Continental AGHannoverHalbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2021Continental-Aktie und -AnleihenKursentwicklung der Continental-Aktie im Berichtszeitraum im Vergleich zu ausgewählten Indizesindexiert auf den 1. Januar 2021
Aktienmärkte mit positiver EntwicklungDie Aktienmärkte zeigten im ersten Halbjahr 2021
dank besserer Konjunkturdaten und Unternehmensergebnisse
als im Vorjahr eine überwiegend positive Entwicklung.
Auch die beschleunigten Impfkampagnen in vielen
Ländern zur Eindämmung des Coronavirus und
vielerorts rückläufige Inzidenzwerte trugen zur
steigenden Zuversicht der Investoren bei.
Der DAX beendete das erste Halbjahr 2021 bei 15.531,04
Punkten. Gegenüber seinem Stand vom Jahresende 2020
mit 13.718,78 Punkten ergab sich ein Anstieg um 13,2 %.
Sehr ähnlich zum DAX entwickelte sich der EURO STOXX
50. Er gewann im ersten Halbjahr 14,4 % und schloss bei
4.064,30 Punkten.
Kräftiger Anstieg der AutomobilwerteIm Verlauf des ersten Halbjahres 2021 profitierten
insbesondere die Automobilproduzenten sowie die
Reifenhersteller von der starken Belebung der Nachfrage in
vielen Märkten bei zugleich knappem Angebot, wodurch
auch deren Aktienkurse kräftig anstiegen.
Der STOXX Europe 600 Automobiles & Parts
erhöhte sich im ersten Halbjahr 2021 gegenüber
dem Jahresende 2020 um 23,2 % auf 649,33 Punkte.
Continental-Aktie mit verhaltener PerformanceDie Continental-Aktie folgte im ersten Halbjahr 2021
zunächst der Entwicklung des europäischen
Automobilsektors. Anfang März 2021 enttäuschte
die Bekanntgabe der neuen Jahresprognose die Erwartungen
vieler Investoren, wodurch der Kurs der Continental-Aktie
deutlich nachgab. Im weiteren Verlauf des Berichtszeitraums
folgte die Continental-Aktie wieder weitgehend dem STOXX
Europe 600 Automobiles & Parts.
Ende Juni 2021 notierte die Continental-Aktie bei 123,98
€. Gegenüber dem Jahresendkurs 2020 von
121,25€ ergab sich ein Plus von 2,3 %.
Continental-Anleihen mit kaum veränderten KursenDie Zinssätze für europäische
Unternehmensanleihen zeigten im Berichtszeitraum nur
leichte Schwankungen und verharrten auf einem sehr
niedrigen Niveau.
Auch die ausstehenden Continental-Anleihen wiesen Ende
Juni 2021 im Vergleich zum Jahresende 2020 kaum
veränderte Kurse auf.
Ausstehende wesentliche Continental-Anleihen zum 30. Juni 2021scrollen
Kreditrating der Continental AGscrollen
1 Vertragsverhältnis seit 19. Mai 2000.
Kreditrating der Continental AG unverändertDie Ratingagentur Moody's bestätigte am 23.
März 2021, nach Veröffentlichung des
Geschäftsberichts des Continental-Konzerns für
das Jahr 2020, ihr langfristiges Kreditrating Baa2 und
behielt den Ausblick auf negativ.
Auch die Ratingagenturen Standard & Poor's und Fitch
behielten im Berichtszeitraum ihr jeweiliges Kreditrating
unverändert bei.
Investor Relations onlineWeitere Informationen zur Continental-Aktie, zu den
Continental-Anleihen und zum Kreditrating sind unter
www.continental-ir.de im Internet abrufbar.
Kennzahlen Continental-KonzernDie bevorstehende Abspaltung von Teilen des
Geschäftsfelds Powertrain führt zur Anwendung von
IFRS 5, Zur Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche.
Diese Teile stellen im Wesentlichen die nicht
fortgeführten Aktivitäten dar.
Die folgende Tabelle zeigt in der Berichtsperiode und
der Vergleichsperiode die Werte des gesamten Konzerns,
bestehend aus fortgeführten und nicht
fortgeführten Aktivitäten.
Fortgeführte Aktivitäten und nicht fortgeführte Aktivitätenscrollen
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
Die folgende Tabelle zeigt in der Berichtsperiode und
der Vergleichsperiode die Werte der fortgeführten
Aktivitäten.
Fortgeführte Aktivitätenscrollen
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
Kennzahlen UnternehmensbereicheDie bevorstehende Abspaltung von Teilen des
Geschäftsfelds Powertrain führt zur Anwendung von
IFRS 5, Zur Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche.
Diese Teile stellen im Wesentlichen die nicht
fortgeführten Aktivitäten dar.
Die Tabellen zu den Kennzahlen der Unternehmensbereiche
zeigen in der Berichtsperiode und der Vergleichsperiode
für Automotive Technologies im Wesentlichen
fortgeführte Aktivitäten, für Rubber
Technologies ausschließlich fortgeführte
Aktivitäten und für Powertrain Technologies im
Wesentlichen nicht fortgeführte Aktivitäten.
Automotive Technologiesscrollen
Rubber Technologiesscrollen
Powertrain Technologiesscrollen
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
Konzern-ZwischenlageberichtPersonalia: Philip Nelles in den Continental-Vorstand berufen; Mandat von Christian Kötz verlängertMit Wirkung zum 1. Juni 2021 wurde Philip Nelles,
vormals Leiter der Geschäftseinheit Mobile Fluid
Systems im Geschäftsfeld Conti-Tech, in den Vorstand
der Continental AG berufen. Dort verantwortet er das
Geschäftsfeld ContiTech und folgt damit auf
Hans-Jürgen Duensing, dessen Mandat nach über 35
Jahren im Unternehmen aus Gründen seiner
persönlichen Lebensplanung auf eigenen Wunsch am 31.
Mai 2021 vorzeitig endete.
Am 29. April 2021 hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung
das Mandat von Vorstandsmitglied Christian Kötz um
fünf Jahre bis April 2027 verlängert. Christian
Kötz wurde erstmals im März 2019 mit einer
Mandatslaufzeit von drei Jahren in den Vorstand des
Unternehmens bestellt. Er verantwortet seitdem in dieser
Funktion das Geschäftsfeld Tires sowie den Bereich
Einkauf des Konzerns.
Aufsichtsrat stimmt Neuausrichtung zuAm 16. März 2021 hat der Aufsichtsrat der
Continental AG einem nächsten Abschnitt der
strategischen Neuausrichtung zugestimmt: Ab 1. Januar 2022
wird das Geschäftsfeld Autonomous Mobility and Safety
in zwei eigenständige Geschäftsfelder "Autonomous
Mobility" sowie "Safety and Motion" aufgegliedert. Damit
werden formale Klarheit und mehr unternehmerischer Freiraum
für das Ausgestalten der jeweils unterschiedlichen
strategischen Ausrichtung geschaffen.
Hauptversammlung stimmt Spin-off von Vitesco Technologies zuAm 29. April 2021 hat die Hauptversammlung der geplanten
Abspaltung von Vitesco Technologies, d. h. im Wesentlichen
des Geschäftsfelds Powertrain, mit
anschließender Börsennotierung zugestimmt.
Continental strebt die Abspaltung der Antriebssparte nach
wie vor im September 2021 an. Die Eigenständigkeit
ermöglicht es Vitesco Technologies, sich
vollumfänglich auf den Wandel hin zur
Elektromobilität zu fokussieren. Mit diesem Schritt
können beide Technologieunternehmen zukünftig das
jeweilige volle Potenzial entfalten.
Neuer Unternehmensbereich "Contract Manufacturing" nach Abspaltung von Vitesco TechnologiesDerzeit werden noch an insgesamt 21
Produktionsstandorten sowohl Produkte der Vitesco
Technologies Group als auch Automotive-Produkte des
übrigen Continental-Konzerns gefertigt. Daraus
resultiert die Notwendigkeit, dass
Continental-Gesellschaften Produkte im Wege der
Auftragsfertigung für Vitesco Technologies fertigen
und umgekehrt. Nach Wirksamwerden der Abspaltung wird die
Auftragsfertigung als neuer Unternehmensbereich bzw. als
neues Geschäftsfeld des Continental-Konzerns unter dem
Namen "Contract Manufacturing" ausgewiesen werden. Die
Auftragsfertigung ist nicht auf Dauer angelegt. Vielmehr
soll das Volumen der Auftragsfertigung in den kommenden
Jahren kontinuierlich reduziert werden, um die operative
Trennung der Produktion abzuschließen.
Großauftrag für Displaylösung über gesamte CockpitbreiteContinental hat den ersten Großauftrag für
ein sogenanntes Pillar-to-Pillar-Display in einem
Serienfahrzeug eines globalen Fahrzeugherstellers erhalten.
Die integrierte Bildschirmlösung von einer
A-Säule zur anderen bietet die Fläche für
eine wachsende Zahl an Fahrzeugfunktionen, digitalen
Services sowie Kommunikations- und
Infotainment-Anwendungen, wie z. B. Navigation,
Warnhinweise, Filme, Nachrichten, soziale Netzwerke,
Office-Anwendungen oder Buchungsapps zur Planung der
Reiseroute. Sie soll im Jahr 2024 in die Serienfertigung
gehen und einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro
erzielen.
Continental und Censtar erweitern ZusammenarbeitContinental und der chinesische Wasserstoffspezialist
Censtar H2-Electricity Science & Technology bauen ihre
strategische Zusammenarbeit auf dem chinesischen Markt aus.
Die Unternehmen haben eine Vereinbarung über die
Entwicklung von Zapfschlauchlösungen für
Wasserstofftankstellen unterzeichnet. Künftig arbeiten
Continental und Censtar gemeinsam daran, die Mobilität
der Zukunft voranzutreiben und damit einen weiteren Schritt
in Richtung Klimaneutralität zu leisten. Da
Wasserstoff einen sehr breiten Entflammbarkeitsbereich hat,
zählt die sichere und effiziente Wasserstoffabgabe zu
den entscheidenden Verfahren an Wasserstofftankstellen.
Deshalb gelten strenge Leistungsanforderungen an
Wasserstoffschlauchsysteme, z. B. in Bezug auf eine
höhere chemische Stabilität, eine geringere
Durchlässigkeit sowie eine gute Beständigkeit
gegen hohen Druck.
Continental investiert in Chipzukunft für autonome FahrzeugeContinental hat eine Minderheitsbeteiligung am
deutsch-amerikanischen Start-up Recogni erworben. Das
Unternehmen arbeitet an einer neuen Chiparchitektur
für die auf Künstlicher Intelligenz (KI)
basierende Objekterkennung in Echtzeit. Eingesetzt werden
sollen die Prozessoren der Zukunft u. a. in
Continental-Hochleistungscomputern im Fahrzeug. Dort
übernehmen sie die schnelle Verarbeitung von
Sensordaten für das automatisierte und autonome
Fahren. Als strategischer Investor bringt Continental neben
dem finanziellen Engagement auch Know-how im Bereich der
KI, der Fahrzeugsensorik und der Fahrerassistenzsysteme in
die Weiterentwicklung des Chipdesigns ein.
Continental-Experten gehen davon aus, dass bereits im Jahr
2026 eine erste Serienproduktion mit dem neuen Chipansatz
möglich ist.
Continental beliefert sechs der zehn erfolgreichsten Hersteller von Elektrofahrzeugen mit ReifenContinental hat den Marktanteil im Segment der Reifen
für vollelektrische Fahrzeuge weiter ausgebaut. Sechs
der zehn volumenstärksten Hersteller von
Elektrofahrzeugen weltweit haben 2020 in der
Erstausrüstung auf Continental-Technologie vertraut.
Hierzu gehörten u. a. Tesla mit den Modellen 3 und S,
Volkswagen mit dem ID.3 sowie BYD, einer der
größten Automobilproduzenten Chinas.
Gemäß Untersuchungen von Continental sind die
Reifen für bis zu 20 % des Gesamtwiderstands eines
Fahrzeugs verantwortlich. Entsprechend können Kunden
durch rollwiderstandsoptimierte Reifen zusätzliche
Reichweite gewinnen. Für Elektroautos, bei denen
effizientes Fahren im Vordergrund steht, ist ein niedriger
Rollwiderstand besonders nachgefragt.
WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche EntwicklungDie Weltwirtschaft soll 2021 nach aktueller Prognose der
Weltbank um 5,6 % wachsen. In den einzelnen Ländern
fällt das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
dabei sehr unterschiedlich aus. Die Gründe
hierfür sind, neben dem unterschiedlichen Umfang des
wirtschaftlichen Einbruchs aufgrund der COVID-19-Pandemie
im Vorjahr, die jeweilige staatliche Unterstützung
sowie die verschiedenen Geschwindigkeiten in der Umsetzung
der länderspezifischen Impfkampagnen gegen das
Coronavirus.
Der globale Ausblick unterliegt laut Weltbank
erheblichen Abwärtsrisiken. Diese könnten erneute
weitreichende Maßnahmen im Zusammenhang mit neuen
Virusvarianten sein. Außerdem könnten steigende
Zinsen eine Verschärfung der Refinanzierungssituation
verschiedener Länder nach sich ziehen.
Prognostiziertes Wirtschaftswachstum (BIP) 2021scrollen
Quellen:
1 Weltbank, Global Outlook, Juni 2021 (ohne
Deutschland und Vereinigtes Königreich).
Entwicklung der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugenscrollen
Quelle: IHS Markit Inc. (Europa mit West-, Zentral- und
Osteuropa inkl. Russland und Türkei). Vorläufige
Zahlen für H1 2021 und eigene Schätzungen
für 2021.
Im ersten Halbjahr 2021 setzte sich das Wachstum der
Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen < 6 t
fort. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres,
in dem sich Stilllegungen von Automobilwerken massiv
auswirkten, verzeichneten alle drei Kernregionen von
Continental eine kräftige Belebung der Produktion.
Weltweit erhöhte sich das Produktionsvolumen nach
vorläufigen Daten um 29 % gegenüber dem schwachen
Vorjahreswert. Im Verlauf des Berichtszeitraums führte
allerdings die sich verschärfende Knappheit an
Halbleitern im zweiten Quartal 2021 zu
rückläufigen Produktionsvolumina gegenüber
dem ersten Quartal 2021, insbesondere in Europa und
Nordamerika.
Mit Blick auf das Gesamtjahr senken wir aufgrund der
anhaltenden Knappheit von Halbleitern unsere Prognose
für die globale Produktion von Pkw und leichten
Nutzfahrzeugen < 6 t auf 8 % bis 10 % (zuvor 9 % bis 12
%).
Entwicklung der Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugenscrollen
Quelle: IHS Markit Inc. (Europa mit West-, Zentral- und
Osteuropa inkl. Russland und Türkei). Vorläufige
Zahlen für H1 2021 und eigene Schätzungen
für 2021.
Die wirtschaftliche Belebung bewirkte in unseren drei
Kernregionen eine gegenüber den Pandemie-bedingt
schwachen Vorjahreswerten stark zunehmende Produktion von
mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen > 6 t.
Weltweit wuchs die Produktion im ersten Halbjahr 2021 nach
vorläufigen Daten um 28 %. Dabei zeigte - auch vor dem
Hintergrund des unterschiedlichen zeitlichen Verlaufs der
COVID-19-Pandemie im Vorjahr - China im ersten Quartal 2021
das stärkste Wachstum, Europa und Nordamerika dagegen
im zweiten Quartal.
Für das Gesamtjahr erwarten wir ein kräftiges
Wachstum der Nutzfahrzeugproduktion in Europa und
Nordamerika. Dagegen rechnen wir für China im zweiten
Halbjahr 2021 mit einem Volumen deutlich unterhalb der
Rekordwerte des zweiten Halbjahres 2020. Für das
Gesamtjahr 2021 erwarten wir ebenfalls einen Rückgang
gegenüber dem Vorjahr. Aus aktueller Sicht dürfte
dieser jedoch nicht so hoch ausfallen wie zuvor
geschätzt. Für die globale Produktion von
mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen rechnen wir
für das Gesamtjahr 2021 nun mit einem Anstieg um 2 %
bis 5 % (zuvor -7 % bis -11 %).
Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für Pkw und leichte Nutzfahrzeugescrollen
Quelle: eigene Schätzungen und vorläufige
Zahlen.
Im Berichtszeitraum stieg der Absatz von Ersatzreifen
für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge < 6 t durch die
breite Markterholung nach vorläufigen Daten um 24 %,
nachdem er im Vorjahr im Zuge der COVID-19-Pandemie stark
eingebrochen war. Während im ersten Quartal 2021 die
Nachfrageerholung vornehmlich durch China dominiert war,
wurde das Wachstum im zweiten Quartal 2021 durch Europa und
Nordamerika bestimmt.
Für den weiteren Jahresverlauf erwarten wir eine
deutliche Abschwächung des Wachstumstrends in allen
drei Kernregionen. Für das Gesamtjahr 2021 heben wir
dennoch aufgrund des starken ersten Halbjahres unsere
Prognose für den weltweiten Absatz von Ersatzreifen
für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge < 6 t an und
erwarten aktuell einen Zuwachs um 8 % bis 10 % (zuvor 6 %
bis 8 %).
Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeugescrollen
Quelle: eigene Schätzungen und vorläufige
Zahlen.
Nach dem Absatzeinbruch von Ersatzreifen für
mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge > 6 t im Zuge
der COVID-19-Pandemie im Vorjahr erhöhte sich im
Berichtszeitraum die Nachfrage in unseren beiden
Kernmärkten Europa und Nordamerika signifikant.
Für den weiteren Jahresverlauf erwarten wir eine
deutliche Abschwächung des Wachstumstrends in beiden
Regionen. Für das Gesamtjahr 2021 rechnen wir in
Nordamerika dennoch mit einem sehr starken Absatzanstieg
von Ersatzreifen für mittelschwere und schwere
Nutzfahrzeuge > 6 t um 13 % bis 15 %. In Europa
dürfte der Absatz im Gesamtjahr um 6 % bis 8 %
steigen. Bislang erwarteten wir für beide Regionen
einen Zuwachs um 4 % bis 6 %.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des KonzernsDie bevorstehende Abspaltung von Teilen des
Geschäftsfelds Powertrain führt zur Anwendung von
IFRS 5, Zur Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche.
Diese Teile stellen im Wesentlichen die nicht
fortgeführten Aktivitäten dar.
Die folgende Tabelle zeigt in der Berichtsperiode und
der Vergleichsperiode die Werte des gesamten Konzerns,
bestehend aus fortgeführten und nicht
fortgeführten Aktivitäten.
Fortgeführte Aktivitäten und nicht fortgeführte Aktivitätenscrollen
Die Zusatzangabe "Zweites Quartal 2021" ist nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
Die folgende Tabelle zeigt in der Berichtsperiode und
der Vergleichsperiode die Werte der fortgeführten
Aktivitäten.
Fortgeführte Aktivitätenscrollen
Die Zusatzangabe "Zweites Quartal 2021" ist nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
ErtragslageUmsatzanstieg um 22,0 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 27,1 %Während der ersten sechs Monate 2021 erhöhte
sich der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um 22,0 % auf 20.166,8 Mio € (Vj. 16.532,4 Mio
€). Davon entfiel auf die fortgeführten
Aktivitäten ein Umsatz in Höhe von 16.929,7 Mio
€ (Vj. 14.064,8 Mio €). Bereinigt um
Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen
ergibt sich ein Anstieg um 27,1 % für die
fortgeführten und nicht fortgeführten
Aktivitäten des Konzerns.
Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 867,4 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) der
fortgeführten und nicht fortgeführten
Aktivitäten des Konzerns erhöhte sich
während der ersten sechs Monate 2021 im Vergleich zum
Vorjahr um 1.746,0 Mio € bzw. 867,4 % auf 1.544,7 Mio
€ (Vj. -201,3 Mio €) und entspricht 7,7 % (Vj.
-1,2 %) des bereinigten Umsatzes.
Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 440,7 %Das operative Konzernergebnis (EBIT) erhöhte sich
in den ersten sechs Monaten 2021 im Vergleich zum Vorjahr
um 1.731,1 Mio € bzw. 440,7 % auf 1.338,3 Mio €
(Vj. -392,8 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte
sich auf 6,6 % (Vj. -2,4 %). Auf die fortgeführten
Aktivitäten entfiel ein Anstieg des operativen
Ergebnisses (EBIT) um 1.241,3 Mio € bzw. 1.171,0 % auf
1.135,3 Mio € (Vj. -106,0 Mio €). Die
Umsatzrendite der fortgeführten Aktivitäten
erhöhte sich auf 6,7 % (Vj. -0,8 %).
Sondereffekte im ersten Halbjahr 2021Für den Konzern ergab sich insgesamt eine Belastung
durch Sondereffekte in den ersten sechs Monaten 2021 in
Höhe von 126,1 Mio € für die
fortgeführten und nicht fortgeführten
Aktivitäten. Hiervon entfielen Aufwendungen in
Höhe von 26,8 Mio € auf Autonomous Mobility and
Safety, 10,4 Mio € auf ContiTech, 95,2 Mio € auf
Powertrain und 1,1 Mio € auf die Holding sowie
Erträge in Höhe von 0,4 Mio € auf Vehicle
Networking and Information und 7,0 Mio € auf Tires.
Im Zusammenhang mit der Verselbstständigung des
Geschäftsfelds Powertrain ergaben sich Aufwendungen in
Höhe von insgesamt 49,3 Mio € (Autonomous
Mobility and Safety 8,5 Mio €, Vehicle Networking and
Information 8,4 Mio €, Powertrain 31,7 Mio €,
Holding 0,7 Mio €).
Aus Wertminderungen auf Sachanlagen entstanden
Aufwendungen in Höhe von insgesamt 66,1 Mio €
(Autonomous Mobility and Safety 2,8 Mio €, Vehicle
Networking and Information 0,7 Mio €, Tires 0,1 Mio
€, Powertrain 62,5 Mio €). Außerdem
entstanden Erträge aus Wertaufholungen auf Sachanlagen
in Höhe von insgesamt 5,5 Mio € (Autonomous
Mobility and Safety 5,4 Mio €, Powertrain 0,1 Mio
€).
Aus Abfindungen entstand ein negativer Sondereffekt in
Höhe von insgesamt 50,3 Mio € (Autonomous
Mobility and Safety 18,6 Mio €, Vehicle Networking and
Information 7,0 Mio €, Tires 10,2 Mio €,
ContiTech 7,5 Mio €, Powertrain 6,6 Mio €,
Holding 0,4 Mio €).
Im Geschäftsfeld Autonomous Mobility and Safety
entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von
0,2 Mio €. Darüber hinaus resultierten
Erträge aus der Auflösung nicht mehr
benötigter Restrukturierungsrückstellungen in
Höhe von 12,6 Mio €.
Im Geschäftsfeld Vehicle Networking and Information
ergaben sich Erträge aus der Auflösung nicht mehr
benötigter Restrukturierungsrückstellungen in
Höhe von 23,9 Mio €.
Im Geschäftsfeld Tires entstanden
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 2,3 Mio
€. In diesen Restrukturierungsaufwendungen sind
Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,9 Mio
€ enthalten. Außerdem ergaben sich Erträge
aus der Auflösung nicht mehr benötigter
Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 19,6
Mio €.
Im Geschäftsfeld ContiTech entstanden
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 6,6 Mio
€. In diesen Restrukturierungsaufwendungen sind
Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte in Höhe von 0,3 Mio €
enthalten. Darüber hinaus resultierten Erträge
aus der Auflösung nicht mehr benötigter
Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 5,4
Mio €.
Im Geschäftsfeld Powertrain ergaben sich
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,2 Mio
€, davon sind 0,6 Mio € auf Wertminderungen auf
Sachanlagen zurückzuführen. Außerdem
resultierten Erträge aus der Auflösung nicht mehr
benötigter Restrukturierungsrückstellungen in
Höhe von 12,1 Mio €. In diesen Erträgen sind
Wertaufholungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,4 Mio
€ enthalten.
Aus restrukturierungsbezogenen Belastungen entstand ein
Aufwand in Höhe von insgesamt 28,0 Mio €
(Autonomous Mobility and Safety 14,7 Mio €, Vehicle
Networking and Information 6,2 Mio €, ContiTech 1,7
Mio €, Powertrain 5,4 Mio €).
Das Geschäftsfeld Vehicle Networking and
Information verzeichnete einen Ertrag aus der
Veräußerung eines nach der Equity-Methode
bilanzierten Unternehmens in Höhe von 0,3 Mio €.
Zudem entstanden im Geschäftsfeld Vehicle
Networking and Information Aufwendungen im Zusammenhang mit
der Vorbereitung der Rückführung des
Geschäfts aus dem assoziierten Unternehmen OSRAM
CONTINENTAL GmbH, München, Deutschland, in Höhe
von 1,5 Mio €.
Sondereffekte im ersten Halbjahr 2020Für den Konzern ergab sich insgesamt eine Belastung
durch Sondereffekte in den ersten sechs Monaten 2020 in
Höhe von 98,0 Mio € für die
fortgeführten und nicht fortgeführten
Aktivitäten. Hiervon entfielen Aufwendungen in
Höhe von 48,8 Mio € auf Autonomous Mobility and
Safety, 3,6 Mio € auf Tires, 19,7 Mio € auf
ContiTech, 90,0 Mio € auf Powertrain und 2,5 Mio
€ auf die Holding sowie ein Ertrag in Höhe 66,6
Mio € auf Vehicle Networking and Information.
Im Rahmen der Verselbstständigung des
Geschäftsfelds Powertrain ergaben sich Aufwendungen in
Höhe von insgesamt 37,6 Mio € (Autonomous
Mobility and Safety 4,9 Mio €, Vehicle Networking and
Information 5,2 Mio €, Powertrain 25,1 Mio €,
Holding 2,4 Mio €).
Aus Wertminderungen auf Sachanlagen entstand ein Aufwand
in Höhe von insgesamt 50,0 Mio € (Autonomous
Mobility and Safety 4,5 Mio €, Powertrain 45,5 Mio
€, Holding 0,0 Mio €). Aus einer Wertaufholung
auf Sachanlagen entstand im Geschäftsfeld Vehicle
Networking and Information ein Ertrag in Höhe von 0,3
Mio €.
In den ersten sechs Monaten entstand aus Abfindungen ein
negativer Sondereffekt in Höhe von insgesamt 22,9 Mio
€ (Autonomous Mobility and Safety 4,3 Mio €,
Vehicle Networking and Information 4,7 Mio €, Tires
3,4 Mio €, ContiTech 6,2 Mio €, Powertrain 4,2
Mio €, Holding 0,1 Mio €).
Im Geschäftsfeld Autonomous Mobility and Safety
entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von
34,1 Mio €. In diesen Aufwendungen sind
Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,2 Mio
€ enthalten. Daneben resultierte aus der
Auflösung nicht mehr benötigter
Restrukturierungsrückstellungen ein Ertrag in
Höhe von 2,9 Mio €.
Im Geschäftsfeld Vehicle Networking and Information
entstand ein Restrukturierungsaufwand in Höhe von 80,0
Mio €.
Im Geschäftsfeld ContiTech ergaben sich
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 13,5 Mio
€, davon sind 1,4 Mio € auf Wertminderungen auf
Sachanlagen zurückzuführen.
Darüber hinaus entstanden im Geschäftsfeld
Powertrain Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von
13,6 Mio €. In diesen Restrukturierungsaufwendungen
sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 5,5
Mio € enthalten. Außerdem resultierten
Erträge aus der Auflösung nicht mehr
benötigter Restrukturierungsrückstellungen in
Höhe von 3,0 Mio €.
Des Weiteren resultierte aus restrukturierungsbezogenen
Belastungen ein Aufwand in Höhe von insgesamt 9,7 Mio
€ (Autonomous Mobility and Safety 3,9 Mio €,
Vehicle Networking and Information 1,2 Mio €,
Powertrain 4,6 Mio €).
Für das Geschäftsfeld Vehicle Networking and
Information entstand ein Ertrag aus dem Verkauf eines nach
der Equity-Methode bilanzierten Unternehmens in Höhe
von 157,4 Mio €.
Für das Geschäftsfeld Tires entstand ein
Aufwand aus dem Abgang von Gesellschaften und
Vermögenswerten in Höhe von 0,2 Mio €.
Forschung und EntwicklungDie Kosten für Forschung und Entwicklung (netto)
der fortgeführten Aktivitäten verringerten sich
in den ersten sechs Monaten 2021 im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 3,0 % auf 1.330,5 Mio € (Vj.
1.371,9 Mio €), entsprechend 7,9 % des Umsatzes (Vj.
9,8 %). Für den gesamten Konzern ergab sich ein
Rückgang um 1,0 % auf 1.703,7 Mio € (Vj. 1.721,6
Mio €), entsprechend 8,4 % des Umsatzes (Vj. 10,4 %).
Davon entfielen auf Automotive Technologies 1.102,7 Mio
€ (Vj. 1.153,4 Mio €), entsprechend 14,0 % des
Umsatzes (Vj. 17,1 %), auf Rubber Technologies 227,9 Mio
€ (Vj. 223,5 Mio €), entsprechend 2,7 % des
Umsatzes (Vj. 3,2 %), und auf Powertrain Technologies 373,1
Mio € (Vj. 344,7 Mio €), entsprechend 9,8 % des
Umsatzes (Vj. 11,6 %).
FinanzergebnisDas negative Finanzergebnis der fortgeführten
Aktivitäten erhöhte sich im ersten Halbjahr 2021
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,7 Mio € auf
22,6 Mio € (Vj. 21,9 Mio €).
Die Zinserträge verringerten sich im ersten
Halbjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Mio €
auf 43,5 Mio € (Vj. 45,8 Mio €). Auf erwartete
Erträge aus langfristig fälligen Leistungen an
Arbeitnehmer sowie aus den Pensionsfonds entfielen
insgesamt 21,9 Mio € (Vj. 27,8 Mio €). Hierin
sind die Zinserträge auf das Fondsvermögen der
Pensionskassen nicht enthalten.
Die Zinsaufwendungen beliefen sich im ersten Halbjahr
2021 auf insgesamt 118,3 Mio € und lagen damit um 3,4
Mio € unter dem Vorjahresvergleichswert von 121,7 Mio
€. Aus der Aufzinsung der langfristig fälligen
Leistungen an Arbeitnehmer resultierte ein Zinsaufwand in
Höhe von insgesamt 43,1 Mio € (Vj. 56,3 Mio
€). Hierin ist die Aufzinsung der
Anwartschaftsverpflichtungen der Pensionskassen nicht
enthalten. Der Zinsaufwand, der im Wesentlichen aus
Kreditaufnahmen bei Banken, Kapitalmarkttransaktionen und
sonstigen Finanzierungsinstrumenten resultierte, lag mit
75,2 Mio € oberhalb des Vorjahresniveaus in Höhe
von 65,4 Mio €.
Die von der Continental AG und der Conti-Gummi Finance
B.V., Maastricht, Niederlande, begebenen Anleihen
führten zu Aufwendungen in Höhe von 25,5 Mio
€ (Vj. 19,6 Mio €). Der Anstieg resultierte im
Wesentlichen aus der Emission von Euro-Anleihen im zweiten
Quartal 2020 mit einem Gesamtvolumen in Höhe von
2.125,0 Mio €. Ein gegenläufiger Effekt ist auf
die Rückzahlung der 750,0-Mio-€-Anleihe der
Continental AG zurückzuführen. Die am 9.
September 2020 fällige Anleihe wurde mit 3,125 %
verzinst.
Die Effekte aus Währungsumrechnung führten im
ersten Halbjahr 2021 zu einem negativen Ergebnisbeitrag in
Höhe von 40,5 Mio € (Vj. positiver
Ergebnisbeitrag in Höhe von 20,3 Mio €).
Gegenläufig wirkten die Effekte aus Änderungen
des beizulegenden Zeitwerts von derivativen
Finanzinstrumenten und sonstige Bewertungseffekte mit einem
Ertrag in Höhe von insgesamt 92,7 Mio € (Vj. 33,7
Mio €).
Auf sonstige Bewertungseffekte entfiel im Finanzergebnis
im Berichtszeitraum ein Ertrag in Höhe von 106,4 Mio
€ (Vj. Aufwand in Höhe von 0,4 Mio €).
Dieser resultierte insbesondere aus der vollständigen
Auflösung von Wertberichtigungen auf Ausleihungen an
das assoziierte Unternehmen OSRAM CONTINENTAL GmbH,
München, Deutschland, und zwei ihrer
Tochtergesellschaften, sowie aus der vollständigen
Auflösung von Rückstellungen für
Kreditzusagen an diese Unternehmen. Unter
Berücksichtigung von Wechselkurseffekten ergab sich
hieraus insgesamt ein Ertrag von 105,8 Mio €.
Wird die Summe der Effekte aus Währungsumrechnung
und aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von
derivativen Finanzinstrumenten betrachtet, ergab sich im
ersten Halbjahr 2021 eine Ergebnisbelastung in Höhe
von 54,2 Mio € (Vj. positiver Ergebnisbeitrag in
Höhe von 54,4 Mio €). Einen wesentlichen Anteil
an den Effekten in beiden Jahren haben die Entwicklung der
tschechischen Krone und des chinesischen Renminbi
gegenüber dem Euro.
Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das
erste Halbjahr 2021 beliefen sich für die
fortgeführten Aktivitäten auf 199,7 Mio €
(Vj. Steuerertrag in Höhe von 6,2 Mio €). Die
Steuerquote im Berichtszeitraum lag bei 17,9 % (Vj. 4,8 %).
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnenDas den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis
erhöhte sich im ersten Halbjahr 2021 um 321,2 % auf
992,9 Mio € (Vj. -448,8 Mio €). Das
unverwässerte Ergebnis pro Aktie lag bei 4,96 €
(Vj. -2,24 €). Das seit diesem Geschäftsjahr
ebenfalls zu berichtende unverwässerte Ergebnis je
Aktie aus fortgeführten Aktivitäten für das
erste Halbjahr 2021 beträgt 4,45 € (Vj. -0,61
€). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie
entspricht jeweils dem verwässerten Ergebnis pro
Aktie.
FinanzlageCashflow-ÜberleitungDie folgenden Erläuterungen zur
Cashflow-Überleitung beziehen sich auf die
fortgeführten und nicht fortgeführten
Aktivitäten des Continental-Konzerns.
Das EBIT erhöhte sich in den ersten sechs Monaten
2021 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2020 um 1.731,1
Mio € auf 1.338,3 Mio € (Vj. -392,8 Mio €).
Die Zinszahlungen stiegen um 16,0 Mio € auf 86,9
Mio € (Vj. 70,9 Mio €).
Die Auszahlungen für Ertragsteuern erhöhten
sich um 55,0 Mio € auf 425,0 Mio € (Vj. 370,0 Mio
€).
Die Abschreibungen sowie Wertminderungen und
-aufholungen verringerten sich um 177,8 Mio € auf
1.267,3 Mio € (Vj. 1.445,1 Mio €).
Der Mittelabfluss aus dem Aufbau des operativen Working
Capital lag zum 30. Juni 2021 mit 654,0 Mio € um 877,4
Mio € unter dem Vorjahresvergleichswert von 1.531,4
Mio €.
Der Mittelzufluss aus laufender
Geschäftstätigkeit lag zum 30. Juni 2021 mit
1.572,4 Mio € um 2.746,4 Mio € über dem
Vorjahresvergleichswert (Vj. Mittelabfluss in Höhe von
1.174,0 Mio €).
Aus Investitionstätigkeit resultierte in den ersten
sechs Monaten 2021 ein Mittelabfluss in Höhe von 653,2
Mio € (Vj. 628,3 Mio €).
Die Investitionen in Sachanlagen und Software, ohne
Berücksichtigung von Leasing und aktivierten
Fremdkapitalkosten, verringerten sich um 184,6 Mio €
von 810,6 Mio € auf 626,0 Mio €. Aus dem
Anteilserwerb und dem Verkauf von Gesellschaften
resultierte insgesamt ein Mittelabfluss in Höhe von
28,3 Mio € (Vj. Mittelzufluss in Höhe von 270,0
Mio €).
Der im ersten Halbjahr 2021 erreichte Free Cashflow
ergab einen Mittelzufluss in Höhe von 919,2 Mio €
(Vj. Mittelabfluss in Höhe von 1.802,3 Mio €).
Damit erhöhte sich der Free Cashflow um 2.721,5 Mio
€ gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Finanzierung und FinanzschuldenDie Vermögenswerte der nicht fortgeführten
Aktivitäten sind in der Berichtsperiode in den zur
Veräußerung bestimmten Vermögenswerten
dargestellt. Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten
der nicht fortgeführten Aktivitäten sind in der
Berichtsperiode in den zur Veräußerung
bestimmten Verbindlichkeiten dargestellt. Die Werte der
Vergleichsperioden wurden nicht angepasst.
Zum 30. Juni 2021 lagen die Netto-Finanzschulden des
Continental-Konzerns bei 4.054,0 Mio €. Sie
reduzierten sich um 1.869,7 Mio € gegenüber dem
Vorjahresniveau von 5.923,7 Mio € sowie um 85,1 Mio
€ gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2020 von
4.139,1 Mio €.
Zwei von der Continental AG begebene Anleihen wurden zu
einem Kurs von 100,00 % zurückgezahlt. Dabei handelt
es sich um eine am 9. September 2020 fällige
Euro-Anleihe über 750,0 Mio € sowie eine am 12.
April 2021 fällige Privatplatzierung über 200,0
Mio €. Die 750,0-Mio-€-Anleihe wurde mit 3,125 %
p. a. verzinst und hatte eine Laufzeit von sieben Jahren.
Die Privatplatzierung wurde mit einer variablen Verzinsung
ausgestattet und hatte eine Laufzeit von einem Jahr und
sechs Monaten. Bezüglich der Details zu den Anleihen
verweisen wir auf die Ausführungen im
Geschäftsbericht 2020.
Der im Dezember 2019 vorzeitig erneuerte syndizierte
Kredit besteht aus einer revolvierenden Tranche in
Höhe von 4.000,0 Mio € und einer Laufzeit von
fünf Jahren. Im November 2020 hat Continental eine
Option auf Verlängerung der Laufzeit um ein Jahr
ausgeübt. Die kreditgebenden Banken haben daraufhin
diese Finanzierungszusage bis Dezember 2025 zu
unveränderten Konditionen verlängert. Diese
Kreditlinie wurde Ende Juni 2021, wie auch im Vorjahr,
nicht in Anspruch genommen. Die im Mai 2020 zusätzlich
vereinbarte syndizierte Kreditlinie in Höhe von
3.000,0 Mio € mit einer Laufzeit von 364 Tagen ist im
Mai 2021 ausgelaufen. Bezüglich weiterer Details zu
den syndizierten Krediten verweisen wir auf die
Ausführungen im Geschäftsbericht 2020.
Zum 30. Juni 2021 verfügte der Continental-Konzern
über ein Liquiditätspolster in Höhe von
insgesamt 6.933,7 Mio € (Vj. 10.144,4 Mio €),
davon 2.162,8 Mio € (Vj. 2.455,6 Mio €)
flüssige Mittel sowie zugesagte, ungenutzte
Kreditlinien im Volumen von 4.770,9 Mio € (Vj. 7.688,8
Mio €).
Unter den Beschränkungen, welche die
Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen
können, sind auch sämtliche bestehenden
Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen.
Im Continental-Konzern sind die vorab genannten
flüssigen Mittel beschränkt hinsichtlich
verpfändeter Beträge sowie Guthaben in
Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen
oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität.
Steuern, die auf den Transfer von Geldvermögen von
einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im
Regelfall nicht als eine Beschränkung der
flüssigen Mittel verstanden. Zum 30. Juni 2021
beliefen sich die unbeschränkt verfügbaren
flüssigen Mittel insgesamt auf 1.866,3 Mio € (Vj.
2.249,2 Mio €).
Bezogen auf die fortgeführten und die nicht
fortgeführten Aktivitäten lagen die
Netto-Finanzschulden des Continental-Konzerns zum 30. Juni
2021 bei 3.213,8 Mio € und damit um 2.709,9 Mio €
unter dem Vorjahresniveau von 5.923,7 Mio €. Die
Gearing Ratio reduzierte sich auf 25,7 % (Vj. 41,1 %).
Herleitung der Netto-Finanzschuldenscrollen
Herleitung der Veränderung der Netto-Finanzschuldenscrollen
Die Zusatzangabe "Zweites Quartal 2021" ist nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
Investitionen (Bilanzzugang)Im ersten Halbjahr 2021 wurden 744,3 Mio € (Vj.
923,4 Mio €) in Sachanlagen und Software der
fortgeführten und nicht fortgeführten
Aktivitäten des Continental-Konzerns investiert. Zur
Reduzierung in Höhe von 179,1 Mio € haben
insbesondere die Geschäftsfelder Tires, Vehicle
Networking and Information sowie Powertrain beigetragen.
Die Investitionsquote beträgt nach sechs Monaten 3,7 %
(Vj. 5,6 %).
Auf den Unternehmensbereich Automotive Technologies
entfielen 351,2 Mio € (Vj. 390,2 Mio €) der
Investitionen, dies entspricht 4,5 % (Vj. 5,8 %) des
Umsatzes. Investiert wurde hauptsächlich in
Produktionsausrüstungen zur Herstellung neuer Produkte
und zur Umsetzung neuer Technologien. Hierbei wurden die
Fertigungskapazitäten an den europäischen
Niedrigkostenstandorten sowie in Deutschland, Mexiko und
China erweitert. Darüber hinaus wurde in Novi Sad,
Serbien, in den Aufbau eines neuen Werks investiert. Im
Geschäftsfeld Autonomous Mobility and Safety entfielen
wesentliche Bilanzzugänge auf Produktionsanlagen
für die Geschäftseinheiten Vehicle Dynamics und
Advanced Driver Assistance Systems. Im Geschäftsfeld
Vehicle Networking and Information wurde insbesondere in
den Geschäftseinheiten Human Machine Interface und
Connected Car Networking investiert.
Der Unternehmensbereich Rubber Technologies investierte
245,3 Mio € (Vj. 338,5 Mio €), entsprechend 2,9 %
(Vj. 4,9 %) des Umsatzes. Im Geschäftsfeld Tires wurde
in die nachfrageorientierte Anpassung der
Fertigungskapazitäten bestehender Werke an den
europäischen Niedrigkostenstandorten sowie in
Deutschland, Thailand, Mexiko und China investiert.
Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur
Qualitätssicherung und Kostensenkung
durchgeführt. Im Geschäftsfeld ContiTech wurden
die Fertigungskapazitäten an den europäischen
Niedrigkostenstandorten sowie in Deutschland, den USA und
China ausgebaut. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen
auf die Erweiterung von Fertigungskapazitäten in
ausgewählten Wachstumsmärkten für die
Geschäftseinheiten Mobile Fluid Systems, Surface
Solutions, Advanced Dynamics Solutions und Conveying
Solutions. Darüber hinaus wurden in allen
Geschäftseinheiten Investitionen zur Rationalisierung
von Produktionsabläufen durchgeführt.
Der Unternehmensbereich Powertrain Technologies
investierte 123,1 Mio € (Vj. 164,2 Mio €),
entsprechend 3,2 % (Vj. 5,5 %) des Umsatzes. Die
Investitionen entfielen hauptsächlich auf
Produktionsausrüstungen zur Herstellung neuer Produkte
und zur Umsetzung neuer Technologien. Es wurde in
Fertigungsanlagen bestehender Werke in Deutschland, China,
Tschechien, Ungarn und den USA investiert. Wesentliche
Investitionen entfielen auf die Erweiterung der
Produktionskapazitäten für die
Geschäftseinheiten Electronic Controls und Sensing and
Actuation.
VermögenslageDie Vermögenswerte der nicht fortgeführten
Aktivitäten sind in der Berichtsperiode in den zur
Veräußerung bestimmten Vermögenswerten
dargestellt. Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten
der nicht fortgeführten Aktivitäten sind in der
Berichtsperiode in den zur Veräußerung
bestimmten Verbindlichkeiten dargestellt. Die Werte der
Vergleichsperioden wurden nicht angepasst.
Gegenüber dem 30. Juni 2020 verringerte sich der
Goodwill um 1.467,8 Mio € auf 3.605,6 Mio € (Vj.
5.073,4 Mio €). Die sonstigen immateriellen
Vermögenswerte reduzierten sich um 534,8 Mio €
auf 1.116,6 Mio € (Vj. 1.651,4 Mio €). Die
Sachanlagen verringerten sich um 3.010,8 Mio € auf
11.090,8 Mio € (Vj. 14.101,6 Mio €). Die aktiven
latenten Steuern erhöhten sich um 315,9 Mio € auf
2.542,5 Mio € (Vj. 2.226,6 Mio €). Die
Vorräte sanken um 298,3 Mio € auf 4.548,4 Mio
€ (Vj. 4.846,7 Mio €) und die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 328,5 Mio
€ auf 6.144,5 Mio € (Vj. 6.473,0 Mio €).
Kurzfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche
Anlagen erhöhten sich um 38,8 Mio € auf 194,5 Mio
€ (Vj. 155,7 Mio €). Die flüssigen Mittel
sind mit 2.162,8 Mio € (Vj. 2.455,6 Mio €) um
292,8 Mio € niedriger als am entsprechenden
Vorjahresstichtag. Die zur Veräußerung
bestimmten Vermögenswerte erhöhten sich um
7.308,5 Mio € auf 7.326,7 Mio € (Vj. 18,2 Mio
€). Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 30. Juni
2021 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresstichtag um
1.457,0 Mio € auf 41.309,8 Mio € (Vj. 39.852,8
Mio €).
Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz
reduzierte sich im Vergleich zum 30. Juni 2020 um 1.904,3
Mio € auf 12.512,6 Mio € (Vj. 14.416,9 Mio
€). Dies resultierte insbesondere aus dem
Rückgang der kumulierten einbehaltenen Gewinne in
Höhe von 2.257,8 Mio €. Die erfolgsneutralen
Rücklagen veränderten sich um 402,8 Mio €
auf -3.367,6 Mio € (Vj. -3.770,4 Mio €). Die zur
Veräußerung bestimmten Verbindlichkeiten
erhöhten sich auf 3.777,3 Mio € (Vj. -).
Bezogen auf die fortgeführten und die nicht
fortgeführten Aktivitäten veränderte sich
die Gearing Ratio von 41,1 % zum 30. Juni 2020 auf 25,7 %
zum 30. Juni 2021. Die Eigenkapitalquote sank auf 30,3 %
(Vj. 36,2 %).
Gegenüber dem 31. Dezember 2020 reduzierten sich
die Sachanlagen um 2.669,8 Mio € auf 11.090,8 Mio
€ (Vj. 13.760,6 Mio €) und die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen um 1.208,7 Mio € auf
6.144,5 Mio € (Vj. 7.353,2 Mio €). Zudem
verringerte sich der Goodwill um 756,0 Mio € auf
3.605,6 Mio € (Vj. 4.361,6 Mio €). Die zur
Veräußerung bestimmten Vermögenswerte
erhöhten sich um 7.303,9 Mio € auf 7.326,7 Mio
€ (Vj. 22,8 Mio €). Im Vergleich zum 31. Dezember
2020 erhöhte sich die Bilanzsumme um 1.671,8 Mio
€ auf 41.309,8 Mio € (Vj. 39.638,0 Mio €).
Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz
reduzierte sich im Vergleich zum Jahresende 2020 um 126,5
Mio € auf 12.512,6 Mio € (Vj. 12.639,1 Mio
€). Aus dem den Anteilseignern zuzurechnenden
Konzernergebnis ergibt sich ein Anstieg in Höhe von
992,9 Mio €. Zum 30. Juni 2021 wird eine
Abspaltungsverbindlichkeit in Höhe von 2.137,6 Mio
€ ausgewiesen. Die erfolgsneutralen Rücklagen
veränderten sich um 997,8 Mio € auf -3.367,6 Mio
€ (Vj. -4.365,4 Mio €). Die zur
Veräußerung bestimmten Verbindlichkeiten
erhöhten sich auf 3.777,3 Mio € (Vj. -).
Bezogen auf die fortgeführten und die nicht
fortgeführten Aktivitäten veränderte sich
die Gearing Ratio von 32,7 % zum 31. Dezember 2020 auf
25,7% zum 30. Juni 2021.
MitarbeiterZum Ende des zweiten Quartals 2021 waren im gesamten
Konzern 233.365 Mitarbeiter beschäftigt. Dies
entspricht einem Rückgang um 3.021 Personen im
Vergleich zum Jahresende 2020.
Produktivitätssteigerungen und Anpassungen an
geringere Produktionsvolumina führten im
Unternehmensbereich Automotive Technologies insgesamt zu
einer Reduzierung der Mitarbeiter um 2.344. Im
Unternehmensbereich Rubber Technologies resultierte aus der
Umsetzung von Struktur- und Effizienzprogrammen sowie aus
steigenden Produktionsvolumina insgesamt ein leichter
Anstieg der Beschäftigtenzahl um 66 Personen.
Gegenläufig zum weiteren Aufbau in Forschung und
Entwicklung führte die Umsetzung von strukturellen
Veränderungen im Unternehmensbereich Powertrain
Technologies zu einer Reduzierung von 790 Mitarbeitern. Im
Vergleich zum Berichtsstichtag des Vorjahres erhöhte
sich die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern um insgesamt
1.342 Personen.
Überleitung zu operativen Aktiva der fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten zum 30. Juni 2021scrollen
scrollen
Überleitung zu operativen Aktiva der fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten zum 30. Juni 2020scrollen
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Entwicklung der GeschäftsfelderIm Folgenden wird die Entwicklung der
Geschäftsfelder dargestellt. Autonomous Mobility and
Safety sowie Vehicle Networking and Information umfassen
dabei im Wesentlichen fortgeführte Aktivitäten.
Tires und ContiTech weisen ausschließlich
fortgeführte Aktivitäten aus, und auf Powertrain
entfallen im Wesentlichen nicht fortgeführte
Aktivitäten.
Autonomous Mobility and Safetyscrollen
Die Zusatzangabe "Zweites Quartal 2021" ist nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
Autonomous Mobility and Safety (AMS)AbsatzIn der Geschäftseinheit Vehicle Dynamics lag der
Absatz von elektronischen Bremssystemen im Berichtszeitraum
deutlich über dem Vorjahr. In der
Geschäftseinheit Hydraulic Brake Systems erhöhten
sich die Verkaufszahlen von Bremskraftverstärkern, und
der Absatz von Bremssätteln mit integrierter
elektrischer Parkbremse stieg erheblich. Der Absatz von
Airbagsteuergeräten in der Geschäftseinheit
Passive Safety and Sensorics sowie die Verkaufszahlen von
Fahrerassistenzsystemen erhöhten sich deutlich. Die
Absatzanstiege in den Geschäftseinheiten sind
hauptsächlich auf die negativen Auswirkungen der
COVID-19-Pandemie im Vorjahr und die sich daraus ergebende
niedrige Vergleichsbasis zurückzuführen.
Gegenläufig wirkten negative Effekte aufgrund von
Verknappungen und Lieferproblemen im Bereich der
Halbleiterindustrie.
Umsatzanstieg um 17,1 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 25,3 %Während der ersten sechs Monate 2021 erhöhte
sich der Umsatz des Geschäftsfelds Autonomous Mobility
and Safety im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,1 % auf
3.882,2 Mio € (Vj. 3.316,5 Mio €). Bereinigt um
Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen
ergibt sich ein Anstieg um 25,3 %.
Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 157,5 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des
Geschäftsfelds Autonomous Mobility and Safety
erhöhte sich während der ersten sechs Monate 2021
im Vergleich zum Vorjahr um 198,3 Mio € bzw. 157,5 %
auf 72,4 Mio € (Vj. -125,9 Mio €) und entspricht
1,9 % (Vj. -3,9 %) des bereinigten Umsatzes.
Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 125,0 %Das Geschäftsfeld Autonomous Mobility and Safety
verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses
(EBIT) in den ersten sechs Monaten 2021 im Vergleich zum
Vorjahr um 227,7 Mio € bzw. 125,0 % auf 45,6 Mio
€ (Vj. -182,1 Mio €). Die Umsatzrendite
erhöhte sich auf 1,2 % (Vj. -5,5 %).
SondereffekteZu den Sondereffekten 2021 und 2020 verweisen wir auf
unsere Erläuterungen auf Seite 11 ff.
Vehicle Networking and Informationscrollen
Die Zusatzangabe "Zweites Quartal 2021" ist nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
Vehicle Networking and Information (VNI)AbsatzDas Absatzvolumen in allen Geschäftseinheiten lag
im ersten Halbjahr 2021 weltweit über dem
Vorjahresniveau. Diese Entwicklung ist hauptsächlich
auf die negativen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie im
Vorjahr und die sich daraus ergebende niedrige
Vergleichsbasis zurückzuführen. In der
Geschäftseinheit Commercial Vehicles and Services
verzeichnete der Bereich Nutzfahrzeuge dabei einen etwas
höheren Absatz als das Ersatzteil- und
Aftermarket-Geschäft. Ab dem zweiten Quartal
verstärkten sich negative Effekte auf das
Absatzvolumen aufgrund von Verknappungen und
Lieferproblemen im Bereich der Halbleiterindustrie.
Umsatzanstieg um 17,2 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 22,5 %Während der ersten sechs Monate 2021 erhöhte
sich der Umsatz des Geschäftsfelds Vehicle Networking
and Information im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,2
% auf 4.041,3 Mio € (Vj. 3.449,6 Mio €).
Bereinigt um Konsolidierungskreis- und
Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um
22,5 %.
Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 118,8 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des
Geschäftsfelds Vehicle Networking and Information
erhöhte sich während der ersten sechs Monate 2021
im Vergleich zum Vorjahr um 309,6 Mio € bzw. 118,8 %
auf 48,9 Mio € (Vj. -260,7 Mio €) und entspricht
1,2 % (Vj. -7,7 %) des bereinigten Umsatzes.
Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 107,8 %Das Geschäftsfeld Vehicle Networking and
Information verzeichnete einen Anstieg des operativen
Ergebnisses (EBIT) in den ersten sechs Monaten 2021 im
Vergleich zum Vorjahr um 235,9 Mio € bzw. 107,8 % auf
17,0 Mio € (Vj. -218,9 Mio €). Die Umsatzrendite
erhöhte sich auf 0,4 % (Vj. -6,3 %).
SondereffekteZu den Sondereffekten 2021 und 2020 verweisen wir auf
unsere Erläuterungen auf Seite 11 ff.
scrollen
Die Zusatzangabe "Zweites Quartal 2021" ist nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
TiresAbsatzDie Verkaufszahlen lagen in den ersten sechs Monaten
2021 im Pkw-Erstausrüstungsgeschäft deutlich
über dem Vorjahresvergleichswert. Auch die
Absatzzahlen im Pkw-Reifenersatzgeschäft und im
Nutzfahrzeugreifengeschäft lagen im Berichtszeitraum
spürbar über dem Vorjahresniveau. Dies ist
hauptsächlich auch auf die negativen Effekte der
COVID-19-Pandemie im Vorjahr und die sich daraus ergebende
niedrige Vergleichsbasis zurückzuführen.
Umsatzanstieg um 28,1 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 32,9 %Während der ersten sechs Monate 2021 erhöhte
sich der Umsatz des Geschäftsfelds Tires im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum um 28,1 % auf 5.631,1 Mio € (Vj.
4.395,7 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und
Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um
32,9 %.
Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 222,4 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des
Geschäftsfelds Tires erhöhte sich während
der ersten sechs Monate 2021 im Vergleich zum Vorjahr um
669,0 Mio € bzw. 222,4 % auf 969,8 Mio € (Vj.
300,8 Mio €) und entspricht 17,2 % (Vj. 6,8 %) des
bereinigten Umsatzes.
Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 236,4 %Das Geschäftsfeld Tires verzeichnete einen Anstieg
des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten sechs
Monaten 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 680,0 Mio €
bzw. 236,4 % auf 967,6 Mio € (Vj. 287,6 Mio €).
Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 17,2 % (Vj. 6,5 %).
SondereffekteZu den Sondereffekten 2021 und 2020 verweisen wir auf
unsere Erläuterungen auf Seite 11 ff.
ContiTechscrollen
Die Zusatzangabe "Zweites Quartal 2021" ist nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
ContiTechUmsatzanstieg um 16,5 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 20,4 %Während der ersten sechs Monate 2021 erhöhte
sich der Umsatz des Geschäftsfelds ContiTech im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16,5 % auf 3.012,0 Mio
€ (Vj. 2.584,6 Mio €). Bereinigt um
Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen
ergibt sich ein Anstieg um 20,4 %. Sowohl in der
Automobilerstausrüstung als auch im Industrie- und
Ersatzgeschäft stieg der Umsatz gegenüber dem
Vergleichszeitraum deutlich. Dies ist hauptsächlich
auf die negativen Effekte der COVID-19-Pandemie im Vorjahr
und die sich daraus ergebende niedrige Vergleichsbasis
zurückzuführen.
Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 141,4 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des
Geschäftsfelds ContiTech erhöhte sich
während der ersten sechs Monate 2021 im Vergleich zum
Vorjahr um 165,0 Mio € bzw. 141,4 % auf 281,7 Mio
€ (Vj. 116,7 Mio €) und entspricht 9,4 % (Vj. 4,5
%) des bereinigten Umsatzes.
Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 363,2 %Das Geschäftsfeld ContiTech verzeichnete einen
Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten
sechs Monaten 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 183,4 Mio
€ bzw. 363,2 % auf 233,9 Mio € (Vj. 50,5 Mio
€). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 7,8 % (Vj.
2,0 %).
SondereffekteZu den Sondereffekten 2021 und 2020 verweisen wir auf
unsere Erläuterungen auf Seite 11 ff.
Powertrainscrollen
Die Zusatzangabe "Zweites Quartal 2021" ist nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
PowertrainAbsatzIn der Geschäftseinheit Electronic Controls stieg
in den ersten sechs Monaten 2021 das Absatzvolumen von
Getriebesteuerungen, Motorsteuergeräten, Turboladern,
Pumpen und Injektoren gegenüber dem Vorjahr. In der
Geschäftseinheit Electrification Technology lagen die
Verkaufszahlen von Leistungselektronik und Elektromotoren,
Produkten zur Bordnetz-Stabilisierung und
48-Volt-Antriebssystemen deutlich über dem Vorjahr.
Das Absatzvolumen von Batteriesystemen sank unter das
Vorjahresniveau. In der Geschäftseinheit Sensing and
Actuation lagen die Verkaufszahlen von Katalysatoren und
SCR-Systemen, von Kraftstofffördereinheiten sowie
mechatronischen Sensoren für Verbrennungsmotoren
über denen des Vorjahres. Die Erhöhung der
Absatzzahlen in den Geschäftseinheiten gegenüber
dem Vorjahr ist vor allem auf die negativen Effekte der
COVID-19-Pandemie im Vorjahr und die sich daraus ergebende
niedrige Vergleichsbasis zurückzuführen.
Umsatzanstieg um 29,2 %; Anstieg des um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigten Umsatzes um 32,2 %Während der ersten sechs Monate 2021 erhöhte
sich der Umsatz des Geschäftsfelds Powertrain im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 29,2 % auf 3.825,9 Mio
€ (Vj. 2.960,2 Mio €). Bereinigt um
Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen
ergibt sich ein Anstieg um 32,2 %.
Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT bereinigt) um 245,6 %Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des
Geschäftsfelds Powertrain erhöhte sich
während der ersten sechs Monate 2021 im Vergleich zum
Vorjahr um 422,5 Mio € bzw. 245,6 % auf 250,5 Mio
€ (Vj. -172,0 Mio €) und entspricht 6,5 % (Vj.
-5,8 %) des bereinigten Umsatzes.
Operativer Ergebnisanstieg (EBIT) um 157,6 %Das Geschäftsfeld Powertrain verzeichnete einen
Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten
sechs Monaten 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 421,1 Mio
€ bzw. 157,6 % auf 153,9 Mio € (Vj. -267,2 Mio
€). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 4,0 % (Vj.
-9,0 %).
SondereffekteZu den Sondereffekten 2021 und 2020 verweisen wir auf
unsere Erläuterungen auf Seite 11 ff.
Risiko- und ChancenberichtAufgrund der anhaltenden Ausbreitung der
COVID-19-Pandemie und der damit verbundenen
eingeschränkten Produktion sowohl im
Continental-Konzern als auch bei seinen Kunden und
Zulieferern besteht das Risiko wesentlicher negativer
Auswirkungen auf die Absatz- und Beschaffungsmärkte
des Continental-Konzerns. Zusätzlich bestehen Risiken
wegen der andauernden Verknappungen und der Lieferprobleme
in der Halbleiterindustrie. Aufgrund der dadurch zu
erwartenden wirtschaftlichen Folgen können sich
negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage ergeben.
Darüber hinaus gab es keine wesentlichen
Veränderungen der Risiken und Chancen. Zu den Details
der weiteren wesentlichen Risiken und Chancen verweisen wir
auf unsere Ausführungen im Geschäftsbericht 2020.
Prognosebericht und AusblickWie im Wirtschaftsbericht auf Seite 8 f. dargelegt, geht
Continental für 2021 weiterhin von einem Anstieg der
Produktion von Pkw und Nutzfahrzeugen sowie der
Ersatzreifenmärkte gegenüber dem Vorjahr aus.
Für das Industriegeschäft gehen wir von einem
Wachstum in geringerem Maße aus. Auf Basis aller
genannten Annahmen und der aktuellen Wechselkurse erwartet
Continental nun für die fortgeführten
Aktivitäten folgende Finanzkennzahlen für das
Geschäftsjahr 2021:
scrollen
Konzern-ZwischenabschlussKonzern-Gewinn- und VerlustrechnungDie bevorstehende Abspaltung von Teilen des Segments
Powertrain führt zur Anwendung von IFRS 5, Zur
Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche.
Diese Teile stellen im Wesentlichen die nicht
fortgeführten Aktivitäten dar.
Die einzelnen Posten der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung zeigen in der Berichtsperiode und der
Vergleichsperiode die Werte der fortgeführten
Aktivitäten. Das Ergebnis aus fortgeführten und
nicht fortgeführten Aktivitäten nach
Ertragsteuern ergibt das Konzernergebnis.
scrollen
Die Zusatzangabe "Zweites Quartal 2021" ist nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
Konzern-GesamtergebnisrechnungDie bevorstehende Abspaltung von Teilen des Segments
Powertrain führt zur Anwendung von IFRS 5, Zur
Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche.
Diese Teile stellen im Wesentlichen die nicht
fortgeführten Aktivitäten dar.
Die einzelnen Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung
zeigen in der Berichtsperiode und der Vergleichsperiode die
Werte des gesamten Konzerns. Zudem wird das Gesamtergebnis
in fortgeführte und nicht fortgeführte
Aktivitäten aufgeteilt dargestellt.
scrollen
Die Zusatzangabe "Zweites Quartal 2021" ist nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
KonzernbilanzDie bevorstehende Abspaltung von Teilen des Segments
Powertrain führt zur Anwendung von IFRS 5, Zur
Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche.
Diese Teile stellen im Wesentlichen die nicht
fortgeführten Aktivitäten dar.
Die Vermögenswerte der nicht fortgeführten
Aktivitäten sind in der Berichtsperiode in den zur
Veräußerung bestimmten Vermögenswerten
dargestellt. Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten
der nicht fortgeführten Aktivitäten sind in der
Berichtsperiode in den zur Veräußerung
bestimmten Verbindlichkeiten dargestellt. Die Werte der
Vergleichsperioden wurden nicht angepasst.
Aktivascrollen
Passivascrollen
Konzern-KapitalflussrechnungDie bevorstehende Abspaltung von Teilen des Segments
Powertrain führt zur Anwendung von IFRS 5, Zur
Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche.
Diese Teile stellen im Wesentlichen die nicht
fortgeführten Aktivitäten dar.
Die einzelnen Posten der Konzern-Kapitalflussrechnung
zeigen in der Berichtsperiode und der Vergleichsperiode die
Werte des gesamten Konzerns. Zudem wird der
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender
Geschäftstätigkeit, aus
Investitionstätigkeit sowie aus
Finanzierungstätigkeit in fortgeführte und nicht
fortgeführte Aktivitäten aufgeteilt dargestellt.
scrollen
Die Zusatzangabe "Zweites Quartal 2021" ist nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscrollen
scrollen
1 Eingeteilt in 200.005.983 im Umlauf
befindliche Stückaktien.
Erläuternde Angaben zum Konzern-ZwischenabschlussDie bevorstehende Abspaltung von Teilen des Segments
Powertrain führt zur Anwendung von IFRS 5, Zur
Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche.
Diese Teile stellen im Wesentlichen die nicht
fortgeführten Aktivitäten dar.
Alle Tabellen zur Segmentberichterstattung zeigen in der
Berichtsperiode und der Vergleichsperiode für
Autonomous Mobility and Safety sowie Vehicle Networking and
Information im Wesentlichen fortgeführte
Aktivitäten, für Tires und ContiTech
ausschließlich fortgeführte Aktivitäten und
für Powertrain im Wesentlichen nicht fortgeführte
Aktivitäten.
Segmentberichterstattung 1. Januar bis 30. Juni 2021scrollen
scrollen
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
Segmentberichterstattung 1. Januar bis 30. Juni 2020scrollen
scrollen
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
Überleitung Umsatz und EBIT Konzern gemäß Segmentberichterstattung zu Umsatz und EBIT aus fortgeführten Aktivitäten gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscrollen
Darstellung operativer Aktiva Konzern gemäß Segmentberichterstattung der fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitätenscrollen
Überleitung Umsatz zum Umsatz bereinigt sowie EBITDA zum bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) 1. Januar bis 30. Juni 2021scrollen
scrollen
1 Konsolidierungskreisveränderungen
beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und
Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und
Abgänge in der Vergleichsperiode bereinigt.
Überleitung Umsatz zum Umsatz bereinigt sowie EBITDA zum bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt) 1. Januar bis 30. Juni 2020scrollen
scrollen
1 Konsolidierungskreisveränderungen
beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und
Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und
Abgänge in der Vergleichsperiode bereinigt.
Überleitung EBIT zum Konzernergebnisscrollen
Die Zusatzangabe "Zweites Quartal 2021" ist nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
SegmentberichterstattungBezüglich der Erläuterungen zur Entwicklung
der fünf Segmente bzw. Geschäftsfelder des
Continental-Konzerns verweisen wir auf die
Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30.
Juni 2021.
Grundsätze der RechnungslegungDieser Zwischenabschluss wurde gemäß den
Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von
der Europäischen Union anerkannten International
Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Sie
umfassen auch die International Accounting Standards (IAS),
die Interpretationen des International Financial Reporting
Standards Interpretations Committee bzw. des
Vorgängers International Financial Reporting
Interpretations Committee (IFRIC) sowie die des ehemaligen
Standing Interpretations Committee (SIC). Die Erstellung
des Zwischenabschlusses erfolgte in Übereinstimmung
mit IAS 34, Zwischenberichterstattung, in
verkürzter Form. Im Zwischenabschluss werden
grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss 2020 angewendet.
Diese Methoden sind im Geschäftsbericht 2020
ausführlich erläutert. Zusätzlich wurden die
zum 30. Juni 2021 verpflichtenden IFRS-Änderungen und
-Neuregelungen im Zwischenabschluss angewendet. Eine
ausführliche Beschreibung dieser verbindlichen
IFRS-Änderungen und -Neuregelungen erfolgte im
Geschäftsbericht 2020.
Die zum 30. Juni 2021 verpflichtend anzuwendenden
IFRS-Änderungen und -Neuregelungen haben keine
wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung des
Konzerns.
Ertragsteuern werden auf Grundlage der Schätzung
des gewichteten durchschnittlichen Ertragsteuersatzes
erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird.
Steuerliche Auswirkungen bestimmter signifikanter
Sachverhalte, die nur der jeweiligen Berichtsperiode
zuzuordnen sind, werden dabei berücksichtigt.
Obwohl einige Teile unseres Geschäfts
saisonabhängig sind, bleibt die Vergleichbarkeit der
konsolidierten Finanzberichte davon insgesamt
unbeeinträchtigt. Alle wichtigen Effekte der laufenden
Periode sind in diesem Bericht enthalten. Änderungen
im Ansatz oder in der Bewertung von Vermögenswerten
und Schulden im Rahmen von Unternehmenserwerben werden erst
bei Vorliegen der finalen Kaufpreisallokation retrospektiv
dargestellt.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit
nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen
Euro (Mio €) angegeben. Wir weisen darauf hin,
dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und
Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung
Differenzen auftreten können.
Auswirkung der COVID-19-Pandemie auf die Rechnungslegung im BerichtszeitraumDie nachhaltigen wirtschaftlichen Folgen der
COVID-19-Pandemie sowie der eingeleiteten
Stabilisierungsmaßnahmen sind zum jetzigen Zeitpunkt
weiterhin schwer prognostizierbar. Auf Basis der im
Berichtszeitraum zur Verfügung stehenden Informationen
erfolgte eine Analyse der Auswirkungen auf die
Rechnungslegung des Continental-Konzerns zum 30. Juni 2021.
scrollen
Der Continental-Konzern überprüft im Hinblick
auf die weiteren Entwicklungen der COVID-19-Pandemie
kontinuierlich mögliche Auswirkungen auf die
Rechnungslegung.
KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis umfasst neben der
Muttergesellschaft 551 (Vj. 565) inländische und
ausländische Unternehmen, die die Continental
Aktiengesellschaft nach den Regelungen des IFRS 10,
Konzernabschlüsse, einbezieht oder die als Joint
Arrangements oder assoziierte Unternehmen klassifiziert
werden. Davon werden 434 (Vj. 449) vollkonsolidiert und 117
(Vj. 116) nach der Equity-Methode bilanziert.
Gegenüber dem 31. Dezember 2020 hat sich der
Konsolidierungskreis um insgesamt zwölf Gesellschaften
verringert. Zwei Gesellschaften wurden gegründet.
Zudem reduzierte sich der Konsolidierungskreis um 14
Gesellschaften aufgrund von einem Verkauf, neun
Verschmelzungen und vier Liquidationen.
Gegenüber dem 30. Juni 2020 hat sich der
Konsolidierungskreis in Summe um 14 Gesellschaften
verringert. Die Abgänge aus dem Konsolidierungskreis
sind im Wesentlichen auf Verschmelzungen und Liquidationen
zurückzuführen.
Erwerbe und Veräußerungen von Gesellschaften und GeschäftsbereichenIm Segment Vehicle Networking and Information ergab sich
ein Gewinn aus der Veräußerung eines nach der
Equity-Methode bilanzierten Unternehmens in Höhe von
0,3 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine
wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage des Konzerns zum 30. Juni 2021.
Nicht fortgeführte AktivitätenMit der Zustimmung durch die ordentliche
Hauptversammlung am 29. April 2021 hat Continental die
bevorstehende Abspaltung von Teilen des Segments Powertrain
beschlossen. Für die Abspaltungsgruppe waren die
Kriterien von IFRS 5, Zur Veräußerung gehaltene
langfristige Vermögenswerte und aufgegebene
Geschäftsbereiche, für einen Ausweis als nicht
fortgeführte Aktivitäten ab dem Ende des ersten
Quartals 2021 erfüllt. Die abzuspaltenden Teile des
Segments Powertrain stellen im Wesentlichen die nicht
fortgeführten Aktivitäten dar. Die Segmente
Autonomous Mobility and Safety sowie Vehicle Networking and
Information enthalten im Wesentlichen fortgeführte
Aktivitäten. Die Segmente Tires und ContiTech
enthalten ausschließlich fortgeführte
Aktivitäten.
Für die nicht fortgeführten Aktivitäten
werden in der aktuellen Berichtsperiode gemäß
IFRS 5 alle Aufwendungen und Erträge separat in der
Gewinn- und Verlustrechnung und alle Cashflows separat in
der Kapitalflussrechnung ausgewiesen und der Ausweis in der
Vergleichsperiode entsprechend angepasst. In der Bilanz
erfolgt der separate Ausweis der auf die nicht
fortgeführten Aktivitäten entfallenden
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nur zum aktuellen
Stichtag. Mit Klassifizierung als zur
Veräußerung gehalten wurde die
planmäßige Abschreibung der Vermögenswerte
innerhalb der nicht fortgeführten Aktivitäten
eingestellt.
Continental erfasste aufgrund der Genehmigung durch die
Hauptversammlung eine Abspaltungsverbindlichkeit in den
kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten. Zum 30. Juni
2021 beträgt diese Abspaltungsverbindlichkeit
entsprechend der angewendeten Buchwertmethode 2.137,6 Mio
€. Die kumulierten einbehaltenen Gewinne verminderten
sich hierdurch in gleicher Höhe.
Die Aktiva und Passiva der nicht fortgeführten
Aktivitäten zum 30. Juni 2021 sind in den
nachfolgenden Tabellen dargestellt:
Aktivascrollen
Passivascrollen
Die Ergebnisse der nicht fortgeführten
Aktivitäten stellen sich wie folgt dar:
scrollen
Erlöse aus Verträgen mit KundenDie folgenden Tabellen zeigen die Aufgliederungen der
Umsatzerlöse nach IFRS 15, Erlöse aus
Verträgen mit Kunden, nach geografischen
Hauptmärkten, Segmenten und Kundengruppen. Dabei
werden in der Berichtsperiode und der Vergleichsperiode
für Autonomous Mobility and Safety sowie Vehicle
Networking and Information im Wesentlichen
fortgeführte Aktivitäten, für Tires und
ContiTech ausschließlich fortgeführte
Aktivitäten und für Powertrain im Wesentlichen
nicht fortgeführte Aktivitäten dargestellt.
Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1. Januar bis 30. Juni 2021scrollen
scrollen
Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1. Januar bis 30. Juni 2020scrollen
scrollen
Außerplanmäßige AbschreibungenDer Konzern überprüft die Werthaltigkeit der
sonstigen immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen,
als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie der
Finanzanlagen und auch des Goodwill, sobald Hinweise auf
eine mögliche Wertminderung bekannt werden (triggering
event). In der Berichtsperiode fielen als Ergebnis dieser
Überprüfungen keine wesentlichen Wertminderungen
an.
Auflösungen von Wertminderungen auf verzinsliche Anlagen und von Rückstellungen für KreditzusagenMit Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden
im Mai 2021 sind alle aufschiebenden Bedingungen für
die Rückführung der eingebrachten
Geschäftsbereiche aus dem assoziierten Unternehmen
OSRAM CONTINENTAL GmbH, München, Deutschland,
erfüllt. Zum Closing im vierten Quartal 2021 erwarten
wir die Rückzahlung der an die OSRAM CONTINENTAL GmbH,
München, Deutschland, und zwei ihrer
Tochtergesellschaften gewährten
Gesellschafterdarlehen. Aus diesem Grund wurden die
Wertberichtigungen auf Ausleihungen an assoziierte
Unternehmen sowie die Rückstellungen für
Kreditzusagen an diese Unternehmen vollständig
aufgelöst. Unter Berücksichtigung von
Wechselkurseffekten ergab sich hieraus insgesamt ein Ertrag
von 105,8 Mio €, der im Finanzergebnis in den Effekten
aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von
derivativen Finanzinstrumenten und sonstigen
Bewertungseffekten ausgewiesen ist.
Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das
erste Halbjahr 2021 beliefen sich für die
fortgeführten Aktivitäten auf 199,7 Mio €
(Vj. Steuerertrag in Höhe von 6,2 Mio €). Die
Steuerquote im Berichtszeitraum lag bei 17,9 % (Vj. 4,8 %).
LeasingverhältnisseDie folgende Tabelle stellt die ausgewiesenen
Nutzungsrechte zum 30. Juni 2021 der fortgeführten
Aktivitäten und in der Vergleichsperiode die
ausgewiesenen Nutzungsrechte der fortgeführten und
nicht fortgeführten Aktivitäten dar:
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Die folgende Tabelle stellt die Leasingverbindlichkeiten
zum 30. Juni 2021 der fortgeführten Aktivitäten
und in der Vergleichsperiode die Leasingverbindlichkeiten
der fortgeführten und nicht fortgeführten
Aktivitäten dar:
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Langfristige Leistungen an ArbeitnehmerAus der Neubewertung der leistungsorientierten
Versorgungspläne zum 30. Juni 2021 ergab sich
gegenüber dem 31. Dezember 2020 eine Erhöhung der
erfolgsneutralen Rücklagen um 477,1 Mio € (Vj.
Reduzierung um 217,6 Mio €), die aus einem Anstieg der
Diskontierungszinssätze resultierte (Vj. Rückgang
der Diskontierungssätze). Der entsprechenden
Erhöhung des Eigenkapitals stand eine Reduzierung der
langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer in Höhe von
642,8 Mio € (Vj. Erhöhung von 304,4 Mio €)
gegenüber.
Zahlungswirksame Veränderungen der AltersvorsorgePensionsfonds bestehen nur für
Pensionsverpflichtungen, insbesondere in Deutschland, den
USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich, nicht
hingegen für andere Versorgungsleistungen. Diese
Pensionsfonds qualifizieren sich als Planvermögen. Im
Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021 haben die
Gesellschaften des Konzerns 14,8 Mio € an
planmäßigen Einzahlungen in diese Pensionsfonds
geleistet (Vj. 29,8 Mio €).
Die Pensionszahlungen für Pensionsverpflichtungen
beliefen sich im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021
auf insgesamt 119,6 Mio € (Vj. 115,8 Mio €), die
Pensionszahlungen für andere Versorgungsleistungen auf
insgesamt 7,1 Mio € (Vj. 7,7 Mio €).
Die Netto-Pensionsaufwendungen der fortgeführten
und nicht fortgeführten Aktivitäten setzen sich
wie folgt zusammen:
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scrollen
Die Netto-Aufwendungen der Verpflichtungen für die
Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen
der fortgeführten und nicht fortgeführten
Aktivitäten in den USA und Kanada setzen sich wie
folgt zusammen:
scrollen
Finanzierung und FinanzschuldenDie Vermögenswerte der nicht fortgeführten
Aktivitäten sind in der Berichtsperiode in den zur
Veräußerung bestimmten Vermögenswerten
dargestellt. Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten
der nicht fortgeführten Aktivitäten sind in der
Berichtsperiode in den zur Veräußerung
bestimmten Verbindlichkeiten dargestellt. Die Werte der
Vergleichsperioden wurden nicht angepasst.
Zum 30. Juni 2021 lagen die Netto-Finanzschulden des
Continental-Konzerns bei 4.054,0 Mio €. Sie
reduzierten sich um 1.869,7 Mio € gegenüber dem
Vorjahresniveau von 5.923,7 Mio € sowie um 85,1 Mio
€ gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2020 von
4.139,1 Mio €.
Zwei von der Continental AG begebene Anleihen wurden zu
einem Kurs von 100,00 % zurückgezahlt. Dabei handelt
es sich um eine am 9. September 2020 fällige
Euro-Anleihe über 750,0 Mio € sowie eine am 12.
April 2021 fällige Privatplatzierung über 200,0
Mio €. Die 750,0-Mio-€-Anleihe wurde mit 3,125 %
p. a. verzinst und hatte eine Laufzeit von sieben Jahren.
Die Privatplatzierung wurde mit einer variablen Verzinsung
ausgestattet und hatte eine Laufzeit von einem Jahr und
sechs Monaten. Bezüglich der Details zu den Anleihen
verweisen wir auf die Ausführungen im
Geschäftsbericht 2020.
Der im Dezember 2019 vorzeitig erneuerte syndizierte
Kredit besteht aus einer revolvierenden Tranche in
Höhe von 4.000,0 Mio € und einer Laufzeit von
fünf Jahren. Im November 2020 hat Continental eine
Option auf Verlängerung der Laufzeit um ein Jahr
ausgeübt. Die kreditgebenden Banken haben daraufhin
diese Finanzierungszusage bis Dezember 2025 zu
unveränderten Konditionen verlängert. Diese
Kreditlinie wurde Ende Juni 2021, wie auch im Vorjahr,
nicht in Anspruch genommen. Die im Mai 2020 zusätzlich
vereinbarte syndizierte Kreditlinie in Höhe von
3.000,0 Mio € mit einer Laufzeit von 364 Tagen ist im
Mai 2021 ausgelaufen. Bezüglich weiterer Details zu
den syndizierten Krediten verweisen wir auf die
Ausführungen im Geschäftsbericht 2020.
Zum 30. Juni 2021 verfügte der Continental-Konzern
über ein Liquiditätspolster in Höhe von
insgesamt 6.933,7 Mio € (Vj. 10.144,4 Mio €),
davon 2.162,8 Mio € (Vj. 2.455,6 Mio €)
flüssige Mittel sowie zugesagte, ungenutzte
Kreditlinien im Volumen von 4.770,9 Mio € (Vj. 7.688,8
Mio €).
Unter den Beschränkungen, welche die
Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen
können, sind auch sämtliche bestehenden
Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen.
Im Continental-Konzern sind die vorab genannten
flüssigen Mittel beschränkt hinsichtlich
verpfändeter Beträge sowie Guthaben in
Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen
oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität.
Steuern, die auf den Transfer von Geldvermögen von
einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im
Regelfall nicht als eine Beschränkung der
flüssigen Mittel verstanden. Zum 30. Juni 2021
beliefen sich die unbeschränkt verfügbaren
flüssigen Mittel insgesamt auf 1.866,3 Mio € (Vj.
2.249,2 Mio €).
Bezogen auf die fortgeführten und die nicht
fortgeführten Aktivitäten lagen die
Netto-Finanzschulden des Continental-Konzerns zum 30. Juni
2021 bei 3.213,8 Mio € und damit um 2.709,9 Mio €
unter dem Vorjahresniveau von 5.923,7 Mio €. Die
Gearing Ratio reduzierte sich auf 25,7 % (Vj. 41,1 %).
FinanzinstrumenteDie nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und die
beizulegenden Zeitwerte für die finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wobei lang- und
kurzfristige Bilanzposten zusammengefasst werden.
Fortgeführte und nicht fortgeführte
Aktivitäten werden getrennt dargestellt. Zudem werden
die relevanten Bewertungskategorien nach IFRS 9,
Finanzinstrumente, sowie die jeweils für die
Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts relevanten Stufen
der Fair-Value-Hierarchie nach IFRS 13, Bemessung des
beizulegenden Zeitwerts, dargestellt.
scrollen
scrollen
Aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß
IFRS 9 stellen sich die Finanzinstrumente für
fortgeführte und nicht fortgeführte
Aktivitäten wie folgt dar:
scrollen
Erläuterungen der Abkürzungen:scrollen
Stufen der Fair-Value-Hierarchie nach IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwerts:scrollen
Für zum FVOCIwoR bilanzierte Finanzinstrumente,
für die keine notierten Preise in aktiven Märkten
für identische Instrumente (Stufe 1) oder für
ähnliche Instrumente vorliegen oder keine
Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen
Input-Faktoren auf beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe
2), anwendbar sind, ist der Zeitwert mit einer
Bewertungsmethode, bei der die wesentlichen Input-Faktoren
auf nicht beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe 3), zu
ermitteln. Sofern externe Bewertungsgutachten oder
Informationen aus weiteren Finanzierungsrunden vorliegen,
werden diese herangezogen. Liegen derartige Informationen
nicht vor, erfolgt die Bewertung nach dem
Bewertungsverfahren, das im jeweiligen Fall als angemessen
und umsetzbar erachtet wird, z. B. nach der
Discounted-Cashflow-Methode oder per
Multiplikatoren-Verfahren mit auf Kaufpreisen bei
vergleichbaren Transaktionen basierenden
Verhältniszahlen. Nur wenn nicht genügend neue
Informationen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts
vorliegen, werden die Anschaffungskosten als die beste
Schätzung des beizulegenden Zeitwerts angesehen. Die
zum FVOCIwoR bilanzierten Finanzinstrumente werden
hinsichtlich etwaiger Änderungen der wesentlichen
nicht beobachtbaren Input-Faktoren zentral überwacht
und kontinuierlich auf Wertschwankungen
überprüft.
In der folgenden Tabelle werden die Änderungen der
Finanzinstrumente in Stufe 3 dargestellt:
scrollen
Im Vorjahr war der Fair Value von sonstigen finanziellen
Vermögenswerten in Höhe von 33,5 Mio € auf
Basis nicht beobachtbarer Marktdaten ermittelt worden
(Stufe 3). Da für diese Instrumente in der
Zwischenzeit ein verlässlicher notierter Marktpreis
vorliegt, werden sie nun anhand des Marktpreises bewertet
und der Bewertungskategorie Stufe 1 zugeordnet.
Innerhalb der in Stufe 3 verbliebenen Finanzinstrumente
bestanden zum Stichtag keine Hinweise auf eine signifikante
Wertänderung der Finanzanlagen. Auf eine
Sensitivitätsanalyse wird aus
Wesentlichkeitsgründen verzichtet.
Rechtsstreitigkeiten und SchadenersatzansprücheWie im Geschäftsbericht 2020 mitgeteilt, hat die
Europäische Kommission am 21. Februar 2018 gegen die
Continental AG, die Continental Teves AG & Co. oHG,
Frankfurt am Main, Deutschland, und die Continental
Automotive GmbH, Hannover, Deutschland, ein Bußgeld
in Höhe von 44,0 Mio € wegen eines rechtswidrigen
Informationsaustauschs im Geschäft mit bestimmten
Bremskomponenten verhängt. Am 2. März 2021 hat
die brasilianische Kartellbehörde CADE die Einleitung
einer Untersuchung gegen die Continental Teves AG & Co.
oHG und andere Beteiligte wegen angeblicher
Verstöße gegen brasilianisches Kartellrecht
aufgrund der von der Europäischen Kommission
behandelten Sachverhalte bekanntgegeben. Weitergehende
Angaben zu diesem Verfahren unterbleiben, um die Interessen
des Unternehmens nicht zu beeinträchtigen.
Darüber hinaus gab es zu den im
Geschäftsbericht 2020 erläuterten
Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüchen im
Berichtszeitraum keine wesentlichen neuen Erkenntnisse und
Sachverhalte.
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenGegenüber den im Geschäftsbericht 2020
beschriebenen Haftungsverhältnissen und sonstigen
finanziellen Verpflichtungen ergaben sich bis zum 30. Juni
2021 keine wesentlichen Veränderungen.
GewinnverwendungZum 31. Dezember 2020 wies die Continental AG einen
Bilanzgewinn in Höhe von 6.038,9 Mio € (Vj.
5.856,0 Mio €) aus. Am 29. April 2021 hat die
Hauptversammlung beschlossen, auf die Auszahlung einer
Dividende für das Geschäftsjahr 2020 zu
verzichten. Der Bilanzgewinn wurde auf neue Rechnung
vorgetragen.
Ergebnis pro AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie erhöhte
sich im ersten Halbjahr 2021 auf 4,96 € (Vj. -2,24
€) und für den Zeitraum 1. April bis 30. Juni
2021 auf 2,72 € (Vj. -3,70 €). Das seit diesem
Geschäftsjahr ebenfalls zu berichtende
unverwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten
Aktivitäten für das erste Halbjahr 2021
beträgt 4,45 € und 2,22 € für den
Zeitraum 1. April bis 30. Juni 2021. Das unverwässerte
Ergebnis je Aktie entspricht jeweils dem verwässerten
Ergebnis pro Aktie.
Transaktionen mit nahestehenden PersonenIm Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen
Änderungen der Geschäfte mit nahestehenden
Personen gegenüber dem 31. Dezember 2020. Wir
verweisen dazu auf die Ausführungen im
Geschäftsbericht 2020.
Deutscher Corporate Governance KodexDie jährliche Erklärung gemäß
§ 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex
vom Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG ist den
Aktionären auf der Internetseite des Continental
Konzerns dauerhaft zugänglich gemacht worden. Dort
befinden sich auch frühere Erklärungen nach
§ 161 AktG.
Wesentliche Ereignisse nach dem 30. Juni 2021Im Juli 2021 hat Continental im Rahmen mehrerer
Transaktionen eine als reine Finanzinvestition gehaltene
Minderheitsbeteiligung veräußert. Der kumulierte
Verkaufspreis beträgt 125,3 Mio €.
Diese börsennotierte Beteiligung wurde zum 30. Juni
2021 mit einem Fair Value von 147,6 Mio € in den
sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.
Hannover, 23. Juli 2021
Continental Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im
Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Hannover, 23. Juli 2021
Continental Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die Continental Aktiengesellschaft, Hannover
Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss
- bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung,
Konzern-Kapitalflussrechnung,
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie
erläuternden Angaben zum Konzern-Zwischenabschluss -
und den Konzern-Zwischenlagebericht der Continental
Aktiengesellschaft, Hannover, für den Zeitraum vom 1.
Januar bis 30. Juni 2021, die Bestandteile des
Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung
des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den
IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU
anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach
den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des
Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine
Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzern-Zwischenabschluss und dem
Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des
Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die
prüferische Durchsicht so zu planen und
durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer gewissen Sicherheit ausschließen
können, dass der verkürzte
Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Hannover, 3. August 2021
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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