Continental Aktiengesellschaft

Hannover

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023

Aktienmärkte mit positiver Entwicklung

Die Aktienmärkte haben sich im ersten Halbjahr 2023 trotz einiger weltweiter Herausforderungen insgesamt positiv entwickelt. Nachdem Preissteigerungen für Energie und Produktionsmaterialien die weltweiten Aktienmärkte im Jahr 2022 noch stark belastet haben, machten sich unter anderem beginnende Entlastungen im ersten Halbjahr 2023 positiv bemerkbar. Die weiterhin anhaltende hohe Inflation, mehrere Leitzinserhöhungen beispielsweise von der US-amerikanischen Notenbank Fed sowie der Europäischen Zentralbank EZB sorgten hingegen immer wieder für zwischenzeitliche Kursverluste.

Darüber hinaus sorgten auch Erwartungen einer bevorstehenden Rezession an den Aktienmärkten für wiederkehrende Stimmungseintrübungen. Die Befürchtung einer weltweiten Bankenkrise nach der Insolvenz der Silicon Valley Bank hatte zudem insbesondere im März fallende Kurse zur Folge. Von all diesen Faktoren erholten sich die Märkte jedoch schneller als erwartet.

Der DAX beendete das erste Halbjahr 2023 bei 16.147,90 Punkten. Gegenüber seinem Stand vom Jahresende 2022 mit 13.923,59 Punkten ergab sich ein Anstieg um 16,0%. Sehr ähnlich zum DAX entwickelte sich der EURO STOXX 50. Er stieg im ersten Halbjahr ebenfalls um 16,0 % und schloss Ende Juni bei 4.399,09 Punkten.

Deutliche Steigerung der Automobilwerte

Viele Automobilwerte waren von den Entwicklungen im ersten Halbjahr 2023 direkt oder zumindest indirekt betroffen. Die schrittweise Stabilisierung von Lieferketten zusammen mit einer insgesamt besseren Verfügbarkeit von Halbleitern und anderen Elektronikprodukten sorgte für eine spürbare Aufwärtsbewegung der Automobilwerte. Nachlassende Kosten für Rohstoffe und Energie gaben zudem den Kursen der Reifenhersteller Auftrieb. Gleichzeitig belasteten wiederkehrende Rezessionsbefürchtungen sowie die daraus resultierende Kaufzurückhaltung der Konsumenten die Automobilbranche und sorgten für Unsicherheit bei den Investoren.

Der STOXX Europe 600 Automobiles & Parts stieg im ersten Halbjahr 2023 um 21,5% gegenüber dem Jahresende 2022 auf 640,78 Punkte.

Continental-Aktie mit guter Performance

Im ersten Quartal 2023 wurde die Kursentwicklung der Continental-Aktie - wie die anderer Automobilzuliefererwerte auch - insbesondere von der Verbesserung der weltweiten Lieferketten sowie der Erwartung sinkender Produktionskosten geprägt. Die Aktie verlor nach einem starken Jahresauftakt jedoch überproportional in einem negativen Marktumfeld. Diesem Kurseinbruch folgte im zweiten Quartal eine Phase der Stabilisierung auf einem Niveau zwischen 60 € und 70 €. Am 28. April 2023 erfolgte der Abschlag der von der Hauptversammlung beschlossenen Dividende von 1,50 € für das Geschäftsjahr 2022.

Ende Juni 2023 notierte die Continental-Aktie bei 69,10€. Gegenüber dem Jahresendkurs 2022 von 55,98€ ergab sich ein Anstieg um 23,4 % bzw. um 26,4 % unter Berücksichtigung einer Reinvestition der gezahlten Dividende am Tag der Ausschüttung.

Continental-Anleihen mit Kursgewinnen

Die Zinssätze für europäische Unternehmensanleihen stiegen im Berichtszeitraum infolge des allgemein steigenden Zinsniveaus weiterhin an, wodurch sich die Anleihekurse tendenziell verringerten. Die ausstehenden Continental-Anleihen notierten Ende Juni 2023 im Vergleich zum Jahresende 2022 dennoch höher.

Erfolgreiche Platzierung einer neuen Euro-Anleihe

Unter dem Rahmen-Emissionsprogramm für Anleiheemissionen (Debt Issuance Programme, DIP) wurde Ende Mai 2023 eine neue Euro-Anleihe der Continental AG erfolgreich bei Investoren im In-und Ausland platziert.

Die Euro-Anleihe wurde am 1. Juni 2023 mit einem Zinskupon von 4,000 % p. a. und einer Laufzeit von fünf Jahren ausgegeben. Das Nominalvolumen der Anleihe wurde auf 750,0 Mio € festgesetzt. Der Ausgabekurs belief sich auf 99,445 %. Die Anleihe wurde in den geregelten Markt der Luxemburger Börse eingeführt.

Ausstehende wesentliche Continental-Anleihen zum 30. Juni 2023

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WKN/​ISIN Kupon p. a. Fälligkeit Volumen
in Mio €
Emissionskurs Kurs am
30.06.2023
Kurs am
31.12.2022
A2YPE5/​XS2051667181 0,000 % 12. September 2023 500,0 99,804 % 99,236 % 98,078 %
A28XTQ/​XS2178585423 2,125 % 27. November 2023 750,0 99,559 % 99,296 % 98,876 %
A28YEC/​XS2193657561 1,125 % 25. September 2024 625,0 99,589 % 96,422 % 96,018 %
A2YPAE/​XS2056430874 0,375 % 27. Juni 2025 600,0 99,802 % 93,426 % 92,549 %
A28XTR/​XS21785861 57 2,500 % 27. August 2026 750,0 98,791 % 96,764 % 95,896 %
A30VQ4/​XS255897241 5 3,625 % 30. November 2027 625,0 100,000 % 98,889 % 97,187 %
A351PU/​XS26301 17328 4,000 % 1. Juni 2028 750,0 99,445 % 99,485 % -

Kreditrating der Continental AG

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30.06.2023 31.12.2022
Standard & Poor's 1
Langfristig BBB BBB
Kurzfristig A-2 A-2
Ausblick stabil negativ
Fitch 2
Langfristig BBB BBB
Kurzfristig F2 F2
Ausblick stabil stabil
Moody's 3
Langfristig Baa2 Baa2
Kurzfristig P-2 P-2
Ausblick stabil stabil

1 Vertragsverhältnis seit 19. Mai 2000.
2 Vertragsverhältnis seit 7. November 2013.
3 Vertragsverhältnis seit 1. Januar 2019.

Kreditrating der Continental AG unverändert

Die Ratingagentur Standard & Poor's bestätigte am 22. März 2023 ihr langfristiges Kreditrating BBB und hob den Ausblick auf stabil an.

Die Ratingagenturen Fitch und Moody's behielten im Berichtszeitraum ihr jeweiliges Kreditrating unverändert bei.

Investor Relations online

Weitere Informationen zur Continental-Aktie, zu den Continental-Anleihen und zum Kreditrating sind unter www.continental-ir.de im Internet abrufbar.

Konzern-Zwischenlagebericht

Personalia: Vertragsverlängerung Vorstandsvorsitzender, Neubestellung Automotive-Vorstand und ContiTech-Vorstandsmandat verlängert

Der Aufsichtsrat der Continental AG hat in seiner Sitzung im April das im März 2024 auslaufende Mandat des Vorstandsvorsitzenden Nikolai Setzer um weitere fünf Jahre bis zum 31. März 2029 verlängert. In einem weiteren Beschluss wurde Philipp von Hirschheydt mit Wirkung vom 1. Mai 2023 zum neuen Vorstandsmitglied für den Unternehmensbereich Automotive ernannt. Damit übergibt Setzer wie geplant die Verantwortung für den Unternehmensbereich Automotive und konzentriert sich nun auf seine Aufgaben als Vorstandsvorsitzender. Die Laufzeit des Mandats von Philipp von Hirschheydt beträgt, wie bei einer Erstbestellung üblich, drei Jahre bis zum 30. April 2026.

In seiner Sitzung im Juli hat der Aufsichtsrat das Mandat von Vorstandsmitglied Philip Nelles um fünf Jahre bis zum 31. Mai 2029 verlängert. Nelles wurde erstmals im Juni 2021 mit einer Mandatslaufzeit von drei Jahren in den Vorstand bestellt. Er verantwortet seitdem in dieser Funktion den Unternehmensbereich ContiTech.

Continental bringt als erster Hersteller Reifen mit sehr hohem Anteil nachhaltiger Materialien in Serie

Continental hat ihren bisher nachhaltigsten Serienreifen vorgestellt - den UltraContact NXT. Mit bis zu 65 Prozent nachwachsenden, wiederverwerteten und Massenbilanz-zertifizierten Materialien kombiniert der Reifen einen hohen Anteil an nachhaltigen Materialien mit maximaler Sicherheit und Leistung. Alle 19 Reifen-Dimensionen verfügen über die Bestnote im EU-Reifenlabel ("A") in den Bereichen Rollwiderstand, Nassbremsen und Außengeräusch. Der UltraContact NXT ist seit Juli 2023 für den Reifenfachhandel in Europa erhältlich.

Continental arbeitet daran, innovative Technologien und nachhaltige Lösungen entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette voranzutreiben - von der Beschaffung nachhaltiger Materialien bis zum Recycling von Altreifen. Bis 2030 strebt der Premium-Reifenhersteller einen Anteil von über 40 Prozent nachwachsender und wiederverwerteter Materialien in seinen Reifen an. Bis spätestens 2050 sollen alle neuen Reifen von Continental zu 100 Prozent aus nachhaltigen Materialien bestehen.

Rechenleistung, die mitwächst: "Plug & Play"-Lösung für Fahrzeugcomputer von Continental

Mit dem Plug & Play-Konzept stellt Continental eine modulare und hochskalierbare Lösung für die Integration von Hochleistungsrechnern (High-Performance Computer, HPC) in Fahrzeugarchitekturen vor. Einzelne Rechnermodule lassen sich dabei tauschen oder aufrüsten, wenn sich das Fahrzeug bereits in der Nutzung befindet. Kombiniert mit einer neuartigen Flüssigkeitskühlung auf Basis von flexiblen Kühlpads behält das System stets eine sichere Betriebstemperatur. Durch die großen Entwicklungssprünge beim Software-Defined Vehicle werden immer mehr Funktionen im Fahrzeug durch Software gesteuert, kontrolliert und gewartet. Fahrzeuge müssen beispielsweise für automatisierte Fahrfunktionen oder Infotainment-Anwendungen immer höhere Datenmengen verarbeiten und eine wachsende Zahl an Softwarefunktionen ermöglichen. Dafür benötigen sie modulare und leistungsstarke HPC, die in die Architektur eines Fahrzeugs skalierbar und flexibel integriert werden können.
So gehen allein bis 2024 weitere 30 Fahrzeugmodelle unterschiedlicher Hersteller mit Continental-Hochleistungsrechnern in Produktion.

Continental und Aurora: Exklusive Partnerschaft für kommerziell skalierbare, autonome Lkw-Systeme

Continental und Aurora haben eine exklusive Partnerschaft zur Umsetzung des fahrerlosen Fahrens von Lkw geschlossen. Gemeinsam werden sie in den USA die erste kommerziell skalierbare Generation von Auroras Hardware- und Softwaresystem - dem Aurora Driver - realisieren. Dazu gehört, das autonome System für die Nutzfahrzeugindustrie zu validieren, bereitzustellen und instand zu halten. Das System wird sowohl für Spediteure als auch für kommerzielle Flottenbetreiber in den USA erhältlich sein und diese dabei unterstützen, Kosten zu reduzieren und so eine großflächige Nutzung zu ermöglichen.

Um den Aurora Driver zu industrialisieren, wird Continental ihre jahrzehntelange Erfahrung im Bereich Systementwicklung für sichere und zuverlässige Fahrzeuglösungen in die Partnerschaft einbringen. Dabei stellt Continental nicht nur das gesamte Hardwaresystem, sondern auch ein neues Rückfallsystem zur Verfügung. Im unwahrscheinlichen Fall eines Ausfalls des autonomen Primärsystems dient es dazu, sicherzustellen, dass der fahrerlose Lkw die Fahraufgabe weiter übernimmt und bis zur nächstmöglichen, sicheren Position weiterfährt. Zudem wird Continental den gesamten Lebenszyklus der zugelieferten autonomen Hardwarelösungen für den Aurora Driver betreuen, angefangen bei der Produktionslinie bis hin zur Außerbetriebnahme. Der gemeinsame Produktionsstart in den USA wird für 2027 erwartet.

Neuausrichtung von ContiTech erhöht Kunden- und Marktnähe

Continental richtet ihren Unternehmensbereich ContiTech strategisch neu aus mit dem Ziel, Schlagkraft und Effizienz sowie Kunden- und Marktnähe zu erhöhen. Dazu fokussiert sich der auf Materialanwendungen spezialisierte Unternehmensbereich künftig noch stärker auf den Ausbau seines Industriegeschäfts. Zur Schaffung von Synergieeffekten bündelt ContiTech darüber hinaus ihr Automobilerstausrüstungsgeschäft.

Mit der Neuaufstellung schafft ContiTech die Voraussetzung, sich vom klassischen Produktlieferanten zum Anbieter integrierter Lösungen zu entwickeln. Darüber hinaus strebt der Unternehmensbereich an, integrierter als bisher auf die sich stetig verändernden Anforderungen seiner Kunden in den unterschiedlichen Märkten und Industrien einzugehen. Die Integrations- und Transformationsphase ist im Mai 2023 gestartet, die vollumfängliche Wirksamkeit wird am 1. Januar 2024 eintreten.

Continental stärkt das Geschäft mit Lösungen für die Druckindustrie

Continental hat das Drucktechnologie-Geschäft von Trelleborg mit operativem Hauptsitz in Lodi Vecchio, Italien, vollständig übernommen. Mit diesem strategischen Schritt ergänzt das Technologieunternehmen sein Portfolio für Oberflächenlösungen im Bereich der Drucktechnik und stärkt darüber hinaus sein Geschäft mit Industriekunden. Durch die Übernahme gewinnt Continental rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an acht Standorten in Italien (zwei), Frankreich, Slowenien, den USA, Brasilien, Japan und China hinzu. Sie produzieren im Wesentlichen Drucktücher für den Offset-und Digitaldruck.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das weltweite Wirtschaftswachstum wird sich nach aktueller Prognose der Weltbank von 3,1 % im Jahr 2022 auf 2,1 % in diesem Jahr verlangsamen. Die anhaltende Straffung der Geldpolitik zur Eindämmung der weltweit hohen Inflationsraten wird von der Weltbank als Hauptgrund hierfür genannt. Darüber hinaus werden die gedämpfte Außennachfrage sowie die angespannten Finanzbedingungen gemäß Weltbank insbesondere das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern beeinflussen.

Zwar sei das weltweite Bruttoinlandsprodukt im ersten Halbjahr 2023 vor allem in China und den USA höher ausgefallen als erwartet. Dennoch ist laut Weltbank für das zweite Halbjahr 2023 von einer deutlichen Verlangsamung in mehreren großen Volkswirtschaften auszugehen. Zusätzliche herausfordernde externe Faktoren, wie der Krieg in der Ukraine, die COVID-19-Pandemie und die Verschärfung der globalen Finanzbedingungen, könnten laut Weltbank zu einer langfristigen Abschwächung des Wachstums führen. Entsprechend fordert sie globale und nationale Maßnahmen, um u.a. die Inflation einzudämmen und makroökonomische sowie finanzielle Stabilität zu gewährleisten.

Prognostiziertes Wirtschaftswachstum (BIP) 2023

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Juni 2023 1 April 2023 2 Januar 2023 3
Europa
Deutschland -0,3 % 4 -0,1 % 0,1 %
Euroraum 0,4 % 0,8 % 0,7 %
Vereinigtes Königreich 0,3 % 5 -0,3 % -0,6 %
Russland -0,2 % 0,7 % 0,3 %
Amerika
USA 1,1 % 1,6 % 1,4 %
Brasilien 1,2 % 0,9 % 1,2 %
Asien
China 5,6 % 5,2 % 5,2 %
Japan 0,8 % 1,3 % 1,8 %
Indien 6,3 % 5,9 % 6,1 %
Welt 2,1 % 2,8 % 2,9 %

Quellen:

1 Weltbank, Global Economic Prospects, Juni 2023.
2 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, April 2023.
3 IWF, World Economic Outlook Update, Januar 2023.
4 Deutsche Bundesbank, Juni 2023.
5 BCC - British Chambers of Commerce, Juni 2023.

Entwicklung wesentlicher Abnehmerbranchen und Absatzregionen

Die Automobilindustrie - mit Ausnahme des Ersatzgeschäfts - bildet mit einem Anteil von 65 % (Vj. 61 %) am Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2023 den bedeutendsten Kundenkreis für Continental. Den wesentlichen Anteil steuerte hierzu der Unternehmensbereich Automotive bei, aber auch die Unternehmensbereiche Tires und ContiTech erwirtschafteten in diesem Marktsegment signifikante Umsatzerlöse.

Das zweitgrößte Marktsegment für Continental ist mit 24 % (Vj. 28 %) vom Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2023 das weltweite Ersatzreifengeschäft. Wegen des deutlich höheren Anteils von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen am Ersatzreifengeschäft ist dessen Entwicklung von besonderer Bedeutung für unseren wirtschaftlichen Erfolg.

Das drittgrößte Marktsegment für Continental ist mit rund 9 % (Vj. 9 %) vom Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2023 das weltweite Geschäft mit Industriekunden und Ersatzteilen des Unternehmensbereichs ContiTech.

Entwicklung der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen

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H1 2023 2023
Europa 16 % 7 % bis 9 %
Nordamerika 12 % 5 % bis 7 %
China 7 % 0 % bis 2 %
Weltweit 11 % 3 % bis 5 %

Quelle: S&P Global.
Europa mit West-, Zentral- und Osteuropa inkl. Russland und Türkei.
Vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.

Die im ersten Halbjahr 2022 deutlich gestörten Lieferketten infolge des Kriegs in der Ukraine und der pandemiebedingten Lockdowns in China sind der Hauptgrund für die im ersten Halbjahr 2023 weltweit signifikant gestiegene Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen < 6 t. Das im Vorjahr besonders betroffene Europa konnte nach vorläufigen Daten mit einem Wachstum von 16 % in Anbetracht stabilisierter Lieferketten den größten Zuwachs verzeichnen. Auch in Nordamerika resultierte dies in einem Anstieg der Produktion von 12 %. In China stieg die Produktion um insgesamt 7 % gegenüber einem schwachen Vorjahreshalbjahr. Weltweit stieg das Produktionsvolumen nach vorläufigen Daten um 11 % gegenüber dem Vorjahreswert.

Für das zweite Halbjahr rechnen wir mit einem Produktionsvolumen in etwa auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2023. Für das Gesamtjahr erwarten wir für die globale Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen < 6 t eine Steigerung um 3 % bis 5 % (zuvor 2 % bis 4 %).

Entwicklung der Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen

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H1 2023 2023
Europa 13 % 3 % bis 7 %
Nordamerika 18 % 3 % bis 7 %

Quelle: S&P Global (Europa mit West-, Zentral- und Osteuropa inkl. Russland und Türkei).
Vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.

Die Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen > 6 t in unseren Kernmärkten Europa und Nordamerika konnte im Berichtszeitraum deutlich gegenüber dem Vorjahr zulegen. Grund hierfür waren insbesondere die sich stabilisierenden weltweiten Lieferketten sowie die durch die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine stark beeinträchtigten Vorjahresvergleichswerte. Zeitgleich lag die Nachfrage insbesondere in Nordamerika über den ursprünglichen Erwartungen.

Für das Gesamtjahr erwarten wir aktuell eine Abschwächung der Dynamik des ersten Halbjahres 2023 aufgrund höherer Vorjahresvergleichswerte im zweiten Halbjahr. Sowohl für Europa als auch für Nordamerika heben wir dennoch unsere Prognosen für das Gesamtjahr an. Für beide Regionen rechnen wir nun insgesamt mit einer Steigerung der Fertigung von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen um 3 % bis 7 %. Zuvor erwarteten wir eine Entwicklung von jeweils -2 % bis 2 %.

Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge

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H1 2023 2023
Europa -9 % -5 % bis -3 %
Nordamerika -8 % -3 % bis -1%
China 17 % 14 % bis 16 %
Weltweit -3 % -2 % bis 0 %

Quelle: vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.

Im Berichtszeitraum verringerte sich der Absatz von Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge < 6 t in Europa und Nordamerika gegenüber dem Vorjahr. Nach einem bereits schwachen ersten Quartal zeigte sich im zweiten Quartal in beiden Kernregionen noch einmal ein leichter Rückgang der Nachfrage. Unter anderem führte die Erwartung möglicher Preisreduktionen zu einer Kaufzurückhaltung in den Märkten. In China hingegen legte die Nachfrage nach Eindämmungsmaßnahmen gegen die COVID-19-Pandemie im Vorjahreszeitraum deutlich zu.

Für den weiteren Jahresverlauf erwarten wir in Europa eine leichte Verbesserung der Nachfrage gegenüber dem ersten Halbjahr. Für das Gesamtjahr rechnen wir mit einer Absatzentwicklung aufgrund der anhaltend hohen Händlerbestände unter dem Vorjahresniveau. Nordamerika wird sich voraussichtlich in etwa auf dem Volumen des Vorjahres bewegen, maßgeblich beeinflusst von einem erwarteten deutlichen Anstieg im vierten Quartal. Für China erwarten wir nach Aufholeffekten im Vorjahr ein etwas schwächeres drittes Quartal, gefolgt von einer deutlichen Steigerung der Nachfrage in den letzten drei Monaten des Jahres. Weltweit rechnen wir mit einer Absatzentwicklung von Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge von -2 % bis 0 % (zuvor Steigerung um 1 % bis 3 %).

Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge

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H1 2023 2023
Europa -16 % -8 % bis -6 %
Nordamerika -11 % -10 % bis -8 %

Quelle: vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.

Aufgrund von vorgezogenen Käufen der Reifenhändler im Vorjahreszeitraum lag die Nachfrage nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge > 6 t in unseren Kernmärkten Europa sowie Nordamerika im Berichtszeitraum deutlich unterhalb des Vorjahresniveaus.

Während wir für den europäischen Markt eine positive Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte erwarten, wird sich der Markt in Nordamerika nach zwei starken Absatzjahren aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit voraussichtlich weiterhin deutlich unterhalb des Vorjahres bewegen. Für das Gesamtjahr 2023 rechnen wir nun in Europa mit einem Rückgang der Nachfrage um 8 % bis 6 % (zuvor Entwicklung von -1 % bis 2 %). In Nordamerika erwarten wir nun einen Rückgang der Nachfrage um 10 % bis 8 % (zuvor 5 % bis 2 %).

Entwicklung der Industrieproduktion

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Q1 2023 Q2 2023 2023
Euroraum 0,8 % -0,4 % -1 % bis 1 %
USA 0,8 % 0,1 % -2 % bis 0 %
China 3,9 % 4,6 % 4 % bis 6 %

Quelle: Bloomberg, vorläufige Zahlen und eigene Schätzungen.

Neben der Fahrzeugproduktion und dem Ersatzgeschäft für die Automobilindustrie ist die Entwicklung verschiedener weiterer Industrien entscheidend für den Erfolg unseres Unternehmensbereichs Conti-Tech. Produkte von ContiTech werden insbesondere in Anlagen, Maschinen und Fahrzeugen für den Schienenverkehr, den Bergbau, die Agrarindustrie sowie für weitere wichtige Schlüsselindustrien verwendet. Als übergeordneter Indikator für die Entwicklung des ContiTech-Geschäfts mit Industriekunden wird daher neben der allgemeinen Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts insbesondere die Entwicklung der Industrieproduktion angesehen.

Im ersten Quartal 2023 stieg die Industrieproduktion im Euroraum und in den USA zunächst moderat an. Im zweiten Quartal hingegen stagnierte die Produktion in den USA ungefähr auf dem vergleichsweise starken Vorjahresniveau, während sie im Euroraum leicht sank. In China stieg die Industrieproduktion nach zeitweisen Lockdowns zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie im Vorjahreszeitraum deutlich an.

Für das zweite Halbjahr erwarten wir eine Entwicklung der Industrieproduktion im Euroraum sowie in China in etwa auf dem Niveau des ersten Halbjahres. Für die USA rechnen wir mit einer Abschwächung der derzeitigen Entwicklung und negativen Wachstumsraten.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns

Dieser Halbjahresfinanzbericht wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Continental-Konzern in Mio € 2023 2022 2023 2022
Umsatz 20.732,0 18.722,4 10.425,9 9.444,1
EBITDA 1.990,0 1.780,9 919,8 848,6
in % vom Umsatz 9,6 9,5 8,8 9,0
EBIT 907,8 210,7 376,7 -164,6
in % vom Umsatz 4,4 1,1 3,6 -1,7
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 1 590,8 -11,2 208,6 -250,7
Ergebnis pro Aktie in €, unverwässert 1 2,95 -0,06 1,04 -1,26
Ergebnis pro Aktie in €, verwässert 1 2,95 -0,06 1,04 -1,26
Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) 2,3 1.547,9 1.454,0 757,4 708,5
in % vom Umsatz 2,3 7,5 7,8 7,3 7,5
Abschreibungen 4 1.082,1 1.570,2 543,1 1.013,2
davon Wertminderungen 5 8,7 443,9 8,3 447,0
Investitionen 6 940,3 987,5 511,3 543,2
in % vom Umsatz 4,5 5,3 4,9 5,8
Operative Aktiva (zum 30.06.) 21.264,5 20.471,6
Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (zum 30.06.) 7 203.746 194.577
Umsatz bereinigt 8 20.668,1 18.699,0 10.384,9 9.420,7
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 9 1.075,5 829,0 497,2 400,7
in % des bereinigten Umsatzes 5,2 4,4 4,8 4,3
Free Cashflow -1.089,0 -870,6 -137,0 -697,4
Netto-Finanzschulden (zum 30.06.) 6.075,7 5.433,9
Gearing Ratio in % 1 43,7 37,7

Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

1 Die Methodik zur bilanziellen Berücksichtigung von unsicheren Steuerpositionen wurde umgestellt. Weitere Informationen dazu finden Sie im Geschäftsbericht 2022 im Konzernanhang Kapitel 2 Allgemeine Erläuterungen und Grundsätze der Rechnungslegung. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.
2 Im Berichtsjahr wurde der Ausweis der Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit spezifizierten Gewährleistungen, Restrukturierungsmaßnahmen, Abfindungen sowie Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen geändert. Sie werden nunmehr den jeweiligen Funktionsbereichen zugeordnet. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.
3 Die Zuordnung von Aufwendungen und Erträgen aus bestimmten Geschäftsvorfällen innerhalb der Funktionsbereiche wurde angepasst. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.
4 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
5 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
6 Investitionen in Sachanlagen und Software.
7 Ohne Auszubildende.
8 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
9 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Ertragslage

Geschäftsverlauf und Umsatzentwicklung

Während der ersten sechs Monate 2023 erhöhte sich der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,7 % auf 20.732,0 Mio € (Vj. 18.722,4 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 11,0 %. Ursächlich für die positive Entwicklung sind v. a. die weltweit deutlich gestiegene Automobilproduktion sowie Preisanpassungen zur Kompensation der gestiegenen Material-, Logistik- und Energiekosten.

Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns erhöhte sich während der ersten sechs Monate 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 246,4 Mio € bzw. 29,7 % auf 1.075,5 Mio € (Vj. 829,0 Mio €) und entspricht 5,2 % (Vj. 4,4 %) des bereinigten Umsatzes.

Operatives Ergebnis (EBIT)

Das operative Konzernergebnis (EBIT) stieg in den ersten sechs Monaten 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 697,2 Mio € bzw. 331,0 % auf 907,8 Mio € (Vj. 210,7 Mio €) und die Umsatzrendite verbesserte sich auf 4,4 % (Vj. 1,1 %). Die Herstellungskosten erhöhten sich um 985,6 auf 16.245,2 Mio € (Vj. 15.259,6 Mio €), insbesondere aufgrund von höheren Kosten für Rohmaterialien, Vorprodukte, Energie, Logistik und Löhne. Im Vorjahr wirkten sich Wertminderungen auf Goodwill und Sachanlagen negativ auf das operative Ergebnis (EBIT) aus.

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2023

Für den Konzern ergab sich insgesamt eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten sechs Monaten 2023 in Höhe von 114,2 Mio €. Hiervon entfielen 1,1 Mio € auf Automotive, 108,6 Mio € auf Tires, 3,7 Mio € auf ContiTech, 0,1 Mio € auf Contract Manufacturing und 0,8 Mio € auf die Holding.

Aus Wertminderungen auf Sachanlagen ergaben sich Aufwendungen in Höhe von insgesamt 10,2 Mio € (Automotive 5,0 Mio €, Tires 5,3 Mio €). Außerdem entstanden Erträge aus Wertaufholungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,1 Mio € im Unternehmensbereich Automotive. In diesen Werten sind Wertminderungen und Wertaufholungen, die im Rahmen von Restrukturierungen entstanden sind, nicht enthalten.

Aus Abfindungen entstand ein negativer Sondereffekt in Höhe von insgesamt 19,9 Mio € (Automotive 6,1 Mio €, Tires 7,6 Mio €, Conti-Tech 5,3 Mio €, Contract Manufacturing 0,1 Mio €, Holding 0,8 Mio €).

Im Unternehmensbereich Automotive ergaben sich Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,1 Mio €. Darüber hinaus resultierten Erträge aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 1,4 Mio € sowie aus dem Verkauf eines Gebäudes in Zusammenhang mit einer Restrukturierung in Höhe von 17,8 Mio €.

Im Unternehmensbereich Tires entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,8 Mio €. Darüber hinaus ergab sich ein Ertrag im Zusammenhang mit Restrukturierungen in Höhe von 1,8 Mio €, der vollständig auf eine Wertaufholung auf Sachanlagen zurückzuführen ist.

Im Unternehmensbereich ContiTech entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,4 Mio €. Darin sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,3 Mio € enthalten. Darüber hinaus resultierten Erträge aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 0,3 Mio €.

Aus restrukturierungsbezogenen Belastungen entstand ein Aufwand in Höhe von insgesamt 22,5 Mio € (Automotive 8,2 Mio €, Tires 12,9 Mio €, ContiTech 1,4 Mio €).

Aus dem Verkauf von sämtlichen russischen Aktivitäten des Unternehmensbereichs Tires und von Teilaktivitäten des Unternehmensbereichs ContiTech in Russland ergaben sich bei Tires Aufwendungen in Höhe von 71,9 Mio € und bei ContiTech Erträge in Höhe von 6,3 Mio €.

Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Forderungsverzichte in Verbindung mit dem oben erläuterten Verkauf der russischen Aktivitäten führten zudem zu Aufwendungen in Höhe von insgesamt 14,0 Mio € (Tires 11,8 Mio €, ContiTech 2,2 Mio €).

Sondereffekte im ersten Halbjahr 2022

Für den Konzern ergab sich insgesamt eine Belastung durch Sondereffekte in den ersten sechs Monaten 2022 in Höhe von 546,2 Mio €. Hiervon entfielen 397,3 Mio € auf Automotive, 77,3 Mio € auf Tires, 70,7 Mio € auf ContiTech, 0,8 Mio € auf Contract Manufacturing und 0,1 Mio € auf die Holding.

Der Konzern überprüft die Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie Goodwill, sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung bekannt werden (triggering event). Der Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus stellt einen Hinweis auf eine mögliche Wertminderung dar. Aufgrund dieses Triggering Event und der weiteren wesentlichen Annahmen für die Ermittlung des Nutzungswerts einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wie der Free Cashflows, der Diskontierungszinssätze, deren Parameter sowie nachhaltiger Wachstumsraten, ergaben sich im Unternehmensbereich Automotive eine Wertminderung des Goodwill in Höhe von 57,3 Mio € sowie eine Wertminderung auf Sachanlagen in Höhe von 313,1 Mio €.

Aufgrund der Sanktionen gegen bzw. durch Russland wurde in den russischen Gesellschaften die Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen überprüft. Dies führte zu einer vollständigen Wertberichtigung aller immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen. Insgesamt ergaben sich hieraus Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 74,2 Mio € (Automotive 0,1 Mio €, Tires 69,0 Mio €, ContiTech 5,1 Mio €) sowie auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,4 Mio € im Unternehmensbereich Tires.

Zusammen mit den vorgenannten Effekten ergaben sich aus Wertminderungen auf Sachanlagen Aufwendungen in Höhe von insgesamt 390,5 Mio € (Automotive 316,4 Mio €, Tires 69,0 Mio €, Conti-Tech 5,1 Mio €, Contract Manufacturing 0,0 Mio €). Außerdem entstanden Erträge aus Wertaufholungen auf Sachanlagen in Höhe von 3,5 Mio € im Unternehmensbereich Automotive. In diesen Werten sind Wertminderungen und Wertaufholungen, die im Rahmen von Restrukturierungen entstanden sind, nicht enthalten.

Aus Abfindungen entstand ein negativer Sondereffekt in Höhe von insgesamt 18,6 Mio € (Automotive 8,8 Mio €, Tires 4,9 Mio €, Conti-Tech 4,8 Mio €, Contract Manufacturing 0,0 Mio €, Holding 0,1 Mio €).

Im Unternehmensbereich Automotive entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 2,0 Mio €. Darin sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 1,5 Mio € enthalten. Darüber hinaus resultierten aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen Erträge in Höhe von 4,9 Mio €.

Im Unternehmensbereich Tires ergaben sich Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,6 Mio €. Darin sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,1 Mio € enthalten.

Im Unternehmensbereich ContiTech entstanden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 64,3 Mio €. Darin sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 2,0 Mio € enthalten. Darüber hinaus resultierten Erträge aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 5,4 Mio €. Darin sind Wertaufholungen auf Sachanlagen in Höhe von 4,4 Mio € enthalten.

Im Unternehmensbereich Contract Manufacturing ergaben sich Erträge aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 0,1 Mio €.

Aus restrukturierungsbezogenen Belastungen entstand ein Aufwand in Höhe von insgesamt 27,5 Mio € (Automotive 21,2 Mio €, Tires 2,8 Mio €, ContiTech 2,6 Mio €, Contract Manufacturing 0,9 Mio €).

Aus der Veräußerung von Gesellschaften ergaben sich Erträge in Höhe von insgesamt 1,1 Mio € (Tires 0,4 Mio €, ContiTech 0,7 Mio €).

Forschung und Entwicklung

Die Kosten für Forschung und Entwicklung (netto) erhöhten sich in den ersten sechs Monaten 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,5 % auf 1.547,9 Mio € (Vj. 1.454,0 Mio €), entsprechend 7,5 % des Umsatzes (Vj. 7,8 %). Davon entfiel der wesentliche Anteil auf Automotive mit 1.291,0 Mio € (Vj. 1.212,4 Mio €), entsprechend 12,7 % des Umsatzes (Vj. 14,2 %).

Finanzergebnis

Das negative Finanzergebnis verbesserte sich im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 48,7 Mio € auf 56,2 Mio € (Vj. 104,9 Mio €).

Die Zinserträge reduzierten sich in den ersten sechs Monaten 2023 gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Mio € auf 46,8 Mio € (Vj. 51,2 Mio €). Zinserträge im Zusammenhang mit Ertragsteuerverbindlichkeiten führten zu einem Ertrag in Höhe von 0,9 Mio € (Vj. 25,0 Mio €). Ein wesentlicher Effekt für den höheren Vorjahreswert war die erneute Anpassung der Rückstellungen für mögliche Zinszahlungen auf Ertragsteuerverbindlichkeiten aufgrund der weiteren Reduzierung des Zinssatzes. Zu den Details verweisen wir auf unsere Ausführungen im Geschäftsbericht 2022. Im ersten Halbjahr 2023 erhöhten sich die sonstigen Zinserträge infolge des allgemein gestiegenen Zinsniveaus deutlich gegenüber dem Vorjahr.

Die Zinsaufwendungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2023 auf insgesamt 198,9 Mio € und lagen damit um 88,0 Mio € über dem Vorjahresvergleichswert von 110,9 Mio €. Aufwendungen aus der Aufzinsung der langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer und erwartete Erträge aus langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer sowie aus den Pensionsfonds führten im ersten Halbjahr insgesamt zu einem Aufwand in Höhe von 42,0 Mio € (Vj. 30,0 Mio €). In diesen Zinseffekten sind die Zinserträge auf das Fondsvermögen der Pensionskassen und der Aufwand aus der Aufzinsung der Anwartschaftsverpflichtungen der Pensionskassen nicht enthalten. Der Zinsaufwand, der im Wesentlichen aus Kreditaufnahmen bei Banken, Kapitalmarkttransaktionen und sonstigen Finanzierungsinstrumenten resultierte, lag bei 156,9 Mio € (Vj. 80,9 Mio €). Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultierte aus dem allgemein gestiegenen Zinsniveau in Verbindung mit dem höheren Stand der Netto-Finanzschulden.

Die von der Continental AG und der Conti-Gummi Finance B.V., Maastricht, Niederlande, begebenen Anleihen führten zu Aufwendungen in Höhe von 39,5 Mio € (Vj. 25,6 Mio €). Der Anstieg resultierte aus der Emission der zwei letzten Euro-Anleihen durch die Continental AG im Gesamtvolumen von 1.375,0 Mio €.

Die Effekte aus Währungsumrechnung führten im ersten Halbjahr 2023 zu einem positiven Ergebnisbeitrag in Höhe von 107,1 Mio € (Vj. 0,4 Mio €). Gegenläufig wirkten die Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und sonstige Bewertungseffekte mit einem Aufwand in Höhe von insgesamt 11,2 Mio € (Vj. 45,6 Mio €). Auf sonstige Bewertungseffekte entfiel im Berichtszeitraum ein Aufwand in Höhe von 13,1 Mio € (Vj. Ertrag in Höhe von 1,9 Mio €). Wird die Summe der Effekte aus Währungsumrechnung und aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten betrachtet, ergab sich im ersten Halbjahr 2023 eine Ergebnisentlastung in Höhe von 109,0 Mio € (Vj. Ergebnisbelastung in Höhe von 47,1 Mio €). Diese resultierte im Wesentlichen aus der Entwicklung des chinesischen Renminbi gegenüber dem Euro.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das erste Halbjahr 2023 beliefen sich auf 238,3 Mio € (Vj. 99,5 Mio €). Die Steuerquote im Berichtszeitraum lag bei 28,0 % (Vj. 94,0 %). Im Vorjahr war die Steuerquote im Wesentlichen auf steuerlich nicht wirksame rechnerische Effekte im Zusammenhang mit dem durch Wertminderungen belasteten Konzernergebnis zurückzuführen.

Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen

Das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis erhöhte sich auf 590,8 Mio € (Vj. -11,2 Mio €). Nach den ersten sechs Monaten 2023 lag das unverwässerte Ergebnis pro Aktie bei 2,95 € (Vj. -0,06 €) und entspricht dem verwässerten Ergebnis pro Aktie.

Finanzlage

Cashflow-Überleitung

Der Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit lag zum 30. Juni 2023 mit 195,5 Mio € um 40,9 Mio € über dem Vorjahresvergleichswert (Vj. 154,5 Mio €).

Dem Anstieg des EBIT um 697,2 Mio € auf 907,8 Mio € (Vj. 210,7 Mio €) wirkte u. a. der zahlungsmittelwirksame Aufbau des Working Capital mit einem Mittelabfluss in Höhe von 1.540,4 Mio € (Vj. 1.185,6 Mio €) entgegen.

Die Zinszahlungen stiegen um 77,9 Mio € auf 124,5 Mio € (Vj. 46,6 Mio €). Die Auszahlungen für Ertragsteuern erhöhten sich um 74,8 Mio € auf 350,5 Mio € (Vj. 275,8 Mio €).

Die Abschreibungen sowie Wertminderungen und -aufholungen verminderten sich um 488,1 Mio € auf 1.082,1 Mio € (Vj. 1.570,2 Mio €).

Aus Investitionstätigkeit resultierte in den ersten sechs Monaten 2023 ein Mittelabfluss in Höhe von 893,5 Mio € (Vj. 716,1 Mio €). Die Investitionen in Sachanlagen und Software, ohne Berücksichtigung von Leasing und aktivierten Fremdkapitalkosten, erhöhten sich um 92,7 Mio € von 724,3 Mio € auf 817,0 Mio €.

Aus dem Anteilserwerb und dem Verkauf von Gesellschaften resultierte insgesamt ein Mittelabfluss in Höhe von 125,4 Mio € (Vj. 10,0 Mio €). Dieser Mittelabfluss ist hauptsächlich auf einen Erwerb im Unternehmensbereich ContiTech zurückzuführen.

Aus den genannten Effekten ergab sich im ersten Halbjahr 2023 ein Free Cashflow in Höhe von -1.089,0 Mio € (Vj. -870,6 Mio €). Damit verringerte er sich um 218,4 Mio € gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Finanzierung und Finanzschulden

Zum 30. Juni 2023 lagen die Netto-Finanzschulden des Continental-Konzerns bei 6.075,7 Mio €. Sie erhöhten sich um 641,8 Mio € gegenüber dem Vorjahresniveau von 5.433,9 Mio € sowie um 1.576,2 Mio € gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2022 von 4.499,4 Mio €. Die Erhöhung gegenüber dem Stand vom 30. Juni 2022 bzw. gegenüber dem Jahresende 2022 ist im Wesentlichen auf die negativen Free Cashflows in Höhe von 127,8 Mio € bzw. von 1.089,0 Mio € sowie die Dividendenzahlung in Höhe von 300,0 Mio € im Mai 2023 zurückzuführen. Zur Deckung des Finanzierungsbedarfs wurden u.a. flüssige Mittel wie auch andere Finanzierungsinstrumente wie die Begebung von Commercial Paper oder die Inanspruchnahme des syndizierten Kredits eingesetzt. Die Gearing Ratio erhöhte sich zum ersten Halbjahr 2023 auf 43,7 % (Vj. 37,7 %).

Der im Dezember 2019 vorzeitig erneuerte syndizierte Kredit besteht aus einer revolvierenden Tranche in Höhe von 4.000,0 Mio € mit einer ursprünglichen Laufzeit von fünf Jahren. Im November 2021 hat Continental die zweite und auch letzte Option auf Verlängerung der Laufzeit um ein Jahr ausgeübt. Die kreditgebenden Banken haben daraufhin diese Finanzierungszusage bis Dezember 2026 zu unveränderten Konditionen verlängert. Dieser revolvierende Kredit wurde am 30. Juni 2023 von der Continental AG in Höhe von 300,0 Mio € (Vj. -) in Anspruch genommen. Bezüglich weiterer Details zu dem syndizierten Kredit verweisen wir auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2022.

Unter dem Rahmen-Emissionsprogramm für Anleiheemissionen (Debt Issuance Programme, DIP) hat die Continental AG im November 2022 und im Juni 2023 zwei börsennotierte Euro-Anleihen mit einem Emissionsvolumen in Höhe von insgesamt 1.375,0 Mio € begeben. Am 30. November 2022 wurde eine Anleihe in Höhe von 625,0 Mio € emittiert. Der Ausgabekurs dieser Anleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem festen Zinssatz von 3,625 % p. a. lag bei 100,000 %. Am 1. Juni 2023 wurde eine Anleihe in Höhe von 750,0 Mio € mit einer Laufzeit von ebenfalls fünf Jahren begeben. Der Ausgabekurs dieser Anleihe mit einem festen Zinssatz von 4,000 % p. a. belief sich auf 99,445 %.

Zum 30. Juni 2023 verfügte der Continental-Konzern über ein Liquiditätspolster in Höhe von insgesamt 6.861,0 Mio € (Vj. 6.804,4 Mio €), davon 2.271,5 Mio € (Vj. 1.907,4 Mio €) flüssige Mittel sowie zugesagte, ungenutzte Kreditlinien im Volumen von 4.589,4 Mio € (Vj. 4.897,0 Mio €).

Unter den Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können, sind auch sämtliche bestehenden Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen. Im Continental-Konzern sind die vorab genannten flüssigen Mittel beschränkt hinsichtlich verpfändeter Beträge sowie Guthaben in Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität. Die Beurteilung der flüssigen Mittel hinsichtlich etwaiger Beschränkungen erfolgt zum jeweiligen Stichtag. Steuern, die auf den Transfer von Geldvermögen von einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im Regelfall nicht als eine Beschränkung der flüssigen Mittel verstanden. Zum 30. Juni 2023 beliefen sich die unbeschränkt verfügbaren flüssigen Mittel insgesamt auf 1.771,6 Mio € (Vj. 1.404,9 Mio €).

Herleitung der Netto-Finanzschulden

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Mio € 30.06.2023 31.12.2022 30.06.2022
Langfristige Finanzschulden 4.450,3 4.006,0 4.686,4
Kurzfristige Finanzschulden 4.123,8 3.688,7 2.879,5
Langfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen -100,1 -105,8 -116,0
Kurzfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen -126,8 -101,5 -108,6
Flüssige Mittel -2.271,5 -2988,0 -1.907,4
Netto-Finanzschulden 6.075,7 4.499,4 5.433,9

Herleitung der Veränderung der Netto-Finanzschulden

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2023 2022 2023 2022
Netto-Finanzschulden am Anfang der Periode 4.499,4 3.765,5 5.539,1 4.117,0
Mittelabfluss/​-zufluss aus laufender Geschäftstätigkeit -195,5 -154,5 399,4 -278,8
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -893,5 -716,1 -536,4 -418,6
Cashflow vor Finanzierungstätigkeit (Free Cashflow) -1.089,0 -870,6 -137,0 -697,4
Gezahlte Dividende -300,0 -440,0 -300,0 -440,0
Dividenden an Minderheitsgesellschafter und Veränderungen aus
Eigenkapitaltransaktionen bei Gesellschaften mit Minderheitsanteilseignern
-20,1 -21,9 -15,8 -22,4
Nicht zahlungswirksame Veränderungen -136,7 -363,5 -60,5 -165,5
Sonstiges -1,5 - -1,4 -
Wechselkurseffekte -28,9 27,6 -21,9 8,4
Veränderung der Netto-Finanzschulden -1.576,2 -1.668,4 -536,6 -1.316,9
Netto-Finanzschulden am Ende der Periode 6.075,7 5.433,9 6.075,7 5.433,9

Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

Investitionen (Bilanzzugang)

Im ersten Halbjahr 2023 wurden 940,3 Mio € (Vj. 987,5 Mio €) in Sachanlagen und Software investiert. Zur Reduzierung in Höhe von 47,3 Mio € hat insbesondere der Unternehmensbereich Automotive beigetragen. Die Investitionsquote beträgt nach sechs Monaten 4,5 % (Vj. 5,3 %).

Auf den Unternehmensbereich Automotive entfielen 514,9 Mio € (Vj. 571,7 Mio €) der Investitionen, dies entspricht 5,1 % (Vj. 6,7 %) des Umsatzes. Investiert wurde hauptsächlich in Produktionsausrüstungen zur Herstellung neuer Produkte und zur Umsetzung neuer Technologien. Hierbei wurden die Fertigungskapazitäten an den europäischen Niedrigkostenstandorten sowie in Deutschland, China, Mexiko und den USA erweitert. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Errichtung neuer Fertigungsanlagen für elektronische Bremssysteme, innovative Anzeige- und Bedienlösungen sowie für Fahrzeugelektronik. Darüber hinaus wurde in den Ausbau des neuen Fertigungsstandorts in Kaunas, Litauen, investiert.

Der Unternehmensbereich Tires investierte 323,8 Mio € (Vj. 304,1 Mio €), entsprechend 4,7 % (Vj. 4,6 %) des Umsatzes. Es wurde in die Erweiterung der Fertigungskapazitäten bestehender Werke an den europäischen Niedrigkostenstandorten, in den USA, Deutschland, Brasilien, China und Thailand investiert. Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Kostensenkung durchgeführt.

Auf den Unternehmensbereich ContiTech entfielen 87,3 Mio € (Vj. 82,0 Mio €) der Investitionen, dies entspricht 2,5 % (Vj. 2,6 %) des Umsatzes. Es wurden die Fertigungskapazitäten in Deutschland, den USA, China, Brasilien, Frankreich und Mexiko ausgebaut. Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Ausweitung von Fertigungskapazitäten in selektierten Wachstumsmärkten für die Geschäftsfelder Surface Solutions, Mobile Fluid Systems und Power Transmission Group. Darüber hinaus wurden in allen Geschäftsfeldern Investitionen zur Rationalisierung bestehender Produktionsabläufe durchgeführt.

Der Unternehmensbereich Contract Manufacturing investierte 2,2 Mio € (Vj. 5,3 Mio €), entsprechend 0,8 % (Vj. 1,4 %) des Umsatzes. Die Investitionen entfielen hauptsächlich auf Produktionsausrüstungen zur Herstellung spezifischer Produkte und zur Umsetzung neuer Technologien.

Vermögenslage

Gegenüber dem 30. Juni 2022 verringerte sich der Goodwill um 517,4 Mio € auf 3.203,9 Mio € (Vj. 3.721,3 Mio €). Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 122,7 Mio € auf 906,3 Mio € (Vj. 1.029,1 Mio €). Die Sachanlagen stiegen um 182,8 Mio € auf 11.423,4 Mio € (Vj. 11.240,6 Mio €). Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich um 291,9 Mio € auf 2.211,7 Mio € (Vj. 1.919,8 Mio €). Die Vorräte stiegen um 769,7 Mio € auf 7.064,9 Mio € (Vj. 6.295,2 Mio €) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 123,4 Mio € auf 8.269,7 Mio € (Vj. 8.146,4 Mio €). Die flüssigen Mittel waren mit 2.271,5 Mio € (Vj. 1.907,4 Mio €) um 364,1 Mio € höher als am entsprechenden Vorjahresstichtag. Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 30. Juni 2023 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresstichtag um 955,8 Mio € auf 38.255,6 Mio € (Vj. 37.299,9 Mio €).

Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz verringerte sich im Vergleich zum 30. Juni 2022 um 482,4 Mio € auf 13.914,5 Mio € (Vj. 14.396,9 Mio €). Die erfolgsneutralen Rücklagen reduzierten sich um 844,8 Mio € auf -1.400,4 Mio € (Vj. -555,6 Mio €). Gegenläufig wirkte der Anstieg der kumulierten einbehaltenen Gewinne in Höhe von 368,6 Mio €. Die langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer erhöhten sich um 744,5 Mio € auf 2.742,7 Mio € (Vj. 1.998,1 Mio €). Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf die Neubewertung der leistungsorientierten Pensionspläne aufgrund von geänderten versicherungsmathematischen Annahmen zurückzuführen. Die kurzfristigen Finanzschulden erhöhten sich gegenüber dem entsprechenden Vorjahresstichtag um 1.244,3 Mio € auf 4.123,8 Mio € (Vj. 2.879,5 Mio €).

Die Gearing Ratio veränderte sich von 37,7 % zum 30. Juni 2022 auf 43,7 % zum 30. Juni 2023. Die Eigenkapitalquote sank auf 36,4 % (Vj. 38,6 %).

Im Vergleich zum 31. Dezember 2022 erhöhte sich die Bilanzsumme um 328,9 Mio € auf 38.255,6 Mio € (Vj. 37.926,7 Mio €). Bezogen auf die einzelnen Bilanzposten ist dies im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 502,1 Mio € auf 8.269,7 Mio € (Vj. 7.767,7 Mio €) und die Zunahme der Vorräte um 335,3 Mio € auf 7.064,9 Mio € (Vj. 6.729,6 Mio €). Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz stieg im Vergleich zum Jahresende 2022 um 179,5 Mio € auf 13.914,5 Mio € (Vj. 13.735,0 Mio €). Die erfolgsneutralen Rücklagen veränderten sich um -81,4 Mio € auf -1.400,4 Mio € (Vj. -1.318,9 Mio €). Aus dem den Anteilseignern zuzurechnenden Konzernergebnis ergab sich ein Anstieg in Höhe von 590,8 Mio €. Die Gearing Ratio veränderte sich von 32,8 % zum 31. Dezember 2022 auf 43,7 % zum 30. Juni 2023.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Zum Ende des zweiten Quartals 2023 waren im Konzern 203.746 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht einem Anstieg um 4.708 Personen im Vergleich zum Jahresende 2022. Aufgrund von Personalaufbau im Bereich Forschung und Entwicklung sowie Volumenerhöhungen stieg die Anzahl der Beschäftigten im Unternehmensbereich Automotive in Summe um 4.531. Im Unternehmensbereich Tires wirkte der Verkauf der Aktivitäten in Russland gegenläufig zur Anpassung an eine bedarfsgerechte Produktion sowie zum Personalaufbau in den Handelsgesellschaften und führte insgesamt zu einem Rückgang um 260 Personen. Aus dem Erwerb des Drucktechnologie-Geschäfts von Trelleborg mit operativem Hauptsitz in Lodi Vecchio, Italien, sowie höheren Auftragsvolumina ergab sich im Unternehmensbereich ContiTech insgesamt ein Anstieg der Beschäftigten um 888. Im Unternehmensbereich Contract Manufacturing reduzierte sich die Anzahl der Mitarbeitenden um 500 Personen.

Im Vergleich zum Berichtsstichtag des Vorjahres erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern um insgesamt 9.169 Personen.

Überleitung zu operativen Aktiva zum 30. Juni 2023

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Mio € Automotive Tires ContiTech Contract
Manufacturing
Sonstiges/​
Holding/​
Konsolidierung
Konzern
Summe Aktiva/​Bilanzsumme 16.050,7 10.697,8 4.945,4 678,4 5.883,3 38.255,6
Flüssige Mittel - - - - 2.271,5 2.271,5
Kurz- und langfristige derivative Finanzinstrumente,
verzinsliche Anlagen
- - - - 226,9 226,9
Andere finanzielle Vermögenswerte 55,1 32,5 9,1 0,3 18,6 115,7
Abzüglich finanzieller Vermögenswerte 55,1 32,5 9,1 0,3 2.517,1 2.614,1
Abzüglich sonstiger nicht operativer Vermögenswerte -102,3 13,3 10,2 0,2 529,2 450,5
Aktive latente Steuern - - - - 2.211,7 2.211,7
Ertragsteuerforderungen - - - - 315,6 315,6
Abzüglich Ertragsteuervermögen - - - - 2.527,3 2.527,3
Segmentvermögen 16.097,8 10.652,0 4.926,2 678,0 309,7 32.663,7
Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen 8.069,4 3.597,0 2.015,4 221,8 10.437,6 24.341,1
Kurz- und langfristige Finanzschulden - - - - 8.574,1 8.574,1
Andere finanzielle Verbindlichkeiten - - - - 498,7 498,7
Abzüglich finanzieller Verbindlichkeiten - - - - 9.072,8 9.072,8
Passive latente Steuern - - - - 90,5 90,5
Ertragsteuerverbindlichkeiten - - - - 496,7 496,7
Abzüglich Ertragsteuerverpflichtungen - - - - 587,2 587,2
Abzüglich sonstiger nicht operativer Verbindlichkeiten 1.425,4 654,7 523,3 42,9 635,8 3.282,0
Segmentschulden 6.644,0 2.942,4 1.492,2 178,9 141,8 11.399,2
Operative Aktiva 9.453,8 7.709,6 3.434,0 499,1 168,0 21.264,5

Überleitung zu operativen Aktiva zum 30. Juni 2022

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Mio € Automotive Tires ContiTech Contract
Manufacturing
Sonstiges/​
Holding/​
Konsolidierung
Konzern
Summe Aktiva/​Bilanzsumme 1 15.442,4 10.827,1 4.825,8 961,5 5.243,0 37.299,9
Flüssige Mittel - - - - 1.907,4 1.907,4
Kurz- und langfristige derivative Finanzinstrumente,
verzinsliche Anlagen
- - - - 224,6 224,6
Andere finanzielle Vermögenswerte 51,2 29,4 5,5 0,1 19,3 105,5
Abzüglich finanzieller Vermögenswerte 51,2 29,4 5,5 0,1 2.151,3 2.237,5
Abzüglich sonstiger nicht operativer Vermögenswerte 7,9 47,1 5,7 0,3 566,1 627,1
Aktive latente Steuern 1 - - - - 1.919,8 1.919,8
Ertragsteuerforderungen - - - - 348,9 348,9
Abzüglich Ertragsteuervermögen 1 - - - - 2.268,7 2.268,7
Segmentvermögen 15.383,3 10.750,6 4.814,6 961,1 256,9 32.166,5
Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen 1 8.442,4 4.327,9 2.264,7 349,4 7.518,5 22.903,0
Kurz- und langfristige Finanzschulden - - - - 7.565,9 7.565,9
Andere finanzielle Verbindlichkeiten - - - - 507,1 507,1
Abzüglich finanzieller Verbindlichkeiten - - - - 8.073,0 8.073,0
Passive latente Steuern - - - - 94,6 94,6
Ertragsteuerverbindlichkeiten 1 - - - - 544,5 544,5
Abzüglich Ertragsteuerverpflichtungen 1 - - - - 639,2 639,2
Abzüglich sonstiger nicht operativer Verbindlichkeiten 1 2.060,9 970,7 728,4 90,4 -1.354,6 2.495,8
Segmentschulden 6.381,5 3.357,2 1.536,3 259,0 160,9 11.694,9
Operative Aktiva 9.001,8 7.393,4 3.278,3 702,1 96,0 20.471,6

1 Die Methodik zur bilanziellen Berücksichtigung von unsicheren Steuerpositionen wurde umgestellt. Weitere Informationen dazu finden Sie im Geschäftsbericht 2022 im Konzernanhang Kapitel 2 Allgemeine Erläuterungen und Grundsätze der Rechnungslegung. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.

Entwicklung der Unternehmensbereiche

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Automotive in Mio € 2023 2022 2023 2022
Umsatz 10.148,1 8.561,0 5.132,9 4.315,0
EBITDA 487,4 188,0 218,1 127,9
in % vom Umsatz 4,8 2,2 4,2 3,0
EBIT -23,8 -714,2 -39,5 -509,9
in % vom Umsatz -0,2 -8,3 -0,8 -11,8
Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) 1,2 1.291,0 1.212,4 628,5 586,3
in % vom Umsatz 1,2 12,7 14,2 12,2 13,6
Abschreibungen 3 511,3 902,2 257,6 637,8
davon Wertminderungen 4 4,9 371,7 4,6 370,5
Investitionen 5 514,9 571,7 293,6 310,0
in % vom Umsatz 5,1 6,7 5,7 7,2
Operative Aktiva (zum 30.06.) 9.453,8 9.001,8
Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (zum 30.06.) 6 102.106 93.218
Umsatz bereinigt 7 10.148,1 8.561,0 5.132,9 4.315,1
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 8 6,9 -279,7 -31,6 -107,0
in % des bereinigten Umsatzes 0,1 -3,3 -0,6 -2,5

Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

1 Im Berichtsjahr wurde der Ausweis der Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit spezifizierten Gewährleistungen, Restrukturierungsmaßnahmen, Abfindungen sowie Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen geändert. Sie werden nunmehr den jeweiligen Funktionsbereichen zugeordnet. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.
2 Die Zuordnung von Aufwendungen und Erträgen aus bestimmten Geschäftsvorfällen innerhalb der Funktionsbereiche wurde angepasst. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.
3 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
4 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
5 Investitionen in Sachanlagen und Software.
6 Ohne Auszubildende.
7 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
8 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Automotive

Geschäftsverlauf und Umsatzentwicklung

Die Absatzentwicklung im Unternehmensbereich Automotive ist durch die deutlich gestiegene Automobilproduktion geprägt. Im Geschäftsfeld Safety and Motion stiegen die Verkaufszahlen von Bremssystemen sowie von Airbagsteuergeräten und Radsensoren. Im Geschäftsfeld Autonomous Mobility erhöhte sich der Absatz besonders im Radar- und Kamerabereich. Ebenso lag das Absatzvolumen von nahtlosen Vernetzungstechnologien und Hochleistungsrechnern im Geschäftsfeld Architecture and Networking über dem Vorjahresniveau. Die Geschäftsfelder Smart Mobility und User Experience konnten die verkauften Stückzahlen von Displaylösungen, Fahrzeugelektroniken sowie im Nutzfahrzeug- und unabhängigen Ersatzteilgeschäft steigern.

Neben dem starken operativen Wachstum wirkten sich die mit den Kunden erzielten Vereinbarungen über Preisanpassungen sowie zum Ausgleich inflationsbedingter Effekte positiv auf die Umsatzentwicklung aus. Während der ersten sechs Monate 2023 erhöhte sich der Umsatz des Unternehmensbereichs Automotive im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18,5 % auf 10.148,1 Mio € (Vj. 8.561,0 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 18,6 %.

Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Unternehmensbereichs Automotive erhöhte sich während der ersten sechs Monate 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 286,6 Mio € bzw. 102,5 % auf 6,9 Mio € (Vj. -279,7 Mio €) und entspricht 0,1 % (Vj. -3,3 %) des bereinigten Umsatzes.

Operatives Ergebnis (EBIT)

Der Unternehmensbereich Automotive verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten sechs Monaten 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 690,3 Mio € bzw. 96,7 % auf -23,8 Mio € (Vj. -714,2 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf -0,2 % (Vj. -8,3 %).

Sondereffekte

Zu den Sondereffekten 2023 und 2022 verweisen wir auf unsere Erläuterungen auf Seite 7 f.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Tires in Mio € 2023 2022 2023 2022
Umsatz 6.921,7 6.676,2 3.459,2 3.381,0
EBITDA 1.236,0 1.436,9 576,2 671,7
in % vom Umsatz 17,9 21,5 16,7 19,9
EBIT 831,1 947,6 373,4 389,7
in % vom Umsatz 12,0 14,2 10,8 11,5
Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) 1 168,3 160,4 83,8 80,5
in % vom Umsatz 1 2,4 2,4 2,4 2,4
Abschreibungen 2 404,9 489,3 202,8 282,0
davon Wertminderungen 3 3,5 69,5 3,5 69,4
Investitionen 4 323,8 304,1 163,0 177,3
in % vom Umsatz 4,7 4,6 4,7 5,2
Operative Aktiva (zum 30.06.) 7.709,6 7.393,4
Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (zum 30.06.) 5 56.727 57.189
Umsatz bereinigt 6 6.921,7 6.653,2 3.459,2 3.358,0
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 7 942,9 1.029,7 474,3 464,8
in % des bereinigten Umsatzes 13,6 15,5 13,7 13,8

Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

1 Im Berichtsjahr wurde der Ausweis der Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit spezifizierten Gewährleistungen, Restrukturierungsmaßnahmen, Abfindungen sowie Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen geändert. Sie werden nunmehr den jeweiligen Funktionsbereichen zugeordnet. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.
2 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
3 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
4 Investitionen in Sachanlagen und Software.
5 Ohne Auszubildende.
6 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
7 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Tires

Geschäftsverlauf und Umsatzentwicklung

Die Verkaufszahlen lagen in den ersten sechs Monaten 2023 im Pkw-Erstausrüstungsgeschäft bedingt durch die erhöhte Fahrzeugproduktion deutlich über dem Vorjahr. Demgegenüber lag der Absatz im Pkw-Reifenersatzgeschäft, insbesondere in Europa und Nordamerika aufgrund der weiterhin hohen Bestände im Handel und der im Markt erwarteten Preisreduzierungen, unter dem Vorjahresniveau. Im Nutzfahrzeugreifengeschäft lagen die Verkaufszahlen im Berichtszeitraum deutlich unter dem Vorjahr.

Während der ersten sechs Monate 2023 erhöhte sich der Umsatz des Unternehmensbereichs Tires im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,7 % auf 6.921,7 Mio € (Vj. 6.676,2 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 5,2 %. Dies ist im Wesentlichen auf positive Preis-und Produktmixeffekte zurückzuführen.

Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Unternehmensbereichs Tires reduzierte sich während der ersten sechs Monate 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 86,8 Mio € bzw. 8,4 % auf 942,9 Mio € (Vj. 1.029,7 Mio €) und entspricht 13,6 % (Vj. 15,5 %) des bereinigten Umsatzes.

Operatives Ergebnis (EBIT)

Der Unternehmensbereich Tires verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten sechs Monaten 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 116,5 Mio € bzw. 12,3 % auf 831,1 Mio € (Vj. 947,6 Mio €). Die Umsatzrendite reduzierte sich auf 12,0 % (Vj. 14,2 %).

Sondereffekte

Zu den Sondereffekten 2023 und 2022 verweisen wir auf unsere Erläuterungen auf Seite 7 f.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
ContiTech in Mio € 2023 2022 2023 2022
Umsatz 3.472,7 3.183,7 1.741,9 1.613,3
EBITDA 346,0 220,7 174,0 76,4
in % vom Umsatz 10,0 6,9 10,0 4,7
EBIT 194,1 61,9 97,7 -7,4
in % vom Umsatz 5,6 1,9 5,6 -0,5
Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) 1 88,6 81,2 45,0 41,8
in % vom Umsatz 1 2,6 2,6 2,6 2,6
Abschreibungen 2 151,8 158,8 76,3 83,8
davon Wertminderungen 3 0,3 2,7 0,3 7,1
Investitionen 4 87,3 82,0 45,8 43,5
in % vom Umsatz 2,5 2,6 2,6 2,7
Operative Aktiva (zum 30.06.) 3.434,0 3.278,3
Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (zum 30.06.) 5 42.686 41.414
Umsatz bereinigt 6 3.408,7 3.183,2 1.700,9 1.612,8
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 7 218,4 162,7 109,2 79,4
in % des bereinigten Umsatzes 6,4 5,1 6,4 4,9

Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

1 Im Berichtsjahr wurde der Ausweis der Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit spezifizierten Gewährleistungen, Restrukturierungsmaßnahmen, Abfindungen sowie Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen geändert. Sie werden nunmehr den jeweiligen Funktionsbereichen zugeordnet. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.
2 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
3 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
4 Investitionen in Sachanlagen und Software.
5 Ohne Auszubildende.
6 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
7 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

ContiTech

Geschäftsverlauf und Umsatzentwicklung

Während der ersten sechs Monate 2023 erhöhte sich der Umsatz des Unternehmensbereichs ContiTech im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,1 % auf 3.472,7 Mio € (Vj. 3.183,7 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 7,4%. Der Umsatz in der Automobilerstausrüstung stieg dabei deutlich über das Vorjahresniveau, während er im Industrie- und Ersatzgeschäft nur leicht über dem Vorjahreswert lag. Hauptgrund sind die weiterhin flächendeckend wirkenden Preismaßnahmen. Im Automobilerstausrüstungsgeschäft wirkten sich darüber hinaus deutlich höhere Volumina aus. Das Industrie- und Ersatzgeschäft entwickelte sich weiterhin insbesondere im Bereich der Transportbänder und Luftfedersysteme sowie im Industrieschlauchbereich positiv.

Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Unternehmensbereichs ContiTech erhöhte sich während der ersten sechs Monate 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 55,7 Mio € bzw. 34,2 % auf 218,4 Mio € (Vj. 162,7 Mio €) und entspricht 6,4 % (Vj. 5,1 %) des bereinigten Umsatzes.

Operatives Ergebnis (EBIT)

Der Unternehmensbereich ContiTech verzeichnete einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten sechs Monaten 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 132,3 Mio € bzw. 213,8 % auf 194,1 Mio € (Vj. 61,9 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 5,6 % (Vj. 1,9 %).

Sondereffekte

Zu den Sondereffekten 2023 und 2022 verweisen wir auf unsere Erläuterungen auf Seite 7 f.

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Contract Manufacturing in Mio € 2023 2022 2023 2022
Umsatz 290,6 388,9 136,3 179,0
EBITDA 28,9 33,8 12,5 12,6
in % vom Umsatz 10,0 8,7 9,2 7,0
EBIT 15,4 15,3 5,9 3,6
in % vom Umsatz 5,3 3,9 4,3 2,0
Forschungs- und Entwicklungskosten (netto) 1 0,0 0,0 0,0 0,0
in % vom Umsatz 1 0,0 0,0 0,0 0,0
Abschreibungen 2 13,6 18,5 6,6 9,0
davon Wertminderungen 3 - 0,0 - 0,0
Investitionen 4 2,2 5,3 1,2 3,3
in % vom Umsatz 0,8 1,4 0,9 1,8
Operative Aktiva (zum 30.06.) 499,1 702,1
Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (zum 30.06.) 5 1.692 2.289
Umsatz bereinigt 6 290,6 388,9 136,3 179,0
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 7 15,4 16,1 5,9 4,0
in % des bereinigten Umsatzes 5,3 4,1 4,4 2,2

Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

1 Im Berichtsjahr wurde der Ausweis der Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit spezifizierten Gewährleistungen, Restrukturierungsmaßnahmen, Abfindungen sowie Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen geändert. Sie werden nunmehr den jeweiligen Funktionsbereichen zugeordnet. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.
2 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
3 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
4 Investitionen in Sachanlagen und Software.
5 Ohne Auszubildende.
6 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
7 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Contract Manufacturing

Geschäftsverlauf und Umsatzentwicklung

Im Unternehmensbereich Contract Manufacturing sank das Absatzvolumen in den ersten sechs Monaten 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies entspricht dem vertraglich vereinbarten Vorgehen zwischen Continental und Vitesco Technologies.

Während der ersten sechs Monate 2023 reduzierte sich der Umsatz des Unternehmensbereichs Contract Manufacturing im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25,3 % auf 290,6 Mio € (Vj. 388,9 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Rückgang um 26,8 %.

Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Unternehmensbereichs Contract Manufacturing reduzierte sich während der ersten sechs Monate 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Mio € bzw. 4,1 % auf 15,4 Mio € (Vj. 16,1 Mio €) und entspricht 5,3 % (Vj. 4,1 %) des bereinigten Umsatzes.

Operatives Ergebnis (EBIT)

Das operative Ergebnis (EBIT) des Unternehmensbereichs Contract Manufacturing lag in den ersten sechs Monaten 2023 mit 15,4 Mio € leicht über dem Vorjahresniveau (Vj. 15,3 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 5,3 % (Vj. 3,9 %).

Sondereffekte

Zu den Sondereffekten 2023 und 2022 verweisen wir auf unsere Erläuterungen auf Seite 7 f.

Risiko- und Chancenbericht

Aufgrund der anhaltenden Auswirkungen der Versorgungsengpässe bei spezifischen Halbleitern und der allgemein angespannten geopolitischen Lage besteht weiterhin das Risiko wesentlicher negativer Effekte auf die Absatz- und Beschaffungsmärkte des Continental-Konzerns. Aufgrund der dadurch zu erwartenden wirtschaftlichen Folgen können sich negative Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ergeben.

Zu den Details der weiteren wesentlichen Risiken und Chancen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Geschäftsbericht 2022.

Prognosebericht und Ausblick

Wie im Wirtschaftsbericht auf Seite 4 f. dargelegt, geht Continental für 2023 nunmehr von einem Anstieg der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um 3 % bis 5 % (zuvor 2 % bis 4 %) gegenüber dem Vorjahr aus. Für das Reifenersatzgeschäft erwarten wir eine Absatzentwicklung von -2 % bis 0 % (zuvor 1 % bis 3 %). Für das Industriegeschäft zeigt sich aktuell in der Eurozone eine Stabilisierung auf dem Vorjahresniveau, für die USA rechnen wir für das Gesamtjahr mit einem Wert zwischen -2 % und 0 % und für China gehen wir von einer Belebung der Nachfrage von 4 % bis 6 % aus.

Im zweiten Halbjahr werden sich die negativen Auswirkungen der Kostensteigerungen für wichtige Zulieferungen im Unternehmensbereich Automotive in etwa auf dem Niveau des ersten Halbjahres bewegen. Für die Unternehmensbereiche Tires und ContiTech erwarten wir hingegen eine Abschwächung der Kostensteigerungen. Darüber hinaus erwarten wir für den Unternehmensbereich Tires leichte Kostensenkungen aus dem Bezug von Produktionsmaterialien. Im Geschäftsjahr 2023 werden die höheren Kosten für Material, Löhne und Gehälter sowie Energie und Logistik unsere Ertragslage mit rund 1,4 Mrd € (zuvor 1,7 Mrd €) voraussichtlich stark belasten.

Auf Basis aller genannten Annahmen und der aktuellen Wechselkurse erwartet Continental folgende Finanzkennzahlen für das Geschäftsjahr 2023:

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Für den Continental-Konzern erwarten wir nunmehr einen Umsatz in einer Bandbreite von rund 41,5 Mrd € bis 44,5 Mrd € (zuvor 42 Mrd € bis 45 Mrd €) und eine bereinigte EBIT-Marge von weiterhin rund 5,5 % bis 6,5 %.

Für unseren Unternehmensbereich Automotive rechnen wir mit einem Umsatz von rund 20,5 Mrd € bis 21,5 Mrd €. Die bereinigte EBIT-Marge erwarten wir bei rund 2 % bis 3 %. Hierin sind erhöhte Kosten für Material, Löhne und Gehälter sowie Logistik von rund 1 Mrd € enthalten.

Für unseren Unternehmensbereich Tires erwarten wir nunmehr einen Umsatz von rund 14,0 Mrd € bis 15,0 Mrd € (zuvor 14,5 Mrd € bis 15,5 Mrd €) und eine bereinigte EBIT-Marge von weiterhin rund 12 % bis 13 %. Die zu erwartenden Belastungen aus höheren Kosten im Wesentlichen für Löhne und Gehälter von rund 200 Mio € (zuvor 400 Mio € für Löhne und Gehälter sowie Energie und Logistik) sind hierin enthalten.

Für unseren Unternehmensbereich ContiTech rechnen wir mit einem Umsatz von rund 6,8 Mrd € bis 7,2 Mrd € und einer bereinigten EBIT-Marge von rund 6 % bis 7 %. Die zu erwartenden Belastungen aus höheren Kosten für Material, Löhne und Gehälter sowie Energie von nunmehr rund 200 Mio € (zuvor 300 Mio €) sind hierin enthalten.

Für den Unternehmensbereich Contract Manufacturing prognostizieren wir einen Umsatz von rund 400 Mio € bis 600 Mio € und eine bereinigte EBIT-Marge von rund 0 %.

Die Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen werden für den Konzern wie im Vorjahr voraussichtlich wieder bei unter 150 Mio € liegen und hauptsächlich die Unternehmensbereiche Automotive und ContiTech betreffen.

Außerdem rechnen wir mit negativen Sondereffekten in Höhe von rund 350 Mio € für 2023 (zuvor 150 Mio €). Dies wirkt sich nicht auf den Ausblick der bereinigten EBIT-Margen aus.

Das negative Finanzergebnis vor Effekten aus Währungsumrechnung sowie vor Effekten aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und sonstigen Bewertungseffekten erwarten wir für 2023 bei rund 350 Mio €.

Die Steuerquote sollte bei rund 27 % liegen.

Die Investitionen vor Finanzinvestitionen sollten im Geschäftsjahr 2023 bei rund 6 % vom Umsatz liegen.

Wir planen, im Jahr 2023 einen bereinigten Free Cashflow von rund 0,8 Mrd € bis 1,2 Mrd € zu erreichen.

Dieser Ausblick berücksichtigt die aktuell zu erwartenden Auswirkungen der teilweise noch anhaltenden Lieferengpässe von Halbleitern auf das Produktionsvolumen 2023.

Konzern-Zwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2023 2022 2023 2022
Umsatzerlöse 20.732,0 18.722,4 10.425,9 9.444,1
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 1,2 -16.245,2 -15.259,6 -8.208,5 -7.968,6
Bruttoergebnis vom Umsatz 1,2 4.486,9 3.462,8 2.217,4 1.475,6
Forschungs- und Entwicklungskosten 1,2 -2.032,4 -1.942,4 -1.002,9 -970,6
Vertriebs- und Logistikkosten 1,2 -1.253,2 -1.174,1 -629,6 -599,5
Allgemeine Verwaltungskosten 1 -626,7 -551,5 -322,3 -292,6
Sonstige Erträge 1 733,7 732,5 373,2 419,6
Sonstige Aufwendungen 1 -413,9 -320,3 -268,4 -196,6
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 12,7 3,1 8,8 -1,0
Übriges Beteiligungsergebnis 0,8 0,6 0,6 0,6
EBIT 907,8 210,7 376,7 -164,6
Zinserträge 3 46,8 51,2 24,3 14,7
Zinsaufwendungen -198,9 -110,9 -112,8 -62,8
Effekte aus Währungsumrechnung 107,1 0,4 77,8 -4,9
Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten und sonstige Bewertungseffekte -11,2 -45,6 -11,5 -14,7
Finanzergebnis 3 -56,2 -104,9 -22,2 -67,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 3 851,6 105,8 354,5 -232,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -238,3 -99,5 -133,7 -9,7
Konzernergebnis 3 613,3 6,3 220,8 -242,0
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn -22,6 -17,5 -12,2 -8,7
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 3 590,8 -11,2 208,6 -250,7
Ergebnis pro Aktie in €, unverwässert 3 2,95 -0,06 1,04 -1,26
Ergebnis pro Aktie in €, verwässert 3 2,95 -0,06 1,04 -1,26

Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

1 Im Berichtsjahr wurde der Ausweis der Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit spezifizierten Gewährleistungen, Restrukturierungsmaßnahmen, Abfindungen sowie Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen geändert. Sie werden nunmehr den jeweiligen Funktionsbereichen zugeordnet. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.
2 Die Zuordnung von Aufwendungen und Erträgen aus bestimmten Geschäftsvorfällen innerhalb der Funktionsbereiche wurde angepasst. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.
3 Die Methodik zur bilanziellen Berücksichtigung von unsicheren Steuerpositionen wurde umgestellt. Weitere Informationen dazu finden Sie im Geschäftsbericht 2022 im Konzernanhang Kapitel 2 Allgemeine Erläuterungen und Grundsätze der Rechnungslegung. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2023 2022 2023 2022
Konzernergebnis 1 613,3 6,3 220,8 -242,0
Posten, die nicht ergebniswirksam umgegliedert werden
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne 2 -598 2.310,5 -32,7 1.620,8
Zeitwertveränderungen 2 -63,1 2.332,6 -31,1 1.638,2
Währungsumrechnung 2 3,3 -22,1 -1,6 -17,4
Sonstige Finanzanlagen -51,4 -1,2 -1,6 -1,2
Zeitwertveränderungen 2 -51,6 -0,8 -1,5 -0,9
Währungsumrechnung 2 0,3 -0,4 0,0 -0,3
Im Eigenkapital erfasste Steuerpositionen 22,1 -688,5 8,5 -492,2
Posten, die in Folgeperioden erfolgswirksam umgegliedert werden könnten
Währungsumrechnung 2 -24,3 561,3 -29,0 245,9
Effekte aus Währungsumrechnung 2 -95,4 561,3 -100,1 245,9
Erfolgswirksame Umgliederung 71,2 - 71,2 -
Sonstiges Ergebnis -113,4 2.182,1 -54,8 1.373,3
Gesamtergebnis 1 500,0 2.188,4 166,0 1.131,3
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallendes Gesamtergebnis 9,4 -19,7 14,9 -4,9
Gesamtergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 1 509,3 2.168,7 180,8 1.126,4

Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

1 Die Methodik zur bilanziellen Berücksichtigung von unsicheren Steuerpositionen wurde umgestellt. Weitere Informationen dazu finden Sie im Geschäftsbericht 2022 im Konzernanhang Kapitel 2 Allgemeine Erläuterungen und Grundsätze der Rechnungslegung. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.
2 Inklusive Fremdanteile.

Konzernbilanz

Aktiva

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Mio € 30.06.2023 31.12.2022 30.06.2022
Goodwill 3.203,9 3.218,2 3.721,3
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 906,3 973,7 1.029,1
Sachanlagen 11.423,4 11.467,2 11.240,6
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 11,5 11,5 12,1
Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 313,1 305,1 313,6
Sonstige Finanzanlagen 131,1 170,0 183,2
Aktive latente Steuern 1 2.211,7 2.059,2 1.919,8
Aktiver Saldo aus Pensionsbewertung 97,4 93,1 110,4
Langfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen 100,1 105,8 116,0
Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 255,6 270,0 261,2
Langfristige sonstige Vermögenswerte 67,8 114,9 109,9
Langfristige Vermögenswerte 1 18.721,9 18.788,7 19.017,2
Vorräte 7.064,9 6.729,6 6.295,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.269,7 7.767,7 8.146,4
Kurzfristige Vertragsvermögenswerte 142,1 99,8 117,2
Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 143,4 140,0 134,1
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte 1.199,7 1.033,8 1.224,8
Ertragsteuerforderungen 315,6 277,6 348,9
Kurzfristige derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen 126,8 101,5 108,6
Flüssige Mittel 2.271,5 2.988,0 1.907,4
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte - - -
Kurzfristige Vermögenswerte 19.533,7 19.138,0 18.282,6
Bilanzsumme 1 38.255,6 37.926,7 37.299,9

1 Die Methodik zur bilanziellen Berücksichtigung von unsicheren Steuerpositionen wurde umgestellt. Weitere Informationen dazu finden Sie im Geschäftsbericht 2022 im Konzernanhang Kapitel 2 Allgemeine Erläuterungen und Grundsätze der Rechnungslegung. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.

Passiva

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Mio € 30.06.2023 31.12.2022 30.06.2022
Ausgegebenes/​Gezeichnetes Kapital 512,0 512,0 512,0
Kapitalrücklage 4.1556 4.155,6 4.155,6
Kumulierte einbehaltene Gewinne 1 10.201,3 9.910,5 9.832,6
Erfolgsneutrale Rücklagen -1.400,4 -1.318,9 -555,6
Den Anteilseignern zuzurechnendes Eigenkapital 1 13.468,5 13.259,2 13.944,6
Anteile in Fremdbesitz 446,0 475,8 452,3
Eigenkapital 1 13.914,5 13.735,0 14.396,9
Langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 2.742,7 2.623,5 1.998,1
Passive latente Steuern 90,5 57,5 94,6
Langfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen 616,0 624,1 827,8
Langfristige Finanzschulden 4.450,3 4.006,0 4.686,4
Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 9,6 10,0 10,7
Langfristige Vertragsverbindlichkeiten 7,3 7,8 7,2
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 25,5 31,0 21,3
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 7.941,9 7.359,9 7.646,1
Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1.272,7 1.274,7 1.173,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.940,9 7.637,0 6.765,5
Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten 188,8 232,4 255,8
Ertragsteuerverbindlichkeiten 1 496,7 525,7 544,5
Kurzfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen 1 962,8 1.036,8 1.057,8
Kurzfristige Finanzschulden 4.123,8 3.688,7 2.879,5
Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.603,9 1.763,8 1.726,4
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 809,6 672,7 853,4
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1 16.399,2 16.831,8 15.256,9
Bilanzsumme 1 38.255,6 37.926,7 37.299,9

1 Die Methodik zur bilanziellen Berücksichtigung von unsicheren Steuerpositionen wurde umgestellt. Weitere Informationen dazu finden Sie im Geschäftsbericht 2022 im Konzernanhang Kapitel 2 Allgemeine Erläuterungen und Grundsätze der Rechnungslegung. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.

Konzern-Kapitalflussrechnung

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2023 2022 2023 2022
Konzernergebnis 1 613,3 6,3 220,8 -242,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 238,3 99,5 133,7 9,7
Finanzergebnis 1 56,2 104,9 22,2 67,7
EBIT 907,8 210,7 376,7 -164,6
Gezahlte Zinsen -124,5 -46,6 -70,7 -32,2
Erhaltene Zinsen 56,0 24,9 23,5 13,7
Gezahlte Ertragsteuern -350,5 -275,8 -183,0 -167,5
Erhaltene Dividenden 1,5 2,1 0,9 1,7
Abschreibungen sowie Wertminderungen und -aufholungen 1.082,1 1.570,2 543,1 1.013,2
Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen und sonstigen
Finanzanlagen inkl. Wertminderungen und -aufholungen
-13,5 -3,7 -9,4 0,4
Gewinne/​Verluste aus Abgängen von Vermögenswerten, Gesellschaften und
Geschäftsbereichen
39,2 -6,6 41,7 -5,5
Veränderungen der
Vorräte -341,7 -1.110,6 125,5 -636,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -507,2 -833,1 126,1 -224,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -691,6 758,1 -400,7 198,3
Leistungen an Arbeitnehmer und der sonstigen Rückstellungen -75,4 -129,0 -216,5 -228,4
übrigen Aktiva und Passiva -177,7 -315,1 42,0 -47,4
Mittelabfluss/​-zufluss aus laufender Geschäftstätigkeit -195,5 -154,5 399,4 -278,8
Mittelabfluss/​-zufluss aus Abgängen von Vermögenswerten 61,9 36,9 48,3 25,1
Investitionen in Sachanlagen und Software -817,0 -724,3 -455,7 -423,0
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte aus Entwicklungsprojekten und
Sonstige
-12,9 -18,7 -6,2 -10,0
Mittelabfluss/​-zufluss aus dem Verkauf von Gesellschaften und
Geschäftsbereichen
39,7 -0,6 39,7 0,4
Anteilserwerb von Gesellschaften und Geschäftsbereichen -165,1 -9,4 -162,5 -11,1
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -893,5 -716,1 -536,4 -418,6
Cashflow vor Finanzierungstätigkeit (Free Cashflow) -1.089,0 -870,6 -137,0 -697,4
Aufnahme von Anleihen 2 750,0 - 750,0 -
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten 2 -154,4 -154,2 -76,8 -74,3
Veränderung der sonstigen Finanzschulden 2 182,2 1.085,2 -160,0 839,0
Veränderung der derivativen Finanzinstrumente und verzinslichen Anlagen 2 -22,8 -12,5 1,6 -28,5
Sonstige zahlungswirksame Veränderungen -6,5 -24,2 -2,8 -25,4
Gezahlte Dividende -300,0 -440,0 -300,0 -440,0
Dividenden an Minderheitsgesellschafter und Veränderungen aus
Eigenkapitaltransaktionen bei Gesellschaften mit Minderheitsanteilseignern
-20,1 -21,9 -15,8 -22,4
Mittelabfluss/​-zufluss aus Finanzierungstätigkeit 428,4 432,4 196,0 248,5
Veränderung der flüssigen Mittel -660,6 -438,2 59,0 -448,9
Flüssige Mittel am Anfang der Periode 2.988,0 2.269,1 2.252,1 2.323,9
Wechselkursbedingte Veränderungen der flüssigen Mittel -55,9 76,5 -39,6 32,4
Flüssige Mittel am Ende der Periode 2.271,5 1.907,4 2.271,5 1.907,4

Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

1 Die Methodik zur bilanziellen Berücksichtigung von unsicheren Steuerpositionen wurde umgestellt. Weitere Informationen dazu finden Sie im Geschäftsbericht 2022 im Konzernanhang Kapitel 2 Allgemeine Erläuterungen und Grundsätze der Rechnungslegung. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.
2 Die Darstellung der Veränderung der Finanzschulden wurde im Geschäftsbericht 2022 überarbeitet. Die Vorjahreswerte sind entsprechend angepasst dargestellt.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Mio € Ausgegebenes/​
Gezeichnetes
Kapital 1
Kapital-
rücklage
Kumulierte
einbehaltene
Gewinne 2
Sukzessive
Erwerbe
Stand 01.01.2022 2 512,0 4.155,6 10.283,9 -311,8
Konzernergebnis 2 - - -11,2 -
Sonstiges Ergebnis - - - -
Konzerngesamtergebnis 2 - - -11,2 -
Gezahlte/​beschlossene
Dividende
- - -440,0 -
Sonstige Veränderungen 4 0,0 0,0 -0,1 -
Stand 30.06.2022 2 512,0 4.155,6 9.832,6 -311,8
Stand 01.01.2023 512,0 4.155,6 9.910,5 -311,8
Konzernergebnis - - 590,8 -
Sonstiges Ergebnis - - - -
Konzerngesamtergebnis - - 590,8 -
Gezahlte/​beschlossene
Dividende
- - -300,0 -
Sonstige Veränderungen 4 - - - 0,0
Stand 30.06.2023 512,0 4.155,6 10.201,3 -311,7


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Unterschiedsbetrag aus
Mio € Neubewertung
leistungsorien-
tierter Versor-
gungspläne
Währungs-
umrechnung
Finanzinstru-
menten 3
Summe 2 Anteile in
Fremdbesitz
Gesamt 2
Stand 01.01.2022 2 -1.994,9 -507,8 79,0 12.216,0 452,5 12.668,5
Konzernergebnis 2 - - - -11,2 17,5 6,3
Sonstiges Ergebnis 1.621,1 560,0 -1,2 2.179,9 2,2 2.182,1
Konzerngesamtergebnis 2 1.621,1 560,0 -1,2 2.168,7 19,7 2.188,4
Gezahlte/​beschlossene
Dividende
- - - -440,0 -24,8 -464,8
Sonstige Veränderungen 4 - - - -0,1 4,9 4,8
Stand 30.06.2022 2 -373,8 52,2 77,8 13.944,6 452,3 14.396,9
Stand 01.01.2023 -773,9 -295,9 62,7 13.259,2 475,8 13.735,0
Konzernergebnis - - - 590,8 22,6 613,3
Sonstiges Ergebnis -40,9 7,7 -48,3 -81,5 -31,9 -113,4
Konzerngesamtergebnis -40,9 7,7 -48,3 509,3 -9,4 500,0
Gezahlte/​beschlossene
Dividende
- - - -300,0 -20,4 -320,5
Sonstige Veränderungen 4 - - - 0,0 - 0,0
Stand 30.06.2023 -814,7 -288,2 14,4 13.468,5 446,0 13.914,5

1 Eingeteilt in 200.005.983 (Vj. 200.005.983) dividenden- und stimmberechtigte im Umlauf befindliche Stückaktien.
2 Die Methodik zur bilanziellen Berücksichtigung von unsicheren Steuerpositionen wurde umgestellt. Weitere Informationen dazu finden Sie im Geschäftsbericht 2022 im Konzernanhang Kapitel 2 Allgemeine Erläuterungen und Grundsätze der Rechnungslegung. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.
3 Die Veränderung des Unterschiedsbetrags aus Finanzinstrumenten, nach Berücksichtigung von latenten Steuern, resultierte aus sonstigen Finanzanlagen in Höhe von -48,3 Mio € (Vj-12 Mio €).
4 Sonstige Veränderungen der Anteile in Fremdbesitz durch Konsolidierungskreisveränderungen sowie Kapitalerhöhungen.

Erläuternde Angaben zum Konzern-Zwischenabschluss

Segmentberichterstattung 1. Januar bis 30. Juni 2023

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Mio € Automotive Tires ContiTech Contract
Manufacturing
Sonstiges/​
Holding/​
Konsolidierung
Konzern
Außenumsatz 10.144,4 6.866,8 3.431,1 289,8 - 20.732,0
Konzerninterner Umsatz 38 54,9 41,6 0,7 -101,0 -
Umsatz (gesamt) 10.148,1 6.921,7 3.472,7 290,6 -101,0 20.732,0
EBIT (Segmentergebnis) -23,8 831,1 194,1 15,4 -108,9 907,8
in % vom Umsatz -0,2 12,0 5,6 5,3 - 4,4
Abschreibungen 1 511,3 404,9 151,8 13,6 0,5 1.082,1
davon Wertminderungen 2 4,9 3,5 0,3 - - 8,7
Investitionen 3 514,9 323,8 87,3 2,2 12,1 940,3
in % vom Umsatz 5,1 4,7 2,5 0,8 - 4,5
Operative Aktiva (zum 30.06.) 9.453,8 7.709,6 3.434,0 499,1 168,0 21.264,5
Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (zum 30.06.) 4 102.106 56.727 42.686 1.692 535 203.746
Umsatz bereinigt 5 10.148,1 6.921,7 3.408,7 290,6 -101,0 20.668,1
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 6 6,9 942,9 218,4 15,4 -108,1 1.075,5
in % des bereinigten Umsatzes 0,1 13,6 6,4 5,3 - 5,2

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Segmentberichterstattung 1. Januar bis 30. Juni 2022

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Mio € Automotive Tires ContiTech Contract
Manufacturing
Sonstiges/​
Holding/​
Konsolidierung
Konzern
Außenumsatz 8.560,1 6.626,1 3.147,4 388,8 - 18.722,4
Konzerninterner Umsatz 0,9 50,1 36,3 0,1 -87,4 -
Umsatz (gesamt) 8.561,0 6.676,2 3.183,7 388,9 -87,4 18.722,4
EBIT (Segmentergebnis) -714,2 947,6 61,9 15,3 -99,9 210,7
in % vom Umsatz -8,3 14,2 1,9 3,9 - 1,1
Abschreibungen 1 902,2 489,3 158,8 18,5 1,4 1.570,2
davon Wertminderungen 2 371,7 69,5 2,7 0,0 - 443,9
Investitionen 3 571,7 304,1 82,0 5,3 24,4 987,5
in % vom Umsatz 6,7 4,6 2,6 1,4 - 5,3
Operative Aktiva (zum 30.06.) 9.001,8 7.393,4 3.278,3 702,1 96,0 20.471,6
Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (zum 30.06.) 4 93.218 57.189 41.414 2.289 467 194.577
Umsatz bereinigt 5 8.561,0 6.653,2 3.183,2 388,9 -87,4 18.699,0
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 6 -279,7 1.029,7 162,7 16,1 -99,8 829,0
in % des bereinigten Umsatzes -3,3 15,5 5,1 4,1 - 4,4

1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
2 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen.
3 Investitionen in Sachanlagen und Software.
4 Ohne Auszubildende.
5 Bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen.
6 Bereinigt um Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA), Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte.

Überleitung Umsatz zum Umsatz bereinigt sowie EBITDA zum bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt)
1. Januar bis 30. Juni 2023

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Mio € Automotive Tires ContiTech Contract
Manufacturing
Sonstiges/​
Holding/​
Konsolidierung
Konzern
Umsatz 10.148,1 6.921,7 3.472,7 290,6 -101,0 20.732,0
Konsolidierungskreisveränderungen 1 - - -64,0 - - -64,0
Umsatz bereinigt 10.148,1 6.921,7 3.408,7 290,6 -101,0 20.668,1
EBITDA 487,4 1.236,0 346,0 28,9 -108,4 1.990,0
Abschreibungen 2 -511,3 -404,9 -151,8 -13,6 -0,5 -1.082,1
EBIT -23,8 831,1 194,1 15,4 -108,9 907,8
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
aus Kaufpreisallokation (PPA)
29,7 3,2 26,9 - - 59,9
Konsolidierungskreisveränderungen 1 - - -6,4 - - -6,4
Sondereffekte
Wertminderungen auf Goodwill - - - - - -
Wertminderungen 3 4,9 5,3 - - - 10,2
Restrukturierungen 4 -18,1 -1,0 1,1 - - -18,0
Restrukturierungsbezogene Belastungen 8,2 12,9 1,4 - - 22,5
Abfindungen 6,1 7,6 5,3 0,1 0,8 19,9
Veräußerungsgewinne und -Verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen - 71,9 -6,3 - - 65,6
Sonstiges 5 - 11,8 2,2 - - 14,0
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) 6,9 942,9 218,4 15,4 -108,1 1.075,5

1 Konsolidierungskreisveränderungen beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und Abgänge in der Vergleichsperiode bereinigt.
2 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
3 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen. Darin nicht enthalten sind Wertminderungen, die im Rahmen einer Restrukturierung entstanden sind, sowie Wertminderungen auf Finanzanlagen und Goodwill.
4 Hierin sind auch restrukturierungsbedingte Wertaufholungen im Segment Tires in Höhe von 1,8 Mio € sowie Wertminderungen im Segment ContiTech in Höhe von 0,3 Mio € enthalten.
5 Unter Sonstiges werden Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Forderungsverzichte aus dem Verkauf von sämtlichen russischen Aktivitäten im Segment Tires und von Teilaktivitäten im Segment ContiTech in Russland ausgewiesen.

Überleitung Umsatz zum Umsatz bereinigt sowie EBITDA zum bereinigten operativen Ergebnis (EBIT bereinigt)
1. Januar bis 30. Juni 2022

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Mio € Automotive Tires ContiTech Contract
Manufacturing
Sonstiges/​
Holding/​
Konsolidierung
Konzern
Umsatz 8.561,0 6.676,2 3.183,7 388,9 -87,4 18.722,4
Konsolidierungskreisveränderungen 1 - -23,0 -0,4 - - -23,4
Umsatz bereinigt 8.561,0 6.653,2 3.183,2 388,9 -87,4 18.699,0
EBITDA 188,0 1.436,9 220,7 33,8 -98,5 1.780,9
Abschreibungen 2 -902,2 -489,3 -158,8 -18,5 -1,4 -1.570,2
EBIT -714,2 947,6 61,9 15,3 -99,9 210,7
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) 37,3 7,1 32,1 - - 76,5
Konsolidierungskreisveränderungen 1 - -2,3 -2,0 - - -4,3
Sondereffekte
Wertminderungen auf Goodwill 57,3 - - - - 57,3
Wertminderungen 3 312,9 69,4 5,1 0,0 - 387,4
Restrukturierungen 4 -2,9 0,6 58,9 -0,1 - 56,5
Restrukturierungsbezogene Belastungen 21,2 2,8 2,6 0,9 - 27,5
Abfindungen 8,8 4,9 4,8 0,0 0,1 18,6
Veräußerungsgewinne und -Verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen - -0,4 -0,7 - - -1,1
Sonstiges - - - - - -
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) -279,7 1.029,7 162,7 16,1 -99,8 829,0

1 Konsolidierungskreisveränderungen beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und Abgänge in der Vergleichsperiode bereinigt.
2 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
3 Der Begriff Wertminderung beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen sowie erforderliche Wertaufholungen. Darin nicht enthalten sind Wertminderungen, die im Rahmen einer Restrukturierung entstanden sind, sowie Wertminderungen auf Finanzanlagen und Goodwill.
4 Hierin sind auch restrukturierungsbedingte Wertminderungen in Höhe von insgesamt 3,6 Mio € (Automotive 1,5 Mio €; Tires 0,1 Mio €; ContiTech 2,0 Mio €) sowie eine Wertaufholung im Segment ContiTech in Höhe von 4,4 Mio € enthalten.

Überleitung EBIT zum Konzernergebnis

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1. Januar bis 30. Juni Zweites Quartal
Mio € 2023 2022 2023 2022
Automotive -238 -714,2 -39,5 -509,9
Tires 831,1 947,6 373,4 389,7
ContiTech 194,1 61,9 97,7 -7,4
Contract Manufacturing 15,4 15,3 5,9 3,6
Sonstiges/​Holding/​Konsolidierung -108,9 -99,9 -60,8 -40,6
EBIT 907,8 210,7 376,7 -164,6
Finanzergebnis 1 -56,2 -104,9 -22,2 -67,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 1 851,6 105,8 354,5 -232,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -238,3 -99,5 -133,7 -9,7
Konzernergebnis 1 613,3 6,3 220,8 -242,0
Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn -22,6 -17,5 -12,2 -8,7
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 1 590,8 -11,2 208,6 -250,7

Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht Gegenstand der prüferischen Durchsicht.

1 Die Methodik zur bilanziellen Berücksichtigung von unsicheren Steuerpositionen wurde umgestellt. Weitere Informationen dazu finden Sie im Geschäftsbericht 2022 im Konzernanhang Kapitel 2 Allgemeine Erläuterungen und Grundsätze der Rechnungslegung. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst.

Segmentberichterstattung

Bezüglich der Erläuterungen zur Entwicklung der vier Segmente bzw. Unternehmensbereiche des Continental-Konzerns verweisen wir auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30. Juni 2023.

Grundsätze der Rechnungslegung

Dieser Zwischenabschluss wurde gemäß den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Sie umfassen auch die International Accounting Standards (IAS), die Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee bzw. des Vorgängers International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie die des ehemaligen Standing Interpretations Committee (SIC). Die Erstellung des Zwischenabschlusses erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, Zwischenberichterstattung, in verkürzter Form. Im Zwischenabschluss werden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss 2022 angewendet. Diese Methoden sind im Geschäftsbericht 2022 ausführlich erläutert. Zusätzlich wurden die zum 30. Juni 2023 verpflichtenden IFRS-Änderungen und -Neuregelungen im Zwischenabschluss angewendet. Eine ausführliche Beschreibung dieser verbindlichen IFRS-Änderungen und -Neuregelungen erfolgte im Geschäftsbericht 2022.

Die zum 30. Juni 2023 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und -Neuregelungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung des Konzerns.

Ertragsteuern werden auf Grundlage der Schätzung des gewichteten durchschnittlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Steuerliche Auswirkungen bestimmter signifikanter Sachverhalte, die nur der jeweiligen Berichtsperiode zuzuordnen sind, werden dabei berücksichtigt.

Obwohl einige Teile unseres Geschäfts saisonabhängig sind, bleibt die Vergleichbarkeit der konsolidierten Finanzberichte davon insgesamt unbeeinträchtigt. Alle wichtigen Effekte der laufenden Periode sind in diesem Bericht enthalten. Änderungen im Ansatz oder in der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen von Unternehmenserwerben werden erst bei Vorliegen der finalen Kaufpreisallokation retrospektiv dargestellt.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.

Anpassung von Vorjahreszahlen im Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2023

Zur Erhöhung der Transparenz hat Continental im Berichtsjahr den Ausweis der Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit spezifizierten Gewährleistungen, Restrukturierungsmaßnahmen, Abfindungen sowie Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen geändert. Bislang wurden diese Posten in den sonstigen Erträgen und sonstigen Aufwendungen ausgewiesen, ab dem Geschäftsjahr 2023 erfolgt eine Zuordnung zu den jeweiligen Funktionsbereichen. Die rückwirkende Anpassung infolge einer Änderung der Rechnungslegungsmethode nach IAS 8, Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern, führte für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 30. Juni 2022 zu einer Erhöhung der Herstellungskosten um 441,7 Mio €, der Forschungs- und Entwicklungskosten um 5,6 Mio €, der Vertriebs- und Logistikkosten um 9,9 Mio € und der allgemeinen Verwaltungskosten um 0,7 Mio €. Gleichzeitig reduzierten sich die sonstigen Erträge um 6,3 Mio € und die sonstigen Aufwendungen um 464,2 Mio €.

Darüber hinaus wurde im Segment Automotive der Ausweis von bestimmten Kosten (im Wesentlichen Personalkosten), die im Zusammenhang mit der Erbringung von Entwicklungsdienstleistungen an externe Kunden entstehen, angepasst. Bisher wurden diese Kosten in den Forschungs- und Entwicklungskosten ausgewiesen, nunmehr erfolgt der Ausweis in den Herstellungskosten. Die Anpassung führte rückwirkend für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 30. Juni 2022 zu einer Reduzierung der Forschungs- und Entwicklungskosten um 61,3 Mio € bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Herstellungskosten um den gleichen Betrag.

Im Segment Tires wurde im Berichtsjahr der Ausweis von Personalkosten, die im Zusammenhang mit Tätigkeiten in den Werkstätten der Reifenhandelsgesellschaften entstehen, angepasst. Bisher wurden diese Kosten in den Vertriebs- und Logistikkosten ausgewiesen, nunmehr erfolgt der Ausweis in den Herstellungskosten. Die Anpassung führte rückwirkend für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 30. Juni 2022 zu einer Reduzierung der Vertriebs-und Logistikkosten um 93,2 Mio € bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Herstellungskosten um den gleichen Betrag.

Auswirkung des Kriegs in der Ukraine auf die Rechnungslegung im Berichtszeitraum

Infolge des anhaltenden Kriegs in der Ukraine und der unklaren Entwicklung der geopolitischen Lage in der Berichtsperiode hat die Continental AG im zweiten Quartal 2023 sämtliche russische Aktivitäten des Segments Tires und russische Teilaktivitäten des Segments ContiTech verkauft. Hierzu verweisen wir auf den Abschnitt Erwerbe und Veräußerungen in diesem Abschluss. Nach dem Verkauf verbleiben zum 30. Juni 2023 nur unwesentliche Restaktivitäten der Segmente Automotive und ContiTech in Russland.

Auswirkungen des makroökonomischen Umfelds und klimabezogener Aspekte auf die Rechnungslegung im Berichtszeitraum

Im Berichtszeitraum wurden fortlaufend auf Basis der zur Verfügung stehenden Informationen die Auswirkungen des gegenwärtigen makroökonomischen Umfelds auf die Rechnungslegung des Continental-Konzerns überprüft. Das makroökonomische Umfeld war im Berichtszeitraum weiterhin insbesondere geprägt durch die hohe Inflation sowie die Entwicklung der Zinsen. Im Berichtszeitraum hatte dies keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung des Konzerns.

Im Berichtszeitraum konnten auch keine wesentlichen Einflüsse klimabezogener Risikofaktoren auf die Berichterstattung identifiziert werden. Herauszustellende wesentliche Effekte auf Einzelsachverhalte gab es im Berichtszeitraum ebenfalls nicht. Zur ausführlichen Beschreibung der identifizierten Bereiche, auf die klimabezogene Sachverhalte Auswirkungen entfalten können, verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2022.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft 478 (Vj. 470) inländische und ausländische Unternehmen, die die Continental Aktiengesellschaft nach den Regelungen des IFRS 10, Konzernabschlüsse, einbezieht oder die als Joint Arrangements oder assoziierte Unternehmen klassifiziert werden. Davon werden 402 (Vj. 392) vollkonsolidiert und 76 (Vj. 78) nach der Equity-Methode bilanziert.

Gegenüber dem 31. Dezember 2022 hat sich der Konsolidierungskreis um insgesamt eine Gesellschaft erhöht. Sechs Gesellschaften wurden erworben, zudem wurde eine Gesellschaft gegründet. Die Abgänge aus dem Konsolidierungskreis sind auf Verschmelzungen, Verkäufe und Liquidationen zurückzuführen.

Gegenüber dem 30. Juni 2022 hat sich der Konsolidierungskreis in Summe um acht Gesellschaften erhöht. Sieben Gesellschaften wurden neu gegründet, darüber hinaus wurden 14 Gesellschaften erworben. Zwei Gesellschaften wurden verkauft und fünf Gesellschaften wurden verschmolzen. Zudem führten sechs Liquidationen zu einer Reduzierung des Konsolidierungskreises.

Erwerbe und Veräußerungen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen

Im Segment ContiTech erfolgte aus den finalen Kaufpreisermittlungen von Share Deals aus dem Jahr 2022 eine Erhöhung der Kaufpreise um insgesamt 0,3 Mio €. Die daraus resultierenden Veränderungen der Kaufpreisallokationen ergaben eine Erhöhung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte um 0,5 Mio €. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns zum 30. Juni 2023.

Im Geschäftsfeld Surface Solutions hat die ContiTech Global Holding Netherlands B.V., Maastricht, Niederlande, 100 % der Anteile an der Printing Solutions Sweden Holding AB, Trelleborg, Schweden, am 2. Mai 2023 erworben. Das Unternehmen, ein führender Hersteller für Oberflächenlösungen im Bereich der Drucktechnik, erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz in Höhe von 125,9 Mio €. Durch den Erwerb erweitert das Segment ContiTech seine Expertise insbesondere im Bereich Drucktechnologie für den Offset- und Digitaldruck. Die übertragene Gegenleistung beträgt insgesamt 223,8 Mio € und wurde bis auf eine ausstehende Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 1,0 Mio € aus Barmitteln beglichen. Die bisher angefallenen Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 3,5 Mio € sind als sonstige Aufwendungen berücksichtigt. Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation ergaben sich im Geschäftsfeld Surface Solutions ein Goodwill in Höhe von 8,8 Mio € sowie immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 31,5 Mio €. Wäre die Transaktion am 1. Januar 2023 vollzogen worden, hätte sich das Konzernergebnis nach Steuern um 2,5 Mio € und der Umsatz um 40,4 Mio € erhöht. Seit Vollzug der Transaktion am 2. Mai 2023 hat das Unternehmen einen Umsatz von 19,2 Mio € erwirtschaftet und unter Berücksichtigung von Effekten aus der Kaufpreisallokation mit einem Ergebnis nach Steuern von -1,4 Mio € zum Konzernergebnis beigetragen.

Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Continental-Konzerns zum 30. Juni 2023.

Die im Rahmen der Übernahme erstmals in der Konzernbilanz berücksichtigten Vermögenswerte und Schulden wurden mit folgenden Werten angesetzt:

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Zeitwerte zum
Erstkonsolidierungszeitpunkt
Übernommenes Netto-Vermögen in Mio € Printing Solutions
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 315
Sachanlagen 60,9
Sonstige Finanzanlagen 13,4
Aktive latente Steuern 04
Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 0,1
Vorräte 41,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28,9
Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 1,2
Kurzfristige sonstige Vermögenswerte 65
Ertragsteuerforderungen 0,1
Flüssige Mittel 79,0
Langfristige Leistungen an Arbeitnehmer -1,7
Passive latente Steuern -15,6
Langfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen -1,2
Langfristige Finanzschulden -3,1
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten -0,8
Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer -3,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -15,5
Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten -0,2
Ertragsteuerverbindlichkeiten -1,1
Kurzfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen -0,6
Kurzfristige Finanzschulden -2,4
Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -2,0
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten -10
Erworbenes Netto-Vermögen 215,0
Übertragene Gegenleistung 223,8
Goodwill 8,8

Im zweiten Quartal 2023 wurden sämtliche russische Aktivitäten des Segments Tires und russische Teilaktivitäten des Segments ContiTech verkauft. Der Kaufpreis in Höhe von 78,0 Mio € wurde mit Barmitteln beglichen. Die Buchwerte der abgehenden Netto-Vermögenswerte beliefen sich auf 81,2 Mio €, davon 39,9 Mio € flüssige Mittel. Aus der gesamten Transaktion resultierte ein Aufwand in Höhe von 79,2 Mio €.

Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Die folgenden Tabellen zeigen die Aufgliederungen der Umsatzerlöse nach IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden, nach geografischen Hauptmärkten, Segmenten und Kundengruppen.

Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1. Januar bis 30. Juni 2023

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Mio € Automotive Tires ContiTech Contract
Manufacturing
Sonstiges/​
Holding/​
Konsolidierung
Konzern
Deutschland 2.492,7 855,9 637,3 83,3 -46,7 4.022,5
Europa ohne Deutschland 2.585,1 2.638,3 895,2 124,2 -19,8 6.222,9
Nordamerika 2.264,1 2.066,8 1.103,7 73,9 -23,0 5.485,5
Asien-Pazifik 2.566,6 952,6 604,4 9,2 -3,5 4.129,3
Übrige Länder 239,6 408,1 232,0 0,0 -7,9 871,8
Umsatz nach Regionen 10.148,1 6.921,7 3.472,7 290,6 -101,0 20.732,0
Automobilerstausrüstungsgeschäft 9.574,4 1.927,0 1.661,7 279,8 -26,5 13.416,4
Industrie-/​Ersatzgeschäft 573,7 4.994,7 1.811,0 10,8 -74,5 7.315,6
Umsatz nach Kundengruppen 10.148,1 6.921,7 3.472,7 290,6 -101,0 20.732,0
Güter 9.949,5 6.533,6 3.333,9 290,5 -95,3 20.012,3
Dienstleistungen 119,7 388,1 65,4 0,0 -5,4 567,9
Projektgeschäft 78,9 - 73,4 - -0,4 151,9
Umsatz nach Produktart 10.148,1 6.921,7 3.472,7 290,6 -101,0 20.732,0

Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1. Januar bis 30. Juni 2022

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Mio € Automotive Tires ContiTech Contract
Manufacturing
Sonstiges/​
Holding/​
Konsolidierung
Konzern
Deutschland 1.812,7 790,1 593,1 157,9 -44,1 3.309,7
Europa ohne Deutschland 2.140,1 2.532,4 847,2 94,2 -11,8 5.602,1
Nordamerika 2.090,6 2.005,8 930,4 78,6 -20,8 5.084,6
Asien-Pazifik 2.306,6 926,3 593,7 58,1 -2,9 3.881,8
Übrige Länder 211,0 421,6 219,3 0,1 -7,8 844,2
Umsatz nach Regionen 8.561,0 6.676,2 3.183,7 388,9 -87,4 18.722,4
Automobilerstausrüstungsgeschäft 8.025,0 1.493,8 1.475,3 378,7 -21,6 11.351,2
Industrie-/​Ersatzgeschäft 536,0 5.182,4 1.708,4 10,2 -65,8 7.371,2
Umsatz nach Kundengruppen 8.561,0 6.676,2 3.183,7 388,9 -87,4 18.722,4
Güter 8.390,0 6.307,5 3.026,7 388,5 -72,9 18.039,8
Dienstleistungen 84,2 368,7 63,4 0,4 -4,1 512,6
Projektgeschäft 86,8 - 93,6 - -10,4 170,0
Umsatz nach Produktart 8.561,0 6.676,2 3.183,7 388,9 -87,4 18.722,4

Außerplanmäßige Abschreibungen

Der Konzern überprüft die Werthaltigkeit der sonstigen immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie der Finanzanlagen und auch des Goodwill, sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung bekannt werden (triggering event). In der Berichtsperiode fielen als Ergebnis dieser Überprüfungen keine wesentlichen Wertminderungen an.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das erste Halbjahr 2023 beliefen sich auf 238,3 Mio € (Vj. 99,5 Mio €). Die Steuerquote im Berichtszeitraum lag bei 28,0 % (Vj. 94,0 %). Im Vorjahr war die Steuerquote im Wesentlichen auf steuerlich nicht wirksame rechnerische Effekte im Zusammenhang mit dem durch Wertminderungen belasteten Konzernergebnis zurückzuführen.

Leasingverhältnisse

Die folgende Tabelle stellt die zum 30. Juni 2023 ausgewiesenen Nutzungsrechte dar:

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Mio € 30.06.2023 31.12.2022
Grundstücke und Bauten 1.047,4 1.090,7
Technische Anlagen und Maschinen 3,7 4,6
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 68,2 65,8
Summe Nutzungsrechte 1.119,4 1.161,1

Die Leasingverbindlichkeiten zum 30. Juni 2023 sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Mio € 30.06.2023 31.12.2022
Leasingverbindlichkeiten 1.183,9 1.242,4
Kurzfristig 275,7 285,0
Langfristig 908,2 957,4

Langfristige Leistungen an Arbeitnehmer

Aus der Neubewertung der leistungsorientierten Versorgungspläne zum 30. Juni 2023 ergab sich gegenüber dem 31. Dezember 2022 eine Reduzierung der erfolgsneutralen Rücklagen um 44,0 Mio € (Vj. Erhöhung um 1.441,8 Mio €), die aus einer Reduzierung der Diskontierungszinssätze resultierte (Vj. Erhöhung der Diskontierungszinssätze). Der entsprechenden Reduzierung des Eigenkapitals stand eine Erhöhung der langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer in Höhe von 63,7 Mio € (Vj. Reduzierung von 2.041,7 Mio €) gegenüber. Die für die Neubewertung verwendeten Diskontierungszinssätze für die wesentlichen Länder zum 30. Juni 2023 betragen dabei 3,54 % in Deutschland (31. Dezember 2022: 3,65 %), 5,34 % in den USA (31. Dezember 2022: 5,40 %), 5,10 % im Vereinigten Königreich (31. Dezember 2022: 4,80 %) und 3,50 % in Frankreich (31. Dezember 2022: 3,75 %).

Zahlungswirksame Veränderungen der Altersvorsorge

Pensionsfonds bestehen nur für Pensionsverpflichtungen, insbesondere in Deutschland, den USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich, nicht hingegen für andere Versorgungsleistungen. Diese Pensionsfonds qualifizieren sich als Planvermögen. Im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023 haben die Gesellschaften des Konzerns 10,5 Mio € an planmäßigen Einzahlungen in diese Pensionsfonds geleistet (Vj. 52,3 Mio €).

Die Pensionszahlungen für Pensionsverpflichtungen beliefen sich im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023 auf insgesamt 123,0 Mio € (Vj. 121,0 Mio €), die Pensionszahlungen für andere Versorgungsleistungen auf insgesamt 7,0 Mio € (Vj. 6,6 Mio €).

Die Netto-Pensionsaufwendungen in der Berichtsperiode setzen sich wie folgt zusammen:

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1. Januar bis 30. Juni 2023
Mio € D USA CAN GB Übrige Gesamt
Dienstzeitaufwand: Barwert der im
Berichtsjahr erworbenen
Ansprüche
52,8 1,1 0,5 0,5 10,4 65,3
Aufzinsung der erwarteten
Pensionsverpflichtungen
66,4 22,2 0,8 6,2 8,6 104,2
Erwartete Erträge der
Pensionsfonds
-31,3 -22,6 -0,8 -7,2 -3,7 -65,6
Auswirkungen der Obergrenze auf
den Vermögenswert
- - - - 0,1 0,1
Übrige Pensionserträge/​
-aufwendungen
- 0,7 0,1 - 0,0 0,8
Netto-Pensionsaufwendungen 87,9 1,4 0,6 -0,5 15,4 104,8


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1. Januar bis 30. Juni 2022
Mio € D USA CAN GB Übrige Gesamt
Dienstzeitaufwand: Barwert der im
Berichtsjahr erworbenen
Ansprüche
103,4 1,6 0,8 1,0 11,0 117,8
Aufzinsung der erwarteten
Pensionsverpflichtungen
33,1 15,1 0,7 3,9 5,6 58,4
Erwartete Erträge der
Pensionsfonds
-10,6 -15,7 -0,7 -4,1 -2,1 -33,2
Auswirkungen der Obergrenze auf
den Vermögenswert
- - - - 0,0 0,0
Übrige Pensionserträge/​
-aufwendungen
- 0,8 0,1 - 0,1 1,0
Netto-Pensionsaufwendungen 125,9 1,8 0,9 0,8 14,6 144,0

Die Netto-Aufwendungen der Verpflichtungen für die Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen des Konzerns in den USA und Kanada setzen sich wie folgt zusammen:

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1. Januar bis 30. Juni
Mio € 2023 2022
Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtsjahr erworbenen Ansprüche 0,3 0,4
Aufzinsung der erwarteten Verpflichtungen für Versorgungsleistungen 3,3 2,1
Netto-Aufwendungen 3,6 2,5

Finanzierung und Finanzschulden

Zum 30. Juni 2023 lagen die Netto-Finanzschulden des Continental-Konzerns bei 6.075,7 Mio €. Sie erhöhten sich um 641,8 Mio € gegenüber dem Vorjahresniveau von 5.433,9 Mio € sowie um 1.576,2 Mio € gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2022 von 4.499,4 Mio €. Die Erhöhung gegenüber dem Stand vom 30. Juni 2022 bzw. gegenüber dem Jahresende 2022 ist im Wesentlichen auf die negativen Free Cashflows in Höhe von 127,8 Mio € bzw. von 1.089,0 Mio € sowie die Dividendenzahlung in Höhe von 300,0 Mio € im Mai 2023 zurückzuführen. Zur Deckung des Finanzierungsbedarfs wurden u. a. flüssige Mittel sowie andere Finanzierungsinstrumente wie die Begebung von Commercial Paper oder die Inanspruchnahme des syndizierten Kredits eingesetzt. Die Gearing Ratio erhöhte sich zum ersten Halbjahr 2023 auf 43,7 % (Vj. 37,7 %).

Der im Dezember 2019 vorzeitig erneuerte syndizierte Kredit besteht aus einer revolvierenden Tranche in Höhe von 4.000,0 Mio € mit einer ursprünglichen Laufzeit von fünf Jahren. Im November 2021 hat Continental die zweite und auch letzte Option auf Verlängerung der Laufzeit um ein Jahr ausgeübt. Die kreditgebenden Banken haben daraufhin diese Finanzierungszusage bis Dezember 2026 zu unveränderten Konditionen verlängert. Dieser revolvierende Kredit wurde am 30. Juni 2023 von der Continental AG in Höhe von 300,0 Mio € (Vj. -) in Anspruch genommen. Bezüglich weiterer Details zu dem syndizierten Kredit verweisen wir auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2022.

Unter dem Rahmen-Emissionsprogramm für Anleiheemissionen (Debt Issuance Programme, DIP) hat die Continental AG im November 2022 und im Juni 2023 zwei börsennotierte Euro-Anleihen mit einem Emissionsvolumen in Höhe von insgesamt 1.375,0 Mio € begeben. Am 30. November 2022 wurde eine Anleihe in Höhe von 625,0 Mio € emittiert. Der Ausgabekurs dieser Anleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem festen Zinssatz von 3,625 % p. a. lag bei 100,000 %. Am 1. Juni 2023 wurde eine Anleihe in Höhe von 750,0 Mio € mit einer Laufzeit von ebenfalls fünf Jahren begeben. Der Ausgabekurs dieser Anleihe mit einem festen Zinssatz von 4,000 % p. a. belief sich auf 99,445 %.

Zum 30. Juni 2023 verfügte der Continental-Konzern über ein Liquiditätspolster in Höhe von insgesamt 6.861,0 Mio € (Vj. 6.804,4 Mio €), davon 2.271,5 Mio € (Vj. 1.907,4 Mio €) flüssige Mittel sowie zugesagte, ungenutzte Kreditlinien im Volumen von 4.589,4 Mio € (Vj. 4.897,0 Mio €).

Unter den Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können, sind auch sämtliche bestehenden Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen. Im Continental-Konzern sind die vorab genannten flüssigen Mittel beschränkt hinsichtlich verpfändeter Beträge sowie Guthaben in Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität. Die Beurteilung der flüssigen Mittel hinsichtlich etwaiger Beschränkungen erfolgt zum jeweiligen Stichtag. Steuern, die auf den Transfer von Geldvermögen von einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im Regelfall nicht als eine Beschränkung der flüssigen Mittel verstanden. Zum 30. Juni 2023 beliefen sich die unbeschränkt verfügbaren flüssigen Mittel insgesamt auf 1.771,6 Mio € (Vj. 1.404,9 Mio €).

Finanzinstrumente

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte für die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wobei lang- und kurzfristige Bilanzposten zusammengefasst werden. Zudem werden die relevanten Bewertungskategorien nach IFRS 9, Finanzinstrumente, sowie die jeweils für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts relevanten Stufen der Fair-Value-Hierarchie nach IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwerts, dargestellt.

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Mio € Bewertungs-
kategorie
nach IFRS 9
Buchwert
30.06.2023
Beizulegender
Zeitwert
30.06.2023
davon
Stufe 1
davon
Stufe 2
davon
Stufe 3
Sonstige Finanzanlagen 1 FVOCIwoR 109,0 109,0 2,7 - 106,3
Derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen
Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung FVPL 32,7 32,7 - 32,7 -
Schuldinstrumente FVPL 90,5 90,5 90,5 - -
Schuldinstrumente At cost 103,7 103,7 - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Leasingforderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen At cost 8.088,4 8.088,4 - - -
Wechselforderungen FVOCIwR 164,7 164,7 - 164,7 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen FVPL 12,8 12,8 - 12,8 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte ohne Leasingforderungen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte FVPL 120,7 120,7 0,7 120,0 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte At cost 264,9 264,9 - - -
Flüssige Mittel
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente At cost 2.179,2 2.179,2 - - -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente FVPL 92,3 92,3 92,3 - -
Finanzielle Vermögenswerte ohne Leasingforderungen 11.259,0 11.259,0 186,2 330,3 106,3
Finanzschulden ohne Leasingverbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung FVPL 20,0 20,0 - 20,0 -
Sonstige Finanzschulden At cost 7.370,2 7.280,5 4.494,0 527,8 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen At cost 6.940,9 6.940,9 - - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten At cost 1.613,5 1.613,5 - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten ohne Leasingverbindlichkeiten 15.944,6 15.854,9 4.494,0 547,7 -
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien nach IFRS 9:
Finanzielle Vermögenswerte (FVOCIwR) 164,7
Finanzielle Vermögenswerte (FVOCIwoR) 109,0
Finanzielle Vermögenswerte (FVPL) 349,1
Finanzielle Vermögenswerte (At cost) 10.636,2
Finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL) 20,0
Finanzielle Verbindlichkeiten (At cost) 15.924,6

1 Ohne Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen.


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Mio € Bewertungs-
kategorie
nach IFRS 9
Buchwert
31.12.2022
Beizulegender
Zeitwert
31.12.2022
davon
Stufe 1
davon
Stufe 2
davon
Stufe 3
Sonstige Finanzanlagen 1 FVOCIwoR 160,2 160,2 4,7 - 155,5
Derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen
Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung FVPL 31,4 31,4 - 31,4 -
Schuldinstrumente FVPL 74,0 74,0 74,0 - -
Schuldinstrumente At cost 101,9 101,9 - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne
Leasingforderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen At cost 7.6365 7.636,5 - - -
Wechselforderungen FVOCIwR 114,9 114,9 - 114,9 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen FVPL 12,5 12,5 - 12,5 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte ohne Leasingforderungen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte FVPL 127,1 127,1 1,2 125,9 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte At cost 267,5 267,5 - - -
Flüssige Mittel
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente At cost 2.774,6 2.774,6 - - -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente FVPL 213,4 213,4 213,4 - -
Finanzielle Vermögenswerte ohne Leasingforderungen 11.514,0 11.514,0 293,3 284,7 155,5
Finanzschulden ohne Leasingverbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung FVPL 20,6 20,6 - 20,6 -
Sonstige Finanzschulden At cost 6.431,7 6.295,7 3.726,8 766,2 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen At cost 7.637,0 7.637,0 - - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten At cost 1.773,8 1.773,8 - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten ohne Leasingverbindlichkeiten 15.863,1 15.727,1 3.726,8 786,8 -
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien nach IFRS 9:
Finanzielle Vermögenswerte (FVOCIwR) 114,9
Finanzielle Vermögenswerte (FVOCIwoR) 160,2
Finanzielle Vermögenswerte (FVPL) 458,4
Finanzielle Vermögenswerte (At cost) 10.780,5
Finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL) 20,6
Finanzielle Verbindlichkeiten (At cost) 15.842,5

1 Ohne Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen.

Erläuterungen der Abkürzungen:

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At cost, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

FVOCIwR, Fair Value through other comprehensive income with reclassification, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet, mit Reklassifizierung

FVOCIwoR, Fair Value through other comprehensive income with-out reclassification, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet, ohne Reklassifizierung

FVPL, Fair Value through profit and loss, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung bewertet

Stufen der Fair-Value-Hierarchie nach IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwerts:

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Stufe 1: notierte Preise in aktiven Märkten für identische Instrumente

Stufe 2: notierte Preise in aktiven Märkten für ähnliche Instrumente oder Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Input-Faktoren auf beobachtbaren Marktdaten beruhen

Stufe 3: Bewertungsmethoden, bei denen die wesentlichen Input-Faktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen

Für zum FVOCIwoR bilanzierte Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise in aktiven Märkten für identische Instrumente (Stufe 1) oder für ähnliche Instrumente vorliegen oder keine Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Input-Faktoren auf beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe 2), anwendbar sind, ist der Zeitwert mit einer Bewertungsmethode, bei der die wesentlichen Input-Faktoren auf nicht beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe 3), zu ermitteln. Sofern externe Bewertungsgutachten oder Informationen aus weiteren Finanzierungsrunden vorliegen, werden sie herangezogen. Liegen derartige Informationen nicht vor, erfolgt die Bewertung nach dem Bewertungsverfahren, das im jeweiligen Fall als angemessen und umsetzbar erachtet wird, z. B. nach der Discounted-Cashflow-Methode oder per Multiplikatoren-Verfahren mit auf Kaufpreisen bei vergleichbaren Transaktionen basierenden Verhältniszahlen. Nur wenn nicht genügend neuere Informationen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts vorliegen, werden die Anschaffungskosten als die beste Schätzung des beizulegenden Zeitwerts angesehen. Die zum FVOCIwoR bilanzierten Finanzinstrumente werden hinsichtlich etwaiger Änderungen der wesentlichen nicht beobachtbaren Input-Faktoren zentral überwacht und kontinuierlich auf Wertschwankungen überprüft.

In der folgenden Tabelle werden die Änderungen der Finanzinstrumente in Stufe 3 dargestellt:

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Mio € Sonstige
Finanzanlagen
Stand 01.01.2022 159,5
Im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasste Bewertungseffekte -0,7
Zugänge 10,2
Umwandlung Convertible Note 05
Wechselkurseffekte 36
Stand 30.06.2022 173,1
Stand 01.01.2023 155,5
Im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasste Bewertungseffekte -49,6
Zugänge 1,5
Wechselkurseffekte -1,1
Stand 30.06.2023 106,3

Innerhalb der in Stufe 3 verbliebenen Finanzinstrumente bestanden zum Stichtag keine Hinweise auf eine signifikante Wertänderung der Finanzanlagen. Auf eine Sensitivitätsanalyse wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüche

Im Mai 2005 leiteten die brasilianischen Kartellbehörden nach einer Anzeige wegen angeblich kartellrechtswidrigen Verhaltens im Bereich der Kommerzialisierung von Tachografen Ermittlungen gegen die brasilianische Tochtergesellschaft von Continental, Continental Brasil Industria Automotiva Ltda., Guarulhos, Brasilien (CBIA), ein. Am 18. August 2010 hat die brasilianische Kartellbehörde eine "Einladung zum Kartell" festgestellt und der CBIA eine Geldbuße in Höhe von 12,0 Mio BRL (rund 2,3 Mio €) auferlegt, die dann auf 10,8 Mio BRL (rund 2,0 Mio €) reduziert wurde. CBIA weist den Vorwurf zurück, dass gegen brasilianisches Wettbewerbsrecht verstoßen wurde. Das von der CBIA angerufene Gericht erster Instanz hat die Entscheidung zwar bestätigt, auf Rechtsmittel der CBIA hat das nächsthöhere Gericht diese Entscheidung jedoch aufgehoben und die Sache zur Neuverhandlung zurückverwiesen. Im Februar 2023 hat das erstinstanzliche Gericht gegen CBIA entschieden und das Verbot der Vollstreckung der Geldbuße gegen CBIA (derzeitiger Betrag 34,2 Mio BRL (rund 6,5 Mio €)) aufgehoben. CBIA hat einen Antrag auf Klarstellung eingereicht, in dem beantragt wurde, dass die einstweilige Verfügung gegen die Vollstreckung bis zu einer endgültigen und unanfechtbaren Entscheidung in vollem Umfang in Kraft bleibt. Dieser Antrag wurde abgelehnt, CBIA wird Rechtsmittel gegen diese Entscheidung einlegen. CBIA drohen im Falle der Verletzung brasilianischen Kartellrechts u. U. auch Schadenersatzforderungen Dritter.

Aufgrund von 2014 bekannt gewordenen Untersuchungen hat die Europäische Kommission am 21. Februar 2018 gegen die Continental AG, die Continental Teves AG & Co. oHG, Frankfurt a. M., Deutschland, und die Continental Automotive GmbH, Hannover, Deutschland, ein Bußgeld in Höhe von 44,0 Mio € wegen eines rechtswidrigen Informationsaustauschs verhängt. Betroffen davon waren bestimmte Bremskomponenten. Continental hat dieses Bußgeld bezahlt. Zwischenzeitlich haben sich Kunden an Continental gewandt und Schadenersatzansprüche behauptet bzw. vereinzelt auch beziffert. Im September 2022 haben die Mercedes-Benz AG und die Mercedes-Benz Group AG vor dem High Court in London, Vereinigtes Königreich, eine zivilrechtliche Klage gegen die Continental AG und drei weitere Gesellschaften des Continental-Konzerns erhoben. Mercedes-Benz hat diese Klage bislang nicht beziffert. Continental hat die Zuständigkeit der englischen Gerichte für diesen Fall angefochten. In der Folge hat die Mercedes-Benz Group AG im Dezember 2022 eine Feststellungsklage gegen die Continental AG und zwei weitere Gesellschaften des Continental-Konzerns vor dem Landgericht Hannover eingereicht. Der High Court in London, Vereinigtes Königreich, hat im Mai 2023 die Zuständigkeit englischer Gerichte verneint und den Antrag der Kläger auf Rechtsmittel (Sprungrevision, Berufung) gegen diese Entscheidung im Juni 2023 abgelehnt. Die Kläger haben dagegen keine Berufung eingelegt. Die Klage vor dem High Court in London, Vereinigtes Königreich, ist damit erledigt. Im April 2023 haben mehrere Gesellschaften der Stellantis-Gruppe und auch mehrere Gesellschaften der Renault-Gruppe jeweils eine zivilrechtliche Klage gegen die Continental AG und zwei weitere Gesellschaften des Continental-Konzerns vor dem High Court in London, Vereinigtes Königreich, erhoben. Sowohl die Klage der Stellantis-Gruppe als auch die der Renault-Gruppe sind bislang nicht beziffert und wurden Continental auch noch nicht zugestellt.

Am 3. März 2021 hat die brasilianische Kartellbehörde (Conselho Administrativo de Defesa Econômica, CADE) aufgrund der von der Europäischen Kommission behandelten und zuvor beschriebenen Sachverhalte formell ein Verfahren gegen die Continental Teves AG & Co. oHG, Frankfurt a. M., Deutschland, sowie gegen bestimmte frühere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wegen eines angeblich rechtswidrigen Informationsaustauschs von wettbewerblich sensiblen Informationen betreffend hydraulische Bremssysteme eröffnet. Continental sieht es als möglich an, dass dieses Verfahren mit einer Buße endet. Sollte Continental hier für einen Verstoß verantwortlich sein, könnte CADE der Gesellschaft eine Geldbuße in Höhe von 0,1 % bis 20 % des Umsatzes der Gesellschaft oder des Continental-Konzerns in Brasilien im Jahr vor der Eröffnung des Verwaltungsverfahrens (2020) auferlegen. Möglich wären auch nicht pekuniäre Strafen. Ferner könnten Kunden, die angeblich vom vorgeworfenen Austausch betroffen sind, Schadenersatzansprüche geltend machen, sofern in der Tat ein Verstoß gegen brasilianisches Kartellrecht vorliegt.

Darüber hinaus gab es zu den im Geschäftsbericht 2022 erläuterten Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüchen im Berichtszeitraum keine wesentlichen neuen Erkenntnisse und Sachverhalte.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gegenüber den im Geschäftsbericht 2022 beschriebenen Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergaben sich bis zum 30. Juni 2023 keine wesentlichen Veränderungen.

Gewinnverwendung

Zum 31. Dezember 2022 wies die Continental AG einen Bilanzgewinn in Höhe von 3.134,9 Mio € (Vj. 2.591,6 Mio €) aus. Am 27. April 2023 hat die Hauptversammlung beschlossen, eine Dividende in Höhe von 1,50 € je Stückaktie an die Aktionäre der Continental AG für das abgelaufene Geschäftsjahr auszuzahlen. Die Ausschüttungssumme beläuft sich somit bei 200.005.983 dividendenberechtigten Aktien auf 300.008.974,50 €. Der verbleibende Betrag wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Ergebnis pro Aktie

Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie erhöhte sich im ersten Halbjahr 2023 auf 2,95 € (Vj. -0,06 €) und für den Zeitraum 1. April bis 30. Juni 2023 auf 1,04 € (Vj. -1,26 €). Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis pro Aktie.

Transaktionen mit nahestehenden Personen

Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen inhaltlichen Änderungen der Geschäfte mit nahestehenden Personen gegenüber dem 31. Dezember 2022. Wir verweisen dazu auf die Ausführungen im Geschäftsbericht 2022.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Die jährliche Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex vom Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG ist den Aktionären auf der Internetseite des Continental-Konzerns dauerhaft zugänglich gemacht worden. Dort befinden sich auch frühere Erklärungen nach § 161 AktG.

Wesentliche Ereignisse nach dem 30. Juni 2023

Continental hat nach dem Abschlussstichtag eine Restrukturierungsmaßnahme im Segment Automotive kommuniziert. Aus dieser Maßnahme werden Zuführungen zu den Personalrestrukturierungsrückstellungen bis zur Höhe eines niedrigen dreistelligen Millionenbetrages erwartet. Die Umsetzung der beschlossenen Maßnahme soll ab 2024 eingeleitet werden und bis Ende 2027 schrittweise erfolgen.

Darüber hinaus liegen keine weiteren wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zum 30. Juni 2023 vor.


Hannover, 25. Juli 2023

Continental Aktiengesellschaft
Der Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.


Hannover, 25. Juli 2023

Continental Aktiengesellschaft
Der Vorstand

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Continental Aktiengesellschaft, Hannover

Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie erläuternden Angaben zum Konzern-Zwischenabschluss - und den Konzern-Zwischenlagebericht der Continental Aktiengesellschaft, Hannover, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und dem Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische

Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.


Hannover, 1. August 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Sven Rosorius Dr. Arne Jacobi
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer