Covestro Deutschland AGLeverkusenJahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und Lagebericht
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| Eintrittswahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres | |||||
| Sehr Gering | Gering | Mittel | Hoch | Sehr Hoch | |
| Kumulierter Schaden in Mio € |
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| ≥ 116 | M | M | M | H | H |
| 61-115 | L | M | M | H | H |
| ≤ 60 | L | L | L | L | L |
H = Hohes Risiko, M = Mittleres Risiko, L = Niedriges Risiko
Die Effektivität unserer Managementsysteme wird regelmäßig durch den Bereich Corporate Audit einer unabhängigen und objektiven Untersuchung unterzogen, bei der schwerpunktmäßig die Konformität mit Gesetzen und Richtlinien überprüft wird. Corporate Audit unterstützt das Unternehmen außerdem bei der Erreichung seiner Ziele, indem es die Effizienz und Effektivität von Governance-, Risikomanagement- und Kontrollprozessen systematisch prüft und Hilfestellung bei ihrer Verbesserung gibt. Die Auswahl der Prüfgegenstände erfolgt anhand eines risikobasierten Ansatzes. Corporate Audit erfüllt seine Aufgaben gemäß international anerkannten Standards und erbringt zuverlässige Prüfleistungen. Dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats wird jährlich ein Bericht über das interne Kontrollsystem und seine Effektivität vorgelegt.
Risiken in den Bereichen Arbeits- und Gesundheitsschutz, Anlagensicherheit, Umweltschutz und Produktqualität werden durch spezifische HSEQ-Prüfungen (Health, Safety, Environment and Quality) bewertet.
Zudem bewertet der externe Prüfer im Rahmen seiner Prüfung des Jahresabschlusses die grundsätzliche Eignung des Frühwarnsystems zur frühzeitigen Erkennung von Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Der Prüfer berichtet über die Erkennung von eventuellen Schwächen im internen Kontrollsystem regelmäßig an den Konzernvorstand und den Aufsichtsrat. Die Erkenntnisse aus diesen Prüfungen finden bei der kontinuierlichen Verbesserung der Managementprozesse von Covestro Berücksichtigung.
Im Folgenden werden Risiken, die wesentliche Auswirkungen auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, erläutert. Als wesentlich werden Risiken angesehen, deren potenzielle Schadenshöhe von Covestro auf größer als 60 Mio. € geschätzt wird, auch wenn zum Teil von einer sehr niedrigen Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen wird. Die Reihenfolge impliziert keine Wertigkeit der Risiken. Die Risiken werden stärker aggregiert als in unserer internen Dokumentation.
8.1 Umfeld
Ethisches Verhalten ist ein Thema mit essenzieller Bedeutung für die Gesellschaft. Viele Aktionäre beurteilen Unternehmen nicht nur danach, ob sie „legal“, sondern auch, ob sie „legitim“ handeln. Der Covestro-Konzern bekennt sich zu einer nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen seines wirtschaftlichen Handelns. Verstöße gegen diese Selbstverpflichtung können zu einer negativen Berichterstattung in den Medien und somit zu einer negativen Wahrnehmung des Covestro-Konzerns in der Öffentlichkeit führen. Diesem Risiko wird durch eine verantwortungsvolle Unternehmensführung begegnet, die darauf abzielt, neben wirtschaftlichem auch ökologischen und gesellschaftlichen Nutzen zu generieren.
Die wirtschaftlichen Bedingungen weltweit und vor allem in den geografischen Regionen, in denen Covestro tätig ist, wirken sich entscheidend auf die Ergebnisse des Unternehmens aus. Ihr Einfluss auf die Branchen, denen die direkten und indirekten Kunden von Covestro angehören, entscheidet mit über die Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens.
Negative Wirtschaftsentwicklungen haben in der Regel nachteilige Auswirkungen auf die Absatzmärkte der Produkte von Covestro, die meist zum Rückgang der Absatzmengen und des operativen Ergebnisses des Unternehmens führen. Das Ausmaß dieser Auswirkungen auf die Absatzmengen und das operative Ergebnis hängen zudem von der Kapazitätsauslastung in der Branche ab und diese wiederum vom Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage für die branchenspezifischen Produkte. Ein Rückgang der Nachfrage führt zu verminderten Absatzmengen und letzten Endes zu einer verringerten Kapazitätsauslastung, die sich negativ auf die Margen auswirkt.
Ein konjunktureller Abschwung oder das veränderte Marktverhalten bestehender Wettbewerber bzw. der Eintritt neuer Konkurrenten kann zu intensiverem Wettbewerb und damit zu Überkapazitäten auf dem Markt oder auch einem erhöhten Preisdruck führen.
Durch seine internationale Ausrichtung ist das Geschäft von Covestro den Einflüssen durch größere Veränderungen der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Bedingungen und den damit verbundenen Risiken ausgesetzt. Diese können sich nachteilig auf das Geschäft des Unternehmens auswirken und seine Erfolgsaussichten erheblich schmälern. In der Vergangenheit gab es in den Märkten für die meisten der Produkte des Covestro-Konzerns Zeiten mit knappem Angebot, das zum Anstieg der Preise und der Gewinnmargen führte, gefolgt von Phasen mit starker Kapazitätsausweitung, die zu einem Überangebot mit rückläufigen Preisen und Gewinnmargen führten. Solche wechselnden Phasen werden häufig durch neue World-Scale-Anlagen oder die Erweiterung bestehender Produktionsanlagen zur Erzielung oder Erhaltung von positiven Skaleneffekten in den einzelnen Segmenten der Branche ausgelöst, auf die ein Rückgang der branchenweiten Auslastungsraten folgt.
Wenn es unter strategischen Gesichtspunkten vorteilhaft erscheint, ergänzt das Management von Covestro das organische Wachstum durch Akquisitionen von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen. Eine nicht erfolgreiche Geschäftsintegration oder unerwartet hohe Integrationskosten können die Realisierung der geplanten qualitativen und quantitativen Ziele gefährden und das Ergebnis negativ beeinflussen. Expertenteams leiten daher sowohl den Due-Diligence-Prozess als auch die Integration. Im Rahmen der Due Diligence werden risikobehaftete Aspekte wie beispielsweise die Einhaltung der geltenden Umwelt- und Arbeitsschutzbestimmungen an den Produktionsstandorten überprüft.
Weitere Chancen und Risiken können sich aus den Abweichungen zu den Einschätzungen des Unternehmens hinsichtlich der konjunkturellen Weiterentwicklung der Märkte ergeben, die im Kapitel „Konjunkturausblick“ geschildert werden. Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zukünftig anders darstellen als prognostiziert, kann dies positiven oder negativen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebniserwartung von Covestro haben. Mit Hilfe laufender Analysen des wirtschaftlichen Umfelds und der Konjunkturprognosen werden die erkannten Chancen verfolgt und wird Risiken mit einer Anpassung der Geschäftsstrategie begegnet.
8.2 Innovation
Covestro analysiert globale Trends und begegnet ihnen mit der Entwicklung innovativer Lösungen. Auf diese Weise werden die durch die Trends entstehenden Herausforderungen bewältigt und gleichzeitig die sich aus ihnen ergebenden Chancen wahrgenommen.
8.3 Schonung der natürlichen Ressourcen und des Klimas
Die Begrenztheit von natürlichen Ressourcen und die Bemühungen zum Klimaschutz führen zu einer verstärkten Nachfrage nach innovativen Produkten und Technologien, die den Ressourcenverbrauch reduzieren und Emissionen senken. Diese Entwicklungen werden durch steigende regulatorische Anforderungen sowie eine zunehmende Sensibilisierung der Verbraucher im Hinblick auf eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen weiter forciert. In diesem Kontext entwickelt Covestro neue Werkstoffe, die dazu beitragen, die Energieeffizienz weiter zu erhöhen und Emissionen zu verringern. Beispielsweise wird von Covestro hergestelltes Polyurethan mit einer positiven Energiebilanz in der Bauindustrie zur Wärmedämmung eingesetzt und Polycarbonat in der Automobilindustrie verwendet, um das Gewicht von Fahrzeugen zu reduzieren.
8.4 Produkte und Produktverantwortung
Der Covestro-Konzern ist dem Risiko ausgesetzt, dass sein guter Ruf durch negative Berichterstattung, Pressespekulationen und potenzielle oder tatsächliche rechtliche Auseinandersetzungen in Zusammenhang mit seinen geschäftlichen Aktivitäten geschädigt wird. Wenn die chemische Industrie allgemein oder die Prozesse und Produkte von Covestro im Besonderen negativ durch die Gesellschaft wahrgenommen werden, kann dies dem Ruf des Unternehmens ebenfalls schaden. Auch die unsachgemäße Anwendung und Handhabung unserer Produkte durch Dritte können sich rufschädigend auswirken.
Darüber hinaus können Bedenken bezüglich der Produktsicherheit und der Umweltverträglichkeit Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung der Produkte und Aktivitäten von Covestro, die Wirtschaftlichkeit bestimmter Produkte, den Ruf des Unternehmens und die Fähigkeit zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern haben. Um in vollem Umfang zu verstehen, welche Auswirkungen die chemischen Verbindungen haben können, die in den Produkten des Unternehmens und bei deren Herstellung verwendet werden, sind Fachkenntnisse erforderlich. Deshalb können Behauptungen, diese Verbindungen seien schädlich, zu Rufschädigungen führen, auch wenn diese Behauptungen letztendlich entkräftet werden. Derartige Behauptungen können zu verändertem Verbraucherverhalten oder zusätzlichen behördlichen Bestimmungen führen, selbst wenn eine schädliche Wirkung nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist oder sogar wissenschaftliche Gegenbeweise vorliegen.
8.5 Einkauf und Produktion
In dem von Covestro vorgegebenen Verhaltenskodex für Lieferanten sind die Nachhaltigkeitsgrundsätze und Anforderungen gegenüber den Partnern des Unternehmens in der Wertschöpfungskette beschrieben. Dieser fordert von den Lieferanten, die Einhaltung von Umwelt- und Arbeitsschutzbestimmungen sowie die Achtung der Menschenrechte und somit z. B. den Verzicht auf jegliche Art der Kinderarbeit. Eine Verletzung des Kodex birgt ein Reputationsrisiko für das Unternehmen. Anhand von Lieferanten-Bewertungen und Lieferanten-Audits überprüft Covestro, ob die Anforderungen des Verhaltenskodex in der Lieferkette umgesetzt und eingehalten werden. Der Lieferantenkodex des Unternehmens basiert auf den Prinzipien des UN Global Compact und der Menschenrechtsposition von Covestro. Der Kodex bildet die grundsätzliche Basis für die Zusammenarbeit. Er ist konzernweit in die elektronischen Bestellsysteme und Verträge rechtsverbindlich integriert.
Covestro benötigt signifikante Mengen an Energien und petrochemischen Rohstoffen für die Produktionsprozesse. Die Einkaufspreise für Energie und Rohstoffe können aufgrund der Marktbedingungen oder der Gesetzgebung erheblich schwanken. Erfahrungen aus der Vergangenheit haben gezeigt, dass gestiegene Herstellungskosten nicht immer über Preisanpassungen an Kunden weitergegeben werden können.
Neben der Produktsicherheit hat der Schutz der Mitarbeiter und der Umwelt für Covestro hohe Priorität. Risiken, die mit der Herstellung, der Abfüllung, der Lagerung und dem Transport von Produkten verbunden sind, werden durch ein integriertes Qualitäts-, Gesundheits-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement vermindert. Diese Risiken können Personen, Sach- und Umweltschäden, Produktionsausfälle und Betriebsunterbrechungen sowie die Verpflichtung zu Schadenersatzzahlungen zur Folge haben.
Covestro verwendet bei seinen Produktionsprozessen große Mengen von Gefahrstoffen. Bei der Produktion entsteht Sondermüll und es werden Abwässer sowie Luftschadstoffe emittiert. Deshalb unterliegen die Aktivitäten von Covestro in zahlreichen Rechtsgebieten innerhalb der Regionen APAC, EMLA und NAFTA umfassenden internationalen, nationalen und lokalen Gesetzen, Bestimmungen, Regelungen und Verordnungen in Bezug auf den Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutz (Environment, Health and Safety – EHS). Die EHS-Bestimmungen gelten für die meisten Aktivitäten von Covestro, und das Unternehmen muss erhebliche Ressourcen aufwenden, um sie zu erfüllen. Die für die Einhaltung der EHS-Bestimmungen anfallenden Kosten sind Teil der Betriebskosten von Covestro und müssen letztendlich durch die Preise gedeckt sein, zu denen das Unternehmen seine Produkte verkaufen kann. Bei Wettbewerbern von Covestro, die nicht in gleichem Maße von EHS-Bestimmungen betroffen sind, können die Betriebskosten unter Umständen niedriger sein, sodass sie ihre Produkte zu einem niedrigeren Preis anbieten können als Covestro.
An den Standorten von Covestro kann es zu Betriebsunterbrechungen u. a. durch Elementarereignisse, Brand/Explosionen, Sabotage oder Lieferunterbrechungen bei Hauptrohstoffen oder Zwischenprodukten kommen. Diesem Risiko wird mit einer Verteilung der Produktion für bestimmte Produkte auf mehrere Standorte bzw. mit dem Aufbau von Sicherheitsbeständen begegnet. Zudem wurde für die Produktionsstandorte als verpflichtender Bestandteil des HSEQ-Managements ein Sicherheits- und Krisenmanagement implementiert. Es dient dem Schutz von Mitarbeitern und Nachbarn, der Umwelt und der Produktionsanlagen vor den o. g. Risiken. Die Grundlage hierfür bildet die Konzernregelung „Sicherheits- und Krisenmanagement“.
Im Hinblick auf ein gestiegenes ökologisches Bewusstsein eröffnen sich für Covestro Chancen in doppelter Hinsicht. Zum einen erschließen sich Marktpotenziale aus der Entwicklung von innovativen Werkstoffen für die Kunden von Covestro. Zum anderen können neben einer Entlastung der Umwelt Kostenvorteile realisiert werden, wenn es gelingt, die Energieeffizienz der eigenen Produktionsprozesse weiter zu steigern. So soll mit der Entwicklung neuer Produktionstechnologien und der Anwendung international anerkannter Energiemanagementsysteme dazu beigetragen werden, steigende regulatorische Umweltschutzbestimmungen zu erfüllen, Emissionen und Abfall weiter zu reduzieren und die Energieeffizienz zu erhöhen. Hierdurch leistet Covestro nicht nur einen Beitrag zum nachhaltigen Klimaschutz und zur Schonung der natürlichen Ressourcen, sondern erzielt auch einen Kosten- bzw. Wettbewerbsvorteil.
8.6 Mitarbeiter
Qualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine entscheidende Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. Insbesondere in Ländern mit Vollbeschäftigung werden qualifizierte Fachkräfte von den Unternehmen intensiv umworben. Sollte es nicht gelingen, in diesen Ländern im erforderlichen Ausmaß Mitarbeiter zu rekrutieren und an Covestro zu binden, könnte dies erhebliche negative Auswirkungen auf die künftige Unternehmensentwicklung haben.
Basierend auf der Analyse der zukünftigen Bedürfnisse entwickelt Covestro entsprechende Maßnahmen zur Personalrekrutierung und -entwicklung. So sollen u. a. durch ein umfassendes Personalmarketing („Employer-Branding-Kampagne“) die Zielgruppen von den Vorteilen des Unternehmens überzeugt werden. Die Personalpolitik basiert auf den Grundsätzen der Menschenrechts-position von Covestro, der Corporate Compliance Policy und den Unternehmenswerten. Wichtige Bestandteile dieser Personalpolitik sind eine wettbewerbsfähige Vergütung mit erfolgsabhängigen Komponenten sowie umfangreiche Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Ausrichtung auf personelle Vielfalt (Diversity) ermöglicht zudem die Ausschöpfung des gesamten Arbeitsmarktpotenzials.
Covestro ist auf gute Beziehungen zu seinen Mitarbeitern, den Gewerkschaften und den Mitarbeitervertretern angewiesen, um Arbeitsniederlegung zu vermeiden, Restrukturierungsprogramme umzusetzen, bestehende Tarifverträge abzuändern und faire, angemessene Löhne sowie andere wichtige Arbeitsbedingungen aushandeln zu können.
8.7 Informationstechnologie
Die Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die interne bzw. externe Kommunikation des Covestro-Konzerns basieren zunehmend auf globalen IT-Systemen. Eine wesentliche technische Störung oder gar ein Ausfall der IT-Systeme kann zu einer gravierenden Beeinträchtigung der Geschäfts- und Produktionsprozesse führen. In Zusammenarbeit mit der internen IT-Organisation werden technische Vorkehrungen wie z. B. Datenwiederherstellungs- und Kontinuitätspläne definiert und laufend weiterentwickelt.
Die Vertraulichkeit von internen und externen Daten ist bei Covestro von elementarer Bedeutung. Ein Verlust der Vertraulichkeit, Integrität oder Authentizität von Daten und Informationen kann zu Manipulationen und/oder zu einem unkontrollierten Abfluss von Daten und Know-how führen. Diesem Risiko wird mit entsprechenden Maßnahmen, z. B. in Form eines Berechtigungskonzepts, begegnet.
Des Weiteren wurde ein Gremium eingerichtet, das die grundsätzliche Strategie und Architektur der IT-Systeme sowie entsprechende Sicherheitsmaßnahmen für den Konzern beschließt. Durch diese Maßnahmen soll ein Schutz auf dem aktuellsten Stand der Technik erzielt werden.
8.8 Recht und Compliance
Die Covestro Deutschland AG ist zahlreichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren ausgesetzt, an denen das Unternehmen entweder aktuell beteiligt ist oder die sich in Zukunft ergeben könnten. Dazu gehören insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Kartellrecht, Wettbewerbsrecht, Patentrecht, Steuerrecht sowie Umweltschutz.
Ermittlungen und Untersuchungen aufgrund möglicher Verletzungen von gesetzlichen Vorschriften oder regulatorischen Bestimmungen, wie etwa wegen potenzieller Verstöße gegen Kartellgesetze oder bestimmter Marketing- und Vertriebspraktiken, können straf- und zivilrechtliche Sanktionen einschließlich erheblicher monetärer Strafen sowie weiterer finanzieller Nachteile zur Folge haben. Sie können der Reputation von Covestro schaden und sich letztlich nachteilig auf den Unternehmenserfolg auswirken.
Mit einer CO-Versorgungsleitung sollen die Chemiestandorte Dormagen und Krefeld-Uerdingen verbunden und das schon bestehende Verbundsystem zwischen Dormagen und Leverkusen ergänzt werden. Damit soll eine sichere, reibungslose und standortübergreifende Versorgung mit Kohlenmonoxid (CO) sichergestellt werden. Die Inbetriebnahme der Ende 2009 nahezu fertiggestellten Pipeline ist aufgrund gerichtlicher Verfahren und eines laufenden Planänderungsverfahrens derzeit noch nicht möglich. Nachdem das Verwaltungsgericht Düsseldorf 2011 die wesentlichen Aspekte des Planfeststellungsbeschlusses, insbesondere die Sicherheit der verwendeten Materialien und die Rechtskonformität des Rohrleitungsgesetzes, bestätigt hatte, gingen die Kläger und die beklagte Bezirksregierung in Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht Münster. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte 2014 keine Einwände gegen die Sicherheit und Trassenwahl der Pipeline, stellte jedoch die Verfassungsmäßigkeit des Rohrleitungsgesetzes in Frage, welches die rechtliche Basis des Projektes darstellt. Über die Verfassungsmäßigkeit des Rohrleitungsgesetzes muss das Bundesverfassungsgericht entscheiden. Die Covestro Deutschland AG teilt die Zweifel des Oberverwaltungsgerichts Münster an der Verfassungsmäßigkeit des Rohrleitungsgesetzes nicht und sieht gute Chancen für die Inbetriebnahme der Pipeline.
8.9 Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken
Die Covestro Deutschland AG ist finanziellen Chancen und Risiken in Form von Marktpreisänderungen sowie Liquiditätsrisiken, Kreditrisiken und Risiken aus Pensionsverpflichtungen ausgesetzt. Zur Steuerung der finanziellen Chancen und Risiken sind Prozesse etabliert und dokumentiert. Einen Baustein bildet dabei die Finanzplanung, die als Basis zur Ermittlung des Liquiditätsbedarfs und des künftigen Devisenrisikos dient. Die Finanzplanung umfasst einen Planungshorizont von zwölf Monaten und wird regelmäßig aktualisiert. Seit dem 1. September 2015 wird das Liquiditätsrisiko der Covestro Deutschland AG vom Bereich Finanzen des Covestro-Konzerns, der bei der Covestro AG, Leverkusen, angesiedelt ist, zentral ermittelt und gesteuert.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, aufgrund einer unzureichenden Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden liquide Mittel durch Liquiditätsbündelung (Cash-Pooling-Agreements) oder durch interne Kredite bereitgestellt, um sämtliche geplanten Zahlungsverpflichtungen zur jeweiligen Fälligkeit erfüllen zu können.
Devisen
Devisenchancen und -risiken von Finanztransaktionen ergeben sich für die Covestro Deutschland AG aus Änderungen von Devisenkursen und den damit verbundenen Wertänderungen.
Materielle Forderungen und Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit und finanziellen Positionen werden in der Regel für liquide Währungen in voller Höhe mit Devisentermingeschäften gesichert.
Geplante und kontrahierte Zahlungseingänge und -ausgänge (antizipiertes Exposure) werden seit dem 1. September 2015 weiterhin gemessen, jedoch findet vorerst keine Sicherung statt. Sollte sich das Wechselkursrisiko signifikant erhöhen, wird die Sicherung der geplanten zukünftigen Zahlungseingänge und -ausgänge wieder aufgenommen.
Marktpreisänderungen
Chancen und Risiken aus Änderungen von Marktpreisen ergeben sich im Devisen- sowie im Zinsbereich. Diese werden seit dem 1. September zentral durch den Bereich Finanzen des Covestro-Konzerns gesteuert. Im Rahmen der Steuerung werden Risiken zum Teil durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente eliminiert bzw. begrenzt.
Zinsen
Zinschancen und -risiken ergeben sich für die Covestro Deutschland AG durch Änderungen von Kapitalmarktzinsen, die wiederum zu Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von festverzinslichen Finanzinstrumenten sowie zu veränderten Zinszahlungen bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten führen können.
Kreditrisiken
Die Werthaltigkeit von Forderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten der Covestro Deutschland AG kann beeinträchtigt werden, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen zur Bezahlung oder sonstigen Erfüllung nicht nachkommen. Die Covestro Deutschland AG schließt für nicht-derivative Finanzinstrumente mit seinen Kunden keinen Rahmenvertrag zur Aufrechnung von finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten (Master-Netting-Agreement) ab. Hier stellt der Gesamtbetrag der finanziellen Vermögenswerte das maximale Ausfallrisiko dar. Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten können bei Vorliegen entsprechender Rahmenvereinbarungen mit negativen Marktwerten saldiert werden.
Zur Steuerung der Kreditrisiken aus Handelsforderungen sind verantwortliche Kreditmanager benannt, die regelmäßig Bonitätsanalysen durchführen und für jeden Kunden ein Kreditlimit festlegen. Sicherheiten liegen für einen Teil dieser Forderungen vor und werden in Abhängigkeit der lokalen Rahmenbedingungen genutzt; hierzu zählen insbesondere Anzahlungen, Akkreditive, Bürgschaften und der Eigentumsvorbehalt. Darüber hinaus werden alle Kreditlimits für Schuldner mit einem Gesamtrisikoexposure von mehr als 10 Mio. € sowohl vom lokalen Kreditmanagement beurteilt als auch dem konzernweiten Risikokomitee vorgelegt.
Kapitalmarktentwicklungen als Risiko für Pensionsverpflic h tungen
Die Covestro Deutschland AG hat Verpflichtungen gegenüber jetzigen und früheren Mitarbeitern aus Pensionszusagen. Veränderungen relevanter Bewertungsparameter wie Zinssätze, Sterbewahrscheinlichkeiten und Gehaltssteigerungsraten können eine Erhöhung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen bedingen, was zusätzliche Aufwendungen für Pensionspläne erforderlich macht. Ein Teil der Pensionsverpflichtungen ist durch Planvermögen gedeckt. Rückläufige oder gar negative Erträge aus den Anlagen des Planvermögens können sich ungünstig auf den zukünftig beizulegenden Zeitwert des Planvermögens auswirken. Beide Effekte können die Ertragslage des Unternehmens negativ beeinflussen und/oder zusätzliche Zahlungen des Unternehmens notwendig machen.
Dem Risiko von Marktwertschwankungen des Planvermögens wird durch eine ausgewogene strategische Anlagenallokation und eine ständige Analyse der Anlagerisiken im Hinblick auf die Pensionsverpflichtungen begegnet.
8.10 Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken
Die aktuelle Bewertung zeigt, dass keines der zuvor berichteten Risiken bestandsgefährdend ist. Darüber hinaus konnten keine Interdependenzen identifiziert werden, die sich zu einer Bestandsgefährdung der Covestro Deutschland AG aufbauen könnten.
Aufgrund des Produktportfolios, des Know-how und der Innovationskraft des Unternehmens ist das Management davon überzeugt, die aus dem unternehmerischen Handeln resultierenden Chancen nutzen und den Herausforderungen, die sich aus den vorgenannten Risiken ergeben, erfolgreich begegnen zu können.
Die Weltwirtschaft dürfte im Jahr 2016 stärker wachsen als im Vorjahr. Unterstützend wirkt weiterhin die insgesamt expansive Geldpolitik. Einen Schub für die Konjunktur bringt auch der anhaltend niedrige Ölpreis, der die Verbraucher entlastet und den Konsum fördert. Bremsend wirken dagegen in vielen Ländern die nach wie vor hohen Schulden privater und öffentlicher Haushalte.
Für die Europäische Union rechnen wir mit einer Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung. Dazu trägt – neben der niedrigen Inflation und der Abwertung des Euro – vor allem der anhaltende Aufschwung in Großbritannien sowie stärkeres Wachstum in Deutschland bei.
Wir erwarten für 2016 ein weiterhin solides Wachstum in den USA. Die Haupttreiber der Entwicklung werden voraussichtlich der private Konsum sowie ein Anstieg der öffentlichen Ausgaben sein.
Für die Schwellenländer wird im Jahr 2016 eine leichte Erholung prognostiziert. China dürfte mit Blick auf industrielle Überkapazitäten und eine hohe Verschuldung langsamer wachsen, während wir in Indien ein etwas stärkeres Wachstum erwarten. Die Rezessionen in Russland und Brasilien werden voraussichtlich auch 2016 anhalten. Die Rohstoffpreise dürften ihren Tiefpunkt erreichen und das Wachstum in den anderen Schwellenländern unterstützen.
Wir erwarten, dass das Wachstum in der Automobilindustrie 2016 wieder auf ein normales Niveau zwischen 3 % und 4 % zurückkehrt. Dabei werden Asien und Nordamerika voraussichtlich die Wachstumstreiber bleiben. Der Automobilsektor wird in Russland weiterhin vor Herausforderungen stehen, während in Südamerika der Tiefpunkt erreicht sein sollte.
Die globale Bauwirtschaft dürfte 2016 leicht wachsen. Für Europa erwarten wir, dass sich die Erholung der Konjunktur fortsetzt. Nordamerika und Asien, exklusive China, sollten von einem stabilen Investitionsklima profitieren. Für die Bauwirtschaft in Lateinamerika und China rechnen wir 2016 mit einer leichten Verbesserung.
Wir erwarten, dass die globale Elektroindustrie 2016, getrieben durch Produktinnovation, wieder stärker wachsen wird. Asien wird weiterhin der Hauptwachstumstreiber in den Bereichen Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte bleiben, wobei Indien und die südostasiatischen Staaten die Rolle des Wachstumsmotors übernehmen dürften. In Europa sollte sich die Nachfrage nach IT-Geräten erholen. Der hochentwickelte US-Markt wird 2016 wohl nur ein langsames, aber stabiles Wachstum verzeichnen. In Südamerika bleibt das Umfeld aufgrund der schwachen Kaufkraft weiterhin schwierig.
In der globalen Möbelindustrie erwarten wir 2016 ein etwas geringeres Wachstum. In Nordamerika gehen wir von einem robusten Nachfrageanstieg aus, von dem auch die Möbelproduzenten im asiatischen Raum weiterhin profitieren dürften. In Asien wird sich der Möbelmarkt voraussichtlich etwas schwächer entwickeln, da insbesondere die chinesische Nachfrage durch das langsamere Wirtschaftswachstum beeinflusst wird. Wir erwarten eine fortschreitende Erholung der europäischen Möbelindustrie sowie eine sich entspannende Situation in Lateinamerika.
Auf der Basis der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung ergeben sich unter Abwägung der Risiko- und Chancenpotenziale die folgenden Prognosen:
Die zum 31. August 2015 formulierte Umsatz- und Ergebnisprognose wurde vollumfänglich realisiert. Die Summe der Umsatzerlöse der beiden Rumpfgeschäftsjahre liegt auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2014. Das kumulierte operative Ergebnis der beiden Rumpfgeschäftsjahre hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2014 signifikant erhöht.
Für das Geschäftsjahr 2016 gehen wir davon aus, dass wir den Umsatz trotz sinkender Verkaufspreise durch höhere Verkaufsmengen stabil auf dem Niveau der Geschäftsjahre 1. Januar bis 31. August 2015 und 1. September bis 31. Dezember 2015 in Summe halten können. Zurzeit gehen wir für das Gesamtjahr 2016 von Rohstoffpreisen leicht über dem Niveau des Jahres 2015 aus.
Für 2016 rechnen wir, bedingt durch den Wegfall der Sondereinflüsse im Rahmen der rechtlichen Verselbständigung, mit einem deutlich höheren operativen Ergebnis der Covestro Deutschland AG als die Summe der operativen Ergebnisse der beiden Rumpfgeschäftsjahre 2015. Eine genaue Prognose ist jedoch aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Unwägbarkeiten sehr schwierig.
Leverkusen, 8. Februar 2016
Covestro Deutschland AG
Der Vorstand
Patrick Thomas
Frank H. Lutz
Dr. Klaus Schäfer
Dr. Markus Steilemann
Aktiva
| 31.08.2015 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
| Anlagevermögen | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 151.522 | 156.035 |
| Sachanlagen | 810.102 | 812.981 |
| Finanzanlagen | 4.979.415 | 4.870.832 |
| Summe Anlagevermögen | 5.941.039 | 5.839.848 |
| Umlaufvermögen | ||
| Vorräte | ||
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 108.233 | 105.598 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 113.898 | 89.998 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 184.534 | 196.664 |
| Summe Vorräte | 406.665 | 392.260 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 664.338 | 629.886 |
| davon gegen verbundene Unternehmen | (346.931) | (375.480) |
| davon gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | (4.396) | (4.273) |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 427.863 | 2.150.657 |
| Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 14 | 14 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 60.258 | 45.531 |
| Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 1.152.473 | 2.826.088 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 1.995 | 592.457 |
| Summe Umlaufvermögen | 1.561.133 | 3.810.805 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 20.233 | 9.827 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 26.351 | 13.697 |
| SUMME AKTIVA | 7.548.756 | 9.674.177 |
|
Passiva |
||
| 31.08.2015 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 100.000 | 100.000 |
| Kapitalrücklage | 1.665.999 | 1.665.999 |
| Andere Gewinnrücklage | 10.000 | 10.000 |
| Bilanzgewinn Bilanzgewinn | 6.687 | 0 |
| Gewinnvortrag | 0 | 6.687 |
| Summe Eigenkapital | 1.782.686 | 1.782.686 |
| Sonderposten für erhaltene Investitionszuschüsse | 2.242 | 2.594 |
| Rückstellungen | ||
| Rückstellungen für Pensionen | 619.084 | 644.241 |
| Sonstige Rückstellungen | 247.946 | 277.196 |
| Summe Rückstellungen | 867.030 | 921.437 |
| Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 19 | 2.920 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 300 | 316 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 546.873 | 490.160 |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | (282.130) | (234.664) |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 4.293.381 | 6.388.195 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 55.073 | 83.081 |
| davon aus Steuern | (32.642) | (38.870) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (2.518) | (4.469) |
| 4.895.646 | 6.964.672 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1.152 | 2.788 |
| 7.548.756 | 9.674.177 |
| 01.01.-31.08.2015 T€ |
01.09.-31.12.2015 T€ |
|
| Umsatzerlöse | 3.583.392 | 1.680.218 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -2.865.499 | -1.340.042 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 717.893 | 340.176 |
| Vertriebskosten | -373.024 | -141.708 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -113.990 | -62.449 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -163.701 | -98.591 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 22.445 | 7.817 |
| davon aus Währungsumrechnung | (12.194) | (837) |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -23.407 | -9.387 |
| davon aus Währungsumrechnung | (24) | (8) |
| Operatives Ergebnis | 66.216 | 35.858 |
| Erträge aus Beteiligungen | 4.850 | 2.310 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (4.614) | (1.831) |
| Erträge aus stillen Beteiligungen | 113.459 | 0 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (113.459) | (0) |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen | 459 | 15.982 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen | -130 | -2.176 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0 | -59.542 |
| Gewinne aus dem Abgang von Beteiligungen | 0 | 302.040 |
| Beteiligungsergebnis | 118.638 | 258.614 |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 11 | 0 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 220 | 17.368 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (16) | (17.343) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -85.921 | -66.453 |
| davon an verbundene Unternehmen | -(9.648) | -(11.100) |
| davon Aufwendungen aus Aufzinsungen | -(76.903) | -(54.750) |
| Zinsergebnis | -85.690 | -49.085 |
| Sonstige finanzielle Erträge | 53.913 | 117.088 |
| davon aus Währungsumrechnung | -(3.649) | (5.520) |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen | -310.182 | -130.340 |
| davon aus Währungsumrechnung | -(9.785) | -(6.264) |
| Sonstige finanzielle Erträge und Aufwendungen | -256.269 | -13.252 |
| Finanzergebnis | -223.321 | 196.277 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -157.105 | 232.135 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 920 | -423 |
| Erträge aus Verlustübernahme / | ||
| Aufwendungen aus Gewinnabführung | 150.270 | -231.712 |
| Jahresüberschuss / - fehlbetrag | -5.915 | 0 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 12.602 | |
| Entnahmen aus dem Bilanzgewinn | ||
| Bilanzgewinn | 6.687 |
Der Jahresabschluss der Covestro Deutschland AG, Leverkusen, ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Die Covestro Deutschland AG liefert auf ihrem Betriebsgelände Strom an Fremdunternehmen und ist damit ein Energieversorgungsunternehmen im Sinne von § 3 Nr. 18 EnWG. Darüber hinaus ist die Gesellschaft nach § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen.
Mit Aufhebungsvertrag vom 14. August 2015 wurde der Beherrschungs- und Gewinnabführungs-vertrag zwischen der Bayer AG und der Covestro Deutschland AG mit Wirkung zum 31. August 2015 beendet. Aus diesem Grund legte die Covestro Deutschland AG ein Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. August 2015 ein. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. August 2015 wurde das abweichende Geschäftsjahr wieder auf das Kalenderjahr geändert. Aus diesem Grund legt die Gesellschaft ein zweites Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis zum 31. Dezember 2015 ein.
Das Vergleichsjahr umfasst das erste, acht Monate umfassende Rumpfgeschäftsjahr, insofern ergibt sich im Hinblick auf den nur vier Monate umfassenden Berichtszeitraum des zweiten Rumpf-geschäftsjahres für die Gewinn- und Verlustrechnung eine eingeschränkte Vergleichbarkeit der Werte.
Bedingt durch die Beendigung der atypischen stillen Gesellschaftsbeteiligung an der Bayer Intellectual Property GmbH, Monheim, im ersten Rumpfgeschäftsjahr, sind im Geschäftsjahr vom 1. September bis zum 31. Dezember 2015 keine vergleichbaren Erträge aus stiller Beteiligung mehr vereinnahmt worden. Dementsprechend sind im zweiten Rumpfgeschäftsjahr keine Vertriebskosten aus der Rücklizensierung der Rechte und Patente mehr angefallen.
Zwischen der Covestro Deutschland AG und der Covestro AG, Leverkusen, besteht seit dem 1. September 2015 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Sofern Gewinne nicht einer Abführungssperre unterliegen, werden diese zum Jahresende vollständig an die Covestro AG, Leverkusen, abgeführt. Verluste werden in voller Höhe übernommen. Während der Dauer des Vertrages gebildete andere Gewinnrücklagen sind auf Verlangen der Covestro AG, Leverkusen, aufzulösen und zum Ausgleich eines Jahresfehlbetrages zu verwenden oder als Gewinn abzuführen.
Seit dem 1. September 2015 besteht darüber hinaus zwischen der Covestro Deutschland AG und der Covestro AG, Leverkusen, eine körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Organschaft.
Darüber hinaus wurden im Rahmen der rechtlichen Umstrukturierung innerhalb des Covestro-Konzerns Vermögensgegenstände und Schulden an die Covestro AG, Leverkusen, und die Covestro First Real Estate GmbH, Monheim, verkauft.
Vor dem Hintergrund der rechtlichen Verselbständigung wurde das bisher beim Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, im Rahmen mehrerer Contractual Trust Agreements treuhänderisch angelegte Sicherungsvermögen auf den Metzler Trust e.V., Frankfurt am Main, übertragen. Zu diesem Zweck hat die Covestro Deutschland AG mit dem Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, einen Aufhebungsvertrag, sowie mit dem Metzler Trust e.V., Frankfurt am Main, mehrere neue, rechtlich gleichwertige Treuhandvereinbarungen abgeschlossen. Die Vereinbarungen erfüllen die Voraussetzungen, die an handelsrechtliches Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 gestellt werden. Die Dotierung der neuen Treuhandvereinbarungen erfolgte zum Stichtag 27. Oktober 2015.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Einsicht in die Ertragslage werden die Forschungskosten sowie die Erträge aus stillen Beteiligungen gesondert ausgewiesen. Aufwendungen und Erträge des Finanzbereichs, deren Ausweis nicht durch einen gesetzlich vorgeschriebenen Posten gedeckt ist, sind unter den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen erfasst.
Die Covestro Deutschland AG war bis zum 31. August 2015 eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Bayer AG, Leverkusen. Mit Einbringungsvertrag vom 31. August 2015 hat die Bayer AG sämtliche Aktien an der Covestro Deutschland AG zum 1. September 2015 in die Covestro AG, Leverkusen, eingebracht. Die Covestro Deutschland AG wird in den Konzernabschluss der Bayer AG, Leverkusen, und in den Konzernabschluss der Covestro AG, Leverkusen, einbezogen. Der Konzernabschluss der Bayer AG, Leverkusen, stellt den größten Konsolidierungskreis dar. Der Konzernabschluss der Covestro AG, Leverkusen, stellt den kleinsten Konsolidierungskreis dar. Die Covestro Deutschland AG ist daher nach § 291 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Der Konzernabschluss der Covestro AG, Leverkusen, wird beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und auf der Internetseite http://investor.covestro.com veröffentlicht.
Aufgrund der Darstellung der Werte in T€ können sich für vereinzelte Posten Rundungsdifferenzen ergeben.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.
Aufgrund des Erwerbs des Teilbetriebs von der Bayer Technology Services GmbH, Leverkusen, im Rumpfgeschäftsjahr 1. Januar bis 31. August 2015 hat die Gesellschaft einen Gesch ä fts- oder Firmenwert in Höhe von 32.042 T€ aktiviert. Die dem Teilbetrieb zugehörigen Mitarbeiter bzw. deren spezifischen Kenntnisse über die Covestro-Anlagen sind als Entstehungsgrund für den aus der Transaktion entstandenen Geschäfts- oder Firmenwertes anzusehen. Die Nutzungsdauer bemisst sich nach der voraussichtlichen Verbleibensdauer der Mitarbeiter bis zum Renteneintritt. Diese Verbleibensdauer beträgt durchschnittlich 15 Jahre.
Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Bewegliche Sachanlagen werden, soweit sie bis 2007 zugegangen sind, mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Der Wechsel zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt in diesen Fällen, sobald diese zu höheren jährlichen Abschreibungen führt. Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen zugrunde gelegt worden:
Nutzungsdauern
| Geschäfts- oder Firmenwert | |
| Übrige Immaterielle Vermögensgegenstände | |
| Gebäude | |
| Infrastrukturanlagen | 2 - 25 Jahre |
| Betriebsvorrichtungen | 2 - 25 Jahre |
| Maschinen und Apparate | 2 - 21 Jahre |
| Labor- und Forschungseinrichtungen | 2 - 11 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 - 12 Jahre |
| Informationstechnik | |
| Transportmittel |
Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten 410 € nicht übersteigen.
Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.
Die Herstellungskosten der selbst erstellten Sachanlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten.
Unverzinsliche oder gering verzinsliche Ausleihungen sind mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert bilanziert.
Unentgeltlich zugeteilte Emissionszertifikate werden zum Erinnerungswert, entgeltlich erworbene Emissionszertifikate werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Diesen stehen in gleicher Höhe Rückstellungen für die Verpflichtung zur Abgabe gegenüber.
Unter den Vorräten sind die Hilfs- und Betriebsstoffe mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten
(gleitender Durchschnittspreis) angesetzt. Die Bewertung der Anschaffungs- und Herstellkosten der Rohstoffe, Packmittel, Handelswaren und Erzeugnisse wurden im Geschäftsjahr 1. September 2015 bis 31. Dezember 2015 von der LIFO-Methode gleichfalls auf die Durchschnittsbewertung umgestellt.
Mit diesem Wechsel wurde die Bewertung an wirtschaftliche Erfordernisse angepasst, und die HGB Bilanzierung der Vorräte wurde damit an die Bilanzierung nach IFRS angepasst. Die Bewertung mit dem gleitenden Durchschnittspreis bietet bei der Vorratsbewertung durch die in den Rohstoffmärkten vorhandene Volatilität einen marktgerechteren Einblick in die Ertrags- und Vermögenslage des Unternehmens. Der Bewertungsmethodenwechsel erfolgte auch vor dem Hintergrund des Wechsels der Gesellschafterstruktur aufgrund der Verselbständigung der Covestro-Gruppe.
Die Umstellung von der LIFO-Methode auf die Durchschnittsbewertung hat im vorliegenden Abschluss zu einer Aufwertung der Vorräte um 4.963 T€ geführt. Davon entfallen 434 T€ auf Rohstoffe und Packmittel und 4.529 T€ auf unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Handelswaren.
Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der fertigungsbedingten Abschreibungen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellkosten eingerechnet. Im Rahmen der Niederstwertermittlung werden ggf. notwendige Abschreibungen auf niedrigere Marktpreise bzw. niedrigere beizulegende Werte vorgenommen.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge i.H.v. 2 % berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr werden auf den Barwert abgezinst.
Zur Erfüllung von verschiedenen Verpflichtungen aus der Altersversorgung sowie aus Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel innerhalb gesonderter Versorgungs-Vehikel in grundsätzlich liquide internationale Anleihen, Aktien, Immobilien, alternative Investments sowie in geldmarktnahe Produkte investiert. Diese Mittel werden treuhänderisch für die Covestro Deutschland AG verwaltet und sind im Insolvenzfall des Arbeitgebers dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Die Investments sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser wird aus Börsenkursen und Marktzinsen abgeleitet. Das gehaltene Treuhandvermögen wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Wertpapiere die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ auf der Aktivseite der Bilanz. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden in entsprechender Weise die Erträge aus dem Treuhandvermögen mit den Aufwendungen aus der Verzinsung der Verpflichtungen und aus Änderungen des Rechnungszinses verrechnet.
Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit danach darstellen.
Latente Steuern für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden bei der Covestro AG, Leverkusen, als Organträger berücksichtigt.
Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.
Der Sonderposten enthält Investitionszuschüsse, diese werden entsprechend des Abschreibungsverlaufs der bezuschussten Anlagen aufgelöst. Der Auflösungsbetrag wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen gezeigt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Bei den Entgelten gehen wir wie im Vorjahr von jährlichen Anpassungen von 3,00 % aus. Rentensteigerungen erwarten wir in ebenfalls unveränderter Höhe von 1,75 % p.a. Hiervon abweichend gilt für ab dem 1. Januar 2000 erfolgte Versorgungszusagen eine jährliche Rentenerhöhung von 1,00 %; diese ist den Mitarbeitern fest zugesagt. Der zum 31. Dezember 2015 zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 3,89 % (Vorjahr: 4,12 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2015 ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.
Die anderen Rückstellungenberücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für längerfristige Personalrückstellungen, wie solche für Mitarbeiterjubiläen, findet dabei ein Zinssatz von 3,89 % (Vorjahr: 4,12 %) für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren Anwendung. Kurzfristigere Personalrückstellungen, beispielsweise für Verpflichtungen aus Frühruhestands- oder Altersteilzeitvereinbarungen, werden mit einem Zinssatz entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst. Diese betrug im Jahr 2015 drei Jahre, der Rechnungszins 2,34 % (Vorjahr: 2,60 %). Es handelt sich jeweils um die zum Zeitpunkt der Ermittlung der Personalrückstellungen für Dezember 2015 erwarteten Zinssätze.
Die Verbindlichkeitenwerden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.
Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und –verbindlichkeiten mit den Kassakursen und die zu ihrer Kurssicherung abgeschlossenen Währungsderivate mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Sich ausgleichende Wertänderungen der gesicherten Positionen bleiben im Abschluss gemäß der Einfrierungsmethode unberücksichtigt. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet; Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.
Bankguthaben werden mit dem Nennwert bilanziert. Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
(1) Umsatzerlöse
Die Umsätze in den strategischen Geschäftseinheiten gliedern sich wie folgt:
Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen
| 01.01.- 31.08.2015 T€ |
01.09.- 31.12.2015 T€ |
|
| Polyurethanes (PUR) | 1.495.641 | 680.200 |
| Polycarbonates (PCS) | 839.671 | 406.324 |
| Coatings, Adhesives, Specialties (CAS) | 845.994 | 368.998 |
| Sonstige Segmente | 402.086 | 224.696 |
| 3.583.392 | 1.680.218 |
Eine Aufstellung der Umsatzerlöse nach regionalen Märkten gliedert sich wie folgt:
Umsatzerlöse nach Regionen
| 01.01.- 31.08.2015 T€ |
01.09.- 31.12.2015 T€ |
|
| Europa, Nahost, Afrika und Lateinamerika ohne Mexiko | 3.073.145 | 1.443.612 |
| USA, Kanada und Mexiko | 194.568 | 88.368 |
| Asien / Pazifik | 315.679 | 148.238 |
| 3.583.392 | 1.680.218 |
Zur Entwicklung der Umsatzerlöse wird auf die entsprechenden Erläuterungen im Lagebericht der Covestro Deutschland AG verwiesen.
(2) Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Erträge
| 01.01.- 31.08.2015 T€ |
01.09.- 31.12.2015 T€ |
|
| Mieterlöse | 4.795 | 2.041 |
| Sonstige Sicherungsgeschäfte | 2.090 | 0 |
| Auflösung nicht beanspruchter Rückstellungen | 714 | 42 |
| Auflösung von Wertberichtigungen | 63 | 1.445 |
| Erstattung von Dritten | 567 | 658 |
| Eingebettete Derivate | 182 | 70 |
| Investitions-/Aufwandszuschüsse | 109 | 561 |
| Erträge aus Devisentermingeschäften | 63 | 0 |
| Übrige | 13.925 | 2.998 |
| 22.508 | 7.817 | |
| davon periodenfremde Erträge | 771 | 1.619 |
Die periodenfremden Erträge beinhalten im Wesentlichen Werte aus der Auflösung von im Vorjahr gebildeten Pauschalwertberichtungen auf Forderungen (1.445 T€) sowie aus der Auflösung von nicht beanspruchten sonstigen Rückstellungen (42 T€).
(3) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Einzelnen folgende Positionen:
Sonstige betriebliche Aufwendungen
| 01.01.- 31.08.2015 T€ |
01.09.- 31.12.2015 T€ |
|
| Verluste aus Devisentermingeschäften | -4.514 | 0 |
| Mietaufwendungen | -4.353 | -1.797 |
| Versicherungsprämien | -3.013 | -1.829 |
| Spenden | -2.980 | -1 |
| Pauschale Wertberichtigung auf Forderungen | -1.876 | 0 |
| Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen | -1.455 | -2.689 |
| Kursverluste aus Rückstellungen/Lizenzabgrenzungen | -1.296 | -31 |
| Übrige | -3.921 | -3.041 |
| -23.407 | -9.387 | |
| davon periodenfremde Aufwendungen | -639 | -707 |
Die periodenfremden Aufwendungen resultieren in Höhe von 251 T€ aus der Auflösung von sonstigen Forderungen aus der Abrechnung von Strom und Energiesteuer für das Jahr 2012. Darüber hinaus ergab sich für das Jahr 2011 eine Nachzahlung für Wasserentnahmeentgelt in Höhe von 109 T€. Aus der Abrechnung der Strompreiskompensation für das Jahr 2014 ergab sich eine Nachbelastung in Höhe von 268 T€.
(4) Zinsergebnis
In den Aufwendungen aus Aufzinsungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 52.836 T€ enthalten, die neben dem Aufwand aus Aufzinsung und aus Änderung des Rechnungszinses auch Verluste aus der Vermögensanlage des Metzler Trust e.V., Frankfurt am Main, beinhalten.
Die Aufwendungen aus dem beim Metzler Trust e.V., Frankfurt am Main, angelegten Vermögen für Arbeitszeitguthaben sowie die zugehörigen Aufwendungen aus der Aufzinsung und dem Effekt aus der Änderung des Rechnungszinssatzes der Rückstellungen ergeben für den Zeitraum 01. September 2015 bis 31. Dezember 2015 einen Gesamtaufwand in Höhe von 530 T€, der unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen wird.
Die beim Metzler Trust e.V., Frankfurt am Main, angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionen und Arbeitszeitguthaben; sie sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten neben den Aufwendungen aus Aufzinsung auch 10.364 T€ gezahlte Zinsen für diverse Darlehen. Hiervon entfallen 5.757 T€ auf bei der Bayer Antwerpen NV, Diegem, Belgien, aufgenommene Darlehen und 3.999 T€ auf bei der Covestro AG, Leverkusen, aufgenommene Darlehen.
(5) Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge
Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge
| 01.01.- 31.08.2015 T€ |
01.09.- 31.12.2015 T€ |
|
| Von der Bayer AG weiterbelasteter Aufwand aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen | -250.287 | 0 |
| Aufwendungen aus der Währungsumrechnung | ||
| - Realisierte Kursverluste | -50.078 | -124.073 |
| - Unrealisierte Aufwendungen aus der Bewertung | -9.785 | -6.264 |
| Erträge aus der Währungsumrechnung | ||
| - Realisierte Kursgewinne | 57.556 | 111.459 |
| - Unrealisierte Erträge aus der Bewertung | -3.649 | 5.520 |
| Übrige finanzielle Aufwendungen | -32 | -3 |
| Übrige finanzielle Erträge | 6 | 109 |
| -256.269 | -13.252 |
Unter den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen sind im Wesentlichen Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung ausgewiesen.
(6) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Covestro Deutschland AG weist im Geschäftsjahr Aufwendungen für im Ausland entrichtete Ertragsteuern in Höhe von 423 T€ aus.
(7) Sonstige Steuern
Soweit die sonstigen Steuern den Bereichen Herstellung, Vertrieb, Forschung und Entwicklung und allgemeine Verwaltung zugeordnet werden konnten, sind sie in den entsprechenden Funktionskosten, im Übrigen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Insgesamt beliefen sie sich auf 2.822 T€.
(8) Materialaufwand
Materialaufwand
| 01.09.- 31.12.2015 T€ |
|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 1.011.969 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 31.809 |
| 1.043.778 |
(9) Personalaufwand / Mitarbeiter
Personalaufwand
| 01.09.- 31.12.2015 | |
| T€ | |
| Löhne und Gehälter | 209.821 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 25.402 |
| davon Aufwendungen für Altersversorgung | 11.649 |
| 235.222 |
Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie sind im Zinsergebnis ausgewiesen.
Im Jahresdurchschnitt waren bei der Covestro Deutschland AG 5.439 Mitarbeiter beschäftigt, hiervon sind 4.577 Männer und 862 Frauen. Von den Mitarbeitern sind 3.739 Tarifmitarbeiter, 1.485 außertarifliche Mitarbeiter und 215 Auszubildende bzw. Praktikanten. In diesen Angaben sind auf Teilzeitbasis beschäftigte Mitarbeiter entsprechend ihres Beschäftigungsgrads berücksichtigt.
(10) Abschreibungen
Im Geschäftsjahr fielen außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens in Höhe von 4.955 T€ an. Darüber hinaus wurden Abschreibungen in Höhe von 59.542 T€ wegen voraussichtlich dauerhafter Wertminderung auf Anteile an verbundenen Unternehmen vorgenommen.
(11) Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage I zum Anhang) dargestellt.
(12) Vorratsvermögen
Die Zusammensetzung und Entwicklung der Vorräte ergibt sich wie folgt:
| 31.08.2015 | 31.12.2015 | |||||
| Bruttowerte T€ |
Wertberichtigungen T€ |
Bilanzwerte T€ |
Bruttowerte T€ |
Wertberichtigungen T€ |
Bilanzwerte T€ |
|
| Rohstoffe | 56.199 | 1.918 | 54.281 | 54.400 | 3.049 | 51.351 |
| Hilfs- und Betriebsstoffe | 54.496 | 543 | 53.953 | 54.400 | 152 | 54.248 |
| Erzeugnisbestände | ||||||
| Chemische Erzeugnisse | 268.655 | 4.227 | 264.428 | 268.407 | 6.671 | 261.736 |
| Unfertige Leistungen *) | 1.248 | 0 | 1.248 | 936 | 0 | 936 |
| Handelswaren | 33.716 | 961 | 32.755 | 26.296 | 2.307 | 23.989 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 414.314 | 7.649 | 406.665 | 404.439 | 12.179 | 392.260 | |
*) Anlagenerstellung für Tochtergesellschaften
Zum 31. Dezember 2015 wurde entschieden, wieder von der LIFO-Bewertung auf die Durchschnittsmethode zurückzukehren. Die in den Vorjahren gebuchten Abwertungen aufgrund der LIFO-Methode wurden zum 31. Dezember 2015 zurückgenommen. Dies führt zu einer Aufwertung in Höhe von 4.963 T€. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der erstmaligen Anwendung der Durchschnittsmethode bei den Vorratsbeständen gegenüber der bisher verwendeten LIFO-Methode ergibt, beträgt 2.890 T€. Der im Berichtsjahr unterlassene Wertabschlag führt dazu, dass der Vorjahreswert nicht mehr mit dem Berichtsjahr vergleichbar ist. Der Vorjahreswert der Vorratsbestände nach der Durchschnittsmethode unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips beläuft sich auf 411.627 T€.
(13) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten sowie aus Pensionszusagen sind ganz bzw. teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die innerhalb gesonderter Versorgungs-Vehikel treuhänderisch angelegt sind (Sicherungsvermögen). Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus jeweils konkret festgelegten Verpflichtungstatbeständen und sind im Insolvenzfalle des Arbeitsgebers dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Aus der Verrechnung ergibt sich insgesamt ein aktiver Unterschiedsbetrag von 13.697 T€, der mit 6.533 T€ auf Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten, sowie mit 7.164 T€ auf Pensionsverpflichtungen für die obere Führungsebene entfällt.
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
| 31.08.2015 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
| Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten | 21.237 | 21.586 |
| Beizulegender Zeitwert des angelegten Vermögens | 27.230 | 28.120 |
| Überschuss des Vermögens über die Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten (Aktiver Unterschiedsbetrag) | 5.993 | 6.533 |
| Anschaffungskosten des angelegten Vermögens | 25.812 | 28.257 |
| 31.08.2015 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
| Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Pensionen für die obere Führungsebene | 36.197 | 34.388 |
| Beizulegender Zeitwert des angelegten Vermögens | 47.459 | 41.552 |
| Überschuss des Vermögens über die Verpflichtungen aus Pensionen für die obere Führungsebene (Aktiver Unterschiedsbetrag) | 11.262 | 7.164 |
| Anschaffungskosten des angelegten Vermögens | 45.962 | 42.138 |
Für weitere Informationen über das Sicherungsvermögen des Metzler Trust e.V., Frankfurt am Main, wird auf die Ausführungen im Kapitel „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ verwiesen.
Beim Sicherungsvermögen handelt es sich um grundsätzlich liquide internationale Anleihen, Aktien, Immobilien, alternative Investments sowie geldmarktnahe Produkte.
Das Sicherungsvermögen ist zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser belief sich per 31. Dezember 2015 auf 266.305 T€. Aus der Verrechnung von Sicherungsvermögen in Höhe von 69.672 T€ mit zugrunde liegenden Verpflichtungen kam es zu einem Vermögens-, in Höhe der verbleibenden 196.633 T€ zu einem Verpflichtungsüberhang. Abhängig davon erfolgte der Ausweis entweder als „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ oder unter den Pensionsrückstellungen.
(14) Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital der Covestro Deutschland AG beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf 100.000 T€, ist eingeteilt in 100.000.000 nennbetragslose Aktien und ist voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht.
(15) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Darüber hinaus sind Verpflichtungen aus Frühruhestandsregelungen enthalten.
Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind ganz bzw. teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die innerhalb gesonderter Versorgungs-Vehikel treuhänderisch angelegt sind (Sicherungsvermögen). Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
| 31.08.2015 T€ |
31.12.2015 T€ |
|
| Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | 665.726 | 840.874 |
| Beizulegender Zeitwert des angelegten Vermögens | 46.642 | 196.633 |
| Nettowert der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (Rückstellung) | 619.084 | 644.241 |
| Anschaffungskosten des angelegten Vermögens | 43.102 | 199.405 |
(16) Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (243.800 T€). Darüber hinaus sind Rückstellungen für drohende Verluste aus Währungsderivaten sowie aus Einkaufs- und Verkaufskontrakten (19.719 T€), für Kundenboni (1.765 T€) und für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten (11.912 T€) erfasst.
(17) Angaben zu den Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten
| 31.08.2015 | |||
| bis zu 1 Jahr T€ |
über 1 bis 5 Jahre T€ |
über 5 Jahre T€ |
|
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 300 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 546.860 | 12 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 4.274.832 | 9.113 | 9.437 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 53.018 | 1.673 | 382 |
| 4.875.010 | 10.798 | 9.819 | |
| 31.12.2015 | |||
| bis zu 1 Jahr T€ |
über 1 bis 5 Jahre T€ |
über 5 Jahre T€ |
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.920 | 0 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 316 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 490.107 | 53 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 6.370.292 | 9.248 | 8.655 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 70.893 | 2.863 | 9.325 |
| 6.934.528 | 12.164 | 17.980 | |
(18) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen.
Aus künftigen Leasing- und Mietzahlungen resultiert eine Verpflichtung von insgesamt 238.586 €. Hiervon entfallen 172.487 € auf Mietverträge mit verbundenen Unternehmen. Vom Gesamtbetrag der Leasing- und Mietverpflichtungen sind 30.838 € im Jahr 2016, 82.189 € in den Jahren 2017 bis 2020 und 125.558 € nach 2021 fällig.
Weiterhin bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Verkaufskontrakten sowie Investitionsverpflichtungen in einer Gesamthöhe von 3.343.694 €T€. Vom Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus Verkaufskontrakten sowie Investitionsverpflichtungen entfallen 1.017.541 T€ auf verbundene Unternehmen. Hiervon fallen 1.554.650 T€ im Jahr 2016, 1.406.853 T€ in den Jahren 2017 bis 2020 und 382.190 T€ nach 2021 an.
(19) Derivative Finanzinstrumente / Bewertungseinheiten
Die Covestro Deutschland AG und weitere Gesellschaften des Covestro-Konzerns sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Zur Währungssicherung werden Devisentermin-geschäfte eingesetzt. Die Covestro Deutschland AG hat interne und externe Derivate und ist zuständig für die Steuerung und Absicherung des Fremdwährungsrisikos für den Covestro-Konzern.
Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen.
Ein Preisänderungsrisiko derivativer Deviseninstrumente besteht aufgrund der Schwankungsmöglichkeit der zugrunde liegenden Basisgröße (Währungen). Soweit Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt sind, wird die Möglichkeit von Wertverlusten durch gegenläufige Effekte aus den gesicherten Grundgeschäften kompensiert.
Für Derivate mit positivem Marktwert besteht ein Bonitäts- oder Ausfallrisiko für den Fall, dass die jeweiligen Vertragspartner ihren Erfüllungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Minimierung dieses Risikos teilt die Covestro Deutschland AG, Leverkusen, den Banken bonitätsmäßige Kontrahentenlimite zu.
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Dabei gilt der Grundsatz, dass Devisenkontrakte einzeln mit ihrem Terminkurs am Abschlussstichtag bewertet werden. Die Terminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.
Die internen und externen Derivate teilen sich zum 31.12.2015 wie folgt auf:
Derivative Finanzinstrumente
| Nominalwerte 31.12.2015 T€ |
Beizulegende Zeitwerte 31.12.2015 T€ |
Buchwerte 31.12.2015 T€ |
|
| Bilanzielles Exposure | |||
| Devisenterminkontrakte | |||
| - positive Marktwerte | 1.804.980 | 25.006 | 0 |
| - negative Marktwerte | 1.561.674 | -29.843 | -1.608 |
| 3.366.654 | -4.837 | -1.608 |
Ein Schwerpunkt der Sicherungsmaßnahmen ist das bilanzielle Exposure. Zur Abdeckung der Währungsrisiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten sowie aus gewährten und aufgenommenen Darlehen der Covestro Deutschland AG sowie der Covestro-Konzernunternehmen schloss die Covestro Deutschland AG Devisenkontrakte mit Vertragspartnern im Nominalvolumen von 3.366.654 T€ ab; ihr beizulegender Zeitwert betrug für interne Kontrakte 331 T€ und für externe Kontrakte -5.168 T€.
Das bilanzielle Fremdwährungsexposure wurde soweit möglich mit den sich gegenläufig verhaltenden Sicherungsgeschäften zu Bewertungseinheiten je Währung in sogenannten Portfolio Hedges zusammengefasst, welche überwiegend im Jahr 2016 fällig werden (ein Geschäft wird in 2019 fällig).
Beim Portfolio Hedge werden pro Währungspaar gleichartige Grundgeschäfte mit einem oder mehrere Sicherungsgeschäften zusammengefasst. Die Planung des Währungsexposures findet im Rahmen des Treasury Management Systems Quantum statt, woraus auch gleich entsprechende Vorschläge für Hedging Positionen erstellt werden. Sowohl die finale Exposureplanung als auch die Hedging Geschäfte werden final durch das Risikomanagement des zentralen Treasury abgestimmt. Die abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte werden durch eine Zuordnung zu Accounting Portfolios klar als Hedging Instrumente gekennzeichnet und anschließend pro Währung den Grundgeschäften gegenübergestellt.
Durch Gegenüberstellung der Wertveränderung je Währung wurden die Devisenkontrakte mit negativen Zeitwerten (Ineffektivität) in Höhe von 1.608 T€ gemäß den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen als Drohverlustrückstellung unter den sonstigen Rückstellungen erfasst.
(20) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Nahe stehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Covestro Deutschland AG Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Covestro Deutschland AG unterliegen.
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden insbesondere mit der Bayer AG, Leverkusen, sowie deren Tochterunternehmen abgeschlossen, ferner mit Versorgungsplänen. Es handelt sich vor allem um Waren-, Miet-, Dienstleistungs- und Finanzierungsgeschäfte.
(21) Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und des Aufsichtsrats sowie gewährte Vorschüsse und Kredite
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für frühere Vorstandsmitglieder und Hinterbliebene sind im Jahresabschluss der Covestro Deutschland AG mit 6.905 T€ passiviert.
Aktive Vorstandsmitglieder erhalten ihre Vergütungen ausschließlich von der Covestro AG, Leverkusen.
Die Bezüge des Aufsichtrats beliefen sich im zweiten Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis 31. Dezember 2015 auf 20 T€. Seit dem 1. Oktober 2015 besteht Personenidentität in den Aufsichtsräten der Covestro Deutschland AG und der Covestro AG, Leverkusen. Die Vergütung wird ab diesem Zeitpunkt von der Covestro AG, Leverkusen, übernommen.
Zum 31.12.2015 bestanden keine Kredite an Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr erfolgten keine Darlehensablösungen.
(22) Organe der Gesellschaft
| Vorstand | |
| Patrick W. Thomas | Vorstandsvorsitzender |
| Frank H. Lutz | Vorstand für Finanzen und Personal |
| Michael Bernhardt | Vorstand für Personal, ausgeschieden zum 01.09.2015 |
| Dr. Klaus Schäfer | Vorstand für Produktion und Technik, bestellt seit 01.09.2015 |
| Dr. Markus Steilemann | Vorstand für Innovationen, bestellt seit 01.09.2015 |
| Aufsichtsrat zum 31.12.2015 | |
| Dr. Richard Pott | Vorsitzender; Diplomphysiker |
| Petra Kronen | Stellvertretende Vorsitzende; Vorsitzende des Betriebsrats - Standort Uerdingen |
| Dr. Rainer Schwarz | Bayer AG; Leiter Corporate Audit; ausgeschieden zum 01.09.2015 |
| Dr. Hartmut Klusik | Mitglied des Vorstands Bayer Health Care AG; ausgeschieden zum 01.09.2015 |
| Dr. Stephan Semrau | Bayer AG; Leiter Commercial and Public Law; ausgeschieden zum 01.09.2015 |
| Ferdinando Falco Beccalli | Vorstandsvorsitzender Falco Enterprises AG, bestellt zum 01.09.2015 |
| Dr. Christine Bortenlänger | Geschäftsführender Vorstand Deutsches Aktieninstitut e. V., Frankfurt am Main; bestellt zum 01.09.2015 |
| Johannes Dietsch | Mitglied des Vorstands der Bayer AG (CFO) |
| Dr.-Ing. Thomas Fischer | Vorsitzender des Sprecherausschusses |
| Peter Hausmann | Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG Bergbau, Chemie, Energie |
| Irena Küstner | Mitglied des Betriebsrats |
| Michael Mostert | Jurist und Gewerkschaftssekretär der IG Bergbau, Chemie, Energie |
| Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher | Wirtschaftsprüfer in eigener Praxis; bestellt zum 01.09.2015 |
| Regine Stachelhaus | Juristin; bestellt zum 01.09.2015 |
| Sabine Wirtz | Chemielaborfachwerkerin; Mitglied des Betriebsrats |
(23) Honorare des Abschlussprüfers
Die Angaben zu den Prüfungshonoraren sind im Konzernabschluss der Covestro AG enthalten. Insoweit wird für das Rumpfgeschäftsjahr die Befreiung von der Angabepflicht gem. § 285 Nr. 17 HGB in Anspruch genommen.
(24) Angaben nach §6b Abs. 2 EnWG
Ungewöhnliche Geschäfte im Bereich der Energieversorgungstätigkeit, die nicht von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Covestro Deutschland AG sind und nach § 6b Abs. 2 EnWG angabepflichtig sind, lagen nicht vor.
(25) Aufstellung des Anteilsbesitzes
An den nachstehend aufgeführten Unternehmen hält die Covestro Deutschland AG unmittelbar oder mittelbar mindestens 20 % der Anteile (Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB). Bei den angegebenen Werten für Eigenkapital und Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag handelt es sich jeweils um die Werte aus den auf Basis des jeweiligen Landesrechts erstellten Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2015; die Werte sind gerundet.
Aufstellung des Anteilsbesitzes
| Gesellschaftsname | Sitz der Gesellschaft | Kapitalanteil in % |
Eigenkapital T€ |
Jahresüberschuss Jahresfehlbetrag T€ |
Fußnoten |
| Bayer Pearl Polyurethane Systems FZCO | Dubai / Vereinigte Arabische Emirate | 51,0 | 19.723 | 4.828 | 2 |
| Bayer Pearl Polyurethane Systems L.L.C | Dubai / Vereinigte Arabische Emirate | 49,0 | 163 | 28 | 2 |
| CleanTech NRW GmbH | Leverkusen / Deutschland | 100,0 | 57 | 10 | 2 |
| Covestro (France) S.N.C. | Fos-sur-Mer / Frankreich | 100,0 | 47.551 | 1.595 | 2 |
| Covestro (Hong Kong) Limited | Hongkong / China | 100,0 | 82.228 | -1.504 | 2 |
| Covestro (India) Private Limited | Thane / Indien | 100,0 | 35.004 | 8.649 | 3 |
| Covestro (Shanghai) Management Co., Ltd. | Shanghai / China | 100,0 | 14.218 | 3.107 | 2 |
| Covestro (Taiwan) Ltd. | Kaohsiung / Taiwan | 95,5 | 31.436 | 6.364 | 2 |
| Covestro (Thailand) Co., Ltd. | Bangkok / Thailand | 100,0 | 106.698 | 19.878 | 2 |
| Covestro (Tielt) NV | Tielt / Belgien | 100,0 | 31.389 | 3.244 | 2 |
| Covestro (Vietnam) Company Limited | Ho-Chi-Minh-Stadt / Vietnam | 100,0 | 211 | -57 | 2 |
| Covestro A/S | Otterup / Dänemark | 100,0 | 8.876 | 4.789 | 2 |
| Covestro B.V. | Foxhol / Niederlande | 100,0 | 89.777 | 2.960 | 2 |
| Covestro Brunsbüttel Energie GmbH | Brunsbüttel / Deutschland | 100,0 | 39 | 2.802 | 1,2 |
| Covestro Darmstadt GmbH | Darmstadt / Deutschland | 100,0 | 89.859 | 6.523 | 1,2 |
| Covestro Elastomers S.A.S. | Romans-sur-Isère / Frankreich | 100,0 | 59.321 | 3.393 | 2 |
| Covestro Far East (Hongkong) Limited | Hongkong / China | 100,0 | 23.685 | 21.428 | 2 |
| Covestro GmbH | Leverkusen / Deutschland | 100,0 | 5.325 | -2.176 | 1,2 |
| Covestro Indústria e Comércio de Polimeros Ltda. | São Paulo / Brasilien | 100,0 | 8.343 | -2.243 | 2 |
| Covestro International SA | Fribourg / Schweiz | 100,0 | 232.802 | 70.943 | 2 |
| Covestro Japan Ltd. | Tokio / Japan | 100,0 | 1.647 | 476 | 2 |
| Covestro Korea Corporation | Seoul / Südkorea | 100,0 | 2.707 | -9.111 | 2 |
| Covestro LLC | Pittsburgh / Vereinigte Staaten | 100,0 | 1.158.945 | 291.246 | 2 |
| Covestro NV | Antwerpen / Belgien | 100,0 | 181.269 | 30.219 | 2 |
| Covestro Oldenburg GmbH & Co. KG | Oldenburg / Deutschland | 100,0 | 9.594 | 3.315 | 2 |
| Covestro PO LLC | New Martinsville / Vereinigte Staaten | 100,0 | 325.574 | 51.418 | 2 |
| Covestro Polimer Anonim Sirketi | Istanbul / Türkei | 100,0 | 99 | 89 | 2 |
| Covestro Polymers (China) Co., Ltd. | Shanghai / China | 100,0 | 909.351 | -167.632 | 2 |
| Covestro Polymers (Qingdao) Co., Ltd. | Qingdao / China | 100,0 | 7.984 | 1.106 | 2 |
| Covestro Polymers (Shenzhen) Co., Ltd. | Shenzhen / China | 100,0 | 15.446 | 202 | 2 |
| Covestro Polymers (Tianjin) Co., Ltd. | Tianjin / China | 100,0 | 2.789 | 92 | 2 |
| Covestro Polyurethanes B.V. | Nieuwegein / Niederlande | 100,0 | 36.524 | 17.957 | 2 |
| Covestro Pty Ltd | Cheltenham / Australien | 100,0 | 382 | 3.761 | 2 |
| Covestro S.A. de C.V. | Mexiko-Stadt / Mexiko | 100,0 | 60.950 | -1.632 | 2 |
| Covestro S.p.A. | Mailand / Italien | 99,0 | 7.525 | 1.078 | 2 |
| Covestro S.r.l. | Mailand / Italien | 100,0 | 63.524 | 9.987 | 2 |
| Covestro, S.L. | Barcelona / Spanien | 100,0 | 32.235 | -64.747 | 2 |
| Covestro Verwaltungs GmbH Oldenburg | Oldenburg / Deutschland | 100,0 | 35 | 2 | 2 |
| DIC Covestro Polymer Ltd. | Tokio / Japan | 50,0 | 16.213 | 3.902 | 2 |
| Epurex Films Geschäftsführungs-GmbH | Bomlitz / Deutschland | 100,0 | 81 | 6 | 2 |
| Epurex Films GmbH & Co. KG | Bomlitz / Deutschland | 100,0 | 14.465 | 6.657 | 1,2 |
| Guangzhou Covestro Polymers Co., Ltd. | Guangzhou / China | 100,0 | 19.440 | -1.322 | 2 |
| LyondellBasell Covestro Manufacturing Maasvlakte V.O.F. | Rotterdam / Niederlande | 50,0 | 26.104 | -3.225 | 2 |
| MS Global AG | Köniz / Schweiz | 100,0 | 2.286 | 374 | 2 |
| MS Holding B.V. | Nieuwegein / Niederlande | 100,0 | 1.109.496 | 116 | 2 |
| OOO Covestro | Moskau / Russland | 100,0 | 4.164 | -952 | 2 |
| Paltough Industries (1998) Ltd. | Kibbuz Ramat Yochanan / Israel | 25,0 | 87.324 | 5.190 | 2 |
| PO JV, LP | Wilmington, Vereinigte Staaten | 39,4 | 474.981 | -55.641 | 2 |
| PT Covestro Polymers Indonesia | Jakarta / Indonesien | 99,9 | 40.840 | 12.182 | 2 |
| Shanghai Baulé Polyurethane Technology Co., Ltd. | Shanghai / China | 100,0 | 592 | 375 | 2 |
| Sumika Covestro Urethane Company, Ltd. | Amagasaki / Japan | 60,0 | 3.029 | 14.679 | 2 |
| Technology JV, L.P. | Wilmington / Vereinigte Staaten | 50,0 | 285.946 | 1 | 2 |
| Thermoplast Composite GmbH | Markt Bibart / Deutschland | 100,0 | 15.708 | -2.432 | 2 |
1) Ergebnis vor Übernahme
2) Vorläufiges Jahresergebnis
3) Jahresabschluss zum 31.03.2015
Leverkusen, 8. Februar 2016
Covestro Deutschland AG
Der Vorstand
Patrick Thomas
Frank H. Lutz
Dr. Klaus Schäfer
Dr. Markus Steilemann
| Bruttowerte | |||||
| Stand 01.09.2015 T€ |
Zugänge T€ |
Umbuchungen Umgliederungen T€ |
Abgänge T€ |
Stand 31.12.2015 T€ |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 176.185 | 9.218 | 2.581 | 0 | 187.984 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 32.046 | 0 | 0 | -4 | 32.042 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 13.119 | 1.540 | -2.581 | 0 | 12.078 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 221.350 | 10.754 | 0 | 0 | 232.104 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 77.964 | 104 | 420 | 0 | 78.488 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.818.446 | 11.893 | 19.712 | -1.047 | 1.849.004 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 72.537 | 1.554 | 692 | -144 | 74.639 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 147.055 | 23.407 | -20.824 | -1.939 | 147.699 |
| Summe Sachanlagen | 2.116.002 | 36.958 | 0 | -3.130 | 2.149.830 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.005.811 | 145.235 | 273 | -196.662 | 4.954.657 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen1 | 3.211 | 0 | 0 | -739 | 2.472 |
| 3. Beteiligungen | 21.521 | 291 | -273 | 0 | 21.539 |
| 4. Sonstige Ausleihungen1 | 580 | 2.834 | 0 | 0 | 3.414 |
| Summe Finanzanlagen | 5.031.123 | 148.360 | 0 | -197.401 | 4.982.082 |
| Anlagevermögen gesamt | 7.368.475 | 196.072 | 0 | -200.531 | 7.364.016 |
| kumulierte Abschreibungen | |
| Stand 31.12.2015 T€ |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 75.357 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 712 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 76.069 |
| II. Sachanlagen | |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 13.081 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.266.960 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 56.530 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 278 |
| Summe Sachanlagen | 1.336.849 |
| III. Finanzanlagen | |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 105.149 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen1 | 0 |
| 3. Beteiligungen | 6.101 |
| 4. Sonstige Ausleihungen1 | 0 |
| Summe Finanzanlagen | 111.250 |
| Anlagevermögen gesamt | 1.524.168 |
| Nettowerte | ||
| Stand
31.12.2015 T€ |
Stand 31.08.2015 T€ |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 112.627 | 106.357 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 31.330 | 32.046 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 12.078 | 13.119 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 156.035 | 151.522 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 65.407 | 66.318 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 582.044 | 579.176 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 18.109 | 17.831 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 147.421 | 146.777 |
| Summe Sachanlagen | 812.981 | 810.102 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.849.508 | 4.960.204 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen1 | 2.472 | 3.211 |
| 3. Beteiligungen | 15.438 | 15.420 |
| 4. Sonstige Ausleihungen1 | 3.414 | 580 |
| Summe Finanzanlagen | 4.870.832 | 4.979.415 |
| Anlagevermögen gesamt | 5.839.848 | 5.941.039 |
Wir haben den Jahresabschluss − bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang − unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Covestro Deutschland AG, Leverkusen, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis 31. Dezember 2015 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht, nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortungdes Vorstandsder Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis 31. Dezember 2015 sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung des Jahresabschlusses vom 1. September bis 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis 31. Dezember 2015 hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis 31. Dezember 2015 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. September bis 31. Dezember 2015 steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.
Essen, den 9. Februar 2016
PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dietmar Prümm, Wirtschaftsprüfer
ppa. Ursula Kretzschmar, Wirtschaftsprüferin
Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat im verkürzten Geschäftsjahr vom 1. September 2015 bis zum 31. Dezember 2015 regelmäßig ausführlich in schriftlicher sowie in mündlicher Form über die wirtschaftliche Lage und die Entwicklung des Unternehmens berichtet.
Der Jahresabschluss für das verkürzte Geschäftsjahr vom 1. September 2015 bis zum 31. Dezember 2015, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, sowie der Lagebericht wurden nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften erstellt. Der Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht geprüft. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Den Jahresabschluss haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwendungen. Wir stimmen daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.
Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das verkürzte Geschäftsjahr vom 1. September 2015 bis zum 31. Dezember 2015 billigen wir. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Auch über den Lagebericht wurde Einvernehmen erzielt.
Angesichts des bis zum 31. August 2015 mit der Bayer AG und ab dem 1. September 2015 mit der Covestro AG bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags erübrigen sich die Prüfung eines Abhängigkeitsberichtes und ein Vorschlag zur Verwendung des Gewinns.
Leverkusen, den 22. Februar 2016
Für den Aufsichtsrat
Dr. Richard Pott, Vorsitzender des Aufsichtsrates
Der Jahresabschluss zum 31.12.2015 wurde am 22.02.2016 festgestellt.