![]() CropEnergies AGMannheimKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2010 bis zum 28.02.2011GESCHÄFTSBERICHT 2010/11ÜBERBLICK 2010/11 CROPENERGIES-KONZERN
Bioethanol REPORTUNSER BIOETHANOL REPORT GIBT IHNEN EINEN EINBLICK IN DIE WICHTIGSTEN THEMEN RUND UM
BIOETHANOL, EINEN ERNEUERBAREN, KLIMA SCHONENDEN KRAFTSTOFF, MIT DEM DIE ZUKUNFT DER
MOBILITÄT GESICHERT WERDEN KANN. Konzernbericht über das Geschäftsjahr 2010/20111. März 2010 bis 28. Februar 2011Nachhaltigkeit ist für CropEnergies die Grundvoraussetzung für den Unternehmenserfolg.
Unser Bioethanol leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die Lebensgrundlage zukünftiger
Generationen zu bewahren und die Mobilität in der Zukunft zu sichern. Denn Bioethanol
von CropEnergies spart als Benzinersatz nachweislich Treibhausgase ein und schont
die endlichen Vorkommen an fossilen Ressourcen. Als europäischer Marktführer bei der
Herstellung von Lebens- und Futtermitteln aus der Bioethanolproduktion tragen wir
zu einer Verbesserung der Versorgung der EU mit pflanzlichen Proteinen bei. Nachhaltiges
Wirtschaften bedeutet für uns aber auch, heute die Lösungen zu entwickeln, um die
gesellschaftlichen Herausforderungen von morgen zu meistern und als Unternehmen weiter
profitabel zu wachsen. CROPENERGIES - KONZERNZAHLENÜBERSICHTscroll
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einschl. immaterieller Vermögenswerte Die auf den folgenden Seiten in Klammern gesetzten Zahlen beziehen sich jeweils auf
den Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt. UnternehmensprofilCropEnergies AG Mannheim (Deutschland)
Die ProdukteCropEnergies produziert hochwertige Produkte für Teller, Tank und Trog. Neben Bioethanol,
das überwiegend Benzin ersetzt, werden aus den Rohstoffen bei der Herstellung von
Bioethanol auch wertvolle Lebens- und Futtermittel gewonnen. BIOETHANOL
LEBENS- UND FUTTERMITTEL
Die StandorteZeitz, DeutschlandKapazität (pro Jahr) Rohstoffe Wanze, BelgienKapazität (pro Jahr) Rohstoffe Loon-Plage, FrankreichKapazität (pro Jahr) Rohstoffe AUFSICHTSRAT UND VORSTANDAufsichtsratDr. Theo SpettmannVorsitzender Prof. Dr. Markwart KunzStellvertretender Vorsitzender Dr. Hans-Jörg GebhardEppingen Thomas KölblMannheim Franz-Josef MöllenbergRellingen Norbert SchindlerBobenheim am Berg VorstandDr. Lutz GuderjahnChief Operating Officer (COO) Joachim LutzChief Financial Officer (CFO) Eine Aufstellung der Mandate findet sich ab Seite 97 des Geschäftsberichts. HEUTE SCHON DIE WEICHEN STELLEN FÜR DAS MARKTWACHSTUM VON MORGENCropEnergies hat sich mit dem Aufbau eines effizienten Produktions- und Logistiknetzwerks
eine hervorragende Position auf dem europäischen Bioethanolmarkt erarbeitet. Das Ziel
der EU von 10 Prozent erneuerbaren Energien im Transportsektor bis 2020 wird das Wachstum
der Nachfrage nach Bioethanol beschleunigen. Die Mitgliedsstaaten erwarten, dass der
Bioethanolbedarf bis 2020 auf knapp 15 Millionen Kubikmeter steigen wird. In diesem
dynamischen Marktumfeld ergeben sich für CropEnergies als einen der führenden europäischen
Bioethanolhersteller hervorragende Wachstumschancen. Unsere Produktionskapazität soll
in den nächsten Jahren weiter wachsen, denn wir wollen unsere starke Position in diesem
Zukunftsmarkt ausbauen. VORWORT DES VORSTANDSSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,für CropEnergies verlief das Geschäftsjahr 2010/11 sehr erfolgreich. Nach den Jahren
des Aufbaus konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals die Potenziale unserer
Produktionsanlagen ausnutzen. Auch vor dem Hintergrund der Entwicklungen auf den relevanten
Märkten zeigen die Zahlen des Geschäftsjahrs 2010/11, dass sich unser Geschäftsmodell,
aus heimischen Agrarrohstoffen nachhaltige und erneuerbare Alternativen zu fossilen
Kraftstoffen zu schaffen, bewährt hat. Mit einem Umsatzzuwachs von 26 % auf 473 Mio. € und einer nahezu Vervierfachung des
operativen Ergebnisses auf 46 Mio. € sind wir weiter profitabel gewachsen und haben
unsere für das Geschäftsjahr 2010/11 gesteckten anspruchsvollen Ziele weit übertroffen.
Diese erfreuliche Entwicklung beruht auf einer deutlichen Ausweitung der Herstellung
von Bioethanol und eiweißhaltigen Kuppelprodukten als Folge einer verbesserten Auslastung
der Produktionsanlage in Wanze. Die höheren Produktionsmengen konnten über unser effizientes
Vertriebs- und Logistiknetzwerk erfolgreich vermarktet werden. Dabei ist es uns insbesondere
im Bereich der Kuppelprodukte gelungen, neue profitable Märkte zu erschließen und
die Erlöse zu steigern. Mit der vorgeschlagenen Verdreifachung der Dividendenausschüttung
auf 0,15 € je Aktie wollen wir Sie, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, am profitablen
Wachstum von CropEnergies teilhaben lassen. Die für das Unternehmen wesentlichen Märkte - also Getreide-, Futtermittel- und Ethanolmärkte
- waren im Geschäftsjahr 2010/11 durch eine hohe Volatilität gekennzeichnet. Niedrige
Bioethanolpreise zu Beginn des Geschäftsjahrs, die zeitweise sogar unter den Benzinpreisen
lagen, sowie Getreidepreise, die ab Sommer aufgrund von witterungsbedingten Ernteausfällen
in wichtigen Getreideanbaugebieten und Marktspekulationen drastisch anstiegen, erforderten
ein vorausschauendes Handeln. Es zeichnet CropEnergies aus, dass wir in diesen turbulenten
Zeiten Marktchancen genutzt und unsere Position in Europa ausgebaut haben. Dabei ist
es uns gelungen, mit einer operativen Marge von 9,7 % Maßstäbe in unserer Branche
zu setzen. Im Geschäftsjahr 2010/11 konnten wir auch wichtige Weichen für das zukünftige Wachstum der CropEnergies-Gruppe stellen. Den gesteigerten Cashflow haben wir dazu verwendet, die Nettofinanzschulden trotz der erstmals erfolgten Dividendenausschüttung um 20,4 Mio. € auf 195,0 Mio. € zu reduzieren und damit den finanziellen Spielraum für weiteres Wachstum zu vergrößern. Mit der im Oktober 2010 erfolgten Nachhaltigkeitszertifizierung der Bioethanolanlagen in Zeitz und Wanze hat CropEnergies frühzeitig die Voraussetzungen geschaffen, die Mineralölindustrie mit nachhaltig produziertem Bioethanol für die Erfüllung ihrer Beimischungsverpflichtungen zu versorgen. Insbesondere auf dem deutschen Bioethanolmarkt haben wir damit unsere Vorreiterrolle weiter gefestigt. Im Rahmen der Zertifizierung wurde nachgewiesen, dass das in Zeitz und Wanze hergestellte Bioethanol alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt und dabei deutlich mehr als die vorgeschriebenen 35 % der Treibhausgase gegenüber Benzin einspart. In Wanze übertreffen wir mit mehr als 60 % Treibhausgaseinsparungen bereits heute die Anforderungen, die in der EU erst ab 2017 gelten werden. In Zeitz konnte die Anlage zur Aufreinigung und Verflüssigung von jährlich 100 Tsd. t biogenem CO2 nach nur sieben Monaten Bauzeit planmäßig in Betrieb genommen werden. Durch die Produktion und Vermarktung des verflüssigten CO2 steigert CropEnergies die Ertragskraft des Standorts und verbessert gleichzeitig die Treibhausgasbilanz des dort erzeugten Bioethanols. Um den Erfolg der Unternehmensgruppe nachhaltig zu sichern, haben wir viel Überzeugungsarbeit in Politik und Öffentlichkeit geleistet. Dies hat zu verlässlicheren Rahmenbedingungen für Bioethanolproduzenten in Europa beigetragen. Innerhalb der EU befindet sich das Klima- und Energiepaket in der Umsetzung. Obwohl bislang nur in Deutschland und Österreich die EU-Vorgaben zur nachhaltigen Herstellung von Biokraftstoffen in der Praxis angewandt werden, hat der Umsetzungsprozess in anderen Mitgliedsstaaten an Dynamik gewonnen. Seit alle Mitgliedsstaaten in Aktionsplänen veröffentlichten, wie erneuerbare Energien bis 2020 gefördert werden sollen, besteht auch mehr Klarheit über die Entwicklung des Bioethanolmarkts. So soll sich der EU-Bedarf bis zum Jahr 2020 im Vergleich zu 2009 auf rund 15 Mio. m3 Bioethanol mehr als verdreifachen. In Deutschland hat sich die Lage für Bioethanolproduzenten ebenfalls deutlich verbessert. Die Veröffentlichung praktikabler Übergangsregelungen erleichterte es den Biokraftstoffherstellern, die Anforderungen der Biokraftstoffnachhaltigkeitsverordnung fristgerecht zu erfüllen. Dies war auch erforderlich, um die steigende Nachfrage nach als nachhaltig zertifiziertem Bioethanol decken zu können. Nach zögerlichem Start zum Jahresbeginn bietet die Mineralölindustrie seit März 2011 an fast jeder zweiten Tankstelle E10 an. Damit ist dieser Kraftstoff nach nur drei Monaten in Deutschland weiter verbreitet als in Frankreich, wo E10 bereits seit zwei Jahren angeboten wird. Wie bei der Markteinführung von bleifreiem Benzin in den 80er Jahren zeigt sich aber, dass der Verkaufsstart eines neuen Kraftstoffs in Deutschland das Engagement aller Beteiligten erfordert. Dabei müssen insbesondere die Vorbehalte gegenüber der Verträglichkeit von E10 ausgeräumt und die Vorteile dieses Kraftstoffs mit Blick auf Klimaschutz und Versorgungssicherheit besser kommuniziert werden. Hierzu haben sich alle beteiligten Branchen und Ministerien im Rahmen des Benzingipfels am 8. März 2011 verpflichtet. CropEnergies wird sich weiter aktiv daran beteiligen, dass sich E10 wie in den USA, wo es schon seit Jahrzehnten angeboten wird, auch in Deutschland als Standardkraftstoff für Ottomotoren etabliert. Als Folge wird auch die Bioethanolnachfrage in Deutschland weiter dynamisch wachsen. Die Bundesregierung erwartet bis zum Jahr 2020 eine Steigerung des Bioethanolbedarfs auf jährlich 1,7 Mio. m3 . Diese Entwicklungen zeigen, dass Bioethanol auch in Europa zu einem festen Bestandteil
im Kraftstoffmarkt geworden ist und seine Bedeutung für die nachhaltige Mobilität
der Zukunft weiter steigen wird. Dabei wird sich die EU zunehmend selbst versorgen
und zusätzliche Produktionskapazitäten aufbauen. Nicht alle Biokraftstoffhersteller,
die bislang Bioethanol in die EU exportiert haben, können die eingeführten Nachhaltigkeitskriterien
mit den darin enthaltenen Umwelt- und Sozialstandards erfüllen und können daher den
Kraftstoffmarkt in Europa künftig nicht mehr bedienen. Zudem erwarten wir in Zukunft
deutlich geringere Exporte der führenden Bioethanolnationen USA und Brasilien nach
Europa, da die Nachfrage in diesen Ländern aufgrund der zunehmenden Verbreitung von
Flexible Fuel Fahrzeugen bzw. höherer Beimischungsanteile von Bioethanol in den nächsten
Jahren deutlich schneller wachsen wird als die Produktionskapazitäten. Aus diesem
Marktumfeld werden sich weitere Chancen für das Wachstum von CropEnergies ergeben. Im Geschäftsjahr 2011/12 wollen wir unsere Ertragskraft weiter steigern und durch
den erwirtschafteten Cashflow die finanziellen Voraussetzungen für weiteres Unternehmenswachstum
schaffen. Voraussetzung hierfür sind ausgelastete und effiziente Produktionsanlagen,
die wir weiter optimieren werden. Unser Ziel ist es, die erreichte Technologie- und
Kostenführerschaft in Europa auszubauen und unseren Vorsprung gegenüber unseren Wettbewerbern
zu vergrößern. Hierzu zählen insbesondere auch Maßnahmen, welche die Rohstoffbasis
erweitern und damit die Abhängigkeit von der Preisentwicklung einzelner Rohstoffe
verringern. Deshalb wird ein Schwerpunkt unserer Forschungsaktivitäten auch weiterhin
auf der Entwicklung zukunftsträchtiger Produktionskonzepte wie z. B. der Produktion
von Biokraftstoffen der 2. Generation oder der weiteren Veredlung von Kuppelprodukten
für nutritive Anwendungen liegen. Darüber hinaus werden wir Marktchancen für unsere
Produkte nutzen, um neue Werte zu schaffen. Nach der im Mai 2010 erfolgten IFS-Zertifizierung
(International Food Standard) werden wir den Vertrieb des in Wanze produzierten Glutens
im preislich attraktiven Lebensmittelsektor vorantreiben. Die erzielten Fortschritte
bei der Entwicklung von Bioethanolbrennstoffzellen motivieren uns, in Zukunft verstärkt
anwendungsbezogene Fragestellungen zu untersuchen und die Vermarktungsmöglichkeiten
dieser Systeme zu evaluieren. Nach dem dynamischen Wachstum und den erreichten Fortschritten im abgelaufenen Geschäftsjahr
erwarten wir, dass sich die Produktions- und Absatzmengen an Bioethanol sowie an Lebens-
und Futtermitteln im Geschäftsjahr 2011/12 mindestens auf Vorjahresniveau bewegen
werden. Durch die angestrebten Optimierungen sowie die besseren Vermarktungsmöglichkeiten
für unsere Produkte erwarten wir ein weiteres, jedoch nunmehr moderateres Wachstum
bei Umsatz und operativem Ergebnis. Damit werden wir insbesondere vor dem Hintergrund
der aktuellen Rohstoffpreise unsere Spitzenposition unter den börsennotierten Biokraftstoffherstellern
festigen. Der hervorragende Jahresabschluss 2010/11 ist das Ergebnis der erbrachten Leistungen
unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich gemeinsam mit den Kolleginnen und
Kollegen aus der Südzucker-Gruppe mit Leidenschaft, Engagement und Sachverstand für
den Erfolg der CropEnergies-Gruppe eingesetzt haben. Allen Beteiligten möchten wir
hierfür herzlich danken. Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, danken wir für das Vertrauen, das Sie uns
entgegengebracht haben. Zusammen mit unserem motivierten Team werden wir uns weiter
mit ganzer Kraft für CropEnergies einsetzen, um auch in Zukunft Ihr Vertrauen zu verdienen.
Wir freuen uns, wenn Sie uns auf unserem Weg weiter begleiten, mit nachhaltig erzeugtem
Bioethanol zur Sicherung der Mobilität in der Zukunft beizutragen. Mit freundlichen Grüßen scroll
BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,Bioethanol spielt als nachwachsende Energiequelle für die Mobilität der Zukunft eine
immer wichtigere Rolle. Dieser Kraftstoff ist nicht nur Klima schonend, er ist auch
kostengünstig. Allerdings zeigt die aktuelle Diskussion über die Einführung von E10
in Deutschland, dass die Vorteile von Bioethanol als erneuerbarem Kraftstoff nicht
jedem bewusst sind und es auch weiterhin intensiver Aufklärungsarbeit bedarf. CropEnergies ist im Berichtsjahr weiter gewachsen und hat auch die Ertragskraft deutlich
gesteigert. Mit einem Umsatzwachstum von 26 % auf 473 Mio. €, aber vor allem mit dem
starken Anstieg des operativen Ergebnisses auf 46 Mio. €, setzt CropEnergies Maßstäbe
im Sektor der erneuerbaren Energien. Mit der vorgeschlagenen Verdreifachung der Dividendenausschüttung
auf 0,15 € je Aktie sollen die Aktionäre an dieser positiven Entwicklung teilhaben. Der Aufsichtsrat hat sich auch im Berichtsjahr intensiv mit der wirtschaftlichen Entwicklung,
der finanziellen Lage und den unternehmerischen Perspektiven der CropEnergies-Gruppe
befasst. Dabei ist der Aufsichtsrat seinen nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung
obliegenden Aufgaben, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu überwachen
und beratend zu begleiten, nachgekommen. Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und VorstandBei allen die CropEnergies-Gruppe betreffenden Entscheidungen von grundlegender Bedeutung
war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und wurde zeitnah, umfassend und kontinuierlich
über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die Lage und die Entwicklung
der CropEnergies-Gruppe einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement
unterrichtet. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit
dem Aufsichtsrat ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorfälle wurden
auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert. Der Aufsichtsratsvorsitzende bzw. dessen Stellvertreter stand über die Aufsichtsratssitzungen
hinaus mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und hat sich über wesentliche Geschäftsvorgänge
und die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage informiert. Dabei berichtete der Vorstand
auch über die Unternehmenspolitik, die Rentabilität sowie die Unternehmens-, Finanz-,
Investitions-, Forschungs- und Personalplanung, jeweils bezogen auf die CropEnergies
AG und die CropEnergies-Gruppe. Aufsichtsratssitzungen und BeschlussfassungenDer Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2010/11 in vier ordentlichen Sitzungen. Im
Mittelpunkt der Sitzungen standen die Entwicklungen auf den Rohstoff- und Absatzmärkten,
die Absicherung von Marktpreisrisiken, die politischen Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe,
der Fortgang der Produktion und Investitionen sowie die aktuelle Ergebnislage. An
allen Sitzungen haben mit einer Ausnahme, als ein Aufsichtsratsmitglied aus persönlichen
Gründen verhindert war, alle Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands teilgenommen.
Allen Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung
und Beratung zugestimmt. Gegenstand der Bilanzsitzung am 17. Mai 2010 war die Prüfung und Billigung der vom
Abschlussprüfer mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschlüsse
und Lageberichte 2009/10 der CropEnergies AG und des Konzerns. Nach dem Bericht des
Abschlussprüfers über Schwerpunkte und Ergebnis der Prüfung, die sich auch auf das
interne Kontrollsystem bezogen, sowie nach eingehender Diskussion stellte der Aufsichtsrat
den Jahresabschluss fest und billigte den Konzernabschluss. Er behandelte in dieser
Sitzung auch die Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung am 15. Juli 2010. Unter
dem Tagesordnungspunkt "Investitionen" wurden die Investitionsbudgets für das Geschäftsjahr
2011/12 behandelt sowie die kurz- und mittelfristige Investitionsplanung verabschiedet.
Im letzten Tagesordnungspunkt der Aufsichtsratssitzung wurde beschlossen, die im Mai
2011 auslaufende Vorstandsbestellung von Herrn Joachim Lutz um weitere fünf Jahre
bis 2016 zu verlängern. In der Aufsichtsratssitzung am Vormittag des 15. Juli 2010 stand die Fünf-Jahres-Planung
im Mittelpunkt. Am 15. November 2010 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Ergebnisprognose für das
laufende Geschäftsjahr. Turnusgemäß bildete die Behandlung von Corporate Governance-Angelegenheiten
den Schwerpunkt. Diskutiert wurden insbesondere die Änderungen im Deutschen Corporate
Governance-Kodex 2010 und die Umsetzung der Vorgaben zu "Diversity". Nach der Vorstellung
der Ergebnisse der Effizienzprüfung beschloss der Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung
2010. Schließlich wurde die im Juli 2011 auslaufende Vorstandsbestellung von Herrn
Dr. Lutz Guderjahn um weitere fünf Jahre bis 2016 verlängert. In der Sitzung am 14. Januar 2011 wurde die Ergebnishochrechnung des laufenden Geschäftsjahrs
präsentiert. Ausschüsse des AufsichtsratsDer Prüfungsausschuss, dem die Aufsichtsratsmitglieder Thomas Kölbl (Vorsitzender),
Prof. Dr. Markwart Kunz und Dr. Theo Spettmann angehören, tagte im Geschäftsjahr 2010/11
fünf Mal. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance-Kodex (Kodex) folgend,
ist der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats. In seiner Sitzung am 6. Mai 2010 befasste sich der Prüfungsausschuss in Gegenwart
des Abschlussprüfers intensiv mit dem Jahresabschluss der CropEnergies AG und mit
dem Konzernabschluss. Er bereitete die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor, in der
dieser - nach Berichterstattung durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses - den
Empfehlungen des Prüfungsausschusses folgte. Weiter gab der Prüfungsausschuss dem
Aufsichtsrat eine Empfehlung für den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung
zur Wahl des Abschlussprüfers. In seiner Sitzung am 15. Juli 2010 erteilte der Prüfungsausschuss
den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer und legte die Schwerpunkte für die Abschlussprüfung
2010/11 fest. In der Sitzung am 5. Oktober 2010 befasste er sich neben der Erörterung
des Halbjahresberichts, wie vom Aufsichtsrat beauftragt, mit der Prüfung der Wirksamkeit
des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems.
Die Sitzungen am 5. Juli 2010 sowie am 10. Januar 2011 waren der Erörterung von Quartalsberichten
vorbehalten. Der Nominierungsausschuss, dem die Aufsichtsratsmitglieder Thomas Kölbl (Vorsitzender),
Prof. Dr. Markwart Kunz und Dr. Theo Spettmann angehören, hatte im Geschäftsjahr 2010/11
keinen Anlass, zusammenzutreten. An den Ausschusssitzungen haben - bis auf die Sitzungen am 6. Mai, 5. Juli und 5.
Oktober, in denen jeweils ein Mitglied entschuldigt fehlte - stets alle Mitglieder
teilgenommen. Über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschusssitzungen berichtete deren
Vorsitzender jeweils in der nachfolgenden Aufsichtsratssitzung. Effizienzprüfung des AufsichtsratsDer Empfehlung gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance-Kodex folgend,
hat der Aufsichtsrat wieder die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Dies geschieht
alljährlich mittels eines Fragebogens ohne externe Unterstützung. Der Fragebogen wird
jeweils an die Kodex-Änderungen angepasst. Die Auswertung der Fragebögen, die Erörterung
der Ergebnisse und die Diskussion von Verbesserungsvorschlägen erfolgten in der Sitzung
am 15. November 2010. Ziel ist die stetige Verbesserung der Arbeit des Aufsichtsrats
und seiner Ausschüsse. Corporate GovernanceDer Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 15. November 2010 ausführlich die Erfüllung
der Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance-Kodex in seiner
aktuellen Fassung vom 26. Mai 2010 erörtert und sodann die gemeinsame Entsprechenserklärung
von Aufsichtsrat und Vorstand gemäß § 161 AktG beschlossen. Er überprüfte anhand eines den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Sitzung
zur Verfügung gestellten Fragebogens die Effizienz seiner Tätigkeit. Dabei wurden
u. a. die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat, der Informationsfluss zwischen dem Prüfungsausschuss
und dem Aufsichtsratsplenum sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Berichterstattung
des Vorstands an den Aufsichtsrat überprüft. Außerdem wurden Maßnahmen zur Steigerung
der Effizienz besprochen. Interessenkonflikte traten im Berichtszeitraum nicht auf. Eine ausführliche Darstellung der Corporate Governance bei CropEnergies einschließlich
des Wortlauts der Diversity-Ziele des Aufsichtsrats für seine zukünftige Zusammensetzung
und der - von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen - Entsprechenserklärung 2010 ist
der Erklärung zur Unternehmensführung / Corporate Governance-Bericht im Geschäftsbericht
ab Seite 41 zu entnehmen. Zudem stehen alle relevanten Informationen im Internet unter
www.cropenergies.com unter der Rubrik Investor Relations zur Verfügung. Der Vorstand ist seinen aus Gesetz und Geschäftsordnung resultierenden Pflichten zur
Information des Aufsichtsrats vollständig und zeitgerecht nachgekommen. Der Aufsichtsrat
hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung und von der Leistungsfähigkeit
der Organisation der Gesellschaft überzeugt und diese Themen im Gespräch mit dem Abschlussprüfer
ausgiebig erörtert. Gleiches gilt hinsichtlich der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems
der CropEnergies-Gruppe; auch hiervon hat sich der Aufsichtrat vom Vorstand ausführlich
informieren lassen. JahresabschlussDie von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats gewählte PricewaterhouseCoopers
AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss
und den Lagebericht der CropEnergies AG für das Geschäftsjahr 2010/11, den Vorschlag
des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und
-lagebericht 2010/11 geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk
versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß
§ 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat; er hat insbesondere
ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations-
und Überwachungssystem eingerichtet, das geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft
gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem
Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung
des Prüfungsausschusses am 6. Mai 2011 und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats
am 11. Mai 2011 teil und berichtete ausführlich über Verlauf und Ergebnis seiner Prüfung.
Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Abschlussprüfers nach eingehender Diskussion
zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss
und das Ergebnis seiner eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung.
Der Aufsichtsrat hat keine Einwände gegen die vorgelegten Abschlüsse erhoben. Er billigte
den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der CropEnergies AG und den Konzernabschluss
der CropEnergies-Gruppe in seiner Sitzung vom 11. Mai 2011. Der Jahresabschluss der CropEnergies AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des
Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns der CropEnergies AG mit der Ausschüttung
einer Dividende von 0,15 € pro Aktie schloss sich der Aufsichtsrat an. Related PartiesDie Südzucker AG hat mitgeteilt, dass sie an der CropEnergies AG mit 71 % beteiligt
ist. Die Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), die ihrerseits
mit 7 % an der CropEnergies AG beteiligt ist, hat mitgeteilt, dass sie mittelbar über
die Stimmrechte der Südzucker AG und unmittelbar aus eigenen Stimmrechten eine Beteiligung
von 78 % an der CropEnergies AG hält. Der Vorstand der CropEnergies AG hat vor diesem
Hintergrund einen Bericht § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht
geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und bestätigt, dass
die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten
Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war und keine
Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. Das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers nahm der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis.
Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung - an der Beratung nahm auch
der Abschlussprüfer teil - hat der Aufsichtsrat keine Einwände gegen die Erklärung
des Vorstands am Schluss des Berichts erhoben. Mannheim, 11. Mai 2011 scroll
AKTIE UND KAPITALMARKTKapitalmarktumfeldWährend im 1. Quartal 2010 noch positive Konjunkturdaten sowie eine weltweit expansive
Geldpolitik für Auftrieb an den Aktienmärkten sorgten, wurde dieser Trend am Ende
des 1. Halbjahrs durch Diskussionen über die hohe Verschuldung einiger Eurostaaten
gedämpft. Im weiteren Verlauf des Jahres 2010 führten Meldungen über gute Unternehmensergebnisse,
eine Stabilisierung in der Eurozone sowie eine überraschend stark anziehende Weltkonjunktur
zum Anstieg vieler Aktienindizes. Der Deutsche Aktienindex DAX® verbesserte sich im
Berichtszeitraum (1. März 2010 bis 28. Februar 2011) um 30 % auf 7.272 Punkte. MDAX®
und TecDAX® stiegen um 39 % bzw. 14 %. Der amerikanische Dow-Jones-Index erhöhte sich
im gleichen Zeitraum dagegen lediglich um 18 % auf 12.226 Punkte. Kursverlauf der CropEnergies-AktieDer Aktienkurs von CropEnergies profitierte im Berichtszeitraum vom starken Umsatz-
und Ergebniswachstum. Dabei wurde die zweimalige Anhebung der Ergebnisprognose für
das laufende Geschäftsjahr vom Kapitalmarkt sehr positiv aufgenommen. Mit einem Anstieg
von 3,73 € (26. Februar 2010) auf 6,22 € am 28. Februar 2011, der auch den Höchststand
im Geschäftsjahr markierte, legte die CropEnergies-Aktie binnen eines Jahres um 67
% zu. Damit übertraf das Papier deutlich den Vergleichsindex DAXsubsector Renewable
Energies der Deutschen Börse, der 10 % einbüßte. Dieser Index litt insbesondere unter
dem Kursrückgang zahlreicher Solartitel. Kursverlauf der CropEnergies-Aktie seit dem Börsengang am 29. September 2006 bis zum
28. Februar 2011 (Schlusskurse XETRA®)
![]() Börsennotierung und AktionärsstrukturDie Aktie der CropEnergies AG (ISIN DE000A0LAUP1) ist im regulierten Markt (Prime
Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Darüber hinaus wird das Papier
auch im Computerhandel XETRA® sowie im Freiverkehr in Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf,
Hamburg, München und Berlin gehandelt. Unverändert werden 71 % der CropEnergies-Aktien
von der Südzucker AG und 7 % der Aktien von der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft
eG (SZVG) gehalten. Weitere Stimmrechtsmeldungen gab es nicht. Zur Hauptversammlung
2010 zählte CropEnergies rund 15.000 vornehmlich private Depotinhaber. Hauptversammlung 2010An der ordentlichen Hauptversammlung am 15. Juli 2010 im Kongresszentrum Rosengarten
in Mannheim nahmen mit rund 800 Teilnehmern mehr Aktionäre als im Vorjahr teil. Sie
vertraten 82 % des Kapitals. Das besondere Interesse der Aktionäre galt den strategischen
Zielen von CropEnergies und dem verbesserten Ausblick für das laufende Geschäftsjahr.
Weiterhin standen vor allem die Vorteile von Bioethanol gegenüber fossilen Kraftstoffen
sowie die erste Dividendenzahlung im Mittelpunkt. Nach der Erörterung der Tagesordnungspunkte
beschloss die Hauptversammlung die vorgeschlagene Ausschüttung einer Dividende in
Höhe von 0,05 € pro Aktie. Dies entspricht einer Ausschüttungssumme von 4,3 Mio. €.
Alle weiteren Beschlussvorschläge der Verwaltung einschließlich der Möglichkeit eines
Aktienrückkaufs wurden ebenfalls mit einer Mehrheit von über 99 % angenommen. Kursverlauf der CropEnergies-Aktie gegenüber dem DAXsubsector Renewable Energies Performance-Index
vom 1. März 2010 bis zum 28. Februar 2011
![]() Dividendenvorschlag 2011CropEnergies möchte die Anteilseigner an der deutlich verbesserten Ertragslage des
Unternehmens beteiligen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am
19. Juli 2011 daher die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,15 € je Aktie vor.
Dies entspricht bei 85,0 Mio. Stückaktien einer verdreifachten Ausschüttungssumme
von 12,8 (4,3) Mio. €. Marktkapitalisierung und BörsenumsatzZum Bilanzstichtag am 28. Februar 2011 erhöhte sich der Börsenwert aller CropEnergies-Aktien um 67 % auf 529 (317) Mio. €. Auch der Aktienumsatz an allen deutschen Börsenplätzen stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich an und erreichte ein Volumen von 16 (7) Mio. CropEnergies-Aktien. Der durchschnittliche Tagesumsatz nahm auf rund 64 (27) Tsd. Aktien zu.* Investor RelationsCropEnergies bietet allen Interessenten zeitnahe und transparente Informationen sowie
einen kontinuierlichen Dialog zur wirtschaftlichen Entwicklung. Herzstück des jederzeit
abrufbaren Informationsangebots ist die Website, auf der unter anderem die Finanzberichte,
Pressemitteilungen, der Finanzkalender und die jeweils aktuelle Kapitalmarktpräsentation
bereitstehen. Des Weiteren ist auf der Website ein Fact Sheet verfügbar, das Interessenten
eine Kurzübersicht über CropEnergies gibt. Interessierte Anleger erhalten diese Informationen
auf Wunsch auch per E-Mail oder per Post. Darüber hinaus informiert CropEnergies in
Form von Interviews und Fachbeiträgen, durch die Teilnahme an Vorträgen, Diskussionen
und Konferenzen. Über die Quartalsergebnisse wurde mittels Telefonkonferenzen regelmäßig
berichtet. Für einen telefonischen Informationsaustausch steht die Investor-Relations-Abteilung
zur Verfügung. CropEnergies hat die Investor-Relations-Aktivitäten im abgelaufenen Geschäftsjahr
erfolgreich fortgesetzt. Neben den Kontakten zu Privatanlegern präsentierte sich das
Unternehmen im Rahmen von Analysten- und Kapitalmarktkonferenzen direkt in den wichtigsten
Finanzzentren. So wurden in Frankfurt, London, New York, Zürich und München einem
größeren Publikum die Schwerpunkte und der Verlauf des Geschäfts erläutert. Zahlreiche
Roadshows im In- und Ausland sowie Investorenbesuche in Mannheim ergänzten die Investor-Relations-Arbeit.
Der Erfolg dieser Maßnahmen zeigt sich auch in den gestiegenen Handelsvolumina. Stammdatenscroll
Kennzahlen der Aktiescroll
Quelle: Deutsche Börse AG, XETRA® Daten HEUTE DEN KRAFTSTOFF INS RENNEN SCHICKEN FÜR DEN ALLTAG VON MORGENCropEnergies beschäftigt sich intensiv mit der Nutzung von Bioethanol im Kraftstoffsektor.
Wir haben an den Normen, welche die Grundlagen für die Verwendung von Bioethanolkraftstoffen
darstellen, aktiv mitgearbeitet. Als Pionier und Marktführer auf dem deutschen E85-Markt
haben wir im legendären 24h-Rennen auf dem Nürburgring seit 2009 ein Fahrzeug mit
unserem E85-Kraftstoff CropPower85 ins Rennen geschickt, das 2010 als erstes bioethanolbetriebenes
Fahrzeug den Klassensieg geholt hat. Dabei haben wir viele Erkenntnisse über die Leistungsfähigkeit
dieses Kraftstoffs erlangt, die für die Nutzung von Bioethanol im Straßenverkehr wichtig
sind. In Deutschland wird seit Anfang 2011 der Kraftstoff E10 angeboten. Dass auch
höhere Beimischungen möglich sind, zeigen Länder wie z. B. die USA und Brasilien,
die bereits Kraftstoffe mit mehr als 10 Volumenprozent Bioethanol für konventionelle
Ottomotoren anbieten. Mehr nachhaltiges Bioethanol im Kraftstoff bedeutet weniger
Treibhausgasemissionen im Straßenverkehr und sichert die Mobilität in der Zukunft. KonzernlageberichtBERICHT ZUR GESCHÄFTSTÄTIGKEITEntwicklungen auf dem Weltmarkt für BioethanolEthanolproduktionIm Jahr 2010 stieg die weltweite Produktion von Bioethanol im Vergleich zum Vorjahr um 15,4 % auf 104,0 (90,1) Mio. m3 und überschritt damit erstmals die Marke von 100 Mio. m3 . Der Zuwachs basiert wie in den vergangenen Jahren auf der Ausweitung der Produktion für Anwendungen im Kraftstoffbereich. Insgesamt wurden 85,0 (72,9) Mio. m3 Bioethanol und damit 82 (81) % der Gesamtproduktion für den Kraftstoffsektor hergestellt. Erste Schätzungen für das Jahr 2011 gehen von einer Verlangsamung des Wachstums der weltweiten Bioethanolproduktion aus und rechnen mit einer Produktion von 108,3 Mio. m3 . Der größte Produktionsanstieg wird dabei in den USA erwartet. Für Brasilien hingegen rechnet man aufgrund der schwierigen Witterungsverhältnisse und der anhaltend hohen Zuckerpreise mit einer Produktion knapp unter Vorjahresniveau. Die USA haben ihre Rolle als weltweit größter Produzent von Bioethanol durch eine Ausweitung der Produktion um 22,2 % auf 51,5 (42,2) Mio. m3 weiter ausgebaut. Ein fortschreitender Konsolidierungsprozess und eine positive Margensituation ermöglichten die Wiederinbetriebnahme zwischenzeitlich stillgelegter Bioethanolkapazitäten sowie eine hohe Auslastung des gesamten US-Anlagenbestands. Aufgrund einer geringen Investitionstätigkeit in Neuanlagen erwarten Marktbeobachter jedoch eine deutliche Verlangsamung der Expansion der US-Bioethanolindustrie. In Brasilien stieg die Produktion im Jahr 2010 um 7,2 % auf 28,0 (26,1) Mio. m3 Bioethanol. Der Anstieg der Bioethanolproduktion fiel damit im Vergleich zur Zuckerrohrernte unterproportional aus, da die brasilianischen Anbieter aufgrund hoher Zuckerpreise einen möglichst hohen Anteil des geernteten Zuckerrohrs zu Zucker verarbeiteten. In der EU wuchs die Ethanolproduktion um 14,8 % auf 6,4 (5,6) Mio. m3 . Dem weltweiten Trend folgend, basiert dieser Anstieg auf dem zunehmenden Einsatz von Bioethanol als Kraftstoff, für den 4,3 Mio. m3 bzw. 66,1 % der Bioethanolerzeugung in der EU bestimmt waren. Der Zuwachs resultiert vor allem aus der Inbetriebnahme neuer Großanlagen in den Niederlanden und Großbritannien. Weitere Produktionssteigerungen wurden unter anderem in Belgien, Deutschland und Frankreich erzielt. Für das Jahr 2011 erwarten Marktbeobachter in der EU eine Gesamtproduktion von rund 7,1 Mio. m3 Bioethanol. Aufgrund höherer Beimischungsquoten stieg der Bedarf an Kraftstoffethanol in der EU im Jahr 2010 auf 5,6 (4,4) Mio. m3 . Mit einem Anstieg des Bioethanolverbrauchs in 2010 um 28 % auf 1,5 Mio. m3 ist Deutschland weiterhin der größte Markt für Bioethanol in der EU. Rund 88 % bzw. 1,3 Mio. m3 des verbrauchten Bioethanols wurden dabei dem Benzin direkt beigemischt. Der Einsatz von Bioethanol zur Produktion des Oktanzahlverbesserers ETBE reduzierte sich entsprechend um 38 % auf 0,16 Mio. m3 . Angesichts relativ hoher Tankstellenpreise für Benzin, die sich seit März 2010 stets über der Marke von 1,40 €/l bewegten, wies der deutlich preiswertere E85-Kraftstoff eine hohe Wettbewerbsfähigkeit auf. Als Folge stieg der Verbrauch von Bioethanol für E85 im Vergleich zum Vorjahr um 45 %. EthanolpreiseDer Beginn der Zuckerrohrernte 2010/11 führte in Brasilien zunächst zu einer Entspannung der Versorgungslage und einem Rückgang der Bioethanolpreise FOB Santos von rund 675 US-$/m3 Anfang März 2010 auf rund 485 US-$/m3 Anfang Juni 2010. Niedrigere Ernteerwartungen aufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse und die anhaltend hohe Inlandsnachfrage nach Bioethanol hatten jedoch einen Anstieg der brasilianischen Ethanolpreise auf rund 935 US-$/m3 Ende Februar 2011 zur Folge. Preissteigernd wirkten sich dabei auch die anhaltend hohen Zuckerpreise sowie ein ungewöhnlich frühes Ende der Zuckerrohrernte im brasilianischen Hauptanbaugebiet aus. Die Nachfrage nach Kraftstoffethanol entwickelt sich durch die zunehmende Verbreitung von Flexible Fuel Vehicles (FFVs) hingegen dynamisch. In Brasilien waren 2010 rund 2,9 Mio. bzw. 86 % der neuzugelassenen Fahrzeuge FFVs. Auch an der Chicago Board of Trade (CBOT) und der Chicago Mercantile Exchange (CME) zogen die Ethanolpreise an. Als Folge gestiegener Beimischungsverpflichtungen und höherer Rohstoffkosten stieg der 1-Monats-Future von rund 1,70 US-$/Gallone* Anfang März 2010 auf rund 2,60 US-$/Gallone Ende Februar 2011. E10-Kraftstoff wird in den USA inzwischen nahezu flächendeckend genutzt. Nachdem die
US-Umweltbehörde umfangreiche Tests zur Motorenverträglichkeit von E15-Kraftstoff
durchgeführt hatte, entschied sie am 21. Januar 2011, Ottokraftstoff mit einem Anteil
von 15 Vol.-% Bioethanol für Fahrzeuge ab dem Baujahr 2001 freizugeben. Marktbeobachter
rechnen daher mit einem weiteren Nachfrageanstieg nach Kraftstoffethanol in den USA. In Europa stiegen die Ethanolpreise bei hoher Volatilität von rund 500 €/m3 Anfang März 2010 auf 650 €/m3 FOB Rotterdam Ende Februar 2011. Dabei schwankten die Preise zwischen 430 €/m3 Mitte April 2010 und rund 655 €/m3 Mitte September 2010. Neben höheren Rohstoffkosten ist dieser Preisanstieg auf die zunehmende Beimischung von Bioethanol im europäischen Kraftstoffsektor bei moderaten Importaktivitäten zurückzuführen.
*
1 Gallone entspricht 3,7854 Liter. Entwicklungen auf den Rohstoff- und FuttermittelmärktenGetreidemärkteAufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse in wichtigen Anbauregionen, insbesondere
in der EU und Russland, hat das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) die Ernteerwartungen
für das Getreidewirtschaftsjahr 2010/11 im Jahresverlauf gesenkt. Nach der Schätzung
vom 8. April 2011 erwartet das USDA für die Ernte 2010/11 eine Weltgetreideproduktion
(ohne Reis) von 1.731 Mio. t und damit 3,4 % weniger als im Vorjahr. Den Verbrauch
schätzt das USDA auf 1.788 Mio. t (+1,6 %). Aufgrund des Weltgetreidebestands von
339 Mio. t ist die weltweite Versorgungslage mit Getreide trotz dieses Nachfrageüberhangs
weiterhin gut. Trotz Ernteeinbußen infolge trockener Witterung im Juni und Juli 2010 entsprach die
Ernte in der EU im Getreidewirtschaftsjahr 2010/11 mit 275 Mio. t weitestgehend dem
Gesamtverbrauch in Höhe von 272 Mio. t. Hohe Niederschläge ab August 2010 führten
allerdings zu Qualitätseinbußen beim geernteten Getreide, sodass es zu einer Verknappung
bei Mahlweizen kam. Entsprechend erhöhte sich der Anteil des Futtergetreides. Fast
zwei Drittel der EU-Getreideerzeugung wird zur Tierfütterung eingesetzt, auf die Herstellung
von Bioethanol entfielen lediglich 3,3 % oder 9,1 Mio. t. Trotz der gesunkenen Getreideproduktion
rechnet das USDA damit, dass die EU mit einem Nettoexport von rund 16 Mio. t Getreide
unverändert in hohem Maße zur weltweiten Getreideversorgung beitragen wird. Nach relativ konstanten Preisen von rund 130 €/t im 1. Quartal 2010/11 zogen die Notierungen
für Weizen an der NYSE Euronext in Paris im Zuge der rückläufigen Ernteerwartungen
spürbar an. Die Preissteigerungen wurden dabei durch Spekulationen an den weltweiten
Warenterminbörsen über eine Verknappung der Getreideversorgung, einem massiven Anstieg
des Ölpreises und einer trotz höherer Preise robusten Getreidenachfrage verstärkt.
In der Spitze erreichte der 1-Monats-Future für Weizen an der NYSE Euronext Paris
278,50 €/t. Erst Gewinnmitnahmen spekulativer Rohstoff-Fonds im Februar 2011 im Rahmen
der politischen Krise in Nordafrika reduzierten den Weizenpreis auf 258 €/t. Nach dem deutlichen Rückgang der weltweiten Weizenanbaufläche im Getreidewirtschaftsjahr
2010/11 erwartet der Internationale Getreiderat (International Grain Council) im kommenden
Getreidewirtschaftsjahr 2011/12 aufgrund der gestiegenen Weizenpreise wieder eine
Ausweitung der Anbaufläche auf rund 225 (217) Mio. ha. Insbesondere in den Ländern
der GUS, Europa und Nordamerika soll unter Einbeziehung der derzeit brachliegenden
landwirtschaftlichen Nutzflächen mehr Weizen ausgesät werden. Bei durchschnittlichen
Erträgen würde die weltweite Weizenernte um 3,6 % auf rund 673 Mio. t steigen. Bei
Grobgetreide wie z. B. Mais und Gerste herrschten in der nördlichen Hemisphäre gute
Bedingungen zur Aussaat. Neben einem Anstieg der Gersteanbaufläche um 4,1 % in der
EU rechnet der Internationale Getreiderat insbesondere in Russland mit einem deutlichen
Wachstum des Grobgetreideanbaus, da die Anbauflächen von 6,5 auf 9,0 Mio. ha ausgedehnt
werden sollen. In Nordamerika wird ebenfalls ein Ausbau des Grobgetreideanbaus erwartet.
In den USA soll die Maisanbaufläche um bis zu 4 % ausgedehnt werden. Für Kanada wird
mit einem Anstieg der Anbaufläche für Sommergerste um mehr als 16 % auf 2,8 Mio. ha
gerechnet. Insgesamt wird in der EU auch für das Getreidewirtschaftsjahr 2011/12 eine überdurchschnittliche
Getreideernte erwartet. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Landwirte in der
Gemeinschaft eine Fläche von rund 57 Mio. ha mit Getreide bestellen und die Getreideerzeugung
gegenüber dem Vorjahr um etwa 4 % auf rund 285 Mio. t Getreide steigern werden. ZuckermärkteIm Zuckerwirtschaftsjahr 2010/11 erwarten Marktanalysten einen Anstieg der Weltzuckerproduktion
um 8,3 Mio. t auf 166,9 Mio. t. Gleichzeitig wird mit einem weiteren Anstieg des weltweiten
Zuckerverbrauchs um 3,0 Mio. t auf 164,1 Mio. t gerechnet. Als Folge werden die Zuckerbestände
per September 2011 auf 57,8 Mio. t bzw. 35,2 % eines Jahresverbrauchs steigen. Nachdem
sich die Bestände in den letzten beiden Wirtschaftsjahren um rund. 20 Mio. t reduzierten,
wird demnach ein moderater Bestandsaufbau um 2,3 % erwartet. Anfang März 2010 notierte der Terminmarktpreis für Weißzucker an der London International
Financial Futures and Options Exchange (LIFFE) bei rund 636 US-$/t. Im Verlauf der
folgenden zwölf Monate stieg er infolge der angespannten Versorgungslage und erreichte
Ende Dezember 2010 erstmals die Marke von 800 US-$/t. In Erwartung einer besseren
Versorgungslage ermäßigten sich die Preise für Weißzucker bis Ende Februar auf rund
744 US-$/t. In der EU war die Zuckerrübenkampagne 2010/11 durch schwierige Rahmenbedingungen gekennzeichnet.
So wurde der Aufwuchs der Pflanzen durch die Trockenheit im Juni und Juli 2010 behindert
und die Rübenernte durch hohe Niederschläge ab September 2010 erschwert. Als Folge
konnte das Produktionsniveau der überdurchschnittlich guten Rübenernte des Vorjahres
nicht erreicht werden. Dennoch lag die Rübenernte 2010/11 deutlich über dem Durchschnitt
der letzten fünf Jahre. FuttermittelmärkteDer 1-Monats-Future für Sojabohnen an der CBOT, der Anfang März 2010 noch bei 9,50
US-$/bushel notierte, zog im Laufe des Geschäftsjahrs 2010/11 auf rund 13,57 US-$/bushel
Ende Februar 2011 an. Ein wesentlicher Grund für diesen Preisanstieg ist eine hohe
Sojanachfrage der Volksrepublik China, die nach Schätzungen des USDA im Wirtschaftsjahr 2010/11 57 Mio. t Sojabohnen importieren
wird und damit mittlerweile nahezu 60 % des Welthandels auf sich vereinigt. Meldungen
über gesunkene Lagerbestände in den USA und trockenheitsbedingte Verzögerungen bei
der Aussaat in Argentinien führten zu weiteren Preissteigerungen für Sojabohnen. Die Futtermittelpreise in Europa folgten weitestgehend den US-Vorgaben. Die Notierungen
für Sojaschrot in Europa sind im Berichtszeitraum um rund 45 €/t gestiegen und bewegten
sich Ende Februar 2011 bei 316 €/t. Auch andere proteinreiche Futtermittel wie z.
B. Rapsschrot konnten von dieser Entwicklung profitieren. So notierte Rapsschrot Ende
Februar 2011 bei 195 €/t und damit rund 15 €/t höher als Anfang März 2010. Diese Entwicklung
wurde neben der Entwicklung der Sojabohnenpreise auch von einer knappen Versorgungslage
mit Raps in der EU hervorgerufen, welche in einem Rückgang der EU-Rapsernte auf 20,3
(21,6) Mio. t und einem ebenfalls relativ geringen Rapsangebot aus der Ukraine begründet
war. Entwicklungen im politischen UmfeldEUMit der Verabschiedung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" und der Neufassung der
"Kraftstoffqualitätsrichtlinie" hat die EU am 25. Juni 2009 die rechtlichen Grundlagen
zur Förderung der Nutzung von erneuerbaren Energien im Verkehrssektor geschaffen und
damit die Weichen zur Verbesserung des Klimaschutzes und der Energieversorgungssicherheit
innerhalb der EU gestellt. Im Mittelpunkt steht das für 2020 verbindliche Beimischungsziel
von 10 % erneuerbarer Energien in diesem Sektor. Das umfangreiche Gesetzespaket sollte
von den Mitgliedsstaaten bis zum 5. Dezember 2010 in nationales Recht umgesetzt werden. Jeder Mitgliedsstaat war verpflichtet, bis zum 30. Juni 2010 einen nationalen Aktionsplan zur Förderung der Nutzung von erneuerbaren Energien bei der EU-Kommission einzureichen. Neben den Maßnahmen zur Förderung von erneuerbaren Energien mussten darin indikative Zwischenziele für deren Nutzung angegeben werden. Die veröffentlichten Aktionspläne verdeutlichen das große Wachstumspotenzial des Bioethanolmarkts in Europa, insbesondere in den Mitgliedsstaaten, in denen Bioethanol bislang nur eine untergeordnete Rolle spielte. Es wird damit gerechnet, dass sich der Bioethanolbedarf in der EU bis zum Jahr 2020 auf rund 15 Mio. m3 Bioethanol nahezu verdreifachen wird. Ein wichtiger Bestandteil der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" sind die darin enthaltenen
Nachhaltigkeitskriterien, die sicherstellen sollen, dass in Zukunft nur noch nachhaltig
erzeugte Biokraftstoffe gefördert werden. Um im Rahmen von Beimischungsverpflichtungen
angerechnet zu werden und/oder um in den Genuss von Steuererleichterungen zu kommen,
müssen Biokraftstoffe u. a. mindestens 35 Gew.-%, ab 2017 sogar 50 Gew.-% der Treibhausgasemissionen
im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen einsparen. Neue Biokraftstoffanlagen, die nach
2017 errichtet werden, müssen Treibhausgaseinsparungen von mindestens 60 Gew.-% nachweisen.
Neben dieser Mindesteinsparung von Treibhausgasen müssen Biokraftstoffe weitere Umwelt-
und Sozialstandards erfüllen. Hierdurch soll verhindert werden, dass Flächen mit anerkannt
hohem ökologischem Wert (z. B. Wälder und Schutzgebiete) zur Erzeugung von Rohstoffen
für die Biokraftstoffproduktion genutzt werden. Um die Umsetzung der Nachhaltigkeitskriterien
zu erleichtern, hatte die EU-Kommission den Mitgliedsstaaten im Juni 2010 einen Implementierungsleitfaden
mit Übergangsregeln für den Umgang mit Rohstoffen aus der Ernte 2010 zur Verfügung
gestellt. Eine einheitliche Umsetzung der Nachhaltigkeitskriterien wird jedoch durch
das bisherige Fehlen eines EU-weit geltenden Zertifizierungssystems erschwert. Dies
hat auch dazu geführt, dass die Fortschritte in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten
bei der Implementierung der Nachhaltigkeitskriterien sehr unterschiedlich ausfallen.
Als einzige EU-Mitgliedsstaaten haben Deutschland und Österreich die Richtlinie fristgerecht
umgesetzt. Es wird erwartet, dass im Laufe des ersten Halbjahrs 2011 weitere EU-Mitgliedsstaaten,
allen voran Schweden und Großbritannien, ebenfalls EU-konforme Nachweissysteme etablieren
werden. Klärungsbedarf besteht noch bei der Berücksichtigung indirekter Landnutzungsänderungen
(iLUC). Derzeit ist noch unklar, wie Veränderungen in der Landnutzung in einer Region,
die möglicherweise durch die Erzeugung von Biomasse zur Herstellung von Biokraftstoffen
in anderen Regionen hervorgerufen werden, bei der Berechnung des Treibhausgaseinsparpotenzials
von Biokraftstoffen berücksichtigt werden sollen. Die EU-Kommission hat am 22. Dezember
2010 einen Bericht über indirekte Landnutzungsänderungen angenommen. ILUC-Effekte
können demnach die Treibhausgasbilanz von Biokraftstoffen beeinflussen. Angesichts
der hohen Unsicherheit der Modellberechnungen hat die EU-Kommission jedoch angekündigt,
in einer Folgenabschätzung mögliche Handlungsoptionen weiter zu prüfen und die Ergebnisse
spätestens im Juli 2011 vorzulegen. Auf dieser Basis wird die EU-Kommission ggf. gesetzgeberische
Maßnahmen zur Ergänzung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" vorschlagen, über die
der Europäische Rat und das Europäische Parlament bis Ende 2012 entscheiden sollen. Mit der Novellierung der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" hat die EU die technische
Voraussetzung für die europaweite Einführung von E10-Kraftstoff, d. h. die Beimischung
von 10 Vol.-% Bioethanol zu Ottokraftstoff, geschaffen. Bereits im April 2009 hat
Frankreich als erster EU-Mitgliedsstaat damit begonnen, die Nutzung von Bioethanol
im Verkehrssektor auszubauen. In der Zwischenzeit haben weitere Mitgliedsstaaten ebenfalls
E10 eingeführt. So ist E10-Kraftstoff z. B. seit dem 5. September 2010 in Spanien
verfügbar. In Finnland und Schweden begann die Markteinführung von E10-Kraftstoff
im Frühjahr 2011. DeutschlandAb dem 1. Januar 2011 hat der Gesetzgeber auch in Deutschland die Obergrenze der Ethanolbeimischung
zu Ottokraftstoff auf 10 Vol.-% angehoben. Zur Vorbereitung der Einführung von E10-Kraftstoff
wurde die bestehende deutsche E10-Kraftstoffnorm (DIN 51626) an die Vorgaben der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie"
der EU angepasst. Nachdem die Bundesregierung und der Bundesrat der Änderung der "Zehnten
Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes" zugestimmt haben,
begann die sukzessive Einführung von E10-Kraftstoff an deutschen Tankstellen ab Januar
2011. Eine Bestandsschutzregelung stellt sicher, dass der für alle Ottomotoren geeignete
Ottokraftstoff mit einem Anteil von bis zu 5 Vol.-% Bioethanol (E5) weiterhin angeboten
wird. Angesichts der weitgehenden E10-Freigaben der Fahrzeughersteller gehen das Bundesumweltministerium
und die beteiligten Verbände davon aus, dass 93 % aller benzinbetriebenen Fahrzeuge
in Deutschland problemlos E10 tanken können. Der Aktionsplan der deutschen Bundesregierung sieht vor, das EU-Ziel von 10 % erneuerbaren
Energien im Transportsektor im Jahr 2020 mit den bereits bestehenden Gesetzen zu erreichen.
Demnach gilt bis 2014 im Rahmen der Gesamtquote eine Beimischungsverpflichtung für
Biokraftstoffe von 6,25 %. Ab 2015 ist vorgesehen, die Biokraftstoffquoten nicht mehr
auf der Grundlage des Heizwerts, sondern anhand von Treibhausgaseinsparzielen zu definieren.
Die Treibhausgaseinsparungen im Kraftstoffbereich sollen von 3 Gew.-% im Jahr 2015
auf 7 Gew.-% im Jahr 2020 steigen. In dem am 28. September 2010 veröffentlichten Energiekonzept
für eine Umwelt schonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung machte die
Bundesregierung deutlich, dass Biokraftstoffe auch langfristig einen unverzichtbaren
Beitrag zur weiteren Reduktion von Treibhausgas-Emissionen im Transportsektor leisten
werden. Die deutsche Bioethanolwirtschaft begrüßte die Ankündigung, den Anteil von
Biokomponenten in Kraftstoffen weiter zu steigern und folglich die technischen Voraussetzungen
für die Einführung von Ottokraftstoffen mit einer Beimischung von mehr als 10 Vol.-%
Bioethanol schaffen zu wollen. Dies ist erforderlich, um die europäischen Zielvorgaben
für die Nutzung erneuerbarer Energien im Verkehrssektor im Jahr 2020 einhalten zu
können. In Deutschland bindet die Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung (Biokraft-NachV) die Förderung von flüssigen und gasförmigen Kraftstoffen aus Biomasse über Steuerentlastungen und Biokraftstoffquotenverpflichtungen ab der Ernte 2010 an die Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen. Die nachhaltige Herstellung von Biokraftstoffen wird dabei von unabhängigen Zertifizierungssystemen und -stellen überprüft, die von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) anerkannt und kontrolliert werden. Die Dokumentation der nachhaltigen Produktion von Biokraftstoffen muss ab dem 1. Januar 2011 mit Hilfe von Zertifizierungssystemen wie z. B. dem Zertifizierungssystem REDcert* erfolgen. Im Dezember 2010 veröffentlichte die BLE Übergangsvorschriften zur praktischen Umsetzung der Biokraft-NachV. Bei der Bilanzierung nachhaltiger Biomasse bis einschließlich 30. Juni 2011 darf demnach
z. B. der Bilanzierungszeitraum ausnahmsweise von maximal drei auf bis zu zwölf Monate
ausgedehnt werden. Darüber hinaus hat die BLE Schätzwerte festgelegt, die bei der
Berechnung der Treibhausgas-Emissionen beim Anbau von Gerste, Roggen und Triticale
verwendet werden können. Mit diesen Maßnahmen griff die BLE zentrale Forderungen der
deutschen Biokraftstoffwirtschaft auf, die bereits frühzeitig auf Informationsdefizite
und den notwendigen Zeitbedarf zum Aufbau von geeigneten Zertifizierungsstrukturen
aufmerksam machte.
*
REDcert = Renewable Energy Directive certification Entwicklungen in der CropEnergies-GruppeDie CropEnergies AG hält mittelbar oder unmittelbar 100 % an folgenden in- und ausländischen
Tochterunternehmen:
Daneben hält die CropEnergies AG mittelbar 50 % an der
Die CropEnergies Bioethanol GmbH betreibt in Zeitz mit einer Produktionskapazität von 360.000 m3 Bioethanol pro Jahr eine der größten Bioethanolanlagen Europas und produziert dort seit 2005 Bioethanol, das Proteinfuttermittel ProtiGrain® sowie thermische und elektrische Energie. Die BioWanze SA betreibt in Wanze (Belgien) eine Anlage zur Produktion von Bioethanol, Gluten, dem Proteinfuttermittel ProtiWanze® sowie thermischer und elektrischer Energie. Die Anlage hat eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 300.000 m3 Bioethanol. Darüber hinaus können pro Jahr rund 55.000 t Gluten und mehr als 200.000 t ProtiWanze® hergestellt werden. Die Anlage verfügt über ein weltweit einzigartiges Biomasse-Kraftwerk, das aus den Schalen des angelieferten Weizenkorns einen Großteil der benötigten Prozessenergie gewinnt. Daher übertrifft das mit diesem innovativen Energiekonzept hergestellte Bioethanol
bereits heute die ab dem Jahr 2017 geltenden EU-Nachhaltigkeitsstandards deutlich. Die Compagnie Financière de l'Artois SA (COFA) ist eine französische Zwischenholding
ohne Produktion und hält 100 % der Anteile der Ryssen Alcools SAS (Ryssen). Ryssen betreibt in Loon-Plage bei Dünkirchen (Frankreich) eine Anlage zur Rektifikation (Aufreinigung) und Dehydratation (Trocknung) von Rohalkohol. Die Jahreskapazität für die Dehydratation von Rohalkohol insbesondere für den Kraftstoffsektor beträgt 100.000 m3 Bioethanol. Für die Rektifikation von Rohalkohol für traditionelle und technische Anwendungen steht eine Produktionskapazität von 80.000 m3 Alkohol pro Jahr zur Verfügung. Die CropEnergies Beteiligungs GmbH verfügt als deutsche Zwischenholding über keine
eigene Produktion. Die CT Biocarbonic GmbH ist ein Joint Venture zur Herstellung und zum Vertrieb von flüssigem CO2 in Lebensmittelqualität und betreibt in Zeitz eine Produktionsanlage zur Aufreinigung und Verflüssigung von biogenem CO2 aus der benachbarten Bioethanolproduktion von CropEnergies. Die Anlage verfügt über eine Jahreskapazität von 100.000 t verflüssigtem CO2 , das unter anderem an die Nahrungsmittelindustrie vertrieben wird. ProduktionIm Geschäftsjahr 2010/11 hat die CropEnergies-Gruppe die Erzeugung von Bioethanol um 14 % auf 687 Tsd. m3 gesteigert. Zu diesem Anstieg hat insbesondere die bessere Auslastung der Produktionsanlage in Wanze beigetragen. Im Zuge der erhöhten Bioethanolproduktion stieg auch die Menge der erzeugten getrockneten Lebens- und Eiweißfuttermittel um 13 % auf 303 (269) Tsd. t. Als weitere Kuppelprodukte fielen flüssige Eiweißfuttermittel an. In Zeitz konnte trotz einer im Vergleich zum Vorjahr intensiveren Wartungsphase der
Produktionsanlage, die nach einer Betriebsdauer von fünf Jahren planmäßig im 1. Quartal
2010/11 durchgeführt wurde, die Produktion von Bioethanol und des hochwertigen Futtermittels
ProtiGrain® weiter gesteigert werden. Darüber hinaus gelang es, den spezifischen Energieeinsatz
zu reduzieren und die Rohstoffflexibilität der Anlage weiter zu erhöhen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat CropEnergies die Flexibilität der Produktionsanlage
in Zeitz genutzt und den Rohstoffeinsatz an die Bedingungen auf den Rohstoffmärkten
angepasst. Neben Weizen kamen auch Gerste, Triticale und Mais zum Einsatz. Darüber
hinaus wurden erstmals größere Mengen Nassmais verarbeitet und damit die Rohstoffbasis
erfolgreich erweitert. Auch Zuckersirupe aus der benachbarten Zuckerfabrik der Südzucker
AG können als Rohstoff eingesetzt werden und wurden kontinuierlich verarbeitet. In der Bioethanolanlage in Wanze hat CropEnergies im Geschäftsjahr 2010/11 die Kapazitätsauslastung
weiter erhöht. Nach Abschluss der planmäßigen Stillstandsphase für Wartungs- und Optimierungsarbeiten
im 1. Quartal 2010/11 konnten die Erzeugungsmengen an Bioethanol und eiweißreichen
Kuppelprodukten deutlich gesteigert werden. Die durchgeführten Maßnahmen verbesserten
auch die Prozessstabilität und verringerten den spezifischen Energiebedarf. Als Folge
der Optimierungsarbeiten im Bereich der Glutenabtrennung und -trocknung konnte die
Glutenausbeute deutlich erhöht werden. Der Biomassekessel wurde auf hohem Leistungsniveau
betrieben. Im Oktober 2010 wurden die Bioethanolanlagen in Zeitz und Wanze von der DQS GmbH Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen, Frankfurt am Main, nach dem Zertifizierungssystem REDcert zertifiziert. Damit entspricht das dort erzeugte Bioethanol allen Anforderungen der deutschen Biokraft-NachV. Im Rahmen der Zertifizierung wurde bestätigt, dass die Anlagen die Mindestanforderungen zur Treibhausgaseinsparung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" erfüllen. Mit Treibhausgaseinsparungen von über 60 Gew.-% übertrifft die Produktionsanlage in Wanze bereits heute die Anforderungen, die in der EU ab 2017 gelten werden. Nach Durchführung weiterer Prozessoptimierungen soll die Anlage über die gesamte Wertschöpfungskette sogar bis zu 70 Gew.-% der Treibhausgase gegenüber Benzin einsparen. Die Anlage in Zeitz übertrifft die Mindestanforderung von 35 Gew.-% Treibhausgaseinsparung gegenüber fossilem Ottokraftstoff ebenfalls deutlich. Durch die CO2 -Verflüs-sigung erhöhen sich die Treibhausgaseinsparungen der Bioethanolanlage in Zeitz weiter. Die fristgerechte Umsetzung der Registrierungsverpflichtung nach der EU-Chemikalienverordnung
(REACH) erfolgte in der CropEnergies-Gruppe mit der Einreichung der jeweiligen Stoffdossiers
bei der Europäischen Chemikalienagentur zum 30. November 2010. Die internen Prozeduren
und die IT-Anwendungen wurden angepasst, um eine den Anforderungen der REACH-Verordnung
entsprechende Beschaffung und Verwendung von Stoffen zu gewährleisten. Das Beschaffungsmanagement der CropEnergies-Gruppe für die Anlagen in Zeitz und Wanze
konzentriert sich auf den standortnahen und damit frachtgünstigen Bezug der benötigten
Rohstoffe. Um das Preisrisiko bei Getreide zu begrenzen, setzt CropEnergies als Ergänzung
zu Fixpreiskontrakten derivative Finanzinstrumente ein. Die Versorgung mit Zuckersirupen
ist durch zum Teil langfristige Lieferverträge gewährleistet. Bei der Umsetzung der
Biokraft-NachV in Deutschland hat Crop-Energies intensiv mit den Rohstofflieferanten
zusammengearbeitet, um die Versorgung der Fabriken mit als nachhaltig zertifizierter
Biomasse sicherzustellen. Gemeinsam mit den Getreidelieferanten wurden dabei auch
Möglichkeiten geprüft, durch eine optimale Sortenauswahl die Treibhausgasemissionen
auch auf der landwirtschaftlichen Erzeugungsstufe weiter zu reduzieren. Zur besseren
Abschätzung der Entwicklungen an den Getreide-, Zucker- und Futtermittelmärkten hat
CropEnergies den Dialog mit Rohstoffexperten inner- und außerhalb der Südzucker-Gruppe
weitergeführt. Im landwirtschaftlichen Beirat von CropEnergies wurden die aktuellen
Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten und deren Auswirkungen auf die Einkaufsstrategie
der CropEnergies-Gruppe erörtert. Darüber hinaus hat CropEnergies wie in den Vorjahren
ein Seminar mit den wichtigsten Getreidelieferanten und Futtermittelkunden durchgeführt,
um sich über aktuelle und zukünftige Entwicklungen auf den Getreide- und Futtermittelmärkten
auszutauschen. In der Produktionsanlage in Loon-Plage hat Ryssen im Berichtszeitraum neben Bioethanol
für den Kraftstoffsektor auch qualitativ hochwertige und auf die Wünsche der Kunden
maßgeschneiderte Produkte für traditionelle und technische Anwendungen hergestellt.
Beide Bereiche erreichten die vorgegebenen Produktionsziele. Anpassungen in der Dehydratation
zur Herstellung von neutralem Alkohol für die Kosmetikbranche verliefen erfolgreich. Zur Flexibilisierung des Rohstoffbezugs in Loon-Plage wurden erfolgreiche Versuche
zur Verbreiterung der Rohstoffbasis durchgeführt. Darüber hinaus wurde nicht-spezifikationsgerechte
Ware aus der Bioethanolanlage in Wanze für andere Anwendungen veredelt. Absatz BioethanolCropEnergies hat den Absatz von Bioethanol um 17 % auf 705 Tsd. m3 gesteigert. Davon entfielen 74 (67) Tsd. m3 auf Handelswaren. Der Kundenstamm besteht sowohl aus großen und mittelständischen Mineralölgesellschaften
als auch aus unabhängigen ETBE-Produzenten im In- und Ausland. CropEnergies konzentrierte
sich weiterhin auf Binnendestinationen, die mit dem geschaffenen Logistiknetzwerk
frachtgünstig versorgt werden können. In Verbindung mit den Tanklagern an den Produktionsstandorten
und den angemieteten Tankkapazitäten in Rotterdam und Duisburg verfügt CropEnergies
über ein einzigartiges Logistiknetzwerk und ist hervorragend in Europa positioniert. Weiterhin ist Deutschland der wichtigste Absatzmarkt von CropEnergies. Im Vorfeld
der Markteinführung von E10 und der Umsetzung der Biokraft-NachV entwickelte sich
die Nachfrage nach zertifiziertem Bioethanol in Deutschland insbesondere ab dem 3.
Quartal 2010/11 sehr dynamisch. Nach der erfolgten Zertifizierung hat CropEnergies
bereits im Oktober 2010 mit der Auslieferung von als nachhaltig zertifiziertem Bioethanol
aus Zeitz und Wanze begonnen. Neben der raschen und fristgerechten Umsetzung der Biokraft-NachV
trugen auch die frachtgünstigen Belieferungsmöglichkeiten zur Stärkung der Kundenbindung
und einer Steigerung des Absatzes im größten Bioethanolmarkt der EU bei. Einen weiteren Schwerpunkt der Vertriebsaktivitäten bildete die Entwicklung des belgischen
Bioethanolmarkts. Dabei ist es gelungen, neue Kunden für die Bioethanolmengen aus
Wanze zu gewinnen und den Marktanteil im belgischen Markt zu steigern. Auch in Osteuropa
konnte die starke Marktposition gefestigt werden. Im deutschen Markt für E85, einem Bioethanol-Benzin-Gemisch für Flexible Fuel Vehicles,
hat Crop-Energies die führende Marktstellung ausgebaut. Im Berichtszeitraum konnte
der Absatz des von CropEnergies gemäß DIN 51625 hergestellten E85-Qualitätskraft-stoffs
CropPower85 um fast 80 % gesteigert werden und wuchs damit erneut deutlich schneller
als der Gesamtmarkt. Derzeit vertreiben rund 30 % der E85-Tankstellen in Deutschland
CropPower85. Im Rahmen der Kraftstoff- und Technologiepartnerschaft mit dem Volvo-Veredler
HEICO SPORTIV konnte die hohe Qualität und Leistungsfähigkeit des E85-Kraftstoffs
CropPower85 auch im Motorsport eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden. Beim 24-Stunden-Rennen
auf dem Nürburgring vom 15. bis 16. Mai 2010 errang der mit CropPower85 betankte Volvo
C30 T5 als erstes mit Bioethanol betriebenes Fahrzeug den Sieg in seiner Klasse. Zur Förderung einer raschen Markteinführung von E10-Kraftstoff hat CropEnergies an
den Beratungen in den Normungsausschüssen auf nationaler und europäischer Ebene aktiv
mitgearbeitet. Um einheitliche Kraftstoffqualitäten in der EU zu gewährleisten, wurde
unter Mitwirkung von CropEnergies an der Anpassung der deutschen E10-Kraftstoffnorm
(DIN 51626) an die Vorgaben der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" der EU gearbeitet.
Mit der Veröffentlichung der angepassten DIN-Norm für E10-Kraftstoff am 25. Oktober
2010 wurden schließlich die technischen Voraussetzungen für die Einführung von Ottokraftstoffen
mit einem Anteil von bis zu 10 Vol.-% Bioethanol geschaffen. Auf europäischer Ebene
leistet CropEnergies im Rahmen eines CEN-Workshops (Comité Européen de Normalisation)
derzeit fachliche Unterstützung bei der Erarbeitung von Normen für Nachhaltigkeitskriterien,
die zukünftig eine einheitliche Umsetzung des EU-Nachhaltigkeitskonzepts für Biokraftstoffe
und flüssige Biobrennstoffe in allen Mitgliedsstaaten ermöglichen sollen. Über die Ryssen Alcools SAS hat die CropEnergies-Gruppe auch Marktsegmente außerhalb
des Kraftstoffmarkts erschlossen. Die qualitativ hochwertigen Produkte für traditionelle
und technische Anwendungen vermarktete das Unternehmen an namhafte Unternehmen der
Getränke-, Kosmetik-, Pharma- und Chemieindustrie. Eine dynamische Entwicklung zeigte
aufgrund des strengen Winters in Europa die Nachfrage nach Alkohol zur Herstellung
von frostbeständigen Scheibenreinigern für Kraftfahrzeuge. Absatz Lebens- und FuttermittelCropEnergies verfügt über ein breites Produktportfolio an hochwertigen Lebens- und
Futtermitteln aus der Bioethanolproduktion. Neben dem getrockneten und pelletierten
Eiweißfuttermittel ProtiGrain® werden seit der Inbetriebnahme der Produktion in Wanze
auch das flüssige Eiweißfuttermittel ProtiWanze® sowie Gluten vermarktet. Durch die
Veredelung der nicht vergärbaren Stoffe zu qualitativ hochwertigen Produkten verwertet
CropEnergies alle Bestandteile der eingesetzten Rohstoffe. Der Absatz an getrockneten
Futtermitteln stieg um 14 % auf 300 (264) Tsd. t. Das in Zeitz erzeugte hochwertige Eiweißfuttermittel ProtiGrain® ist ein fester Bestandteil
in der qualitätsorientierten europäischen Tierfütterung und verfügt über eine hohe
Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Rapsschrot und anderen alternativen Futtermitteln.
Der Schwerpunkt der Vertriebsaktivitäten lag weiterhin auf der Entwicklung des regionalen
Futtermittelmarkts, der eine frachtgünstige Belieferung der Kunden ermöglicht. Darüber
hinaus wurde das Forschungsprojekt "Effiziente Herstellung anforderungsgerechter Mischfutterpellets"
der Internationalen Forschungsgemeinschaft Futtermitteltechnik e. V. unterstützt,
in dem insbesondere die Pelletierung alternativer Futtermischungen mit konventionellen
Futtermischungen auf Getreidebasis verglichen wird. Im Zuge des Preisanstiegs bei
Ölschroten konnte CropEnergies attraktive Erlöse für ProtiGrain® erzielen. Die Hauptabsatzgebiete
sind neben Deutschland weiterhin die großen Futtermittelmärkte in den Niederlanden,
Frankreich, Großbritannien und Dänemark. Im Zuge der Verarbeitung von Weizen in der Bioethanolanlage in Wanze produziert und
vermarktet CropEnergies die Kuppelprodukte Gluten und CDS (Condensed Distillers' Solubles).
Gluten, auch Weizenkleber genannt, findet aufgrund der ernährungsspezifischen und
technologischen Eigenschaften insbesondere in der Lebensmittelindustrie und in speziellen
Tierfuttermitteln Verwendung. Der Vertrieb erfolgt über BENEO-Orafti, eine belgische
Tochtergesellschaft der Südzucker AG, die sich auf die Vermarktung von Zutaten für
Lebens- und Futtermittel spezialisiert hat und über ein globales Vertriebsnetzwerk
verfügt. Nach der im Mai 2010 erfolgten IFS-Zertifizierung (International Food Standard)
wird das in Wanze produzierte Gluten zunehmend auch im preislich attraktiven Lebensmittelsektor,
wie z. B. der Backwarenindustrie, vermarktet. Um dabei auch den speziellen jüdischen
und islamischen Speisevorschriften gerecht zu werden, wurden ergänzend entsprechende
Zertifizierungen durchgeführt. Aus den nach der Destillation verbleibenden Proteinen und weiteren Bestandteilen des
fermentierten Weizenkorns wird CDS (Condensed Distillers' Solubles) gewonnen - ein
flüssiges Futtermittel für Rinder und Schweine mit hohem Eiweißgehalt. Dieses flüssige
Proteinfuttermittel, das unter dem Markennamen ProtiWanze® vertrieben wird, hat sich
erfolgreich im Markt etabliert. Zu den Abnehmern gehören insbesondere Nutztierhalter
in den Beneluxländern. In enger Kooperation mit den Vertriebspartnern wurde die Entwicklung
des Markts für flüssige Proteinfuttermittel erfolgreich vorangetrieben und vor allem
die Nutzung als Futtermittel für Rinder deutlich ausgebaut. Das große Interesse von
Nutztierhaltern ist auf die vorzügliche Qualität und die hohe Wettbewerbsfähigkeit
von ProtiWanze® im Vergleich zu Sojaschrot und anderen proteinreichen Futtermitteln
zurückzuführen. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEDie Vorjahreszahlen sind jeweils nach den Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr
in Klammern dargestellt. Konzernumsatz und Ergebnisscroll
*
soweit nicht auf Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen entfallend KonzernumsatzCropEnergies konnte im Geschäftsjahr 2010/11 die dynamische und profitable Geschäftsentwicklung
fortsetzen. Mit dem geschaffenen Produktions- und Vertriebsnetzwerk profitierte CropEnergies
vom Wachstum des europäischen Bioethanolmarkts und steigerte den Konzernumsatz deutlich
um 26 % auf 472,8 (374,1) Mio. €. Der Umsatzanstieg resultiert im Wesentlichen aus der deutlichen Steigerung der Produktion von Bioethanol um 14 % auf den Rekordwert von 687 (603) Tsd. m3 . Dies führte zu einer Ausweitung der Absatzmengen von Bioethanol und eiweißhaltigen Kuppelprodukten. EBITDADas EBITDA erhöhte sich auf 76,3 (33,1) Mio. € und erreichte eine Marge von 16,1 (8,8)
%. Maßgeblich für die Verbesserung waren die Steigerung der Absatzmengen, insbesondere
aufgrund der deutlich erhöhten Auslastung der Bioethanolanlage in Wanze, sowie verbesserte
Kuppelprodukterlöse. Demgegenüber konnte ein Anstieg der Rohstoffkosten infolge der
Preissteigerungen an den Getreidemärkten durch frühzeitige Preisabsicherungen und
eine Optimierung des Rohstoffeinsatzes begrenzt werden. Hierdurch reduzierte sich
die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) auf 70,9 (77,2) %. Operatives KonzernergebnisTrotz der auf 30,4 (21,2) Mio. € erhöhten Abschreibungen verbesserte sich das operative
Ergebnis deutlich auf 45,9 (11,9) Mio. €. Die operative Marge erreichte 9,7 (3,2)
% des Umsatzes. Ergebnis der Betriebstätigkeit / SondereinflussIm Vergleich zum Vorjahreszeitraum fiel nur noch ein geringes Ergebnis aus Restrukturierungen
und Sondereinflüssen in Höhe von 0,8 (-2,5) Mio. € an, sodass das Ergebnis der Betriebstätigkeit
in Höhe von 46,7 (9,4) Mio. € nahezu dem operativen Ergebnis entspricht. FinanzergebnisAls Folge reduzierter Nettofinanzschulden verbesserte sich das Finanzergebnis auf
-8,0 (-8,3) Mio. €. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDas Ergebnis vor Steuern erhöhte sich auf 38,8 (1,1) Mio. €. Die Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag setzten sich im Geschäftsjahr 2010/11 aus laufenden Steueraufwendungen
in Höhe von 7,9 (4,5) Mio. € und latenten Steueraufwendungen in Höhe von 2,6 Mio.
€ zusammen. Im Vorjahr stand den laufenden Steueraufwendungen ein latenter Steuerertrag
von 7,8 Mio. € gegenüber, der sich im Wesentlichen aus dem Verlustvortrag sowie aus
spezifischen belgischen Steuerbestimmungen bei der Bio-Wanze SA ergab. JahresüberschussDer vollumfänglich auf die Aktionäre der CropEnergies AG entfallende Konzern-Jahresüberschuss
erhöhte sich deutlich auf 28,3 (4,4) Mio. €. Ergebnis pro AktieDas Ergebnis pro Aktie verbesserte sich auf 0,33 (0,05) €. Finanzierungsrechnungscroll
Getragen vom Umsatzwachstum, von der gestiegenen Kapazitätsauslastung sowie vom Anstieg
des EBITDA verbesserte sich der Cashflow auf 63,3 (17,8) Mio. €. Der Mittelabfluss aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens in Höhe von 17,7 Mio.
€ ergab sich im Wesentlichen aus einem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit verringerte sich auf insgesamt 20,7
(28,4) Mio. €. Davon entfielen 20,3 (32,7) Mio. € auf Investitionen in Sachanlagen
und 1,3 (1,1) Mio. € auf Investitionen in immaterielle Vermögenswerte. Dem Mittelabfluss
aus Investitionen standen Mittelzuflüsse aus Fördermitteln und dem Verkauf von langfristigen
Vermögenswerten in Höhe von 0,9 (5,4) Mio. € gegenüber. Die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten sowie die im Juli 2010 erfolgte erstmalige
Dividendenausschüttung in Höhe von 4,3 Mio. € führten zu einem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit
in Höhe von 20,9 (Mittelzufluss: 52,8) Mio. €. Zum 28. Februar 2011 reduzierten sich die Nettofinanzschulden der CropEnergies-Gruppe
auf 195,0 (215,4) Mio. €. BilanzstrukturDurch das Kapazitäts- und Umsatzwachstum erhöhte sich die Bilanzsumme auf 638,4 (608,9)
Mio. €. Das Eigenkapital wuchs deutlich auf 340,0 (311,7) Mio. €. Die Crop-Energies-Gruppe
verfügt somit über eine weiterhin starke Eigenkapitalquote von 53 (51) %. Die Nettofinanzschulden
in % des Eigenkapitals reduzierten sich deutlich auf 57 (69) %. AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich geringfügig um 5,4 Mio. € auf 512,9
Mio. €. Darin sind unverändert Geschäfts- bzw. Firmenwerte in Höhe von 4,3 Mio. €
enthalten. Das Eigenkapital und die langfristigen Schulden decken das Anlagevermögen
zu 103,2 (96,9) %. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 35,0 Mio. € auf 125,5 Mio. €. Dies ist
im Wesentlichen auf die Ausweitung des Geschäftsvolumens zurückzuführen. So stiegen
die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände um
34,4 Mio. € auf 75,6 Mio. €. Hierin sind auch höhere positive Marktwerte aus derivativen
Sicherungsinstrumenten in Höhe von 17,6 (4,0) Mio. € enthalten. Die Vorräte lagen
mit 37,6 Mio. € leicht unter Vorjahresniveau. Die langfristigen Schulden reduzierten sich um 7,6 Mio. € auf 157,3 Mio. €. Dabei
stand der Tilgung langfristiger Finanzverbindlichkeiten um 14,0 Mio. € auf 125,6 Mio.
€ eine Erhöhung der passiven latenten Steuern um 4,9 Mio. € auf 26,2 Mio. € gegenüber. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 8,8 Mio. € auf 141,1 Mio. €. Dabei stiegen
die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
um 10,0 Mio. € auf 53,9 Mio. €, insbesondere durch die darin enthaltenen höheren negativen
Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 13,1 (4,3) Mio. €. Die
kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten verringerten sich um 2,4 Mio. € auf 81,7 Mio.
€. Die kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich um 1,1 Mio. € auf 2,5 Mio. €. Die Nettofinanzschulden verringerten sich infolge des die Investitionsausgaben übersteigenden
Cashflows auf 195,0 (215,4) Mio. €. 125,6 Mio. € sind langfristig und 81,7 Mio. €
kurzfristig fällig. Dem stehen flüssige Mittel in Höhe von 12,3 Mio. € gegenüber.
Das Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Cashflow, das im Vorjahr 12,1 betrug, verbesserte
sich deutlich auf 3,1. Vorschlag zur GewinnverwendungDer Konzern-Jahresüberschuss der CropEnergies-Gruppe (nach IFRS) erhöhte sich auf
28,3 (4,4) Mio. €. Dabei erreichte der für die Gewinnverwendung maßgebliche handelsrechtliche
Bilanzgewinn der CropEnergies AG 12,8 (10,0) Mio. €. Angesichts der deutlich verbesserten Ertragslage schlagen Vorstand und Aufsichtsrat
der Hauptversammlung am 19. Juli 2011 vor, die Dividende auf 0,15 (0,05) € pro Aktie
anzuheben. Unter Zugrundelegung der Anzahl von 85 Mio. ausgegebenen Stückaktien ergibt
sich eine Ausschüttungssumme von 12,75 (4,25) Mio. €. Der verbleibende Bilanzgewinn
von 0,1 Mio. € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGÜberblickDie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Crop-Energies AG werden in enger Zusammenarbeit
mit der Zentralabteilung Forschung, Entwicklung und Services der Südzucker AG koordiniert
und durchgeführt. Die Schwerpunkte liegen auf der Optimierung bestehender Produktionsverfahren
und der technologischen Unterstützung und Implementierung neuer Technologien zur Bioethanolherstellung.
Durch weitere Produktions- und Prozessoptimierungen sollen vor allem Einsparpotenziale
beim Einsatz von Primärenergie ausgeschöpft und damit die Treibhausgasemissionen gesenkt
werden. Für die Verwendung von Bioethanol stehen verkaufsorientierte Fragestellungen, insbesondere
in Zusammenhang mit Kraftstoff- und Bioethanolqualitäten im Mittelpunkt. Darüber hinaus
wurde weiter an zukunftsgerich-teten Projekten, vor allem an innovativen Konzepten
zur Nutzung von Bioethanol außerhalb des Kraftstoffsektors, gearbeitet. Alle für CropEnergies durchgeführten Forschungs- und Entwicklungsleistungen wurden
in definierten Projekten abgebildet und auf Basis eines mit der Südzucker AG geschlossenen
Dienstleistungsvertrags verrechnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen die Aufwendungen
für die Forschungs- und Entwicklungsleistungen bei insgesamt 3,0 (2,8) Mio. €. Rohstoffbasis und FermentationsanpassungEin strategisches Ziel von CropEnergies besteht darin, ein möglichst breites Spektrum
von Fermentationsrohstoffen einsetzen zu können. Auf die zunehmende Volatilität der
Rohstoffpreise kann CropEnergies so durch Anpassung des Rohstoffmixes flexibel reagieren
und die Rohstoffkosten minimieren. In diesem Zusammenhang wurden prozesstechnische
Optimierungen für verschiedene Rohstoffe durchgeführt, um diese bei Bedarf so effizient
wie möglich verarbeiten zu können. Weitere Forschungsarbeiten betrafen die Identifizierung
hochspezifisch wirksamer Enzyme, welche die Stärkeverzuckerung verbessern, und die
Charakterisierung hochleistungsfähiger Hefestämme zur Erhöhung der Ethanolausbeute. Optimierung von ProduktionsanlagenZu den Optimierungsarbeiten in den Produktionsanlagen gehörten Maßnahmen zur Verbesserung
der Treibhausgasbilanz und Steigerung der Produktivität. In der Bioethanolanlage in Zeitz konnte der Gesamtenergiebedarf weiter reduziert und
die Treibhausgasbilanz verbessert werden. In Wanze wurden erhebliche Prozessverbesserungen bei der Glutenseparation, der Fermentation
und der Ethanolrektifikation erzielt. Der Fermentationsprozess konnte mit einem neuen
Hefemanagement und dem Einsatz optimierter Nährmedien weiter verbessert werden. Durch
technische Modifikationen der Rektifikationskolonne ist jetzt eine mehrstufige Wärmenutzung
möglich. Dieses Konzept erhöht die Energieeffizienz der Anlage deutlich. Darüber hinaus
verbessert die Abtrennung leichtflüchtiger Nebenprodukte die Qualität des hergestellten
Bioethanols. Verwertung der KuppelprodukteIn Wanze wurden die Prozesse zur Herstellung von Gluten optimiert. Die getroffenen
Maßnahmen erhöhen die Prozessstabilität und verbessern die Produktqualität sowie die
Proteinausbeute. Parallel dazu hat CropEnergies die für die Vermarktung im Lebensmittelsektor
notwendigen analytischen und mikrobiologischen Untersuchungsmethoden entwickelt und
die entsprechenden Spezifikationen und Maßnahmen zur Qualitätssicherung eingeführt. In Zeitz wurden im Rahmen des angewandten Qualitätsmanagementsystems regelmäßig umfangreiche
Getreideuntersuchungen zur Sicherstellung der ProtiGrain®-Qualität durchgeführt. Auf
Basis des Datenmaterials hat CropEnergies Untersuchungspläne sowie Qualitäts- und
Monitoringberichte für Getreide und ProtiGrain® erstellt. Normungsarbeiten für BioethanolIn den Normungsausschüssen für Ethanol, Ethanolkraftstoff E85 und Ottokraftstoff auf
deutscher und europäischer Ebene hat CropEnergies weiter erfolgreich mitgearbeitet.
Einen Schwerpunkt bildete die Standardisierung des neuen Ottokraftstoffs E10, der
seit Januar 2011 an Tankstellen nun auch in Deutschland angeboten wird. Weiterhin
hat sich CropEnergies an der Erstellung der europäischen Norm EN 15376 für Ethanol
als Beimischungskomponente zu dem Ottokraftstoff E10 beteiligt. Durch die aktive Mitarbeit
von CropEnergies konnten auch praxisgerechte Prüfmethoden etabliert werden. Neue Produktionskonzepte für BioethanolDas primäre Ziel dieser Forschungsaktivitäten ist die Entwicklung integrierter Produktionskonzepte,
in denen die Rohstoffe vollständig und unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten
möglichst effizient genutzt werden. Dazu gehört auch die Untersuchung von lignozellulosehaltigen
Rohstoffen für die Herstellung von Bioethanol sowie von Kuppelprodukten auf ihr weiteres
Wertschöpfungspotenzial. Vorrangig wurden neben einer potenziellen Nutzung der Kuppelprodukte
für die Biogasherstellung die Inhaltsstoffe und Bestandteile der Kuppelprodukte identifiziert
und isoliert. Diese werden charakterisiert und auf Basis ihrer Eigenschaftsprofile
auf die Nutzung in verschiedenen Anwendungsbereichen hin untersucht. Diese Zielsetzung wird auch im Rahmen des von CropEnergies als Konsortialführer initiierten
und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts "Bioraffinerie
2021" weiterverfolgt. Aktuell werden in diesem Projekt die Optimierung der Bioethanolproduktion,
die Nutzung lignozellulosehaltiger Rohstoffe sowie eine energetische Verwertung der
Kuppelprodukte (Biogas) untersucht. Die in diesem Projekt erarbeiteten Konzepte unterstützt CropEnergies durch weitere
Teilprojekte im Bereich der lignozellulosehaltigen Rohstoffe. Hier werden vor allem
die Bereiche Biomassevorbehandlung und Hydrolyse detaillierter betrachtet. Ausgewählte
Konzepte und Varianten werden technologisch und wirtschaftlich bewertet und im Pilotmaßstab
getestet. Für CropEnergies ist wesentlich, dass die Untersuchungen auf Basis existierender Stoffströme
bzw. an bereits heute betriebenen Anlagen durchgeführt werden und somit unmittelbar
zur Entwicklung und praktischen Umsetzung integrierter Bioraffinerien in Anlagen von
CropEnergies führen können. Eine weitere Forschungsrichtung ist die Erzeugung höherwertiger Produkte entweder
aus den Kuppelprodukten oder direkt aus Bioethanol. Diese Konzepte werden ebenfalls
im Rahmen von Forschungsprojekten gemeinsam mit Universitäten gefördert und von der
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) intensiv verfolgt. BioethanolbrennstoffzellenDie Entwicklung von Brennstoffzellen, welche die in Bioethanol chemisch gebundene
Energie direkt in elektrischen Strom wandeln, wurde weiter vorangetrieben. Die Aktivitäten
konzentrierten sich auf unterschiedliche Reformerverfahren, um aus Ethanol ein elektrochemisch
nutzbares Brenngas zu erzeugen. Die Nutzung von Bioethanol in Hochtemperaturbrennstoffzellen
(SOFC) für die Stromerzeugung wurde von der Fraunhofer Gesellschaft im Auftrag von
CropEnergies intensiv und bereits anwendungsbezogen untersucht. Auch die Entwicklung
von Direkt-Ethanolbrennstoffzellen unterstützt Crop-Energies im Rahmen eines europäischen
Gemeinschaftsforschungsprojekts der deutschen Fraunhofer Gesellschaft und des französischen
Carnot-Instituts, das Grundlagenforschung auf diesem Gebiet betreibt. MITARBEITERIm Durchschnitt des Geschäftsjahres 2010/11 erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter
geringfügig auf 303 (302) Mitarbeiter. Davon waren 33 (30) Mitarbeiter bei der CropEnergies
AG, 105 (103) bei der CropEnergies Bioethanol GmbH, 123 (128) bei der BioWanze SA
sowie 42 (41) bei der Ryssen Alcools SAS tätig. Aus- und WeiterbildungAls Mitglied der Südzucker-Gruppe ist die CropEnergies-Gruppe in die Ausbildungs-
und Qualifizierungsprogramme eines international tätigen Konzerns eingebunden. Dabei
beteiligt sich CropEnergies an der beruflichen Grundausbildung junger Menschen, die
innerhalb der Südzucker-Gruppe einen Ausbildungsberuf erlernen oder ein Trainee-Programm
durchlaufen. Darüber hinaus nehmen Mitarbeiter der CropEnergies-Gruppe auch am länderund
funktionsübergreifenden Austausch zwischen Mitarbeitern der verschiedenen Konzerngesellschaften
der Südzucker-Gruppe teil. Mit gezielten Weiterbildungsmaßnahmen schafft CropEnergies
zudem die Voraussetzungen, die Qualifikation der Mitarbeiter den sich ändernden Rahmenbedingungen
und Anforderungen anzupassen. Einen thematischen Schwerpunkt bildete dabei die Vorbereitung
auf die ordnungsgemäße Erfüllung der Anforderungen der Biokraft-NachV und der EU-Chemikalienverordnung
(REACH). Die im letzten Geschäftsjahr initiierten Maßnahmen zur besseren Vernetzung
der Führungspersonen wurden fortgeführt. Im Rahmen einer mehrtägigen Veranstaltung
konnten Mitarbeiter mit Führungsverantwortung ihr Wissen über die Unternehmensgruppe
und das Unternehmensumfeld vertiefen und in einem moderierten Workshop gemeinsam Verbesserungspotenziale
identifizieren sowie Maßnahmen für deren Umsetzung entwickeln. Betriebliches VorschlagswesenIm Rahmen des Betrieblichen Vorschlagswesens konnten die gesteckten Ziele wieder übertroffen
werden. Dies unterstreicht die Motivation der Mitarbeiter, sich für das Unternehmen
zu engagieren und Arbeitsabläufe in allen Bereichen zu verbessern. ArbeitssicherheitArbeitssicherheit und Gesundheitsschutz haben einen hohen Stellenwert in allen Gesellschaften
der Crop-Energies-Gruppe. Maßnahmen in diesem Bereich sind ein unverzichtbarer Bestandteil
des Managementsystems. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg
und zur persönlichen Gesundheit der Mitarbeiter. Als Mitglied der Südzucker-Gruppe
gelten für die CropEnergies AG dabei die Standards eines international tätigen Großunternehmens.
Den präventiven Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit kommt bei Crop-Energies
eine besondere Bedeutung zu. Dazu gehören die Beurteilung der jeweiligen Gefährdungen
an den Arbeitsplätzen und die Sicherheitsbetrachtung von prozesstechnischen Abläufen
sowie eine regelmäßige Prüfung der Arbeitsmittel. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter
regelmäßig und intensiv geschult. In die Schulungen werden insbesondere auch die externen
Dienstleister einbezogen, die die Wartungs- und Optimierungsarbeiten während der planmäßigen
Stillstände unterstützen. Sowohl bei der Zahl der Unfallereignisse als auch bei den
unfallbedingten Arbeitsausfallzeiten befindet sich die CropEnergies-Gruppe auch innerhalb
der Südzucker-Gruppe auf einem sehr guten Niveau. DankGrundlage der erfolgreichen Weiterentwicklung des Unternehmens ist eine enge und vertrauensvolle
Zusammenarbeit aller Mitarbeiter. Hierfür dankt der Vorstand allen Beschäftigten der
CropEnergies-Gruppe. Mit ihrem Engagement und den erbrachten Leistungen haben sie
maßgeblich zum hervorragenden Unternehmensergebnis im Geschäftsjahr 2010/11 beigetragen. HEUTE ZIELGERICHTET FORSCHEN FÜR DIE BIOETHANOLANLAGEN VON MORGENUnsere Forschung und Entwicklung arbeitet ständig an der Weiterentwicklung unserer Produktionsanlagen. Effiziente, Ressourcen schonende und Treibhausgas einsparende Prozesse, eine breitere Rohstoffbasis, die effektivere Nutzung der Rohstoffe und die Veredlung der entstehenden Kuppelprodukte sind nur einige unserer Schwerpunkte. Die 2010 in Betrieb genommene CO2 -Verflüssigungsanlage in Zeitz ist nur ein Beispiel, wie wir die Treibhausgaseinsparungen unseres Bioethanols auf profitable Weise steigern. Aber das ist noch nicht alles: Mit verschiedenen Partnern und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung arbeiten wir daran, weitere agrarische Reststoffe wie Stroh und Holz für die Herstellung von Bioethanol nutzbar zu machen und neue, wertvolle Zwischenoder Kuppelprodukte zu entwickeln. Unser Ziel ist die Weiterentwicklung unserer Bioethanolanlagen zu integrierten Bioraffinerien, die mehr Treibhausgase einsparen und das Rohstoffpotenzial vergrößern. INVESTITIONENDie Investitionen in Sachanlagen reduzierten sich im Geschäftsjahr 2010/11 auf 20,3
(32,7) Mio. €. Davon wurden 10,5 Mio. € bei der BioWanze SA, 5,3 Mio. € bei der Crop-Energies
Bioethanol GmbH und anteilig 3,7 Mio. € bei der CT Biocarbonic GmbH investiert. Der
verbleibende Betrag entfiel überwiegend auf die Ryssen Alcools SAS. Bei der CropEnergies Bioethanol GmbH in Zeitz lag der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit
auf Ersatzinvestitionen sowie auf Optimierungsmaßnahmen, um die Energieeffizienz und
die Treibhausgasbilanz der Bioethanolanlage weiter zu verbessern. Eine exemplarische
Maßnahme zur Einsparung fossiler Energie war die Fertigstellung und Inbetriebnahme
einer Anlage zur Aufbereitung von Biogas aus der Abwasseranlage. Das erzeugte Biogas
ersetzt das zuvor bei der Abluftreinigung genutzte fossile Erdgas. Darüber hinaus
erfolgten Anpassungen im Bereich der Mühle und der Getreidesilos, um die Voraussetzungen
für die Verarbeitung von größeren Mengen Nassmais zu schaffen und damit die Rohstoffbasis
zu verbreitern. Ferner wurden Infrastrukturmaßnahmen abgeschlossen. Das größte Einzelprojekt in Zeitz war der Bau und die Inbetriebnahme einer Anlage zur Aufreinigung und Verflüssigung von CO2 aus der Bioethanolherstellung. Durch die Veredelung und Vermarktung eines bislang ungenutzten Kuppelprodukts der Bioethanolerzeugung steigert CropEnergies die Ertragskraft des Standorts Zeitz und verbessert gleichzeitig die Treibhausgasbilanz der Bioethanolanlage. Die Anlage nahm nach nur rund sieben Monaten Bauzeit im Oktober 2010 planmäßig den Testbetrieb auf. Bereits während des Testbetriebs konnten erste Kunden beliefert werden. Die Verflüssigungsanlage, die auf die Infrastruktur der bestehenden Bioethanolanlage zurückgreift, wird von dem im Juni 2009 gegründeten Joint Venture CT Biocarbonic GmbH, an dem CropEnergies und die Tyczka Energie GmbH, Geretsried, mit jeweils 50 % beteiligt sind, betrieben. Die Anlage verfügt über eine Jahreskapazität von 100 Tsd. t verflüssigtem CO2 , das in Form von Kohlensäure in der Getränkeindustrie, als Kühl- und Frostmittel für Lebensmittel oder als Schutzgas in der Verpackungsindustrie zur Anwendung kommt. Die Investitionen in Wanze dienten vor allem der Effizienzsteigerung und der weiteren
Optimierung der Anlage. Im Mittelpunkt standen dabei Maßnahmen, um die Produktionsmenge
zu steigern sowie die Qualität des hergestellten Bioethanols und Glutens zu verbessern.
Hierfür wurden zielgerichtet Leistungsengpässe beseitigt sowie Maßnahmen umgesetzt,
die die Energieeffizienz steigern und die Produktionsprozesse weiter stabilisieren.
Im Bereich der Glutengewinnung konzentrierten sich die Maßnahmen auf die Erhöhung
der Glutenausbeute und auf die Sicherstellung der Glutenqualität für die Lebensmittelproduktion.
Nach der im Mai 2010 erfolgten IFS-Zertifizierung (International Food Standard) wird
das in Wanze produzierte Gluten auch im preislich attraktiven Lebensmittelsektor,
wie z. B. der Backwarenindustrie, erfolgreich vermarktet. Die Maßnahmen bei der Energieversorgung
führten zu einer deutlichen Reduktion des spezifischen Energiebedarfs und der Stabilisierung
der erforderlichen Energieströme. Im zentralen Aggregat der Energieversorgung konnte
der Hilfsstoffeinsatz reduziert und gleichzeitig ein konstant hohes Leistungsniveau
sichergestellt werden. Die Wartungs- und Optimierungsarbeiten während des planmäßigen
Stillstands der Anlage im März bzw. April 2010 wurden dazu genutzt, die Ethanolausbeute
durch Anpassungen der Rektifikation zu erhöhen. Darüber hinaus wurden die Kapazitäten
zum Transport und zur Verladung der Kuppelprodukte an den im Rahmen von Optimierungsmaßnahmen
erzielten Produktionsanstieg angepasst. Die Investitionen in Loon-Plage entfielen im Wesentlichen auf Ersatzmaßnahmen, speziell
im Bereich der Laboranalytik, mit denen die hohe Produktqualität des Bioethanols für
traditionelle und technische Anwendungen sichergestellt wird. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG / CORPORATE GOVERNANCE-BERICHTIm Folgenden wird gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung und gemäß Ziffer
3.10 des Deutschen Corporate Governance-Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens
berichtet. Die Erklärung zur Unternehmensführung und der Corporate Governance-Bericht
sind auf der Website von CropEnergies unter www.cropenergies.com veröffentlicht. Corporate Governance steht für verantwortungsvolle und auf langfristige Wertschöpfung
ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Corporate Governance soll das
Vertrauen der Aktionäre und Investoren, der Finanzmärkte, der Geschäftspartner und
Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit in das Unternehmen stärken und damit auch langfristig
und nachhaltig den Unternehmenswert steigern. Vorstand und Aufsichtsrat von CropEnergies
bekennen sich zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Mit der bereits 2006
erfolgten Zulassung zum Prime Standard erfüllt CropEnergies die höchsten Transparenzanforderungen
an deutschen Börsen. Die Befolgung des Deutschen Corporate Governance-Kodex unterstreicht
das Verständnis von transparenter Unternehmensführung. Entsprechenserklärung 2010Vorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG, Mannheim, haben am 20. Dezember 2010
beschlossen, folgende Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance-Kodex
gemäß § 161 AktG abzugeben: Den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance-Kodex" in
der Kodex-Fassung vom 26. Mai 2010 entspricht die CropEnergies AG (auch zukünftig)
mit folgenden Ausnahmen: Ziffer 2.3.3 (Briefwahl Hauptversammlung)In der Satzung der CropEnergies AG ist von der Möglichkeit, die Briefwahl in der Hauptversammlung
zu gestatten, bislang kein Gebrauch gemacht. Der Empfehlung, die Aktionäre bei der
Briefwahl zu unterstützen, kann deshalb nicht gefolgt werden. Ziffer 4.2.1(Vorsitzender oder Sprecher des Vorstands)Die Wahl eines Vorsitzenden oder Sprechers ist nicht notwendig. Der Vorstand der CropEnergies
AG besteht aus zwei Mitgliedern. Diese führen das Unternehmen - mit klar abgegrenzten
Verantwortungsbereichen - gleichberechtigt. Ziffer 4.2.3(Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen)Die Vorstandsverträge enthalten keinen Abfindungs-Cap. Wir sehen dafür auch in Zukunft
keine Notwendigkeit, zumal gegen solche Vertragsklauseln erhebliche rechtliche Bedenken
bestehen. Ziffer 4.2.4(Individualisierte Vorstandsvergütung)Die Hauptversammlung der CropEnergies AG hat am 17. Juli 2007 beschlossen, auf die
individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren
zu verzichten. Ziffer 5.4.1(Diversity-Ziele für Zusammensetzung des Aufsichtsrats)Der Aufsichtsrat strebt eine hinreichende Vielfalt in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats
und insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Der Aufsichtsrat wird
aber weiterhin die Entscheidung hinsichtlich seiner Zusammensetzung prioritär nicht
am jeweiligen Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden
Personen ausrichten. Ziffer 5.4.6(Individualisierte Aufsichtsratsvergütung)Wir weisen die Aufsichtsratsvergütung aufgeteilt nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten
aus. Ein Aktienoptionsprogramm existiert bei der CropEnergies AG nicht. Der Empfehlung des Kodex, die Aufsichtsratsbezüge individualisiert auszuweisen, folgen
wir nicht. Unseres Erachtens stehen die damit verbundenen Eingriffe in die Privatsphäre
in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen einer solchen Praxis. Dementsprechend
enthält der Corporate Governance-Bericht auch keine individuelle Darstellung der Aufsichtsratsbezüge. Diese und frühere Entsprechenserklärungen sind auf der CropEnergies-Website www.cropenergies.com
unter der Rubrik Investor Relations veröffentlicht. Arbeitsweise von Vorstand und AufsichtsratDie CropEnergies AG hat als deutsche Aktiengesellschaft ein duales Führungssystem
mit Vorstand und Aufsichtsrat. Beide Organe sind mit jeweils eigenständigen Kompetenzen
ausgestattet und arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und
vertrauensvoll zusammen. Der Vorstand der CropEnergies AG besteht aus zwei Mitgliedern. Er führt als Leitungsorgan
die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener
Verantwortung und im Unternehmensinteresse. Die Aufgaben, Verantwortlichkeiten und
Verfahrensregeln des Vorstands sind in dessen Geschäftsordnung vom 12. September 2006
niedergelegt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend
schriftlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Planung, die Geschäftsentwicklung
und die Lage des Konzerns einschließlich des Risikomanagements sowie über Compliance.
Für bestimmte bedeutende Geschäftsvorgänge (Beteiligungsvorhaben, Grundstücksgeschäfte,
Investitionen und langfristige Finanzierungen) besteht ein Zustimmungsvorbehalt des
Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens
und ist in wesentliche Entscheidungen eingebunden. Mindestens einmal jährlich wird
ihm über die Unternehmensplanung berichtet. Der Aufsichtsrat beschließt die Struktur
des Vergütungssystems für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente
und überprüft sie regelmäßig. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Bei Bedarf tagt
der Aufsichtsrat ohne den Vorstand. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls
eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Der Aufsichtsrat kann zur Erfüllung
seiner Aufgaben nach eigenem Ermessen Wirtschaftsprüfer, Rechts- und sonstige interne
und externe Berater hinzuziehen. Die Aufgaben, Verfahrensregeln und Ausschüsse des
Aufsichtsrats sind in seiner Geschäftsordnung vom 16. November 2009 niedergelegt. Der sechsköpfige Aufsichtsrat von CropEnergies setzt sich gemäß § 96 Abs. 1 und §
101 Abs. 1 AktG ausschließlich aus Vertretern der Anteilseigner zusammen. Bei den
Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird auf die zur Wahrnehmung der
Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen geachtet,
ebenso wie auf die Vielfalt in der Zusammensetzung (Diversity). Der Empfehlung des
Kodex entsprechend erfolgte die Wahl zum Aufsichtsrat in der Hauptversammlung am 17.
Juli 2007 als Einzelwahl. Die Amtsperioden sind identisch. In der Hauptversammlung
2009 wurde für den ausgeschiedenen Dr. h.c. Eggert Voscherau als Nachfolger Dr. Theo
Spettmann gewählt. Er ist Financial Expert im Aufsichtsrat. Dem Gremium gehört eine
ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an, die in keiner geschäftlichen oder
persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zu deren Vorstand stehen. Ehemalige Vorstandsmitglieder
der CropEnergies AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats
beträgt fünf Jahre, die laufende Amtsperiode endet mit der ordentlichen Hauptversammlung
2012. Diversity-ZieleDem Aufsichtsrat gehören derzeit
Für seine zukünftige Zusammensetzung orientiert sich der Aufsichtsrat durch schriftlichen
Beschluss vom 20. Dezember 2010 - unter Berücksichtigung der Branche, der Größe des
Unternehmens und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit - an folgenden
Diversity-Zielen:
Der Aufsichtsrat strebt eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Er hat insoweit
kein konkretes Ziel festgelegt, da er seine Entscheidung prioritär nicht am jeweiligen
Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen ausrichtet. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sieht vor, dass Aufsichtsratsmitglieder
nicht länger im Amt bleiben sollen als bis zum Ablauf des Geschäftsjahres, in dem
sie das 70. Lebensjahr vollenden. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung weiterhin die Kandidaten vorschlagen, die
er als am besten geeignet für das Aufsichtsratsamt hält, wobei die vorstehenden Diversity-Ziele
berücksichtigt werden. Ausschüsse des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Prüfungsausschuss und
dem Nominierungsausschuss Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen.
Die Ausschüsse bestehen jeweils aus drei Mitgliedern. Die Aufgaben beider Ausschüsse
ergeben sich aus der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat vom 16. November 2009 bzw.
für den Prüfungsausschuss vom 17. Juli 2007. Aktionäre und HauptversammlungDie Hauptversammlung ist das höchste Organ einer Aktiengesellschaft. In der Hauptversammlung
treffen sich die Eigentümer des Unternehmens, die Aktionäre, mindestens einmal jährlich,
um grundsätzliche Entscheidungen für das Unternehmen zu treffen. Dazu gehören beispielsweise
die Bestellung der Mitglieder des Aufsichtsrats, die Verwendung des Bilanzgewinns,
die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, die Bestellung
des Abschlussprüfers, Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen. Die jährliche Hauptversammlung
findet in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres statt. Zur Teilnahme an der
Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind die Aktionäre berechtigt, die
sich rechtzeitig angemeldet haben und durch ihr depotführendes Kreditoder Finanzdienstleistungsinstitut
den Nachweis erbracht haben, dass sie zum relevanten Stichtag Eigentümer von CropEnergies-Aktien
waren. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung auch durch Bevollmächtigte,
z. B. durch den von der Gesellschaft gestellten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter,
ausüben lassen. CropEnergies veröffentlicht die Einladung einschließlich der Teilnahmebedingungen
und alle für die Beschlussfassung erforderlichen Berichte und Informationen den aktienrechtlichen
Vorschriften entsprechend rechtzeitig vor der Hauptversammlung in den relevanten Medien
und auf der Website. Die Hauptversammlung 2011 wird voraussichtlich am 19. Juli 2011
in Mannheim stattfinden. Jede Aktie von CropEnergies gewährt das gleiche Recht. Das Unternehmen hält keine
eigenen Aktien. Weitere Angaben zu Aktienkapital und -ausstattung folgen ab Seite
49 bei den Angaben nach §§ 289 Abs. 4 und §§ 315 Abs. 4 HGB. VergütungsberichtCropEnergies erläutert im Vergütungsbericht die Höhe und die Struktur der Vergütung
von Vorstand (Ziffer 4.2.5 Kodex) und Aufsichtsrat (Ziffer 5.4.7 Kodex). Die CropEnergies
AG verzichtet aufgrund der in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen stehenden
Beeinträchtigung der Privatsphäre auf einen individualisierten Ausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung. Die ordentliche Hauptversammlung
hat am 17. Juli 2007 einen Beschluss über die Nichtoffenlegung der individualisierten
Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren mit großer Mehrheit gefasst (opting
out). Der Verzicht auf die individualisierte Offenlegung der Aufsichtsratsbezüge und
der Vorstandsvergütung wurde in der Entsprechenserklärung berücksichtigt. Vergütung des VorstandsDie Vergütung des Vorstands der CropEnergies AG wird durch den Aufsichtsrat festgelegt
und in regelmäßigen Abständen überprüft. Die Vergütung orientiert sich an der nachhaltigen
Unternehmensentwicklung und setzt sich zusammen aus 1. einem festen Jahresgehalt, 2. einer jährlichen variablen Vergütung, abhängig a) von der Erreichung vereinbarter Ziele sowie b) vom auf Basis einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage erzielten operativen Ergebnis
der Crop-Energies-Gruppe. Dabei wird - beginnend mit dem Geschäftsjahr 2010/11 - der
Durchschnitt des operativen Ergebnisses der CropEnergies-Gruppe der jeweils letzten
drei Geschäftsjahre zugrunde gelegt. 3. Sachbezügen im Wesentlichen in Form der Gestellung eines Dienstwagens zur geschäftlichen
und privaten Nutzung und Beiträgen zur Sozialversicherung sowie 4. einer betrieblichen Altersversorgung, bemessen nach einem Anteil am festen Jahresgehalt. Aktienbasierte Vergütungsbestandteile oder Aktienoptionspläne bestehen nicht. Für den Gesamtvorstand belief sich die Gesamtvergütung für das Geschäftsjahr 2010/11
auf 0,7 (0,6) Mio. €; davon entfielen auf das feste Jahresgehalt 444 (444) Tsd. €.
Der variable Vergütungsanspruch belief sich auf 249 (147) Tsd. €. Als Sachbezüge und
Beiträge zur Sozialversicherung wurden 43 (41) Tsd. € gewährt. Den Pensionsrückstellungen für Vorstandsmitglieder wurden 194 (504) Tsd. € zugeführt. Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der CropEnergies AG festgelegt.
Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance-Kodex folgend, erhalten die Mitglieder
des Aufsichtsrats neben einem Fixum auch eine erfolgsorientierte Vergütung von 1.000
€ für je angefangene 0,01 € pro Aktie ausgeschüttete Dividende, die 0,20 € übersteigt.
Der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden gesondert
vergütet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 erhielt jedes Mitglied des Aufsichtsrats
neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit
zur Last fallenden Umsatzsteuer eine feste Vergütung von 20 (20) Tsd. €. Der Vorsitzende
erhielt das Doppelte und sein Stellvertreter das Anderthalbfache dieser Vergütung.
Die feste Vergütung erhöhte sich um 25 % je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des
Aufsichtsrats; für den Vorsitz in einem Ausschuss beträgt der Erhöhungssatz 50 %.
Eine variable Vergütung fiel nicht an. Die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der CropEnergies
AG belief sich auf 170 (190) Tsd. € für das Geschäftsjahr 2010/11. Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung)Die Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt
abgeschlossen, in deren Deckung die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des
Aufsichtsrats einbezogen ist (D&O-Versicherung). Der durch das Gesetz zur Angemessenheit
der Vorstandsvergütung (VorstAG) geänderte § 93 Abs. 2 AktG schreibt vor, dass der
Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur
Höhe des Anderthalbfachen der festen jährlichen Vergütung zu betragen hat. CropEnergies
hat einen solchen Selbstbehalt mit den Mitgliedern des Vorstands vereinbart. Bezüglich
eines Selbstbehalts bei Aufsichtsratsmitgliedern empfiehlt der Deutsche Corporate
Governance-Kodex eine analoge Anwendung. CropEnergies hat die Empfehlung mit Wirkung
ab 1. März 2010 umgesetzt. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat; meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gemäß § 15a WertpapierhandelsgesetzKein Mitglied des Vorstands oder des Aufsichtsrats hält Aktien der CropEnergies AG,
die 1 % des Grundkapitals oder mehr repräsentieren. Darüber hinaus beträgt auch der
Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder weniger als 1 % der von
der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Der Gesellschaft wurden für das Geschäftsjahr
2010/11 keine meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte von ihren Organen gemeldet. Eine
Meldung bezog sich auf ein vorangegangenes Geschäftsjahr und betraf den Erwerb von
8.700 Aktien durch eine Person, die einem Aufsichtsratsmitglied nahesteht. Rechnungslegung und AbschlussprüfungDer Konzernabschluss von CropEnergies wird nach den in der EU maßgeblichen International
Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Jahresabschluss der CropEnergies
AG erfolgt nach deutschem Handelsrecht (HGB). Beide Abschlüsse werden vom Vorstand
aufgestellt und vom von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, dem Prüfungsausschuss
sowie dem Aufsichtsrat geprüft und von letzterem gebilligt. Die Prüfungen durch den
Abschlussprüfer erfolgen nach deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung.
Ergänzend wurden für den Konzernabschluss die International Standards on Auditing
(ISA) beachtet. Sie umfassen auch das Risikofrüherkennungssystem und die Einhaltung
der Berichtspflichten zur Corporate Governance nach § 289a HGB. Mit dem Abschlussprüfer
wurde zudem vertraglich vereinbart, den Aufsichtsrat umgehend über auftretende mögliche
Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse
während der Prüfung zu unterrichten. Hierzu gab es im Rahmen der Prüfungen für das
Geschäftsjahr 2010/11 keinen Anlass. Die Zwischenberichte sowie der Halbjahresbericht
werden vor der Veröffentlichung vom Prüfungsausschuss mit dem Vorstand erörtert. Für
Leistungen des Konzernabschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, sind im Geschäftsjahr 2010/11
Aufwendungen für Abschlussprüfungen in Höhe von 137 (149) Tsd. € für die Konzernabschlussprüfung
sowie für die Prüfung der Abschlüsse der CropEnergies AG und ihrer inländischen Tochtergesellschaft,
der CropEnergies Bioethanol GmbH, angefallen. RisikomanagementDer verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen
guter Corporate Governance. Dem Vorstand von CropEnergies und dem Management stehen
umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme
zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen.
Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen
angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken
und deren Entwicklung. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung
des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements
und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung. Einzelheiten zum Risikomanagement
bei CropEnergies sind im Chancen- und Risikobericht ab Seite 51 dargestellt. Transparenz und KommunikationCropEnergies informiert die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit
unverzüglich, regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage und wesentliche
Neuigkeiten des Konzerns. Dies erfolgt sowohl über Geschäfts- und Quartalsberichte
als auch durch Presseinformationen und gegebenenfalls Ad-hoc-Meldungen. Alle Informationen stehen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung
und werden in gedruckter Form sowie über geeignete elektronische Medien wie E-Mail
und Internet publiziert. Hinzu kommen die jährliche Bilanzpresse- und Analystenkonferenz
sowie die Teilnahme an verschiedenen Fach- und Kapitalmarktkonferenzen im In- und
Ausland. Alle Meldungen, die jeweils aktuelle Kapitalmarktpräsentation sowie die kommenden
planmäßigen Veröffentlichungstermine (Finanzkalender) sind auf der Website www.cropenergies.com
unter der Rubrik Investor Relations veröffentlicht. ComplianceCompliance - also regel- und gesetzestreues Verhalten -ist für CropEnergies ein selbstverständlicher
Standard guter Unternehmensführung. Sie soll das rechtmäßige Verhalten des Unternehmens,
seiner Leitungsorgane und Mitarbeiter bei Geboten und Verboten gewährleisten. Ziel
ist es, die Mitarbeiter vor Gesetzes- und Regelverstößen zu bewahren und sie dabei
zu unterstützen, gesetzliche Vorschriften sowie Unternehmensrichtlinien richtig und
sachgerecht anzuwenden. CropEnergies hat als Mitglied der Südzucker-Gruppe die Compliance-Unternehmensgrundsätze
von Südzucker in entsprechender Form übernommen. Darin wurden die in der SüdzuckerGruppe
bestehenden Unternehmensregularien gebündelt. Ziel ist es, durch Nutzung der vorhandenen
Berichtswege und Informationsflüsse im Bereich der Konzernfunktionen eine Durchsetzung
der nachfolgenden Grundsätze für CropEnergies und die gesamte Südzucker-Gruppe zu
erreichen. Schwerpunkte der konzernweit geltenden Compliance-Unternehmensgrundsätze
sind die Kapitalmarkt-Compliance (insbesondere Insiderrecht und Ad-hoc-Publizität),
das Risikomanagement und die Korruptionsprävention. Grundlage guter Compliance ist
stets die Integrität der Mitarbeiter. Für CropEnergies ist es dabei selbstverständlich,
dass alle Maßnahmen im Einklang mit den Bestimmungen des Mitarbeiterdatenschutzes
stehen. Grundsätze der UnternehmensführungCompliance-UnternehmensgrundsätzeAm 9. November 2009 hat der Vorstand der CropEnergies AG die im April 2009 vom Vorstand
der Südzucker AG zur Sicherstellung der Compliance im Südzucker-Konzern verabschiedeten
Compliance-Unternehmensgrundsätze in entsprechender Form übernommen und den Mitarbeitern
zur Beachtung und Einhaltung übersandt. Sie gelten für CropEnergies in der folgenden
Fassung: 1. Fairness im Wettbewerb: CropEnergies bekennt sich ohne Einschränkung zum Wettbewerb
mit fairen Mitteln und insbesondere zur strikten Einhaltung des Kartellrechts. 2. Integrität im Geschäftsverkehr: Korruption wird nicht geduldet. Geschenke und Einladungen
von Lieferanten oder Dienstleistungsunternehmen haben stets in einem angemessenen
Verhältnis zur Geschäftsverbindung zu stehen. Die Annahme solcher Vergünstigungen
bedarf der ausdrücklichen Genehmigung des jeweiligen Vorgesetzten. Dies gilt für alle
in verschiedenen Beschaffungsprozessen handelnden Beschäftigten. Die gleichen Grundsätze
gelten in umgekehrter Form für die Mitarbeiter, die in den verschiedenen Verkaufsbereichen
tätig sind, im Verhältnis zu den Kunden. 3. Prinzip der Nachhaltigkeit: CropEnergies ist sich seiner Verantwortung für den
Schutz der Umwelt sowie der Gesundheit und Sicherheit der Menschen inner- und außerhalb
des Unternehmens bewusst. 4. Einhaltung der Rechtsvorschriften: Alle einschlägigen nationalen und internationalen
Bestimmungen sind zu befolgen. 5. Wahrung der Chancengleichheit im Wertpapierhandel: Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet,
unternehmensinterne Informationen, die börsenkursrelevant sein können, vertraulich
zu behandeln. 6. Ordnungsgemäße Belegführung: Im Rahmen eines internen Kontrollsystems sind Geschäftsprozesse
angemessen zu dokumentieren. Durch Kontrollen muss die vollständige und korrekte Erfassung
der rechnungslegungsrelevanten Informationen sichergestellt werden. 7. Ordnungsgemäße und transparente Finanzberichterstattung: CropEnergies bekennt sich
unter Anwendung der internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu einer offenen
und transparenten Finanzberichterstattung, die eine Gleichbehandlung aller Interessensgruppen
gewährleistet. 8. Faire und respektvolle Arbeitsbedingungen: Von jedem Mitarbeiter wird ein freundlicher,
sachbetonter, fairer und respektvoller Umgang mit Kollegen und Dritten erwartet. Diskriminierung
und Belästigung jeglicher Art werden nicht geduldet. 9. Schutz unseres Wissensvorsprungs und Respektieren der Schutzrechte Dritter: Betriebsgeheimnisse
dürfen nicht an Dritte weitergegeben oder gar öffentlich gemacht werden. Ebenso sind
die erteilten Schutzrechte Dritter zu respektieren. 10. Trennung von Unternehmens- und Privatinteressen: Alle Mitarbeiter müssen stets
ihre privaten Interessen und die des Unternehmens trennen. Auch bei Personalentscheidungen
oder Geschäftsbeziehungen zu Dritten zählen nur sachliche Kriterien. 11. Kooperativer Umgang mit Behörden: CropEnergies ist bestrebt, mit allen zuständigen
Behörden ein kooperatives Verhältnis zu pflegen. Informationen sollen vollständig,
offen, richtig, rechtzeitig und verständlich zur Verfügung gestellt werden. Die Umsetzung der vorstehenden Compliance-Unternehmensgrundsätze erfolgt unter Berücksichtigung
länderspezifischer Besonderheiten: Den Mitarbeitern wird die Nutzung der erforderlichen
Informationsquellen sowie Beratung angeboten, um Gesetzes- und Regelverstöße zu vermeiden.
Jeder Vorgesetzte muss seinen Bereich so organisieren, dass die Einhaltung der Regeln
der Compliance-Unternehmensgrundsätze, der unternehmensinternen Regeln sowie der gesetzlichen
Vorschriften gewährleistet ist. Der Compliance-Officer und die Compliance-Beauftragten
gewährleisten den zeitnahen Informationsfluss innerhalb der CropEnergies-Gruppe. Sie
sind unter anderem verantwortlich für Schulungen und die Untersuchung von Compliance-Vorfällen.
Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, Verletzungen der Compliance-Unternehmensgrundsätze
unverzüglich mitzuteilen. Nachhaltigkeit und UmweltNachhaltiges Wirtschaften ist ein zentrales Element des Geschäftsmodells von CropEnergies.
Als einer der führenden europäischen Anbieter von Bioethanol aus nachwachsenden Rohstoffen
ist Nachhaltigkeit für Crop-Energies die Grundvoraussetzung für den Unternehmenserfolg
und daher ein unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie
von CropEnergies ist es, Ökologie, Ökonomie und soziale Verantwortung in Einklang
zu bringen. CropEnergies verarbeitet natürliche, nachwachsende Rohstoffe wie Zuckersirupe aus
Zuckerrüben und Getreide zu Bioethanol und hochwertigen Lebens- und Futtermitteln.
Für die Produktion von Bioethanol für den Kraftstoffsektor und den Anbau der dafür
benötigten Rohstoffe gelten gesetzliche Vorgaben und hohe Nachhaltigkeitsanforderungen,
die einen Ressourcen schonenden Umgang mit der Natur entlang der gesamten Wertschöpfungskette
vom Anbau der Biomasse über die industrielle Verarbeitung bis hin zu den Endprodukten
sicherstellen. CropEnergies will die gesetzlichen Anforderungen nicht nur erfüllen,
sondern auf allen Wertschöpfungsstufen übertreffen. Die von CropEnergies verwendeten Agrarrohstoffe entstammen europäischer Produktion
und erfüllen die für die landwirtschaftlichen Erzeugungsmethoden in der EU zwingend
geltenden Grundsätze der "Cross Compliance". Diese Grundsätze beinhalten Umweltschutzauflagen
für die Landwirtschaft, die einen nachhaltigen Anbau von Agrarrohstoffen gewährleisten.
Spezifische Nachhaltigkeitsanforderungen für Biokraftstoffe stellen zudem sicher,
dass der Anbau der Biomasse für die Bioenergiegewinnung nicht auf schützenswerten
Flächen wie Primärwäldern (Regenwald) oder zu Lasten der biologischen Vielfalt ausgeweitet
wird. Ein Ressourcen schonender Umgang mit der Natur bedeutet für CropEnergies auch,
die eingesetzten Rohstoffe vollständig zu hochwertigen Produkten zu verarbeiten. Aus den in den Rohstoffen enthaltenen Kohlenhydraten erzeugt CropEnergies Bioethanol, ein erneuerbarer und Klima schonender Kraftstoff, der fossile Kraftstoffe im Transportsektor auf nachhaltige Weise ersetzt. Entsprechende EU-Richtlinien erfordern, dass über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg im Vergleich zur Verwendung konventioneller Kraftstoffe mindestens 35 % CO2 eingespart werden. Im Oktober 2010 wurden alle Anlagen von CropEnergies, die entweder direkt oder indirekt
zur Vermarktung von Bioethanol auf dem deutschen Markt beitragen, nach dem System
REDcert zertifiziert. Damit erfüllen die an den Standorten Zeitz bzw. Wanze erzeugten
Bioethanolmengen nicht nur alle Anforderungen der deutschen Biokraft-NachV, sondern
übertreffen mit Treibhausgaseinsparungen von deutlich über 35 bzw. über 60 Gew.-%
den von der EU für 2011 vorgegebenen Mindestwert von 35 Gew.-% im Vergleich zu fossilen
Kraftstoffen. Darüber hinaus veredelt CropEnergies die in den Rohstoffen enthaltenen Bestandteile,
die nicht für die Bioethanolherstellung benötigt werden, zu hochwertigen Lebens- und
Futtermitteln und verringert damit insbesondere die Versorgungslücke bei pflanzlichen
Proteinen in Europa. Als Folge wird nicht nur der Importbedarf an Sojaschrot, sondern
auch der Flächenbedarf für den Sojaanbau in anderen Teilen der Erde reduziert. Im Jahr 2010 wurde in Zeitz zudem eine Anlage zur Verflüssigung von CO2 in Betrieb genommen. Das biogene CO2 , das bei der Fermentation von Getreide und Zuckersirupen entsteht, wird u. a. für die Nahrungsmittelindustrie aufbereitet. Damit verbessert CropEnergies die CO2 -Bilanz der Bioethanolanlage in Zeitz weiter und steigert zudem die Ertragskraft. Bei der Produktion zeichnet sich CropEnergies durch effiziente Produktionsprozesse und moderne Energiezentralen aus. Kraft-Wärme-Kopplung und die Mehrfachnutzung von Energie führen zu einer überdurchschnittlichen Energieeffizienz. In der Bioethanolanlage im belgischen Wanze wird darüber hinaus in einem weltweit bislang einzigartigen Biomassekraftwerk der Großteil der benötigten thermischen und elektrischen Prozessenergie durch Nutzung der Schalen des angelieferten Weizenkorns erzeugt. Das Biomassekraftwerk zeichnet sich zudem durch einen hohen Wirkungsgrad, Verfügbarkeit und eine Rauchgasreinigungsanlage der neuesten Generation aus. Das in Wanze gewonnene Bioethanol setzt mit CO2 -Einsparungen, die nach weiteren Optimierungen bis zu 70 Gew.-% gegenüber fossilen Kraftstoffen erreichen werden, einen neuen Maßstab bei der getreidebasierten Erzeugung von Bioethanol und geht weit über die Anforderungen der EU-Richtlinien hinaus. Auch bei der Logistik stellt sich CropEnergies der Verantwortung gegenüber der Umwelt.
Die Anlagen in Zeitz und Wanze liegen in der Nähe großer Getreideanbaugebiete und
Zuckerfabriken, was zu kurzen Transportwegen bei der Rohstoffversorgung und entsprechend
geringer Umweltbelastung führt. Gleiches gilt für den Transport der dort hergestellten
Produkte. Diese werden überwiegend Umwelt schonend mit Schiff und Bahn ausgeliefert. Das Geschäftsmodell von CropEnergies basiert darauf, durch nachhaltiges Wirtschaften
Werte zu schaffen. Dabei setzt CropEnergies auf eine Strategie des wertorientierten,
profitablen Wachstums, das die Grundlage für die Finanzierung weiterer Investitions-
und Forschungsprojekte zur Erzeugung qualitativ hochwertiger Produkte und effizienter
Herstellungsprozesse sowie zur Erschließung neuer Märkte bildet. Sozial nachhaltiges Wirtschaften ist für CropEnergies integraler Bestandteil des unternehmerischen
Selbstverständnisses. Die Übernahme sozialer Verantwortung auf allen Hierarchieebenen
wird durch hochmotivierte und verantwortungsbewusste Mitarbeiter sowie hohe Standards
sichergestellt. Dabei erfüllt CropEnergies als Mitglied der Südzucker-Gruppe die Vorgaben
eines international tätigen Konzerns. So gelten hohe Standards in den Bereichen der
Menschenrechte, Ausbildung und Schulung, Gesundheit und Sicherheit, Bezahlung und
Arbeitsbedingungen, Umstrukturierungen und beim Verhältnis zwischen den Sozialpartnern. BERICHT UND ERLÄUTERUNGEN ZU DEN ANGABEN NACH §§ 289 ABS. 4 UND 315 ABS. 4 HGBNach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB hat die Gesellschaft über bestimmte gesellschaftsrechtliche
Strukturen und sonstige Rechtsverhältnisse zu berichten, um einen besseren Überblick
über die Gesellschaft und etwaige Übernahmehindernisse zu ermöglichen. Die CropEnergies
AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Mannheim und hat stimmberechtigte Aktien
ausgegeben, die an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs-
und Übernahmegesetzes (WpÜG), dem Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse
(Prime Standard), notiert sind. Zum 28. Februar 2011 beträgt das gezeichnete Kapital 85.000.000 € und ist in 85.000.000
Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt
(§§ 289 und 315, jeweils Abs. 4 Nr. 1 HGB). Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien. Beschränkungen des Stimmrechts
der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen
Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem
steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71 b AktG). Vertragliche
Beschränkungen in Bezug auf das Stimmrecht oder die Übertragung der Aktien sind uns
nicht bekannt (§§ 289 und 315, jeweils Abs. 4 Nr. 2 HGB). Folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital der CropEnergies AG,
die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind uns mitgeteilt worden: Die Südzucker
AG teilte uns zuletzt mit Schreiben vom 5. Oktober 2006 gemäß § 21 Abs. 1 und Abs.
1a WpHG mit, dass ihr 71 % der Stimmrechte an der CropEnergies AG zustehen. Die Süddeutsche
Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) teilte uns zuletzt mit Schreiben
vom 9. Oktober 2006 gemäß § 21 Abs. 1 und Abs. 1a WpHG i. V. mit § 22 Abs. 1 Nr. 1
WpHG mit, dass ihr 78 % der Stimmrechte an der CropEnergies AG zustehen, 71 % über
ihre nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnende Tochtergesellschaft Südzucker AG und
7 % unmittelbar (§§ 289 und 315, jeweils Abs. 4 Nr. 3 HGB). Bei CropEnergies gibt es keine Aktien mit Sonderrechten (§§ 289 und 315, jeweils Abs.
4 Nr. 4 HGB). Es gibt auch keine Art einer Stimmrechtskontrolle aus der Beteiligung von Arbeitnehmern
am Kapital (§§ 289 und 315, jeweils Abs. 4 Nr. 5 HGB). Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat
gemäß §§ 84 und 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens
zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands.
Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden
des Vorstands ernennen. Die Vorstände wurden jeweils für die Dauer von fünf Jahren
bestellt. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses
der Hauptversammlung. Die Satzung der CropEnergies AG macht von der Möglichkeit der
Abweichung gemäß § 179 Abs. 2 AktG Gebrauch und sieht vor, dass Beschlüsse, soweit
nicht zwingende Vorschriften des Aktienrechts oder der Satzung etwas Abweichendes
bestimmen, mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich
ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst werden können. Die Befugnis zu Änderungen,
die nur die Fassung betreffen, wurde dem Aufsichtsrat übertragen (§§ 289 und 315,
jeweils Abs. 4 Nr. 6 HGB). Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. August 2006 ist der Vorstand ermächtigt
worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in der Zeit bis zum 28. August 2011 das Grundkapital
der Gesellschaft um bis zu insgesamt 30 Mio. € durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber
lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital
2006). Der Vorstand ist dabei ermächtigt, in bestimmten in § 4 Abs. 3 der Satzung
aufgeführten Fällen das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Von
der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2006 wurde bislang kein Gebrauch
gemacht (§§ 289 und 315, jeweils Abs. 4 Nr. 7 HGB). Die Hauptversammlung hat am 15. Juli 2010 den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG
ermächtigt, bis zum 14. Juli 2015 Aktien der Gesellschaft im Umfang bis zu 10 % des
derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels
eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen
Aktien können auch zum Zwecke der Einziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer
Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand ist u. a. ermächtigt, mit Zustimmung
des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts
der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen,
Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern oder zur
Bedienung von Wandel- oder Optionsanleihen zu nutzen. Von der Ermächtigung zum Erwerb
eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht (§§ 289 und 315, jeweils Abs. 4
Nr. 7 HGB). Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge
eines Übernahmeangebots stehen, wurden nicht getroffen (§§ 289 und 315, jeweils Abs.
4 Nr. 8 HGB). Eine Erläuterung von Entschädigungsvereinbarungen der Mitglieder des Vorstands oder
von Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels entfällt, da solche Vereinbarungen
nicht bestehen (§§ 289 und 315, jeweils Abs. 4 Nr. 9 HGB). Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht
im Kapitel "Erklärung zur Unternehmensführung" dargelegt. FINANZMANAGEMENTDas Finanzmanagement der CropEnergies-Gruppe umfasst die Steuerung der liquiden Mittel,
des Eigenkapitals und des Fremdkapitals. Dabei strebt CropEnergies eine Bilanzstruktur
mit einer Aufteilung zwischen Eigen- und Fremdkapital an, welche mit einem hohen Eigenkapitalanteil
die Wachstumsstrategie absichert. Die Finanzierung der CropEnergies-Gruppe basiert
auf der nachhaltigen Fähigkeit zur Generierung von positiven Cashflows, stabilen Beziehungen
zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den Kapitalmärkten
und verlässlichen Bankenbeziehungen. Die Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern
folgt dem Grundsatz finanzieller Transparenz. Die Grundlage dafür bildet ein Berichtswesen,
das nach einheitlichen Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen sowohl die Unternehmensplanungs-
als auch die Reportingprozesse bestimmt. CropEnergies nutzt eine im Hinblick auf die Fälligkeiten und Zinsfestschreibung optimierte
Struktur von Darlehen. Zur unterjährigen Finanzierung ist ein flexibler Zugang zu
kurzfristiger Liquidität ein wichtiges Element der Finanzierungsstruktur. CropEnergies verfolgt eine konservative Finanzierungspolitik, die auf eine Absicherung
von Rentabilität, Liquidität und Stabilität des Unternehmens abzielt und die durch
konsequentes Finanzmanagement (Cash- und Liquiditätsmanagement) und integriertes Risikomanagement
flankiert wird. Grundlage der Finanzierungspolitik sind die folgenden Ziele:
CHANCEN- UND RISIKOBERICHTRisikomanagement in der CropEnergies-GruppeCropEnergies zählt zu den größten und leistungsfähigsten Herstellern von Bioethanol
in Europa. Mit dem geschaffenen Produktions- und Vertriebsnetzwerk ist CropEnergies
hervorragend positioniert, um vom wachsenden europäischen Bioethanolmarkt profitieren
zu können. Darüber hinaus verfügt CropEnergies über ein attraktives Portfolio an hochwertigen
Lebens- und Futtermitteln aus der Bioethanolproduktion, das die Abhängigkeit von den
Entwicklungen auf den Ethanol- und Rohstoffmärkten reduziert. Betriebliche Funktionen,
externe Einflüsse sowie unternehmerisches Handeln zur Sicherung von Bestand, Wachstum
und Erfolg einer Unternehmung unterliegen Chancen und Risiken. Um Risiken zu erkennen
und aktiv zu steuern, hat Crop-Energies ein konzernweites Risikomanagementsystem eingerichtet. RisikopolitikFür CropEnergies ist ein verantwortungsvoller Umgang mit unternehmerischen Chancen
und Risiken ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung.
Das Risikomanagement dient der frühzeitigen und systematischen Erkennung und Vermeidung
von Risiken, der Verbesserung der internen Transparenz risikobehafteter Prozesse sowie
der Schaffung eines Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern. Hierzu setzt CropEnergies ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung
geschäftsspezifischer Risiken ein. Durch risikobewusstes Verhalten, die Festlegung
klarer Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung
interner Kontrollen soll ein angemessenes Verhältnis von Chancen und Risiken erreicht
werden. RisikomanagementsystemDas Risikomanagementsystem der CropEnergies-Gruppe ist ein integrales Element des
gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses in allen relevanten
Einheiten. Diese integrierte Berichterstattung an den Vorstand und dessen direkte
Einbindung gewährleisten eine transparente Risikoerfassung und -analyse. Das Risikomanagementsystem zielt darauf ab, Risiken systematisch zu identifizieren,
zu beurteilen, zu kontrollieren und zu dokumentieren sowie gegebenenfalls Gegenmaßnahmen
einzuleiten. Der Vorstand trägt konzernweit die Verantwortung für die Früherkennung bestandsgefährdender
Risiken und die Initiierung entsprechender Gegenmaßnahmen. Der Vorstand hat einen
Risikoausschuss eingerichtet, dessen weitere Mitglieder, bestehend aus den Verantwortlichen
der Bereiche Einkauf, Vertrieb, Business Development, Finanzen und Controlling, den
Vorstand bei seinen Aufgaben unterstützen. Der Risikoausschuss tagt in der Regel monatlich,
bei Bedarf auch ad hoc. Beratungsgegenstand sind alle Risikoarten, wobei bezüglich
der wesentlichen Risiken Rohstoffeinkauf, Verkauf und Finanzmarktrisiken standardisierte
Szenarienrechnungen in Abhängigkeit der künftigen Markterwartung erstellt und die
Auswirkungen auf das operative Ergebnis bzw. das Finanzergebnis ermittelt werden.
Die Risikoeinschätzung erfolgt monatlich für das laufende und kommende Geschäftsjahr.
Zusätzlich zur Regelberichterstattung besteht für ad hoc auftretende Risiken eine
konzerninterne Berichterstattungspflicht an den Vorstand. RisikokommunikationWesentlich für ein effektives Risikomanagementsystem ist die offene und schnelle Kommunikation
mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen. Das Management stellt
dies - auch durch seine unmittelbare Einbindung in den Risikoausschuss - sicher und
hält die Mitarbeiter an, bewusst und proaktiv mit Risiken umzugehen. Internes KontrollsystemDas interne Kontrollsystem in der CropEnergies-Gruppe umfasst Grundsätze, Verfahren
und Maßnahmen zur Sicherung von Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit
der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Dabei setzt sich das interne Kontrollsystem der Crop-Energies-Gruppe aus einem Steuerungs-
und einem Überwachungssystem zusammen. Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile
des internen Überwachungssystems der CropEnergies-Gruppe. Neben dem "Vier-Augen-Prinzip"
sind maschinelle IT-Prozesskontrollen und automatisierte Validierungs- und Plausibilitätsprüfungen
ein wesentlicher Teil der prozessabhängigen Kontrollen. Der Aufsichtsrat hat die Prüfung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems an den
Prüfungsausschuss übertragen. Die interne Revision der Südzucker-Gruppe ist als prozessunabhängige
Prüfungsinstanz in das interne Überwachungssystem der CropEnergies-Gruppe eingebunden.
Sie stellt im Rahmen ihrer Überwachungstätigkeit durch regelmäßige Systemprüfungen
die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Systems sicher. Auch die Prüfungshandlungen des Konzernabschlussprüfers sind prozessunabhängig und
auf die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems gerichtet.
Der Konzernabschlussprüfer beurteilt gemäß § 317 Abs. 4 HGB die Funktionsfähigkeit
des Risikofrüherkennungssystems, das von CropEnergies jeweils kurzfristig an etwaige
Veränderungen des Umfelds angepasst wird, und berichtet über die Ergebnisse der Prüfung
des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems. Die auf Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten
Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung
mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst
werden. Daneben ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden
und Vermögenswerte sowie Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet
und ausgewiesen werden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der CropEnergies-Gruppe regeln einschließlich
der Vorschriften zur Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards
(IFRS) die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der in den CropEnergies-Konzernabschluss
einbezogenen inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften. Dabei kommen lediglich
solche IFRS zur Anwendung, die zum Zeitpunkt der Aufstellung von der EU-Kommission
für die Anwendung in der EU übernommen wurden. Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung
der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und
gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse
unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. die hierzu geführten
Abschlussbesprechungen. Mit der zentralen Durchführung der Werthaltigkeitstests von
Geschäfts- oder Firmenwerten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter
Bewertungskriterien sichergestellt. Daneben bestehen umfassende Konzernvorgaben zur
Bilanzierung und Bewertung. Außerdem erfolgt auch auf Konzernebene die Aufbereitung
und Aggregation von Daten für die Erstellung von Konzernlagebericht und Anhang. Das interne Kontrollsystem ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll-
und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung
von unternehmensbezogenen Sachverhalten einschließlich deren Darstellung in der Konzernrechnungslegung. Die Trennung von Funktionen und Verantwortung für Verwaltung, Ausführung, Abrechnung
und Genehmigung zielt darauf ab, kriminellen Handlungen vorzubeugen. Das interne Kontrollsystem
gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen und rechtlichen
Umfeld der CropEnergies-Gruppe sowie die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher
Vorschriften zur Konzernrechnungslegung. Rechtliche und politische RahmenbedingungenWie im Abschnitt "Entwicklungen im politischen Umfeld" des Konzernlageberichts ausführlich
dargestellt wurde, ist CropEnergies sowohl auf nationaler als auch auf europäischer
Ebene in diverse, für die Biokraftstoffbranche spezifische rechtliche und politische
Rahmenbedingungen eingebunden. Dies kann zu zusätzlichen Chancen führen, z. B. wenn
die nationalen bzw. europäischen Beimischungsquoten erhöht werden. Ebenso können Änderungen
dieser Rahmenbedingungen Risiken mit sich bringen, falls beispielsweise die Beimischungsziele
auf europäischer Ebene reduziert werden sollten. Operative RisikenBeschaffungsrisikoCropEnergies benötigt zur Herstellung von Bioethanol vor allem kohlenhydrathaltige
Agrarrohstoffe wie Zuckersirupe und Getreide. Preisschwankungen an den Weltagrarmärkten
beeinflussen direkt die Rohstoffkosten. Da Veränderungen beim Getreidepreis in der Regel mit einer gleichgerichteten Änderung
der Preise für eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel einhergehen, kann CropEnergies
Preisschwankungen beim Rohstoffeinkauf teilweise durch Verkaufserlöse für Gluten,
ProtiGrain® und ProtiWanze® kompensieren ("natural hedge"). Darüber hinaus kann CropEnergies die Auswirkungen eines möglichen Anstiegs der Getreidepreise
auf die Rohstoffkosten durch eine vorausschauende Einkaufspolitik und die Nutzung
von Zuckersirupen reduzieren. Dabei verfolgt CropEnergies das Ziel, die für eingegangene
Lieferverpflichtungen notwendigen Rohstoffmengen zeitnah zu sichern. Auch in Zukunft verfolgt CropEnergies die Geschäftspolitik, verbleibende Risiken aus
Rohstoffpreissteigerungen durch den Abschluss von längerfristigen Lieferverträgen,
die Nutzung von Warentermingeschäften sowie alternativen Rohstoffen zu reduzieren.
Abhängig von der Marktpreislage verbleibt jedoch das Risiko, dass kostendeckende Sicherungsgeschäfte
nicht abschließbar sind oder Preissteigerungen für Rohstoffe nicht an die Abnehmer
von Bioethanol weitergegeben werden können. Die im November 2009 verabschiedete deutsche Biokraft-NachV knüpft die Förderung von
Kraftstoffen aus Biomasse ab dem 1. Januar 2011 an die Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen.
Bioethanol aus den Anlagen in Zeitz und Wanze erfüllt alle Anforderungen der Biokraft-NachV.
Jedoch ist CropEnergies zur Herstellung nachhaltigen Bioethanols auf die Verfügbarkeit
nachhaltiger Rohstoffe angewiesen. Im Rahmen des EU-Emissionshandels wurden der CropEnergies-Gruppe als industriellem Produzent in der zweiten Handelsperiode von 2008 bis 2012 Emissionszertifikate zugeteilt. Derzeit erwartet CropEnergies eine nur geringe Unterdeckung in dieser zweiten Handelsperiode. Die konkrete Ausgestaltung des europäischen Emissionshandels ab 2013 bis 2020 ist noch nicht abschließend geklärt. Aus heutiger Sicht geht CropEnergies ab 2013 jedoch von einer Zuteilung aus, die unterhalb derer in der zweiten Handelsperiode liegen wird. Abhängig vom Bedarf und Marktpreis von CO2 -Zertifikaten können sich Auswirkungen auf die Produktionskosten und damit auch auf die Wettbewerbsposition ergeben. WettbewerbsrisikoMit der Verpflichtung jedes EU-Mitgliedsstaats zur Einreichung eines nationalen Aktionsplans
zur Förderung und Nutzung von erneuerbaren Energien bei der EU-Kommission hat die
EU Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien verabschiedet. Bis zum Jahr 2020
soll 10 % der im Transportsektor eingesetzten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen.
Die bisher veröffentlichten Aktionspläne verdeutlichen das große Wachstumspotenzial
des Bioethanolmarkts in Europa. Der Bau neuer Bioethanolanlagen und die Erweiterung bestehender Anlagen könnten jedoch
in den kommenden Jahren zu einem signifikanten Anstieg der Produktionskapazitäten
für Bioethanol in der EU führen. Dieser Zuwachs könnte einen verstärkten Wettbewerb
unter den Bioethanolproduzenten auslösen. Darüber hinaus steht CropEnergies im Wettbewerb mit außereuropäischen Bioethanolproduzenten,
die infolge lokaler Gegebenheiten - insbesondere in Brasilien - von niedrigeren Produktionskosten
profitieren können. AbsatzrisikoDer überwiegende Anteil des Bioethanolabsatzes der Crop-Energies-Gruppe entfällt auf
Großkunden. Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass Lieferverträge durch einzelne
Großkunden nicht erfüllt oder am Ende der Vertragslaufzeit nicht verlängert werden.
Sollte es in einem solchen Fall nicht gelingen, wirtschaftlich gleichwertige Aufträge
abzuschließen, könnte sich dies nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der Gruppe auswirken. IT-RisikenWie jedes Unternehmen ist CropEnergies auf funktionierende IT-Systeme angewiesen.
Für die operative und strategische Steuerung des Unternehmens setzt Crop-Energies
hochentwickelte Informationssysteme ein. Zur Optimierung und Aufrechterhaltung der
IT-Systeme sind diese in die IT-Systeme der Südzucker AG eingebunden. PersonalrisikenDie CropEnergies-Gruppe steht mit anderen Unternehmen im Wettbewerb um qualifiziertes
Personal. CropEnergies bietet als eines der führenden Unternehmen im Zukunftsmarkt
für Biokraftstoffe ein attraktives Arbeitsumfeld, Stabilität sowie die Sozialleistungen
der Südzucker-Gruppe und Entwicklungsmöglichkeiten in einem internationalen Umfeld. Weitere operative RisikenCropEnergies überwacht Produktqualität und Umweltrisiken mithilfe eines Qualitätssicherungssystems
und moderner Prozessleittechnik. Das Risiko ungeplanter Produktionsunterbrechungen
wird durch kontinuierliche Wartungsmaßnahmen und hochqualifiziertes Personal minimiert.
Falls erforderlich wird geprüft, ob eine ungeplante Produktionsminderung in einer
Anlage durch die Mehrerzeugung in einer anderen Anlage ausgeglichen werden kann. In den Bereichen IT, Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung kann CropEnergies
aufgrund des Shared-Service-Vertrags auf die Fachabteilungen der Südzucker AG zurückgreifen. Rechtliches RisikoKlageverfahren gegen die CropEnergies-Gruppe, die wesentliche Auswirkungen auf die
finanzielle Lage des Konzerns besitzen könnten, bestehen nicht. Produkt- und RohstoffpreisrisikenDie CropEnergies-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken durch die Veränderung der Preise
für Endprodukte, Rohstoffe und Energie. Zur Begrenzung damit verbundener Risiken setzt
CropEnergies in der Rohstoff- und Bioethanolpreissicherung derivative Absicherungen
ein. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und
unterliegt einer ständigen Kontrolle. Finanzwirtschaftliche RisikenCropEnergies unterliegt in geringem Maße Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen
und Zinssätzen. Die Währungsrisiken werden in begrenztem Umfang durch derivative Instrumente
abgesichert. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter
Limits und unterliegt einer ständigen Kontrolle. Risiken aus der Veränderung von Zinssätzen
werden durch den verstärkten Abschluss festverzinslicher Darlehen gemindert. LiquiditätsrisikenRisiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung,
die integraler Bestandteil der Unternehmensplanung ist, erkannt und gesteuert. Aufgrund
verbindlich zugesagter Kreditlinien kann CropEnergies - falls erforderlich - kurzfristig
auf ausreichende liquide Mittel zurückgreifen. Bonitäts- und AusfallrisikenAusfallrisiken im Forderungsbestand werden bei CropEnergies reduziert, indem einerseits
die Bonität, das Zahlungsverhalten und die offenen Posten von Schuldnern fortlaufend
überwacht und andererseits Warenkreditversicherungen und Bürgschaften zur Absicherung
herangezogen werden. Kreditrisiken aus Geldanlagen werden dadurch minimiert, dass
Transaktionen ausschließlich bei Banken und Partnern erstklassiger Bonität abgeschlossen
werden. Ausführliche Informationen zu Währungs-, Zinsänderungs- und Preisrisiken sowie Liquiditäts-,
Bonitäts- und Ausfallrisiken sind im Anhang zum Jahresabschluss unter (27) Risikomanagement
in der CropEnergies-Gruppe zu finden. GesamtrisikoEs sind keine Risiken erkennbar, die gegenwärtig oder in absehbarer Zukunft den Fortbestand
der CropEnergies-Gruppe gefährden oder wesentliche negative Auswirkungen auf die Finanzlage,
die Geschäftstätigkeit oder das Ergebnis der Betriebstätigkeit haben könnten. Chancen der weiteren UnternehmensentwicklungDie Profitabilität wird maßgeblich von der Erlösentwicklung für Bioethanol und den
Kosten der eingesetzten Rohstoffe geprägt. Chancen ergeben sich aus geringeren Getreidepreisen und/oder einem Preisanstieg von
Bioethanol und den zu Lebens- und Futtermitteln veredelten Kuppelprodukten. CropEnergies
kann sich der Volatilität der Getreidemärkte durch die Verwendung von Zuckersirupen
als Rohstoff teilweise entziehen. Darüber hinaus profitiert Crop-Energies von den
Verkaufserlösen hochwertiger Lebens- und Futtermittel, die zu einer Senkung der Nettorohstoffkosten
führen, sowie von einer energieoptimierten Produktion. Versorgungssicherung mit Energieträgern, Klimaschutz und die Stärkung der regionalen
Strukturen sind die Ziele der EU, die mit dem Ausbau des europäischen Bioethanolmarkts
erreicht werden sollen. Hierfür wurden weitere Rahmenbedingungen geschaffen, die die
verstärkte Nutzung von Bioethanol im Kraftstoffsektor fördern. Aus dem daraus resultierenden
Marktwachstum können sich Chancen ergeben. CropEnergies hat durch den Kapazitätsausbau
in Deutschland, Belgien und Frankreich die Grundlage geschaffen, um vom künftigen
Marktwachstum als einer der leistungsfähigsten europäischen Hersteller von Bioethanol
zu profitieren. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGNach dem Bilanzstichtag haben keine Ereignisse stattgefunden, die die Ertrags-, Finanz-
oder Vermögenslage wesentlich beeinflussen. PROGNOSEBERICHTBioethanol hat sich in Europa zu einem festen Bestandteil des Kraftstoffmarkts entwickelt. Als erneuerbare Energiequelle leistet es einen wichtigen Beitrag für eine sichere und Klima schonende Versorgung des europäischen Transportsektors. Durch das verbindliche Ziel der EU für das Jahr 2020, 10 % des Energieverbrauchs im Transportsektor durch erneuerbare Energien zu decken, wird die Bedeutung von Bioethanol zunehmen und sich der Bedarf auf rund 15 Mio. m3 im Jahr 2020 verdreifachen. Gemäß der eingereichten Aktionspläne der Mitgliedsstaaten soll der Bioethanolbedarf
bis 2020 stetig wachsen. Höhere Beimischungsziele und die Einführung von E10 in einigen
Mitgliedsstaaten wie beispielsweise Deutschland werden die Nachfrage nach Bioethanol
in der EU im Geschäftsjahr 2011/12 weiter erhöhen. Aufgrund der eingeführten Nachhaltigkeitskriterien
und der Bedingungen in den großen Bioethanolmärkten in Brasilien und den USA erwartet
CropEnergies geringere Exporte nach Europa und deshalb eine zunehmende Versorgung
des EU-Markts durch europäische Bioethanolhersteller. In Verbindung mit den Entwicklungen
auf den Märkten für Rohöl, Zucker und Getreide rechnet CropEnergies bis zum Beginn
der neuen Getreideernte in Europa mit einer Seitwärtsbewegung der Bioethanol- und
Getreidepreise auf den derzeit hohen Niveaus. Auch nach der dynamischen Entwicklung der Vorjahre infolge des Kapazitätsaufbaus und
der erreichten Produktivitätsfortschritte wird CropEnergies im Geschäftsjahr 2011/12
weiter profitabel wachsen. Die Produktions- und Absatzmengen an Bioethanol sowie an
Lebens- und Futtermitteln werden sich mindestens auf dem hohen Vorjahresniveau bewegen.
In Verbindung mit besseren Vermarktungsmöglichkeiten für die Produkte rechnet CropEnergies
für 2011/12 mit weiterem, jedoch nunmehr moderaterem Umsatzwachstum. Unter der Voraussetzung,
dass die gestiegenen Rohstoffkosten weiter durch höhere Absatzpreise kompensiert werden
können, wird auch das operative Ergebnis moderater wachsen. Damit wird die Spitzenposition
des Unternehmens unter den börsennotierten Biokraftstoffherstellern insbesondere vor
dem Hintergrund der aktuellen Rohstoffpreise gefestigt. Auch im Geschäftsjahr 2012/13 und danach rechnet Crop-Energies mit einem weiteren
Wachstum des Markts für Bioethanol in Europa und einer hohen Nachfrage nach proteinhaltigen
Lebens- und Futtermitteln. Während die weitere Entwicklung des Umsatzes maßgeblich von den vorherrschenden Energiepreisen
abhängt, sollte sich unter normalen Bedingungen auf den Bioethanol- und Rohstoffmärkten
die Ertragskraft weiter verbessern. HEUTE DIE BRENNSTOFFZELLEN ENTWICKELN FÜR DIE BIOETHANOL-NUTZUNG VON MORGENDer überwiegende Teil unseres Bioethanols wird heute als Klima schonender Benzinersatz
im Transportsektor genutzt. Auf längere Sicht wird die Bedeutung von Bioethanol als
erneuerbarem Energieträger aber auch in anderen Bereichen der Energieversorgung zunehmen.
Wir forschen daher nach neuen Anwendungsgebieten. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung
von Bioethanolbrennstoffzellen, die ohne Geräusch- und Geruchsemissionen in einem
chemischen Prozess Bioethanol direkt in Strom umwandeln. Damit könnte eine vom Stromnetz
unabhängige Stromversorgung auch in Gebieten gewährleistet werden, in denen der Anschluss
ans Stromnetz nicht möglich ist und besondere Rücksicht auf die Umgebung genommen
werden muss. Beispiele hierfür sind die Versorgung von abgelegenen Telekommunikationsanlagen
mit Strom oder Freizeitaktivitäten in der Natur. Auch im Verkehrsmanagement - u. a.
in Baustellen - wären die langlebigen Bioethanolbrennstoffzellen eine sinnvolle, weil
wartungsarme Alternative zu Batteriesystemen. KONZERNABSCHLUSSGesamtergebnisrechnung1. März 2010 bis 28. Februar 2011scroll
*
Nach Berücksichtigung latenter Steuern Kapitalflussrechnung1. März 2010 bis 28. Februar 2011scroll
Unter Position (30) des Anhangs werden weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
gegeben. Bilanz28. Februar 2011AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
Entwicklung des Eigenkapitals1. März 2010 bis 28. Februar 2011scroll
scroll
Unter Position (19) des Anhangs ist die Entwicklung des Eigenkapitals erläutert.
*
Nach Berücksichtigung latenter Steuern KonzernanhangAllgemeine Erläuterung(1) Grundlagen für die Aufstellung des KonzernabschlussesDie CropEnergies AG hat ihren Sitz in der Gottlieb-Daimler-Str. 12 in 68165 Mannheim/Deutschland;
die Gesellschaft ist im Handelsregister unter HRB-Nr. 700509 beim Amtsgericht Mannheim
eingetragen. Gemäß § 2 der Satzung der Gesellschaft in der Fassung vom 17. Juli 2007
ist der Gegenstand des Unternehmens der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von
Beteiligungen an sowie die Gründung von anderen Unternehmen, die unmittelbar oder
mittelbar in den Bereichen der Herstellung und des Vertriebs von Bioethanol (Agraralkohol),
sonstigen Biokraftstoffen sowie ähnlichen Produkten, die aus Getreide oder anderen
Agrarrohstoffen erzeugt werden, einschließlich der Herstellung und des Vertriebs von
Kuppelprodukten, tätig sind. Die CropEnergies AG gehört mehrheitlich zur Südzucker
Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt. Gegenstand des Konzernabschlusses sind die CropEnergies AG, mit Sitz in Mannheim,
und deren Tochterunternehmen. CropEnergies hat den Konzernabschluss nach den International
Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board
(IASB), London, unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial
Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der EU anzuwenden
sind. Ergänzend wurden die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen
Vorschriften berücksichtigt. Sämtliche vom IASB herausgegebene und von der EU-Kommission zum Zeitpunkt der Aufstellung
des vorliegenden Konzernabschlusses für die Anwendung in der EU übernommene IFRS wurden
von der CropEnergies AG angewendet. Der Konzernabschluss 2010/11 wurde durch den Vorstand aufgestellt, wird durch den
Prüfungsausschuss am 6. Mai 2011 geprüft und wird vom Aufsichtsrat in der Sitzung
am 11. Mai 2011 geprüft und gebilligt und wird damit zur Veröffentlichung freigegeben
sein. CropEnergies erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro. Alle Beträge
werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (Tsd. €) angegeben. Die auf den folgenden Seiten in Klammern gesetzten Zahlen beziehen sich jeweils auf
den Vorjahreszeitraum bzw. -zeitpunkt. Neben der Gesamtergebnisrechnung, die eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie eine
Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen
umfasst, der Kapitalflussrechnung und der Bilanz wird die Entwicklung des Eigenkapitals
gezeigt. Die Angaben im Anhang enthalten außerdem eine Segmentberichterstattung. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Bilanz
und der Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert
ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Bestandteil der Gesamtergebnisrechnung
ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wird grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten
aufgestellt, sofern unter Ziffer (4) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nicht
etwas anderes berichtet wird. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2010/11 waren von CropEnergies eine Reihe vom IASB
überarbeitete bzw. neu herausgegebene Standards und Interpretationen verpflichtend
anzuwenden: Der überarbeitete IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse - 2008) enthält geänderte Vorschriften
zu Unternehmenserwerben; die Anpassungen betreffen den Anwendungsbereich und die Bilanzierung
von sukzessiven Anteilserwerben. Ferner räumen die Änderungen das Wahlrecht ein, die
Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter mit beizulegendem Zeitwert oder mit
dem anteiligen Nettovermögen zu bewerten. In Abhängigkeit von der Ausübung des Wahlrechts
wird im Rahmen eines Unternehmenserwerbs ein eventuell entstandener Geschäfts- oder
Firmenwert vollständig oder nur mit dem Anteil des Mehrheitsgesellschafters ausgewiesen.
Der Standard hatte keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der CropEnergies-Gruppe. Durch die Änderungen an IAS 27 (Konzern- und Einzelabschlüsse - 2008) wird klargestellt,
dass Transaktionen, durch die ein Mutterunternehmen seine Beteiligungsquote an einem
Tochterunternehmen ändert, ohne die Beherrschung aufzugeben oder zu erlangen, künftig
als erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung zu bilanzieren sind. Ferner wurde die
Bilanzierung von Transaktionen mit Verlust der beherrschenden Stellung gegenüber einem
Tochterunternehmen neu geregelt. Der Standard bestimmt, wie ein Endkonsolidierungserfolg
ermittelt und eine nach Veräußerung verbleibende Restbeteiligung zu bewerten ist.
Der Standard hatte keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der CropEnergies-Gruppe. Im April 2009 veröffentlichte das IASB im Rahmen des jährlichen "Improvement"-Projekts
Änderungen diverser IFRSs (Verbesserung der IFRS 2009). Die Änderungen präzisieren
den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Geschäftsvorfällen, vereinheitlichen
Terminologien und sind im Wesentlichen als redaktionelle Korrekturen zu bestehenden
Standards zu verstehen. Die nachfolgenden im Geschäftsjahr 2010/11 erstmalig anzuwendenden Standards und Interpretationen
hatten keine bzw. unwesentliche Auswirkungen auf den CropEnergies-Konzernabschluss:
Nachstehende geänderte Standards und neue Interpretationen, die von der EU in europäisches
Recht übernommen wurden, waren im Geschäftsjahr 2010/11 für CropEnergies noch nicht
verpflichtend anzuwenden:
Im Mai 2010 veröffentlichte das IASB im Rahmen des jährlichen "Improvement"-Projekts
den dritten Sammelstandard "Improvements to IFRSs" (Verbesserung der IFRSs 2010).
Die Änderungen präzisieren den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Geschäftsvorfällen,
vereinheitlichen Terminologien und sind im Wesentlichen als redaktionelle Korrekturen
zu bestehenden Standards zu verstehen. Einzelne Änderungen sind für Geschäftsjahre,
die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, anzuwenden und andere für Geschäftsjahre,
die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Folgende Standards, Interpretationen und Änderungen wurden bereits vom IASB veröffentlicht,
wurden aber noch nicht von der EU in Europäisches Recht übernommen:
Das IASB veröffentlichte im November 2009 IFRS 9 (Finanzinstrumente). Dieser Standard
beinhaltet die erste Phase des dreiphasigen IASB-Projekts, den derzeit gültigen IAS
39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) zu ersetzen. Der neue Standard IFRS 9,
der für ab dem 1. Januar 2013 beginnende Geschäftsjahre gelten soll, sieht künftig
nur noch zwei Kategorien zur Einordnung finanzieller Vermögenswerte vor - die Bewertung
zu fortgeführten Anschaffungskosten und die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert.
Das bisherige differenzierte Klassifizierungs- und Bewertungsmodell des IAS 39 soll
wegfallen. Die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) hat die Übernahme
von IFRS 9 verschoben, um abzuwarten, bis das vollständige Regelwerk zu den Finanzinstrumenten
durch den IASB vorgelegt wird, sowie sich mehr Zeit für die Begutachtung der Ergebnisse
zu nehmen. CropEnergies bilanziert weitgehend wie unter den neuen Standards vorgesehen,
sodass keine wesentlichen Auswirkungen auf den CropEnergies-Konzernabschluss erwartet
werden. (2) KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden die Abschlüsse der CropEnergies AG und der von ihr
beherrschten Unternehmen (Tochterunternehmen) nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung
einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die Gesellschaft die Möglichkeit zur Bestimmung
der Finanz- und Geschäftspolitik hat, um daraus wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen.
Entsprechend werden folgende Tochterunternehmen einbezogen:
Die Quotenkonsolidierung wurde bei der Joint-Venture-Gesellschaft
durchgeführt, an der CropEnergies 50 % der Anteile hält und die einer gemeinschaftlichen
Führung untersteht. Im Rahmen der Quotenkonsolidierung wurden die Vermögenswerte,
Schulden und Eventualschulden sowie die Gewinn-und-Verlust-Rechnung mit einem Anteil
von 50 % in folgender Höhe in den Konzernabschluss der CropEnergies AG einbezogen: scroll
Die Vorjahreszahlen beziehen sich auf ein Rumpfgeschäftsjahr ab dem 2. Quartal. Im Rahmen einer Darlehensgewährung an die CT Biocarbonic GmbH wurde eine gesamtschuldnerische
Mithaftung in Höhe von 3,1 (3,1) Mio. € eingegangen. Eine Inanspruchnahme wird derzeit
nicht erwartet.
*
Befreiung von der Offenlegungspflicht nach § 264 Abs. 3 HGB (3) KonsolidierungsmethodenDie Kapitalkonsolidierung der Tochtergesellschaften erfolgt nach der Erwerbsmethode
durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der
Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Ein sich ergebender aktivischer Unterschiedsbetrag wird den Vermögenswerten insoweit
zugerechnet, als deren Zeitwert den Buchwert übersteigt. Ein aus Erstkonsolidierung
verbleibender Geschäftswert wird unter den immateriellen Vermögenswerten erfasst.
Gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) werden Geschäftswerte nicht planmäßig
über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest
unterzogen (Impairment-Only-Approach). Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten
bzw. Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften
werden eliminiert. Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte
aus konzerninternen Lieferungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt. Gemeinschaftsunternehmen werden mittels Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss
einbezogen. Der Konzern erfasst seinen Anteil an den einzelnen Erträgen und Aufwendungen,
Vermögenswerten und Schulden sowie Cashflows der Gemeinschaftsunternehmen zusammen
mit den entsprechenden Posten des Konzernabschlusses. Gewinne und Verluste aus dem
Verkauf von Vermögenswerten an das Gemeinschaftsunternehmen werden nur in Höhe des
den anderen Partnerunternehmen zuzurechnenden Anteils im Konzernabschluss erfasst.
Zwischengewinne aus dem Verkauf von Vermögenswerten von dem Gemeinschaftsunternehmen
an den Konzern werden in Höhe des auf den Konzern entfallenden Anteils eliminiert
und erst bei Weiterveräußerung an einen unabhängigen Dritten realisiert. Entsprechendes
gilt für Zwischenverluste, es sei denn, die übertragenen Vermögenswerte sind wertgemindert. (4) Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeErworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sind unter den immateriellen Vermögenswerten
ausgewiesen. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene immaterielle Vermögenswerte
werden gesondert vom Geschäftswert erfasst, wenn sie gemäß der Definition in IAS 38
(Immaterielle Vermögenswerte) separierbar sind oder aus einem vertraglichen oder gesetzlichen
Recht resultieren und der Zeitwert verlässlich bestimmt werden kann. Andere entgeltlich
erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt
und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbstgeschaffene
immaterielle Vermögenswerte werden insoweit aktiviert, als die Ansatzkriterien des
IAS 38 erfüllt sind. Alle immateriellen Vermögenswerte verfügen - mit Ausnahme des
Geschäfts- oder Firmenwerts - über eine bestimmte Nutzungsdauer. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich
sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest
(Impairment-Only-Approach) unterzogen. Zur Durchführung von Werthaltigkeitstests wird der Geschäfts- oder Firmenwert der
Zahlungsmittel generierenden Einheit auf die einzige Segmentebene zugeordnet. Die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts wird ermittelt, indem der erzielbare
Betrag mit dem Buchwert der CGU einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert verglichen
wird. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Werte aus dem beizulegenden
Zeitwert abzgl. Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. CropEnergies ermittelt zur
Bestimmung des erzielbaren Betrags zunächst den Nutzungswert. Der Nutzungswert ist
der Barwert der zukünftigen Cashflows, die voraussichtlich aus der Zahlungsmittel
generierenden Einheit erzielt werden können. Der Nutzungswert wird auf der Grundlage
eines Unternehmensbewertungsmodells (Discounted Cashflow) ermittelt. Der Bestimmung
liegen Cashflow-Planungen zugrunde, die auf der vom Vorstand genehmigten und zum Zeitpunkt
der Durchführung des Impairment-Tests gültigen 5-Jahresplanung basieren. Die 5-Jahresplanung berücksichtigt wirtschaftliche Daten allgemeiner Art und basiert
auf der erwarteten Entwicklung der aus externen volks- und finanzwirtschaftlichen
Studien abgeleiteten gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten. Die Kapitalkosten sind als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten
zu berechnen, wobei die jeweiligen Anteile am Gesamtkapital ausschlaggebend sind.
Die Eigenkapitalkosten entsprechen den Renditeerwartungen der CropEnergies-Aktionäre.
Die verwendeten Fremdkapitalkosten stellen die aktuellen Finanzierungskonditionen
des Unternehmens dar. Der aus den Kapitalkosten des CropEnergies-Konzerns abgeleitete
Abzinsungssatz belief sich im Februar 2011 auf 8,2 % vor Steuern bzw. 6,1 % nach Steuern. CropEnergies verwendet für die Extrapolation der Cashflows über den Planungszeitraum
hinaus in der Cash Generating Unit (CGU) eine konstante Wachstumsrate von 1,5 %. Diese
Wachstumsrate zur Diskontierung der ewigen Rente liegt unterhalb der im Detailplanungszeitraum
ermittelten Wachstumsrate und dient im Wesentlichen dem Ausgleich einer allgemeinen
Teuerungsrate. Die Cashflows werden abzüglich der Investitionen ermittelt, die notwendig
sind, um das angenommene Cashflow-Wachstum zu erzielen. Die Höhe dieser Reinvestition
stützt sich auf Erfahrungswerte der Vergangenheit über erforderliche Ersatzbeschaffungen
von Sachanlagen. Im Geschäftsjahr 2010/11 ergab sich weder aus der jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit
der Geschäfts- oder Firmenwerte noch aus anderen Umständen ein Wertberichtigungsbedarf,
da der Nutzungswert der CGU über dem Buchwert lag. Der Werthaltigkeitstest für Geschäfts-
oder Firmenwerte basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Änderungen dieser Annahmen
werden aus heutiger Sicht nicht dazu führen, dass die Buchwerte der CGU ihren erzielbaren
Betrag (Nutzungswert) überschreiten und deshalb im nächsten Geschäftsjahr angepasst
werden müssten. Zum Bewertungsstichtag lag der Nutzungswert deutlich über den Buchwerten
der CGU. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare
planmäßige Abschreibungen, bewertet. Im Zugangsjahr werden Vermögenswerte des Sachanlagevermögens
zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Zuschüsse und Zulagen der öffentlichen
Hand werden von den Anschaffungskosten gekürzt. Die Herstellungskosten der selbst
erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige zurechenbare
Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalkosten, die der Anschaffung oder
Herstellung sogenannter qualifizierter Vermögenswerte (Projekte wie der Bau neuer
Produktionsanlagen bzw. wesentliche Ergänzungsinvestitionen, deren Umsetzung mindestens
1 Jahr dauert) zugerechnet werden können, werden bis zur Fertigstellung als Teil der
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Der Fremdkapitalkostensatz ermittelt
sich als gewogener Durchschnitt der Fremdkapitalkosten der aufgenommenen Fremdfinanzierung
bzw. auf Basis der spezifischen Finanzierungskosten bei speziell für die Beschaffung
qualifizierter Vermögenswerte aufgenommener Fremdfinanzierung. Instandhaltungsaufwendungen
werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst. Eine Aktivierung erfolgt
nur dann, wenn die allgemeinen Aktivierungskriterien wie Nutzenzufluss und Bestimmbarkeit
der zurechenbaren Kosten erfüllt sind. Den Abschreibungen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte mit
bestimmter Nutzungsdauer liegen folgende erwartete Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer
werden nach IAS 36 (Wertminderungen von Vermögenswerten) vorgenommen, wenn - nach
der Prüfung entsprechender Anhaltspunkte - der erzielbare Betrag des Vermögenswertes
unter den Buchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag wird als der jeweils höhere
Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten bzw. Wert des erwarteten
Mittelzuflusses aus der Nutzung des Vermögenswerts (Value in Use) ermittelt und unter
der Position "Abschreibung und Wertminderung" ausgewiesen. Sind die Gründe für eine
zuvor erfasste Wertminderung entfallen, werden die Vermögenswerte erfolgswirksam zugeschrieben,
wobei die Wertaufholung nicht den Buchwert übersteigen darf, der bestimmt worden wäre,
wenn in den früheren Perioden keine Wertminderung erfasst worden wäre. Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer
gegen einmalige oder regelmäßige Zahlungen ein zeitlich definiertes Nutzungsrecht
an einem Vermögenswert überträgt. Grundsätzlich wird zwischen Finanzierungsleasing
und Operating Leasing einschließlich Pacht bzw. Miete für Grundstücke und Gebäude
unterschieden. Zum Bilanzstichtag bestanden bei CropEnergies nur Operating-Leasing-Verhältnisse.
Beim Operating Leasing erfasst der Leasingnehmer zu zahlende Leasingraten als Aufwand. Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Dabei wird das Durchschnittswertverfahren
oder -bei Rohstoffen - die Fifo-Methode (First in - first out) verwendet, da dies
den tatsächlichen Verbrauchsfolgeverhältnissen entspricht. Die Herstellungskosten
umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten, die auf der Grundlage der normalen Kapazität
ermittelt werden. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren
Einzelkosten auch fixe und variable Produktionsgemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten)
einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Dabei werden insbesondere die
Kosten berücksichtigt, die auf den spezifischen Produktionskostenstellen anfallen.
Soweit erforderlich, wird der niedrigere realisierbare Nettoveräußerungswert abzüglich
noch anfallender Kosten angesetzt. Dabei wird grundsätzlich der Nettoveräußerungswert
des Endprodukts zugrunde gelegt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im
normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen
Vertriebskosten. Abwertungen auf Vorräte werden unter der Position "Bestandsveränderungen"
ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Marktwert
und anschließend mit fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode
bewertet. Für Ausfall- oder andere Risiken wurden ausreichende Einzelwertberichtigungen
gebildet. Diese werden unter der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erforderlichenfalls
Wertberichtigungen angesetzt, die sich am tatsächlichen Ausfallrisiko orientieren.
Die maximale Risikoposition aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht
dem Buchwert dieser Forderungen. Flüssige Mittel werden mit dem Nominalwert angesetzt, der regelmäßig dem Marktwert
entspricht. Die flüssigen Mittel umfassen Barmittel und Bankguthaben mit einer maximalen
Laufzeit von drei Monaten. Fremdwährungstransaktionen werden mit dem Wechselkurs zum Transaktionszeitpunkt in
die funktionale Währung umgerechnet. Währungsgewinne und -verluste aus der Erfüllung
solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von monetären Vermögenswerten
und Schulden werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Wertaufholungen im Bereich des lang- und kurzfristigen Vermögens werden mit Ausnahme
von Geschäftswerten sowie Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbar
eingestuft sind, bei Wegfall der ursprünglichen Gründe für Wertminderungen vorgenommen. CO2 -Emissionsrechte werden als immaterielles Vermögen bilanziert und sind unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet, die im Fall von kostenlos zugeteilten Emissionsrechten Null sind. Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten Zertifikate, wird aufwandswirksam eine Rückstellung für CO2 -Emissionen gebildet. Die Bemessung der Rückstellung berücksichtigt die Anschaffungskosten zugekaufter Zertifikate bzw. den Marktwert von Emissionszertifikaten zum jeweiligen Bewertungsstichtag. CO2 -Emissionsrechte, die für den Verbrauch im folgenden Geschäftsjahr bestimmt sind, werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Sofern die Emissionsrechte für den Verbrauch in einem späteren Geschäftsjahr vorgesehen sind, werden sie unter den langfristigen Vermögenswerten bilanziert. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen entsprechend IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) mittels
der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) ermittelt.
Bei diesem Anwartschaftsbarwertverfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten
Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftige Anpassungen von Gehältern
und Renten berücksichtigt. Die Berechnung stützt sich auf versicherungsmathematische
Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Daten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden um das Vermögen
der zur Deckung der Pensionsverpflichtungen gebildeten Fonds gekürzt. Pensionsrückstellungen
werden abgezinst. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand, der Zinsaufwand aus
der Aufzinsung sowie die erwarteten Fondserträge werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus ungeplanten Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts sowie
aus Änderungen der versicherungsmathematischen Annahmen bleiben innerhalb eines Korridors
von 10 % des höheren Werts aus Anwartschaftsbarwert und Planvermögen unberücksichtigt.
Erst bei Über- oder Unterschreitung des Korridors werden diese überschreitenden Gewinne
bzw. Verluste über die verbleibende Restdienstzeit verteilt und erfolgswirksam in
der Rückstellung erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst, sofern die
Änderungen des Pensionsplans nicht vom Verbleib des Mitarbeiters im Unternehmen für
einen festgelegten Zeitraum abhängen (Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit).
In diesem Fall wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand linear über den Zeitraum
bis zur Unverfallbarkeit erfolgswirksam erfasst. Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden bei Fälligkeit als Aufwand
erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen. Zahlungen für staatliche Versorgungspläne
werden wie die von beitragsorientierten Versorgungsplänen behandelt. Der Konzern hat
über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Übrige Rückstellungen werden insoweit erfasst, als sich aus einem vergangenen Ereignis
eine gegenwärtige rechtliche und faktische Verpflichtung für Dritte ergibt, die Höhe
der Wahrscheinlichkeit des Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur
Erfüllung der Verpflichtung eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und diese
zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit
mehr als 50 % betragen muss. Die Bewertung erfolgt auf Basis des Erfüllungsbetrages
mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit oder bei Gleichverteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten
mit dem Erwartungswert der Erfüllungsbeträge. Rückstellungen werden zum Barwert der
erwarteten Ausgaben angesetzt, wobei sich der Abzinsungssatz an der aktuellen Markterwartung
und den für die Verpflichtung spezifischen Risiken orientiert. Auflösungen von Rückstellungen
erfolgen in der Aufwandsposition, in der sie gebildet wurden. Es werden übliche Gewährleistungsverpflichtungen übernommen, für die bei wahrscheinlicher
Inanspruchnahme Rückstellungen gebildet werden. Weiterhin geht die Gesellschaft im
Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit regelmäßig Eventualverbindlichkeiten
unter anderem aus Avalen und Bestellobligos ein. Eventualverbindlichkeiten sind mögliche
Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits bestehende Verpflichtungen, bei denen
ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht verlässlich bestimmt
werden kann. Eventualschulden werden in der Bilanz nur dann erfasst, wenn sie im Rahmen
eines Unternehmenszusammenschlusses übernommen wurden. Die im Anhang angegebenen Verpflichtungsvolumina
der Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Steuerabgrenzungen werden auf temporäre unterschiedliche Wertansätze von Aktiva und
Passiva zwischen IFRS- und Steuerbilanz sowie auf steuerliche Verlustvorträge, soweit
sie steuerlich nutzbar sind, berechnet. Aktivische und passivische Steuerabgrenzungen
sind als separate Posten ausgewiesen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt
gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) unter Berücksichtigung der länder- und standortspezifischen
Ertragsteuersätze. Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und -schulden für
das laufende und frühere Geschäftsjahre sind mit dem Betrag bewertet, in dessen Höhe
eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an diese erwartet wird. Der erstmalige Ansatz von langfristigen Schulden erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.
In der Folge werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Differenzen
zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden entsprechend
der Effektivzinsmethode berücksichtigt. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden zum
Zeitpunkt des Zugangs mit dem Marktwert und anschließend mit fortgeführten Anschaffungskosten
angesetzt. Finanzielle Vermögenswerte werden in die Kategorien: a) "erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte" und b) "Kredite und Forderungen"
eingeteilt. Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz in die Kategorien
a) "zu fortgeführten Anschaffungskosten gehaltene Verbindlichkeiten" und b) "erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" unterteilt. Die Kategorisierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte
erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte
beim erstmaligen Ansatz und überprüft die Klassifizierung zu jedem Stichtag. Analog
zur Vorgehensweise bei finanziellen Vermögenswerten hängt auch bei finanziellen Verbindlichkeiten
die Kategorisierung von dem jeweiligen Zweck ab. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlung erloschen
sind. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn diese getilgt, d. h. alle
im Vertrag genannten finanziellen Verpflichtungen beglichen wurden, aufgehoben sind
oder ausgelaufen sind. Die CropEnergies-Gruppe setzt derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Getreidepreisen
ein, um durch Rohstoffpreisschwankungen bedingte Risiken bzw. Kosten zu minimieren
sowie in geringem Maße zur Sicherung von Währungsschwankungen. Soweit diese an operativen
Grundgeschäften orientierten Sicherungsgeschäfte als Cashflow Hedge verbucht werden,
wird deren Ergebnis zu dem Zeitpunkt erfolgswirksam erfasst, an dem das Grundgeschäft
das Periodenergebnis beeinflusst. Für die erstmalige Erfassung eines Finanzinstruments
ist der Erfüllungstag entscheidend. Lieferungs-, Leistungs- und Bezugsverträge über nicht-finanzielle Posten entsprechend
der operativen Betriebsplanung sind keine derivativen Finanzinstrumente und werden
als schwebende Geschäfte betrachtet. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren werden unter Berücksichtigung
von Rabatten und Preisnachlässen zum Zeitwert realisiert, an dem die geschuldete Lieferung
oder Leistung erbracht worden und der Übergang von maßgeblichen Chancen und Risiken
erfolgt ist. Zinserträge und nicht nach IAS 23 aktivierungspflichtige Zinsaufwendungen werden zeitanteilig
unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Dividenden werden vereinnahmt, wenn
der Anspruch rechtlich entstanden ist. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Wert erfasst, wenn
CropEnergies die Voraussetzungen für die Gewährung der Zuwendungen erfüllt und mit
großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird. Kosten für die Entwicklung neuer Produkte werden mit den Herstellungskosten aktiviert,
soweit eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und sowohl die technische Realisierbarkeit
als auch die Vermarktung dieser neu entwickelten Produkte sichergestellt sind. Die
Produktentwicklung muss außerdem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen
Finanzmittelzuflüssen führen. Forschungskosten sind gemäß IAS 38 nicht aktivierungsfähig
und werden unmittelbar in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Aufwand erfasst. Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind Ermessensentscheidungen
zu treffen. Dies gilt insbesondere für folgende Sachverhalte: Bei bestimmten Verträgen ist zu entscheiden, ob sie als Derivate zu behandeln oder
wie sogenannte Eigenverbrauchsverträge als schwebende Geschäfte zu bilanzieren sind. Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen
und Schätzungen vorgenommen werden. Diese Beurteilungen des Managements können sich
auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, auf die Erträge und
Aufwendungen sowie auf die Angabe der Eventualschulden auswirken. Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf Basis
einer Prognoserechnung für die Cashflows der nächsten fünf Jahre und unter Anwendung
eines an die Branche und das Unternehmensrisiko angepassten Abzinsungssatzes. Aktive latente Steuern werden angesetzt, soweit die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile
wahrscheinlich ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen
Perioden und damit die tatsächliche Nutzbarkeit aktiver latenter Steuern kann allerdings
von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich u. a. auf die Bilanzierung und Bewertung
von Rückstellungen. Bei Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
ist u. a. der Abzinsungsfaktor eine wichtige Schätzgröße. Der Abzinsungsfaktor für
Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der auf den Finanzmärkten am Bilanzstichtag
beobachtbaren Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen ermittelt.
Daneben werden Annahmen über Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und
künftige Gehalts- und Rentenerhöhungen getroffen. Weitere Erläuterungen zu den getroffenen Annahmen und Schätzungen, die diesem Konzernabschluss
zugrunde liegen, sind bei den Angaben zu den einzelnen Abschlussposten aufgeführt. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen
am Bilanzstichtag. Bei der Einschätzung der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung
wurde außerdem das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte künftige wirtschaftliche
Umfeld des Konzerns berücksichtigt. Sollten sich die Rahmenbedingungen entgegen der
Annahmen entwickeln, können die tatsächlichen Beträge von den Schätzwerten abweichen.
Tritt dieser Fall ein, erfolgt eine Anpassung der Annahmen und, soweit erforderlich,
der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden. Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung(5) Umsatzerlösescroll
Der Anstieg der Umsatzerlöse basiert im Wesentlichen auf der deutlichen Steigerung der Produktion von Bioethanol um 14 % auf 687 Tsd. m3 , insbesondere durch eine höhere Auslastung der Bioethanolanlage in Wanze. Die gesteigerte Produktionsmenge konnte im Zuge der zunehmenden Beimischung von Bioethanol im europäischen Kraftstoffsektor zu höheren Preisen abgesetzt werden. Darüber hinaus wirkten sich die Ausweitung der Produktions- und Absatzmengen bei Kuppelprodukten sowie deren verbesserte Erlöse positiv auf den Umsatz aus. Die sonstigen Erlöse umfassen im Wesentlichen Erlöse aus dem Verkauf von Energie und
Getreide sowie aus Werklohngeschäften. (6) Bestandsveränderungen und andere aktivierte EigenleistungenIn der Position Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen sind aktivierte
Eigenleistungen in Höhe von 62 (11) Tsd. € enthalten. (7) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 8,9 (5,3) Mio. € betreffen überwiegend
Vertriebsprovisionen und hierfür weiterverrechnete Logistikkosten in Höhe von 2,4
(2,1) Mio. € sowie Kostenersatz aus Versicherungs- und Schadensersatzleistungen für
nicht vertragsgemäß gelieferte Anlagen in Höhe von 2,3 (0,4) Mio. €. (8) Materialaufwandscroll
Im Vergleich zum Umsatz stieg der Materialaufwand unterproportional um 12 % auf 333,2
(297,3) Mio. €. CropEnergies konnte durch frühzeitige Preisabsicherungen und einen
flexiblen Rohstoffeinsatz negative Auswirkungen von Preissteigerungen an den Getreidemärkten
begrenzen. Trotz der höheren Auslastung der Bioethanolanlage in Wanze konnten die Aufwendungen
für bezogene Leistungen auf 15,4 (17,2) Mio. € reduziert werden. Die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) verringerte sich auf 70,9
(77,2) %. (9) Personalaufwandscroll
Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter scroll
Die Anzahl der im Geschäftsjahr 2010/11 durchschnittlich Beschäftigten blieb nach
dem im Vorjahr erfolgten Belegschaftsaufbau in Wanze nahezu konstant bei 303 (302)
Mitarbeitern. In der Folge erhöhte sich der Personalaufwand nur geringfügig auf 22,2
(22,0) Mio. €. Die Personalaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) verringerte sich auf 4,7
(5,7) %. (10) Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die Vertriebs- und Werbeaufwendungen haben sich in erster Linie durch das starke Wachstum
des Geschäftsvolumens und damit des Logistikaufwands auf 18,5 (15,5) Mio. € erhöht.
Die Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung sind im Wesentlichen aufgrund der deutlich
erhöhten Betriebstätigkeit in Wanze auf 13,2 (12,0) Mio. € angestiegen. Die übrigen Aufwendungen umfassen überwiegend Kosten für Shared-Service-Leistungen
der Südzucker-Gruppe in Höhe von 6,4 (6,4) Mio. €, Aufwendungen für Miete und Pacht
in Höhe von 1,5 (2,3) Mio. €, weiterzubelastende Logistikkosten in Höhe von 1,3 (0,8)
Mio. € sowie 1,0 (0,9) Mio. € sonstige Steuern. (11) Ergebnis der Betriebstätigkeitscroll
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit des Geschäftsjahres 2010/11 in Höhe von 46,7 (9,4)
Mio. € setzt sich aus dem operativen Ergebnis von 45,9 (11,9) Mio. € und dem Ergebnis
aus Restrukturierung und Sondereinflüssen von 0,8 (-2,5) Mio. € zusammen. Das Ergebnis
aus Restrukturierung und Sondereinflüssen ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen
abgebildet. Die operative Marge erreichte 9,7 (3,2) % des Umsatzes. (12) Finanzerträge und -aufwendungenscroll
Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. € auf -8,0 (-8,3) Mio.
€ verbessert. Maßgeblich hierfür war die Verringerung der Nettofinanzschulden. Unter der Position Zinsaufwendungen sind Aufzinsungen von Pensionsrückstellungen und
ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von 0,2 (0,1) Mio. € ausgewiesen. (13) Steuern vom Einkommen und vom ErtragUnter Zugrundelegung des deutschen Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % zuzüglich des
Solidaritätszuschlags von 5,5 % sowie der Gewerbesteuer ergibt sich für das Geschäftsjahr
2010/11 ein theoretischer Steuersatz von 29,9 %. scroll
Spezifische belgische Steuerbestimmungen führten im Berichtszeitraum zu einer Steuerminderung
in Höhe von 1,2 (2,1) Mio €. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzten sich im Geschäftsjahr 2010/11 aus
laufenden Steueraufwendungen in Höhe von 7,9 (4,5) Mio. € und latenten Steueraufwendungen
in Höhe von 2,6 (0,0) Mio. € zusammen. Im Vorjahr stand den laufenden Steueraufwendungen
ein latenter Steuerertrag von 7,8 Mio. € gegenüber, der im Wesentlichen auf die BioWanze
SA zurückzuführen war. Die latenten Steuerabgrenzungen resultieren aus den einzelnen Bilanzpositionen wie
folgt: scroll
Von den aktiven latenten Steuern vor Saldierung in Höhe von 27,7 (26,9) Mio. € sind
26,6 (25,6) Mio. € langfristig. Von den passiven latenten Steuern vor Saldierung in
Höhe von 27,2 (21,8) Mio. € sind 25,0 (21,2) Mio. € langfristig. Die erfolgsneutral erfassten aktiven latenten Steuern stammen aus der Steuerabgrenzung
der negativen Marktwerte der Währungsderivate in Höhe von 0,1 Mio. € (im Vorjahr passive
latente Steuern in Höhe von 0,3 Mio. €). Erfolgsneutral erfasste passive latente Steuern
wurden für die Abbildung der positiven Marktwerte und Periodenabgrenzungen der Getreidederivate
in Höhe von 2,0 Mio. € (im Vorjahr aktive latente Steuern in Höhe von 1,0 Mio. €)
gebildet. (14) Forschungs- und EntwicklungskostenDie Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der CropEnergies-Gruppe konzentrieren sich
auf die Verbreiterung der Rohstoffbasis, die Verwendung neuer Enzyme, die Effizienzsteigerung
bestehender Produktionskonzepte sowie weitere Verwertungsmöglichkeiten der Kuppelprodukte.
Daneben wurden Normen mitgestaltet, Produktionskonzepte für die Gewinnung von Bioethanol
entwickelt sowie die Forschung im Bereich der Bioethanolbrennstoffzellen fortgesetzt. Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich auf 3,0 (2,8) Mio. €. Diese Kosten
wurden im Jahr des Entstehens vollständig in der Erfolgsrechnung berücksichtigt und
als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Entwicklungskosten für neue Produkte
wurden nicht aktiviert, da ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen erst dann gegeben
ist, wenn die Existenz eines Markts für diese Produkte nachgewiesen werden kann. Erläuterungen zur Bilanz(15) Immaterielle VermögenswerteBei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich um den Geschäfts- oder Firmenwert
aus der Erstkonsolidierung von Ryssen, der eine unbegrenzte Nutzungsdauer hat. Bei
den Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten ist im Wesentlichen
die erworbene Software ausgewiesen, die eine begrenzte Nutzungsdauer aufweist. Den
planmäßigen Abschreibungen für Software liegt eine Nutzungsdauer von 5 bis 8 Jahren
zugrunde. scroll
scroll
Investitionszuschüsse sind im Geschäftsjahr nicht angefallen (Vorjahr: 3 Tsd. €). (16) Sachanlagenscroll
scroll
Die Position Anlagen im Bau enthält gemäß IAS 23 aktivierte Fremdkapitalkosten in
Höhe von 124 (10) Tsd. €. Bei der Berechnung der Fremdkapitalkosten wurde der Zinssatz
des hierfür aufgenommenen Darlehens in Höhe von 3,75 % zugrunde gelegt. In den Zugängen sind Investitionszuschüsse in Höhe von 369 (1.425) Tsd. € enthalten,
die die Anschaffungskosten reduzierten. (17) Vorrätescroll
Trotz der Ausweitung des Geschäftsvolumens lag der Vorratsbestand mit 37,6 Mio. €
um 3,5 Mio. € unter Vorjahresniveau. Bei den Vorräten ergab sich eine Wertminderung
von 39 (328) Tsd. €. (18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswertescroll
Auch der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich aus dem
Wachstum des Geschäftsvolumens, wobei sich der Buchwert wie folgt ermittelt: scroll
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen
entwickelt: scroll
Die nachstehende Tabelle gibt Informationen über die Fälligkeiten der noch offenen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: scroll
Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 21,8 (12,5) Mio. € enthalten positive Marktwerte
der derivativen Sicherungsinstrumente in Höhe von 17,6 (4,0) Mio. €, Forderungen aus
Vorsteuern in Höhe von 1,4 (1,0) Mio. €, Forderungen aus Investitionszuschüssen und
Anzahlungen in Höhe von 1,1 (3,3) Mio. €, Ansprüche aus der Erzeugung erneuerbarer
Energien in Höhe von 0 (3,2) Mio. € sowie sonstige Forderungen in Höhe von 1,7 (1,0)
Mio. €. (19) EigenkapitalDas Grundkapital der CropEnergies AG beträgt 85.000.000,00 €. Es ist eingeteilt in
85.000.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit
einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Stückaktie. Das Grundkapital
ist vollständig eingezahlt. Die Kapitalrücklage zum Bilanzstichtag beträgt unverändert 211,3 Mio. €. Die Gewinnrücklagen umfassen das thesaurierte Periodenergebnis sowie die Neubewertungsrücklage.
Die Neubewertungsrücklage in Höhe von 4,0 (-0,3) Mio. € enthält - unter Berücksichtigung
von Steuereffekten in Höhe von -1,9 (0,7) Mio. € - die positiven Effekte aus Getreidederivaten
und die negativen Effekte aus Währungsderivaten. Die Zuführung aus Marktwertänderungen
aus Cashflow Hedges belief sich auf 4,0 (-0,3) Mio. €, die erfolgswirksame Auflösung
in den Materialaufwand auf 0,3 (-1,1) Mio. €. Die in der Neubewertungsrücklage ausgewiesenen
Beträge werden im nächsten Geschäftsjahr erfolgswirksam. Einschließlich der Gewinnrücklage in Höhe von 43,7 Mio. € beträgt das Eigenkapital
somit 340,0 (311,7) Mio. €. Die Hauptversammlung vom 29. August 2006 hat ein genehmigtes Kapital in Höhe von 30.000.000
€ (Genehmigtes Kapital 2006) geschaffen, um den Handlungsspielraum der Gesellschaft
bzgl. etwaiger Kapitalerhöhungen zu erweitern. Von der Ermächtigung zur Ausübung des
Genehmigten Kapitals 2006 wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung vom 15. Juli 2010 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG
ermächtigt, bis zum 14. Juli 2015 Aktien der Gesellschaft in Höhe von bis zu 10 %
des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels
eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen
Aktien können auch zum Zwecke der Einbeziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer
Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand ist u. a. ermächtigt, mit Zustimmung
des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts
der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen,
Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Dritte zu veräußern oder zur Bedienung von
Wandel- oder Optionsanleihen zu nutzen. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien
wurde bislang kein Gebrauch gemacht. (20) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie betriebliche Altersversorgung der CropEnergies AG und ihrer Tochtergesellschaften
beruht auf direkten leistungsorientierten Versorgungszusagen. Für die Bemessung der
Pensionen sind in der Regel die Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen und die versorgungsrelevanten
Bezüge maßgeblich. Die Pensionsrückstellungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19
(Leistungen an Arbeitnehmer) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch
bewertet. Für die Ermittlung der Anwartschaftsbarwerte wird ein Abzinsungssatz von 5,0 (5,0)
% zugrunde gelegt, der auf Basis der auf den Finanzmärkten am Bilanzstichtag beobachteten
Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen ermittelt wurde. Daneben
wird von einer erwarteten jährlichen Steigerungsrate der Löhne und Gehälter von zukünftig
2,76 (2,5) % und der Renten von 2,0 (2,0) % ausgegangen. Erwartete Erträge aus Planvermögen
werden mit einem Zinssatz von 4,43 (5,0) % kalkuliert. Als biometrische Rechnungsgrundlage
werden im Inland die Richttafeln Heubeck 2005 G verwendet. Der Aufwand für Altersversorgung setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Bei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen zahlt das Unternehmen aufgrund
gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis an öffentliche
oder private Rentenversicherungsträger. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand
im Personalaufwand ausgewiesen. Sie belaufen sich auf 703 (651) Tsd. €. Mit der Zahlung
der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in den Vorjahren erworbenen Ansprüche sowie
der erwartete Ertrag aus dem Planvermögen sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Die
restlichen Aufwendungen werden im Personalaufwand gezeigt. Der laufende Dienstzeitaufwand
enthält im Wesentlichen den Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Versorgungsansprüche. Die bilanzierten Rückstellungen haben sich im Zeitablauf wie folgt entwickelt: scroll
Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden Pensionen in Höhe von 0 (23) Tsd. € ausgezahlt. Für
das Geschäftsjahr 2011/12 werden keine Pensionszahlungen, jedoch Zuführungen ins Planvermögen
in Höhe von 0,1 Mio. € erwartet. Die Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Entwicklung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar: scroll
Das Planvermögen umfasst zu 48 % Aktien, zu 48 % festverzinsliche Wertpapiere und
zu 4 % Versicherungsverträge. Die Festlegung des erwarteten Ertrags aus dem Planvermögen
folgt grundsätzlich der Anlagenpolitik des Plans in Bezug auf die Zusammensetzung
der Anlageklassen. Die erwartete Verzinsung von Eigenkapitaltiteln berücksichtigt
die historische Verzinsung, künftige Inflationsraten, erwartete Dividenden und das
ökonomische Wachstum. Die erwarteten Erträge aus festverzinslichen Anlagen basieren
auf dem gegenwärtigen Zinsniveau für langfristige Wertpapiere, gegebenenfalls korrigiert
um einen Risikoabschlag und gewährleisten langfristig die Erfüllung der Verpflichtungen.
Im Fall von Versicherungsverträgen wird mit einer garantierten Mindestverzinsung gerechnet.
Das Planvermögen umfasst weder eigene Finanzinstrumente noch selbstgenutzte Immobilien. Der erwartete Planertrag weicht um -6 (11) Tsd. € vom tatsächlichen Planertrag in
Höhe von 39 (47) Tsd. € ab. Historische Übersicht zu den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen: scroll
Die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste umfasst auch
Abweichungen, die nicht auf Prämissenänderungen beruhen. Diese betreffen mit 6 (-223)
Tsd. € den Anwartschaftsbarwert und mit -23 (11) Tsd. € das Planvermögen. (21) Entwicklung der übrigen Rückstellungenscroll
Die Rückstellungen für Personalaufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen
für Jubiläumsaufwendungen in Höhe von 0,3 (0,2) Mio. € und Berufsgenossenschaftsbeiträge
in Höhe von 0,2 (0,2) Mio. € zusammen. Von dem Gesamtbetrag von 0,7 Mio. € werden
voraussichtlich 0,2 Mio. € im Geschäftsjahr 2011/12 verbraucht. Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von 3,8 (1,9) Mio. € betreffen
im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 1,5 (0) Mio. €, Gewährleistungen
in Höhe von 0,9 (0) Mio. € sowie Emissionsrechte in Höhe von 0,8 (0,7) Mio. €. Von
dem Gesamtbetrag werden voraussichtlich 2,3 Mio. € im Geschäftsjahr 2011/12 verbraucht.
Die im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für Prozessrisiken und -kosten in Höhe von
0,7 Mio. € wurden im Geschäftsjahr 2010/11 erfolgswirksam aufgelöst. (22) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeitenscroll
Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert im Wesentlichen
aus dem Abbau der Verbindlichkeiten aus Investitionen im Zusammenhang mit dem Bau
der Bioethanolanlage in Wanze. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten insbesondere die negativen Marktwerte von
derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 13,1 (4,3) Mio. €, Verbindlichkeiten
aus Personalaufwendungen in Höhe von 4,5 (2,5) Mio. €, Verbindlichkeiten aus sonstigen
Steuern in Höhe von 4,0 (1,4) Mio. € sowie Verbindlichkeiten aus ausstehenden Rechnungen
in Höhe von 0,5 (0,3) Mio. €. (23) Finanzverbindlichkeiten (Nettofinanzschulden)scroll
Die Nettofinanzschulden zum 28. Februar 2011 beliefen sich auf 195,0 (215,4) Mio.
€. Hiervon stehen der CropEnergies-Gruppe 125,6 (139,6) Mio. € langfristig zur Verfügung.
Die Finanzverbindlichkeiten wurden durchschnittlich mit 3,6 (4,0) % verzinst. Durch planmäßige Tilgungen konnten die Finanzverbindlichkeiten um 16,4 auf 207,3 Mio.
€ reduziert werden. Von den Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen
43,4 (54,6) Mio. € eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Bei den Finanzverbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe trifft dies auf 82,2 (85,0)
Mio. € zu. Die CropEnergies AG nutzte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein kurzfristiges Darlehen
der Südzucker AG in Höhe von 70 Mio. €. Ferner wurde die Rahmenkreditlinie mit der
Südzucker International Finance B.V. in Höhe von 82 Mio. € in Anspruch genommen. Das Kapitalmanagement der CropEnergies-Gruppe umfasst die Steuerung der liquiden Mittel,
des Eigenkapitals und des Fremdkapitals. Dabei strebt CropEnergies einen hohen Eigenkapitalanteil
an, um Wachstumsoptionen offen zu halten. Am Bilanzstichtag waren weder Grundpfandrechte noch sonstige Pfandrechte eingeräumt. (24) Anlage- und Kreditgeschäfte (Originäre Finanzinstrumente)Die CropEnergies-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2005/06 ein festverzinsliches Bankdarlehen
in Höhe von 78,0 Mio. € aufgenommen. Infolge planmäßiger Tilgungen beläuft sich zum
28. Februar 2011 die restliche Darlehenssumme auf 48,8 Mio. €. Hiervon sind 9,8 Mio.
€ als kurzfristige Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Das Darlehen wird mit 3,55
% p. a. verzinst und wird bis zum 30. September 2015 getilgt. CropEnergies AG trat 2006 einer syndizierten Bankkreditlinie der Südzucker AG über
600,0 Mio. € mit einem Teilbetrag von 100,0 Mio. € bei. Der Zinssatz orientiert sich
am kurzfristigen Zinssatz für Interbanken-Darlehen. Am 28. Februar 2011 bestand keine
Inanspruchnahme der Kreditlinie. Die CT Biocarbonic GmbH, an der die CropEnergies AG zu 50 % beteiligt ist, hat im
Geschäftsjahr 2009/10 ein festverzinsliches Bankdarlehen in Höhe von insgesamt 6,1
Mio. € aufgenommen. Hiervon sind 359 Tsd. € als kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
ausgewiesen. Der Ausweis erfolgt gemäß Quotenkonsolidierung. Das Darlehen wird mit
3,75 % p. a. verzinst und bis zum 30. Dezember 2019 getilgt. Die flüssigen Mittel in Höhe von 12,3 (8,3) Mio. € bestehen aus kurzfristig verfügbaren
Einlagen bei Banken einwandfreier Bonität. (25) Derivative Finanzinstrumentea) Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten Die CropEnergies-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit
in begrenztem Umfang derivative Instrumente ein. Der Einsatz dieser Instrumente wird
im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die grundgeschäftsorientierte
Limits festlegen, Genehmigungsverfahren definieren, den Abschluss derivativer Instrumente
zu spekulativen Zwecken ausschließen, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen
sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße
Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig unter Wahrung der Funktionstrennung
überprüft. Währungsrisiken können sich aus Transaktionen in Fremdwährungen ergeben. Zur teilweisen
Absicherung werden derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Sowohl die Rohstoffbeschaffung
als auch der Verkauf der Produkte erfolgten weitgehend in Euro. Zinsänderungsrisiken resultieren hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten. Soweit
Zinsrisiken durch eine feste Zinsbindung nicht ausgeschlossen sind, behält sich CropEnergies
vor, dem Risiko schwankender Zinsätze durch derivative Sicherungsinstrumente zu begegnen. Rohstoffpreisrisiken können sich hauptsächlich aus dem Einkauf von Agrarrohstoffen
wie Getreide ergeben. Soweit Preisänderungsrisiken durch physische Lieferverträge
nicht ausgeschlossen werden können, setzt CropEnergies zur teilweisen Sicherung derivative
Finanzinstrumente ein. Produktpreisrisiken können sich aus schwankenden Bioethanolpreisen ergeben. Zur Absicherung
von Preisänderungsrisiken in Lieferverträgen setzt CropEnergies in begrenztem Umfang
derivative Absicherungen ein. b) Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten Die Nominal- und Marktwerte der derivativen Instrumente sowie deren Kreditrisiken
innerhalb des CropEnergies-Konzerns stellen sich wie folgt dar: scroll
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Die Getreide- und Währungsderivate haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.
Dies gilt auch bis auf ein nominales Volumen von 861 Tsd. € für Produktderivate. Als Nominalvolumen eines derivativen Sicherungsgeschäfts bezeichnet man die rechnerische
Bezugsgröße, aus der sich Zahlungen ableiten. Sicherungsgegenstand und Risiko sind
nicht das Nominalvolumen selbst, sondern nur die darauf bezogenen Preis- bzw. Zinsänderungen. Der Marktwert entspricht dem Betrag, den CropEnergies zum Bilanzstichtag bei unterstellter
Auflösung des Sicherungsgeschäfts zu bezahlen hätte oder erhalten würde. Da zur Sicherung
von Getreideeinkäufen nur marktübliche, handelbare Finanzinstrumente eingesetzt wurden,
wird der Marktwert anhand von Marktnotierungen ermittelt. Die Marktwerte anderer Sicherungsgeschäfte
bestimmen sich aus anerkannten Bewertungsmodellen. Zum Bilanzstichtag belief sich der Umfang der Getreidederivate auf 68,1 (18,6) Mio.
€ mit einem Marktwert von 4,9 (-1,4) Mio. €. Sensitivität: Wären die Getreidepreise zum Bilanzstichtag um 10 % höher (niedriger)
gewesen, hätte sich der im Eigenkapital bzw. teilweise in den passiven latenten Steuern
niederschlagende Marktwert um 7,3 (-7,3) Mio. € verändert. Der Umfang der Währungsderivate erreichte 16,4 (12,2) Mio. € mit einem Marktwert von
-0,4 (1,0) Mio. €. Unter den Produktderivaten werden Verkaufsverträge für Bioethanol ausgewiesen, die
sich an einem variablen Energiepreis orientieren. Die Preisrisiken dieser Geschäfte
werden durch ein gegengerichtetes Sicherungsgeschäft minimiert. Die Nominalvolumen
der Absicherungen auf Kundenseite sowie aus den gegengerichteten Sicherungsgeschäften
beliefen sich dabei auf 167,6 (70,9) Mio. €. Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft
bilden dabei eine geschlossene Position. So stehen den Marktwerten aus Kundenverträgen
in Höhe von 12,7 Mio. € Marktwerte aus Sicherungsgeschäften in Höhe von -12,7 Mio.
€ gegenüber. Kreditrisiken können sich aus positiven Marktwerten von Derivaten ergeben. Zum 28.
Februar 2011 beläuft sich der positive Marktwert auf 17,6 (4,0) Mio. €. Kreditrisiken
werden minimiert, indem derivative Geschäfte über Warenterminbörsen mit täglichem
Marktwertausgleich oder mit Banken bzw. mit Kunden einwandfreier Bonität abgeschlossen
werden. Sämtliche Wertänderungen von Derivatgeschäften, die zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme
durchgeführt wurden (Cashflow Hedges), sind zunächst erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage
zu erfassen und werden erst bei Realisierung des Zahlungsstroms erfolgswirksam. Ihr
Marktwert zum 28. Februar 2011 belief sich auf 4,5 (-0,4) Mio. €. (26) Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenBuch- und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten Die nachstehende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach IAS 39 dar. Der beizulegende Zeitwert eines
Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen
und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine
Schuld beglichen wird. scroll
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EzbZbfVW = Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte scroll
Das Nettoergebnis nach IFRS 7 umfasst Zinsen, Effekte aus Währungskursänderungen und
Wertberichtigungen aus Forderungen. Nach IFRS 7.27 sind die jeweiligen Methoden zur Ermittlung des Fair Value anzugeben
und dabei ist eine dreistufige Fair-Value-Hierarchie (sog. Level) zu verwenden. Für
CropEnergies sind nur die Level 1 und 2 relevant. Für Level 1 werden die Zeitwerte
anhand von börsennotierten Marktpreisen ermittelt. Dies ist bei Getreidederivaten
der Fall. Level 2 liegt vor, wenn keine börsennotierten Marktpreise verfügbar sind
und die Zeitwerte anhand von Bewertungsmodellen berechnet werden, die Marktdaten als
Inputfaktoren verwenden. Unter Level 2 sind bei CropEnergies Währungsderivate und
eingebettete Derivate aus Lieferverträgen sowie die dazugehörigen Sicherungsgeschäfte
mit Banken klassifiziert. Für Derivate, die als Level 1 klassifiziert sind, beliefen sich die Marktwerte auf
4,9 (-1,4) Mio. €, für Derivate des Levels 2 auf -0,4 (1,0) Mio. €. Wertminderungen im Bereich der Finanzinstrumente waren nur bei den Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,2 (0,1) Mio. € notwendig. Das gesamte Zinsergebnis aus Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert
bewertet wurden, beläuft sich auf -5,9 (-8,3) Mio. €. Für Avalprovisionen hat CropEnergies im Geschäftsjahr 2010/11 Aufwendungen in Höhe
von 0,2 (0,1) Mio. € getätigt. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag
zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend dargestellten
Methoden und Prämissen ermittelt: Aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
der sonstigen Forderungen sowie der Zahlungsmittel wird angenommen, dass die beizulegenden
Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Gleiches gilt für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige
sonstige Verbindlichkeiten. Die positiven und negativen Marktwerte aus Derivaten betreffen Cashflow-Hedge-Derivate
und Derivate im Handelsbestand (auch Derivate "held for trading" genannt). Sie werden
unter den sonstigen Forderungen oder sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die
Ermittlung der Marktwerte von Derivaten wird auf Basis von Stichtagsnotierungen vorgenommen. Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
und verbundenen Unternehmen werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen
unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinskurve ermittelt. Bei kurzfristigen Laufzeiten
wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. (27) Risikomanagement in der CropEnergies-GruppeDie CropEnergies-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken durch die Veränderung der Preise
für Bioethanol, Getreide, Lebens- und Futtermittel sowie Energie. Daneben bestehen
finanzielle Risiken wie Währungs-, Zins-, Kredit- und Liquiditätsrisiken. Bonitäts- und AusfallrisikenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der CropEnergies-Gruppe bestehen überwiegend
gegenüber den Kunden der Mineralöl- sowie der Lebens- und Futtermittelindustrie. Das
daraus resultierende Kreditrisiko wird auf Basis von internen Richtlinien, Limits
sowie Warenkreditversicherungen gesteuert. Für verbleibende Restrisiken hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
werden erforderlichenfalls Wertberichtigungen angesetzt, die sich am tatsächlichen
Ausfallrisiko orientieren. Die maximale Risikoposition aus Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen. Die Buchwerte der überfälligen
sowie der verbleibenden wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sind im Anhang unter Ziffer (18) angegeben. Das maximale Kreditrisiko der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte entspricht
dem Buchwert dieser Instrumente und ist nach Einschätzung von CropEnergies nicht von
Bedeutung. LiquiditätsrisikoAls Liquiditätsrisiko bezeichnet man die Gefahr, dass ein Unternehmen seinen finanziellen
Verpflichtungen nicht fristgerecht bzw. nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Die CropEnergies-Gruppe generiert Liquidität durch das operative Geschäft sowie -
soweit erforderlich - durch Zugriff auf externe Finanzierungen. Die Mittel dienen
der Finanzierung von Investitionen, Akquisitionen und des Working Capitals. Um die Zahlungsfähigkeit zu jeder Zeit zu gewährleisten sowie die finanzielle Flexibilität
der CropEnergies-Gruppe zu erhöhen, wird darüber hinaus eine Liquiditätsreserve in
Form von Barmitteln, insbesondere aber in Form freier Kreditlinien, vorgehalten. Ausführliche
Erläuterungen zum Finanzmanagement der CropEnergies-Gruppe sind im Kapitel Finanzmanagement
auf Seite 50 dargestellt. Daneben hat die CropEnergies AG 2006 ihren Beitritt zu einer Kreditfazilität eines
Bankenkonsortiums erklärt. Die Kreditfazilität mit einer Endlaufzeit bis zum 27. Juli
2012 umfasst bis zu 100 Mio. € und ermöglicht es der CropEnergies AG, flexibel und
in Abhängigkeit des Kreditbedarfs Inanspruchnahmen durchzuführen. Diese Kreditlinie
steht unter Mithaftung der Südzucker AG. Die nachstehende Übersicht zeigt die Fälligkeit der Verbindlichkeiten jeweils per
28. Februar. Sämtliche Zahlungsabflüsse sind undiskontiert. scroll
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Die undiskontierten Zahlungsabflüsse unterliegen der Bedingung, dass die Tilgung von
Verbindlichkeiten auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen ist, mit Ausnahme der
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die mit dem geplanten Zahlungsabfluss
angesetzt wurden. Die Ermittlung von Zinszahlungen von Finanzinstrumenten mit variabler
Verzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. WährungsrisikoWährungsrisiken können sich aus Transaktionen in Fremdwährungen ergeben. Zur teilweisen
Absicherung werden derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Sowohl die Rohstoffbeschaffung
als auch der Verkauf der Produkte erfolgten weitgehend in Euro. Soweit in Einzelfällen finanzielle Forderungen oder Verbindlichkeiten in fremder Währung
bestehen, unterliegen sie bis zu ihrer Erfüllung noch dem Risiko der Abwertung bzw.
Aufwertung. Der Bestand an externen Finanzanlagen und -verbindlichkeiten in Fremdwährungen
ist bei CropEnergies jedoch von untergeordneter Bedeutung. CropEnergies kann aber auch indirekten Währungsrisiken in Bezug auf Marktwertschwankungen
des Euros gegenüber dem US-Dollar und dem brasilianischen Real unterliegen. Solche
indirekten Einflüsse auf die Weltmarktpreise für Rohstoffe, Energie und Bioethanol
lassen sich jedoch nicht quantifizieren. ZinsrisikoCropEnergies ist Zinsänderungsrisiken in der Eurozone ausgesetzt. Das Zinsänderungsrisiko
resultiert hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten. Von den Darlehensinanspruchnahmen
per 28. Februar 2011 in Höhe von 207,3 Mio. € waren 137,2 Mio. € festverzinslich und
70,1 Mio. € variabel verzinslich. Sensitivität: Würde das Marktzinsniveau um 100 Basispunkte höher (niedriger) liegen,
würden sich die jährlichen Zinsaufwendungen für die Darlehen um 0,7 Mio. € erhöhen
(erniedrigen). MarktpreisrisikoDie CropEnergies-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken durch die Veränderung der Preise
für Endprodukte, Rohstoffe und Energie. Zur Begrenzung damit verbundener Risiken setzt
CropEnergies in der Rohstoff- und Bioethanolpreissicherung derivative Absicherungen
ein. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits
und unterliegt einer ständigen Kontrolle. Sonstige Angaben(28) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenZum Abschlussstichtag bestand ein Bestellobligo für Investitionen in Höhe von 5,4
(10,3) Mio. € und für Rohstoffe in Höhe von 237,3 (172,0) Mio. €. Das Obligo für Investitionen
betrifft im Wesentlichen Optimierungsprojekte für die bestehenden Bioethanolanlagen.
Das Obligo für Rohstoffe besteht überwiegend für Bestellungen von Getreide und Rohalkohol
sowie für langfristige Verträge zur Lieferung von Zuckersirupen. Die aus Operating Leasing resultierenden Verpflichtungen belaufen sich auf 575 Tsd.
€ und haben folgende Fälligkeitsstruktur: scroll
Für CropEnergies bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 111,4 Mio. € überwiegend
aus geschäftstypischen Zollavalen. Im Rahmen einer Darlehensgewährung an die CT Biocarbonic
GmbH wurde eine gesamtschuldnerische Mithaftung in Höhe von 3,1 (3,1) Mio. € eingegangen.
Eine Inanspruchnahme wird derzeit nicht erwartet. CropEnergies unterliegt möglichen Verpflichtungen aus verschiedenen Ansprüchen oder
Verfahren, die anhängig sind oder geltend gemacht werden könnten. Schätzungen über
die künftigen Aufwendungen in diesem Bereich sind zwangsläufig zahlreichen Unsicherheiten
unterworfen. Wenn ein Verlust wahrscheinlich und der Betrag zuverlässig schätzbar
ist, bildet CropEnergies Rückstellungen für diese Risiken. Nach heutigem Erkenntnisstand
bestehen keine Ansprüche oder Verfahren, die erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche
Lage der CropEnergies-Gruppe haben. Zum Bilanzstichtag bestanden keine weiteren Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle
Verpflichtungen. (29) Ergebnis je AktieDer Konzernjahresüberschuss belief sich auf 28,3 (4,4) Mio. €. Dies entspricht bei
85 Mio. Aktien einem Ergebnis pro Aktie von 0,33 (0,05) €. (30) Angaben zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung, die nach den Vorschriften des IAS 7 (Kapitalflussrechnungen)
erstellt wurde, zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestands der CropEnergies-Gruppe
aus den Bereichen laufende Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Der Cashflow verbesserte sich deutlich auf 63,3 (17,8) Mio. €. Die Mittelabflüsse aus Steuerzahlungen beliefen sich auf 7,8 (7,8) Mio. € und sind der laufenden Geschäftstätigkeit zuzuordnen. Außerdem sind Zinsauszahlungen in Höhe von 7,7 (8,4) Mio. € angefallen, denen keine wesentlichen Zinseinzahlungen gegenüberstanden. Die Investitionen von 21,6 (33,8) Mio. € für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte entfallen im Wesentlichen auf Ersatzinvestitionen und Optimierungsmaßnahmen, um die Effizienz der Bioethanolanlagen in Wanze und Zeitz zu steigern, sowie auf die Fertigstellung der CO2 -Verflüssigungsanlage in Zeitz. Im Berichtszeitraum 2010/11 konnten Fördermittel in Höhe von 0,4 (4,8) Mio. € vereinnahmt werden. Die flüssigen Mittel erhöhten sich aus dem Finanzierungsüberschuss auf 12,3 (8,3)
Mio. €. (31) Aufwendungen für Leistungen des KonzernabschlussprüfersFür Leistungen des Konzernabschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, sind im Geschäftsjahr 2010/11
Aufwendungen für Abschlussprüfungen in Höhe von 137 (149) Tsd. € für die Konzernabschlussprüfung
sowie die Prüfung der Abschlüsse der CropEnergies AG und ihrer inländischen Tochtergesellschaft,
der CropEnergies Bioethanol GmbH, angefallen. Darüber hinaus wurden im laufenden Geschäftsjahr durch den Konzernabschlussprüfer
keine weiteren Leistungen erbracht (Vorjahr: 3 Tsd. €). (32) Entsprechenserklärung nach § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG haben am 20. Dezember 2010 die Entsprechenserklärung
nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance-Kodex abgegeben und den Aktionären
der CropEnergies AG auf der Website www.cropenergies.com unter der Rubrik Investor
Relations dauerhaft zugänglich gemacht. (33) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)"Related Party" im Sinne von IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen
und Personen) sind die Südzucker AG als Mehrheitsaktionärin sowie deren Vorstand und
Aufsichtsrat nebst deren nahen Familienangehörigen sowie ihre Tochtergesellschaften
(Südzucker-Gruppe), das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH sowie die Mitglieder des
Vorstands und des Aufsichtsrats der CropEnergies AG nebst deren nahen Familienangehörigen.
Darüber hinaus zählt dazu die Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG
(SZVG), Ochsenfurt, aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr
treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien sich eine
Mehrheitsbeteiligung an der Südzucker AG errechnet. Südzucker-GruppeDie Transaktionen mit der Südzucker-Gruppe umfassten Warenlieferungen von der Südzucker-Gruppe,
insbesondere Zuckersirupe, verschiedene Hilfs- und Betriebsstoffe und Fertigerzeugnisse,
im Wert von 52,3 (58,8) Mio. €. Daneben wurden Dienstleistungen in Höhe von 4,0 (3,9)
Mio. € sowie Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von 2,4 (2,5) Mio. € erbracht. Im Gegenzug lieferte die CropEnergies-Gruppe an die Südzucker-Gruppe Waren, insbesondere
Kuppelprodukte, im Wert von 32,3 (9,4) Mio. € und erhielt Leistungserlöse in Höhe
von 2,6 (3,2) Mio. € sowie Erlöse aus Dienstleistungen in Höhe von 1,7 (0,9) Mio.
€. Aus der Gewährung von Darlehen ergab sich für die CropEnergies-Gruppe ein negativer
Zinssaldo von 5,5 (5,4) Mio. €. Für eine Mithaftung wurde eine Avalprovision von 0,1
(0,1) Mio. € bezahlt. Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden gegenüber der Südzucker-Gruppe
zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 8,8 (4,6) Mio. € und Verbindlichkeiten
in Höhe von 4,5 (9,5) Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Südzucker-Gruppe
beliefen sich auf 152,4 (156,8) Mio. €. Die Leistungsbeziehungen mit der Südzucker AG und ihren Tochtergesellschaften wurden
zu marktüblichen Preisen bzw. Zinsen abgerechnet; Leistung und Gegenleistung entsprachen
sich, sodass keine Benachteiligungen entstanden. Daneben wurden keine wesentlichen
Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt. CT Biocarbonic GmbHFür das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH wurden Verwaltungsdienstleistungen erbracht,
die zu marktüblichen Preisen abgerechnet wurden, in ihrer Höhe jedoch unwesentlich
waren. Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eGMit der Süddeutschen Zuckerrüben-VerwertungsGenossenschaft eG (SZVG) wurden keinerlei
Geschäftsvorfälle abgewickelt. VorstandFür den Gesamtvorstand belief sich die Gesamtvergütung für das Geschäftsjahr 2010/11
auf 0,7 (0,6) Mio. €; davon entfielen auf das feste Jahresgehalt 444 (444) Tsd. €.
Der variable Vergütungsanspruch belief sich auf 249 (147) Tsd. €. Als Sachbezüge und
Beiträge zur Sozialversicherung wurden 43 (41) Tsd. € gewährt. Den Pensionsrückstellungen für Vorstandsmitglieder wurden 194 (504) Tsd. € zugeführt. AufsichtsratDie Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der CropEnergies
AG belief sich auf 170 (190) Tsd. € für das Geschäftsjahr 2010/11. Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat ist in der Erklärung
zur Unternehmensführung/ Corporate Governance-Bericht ab Seite 41 angegeben. (34) AufsichtsratDr. Theo SpettmannVorsitzender Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Prof. Dr. Markwart KunzStellvertretender Vorsitzender Konzernmandate
Dr. Hans-Jörg GebhardEppingen Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Thomas KölblMannheim Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Konzernmandate
Franz-Josef MöllenbergRellingen Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Norbert SchindlerBobenheim am Berg Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
(35) VorstandDr. Lutz Guderjahn (COO)Offstein Joachim Lutz (CFO)Mannheim (36) Anteilsbesitzlistescroll
(37) Vorschlag zur GewinnverwendungDer Konzern-Jahresüberschuss der CropEnergies-Gruppe (nach IFRS) erhöhte sich auf
28,3 (4,4) Mio. €. Dabei erreichte der für die Gewinnverwendung maßgebliche handelsrechtliche
Bilanzgewinn der CropEnergies AG 12,8 (10,0) Mio. €. Angesichts der deutlich verbesserten Ertragslage schlagen Vorstand und Aufsichtsrat
der Hauptversammlung am 19. Juli 2011 vor, die Dividende auf 0,15 (0,05) € pro Aktie
anzuheben. Unter Zugrundelegung der Anzahl von 85 Mio. ausgegebenen Stückaktien ergibt
sich eine Ausschüttungssumme von 12,75 (4,25) Mio. €. Der verbleibende Bilanzgewinn
von 0,1 Mio. € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. (38) Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach dem Bilanzstichtag haben keine Ereignisse stattgefunden, die die Ertrags-, Finanz-
oder Vermögenslage wesentlich beeinflussen. (39) SegmentberichtGemäß IFRS 8 (Geschäftssegmente) sind Angaben über jene Segmente erforderlich, die
das Unternehmen zu internen Berichts- und Steuerungszwecken eingerichtet hat (sogenannter
Management Approach). Die CropEnergies-Gruppe stellt nur ein homogenes Hauptprodukt (Bioethanol) her. Nach
mehreren verbundenen bzw. identischen Produktionsprozessen entstehende ähnliche Endprodukte
können separat vertrieben werden. Das Management steuert die gesamte Unternehmensgruppe
anhand der Informationen über das Hauptprodukt Bioethanol. Daher besitzt die CropEnergies-Gruppe
nur ein Segment. Ableitung des Segmentvermögens und der Segmentverbindlichkeitenscroll
Segmentierung nach Regionenscroll
Die regionale Zuteilung erfolgte nach den Ländern, in denen die Gesellschaften der
CropEnergies-Gruppe ihren Sitz haben. Im Geschäftsjahr 2010/11 erwirtschaftete die CropEnergies-Gruppe mit einem Kunden
Umsatzerlöse von 18,3 % des Konzernumsatzes. Im Berichtszeitraum fielen sonstige betriebliche Erträge von 8,9 (5,3) Mio. €, Abschreibungen
von 30,5 (21,3) Mio. €, sonstige betriebliche Aufwendungen von 46,3 (40,3) Mio. €,
Finanzerträge von 0,2 (0,6) Mio. €, Finanzaufwendungen von 8,2 (8,9) Mio. € sowie
ein Steueraufwand von 10,5 (Steuerertrag: 3,3) Mio. € an. Bei einem operativen Ergebnis
von 45,9 (11,9) Mio. € ergab sich somit ein Jahresüberschuss von 28,3 (4,4) Mio. €. Der Vorstand als Hauptentscheidungsträger des Segments steuert die Geschäftsentwicklung
auf Basis des operativen Ergebnisses nach IFRS. Mannheim, 5. Mai 2011 scroll
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
beschrieben sind. Mannheim, 5. Mai 2011 scroll
WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKSWir haben den von der CropEnergies AG, Mannheim, aufgestellten Konzernabschluss -
bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Aufstellung der erfolgsneutral
im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, Entwicklung des Eigenkapitals,
Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr
vom 1. März 2010 bis 28. Februar 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss
und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der
Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage
der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und
den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
unter ergänzender Beachtung der Internationalen Standards on Auditing (ISA) vorgenommen.
Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße,
die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden
Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit
erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über
die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns
sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden
die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise
für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis
von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse
der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,
der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses
und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend
sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht
steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes
Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar. Frankfurt am Main, den 6. Mai 2011 scroll
GLOSSARAlkohol→ Ethanol. Beimischung (zum Benzin)Die Zugabe von → Bioethanol zu → Ottokraftstoff. In Europa gibt es für → Ottokraftstoff
die Norm EN 228, die den Zusatz von 5 Vol.-% → Ethanol oder 15 Vol.-% ETBE erlaubt,
sowie die Norm E51626-1, welche den Zusatz von 10 Vol.-% → Ethanol erlaubt. Weltweit
sind unterschiedliche Ethanolbeimischungen zu konventionellem → Ottokraftstoff üblich
(z. B. 20 - 25 Vol.-% in Brasilien; 10 - 15 Vol.-% in den USA). BENEO-OraftiUnternehmen der Südzucker-Gruppe, das sich auf die Produktion und weltweite Vermarktung
von funktionellen Ingredienzien für die Lebensmittel- und Futtermittelindustrie spezialisiert
hat. B. vertreibt das von → CropEnergies AG in Wanze produzierte → Gluten. BilMoGGesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz). BioethanolAus nachwachsenden Rohstoffen gewonnener → Alkohol. Als Rohstoff kommt zucker-, stärke-,
oder zellulosehaltige Biomasse infrage. → CropEnergies setzt Getreide und → Zuckersirupe
als Rohstoffe ein. BiokraftstoffeAus Biomasse gewonnene Kraftstoffe (z. B. → Bioethanol, Biodiesel, Biogas, Pflanzenöl). Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung (Biokraft-NachV)Am 2. November 2009 in Kraft getretene Verordnung über Anforderungen an eine nachhaltige
Herstellung von → Biokraftstoffen. Die Verordnung soll sicherstellen, dass künftig
nur noch solche → Biokraftstoffe steuerlich begünstigt oder auf die Biokraftstoffquote
angerechnet werden können, die unter Beachtung verbindlicher Nachhaltigkeitsstandards
hergestellt wurden. Mit der Verordnung werden die → Nachhaltigkeitskriterien der Europäischen
Union für den Biokraftstoffbereich in Deutschland rechtlich festgeschrieben. BioWanze SAUnternehmen der CropEnergies-Gruppe, das im belgischen Wanze eine Bioethanolanlage der nächsten Generation mit einer Produktionskapazität von bis zu 300.000 m3 → Bioethanol pro Jahr betreibt. CDS (Condensed Distillers' Solubles)Flüssiges Tierfuttermittel aus → Schlempe, die bei der Bioethanolherstellung aus Getreide
anfällt und eingedickt wird. CO2
→ Kohlendioxid. ComplianceEinhaltung von Gesetzen, Richtlinien und freiwilligen Kodizes als Element der verantwortungsvollen
Unternehmensführung (→ Corporate Governance). Corporate GovernanceVerantwortungsvolle Unternehmensführung und -kontrolle. Gesamtheit der auf die Aktionärsinteressen
ausgerichteten Grundsätze und Regeln über Organisation, Verhalten und Transparenz,
die - unter Wahrung von Entscheidungsfähigkeit und Effizienz der Führung - auf oberster
Unternehmensebene ein ausgewogenes Verhältnis von Leitung und Kontrolle anstreben.
Hierdurch soll die Transparenz der Unternehmensführung erhöht, die Zusammenarbeit
der Organe eines Unternehmens verbessert und effiziente Kontrolle der Unternehmensführung
gewährleistet werden. → CropEnergies AG sieht in der Einhaltung von C.-Grundsätzen
ein bedeutendes Mittel zur Stärkung des Vertrauens der Anleger, Kunden, Mitarbeiter
und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung des Unternehmens. Corporate Governance-KodexDurch den Gesetzgeber im Jahr 2002 eingeführter Kodex, der wesentliche gesetzliche
Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften
(Unternehmensführung) darstellt und darüber hinaus international und national anerkannte
Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung enthält. Es besteht eine
gesetzliche Verpflichtung für alle deutschen börsennotierten Unternehmen, alljährlich
zu erklären, inwiefern den Empfehlungen entsprochen wurde und wird. CropEnergies AGEin Unternehmen der Südzucker-Gruppe und einer der größten Bioethanolhersteller Europas.
C. stellt aus Biomasse (Getreide und → Zuckersirupen) → Bioethanol für den Kraftstoffmarkt
her. Seit September 2006 ist C. im Prime Standard an der Frankfurter Börse notiert. CropEnergies Bioethanol GmbHUnternehmen der CropEnergies-Gruppe, das in Zeitz, Sachsen-Anhalt, eine Bioethanolanlage
betreibt. Diese ist eine der größten Bioethanolanlagen Europas und verfügt über eine
Produktionskapazität von 360.000 m3 → Bioethanol pro Jahr. CropPower85C. ist ein gemäß DIN 51625 hergestellter E85-Qualitätskraftstoff (→ E85) für Flexible
Fuel Vehicles (→ FFVs). C. ist ein Bioethanol-Benzin-Gemisch mit einem Bioethanolanteil
von bis zu 86 %. Cross ComplianceGrundsatz der Landwirtschaft in der EU, dass Landwirte Umweltschutzauflagen erfüllen
müssen, um in den Genuss von Marktstützungsmaßnahmen zu kommen. C. war Teil der Reform
der europäischen Landwirtschaftspolitik im Rahmen der Agenda 2000 und ist seit 2005
verpflichtend. Beispiele für Umweltauflagen der C. sind die Einhaltung der zulässigen
Höchstmenge von Düngemitteln pro Hektar und die Befolgung bestimmter Regeln bezüglich
des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln. Insgesamt wurden 19 Rechtsakte erlassen,
die die Bereiche Umwelt, Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanzen sowie Tierschutz
betreffen. CT Biocarbonic GmbHJoint Venture der → CropEnergies AG und der → Tyczka Energie GmbH, das in Zeitz eine Anlage zur Verflüssigung von biogenem CO2 betreibt. D&O-Versicherung
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| Bericht 1. Quartal 2011/12 | 12. Juli 2011 |
| Hauptversammlung 2011 | 19. Juli 2011 |
| Bericht 1. Halbjahr 2011/12 | 11. Oktober 2011 |
| Bericht 1. - 3. Quartal 2011/12 | 11. Januar 2012 |
| Bilanzpresse- und Analystenkonferenz Geschäftsjahr 2011/12 | 8. Mai 2012 |
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