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und
-Neuregelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung des
Continental-Konzerns. Im Geschäftsbericht 201 7 wurde der ab dem Geschäftsjahr 2019 verpflichtend neu anzuwendende
Standard IFRS 16, Leasingverhältnisse, ausführlich beschrieben. Aus der erstmaligen
Anwendung von IFRS 16 werden weiterhin die im Geschäftsbericht 2017 erläuterten Effekte
erwartet. Bislang wurde als wesentlichste Auswirkung identifiziert, dass Continental
als Leasingnehmer Vermögenswerte und Schulden für ihre Operating-Leasingverhältnisse
über Verwaltungs-, Produktions- und Lagergebäude erfassen wird. In geringem Umfang
wird Continental als Leasingnehmer Vermögenswerte und Schulden für Operating-Leasingverhältnisse
über andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung erfassen. Darüber hinaus werden
Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung entstehen, da die linearen Aufwendungen
für Operating-Leasingverhältnisse durch einen Abschreibungsaufwand für die Nutzungsrechte
und Zinsaufwendungen aus der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten ersetzt werden.
Infolgedessen ist eine positive Auswirkung auf das EBIT zulasten des Finanzergebnisses
zu erwarten. Aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 ergibt sich voraussichtlich
ein wesentlicher Effekt. Es werden sich quantitative Auswirkungen auf die Vermögenslage
von bis zu 1,9 Mrd € ergeben. Ertragsteuern werden auf Grundlage der Schätzung des gewichteten durchschnittlichen
Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Steuerliche Auswirkungen
bestimmter signifikanter Sachverhalte, die nur der jeweiligen Berichtsperiode zuzuordnen
sind, werden dabei berücksichtigt. Obwohl einige Teile unseres Geschäfts saisonabhängig sind, bleibt die Vergleichbarkeit
der konsolidierten Quartalsabschlüsse davon insgesamt unbeeinträchtigt. Alle wichtigen
Effekte der laufenden Periode sind in diesem Bericht enthalten. Änderungen im Ansatz
oder in der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen von Unternehmenserwerben
werden erst bei Vorliegen der finalen Kaufpreisallokation retrospektiv dargestellt. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind
alle Beträge in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Wir weisen darauf hin, dass bei
der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer
Rundung Differenzen auftreten können. KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft 544 inländische und
ausländische Unternehmen, die die Continental Aktiengesellschaft nach den Regelungen
des IFRS 10, Konzernabschlüsse, einbezieht oder die als Joint Arrangements oder assoziierte
Unternehmen klassifiziert werden. Davon werden 41 2 vollkonsolidiert und 1 32 nach
der Equity-Methode bilanziert. Gegenüber dem 31. Dezember 2017 hat sich der Konsolidierungskreis um insgesamt 17
Gesellschaften erhöht. 13 Gesellschaften wurden erworben, 14 neu gegründet und drei
bislang nicht konsolidierte Einheiten wurden erstmals konsolidiert. Zusätzlich reduzierte
sich der Konsolidierungskreis um 13 Gesellschaften aufgrund von vier Verschmelzungen,
zwei Verkäufen und sieben Liquidationen. Gegenüber dem 30. September 2017 hat sich der Konsolidierungskreis in Summe um 18
Gesellschaften erhöht. Die Zugänge zum Konsolidierungskreis resultierten im Wesentlichen
aus Neugründungen und Erwerben der Automotive Group. Abgänge aus dem Konsolidierungskreis
sind überwiegend auf Liquidationen und Verschmelzungen zurückzuführen. Erwerbe und Veräußerungen von Gesellschaften und GeschäftsbereichenIm Segment Reifen erfolgten zwei Asset Deals. Die Kaufpreise in Höhe von insgesamt
2,9 Mio € wurden in Höhe von 2,7 Mio € aus Barmitteln beglichen. Zudem besteht noch
eine Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 0,2 Mio €. Aus der Kaufpreisallokation resultierten
immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 2,1 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine
wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-Konzerns
zum 30. September 2018. Im Segment Reifen erfolgte ein Share Deal. Der Kaufpreis in Höhe von 10,7 Mio € wurde
aus Barmitteln beglichen. Aus der Kaufpreisallokation resultierte Goodwill in Höhe
von 6,2 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-Konzerns zum 30. September 2018. Im Segment Interior erfolgte ein Asset Deal. Der Kaufpreis von 0,0 Mio € wurde aus
Barmitteln beglichen. Aus der Kaufpreisallokation resultierte ein negativer Unterschiedsbetrag
in Höhe von 2,9 Mio €, der ergebniswirksam innerhalb der sonstigen Erträge erfasst
wurde. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-,
Finanz- und Vermögenslage des Continental-Konzerns zum 30. September 2018. Im Segment ContiTech erfolgte ein Restanteilserwerb für einen Kaufpreis von 2,6 Mio
€. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem Buchwert
der erworbenen Anteile in Höhe von 2,5 Mio € wurde in den erfolgsneutralen Rücklagen
ausgewiesen. Im Segment Interior wurde eine Teilaktivität des Geschäftsbereichs Commercial Vehicles
& Aftermarket veräußert. Aus dieser Transaktion resultierte ein Aufwand von 28,9 Mio
€. Im Segment ContiTech entstand ein Ertrag aus dem Verkauf einer Gesellschaft in Höhe
von 0,3 Mio €. Im Segment Interior nahm, nach erfolgreichem Abschluss aller Verhandlungen und Erteilung
der notwendigen Fusionskontrollfreigaben, die OSRAM Continental GmbH, München, am
2. Juli 2018 weltweit den Betrieb auf. Die OSRAM Continental GmbH ist ein assoziiertes
Unternehmen von Continental, an dem die Continental Automotive GmbH, Hannover, und
die OSRAM GmbH, München, zu jeweils 50 % beteiligt sind. Continental bilanziert die
Beteiligung nach der Equity-Methode. Continental wird voraussichtlich Netto-Vermögen,
inklusive immaterieller Vermögenswerte, mit einem vorläufigen Wert von etwa 400 Mio
€ in die OSRAM Continental GmbH einbringen. Aus der Einbringung erzielt Continental
einen Einmalertrag von vorläufig etwa 172,8 Mio €. Darüber hinaus erhielt Continental
in diesem Zusammenhang Ausgleichszahlungen von der OSRAM GmbH in Höhe von 37,5 Mio
€. Erlöse aus Verträgen mit KundenAus der Erstanwendung des IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden, ergaben sich folgende
Effekte auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage:
Ohne Anwendung des IFRS 15 hätten sich auf Basis der Anwendung dieser bisherigen Vorschriften
folgende Effekte in der aktuellen Berichtsperiode ergeben:
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 1. Januar bis 30. September 2018scroll
scroll
Außerplanmäßige AbschreibungenDer Konzern überprüft die Werthaltigkeit der sonstigen immateriellen Vermögenswerte,
Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie der Finanzanlagen und
auch des Goodwill, sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung bekannt werden
(triggering event). In der Berichtsperiode fielen als Ergebnis dieser Überprüfungen
keine wesentlichen Wertminderungen an. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die ersten neun Monate 201 8 beliefen
sich auf 616,2 Mio € (Vj. 817,7 Mio €). Die Steuerquote im Berichtszeitraum lag bei
21,7 % (Vj. 26,5 %). Dazu trugen ein veränderter Ländermix sowie die Unternehmenssteuerreform
in den USA wesentlich bei. Langfristige Leistungen an ArbeitnehmerAus der Neubewertung der leistungsorientierten Versorgungspläne zum 30. September
2018 ergab sich gegenüber dem 31. Dezember 2017 eine Erhöhung der erfolgsneutralen
Rücklagen um 73,2 Mio €, die aus einem Anstieg der Diskontierungszinssätze resultierte.
Der entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals stand ein Abbau der langfristigen Leistungen
an Arbeitnehmer in Höhe von 100,0 Mio € gegenüber. Zahlungswirksame Veränderungen der AltersvorsorgePensionsfonds bestehen nur für Pensionsverpflichtungen, insbesondere in Deutschland,
den USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich, nicht hingegen für andere Versorgungsleistungen.
Diese Pensionsfonds qualifizieren sich als Planvermögen. Im Zeitraum vom 1. Januar
bis 30. September 2018 haben die Gesellschaften des Continental-Konzerns 80,1 Mio
€ an planmäßigen Einzahlungen in diese Pensionsfonds geleistet (Vj. 81,4 Mio €). Aufgrund der Änderung der US-Steuergesetzgebung ergab sich für den Konzern die Möglichkeit,
die meisten Planvermögen für Pensionen in den USA steuerlich begünstigt zu dotieren.
Am 11. Juli 2018 wurden die entsprechenden Planvermögen mit 209,2 Mio € dotiert. Die Pensionszahlungen für Pensionsverpflichtungen beliefen sich im Zeitraum vom 1.
Januar bis 30. September 2018 auf insgesamt 154,0 Mio € (Vj. 159,7 Mio €), die Pensionszahlungen
für andere Versorgungsleistungen auf insgesamt 10,8 Mio € (Vj. 12,1 Mio €). Die Netto-Pensionsaufwendungen des Continental-Konzerns setzen sich wie folgt zusammen: scroll
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Die Netto-Aufwendungen der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen
des Continental-Konzerns in den USA und Kanada setzen sich wie folgt zusammen: scroll
FinanzschuldenDie am 16. Juli 2018 fällige Euro-Anleihe der Continental AG über 750,0 Mio € wurde
zu einem Kurs von 100,00 % zurückgezahlt. Die fünfjährige Anleihe wurde mit 3,0 %
p. a. verzinst. Der syndizierte Kredit besteht aus einer revolvierenden Tranche über 3,0 Mrd €. Diese
Kreditlinie steht Continental bis April 2021 zur Verfügung und wurde Ende September
2018 von der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, und der Continental
AG in Höhe von insgesamt 538,6 Mio € in Anspruch genommen. Im Vorjahr erfolgte die
Ausnutzung in Höhe von 237,0 Mio € nur durch die Continental Rubber of America, Corp.,
Wilmington, USA. Bezüglich der Erläuterungen zu Finanzschulden und zum Finanzergebnis verweisen wir
zudem auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. September 2018. FinanzinstrumenteAus der Erstanwendung des IFRS 9, Finanzinstrumente, ergaben sich folgende Effekte
auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage:
Die neuen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsbeziehungen nach IFRS 9, die grundsätzlich
prospektiv anzuwenden sind, wurden auf die zum 31. Dezember 2017 nach IAS 39 bestehenden
Cashflow Hedges angewendet. Die nach IFRS 9 erforderliche Erfüllung von Bedingungen
zur Hedge-Effektivität wurde hierfür prospektiv nachgewiesen. Die Ermittlung der Effektivität
erfolgt durch Gegenüberstellung der Entwicklungen der Barwerte der Grundgeschäfte
und der Entwicklungen der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte. Ineffektivitäten
ergeben sich hierbei grundsätzlich aus der unterschiedlichen Berücksichtigung des
Kreditrisikos und von Währungsbasisspreads. Eine bilanzielle Auswirkung zum Übergangszeitpunkt
am 1. Januar 2018 hat sich nicht ergeben. Anpassungen an Systeme, Prozesse und Kontrollabläufe sind aufgrund der nicht wesentlichen
Auswirkungen des IFRS 9 ebenfalls unwesentlich. Zum 1. Januar 2018 hat der Continental-Konzern die sonstigen Finanzanlagen als zum
FVOCIwoR (Fair Value through other comprehensive income without reclassification,
zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet, ohne
Reklassifizierung) bewertet und entsprechend eingestuft, da diese Finanzanlagen langfristig
zu strategischen Zwecken gehalten werden. 2017 waren die sonstigen Finanzanlagen als
AfS (available for sale, zur Veräußerung verfügbar) klassifiziert. Die Werte der Vergleichsperioden basieren auf den Rechnungslegungsgrundsätzen des
IAS 39 und sind nicht angepasst dargestellt. Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Umstellung auf IFRS 9Die nachfolgende Tabelle zeigt die originären Bewertungskategorien nach IAS 39 und
die neuen Bewertungskategorien nach IFRS 9 für jede angepasste Klasse von finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum 1. Januar 2018 in Mio €. scroll
Erläuterungen der Abkürzungen:
Stufen der Fair-Value-Hierarchie nach IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwerts:
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte für
die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wobei lang- und kurzfristige
Bilanzposten zusammengefasst werden. Die Struktur der Vorjahrestabelle gemäß IAS 39
wurde an das neue Format angepasst. scroll
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Für sonstige Finanzanlagen, für die keine notierten Preise am aktiven Markt für identische
Instrumente (Stufe 1) oder für ein ähnliches Instrument vorliegen oder keine Bewertungsmethode,
bei der alle wesentlichen Input-Faktoren auf beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe
2), anwendbar ist, wird der Zeitwert mit einer Bewertungsmethode, bei der die wesentlichen
Input-Faktoren auf nicht beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe 3), ermittelt. Die
Bewertung erfolgt nach dem Bewertungsverfahren, das im jeweiligen Fall als sachgerecht
erachtet wird. Rechtsstreitigkeiten und SchadenersatzansprücheWie im Geschäftsbericht 201 7 ausführlich erläutert, sind im Zusammenhang mit Beschlüssen
der Hauptversammlung der ContiTech AG, Hannover, am 22. August 2007 über die Zustimmung
zum Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen dieser Gesellschaft
als beherrschtem Unternehmen mit der ContiTech-Universe Verwaltungs-GmbH, Hannover,
als herrschendem Unternehmen und über den sogenannten Squeeze-out der außenstehenden
Aktionäre nach wie vor Spruchverfahren über die Angemessenheit von Abfindung und Ausgleichszahlung
nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag und der Abfindung aufgrund des
Squeeze-out anhängig. In diesen Verfahren waren 2012 vor dem Landgericht Hannover
Teil-Verfahrensvergleiche protokolliert worden. In diesen Vergleichen wurden eine
Zuzahlung von je 3,50 € nebst Zinsen pro Aktie auf die Abfindungen nach dem Beherrschungs-
und Gewinnabführungsvertrag und aufgrund des Squeeze-out sowie - nur deklaratorisch
- eine erhöhte Ausgleichszahlung nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
vereinbart. Die Abfindungen erhöhten sich dadurch auf 28,33 € je Aktie. Das Landgericht
Hannover hatte im Oktober 2012 in diesen Verfahren Zuzahlungen in gleicher Höhe durch
Beschluss zugesprochen. Auf die Beschwerde einzelner Antragsteller hatte das Oberlandesgericht
Celle die Beschlüsse am 17. Juli 201 3 aufgehoben und zur Neuverhandlung und Entscheidung
an das Landgericht zurückverwiesen. Am 19. September 2018 hat das Landgericht Hannover
nun durch Beschluss die Abfindungen nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
und aufgrund des Squeeze-out neu auf 26,70 € je Aktie sowie die Ausgleichszahlung
nach dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ebenfalls - nur deklaratorisch
- neu festgesetzt. Die Beschlüsse sind nicht rechtskräftig. Im Übrigen gab es zu den
im Geschäftsbericht 2017 erläuterten Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüchen
im Berichtszeitraum keine wesentlichen neuen Erkenntnisse und Sachverhalte. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenGegenüber den im Geschäftsbericht 2017 beschriebenen Haftungsverhältnissen und sonstigen
finanziellen Verpflichtungen ergaben sich bis zum 30. September 2018 keine wesentlichen
Veränderungen. GewinnverwendungZum 31. Dezember 2017 wies die Continental AG einen Bilanzgewinn in Höhe von 1.470,4
Mio € (Vj. 1.103,1 Mio €) aus. Am 27. April 2018 hat die Hauptversammlung in Hannover
beschlossen, eine Dividende in Höhe von 4,50 € je Stückaktie an die Aktionäre der
Continental AG für das abgelaufene Geschäftsjahr auszuzahlen. Die Ausschüttungssumme
belief sich somit bei 200.005.983 dividendenberechtigten Aktien auf 900.026.923,50
€. Der verbleibende Betrag wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Ergebnis pro AktieDas unverwässerte Ergebnis pro Aktie reduzierte sich während der ersten neun Monate
2018 auf 10,93 € (Vj. 11,12 €) und für den Zeitraum 1. Juli bis 30. September 2018
auf 3,1 3 € (Vj. 3,64 €). Es entspricht jeweils dem verwässerten Ergebnis pro Aktie. Transaktionen mit nahestehenden PersonenIm Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Änderungen der Geschäfte mit nahestehenden
Personen gegenüber dem 31. Dezember 201 7. Wir verweisen dazu auf die Ausführungen
im Geschäftsbericht 201 7. Deutscher Corporate Governance KodexDie jährliche Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex
vom Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG ist den Aktionären auf der Internetseite
von Continental dauerhaft zugänglich gemacht worden. Dort befinden sich auch frühere
Erklärungen nach § 161 AktG. Prüferische DurchsichtDer Konzern-Zwischenlagebericht und der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurden
weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch eine
zur Abschlussprüfung befähigte Person unterzogen. Wesentliche Ereignisse nach dem 30. September 2018Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach dem 30. September 2018 vor. Hannover, 22. Oktober 2018 Continental Aktiengesellschaft Der Vorstand |
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