Continental AG

Hannover

Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2020

Continental-Aktie und -Anleihen

COVID-19-Pandemie dominiert Geschehen an Aktienmärkten

Im ersten Quartal 2020 bewirkten ab Ende Februar bis Mitte März die Ausbreitung des neuen Coronavirus, die darauf folgenden weitreichenden Stilllegungen der Wirtschaft in vielen Ländern sowie Gewinnwarnungen und Rücknahmen der Prognosen zahlreicher Unternehmen einen Kurssturz an den Börsen weltweit. Die Ankündigung umfangreicher Hilfsmaßnahmen für Unternehmen seitens europäischer Regierungen, der Europäischen Union sowie der US-Regierung führte in der zweiten Märzhälfte zu Hoffnungen auf eine baldige Überwindung der Krise. Der DAX schloss das erste Quartal 2020 bei 9.935,84 Punkten. Gegenüber seinem Stand vom Jahresende 2019 mit 13.249,01 Punkten entsprach dies einem Rückgang um 25,0 %. Nahezu identisch zum DAX entwickelte sich der EURO STOXX 50. Er verlor im ersten Quartal 25,6 % und sank auf 2.786,90 Punkte.

Das zweite Quartal 2020 war zunächst von einer raschen Erholung der Aktienmärkte geprägt. Die Hilfsprogramme der Notenbanken, die Konjunkturpakete mehrerer Staaten und die sukzessive Wiederaufnahme der Produktion seitens der Industrie waren die Haupttreiber hierfür. Wieder zunehmende Infektionszahlen in einigen Ländern führten im Verlauf des Monats Juni erneut zu rückläufigen Kursen. Der DAX stieg im Verlauf des zweiten Quartals um 23,9 % gegenüber dem Ende des Vorquartals. Ende Juni 2020 notierte er bei 12.310,93 Punkten. Für die ersten sechs Monate 2020 ergab sich dennoch eine rückläufige Entwicklung um 7,1 % gegenüber dem Jahresanfang. Der EURO STOXX 50 zeigte im zweiten Quartal 2020 einen positiven Trend. Er beendete das zweite Quartal mit einem Anstieg um 16,0 % auf 3.234,07 Punkte. Für das erste Halbjahr 2020 ergab sich ein Rückgang um 13,6 % gegenüber dem Jahresende 2019.

Automobilwerte von COVID-19-Pandemie stark betroffen

Im Verlauf des ersten Quartals 2020 belasteten die COVID-19-Pandemie in China und die daraus resultierenden negativen Effekte auf die lokale Fahrzeugnachfrage und -produktion die internationalen Automobilwerte. Die Werkstilllegungen der Fahrzeughersteller und -zulieferer im März und die erwarteten negativen Effekte diverser Maßnahmen auf die Fahrzeugnachfrage und -produktion im zweiten Quartal ließen die Kurse der europäischen Automobilwerte im März 2020 stark einbrechen. Der STOXX Europe 600 Automobiles & Parts sank im ersten Quartal 2020 gegenüber dem Jahresende 2019 um 37,5 % auf 317,82 Punkte.

Im zweiten Quartal 2020 erholte sich der STOXX Europe 600 Automobiles & Parts im Zuge der allgemeinen Markterholung und aufgrund steigender Absatz- und Produktionsvolumina um 23,2 % auf 391,65 Punkte. Für das erste Halbjahr 2020 ergab sich dennoch insgesamt ein Rückgang von 23,0 %.

Continental-Aktie mit Kursverlust im Berichtszeitraum

Die Continental-Aktie folgte im ersten Quartal 2020 weitgehend der Entwicklung des europäischen Automobilsektors, allerdings etwas volatiler. Ende März 2020 notierte sie bei 65,61 €. Gegenüber dem Jahresendkurs 2019 von 115,26 € ergab sich ein Minus von 43,1 %.

Auch im zweiten Quartal 2020 bewegte sich die Continental-Aktie weitgehend analog zur Entwicklung des europäischen Automobilsektors. Im Verlauf des zweiten Quartals gewann sie 32,8 % und notierte Ende Juni 2020 bei 87,16 €. Gegenüber dem Jahresendkurs 2019 verzeichnete sie im ersten Halbjahr 2020 einen Rückgang um 24,4 %.

Kursentwicklung der Continental-Aktie im Berichtszeitraum im Vergleich zu ausgewählten Indizes

indexiert auf den 1. Januar 2020

Ausstehende wesentliche Continental-Anleihen zum 30. Juni 2020

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WKN/ISIN Kupon Fälligkeit Volumen in Mio € Emissionskurs Kurs am 30.06.2020 Kurs am 31.12.2019
A1X3B7/XS0969344083 3,125 % 9. September 2020 750,0 99,228 % 100,525 % 102,311 %
A2YPE5/XS2051667181 0,000 % 12. September 2023 500,0 99,804 % 97,865 % 99,308 %
A28XTQ/XS2178585423 2,125 % 27. November 2023 750,0 99,559 % 103,251 % -
A28YEC/XS2193657561 1,125 % 25. September 2024 625,0 99,589 % 99,820 % -
A2YPAE/XS2056430874 0,375 % 27. Juni 2025 600,0 99,802 % 95,628 % 99,780 %
A28XTR/XS21785861 57 2,500 % 27. August 2026 750,0 98,791 % 105,513 % -

Altanleihen von Continental mit rückläufigen Kursen

Die Unsicherheit über den zeitlichen Umfang der staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie und mögliche negative Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit von Unternehmen führten im ersten Quartal 2020 zu einem deutlichen Anstieg der Verzinsung für europäische Unternehmensanleihen. Börsennotierte Anleihen zeigten entsprechende Kursrückgänge. Im Verlauf des zweiten Quartals sank das Zinsniveau wieder, wodurch sich die Kurse der Unternehmensanleihen gegenüber dem Ende des ersten Quartals zumeist deutlich erholten.

Der Kurs der am 12. September 2023 fälligen 0,0 %-Euro-Anleihe von Continental sank im Berichtszeitraum um 144,3 Basispunkte und notierte Ende Juni 2020 bei 97,865 %. Der Kurs der am 27. Juni 2025 fälligen 0,375 %-Euro-Anleihe sank im Berichtszeitraum um 415,2 Basispunkte und schloss das erste Halbjahr 2020 bei 95,628 %. Der Kurs der am 9. September 2020 fälligen 3,125 %-Euro-Anleihe sank im Berichtszeitraum um 178,6 Basispunkte auf 100,525 %, primär bedingt durch die Reduzierung der Restlaufzeit.

Rückzahlung der 0,0 %-Euro-Anleihe

Der Kurs der am 5. Februar 2020 fälligen 0,0 %-Euro-Anleihe von Continental bewegte sich im Januar und Februar 2020 um die 100 %-Marke. Am Tag der Fälligkeit erfolgte die Rückzahlung zum Nominalwert in Höhe von 600,0 Mio €.

Erfolgreiche Platzierung neuer Euro-Anleihen

Unter dem Rahmen-Emissionsprogramm für Anleiheemissionen (Debt Issuance Programme, DIP) wurden im Mai und Juni 2020 insgesamt drei Euro-Anleihen der Continental AG bzw. der Conti-Gummi Finance B.V. erfolgreich bei Investoren im In- und Ausland platziert.

Zwei Euro-Anleihen wurden am 18. Mai 2020 mit einem Zinskupon von 2,125 % und einer Laufzeit von dreieinhalb Jahren bzw. mit einem Zinskupon von 2,5 % und einer Laufzeit von sechs Jahren und drei Monaten angeboten. Das Nominalvolumen der Anleihen wurde jeweils auf 750,0 Mio € festgesetzt. Der jeweilige Ausgabekurs belief sich auf 99,559 % bzw. 98,791 %. Beide Anleihen wurden am 27. Mai 2020 in den geregelten Markt der Luxemburger Börse eingeführt.

Die dritte Euro-Anleihe wurde am 17. Juni 2020 mit einem Zinskupon von 1,125 % angeboten. Mit einem Nominalvolumen von 625,0 Mio € belief sich der Ausgabekurs auf 99,589 %. Die Anleihe

hat eine Laufzeit von vier Jahren und drei Monaten. Sie wurde am 25. Juni 2020 in den geregelten Markt der Luxemburger Börse eingeführt.

Kreditrating der Continental AG gesenkt

Die Ratingagentur Standard & Poor's bestätigte am 5. März 2020, nach Veröffentlichung der vorläufigen Geschäftszahlen der Continental Group für das Jahr 2019, ihr langfristiges Kreditrating BBB+, senkte jedoch den Ausblick auf negativ. Am 30. März 2020 stufte sie das langfristige Kreditrating auf BBB herab und beließ den Ausblick auf negativ.

Die Ratingagentur Moody's senkte am 13. März 2020 ihr langfristiges Kreditrating von Baa1 auf Baa2 und beließ den Ausblick auf negativ.

Die Ratingagentur Fitch senkte am 20. April 2020 ihr langfristiges Kreditrating von BBB+ auf BBB und beließ den Ausblick auf stabil.

Kreditrating der Continental AG

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30.06.2020 31.12.2019
Standard & Poor's1
langfristig BBB BBB+
kurzfristig A-2 A-2
Ausblick negativ stabil
Fitch2
langfristig BBB BBB+
kurzfristig F2 F2
Ausblick stabil stabil
Moody's3
langfristig Baa2 Baa1
kurzfristig kein Rating kein Rating
Ausblick negativ negativ

1 Vertragsverhältnis seit 19. Mai 2000.
2 Vertragsverhältnis seit 7. November 2013.
3 Vertragsverhältnis seit 1. Januar 2019.

Investor Relations online

Weitere Informationen zur Continental-Aktie, zu den Continental-Anleihen und zum Kreditrating sind unter ES www.continental-ir.de im Internet abrufbar.

Kennzahlen Continental Group

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2020 2019 2020 2019
Umsatz 16.532,4 22.310,7 6.619,7 1 1.264,0
EBITDA 1.052,3 2.930,6 -108,1 1.456,9
in % vom Umsatz 6,4 13,1 -1,6 12,9
EBIT -392,8 1.576,6 -829,1 753,3
in % vom Umsatz -2,4 7,1 -12,5 6,7
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen -448,8 1.060,0 -741,1 484,8
Ergebnis pro Aktie in €, unverwässert -2,24 5,30 -3,70 2,42
Ergebnis pro Aktie in €, verwässert -2,24 5,30 -3,70 2,42
Umsatz bereinigt1 16.411,8 22.307,3 6.599,5 1 1.262,7
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)2 -202,3 1.749,2 -634,0 864,9
in % des bereinigten Umsatzes -1,2 7,8 -9,6 7,7
Free Cashflow -1.802,3 -1.025,5 -1.812,7 -262,2
Netto-Finanzschulden (zum 30.06.) 5.923,7 5.665,8
Gearing Ratio in % 41,1 31,3
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)3 232.023 244.615

1 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
2 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.
3 Ohne Auszubildende.

Kennzahlen Unternehmensbereiche

Automotive Technologies in Mio €

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
2020 2019 2020 2019
Umsatz 6.740,4 9.578,8 2.560,0 4.841,0
EBITDA 139,6 1.067,8 -287,3 562,3
in % vom Umsatz 2,1 11,1 -11,2 11,6
EBIT -401,9 536,3 -552,6 276,2
in % vom Umsatz -6,0 5,6 -21,6 5,7
Abschreibungen1 541,5 531,5 265,3 286,2
davon Wertminderungen2 4,4 - -0,2 -
Investitionen3 390,2 577,9 196,6 316,0
in % vom Umsatz 5,8 6,0 7,7 6,5
Operative Aktiva (zum 30.06.) 9.980,4 12.212,0
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 93.936 96.939
Umsatz bereinigt5 6.726,6 9.577,6 2.560,0 4.840,2
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 -387,3 575,9 -462,3 297,3
in % des bereinigten Umsatzes -5,8 6,0 -18,1 6,1

Rubber Technologies in Mio €

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
2020 2019 2020 2019
Umsatz 6.933,2 8.889,3 2.961,5 4.517,7
EBITDA 942,3 1.539,5 291,3 750,7
in % vom Umsatz 13,6 17,3 9,8 16,6
EBIT 338,0 973,0 -8,4 463,0
in % vom Umsatz 4,9 10,9 -0,3 10,2
Abschreibungen1 604,3 566,5 299,7 287,7
davon Wertminderungen2 1,4 2,4 1,4 2,4
Investitionen3 338,5 533,7 174,3 288,3
in % vom Umsatz 4,9 6,0 5,9 6,4
Operative Aktiva (zum 30.06.) 10.925,4 11.401,0
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 99.490 104.795
Umsatz bereinigt5 6.826,4 8.887,1 2.941,3 4.517,2
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 416,2 1.070,2 35,2 535,7
in % des bereinigten Umsatzes 6,1 12,0 1,2 11,9

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Powertrain Technologies in Mio €

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
2020 2019 2020 2019
Umsatz 2.960,2 3.967,0 1.131,2 1.961,4
EBITDA 25,2 371,4 -91,3 185,4
in % vom Umsatz 0,9 9,4 -8,1 9,5
EBIT -267,2 117,2 -244,3 56,3
in % vom Umsatz -9,0 3,0 -21,6 2,9
Abschreibungen1 292,4 254,2 153,0 129,1
davon Wertminderungen2 51,0 12,0 33,0 5,8
Investitionen3 164,2 295,6 60,0 164,3
in % vom Umsatz 5,5 7,5 5,3 8,4
Operative Aktiva (zum 30.06.) 3.498,5 4.277,6
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 38.150 42.412
Umsatz bereinigt5 2.960,2 3.967,0 1.131,2 1.961,4
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 -172,0 151,4 -183,9 72,5
in % des bereinigten Umsatzes -5,8 3,8 -16,3 3,7

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Konzern-Zwischenlagebericht

Auswirkungen der COVID-19-Pandemie

Am 1. April 2020 teilten wir mit, dass die andauernde COVID-19-Pandemie, die deshalb von Regierungen und Behörden verfügten Beschränkungen sowie Produktionsstopps und andere Maßnahmen von Kunden und Lieferanten im Berichtszeitraum zu erheblichen Anpassungen und Unterbrechungen in wesentlichen Bereichen der Continental Group führen.

Zum Erhalt unserer finanziellen Liquidität senken wir unsere Kosten, optimieren unser Betriebskapital und verschieben nicht dringend erforderliche Projekte und Investitionen bis auf Weiteres. Zur Sicherung unserer Handlungsfähigkeit treiben wir allerdings wichtige Entwicklungsprojekte sowie Vorbereitungen für bevorstehende Serienanläufe voran.

Zum Schutz der Mitarbeiter und in Reaktion auf Nachfragerückgänge standen mehr als 40 % der 249 Produktionsstandorte für die Dauer von wenigen Tagen bis einigen Wochen still. Die Verringerung der Produktion betrifft weiterhin insbesondere Standorte in Europa sowie Nord- und Südamerika. In China wurde die Produktion gemäß den lokalen behördlichen Bestimmungen eingestellt und seit 10. Februar 2020 schrittweise wieder aufgenommen.

In Deutschland waren in der Spitze bis zu 30.000 Mitarbeiter zur Kurzarbeit angemeldet. Von den Mitarbeitern, die ihre Tätigkeit mobil ausüben können, nutzten mehr als 95 % der Mitarbeiter weltweit diese Möglichkeit.

Abspaltung von Vitesco Technologies erst bei besserem Marktumfeld

Am 30. April 2020 gaben wir den Beschluss des Continental-Vorstands bekannt, aufgrund der COVID-19-Pandemie und der damit verbundenen anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten die geplante Abspaltung von Vitesco Technologies samt Börsennotierung in diesem Jahr nicht durchzuführen. Der Schritt soll vollzogen werden, sobald das Marktumfeld dafür spürbar besser und gefestigt ist.

Personalia: Andreas Wolf in den Vorstand berufen

Mit Wirkung zum 3. Juni 2020 wurde Andreas Wolf in den Vorstand der Continental AG berufen. Er leitet seit Oktober 2018 den auf die Elektrifizierung des Antriebsstrangs spezialisierten Unternehmensbereich Powertrain Technologies. Die Dauer seines Mandats beträgt drei Jahre. Mit Vollzug der geplanten Abspaltung von Vitesco Technologies innerhalb dieses Zeitraums läuft es vorzeitig ab.

Dividende angepasst

Am 3. Juni 2020 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG beschlossen, der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 3,00 € je Stückaktie für das Geschäftsjahr 2019 vorzuschlagen. Damit wurde der bisher angekündigte Gewinnverwendungsvorschlag von 4,00 € je Stückaktie angepasst. Grund dafür sind die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Der Gewinnverwendungsvorschlag in Höhe von 3,00 € je Stückaktie wurde von der Hauptversammlung am 14. Juli 2020 angenommen.

Strukturprogramm "Transformation 2019-2029"

Am 14. Juli 2020 hat der Aufsichtsrat der Continental AG den nächsten Schritten der Umsetzung des Strukturprogramms "Transformation 201 9-2029" zugestimmt. Der erste Beschluss betrifft die Schließung des Standorts Rubi, Spanien, bis Ende 2021. Die dortige Produktion von Anzeige- und Bedientechnologien soll bis 2021 schrittweise auslaufen oder an andere europäische Standorte verlagert werden. Gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften konnte sich Continental auf eine Vereinbarung für die rund 740 Beschäftigten einigen. Dieser Beschluss steht unter dem Vorbehalt des formalen Abschlusses eines in Spanien bei Restrukturierungen notwendigen Konsultationsverfahrens, an dem neben den Verantwortlichen bei Continental sowohl Arbeitnehmervertreter als auch lokale Behörden beteiligt sind. Der zweite Beschluss betrifft die Schließung des Standorts Nogales, Mexiko, mit rund 2.000 Mitarbeitern. Die dortige Fertigung von Fahrzeugkommunikations- und Vernetzungstechnologien sowie Antriebskomponenten wird schrittweise bis voraussichtlich Mitte 2024 auslaufen und teilweise auf andere Standorte in der Region verteilt.

PRORETA 5: gemeinsames Forschen an Künstlicher Intelligenz Gemeinsam mit der Technischen Universität (TU) Darmstadt, der Universität Bremen und der Technischen Universität Iasi, Rumänien, setzen wir die Reihe der PRORETA-Forschungsprojekte fort. PRORETA 5 widmet sich einer der anspruchsvollsten Aufgaben für das automatisierte Fahren: dem Erkennen komplexer Verkehrssituationen in Innenstädten und wie Algorithmen aus Sensordaten die richtigen Fahrentscheidungen dafür ableiten. Bei einer ungeregelten Kreuzung beispielsweise ist es eine Herausforderung, alle für die geplante Fahrtrichtung relevanten Objekte und ihre Bewegungsrichtung, Intention sowie ihren Vorrang ohne menschliches Zutun richtig zu interpretieren. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Entwicklungspartnerschaft für SiC-Leistungshalbleiter

Im Juni 2020 starteten Vitesco Technologies und ROHM Semiconductor eine Entwicklungspartnerschaft für Siliziumkarbid(SiC)-Leistungshalbleiter. Vitesco Technologies wird SiC-Bausteine nutzen, um die Effizienz der Leistungselektronik für Elektrofahrzeuge zu steigern. Mit ihrem höheren Wirkungsgrad nutzen SiC-Halbleiter die in der Fahrzeugbatterie gespeicherte Energie besser aus. Auf diese Weise gewinnt das Fahrzeug an Reichweite oder die Batterie kann kleiner ausfallen, ohne die Reichweite zu beeinträchtigen.

Neue Aufträge für Smartphone-basierten Autoschlüssel

Im Rahmen einer Entwicklungsphase mit Kunden und Partnern haben wir neue Serienaufträge für das Smartphone-basierte Zugangssystem CoSmA gewonnen. Damit integrieren drei weitere große Fahrzeughersteller das System in ihre neuen Fahrzeuggenerationen. Der Produktionsstart ist für 2021 vorgesehen. Die CoSmA-Technologie ersetzt den traditionellen Schlüssel und ist dabei besonders praktisch, da der Fahrer mit seinem eigenen mobilen Endgerät - ohne es in die Hand nehmen zu müssen - auf das Auto zugreifen, es entriegeln und starten kann. Kernkomponente ist ein digitaler Schlüssel, der die Zugangsberechtigung zum gewünschten Fahrzeug enthält. In einer Applikation kann der Fahrzeughalter mehrere digitale Schlüssel gleichzeitig generieren und verwalten und diese bequem mit Familie und Freunden teilen. So können auch Paketzustelldienste Online-Bestellungen direkt ins Fahrzeug liefern. Sobald eine Authentifizierung durch das Backend-Schlüsselmanagement in der Continental.cloud erfolgt, wird Zugang zum Fahrzeug gewährt.

Effiziente Antriebsriemen für Windkraftanlagen

Continental stattet Windräder des chinesischen Windkraftanlagenherstellers Xinjiang Goldwind Science and Technology mit Antriebsriemen aus. Diese sind eine effiziente Alternative zu Getrieben, die für die Flügelverstellung in Windkraftanlagen verantwortlich sind und sich flexibel auf sich ändernde Windstärken einstellen können. Im Gegensatz zu Getriebelösungen sind Riemen weniger komplex und weniger anfällig für Schwingungen und Störungen. Sie verschleißen weniger, sind langlebiger, kostengünstiger und damit langfristig effizienter.

Microsite zur Erläuterung der CO2-Emissionsregulierungen Um die Ziele des Klimaschutzabkommens von Paris zu erfüllen, wurde 2019 von der EU-Kommission die erste CO2-Verordnung für neu zugelassene schwere Nutzfahrzeuge verabschiedet. Sie fordert eine Senkung der durchschnittlichen CO2-Emissionen bei neuen schweren Nutzfahrzeugen um 15 % bis 2025 bzw. um 30 % bis 2030, jeweils im Vergleich zum Bezugszeitraum Juli 2019 bis Juni 2020. Damit die Reduktionsziele in der Praxis erreicht werden sowie CO2-Emissionen und Kraftstoffverbrauch errechnet werden können, hat die Kommission das Simulationstool VECTO eingeführt. Um Flottenbetreiber mit umfassenden Informationen über VECTO, die neue Verordnung und deren Auswirkungen zu versorgen, haben wir eine neue Microsite zur Verfügung gestellt - nicht zuletzt weil auch Reifen einen signifikanten Einfluss auf den CO2-Ausstoß eines Fahrzeugs haben.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der Internationale Währungsfonds (IWF) senkte im Juni 2020 erneut seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft, da die COVID-19-Pandemie sich im ersten Halbjahr 2020 in vielen Ländern negativer auf die wirtschaftliche Aktivität ausgewirkt hatte als zuvor erwartet. Auch die für das zweite Halbjahr erwartete konjunkturelle Erholung wird voraussichtlich langsamer als bisher prognostiziert erfolgen.

Der IWF erwartet in seinem World Economic Outlook Update (WEO Update) nun einen Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung um 4,9 % im Jahr 2020. In seiner Schätzung von April 2020 prognostizierte der IWF einen Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung um 3,0 %. In seinem aktuellen Basisszenario rechnet er mit einer beeinträchtigten Produktivität der Unternehmen aufgrund erhöhter Schutzmaßnahmen bis hin zu erneuten Sperrungen von Betrieben oder auch Städten in Ländern mit anhaltend hohen Infektionsraten.

Für Europa erwartet der IWF höhere negative Effekte auf die Wirtschaftsleistung. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Euroraums dürfte ihm zufolge im Jahr 2020 anstatt um 7,5 % voraussichtlich um 10,2 % sinken. Von den großen Volkswirtschaften des Euroraums sind aus seiner Sicht Frankreich, Italien und Spanien mit BIP-Rückgängen von über 12 % gegenüber dem Vorjahr besonders betroffen. Für Deutschland erwartet er aktuell einen Rückgang um 7,8 % im Vergleich zu 2019. Auch für Länder außerhalb des Euroraums wird eine nochmals deutlich niedrigere Wirtschaftsleistung prognostiziert. Für das Vereinigte Königreich und Russland geht der IWF mittlerweile von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 10,2 % bzw. 6,6 % aus.

Für Nordamerika reduzierte der IWF ebenfalls seine Prognosen. Für die USA rechnet er nun infolge der COVID-19-Pandemie mit einem BIP-Rückgang im Jahr 2020 um 8,0 % anstatt zuvor 5,9 %. Noch stärker sind Kanada und Mexiko mit BIP-Rückgängen um 8,4 % bzw. 10,5 % für 2020 betroffen. Auch für die anderen amerikanischen Länder erwartet der IWF stärker sinkende Wirtschaftsleistungen. Für Brasilien prognostiziert er beispielsweise derzeit einen BIP-Rückgang um 9,1 % anstatt zuvor 5,3 %.

Für die asiatischen Länder senkte der IWF erneut die Wachstumsprognosen, jedoch zumeist in einem geringeren Ausmaß. China dürfte ihm zufolge mit 1,0 % noch ein Wirtschaftswachstum im Gesamtjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr aufweisen. Für andere asiatische Länder sieht der IWF dagegen weiterhin eine zumeist nur leicht sinkende Wirtschaftsleistung. Einen spürbaren BIP-Rückgang auf 5,8 % erwartet er für die exportorientierte japanische Wirtschaft sowie auf 4,5 % nun auch für die indische Wirtschaft.

Der IWF betont, dass seine globale Wachstumsprognose weiterhin sehr unsicher sei. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Ländern hängt aus seiner Sicht von vielen Faktoren ab, darunter dem Verlauf der COVID-19-Pandemie, der Intensität und Wirksamkeit der Eindämmungsbemühungen, dem Ausmaß von Störungen in der Versorgung, Veränderungen der Nachfrage, der Verschärfung der globalen Finanzmarktbedingungen, Vertrauenseffekten sowie von möglichen Restrukturierungen in den globalen Lieferketten.

Entwicklung der Pkw-Neuzulassungen

Infolge der COVID-19-Pandemie und der Eindämmungsbemühungen der einzelnen Staaten brach die Pkw-Nachfrage in allen Regionen der Welt stark ein. Weltweit sanken die Pkw-Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2020 nach vorläufigen Daten um 28 %.

Im zeitlichen Verlauf der Pandemie war zunächst China am stärksten betroffen. Hier hatte die chinesische Regierung bereits Ende Januar 2020 umfangreiche Eindämmungsmaßnahmen in Kraft gesetzt. Nach deren Lockerung zeigte sich im zweiten Quartal eine rasche Erholung der Nachfrage. Vorläufige Daten des Verbands der Automobilindustrie (VDA) ergaben für das erste Halbjahr 2020 einen Rückgang der Pkw-Neuzulassungen in China um 22 %.

In den Monaten April und Mai 2020 führten die Eindämmungsmaßnahmen vieler Staaten ebenfalls zu deutlichen Einbrüchen der jeweiligen Pkw-Nachfrage. Im europäischen Pkw-Markt (EU27, EFTA und UK) sank der Absatz im ersten Halbjahr 2020 nach vorläufigen Daten des VDA um 39 %. Auch Brasilien verzeichnete einen Nachfrageeinbruch in gleicher Höhe. Deutliche Absatzrückgänge von über 20 % zeigten gemäß VDA z. B. auch die USA (23 %), Russland (23 %) und Japan (20 %).

Entwicklung der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen

Die Stilllegungen von Automobilwerken und die rückläufige Pkw-Nachfrage verursachten im ersten Halbjahr 2020 nach vorläufigen Daten einen massiven Einbruch der weltweiten Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen < 6 t um rund 33 %.

In China bewirkten die umfangreichen Werkschließungen im ersten Quartal 2020 nahezu eine Halbierung der Fertigung. Im zweiten Quartal erholte sich die Produktion rasch und erreichte nach vorläufigen Daten ein Plus von 9 % gegenüber dem Vorjahr. Für das erste Halbjahr 2020 ergab sich ein Rückgang von rund 20 % gegenüber dem Vorjahr.

In Europa und Nordamerika, neben China die beiden anderen Kernmärkte der Continental Group, führten im ersten Quartal 2020 die beginnenden Werkschließungen zu einer Verringerung der Fertigung um 18 % bzw. 11 %. Der Produktionsstillstand im April und die schrittweise Wiederaufnahme der Fertigung im Mai und Juni verursachten im zweiten Quartal nach vorläufigen Zahlen einen extremen Einbruch der Volumina um 63 % bzw. 69 %. Im ersten Halbjahr 2020 sank die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in Europa und Nordamerika um jeweils rund 40 %.

Hohe Fertigungsrückgänge verzeichneten im Berichtszeitraum auch viele andere Länder wie insbesondere Brasilien, Indien, Japan und Südkorea.

Mit Blick auf das dritte Quartal 2020 sehen wir aktuell für China wieder eine leicht schwächere Entwicklung und gehen von einem Rückgang des Produktionsvolumens um bis zu 10 % gegenüber dem Vorjahr aus.

In Europa dürften im dritten Quartal 2020 die zurückhaltende Nachfrage und die hohen Lagerbestände zu einer Verlangsamung der Erholung führen. Wir rechnen daher mit einem Fertigungsvolumen, das 10 % bis 20 % geringer als im Vorjahr ausfallen könnte.

Für Nordamerika erwarten wir eine weitere Normalisierung der Volumina. Die Produktionszahlen dürften im dritten Quartal 2020 jedoch noch um 5 % bis 15 % unter dem Vorjahreswert liegen.

Insgesamt erwarten wir derzeit für das dritte Quartal 2020 einen Rückgang der weltweiten Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um 10 % bis 20 %.

Wegen der andauernden und starken Dynamik der durch die Pandemie hervorgerufenen Entwicklung ist derzeit nicht abzuschätzen, wann ein neuer Ausblick für das Gesamtjahr gegeben werden kann. Dies gilt auch für die folgenden wesentlichen Abnehmerbranchen, bei denen wir ebenfalls nur das dritte Quartal 2020 betrachten.

Entwicklung der Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen

Die rückläufigen Auftragseingänge des Vorjahres und die Werkschließungen infolge der COVID-19-Pandemie führten im ersten Halbjahr 2020 nach vorläufigen Daten zu einem Rückgang der globalen Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen > 6 t von rund 23 %. Besonders betroffen war Nordamerika, wo die Lkw-Produktion im Berichtszeitraum nach vorläufigen Daten um rund 45 % einbrach. In Europa belief sich der Produktionsrückgang im Berichtszeitraum nach vorläufigen Daten auf rund 35 %. China verzeichnete im ersten Quartal 2020 einen Einbruch der Volumina um rund 20 %. Dieser wurde jedoch durch den starken Anstieg der Produktion um 45 % im zweiten Quartal überkompensiert. Im ersten Halbjahr 2020 erreichte China in Summe einen Produktionszuwachs um 13 %.

Im dritten Quartal 2020 wird sich die Situation in Europa und Nordamerika voraussichtlich nur langsam verbessern. Die Volumina dürften in Europa noch um 20 % bis 30 % unterhalb des Vorjahres liegen. Auch für Nordamerika erwarten wir Produktionszahlen, die noch um 45 % bis 55 % unter den Vorjahreswerten liegen dürften. Für China rechnen wir nach dem starken Zuwachs im zweiten Quartal für das dritte Quartal wieder mit einem leichten Rückgang der Fertigung von bis zu 10 %. Für die globale Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen rechnen wir für das dritte Quartal 2020 mit einem Rückgang zwischen 20 % und 30 %.

Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge

Weltweit sank im Zuge der COVID-19-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 der Absatz von Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge < 6 t nach vorläufigen Daten um rund 15 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der globale Markteinbruch im ersten Quartal 2020 wurde insbesondere durch die schwache Nachfrageentwicklung in China verursacht, wo sich das Coronavirus zuerst ausbreitete. Hier normalisierte sich die Nachfrage im zweiten Quartal und lag nach vorläufigen Zahlen leicht über Vorjahresniveau. Über den gesamten Berichtszeitraum belief sich der Absatzrückgang auf rund 15 %. In Europa und Nordamerika bewirkten die COVID-19-Pandemie und die Eindämmungsmaßnahmen insbesondere im zweiten Quartal einen Einbruch der Reifennachfrage. Auf Basis vorläufiger Daten sank im ersten Halbjahr 2020 der Absatz von Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in Europa und in Nordamerika jeweils um rund 20 %.

Für das dritte Quartal 2020 rechnen wir mit einer Normalisierung der Nachfrage nach Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Für Europa gehen wir aktuell von Volumina aus, die noch um 10 % bis 15 % unterhalb des Vorjahres liegen. In Nordamerika wird sich der Absatz voraussichtlich um 5 % bis 10 % unterhalb der Vergleichsperiode bewegen. Für China rechnen wir mit einem Anstieg der Nachfrage um bis zu 5 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Weltweit erwarten wir für das dritte Quartal 2020 einen Absatzrückgang von Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge < 6 t um 5 % bis 10 %.

Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge

In unserem Kernmarkt Europa sank im Zuge der COVID-19-Pandemie im ersten Halbjahr 2020 die Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge > 6 t nach vorläufigen Daten um rund 8 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. In Nordamerika, unserem anderen Kernmarkt, zeigte sich mit 7 % ein ähnlicher Rückgang.

Für das dritte Quartal 2020 erwarten wir für Europa und Nordamerika derzeit jeweils eine um 5 % bis 10 % geringere Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge als im Vorjahr.

Fahrzeugproduktion und Absatz im Reifenersatzgeschäft

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Fahrzeugproduktion Absatz im Reifenersatzgeschäft
von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge
H1 2020 Q3 2020 H1 2020 Q3 2020 H1 2020 Q3 2020
Europa ~ -40 % -10 % bis -20 % ~ -35 % -20 % bis -30 % ~ -20 % -10 % bis -15 %
Nordamerika ~ -40 % -5 % bis -15 % ~ -45 % -45 % bis -55 % ~ -20 % -5 % bis -10 %
China ~ -20 % 0 % bis -10 % ~ 13 % 0 % bis -10 % ~ -15 % 0 % bis 5 %
Weltweit ~ -33 % -10 % bis -20 % ~ -23 % -20 % bis -30 % ~ -15 % -5 % bis -10 %
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Absatz im Reifenersatzgeschäft
für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge
H1 2020 Q3 2020
Europa ~ -8 % -5 % bis -10 %
Nordamerika ~ -7 % -5 % bis -10 %
China n. a. n. a.
Weltweit n. a. n. a.

Quelle Fahrzeugproduktion: IHS Inc. (Europa mit West-, Zentral- und Osteuropa inkl. Russland und Türkei). Vorläufige Zahlen für H1 2020 und eigene Schätzungen für Q3 2020.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns

Zur Überleitung des Umsatz bereinigt und des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzern-Zwischenabschluss.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2020 2019 2020 2019
Umsatz 16.532,4 22.310,7 6.619,7 11.264,0
EBITDA 1.052,3 2.930,6 -108,1 1.456,9
in % vom Umsatz 6,4 13,1 -1,6 12,9
EBIT -392,8 1.576,6 -829,1 753,3
in % vom Umsatz -2,4 7,1 -12,5 6,7
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen -448,8 1.060,0 -741,1 484,8
Ergebnis pro Aktie in €, unverwässert -2,24 5,30 -3,70 2,42
Ergebnis pro Aktie in €, verwässert -2,24 5,30 -3,70 2,42
Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) 1.721,6 1.819,4 808,6 916,6
in % vom Umsatz 10,4 8,2 12,2 8,1
Abschreibungen1 1.445,1 1.354,0 721,0 703,6
davon Wertminderungen2 56,8 15,6 34,2 9,4
Investitionen3 923,4 1.426,3 448,4 784,5
in % vom Umsatz 5,6 6,4 6,8 7,0
Operative Aktiva (zum 30.06.) 24.480,5 27.817,6
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 232.023 244.615
Umsatz bereinigt5 16.411,8 22.307,3 6.599,5 1 1.262,7
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 -202,3 1.749,2 -634,0 864,9
in % des bereinigten Umsatzes -1,2 7,8 -9,6 7,7
Netto-Finanzschulden (zum 30.06.) 5.923,7 5.665,8
Gearing Ratio in % 41,1 31,3

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Ertragslage

Umsatzrückgang um 25,9 %;
Rückgang des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 25,7 %

Während der ersten sechs Monate 2020 verringerte sich der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25,9 % auf 16.532,4 Mio € (Vj. 22.310,7 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Rückgang um 25,7 %.

Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 111,6 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns verringerte sich während der ersten sechs Monate 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 1.951,5 Mio € bzw. 111,6 % auf -202,3 Mio € (Vj. 1.749,2 Mio €) und entspricht -1,2 % (Vj. 7,8 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 124,9 %

Das operative Konzernergebnis (EBIT) reduzierte sich in den ersten sechs Monaten 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 1.969,4 Mio € bzw. 124,9 % auf -392,8 Mio € (Vj. 1.576,6 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf -2,4 % (Vj. 7,1 %).

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2020

Im Rahmen der Verselbstständigung des Geschäftsfelds Powertrain ergab sich ein Aufwand in Höhe von insgesamt 37,6 Mio € (Autonomous Mobility and Safety 4,9 Mio €, Vehicle Networking and Information 5,2 Mio €, Powertrain 25,1 Mio €, Holding 2,4 Mio €).

Aus Wertminderungen auf Sachanlagen entstand ein Aufwand in Höhe von insgesamt 50,0 Mio € (Autonomous Mobility and Safety 4,5 Mio €, Powertrain 45,5 Mio €, Holding 0,0 Mio €). Aus einer Wertaufholung auf Sachanlagen entstand im Geschäftsfeld Vehicle Networking and Information ein Ertrag in Höhe von 0,3 Mio €.

In den ersten sechs Monaten entstand aus Abfindungen ein negativer Sondereffekt in Höhe von insgesamt 23,0 Mio € (Autonomous Mobility and Safety 4,3 Mio €, Vehicle Networking and Information 4,7 Mio €, Tires 3,4 Mio €, ContiTech 6,3 Mio €, Powertrain 4,2 Mio €, Holding 0,1 Mio €).

Im Geschäftsfeld Autonomous Mobility and Safety entstanden Restrukturierungsaufwendungen für die Standorte Gifhorn, Deutschland, in Höhe von 19,5 Mio € und Palmela, Portugal, in Höhe von 14,6 Mio €. In diesen Restrukturierungsaufwendungen sind insgesamt Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,2 Mio € enthalten.

Daneben resultierte aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen für den Standort Henderson, USA, im Geschäftsfeld Autonomous Mobility and Safety ein Ertrag in Höhe von 2,9 Mio €.

Im Geschäftsfeld Vehicle Networking and Information entstand ein Restrukturierungsaufwand für den Standort Rubi, Spanien, in Höhe von 80,0 Mio €.

Im Geschäftsfeld ContiTech entstanden Restrukturierungsaufwendungen für die Standorte Nyiregyhaza, Ungarn, in Höhe von 0,4 Mio €, Mitchell, Kanada, in Höhe von 8,7 Mio € sowie Yangsan-City, Südkorea, in Höhe von 4,4 Mio €. In diesen Restrukturierungsaufwendungen sind insgesamt Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 1,4 Mio € enthalten.

Darüber hinaus entstanden im Geschäftsfeld Powertrain Restrukturierungsaufwendungen für die Standorte Faulquemont, Frankreich, in Höhe von 6,7 Mio €, Roding, Deutschland, in Höhe von 0,8 Mio €, Kaluga, Russland, in Höhe von 0,2 Mio € sowie Cergy, Frankreich, in Höhe von 5,9 Mio €. In diesen Restrukturierungsaufwendungen sind insgesamt Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 5,5 Mio € enthalten.

Daneben resultierten im Geschäftsfeld Powertrain Erträge aus der Auflösung nicht mehr benötigter Restrukturierungsrückstellungen für die Standorte Sibiu, Rumänien, in Höhe von 1,0 Mio €, Newport News, USA, in Höhe von 1,4 Mio € sowie Singapur, Singapur, in Höhe von 0,6 Mio €.

Des Weiteren resultierte aus restrukturierungsbezogenen Belastungen ein Aufwand in Höhe von insgesamt 9,7 Mio € (Autonomous Mobility and Safety 3,9 Mio €, Vehicle Networking and Information 1,2 Mio €, Powertrain 4,6 Mio €).

Für das Geschäftsfeld Vehicle Networking and Information entstand ein Ertrag aus dem Verkauf eines nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmens in Höhe von insgesamt 157,4 Mio €.

Für das Geschäftsfeld Tires entstand ein Aufwand aus dem Abgang von Gesellschaften und Vermögenswerten in Höhe von insgesamt 0,2 Mio €.

Für den Konzern beträgt die Belastung durch Sondereffekte in den ersten sechs Monaten 2020 insgesamt 98,1 Mio €.

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2019

Im Rahmen der Verselbstständigung des Geschäftsfelds Powertrain ergab sich ein Aufwand in Höhe von insgesamt 19,8 Mio € (Autonomous Mobility and Safety 1,4 Mio €, Vehicle Networking and Information 1,4 Mio €, Powertrain 15,4 Mio €, Holding 1,6 Mio €).

Im Geschäftsfeld Autonomous Mobility and Safety ergab sich ein Aufwand in Höhe von 3,3 Mio € aus einer Restrukturierung für den Standort Varzea Paulista, Brasilien. Darin enthalten sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 1,2 Mio €.

Aus Wertminderungen auf Sachanlagen entstand ein Aufwand in Höhe von insgesamt 7,7 Mio € im Geschäftsfeld Powertrain.

Darüber hinaus ergab sich aus einer Restrukturierung für den Standort Newport News, USA, ein Aufwand in Höhe von 5,7 Mio € im Geschäftsfeld Powertrain. Darin enthalten sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 4,3 Mio €.

Im Geschäftsfeld Vehicle Networking and Information ergab sich ein Aufwand in Höhe von 1,9 Mio € aus einer nachträglichen Kaufpreisanpassung aus einem Anteilserwerb.

Aus einem Unternehmenserwerb ergab sich ein Ertrag in Höhe von 2,2 Mio € im Geschäftsfeld Tires.

Im Rahmen einer Restrukturierung am Standort Port Elizabeth, Südafrika, ergab sich ein Aufwand in Höhe von 6,5 Mio € im Geschäftsfeld Tires. Darin enthalten sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 1,4 Mio €.

Im Geschäftsfeld ContiTech ergab sich ein Restrukturierungsaufwand in der Geschäftseinheit Mobile Fluid Systems in Höhe von 37,6 Mio €. Darin sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 1,0 Mio € enthalten.

Für den Konzern ergab sich eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten sechs Monaten 2019 in Höhe von insgesamt 80,3 Mio €.

Forschung und Entwicklung

Die Kosten für Forschung und Entwicklung (netto) verringerten sich in den ersten sechs Monaten 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,4 % auf 1.721,6 Mio € (Vj. 1.819,4 Mio €), entsprechend 10,4 % des Umsatzes (Vj. 8,2 %). Davon entfielen auf Automotive Technologies 1.153,4 Mio € (Vj. 1.215,3 Mio €), entsprechend 17,1 % des Umsatzes (Vj. 12,7 %), auf Rubber Technologies 223,5 Mio € (Vj. 238,3 Mio €), entsprechend 3,2 % des Umsatzes (Vj. 2,7 %), und auf Powertrain Technologies 344,7 Mio € (Vj. 365,8 Mio €), entsprechend 11,6 % des Umsatzes (Vj. 9,2 %).

Finanzergebnis

Das negative Finanzergebnis verbesserte sich im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 35,0 Mio € auf 63,0 Mio € (Vj. 98,0 Mio €). Dies ist im Wesentlichen auf die Summe der Effekte aus Währungsumrechnung und aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten zurückzuführen.

Die Zinserträge verringerten sich im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um 9,2 Mio € auf 49,9 Mio € (Vj. 59,1 Mio €). Auf erwartete Erträge aus langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer sowie aus den Pensionsfonds entfielen in diesem Zeitraum insgesamt 30,1 Mio € (Vj. 37,4 Mio €). Hierin sind die Zinserträge auf das Fondsvermögen der Pensionskassen nicht enthalten.

Die Zinsaufwendungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2020 auf insgesamt 130,3 Mio € und lagen damit um 12,1 Mio € unter dem Vorjahresvergleichswert von 142,4 Mio €. Aus der Aufzinsung der langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer resultierte in diesem Zeitraum ein Zinsaufwand in Höhe von insgesamt 63,2 Mio € (Vj. 77,6 Mio €). Hierin ist die Aufzinsung der Anwartschaftsverpflichtungen der Pensionskassen nicht enthalten. Der Zinsaufwand, der im Wesentlichen aus Kreditaufnahmen bei Banken, Kapitalmarkttransaktionen und sonstigen Finanzierungsinstrumenten resultierte, lag mit 67,1 Mio € leicht oberhalb des Vorjahresniveaus in Höhe von 64,8 Mio €.

Aus den von der Continental AG und der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, begebenen Anleihen resultierten Aufwendungen in Höhe von 19,6 Mio € (Vj. Continental AG sowie Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, in Höhe von 16,4 Mio €). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Emission von Euro-Anleihen im zweiten Halbjahr 2019 mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 1.400,0 Mio € und im zweiten Quartal 2020 mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 2.125,0 Mio €. Neben einer variabel verzinslichen Anleihe der Continental AG im Volumen von 200,0 Mio € sind die anderen von der Continental AG und der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, begebenen Anleihen mit einem Festzins zwischen 0,000 % p. a. und 2,500 % p. a. ausgestattet. Ein gegenläufiger Effekt ist auf die Rückzahlung von zwei Euro-Anleihen zurückzuführen. Dies waren die am 19. Februar 2019 fällige Anleihe der Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA, über 500,0 Mio € sowie die am 5. Februar 2020 fällige Anleihe der Continental AG über 600,0 Mio €.

Die Effekte aus Währungsumrechnung führten im ersten Halbjahr 2020 zu einem negativen Ergebnisbeitrag in Höhe von 19,0 Mio € (Vj. 7,2 Mio €). Gegenläufig wirkten die Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und sonstige Bewertungseffekte mit einem Ertrag in Höhe von insgesamt 36,4 Mio € (Vj. Aufwand in Höhe von 7,5 Mio €). Hiervon entfiel auf die sonstigen Bewertungseffekte ein Aufwand in Höhe von 0,9 Mio € (Vj. 0,1 Mio €). Wird die Summe der Effekte aus Währungsumrechnung und aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten betrachtet, ergab sich im ersten Halbjahr 2020 ein Ergebnisbeitrag in Höhe von 18,3 Mio € (Vj. Ergebnisbelastung in Höhe von 14,6 Mio €).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das erste Halbjahr 2020 ergaben einen Steuerertrag in Höhe von 10,7 Mio € (Vj. Steueraufwand in Höhe von 396,3 Mio €). Die Steuerquote lag aufgrund des negativen Konzernergebnisses vor Steuern im Berichtszeitraum bei 2,3 % (Vj. 26,8 %).

Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen

Das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis verringerte sich um 142,3 % auf -448,8 Mio € (Vj. 1.060,0 Mio €). Nach den ersten sechs Monaten 2020 lag das unverwässerte Ergebnis pro Aktie bei -2,24 € (Vj. 5,30 €) und entspricht dem verwässerten Ergebnis pro Aktie.

Finanzlage

Cashflow-Überleitung

Das EBIT verringerte sich in den ersten sechs Monaten 2020 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019 um 1.969,4 Mio € auf -392,8 Mio € (Vj. 1.576,6 Mio €).

Die Zinszahlungen erhöhten sich um 17,5 Mio € auf 70,9 Mio € (Vj. 53,4 Mio €).

Die Auszahlungen für Ertragsteuern verringerten sich um 100,1 Mio € auf 370,0 Mio € (Vj. 470,1 Mio €).

Die Abschreibungen sowie Wertminderungen und -aufholungen erhöhten sich um 91,1 Mio € auf 1.445,1 Mio € (Vj. 1.354,0 Mio €).

Der Mittelabfluss aus dem Aufbau des operativen Working Capital lag zum 30. Juni 2020 mit 1.531,4 Mio € um 249,8 Mio € über dem Vorjahresvergleichswert von 1.281,6 Mio €.

Der Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit lag zum 30. Juni 2020 mit 1.174,0 Mio € um 1.917,9 Mio € unter dem Vorjahresvergleichswert (Vj. Mittelzufluss in Höhe von 743,9 Mio €).

Aus Investitionstätigkeit resultierte in den ersten sechs Monaten 2020 ein Mittelabfluss in Höhe von 628,3 Mio € (Vj. 1.769,4 Mio €). Die Investitionen in Sachanlagen und Software, ohne Berücksichtigung von Leasing und aktivierten Fremdkapitalkosten, verringerten sich um 483,1 Mio € von 1.293,7 Mio € auf 810,6 Mio €. Aus dem Anteilserwerb und dem Verkauf von Gesellschaften resultierte insgesamt ein Mittelzufluss in Höhe von 270,0 Mio € (Vj. Mittelabfluss in Höhe von 353,8 Mio €).

Der im ersten Halbjahr 2020 erreichte Free Cashflow ergab einen Mittelabfluss in Höhe von 1.802,3 Mio € (Vj. 1.025,5 Mio €). Damit verringerte sich der Free Cashflow um 776,8 Mio € gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Finanzierung und Finanzschulden

Zum 30. Juni 2020 lagen die Netto-Finanzschulden der Continental Group mit 5.923,7 Mio € über dem Vorjahresniveau von 5.665,8 Mio €. Gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2019 von 4.071,7 Mio € stiegen sie um 1.852,0 Mio €. Die Gearing Ratio erhöhte sich zum Ende des ersten Halbjahres 2020 auf 41,1 % (Vj. 31,3 %).

Die am 5. Februar 2020 fällige Euro-Anleihe der Continental AG über 600,0 Mio € wurde zu einem Kurs von 100,00 % zurückgezahlt. Diese Anleihe wurde mit 0,000 % p. a. verzinst und hatte eine Laufzeit von drei Jahren und zwei Monaten.

Unter dem Rahmen-Emissionsprogramm für Anleiheemissionen (Debt Issuance Programme, DIP) hat die Continental AG im September und Oktober 2019 zwei börsennotierte Euro-Anleihen und zwei Privatplatzierungen mit einem Emissionsvolumen in Höhe von insgesamt 1.400,0 Mio € ausgegeben. Die Fälligkeiten liegen im Zeitraum von April 2021 bis Juni 2025. Bezüglich der Details zu diesen Anleihen verweisen wir auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2019. Die Continental Group nutzte das günstige Markt- und Zinsumfeld, um im zweiten Quartal 2020 unter diesem Programm drei weitere Euro-Anleihen durch die Continental AG und die Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, bei Investoren im In- und Ausland zu platzieren. Der Ausgabekurs der am 27. Mai 2020 von der Continental AG ausgegebenen Anleihe über 750,0 Mio € lag bei 98,791 %. Diese Anleihe hat eine Laufzeit von sechs Jahren und drei Monaten und einen Zinssatz von 2,500 % p. a. Die von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, am 27. Mai 2020 und 25. Juni 2020 ausgegebenen Anleihen über 750,0 Mio € bzw. 625,0 Mio € haben eine Laufzeit von drei Jahren und sechs Monaten sowie von vier Jahren und drei Monaten. Der Ausgabekurs der mit 2,125 % p. a. bzw. 1,125 % p. a. festverzinsten Anleihen lag bei 99,559 % bzw. 99,589 %.

Der syndizierte Kredit aus 2014 mit einer Laufzeit bis April 2021 wurde im Dezember 2019 vorzeitig erneuert. Das Volumen der revolvierenden Tranche wurde dabei von 3.000,0 Mio € auf 4.000,0 Mio € aufgestockt. Diese Kreditlinie steht der Continental Group bis Dezember 2024 zur Verfügung. Bezüglich weiterer Details zum syndizierten Kredit verweisen wir auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2019. Diese Kreditlinie wurde Ende Juni 2020 nicht in Anspruch genommen. Im Vorjahr erfolgte die Ausnutzung in Höhe von 689,7 Mio € durch die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA. Zusätzlich zur Erhöhung des bestehenden syndizierten Kredits wurde im Mai 2020 ein weiterer syndizierter Kredit in Höhe von 3.000,0 Mio € vereinbart. Die neue Kreditlinie zielt darauf ab, die finanzielle Flexibilität von Continental während der COVID-19-Pandemie zu stärken, und hat daher eine kurze Laufzeit von 364 Tagen. Diese Kreditlinie kann ausschließlich durch die Continental AG genutzt werden und wurde Ende Juni 2020 nicht in Anspruch genommen.

Zum 30. Juni 2020 verfügte die Continental Group über ein Liquiditätspolster in Höhe von insgesamt 10.144,4 Mio € (Vj. 4.758,9 Mio €), davon 2.455,6 Mio € (Vj. 1.786,3 Mio €) flüssige Mittel sowie zugesagte, ungenutzte Kreditlinien im Volumen von 7.688,8 Mio € (Vj. 2.972,6 Mio €).

Unter den Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können, sind auch sämtliche bestehenden Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen. In der Continental Group sind die vorab genannten flüssigen Mittel beschränkt hinsichtlich verpfändeter Beträge sowie Guthaben in Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität. Steuern, die auf den Transfer von Geldvermögen von einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im Regelfall nicht als eine Beschränkung der flüssigen Mittel verstanden. Zum 30. Juni 2020 beliefen sich die unbeschränkt verfügbaren flüssigen Mittel insgesamt auf 2.249,2 Mio € (Vj. 1.581,2 Mio €).

Herleitung der Netto-Finanzschulden

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Mio € 30.06.2020 31.12.2019 30.06.2019
Langfristige Finanzschulden 5.217,2 3.375,2 2.793,2
Kurzfristige Finanzschulden 3.425,7 4.243,8 4.875,8
Langfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen -107,9 -54,0 -51,9
Kurzfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen -155,7 -151,5 -165,0
Flüssige Mittel -2.455,6 -3.341,8 -1.786,3
Netto-Finanzschulden 5.923,7 4.071,7 5.665,8

Herleitung der Veränderung der Netto-Finanzschulden

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2020 2019 2020 2019
Netto-Finanzschulden am Anfang der Periode 4.071,7 3.391,4 3.995,6 4.302,2
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -1.174,0 743,9 -1.443,1 746,1
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -628,3 -1.769,4 -369,6 -1.008,3
Cashflow vor Finanzierungstätigkeit (Free Cashflow) -1.802,3 -1.025,5 -1.812,7 -262,2
Gezahlte Dividende -1 -950,0 -1 -950,0
Dividenden an Minderheitsgesellschafter und Veränderungen aus Eigenkapitaltransaktionen bei Gesellschaften mit Minderheitsanteilseignern -19,7 -24,8 -11,7 -24,4
Nicht zahlungswirksame Veränderungen -22,4 -149,0 -89,5 -49,5
Sonstiges -2,8 -121,9 - -80,2
Wechselkurseffekte -4,8 -3,2 -14,2 2,7
Veränderung der Netto-Finanzschulden -1.852,0 -2.274,4 -1.928,1 -1.363,6
Netto-Finanzschulden am Ende der Periode 5.923,7 5.665,8 5.923,7 5.665,8

1 Auf der Hauptversammlung am 14. Juli 2020 wurde eine Dividende in Höhe von 3,00 € je Stückaktie beschlossen. Die Auszahlung in Höhe von insgesamt 600,0 Mio € erfolgte am 17. Juli 2020.

Investitionen (Bilanzzugang)

Im ersten Halbjahr 2020 wurden 923,4 Mio € (Vj. 1.426,3 Mio €) in Sachanlagen und Software investiert. Zur Reduzierung in Höhe von 502,9 Mio € haben alle Geschäftsfelder beigetragen. Die Investitionsquote beträgt nach sechs Monaten 5,6 % (Vj. 6,4 %).

Auf den Unternehmensbereich Automotive Technologies entfielen 390,2 Mio € (Vj. 577,9 Mio €) der Investitionen, dies entspricht 5,8 % (Vj. 6,0 %) des Umsatzes. Investiert wurde hauptsächlich in Produktionsausrüstungen zur Herstellung neuer Produkte und zur Umsetzung neuer Technologien. Hierbei wurden die Fertigungskapazitäten an den europäischen Niedrigkostenstandorten sowie in Deutschland, Mexiko, China und den USA erweitert. Darüber hinaus wurde in Aguascalientes, Mexiko, in den Aufbau eines neuen Werks investiert. Im Geschäftsfeld Autonomous Mobility and Safety entfielen wesentliche Bilanzzugänge auf Produktionsanlagen für die Geschäftseinheiten Vehicle Dynamics, Advanced Driver Assistance Systems und Passive Safety and Sensorics. Im Geschäftsfeld Vehicle Networking and Information wurden insbesondere in den Geschäftseinheiten Human Machine Interface und Connected Car Networking investiert.

Der Unternehmensbereich Rubber Technologies investierte 338,5 Mio € (Vj. 533,7 Mio €), entsprechend 4,9 % (Vj. 6,0 %) des Umsatzes. Im Geschäftsfeld Tires entfielen wesentliche Bilanzzugänge auf die Werkneubauten in Rayong, Thailand, und Clinton, USA. Darüber hinaus wurden die Fertigungskapazitäten bestehender Werke an den europäischen Niedrigkostenstandorten ausgebaut. Weiterhin wurden Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kostensenkung durchgeführt. Im Geschäftsfeld ContiTech entfielen wesentliche Bilanzzugänge auf die Ausweitung von Fertigungskapazitäten in selektierten Wachstumsmärkten für die Geschäftseinheiten Mobile Fluid Systems, Surface Solutions und Conveying Solutions. In Pune, Indien, wurde in den Aufbau eines weiteren Produktionsstandorts für die Geschäftseinheit Surface Solutions investiert. Darüber hinaus wurden in allen Geschäftseinheiten Investitionen zur Rationalisierung bestehender Produktionsabläufe durchgeführt.

Der Unternehmensbereich Powertrain Technologies investierte 164,2 Mio € (Vj. 295,6 Mio €), entsprechend 5,5 % (Vj. 7,5 %) des Umsatzes. Die Investitionen entfielen hauptsächlich auf Produktionsausrüstungen zur Herstellung neuer Produkte und zur Umsetzung neuer Technologien. Es wurde in Fertigungsanlagen bestehender Werke in China, Deutschland, Ungarn und den USA investiert. Darüber hinaus wurde in Debrecen, Ungarn, in den Aufbau eines neuen Werks investiert. Wesentliche Investitionen entfielen auf die Erweiterung der Produktionskapazitäten für die Geschäftseinheiten Electronic Controls und Sensing and Actuation.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme reduzierte sich zum 30. Juni 2020 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresstichtag um 4.073,3 Mio € auf 39.852,8 Mio € (Vj. 43.926,1 Mio €). Der Goodwill in Höhe von 5.073,4 Mio € hat sich im Vergleich zum Vorjahreswert von 7.351,5 Mio € um 2.278,1 Mio € verringert. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte verringerten sich um 49,3 Mio € auf 1.651,4 Mio € (Vj. 1.700,7 Mio €). Die Sachanlagen reduzierten sich um 411,5 Mio € auf 14.101,6 Mio € (Vj. 14.513,1 Mio €). Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich um 434,4 Mio € auf 2.226,6 Mio € (Vj. 1.792,2 Mio €). Die Vorräte verringerten sich um 98,1 Mio € auf 4.846,7 Mio € (Vj. 4.944,8 Mio €) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 1.936,9 Mio € auf 6.473,0 Mio € (Vj. 8.409,9 Mio €). Kurzfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen verringerten sich um 9,3 Mio € auf 155,7 Mio € (Vj. 165,0 Mio €). Die flüssigen Mittel sind mit 2.455,6 Mio € (Vj. 1.786,3 Mio €) um 669,3 Mio € höher als am entsprechenden Vorjahresstichtag.

Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz reduzierte sich im Vergleich zum 30. Juni 2019 um 3.691,5 Mio € auf 14.416,9 Mio € (Vj. 18.108,4 Mio €). Dies resultierte insbesondere aus dem Rückgang der kumulierten einbehaltenen Gewinne in Höhe von 2.733,9 Mio €. Die erfolgsneutralen Rücklagen veränderten sich um 949,5 Mio € auf -3.770,4 Mio € (Vj. -2.820,9 Mio €). Die Gearing Ratio verschlechterte sich von 31,3 % auf 41,1 %. Die Eigenkapitalquote sank auf 36,2 % (Vj. 41,2 %).

Im Vergleich zum 31. Dezember 2019 reduzierte sich die Bilanzsumme um 2.715,4 Mio € auf 39.852,8 Mio € (Vj. 42.568,2 Mio €). Bezogen auf die einzelnen Bilanzposten ist dies im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang der Sachanlagen um 831,1 Mio € auf 14.101,6 Mio € (Vj. 14.932,7 Mio €) und den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1.238,6 Mio € auf 6.473,0 Mio € (Vj. 7.711,6 Mio €).

Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz reduzierte sich im Vergleich zum Jahresende 2019 um 1.458,8 Mio € auf 14.416,9 Mio € (Vj. 15.875,7 Mio €). Aus dem den Anteilseignern zuzurechnenden Konzernergebnis ergibt sich ein Rückgang in Höhe von 448,8 Mio €. Die erfolgsneutralen Rücklagen veränderten sich um 976,0 Mio € auf -3.770,4 Mio € (Vj. -2.794,4 Mio €). Die Gearing Ratio veränderte sich von 25,6 % auf 41,1 %.

Mitarbeiter

Zum Ende des zweiten Quartals 2020 waren im Konzern 232.023 Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht einem Rückgang um 9.435 Personen im Vergleich zum Jahresende 2019. Gegenläufig zum weiteren Aufbau in Forschung und Entwicklung führten Effizienzsteigerungen und geringere Produktionsvolumina aufgrund der COVID-19-Pandemie in den Unternehmensbereichen Automotive Technologies und Powertrain Technologies insgesamt zu einer Reduzierung der Anzahl der Mitarbeiter um 6.209. Im Unternehmensbereich Rubber Technologies ist der Rückgang der Beschäftigtenzahl um 3.195 Personen auf Prozessoptimierungen sowie die Anpassung an reduzierte Produktionsvolumina durch die COVID-19-Pandemie zurückzuführen. Im Vergleich zum Berichtsstichtag des Vorjahres verringerte sich die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern um insgesamt 12.592 Personen.

Überleitung zu operativen Aktiva zum 30. Juni 2020

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Mio € Autonomous Mobility and Safety Vehicle Networking and Information Tires ContiTech Powertrain Sonstiges/
Holding/
Konsolidierung
Summe Aktiva/Bilanzsumme 7.023,7 7.185,2 9.456,4 4.534,6 5.632,3 6.020,6
Flüssige Mittel - - - - - 2.455,6
Kurz- und langfristige derivative Finanzinstrumente, verzinsliche Anlagen - - - - - 263,6
Andere finanzielle Vermögenswerte 14,4 26,2 13,9 5,6 22,0 31,9
Abzüglich finanzieller Vermögenswerte 14,4 26,2 13,9 5,6 22,0 2.751,1
Abzüglich sonstiger nicht operativer Vermögenswerte 22,2 -6,2 1,5 -0,4 -12,6 586,1
Aktive latente Steuern - - - - - 2.226,6
Ertragsteuerforderungen - - - - - 322,4
Abzüglich Ertragsteuervermögen - - - - - 2.549,0
Segmentvermögen 6.987,1 7.165,2 9.441,0 4.529,4 5.622,9 134,4
Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen 3.535,5 3.297,5 2.817,5 1.798,5 2.919,5 11.067,4
Kurz- und langfristige Finanzschulden - - - - - 8.642,9
Zins- und andere finanzielle Verbindlichkeiten - - - - - 38,7
Abzüglich finanzieller Verbindlichkeiten - - - - - 8.681,6
Passive latente Steuern - - - - - 278,8
Ertragsteuerverbindlichkeiten - - - - - 832,7
Abzüglich Ertragsteuerverpflichtungen - - - - - 1.111,5
Abzüglich sonstiger nicht operativer
Verbindlichkeiten
1.559,2 1.105,4 876,0 694,9 795,1 1.212,7
Segmentschulden 1.976,3 2.192,1 1.941,5 1.103,6 2.124,4 61,6
Operative Aktiva 5.010,8 4.973,1 7.499,5 3.425,8 3.498,5 72,8
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Mio € Konzern
Summe Aktiva/Bilanzsumme 39.852,8
Flüssige Mittel 2.455,6
Kurz- und langfristige derivative Finanzinstrumente, verzinsliche Anlagen 263,6
Andere finanzielle Vermögenswerte 114,0
Abzüglich finanzieller Vermögenswerte 2.833,2
Abzüglich sonstiger nicht operativer Vermögenswerte 590,6
Aktive latente Steuern 2.226,6
Ertragsteuerforderungen 322,4
Abzüglich Ertragsteuervermögen 2.549,0
Segmentvermögen 33.880,0
Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen 25.435,9
Kurz- und langfristige Finanzschulden 8.642,9
Zins- und andere finanzielle Verbindlichkeiten 38,7
Abzüglich finanzieller Verbindlichkeiten 8.681,6
Passive latente Steuern 278,8
Ertragsteuerverbindlichkeiten 832,7
Abzüglich Ertragsteuerverpflichtungen 1.111,5
Abzüglich sonstiger nicht operativer
Verbindlichkeiten
6.243,3
Segmentschulden 9.399,5
Operative Aktiva 24.480,5

Überleitung zu operativen Aktiva zum 30. Juni 2019

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Mio € Autonomous Mobility and Safety Vehicle Networking and Information Tires ContiTech Powertrain Sonstiges/
Holding/
Konsolidierung
Summe Aktiva/Bilanzsumme 8.147,4 9.096,4 10.286,6 4.958,4 6.474,2 4.963,1
Flüssige Mittel - - - - - 1.786,3
Kurz- und langfristige derivative Finanzinstrumente, verzinsliche Anlagen - - - - - 216,9
Andere finanzielle Vermögenswerte 11,9 30,2 13,2 7,1 19,0 3,5
Abzüglich finanzieller Vermögenswerte 11,9 30,2 13,2 7,1 19,0 2.006,7
Abzüglich sonstiger nicht operativer Vermögenswerte 19,2 -19,1 1,7 22,2 2,1 748,5
Aktive latente Steuern - - - - - 1.792,2
Ertragsteuerforderungen - - - - - 377,3
Abzüglich Ertragsteuervermögen - - - - - 2.169,5
Segmentvermögen 8.116,3 9.085,3 10.271,7 4.929,1 6.453,1 38,4
Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen 3.694,4 3.302,0 3.274,5 1.892,8 2.926,3 10.727,7
Kurz- und langfristige Finanzschulden - - - - - 7.669,0
Zins- und andere finanzielle Verbindlichkeiten - - - - - 34,0
Abzüglich finanzieller Verbindlichkeiten - - - - - 7.703,0
Passive latente Steuern - - - - - 410,5
Ertragsteuerverbindlichkeiten - - - - - 871,4
Abzüglich Ertragsteuerverpflichtungen - - - - - 1.281,9
Abzüglich sonstiger nicht operativer
Verbindlichkeiten
1.190,3 816,5 782,5 585,0 750,8 1.631,4
Segmentschulden 2.504,1 2.485,5 2.492,0 1.307,8 2.175,5 111,4
Operative Aktiva 5.612,2 6.599,8 7.779,7 3.621,3 4.277,6 -73,0
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Mio € Konzern
Summe Aktiva/Bilanzsumme 43.926,1
Flüssige Mittel 1.786,3
Kurz- und langfristige derivative Finanzinstrumente, verzinsliche Anlagen 216,9
Andere finanzielle Vermögenswerte 84,9
Abzüglich finanzieller Vermögenswerte 2.088,1
Abzüglich sonstiger nicht operativer Vermögenswerte 774,6
Aktive latente Steuern 1.792,2
Ertragsteuerforderungen 377,3
Abzüglich Ertragsteuervermögen 2.169,5
Segmentvermögen 38.893,9
Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen 25.817,7
Kurz- und langfristige Finanzschulden 7.669,0
Zins- und andere finanzielle Verbindlichkeiten 34,0
Abzüglich finanzieller Verbindlichkeiten 7.703,0
Passive latente Steuern 410,5
Ertragsteuerverbindlichkeiten 871,4
Abzüglich Ertragsteuerverpflichtungen 1.281,9
Abzüglich sonstiger nicht operativer
Verbindlichkeiten
5.756,5
Segmentschulden 11.076,3
Operative Aktiva 27.817,6

Entwicklung der Geschäftsfelder

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Autonomous Mobility and Safety in Mio € 2020 2019 2020 2019
Umsatz 3.316,5 4.743,0 1.256,2 2.384,0
EBITDA 89,7 562,7 -61,6 292,7
in % vom Umsatz 2,7 11,9 -4,9 12,3
EBIT -182,1 311,6 -193,9 164,4
in % vom Umsatz -5,5 6,6 -15,4 6,9
Abschreibungen1 271,8 251,1 132,3 128,3
davon Wertminderungen2 4,7 1,2 0,1 1,2
Investitionen3 176,8 289,3 91,5 165,3
in % vom Umsatz 5,3 6,1 7,3 6,9
Operative Aktiva (zum 30.06.) 5.010,8 5.612,2
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 46.495 48.585
Umsatz bereinigt5 3.316,5 4.743,0 1.256,2 2.384,0
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 -133,3 316,3 -187,7 167,4
in % des bereinigten Umsatzes -4,0 6,7 -14,9 7,0

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Autonomous Mobility and Safety (AMS)

Absatz

In der Geschäftseinheit Vehicle Dynamics lag das Absatzvolumen von elektronischen Bremssystemen in den ersten sechs Monaten 2020 deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Verkaufszahlen von Bremskraftverstärkern in der Geschäftseinheit Hydraulic Brake Systems verringerten sich stark im Vergleich zum Vorjahr. Der Absatz von Bremssätteln mit integrierter elektrischer Parkbremse verringerte sich deutlich gegenüber dem Vorjahr. In der Geschäftseinheit Passive Safety and Sensorics sank der Absatz von Airbagsteuergeräten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich. Bei den Fahrerassistenzsystemen verringerten sich die Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahreswert. Die Absatzrückgänge in den Geschäftseinheiten gegenüber dem Vorjahr sind vor allem auf die Folgewirkungen der Maßnahmen gegen die COVID-19-Pandemie zurückzuführen.

Umsatzrückgang um 30,1 %;
Rückgang des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 29,9 %

Während der ersten sechs Monate 2020 reduzierte sich der Umsatz des Geschäftsfelds Autonomous Mobility and Safety im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30,1 % auf 3.316,5 Mio € (Vj. 4.743,0 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Rückgang um 29,9 %.

Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 142,1 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Geschäftsfelds Autonomous Mobility and Safety verringerte sich während der ersten sechs Monate 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 449,6 Mio € bzw. 142,1 % auf -133,3 Mio € (Vj. 316,3 Mio €) und entspricht -4,0 % (Vj. 6,7 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 158,4 %

Das Geschäftsfeld Autonomous Mobility and Safety verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten sechs Monaten 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 493,7 Mio € bzw. 158,4 % auf -182,1 Mio € (Vj. 311,6 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf -5,5 % (Vj. 6,6 %).

Zu den Sondereffekten 2020 und 2019 verweisen wir auf unsere Erläuterungen auf Seite 11.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Vehicle Networking and Information in Mio € 2020 2019 2020 2019
Umsatz 3.449,6 4.869,9 1.315,1 2.474,7
EBITDA 50,9 505,1 -225,4 269,7
in % vom Umsatz 1,5 10,4 -17,1 10,9
EBIT -218,9 224,7 -358,5 111,8
in % vom Umsatz -6,3 4,6 -27,3 4,5
Abschreibungen1 269,8 280,4 133,1 157,9
davon Wertminderungen2 -0,3 - -0,3 -
Investitionen3 213,4 288,6 105,1 150,7
in % vom Umsatz 6,2 5,9 8,0 6,1
Operative Aktiva (zum 30.06.) 4.973,1 6.599,8
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 47.441 48.354
Umsatz bereinigt5 3.435,8 4.868,7 1.315,1 2.473,9
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 -253,1 259,6 -274,4 129,9
in % des bereinigten Umsatzes -7,4 5,3 -20,9 5,3

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Vehicle Networking and Information (VNI)

Absatz

Das Absatzvolumen in der Geschäftseinheit Connected Car Networking lag im ersten Halbjahr 2020 weltweit unter dem Vorjahresniveau. Diese Entwicklung war vorrangig auf die COVID-19-Pandemie zurückzuführen. In der Geschäftseinheit Human Machine Interface lagen die Verkaufszahlen ebenfalls unter dem Niveau des Vorjahres. Der Absatz in der Geschäftseinheit Commercial Vehicles and Services lag insgesamt unter dem Vorjahreswert. Der Bereich Nutzfahrzeuge verzeichnete aufgrund der COVID-19-Pandemie eine stärkere Reduzierung als das Ersatzteil- und Aftermarket-Geschäft.

Umsatzrückgang um 29,2 %;
Rückgang des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 28,4 %

Während der ersten sechs Monate 2020 reduzierte sich der Umsatz des Geschäftsfelds Vehicle Networking and Information im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29,2 % auf 3.449,6 Mio € (Vj. 4.869,9 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Rückgang um 28,4 %.

Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 197,5 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Geschäftsfelds Vehicle Networking and Information verringerte sich während der ersten sechs Monate 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 512,7 Mio € bzw. 197,5 % auf -253,1 Mio € (Vj. 259,6 Mio €) und entspricht -7,4 % (Vj. 5,3 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 197,4 %

Das Geschäftsfeld Vehicle Networking and Information verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten sechs Monaten 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 443,6 Mio € bzw. 197,4 % auf -218,9 Mio € (Vj. 224,7 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf -6,3 % (Vj. 4,6 %).

Zu den Sondereffekten 2020 und 2019 verweisen wir auf unsere Erläuterungen auf Seite 11.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Tires in Mio € 2020 2019 2020 2019
Umsatz 4.395,7 5.701,5 1.912,2 2.871,0
EBITDA 713,4 1.207,8 241,8 597,8
in % vom Umsatz 16,2 21,2 12,6 20,8
EBIT 287,6 812,2 31,0 398,2
in % vom Umsatz 6,5 14,2 1,6 13,9
Abschreibungen1 425,8 395,6 210,8 199,6
davon Wertminderungen2 - 1,4 - 1,4
Investitionen3 255,2 406,6 139,2 218,0
in % vom Umsatz 5,8 7,1 7,3 7,6
Operative Aktiva (zum 30.06.) 7.499,5 7.779,7
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 56.266 57.813
Umsatz bereinigt5 4.392,0 5.701,5 1.910,8 2.871,0
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 301,4 826,8 37,2 410,3
in % des bereinigten Umsatzes 6,9 14,5 1,9 14,3

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Tires

Absatz

Die Verkaufszahlen lagen bedingt durch die COVID-19-Pandemie in den ersten sechs Monaten 2020 im Pkw-Erstausrüstungsgeschäft deutlich unter dem Vorjahresvergleichswert. Auch die Absatzzahlen im Pkw-Reifenersatzgeschäft und im Nutzfahrzeugreifengeschäft lagen im Berichtszeitraum spürbar unter dem Vorjahresniveau.

Umsatzrückgang um 22,9 %;
Rückgang des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 22,1 %

Während der ersten sechs Monate 2020 reduzierte sich der Umsatz des Geschäftsfelds Tires im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22,9 % auf 4.395,7 Mio € (Vj. 5.701,5 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Rückgang um 22,1 %.

Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 63,5 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Geschäftsfelds Tires verringerte sich während der ersten sechs Monate 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 525,4 Mio € bzw. 63,5 % auf 301,4 Mio € (Vj. 826,8 Mio €) und entspricht 6,9 % (Vj. 14,5 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 64,6 %

Das Geschäftsfeld Tires verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten sechs Monaten 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 524,6 Mio € bzw. 64,6 % auf 287,6 Mio € (Vj. 812,2 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 6,5 % (Vj. 14,2 %).

Zu den Sondereffekten 2020 und 2019 verweisen wir auf unsere Erläuterungen auf Seite 11.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
ContiTech in Mio € 2020 2019 2020 2019
Umsatz 2.584,6 3.250,0 1.063,7 1.677,1
EBITDA 229,0 331,7 49,6 152,9
in % vom Umsatz 8,9 10,2 4,7 9,1
EBIT 50,5 160,8 -39,3 64,8
in % vom Umsatz 2,0 4,9 -3,7 3,9
Abschreibungen1 178,5 170,9 88,9 88,1
davon Wertminderungen2 1,4 1,0 1,4 1,0
Investitionen3 83,3 127,1 35,1 70,3
in % vom Umsatz 3,2 3,9 3,3 4,2
Operative Aktiva (zum 30.06.) 3.425,8 3.621,3
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 43.224 46.982
Umsatz bereinigt5 2.481,5 3.247,8 1.044,9 1.676,6
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 114,9 243,4 -1,9 125,4
in % des bereinigten Umsatzes 4,6 7,5 -0,2 7,5

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

ContiTech

Umsatzrückgang um 20,5 %;
Rückgang des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 22,3 %

Während der ersten sechs Monate 2020 reduzierte sich der Umsatz des Geschäftsfelds ContiTech im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20,5 % auf 2.584,6 Mio € (Vj. 3.250,0 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Rückgang um 22,3 %. Durch die COVID-19-Pandemie und die sich daraus ergebende Krise wurde der Umsatz mit Kunden aus der Automobilindustrie gegenüber dem Vorjahr deutlich unterschritten. Auch im Industriegeschäft ist ein deutlicher Umsatzrückgang zu verzeichnen. Als Folge hatte das Geschäftsfeld eine Vielzahl von Werken im zweiten Quartal heruntergefahren oder geschlossen.

Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 52,8 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Geschäftsfelds ContiTech verringerte sich während der ersten sechs Monate 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 128,5 Mio € bzw. 52,8 % auf 114,9 Mio € (Vj. 243,4 Mio €) und entspricht 4,6 % (Vj. 7,5 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 68,6 %

Das Geschäftsfeld ContiTech verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten sechs Monaten 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 110,3 Mio € bzw. 68,6 % auf 50,5 Mio € (Vj. 160,8 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf 2,0 % (Vj. 4,9 %).

Zu den Sondereffekten 2020 und 2019 verweisen wir auf unsere Erläuterungen auf Seite 11.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Powertrain in Mio € 2020 2019 2020 2019
Umsatz 2.960,2 3.967,0 1.131,2 1.961,4
EBITDA 25,2 371,4 -91,3 185,4
in % vom Umsatz 0,9 9,4 -8,1 9,5
EBIT -267,2 117,2 -244,3 56,3
in % vom Umsatz -9,0 3,0 -21,6 2,9
Abschreibungen1 292,4 254,2 153,0 129,1
davon Wertminderungen2 51,0 12,0 33,0 5,8
Investitionen3 164,2 295,6 60,0 164,3
in % vom Umsatz 5,5 7,5 5,3 8,4
Operative Aktiva (zum 30.06.) 3.498,5 4.277,6
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 38.150 42.412
Umsatz bereinigt5 2.960,2 3.967,0 1.131,2 1.961,4
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 -172,0 151,4 -183,9 72,5
in % des bereinigten Umsatzes -5,8 3,8 -16,3 3,7

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Powertrain

Absatz

In der Geschäftseinheit Electronic Controls stieg in den ersten sechs Monaten 2020 das Absatzvolumen von Getriebesteuerungen gegenüber dem Vorjahr, während es bei Motorsteuergeräten, Turboladern, Pumpen und Injektoren unter dem Vorjahr lag. In der Geschäftseinheit Electrification Technology lagen die Verkaufszahlen von Leistungselektronik und Elektromotoren über dem Vorjahr. Das Absatzvolumen von Produkten zur Bordnetz-Stabilisierung, 48-Volt-Antriebssystemen sowie Batteriesystemen sank unter das Vorjahresniveau. In der Geschäftseinheit Sensing and Actuation lagen die Verkaufszahlen von Katalysatoren und SCR-Systemen, von Kraftstofffördereinheiten sowie mechatronischen Sensoren für Verbrennungsmotoren unter denen des Vorjahres. Die unterschiedlichen Entwicklungen der Absatzvolumina in den einzelnen Geschäftseinheiten sind durch die COVID-19-Pandemie negativ beeinflusst.

Umsatzrückgang um 25,4 %;
Rückgang des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 24,8 %

Während der ersten sechs Monate 2020 reduzierte sich der Umsatz des Geschäftsfelds Powertrain im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25,4 % auf 2.960,2 Mio € (Vj. 3.967,0 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Rückgang um 24,8 %.

Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 213,6 %

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Geschäftsfelds Powertrain reduzierte sich während der ersten sechs Monate 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 323,4 Mio € bzw. 213,6 % auf -172,0 Mio € (Vj. 151,4 Mio €) und entspricht -5,8 % (Vj. 3,8 %) des bereinigten Umsatzes.

Operativer Ergebnisrückgang (EBIT) um 328,0 %

Das Geschäftsfeld Powertrain verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten sechs Monaten 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 384,4 Mio € bzw. 328,0 % auf -267,2 Mio € (Vj. 117,2 Mio €). Die Umsatzrendite verringerte sich auf -9,0 % (Vj. 3,0 %).

Zu den Sondereffekten 2020 und 2019 verweisen wir auf unsere Erläuterungen auf Seite 11.

Risiko- und Chancenbericht

Aufgrund der anhaltenden Ausbreitung der COVID-19-Pandemie und der damit verbundenen weltweiten Lockdowns sowie der deutlich eingeschränkten Produktion sowohl bei der Continental Group als auch bei ihren Kunden und Zulieferern besteht das Risiko wesentlicher und anhaltender negativer Auswirkungen auf die Absatz- und Beschaffungsmärkte der Continental Group. Zudem besteht auch aufgrund der zu erwartenden gesamtwirtschaftlichen Folgen das Risiko nachhaltiger negativer Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Continental Group.

Darüber hinaus gab es keine wesentlichen Veränderungen der Risiken und Chancen. Zu den Details der weiteren wesentlichen Risiken und Chancen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Geschäftsbericht 2019.

Prognosebericht und Ausblick

Am 1. April 2020 teilten wir mit, dass die andauernde COVID-19-Pandemie, die deshalb von Regierungen und Behörden verfügten Beschränkungen sowie Produktionsstopps und andere Maßnahmen von Kunden und Lieferanten im Berichtszeitraum zu erheblichen Anpassungen und Unterbrechungen in wesentlichen Bereichen der Continental Group führen.

Aufgrund der Unsicherheit über die Dauer der Beeinträchtigungen sowie angesichts der schwierig abzuschätzenden weiteren Konsequenzen für Produktion, Lieferketten und Nachfrage wurde entschieden, den im Geschäftsbericht 2019 enthaltenen Ausblick für das Geschäftsjahr 2020 zurückzunehmen.

Das Unternehmen hat zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Kosten anzupassen und den Liquiditätsbedarf zu reduzieren. Dazu gehören Anpassungen der Arbeitszeit sowie der Lohn- und Gehaltskosten. Darüber hinaus werden weiterhin Maßnahmen zur Optimierung des Working Capital durchgeführt und Investitionen verschoben. Diese und andere Schritte werden je nach Bedarf angepasst. Die beschriebene Situation hatte spürbare Auswirkungen auf die erzielten finanziellen Ergebnisse im ersten Halbjahr 2020.

Obwohl sich die Geschäftsentwicklung der Continental Group im Verlauf des zweiten Quartals verbessert hat, ist das wirtschaftliche Umfeld wegen der andauernden COVID-19-Pandemie nach wie vor von großen Unsicherheiten gekennzeichnet. Daher bleibt es weiterhin schwierig, das Ausmaß der nachteiligen Auswirkungen auf Produktion, Lieferketten und Nachfrage abzuschätzen. Eine Neueinschätzung der Prognose für das Geschäftsjahr 2020 ist deshalb erschwert und kann nicht mit dem üblichen Detaillierungsgrad und der üblichen Prognosegenauigkeit vorgenommen werden.

Hinreichend sicher ist jedoch, dass sich Absatz und Umsatz der Continental Group im Gesamtjahr 2020 unter dem jeweiligen Vorjahresniveau bewegen werden.

Für das bereinigte EBIT im Geschäftsjahr 2020 gehen wir davon aus, dass es spürbar unter dem Niveau des Vorjahres liegen wird.

Der Ergebnisrückgang wird 2020 voraussichtlich auch zu einem deutlichen Rückgang des Free Cashflow im Vergleich zum Vorjahr führen.

Konzern-Zwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2020 2019 2020 2019
Umsatzerlöse 16.532,4 22.310,7 6.619,7 11.264,0
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -13.261,9 -16.878,1 -5.609,8 -8.523,5
Bruttoergebnis vom Umsatz 3.270,5 5.432,6 1.009,9 2.740,5
Forschungs- und Entwicklungskosten -2.133,0 -2.232,9 -989,4 -1.150,0
Vertriebs- und Logistikkosten -1.225,0 -1.346,7 -562,2 -679,4
Allgemeine Verwaltungskosten -571,2 -585,9 -288,2 -294,6
Sonstige Erträge 813,6 723,0 284,2 413,9
Sonstige Aufwendungen -551,1 -425,4 -284,6 -282,3
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 3,0 11,4 0,8 4,7
Übriges Beteiligungsergebnis 0,4 0,5 0,4 0,5
EBIT -392,8 1.576,6 -829,1 753,3
Zinserträge 49,9 59,1 23,6 29,5
Zinsaufwendungen -130,3 -142,4 -65,7 -72,1
Effekte aus Währungsumrechnung -19,0 -7,2 46,3 -2,3
Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und sonstige Bewertungseffekte 36,4 -7,5 -57,4 0,4
Finanzergebnis -63,0 -98,0 -53,2 -44,5
Ergebnis vor Ertragsteuern -455,8 1.478,6 -882,3 708,8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10,7 -396,3 144,8 -213,9
Konzernergebnis -445,1 1.082,3 -737,5 494,9
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn -3,7 -22,3 -3,6 -10,1
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen -448,8 1.060,0 -741,1 484,8
Ergebnis pro Aktie in €, unverwässert -2,24 5,30 -3,70 2,42
Ergebnis pro Aktie in €, verwässert -2,24 5,30 -3,70 2,42

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2020 2019 2020 2019
Konzernergebnis -445,1 1.082,3 -737,5 494,9
Posten, die nicht ergebniswirksam umgegliedert werden
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne1 -295,0 -638,9 -173,3 -324,0
Zeitwertveränderungen1 -303,7 -637,3 -182,7 -331,9
Anteil von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen2 - 0,0 - 0,0
Währungsumrechnung1 8,7 -1,6 9,4 7,9
Sonstige Finanzanlagen - -3,6 - -3,6
Anteil von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - -3,6 - -3,6
Im Eigenkapital erfasste Steuerpositionen -23,9 196,3 -49,4 102,3
Posten, die in Folgeperioden erfolgswirksam umgegliedert werden könnten
Währungsumrechnung1 -672,5 130,2 -131,1 -183,7
Effekte aus Währungsumrechnung1 -672,5 130,7 -131,1 -183,2
Erfolgswirksame Umgliederung - 0,0 - 0,0
Anteil von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen2 - -0,5 - -0,5
Cashflow Hedges - -0,9 - 0,0
Zeitwertveränderungen - -8,4 - 0,0
Erfolgswirksame Umgliederung - 7,5 - 0,0
Im Eigenkapital erfasste Steuerpositionen - 0,2 - 0,0
Sonstiges Ergebnis -991,4 -316,7 -353,8 -409,0
Gesamtergebnis -1.436,5 765,6 -1.091,3 85,9
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallendes Gesamtergebnis 12,3 -30,3 -0,7 -6,3
Gesamtergebnis den Anteilseignern zuzurechnen -1.424,2 735,3 -1.092,0 79,6

1 Inklusive Fremdanteile.
2 Inklusive Steuern.

Konzernbilanz

Aktiva in Mio €

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30.06.2020 31.12.2019 30.06.2019
Goodwill 5.073,4 5.113,5 7.351,5
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.651,4 1.691,8 1.700,7
Sachanlagen 14.101,6 14.932,7 14.513,1
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 11,4 11,7 11,8
Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 383,9 397,7 663,2
Sonstige Finanzanlagen 167,3 197,6 195,9
Aktive latente Steuern 2.226,6 2.174,4 1.792,2
Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung 10,1 7,8 39,9
Langfristige Vertragsvermögenswerte 0,1 0,1 0,1
Langfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen 107,9 54,0 51,9
Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 124,8 114,6 116,3
Langfristige sonstige Vermögenswerte 24,9 28,6 27,0
Langfristige Vermögenswerte 23.883,4 24.724,5 26.463,6
Vorräte 4.846,7 4.694,4 4.944,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.473,0 7.711,6 8.409,9
Kurzfristige Vertragsvermögenswerte 130,1 89,1 97,3
Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 147,8 118,5 119,3
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte 1.419,9 1.406,7 1.562,6
Ertragsteuerforderungen 322,4 240,5 377,3
Kurzfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen 155,7 151,5 165,0
Flüssige Mittel 2.455,6 3.341,8 1.786,3
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 18,2 89,6 -
Kurzfristige Vermögenswerte 15.969,4 17.843,7 17.462,5
Bilanzsumme 39.852,8 42.568,2 43.926,1

Passiva in Mio €

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30.06.2020 31.12.2019 30.06.2019
Gezeichnetes Kapital 512,0 512,0 512,0
Kapitalrücklage 4.155,6 4.155,6 4.155,6
Kumulierte einbehaltene Gewinne 13.073,3 13.522,1 15.807,2
Erfolgsneutrale Rücklagen -3.770,4 -2.794,4 -2.820,9
Den Anteilseignern zuzurechnendes Eigenkapital 13.970,5 15.395,3 17.653,9
Anteile in Fremdbesitz 446,4 480,4 454,5
Eigenkapital 14.416,9 15.875,7 18.108,4
Langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 5.852,2 5.406,3 5.243,2
Passive latente Steuern 278,8 305,4 410,5
Langfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen 722,7 666,1 214,0
Langfristige Finanzschulden 5.217,2 3.375,2 2.793,2
Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31,3 31,7 31,8
Langfristige Vertragsverbindlichkeiten 14,0 16,7 11,0
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 35,0 20,0 21,8
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 12.151,2 9.821,4 8.725,5
Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1.289,5 1.368,7 1.377,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.522,6 7.111,0 6.956,3
Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten 270,7 234,9 167,8
Ertragsteuerverbindlichkeiten 832,7 938,6 871,4
Kurzfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen 1.258,3 1.261,6 993,7
Kurzfristige Finanzschulden 3.425,7 4.243,8 4.875,8
Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 915,2 1.046,3 916,5
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 770,0 666,2 933,4
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 13.284,7 16.871,1 17.092,2
Bilanzsumme 39.852,8 42.568,2 43.926,1

Konzern-Kapitalflussrechnung

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2020 2019 2020 2019
Konzernergebnis -445,1 1.082,3 -737,5 494,9
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -10,7 396,3 -144,8 213,9
Finanzergebnis 63,0 98,0 53,2 44,5
EBIT -392,8 1.576,6 -829,1 753,3
Gezahlte Zinsen -70,9 -53,4 -49,7 -24,7
Erhaltene Zinsen 18,2 42,2 7,0 12,3
Gezahlte Ertragsteuern -370,0 -470,1 -104,8 -261,4
Erhaltene Dividenden 10,9 16,0 0,7 16,0
Abschreibungen sowie Wertminderungen und -aufholungen 1.445,1 1.354,0 721,0 703,6
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen und sonstigen Finanzanlagen inkl. Wertminderungen und -aufholungen -3,4 -11,9 -1,2 -5,2
Gewinne/Verluste aus Abgängen von Vermögenswerten, Gesellschaften und Geschäftsbereichen -171,8 -4,3 -27,7 -2,9
Veränderungen der Vorräte -293,6 -355,6 293,3 -71,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.211,0 -255,9 866,8 183,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -2.448,8 -670,1 -2.226,2 -205,2
Leistungen an Arbeitnehmer und der sonstigen Rückstellungen 159,4 -14,1 -162,5 -290,5
übrigen Aktiva und Passiva -267,3 -409,5 69,3 -61,7
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -1.174,0 743,9 -1.443,1 746,1
Mittelzufluss/-abfluss aus Abgängen von Vermögenswerten 31,4 15,5 16,2 8,1
Investitionen in Sachanlagen und Software -810,6 -1.293,7 -374,6 -728,7
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte aus Entwicklungsprojekten und Sonstige -119,1 -137,4 -57,1 -62,4
Mittelzufluss/-abfluss aus dem Verkauf von Gesellschaften und Geschäftsbereichen 284,5 0,8 50,1 0,7
Anteilserwerb von Gesellschaften und Geschäftsbereichen -14,5 -354,6 -4,2 -226,0
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -628,3 -1.769,4 -369,6 -1.008,3
Cashflow vor Finanzierungstätigkeit (Free Cashflow) -1.802,3 -1.025,5 -1.812,7 -262,2
Veränderung der Finanzschulden 1.004,2 1.066,7 1.743,8 1.294,5
Sukzessive Erwerbe -2,8 -70,5 - -70,5
Gezahlte Dividende -1 -950,0 -1 -950,0
Dividenden an Minderheitsgesellschafter und Veränderungen aus Eigenkapitaltransaktionen bei Gesellschaften mit Minderheitsanteilseignern -19,7 -24,8 -11,7 -24,4
Zugang flüssiger Mittel aus erstmaliger Einbeziehung von Tochtergesellschaften in den Konsolidierungskreis - 0,4 - 0,0
Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit 981,7 21,8 1.732,1 249,6
Veränderung der flüssigen Mittel -820,6 -1.003,7 -80,6 -12,6
Flüssige Mittel am Anfang der Periode 3.341,8 2.761,4 2.555,0 1.816,6
Wechselkursbedingte Veränderungen der flüssigen Mittel -65,6 28,6 -18,8 -17,7
Flüssige Mittel am Ende der Periode 2.455,6 1.786,3 2.455,6 1.786,3

1 Auf der Hauptversammlung am 14. Juli 2020 wurde eine Dividende in Höhe von 3,00 € je Stückaktie beschlossen. Die Auszahlung in Höhe von insgesamt 600,0 Mio € erfolgte am 17. Juli 2020.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Unterschiedsbetrag aus
Mio € Gezeichnetes Kapital1 Kapitalrücklage Kumulierte einbehaltene Gewinne Sukzessive Erwerbe2 Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne3 Währungsumrechnung4
Stand 01.01.2019 512,0 4.155,6 15.697,2 -205,6 -1.795,5 -510,0
Konzernergebnis - - 1.060,0 - - -
Veränderungen übriges Eigenkapital - - 0,0 - -442,8 122,3
Konzerngesamtergebnis - - 1.060,0 - -442,8 122,3
Gezahlte/beschlossene Dividende - - -950,0 - - -
Sukzessive Erwerbe - - - 18,0 - -
Sonstige Veränderungen6 - - - 0,2 - -
Stand 30.06.2019 512,0 4.155,6 15.807,2 -187,4 -2.238,3 -387,7
Stand 01.01.2020 512,0 4.155,6 13.522,1 -187,4 -2.366,4 -233,1
Konzernergebnis - - -448,8 - - -
Veränderungen übriges Eigenkapital - - - - -318,9 -656,5
Konzerngesamtergebnis - - -448,8 - -318,9 -656,5
Gezahlte/beschlossene Dividende7 - - - - - -
Sukzessive Erwerbe - - - -0,6 - -
Sonstige Veränderungen6 - - - - - -
Stand 30.06.2020 512,0 4.155,6 13.073,3 -188,0 -2.685,3 -889,6
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Unterschiedsbetrag aus
Mio € Finanzinstrumenten5 Summe Anteile in Fremdbesitz Gesamt
Stand 01.01.2019 -3,3 17.850,4 482,9 18.333,3
Konzernergebnis - 1.060,0 22,3 1.082,3
Veränderungen übriges Eigenkapital -4,2 -324,7 8,0 -316,7
Konzerngesamtergebnis -4,2 735,3 30,3 765,6
Gezahlte/beschlossene Dividende - -950,0 -25,4 -975,4
Sukzessive Erwerbe - 18,0 -33,3 -15,3
Sonstige Veränderungen6 - 0,2 0,0 0,2
Stand 30.06.2019 -7,5 17.653,9 454,5 18.108,4
Stand 01.01.2020 -7,5 15.395,3 480,4 15.875,7
Konzernergebnis - -448,8 3,7 -445,1
Veränderungen übriges Eigenkapital - -975,4 -16,0 -991,4
Konzerngesamtergebnis - -1.424,2 -12,3 -1.436,5
Gezahlte/beschlossene Dividende7 - - -19,4 -19,4
Sukzessive Erwerbe - -0,6 -2,3 -2,9
Sonstige Veränderungen6 - - - -
Stand 30.06.2020 -7,5 13.970,5 446,4 14.416,9

1 Eingeteilt in 200.005.983 im Umlauf befindliche Stückaktien.
2 Beinhaltet einen Anteil von -0,6 Mio € (Vj. 18,0 Mio €) aus sukzessiven Erwerben von Anteilen vollkonsolidierter Unternehmen. Die Vorjahresperiode beinhaltet zudem einen Anteil von 0,2 Mio € aus Effekten infolge der erstmaligen Einbeziehung vormals nicht konsolidierter Tochterunternehmen.
3 Die Vorjahresperiode beinhaltet einen Anteil von 0,0 Mio € des Anteilseigners an den nicht realisierten Gewinnen und Verlusten aus Pensionsverpflichtungen von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen.
4 Die Vorjahresperiode beinhaltet einen Anteil von -0,5 Mio € des Anteilseigners an der Währungsumrechnung von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen.
5 Die Veränderung des Unterschiedsbetrags aus Finanzinstrumenten in der Vorjahresperiode resultierte, nach Berücksichtigung von latenten Steuern, aus dem Auslaufen der Cashflow Hedges zur Zins- und Währungssicherung von -0,7 Mio € sowie der sonstigen Finanzanlagen von -3,6 Mio €.
6 Sonstige Veränderungen der Anteile in Fremdbesitz durch Konsolidierungskreisveränderungen sowie Kapitalerhöhungen.
7 Auf der Hauptversammlung am 14. Juli 2020 wurde eine Dividende in Höhe von 3,00 € je Stückaktie beschlossen. Die Auszahlung in Höhe von insgesamt 600,0 Mio € erfolgte am 17. Juli 2020.

Erläuternde Angaben zum Konzernanhang

Segmentberichterstattung 1. Januar bis 30. Juni 2020

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Mio € Autonomous Mobility and Safety Vehicle Networking and Information Tires ContiTech Powertrain Sonstiges/ Holding/ Konsolidierung
Außenumsatz 3.302,3 3.425,3 4.366,7 2.552,8 2.885,3 -
Konzerninterner Umsatz 14,2 24,3 29,0 31,8 74,9 -174,2
Umsatz (gesamt) 3.316,5 3.449,6 4.395,7 2.584,6 2.960,2 -174,2
EBIT (Segmentergebnis) -182,1 -218,9 287,6 50,5 -267,2 -62,7
in % vom Umsatz -5,5 -6,3 6,5 2,0 -9,0 -
Abschreibungen1 271,8 269,8 425,8 178,5 292,4 6,8
davon Wertminderungen2 4,7 -0,3 - 1,4 51,0 0,0
Investitionen3 176,8 213,4 255,2 83,3 164,2 30,5
in % vom Umsatz 5,3 6,2 5,8 3,2 5,5 -
Operative Aktiva (zum 30.06.) 5.010,8 4.973,1 7.499,5 3.425,8 3.498,5 72,8
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 46.495 47.441 56.266 43.224 38.150 447
Umsatz bereinigt5 3.316,5 3.435,8 4.392,0 2.481,5 2.960,2 -174,2
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 -133,3 -253,1 301,4 114,9 -172,0 -60,2
in % des bereinigten Umsatzes -4,0 -7,4 6,9 4,6 -5,8 -
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Mio € Konzern
Außenumsatz 16.532,4
Konzerninterner Umsatz -
Umsatz (gesamt) 16.532,4
EBIT (Segmentergebnis) -392,8
in % vom Umsatz -2,4
Abschreibungen1 1.445,1
davon Wertminderungen2 56,8
Investitionen3 923,4
in % vom Umsatz 5,6
Operative Aktiva (zum 30.06.) 24.480,5
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 232.023
Umsatz bereinigt5 16.411,8
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 -202,3
in % des bereinigten Umsatzes -1,2

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Segmentberichterstattung 1. Januar bis 30. Juni 2019

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Mio € Autonomous Mobility and Safety Vehicle Networking and Information Tires ContiTech Powertrain Sonstiges/
Holding/
Konsolidierung
Außenumsatz 4.721,6 4.843,4 5.677,7 3.191,8 3.876,2 -
Konzerninterner Umsatz 21,4 26,5 23,8 58,2 90,8 -220,7
Umsatz (gesamt) 4.743,0 4.869,9 5.701,5 3.250,0 3.967,0 -220,7
EBIT (Segmentergebnis) 311,6 224,7 812,2 160,8 117,2 -49,9
in % vom Umsatz 6,6 4,6 14,2 4,9 3,0 -
Abschreibungen1 251,1 280,4 395,6 170,9 254,2 1,8
davon Wertminderungen2 1,2 - 1,4 1,0 12,0 -
Investitionen3 289,3 288,6 406,6 127,1 295,6 19,1
in % vom Umsatz 6,1 5,9 7,1 3,9 7,5 -
Operative Aktiva (zum 30.06.) 5.612,2 6.599,8 7.779,7 3.621,3 4.277,6 -73,0
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 48.585 48.354 57.813 46.982 42.412 469
Umsatz bereinigt5 4.743,0 4.868,7 5.701,5 3.247,8 3.967,0 -220,7
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 316,3 259,6 826,8 243,4 151,4 -48,3
in % des bereinigten Umsatzes 6,7 5,3 14,5 7,5 3,8 -
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Mio € Konzern
Außenumsatz 22.310,7
Konzerninterner Umsatz -
Umsatz (gesamt) 22.310,7
EBIT (Segmentergebnis) 1.576,6
in % vom Umsatz 7,1
Abschreibungen1 1.354,0
davon Wertminderungen2 15,6
Investitionen3 1.426,3
in % vom Umsatz 6,4
Operative Aktiva (zum 30.06.) 27.817,6
Anzahl Mitarbeiter (zum 30.06.)4 244.615
Umsatz bereinigt5 22.307,3
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)6 1.749,2
in % des bereinigten Umsatzes 7,8

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Überleitung Umsatz zum Umsatz bereinigt sowie EBITDA zum bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) 1. Januar bis 30. Juni 2020

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Mio € Autonomous Mobility and Safety Vehicle Networking and Information Tires ContiTech Powertrain Sonstiges/ Holding/ Konsolidierung
Umsatz 3.316,5 3.449,6 4.395,7 2.584,6 2.960,2 -174,2
Konsolidierungskreisveränderungen1 - -13,8 -3,7 -103,1 - -
Umsatz bereinigt 3.316,5 3.435,8 4.392,0 2.481,5 2.960,2 -174,2
EBITDA 89,7 50,9 713,4 229,0 25,2 -55,9
Abschreibungen2 -271,8 -269,8 -425,8 -178,5 -292,4 -6,8
EBIT -182,1 -218,9 287,6 50,5 -267,2 -62,7
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) - 33,2 9,6 46,4 5,2 -
Konsolidierungskreisveränderungen1 - -0,8 0,6 -1,8 - -
Sondereffekte
Wertminderungen auf Goodwill - - - - - -
Wertminderungen3 4,5 -0,3 - - 45,5 0,0
Restrukturierung4 31,2 80,0 0,0 13,5 10,6 -
Restrukturierungsbezogene Belastungen 3,9 1,2 - - 4,6 -
Abfindungen 4,3 4,7 3,4 6,3 4,2 0,1
Veräußerungsgewinne und -Verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen - -157,4 0,2 0,0 - -
Sonstiges 4,9 5,2 - - 25,1 2,4
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) -133,3 -253,1 301,4 114,9 -172,0 -60,2
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Mio € Konzern
Umsatz 16.532,4
Konsolidierungskreisveränderungen1 -120,6
Umsatz bereinigt 16.411,8
EBITDA 1.052,3
Abschreibungen2 -1.445,1
EBIT -392,8
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) 94,4
Konsolidierungskreisveränderungen1 -2,0
Sondereffekte
Wertminderungen auf Goodwill -
Wertminderungen3 49,7
Restrukturierung4 135,3
Restrukturierungsbezogene Belastungen 9,7
Abfindungen 23,0
Veräußerungsgewinne und -Verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen -157,2
Sonstiges 37,6
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) -202,3

1 Konsolidierungskreisveränderungen beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und Abgänge in der Vergleichsperiode bereinigt.
2 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
3 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen. In dieser Position nicht enthalten sind Wertminderungen, die im Rahmen einer Restrukturierung entstanden sind, sowie Wertminderungen auf Finanzanlagen.
4 Hierin sind Wertminderungen in den Segmenten Autonomous Mobility and Safety in Höhe von 0,2 Mio €, ContiTech in Höhe von 1,4 Mio € und Powertrain in Höhe von 5,5 Mio € enthalten.

Überleitung Umsatz zum Umsatz bereinigt sowie EBITDA zum bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) 1. Januar bis 30. Juni 2019

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Mio € Autonomous Mobility and Safety Vehicle Networking and Information Tires ContiTech Powertrain Sonstiges/
Holding/
Konsolidierung
Umsatz 4.743,0 4.869,9 5.701,5 3.250,0 3.967,0 -220,7
Konsolidierungskreisveränderungen1 - -1,2 - -2,2 - -
Umsatz bereinigt 4.743,0 4.868,7 5.701,5 3.247,8 3.967,0 -220,7
EBITDA 562,7 505,1 1.207,8 331,7 371,4 -48,1
Abschreibungen2 -251,1 -280,4 -395,6 -170,9 -254,2 -1,8
EBIT 311,6 224,7 812,2 160,8 117,2 -49,9
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) - 30,4 10,3 45,0 5,4 -
Konsolidierungskreisveränderungen1 - 1,2 - - - -
Sondereffekte
Wertminderungen auf Goodwill - - - - - -
Wertminderungen3 - - - - 7,7 -
Restrukturierung4 3,3 - 6,5 37,6 5,7 -
Restrukturierungsbezogene Belastungen - - - - - -
Abfindungen - - - - - -
Veräußerungsgewinne und -Verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen - - - 0,0 - -
Sonstiges 1,4 3,3 -2,2 - 15,4 1,6
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 316,3 259,6 826,8 243,4 151,4 -48,3
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Mio € Konzern
Umsatz 22.310,7
Konsolidierungskreisveränderungen1 -3,4
Umsatz bereinigt 22.307,3
EBITDA 2.930,6
Abschreibungen2 -1.354,0
EBIT 1.576,6
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) 91,1
Konsolidierungskreisveränderungen1 1,2
Sondereffekte
Wertminderungen auf Goodwill -
Wertminderungen3 7,7
Restrukturierung4 53,1
Restrukturierungsbezogene Belastungen -
Abfindungen -
Veräußerungsgewinne und -Verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen 0,0
Sonstiges 19,5
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 1.749,2

1 Konsolidierungskreisveränderungen beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und Abgänge in der Vergleichsperiode bereinigt.
2 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
3 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen. In dieser Position nicht enthalten sind Wertminderungen, die im Rahmen einer Restrukturierung entstanden sind, sowie Wertminderungen auf Finanzanlagen.
4 Hierin sind Wertminderungen in den Segmenten Autonomous Mobility and Safety in Höhe von 1,2 Mio €, Tires in Höhe von 1,4 Mio €, ContiTech in Höhe von 1,0 Mio € und Powertrain in Höhe von 4,3 Mio € enthalten.

Überleitung EBIT zum Konzernergebnis

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2020 2019 2020 2019
Autonomous Mobility and Safety -182,1 311,6 -193,9 164,4
Vehicle Networking and Information -218,9 224,7 -358,5 111,8
Tires 287,6 812,2 31,0 398,2
ContiTech 50,5 160,8 -39,3 64,8
Powertrain -267,2 117,2 -244,3 56,3
Sonstiges/Holding/Konsolidierung -62,7 -49,9 -24,1 -42,2
EBIT -392,8 1.576,6 -829,1 753,3
Finanzergebnis -63,0 -98,0 -53,2 -44,5
Ergebnis vor Ertragsteuern -455,8 1.478,6 -882,3 708,8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10,7 -396,3 144,8 -213,9
Konzernergebnis -445,1 1.082,3 -737,5 494,9
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn -3,7 -22,3 -3,6 -10,1
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen -448,8 1.060,0 -741,1 484,8

Segmentberichterstattung

Aufgrund der Wesensverwandtschaft einzelner Produkte werden diese in Segmente zusammengefasst. Dies zeigt sich im Wesentlichen bei Produktanforderungen, Markttrends, Kundengruppen und Distributionskanälen.

Bezüglich der Erläuterungen zur Entwicklung der fünf Geschäftsfelder der Continental Group verweisen wir auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2020.

Grundsätze der Rechnungslegung

Dieser Zwischenabschluss wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Sie umfassen auch die International Accounting Standards (IAS), die Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee bzw. des Vorgängers International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie die des ehemaligen Standing Interpretations Committee (SIC). Die Erstellung des Zwischenabschlusses erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, Zwischenberichterstattung. Im Zwischenabschluss werden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss 2019 angewendet. Diese Methoden sind im Geschäftsbericht 2019 ausführlich erläutert. Zusätzlich wurden die zum 30. Juni 2020 verpflichtenden IFRS-Änderungen und -Neuregelungen im Zwischenabschluss angewendet. Eine ausführliche Beschreibung dieser verbindlichen IFRS-Änderungen und -Neuregelungen erfolgte im Geschäftsbericht 2019.

Die zum 30. Juni 2020 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und -Neuregelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung des Konzerns.

Ertragsteuern werden auf Grundlage der Schätzung des gewichteten durchschnittlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Steuerliche Auswirkungen bestimmter signifikanter Sachverhalte, die nur der jeweiligen Berichtsperiode zuzuordnen sind, werden dabei berücksichtigt.

Obwohl einige Teile unseres Geschäfts saisonabhängig sind, bleibt die Vergleichbarkeit der konsolidierten Finanzberichte davon insgesamt unbeeinträchtigt. Alle wichtigen Effekte der laufenden Periode sind in diesem Bericht enthalten. Änderungen im Ansatz oder in der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen von Unternehmenserwerben werden erst bei Vorliegen der finalen Kaufpreisallokation retrospektiv dargestellt.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.

Anpassung des Konzern-Zwischenabschlusses zum 31. März 2020

Im Zuge der Umstellung der Abrechnungsmethodik der zu erfassenden Umsatzerlöse bei Tochterunternehmen in China hat der Konzern die folgenden Beträge infolge einer Fehlerkorrektur nach IAS 8, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler, im ersten Quartal 2020 erfasst.

Die Umsatzerlöse sind um 68,7 Mio € auf insgesamt 9.912,7 Mio € im Konzern erhöht worden, während die Herstellungskosten um 68,9 Mio € auf insgesamt 7.652,1 Mio € anstiegen. In der Konzernbilanz wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 81,6 Mio € auf insgesamt 7.323,9 Mio €, die flüssigen Mittel um 27,9 Mio € auf insgesamt 2.555,0 Mio €, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 74,9 Mio € auf insgesamt 6.727,8 Mio € und die kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um 34,8 Mio € auf insgesamt 906,2 Mio € angepasst.

Der Effekt auf das Bruttoergebnis vom Umsatz und nachfolgende Ergebnisgrößen in Höhe von -0,2 Mio € ist unwesentlich.

Auswirkung der COVID-19-Pandemie auf die Rechnungslegung im Berichtszeitraum

Die nachhaltigen wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie sowie der eingeleiteten Stabilisierungsmaßnahmen sind zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin nicht absehbar. Auf Basis der im Berichtszeitraum zur Verfügung stehenden Informationen erfolgte eine Analyse der Auswirkungen auf die Rechnungslegung der Continental Group zum 30. Juni 2020.

Finanzinstrumente: Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf mögliche Kreditverluste sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht verlässlich abschätzbar. Die Continental Group führt eine regelmäßige Überprüfung des Modells der erwarteten Kreditverluste des IFRS 9 durch, um potenzielle Auswirkungen auf das Modell zu identifizieren und ggf. erforderliche Anpassungen vorzunehmen. Eine Überprüfung auf Basis der aktuellen Informationslage ergab keinen Anpassungsbedarf zum 30. Juni 2020.

Geschäfts- und Firmenwert, Impairment-Test: Auf Basis der aktuell ermittelten durchschnittlichen gewichteten Kapitalkostensätze (WACC), der zugrundeliegenden Plandaten sowie der derzeit erwarteten möglichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie ergab sich kein Anpassungsbedarf zum 30. Juni 2020. Für diesen unterjährigen Impairment-Test wurden die Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Segmente Autonomous Mobility and Safety und Vehicle Networking and Information mit einem Zinssatz vor Steuern in Höhe von 10,7 % (31. Dezember 2019: 11,1 %) diskontiert, die des Segments Powertrain mit einem Zinssatz von 10,8 % (31. Dezember 2019: 10,7 %) und die der Segmente Tires und ContiTech mit einem Zinssatz von 9,0 % (31. Dezember 2019: 9,2 %). Diesen Vorsteuer-WACCs lag zum Durchführungszeitpunkt die Kapitalstruktur der jeweils relevanten Peergroup im Durchschnitt der letzten fünf Jahre zugrunde. Der risikofreie Zinssatz belief sich einheitlich auf -0,02 % (31. Dezember 2019: 0,2 %) und die Marktrisikoprämie einheitlich auf 7,5 % (31. Dezember 2019: 7,5 %). Die Fremdkapitalkosten wurden als Summe des risikolosen Zinssatzes zuzüglich der Credit Spreads der von Standard & Poor's, Moody's oder Fitch eingestuften Peergroup-Unternehmen ermittelt.
Im Durchschnitt belief sich die Wachstumsrate im Detailplanungszeitraum für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Segmente Autonomous Mobility and Safety auf 3,2 % (31. Dezember 2019: 4,0 %), Vehicle Networking and Information auf 5,2 % (31. Dezember 2019: 6,1 %), Powertrain auf 5,0 % (31. Dezember 2019: 5,9 %), Tires auf 3,0 % (31. Dezember 2019: 3,8 %) und ContiTech auf 2,7 % (31. Dezember 2019: 3,5 %). Die nachhaltige Wachstumsrate für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Segmente Autonomous Mobility and Safety und Vehicle Networking and Information lag bei 1,5 % (31. Dezember 2019: 1,5 %) und die des Segments Powertrain bei 1,0 % (31. Dezember 2019: 1,0 %). Für die Segmente Tires und ContiTech lag die nachhaltige Wachstumsrate bei 0,5 % (31. Dezember 2019: 0,5 %). Diese Wachstumsraten übersteigen nicht die langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten der Märkte, in denen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind.
Die Unterstellung eines um 0,5 Prozentpunkte angestiegenen Diskontierungszinssatzes würde zu einer Wertberichtigung des Goodwill von rund 97 Mio € bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Vehicle Dynamics führen. Die Reduzierung der nachhaltigen Wachstumsrate um jeweils 0,5 Prozentpunkte würde bei Vehicle Dynamics zu einer Wertberichtigung des Goodwill um rund 68 Mio € führen. Würde sich der Umsatz in der ewigen Rente um 5,0 % verringern und sich in der Folge der Free Cashflow als wesentlicher Planungsparameter reduzieren, würde dies bei Vehicle Dynamics zu einer Wertberichtigung des Goodwill von rund 66 Mio € führen.

Leasingverhältnisse: Infolge der COVID-19-Pandemie kann es durch veränderte Leasingzahlungen zu einer geänderten bilanziellen Abbildung von vereinzelten Leasingverhältnissen kommen. Alle relevanten Sachverhalte wurden durch die Continental Group überprüft und entsprechend den Vorgaben des IFRS 16 bilanziert. Zum 30. Juni 2020 ergab sich hieraus kein wesentlicher Anpassungsbedarf.

Leistungen an Arbeitnehmer: Aus der Überprüfung der festgelegten versicherungsmathematischen Annahmen für Leistungen an Arbeitnehmer, einschließlich des Rechnungszinssatzes, resultierten aus der COVID-19-Pandemie keine Anpassungsbedarfe zum 30. Juni 2020.

Die Continental Group überprüft im Hinblick auf die weiteren Entwicklungen der COVID-19-Pandemie kontinuierlich mögliche Auswirkungen auf die Rechnungslegung.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft 565 (Vj. 576) inländische und ausländische Unternehmen, die die Continental Aktiengesellschaft nach den Regelungen des IFRS 10, Konzernabschlüsse, einbezieht oder die als Joint Arrangements oder assoziierte Unternehmen klassifiziert werden. Davon werden 449 (Vj. 445) vollkonsolidiert und 116 (Vj. 131) nach der Equity-Methode bilanziert.

Gegenüber dem 31. Dezember 2019 hat sich der Konsolidierungskreis um insgesamt 16 Gesellschaften verringert. Vier Gesellschaften wurden gegründet. Zudem reduzierte sich der Konsolidierungskreis um 20 Gesellschaften aufgrund von 15 Verkäufen, vier Verschmelzungen und einer Liquidation.

Gegenüber dem 30. Juni 2019 hat sich der Konsolidierungskreis in Summe um elf Gesellschaften verringert. Die Zugänge zum Konsolidierungskreis resultierten im Wesentlichen aus Erwerben im Segment ContiTech. Abgänge aus dem Konsolidierungskreis sind überwiegend auf Verkäufe und Verschmelzungen zurückzuführen.

Erwerbe und Veräußerungen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen

Im Segment Tires erfolgte ein Asset Deal. Der Kaufpreis in Höhe von insgesamt 0,3 Mio € wurde aus Barmitteln beglichen. Aus der Kaufpreisallokation resultierten im Wesentlichen immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,2 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns zum 30. Juni 2020.

Im Segment Autonomous Mobility and Safety erfolgte ein Erwerb bisher nicht beherrschter Anteile für einen Kaufpreis in Höhe von 2,8 Mio €. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem Buchwert der erworbenen Anteile in Höhe von 0,5 Mio € wurde in den erfolgsneutralen Rücklagen ausgewiesen. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns zum 30. Juni 2020.

Im Segment Vehicle Networking and Information wurde der 50prozentige Anteil an der SAS Autosystemtechnik GmbH & Co. KG, Karlsruhe, Deutschland, mit Wirkung zum 30. Januar 2020 an die Faurecia Automotive GmbH, Stadthagen, Deutschland, unter Berücksichtigung einer Kaufpreisanpassung zu einem Betrag von nunmehr 248,4 Mio € verkauft. Aus der Transaktion ergab sich damit ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 157,4 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns zum 30. Juni 2020.

Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Die folgende Übersicht zeigt die Aufgliederungen der Umsatzerlöse nach IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden, nach geografischen Hauptmärkten, Segmenten und Kundengruppen.

Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1. Januar bis 30. Juni 2020

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Mio € Autonomous Mobility and Safety Vehicle Networking and Information Tires ContiTech Powertrain Sonstiges/
Holding/
Konsolidierung
Deutschland 571,4 975,3 623,6 492,3 581,2 -96,4
Europa ohne Deutschland 720,3 936,8 1.761,1 660,8 784,6 -23,2
Nordamerika 798,9 747,3 1.135,5 778,7 630,2 -35,5
Asien 1.185,1 736,0 640,1 490,2 932,4 -16,8
Übrige Länder 40,8 54,2 235,4 162,6 31,8 -2,3
Umsatz nach Regionen 3.316,5 3.449,6 4.395,7 2.584,6 2.960,2 -174,2
Automobilerstausrüstungsgeschäft 3.316,1 3.045,7 992,1 1.169,5 2.845,9 -104,7
Industrie-/Ersatzgeschäft 0,4 403,9 3.403,6 1.415,1 114,3 -69,5
Umsatz nach Kundengruppen 3.316,5 3.449,6 4.395,7 2.584,6 2.960,2 -174,2
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Mio € Konzern
Deutschland 3.147,4
Europa ohne Deutschland 4.840,4
Nordamerika 4.055,1
Asien 3.967,0
Übrige Länder 522,5
Umsatz nach Regionen 16.532,4
Automobilerstausrüstungsgeschäft 11.264,6
Industrie-/Ersatzgeschäft 5.267,8
Umsatz nach Kundengruppen 16.532,4

Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1. Januar bis 30. Juni 2019

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Mio € Autonomous Mobility and Safety Vehicle Networking and Information Tires ContiTech Powertrain Sonstiges/
Holding/
Konsolidierung
Deutschland 955,0 1.298,2 753,8 649,9 790,6 -127,0
Europa ohne Deutschland 1.080,5 1.352,8 2.314,9 851,7 1.125,3 -35,0
Nordamerika 1.172,1 1.171,3 1.521,3 1.021,8 954,7 -40,1
Asien 1.458,5 927,2 748,6 529,1 1.036,7 -14,9
Übrige Länder 76,9 120,4 362,9 197,5 59,7 -3,7
Umsatz nach Regionen 4.743,0 4.869,9 5.701,5 3.250,0 3.967,0 -220,7
Automobilerstausrüstungsgeschäft 4.741,6 4.368,7 1.642,0 1.638,3 3.929,1 -170,4
Industrie-/Ersatzgeschäft 1,4 501,2 4.059,5 1.611,7 37,9 -50,3
Umsatz nach Kundengruppen 4.743,0 4.869,9 5.701,5 3.250,0 3.967,0 -220,7
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Mio € Konzern
Deutschland 4.320,5
Europa ohne Deutschland 6.690,2
Nordamerika 5.801,1
Asien 4.685,2
Übrige Länder 813,7
Umsatz nach Regionen 22.310,7
Automobilerstausrüstungsgeschäft 16.149,3
Industrie-/Ersatzgeschäft 6.161,4
Umsatz nach Kundengruppen 22.310,7

Außerplanmäßige Abschreibungen

Der Konzern überprüft die Werthaltigkeit der sonstigen immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie der Finanzanlagen und auch des Goodwill, sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung bekannt werden (triggering event). In der Berichtsperiode fielen als Ergebnis dieser Überprüfungen keine wesentlichen Wertminderungen an.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das erste Halbjahr 2020 ergaben einen Steuerertrag in Höhe von 10,7 Mio € (Vj. Steueraufwand in Höhe von 396,3 Mio €). Die Steuerquote lag aufgrund des negativen Konzernergebnisses vor Steuern im Berichtszeitraum bei 2,3 % (Vj. 26,8 %).

Leasingverhältnisse

Die folgende Tabelle stellt die zum 30. Juni 2020 ausgewiesenen Nutzungsrechte dar:

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Mio € 30.06.2020 31.12.2019
Grundstücke und Bauten 1.475,9 1.591,8
Technische Anlagen und Maschinen 6,5 7,9
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 78,4 84,6
Summe Nutzungsrechte 1.560,8 1.684,3

Die Leasingverbindlichkeiten zum 30. Juni 2020 sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Mio € 30.06.2020 31.12.2019
Leasingverbindlichkeiten 1.610,9 1.715,0
Kurzfristig 317,9 318,3
Langfristig 1.293,0 1.396,7

Langfristige Leistungen an Arbeitnehmer

Aus der Neubewertung der leistungsorientierten Versorgungspläne zum 30. Juni 2020 ergab sich gegenüber dem 31. Dezember 2019 eine Reduzierung der erfolgsneutralen Rücklagen um 217,6 Mio € (Vj. 460,9 Mio €), die aus einem Rückgang der Diskontierungszinssätze resultierte. Der entsprechenden Reduzierung des Eigenkapitals stand eine Erhöhung der langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer in Höhe von 304,4 Mio € (Vj. 656,0 Mio €) gegenüber. Davon entfielen 113,3 Mio € auf die Umstellung des Verfahrens zur Bestimmung der Diskontierungszinssätze, die zu einem weiteren Rückgang der Diskontierungszinssätze geführt hatte.

Zahlungswirksame Veränderungen der Altersvorsorge Pensionsfonds bestehen nur für Pensionsverpflichtungen, insbesondere in Deutschland, den USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich, nicht hingegen für andere Versorgungsleistungen. Diese Pensionsfonds qualifizieren sich als Planvermögen. Im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2020 haben die Gesellschaften des Konzerns 29,8 Mio € an planmäßigen Einzahlungen in diese Pensionsfonds geleistet (Vj. 32,6 Mio €).

Die Pensionszahlungen für Pensionsverpflichtungen beliefen sich im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2020 auf insgesamt 115,8 Mio € (Vj. 118,2 Mio €), die Pensionszahlungen für andere Versorgungsleistungen auf insgesamt 7,7 Mio € (Vj. 7,6 Mio €).

Die Netto-Pensionsaufwendungen des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

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1. Januar bis 30. Juni 2020
Mio € D USA CAN GB Übrige Gesamt
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen Ansprüche 138,1 2,0 0,9 1,2 14,0 156,2
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen 34,5 18,8 1,8 4,0 4,9 64,0
Erwartete Erträge des Planvermögens -7,7 -17,6 -1,5 -3,9 -2,3 -33,0
Auswirkungen der Obergrenze auf den Vermögenswert - - - - 0,0 0,0
Übrige Pensionserträge/ -aufwendungen - 0,8 0,2 - 0,0 1,0
Netto-Pensionsaufwendungen 164,9 4,0 1,4 1,3 16,6 188,2
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1. Januar bis 30. Juni 2019
Mio € D USA CAN GB Übrige Gesamt
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen Ansprüche 109,7 2,0 0,8 1,0 12,0 125,5
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen 44,9 22,0 1,9 5,1 5,3 79,2
Erwartete Erträge des Planvermögens -11,3 -19,8 -1,6 -5,4 -2,8 -40,9
Auswirkungen der Obergrenze auf den Vermögenswert - - - - 0,1 0,1
Übrige Pensionserträge/ -aufwendungen - 0,8 0,2 - 0,0 1,0
Netto-Pensionsaufwendungen 143,3 5,0 1,3 0,7 14,6 164,9

Die Netto-Aufwendungen der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen des Konzerns in den USA und Kanada setzen sich wie folgt zusammen:

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1. Januar bis 30. Juni
Mio € 2020 2019
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtszeitraum erworbenen Ansprüche 0,8 0,6
Aufzinsung der erwarteten Verpflichtungen für Versorgungsleistungen 3,4 4,0
Netto-Aufwendungen für andere Versorgungsleistungen 4,2 4,6

Finanzschulden

Zum 30. Juni 2020 lagen die Netto-Finanzschulden der Continental Group mit 5.923,7 Mio € über dem Vorjahresniveau von 5.665,8 Mio €. Gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2019 von 4.071,7 Mio € stiegen sie um 1.852,0 Mio €. Die Gearing Ratio erhöhte sich zum Ende des ersten Halbjahres 2020 auf 41,1 % (Vj. 31,3 %).

Die am 5. Februar 2020 fällige Euro-Anleihe der Continental AG über 600,0 Mio € wurde zu einem Kurs von 100,00 % zurückgezahlt. Diese Anleihe wurde mit 0,000 % p. a. verzinst und hatte eine Laufzeit von drei Jahren und zwei Monaten.

Unter dem Rahmen-Emissionsprogramm für Anleiheemissionen (Debt Issuance Programme, DIP) hat die Continental AG im September und Oktober 2019 zwei börsennotierte Euro-Anleihen und zwei Privatplatzierungen mit einem Emissionsvolumen in Höhe von insgesamt 1.400,0 Mio € ausgegeben. Die Fälligkeiten liegen im Zeitraum von April 2021 bis Juni 2025. Bezüglich der Details zu diesen Anleihen verweisen wir auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2019. Die Continental Group nutzte das günstige Markt- und Zinsumfeld, um im zweiten Quartal 2020 unter diesem Programm drei weitere Euro-Anleihen durch die Continental AG und die Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, bei Investoren im In- und Ausland zu platzieren. Der Ausgabekurs der am 27. Mai 2020 von der Continental AG ausgegebenen Anleihe über 750,0 Mio € lag bei 98,791 %. Diese Anleihe hat eine Laufzeit von sechs Jahren und drei Monaten und einen Zinssatz von 2,500 % p. a. Die von der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, am 27. Mai 2020 und 25. Juni 2020 ausgegebenen Anleihen über 750,0 Mio € bzw. 625,0 Mio € haben eine Laufzeit von drei Jahren und sechs Monaten sowie von vier Jahren und drei Monaten. Der Ausgabekurs der mit 2,125 % p. a. bzw. 1,125 % p. a. festverzinsten Anleihen lag bei 99,559 % bzw. 99,589 %.

Der syndizierte Kredit aus 2014 mit einer Laufzeit bis April 2021 wurde im Dezember 2019 vorzeitig erneuert. Das Volumen der revolvierenden Tranche wurde dabei von 3.000,0 Mio € auf 4.000,0 Mio € aufgestockt. Diese Kreditlinie steht der Continental Group bis Dezember 2024 zur Verfügung. Bezüglich weiterer Details zum syndizierten Kredit verweisen wir auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2019. Diese Kreditlinie wurde Ende Juni 2020 nicht in Anspruch genommen. Im Vorjahr erfolgte die Ausnutzung in Höhe von 689,7 Mio € durch die Continental Rubber of America, Corp., Wilmington, USA. Zusätzlich zur Erhöhung des bestehenden syndizierten Kredits wurde im Mai 2020 ein weiterer syndizierter Kredit in Höhe von 3.000,0 Mio € vereinbart. Die neue Kreditlinie zielt darauf ab, die finanzielle Flexibilität von Continental während der COVID-19-Pandemie zu stärken, und hat daher eine kurze Laufzeit von 364 Tagen. Diese Kreditlinie kann ausschließlich durch die Continental AG genutzt werden und wurde Ende Juni 2020 nicht in Anspruch genommen.

Zum 30. Juni 2020 verfügte die Continental Group über ein Liquiditätspolster in Höhe von insgesamt 10.144,4 Mio € (Vj. 4.758,9 Mio €), davon 2.455,6 Mio € (Vj. 1.786,3 Mio €) flüssige Mittel sowie zugesagte, ungenutzte Kreditlinien im Volumen von 7.688,8 Mio € (Vj. 2.972,6 Mio €).

Unter den Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können, sind auch sämtliche bestehenden Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen. In der Continental Group sind die vorab genannten flüssigen Mittel beschränkt hinsichtlich verpfändeter Beträge sowie Guthaben in Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität. Steuern, die auf den Transfer von Geldvermögen von einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im Regelfall nicht als eine Beschränkung der flüssigen Mittel verstanden. Zum 30. Juni 2020 beliefen sich die unbeschränkt verfügbaren flüssigen Mittel insgesamt auf 2.249,2 Mio € (Vj. 1.581,2 Mio €).

Finanzinstrumente

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wobei lang- und kurzfristige Bilanzposten zusammengefasst werden. Zudem werden die relevanten Bewertungskategorien nach IFRS 9, Finanzinstrumente, sowie die jeweils für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts relevanten Stufen der Fair-Value-Hierarchie nach IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwerts, dargestellt.

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Mio € Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwert
30.06.2020
Beizulegender Zeitwert
30.06.2020
davon Stufe 1 davon Stufe 2 davon Stufe 3
Sonstige Finanzanlagen FVOCIwoR 167,3 167,3 - - 167,3
Derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen
Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung FVPL 49,5 49,5 - 49,5 -
Schuldinstrumente FVPL 85,1 85,1 74,8 10,3 -
Schuldinstrumente At cost 129,0 129,0 - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen At cost 6.162,7 6.162,7 - - -
Wechselforderungen FVOCIwR 310,3 310,3 - 310,3 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte FVPL 48,0 48,0 - 48,0 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte At cost 224,6 224,6 - - -
Flüssige Mittel
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente At cost 2.418,1 2.418,1 - - -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente FVPL 37,5 37,5 37,5 - -
Finanzielle Vermögenswerte 9.632,1 9.632,1 112,3 418,1 167,3
Finanzschulden ohne Leasingverbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung FVPL 21,8 21,8 - 21,8 -
Sonstige Finanzschulden At cost 7.010,2 7.068,5 4.006,6 984,3 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen At cost 4.522,6 4.522,6 - - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten At cost 946,5 946,5 - 0,2 -
Finanzielle Verbindlichkeiten ohne Leasingverbindlichkeiten 12.501,0 12.559,4 4.006,6 1.006,3 -
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien nach IFRS 9:
Finanzielle Vermögenswerte (FVOCIwR) 310,3
Finanzielle Vermögenswerte (FVOCIwoR) 167,3
Finanzielle Vermögenswerte (FVPL) 220,1
Finanzielle Vermögenswerte (At cost) 8.934,4
Finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL) 21,8
Finanzielle Verbindlichkeiten (At cost) 12.479,3
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Mio € Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwert
31.12.2019
Beizulegender Zeitwert
31.12.2019
davon Stufe 1 davon Stufe 2 davon Stufe 3
Sonstige Finanzanlagen FVOCIwoR 197,6 197,6 - - 197,6
Derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen
Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung FVPL 7,5 7,5 - 7,5 -
Schuldinstrumente FVPL 39,8 39,8 29,1 10,7 -
Schuldinstrumente At cost 158,2 158,2 - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen At cost 7.571,2 7.571,2 - - -
Wechselforderungen FVOCIwR 134,2 134,2 - 134,2 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen FVPL 6,2 6,2 - 6,2 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte FVPL 36,5 36,5 - 36,5 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte At cost 196,6 196,6 - - -
Flüssige Mittel
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente At cost 2.748,6 2.748,6 - - -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente FVPL 593,2 593,2 400,6 192,6 -
Finanzielle Vermögenswerte 11.689,6 11.689,6 429,7 387,7 197,6
Finanzschulden ohne Leasingverbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung FVPL 13,3 13,3 - 13,3 -
Sonstige Finanzschulden At cost 5.890,7 5.926,8 2.462,7 908,3 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen At cost 7.111,0 7.111,0 - - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten At cost 1.078,0 1.078,0 - 0,4 -
Finanzielle Verbindlichkeiten ohne Leasingverbindlichkeiten 14.093,0 14.129,1 2.462,7 922,0 -
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien nach IFRS 9:
Finanzielle Vermögenswerte (FVOCIwR) 134,2
Finanzielle Vermögenswerte (FVOCIwoR) 197,6
Finanzielle Vermögenswerte (FVPL) 683,2
Finanzielle Vermögenswerte (At cost) 10.674,6
Finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL) 13,3
Finanzielle Verbindlichkeiten (At cost) 14.079,7

Erläuterungen der Abkürzungen:

At cost, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

FVOCIwR, Fair Value through other comprehensive income with reclassification, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet, mit Reklassifizierung

FVOCIwoR, Fair Value through other comprehensive income with-out reclassification, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet, ohne Reklassifizierung

FVPL, Fair Value through profit and loss, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung bewertet

n. a., not applicable, keiner Bewertungskategorie zuzuordnen

Stufen der Fair-Value-Hierarchie nach IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwerts:

Stufe 1: notierte Preise in aktiven Märkten für identische Instrumente

Stufe 2: notierte Preise in aktiven Märkten für ähnliche Instrumente oder Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Input-Faktoren auf beobachtbaren Marktdaten beruhen

Stufe 3: Bewertungsmethoden, bei denen die wesentlichen Input-Faktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen

Für sonstige Finanzanlagen, für die keine notierten Preise in aktiven Märkten für identische Instrumente (Stufe 1) oder für ähnliche Instrumente vorliegen oder keine Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Input-Faktoren auf beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe 2), anwendbar sind, ist der Zeitwert mit einer Bewertungsmethode, bei der die wesentlichen Input-Faktoren auf nicht beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe 3), zu ermitteln. Sofern externe Bewertungsgutachten oder Informationen aus weiteren Finanzierungsrunden vorliegen, werden diese herangezogen. Liegen derartige Informationen nicht vor, erfolgt die Bewertung nach dem Bewertungsverfahren, das im jeweiligen Fall als angemessen und umsetzbar erachtet wird, z. B. nach der Discounted-Cash-Flow-Methode oder per Multiplikatoren-Verfahren mit auf Kaufpreisen bei vergleichbaren Transaktionen basierenden Verhältniszahlen. Nur wenn nicht genügend neue Informationen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts vorliegen, werden die Anschaffungskosten als die beste Schätzung des beizulegenden Zeitwerts angesehen. Die sonstigen Finanzanlagen werden hinsichtlich etwaiger Änderungen der wesentlichen, nicht beobachtbaren In-put-Faktoren zentral überwacht und kontinuierlich auf Wertschwankungen überprüft. Zum Stichtag bestanden keine Hinweise auf eine signifikante Wertänderung der Finanzanlagen. Aus diesem Grund werden auf die gesonderte Darstellung der Buchwertentwicklung sowie eine Sensitivitätsanalyse verzichtet.

Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

Zu den im Geschäftsbericht 2019 erläuterten Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüchen gab es im Berichtszeitraum keine wesentlichen neuen Erkenntnisse und Sachverhalte.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Gegenüber den im Geschäftsbericht 2019 beschriebenen Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergaben sich bis zum 30. Juni 2020 keine wesentlichen Veränderungen.

Gewinnverwendung

Zum 31. Dezember 2019 wies die Continental AG einen Bilanzgewinn in Höhe von 5.856,0 Mio € (Vj. 1.758,5 Mio €) aus. Am 14. Juli 2020 hat die Hauptversammlung beschlossen, eine Dividende in Höhe von 3,00 € je Stückaktie an die Aktionäre der Continental AG für das abgelaufene Geschäftsjahr auszuzahlen. Die Ausschüttungssumme beläuft sich somit bei 200.005.983 dividendenberechtigten Aktien auf 600.017.949,00 €. Der verbleibende Betrag wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Ergebnis pro Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie verringerte sich im ersten Halbjahr 2020 auf -2,24 € (Vj. 5,30 €) und für den Zeitraum 1. April bis 30. Juni 2020 auf -3,70 € (Vj. 2,42 €). Es entspricht jeweils dem verwässerten Ergebnis pro Aktie.

Transaktionen mit nahestehenden Personen

Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Änderungen der Geschäfte mit nahestehenden Personen gegenüber dem 31. Dezember 2019. Wir verweisen dazu auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2019.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Die jährliche Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex vom Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG ist den Aktionären auf der Internetseite der Continental Group dauerhaft zugänglich gemacht worden. Dort befinden sich auch frühere Erklärungen nach § 161 AktG.

Wesentliche Ereignisse nach dem 30. Juni 2020

Am 14. Juli 2020 hat die Hauptversammlung beschlossen, eine Dividende in Höhe von 3,00 € je Stückaktie an die Aktionäre der Continental AG für das abgelaufene Geschäftsjahr auszuzahlen. Die Ausschüttungssumme beläuft sich somit bei 200.005.983 dividendenberechtigten Aktien auf 600.017.949,00 €.

Darüber hinaus liegen keine wesentlichen Ereignisse nach dem 30. Juni 2020 vor.

Hannover, 21. Juli 2020

Continental Aktiengesellschaft
Der Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnis

ses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Hannover, 21. Juli 2020

Continental Aktiengesellschaft
Der Vorstand

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Continental Aktiengesellschaft, Hannover

Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie erläuternden Angaben zum Konzernanhang - und den Konzern-Zwischenlagebericht der Continental Aktiengesellschaft, Hannover, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2020, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und dem Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Hannover, 31. Juli 2020

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Dr. K. Tonne A. Modder
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer