![]() CropEnergies AGMannheimKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2011 bis zum 29.02.2012ÜBERBLICK 2011/12 CROPENERGIES-KONZERN
CROPENERGIES -KONZERNZAHLENÜBERSICHTscroll
*
einschl. immaterieller Vermögenswerte Konzernbericht über das Geschäftsjahr 2011/2012 1. März 2011 bis 29. Februar 2012Mobilität heute und in Zukunft auf nachhaltige Art und Weise aus erneuerbaren Quellen sichern - das ist das Ziel von CropEnergies. In den fünf Jahren seit dem Börsengang hat sich die CropEnergies AG zu einem der führenden und profitabelsten Hersteller von nachhaltig erzeugtem Bioethanol in Europa entwickelt. Unsere fünfjährigen Akteure zeigen Ihnen in diesem Geschäftsbericht, was CropEnergies auszeichnet und die Grundlage für weiteres Wachstum bildet. LEITLINIEN UND UNTERNEHMENSSTRATEGIEDas Ziel der CropEnergies-Gruppe ist es, gemeinsam mit ihren Partnern verantwortungsvoll die Zukunft zu gestalten und bereits heute Lösungen für die gesellschaftlichen und unternehmerischen Herausforderungen von morgen zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf der Herstellung und Vermarktung von Bioethanol - dem weltweit bedeutendsten Biokraftstoff. Als einer der führenden europäischen Bioethanolhersteller verbinden wir wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlicher Verantwortung und dem Schutz der Umwelt. Durch nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften wollen wir profitabel wachsen, den Unternehmenswert langfristig steigern und die Erwartungen unserer Aktionäre, Kunden, Lieferanten und der Menschen in unserem Unternehmen erfüllen. Mit unseren Produkten verbessern wir die Lebensqualität der heutigen Generation und bewahren gleichzeitig die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen. Bioethanol, das wir aus nachwachsenden Rohstoffen gewinnen, spart als erneuerbarer Benzinersatz nachweislich Treibhausgase ein, schont die endlichen fossilen Ressourcen und sichert damit die Mobilität in der Zukunft. Als europäischer Marktführer bei der Herstellung von Lebens- und Futtermitteln aus den Reststoffen der Bioethanolproduktion verbessern wir die Versorgung Europas mit pflanzlichen Proteinen und werden so unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht. Denn die Nutzung von Agrarrohstoffen für die Bioethanolproduktion darf nicht zu Lasten der Nahrungsmittelversorgung erfolgen. CropEnergies verwertet die eingesetzten Rohstoffe vollständig und füllt gleichzeitig Teller, Tank und Trog. Unsere Ziele erreichen wir durch operative Exzellenz und Innovationen. Dabei stützen wir uns auf unsere Kernkompetenzen - die großtechnische Verarbeitung von Agrarrohstoffen zu hochwertigen Produkten und ihre Vermarktung. Wir verfügen über ein umfangreiches Wissen über die gesamte Wertschöpfungskette der Bioethanolproduktion - vom Pflanzenanbau über die Produktion bis hin zu Transport, Vermarktung und Verbraucherberatung. Mit unseren innovativen Produktionsanlagen setzen wir Maßstäbe in puncto Technologie, Effizienz, Flexibilität und Treibhausgaseinsparungen und differenzieren uns vom Wettbewerb. Ein optimiertes Beschaffungsmanagement und ein in Europa einzigartiges Logistiknetzwerk stellen sicher, dass wir nicht nur Technologie-, sondern auch Kostenführer in Europa sind. Unsere Erfahrungen bei Vermarktung und Logistik machen uns darüber hinaus zu einem verlässlichen Partner. Mit Innovationen verschaffen wir uns in den bestehenden Geschäftsfeldern einen Wettbewerbsvorteil, erschließen neue Märkte und tragen dazu bei, Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln. Entscheidend für den Erfolg unseres Unternehmens sind die Kenntnisse, Erfahrungen, sozialen Kompetenzen, Zufriedenheit und das Engagement unserer Mitarbeiter. Kontinuierliche Weiterbildung und Mitarbeiterförderung stehen deshalb immer im Mittelpunkt. Wir legen großen Wert auf unsere transparente Berichterstattung und die offene Kommunikation mit allen Kapitalmarktteilnehmern. Der Kontakt zu Anlegern und Kapitalmärkten ist auch für die Finanzierung weiteren Wachstums wichtig. Wachstumschancen wollen wir konsequent nutzen. Bei der Weiterentwicklung des Unternehmens berücksichtigen wir neben den jeweiligen Rahmenbedingungen auch immer unsere Kernkompetenzen. Aufgrund unserer Flexibilität begreifen wir strukturelle Veränderungen als Chance für die Entwicklung des Unternehmens. Die steigende Nachfrage nach Energie und Nahrungsmitteln erfordert eine effiziente Nutzung der vorhandenen Agrarrohstoffe. Dies eröffnet CropEnergies weitere Möglichkeiten, neue attraktive Geschäftsfelder zu erschließen und weiter profitabel zu wachsen. Wir wirtschaften nachhaltig für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung und eine lebenswerte Zukunft. UnternehmensprofilCropEnergies AG Mannheim (Deutschland)
Flüssiges Kohlendioxid in Lebensmittelqualität, u. a. für die Getränkeherstellung ProtiWanze® Flüssiges Eiweißfuttermittel für Rinder und Schweine ProtiGrain® Getrocknetes, pelletiertes Eiweißfuttermittel für Rinder, Schweine und Geflügel ProduktionsstandorteZeitz, DeutschlandKapazität (pro Jahr) 360.000 m3 Bioethanol 260.000 t ProtiGrain® (DDGS) 100.000 t verflüssigtes Kohlendioxid Rohstoffe Getreide und Zuckersirupe Wanze, BelgienKapazität (pro Jahr) bis zu 300.000 m3 Bioethanol rund 55.000 t Weizengluten mehr als 200.000 t ProtiWanze® Rohstoffe Weizen und Zuckersirupe Loon-Plage, FrankreichKapazität (pro Jahr) 100.000 m3 Bioethanol für Kraftstoffanwendungen 80.000 m3 Bioethanol für traditionelle und technische Anwendungen Rohstoffe Rohalkohol Gluten Hochwertiges Eiweiß für die Backwarenherstellung und als spezielles Futtermittel Bioethanol als Kraftstoff und für traditionelle und technische Anwendungen ProdukteCropEnergies produziert hochwertige Produkte für Teller, Tank und Trog. Neben Bioethanol, das überwiegend Benzin ersetzt, werden aus den Rohstoffen bei der Herstellung von Bioethanol auch wertvolle Lebens- und Futtermittel gewonnen. AUFSICHTSRAT UND VORSTANDAufsichtsratDr. Theo SpettmannVorsitzender Ludwigshafen Ehem. Vorstandssprecher der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt Prof. Dr. Markwart KunzStellvertretender Vorsitzender Worms Mitglied des Vorstands der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt Dr. Hans-Jörg GebhardEppingen Vorsitzender des Verbands SüddeutscherZuckerrübenanbauer e. V. Thomas KölblSpeyer Mitglied des Vorstands der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt Franz-Josef MöllenbergRellingen Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Norbert SchindlerBobenheim am Berg Mitglied des Deutschen Bundestags VorstandDr. Lutz GuderjahnChief Operating Officer (COO) Offstein Produktion, Beschaffung, Vertrieb, Marketing, Public Affairs, Öffentlichkeitsarbeit, Business Development und Personal Joachim LutzChief Financial Officer (CFO) Mannheim Finanzen, Rechnungswesen, Investor Relations, Controlling, Risikomanagement, Compliance und Verwaltung Weniger Treibhausgase durch effiziente und ausgelastete Bioethanolanlagen: Bioethanol von CropEnergies spart nachweislich vom Anbau der Rohstoffe bis zur Nutzung als Kraftstoff bis zu 70 Prozent der Treibhausgase im Vergleich zu fossilem Kraftstoff ein. Mit unserer technologischen Expertise haben wir effiziente Anlagen gebaut, die auch in schwierigen Marktphasen mit hoher Auslastung betrieben werden können. So stellen wir sicher, dass wir dem Nachhaltigkeitsgedanken tatsächlich gerecht werden. Denn nur wer produziert, spart auch tatsächlich Treibhausgase ein. Bioethanolherstellung![]() VORWORT DES VORSTANDSSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, CropEnergies blickt auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Geschäftsjahr 2011/12 zurück. Unter schwierigen Rahmenbedingungen haben wir Spitzenwerte bei Umsatz und operativem Ergebnis erzielt und gleichzeitig die Internationalisierung unseres Unternehmens vorangetrieben. Damit hat das CropEnergies-Team auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Erfolgsgeschichte der Unternehmensgruppe fortgeschrieben. Prägend für die europäischen Bioethanolmärkte im Geschäftsjahr 2011/12 war der schwierige Start von E10 in Deutschland. Eine unzureichende Aufklärung der Autofahrer durch die politischen Entscheidungsträger und die beteiligten Industrien, gezielte Falschinformationen interessierter Lobbyverbände und nicht zuletzt eine teilweise kampagnenartige Berichterstattung der Medien verunsicherten die Autofahrer und schadeten dem Image von Bioethanol. Kritiker sahen bereits das Ende von Bioethanol als Kraftstoff gekommen. Mittlerweile hat sich die Lage beruhigt. E10 ist in Deutschland flächendeckend eingeführt und hat sich mit einem Marktanteil von rund 12 % als zweitwichtigster Kraftstoff im deutschen Ottokraftstoffmarkt etabliert. Zwar sind viele Autofahrer noch skeptisch. Aber wir sind zuversichtlich, dass sich immer mehr Kunden für E10 entscheiden werden. Erstens sind die Zweifel an der Motorenverträglichkeit von E10 unbegründet. Zweitens konnte in unabhängigen Prüfstandtests nachgewiesen werden, dass E10 die Motorleistung steigert, ohne den Verbrauch nennenswert zu erhöhen. Drittens ist E10 der günstigste Standardkraftstoff für Ottomotoren in Deutschland. Wir erwarten, dass dies auch so bleiben wird, da sich die Wettbewerbsfähigkeit von Bioethanol gegenüber Benzin im Zuge des dynamischen Ölpreisanstiegs deutlich verbessert hat. Wir rechnen daher mit einem weiteren Anstieg des Marktanteils von E10. im Verlauf des Geschäftsjahrs belasteten die sprunghaft gestiegenen Bioethanoleinfuhren aus den USA zunehmend die Bioethanolpreise in Europa. Ursache dieses Anstiegs war nicht eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Bioethanolhersteller, sondern staatliche Maßnahmen, mit denen die Nutzung von Bioethanol als Kraftstoff in den USA gefördert werden sollte. Die europäische Bioethanolindustrie hat umgehend auf diese Wettbewerbsverzerrungen reagiert und ein entsprechendes Prüfverfahren bei der EU-Kommission beantragt. Da dieses Verfahren jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, muss insbesondere in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2012/13 noch mit weiteren Importen aus den USA gerechnet werden. Die Preise für Agrarrohstoffe bewegten sich weiter auf einem hohen Niveau. So gaben die Getreidepreise trotz einer Rekordernte nur wenig nach. Vor allem Spekulationen über witterungsbedingte Ernteeinbußen in wichtigen Getreideanbaugebieten führten dazu, dass die Getreidepreise meist über 200 €/t lagen. Die Preisentwicklungen auf den Bioethanol- und Rohstoffmärkten waren für viele europäische Bioethanolhersteller schwierig. Einige Wettbewerber drosselten die Produktion oder stellten sie vorübergehend sogar ein. CropEnergies hingegen konnte aufgrund des überlegenen Geschäftsmodells trotz des schwierigen Umfelds weiter profitabel wachsen. Wir verfügen über effiziente und moderne Produktionsanlagen, ein in Europa einzigartiges Logistiknetzwerk und vor allem ein herausragendes Know-how auf allen Wertschöpfungsstufen. Dank unseres tiefen Verständnisses der Rohstoff- und Absatzmärkte haben wir frühzeitig die Markttrends antizipiert und die erforderlichen Maßnahmen ergriffen. Das Resultat sind Rekordwerte bei Produktion, Umsatz und Ergebnis. Der Konzernumsatz wuchs um 21 % auf 572 Mio. €. Dabei ist es gelungen, das operative Ergebnis trotz höherer Rohstoffkosten um 15 % auf 53 Mio. € ebenfalls wieder deutlich zu steigern. Diese erfreuliche Entwicklung beruht maßgeblich auf höheren Preisen für Bioethanol. Aber auch unsere eiweißhaltigen Lebens- und Futtermittel haben zu dem Ergebnisanstieg beigetragen. Denn es ist uns gelungen, den Absatz auszuweiten und höhere Erlöse zu erzielen. Unser Konzept, die Kuppelprodukte aus der Bioethanolherstellung zu wertvollen Lebens- und Futtermitteln zu veredeln, hat seine Überlegenheit unter Beweis gestellt. Zudem werden wir damit unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht, Teller, Tank und Trog zu füllen. Am Ertragswachstum von CropEnergies möchten wir Sie, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, beteiligen. Deshalb werden wir der Hauptversammlung am 17. Juli 2012 eine Erhöhung der Dividende um 0,03 auf 0,18 € je Aktie vorschlagen. im Geschäftsjahr 2011/12 haben wir aber auch Fortschritte bei der Umsetzung unserer langfristig angelegten Strategie des wertorientierten Wachstums erzielt. Dabei verfolgen wir drei Ansätze, um weiter profitabel zu wachsen: Die Optimierung unserer Produktionsanlagen, den Ausbau der Handelsaktivitäten und die Erhöhung der Produktionskapazität. Unsere bestehenden Produktionsanlagen haben wir im Geschäftsjahr 2011/12 weiter optimiert und damit die erreichte Technologie- und Kostenführerschaft in Europa ausgebaut. Durch gezielte Maßnahmen ist es gelungen, nicht nur die Ertragskraft zu steigern, sondern auch die Treibhausgasbilanz des erzeugten Bioethanols zu verbessern. in Wanze haben wir Leistungsengpässe beseitigt und die Auslastung der Anlage weiter erhöht. in Zeitz hat die CO2 -Verflüssigungsanlage den Regelbetrieb aufgenommen. Darüber hinaus sind wir bei der Entwicklung zukunftsträchtiger Produktionskonzepte weiter vorangekommen. Einen wichtigen Meilenstein haben wir beim Ausbau unserer Handelsaktivitäten gesetzt. Mit der Eröffnung einer Handelsniederlassung in Houston, USA, erweitert CropEnergies in Zukunft das Wirkungsfeld. Durch eine lokale Präsenz in den wichtigsten Ethanolmärkten - in Brasilien sind wir seit 2009 vertreten - stärken wir nicht nur unsere Marktposition. Ebenso wichtig ist es, dass wir unmittelbar Informationen über die Entwicklungen auf diesen Märkten erhalten und deren Auswirkungen auf den europäischen Bioethanolmarkt besser abschätzen können. Diesen Weg werden wir auch im Geschäftsjahr 2012/13 weiter beschreiten und den Markteintritt in andere Regionen prüfen. im Geschäftsjahr 2011/12 haben wir durch den Abbau der Nettofinanzschulden den finanziellen Spielraum für die strategische Entwicklung der CropEnergies-Gruppe erhöht. Die Prüfung geeigneter Standorte für neue Produktionsanlagen haben wir fortgesetzt. Unser Fokus liegt dabei weiter auf Europa, wo wir in Zukunft ein großes Nachfragewachstum erwarten. Voraussetzung für Investitionen sind jedoch verlässliche Rahmenbedingungen. Deshalb benötigen wir Klarheit über die zukünftigen Nachhaltigkeitsanforderungen für Biokraftstoffe und ein Umfeld, in dem der Wettbewerb nicht - wie im Fall der Bioethanolimporte aus den USA - durch staatliche Maßnahmen verzerrt wird. CropEnergies ist mit einer besseren Auslastung, einer höheren Bioethanolproduktion sowie steigenden Umsätzen gut in das Geschäftsjahr 2012/13 gestartet. insbesondere in den ersten Monaten des Geschäftsjahrs wird das Erlösniveau von Bioethanol aber noch durch die subventionierten Bioethanolimporte aus den USA beeinträchtigt werden. im weiteren Jahresverlauf 2012 erwarten wir dann einen Anstieg der Bioethanolpreise und gehen daher für das Geschäftsjahr 2012/13 von einem Umsatzwachstum auf mehr als 600 Mio. € aus. Nach einem verhaltenen Start soll sich das operative Ergebnis wieder auf mehr als 50 Mio. € belaufen und damit an das Rekordniveau des Geschäftsjahrs 2011/12 anknüpfen. Ein besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die wieder Höchstleistungen erbrachten. Mit ihrem Engagement und Sachverstand haben sie maßgeblich zum hervorragenden Unternehmensergebnis im Geschäftsjahr 2011/12 beigetragen. Darüber hinaus haben sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Überzeugungskraft und Leidenschaft insbesondere während der Markteinführung von E10 auch im privaten Umfeld für CropEnergies eingesetzt. Diese Verbundenheit zum Unternehmen lässt uns zuversichtlich auf die Herausforderungen in der Zukunft blicken. Viele von ihnen, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, begleiten uns seit unserem Börsengang, dessen fünften Jahrestag wir im vergangenen Geschäftsjahr begehen konnten. in dieser Zeit haben Sie mitverfolgen können, wie sich CropEnergies von einem nationalen Bioethanolhersteller zu einer ertragsstarken europäischen Unternehmensgruppe entwickelt hat. Unser Anspruch ist es, dieser Erfolgsgeschichte weitere Kapitel hinzuzufügen. in Zukunft werden wir den Nachhaltigkeitsgedanken noch stärker in unser Geschäft integrieren, ohne dabei die ökonomischen Aspekte aus den Augen zu verlieren. Denn die tatsächlichen Treibhausgaseinsparungen, die mit Bioethanol erzielt werden können, hängen nicht nur von dem spezifischen Treibhausgaseinsparpotenzial einer Produktionsanlage ab, sondern auch von deren Auslastungsgrad. Nur kostenoptimierte Konzepte stellen auch in schwierigen Marktphasen sicher, dass Bioethanol erzeugt wird und damit tatsächlich Treibhausgase eingespart werden. Unser Ziel, die Mobilität im Straßenverkehr mit einem erneuerbaren Kraftstoff nachhaltig und kostengünstig zu erhalten, spiegelt sich auch in unserem neuen Unternehmensauftritt "mobility - sustainable. renewable." wider. Unser nachhaltig produziertes Bioethanol aus nachwachsenden Rohstoffen sichert ihr Fortkommen - heute und in Zukunft. CropEnergies ist heute gut aufgestellt und darauf vorbereitet, die nächsten Schritte zu gehen. Wir freuen uns, wenn Sie uns dabei unterstützen und bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen.
Mit freundlichen Grüßen Dr. Lutz Guderjahn, Chief Operating Officer (COO) Joachim Lutz, Chief Financial Officer (CFO) BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, im Geschäftsjahr 2011/12 hat CropEnergies in einem schwierigen Marktumfeld Stärke bewiesen und sich erfolgreich weiterentwickelt. Der schwierige Start von E10 in Deutschland und die sprunghafte Zunahme subventionierter Importe aus den USA belasteten die europäischen Bioethanolpreise und erforderten in Verbindung mit hohen Rohstoffkosten ein besonnenes und vorausschauendes Handeln. Die erzielten Rekorde bei Umsatz und operativem Ergebnis zeigen, dass die Weichenstellungen der vergangenen Jahre CropEnergies robust gemacht haben. Darüber hinaus hat CropEnergies im Geschäftsjahr 2011/12 die Internationalisierung weiter vorangetrieben und die Unternehmensgruppe auf ein breiteres Fundament gestellt. Mit einem Umsatzwachstum um 21 % auf 572 Mio. € und einer erneut deutlichen Steigerung des operativen Ergebnisses um 15 % auf 53 Mio. € hat CropEnergies wieder einmal Maßstäbe im Sektor der erneuerbaren Energien gesetzt. Diese erfreuliche Entwicklung ermöglicht es CropEnergies, den Aktionären die Erhöhung der Dividende auf 0,18 (0,15) € je Aktie vorzuschlagen und gleichzeitig die Nettofinanzschulden weiter zu reduzieren. insbesondere in Zeiten großer Unsicherheiten an den internationalen Kapitalmärkten bilden ein geringer Verschuldungsgrad und ein nachhaltig hoher Cashflow die Grundlage für zukünftiges Wachstum. Der Aufsichtsrat hat sich auch im Berichtsjahr intensiv mit der wirtschaftlichen Entwicklung, der finanziellen Lage und den unternehmerischen Perspektiven der CropEnergies-Gruppe befasst. Die vertrauensvolle und zielorientierte Zusammenarbeit mit dem Vorstand hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2011/12 fortgesetzt. Dabei ist der Aufsichtsrat seinen nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu überwachen und beratend zu begleiten, nachgekommen. Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und VorstandBei allen die CropEnergies-Gruppe betreffenden Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und wurde zeitnah, umfassend und kontinuierlich über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die Lage und die Entwicklung der Unternehmensgruppe einschließlich der Risikolage sowie über das Risikomanagement unterrichtet. Der Vorstand stimmte die strategische Ausrichtung von CropEnergies mit dem Aufsichtsrat ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorfälle wurden auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat stand über die Aufsichtsratssitzungen hinaus mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und informierte sich über wesentliche Geschäftsvorgänge und die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage. Dabei berichtete der Vorstand auch über die Unternehmenspolitik, die Rentabilität, das Risikomanagement sowie die Unternehmens-, Finanz-, Investitions-, Forschungs- und Personalplanung, jeweils bezogen auf die CropEnergies AG und die CropEnergies-Gruppe. Aufsichtsratssitzungen und BeschlussfassungenDer Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2011/12 in vier ordentlichen Sitzungen. im Mittelpunkt der Sitzungen standen die Entwicklungen auf den Rohstoff- und Absatzmärkten, die Absicherung von Marktpreisrisiken, die politischen Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe, der Fortgang der Produktion und der Investitionen sowie die aktuelle Ergebnislage. Allen Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung zugestimmt. Gegenstand der Bilanzsitzung am 11. Mai 2011 war die Prüfung und Billigung der vom Abschlussprüfer mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschlüsse und Lageberichte 2010/11 der CropEnergies AG und des Konzerns. Der Abschlussprüfer berichtete über Schwerpunkte und die Ergebnisse der Prüfung, die sich auch auf das interne Kontrollsystem bezogen. Nach eingehender Diskussion stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest und billigte den Konzernabschluss. Er behandelte in dieser Sitzung auch die Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung 2011 und beschloss die kurz- und mittelfristige Investitionsplanung sowie ein Beteiligungsvorhaben. In der Aufsichtsratssitzung am 19. Juli 2011 stand die Mittelfristplanung im Vordergrund. in der Sitzung am 14. November 2011 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr. Turnusgemäß bildete die Behandlung von Corporate Governance-Angelegenheiten den Schwerpunkt. Nach der Durchführung der Effizienzprüfung seiner Tätigkeit beschloss der Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung 2011 sowie ein weiteres Beteiligungsvorhaben. in der Sitzung am 13. Januar 2012 wurde die Ergebnishochrechnung des laufenden Geschäftsjahrs 2011/12 präsentiert sowie das Vorziehen von Sachanlageinvestitionen aus dem Budgetjahr 2013/14 verabschiedet. Der Aufsichtsrat befasste sich zudem mit der ab Beendigung der Hauptversammlung 2012 wirksamen Bestellung von Herrn Dr. Lutz Guderjahn zum ordentlichen Vorstandsmitglied der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt. An allen Sitzungen haben mit Ausnahme von Herrn Dr. Spettmann, der krankheitsbedingt an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilnehmen konnte, alle Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands persönlich teilgenommen. Soweit der Aufsichtsratsvorsitzende an der Warnehmung seiner Aufgaben gehindert war, wurden diese durch den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden wahrgenommen. Ausschüsse des AufsichtsratsDer Prüfungsausschuss, dem die Aufsichtsratsmitglieder Thomas Kölbl (Vorsitzender), Prof. Dr. Markwart Kunz und Dr. Theo Spettmann angehören, tagte im Geschäftsjahr 2011/12 fünf Mal. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) folgend, ist der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats. in seiner Sitzung am 6. Mai 2011 befasste sich der Prüfungsausschuss in Gegenwart des Abschlussprüfers intensiv mit dem Jahresabschluss der CropEnergies AG und mit dem Konzernabschluss. Er bereitete die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor, in der dieser - nach Berichterstattung durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses - den Empfehlungen des Prüfungsausschusses folgte. Weiter gab der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers. Zuvor war dessen Unabhängigkeit geprüft worden. in der Sitzung am 19. Juli 2011 wurde der Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer erteilt und die Schwerpunkte für die Abschlussprüfung 2011/12 festgelegt. Am 4. Oktober 2011 befasste sich der Prüfungsausschuss neben der Erörterung des Halbjahresberichts, wie vom Aufsichtsrat beauftragt, mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Die Sitzungen am 5. Juli 2011 sowie am 9. Januar 2012 waren der Erörterung von Quartalsberichten vorbehalten. Der Nominierungsausschuss, dem die Aufsichtsratsmitglieder Thomas Kölbl (Vorsitzender), Prof. Dr. Markwart Kunz und Dr. Theo Spettmann angehören, hatte im Geschäftsjahr 2011/12 keinen Anlass, zusammenzutreten. An allen Ausschusssitzungen haben mit Ausnahme von Herrn Dr. Spettmann, der krankheitsbedingt an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilnehmen konnte, alle Mitglieder persönlich teilgenommen. Über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschusssitzungen berichtete deren Vorsitzender jeweils in der nachfolgenden Aufsichtsratssitzung. Effizienzprüfung des Aufsichtsrats I Der Empfehlung gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, hat der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Dies geschieht alljährlich mittels eines Fragebogens ohne externe Unterstützung. Der Fragebogen wird jeweils an die Kodex-Änderungen angepasst. Die Auswertung der Fragebögen, die Erörterung der Ergebnisse und die Diskussion von Verbesserungsvorschlägen erfolgten in der Sitzung am 14. November 2011. Ziel ist die stetige Verbesserung der Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse. Corporate GovernanceEine ausführliche Darstellung der Corporate Governance bei CropEnergies einschließlich des Wortlauts der Diversity-Ziele des Aufsichtsrats für seine zukünftige Zusammensetzung und der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung 2011 ist der Erklärung zur Unternehmensführung/Corporate Governance-Bericht im Geschäftsbericht ab den Seiten 41 zu entnehmen. Zudem stehen alle relevanten Informationen auf der CropEnergies-Website www.cropenergies.com unter der Rubrik Investor Relations zur Verfügung. Der Vorstand ist seinen aus Gesetz und Geschäftsordnung resultierenden Pflichten zur Information des Aufsichtsrats vollständig und zeitgerecht nachgekommen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung und von der Leistungsfähigkeit der Organisation der Gesellschaft überzeugt und diese Themen im Gespräch mit dem Abschlussprüfer ausgiebig erörtert. Gleiches gilt auch hinsichtlich der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der CropEnergies-Gruppe. Dem Aufsichtsrat ist im Berichtszeitraum von keinem seiner Mitglieder ein Interessenskonflikt - insbesondere keiner, der aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnte - mitgeteilt worden. JahresabschlussDie von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats gewählte PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der CropEnergies AG für das Geschäftsjahr 2011/12, den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und -lagebericht 2011/12 geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat; er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 3. Mai 2012 und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 7. Mai 2012 teil und berichtete ausführlich über Verlauf und Ergebnis seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Abschlussprüfers nach eingehender Diskussion zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und das Ergebnis seiner eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hat keine Einwände gegen die vorgelegten Abschlüsse erhoben. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der CropEnergies AG und den Konzernabschluss der CropEnergies-Gruppe in seiner Sitzung vom 7. Mai 2012. Der Jahresabschluss der CropEnergies AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns der CropEnergies AG mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,18 € je Aktie schloss sich der Aufsichtsrat an. Related PartiesDer Vorstand hat im Hinblick auf die Mitteilung der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), dass dieser mittel- und unmittelbar einschließlich der durch die Südzucker AG gehaltenen 71 % Aktien insgesamt 78 % der Stimmrechte zuzurechnen sind, einen Bericht nach § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war und keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. Das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers nahm der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung - an der Beratung nahm auch der Abschlussprüfer teil - hat der Aufsichtsrat keine Einwände gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts erhoben.
Mannheim, 7. Mai 2012 Für den Aufsichtsrat Prof. Dr. Markwart Kunz, Stellvertretender Vorsitzender AKTIE UND KAPITALMARKTKapitalmarktumfeldZu Beginn des Jahres 2011 setzte der deutsche Aktienmarkt zunächst die positive Entwicklung des Jahres 2010 fort. Ende März erschütterten der verheerende Tsunami und das Reaktorunglück in Japan die internationalen Kapitalmärkte. Die anschließende Kurserholung, in der der DAX® zeitweise auf mehr als 7.500 Punkte stieg, war jedoch nur von kurzer Dauer. Die Schuldenkrise einiger Staaten des Euro-Raums sowie der USA belastete die Kapitalmärkte. im August 2011 kam es deshalb an den internationalen Finanzmärkten zu einem der schwersten Kurseinbrüche seit mehr als 20 Jahren. Der weitere Verlauf des Jahres 2011 war von großer Unsicherheit der Anleger und volatilen Aktienkursen geprägt. insbesondere in Deutschland vermochten vielfach auch hervorragende Unternehmensergebnisse nicht, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Erst Anfang 2012 führten positivere Konjunkturdaten aus den USA zu einer Erholung auf den internationalen Kapitalmärkten. Der Deutsche Aktienindex DAX® fiel im Berichtszeitraum (1. März 2011 bis 29. Februar 2012) um 5,7 % auf 6.856 Punkte. Der MDAX® notierte dagegen mit einem Anstieg von 1,3 % in etwa auf Vorjahresniveau, während sich der TecDAX® um 14,4 % verschlechterte. Der amerikanische Dow-Jones-Index erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 5,9 % auf 12.952 Punkte. Kursverlauf der CropEnergies-AktieDie CropEnergies-Aktie startete am 1. März 2011 mit einem Höchststand von 6,59 € in das Geschäftsjahr 2011/12. Nur wenige Tage später verringerte sich der Aktienkurs zusammen mit anderen Titeln der Branche infolge widersprüchlicher und vielfach fehlerhafter Meldungen über den neuen Kraftstoff E10 in Deutschland. in den Folgemonaten blieb der Börsenkurs von CropEnergies trotz wiederholter Richtigstellungen und zahlreicher Aufklärungsmaßnahmen zu den Vorteilen von E10 zunächst weiterhin volatil. Positive Geschäftszahlen des Unternehmens zum 1. Quartal sowie die aufgrund der erfolgreichen Geschäftsentwicklung verdreifachte Dividende gaben der Aktie im Juli jedoch wieder Auftrieb. in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs notierte die CropEnergies-Aktie relativ stabil in einem Korridor zwischen 4,80 € und 5,30 €. Das Geschäftsjahr 2011/12 schloss die CropEnergies-Aktie am 29. Februar 2012 mit 5,30 €. Die CropEnergies-Aktie schnitt mit einem Kursrückgang um -12 % (unter Berücksichtigung der Dividende von 0,15 € je Aktie) jedoch erneut deutlich besser ab als der Vergleichsindex DAXsubsector Renewable Energies der Deutschen Börse, der sich im gleichen Zeitraum nahezu halbierte. Kursverlauf der CropEnergies-Aktie seit dem Börsengang am 29. September 2006 bis zum 29. Februar 2012 (Schlusskurse XETRA®)![]() Neuaufnahme in den RENIXX® (Renewable Energy Industrial Index) WorldDer vergleichsweise gute Kursverlauf der Aktie führte dazu, dass CropEnergies zum 1. Januar 2012 in den Aktienindex RENIXX® World aufgenommen wurde. Dieser globale Index enthält die 30 Unternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung der Bereiche Windenergie, Solarenergie, Bioenergie, Geoenergie, Wasserkraft und Brennstoffzellentechnik. Der RENIXX® World wurde vom internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in den Jahren 2005 und 2006 konzipiert und ist der erste globale Aktienindex, der die Performance von Unternehmen aus dem Sektor "erneuerbare Energien" abbildet. Börsennotierung und AktionärsstrukturDie Aktie der CropEnergies AG (ISIN DE000A0LAUP1) ist im Regulierten Markt (Prime Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Darüber hinaus wird das Papier auch im Computerhandel XETRA® sowie im Freiverkehr in Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, München und Berlin gehandelt. Unverändert werden 71 % der CropEnergies-Aktien von der Südzucker AG und 7 % der Aktien von der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) gehalten. Weitere Stimmrechtsmeldungen gab es nicht. Zur Hauptversammlung 2011 hatte CropEnergies rund 15.000 vornehmlich private Depotinhaber. Hauptversammlung 2011Bei der ordentlichen Hauptversammlung am 19. Juli 2011 im Kongresszentrum Rosengarten in Mannheim waren rund 850 Teilnehmer, und damit mehr als im Vorjahr, anwesend. Die Aktionäre vertraten 83 % des Kapitals. Das besondere Interesse der Aktionäre galt der guten Geschäftsentwicklung von CropEnergies, der Einführung von E10 in Deutschland und dem Aufbau einer Handelsniederlassung in den USA. Nach der Erörterung der Tagesordnungspunkte beschloss die Hauptversammlung die vorgeschlagene Verdreifachung der Dividende in Höhe von 0,15 € je Aktie. Dies führte zu einer Ausschüttungssumme von 12,8 Mio. €. Alle Beschlussvorschläge der Verwaltung, einschließlich der Schaffung eines genehmigten sowie eines bedingten Kapitals, wurden mit einer Mehrheit von jeweils über 98 % angenommen. Kursverlauf der CropEnergies-Aktie gegenüber dem DAXsubsector Renewable Energies Performance-Index vom 1. März 2011 bis zum 29. Februar 2012![]() Dividendenvorschlag 2012Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 17. Juli 2012 eine Erhöhung der Dividende um 0,03 € auf 0,18 € je Aktie vor. Dies entspricht bei unverändert 85,0 Mio. Stückaktien einer Ausschüttungssumme von 15,3 (12,8) Mio. €. Marktkapitalisierung und Börsenumsatz Zum Bilanzstichtag am 29. Februar 2012 belief sich der Börsenwert aller CropEnergies-Aktien auf 450 Mio. €. Der Aktienumsatz stieg an allen deutschen Börsenplätzen im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht an und erreichte ein Volumen von 17 (16) Mio. CropEnergies-Aktien. Der durchschnittliche Tagesumsatz nahm auf rund 65 (64) Tsd. Aktien zu.*
*
Quelle: Deutsche Börse Stock Report Investor RelationsCropEnergies bietet allen Interessenten zeitnahe und transparente Informationen sowie einen kontinuierlichen Dialog zur wirtschaftlichen Entwicklung. Herzstück des jederzeit abrufbaren Informationsangebots ist die Website, auf der unter anderem die Finanzberichte, Pressemitteilungen, der Finanzkalender und die jeweils aktuelle Kapitalmarktpräsentation bereitstehen. Des Weiteren ist auf der Website ein Bioethanol-Report verfügbar, der alle wesentlichen Fakten zum erneuerbaren und klimaschonenden Kraftstoff Bioethanol enthält. Interessierte Anleger erhalten diese Informationen auf Wunsch auch per E-Mail oder per Post. Darüber hinaus informierte CropEnergies in Form von Interviews und Fachbeiträgen sowie durch die Teilnahme an Vorträgen, Diskussionen und Konferenzen. Über die Quartalsergebnisse wurde in Telefonkonferenzen regelmäßig berichtet. Für einen telefonischen Informationsaustausch steht die Investor-Relations-Abteilung zur Verfügung. CropEnergies hat die Investor-Relations-Aktivitäten im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich fortgesetzt. Dabei erhöhten sich die Zugriffe auf die Investor-Relations-Website erheblich. Neben den Kontakten zu Privatanlegern präsentierte sich das Unternehmen im Rahmen der regelmäßigen Analysten- und Kapitalmarktkonferenzen erneut in wichtigen Finanzzentren. So wurden in Frankfurt, New York, Zürich, München und Stuttgart einem größeren Publikum der Geschäftsverlauf und die Unternehmensstrategie erläutert. Zahlreiche Roadshows im In- und Ausland sowie Investorenbesuche in Mannheim ergänzten die Investor-Relations-Arbeit. Stammdatenscroll
Kennzahlen der Aktiescroll
Quelle: Deutsche Börse AG, XETRA® Daten Von Deutschland in die Welt: Mit einer Produktionsanlage in Deutschland ist CropEnergies gestartet. Seitdem haben wir stetig expandiert. Heute betreiben wir zusätzlich Bioethanolanlagen in Belgien und Frankreich und haben Handelsniederlassungen in den USA und Brasilien. CropEnergies spielt auf dem globalen Bioethanolmarkt schon heute eine wichtige Rolle. Weitere Projekte werden bereits geprüft. Mit unserer internationalen Präsenz sind wir hervorragend positioniert, um vom weltweit wachsenden Markt für nachhaltig erzeugtes Bioethanol zu profitieren. KonzernlageberichtBERICHT ZUR GESCHÄFTSTÄTIGKEITEntwicklungen auf dem Weltmarkt für BioethanolEthanolproduktionIm Jahr 2011 ging die weltweite Erzeugung von Bioethanol im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 % auf 102,3 (103,9) Mio. m3 zurück. Damit reduzierte sich nach mehr als zehn Jahren kontinuierlichen Wachstums die weltweite Bioethanolproduktion erstmals. Die Ursache hierfür war ein deutlicher Rückgang der Produktionsmenge in Brasilien infolge einer geringeren Zuckerrohrernte und anhaltend hoher Zuckerpreise. Wie in den vergangenen Jahren wurde das Bioethanol überwiegend für Anwendungen im Kraftstoffbereich hergestellt. insgesamt entfielen 83,5 (85,2) Mio. m3 Bioethanol und damit 82 (82) % der Gesamtproduktion auf den Kraftstoffsektor. Erste Schätzungen für das Jahr 2012 gehen davon aus, dass die weltweite Bioethanolerzeugung wieder auf ihren Wachstumspfad zurückkehren wird. Marktbeobachter rechnen mit einem Produktionsanstieg auf 107,3 Mio. m3 . Der größte Zuwachs wird dabei in Brasilien erwartet. Allerdings soll die Produktion mit 24,8 Mio. m3 weiterhin deutlich unter dem Niveau der Jahre 2008 bis 2010 zurückbleiben. Die USA haben ihre Rolle als weltweit größter Produzent von Bioethanol durch eine Ausweitung der Produktion um 3,8 % auf 53,5 (51,5) Mio. m3 weiter ausgebaut. Mit einem Anstieg der Bioethanolexporte um 128 % auf 5,0 (2,2) Mio. m3 haben sie auch die führende Rolle im internationalen Handel mit Bioethanol eingenommen. in Brasilien sank die Produktion im Jahr 2011 dagegen um 19,4 % auf 22,6 (28,0) Mio. m3 Bioethanol. Nachdem Brasilien in den vergangenen Jahren große Mengen an Bioethanol exportierte, mussten im Jahr 2011 zur Deckung des anhaltend hohen Inlandsbedarfs 1,1 (0,1) Mio. m3 Bioethanol vorwiegend aus den USA eingeführt werden. In der EU wuchs die Ethanolproduktion um 2,3 % auf 6,5 (6,4) Mio. m3 . Dem weltweiten Trend folgend, basierte dieser Anstieg auf dem zunehmenden Einsatz von Bioethanol als Kraftstoff, für den 4,4 Mio. m3 bzw. 67,8 % der Bioethanolerzeugung in der EU bestimmt waren. Der Zuwachs resultierte vor allem aus einer höheren Kapazitätsauslastung in Belgien und in den Niederlanden. Für das Jahr 2012 erwarten Marktbeobachter in der EU eine Gesamtproduktion von rund 7,2 Mio. m3 Bioethanol. Aufgrund gestiegener Beimischungsquoten erhöhte sich der Bedarf an Kraftstoffethanol in der EU im Jahr 2011 auf 5,6 (5,4) Mio. m3 . Deutschland ist mit einem Anstieg des Bioethanolverbrauchs im Jahr 2011 um 6 % auf 1,6 Mio. m3 weiterhin der größte Markt für Bioethanol in der EU. Rund 86 % bzw. 1,3 Mio. m3 des verbrauchten Bioethanols wurden dabei dem Benzin direkt beigemischt. Auf die Herstellung des Oktanzahlverbesserers ETBE entfielen im gleichen Zeitraum 205 Tsd. m3 . Der Anstieg in Höhe von 33 % ist die Folge des ungewöhnlich hohen Verbrauchs von "Super Plus"-Kraftstoff insbesondere von März bis Juni 2011. Die relativ hohen Benzinpreise förderten den Absatz des deutlich preiswerteren E85-Kraftstoffs, der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7 % stieg. EthanolpreiseIn Brasilien brachte die Zuckerrohrernte 2011/12 keine wesentliche Entspannung der inländischen Versorgungslage. Die brasilianischen Ethanolpreise reduzierten sich zwar von Anfang März 2011 bis Ende Februar 2012 von 935 US-$/m3 auf 690 US-$/m3 FOB Santos. im Zuge eines Rückgangs der Zuckerrohrernte um voraussichtlich 8,4 % auf 571,5 Mio. t, eines geringeren Zuckergehalts und anhaltend hoher Zuckerpreise bewegten sie sich damit jedoch weiterhin auf hohem Niveau. Preisdämpfend wirkte sich die Entscheidung der brasilianischen Regierung im Oktober 2011 aus, die Beimischungsquote von 25 auf 20 % zu senken. Die hohen Ethanolpreise hatten darüber hinaus zur Folge, dass die Fahrer von Flexible Fuel Vehicles (FFVs), die 2011 mit rund 2,8 Mio. Fahrzeugen 83 % der neuzugelassenen Fahrzeuge ausmachten, mehr Benzin anstelle von Ethanol tankten. An der Chicago Board of Trade (CBOT) und der Chicago Mercantile Exchange (CME) bewegten sich die Ethanolpreise während des Geschäftsjahrs 2011/12 bis Anfang Dezember 2011 in einem Intervall zwischen 2,50 und 2,90 US-$/Gallone* seitwärts. Der 1-Monats-Future reduzierte sich als Folge gesunkener Rohstoff- und Energiekosten sowie gestiegener Lagerbestände im Zuge hoher Kapazitätsauslastungen bis Ende Februar 2012 auf 2,26 US-$/Gallone. Damit notierte er deutlich unter dem Niveau von Anfang März 2011, als er zu rund 2,60 US-$/ Gallone gehandelt wurde. Da E10-Kraftstoff in den USA inzwischen nahezu flächendeckend genutzt wird, stieg die Inlandsnachfrage nach Kraftstoffethanol 2011 nur um 1,4 % auf 48,7 Mio. m3 . Obwohl die US-Umweltbehörde bereits am 21. Januar 2011 die Beimischungsmöglichkeiten erweitert und Ottokraftstoff mit einem Anteil von 15 Vol.-% Bioethanol für Fahrzeuge ab dem Baujahr 2001 freigegeben hatte, wird damit gerechnet, dass E15-Kraft-stoff erst im Verlauf des Jahres 2012 zu einem spürbaren Nachfrageanstieg nach Kraftstoffethanol in den USA führen wird.
*
1 Gallone entspricht 3,7854 Liter. In Europa folgten die Ethanolpreise den internationalen Entwicklungen. Nachdem die europäischen Bioethanolpreise zunächst aufgrund hoher Rohstoffkosten und einer zunehmenden Beimischung von Bioethanol im europäischen Kraftstoffsektor seit September 2010 nahezu kontinuierlich über 600 €/m3 FOB Rotterdam lagen, fielen sie Mitte November 2011 wieder unter diese Marke. Niedrigere Rohstoffpreise sowie ein großes Angebot an europäischer Ware und sprunghaft gestiegene Importe aus den USA führten dazu, dass sich die Preise im Berichtszeitraum von 650 €/m3 Anfang März 2011 auf rund 568 €/m3 Ende Februar 2012 reduzierten. Entwicklungen auf den Rohstoff- und FuttermittelmärktenGetreidemärkteAufgrund guter Aufwuchs- und Erntebedingungen in wichtigen Anbauregionen, insbesondere in der EU und den GUS-Staaten, geht das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) im Getreidewirtschaftsjahr 2011/12 davon aus, dass die weltweite Getreideernte den Verbrauch übersteigen wird. Nach der Schätzung vom 10. April 2012 erwartet das USDA für die Ernte 2011/12 eine Weltgetreideproduktion (ohne Reis) von 1.838 Mio. t und damit 5,0 % mehr als im Vorjahr. Den Verbrauch schätzt das USDA auf 1.835 Mio. t (+2,6 %). Angesichts eines Weltgetreidebestands von 363 Mio. t (+0,7 %) zum Ende des Getreidewirtschaftsjahrs 2011/12 ist die weltweite Versorgungslage mit Getreide weiterhin solide. Für die EU erwartet die EU-Kommission im Getreidewirtschaftsjahr 2011/12 einen Anstieg der Getreideernte um 3,4 % auf 284 Mio. t. Die Getreideerzeugung wird somit den Gesamtverbrauch in Höhe von 275 Mio. t leicht übersteigen. Fast zwei Drittel der Getreideproduktion in der EU werden zur Tierfütterung eingesetzt, auf die Herstellung von Bioethanol entfallen lediglich 3,3 % oder 9,1 Mio. t Getreide. Die hohe Verfügbarkeit von Getreide führte im Geschäftsjahr 2011/12 zu einem Rückgang des 1-Monats-Futures für Mahlweizen an der NYSE Liffe in Paris. Nachdem die Weizenpreise im März 2011 noch bei 257 €/t lagen, fielen sie Ende Februar 2012 auf 213 €/t. Gründe für dieses weiterhin hohe Getreidepreisniveau waren vor allem Spekulationen über witterungsbedingte Ernteeinbußen in Südamerika und Osteuropa sowie hohe Öl- und damit Energiepreise. Nachdem sich die weltweite Weizenernte bereits im Getreidewirtschaftsjahr 2011/12 mit 696 Mio. t auf einem Rekordniveau bewegte, erwartet der Internationale Getreiderat (international Grain Council) auch im kommenden Getreidewirtschaftsjahr 2012/13 eine sehr hohe Weizenerzeugung. Bei normalen Witterungsverhältnissen soll sich die globale Weizenernte 2012/13 auf 681 Mio. t belaufen. Dies entspricht gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt einem Anstieg von rund 2,5 %. Eine größere Weizenernte wird dabei insbesondere in Nordamerika und Russland erwartet. Bei Mais geht der internationale Getreiderat davon aus, dass sich die Versorgungslage entspannen wird. Die Produktion soll demnach um rund 4 % auf 900 Mio. t wachsen und damit den erwarteten Verbrauch von 893 (874) Mio. t um 7 Mio. t übersteigen. Nach vier Jahren rückläufiger Lagerbestände wird im Getreidewirtschaftsjahr 2012/13 wieder mit einem Anstieg der weltweiten Lagerbestände um rund 6 % auf 129 Mio. t gerechnet. Es wird erwartet, dass insbesondere in der EU, der Ukraine und in den USA die Anbauflächen ausgeweitet werden. Insgesamt geht der internationale Getreiderat davon aus, dass die Getreideernte 2012/13 um rund 2 % auf 1.876 Mio. t steigen wird. Damit wird sie leicht über dem weltweiten Getreideverbrauch von voraussichtlich 1.870 (1.841) Mio. t liegen. Die EU-Kommission erwartet in der EU für das Getreidewirtschaftsjahr 2012/13 eine überdurchschnittliche Getreideernte von rund 288 Mio. t, die den Verbrauch von rund 276 Mio. t erneut übersteigen wird. Mit einem Anteil von über 60 % entfällt der größte Teil des Getreideverbrauchs weiterhin auf die Tierfütterung. Zur Herstellung von Bioethanol werden voraussichtlich 10,3 Mio. t und damit lediglich 3,6 % der EU-Getreideernte verwendet. ZuckermärkteIm Zuckerwirtschaftsjahr 2011/12 erwarten Marktanalysten einen Anstieg der Weltzuckerproduktion um 11,5 Mio. t auf 176,9 Mio. t. Gleichzeitig wird mit einem Anstieg des weltweiten Zuckerverbrauchs um 4,5 Mio. t auf 164,9 Mio. t gerechnet. Als Folge würde sich eine Erhöhung der Bestände auf 70,5 (62,8) Mio. t Zucker ergeben; diese lägen mit 42,8 (39,1) % eines Jahresverbrauchs nach wie vor auf einem niedrigen Niveau. Die Zuckerpreise waren im zurückliegenden Geschäftsjahr durch eine hohe Volatilität gekennzeichnet. Nach einem historischen Höhepunkt im Februar 2011 von 845 US-$/t Weißzucker gaben die Notierungen zunächst stark nach, erreichten Anfang Mai 582 US-$/t Weißzucker, um im Juli auf ein neues Allzeithoch mit 876 US-$/t Weißzucker anzusteigen. Seither bewegen sich die Weltmarktpreise in einer Bandbreite zwischen 600 und 700 Us-$/t. Ende Februar 2012 lag der Weltmarktpreis für Weißzucker bei 652 Us-$/t. In der EU erwartet die EU-Kommission für die Zuckerrübenkampagne 2011/12 einen deutlichen Anstieg der Zuckerproduktion auf 18,3 (15,4) Mio. t. Bei einer stabilen Quotenzuckererzeugung stieg insbesondere die Erzeugung von Nichtquotenzucker, der u. a. für die Herstellung von Bioethanol verwendet wird, an. im Dezember 2011 wurden darüber hinaus 0,4 Mio. t Nichtquotenzucker zur Vermarktung als Lebensmittel in der EU freigegeben. FuttermittelmärkteDer 1-Monats-Future für Sojabohnen an der CBOT notierte Anfang März 2011 bei 13,70 US-$/bushel und schwächte sich bis Dezember 2011 auf rund 11 US-$/bushel ab. Bis Ende Februar 2012 notierten die Sojabohnenpreise wieder über 13 US-$/bushel. Neben dem Rückgang der weltweiten Sojabohnenernte um 9,1 % auf 240 (264) Mio. t infolge witterungsbedingter Ernteeinbußen in Südamerika hat die rege Sojanachfrage der Volksrepublik China zu diesem Preisanstieg geführt. Schätzungen des USDA zufolge wird China im Wirtschaftsjahr 2011/12 mit 55 Mio. t Sojabohnen über 60 % des Welthandels auf sich vereinen. Die Futtermittelpreise in Europa folgten weitgehend den US-Vorgaben. So reduzierten sich die Notierungen für Sojaschrot in Europa bis Anfang Dezember 2011 um rund 55 €/t auf rund 260 €/t. Rückläufige Ernteerwartungen in Südamerika und die temporäre Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro sorgten bis Ende Februar 2012 jedoch wieder für einen Preisanstieg auf rund 309 €/t. Auch andere proteinreiche Futtermittel wie z. B. Rapsschrot konnten von dieser Entwicklung profitieren. Rapsschrot notierte Ende Februar 2012 bei rund 200 €/t und damit 10 €/t höher als Anfang März 2011. Dies spiegelt neben der Entwicklung der Sojabohnenpreise auch die knappe Versorgungslage mit Raps in der EU wider. Dort wurden insgesamt nur 19,3 (20,5) Mio. t Raps geerntet. Entwicklungen im politischen UmfeldEUMit der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" und der Neufassung der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" hat die EU die rechtlichen Grundlagen zur Förderung der Nutzung von erneuerbaren Energien im Verkehrssektor geschaffen und damit die Weichen zur Verbesserung des Klimaschutzes und der Energieversorgungssicherheit innerhalb der EU gestellt. im Mittelpunkt steht das für 2020 verbindliche Beimischungsziel von 10 % erneuerbarer Energien in diesem Sektor. Die von den Mitgliedsstaaten eingereichten nationalen Aktionspläne zur Förderung der Nutzung von erneuerbaren Energien verdeutlichen das große Wachstumspotenzial des Bioethanolmarkts in Europa. Es wird damit gerechnet, dass sich der Bioethanolbedarf in der EU bis zum Jahr 2020 auf rund 15 Mio. m3 Bioethanol mehr als verdoppeln wird. Ein wichtiger Bestandteil der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" sind die darin enthaltenen Nachhaltigkeitskriterien. Diese sollen sicherstellen, dass in Zukunft nur noch nachhaltig erzeugte Biokraftstoffe gefördert werden. Um im Rahmen von Beimischungsverpflichtungen angerechnet zu werden und/oder um in den Genuss von Steuererleichterungen zu kommen, müssen Biokraftstoffe u. a. mindestens 35 Gew.-%, ab 2017 sogar 50 Gew.-% der Treibhausgasemissionen im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen einsparen. Für neue Biokraftstoffanlagen, die ab 2017 errichtet werden, gelten ab 2018 Treibhausgaseinsparungen von mindestens 60 Gew.-%. Neben dieser Mindesteinsparung von Treibhausgasen müssen Biokraftstoffe weitere Umwelt- und Sozialstandards erfüllen. Die am 19. Juli 2011 durch die EU-Kommission zugelassenen EU-weit gültigen Zertifizierungssysteme erleichtern den Mitgliedsstaaten die Umsetzung der Nachhaltigkeitskriterien auf nationaler Ebene und beschleunigen den Implementierungsprozess. Weitere Zertifizierungssysteme befinden sich derzeit im Evaluierungs- bzw. Zulassungsprozess. Dazu zählt auch das von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) für Deutschland anerkannte Zertifizierungssystem REDcert* . Neben Deutschland und Österreich haben mittlerweile weitere Mitgliedsstaaten, wie z. B. Großbritannien, Italien, die Niederlande, Schweden, die Slowakei, Tschechien und Ungarn Nachhaltigkeitsbestimmungen für Biokraftstoffe gesetzlich verankert. Trotz der Fortschritte in einzelnen Mitgliedsstaaten wurden die Vorgaben jedoch noch nicht EU-weit umgesetzt. Die Berücksichtigung indirekter Landnutzungsänderungen (ILUC) bei der Berechnung des Treibhausgaseinsparpotenzials von Biokraftstoffen ist weiterhin nicht geklärt. Derzeit ist offen, ob und wie Veränderungen in der Landnutzung in einer Region, die möglicherweise durch die Erzeugung von Biomasse zur Herstellung von Biokraftstoffen in anderen Regionen hervorgerufen werden, bei der Berechnung des Treibhausgaseinsparpotenzials von Biokraftstoffen berücksichtigt werden sollen. Die EU-Kommission hat am 22. Dezember 2010 einen Bericht über indirekte Landnutzungsänderungen angenommen. ILUC-Effekte können demnach die Treibhausgasbilanz von Biokraftstoffen beeinflussen. Angesichts der hohen Unsicherheit der Modellberechnungen prüft die EU-Kommission in einer Folgenabschätzung jedoch weiterhin mögliche Handlungsoptionen sowie die Notwendigkeit, eine Gesetzgebungsinitiative anzustoßen. Das Europäische Parlament hat am 15. März 2012 die EU-Kommission aufgefordert, bei der Behandlung von ILUC-Effekten einen breiteren Ansatz zu verfolgen. Mit der Einführung von zusätzlichen Nachhaltigkeitsanforderungen für bestimmte Kategorien von aus Drittländern eingeführten Biokraftstoffen soll ein angemessener Schutz der Umwelt in Drittländern gefördert werden. Das Europäische Parlament teilt somit die Auffassung der deutschen Biokraftstoffindustrie, die sich im Rahmen der ILUC-Debatte bereits frühzeitig für eine regionale Behandlung von Landnutzungsänderungen ausgesprochen hat, um Fehlentwicklungen in Drittländern zu verhindern. Die EU hat mit der Novellierung der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" die technische Voraussetzung für die europaweite Einführung von E10-Kraftstoff, d. h. die Beimischung von 10 Vol.-% Bioethanol zu Ottokraftstoff, geschaffen. E10-Kraftstoff ist bereits seit April 2009 in Frankreich verfügbar. Finnland und Schweden haben im Januar bzw. Mai 2011 mit der Markteinführung von E10-Kraftstoff begonnen. Mit einem Marktanteil im Ottokraftstoffbereich von rund 50 % Ende 2011 hat sich E10 in Finnland als bedeutendster Ottokraftstoff etabliert. Am 25. November 2011 hat die EU-Kommission ein Anti-Dumping- sowie ein Anti-Subventionsverfahren betreffend die Einfuhren von Bioethanol mit Ursprung in den USA eingeleitet. Die Verfahren wurden vom europäischen Bioethanolverband ePURE beantragt, da die sprunghaft gestiegenen Bioethanoleinfuhren aus den USA die Bioethanolpreise in Europa negativ beeinflusst und zu erheblichen wirtschaftlichen Nachteilen für die europäische Bioethanolindustrie geführt haben. Ursache des Anstiegs der Bioethanolimporte aus den USA sind ePURE zufolge staatliche Maßnahmen auf Bundesebene und in mehreren US-Bundesstaaten. Diese Maßnahmen zielten ursprünglich darauf ab, die Nutzung von Bioethanol als Kraftstoff in den USA zu fördern. Angesichts eines Angebotsüberschusses in den USA wirkten sich diese Maßnahmen nun jedoch zunehmend handelsverzerrend aus. Die EU-Kommission prüft derzeit, ob diese Praktiken zu einer wesentlichen Schädigung der europäischen Bioethanolindustrie geführt haben und ob Ausgleichszölle erhoben werden müssen. Bis spätestens 24. August 2012 wird die EU-Kommission über die Einführung von vorläufigen Ausgleichszöllen entscheiden.
*
REDcert = Renewable Energy Directive certification DeutschlandIn Deutschland ist E10-Kraftstoff seit dem 1. Januar 2011 zugelassen und wird seit Februar 2011 an Tankstellen angeboten. Zur Jahresmitte 2011 war der neue Kraftstoff an rund der Hälfte der 14 Tsd. deutschen Tankstellen, vor allem in Süd- und Ostdeutschland, verfügbar. Nach der Umrüstung weiterer Tankstellen ist E10 mittlerweile im gesamten Bundesgebiet erhältlich. im 2. Halbjahr 2011 hat sich E10 mit einem Anteil von rund 10 % vor Super-Plus und Normal-Benzin als zweitwichtigster Kraftstoff im deutschen Ottokraftstoffmarkt etabliert. im Dezember 2011 lag der Marktanteil von E10 bei 12 %. Wie eine vom Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) im Juli 2011 bei TNS Infratest in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage zeigte, hatten viele Autofahrer unbegründete Zweifel an der Motorenverträglichkeit von E10. Dabei können 93 % aller benzinbetriebenen Fahrzeuge in Deutschland problemlos mit E10 betankt werden. Der moderate Anstieg des E10-Marktanteils zeigt, dass sich die Skepsis nur langsam zerstreuen lässt und daher weitere Anstrengungen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit erforderlich sind. Der Aktionsplan der deutschen Bundesregierung sieht vor, das EU-Ziel von 10 % erneuerbaren Energien im Transportsektor im Jahr 2020 mit den bereits geltenden Gesetzen zu erreichen. Demnach existiert bis 2014 im Rahmen der Gesamtquote eine Beimischungsverpflichtung für Biokraftstoffe von 6,25 %. Ab 2015 sollen die Biokraftstoffquoten nicht mehr auf der Grundlage des Heizwerts, sondern auf Basis von Treibhausgaseinsparzielen berechnet werden. Die Treibhausgaseinsparungen im Kraftstoffbereich sollen von 3 Gew.-% im Jahr 2015 auf 7 Gew.-% im Jahr 2020 steigen. Zur Erfüllung der europäischen Ziele bei der Nutzung erneuerbarer Energien im Verkehrssektor im Jahr 2020 müssen die technischen Voraussetzungen für die Einführung von Ottokraftstoffen mit einer Beimischung von mehr als 10 Vol.-% Bioethanol frühzeitig geschaffen werden. Die deutsche Bioethanolwirtschaft begrüßte daher die Ankündigung der Bundesregierung in dem am 28. September 2010 veröffentlichten "Energiekonzept für eine Umwelt schonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung", den Anteil von Biokomponenten in Kraftstoffen weiter zu steigern. CropEnergies unterstützte diesen Prozess auf nationaler und europäischer Ebene. Die Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung (Biokraft-NachV) bindet die Förderung von flüssigen und gasförmigen Kraftstoffen aus Biomasse über Steuerentlastungen und Biokraftstoffquotenverpflichtungen in Deutschland ab der Ernte 2010 an die Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen. Die nachhaltige Herstellung von Biokraftstoffen wird dabei von unabhängigen Zertifizierungssystemen und -stellen überprüft, die von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) anerkannt und kontrolliert werden. Die Dokumentation der nachhaltigen Produktion von Biokraftstoffen muss ab dem 1. Januar 2011 mit Hilfe von Zertifizierungssystemen erfolgen. Die Vorgaben der Nachhaltigkeitsverordnung gelten dabei für alle Betriebe und Betriebsstätten der gesamten Herstellungs- und Lieferkette vom Landwirt bis zum Nachweispflichtigen bzw. dem Betreiber der Bioethanolanlage. Entwicklungen in der CropEnergies-GruppeDie CropEnergies AG hält mittelbar oder unmittelbar 100 % an folgenden in- und ausländischen Tochterunternehmen:
Daneben hält die CropEnergies AG mittelbar 50 % an der
Die CropEnergies Bioethanol GmbH betreibt in Zeitz mit einer Produktionskapazität von 360.000 m3 Bioethanol pro Jahr eine der größten Bioethanolanlagen Europas und produziert dort seit 2005 Bioethanol, das Proteinfuttermittel ProtiGrain® sowie thermische und elektrische Energie. Die BioWanze SA betreibt in Wanze (Belgien) eine Anlage zur Produktion von Bioethanol, Gluten, dem Proteinfuttermittel ProtiWanze® sowie thermischer und elektrischer Energie. Die Anlage hat eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 300.000 m3 Bioethanol. Darüber hinaus können pro Jahr rund 55.000 t Gluten und mehr als 200.000 t ProtiWanze® hergestellt werden. Die Anlage verfügt über ein weltweit einzigartiges Biomassekraftwerk, das aus den Schalen des angelieferten Weizenkorns einen Großteil der benötigten Prozessenergie gewinnt. Daher übertrifft das mit diesem innovativen Energiekonzept hergestellte Bioethanol bereits heute die ab dem Jahr 2017 geltenden EU-Nachhaltigkeitsstandards deutlich. Die Compagnie Financière de l'Artois SA (COFA) ist eine französische Zwischenholding ohne Produktion und hält 100 % der Anteile der Ryssen Alcools SAS (Ryssen). Ryssen betreibt in Loon-Plage bei Dünkirchen (Frankreich) eine Anlage zur Rektifikation (Aufreinigung) und Dehydratation (Trocknung) von Rohalkohol. Die Jahreskapazität für die Dehydratation von Rohalkohol insbesondere für den Kraftstoffsektor beträgt 100.000 m3 Bioethanol. Für die Rektifikation von Rohalkohol für traditionelle und technische Anwendungen steht eine Produktionskapazität von 80.000 m3 Alkohol pro Jahr zur Verfügung. Die CropEnergies Beteiligungs GmbH verfügt als deutsche Zwischenholding über keine eigene Produktion. Die CropEnergies Inc. in Houston (USA) ist eine Handelsniederlassung, die das internationale Handelsnetzwerk von CropEnergies erweitert. Die CT Biocarbonic GmbH ist ein Joint Venture zur Herstellung und zum Vertrieb von flüssigem CO2 in Lebensmittelqualität. Sie betreibt in Zeitz eine Produktionsanlage zur Aufreinigung und Verflüssigung von biogenem CO2 aus der benachbarten Bioethanolproduktion von CropEnergies. Die Anlage verfügt über eine Jahreskapazität von 100.000 t verflüssigtem CO2 , das unter anderem in der Nahrungsmittelindustrie Verwendung findet. ProduktionIm Geschäftsjahr 2011/12 hat die Crop-Energies-Gruppe mit einer Erzeugung von 692 (687) Tsd. m3 Bioethanol die Produktion im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. Während im 1. Halbjahr die Erzeugung noch unter Vorjahr lag, steigerte CropEnergies im 2. Halbjahr 2011/12 die Kapazitätsauslastung weiter und erzielte mit 386 (364) Tsd. m3 Bioethanol die höchste Halbjahresproduktion der Unternehmensgeschichte. infolge eines veränderten Rohstoffmixes stieg die erzeugte Menge an getrockneten Lebens- und Futtermitteln überproportional um 8,0 % auf 328 (303) Tsd. t. Als weitere Kuppelprodukte fielen flüssige Eiweißfuttermittel und biogenes Kohlendioxid an. In Zeitz lag die Produktion von Bioethanol aufgrund eines geänderten Rohstoffmixes leicht unter Vorjahresniveau. Dabei hat CropEnergies die Flexibilität der Produktionsanlage genutzt und den Rohstoffeinsatz an die Bedingungen auf den Rohstoffmärkten angepasst. Neben Weizen kamen auch Gerste, Triticale und Mais zum Einsatz. Zum ersten Mal wurden größere Mengen Nassmais verarbeitet und damit die Rohstoffbasis erfolgreich erweitert. Auch Zuckersirupe aus der benachbarten Zuckerfabrik der Südzucker AG wurden als Rohstoff eingesetzt und verarbeitet. Die Fokussierung auf proteinreiche Rohstoffe führte zu einer Steigerung der Produktion des hochwertigen Futtermittels ProtiGrain®. In der Bioethanolanlage in Wanze wurden im Rahmen der planmäßigen Stillstandsphase für Wartungs- und Optimierungsarbeiten im 1. Quartal 2011/12 leistungsbegrenzende Engpässe erfolgreich beseitigt. Hierdurch konnte die Kapazitätsauslastung weiter erhöht und damit die Erzeugungsmengen an Bioethanol und eiweißreichen Kuppelprodukten wesentlich gesteigert werden. Die durchgeführten Maßnahmen verbesserten auch die Prozessstabilität und verringerten den spezifischen Energiebedarf. Die Optimierungsarbeiten im Bereich der Glutenproduktion führten zu einer deutlich höheren Proteinausbeute. Bereits im Oktober 2010 wurden die Bioethanolanlagen in Zeitz und Wanze von der DQS GmbH Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen, Frankfurt am Main, nach dem Zertifizierungssystem REDcert zertifiziert. Damit entspricht das dort erzeugte Bioethanol allen Anforderungen der deutschen Biokraft-NachV. Kontrollaudits im April 2011 bestätigten die nachhaltige Herstellung von Bioethanol in Wanze und Zeitz. in Zeitz wurde zudem die Nachhaltigkeitszertifizierung aktualisiert, sodass die CropEnergies Bioethanol GmbH nun auch als Ersterfasser zertifiziert ist. Dies bedeutet, dass Rohstoffe jetzt auch direkt von landwirtschaftlichen Betrieben angeliefert und zu nachhaltig hergestelltem Bioethanol verarbeitet werden können. im Rahmen der Zertifizierung wurde bestätigt, dass die Anlagen von CropEnergies die Mindestanforderungen zur Treibhausgaseinsparung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" erfüllen. Mit Treibhausgaseinsparungen von über 60 Gew.-% übertrifft die Produktionsanlage in Wanze bereits heute die Anforderungen, die in der EU ab 2017 gelten werden. Nach Durchführung weiterer Prozessoptimierungen wird die Anlage über die gesamte Wertschöpfungskette sogar bis zu 70 Gew.-% der Treibhausgase gegenüber Benzin einsparen. Die Anlage in Zeitz übertrifft die Mindestanforderung von 35 Gew.-% Treibhausgaseinsparung ebenfalls deutlich. Durch die CO2 -Verflüssigung erhöhen sich die Treibhausgaseinsparungen der Bioethanolanlage in Zeitz weiter. Die Anlage zur CO2 -Verflüssigung hat nach einer Inbetriebnahmephase und dem Abschluss von Einbindungsarbeiten im Juni 2011 den Regelbetrieb aufgenommen. Die Rohstoffbeschaffung der CropEnergies-Gruppe für die Anlagen in Zeitz und Wanze konzentriert sich auf den standortnahen und damit frachtgünstigen Bezug der benötigten Rohstoffe. Um das Preisrisiko bei Getreide zu begrenzen, setzt CropEnergies als Ergänzung zu Fixpreiskontrakten derivative Finanzinstrumente ein. Bei den Zuckersirupen gewährleisten zum Teil langfristige Lieferverträge die Versorgung. CropEnergies arbeitet zur Umsetzung der Biokraft-NachV in Deutschland intensiv mit den Rohstofflieferanten zusammen, um die Versorgung der Anlagen mit als nachhaltig zertifizierter Biomasse jederzeit sicherzustellen. Zur besseren Abschätzung der Entwicklungen auf den Getreide-, Zucker- und Futtermittelmärkten hat CropEnergies den Dialog mit Rohstoffexperten weitergeführt. Der landwirtschaftliche Beirat von CropEnergies erörterte die aktuellen Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten und deren Auswirkungen auf die Einkaufsstrategie der CropEnergies-Gruppe. Darüber hinaus hat CropEnergies wie in den Vorjahren ein Seminar mit den wichtigsten Getreidelieferanten und Futtermittelkunden durchgeführt. Neben den aktuellen und zukünftigen Entwicklungen auf den Getreide- und Futtermittelmärkten diskutierten die Teilnehmer die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik in der EU nach 2013 und das Risikomanagement bei Agrarrohstoffen mithilfe von Finanzinstrumenten. In der Produktionsanlage in Loon-Plage hat Ryssen im Berichtszeitraum neben Bioethanol für den Kraftstoffsektor auch qualitativ hochwertige und auf die Wünsche der Kunden maßgeschneiderte Produkte für traditionelle und technische Anwendungen hergestellt. Beide Bereiche erreichten die vorgegebenen Produktionsziele. Anpassungen in der Dehydratation zur Herstellung von neutralem Alkohol für die Kosmetikbranche verliefen erfolgreich. Zur Flexibilisierung des Rohstoffbezugs in Loon-Plage wurde die Rohstoffbasis erfolgreich erweitert. Darüber hinaus wurde nichtspezifikationsgerechte Ware aus der Bioethanolanlage in Wanze für andere Anwendungen veredelt. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme einer Pipeline Ende Juli 2011 kann der Rohalkohol von den am Hafen in Dünkirchen ankommenden Seeschiffen direkt zum Tanklager in Loon-Plage gefördert und dort anschließend weiterverarbeitet werden. Dies reduzierte die Logistikkosten erheblich. Absatz BioethanolDer Bioethanolabsatz erreichte mit 700 (705) Tsd. m3 das Vorjahresniveau. Davon entfielen 71 (74) Tsd. m3 auf Handelswaren. Der Kundenstamm von CropEnergies besteht sowohl aus großen und mittelständischen Mineralölgesellschaften als auch aus unabhängigen ETBE-Produzenten im in- und Ausland. CropEnergies konzentrierte sich weiterhin auf Binnendestinationen, die mit dem geschaffenen Logistiknetzwerk frachtgünstig versorgt werden konnten. Darüber hinaus waren an diesen Binnendestinationen die negativen Auswirkungen des massiven Anstiegs von Bioethanolimporten aus den USA, die derzeit von der EU-Kommission aufgrund eines Dumpings- und Subventionsverdachts untersucht werden, geringer als in der Nähe der großen Importhäfen in Großbritannien und in den Niederlanden. in Verbindung mit den Tanklägern an den Produktionsstandorten und den angemieteten Tankkapazitäten in Rotterdam und Duisburg verfügt CropEnergies über ein einzigartiges Logistiknetzwerk und ist hervorragend in Europa positioniert. Weiterhin ist Deutschland der wichtigste Absatzmarkt von CropEnergies. Durch eine zuverlässige und bedarfsgerechte Belieferung der Kunden, auch während der Niedrigwasserphasen der Flüsse und der E10-Einführung, konnte die Kundenbindung gestärkt und der Absatz im größten Bioethanolmarkt der EU gesteigert werden. Einen weiteren Schwerpunkt der Vertriebsaktivitäten bildete die Entwicklung des belgischen Bioethanolmarkts. Dabei wurden neue Kunden für die Bioethanolmengen aus Wanze gewonnen und der Marktanteil im belgischen Markt weiter gesteigert. Auch in Osteuropa konnte die starke Marktposition gefestigt werden. Im deutschen Markt für E85, einem Bioethanol-Benzin-Gemisch für Flexible Fuel Vehicles, hat CropEnergies die führende Marktstellung ausgebaut. im Berichtszeitraum hat sich der Absatz des von CropEnergies gemäß DIN 51625 hergestellten E85-Qualitätskraftstoffs CropPower85 um fast 46 % gesteigert und wuchs damit erneut deutlich stärker als der Gesamtmarkt. Derzeit vertreiben rund 30 % der E85-Tankstellen in Deutschland CropPower85. Zur Förderung einer raschen Markteinführung von E10-Kraftstoff hat CropEnergies an den Beratungen in den Normungsausschüssen auf nationaler und europäischer Ebene aktiv mitgearbeitet. Nachdem sich CropEnergies an der Anpassung der deutschen E10-Kraftstoffnorm (DIN 51626) an die Vorgaben der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" der EU beteiligte, arbeitet CropEnergies nun an der Standardisierung von E10-Kraftstoff auf europäischer Ebene mit. Es wird davon ausgegangen, dass die Veröffentlichung einer angepassten europäischen Kraftstoffnorm die Einführung von E10 in weiteren EU-Mitgliedsstaaten vorantreiben wird. Über Ryssen hat CropEnergies auch Marktsegmente außerhalb des Kraftstoffmarkts erschlossen. Namhafte Unternehmen der Getränke-, Kosmetik-, Pharma- und Chemieindustrie zählen zu den Kunden für die qualitativ hochwertigen Produkte für traditionelle und technische Anwendungen. Mit der Anpassung der Dehydratation wurden die Voraussetzungen geschaffen, auch speziellen Kundenwünschen der Kosmetikbranche gerecht zu werden. Ryssen hat darüber hinaus auch die Vertriebsaktivitäten im Kraftstoffbereich ausgeweitet. Seit 1. Oktober 2011 vermarktet Ryssen den am Standort Loon-Plage aufbereiteten Rohalkohol von Saint Louis Sucre. in diesem Zusammenhang bestätigte das französische Zertifizierungssystem 2BSvs im Dezember 2011, dass Ryssen die Nachhaltigkeitskriterien der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" erfüllt. Nach Gründung der CropEnergies Inc., Houston, USA, im Juni 2011 ist die CropEnergies-Gruppe auch im weltweit größten Bioethanolmarkt mit einer Handelsniederlassung vertreten. Die Gesellschaft hat im Oktober 2011 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. Mit dem Sponsoring der "National Ethanol Conference" vom 22. bis 24. Februar 2012 hat die CropEnergies Inc. ihren Bekanntheitsgrad auf dem US-amerikanischen Bioethanolmarkt maßgeblich erhöht. Mit der neuen Gesellschaft erweitert CropEnergies das Handelsnetzwerk und stärkt die eigene Marktposition. Darüber hinaus erhält CropEnergies Informationen über die Entwicklungen auf dem US-Bioethanolmarkt aus erster Hand und kann deren Auswirkungen auf den europäischen Markt frühzeitig einschätzen. Absatz Lebens- und FuttermittelCropEnergies verfügt über ein breites Produktportfolio an hochwertigen Lebens- und Futtermitteln aus der Bioethanolproduktion. Neben dem getrockneten und pelletierten Eiweißfuttermittel ProtiGrain® aus Zeitz werden das flüssige Eiweißfuttermittel ProtiWanze® sowie Gluten aus Wanze vermarktet. Durch die Veredelung der nicht vergärbaren Stoffe zu qualitativ hochwertigen Produkten verwertet CropEnergies alle Bestandteile der eingesetzten Rohstoffe. Damit steigert CropEnergies nicht nur die Ertragskraft der Produktionsanlagen, sondern kann aufgrund der hohen Korrelation von Getreide- und Futtermittelpreisen mit den Kuppelprodukterlösen einen Teil der erforderlichen Getreidemenge preislich absichern. Darüber hinaus verbessert CropEnergies mit den erzeugten Lebens- und Futtermitteln die regionale Versorgung mit pflanzlichen Proteinen, verringert den Bedarf an Sojaimporten und reduziert den weltweiten Flächenbedarf für den Anbau von Sojabohnen. Der Absatz an getrockneten Lebens- und Futtermitteln stieg um 10,7 % auf 332 (300) Tsd. t. ProtiGrain®, das in Zeitz erzeugte hochwertige Eiweißfuttermittel, ist ein fester Bestandteil in der qualitätsorientierten europäischen Tierfütterung und verfügt gegenüber Rapsschrot und anderen alternativen Futtermitteln über eine hohe Wettbewerbsfähigkeit. Der Schwerpunkt der Vertriebsaktivitäten lag weiterhin auf der Entwicklung des regionalen Futtermittelmarkts, um die Kunden frachtgünstig zu beliefern. Neben der Vermarktung an Mischfutterhersteller wurde insbesondere der Vertrieb von ProtiGrain® über den Handel an Tierhalter deutlich ausgebaut. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts "Effiziente Herstellung anforderungsgerechter Mischfutterpellets" der internationalen Forschungsgemeinschaft Futtermitteltechnik e. V., das CropEnergies unterstützte und in dem insbesondere die Pelletierung alternativer Futtermischungen mit konventionellen Futtermischungen auf Getreidebasis verglichen wurde, bestätigten den besonderen Nutzen von ProtiGrain® in Futtermischungen. im Zuge der hohen Preise für Ölschrote konnte CropEnergies attraktive Erlöse für ProtiGrain® erzielen. Die Hauptabsatzgebiete waren neben Deutschland weiterhin die großen Futtermittelmärkte in den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien und Dänemark. In der Bioethanolanlage in Wanze produziert Crop-Energies aus Weizen Bioethanol sowie die Kuppelprodukte Gluten und CDS (Condensed Distillers' Solubles). Gluten, auch Weizenkleber genannt, findet aufgrund der ernährungsspezifischen und technologischen Eigenschaften insbesondere in der Lebensmittelindustrie und in speziellen Futtermitteln Verwendung. Der Vertrieb erfolgt über die BENEO-Gruppe, eine Tochtergesellschaft der Südzucker AG, die sich auf die Vermarktung von Zutaten für Lebens- und Futtermittel spezialisiert hat und über ein globales Vertriebsnetzwerk verfügt. Das nach IFS (International Food Standard) zertifizierte Gluten wird zunehmend auch im preislich attraktiven Lebensmittelsektor, wie z. B. der Backwarenindustrie, vermarktet. Aus den nach der Destillation verbleibenden Proteinen und weiteren Bestandteilen des fermentierten Weizenkorns gewinnt CropEnergies in Wanze CDS (Condensed Distillers' Solubles) - ein flüssiges Futtermittel für Rinder und Schweine mit hohem Eiweißgehalt. Es wird unter dem Markennamen ProtiWanze® vertrieben und hat sich erfolgreich im Markt etabliert. Nutztierhalter in den Beneluxländern gehören zu den Hauptabnehmern. Die Entwicklung des Markts für flüssige Proteinfuttermittel wurde in enger Kooperation mit den Vertriebspartnern erfolgreich vorangetrieben. Mit einem Programm zur Installation von zusätzlichen Tankkapazitäten in Wiederkäuerbetrieben wurde die Nutzung von ProtiWanze® als Futtermittel für Rinder deutlich ausgebaut. Neben der Erweiterung des Absatzmarkts hat CropEnergies auf diese Weise auch die Logistik optimiert und die Frachtkosten gesenkt. Mit diesen Maßnahmen ist es CropEnergies gelungen, die Erlöse für ProtiWanze® trotz des starken Wettbewerbs auf dem Markt für flüssige Proteinfuttermittel in den Beneluxländern weiter zu steigern. Gleichzeitig wurden alternative Verwertungspfade für flüssige Getreideschlempe identifiziert und erschlossen. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEDie Vorjahreszahlen sind jeweils nach den Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr in Klammern dargestellt. Konzernumsatz und Ergebnisscroll
*
soweit nicht auf Ergebnis aus Restrukturierung
und Sondereinflüssen entfallend KonzernumsatzDas Geschäftsjahr 2011/12 ist das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr der CropEnergies-Gruppe. Durch eine ergebnisoptimierte Nutzung der Produktionsanlagen erhöhte sich die Erzeugung eiweißhaltiger Kuppelprodukte. Die Produktionsmenge an Bioethanol stieg leicht auf 692 (687) Tsd. m3 . Das Umsatzwachstum um 21 % auf 572,1 (472,8) Mio. € basierte im Wesentlichen auf gestiegenen Erlösen für Bioethanol, die den deutlich höheren Preisen für Energie und Agrarrohstoffe folgten. Des Weiteren erhöhte sich der Umsatz durch die Steigerung der Absatzmengen an Kuppelprodukten und deren Erlösen. EBITDADas EBITDA erhöhte sich um 11 % auf 84,3 (76,3) Mio. € und erreichte einen neuen Rekordwert. Maßgeblich für die Verbesserung waren die gestiegenen Produktions- und Absatzmengen der Kuppelprodukte sowie verbesserte Produkterlöse. Demgegenüber konnte ein Anstieg der Rohstoffkosten infolge der Preissteigerungen an den Getreidemärkten durch frühzeitige Preisabsicherungen und eine Optimierung des Rohstoffeinsatzes gemindert werden. insgesamt erhöhte sich aber die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) auf 75,8 (70,9) %. Die EBITDA-Marge reduzierte sich auf 14,7 (16,1) %. Operatives KonzernergebnisUnter Berücksichtigung der auf 31,3 (30,4) Mio. € erhöhten Abschreibungen verbesserte sich das operative Ergebnis auf 53,0 (45,9) Mio. €. Bezogen auf den deutlich um 21 % angestiegenen Umsatz errechnet sich eine operative Marge von 9,3 (9,7) %. Ergebnis der Betriebstätigkeit/SondereinflussDas Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen in Höhe von -1,1 (0,8) Mio. € resultiert im Wesentlichen aus einem Altschaden. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit belief sich somit auf 51,9 (46,7) Mio. €. FinanzergebnisCropEnergies gelang es, durch Cashflow-Überschüsse die Nettofinanzschulden weiter zu reduzieren. Das Finanzergebnis verbesserte sich auf -7,9 (-8,0) Mio. €. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDas Ergebnis vor Steuern erhöhte sich auf 44,0 (38,8) Mio. €. Entsprechend stieg der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf 13,8 (10,5) Mio. €. Hiervon entfielen 11,8 (7,9) Mio. € auf laufende Steueraufwendungen sowie 2,0 (2,6) Mio. € auf latente Steueraufwendungen. JahresüberschussDer vollumfänglich auf die Aktionäre der CropEnergies AG entfallende Konzern-Jahresüberschuss erhöhte sich auf 30,2 (28,3) Mio. €. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 0,36 (0,33) €. Finanzierungsrechnungscroll
Der operative Cashflow verbesserte sich auf 64,0 (63,3) Mio. €. Gleichzeitig verringerte sich der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit auf insgesamt 13,3 (20,7) Mio. €. Davon entfielen 14,3 (20,3) Mio. € auf Investitionen in Sachanlagen und 0,1 (1,3) Mio. € auf Investitionen in immaterielle Vermögenswerte. Dem Mittelabfluss aus Investitionen standen Mittelzuflüsse aus Fördermitteln und dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten in Höhe von 1,3 (0,9) Mio. € gegenüber. Ferner gab es einen Mittelabfluss aus einer nach träglichen Kaufpreisanpassung in Höhe von 0,2 (0,0) Mio. €. Der Mittelzufluss des Geschäftsjahrs ermöglichte eine weitere deutliche Tilgung der Finanzverbindlichkeiten. Im Juli 2011 erfolgte eine Dividendenausschüttung in Höhe von 12,8 Mio. €. Dies führte insgesamt zu einem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 60,0 (20,9) Mio. €. Zum 29. Februar 2012 reduzierte CropEnergies die Nettofinanzschulden deutlich auf 158,4 (195,0) Mio. €. BilanzstrukturDie Bilanzsumme liegt mit 623,4 (638,5) Mio. € um 15,1 Mio. € unter dem Vorjahresniveau. Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund der erfreulichen Ertragslage auf 353,9 (339,3) Mio. €. Hierdurch verbesserte sich die Eigenkapitalquote der CropEnergies-Gruppe auf 57 (53) %. AKTIVA scroll
PASSIVAscroll
Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich um 24,8 Mio. € auf 488,2 Mio. €. Darin sind Geschäfts- bzw. Firmenwerte in Höhe von 5,6 (4,3) Mio. € enthalten. Das Eigenkapital und die langfristigen Schulden decken das Anlagevermögen zu 108,7 (103,3) %. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 9,8 Mio. € auf 135,3 Mio. €. Hierbei erhöhten sich die Vorräte um 12,9 Mio. € auf 50,5 Mio. € sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände um 7,4 Mio. € auf 83,0 Mio. €. Hierin sind auch die positiven Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 17,0 (17,6) Mio. € enthalten. Der Bestand an flüssigen Mitteln verringerte sich um 10,6 Mio. € auf 1,7 Mio. €. Die langfristigen Schulden reduzierten sich um 7,3 Mio. € auf 150,9 Mio. €. Dabei standen der Tilgung langfristiger Finanzverbindlichkeiten um 7,2 Mio. € auf 118,3 Mio. € eine Verringerung der passiven latenten Steuern und eine Erhöhung der Rückstellungen in nahezu gleicher Höhe von 2,1 Mio. € gegenüber. Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich um 22,5 Mio. € auf 118,6 Mio. €. Dabei halbierten sich insbesondere die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten nahezu auf 41,8 (81,7) Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten stiegen um 7,7 Mio. € auf 61,6 Mio. €. Hierin sind auch die negativen Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 13,4 (13,1) Mio. € enthalten. Des Weiteren erhöhten sich die kurzfristigen Rückstellungen um 5,5 Mio. € auf 8,0 Mio. € und die laufenden Ertragsteuerverbindlichkeiten um 4,3 Mio. € auf 7,2 Mio. €. Die Nettofinanzschulden verringerten sich infolge des die Investitionsausgaben und die Dividendenzahlung übersteigenden Cashflows auf 158,4 (195,0) Mio. €. Hiervon sind 118,3 Mio. € langfristig und 41,8 Mio. € kurzfristig fällig. Dem stehen flüssige Mittel in Höhe von 1,7 Mio. € gegenüber. Das Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Cashflow, das sich im Vorjahr auf 3,1 belief, verbesserte sich weiter auf 2,5. Vorschlag zur GewinnverwendungDer Konzern-Jahresüberschuss der CropEnergies-Gruppe (nach IFRS) erhöhte sich auf 30,2 (28,3) Mio. €. Der für die Gewinnverwendung maßgebliche handelsrechtliche Bilanzgewinn der CropEnergies AG erreichte, nach einer Einstellung in die Gewinnrücklagen von 6,0 (3,4) Mio. €, 15,4 (12,8) Mio. €. Angesichts der verbesserten Ertragslage schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 17. Juli 2012 vor, die Dividende auf 0,18 (0,15) € je Aktie anzuheben. Unter Zugrundelegung der Anzahl von 85 Mio. ausgegebenen Stückaktien ergibt sich eine Ausschüttungssumme von 15,3 (12,8) Mio. €. Der verbleibende Bilanzgewinn von 0,1 Mio. € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGÜberblickDie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Crop-Energies AG werden durch die Zentralabteilung Forschung, Entwicklung und Services der Südzucker AG in enger Abstimmung mit CropEnergies durchgeführt. Besondere Schwerpunkte bilden die technologische Begleitung von Prozessen in bestehenden Produktionsanlagen und die Implementierung neuer Technologien für deren ökonomische und ökologische Optimierung. Weitere Produktions- und Prozessoptimierungen, beispielsweise durch Prozesskreisläufe, helfen, den Einsatz von Primärenergie und damit die Herstellkosten für Bioethanol weiter zu senken. Darüber hinaus trägt dies zu einer Verbesserung der Treibhausgasbilanz des erzeugten Bioethanols bei. Für CropEnergies sind die in den Produktionsanlagen Zeitz und Wanze hergestellten Kuppelprodukte von großer Bedeutung. Gezielte prozesstechnische Maßnahmen verbessern die Produktqualität und erhöhen die Ausbeuten. In verschiedenen Forschungs- und Entwicklungskooperationen und in öffentlich geförderten Projekten entwickelt CropEnergies neue Produktionskonzepte, bei denen Bioethanol aus zellulosehaltigen Rohstoffen hergestellt wird. Darüber hinaus werden innovative Konzepte verfolgt, deren Ziel die Nutzung von Bioethanol außerhalb des Kraftstoffsektors ist. Alle für CropEnergies im Geschäftsjahr 2011/12 erbrachten Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen wurden in definierten Projekten auf Basis eines mit der Südzucker AG geschlossenen Dienstleistungsvertrags verrechnet. im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich der Gesamtaufwand auf insgesamt 1,9 (3,0) Mio. €. Rohstoffbasis und FermentationsanpassungEin strategisches Ziel von CropEnergies besteht darin, ein möglichst breites Spektrum von Rohstoffen zur Bioethanolproduktion einsetzen zu können. Durch eine flexible Anpassung des Rohstoffmixes kann CropEnergies auf Preisvolatilitäten der Rohstoffmärkte sachgerecht reagieren und damit die Rohstoffkosten entsprechend minimieren. in diesem Zusammenhang wurde die Verarbeitungstechnik für verschiedene Rohstoffe so optimiert, dass diese -angepasst an die aktuelle Situation der Rohstoffmärkte -so effizient wie möglich verarbeitet werden können. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bestand darin, hochspezifisch wirksame Enzyme für eine Verbesserung der Stärkeverzuckerung zu identifizieren und diese effizient und ohne Leistungsverlust mit verschiedenen Fermentationsrohstoffen in Multisubstratkonzepten einsetzen zu können. Darüber hinaus konnten hochleistungsfähige Hefestämme zur Erhöhung der Ethanolausbeute identifiziert und charakterisiert werden. Optimierung von ProduktionsanlagenIn den Produktionsanlagen in Zeitz und Wanze hat CropEnergies weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Treibhausgasbilanz des erzeugten Bioethanols und zur Steigerung der Produktivität umgesetzt. In Zeitz konnte mit Hilfe diverser technologischer und technischer Maßnahmen der spezifische Energiebedarf reduziert werden. In Wanze wurden Prozesse im Bereich der Fermentation und der Ethanolrektifikation deutlich verbessert. Speziell durch die Einführung eines optimierten Hefemanagements ist es gelungen, die Auslastung der Produktionsanlage zu erhöhen. Verwertung der KuppelprodukteDie Prozesse zur Herstellung von Gluten in Wanze wurden weiter optimiert. Die getroffenen Maßnahmen verbesserten die Produktqualität und erhöhten die Prozessstabilität und die Proteinausbeute. im Rahmen qualitätssichernder Maßnahmen wurden Rahmenprüfpläne für Rohstoffe und Kuppelprodukte erweitert. Ein Beispiel hierfür ist eine neue Analysemethode zur Bewertung von Gluten für den Lebensmittelbereich. Parallel dazu etablierte CropEnergies die für die Vermarktung im Lebensmittelsektor notwendigen anwendungstechnischen Untersuchungsmethoden, um wichtige qualitätsrelevante Backparameter für die Kunden in der Backwarenindustrie zu ermitteln. In Zeitz wurden im Rahmen des angewandten Qualitätsmanagementsystems regelmäßig umfangreiche Getreideuntersuchungen zur Sicherstellung der ProtiGrain®-Qualität durchgeführt. Mit dem erhobenen Datenmaterial hat CropEnergies Untersuchungspläne sowie Qualitäts- und Monitoringberichte für Rohstoffe und das Futtermittel ProtiGrain® erstellt. Somit können qualitätsrelevante Parameter entlang der gesamten Wertschöpfungskette verfolgt werden. Normungsarbeiten für BioethanolIn den Normungsausschüssen für Ethanol, Ethanolkraftstoff E85 und Ottokraftstoff auf deutscher und europäischer Ebene hat CropEnergies auch im vergangenen Geschäftsjahr aktiv mitgearbeitet. Einen weiteren Schwerpunkt bildete nach wie vor die Standardisierung des neuen Ottokraftstoffs E10 auf europäischer Ebene. Weiterhin wurde unter Beteiligung von CropEnergies die Erstellung der europäischen Norm EN 15376 für Ethanol als Beimischungskomponente zum Ottokraftstoff E10 abgeschlossen. Als nächstes soll eine einheitliche Norm für Bioethanol entwickelt werden, das dann mit einem Anteil von bis zu 85 % in einem Kraftstoff enthalten sein kann. Auch diesen Normungsprozess wird CropEnergies weiterhin intensiv und zielgerichtet begleiten. Neue Produktionskonzepte für BioethanolCropEnergies forscht an integrierten Produktionskonzepten, in denen die eingesetzten Rohstoffe vollständig und unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten möglichst effizient genutzt werden. Neben der Untersuchung von lignozellulosehaltigen Rohstoffen für die Herstellung von Bioethanol wurden dafür auch die entstehenden Kuppelprodukte hinsichtlich ihres weiteren Wertschöpfungspotentials analysiert. Dabei wurden die Inhaltsstoffe und Bestandteile der Kuppelprodukte identifiziert und isoliert. Diese werden in weiterführenden Arbeiten charakterisiert und auf Basis ihrer Eigenschaftsprofile auf Nutzung in verschiedenen Anwendungsbereichen getestet. Darüber hinaus war die Biogaserzeugung aus Kuppelprodukten der Bioethanolproduktion Gegenstand intensiver Untersuchungen. Dieses Konzept wurde auch im Rahmen des von CropEnergies als Konsortialführer initiierten und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts "Bioraffinerie 2021" weiterverfolgt. Aktuell steht bei dem Projekt die Optimierung der Bioethanolproduktion, die Nutzung lignozellulosehaltiger Rohstoffe sowie die energetische Verwertung der Kuppelprodukte (Biogas) im Vordergrund. Hierzu ist u. a. die Errichtung einer Pilotanlage in Zeitz vorgesehen. Von entscheidender Bedeutung ist für CropEnergies, dass die Untersuchungen auf Basis existierender Stoffströme bzw. an bereits heute betriebenen Anlagen durchgeführt werden. Dies bedeutet, dass erfolgreich abgeschlossene Untersuchungen somit unmittelbar zur Entwicklung und praktischen Umsetzung integrierter Bioraffinerien in Anlagen von CropEnergies führen können. Weitere Forschungsaktivitäten konzentrierten sich auf die Erzeugung höherwertiger Produkte entweder aus den Kuppelprodukten oder direkt aus Bioethanol unter Verwendung biochemischer sowie auch chemisch-katalytischer Verfahrensschritte. Diese Konzepte wurden ebenfalls im Rahmen von Forschungsprojekten gemeinsam mit verschiedenen Universitäten verfolgt und von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) intensiv gefördert. BioethanolbrennstoffzellenDas Projekt zur Entwicklung von Brennstoffzellen, die die in Bioethanol chemisch gebundene Energie direkt in elektrischen Strom wandeln, wurde abgeschlossen. Die Aktivitäten konzentrierten sich auf unterschiedliche Reformerverfahren, um aus Ethanol ein elektrochemisch nutzbares Brenngas zu erzeugen. Die Nutzung von Bioethanol in Hochtemperaturbrennstoffzellen (SOFC) für die Stromerzeugung wurde von der Fraunhofer Gesellschaft im Auftrag von CropEnergies intensiv und bereits anwendungsbezogen untersucht. Die erzielten Ergebnisse bilden für Systementwickler die Grundlage, eine mit Ethanol betriebene Hochtemperaturbrennstoffzelle bis zur Marktreife zu entwickeln und in den Markt einzuführen. CropEnergies unterstützt zudem die Entwicklung von Direkt-Ethanol-Brennstoffzellen im Rahmen eines europäischen Gemeinschaftsforschungsprojekts der deutschen Fraunhofer Gesellschaft und des französischen Carnot-Instituts, das Grundlagenforschung auf diesem Gebiet betreibt. Systemanbietern werden bereits anwendungstechnische und produktspezifische Kenntnisse zur Verfügung gestellt, um die Einführung von Ethanolbrennstoffzellen zu beschleunigen. MITARBEITERDie Anzahl der Mitarbeiter in der CropEnergies-Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2011/12 im Durchschnitt geringfügig auf 310 (303). Davon waren 35 (33) Mitarbeiter bei der CropEnergies AG, 107 (105) bei der CropEnergies Bioethanol GmbH, 122 (123) bei der BioWanze SA, 44 (42) bei der Ryssen Alcools SAS und 2 Mitarbeiter bei der CropEnergies inc. beschäftigt. Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat, die Bestandteil des Lageberichts ist, ist in der Erklärung zur Unternehmensführung/Corporate Governance-Bericht auf der Seite 41 angegeben. Aus- und WeiterbildungDie Qualifizierung und Weiterbildung der Mitarbeiter haben für CropEnergies einen hohen Stellenwert. Als Mitglied der Südzucker-Gruppe ist das Unternehmen in die Ausbildungs- und Qualifizierungsprogramme eines international tätigen Konzerns eingebunden. Dabei beteiligt sich CropEnergies an der beruflichen Entwicklung junger Menschen, die innerhalb der Südzucker-Gruppe einen Ausbildungsberuf erlernen oder ein Trainee-Programm durchlaufen. Mitarbeiter der CropEnergies-Gruppe nehmen an Maßnahmen von Südzucker teil, mit denen der länder- und funktionsübergreifende Austausch zwischen Mitarbeitern der verschiedenen Konzerngesellschaften der Südzucker-Gruppe gefördert wird. Mit gezielten Weiterbildungsmaßnahmen passt CropEnergies die Qualifikation der Mitarbeiter an die sich ändernden Rahmenbedingungen und Anforderungen an. im Geschäftsjahr 2011/12 lag der inhaltliche Schwerpunkt auf dem Thema "Compliance". im Rahmen einer mehrtägigen Veranstaltung wurde eine intensive Schulung zu den Themenkomplexen "Fairness im Wettbewerb" und "Integrität im Geschäftsverkehr" durchgeführt. Darüber hinaus wurden die Maßnahmen zur stärkeren Vernetzung der Führungspersonen des Konzerns sowie zur Verbesserung der interkulturellen Verständigung fortgesetzt. Betriebliches VorschlagswesenIm Geschäftsjahr 2011/12 haben die Mitarbeiter von CropEnergies wieder mit großem Engagement bei der Verbesserung der Arbeitsabläufe mitgewirkt. im Rahmen des Betrieblichen Vorschlagswesens konnten die gesteckten Ziele übertroffen werden. ArbeitssicherheitArbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind die Basis für den nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens und haben einen hohen Stellenwert in allen Gesellschaften der CropEnergies-Gruppe. Maßnahmen in diesem Bereich sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Managementsystems. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg und zur persönlichen Gesundheit der Mitarbeiter. Für CropEnergies gelten dabei als Mitglied der Südzucker-Gruppe die Standards eines international tätigen Großunternehmens. Präventive Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit wie z. B. die Beurteilung der jeweiligen Gefährdungen an den Arbeitsplätzen, die Sicherheitsbetrachtung von prozesstechnischen Abläufen oder eine regelmäßige Prüfung der Arbeitsmittel haben für CropEnergies eine besondere Bedeutung. Darüber hinaus finden regelmäßig Schulungen für die Mitarbeiter statt, in die auch externe Dienstleister einbezogen werden. Der Erfolg dieser Maßnahmen zeigt sich in der geringen Zahl der Unfallereignisse und in den niedrigen unfallbedingten Arbeitsausfallzeiten. Wie die Verleihung des Arbeitssicherheitspokals der Südzucker AG an die Produktionsanlage in Zeitz im Jahr 2011 zeigt, befindet sich die CropEnergies-Gruppe auch innerhalb der Südzucker-Gruppe auf einem sehr hohen Niveau. Dieser Wanderpokal wird jährlich an den deutschen Produktionsstandort mit den besten Arbeitssicherheitsergebnissen in der Südzucker-Gruppe vergeben. DankDas hervorragende Unternehmensergebnis im Geschäftsjahr 2011/12 ist in erster Linie ein Verdienst der Mitarbeiter. Vorausschauend und umsichtig haben sie auf die besonderen Herausforderungen des Geschäftsjahrs wie beispielsweise den schwierigen Start von E10 in Deutschland reagiert und sie durch engagiertes und professionelles Handeln gemeistert. Der Vorstand dankt allen Beschäftigten der CropEnergies-Gruppe für die von Vertrauen geprägte Zusammenarbeit und die geleistete Arbeit. Für Teller, Tank und Trog: CropEnergies ist Spezialist für die Veredelung von Kuppelprodukten aus der Bioethanolherstellung. Wir verarbeiten sie zu hochwertigen Lebens- und Futtermitteln. Dieses Konzept zahlt sich aus. Denn durch die vollständige Nutzung der Rohstoffe tragen wir nicht nur zur Ernährung von Mensch und Tier bei, sondern steigern unsere Ertragskraft und machen uns unabhängiger von den Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten. INVESTITIONENDie Investitionen in Sachanlagen reduzierten sich im Geschäftsjahr 2011/12 auf 14,3 (20,3) Mio. €. Davon wurden 7,8 Mio. € bei der BioWanze SA, 3,3 Mio. € bei der Ryssen Alcools SAS und 2,7 Mio. € bei der CropEnergies Bioethanol GmbH investiert. Die Investitionen in Wanze dienten der weiteren Optimierung der Anlage und der Effizienzsteigerung. Ein Schwerpunkt lag auf der Erweiterung der Lagerkapazität für Gluten und der Errichtung einer Glutenverladung für LKWs, die im April 2012 in Betrieb genommen wurde. Zudem wurden in der Glutengewinnung die Reinigungsprozesse während des Betriebs der Anlage verbessert und die Glutenproduktion in Lebensmittelqualität gesteigert. Die zusätzliche Installation von zwei Glutenmischern und die weitere Prozessoptimierung haben sowohl die Ausbeute als auch den Proteingehalt des Glutens weiter erhöht. insgesamt entfiel rund die Hälfte der Ausgaben in Wanze auf die Eliminierung von Prozessengpässen im Glutensektor. in der Getreidemühle wurden Maßnahmen zur Steigerung der Verfügbarkeit umgesetzt. Ein weiteres Projekt im vorderen Produktionsabschnitt war die Gewinnung kleiner Weizenkörner und die Errichtung eines Silos mit angeschlossener Verladestation. Hiermit erweitert der Standort Wanze die Produktpalette um ein weiteres Futtermittel. im Bereich der Energieversorgung wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Biomasseverbrennung umgesetzt, um die störungsfreie Laufzeit zu verlängern. Bei der CropEnergies Bioethanol GmbH in Zeitz lag der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit wie bereits im vergangenen Geschäftsjahr auf Ersatzinvestitionen und Optimierungsmaßnahmen, um sowohl die Energieeffizienz als auch die Treibhausgasbilanz der Bioethanolanlage weiter zu verbessern. Hier wurden erfolgreich Konzepte umgesetzt, die insbesondere zur Einsparung von Elektroenergie geführt haben. Ferner wurden diverse Projekte abgeschlossen, um die Anlagensicherheit zu erhöhen. Ein Schwerpunkt lag dabei auf einer Verbesserung der Brandschutzmaßnahmen. Darüber hinaus wurde eine neue Zutrittsregelung installiert, die die Personenanzahl auf dem Werksgelände dokumentiert, um in einer Gefahrensituation die Rettungseinheiten gezielt informieren zu können. Weitere Investitionen betrafen den Abwasserbereich. im Rahmen der erforderlichen Renovierung der Beschichtung im Regenrückhaltebecken wurde die Aufteilung des Beckens verändert, um für mehr Flexibilität zu sorgen. Durch eine eingebaute Abgrenzung können jetzt zwei Wasserqualitäten gelagert werden, die unabhängig voneinander in den Prozess der Abwasseraufbereitung geleitet werden können. Die Investitionen in Loon-Plage entfielen im Wesentlichen auf Maßnahmen zur Verbesserung der Logistik. Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme einer Pipeline Ende Juli 2011 wird der Rohalkohol von den am Hafen in Dünkirchen ankommenden Seeschiffen direkt zum Tanklager in Loon-Plage gefördert und dort anschließend weiterverarbeitet. Damit werden die Logistikkosten erheblich reduziert. Die übrigen Investitionen waren hauptsächlich Ersatzinvestitionen. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG/CORPORATE GOVERNANCE-BERICHTIm Folgenden wird gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung und gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens berichtet. Die Erklärung zur Unternehmensführung und der Corporate Governance-Bericht sind auf der Website von CropEnergies unter www.cropenergies.com veröffentlicht. Corporate Governance steht für verantwortungsvolle und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Corporate Governance soll das Vertrauen der Aktionäre und Investoren, der Finanzmärkte, der Geschäftspartner und Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit in das Unternehmen stärken und damit auch langfristig und nachhaltig den Unternehmenswert steigern. Vorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG bekennen sich zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. CropEnergies erfüllt die höchsten Transparenzanforderungen an deutschen Börsen. Entsprechend wird die CropEnergies-Aktie seit 2006 im Prime Standard notiert. Die Befolgung des Deutschen Corporate Governance Kodex unterstreicht das Verständnis von transparenter Unternehmensführung. Entsprechenserklärung 2011Vorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG haben am 14. November 2011 den Beschluss gefasst, folgende Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abzugeben: Den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der aktuellen Fassung vom 26. Mai 2010 entspricht die CropEnergies AG (auch zukünftig) mit folgenden Ausnahmen: Ziffer 2.3.3 (Briefwahl Hauptversammlung)In der Satzung der CropEnergies AG ist von der Möglichkeit, die Briefwahl in der Hauptversammlung zu gestatten, bislang kein Gebrauch gemacht. Der Empfehlung, die Aktionäre bei der Briefwahl zu unterstützen, kann deshalb nicht gefolgt werden. Ziffer 4.2.1 (Vorsitzender oder Sprecher des Vorstands)Die Wahl eines Vorsitzenden oder Sprechers ist nicht notwendig. Der Vorstand der CropEnergies AG besteht aus zwei Mitgliedern. Diese führen das Unternehmen - mit klar abgegrenzten Verantwortungsbereichen - gleichberechtigt. Ziffer 4.2.3 (Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen)Die Vorstandsverträge enthalten keinen Abfindungs-Cap. Wir sehen dafür auch in Zukunft keine Notwendigkeit, zumal gegen solche Vertragsklauseln erhebliche rechtliche Bedenken bestehen. Ziffer 4.2.4 (Individualisierte Vorstandsvergütung)Die Hauptversammlung der CropEnergies AG hat zuletzt am 19. Juli 2011 beschlossen, auf die individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren zu verzichten. Ziffer 5.4.1 (Diversity-Ziele für Zusammensetzung des Aufsichtsrats)Der Aufsichtsrat strebt eine hinreichende Vielfalt in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Der Aufsichtsrat wird aber weiterhin die Entscheidung hinsichtlich seiner Zusammensetzung prioritär nicht am jeweiligen Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen ausrichten. Ziffer 5.4.6 (Individualisierte Aufsichtsratsvergütung)Wir weisen die Aufsichtsratsvergütung aufgeteilt nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten aus. Ein Aktienoptionsprogramm existiert bei der CropEnergies AG nicht. Der Empfehlung des Kodex, die Aufsichtsratsbezüge individualisiert auszuweisen, folgen wir nicht. Unseres Erachtens stehen die damit verbundenen Eingriffe in die Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen einer solchen Praxis. Dementsprechend enthält der Corporate Governance-Bericht auch keine individualisierte Darstellung der Aufsichtsratsbezüge. Diese und frühere Entsprechenserklärungen sind auf der CropEnergies-Website www.cropenergies.com unter der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance veröffentlicht. Arbeitsweise von Vorstand und AufsichtsratDie CropEnergies AG hat als deutsche Aktiengesellschaft ein duales Führungssystem mit Vorstand und Aufsichtsrat. Beide Organe sind mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet und arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen. Der Vorstand der CropEnergies AG besteht aus zwei Mitgliedern. Er führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse. Die Geschäftsverteilung des Vorstands ist in der Geschäftsordnung für den Vorstand vom 12. September 2006 geregelt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns einschließlich des Risikomanagements sowie über Compliance. Für bestimmte bedeutende Geschäftsvorgänge (Beteiligungsvorhaben, Grundstücksgeschäfte, Investitionen und langfristige Finanzierungen) besteht ein Zustimmungsvorbehalt des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und ist in wesentliche Entscheidungen eingebunden. Mindestens einmal jährlich wird ihm über die Unternehmensplanung berichtet. Der Aufsichtsrat beschließt die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente und überprüft sie regelmäßig. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Bei Bedarf tagt der Aufsichtsrat ohne den Vorstand. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Der Aufsichtsrat kann zur Erfüllung seiner Aufgaben nach eigenem Ermessen Wirtschaftsprüfer, Rechts- und sonstige interne und externe Berater hinzuziehen. Die Aufgaben, Verfahrensregeln und Ausschüsse des Aufsichtsrats sind in seiner Geschäftsordnung vom 16. November 2009 niedergelegt. Der sechsköpfige Aufsichtsrat von CropEnergies setzt sich gemäß § 96 Abs. 1 und § 101 Abs. 1 AktG ausschließlich aus Vertretern der Anteilseigner zusammen. Bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird auf die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen geachtet, ebenso wie auf die Vielfalt in der Zusammensetzung (Diversity). Der Empfehlung des Kodex entsprechend erfolgte die Wahl zum Aufsichtsrat in der Hauptversammlung am 17. Juli 2007 als Einzelwahl. Die Amtsperioden sind identisch. in der Hauptversammlung 2009 wurde für den ausgeschiedenen Dr. h. c. Eggert Voscherau als Nachfolger Dr. Theo Spettmann gewählt. Er ist Financial Expert im Aufsichtsrat. Dem Gremium gehört eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an, die in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zu deren Vorstand stehen. Ehemalige Vorstandsmitglieder der CropEnergies AG sind im Aufsichtsrat nicht vertreten. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt fünf Jahre, die laufende Amtsperiode endet mit der ordentlichen Hauptversammlung 2012. Diversity-ZieleDem Aufsichtsrat gehören derzeit mindestens zwei unabhängige Mitglieder ("Unabhängige" sind i. S. v. Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex Personen, die weder eine Beratungsfunktion noch eine Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern der CropEnergies AG wahrnehmen), mindestens zwei Mitglieder, die besonders das Kriterium "Internationalität" verkörpern, und keine Frauen an. Für seine zukünftige Zusammensetzung orientiert sich der Aufsichtsrat durch schriftlichen Beschluss vom 20. Dezember 2010 - unter Berücksichtigung der Branche, der Größe des Unternehmens und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit - an folgenden Diversity-Zielen:
Der Aufsichtsrat strebt eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Er hat insoweit kein konkretes Ziel festgelegt, da er seine Entscheidung prioritär nicht am jeweiligen Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen ausrichtet. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sieht vor, dass Aufsichtsratsmitglieder nicht länger im Amt bleiben sollen als bis zum Ablauf des Geschäftsjahrs, in dem sie das 70. Lebensjahr vollenden. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung weiterhin die Kandidaten vorschlagen, die er als am besten geeignet für das Aufsichtsratsamt hält, wobei die vorstehenden Diversity-Ziele berücksichtigt werden. Ausschüsse des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Prüfungsausschuss und dem Nominierungsausschuss Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Die Ausschüsse bestehen jeweils aus drei Mitgliedern. Die Aufgaben beider Ausschüsse ergeben sich aus der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat vom 16. November 2009 bzw. für den Prüfungsausschuss vom 17. Juli 2007. Aktionäre und HauptversammlungDie Hauptversammlung ist das höchste Organ einer Aktiengesellschaft. in der Hauptversammlung treffen sich die Eigentümer des Unternehmens, die Aktionäre, mindestens einmal jährlich, um grundsätzliche Entscheidungen für das Unternehmen zu treffen. Dazu gehören beispielsweise die Bestellung der Mitglieder des Aufsichtsrats, die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, die Bestellung des Abschlussprüfers, Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen. Die jährliche Hauptversammlung findet in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahrs statt. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind die Aktionäre berechtigt, die sich rechtzeitig angemeldet haben und durch ihr depotführendes Kredit- oder Finanzdienstleistungsinstitut den Nachweis erbracht haben, dass sie zum relevanten Stichtag Eigentümer von CropEnergies-Aktien waren. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung auch durch Bevollmächtigte, z. B. durch den von der Gesellschaft gestellten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter, ausüben lassen. Jede Aktie von CropEnergies gewährt die gleichen Rechte. Das Unternehmen hält keine eigenen Aktien. Weitere Angaben zu Aktienkapital und -ausstattung folgen ab Seite 50 (Angaben nach §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB). Hauptversammlung 2012Die Einladung zur Hauptversammlung, die für den 17. Juli 2012 in Mannheim vorgesehen ist, sowie alle für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der CropEnergies AG (www.cropenergies.com/de/HV2012/) zur Verfügung gestellt. VergütungsberichtCropEnergies erläutert im Vergütungsbericht die Höhe und die Struktur der Vergütung von Vorstand (Ziffer 4.2.5 Kodex) und Aufsichtsrat (Ziffer 5.4.7 Kodex). Die CropEnergies AG verzichtet aufgrund der in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen stehenden Beeinträchtigung der Privatsphäre auf einen individualisierten Ausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung. Die Hauptversammlung der CropEnergies AG hat zuletzt am 19. Juli 2011 einen Beschluss über die Nichtoffenlegung der individualisierten Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren mit großer Mehrheit gefasst (opting out). Der Verzicht auf die individualisierte Offenlegung der Aufsichtsratsbezüge und der Vorstandsvergütung wurde in der Entsprechenserklärung berücksichtigt. Vergütung des VorstandsDie Vergütung des Vorstands der CropEnergies AG wird durch den Aufsichtsrat festgelegt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Die Vergütung orientiert sich an der nachhaltigen Unternehmensentwicklung und setzt sich zusammen aus 1. einem festen Jahresgehalt, 2. einer jährlichen variablen Vergütung, abhängig a) von der Erreichung vereinbarter Ziele sowie b) vom auf Basis einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage erzielten operativen Ergebnis der Crop-Energies-Gruppe. Dabei wird der Durchschnitt des operativen Ergebnisses der CropEnergies-Gruppe der jeweils letzten drei Geschäftsjahre - beginnend mit dem Geschäftsjahr 2010/11 - zugrunde gelegt. 3. Sachbezügen im Wesentlichen in Form der Gestellung eines Dienstwagens zur geschäftlichen und privaten Nutzung und Beiträgen zur Sozialversicherung sowie 4. einer betrieblichen Altersversorgung, bemessen nach einem Anteil am festen Jahresgehalt. Aktienbasierte Vergütungsbestandteile oder Aktienoptionspläne bestehen nicht. Der Gesamtvorstand erhielt für das Geschäftsjahr 2011/12 insgesamt eine Vergütung von 0,8 (0,7) Mio. €; davon entfielen auf das feste Jahresgehalt 470 (444) Tsd. €. Der variable Vergütungsanspruch belief sich auf 276 (249) Tsd. €. Als Sachbezüge und Beiträge zur Sozialversicherung wurden 44 (43) Tsd. € gewährt. Den Pensionsrückstellungen für Vorstandsmitglieder wurden insbesondere aufgrund veränderter versicherungsmathematischer Annahmen 707 (194) Tsd. € zugeführt. Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der CropEnergies AG festgelegt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben einem Fixum auch eine erfolgsorientierte Vergütung von 1.000 € je angefangene 0,01 € je Aktie ausgeschüttete Dividende, die 0,20 € übersteigt. Der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden gesondert vergütet. im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 erhielt jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer eine feste Vergütung von 20 (20) Tsd. €. Der Vorsitzende erhielt das Doppelte und sein Stellvertreter das Anderthalbfache dieser Vergütung. Die feste Vergütung erhöhte sich um 25 % je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats; für den Vorsitz in einem Ausschuss beträgt der Erhöhungssatz 50 %. Eine variable Vergütung fiel nicht an. Die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der CropEnergies AG belief sich auf 170 (170) Tsd. € für das Geschäftsjahr 2011/12, zudem wurden angefallene Auslagen in Höhe von 4 Tsd. € erstattet. Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung)Die Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt abgeschlossen, in deren Deckung die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats einbezogen ist (D&O-Versicherung). Der durch das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) geänderte § 93 Abs. 2 AktG schreibt vor, dass der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Anderthalbfachen der festen jährlichen Vergütung zu betragen hat. CropEnergies hat einen solchen Selbstbehalt mit den Mitgliedern des Vorstands vereinbart. Bezüglich eines Selbstbehalts bei Aufsichtsratsmitgliedern empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex eine analoge Anwendung. Die CropEnergies AG entspricht dieser Empfehlung. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat; meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gemäß § 15a WertpapierhandelsgesetzKein Mitglied des Vorstands oder des Aufsichtsrats hält Aktien der CropEnergies AG, die 1 % des Grundkapitals oder mehr repräsentieren. Darüber hinaus beträgt auch der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. im Geschäftsjahr 2011/12 meldete das Vorstandsmitglied Joachim Lutz den Erwerb von 1.825 Aktien zum Kurs von 5,20 €; das Transaktionsvolumen belief sich auf 9.490 €. Rechnungslegung und AbschlussprüfungDer Konzernabschluss von CropEnergies wird nach den in der EU maßgeblichen international Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Jahresabschluss der CropEnergies AG erfolgt nach deutschem Handelsrecht (HGB). Beide Abschlüsse werden vom Vorstand aufgestellt, vom Prüfungsausschuss sowie vom Aufsichtsrat geprüft und von Letzterem gebilligt. Die Zwischenberichte sowie der Halbjahresbericht werden vor der Veröffentlichung vom Prüfungsausschuss mit dem Vorstand erörtert. Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der CropEnergies AG wurden von dem durch die Hauptversammlung 2011 gewählten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft. Die Prüfungen erfolgten nach den international Standards on Auditing (den Konzernabschluss betreffend), den deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung. Sie umfasste auch das Risikofrüherkennungssystem und die Einhaltung der Berichtspflichten zur Corporate Governance nach § 289a HGB. Mit dem Abschlussprüfer wurde zudem vertraglich vereinbart, den Aufsichtsrat umgehend über auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung zu unterrichten. Hierzu gab es im Rahmen der Prüfungen für das Geschäftsjahr 2011/12 keinen Anlass. Für Leistungen des Abschlussprüfers sind im Geschäftsjahr 2011/12 Aufwendungen in Höhe von 140 (137) Tsd. € für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Abschlüsse der CropEnergies AG und ihrer inländischen Tochtergesellschaft, der CropEnergies Bioethanol GmbH, angefallen. Darüber hinaus erbrachte der Konzernabschlussprüfer im laufenden Geschäftsjahr andere Bestätigungsleistungen in Höhe von 1 (0) Tsd. €. RisikomanagementDer verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Dem Vorstand von CropEnergies und dem Management stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung. Einzelheiten zum Risikomanagement bei CropEnergies sind im Chancen- und Risikobericht ab Seite 54 dargestellt. Transparenz und KommunikationCropEnergies informiert die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit unverzüglich, regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage und wesentliche Neuigkeiten des Konzerns. Dies erfolgt sowohl über Geschäfts- und Quartalsberichte als auch durch Presseinformationen und gegebenenfalls Ad-hoc-Meldungen. Alle Informationen stehen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung und werden in gedruckter Form sowie über geeignete elektronische Medien wie E-Mail und Internet publiziert. Hinzu kommen die jährliche Bilanzpresse- und Analystenkonferenz sowie die Teilnahme an verschiedenen Fach- und Kapitalmarktkonferenzen im in- und Ausland. Alle Meldungen, die jeweils aktuelle Kapitalmarktpräsentation sowie die kommenden planmäßigen Veröffentlichungstermine (Finanzkalender) sind auf der Website www.cropenergies.com unter der Rubrik Investor Relations veröffentlicht. ComplianceCompliance - also regel- und gesetzestreues Verhalten -ist für CropEnergies ein selbstverständlicher Standard guter Unternehmensführung. Sie soll das rechtmäßige Verhalten des Unternehmens, seiner Leitungsorgane und Mitarbeiter bei Geboten und Verboten gewährleisten. Ziel ist es, die Mitarbeiter vor Gesetzes- und Regelverstößen zu bewahren und sie dabei zu unterstützen, gesetzliche Vorschriften sowie Unternehmensrichtlinien richtig und sachgerecht anzuwenden. CropEnergies hat als Mitglied der Südzucker-Gruppe die Compliance-Unternehmensgrundsätze von Südzucker in entsprechender Form übernommen. Darin wurden die in der Südzucker-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt. Ziel ist es, durch Nutzung der vorhandenen Berichtswege und Informationsflüsse im Bereich der Konzernfunktionen eine Durchsetzung der nachfolgenden Grundsätze für CropEnergies und die gesamte Südzucker-Gruppe zu erreichen. Schwerpunkte der konzernweit geltenden Compliance-Unternehmensgrundsätze sind die Kapitalmarkt-Compliance (insbesondere Insiderrecht und Ad-hoc-Publizität), das Risikomanagement und die Korruptionsprävention. Grundlage guter Compliance ist stets die Integrität der Mitarbeiter. Für CropEnergies ist es dabei selbstverständlich, dass alle Maßnahmen im Einklang mit den Bestimmungen des Mitarbeiterdatenschutzes stehen. Grundsätze der UnternehmensführungCompliance-UnternehmensgrundsätzeAm 9. November 2009 hat der Vorstand der CropEnergies AG die vom Vorstand der Südzucker AG zur Sicherstellung der Compliance im Südzucker-Konzern verabschiedeten Compliance-Unternehmensgrundsätze in entsprechender Form übernommen und den Mitarbeitern zur Beachtung und Einhaltung übersandt. Sie gelten für CropEnergies in der folgenden Fassung: 1. Fairness im Wettbewerb: CropEnergies bekennt sich ohne Einschränkung zum Wettbewerb mit fairen Mitteln und insbesondere zur strikten Einhaltung des Kartellrechts. 2. Integrität im Geschäftsverkehr: Korruption wird nicht geduldet. Geschenke und Einladungen von Lieferanten oder Dienstleistungsunternehmen haben stets in einem angemessenen Verhältnis zur Geschäftsverbindung zu stehen. Die Annahme oder Gewährung solcher Vergünstigungen bedarf der ausdrücklichen Genehmigung des jeweiligen Vorgesetzten bzw. bei Überschreitung bestimmter Grenzwerte des Vorstands. 3. Prinzip der Nachhaltigkeit: CropEnergies ist sich seiner Verantwortung für den Schutz der Umwelt sowie der Gesundheit und Sicherheit der Menschen inner- und außerhalb des Unternehmens bewusst. 4. Einhaltung der Rechtsvorschriften: Alle einschlägigen nationalen und internationalen Bestimmungen sind zu befolgen. 5. Wahrung der Chancengleichheit im Wertpapierhandel: Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet, unternehmensinterne Informationen, die börsenkursrelevant sein können, vertraulich zu behandeln. 6. Ordnungsgemäße Belegführung: im Rahmen eines internen Kontrollsystems sind Geschäftsprozesse angemessen zu dokumentieren. Durch Kontrollen muss die vollständige und korrekte Erfassung der rechnungslegungsrelevanten Informationen sichergestellt werden. 7. Ordnungsgemäße und transparente Finanzberichterstattung: CropEnergies bekennt sich unter Anwendung der internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu einer offenen und transparenten Finanzberichterstattung, die eine Gleichbehandlung aller Interessensgruppen gewährleistet. 8. Faire und respektvolle Arbeitsbedingungen: Von jedem Mitarbeiter wird ein freundlicher, sachbetonter, fairer und respektvoller Umgang mit Kollegen und Dritten erwartet. Diskriminierung und Belästigung jeglicher Art werden nicht geduldet. 9. Schutz unseres Wissensvorsprungs und Respektieren der Schutzrechte Dritter: Betriebsgeheimnisse dürfen nicht an Dritte weitergegeben oder gar öffentlich gemacht werden. Ebenso sind die erteilten Schutzrechte Dritter zu respektieren. 10. Trennung von Unternehmens- und Privatinteressen: Alle Mitarbeiter müssen stets ihre privaten Interessen und die des Unternehmens trennen. Auch bei Personalentscheidungen oder Geschäftsbeziehungen zu Dritten zählen nur sachliche Kriterien. 11. Kooperativer Umgang mit Behörden: CropEnergies ist bestrebt, mit allen zuständigen Behörden ein kooperatives Verhältnis zu pflegen. Informationen sollen vollständig, offen, richtig, rechtzeitig und verständlich zur Verfügung gestellt werden. Die Umsetzung der vorstehenden Compliance-Unternehmensgrundsätze erfolgt unter Berücksichtigung länderspezifischer Besonderheiten: Den Mitarbeitern wird die Nutzung der erforderlichen Informationsquellen sowie Beratung angeboten, um Gesetzes- und Regelverstöße zu vermeiden. Jeder Vorgesetzte muss seinen Bereich so organisieren, dass die Einhaltung der Regeln der Compliance-Unternehmensgrundsätze, der unternehmensinternen Regeln sowie der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet ist. Der Compliance-Officer und die Compliance-Beauftragten gewährleisten den zeitnahen Informationsfluss innerhalb der CropEnergies-Gruppe. Sie sind unter anderem verantwortlich für Schulungen und die Untersuchung von Compliance-Vorfällen. Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, Verletzungen der Compliance-Unternehmensgrundsätze unverzüglich mitzuteilen. Nachhaltigkeit und UmweltNachhaltiges Wirtschaften ist ein zentrales Element des Geschäftsmodells von CropEnergies. Als einer der führenden europäischen Anbieter von Bioethanol aus nachwachsenden Rohstoffen ist Nachhaltigkeit für CropEnergies die Grundvoraussetzung für den Unternehmenserfolg und daher ein unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie von CropEnergies ist es, Ökologie, Ökonomie und soziale Verantwortung in Einklang zu bringen. CropEnergies verarbeitet natürliche, nachwachsende Rohstoffe wie Zuckersirupe aus Zuckerrüben und Getreide zu Bioethanol und hochwertigen Lebens- und Futtermitteln. Für die Produktion von Bioethanol für den Kraftstoffsektor und den Anbau der dafür benötigten Rohstoffe gelten gesetzliche Vorgaben und hohe Nachhaltigkeitsanforderungen, die einen ressourcenschonenden Umgang mit der Natur entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Anbau der Biomasse über die Industrielle Verarbeitung bis hin zu den Endprodukten sicherstellen. CropEnergies will die gesetzlichen Anforderungen nicht nur erfüllen, sondern auf allen Wertschöpfungsstufen übertreffen. Die von CropEnergies verwendeten Agrarrohstoffe entstammen europäischer Produktion und erfüllen die für die landwirtschaftlichen Erzeugungsmethoden in der EU zwingend geltenden Grundsätze der "Cross Compliance". Diese Grundsätze beinhalten Umweltschutzauflagen für die Landwirtschaft, die einen nachhaltigen Anbau von Agrarrohstoffen gewährleisten. Spezifische Nachhaltigkeitsanforderungen für Biokraftstoffe stellen zudem sicher, dass der Anbau der Biomasse für die Bioenergiegewinnung mit geringen Treibhausgasemissionen verbunden ist und nicht auf schützenswerten Flächen wie Primärwäldern (Regenwald) oder zu Lasten der biologischen Vielfalt ausgeweitet wird. Ein ressourcenschonender Umgang mit der Natur bedeutet für CropEnergies auch, die eingesetzten Rohstoffe vollständig zu hochwertigen Produkten zu verarbeiten und damit dem Grundsatz der Abfallvermeidung in besonderer Weise Rechnung zu tragen. Aus den in den Rohstoffen enthaltenen Kohlenhydraten erzeugt CropEnergies Bioethanol, einen erneuerbareren und klimaschonenden Kraftstoff, der fossile Kraftstoffe im Transportsektor auf nachhaltige Weise ersetzt. Entsprechende EU-Richtlinien erfordern, dass über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg im Vergleich zur Verwendung konventioneller Kraftstoffe mindestens 35 Gew.-% CO2 eingespart werden. Im Oktober 2010 wurden die Anlagen in Zeitz und Wanze nach dem System REDcert1 zertifiziert. Demnach erfüllen die an den Standorten Zeitz bzw. Wanze erzeugten Bioethanolmengen nicht nur alle Anforderungen der deutschen Biokraft-NachV, sondern übertreffen mit Treibhausgaseinsparungen von deutlich über 35 bzw. über 60 Gew.-% den von der EU für 2011 vorgegebenen Mindestwert von 35 Gew.-% im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen. im April bzw. Oktober 2011 wurde die nachhaltige Erzeugung von Bioethanol in Zeitz und Wanze in Kontrollaudits, die einmal jährlich stattfinden, bestätigt. Nachdem Ryssen die Vermarktung des am Standort Loon-Plage aufbereiteten Rohalkohols von Saint Louis Sucre im Kraftstoffsektor übernommen hat, wurde auch die Produktionsanlage in Loon-Plage im Dezember 2011 nach 2BSvs2 zertifiziert. 2BSvs ist ein Zertifizierungssystem um die Einhaltung der Nachhaltigkeitskriterien der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" nachzuweisen. Darüber hinaus veredelt CropEnergies die in den Rohstoffen enthaltenen Bestandteile, die nicht für die Bioethanolherstellung benötigt werden, zu hochwertigen Lebens- und Futtermitteln und verringert damit die Versorgungslücke bei pflanzlichen Proteinen in Europa. Als Folge leistet CropEnergies einen Beitrag, den Importbedarf an Proteinfuttermitteln, insbesondere von Sojaschrot aus Südamerika, deutlich zu senken. Lebens- und Futtermittel aus der Bioethanolproduktion setzen hierdurch Anbauflächen für Proteinpflanzen weltweit frei und reduzieren damit den Nettobedarf an Anbauflächen für die Rohstoffe der Bioethanolproduktion. Durch den Anbau von einem Hektar Weizen in Europa erhält man beispielsweise nicht nur bis zu 3.000 Liter Bioethanol, sondern auch proteinhaltige Lebens- und Futtermittel, für die man in Südamerika rund 1,3 Hektar Sojabohnen anbauen müsste. Bei der Ermittlung des Flächenbedarfs für den Anbau von Rohstoffen zur Herstellung von Biokraftstoffen ist eine adäquate Behandlung von Kuppelprodukten der Biokraftstoffproduktion daher unverzichtbar. Untersuchungen zeigen, dass die Herstellung von europäischem Bioethanol aus Getreide und Zuckerrüben keine wesentlichen Auswirkungen auf den weltweiten Bedarf an Agrarflächen hat. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurde in Zeitz der Regelbetrieb zur Verflüssigung von CO2 aufgenommen. Das biogene CO2 , das bei der Fermentation von Getreide und Zuckersirupen entsteht, wird u. a. für die Nahrungsmittelindustrie aufbereitet. Damit verbessert CropEnergies die CO2 -Bilanz der Bioethanolanlage in Zeitz weiter und steigert zudem die Ertragskraft des Standorts. Bei der Produktion zeichnet sich CropEnergies durch effiziente Produktionsprozesse und moderne Energiezentralen aus. Kraft-Wärme-Kopplung und die Mehrfachnutzung von Energie führen zu einer überdurchschnittlichen Energieeffizienz. Gezielte Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz haben die Treibhausgasbilanz des in Zeitz erzeugten Bioethanols weiter verbessert. in der Bioethanolanlage im belgischen Wanze wird darüber hinaus in einem weltweit bislang einzigartigen Biomassekraftwerk der Großteil der benötigten thermischen und elektrischen Prozessenergie durch die Nutzung der Schalen des angelieferten Weizenkorns erzeugt. Das Biomassekraftwerk zeichnet sich durch einen hohen Wirkungsgrad, eine hohe Verfügbarkeit und eine Rauchgasreinigungsanlage der neuesten Generation aus. Das in Wanze gewonnene Bioethanol setzt mit CO2 -Einsparungen, die nach weiteren Optimierungen bis zu 70 Gew.-% gegenüber fossilen Kraftstoffen erreichen werden, einen neuen Maßstab bei der getreidebasierten Erzeugung von Bioethanol und geht weit über die Anforderungen der EU-Richtlinien hinaus. Auch bei der Logistik stellt sich CropEnergies der Verantwortung gegenüber der Umwelt. Die Anlagen in Zeitz und Wanze liegen in der Nähe großer Getreideanbaugebiete und Zuckerfabriken, was zu kurzen Transportwegen bei der Rohstoffversorgung und einer entsprechend geringen Umweltbelastung führt. Gleiches gilt für den Transport der dort hergestellten Produkte. Diese werden überwiegend umweltschonend mit Schiff und Bahn ausgeliefert. Das Geschäftsmodell von CropEnergies basiert darauf, durch nachhaltiges Wirtschaften Werte zu schaffen. Dabei setzt CropEnergies auf eine Strategie des wertorientierten, profitablen Wachstums, das die Grundlage für die Finanzierung weiterer Investitions- und Forschungsprojekte zur Erzeugung qualitativ hochwertiger Produkte und nachhaltiger Herstellungsprozesse sowie zur Erschließung neuer Märkte bildet. Sozial nachhaltiges Wirtschaften ist für CropEnergies integraler Bestandteil des unternehmerischen Selbstverständnisses. Die Übernahme sozialer Verantwortung auf allen Hierarchieebenen wird durch hochmotivierte und verantwortungsbewusste Mitarbeiter sowie hohe Standards sichergestellt. Dabei erfüllt CropEnergies als Mitglied der Südzucker-Gruppe die Vorgaben eines international tätigen Konzerns. So gelten hohe Standards in den Bereichen der Menschenrechte, Ausbildung und Schulung, Gesundheit und Sicherheit, Bezahlung und Arbeitsbedingungen, Umstrukturierungen und beim Verhältnis mit den Sozialpartnern.
1
REDcert = Renewable Energy Directive certification BERICHT UND ERLÄUTERUNGEN ZU DEN ANGABEN NACH §§ 289 ABS. 4 UND 315 ABS. 4 HGBNach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB hat die Gesellschaft über bestimmte gesellschaftsrechtliche Strukturen und sonstige Rechtsverhältnisse zu berichten, um einen besseren Überblick über die Gesellschaft und etwaige Übernahmehindernisse zu ermöglichen. Die CropEnergies AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Mannheim und hat stimmberechtigte Aktien ausgegeben, die an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG), dem Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard), notiert sind. Zum 29. Februar 2012 beträgt das gezeichnete Kapital 85.000.000 € und ist in 85.000.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt (§§ 289 und 315, jeweils Abs. 4 Nr. 1 HGB). Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71 b AktG). Vertragliche Beschränkungen in Bezug auf das Stimmrecht oder die Übertragung der Aktien sind uns nicht bekannt (§§ 289 und 315, jeweils Abs. 4 Nr. 2 HGB). Folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital der CropEnergies AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind uns mitgeteilt worden: Die Südzucker AG teilte uns zuletzt mit Schreiben vom 5. Oktober 2006 gemäß § 21 Abs. 1 und Abs. 1a WpHG mit, dass ihr 71 % der Stimmrechte an der CropEnergies AG zustehen. Die Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) teilte uns zuletzt mit Schreiben vom 9. Oktober 2006 gemäß § 21 Abs. 1 und Abs. 1a WpHG i. V. mit § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG mit, dass ihr 78 % der Stimmrechte an der CropEnergies AG zustehen, 71 % über ihre nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnende Tochtergesellschaft Südzucker AG und 7 % unmittelbar (§§ 289 und 315, jeweils Abs. 4 Nr. 3 HGB). Bei CropEnergies gibt es keine Aktien mit Sonderrechten (§§ 289 und 315, jeweils Abs. 4 Nr. 4 HGB). Es gibt auch keine Art einer Stimmrechtskontrolle aus der Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital (§§ 289 und 315, jeweils Abs. 4 Nr. 5 HGB). Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat gemäß §§ 84 und 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Die Mitglieder des Vorstands wurden jeweils für die Dauer von fünf Jahren bestellt. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Satzung der CropEnergies AG macht von der Möglichkeit der Abweichung gemäß § 179 Abs. 2 AktG Gebrauch und sieht vor, dass Beschlüsse, soweit nicht zwingende Vorschriften des Aktienrechts oder der Satzung etwas Abweichendes bestimmen, mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst werden können. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, wurde dem Aufsichtsrat übertragen (§§ 289 und 315, jeweils Abs. 4 Nr. 6 HGB). Die Hauptversammlung vom 15. Juli 2010 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 14. Juli 2015 Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können auch zum Zwecke der Einziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand ist u. a. ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern oder zur Bedienung von Wandel- oder Optionsanleihen zu nutzen. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht (§§ 289 und 315, jeweils Abs. 4 Nr. 7 HGB). Die Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 hat das bisher bestehende und nicht ausgenutzte genehmigte Kapital (Genehmigtes Kapital 2006) aufgehoben und ein neues genehmigtes Kapital geschaffen (Genehmigtes Kapital 2011), um den Handlungsspielraum der Gesellschaft bezüglich etwaiger Kapitalerhöhungen zu erweitern. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 18. Juli 2016 das Grundkapital um bis zu insgesamt 15 Mio. € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2011 wurde bislang kein Gebrauch gemacht (§§ 289 und 315, jeweils Abs. 4 Nr. 7 HGB). Die Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 hat das Grundkapital weiter um bis zu 15 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 15 Mio. neuen Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die bedingte Kapitalerhöhung insoweit durchzuführen, wie es zur Bedienung der Wandlungs- bzw. Optionsrechte aus Genussscheinen bzw. Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die bis zum 18. Juli 2016 ausgegeben werden können, notwendig ist. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Bedingten Kapitals 2011 wurde bislang kein Gebrauch gemacht (§§ 289 und 315, jeweils Abs. 4 Nr. 7 HGB). Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, wurden nicht getroffen (§§ 289 und 315, jeweils Abs. 4 Nr. 8 HGB). Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder von Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels bestehen nicht (§§ 289 und 315, jeweils Abs. 4 Nr. 9 HGB). Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats sind dem Vergütungsbericht im Geschäftsbericht auf Seite 43 zu entnehmen. FINANZMANAGEMENTDas Finanzmanagement der CropEnergies-Gruppe umfasst die Steuerung der liquiden Mittel, des Eigenkapitals und des Fremdkapitals. Dabei strebt CropEnergies eine Bilanzstruktur mit einer Aufteilung zwischen Eigen- und Fremdkapital an, welche mit einem hohen Eigenkapitalanteil die Wachstumsstrategie absichert. Die Finanzierung der CropEnergies-Gruppe basiert auf der nachhaltigen Fähigkeit zur Generierung von positiven Cashflows, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Die Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern folgt dem Grundsatz finanzieller Transparenz. Die Grundlage dafür bildet ein Berichtswesen, das nach einheitlichen Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen sowohl die Unternehmensplanung als auch die Reportingprozesse bestimmt. CropEnergies nutzt eine im Hinblick auf die Fälligkeiten und Zinsfestschreibung optimierte Struktur von Darlehen. Zur unterjährigen Finanzierung ist ein flexibler Zugang zu kurzfristiger Liquidität ein wichtiges Element der Finanzierungsstruktur. CropEnergies verfolgt eine konservative Finanzierungspolitik, die auf eine Absicherung von Rentabilität, Liquidität und Stabilität des Unternehmens abzielt und die durch konsequentes Finanzmanagement (Cash- und Liquiditätsmanagement) und integriertes Risikomanagement flankiert wird. Grundlage der Finanzierungspolitik sind die folgenden Ziele:
Verlässlicher Lieferant für zufriedene Kunden: Zuverlässigkeit und Kundenzufriedenheit stehen für CropEnergies an erster Stelle. Mit dem Aufbau unseres weitverzweigten Logistiknetzwerks haben wir die Weichen richtig gestellt. Ob per Schiff, Schiene oder Straße, wir sind allen Herausforderungen gewachsen. Logistische und qualitative Anforderungen erfüllen wir individuell. Unsere Kunden schätzen vor allem, dass sie sich immer auf uns verlassen können. CHANCE- UND RISIKOBERICHTRisikomanagement in der CropEnergies-GruppeCropEnergies zählt zu den größten und leistungsfähigsten Herstellern von Bioethanol in Europa. Mit dem geschaffenen Produktions- und Vertriebsnetzwerk ist CropEnergies hervorragend positioniert, um vom wachsenden europäischen Bioethanolmarkt und von internationalen Handelsaktivitäten profitieren zu können. Darüber hinaus verfügt CropEnergies über ein attraktives Portfolio an hochwertigen Lebens- und Futtermitteln aus der Bioethanolproduktion, das die Abhängigkeit von den Entwicklungen auf den Ethanol- und Rohstoffmärkten reduziert. Betriebliche Funktionen, externe Einflüsse sowie unternehmerisches Handeln zur Sicherung von Bestand, Wachstum und Erfolg einer Unternehmung unterliegen Chancen und Risiken. Um Risiken zu erkennen und aktiv zu steuern, hat CropEnergies ein konzernweites Risikomanagementsystem eingerichtet. RisikopolitikFür CropEnergies ist ein verantwortungsvoller Umgang mit unternehmerischen Chancen und Risiken ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Das Risikomanagement dient der frühzeitigen und systematischen Erkennung und Vermeidung von Risiken, der Verbesserung der internen Transparenz risikobehafteter Prozesse sowie der Schaffung eines Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern. Hierzu setzt CropEnergies ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken ein. Durch risikobewusstes Verhalten, die Festlegung klarer Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie durch die Implementierung interner Kontrollen soll ein angemessenes Verhältnis von Chancen und Risiken erreicht werden. RisikokommunikationWesentlich für ein effektives Risikomanagementsystem ist die offene und schnelle Kommunikation mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen. Das Management stellt dies - auch durch seine unmittelbare Einbindung in den vom Vorstand eingerichteten Risikoausschuss - sicher und hält die Mitarbeiter an, bewusst und proaktiv mit Risiken umzugehen. Wesentliche Merkmale des Risikomanagement- und des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess (§ 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)RisikomanagementsystemDas Risikomanagementsystem der CropEnergies-Gruppe ist ein integrales Element des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses in allen relevanten Einheiten. Diese integrierte Berichterstattung an den Vorstand und dessen direkte Einbindung gewährleisten eine transparente Risikoerfassung und -analyse. Das Risikomanagementsystem zielt darauf ab, Risiken systematisch zu identifizieren, zu beurteilen, gegebenenfalls Maßnahmen einzuleiten und dies zu dokumentieren. Der Vorstand trägt konzernweit die Verantwortung für die Früherkennung bestandsgefährdender Risiken und die Initiierung entsprechender Gegenmaßnahmen. Der Vorstand hat einen Risikoausschuss eingerichtet, dessen weitere Mitglieder, bestehend aus den Verantwortlichen der Bereiche Einkauf, Vertrieb, Business Development, Finanzen und Controlling, den Vorstand bei seinen Aufgaben unterstützen. Der Risikoausschuss tagt in der Regel monatlich, bei Bedarf auch ad hoc. Beratungsgegenstand sind alle Risikoarten, wobei bezüglich der wesentlichen Risiken Rohstoffeinkauf, Verkauf und Finanzmarktrisiken standardisierte Szenarienrechnungen in Abhängigkeit der künftigen Markterwartung erstellt und die Auswirkungen auf das operative Ergebnis bzw. das Finanzergebnis ermittelt werden. Die Risikoeinschätzung erfolgt monatlich für das laufende und kommende Geschäftsjahr. Zusätzlich zur Regelberichterstattung besteht für ad hoc auftretende Risiken eine konzerninterne Berichterstattungspflicht an den Vorstand. Internes KontrollsystemDas interne Kontrollsystem in der CropEnergies-Gruppe umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung von Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dabei setzt sich das interne Kontrollsystem der Crop-Energies-Gruppe aus einem Steuerungs- und einem Überwachungssystem zusammen. Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile des internen Überwachungssystems der CropEnergies-Gruppe. Neben dem "Vier-Augen-Prinzip" sind maschinelle IT-Prozesskontrollen und automatisierte Validierungs- und Plausibilitätsprüfungen ein wesentlicher Teil der prozessabhängigen Kontrollen. Der Aufsichtsrat hat die Prüfung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems an den Prüfungsausschuss übertragen. Die interne Revision der Südzucker-Gruppe ist als prozessunabhängige Prüfungsinstanz in das interne Überwachungssystem der CropEnergies-Gruppe eingebunden. Sie stellt im Rahmen ihrer Überwachungstätigkeit durch regelmäßige Systemprüfungen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Systems sicher. Auch die Prüfungshandlungen des Konzernabschlussprüfers sind prozessunabhängig und auf die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems gerichtet. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt gemäß § 317 Abs. 4 HGB die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems, das von CropEnergies jeweils kurzfristig an etwaige Veränderungen des Umfelds angepasst wird, und berichtet über die Ergebnisse der Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems. Die auf Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Daneben ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden und Vermögenswerte sowie Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der CropEnergies-Gruppe regeln einschließlich der Vorschriften zur Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der in den CropEnergies-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften. Dabei kommen lediglich solche IFRS zur Anwendung, die zum Zeitpunkt der Aufstellung von der EU-Kommission für die Anwendung in der EU übernommen wurden. Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. die hierzu geführten Abschlussbesprechungen. Mit der zentralen Durchführung der Werthaltigkeitstests von Geschäfts- oder Firmenwerten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Daneben bestehen umfassende Konzernvorgaben zur Bilanzierung und Bewertung. Außerdem erfolgt auch auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation von Daten für die Erstellung von Lagebericht und Anhang. Das interne Kontrollsystem ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten einschließlich deren Darstellung in der Konzernrechnungslegung. Die Trennung von Funktionen und Verantwortung für Verwaltung, Ausführung, Abrechnung und Genehmigung zielt darauf ab, kriminellen Handlungen vorzubeugen. Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld der CropEnergies-Gruppe sowie die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung. Rechtliche und politische RahmenbedingungenWie im Abschnitt "Entwicklungen im politischen Umfeld" des Lageberichts ausführlich dargestellt wurde, ist CropEnergies in diverse, für die Biokraftstoffbranche spezifische rechtliche und politische Rahmenbedingungen in der EU und einzelnen EU-Mitgliedsstaaten eingebunden. Zusätzlich können sich die Rahmenbedingungen insbesondere in den USA und Brasilien, wo sich die weltweit größten Bioethanolmärkte befinden, auf die internationalen Handelsströme und damit mittelbar auf die Geschäftstätigkeit von CropEnergies auswirken. Dies kann zu zusätzlichen Chancen führen, z. B. wenn die nationalen bzw. europäischen Beimischungsquoten erhöht werden. Ebenso können Änderungen dieser Rahmenbedingungen Risiken mit sich bringen, falls beispielsweise die Beimischungs- oder Klimaschutzziele auf europäischer Ebene reduziert werden sollten. Operative RisikenBeschaffungsrisikoCropEnergies benötigt zur Herstellung von Bioethanol vor allem kohlenhydrathaltige Agrarrohstoffe wie Zuckersirupe und Getreide. Preisschwankungen an den Weltagrarmärkten sowie Devisenmärkten beeinflussen direkt die Rohstoffkosten. Das Rohstoffrisiko der Bioethanolerzeugung reduziert sich durch Kuppelprodukterlöse. Zur Risikoeinschätzung nimmt CropEnergies eine saldierte Betrachtung von Rohstoffkosten und Kuppelprodukterlösen vor ("Nettorohstoffkosten"). Da Veränderungen beim Getreidepreis in der Regel mit einer gleichgerichteten Änderung der Preise für eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel einhergehen, kann CropEnergies Preisschwankungen beim Rohstoffeinkauf teilweise durch die Verkaufserlöse für eiweißhaltige Kuppelprodukte kompensieren ("natural hedge"). Darüber hinaus kann CropEnergies die Auswirkungen eines möglichen Anstiegs der Getreidepreise auf die Rohstoffkosten durch eine vorausschauende Einkaufspolitik und die Nutzung von Zuckersirupen reduzieren. Dabei verfolgt CropEnergies das Ziel, die für eingegangene Lieferverpflichtungen notwendigen Rohstoffmengen zeitnah zu sichern. Dies gilt auch für den Einkauf und die Weiterverarbeitung von Rohalkohol. Auch in Zukunft verfolgt CropEnergies die Geschäftspolitik, verbleibende Risiken aus Rohstoffpreisschwankungen durch den Abschluss von längerfristigen Lieferverträgen, die Nutzung von Warentermingeschäften sowie alternativen Rohstoffen zu reduzieren. Abhängig von der Marktpreislage verbleibt jedoch das Risiko, dass kostendeckende Sicherungsgeschäfte nicht abschließbar sind oder Preissteigerungen für Rohstoffe nicht an die Abnehmer von Bioethanol weitergegeben werden können. Die deutsche Biokraft-NachV knüpft die Förderung von Kraftstoffen aus Biomasse seit dem 1. Januar 2011 an die Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen. Bioethanol aus den Anlagen in Zeitz und Wanze erfüllt alle Anforderungen der Biokraft-NachV. Jedoch ist CropEnergies zur Herstellung nachhaltigen Bioethanols auf die Verfügbarkeit nachhaltiger Rohstoffe angewiesen. Im Rahmen des EU-Emissionshandels wurden der Crop-Energies-Gruppe als Industriellem Produzent in der zweiten Handelsperiode von 2008 bis 2012 Emissionszertifikate zugeteilt. Derzeit erwartet CropEnergies eine nur geringe Unterdeckung in dieser zweiten Handelsperiode. Die konkrete Ausgestaltung des europäischen Emissionshandels ab 2013 bis 2020 ist noch nicht abschließend geklärt. Aus heutiger Sicht geht CropEnergies ab 2013 jedoch von einer Zuteilung aus, die unterhalb derer in der zweiten Handelsperiode liegen wird. Abhängig vom Bedarf und Marktpreis von CO2 -Zertifikaten können sich Auswirkungen auf die Produktionskosten und damit auch auf die Wettbewerbsposition ergeben. WettbewerbsrisikoMit der Verpflichtung jedes EU-Mitgliedsstaats zur Einreichung eines nationalen Aktionsplans zur Förderung und Nutzung von erneuerbaren Energien bei der EU-Kommission hat die EU Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien verabschiedet. Bis zum Jahr 2020 sollen 10 % der im Transportsektor eingesetzten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen. Die bisher veröffentlichten Aktionspläne verdeutlichen das große Wachstumspotenzial des Bioethanolmarkts in Europa. Der Bau neuer Bioethanolanlagen und die Erweiterung bestehender Anlagen könnten jedoch in den kommenden Jahren zu einem signifikanten Anstieg der Produktionskapazitäten für Bioethanol in der EU führen. Dieser Zuwachs könnte einen verstärkten Wettbewerb unter den Bioethanolproduzenten auslösen. Darüber hinaus steht CropEnergies im Wettbewerb mit außereuropäischen Bioethanolproduzenten. Aufgrund der lokalen Produktionsbedingungen und den dort geltenden politischen Rahmenbedingungen können sich Wettbewerbsvorteile gegenüber europäischen Herstellern ergeben, mit der Folge einer Zunahme von Importen und niedrigeren Preisen für Bioethanol in der EU. AbsatzrisikoDer überwiegende Anteil des Bioethanolabsatzes der CropEnergies-Gruppe entfällt auf Großkunden. Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass Lieferverträge durch einzelne Großkunden nicht erfüllt oder am Ende der Vertragslaufzeit nicht verlängert werden. Sollte es in einem solchen Fall nicht gelingen, wirtschaftlich gleichwertige Aufträge abzuschließen, könnte sich dies nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe auswirken. Risiken aus HandelsgeschäftenSoweit die CropEnergies-Gruppe Handelsgeschäfte mit Bioethanol oder entsprechenden Warenterminkontrakten betreibt, unterliegen diese einem Limitsystem sowohl hinsichtlich des Umfangs der einzelnen Geschäfte als auch des Gesamtvolumens. Weitere Beschränkungen bestehen bezüglich der Kreditrisiken von Geschäftspartnern und der Änderung von Marktwertrisiken. Die Risiken aus Handelsgeschäften werden fortlaufend überwacht. IT-RisikenWie jedes Unternehmen ist CropEnergies auf funktionierende IT-Systeme angewiesen. Für die operative und strategische Steuerung des Unternehmens setzt CropEnergies hochentwickelte Informationssysteme ein. Zur Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme sind diese in die IT-Systeme der Südzucker AG eingebunden. PersonalrisikenDie CropEnergies-Gruppe steht mit anderen Unternehmen im Wettbewerb um qualifiziertes Personal. CropEnergies bietet als eines der führenden Unternehmen im Zukunftsmarkt für Biokraftstoffe ein attraktives Arbeitsumfeld, Stabilität sowie die Sozialleistungen der Südzucker-Gruppe und Entwicklungsmöglichkeiten in einem internationalen Umfeld. Weitere operative RisikenCropEnergies überwacht Produktqualität und Umweltrisiken mithilfe eines Qualitätssicherungssystems und moderner Prozessleittechnik. Das Risiko ungeplanter Produktionsunterbrechungen wird durch kontinuierliche Wartungsmaßnahmen und hochqualifiziertes Personal minimiert. Falls erforderlich wird geprüft, ob eine ungeplante Produktionsminderung in einer Anlage durch die Mehrerzeugung in einer anderen Anlage ausgeglichen werden kann. In den Bereichen IT, Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung kann CropEnergies aufgrund der Shared-Service-Vereinbarungen auf die Fachabteilungen der Südzucker AG zurückgreifen. Rechtliches RisikoKlageverfahren gegen die CropEnergies-Gruppe, die wesentliche Auswirkungen auf die finanzielle Lage des Konzerns haben könnten, bestehen nicht. Produkt- und RohstoffpreisrisikenDie CropEnergies-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken durch die Veränderung der Preise für Endprodukte, Rohstoffe und Energie. Zur Begrenzung damit verbundener Risiken setzt CropEnergies sowohl zur Rohstoffpreissicherung als auch zur Begrenzung von Preisänderungsrisiken aus Lieferverträgen mit schwankenden Ethanolpreisen derivative Instrumente ein. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und unterliegt einem umfangreichen Kontrollprozess. Finanzwirtschaftliche RisikenCropEnergies unterliegt in geringem Maße Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Die Währungsrisiken werden in begrenztem Umfang durch derivative Instrumente abgesichert. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und unterliegt einer ständigen Kontrolle. Risiken aus der Veränderung von Zinssätzen werden durch eine Mischung von fest- und variabel verzinslichen Darlehen begrenzt. LiquiditätsrisikenRisiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung, die integraler Bestandteil der Unternehmensplanung ist, erkannt und gesteuert. Aufgrund verbindlich zugesagter Kreditlinien kann CropEnergies - falls erforderlich - kurzfristig auf ausreichende liquide Mittel zurückgreifen. Bonitäts- und AusfallrisikenAusfallrisiken im Forderungsbestand werden bei Crop-Energies reduziert, indem einerseits die Bonität, das Zahlungsverhalten und die offenen Posten von Schuldnern fortlaufend überwacht und andererseits Warenkreditversicherungen und Bürgschaften zur Absicherung herangezogen werden. insbesondere bei Handelsgeschäften kann darüber hinaus auf Akkreditive oder ähnliche Instrumente zurückgegriffen werden. Kreditrisiken aus Geldanlagen werden dadurch minimiert, dass Transaktionen bei Banken und Partnern erstklassiger Bonität abgeschlossen werden. Ausführliche Informationen zu Währungs-, Zinsänderungs- und Preisrisiken sowie Liquiditäts-, Bonitäts- und Ausfallrisiken sind im Anhang zum Jahresabschluss unter (28) Risikomanagement in der CropEnergies-Gruppe zu finden. GesamtrisikoEs sind keine Risiken erkennbar, die gegenwärtig oder in absehbarer Zukunft den Fortbestand der CropEnergies-Gruppe gefährden oder wesentliche negative Auswirkungen auf die Finanzlage, die Geschäftstätigkeit oder das Ergebnis der Betriebstätigkeit haben könnten. Chancen der weiteren UnternehmensentwicklungDie Profitabilität wird maßgeblich von der Erlösentwicklung für Bioethanol und den Kosten der eingesetzten Rohstoffe geprägt. Chancen ergeben sich aus geringeren Getreidepreisen und/oder einem Preisanstieg von Bioethanol und den zu Lebens- und Futtermitteln veredelten Kuppelprodukten. CropEnergies kann sich der Volatilität der Getreidemärkte durch die Verwendung von Zuckersirupen als Rohstoff teilweise entziehen. Darüber hinaus profitiert CropEnergies von den Verkaufserlösen hochwertiger Lebens- und Futtermittel, die zu einer Senkung der Nettorohstoffkosten führen, sowie von einer energieoptimierten Produktion. Versorgungssicherung mit Energieträgern, Klimaschutz und die Stärkung der regionalen Strukturen sind die Ziele der EU, die mit dem Ausbau des europäischen Bioethanolmarkts erreicht werden sollen. Hierfür wurden weitere Rahmenbedingungen geschaffen, die die verstärkte Nutzung von Bioethanol im Kraftstoffsektor fördern. Aus dem daraus resultierenden Marktwachstum können sich Chancen ergeben. CropEnergies hat durch den Kapazitätsausbau in Deutschland, Belgien und Frankreich und die Internationalisierung des Handels- und Logistiknetzwerks die Grundlage geschaffen, um vom künftigen Marktwachstum als einer der leistungsfähigsten europäischen Hersteller von Bioethanol zu profitieren. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGNach dem Bilanzstichtag haben keine Ereignisse stattgefunden, die die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage wesentlich beeinflussen. PROGNOSEBERICHTBioethanol ist ein fester Bestandteil des europäischen Kraftstoffmarkts. Als erneuerbare und kostengünstige Energiequelle trägt es zu einer sicheren und klimaschonenden Kraftstoffversorgung des europäischen Transportsektors bei. Das verbindliche Ziel der EU für das Jahr 2020, 10 % des Energieverbrauchs in diesem Sektor durch erneuerbare Energien zu decken, wird den Bedarf an Bioethanol in der EU auf rund 15 Mio. m3 im Jahr 2020 mehr als verdoppeln. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die EU-Mitgliedsstaaten die Beimischungsziele erhöhen und verstärkt Kraftstoffe mit höheren Anteilen an Biokomponenten einführen. Zudem sprechen mittlerweile auch ökonomische Gründe für eine zunehmende Verwendung von Bioethanol als Benzinersatz. Denn im Frühjahr 2012 war Bioethanol in Rotterdam teilweise mehr als 10 Eurocent pro Liter günstiger als Benzin. CropEnergies erwartet deshalb, dass die Verbreitung von E10 in der EU weiter zunehmen wird. Aufgrund der strengen Nachhaltigkeitskriterien in der EU, anhaltend hoher Ölpreise, einer steigenden Nachfrage nach Bioethanol in Brasilien sowie der insbesondere im weiteren Jahresverlauf erwarteten rückläufigen US-Exportmengen rechnet CropEnergies mit einer zunehmenden Versorgung des EU-Markts durch europäische Bioethanolhersteller und einer Minderung des zuletzt beobachteten Preisdrucks für Bioethanol. in Erwartung einer Seitwärtsbewegung der Rohstoffpreise geht CropEnergies davon aus, dass die Margen in der EU-Bioethanolindustrie im Verlauf des Geschäftsjahrs steigen werden. Im Zukunftsmarkt der erneuerbaren Energien hat sich CropEnergies zu einem der profitabelsten und wachstumsstärksten Anbieter von Biokraftstoffen in Europa entwickelt. Für das Geschäftsjahr 2012/13 geht CropEnergies von einer Fortsetzung des Unternehmenswachstums aus. Als Folge von Produktivitätsfortschritten soll die Produktion von Bioethanol weiter steigen. in Verbindung mit einer Ausweitung des Handelsgeschäfts werden sich auch die Absatzmengen erhöhen. Während das Erlösniveau von Bioethanol zunächst noch durch subventionierte Bioethanolimporte aus den USA beeinträchtigt wird, erwartet CropEnergies im weiteren Jahresverlauf 2012 einen Anstieg der Preise. Insgesamt geht CropEnergies für das Geschäftsjahr 2012/13 von einem Umsatzwachstum auf mehr als 600 Mio. € aus. Unter der Voraussetzung, dass sich die Rohstoffpreise seitwärts bewegen, wird sich das operative Ergebnis nach einem verhaltenen Start wieder auf mehr als 50 Mio. € belaufen und damit in der Nähe des Rekordergebnisses des Vorjahrs liegen. Auch im Geschäftsjahr 2013/14 rechnet CropEnergies in Europa mit einer steigenden Nachfrage nach Bioethanol und proteinhaltigen Lebens- und Futtermitteln. Dies sollte sich für die CropEnergies-Gruppe unter normalen Wettbewerbsbedingungen auf den Bioethanol-, Rohstoff- und Finanzmärkten positiv auf das weitere Umsatz- und Ergebniswachstum auswirken. Mit den erwarteten Cashflow-Überschüssen wird CropEnergies trotz der Erhöhung der Dividendenausschüttung an die Aktionäre die Finanzverbindlichkeiten weiter reduzieren. Die verbesserte Finanzstruktur wird die Basis für weiteres Wachstum stärken. Wachstum - aber profitabel: Das Geschäftsmodell von CropEnergies überzeugt. Mit unserem nachhaltig hergestellten Bioethanol maximieren wir die Treibhausgaseinsparungen und steigern unseren Gewinn. Ökologie und Ökonomie stehen bei uns nicht im Widerspruch. CropEnergies wächst profitabel, erwirtschaftet die höchsten Margen in der Branche und generiert hohe Cashflows. Was uns aber von vielen anderen Unternehmen im Sektor der erneuerbaren Energien unterscheidet, ist unsere Ertragskraft. Denn dank ihr können wir unsere Aktionäre durch Dividendenausschüttungen an der erfreulichen Unternehmensentwicklung beteiligen. Umsatz![]() KonzernabschlussGesamtergebnisrechnung*1. März 2011 bis 29. Februar 2012scroll
*
Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst Kapitalflussrechnung*1. März 2011 bis 29. Februar 2012scroll
*
Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst Bilanz*29. Februar 2012AKTIVA scroll
PASSIVAscroll
*
Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst Entwicklung des Eigenkapitals*1. März 2011 bis 29. Februar 2012scroll
scroll
*
Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst KonzernanhangAllgemeine Erläuterung(1) Grundlagen für die Aufstellung des KonzernabschlussesDie CropEnergies AG hat ihren Sitz in der Gottlieb-Daimler-Str. 12 in 68165 Mannheim, Deutschland; die Gesellschaft ist im Handelsregister unter HRB-Nr. 700509 beim Amtsgericht Mannheim eingetragen. Gemäß § 2 der Satzung der Gesellschaft in der Fassung vom 17. Juli 2007 ist der Gegenstand des Unternehmens der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an sowie die Gründung von anderen Unternehmen, die unmittelbar oder mittelbar in den Bereichen der Herstellung und des Vertriebs von Bioethanol (Agraralkohol), sonstigen Biokraftstoffen sowie ähnlichen Produkten, die aus Getreide oder anderen Agrarrohstoffen erzeugt werden, einschließlich der Herstellung und des Vertriebs von Kuppelprodukten, tätig sind. Die CropEnergies AG gehört mehrheitlich zur Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt. Gegenstand des Konzernabschlusses sind die CropEnergies AG und deren Tochterunternehmen. CropEnergies hat den Konzernabschluss nach den international Financial Reporting Standards (IFRS) des international Accounting Standards Board (IASB), London, unter Berücksichtigung der Interpretationen des international Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt. Sämtliche vom IASB herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der CropEnergies AG angewendeten IFRS wurden von der EU-Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Der Konzernabschluss 2011/12 wurde durch den Vorstand aufgestellt, durch den Prüfungsausschuss am 3. Mai 2012 geprüft, vom Aufsichtsrat in der Sitzung am 7. Mai 2012 geprüft und gebilligt und anschließend zur Veröffentlichung freigegeben. CropEnergies erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro; alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (Tsd. €) angegeben. Die Vorjahreswerte werden regelmäßig in Klammern dargestellt. Neben der Gesamtergebnisrechnung, die eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie eine Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen umfasst, der Kapitalflussrechnung und der Bilanz wird die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt. Die Angaben im Anhang enthalten außerdem eine Segmentberichterstattung. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Bestandteil der Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wird grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt, sofern unter Ziffer (5) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nicht etwas anderes berichtet wird. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2011/12 waren von CropEnergies folgende vom IASB überarbeiteten bzw. neu herausgegebenen Standards und Interpretationen verpflichtend anzuwenden; sie haben keine bzw. unwesentliche Auswirkungen auf den CropEnergies-Konzernabschluss:
Im Mai 2010 veröffentliche das IASB im Rahmen des jährlichen "Improvement-Project" den dritten Sammelstandard "Improvements to IFRSs" (Verbesserung der IFRSs 2010). Die Änderungen präzisieren den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Geschäftsvorfällen, vereinheitlichen Terminologien und sind im Wesentlichen als redaktionelle Korrekturen zu bestehenden Standards zu verstehen. Nachfolgend eine Übersicht über die Standards und Interpretationen, die ab dem Geschäftsjahr 2012/13 anzuwenden sind bzw. vom IASB veröffentlicht wurden, aber noch nicht von der EU anerkannt worden sind. Bei den noch nicht von der EU anerkannten Standards wird der erwartete Anwendungszeitpunkt angegeben: scroll
Im November 2011 wurde der IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben - 2010) von der EU in europäisches Recht übernommen. Die Änderung des IFRS 7 betrifft Angaben zur Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten bei Übertragung. Der geänderte Standard ist von CropEnergies erstmalig ab dem Geschäftsjahr 2012/13 verpflichtend anzuwenden; die Änderungen sind für CropEnergies nicht relevant. Folgende Standards, Interpretationen und Änderungen wurden vom IASB veröffentlicht, aber noch nicht von der EU in europäisches Recht übernommen. Die in der Tabelle angeführten geänderten und neuen Standards und Interpretationen betreffen nachfolgende Änderungen:
Das IASB hat im Oktober 2010 den IFRS 9 (Finanzinstrumente) in einer neuen Fassung herausgegeben. Dieser Standard beinhaltet die erste Phase des dreiphasigen IASB-Projekts, den derzeitig gültigen IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) zu ersetzen. Der neue Standard IFRS 9 sieht künftig nur noch zwei Kategorien zur Einordnung finanzieller Vermögenswerte vor - die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten und die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Das bisherige differenzierte Klassifizierungs- und Bewertungsmodell des IAS 39 soll wegfallen. in die zweite Version des IFRS 9 wurden neue Vorschriften für die Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten aufgenommen und die Vorschriften für die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus IAS 39 übernommen. Der IASB hat im Dezember 2011 veröffentlicht, dass der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2015 verschoben wird. Die Verzögerung resultiert aus den noch ausstehenden Publikationen der zweiten Phase (Wertminderung) und dritten Phase (Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung) des IFRS 9. Die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) hat die Empfehlung der Übernahme von IFRS 9 verschoben, um sich mehr Zeit für die Begutachtung der Ergebnisse des IASB-Projekts zur Verbesserung der Bilanzierung von Finanzinstrumenten zu nehmen. CropEnergies bilanziert weitgehend wie unter den neuen Standards vorgesehen, sodass keine wesentlichen Auswirkungen auf den CropEnergies-Konzernabschluss erwartet werden. Am 12. Mai 2011 publizierte das IASB den IFRS 11 (gemeinsame Vereinbarungen) gemeinsam mit dem überarbeiteten IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen). Mit den neuen Vorschriften werden zwei Arten von gemeinsamen Vereinbarungen - gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen - definiert. Das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung bei gemeinschaftlich geführten Unternehmen wurde abgeschafft. Partnerunternehmen eines Gemeinschaftsunternehmens haben verpflichtend die Equity-Bilanzierung anzuwenden. Die Regelungen für Unternehmen, die an gemeinschaftlichen Tätigkeiten beteiligt sind, werden mit den derzeit geltenden Bilanzierungsvorschriften für gemeinschaftliche Vermögenswerte oder gemeinschaftliche Tätigkeiten vergleichbar. Der Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. CropEnergies prüft die Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Am 16. Juni 2011 wurde vom IASB der überarbeitete IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) veröffentlicht. Die wesentliche Änderung besteht darin, dass versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sofort bei Entstehung vollständig erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis des Eigenkapitals zu erfassen sind. Die bisher zulässige Abgrenzung nach dem Korridoransatz und auch eine sofortige Erfassung in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind nicht mehr zulässig. Daneben darf künftig der Ertrag aufgrund der erwarteten Verzinsung des Planvermögens lediglich in Höhe des Diskontierungssatzes erfasst werden, was somit zu einem Netto-Zinsaufwand bzw. -ertrag für einen Verpflichtungsüberhang bzw. einen Planüberschuss führt. im Übrigen werden die Anhangsangaben deutlich ausgeweitet; insbesondere sind Angaben zur Risikostruktur der betrieblichen Versorgungswerke und Sensitivitätsanalysen hinsichtlich der Schwankungsbreite der Pensionsverpflichtungen bei Änderung der Bewertungsannahmen zu machen. Darüber hinaus enthält die Neuregelung des IAS 19 Klarstellungen zum Inhalt von "kurzfristig fälligen" und "sonstigen langfristigen Leistungen", "Plankürzungen", zur Verteilung des "nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands" sowie zur Definition von Zahlungen mit Abfindungscharakter. Aus diesen Änderungen können sich insbesondere Auswirkungen auf den Zeitpunkt der aufwandswirksamen Erfassung von Verpflichtungen aus Altersteilzeit- und ähnlichen Programmen ergeben. Bei fristgerechter Übernahme in europäisches Recht ist der geänderte IAS 19 von CropEnergies ab dem Geschäftsjahr 2013/14 erstmalig verpflichtend anzuwenden. Am 16. Dezember 2011 wurden vom IASB weitere Änderungen von IFRS 9 und IFRS 7 (verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Anhangsangaben bei Übergang) sowie Änderungen von IAS 32 und IFRS 7 (Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden) verabschiedet. Diese Änderungen sind voraussichtlich ab dem Geschäftsjahr 2013/14 erstmalig verpflichtend anzuwenden. Anpassung gemäß IAS 8Zur Verbesserung der Vergleichbarkeit der Berichterstattung zu Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen hat Crop-Energies beschlossen, im Rahmen des derzeit gültigen IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) versicherungsmathematische Gewinne und Verluste vollständig in der Periode zu erfassen, in der sie entstehen. Dies führt zum Ausweis des Finanzierungsstatus und somit zu einer erhöhten Transparenz. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden ab dem Geschäftsjahr 2011/12 - unter Berücksichtigung latenter Steuern - in den erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen. Die Änderung der Bilanzierung wurde rückwirkend vorgenommen und hat Auswirkungen auf die Gesamtergebnisrechnung und die Bilanz, nicht aber auf die Zwischensummen der Kapitalflussrechnung. Mit Ausnahme der beschriebenen Änderungen bezüglich der Bilanzierung und Bewertung der Pensionsverpflichtungen hat CropEnergies keine weiteren Änderungen bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen. Bei rückwirkend angewendeten Änderungen der Bilanzierung verlangt IAS 8 die zusätzliche Angabe der Eröffnungsbilanz der frühesten Vergleichsperiode. Entsprechend ist eine Bilanz zum 1. März 2010 angegeben. Die zum 1. März 2010 bzw. zum 28. Februar 2011 vorgenommenen Anpassungen der betroffenen Posten in der Bilanz sowie in der Gesamtergebnisrechnung 2010/11 sind nachfolgend dargestellt: scroll
scroll
scroll
*
Nach Berücksichtigung latenter Steuern Wäre im Geschäftsjahr 2011/12 weiterhin die Korridormethode bei der Bilanzierung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen angewandt worden, wäre ein Aufwand aus der Amortisation von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, vor Berücksichtigung latenter Steuern, in Höhe von 26 Tsd. € angefallen. Bei bilanziell nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten von 2.709 Tsd. € hätte die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen am Bilanzstichtag 4.293 Tsd. € betragen. (2) KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden die Abschlüsse der CropEnergies AG und der von ihr beherrschten Unternehmen (Tochterunternehmen) nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die Gesellschaft die Möglichkeit zur Bestimmung der Finanz- und Geschäftspolitik hat, um daraus wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Entsprechend werden folgende Tochterunternehmen einbezogen:
*
Befreiung von der Offenlegungspflicht nach
§ 264 Abs. 3 HGB Die Quotenkonsolidierung wurde bei der Joint-Venture-Gesellschaft
durchgeführt, an der CropEnergies 50 % der Anteile hält und die einer gemeinschaftlichen Führung untersteht. Im Rahmen der Quotenkonsolidierung wurden die Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie die Gewinn-und-Verlust-Rechnung mit einem Anteil von 50 % in folgender Höhe in den Konzernabschluss der CropEnergies AG einbezogen: scroll
Im Rahmen einer Darlehensgewährung an die CT Biocarbonic GmbH wurde eine gesamtschuldnerische Mithaftung in Höhe von 2,9 (3,1) Mio. € eingegangen. Eine Inanspruchnahme wird derzeit nicht erwartet. (3) KonsolidierungsmethodenNach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis des erworbenen Tochterunternehmens wird den erworbenen Vermögenswerten, Schulden und Eventualschulden zugeordnet. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Möglichkeit der Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt werden kann. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden - unabhängig von der Beteiligungshöhe - in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie von Unternehmen separierbar sind oder aus einem vertraglichen oder anderen Recht resultieren. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung werden erfolgswirksam aufgelöst. Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen den gezahlten Leistungen und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst. Gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) werden Geschäftswerte nicht mehr planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen (Impairment-Only-Approach). Die Konsolidierung der Anteile des Konzerns an gemeinschaftlich geführten Unternehmen erfolgt nach der Quotenkonsolidierung. im Rahmen der Quotenkonsolidierung werden bei Joint-Venture-Unternehmen (Gemeinschaftsunternehmen) die Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie die Gewinn-und-Verlust-Rechnung und die Kapitalflussrechnung postenweise nur mit dem Anteil in den Konzernabschluss einbezogen, wie er auf den Konzern entfällt. Anteile des Konzerns an Gewinnen und Verlusten der Gemeinschaftsunternehmen, die beim Erwerb von Vermögenswerten durch den Konzern entstehen, werden vom Konzern so lange nicht angesetzt, bis sie an ein nicht zum CropEnergies-Konzern gehörendes Unternehmen weiterveräußert worden sind. Verluste aus solchen Transaktionen werden jedoch sofort realisiert, wenn der Verlust als sicherer Hinweis darauf aufzufassen ist, dass der Nettoveräußerungswert von kurzfristigen Vermögenswerten reduziert ist oder eine Wertminderung vorliegt. Die quotale Kapitalkonsolidierung und die Behandlung eines eventuellen Goodwills erfolgen analog der Vorgehensweise bei der Einbeziehung von Tochterunternehmen. Die Abschlüsse der Joint-Venture-Unternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für das gleiche Berichtsjahr aufgestellt wie der Abschluss des Konzerns. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt. (4) WährungsumrechnungFremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung (die Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert) umgerechnet. Fremdwährungsgewinne und -verluste, die aus der Umrechnung von Zahlungsmitteln sowie Finanzschulden resultieren, werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter Finanzerträgen oder -aufwendungen ausgewiesen. Alle anderen Fremdwährungsgewinne und -verluste werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen ausgewiesen. Der Jahresabschluss der CropEnergies inc., Houston, wird in US-Dollar aufgestellt. Da die Berichtswährung von CropEnergies der Euro ist (funktionale Währung des Konzerns), erfolgt die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden zu Mittelkursen am Bilanzstichtag (Stichtagskurs). Die Mittelkurse entsprechen den durchschnittlichen Geld- und Briefkursen zum Ende der jeweiligen Stichtage. im Fall der Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Konzernfinanzierung erfolgt die Umrechnung zum Durchschnittskurs. Wenn jedoch die Anwendung des Jahresdurchschnittskurses zu unzutreffenden Ergebnissen führt, erfolgt die Umrechnung zu einem angepassten Durchschnittskurs. Die übrigen Aufwendungen und Erträge werden zum Jahresdurchschnittskurs angesetzt, es sei denn, die Verwendung des Durchschnittskurses führt nicht zu einer angemessenen Annährung an die kumulativen Effekte, die sich bei Umrechnung zu den zum Zeitpunkt der Transaktionen geltenden Kursen ergeben hätten; in diesem Fall sind Erträge und Aufwendungen zu ihren Transaktionskursen umzurechnen. Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögens- und Schuldpositionen sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden erfolgsneutral behandelt und in der Gesamtergebnisrechnung als Zusatzangabe zu den erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen als konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen ausgewiesen. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse bei der CropEnergies inc. betragen für den Stichtagskurs 1,34 US-$ und für den Durchschnittskurs 1,38 US-$ (Gegenwert für 1 €). (5) Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeErworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sind unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gesondert vom Geschäftswert erfasst, wenn sie gemäß der Definition in IAS 38 (immaterielle Vermögenswerte) separierbar sind oder aus einem vertraglichen oder gesetzlichen Recht resultieren und der Zeitwert verlässlich bestimmt werden kann. Andere entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte werden insoweit aktiviert, als die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllt sind. Alle immateriellen Vermögenswerte verfügen - mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts - über eine bestimmte Nutzungsdauer. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen, bewertet. im Zugangsjahr werden Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Zuschüsse und Zulagen der öffentlichen Hand werden von den Anschaffungskosten gekürzt. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material-und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalkosten, die der Anschaffung oder Herstellung sogenannter qualifizierter Vermögenswerte (Projekte wie der Bau neuer Produktionsanlagen bzw. wesentliche Ergänzungsinvestitionen, deren Umsetzung mindestens 1 Jahr dauert) zugerechnet werden können, werden bis zur Fertigstellung als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Der Fremdkapitalkostensatz ermittelt sich als gewogener Durchschnitt der Fremdkapitalkosten der aufgenommenen Fremdfinanzierung bzw. auf Basis der spezifischen Finanzierungskosten bei speziell für die Beschaffung qualifizierter Vermögenswerte aufgenommener Fremdfinanzierung. Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die allgemeinen Aktivierungskriterien wie Nutzenzufluss und Bestimmbarkeit der zurechenbaren Kosten erfüllt sind. Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer liegen folgende erwartete Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden nach IAS 36 (Wertminderungen von Vermögenswerten) vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag wird als der jeweils höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten bzw. Wert des erwarteten Mittelzuflusses aus der Nutzung des Vermögenswerts (Value in Use) ermittelt. Sind die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen, werden die Vermögenswerte erfolgswirksam zugeschrieben, wobei die Wertaufholung nicht den Buchwert übersteigen darf, der bestimmt worden wäre, wenn in den früheren Perioden keine Wertminderung erfasst worden wäre. Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Eigentümer dem Nutzer gegen einmalige oder regelmäßige Zahlungen ein zeitlich definiertes Nutzungsrecht an einem Vermögenswert überträgt. Grundsätzlich wird zwischen Finanzierungsleasing und Operating Leasing einschließlich Pacht bzw. Miete für Grundstücke und Gebäude unterschieden. Als Finanzierungsleasing werden Leasingtransaktionen behandelt, bei denen der Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum eines Vermögenswerts verbundenen Chancen und Risiken trägt. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasing bezeichnet. Zum Bilanzstichtag bestanden bei CropEnergies nur Operating Leasing-Verhältnisse. Beim Operating Leasing erfasst der Leasingnehmer zu zahlende Leasingraten als Aufwand. Dem Operating-Leasing werden Mietaufwendungen für Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge, IT-Hardware sowie Bürotechnik zugeordnet. Voraussetzung ist, dass ein Mietvertrag vorliegt, in dem periodische Mietzahlungen sowie eine Mindestmietzeit und/oder eine Kündigungsfrist vereinbart sind. Hiervon abzugrenzen sind Serviceverträge, die auch die Nutzung von Gegenständen umfassen, die Eigentum von Dritten sind, bei denen aber die Serviceleistung und nicht das genutzte Objekt im Vordergrund steht. Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Dabei wird das Durchschnittswertverfahren oder -bei Rohstoffen - die Fifo-Methode (First in - first out) verwendet, da dies den tatsächlichen Verbrauchsfolgeverhältnissen entspricht. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten, die auf der Grundlage der normalen Kapazität ermittelt werden. im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch fixe und variable Produktionsgemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten) einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Dabei werden insbesondere die Kosten berücksichtigt, die auf den spezifischen Produktionskostenstellen anfallen. Finanzierungskosten werden dabei nicht berücksichtigt. Soweit erforderlich, wird der niedrigere realisierbare Veräußerungswert abzüglich noch anfallender Kosten angesetzt (Nettoveräußerungswert). Dieser Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Vertriebskosten. Abwertungen auf Vorräte werden unter der Position "Bestandsveränderungen" ausgewiesen. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungserlös gestiegen ist, wird in diesem Umfang eine Wertaufholung vorgenommen. Die Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Marktwert und anschließend mit fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Für die in den Forderungen enthaltenen Ausfall- oder anderen Risiken werden ausreichende Einzelwertberichtigungen auf separaten Wertminderungskonten gebildet. Dabei entsprechen die Nennwerte abzüglich notwendiger Wertberichtigungen den beizulegenden Zeitwerten. Wertberichtigungen werden vorgenommen, wenn der Schuldner erhebliche finanzielle Schwierigkeiten hat oder gegen ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Insolvenzverfahren eröffnet wird. Bei der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen wird auf den Einzelfall abgestellt. Flüssige Mittel wie Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt, der regelmäßig dem Marktwert entspricht. Wertaufholungen im Bereich des lang- und kurzfristigen Vermögens werden mit Ausnahme von Geschäftswerten sowie Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbar eingestuft sind, bei Wegfall der ursprünglichen Gründe für Wertminderungen vorgenommen. CO2 -Emissionsrechte werden als immaterielles Vermögen gemäß IAS 38 (immaterielle Vermögenswerte) bilanziert und sind unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet, die im Fall von kostenlos zugeteilten Emissionsrechten null sind. Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten Zertifikate, wird aufwandswirksam eine Rückstellung gemäß IAS 37 (Rückstellungen) für den Verbrauch von CO2 -Emissionsrechten gebildet. Die Bemessung der Rückstellung berücksichtigt die Anschaffungskosten zugekaufter Zertifikate bzw. den Marktwert von Emissionszertifikaten zum jeweiligen Bewertungsstichtag. CO2 -Emissionsrechte, die für den Verbrauch im folgenden Geschäftsjahr bestimmt sind, werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Sofern die Emissionsrechte für den Verbrauch in einem späteren Geschäftsjahr vorgesehen sind, werden sie unter den langfristigen Vermögenswerten bilanziert. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entsprechend IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) mittels der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Bei diesem Anwartschaftsbarwertverfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftige Anpassungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die Berechnung stützt sich auf versicherungsmathematische Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Daten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden um das Vermögen der zur Deckung der Pensionsverpflichtungen gebildeten Fonds gekürzt. Pensionsrückstellungen werden abgezinst. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand, der Zinsaufwand aus der Aufzinsung sowie die erwarteten Fondserträge werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die sich aus Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen beziehungsweise deren Abweichungen zur tatsächlichen Entwicklung ergeben, erfolgt unter Berücksichtigung latenter Steuern direkt im Eigenkapital in der Periode ihrer Entstehung. Entsprechend wird in der Bilanz der volle Verpflichtungsumfang ausgewiesen. Die in der jeweiligen Periode erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden in der Gesamtergebnisrechnung gesondert dargestellt. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst, sofern die Änderungen des Pensionsplans nicht vom Verbleib des Mitarbeiters im Unternehmen für einen festgelegten Zeitraum abhängen (Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit). in diesem Fall wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand linear über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit erfolgswirksam erfasst. Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen. Zahlungen für staatliche Versorgungspläne werden wie die von beitragsorientierten Versorgungsplänen behandelt. Der Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Übrige Rückstellungen werden insoweit erfasst, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Wahrscheinlichkeit des Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit mehr als 50 % betragen muss. Die Bewertung erfolgt auf Basis des Erfüllungsbetrages mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit oder bei Gleichverteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten mit dem Erwartungswert der Erfüllungsbeträge. Rückstellungen werden nur für rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet; hierunter fallen auch Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläumsrückstellungen. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzsstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Auflösung von Rückstellungen erfolgt in der Aufwandsposition, in der sie gebildet wurden. Es werden übliche Gewährleistungsverpflichtungen übernommen, für die bei wahrscheinlicher Inanspruchnahme Rückstellungen gebildet werden. Die Gesellschaft geht im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit regelmäßig Eventualverbindlichkeiten unter anderem aus Avalen und dem Bestellobligo ein. Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits bestehende Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht verlässlich bestimmt werden kann. Eventualverbindlichkeiten können im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses entstehen und werden nur dann erfasst, wenn sie übernommen wurden. Steuerabgrenzungen werden auf temporäre unterschiedliche Wertansätze von Aktiva und Passiva zwischen IFRS- und Steuerbilanz sowie auf steuerliche Verlustvorträge, soweit sie steuerlich nutzbar sind, berechnet. Aktivische und passivische Steuerabgrenzungen sind als separate Posten ausgewiesen. Eine Aufrechnung von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerverpflichtungen wurde vorgenommen, wenn die Ertragsteuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) unter Berücksichtigung der länder- und standortspezifischen Ertragsteuersätze. Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und -schulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag bewertet, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Langfristige Schulden werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Differenzen zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden entsprechend der Effektivzinsmethode berücksichtigt. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Marktwert und anschließend mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Finanzielle Vermögenswerte werden in die Kategorien: a) "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte" und b) "Kredite und Forderungen" eingeteilt. Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz in die Kategorien: a) "zu fortgeführten Anschaffungskosten gehaltene Verbindlichkeiten" und b) "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" unterteilt. Die Kategorisierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz und überprüft die Klassifizierung zu jedem Stichtag. Analog zur Vorgehensweise bei finanziellen Vermögenswerten hängt auch bei finanziellen Verbindlichkeiten die Kategorisierung von dem jeweiligen Zweck ab. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlung erloschen sind. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn diese getilgt, d. h. alle im Vertrag genannten finanziellen Verpflichtungen beglichen wurden, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Die CropEnergies-Gruppe nutzt derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Getreidepreisen, um durch Rohstoffpreisschwankungen bedingte Risiken bzw. Kosten zu minimieren sowie in geringem Maße zur Sicherung von Währungsschwankungen. Soweit diese an operativen Grundgeschäften orientierten Sicherungsgeschäfte als Cashflow Hedge verbucht werden, wird deren Ergebnis zu dem Zeitpunkt erfolgswirksam erfasst, an dem das Grundgeschäft das Periodenergebnis beeinflusst. Für die erstmalige Erfassung eines Finanzinstruments ist der Erfüllungstag entscheidend. Lieferungs-, Leistungs- und Bezugsverträge über nicht-finanzielle Posten entsprechend der operativen Betriebsplanung sind keine derivativen Finanzinstrumente und werden als schwebende Geschäfte betrachtet. Umsatzerlöse umfassen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erfolgte Verkäufe von Erzeugnissen und Waren sowie erbrachte Leistungen. Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer, Rabatte, Preisnachlässe und nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen. Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt, wenn die geschuldete Lieferung oder Leistung erbracht worden und der Übergang der wesentlichen Chancen und Risiken erfolgt ist. Zinserträge und nicht nach IAS 23 aktivierungspflichtige Zinsaufwendungen werden zeitanteilig unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Dividenden werden vereinnahmt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn CropEnergies die Voraussetzungen für die Gewährung der Zuwendungen erfüllt und mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird. Kosten für die Entwicklung neuer Produkte werden mit den Herstellungskosten aktiviert, soweit eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung dieser neu entwickelten Produkte sichergestellt sind. Die Produktentwicklung muss außerdem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führen. Forschungskosten sind gemäß IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden unmittelbar in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Aufwand erfasst. Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind Ermessensentscheidungen zu treffen. Dies gilt insbesondere für folgende Sachverhalte: Bestimmte Verträge können als Derivate oder als sogenannte Eigenverbrauchsverträge aus schwebenden Geschäften bilanziert werden. Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. Diese Beurteilungen des Managements können sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, auf die Erträge und Aufwendungen sowie auf die Angabe der Eventualschulden auswirken. Bei Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen ist u. a. der Abzinsungssatz eine wichtige Schätzgröße. Der Abzinsungssatz für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der auf den Finanzmärkten am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmens- und Bankanleihen ermittelt. Daneben werden analytisch abgeleitete Annahmen über Pensionseintrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Gehalts- und Rentenerhöhungen getroffen. Annahmen und Schätzungen beziehen sich auch auf die Bilanzierung und Bewertung von übrigen Rückstellungen. Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf Basis einer Prognoserechnung für die Cashflows der nächsten fünf Jahre und unter Anwendung eines an die Branche und das Unternehmensrisiko angepassten Abzinsungssatzes. Aktive latente Steuern werden angesetzt, soweit die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile wahrscheinlich ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation der späteren Perioden und damit die tatsächliche Nutzbarkeit aktiver latenter Steuern können von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Weitere Erläuterungen zu den getroffenen Annahmen und Schätzungen, die diesem Konzernabschluss zugrunde liegen, sind bei den Angaben zu den einzelnen Abschlussposten aufgeführt. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Bei der Einschätzung der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung wurde außerdem das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte künftige wirtschaftliche Umfeld des Konzerns berücksichtigt. Sollten sich die Rahmenbedingungen entgegen der getroffenen Annahmen verändern, können die tatsächlichen Beträge von den Schätzwerten abweichen. in diesem Fall erfolgt eine Anpassung der Annahmen und, soweit erforderlich, der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden. Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung(6) Umsatzerlösescroll
Das Umsatzwachstum basierte im Wesentlichen auf gestiegenen Erlösen für Bioethanol, die den deutlich höheren Preisen für Energie und Agrarrohstoffe folgten. Des Weiteren erhöhte sich der Umsatz durch die Steigerung der Absatzmengen an Kuppelprodukten und deren Erlöse. Die sonstigen Erlöse umfassen im Wesentlichen Erlöse aus dem Verkauf von Energie und Getreide. (7) Bestandsveränderungen und andere aktivierte EigenleistungenIn der Position Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen sind aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 54 (62) Tsd. € erfasst. (8) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 14,1 (8,9) Mio. € enthalten überwiegend rohstoffbezogene Ausgleichszahlungen in Höhe von 7,4 (0,0) Mio. €, Vertriebsprovisionen und weiterverrechnete Logistikkosten in Höhe von 2,9 (2,4) Mio. € sowie Kostenerstattungen aus Versicherungs- und Schadensersatzleistungen für nicht vertragsgemäß gelieferte Anlagen in Höhe von 0,4 (2,3) Mio. €. (9) Materialaufwandscroll
Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Materialaufwand insbesondere durch den Preisanstieg der Rohstoffe auf 437,9 (333,2) Mio. €. CropEnergies konnte durch frühzeitige Preisabsicherungen und eine Optimierung des Rohstoffeinsatzes den Anstieg der Rohstoffkosten zwar mindern, die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) erhöhte sich dennoch auf 75,8 (70,9) %. (10) Personalaufwandscroll
Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiterscroll
Die Anzahl der im Geschäftsjahr 2011/12 durchschnittlich Beschäftigten erhöhte sich vor dem Hintergrund des gestiegenen Geschäftsvolumens auf 310 (303) Mitarbeiter. Der Personalaufwand stieg auf 23,7 (22,1) Mio. €. Die Personalaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) verringerte sich auf 4,1 (4,7) %. (11) Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die Vertriebs- und Werbeaufwendungen erhöhten sich auf 20,6 (18,5) Mio. € und enthalten hauptsächlich Logistikaufwendungen zur Belieferung der Kunden. Die Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung gingen leicht auf 12,9 (13,2) Mio. € zurück. Die übrigen Aufwendungen umfassen überwiegend Kosten für Shared-Service-Leistungen der Südzucker-Gruppe in Höhe von 6,0 (6,4) Mio. €, Aufwendungen für Miete und Pacht in Höhe von 1,5 (1,5) Mio. €, weiterverrechenbare Logistikkosten in Höhe von 1,2 (1,3) Mio. € sowie 1,0 (1,0) Mio. € sonstige Steuern. (12) Ergebnis der Betriebstätigkeitscroll
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit in Höhe von 51,9 (46,7) Mio. € setzt sich aus dem operativen Ergebnis von 53,0 (45,9) Mio. € und dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen von -1,1 (0,8) Mio. € zusammen. Das Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen resultiert im Wesentlichen aus einem Altschaden. Die operative Marge erreichte 9,3 (9,7) % des Umsatzes. (13) Finanzerträge und -aufwendungenscroll
Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,1 Mio. € auf -7,9 (-8,0) Mio. €. Darin ist ein Aufzinsungsaufwand für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 0,3 (0,2) Mio. € enthalten. (14) Steuern vom Einkommen und vom ErtragUnter Zugrundelegung des deutschen Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 % sowie der Gewerbesteuer ergibt sich für das Geschäftsjahr 2011/12 ein theoretischer Steuersatz von 29,9 %. scroll
Eine Änderung belgischer Steuerbestimmungen führte im Berichtszeitraum zu einer Minderung der aktiven latenten Steuern in Höhe von 1,0 Mio. €. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzten sich im Geschäftsjahr 2011/12 aus laufenden Steueraufwendungen in Höhe von 11,8 (7,9) Mio. € und latenten Steueraufwendungen in Höhe von 2,0 (2,6) Mio. € zusammen. Die latenten Steuerabgrenzungen setzten sich wie folgt aus den einzelnen Bilanzpositionen zusammen: scroll
Von den aktiven latenten Steuern vor Saldierung in Höhe von 27,9 (27,8) Mio. € sind 25,8 (26,6) Mio. € langfristig. Von den passiven latenten Steuern vor Saldierung in Höhe von 27,8 (27,0) Mio. € sind 26,5 (25,0) Mio. € langfristig. Aus Marktwerten der Sicherungsgeschäften sowie aus der Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen ergaben sich erfolgsneutral erfasste latente Steuern. Für Weizenderivate wurden aktive latente Steuern in Höhe von 0,9 Mio. € (im Vorjahr passive latente Steuern in Höhe von 2,0 Mio. €) und für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in Höhe von 0,5 Mio. € gebildet. Aus der Bewertung der Währungsderivate resultierten passive latente Steuern in Höhe von 0,1 Mio. € (im Vorjahr aktive latente Steuern in Höhe von 0,1 Mio. €). (15) Forschungs- und EntwicklungskostenDie Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der CropEnergies-Gruppe konzentrierten sich auf die technologische Begleitung von Prozessen bestehender Produktionsanlagen und die Implementierung neuer Technologien für deren ökonomische und ökologische Optimierung. Daneben wurden Normen mitgestaltet, neue Produktionskonzepte für die Gewinnung von Bioethanol entwickelt sowie die Forschung im Bereich der Bioethanolbrennstoffzellen fortgesetzt. Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich auf 1,9 (3,0) Mio. €. Diese Kosten wurden im Jahr des Entstehens vollständig in der Erfolgsrechnung berücksichtigt und als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Entwicklungskosten für neue Produkte wurden nicht aktiviert. Erläuterungen zur Bilanz(16) Immaterielle VermögenswerteDie in den immateriellen Vermögenswerten enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Unternehmenserwerben weisen eine unbegrenzte Nutzungsdauer auf. Bei den Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten ist im Wesentlichen die erworbene Software ausgewiesen, die eine begrenzte Nutzungsdauer aufweist. scroll
scroll
Der Zugang bei den Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von 1.249 Tsd. € betrifft eine vertragsgemäße, nachträgliche Kaufpreisanpassung. Gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) und IAS 38 (immaterielle Vermögenswerte) werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern unterliegen regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfungen (Impairment-Only-Approach). Werthaltigkeitsprüfungen sind jährlich oder, falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, auch häufiger durchzuführen. Zur Durchführung von Werthaltigkeitstests wird der Geschäfts- oder Firmenwert der Zahlungsmittel generierenden Einheit auf die einzige Segmentebene zugeordnet. Dabei werden die Buchwerte von "Zahlungsmittel generierenden Einheiten" (Cash Generating Units [CGU]) mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag, d. h. dem höherem Wert aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert (führendes Wertkonzept bei CropEnergies), verglichen. Eine Wertminderung ist vorzunehmen, wenn der erzielbare Betrag (Recoverable Amount) einer CGU niedriger als deren Buchwert ist. CropEnergies ermittelt zur Bestimmung des erzielbaren Betrags zunächst den Nutzungswert. Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cashflows, die voraussichtlich aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit erzielt werden können. Der Nutzungswert wird auf der Grundlage eines Unternehmensbewertungsmodells (Discounted Cashflow) ermittelt. Der Bestimmung liegen Cashflow-Planungen zugrunde, die auf der vom Vorstand genehmigten und zum Zeitpunkt der Durchführung des Impairment-Tests gültigen 5-Jahresplanung basieren. in diese Planungen fließen Erfahrungen ebenso ein wie Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung. Die 5-Jahresplanung berücksichtigt wirtschaftliche Daten allgemeiner Art und basiert auf der erwarteten Entwicklung der aus externen volks- und finanzwirtschaftlichen Studien abgeleiteten gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten. Darüber hinaus werden insbesondere länderspezifische Annahmen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts, der Verbraucherpreise und der Nominallöhne getroffen. Die Kapitalkosten sind als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten zu berechnen, wobei die jeweiligen Anteile am Gesamtkapital ausschlaggebend sind. Die Eigenkapitalkosten entsprechen den Renditeerwartungen der CropEnergies-Aktionäre. Die verwendeten Fremdkapitalkosten stellen die aktuellen Finanzierungskonditionen des Unternehmens dar. Der aus den Kapitalkosten des CropEnergies-Konzerns abgeleitete Abzinsungssatz belief sich im Februar 2012 auf 7,4 (8,2) % vor Steuern bzw. 5,5 (6,1) % nach Steuern. CropEnergies verwendet für die Extrapolation der Cashflows über den Planungszeitraum hinaus in der CGU eine konstante Wachstumsrate von 1,5 (1,5) %. Diese Wachstumsrate zur Diskontierung der ewigen Rente liegt unterhalb der im Detailplanungszeitraum ermittelten Wachstumsrate und dient im Wesentlichen dem Ausgleich einer allgemeinen Teuerungsrate. Die Cashflows werden abzüglich der Investitionen ermittelt, die notwendig sind, um die angenommene Unternehmensentwicklung zu erreichen. Die Höhe dieser Reinvestition stützt sich auf Erfahrungswerte der Vergangenheit über erforderliche Ersatzbeschaffungen von Sachanlagen. Im Geschäftsjahr 2011/12 ergab sich weder aus der jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte noch aus anderen Umständen ein Wertberichtigungsbedarf, da der Nutzungswert der CGU über dem Buchwert lag. Der Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Änderungen dieser Annahmen werden aus heutiger Sicht nicht dazu führen, dass die Buchwerte der CGU ihren erzielbaren Betrag (Nutzungswert) überschreiten und deshalb im nächsten Geschäftsjahr angepasst werden müssten. Zum Bewertungsstichtag lag der Nutzungswert deutlich über den Buchwerten der CGU. (17) Sachanlagenscroll
scroll
In den Zugängen sind Investitionszuschüsse in Höhe von 963 (369) Tsd. € enthalten, die die Anschaffungskosten reduzierten. (18) Vorrätescroll
Der Anstieg der Vorräte um 12,9 Mio. € auf 50,5 Mio. € folgt dem Unternehmenswachstum sowie dem Anstieg der Rohstoffkosten. Wertminderungen ergaben sich nicht (Vorjahr: 39 Tsd. €). (19) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswertescroll
Trotz des gestiegenen Geschäftsvolumens konnten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 4,4 Mio. € auf 49,3 Mio. € verringert werden. Der Buchwert ermittelt sich wie folgt: scroll
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt: scroll
Die nachstehende Tabelle gibt Informationen über die Fälligkeiten der noch offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: scroll
Bei den weder wertgeminderten noch überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen keine Anzeichen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 33,7 (21,8) Mio. € enthalten positive Marktwerte der derivativen Sicherungsinstrumente in Höhe von 17,0 (17,6) Mio. €, erworbene CO2 -Emissionsrechte in Höhe von 5,8 (0,7) Mio. €, Ansprüche aus der Erzeugung erneuerbarer Energien in Höhe von 5,1 (0,0) Mio. €, Forderungen aus Vorsteuern in Höhe von 2,7 (1,4) Mio. €, Forderungen aus Investitionszuschüssen und Anzahlungen in Höhe von 1,1 (1,1) Mio. € sowie sonstige Forderungen in Höhe von 2,0 (1,0) Mio. €. (20) EigenkapitalDas Grundkapital der CropEnergies AG beträgt 85.000.000,00 €. Es ist unverändert eingeteilt in 85.000.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Die Kapitalrücklage zum Bilanzstichtag beträgt unverändert 211,3 Mio. € und enthält das Agio aus Kapitalerhöhungen. Die Gewinnrücklagen umfassen das thesaurierte Periodenergebnis und die erfolgsneutral erfassten Veränderungen bei Cashflow Hedges, Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung. Die Cashflow Hedges enthalten - unter Berücksichtigung latenter Steuern - die Marktwertveränderungen der Getreide- und Währungsderivate in Höhe von 2,4 (4,0) Mio. €. Die Position Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthält - unter Berücksichtigung latenter Steuern - die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen in Höhe von -2,0 (-0,7) Mio. €. Die unter den Getreide- und Währungsderivaten ausgewiesenen Beträge werden im nächsten Geschäftsjahr erfolgswirksam. im aktuellen Geschäftsjahr belief sich die Höhe der erfolgswirksamen Auflösung im Materialaufwand auf 4,0 Mio. €. Der ineffektive Teil aus Cashflow-Hedging, der in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst wird, beläuft sich auf einen Ertrag in Höhe von 1,1 Mio. €. Einschließlich der Gewinnrücklage in Höhe von 57,6 Mio. € beträgt das Eigenkapital somit 353,9 (339,3) Mio. €. Die Hauptversammlung vom 15. Juli 2010 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 14. Juli 2015 Aktien der Gesellschaft in Höhe von bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können auch zum Zweck der Einbeziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand ist u. a. ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Dritte zu veräußern oder zur Bedienung von Wandel- oder Optionsanleihen zu nutzen. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 hat das bisher bestehende und nicht ausgenutzte genehmigte Kapital (Genehmigtes Kapital 2006) aufgehoben und ein neues genehmigtes Kapital geschaffen (Genehmigtes Kapital 2011), um den Handlungsspielraum der Gesellschaft bezüglich etwaiger Kapitalerhöhungen zu erweitern. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 18. Juli 2016 das Grundkapital um bis zu insgesamt 15 Mio. € durch die Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2011 wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 hat das Grundkapital weiter um bis zu 15 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 15 Mio. neuen Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die bedingte Kapitalerhöhung insoweit durchzuführen, wie es zur Bedienung der Wandlungs- bzw. Optionsrechte aus Genussscheinen bzw. Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die bis zum 18. Juli 2016 ausgegeben werden können, notwendig ist. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Bedingten Kapitals 2011 wurde bislang kein Gebrauch gemacht. (21) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenZur Verbesserung der Vergleichbarkeit der Berichterstattung zu Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen hat Crop-Energies beschlossen, im Rahmen des derzeit gültigen IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) versicherungsmathematische Gewinne und Verluste vollständig in der Periode zu erfassen, in der sie entstehen. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden ab dem Geschäftsjahr 2011/12 - unter Berücksichtigung latenter Steuern - in den erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen. Entsprechend den Vorschriften von IAS 8 erfolgte die Anpassung rückwirkend zum 1. März 2010. Die nachstehenden Vorjahreszahlen sind, soweit erforderlich, angepasst. Die betriebliche Altersversorgung der CropEnergies AG und ihrer Tochtergesellschaften beruht auf direkten, leistungsorientierten Versorgungszusagen und beitragsorientierten Altersversorgungssystemen. Für die Bemessung der Pensionen sind in der Regel die Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen und die versorgungsrelevanten Bezüge maßgeblich. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch bewertet. Für die Ermittlung der Anwartschaftsbarwerte sowie des in bestimmten Fällen zugehörigen Planvermögens wurden folgende versicherungsmathematische Parameter zugrunde gelegt: scroll
Der Abzinsungssatz für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der auf den Finanzmärkten am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger, festverzinslicher Unternehmensanleihen mit einer der mittleren Laufzeit der Pensionsverpflichtungen entsprechenden Duration ermittelt. Daneben werden auch andere unternehmensspezifische versicherungsmathematische Annahmen wie die Mitarbeiterfluktuation in die Berechnung einbezogen. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden jeweils die länderspezifischen anerkannten und auf aktuellem Stand befindlichen Sterbetafeln - wie in Deutschland die Richttafel Heubeck 2005 G - verwendet. Der Aufwand für Altersversorgung setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Bei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis an öffentliche oder private Rentenversicherungsträger. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand im Personalaufwand ausgewiesen. Sie belaufen sich auf 755 (703) Tsd. €. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in den Vorjahren erworbenen Ansprüche sowie der erwartete Ertrag aus dem Planvermögen sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche ist im Personalaufwand enthalten. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden vollständig und periodengerecht erfasst. Sie werden außerhalb der Gewinn-und-Verlust-Rechnung in der Aufstellung der im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesen. Die bilanzielle Nettoverpflichtung der CropEnergies-Gruppe resultiert aus der Gegenüberstellung von Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen und dem Zeitwert des Planvermögens, angepasst um noch nicht erfasste nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen, und leitet sich wie folgt ab: scroll
Die bilanzierten Rückstellungen haben sich im Zeitablauf wie folgt entwickelt: scroll
Im Geschäftsjahr 2011/12 erfolgten keine direkten Pensionszahlungen. Auch für das Geschäftsjahr 2012/13 werden keine direkten Pensionszahlungen erwartet. Die bis zum 29. Februar 2012 entstandenen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste beliefen sich einschließlich der Veränderung im laufenden Geschäftsjahr von -1.719 (-140) Tsd. € auf -2.755 (28. Februar 2011: -1.036, 1. März 2010: -896) Tsd. €. Diese wurden mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die deutliche Erhöhung resultiert maßgeblich aus der Anpassung des Abzinsungssatzes von 5,00 % auf 4,50 % sowie von Parametern wie Gehalts- und Rentenanpassungen. Die Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Entwicklung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar: scroll
Das Planvermögen umfasst zu 48 % Aktien, zu 48 % festverzinsliche Wertpapiere und zu 4 % Versicherungsverträge. Die Festlegung des erwarteten Ertrags aus dem Planvermögen folgt grundsätzlich der Anlagenpolitik des Plans in Bezug auf die Zusammensetzung der Anlageklassen. Die erwartete Verzinsung von Eigenkapitaltiteln berücksichtigt die historische Verzinsung, künftige Inflationsraten, erwartete Dividenden und das ökonomische Wachstum. Die erwarteten Erträge aus festverzinslichen Anlagen basieren auf dem gegenwärtigen Zinsniveau für langfristige Wertpapiere, gegebenenfalls korrigiert um einen Risikoabschlag, und gewährleisten langfristig die Erfüllung der Verpflichtungen. im Fall von Versicherungsverträgen wird mit einer garantierten Mindestverzinsung gerechnet. Das Planvermögen umfasst weder eigene Finanzinstrumente noch selbstgenutzte Immobilien. Der erwartete Planertrag weicht um -4 (-6) Tsd. € vom tatsächlichen Planertrag in Höhe von 47 (40) Tsd. € ab. In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Finanzierungsstatus, gemessen als Unterschiedsbetrag aus dem Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Verpflichtungen und dem Zeitwert des Planvermögens, wie folgt entwickelt: scroll
Die Entwicklung der in den zurückliegenden Jahren erfahrungsbedingten Anpassungen des Barwerts aller leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen und des Zeitwerts des Planvermögens stellt sich wie folgt dar: scroll
Die erfahrungsbedingten Anpassungen spiegeln die Effekte auf die bestehenden Versorgungsverpflichtungen wider, die sich aus der Abweichung der tatsächlich eingetretenen Bestandsentwicklung von den zu Beginn des Geschäftsjahrs unterstellten Annahmen ergeben. Dazu zählen bei der Bewertung der Versorgungspflichten insbesondere die Entwicklung der Gehaltssteigerungen, Rentenanpassungen, Fluktuation der Mitarbeiter sowie biometrischer Daten wie Invaliditäts- und Todesfälle. (22) Entwicklung der übrigen Rückstellungenscroll
Die Rückstellungen für Personalaufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen in Höhe von 0,4 (0,3) Mio. € und für Berufsgenossenschaftsbeiträge in Höhe von 0,1 (0,2) Mio. € zusammen. Von dem Gesamtbetrag in Höhe von 0,6 Mio. € werden voraussichtlich 0,1 Mio. € im Geschäftsjahr 2012/13 verbraucht. Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von 9,0 (3,8) Mio. € betreffen im Wesentlichen CO2 -Emissi-onsrechte in Höhe von 5,9 (0,8) Mio. €, Steuerverbindlichkeiten für laufende Steuern in Höhe von 1,0 (1,5) Mio. € sowie Prozessrisiken in Höhe von 0,9 (0,9) Mio. €. Von dem Gesamtbetrag werden voraussichtlich 7,9 Mio. € im Geschäftsjahr 2012/13 verbraucht. Die Zuführungen zu den Rückstellungen enthalten Aufzinsungen in Höhe von 22 (18) Tsd. €. (23) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten scroll
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund des gewachsenen Geschäftsvolumens. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten insbesondere die negativen Marktwerte von derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 13,4 (13,1) Mio. €, Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen in Höhe von 5,6 (4,5) Mio. €, Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern in Höhe von 4,2 (4,0) Mio. € sowie Verbindlichkeiten aus ausstehenden Rechnungen in Höhe von 0,7 (0,5) Mio. €. (24) Finanzverbindlichkeiten (Nettofinanzschulden)scroll
Die Nettofinanzschulden zum 29. Februar 2012 beliefen sich auf 158,4 (195,0) Mio. €. Hiervon stehen der CropEnergies-Gruppe 118,3 (125,6) Mio. € langfristig zur Verfügung. Die Finanzverbindlichkeiten wurden durchschnittlich mit 3,9 (3,6) % verzinst. Durch planmäßige Tilgungen konnten die Finanzverbindlichkeiten um 47,2 Mio. € auf 160,1 Mio. € weiter reduziert werden. Von den Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen 32,3 (43,4) Mio. € eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Bei den Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Südzucker-Gruppe trifft dies auf 86,0 (82,2) Mio. € zu. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die Südzucker-Gruppe. Diese gewährte kurzfristige bzw. langfristige Darlehen zu marktüblichen Zinssätzen in Höhe von 30,2 Mio. € bzw. 86,0 Mio. €. Das Kapitalmanagement der CropEnergies-Gruppe umfasst die Steuerung der liquiden Mittel, des Eigenkapitals und des Fremdkapitals. Dabei strebt CropEnergies einen hohen Eigenkapitalanteil an, um sich Wachstumsoptionen offen zu halten. Am Bilanzstichtag waren weder Grundpfandrechte noch sonstige Pfandrechte eingeräumt. (25) Anlage- und Kreditgeschäfte (Originäre Finanzinstrumente)Die CropEnergies-Gruppe hat nachfolgend genannte wesentliche Kreditvereinbarungen getroffen: Ein im Geschäftsjahr 2005/06 aufgenommenes festverzinsliches Bankdarlehen in Höhe von ursprünglich 78,0 Mio. € ermäßigte sich infolge planmäßiger Tilgungen zum 29. Februar 2012 auf 39,0 Mio. €. Hiervon sind 9,8 Mio. € als kurzfristige Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Das Darlehen wird mit 3,55 % p. a. verzinst und wird bis zum 30. September 2015 getilgt. CropEnergies AG hat mit einem Teilbetrag von 100 Mio. € eine direkte und flexible Zugriffsmöglichkeit auf eine von der Südzucker AG vereinbarte syndizierte Bankkreditlinie von 600 Mio. €. Der Zinssatz orientiert sich am kurzfristigen Zinssatz für Interbanken-Darlehen. Am 29. Februar 2012 bestand keine Inanspruchnahme dieser Kreditlinie. Die CT Biocarbonic GmbH, an der die CropEnergies AG zu 50 % beteiligt ist, hat im Geschäftsjahr 2009/10 ein festverzinsliches Bankdarlehen in Höhe von insgesamt 6,1 Mio. € aufgenommen. infolge planmäßiger Tilgungen beläuft sich die restliche Darlehenssumme zum 29. Februar 2012 auf 5,8 Mio. €. Hiervon sind 718 Tsd. € als kurzfristige Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die genannten Beträge sind aufgrund der Quotenkonsolidierung nur zur Hälfte in den Jahresabschluss einbezogen. Das Darlehen wird mit 3,75 % p. a. verzinst und bis zum 30. Dezember 2019 getilgt. Die flüssigen Mittel in Höhe von 1,7 (12,3) Mio. € bestehen aus kurzfristig verfügbaren Einlagen bei Banken einwandfreier Bonität. (26) Derivative Finanzinstrumentea) Einsatz von derivativen FinanzinstrumentenDie CropEnergies-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit in begrenztem Umfang derivative Instrumente ein. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch interne Richtlinien geregelt, die grundgeschäftsorientierte Limits festlegen, Genehmigungsverfahren definieren, den Abschluss derivativer Instrumente zu spekulativen Zwecken beschränken, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft. Währungsrisiken können sich aus Transaktionen in Fremdwährungen ergeben. Zur teilweisen Absicherung werden derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Sowohl die Rohstoffbeschaffung als auch der Verkauf der Produkte erfolgten weitgehend in Euro. Zinsänderungsrisiken resultieren hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten. Soweit Zinsrisiken durch eine feste Zinsbindung nicht ausgeschlossen sind, behält sich CropEnergies vor, dem Risiko schwankender Zinssätze durch derivative Sicherungsinstrumente zu begegnen. Rohstoffpreisrisiken können sich hauptsächlich aus dem Einkauf von Agrarrohstoffen wie Getreide ergeben. Soweit Preisänderungsrisiken durch physische Lieferverträge nicht ausgeschlossen werden können, setzt CropEnergies zur teilweisen Sicherung derivative Finanzinstrumente ein. Produktpreisrisiken können sich aus schwankenden Bioethanolpreisen ergeben. Zur Absicherung von Preisänderungsrisiken in Lieferverträgen setzt CropEnergies in begrenztem Umfang derivative Absicherungen ein. b) Marktwerte von derivativen FinanzinstrumentenDie Nominal- und Marktwerte der derivativen Instrumente sowie deren Kreditrisiken innerhalb des CropEnergies-Konzerns stellen sich wie folgt dar: scroll
scroll
Die Getreide-, Währungs- und Produktderivate haben bis auf ein Getreidederivat mit einem Nominalvolumen von 0,2 Mio. € eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Als Nominalvolumen eines derivativen Sicherungsgeschäfts bezeichnet man die rechnerische Bezugsgröße, aus der sich Zahlungen ableiten. Sicherungsgegenstand und Risiko sind nicht das Nominalvolumen selbst, sondern nur die darauf bezogenen Preis- bzw. Zinsänderungen. Der Marktwert entspricht dem Betrag, den CropEnergies zum Bilanzstichtag bei unterstellter Auflösung des Sicherungsgeschäfts zu bezahlen hätte oder erhalten würde. Da zur Sicherung von Getreideeinkäufen nur marktübliche, handelbare Finanzinstrumente eingesetzt werden, wird der Marktwert anhand von Marktnotierungen ermittelt. Die Marktwerte anderer Sicherungsgeschäfte errechnen sich aus anerkannten Bewertungsmodellen. Zum Bilanzstichtag belief sich der Umfang der Getreidederivate auf 62,9 (68,1) Mio. € mit einem Marktwert von 3,6 (4,9) Mio. €. Sensitivität: Wären die Getreidepreise zum Bilanzstichtag um 10 % höher (niedriger) gewesen, hätte sich der im Eigenkapital bzw. teilweise in den passiven latenten Steuern niederschlagende Marktwert um 6,7 (-6,7) Mio. € verändert. Der Umfang der Währungsderivate erreichte 7,9 (16,4) Mio. € mit einem Marktwert von 0,0 (-0,4) Mio. €. Unter den Produktderivaten werden Verkaufsverträge für Bioethanol ausgewiesen, die sich an einem variablen Energiepreis orientieren. Die Preisrisiken dieser Geschäfte werden durch ein gegengerichtetes Sicherungsgeschäft minimiert. Die Nominalvolumen der Absicherungen auf Kundenseite sowie aus den gegengerichteten Sicherungsgeschäften beliefen sich dabei auf 191,3 (167,6) Mio. €. Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft bilden dabei eine geschlossene Position. So stehen den Marktwerten aus Kundenverträgen in Höhe von 13,3 Mio. € Marktwerte aus Sicherungsgeschäften in Höhe von -13,3 Mio. € gegenüber. Kreditrisiken können sich aus positiven Marktwerten von Derivaten ergeben. Zum 29. Februar 2012 beläuft sich der positive Marktwert auf 16,9 (17,6) Mio. €. Kreditrisiken werden minimiert, indem derivative Geschäfte über Warenterminbörsen mit täglichem Marktwertausgleich oder mit Banken bzw. mit Kunden einwandfreier Bonität abgeschlossen werden. Sämtliche Wertänderungen von Derivatgeschäften, die zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme durchgeführt wurden (Cashflow Hedges), sind zunächst erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage zu erfassen und werden erst bei Realisierung des Zahlungsstroms erfolgswirksam. ihr Marktwert zum 29. Februar 2012 belief sich auf 3,6 (4,5) Mio. €. (27) Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenBuch- und beizulegende Zeitwerte von FinanzinstrumentenDie nachstehende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach IAS 39 dar. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen wird. scroll
*
EzbZbfVW = Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte scroll
Das Nettoergebnis nach IFRS 7 umfasst Zinsen, Effekte aus Wechselkursänderungen und Wertberichtigungen aus Forderungen. Nach IFRS 7.27 sind die jeweiligen Methoden zur Ermittlung des Fair Value anzugeben. Dabei ist eine dreistufige Fair-Value-Hierarchie (sog. Level) zu verwenden. Für CropEnergies sind nur die Level 1 und 2 relevant. Für Level 1 werden die Zeitwerte anhand von börsennotierten Marktpreisen ermittelt. Dies ist bei Getreidederivaten der Fall. Level 2 liegt vor, wenn keine börsennotierten Marktpreise verfügbar sind und die Zeitwerte anhand von auf Marktdaten basierenden Bewertungsmodellen berechnet werden. Hierunter fallen bei CropEnergies Währungsderivate und eingebettete Derivate aus Lieferverträgen sowie die dazugehörigen Sicherungsgeschäfte mit Banken. Für Derivate, die als Level 1 klassifiziert sind, beliefen sich die Marktwerte auf 3,6 (4,9) Mio. €, für Derivate des Levels 2 auf 0,0 (-0,4) Mio. €. Wertminderungen im Bereich der Finanzinstrumente waren nur bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,1 (0,2) Mio. € notwendig. Das gesamte Zinsergebnis aus Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, beläuft sich auf -6,1 (-5,9) Mio. €. Hierin sind Zinserträge von 0,1 (0,0) Mio. € und Zinsaufwendungen von 6,2 (5,9) Mio. € enthalten. Für Avalprovisionen hat CropEnergies im Geschäftsjahr 2011/12 Aufwendungen in Höhe von 0,3 (0,2) Mio. € getätigt. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt: Aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Forderungen sowie der Zahlungsmittel wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Gleiches gilt für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten. Die positiven und negativen Marktwerte aus Derivaten betreffen Cashflow-Hedge-Derivate und Derivate im Handelsbestand (auch Derivate "held for trading" genannt). Sie werden unter den sonstigen Forderungen oder sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Ermittlung der Marktwerte von Derivaten wird auf Basis von Stichtagsnotierungen vorgenommen. Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinskurve ermittelt. Bei kurzfristigen Laufzeiten wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. (28) Risikomanagement in der CropEnergies-GruppeDie CropEnergies-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken durch die Veränderung der Preise für Rohstoffe, Bioethanol, Lebens- und Futtermittel sowie Energie. Daneben bestehen finanzielle Risiken wie Währungs-, Zins-, Kredit- und Liquiditätsrisiken. Bonitäts- und AusfallrisikenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der CropEnergies-Gruppe bestehen überwiegend gegenüber den Kunden der Mineralöl- sowie der Lebens- und Futtermittelindustrie. Das daraus resultierende Kreditrisiko wird mit Warenkreditversicherungen begrenzt und auf Basis von internen Richtlinien und Limits gesteuert. Für verbleibende Restrisiken hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erforderlichenfalls Wertberichtigungen angesetzt, die sich am tatsächlichen Ausfallrisiko orientieren. Die maximale Risikoposition aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen. Die Buchwerte der überfälligen sowie der verbleibenden wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Anhang unter Ziffer (19) angegeben. Das maximale Kreditrisiko der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte entspricht dem Buchwert dieser Instrumente und ist nach Einschätzung von CropEnergies nicht von Bedeutung. LiquiditätsrisikoAls Liquiditätsrisiko bezeichnet man die Gefahr, dass ein Unternehmen seinen finanziellen Verpflichtungen nicht fristgerecht bzw. nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Die CropEnergies-Gruppe generiert Liquidität durch das operative Geschäft sowie - soweit erforderlich - durch Zugriff auf externe Finanzierungen. Die Mittel dienen der Finanzierung von Investitionen, Akquisitionen und des Working Capital. Um die Zahlungsfähigkeit zu jeder Zeit zu gewährleisten sowie die finanzielle Flexibilität der CropEnergies-Gruppe zu erhöhen, wird darüber hinaus eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln, insbesondere aber in Form freier Kreditlinien, vorgehalten. Ausführliche Erläuterungen zum Finanzmanagement der CropEnergies-Gruppe sind im Kapitel Finanzmanagement ab Seite 51 dargestellt. CropEnergies AG hat mit einem Teilbetrag von 100 Mio. € eine direkte und flexible Zugriffsmöglichkeit auf eine von der Südzucker AG vereinbarte syndizierte Bankkreditlinie von 600 Mio. €. Diese Kreditlinie steht unter Mithaftung der Südzucker AG. Die nachstehende Übersicht zeigt die Fälligkeit der Verbindlichkeiten jeweils per 29./28. Februar. Sämtliche Zahlungsabflüsse sind undiskontiert. scroll
scroll
scroll
scroll
Die Zahlungsabflüsse aus Tilgungen von Verbindlichkeiten sind auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen. Eine Ausnahme bilden die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die mit dem geplanten Zahlungsabfluss angesetzt wurden. Die Ermittlung von Zinszahlungen von Finanzinstrumenten mit variabler Verzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. WährungsrisikoWährungsrisiken können sich aus Transaktionen in Fremdwährungen ergeben. Zur teilweisen Absicherung werden derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Sowohl die Rohstoffbeschaffung als auch der Verkauf der Produkte erfolgten weitgehend in Euro. Soweit in Einzelfällen finanzielle Forderungen oder Verbindlichkeiten in fremder Währung bestehen, unterliegen sie bis zu ihrer Erfüllung noch dem Risiko der Abwertung bzw. Aufwertung. Der Bestand an Finanzforderungen und -Verbindlichkeiten in Fremdwährungen ist bei CropEnergies jedoch von untergeordneter Bedeutung. CropEnergies kann aber auch indirekten Währungsrisiken in Bezug auf Marktwertschwankungen des Euros gegenüber dem US-Dollar und dem brasilianischen Real unterliegen. Solche indirekten Einflüsse auf die Weltmarktpreise für Rohstoffe, Energie und Bioethanol lassen sich jedoch nicht quantifizieren. ZinsrisikoCropEnergies ist Zinsänderungsrisiken in der Eurozone ausgesetzt. Das Zinsänderungsrisiko resultiert hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten. Von den Darlehensinanspruchnahmen per 29. Februar 2012 in Höhe von 160,1 Mio. € waren 129,7 Mio. € festverzinslich und 30,4 Mio. € variabel verzinslich. Sensitivität: Würde das Marktzinsniveau um 100 Basispunkte höher (niedriger) liegen, würden sich die jährlichen Zinsaufwendungen für die Darlehen um 0,4 Mio. € erhöhen (vermindern). MarktpreisrisikoDie CropEnergies-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken durch die Veränderung der Preise für Endprodukte, Rohstoffe und Energie. Zur Begrenzung damit verbundener Risiken setzt CropEnergies in der Rohstoff- und Bioethanolpreissicherung derivative Absicherungen ein. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und unterliegt einer ständigen Kontrolle. Sonstige Angaben(29) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenZum Abschlussstichtag bestand ein Bestellobligo für Investitionen in Höhe von 4,1 (5,4) Mio. € und für Rohstoffe in Höhe von 227,0 (237,3) Mio. €. Das Obligo für Investitionen betrifft im Wesentlichen Optimierungsprojekte bei bestehenden Bioethanolanlagen. Das Obligo für Rohstoffe besteht überwiegend für Bestellungen von Getreide, Rohalkohol sowie Zuckersirupen. Die aus Operating Leasing resultierenden Verpflichtungen belaufen sich auf 1.712 (575) Tsd. € und haben folgende Fälligkeitsstruktur: scroll
Für CropEnergies bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 93,8 Mio. € überwiegend aus geschäftstypischen Zollavalen. im Rahmen einer Darlehensgewährung an die CT Biocarbonic GmbH wurde eine gesamtschuldnerische Mithaftung in Höhe von 2,9 (3,1) Mio. € eingegangen. Eine Inanspruchnahme wird derzeit nicht erwartet. CropEnergies kann möglichen Verpflichtungen aus verschiedenen Ansprüchen oder Verfahren, die anhängig sind oder geltend gemacht werden könnten, unterliegen. Schätzungen über die künftigen Aufwendungen in diesem Bereich sind zwangsläufig Unsicherheiten unterworfen. Wenn ein Verlust wahrscheinlich und der Betrag zuverlässig schätzbar ist, bildet CropEnergies Rückstellungen für diese Risiken. Nach heutigem Kenntnisstand bestehen keine Ansprüche oder Verfahren, die erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der CropEnergies-Gruppe haben. Zum Bilanzstichtag bestanden keine weiteren Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen. (30) Ergebnis je AktieDer Konzernjahresüberschuss belief sich auf 30,2 (28,3) Mio. €. Dies entspricht bei 85 Mio. Aktien einem Ergebnis je Aktie von 0,36 (0,33) €. (31) Angaben zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung wurde nach den Vorschriften des IAS 7 (Kapitalflussrechnungen) erstellt und zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestands der CropEnergies-Gruppe aus den Bereichen laufende Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Der Cashflow stieg auf 64,0 (63,3) Mio. €. Die Mittelabflüsse aus Steuerzahlungen beliefen sich auf 7,5 (7,8) Mio. € und sind der laufenden Geschäftstätigkeit zuzuordnen. Außerdem sind Zinsauszahlungen in Höhe von 7,5 (7,7) Mio. € angefallen. Die Investitionen von 14,4 (21,6) Mio. € für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte entfallen im Wesentlichen auf Ersatzinvestitionen und Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz und Verbesserung der Treibhausgasbilanz der Bioethanolanlagen. Die Akquisitionen und Investitionen in langfristige finanzielle Vermögenswerte betreffen die Kaufpreisanpassung für den Erwerb der Ryssen Alcools SAS, siehe Textziffer (34). Es wurden Fördermittel in Höhe von 1,0 (0,4) Mio. € vereinnahmt. Der Bestand an flüssigen Mitteln belief sich per 29. Februar 2012 auf 1,7 (12,3) Mio. €. (32) Aufwendungen für Leistungen des KonzernabschlussprüfersFür Leistungen des Konzernabschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, sind im Geschäftsjahr 2011/12 Aufwendungen in Höhe von 140 (137) Tsd. € für die Konzernabschlussprüfung sowie die Prüfung der Abschlüsse der CropEnergies AG und ihrer inländischen Tochtergesellschaft, der CropEnergies Bioethanol GmbH, angefallen. Darüber hinaus erbrachte der Konzernabschlussprüfer im laufenden Geschäftsjahr andere Bestätigungsleistungen in Höhe von 1 (0) Tsd. €. (33) Entsprechenserklärung nach § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG haben am 14. November 2011 die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären der CropEnergies AG auf der Website www.cropenergies.com unter der Rubrik Investor Relations dauerhaft zugänglich gemacht. (34) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)"Related Party" im Sinne von IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen) sind die Südzucker AG als Mehrheitsaktionärin sowie deren Vorstand und Aufsichtsrat nebst deren nahen Familienangehörigen sowie ihre Tochtergesellschaften (Südzucker-Gruppe), das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH sowie die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der CropEnergies AG nebst deren nahen Familienangehörigen. Darüber hinaus zählt dazu die Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt, aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien sich eine Mehrheitsbeteiligung an der Südzucker AG errechnet. Südzucker-GruppeDie Transaktionen mit der Südzucker-Gruppe umfassten Warenlieferungen von der Südzucker-Gruppe, insbesondere Fertigerzeugnisse sowie verschiedene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, im Wert von 48,5 (52,3) Mio. €. Daneben wurden Dienstleistungen in Höhe von 4,2 (4,0) Mio. € sowie Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von 1,9 (2,4) Mio. € erbracht. Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von der Südzucker-Gruppe für Warenlieferungen und damit in Verbindung stehende Zahlungen 47,4 (32,3) Mio. €. Ferner erzielte die CropEnergies-Gruppe Leistungserlöse in Höhe von 2,6 (2,6) Mio. € sowie Erlöse aus Dienstleistungen in Höhe von 2,2 (1,7) Mio. €. Aus der Gewährung von Darlehen ergab sich für die CropEnergies-Gruppe ein negativer Zinssaldo in Höhe von 5,6 (5,5) Mio. €. Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden gegenüber der Südzucker-Gruppe zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 4,2 (8,8) Mio. € und Verbindlichkeiten in Höhe von 12,3 (4,5) Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Südzucker-Gruppe beliefen sich auf 116,2 (152,4) Mio. €. Hinsichtlich der 2008 erworbenen Ryssen Alcools SAS ergab sich im Geschäftsjahr 2011/12 durch Geldzuflüsse von Dritten, insbesondere durch eine Schadensersatzleistung für eine nicht funktionsfähige Betriebsvorrichtung, eine Kaufpreisanpassung von insgesamt 3,7 Mio. €. Die Kaufpreisanpassung war zum Erwerbszeitpunkt vereinbart worden. Zu den bilanziellen Konsequenzen verweisen wir auf Textziffer (16). Die Leistungsbeziehungen mit der Südzucker AG und ihren Tochtergesellschaften wurden zu marktüblichen Preisen bzw. Zinsen abgerechnet; Leistung und Gegenleistung entsprachen sich, sodass keine Benachteiligungen entstanden. Daneben wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt. CT Biocarbonic GmbHFür das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH wurden Verwaltungsdienstleistungen und Warenlieferungen erbracht, die zu marktüblichen Preisen abgerechnet wurden. Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eGMit der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) gab es keine Geschäftsvorfälle. VorstandDer Gesamtvorstand erhielt für das Geschäftsjahr 2011/12 insgesamt eine Vergütung von 0,8 (0,7) Mio. €; davon entfielen auf das feste Jahresgehalt 470 (444) Tsd. €. Der variable Vergütungsanspruch belief sich auf 276 (249) Tsd. €. Als Sachbezüge und Beiträge zur Sozialversicherung wurden 44 (43) Tsd. € gewährt. Den Pensionsrückstellungen für Vorstandsmitglieder wurden insbesondere aufgrund veränderter versicherungsmathematischer Annahmen 707 (194) Tsd. € zugeführt. AufsichtsratDie Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der CropEnergies AG belief sich auf 170 (170) Tsd. € für das Geschäftsjahr 2011/12, zudem wurden angefallene Auslagen in Höhe von 4 Tsd. € erstattet. Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat, die Bestandteil des Lageberichts ist, ist in der Erklärung zur Unternehmensführung/Corporate Governance-Bericht auf der Seite 41 angegeben. (35) AufsichtsratDr. Theo SpettmannVorsitzender Ludwigshafen Ehem. Vorstandssprecher der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Prof. Dr. Markwart KunzStellvertretender Vorsitzender Worms Mitglied des Vorstands der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt Konzernmandate
Dr. Hans-Jörg GebhardEppingen Vorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V. Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Thomas KölblSpeyer Mitglied des Vorstands der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Konzernmandate
Franz-Josef MöllenbergRellingen Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Norbert SchindlerBobenheim am Berg Mitglied des Deutschen Bundestags Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
(36) VorstandDr. Lutz Guderjahn (COO)Offstein Joachim Lutz (CFO)Mannheim (37) Anteilsbesitzlistescroll
(38) Vorschlag zur GewinnverwendungDer Konzern-Jahresüberschuss der CropEnergies-Gruppe (nach IFRS) erhöhte sich auf 30,2 (28,3) Mio. €. Der für die Gewinnverwendung maßgebliche handelsrechtliche Bilanzgewinn der CropEnergies AG erreichte, nach einer Einstellung in die Gewinnrücklagen von 6,0 (3,4) Mio. €, 15,4 (12,8) Mio. €. Angesichts der verbesserten Ertragslage schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 17. Juli 2012 vor, die Dividende auf 0,18 (0,15) € je Aktie anzuheben. Unter Zugrundelegung der Anzahl von 85 Mio. ausgegebenen Stückaktien ergibt sich eine Ausschüttungssumme von 15,3 (12,8) Mio. €. Der verbleibende Bilanzgewinn von 0,1 Mio. € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. (39) Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach dem Bilanzstichtag haben keine Ereignisse stattgefunden, die die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage wesentlich beeinflussen. (40) SegmentberichtGemäß IFRS 8 (Geschäftssegmente) sind Angaben über jene Segmente erforderlich, die das Unternehmen zu internen Berichts- und Steuerungszwecken eingerichtet hat (sogenannter Management Approach). Die CropEnergies-Gruppe stellt nur ein homogenes Hauptprodukt (Bioethanol) her. Nach mehreren verbundenen bzw. identischen Produktionsprozessen entstehende ähnliche Endprodukte können separat vertrieben werden. Das Management steuert die gesamte Unternehmensgruppe anhand der Informationen über das Hauptprodukt Bioethanol. Daher besitzt die CropEnergies-Gruppe nur ein Segment. Die operative Steuerung der CropEnergies-Gruppe erfolgt durch den Vorstand als Hauptentscheidungsträger im Wesentlichen anhand der Kennzahlen zum Deckungsbeitrag pro m3 Bioethanol und Auslastungsgrad der Produktionsanlagen sowie des operativen Ergebnisses. Ableitung des Segmentvermögens und der Segmentverbindlichkeitenscroll
Segmentierung nach Regionenscroll
Die regionale Zuteilung des Segmentvermögens und der Investionen erfolgte nach den Ländern, in denen die Gesellschaften der CropEnergies-Gruppe ihren Sitz haben. Die Umsatzerlöse mit Dritten bestimmten sich nach der Lieferdestination. Im Geschäftsjahr 2011/12 erwirtschaftete die CropEnergies-Gruppe mit einem Kunden Umsatzerlöse von 19,3 % des Konzernumsatzes. Im Berichtszeitraum fielen sonstige betriebliche Erträge von 14,1 (8,9) Mio. €, Abschreibungen von 31,4 (30,5) Mio. €, sonstige betriebliche Aufwendungen von 47,0 (46,3) Mio. €, Finanzerträge von 0,2 (0,2) Mio. €, Finanzaufwendungen von 8,1 (8,2) Mio. € sowie ein Steueraufwand von 13,8 (10,5) Mio. € an. Bei einem operativen Ergebnis von 53,0 (45,9) Mio. € ergab sich somit ein Jahresüberschuss von 30,2 (28,3) Mio. €. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Mannheim, 3. Mai 2012 DER VORSTAND Dr. Lutz Guderjahn Joachim Lutz WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKSWir haben den beigefügten Konzernabschluss der CropEnergies AG, Mannheim, und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, Kapitalflussrechnung, Bilanz, Entwicklung des Eigenkapitals und Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. März 2011 bis 29. Februar 2012 -geprüft. Verantwortung des Vorstands für den KonzernabschlussDer Vorstand der CropEnergies AG ist verantwortlich für die Aufstellung dieses Konzernabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Verantwortung des AbschlussprüfersUnsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der international Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist. Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Konzernabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der vom Vorstand ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. PrüfungsurteilGemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 29. Februar 2012 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr. Vermerk zum KonzernlageberichtWir haben den beigefügten Konzernlagebericht der CropEnergies AG für das Geschäftsjahr vom 1. März 2011 bis 29. Februar 2012 geprüft. Der Vorstand der CropEnergies AG ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des Konzernlageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des Konzernlageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernlageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 3. Mai 2012 PricewaterhouseCoopers Dr. Ralf Worster, Wirtschaftsprüfer Olav Krützfeldt, Wirtschaftsprüfer GLOSSARAlkohol→ Ethanol. Abfindungs-CapDie Obergrenze der Zahlung, die ein Mitglied des Vorstands bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit erhält. Beimischung (zum Benzin)Die Zugabe von → Bioethanol zu → Ottokraftstoff. in Europa gibt es für → Ottokraftstoff die Norm EN 228, die den Zusatz von 5 Vol.-% → Ethanol oder 15 Vol.-% ETBE erlaubt, sowie die Norm E51626-1, welche den Zusatz von 10 Vol.-% → Ethanol erlaubt. Weltweit sind unterschiedliche Ethanolbeimischungen zu konventionellem → Ottokraftstoff üblich (z. B. 20 - 25 Vol.-% in Brasilien; 10 - 15 Vol.-% in den USA). BioethanolAus nachwachsenden Rohstoffen gewonnener → Alkohol. Als Rohstoff kommt zucker-, stärke- oder zellulosehaltige Biomasse infrage. Die CropEnergies AG setzt Getreide und → Zuckersirupe als Rohstoffe ein. BiokraftstoffeAus Biomasse gewonnene Kraftstoffe (z. B. → Bioethanol, Biodiesel, Biogas, Pflanzenöl). Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung (Biokraft-NachV)Am 2. November 2009 in Kraft getretene Verordnung über Anforderungen an eine nachhaltige Herstellung von → Biokraftstoffen. Die Verordnung soll sicherstellen, dass künftig nur noch solche → Biokraftstoffe steuerlich begünstigt oder auf die Biokraftstoffquote angerechnet werden können, die unter Beachtung verbindlicher Nachhaltigkeitsstandards hergestellt wurden. Mit der Verordnung werden die → Nachhaltigkeitskriterien der Europäischen Union für den Biokraftstoffbereich in Deutschland rechtlich festgeschrieben. CDS (Condensed Distillers' Solubles)Flüssiges Futtermittel aus → Schlempe, die bei der Bioethanolherstellung aus Getreide anfällt und eingedickt wird. CO2→ Kohlendioxid. ComplianceEinhaltung von Gesetzen, Richtlinien und freiwilligen Kodizes als Element der verantwortungsvollen Unternehmensführung (→ Corporate Governance). Corporate Governance i Verantwortungsvolle Unternehmensführung und -kontrolle. Gesamtheit der auf die Aktionärsinteressen ausgerichteten Grundsätze und Regeln über Organisation, Verhalten und Transparenz, die - unter Wahrung von Entscheidungsfähigkeit und Effizienz der Führung - auf oberster Unternehmensebene ein ausgewogenes Verhältnis von Leitung und Kontrolle anstreben. Hierdurch soll die Transparenz der Unternehmensführung erhöht, die Zusammenarbeit der Organe eines Unternehmens verbessert und effiziente Kontrolle der Unternehmensführung gewährleistet werden. Die CropEnergies AG sieht in der Einhaltung von C.-Grundsätzen ein bedeutendes Mittel zur Stärkung des Vertrauens der Anleger, Kunden, Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung des Unternehmens. Corporate Governance Kodex i Durch den Gesetzgeber im Jahr 2002 eingeführter Kodex, der wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften (Unternehmensführung) darstellt und darüber hinaus international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung enthält. Es besteht eine gesetzliche Verpflichtung für alle deutschen börsennotierten Unternehmen, alljährlich zu erklären, inwiefern den Empfehlungen entsprochen wurde und wird. CropPower85C. ist ein gemäß DIN 51625 hergestellter E85-Qualitätskraftstoff (→ E85) für Flexible Fuel Vehicles (→ FFVs). C. ist ein Bioethanol-Benzin-Gemisch mit einem Bioethanolanteil von bis zu 86 %. Cross ComplianceGrundsatz der Landwirtschaft in der EU, dass Landwirte Umweltschutzauflagen erfüllen müssen, um in den Genuss von Marktstützungsmaßnahmen zu kommen. C. war Teil der Reform der europäischen Landwirtschaftspolitik im Rahmen der Agenda 2000 und ist seit 2005 verpflichtend. Beispiele für Umweltauflagen der C. sind die Einhaltung der zulässigen Höchstmenge von Düngemitteln pro Hektar und die Befolgung bestimmter Regeln bezüglich des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln. insgesamt wurden 19 Rechtsakte erlassen, die die Bereiche Umwelt, Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanzen sowie Tierschutz betreffen. D&O-Versicherung | (Directors-and-Officers-Versicherung, auch Organ- oder Manager-Haftpflichtversicherung)Eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, die ein Unternehmen für seine Organe und leitenden Angestellten abschließt. DehydratationDie so genannte Trocknung des → Alkohols. in diesem letzten Schritt der Bioethanolproduktion wird dem → Alkohol nahezu das gesamte restliche Wasser entzogen und so ein Reinheitsgrad von über 99 % erreicht. Derivate I Derivative FinanzinstrumenteFinanzprodukte, deren Marktwert entweder aus klassischen Basisinstrumenten wie Aktien oder Rohstoffen oder aus Marktpreisen wie etwa Zinssätzen oder Wechselkursen abgeleitet werden kann. D. existieren in vielfältigen Formen, so etwa als Optionen oder → Termingeschäfte (→ Futures). DestillationAuftrennung von Flüssigkeiten, die aus verschiedenen Bestandteilen zusammengesetzt sind, durch kontrollierte Erhitzung, z. B. fraktionierte Destillation von Rohöl oder Trennung von → Alkohol und Wasser. Basis dieser Trennungsmöglichkeit sind die unterschiedlichen Siedepunkte der Mischungsbestandteile. DDGS (Distillers' Dried Grains with Solubles)Trockenschlempe. Als D. wird die getrocknete → Schlempe der Ethanolherstellung aus Getreide bezeichnet, die in der Tierernährung als wertvolles Proteinfuttermittel eingesetzt wird. E5Kraftstoff für Ottomotoren aus 5 Vol.-% → Bioethanol und 95 Vol.-% Benzin. Gemäß der Norm EN 228 ist er in Europa für konventionelle Ottomotoren zugelassen. E10Kraftstoff aus 10 Vol.-% → Bioethanol und 90 Vol.-% Benzin. Mit der Änderung der → Kraftstoffqualitätsrichtlinie wurde die Grundlage für die EU-weite Anpassung der Normen für → Ottokraftstoff gelegt, die in Zukunft den Zusatz von 10 Vol.-% → Ethanol zu → Ottokraftstoff in der EU generell erlauben sollen. Die EU-Mitgliedsstaaten müssen die jeweiligen nationalen Regelungen anpassen, um die Möglichkeit zur Einführung von E10 zu schaffen. An deutschen Tankstellen wird E10 seit dem 1. Januar 2011 angeboten. Für E. gilt in Deutschland die Norm E51626-1. E85In Deutschland besonders förderungswürdiger Kraftstoff für Flexible Fuel Vehicles (→ FFVs). E85 ist ein Bioethanol-Benzin-Gemisch mit einem Bioethanolanteil von rund 85 %. Für E. gilt in Deutschland die DIN 51625. Die CropEnergies AG produziert und vertreibt E85-Quali-tätskraftstoff unter dem Markennamen → CropPower85 in Deutschland. EBIT (Earnings Before Interest and Taxes)→ Ergebnis vor Zinsen und Steuern. EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization)Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände. EnzymVeraltet: Ferment. Biochemischer Katalysator, der hilft, ein Substrat zu spalten oder zu verändern, ohne sich selbst aufzubrauchen. E. bestehen aus Eiweiß (Protein). Ergebnis je AktieDen Aktionären der CropEnergies AG zurechenbares Ergebnis nach Steuern, das auf eine Aktie entfällt. Das E. wird als Quotient des Jahresergebnisses nach Minderheitenanteilen im Verhältnis zur Anzahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)Kennzahl, die die operative Ertragskraft eines Unternehmens misst, indem aus dem Jahresüberschuss der Steueraufwand und das Finanzergebnis eliminiert werden. Dem E. kommt bei einem Vergleich von Unternehmen, die unterschiedliche Finanzstrukturen aufweisen oder nicht vergleichbaren Steuersystemen ausgesetzt sind, eine zentrale Bedeutung zu. Das von der CropEnergies AG ausgewiesene "Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit" entspricht weitgehend der Definition des E. Erneuerbare EnergienRegenerative Energien, die im Gegensatz zu fossilen Energieträgern theoretisch unbegrenzt zur Verfügung stehen. Man unterscheidet die drei Gruppen Wärme, Strom und Kraftstoffe, die jeweils wieder unterteilt werden können. Erneuerbare-Energien-Richtlinie | Richtlinie 2009/ 28/EG des Europäischen Parlaments und Rates zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen vom 23. April 2009. Die E. schreibt unter anderem einen verbindlichen Anteil → erneuerbarer Energien am Energieverbrauch im Transportsektor von 10 % im Jahr 2020 vor. Die E. enthält ebenfalls Regelungen zur nachhaltigen Produktion von → Biokraftstoffen als Voraussetzung für eine Förderung und die Anrechnung auf die EU-Biokraftstoffziele. Zum Nachweis der Einhaltung der rechtlich definierten Anforderungen sind die Wirtschaftsteilnehmer zu einer unabhängigen Überprüfung verpflichtet (z. B. Zertifizierungssysteme). Bis zum 5. Dezember 2010 musste die E. von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden. EthanolAuch Ethylalkohol (veraltet Äthanol, Äthylalkohol). Gehört zur Gruppe der Alkohole, steht im engeren Sinn synonym für → Alkohol. E. ist das Hauptprodukt der alkoholischen Gärung. Hauptbestandteil von Branntwein und Trinkalkohol. E. wird als Kraftstoffadditiv (→ Bioethanol) und als alleiniger Kraftstoff, aber auch in der chemischen oder pharmazeutischen Industrie verwendet. FFVs (Flexible Fuel Vehicles)F. sind kraftstoffflexibel, das heißt, sie können sowohl mit reinem → Ottokraftstoff als auch - in Europa - mit bis zu 86 % → Bioethanol betrieben werden. Sie haben einen einzigen Tank und erkennen über einen Sensor das Mischungsverhältnis von → Bioethanol und → Ottokraftstoff. Das Motormanagement passt die Zündzeitpunkte automatisch an die Zusammensetzung des Gemischs an. Fraunhofer-GesellschaftDie F. betreibt anwendungsorientierte Forschung zum direkten Nutzen für Unternehmen und zum Vorteil der Gesellschaft. Futures→ Termingeschäfte. GalloneVolumenmaß (Trocken- und Flüssigkeitsmaß), für das mehrere Definitionen existieren. Die in den USA für Flüssigkeiten gebräuchliche US liquid gallon entspricht 3,785 Litern. GetreidewirtschaftsjahrZeitraum von zwölf Monaten zur Sammlung von Daten (z. B. Anbaufläche, Erntemengen) zu einer bestimmten Getreidesorte. Das G. beginnt mit der Getreideernte. in Europa dauert das Wirtschaftsjahr für Weizen beispielsweise vom 1. Juli bis 30. Juni. GewichtsprozentProzentuale Angabe des relativen Masseanteils einer Komponente an der Gesamtmasse eines Stoffgemisches (Abk. Gew.-%). GlutenKleber oder Klebereiweiß, welches in Getreidekörnern enthalten ist. G. wird in der Industrie als Lebens- und Futtermittel verwendet. IFS-Zertifizierung (International Food Standard)Zertifizierung und Überprüfung von Systemen zum Sicherstellen der Lebensmittelsicherheit sowie der Qualität bei der Produktion von Lebensmitteln. Die Zertifizierung erfolgt durch akkreditierte Zertifizierer. Kohlendioxid (CO2)Entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigem Material. Dient als Ausgangsprodukt für den Aufbau pflanzlicher Biomasse durch Photosynthese. Bei der Verbrennung von Biomasse wird nur so viel CO2 abgegeben, wie von dieser zuvor beim Wachsen aufgenommen worden ist. K. ist ein → Treibhausgas. K. kann in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie verwendet werden. KraftstoffqualitätsrichtlinieRichtlinie 98/70/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Oktober 1998, die Mindestanforderungen für die Beschaffenheit und Auszeichnung der Qualitätsdaten von Kraftstoffen festlegt. Mit der K. haben das Europäische Parlament und der Rat einem Änderungsvorschlag der EU-Kommission zur Verringerung von luftverunreinigenden Emissionen und Treibhausgasemissionen von Kraftstoffen zugestimmt. in diesem Zusammenhang wurde auch die EU-weite Einführung von → E10-Kraftstoff ermöglicht. KuppelprodukteK. entstehen, wenn bei der Herstellung eines Produktes mit technischer Notwendigkeit mindestens ein weiteres Produkt anfällt. So kann z. B. → Schlempe, die als K. bei der Produktion von → Bioethanol aus Getreide anfällt, etwa zu den Futtermitteln → DDGS oder → CDS weiterverarbeitet werden. LignozelluloseVerbund aus → Zellulose, Hemizellulose und Lignin, der das Strukturgerüst der pflanzlichen Zellwand bildet. Die Gewinnung von → Bioethanol aus lignozellulären Rohstoffen wie Stroh oder Holz befindet sich in der Entwicklungsphase. NachhaltigkeitskriterienKriterien, die → Biokraftstoffe, die für die Erreichung der Ziele der → "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" verwendet werden, sowie Biokraftstoffe, denen nationale Förderregelungen zugute kommen, erfüllen müssen, um ihre ökologische Nachhaltigkeit unter Beweis zu stellen. Beispiele für N. sind eine Mindesteinsparung von → Treibhausgasen und der Schutz von Flächen mit hoher biologischer Vielfalt. Bei der Formulierung der → "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" wurden auch soziale N. berücksichtigt. NachhaltigkeitszertifizierungDient der Überwachung und Kontrolle der kompletten Anbau-, Liefer- und Herstellungskette von Biokraftstoffen zur Einhaltung der Vorgaben der → Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung durch unabhängige Zertifizierungssysteme und -stellen, die von staatlichen Aufsichtsbehörden (z. B. Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Deutschland) anerkannt und überwacht werden. N. findet auch bei der Verstromung von flüssiger Biomasse Anwendung. OttokraftstoffOffizielle Bezeichnung für Normal-(Regular-) und Super- (Premium-) Benzine für Vergaser und Einspritzmotoren mit Fremdzündung. Die Qualität von europäischen O. ist in EN 228 festgelegt. ProtiGrain®Markenname für das von CropEnergies produzierte → DDGS. P. wird als hochwertiges Proteinfuttermittel vermarktet. ProtiWanze®Markenname für das von CropEnergies in Wanze produzierte → CDS. P. ist ein flüssiges Futtermittel mit einem hohen Proteingehalt. RektifikationSchritt der Bioethanolproduktion, in dem der → Alkohol aufgereinigt wird und Reststoffe entfernt werden. SchlempeRückstand an nicht vergärbaren Stoffen, der bei der Destillation anfällt. Sch. aus Getreide ist wegen des Gehalts an Eiweiß, Stickstoffverbindungen, Fetten u. a. ein wertvolles Futtermittel für Nutztiere. TermingeschäfteKontrakte über die Lieferung und Abnahme eines bestimmten Gegenstands zu einem Zeitpunkt in der Zukunft, zu einem bei Vertragsabschluss vereinbarten Preis oder an der Börse am Stichtag festgestellten Kurs. TreibhausgaseNeben Methan, Distickstoffoxid und den FCKWs ist → Kohlendioxid das wichtigste anthropogene Treibhausgas. Das Ansteigen der Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre ist verantwortlich für den Klimawandel. Hauptverursacher von CO2 -Emissionen ist die Industrie, gefolgt vom Gebäude-Sektor (Raumwärme, elektrische Geräte etc.) und dem Verkehrssektor. TriticaleGetreideart, eine Kreuzung aus Weizen und Roggen. Volumenprozent (Volumenkonzentration)Schreibweise Vol.-% oder v/v. Bezeichnung für den Alkoholanteil einer Flüssigkeit bezogen auf das Volumen bei 20 °C. Warentermingeschäfte→ Termingeschäfte über Abnahme und Lieferung von Handelswaren, z. B. landwirtschaftlichen Erzeugnissen. ZelluloseGerüstsubstanz von Pflanzen, Hauptbestandteil der Zellwände. Z. ist ein Polysaccharid, das aus einigen tausend β-Glucosebausteinen aufgebaut ist. Es ist u. a. durch Mineralsäuren, Enzyme oder Pilze spaltbar ("Holzverzuckerung", Holzzuckerspiritus-Gewinnung). Verfahren zur Herstellung von → Bioethanol aus Z. befinden sich im Entwicklungsstadium. ZuckersirupeZwischenprodukte der Zuckerherstellung. Die CropEnergies AG nutzt Z. in ihren Bioethanolanlagen als Rohstoff für die Bioethanolherstellung. DISCLAIMERZukunftsgerichtete Aussagen und PrognosenDieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstands der CropEnergies AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können künftige tatsächliche Entwicklungen und die künftigen tatsächlichen Ereignisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage und ordnungspolitischen Rahmenbedingungen sowie die Entwicklung der Rohstoff- und Ölpreise. CropEnergies übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden. Bildnachweis: Wolfgang Uhlig Satz und Gestaltung: trio-group, Mannheim Druck und Weiterverarbeitung: Colordruck, Leimen © 2012 Finanzkalenderscroll
KontaktCropEnergies AG Gottlieb-Daimler-Straße 12 68165 Mannheim Heike Baumbach Investor Relations Tel.: +49 (621) 714190-30 Fax: +49 (621) 714190-03 ir@cropenergies.de Nadine Dejung Öffentlichkeitsarbeit/Marketing Tel.: +49 (621) 714190-65 Fax: +49 (621) 714190-03 presse@cropenergies.de www.cropenergies.com Handelsregister Mannheim: HRB 700509 |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||