MOBA Mobile Automation AktiengesellschaftLimburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024MOBA Mobile Automation Aktiengesellschaft, Limburg a. d. LahnI. Grundlagen der Gesellschaft a. Geschäftsmodell Die Konzernmuttergesellschaft MOBA Mobile Automation AG („MOBA AG“) wurde im Jahre 1972 mit der Vision gegründet, dass Baumaschinen aller Art mit Hilfe von Automatisierungslösungen die Arbeit auf der Baustelle erleichtern und diese effizienter und sicherer gestalten sollen. Die MOBA AG ist seitdem eine feste Größe in der mobilen Automation. Unser Know-how und unsere langjährige Erfahrung in der Automatisierungstechnik zeichnen uns als weltweit agierenden Experten in der Entwicklung und Herstellung von Maschinensteuerungssystemen, Identifikations- und mobilen Wägetechnologien sowie flexiblen Softwarelösungen aus. Aber auch in anderen Bereichen, in denen robuste und zuverlässige Sensoren, Controller und Bedieneinheiten gefragt sind, kommen MOBA Komponenten und Systeme zum Einsatz. Der MOBA Konzern umfasst neben der MOBA AG als Mutterunternehmen mit der Produktion am Hauptsitz 16 Tochterunternehmen, die im Wesentlichen Vertriebsgesellschaften sind, aber auch mit Produktion in China, Australien und Indien, sowie eine Beteiligung. Seit 2022 haben wir darüber hinaus ein Regionalbüro mit einem Mitarbeiter in Malaysia eröffnet. Auf das Regionalbüro sind im Jahr 2024 Aufwendungen in Höhe von T€ 87 (Vorjahr: T€ 65) entfallen. Eine enge Zusammenarbeit und gezieltes Netzwerken zwischen dem Hauptsitz in Deutschland und den Tochtergesellschaften in ganz Europa, Asien, Indien, Australien, Nord- und Südamerika sowie den USA schaffen neue Blickwinkel für aktuelle und zukünftige Entwicklungen. b. Forschung und Entwicklung Die Förderung der unternehmenseigenen Innovationskultur ist charakteristisch für den Konzern. Die kontinuierliche Neu- und Weiterentwicklung von Produkten für die Mobilelektronik, die Identifikationstechnik und die mobile Wägetechnik ist fester Bestandteil der Wachstumsstrategie. Insgesamt hat der Konzern im Jahr 2024 rund € 7,0 Mio. für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Die Zahl der in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (nach Köpfen) betrug 118. Im Vorjahr waren bei der MOBA AG und ihren Tochtergesellschaften 127 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung beschäftigt. Die eigenen Forschungs- und Entwicklungsprojekte führt der Konzern im Wesentlichen mit eigenen Mitarbeitern durch. Leistungen Dritter für diese Zwecke wurden bislang nur in geringem Umfang in Anspruch genommen. II. Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns Die folgende Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der MOBA Mobile Automation AG („MOBA AG“) und ihrer Tochterunternehmen („der Konzern“) sollte in Verbindung mit dem beigefügten Konzernabschluss gelesen werden. a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nachdem die Weltwirtschaft im ersten Quartal 2024 weiterhin moderat zulegte, blieb der konjunkturelle Schwung auch im weiteren Jahresverlauf insgesamt verhalten. Zwar zogen Industrieproduktion und Welthandel gegen Jahresende leicht an, doch Unsicherheiten im globalen Umfeld bremsten eine dynamischere Entwicklung. Insgesamt erhöhte sich das weltweite Bruttoinlandsprodukt 2024 preisbereinigt um 3,2 ?% (Vorjahr: 3,3 ?%) (Quelle: Kieler Konjunkturberichte, Weltwirtschaft im Frühjahr 2025, Nr. 121 (2025/Q1). Die US-Wirtschaft wuchs trotz geldpolitischer Straffung solide. Das Bruttoinlandsprodukt nahm 2024 um 2,8 ?% zu (Vorjahr: 2,9 ?%), getragen vor allem von einem robusten privaten Konsum. In China blieb die Wachstumsdynamik hingegen begrenzt. Zwar wurde das offizielle Ziel von 5,0 ?% erreicht, doch strukturelle Schwächen - insbesondere im Immobiliensektor - und eine nur mäßig erfolgreiche Investitionsförderung führten zu einer insgesamt moderaten Expansion um 5,0 ?% (Vorjahr: 5,4 ?%). Im Euroraum setzte sich die seit längerem zu beobachtende Stagnation fort. Das reale Bruttoinlandsprodukt stieg 2024 lediglich um 0,8 ?% (Vorjahr: 0,5 ?%). Auch in Deutschland zeigte sich die Konjunktur schwach: Das Bruttoinlandsprodukt verringerte sich um 0,2 ?% gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: -0,3 ?%). Während der private Konsum stagnierte, belasteten insbesondere rückläufige Exporte und Investitionen die gesamtwirtschaftliche Entwicklung (Quelle: Kieler Konjunkturberichte, Deutsche Wirtschaft im Frühjahr 2025, Nr. 122 (2025/Q1). Im Jahresverlauf 2024 hat sich die wirtschaftliche Lage in unseren Kernmärkten - Europa, den Vereinigten Staaten und China - uneinheitlich entwickelt. Während die Vereinigten Staaten eine robuste Binnennachfrage aufwiesen, blieb die wirtschaftliche Erholung in Europa verhalten. In China war es vor allem der Export, der Wachstumsimpulse lieferte. Für Deutschland führte das schwierige außenwirtschaftliche Umfeld zusammen mit strukturellen Herausforderungen zu einem weiteren Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung. Der Absatz von Baumaschinen aus deutscher Produktion ist im Jahr 2024 weltweit gesunken. Besonders betroffen war Europa mit einem Rückgang von 19 ?%. Laut VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) gab es einen realen Umsatzrückgang von 21 %, nominal von 20 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen waren Hochbaumaschinen mit einem Umsatzrückgang von 26 %, gefolgt von Erdbaumaschinen mit 23 % und Straßenbaumaschinen mit 14 %. Der deutsche Heimatmarkt erlitt dabei mit einem Absatzrückgang von 31 % den stärksten Einbruch seit 2009. b. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf des Konzerns im Berichtsjahr war geprägt von einer verbesserten Auftragslage aufgrund von gestiegenen Geschäften mit OEM-Kunden und Kommunen. Die Gesamtleistung aus dem Vorjahr konnte um 6,9 % übertroffen werden. Insgesamt hat der Konzern ein Gesamtergebnis erwirtschaftet, das deutlich über dem Vorjahresniveau liegt. Die Planung für das Jahr 2024 ging von leicht steigenden Umsatzerlösen, Gesamtleistung und Rohergebnis sowie einem deutlich höheren EBT (Ergebnis vor Ertragsteuern) aus. Insgesamt lagen der Umsatz, die Gesamtleistung und das Rohergebnis sowie das realisierte EBT des Jahres 2024 über der Planung. c. Lagebeurteilung Ertragslage Im Geschäftsjahr 2024 betrug die Gesamtleistung T€ 92.353 (Vorjahr: T€ 86.385). Die Erhöhung resultiert aus der Zunahme der Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse des Konzerns sind um T€ 7.431 auf T€ 92.690 gestiegen. Ca. 61,1% der Umsatzerlöse wurden innerhalb der europäischen Union erzielt. Mit T€ 22.856 wurden dabei 40,3% der innereuropäischen Umsatzerlöse in Deutschland erzielt. Das Rohergebnis belief sich auf T€ 59.177 (Vorjahr: T€ 53.289) und lag damit bei einer gestiegenen Gesamtleistung oberhalb des Vorjahres. Ursächlich für diese Entwicklung waren die gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Umsatzerlöse. Die Materialaufwandsquote bezogen auf Gesamtleistung ist mit 37,6 % leicht verbessert (Vorjahr: 39,7 %). Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.845 oder 5,4 % gestiegen. Im Geschäftsjahr 2024 sank die Personalaufwandsquote von 39,5 % im Vorjahr auf 39,0 %. Diese Veränderung ist hauptsächlich auf den relativen Anstieg der Umsätze zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich geringfügig um T€ 139 auf T€ 13.006 und entsprechen im Wesentlichen dem Vorjahrniveau. Das Finanzergebnis verbesserte sich um T€ 915 auf T€ -582 hauptsächlich in Folge des stark verbesserten Ergebnis in Höhe von T€ 36 (Vorjahr: T€ -1.138) aus dem assoziierten Unternehmen. Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern ist in der Folge gegenüber dem Vorjahr um T€ 4.925 auf T€ 6.960 deutlich gestiegen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2024 weist einen Konzern-Jahresüberschuss von T€ 4.493 (Vorjahr: T€ 579) aus. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt T€ 76.018 (Vorjahr: T€ 74.711). Der Anstieg der Bilanzsumme um T€ 1.307 ist im Wesentlichen auf den Aufbau des Forderungsbestands (T€ 1.500), im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse, sowie des Anstiegs der flüssigen Mittel (T€ 2.177) zurückzuführen. Die Vermögensstruktur zum 31. Dezember 2024 ist durch einen Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme von 35,5 % (Vorjahr: 37,2 %) bestimmt. Der zum 31. Dezember 2024 ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert nicht aus der Konsolidierung, sondern betrifft einen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert der Landesgesellschaft in Australien. Das Sachanlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Die planmäßigen Abschreibungen (T€ 1.891) wurden durch die Ersatzinvestitionen (T€ 1.481) zum Großteil kompensiert. Dabei wurden T€ 289 (einschließlich Umbuchungen) in technische Anlagen und Maschinen investiert. Zudem ergaben sich Zugänge (einschließlich Umbuchungen) bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung von T€ 741. Außerdem sind die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau insgesamt um T€ 22 gestiegen. Die Erhöhung des Buchwerts der Finanzanlagenvermögen entfällt vollumfänglich auf die at Equity-Bewertung des assoziierten Unternehmens (T€ 36). 27,1 % (Vorjahr: 29,4 %) der Bilanzsumme entfallen auf die Vorräte. Der Vorratsbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.381 verringert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben zum Ende des Geschäftsjahres einen Anteil von rund 24,8 % (Vorjahr: 23,2 %). Die Forderungen aus Lieferung und Leistung sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.500 auf T€ 17.672 im Wesentlichen aufgrund der höheren Erlöse gestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt 68,3 % (Vorjahr: 63,9 %). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den Konzernjahresüberschuss zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen im Berichtsjahr T€ 9.533 (Vorjahr: T€ 13.989). Der Rückgang um T€ 4.456 ist durch neue Kreditaufnahmen (T€ 396) und planmäßige Kredittilgung (T€ 4.852) zu erklären. Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf T€ 3.194 und entsprechen im Wesentlichen dem Vorjahr (T€ 3.240). Finanzlage Wesentliche Quellen der Liquidität sind der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit und Darlehen von Dritten. Der Konzern benötigt diese Liquidität vornehmlich zur Finanzierung des Nettoumlaufvermögens und zur Anschaffung von Anlagegegenständen für die Produktion sowie zur Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten und für Gehaltszahlungen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit weist im Geschäftsjahr 2024 einen positiven Wert von T€ 9.223 auf. Neben dem positiven Periodenergebnis ist dies im Jahr 2024 wesentlich auf den Finanzmittelzufluss aus dem Aufbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und nichtzahlungswirksamen Abschreibungen auf Anlagevermögen zurückzuführen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist aufgrund der Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen mit T€ -1.401 negativ. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt T€ -5.575 und wird vor allem durch die Auszahlung aus der Tilgung von Finanzkrediten (T€ 4.996) bestimmt. Zum 31. Dezember 2024 verfügte der Konzern über liquide Mittel in Höhe von T€ 8.496 (Vorjahr: T€ 6.320) und über T€ 10.422 an offenen Kreditlinien der Muttergesellschaft. Im Geschäftsjahr 2024 war der Konzern zu jeder Zeit liquide, so dass wir zu jedem Zeitpunkt alle finanziellen Verpflichtungen erfüllen konnten. Zur Steuerung des Unternehmens nutzt der Vorstand das implementierte Qualitätssicherungssystem der Gesellschaft sowie die Daten des betrieblichen Rechnungswesens und des Unternehmenscontrollings. Die Einhaltung der Unternehmensplanung und -budgets wird fortlaufend überprüft. Unterjährig werden monatliche Abschlüsse erstellt, um die Unternehmensergebnisse zu steuern und zu kontrollieren. Auf dieser Datenbasis kann der Vorstand frühzeitig Fehlentwicklungen erkennen und Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen. d. Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Steuerungskennzahlen liegt unser Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung und Optimierung von • Umsatzerlöse und Gesamtleistung • Rohergebnis • Ergebnis vor Ertragsteuern Die monatlichen Ergebnisse der Konzernunternehmen werden ausgewertet. Dabei werden auch Cashflow-Analysen durchgeführt. Die Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt innerhalb der Berichterstattung über den Geschäftsverlauf und die Lage an den jeweils relevanten Stellen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, die bedeutsamen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben, sind Mitarbeiterbelange sowie das von der Gesellschaft entwickelte integrierte Managementinformationssystem (MIS) zu nennen. Zum 31. Dezember 2024 waren 862 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der MOBA AG und ihren Tochtergesellschaften beschäftigt. Davon waren 745 festangestellt, 28 Auszubildende, Praktikanten oder Studenten sowie 89 Aushilfen. Zum 31. Dezember 2023 waren bei der MOBA AG und ihren Tochtergesellschaften 744 festangestellte Mitarbeiter, 24 Auszubildende, Praktikanten oder Studenten sowie 97 Aushilfen. Der Konzern hat ein integriertes Managementinformationssystem (MIS) entwickelt, um externe Qualitätsanforderungen sowie die eigenen hohen Qualitätsansprüche zu erfüllen. Der Konzern entwickelt und fertigt kundenspezifische Komponenten und anwenderorientierte Systemlösungen, die die Mobilelektronik, die Identifikationstechnik und die mobile Wägetechnik voranbringen. Dabei legt der Konzern großen Wert auf die Einhaltung von Qualitätsstandards und die Beachtung von Aspekten der Nachhaltigkeit. Das MIS berücksichtigt gesetzliche und normative Vorgaben für das Produkt- und Dienstleistungsgeschäft, orientiert sich aber auch an den Unternehmensabläufen. Die MOBA AG erfüllt die Anforderungen der ISO-Norm 9001:2015 für Qualitätsmanagementsysteme sowie der ISO-Norm für Umweltmanagementsysteme 14001:2015. III. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Einige der im weiteren Bericht enthaltenen Angaben, einschließlich Aussagen zu künftigen Umsätzen, Kosten und Investitionsausgaben sowie zu möglichen Veränderungen in der Branche oder zu den Wettbewerbsbedingungen und der Finanzlage, enthalten zukunftsbezogene Aussagen. Diese zukunftsbezogenen Aussagen wurden auf der Grundlage von Erwartungen und Einschätzungen des Vorstands als gesetzlichem Vertreter der MOBA AG (im Folgenden „der Vorstand“) über künftige, den Konzern möglicherweise betreffende Ereignisse formuliert. Es ist jedoch nicht sicher, ob diese Ereignisse eintreten und ob die Auswirkungen wie vorhergesehen eintreffen werden. Da solche Aussagen Risiken und Unsicherheiten enthalten, können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von denen abweichen, die in den zukunftsbezogenen Aussagen zum Ausdruck kommen oder in ihnen implizit enthalten sind. Solche Aussagen schließen auch die Aussagen ein, die in den Abschnitten „Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung“ und „Ausblick und zukünftige geschäftliche Entwicklung“ beschrieben sind. Aus unserem Geschäftsmodell heraus ergeben sich Chancen und Risiken, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Der Konzern klassifiziert diese Chancen und Risiken anhand von 5 wesentlichen Risikofeldern (Märkte, Produkte und Technologien, interne Organisation und Prozesse, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Finanzen). Märkte Der Konzern sieht mittel- bis langfristig in allen für den Konzern relevanten Märkten Chancen für ein profitables Wachstum. Die grundlegenden weltwirtschaftlichen Trends wie das anhaltende Wachstum, eine verstärkte internationale Arbeitsteilung und der weltweite Ausbau bzw. die Erneuerung des Straßennetzes werden sich auch in Zukunft fortsetzen. Durch die verfolgte Strategie, die Position des MOBA-Konzerns in China und Indien als derzeitige und zukünftige Wachstumsmärkte deutlich zu stärken, weitet der Konzern sein Absatzpotenzial aus und wirkt damit regionalen Konjunkturrisiken entgegen. Ein stärkerer Preisdruck aufgrund von Überkapazitäten bei Wettbewerbern könnte ein Risiko darstellen. Unsere generelle Investitionsbereitschaft, die zu einer höheren Wertschöpfung im eigenen Haus führt, sorgt dafür, dass wir uns trotz höherer Materialpreise diesem Wettbewerb stellen können. Neue Produkte und Technologien Mit der Vermarktung der MOBA-Plattform ergeben sich enorme Chancen, Produkte weltweit in neue Märkte und Applikationen zu bringen und Anpassungen vor Ort durchzuführen. Produktplagiate stellen für den Konzern ein potenzielles Risiko dar. In der Vergangenheit war zu beobachten, dass insbesondere chinesische Anbieter mit Kopien Versuche unternahmen, in unseren Märkten Fuß zu fassen. Diese konnten sich allerdings aufgrund mangelnder Qualität nicht durchsetzen. Interne Organisation und Prozesse Eine Reihe von Chancen, die den Konzern langfristig erfolgreicher machen, bieten sich ihr aufgrund der Organisation und Gestaltung ihres operativen Geschäfts. Die nationale sowie die internationale Vertriebsstruktur des Konzerns wachsen kontinuierlich. Eine stabile IT-Infrastruktur ist für unseren Betrieb eine Grundvoraussetzung. Der Ausfall dieser Systeme oder Cyberangriffe stellen daher für unser Unternehmen ein Risiko dar und können erhebliche Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Durch entsprechende Sicherheitskonzepte sollen diese Risiken minimiert werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ebenso wichtig wie die innovative Verantwortung ist der Konzern seine soziale Verantwortung. Das wichtigste Kapital des Konzerns sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, nicht nur wenn es um Forschung und Entwicklung geht. Einen wesentlichen Erfolgsfaktor des Konzerns stellen hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte dar, die mit MOBA-Produkten technologische Standards setzen und das Geschäft effektiv und effizient steuern. Chancen für den Konzern liegen in der Qualifizierung, der internationalen Ausrichtung und der Innovationsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die kontinuierlich verbesserte und zukunftsweisende Produkte, Dienstleistungen und Prozesse entwickeln. Risiken bestehen darin, Schlüsselpositionen nicht entsprechend den zukünftigen Anforderungen zeitnah besetzen zu können. Mit Hilfe einer gezielten Personalentwicklung sollen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Führungspotenzial identifiziert und gefördert werden. Finanzen Der Konzern ist aufgrund seiner Geschäftstätigkeit und internationalen Ausrichtung Marktpreis-, Liquiditäts- und Kreditrisiken ausgesetzt. Unter Marktpreisrisiken werden Währungs-, Zinsänderungs- und Rohstoffpreisrisiken zusammengefasst. Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass der Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maße nachkommen kann. Kreditrisiken beinhalten die Gefahr, dass ein Vertragspartner seinen vertraglichen Verpflichtungen aufgrund seiner eigenen wirtschaftlichen Situation oder des politischen Umfeldes nicht nachkommt und damit einen finanziellen Verlust für den Konzern verursacht. Diesen Risiken begegnet der Konzern mit einem auf den Einzelfall abgestimmten gezielten Finanzrisikomanagement. Um die Liquidität sicherzustellen, werden die Mittelzuflüsse und -abflüsse fortlaufend überwacht und gesteuert. Kreditrisiken werden durch die sorgfältige Auswahl der Geschäftsfälle und -partner sowie durch geeignete Vertrags- und Zahlungsbedingungen reduziert. Ferner wird durch ein zentrales Cash Management die Anlage von flüssigen Mitteln auf mehrere Finanzinstitute mit sehr guter Bonität verteilt. Beurteilung des Vorstandes zur Risikosituation Insgesamt sind für den Konzern aufgrund der soliden Bilanzstruktur und Finanzkraft nur bedingt Risiken erkennbar, die bestandsgefährdend wären oder einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage haben können. IV. Ausblick und zukünftige geschäftliche Entwicklung Im Folgenden beschreiben wir die voraussichtliche künftige Entwicklung des Konzerns und der Rahmenbedingungen seiner Geschäftstätigkeit. Wir erstellen unsere Prognose auf Basis aktueller Einschätzungen führender Wirtschaftsforschungsinstitute. a. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft war im Geschäftsjahr 2024 weiterhin zahlreichen Belastungen ausgesetzt. Neben den Nachwirkungen der globalen Inflationswelle wirkten geopolitische Spannungen, insbesondere in der Handelspolitik, dämpfend. Zudem sorgte eine bis zum Jahresende restriktiv ausgerichtete Geldpolitik in vielen Industrieländern für einen begrenzten Aufschwung. Die Inflation ging zwar im Jahresverlauf zurück, blieb aber vor allem bei Dienstleistungen hartnäckig hoch. In seiner aktuellen Prognose (Stand März 2025, Nr. 121 (2025/Q1)) erwartet das Institut für Weltwirtschaft (IfW) für das Jahr 2025 ein weltweites Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts um 3,1 ?%, im Jahr 2026 um 3,0 ?%. Das Welthandelsvolumen dürfte 2025 um 2,2 ?% zunehmen (Vorjahr: +1,9 ?%), bevor es sich 2026 infolge zunehmender handelspolitischer Spannungen auf 0,8 ?% abschwächt. Für die für uns relevanten Volkswirtschaften ergeben sich folgende Prognosen: • Die Wirtschaft im Euroraum dürfte 2025 um 1,0 ?% und 2026 um 1,4 ?% wachsen. Für die EU insgesamt werden Wachstumsraten von 1,2 ?% (2025) und 1,5 ?% (2026) erwartet. • Für Deutschland rechnet das IfW nach der Stagnation 2024 und einem Nullwachstum im Jahr 2025 mit einem leichten Anstieg des BIP um 1,5 ?% im Jahr 2026.. • Die USA werden sich laut Prognose auf einen Wachstumspfad von 2,0 ?% im Jahr 2025 und 1,7 ?% im Jahr 2026 begeben. Belastend wirken sich dort ab Jahresbeginn 2025 zusätzliche Zölle sowie wirtschaftspolitische Unsicherheiten unter der neuen Administration aus. • In China bleibt die Wachstumsdynamik gedämpft. Trotz expansiver wirtschaftspolitischer Maßnahmen wird für 2025 ein Zuwachs von 4,5 ?% und für 2026 von 4,2 ?% erwartet. Die wirtschaftliche Entwicklung hängt dort weiterhin stark von Exporten ab. Insgesamt geht das IfW davon aus, dass sich die weltwirtschaftliche Expansion fortsetzt, allerdings auf einem moderaten Niveau. Die Risiken bleiben erheblich - insbesondere angesichts protektionistischer Tendenzen, geopolitischer Unsicherheiten und der strukturellen Herausforderungen in vielen Volkswirtschaften. Seit Mitte 2022 sind die Auftragseingänge stark rückläufig. 2024 verzeichnete die Branche laut VDMA einen realen Umsatzrückgang von 21 ?%. Für 2025 wird nur eine moderate Erholung um +5 ?% erwartet. Wachstum wird aus Indien, Nordamerika und dem Nahen Osten erwartet. b. Geschäftliche Entwicklung des Konzerns 2025 und 2026 Für das Jahr 2025 rechnet der Konzern mit leicht geringeren Umsatzerlösen, Gesamtleistung und Rohergebnis sowie bei leicht steigenden operativen Kosten mit einem stark geringeren, aber weiterhin deutlich positiven Ergebnis vor Ertragsteuern im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024. In China rechnet der Konzern für 2025 mit leicht geringeren Umsätzen. In den USA ist eine positive wirtschaftliche Entwicklung sehr wahrscheinlich. Aus Europa und dem restlichen Ausland werden, auch durch das Gewinnen von Marktanteilen, einige positive Impulse erwartet. Für das Jahr 2026 geht der Vorstand hinsichtlich der Entwicklung der Umsatzerlöse und Gesamtleistung von leicht steigenden Wachstumsraten aus, die mit einem leicht verbesserten Ergebnis vor Ertragsteuern einhergehen. c. Forschung und Entwicklung Unser innovatives Engagement ist nach unserer Auffassung ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung unseres Unternehmens und damit für die Sicherung der Arbeitsplätze. In den Jahren 2025 und 2026 werden wir weiterhin in den Entwicklungsbereich investieren und dabei insbesondere in den Bereich Construction. Investieren werden wir insbesondere in neue Technologien und Personal in den Bereichen Earthmoving, Paving Quality sowie Intelligent Paving. In den Jahren 2025 und 2026 werden wieder mehrere Gebrauchsmuster oder Patente zur Anmeldung gebracht. Es ist davon auszugehen, dass diese Entwicklungen in den nächsten Jahren zum Umsatz- und Ergebniswachstum beitragen werden.
Limburg a. d. Lahn, 4. Juni 2025 MOBA Mobile Automation AG gez. Dipl.-Kfm. Volker Harms, Vorstandsvorsitzender gez. Dr. Holger Barthel, Vorstand KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024MOBA Mobile Automation Aktiengesellschaft, Limburg a. d. LahnA. Angaben zum Konzernabschluss I. Allgemein Der Konzernabschluss der MOBA Mobile Automation Aktiengesellschaft, Limburg a. d. Lahn, Deutschland (MOBA AG oder der Konzern) wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes erstellt. Die Form der Darstellung und die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Soweit für Pflichtangaben ein Wahlrecht besteht, diese in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang darzustellen, sind diese aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang aufgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. II. Konsolidierungskreis Die MOBA AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Limburg a.d. Lahn unter HRB 2552 eingetragen. Sie hat ihren Sitz in Limburg a. d. Lahn. Für die MOBA AG besteht gem. § 290 HGB die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses. In den Konzernabschluss werden neben der MOBA AG alle wesentlichen Unternehmen einbezogen, bei denen die MOBA AG direkt oder indirekt mit Mehrheit beteiligt ist bzw. die Mehrheit der Stimmrechte besitzt und die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Der Konzernabschluss umfasst im Jahr 2024 neben der MOBA AG ein inländisches und 15 ausländische Tochterunternehmen sowie ein assoziiertes Unternehmen, das nach der Equity-Methode bewertet wird. Der Konsolidierungskreis stellt sich wie folgt dar:
III. Konsolidierungsgrundsätze Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Mit Ausnahme der MOBA Mobile Automation private Ltd., Indien, mit dem Stichtag des Jahresabschlusses zum 31.03.2024 entspricht der Stichtag des Jahresabschlusses bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31.12.2024. Für die Einbeziehung der MOBA Mobile Automation private Ltd., Indien, wird in entsprechender Anwendung des § 299 Abs. 2 S. 2 HGB ein Zwischenabschluss auf den Konzernstichtag zum 31.12.2024 erstellt. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungswertmethode. Im Zuge der Erstkonsolidierung wurden die Beteiligungsbuchwerte der Muttergesellschaft mit den im Erstkonsolidierungszeitpunkt vorhandenen Eigenkapitalwerten der Tochtergesellschaften aufgerechnet (§ 301 Abs. 1 HGB). Die entstandenen aktiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden als Geschäfts- oder Firmenwert in der Konzernbilanz aktiviert und über Nutzungsdauer, die durch den erwarteten strategischen Nutzen des Unternehmens bestimmt wurde, abgeschrieben. Der aus der Kapitalkonsolidierung resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wurde in Vorjahren vollständig abgeschrieben. Soweit Anteile anderer Gesellschafter vorhanden sind, werden diese als Ausgleichsposten für Anteile konzernfremder Gesellschafter am konsolidierungspflichtigen Kapital angesetzt. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die den konzernfremden Gesellschaftern zustehenden Gewinne und Verluste separat ausgewiesen. Bewertung des assoziierten Unternehmens Die Bewertung vom assoziierten Unternehmen erfolgte nach der Equity-Methode entsprechend § 312 HGB. Nach der Equity-Methode werden Gesellschaften, sofern wesentlich, einbezogen, bei denen die MOBA AG direkt oder indirekt zwischen 20% und 50% der Stimmrechtsanteile hält und die Möglichkeit besteht, einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik auszuüben. Sonstige Konsolidierungsmethoden Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge wurden gemäß § 303 Abs.1 HGB und § 305 Abs. 1 HGB gegeneinander aufgerechnet. Zwischengewinne und -verluste wurden gemäß § 304 Abs. 1 HGB gegeneinander aufgerechnet. Auf die Zwischenergebniseliminierung sowie auf die erfolgswirksamen Teile der Schuldenkonsolidierung wurde eine latente Steuerabgrenzung vorgenommen. Zur Berechnung der latenten Steuern wurden die individuellen Steuersätze der Gesellschaften angesetzt. Währungsumrechnung Die Umrechnung der Bilanzwerte der ausländischen Gesellschaften erfolgte für das Eigenkapital zu historischen Wechselkursen. Die sonstigen Vermögens- und Schuldposten wurden mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Erträge und Aufwendungen mit den Jahresdurchschnittskursen angesetzt. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Gliederungs-, Ansatz- und Bewertungswahlrechte werden im Konzernabschluss einheitlich ausgeübt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt im Rahmen der Grundsätze ordnungsgemäßer Bilanzierung allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung, wurde beibehalten. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Der Werteverzehr wird durch planmäßige Abschreibungen (nach der linearen Methode) entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer erfasst. Die Abschreibungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt in der Regel drei Jahre und der Sachanlagen zwischen 2 Jahren und 10 Jahren. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus der Gegenüberstellung von Anschaffungskosten und dem Wert der einzelnen Vermögensgegenstände des Unternehmens, abzüglich der Schulden zum Zeitpunkt der Übernahme, und wird grundsätzlich planmäßig innerhalb von 10 Jahren abgeschrieben. Im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Bestehen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr, wird der niedrigere Wertansatz eines entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts beibehalten. Der zum 31. Dezember 2024 ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultiert nicht aus der Konsolidierung, sondern betrifft einen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert der Tochtergesellschaft in Australien. Aufgrund der vielfältigen und heterogenen Einflussfaktoren auf die Nutzung des aktivierten, entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von T€ 527 war es uns nicht möglich, seine Nutzungsdauer verlässlich zu schätzen. Daher haben wir dafür den gesetzlich vorgesehenen Höchstzeitraum von 10 Jahren zugrunde gelegt. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten bis € 800,00 betragen, wurden in voller Höhe abgeschrieben und ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Finanzanlagen, werden grundsätzlich im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums zu Anschaffungskosten angesetzt bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Entfallen die Gründe der Wertminderungen in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten des betroffenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Die Anteile an assoziierten Unternehmen sind in der Konzernbilanz mit den Anschaffungskosten angesetzt worden. Ein im Buchwert enthaltener Geschäfts- oder Firmenwert wurde in Vorjahren linear über 5 Jahre vollständig abgeschrieben. Der Buchwert der Anteile an assoziierten Unternehmen wird um die anteiligen Eigenkapitalveränderungen der assoziierten Unternehmen fortgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten, die neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und der Fertigungsgemeinkosten sowie den durch die Fertigung veranlassten Werteverzehr des Anlagevermögens umfassen, bewertet. Wertminderungen wird durch Abwertungen in angemessener Höhe Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Abwertungen angesetzt. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalabwertung von 1 % auf die nach Abzug der einzelabgewerteten Forderungen sowie der Umsatzsteuer verbleibenden Netto-Forderungen gebildet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben für zukünftige Geschäftsjahre. Die latenten Steuern werden auf Ebene der HB II einer Gesamtbetrachtung unterzogen (horizontale Gesamtbetrachtung). Es erfolgt eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern auf Ebene der Summenbilanz. Soweit sich in der Summenbilanz ein Überhang an aktiven latenten Steuern ergibt, wird dieser nicht angesetzt. Im Rahmen der Konsolidierung ergebende Steuerbelastungen und -entlastungen werden in der Konzernbilanz nach § 306 Satz 2 HGB nicht verrechnet und gegebenenfalls mit den Posten nach § 274 HGB zusammengefasst. Der Bilanzposten für aktive latente Steuern verminderte sich im Jahr um T€ 130 auf T€ 462 und ergibt sich aus temporären Differenzen im Vorratsvermögen, die im Rahmen der Eliminierung von Zwischenergebnissen aus Lieferungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen resultieren. Aus erfolgswirksamen Teilen der Schuldenkonsolidierung sind T€ 18 passive latente Steuern entstanden. Angewandt wurden die individuellen Steuersätze der betroffenen Gesellschaften (im Durchschnitt 26 %). Der Wertansatz der Rückstellungen berücksichtigt alle erkennbaren Risiken und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssatz werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellung wurde, der von der Deutschen Bundesbank gemäß der Rückabzinsungsverordnung veröffentlichte, pauschale Abzinsungssatz für Restlaufzeiten von 15 Jahren = 1,9 % (= Durchschnittszins der vorangegangenen zehn Jahre) angewandt. Der Berechnung der Pensionsverpflichtung erfolgte nach Projected Unit Credit Method (PUCM), deren die biometrischen Wahrscheinlichkeiten nach den HEUBECK-Richttafel 2018 G zugrunde liegt. Es handelt sich um laufende Renten (Festbetrag). Die Rentendynamik beträgt 0,0 %. Der Differenzbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf € 2.470,00. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (Niederstwertprinzip) oder höher lagen (Höchstwertprinzip). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten „sonstige betriebliche Erträge“ bzw. „sonstige betriebliche Aufwendungen“ ausgewiesen. V. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesamten Anschaffungskosten, die Zugänge, Abgänge, Umbuchungen und Abschreibungen des Geschäftsjahres sowie die kumulierten Abschreibungen je einzelnen Posten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel. 2. Assoziierte Unternehmen Das assoziierte Unternehmen wird nach der Equity-Methode gemäß § 311 HGB in den Konzernabschluss einbezogen. Der Jahresabschluss wird nicht an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angepasst. Zum Zeitpunkt des Erwerbs im Jahr 2011 wurde ein Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital in Höhe von T€ 719 ermittelt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren planmäßig linear in Vorjahren vollständig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer begründete sich durch den zum Zeitpunkt des Zugangs erwarteten strategischen Nutzen des Unternehmens. 3. Forderungen Die gesamten Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 4. Gezeichnetes Kapital Nach der Kapitalherabsetzung und Kapitalerhöhung vom 30. Juni 2011 ist das gezeichnete Kapital in 72.528 auf den Namen lautende Stammaktien und 72.528 stimmrechtslose Vorzugsaktien zu je € 50,00 aufgeteilt. 5. Eigene Anteile Die eigenen Anteile sind in 412 auf den Namen lautende Stammaktien und 412 stimmrechtslose Vorzugsaktien zu je € 50,00 aufgeteilt. Der Anteil am Nennkapital der Gesellschaft in Höhe von € 7.252.800,00 beträgt insgesamt 0,57 %. Die eigenen Anteile wurden im Geschäftsjahr 2012 erworben. Der Grund hierfür war das Ausscheiden eines Aktionärs. 6. Gesetzliche Rücklage Die gesetzliche Rücklage wurde durch die Zuführung aus dem Bilanzgewinn 2011 auf über 10 % des gezeichneten Kapitals erhöht. 7. Gewinnrücklagen Zum Stichtag betragen die gesetzliche Gewinnrücklage € 725.280,00 und die anderen Gewinnrücklagen € 30.000.000,00. 8. Konzern-Bilanzgewinn Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals kann dem Konzern-Eigenkapitalspiegel entnommen werden. Der im Bilanzgewinn ausgewiesene Gewinnvortrag beträgt T€ 9.510. 9. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen (T€ 1.351), Rückstellungen für Garantien/Gewährleistungen (T€ 812), für Risiken aus Rechtsangelegenheiten (T€ 220), für Berufsgenossenschaft (T€ 113), und Abschlusserstellung und Prüfung (T€ 111). 10. Verbindlichkeiten Die Laufzeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten zeigt der nachfolgende Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 7.087 durch Grundschulden sowie durch weitere dinglichen Sicherheiten in Höhe von T€ 800 besichert. Darüber hinaus bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Gegenständen des Vorratsvermögens. 11. Haftungsverhältnisse Aus Bürgschaften: davon gegenüber assoziierten Unternehmen • Bürgschaft für Novatron Oy in Höhe von € 50.000,00 Auf der Grundlage einer kontinuierlichen Risikoeinschätzung der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung aller bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse geht die Gesellschaft zurzeit davon aus, dass die dem Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen vom Hauptschuldner erfüllt werden können. Daher wird das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen als nicht wahrscheinlich eingeschätzt. VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse für Tätigkeitsbereiche ist unterblieben, da sich diese nicht wesentlich unterscheiden. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Der Konzernjahresüberschuss 2024 wurde in Höhe von T€ 580 durch periodenfremde Erträge sowie in Höhe von T€ 709 durch periodenfremde Aufwendungen beeinflusst. Die periodenfremden Erträge betreffen im Wesentlichen Forschungs- und Entwicklungs- sowie sonstige Zulagen (T€ 248), Auflösung von Rückstellungen (T€ 146) und Verringerung von Wertberichtigungen (T€ 55). Die periodenfremden Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Ertragsteuernachzahlung für die Vorjahre (T€ 276), Nachholung der planmäßigen Abschreibungen aus den Vorjahren (214 T€) sowie nachlaufenden Rechnungen aus dem Vorjahr (T€ 90), die in Vorjahresrückstellungen nicht berücksichtigt wurden. VII. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks. B. Sonstige Angaben I. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen
II. Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses Das im Konzernabschluss enthaltene vom Konzernabschlussprüfer berechnete Gesamthonorar teilt sich wie folgt auf:
III. Organe und Aufwendungen für Organe Vorstand: Im Geschäftsjahr 2024 waren zu Vorstandsmitgliedern bestellt: • Herr Dipl.-Kfm. Volker Harms (Vorstandsvorsitzender) • Herr Dr. Holger Barthel (Vorstand Produktion) Aufsichtsrat: Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren bestellt: • Herr Ralf Konrad (Vorsitzender) - Leiter der Abteilung Software bei der MOBA Mobile Automation Aktiengesellschaft • Frau Sandra Merz-Hörmann, Dipl.-Kauffrau - Unternehmensberaterin • Herr Dr. Carsten Schikowski-Häuser - Rechtsanwalt Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2024 betrugen insgesamt T€ 41. IV. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt 2024 wurden gemäß § 267 Abs. 5 HGB (ohne Vorstand und Auszubildende) 836 Arbeitnehmer beschäftigt. Dies teilt sich wie folgt auf:
V. Vorschlag über die ErgebnisverwendungDer Vorstand wird dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorschlagen, vom Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in Höhe von € 4.389.292,68 eine Gewinnausschüttung von € 937.508,00 vorzunehmen, € 1.000.000,00 der Gewinnrücklage zuzuführen und € 2.451.784,68 auf neue Rechnung vorzutragen.
Limburg a. d. Lahn, 4. Juni 2025 gez. Dipl.-Kfm. Volker Harms, Vorstandsvorsitzender gez. Dr. Holger Barthel, Vorstand
Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Hauptversammlung des Konzernmutterunternehmens MOBA Mobile Automation AG, hat am 26.08.2025 beschlossen, dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes und Aufsichtsrates entsprechend, vom festgestellten Jahresüberschuss 2024 in Höhe von Euro 2.821.718,38 zzgl. des Gewinnvortrages aus 2023 in Höhe von Euro 1.567.574,30 insgesamt also Euro 4.389.292,68 eine Ausschüttung in Höhe von Euro 6,00 je stimmberechtigter Aktie, sowie Euro 7,00 je Vorzugsaktie - mithin insgesamt Euro 937.508,00 - vorzunehmen. Vom verbleibenden Betrag in Höhe von Euro 3.451.784,68 den Betrag von Euro 1.000.000,00 in die Rücklagen zu stellen sowie Euro 2.451.784,68 auf neue Rechnungen vorzutragen. Bericht des Aufsichtsratsder MOBA Mobile Automation AGan die Hauptversammlung der Aktionäre Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, wie in jedem Jahr möchte ich Sie an dieser Stelle über die Arbeit des Aufsichtsrats im Jahr 2024 informieren. Nach einer kurzen Durststrecke in den Jahren 2022 und 2023 konnte die MOBA AG gegen den Trend und trotz widriger Umstände in 2024 durchstarten und sich über die zweitbesten Umsatzzahlen in der MOBA-Geschichte freuen. Somit konnte auch ein gutes Ergebnis erzielt werden, über das sich der Aufsichtsrat und hoffentlich auch Sie, liebe Aktionärinnen und Aktionäre sehr freuen. Für uns Aufsichtsräte war es spannend zu sehen, ob der auf zwei Mitglieder reduzierte Vorstand seine Arbeit nach dem Ausscheiden von Herrn Horn erfolgreich fortsetzt. Wir konnten beruhigt feststellen, dass dem so ist und dass das Einbeziehen der nächsten Management-Ebene in Vorstandssitzungen und -entscheidungen dem Unternehmen guttut. Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2024 die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Wir konnten uns dabei stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandsarbeit überzeugen. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen. Er hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft und die Gruppe relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere haben wir die für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Mehrfach hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit den Zielen des Unternehmens, der Risikosituation, der Liquiditätsplanung und der Eigenkapitalsituation auseinandergesetzt. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung für den Vorstand erforderlich war. Sitzungen des Aufsichtsrats Im Berichtsjahr 2024 fanden vier Sitzungen des Aufsichtsrats statt. An den Sitzungen des Aufsichtsrats nahmen jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats und mindestens ein Mitglied des Vorstands teil. In der Aufsichtsratssitzung vom 20.02.2024 lag der Schwerpunkt der Erörterungen u. a. auf dem Ergebnis der Gesellschaft für das Jahr 2023 und dem Forecast für das Berichtsjahr 2024. Der Aufsichtsrat informierte sich ausführlich über die Situation der Tochtergesellschaften in England und Schweden und begrüßte die Ankündigung engmaschiger Kontrollen dieser beiden Gesellschaften. Der Fokus der Aufsichtsratssitzung am 28.05.2024 lag auf der Vorstellung des Jahresabschlusses 2023, der anschließenden Feststellung desselben und der Gewinnverwendung. In dieser Sitzung hat der Aufsichtsrat intensiv mit dem Vorstand über die Lage einzelner Tochtergesellschaften (MOBA CS GmbH) und Beteiligungen (Novatron) diskutiert. Eine kurze Sitzung fand am 27.08.2024 im Anschluss an die Hauptversammlung statt, in der organisatorische Abläufe besprochen und Protokolle verabschiedet wurden. Am 20.11.2024 traf sich der Aufsichtsrat zu seiner letzten Sitzung im Jahr 2024. Man beriet sich ausführlich zur Lage in den Niederlassungen und Beteiligungen. In dieser Sitzung hat der Aufsichtsrat eingehend mit dem Vorstand über die mögliche Akquisition der österreichischen Krickl Waagen Systeme GmbH (kurz KWS) diskutiert und den Vorstand ermächtigt, den Kauf der GmbH voranzutreiben, was mit Wirkung zum 01.01.2025 auch geschehen ist. Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss Die von der Hauptversammlung zum Prüfer der Abschlüsse des Geschäftsjahres 2024 gewählte MNT Revision- und Treuhand GmbH hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss/Konzernabschluss und den Lagebericht/Konzernlagebericht der MOBA AG jeweils für das Geschäftsjahr 2024 geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte für das Geschäftsjahr 2024 wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 5. Juni 2025 umfassend diskutiert. Der Abschlussprüfer Herr Wendt berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Nach der Prüfung und umfassenden Diskussion des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses im Aufsichtsrat waren keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat sodann dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und den Jahresabschluss der MOBA AG festgestellt sowie den Konzernabschluss gebilligt. Der Vorstand hat hinsichtlich der Verwendung des Bilanzgewinns vorgeschlagen, eine deutlich höhere Dividende als in den Vorjahren für das Jahr 2024 auszuschütten, was angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Zustimmung durch den Aufsichtsrat fand. Dem Vorschlag des Vorstands hat sich der Aufsichtsrat somit einstimmig angeschlossen. Die interne Arbeitsweise des Aufsichtsrates ist jederzeit effizient, sachorientiert und vertrauensvoll, von gegenseitigem Respekt geprägt. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand verläuft reibungslos. Aus diesem Grund dankt der Aufsichtsrat den Vorstandsmitgliedern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit für ihre engagierten Leistungen im Geschäftsjahr 2024.
Limburg, 10.07.2025 Der Aufsichtsrat gez. Ralf Konrad, Vorsitzender sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 05.06.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MOBA Mobile Automation Aktiengesellschaft Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der MOBA Mobile Automation Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MOBA Mobile Automation Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2024 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreterund des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • planen wir die Konzernabschlussprüfung und führen sie durch, um ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftsbereiche innerhalb des Konzerns einzuholen als Grundlage für die Bildung der Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchsicht der für Zwecke der Konzernabschlussprüfung durchgeführten Prüfungstätigkeiten. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Limburg a. d. Lahn, 4. Juni 2025 MNT Revision und Treuhand GmbH gez. Udo Triesch, Wirtschaftsprüfer gez. Christian Wendt, Wirtschaftsprüfer |
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