Continental AktiengesellschaftHannoverHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023
Aktienmärkte mit positiver EntwicklungDie Aktienmärkte haben sich im ersten Halbjahr 2023
trotz einiger weltweiter Herausforderungen insgesamt
positiv entwickelt. Nachdem Preissteigerungen für
Energie und Produktionsmaterialien die weltweiten
Aktienmärkte im Jahr 2022 noch stark belastet haben,
machten sich unter anderem beginnende Entlastungen im
ersten Halbjahr 2023 positiv bemerkbar. Die weiterhin
anhaltende hohe Inflation, mehrere Leitzinserhöhungen
beispielsweise von der US-amerikanischen Notenbank Fed
sowie der Europäischen Zentralbank EZB sorgten
hingegen immer wieder für zwischenzeitliche
Kursverluste.
Darüber hinaus sorgten auch Erwartungen einer
bevorstehenden Rezession an den Aktienmärkten für
wiederkehrende Stimmungseintrübungen. Die
Befürchtung einer weltweiten Bankenkrise nach der
Insolvenz der Silicon Valley Bank hatte zudem insbesondere
im März fallende Kurse zur Folge. Von all diesen
Faktoren erholten sich die Märkte jedoch schneller als
erwartet.
Der DAX beendete das erste Halbjahr 2023 bei 16.147,90
Punkten. Gegenüber seinem Stand vom Jahresende 2022
mit 13.923,59 Punkten ergab sich ein Anstieg um 16,0%. Sehr
ähnlich zum DAX entwickelte sich der EURO STOXX 50. Er
stieg im ersten Halbjahr ebenfalls um 16,0 % und schloss
Ende Juni bei 4.399,09 Punkten.
Deutliche Steigerung der AutomobilwerteViele Automobilwerte waren von den Entwicklungen im
ersten Halbjahr 2023 direkt oder zumindest indirekt
betroffen. Die schrittweise Stabilisierung von Lieferketten
zusammen mit einer insgesamt besseren Verfügbarkeit
von Halbleitern und anderen Elektronikprodukten sorgte
für eine spürbare Aufwärtsbewegung der
Automobilwerte. Nachlassende Kosten für Rohstoffe und
Energie gaben zudem den Kursen der Reifenhersteller
Auftrieb. Gleichzeitig belasteten wiederkehrende
Rezessionsbefürchtungen sowie die daraus resultierende
Kaufzurückhaltung der Konsumenten die Automobilbranche
und sorgten für Unsicherheit bei den Investoren.
Der STOXX Europe 600 Automobiles & Parts stieg im
ersten Halbjahr 2023 um 21,5% gegenüber dem Jahresende
2022 auf 640,78 Punkte.
Continental-Aktie mit guter PerformanceIm ersten Quartal 2023 wurde die Kursentwicklung der
Continental-Aktie - wie die anderer
Automobilzuliefererwerte auch - insbesondere von der
Verbesserung der weltweiten Lieferketten sowie der
Erwartung sinkender Produktionskosten geprägt. Die
Aktie verlor nach einem starken Jahresauftakt jedoch
überproportional in einem negativen Marktumfeld.
Diesem Kurseinbruch folgte im zweiten Quartal eine Phase
der Stabilisierung auf einem Niveau zwischen 60 € und
70 €. Am 28. April 2023 erfolgte der Abschlag der von
der Hauptversammlung beschlossenen Dividende von 1,50
€ für das Geschäftsjahr 2022.
Ende Juni 2023 notierte die Continental-Aktie bei
69,10€. Gegenüber dem Jahresendkurs 2022 von
55,98€ ergab sich ein Anstieg um 23,4 % bzw. um 26,4 %
unter Berücksichtigung einer Reinvestition der
gezahlten Dividende am Tag der Ausschüttung.
Continental-Anleihen mit KursgewinnenDie Zinssätze für europäische
Unternehmensanleihen stiegen im Berichtszeitraum infolge
des allgemein steigenden Zinsniveaus weiterhin an, wodurch
sich die Anleihekurse tendenziell verringerten. Die
ausstehenden Continental-Anleihen notierten Ende Juni 2023
im Vergleich zum Jahresende 2022 dennoch höher.
Erfolgreiche Platzierung einer neuen Euro-AnleiheUnter dem Rahmen-Emissionsprogramm für
Anleiheemissionen (Debt Issuance Programme, DIP) wurde Ende
Mai 2023 eine neue Euro-Anleihe der Continental AG
erfolgreich bei Investoren im In-und Ausland platziert.
Die Euro-Anleihe wurde am 1. Juni 2023 mit einem
Zinskupon von 4,000 % p. a. und einer Laufzeit von
fünf Jahren ausgegeben. Das Nominalvolumen der Anleihe
wurde auf 750,0 Mio € festgesetzt. Der Ausgabekurs
belief sich auf 99,445 %. Die Anleihe wurde in den
geregelten Markt der Luxemburger Börse
eingeführt.
Ausstehende wesentliche Continental-Anleihen zum 30. Juni 2023scrollen
Kreditrating der Continental AGscrollen
1 Vertragsverhältnis seit 19. Mai 2000.
Kreditrating der Continental AG unverändertDie Ratingagentur Standard & Poor's bestätigte
am 22. März 2023 ihr langfristiges Kreditrating BBB
und hob den Ausblick auf stabil an.
Die Ratingagenturen Fitch und Moody's behielten im
Berichtszeitraum ihr jeweiliges Kreditrating
unverändert bei.
Investor Relations onlineWeitere Informationen zur Continental-Aktie, zu den
Continental-Anleihen und zum Kreditrating sind unter
www.continental-ir.de im Internet abrufbar.
Konzern-ZwischenlageberichtPersonalia: Vertragsverlängerung Vorstandsvorsitzender, Neubestellung Automotive-Vorstand und ContiTech-Vorstandsmandat verlängertDer Aufsichtsrat der Continental AG hat in seiner
Sitzung im April das im März 2024 auslaufende Mandat
des Vorstandsvorsitzenden Nikolai Setzer um weitere
fünf Jahre bis zum 31. März 2029 verlängert.
In einem weiteren Beschluss wurde Philipp von Hirschheydt
mit Wirkung vom 1. Mai 2023 zum neuen Vorstandsmitglied
für den Unternehmensbereich Automotive ernannt. Damit
übergibt Setzer wie geplant die Verantwortung für
den Unternehmensbereich Automotive und konzentriert sich
nun auf seine Aufgaben als Vorstandsvorsitzender. Die
Laufzeit des Mandats von Philipp von Hirschheydt
beträgt, wie bei einer Erstbestellung üblich,
drei Jahre bis zum 30. April 2026.
In seiner Sitzung im Juli hat der Aufsichtsrat das
Mandat von Vorstandsmitglied Philip Nelles um fünf
Jahre bis zum 31. Mai 2029 verlängert. Nelles wurde
erstmals im Juni 2021 mit einer Mandatslaufzeit von drei
Jahren in den Vorstand bestellt. Er verantwortet seitdem in
dieser Funktion den Unternehmensbereich ContiTech.
Continental bringt als erster Hersteller Reifen mit sehr hohem Anteil nachhaltiger Materialien in SerieContinental hat ihren bisher nachhaltigsten Serienreifen
vorgestellt - den UltraContact NXT. Mit bis zu 65 Prozent
nachwachsenden, wiederverwerteten und
Massenbilanz-zertifizierten Materialien kombiniert der
Reifen einen hohen Anteil an nachhaltigen Materialien mit
maximaler Sicherheit und Leistung. Alle 19
Reifen-Dimensionen verfügen über die Bestnote im
EU-Reifenlabel ("A") in den Bereichen Rollwiderstand,
Nassbremsen und Außengeräusch. Der UltraContact
NXT ist seit Juli 2023 für den Reifenfachhandel in
Europa erhältlich.
Continental arbeitet daran, innovative Technologien und
nachhaltige Lösungen entlang ihrer gesamten
Wertschöpfungskette voranzutreiben - von der
Beschaffung nachhaltiger Materialien bis zum Recycling von
Altreifen. Bis 2030 strebt der Premium-Reifenhersteller
einen Anteil von über 40 Prozent nachwachsender und
wiederverwerteter Materialien in seinen Reifen an. Bis
spätestens 2050 sollen alle neuen Reifen von
Continental zu 100 Prozent aus nachhaltigen Materialien
bestehen.
Rechenleistung, die mitwächst: "Plug & Play"-Lösung für Fahrzeugcomputer von ContinentalMit dem Plug & Play-Konzept stellt Continental eine
modulare und hochskalierbare Lösung für die
Integration von Hochleistungsrechnern (High-Performance
Computer, HPC) in Fahrzeugarchitekturen vor. Einzelne
Rechnermodule lassen sich dabei tauschen oder
aufrüsten, wenn sich das Fahrzeug bereits in der
Nutzung befindet. Kombiniert mit einer neuartigen
Flüssigkeitskühlung auf Basis von flexiblen
Kühlpads behält das System stets eine sichere
Betriebstemperatur. Durch die großen
Entwicklungssprünge beim Software-Defined Vehicle
werden immer mehr Funktionen im Fahrzeug durch Software
gesteuert, kontrolliert und gewartet. Fahrzeuge müssen
beispielsweise für automatisierte Fahrfunktionen oder
Infotainment-Anwendungen immer höhere Datenmengen
verarbeiten und eine wachsende Zahl an Softwarefunktionen
ermöglichen. Dafür benötigen sie modulare
und leistungsstarke HPC, die in die Architektur eines
Fahrzeugs skalierbar und flexibel integriert werden
können.
Continental und Aurora: Exklusive Partnerschaft für kommerziell skalierbare, autonome Lkw-SystemeContinental und Aurora haben eine exklusive
Partnerschaft zur Umsetzung des fahrerlosen Fahrens von Lkw
geschlossen. Gemeinsam werden sie in den USA die erste
kommerziell skalierbare Generation von Auroras Hardware-
und Softwaresystem - dem Aurora Driver - realisieren. Dazu
gehört, das autonome System für die
Nutzfahrzeugindustrie zu validieren, bereitzustellen und
instand zu halten. Das System wird sowohl für
Spediteure als auch für kommerzielle Flottenbetreiber
in den USA erhältlich sein und diese dabei
unterstützen, Kosten zu reduzieren und so eine
großflächige Nutzung zu ermöglichen.
Um den Aurora Driver zu industrialisieren, wird
Continental ihre jahrzehntelange Erfahrung im Bereich
Systementwicklung für sichere und zuverlässige
Fahrzeuglösungen in die Partnerschaft einbringen.
Dabei stellt Continental nicht nur das gesamte
Hardwaresystem, sondern auch ein neues Rückfallsystem
zur Verfügung. Im unwahrscheinlichen Fall eines
Ausfalls des autonomen Primärsystems dient es dazu,
sicherzustellen, dass der fahrerlose Lkw die Fahraufgabe
weiter übernimmt und bis zur
nächstmöglichen, sicheren Position
weiterfährt. Zudem wird Continental den gesamten
Lebenszyklus der zugelieferten autonomen
Hardwarelösungen für den Aurora Driver betreuen,
angefangen bei der Produktionslinie bis hin zur
Außerbetriebnahme. Der gemeinsame Produktionsstart in
den USA wird für 2027 erwartet.
Neuausrichtung von ContiTech erhöht Kunden- und MarktnäheContinental richtet ihren Unternehmensbereich ContiTech
strategisch neu aus mit dem Ziel, Schlagkraft und Effizienz
sowie Kunden- und Marktnähe zu erhöhen. Dazu
fokussiert sich der auf Materialanwendungen spezialisierte
Unternehmensbereich künftig noch stärker auf den
Ausbau seines Industriegeschäfts. Zur Schaffung von
Synergieeffekten bündelt ContiTech darüber hinaus
ihr Automobilerstausrüstungsgeschäft.
Mit der Neuaufstellung schafft ContiTech die
Voraussetzung, sich vom klassischen Produktlieferanten zum
Anbieter integrierter Lösungen zu entwickeln.
Darüber hinaus strebt der Unternehmensbereich an,
integrierter als bisher auf die sich stetig
verändernden Anforderungen seiner Kunden in den
unterschiedlichen Märkten und Industrien einzugehen.
Die Integrations- und Transformationsphase ist im Mai 2023
gestartet, die vollumfängliche Wirksamkeit wird am 1.
Januar 2024 eintreten.
Continental stärkt das Geschäft mit Lösungen für die DruckindustrieContinental hat das Drucktechnologie-Geschäft von
Trelleborg mit operativem Hauptsitz in Lodi Vecchio,
Italien, vollständig übernommen. Mit diesem
strategischen Schritt ergänzt das
Technologieunternehmen sein Portfolio für
Oberflächenlösungen im Bereich der Drucktechnik
und stärkt darüber hinaus sein Geschäft mit
Industriekunden. Durch die Übernahme gewinnt
Continental rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an
acht Standorten in Italien (zwei), Frankreich, Slowenien,
den USA, Brasilien, Japan und China hinzu. Sie produzieren
im Wesentlichen Drucktücher für den Offset-und
Digitaldruck.
WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche EntwicklungDas weltweite Wirtschaftswachstum wird sich nach
aktueller Prognose der Weltbank von 3,1 % im Jahr 2022 auf
2,1 % in diesem Jahr verlangsamen. Die anhaltende Straffung
der Geldpolitik zur Eindämmung der weltweit hohen
Inflationsraten wird von der Weltbank als Hauptgrund
hierfür genannt. Darüber hinaus werden die
gedämpfte Außennachfrage sowie die angespannten
Finanzbedingungen gemäß Weltbank insbesondere
das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern
beeinflussen.
Zwar sei das weltweite Bruttoinlandsprodukt im ersten
Halbjahr 2023 vor allem in China und den USA höher
ausgefallen als erwartet. Dennoch ist laut Weltbank
für das zweite Halbjahr 2023 von einer deutlichen
Verlangsamung in mehreren großen Volkswirtschaften
auszugehen. Zusätzliche herausfordernde externe
Faktoren, wie der Krieg in der Ukraine, die
COVID-19-Pandemie und die Verschärfung der globalen
Finanzbedingungen, könnten laut Weltbank zu einer
langfristigen Abschwächung des Wachstums führen.
Entsprechend fordert sie globale und nationale
Maßnahmen, um u.a. die Inflation einzudämmen und
makroökonomische sowie finanzielle Stabilität zu
gewährleisten.
Prognostiziertes Wirtschaftswachstum (BIP) 2023scrollen
Quellen:
1 Weltbank, Global Economic Prospects, Juni
2023.
Entwicklung wesentlicher Abnehmerbranchen und AbsatzregionenDie Automobilindustrie - mit Ausnahme des
Ersatzgeschäfts - bildet mit einem Anteil von 65 %
(Vj. 61 %) am Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2023 den
bedeutendsten Kundenkreis für Continental. Den
wesentlichen Anteil steuerte hierzu der Unternehmensbereich
Automotive bei, aber auch die Unternehmensbereiche Tires
und ContiTech erwirtschafteten in diesem Marktsegment
signifikante Umsatzerlöse.
Das zweitgrößte Marktsegment für
Continental ist mit 24 % (Vj. 28 %) vom Gesamtumsatz im
ersten Halbjahr 2023 das weltweite
Ersatzreifengeschäft. Wegen des deutlich höheren
Anteils von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen am
Ersatzreifengeschäft ist dessen Entwicklung von
besonderer Bedeutung für unseren wirtschaftlichen
Erfolg.
Das drittgrößte Marktsegment für
Continental ist mit rund 9 % (Vj. 9 %) vom Gesamtumsatz im
ersten Halbjahr 2023 das weltweite Geschäft mit
Industriekunden und Ersatzteilen des Unternehmensbereichs
ContiTech.
Entwicklung der Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugenscrollen
Quelle: S&P Global.
Die im ersten Halbjahr 2022 deutlich gestörten
Lieferketten infolge des Kriegs in der Ukraine und der
pandemiebedingten Lockdowns in China sind der Hauptgrund
für die im ersten Halbjahr 2023 weltweit signifikant
gestiegene Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen
< 6 t. Das im Vorjahr besonders betroffene Europa konnte
nach vorläufigen Daten mit einem Wachstum von 16 % in
Anbetracht stabilisierter Lieferketten den
größten Zuwachs verzeichnen. Auch in Nordamerika
resultierte dies in einem Anstieg der Produktion von 12 %.
In China stieg die Produktion um insgesamt 7 %
gegenüber einem schwachen Vorjahreshalbjahr. Weltweit
stieg das Produktionsvolumen nach vorläufigen Daten um
11 % gegenüber dem Vorjahreswert.
Für das zweite Halbjahr rechnen wir mit einem
Produktionsvolumen in etwa auf dem Niveau des ersten
Halbjahres 2023. Für das Gesamtjahr erwarten wir
für die globale Produktion von Pkw und leichten
Nutzfahrzeugen < 6 t eine Steigerung um 3 % bis 5 %
(zuvor 2 % bis 4 %).
Entwicklung der Produktion von mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugenscrollen
Quelle: S&P Global (Europa mit West-, Zentral- und
Osteuropa inkl. Russland und Türkei).
Die Produktion von mittelschweren und schweren
Nutzfahrzeugen > 6 t in unseren Kernmärkten Europa
und Nordamerika konnte im Berichtszeitraum deutlich
gegenüber dem Vorjahr zulegen. Grund hierfür
waren insbesondere die sich stabilisierenden weltweiten
Lieferketten sowie die durch die Auswirkungen des Kriegs in
der Ukraine stark beeinträchtigten
Vorjahresvergleichswerte. Zeitgleich lag die Nachfrage
insbesondere in Nordamerika über den
ursprünglichen Erwartungen.
Für das Gesamtjahr erwarten wir aktuell eine
Abschwächung der Dynamik des ersten Halbjahres 2023
aufgrund höherer Vorjahresvergleichswerte im zweiten
Halbjahr. Sowohl für Europa als auch für
Nordamerika heben wir dennoch unsere Prognosen für das
Gesamtjahr an. Für beide Regionen rechnen wir nun
insgesamt mit einer Steigerung der Fertigung von
mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen um 3 % bis 7 %.
Zuvor erwarteten wir eine Entwicklung von jeweils -2 % bis
2 %.
Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für Pkw und leichte Nutzfahrzeugescrollen
Quelle: vorläufige Zahlen und eigene
Schätzungen.
Im Berichtszeitraum verringerte sich der Absatz von
Ersatzreifen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge < 6
t in Europa und Nordamerika gegenüber dem Vorjahr.
Nach einem bereits schwachen ersten Quartal zeigte sich im
zweiten Quartal in beiden Kernregionen noch einmal ein
leichter Rückgang der Nachfrage. Unter anderem
führte die Erwartung möglicher Preisreduktionen
zu einer Kaufzurückhaltung in den Märkten. In
China hingegen legte die Nachfrage nach
Eindämmungsmaßnahmen gegen die COVID-19-Pandemie
im Vorjahreszeitraum deutlich zu.
Für den weiteren Jahresverlauf erwarten wir in
Europa eine leichte Verbesserung der Nachfrage
gegenüber dem ersten Halbjahr. Für das Gesamtjahr
rechnen wir mit einer Absatzentwicklung aufgrund der
anhaltend hohen Händlerbestände unter dem
Vorjahresniveau. Nordamerika wird sich voraussichtlich in
etwa auf dem Volumen des Vorjahres bewegen,
maßgeblich beeinflusst von einem erwarteten
deutlichen Anstieg im vierten Quartal. Für China
erwarten wir nach Aufholeffekten im Vorjahr ein etwas
schwächeres drittes Quartal, gefolgt von einer
deutlichen Steigerung der Nachfrage in den letzten drei
Monaten des Jahres. Weltweit rechnen wir mit einer
Absatzentwicklung von Ersatzreifen für Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge von -2 % bis 0 % (zuvor Steigerung um 1 % bis
3 %).
Entwicklung der Ersatzreifenmärkte für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeugescrollen
Quelle: vorläufige Zahlen und eigene
Schätzungen.
Aufgrund von vorgezogenen Käufen der
Reifenhändler im Vorjahreszeitraum lag die Nachfrage
nach Ersatzreifen für mittelschwere und schwere
Nutzfahrzeuge > 6 t in unseren Kernmärkten Europa
sowie Nordamerika im Berichtszeitraum deutlich unterhalb
des Vorjahresniveaus.
Während wir für den europäischen Markt
eine positive Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte
erwarten, wird sich der Markt in Nordamerika nach zwei
starken Absatzjahren aufgrund der wirtschaftlichen
Unsicherheit voraussichtlich weiterhin deutlich unterhalb
des Vorjahres bewegen. Für das Gesamtjahr 2023 rechnen
wir nun in Europa mit einem Rückgang der Nachfrage um
8 % bis 6 % (zuvor Entwicklung von -1 % bis 2 %). In
Nordamerika erwarten wir nun einen Rückgang der
Nachfrage um 10 % bis 8 % (zuvor 5 % bis 2 %).
Entwicklung der Industrieproduktionscrollen
Quelle: Bloomberg, vorläufige Zahlen und eigene
Schätzungen.
Neben der Fahrzeugproduktion und dem Ersatzgeschäft
für die Automobilindustrie ist die Entwicklung
verschiedener weiterer Industrien entscheidend für den
Erfolg unseres Unternehmensbereichs Conti-Tech. Produkte
von ContiTech werden insbesondere in Anlagen, Maschinen und
Fahrzeugen für den Schienenverkehr, den Bergbau, die
Agrarindustrie sowie für weitere wichtige
Schlüsselindustrien verwendet. Als übergeordneter
Indikator für die Entwicklung des
ContiTech-Geschäfts mit Industriekunden wird daher
neben der allgemeinen Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts
insbesondere die Entwicklung der Industrieproduktion
angesehen.
Im ersten Quartal 2023 stieg die Industrieproduktion im
Euroraum und in den USA zunächst moderat an. Im
zweiten Quartal hingegen stagnierte die Produktion in den
USA ungefähr auf dem vergleichsweise starken
Vorjahresniveau, während sie im Euroraum leicht sank.
In China stieg die Industrieproduktion nach zeitweisen
Lockdowns zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie im
Vorjahreszeitraum deutlich an.
Für das zweite Halbjahr erwarten wir eine
Entwicklung der Industrieproduktion im Euroraum sowie in
China in etwa auf dem Niveau des ersten Halbjahres.
Für die USA rechnen wir mit einer Abschwächung
der derzeitigen Entwicklung und negativen Wachstumsraten.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des KonzernsDieser Halbjahresfinanzbericht wurde in Euro
aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, sind alle
Beträge in Millionen Euro (Mio €) angegeben. Wir
weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten
Beträgen und Prozentangaben aufgrund
kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten
können.
scrollen
Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
1 Die Methodik zur bilanziellen
Berücksichtigung von unsicheren Steuerpositionen wurde
umgestellt. Weitere Informationen dazu finden Sie im
Geschäftsbericht 2022 im Konzernanhang Kapitel 2
Allgemeine Erläuterungen und Grundsätze der
Rechnungslegung. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend
angepasst.
ErtragslageGeschäftsverlauf und UmsatzentwicklungWährend der ersten sechs Monate 2023 erhöhte
sich der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um 10,7 % auf 20.732,0 Mio € (Vj. 18.722,4 Mio
€). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und
Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um
11,0 %. Ursächlich für die positive Entwicklung
sind v. a. die weltweit deutlich gestiegene
Automobilproduktion sowie Preisanpassungen zur Kompensation
der gestiegenen Material-, Logistik- und Energiekosten.
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des
Konzerns erhöhte sich während der ersten sechs
Monate 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 246,4 Mio €
bzw. 29,7 % auf 1.075,5 Mio € (Vj. 829,0 Mio €)
und entspricht 5,2 % (Vj. 4,4 %) des bereinigten Umsatzes.
Operatives Ergebnis (EBIT)Das operative Konzernergebnis (EBIT) stieg in den ersten
sechs Monaten 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 697,2 Mio
€ bzw. 331,0 % auf 907,8 Mio € (Vj. 210,7 Mio
€) und die Umsatzrendite verbesserte sich auf 4,4 %
(Vj. 1,1 %). Die Herstellungskosten erhöhten sich um
985,6 auf 16.245,2 Mio € (Vj. 15.259,6 Mio €),
insbesondere aufgrund von höheren Kosten für
Rohmaterialien, Vorprodukte, Energie, Logistik und
Löhne. Im Vorjahr wirkten sich Wertminderungen auf
Goodwill und Sachanlagen negativ auf das operative Ergebnis
(EBIT) aus.
Sondereffekte im ersten Halbjahr 2023Für den Konzern ergab sich insgesamt eine Belastung
durch Sondereffekte in den ersten sechs Monaten 2023 in
Höhe von 114,2 Mio €. Hiervon entfielen 1,1 Mio
€ auf Automotive, 108,6 Mio € auf Tires, 3,7 Mio
€ auf ContiTech, 0,1 Mio € auf Contract
Manufacturing und 0,8 Mio € auf die Holding.
Aus Wertminderungen auf Sachanlagen ergaben sich
Aufwendungen in Höhe von insgesamt 10,2 Mio €
(Automotive 5,0 Mio €, Tires 5,3 Mio €).
Außerdem entstanden Erträge aus Wertaufholungen
auf Sachanlagen in Höhe von 0,1 Mio € im
Unternehmensbereich Automotive. In diesen Werten sind
Wertminderungen und Wertaufholungen, die im Rahmen von
Restrukturierungen entstanden sind, nicht enthalten.
Aus Abfindungen entstand ein negativer Sondereffekt in
Höhe von insgesamt 19,9 Mio € (Automotive 6,1 Mio
€, Tires 7,6 Mio €, Conti-Tech 5,3 Mio €,
Contract Manufacturing 0,1 Mio €, Holding 0,8 Mio
€).
Im Unternehmensbereich Automotive ergaben sich
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,1 Mio
€. Darüber hinaus resultierten Erträge aus
der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen
in Höhe von 1,4 Mio € sowie aus dem Verkauf eines
Gebäudes in Zusammenhang mit einer Restrukturierung in
Höhe von 17,8 Mio €.
Im Unternehmensbereich Tires entstanden
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,8 Mio
€. Darüber hinaus ergab sich ein Ertrag im
Zusammenhang mit Restrukturierungen in Höhe von 1,8
Mio €, der vollständig auf eine Wertaufholung auf
Sachanlagen zurückzuführen ist.
Im Unternehmensbereich ContiTech entstanden
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,4 Mio
€. Darin sind Wertminderungen auf Sachanlagen in
Höhe von 0,3 Mio € enthalten. Darüber hinaus
resultierten Erträge aus der Auflösung von
Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 0,3
Mio €.
Aus restrukturierungsbezogenen Belastungen entstand ein
Aufwand in Höhe von insgesamt 22,5 Mio €
(Automotive 8,2 Mio €, Tires 12,9 Mio €,
ContiTech 1,4 Mio €).
Aus dem Verkauf von sämtlichen russischen
Aktivitäten des Unternehmensbereichs Tires und von
Teilaktivitäten des Unternehmensbereichs ContiTech in
Russland ergaben sich bei Tires Aufwendungen in Höhe
von 71,9 Mio € und bei ContiTech Erträge in
Höhe von 6,3 Mio €.
Wertberichtigungen auf Forderungen sowie
Forderungsverzichte in Verbindung mit dem oben
erläuterten Verkauf der russischen Aktivitäten
führten zudem zu Aufwendungen in Höhe von
insgesamt 14,0 Mio € (Tires 11,8 Mio €, ContiTech
2,2 Mio €).
Sondereffekte im ersten Halbjahr 2022Für den Konzern ergab sich insgesamt eine Belastung
durch Sondereffekte in den ersten sechs Monaten 2022 in
Höhe von 546,2 Mio €. Hiervon entfielen 397,3 Mio
€ auf Automotive, 77,3 Mio € auf Tires, 70,7 Mio
€ auf ContiTech, 0,8 Mio € auf Contract
Manufacturing und 0,1 Mio € auf die Holding.
Der Konzern überprüft die Werthaltigkeit von
immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als
Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie Goodwill,
sobald Hinweise auf eine mögliche Wertminderung
bekannt werden (triggering event). Der Anstieg des
allgemeinen Zinsniveaus stellt einen Hinweis auf eine
mögliche Wertminderung dar. Aufgrund dieses Triggering
Event und der weiteren wesentlichen Annahmen für die
Ermittlung des Nutzungswerts einer
zahlungsmittelgenerierenden Einheit wie der Free Cashflows,
der Diskontierungszinssätze, deren Parameter sowie
nachhaltiger Wachstumsraten, ergaben sich im
Unternehmensbereich Automotive eine Wertminderung des
Goodwill in Höhe von 57,3 Mio € sowie eine
Wertminderung auf Sachanlagen in Höhe von 313,1 Mio
€.
Aufgrund der Sanktionen gegen bzw. durch Russland wurde
in den russischen Gesellschaften die Werthaltigkeit von
immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
überprüft. Dies führte zu einer
vollständigen Wertberichtigung aller immateriellen
Vermögenswerte und Sachanlagen. Insgesamt ergaben sich
hieraus Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von
74,2 Mio € (Automotive 0,1 Mio €, Tires 69,0 Mio
€, ContiTech 5,1 Mio €) sowie auf immaterielle
Vermögenswerte in Höhe von 0,4 Mio € im
Unternehmensbereich Tires.
Zusammen mit den vorgenannten Effekten ergaben sich aus
Wertminderungen auf Sachanlagen Aufwendungen in Höhe
von insgesamt 390,5 Mio € (Automotive 316,4 Mio
€, Tires 69,0 Mio €, Conti-Tech 5,1 Mio €,
Contract Manufacturing 0,0 Mio €). Außerdem
entstanden Erträge aus Wertaufholungen auf Sachanlagen
in Höhe von 3,5 Mio € im Unternehmensbereich
Automotive. In diesen Werten sind Wertminderungen und
Wertaufholungen, die im Rahmen von Restrukturierungen
entstanden sind, nicht enthalten.
Aus Abfindungen entstand ein negativer Sondereffekt in
Höhe von insgesamt 18,6 Mio € (Automotive 8,8 Mio
€, Tires 4,9 Mio €, Conti-Tech 4,8 Mio €,
Contract Manufacturing 0,0 Mio €, Holding 0,1 Mio
€).
Im Unternehmensbereich Automotive entstanden
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 2,0 Mio
€. Darin sind Wertminderungen auf Sachanlagen in
Höhe von 1,5 Mio € enthalten. Darüber hinaus
resultierten aus der Auflösung von
Restrukturierungsrückstellungen Erträge in
Höhe von 4,9 Mio €.
Im Unternehmensbereich Tires ergaben sich
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,6 Mio
€. Darin sind Wertminderungen auf Sachanlagen in
Höhe von 0,1 Mio € enthalten.
Im Unternehmensbereich ContiTech entstanden
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 64,3 Mio
€. Darin sind Wertminderungen auf Sachanlagen in
Höhe von 2,0 Mio € enthalten. Darüber hinaus
resultierten Erträge aus der Auflösung von
Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 5,4
Mio €. Darin sind Wertaufholungen auf Sachanlagen in
Höhe von 4,4 Mio € enthalten.
Im Unternehmensbereich Contract Manufacturing ergaben
sich Erträge aus der Auflösung von
Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 0,1
Mio €.
Aus restrukturierungsbezogenen Belastungen entstand ein
Aufwand in Höhe von insgesamt 27,5 Mio €
(Automotive 21,2 Mio €, Tires 2,8 Mio €,
ContiTech 2,6 Mio €, Contract Manufacturing 0,9 Mio
€).
Aus der Veräußerung von Gesellschaften
ergaben sich Erträge in Höhe von insgesamt 1,1
Mio € (Tires 0,4 Mio €, ContiTech 0,7 Mio
€).
Forschung und EntwicklungDie Kosten für Forschung und Entwicklung (netto)
erhöhten sich in den ersten sechs Monaten 2023 im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,5 % auf 1.547,9 Mio
€ (Vj. 1.454,0 Mio €), entsprechend 7,5 % des
Umsatzes (Vj. 7,8 %). Davon entfiel der wesentliche Anteil
auf Automotive mit 1.291,0 Mio € (Vj. 1.212,4 Mio
€), entsprechend 12,7 % des Umsatzes (Vj. 14,2 %).
FinanzergebnisDas negative Finanzergebnis verbesserte sich im ersten
Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 48,7
Mio € auf 56,2 Mio € (Vj. 104,9 Mio €).
Die Zinserträge reduzierten sich in den ersten
sechs Monaten 2023 gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Mio
€ auf 46,8 Mio € (Vj. 51,2 Mio €).
Zinserträge im Zusammenhang mit
Ertragsteuerverbindlichkeiten führten zu einem Ertrag
in Höhe von 0,9 Mio € (Vj. 25,0 Mio €). Ein
wesentlicher Effekt für den höheren Vorjahreswert
war die erneute Anpassung der Rückstellungen für
mögliche Zinszahlungen auf
Ertragsteuerverbindlichkeiten aufgrund der weiteren
Reduzierung des Zinssatzes. Zu den Details verweisen wir
auf unsere Ausführungen im Geschäftsbericht 2022.
Im ersten Halbjahr 2023 erhöhten sich die sonstigen
Zinserträge infolge des allgemein gestiegenen
Zinsniveaus deutlich gegenüber dem Vorjahr.
Die Zinsaufwendungen beliefen sich im ersten Halbjahr
2023 auf insgesamt 198,9 Mio € und lagen damit um 88,0
Mio € über dem Vorjahresvergleichswert von 110,9
Mio €. Aufwendungen aus der Aufzinsung der langfristig
fälligen Leistungen an Arbeitnehmer und erwartete
Erträge aus langfristig fälligen Leistungen an
Arbeitnehmer sowie aus den Pensionsfonds führten im
ersten Halbjahr insgesamt zu einem Aufwand in Höhe von
42,0 Mio € (Vj. 30,0 Mio €). In diesen
Zinseffekten sind die Zinserträge auf das
Fondsvermögen der Pensionskassen und der Aufwand aus
der Aufzinsung der Anwartschaftsverpflichtungen der
Pensionskassen nicht enthalten. Der Zinsaufwand, der im
Wesentlichen aus Kreditaufnahmen bei Banken,
Kapitalmarkttransaktionen und sonstigen
Finanzierungsinstrumenten resultierte, lag bei 156,9 Mio
€ (Vj. 80,9 Mio €). Die Erhöhung
gegenüber dem Vorjahr resultierte aus dem allgemein
gestiegenen Zinsniveau in Verbindung mit dem höheren
Stand der Netto-Finanzschulden.
Die von der Continental AG und der Conti-Gummi Finance
B.V., Maastricht, Niederlande, begebenen Anleihen
führten zu Aufwendungen in Höhe von 39,5 Mio
€ (Vj. 25,6 Mio €). Der Anstieg resultierte aus
der Emission der zwei letzten Euro-Anleihen durch die
Continental AG im Gesamtvolumen von 1.375,0 Mio €.
Die Effekte aus Währungsumrechnung führten im
ersten Halbjahr 2023 zu einem positiven Ergebnisbeitrag in
Höhe von 107,1 Mio € (Vj. 0,4 Mio €).
Gegenläufig wirkten die Effekte aus Änderungen
des beizulegenden Zeitwerts von derivativen
Finanzinstrumenten und sonstige Bewertungseffekte mit einem
Aufwand in Höhe von insgesamt 11,2 Mio € (Vj.
45,6 Mio €). Auf sonstige Bewertungseffekte entfiel im
Berichtszeitraum ein Aufwand in Höhe von 13,1 Mio
€ (Vj. Ertrag in Höhe von 1,9 Mio €). Wird
die Summe der Effekte aus Währungsumrechnung und aus
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen
Finanzinstrumenten betrachtet, ergab sich im ersten
Halbjahr 2023 eine Ergebnisentlastung in Höhe von
109,0 Mio € (Vj. Ergebnisbelastung in Höhe von
47,1 Mio €). Diese resultierte im Wesentlichen aus der
Entwicklung des chinesischen Renminbi gegenüber dem
Euro.
Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das
erste Halbjahr 2023 beliefen sich auf 238,3 Mio € (Vj.
99,5 Mio €). Die Steuerquote im Berichtszeitraum lag
bei 28,0 % (Vj. 94,0 %). Im Vorjahr war die Steuerquote im
Wesentlichen auf steuerlich nicht wirksame rechnerische
Effekte im Zusammenhang mit dem durch Wertminderungen
belasteten Konzernergebnis zurückzuführen.
Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnenDas den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis
erhöhte sich auf 590,8 Mio € (Vj. -11,2 Mio
€). Nach den ersten sechs Monaten 2023 lag das
unverwässerte Ergebnis pro Aktie bei 2,95 € (Vj.
-0,06 €) und entspricht dem verwässerten Ergebnis
pro Aktie.
FinanzlageCashflow-ÜberleitungDer Mittelabfluss aus laufender
Geschäftstätigkeit lag zum 30. Juni 2023 mit
195,5 Mio € um 40,9 Mio € über dem
Vorjahresvergleichswert (Vj. 154,5 Mio €).
Dem Anstieg des EBIT um 697,2 Mio € auf 907,8 Mio
€ (Vj. 210,7 Mio €) wirkte u. a. der
zahlungsmittelwirksame Aufbau des Working Capital mit einem
Mittelabfluss in Höhe von 1.540,4 Mio € (Vj.
1.185,6 Mio €) entgegen.
Die Zinszahlungen stiegen um 77,9 Mio € auf 124,5
Mio € (Vj. 46,6 Mio €). Die Auszahlungen für
Ertragsteuern erhöhten sich um 74,8 Mio € auf
350,5 Mio € (Vj. 275,8 Mio €).
Die Abschreibungen sowie Wertminderungen und
-aufholungen verminderten sich um 488,1 Mio € auf
1.082,1 Mio € (Vj. 1.570,2 Mio €).
Aus Investitionstätigkeit resultierte in den ersten
sechs Monaten 2023 ein Mittelabfluss in Höhe von 893,5
Mio € (Vj. 716,1 Mio €). Die Investitionen in
Sachanlagen und Software, ohne Berücksichtigung von
Leasing und aktivierten Fremdkapitalkosten, erhöhten
sich um 92,7 Mio € von 724,3 Mio € auf 817,0 Mio
€.
Aus dem Anteilserwerb und dem Verkauf von Gesellschaften
resultierte insgesamt ein Mittelabfluss in Höhe von
125,4 Mio € (Vj. 10,0 Mio €). Dieser
Mittelabfluss ist hauptsächlich auf einen Erwerb im
Unternehmensbereich ContiTech zurückzuführen.
Aus den genannten Effekten ergab sich im ersten Halbjahr
2023 ein Free Cashflow in Höhe von -1.089,0 Mio €
(Vj. -870,6 Mio €). Damit verringerte er sich um 218,4
Mio € gegenüber dem Vergleichszeitraum des
Vorjahres.
Finanzierung und FinanzschuldenZum 30. Juni 2023 lagen die Netto-Finanzschulden des
Continental-Konzerns bei 6.075,7 Mio €. Sie
erhöhten sich um 641,8 Mio € gegenüber dem
Vorjahresniveau von 5.433,9 Mio € sowie um 1.576,2 Mio
€ gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2022 von
4.499,4 Mio €. Die Erhöhung gegenüber dem
Stand vom 30. Juni 2022 bzw. gegenüber dem Jahresende
2022 ist im Wesentlichen auf die negativen Free Cashflows
in Höhe von 127,8 Mio € bzw. von 1.089,0 Mio
€ sowie die Dividendenzahlung in Höhe von 300,0
Mio € im Mai 2023 zurückzuführen. Zur
Deckung des Finanzierungsbedarfs wurden u.a. flüssige
Mittel wie auch andere Finanzierungsinstrumente wie die
Begebung von Commercial Paper oder die Inanspruchnahme des
syndizierten Kredits eingesetzt. Die Gearing Ratio
erhöhte sich zum ersten Halbjahr 2023 auf 43,7 % (Vj.
37,7 %).
Der im Dezember 2019 vorzeitig erneuerte syndizierte
Kredit besteht aus einer revolvierenden Tranche in
Höhe von 4.000,0 Mio € mit einer
ursprünglichen Laufzeit von fünf Jahren. Im
November 2021 hat Continental die zweite und auch letzte
Option auf Verlängerung der Laufzeit um ein Jahr
ausgeübt. Die kreditgebenden Banken haben daraufhin
diese Finanzierungszusage bis Dezember 2026 zu
unveränderten Konditionen verlängert. Dieser
revolvierende Kredit wurde am 30. Juni 2023 von der
Continental AG in Höhe von 300,0 Mio € (Vj. -) in
Anspruch genommen. Bezüglich weiterer Details zu dem
syndizierten Kredit verweisen wir auf die Ausführungen
im Geschäftsbericht 2022.
Unter dem Rahmen-Emissionsprogramm für
Anleiheemissionen (Debt Issuance Programme, DIP) hat die
Continental AG im November 2022 und im Juni 2023 zwei
börsennotierte Euro-Anleihen mit einem
Emissionsvolumen in Höhe von insgesamt 1.375,0 Mio
€ begeben. Am 30. November 2022 wurde eine Anleihe in
Höhe von 625,0 Mio € emittiert. Der Ausgabekurs
dieser Anleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren und
einem festen Zinssatz von 3,625 % p. a. lag bei 100,000 %.
Am 1. Juni 2023 wurde eine Anleihe in Höhe von 750,0
Mio € mit einer Laufzeit von ebenfalls fünf
Jahren begeben. Der Ausgabekurs dieser Anleihe mit einem
festen Zinssatz von 4,000 % p. a. belief sich auf 99,445 %.
Zum 30. Juni 2023 verfügte der Continental-Konzern
über ein Liquiditätspolster in Höhe von
insgesamt 6.861,0 Mio € (Vj. 6.804,4 Mio €),
davon 2.271,5 Mio € (Vj. 1.907,4 Mio €)
flüssige Mittel sowie zugesagte, ungenutzte
Kreditlinien im Volumen von 4.589,4 Mio € (Vj. 4.897,0
Mio €).
Unter den Beschränkungen, welche die
Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen
können, sind auch sämtliche bestehenden
Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen.
Im Continental-Konzern sind die vorab genannten
flüssigen Mittel beschränkt hinsichtlich
verpfändeter Beträge sowie Guthaben in
Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen
oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität. Die
Beurteilung der flüssigen Mittel hinsichtlich etwaiger
Beschränkungen erfolgt zum jeweiligen Stichtag.
Steuern, die auf den Transfer von Geldvermögen von
einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im
Regelfall nicht als eine Beschränkung der
flüssigen Mittel verstanden. Zum 30. Juni 2023
beliefen sich die unbeschränkt verfügbaren
flüssigen Mittel insgesamt auf 1.771,6 Mio € (Vj.
1.404,9 Mio €).
Herleitung der Netto-Finanzschuldenscrollen
Herleitung der Veränderung der Netto-Finanzschuldenscrollen
Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
Investitionen (Bilanzzugang)Im ersten Halbjahr 2023 wurden 940,3 Mio € (Vj.
987,5 Mio €) in Sachanlagen und Software investiert.
Zur Reduzierung in Höhe von 47,3 Mio € hat
insbesondere der Unternehmensbereich Automotive
beigetragen. Die Investitionsquote beträgt nach sechs
Monaten 4,5 % (Vj. 5,3 %).
Auf den Unternehmensbereich Automotive entfielen 514,9
Mio € (Vj. 571,7 Mio €) der Investitionen, dies
entspricht 5,1 % (Vj. 6,7 %) des Umsatzes. Investiert wurde
hauptsächlich in Produktionsausrüstungen zur
Herstellung neuer Produkte und zur Umsetzung neuer
Technologien. Hierbei wurden die Fertigungskapazitäten
an den europäischen Niedrigkostenstandorten sowie in
Deutschland, China, Mexiko und den USA erweitert.
Wesentliche Bilanzzugänge entfielen auf die Errichtung
neuer Fertigungsanlagen für elektronische
Bremssysteme, innovative Anzeige- und Bedienlösungen
sowie für Fahrzeugelektronik. Darüber hinaus
wurde in den Ausbau des neuen Fertigungsstandorts in
Kaunas, Litauen, investiert.
Der Unternehmensbereich Tires investierte 323,8 Mio
€ (Vj. 304,1 Mio €), entsprechend 4,7 % (Vj. 4,6
%) des Umsatzes. Es wurde in die Erweiterung der
Fertigungskapazitäten bestehender Werke an den
europäischen Niedrigkostenstandorten, in den USA,
Deutschland, Brasilien, China und Thailand investiert.
Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur
Qualitätssicherung und Kostensenkung
durchgeführt.
Auf den Unternehmensbereich ContiTech entfielen 87,3 Mio
€ (Vj. 82,0 Mio €) der Investitionen, dies
entspricht 2,5 % (Vj. 2,6 %) des Umsatzes. Es wurden die
Fertigungskapazitäten in Deutschland, den USA, China,
Brasilien, Frankreich und Mexiko ausgebaut. Wesentliche
Bilanzzugänge entfielen auf die Ausweitung von
Fertigungskapazitäten in selektierten
Wachstumsmärkten für die Geschäftsfelder
Surface Solutions, Mobile Fluid Systems und Power
Transmission Group. Darüber hinaus wurden in allen
Geschäftsfeldern Investitionen zur Rationalisierung
bestehender Produktionsabläufe durchgeführt.
Der Unternehmensbereich Contract Manufacturing
investierte 2,2 Mio € (Vj. 5,3 Mio €),
entsprechend 0,8 % (Vj. 1,4 %) des Umsatzes. Die
Investitionen entfielen hauptsächlich auf
Produktionsausrüstungen zur Herstellung spezifischer
Produkte und zur Umsetzung neuer Technologien.
VermögenslageGegenüber dem 30. Juni 2022 verringerte sich der
Goodwill um 517,4 Mio € auf 3.203,9 Mio € (Vj.
3.721,3 Mio €). Die sonstigen immateriellen
Vermögenswerte reduzierten sich um 122,7 Mio €
auf 906,3 Mio € (Vj. 1.029,1 Mio €). Die
Sachanlagen stiegen um 182,8 Mio € auf 11.423,4 Mio
€ (Vj. 11.240,6 Mio €). Die aktiven latenten
Steuern erhöhten sich um 291,9 Mio € auf 2.211,7
Mio € (Vj. 1.919,8 Mio €). Die Vorräte
stiegen um 769,7 Mio € auf 7.064,9 Mio € (Vj.
6.295,2 Mio €) und die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen erhöhten sich um 123,4 Mio € auf
8.269,7 Mio € (Vj. 8.146,4 Mio €). Die
flüssigen Mittel waren mit 2.271,5 Mio € (Vj.
1.907,4 Mio €) um 364,1 Mio € höher als am
entsprechenden Vorjahresstichtag. Die Bilanzsumme
erhöhte sich zum 30. Juni 2023 gegenüber dem
entsprechenden Vorjahresstichtag um 955,8 Mio € auf
38.255,6 Mio € (Vj. 37.299,9 Mio €).
Das Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz
verringerte sich im Vergleich zum 30. Juni 2022 um 482,4
Mio € auf 13.914,5 Mio € (Vj. 14.396,9 Mio
€). Die erfolgsneutralen Rücklagen reduzierten
sich um 844,8 Mio € auf -1.400,4 Mio € (Vj.
-555,6 Mio €). Gegenläufig wirkte der Anstieg der
kumulierten einbehaltenen Gewinne in Höhe von 368,6
Mio €. Die langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer
erhöhten sich um 744,5 Mio € auf 2.742,7 Mio
€ (Vj. 1.998,1 Mio €). Diese Veränderung ist
im Wesentlichen auf die Neubewertung der
leistungsorientierten Pensionspläne aufgrund von
geänderten versicherungsmathematischen Annahmen
zurückzuführen. Die kurzfristigen Finanzschulden
erhöhten sich gegenüber dem entsprechenden
Vorjahresstichtag um 1.244,3 Mio € auf 4.123,8 Mio
€ (Vj. 2.879,5 Mio €).
Die Gearing Ratio veränderte sich von 37,7 % zum
30. Juni 2022 auf 43,7 % zum 30. Juni 2023. Die
Eigenkapitalquote sank auf 36,4 % (Vj. 38,6 %).
Im Vergleich zum 31. Dezember 2022 erhöhte sich die
Bilanzsumme um 328,9 Mio € auf 38.255,6 Mio €
(Vj. 37.926,7 Mio €). Bezogen auf die einzelnen
Bilanzposten ist dies im Wesentlichen bedingt durch den
Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um
502,1 Mio € auf 8.269,7 Mio € (Vj. 7.767,7 Mio
€) und die Zunahme der Vorräte um 335,3 Mio
€ auf 7.064,9 Mio € (Vj. 6.729,6 Mio €). Das
Eigenkapital inklusive der Anteile in Fremdbesitz stieg im
Vergleich zum Jahresende 2022 um 179,5 Mio € auf
13.914,5 Mio € (Vj. 13.735,0 Mio €). Die
erfolgsneutralen Rücklagen veränderten sich um
-81,4 Mio € auf -1.400,4 Mio € (Vj. -1.318,9 Mio
€). Aus dem den Anteilseignern zuzurechnenden
Konzernergebnis ergab sich ein Anstieg in Höhe von
590,8 Mio €. Die Gearing Ratio veränderte sich
von 32,8 % zum 31. Dezember 2022 auf 43,7 % zum 30. Juni
2023.
Mitarbeiterinnen und MitarbeiterZum Ende des zweiten Quartals 2023 waren im Konzern
203.746 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.
Dies entspricht einem Anstieg um 4.708 Personen im
Vergleich zum Jahresende 2022. Aufgrund von Personalaufbau
im Bereich Forschung und Entwicklung sowie
Volumenerhöhungen stieg die Anzahl der
Beschäftigten im Unternehmensbereich Automotive in
Summe um 4.531. Im Unternehmensbereich Tires wirkte der
Verkauf der Aktivitäten in Russland gegenläufig
zur Anpassung an eine bedarfsgerechte Produktion sowie zum
Personalaufbau in den Handelsgesellschaften und führte
insgesamt zu einem Rückgang um 260 Personen. Aus dem
Erwerb des Drucktechnologie-Geschäfts von Trelleborg
mit operativem Hauptsitz in Lodi Vecchio, Italien, sowie
höheren Auftragsvolumina ergab sich im
Unternehmensbereich ContiTech insgesamt ein Anstieg der
Beschäftigten um 888. Im Unternehmensbereich Contract
Manufacturing reduzierte sich die Anzahl der Mitarbeitenden
um 500 Personen.
Im Vergleich zum Berichtsstichtag des Vorjahres
erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter im Konzern um insgesamt 9.169 Personen.
Überleitung zu operativen Aktiva zum 30. Juni 2023scrollen
Überleitung zu operativen Aktiva zum 30. Juni 2022scrollen
Entwicklung der Unternehmensbereichescrollen
Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
1 Im Berichtsjahr wurde der Ausweis der
Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit
spezifizierten Gewährleistungen,
Restrukturierungsmaßnahmen, Abfindungen sowie
Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen geändert. Sie
werden nunmehr den jeweiligen Funktionsbereichen
zugeordnet. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend
angepasst.
AutomotiveGeschäftsverlauf und UmsatzentwicklungDie Absatzentwicklung im Unternehmensbereich Automotive
ist durch die deutlich gestiegene Automobilproduktion
geprägt. Im Geschäftsfeld Safety and Motion
stiegen die Verkaufszahlen von Bremssystemen sowie von
Airbagsteuergeräten und Radsensoren. Im
Geschäftsfeld Autonomous Mobility erhöhte sich
der Absatz besonders im Radar- und Kamerabereich. Ebenso
lag das Absatzvolumen von nahtlosen Vernetzungstechnologien
und Hochleistungsrechnern im Geschäftsfeld
Architecture and Networking über dem Vorjahresniveau.
Die Geschäftsfelder Smart Mobility und User Experience
konnten die verkauften Stückzahlen von
Displaylösungen, Fahrzeugelektroniken sowie im
Nutzfahrzeug- und unabhängigen Ersatzteilgeschäft
steigern.
Neben dem starken operativen Wachstum wirkten sich die
mit den Kunden erzielten Vereinbarungen über
Preisanpassungen sowie zum Ausgleich inflationsbedingter
Effekte positiv auf die Umsatzentwicklung aus. Während
der ersten sechs Monate 2023 erhöhte sich der Umsatz
des Unternehmensbereichs Automotive im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 18,5 % auf 10.148,1 Mio € (Vj.
8.561,0 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und
Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um
18,6 %.
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des
Unternehmensbereichs Automotive erhöhte sich
während der ersten sechs Monate 2023 im Vergleich zum
Vorjahr um 286,6 Mio € bzw. 102,5 % auf 6,9 Mio €
(Vj. -279,7 Mio €) und entspricht 0,1 % (Vj. -3,3 %)
des bereinigten Umsatzes.
Operatives Ergebnis (EBIT)Der Unternehmensbereich Automotive verzeichnete einen
Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten
sechs Monaten 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 690,3 Mio
€ bzw. 96,7 % auf -23,8 Mio € (Vj. -714,2 Mio
€). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf -0,2 %
(Vj. -8,3 %).
SondereffekteZu den Sondereffekten 2023 und 2022 verweisen wir auf
unsere Erläuterungen auf Seite 7 f.
scrollen
Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
1 Im Berichtsjahr wurde der Ausweis der
Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit
spezifizierten Gewährleistungen,
Restrukturierungsmaßnahmen, Abfindungen sowie
Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen geändert. Sie
werden nunmehr den jeweiligen Funktionsbereichen
zugeordnet. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend
angepasst.
TiresGeschäftsverlauf und UmsatzentwicklungDie Verkaufszahlen lagen in den ersten sechs Monaten
2023 im Pkw-Erstausrüstungsgeschäft bedingt durch
die erhöhte Fahrzeugproduktion deutlich über dem
Vorjahr. Demgegenüber lag der Absatz im
Pkw-Reifenersatzgeschäft, insbesondere in Europa und
Nordamerika aufgrund der weiterhin hohen Bestände im
Handel und der im Markt erwarteten Preisreduzierungen,
unter dem Vorjahresniveau. Im
Nutzfahrzeugreifengeschäft lagen die Verkaufszahlen im
Berichtszeitraum deutlich unter dem Vorjahr.
Während der ersten sechs Monate 2023 erhöhte
sich der Umsatz des Unternehmensbereichs Tires im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum um 3,7 % auf 6.921,7 Mio € (Vj.
6.676,2 Mio €). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und
Wechselkursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um
5,2 %. Dies ist im Wesentlichen auf positive Preis-und
Produktmixeffekte zurückzuführen.
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des
Unternehmensbereichs Tires reduzierte sich während der
ersten sechs Monate 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 86,8
Mio € bzw. 8,4 % auf 942,9 Mio € (Vj. 1.029,7 Mio
€) und entspricht 13,6 % (Vj. 15,5 %) des bereinigten
Umsatzes.
Operatives Ergebnis (EBIT)Der Unternehmensbereich Tires verzeichnete einen
Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) in den
ersten sechs Monaten 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 116,5
Mio € bzw. 12,3 % auf 831,1 Mio € (Vj. 947,6 Mio
€). Die Umsatzrendite reduzierte sich auf 12,0 % (Vj.
14,2 %).
SondereffekteZu den Sondereffekten 2023 und 2022 verweisen wir auf
unsere Erläuterungen auf Seite 7 f.
scrollen
Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
1 Im Berichtsjahr wurde der Ausweis der
Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit
spezifizierten Gewährleistungen,
Restrukturierungsmaßnahmen, Abfindungen sowie
Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen geändert. Sie
werden nunmehr den jeweiligen Funktionsbereichen
zugeordnet. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend
angepasst.
ContiTechGeschäftsverlauf und UmsatzentwicklungWährend der ersten sechs Monate 2023 erhöhte
sich der Umsatz des Unternehmensbereichs ContiTech im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,1 % auf 3.472,7 Mio
€ (Vj. 3.183,7 Mio €). Bereinigt um
Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen
ergibt sich ein Anstieg um 7,4%. Der Umsatz in der
Automobilerstausrüstung stieg dabei deutlich über
das Vorjahresniveau, während er im Industrie- und
Ersatzgeschäft nur leicht über dem Vorjahreswert
lag. Hauptgrund sind die weiterhin flächendeckend
wirkenden Preismaßnahmen. Im
Automobilerstausrüstungsgeschäft wirkten sich
darüber hinaus deutlich höhere Volumina aus. Das
Industrie- und Ersatzgeschäft entwickelte sich
weiterhin insbesondere im Bereich der Transportbänder
und Luftfedersysteme sowie im Industrieschlauchbereich
positiv.
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des
Unternehmensbereichs ContiTech erhöhte sich
während der ersten sechs Monate 2023 im Vergleich zum
Vorjahr um 55,7 Mio € bzw. 34,2 % auf 218,4 Mio €
(Vj. 162,7 Mio €) und entspricht 6,4 % (Vj. 5,1 %) des
bereinigten Umsatzes.
Operatives Ergebnis (EBIT)Der Unternehmensbereich ContiTech verzeichnete einen
Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) in den ersten
sechs Monaten 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 132,3 Mio
€ bzw. 213,8 % auf 194,1 Mio € (Vj. 61,9 Mio
€). Die Umsatzrendite erhöhte sich auf 5,6 % (Vj.
1,9 %).
SondereffekteZu den Sondereffekten 2023 und 2022 verweisen wir auf
unsere Erläuterungen auf Seite 7 f.
scrollen
Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
1 Im Berichtsjahr wurde der Ausweis der
Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit
spezifizierten Gewährleistungen,
Restrukturierungsmaßnahmen, Abfindungen sowie
Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen geändert. Sie
werden nunmehr den jeweiligen Funktionsbereichen
zugeordnet. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend
angepasst.
Contract ManufacturingGeschäftsverlauf und UmsatzentwicklungIm Unternehmensbereich Contract Manufacturing sank das
Absatzvolumen in den ersten sechs Monaten 2023 im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum. Dies entspricht dem vertraglich
vereinbarten Vorgehen zwischen Continental und Vitesco
Technologies.
Während der ersten sechs Monate 2023 reduzierte
sich der Umsatz des Unternehmensbereichs Contract
Manufacturing im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25,3 %
auf 290,6 Mio € (Vj. 388,9 Mio €). Bereinigt um
Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen
ergibt sich ein Rückgang um 26,8 %.
Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt)Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des
Unternehmensbereichs Contract Manufacturing reduzierte sich
während der ersten sechs Monate 2023 im Vergleich zum
Vorjahr um 0,7 Mio € bzw. 4,1 % auf 15,4 Mio €
(Vj. 16,1 Mio €) und entspricht 5,3 % (Vj. 4,1 %) des
bereinigten Umsatzes.
Operatives Ergebnis (EBIT)Das operative Ergebnis (EBIT) des Unternehmensbereichs
Contract Manufacturing lag in den ersten sechs Monaten 2023
mit 15,4 Mio € leicht über dem Vorjahresniveau
(Vj. 15,3 Mio €). Die Umsatzrendite erhöhte sich
auf 5,3 % (Vj. 3,9 %).
SondereffekteZu den Sondereffekten 2023 und 2022 verweisen wir auf
unsere Erläuterungen auf Seite 7 f.
Risiko- und ChancenberichtAufgrund der anhaltenden Auswirkungen der
Versorgungsengpässe bei spezifischen Halbleitern und
der allgemein angespannten geopolitischen Lage besteht
weiterhin das Risiko wesentlicher negativer Effekte auf die
Absatz- und Beschaffungsmärkte des
Continental-Konzerns. Aufgrund der dadurch zu erwartenden
wirtschaftlichen Folgen können sich negative
Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage ergeben.
Zu den Details der weiteren wesentlichen Risiken und
Chancen verweisen wir auf unsere Ausführungen im
Geschäftsbericht 2022.
Prognosebericht und AusblickWie im Wirtschaftsbericht auf Seite 4 f. dargelegt, geht
Continental für 2023 nunmehr von einem Anstieg der
Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um 3 % bis 5
% (zuvor 2 % bis 4 %) gegenüber dem Vorjahr aus.
Für das Reifenersatzgeschäft erwarten wir eine
Absatzentwicklung von -2 % bis 0 % (zuvor 1 % bis 3 %).
Für das Industriegeschäft zeigt sich aktuell in
der Eurozone eine Stabilisierung auf dem Vorjahresniveau,
für die USA rechnen wir für das Gesamtjahr mit
einem Wert zwischen -2 % und 0 % und für China gehen
wir von einer Belebung der Nachfrage von 4 % bis 6 % aus.
Im zweiten Halbjahr werden sich die negativen
Auswirkungen der Kostensteigerungen für wichtige
Zulieferungen im Unternehmensbereich Automotive in etwa auf
dem Niveau des ersten Halbjahres bewegen. Für die
Unternehmensbereiche Tires und ContiTech erwarten wir
hingegen eine Abschwächung der Kostensteigerungen.
Darüber hinaus erwarten wir für den
Unternehmensbereich Tires leichte Kostensenkungen aus dem
Bezug von Produktionsmaterialien. Im Geschäftsjahr
2023 werden die höheren Kosten für Material,
Löhne und Gehälter sowie Energie und Logistik
unsere Ertragslage mit rund 1,4 Mrd € (zuvor 1,7 Mrd
€) voraussichtlich stark belasten.
Auf Basis aller genannten Annahmen und der aktuellen
Wechselkurse erwartet Continental folgende Finanzkennzahlen
für das Geschäftsjahr 2023:
scrollen
Dieser Ausblick berücksichtigt die aktuell zu
erwartenden Auswirkungen der teilweise noch anhaltenden
Lieferengpässe von Halbleitern auf das
Produktionsvolumen 2023.
Konzern-ZwischenabschlussKonzern-Gewinn- und Verlustrechnungscrollen
Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
1 Im Berichtsjahr wurde der Ausweis der
Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit
spezifizierten Gewährleistungen,
Restrukturierungsmaßnahmen, Abfindungen sowie
Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen geändert. Sie
werden nunmehr den jeweiligen Funktionsbereichen
zugeordnet. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend
angepasst.
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscrollen
Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
1 Die Methodik zur bilanziellen
Berücksichtigung von unsicheren Steuerpositionen wurde
umgestellt. Weitere Informationen dazu finden Sie im
Geschäftsbericht 2022 im Konzernanhang Kapitel 2
Allgemeine Erläuterungen und Grundsätze der
Rechnungslegung. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend
angepasst.
KonzernbilanzAktivascrollen
Passivascrollen
Konzern-Kapitalflussrechnungscrollen
Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
1 Die Methodik zur bilanziellen
Berücksichtigung von unsicheren Steuerpositionen wurde
umgestellt. Weitere Informationen dazu finden Sie im
Geschäftsbericht 2022 im Konzernanhang Kapitel 2
Allgemeine Erläuterungen und Grundsätze der
Rechnungslegung. Die Vergleichsperiode wurde entsprechend
angepasst.
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscrollen
scrollen
1 Eingeteilt in 200.005.983 (Vj. 200.005.983)
dividenden- und stimmberechtigte im Umlauf befindliche
Stückaktien.
Erläuternde Angaben zum Konzern-ZwischenabschlussSegmentberichterstattung 1. Januar bis 30. Juni 2023scrollen
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
Segmentberichterstattung 1. Januar bis 30. Juni 2022scrollen
1 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
Überleitung Umsatz zum Umsatz
bereinigt sowie EBITDA zum bereinigten operativen Ergebnis
(EBIT bereinigt)
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| Mio € | Automotive | Tires | ContiTech | Contract
Manufacturing |
Sonstiges/
Holding/ Konsolidierung |
Konzern |
| Umsatz | 10.148,1 | 6.921,7 | 3.472,7 | 290,6 | -101,0 | 20.732,0 |
| Konsolidierungskreisveränderungen 1 | - | - | -64,0 | - | - | -64,0 |
| Umsatz bereinigt | 10.148,1 | 6.921,7 | 3.408,7 | 290,6 | -101,0 | 20.668,1 |
| EBITDA | 487,4 | 1.236,0 | 346,0 | 28,9 | -108,4 | 1.990,0 |
| Abschreibungen 2 | -511,3 | -404,9 | -151,8 | -13,6 | -0,5 | -1.082,1 |
| EBIT | -23,8 | 831,1 | 194,1 | 15,4 | -108,9 | 907,8 |
| Abschreibungen auf
immaterielle Vermögenswerte
aus Kaufpreisallokation (PPA) |
29,7 | 3,2 | 26,9 | - | - | 59,9 |
| Konsolidierungskreisveränderungen 1 | - | - | -6,4 | - | - | -6,4 |
| Sondereffekte | ||||||
| Wertminderungen auf Goodwill | - | - | - | - | - | - |
| Wertminderungen 3 | 4,9 | 5,3 | - | - | - | 10,2 |
| Restrukturierungen 4 | -18,1 | -1,0 | 1,1 | - | - | -18,0 |
| Restrukturierungsbezogene Belastungen | 8,2 | 12,9 | 1,4 | - | - | 22,5 |
| Abfindungen | 6,1 | 7,6 | 5,3 | 0,1 | 0,8 | 19,9 |
| Veräußerungsgewinne und -Verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen | - | 71,9 | -6,3 | - | - | 65,6 |
| Sonstiges 5 | - | 11,8 | 2,2 | - | - | 14,0 |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) | 6,9 | 942,9 | 218,4 | 15,4 | -108,1 | 1.075,5 |
1 Konsolidierungskreisveränderungen
beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und
Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und
Abgänge in der Vergleichsperiode bereinigt.
2 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
3 Der Begriff Wertminderung beinhaltet
außerplanmäßige Abschreibungen sowie
erforderliche Wertaufholungen. Darin nicht enthalten sind
Wertminderungen, die im Rahmen einer Restrukturierung
entstanden sind, sowie Wertminderungen auf Finanzanlagen
und Goodwill.
4 Hierin sind auch restrukturierungsbedingte
Wertaufholungen im Segment Tires in Höhe von 1,8 Mio
€ sowie Wertminderungen im Segment ContiTech in
Höhe von 0,3 Mio € enthalten.
5 Unter Sonstiges werden Wertberichtigungen auf
Forderungen sowie Forderungsverzichte aus dem Verkauf von
sämtlichen russischen Aktivitäten im Segment
Tires und von Teilaktivitäten im Segment ContiTech in
Russland ausgewiesen.
| Mio € | Automotive | Tires | ContiTech | Contract
Manufacturing |
Sonstiges/
Holding/ Konsolidierung |
Konzern |
| Umsatz | 8.561,0 | 6.676,2 | 3.183,7 | 388,9 | -87,4 | 18.722,4 |
| Konsolidierungskreisveränderungen 1 | - | -23,0 | -0,4 | - | - | -23,4 |
| Umsatz bereinigt | 8.561,0 | 6.653,2 | 3.183,2 | 388,9 | -87,4 | 18.699,0 |
| EBITDA | 188,0 | 1.436,9 | 220,7 | 33,8 | -98,5 | 1.780,9 |
| Abschreibungen 2 | -902,2 | -489,3 | -158,8 | -18,5 | -1,4 | -1.570,2 |
| EBIT | -714,2 | 947,6 | 61,9 | 15,3 | -99,9 | 210,7 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Kaufpreisallokation (PPA) | 37,3 | 7,1 | 32,1 | - | - | 76,5 |
| Konsolidierungskreisveränderungen 1 | - | -2,3 | -2,0 | - | - | -4,3 |
| Sondereffekte | ||||||
| Wertminderungen auf Goodwill | 57,3 | - | - | - | - | 57,3 |
| Wertminderungen 3 | 312,9 | 69,4 | 5,1 | 0,0 | - | 387,4 |
| Restrukturierungen 4 | -2,9 | 0,6 | 58,9 | -0,1 | - | 56,5 |
| Restrukturierungsbezogene Belastungen | 21,2 | 2,8 | 2,6 | 0,9 | - | 27,5 |
| Abfindungen | 8,8 | 4,9 | 4,8 | 0,0 | 0,1 | 18,6 |
| Veräußerungsgewinne und -Verluste aus Abgängen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen | - | -0,4 | -0,7 | - | - | -1,1 |
| Sonstiges | - | - | - | - | - | - |
| Bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT bereinigt) | -279,7 | 1.029,7 | 162,7 | 16,1 | -99,8 | 829,0 |
1 Konsolidierungskreisveränderungen
beinhalten Zu- und Abgänge im Rahmen von Share und
Asset Deals. Dabei werden Zugänge im Berichtsjahr und
Abgänge in der Vergleichsperiode bereinigt.
2 Ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen.
3 Der Begriff Wertminderung beinhaltet
außerplanmäßige Abschreibungen sowie
erforderliche Wertaufholungen. Darin nicht enthalten sind
Wertminderungen, die im Rahmen einer Restrukturierung
entstanden sind, sowie Wertminderungen auf Finanzanlagen
und Goodwill.
4 Hierin sind auch restrukturierungsbedingte
Wertminderungen in Höhe von insgesamt 3,6 Mio €
(Automotive 1,5 Mio €; Tires 0,1 Mio €; ContiTech
2,0 Mio €) sowie eine Wertaufholung im Segment
ContiTech in Höhe von 4,4 Mio € enthalten.
| 1. Januar bis 30. Juni | Zweites Quartal | |||
| Mio € | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 |
| Automotive | -238 | -714,2 | -39,5 | -509,9 |
| Tires | 831,1 | 947,6 | 373,4 | 389,7 |
| ContiTech | 194,1 | 61,9 | 97,7 | -7,4 |
| Contract Manufacturing | 15,4 | 15,3 | 5,9 | 3,6 |
| Sonstiges/Holding/Konsolidierung | -108,9 | -99,9 | -60,8 | -40,6 |
| EBIT | 907,8 | 210,7 | 376,7 | -164,6 |
| Finanzergebnis 1 | -56,2 | -104,9 | -22,2 | -67,7 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern 1 | 851,6 | 105,8 | 354,5 | -232,3 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -238,3 | -99,5 | -133,7 | -9,7 |
| Konzernergebnis 1 | 613,3 | 6,3 | 220,8 | -242,0 |
| Auf Anteile in Fremdbesitz entfallender Gewinn | -22,6 | -17,5 | -12,2 | -8,7 |
| Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen 1 | 590,8 | -11,2 | 208,6 | -250,7 |
Die Zusatzangaben "Zweites Quartal" sind nicht
Gegenstand der prüferischen Durchsicht.
Bezüglich der Erläuterungen zur Entwicklung
der vier Segmente bzw. Unternehmensbereiche des
Continental-Konzerns verweisen wir auf die
Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht zum 30.
Juni 2023.
Dieser Zwischenabschluss wurde gemäß den
Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von
der Europäischen Union anerkannten International
Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Sie
umfassen auch die International Accounting Standards (IAS),
die Interpretationen des International Financial Reporting
Standards Interpretations Committee bzw. des
Vorgängers International Financial Reporting
Interpretations Committee (IFRIC) sowie die des ehemaligen
Standing Interpretations Committee (SIC). Die Erstellung
des Zwischenabschlusses erfolgte in Übereinstimmung
mit IAS 34, Zwischenberichterstattung, in verkürzter
Form. Im Zwischenabschluss werden grundsätzlich
dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im
Konzernabschluss 2022 angewendet. Diese Methoden sind im
Geschäftsbericht 2022 ausführlich erläutert.
Zusätzlich wurden die zum 30. Juni 2023
verpflichtenden IFRS-Änderungen und -Neuregelungen im
Zwischenabschluss angewendet. Eine ausführliche
Beschreibung dieser verbindlichen IFRS-Änderungen und
-Neuregelungen erfolgte im Geschäftsbericht 2022.
Die zum 30. Juni 2023 verpflichtend anzuwendenden
IFRS-Änderungen und -Neuregelungen haben keine
wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung des
Konzerns.
Ertragsteuern werden auf Grundlage der Schätzung
des gewichteten durchschnittlichen Ertragsteuersatzes
erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird.
Steuerliche Auswirkungen bestimmter signifikanter
Sachverhalte, die nur der jeweiligen Berichtsperiode
zuzuordnen sind, werden dabei berücksichtigt.
Obwohl einige Teile unseres Geschäfts
saisonabhängig sind, bleibt die Vergleichbarkeit der
konsolidierten Finanzberichte davon insgesamt
unbeeinträchtigt. Alle wichtigen Effekte der laufenden
Periode sind in diesem Bericht enthalten. Änderungen
im Ansatz oder in der Bewertung von Vermögenswerten
und Schulden im Rahmen von Unternehmenserwerben werden erst
bei Vorliegen der finalen Kaufpreisallokation retrospektiv
dargestellt.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit
nicht anders vermerkt, sind alle Beträge in Millionen
Euro (Mio €) angegeben. Wir weisen darauf hin, dass
bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und
Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung
Differenzen auftreten können.
Zur Erhöhung der Transparenz hat Continental im
Berichtsjahr den Ausweis der Erträge und Aufwendungen
im Zusammenhang mit spezifizierten Gewährleistungen,
Restrukturierungsmaßnahmen, Abfindungen sowie
Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen geändert. Bislang
wurden diese Posten in den sonstigen Erträgen und
sonstigen Aufwendungen ausgewiesen, ab dem
Geschäftsjahr 2023 erfolgt eine Zuordnung zu den
jeweiligen Funktionsbereichen. Die rückwirkende
Anpassung infolge einer Änderung der
Rechnungslegungsmethode nach IAS 8,
Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von
rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern,
führte für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis
zum 30. Juni 2022 zu einer Erhöhung der
Herstellungskosten um 441,7 Mio €, der Forschungs- und
Entwicklungskosten um 5,6 Mio €, der Vertriebs- und
Logistikkosten um 9,9 Mio € und der allgemeinen
Verwaltungskosten um 0,7 Mio €. Gleichzeitig
reduzierten sich die sonstigen Erträge um 6,3 Mio
€ und die sonstigen Aufwendungen um 464,2 Mio €.
Darüber hinaus wurde im Segment Automotive der
Ausweis von bestimmten Kosten (im Wesentlichen
Personalkosten), die im Zusammenhang mit der Erbringung von
Entwicklungsdienstleistungen an externe Kunden entstehen,
angepasst. Bisher wurden diese Kosten in den Forschungs-
und Entwicklungskosten ausgewiesen, nunmehr erfolgt der
Ausweis in den Herstellungskosten. Die Anpassung
führte rückwirkend für den Zeitraum vom 1.
Januar 2022 bis zum 30. Juni 2022 zu einer Reduzierung der
Forschungs- und Entwicklungskosten um 61,3 Mio € bei
einer gleichzeitigen Erhöhung der Herstellungskosten
um den gleichen Betrag.
Im Segment Tires wurde im Berichtsjahr der Ausweis von
Personalkosten, die im Zusammenhang mit Tätigkeiten in
den Werkstätten der Reifenhandelsgesellschaften
entstehen, angepasst. Bisher wurden diese Kosten in den
Vertriebs- und Logistikkosten ausgewiesen, nunmehr erfolgt
der Ausweis in den Herstellungskosten. Die Anpassung
führte rückwirkend für den Zeitraum vom 1.
Januar 2022 bis zum 30. Juni 2022 zu einer Reduzierung der
Vertriebs-und Logistikkosten um 93,2 Mio € bei einer
gleichzeitigen Erhöhung der Herstellungskosten um den
gleichen Betrag.
Infolge des anhaltenden Kriegs in der Ukraine und der
unklaren Entwicklung der geopolitischen Lage in der
Berichtsperiode hat die Continental AG im zweiten Quartal
2023 sämtliche russische Aktivitäten des Segments
Tires und russische Teilaktivitäten des Segments
ContiTech verkauft. Hierzu verweisen wir auf den Abschnitt
Erwerbe und Veräußerungen in diesem Abschluss.
Nach dem Verkauf verbleiben zum 30. Juni 2023 nur
unwesentliche Restaktivitäten der Segmente Automotive
und ContiTech in Russland.
Im Berichtszeitraum wurden fortlaufend auf Basis der zur
Verfügung stehenden Informationen die Auswirkungen des
gegenwärtigen makroökonomischen Umfelds auf die
Rechnungslegung des Continental-Konzerns
überprüft. Das makroökonomische Umfeld war
im Berichtszeitraum weiterhin insbesondere geprägt
durch die hohe Inflation sowie die Entwicklung der Zinsen.
Im Berichtszeitraum hatte dies keine wesentlichen
Auswirkungen auf die Berichterstattung des Konzerns.
Im Berichtszeitraum konnten auch keine wesentlichen
Einflüsse klimabezogener Risikofaktoren auf die
Berichterstattung identifiziert werden. Herauszustellende
wesentliche Effekte auf Einzelsachverhalte gab es im
Berichtszeitraum ebenfalls nicht. Zur ausführlichen
Beschreibung der identifizierten Bereiche, auf die
klimabezogene Sachverhalte Auswirkungen entfalten
können, verweisen wir auf den Geschäftsbericht
2022.
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der
Muttergesellschaft 478 (Vj. 470) inländische und
ausländische Unternehmen, die die Continental
Aktiengesellschaft nach den Regelungen des IFRS 10,
Konzernabschlüsse, einbezieht oder die als Joint
Arrangements oder assoziierte Unternehmen klassifiziert
werden. Davon werden 402 (Vj. 392) vollkonsolidiert und 76
(Vj. 78) nach der Equity-Methode bilanziert.
Gegenüber dem 31. Dezember 2022 hat sich der
Konsolidierungskreis um insgesamt eine Gesellschaft
erhöht. Sechs Gesellschaften wurden erworben, zudem
wurde eine Gesellschaft gegründet. Die Abgänge
aus dem Konsolidierungskreis sind auf Verschmelzungen,
Verkäufe und Liquidationen zurückzuführen.
Gegenüber dem 30. Juni 2022 hat sich der
Konsolidierungskreis in Summe um acht Gesellschaften
erhöht. Sieben Gesellschaften wurden neu
gegründet, darüber hinaus wurden 14
Gesellschaften erworben. Zwei Gesellschaften wurden
verkauft und fünf Gesellschaften wurden verschmolzen.
Zudem führten sechs Liquidationen zu einer Reduzierung
des Konsolidierungskreises.
Im Segment ContiTech erfolgte aus den finalen
Kaufpreisermittlungen von Share Deals aus dem Jahr 2022
eine Erhöhung der Kaufpreise um insgesamt 0,3 Mio
€. Die daraus resultierenden Veränderungen der
Kaufpreisallokationen ergaben eine Erhöhung der
sonstigen immateriellen Vermögenswerte um 0,5 Mio
€. Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen
Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage des Konzerns zum 30. Juni 2023.
Im Geschäftsfeld Surface Solutions hat die
ContiTech Global Holding Netherlands B.V., Maastricht,
Niederlande, 100 % der Anteile an der Printing Solutions
Sweden Holding AB, Trelleborg, Schweden, am 2. Mai 2023
erworben. Das Unternehmen, ein führender Hersteller
für Oberflächenlösungen im Bereich der
Drucktechnik, erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen
Umsatz in Höhe von 125,9 Mio €. Durch den Erwerb
erweitert das Segment ContiTech seine Expertise
insbesondere im Bereich Drucktechnologie für den
Offset- und Digitaldruck. Die übertragene
Gegenleistung beträgt insgesamt 223,8 Mio € und
wurde bis auf eine ausstehende Kaufpreisverbindlichkeit in
Höhe von 1,0 Mio € aus Barmitteln beglichen. Die
bisher angefallenen Anschaffungsnebenkosten in Höhe
von 3,5 Mio € sind als sonstige Aufwendungen
berücksichtigt. Aus der vorläufigen
Kaufpreisallokation ergaben sich im Geschäftsfeld
Surface Solutions ein Goodwill in Höhe von 8,8 Mio
€ sowie immaterielle Vermögenswerte in Höhe
von 31,5 Mio €. Wäre die Transaktion am 1. Januar
2023 vollzogen worden, hätte sich das Konzernergebnis
nach Steuern um 2,5 Mio € und der Umsatz um 40,4 Mio
€ erhöht. Seit Vollzug der Transaktion am 2. Mai
2023 hat das Unternehmen einen Umsatz von 19,2 Mio €
erwirtschaftet und unter Berücksichtigung von Effekten
aus der Kaufpreisallokation mit einem Ergebnis nach Steuern
von -1,4 Mio € zum Konzernergebnis beigetragen.
Darüber hinaus ergaben sich keine wesentlichen
Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage des Continental-Konzerns zum 30. Juni
2023.
Die im Rahmen der Übernahme erstmals in der
Konzernbilanz berücksichtigten Vermögenswerte und
Schulden wurden mit folgenden Werten angesetzt:
| Zeitwerte zum
Erstkonsolidierungszeitpunkt |
|
| Übernommenes Netto-Vermögen in Mio € | Printing Solutions |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 315 |
| Sachanlagen | 60,9 |
| Sonstige Finanzanlagen | 13,4 |
| Aktive latente Steuern | 04 |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 0,1 |
| Vorräte | 41,8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 28,9 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1,2 |
| Kurzfristige sonstige Vermögenswerte | 65 |
| Ertragsteuerforderungen | 0,1 |
| Flüssige Mittel | 79,0 |
| Langfristige Leistungen an Arbeitnehmer | -1,7 |
| Passive latente Steuern | -15,6 |
| Langfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen | -1,2 |
| Langfristige Finanzschulden | -3,1 |
| Langfristige sonstige Verbindlichkeiten | -0,8 |
| Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer | -3,8 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -15,5 |
| Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten | -0,2 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | -1,1 |
| Kurzfristige Rückstellungen für sonstige Risiken und Verpflichtungen | -0,6 |
| Kurzfristige Finanzschulden | -2,4 |
| Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | -2,0 |
| Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten | -10 |
| Erworbenes Netto-Vermögen | 215,0 |
| Übertragene Gegenleistung | 223,8 |
| Goodwill | 8,8 |
Im zweiten Quartal 2023 wurden sämtliche russische
Aktivitäten des Segments Tires und russische
Teilaktivitäten des Segments ContiTech verkauft. Der
Kaufpreis in Höhe von 78,0 Mio € wurde mit
Barmitteln beglichen. Die Buchwerte der abgehenden
Netto-Vermögenswerte beliefen sich auf 81,2 Mio
€, davon 39,9 Mio € flüssige Mittel. Aus der
gesamten Transaktion resultierte ein Aufwand in Höhe
von 79,2 Mio €.
Die folgenden Tabellen zeigen die Aufgliederungen der
Umsatzerlöse nach IFRS 15, Erlöse aus
Verträgen mit Kunden, nach geografischen
Hauptmärkten, Segmenten und Kundengruppen.
| Mio € | Automotive | Tires | ContiTech | Contract
Manufacturing |
Sonstiges/
Holding/ Konsolidierung |
Konzern |
| Deutschland | 2.492,7 | 855,9 | 637,3 | 83,3 | -46,7 | 4.022,5 |
| Europa ohne Deutschland | 2.585,1 | 2.638,3 | 895,2 | 124,2 | -19,8 | 6.222,9 |
| Nordamerika | 2.264,1 | 2.066,8 | 1.103,7 | 73,9 | -23,0 | 5.485,5 |
| Asien-Pazifik | 2.566,6 | 952,6 | 604,4 | 9,2 | -3,5 | 4.129,3 |
| Übrige Länder | 239,6 | 408,1 | 232,0 | 0,0 | -7,9 | 871,8 |
| Umsatz nach Regionen | 10.148,1 | 6.921,7 | 3.472,7 | 290,6 | -101,0 | 20.732,0 |
| Automobilerstausrüstungsgeschäft | 9.574,4 | 1.927,0 | 1.661,7 | 279,8 | -26,5 | 13.416,4 |
| Industrie-/Ersatzgeschäft | 573,7 | 4.994,7 | 1.811,0 | 10,8 | -74,5 | 7.315,6 |
| Umsatz nach Kundengruppen | 10.148,1 | 6.921,7 | 3.472,7 | 290,6 | -101,0 | 20.732,0 |
| Güter | 9.949,5 | 6.533,6 | 3.333,9 | 290,5 | -95,3 | 20.012,3 |
| Dienstleistungen | 119,7 | 388,1 | 65,4 | 0,0 | -5,4 | 567,9 |
| Projektgeschäft | 78,9 | - | 73,4 | - | -0,4 | 151,9 |
| Umsatz nach Produktart | 10.148,1 | 6.921,7 | 3.472,7 | 290,6 | -101,0 | 20.732,0 |
| Mio € | Automotive | Tires | ContiTech | Contract
Manufacturing |
Sonstiges/
Holding/ Konsolidierung |
Konzern |
| Deutschland | 1.812,7 | 790,1 | 593,1 | 157,9 | -44,1 | 3.309,7 |
| Europa ohne Deutschland | 2.140,1 | 2.532,4 | 847,2 | 94,2 | -11,8 | 5.602,1 |
| Nordamerika | 2.090,6 | 2.005,8 | 930,4 | 78,6 | -20,8 | 5.084,6 |
| Asien-Pazifik | 2.306,6 | 926,3 | 593,7 | 58,1 | -2,9 | 3.881,8 |
| Übrige Länder | 211,0 | 421,6 | 219,3 | 0,1 | -7,8 | 844,2 |
| Umsatz nach Regionen | 8.561,0 | 6.676,2 | 3.183,7 | 388,9 | -87,4 | 18.722,4 |
| Automobilerstausrüstungsgeschäft | 8.025,0 | 1.493,8 | 1.475,3 | 378,7 | -21,6 | 11.351,2 |
| Industrie-/Ersatzgeschäft | 536,0 | 5.182,4 | 1.708,4 | 10,2 | -65,8 | 7.371,2 |
| Umsatz nach Kundengruppen | 8.561,0 | 6.676,2 | 3.183,7 | 388,9 | -87,4 | 18.722,4 |
| Güter | 8.390,0 | 6.307,5 | 3.026,7 | 388,5 | -72,9 | 18.039,8 |
| Dienstleistungen | 84,2 | 368,7 | 63,4 | 0,4 | -4,1 | 512,6 |
| Projektgeschäft | 86,8 | - | 93,6 | - | -10,4 | 170,0 |
| Umsatz nach Produktart | 8.561,0 | 6.676,2 | 3.183,7 | 388,9 | -87,4 | 18.722,4 |
Der Konzern überprüft die Werthaltigkeit der
sonstigen immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen,
als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sowie der
Finanzanlagen und auch des Goodwill, sobald Hinweise auf
eine mögliche Wertminderung bekannt werden (triggering
event). In der Berichtsperiode fielen als Ergebnis dieser
Überprüfungen keine wesentlichen Wertminderungen
an.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das
erste Halbjahr 2023 beliefen sich auf 238,3 Mio € (Vj.
99,5 Mio €). Die Steuerquote im Berichtszeitraum lag
bei 28,0 % (Vj. 94,0 %). Im Vorjahr war die Steuerquote im
Wesentlichen auf steuerlich nicht wirksame rechnerische
Effekte im Zusammenhang mit dem durch Wertminderungen
belasteten Konzernergebnis zurückzuführen.
Die folgende Tabelle stellt die zum 30. Juni 2023
ausgewiesenen Nutzungsrechte dar:
| Mio € | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Grundstücke und Bauten | 1.047,4 | 1.090,7 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3,7 | 4,6 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 68,2 | 65,8 |
| Summe Nutzungsrechte | 1.119,4 | 1.161,1 |
Die Leasingverbindlichkeiten zum 30. Juni 2023 sind in
der folgenden Tabelle dargestellt:
| Mio € | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.183,9 | 1.242,4 |
| Kurzfristig | 275,7 | 285,0 |
| Langfristig | 908,2 | 957,4 |
Aus der Neubewertung der leistungsorientierten
Versorgungspläne zum 30. Juni 2023 ergab sich
gegenüber dem 31. Dezember 2022 eine Reduzierung der
erfolgsneutralen Rücklagen um 44,0 Mio € (Vj.
Erhöhung um 1.441,8 Mio €), die aus einer
Reduzierung der Diskontierungszinssätze resultierte
(Vj. Erhöhung der Diskontierungszinssätze). Der
entsprechenden Reduzierung des Eigenkapitals stand eine
Erhöhung der langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer
in Höhe von 63,7 Mio € (Vj. Reduzierung von
2.041,7 Mio €) gegenüber. Die für die
Neubewertung verwendeten Diskontierungszinssätze
für die wesentlichen Länder zum 30. Juni 2023
betragen dabei 3,54 % in Deutschland (31. Dezember 2022:
3,65 %), 5,34 % in den USA (31. Dezember 2022: 5,40 %),
5,10 % im Vereinigten Königreich (31. Dezember 2022:
4,80 %) und 3,50 % in Frankreich (31. Dezember 2022: 3,75
%).
Pensionsfonds bestehen nur für
Pensionsverpflichtungen, insbesondere in Deutschland, den
USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich, nicht
hingegen für andere Versorgungsleistungen. Diese
Pensionsfonds qualifizieren sich als Planvermögen. Im
Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023 haben die
Gesellschaften des Konzerns 10,5 Mio € an
planmäßigen Einzahlungen in diese Pensionsfonds
geleistet (Vj. 52,3 Mio €).
Die Pensionszahlungen für Pensionsverpflichtungen
beliefen sich im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023
auf insgesamt 123,0 Mio € (Vj. 121,0 Mio €), die
Pensionszahlungen für andere Versorgungsleistungen auf
insgesamt 7,0 Mio € (Vj. 6,6 Mio €).
Die Netto-Pensionsaufwendungen in der Berichtsperiode
setzen sich wie folgt zusammen:
| 1. Januar bis 30. Juni 2023 | ||||||
| Mio € | D | USA | CAN | GB | Übrige | Gesamt |
| Dienstzeitaufwand:
Barwert der im
Berichtsjahr erworbenen Ansprüche |
52,8 | 1,1 | 0,5 | 0,5 | 10,4 | 65,3 |
| Aufzinsung der
erwarteten
Pensionsverpflichtungen |
66,4 | 22,2 | 0,8 | 6,2 | 8,6 | 104,2 |
| Erwartete Erträge
der
Pensionsfonds |
-31,3 | -22,6 | -0,8 | -7,2 | -3,7 | -65,6 |
| Auswirkungen der
Obergrenze auf
den Vermögenswert |
- | - | - | - | 0,1 | 0,1 |
| Übrige
Pensionserträge/
-aufwendungen |
- | 0,7 | 0,1 | - | 0,0 | 0,8 |
| Netto-Pensionsaufwendungen | 87,9 | 1,4 | 0,6 | -0,5 | 15,4 | 104,8 |
| 1. Januar bis 30. Juni 2022 | ||||||
| Mio € | D | USA | CAN | GB | Übrige | Gesamt |
| Dienstzeitaufwand:
Barwert der im
Berichtsjahr erworbenen Ansprüche |
103,4 | 1,6 | 0,8 | 1,0 | 11,0 | 117,8 |
| Aufzinsung der
erwarteten
Pensionsverpflichtungen |
33,1 | 15,1 | 0,7 | 3,9 | 5,6 | 58,4 |
| Erwartete Erträge
der
Pensionsfonds |
-10,6 | -15,7 | -0,7 | -4,1 | -2,1 | -33,2 |
| Auswirkungen der
Obergrenze auf
den Vermögenswert |
- | - | - | - | 0,0 | 0,0 |
| Übrige
Pensionserträge/
-aufwendungen |
- | 0,8 | 0,1 | - | 0,1 | 1,0 |
| Netto-Pensionsaufwendungen | 125,9 | 1,8 | 0,9 | 0,8 | 14,6 | 144,0 |
Die Netto-Aufwendungen der Verpflichtungen für die
Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen
des Konzerns in den USA und Kanada setzen sich wie folgt
zusammen:
| 1. Januar bis 30. Juni | ||
| Mio € | 2023 | 2022 |
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtsjahr erworbenen Ansprüche | 0,3 | 0,4 |
| Aufzinsung der erwarteten Verpflichtungen für Versorgungsleistungen | 3,3 | 2,1 |
| Netto-Aufwendungen | 3,6 | 2,5 |
Zum 30. Juni 2023 lagen die Netto-Finanzschulden des
Continental-Konzerns bei 6.075,7 Mio €. Sie
erhöhten sich um 641,8 Mio € gegenüber dem
Vorjahresniveau von 5.433,9 Mio € sowie um 1.576,2 Mio
€ gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2022 von
4.499,4 Mio €. Die Erhöhung gegenüber dem
Stand vom 30. Juni 2022 bzw. gegenüber dem Jahresende
2022 ist im Wesentlichen auf die negativen Free Cashflows
in Höhe von 127,8 Mio € bzw. von 1.089,0 Mio
€ sowie die Dividendenzahlung in Höhe von 300,0
Mio € im Mai 2023 zurückzuführen. Zur
Deckung des Finanzierungsbedarfs wurden u. a. flüssige
Mittel sowie andere Finanzierungsinstrumente wie die
Begebung von Commercial Paper oder die Inanspruchnahme des
syndizierten Kredits eingesetzt. Die Gearing Ratio
erhöhte sich zum ersten Halbjahr 2023 auf 43,7 % (Vj.
37,7 %).
Der im Dezember 2019 vorzeitig erneuerte syndizierte
Kredit besteht aus einer revolvierenden Tranche in
Höhe von 4.000,0 Mio € mit einer
ursprünglichen Laufzeit von fünf Jahren. Im
November 2021 hat Continental die zweite und auch letzte
Option auf Verlängerung der Laufzeit um ein Jahr
ausgeübt. Die kreditgebenden Banken haben daraufhin
diese Finanzierungszusage bis Dezember 2026 zu
unveränderten Konditionen verlängert. Dieser
revolvierende Kredit wurde am 30. Juni 2023 von der
Continental AG in Höhe von 300,0 Mio € (Vj. -) in
Anspruch genommen. Bezüglich weiterer Details zu dem
syndizierten Kredit verweisen wir auf die Ausführungen
im Geschäftsbericht 2022.
Unter dem Rahmen-Emissionsprogramm für
Anleiheemissionen (Debt Issuance Programme, DIP) hat die
Continental AG im November 2022 und im Juni 2023 zwei
börsennotierte Euro-Anleihen mit einem
Emissionsvolumen in Höhe von insgesamt 1.375,0 Mio
€ begeben. Am 30. November 2022 wurde eine Anleihe in
Höhe von 625,0 Mio € emittiert. Der Ausgabekurs
dieser Anleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren und
einem festen Zinssatz von 3,625 % p. a. lag bei 100,000 %.
Am 1. Juni 2023 wurde eine Anleihe in Höhe von 750,0
Mio € mit einer Laufzeit von ebenfalls fünf
Jahren begeben. Der Ausgabekurs dieser Anleihe mit einem
festen Zinssatz von 4,000 % p. a. belief sich auf 99,445 %.
Zum 30. Juni 2023 verfügte der Continental-Konzern
über ein Liquiditätspolster in Höhe von
insgesamt 6.861,0 Mio € (Vj. 6.804,4 Mio €),
davon 2.271,5 Mio € (Vj. 1.907,4 Mio €)
flüssige Mittel sowie zugesagte, ungenutzte
Kreditlinien im Volumen von 4.589,4 Mio € (Vj. 4.897,0
Mio €).
Unter den Beschränkungen, welche die
Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen
können, sind auch sämtliche bestehenden
Beschränkungen der flüssigen Mittel zu verstehen.
Im Continental-Konzern sind die vorab genannten
flüssigen Mittel beschränkt hinsichtlich
verpfändeter Beträge sowie Guthaben in
Ländern mit devisenrechtlichen Beschränkungen
oder anderweitig erschwertem Zugang zu Liquidität. Die
Beurteilung der flüssigen Mittel hinsichtlich etwaiger
Beschränkungen erfolgt zum jeweiligen Stichtag.
Steuern, die auf den Transfer von Geldvermögen von
einem Land in ein anderes zu entrichten sind, werden im
Regelfall nicht als eine Beschränkung der
flüssigen Mittel verstanden. Zum 30. Juni 2023
beliefen sich die unbeschränkt verfügbaren
flüssigen Mittel insgesamt auf 1.771,6 Mio € (Vj.
1.404,9 Mio €).
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und die
beizulegenden Zeitwerte für die finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wobei lang- und
kurzfristige Bilanzposten zusammengefasst werden. Zudem
werden die relevanten Bewertungskategorien nach IFRS 9,
Finanzinstrumente, sowie die jeweils für die
Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts relevanten Stufen
der Fair-Value-Hierarchie nach IFRS 13, Bemessung des
beizulegenden Zeitwerts, dargestellt.
| Mio € | Bewertungs-
kategorie nach IFRS 9 |
Buchwert
30.06.2023 |
Beizulegender
Zeitwert 30.06.2023 |
davon
Stufe 1 |
davon
Stufe 2 |
davon
Stufe 3 |
| Sonstige Finanzanlagen 1 | FVOCIwoR | 109,0 | 109,0 | 2,7 | - | 106,3 |
| Derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen | ||||||
| Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung | FVPL | 32,7 | 32,7 | - | 32,7 | - |
| Schuldinstrumente | FVPL | 90,5 | 90,5 | 90,5 | - | - |
| Schuldinstrumente | At cost | 103,7 | 103,7 | - | - | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Leasingforderungen | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | At cost | 8.088,4 | 8.088,4 | - | - | - |
| Wechselforderungen | FVOCIwR | 164,7 | 164,7 | - | 164,7 | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | FVPL | 12,8 | 12,8 | - | 12,8 | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte ohne Leasingforderungen | ||||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | FVPL | 120,7 | 120,7 | 0,7 | 120,0 | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | At cost | 264,9 | 264,9 | - | - | - |
| Flüssige Mittel | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | At cost | 2.179,2 | 2.179,2 | - | - | - |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | FVPL | 92,3 | 92,3 | 92,3 | - | - |
| Finanzielle Vermögenswerte ohne Leasingforderungen | 11.259,0 | 11.259,0 | 186,2 | 330,3 | 106,3 | |
| Finanzschulden ohne Leasingverbindlichkeiten | ||||||
| Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung | FVPL | 20,0 | 20,0 | - | 20,0 | - |
| Sonstige Finanzschulden | At cost | 7.370,2 | 7.280,5 | 4.494,0 | 527,8 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | At cost | 6.940,9 | 6.940,9 | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | At cost | 1.613,5 | 1.613,5 | - | - | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten ohne Leasingverbindlichkeiten | 15.944,6 | 15.854,9 | 4.494,0 | 547,7 | - | |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien nach IFRS 9: | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte (FVOCIwR) | 164,7 | |||||
| Finanzielle Vermögenswerte (FVOCIwoR) | 109,0 | |||||
| Finanzielle Vermögenswerte (FVPL) | 349,1 | |||||
| Finanzielle Vermögenswerte (At cost) | 10.636,2 | |||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL) | 20,0 | |||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten (At cost) | 15.924,6 |
1 Ohne Anteile an nicht konsolidierten
verbundenen Unternehmen.
| Mio € | Bewertungs-
kategorie nach IFRS 9 |
Buchwert
31.12.2022 |
Beizulegender
Zeitwert 31.12.2022 |
davon
Stufe 1 |
davon
Stufe 2 |
davon
Stufe 3 |
| Sonstige Finanzanlagen 1 | FVOCIwoR | 160,2 | 160,2 | 4,7 | - | 155,5 |
| Derivative Finanzinstrumente und verzinsliche Anlagen | ||||||
| Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung | FVPL | 31,4 | 31,4 | - | 31,4 | - |
| Schuldinstrumente | FVPL | 74,0 | 74,0 | 74,0 | - | - |
| Schuldinstrumente | At cost | 101,9 | 101,9 | - | - | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne | ||||||
| Leasingforderungen | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | At cost | 7.6365 | 7.636,5 | - | - | - |
| Wechselforderungen | FVOCIwR | 114,9 | 114,9 | - | 114,9 | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | FVPL | 12,5 | 12,5 | - | 12,5 | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte ohne Leasingforderungen | ||||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | FVPL | 127,1 | 127,1 | 1,2 | 125,9 | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | At cost | 267,5 | 267,5 | - | - | - |
| Flüssige Mittel | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | At cost | 2.774,6 | 2.774,6 | - | - | - |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | FVPL | 213,4 | 213,4 | 213,4 | - | - |
| Finanzielle Vermögenswerte ohne Leasingforderungen | 11.514,0 | 11.514,0 | 293,3 | 284,7 | 155,5 | |
| Finanzschulden ohne Leasingverbindlichkeiten | ||||||
| Derivative Finanzinstrumente ohne effektive Hedge-Beziehung | FVPL | 20,6 | 20,6 | - | 20,6 | - |
| Sonstige Finanzschulden | At cost | 6.431,7 | 6.295,7 | 3.726,8 | 766,2 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | At cost | 7.637,0 | 7.637,0 | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | At cost | 1.773,8 | 1.773,8 | - | - | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten ohne Leasingverbindlichkeiten | 15.863,1 | 15.727,1 | 3.726,8 | 786,8 | - | |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien nach IFRS 9: | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte (FVOCIwR) | 114,9 | |||||
| Finanzielle Vermögenswerte (FVOCIwoR) | 160,2 | |||||
| Finanzielle Vermögenswerte (FVPL) | 458,4 | |||||
| Finanzielle Vermögenswerte (At cost) | 10.780,5 | |||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten (FVPL) | 20,6 | |||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten (At cost) | 15.842,5 |
1 Ohne Anteile an nicht konsolidierten
verbundenen Unternehmen.
| ― |
At cost, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
| ― |
FVOCIwR, Fair Value through other comprehensive income with reclassification, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet, mit Reklassifizierung |
| ― |
FVOCIwoR, Fair Value through other comprehensive income with-out reclassification, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet, ohne Reklassifizierung |
| ― |
FVPL, Fair Value through profit and loss, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung bewertet |
| ― |
Stufe 1: notierte Preise in aktiven Märkten für identische Instrumente |
| ― |
Stufe 2: notierte Preise in aktiven Märkten für ähnliche Instrumente oder Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Input-Faktoren auf beobachtbaren Marktdaten beruhen |
| ― |
Stufe 3: Bewertungsmethoden, bei denen die wesentlichen Input-Faktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen |
Für zum FVOCIwoR bilanzierte Finanzinstrumente,
für die keine notierten Preise in aktiven Märkten
für identische Instrumente (Stufe 1) oder für
ähnliche Instrumente vorliegen oder keine
Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen
Input-Faktoren auf beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe
2), anwendbar sind, ist der Zeitwert mit einer
Bewertungsmethode, bei der die wesentlichen Input-Faktoren
auf nicht beobachtbaren Marktdaten beruhen (Stufe 3), zu
ermitteln. Sofern externe Bewertungsgutachten oder
Informationen aus weiteren Finanzierungsrunden vorliegen,
werden sie herangezogen. Liegen derartige Informationen
nicht vor, erfolgt die Bewertung nach dem
Bewertungsverfahren, das im jeweiligen Fall als angemessen
und umsetzbar erachtet wird, z. B. nach der
Discounted-Cashflow-Methode oder per
Multiplikatoren-Verfahren mit auf Kaufpreisen bei
vergleichbaren Transaktionen basierenden
Verhältniszahlen. Nur wenn nicht genügend neuere
Informationen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts
vorliegen, werden die Anschaffungskosten als die beste
Schätzung des beizulegenden Zeitwerts angesehen. Die
zum FVOCIwoR bilanzierten Finanzinstrumente werden
hinsichtlich etwaiger Änderungen der wesentlichen
nicht beobachtbaren Input-Faktoren zentral überwacht
und kontinuierlich auf Wertschwankungen
überprüft.
In der folgenden Tabelle werden die Änderungen der
Finanzinstrumente in Stufe 3 dargestellt:
| Mio € | Sonstige
Finanzanlagen |
| Stand 01.01.2022 | 159,5 |
| Im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasste Bewertungseffekte | -0,7 |
| Zugänge | 10,2 |
| Umwandlung Convertible Note | 05 |
| Wechselkurseffekte | 36 |
| Stand 30.06.2022 | 173,1 |
| Stand 01.01.2023 | 155,5 |
| Im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasste Bewertungseffekte | -49,6 |
| Zugänge | 1,5 |
| Wechselkurseffekte | -1,1 |
| Stand 30.06.2023 | 106,3 |
Innerhalb der in Stufe 3 verbliebenen Finanzinstrumente
bestanden zum Stichtag keine Hinweise auf eine signifikante
Wertänderung der Finanzanlagen. Auf eine
Sensitivitätsanalyse wird aus
Wesentlichkeitsgründen verzichtet.
Im Mai 2005 leiteten die brasilianischen
Kartellbehörden nach einer Anzeige wegen angeblich
kartellrechtswidrigen Verhaltens im Bereich der
Kommerzialisierung von Tachografen Ermittlungen gegen die
brasilianische Tochtergesellschaft von Continental,
Continental Brasil Industria Automotiva Ltda., Guarulhos,
Brasilien (CBIA), ein. Am 18. August 2010 hat die
brasilianische Kartellbehörde eine "Einladung zum
Kartell" festgestellt und der CBIA eine Geldbuße in
Höhe von 12,0 Mio BRL (rund 2,3 Mio €) auferlegt,
die dann auf 10,8 Mio BRL (rund 2,0 Mio €) reduziert
wurde. CBIA weist den Vorwurf zurück, dass gegen
brasilianisches Wettbewerbsrecht verstoßen wurde. Das
von der CBIA angerufene Gericht erster Instanz hat die
Entscheidung zwar bestätigt, auf Rechtsmittel der CBIA
hat das nächsthöhere Gericht diese Entscheidung
jedoch aufgehoben und die Sache zur Neuverhandlung
zurückverwiesen. Im Februar 2023 hat das
erstinstanzliche Gericht gegen CBIA entschieden und das
Verbot der Vollstreckung der Geldbuße gegen CBIA
(derzeitiger Betrag 34,2 Mio BRL (rund 6,5 Mio €))
aufgehoben. CBIA hat einen Antrag auf Klarstellung
eingereicht, in dem beantragt wurde, dass die einstweilige
Verfügung gegen die Vollstreckung bis zu einer
endgültigen und unanfechtbaren Entscheidung in vollem
Umfang in Kraft bleibt. Dieser Antrag wurde abgelehnt, CBIA
wird Rechtsmittel gegen diese Entscheidung einlegen. CBIA
drohen im Falle der Verletzung brasilianischen
Kartellrechts u. U. auch Schadenersatzforderungen Dritter.
Aufgrund von 2014 bekannt gewordenen Untersuchungen hat
die Europäische Kommission am 21. Februar 2018 gegen
die Continental AG, die Continental Teves AG & Co. oHG,
Frankfurt a. M., Deutschland, und die Continental
Automotive GmbH, Hannover, Deutschland, ein Bußgeld
in Höhe von 44,0 Mio € wegen eines rechtswidrigen
Informationsaustauschs verhängt. Betroffen davon waren
bestimmte Bremskomponenten. Continental hat dieses
Bußgeld bezahlt. Zwischenzeitlich haben sich Kunden
an Continental gewandt und Schadenersatzansprüche
behauptet bzw. vereinzelt auch beziffert. Im September 2022
haben die Mercedes-Benz AG und die Mercedes-Benz Group AG
vor dem High Court in London, Vereinigtes Königreich,
eine zivilrechtliche Klage gegen die Continental AG und
drei weitere Gesellschaften des Continental-Konzerns
erhoben. Mercedes-Benz hat diese Klage bislang nicht
beziffert. Continental hat die Zuständigkeit der
englischen Gerichte für diesen Fall angefochten. In
der Folge hat die Mercedes-Benz Group AG im Dezember 2022
eine Feststellungsklage gegen die Continental AG und zwei
weitere Gesellschaften des Continental-Konzerns vor dem
Landgericht Hannover eingereicht. Der High Court in London,
Vereinigtes Königreich, hat im Mai 2023 die
Zuständigkeit englischer Gerichte verneint und den
Antrag der Kläger auf Rechtsmittel (Sprungrevision,
Berufung) gegen diese Entscheidung im Juni 2023 abgelehnt.
Die Kläger haben dagegen keine Berufung eingelegt. Die
Klage vor dem High Court in London, Vereinigtes
Königreich, ist damit erledigt. Im April 2023 haben
mehrere Gesellschaften der Stellantis-Gruppe und auch
mehrere Gesellschaften der Renault-Gruppe jeweils eine
zivilrechtliche Klage gegen die Continental AG und zwei
weitere Gesellschaften des Continental-Konzerns vor dem
High Court in London, Vereinigtes Königreich, erhoben.
Sowohl die Klage der Stellantis-Gruppe als auch die der
Renault-Gruppe sind bislang nicht beziffert und wurden
Continental auch noch nicht zugestellt.
Am 3. März 2021 hat die brasilianische
Kartellbehörde (Conselho Administrativo de Defesa
Econômica, CADE) aufgrund der von der
Europäischen Kommission behandelten und zuvor
beschriebenen Sachverhalte formell ein Verfahren gegen die
Continental Teves AG & Co. oHG, Frankfurt a. M.,
Deutschland, sowie gegen bestimmte frühere
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wegen eines angeblich
rechtswidrigen Informationsaustauschs von wettbewerblich
sensiblen Informationen betreffend hydraulische
Bremssysteme eröffnet. Continental sieht es als
möglich an, dass dieses Verfahren mit einer Buße
endet. Sollte Continental hier für einen Verstoß
verantwortlich sein, könnte CADE der Gesellschaft eine
Geldbuße in Höhe von 0,1 % bis 20 % des Umsatzes
der Gesellschaft oder des Continental-Konzerns in Brasilien
im Jahr vor der Eröffnung des Verwaltungsverfahrens
(2020) auferlegen. Möglich wären auch nicht
pekuniäre Strafen. Ferner könnten Kunden, die
angeblich vom vorgeworfenen Austausch betroffen sind,
Schadenersatzansprüche geltend machen, sofern in der
Tat ein Verstoß gegen brasilianisches Kartellrecht
vorliegt.
Darüber hinaus gab es zu den im
Geschäftsbericht 2022 erläuterten
Rechtsstreitigkeiten und Schadenersatzansprüchen im
Berichtszeitraum keine wesentlichen neuen Erkenntnisse und
Sachverhalte.
Gegenüber den im Geschäftsbericht 2022
beschriebenen Haftungsverhältnissen und sonstigen
finanziellen Verpflichtungen ergaben sich bis zum 30. Juni
2023 keine wesentlichen Veränderungen.
Zum 31. Dezember 2022 wies die Continental AG einen
Bilanzgewinn in Höhe von 3.134,9 Mio € (Vj.
2.591,6 Mio €) aus. Am 27. April 2023 hat die
Hauptversammlung beschlossen, eine Dividende in Höhe
von 1,50 € je Stückaktie an die Aktionäre
der Continental AG für das abgelaufene
Geschäftsjahr auszuzahlen. Die Ausschüttungssumme
beläuft sich somit bei 200.005.983
dividendenberechtigten Aktien auf 300.008.974,50 €.
Der verbleibende Betrag wurde auf neue Rechnung
vorgetragen.
Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie erhöhte
sich im ersten Halbjahr 2023 auf 2,95 € (Vj. -0,06
€) und für den Zeitraum 1. April bis 30. Juni
2023 auf 1,04 € (Vj. -1,26 €). Das
unverwässerte Ergebnis pro Aktie entspricht dem
verwässerten Ergebnis pro Aktie.
Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen
inhaltlichen Änderungen der Geschäfte mit
nahestehenden Personen gegenüber dem 31. Dezember
2022. Wir verweisen dazu auf die Ausführungen im
Geschäftsbericht 2022.
Die jährliche Erklärung gemäß
§ 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex
vom Vorstand und Aufsichtsrat der Continental AG ist den
Aktionären auf der Internetseite des
Continental-Konzerns dauerhaft zugänglich gemacht
worden. Dort befinden sich auch frühere
Erklärungen nach § 161 AktG.
Continental hat nach dem Abschlussstichtag eine
Restrukturierungsmaßnahme im Segment Automotive
kommuniziert. Aus dieser Maßnahme werden
Zuführungen zu den
Personalrestrukturierungsrückstellungen bis zur
Höhe eines niedrigen dreistelligen Millionenbetrages
erwartet. Die Umsetzung der beschlossenen Maßnahme
soll ab 2024 eingeleitet werden und bis Ende 2027
schrittweise erfolgen.
Darüber hinaus liegen keine weiteren wesentlichen
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zum 30. Juni 2023 vor.
Hannover, 25. Juli 2023
Continental Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im
Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Hannover, 25. Juli 2023
Continental Aktiengesellschaft
Der Vorstand
An die Continental Aktiengesellschaft, Hannover
Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss
- bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung,
Konzern-Kapitalflussrechnung,
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie
erläuternden Angaben zum Konzern-Zwischenabschluss -
und den Konzern-Zwischenlagebericht der Continental
Aktiengesellschaft, Hannover, für den Zeitraum vom 1.
Januar bis 30. Juni 2023, die Bestandteile des
Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung
des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den
IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU
anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach
den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des
Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine
Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzern-Zwischenabschluss und dem
Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des
Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die
prüferische
Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir
bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit
ausschließen können, dass der verkürzte
Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Hannover, 1. August 2023
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Sven Rosorius | Dr. Arne Jacobi |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |