![]() Covestro AGLeverkusenZwischenbericht zum 30. September 2015Finanzbericht zum 30.09.2015
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| 3. Quartal 2014 | 3. Quartal 2015 | Veränderung | Dreivierteljahr 2014 | Dreivierteljahr 2015 | Veränderung | |
| in Mio. € | in Mio. € | in % | in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Umsatzerlöse | 3.062 | 3.020 | -1,4 | 8.781 | 9.284 | 5,7 |
| Umsatzveränderung | ||||||
| Menge | - 0,6 % | 2,9 % | ||||
| Preis | - 7,4 % | -6,1 % | ||||
| Währung | 6,6 % | 8,9 % | ||||
| Portfolio | 0,0 % | 0,0 % | ||||
| Mengenwachstum im Kerngeschäft1 | 4,5 % | - 0,7 % | 5,8 % | 2,5 % | ||
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||||||
| EMLA2 | 1.396 | 1.352 | -3,2 | 4.186 | 4.140 | -1,1 |
| NAFTA3 | 789 | 852 | 8,0 | 2.233 | 2.571 | 15,1 |
| APAC4 | 877 | 816 | -7,0 | 2.362 | 2.573 | 8,9 |
| EBITDA5 | 324 | 455 | 40,4 | 934 | 1.287 | 37,8 |
| Bereinigtes EBITDA6 | 326 | 471 | 44,5 | 951 | 1.385 | 45,6 |
| EBIT7 | 175 | 287 | 64,0 | 489 | 760 | 55,4 |
| Bereinigtes EBIT8 | 177 | 305 | 72,3 | 510 | 883 | 73,1 |
| Finanzergebnis | -35 | -56 | -60,0 | - 91 | -143 | - 57,1 |
| Konzernergebnis9 | 99 | 160 | 61,6 | 277 | 427 | 54,2 |
| Ergebnis je Aktie (in €)10 | 0,49 | 0,79 | 61,6 | 1,37 | 2,11 | 54,2 |
| Brutto-Cashflow11 | 274 | 313 | 14,2 | 828 | 1.039 | 25,5 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cashflow)12 | 357 | 379 | 6,2 | 511 | 923 | 80,6 |
| Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 134 | 128 | - 4,5 | 373 | 352 | - 5,6 |
| Free Operating Cash Flow13 | 223 | 251 | 12,6 | 138 | 571 | 313,8 |
| Nettofinanzverschuldung14,16 | 4.160 | 4.995 | 20,1 | 4.160 | 4.995 | 20,1 |
| Mitarbeiter (in FTE)15,16 | 14.408 | 15.723 | 9,1 | 14.408 | 15.723 | 9,1 |
1
Das Mengenwachstum im Kerngeschäft bezieht sich auf die Kernprodukte aus den Segmenten
Polyurethanes, Polycarbonates und Coatings, Adhesives, Specialties und wird als prozentuale
Veränderung der extern verkauften Mengen in Kilotonnen gegenüber dem Vorjahr errechnet.
Covestro nutzt auch Geschäftsmöglichkeiten außerhalb des Kerngeschäfts, zum Beispiel
durch den Verkauf von Rohstoffen und Zwischenprodukten wie Salzsäure, Natronlauge
und Styrol. Solche Transaktionen sind nicht Bestandteil des Mengenwachstums im Kerngeschäft.
2
EMLA: Region Europa, Naher Osten, Afrika und Lateinamerika außer Mexiko.
3
NAFTA: Region USA, Kanada und Mexiko.
4
APAC: Region Asien und Pazifik.
5
EBITDA: Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte.
6
Bereinigtes EBITDA: Entspricht dem um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnis vor Finanzergebnis,
Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
7
EBIT: Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern.
8
Bereinigtes EBIT: Entspricht dem um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnis vor Finanzergebnis
und Steuern.
9
Konzernergebnis: Das auf die Aktionäre der Covestro AG entfallende Ergebnis nach Ertragsteuern.
10
Ergebnis je Aktie: Konzernergebnis dividiert durch Gesamtaktienvolumen nach IPO (inklusive
neu ausgegeber Aktien).
11
Brutto-Cashflow: Entspricht dem Cashflow aus operativer Tätigkeit ohne Berücksichtigung
der Veränderungen in den Vorräten, den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen, dem übrigen Nettovermögen bzw. den sonstigen nicht zahlungswirksamen
Vorgängen.
12
Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cashflow): Entspricht dem Cashflow aus betrieblichen
Tätigkeiten nach IAS 7.
13
Free Operating Cash Flow: Entspricht dem Cashflow aus operativer Tätigkeit abzüglich
Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
14
Exklusive Pensionsverpflichtungen.
15
Mitarbeiter auf Vollzeitkräfte umgerechnet.
16
Zum Stichtag 30. September 2015 im Vergleich zum 30. September 2014.
Dieser Finanzbericht kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten,
die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Covestro
AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und
andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage,
die Entwicklung oder die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich von den hier
gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Covestro
in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf unserer Homepage
> www.covestro.com zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung,
solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder
Entwicklungen anzupassen.
Die im Bericht erfassten Kennzahlen sind kaufmännisch gerundet. Rundungen können in
Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte in diesem Bericht nicht exakt zur angegebenen
Summe aufaddieren und Prozentangaben sich nicht aus den dargestellten Werten ergeben.
Covestro existiert als Konzern im Sinne der IFRS seit dem 1. September 2015. Daher
wurde für sämtliche Werte der Vergleichsperiode sowie Teile der Berichtsperiode 2015
auf die Darstellung im sogenannten Kombinierten Abschluss zurückgegriffen. Für weitere
Erläuterungen zum Kombinierten Abschluss wird auf das Kapitel 1 des Anhangs (Grundlagen
zur Erstellung des Konzernabschlusses) verwiesen.
ich begrüße Sie herzlich als neue Anteilseigner der Covestro AG und freue mich sehr,
Ihnen erstmals über die Entwicklung Ihres Unternehmens zu berichten.
Seit dem 6. Oktober 2015 ist Covestro nun börsennotiert, und das starke Interesse,
das uns am Kapitalmarkt entgegengebracht wurde und wird, bestärkt meine Vorstandskollegen
und mich darin: Dies war der richtige Schritt. Unser Unternehmen ist nun in der Lage,
sich noch besser aufzustellen und weiterzuentwickeln -wir werden flexibler, effizienter
und können unsere Vorteile im internationalen Wettbewerb besser nutzen.
Der Börsengang ist der vorläufige Höhepunkt einer neuen Ära, die vor rund einem Jahr
mit der angekündigten Abspaltung vom Bayer-Konzern eingeläutet wurde. Eine weitere
wichtige Station war am 1. Juni die Verkündung des neuen Unternehmensnamens Covestro
- verbunden mit einem farbenfrohen neuen Auftritt und der Vision "To make the world
a brighter place" - also die Welt lebenswerter zu machen. Entsprechend arbeiten wir
kontinuierlich an Innovationen: um die Umwelt zu bewahren, die Gesellschaft voranzubringen
und Wert zu schaffen. Unsere Hightech-Werkstoffe für viele wichtige Branchen wie die
Automobil-, Bau- und Elektronikindustrie tragen dazu bei, dies zu verwirklichen.
Am 1. September folgte dann der nächste Schritt: Covestro wurde ein rechtlich und
wirtschaftlich eigenständiges Unternehmen. Als solches haben wir unser Geschäft mit
der gleichen Dynamik vorangetrieben wie bisher. Jeder der weltweit mehr als 15.700
Beschäftigten hat dazu beitragen.
Die Resultate dieser Bemühungen können sich sehen lassen. Unser operatives Ergebnis
(bereinigtes EBITDA) konnten wir zwischen Juli und September 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um fast 45 Prozent steigern. Damit unterstreicht Covestro einmal mehr seine Ertragsstärke.
Beim Umsatz konnten wir im 3. Quartal die Absatzmengen stabil halten. Die partielle
Weitergabe der gesunkenen Rohstoffkosten führte hingegen zu niedrigeren Verkaufspreisen.
Insgesamt lagen die Erlöse daher etwas unter dem Vorjahr. Gleichwohl erwarten wir
für das gesamte Geschäftsjahr 2015 eine leichte Umsatzsteigerung, während wir beim
bereinigten EBITDA und auch beim Free Operating Cash Flow sogar mit einer deutlichen
Zunahme rechnen.
Sie sehen also - Ihr Unternehmen ist auf Kurs!
Herzlichst,
Ihr Patrick Thomas
Seit dem 6. Oktober 2015 sind die Aktien der Covestro AG an der Frankfurter Wertpapierbörse
im regulierten Markt (Prime Standard) notiert. Der Eröffnungskurs betrug 26,00 € und
lag damit genau 2,00 € über dem Emissionspreis in Höhe von 24,00 €, den das Unternehmen
am 2. Oktober für neue, im Rahmen einer Kapitalerhöhung emittierte Aktien festgesetzt
hatte. Seither befinden sich rund 31 Prozent der insgesamt 202.500.000 auf den Inhaber
lautenden Stammaktien ohne Nennwert (Inhaberaktien) im Umlauf. Rund 69 Prozent der
Covestro-Aktien hält die Bayer AG, die bis dato die alleinige Eigentümerin war.
Der Börsengang bedeutet für Covestro einen weiteren wichtigen Schritt in eine neue
Ära als eigenständiges Unternehmen. Mit dem Emissionserlös von brutto 1,5 Milliarden
€ wurden im Wesentlichen Schulden gegenüber dem Bayer-Konzern zurückgezahlt, nicht
zuletzt, um das angestrebte Investment-Grade-Rating zu erreichen. Bereits einen Tag
nach der Erstnotiz erhielt Covestro von der Rating-Agentur Moody's Investors Service
in London ein Rating der Kategorie Baa2 mit stabilem Ausblick. Damit bestätigt die
erste Bonitätsbewertung die Kreditwürdigkeit des Unternehmens am internationalen Kapitalmarkt.



Covestro ist ein weltweit führender Anbieter hochwertiger Polymer-Werkstoffe und Anwendungslösungen
für viele Bereiche des modernen Lebens. Wir beliefern tausende Kunden in Schlüsselsektoren
wie der Automobilindustrie, dem Bauwesen, der Möbelindustrie und dem Elektronikbereich.
Zu unserem Kernportfolio zählen Komponenten für Polyurethan-Schaumstoffe, der hochwertige
Kunststoff Polycarbonat und Rohstoffe für Lacke, Kleb- und Dichtstoffe sowie Spezialprodukte,
darunter Folien und Elastomere. Entsprechend ist das Unternehmen in drei operative
Segmente gegliedert, die von Zentralfunktionen unterstützt und gesteuert werden.
Seit dem 1. September 2015 ist Covestro wirtschaftlich und rechtlich eigenständig.
Zuvor firmierte die Gesellschaft als Bayer MaterialScience und gehörte vollständig
zum Bayer-Konzern. Im Oktober 2015 unternahm Covestro einen Börsengang und ist nun
an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Der Streubesitz beträgt rund 31 %; die
übrigen Anteile werden von der Bayer AG gehalten, die bis dato alleinige Eigentümerin
war.
Auf Basis unserer führenden Stellung in unseren Industrien wollen wir in den kommenden
fünf Jahren an dem Wachstum partizipieren, das unabhängige Experten für unsere Abnehmerbranchen
erwarten. Als Triebfeder dieses Wachstums gelten Makrotrends wie der Klimawandel,
die Verknappung fossiler Ressourcen, die Zunahme der Weltbevölkerung, das Wachstum
der Städte und die zunehmende Mobilität. Mit unseren Produkten und Lösungen wollen
wir dazu beitragen, diese Herausforderungen zu bewältigen - gemäß der Unternehmensvision
"To make the world a brighter place", also die Welt lebenswerter zu machen. Im Einklang
damit ist Nachhaltigkeit für unsere sämtlichen Aktivitäten ein zentrales Anliegen
- um die Umwelt zu bewahren, die Gesellschaft voranzubringen und Wert zu schaffen.
Um unseren Geschäftserfolg nachhaltig zu steigern, wollen wir unsere Kostenstrukturen
weiter verbessern und vor allem unsere Anlagen optimal auslasten. Unsere weltweiten
Produktionsstätten befinden sich auf sehr hohem technologischen Stand und sind in
der Lage, die erwartete steigende Nachfrage zu bedienen. Darüber hinaus achten wir
stets auf höchste Effizienz, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Umweltverträglichkeit
unserer Anlagen.
Zudem setzen wir auf kontinuierliche Produkt- und Prozessinnovationen, um unsere Stellung
im globalen Wettbewerb zu halten beziehungsweise weiter auszubauen. Mit einer zielorientierten
Steuerung stellen wir sicher, dass Forschung und Entwicklung den Bedürfnissen unserer
Abnehmerindustrien und letztlich der Endkunden entsprechen. Thematisch liegt der Fokus
auf höherwertigen Anwendungen, der Steigerung von Funktionalitäten, Flexibilität im
Design, kostensparenden Produktionsprozessen und Nachhaltigkeit, wobei wir uns auch
um Alternativen zu petrochemischen Rohstoffen bemühen. Weltweit sind rund 1.000 Mitarbeiter
in der Forschung und Entwicklung tätig, unter anderem in großen Innovationszentren
in Deutschland, den USA und China. Wesentlich ist auch die internationale Zusammenarbeit
mit wissenschaftlichen Einrichtungen sowie Start-up-Unternehmen und Ausgründungen
im akademischen Bereich.
In der globalen Polyurethan-Industrie, die unabhängigen Experten zufolge auch in den
kommenden Jahren stärker wachsen dürfte als die Weltwirtschaft, ist Covestro der führende
Rohstoff- und Systemlieferant. Zum einen entwickeln und produzieren wir Komponenten
für weichen Schaumstoff, der unter anderem durch Verwendung in Matratzen und Polstermöbeln
für mehr Komfort im Alltag sorgt. Zum anderen stellen wir Rohstoffe zur Herstellung
von Polyurethan-Hartschaum her. Dieses Material dient vor allem als Dämmstoff für
Gebäude sowie Kühlgeräte und trägt so dazu bei, Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen
zu senken.
Das Segment Polyurethanes (PUR) arbeitet kontinuierlich daran, Produkte sowie Herstellungs- und Verarbeitungsverfahren weiterzuentwickeln. Beispielsweise treiben wir neue Technologien voran, um nano-zelluläre Schäume zur noch effizienteren Dämmung zu produzieren. Außerdem geht es darum, den Flammschutz unserer Materialien zu erhöhen. Ein weiteres aktuelles Thema sind leichtgewichtige Verbundwerkstoffe, die unter anderem die Effizienz von Windkraftanlagen erhöhen können. Auf dem Gebiet der Prozessentwicklung setzen wir auf Kohlendioxid als neue Kohlenstoffquelle, um die Abhängigkeit von petrochemischen Rohstoffen zu verringern. 2016 wollen wir eine erste neuartige Polyurethan-Komponente auf CO2 -Basis auf den Markt bringen.
Ein weiteres Hauptprodukt ist der Hochleistungskunststoff Polycarbonat, zu dessen
weltweit führenden Anbietern Covestro zählt. Auch in dieser Industrie wird in den
kommenden Jahren ein Wachstum oberhalb des globalen Bruttoinlandsprodukts erwartet.
Vor allem in der Automobil-, Elektronik- und Bauindustrie ist mit zunehmendem Bedarf
an diesem Material zu rechnen, das sich durch positive Eigenschaften wie Leichtigkeit,
Transparenz, Stabilität und Designfreiheit auszeichnet.
Das Segment Polycarbonates (PCS) will seine Technologieführerschaft weiter ausbauen
und setzt dazu unter anderem auf faserverstärkte Verbundwerkstoffe. Vor allem bei
hochwertigen IT-Produkten und Automobilkomponenten können diese die Leistungsfähigkeit
erhöhen und einen kostengünstigen Ersatz für bestehende Lösungen aus Metall bilden.
Sie wiegen deutlich weniger als herkömmliche Lösungen aus Glas und Stahl und können
unter anderem dafür sorgen, dass Fahrzeuge weniger Treibstoff verbrauchen. Zur Nachhaltigkeit
im Automobilsektor und in anderen Bereichen tragen auch Leuchtdioden bei, für die
wir ebenfalls spezielle Polycarbonate anbieten und weiterentwickeln.
Covestro ist der führende Anbieter von mehrheitlich Polyurethan-basierten Rohstoffen
vor allem für Lacke und Klebstoffe. Haupteinsatzgebiete sind unter anderem Transport
und Verkehr, Infrastruktur und Bau sowie Holzverarbeitung und Möbel. Für die Produkte
des Segments Coatings, Adhesives, Specialties (CAS) gehen unabhängige Experten ebenfalls
von langfristigen Wachstumsraten über dem globalen Bruttoinlandsprodukt aus. Im Hauptgeschäft
wollen wir unsere Stellung sichern und ausbauen und ziehen dafür auch die gezielte
Erweiterung von Produktionskapazitäten in Betracht.
Unsere Spezialitäten umfassen Elastomere und Spezialfolien und werden auch in Bereichen
wie Kosmetik, Medizin und Textilien verwendet; hier zielen wir auf ein beschleunigtes
Wachstum ab.
Außerdem treiben wir neue Prozesstechnologien voran, etwa zur Nutzung biobasierter
Rohstoffe. Unlängst haben wir für Polyurethan-Lacke und -Klebstoffe eine neuartige
Komponente auf den Markt gebracht, die zu 70% aus Biomasse gewonnen wird, ohne mit
der Nahrungsmittelproduktion zu konkurrieren. Ferner wurde ein thermolatenter Härter
für Automobillacke entwickelt, die so deutlich schneller und mit weniger Energieverbrauch
verarbeitet werden können. Für Textilien und Kunstleder bieten wir eine neue Generation
von Polyurethan-Dispersionen an, die ebenfalls Ressourcen schonen und vollständig
ohne organische Lösungsmittel auskommen.
| 3. Quartal 2014 | 3. Quartal 2015 | Veränderung | Dreivierteljahr 2014 | Dreivierteljahr 2015 | Veränderung | |
| in Mio. € | in Mio. € | in % | in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Umsatzerlöse | 3.062 | 3.020 | - 1,4 | 8.781 | 9.284 | 5,7 |
| Umsatzveränderung | ||||||
| Menge | -0,6 % | 2,9 % | ||||
| Preis | - 7,4 % | -6,1 % | ||||
| Währung | 6,6 % | 8,9 % | ||||
| Portfolio | 0,0 % | 0,0 % | ||||
| Mengenwachstum im Kerngeschäft1 | 4,5 % | - 0,7 % | 5,8 % | 2,5 % | ||
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||||||
| EMLA2 | 1.396 | 1.352 | -3,2 | 4.186 | 4.140 | -1,1 |
| NAFTA3 | 789 | 852 | 8,0 | 2.233 | 2.571 | 15,1 |
| APAC4 | 877 | 816 | -7,0 | 2.362 | 2.573 | 8,9 |
| EBITDA5 | 324 | 455 | 40,4 | 934 | 1.287 | 37,8 |
| Bereinigtes EBITDA6 | 326 | 471 | 44,5 | 951 | 1.385 | 45,6 |
| EBIT7 | 175 | 287 | 64,0 | 489 | 760 | 55,4 |
| Bereinigtes EBIT8 | 177 | 305 | 72,3 | 510 | 883 | 73,1 |
| Finanzergebnis | - 35 | - 56 | - 60,0 | - 91 | - 143 | - 57,1 |
| Konzernergebnis9 | 99 | 160 | 61,6 | 277 | 427 | 54,2 |
| Brutto-Cashflow10 | 274 | 313 | 14,2 | 828 | 1.039 | 25,5 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cashflow)11 | 357 | 379 | 6,2 | 511 | 923 | 80,6 |
| Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 134 | 128 | - 4,5 | 373 | 352 | - 5,6 |
| Free Operating Cash Flow12 | 223 | 251 | 12,6 | 138 | 571 | 313,8 |
| Nettofinanzverschuldung13,14 | 4.160 | 4.995 | 20,1 | 4.160 | 4.995 | 20,1 |
1
Das Mengenwachstum im Kerngeschäft bezieht sich auf die Kernprodukte aus den Segmenten
Polyurethanes, Polycarbonates und Coatings, Adhesives, Specialties und wird als prozentuale
Veränderung der extern verkauften Mengen in Kilotonnen gegenüber dem Vorjahr errechnet.
Covestro nutzt auch Geschäftsmöglichkeiten außerhalb des Kerngeschäfts, zum Beispiel
durch den Verkauf von Rohstoffen und Zwischenprodukten wie Salzsäure, Natronlauge
und Styrol. Solche Transaktionen sind nicht Bestandteil des Mengenwachstums im Kerngeschäft.
2
EMLA: Region Europa, Naher Osten, Afrika und Lateinamerika außer Mexiko.
3
NAFTA: Region USA, Kanada und Mexiko.
4
APAC: Region Asien und Pazifik.
5
EBITDA: Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte.
6
Bereinigtes EBITDA: Entspricht dem um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnis vor Finanzergebnis,
Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
7
EBIT: Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern.
8
Bereinigtes EBIT: Entspricht dem um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnis vor Finanzergebnis
und Steuern.
9
Konzernergebnis: Das auf die Aktionäre der Covestro AG entfallende Ergebnis nach Ertragsteuern.
10
Brutto-Cashflow: Entspricht dem Cashflow aus operativer Tätigkeit ohne Berücksichtigung
der Veränderungen in den Vorräten, den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen, dem übrigen Nettovermögen bzw. den sonstigen nicht zahlungswirksamen
Vorgängen.
11
Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cashflow): Entspricht dem Cashflow aus betrieblichen
Tätigkeiten nach IAS 7.
12
Free Operating Cash Flow: Entspricht dem Cashflow aus operativer Tätigkeit abzüglich
Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
13
Exklusive Pensionsverpflichtungen.
14
Zum Stichtag 30. September 2015 im Vergleich zum 30. September 2014.
Der Konzernumsatz sank im 3. Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,4 %
auf 3.020 Mio. € (Vorjahr: 3.062 Mio. €). Der Umsatzrückgang resultiert vor allem
aus erwartungsgemäß rückläufigen Verkaufspreisen in allen drei Segmenten, insbesondere
bei Polyurethanes. Dieser Preisrückgang ist im Wesentlichen auf niedrigere Rohstoffpreise
zurückzuführen.
Effekte aus Wechselkursveränderungen wirkten sich positiv aus und konnten die niedrigeren
Verkaufspreise größtenteils ausgleichen. Die Verkaufsmengen lagen insgesamt auf dem
Niveau des Vorjahres. Hier gab es deutliche Steigerungen bei Polycarbonates, während
die Verkaufsmengen bei Polyurethanes und Coatings, Adhesives, Specialties unter dem
Vorjahresquartal blieben.

Im Segment Polyurethanes sank der Umsatz im 3. Quartal 2015 um 8,5 % auf 1.512 Mio.
€ (Vorjahr: 1.652 Mio. €). Das Segment Polycarbonates wies ein Umsatzwachstum von
13,0% auf 819 Mio. € (Vorjahr: 725 Mio. €) aus. Der Umsatz des Segments Coatings,
Adhesives, Specialties stieg um 2,6 % auf 519 Mio. € (Vorjahr: 506 Mio. €).
Das Wachstum des Covestro-Konzerns wird auch am Wachstum der Absatzmengen im Kerngeschäft1 (engl. core volume growth) gemessen. Die prozentuale Steigerung der Mengen im Kerngeschäft ist, anders als der Umsatz, weniger abhängig von Einflüssen der Rohstoffpreise oder Währungseffekten und eignet sich somit besser zur Beurteilung des Wachstums. Ab dem Geschäftsjahr 2016 verwendet der Covestro-Konzern das Mengenwachstum im Kerngeschäft als weitere bedeutende Kennzahl zur Konzernsteuerung.
Die Absatzmengen im Kerngeschäft waren für den Covestro-Konzern im 3. Quartal 2015
um 0,7% rückläufig. Während das Segment Polycarbonates hier eine Zunahme von 5,5 %
erreichte, wiesen sowohl Polyurethanes als auch Coatings, Adhesives, Specialties Rückgänge
um 2,8 % bzw. 2,3 % gegenüber dem Vorjahresquartal aus.
Das bereinigte EBITDA erhöhte sich im 3. Quartal 2015 um 44,5 % auf 471 Mio. € (Vorjahr:
326 Mio. €). Ein wesentlicher Grund sind deutlich gesunkene Rohstoffpreise. Vor dem
Hintergrund einer vorteilhafteren Angebots- und Nachfragesituation, insbesondere bei
Polycarbonates, konnten diese einen Rückgang bei den Verkaufspreisen mehr als ausgleichen.
Währungseffekte hatten einen positiven Einfluss von etwa 70 Mio. €.
Im Segment Polyurethanes stieg das bereinigte EBITDA um 8,0 % auf 175 Mio. € (Vorjahr:
162 Mio. €). Das Segment Polycarbonates erreichte mehr als eine Vervierfachung des
bereinigten EBITDA auf 171 Mio. € (Vorjahr: 39 Mio. €). Im Segment Coatings, Adhesives,
Specialties lag das bereinigte EBITDA mit 137 Mio. € um 10,5 % über dem Vorjahreswert
von 124 Mio. €.


Das EBIT des Covestro-Konzerns stieg im 3. Quartal 2015 um 64,0 % auf 287 Mio. € (Vorjahr:
175 Mio. €). Die Sondereinflüsse beliefen sich auf -18 Mio. € (Vorjahr: -2 Mio. €).
Diese beinhalten Sonderaufwendungen für die Konsolidierung von Produktionsstandorten
sowie Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit dem Börsengang. Darin enthalten
ist auch eine Erstattung der Bayer AG für die Beendigung der Mitbenutzungsvereinbarung
der Konzernkennzeichen. Um Sondereinflüsse bereinigt betrug das EBIT 305 Mio. € (
72,3%; Vorjahr: 177 Mio. €).
Unter Berücksichtigung eines Finanzergebnisses in Höhe von -56 Mio. € (Vorjahr: -35
Mio. €) stieg das Ergebnis vor Ertragsteuern auf 231 Mio. € (Vorjahr: 140 Mio. €).
Nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter ergab sich ein Konzernergebnis von
160 Mio. € (Vorjahr: 99 Mio. €).
Der Brutto-Cashflow stieg im 3. Quartal 2015 um 14,2 % auf 313 Mio. € (Vorjahr: 274
Mio. €) aufgrund der deutlichen Steigerung des EBITDA. Der Cashflow aus operativer
Tätigkeit (Netto-Cashflow) verbesserte sich um 6,2 % auf 379 Mio. € (Vorjahr: 357
Mio. €). Darin enthalten waren Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 63 Mio. € (Vorjahr:
41 Mio. €).
Ab dem Geschäftsjahr 2016 verwendet der Covestro-Konzern den Free Operating Cash Flow2 als weitere bedeutende Kennzahl zur Konzernsteuerung. Der Free Operating Cash Flow spiegelt die Fähigkeit des Unternehmens zur Innenfinanzierung wider.
Im 3. Quartal 2015 gab es eine Zunahme beim Free Operating Cash Flow um 12,6% auf
251 Mio. € (Vorjahr: 223 Mio. €).
Die Nettofinanzverschuldung stieg im Vergleich zum 30. Juni 2015 um 417 Mio. € auf
4.995 Mio. € zum 30. September 2015. Die Mittelzuflüsse aus dem Anfang Oktober erfolgten
Börsengang von Covestro wurden im Berichtszeitraum nicht erfasst. Diese sind im Nachtragsbericht
beschrieben.
Der Konzernumsatz stieg im Dreivierteljahr 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um
5,7 % auf 9.284 Mio. € (Vorjahr: 8.781 Mio. €). In allen drei operativen Segmenten
wurden die Absatzmengen gesteigert. Positiv wirkten Währungseffekte, welche in Summe
die gesunkenen Absatzpreise, insbesondere bei Polyurethanes und Polycarbonates, mehr
als ausgleichen konnten.
Der Umsatz im Segment Polyurethanes stieg in den ersten neun Monaten um 0,3% auf 4.703
Mio. € (Vorjahr: 4.689 Mio. €). Das Segment Polycarbonates verzeichnete ein Umsatzwachstum
von 16,0% auf 2.413 Mio. € (Vorjahr: 2.080 Mio. €). Der Umsatz von Coatings, Adhesives,
Specialties stieg um 10,4 % auf 1.616 Mio. € (Vorjahr: 1.464 Mio. €).
Die abgesetzte Menge im Kerngeschäft nahm auf Konzernebene um 2,5 % zu. Dazu trug
im Wesentlichen das Segment Polycarbonates mit einer Wachstumsrate von 6,7 % bei.
Im Bereich Coatings, Adhesives, Specialties betrug das Mengenwachstum im Kerngeschäft
3,5 % und im Segment Polyurethanes 0,8 %.
Das bereinigte EBITDA erhöhte sich im Dreivierteljahr 2015 um 45,6% auf 1.385 Mio.
€ (Vorjahr: 951 Mio. €). Deutlich gesunkene Rohstoffpreise und ausgeweitete Absatzmengen
konnten den Rückgang der Verkaufspreise überkompensieren. Diese Entwicklung spiegelt
eine vorteilhaftere Angebots- und Nachfragesituation, insbesondere bei Polycarbonates,
wider. Darüber hinaus wirkten sich Währungseffekte von etwa 200 Mio. € positiv auf
das Ergebnis aus.
Das EBIT des Covestro-Konzerns stieg im Dreivierteljahr 2015 um 55,4 % auf 760 Mio.
€ (Vorjahr: 489 Mio. €). Die Sondereinflüsse beliefen sich auf -123 Mio. € (Vorjahr:
- 21 Mio. €). Um Sondereinflüsse bereinigt betrug das EBIT 883 Mio. € ( 73,1 %; Vorjahr:
510 Mio. €).
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erhöhten sich im Dreivierteljahr 2015
um 18,2% auf 188 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 159 Mio. €). Auf das 3. Quartal 2015 entfielen
davon 63 Mio. € (Vorjahr: 48 Mio. €). Die Mittel wurden im Wesentlichen für die Identifizierung
neuer Einsatzbereiche unserer Produkte und die Weiterentwicklung von Prozesstechnologien
und Produkten eingesetzt. Darüber hinaus investierten wir in den ersten neun Monaten
des laufenden Jahres 62 Mio. € (Vorjahr: 56 Mio. €) in gemeinsame Projekte mit Kunden.
Auf das 3. Quartal 2015 entfielen davon 21 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €).
Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses von -143 Mio. € (Vorjahr: -91 Mio. €)
stieg das Ergebnis vor Ertragsteuern gegenüber dem Vorjahr auf 617 Mio. € (Vorjahr:
398 Mio. €). Daraus resultierte nach Abzug eines Steueraufwands von 184 Mio. € (Vorjahr:
120 Mio. €) ein Ergebnis nach Steuern von 433 Mio. € (Vorjahr: 278 Mio. €). Nach Anteilen
anderer Gesellschafter ergab sich ein Konzernergebnis von 427 Mio. € (Vorjahr: 277
Mio. €).
Der Brutto-Cashflow stieg im Dreivierteljahr 2015 um 25,5% auf 1.039 Mio. € (Vorjahr:
828 Mio. €) und der Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cashflow) um 80,6% auf
923 Mio. € (Vorjahr: 511 Mio. €). Darin enthalten waren Ertragsteuerzahlungen in Höhe
von 143 Mio. € (Vorjahr: 81 Mio. €).
Der Free Operating Cash Flow erhöhte sich deutlich auf 571 Mio. € (Vorjahr: 138 Mio.
€).
| 3. Quartal 2014 | 3. Quartal 2015 | Veränderung | Dreivierteljahr 2014 | Dreivierteljahr 2015 | Veränderung | |
| in Mio. € | in Mio. € | in % | in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Umsatzerlöse | 1.652 | 1.512 | - 8,5 | 4.689 | 4.703 | 0,3 |
| Umsatzveränderung | ||||||
| Menge | -2,2 % | 2,0 % | ||||
| Preis | -12,1 % | -9,9 % | ||||
| Währung | 5,8 % | 8,2 % | ||||
| Portfolio | 0,0 % | 0,0 % | ||||
| Mengenwachstum im Kerngeschäft1 | 3,8 % | - 2,8 % | 5,5 % | 0,8 % | ||
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||||||
| EMLA2 | 746 | 667 | -10,6 | 2.171 | 2.048 | -5,7 |
| NAFTA3 | 479 | 496 | 3,5 | 1.354 | 1.503 | 11,0 |
| APAC4 | 427 | 349 | -18,3 | 1.164 | 1.152 | -1,0 |
| EBITDA5 | 161 | 161 | 0,0 | 489 | 509 | 4,1 |
| Bereinigtes EBITDA6 | 162 | 175 | 8,0 | 491 | 561 | 14,3 |
| EBIT7 | 73 | 60 | - 17,8 | 231 | 183 | - 20,8 |
| Bereinigtes EBIT8 | 74 | 72 | - 2,7 | 233 | 256 | 9,9 |
1
Das Mengenwachstum im Kerngeschäft bezieht sich auf die Kernprodukte aus den Segmenten
Polyurethanes, Polycarbonates und Coatings, Adhesives, Specialties und wird als prozentuale
Veränderung der extern verkauften Mengen in Kilotonnen gegenüber dem Vorjahr errechnet.
Covestro nutzt auch Geschäftsmöglichkeiten außerhalb des Kerngeschäfts, zum Beispiel
durch den Verkauf von Rohstoffen und Zwischenprodukten wie Salzsäure, Natronlauge
und Styrol. Solche Transaktionen sind nicht Bestandteil des Mengenwachstums im Kerngeschäft.
2
EMLA: Region Europa, Naher Osten, Afrika und Lateinamerika außer Mexiko.
3
NAFTA: Region USA, Kanada und Mexiko.
4
APAC: Region Asien und Pazifik.
5
EBITDA: Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte.
6
Bereinigtes EBITDA: Entspricht dem um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnis vor Finanzergebnis,
Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
7
EBIT: Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern.
8
Bereinigtes EBIT: Entspricht dem um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnis vor Finanzergebnis
und Steuern.

Im Segment Polyurethanes verringerte sich der Umsatz im 3. Quartal 2015 gegenüber
dem Vorjahreszeitraum um 8,5% auf 1.512 Mio. €. Dies resultierte aus geringeren Absatzmengen
und -preisen, die teilweise durch Wechselkurseffekte ausgeglichen wurden. Der teils
deutliche Preisrückgang in den Produktgruppen Toluylen-Diisocyanat (TDI), Diphenylmethan-Diisocyanat
(MDI) und Polyether-Polyole geht vor allem auf geringere Rohstoffpreise zurück, die
größtenteils an die Kunden weitergegeben wurden.
Niedrigere Mengen führten zu einer Umsatzreduktion von 2,2 %. In der Region APAC war
die Nachfrage im 3. Quartal niedriger als im Vorjahr. Die dortigen Mengenverluste
resultierten aus einem verlangsamten Marktwachstum, vor allem in China. Insgesamt
überwog die rückläufige Entwicklung in APAC die Zunahme der Absatzmengen in der Region
NAFTA. Die Verkaufsmengen in EMLA blieben stabil, da eine geringere Nachfrage in LATAM
durch höheren Absatz in EMEA kompensiert wurde. Grund für die Steigerungen dort war
vor allem die erweiterte TDI-Kapazität am deutschen Produktionsstandort Dormagen.
Die Verkaufspreise bei Polyurethanes lagen 12,1 % unter dem Niveau des Vorjahres,
vor allem aufgrund von niedrigeren Rohstoffpreisen in allen Regionen. Bei TDI ist
das niedrigere Preisniveau zudem auf gestiegene Wettbewerbsintensität aufgrund hoher
Produktverfügbarkeit zurückzuführen.
In EMLA verringerte sich der Umsatz wegen niedrigerer Verkaufspreise bei stabilen
Mengen um 10,6%. Hingegen wurde in NAFTA ein Umsatzanstieg um 3,5 % erzielt. Günstige
Entwicklungen der Wechselkurse und höhere Absatzmengen überwogen die Preisrückgänge.
Trotz positiver Auswirkung von Währungseffekten ging der Umsatz in APAC um 18,3% zurück.
Dies lag an gesunkenen Verkaufsmengen und deutlich niedrigeren Verkaufspreisen.
Die abgesetzte Menge im Kerngeschäft reduzierte sich im 3. Quartal um 2,8 %.

Trotz eines sich eintrübenden Marktumfelds im 3. Quartal stieg das bereinigte EBITDA
von Polyurethanes um 8,0 % auf 175 Mio. € (Vorjahr: 162 Mio. €). Positiv wirkten sich
insbesondere Margenverbesserungen bei dem Nebenprodukt Styrol in Europa aus. Niedrigere
Margen bei TDI belasteten hingegen das Ergebnis. Weiterhin hatten geringere Verkaufsmengen
einen negativen Effekt auf das Ergebnis. Der schwache Euro trug jedoch zur Ergebnisverbesserung
bei.

Das EBIT sank um 17,8% auf 60 Mio. € (Vorjahr: 73 Mio. €). Hierin enthalten sind Sonderaufwendungen
in Höhe von 12 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €).
Im Dreivierteljahr 2015 stieg der Umsatz von Polyurethanes um 0,3 % auf 4.703 Mio.
€. Vorteilhafte Entwicklungen der Wechselkurse und höhere Verkaufsmengen kompensierten
die niedrigeren Verkaufspreise. Die Verkaufspreise lagen für MDI, TDI und Polyether-Polyole
unter dem Vorjahr, vor allem aufgrund niedrigerer Einstandspreise für Rohstoffe. Die
Verkaufsmengen lagen in Summe über dem Vorjahreszeitraum. Das Mengenwachstum im Kerngeschäft
betrug im Dreivierteljahr 0,8 %.
Das bereinigte EBITDA stieg um 14,3 % auf 561 Mio. €. Beim EBIT ergab sich eine Verringerung
um 20,8 % auf 183 Mio. €.
| 3. Quartal 2014 | 3. Quartal 2015 | Veränderung | Dreivierteljahr 2014 | Dreivierteljahr 2015 | Veränderung | |
| in Mio. € | in Mio. € | in % | in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Umsatzerlöse | 725 | 819 | 13,0 | 2.080 | 2.413 | 16,0 |
| Umsatzveränderung | ||||||
| Menge | 4,1 % | 6,4 % | ||||
| Preis | - 0,8 % | -2,2 % | ||||
| Währung | 9,7 % | 11,8 % | ||||
| Portfolio | 0,0 % | 0,0 % | ||||
| Mengenwachstum im Kerngeschäft1 | 8,6 % | 5,5 % | 9,2 % | 6,7 % | ||
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||||||
| EMLA2 | 253 | 296 | 17,0 | 804 | 866 | 7,7 |
| NAFTA3 | 165 | 200 | 21,2 | 469 | 580 | 23,7 |
| APAC4 | 307 | 323 | 5,2 | 807 | 967 | 19,8 |
| EBITDA5 | 38 | 171 | - |
114 | 436 | - |
| Bereinigtes EBITDA6 | 39 | 171 | - |
127 | 437 | - |
| EBIT7 | - 3 | 127 | - |
- 8 | 304 | - |
| Bereinigtes EBIT8 | - 2 | 128 | - |
6 | 306 | - |
1
Das Mengenwachstum im Kerngeschäft bezieht sich auf die Kernprodukte aus den Segmenten
Polyurethanes, Polycarbonates und Coatings, Adhesives, Specialties und wird als prozentuale
Veränderung der extern verkauften Mengen in Kilotonnen gegenüber dem Vorjahr errechnet.
Covestro nutzt auch Geschäftsmöglichkeiten außerhalb des Kerngeschäfts, zum Beispiel
durch den Verkauf von Rohstoffen und Zwischenprodukten wie Salzsäure, Natronlauge
und Styrol. Solche Transaktionen sind nicht Bestandteil des Mengenwachstums im Kerngeschäft.
2
EMLA: Region Europa, Naher Osten, Afrika und Lateinamerika außer Mexiko.
3
NAFTA: Region USA, Kanada und Mexiko.
4
APAC: Region Asien und Pazifik.
5
EBITDA: Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte.
6
Bereinigtes EBITDA: Entspricht dem um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnis vor Finanzergebnis,
Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
7
EBIT: Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern.
8
Bereinigtes EBIT: Entspricht dem um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnis vor Finanzergebnis
und Steuern.

Im 3. Quartal 2015 stieg der Umsatz im Segment Polycarbonates im Vergleich zum Vorjahresquartal
um 13,0 % auf 819 Mio. €. Die Veränderung der Wechselkurse wirkte sich positiv auf
den Umsatz aus.
Eine Zunahme der Absatzmengen um 4,1 % führte zu einer Umsatzsteigerung, die vor allem
in EMLA und NAFTA durch die höhere Nachfrage im Automobil- und Bausektor angetrieben
wurde. In der Region APAC ging der Absatz im Vergleich zum Vorjahr zurück. Dies ist
überwiegend auf die geringere Nachfrage aus der schrumpfenden Industrie für optische
Datenspeicherung und den rückläufigen Umsatz bei den Zwischenprodukten zurückzuführen.
Insgesamt lagen die Verkaufspreise aufgrund der niedrigeren Preise in APAC und NAFTA
um 0,8 % unter dem Vorjahresniveau, worin sich teilweise die gesunkenen Rohstoffpreise
widerspiegelten. Auf der anderen Seite lagen die Verkaufspreise in der Region EMLA
trotz der niedrigeren Rohstoffpreise über denen des Vorjahres.
Der Umsatz in EMLA stieg sowohl durch höhere Absatzmengen als auch durch Preissteigerungen
um 17,0%. In der Region NAFTA stieg der Umsatz um 21,2 %, da günstige Währungseffekte
und höhere Absatzmengen die Preissenkungen überkompensieren konnten. Der Umsatzanstieg
in der Region APAC von 5,2 % gegenüber dem Vorjahr war durch positive Währungseffekte
bedingt, die rückläufige Absatzmengen und Preissenkungen ausglichen.
Das Mengenwachstum im Kerngeschäft betrug im 3. Quartal 5,5 %.

Das bereinigte EBITDA stieg deutlich auf 171 Mio. € (Vorjahr: 39 Mio. €). Diese Zunahme
war überwiegend durch die günstige Entwicklung der Verkaufspreise im Vergleich zu
den Rohstoffpreisen bedingt, die auf einen operativen Engpass in der Branche zurückzuführen
ist. Der schwächere Euro und die höheren Absatzmengen in NAFTA und EMLA trugen ebenfalls
zum Anstieg des bereinigten EBITDA bei.

Das EBIT des Segments Polycarbonates verbesserte sich im 3. Quartal 2015 erheblich
auf 127 Mio. € (Vorjahr: -3 Mio. €). Hierin sind Sondereinflüsse in Höhe von -1 Mio.
€ enthalten (Vorjahr: -1 Mio. €).
Im Dreivierteljahr 2015 stieg der Umsatz des Segments Polycarbonates um 16,0 % auf
2.413 Mio. €. Das Mengenwachstum konnte negative Preisentwicklungen in allen drei
Regionen überkompensieren.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2015 betrug das Mengenwachstum im Kerngeschäft
6,7 %.
Das bereinigte EBITDA verzeichnete eine starke Zunahme auf 437 Mio. €. Auch das EBIT
stieg erheblich auf 304 Mio. €.
| 3. Quartal 2014 | 3. Quartal 2015 | Veränderung | Dreivierteljahr 2014 | Dreivierteljahr 2015 | Veränderung | |
| in Mio. € | in Mio. € | in % | in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Umsatzerlöse | 506 | 519 | 2,6 | 1.464 | 1.616 | 10,4 |
| Umsatzveränderung | ||||||
| Menge | -2,5 % | 2,7 % | ||||
| Preis | -1,4 % | - 0,8 % | ||||
| Währung | 6,5 % | 8,5 % | ||||
| Portfolio | 0,0 % | 0,0 % | ||||
| Mengenwachstum im Kerngeschäft1 | 0,1 % | - 2,3 % | 0,4 % | 3,5 % | ||
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||||||
| EMLA2 | 267 | 260 | -2,6 | 804 | 814 | 1,2 |
| NAFTA3 | 105 | 121 | 15,2 | 295 | 374 | 26,8 |
| APAC4 | 134 | 138 | 3,0 | 365 | 428 | 17,3 |
| EBITDA5 | 125 | 135 | 8,0 | 345 | 401 | 16,2 |
| Bereinigtes EBITDA6 | 124 | 137 | 10,5 | 346 | 407 | 17,6 |
| EBIT7 | 106 | 113 | 6,6 | 284 | 337 | 18,7 |
| Bereinigtes EBIT8 | 106 | 118 | 11,3 | 289 | 346 | 19,7 |
1
Das Mengenwachstum im Kerngeschäft bezieht sich auf die Kernprodukte aus den Segmenten
Polyurethanes, Polycarbonates und Coatings, Adhesives, Specialties und wird als prozentuale
Veränderung der extern verkauften Mengen in Kilotonnen gegenüber dem Vorjahr errechnet.
Covestro nutzt auch Geschäftsmöglichkeiten außerhalb des Kerngeschäfts, zum Beispiel
durch den Verkauf von Rohstoffen und Zwischenprodukten wie Salzsäure, Natronlauge
und Styrol. Solche Transaktionen sind nicht Bestandteil des Mengenwachstums im Kerngeschäft.
2
EMLA: Region Europa, Naher Osten, Afrika und Lateinamerika außer Mexiko.
3
NAFTA: Region USA, Kanada und Mexiko.
4
APAC: Region Asien und Pazifik.
5
EBITDA: Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte.
6
Bereinigtes EBITDA: Entspricht dem um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnis vor Finanzergebnis,
Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
7
EBIT: Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern.
8
Bereinigtes EBIT: Entspricht dem um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnis vor Finanzergebnis
und Steuern.

Im Segment Coatings, Adhesives, Specialties erhöhte sich der Umsatz im 3. Quartal
2015 um 2,6% auf 519 Mio. €. Effekte aus Wechselkursen wirkten dabei positiv.
Die Verkaufsmengen lagen insgesamt 2,5 % unter dem Vorjahresquartal, vor allem aufgrund
von Mengenverlusten in APAC. In EMLA blieben die Verkaufsmengen leicht unter dem Vorjahr,
während sie in NAFTA stabil waren. Die Mengenreduktion in APAC resultierte insbesondere
aus einer geringeren Nachfrage nach unseren Produkten aus der Holzverarbeitungs- und
Möbel- sowie der Elektronik- und Automobilindustrie.
Die Verkaufspreise lagen 1,4% unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Dies ist auf
Preisrückgänge in APAC zurückzuführen. In NAFTA und EMLA blieben die Verkaufspreise
stabil.
In Summe ging der Umsatz in EMLA angesichts unveränderter Preise und leicht gesunkener
Verkaufsmengen gegenüber dem Vorjahr um 2,6% zurück. In NAFTA stieg der Umsatz um
15,2 % durch günstige Entwicklung der Wechselkurse. Verkaufsmengen und -preise lagen
auf dem Niveau des Vorjahres. Der Umsatz in APAC erhöhte sich um 3,0 %, da Währungseffekte
die niedrigeren Mengen und Verkaufspreise ausglichen.
Die abgesetzte Menge im Kerngeschäft verringerte sich um 2,3 % gegenüber dem Vorjahresquartal.

Das bereinigte EBITDA von Coatings, Adhesives, Specialties legte im 3. Quartal 2015
um 10,5% auf 137 Mio. € zu (Vorjahr: 124 Mio. €). Geringere Rohstoffpreise standen
leicht reduzierten Verkaufspreisen gegenüber. Die niedrigeren Mengen belasteten das
Ergebnis. Jedoch trugen Währungseffekte zur Ergebnissteigerung bei.

Das EBIT stieg um 6,6 % auf 113 Mio. € (Vorjahr: 106 Mio. €). Hierin enthalten sind
Sonderaufwendungen in Höhe von 5 Mio. €; im Vorjahr hatte es keine Sonderaufwendungen
gegeben.
Im Dreivierteljahr 2015 stieg der Umsatz von Coatings, Adhesives, Specialties um 10,4
% auf 1.616 Mio. €. Die Veränderung der Wechselkurse wirkte sich positiv aus. Die
Verkaufsmengen lagen in allen drei Regionen über dem Vorjahreswert.
Insgesamt blieben die Verkaufspreise auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei sanken die
Preise in APAC, während sie in NAFTA leicht erhöht werden konnten. In EMLA blieben
die Verkaufspreise stabil.
Das Mengenwachstum im Kerngeschäft lag im Dreivierteljahr 2015 bei 3,5 %.
Das bereinigte EBITDA stieg um 17,6 % auf 407 Mio. €. Das EBIT verzeichnete eine Verbesserung
um 18,7% auf 337 Mio. €.
| Polyurethanes | Polycarbonates | Coatings, Adhesives, Specialties |
||||
| 3. Quartal | 3. Quartal | 3. Quartal | 3. Quartal | 3. Quartal | 3. Quartal | |
| 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Umsatzerlöse | 1.652 | 1.512 | 725 | 819 | 506 | 519 |
| Umsatzveränderung | ||||||
| Menge | -2,2 % | 4,1 % | -2,5 % | |||
| Preis | -12,1 % | - 0,8 % | -1,4 % | |||
| Währung | 5,8 % | 9,7 % | 6,5 % | |||
| Portfolio | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | |||
| Mengenwachstum im Kerngeschäft1 | 3,8 % | -2,8 % | 8,6 % | 5,5 % | 0,1 % | - 2,3 % |
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||||||
| EMLA2 | 746 | 667 | 253 | 296 | 267 | 260 |
| NAFTA3 | 479 | 496 | 165 | 200 | 105 | 121 |
| APAC4 | 427 | 349 | 307 | 323 | 134 | 138 |
| EBITDA5 | 161 | 161 | 38 | 171 | 125 | 135 |
| Bereinigtes EBITDA6 | 162 | 175 | 39 | 171 | 124 | 137 |
| EBIT7 | 73 | 60 | -3 | 127 | 106 | 113 |
| Bereinigtes EBIT8 | 74 | 72 | -2 | 128 | 106 | 118 |
| Abschreibungen | 88 | 101 | 41 | 44 | 19 | 22 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cashflow)9 | 162 | 151 | 76 | 50 | 90 | 105 |
| Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 67 | 47 | 41 | 49 | 27 | 31 |
| Free Operating Cash Flow10 | 95 | 104 | 35 | 1 | 63 | 74 |
| Sonstige/Konsolidierung | Covestro-Konzern | |||
| 3. Quartal | 3. Quartal | 3. Quartal | 3. Quartal | |
| 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Umsatzerlöse | 179 | 170 | 3.062 | 3.020 |
| Umsatzveränderung | ||||
| Menge | 0,0 % | -0,6 % | ||
| Preis | - 7,8 % | -7,4 % | ||
| Währung | 2,8 % | 6,6 % | ||
| Portfolio | 0,0 % | 0,0 % | ||
| Mengenwachstum im Kerngeschäft1 | 4,5 % | - 0,7 % | ||
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||||
| EMLA2 | 130 | 129 | 1.396 | 1.352 |
| NAFTA3 | 40 | 35 | 789 | 852 |
| APAC4 | 9 | 6 | 877 | 816 |
| EBITDA5 | - | -12 | 324 | 455 |
| Bereinigtes EBITDA6 | 1 | -12 | 326 | 471 |
| EBIT7 | -1 | -13 | 175 | 287 |
| Bereinigtes EBIT8 | -1 | -13 | 177 | 305 |
| Abschreibungen | 1 | 1 | 149 | 168 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cashflow)9 | 29 | 73 | 357 | 379 |
| Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -1 | 1 | 134 | 128 |
| Free Operating Cash Flow10 | 30 | 72 | 223 | 251 |
1
Das Mengenwachstum im Kerngeschäft bezieht sich auf die Kernprodukte aus den Segmenten
Polyurethanes, Polycarbonates und Coatings, Adhesives, Specialties und wird als prozentuale
Veränderung der extern verkauften Mengen in Kilotonnen gegenüber dem Vorjahr errechnet.
Covestro nutzt auch Geschäftsmöglichkeiten außerhalb des Kerngeschäfts, zum Beispiel
durch den Verkauf von Rohstoffen und Zwischenprodukten wie Salzsäure, Natronlauge
und Styrol. Solche Transaktionen sind nicht Bestandteil des Mengenwachstums im Kerngeschäft.
2
EMLA: Region Europa, Naher Osten, Afrika und Lateinamerika außer Mexiko.
3
NAFTA: Region USA, Kanada und Mexiko.
4
APAC: Region Asien und Pazifik.
5
EBITDA: Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte.
6
Bereinigtes EBITDA: Entspricht dem um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnis vor Finanzergebnis,
Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
7
EBIT: Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern.
8
Bereinigtes EBIT: Entspricht dem um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnis vor Finanzergebnis
und Steuern.
9
Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cashflow): Entspricht dem Cashflow aus betrieblichen
Tätigkeiten nach IAS 7.
10
Free Operating Cash Flow: Entspricht dem Cashflow aus operativer Tätigkeit abzüglich
Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
| Polyurethanes | Polycarbonates | Coatings, Adhesives, Specialties | ||||
| Dreivierteljahr |
Dreivierteljahr |
Dreivierteljahr |
Dreivierteljahr |
Dreivierteljahr |
Dreivierteljahr |
|
| 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Umsatzerlöse | 4.689 | 4.703 | 2.080 | 2.413 | 1.464 | 1.616 |
| Umsatzveränderung | ||||||
| Menge | 2,0 % | 6,4 % | 2,7 % | |||
| Preis | -9,9 % | - 2,2 % | - 0,8 % | |||
| Währung | 8,2 % | 11,8 % | 8,5 % | |||
| Portfolio | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % | |||
| Mengenwachstum im Kerngeschäft1 | 5,5 % | 0,8 % | 9,2 % | 6,7 % | 0,4% | 3,5 % |
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||||||
| EMLA2 | 2.171 | 2.048 | 804 | 866 | 804 | 814 |
| NAFTA3 | 1.354 | 1.503 | 469 | 580 | 295 | 374 |
| APAC4 | 1.164 | 1.152 | 807 | 967 | 365 | 428 |
| EBITDA5 | 489 | 509 | 114 | 436 | 345 | 401 |
| Bereinigtes EBITDA6 |
491 | 561 | 127 | 437 | 346 | 407 |
| EBIT7 | 231 | 183 | -8 | 304 | 284 | 337 |
| Bereinigtes EBIT8 | 233 | 256 | 6 | 306 | 289 | 346 |
| Abschreibungen | 258 | 326 | 122 | 132 | 61 | 64 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cashflow)9 | 211 | 456 | 68 | 149 | 204 | 271 |
| Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 186 | 129 | 123 | 151 | 64 | 69 |
| Free Operating Cash Flow10 | 25 | 327 | -55 | -2 | 140 | 202 |
| Sonstige/Konsolidierung | Covestro-Konzern | |||
| Dreivierteljahr |
Dreivierteljahr |
Dreivierteljahr |
Dreivierteljahr |
|
| 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Umsatzerlöse | 548 | 552 | 8.781 | 9.284 |
| Umsatzveränderung | ||||
| Menge | -0,5 % | 2,9 % | ||
| Preis | - 2,7 % | -6,1 % | ||
| Währung | 4,0 % | 8,9 % | ||
| Portfolio | 0,0 % | 0,0 % | ||
| Mengenwachstum im Kerngeschäft1 | 5,8 % | 2,5 % | ||
| Umsatzerlöse nach Regionen | ||||
| EMLA2 | 407 | 412 | 4.186 | 4.140 |
| NAFTA3 | 115 | 114 | 2.233 | 2.571 |
| APAC4 | 26 | 26 | 2.362 | 2.573 |
| EBITDA5 | -14 | -59 | 934 | 1.287 |
| Bereinigtes EBITDA6 |
-13 | -20 | 951 | 1.385 |
| EBIT7 | -18 | -64 | 489 | 760 |
| Bereinigtes EBIT8 | -18 | - 25 | 510 | 883 |
| Abschreibungen | 4 | 5 | 445 | 527 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cashflow)9 | 28 | 47 | 511 | 923 |
| Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 3 | 373 | 352 | |
| Free Operating Cash Flow10 | 28 | 44 | 138 | 571 |
1
Das Mengenwachstum im Kerngeschäft bezieht sich auf die Kernprodukte aus den Segmenten
Polyurethanes, Polycarbonates und Coatings, Adhesives, Specialties und wird als prozentuale
Veränderung der extern verkauften Mengen in Kilotonnen gegenüber dem Vorjahr errechnet.
Covestro nutzt auch Geschäftsmöglichkeiten außerhalb des Kerngeschäfts, zum Beispiel
durch den Verkauf von Rohstoffen und Zwischenprodukten wie Salzsäure, Natronlauge
und Styrol. Solche Transaktionen sind nicht Bestandteil des Mengenwachstums im Kerngeschäft.
2
EMLA: Region Europa, Naher Osten, Afrika und Lateinamerika außer Mexiko.
3
NAFTA: Region USA, Kanada und Mexiko.
4
APAC: Region Asien und Pazifik.
5
EBITDA: Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte.
6
Bereinigtes EBITDA: Entspricht dem um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnis vor Finanzergebnis,
Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
7
EBIT: Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern.
8
Bereinigtes EBIT: Entspricht dem um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnis vor Finanzergebnis
und Steuern.
9
Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cashflow): Entspricht dem Cashflow aus betrieblichen
Tätigkeiten nach IAS 7.
10
Free Operating Cash Flow: Entspricht dem Cashflow aus operativer Tätigkeit abzüglich
Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
| 1. Quartal 2014 | 2. Quartal 2014 | 3. Quartal 2014 | 4. Quartal 2014 | 1. Quartal 2015 | 2. Quartal 2015 | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Umsatzerlöse | 2.826 | 2.893 | 3.062 | 2.980 | 3.054 | 3.210 |
| Polyurethanes | 1.507 | 1.530 | 1.652 | 1.593 | 1.554 | 1.637 |
| Polycarbonates | 660 | 695 | 725 | 742 | 765 | 829 |
| Coatings, Adhesives, Specialties | 471 | 487 | 506 | 464 | 535 | 562 |
| Mengenwachstum im Kerngeschäft1 | 7,6 % | 5,4 % | 4,5 % | 1,9 % | 1,7 % | 6,8 % |
| Bereinigtes EBITDA2 | 364 | 261 | 326 | 210 | 416 | 498 |
| Polyurethanes | 216 | 113 | 162 | 101 | 163 | 223 |
| Polycarbonates | 44 | 44 | 39 | 33 | 116 | 150 |
| Coatings, Adhesives, Specialties | 110 | 112 | 124 | 91 | 133 | 137 |
| EBIT3 | 214 | 100 | 175 | 28 | 206 | 267 |
| Polyurethanes | 130 | 28 | 73 | 2 | 31 | 92 |
| Polycarbonates | 3 | -8 | -3 | -24 | 73 | 104 |
| Coatings, Adhesives, Specialties | 90 | 88 | 106 | 70 | 111 | 113 |
| Finanzergebnis | - 33 | - 23 | - 35 | -45 | - 41 | - 46 |
| Ergebnis vor Steuern | 181 | 77 | 140 | - 17 | 165 | 221 |
| Ergebnis nach Steuern | 125 | 53 | 100 | - 1 | 118 | 154 |
| Konzernergebnis4 | 124 | 54 | 99 | - 5 | 115 | 152 |
| Brutto-Cashflow5 | 327 | 227 | 274 | 188 | 339 | 387 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cashflow)6 | 3 | 151 | 357 | 414 | 184 | 360 |
| Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 100 | 139 | 134 | 239 | 94 | 130 |
| Free Operating Cash Flow7 | - 97 | 12 | 223 | 175 | 90 | 230 |
| 3. Quartal 2015 | |
| in Mio. € | |
| Umsatzerlöse | 3.020 |
| Polyurethanes | 1.512 |
| Polycarbonates | 819 |
| Coatings, Adhesives, Specialties | 519 |
| Mengenwachstum im Kerngeschäft1 | - 0,7 % |
| Bereinigtes EBITDA2 | 471 |
| Polyurethanes | 175 |
| Polycarbonates | 171 |
| Coatings, Adhesives, Specialties | 137 |
| EBIT3 | 287 |
| Polyurethanes | 60 |
| Polycarbonates | 127 |
| Coatings, Adhesives, Specialties | 113 |
| Finanzergebnis | - 56 |
| Ergebnis vor Steuern | 231 |
| Ergebnis nach Steuern | 161 |
| Konzernergebnis4 | 160 |
| Brutto-Cashflow5 | 313 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cashflow)6 | 379 |
| Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 128 |
| Free Operating Cash Flow7 | 251 |
1
Das Mengenwachstum im Kerngeschäft bezieht sich auf die Kernprodukte aus den Segmenten
Polyurethanes, Polycarbonates und Coatings, Adhesives, Specialties und wird als prozentuale
Veränderung der extern verkauften Mengen in Kilotonnen gegenüber dem Vorjahr errechnet.
Covestro nutzt auch Geschäftsmöglichkeiten außerhalb des Kerngeschäfts, zum Beispiel
durch den Verkauf von Rohstoffen und Zwischenprodukten wie Salzsäure, Natronlauge
und Styrol. Solche Transaktionen sind nicht Bestandteil des Mengenwachstums im Kerngeschäft.
2
Bereinigtes EBITDA: Entspricht dem um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnis vor Finanzergebnis,
Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
3
EBIT: Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern.
4
Konzernergebnis: Das auf die Aktionäre der Covestro AG entfallende Ergebnis nach Ertragsteuern.
5
Brutto-Cashflow: Entspricht dem Cashflow aus operativer Tätigkeit ohne Berücksichtigung
der Veränderungen in den Vorräten, den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen, dem übrigen Nettovermögen bzw. den sonstigen nicht zahlungswirksamen
Vorgängen.
6
Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cashflow): Entspricht dem Cashflow aus betrieblichen
Tätigkeiten nach IAS 7.
7
Free Operating Cash Flow: Entspricht dem Cashflow aus operativer Tätigkeit abzüglich
Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
| Wachstum1 2014 | Ausblick Wachstum1 2015 | |
| in % | in % | |
| Welt | 2,7 | 2,6 |
| EU | 1,4 | 1,9 |
| davon Deutschland | 1,6 | 1,7 |
| USA | 2,4 | 2,5 |
| Asien | 4,7 | 4,5 |
| davon China | 7,3 | 6,5 |
1
reales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, Quelle: IHS (Global Insight) Stand: September
2015.
Wir gehen davon aus, dass die globale Wirtschaftsentwicklung im weiteren Verlauf des
Jahres 2015 stabil bleiben wird. Die aktuellen Unsicherheiten an den Finanzmärkten
werden das globale Wirtschaftswachstum zwar voraussichtlich dämpfen, aber nicht zum
Erliegen bringen. Wir rechnen in fast allen Hauptabnehmerbranchen mit anhaltendem
Wachstum über dem globalen Bruttoinlandsprodukt (BIP).
Die Rohölpreise gingen bislang im Vergleich zum Vorjahr um etwa 50% zurück, da das
steigende Angebot einem verlangsamten Nachfragewachstum gegenüberstand und die Organisation
erdölexportierender Länder (OPEC) bei ihrer Zusage blieb, die Produktion nicht zu
reduzieren. Der weitere Anstieg der weltweiten Vorräte verstärkte den Druck auf die
Ölpreise.
| Wachstum1 2014 | Ausblick Wachstum1 2015 | |
| in % | in % | |
| Automobilindustrie | 3 | 2 |
| Bauwirtschaft | 4 | 4 |
| Elektroindustrie | 4 | 4 |
| Möbelindustrie | 4 | 4 |
Die Automobilindustrie wird jedoch voraussichtlich vorübergehend langsamer wachsen.
Wir erwarten für 2015 aufgrund eines vorübergehenden Nachfragerückgangs in China eine
Steigerungsrate unter der des Vorjahres.
Die globale Baubranche wird 2015 voraussichtlich ebenso stark wachsen wie im Vorjahr.
In Europa rechnen wir mit einem anhaltenden Aufschwung. Die Aussichten für Nordamerika
und Asien sind positiv und das Investitionsklima in diesen Regionen dürfte stabil
bleiben. Die Wirtschaftsentwicklung in Russland und Brasilien könnte sich jedoch negativ
auswirken.
Wir erwarten, dass die globale Elektro- und Elektronikindustrie 2015 weiter deutlich
über dem BIP wächst. Nachfrage besteht in diesem Bereich vor allem in Asien, besonders
in China und Indien. Wir rechnen mit starkem Wachstum in Nordamerika, während es in
Europa wahrscheinlich weiterhin niedriger ausfällt.
In der globalen Möbelindustrie erwarten wir für 2015 ein stetiges Wachstum. In Nordamerika
ist mit einer spürbaren Nachfragesteigerung zu rechnen, die auch den Möbelherstellern
in Asien zugutekommen dürfte. Wir prognostizieren außerdem eine erfreuliche Geschäftsentwicklung
im asiatischen Binnenmarkt. In der europäischen Möbelindustrie rechnen wir mit einem
anhaltenden Aufschwung.
| 2014 | Prognose 2015 | |
| Außenumsatzerlöse | 11.761 Mio. € | Leicht steigend |
| Mengenwachstum im Kerngeschäft1 | 4,8 % | Wachstum im unteren einstelligen Prozentbereich |
| Bereinigtes EBITDA2 | 1.161 Mio. € | Deutliche Steigerung |
| Free Operating Cash Flow3 | 302 Mio. € | Deutliche Steigerung |
1
Das Mengenwachstum im Kerngeschäft bezieht sich auf die Kernprodukte aus den Segmenten
Polyurethanes, Polycarbonates und Coatings, Adhesives, Specialties und wird als prozentuale
Veränderung der extern verkauften Mengen in Kilotonnen gegenüber dem Vorjahr errechnet.
Covestro nutzt auch Geschäftsmöglichkeiten außerhalb des Kerngeschäfts, zum Beispiel
durch den Verkauf von Rohstoffen und Zwischenprodukten wie Salzsäure, Natronlauge
und Styrol. Solche Transaktionen sind nicht Bestandteil des Mengenwachstums im Kerngeschäft.
2
Bereinigtes EBITDA: Entspricht dem um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnis vor Finanzergebnis,
Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
3
Free Operating Cash Flow: Entspricht dem Cashflow aus operativer Tätigkeit abzüglich
Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
Auf Basis der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung ergeben sich unter
Abwägung der Risiko- und Chancenpotenziale die folgenden Prognosen für das Geschäftsjahr
2015.
Wir planen für 2015 weiteres Mengenwachstum und rechnen mit Verkaufspreisen unter
denen des Vorjahres. Aufgrund von positiven Währungseffekten erwarten wir nominal
einen leicht steigenden Umsatz gegenüber dem Vorjahr. Für das 4. Quartal 2015 legen
wir diesen Annahmen einen Euro-USD-Kurs von 1,12 zugrunde.
Das Mengenwachstum im Kerngeschäft erwarten wir im unteren einstelligen Prozentbereich.
Ferner gehen wir davon aus, dass unser bereinigtes EBITDA 2015 deutlich über dem Vorjahr
liegen wird, insbesondere aufgrund eines vorteilhafteren Angebots- und Nachfrageverhältnisses.
Für das 4. Quartal erwarten wir ein bereinigtes EBITDA über dem Vorjahresquartal.
Wir erwarten für das Gesamtjahr 2015 Sondereinflüsse im EBIT von über 200 Mio. € -
im Wesentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Börsengang und mit Restrukturierungen.
Wir rechnen im laufenden Geschäftsjahr zudem mit einem deutlich verbesserten Free
Operating Cash Flow. Die Nettofinanzverschuldung inklusive Pensionsverpflichtungen
wollen wir auf das Niveau von 4 Mrd. € reduzieren. In dieser Größenordnung lag sie
unmittelbar nach dem Börsengang von Covestro im Oktober 2015.
Darüber hinaus erwarten wir, die Kapitalkosten auf Basis des CFRoI4 im Jahr 2015 vollständig zu verdienen. Ab 2016 wird Covestro die Kapitalrentabilität auf Grundlage des ROCE5 ermitteln. Die neue Kennzahl zeichnet sich durch eine höhere Transparenz und bessere Vergleichbarkeit in der Industrie aus.
Im Segment Polyurethanes rechnen wir im Geschäftsjahr 2015 mit einem leichten Mengenwachstum
im Kerngeschäft. Das bereinigte EBITDA erwarten wir über dem Vorjahreswert in Höhe
von 592 Mio. €.
Im Segment Polycarbonates gehen wir für 2015 von einem weiteren Mengenwachstum im
Kerngeschäft im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Für das bereinigte EBITDA
erwarten wir mindestens eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahreswert von 160 Mio.
€.
Im Segment Coatings, Adhesives, Specialties gehen wir für 2015 von einem Mengenwachstum
im Kerngeschäft im unteren einstelligen Prozentbereich aus. Beim bereinigten EBITDA
rechnen wir mit einer Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 437 Mio. €.
4
Für das Geschäftsjahr 2015 stellt der CFRoI (Cash Flow Return on Investment) einen
Leistungsindikator für Covestro dar, der als Zielerreichungskomponente in der erfolgsbezogenen
Incentivierung berücksichtigt wird. Die Ermittlung der Zielerreichung im Jahr 2015
wird anhand der Kapitalrentabilität auf Basis des CVA/ CFRoI-Konzeptes für das Segment
Covestro im Bayer-Konzernabschluss ermittelt. Im Vorjahr lag der CFRoI für das Berichtssegment
bei 6 % und damit unterhalb der Kapitalkosten von 6,9 %.
5
Der Return on Capital Employed (ROCE) misst die Verzinsung des eingesetzten Kapitals.
Die Kennzahl berechnet sich aus dem Verhältnis von bereinigtem operativem Ergebnis
nach Steuern zum Capital Employed. Das Capital Employed stellt das im Unternehmen
eingesetzte Kapital dar und entspricht der Summe von Anlage- und Umlaufvermögen abzüglich
nicht zinstragender Verbindlichkeiten, etwa aus Lieferung und Leistung.
Für den Covestro-Konzern bedeutende Kennzahlen sind das bereinigte EBIT und das bereinigte
EBITDA. Um eine bessere Beurteilung der operativen Geschäftstätigkeit zu ermöglichen,
wurden die Kennzahlen EBIT und EBITDA - wie in der nachfolgenden Tabelle dargestellt
- um Sondereinflüsse bereinigt. Sondereinflüsse sind einmalige bzw. in ihrer Art oder
Höhe nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte. EBITDA, das bereinigte EBITDA und das
bereinigte EBIT sind Kennzahlen, die nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften
nicht definiert sind. Daher sollten sie nur als ergänzende Informationen angesehen
werden. Das bereinigte EBITDA ist eine geeignete Kennzahl für die Beurteilung der
operativen Geschäftstätigkeit, da es weder durch Abschreibungen oder Wertaufholungen
von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen noch durch Sondereinflüsse beeinträchtigt
ist. Das Unternehmen möchte mit dieser Kennzahl ein Bild der Ertragslage vermitteln,
das im Zeitablauf vergleichbar und zutreffend informiert.
Die Abschreibungen stiegen im Dreivierteljahr 2015 um 18,4% auf 527 Mio. € (Vorjahr:
445 Mio. €). Diese setzten sich zusammen aus Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
von 32 Mio. € (Vorjahr: 39 Mio. €) und aus Abschreibungen auf Sachanlagen von 495
Mio. € (Vorjahr: 406 Mio. €). Die Abschreibungen beinhalten keine Wertaufholungen
(Vorjahr: 1 Mio. €). In den Abschreibungen waren außerplanmäßige Abschreibungen in
Höhe von 29 Mio. € (Vorjahr: 8 Mio. €) enthalten, von denen 25 Mio. € (Vorjahr: 4
Mio. €) als Sondereinflüsse erfasst wurden.
| EBIT1 3. Quartal 2014 | EBIT1 3. Quartal 2015 | EBIT1 Dreivierteljahr 2014 | EBIT1 Dreivierteljahr 2015 | EBITDA2 3. Quartal 2014 | EBITDA2 3. Quartal 2015 | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Vor Sondereinflüssen | 177 | 305 | 510 | 883 | 326 | 471 |
| Polyurethanes | -1 | -12 | -2 | -73 | -1 | -14 |
| Polycarbonates | -1 | -1 | -14 | -2 | -1 | - |
| Coatings, Adhesives, Specialties | - | -5 | -5 | -9 | 1 | -2 |
| Sonstiges/Konsolidierung | - | - | - | -39 | -1 | - |
| Summe Sondereinflüsse | -2 | -18 | -21 | - 123 | - 2 | - 16 |
| davon Herstellungskosten | -1 | -16 | -10 | -99 | -1 | -13 |
| davon Vertriebskosten | - | - | -5 | -1 | - | - |
| davon Forschungs- und Entwicklungskosten | - | - | -1 | -1 | - | - |
| davon Allgemeine Verwaltungskosten | - | -57 | -2 | -93 | -1 | -58 |
| davon Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen | -1 | 55 | -3 | 71 | - | 55 |
| Nach Sondereinflüssen | 175 | 287 | 489 | 760 | 324 | 455 |
| EBITDA2 Dreivierteljahr 2014 | EBITDA2 Dreivierteljahr 2015 | |
| in Mio. € | in Mio. € | |
| Vor Sondereinflüssen | 951 | 1.385 |
| Polyurethanes | -2 | -52 |
| Polycarbonates | -13 | -1 |
| Coatings, Adhesives, Specialties | -1 | -6 |
| Sonstiges/Konsolidierung | -1 | -39 |
| Summe Sondereinflüsse | - 17 | - 98 |
| davon Herstellungskosten | -10 | -73 |
| davon Vertriebskosten | -5 | -1 |
| davon Forschungs- und Entwicklungskosten | -1 | -1 |
| davon Allgemeine Verwaltungskosten | -2 | -94 |
| davon Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen | 1 | 71 |
| Nach Sondereinflüssen | 934 | 1.287 |
1
EBIT: Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern.
2
EBITDA: Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte.
| 3. Quartal 2014 | 3. Quartal 2015 | Dreivierteljahr 2014 | Dreivierteljahr 2015 | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Brutto-Cashflow1 | 274 | 313 | 828 | 1.039 |
| Veränderung Working Capital/Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge | 83 | 66 | -317 | -116 |
| Zu-/Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) | 357 | 379 | 511 | 923 |
| Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 134 | 128 | 373 | 352 |
| Free Operating Cash Flow | 223 | 251 | 138 | 571 |
| Zu-/Abfluss aus investiver Tätigkeit | - 138 | 213 | - 359 | - 164 |
| Zu-/Abfluss aus Finanzierungstätigkeit2 | - 214 | - 218 | - 155 | - 498 |
| Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit | 5 | 374 | - 3 | 261 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenanfang | 30 | 106 | 37 | 201 |
| Veränderung aus Wechselkurs-/Konzernkreisänderungen | 1 | -56 | 2 | -38 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende | 36 | 424 | 36 | 424 |
1
Brutto-Cashflow: Entspricht dem Cashflow aus operativer Tätigkeit ohne Berücksichtigung
der Veränderungen in den Vorräten, den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen, dem übrigen Nettovermögen bzw. den sonstigen nicht zahlungswirksamen
Vorgängen.
2
Für das 3. Quartal 2014 sowie für das Dreivierteljahr 2014 wurden sämtliche finazielle
Transaktionen mit Gesellschaften des Bayer-Konzerns in dieser Zeile ausgewiesen.
Der Brutto-Cashflow des 3. Quartals erhöhte sich aufgrund des verbesserten EBITDA
im Vergleich zum Vorjahr um 14,2 % auf 313 Mio. € (Vorjahr: 274 Mio. €).
Der Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cashflow) stieg wegen niedrigerer Mittelfreisetzung
im Working Capital nur um 6,2 % auf 379 Mio. € (Vorjahr: 357 Mio. €). Darin enthalten
waren Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 63 Mio. € (Vorjahr: 41 Mio. €). Nach Abzug
der Ausgaben für Sachanlangen und immaterielle Vermögenswerte ergab sich ein Free
Operating Cash Flow von 251 Mio. € (Vorjahr: 223 Mio. €).
Im Dreivierteljahr 2015 stieg der Brutto-Cashflow um 25,5% auf 1.039 Mio. € (Vorjahr:
828 Mio. €). Der Cashflow aus operativer Tätigkeit erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
infolge eines geringeren Anstiegs der Mittelbindung im Working Capital auf 923 Mio.
€ (Vorjahr: 511 Mio. €). Darin enthalten waren Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 143
Mio. € (Vorjahr: 81 Mio. €). Abzüglich der Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte ergab sich ein Free Operating Cash Flow in Höhe von 571 Mio. € (Vorjahr:
138 Mio. €).
Im 3. Quartal 2015 sind im Rahmen der investiven Tätigkeit insgesamt 213 Mio. € zugeflossen
(Vorjahr: Mittelabflüsse in Höhe von 138 Mio. €). Grund waren Mittelzuflüsse aus sonstigen
finanziellen Vermögenswerten im Zeitraum Juli bis September 2015 in Höhe von 315 Mio.
€ (Vorjahr: Mittelabflüsse in Höhe von 6 Mio. €), welche die Ausgaben für Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 128 Mio. € (Vorjahr: 134 Mio. €) überkompensiert
haben.
Im Dreivierteljahr 2015 flossen im Rahmen der investiven Tätigkeit insgesamt 164 Mio.
€ ab. Die Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 352
Mio. € (Vorjahr: 373 Mio. €) haben die Mittelzuflüsse aus sonstigen Vermögenswerten
in Höhe von 153 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €) überkompensiert.
Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit verzeichnete der Covestro-Konzern im 3. Quartal
2015 einen Mittelabfluss in Höhe von 218 Mio. € (Vorjahr: 214 Mio. €). Im Rahmen der
rechtliche Verselbständigung und der Gründung der Covestro AG flossen aus einer Kapitaleinlage
und späteren Kapitalerhöhung Mittel in Höhe von 855 Mio. € zu. Diese Mittelzuflüsse
wurden durch die Zahlungen aus der 2015 erfolgten rechtlichen Übertragung von Vermögenswerten
und Schulden überkompensiert. Die Gesellschaftereinlage bzw. -entnahme wurde zahlungswirksam
gegen das Eigenkapital erfasst. Im Zeitraum Juli bis September 2015 wurden Kredite
in Höhe von 3.245 Mio. € (Vorjahr: 115 Mio. €) aufgenommen und Kredite in Höhe von
2.877 Mio. € (Vorjahr: 16 Mio. €) zurückgezahlt. Bei den Kreditaufnahmen und -rückzahlungen
handelt es sich im wesentlichen um Darlehen gegenüber dem Bayer-Konzern.
Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit verzeichnete der Covestro-Konzern im Dreivierteljahr
2015 Mittelabflüsse in Höhe von 498 Mio. € (Vorjahr: 155 Mio. €). Zahlungen im Zusammenhang
mit der Verselbständigung haben die Mittelzuflüsse aus Kreditaufnahmen in Höhe von
4.079 Mio. € (Vorjahr: 151 Mio. €) und Kreditrückzahlungen in Höhe von 3.386 Mio.
€ (Vorjahr: 98 Mio. €) überkompensiert. Des Weiteren wurde der Jahresüberschuss der
Covestro Deutschland AG für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 155 Mio. € (Vorjahr:
Jahresfehlbetrag 20 Mio. €) im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags an die Bayer
AG ausgezahlt.
| 31.12.2014 | 30.06.2015 | 30.09.2015 | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 516 | 631 | 620 |
| Leasingverbindlichkeiten | 307 | 313 | 305 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten | 5 | 4 | 32 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 3.894 | 4.269 | 4.472 |
| Positive Marktwerte aus der Sicherung bilanzieller Risiken | -2 | -3 | -4 |
| Finanzverschuldung | 4.720 | 5.214 | 5.425 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -201 | -106 | -424 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | -418 | -530 | -6 |
| Nettofinanzverschuldung | 4.101 | 4.578 | 4.995 |
Die Nettofinanzverschuldung des Covestro-Konzerns zum 30. September 2015 erhöhte sich
im Vergleich zum 30. Juni 2015 um 417 Mio. € auf 4.995 Mio. €. Auf dem Weg zur Eigenständigkeit
des Covestro-Geschäfts wurde im August 2015 die Covestro AG als Muttergesellschaft
des Covestro-Konzerns mit einem Grundkapital von 140 Mio. € gegen Bareinlage gegründet.
Im weiteren Verlauf zur Eigenständigkeit hat die Covestro AG eine Kapitalerhöhung
in Höhe von 715 Mio. € seitens der Bayer AG erhalten. Ende September wurde in gleicher
Höhe ein Darlehen gegenüber dem Bayer-Konzern beglichen. Des Weiteren hat im 3. Quartal
2015 eine Vielzahl von Zahlungen zwischen dem Covestro-Konzern und dem Bayer-Konzern
stattgefunden, die im Zusammenhang mit der rechtlichen Übertragung von Vermögenswerten
und Schulden stehen. Insgesamt wurden im 3. Quartal 2015 Kredite in Höhe von 3.245
Mio. € aufgenommen und Kredite in Höhe von 2.877 Mio. € zurückgezahlt. Hierbei handelt
es sich im Wesentlichen um Darlehen gegenüber dem Bayer-Konzern. Diese Darlehen dienen
der kurz- bis mittelfristigen Finanzierung des laufenden Geschäfts des Covestro-Konzerns.
| 31.12.2014 | 30.06.2015 | 30.09.2015 | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Langfristige Vermögenswerte | 6.011 | 6.217 | 6.280 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 4.381 | 4.572 | 4.545 |
| Gesamtvermögen | 10.392 | 10.789 | 10.825 |
| Eigenkapital | 1.787 | 1.728 | 1.116 |
| Langfristiges Fremdkapital | 2.567 | 2.357 | 2.356 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 6.038 | 6.704 | 7.353 |
| Fremdkapital | 8.605 | 9.061 | 9.709 |
| Gesamtkapital | 10.392 | 10.789 | 10.825 |
Die Bilanzsumme erhöhte sich im 3. Quartal 2015 um 36 Mio. € auf 10.825 Mio. € zum
30. September 2015.
Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich geringfügig um 63 Mio. € auf 6.280
Mio. €. Dem Anstieg in den latenten Steuerforderungen stand ein leichter Rückgang
in den Sachanlagen gegenüber.
Die kurzfristigen Vermögenswerte waren annähernd unverändert. Während die sonstigen
finanziellen Forderungen deutlich zurückgingen wurde in den sonstigen Forderungen
und den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten ein Anstieg verzeichnet.
Das Eigenkapital verringerte sich im Vergleich zum 30. Juni 2015 um 612 Mio. € auf
1.116 Mio. € zum 30. September 2015. Zwar stieg das Eigenkapital in Folge der Bargründung
der Covestro AG und späteren Kapitalerhöhung (zusammen in Höhe von 855 Mio. €), jedoch
hatten die Gesellschaftereinlagen und -entnahmen im Zusammenhang mit der rechtlichen
Übertragung von Vermögenswerten und Schulden einen gegenläufigen Effekt.
Das Fremdkapital erhöhte sich um 648 Mio. € auf 9.709 Mio. €. Der Anstieg begründete
sich im Wesentlichen durch einen Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen in Höhe von 155 Mio. €, der Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 211
Mio. € sowie einen Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 222 Mio. €.
Im Vergleich zum 31. Dezember 2014 stieg die Bilanzsumme zum 30. September 2015 um
433 Mio. € auf 10.825 Mio. €.
Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 269 Mio. € auf 6.280 Mio. €. Diese
Veränderung ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der latenten Steuern um 216 Mio.
€ auf 629 Mio. € zurückzuführen. Die kurzfristigen Vermögenswerte sind um 164 Mio.
€ auf 4.545 Mio € angestiegen. Im wesentlichen handelt es sich um einen Anstieg in
den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Das Eigenkapital ist im Dreivierteljahr 2015 deutlich um 671 Mio. € auf 1.116 Mio.
€ zum 30. September 2015 gesunken. Im Wesentlichen handelte es sich um Transaktionen,
die im 3. Quartal 2015 stattgefunden haben.
Das Fremdkapital erhöhte sich zum 30. September 2015 um 1.104 Mio. € auf 9.709 Mio.
€. Diese Veränderung resultierte überwiegend aus dem Anstieg der Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 169 Mio. €, der Finanzverbindlichkeiten
in Höhe von 707 Mio. € und der sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 144 Mio. €.
| 31.12.2014 | 30.06.2015 | 30.09.2015 | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.395 | 1.409 | 1.564 |
| Forderungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen | -7 | -8 | -2 |
| Nettopensionsverpflichtungen | 1.388 | 1.401 | 1.562 |
Im 3. Quartal 2015 erhöhten sich die Nettopensionsverpflichtungen von 1.401 Mio. €
auf 1.562 Mio. €. Grund hierfür war im Wesentlichen die Übertragung von Pensionsverpflichtungen
vom Bayer-Konzern an Covestro im Zusammenhang mit Betriebsübergängen und einvernehmlichen
Wechseln von Mitarbeitern so wie der leicht gesunkene langfristige Kapitalmarktzins
für hochwertige Unternehmensanleihen.
Im Dreivierteljahr 2015 erhöhten sich die Nettopensionsverpflichtungen im Vergleich
zum 31. Dezember 2014 um 174 Mio. € auf 1.562 Mio. €.
Zum 30. September 2015 beschäftigte der Covestro-Konzern weltweit 15.723 Mitarbeiter
(31. Dezember 2014: 14.348). Aufgrund des Börsengangs und der damit verbundenen rechtlichen
Verselbständigung erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter um 1.375 im Jahresverlauf
2015. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Mitarbeiter aus Servicegesellschaften
des Bayer-Konzerns, die zum 1. September 2015 zu Covestro übergegangen sind.
Die Serviceleistungen dieser Mitarbeiter wurden in der Vergangenheit an Covestro ausbelastet.
Der Personalaufwand im Dreivierteljahr 2015 stieg aufgrund von Währungseffekten und
des Personalübergangs gegenüber dem Vorjahr um 146 Mio. € auf 1.109 Mio. € (Vorjahr:
963 Mio. €).
| 31.12.2014 | 30.06.2015 | 30.09.2015 | |
| Produktion | 9.326 | 9.838 | 10.002 |
| Vertrieb | 3.566 | 3.561 | 3.513 |
| Forschung und Entwicklung | 923 | 944 | 995 |
| Verwaltung | 533 | 791 | 1.213 |
| Gesamt | 14.348 | 15.134 | 15.723 |
1
Mitarbeiter auf Vollzeitkräfte umgerechnet.
Zur Vermeidung von Risiken sowie zur Realisierung von relevanten Chancen werden umfangreiche,
aufeinander abgestimmte Chancen- und Risikomanagementsysteme als integrale Bestandteile
unserer Geschäftssteuerung eingesetzt. Hierbei werden drei wesentliche interne Kontroll-
und Überwachungssysteme verwendet, um die gesetzlich geforderte Überwachung der wesentlichen
Geschäftsrisiken durch den Vorstand und Aufsichtsrat zu gewährleisten.
Covestro verfügt über ein internes Kontrollsystem (ICS = Internal Control System)
zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen und wirksamen Rechnungslegung gemäß §§ 289
Abs. 5 und 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB. Das ICS ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche
und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse und Transaktionen
vorschriftsgemäß nach externen Normen und Rechnungslegungsvorschriften sowie nach
internen Konzernregelungen gewährleistet ist.
Sämtliche ICS-relevanten Geschäftsprozesse mit besonderem Fokus auf deren Risiken,
Kontrollen und Wirksamkeitsbeurteilungen werden in einer konzernweit genutzten IT-Applikation
einheitlich und prüfungssicher dokumentiert und transparent dargestellt. Unser integriertes
Compliance-Managementsystem dient zur Identifikation potenzieller Compliance-Risiken
sowie zur systematischen Verhinderung ihres Eintretens. Potenzielle Compliance-Fälle
können extern über eine anonyme Hinweis-Hotline oder intern von allen Mitarbeitern
anonym oder offen an die Compliance-Organisation berichtet werden. Die Compliance-Funktionen
im Konzern werden vom "Group Compliance Officer" geleitet. Er berichtet direkt an
den Vorstand.
Zur Gewährleistung der frühzeitigen Identifikation von möglichen nachteiligen Entwicklungen,
welche wesentlich sind und/oder den Fortbestand des Unternehmens gefährden können,
wurde ein strukturierter Prozess implementiert. Durch diesen Prozess werden die gesetzlichen
Anforderungen bezüglich eines Risikofrüherkennungssystems gemäß §91 Abs. 2 AktG erfüllt.
Eine zentrale Einheit definiert, koordiniert und überwacht die Rahmenbedingungen und
Standards für dieses Früherkennungssystem.
Die Risiken werden anhand der Einschätzung der potenziellen Schadenshöhe, ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit
und der Relevanz für unsere externen Stakeholder bewertet. Sämtliche Risiken, die
als wesentlich eingestuft sind, werden gemeinsam mit den dazugehörigen Gegenmaßnahmen
in einer konzernweiten Datenbank dokumentiert. Das Risikofrüherkennungssystem wird
kontinuierlich über das ganze Jahr hinweg überprüft. Signifikante Änderungen müssen
unverzüglich in die Datenbank eingegeben und dem Vorstand berichtet werden. Ein Bericht
über das Risikoportfolio wird mindestens einmal jährlich an den Aufsichtsrat übermittelt.
Darüber hinaus wird das Risikofrüherkennungssystem durch den Abschlussprüfer im Rahmen
der Jahresabschlussprüfung daraufhin geprüft, ob es grundsätzlich geeignet ist, bestandsgefährdende
Risiken frühzeitig zu erkennen.
Im Folgenden werden Risiken, die wesentliche Auswirkungen auf die Geschäfts-, Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage haben, erläutert. Als wesentlich werden Risiken angesehen,
deren potenzielle Schadenshöhe von Covestro auf größer als 60 Mio. € geschätzt wird,
auch wenn zum Teil von einer sehr niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen
wird. Die Reihenfolge impliziert keine Wertigkeit der Risiken.
Ethisches Verhalten ist ein Thema mit essenzieller Bedeutung für die Gesellschaft.
Viele Stakeholder beurteilen Unternehmen nicht nur danach, ob sie "legal", sondern
auch, ob sie "legitim" handeln. Der Covestro-Konzern bekennt sich zu einer nachhaltigen
Entwicklung in allen Bereichen seines wirtschaftlichen Handelns. Verstöße gegen diese
Selbstverpflichtung können zu einer negativen Berichterstattung in den Medien und
somit zu einer negativen Wahrnehmung des Covestro-Konzerns in der Öffentlichkeit führen.
Diesem Risiko begegnen wir durch eine verantwortungsvolle Unternehmensführung, die
darauf abzielt, neben wirtschaftlichem auch ökologischen und gesellschaftlichen Nutzen
zu generieren.
Die wirtschaftlichen Bedingungen weltweit und vor allem in den geografischen Regionen,
in denen Covestro tätig ist, wirken sich entscheidend auf die Ergebnisse des Unternehmens
aus. Ihr Einfluss auf die Branchen, denen die direkten und indirekten Kunden von Covestro
angehören, entscheidet mit über die Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens.
Negative Wirtschaftsentwicklungen haben in der Regel nachteilige Auswirkungen auf
die Absatzmärkte unserer Produkte, die meist zum Rückgang der Absatzmengen und des
operativen Ergebnisses des Unternehmens führen. Das Ausmaß dieser Auswirkungen auf
die Absatzmengen und das operative Ergebnis hängt zudem von der Kapazitätsauslastung
in der Branche ab und diese wiederum vom Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage
für die Produkte der Branche. Ein Rückgang der Nachfrage führt zu verminderten Absatzmengen
und letzten Endes zu einer verringerten Kapazitätsauslastung, die sich negativ auf
die Margen auswirkt.
Ein konjunktureller Abschwung oder das veränderte Marktverhalten bestehender Wettbewerber
bzw. der Eintritt neuer Konkurrenten kann zu intensiverem Wettbewerb und damit zu
Überkapazitäten auf dem Markt oder auch einem erhöhten Preisdruck führen.
Durch seine internationale Ausrichtung ist das Geschäft von Covestro den Einflüssen
durch größere Veränderungen der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Bedingungen
und den damit verbundenen Risiken ausgesetzt. Diese können sich nachteilig auf das
Geschäft des Unternehmens auswirken und seine Erfolgsaussichten erheblich schmälern.
In der Vergangenheit gab es in den Märkten für die meisten unserer Produkte Zeiten
mit knappem Angebot, das zum Anstieg der Preise und der Gewinnmargen führte, gefolgt
von Phasen mit starker Kapazitätsausweitung, die zu einem Überangebot mit rückläufigen
Preisen und Gewinnmargen führten. Solche wechselnden Phasen werden häufig unverhofft
durch neue World-Scale-Anlagen oder die Erweiterung bestehender Produktionsanlagen
zur Erzielung oder Erhaltung von positiven Skaleneffekten in den einzelnen Segmenten
der Branche ausgelöst, auf die ein Rückgang der branchenweiten Auslastungsraten folgt.
Wenn es unter strategischen Gesichtspunkten vorteilhaft erscheint, ergänzen wir unser
organisches Wachstum durch Akquisitionen von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen.
Eine nicht erfolgreiche Geschäftsintegration oder unerwartet hohe Integrationskosten
können die Realisierung der geplanten qualitativen und quantitativen Ziele gefährden
und das Ergebnis negativ beeinflussen. Expertenteams leiten daher sowohl den Due-Diligence-Prozess
als auch die Integration. Im Rahmen der Due Diligence werden risikobehaftete Aspekte
wie beispielsweise die Einhaltung der geltenden Umwelt- und Arbeitsschutzbestimmungen
an den Produktionsstandorten überprüft.
Weitere Chancen und Risiken können sich aus den Abweichungen zu unseren Einschätzungen
hinsichtlich der konjunkturellen Weiterentwicklung der Märkte ergeben, die wir im
> Kapitel Konjunkturausblick geschildert haben. Sollte sich die gesamtwirtschaftliche
Entwicklung zukünftig anders darstellen als prognostiziert, kann dies positiven oder
negativen Einfluss auf unsere Umsatz- und Ergebniserwartung haben. Laufende Analysen
des wirtschaftlichen Umfelds und der Konjunkturprognosen erlauben es uns, die erkannten
Chancen zu verfolgen und Risiken mit einer Anpassung unserer Geschäftsstrategie zu
begegnen.
Wir analysieren globale Trends und entwickeln zu ihrer Bewältigung innovative Lösungen.
Wir begegnen so den durch die Trends entstehenden Herausforderungen und nehmen gleichzeitig
die sich aus ihnen ergebenden Chancen wahr.
Die Begrenztheit von natürlichen Ressourcen und die Bemühungen zum Klimaschutz führen
zu einer verstärkten Nachfrage nach innovativen Produkten und Technologien, die den
Ressourcenverbrauch reduzieren und Emissionen senken. Diese Entwicklungen werden durch
steigende regulatorische Anforderungen sowie eine zunehmende Sensibilisierung der
Verbraucher im Hinblick auf eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen weiter forciert.
In diesem Kontext entwickelt Covestro neue Werkstoffe, die dazu beitragen, die Energieeffizienz
weiter zu erhöhen und Emissionen zu verringern. Beispielweise wird von Covestro hergestelltes
Polyurethan mit einer positiven Energiebilanz in der Bauindustrie zur Wärmedämmung
eingesetzt und Polycarbonat in der Automobilindustrie verwendet, um das Gewicht von
Fahrzeugen zu reduzieren.
Der Covestro-Konzern ist dem Risiko ausgesetzt, dass sein guter Ruf durch negative
Berichterstattung, Pressespekulationen und potenzielle oder tatsächliche rechtliche
Auseinandersetzungen in Zusammenhang mit seinen geschäftlichen Aktivitäten geschädigt
wird. Wenn die chemische Industrie allgemein oder die Prozesse und Produkte von Covestro
im Besonderen negativ durch die Gesellschaft wahrgenommen werden, kann dies dem Ruf
des Unternehmens ebenfalls schaden. Auch die unsachgemäße Anwendung und Handhabung
unserer Produkte durch Dritte können rufschädigend wirken.
Darüber hinaus können Bedenken bezüglich der Produktsicherheit und der Umweltverträglichkeit
Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung der Produkte und Aktivitäten von Covestro,
die Wirtschaftlichkeit bestimmter Produkte, den Ruf des Unternehmens und die Fähigkeit
zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern haben. Um in vollem Umfang zu verstehen,
welche Auswirkungen die chemischen Verbindungen haben können, die in den Produkten
des Unternehmens und bei deren Herstellung verwendet werden, sind Fachkenntnisse erforderlich.
Deshalb können Behauptungen, diese Verbindungen seien schädlich, rufschädigend wirken,
auch wenn diese Behauptungen letztendlich entkräftet werden. Derartige Behauptungen
können zu verändertem Verbraucherverhalten oder zusätzlichen behördlichen Bestimmungen
führen, selbst wenn eine schädliche Wirkung nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist
oder sogar wissenschaftliche Gegenbeweise vorliegen.
In unserem Verhaltenskodex für Lieferanten sind unsere Nachhaltigkeitsgrundsätze und
Anforderungen gegenüber unseren Partnern in der Wertschöpfungskette beschrieben. Dieser
fordert von unseren Lieferanten, Umwelt- und Arbeitsschutzbestimmungen sowie Menschenrechte
zu achten und somit zum Beispiel auf jegliche Art der Kinderarbeit zu verzichten.
Eine Verletzung des Kodex birgt ein Reputationsrisiko für unser Unternehmen. Mit Lieferanten-Bewertungen
und Lieferanten-Audits überprüfen wir, ob die Anforderungen des Verhaltenskodex in
der Lieferkette umgesetzt und eingehalten werden. Der Lieferantenkodex von Covestro
basiert auf den Prinzipien des United Nations Global Compact und unserer Menschenrechtsposition.
Der Kodex bildet die grundsätzliche Basis für unsere Zusammenarbeit. Er ist konzernweit
in die elektronischen Bestellsysteme und Verträge rechtsverbindlich integriert.
Covestro benötigt signifikante Mengen an Energien und petrochemischen Rohstoffen für
die Produktionsprozesse. Die Einkaufspreise für Energie und Rohstoffe können aufgrund
der Marktbedingungen oder der Gesetzgebung erheblich schwanken. Erfahrungen aus der
Vergangenheit haben gezeigt, dass gestiegene Herstellungskosten nicht immer über Preisanpassungen
an unsere Kunden weitergegeben werden können.
Neben der Sicherheit unserer Produkte hat der Schutz unserer Mitarbeiter und der Umwelt
hohe Priorität. Risiken, die mit der Herstellung, der Abfüllung, der Lagerung und
dem Transport von Produkten verbunden sind, werden durch ein integriertes Qualitäts-,
Gesundheits-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement vermindert. Diese Risiken können Personen-,
Sach- und Umweltschäden, Produktionsausfälle und Betriebsunterbrechungen sowie die
Verpflichtung zu Schadenersatzzahlungen zur Folge haben.
Covestro verwendet bei seinen Produktionsprozessen große Mengen von Gefahrstoffen.
Bei der Produktion entsteht Sondermüll, und es werden Abwässer und Luftschadstoffe
emittiert. Deshalb unterliegen die Aktivitäten von Covestro in zahlreichen Rechtsgebieten
innerhalb der Regionen APAC, EMLA und NAFTA umfassenden internationalen, nationalen
und lokalen Gesetzen, Bestimmungen, Regelungen und Verordnungen in Bezug auf den Umwelt-,
Gesundheits- und Arbeitsschutz (Environment, Health and Safety - EHS). Die EHS-Bestimmungen
gelten für die meisten Aktivitäten von Covestro und das Unternehmen muss erhebliche
Ressourcen aufwenden, um sie zu erfüllen. Die für die Einhaltung der EHS-Bestimmungen
anfallenden Kosten sind Teil der Betriebskosten von Covestro und müssen letztendlich
durch die Preise gedeckt sein, zu denen das Unternehmen seine Produkte verkaufen kann.
Bei Wettbewerbern von Covestro, die nicht in gleichem Maße von EHS-Bestimmungen betroffen
sind, können die Betriebskosten unter Umständen niedriger sein, sodass sie ihre Produkte
zu einem niedrigeren Preis anbieten können als Covestro.
An unseren Standorten kann es zu Betriebsunterbrechungen, unter anderem durch Elementarereignisse,
Brand/Explosionen, Sabotage oder Lieferunterbrechungen bei Hauptrohstoffen oder Zwischenprodukten
kommen. Diesem Risiko begegnen wir mit einer Verteilung der Produktion für bestimmte
Produkte auf mehrere Standorte bzw. mit dem Aufbau von Sicherheitsbeständen. Zudem
wurde für unsere Produktionsstandorte als verpflichtender Bestandteil unseres HSEQ-Managements
ein Sicherheits- und Krisenmanagement implementiert. Es dient dem Schutz von Mitarbeitern
und Nachbarn, der Umwelt und der Produktionsanlagen vor den o.g. Risiken. Die Grundlage
hierfür bildet die Konzernregelung "Sicherheits- und Krisenmanagement".
Im Hinblick auf ein gestiegenes ökologisches Bewusstsein eröffnen sich für Covestro
Chancen in doppelter Hinsicht. Zum einen erschließen sich Marktpotenziale aus der
Entwicklung von innovativen Werkstoffen für unsere Kunden. Zum anderen können neben
einer Entlastung der Umwelt Kostenvorteile realisiert werden, wenn es gelingt, die
Energieeffizienz der eigenen Produktionsprozesse weiter zu steigern. So wollen wir
mit der Entwicklung neuer Produktionstechnologien und der Anwendung international
anerkannter Energiemanagementsysteme dazu beitragen, steigende regulatorische Umweltschutzbestimmungen
zu erfüllen, Emissionen und Abfall weiter zu reduzieren und die Energieeffizienz zu
erhöhen. Hierdurch leisten wir nicht nur einen Beitrag zum nachhaltigen Klimaschutz
und zur Schonung der natürlichen Ressourcen, sondern erzielen auch einen Kosten- bzw.
Wettbewerbsvorteil.
Qualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine entscheidende
Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. Insbesondere in Ländern mit Vollbeschäftigung
werden qualifizierte Fachkräfte von den Unternehmen intensiv umworben. Sollte es uns
nicht gelingen, in diesen Ländern im erforderlichen Ausmaß Mitarbeiter zu rekrutieren
und an Covestro zu binden, könnte dies erhebliche negative Auswirkungen auf die künftige
Unternehmensentwicklung haben.
Basierend auf der Analyse der zukünftigen Bedürfnisse entwickeln wir entsprechende
Maßnahmen zur Personalrekrutierung und -entwicklung. So möchten wir unter anderem
durch ein umfassendes Personalmarketing ("Employer-Branding-Kampagne") unsere Zielgruppen
von den Vorteilen unseres Unternehmens überzeugen. Unsere Personalpolitik basiert
auf den Grundsätzen unserer Menschenrechtsposition, Corporate Compliance Policy und
unseren Unternehmenswerten. Wichtige Bestandteile dieser Personalpolitik sind eine
wettbewerbsfähige Vergütung mit erfolgsabhängigen Komponenten sowie umfangreiche Weiterbildungs-
und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Ausrichtung auf personelle Vielfalt (Diversity)
ermöglicht zudem die Ausschöpfung des gesamten Arbeitsmarktpotenzials.
Covestro ist auf gute Beziehungen zu seinen Mitarbeitern, den Gewerkschaften und den
Mitarbeitervertretern angewiesen, um Arbeitsniederlegung zu vermeiden, Restrukturierungsprogramme
umzusetzen, bestehende Tarifverträge abzuändern und faire, angemessene Löhne sowie
andere wichtige Arbeitsbedingungen aushandeln zu können.
Die Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die interne bzw. externe Kommunikation
des Covestro-Konzerns basieren zunehmend auf globalen IT-Systemen. Eine wesentliche
technische Störung oder gar ein Ausfall der IT-Systeme kann zu einer gravierenden
Beeinträchtigung unserer Geschäfts- und Produktionsprozesse führen. In Zusammenarbeit
mit unserer internen IT-Organisation werden technische Vorkehrungen wie zum Beispiel
Datenwiederherstellungs- und Kontinuitätspläne definiert und laufend weiterentwickelt.
Die Vertraulichkeit von internen und externen Daten ist bei uns von elementarer Bedeutung.
Ein Verlust der Vertraulichkeit, Integrität oder Authentizität von Daten und Informationen
kann zu Manipulationen und/oder zu einem unkontrollierten Abfluss von Daten und Know-how
führen. Diesem Risiko begegnen wir durch entsprechende Maßnahmen, zum Beispiel in
Form eines Berechtigungskonzepts.
Des Weiteren wurde ein Gremium eingerichtet, das die grundsätzliche Strategie, Architektur
und Sicherheitsmaßnahmen für den Konzern beschließt. Durch diese Maßnahmen wollen
wir einen Schutz auf dem aktuellsten Stand der Technik erzielen.
Der Covestro-Konzern ist zahlreichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren
ausgesetzt, an denen wir entweder aktuell beteiligt sind oder die sich in Zukunft
ergeben könnten. Dazu gehören insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung,
Kartellrecht, Wettbewerbsrecht, Patentrecht, Steuerrecht sowie Umweltschutz.
Ermittlungen und Untersuchungen aufgrund möglicher Verletzungen von gesetzlichen Vorschriften
oder regulatorischen Bestimmungen, wie etwa potenzielle Verstöße gegen Kartellgesetze
oder wegen bestimmter Marketing- und Vertriebspraktiken, können straf- und zivilrechtliche
Sanktionen einschließlich erheblicher monetärer Strafen sowie weiterer finanzieller
Nachteile zur Folge haben. Sie können der Reputation von Covestro schaden und sich
letztlich nachteilig auf unseren Unternehmenserfolg auswirken.
Eine Beschreibung der aus heutiger Sicht wesentlichen rechtlichen Risiken findet sich
im Anhang unter > "Rechtliche Risiken".
Der Covestro-Konzern ist finanziellen Chancen und Risiken in Form von Marktpreisänderungen
sowie Liquiditätsrisiken, Kreditrisiken und Risiken aus Pensionsverpflichtungen ausgesetzt.
Zur Steuerung der finanziellen Chancen und Risiken sind Prozesse etabliert und dokumentiert.
Einen Baustein bildet dabei die Finanzplanung, die als Basis zur Ermittlung des Liquiditätsbedarfs
und des künftigen Devisenrisikos dient. Die Finanzplanung umfasst einen Planungshorizont
von zwölf Monaten und wird regelmäßig aktualisiert.
Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, aufgrund einer unzureichenden Verfügbarkeit
von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen
zu können. Bis zum 31. August 2015 wurde das Liquiditätsrisiko des Teilkonzerns Bayer
MaterialScience vom Bereich Finanzen des Bayer-Konzerns zentral ermittelt und gesteuert.
Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wurden liquide Mittel durch
Liquiditätsbündelung (Cash-Pooling-Agreements) oder durch interne Kredite bereitgestellt,
um sämtliche geplanten Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit erfüllen
zu können. Zum 1. September 2015 wurde die Steuerung der liquiden Mittel vom Bereich
Finanzen des Covestro-Konzerns übernommen.
Chancen und Risiken aus Änderungen von Marktpreisen ergeben sich im Devisen- sowie
im Zinsbereich. Diese wurden bis zum 31. August 2015 zentral durch den Bereich Finanzen
des Bayer-Konzerns gesteuert. Diese Funktion wird seit dem 1. September 2015 ebenfalls
vom Bereich Finanzen des Covestro-Konzerns übernommen. Im Rahmen der Steuerung werden
Risiken zum Teil durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente eliminiert bzw. begrenzt.
Devisenchancen und -risiken von Finanztransaktionen ergeben sich für den Covestro-Konzern
aus Änderungen von Devisenkursen und den damit verbundenen Wertänderungen.
Forderungen und Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit und finanziellen
Positionen werden in der Regel für liquide Währungen in voller Höhe mit Devisentermingeschäften
gesichert.
Geplante zukünftige Zahlungseingänge und -ausgänge (antizipiertes Exposure) wurden
bis zum 31. August 2015 durch durch den Bayer-Konzern gesichert. Die Absicherung erfolgte
durch Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen. Seit dem 1. September 2015 wird
das antizipierte Exposure weiterhin gemessen, jedoch findet vorerst keine Sicherung
des antizipierten Exposure statt. Sollte sich das Wechselkursrisiko signifikant erhöhen,
plant der Covestro-Konzern, die Sicherung der geplanten zukünftigen Zahlungseingänge
und -ausgänge vorzunehmen.
Zinschancen und -risiken ergeben sich für den Covestro-Konzern durch Änderungen von
Kapitalmarktzinsen, die wiederum zu Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von festverzinslichen
Finanzinstrumenten sowie zu veränderten Zinszahlungen bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten
führen können. Die Steuerung des Zinsrisikos erfolgte bis zum 31. August 2015 durch
den Bayer-Konzern. Derzeit existieren keine signifikanten Zinsänderungsrisiken im
Covestro-Konzern.
Die Werthaltigkeit von Forderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten des Covestro-Konzerns
kann beeinträchtigt werden, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen zur Bezahlung
oder sonstigen Erfüllung nicht nachkommen. Der Covestro-Konzern schließt für nicht-derivative
Finanzinstrumente mit seinen Kunden keinen Rahmenvertrag zur Aufrechnung von finanziellen
Forderungen und Verbindlichkeiten (Master-Netting-Agreement) ab. Hier stellt der Gesamtbetrag
der finanziellen Vermögenswerte das maximale Ausfallrisiko dar. Positive Marktwerte
aus derivativen Finanzinstrumenten können bei Vorliegen entsprechender Rahmenvereinbarungen
mit negativen Marktwerten saldiert werden.
Zur Steuerung der Kreditrisiken aus Handelsforderungen sind verantwortliche Kreditmanager
benannt, die regelmäßig Bonitätsanalysen durchführen und für jeden Kunden ein Kreditlimit
festlegen. Sicherheiten liegen für einen Teil dieser Forderungen vor und werden in
Abhängigkeit der lokalen Rahmenbedingungen genutzt; hierzu zählen insbesondere Anzahlungen,
Akkreditive, Bürgschaften und der Eigentumsvorbehalt. Darüber hinaus werden alle Kreditlimite
für Schuldner mit einem Gesamtrisikoexposure von mehr als 10 Mio. € sowohl vom lokalen
Kreditmanagement beurteilt als auch dem konzernweiten Risikokomitee vorgelegt.
Der Covestro-Konzern hat Verpflichtungen gegenüber jetzigen und früheren Mitarbeitern
aus Pensionszusagen. Veränderungen relevanter Bewertungsparameter, wie Zinssätze,
Sterbewahrscheinlichkeiten und Gehaltssteigerungsraten können eine Erhöhung des Barwerts
der Pensionsverpflichtungen bedingen, was zusätzliche Aufwendungen für Pensionspläne
erforderlich macht. Ein Großteil der Pensionsverpflichtungen ist durch Planvermögen
gedeckt. Rückläufige oder gar negative Erträge aus den Anlagen des Planvermögens können
sich ungünstig auf den zukünftig beizulegenden Zeitwert des Planvermögens auswirken.
Beide Effekte können die Ertragslage des Unternehmens negativ beeinflussen und/oder
zusätzliche Zahlungen des Unternehmens notwendig machen.
Dem Risiko von Marktwertschwankungen des Planvermögens wird durch eine ausgewogene
strategische Anlagenallokation und eine ständige Analyse der Anlagerisiken im Hinblick
auf die Pensionsverpflichtungen begegnet.
Die aktuelle Bewertung zeigt, dass keines der zuvor berichteten Risiken bestandsgefährdend
ist. Darüber hinaus konnten wir keine Interdependenzen erkennen, die sich zu einer
Bestandsgefährdung unseres Unternehmens aufbauen könnten.
Aufgrund unseres Produktportfolios, unseres Know-how und unserer Innovationskraft
sind wir davon überzeugt, die aus unserem unternehmerischen Handeln resultierenden
Chancen nutzen und den Herausforderungen, die sich aus den vorgenannten Risiken ergeben,
erfolgreich begegnen zu können.
Im Zuge des Börsengangs haben die Covestro AG und die Bayer AG am 1. Oktober 2015
die Preisspanne für die Ausgabe von Covestro-Aktien und das Emissionsvolumen an das
eingetrübte und volatile Kapitalmarktumfeld angepasst. Der niedrigere Erlös wurde
durch eine um 1 Mrd. € angehobene Kapitaleinlage durch die Bayer AG ausgeglichen.
Die Erstnotierung an der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgte am 6. Oktober 2015.
Die Kapitaleinlage wurde am 6. Oktober 2015 erbracht. Der Bruttoemissionserlös aus
der Ausgabe neuer Aktien belief sich auf 1,5 Mrd. €. Nach Abzug der Gebühren für die
Platzierung ergab sich ein Nettoemissionserlös ("IPO Net Proceeds") in Höhe von 1,49
Mrd. €. Die Mittelzuflüsse aus der Kapitaleinlage und dem Emissionserlös aus der Ausgabe
neuer Aktien wurden im Wesentlichen dafür verwendet, Darlehensschulden gegenüber dem
Bayer-Konzern zu tilgen. Durch die Ausgabe neuer Aktien erhöhte sich das Aktienvolumen
der Covestro AG auf 202.500.000. Unter Berücksichtigung dieses Aktienvolumens würde
sich zum 30. September 2015 ein Ergebnis je Aktie in Höhe von 2,11 € ergeben.
| 3. Quartal 2014 | 3. Quartal 2015 | Dreivierteljahr 2014 | Dreivierteljahr 2015 | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Umsatzerlöse | 3.062 | 3.020 | 8.781 | 9.284 |
| Herstellungskosten | -2.486 | -2.273 | -7.102 | -7.105 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 576 | 747 | 1.679 | 2.179 |
| Vertriebskosten | -279 | -304 | -797 | -936 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -48 | -63 | -159 | -188 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -82 | -139 | -255 | -348 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 20 | 73 | 74 | 124 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -12 | -27 | -53 | -71 |
| EBIT1 | 175 | 287 | 489 | 760 |
| Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen | -3 | -4 | -11 | -4 |
| Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen | 2 | - | 2 | - |
| Zinsertrag | 7 | 1 | 23 | 3 |
| Zinsaufwand | -27 | -24 | -77 | -76 |
| Übriges Finanzergebnis | -14 | -29 | -28 | -66 |
| Finanzergebnis | -35 | -56 | -91 | -143 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 140 | 231 | 398 | 617 |
| Ertragsteuern | -40 | -70 | -120 | -184 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 100 | 161 | 278 | 433 |
| davon auf andere Gesellschafter entfallend | 1 | 1 | 1 | 6 |
| davon auf die Aktionäre der Covestro AG entfallend (Konzernergebnis) | 99 | 160 | 277 | 427 |
| in € | in € | in € | in € | |
| Ergebnis je Aktie | 0,71 | 1,14 | 1,98 | 3,05 |
1
EBIT: Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern.
| 3. Quartal 2014 | 3. Quartal 2015 | Dreivierteljahr 2014 | Dreivierteljahr 2015 | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 100 | 161 | 278 | 433 |
| Neubewertungen der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | -260 | -103 | -685 | -62 |
| Ertragsteuern | 82 | 40 | 216 | 28 |
| Sonstiges Ergebnis aus Neubewertungen der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | -178 | -63 | -469 | -34 |
| Sonstiges Ergebnis, das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird | -178 | -63 | -469 | -34 |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwertes von zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten | -2 | - | -5 | -4 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag | -1 | - | -8 | 3 |
| Ertragsteuern | - | - | 2 | - |
| Sonstiges Ergebnis aus Cashflow-Hedges | -3 | - | -11 | -1 |
| Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften | 264 | -93 | 274 | 83 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag | - | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis aus Währungsumrechnung | 264 | -93 | 274 | 83 |
| Sonstiges Ergebnis, das anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind | 261 | -93 | 263 | 82 |
| Veränderung aus Konzernkreisänderungen | - | 30 | 1 | 20 |
| Sonstiges Ergebnis1 | 83 | -126 | -205 | 68 |
| davon auf andere Gesellschafter entfallend | 1 | - | 1 | -1 |
| davon auf die Aktionäre der Covestro AG entfallend | 82 | -126 | -206 | 69 |
| Gesamtergebnis | 183 | 35 | 73 | 501 |
| davon auf andere Gesellschafter entfallend | 2 | 1 | 2 | 5 |
| davon auf die Aktionäre der Covestro AG entfallend | 181 | 34 | 71 | 496 |
1
Summe der im Eigenkapital erfolgsneutral erfassten Wertänderungen.
| 01.01.2014 | 30.09.2014 | 30.09.2015 | 31.12.2014 | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 239 | 240 | 258 | 243 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 164 | 139 | 138 | 133 |
| Sachanlagen | 4.442 | 4.678 | 4.922 | 4.893 |
| Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen | 202 | 211 | 225 | 216 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.021 | 1.148 | 43 | 39 |
| Sonstige Forderungen | 76 | 80 | 65 | 74 |
| Latente Steuern | 160 | 414 | 629 | 413 |
| 6.304 | 6.910 | 6.280 | 6.011 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Vorräte | 1.616 | 1.942 | 1.912 | 1.904 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.363 | 1.748 | 1.740 | 1.561 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 546 | 444 | 14 | 431 |
| Sonstige Forderungen | 259 | 277 | 447 | 277 |
| Ertragsteuererstattungsansprüche | 8 | 7 | 8 | 7 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 37 | 36 | 424 | 201 |
| 3.829 | 4.454 | 4.545 | 4.381 | |
| Gesamtvermögen | 10.133 | 11.364 | 10.825 | 10.392 |
| Eigenkapital | ||||
| Gezeichnetes Kapital der Covestro AG | - | - | 140 | - |
| Kapitalrücklage der Covestro AG | - | - | 2.481 | - |
| Sonstige Rücklagen | 2.769 | 2.854 | -1.517 | 1.770 |
| Aktionären der Covestro AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital | 2.769 | 2.854 | 1.104 | 1.770 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 10 | 11 | 12 | 17 |
| 2.779 | 2.865 | 1.116 | 1.787 | |
| Langfristiges Fremdkapital | ||||
| Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen | 622 | 1.316 | 1.564 | 1.395 |
| Andere Rückstellungen | 167 | 181 | 196 | 187 |
| Finanzverbindlichkeiten | 827 | 839 | 416 | 779 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 27 | 30 | 27 | 30 |
| Latente Steuern | 193 | 204 | 153 | 176 |
| 1.836 | 2.570 | 2.356 | 2.567 | |
| Kurzfristiges Fremdkapital | ||||
| Andere Rückstellungen | 238 | 275 | 405 | 307 |
| Finanzverbindlichkeiten | 3.726 | 3.795 | 5.013 | 3.943 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.329 | 1.555 | 1.459 | 1.522 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 8 | 17 | 81 | 18 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 217 | 287 | 395 | 248 |
| 5.518 | 5.929 | 7.353 | 6.038 | |
| Gesamtkapital | 10.133 | 11.364 | 10.825 | 10.392 |
| 3. Quartal 2014 | 3. Quartal 2015 | Dreivierteljahr 2014 | Dreivierteljahr 2015 | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 100 | 161 | 278 | 433 |
| Ertragsteuern | 40 | 70 | 120 | 184 |
| Finanzergebnis | 35 | 56 | 91 | 143 |
| Gezahlte bzw. geschuldete Ertragsteuern | -43 | -113 | -91 | -207 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 149 | 168 | 445 | 527 |
| Veränderung Pensionsrückstellungen | -8 | -31 | -16 | -25 |
| Gewinne (-)/Verluste (+) aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 1 | 2 | 1 | -16 |
| Zu-/Abnahme Vorräte | -33 | -27 | -225 | 53 |
| Zu-/Abnahme Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -56 | 83 | -301 | -80 |
| Zu-/Abnahme Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 162 | 5 | 193 | -180 |
| Veränderung übriges Nettovermögen/sonstige nicht-zahlungswirksame Vorgänge | 10 | 5 | 16 | 91 |
| Zu-/Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) | 357 | 379 | 511 | 923 |
| Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -134 | -128 | -373 | -352 |
| Einnahmen aus dem Verkauf von Sachanlagen und anderen Vermögenswerten | 1 | 24 | 4 | 45 |
| Einnahmen aus Desinvestitionen | - | - | 3 | - |
| Einnahmen/Ausgaben aus langfristigen finanziellen Vermögenswerten | -7 | 220 | 4 | 154 |
| Ausgaben für Akquisitionen abzüglich übernommener Zahlungsmittel | - | 1 | - | -13 |
| Zins- und Dividendeneinnahmen | 1 | 1 | 2 | 3 |
| Einnahmen/Ausgaben aus kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten | 1 | 95 | 1 | -1 |
| Zu-/Abfluss aus investiver Tätigkeit | -138 | 213 | -359 | -164 |
| Kapitaleinzahlung | - | 855 | - | 855 |
| Finanzielle Transaktionen mit Gesellschaften des Bayer-Konzerns1 | -301 | -1.411 | -203 | -1.797 |
| Ein-/Auszahlungen aus der Ergebnisabführung an Bayer AG | - | - | 20 | -155 |
| Gezahlte Dividenden und Kapitalertragsteuer | - | -1 | - | -11 |
| Kreditaufnahme | 115 | 3.245 | 151 | 4.079 |
| Schuldentilgung | -16 | -2.877 | -98 | -3.386 |
| Zinsausgaben | -12 | -29 | -25 | -83 |
| Zu-/Abfluss aus Finanzierungstätigkeit | -214 | -218 | -155 | - 498 |
| Zahlungswirksame Veränderung aus Geschäftstätigkeit | 5 | 374 | -3 | 261 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenanfang | 30 | 106 | 37 | 201 |
| Veränderung aus Wechselkursänderungen | 1 | - 56 | 2 | - 38 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende | 36 | 424 | 36 | 424 |
| Gezeichnetes Kapital der Covestro AG | Kapitalrücklage der Covestro AG | Sonstige Rücklagen | Aktionären der Covestro AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital | Anteile anderer Gesellschafter | Eigenkapital | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| 31.12.2013 | 2.769 | 2.769 | 10 | 2.779 | ||
| Eigenkapital-Transaktionen mit Anteilseignern | ||||||
| Ergebnisabführung an Bayer AG | 20 | 20 | 20 | |||
| Dividendenausschüttung | -22 | -22 | -1 | -23 | ||
| Sonstige Veränderungen | 16 | 16 | 16 | |||
| Gesamtergebnis | 71 | 71 | 2 | 73 | ||
| 30.09.2014 | 2.854 | 2.854 | 11 | 2.865 | ||
| 31.12.2014 | 1.770 | 1.770 | 17 | 1.787 | ||
| Eigenkapital-Transaktionen mit Anteilseignern | ||||||
| Einlage Grundkapital | 140 | 140 | 140 | |||
| Kapitalerhöhung/-herabsetzung | 715 | 715 | 715 | |||
| Einbringung Covestro Deutschland AG | 1.766 | -1.766 | ||||
| Ergebnisabführung an Bayer AG | -5 | -5 | -5 | |||
| Dividendenausschüttung | -7 | -7 | -6 | -13 | ||
| Sonstige Veränderungen | -2.005 | -2.005 | -4 | -2.009 | ||
| Gesamtergebnis | 496 | 496 | 5 | 501 | ||
| 30.09.2015 | 140 | 2.481 | - 1.517 | 1.104 | 12 | 1.116 |
Am 18. September 2014 hat die Bayer AG, Leverkusen, ihren Plan bekannt gegeben, das
operative Geschäft von Bayer MaterialScience, das seit dem 1. September 2015 unter
dem Namen Covestro geführt wird, unter einer Aktiengesellschaft zu bündeln und Anteile
dieser Aktiengesellschaft durch Erstnotierung an der Börse zu platzieren ("Initial
Public Offering", IPO). Aus diesem Grund wurde am 20. August 2015 die Covestro AG,
Leverkusen, gegründet, in die die Bayer AG mit Wirkung zum 1. September 2015 ihre
Anteile an der Covestro Deutschland AG, Leverkusen, eingelegt hat. Die Covestro Deutschland
AG (vormals: Bayer MaterialScience AG) war bis zum 1. September 2015 eine 100 %-ige
Tochtergesellschaft der Bayer AG und Führungsgesellschaft des Teilkonzerns MaterialScience.
Bis einschließlich 31. August 2015 bestand für Covestro keine Pflicht zur Erstellung
eines Konzernabschlusses, da weder das Reinvermögen der Covestro-Gruppe vollständig
in der Covestro Deutschland AG gebündelt und keine Beherrschung im Sinne des IFRS
10 (Consolidated Financial Statements) gegeben war, noch die Covestro AG als Konzernführungsgesellschaft
existierte. Für die am 31. Dezember 2014, 31. Dezember 2013 und 31. Dezember 2012
endenden Geschäftsjahre sowie für die nach den Grundsätzen des IAS 34 (Interim Financial
Reporting) erstellte Zwischenberichtsperiode vom 1. Januar 2015 bis zum 30. Juni 2015
wurden für die Covestro-Gruppe kombinierte Abschlüsse nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt.
Die kombinierten Jahresabschlüsse und der kombinierte Zwischenabschluss werden nachfolgend
als "Kombinierter Abschluss" bezeichnet. Dieser Kombinierte Abschluss, der für Zwecke
des IPO der Covestro AG in einem Börsenprospekt veröffentlicht wurde, ist, wie der
Börsenprospekt selbst, auf der Homepage der Covestro AG veröffentlicht.
Covestro existiert als Konzern im Sinne der IFRS seit dem 1. September 2015. Er besteht
aus der Covestro AG und ihren mittel- und unmittelbaren Tochtergesellschaften, gemeinschaftlichen
Tätigkeiten, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen. Entsprechend wurde
für den Berichtszeitraum zum 30. September 2015 erstmals ein Konzernabschluss nach
den Regeln des IFRS 1 (First-Time Adoption of International Financial Reporting Standards)
als Bestandteil des Zwischenberichts zum 30. September 2015 aufgestellt. Der vorliegende
Konzernabschluss wurde auf Basis einheitlicher IFRS-Bilanzierungsgrundsätze erstellt.
Da bisher für die Covestro-Gruppe kein Konzernabschluss aufzustellen war, entfallen
die grundsätzlich nach IFRS 1 vorgesehenen Überleitungsrechnungen für das Eigenkapital
bzw. für das Gesamtergebnis.
Covestro hat entsprechend IFRS 1.18 in Verbindung mit IFRS 1 Appendix D16a die Buchwerte
inklusive Geschäfts- oder Firmenwerten aus dem IFRS-Konzernabschluss der Bayer AG
fortgeführt. Abgesehen davon wurden im vorliegenden Konzernabschluss keine der durch
IFRS 1 möglichen optionalen Vereinfachungen in Anspruch genommen.
Der Zwischenabschluss zum 30. September 2015 ist gemäß § 37x Abs. 3 WpHG und in Übereinstimmung
mit den Vorschriften des IAS 34 nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen
und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards
des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen
(IFRIC) des IFRS Interpretations Committee (IFRS-IC) bzw. den seitens des Standing
Interpretations Committee verlautbarten Interpretationen (SIC) erstellt worden. Das
Management von Covestro hat von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die legalen Übertragungen
der Geschäftsaktivitäten von Bayer auf Covestro als "Unternehmenszusammenschluss unter
gemeinsamer Führung" ("Transaction under Common Control") nach der Buchwertmethode
abzubilden. Weiterhin wurde das Wahlrecht in Anspruch genommen, die nach IFRS erforderlichen
Vergleichsinformationen so darzustellen, als ob die legalen Übertragungen der Geschäftsaktivitäten
bereits zuvor stattgefunden hätten. Diese Methode führt dazu, dass für die Vorjahreszahlen
auf die Darstellung im veröffentlichten Kombinierten Abschluss zurückgegriffen werden
kann.
Im vorliegenden Konzernzwischenabschluss wird erstmals das Ergebnis je Aktie berichtet.
Es ermittelt sich als Verhältnis der zum 30. September 2015 ausgegebenen stimmberechtigten
Stückaktien der Covestro AG zu dem auf die Aktionäre der Covestro AG entfallenden
Ergebnis nach Ertragsteuern (Konzernergebnis) der Berichtsperiode. Nachrichtlich wird
das Ergebnis je Aktie auch für die Vergleichsperiode berichtet, wobei sowohl für die
Berichtsperiode als auch für die Vergleichsperiode von der gleichen Anzahl Aktien
ausgegangen wurde. Verwässerungseffekte waren nicht zu berücksichtigen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt worden.
Die Bilanzgliederung erfolgt nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden.
Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines
Jahres oder aber innerhalb des normalen Geschäftszyklus des Unternehmens bzw. Konzerns
- beginnend mit der Beschaffung der für den Leistungserstellungsprozess notwendigen
Ressourcen bis zum Erhalt der Zahlungsmittel bzw. Zahlungsmitteläquivalente als Gegenleistung
für die Veräußerung der in diesem Prozess erstellten Produkte oder Dienstleistungen
- fällig sind oder veräußert werden sollen. Forderungen und Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte werden grundsätzlich als kurzfristige Posten
ausgewiesen. Latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten werden ebenso wie Pensionsrückstellungen
grundsätzlich als langfristig dargestellt.
Der Konzernzwischenabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt,
werden alle Beträge in Millionen Euro (Mio. €) angegeben.
Die erstmalige Anwendung folgender geänderter Rechnungslegungsvorschriften hatte keinen
bzw. keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage.
Im Rahmen der jährlichen "Improvement''-Projekte hat das IASB im Dezember 2013 den
fünften und sechsten Sammelband "Annual Improvements to IFRS" herausgegeben. Die Änderungen
präzisieren im Kern den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Geschäftsvorfällen,
vereinheitlichen Terminologien und sind im Wesentlichen als redaktionelle Korrekturen
zu bestehenden Standards zu verstehen. Sie sind für Geschäftsjahre anwendbar, die
am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen.
Das IASB bzw. IFRS-IC hat nachfolgende Standards, Änderungen und Entwürfe von Standards
und Interpretationen herausgegeben, deren Anwendung jedoch bislang nicht verpflichtend
ist. Die Anwendung dieser IFRS bzw. SIC und IFRIC ("Interpretationen") setzt voraus,
dass sie im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens ("Endorsement") durch die EU angenommen
werden.
Im November 2009 veröffentlichte das IASB IFRS 9 (Financial Instruments) mit Regeln
zur Kategorisierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte und im Oktober 2010
(letztmalig geändert im Juli 2014) Regeln zur Kategorisierung und Bewertung von finanziellen
Verbindlichkeiten. IFRS 9 definiert zwei anstatt vier Bewertungskategorien für aktivische
Finanzinstrumente. Die Kategorisierung basiert zum einen auf dem Geschäftsmodell des
Unternehmens, zum anderen auf den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme des
jeweiligen finanziellen Vermögenswerts. Für Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu
Handelszwecken gehalten werden, besteht beim erstmaligen Ansatz das einmalige Wahlrecht,
die zukünftigen Änderungen des beizulegenden Zeitwertes im sonstigen Ergebnis in der
Gesamtergebnisrechnung zu erfassen. Im November 2013 veröffentlichte das IASB unter
dem Titel "Hedge Accounting and Amendments to IFRS 9, IFRS 7 and IAS 39" weitere Ergänzungen.
Schwerpunkt der Ergänzungen ist die grundlegende Überarbeitung der Regelung zum Hedge
Accounting mit dem Ziel einer sachgerechteren Darstellung des Risikomanagements im
Abschluss. Hiermit verbunden ist auch die Ausweitung der Angabepflichten im Anhang.
Im Juli 2014 veröffentlichte das IASB die neuen Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen
bei Finanzinstrumenten. Das Grundprinzip der neuen Regelungen besteht in der Abbildung
erwarteter Verluste. IFRS 9 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem
1. Januar 2018 beginnen. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Die Auswirkungen
auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden noch geprüft.
Das IASB hat im Januar 2014 IFRS 14 (Regulatory Deferral Accounts) herausgegeben.
Der Standard behandelt die Rechnungslegung von regulatorischen Abgrenzungsposten für
IFRS-Erstanwender. Die Erstanwendung des IFRS 14 ist verpflichtend für Geschäftsjahre,
die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Über den Zeitpunkt der Übernahme in
europäisches Recht ist derzeit noch nicht entschieden. IFRS 14 wird keine Auswirkungen
auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Im Mai 2014 veröffentlichte das IASB die Ergänzung "Accounting for Acquisitions of
Interests in Joint Operations" in Bezug auf IFRS 11 (Joint Arrangements). Die Ergänzung
zu IFRS 11 regelt die Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen
Tätigkeiten, deren Tätigkeit einen Geschäftsbetrieb darstellt. Die Änderungen sind
verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, anzuwenden.
Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Übernahme in europäisches Recht steht
noch aus. Die Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
werden noch geprüft.
Ebenfalls im Mai 2014 gab das IASB die Ergänzung "Clarification of Acceptable Methods
of Depreciation and Amortisation" in Bezug auf IAS 16 (Property, Plant and Equipment)
und IAS 38 (Intangible Assets) heraus. Die Ergänzung zu IAS 16 und IAS 38 stellt klar,
dass eine umsatzerlösbasierte Abschreibung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
nicht sachgerecht ist. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder
nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist erlaubt. Die Übernahme
in europäisches Recht steht noch aus. Wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden gegenwärtig nicht erwartet.
Des Weiteren veröffentlichte das IASB im Mai 2014 IFRS 15 (Revenue from Contracts
with Customers). Demnach hat ein Unternehmen zeitgleich mit der Übertragung der Verfügungsmacht
an Gütern oder der Erbringung von Dienstleistungen den erwarteten Gegenwert für die
Übertragung bzw. Erbringung als Umsatzerlös zu erfassen. Aufgrund dieses Grundprinzips
erfolgt die Umsatzerlöserfassung in fünf Schritten. In Schritt 1 wird der Vertrag
mit einem Kunden und in Schritt 2 die daraus resultierenden Leistungsverpflichtungen
identifiziert. In Schritt 3 wird der Transaktionspreis bestimmt, der in Schritt 4
auf die separaten Leistungsverpflichtungen aufgeteilt wird. In Schritt 5 erfolgt die
Umsatzrealisierung zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über den Zeitraum der Leistungserbringung.
IFRS 15 ersetzt IAS 11 (Construction Contracts), IAS 18 (Revenue), IFRIC 13 (Customer
Loyalty Programmes), IFRIC 15 (Agreements for the Construction of Real Estate), IFRIC
18 (Transfers of Assets from Customers) und SIC-31 (Revenue - Barter Transactions
Involving Advertising Services). Im Juli 2015 hat das IASB einen Exposure Draft veröffentlicht,
der verschiedene Klarstellungen zu IFRS 15 enthält. Des Weiteren wurde im September
2015 eine Änderung veröffentlicht, mit der der Erstanwendungszeitpunkt um ein Jahr
auf den 1. Januar 2018 verschoben wird. Eine vorzeitige Anwendung ist ungeachtet dessen
erlaubt. Die Übernahme von IFRS 15 und der Änderung des neuen Erstanwendungszeitpunkts
in europäisches Recht stehen noch aus. Die Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage werden noch geprüft.
Im Juni 2014 hat das IASB unter dem Titel "Agriculture: Bearer Plants" Änderungen
zu IAS 16 (Property, Plant and Equipment) und IAS 41 (Agriculture) veröffentlicht.
Die Änderungen stellen klar, dass fruchttragende Pflanzen, die nur zur Erzeugung landwirtschaftlicher
Produkte genutzt werden, nach IAS 16 zu bilanzieren sind. Die Änderungen sind für
Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Eine vorzeitige
Anwendung ist zulässig. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Es werden
keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
Im September 2014 hat das IASB im Rahmen der jährlichen "Improvement"-Projekte den
siebten Sammelband "Annual Improvements to IFRS 2012-2014 Cycle" herausgegeben. Die
Änderungen präzisieren den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Geschäftsvorfällen,
vereinheitlichen Terminologien und sind im Wesentlichen als redaktionelle Korrekturen
zu bestehenden Standards zu verstehen. Sie sind für Geschäftsjahre anwendbar, die
am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig.
Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen
auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet.
Mit "Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint
Venture" hat das IASB im September 2014 Änderungen zu IFRS 10 (Consolidated Financial
Statements) und IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) veröffentlicht.
Das Ausmaß der Erfolgserfassung bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen
oder einem Joint Venture ist davon abhängig, ob die eingebrachten oder veräußerten
Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb darstellen. Die Änderungen sollten für Geschäftsjahre
anzuwenden sein, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Allerdings hat das
IASB im Juli 2015 vorgeschlagen, den Erstanwendungszeitpunkt auf unbestimmte Zeit
bis zum Abschluss des Forschungsprojekts zur Equity-Methode zu verschieben. Die Übernahme
in europäisches Recht wurde infolge dessen zunächst verschoben. Die Auswirkungen auf
die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden geprüft.
Weitere Änderungen zu IFRS 10 (Consolidated Financial Statements), IFRS 12 (Disclosure
of Interests in Other Entities) und IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures)
wurden mit dem Titel "Investment Entities: Applying the Consolidation Exception" im
Dezember 2014 herausgegeben. Die Änderungen stellen im Wesentlichen klar, welche Tochterunternehmen
einer Investmentgesellschaft von dieser zu konsolidieren sind und welche erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung
ist zulässig. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Es werden keine
wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
erwartet.
Ebenfalls im Dezember 2014 wurden mit der "Disclosure Initiative" Änderungen zu IAS
1 (Presentation of Financial Statements) herausgegeben. Die Änderungen zielen auf
eine weitere Klarstellung der in IAS 1 formulierten Anforderungen an Darstellung und
Angaben ab und betreffen insbesondere die Wesentlichkeit und Zusammenfassung von Posten,
die Darstellung der Bilanz, des Gewinns oder Verlusts und des sonstigen Ergebnisses,
die Struktur der Anhangangaben sowie die Angaben zu maßgeblichen Rechnungslegungsmethoden.
Derzeit steht die Übernahme in europäisches Recht noch aus. Die Änderungen von IAS
1 sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.
Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage werden noch geprüft.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde nach den Vorschriften der IFRS aufgestellt
und berücksichtigt sämtliche Vorgaben von IAS 34. Er entspricht den Anforderungen
für einen erstmaligen IFRS-Konzernabschluss nach den Regelungen des IFRS 1. Wie im
Abschnitt "Angaben zum Konzernzwischenabschluss" in > Kapitel 1 des Anhangs erläutert,
wurde für die Vergleichsperiode die Methode der Buchwertfortführung entsprechend den
Regelungen zu Unternehmenszusammenschlüssen unter gemeinsamer Beherrschung angewandt.
Hinsichtlich der wesentlichen Prämissen wird auf den veröffentlichten Kombinierten
Abschluss verwiesen.
Zum 30. September 2015 wurden die mittelbaren und unmittelbaren Tochtergesellschaften
der Covestro AG nach den Grundsätzen des IFRS 10 vollkonsolidert. Daneben wurden Unternehmen
mit gemeinschaftlicher Tätigkeit gemäß IFRS 11 (Joint Arrangements) anteilsmäßig konsolidiert
bzw. wie auch assoziierte Unternehmen im Konzernabschluss nach der Equity-Methode
gemäß IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) bewertet. Siehe hierzu
die Erläuterungen im Abschnitt "Entwicklung des Konsolidierungskreises" in > Kapitel
5 des Anhangs.
In der Vergleichsperiode wurden in den Kombinierungskreis mittelbar oder unmittelbar
durch die Covestro Deutschland AG beherrschte Unternehmen sowie das Reinvermögen von
Unternehmensteilen (Vermögenswerte und Schulden) berücksichtigt, die für die Covestro-Gruppe
Geschäftsaktivitäten erbracht haben, die bereits während des Berichtszeitraums zentral
vom Management von Covestro gesteuert wurden, jedoch legal noch nicht von Covestro,
sondern von Bayer gehalten wurden. Daneben wurden in der Vergleichsperiode Vermögenswerte,
insbesondere Grundstücke, Produktionsanlagen, Bürogebäude und sonstige Flächen, die
historisch von Covestro genutzt wurden oder im Zusammenhang mit dem Geschäft von Covestro
stehen, in den Kombinierungskreis einbezogen, die rechtlich erst in der Berichtsperiode
übertragen wurden.
In der Berichtsperiode wurden Vermögenswerte und Schulden von Bayer an Covestro transferiert,
die historisch im Verantwortungsbereich der Covestro-Gruppe lagen. Erfüllten diese
übertragenen Vermögenswerte und Schulden die Definition eines Geschäftsbetriebs nach
IFRS 3 (Business Combinations), erfolgte die Übertragung ergebnisneutral zu Buchwerten,
andernfalls zu Marktwerten. Vermögenswerte und Schulden, die von Covestro an Bayer
transferiert wurden und historisch nicht im Verantwortungsbereich der Covestro-Gruppe
lagen, wurden, sofern sie als Geschäftsbetrieb zu qualifizieren waren, ergebnisneutral
zu Buchwerten, ansonsten zu Marktwerten transferiert.
Zahlungen, die für die rechtliche Übertragung von Rechtseinheiten ("Share Deals")
bzw. Geschäftsaktivitäten ("Asset Deals") geleistet wurden, sind in der Berichtsperiode
zum Zeitpunkt der Übertragung als Entnahme oder Einlage der Gesellschafterin Bayer
AG im Eigenkapital dargestellt.
Die wesentlichen Share Deals und Asset Deals werden im Abschnitt "Transaktionen mit
der Bayer AG sowie deren Tochtergesellschaften" in > Kapitel 8 des Anhangs erläutert.
Hinsichtlich der in den Kombinierungskreis einbezogenen Einheiten wird auf die jeweilige
Anhangangabe im veröffentlichten Kombinierten Abschluss verwiesen.
Im Konzernzwischenabschluss sind erstmals bestimmte personalbezogene Verpflichtungen
(z.B. Pensionen) für die im Berichtszeitraum aus Gesellschaften von Bayer Technology
Services und Bayer Business Services übertragenen Mitarbeiter sowie zugehörige Vermögenswerte
in der Bilanz enthalten. In der Vergleichsperiode wurden lediglich die Kosten in der
Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Entsprechendes gilt für bestimmte administrative
Dienstleistungen in den Bereichen Einkauf, Buchhaltung und IT, die bis zum 31. August
2015 von Bayer bezogen wurden, nunmehr aber im Covestro-Konzern direkt erbracht werden.
Bis zum 31. August 2015 wurden bestimmte zentrale Dienstleistungen der Bayer AG sowie
der Bayer Corporation, Pittsburgh, USA, als Holdinggesellschaften für die Covestro-Gruppe
erbracht, die durch Kostenallokation bzw. unter Verwendung von angemessenen Schlüsseln
in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden. Diese Dienstleistungen werden seit
dem 1. September 2015 durch die Zentralfunktionen der Covestro AG erbracht.
Wie nachfolgend erläutert, werden laufende und latente Ertragsteuern im Konzernzwischenabschluss
gemäß IAS 12 (Income Taxes) bilanziert. In der Vergleichsperiode wurden latente Ertragsteuern
unter der Annahme ermittelt, dass die kombinierten Gesellschaften und Geschäftstätigkeiten
der Covestro-Gruppe eigenständige Steuersubjekte darstellen ("Separate Tax Return
Approach"). Diese Annahme implizierte, dass die laufenden und latenten Steuern aller
Gesellschaften und Geschäftsaktivitäten sowie der Organschaften innerhalb der Covestro-Gruppe
separat berechnet werden und die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern
unter dieser Prämisse erfolgt. Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sowie
aktive latente Steuern auf Verlustvorträge von Gesellschaften bzw. Geschäftsaktivitäten
der Covestro-Gruppe, die in der Vergleichsperiode keine eigenständigen Ertragsteuersubjekte
waren, wurden als nicht-zahlungswirksame Einlagen bzw. Entnahmen der jeweiligen Gesellschafter
dargestellt.
Der Konzernzwischenabschluss basiert auf dem Grundsatz historischer Anschaffungs-
und Herstellungskosten, mit Ausnahme der Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert
ausgewiesen werden, wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und
nicht im Sicherungszusammenhang (Hedge Accounting) stehende Derivate.
Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses erfordert es, dass seitens des Managements
von Covestro in bestimmtem Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden,
die einen erheblichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns haben können. Annahmen, Schätzungen sowie die Ausübung von Ermessensspielräumen
kommen dabei insbesondere in folgenden Bereichen zur Anwendung: Festlegung der Nutzungsdauern
von langfristigen Vermögenswerten, Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von
mindestens jährlich vorzunehmenden Werthaltigkeitstests, Kaufpreisallokationen, Einschätzung
der Werthaltigkeit von aktiven latenten Steuern, Bildung von Rückstellungen, beispielsweise
für Rechtsverfahren, Versorgungsleistungen für Arbeitnehmer und entsprechende Leistungen,
für Steuern, für Umweltschutz sowie für Preisnachlässe und Produkthaftungen.
Der Konzernabschluss beinhaltet Tochterunternehmen, gemeinschaftliche Tätigkeiten,
Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen.
Tochterunternehmen sind diejenigen Gesellschaften, bei denen die Covestro AG mittel-
oder unmittelbar über bestehende Rechte verfügt, die ihr die gegenwärtige Fähigkeit
verleihen, die maßgeblichen Tätigkeiten zu lenken. Die maßgeblichen Tätigkeiten sind
die Tätigkeiten, die die Profitabilität der Gesellschaft wesentlich beeinflussen.
Beherrschung ist folglich nur gegeben, wenn die Covestro AG variablen Rückflüssen
aus der Beziehung zu einer Gesellschaft ausgesetzt ist und mittels ihrer Verfügungsgewalt
über die maßgeblichen Tätigkeiten die Möglichkeit zur Beeinflussung dieser Rückflüsse
hat. In der Regel beruht die Beherrschungsmöglichkeit dabei auf einer mittel- oder
unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit der Covestro AG. Bei strukturierten Unternehmen
ergibt sich die Beherrschungsmöglichkeit nicht über die Stimmrechtsmehrheit, sondern
basiert vielmehr auf vertraglichen Vereinbarungen. Die Einbeziehung beginnt zu dem
Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit
der Beherrschung nicht mehr besteht.
Umsätze, Erträge und Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste, die durch Transaktionen
innerhalb des Konsolidierungskreises begründet sind, werden ebenso wie die zwischen
konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten eliminiert.
Bei den Konsolidierungsvorgängen werden die latenten ertragsteuerlichen Auswirkungen
berücksichtigt.
Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung werden die Beteiligungsbuchwerte an den Tochterunternehmen
mit dem anteiligen Eigenkapital dieser Tochterunternehmen verrechnet. Im Falle einer
Unternehmensakquisition wird das anteilige Eigenkapital des erworbenen Tochterunternehmens
zum Erwerbszeitpunkt ermittelt. Dabei werden die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren
Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten, latente Steuern und ein eventueller
Geschäfts- oder Firmenwert zu diesem Zeitpunkt berücksichtigt. Die Anschaffungskosten
von erworbenen ausländischen Gesellschaften werden zum Erwerbszeitpunkt mit dem jeweiligen
Kurs in Euro umgerechnet. Werden Anteile von anderen Gesellschaftern erworben, so
wird dies als Eigenkapitaltransaktion dargestellt. Entsprechend wird die Differenz
zwischen dem erworbenen anteiligen Eigenkapital von anderen Gesellschaftern und dem
Kaufpreis direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.
Gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen beruhen auf gemeinsamen
Vereinbarungen. Eine gemeinsame Vereinbarung liegt vor, wenn die Covestro AG mittel-
oder unmittelbar auf Grundlage einer vertraglichen Vereinbarung zusammen mit mindestens
einem Dritten eine Aktivität gemeinschaftlich führt. Gemeinschaftliche Führung liegt
nur vor, sofern Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die Einstimmigkeit
der beteiligten Parteien erfordern.
Eine gemeinschaftliche Tätigkeit ist dadurch gekennzeichnet, dass die Parteien, die
die gemeinschaftliche Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte an den der Vereinbarung
zuzurechnenden Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden haben. Die Vermögenswerte
und Schulden sowie Erlöse und Aufwendungen aus den gemeinschaftlichen Tätigkeiten
werden anteilig, entsprechend den Rechten und Pflichten, in den Konzernabschluss einbezogen.
Bei Gemeinschaftsunternehmen besitzen die Parteien, die die gemeinschaftliche Führung
ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung. Gemeinschaftsunternehmen werden
gemäß der Equity-Methode bilanziert.
Ebenfalls nach der Equity-Methode werden assoziierte Unternehmen bewertet, bei denen
die Covestro AG in der Regel aufgrund eines Anteilsbesitzes zwischen 20 % und 50 %
einen maßgeblichen Einfluss ausübt.
Bei Beteiligungen, die mittels der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen
sind, wird der Buchwert jährlich um die dem Covestro-Kapitalanteil entsprechenden
Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Bei der erstmaligen Einbeziehung
von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung
entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Die erfolgswirksamen
Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden einschließlich außerplanmäßiger
Abschreibungen eines Geschäfts- oder Firmenwerts im Ergebnis aus at-equity bewerteten
Beteiligungen berücksichtigt. Zwischengesellschaftliche Gewinne und Verluste waren
bei diesen Gesellschaften für die Berichtsperiode unbedeutend.
Beteiligungen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen
und insgesamt unwesentlich ist, werden zu Anschaffungskosten abzüglich möglicher Wertminderungen
bilanziert.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse der konsolidierten Gesellschaften
werden in deren funktionaler Währung aufgestellt. Die funktionale Währung ist die
Währung, in der überwiegend Zahlungsmittel erwirtschaftet bzw. verwendet werden. Bei
der Mehrzahl der Beteiligungen ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung,
da diese Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer
Hinsicht selbstständig betreiben.
Forderungen und Verbindlichkeiten in einer Währung, die nicht die funktionale Währung
darstellt, werden in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften und Geschäftsaktivitäten
mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Daraus resultierende Kursdifferenzen werden
ergebniswirksam erfasst und im Kursergebnis innerhalb der sonstigen finanziellen Aufwendungen
und Erträge ausgewiesen.
Im Konzernabschluss werden Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Covestro-Gesellschaften
zu Beginn und zum Ende der Berichtsperiode mit den jeweiligen Stichtagskursen, sämtliche
Veränderungen während des Jahres sowie Aufwendungen, Erträge und Zahlungsströme mit
den Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Eigenkapitalbestandteile werden
zu historischen Kursen umgerechnet.
Die sich gegenüber der Umrechnung zu Stichtagskursen ergebenden Unterschiedsbeträge
werden im Eigenkapital gesondert als "Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung
ausländischer Geschäftsaktivitäten" ausgewiesen. Beim Ausscheiden aus dem Konsolidierungskreis
werden Währungsumrechnungsdifferenzen, die während der Konsolidierungskreiszugehörigkeit
im Eigenkapital erfasst wurden, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung
aufgelöst.
Tochterunternehmen, deren funktionale Währung in den vergangenen drei Jahren in Summe
eine Inflationsrate von 100 % überschritten hat, wenden die Vorschriften gemäß IAS
29 (Financial Reporting in Hyperinflationary Economies) zur Inflationsbilanzierung
an. Gewinne und Verluste aus der Inflationsanpassung der Buchwerte von nicht-monetären
Vermögenswerten und Schulden werden im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst.
Im Berichtszeitraum wurden folgende Umrechnungskurse für die für den Covestro-Konzern
wesentlichen Fremdwährungen verwendet:
| Stichtagskurs | ||||
| 1 €/ | 30.09.2014 | 31.12.2014 | 30.09.2015 | |
| BRL | Brasilien | 3,08 | 3,22 | 4,48 |
| CNY | China | 7,73 | 7,54 | 7,12 |
| HKD | Hongkong | 9,77 | 9,42 | 8,68 |
| INR | Indien | 77,86 | 76,72 | 73,48 |
| JPY | Japan | 138,11 | 145,23 | 134,69 |
| MXN | Mexiko | 17,00 | 17,87 | 18,98 |
| USD | USA | 1,26 | 1,21 | 1,12 |
| Durchschnittskurs | |||
| 1 €/ | Dreivierteljahr 2014 | Dreivierteljahr 2015 | |
| BRL | Brasilien | 3,10 | 3,48 |
| CNY | China | 8,36 | 6,96 |
| HKD | Hongkong | 10,51 | 8,64 |
| INR | Indien | 82,28 | 70,78 |
| JPY | Japan | 139,55 | 134,73 |
| MXN | Mexiko | 17,78 | 17,31 |
| USD | USA | 1,36 | 1,11 |
Als Umsatzerlöse werden alle Erträge im Zusammenhang mit Produktverkäufen, erbrachten
Dienstleistungen und Lizenzeinnahmen erfasst. Andere operative Erträge werden als
sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen. Umsatzerlöse aus Verkäufen werden erfolgswirksam
erfasst, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum an den Gütern
auf den Kunden übertragen wurden, dem Unternehmen weder ein weiter bestehendes Verfügungsrecht,
wie es gewöhnlich mit dem Eigentum verbunden ist, noch eine wirksame Verfügungsmacht
über die verkauften Waren und Erzeugnisse verbleibt, die Höhe der Erträge und angefallenen
bzw. noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können und es hinreichend
wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft
zufließen wird.
Umsatzerlöse werden nach Abzug von Umsatzsteuern und anderen Steuern sowie nach Abzug
von Erlösminderungen zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden
Gegenleistungen ausgewiesen. Daher werden zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung auch
geschätzte Beträge für Rabatte und Skonti umsatzmindernd erfasst und zurückgestellt.
Schätzungen bezüglich der Erlösminderungen basieren vor allem auf Erfahrungen aus
der Vergangenheit, spezifischen Vertragsbedingungen und Erwartungen hinsichtlich der
künftigen Umsatzentwicklung. Es ist nicht wahrscheinlich, dass andere als die angeführten
Faktoren eine wesentliche Auswirkung auf Erlösminderungen des Covestro-Konzerns haben.
Anpassungen der in vorherigen Perioden gebildeten Rückstellungen für Rabatte waren
für das Ergebnis vor Steuern der Berichtsperiode von untergeordneter Bedeutung.
Forschungsaufwendungen werden für die Zwecke der Rechnungslegung als Kosten im Zusammenhang
mit laufenden oder geplanten Untersuchungen definiert, die neue wissenschaftliche
oder technische Erkenntnisse und Einsichten liefern sollen. Entwicklungsaufwendungen
werden als Kosten im Zusammenhang mit der Anwendung von Forschungsergebnissen oder
Fachkenntnissen auf einen Plan oder Entwurf für die Produktion von neuen oder erheblich
verbesserten Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen vor Beginn der kommerziellen
Produktion oder Nutzung definiert.
Forschungs- und Entwicklungskosten fallen im Covestro-Konzern bei internen Forschungs-
und Entwicklungstätigkeiten sowie bei Forschungs- und Entwicklungskooperationen und
Partnerschaften mit Dritten an.
Forschungskosten sind nicht aktivierungsfähig. Hingegen sind Entwicklungskosten bei
Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungspflichtig. Demnach
ist eine Aktivierung erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender
Sicherheit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die auch die entsprechenden Entwicklungskosten
abdecken. Da eigene Entwicklungsprojekte häufig mit Unsicherheiten verbunden sind,
werden die Bedingungen für eine Aktivierung in der Regel nicht erfüllt.
Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen
Gewinn sowie die erfolgswirksame Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
Die ausgewiesenen Ertragsteuern werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw.
verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, in der sie voraussichtlich
bezahlt werden müssen.
Latente Steuern werden IAS 12 (Income Taxes) folgend auf zeitlich begrenzte Unterschiede
zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in der IFRS-Bilanz und
der Steuerbilanz, aus Konsolidierungsvorgängen sowie auf wahrscheinlich nutzbare Verlustvorträge
und Steuergutschriften ermittelt.
Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen, Steuergutschriften
und steuerliche Verlustvorträge werden insoweit aktiviert, als es wahrscheinlich ist,
dass für deren Nutzung ein zu versteuerndes Ergebnis innerhalb des Covestro-Konzerns
zukünftig verfügbar sein wird. Passive latente Steuern werden auf zukünftig noch zu
versteuernde temporäre Differenzen gebildet. Der Berechnung liegen die in den einzelnen
Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren
grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen
Regelungen. Latente Steueransprüche und -schulden werden saldiert, sofern diese gegenüber
der gleichen Steuerbehörde bestehen und ein einklagbares Recht zur Aufrechnung vorliegt.
Materielle Auswirkungen von Steuersatz- oder Steuergesetzänderungen auf die aktiven
und passiven latenten Steuern werden grundsätzlich in der Periode, in der das Gesetzgebungsverfahren
abgeschlossen ist, berücksichtigt. Dies erfolgt im Regelfall ergebniswirksam. Wurden
die latenten Steuern über das Eigenkapital erfasst, erfolgt dies in der Gesamtergebnisrechnung
über das sonstige Ergebnis.
Latente und laufende Steuern werden grundsätzlich aufwandswirksam erfasst, es sei
denn, sie beziehen sich auf erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Sachverhalte.
Dann werden sie ebenfalls erfolgsneutral erfasst.
Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden
und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen,
u.a. über die zukünftige Ertragssituation der betreffenden Konzerngesellschaft.
Auf geplante Dividendenausschüttungen von Tochterunternehmen werden passive latente
Steuern angesetzt. Soweit in absehbarer Zeit keine Dividendenausschüttung geplant
ist, wird auf den Unterschiedsbetrag zwischen anteiligem IFRS-Eigenkapital und dem
steuerlichen Beteiligungswert keine passive latente Steuer gebildet.
Ein Geschäfts- oder Firmenwert wird im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses
zum Erwerbszeitpunkt als Vermögenswert angesetzt. Er wird mit seinen Anschaffungskosten
bewertet, die als Überschuss des Kaufpreises für Anteile an einem Unternehmen und
dem erworbenen anteiligen Nettovermögen hergeleitet werden. Das Nettovermögen entspricht
dem Saldo aus den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte
sowie der übernommenen Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Vielmehr wird ihr
Buchwert jährlich sowie bei Vorliegen von Hinweisen auf eine mögliche Wertminderung
durch Werthaltigkeitstests geprüft. Details zu den Werthaltigkeitstests sind dem veröffentlichten
Kombinierten Abschluss zu entnehmen. Bei einem einmal abgeschriebenen Geschäfts- oder
Firmenwert erfolgt keine Zuschreibung in den Folgeperioden.
Ein sonstiger immaterieller Vermögenswert ist ein identifizierbarer, nicht-monetärer
Vermögenswert ohne physische Substanz (z.B. Software, Rechte), bei dem es sich nicht
um einen Geschäfts- oder Firmenwert handelt. Er wird aktiviert, wenn der künftig zu
erwartende wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert wahrscheinlich zufließen wird
und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten verlässlich ermittelt werden können.
Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
angesetzt. Soweit sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, werden sie dieser entsprechend
über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren linear abgeschrieben, sofern nicht durch
den tatsächlichen Werteverzehr ein anderer Abschreibungsverlauf geboten ist. Die Festlegung
der voraussichtlichen Nutzungsdauern und der Abschreibungsverläufe beruht auf Schätzungen
des Zeitraums der Mittelzuflüsse aus den immateriellen Vermögenswerten. Bei Vorliegen
von Hinweisen auf eine mögliche Wertminderung wird ein Wertminderungstest durchgeführt.
Soweit eine Wertminderung festgestellt wurde, wird diese durch eine außerplanmäßige
Abschreibung berücksichtigt. Bei Fortfall der Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung
wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen, wobei unter Einbeziehung der Zuschreibung
die fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten nicht überschritten werden
dürfen.
Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten,
vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen sowie gegebenenfalls außerplanmäßige
Wertminderungen.
Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten
und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen
zusammen. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den
Einzelkosten angemessene Anteile der entstandenen Material- und Fertigungsgemeinkosten.
Besteht eine Verpflichtung, einen Vermögenswert des Sachanlagevermögens zum Ende seiner
Nutzungsdauer stillzulegen, rückzubauen oder einen Standort wiederherzustellen, wird
bei Fertigstellung der Barwert der hierfür anfallenden zukünftigen Zahlungen zusammen
mit den Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten aktiviert und in gleicher Höhe eine
Verpflichtung passiviert.
Erstreckt sich die Bauphase von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens über einen
Zeitraum von 12 Monaten oder mehr, werden die bis zur Fertigstellung anfallenden Fremdkapitalzinsen
als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten in Übereinstimmung mit den
Bedingungen des IAS 23 (Borrowing Costs) aktiviert.
Fallen Kosten im Zusammenhang mit regelmäßig durchgeführten, umfangreichen Wartungsarbeiten
(wie z.B. der Generalüberholung einer technischen Anlage) an, so werden die zugehörigen
Kosten als separate Komponente aktiviert, sofern diese spezielle Ansatzkriterien erfüllen.
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden über die erwartete Nutzungsdauer
nach der linearen Methode vorgenommen, sofern nicht durch den tatsächlichen Werteverzehr
ein nutzungsbedingter Abschreibungsverlauf geboten ist. Hinsichtlich der zugrundegelegten
Nutzungsdauern wird auf die entsprechenden Anhangangaben des veröffentlichten Kombinierten
Abschlusses verwiesen.
Wesentliche Komponenten einer Sachanlage, die sich in ihren Nutzungsdauern unterscheiden,
werden separat bilanziert und abgeschrieben.
Bei Hinweisen für eine Wertminderung eines einzelnen Sachanlagevermögenswerts wird
geprüft, ob dessen erzielbarer Betrag seinen Buchwert übersteigt. Sollte dies nicht
der Fall sein, so wird eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe der Differenz zwischen
Buchwert und erzielbarem Betrag erfasst. Bei Fortfall der Gründe für eine außerplanmäßige
Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen, welche die fortgeführten
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten nicht übersteigen darf.
Wenn Sachanlagen verkauft, stillgelegt oder verschrottet werden, wird der Gewinn bzw.
Verlust als Differenz zwischen dem Nettoverkaufserlös und dem Restbuchwert unter den
sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen nicht operativ oder administrativ
genutzte Grundstücke und Gebäude. Die Bewertung der als Finanzinvestition gehaltenen
Immobilien erfolgt gemäß dem Anschaffungskostenmodell. Der im Anhang des Konzernjahresabschlusses
ausgewiesene beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
des Konzerns wird unter Anwendung der Discounted-Cashflow-Methode unter Bezugnahme
auf aktuelle Marktwerte vergleichbarer Immobilien bzw. durch externe Gutachten ermittelt.
Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich aus gegebenen Ausleihungen und Forderungen,
erworbenen Eigenkapital- und Schuldtiteln, Zahlungsmitteln bzw. Zahlungsmitteläquivalenten
und Derivaten mit positiven beizulegenden Zeitwerten zusammen.
Die Bilanzierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt nach IAS 39
(Financial Instruments: Recognition and Measurement). Demnach werden finanzielle Vermögenswerte
in der Konzernbilanz angesetzt, wenn dem Covestro-Konzern ein vertragliches Recht
zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei
zu erhalten. Marktübliche Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden
grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen
Vermögenswerts erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten.
Dagegen werden Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten anfallen, unmittelbar aufwandswirksam
erfasst. Unverzinsliche oder unterverzinsliche Forderungen werden bei ihrem erstmaligen
Ansatz mit dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows angesetzt. Zum Zeitpunkt
des erstmaligen Ansatzes wird ein finanzieller Vermögenswert einer Kategorie nach
IAS 39 zugeordnet. Die Folgebewertung wird entsprechend der Bewertungsregeln der jeweiligen
Kategorie vorgenommen. Die Bewertungsregeln pro Kategorie werden nachfolgend dargestellt.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen
die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte. Diese finanziellen Vermögenswerte
werden hauptsächlich mit der Absicht erworben, sie im Rahmen des Liquiditätsmanagements
kurzfristig zu verkaufen. In diese Bewertungskategorie sind zudem die in den sonstigen
finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen aus solchen Derivaten enthalten,
die nicht in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung stehen. Letzteres betrifft in
Einzelfällen eingebettete Derivate, daneben die Derivate, bei denen kein Hedge Accounting
angewandt wird ("gebuchtes Exposure"). Änderungen des beizulegenden Zeitwertes finanzieller
Vermögenswerte dieser Kategorie werden zum Zeitpunkt der Wertsteigerung bzw. Wertminderung
erfolgswirksam erfasst.
Ausleihungen und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit
festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind.
Sie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Ausleihungen und Forderungen,
die in den sonstigen Forderungen ausgewiesenen weiteren finanziellen Forderungen sowie
die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zugeordnet. Der Zinsertrag aus Positionen
dieser Kategorie wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode ermittelt.
Covestro hält derzeit keine finanziellen Vermögenswerte, die als bis zur Endfälligkeit
zu haltende Finanzinvestitionen zu klassifizieren wären.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfassen diejenigen nicht-derivativen
finanziellen Vermögenswerte, die nicht einer der zuvor genannten Kategorien zugeordnet
wurden. Dies sind insbesondere Eigenkapitaltitel (z.B. Aktien) und nicht bis zur Endfälligkeit
zu haltende Schuldtitel, welche in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthalten
sind. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden nach ihrem erstmaligen
Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei unrealisierte Gewinne und Verluste
erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis in der Gesamtergebnisrechnung erfasst werden.
Eine Umgliederung aus dem Eigenkapital erfolgt erst bei Veräußerung oder bei Vorliegen
objektiver Hinweise für eine Wertminderung, indem der kumulierte Verlust erfolgswirksam
erfasst wird. Als objektiver Hinweis für das Vorliegen einer Wertminderung zählt eine
signifikante oder länger anhaltende Abnahme des beizulegenden Zeitwertes eines Eigenkapitalinstruments
unter dessen Anschaffungskosten. Eine Zuschreibung erfolgt bei Wegfall der Gründe
für die Wertminderung. Bei einem Eigenkapitalinstrument ist eine Zuschreibung erfolgsneutral,
bei einem Fremdkapitalinstrument hingegen erfolgswirksam vorzunehmen. In Fällen, in
denen der Marktwert von Eigenkapitaltiteln bestimmt werden kann, wird dieser als beizulegender
Zeitwert angesetzt. Existiert kein notierter Marktpreis und kann keine verlässliche
Schätzung des beizulegenden Zeitwertes vorgenommen werden, werden diese finanziellen
Vermögenswerte mit Anschaffungskosten abzüglich möglicher Wertminderungen angesetzt.
Liegen bei finanziellen Vermögenswerten der Kategorien Ausleihungen und Forderungen
sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte objektive und substanzielle
Anzeichen für eine Wertminderung vor, erfolgt ein Wertminderungstest. Hinweise auf
Wertminderung sind u.a. die hohe Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz, eine wesentliche
Verschlechterung der Bonität, eine besondere Vertragsverletzung, ein mehrjähriger
operativer Verlust in einer Gesellschaft, eine Minderung des Marktwertes, eine finanzielle
Restrukturierung des Schuldners oder das Verschwinden eines aktiven Markts.
Bei Ausleihungen und Forderungen wird im Rahmen eines Wertminderungstests der Buchwert
mit dem Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelflüsse, die mit dem ursprünglichen
Effektivzins abgezinst werden, verglichen. Sollte der Buchwert über dem Barwert liegen,
wird eine erfolgswirksame Wertberichtigung in Höhe der Differenz vorgenommen. Bei
Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende
Zuschreibungen, nicht jedoch über die fortgeführten Anschaffungskosten hinaus, getätigt.
Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen
aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen oder die finanziellen Vermögenswerte
mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden.
Unter den Vorräten werden gemäß IAS 2 (Inventories) diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen,
die im Rahmen der Produktion oder bei der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht
werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe), die sich in der Herstellung für den Verkauf
befinden (unfertige Erzeugnisse), die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehalten
werden (fertige Erzeugnisse und Waren) sowie Anzahlungen auf Vorräte. Die Bewertung
der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus auf Basis der Durchschnittsmethode ermittelten
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (produktionsbezogene Vollkosten) und ihrem Nettoveräußerungswert,
d.h. dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten
Fertigstellungs- und Vertriebskosten.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, erhaltene
Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten. Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige,
äußerst liquide Finanzinvestitionen, die nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen
und leicht in einen festen Zahlungsmittelbetrag umgewandelt werden können. Sie haben
bei Erwerb oder zum Anlagezeitpunkt eine maximale Laufzeit von drei Monaten.
Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert.
Bei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen zahlt das Unternehmen aufgrund
gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge
an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen
für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen
sind als Aufwand des jeweiligen Jahres in den Funktionsbereichen und damit im Ergebnis
vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) ausgewiesen. Alle übrigen Altersversorgungssysteme
sind leistungsorientiert, wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen
unterschieden wird.
Der Barwert der Versorgungsverpflichtungen für die leistungsorientierten Altersversorgungssysteme
sowie der daraus resultierende Aufwand wird gemäß IAS 19 (Employee Benefits) nach
der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) ermittelt. Dabei
werden die zukünftigen Verpflichtungen unter Anwendung versicherungsmathematischer
Verfahren bewertet und über die gesamte Beschäftigungszeit der Mitarbeiter verteilt.
Hier sind spezifische Annahmen, die die Berechtigtenstruktur und das ökonomische Umfeld
abbilden, zu treffen. Dies sind im Wesentlichen der Abzinsungssatz, die Gehalts- und
Rentenentwicklung, die Entwicklung der Krankheitskosten sowie Sterberaten.
Die Bestimmung der Abzinsungssätze basiert auf währungsspezifischen, hochwertigen
Anleiheportfolios, deren Zahlungsströme den erwarteten Zahlungsabflüssen aus den Pensionsplänen
näherungsweise entsprechen. Der aus dieser Zinsstruktur abgeleitete einheitliche Abzinsungssatz
orientiert sich somit an den Stichtagsrenditen entsprechender, mit einer Einstufung
von mindestens AA oder AAA ("Rating") versehener Unternehmensanleihen. Als Richtgröße
für den einheitlichen Abzinsungssatz gilt die Rendite solcher Anleihen, deren gewichtete
Restlaufzeit in etwa der Laufzeit ("Duration") des entsprechenden Portfolios zur Abdeckung
der gesamten Verpflichtung entspricht. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2015 wurden
die Selektionskriterien zur Bestimmung des Abzinsungssatzes für die Eurozone geändert.
Unter Zugrundelegung der bisherigen Selektionskriterien hätten sich ein um 20 Basispunkte
niedrigerer Zinssatz und versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 120 Mio.
€ ergeben. Die Änderung der Bestimmung des Zinssatzes reduzierte den Pensionsaufwand
im Geschäftsjahr 2015 um 3,5 Mio. €. Wie bisher besteht das zugrundeliegende Anleiheportfolio
ausschließlich aus qualitativ hochwertigen Unternehmensanleihen mit einem Rating von
mindestens AA oder AAA. Das Portfolio berücksichtigt keine staatlich garantierten
oder abgesicherten Bonds.
Die wesentlichen für die Bestimmung des Barwerts der Versorgungsverpflichtungen verwendeten
Zinssätze lauten:
| 31.12.2014 | 30.06.2015 | 30.09.2015 | |
| in % | in % | in % | |
| Deutschland | 2,30 | 2,40 | 2,30 |
| USA | 3,70 | 4,10 | 4,00 |
Von dem Barwert der Versorgungsverpflichtungen wird der beizulegende Zeitwert des
Planvermögens subtrahiert, um die Nettoverpflichtung für die leistungsorientierten
Versorgungspläne zu bestimmen. Überschreitet das Fondsvermögen die entsprechende Versorgungsverpflichtung,
wird der darüber hinausgehende Betrag unter Berücksichtigung der in IAS 19 vorgegebenen
Obergrenze für Vermögenswerte als sonstige Forderung ausgewiesen. Die Verpflichtungen
und das Planvermögen werden in regelmäßigen Abständen bewertet. Ein Zeitraum von drei
Jahren wird dabei nicht überschritten. Für alle bedeutenden Versorgungspläne werden
jährlich umfassende versicherungsmathematische Berechnungen zum 31. Dezember erstellt.
Im Rahmen der Bilanzierung der leistungsorientierten Pensionspläne werden, mit Ausnahme
der Nettozinsen auf die Nettoverpflichtung, sämtliche Aufwendungen und Erträge per
Saldo im EBIT erfasst. Die Nettozinsen werden in den sonstigen finanziellen Aufwendungen
im Finanzergebnis gezeigt.
Die Ergebnisse aus Neubewertungen der Nettoverpflichtung werden in der Gesamtergebnisrechnung
im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese setzen sich aus versicherungsmathematischen Gewinnen
und Verlusten, dem Ertrag aus Planvermögen und den Veränderungen der Auswirkungen
der Vermögensobergrenze, bei den beiden letztgenannten jeweils abzüglich der bereits
in den Nettozinsen berücksichtigten Beträge, zusammen. Latente Steuern in Bezug auf
die Neubewertungsergebnisse werden ebenfalls im sonstigen Ergebnis erfasst.
Andere Rückstellungen werden für gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen
gebildet, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, die wahrscheinlich zu
einer künftigen wirtschaftlichen Belastung führen werden und deren Höhe verlässlich
geschätzt werden kann.
Die Bewertung der anderen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 (Provisions, Contingent
Liabilities and Contingent Assets) oder ggf. auch nach IAS 19. Soweit bei Verpflichtungen
erst nach mehr als einem Jahr mit Mittelabflüssen gerechnet wird, werden die Rückstellungen
mit dem Barwert der voraussichtlichen Mittelabflüsse angesetzt. Erstattungsansprüche
gegen Dritte werden getrennt von den Rückstellungen als sonstige Forderung aktiviert,
wenn ihre Realisation nahezu sicher ist.
Wenn aus einer geänderten Einschätzung eine Reduzierung des Verpflichtungsumfangs
resultiert, wird die Rückstellung anteilig aufgelöst und der Ertrag in jenen Funktionsbereichen
erfasst, die ursprünglich bei der Bildung der Rückstellung mit dem Aufwand belastet
waren.
Um die Aussagekraft im Bereich der Schätzungsergebnisse zu erhöhen, werden für bestimmte
Rückstellungen, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
haben könnten, die Folgen von Parameteränderungen auf die bilanzierten Rückstellungsbeträge
mittels einer Sensitivitätsanalyse untersucht. Zur Untersuchung der Unsicherheit hinsichtlich
der Eintrittswahrscheinlichkeiten werden die Auswirkungen der Änderung von jeweils
fünf Prozentpunkten der individuell angesetzten Eintrittswahrscheinlichkeiten analysiert.
Rückstellungen für Umweltschutz werden gebildet, wenn zukünftige Mittelabflüsse zur
Erfüllung von Umweltauflagen oder für Sanierungsmaßnahmen wahrscheinlich sind, die
Kosten hinreichend zuverlässig geschätzt werden können und die Maßnahmen keinen künftigen
Nutzenzufluss erwarten lassen.
Die Schätzung der künftigen Kosten für Umweltschutz- und Sanierungsmaßnahmen ist mit
vielen Unsicherheiten behaftet, insbesondere mit rechtlichen Unsicherheiten, die sich
auf Gesetze und Verordnungen beziehen, sowie mit Unsicherheiten über die tatsächlichen
Verhältnisse in den verschiedenen Ländern und Standorten. Die Schätzung der Kosten
stützt sich insbesondere auf frühere Erfahrungen in ähnlichen Fällen, Schlussfolgerungen
aus bereits zu bestehenden Umweltprogrammen eingeholten Gutachten, laufende Kosten
und neue Entwicklungen mit Einfluss auf die Kosten. Darüber hinaus werden bei der
Schätzung der Kosten auch die Auslegung der geltenden Umweltgesetze und -vorschriften
durch die Unternehmensleitung, die Anzahl und die Finanzlage Dritter, die verpflichtet
sein könnten, sich gesamtschuldnerisch an eventuellen Sanierungskosten zu beteiligen,
und die wahrscheinlich zur Anwendung kommenden Sanierungsmethoden berücksichtigt.
Änderungen dieser Annahmen können sich auf das künftige Ergebnis des Unternehmens
auswirken.
Unter Berücksichtigung der bisherigen Erfahrungen mit ähnlichen Umweltschutzsituationen
geht die Unternehmensleitung davon aus, dass die vorhandenen Rückstellungen - auf
der Grundlage der heute vorhandenen Informationen - ausreichend sind. Angesichts der
Geschäfte, in denen der Covestro-Konzern tätig ist, und der inhärenten Schwierigkeiten,
Umweltschutzverpflichtungen zutreffend abzuschätzen, können unter Umständen wesentliche
zusätzliche Kosten über die zurückgestellten Beträge hinaus anfallen. So ist es möglich,
dass während einer Sanierungsmaßnahme über die bereits bestehenden Rückstellungen
hinaus zusätzliche Aufwendungen über einen längeren Zeitraum und in einem Ausmaß erforderlich
werden, die nicht vernünftig abgeschätzt werden können.
Die Rückstellungen für Restrukturierung beinhalten nur die den Restrukturierungsmaßnahmen
direkt zuordenbaren Aufwendungen, die für die Restrukturierung notwendig sind und
nicht mit dem zukünftigen operativen Geschäft in Verbindung stehen. Dies sind z.B.
Aufwendungen für Abfindungszahlungen an Mitarbeiter und Ausgleichszahlungen für nicht
mehr nutzbare angemietete Immobilien.
Zu Restrukturierungsmaßnahmen gehören u.a. der Verkauf oder die Beendigung eines Geschäftsbereichs,
die Stilllegung von Standorten, die Verlegung von Geschäftsaktivitäten an einen anderen
Ort oder die grundsätzliche Umorganisation von Geschäftsbereichen.
Rückstellungen werden hierfür zu dem Zeitpunkt gebildet, in dem ein detaillierter
Restrukturierungsplan vorliegt, der von der jeweils entscheidungsbefugten Managementebene
beschlossen und den Mitarbeitern bzw. deren Vertretern kommuniziert wurde. Rückstellungen
für Restrukturierungsmaßnahmen werden mit dem Barwert der zukünftigen Mittelabflüsse
angesetzt.
Zu den Rückstellungen, die den Kunden- und Lieferantenverkehr betreffen, gehören insbesondere
Verpflichtungen für Rabatte und Skonti sowie erhaltene Dienstleistungen, die noch
nicht in Rechnung gestellt wurden.
Als international tätiges Unternehmen ist Covestro einer Vielzahl von rechtlichen
Risiken ausgesetzt, für die bei Vorliegen bestimmter Bedingungen Rückstellungen für
Rechtsstreitigkeiten zu bilden sind. Hierzu können insbesondere Risiken aus den Bereichen
Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Patentrecht, Steuerrecht sowie Umweltrecht
gehören.
Rechtsstreitigkeiten und andere rechtliche Verfahren werfen oft komplexe Fragen auf
und sind mit zahlreichen Unwägbarkeiten und Schwierigkeiten verbunden, u.a. aufgrund
des Sachverhalts und der Umstände jedes einzelnen Falls, des Gerichts, bei dem die
Klage anhängig ist, sowie aufgrund von Unterschieden im anwendbaren Recht. Die Ergebnisse
von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren sind in aller Regel nicht vorhersagbar.
Durch das Urteil in einem Gerichtsverfahren, durch behördliche Entscheidungen oder
durch einen Vergleich können dem Konzern Aufwendungen entstehen, für die bisher mangels
verlässlicher Ermittelbarkeit bilanziell nicht vorgesorgt wurde oder die über die
hierfür gebildete Rückstellung und die Versicherungsdeckung hinausgehen.
Bei anhängigen bzw. künftigen juristischen Verfahren wird anhand der Informationen,
die der Covestro-Rechtsabteilung vorliegen, und in enger Abstimmung mit den für den
Konzern tätigen Rechtsanwälten geprüft, ob und in welcher Höhe bilanzielle Vorsorge
getroffen werden muss.
Soweit nach vernünftigem Ermessen eines dieser Verfahren wahrscheinlich zu bereits
heute verlässlich messbaren Mittelabflüssen führen wird, wird der Barwert als Rückstellung
für Rechtsstreitigkeiten passiviert. Diese Rückstellungen decken die geschätzten Zahlungen
an die Kläger, die Gerichts- und Verfahrenskosten, die Kosten für Rechtsanwälte sowie
eventuelle Vergleichskosten ab.
Häufig kann die Existenz einer gegenwärtigen Verpflichtung oder die Wahrscheinlichkeit
eines potenziellen Ressourcenabflusses aus einem anhängigen oder künftigen juristischen
Verfahren nicht verlässlich eingeschätzt werden. Aufgrund der besonderen Natur dieser
Verfahren erfolgt regelmäßig die Bildung einer Rückstellung erst dann, wenn erste
Vergleiche eine Einschätzung über die potenzielle Höhe erlauben oder Urteile vorliegen.
Rückstellungen für Rechtsverteidigungskosten werden dann gebildet, soweit zur Verteidigung
der eigenen Rechtsposition eine gruppenexterne Unterstützung in materiellem Umfang
wahrscheinlich erforderlich werden wird.
Zu jedem Bilanzstichtag ermitteln die internen und externen rechtlichen Berater den
aktuellen Stand der wesentlichen rechtlichen Risiken im Covestro-Konzern. Auf dieser
Grundlage wird geprüft, ob und ggf. in welcher Höhe eine Rückstellung zu bilden oder
anzupassen ist. Wertaufhellende Informationen werden bis zum Aufstellungszeitpunkt
des Konzernabschlusses berücksichtigt.
Bezüglich des Stands der wesentlichen rechtlichen Risiken wird auf > Kapitel 7 des
Anhangs verwiesen.
In den Personalrückstellungen wird bilanzielle Vorsorge vor allem für Jahressonderzahlungen,
variable und individuelle Einmalzahlungen, Zahlungen aufgrund von Mitarbeiterjubiläen,
Abfindungsverpflichtungen im Zusammenhang mit Vor- und Frühruhestandsvereinbarungen,
Überschüsse auf Langzeitkonten sowie sonstige Personalkosten getroffen. Des Weiteren
sind hier die Verpflichtungen aus aktienbasierten Vergütungen mit Barausgleich ausgewiesen.
Die finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich aus originären Verbindlichkeiten und
den negativen beizulegenden Zeitwerten von Derivaten zusammen.
Originäre Verbindlichkeiten (z.B. Finanzverbindlichkeiten) werden in der Konzernbilanz
angesetzt, wenn Covestro eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere
finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz
einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, ggf. unter Berücksichtigung
von Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den originären Verbindlichkeiten
zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen
beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.
Abgrenzungen und andere nicht-finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden
mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihre Auflösung erfolgt linear
bzw. entsprechend der Leistungserbringung.
Von Dritten gewährte Zuwendungen, die der Investitionsförderung dienen, werden unter
den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und über die Nutzungsdauer der betreffenden
Investitionen ertragswirksam aufgelöst.
Derivate werden zur Reduzierung des Währungsrisikos, z.B. in Form von Devisentermingeschäften,
eingesetzt. Die Bilanzierung erfolgt zum Handelstag.
Verträge, die für Zwecke des Erhalts oder der Lieferung nicht-finanzieller Güter für
den eigenen Bedarf abgeschlossen werden, werden nicht als Derivate bilanziert, sondern
wie schwebende Geschäfte behandelt. Sofern eingebettete separierungspflichtige Derivate
in solchen Geschäften identifiziert werden, werden diese losgelöst von den schwebenden
Geschäften bilanziert. In geringem Umfang können - um Marktchancen zu nutzen bzw.
potenzielle Bedarfsspitzen zu decken - Geschäfte getätigt werden, bei denen die unmittelbare
Weiterveräußerung nicht ausgeschlossen werden kann. Diese Geschäfte werden bei Erwerb
gesonderten Portfolios zugeordnet und entsprechend nach IAS 39 als Derivate bilanziert.
Derivate werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Soweit diese zum Stichtag einen
positiven beizulegenden Zeitwert haben, werden sie als finanzielle Vermögenswerte
angesetzt, anderenfalls als finanzielle Verbindlichkeiten. Zeitwertänderungen der
nach IAS 39 bilanzierten Transaktionen über nicht-finanzielle Güter beziehen sich
auf eingebettete Derivate außerhalb von Sicherungsbeziehungen, die als sogenannte
frei stehende, trennungspflichtige Derivate klassifiziert wurden. Die Veränderungen
der beizulegenden Zeitwerte dieser Derivate werden direkt erfolgswirksam in der Gewinn-
und Verlustrechnung berücksichtigt, soweit keine bilanzielle Sicherungsbeziehung besteht.
Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes von Devisentermingeschäften und -optionen
zur Absicherung bilanzieller Risiken werden im Kursergebnis innerhalb der sonstigen
finanziellen Aufwendungen und Erträge ausgewiesen. Veränderungen beizulegender Zeitwerte
von Devisentermingeschäften zur Sicherung von geplanten Umsätzen in Fremdwährung werden
im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst. Die Zeitwertveränderungen aus den eingebetteten
Derivaten werden grundsätzlich im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.
Der Ausweis von Marktwertänderungen des effektiven Teils von als Cashflow-Hedges designierten
Derivaten erfolgt zunächst erfolgsneutral im kumulierten sonstigen Ergebnis in der
Gesamtergebnisrechnung. Erst zum Zeitpunkt der Realisierung des Grundgeschäfts wird
der Erfolgsbeitrag des Sicherungsgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Wird ein entsprechendes Derivat veräußert oder sind die Voraussetzungen für eine bilanzielle
Sicherungsbeziehung nicht mehr erfüllt, verbleibt dessen Wertänderung bis zum Eintreten
der geplanten Transaktion im kumulierten sonstigen Ergebnis in der Gesamtergebnisrechnung.
Wird mit dem Eintritt der geplanten Transaktion nicht mehr gerechnet, ist das bisher
im kumulierten sonstigen Ergebnis ausgewiesene Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung
umzugliedern. Der ineffektive Teil des Gewinns oder Verlusts von als Cashflow-Hedges
designierten Derivaten wird in Abhängigkeit vom Grundgeschäft im sonstigen betrieblichen
Ergebnis oder im Finanzergebnis ausgewiesen.
Die im Finanzergebnis ausgewiesenen Aufwendungen bzw. Erträge aus den entsprechenden
Grundgeschäften und aus den zugrunde liegenden Derivaten werden separat gezeigt. Eine
Verrechnung der entsprechenden Aufwendungen und Erträge erfolgt nicht.
Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer
gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts
für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Es wird zwischen Finanzierungsleasing und
Operating Leasing unterschieden. Als Finanzierungsleasing werden Leasingtransaktionen
behandelt, bei denen der Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum eines
Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen trägt. Alle anderen Leasingverhältnisse
werden als Operating Leasing behandelt. Ob es sich bei der Vereinbarung um ein Leasingverhältnis
handelt oder eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis beinhaltet, wird zum Zeitpunkt
des Vertragsabschlusses beurteilt.
Ist der Covestro-Konzern Leasingnehmer in einem Finanzierungsleasing, wird in der
Bilanz der niedrigere Wert aus beizulegendem Zeitwert des Vermögenswerts und dem Barwert
der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses aktiviert und gleichzeitig
unter den Finanzverbindlichkeiten passiviert. Die Mindestleasingzahlungen werden aufgeteilt
in einen Zinsanteil und einen Tilgungsanteil der Restschuld, wobei die Schuld nach
der Effektivzinsmethode fortgeschrieben wird. Der Leasinggegenstand wird linear über
die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben.
Bei einem Operating Leasing erfasst der Covestro-Konzern die als Leasingnehmer zu
zahlende Leasingrate als Aufwand bzw. die als Leasinggeber erhaltene Leasingrate als
Ertrag. Vermögenswerte, die Dritten im Rahmen eines Operating Leasing überlassen werden,
sind weiterhin in der Bilanz des Covestro-Konzerns als Sachanlagen erfasst.
Die Bilanzierung eines Unternehmenserwerbs erfolgt mithilfe der Erwerbsmethode, die
eine Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert
zum Zeitpunkt der erstmaligen Beherrschung vorsieht. Die mit dem Unternehmenserwerb
in Zusammenhang stehenden Anschaffungsnebenkosten werden als Aufwand in den Perioden
erfasst, in denen sie anfallen.
Die Anwendung der Erwerbsmethode erfordert bestimmte Schätzungen und Beurteilungen,
vor allem in Bezug auf die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes der erworbenen
immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, der übernommenen Verbindlichkeiten zum
Zeitpunkt des Erwerbs sowie der Nutzungsdauern der erworbenen immateriellen Vermögenswerte
und Sachanlagen.
Die Bewertung basiert in großem Umfang auf antizipierten Zu- oder Abflüssen von Zahlungsmitteln.
Abweichungen zwischen den tatsächlichen und den bei der Ermittlung der beizulegenden
Zeitwerte zugrunde gelegten Zu- oder Abflüssen von Zahlungsmitteln können die zukünftigen
Ergebnisse wesentlich beeinflussen.
Die Kaufpreisaufteilung wesentlicher Akquisitionen erfolgt mit Unterstützung externer
unabhängiger Gutachter. Die damit zusammenhängenden Bewertungen basieren auf dem Kenntnisstand
zum Erwerbszeitpunkt.
Gemäß IFRS 3 ist bei sukzessiven Unternehmenskäufen, bei denen ein Unternehmen in
mehreren Tranchen erworben wird, zum Zeitpunkt der Erlangung der Kontrolle über das
betreffende Unternehmen eine erfolgswirksame Neubewertung des bisherigen Gesellschaftsanteils
zum beizulegenden Zeitwert notwendig. Im Anschluss daran findet eine Buchwertanpassung
der bereits bilanzierten Vermögenswerte und Schulden auf ihren beizulegenden Zeitwert
statt.
Auf der Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("Cash Generating Units" -
CGU) werden Werthaltigkeitsprüfungen durchgeführt. Eine zahlungsmittelgenerierende
Einheit stellt die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten dar, die weitestgehend
unabhängig von anderen Vermögenswerten oder Gruppen von Vermögenswerten Mittelzuflüsse
erzeugt. Im Covestro-Konzern werden die strategischen Geschäftseinheiten als zahlungsmittelgenerierende
Einheiten angesehen und unterliegen weltweiten Werthaltigkeitsprüfungen. Die strategischen
Geschäftseinheiten stellen die erste Berichtsebene unterhalb der Berichtssegmente
dar.
Eine weltweite Werthaltigkeitsprüfung einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder
einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird entweder bei Vorliegen
eines Anhaltspunktes für eine Wertminderung vorgenommen oder mindestens jährlich,
wenn einer strategischen Geschäftseinheit oder Gruppe von strategischen Geschäftseinheiten
ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist.
Bei einer Werthaltigkeitsprüfung werden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden
Einheiten mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag, d.h. dem höheren Wert aus beizulegendem
Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert, verglichen. In den Fällen,
in denen der Buchwert höher als ihr erzielbarer Betrag ist, besteht in Höhe der Differenz
ein Wertberichtigungsbedarf. In diesem Fall wird bei einer strategischen Geschäftseinheit
bzw. Gruppe von strategischen Geschäftseinheiten im ersten Schritt der Geschäfts-
oder Firmenwert abgeschrieben. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird buchwertproportional
auf die anderen Vermögenswerte der jeweiligen strategischen Geschäftseinheit bzw.
Gruppe von strategischen Geschäftseinheiten verteilt. Der Wertberichtigungsaufwand
wird in dem jeweiligen Funktionsbereich erfasst, in dem auch die planmäßige Abschreibung
berichtet wird. Dies gilt analog auch für Erträge aus einer Wertaufholung, die nicht
den Geschäfts- oder Firmenwert betrifft.
Grundsätzlich erfolgt die Ermittlung des erzielbaren Betrags auf Basis des beizulegenden
Zeitwertes abzüglich der Veräußerungskosten. Der Barwert der künftigen Netto-Zahlungsmittelzuflüsse
(Cashflows) wird dabei zugrunde gelegt, da in der Regel keine Marktpreise für die
einzelnen Einheiten vorliegen. Die Prognose der künftigen Netto-Zahlungsmittelzuflüsse
zur Ermittlung des erzielbaren Betrags stützt sich auf die aktuellen Planungen des
Covestro-Konzerns und umfasst im Regelfall einen Planungshorizont von drei bis fünf
Jahren. Hierfür werden vor allem Annahmen über künftige Verkaufspreise bzw. -mengen
und Kosten getroffen. Beim Ansatz des beizulegenden Zeitwertes abzüglich der Veräußerungskosten
wird die Bewertung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit aus Sicht eines unabhängigen
Marktteilnehmers vorgenommen. Beim Ansatz des Nutzungswerts wird die zahlungsmittelgenerierende
Einheit in ihrer bisherigen Nutzung bewertet. Netto-Zahlungsmittelzuflüsse jenseits
der Planungsperiode werden für beide Methoden unter Anwendung individueller, jeweils
aus Marktinformationen abgeleiteter Wachstumsraten auf Basis langfristiger Geschäftserwartungen
bestimmt. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten
erfolgt auf Basis nicht-beobachtbarer Inputfaktoren (sogenannte Stufe 3).
Die Netto-Zahlungsmittelzuflüsse werden mit einem Kapitalkostensatz abgezinst. Der
Kapitalkostensatz wird bei Covestro als gewichteter Durchschnitt des Eigen- und Fremdkapitalkostensatzes
berechnet. Um dem Rendite-/Risikoprofil des Covestro-Konzerns Rechnung zu tragen,
wird ein Kapitalkostensatz nach Ertragsteuern sowie eine spezifische Kapitalstruktur
anhand von Vergleichsunternehmen derselben Branche festgelegt. Der Eigenkapitalkostensatz
entspricht den Renditeerwartungen des Covestro-Managements. Der verwendete Fremdkapitalkostensatz
stellt die langfristigen Finanzierungskonditionen der Vergleichsunternehmen dar. Beide
Komponenten werden aus Kapitalmarktinformationen abgeleitet.
Bezüglich der für die Prüfung der Werthaltigkeit verwendeten Wachstumsraten und zur
Diskontierung der prognostizierten Cashflows herangezogenen Kapitalkostensätze wird
auf die entsprechenden Anhangangaben des veröffentlichten Kombinierten Abschlusses
verwiesen.
Aufgrund der Fortschreibung der jährlichen weltweiten Werthaltigkeitsprüfungen der
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden im Berichtszeitraum keine außerplanmäßigen
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.
Die vorgenommenen Schätzungen werden in Bezug auf die voraussichtliche Nutzungsdauer
bestimmter Vermögenswerte, die Annahmen über makroökonomische Rahmenbedingungen und
Entwicklungen in den Branchen, in denen Covestro tätig ist, und die Schätzung der
Barwerte künftiger Cashflows für angemessen erachtet. Gleichwohl können geänderte
Annahmen oder veränderte Umstände Korrekturen notwendig machen, die zu zusätzlichen
außerplanmäßigen Abschreibungen oder, falls sich die erwarteten Entwicklungen umkehren
sollten, zu Wertaufholungen führen können, sofern es sich nicht um Geschäfts- oder
Firmenwerte handelt.
Das Eigenkapital des Covestro-Konzerns besteht zum 30. September 2015 aus dem Eigenkapital
der Covestro AG, den Konzernrücklagen, den sonstigen Bestandteilen des Eigenkapitals
und Anteilen anderer Gesellschafter. Bis zum 31. August 2015 erfolgte die Finanzierung
von Covestro überwiegend durch Bayer. Mit Abschluss einer Syndizierten Kreditlinie
("Syndicated Multicurrency Term and Revolving Credit Facilities Agreement") am 4.
September 2015 wurde die Grundlage für eine eigenständige Finanzierung gelegt. Hierzu
und zur konzerninternen Zwischenfinanzierung durch den Bayer-Konzern wird auf den
Abschnitt "Finanzierung" in > Kapitel 8 des Anhangs verwiesen.
Die Ressourcenallokation und die Bewertung der Ertragskraft der Geschäftssegmente
werden im Covestro-Konzern durch den Vorstand der Covestro AG als Hauptentscheidungsträger
wahrgenommen. Die Segment- und Regionenabgrenzung sowie die Auswahl der dargestellten
Kennzahlen erfolgen in Übereinstimmung mit den internen Steuerungs- und Berichtssystemen
("Management Approach"). Es werden dieselben Rechnungslegungsvorschriften zugrunde
gelegt, wie sie für den Covestro-Konzern in > Kapitel 3 des Anhangs beschrieben sind.
Zum 30. September 2015 besteht der Covestro-Konzern aus drei berichtspflichtigen Segmenten.
Die Segmente umfassen die folgenden Aktivitäten:
Entwicklung, Produktion und Vertrieb hochwertiger Vorprodukte für weichen und harten
Polyurethan-Schaumstoff. Bei den Komponenten handelt es sich um Isocyanate (TDI, MDI)
und Polyole. Weichschaum wird vor allem in der Möbel- und Automobilindustrie verwendet
(z.B. Polster, Matratzen, Autositze); harter Schaumstoff kommt besonders als Dämm-Material
in der Baubranche sowie in der Logistik zur Optimierung von Kühlketten zum Einsatz.
Das Segment unterhält weltweit Produktionsstätten sowie Systemhäuser für kundenspezifische
Anwendungslösungen.
Entwicklung, Produktion und Vertrieb des technischen Kunststoffs Polycarbonat in Form
von Granulaten und Halbzeugen (Platten). Das Material findet vor allem in der Automobilindustrie
(z.B. Leichtbau, Verscheibung) sowie in der Baubranche (z.B. große Dachkonstruktionen)
Verwendung. Zudem wird es u.a. in der Elektro- und Elektronikindustrie (z.B. Computergehäuse,
DVDs), der Medizintechnik und Beleuchtungsindustrie (z.B. LED-Komponenten) eingesetzt.
Polycarbonat wird von dem Covestro-Konzern weltweit produziert und in Compoundierungszentren
gemäß kundenindividuellen Wünschen weiterverarbeitet.
Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Spezialrohstoffen auf Polyurethanbasis für
Farben, Lacke, Kleb- und Dichtstoffe sowie Spezialitäten. Zu den Komponenten zählen
unter anderem die Isocyanate HDI und IPDI. Verwendet werden die in Anlagen weltweit
hergestellten Produkte besonders in der Transport- und Bauindustrie, wo die Materialien
u.a. dem Korrosionsschutz dienen. Spezielle Rohstoffe werden zudem u.a. in der Kosmetik-
und Textilindustrie sowie im Gesundheitsbereich verwendet.
Geschäftsaktivitäten, die nicht den oben genannten Segmenten zugeordnet werden können,
sind unter "Alle sonstigen Segmente" ausgewiesen. Die Außenumsatzerlöse resultieren
im Wesentlichen aus Kuppelprodukten, die bei der Chlorproduktion und -verwendung entstehen.
Die Kosten für Corporate-Center-Funktionen, die Eliminierung der Intersegment-Transfers
sowie Mehr- oder Minderaufwendungen aus einer höheren oder niedrigeren Performance
der Bayer-Aktie im Rahmen der langfristigen aktienbasierten Vergütung werden in der
Segmentberichterstattung als "Corporate Center und Überleitung" dargestellt.
Die Segmentdaten wurden auf folgende Weise ermittelt:
| ― |
Die Intersegment-Transfers zeigen die Transfers, die zwischen den Segmenten getätigt werden. Diese werden im Wesentlichen zu Herstellungskosten bewertet. |
| ― |
Das EBITDA entspricht dem EBIT gemäß Gewinn- und Verlustrechnung zuzüglich Abschreibungen und abzüglich Wertaufholungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. |
| ― |
Das bereinigte EBIT und das bereinigte EBITDA sind Kennzahlen, die nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nicht definiert sind, für den Covestro-Konzern jedoch wichtige Steuerungsgrößen darstellen. Sondereinflüsse sind einmalige bzw. in ihrer Art oder Höhe nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte. Diese Kennzahlen sollen ein Bild der Ertragslage vermitteln, das im Zeitablauf vergleichbar und zutreffend informiert. |
Die nachfolgenden Tabellen enthalten die Kennzahlen nach Segmenten für das 3. Quartal
2015 sowie das Dreivierteljahr 2015:
| Sonstige/Konsolidierung | ||||||
| Polyurethanes | Polycarbonates | Coatings, Adhesives, Specialties | Alle sonstigen Segmente | Corporate Center und Überleitung | Konzern | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| 3. Quartal 2015 | ||||||
| Außenumsatzerlöse | 1.512 | 819 | 519 | 170 | - | 3.020 |
| Intersegment-Transfers | 20 | 5 | 12 | - | -37 | - |
| Umsatzerlöse (Gesamt) | 1.532 | 824 | 531 | 170 | -37 | 3.020 |
| Bereinigtes EBIT | 72 | 128 | 118 | -5 | -8 | 305 |
| Bereinigtes EBITDA | 175 | 171 | 137 | -4 | -8 | 471 |
| 3. Quartal 2014 | ||||||
| Außenumsatzerlöse | 1.652 | 725 | 506 | 179 | - | 3.062 |
| Intersegment-Transfers | 22 | 8 | 11 | - | -41 | - |
| Umsatzerlöse (Gesamt) | 1.674 | 733 | 517 | 179 | -41 | 3.062 |
| Bereinigtes EBIT | 74 | -2 | 106 | 10 | -11 | 177 |
| Bereinigtes EBITDA | 162 | 39 | 124 | 12 | -11 | 326 |
| Sonstige/Konsolidierung | ||||||
| Polyurethanes | Polycarbonates | Coatings, Adhesives, Specialties | Alle sonstigen Segmente | Corporate Center und Überleitung | Konzern | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Dreivierteljahr 2015 | ||||||
| Außenumsatzerlöse | 4.703 | 2.413 | 1.616 | 552 | - | 9.284 |
| Intersegment-Transfers | 61 | 17 | 37 | - | -115 | - |
| Umsatzerlöse (Gesamt) | 4.764 | 2.430 | 1.653 | 552 | -115 | 9.284 |
| Bereinigtes EBIT | 256 | 306 | 346 | 11 | -36 | 883 |
| Bereinigtes EBITDA | 561 | 437 | 407 | 16 | -36 | 1.385 |
| Dreivierteljahr 2014 | ||||||
| Außenumsatzerlöse | 4.689 | 2.080 | 1.464 | 548 | - | 8.781 |
| Intersegment-Transfers | 66 | 20 | 36 | - | -122 | - |
| Umsatzerlöse (Gesamt) | 4.755 | 2.100 | 1.500 | 548 | -122 | 8.781 |
| Bereinigtes EBIT | 233 | 6 | 289 | 19 | -37 | 510 |
| Bereinigtes EBITDA | 491 | 127 | 346 | 24 | -37 | 951 |
Die nachfolgenden Tabellen enthalten Informationen über geografische Gebiete. Die
Region "EMLA" beinhaltet Europa, Naher Osten, Afrika und Lateinamerika ohne Mexiko,
das gemeinsam mit USA und Kanada die Region "NAFTA" bildet. Die Region "APAC" umfasst
Asien und Pazifik.
In der Überleitung werden konzerninterne Posten und Transaktionen (Interregionen-Umsatzerlöse)
eliminiert ausgewiesen. Die nachfolgenden Tabellen enthalten die Kennzahlen nach Regionen
für das 3. Quartal 2015 sowie das Dreivierteljahr 2015:
| EMLA | NAFTA | APAC | Sonstige/Konsolidierung | Gesamt | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| 3. Quartal 2015 | |||||
| Außenumsatzerlöse nach Verbleib | 1.352 | 852 | 816 | - | 3.020 |
| Außenumsatzerlöse nach Sitz der Gesellschaft | 1.350 | 864 | 806 | - | 3.020 |
| Interregionen-Umsatzerlöse | 155 | 125 | 33 | -313 | - |
| 3. Quartal 2014 | |||||
| Außenumsatzerlöse nach Verbleib | 1.396 | 789 | 877 | - | 3.062 |
| Außenumsatzerlöse nach Sitz der Gesellschaft | 1.393 | 809 | 860 | - | 3.062 |
| Interregionen-Umsatzerlöse | 190 | 167 | 51 | -408 | - |
| EMLA | NAFTA | APAC | Sonstige/Konsolidierung | Gesamt | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Dreivierteljahr 2015 | |||||
| Außenumsatzerlöse nach Verbleib | 4.140 | 2.571 | 2.573 | - | 9.284 |
| Außenumsatzerlöse nach Sitz der Gesellschaft | 4.127 | 2.612 | 2.545 | - | 9.284 |
| Interregionen-Umsatzerlöse | 548 | 424 | 101 | -1.073 | - |
| Dreivierteljahr 2014 | |||||
| Außenumsatzerlöse nach Verbleib | 4.186 | 2.233 | 2.362 | - | 8.781 |
| Außenumsatzerlöse nach Sitz der Gesellschaft | 4.182 | 2.278 | 2.321 | - | 8.781 |
| Interregionen-Umsatzerlöse | 570 | 460 | 109 | -1.139 | - |
Die nachfolgende Tabelle enthält die Überleitungsrechnung des bereinigten EBITDA der
Segmente zum Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns:
| 3. Quartal 2014 | 3. Quartal 2015 | Dreivierteljahr 2014 | Dreivierteljahr 2015 | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Bereinigtes EBITDA der Segmente | 337 | 479 | 988 | 1.421 |
| Bereinigtes EBITDA Corporate Center | - 11 | -8 | -37 | -36 |
| Bereinigtes EBITDA | 326 | 471 | 951 | 1.385 |
| Bereinigte Abschreibungen der Segmente | -149 | -166 | -441 | -502 |
| Bereinigte Abschreibungen | -149 | -166 | -441 | -502 |
| Bereinigtes EBIT der Segmente | 188 | 313 | 547 | 919 |
| Bereinigtes EBIT Corporate Center | -11 | -8 | -37 | -36 |
| Bereinigtes EBIT | 177 | 305 | 510 | 883 |
| Sondereinflüsse der Segmente | -2 | -16 | -21 | -84 |
| Sondereinflüsse Corporate Center | - | -2 | - | -39 |
| Sondereinflüsse | -2 | -18 | -21 | -123 |
| EBIT der Segmente | 186 | 297 | 526 | 835 |
| EBIT Corporate Center | -11 | -10 | -37 | -75 |
| EBIT | 175 | 287 | 489 | 760 |
| Finanzergebnis | -35 | -56 | -91 | -143 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 140 | 231 | 398 | 617 |
Zum 30. September 2015 wurden insgesamt 49 Unternehmen voll- oder anteilsmäßig konsolidiert
(31. Dezember 2014: 95 Unternehmen). Davon wurde unverändert zum 31. Dezember 2014
eine gemeinschaftliche Tätigkeit gemäß IFRS 11 (Joint Arrangements) anteilsmäßig konsolidiert.
Ferner sind zum 30. September 2015 ein Gemeinschaftsunternehmen (31. Dezember 2014:
zwei Gemeinschaftsunternehmen) und unverändert zwei assoziierte Unternehmen im Konzernabschluss
nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures)
berücksichtigt worden.
Am 2. März 2015 wurde die Übernahme der Thermoplast Composite GmbH, Markt Bibart,
Deutschland, erfolgreich abgeschlossen. Die Thermoplast Composite GmbH ist ein technologisch
führender Spezialist zur Herstellung von thermoplastischen Faserverbundwerkstoffen.
Durch den Zukauf soll das Produktangebot im Bereich von Polycarbonates um Verbundwerkstoffe
auf Basis von endlosfaserverstärkten thermoplastischen Materialien für wichtige Industrien
erweitert werden. Es wurde ein Kaufpreis in Höhe von 18 Mio. € vereinbart. Hierin
ist ein variabler Kaufpreis in Höhe von 4 Mio. € enthalten. Der Kaufpreis entfiel
im Wesentlichen auf Patente und Technologien sowie einen Geschäfts- oder Firmenwert.
Die genannte Transaktion wirkte sich zum Erwerbs- und Anpassungszeitpunkt auf Vermögen
und Schulden des Konzerns im Dreivierteljahr 2015 wie folgt aus und führte unter Berücksichtigung
der übernommenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu folgendem Mittelabfluss:
| Thermoplast Composite GmbH | |
| in Mio. € | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 7 |
| Patente und Technologien | 18 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | -1 |
| Passive latente Steuern | -6 |
| Nettovermögen | 18 |
| Kaufpreis | 18 |
| Verbindlichkeiten für zukünftige Zahlungen | -4 |
| Nettoabfluss aus Akquisitionen | 14 |
Für die Periode vom 2. März 2015 bis zum 30. September 2015 trug die Thermoplast Composite
GmbH in Höhe von 0 Mio. € zum Umsatz sowie in Höhe von -2 Mio. € zum Ergebnis nach
Ertragsteuern des Covestro-Konzerns bei. Wäre die Akquisition bereits zum 1. Januar
2015 erfolgt, würden sich der Umsatz und das Ergebnis nach Ertragsteuern des Covestro-Konzerns
für die Periode vom 1. Januar 2015 bis zum 30. September 2015 nicht wesentlich verändern.
Im Dreivierteljahr 2015 haben keine wesentlichen Desinvestitionen stattgefunden.
Die nachfolgenden Tabellen stellen die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der
einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie
von Finanzinstrumenten dar. Die Bilanzpositionen "Sonstige Forderungen", "Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen" und "Sonstige Verbindlichkeiten" enthalten sowohl
Finanzinstrumente als auch nicht-finanzielle Vermögenswerte bzw. nichtfinanzielle
Verbindlichkeiten (z.B. sonstige Steuerforderungen oder -verbindlichkeiten und Vorauszahlungen
für zukünftig zu erhaltende Leistungen).
| 30.09.2015 | |||||
| Bewertung gemäß IAS 39 |
|||||
| Buchwert 30.09.2015 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert, erfolgsneutral | Beizulegender Zeitwert, erfolgswirksam | Beizulegender Zeitwert | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Vermögenswerte | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.740 | ||||
| Kredite und Forderungen | 1.740 | 1.740 | 1.740 | ||
| Sonstige Vermögenswerte | 57 | ||||
| Kredite und Forderungen | 25 | 25 | 25 | ||
| Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte | 5 | 4 | 1 | 5 | |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | 27 | 27 | 27 | ||
| Sonstige Forderungen | 512 | ||||
| Kredite und Forderungen | 239 | 239 | 237 | ||
| Nicht-finanzielle Vermögenswerte | 273 | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 424 | ||||
| Kredite und Forderungen | 424 | 424 | 424 | ||
| Verbindlichkeiten | |||||
| Finanzverbindlichkeiten | 5.429 | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 5.397 | 5.397 | 5.484 | ||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | 32 | 32 | 32 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.459 | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 1.437 | 1.437 | 1.437 | ||
| Nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 22 | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 422 | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 276 | 276 | 270 | ||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | 8 | 8 | 8 | ||
| Nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 138 | ||||
| 31.12.2014 | |||||
| Bewertung gemäß IAS 39 | |||||
| Buchwert 31.12.2014 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert, erfolgsneutral | Beizulegender Zeitwert, erfolgswirksam | Beizulegender Zeitwert | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Vermögenswerte | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.561 | ||||
| Kredite und Forderungen | 1.561 | 1.561 | 1.561 | ||
| Sonstige Vermögenswerte | 470 | ||||
| Kredite und Forderungen | 428 | 428 | 428 | ||
| Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte | 6 | 5 | 1 | 6 | |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung | 7 | 7 | 7 | ||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | 29 | 29 | 29 | ||
| Sonstige Forderungen | 351 | ||||
| Kredite und Forderungen | 94 | 94 | 94 | ||
| Nicht-finanzielle Vermögenswerte | 257 | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 201 | ||||
| Kredite und Forderungen | 201 | 201 | 201 | ||
| Verbindlichkeiten | |||||
| Finanzverbindlichkeiten | 4.722 | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 4.717 | 4.717 | 4.729 | ||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | 5 | 5 | 5 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.522 | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 1.498 | 1.498 | 1.498 | ||
| Nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 24 | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 278 | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 114 | 114 | 114 | ||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung | 3 | 3 | 3 | ||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | 11 | 11 | 11 | ||
| Nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 150 | ||||
Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten,
Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen
und Verbindlichkeiten weichen die Buchwerte nicht signifikant von den beizulegenden
Zeitwerten ab.
In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sind Forderungen
und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing enthalten, bei denen Covestro der Leasinggeber
bzw. Leasingnehmer ist und die nach IAS 17 (Leases) bewertet werden.
Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
werden als Barwerte der zukünftigen Zahlungsmittelzu- oder -abflüsse ermittelt. Die
Abzinsung erfolgt unter Anwendung des zum Bilanzstichtag aktuellen laufzeitadäquaten
Zinssatzes unter Berücksichtigung der Bonität des Kontrahenten. Sollte ein börsennotierter
Preis vorhanden sein, wird dieser als beizulegender Zeitwert angesetzt.
Für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte entsprechen die beizulegenden
Zeitwerte notierten Preisen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte (Stufe
1).
Sofern keine öffentlich notierten Marktpreise existieren, werden für Derivate die
beizulegenden Zeitwerte mit Bewertungstechniken basierend auf beobachtbaren Marktdaten
zum Bilanzstichtag ermittelt (Stufe 2). Bei der Anwendung von Bewertungstechniken
wird das Kreditrisiko der Vertragspartner durch die Ermittlung von sogenannten "Credit
Value Adjustments" berücksichtigt. Die Bewertung der zugehörigen Devisentermingeschäfte
erfolgt einzelfallbezogen und mit dem jeweiligen Terminkurs bzw. -preis am Bilanzstichtag.
Die Terminkurse bzw. -preise richten sich nach den Kassakursen und -preisen unter
Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.
Sofern beizulegende Zeitwerte auf Basis nicht-beobachtbarer Inputfaktoren geschätzt
wurden, werden diese innerhalb der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie ausgewiesen.
Die folgende Tabelle zeigt die Systematik zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte
gemäß IFRS 13:
| Beizulegender Zeitwert 31.12.2014 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Beizulegender Zeitwert 30.09.2015 | Stufe 1 | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert bewertet | ||||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung | 7 | 7 | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | 29 | 6 | 23 | 27 | ||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 1 | 1 | 1 | 1 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum Zeitwert bewertet | ||||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung | 3 | 3 | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | 16 | 8 | 8 | 40 |
| Stufe 2 | Stufe 3 | |
| in Mio. € | in Mio. € | |
| Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert bewertet | ||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung | ||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | 4 | 23 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum Zeitwert bewertet | ||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung | ||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung | 32 | 8 |
Bei den auf nicht-beobachtbaren Inputfaktoren basierenden und zum beizulegenden Zeitwert
bilanzierten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (Stufe 3) handelt
es sich vor allem um eingebettete Derivate.
Eingebettete Derivate werden von den jeweiligen Basisverträgen separiert, bei denen
es sich in der Regel um Absatz- oder Bezugsverträge aus dem operativen Geschäft handelt.
Die Zahlungsströme aus dem Vertrag ändern sich aufgrund der eingebetteten Derivate
beispielsweise in Abhängigkeit von Wechselkursschwankungen, Rohstoffpreisschwankungen
oder sonstigen Preisschwankungen. Die intern durchgeführte Bewertung eingebetteter
Derivate erfolgt insbesondere mit der Discounted-Cashflow-Methode, die auf nicht-beobachtbaren
Inputfaktoren - unter anderem geplanten Absatz- und Bezugsmengen sowie aus Marktdaten
abgeleiteten Preisen - basiert.
| 2015 | |
| in Mio. € | |
| Nettobuchwerte 01.01. | 15 |
| Ergebniswirksam erfasste Gewinne (+)/Verluste (-) | - |
| Ergebnisneutral erfasste Gewinne (+)/Verluste (-) | - |
| Zugänge von Vermögenswerten (+)/Verbindlichkeiten (-) | - |
| Abgänge von Vermögenswerten (-)/Verbindlichkeiten (+) | - |
| Umgliederungen | - |
| Nettobuchwerte 30.09. | 15 |
In der Berichtsperiode fielen keine Veräußerungsergebnisse an.
Als international tätiges Unternehmen ist der Covestro-Konzern einer Vielzahl rechtlicher
Risiken ausgesetzt. Hierzu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung,
Wettbewerbs- und Kartellrecht, Patentrecht, Steuerrecht sowie Umweltrecht gehören.
Die Ergebnisse gegenwärtig anhängiger bzw. künftiger Verfahren sind nicht vorhersagbar,
sodass aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder der Vereinbarung
von Vergleichen Aufwendungen entstehen können, die nicht oder nicht in vollem Umfang
durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf das
Ergebnis des Covestro-Konzerns haben können.
Mit der Kohlenmonoxid-Versorgungsleitung sollen die Chemiestandorte Dormagen und Krefeld-Uerdingen
verbunden und das schon bestehende Verbundsystem zwischen Dormagen und Leverkusen
ergänzt werden. Damit soll eine sichere, reibungslose und standortübergreifende Versorgung
mit Kohlenmonoxid sichergestellt werden. Die Inbetriebnahme der Ende 2009 nahezu fertiggestellten
Pipeline ist aufgrund gerichtlicher Verfahren und eines laufenden Planänderungsverfahrens
derzeit noch nicht möglich. Nachdem das Verwaltungsgericht Düsseldorf 2011 die wesentlichen
Aspekte des Planfeststellungsbeschlusses, insbesondere die Sicherheit der verwendeten
Materialien und die Rechtskonformität des Rohrleitungsgesetzes, bestätigt hatte, gingen
die Kläger und die beklagte Bezirksregierung in Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht
Münster. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte 2014 keine prinzipiellen Einwände
gegen die Sicherheit und Trassenwahl der Pipeline, stellte jedoch die Verfassungsmäßigkeit
des Rohrleitungsgesetzes in Frage, welches die rechtliche Basis des Projektes darstellt.
Über die Verfassungsmäßigkeit des Rohrleitungsgesetzes muss das Bundesverfassungsgericht
entscheiden. Der Covestro-Konzern teilt die Zweifel des Oberverwaltungsgerichts Münster
an der Verfassungsmäßigkeit des Rohrleitungsgesetzes nicht und sieht gute Chancen
für die Inbetriebnahme der Pipeline.
Im Jahr 2014 wurde Klage gegen die Bezirksregierung Köln vor dem Verwaltungsgericht
Köln erhoben, in welcher der Individualkläger die Rücknahme der Genehmigung für den
Betrieb der Kohlenmonoxid-Rohrfernleitungsanlage zwischen Dormagen und Leverkusen
fordert. Der Kläger befürchtet eine akute Gefahr für die Anwohner aufgrund von behaupteten
Sicherheitsmängeln. Der Covestro-Konzern geht davon aus, dass die Klage mit hoher
Wahrscheinlichkeit abgewiesen wird, da die Sicherheit der Rohrfernleitungsanlage durch
ein TÜV-Gutachten belegt werden konnte.
Nach ergebnislosen Verhandlungen machte das Unternehmen Utility Centre Maasvlakte Leftbank (UCML), Rotterdam, Niederlande, eine E.ON-Konzerngesellschaft, im Jahr 2013 einen Anspruch auf Erstattung gegen das Gemeinschaftsunternehmen Lyondell Bayer Manufacturing Maasvlakte VOF geltend. UCML fordert die Kosten für CO2 -Zertifikate ein, welche UCML im Zuge der Lieferbeziehungen zu Lyondell Bayer Manufacturing Maasvlakte VOF im Rahmen des Emissionshandelsschemas der EU erwerben musste. Der Covestro-Konzern als Joint-Venture-Partner haftet zu 50% für potenzielle Erstattungsansprüche gegen Lyondell Bayer Manufacturing Maasvlakte VOF. Da auch in Verhandlungen mit UCML bzw. E.ON keine Einigung erzielt werden konnte, wurde 2014 ein Schiedsverfahren eingeleitet.
Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 (Related Party Disclosures)
sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Covestro AG und deren Tochterunternehmen
Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die
Covestro AG bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen. Dazu gehören insbesondere die
Bayer AG und deren Tochtergesellschaften, die nicht in den Covestro-Konsolidierungskreis
einzubeziehen sind, nicht-konsolidierte Tochtergesellschaften, Gemeinschafts- und
assoziierte Unternehmen, Versorgungspläne sowie die Organmitglieder der Covestro AG.
| 31.12.2014 | 30.09.2015 | |||
| Forderungen | Verbindlichkeiten | Forderungen | Verbindlichkeiten | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Bayer AG | 374 | 108 | 15 | 118 |
| Bayer-Konzerngesellschaften | 113 | 4.005 | 69 | 4.756 |
| Nicht-konsolidierte Tochterunternehmen/ assoziierte Unternehmen | 2 | 5 | 4 | 7 |
| Gemeinschaftsunternehmen | 2 | - | 1 | - |
| Assoziierte Unternehmen | 4 | - | 4 | - |
| Dreivierteljahr 2014 | Dreivierteljahr 2015 | |||
| Erbrachte Lieferungen und Leistungen | Empfangene Lieferungen und Leistungen | Erbrachte Lieferungen und Leistungen | Empfangene Lieferungen und Leistungen | |
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | |
| Bayer AG | 15 | 34 | 11 | 34 |
| Bayer-Konzerngesellschaften | 71 | 792 | 58 | 697 |
| Nicht-konsolidierte Tochterunternehmen/ assoziierte Unternehmen | 12 | - | 29 | 2 |
| Gemeinschaftsunternehmen | 12 | - | 6 | - |
| Assoziierte Unternehmen | 7 | 553 | 9 | 791 |
Aus dem Verkauf von Produkten, Handelswaren sowie sonstigen betriebstypischen Geschäften
resultieren Umsätze mit der Bayer AG und deren Tochterunternehmen.
Die empfangenen Lieferungen und Leistungen umfassen im Wesentlichen operative Liefer-
und Leistungsgeschäfte und Dienstleistungen der Servicegesellschaften Bayer Business
Services GmbH, Leverkusen, Bayer Technology Services GmbH, Leverkusen, sowie der Currenta
GmbH & Co. OHG, Leverkusen.
Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen entfallen
hauptsächlich auf Leasing- und Finanzierungssachverhalte, Liefer- und Leistungsbeziehungen
sowie sonstige Transaktionen.
Mit Gesellschafterbeschluss vom 14. August 2015 und Aufhebungsvereinbarung vom 14.
August 2015 wurde der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Bayer
AG und der Covestro Deutschland AG mit Wirkung zum 31. August 2015 beendet.
Mit Vertrag vom 28. August 2015 vereinbarten die Bayer AG und die Covestro Deutschland
AG, die Covestro Deutschland AG gegen Zahlung eines Einmalbetrags von allen weiteren
Verpflichtungen im Zusammenhang mit bestehenden Pensionszusagen der Bayer AG gegenüber
vor dem 1. Juli 2002 ausgeschiedenen Mitarbeitern, die dem damaligen Arbeitsgebiet
Polymers der Bayer AG zuzuordnen waren, zu entbinden. Diese Pensionsrückstellungen
sind im Rahmen der Ausgliederung des damaligen Polymer-Geschäftes aus der Bayer AG
am 1. Januar 2003 in der Bayer AG verblieben. Die Covestro Deutschland AG war bislang
verpflichtet, den auf sie entfallenden anteiligen Aufwand, soweit er nicht durch eine
entsprechende Rückstellung gedeckt war, sowie den anteiligen Verwaltungsaufwand zu
erstatten.
Im Rahmen der rechtlichen Umstrukturierung sind im Covestro-Konzern neue zentrale
Unternehmensfunktionen wie Finanzen, Steuern, Konzernrechnungswesen, interne Revision
und Investor Relations geschaffen worden. Darüber hinaus wurden Funktionen, die bislang
in den Bayer-Servicegesellschaften angesiedelt waren, von Covestro übernommen. Dabei
handelt es sich im Wesentlichen um die Bereiche Personalabrechnung, Rechnungswesen,
IT sowie Ingenieurleistungen. In diesem Zusammenhang sind Vermögenswerte und Schulden
über Kaufverträge an Covestro-Gesellschaften übertragen worden.
Die rechtliche Verselbständigung des Covestro-Konzerns führte zu einer Verminderung
des Eigenkapitals der Covestro AG um 1.162 Mio. €. Die bei Share Deals und Asset Deals
vereinbarte Gegenleistung wirkt sich hierbei bei Erwerben eigenkapitalmindernd, bei
Veräußerungen eigenkapitalerhöhend aus. Folgende wesentlichen Asset Deals und Share
Deals fanden in der Berichtsperiode statt:
| ― |
Erwerb von 100% der Anteile an der Covestro S.L., Sant Joan Despi, Spanien, von der Bayer AG zu einem Kaufpreis von 83 Mio. €. |
| ― |
Erwerb von 100 % der Anteile an der Covestro Polyurethanes B.V., Nieuwegein, Niederlande, von der Bayer B.V., Mijdrecht, Niederlande, zu einem Kaufpreis von 202 Mio. €. |
| ― |
Erwerb von 100% der Anteile an der Covestro B.V., Foxhol, Niederlande, von der Bayer B.V., Mijdrecht, Niederlande, zu einem Kaufpreis von 37 Mio. € sowie Erhöhung des Kapitals um 81 Mio. €. |
| ― |
Erwerb von 100 % der Anteile an der Covestro Polymers (Qingdao) Co. Ltd., Qingdao, China, von der Bayer (China) Limited, Shanghai, China, zu einem Kaufpreis von 7 Mio. €. |
| ― |
Erwerb von 100 % der Anteile an der Covestro A/S, Otterup, Dänemark, von der Bayer A/S, Kopenhagen, Dänemark, zu einem Kaufpreis von 39 Mio. €. |
| ― |
Erwerb von 95,6% der Anteile an der Covestro (Taiwan) Ltd., Taipei, Taiwan, von der Bayer B.V., Mijdrecht, Niederlande, zu einem Kaufpreis von 70 Mio. €. |
| ― |
Erwerb von 100% der Anteile an der Guangzhou Covestro Polymers Co. Ltd., Guangzhou, China, von der Bayer (China) Limited, Shanghai, China, zu einem Kaufpreis von 23 Mio. €. |
| ― |
Erwerb von 100% der Anteile an der Covestro NV, Antwerpen, Belgien, von der Bayer Antwerpen NV, Antwerpen, Belgien, zu einem Kaufpreis von 537 Mio. €. |
| ― |
Erwerb von 100% der Anteile an der Covestro S.r.l., Mailand, Italien, von der Bayer S.p.A., Mailand, Italien, zu einem Kaufpreis von 107 Mio. €. |
| ― |
Erwerb von 99 % der Anteile an der Covestro S.p.A., Mailand, Italien, von der Bayer S.p.A., Mailand, Italien, zu einem Kaufpreis von 6 Mio. €. |
| ― |
Erwerb von 100% der Anteile an der Covestro Indüstria e Comercio de Polimeros Ltda., São Paulo, Brasilien, von der Bayer Hispania, S.L., Sant Joan Despi, Spanien, zu einem Kaufpreis von 4 Mio. € sowie Erhöhung des Kapitals dieser Gesellschaft um 12 Mio. € unter Rückbehalt bestimmter Vermögenswerte und Schulden, insbesondere künftiger Zahlungsverpflichtungen im Zusammenhang mit der im März 2015 verkündeten Schließung des Produktionsstandorts in Belford Roxo, Brasilien. |
| ― |
Erhöhung des Kapitals durch Bareinlage bei der Bayer MaterialScience (China) Company Limited, Shanghai, China, durch die Bayer (China) Limited, Shanghai, China, um 116 Mio. € bei Übertragung des Covestro-Geschäftsbetriebs auf die Bayer MaterialScience (China) Company Limited zu einem Kaufpreis von 639 Mio. €. |
| ― |
Veräußerung von 99,99% der Anteile an der Bayer Thai Company Limited, Bangkok, Thailand, durch die Covestro Deutschland AG an die Bayer Holding (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand, zu einem Kaufpreis von 499 Mio. € und Übertragung des Geschäftsbetriebs von der Bayer Thai Company Limited, Bangkok, Thailand, auf die Covestro (Thailand) Co. Ltd., Bangkok, Thailand, zu einem Transaktionspreis von 370 Mio. €. |
| ― |
Übertragung des Covestro-Geschäftsbetriebs von der Bayer de Mexico, Mexiko-Stadt, Mexiko, an die Covestro S.A. de C.V., Mexiko-Stadt, Mexiko, zu einem Kaufpreis von 169 Mio. €. Hierbei wurden 36 Mio. € als aktive latente Steuern angesetzt. |
| ― |
Bareinlage in das Grundkapital der Covestro AG in Höhe von 140 Mio. € sowie in die Kapitalrücklage in Höhe von 715 Mio. € durch die Bayer AG. |
| ― |
Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. September 2015 wurden Grundstücke, Produktionsanlagen, Bürogebäude und sonstige Flächen von Bayer auf Covestro übertragen. Für dieses bisher durch Covestro bzw. für Geschäftsaktivitäten von Covestro genutzte Vermögen wurde ein Kaufpreis von 80 Mio. € vereinbart. Bedingt durch erhöhte ertragsteuerliche Werte ("tax base") wurden 86 Mio. € als aktive latente Steuern angesetzt. |
Während sich die vorgenannten Share Deals und Asset Deals auf das Eigenkapital ausgewirkt
haben, hatten folgende Transaktionen der Berichtsperiode keine Auswirkung auf das
Eigenkapital des Covestro-Konzerns:
| ― |
Sacheinlage von 100% der Anteile an der Covestro LLC, Pittsburgh, USA, seitens der Bayer Corp., Pittsburgh, USA, in die Covestro B.V., Foxhol, Niederlande, zu einem Transaktionswert von 1.107 Mio. €. |
| ― |
Sacheinlage von 99,30 % der Anteile an der Covestro (India) Private Limited, Thane, Indien, durch die Bayer AG zu einem Transaktionswert von 42 Mio. €. |
| ― |
Einbringung von 100% der Anteile an der Covestro Deutschland AG in die Kapitalrücklage der Covestro AG zu einem Transaktionswert von 1.766 Mio. €. |
Die vorgenannten Transaktionen wurden mit Ausnahme der Bareinlagen als "Transactions
under Common Control" berücksichtigt.
Zum 30. September 2015 finanziert sich der Covestro-Konzern mit Darlehen ("Inter-Group
Loan Agreements") über ein Kreditvolumen von insgesamt 4.435 Mio. € bei der Bayer
Antwerpen NV, Antwerpen, Belgien. Diese Darlehen dienen der kurz- bis mittelfristigen
Finanzierung des laufenden Geschäfts des Covestro-Konzerns, werden endfällig verzinst
und zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bilanziert.
Sie stehen im Zusammenhang mit einem zwischen der Covestro AG als Kreditnehmer und
Deutsche Bank Luxembourg S.A., Bank of America Merrill Lynch International Limited,
Citigroup Global Marktes Limited, Deutsche Bank AG und Unicredit Bank AG als Kreditgeber
am 4. September 2015 abgeschlossenen "Syndicated Multicurrency Term and Revolving
Credit Facilities Agreement" über insgesamt 2.700 Mio. € ("Facilities Agreement").
Zum 30. September 2015 sind aus dem Facilities Agreement keine Kredite in Anspruch
genommen worden. Im Zusammenhang mit dem Facilities Agreement stehende Transaktionskosten
wurden in Höhe von 2,7 Mio. € abgegrenzt. Sie werden bei Beanspruchung der Kredite
mittels Effektivzinsmethode zugerechnet. In Vorbereitung auf den Börsengang fielen
bei Covestro bis zum 30. September 2015 Kosten für externe Beratung sowie Gebühren
und sonstige Aufwendungen in Höhe von 12 Mio. € an.
Am 2. Oktober 2015 hat die Hauptversammlung der Covestro AG die Erhöhung des Grundkapitals
gegen Bareinlagen von 140 Mio. € um 62,5 Mio. € auf 202,5 Mio. € durch Ausgabe von
62.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen. Am 6. Oktober 2015 erfolgte
die Platzierung der neuen Aktien der Covestro AG am regulierten Markt der Frankfurter
Wertpapierbörse mit gleichzeitiger Zulassung zum Handel im Prime Standard Segment.
Der Ausgabekurs betrug 24,00 € pro Aktie. Die für die Platzierung notwendigen Gebühren
betragen 15 Mio. €. Diese Transaktionskosten werden im Konzernabschluss zum 31. Dezember
2015 unter Berücksichtigung latenter Steuern als Minderung des Emissionserlöses vom
Konzerneigenkapital abgezogen.
Am 6. Oktober 2015 hat die Bayer AG eine Bareinlage in die Kapitalrücklage der Covestro
AG in Höhe von 1.000 Mio. € vorgenommen.
Am 7. Oktober 2015 erhielt die Covestro AG die Erlöse aus dem Börsengang in Höhe von
1.485 Mio. € ("IPO Net Proceeds"). Die Zahlungsflüsse wurden genutzt, um bis zum 7.
Oktober 2015 Darlehen in Höhe von insgesamt 2.375 Mio. € an den Bayer-Konzern zurückzuführen.
Leverkusen, 10. November 2015
Covestro AG
Der Vorstand
| Patrick Thomas | Frank H. Lutz | Dr. Klaus Schäfer | Dr. Markus Steilemann |
| €, EUR | Euro. Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Millionen Euro (Mio. €) angegeben |
| AktG | Aktiengesetz |
| APAC | Region Asien und Pazifik |
| Bereinigtes EBIT | Entspricht dem um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern |
| Bereinigtes EBITDA | Entspricht dem um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. |
| BIP | Bruttoinlandsprodukt |
| Brutto-Cashflow | Entspricht dem Cashflow aus operativer Tätigkeit ohne Berücksichtigung der Veränderungen in den Vorräten, den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, dem übrigen Nettovermögen bzw. den sonstigen nicht-zahlungswirksamen Vorgängen. |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | Entspricht dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten nach IAS 7. |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | Entspricht dem Cashflow aus Investitionstätigkeiten nach IAS 7. |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit (Netto-Cashflow) | Entspricht dem Cashflow aus betrieblichen Tätigkeiten nach IAS 7. |
| CFRoI | Der Cash Flow Return On Investment bildet das Verhältnis der in der Periode erwirtschafteten Zahlungsmittelüberschüsse (Brutto-Cashflow) abzüglich der Reproduktionsansprüche der Kapitalgeber dividiert durch das eingesetzte Kapital (Investitionswert) ab und stellt somit die Kapitalrentabilität der Periode dar. |
| CVA | Cash Value Added - Diese Kennzahl ergibt sich aus der Differenz von Brutto-Cashflow und der Brutto-Cashflow-Hurdle und ist somit der Teil des Brutto-Cashflows, der über die Verzinsungs- und Reproduktionsansprüche hinausgeht. Ist der Cash Value Added positiv, so konnten die Reproduktions- und Verzinsungsansprüche der Kapitalgeber erfüllt und Wert für das Unternehmen geschaffen werden. |
| Due Diligence | Prüfung und Analyse eines Unternehmens mit "gebotener Sorgfalt", insbesondere im Hinblick auf wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche und finanzielle Verhältnisse |
| EBIT | Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern |
| EBITDA | Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
| EEG | Erneuerbare-Energien-Gesetz |
| EHS | Environment, Health & Safety |
| EMEA | Region Europa, Naher Osten und Afrika |
| EMLA | Region Europa, Naher Osten, Afrika und Lateinamerika außer Mexiko |
| EU | Europäische Union |
| Free Operating Cash Flow (FOCF) | Entspricht dem Cashflow aus operativer Tätigkeit abzüglich Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. |
| HDI | Hexamethylendiisocyanat, eine chemische Verbindung aus der Gruppe der aliphatischen Isocyanate. |
| HGB | Handelsgesetzbuch |
| HSEQ | Health, Safety, Environment and Quality |
| IAS | International Accounting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind |
| ICS | Internal Control System - internes Kontrollsystem |
| IFRS | International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind. |
| IPDI | Isophorondiisocyanat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der aliphatischen Isocyanate. |
| IPO | Initial Public Offering - Börsengang |
| IT | Informationstechnologie |
| Kapitalkostensatz | Gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten |
| Konzernergebnis | Das auf die Aktionäre der Covestro AG entfallende Ergebnis nach Ertragsteuern. |
| LATAM | Region Lateinamerika außer Mexiko |
| MDI | Diphenylmethan-Diisocyanat, eine chemische Verbindung aus der Gruppe der aromatischen Isocyanate. |
| Mengenwachstum im Kerngeschäft | Das Mengenwachstum im Kerngeschäft bezieht sich auf die Kernprodukte aus den Segmenten Polyurethanes, Polycarbonates und Coatings, Adhesives, Specialties und wird als prozentuale Veränderung der extern verkauften Mengen in Kilotonnen gegenüber dem Vorjahr errechnet. Covestro nutzt auch Geschäftsmöglichkeiten außerhalb des Kerngeschäfts, zum Beispiel durch den Verkauf von Rohstoffen und Zwischenprodukten wie Salzsäure, Natronlauge und Styrol. Solche Transaktionen sind nicht Bestandteil des Mengenwachstums im Kerngeschäft. |
| NAFTA | Region USA, Kanada und Mexiko |
| OPEC | Organisation erdölexportierender Länder |
| Return on Capital Employed (ROCE) | Entspricht dem bereinigten operativen Ergebnis nach Steuern im Verhältnis zum eingesetzten Kapital. |
| UCML | Utility Centre Maasvlakte Leftbank |
| USA | Vereinigte Staaten von Amerika |
| TDI | Toluylen-Diisocyanat, eine chemische Verbindung aus der Gruppe der aliphatischen Isocyanate. |
| Value Contribution | Entspricht der Differenz zwischen dem bereinigten operativen Ergebnis nach Steuern und den Kosten des eingesetzten Kapitals. Ist die Value Contribution positiv, wird Wert geschaffen. |
| World-Scale-Anlagen | Covestro definiert World-Scale-Anlagen abhängig von ihrer Produktionskapazität in
Kilotonnen pro Jahr - MDI-Anlagen ab 400 Kilotonnen pro Jahr - TDI-Anlagen ab 300 Kilotonnen pro Jahr - Polyether-Polyol-Anlagen ab 300 Kilotonnen pro Jahr - Polycarbonat-Anlagen bestehend aus einzelnen Produktionslinien ab 100 Kilotonnen pro Jahr |
| WphG | Wertpapierhandelsgesetz |
| Geschäftsbericht 2015 | 23. Februar 2016* |
| Zwischenbericht 1. Quartal 2016 | 25. April 2016* |
| Hauptversammlung 2016 | 3. Mai 2016* |
*
Termin nicht final bestätigt
Kaiser-Wilhelm-Allee 60
51373 Leverkusen
Deutschland
E-Mail: info@covestro.com
covestro.com
Herausgeber
Covestro AG
Unternehmenskommunikation
Veröffentlichungstag
Donnerstag, 12. November 2015