![]() CropEnergies AGMannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2010 bis zum 28.02.2011Lagebericht der CropEnergies AG, Mannheim, für das Geschäftsjahr 2010/111) Geschäftstätigkeit und RahmenbedingungenGeschäftstätigkeit der CropEnergies AGGeschäftsgegenstand der CropEnergies AG ist der Erwerb, das Halten und die Verwaltung
von Beteiligungen an sowie die Gründung von anderen Unternehmen, die unmittelbar oder
mittelbar in den Bereichen der Herstellung und des Vertriebs von Bioethanol (Agraralkohol),
sonstigen Biokraftstoffen sowie ähnlichen Produkten, die aus Getreide oder anderen
Agrarrohstoffen erzeugt werden, einschließlich der Herstellung und des Vertriebs von
Kuppelprodukten, tätig sind. Die Gesellschaft kann in den vorbezeichneten Bereichen
auch selbst tätig werden. Die CropEnergies AG hält mittelbar oder unmittelbar 100 % an folgenden in- und ausländischen
Tochterunternehmen:
Daneben hält die CropEnergies AG mittelbar 50 % an der
Im Geschäftsjahr 2010/11 hat die CropEnergies-Gruppe die Erzeugung von Bioethanol um 14 % auf 687 Tsd. m3 gesteigert. CropEnergies ist damit einer der größten Bioethanolhersteller in Europa. Der Absatz von Bioethanol erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 17 % auf 705 Tsd. m3 . Der Geschäftsgegenstand der CropEnergies Beteiligungs GmbH ist der Erwerb, das Halten
und die Verwaltung von Beteiligungen an sowie die Gründung von anderen Unternehmen,
die unmittelbar oder mittelbar in den Bereichen Forschung, der Herstellung und des
Vertriebs von Biokraftstoffen sowie ähnlichen Produkten und deren Folge- und Kuppelprodukten
tätig sind. Die CropEnergies Bioethanol GmbH betreibt in Zeitz mit einer Produktionskapazität von 360.000 m3 Bioethanol pro Jahr eine der größten Bioethanolanlagen Europas und produziert dort Bioethanol, das Proteinfuttermittel ProtiGrain® sowie thermische und elektrische Energie. Die BioWanze SA betreibt in Wanze (Belgien) eine Anlage zur Produktion von Bioethanol, Gluten, dem Proteinfuttermittel ProtiWanze® sowie thermischer und elektrischer Energie. Die Anlage hat eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 300.000 m3 Bioethanol. Darüber hinaus können pro Jahr rund 55.000 t Gluten und mehr als 200.000 t ProtiWanze® hergestellt werden. Die Anlage verfügt über ein weltweit einzigartiges Biomasse-Kraftwerk, das aus den Schalen des angelieferten Weizenkorns einen Großteil der benötigten Prozessenergie gewinnt. Das mit diesem innovativen Energiekonzept hergestellte Bioethanol übertrifft bereits heute die ab dem Jahr 2017 geltenden EU-Nachhaltigkeitsstandards deutlich. Die Compagnie Financière de l'Artois SA (COFA) ist eine französische Zwischenholding
ohne Produktion und hält 100 % der Anteile der Ryssen Alcools SAS (Ryssen). Ryssen betreibt in Loon-Plage bei Dünkirchen (Frankreich) eine Anlage zur Rektifikation (Aufreinigung) und Dehydratation (Trocknung) von Rohalkohol. Die Jahreskapazität für die Dehydratation von Rohalkohol insbesondere für den Kraftstoffsektor beträgt 100.000 m3 Bioethanol. Für die Rektifikation von Rohalkohol für traditionelle und technische Anwendungen steht eine Produktionskapazität von 80.000 m3 Alkohol pro Jahr zur Verfügung. Die CT Biocarbonic GmbH ist ein Joint Venture zur Herstellung und zum Vertrieb von flüssigem CO2 in Lebensmittelqualität und betreibt in Zeitz eine Produktionsanlage zur Aufreinigung und Verflüssigung von biogenem CO2 aus der benachbarten Bioethanolproduktion von CropEnergies. Die Anlage verfügt über eine Jahreskapazität von 100.000 t verflüssigtem CO2 , das unter anderem an die Nahrungsmittelindustrie vertrieben wird. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und branchenspezifische RahmenbedingungenIm Jahr 2010 stieg die weltweite Produktion von Bioethanol im Vergleich zum Vorjahr um 15,4 % auf 104,0 (90,1) Mio. m3 und überschritt damit erstmals die Marke von 100 Mio. m3 . Der Zuwachs basiert wie in den vergangenen Jahren auf der Ausweitung der Produktion für Anwendungen im Kraftstoffbereich. Insgesamt wurden 85,0 (72,9) Mio. m3 Bioethanol und damit 82 (81) % der Gesamtproduktion für den Kraftstoffsektor hergestellt. Erste Schätzungen für das Jahr 2011 gehen von einer Verlangsamung des Wachstums der weltweiten Bioethanolproduktion aus und rechnen mit einer Produktion von 108,3 Mio. m3 . Der größte Produktionsanstieg wird dabei in den USA erwartet. Für Brasilien hingegen rechnet man aufgrund der schwierigen Witterungsverhältnisse und der anhaltend hohen Zuckerpreise mit einer Produktion knapp unter Vorjahresniveau. In der EU wuchs die Ethanolproduktion um 14,8 % auf 6,4 (5,6) Mio. m3 . Dem weltweiten Trend folgend, basiert dieser Anstieg auf dem zunehmenden Einsatz von Bioethanol als Kraftstoff, für den 4,3 Mio. m3 bzw. 66,1 % der Bioethanolerzeugung in der EU bestimmt waren. Aufgrund höherer Beimischungsquoten stieg der Bedarf an Kraftstoffethanol in der EU im Jahr 2010 auf 5,6 (4,4) Mio. m3 . Mit einem Anstieg des Bioethanolverbrauchs in 2010 um 28,4 % auf 1.466 Tsd. m3 ist Deutschland weiterhin der größte Markt für Bioethanol in der EU. Rund 88 % bzw. 1.295 Tsd. m3 des verbrauchten Bioethanols wurden dabei dem Benzin direkt beigemischt. Die CropEnergies-Gruppe hat den Absatz von Bioethanol um 17 % auf 705 Tsd. m3 gesteigert. Der Kundenstamm besteht sowohl aus großen und mittelständischen Mineralölgesellschaften als auch aus unabhängigen ETBE-Produzenten im In- und Ausland. CropEnergies konzentrierte sich weiterhin auf Binnendestinationen, die mit dem geschaffenen Logistiknetzwerk frachtgünstig versorgt werden können. In Verbindung mit den Tanklagern an den Produktionsstandorten und den angemieteten Tankkapazitäten in Rotterdam und Duisburg verfügt CropEnergies über ein einzigartiges Logistiknetzwerk und ist hervorragend in Europa positioniert. Daneben verfügt CropEnergies über ein breites Produktportfolio an hochwertigen Lebens- und Futtermitteln aus der Kuppelproduktion von Bioethanol. Neben dem getrockneten und pelletierten Eiweißfuttermittel ProtiGrain® wird seit der Inbetriebnahme der Produktion in Wanze auch das flüssige Eiweißfuttermittel ProtiWanze® sowie Gluten vermarktet. Durch die Veredelung der nicht vergärbaren Stoffe zu qualitativ hochwertigen Produkten verwertet CropEnergies alle Bestandteile der eingesetzten Rohstoffe. Der Absatz an getrockneten Futtermitteln stieg um 14 % auf 300 (264) Tsd. t. Bezüglich der Preise für Bioethanol führte der Beginn der Zuckerrohrernte 2010/11 in Brasilien zunächst zu einer Entspannung der Versorgungslage und einem Rückgang der Bioethanolpreise FOB Santos von rund 675 US-$/m3 Anfang März 2010 auf rund 485 US-$/m3 Anfang Juni 2010. Niedrigere Ernteerwartungen aufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse und die anhaltend hohe Inlandsnachfrage nach Bioethanol hatten jedoch einen Anstieg der brasilianischen Ethanolpreise auf rund 935 US-$/m3 Ende Februar 2011 zur Folge. Auch an der Chicago Board of Trade (CBOT) und der Chicago Mercantile Exchange (CME) zogen die Ethanolpreise an. Als Folge gestiegener Beimischungsverpflichtungen und höherer Rohstoffkosten stieg der 1-Monats-Future von rund 1,70 US-$/Gallone1 Anfang März 2010 auf rund 2,60 US-$/Gallone Ende Februar 2011. In Europa stiegen die Ethanolpreise bei hoher Volatilität von rund 500 €/m3 Anfang März 2010 auf 650 €/m3 FOB Rotterdam Ende Februar 2011. Dabei schwankten die Preise zwischen 430 €/m3 Mitte April 2010 und rund 655 €/m3 Mitte September 2010. Neben höheren Rohstoffkosten ist dieser Preisanstieg auf die zunehmende Beimischung von Bioethanol im europäischen Kraftstoffsektor bei moderaten Importaktivitäten zurückzuführen. Aufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse in wichtigen Anbauregionen, insbesondere
in der EU und Russland, hat das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) die Ernteerwartungen
für das Getreidewirtschaftsjahr 2010/11 im Jahresverlauf gesenkt. Nach der Schätzung
vom 8. April 2011 erwartet das USDA für die Ernte 2010/11 eine Weltgetreideproduktion
(ohne Reis) von 1.731 Mio. t und damit 3,4 % weniger als im Vorjahr. Den Verbrauch
schätzt das USDA auf 1.788 Mio. t (+1,6 %). Aufgrund des Weltgetreidebestands von
339 Mio. t ist die weltweite Versorgungslage mit Getreide trotz dieses Nachfrageüberhangs
weiterhin gut. Trotz Ernteeinbußen infolge trockener Witterung im Juni und Juli 2010
entsprach die Ernte in der EU im Getreidewirtschaftsjahr 2010/11 mit 275 Mio. t weitestgehend
dem Gesamtverbrauch in Höhe von 272 Mio. t. Hohe Niederschläge ab August 2010 führten
allerdings zu Qualitätseinbußen beim geernteten Getreide, sodass es zu einer Verknappung
bei Mahlweizen kam. Entsprechend erhöhte sich der Anteil des Futtergetreides. Fast
zwei Drittel der EU-Getreideerzeugung wird zur Tierfütterung eingesetzt, auf die Herstellung
von Bioethanol entfielen lediglich 3,3 % oder 9,1 Mio. t. Trotz der gesunkenen Getreideproduktion
rechnet das USDA damit, dass die EU mit einem Nettoexport von rund 16 Mio. t Getreide
unverändert in hohem Maße zur weltweiten Getreideversorgung beitragen wird. Nach relativ
konstanten Preisen von rund 130 €/t im 1. Quartal 2010/11 zogen die Notierungen für
Weizen an der NYSE Euronext in Paris im Zuge der rückläufigen Ernteerwartungen spürbar
an. Die Preissteigerungen wurden dabei durch Spekulationen an den weltweiten Warenterminbörsen
über eine Verknappung der Getreideversorgung, einem massiven Anstieg des Ölpreises
und einer trotz höherer Preise robusten Getreidenachfrage verstärkt. In der Spitze
erreichte der 1-Monats-Future für Weizen an der NYSE Euronext Paris 278,50 €/t. Erst
Gewinnmitnahmen spekulativer Rohstoff-Fonds im Februar 2011 im Rahmen der politischen
Krise in Nordafrika reduzierten den Weizenpreis auf 258 €/t. Nach dem deutlichen Rückgang der weltweiten Weizenanbaufläche im Getreidewirtschaftsjahr
2010/11 erwartet der Internationale Getreiderat (International Grain Council) im kommenden
Getreidewirtschaftsjahr 2011/12 aufgrund der gestiegenen Weizenpreise wieder eine
Ausweitung der Anbaufläche auf rund 225 (217) Mio. ha. Insbesondere in den Ländern
der GUS, Europa und Nordamerika soll unter Einbeziehung der derzeit brachliegenden
landwirtschaftlichen Nutzflächen mehr Weizen ausgesät werden. Bei durchschnittlichen
Erträgen würde die weltweite Weizenernte um 3,6 % auf rund 673 Mio. t steigen. Bei
Grobgetreide wie z. B. Mais und Gerste herrschten in der nördlichen Hemisphäre gute
Bedingungen zur Aussaat. Neben einem Anstieg der Gerstenanbaufläche um 4,1 % in der
EU rechnet der Internationale Getreiderat insbesondere in Russland mit einem deutlichen
Wachstum des Grobgetreideanbaus, da die Anbauflächen von 6,5 auf 9,0 Mio. ha ausgedehnt
werden sollen. In Nordamerika wird ebenfalls ein Ausbau des Grobgetreideanbaus erwartet.
In den USA soll die Maisanbaufläche um bis zu 4 % ausgedehnt werden. Für Kanada wird
mit einem Anstieg der Anbaufläche für Sommergerste um mehr als 16 % auf 2,8 Mio. ha
gerechnet. Insgesamt wird in der EU auch für das Getreidewirtschaftsjahr 2011/12 eine
überdurchschnittliche Getreideernte erwartet. Marktbeobachter gehen davon aus, dass
die Landwirte in der Gemeinschaft eine Fläche von rund 57 Mio. ha mit Getreide bestellen
und die Getreideerzeugung gegenüber dem Vorjahr um etwa 4 % auf rund 285 Mio. t Getreide
steigern werden. Bezüglich der Weltzuckerproduktion im Zuckerwirtschaftsjahr 2010/11 erwarten Marktanalysten
einen Anstieg um 8,3 Mio. t auf 166,9 Mio. t. Gleichzeitig wird mit einem weiteren
Anstieg des weltweiten Zuckerverbrauchs um 3,0 Mio. t auf 164,1 Mio. t gerechnet.
Als Folge werden die Zuckerbestände per September 2011 auf 57,8 Mio. t bzw. 35,2 %
eines Jahresverbrauchs steigen. Nachdem sich die Bestände in den letzten beiden Wirtschaftsjahren
um rund. 20 Mio. t reduzierten, wird demnach ein moderater Bestandsaufbau um 2,3 %
erwartet. Anfang März 2010 notierte der Terminmarktpreis für Weißzucker an der London
International Financial Futures and Options Exchange (LIFFE) bei rund 636 US-$/t.
Im Verlauf der folgenden zwölf Monate stieg er infolge der angespannten Versorgungslage
und erreichte Ende Dezember 2010 erstmals die Marke von 800 US-$/t. In Erwartung einer
besseren Versorgungslage ermäßigten sich die Preise für Weißzucker bis Ende Februar
auf rund 744 US-$/t. In der EU war die Zuckerrübenkampagne 2010/11 durch schwierige
Rahmenbedingungen gekennzeichnet. So wurde der Aufwuchs der Pflanzen durch die Trockenheit
im Juni und Juli 2010 behindert und die Rübenernte durch hohe Niederschläge ab September
2010 erschwert. Als Folge konnte das Produktionsniveau der überdurchschnittlich guten
Rübenernte des Vorjahres nicht erreicht werden. Dennoch lag die Rübenernte 2010/11
deutlich über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Auf dem Markt für Futtermittel zog der 1-Monats-Future für Sojabohnen an der CBOT,
der Anfang März 2010 noch bei 9,50 US-$/bushel notierte, im Laufe des Geschäftsjahrs
2010/11 auf 13,57 US-$/bushel Ende Februar 2011 an. Ein wesentlicher Grund für diesen
Preisanstieg ist eine hohe Sojanachfrage der Volksrepublik China, die nach Schätzungen
des USDA im Wirtschaftsjahr 2010/11 57 Mio. t Sojabohnen importieren wird und damit
mittlerweile nahezu 60 % des Welthandels auf sich vereinigt. Meldungen über gesunkene
Lagerbestände in den USA und trockenheitsbedingte Verzögerungen bei der Aussaat in
Argentinien führten zu weiteren Preissteigerungen für Sojabohnen. Die Futtermittelpreise
in Europa folgten weitestgehend den US-Vorgaben. Die Notierungen für Sojaschrot in
Europa sind im Berichtszeitraum um rund 45 €/t gestiegen und bewegten sich Ende Februar
2011 bei 316 €/t. Auch andere proteinreiche Futtermittel wie z. B. Rapsschrot konnten
von dieser Entwicklung profitieren. So notierte Rapsschrot Ende Februar 2011 bei 195
€/t und damit rund 15 €/t höher als Anfang März 2010. Diese Entwicklung wurde neben
der Entwicklung der Sojabohnenpreise auch von einer knappen Versorgungslage mit Raps
in der EU hervorgerufen, welche in einem Rückgang der EU-Rapsernte auf 20,3 (21,6)
Mio. t und einem ebenfalls relativ geringen Rapsangebot aus der Ukraine begründet
war. Die EU hat mit der Verabschiedung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" und der Neufassung
der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" am 25. Juni 2009 die rechtlichen Grundlagen zur
Förderung der Nutzung von erneuerbaren Energien im Verkehrssektor geschaffen und damit
die Weichen zur Verbesserung des Klimaschutzes und der Energieversorgungssicherheit
innerhalb der EU gestellt. Im Mittelpunkt steht das für 2020 verbindliche Beimischungsziel
von 10 % erneuerbarer Energien in diesem Sektor. Das umfangreiche Gesetzespaket sollte
von den Mitgliedsstaaten bis zum 5. Dezember 2010 in nationales Recht umgesetzt werden. Jeder Mitgliedsstaat war verpflichtet, bis zum 30. Juni 2010 einen nationalen Aktionsplan zur Förderung der Nutzung von erneuerbaren Energien bei der EU-Kommission einzureichen. Neben den Maßnahmen zur Förderung von erneuerbaren Energien mussten darin indikative Zwischenziele für deren Nutzung angegeben werden. Die veröffentlichten Aktionspläne verdeutlichen das große Wachstumspotenzial des Bioethanolmarkts in Europa, insbesondere in den Mitgliedsstaaten, in denen Bioethanol bislang nur eine untergeordnete Rolle spielte. Es wird damit gerechnet, dass sich der Bioethanolbedarf in der EU bis zum Jahr 2020 im Vergleich zu 2010 auf rund 15 Mio. m3 Bioethanol nahezu verdreifachen wird. Ein wichtiger Bestandteil der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" sind die darin enthaltenen
Nachhaltigkeitskriterien, die sicherstellen sollen, dass in Zukunft nur noch nachhaltig
erzeugte Biokraftstoffe gefördert werden. Um im Rahmen von Beimischungsverpflichtungen
angerechnet zu werden und/oder um in den Genuss von Steuererleichterungen zu kommen,
müssen Biokraftstoffe u. a. mindestens 35 Gew.-%, ab 2017 sogar 50 Gew.-% der Treibhausgasemissionen
im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen einsparen. Neue Biokraftstoffanlagen, die nach
2017 errichtet werden, müssen Treibhausgaseinsparungen von mindestens 60 Gew.-% nachweisen.
Neben dieser Mindesteinsparung von Treibhausgasen müssen Biokraftstoffe weitere Umwelt-
und Sozialstandards erfüllen. Hierdurch soll verhindert werden, dass Flächen mit anerkannt
hohem ökologischem Wert (z. B. Wälder und Schutzgebiete) zur Erzeugung von Rohstoffen
für die Biokraftstoffproduktion genutzt werden. Um die Umsetzung der Nachhaltigkeitskriterien
zu erleichtern, hatte die EU-Kommission den Mitgliedsstaaten im Juni 2010 einen Implementierungsleitfaden
mit Übergangsregeln für den Umgang mit Rohstoffen aus der Ernte 2010 zur Verfügung
gestellt. Eine einheitliche Umsetzung der Nachhaltigkeitskriterien wird jedoch durch
das bisherige Fehlen eines EU-weit geltenden Zertifizierungssystems erschwert. Dies
hat auch dazu geführt, dass die Fortschritte in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten
bei der Implementierung der Nachhaltigkeitskriterien sehr unterschiedlich ausfallen.
Als einzige EU-Mitgliedsstaaten haben Deutschland und Österreich die Richtlinie fristgerecht
umgesetzt. Es wird erwartet, dass im Laufe des ersten Halbjahrs 2011 weitere EU-Mitgliedsstaaten,
allen voran Schweden und Großbritannien, ebenfalls EU-konforme Nachweissysteme etablieren
werden. Klärungsbedarf besteht noch bei der Berücksichtigung indirekter Landnutzungsänderungen
(iLUC). Derzeit ist noch unklar, wie Veränderungen in der Landnutzung in einer Region,
die möglicherweise durch die Erzeugung von Biomasse zur Herstellung von Biokraftstoffen
in anderen Regionen hervorgerufen werden, bei der Berechnung des Treibhausgaseinsparpotenzials
von Biokraftstoffen berücksichtigt werden sollen. Die EU-Kommission hat am 22. Dezember
2010 einen Bericht über indirekte Landnutzungsänderungen angenommen. ILUC-Effekte
können demnach die Treibhausgasbilanz von Biokraftstoffen beeinflussen. Angesichts
der hohen Unsicherheit der Modellberechnungen hat die EU-Kommission jedoch angekündigt,
in einer Folgenabschätzung mögliche Handlungsoptionen weiter zu prüfen und die Ergebnisse
spätestens im Juli 2011 vorzulegen. Auf dieser Basis wird die EU-Kommission ggf. gesetzgeberische
Maßnahmen zur Ergänzung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" vorschlagen, über die
der Europäische Rat und das Europäische Parlament bis Ende 2012 entscheiden sollen. Mit der Novellierung der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" hat die EU die technische
Voraussetzung für die europaweite Einführung von E10-Kraftstoff, d. h. die Beimischung
von 10 Vol.-% Bioethanol zu Ottokraftstoff, geschaffen. Bereits im April 2009 hat
Frankreich als erster EU-Mitgliedsstaat damit begonnen, die Nutzung von Bioethanol
im Verkehrssektor auszubauen. In der Zwischenzeit haben weitere Mitgliedsstaaten ebenfalls
E10 eingeführt. So ist E10-Kraftstoff z. B. seit dem 5. September 2010 in Spanien
verfügbar. In Finnland und Schweden begann die Markteinführung von E10-Kraftstoff
im Frühjahr 2011. Ab dem 1. Januar 2011 hat der Gesetzgeber auch in Deutschland die Obergrenze der Ethanolbeimischung
zu Ottokraftstoff auf 10 Vol.-% angehoben. Zur Vorbereitung der Einführung von E10-Kraftstoff
wurde die bestehende deutsche E10-Kraftstoffnorm (DIN 51626) an die Vorgaben der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie"
der EU angepasst. Nachdem die Bundesregierung und der Bundesrat der Änderung der "Zehnten
Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes" zugestimmt haben,
begann die sukzessive Einführung von E10-Kraftstoff an deutschen Tankstellen ab Januar
2011. Eine Bestandsschutzregelung stellt sicher, dass der für alle Ottomotoren geeignete
Ottokraftstoff mit einem Anteil von bis zu 5 Vol.-% Bioethanol (E5) weiterhin angeboten
wird. Angesichts der weitgehenden E10-Freigaben der Fahrzeughersteller gehen das Bundesumweltministerium
und die beteiligten Verbände davon aus, dass 93 % aller benzinbetriebenen Fahrzeuge
in Deutschland problemlos E10 tanken können. Der Aktionsplan der deutschen Bundesregierung sieht vor, das EU-Ziel von 10 % erneuerbaren
Energien im Transportsektor im Jahr 2020 mit den bereits bestehenden Gesetzen zu erreichen.
Demnach gilt bis 2014 im Rahmen der Gesamtquote eine Beimischungsverpflichtung für
Biokraftstoffe von 6,25 %. Ab 2015 ist vorgesehen, die Biokraftstoffquoten nicht mehr
auf der Grundlage des Heizwerts, sondern anhand von Treibhausgaseinsparzielen zu definieren.
Die Treibhausgaseinsparungen im Kraftstoffbereich sollen von 3 Gew.-% im Jahr 2015
auf 7 Gew.-% im Jahr 2020 steigen. In dem am 28. September 2010 veröffentlichten Energiekonzept
für eine Umwelt schonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung machte die
Bundesregierung deutlich, dass Biokraftstoffe auch langfristig einen unverzichtbaren
Beitrag zur weiteren Reduktion von Treibhausgas-Emissionen im Transportsektor leisten
werden. Die deutsche Bioethanolwirtschaft begrüßte die Ankündigung, den Anteil von
Biokomponenten in Kraftstoffen weiter zu steigern und folglich die technischen Voraussetzungen
für die Einführung von Ottokraftstoffen mit einer Beimischung von mehr als 10 Vol.-%
Bioethanol schaffen zu wollen. Dies ist erforderlich, um die europäischen Zielvorgaben
für die Nutzung erneuerbarer Energien im Verkehrssektor im Jahr 2020 einhalten zu
können. In Deutschland bindet die Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung (Biokraft-NachV)
die Förderung von flüssigen und gasförmigen Kraftstoffen aus Biomasse über Steuerentlastungen
und Biokraftstoffquotenverpflichtungen ab der Ernte 2010 an die Einhaltung bestimmter
Nachhaltigkeitsanforderungen. Die nachhaltige Herstellung von Biokraftstoffen wird
dabei von unabhängigen Zertifizierungssystemen und -stellen überprüft, die von der
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) anerkannt und kontrolliert werden.
Die Dokumentation der nachhaltigen Produktion von Biokraftstoffen muss ab dem 1. Januar
2011 mit Hilfe von Zertifizierungssystemen wie z. B. dem von den Verbänden der Agrar-
und Biokraftstoffwirtschaft entwickelten Zertifizierungssystem REDcert erfolgen. Im
Dezember 2010 veröffentlichte die BLE Übergangsvorschriften zur praktischen Umsetzung
der Biokraft-NachV. Bei der Bilanzierung nachhaltiger Biomasse bis einschließlich
30. Juni 2011 darf demnach z. B. der Bilanzierungszeitraum ausnahmsweise von maximal
drei auf bis zu zwölf Monate ausgedehnt werden. Darüber hinaus hat die BLE Schätzwerte
festgelegt, die bei der Berechnung der Treibhausgas-Emissionen beim Anbau von Gerste,
Roggen und Triticale verwendet werden können. Mit diesen Maßnahmen griff die BLE zentrale
Forderungen der deutschen Biokraftstoffwirtschaft auf, die bereits frühzeitig auf
Informationsdefizite und den notwendigen Zeitbedarf zum Aufbau von geeigneten Zertifizierungsstrukturen
aufmerksam machte.
1
Eine Gallone entspricht 3,7854 Liter Steuerung der CropEnergies-GruppeDie Steuerung der operativen Einheiten erfolgt durch die CropEnergies AG im Wesentlichen anhand der Kennzahlen zum Deckungsbeitrag pro m3 Bioethanol, Auslastungsgrad der Produktionsanlagen sowie des operativen Ergebnisses. Der Jahresüberschuss der CropEnergies AG folgt den Gewinnausschüttungen bzw. Gewinnabführungen der operativen Tochtergesellschaften. Forschung und EntwicklungDie CropEnergies AG betreibt keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung, sondern
hat damit im Zusammenhang stehende Aktivitäten an die Forschungsabteilung der Südzucker
AG Mannheim/Ochsenfurt im Rahmen eines Shared Service Agreements und an Dritte vergeben.
Im laufenden Geschäftsjahr entstand der CropEnergies AG dafür ein Aufwand von 1,2
(0,7) Mio. €. In den Tochtergesellschaften wurden für Forschung und Entwicklung weitere
1,8 (2,1) Mio. € aufgewandt. Die Schwerpunkte liegen auf der Optimierung bestehender Produktionsverfahren und der
technologischen Unterstützung und Implementierung neuer Technologien zur Bioethanolherstellung.
Durch weitere Produktions- und Prozessoptimierungen sollen vor allem Einsparpotenziale
beim Einsatz von Primärenergie ausgeschöpft und damit die Treibhausgasemissionen gesenkt
werden. Für die Verwendung von Bioethanol stehen verkaufsorientierte Fragestellungen, insbesondere
in Zusammenhang mit Kraftstoff- und Bioethanolqualitäten im Mittelpunkt. Darüber hinaus
wurde weiter an zukunftsgerichteten Projekten, vor allem an innovativen Konzepten
zur Nutzung von Bioethanol außerhalb des Kraftstoffsektors, gearbeitet. Einzelheiten zu Nachhaltigkeit und Umwelt sind im Kapitel "Erklärung zur Unternehmensführung"
dargelegt. 2) Erläuterung des JahresergebnissesDie CropEnergies-Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Dabei nimmt
die CropEnergies AG im Wesentlichen Holding-, Steuerungs- und Finanzierungsfunktionen
wahr, so dass das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hauptsächlich von den
Personalkosten für die Mitarbeiter der CropEnergies AG, weiterbelasteten Aufwendungen
der Südzucker-Gruppe für Shared Services, dem positiven Zinsergebnis sowie insbesondere
dem Beteiligungsergebnis der CropEnergies Bioethanol GmbH geprägt wird. Der Jahresüberschuss
der CropEnergies AG nach Erträgen aus der Ergebnisabführung der CropEnergies Beteiligungs
GmbH und Steuern beträgt 15.933 (19.313) Tsd. €. Die Veränderung im Vergleich zum
Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Steueraufwand, der im Vorjahr
noch durch Verlustvorträge verringert war. Darüber hinaus ergab sich aus der erstmaligen
Anwendung des BilMoG's ein außerordentlicher Aufwand in Höhe von 552 Tsd. €. Nach
Verrechnung mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr sowie einer Einstellung in die anderen
Gewinnrücklagen in Höhe von 3.400 (9.600) Tsd. € ergibt sich ein Bilanzgewinn der
CropEnergies AG in Höhe von 12.832 (10.049) Tsd. €. Aufgrund der guten Ergebnislage
schlagen Vorstand und Aufsichtsrat in der Hauptversammlung am 19. Juli 2011 vor, die
Dividendenauszahlung der CropEnergies AG auf 12,75 (4,25) Mio. € zu erhöhen. 3) Erläuterung der Vermögenslage/FinanzlageDie Bilanz per 28. Februar 2011 ist auf der Aktivseite geprägt durch die Anteile an
den verbundenen Unternehmen CropEnergies Bioethanol GmbH, CropEnergies Beteiligungs
GmbH, BioWanze SA und der Compagnie Financière de l'Artois SA in Höhe von insgesamt
282,3 Mio. €. Im Berichtsjahr erhöhte sich die Finanzanlagen um 30,0 Mio. € durch
eine Kapitalerhöhung bei der BioWanze SA. Das Umlaufvermögen verringerte sich im Vergleich
zum Vorjahr um 3,4 Mio. € auf 190,9 Mio. € im Wesentlichen durch die Abnahme der Forderungen
gegen verbundene Unternehmen um 7,5 Mio. € und der sonstigen Vermögensgegenstände
um 1,8 Mio. €. Gleichzeitig erhöhten sich die flüssigen Mittel um 5,9 Mio. €. Der
Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus
dem geringeren Umfang der Konzernfinanzierung. Auf der Passivseite haben sich die Verbindlichkeiten um 16,7 Mio. € auf 136,6 Mio.
€ erhöht. Einem Anstieg der Verbindlichkeit aus dem Cash-Pooling-Verfahren innerhalb
der CropEnergies-Gruppe in Höhe von 21,7 Mio. € standen die Rückführung der Verbindlichkeiten
gegenüber Unternehmen der Südzucker-Gruppe in Höhe von 6,1 Mio. € gegenüber. Des Weiteren
erhöhten sich die sonstigen Verbindlichkeiten um 1,3 Mio. € insbesondere aufgrund
von Verbindlichkeiten aus Steuern. Das Eigenkapital stieg im laufenden Geschäftsjahr
um 11,7 Mio. € auf 332,6 Mio. € durch die Einstellung in andere Gewinnrücklagen sowie
den im Vergleich zum Vorjahr höheren Bilanzgewinn. Die Eigenkapitalquote erreichte
70 % (72 %) der Bilanzsumme von 473,7 (446,9) Mio. €. Soweit sich durch das BilMoG Änderungen bei Ansatz und Bewertung von Bilanzpositionen
ergeben haben, wurden die Vorjahresbeträge nicht an die geänderten Ansatz- und Bewertungsmethoden
angepasst. Deshalb ist die Vergleichbarkeit eingeschränkt. Getätigte InvestitionenIm Geschäftsjahr 2010/11 wurden Investitionen in Höhe von 30,3 Mio. € getätigt. Die
Investitionen betrafen im Wesentlichen eine Kapitalerhöhung bei der BioWanze SA. MitarbeiterIm Durchschnitt des Geschäftsjahres 2010/11 waren bei der CropEnergies AG 33 (31)
Mitarbeiter beschäftigt. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl ist das Ergebnis der Erweiterung
der Geschäftstätigkeiten innerhalb der CropEnergies-Gruppe. Mit gezielten Weiterbildungsmaßnahmen
schafft CropEnergies die Voraussetzungen, die Qualifikation der Mitarbeiter den sich
ändernden Rahmenbedingungen und Anforderungen anzupassen. Einen thematischen Schwerpunkt
bildete dabei die Vorbereitung auf die ordnungsgemäße Erfüllung der Anforderungen
der Biokraftstoffnachhaltigkeitsverordnung und der EU-Chemikalienverordnung (REACH). 4) Erklärung zur Unternehmensführung / Corporate Governance-BerichtIm Folgenden wird gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung und gemäß Ziffer
3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens
berichtet. Die Erklärung zur Unternehmensführung und der Corporate Governance-Bericht
sind auf der Webseite von CropEnergies unter www.cropenergies.com veröffentlicht. Corporate Governance steht für verantwortungsvolle und auf langfristige Wertschöpfung
ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Corporate Governance soll das
Vertrauen der Aktionäre und Investoren, der Finanzmärkte, der Geschäftspartner und
Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit in das Unternehmen stärken und damit auch langfristig
und nachhaltig den Unternehmenswert steigern. Vorstand und Aufsichtsrat von CropEnergies
bekennen sich zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Mit der bereits 2006
erfolgten Zulassung zum Prime Standard erfüllt CropEnergies die höchsten Transparenzanforderungen
an deutschen Börsen. Die Befolgung des Deutschen Corporate Governance Kodex unterstreicht
das Verständnis von transparenter Unternehmensführung. Entsprechenserklärung 2010Vorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG, Mannheim, haben am 20. Dezember 2010
beschlossen, folgende Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
gemäß § 161 AktG abzugeben: Den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in
der Kodex-Fassung vom 26. Mai 2010 entspricht die CropEnergies AG (auch zukünftig)
mit folgenden Ausnahmen:
Diese und frühere Entsprechenserklärungen sind auf der CropEnergies-Webseite www.cropenergies.com
im Bereich Investor Relations veröffentlicht. Arbeitsweise von Vorstand und AufsichtsratDie CropEnergies AG hat als deutsche Aktiengesellschaft ein duales Führungssystem
mit Vorstand und Aufsichtsrat. Beide Organe sind mit jeweils eigenständigen Kompetenzen
ausgestattet und arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und
vertrauensvoll zusammen. Der Vorstand der CropEnergies AG besteht aus zwei Mitgliedern. Er führt als Leitungsorgan
die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener
Verantwortung und im Unternehmensinteresse. Die Aufgaben, Verantwortlichkeiten und
Verfahrensregeln des Vorstands sind in dessen Geschäftsordnung vom 12. September 2006
niedergelegt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend
schriftlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Planung, die Geschäftsentwicklung
und die Lage des Konzerns einschließlich des Risikomanagements sowie über Compliance.
Für bestimmte bedeutende Geschäftsvorgänge (Beteiligungsvorhaben, Grundstücksgeschäfte,
Investitionen und langfristige Finanzierungen) besteht ein Zustimmungsvorbehalt des
Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens
und ist in wesentliche Entscheidungen eingebunden. Mindestens einmal jährlich wird
ihm über die Unternehmensplanung berichtet. Der Aufsichtsrat beschließt die Struktur
des Vergütungssystems für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente
und überprüft sie regelmäßig. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit
im Aufsichtsrat und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Bei Bedarf tagt
der Aufsichtsrat ohne den Vorstand. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls
eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Der Aufsichtsrat kann zur Erfüllung
seiner Aufgaben nach eigenem Ermessen Wirtschaftsprüfer, Rechts- und sonstige interne
und externe Berater hinzuziehen. Die Aufgaben, Verfahrensregeln und Ausschüsse des
Aufsichtsrats sind in seiner Geschäftsordnung vom 16. November 2009 niedergelegt. Der sechsköpfige Aufsichtsrat von CropEnergies setzt sich gemäß § 96 Abs. 1 und §
101 Abs. 1 AktG ausschließlich aus Vertretern der Anteilseigner zusammen. Bei den
Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird auf die zur Wahrnehmung der
Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen geachtet,
ebenso wie auf die Vielfalt in der Zusammensetzung (Diversity). Der Empfehlung des
Kodex entsprechend erfolgte die Wahl zum Aufsichtsrat in der Hauptversammlung am 17.
Juli 2007 als Einzelwahl. Die Amtsperioden sind identisch. In der Hauptversammlung
2009 wurde für den ausgeschiedenen Dr. h.c. Eggert Voscherau als Nachfolger Dr. Theo
Spettmann gewählt. Er ist Financial Expert im Aufsichtsrat. Dem Gremium gehört eine
ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an, die in keiner geschäftlichen oder
persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zu deren Vorstand stehen. Ehemalige Vorstandsmitglieder
der CropEnergies AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats
beträgt fünf Jahre, die laufende Amtsperiode endet mit der ordentlichen Hauptversammlung
2012. Dem Aufsichtsrat gehören derzeit
Für seine zukünftige Zusammensetzung orientiert sich der Aufsichtsrat durch schriftlichen
Beschluss vom 20. Dezember 2010 - unter Berücksichtigung der Branche, der Größe des
Unternehmens und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit - an folgenden
Diversity-Zielen:
Der Aufsichtsrat strebt eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Er hat insoweit
kein konkretes Ziel festgelegt, da er seine Entscheidung prioritär nicht am jeweiligen
Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen ausrichtet. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sieht vor, dass Aufsichtsratsmitglieder
nicht länger im Amt bleiben sollen als bis zum Ablauf des Geschäftsjahres, in dem
sie das 70. Lebensjahr vollenden. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung weiterhin die Kandidaten vorschlagen, die
er als am besten geeignet für das Aufsichtsratsamt hält, wobei die vorstehenden Diversity-Ziele
berücksichtigt werden. Der Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Prüfungsausschuss und
dem Nominierungsausschuss Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen.
Die Ausschüsse bestehen jeweils aus drei Mitgliedern. Die Aufgaben beider Ausschüsse
ergeben sich aus der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat vom 16. November 2009 bzw.
für den Prüfungsausschuss vom 17. Juli 2007. Die Hauptversammlung ist das höchste Organ einer Aktiengesellschaft. In der Hauptversammlung
treffen sich die Eigentümer des Unternehmens, die Aktionäre, mindestens einmal jährlich,
um grundsätzliche Entscheidungen für das Unternehmen zu treffen. Dazu gehören beispielsweise
die Bestellung der Mitglieder des Aufsichtsrats, die Verwendung des Bilanzgewinns,
die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, die Bestellung
des Abschlussprüfers, Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen. Die jährliche Hauptversammlung
findet in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres statt. Zur Teilnahme an der
Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind die Aktionäre berechtigt, die
sich rechtzeitig angemeldet haben und durch ihr depotführendes Kredit- oder Finanzdienstleistungsinstitut
den Nachweis erbracht haben, dass sie zum relevanten Stichtag Eigentümer von CropEnergies-Aktien
waren. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung auch durch Bevollmächtigte,
z. B. durch den von der Gesellschaft gestellten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter,
ausüben lassen. CropEnergies veröffentlicht die Einladung einschließlich der Teilnahmebedingungen
und alle für die Beschlussfassung erforderlichen Berichte und Informationen den aktienrechtlichen
Vorschriften entsprechend rechtzeitig vor der Hauptversammlung in den relevanten Medien
und auf der Webseite. Die Hauptversammlung 2011 wird voraussichtlich am 19. Juli 2011
in Mannheim stattfinden. Jede Aktie von CropEnergies gewährt das gleiche Recht. Das
Unternehmen hält keine eigenen Aktien. VergütungsberichtCropEnergies erläutert im Vergütungsbericht die Höhe und die Struktur der Vergütung
von Vorstand (Ziffer 4.2.5 Kodex) und Aufsichtsrat (Ziffer 5.4.7 Kodex). Die CropEnergies
AG verzichtet aufgrund der in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen stehenden
Beeinträchtigung der Privatsphäre auf einen individualisierten Ausweis der Vorstands-
und Aufsichtsratsvergütung. Die ordentliche Hauptversammlung hat am 17. Juli 2007
einen Beschluss über die Nichtoffenlegung der individualisierten Vorstandsvergütung
für die Dauer von fünf Jahren mit großer Mehrheit gefasst (opting out). Der Verzicht
auf die individualisierte Offenlegung der Aufsichtsratsbezüge und der Vorstandsvergütung
wurde in der Entsprechenserklärung berücksichtigt. Vergütung des VorstandsDie Vergütung des Vorstands der CropEnergies AG wird durch den Aufsichtsrat festgelegt
und in regelmäßigen Abständen überprüft. Die Vergütung orientiert sich an der nachhaltigen
Unternehmensentwicklung und setzt sich zusammen aus 1. einem festen Jahresgehalt, 2. einer jährlichen variablen Vergütung, abhängig a) von der Erreichung vereinbarter
Ziele sowie b) vom auf Basis einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage erzielten operativen
Ergebnis der CropEnergies-Gruppe. Dabei wird - beginnend mit dem Geschäftsjahr 2010/11
- der Durchschnitt des operativen Ergebnisses der CropEnergies-Gruppe der jeweils
letzten drei Geschäftsjahre zugrunde gelegt. 3. Sachbezügen im Wesentlichen in Form der Gestellung eines Dienstwagens zur geschäftlichen
und privaten Nutzung und Beiträgen zur Sozialversicherung sowie 4. einer betrieblichen Altersversorgung, bemessen nach einem Anteil am festen Jahresgehalt. Aktienbasierte Vergütungsbestandteile oder Aktienoptionspläne bestehen nicht. Für den Gesamtvorstand belief sich die Gesamtvergütung für das Geschäftsjahr 2010/11
auf 0,7 (0,6) Mio. €; davon entfielen auf das feste Jahresgehalt 444 (444) Tsd. €.
Der variable Vergütungsanspruch belief sich auf 249 (147) Tsd. €. Als Sachbezüge und
Beiträge zur Sozialversicherung wurden 43 (41) Tsd. € gewährt. Den Pensionsrückstellungen für Vorstandsmitglieder wurden 194 (504) Tsd. € zugeführt. Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der CropEnergies AG festgelegt.
Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, erhalten die Mitglieder
des Aufsichtsrats neben einem Fixum auch eine erfolgsorientierte Vergütung von 1.000
€ für je angefangene 0,01 € pro Aktie ausgeschüttete Dividende, die 0,20 € übersteigt.
Der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden gesondert
vergütet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 erhielt jedes Mitglied des Aufsichtsrats
neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit
zur Last fallenden Umsatzsteuer eine feste Vergütung von 20 (20) Tsd. €. Der Vorsitzende
erhielt das Doppelte und sein Stellvertreter das Anderthalbfache dieser Vergütung.
Die feste Vergütung erhöhte sich um 25 % je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des
Aufsichtsrats; für den Vorsitz in einem Ausschuss beträgt der Erhöhungssatz 50 %.
Eine variable Vergütung fiel nicht an. Die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der CropEnergies
AG belief sich auf 170 (190) Tsd. € für das Geschäftsjahr 2010/11. Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung)Die Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt
abgeschlossen, in deren Deckung die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des
Aufsichtsrats einbezogen ist (D&O-Versicherung). Der durch das Gesetz zur Angemessenheit
der Vorstandsvergütung (VorstAG) geänderte § 93 Abs. 2 AktG schreibt vor, dass der
Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur
Höhe des Anderthalbfachen der festen jährlichen Vergütung zu betragen hat. CropEnergies
hat einen solchen Selbstbehalt mit den Mitgliedern des Vorstands vereinbart. Bezüglich
eines Selbstbehalts bei Aufsichtsratsmitgliedern empfiehlt der Deutsche Corporate
Governance Kodex eine analoge Anwendung. CropEnergies hat die Empfehlung mit Wirkung
ab 1. März 2010 umgesetzt. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat; meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gemäß § 15a WertpapierhandelsgesetzKein Mitglied des Vorstands oder des Aufsichtsrats hält Aktien der CropEnergies AG,
die 1 % des Grundkapitals oder mehr repräsentieren. Darüber hinaus beträgt auch der
Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder weniger als 1 % der von
der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Der Gesellschaft wurden für das Geschäftsjahr
2010/11 keine meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte von ihren Organen gemeldet. Eine
Meldung bezog sich auf ein vorangegangenes Geschäftsjahr und betraf den Erwerb von
8.700 Aktien durch eine Person, die einem Aufsichtsratsmitglied nahesteht. Rechnungslegung und AbschlussprüfungDer Konzernabschluss von CropEnergies wird nach den in der EU maßgeblichen International
Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Jahresabschluss der CropEnergies
AG erfolgt nach deutschem Handelsrecht (HGB). Beide Abschlüsse werden vom Vorstand
aufgestellt und vom von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, dem Prüfungsausschuss
sowie dem Aufsichtsrat geprüft und von letzterem gebilligt. Die Prüfungen durch den
Abschlussprüfer erfolgen nach deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung.
Ergänzend wurden für den Konzernabschluss die International Standards on Auditing
(ISA) beachtet. Sie umfassen auch das Risikofrüherkennungssystem und die Einhaltung
der Berichtspflichten zur Corporate Governance nach § 289a HGB. Mit dem Abschlussprüfer
wurde zudem vertraglich vereinbart, den Aufsichtsrat umgehend über auftretende mögliche
Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse
während der Prüfung zu unterrichten. Hierzu gab es im Rahmen der Prüfungen für das
Geschäftsjahr 2010/11 keinen Anlass. Die Zwischenberichte sowie der Halbjahresbericht
werden vor der Veröffentlichung vom Prüfungsausschuss mit dem Vorstand erörtert. RisikomanagementDer verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen
guter Corporate Governance. Dem Vorstand von CropEnergies und dem Management stehen
umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme
zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen.
Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen
angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken
und deren Entwicklung. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung
des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements
und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung. Transparenz und KommunikationCropEnergies informiert die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit
unverzüglich, regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage und wesentliche
Neuigkeiten des Konzerns. Dies erfolgt sowohl über Geschäfts- und Quartalsberichte
als auch durch Presseinformationen und gegebenenfalls Ad-hoc-Meldungen. Alle Informationen stehen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung
und werden in gedruckter Form sowie über geeignete elektronische Medien wie E-Mail
und Internet publiziert. Hinzu kommen die jährliche Bilanzpresse- und Analystenkonferenz
sowie die Teilnahme an verschiedenen Fach- und Kapitalmarktkonferenzen im In- und
Ausland. Alle Meldungen, die jeweils aktuelle Kapitalmarktpräsentation sowie die kommenden
planmäßigen Veröffentlichungstermine (Finanzkalender) sind auf der Webseite www.cropenergies.com
unter der Rubrik Investor Relations veröffentlicht. ComplianceCompliance - also regel- und gesetzestreues Verhalten - ist für CropEnergies ein selbstverständlicher
Standard guter Unternehmensführung. Sie soll das rechtmäßige Verhalten des Unternehmens,
seiner Leitungsorgane und Mitarbeiter bei Geboten und Verboten gewährleisten. Ziel
ist es, die Mitarbeiter vor Gesetzes- und Regelverstößen zu bewahren und sie dabei
zu unterstützen, gesetzliche Vorschriften sowie Unternehmensrichtlinien richtig und
sachgerecht anzuwenden. CropEnergies hat als Mitglied der Südzucker-Gruppe die Compliance-Unternehmensgrundsätze
von Südzucker in entsprechender Form übernommen. Darin wurden die in der Südzucker-Gruppe
bestehenden Unternehmensregularien gebündelt. Ziel ist es, durch Nutzung der vorhandenen
Berichtswege und Informationsflüsse im Bereich der Konzernfunktionen eine Durchsetzung
der nachfolgenden Grundsätze für CropEnergies und die gesamte Südzucker-Gruppe zu
erreichen. Schwerpunkte der konzernweit geltenden Compliance-Unternehmensgrundsätze
sind die Kapitalmarkt-Compliance (insbesondere Insiderrecht und Ad-hoc-Publizität),
das Risikomanagement und die Korruptionsprävention. Grundlage guter Compliance ist
stets die Integrität der Mitarbeiter. Für CropEnergies ist es dabei selbstverständlich,
dass alle Maßnahmen im Einklang mit den Bestimmungen des Mitarbeiterdatenschutzes
stehen. Grundsätze der UnternehmensführungCompliance-UnternehmensgrundsätzeAm 9. November 2009 hat der Vorstand der CropEnergies AG die im April 2009 vom Vorstand
der Südzucker AG zur Sicherstellung der Compliance im Südzucker-Konzern verabschiedeten
Compliance-Unternehmensgrundsätze in entsprechender Form übernommen und den Mitarbeitern
zur Beachtung und Einhaltung übersandt. Sie gelten für CropEnergies in der folgenden
Fassung: 1. Fairness im Wettbewerb: CropEnergies bekennt sich ohne Einschränkung zum Wettbewerb
mit fairen Mitteln und insbesondere zur strikten Einhaltung des Kartellrechts. 2. Integrität im Geschäftsverkehr: Korruption wird nicht geduldet. Geschenke und Einladungen
von Lieferanten oder Dienstleistungsunternehmen haben stets in einem angemessenen
Verhältnis zur Geschäftsverbindung zu stehen. Die Annahme solcher Vergünstigungen
bedarf der ausdrücklichen Genehmigung des jeweiligen Vorgesetzten. Dies gilt für alle
in verschiedenen Beschaffungsprozessen handelnden Beschäftigten. Die gleichen Grundsätze
gelten in umgekehrter Form für die Mitarbeiter, die in den verschiedenen Verkaufsbereichen
tätig sind, im Verhältnis zu den Kunden. 3. Prinzip der Nachhaltigkeit: CropEnergies ist sich seiner Verantwortung für den
Schutz der Umwelt sowie der Gesundheit und Sicherheit der Menschen inner- und außerhalb
des Unternehmens bewusst. 4. Einhaltung der Rechtsvorschriften: Alle einschlägigen nationalen und internationalen
Bestimmungen sind zu befolgen. 5. Wahrung der Chancengleichheit im Wertpapierhandel: Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet,
unternehmensinterne Informationen, die börsenkursrelevant sein können, vertraulich
zu behandeln. 6. Ordnungsgemäße Belegführung: Im Rahmen eines internen Kontrollsystems sind Geschäftsprozesse
angemessen zu dokumentieren. Durch Kontrollen muss die vollständige und korrekte Erfassung
der rechnungslegungsrelevanten Informationen sichergestellt werden. 7. Ordnungsgemäße und transparente Finanzberichterstattung: CropEnergies bekennt sich
unter Anwendung der internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu einer offenen
und transparenten Finanzberichterstattung, die eine Gleichbehandlung aller Interessensgruppen
gewährleistet. 8. Faire und respektvolle Arbeitsbedingungen: Von jedem Mitarbeiter wird ein freundlicher,
sachbetonter, fairer und respektvoller Umgang mit Kollegen und Dritten erwartet. Diskriminierung
und Belästigung jeglicher Art werden nicht geduldet. 9. Schutz unseres Wissensvorsprungs und Respektieren der Schutzrechte Dritter: Betriebsgeheimnisse
dürfen nicht an Dritte weitergegeben oder gar öffentlich gemacht werden. Ebenso sind
die erteilten Schutzrechte Dritter zu respektieren. 10. Trennung von Unternehmens- und Privatinteressen: Alle Mitarbeiter müssen stets
ihre privaten Interessen und die des Unternehmens trennen. Auch bei Personalentscheidungen
oder Geschäftsbeziehungen zu Dritten zählen nur sachliche Kriterien. 11. Kooperativer Umgang mit Behörden: CropEnergies ist bestrebt, mit allen zuständigen
Behörden ein kooperatives Verhältnis zu pflegen. Informationen sollen vollständig,
offen, richtig, rechtzeitig und verständlich zur Verfügung gestellt werden. Die Umsetzung der vorstehenden Compliance-Unternehmensgrundsätze erfolgt unter Berücksichtigung
länderspezifischer Besonderheiten: Den Mitarbeitern wird die Nutzung der erforderlichen
Informationsquellen sowie Beratung angeboten, um Gesetzes- und Regelverstöße zu vermeiden.
Jeder Vorgesetzte muss seinen Bereich so organisieren, dass die Einhaltung der Regeln
der Compliance-Unternehmensgrundsätze, der unternehmensinternen Regeln sowie der gesetzlichen
Vorschriften gewährleistet ist. Der Compliance-Officer und die Compliance-Beauftragten
gewährleisten den zeitnahen Informationsfluss innerhalb der CropEnergies-Gruppe. Sie
sind unter anderem verantwortlich für Schulungen und die Untersuchung von Compliance-Vorfällen.
Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, Verletzungen der Compliance-Unternehmensgrundsätze
unverzüglich mitzuteilen. Nachhaltigkeit und UmweltNachhaltiges Wirtschaften ist ein zentrales Element des Geschäftsmodells von CropEnergies.
Als einer der führenden europäischen Anbieter von Bioethanol aus nachwachsenden Rohstoffen
ist Nachhaltigkeit für CropEnergies die Grundvoraussetzung für den Unternehmenserfolg
und daher ein unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie
von CropEnergies ist es, Ökologie, Ökonomie und soziale Verantwortung in Einklang
zu bringen. CropEnergies verarbeitet natürliche, nachwachsende Rohstoffe wie Zuckersirupe aus
Zuckerrüben und Getreide zu Bioethanol und hochwertigen Lebens- und Futtermitteln.
Für die Produktion von Bioethanol für den Kraftstoffsektor und den Anbau der dafür
benötigten Rohstoffe gelten gesetzliche Vorgaben und hohe Nachhaltigkeitsanforderungen,
die einen Ressourcen schonenden Umgang mit der Natur entlang der gesamten Wertschöpfungskette
vom Anbau der Biomasse über die industrielle Verarbeitung bis hin zu den Endprodukten
sicherstellen. CropEnergies will die gesetzlichen Anforderungen nicht nur erfüllen,
sondern auf allen Wertschöpfungsstufen übertreffen. Die von CropEnergies verwendeten Agrarrohstoffe entstammen europäischer Produktion
und erfüllen die für die landwirtschaftlichen Erzeugungsmethoden in der EU zwingend
geltenden Grundsätze der "Cross Compliance". Diese Grundsätze beinhalten Umweltschutzauflagen
für die Landwirtschaft, die einen nachhaltigen Anbau von Agrarrohstoffen gewährleisten.
Spezifische Nachhaltigkeitsanforderungen für Biokraftstoffe stellen zudem sicher,
dass der Anbau der Biomasse für die Bioenergiegewinnung nicht auf schützenswerten
Flächen wie Primärwäldern (Regenwald) oder zu Lasten der biologischen Vielfalt ausgeweitet
wird. Ein Ressourcen schonender Umgang mit der Natur bedeutet für CropEnergies auch,
die eingesetzten Rohstoffe vollständig zu hochwertigen Produkten zu verarbeiten. Aus den in den Rohstoffen enthaltenen Kohlenhydraten erzeugt CropEnergies Bioethanol, ein erneuerbarer und Klima schonender Kraftstoff, der fossile Kraftstoffe im Transportsektor auf nachhaltige Weise ersetzt. Entsprechende EU-Richtlinien erfordern, dass über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg im Vergleich zur Verwendung konventioneller Kraftstoffe mindestens 35 % CO2 eingespart werden. Im Oktober 2010 wurden alle Anlagen von CropEnergies, die entweder direkt oder indirekt
zur Vermarktung von Bioethanol auf dem deutschen Markt beitragen, nach dem von den
Verbänden der Agrar- und Biokraftstoffwirtschaft entwickelten System REDcert zertifiziert.
Damit erfüllen die an den Standorten Zeitz bzw. Wanze erzeugten Bioethanolmengen nicht
nur alle Anforderungen der deutschen Biokraft-NachV, sondern übertreffen mit Treibhausgaseinsparungen
von deutlich über 35 bzw. über 60 Gew.-% den von der EU für 2011 vorgegebenen Mindestwert
von 35 Gew.-% im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen. Darüber hinaus veredelt CropEnergies die in den Rohstoffen enthaltenen Bestandteile,
die nicht für die Bioethanolherstellung benötigt werden, zu hochwertigen Lebens- und
Futtermitteln und verringert damit insbesondere die Versorgungslücke bei pflanzlichen
Proteinen in Europa. Als Folge wird nicht nur der Importbedarf an Sojaschrot, sondern
auch der Flächenbedarf für den Sojaanbau in anderen Teilen der Erde reduziert. Im Jahr 2010 wurde in Zeitz zudem eine Anlage zur Verflüssigung von CO2 in Betrieb genommen. Das biogene CO2 , das bei der Fermentation von Getreide und Zuckersirupen entsteht, wird u. a. für die Nahrungsmittelindustrie aufbereitet. Damit verbessert CropEnergies die CO2 -Bilanz der Bioethanolanlage in Zeitz weiter und steigert zudem die Ertragskraft. Bei der Produktion zeichnet sich CropEnergies durch effiziente Produktionsprozesse und moderne Energiezentralen aus. Kraft-Wärme-Kopplung und die Mehrfachnutzung von Energie führen zu einer überdurchschnittlichen Energieeffizienz. In der Bioethanolanlage im belgischen Wanze wird darüber hinaus in einem weltweit bislang einzigartigen Biomassekraftwerk der Großteil der benötigten thermischen und elektrischen Prozessenergie durch Nutzung der Schalen des angelieferten Weizenkorns erzeugt. Das Biomassekraftwerk zeichnet sich zudem durch einen hohen Wirkungsgrad, Verfügbarkeit und eine Rauchgasreinigungsanlage der neuesten Generation aus. Das in Wanze gewonnene Bioethanol setzt mit CO2 -Einsparungen, die nach weiteren Optimierungen bis zu 70 Gew.-% gegenüber fossilen Kraftstoffen erreichen werden, einen neuen Maßstab bei der getreidebasierten Erzeugung von Bioethanol und geht weit über die Anforderungen der EU-Richtlinien hinaus. Auch bei der Logistik stellt sich CropEnergies der Verantwortung gegenüber der Umwelt.
Die Anlagen in Zeitz und Wanze liegen in der Nähe großer Getreideanbaugebiete und
Zuckerfabriken, was zu kurzen Transportwegen bei der Rohstoffversorgung und entsprechend
geringer Umweltbelastung führt. Gleiches gilt für den Transport der dort hergestellten
Produkte. Diese werden überwiegend Umwelt schonend mit Schiff und Bahn ausgeliefert. Das Geschäftsmodell von CropEnergies basiert darauf, durch nachhaltiges Wirtschaften
Werte zu schaffen. Dabei setzt CropEnergies auf eine Strategie des wertorientierten,
profitablen Wachstums, das die Grundlage für die Finanzierung weiterer Investitions-
und Forschungsprojekte zur Erzeugung qualitativ hochwertiger Produkte und effizienter
Herstellungsprozesse sowie zur Erschließung neuer Märkte bildet. Sozial nachhaltiges Wirtschaften ist für CropEnergies integraler Bestandteil des unternehmerischen
Selbstverständnisses. Die Übernahme sozialer Verantwortung auf allen Hierarchieebenen
wird durch hochmotivierte und verantwortungsbewusste Mitarbeiter sowie hohe Standards
sichergestellt. Dabei erfüllt CropEnergies als Mitglied der Südzucker-Gruppe die Vorgaben
eines international tätigen Konzerns. So gelten hohe Standards in den Bereichen der
Menschenrechte, Ausbildung und Schulung, Gesundheit und Sicherheit, Bezahlung und
Arbeitsbedingungen, Umstrukturierungen und beim Verhältnis zwischen den Sozialpartnern. 5) Angaben gemäß § 289 Absatz 4 HGBNach § 289 Abs. 4 HGB hat die Gesellschaft über bestimmte gesellschaftsrechtliche
Strukturen und sonstige Rechtsverhältnisse zu berichten, um einen besseren Überblick
über die Gesellschaft und etwaige Übernahmehindernisse zu ermöglichen. Die CropEnergies
AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Mannheim und hat stimmberechtigte Aktien
ausgegeben, die an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs-
und Übernahmegesetzes (WpÜG), dem Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse
(Prime Standard), notiert sind. Zum 28. Februar 2011 beträgt das gezeichnete Kapital 85.000.000 € und ist in 85.000.000
Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt
(§ 289 Abs. 4 Nr. 1 HGB). Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien. Beschränkungen des Stimmrechts
der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen
Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem
steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71 b AktG). Vertragliche
Beschränkungen in Bezug auf das Stimmrecht oder die Übertragung der Aktien sind uns
nicht bekannt (§ 289 Abs. 4 Nr. 2 HGB). Folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital der CropEnergies AG,
die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind uns mitgeteilt worden: Die Südzucker
AG teilte uns zuletzt mit Schreiben vom 5. Oktober 2006 gemäß § 21 Abs. 1 und Abs.
1a WpHG mit, dass ihr 71 % der Stimmrechte an der CropEnergies AG zustehen. Die Süddeutsche
Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) teilte uns zuletzt mit Schreiben
vom 9. Oktober 2006 gemäß § 21 Abs. 1 und Abs. 1a WpHG i. V. mit § 22 Abs. 1 Nr. 1
WpHG mit, dass ihr 78 % der Stimmrechte an der CropEnergies AG zustehen, 71 % über
ihre nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnende Tochtergesellschaft Südzucker AG und
7 % unmittelbar (§ 289 Abs. 4 Nr. 3 HGB). Bei CropEnergies gibt es keine Aktien mit Sonderrechten (§ 289 Abs. 4 Nr. 4 HGB). Es gibt auch keine Art einer Stimmrechtskontrolle aus der Beteiligung von Arbeitnehmern
am Kapital (§ 289 Abs. 4 Nr. 5 HGB). Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat
gemäß §§ 84 und 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens
zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands.
Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden
des Vorstands ernennen. Die Vorstände wurden jeweils für die Dauer von fünf Jahren
bestellt. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses
der Hauptversammlung. Die Satzung der CropEnergies AG macht von der Möglichkeit der
Abweichung gemäß § 179 Abs. 2 AktG Gebrauch und sieht vor, dass Beschlüsse, soweit
nicht zwingende Vorschriften des Aktienrechts oder der Satzung etwas Abweichendes
bestimmen, mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich
ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst werden können. Die Befugnis zu Änderungen,
die nur die Fassung betreffen, wurde dem Aufsichtsrat übertragen (§ 289 Abs. 4 Nr.
6 HGB). Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. August 2006 ist der Vorstand ermächtigt
worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in der Zeit bis zum 28. August 2011 das Grundkapital
der Gesellschaft um bis zu insgesamt 30 Mio. € durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber
lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital
2006). Der Vorstand ist dabei ermächtigt, in bestimmten in § 4 Abs. 3 der Satzung
aufgeführten Fällen das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Von
der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2006 wurde bislang kein Gebrauch
gemacht (§ 289 Abs. 4 Nr. 7 HGB). Die Hauptversammlung hat am 15. Juli 2010 den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG
ermächtigt, bis zum 14. Juli 2015 Aktien der Gesellschaft im Umfang bis zu 10 % des
derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels
eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen
Aktien können auch zum Zwecke der Einziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer
Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand ist u. a. ermächtigt, mit Zustimmung
des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts
der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen,
Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern oder zur
Bedienung von Wandel- oder Optionsanleihen zu nutzen. Von der Ermächtigung zum Erwerb
eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht (§§ 289 Abs. 4 Nr. 7 HGB). Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge
eines Übernahmeangebots stehen, wurden nicht getroffen (§ 289 Abs. 4 Nr. 8 HGB). Eine Erläuterung von Entschädigungsvereinbarungen der Mitglieder des Vorstands oder
von Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels entfällt, da solche Vereinbarungen
nicht bestehen (§ 289 Abs. 4 Nr. 9 HGB). Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht
im Kapitel "Erklärung zur Unternehmensführung" dargelegt. 6) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des GeschäftsjahresNach dem Bilanzstichtag haben keine Ereignisse stattgefunden, die die Ertrags-, Finanz-
oder Vermögenslage wesentlich beeinflussen. 7) Bericht gemäß § 312 AktGDer Vorstand der CropEnergies AG hat für das Geschäftsjahr 2010/11 einen Bericht gemäß
§ 312 AktG über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt: "Unsere Gesellschaft
hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften
nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte
vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten.
Maßnahmen, welche die Gesellschaft benachteiligt hätten, wurden nicht getroffen. Ebenso
wurden keine Maßnahmen unterlassen, die eine Benachteiligung der Gesellschaft verhindert
hätten". 8) FinanzmanagementDas Finanzmanagement der CropEnergies-Gruppe umfasst die Steuerung der liquiden Mittel,
des Eigenkapitals und des Fremdkapitals. Dabei strebt CropEnergies eine Bilanzstruktur
mit einer Aufteilung zwischen Eigen- und Fremdkapital an, welche mit einem hohen Eigenkapitalanteil
die Wachstumsstrategie absichert. Die Finanzierung der CropEnegies-Gruppe basiert
auf der nachhaltigen Fähigkeit zur Generierung von positiven Cashflows, stabilen Beziehungen
zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den internationalen
Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Die Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern
folgt dem Grundsatz finanzieller Transparenz. Die Grundlage dafür bildet ein Berichtswesen,
das nach einheitlichen Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen sowohl die Unternehmensplanungs-
als auch die Reportingprozesse bestimmt. CropEnergies nutzt eine im Hinblick auf die Fälligkeiten und Zinsfestschreibung optimierte
Struktur von Darlehen. Zur unterjährigen Finanzierung ist ein flexibler Zugang zu
kurzfristiger Liquidität ein wichtiges Element der Finanzierungsstruktur. CropEnergies verfolgt eine konservative Finanzierungspolitik, die auf eine Absicherung
von Rentabilität, Liquidität und Stabilität des Unternehmens abzielt und die durch
konsequentes Finanzmanagement (Cash- und Liquiditätsmanagement) und integriertes Risikomanagement
flankiert wird. Grundlage der Finanzierungspolitik sind die folgenden Ziele:
9) Chancen und RisikoberichtRisikomanagement in der CropEnergies-GruppeCropEnergies zählt zu den größten und leistungsfähigsten Herstellern von Bioethanol
in Europa. Mit dem geschaffenen Produktions- und Vertriebsnetzwerk ist CropEnergies
hervorragend positioniert, um vom wachsenden europäischen Bioethanolmarkt profitieren
zu können. Darüber hinaus verfügt CropEnergies über ein attraktives Portfolio an hochwertigen
Lebens- und Futtermitteln aus der Bioethanolproduktion, das die Abhängigkeit von den
Entwicklungen auf den Ethanol- und Rohstoffmärkten reduziert. Betriebliche Funktionen,
externe Einflüsse sowie unternehmerisches Handeln zur Sicherung von Bestand, Wachstum
und Erfolg einer Unternehmung unterliegen Chancen und Risiken. Um Risiken zu erkennen
und aktiv zu steuern, hat CropEnergies ein konzernweites Risikomanagementsystem eingerichtet. - Risikopolitik Für CropEnergies ist ein verantwortungsvoller Umgang mit unternehmerischen Chancen
und Risiken ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung.
Das Risikomanagement dient der frühzeitigen und systematischen Erkennung und Vermeidung
von Risiken, der Verbesserung der internen Transparenz risikobehafteter Prozesse sowie
der Schaffung eines Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern. Hierzu setzt CropEnergies ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung
geschäftsspezifischer Risiken ein. Durch risikobewusstes Verhalten, die Festlegung
klarer Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung
interner Kontrollen soll ein angemessenes Verhältnis von Chancen und Risiken erreicht
werden. - Risikokommunikation Wesentlich für ein effektives Risikomanagementsystem ist die offene und schnelle Kommunikation
mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen. Das Management stellt
dies - auch durch seine unmittelbare Einbindung in den Risikoausschuss - sicher und
hält die Mitarbeiter an, bewusst und proaktiv mit Risiken umzugehen. Rechtliche und politische RahmenbedingungenCropEnergies ist sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene in diverse,
für die Biokraftstoffbranche spezifische rechtliche und politische Rahmenbedingungen
eingebunden. Dies kann zu zusätzlichen Chancen führen, z. B. wenn die nationalen bzw.
europäischen Beimischungsquoten erhöht werden. Ebenso können Änderungen dieser Rahmenbedingungen
Risiken mit sich bringen, falls beispielsweise die Beimischungsziele auf europäischer
Ebene reduziert werden sollten. Operative Risiken- Beschaffungsrisiko CropEnergies benötigt zur Herstellung von Bioethanol vor allem kohlenhydrathaltige
Agrarrohstoffe wie Zuckersirupe und Getreide. Preisschwankungen an den Weltagrarmärkten
beeinflussen direkt die Rohstoffkosten. Da Veränderungen beim Getreidepreis in der Regel mit einer gleichgerichteten Änderung der Preise für eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel einhergehen, kann CropEnergies Preisschwankungen beim Rohstoffeinkauf teilweise durch Verkaufserlöse für Gluten, ProtiGrain® und ProtiWanze® kompensieren ("natural hedge"). Darüber hinaus kann CropEnergies die Auswirkungen eines möglichen Anstiegs der Getreidepreise
auf die Rohstoffkosten durch eine vorausschauende Einkaufspolitik und die Nutzung
von Zuckersirupen reduzieren. Dabei verfolgt CropEnergies das Ziel, die für eingegangene
Lieferverpflichtungen notwendigen Rohstoffmengen zeitnah zu sichern. Auch in Zukunft verfolgt CropEnergies die Geschäftspolitik, verbleibende Risiken aus
Rohstoffpreissteigerungen durch den Abschluss von längerfristigen Lieferverträgen,
die Nutzung von Warentermingeschäften sowie alternativen Rohstoffen zu reduzieren.
Abhängig von der Marktpreislage verbleibt jedoch das Risiko, dass kostendeckende Sicherungsgeschäfte
nicht abschließbar sind oder Preissteigerungen für Rohstoffe nicht an die Abnehmer
von Bioethanol weitergegeben werden können. Die im November 2009 verabschiedete deutsche Biokraft-NachV. knüpft die Förderung
von Kraftstoffen aus Biomasse ab dem 1. Januar 2011 an die Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen.
Bioethanol aus den Anlagen in Zeitz und Wanze erfüllt alle Anforderungen der Biokraft-NachV.
Jedoch ist CropEnergies zur Herstellung nachhaltigen Bioethanols auf die Verfügbarkeit
nachhaltiger Rohstoffe angewiesen. Im Rahmen des EU-Emissionshandels wurden der CropEnergies-Gruppe als industriellem Produzent in der zweiten Handelsperiode von 2008 bis 2012 Emissionszertifikate zugeteilt. Derzeit erwartet CropEnergies eine nur geringe Unterdeckung in dieser zweiten Handelsperiode. Die konkrete Ausgestaltung des europäischen Emissionshandels ab 2013 bis 2020 ist noch nicht abschließend geklärt. Aus heutiger Sicht geht CropEnergies ab 2013 jedoch von einer Zuteilung aus, die unterhalb derer in der zweiten Handelsperiode liegen wird. Abhängig vom Bedarf und Marktpreis von CO2 -Zertifikaten können sich Auswirkungen auf die Produktionskosten und damit auch auf die Wettbewerbsposition ergeben. - Wettbewerbsrisiko Mit der Verpflichtung jedes EU-Mitgliedsstaats zur Einreichung eines nationalen Aktionsplans
zur Förderung und Nutzung von erneuerbaren Energien bei der EU-Kommission hat die
EU Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien verabschiedet. Bis zum Jahr 2020
soll 10 % der im Transportsektor eingesetzten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen.
Die bisher veröffentlichten Aktionspläne verdeutlichen das große Wachstumspotenzial
des Bioethanolmarkts in Europa. Der Bau neuer Bioethanolanlagen und die Erweiterung bestehender Anlagen könnten jedoch
in den kommenden Jahren zu einem signifikanten Anstieg der Produktionskapazitäten
für Bioethanol in der EU führen. Dieser Zuwachs könnte einen verstärkten Wettbewerb
unter den Bioethanolproduzenten auslösen. Darüber hinaus steht CropEnergies im Wettbewerb mit außereuropäischen Bioethanolproduzenten,
die infolge lokaler Gegebenheiten - insbesondere in Brasilien - von niedrigeren Produktionskosten
profitieren können. - Absatzrisiko Der überwiegende Anteil des Bioethanolabsatzes der CropEnergies-Gruppe entfällt auf
Großkunden. Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass Lieferverträge durch einzelne
Großkunden nicht erfüllt oder am Ende der Vertragslaufzeit nicht verlängert werden.
Sollte es in einem solchen Fall nicht gelingen, wirtschaftlich gleichwertige Aufträge
abzuschließen, könnte sich dies nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der Gruppe auswirken. - IT-Risiken Wie jedes Unternehmen ist CropEnergies auf funktionierende IT-Systeme angewiesen.
Für die operative und strategische Steuerung des Unternehmens setzt CropEnergies hochentwickelte
Informationssysteme ein. Zur Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme sind
diese in die IT-Systeme der Südzucker AG eingebunden. - Personalrisiken Die CropEnergies-Gruppe steht mit anderen Unternehmen im Wettbewerb um qualifiziertes
Personal. CropEnergies bietet als eines der führenden Unternehmen im Zukunftsmarkt
für Biokraftstoffe ein attraktives Arbeitsumfeld, Stabilität sowie die Sozialleistungen
der Südzucker-Gruppe und Entwicklungsmöglichkeiten in einem internationalen Umfeld. - Weitere operative Risiken CropEnergies überwacht Produktqualität und Umweltrisiken mithilfe eines Qualitätssicherungssystems
und moderner Prozessleittechnik. Das Risiko ungeplanter Produktionsunterbrechungen
wird durch kontinuierliche Wartungsmaßnahmen und hochqualifiziertes Personal minimiert.
Falls erforderlich wird geprüft, ob eine ungeplante Produktionsminderung in einer
Anlage durch die Mehrerzeugung in einer anderen Anlage ausgeglichen werden kann. In den Bereichen IT, Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung kann CropEnergies
aufgrund des Shared-Service-Vertrags auf die Fachabteilungen der Südzucker AG zurückgreifen. - Rechtliches Risiko Klageverfahren gegen die CropEnergies-Gruppe, die wesentliche Auswirkungen auf die
finanzielle Lage des Konzerns besitzen könnten, bestehen nicht. Produkt- und RohstoffpreisrisikenDie CropEnergies-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken durch die Veränderung der Preise
für Endprodukte, Rohstoffe und Energie. Zur Begrenzung damit verbundener Risiken setzt
CropEnergies in der Rohstoff- und Bioethanolpreissicherung derivative Absicherungen
ein. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und
unterliegt einer ständigen Kontrolle. Finanzwirtschaftliche RisikenCropEnergies unterliegt in geringem Maße Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen
und Zinssätzen. Die Währungsrisiken werden in begrenztem Umfang durch derivative Instrumente
abgesichert. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter
Limits und unterliegt einer ständigen Kontrolle. Risiken aus der Veränderung von Zinssätzen
werden durch den verstärkten Abschluss festverzinslicher Darlehen gemindert. LiquiditätsrisikenRisiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung,
die integraler Bestandteil der Unternehmensplanung ist, erkannt und gesteuert. Aufgrund
verbindlich zugesagter Kreditlinien kann CropEnergies - falls erforderlich - kurzfristig
auf ausreichende liquide Mittel zurückgreifen. Bonitäts- und AusfallrisikenAusfallrisiken im Forderungsbestand werden bei CropEnergies reduziert, indem einerseits
die Bonität, das Zahlungsverhalten und die offenen Posten von Schuldnern fortlaufend
überwacht und andererseits Warenkreditversicherungen und Bürgschaften zur Absicherung
herangezogen werden. Kreditrisiken aus Geldanlagen werden dadurch minimiert, dass
Transaktionen ausschließlich bei Banken und Partnern erstklassiger Bonität abgeschlossen
werden. GesamtrisikoEs sind keine Risiken erkennbar, die gegenwärtig oder in absehbarer Zukunft den Fortbestand
der CropEnergies-Gruppe gefährden oder wesentliche negative Auswirkungen auf die Finanzlage,
die Geschäftstätigkeit oder das Ergebnis der Betriebstätigkeit haben könnten. Chancen der weiteren UnternehmensentwicklungDie Profitabilität wird maßgeblich von der Erlösentwicklung für Bioethanol und den
Kosten der eingesetzten Rohstoffe geprägt. Chancen ergeben sich aus geringeren Getreidepreisen und/oder einem Preisanstieg von
Bioethanol und den zu Lebens- und Futtermitteln veredelten Kuppelprodukten. CropEnergies
kann sich der Volatilität der Getreidemärkte durch die Verwendung von Zuckersirupen
als Rohstoff teilweise entziehen. Darüber hinaus profitiert CropEnergies von den Verkaufserlösen
hochwertiger Lebens- und Futtermittel, die zu einer Senkung der Nettorohstoffkosten
führen, sowie von einer energieoptimierten Produktion. Versorgungssicherung mit Energieträgern, Klimaschutz und die Stärkung der regionalen
Strukturen sind die Ziele der EU, die mit dem Ausbau des europäischen Bioethanolmarkts
erreicht werden sollen. Hierfür wurden weitere Rahmenbedingungen geschaffen, die die
verstärkte Nutzung von Bioethanol im Kraftstoffsektor fördern. Aus dem daraus resultierenden
Marktwachstum können sich Chancen ergeben. CropEnergies hat durch den Kapazitätsausbau
in Deutschland, Belgien und Frankreich die Grundlage geschaffen, um vom künftigen
Marktwachstum als einer der leistungsfähigsten europäischen Hersteller von Bioethanol
zu profitieren. 10) Beschreibung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems gem. § 289 Abs. 5 HGBOrganisation der RechnungslegungDie Erstellung des Konzernabschlusses der CropEnergies-Gruppe erfolgt in einem mehrstufigen
Prozess mithilfe eines gruppenweit einheitlichen IT-Konsolidierungssystems mit klar
strukturierten Zugriffsberechtigungen. Dem Prozess der Konzernabschlusserstellung
liegen gruppenweit einheitliche Richtlinien, Prozesse und Termine zugrunde, die verbindliche
Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sowie Anweisungen für die Abschlussarbeiten
einschließlich konzerninterner Abstimmarbeiten beinhalten. Soweit Informationen mit
Relevanz für die Rechnungslegung bzw. Abschlusserstellung nicht unmittelbar aus dem
IT-Konsolidierungssystem entwickelt werden können, erfolgt die Abfrage der relevanten
Angaben bei den einbezogenen Gesellschaften durch ein Web-basiertes Erfassungstool.
Daneben werden umfassende Daten zu allen Beteiligungen der CropEnergies-Gruppe in
einem Anteilsbesitz-Management-Informationssystem erfasst und laufend aktualisiert;
mit diesem System wird die Anteilsbesitzliste generiert. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften in der CropEnergies-Gruppe einschließlich
der Vorschriften zur Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards
(IFRS) regeln die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der in den
CropEnergies Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften.
Dabei kommen lediglich solche IFRS zur Anwendung, die zum Zeitpunkt der Aufstellung
von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen wurden und
im betreffenden Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden waren. Die Prozesse und Bilanzierungsvorschriften, die in den Ist-Abschlüssen Anwendung finden,
werden vergleichbar bei der Erstellung von jährlich drei Forecasts, dem Budget sowie
der 5-Jahres-Planung zugrunde gelegt. Die Erstellung des Jahresabschlusses der CropEnergies AG erfolgt ebenfalls in einem
mehrstufigen Prozess mithilfe eines ERP-Systems mit klar strukturierten Zugriffsberechtigungen.
Die Abbildung laufender Prozesse in der Buchhaltung sowie die Erstellung der Abschlüsse
sind in funktionale Prozessschritte gegliedert, in denen automatisierte bzw. manuelle
Kontrollen wesentliche Bestandteile sind. Darüber hinaus stellen neben den bestehenden
gesetzlichen Vorgaben Richtlinien sicher, dass die Abbildung laufender Geschäftsvorfälle
sowie die Erstellung der Abschlüsse vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet
vorgenommen werden. Internes KontrollsystemDas interne Kontrollsystem in der CropEnergies-Gruppe umfasst Grundsätze, Verfahren
und Maßnahmen zur Sicherung von Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit
der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Dabei setzt sich das interne Kontrollsystem der CropEnergies-Gruppe aus einem Steuerungs-
und einem Überwachungssystem zusammen. Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile
des internen Überwachungssystems der CropEnergies-Gruppe. Neben dem "Vier-Augen-Prinzip"
sind maschinelle IT-Prozesskontrollen und automatisierte Validierungs- und Plausibilitätsprüfungen
ein wesentlicher Teil der prozessabhängigen Kontrollen. Der Aufsichtsrat hat die Prüfung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems an den
Prüfungsausschuss übertragen. Die interne Revision der Südzucker-Gruppe ist als prozessunabhängige
Prüfungsinstanz in das interne Überwachungssystem der CropEnergies-Gruppe eingebunden.
Sie stellt im Rahmen ihrer Überwachungstätigkeit durch regelmäßige Systemprüfungen
die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Systems sicher. Auch die Prüfungshandlungen des Konzernabschlussprüfers sind prozessunabhängig und
auf die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems gerichtet.
Der Konzernabschlussprüfer beurteilt gemäß § 317 Abs. 4 HGB die Funktionsfähigkeit
des Risikofrüherkennungssystems, das von CropEnergies jeweils kurzfristig an etwaige
Veränderungen des Umfelds angepasst wird, und berichtet über die Ergebnisse der Prüfung
des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems. Die auf Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten
Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung
mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst
werden. Daneben ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden
und Vermögenswerte sowie Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet
und ausgewiesen werden. Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung
der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und
gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse
unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. die hierzu geführten
Abschlussbesprechungen. Mit der zentralen Durchführung der Werthaltigkeitstests von
Geschäfts- oder Firmenwerten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter
Bewertungskriterien sichergestellt. Daneben bestehen umfassende Konzernvorgaben zur
Bilanzierung und Bewertung. Außerdem erfolgt auch auf Konzernebene die Aufbereitung
und Aggregation von Daten für die Erstellung von Lagebericht und Anhang. Das interne Kontrollsystem ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll-
und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung
von unternehmensbezogenen Sachverhalten einschließlich deren Darstellung in der Konzernrechnungslegung. Die Trennung von Funktionen und Verantwortung für Verwaltung, Ausführung, Abrechnung
und Genehmigung zielt darauf ab, kriminellen Handlungen vorzubeugen. Das interne Kontrollsystem
gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen und rechtlichen
Umfeld der CropEnergies-Gruppe sowie die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher
Vorschriften zur Konzernrechnungslegung. Internes RisikomanagementsystemDas Risikomanagementsystem der CropEnergies-Gruppe ist ein integrales Element des
gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses in allen relevanten
Einheiten. Diese integrierte Berichterstattung an den Vorstand und dessen direkte
Einbindung gewährleisten eine transparente Risikoerfassung und -analyse. Das Risikomanagementsystem
zielt darauf ab, Risiken systematisch zu identifizieren, zu beurteilen, zu kontrollieren
und zu dokumentieren sowie gegebenenfalls Gegenmaßnahmen einzuleiten. Der Vorstand trägt konzernweit die Verantwortung für die Früherkennung bestandsgefährdender
Risiken und die Initiierung entsprechender Gegenmaßnahmen. Der Vorstand hat einen
Risikoausschuss eingerichtet, dessen weitere Mitglieder, bestehend aus den Verantwortlichen
der Bereiche Einkauf, Vertrieb, Business Development, Finanzen und Controlling, den
Vorstand bei seinen Aufgaben unterstützen. Der Risikoausschuss tagt in der Regel monatlich,
bei Bedarf auch ad hoc. Beratungsgegenstand sind alle Risikoarten, wobei bezüglich
der wesentlichen Risiken Rohstoffeinkauf, Verkauf und Finanzmarktrisiken standardisierte
Szenarienrechnungen in Abhängigkeit der künftigen Markterwartung erstellt und die
Auswirkungen auf das operative Ergebnis bzw. das Finanzergebnis ermittelt werden.
Die Risikoeinschätzung erfolgt monatlich für das laufende und kommende Geschäftsjahr.
Zusätzlich zur Regelberichterstattung besteht für ad hoc auftretende Risiken eine
konzerninterne Berichterstattungspflicht an den Vorstand. 11) PrognoseberichtBioethanol hat sich in Europa zu einem festen Bestandteil des Kraftstoffmarkts entwickelt.
Als erneuerbare Energiequelle leistet es einen wichtigen Beitrag für eine sichere
und Klima schonende Versorgung des europäischen Transportsektors. Durch das verbindliche
Ziel der EU für das Jahr 2020, 10 % des Energieverbrauchs im Transportsektor durch
erneuerbare Energien zu decken, wird die Bedeutung von Bioethanol zunehmen und sich
der Bedarf auf rund 15 Mio. m3 im Jahr 2020 verdreifachen. Gemäß der eingereichten Aktionspläne der Mitgliedsstaaten soll der Bioethanolbedarf
bis 2020 stetig wachsen. Höhere Beimischungsziele und die Einführung von E10 in einigen
Mitgliedsstaaten wie beispielsweise Deutschland werden die Nachfrage nach Bioethanol
in der EU im Geschäftsjahr 2011/12 weiter erhöhen. Aufgrund der eingeführten Nachhaltigkeitskriterien
und der Bedingungen in den großen Bioethanolmärkten in Brasilien und den USA erwartet
CropEnergies geringere Exporte nach Europa und deshalb eine zunehmende Versorgung
des Markts durch europäische Bioethanolhersteller. In Verbindung mit den Entwicklungen
auf den Märkten für Rohöl, Zucker und Getreide rechnet CropEnergies bis zum Beginn
der neuen Getreideernte in Europa mit einer Seitwärtsbewegung der Bioethanol- und
Getreidepreise auf den derzeit hohen Niveaus. Die CropEnergies AG erwartet für das Geschäftsjahr 2011/12 aufgrund der Holdingstruktur
als Konzernobergesellschaft der CropEnergies-Gruppe wie in den Vorjahren keine Umsatzerlöse.
Maßgeblich für die Ertragslage der CropEnergies AG ist auch weiterhin das Beteiligungsergebnis
von Tochtergesellschaften in Form von Ausschüttungen bzw. Gewinnabführungen. Es wird
erwartet, dass sich das Beteiligungsergebnis weiter verbessert und einen Jahresüberschuss
2011/12 der CropEnergies AG mindestens auf Vorjahreshöhe ermöglicht. Auch im Geschäftsjahr 2012/13 rechnet CropEnergies mit einem weiteren Wachstum des
Markts für Bioethanol in Europa und einer weiterhin hohen Nachfrage nach proteinhaltigen
Lebens- und Futtermitteln. Unter normalen Bedingungen auf den Bioethanol- und Rohstoffmärkten
sollte dies weitere Ertragspotentiale für das Zins- und Beteiligungsergebnis der CropEnergies
AG bieten. Jahresabschluss der CropEnergies AG (HGB)Bilanz
|
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| (Tsd. €) | Anhang | 28.2.2011 | 28.2.2010 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
243 | 39 |
| Sachanlagen |
|
220 | 211 |
| Finanzanlagen |
|
282.277 | 252.277 |
| Anlagevermögen | (1) | 282.740 | 252.527 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | (2) | 180.450 | 189.761 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | (3) | 10.489 | 4.542 |
| Umlaufvermögen |
|
190.939 | 194.303 |
| Rechnungsabgrenzungsposten |
|
50 | 64 |
|
|
|
473.729 | 446.894 |
| (Tsd. €) | Anhang | 28.2.2011 | 28.2.2010 |
| Gezeichnetes Kapital |
|
85.000 | 85.000 |
| Kapitalrücklage |
|
216.279 | 216.279 |
| Gewinnrücklagen |
|
18.500 | 9.600 |
| Bilanzgewinn |
|
12.832 | 10.049 |
| Eigenkapital | (4) | 332.611 | 320.928 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (5) | 2.137 | 1.313 |
| Übrige Rückstellungen | (6) | 2.375 | 4.779 |
| Rückstellungen |
|
4.512 | 6.092 |
| Verbindlichkeiten | (7) | 136.606 | 119.874 |
|
|
|
473.729 | 446.894 |
| (Tsd. €) | Anhang | 1.3.2010- 28.2.2011 |
1.3.2009- 28.2.2010 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (9) | 2.008 | 1.799 |
| Personalaufwand | (10) | -3.368 | -3.068 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
|
-100 | -85 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (11) | -4.128 | -3.798 |
| Beteiligungsergebnis | (12) | 26.156 | 26.746 |
| Zinsergebnis | (13) | 2.346 | 1.823 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
|
22.914 | 23.417 |
| Außerordentliche Aufwendungen | (14) | -552 | 0 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (15) | -6.426 | -4.103 |
| Sonstige Steuern |
|
-3 | -1 |
| Jahresüberschuss |
|
15.933 | 19.313 |
| Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr |
|
299 | 336 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen |
|
-3.400 | -9.600 |
| Bilanzgewinn |
|
12.832 | 10.049 |
| (Tsd. €) | Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||
|
|
Stand 1.3.2010 |
Zugang | Abgang | Stand 28.2.2011 |
| CropEnergies AG |
|
|
|
|
| Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 119 | 232 | 0 | 351 |
| Sachanlagen |
|
|
|
|
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
6 | 0 | 0 | 6 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 392 | 81 | 4 | 469 |
| Summe Sachanlagen | 398 | 81 | 4 | 475 |
| Finanzanlagen |
|
|
|
|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 252.277 | 30.000 | 0 | 282.277 |
| Summe Finanzanlagen | 252.277 | 30.000 | 0 | 282.277 |
| Summe Anlagevermögen | 252.794 | 30.313 | 4 | 283.103 |
| (Tsd. €) | Abschreibungen | Buchwerte | ||||
|
|
Stand 1.3.2010 |
Jahres- abschreibung |
Abgang | Stand 28.2.2011 |
Stand 28.2.2011 |
Stand 28.2.2010 |
| CropEnergies AG |
|
|
|
|
|
|
| Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 80 | 28 | 0 | 108 | 243 | 39 |
| Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
6 | 0 | 0 | 6 | 0 | 0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 181 | 72 | 4 | 249 | 220 | 211 |
| Summe Sachanlagen | 187 | 72 | 4 | 255 | 220 | 211 |
| Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 282.277 | 252.277 |
| Summe Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 282.277 | 252.277 |
| Summe Anlagevermögen | 267 | 100 | 4 | 363 | 282.740 | 252.527 |
Der Jahresabschluss der CropEnergies AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches
(HGB) sowie des Aktiengesetzes aufgestellt, wobei die Änderungen und Ergänzungen des
HGB durch das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) erstmals im Geschäftsjahr
2010/11 hinsichtlich der Bilanzierung und Bewertung einschlägig waren. Soweit sich
durch das BilMoG Änderungen bei Ansatz und Bewertung von Bilanzpositionen ergeben
haben, wurden die Vorjahresbeträge nicht an die geänderten Ansatz- und Bewertungsmethoden
angepasst, deshalb ist die Vergleichbarkeit eingeschränkt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden in der Bilanz und in der Gewinn-
und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen
und erläutert.
Der Abschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt,
in Tausend Euro (Tsd. €) bzw. Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Die Vorjahreswerte
werden im Anhang regelmäßig in Klammern dargestellt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet.
Die nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten planmäßigen Abschreibungen erfolgen
nach der degressiven oder linearen Methode. Immaterielle Vermögensgegenstände werden
nach der linearen Methode abgeschrieben. Für ab dem 1. Januar 2001 angeschaffte Sachanlagen
wurde bei der degressiven Abschreibung ein Satz von maximal 20 % verrechnet. Für ab
dem 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2007 angeschaffte Sachanlagen wurde bei der
degressiven Abschreibung entsprechend den steuerlichen Vorschriften ein Satz von maximal
30 % verrechnet.
Für nach dem 31. Dezember 2008 angeschaffte Wirtschaftsgüter wurde bei der degressiven
Abschreibung ein Satz von maximal 25 % verrechnet. Der Übergang von der degressiven
zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt zu dem Zeitpunkt, in dem der auf die Restnutzungsdauer
in gleichen Jahresbeträgen verteilte Restbuchwert zu höheren Abschreibungsquoten führt.
Für ab dem 1. März 2010 angeschaffte bzw. hergestellte Wirtschaftsgüter kam ausschließlich
die lineare Methode zum Ansatz. Das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 4 S.
1 EGHGB wird ausgeübt.
Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung
unterliegen, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, sofern ihre Anschaffungs-
oder Herstellungskosten 150 € nicht übersteigen. Für nach dem 31. Dezember 2007 angeschaffte
oder hergestellte, abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren
Anschaffungs- oder Herstellungskosten 150 € aber nicht 1.000 € übersteigt, wurden
Sammelposten gebildet. Sammelposten werden einheitlich über fünf Jahre abgeschrieben.
Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte
liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 5 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 bis 13 Jahre |
Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten
bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert.
Niedrigeren beizulegenden Werten von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wird
bei voraussichtlich dauernder Wertminderung durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung
getragen. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für außerplanmäßige
Abschreibungen nicht mehr bestehen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Beachtung
des Niederstwertprinzips bzw. gegebenenfalls abgezinst bilanziert. Zweifelhafte Forderungen
werden in Höhe des geschätzten Ausfallrisikos einzelwertberichtigt.
Flüssige Mittel werden zum Nominalwert bewertet.
Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen
nicht mehr bestehen.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch
auf Grundlage biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach
der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Dabei wurde
von einer künftigen Gehaltssteigerung von 2,75 %, von einem Beitragsbemessungsgrenze-Trend
von 2,75 %, einer künftigen Rentensteigerungsrate von 2,00 % und einer Fluktuation
von 1,00 % ausgegangen. Bei der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen zum 28. Februar
2011 wurde ein Rechnungszins von 5,15 % zugrunde gelegt. Es handelt sich um den von
der Deutschen Bundesbank ermittelten und zum 31. Januar 2011 veröffentlichten durchschnittlichen
Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit
von 15 Jahren. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden
im Personalaufwand und Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens im Finanzergebnis
ausgewiesen.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit vorhandenen
Deckungsvermögen (Rückdeckungsversicherung) verrechnet, das mit dem Zeitwert bilanziert
wurde. Bei dem Zeitwert des Deckungsvermögens handelt es sich um den versicherungsmathematischen
Aktivwert der Rückdeckungsversicherung, der den historischen Anschaffungskosten entspricht.
Mit der erstmaligen Anwendung der im Rahmen von BilMoG geänderten Vorschriften zur
Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen im Geschäftsjahr
2010/11 nimmt die CropEnergies AG das Wahlrecht in Anspruch, die einmalige Sonderzuführung
aufgrund der Änderung der Bewertungsmethodik in Höhe von 0,5 Mio. € vollständig erfolgswirksam
zu erfassen.
Übrige Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und für drohende Verluste
aus schwebenden Geschäften gebildet. Die Bemessung der übrigen Rückstellungen erfolgt
in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags.
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und
steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten
ermittelt. Neben den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden auch steuerliche
Zins- und Verlustvorträge berücksichtigt.
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des kombinierten Ertragsteuersatzes
des steuerlichen Organkreises der CropEnergies AG von derzeit 29,93 %. Der kombinierte
Ertragsteuersatz beinhaltet Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.
Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente
Steuer angesetzt. Sofern die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern
überwiegen, wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, keine aktiven latenten Steuern
zu bilanzieren. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive
latente Steuer.
Sämtliche Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
Das Wahlrecht zur Aktivierung von Entwicklungskosten wird nicht in Anspruch genommen.
Forschungskosten werden als nicht aktivierungsfähige Aufwendungen unmittelbar in der
Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Einzelheiten zur Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im vorstehenden
Anlagespiegel dargestellt.
Die Zugänge in Höhe von 30.313 (154) Tsd. € betreffen im Wesentlichen eine Kapitalerhöhung
in Höhe von 30 Mio. € bei der BioWanze SA.
Die Abgänge in Höhe von 4 Tsd. € betreffen Betriebs- und Geschäftsausstattung.
| (Tsd. €) | 28.2.2011 | 28.2.2010 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 2 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 180.439 | 187.981 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 11 | 1.778 |
|
|
180.450 | 189.761 |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Finanzforderungen im Zusammenhang
mit der Konzernfinanzierung der Tochtergesellschaften der CropEnergies AG in Höhe
von 129.097 (162.052) Tsd. €, Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe
von 51.069 (25.515) Tsd. € sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe
von 273 (414) Tsd. €.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - mit Ausnahme der langfristigen
Darlehen an die BioWanze SA in Höhe von 50.000 (50.000) Tsd. €, an die Ryssen Alcools
SAS in Höhe von 2.500 (0) Tsd. € sowie an die CT Biocarbonic GmbH in Höhe von 450
(0) Tsd. € - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Die Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 10,5 (4,5) Mio. € sind bei Banken erstklassiger
Bonität angelegt.
Das Grundkapital der CropEnergies AG beträgt 85.000.000,00 €. Es ist eingeteilt in
85.000.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit
einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Stückaktie. Das Grundkapital
ist vollständig eingezahlt.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. August 2006 ist der Vorstand ermächtigt
worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in der Zeit bis zum 28. August 2011 das Grundkapital
der Gesellschaft um bis zu insgesamt 30 Mio. € durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber
lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital
2006). Der Vorstand ist dabei ermächtigt, in bestimmten in § 4 (3) der Satzung der
CropEnergies AG aufgeführten Fällen das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.
Im Berichtsjahr wurde davon kein Gebrauch gemacht.
Die Hauptversammlung vom 15. Juli 2010 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG
ermächtigt, bis zum 14. Juli 2015 Aktien der Gesellschaft in Höhe von bis zu 10 %
des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels
eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen
Aktien können auch zum Zwecke der Einbeziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer
Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand ist u.a. ermächtigt, mit Zustimmung
des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts
der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen,
Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Dritte zu veräußern oder zur Bedienung von
Wandel- oder Optionsanleihen zu nutzen. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien
wurde bislang kein Gebrauch gemacht.
Die CropEnergies AG besitzt gegenwärtig kein bedingtes Kapital.
Die Kapitalrücklage zum Bilanzstichtag beträgt unverändert 216.279 Tsd. €.
Laut Beschluss des Vorstands wurde eine Einstellung in andere Gewinnrücklagen in Höhe
von 3.400 (9.600) Tsd. € vorgenommen.
Laut Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2010 wurde eine weitere Einstellung
in satzungsgemäße Gewinnrücklagen in Höhe von 5.500 Tsd. € vorgenommen. Somit ergibt
sich eine Gewinnrücklage in Höhe von 18.500 (9.600) Tsd. €.
Die CropEnergies AG hat keine Bilanzierungswahlrechte in Anspruch genommen, die eine
Ausschüttungssperre auslösen.
In den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden Verpflichtungen
aus laufenden Renten und Anwartschaften ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von 2.180 Tsd. € werden
mit einem Deckungsvermögen (Rückdeckungsversicherung) in Höhe von 43 Tsd. € verrechnet.
Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich um den versicherungsmathematischen Aktivwert
von Rückdeckungsversicherungen; dabei entspricht der Zeitwert den historischen Anschaffungskosten.
Mit der erstmaligen Anwendung der im Rahmen von BilMoG geänderten Vorschriften zur
Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen im Geschäftsjahr
2010/11 nimmt die CropEnergies AG das Wahlrecht in Anspruch, die einmalige Sonderzuführung
aufgrund der Änderung der Bewertungsmethodik in Höhe von 0,5 Mio. € vollständig erfolgswirksam
zu erfassen.
| (Tsd. €) | 28.2.2011 | 28.2.2010 |
| Steuerrückstellungen | 890 | 3.706 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.485 | 1.073 |
|
|
2.375 | 4.779 |
Die Steuerrückstellungen enthalten die für das Geschäftsjahr 2010/11 zu bildenden
Rückstellungen für Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag abzgl.
geleisteter Vorauszahlungen.
Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Verpflichtungen für die Zahlung
von Gewinnbeteiligungen 664 (411) Tsd. €, Personalverpflichtungen 349 (281) Tsd. €,
Vergütungen des Aufsichtsrats 170 (190) Tsd. € und Jahresabschlusskosten 164 (172)
Tsd. €.
Verbindlichkeiten der CropEnergies AG zum 28. Februar 2011:
|
|
|
davon Restlaufzeit | ||
| (Tsd. €) |
|
bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 29 | 29 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 134.826 | 102.826 | 32.000 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.751 | 1.751 | 0 | 0 |
| - davon aus Steuern | 1.740 | 1.740 | 0 | 0 |
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 2 | 2 | 0 | 0 |
|
|
136.606 | 104.606 | 32.000 | 0 |
Verbindlichkeiten der CropEnergies AG zum 28. Februar 2010:
|
|
|
davon Restlaufzeit | ||
| (Tsd. €) |
|
bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 290 | 290 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 119.179 | 84.179 | 35.000 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 405 | 405 | 0 | 0 |
| - davon aus Steuern | 399 | 399 | 0 | 0 |
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 2 | 2 | 0 | 0 |
|
|
119.874 | 84.874 | 35.000 | 0 |
Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus
einer langfristigen Finanzaufnahme in Höhe von 32.000 (35.000) Tsd. € bei der Südzucker
International Finance B.V., einer kurzfristigen Finanzaufnahme bei der Südzucker AG
Mannheim/Ochsenfurt in Höhe von 70.000 (70.000) Tsd. € sowie Verbindlichkeiten aus
dem Cash-Pooling-Verfahren mit der CropEnergies Bioethanol GmbH in Höhe von 32.440
(10.724) Tsd. €.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten,
Verbindlichkeiten gegenüber Versorgungseinrichtungen sowie Verbindlichkeiten aus der
Lohn- und Gehaltsabrechnung.
Die aus Mietverträgen für Büroräume resultierenden jährlichen Verpflichtungen belaufen
sich auf 86 Tsd. € gegenüber verbundenen Unternehmen. Des weiteren bestehen Verpflichtungen
aus Leasingverträgen in Höhe von 51 Tsd. €.
Das Bestellobligo in Höhe von 105 Tsd. € bezieht sich auf Bestellungen für Investitionen.
Die CropEnergies AG hat für ihre operativen Tochtergesellschaften Bürgschaften und
ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 57,1 Mio. € übernommen. Davon betreffen 10,1
Mio. € Zollavale sowie 47,0 Mio. € Rahmenvereinbarungen für Sicherungsgeschäfte.
Im Rahmen einer Darlehensgewährung an die CT Biocarbonic GmbH wurde eine gesamtschuldnerische
Mithaftung in Höhe von 3,1 Mio. € eingegangen.
Eine Inanspruchnahme aus diesen Verpflichtungen wird derzeit nicht erwartet.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2.008 (1.799) Tsd. € betreffen im
Wesentlichen Erträge aus konzerninternen Leistungen für Vertrieb, Einkauf und Verkauf
in Höhe von 1.750 (1.364) Tsd. €. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde
Erträge in Höhe von 79 (44) Tsd. € und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe
von 1 (0) Tsd. € enthalten.
| (Tsd. €) | 2010/11 | 2009/10 |
| Löhne und Gehälter | 2.792 | 2.374 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 576 | 694 |
| - davon für Altersversorgung | 224 | 398 |
|
|
3.368 | 3.068 |
|
|
2010/11 | 2009/10 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 0 | 0 |
| Angestellte | 33 | 31 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen ausschließlich Aufwendungen für
Betrieb und Verwaltung. Hierin sind Shared-Service-Leistungen in Höhe von 1.330 (1.099)
Tsd. € der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt enthalten. In den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 7 (12) Tsd. € und Aufwendungen
aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2 (0) Tsd. € enthalten.
| (Tsd. €) | 2010/11 | 2009/10 |
| Erträge aus Beteiligungen | 602 | 1.231 |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 25.554 | 25.515 |
|
|
26.156 | 26.746 |
Die Erträge aus Beteiligungen betreffen eine Dividende der Compagnie Financière de
l'Artois SA.
Der Erträge aus Gewinnabführungsverträgen betreffen den handelsrechtlichen Gewinn
der CropEnergies Beteiligungs GmbH.
| (Tsd. €) | 2010/11 | 2009/10 |
| Zinsaufwendungen aus Bankdarlehen | -60 | -434 |
| Übrige sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -133 | -34 |
| - davon aus Aufzinsung von Rückstellungen | -99 | 0 |
| Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen | -2.557 | -4.898 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -2.750 | -5.366 |
| Zinserträge aus Tages-/Termingeldern bzw. Guthaben bei Banken | 2 | 2 |
| Übrige sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 0 | 105 |
| Zinserträge von verbundenen Unternehmen | 5.094 | 7.082 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 5.096 | 7.189 |
|
|
2.346 | 1.823 |
Aufgrund geringerer Finanzaufnahmen und gesunkener Zinssätze reduzierten sich die
Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen auf 2.557 (4.898) Tsd. €. Aus der Weiterleitung
von Finanzmitteln an Tochtergesellschaften wurden Zinserträge von verbundenen Unternehmen
in Höhe von 5.094 (7.082) Tsd. € erzielt.
Erstmals sind im Zinsergebnis auch Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 99 Tsd. € erfasst. Im vorangegangenen
Geschäftsjahr waren diese Beträge im Personalaufwand ausgewiesen.
Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 552 Tsd. € resultieren im Wesentlichen
aus dem einmaligen Anpassungsaufwand der durch das BilMoG geänderten Bewertungsvorschriften
der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen.
Die CropEnergies AG hat eine gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft mit
der CropEnergies Beteiligungs GmbH und der CropEnergies Bioethanol GmbH. Die Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Körperschaftsteuern in Höhe von 3.134 (1.824)
Tsd. €, den Solidaritätszuschlag in Höhe von 173 (101) Tsd. € sowie Gewerbesteuern
in Höhe von 3.119 (2.178) Tsd. €.
Aus den gegenüber der Steuerbilanz höheren Wertansätzen für Pensions-, Altersteilzeit-
und Jubiläumsrückstellungen sowie übrigen Rückstellungen in der Handelsbilanz resultieren
insgesamt aktive latente Steuern in Höhe von 606 Tsd. €. Dem stehen passive latente
Steuern von 202 Tsd. € aus höheren Wertansätzen von Finanzanlagen und Sachanlagen
in der Handelsbilanz gegenüber. Insgesamt übersteigen die aktiven latenten Steuern
die passiven latenten Steuern; auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern wurde verzichtet.
Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein theoretischer Steuersatz von 29,93
% unterstellt. Die tatsächliche Steuerquote beträgt 28,04 %. Die Abweichungen zwischen
dem theoretischen Steuersatz und der Steuerquote resultieren überwiegend aus Steuerminderungen
aus steuerfreien Erträgen und Steuererhöhungen aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen.
Für den Gesamtvorstand belief sich die Gesamtvergütung für das Geschäftsjahr 2010/11
auf 0,7 (0,6) Mio. €; davon entfielen auf das feste Jahresgehalt 444 (444) Tsd. €.
Der variable Vergütungsanspruch belief sich auf 249 (147) Tsd. €. Als Sachbezüge und
Beiträge zur Sozialversicherung wurden 43 (41) Tsd. € gewährt. Den Pensionsrückstellungen
für Vorstandsmitglieder wurden 194 (504) Tsd. € zugeführt.
Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat ist im Vergütungsbericht
im Lagebericht angegeben.
"Related Party" im Sinne von IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen
und Personen) sind die Südzucker AG als Mehrheitsaktionärin und ihre Tochtergesellschaften
(Südzucker-Gruppe), das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH sowie die Mitglieder des
Vorstands und des Aufsichtsrats der CropEnergies AG. Darüber hinaus kommt die Süddeutsche
Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG, Stuttgart, in Betracht, aus deren Eigenbesitz
an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der
Anteilsinhaber gehaltenen Aktien sich eine Mehrheitsbeteiligung an der Südzucker AG
errechnet.
Zum Bilanzstichtag beliefen sich die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen auf
180.439 Tsd. € und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf 134.826
Tsd. €. Aus den Leistungsbeziehungen resultierte ein positiver Zinssaldo in Höhe von
2.537 Tsd. €.
Die Leistungsbeziehungen mit der Südzucker AG und ihren Tochtergesellschaften wurden
zu marktüblichen Preisen abgerechnet; Leistung und Gegenleistung entsprachen sich,
sodass keine Benachteiligungen entstanden. Daneben wurden keine wesentlichen Geschäfte
mit nahestehenden Personen getätigt.
Die CropEnergies AG und ihre konsolidierten Tochtergesellschaften, einschließlich
der Tochtergesellschaften mit denen ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
besteht, stehen im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit in Beziehung. Die Geschäftsbeziehungen
unter diesen Gesellschaften werden wie unter fremden Dritten abgewickelt.
Vorsitzender, Mitglied des Prüfungsausschusses
Ludwigshafen
Ehem. Vorstandssprecher der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt
Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
| ― |
Carl Zeiss AG, Oberkochen (Vorsitzender) |
| ― |
Mannheimer AG Holding, Mannheim |
| ― |
SCHOTT AG, Mainz (Vorsitzender) |
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:
| ― |
Carl-Zeiss-Stiftung, Heidenheim und Jena / Stiftungsrat (Vorsitzender) |
| ― |
St. Dominikus Krankenhaus und Jugendhilfe gGmbH, Ludwigshafen (Vorsitzender) |
| ― |
Universität Mannheim (Universitätsrat), Mannheim |
| ― |
Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW), Mannheim |
Stv. Vorsitzender, Mitglied des Prüfungsausschusses
Worms
Mitglied des Vorstands der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt
Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
keine
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:
keine
Konzernmandate:
| ― |
BENEO GmbH, Mannheim (Vorsitzender) |
| ― |
Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel/Belgien (Vorsitzender) |
| ― |
Saint Louis Sucre S.A., Paris/Frankreich (Stv. Vorsitzender) |
| ― |
Südzucker Polska S.A., Wroclaw/Polen |
| ― |
Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Mannheim |
| ― |
Zuckerforschung Tulln Gesellschaft m.b.H., Tulln/Österreich |
Eppingen
Vorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V.
Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
| ― |
Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim (Vorsitzender) |
| ― |
VK Mühlen AG, Hamburg |
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:
| ― |
AGRANA Beteiligungs-AG, Wien/Österreich |
| ― |
AGRANA Zucker, Stärke und Frucht Holding AG, Wien/Österreich (Stv. Vorsitzender) |
| ― |
Freiberger Holding GmbH, Berlin |
| ― |
Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel/Belgien |
| ― |
Saint Louis Sucre S.A., Paris/Frankreich |
| ― |
Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt (Vorsitzender) |
| ― |
Vereinigte Hagelversicherung VVaG, Gießen |
| ― |
Z & S Zucker und Stärke Holding AG, Wien/Österreich |
Vorsitzender des Prüfungsausschusses
Mannheim
Mitglied des Vorstands der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt
Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
keine
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:
| ― |
Baden-Württembergische Wertpapierbörse GmbH, Stuttgart |
Konzernmandate:
| ― |
AGRANA Bioethanol GmbH, Wien/Österreich |
| ― |
AGRANA Internationale Verwaltungs- und Asset-Management GmbH, Wien/Österreich |
| ― |
AGRANA J & F Holding GmbH, Wien/Österreich |
| ― |
AGRANA Stärke GmbH, Wien/Österreich |
| ― |
AGRANA Zucker GmbH, Wien/Österreich |
| ― |
BENEO GmbH, Mannheim |
| ― |
Freiberger Holding GmbH, Berlin |
| ― |
Mönnich GmbH, Kassel (Vorsitzender) |
| ― |
PortionPack Europe Holding B. V., Oud-Beijerland/Niederlande (Vorsitzender) |
| ― |
Raffinerie Tirlemontoise S.A., Brüssel/Belgien |
| ― |
Saint Louis Sucre S.A., Paris/Frankreich |
| ― |
Südzucker Polska S.A., Wroclaw/Polen |
| ― |
Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GmbH, Mannheim (Vorsitzender) |
Rellingen
Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten
Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
| ― |
Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim (Stv. Vorsitzender) |
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:
| ― |
Kreditanstalt für Wiederaufbau, Frankfurt/Main |
Bobenheim am Berg
Mitglied des Deutschen Bundestags
Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
keine
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:
| ― |
Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt/Main |
| ― |
Süddeutsche Krankenversicherung a.G., Fellbach |
| ― |
Süddeutsche Lebensversicherung a.G., Fellbach |
| ― |
Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt |
Offstein
Chief Operating Officer
Mannheim
Chief Financial Officer
Neben unmittelbaren Anteilen umfasst der Anteilsbesitz der CropEnergies AG nach §
16 Abs. 4 AktG zuzurechnende mittelbare Anteile. Hierzu gehört eine Aktie der BioWanze
SA im Eigentum der CropEnergies Bioethanol GmbH. Bei den folgenden Beteiligungen stehen
der CropEnergies AG mehr als 5 % der Stimmrechte zu:
| (Tsd. €) |
|
|
|
|
2010/11 |
| Unternehmen | Ort | Anteilsbesitz: unmittelbar |
Anteilsbesitz: mittelbar |
Eigenkapital | Jahresergebnis |
| CropEnergies Beteiligungs GmbH | Mannheim/Deutschland | 100% |
|
61.227 | 0 |
| CropEnergies Bioethanol GmbH | Zeitz/Deutschland | 15% | 85% | 72.444 | 0 |
| BioWanze SA* | Brüssel/Belgien | 100% -1 Aktie | 1 Aktie | 166.971 | 5.191 |
| Compagnie Financière de l'Artois SA* | Paris/Frankreich | 100% |
|
12.572 | 1.093 |
| Ryssen Alcools SAS* | Loon-Plage/Frankreich |
|
100% | 17.429 | 2.897 |
| CT Biocarbonic GmbH | Zeitz/Deutschland |
|
50% | 2.161 | -317 |
Aufgrund spezifischer gesellschaftsrechtlicher Vorschriften in Frankreich stehen sechs
Aktien (0,0009 % aller Aktien) der Compagnie Financière de l'Artois SA im Eigentum
von CropEnergies- bzw. Südzucker-Mitarbeitern.
Die CropEnergies Beteiligungs GmbH weist kein Jahresergebnis aus, da mit der CropEnergies
AG ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag besteht.
Die CropEnergies Bioethanol GmbH weist kein Jahresergebnis aus, da mit der CropEnergies
Beteiligungs GmbH ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag besteht.
Die Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt teilte uns zuletzt mit Schreiben
vom 5. Oktober 2006 gemäß § 21 Abs. 1 und Abs. 1a WpHG mit, dass ihr 70,58 % der Stimmrechte
an der CropEnergies AG zustehen.
Die Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) teilte uns zuletzt
mit Schreiben vom 9. Oktober 2006 gemäß § 21 Abs. 1 u. Abs. 1a WpHG i. V. mit § 22
Abs. 1 Nr. 1 WpHG mit, dass ihr 77,64 % der Stimmrechte an der CropEnergies AG zustehen,
70,58 % über ihre nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnende Tochtergesellschaft Südzucker
Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt und 7,06 % unmittelbar.
Die CropEnergies AG ist gemäß § 290 HGB i.V.m. § 291 Abs. 3 Nr. 1 HGB als kapitalmarktorientiertes
Mutterunternehmen verpflichtet, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht
aufzustellen. Die CropEnergies AG ist daher das unterste Mutterunternehmen, in dessen
Konzernabschluss der Abschluss der CropEnergies AG für das Geschäftsjahr vom 1. März
2010 bis 28. Februar 2011 einbezogen wird. Der nach den Vorschriften der IAS/IFRS
aufgestellte Konzernabschluss der CropEnergies AG wird im elektronischen Bundesanzeiger
bekannt gemacht.
Der Abschluss der CropEnergies AG, Mannheim für das Geschäftsjahr vom 1. März 2010
bis 28. Februar 2011 wird in den Konzernabschluss der Südzucker Aktiengesellschaft
Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim, als oberstes Mutterunternehmen einbezogen. Der nach
den Vorschriften der IAS/IFRS aufgestellte Konzernabschluss der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt
wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Vorstand und Aufsichtsrat haben am 20. Dezember 2010 die Entsprechenserklärung gem.
§ 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Sie ist im Internet
auf unserer Webseite unter
http://www.cropenergies.com/de/investorrelations/Corporate_Governance/Entsprechenserklaerungen/
Entsprechenserklaerung_2010/ zugänglich.
Für Abschlussprüfungsleistungen des Abschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind im Geschäftsjahr 2010/11 94 (107) Tsd. € als
Aufwand erfasste Honorare angefallen.
Nach Verrechnung mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr sowie einer Einstellung in
die anderen Gewinnrücklagen beträgt der Bilanzgewinn der CropEnergies AG 12.832 Tsd.
€.
Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der CropEnergies AG
12.750 Tsd. €, entsprechend einer Dividende von 0,15 € pro Aktie, auszuschütten und
den verbleibenden Betrag von 82Tsd. € auf neue Rechnung vorzutragen.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt
sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird,
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft
beschrieben sind.
Mannheim, den 5. Mai 2011
DER VORSTAND
| Dr. L. Guderjahn | J. Lutz |
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der CropEnergies
AG, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2010 bis 28. Februar 2011 geprüft.
Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft.
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung
über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht
abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der
Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen
der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die
Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind
der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere
Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht
in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von
der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 6. Mai 2011
PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Dr. Ralf Worster Wirtschaftsprüfer |
ppa. Olav Krützfeldt Wirtschaftsprüfer |