![]() CropEnergies AGMannheimKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2013 bis zum 28.02.2014ÜBERBLICK 2013/14 CROPENERGIES-KONZERNscroll
*
Details im Prognosebericht, S. 70 Konzernbericht über das Geschäftsjahr 2013/2014 1. März 2013 bis 28. Februar 2014CropEnergies setzt die Strategie zur Weiterentwicklung des Unternehmens konsequent um. Wir haben im Geschäftsjahr 2013/14 viele Fortschritte gemacht und sind dank der ergriffenen Maßnahmen für die Zukunft gut gerüstet. Wie in den im Geschäftsbericht abgebildeten Strategiespielen entscheidet die gewählte Strategie und deren Umsetzung über den Unternehmenserfolg. Manchmal gehört - wie beim Ziehen der Buchstaben bei Scrabble -auch ein wenig das berühmte Quäntchen Glück dazu. Sicher ist aber, dass CropEnergies durch die vorausschauende Unternehmensführung die Grundlage geschaffen hat, auch in Zukunft zu den führenden Bioethanolherstellern Europas zu gehören. CROPENERGIES - KONZERNZAHLENÜBERSICHTscroll
*
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte Die auf den folgenden Seiten in Klammern gesetzten Zahlen beziehen sich jeweils auf den Vorjahreszeitraum bzw. -Zeitpunkt. UnternehmensprofilCropEnergies AG Mannheim (Deutschland)
Die ProdukteCropEnergies produziert hochwertige Produkte für Teller, Tank und Trog. Neben Bioethanol, das überwiegend Benzin ersetzt, werden aus den Rohstoffen bei der Herstellung von Bioethanol auch wertvolle Lebens- und Futtermittel gewonnen. Bioalkohole A1Bioethanolscroll
Bioalkohole A2Bioethanolscroll
Nahrungsmittel B1Kohlendioxidscroll
Nahrungsmittel B2Glutenscroll
Futtermittel C1ProtiWanze®scroll
Futtermittel C2DDGSscroll
Die Standortescroll
An unsere AktionäreBRIEF AN DIE AKTIONÄRESehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,im Geschäftsjahr 2013/14 erzielte CropEnergies große Fortschritte bei der Umsetzung der langfristig ausgerichteten Wachstumsstrategie und stellte die Weichen für die Zukunft. Unsere Produktionsanlagen haben wir weiter optimiert und unsere Handelsaktivitäten auch durch den Erwerb eines chilenischen Alkoholdistributors erfolgreich erweitert. Beim Bau der Neutralalkoholanlage in Zeitz, mit der wir unser Geschäft verbreitern und ab 2015 Alkohole für Anwendungen außerhalb des Kraftstoffsektors produzieren werden, sind wir ebenfalls weiter vorangekommen. Das herausragende Ereignis des Geschäftsjahrs war der Erwerb der Ensus Ltd. in Großbritannien, ein Unternehmen, das eine der größten und modernsten Bioethanolanlagen in Europa betreibt. Mit Ensus haben wir unsere Produktionskapazität für Bioethanol in einem Schritt um 50 % gesteigert. Damit befinden wir uns nun auf Augenhöhe mit den größten europäischen Bioethanolherstellern. Die Integration des im Juli 2013 erworbenen Unternehmens in die CropEnergies-Gruppe schreitet planmäßig voran. Nach der Inbetriebnahme der Anlage im September 2013 wurden bereits erste effizienzsteigernde Maßnahmen erfolgreich umgesetzt. Allerdings wird es noch einige Zeit dauern, bis wir mit Prozessoptimierungen und zielgerichteten Investitionen das Potenzial der Anlage vollständig erschließen können. Dass sich das Rekordergebnis des Vorjahrs nicht wiederholen lassen würde, hatten wir erwartet und frühzeitig darüber berichtet. Ebenfalls war uns bewusst, dass der Erwerb von Ensus den Umsatz steigern, aber aufgrund der Kosten für die Inbetriebnahme das operative Ergebnis zunächst verringern würde. Der in der 2. Jahreshälfte überraschend massive Rückgang der Bioethanolpreise belastete allerdings die Branche und damit auch CropEnergies stark. Während die Getreidepreise trotz einer Rekordernte überwiegend über 200 €/t lagen, fielen die Bioethanolpreise von 630 €/m3 Anfang März 2013 auf 440 €/m3 Mitte Februar 2014. Bei einer kaum veränderten Nachfrage und einer hohen Auslastung der europäischen Produktionskapazitäten war dies vor allem auf rege Importaktivitäten zurückzuführen. Ärgerlich ist, dass es sich teilweise um Importe aus den USA handelte, die unter Umgehung der erst 2013 eingeführten Strafzölle eingeführt wurden. Über unseren europäischen Bioethanolverband ePURE haben wir im Januar 2014 Maßnahmen gegen diese unserer Meinung nach illegalen Importe ergriffen. Mit einer Ausweitung der Bioethanolproduktion um 9 % und einem Umsatzwachstum von 13 % auf 781 Mio. € haben wir die Ziele hinsichtlich unserer Marktstellung erreicht, die wir uns nach dem Erwerb von Ensus gesteckt hatten. Demgegenüber reduzierte sich das operative Ergebnis deutlich auf 35 Mio. €. Angesichts des Ergebnisrückgangs und der anstehenden Investitionen, mit denen wir zukünftiges Wachstum sichern, schlagen wir Ihnen, verehrte Damen und Herren, auf der Hauptversammlung am 15. Juli 2014 die Ausschüttung einer Dividende von 0,10 € vor. Die bereits im Vorjahr entfachte politische Diskussion über Biokraftstoffe auf EU-Ebene ist bisher noch nicht abgeschlossen. Es gibt noch keine Einigung über den Kommissionsentwurf zur Änderung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" und der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie", welche den Beitrag von Biokraftstoffen im Verkehrssektor regeln. Aufgrund des vorgeschriebenen Prozederes zur Änderung einer Richtlinie ist eine Einigung erst nach der Wahl des EU-Parlaments im Mai 2014 wahrscheinlich. Die derzeit diskutierten Entwürfe sehen zwar höhere Biokraftstoffanteile vor als der ursprüngliche Kommissionsentwurf, aber es gibt hier durchaus noch Verbesserungspotenziale. Aufgrund der Unsicherheit über den Ausgang der Diskussionen in Brüssel zögern die meisten Mitgliedsstaaten, die Beimischungsquoten wie ursprünglich geplant zu erhöhen und beispielsweise E10 einzuführen. Damit verschenken sie Potenziale, die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor kurzfristig und kostengünstig zu senken und den Verbrauch fossiler Kraftstoffe zu reduzieren. Wir erwarten, dass sich die Branchenkonsolidierung im Jahr 2014 bzw. 2015 fortsetzen wird. Dank der konsequenten Umsetzung unserer Strategie ist CropEnergies für diese stürmische Zeit gut gerüstet. Unsere Unternehmensziele sind nicht auf kurzfristigen Gewinn ausgerichtet, sondern wir streben nachhaltiges und profitables Wachstum an. Für das Geschäftsjahr 2014/15 erwartet CropEnergies ein weiteres Umsatzwachstum auf 850 bis 900 Mio. €. Die gestiegene Volatilität der Bioethanolpreise erschwert dabei die Prognose für das operative Ergebnis. Aus heutiger Sicht erwarten wir ein EBITDA von 10 bis 60 Mio. €, das - nach Abschreibungen - einem operativen Ergebnis in einer Bandbreite von minus 30 bis plus 20 Mio. € entspricht. Unseren Mitarbeitern, die sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder mit großem Engagement und Sachverstand für die Entwicklung der CropEnergies-Gruppe eingesetzt haben, danken wir herzlich. Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre danken wir für das Vertrauen, dass Sie uns entgegenbringen und hoffen, dass Sie uns auch auf unserem weiteren Weg begleiten werden.
Mit freundlichen Grüßen Dr. Marten Keil, Chief Operating Officer (COO Joachim Lutz, Chief Financial Officer (CFO AUFSICHTSRAT UND VORSTANDAufsichtsratProf. Dr. Markwart KunzVorsitzender WormsEhem. Mitglied des Vorstands der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt Dr. Lutz GuderjahnStellvertretender Vorsitzender OffsteinMitglied des Vorstands der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt Dr. Hans-Jörg GebhardEppingenVorsitzender des Verbands SüddeutscherZuckerrübenanbauer e. V. Thomas KölblSpeyerMitglied des Vorstands der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt Franz-Josef MöllenbergRellingenEhem. Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Norbert SchindlerBobenheim am BergMitglied des Deutschen Bundestags VorstandDr. Marten KeilChief Operating Officer (COO) HeidelbergProduktion, Beschaffung, Vertrieb, Marketing, Public Affairs, Öffentlichkeitsarbeit, Business Development und Personal Joachim LutzChief Financial Officer (CFO) MannheimFinanzen, Rechnungswesen, Investor Relations, Controlling, Risikomanagement, Compliance und Verwaltung Eine Aufstellung der Mandate findet sich ab Seite 127 des Geschäftsberichts. Geschickter Schachzug ProduktdiversifizierungDer Bau einer Neutralalkoholanlage in Zeitz verbessert die strategische Aufstellung von CropEnergies. Mit diesem geschickten Schachzug verbreitern wir unser Produktportfolio am Standort und erschließen uns neue Märkte im Bereich der traditionellen Anwendungen, die wir bisher aus logistischen Gründen noch nicht beliefern konnten - beispielsweise in Osteuropa. Mit größerer Flexibilität haben wir bei unseren alten und neuen Kunden eine gute Ausgangsposition. Mit der neuen Anlage zur Herstellung von hochwertigen Alkoholen erschließen wir uns lukrative Absatzmärkte. BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, 2013/14 war für die zukünftige Entwicklung von CropEnergies ein wichtiges Geschäftsjahr. Das Unternehmen ist weiter gewachsen, hat durch den Erwerb von Ensus die Produktionskapazität um 50 % ausgebaut und die Marktposition in Europa gestärkt. Während Produktion und Umsatz als Folge der Übernahme weiter gesteigert werden konnten, ist das operative Ergebnis aufgrund ungünstiger Marktbedingungen und Belastungen für die Inbetriebnahme von Ensus deutlich unter dem Rekordwert des Vorjahrs geblieben. Insbesondere der Preisverfall am europäischen Bioethanolmarkt in der 2. Jahreshälfte belastete dabei das Ertragsniveau von CropEnergies. Als Folge dieser Preisentwicklung zeichnet sich eine Konsolidierungsphase innerhalb der Branche ab, für die CropEnergies gut aufgestellt ist. Bioethanol aus europäischen Rohstoffen, hier erzeugt und genutzt, ist ein sicherer, sauberer und starker Kraftstoff. Es ist mit Blick auf Umwelt, heimische Arbeitsplätze in Industrie und Landwirtschaft sowie auch den Verbraucherpreisvorteil erforderlich, dass die integrierte Produktion von Bioethanol und zugleich wertvoller Lebens- und Futtermittel die gebotene politische Unterstützung erfährt. Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr intensiv mit der wirtschaftlichen Entwicklung, der finanziellen Lage und den unternehmerischen Perspektiven der CropEnergies-Gruppe befasst. Die vertrauensvolle und zielorientierte Zusammenarbeit mit dem Vorstand hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2013/14 fortgesetzt. Dabei ist der Aufsichtsrat seinen nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens zu überwachen und beratend zu begleiten, nachgekommen. Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und VorstandBei allen die CropEnergies-Gruppe betreffenden Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und wurde zeitnah, umfassend und kontinuierlich über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die Lage und die Entwicklung der Unternehmensgruppe einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements sowie der Compliance unterrichtet. Der Vorstand stimmte die strategische Ausrichtung von CropEnergies mit dem Aufsichtsrat ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorfälle wurden auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat stand über die Aufsichtsratssitzungen hinaus in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand. Er informierte sich über wesentliche Geschäftsvorgänge und die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage. Dabei berichtete der Vorstand auch über die Unternehmenspolitik, die Rentabilität, das Risikomanagement sowie die Unternehmens-, Finanz-, Investitions-, Forschungs- und Personalplanung, jeweils bezogen auf die CropEnergies AG und die CropEnergies-Gruppe. Der Aufsichtsratsvorsitzende vertiefte dies in zahlreichen Arbeitsgesprächen mit dem Vorstand. Aufsichtsratssitzungen und BeschlussfassungenDer Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2013/14 - jeweils unter Teilnahme des Vorstands - in vier ordentlichen Sitzungen. Zudem fanden zwei außerordentliche Sitzungen statt. Es fand außerdem eine Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren statt. Im Mittelpunkt der Sitzungen standen die Entwicklungen auf den Rohstoff- und Absatzmärkten, die Absicherung von Marktpreisrisiken, die politischen Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe, der Fortgang der Produktion und der Investitionen sowie die aktuelle Ergebnislage. Allen Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung zugestimmt. Gegenstand der Bilanzsitzung am 6. Mai 2013 war die Prüfung und Billigung der vom Abschlussprüfer mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschlüsse und Lageberichte 2013/14 der CropEnergies AG und des Konzerns. Der Abschlussprüfer berichtete über Schwerpunkte und die Ergebnisse der Prüfung, die auch das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem umfasste. Nach eingehender Diskussion stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss fest und billigte den Konzernabschluss. Er behandelte in dieser Sitzung auch die Tagesordnung und die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung 2013. Zudem wurde die kurz- und mittelfristige Investitionsplanung beschlossen sowie ein Beteiligungsvorhaben genehmigt. In seiner außerordentlichen Sitzung am 2. Juli 2013 hat der Aufsichtsrat dem Erwerb des britischen Bioethanolherstellers Ensus im Wege einer Sachkapitalerhöhung unter teilweiser Nutzung des Genehmigten Kapitals zugestimmt. In einer weiteren, als Telefonkonferenz durchgeführten außerordentlichen Sitzung hat der Aufsichtsrat am 17. Juli 2013 Details zur Sachkapitalerhöhung festgelegt. In der Aufsichtsratssitzung am 30. Juli 2013 stand die Mittelfristplanung im Vordergrund. In der Sitzung am 4. November 2013 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr. Turnusgemäß bildeten die Behandlung von Corporate Governance-Angelegenheiten und die Durchführung der Effizienzprüfung der Tätigkeit des Aufsichtsrats die Schwerpunkte. Des Weiteren stimmte der Aufsichtsrat der Verlängerung einer langfristigen Kreditvereinbarung zu, welche die Südzucker AG mit Banken abgeschlossen hatte und der die CropEnergies AG beigetreten war. Die Entsprechenserklärung 2013 wurde am 10. Dezember 2013 im schriftlichen Verfahren beschlossen. In der Sitzung am 13. Januar 2014 wurde die Ergebnishochrechnung des laufenden Geschäftsjahrs 2013/14 vorgestellt und ein Grundstückserwerb genehmigt. An allen Sitzungen haben - mit einer Ausnahme, bei der ein Mitglied des Aufsichtsrats aus wichtigem Grund an einer Sitzung verhindert war - alle Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands teilgenommen. Ausschüsse des AufsichtsratsZur effizienteren Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat einen Prüfungs- sowie einen Nominierungsausschuss gebildet. Der Prüfungsausschuss, dem die Aufsichtsratsmitglieder Herr Thomas Kölbl (Vorsitzender), Herr Dr. Lutz Guderjahn, Herr Prof. Dr. Markwart Kunz sowie Herr Franz-Josef Möllenberg angehören, tagte im Geschäftsjahr 2013/14 fünf Mal. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend ist der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nicht zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats. In seiner Sitzung am 2. Mai 2013 befasste sich der Prüfungsausschuss in Gegenwart des Abschlussprüfers intensiv mit dem Jahresabschluss der CropEnergies AG und dem Konzernabschluss. Er bereitete die Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vor, in der dieser - nach Berichterstattung durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses - den Empfehlungen des Prüfungsausschusses folgte. Weiter gab der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers. Zuvor war dessen Unabhängigkeit geprüft worden. In der Sitzung am 30. Juli 2013 wurden der Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer erteilt und die Schwerpunkte für die Abschlussprüfung 2013/14 festgelegt. Am 7. Oktober 2013 befasste sich der Prüfungsausschuss neben der Erörterung des Halbjahresberichts, wie vom Aufsichtsrat beauftragt, mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Die Sitzungen am 8. Juli 2013 sowie am 7. Januar 2014 waren der Erörterung der Zwischenberichte zum 1. und 3. Quartal vorbehalten. Der Nominierungsausschuss, dem die Aufsichtsratsmitglieder Herr Thomas Kölbl (Vorsitzender), Herr Dr. Lutz Guderjahn, Herr Prof. Dr. Markwart Kunz sowie Herr Franz-Josef Möllenberg angehören, hatte im Geschäftsjahr 2013/14 keinen Anlass, zusammenzutreten. An allen Ausschusssitzungen haben alle Mitglieder teilgenommen. Über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschusssitzungen berichtete deren Vorsitzender jeweils in der folgenden Aufsichtsratssitzung. Effizienzprüfung des AufsichtsratsDer Empfehlung gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex folgend, hat der Aufsichtsrat wieder die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Dies geschieht alljährlich mittels eines Fragebogens ohne externe Unterstützung. Der Fragebogen wird jeweils an die Kodex-Änderungen angepasst. Die Auswertung der Fragebögen, die Erörterung der Ergebnisse und die Diskussion von Verbesserungsvorschlägen erfolgten in der Sitzung am 4. November 2013. Ziel ist die stetige Verbesserung der Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse. Corporate GovernanceEine ausführliche Darstellung der Corporate Governance bei CropEnergies einschließlich des Wortlauts der Diversity-Ziele des Aufsichtsrats für seine zukünftige Zusammensetzung und der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung 2013 ist der Erklärung zur Unternehmensführung / zum Corporate Governance-Bericht im Geschäftsbericht auf den Seiten 31 - 39 zu entnehmen. Zudem stehen alle relevanten Informationen auf der CropEnergies-Website unter www.cropenergies.com unter der Rubrik "Investor Relations" zur Verfügung. Der Vorstand ist seinen aus Gesetz und Geschäftsordnung resultierenden Pflichten zur Information des Aufsichtsrats vollständig und zeitgerecht nachgekommen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung und von der Leistungsfähigkeit der Organisation der Gesellschaft überzeugt und diese Themen im Gespräch mit dem Abschlussprüfer ausgiebig erörtert. Gleiches gilt auch hinsichtlich der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems der CropEnergies-Gruppe. Dem Aufsichtsrat ist im Berichtszeitraum von keinem seiner Mitglieder ein Interessenkonflikt - insbesondere keiner, der aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen könnte - mitgeteilt worden. JahresabschlussDie von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats gewählte Pricewaterhouse Coopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der CropEnergies AG für das Geschäftsjahr 2013/14, den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und -lagebericht 2013/14 geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat; er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Der Vorstand hat im Hinblick darauf, dass der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) mittel- und unmittelbar einschließlich der durch die Südzucker AG gehaltenen rund 69 % der Stimmrechte insgesamt 76 % der Stimmrechte zuzurechnen sind, einen Bericht nach § 312 AktG erstellt. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war und keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 5. Mai 2014 und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 12. Mai 2014 teil und berichtete ausführlich über Verlauf und Ergebnis seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Abschlussprüfers nach eingehender Diskussion zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und das Ergebnis seiner eigenen Prüfung entsprechen vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat erhob keine Einwände gegen die vorgelegten Abschlüsse. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der CropEnergies AG und den Konzernabschluss der CropEnergies-Gruppe in seiner Sitzung vom 12. Mai 2014. Der Jahresabschluss der CropEnergies AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns der CropEnergies AG mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,10 € je Aktie schloss sich der Aufsichtsrat an.
Mannheim, 12. Mai 2014 Für den Aufsichtsrat Prof. Dr. Markwart Kunz, Vorsitzender AKTIE UND KAPITALMARKTKapitalmarktumfeldIm 1. Halbjahr des Berichtszeitraums kam es am deutschen Aktienmarkt zu einer verhaltenen Entwicklung. Die anhaltende Schuldenkrise im Euroraum, Diskussionen um eine Staatshaushaltskrise in den USA sowie Spekulationen um ein dortiges Ende der Niedrigzinsphase drückten auf die Stimmung. Insbesondere im 2. Halbjahr setzten jedoch die Zentralbanken in den USA sowie der EU vor dem Hintergrund weiterhin niedriger Inflationsraten die Politik niedriger Zinsen und einer reichlichen Geldversorgung fort. Dabei senkte die Europäische Zentralbank (EZB) im November 2013 den europäischen Leitzins auf ein Rekordtief von 0,25 %. Nachdem DAX® und MDAX® am 1. März 2013 mit 7.742 bzw. 13.301 Punkten gestartet waren, festigten die weiterhin niedrigen Zinsen sowie die Entspannung der EU-Schuldenkrise auch in Deutschland das Anlegervertrauen ab Herbst 2013. Auch die Erwartung steigender Unternehmensgewinne führte am 17. Januar 2014 zu Allzeithochs des DAX® und MDAX® von 9.743 bzw. 16.947 Punkten. Am Ende des Berichtszeitraums, dem 28. Februar 2014, notierten diese Indizes bei 9.692 (7.742) respektive 16.892 (13.301) Punkten und legten damit um 25 bzw. 27 % zu. Kursverlauf der CropEnergies-AktieDie CropEnergies-Aktie startete am 1. März 2013 mit einem Kurs von 5,84 € in das Geschäftsjahr 2013/14. Nach einer anfänglichen Seitwärtsbewegung des Kurses stieg der Aktienkurs auch infolge des im Juli 2013 vollzogenen Erwerbs der britischen Ensus sowie der Dividendenerhöhung auf knapp 7 €. Nach einem Kursrückgang auf rund 6 € zog der Kurs der CropEnergies-Aktie wieder an und erreichte trotz unter Vorjahr liegender Quartalsergebnisse Ende November 2013 mit 7,13 € seinen höchsten Stand seit 2007. Im Zusammenhang mit der am 20. Dezember 2013 infolge gesunkener Bioethanolpreise reduzierten Erwartung für das operative Ergebnis des laufenden Geschäftsjahrs ermäßigte sich der Kurs der CropEnergies-Aktie und beendete am 28. Februar 2014 mit 5,07 € das Geschäftsjahr auf seinem tiefsten Stand. Damit verringerte sich ihr Wert unter Berücksichtigung der Dividendengutschrift um 9 %. Der Vergleichsindex DAXsubsector Renewable Energies der Deutschen Börse, der in den Vorjahren stark gefallen war, konnte sich innerhalb des Berichtszeitraums wieder um 42 % erholen. ![]() Kursverlauf der CropEnergies-Aktie seit dem Börsengang am 29. September 2006 bis zum 28. Februar 2014 (Schlusskurse XETRA®) Börsennotierung und AktionärsstrukturDie Aktie der CropEnergies AG (ISIN DE000A0LAUP1) ist im Regulierten Markt (Prime Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Darüber hinaus wird das Papier auch im Computerhandel XETRA® sowie im Freiverkehr in Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, München und Berlin gehandelt. Rund 69 % der CropEnergies-Aktien werden von der Südzucker AG und rund 7 % der Aktien von der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) gehalten. Weitere meldepflichtige Stimmrechtsmeldungen gab es nicht. Zur Hauptversammlung 2013 lagen CropEnergies-Aktien in rund 14.500 vornehmlich privaten Depots. Hauptversammlung 2013Bei der ordentlichen Hauptversammlung am 30. Juli 2013 im Kongresszentrum Rosengarten in Mannheim waren rund 800 Teilnehmer anwesend. Die Aktionäre vertraten 81 % des Kapitals. Das besondere Interesse der Aktionäre galt dem Erwerb von Ensus und dem Bau einer Neutralalkoholanlage in Zeitz, mit denen CropEnergies den Wachstumskurs weiter fortsetzt. Am 19. Juli 2013 erfolgte die Übernahme des britischen Bioethanolherstellers Ensus im Wege einer Sachkapitalerhöhung unter Ausgabe von 2,25 Mio. neuer CropEnergies-Aktien. Damit erhöhte CropEnergies die Produktionskapazität um 50 %. Ferner baut CropEnergies am Standort Zeitz für 27 Mio. € eine Veredelungsanlage für hochwertigen Neutralalkohol, die 2015 in Betrieb gehen soll. Nach der Erörterung der Tagesordnungspunkte beschloss die Hauptversammlung die vorgeschlagene Erhöhung der Dividende auf 0,20 € zuzüglich 0,06 € je Aktie. Dies führte zu einer Ausschüttungssumme von 22,1 Mio. €. Alle Beschlussvorschläge der Verwaltung wurden mit einer Mehrheit von jeweils über 99 % angenommen. ![]() Kursverlauf der CropEnergies-Aktie gegenüber dem DAXsubsector Renewable Energies Kursindex vom 1. März 2013 bis zum 28. Februar 2014 Dividendenvorschlag 2014Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 15. Juli 2014 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,10 € vor. An die Aktionäre soll damit ein Betrag von 8,7 Mio. € ausgezahlt werden. Bezogen auf den Schlusskurs am 28. Februar 2014 von 5,07 € entspricht dies einer Dividendenrendite von 2,0 %. Marktkapitalisierung und BörsenumsatzZum Bilanzstichtag am 28. Februar 2014 lag der Börsenwert aller CropEnergies-Aktien bei 442 Mio. €. Der Aktienumsatz an allen deutschen Börsenplätzen im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich auf 12 (12) Mio. CropEnergies-Aktien. Dies entspricht einem durchschnittlichen Tagesumsatz von rund 49 (47) Tsd. Aktien.*
*
Quelle: Deutsche Börse Stock Report Investor RelationsCropEnergies bietet allen Interessenten zeitnahe und transparente Informationen sowie einen kontinuierlichen Dialog zur wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft. Zentrales Medium des umfangreichen Informationsangebots ist die Website www.cropenergies.com, auf der unter anderem die Finanzberichte, Pressemitteilungen, der Finanzkalender und die aktuelle Kapitalmarktpräsentation bereitstehen. Des Weiteren ist auf der Website ein fortlaufend aktualisierter Aktienchart verfügbar, mit dem Besucher eine Vielzahl von Analysen rund um die CropEnergies-Aktie einschließlich der Presse- oder Ad-hoc-Mitteilungen durchführen können. Ebenfalls abrufbar sind zahlreiche Broschüren der CropEnergies AG. Interessierte Anleger erhalten diese Informationen auf Wunsch auch per E-Mail oder per Post. Darüber hinaus informierte CropEnergies in Form von Interviews, Fachbeiträgen und Vorträgen sowie durch die Teilnahme an Diskussionen und Konferenzen. Über die Quartalsergebnisse wurde in Telefonkonferenzen regelmäßig berichtet. Für einen telefonischen Informationsaustausch steht die Investor Relations-Abteilung zur Verfügung. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hat CropEnergies neben den Kontakten zu Privatanlegern zahlreiche Analysten- und Kapitalmarktkonferenzen sowie Roadshows in wichtigen Finanzzentren für Präsentationen genutzt. So wurden in Frankfurt, München, London, Luxemburg und Wien Fragen zum Geschäftsverlauf und der Unternehmensstrategie erläutert. Zahlreiche Investorenbesuche in Mannheim rundeten die Investor Relations-Arbeit ab. Stammdatenscroll
Kennzahlen der Aktiescroll
Quelle: Deutsche Börse AG, XETRA® Daten KonzernlageberichtGRUNDLAGEN DES KONZERNSKonzernstrukturDie CropEnergies-Gruppe verfügt in Europa über mehrere Produktionsanlagen für Industrie- und Kraftstoffethanol sowie für Lebens- und Futtermittel. Die Absatzmärkte liegen größtenteils in Europa. Im Einzelnen hält die CropEnergies AG mittelbar oder unmittelbar 100 % an folgenden in- und ausländischen Tochterunternehmen:
Daneben hält die CropEnergies AG mittelbar 50 % an der
Die CropEnergies Bioethanol GmbH betreibt in Zeitz (Deutschland) eine Anlage zur Produktion von 360 Tsd. m3 Bioethanol pro Jahr. Darüber hinaus werden 260 Tsd. t des Proteinfuttermittels ProtiGrain® sowie thermische und elektrische Energie erzeugt. Die CropEnergies Beteiligungs GmbH verfügt als deutsche Zwischenholding über keine eigene Produktion. Die BioWanze SA betreibt in Wanze (Belgien) eine Anlage zur Produktion von Bioethanol, Gluten, dem Proteinfuttermittel ProtiWanze® sowie thermischer und elektrischer Energie. Die Anlage hat eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 300 Tsd. m3 Bioethanol. Darüber hinaus können pro Jahr rund 55 Tsd. t Gluten und mehr als 300 Tsd. t ProtiWanze® hergestellt werden. Einen Großteil der benötigten Prozessenergie gewinnt BioWanze aus den Schalen des angelieferten Weizenkorns in einem weltweit einzigartigen Biomassekraftwerk. Daher übertrifft das mit diesem innovativen Energiekonzept hergestellte Bioethanol bereits heute die ab dem Jahr 2017 geltenden Vorgaben zur Treibhausgaseinsparung deutlich. Weiterhin vermarktet BioWanze hochwertige und nach dem Qualitätssicherungssystem GMP+ (Good Manufacturing Practice) zertifizierte Kleie aus dem in Wanze verwendeten Weizen als Futtermittel. Die Ensus Ltd. ist eine Holdinggesellschaft, die mit Wirkung zum 19. Juli 2013 (Closing) von der CropEnergies AG übernommen wurde und 100 % der Anteile der Produktionsgesellschaft Ensus UK Ltd. hält. Die Ensus UK Ltd. betreibt in Wilton (Großbritannien) eine Anlage mit einer Jahresproduktionskapazität von 400 Tsd. m3 Bioethanol und 350 Tsd. m3 getrocknetem Eiweißfuttermittel (DDGS, Distillers' Dried Grains with Solubles). Zusätzlich werden bis zu 250 Tsd. t biogenes CO2 aus der Fermentation an eine benachbarte Verflüssigungsanlage geliefert und u. a. in der Lebensmittelindustrie genutzt. Die Compagnie Financière de l'Artois SA (COFA) ist eine französische Zwischenholding und hält 100 % der Anteile der Ryssen Alcools SAS (Ryssen). Ryssen betreibt in Loon-Plage bei Dünkirchen (Frankreich) eine Anlage zur Rektifikation (Aufreinigung) und Dehydratation (Trocknung) von Rohalkohol. Die Jahreskapazität für die Dehydratation von Rohalkohol insbesondere für den Kraftstoffsektor beträgt 100 Tsd. m3 Bioethanol. Für die Rektifikation von Rohalkohol für traditionelle und technische Anwendungen steht eine Produktionskapazität von 80 Tsd. m3 Alkohol pro Jahr zur Verfügung. Darüber hinaus hält Ryssen 100 % der Anteile der im Oktober 2013 gegründeten Ryssen Chile SpA. Die Ryssen Chile SpA ist ein Alkoholdistributor zur Versorgung des chilenischen Markts mit Neutralalkohol. Da in Chile keine einheimische Alkoholproduktion vorhanden ist, wird Neutralalkohol aus Drittstaaten eingeführt. Die CropEnergies Inc. ist eine Handelsniederlassung mit Sitz in Houston (USA). Die CT Biocarbonic GmbH ist ein Joint Venture zur Herstellung und zum Vertrieb von flüssigem CO2 in Lebensmittelqualität. Sie betreibt in Zeitz eine Produktionsanlage zur Aufreinigung und Verflüssigung von biogenem CO2 aus der benachbarten Bioethanolproduktion von CropEnergies. Die Anlage verfügt über eine Jahreskapazität von 100 Tsd. t verflüssigtem CO2 , das unter anderem in der Nahrungsmittelindustrie verwendet wird. UnternehmenssteuerungDer Vorstand der CropEnergies AG leitet die Geschäfte eigenverantwortlich und wird hierbei vom Aufsichtsrat überwacht und beraten. Der Vorstand ist an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Ungeachtet dieser Gesamtverantwortung führen die Vorstandsmitglieder die ihnen zugeordneten Ressorts im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Für bedeutende Geschäftsvorgänge beinhaltet die Satzung der CropEnergies AG Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Vorstand sorgt für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen und wirkt auf die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien (Compliance) hin. Er sorgt zudem für eine adäquate Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen. WertmanagementZur Umsetzung der wertorientierten Unternehmensführung setzt CropEnergies ein konzernweit einheitliches Berichts- und Planungssystem ein und wendet darauf aufbauend zentral definierte Kennzahlen an. Bedeutsame steuerungsrelevante, finanzielle Kennzahlen sind die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesenen Umsatzerlöse und das operative Ergebnis. Beim operativen Ergebnis wird das Ergebnis der Betriebstätigkeit laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung um wesentliche Sondereinflüsse bereinigt. Neben diesen beiden finanziellen Leistungsindikatoren sind für die CropEnergies-Gruppe derzeit keine weiteren finanziellen und keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren steuerungsrelevant. FinanzmanagementDas Kapitalmanagement der CropEnergies-Gruppe umfasst die Steuerung der liquiden Mittel, des Eigenkapitals und des Fremdkapitals. Dabei strebt CropEnergies eine Bilanzstruktur mit einem hohen Eigenkapitalanteil an, welche die Wachstumsstrategie unter Berücksichtigung angemessener Kapitalkosten und mit überdurchschnittlicher Bonität absichert. Die Finanzierung der CropEnergies-Gruppe basiert auf der nachhaltigen Fähigkeit zur Generierung von positiven Cashflows, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Die Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern folgt dem Grundsatz finanzieller Transparenz. Die Grundlage dafür bildet ein Berichtswesen, das nach einheitlichen Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen sowohl die Unternehmensplanungs- als auch die Reportingprozesse bestimmt. Leitlinien und UnternehmensstrategieDas Ziel der CropEnergies-Gruppe ist es, gemeinsam mit ihren Partnern verantwortungsvoll die Zukunft zu gestalten und bereits heute Lösungen für die gesellschaftlichen und unternehmerischen Herausforderungen von morgen zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf der Herstellung und Vermarktung von Bioethanol - dem weltweit bedeutendsten Biokraftstoff. Als einer der führenden europäischen Bioethanolhersteller verbinden wir wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlicher Verantwortung und dem Schutz der Umwelt. Durch nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften wollen wir profitabel wachsen, den Unternehmenswert langfristig steigern und die Interessen unserer Aktionäre, Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter berücksichtigen. Mit unseren Produkten verbessern wir die Lebensqualität der heutigen Generation und bewahren gleichzeitig die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen. Bioethanol, das wir aus nachwachsenden Rohstoffen gewinnen, spart als erneuerbarer Benzinersatz nachweislich Treibhausgase ein, schont die endlichen fossilen Ressourcen und sichert damit die Mobilität in der Zukunft. Bei der Verarbeitung von Agrarrohstoffen erhalten wir die pflanzlichen Proteine. Als europäischer Marktführer bei der Herstellung von Lebens- und Futtermitteln aus den Reststoffen der Bioethanolproduktion helfen wir mit, die Versorgung Europas mit pflanzlichen Proteinen zu sichern, und werden so unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht. CropEnergies verwertet die eingesetzten Rohstoffe vollständig und füllt gleichzeitig Teller, Tank und Trog. Unsere Ziele erreichen wir durch operative Exzellenz und Innovationen. Dabei stützen wir uns auf unsere Kernkompetenzen - die großtechnische Verarbeitung von Agrarrohstoffen zu hochwertigen Produkten und deren Vermarktung. Wir verfügen über ein umfangreiches Wissen über die gesamte Wertschöpfungskette der Bioethanolproduktion - vom Pflanzenanbau über die Produktion bis hin zu Transport, Vermarktung und Verbraucherberatung. Mit unseren innovativen Produktionsanlagen setzen wir Maßstäbe in puncto Technologie, Effizienz, Flexibilität und Treibhausgaseinsparungen und differenzieren uns vom Wettbewerb. Ein optimiertes Beschaffungsmanagement und ein europaweit einzigartiges Logistiknetzwerk stellen sicher, dass wir nicht nur Technologie-, sondern auch Kostenführer in Europa sind. Unsere Erfahrungen bei Vermarktung und Logistik machen uns darüber hinaus zu einem verlässlichen Partner. Mit Innovationen verschaffen wir uns in den bestehenden Geschäftsfeldern einen Wettbewerbsvorteil, erschließen neue Märkte und tragen dazu bei, Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln. Entscheidend für den Erfolg unseres Unternehmens sind die Kenntnisse, Erfahrungen, sozialen Kompetenzen, Zufriedenheit und das Engagement unserer Mitarbeiter. Dies wollen wir durch Weiterbildung und Mitarbeiterförderung erreichen. Wir legen großen Wert auf unsere transparente Berichterstattung und die offene Kommunikation mit allen Kapitalmarktteilnehmern. Der Kontakt zu Anlegern und Kapitalmärkten ist auch für die Finanzierung weiteren Wachstums wichtig. Wachstumschancen wollen wir konsequent nutzen. Dabei berücksichtigen wir neben den jeweiligen Rahmenbedingungen auch immer unsere Kernkompetenzen. Strukturelle Veränderungen begreifen wir als Chance für die Entwicklung des Unternehmens. Die steigende Nachfrage nach Energie und Nahrungsmitteln erfordert eine effiziente Nutzung von Agrarrohstoffen. Dies eröffnet CropEnergies weitere Möglichkeiten, neue attraktive Geschäftsfelder zu erschließen und weiter profitabel zu wachsen. Wir wirtschaften nachhaltig für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung und eine lebenswerte Zukunft. NachhaltigkeitNachhaltigkeit und UmweltNachhaltiges Wirtschaften bedeutet für CropEnergies, Ökologie, Ökonomie und soziale Verantwortung in Einklang zu bringen. Diese Unternehmensphilosophie ist gleichzeitig die Grundlage für das Geschäftsmodell. Denn bei der Produktion von Bioethanol aus nachwachsenden Rohstoffen ist Nachhaltigkeit die Voraussetzung für den Erfolg eines Unternehmens. Mit dieser Überzeugung hat sich CropEnergies zu einem der führenden europäischen Hersteller von Bioethanol entwickelt. CropEnergies erzeugt Bioethanol sowie hochwertige Lebens- und Futtermittel aus natürlichen, nachwachsenden Rohstoffen: Getreide und Zuckersirupe aus Industrierüben. Gesetzliche Vorgaben stellen sicher, dass bei der Produktion von Bioethanol für den Kraftstoffsektor und dem Anbau der dafür benötigten Rohstoffe hohe Nachhaltigkeitsanforderungen eingehalten werden. Diese garantieren einen ressourcenschonenden Umgang mit der Natur entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Anbau der Biomasse über die Herstellung der Endprodukte bis zu deren Auslieferung. Aber CropEnergies will die gesetzlichen Anforderungen nicht nur erfüllen, sondern auf allen Wertschöpfungsstufen übertreffen. Die verwendeten Agrarrohstoffe werden in Europa produziert. In der EU sind dabei die Grundsätze der Cross Compliance für landwirtschaftliche Erzeugungsmethoden zu beachten. Diese enthalten beispielsweise Umweltschutzauflagen für die Landwirtschaft, die den nachhaltigen Anbau von Agrarrohstoffen gewährleisten. Die Nachhaltigkeitsanforderungen für Biokraftstoffe gehen noch über die Vorgaben der Cross Compliance hinaus. Sie stellen insbesondere sicher, dass vom Anbau der Biomasse bis zur Bioenergiegewinnung und dem -verbrauch deutliche Einsparungen von Treibhausgasemissionen gegenüber fossilen Kraftstoffen erzielt werden. Auch darf der Anbau nicht auf schützenswerte Flächen wie Primärwäldern (Regenwald) oder zu Lasten der biologischen Vielfalt ausgeweitet werden. CropEnergies geht bei der Schonung der Ressourcen noch einen Schritt weiter: Dank der integrierten Produktionskonzepte werden die eingesetzten Rohstoffe vollständig zu hochwertigen Produkten verarbeitet, sodass praktisch keine Abfälle übrig bleiben. Die in den eingesetzten Rohstoffen enthaltenen Kohlenhydrate verarbeitet CropEnergies zu Bioethanol, einem nachhaltigen, erneuerbaren und klimaschonenden Kraftstoff, der fossile Kraftstoffe im Transportsektor ersetzt. Laut der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" müssen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg im Vergleich zu konventionellen Kraftstoffen mindestens 35 Gew.-% CO2äq. eingespart werden. Alle Bioethanolanlagen sind nach mindestens einem von der EU-Kommission anerkannten Zertifizierungssystem als nachhaltig zertifiziert. Seit September 2012 sind die Anlagen in Zeitz und Wanze und seit November 2012 die Anlage in Loon-Plage nach der europäischen Version von REDcert zertifiziert. Zusätzlich ist Zeitz nach der deutschen Version von REDcert und Ryssen nach dem französischen System 2BSvs zertifiziert. Die Anlage in Wilton ist nach einem eigenen, von der EU-Kommission anerkannten, Zertifizierungssystem sowie nach der deutschen und der europäischen Version von ISSC zertifiziert. Mit der Zertifizierung weist CropEnergies nach, dass das hergestellte Bioethanol die Nachhaltigkeitskriterien der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie", d. h. insbesondere die Reduzierung der Treibhausgasemissionen um mindestens 35 Gew.-%, erfüllt. Mit Treibhausgaseinsparungen von über 60 Gew.-% übertrifft die Produktionsanlage in Wanze bereits heute die Anforderungen von über 50 Gew.-%, die in der EU ab 2017 gelten werden. Die Anlagen in Zeitz und Wilton übertreffen die gültige Mindestanforderung ebenfalls deutlich. Die Zertifizierungen der Bioethanolanlagen müssen jährlich bestätigt werden. Die in den Rohstoffen enthaltenen Bestandteile, die nicht für die Bioethanolherstellung benötigt werden, veredelt CropEnergies zu hochwertigen Lebens- und Futtermitteln. Dies trägt dem Nachhaltigkeitsgedanken Rechnung, da die eingesetzten Rohstoffe vollständig genutzt werden. Denn die nicht vergärbaren Bestandteile enthalten wertvolles Eiweiß. Eine Aufbereitung und Veredelung dieser Inhaltsstoffe verringert die Versorgungslücke bei pflanzlichen Proteinen in Europa und reduziert den Importbedarf an Proteinfuttermitteln, insbesondere in Form von Sojabohnen und Sojaschrot aus Südamerika. Untersuchungen zeigen, dass die Herstellung von europäischem Bioethanol aus Getreide und Industrierüben keine wesentlichen Auswirkungen auf den weltweiten Bedarf an Agrarflächen hat. Im Gegenteil ermöglicht jährlich jeder Hektar, der in Europa in der typischen Fruchtfolge "Winterweizen/Winterweizen/Zuckerrübe" genutzt wird, nicht nur die Erzeugung von 4.000 l Bioethanol, sondern auch von proteinhaltigen Futtermitteln, für die in Südamerika die 1,9-fache Fläche an Zuckerrohr und Sojabohnen beansprucht würde. Diese Fakten sollten bei der Ermittlung des Flächenbedarfs für den Anbau von Rohstoffen zur Herstellung von Biokraftstoffen vollständig berücksichtigt werden. In Zeitz und in Wilton wird ein weiteres bei der Bioethanolproduktion anfallendes Produkt insbesondere für den Lebensmittelmarkt veredelt: Das bei der Fermentation pflanzlicher Rohstoffe entstehende Kohlendioxid wird hier in speziellen Anlagen aufgereinigt, verflüssigt und beispielsweise für die Getränkeherstellung vermarktet. Bei der Produktion zeichnet sich CropEnergies durch effiziente Produktionsprozesse und moderne Konzepte zur Energieerzeugung aus. Kraft-Wärme-Kopplung und die Mehrfachnutzung des erzeugten Dampfs führen zu einer überdurchschnittlichen Energieeffizienz. Dadurch werden nicht nur Kosten reduziert, sondern auch die Nachhaltigkeit des dort hergestellten Bioethanols gesteigert. Gezielte Projekte für eine höhere Energieeffizienz haben die Treibhausgasbilanz des in Zeitz erzeugten Bioethanols weiter verbessert. In der Bioethanolanlage in Wanze wird darüber hinaus in einem weltweit bislang einzigartigen Biomassekraftwerk der Großteil der benötigten thermischen und elektrischen Prozessenergie aus den Schalen des angelieferten Weizenkorns erzeugt. Weitere verfügbare Mengen an Kleie werden als nach dem Qualitätssicherungssystem GMP+ zertifiziertes Futtermittel verkauft. Das Biomassekraftwerk zeichnet sich durch einen hohen Wirkungsgrad, eine hohe Verfügbarkeit und eine Rauchgasreinigungsanlage der neuesten Generation aus. Die CO2 -Einsparungen des in Wanze gewonnenen Bioethanols im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen übertreffen die Anforderungen der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" für 2017 bei Weitem. Auch beim Transport der eingesetzten Rohstoffe sowie der hergestellten Produkte setzt CropEnergies auf die Reduzierung der Emissionen. Die Anlagen in Zeitz, Wanze und Wilton liegen in der Nähe großer Getreideanbaugebiete und zum Teil auch von Zuckerfabriken. Entsprechend kurz sind die Transportwege und die Umweltbelastung bleibt gering. Die Auslieferung der Produkte erfolgt umweltschonend, überwiegend mit Schiff und Bahn. Das Ziel von CropEnergies ist es, durch nachhaltiges Wirtschaften Werte zu schaffen. Ein wertorientiertes, profitables Wachstum bildet dabei die Grundlage für die Finanzierung weiterer Investitions- und Forschungsprojekte zur Erzeugung qualitativ hochwertiger Produkte und nachhaltiger Herstellungsprozesse sowie zur Erschließung neuer Märkte. Von einem solchen Wachstum profitiert auch die regionale Wirtschaft. Dies bestätigt eine Studie des unabhängigen Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR, Darmstadt, die für die Bioethanolanlagen in Zeitz und Wanze durchgeführt wurde. Sie untersuchte neben Bruttowertschöpfung und Einkommen auch Beschäftigung und fiskalische Effekte, die mit der Geschäftstätigkeit der Bioethanolanlagen verbunden sind und von denen insbesondere ländliche Räume erheblich profitieren. Nachhaltiges Wirtschaften erstreckt sich nach dem unternehmerischen Selbstverständnis von CropEnergies auch auf die soziale Ebene. Mitarbeiter aller Hierarchieebenen bekennen sich dabei zu ihrer sozialen Verantwortung. Als Mitglied der Südzucker-Gruppe erfüllt CropEnergies die Vorgaben eines international tätigen Konzerns. Hohe Standards gelten auch in den Bereichen der Menschenrechte, Aus- und Weiterbildung, Gesundheit und Sicherheit, Bezahlung und Arbeitsbedingungen sowie beim Verhältnis zu den Sozialpartnern. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGÜberblickDie Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der CropEnergies AG führt die Zentralabteilung Forschung, Entwicklung und technologische Services der Südzucker AG durch. Zu den Aufgabengebieten gehören neben zukunftsgerichteten Projekten auch produktionsbegleitende Optimierungen bestehender Verfahren, technologische Unterstützung bei der Konzeptentwicklung von Neuanlagen, die Bearbeitung von verkaufsorientierten Fragestellungen im Zusammenhang mit Kraftstoff- und Bioethanolqualitäten sowie die Beurteilung produktsicherheits- und qualitätsrelevanter Aspekte insbesondere für die bei der Bioethanolproduktion anfallenden Lebens- und Futtermittel. Ein Schwerpunkt der Servicearbeiten im Geschäftsjahr 2013/14 lag auf der Wiederinbetriebnahme der neu erworbenen Bioethanolanlage von Ensus sowie der Etablierung des bei CropEnergies angewandten Qualitätsmanagements. Ebenfalls im Fokus stand die Gewinnung neuer Produkte aus den anfallenden Stoffströmen für den Lebens- und Futtermittelsektor. Die Evaluierung innovativer Konzepte zur Nutzung von Bioethanol außerhalb des Kraftstoffsektors wird in Kooperationen mit Universitäten und öffentlichen Forschungseinrichtungen verfolgt. Die verschiedenen Leistungen für die Einzelgesellschaften der CropEnergies-Gruppe sind in Projekten abgebildet und werden auf Basis des mit der Südzucker AG Mann-heim/Ochsenfurt geschlossenen Dienstleistungsvertrags verrechnet. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung und technologischen Service lagen im Geschäftsjahr 2013/14 mit 1,8 (1,9) Mio. € auf dem Niveau des Vorjahrs. Rohstoffbasis und FermentationsanpassungCropEnergies verfolgt das strategische Ziel, ein möglichst breites Spektrum von Rohstoffen zur Fermentation in den Produktionsanlagen einsetzen zu können. Deshalb steht die Erweiterung der Rohstoffbasis im Fokus der Forschungsaktivitäten. Die hohe Flexibilität und die Verwendung eines variablen Rohstoffmixes stellen nicht nur hohe Anforderungen an die verwendeten Enzyme und Hefen, sondern erfordern auch eine Anpassung der Technologie und Technik bei der Fermentation. Daher wurden in Forschungsarbeiten weitere hochspezifisch wirksame Enzyme für die Stärkeverzuckerung sowie leistungsfähigere Hefen für diese Konzepte identifiziert. Optimierung von ProduktionsanlagenAn allen Produktionsstandorten von CropEnergies wurden prozesstechnische Maßnahmen zur Optimierung der Produktionsprozesse wie z. B. den Trocknungsanlagen für Bioethanol umgesetzt. In Wanze konnten durch diese Optimierungsprozesse die Leistungsfähigkeit der Anlage und die Bioethanolproduktion deutlich gesteigert werden. Zusätzlich wurden an mehreren Standorten Verbesserungen des Enzymeinsatzes mit dem Ziel der Ausbeutesteigerung erfolgreich umgesetzt. Ein spezielles Augenmerk lag auch weiterhin auf der Reduzierung des spezifischen Energiebedarfs sowie der Identifizierung von zusätzlichen Energieeinsparpotenzialen zur Verbesserung der Treibhausgasbilanz. In Zeitz wurden die vorgeschlagenen technologischen und technischen Maßnahmen zur Energieeinsparung im Bereich des Rohstoffaufschlusses und der Dickschlempeaufkonzentrierung erfolgreich umgesetzt. Weitere Energieeinsparpotenziale wurden im Bereich der DDGS-Pelletierung identifiziert und erschlossen. Für den geplanten Bau einer Anlage zur Erzeugung von geschmacks- und geruchsneutralen Alkoholen in Zeitz wurden verschiedene Prozessvarianten untersucht. Die in Wanze umgesetzten Maßnahmen zur Erhöhung der Produktionskapazität wurden im Dauerbetrieb überprüft und erfolgreich abgeschlossen. Nach der Übernahme von Ensus im Juli 2013 wurden neue Projekte zur Optimierung des Standorts initiiert. So wurden verschiedene technologische und technische Modifikationen vorgenommen, um die Anlage zeitnah in Betrieb zu nehmen. Diese vorbereitenden Maßnahmen führten bereits bei der Inbetriebnahme zu einer stabilen Betriebsweise mit einer hohen Kapazitätsauslastung. Zudem wurden weitere Optimierungspotenziale identifiziert und die Validierung und Anpassung der Prozesse an die Standards der CropEnergies-Werke weiterverfolgt. In Loon-Plage wurden technologische Lösungen zur Einhaltung zusätzlicher qualitätsrelevanter Parameter diskutiert und produktionstechnisch umgesetzt. Verwertung der Lebens- und FuttermittelDie bei der Bioethanolherstellung anfallenden Zwischenprodukte werden zu hochwertigen Produkten veredelt. CropEnergies arbeitet kontinuierlich an einer Verbesserung der Produkte und der Prozesse. Der Prozess zur Herstellung von Gluten in Wanze wurde durch den Einsatz neuer Enzyme optimiert, die Proteinausbeute erhöht und die Produktqualität verbessert. Zudem ging eine eigene Anlage zur Glutenkonfektionierung erfolgreich in Betrieb. Die erarbeiteten Spezifikationen sowie die entwickelten analytischen Methoden wurden geprüft und für die Qualitätskontrolle festgeschrieben. Außerdem erweiterte CropEnergies die Produktpalette für den Futtermittelmarkt. Eine Anlage zur Herstellung von nach dem Qualitätssicherungssystem GMP+ zertifizierter Kleie wurde im September 2013 in Betrieb genommen. Als integraler Bestandteil des CropEnergies-Qualitätssicherungssystems für Lebens- und Futtermittel werden die Probenahmepläne für Qualitätskontrolle und -monitoring ständig angepasst und weiterentwickelt. Die Untersuchungsergebnisse werden jährlich im Rahmen der wiederkehrenden Zertifizierungen für Lebens- und Futtermittel evaluiert und fließen in Sicherheitsbewertungen ("HACCP") ein. Die Qualitätssicherungssysteme der CropEnergies-Gruppe wurden auf Ensus als neues Mitglied der Gruppe ausgedehnt. Dies gilt auch für die Standardisierung der Arbeit in den Betriebslaboren. Regelmäßig werden Parallelproben von Rohstoffen, Futtermitteln und Bioethanol auch im Rahmen von Ringtests analysiert, um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse der Betriebslabore sicherzustellen ("cross-checking"). Normungsarbeiten für BioethanolCropEnergies ist sowohl im Europäischen Komitee für Standardisierung (CEN) auf europäischer Ebene als auch innerhalb des Deutschen Instituts für Industrienormung e. V. (DIN) auf deutscher Ebene in die Normung von Ethanol, Ottokraftstoff und Ethanolkraftstoff E85 aktiv eingebunden. In den letzten Jahren wurde an der Neuformulierung der deutschen und europäischen Norm für Ottokraftstoff DIN EN 228 bzw. EN 228 mitgearbeitet, die E10 und E5 mit einschließt. Zudem war CropEnergies an der Ausarbeitung einer europäischen Norm für Ethanol, die eine Beimischung in Ottokraftstoff bis hin zu E85 ermöglicht, beteiligt. Diese Norm befindet sich nun in der Abstimmungsphase. Parallel wurden die technischen Möglichkeiten für den Einsatz von Ottokraftstoffen mit einem Ethanolanteil von bis zu 25 Vol.-% in verschiedenen Studien mit europäischen Experten weiterverfolgt. Diese Ausarbeitungen dienen als Vorlage für eine Normung zukünftiger Kraftstoffe mit einem höheren Ethanolgehalt als in E10. Neue Produktionskonzepte für BioethanolCropEnergies setzte die Forschung im Bereich der integrierten Produktionskonzepte, in denen die Rohstoffe effizient und vollständig genutzt werden, fort. Unter anderem war CropEnergies in diesem Bereich auch an öffentlich geförderten Projekten beteiligt. Schwerpunkte sind die Nutzung lignocellulosehaltiger Rohstoffe sowie die stoffliche Verwertung des in der Fermentation anfallenden Kohlendioxids. CropEnergies forscht weiterhin an Konzepten, um lignocellulosehaltige Rohstoffe für die Bioethanolherstellung zu nutzen. In verschiedenen Studien und in Kooperation mit Partnern werden Wege evaluiert, um diese Konzepte wirtschaftlich umzusetzen. Die Nutzung von CO2 aus der Bioethanolherstellung zur Erzeugung von Algenbiomasse ist bisher nicht etabliert. Im Rahmen des von der Bundesregierung geförderten Forschungsprojekts "Bioraffinerie auf Basis kohlenhydratreicher Algenbiomasse, Nutzung von Stärke und Protein" wird die Erzeugung von stärkehaltiger Algenbiomasse in geschlossenen Photobioreaktoren untersucht. Die wesentlichen Forschungsaktivitäten zur Algenkultivierung sowie zur Optimierung der Photobioreaktoren werden gemeinsam mit Partnern bearbeitet. Sie gliedern sich vor allem in die Bereiche Aufschluss der Biomasse, Isolierung und Charakterisierung der Wertkomponenten Stärke und Proteine sowie den Nachweis der Verwendung von Fer-mentations-CO2 . Zur Kultivierung werden Mikroalgen eingesetzt, die gegenüber Landpflanzen verschiedene Vorteile aufweisen. Diese Mikroorganismen produzieren Inhaltsstoffe, die sowohl energetisch als auch stofflich nutzbar sind. Eine erste Anlage im Labormaßstab wurde am Standort der CropEnergies Bioethanol GmbH in Zeitz installiert. Für die Photosynthese wird den Algen neben Sonnenlicht, den nötigen Nährstoffen und Wasser auch CO2 aus der Fermentation zur Verfügung gestellt. Bioethanol als ChemierohstoffCropEnergies verfolgt verschiedene Ansätze zur Gewinnung von C4-Bausteinen. Neben fermentativen Verfahren, die direkt aus Biomasse zu den gewünschten C4-Produkten führen, fokussieren sich die Forschungsarbeiten auf die chemisch-katalytische Umsetzung von Ethanol zu Butanol. Dieser Stoff wird als Ausgangsverbindung für Additive in Kraftstoffen diskutiert und kann auch als Chemierohstoff eingesetzt werden. Insbesondere die Entwicklung neuer Katalysatoren in Kombination mit einer optimierten Verfahrenstechnik begünstigt die wirtschaftliche Umsetzung dieses Prozesses in der Zukunft. MITARBEITERIm Geschäftsjahr 2013/14 erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter der CropEnergies-Gruppe auf 430 (321). Der deutliche Anstieg beruht auf der Übernahme des britischen Bioethanolherstellers Ensus. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiterscroll
Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat ist Bestandteil des Lageberichts und in der Erklärung zur Unternehmensführung / Corporate Governance-Bericht auf der Seite 35 angegeben. Aus- und WeiterbildungDie Mitarbeiter der CropEnergies-Gruppe sind die Basis für den Erfolg des Unternehmens. Nicht zuletzt deshalb haben Qualifizierung und Weiterbildung der Mitarbeiter für CropEnergies einen hohen Stellenwert. Als Mitglied der Südzucker-Gruppe partizipiert das Unternehmen an den Ausbildungs- und Qualifizierungsprogrammen eines international tätigen Konzerns. CropEnergies beteiligt sich dabei beispielsweise an der beruflichen Entwicklung junger Menschen, die innerhalb der Südzucker-Gruppe einen Ausbildungsberuf erlernen oder ein Trainee-Programm durchlaufen. Außerdem nehmen Mitarbeiter der CropEnergies-Gruppe an Maßnahmen zum länder- und funktionsübergreifenden Austausch innerhalb der Südzucker-Gruppe teil. Mit gezielten internen und externen Weiterbildungsmaßnahmen qualifiziert CropEnergies Mitarbeiter für die sich ändernden Rahmenbedingungen und Anforderungen. Diese fanden im Rahmen von Veranstaltungen der Südzucker-Gruppe statt oder sind speziell auf CropEnergies zugeschnitten. Dazu gehörten im abgelaufenen Geschäftsjahr auch Schulungen, welche zur Integration von Ensus beitragen. Mitarbeiter, die den Integrationsprozess begleiten, wurden geschult, um das Verständnis für kulturelle Unterschiede zu schärfen, die Kommunikation zwischen Mitarbeitern verschiedener Kulturen zu verbessern und so den gesamten Prozess effizienter zu gestalten. Die Maßnahmen zur stärkeren Vernetzung des Managements der CropEnergies-Gruppe wurden 2013/14 fortgesetzt. Hier lag der Schwerpunkt neben der Interaktion der Führungskräfte auf einem interkulturellen Training, das speziell auf den Umgang mit schwierigen Situationen zugeschnitten war. Das Thema IT-Sicherheit bildete einen weiteren Schwerpunkt. Betriebliches VorschlagswesenIm Rahmen des Betrieblichen Vorschlagswesens haben zahlreiche Mitarbeiter von CropEnergies auch im Geschäftsjahr 2013/14 wieder einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsabläufe erbracht und dadurch ein über das Tagesgeschäft hinausreichendes Engagement für das Unternehmen gezeigt. ArbeitssicherheitDie Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz tragen als unverzichtbarer Bestandteil des Managementsystems wesentlich zum nachhaltigen Erfolg des Unternehmens bei. In allen Gesellschaften der CropEnergies-Gruppe nehmen die Maßnahmen zur Senkung des Unfallgeschehens und zur Vermeidung von gesundheitlichen Beeinträchtigungen einen hohen Stellenwert ein. Als Mitglied der Südzucker-Gruppe gelten für CropEnergies die Standards eines international tätigen Großunternehmens. Innerhalb der Südzucker-Gruppe nehmen die Unternehmen der CropEnergies-Gruppe einen Spitzenplatz ein. Die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz werden mit präventiven Maßnahmen ständig weiter verbessert. Dabei werden alle Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen einbezogen, um Voraussetzungen für sicheres Arbeiten zu schaffen und die Sicherheitsbestimmungen konsequent umzusetzen. Jeder Einzelne muss Verantwortung übernehmen. Konkrete Maßnahmen bestehen u. a. in den systematischen Beurteilungen von Gefährdungen und gesundheitlichen Belastungen an den Arbeitsplätzen, der wiederkehrenden Prüfung von Arbeitsmitteln, der Erstellung von Betriebsanweisungen und den regelmäßigen Unterweisungen der Mitarbeiter. Darüber hinaus erfolgen systematische Betrachtungen der Prozesse in den Anlagen. Damit werden sicherheitsrelevante Aspekte erkannt und wertvolle Informationen für die technische und technologische Optimierung der Anlagen gewonnen. Der Effekt dieser Maßnahmen zeigt sich in der geringen Zahl an Unfällen, in den niedrigen unfallbedingten Arbeitsausfallzeiten und in der ständigen Optimierung der Produktionsanlagen. DankDer Erfolg eines Unternehmens ist immer auch der Verdienst der Mitarbeiter. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben die Mitarbeiter nicht nur mit großem Einsatz ihre täglichen Aufgaben erfüllt, sondern darüber hinaus intensiv an der Weiterentwicklung der CropEnergies-Gruppe mitgearbeitet. Der Vorstand dankt allen Beschäftigten der CropEnergies-Gruppe für ihr Engagement, die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die erbrachte Leistung. INVESTITIONENDie Investitionen in Sachanlagen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2013/14 auf 17,1 (10,8) Mio. €. Davon wurden 8,9 Mio. € bei der CropEnergies Bioethanol GmbH, 6,9 Mio. € bei der BioWanze SA und 0,7 Mio. € bei der Ryssen Alcools SAS investiert. Auf die Ensus-Gesellschaften entfielen 0,2 Mio. €. Bei der CropEnergies Bioethanol GmbH lag der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit auf dem Bau der neuen Veredelungsanlage zur Herstellung von Neutralalkohol. Die Anlage wird über eine Jahreskapazität von 60.000 m3 an hochwertigem Neutralalkohol in Lebensmittelqualität verfügen und soll im Jahr 2015 die Produktion aufnehmen. Damit erschließt sich CropEnergies weitere attraktive Absatzmöglichkeiten in traditionellen Marktsegmenten. Im Berichtszeitraum wurden die Aufträge für den Bau der Neutralalkoholanlage und für die notwendige Erweiterung der vorhandenen Infrastruktur vergeben sowie die Genehmigungsverfahren vorbereitet. Der Bau eines zusätzlichen Fermenters in Zeitz, mit dem die Alkoholausbeute weiter gesteigert werden soll, schreitet planmäßig voran. Zur Erhöhung der Flexibilität beim Rohstoffeinsatz wurden zwei neue Getreidesilos in Betrieb genommen. Maßnahmen zur Senkung des Primärenergie- und Stromverbrauchs reduzierten die Produktionskosten und verbesserten die Treibhausgasbilanz. Weitere Investitionen betrafen die Optimierung der Anlagensicherheit und der Abluftbehandlung sowie die Beseitigung von Hochwasserschäden. Die Investitionen der BioWanze SA dienten vor allem der Erhöhung der Wertschöpfung und der Steigerung der Ausbeute. Der größte Teil entfiel auf die Errichtung einer Glutenkonfektionierung, welche die Wertschöpfung des Standorts Wanze steigerte. Mit dem optimierten Anlagendesign können die Produktverluste reduziert werden, die bei der bisherigen externen Glutenkonfektionierung auftraten. Darüber hinaus erleichtert die Konfektionierung vor Ort die Qualitätsüberwachung und senkt die Logistikkosten. Das Produktportfolio wurde durch die Herstellung von Kleie vergrößert, die nach dem Qualitätssicherungssystem GMP+ zertifiziert ist. Unter anderem wurde das Kleielager angepasst und eine kontinuierliche Überprüfung der Produktqualität stellt sicher, dass nur Kleie bester Qualität als Futtermittel vermarket wird. Mit Investitionen in den Biomassekessel wurden die Reinigungsprozesse verbessert und damit die Kesselleistung erhöht. Weitere Prozessoptimierungen wurden in der Destillation umgesetzt. Sie reduzierten Alkoholverluste und erhöhten zudem den Produktdurchsatz. Ryssen Alcools SAS investierte im Geschäftsjahr 2013/14 in den Bau einer neuen Be- und Entladeeinrichtung im Hafen von Dünkirchen, mit der die Logistikkosten gesenkt werden können. Die Erweiterung der Vergällungsmöglichkeiten erhöhte die Produktvielfalt und erschloss neue Marktsegmente. Um den wachsenden Ansprüchen der Kunden an die Produktqualität auch künftig jederzeit gerecht werden zu können, wurde das Labor um modernste Geräte erweitert. Die restlichen Ausgaben entfielen auf die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes und auf Ersatzinvestitionen. Bei Ensus lag der Fokus zunächst auf umfangreichen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie auf Investitionen in neue Laborgeräte und der Modernisierung der IT-Infrastruktur. Darüber hinaus wurde der Investitionsbedarf identifiziert und die Investitionsplanung für die kommenden Geschäftsjahre konkretisiert. Mit einem umfangreichen Investitionsprogramm soll die Verfügbarkeit, Flexibilität und Effizienz der Anlage sukzessive erhöht werden. CORPORATE GOVERNANCEIm Folgenden wird gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung und gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens berichtet. Die Erklärung zur Unternehmensführung und der Corporate Governance-Bericht sind auf der Website von CropEnergies unter www.cropenergies.com veröffentlicht. Arbeitsweise von Vorstand und AufsichtsratDie CropEnergies AG hat als deutsche Aktiengesellschaft ein duales Führungssystem mit Vorstand und Aufsichtsrat. Beide Organe sind mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet und arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen. VorstandDer Vorstand der CropEnergies AG besteht derzeit aus zwei Mitgliedern. Er führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Die Geschäftsverteilung des Vorstands ist in der Geschäftsordnung für den Vorstand vom 12. September 2006 geregelt. AufsichtsratDer Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Für bedeutende Geschäftsvorgänge - wie beispielsweise die Budgetplanung und strategische Planung, Akquisitionen und Desinvestitionen - enthält die Geschäftsordnung für den Vorstand ebenso wie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich sowie in den turnusmäßigen Sitzungen über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns einschließlich des Risikomanagements sowie über Compliance. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Bei Bedarf tagt der Aufsichtsrat ohne den Vorstand. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen. Der Aufsichtsrat kann zur Erfüllung seiner Aufgaben nach eigenem Ermessen Wirtschaftsprüfer, Rechts- und sonstige interne und externe Berater hinzuziehen. Der Aufsichtsrat beschließt die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente und überprüft sie regelmäßig. Die Aufgaben, Verfahrensregeln und Ausschüsse des Aufsichtsrats sind in seiner zuletzt am 30. März 2012 ergänzten Geschäftsordnung niedergelegt. Zusammensetzung des AufsichtsratsDer sechsköpfige Aufsichtsrat von CropEnergies setzt sich gemäß § 96 Abs. 1 und § 101 Abs. 1 AktG ausschließlich aus Vertretern der Anteilseigner zusammen. Die Amtszeit der von der Hauptversammlung am 17. Juli 2012 neu gewählten Aktionärsvertreter läuft jeweils für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016/17 beschließt (also bis zur ordentlichen Hauptversammlung 2017). Der Financial Expert im Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss ist Herr Franz-Josef Möllenberg. Als ehemaliges Vorstandsmitglied der CropEnergies AG ist Herr Dr. Lutz Guderjahn im Aufsichtsrat vertreten. Diversity-ZieleFür seine zukünftige Zusammensetzung orientiert sich der Aufsichtsrat durch schriftlichen Beschluss vom 20. Dezember 2010 bzw. 12. November 2012 unter Berücksichtigung der Branche, der Größe des Unternehmens und des Anteils der internationalen Geschäftstätigkeit -an folgenden Diversity-Zielen:
Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sieht vor, dass Aufsichtsratsmitglieder nicht länger im Amt bleiben sollen als bis zum Ablauf des Geschäftsjahrs, in dem sie das 70. Lebensjahr vollenden. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung weiterhin die Kandidaten vorschlagen, die er als am besten geeignet für das Aufsichtsratsamt hält, wobei die vorstehenden Diversity-Ziele berücksichtigt werden. Zum Stand der Umsetzung der Diversity-Ziele ist Folgendes zu berichten: Bei den Vorschlägen zur Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Aktionäre durch die Hauptversammlung 2012 hat der Aufsichtsrat neben den Anforderungen des Aktiengesetzes, des Kodex und der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats auch die Diversity-Ziele berücksichtigt. Er hat insbesondere auf die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen sowie auf die Vielfalt in der Zusammensetzung (Diversity) geachtet. Die Hauptversammlung hat am 17. Juli 2012 - den Vorschlägen des Aufsichtsrats folgend - neue Aktionärsvertreter gewählt. Dem Aufsichtsrat gehören damit wieder mindestens zwei unabhängige Mitglieder ("nicht unabhängig" i. S. v. Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex ist insbesondere, wer in einer persönlichen oder einer geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann) an. Mindestens zwei Mitglieder verkörpern besonders das Kriterium der "Internationalität". Aktuell gehören dem Aufsichtsrat keine Frauen an. Ausschüsse des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat aus dem Kreis seiner Mitglieder mit dem Prüfungsausschuss und dem Nominierungsausschuss Gremien gebildet, die seine Arbeit vorbereiten und ergänzen. Die Ausschüsse bestehen jeweils aus vier Mitgliedern. Die Aufgaben beider Ausschüsse ergeben sich aus den zuletzt am 30. März 2012 bzw. 3. Mai 2012 ergänzten Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat bzw. für den Prüfungsausschuss. Aktionäre und HauptversammlungDie Aktionäre der CropEnergies AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese findet in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahrs statt und beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Jede Aktie von CropEnergies gewährt die gleichen Rechte. Jeder Aktionär, der die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Hauptversammlung sowie für die Ausübung des Stimmrechts erfüllt und sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der CropEnergies AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Den Aktionären ist es außerdem möglich, ihre Stimme im Vorfeld der Hauptversammlung per Internet abzugeben bzw. die Stimmrechtsvertreter der CropEnergies AG per Internet zu beauftragen. Hauptversammlung 2014Die Einladung zur Hauptversammlung, die für den 15. Juli 2014 in Mannheim vorgesehen ist, sowie alle für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der CropEnergies AG unter der Rubrik "Investor Relations" zur Verfügung gestellt. RisikomanagementDer verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Dem Vorstand von CropEnergies und dem Management stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung. Das Risikomanagement bei CropEnergies ist im Risikobericht auf den Seiten 62 - 69 dargestellt. Rechnungslegung und AbschlussprüfungDer Konzernabschluss von CropEnergies wird nach den in der EU maßgeblichen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Jahresabschluss der CropEnergies AG erfolgt nach deutschem Handelsrecht (HGB). Der Jahres- und der Konzernabschluss werden vom Vorstand aufgestellt und von dem Abschlussprüfer, dem Prüfungsausschuss sowie dem Aufsichtsrat geprüft. Der Aufsichtsrat stellt den Jahresabschluss fest und billigt den Konzernabschluss. Die vom Vorstand aufgestellten Zwischenberichte sowie der Halbjahresfinanzbericht werden vor der Veröffentlichung vom Prüfungsausschuss mit dem Vorstand erörtert und anschließend vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben; die Freigabe durch den Vorstand beendet den Aufstellungszeitraum für die jeweilige Zwischenberichtsperiode. Eine Prüfung oder prüferische Durchsicht erfolgt nicht. Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der CropEnergies AG wurden von dem durch die Hauptversammlung 2013 gewählten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft. Die Prüfungen erfolgten nach den International Standards on Auditing (den Konzernabschluss betreffend), den deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung; sie umfassten auch das Risikofrüherkennungssystem. Der Aufsichtsrat hat im Rahmen des Auftrags mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser den Aufsichtsrat umgehend über auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe sowie über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse während der Prüfung unterrichtet. Hierzu gab es im Rahmen der Prüfungen für das Geschäftsjahr 2013/14 keinen Anlass. Für Leistungen des Abschlussprüfers sind im Geschäftsjahr 2013/14 Aufwendungen in Höhe von 144 (143) Tsd. € für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Abschlüsse der CropEnergies AG und ihrer inländischen Tochtergesellschaft, der CropEnergies Bioethanol GmbH, und der CT Biocarbonic GmbH angefallen. Darüber hinaus erbrachte der Konzernabschlussprüfer im laufenden Geschäftsjahr andere Bestätigungsleistungen in Höhe von 3 (3) Tsd. € sowie sonstige Beratungsleistungen in Höhe von 10 (0) Tsd. €. Kapitalmarkt und TransparenzCropEnergies informiert die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit unverzüglich, regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage und wesentliche Neuigkeiten des Konzerns. Dies erfolgt sowohl über Geschäfts- und Quartalsberichte als auch durch Presseinformationen und gegebenenfalls Ad-hoc-Meldungen. Anlässlich der Quartalsberichterstattung finden Telefonkonferenzen mit Investoren und Analysten statt. Alle Informationen stehen in deutscher und/oder englischer Sprache zur Verfügung und werden in gedruckter Form sowie über geeignete elektronische Medien wie E-Mail und Internet publiziert. Hinzu kommen die jährliche Bilanzpresse- und Analystenkonferenz sowie die Teilnahme an verschiedenen Fach- und Kapitalmarktkonferenzen im In- und Ausland. Alle Meldungen sowie die jeweils aktuelle Kapitalmarktpräsentation sind auf der Website www.cropenergies.com unter der Rubrik "Investor Relations" veröffentlicht. FinanzkalenderDie geplanten Termine der wesentlichen wiederkehrenden Ereignisse und Veröffentlichungen - wie Hauptversammlung, Geschäftsbericht und Zwischenberichte - sind in einem Finanzkalender zusammengestellt. Der Kalender wird mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf veröffentlicht und auf der Internetseite der CropEnergies AG dauerhaft zur Verfügung gestellt. Er ist auch auf der Umschlagseite dieses Geschäftsberichts abgedruckt. Corporate Governance-BerichtCorporate Governance steht für verantwortungsvolle und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Corporate Governance soll das Vertrauen der Aktionäre und Investoren, der Finanzmärkte, der Geschäftspartner und Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit in das Unternehmen stärken und damit auch langfristig und nachhaltig den Unternehmenswert steigern. Vorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG bekennen sich zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. CropEnergies erfüllt die höchsten Transparenzanforderungen an deutschen Börsen. Entsprechend wird die CropEnergies-Aktie seit 2006 im Prime Standard notiert. Die Befolgung des Deutschen Corporate Governance Kodex unterstreicht das Verständnis von transparenter Unternehmensführung. Nach Ansicht von CropEnergies ist der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 13. Mai 2013 weitgehend ausgewogen, praxisnah und repräsentiert auch im internationalen Vergleich einen hohen Standard. Aus diesem Grund wurde - wie in den Vorjahren - auf die Aufstellung eigener unternehmensspezifischer Corporate Governance-Grundsätze verzichtet. Entsprechenserklärung 2013Vorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG, Mannheim, haben am 10. Dezember 2013 den Beschluss gefasst, folgende Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abzugeben: Mit folgenden Ausnahmen entsprach die CropEnergies AG den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Kodex-Fassung vom 15. Mai 2012 und entspricht den Empfehlungen zukünftig in der Kodex-Fassung vom 13. Mai 2013: Ziffer 4.2.1 (Vorsitzender oder Sprecher des Vorstands):Die Wahl eines Vorsitzenden oder Sprechers ist nicht notwendig. Der Vorstand der CropEnergies AG besteht aus zwei Mitgliedern. Diese führen das Unternehmen - mit klar abgegrenzten Verantwortungsbereichen - gleichberechtigt. Ziffer 4.2.2 (Vertikalvergleich der Vorstandsvergütung):Der Aufsichtsrat befasst sich pflichtgemäß mit der Angemessenheit der Vergütung des Vorstands. Er beachtet dabei auch das unternehmensinterne Lohn- und Gehaltsgefüge. Nach Überzeugung des Aufsichtsrats ist das in Ziffer 4.2.2 Abs. 2 Satz 3 empfohlene formale Vorgehen nicht erforderlich, da es zu keiner Verbesserung der Entscheidungsqualität führt. Ziffer 4.2.3 (Abfindungs-Cap in Vorstandsverträgen):Die Vorstandsverträge enthalten keinen Abfindungs-Cap. Wir sehen dafür auch in Zukunft keine Notwendigkeit, zumal gegen solche Vertragsklauseln erhebliche rechtliche Bedenken bestehen. Ziffer 4.2.4 (Individualisierte Vorstandsvergütung):Die Hauptversammlung der CropEnergies AG hat zuletzt am 19. Juli 2011 beschlossen, auf die individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren zu verzichten. Daher sieht die Gesellschaft im Vergütungsbericht von Angaben zur Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ab. Ziffer 5.3.2 Satz 3 (Unabhängigkeit des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses):Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist Herr Thomas Kölbl. Er ist zugleich Vorstandsmitglied der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt, die mehrheitlich an der CropEnergies AG beteiligt ist. Die angemessene Repräsentanz eines Mehrheitsaktionärs im Aufsichtsrat einer Gesellschaft und seinen Ausschüssen halten wir für sinnvoll. Nach unserer Überzeugung liegt die Ausübung des Amtes als Vorsitzender des Prüfungsausschusses durch Herrn Kölbl im Interesse der Gesellschaft und ihrer sämtlichen Aktionäre. Ziffer 5.4.1 (Diversity-Ziele, Zusammensetzung des Aufsichtsrats):Der Aufsichtsrat strebt eine hinreichende Vielfalt in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Der Aufsichtsrat wird aber weiterhin die Entscheidung hinsichtlich seiner Zusammensetzung prioritär nicht am jeweiligen Geschlecht, sondern an der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen ausrichten. Ziffer 5.4.6 (Individualisierte Aufsichtsratsvergütung):Die Satzung unserer Gesellschaft sieht eine erfolgsbezogene Aufsichtsratsvergütung vor, die dividendenabhängig gestaltet ist. Für diese Struktur spricht insbesondere der Gleichlauf mit den Interessen der Aktionäre. Wir weisen die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats aus. Unseres Erachtens stehen die mit einem individualisierten Ausweis verbundenen Eingriffe in die Privatsphäre in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen einer solchen Praxis. Auch eine Aufgliederung nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten ist aufgrund der transparenten Vergütungsregelungen mit keiner zusätzlichen Aussagekraft verbunden. Dementsprechend enthalten der Corporate Governance-Bericht sowie Anhang und Lagebericht keine individuelle Darstellung der Aufsichtsratsbezüge und keine Aufteilung nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten. Diese und frühere Entsprechenserklärungen sind auf der CropEnergies-Website www.cropenergies.com unter der Rubrik "Investor Relations/Corporate Governance" veröffentlicht. Verhaltenskodex und LeitlinienCropEnergies hat einen Verhaltenskodex und Leitlinien aufgestellt. Diese sind auf der CropEnergies-Website www.cropenergies.com unter der Rubrik "Unternehmen" veröffentlicht. VergütungsberichtCropEnergies erläutert im Vergütungsbericht die Höhe und die Struktur der Vergütung von Vorstand (Ziffer 4.2.5 Kodex) und Aufsichtsrat (Ziffer 5.4.6 Kodex). Die CropEnergies AG verzichtet aufgrund der in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen stehenden Beeinträchtigung der Privatsphäre auf einen individualisierten Ausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung. Die Hauptversammlung der CropEnergies AG hat zuletzt am 19. Juli 2011 einen Beschluss über die Nichtoffenlegung der individualisierten Vorstandsvergütung für die Dauer von fünf Jahren mit großer Mehrheit gefasst (opting out). Der Verzicht auf die individualisierte Offenlegung der Aufsichtsratsbezüge und der Vorstandsvergütung wurden in der Entsprechenserklärung berücksichtigt. Die Vergütung des Vorstands der CropEnergies AG wird durch den Aufsichtsrat festgelegt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Die Vergütung orientiert sich an der nachhaltigen Unternehmensentwicklung und setzt sich zusammen aus 1. einem festen Jahresgehalt, 2. einer jährlichen variablen Vergütung, abhängig a) von der Erreichung vereinbarter Ziele sowie b) vom auf Basis einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage erzielten operativen Ergebnis der CropEnergies-Gruppe. Dabei wird der Durchschnitt des operativen Ergebnisses der CropEnergies-Gruppe der jeweils letzten drei Geschäftsjahre zugrunde gelegt. 3. Sachbezügen im Wesentlichen in Form der Gestellung eines Dienstwagens zur geschäftlichen und privaten Nutzung und Beiträgen zur Sozialversicherung sowie 4. einer betrieblichen Altersversorgung, bemessen nach einem Anteil am festen Jahresgehalt. Aktienbasierte Vergütungsbestandteile oder Aktienoptionspläne bestehen nicht. Die gewährten Gesamtbezüge für den Vorstand sind unter Ziffer (34) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)" im Konzernanhang angegeben. Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung der CropEnergies AG festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahrs zahlbare Vergütung von 20.000 € sowie eine variable Vergütung von 1.000 € je angefangene 0,01 € je Aktie ausgeschüttete Dividende, die 0,20 € übersteigt. Der Vorsitzende erhält das Doppelte und sein Stellvertreter das 1,5-Fache dieser Vergütung. Die feste Vergütung erhöhte sich um 25 % je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats; für den Vorsitz in einem Ausschuss beträgt der Erhöhungssatz 50 %. Dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss im Geschäftsjahr getagt hat. Die Vergütung für die Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats ist unter Ziffer (34) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)" im Konzernanhang angegeben. Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats sind dem Vergütungsbericht auf Seite 126 zu entnehmen. Vermögensschaden-HaftpflichtversicherungDie Gesellschaft hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt abgeschlossen, in deren Deckung die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats einbezogen ist (D&O-Versiche-rung). § 93 Abs. 2 AktG schreibt vor, dass der Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-Fachen der festen jährlichen Vergütung zu betragen hat. CropEnergies hat einen solchen Selbstbehalt mit den Mitgliedern des Vorstands vereinbart. Bezüglich eines Selbstbehalts bei Aufsichtsratsmitgliedern empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex eine analoge Anwendung. Die CropEnergies AG entspricht dieser Empfehlung. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat; meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gemäß § 15a WertpapierhandelsgesetzKein Mitglied des Vorstands oder des Aufsichtsrats hält Aktien der CropEnergies AG, die 1 % des Grundkapitals oder mehr repräsentieren. Darüber hinaus beträgt auch der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden durch Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats keine meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte mitgeteilt. Compliance-UnternehmensgrundsätzeComplianceCompliance - also regel- und gesetzestreues Verhalten -ist für CropEnergies ein selbstverständlicher Standard guter Unternehmensführung. Sie soll das rechtmäßige Verhalten des Unternehmens, seiner Leitungsorgane und Mitarbeiter bei Geboten und Verboten gewährleisten. Ziel ist es, die Mitarbeiter vor Gesetzes- und Regelverstößen zu bewahren und sie dabei zu unterstützen, gesetzliche Vorschriften sowie Unternehmensrichtlinien richtig und sachgerecht anzuwenden. CropEnergies hat als Mitglied der Südzucker-Gruppe deren Compliance-Unternehmensgrundsätze in entsprechender Form übernommen. Darin wurden die in der Südzucker-Gruppe bestehenden Unternehmensregularien gebündelt. Ziel ist es, durch Nutzung der vorhandenen Berichtswege und Informationsflüsse eine Durchsetzung der nachfolgenden Grundsätze für CropEnergies und die gesamte Südzucker-Gruppe zu erreichen. Schwerpunkte der konzernweit geltenden Compliance-Unternehmensgrundsätze sind die Compliance im Kartellrecht, die Korruptionsprävention, der Datenschutz, der Umweltschutz und die Kapitalmarktcompliance (insbesondere Insiderrecht und Ad-hoc-Publizität). Grundlage guter Compliance ist stets die Integrität der Mitarbeiter. Für CropEnergies ist es dabei selbstverständlich, dass alle Maßnahmen im Einklang mit den Bestimmungen des Mitarbeiterdatenschutzes stehen. Compliance-UnternehmensgrundsätzeCropEnergies will im Wettbewerb durch Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Fairness erfolgreich sein. Dabei müssen unternehmensspezifische und gesetzliche Regeln eingehalten werden. Die Compliance-Unternehmensgrundsätze dienen hierfür als Grundlage. Sie stellen Schwerpunkte heraus, die in der Praxis besondere Bedeutung haben und sind auf der CropEnergies-Website unter der Rubrik "Investor Relations" veröffentlicht. CropEnergies wendet das geltende Recht an und erwartet das Gleiche von Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Die Unternehmensgrundsätze benennen Schwerpunkte von besonderer Praxisrelevanz: 1. Fairness im Wettbewerb: CropEnergies bekennt sich ohne Einschränkung zum Wettbewerb mit fairen Mitteln und insbesondere zur strikten Einhaltung des Kartellrechts. 2. Integrität im Geschäftsverkehr: Korruption wird nicht geduldet. Geschenke und Einladungen von Lieferanten oder Dienstleistungsunternehmen haben stets in einem angemessenen Verhältnis zur Geschäftsverbindung zu stehen. Die Annahme oder Gewährung solcher Vergünstigungen bedarf der ausdrücklichen Genehmigung des jeweiligen Vorgesetzten bzw. bei Überschreitung bestimmter Grenzwerte des Vorstands. 3. Prinzip der Nachhaltigkeit: CropEnergies ist sich seiner Verantwortung für den Schutz der Umwelt sowie der Gesundheit und Sicherheit der Menschen inner- und außerhalb des Unternehmens bewusst. 4. Einhaltung der Rechtsvorschriften: Alle einschlägigen nationalen und internationalen Bestimmungen sind zu befolgen. 5. Wahrung der Chancengleichheit im Wertpapierhandel: Jeder Mitarbeiter ist verpflichtet, unternehmensinterne Informationen, die börsenkursrelevant sein können, vertraulich zu behandeln. 6. Ordnungsgemäße Belegführung: Im Rahmen eines internen Kontrollsystems sind Geschäftsprozesse angemessen zu dokumentieren. Durch Kontrollen muss die vollständige und korrekte Erfassung der rechnungslegungsrelevanten Informationen sichergestellt werden. 7. Ordnungsgemäße und transparente Finanzberichterstattung: CropEnergies bekennt sich unter Anwendung der internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu einer offenen und transparenten Finanzberichterstattung, die eine Gleichbehandlung aller Interessensgruppen gewährleistet. 8. Faire und respektvolle Arbeitsbedingungen: Von jedem Mitarbeiter wird ein freundlicher, sachbetonter, fairer und respektvoller Umgang mit Kollegen und Dritten erwartet. Diskriminierung und Belästigung jeglicher Art werden nicht geduldet. 9. Schutz unseres Wissensvorsprungs und Respektieren der Schutzrechte Dritter: Betriebsgeheimnisse dürfen nicht an Dritte weitergegeben oder gar öffentlich gemacht werden. Ebenso sind die erteilten Schutzrechte Dritter zu respektieren. 10. Trennung von Unternehmens- und Privatinteressen: Alle Mitarbeiter müssen stets ihre privaten Interessen und die des Unternehmens trennen. Auch bei Personalentscheidungen oder Geschäftsbeziehungen zu Dritten zählen nur sachliche Kriterien. 11. Kooperativer Umgang mit Behörden: CropEnergies ist bestrebt, mit allen zuständigen Behörden ein offenes und kooperatives Verhältnis zu pflegen. Informationen sollen vollständig, richtig, rechtzeitig und verständlich zur Verfügung gestellt werden. Die Umsetzung der vorstehenden Compliance-Unternehmensgrundsätze erfolgt unter Berücksichtigung länderspezifischer Besonderheiten: Den Mitarbeitern wird die Nutzung der erforderlichen Informationsquellen sowie Beratung angeboten, um Gesetzes- und Regelverstöße zu vermeiden. Jeder Vorgesetzte muss seinen Bereich so organisieren, dass die Einhaltung der Regeln der Compliance-Unternehmensgrundsätze, der unternehmensinternen Regeln sowie der gesetzlichen Vorschriften gewährleistet ist. Der Compliance-Officer und die Compliance-Beauftragten gewährleisten den zeitnahen Informationsfluss. Sie sind unter anderem verantwortlich für Schulungen und die Untersuchung von Compliance-Vorfällen. Alle Mitarbeiter sind verpflichtet, Verletzungen der Compliance-Unternehmensgrundsätze unverzüglich mitzuteilen. Übernahmerelevante AngabenDie folgenden Informationen sind erläuternde Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG; sie sind Bestandteil des geprüften Konzernlageberichts. Diese Angaben betreffen u. a. Aspekte, die für den Erwerb der Unternehmenskontrolle eine Rolle spielen können, sowie die Befugnisse des Vorstands, die Kapitalstruktur zu verändern. Zusammensetzung des Gezeichneten Kapitals, Stimmrechte und Übertragung von AktienZum 28. Februar 2014 beträgt das Gezeichnete Kapital 87.250.000 € und ist in 87.250.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 € je Aktie am Grundkapital eingeteilt (§ 315 Abs. 4 Nr. 1 HGB). Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien. Jede Aktie gewährt die gleichen Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71 b AktG). Vertragliche Beschränkungen in Bezug auf das Stimmrecht oder die Übertragung der Aktien sind CropEnergies nicht bekannt (§ 315 Abs. 4 Nr. 2 HGB). Kapitalbeteiligungen von mehr als 10 %Folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital der CropEnergies AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft bekannt: Die Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt (Südzucker) ist mit rund 69 % sowie die Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) mit rund 7 % direkt am Grundkapital beteiligt. Da die von Südzucker gehaltenen Anteile gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG der SZVG zuzurechnen sind, hält die SZVG direkt und indirekt somit ingesamt 76 % der Stimmrechte (§ 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB). Aktien mit Sonderrechten, Stimmrechtskontrolle bei ArbeitnehmeraktienBei CropEnergies gibt es keine Aktien mit Sonderrechten (§ 315 Abs. 4 Nr. 4 HGB). Es gibt auch keine Art einer Stimmrechtskontrolle aus der Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital (§ 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB). Ernennung und Abberufung der VorstandsmitgliederDie Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat gemäß §§ 84 und 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Die Mitglieder des Vorstands wurden jeweils für die Dauer von fünf Jahren bestellt. SatzungsänderungenÄnderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Satzung der CropEnergies AG macht von der Möglichkeit der Abweichung gemäß § 179 Abs. 2 AktG Gebrauch und sieht vor, dass Beschlüsse, soweit nicht zwingende Vorschriften des Aktienrechts oder der Satzung etwas Abweichendes bestimmen, mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst werden können. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, wurde dem Aufsichtsrat übertragen (§ 315 Abs. 4 Nr. 6 HGB). Befugnisse des Vorstands, insbesondere zu Aktienausgabe und AktienrückkaufDie Hauptversammlung vom 15. Juli 2010 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 14. Juli 2015 Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können auch zum Zwecke der Einziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand ist u. a. ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern oder zur Bedienung von Wandel- oder Optionsanleihen zu nutzen. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht (§ 315 Abs. 4 Nr. 7 HGB). Die Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 hat ein Genehmigtes Kapital geschaffen (Genehmigtes Kapital 2011), um den Handlungsspielraum der Gesellschaft bezüglich etwaiger Kapitalerhöhungen zu erweitern. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 18. Juli 2016 das Grundkapital um bis zu insgesamt 15 Mio. € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2011 wurde durch eine Sachkapitalerhöhung im Umfang von 2.250.000 €, entsprechend 2.250.000 neuen Aktien, im Juli 2013 Gebrauch gemacht (§ 315 Abs. 4 Nr. 7 HGB). Hierdurch reduzierte sich das verbleibende Genehmigte Kapital auf 12.750.000 €. Die Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 hat das Grundkapital weiter um bis zu 15 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 15 Mio. neuen Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die bedingte Kapitalerhöhung insoweit durchzuführen, wie es zur Bedienung der Wandlungs- bzw. Optionsrechte aus Genussscheinen bzw. Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die bis zum 18. Juli 2016 ausgegeben werden können, notwendig ist. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Bedingten Kapitals 2011 wurde bislang kein Gebrauch gemacht (§ 315 Abs. 4 Nr. 7 HGB). Kontrollwechsel- und EntschädigungsvereinbarungenDie Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt hat mit einem Bankenkonsortium einen Vertrag über eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 600.000.000 € abgeschlossen. Die CropEnergies AG ist dieser Kreditlinie mit einem Teilbetrag von 100.000.000 € beigetreten. Im Fall eines Kontrollwechsels im Sinne des Vertrags hat jedes Mitglied des Bankenkonsortiums unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, seinen Anteil an der Kreditlinie sowie seinen jeweiligen Anteil an ausstehenden Krediten zu kündigen und deren Rückzahlung (einschließlich Zinsen) zu verlangen. Im Übrigen bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder zugunsten von Arbeitnehmern für den Fall eines Kontrollwechsels (§ 315 Abs. 4 Nr. 9 HGB). Einzelheiten zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats sind dem Vergütungsbericht auf Seite 35 zu entnehmen. 4 gewinnt! Zukauf von EnsusMit dem Erwerb des britischen Unternehmens Ensus Ltd., das in Nordengland eine der größten Bioethanolanlagen Europas betreibt, hat CropEnergies der Gruppe einen vierten Produktionsstandort hinzugefügt. Damit erhöht sich die jährliche Produktionskapazität auf 1,2 Millionen Kubikmeter Bioethanol, und CropEnergies baut die Position als einer der drei größten Bioethanolhersteller in Europa weiter aus. Mit Ensus können wir nun auch den nordeuropäischen Markt beliefern, auf dem wir bisher aus logistischen Gründen kaum vertreten waren. Durch den Erwerb von Ensus steigern wir die jährliche Produktionskapazität für Bioethanol um 50 %. WIRTSCHAFTSBERICHTBericht zur GeschäftstätigkeitEntwicklungen auf dem Weltmarkt für BioethanolEthanolproduktionIm Jahr 2013 stieg die weltweite Erzeugung von Bioethanol im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 % auf 104,0 (102,5) Mio. m3 leicht an. Dies ist insbesondere auf eine höhere Produktion in Brasilien zurückzuführen. Damit hat sich die weltweite Erzeugung von der rückläufigen Entwicklung der vorhergehenden beiden Jahre erholt. Wie in den vergangenen Jahren wurde Bioethanol überwiegend für Anwendungen im Kraftstoffbereich produziert. Insgesamt wurden 87,2 (83,6) Mio. m3 Bioethanol und damit 84 (82) % der Gesamtproduktion für den Kraftstoffsektor hergestellt. Für das Jahr 2014 gehen Marktbeobachter von einem Wachstum der weltweiten Produktion um 5 % auf 108,9 (104,0) Mio. m3 Bioethanol aus. Vor allem die Bioethanolproduktion in Brasilien, den USA und der EU soll weiter zunehmen. In den USA lag die Bioethanolproduktion im Jahr 2013 mit 51,8 (51,8) Mio. m3 auf Vorjahresniveau. Angesichts eines mit 51,9 (50,9) Mio. m3 um 2,0 % höheren inländischen Verbrauchs sanken die Exporte auf 2,7 (3,2) Mio. m3 . Das sind 14,5 % weniger als im Vorjahr. Die direkten Exporte in die EU gingen sogar um 85 % auf 101 (661) Tsd. m3 zurück. Dies ist unter anderem auf den von der EU im Februar 2013 eingeführten Anti-Dumpingzoll zurückzuführen. Seit August 2013 stiegen die Bioethanolexporte aus den USA nach Norwegen jedoch deutlich an. Diese haben sich mit 52 (3) Tsd. m3 im Vergleich zum gesamten Jahr 2012 mehr als verfünfzehnfacht. Gleichzeitig wuchsen die Importe von E48, d. h. einem Bioethanol-Benzin-Gemisch mit einem Bioethanolanteil von etwas weniger als 50 %, aus Norwegen in die EU deutlich. In Brasilien wird angesichts einer deutlich besseren Zuckerrohrernte im Zuckerwirtschaftsjahr 2013/14 ein Anstieg der Bioethanolproduktion um 17,9 % auf 27,7 (23,5) Mio. m3 erwartet. Der Bioethanolverbrauch soll um 20,2 % auf 25,2 (21,0) Mio. m3 steigen. Marktbeobachter rechnen daher mit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25,2 % geringeren Nettoexporten in Höhe von 2,5 (3,3) Mio. m3 Bioethanol. Die Ethanolproduktion in der EU lag mit 6,7 (6,6) Mio. m3 leicht über dem Vorjahresniveau. Auf Kraftstoffethanol entfielen davon 4,5 (4,5) Mio. m3 oder 68 %. Die nur geringfügig geringeren Importe, die aufgrund umfangreicher Präferenzregelungen für Drittstaaten (z. B. Guatemala, Peru und Pakistan) zunehmend zollfrei in die EU gelangen, und ein stagnierender inländischer Bioethanolverbrauch verhinderten eine weitere Erhöhung der Kapazitätsauslastung der europäischen Anlagen. Für das Jahr 2014 erwarten Marktbeobachter einen Anstieg der Gesamtproduktion in der EU um 6,3 % auf rund 7,1 (6,7) Mio. m3 Bioethanol. Die Herstellung von Kraftstoffethanol soll dabei um 8,0 % auf 4,9 Mio. m3 steigen. Aufgrund des gesunkenen Bedarfs an Ottokraftstoffen, der langsamen Verbreitung von E10 und kaum veränderter Beimischungsverpflichtungen in den Mitgliedsstaaten reduzierte sich der Kraftstoffethanolverbrauch in der EU im Jahr 2013 leicht um 3,1 % auf 5,5 (5,7) Mio. m3 . Im Jahr 2014 rechnen Marktbeobachter mit einem Wachstum des Kraftstoffethanolverbrauchs um 1,3 % auf 5,6 (5,5) Mio. m3 . In Deutschland, dem größten Markt für Bioethanol in der EU, ging der Bioethanolverbrauch im Jahr 2013 um 3,4 % auf 1,5 (1,6) Mio. m3 zurück. Im Zeitraum von Januar bis Dezember 2013 wurden rund 86 % bzw. 1,3 Mio. m3 des verbrauchten Bioethanols dabei dem Benzin direkt beigemischt. Der Absatz von E10 -Ottokraftstoff mit einem Bioethanolanteil von bis zu 10 Vol.-% - ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,4 % auf 2,8 Mio. t gestiegen. Während der Marktanteil von E10 am Ottokraftstoffmarkt im Vorjahr noch bei 14,2 % lag, erreichte dieser im Jahr 2013 nunmehr 15,0 %. Auf die Herstellung des Oktanzahlverbesserers ETBE entfielen im gleichen Zeitraum 195 (179) Tsd. m3 Bioethanol. Dies entspricht einem Anstieg von 9,0 %. Der Absatz des gegenüber Benzin deutlich preiswerteren E85-Kraftstoffs ging um 36,9 % zurück. EthanolpreiseDie brasilianischen Ethanolpreise lagen Ende Februar 2014 bei 695 US-$/m3 FOB Santos und damit rund 20 US-$ unter dem Niveau von Anfang März 2013. Angesichts der guten Zuckerrohrernte im Zuckerwirtschaftsjahr 2013/14 und der Abwertung des brasilianischen Reals gegenüber dem US-Dollar waren die brasilianischen Ethanolpreise im September 2013 sogar auf 600 US-$/m3 zurückgegangen. Im Gegensatz hierzu haben die im Mai 2013 angehobene Beimischungsverpflichtung und die Erhöhung der Benzinpreise im Dezember 2013 zu einer deutlichen Steigerung der inländischen Bioethanolnachfrage beigetragen. Der Anteil der Flexible Fuel Vehicles (FFVs) nahm im Kalenderjahr 2013 weiter zu und lag bei neu zugelassenen PKWs bei 89 (87) %. An der Chicago Board of Trade (CBOT) ging der 1-Monats-Future für Ethanol von 2,40 US-$/Gallone* Anfang März 2013 auf 2,30 US-$/Gallone Ende Februar 2014 zurück. Die Ethanolpreise schwankten im Berichtszeitraum stark zwischen 1,60 und 2,75 US-$/Gallone. Der Preisrückgang lässt sich hauptsächlich auf erheblich gesunkene Rohstoffkosten zurückführen, die insbesondere in der 2. Jahreshälfte 2013 zu einer höheren Kapazitätsauslastung führten. Preisdämpfend wirkte auch die Ankündigung der US-Umweltschutzbehörde (EPA), die Beimischungsverpflichtung im Jahr 2014 senken zu wollen. In Europa war im Berichtszeitraum ein massiver Preisverfall der Ethanolpreise zu beobachten. Anfang März 2013 notierte Bioethanol noch bei 630 €/m3 FOB Rotterdam. Nachdem die Ethanolpreise Ende September 2013 mit rund 620 €/m3 nur geringfügig darunter lagen, reduzierten sie sich bis Ende Februar 2014 auf 480 €/m3 . Der Preisrückgang ist auf geringere Rohstoffkosten infolge gesunkener Getreidepreise und eine hohe Verfügbarkeit von Bioethanol in der EU zurückzuführen. Eine hohe Auslastung der europäischen Produktionskapazitäten und weiterhin rege Importaktivitäten standen dabei einer kaum veränderten Nachfrage gegenüber.
*
1 Gallone entspricht 3,7854 Liter. Entwicklungen auf den Rohstoff- und FuttermittelmärktenGetreidemärkteDas US-Landwirtschaftsministerium (USDA) geht in seiner Schätzung vom 9. April 2014 für das Getreidewirtschaftsjahr 2013/14 von einem Anstieg der weltweiten Getreideernte auf ein Rekordniveau von 1.977 (1.793) Mio. t aus. Im Vergleich zum Getreidewirtschaftsjahr 2012/13, in dem die anhaltende Trockenheit in den USA und Europa zu massiven Ernteeinbußen bei Mais und Weizen geführt hatte, entspricht dies einem Anstieg von 10,3 %. Angesichts größerer Anbauflächen und günstiger Witterungsbedingungen ist ein deutlicher Anstieg der Produktion insbesondere von Weizen in der EU und der Schwarzmeerregion sowie von Mais in den USA, der Schwarzmeerregion und weiteren großen Anbauländern wie der VR China zu erwarten. Aufgrund eines moderateren Anstiegs des Getreideverbrauchs um 6,7 % auf 1.939 (1.817) Mio. t wird mit einer Erhöhung der Lagerbestände um 11,0 % auf 379 (341) Mio. t gerechnet. Für die EU erwartet die EU-Kommission, dass die Getreideernte im Getreidewirtschaftsjahr 2013/14 um 9,1 % auf 302 (276) Mio. t steigen wird. Der Getreideverbrauch soll hingegen nur um 1,0 % auf 274 (271) Mio. t wachsen und damit deutlich unter der Produktion liegen. Während der Anteil des als Futtermittel verwendeten Getreides bei 60 % liegt, werden nur 3,3 % des erzeugten Getreides für die Herstellung von Bioethanol verwendet. Mit einem Nettoexport von 21,1 (14,7) Mio. t Getreide trägt die EU unverändert in hohem Maße zur Versorgung des Weltmarkts bei. Die Erwartungen einer guten Getreideernte führten zu einem Rückgang des 1-Monats-Futures für Mahlweizen an der NYSE Liffe in Paris. Nachdem die Weizenpreise im März 2013 noch bei rund 250 €/t lagen, fielen sie zwischenzeitlich auf rund 180 €/t und notierten Ende Februar 2014 bei rund 200 €/t. Verzögerungen bei der Maisernte in Europa hatten zwischenzeitlich für einen leichten Anstieg der Preise auf 210 €/t im November 2013 gesorgt. Der Internationale Getreiderat (International Grain Council) erwartet im Getreidewirtschaftsjahr 2014/15 einen leichten Rückgang der Getreideproduktion um ca. 1 % auf 1.949 Mio. t. In Anbetracht eines prognostizierten Verbrauchs von 1.935 Mio. t Getreide (+ 1,1 %) wird mit einem weiteren Anstieg der Lagerbestände auf 400 Mio. t Getreide (+3,6 %) gerechnet. Bei Weizen wird eine weitere Ausweitung der weltweiten Anbauflächen um 2,3 % auf 224 (219) Mio. ha erwartet. Mit einem Zuwachs der Anbauflächen wird unter anderem in der EU, Kasachstan und der Russischen Föderation gerechnet. Trotz insgesamt günstiger Witterungsbedingungen wird angesichts der hohen Weizenerträge im Vorjahr und des frühen Stadiums der Vegetationsperiode von einem leichten Rückgang der Erträge um 1,2 % auf 700 Mio. t Weizen ausgegangen. Bei Mais geht der Internationale Getreiderat in einer ersten Schätzung davon aus, dass die globale Anbaufläche im Getreidewirtschaftsjahr 2014/15 auf 175,5 (175,0) Mio. ha auf Rekordniveau steigen wird. Eine Ausdehnung der Anbaufläche wird insbesondere in China, Südamerika und der Ukraine erwartet. Dagegen soll die Anbaufläche in der EU und in den USA zurückgehen. Die Anbaufläche soll sich in der EU um 4 % auf 9,4 (9,7) Mio. ha und in den USA zugunsten von Sojabohnen um 1 % auf 35 Mio. ha reduzieren. Für die weltweite Maisernte wird ein leichter Anstieg um 0,3 % auf 961 (959) Mio. t erwartet. Die EU-Kommission erwartet in der EU für das Getreidewirtschaftsjahr 2014/15 eine überdurchschnittliche Getreideernte von 300 Mio. t, die den Verbrauch von 277 Mio. t erneut übersteigen wird. Mit einem Anteil von über 60 % entfällt der größte Teil des Getreideverbrauchs weiterhin auf die Tierfütterung. Zur Herstellung von Bioethanol werden voraussichtlich 10,3 Mio. t und damit lediglich 3,4 % der EU-Getreideernte verwendet. ZuckermärkteIm Zuckerwirtschaftsjahr 2013/14 erwarten Marktanalysten einen Rückgang der Weltzuckerproduktion auf 181,0 (184,0) Mio. t. Gleichzeitig soll sich der weltweite Zuckerverbrauch weiter auf 175,8 (172,3) Mio. t erhöhen. Die Bestände sollen auf 76,2 (72,6) Mio. t Zucker bzw. auf 43,3 (42,1) % eines Jahresverbrauchs steigen. Nach einem leichten Anstieg der Weltmarktpreise für Weißzucker zu Beginn des Geschäftsjahrs auf über 400 €/t für Weißzucker gaben die Notierungen nach und stabilisierten sich zunächst ab Mitte Mai 2013. Anfang November 2013 setzte ein weiterer Rückgang ein. Ende Februar 2014 lag der Weltmarktpreis für Weißzucker bei 345 €/t. Im zurückliegenden Zuckerwirtschaftsjahr 2012/13 stiegen die Importe aus Präferenzstaaten an. Zum Ende des Zuckerwirtschaftsjahrs 2012/13 gab es zudem erste Importe im Rahmen neuer Freihandelsabkommen mit den mittelamerikanischen Staaten Costa Rica, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama und El Salvador sowie den Andenstaaten Kolumbien und Peru. Inzwischen haben alle diese Staaten das Freihandelsabkommen ratifiziert und können damit ab 2014 insgesamt jährlich 0,3 Mio. t Zucker und stark zuckerhaltige Erzeugnisse zollfrei in die EU exportieren. Die EU-Kommission erwartet in der EU für das Zuckerwirtschaftsjahr 2013/14 eine Gesamtzuckerproduktion von 16,0 (17,2) Mio. t. Bei einer stabilen Quotenzuckererzeugung und weiter steigenden Präferenzimporten wird mit einer ausgeglichenen Zuckerbilanz gerechnet. FuttermittelmärkteDer 1-Monats-Future für Sojabohnen an der CBOT lag mit 14,14 US-$/Bushel Ende Februar 2014 unter dem Niveau von 14,65 US-$/Bushel Anfang März 2013. Angesichts logistischer Probleme und Verzögerungen bei den Lieferungen aus Südamerika waren die Sojabohnenpreise Mitte Juli 2013 auf rund 16 US-$/Bushel gestiegen. Da die Sojabohnenernte im Wirtschaftsjahr 2013/14 nach der USDA-Schätzung vom 9. April 2014 mit 284 (268) Mio. t (+5,9 %) ein Rekordniveau erreichen soll, gingen die Preise anschließend jedoch wieder zurück. Insbesondere in Brasilien und den USA wird mit einem Anstieg der Sojabohnenernte gerechnet. Trotz der großen Ernte lagen die Sojaschrotpreise in Europa Ende Februar 2014 mit 442 €/t über dem Niveau von 392 €/t Anfang März 2013. Hierzu haben logistische Probleme bei der Verladung in Südamerika sowie ein weiterhin zunehmender Importbedarf Asiens, vor allem der VR China, beigetragen. Die Preise für Rapsschrot fielen hingegen angesichts einer um 8,3 % auf 21 (19) Mio. t gewachsenen Rapsernte in der EU im Wirtschaftsjahr 2013/14 von 293 €/t Anfang März 2013 auf 279 €/t Ende Februar 2014. Entwicklungen im politischen UmfeldRechtliche Rahmenbedingungen in der EUMit der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" und der Neufassung der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" hat die EU die rechtlichen Grundlagen zur Förderung der Nutzung von erneuerbaren Energien im Verkehrssektor geschaffen und damit die Weichen zur Verbesserung des Klimaschutzes und der Energieversorgungssicherheit innerhalb der EU gestellt. Im Mittelpunkt steht das für 2020 verbindliche Beimischungsziel von 10 % erneuerbarer Energien in diesem Sektor. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" sind die Nachhaltigkeitskriterien. Diese schreiben vor, dass Biokraftstoffe u. a. mindestens 35 Gew.-%, ab 2017 sogar 50 Gew.-% der Treibhausgasemissionen im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen einsparen müssen. Für Biokraftstoffe aus Anlagen, die nach dem 1. Januar 2017 errichtet werden, gelten ab dem Jahr 2018 Treibhausgaseinsparungen von mindestens 60 Gew.-%. Darüber hinaus müssen weitere Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden. Beispielsweise dürfen Rohstoffe für die Biokraftstoffproduktion nicht auf Flächen mit hohem Kohlenstoffbestand, z. B. Wäldern, und/oder Flächen mit hoher biologischer Vielfalt, angebaut werden. Die EU-Kommission hat mittlerweile 15 Zertifizierungssysteme mit EU-weiter Gültigkeit zugelassen, mit denen die nachhaltige Herstellung von Biokraftstoffen nachgewiesen werden kann. Dazu zählen auch die von CropEnergies verwendeten Zertifizierungssysteme von REDcert, ISCC und Ensus. Mit der Novellierung der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" hat die EU die technische Voraussetzung für die europaweite Einführung von E10-Kraftstoff, d. h. die Beimischung von 10 Vol.-% Bioethanol zu Ottokraftstoff, geschaffen. Die im Januar 2013 durch das Europäische Komitee für Normung (CEN) überarbeitete europäische Kraftstoffnorm für Ottokraftstoffe (EN 228) ermöglicht eine Beimischung von 10 Vol.-% Bioethanol. Obwohl die Kraftstoffnorm inzwischen von allen Mitgliedsstaaten implementiert wurde, ist E10 in der EU weiterhin nur in Deutschland, Frankreich und Finnland erhältlich. Die Mitgliedsstaaten schöpfen damit das Potenzial von Bioethanol zur Einsparung von Treibhausgasemissionen bei Weitem nicht aus. Richtlinienänderungsvorschlag der EU-KommissionAm 17. Oktober 2012 legte die EU-Kommission dem Europäischen Parlament und dem Europäischen Rat einen Entwurf zur Änderung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" und der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" vor. Der Vorschlag der EU-Kommission enthält die Einführung von iLUC-Faktoren, welche die Treibhausgasemissionen aus theoretisch denkbaren indirekten Landnutzungsänderungen (iLUC) in Drittländern erfassen sollen. Dabei wird unterstellt, dass die Nutzung von Ackerpflanzen zur Herstellung von Biokraftstoffen in einer Region möglicherweise zur Ausdehnung der Anbauflächen zur Erzeugung von Agrarprodukten in anderen Regionen führt. Da sich die unterstellten indirekten Landnutzungsänderungen nicht direkt nachweisen lassen, werden zu ihrer Berechnung mathematische Optimierungsmodelle verwendet, deren Ergebnisse jedoch in Abhängigkeit der getroffenen Annahmen und verwendeten Datenquellen stark variieren. In der EU sollen iLUC-Faktoren dabei zunächst als Berichtspflicht der Mitgliedsstaaten berücksichtigt und nach dem Jahr 2020 zur Berechnung des spezifischen Treibhausgaseinsparpotenzials von Biokraftstoffen herangezogen werden. Darüber hinaus ist die Begrenzung konventioneller Biokraftstoffe, d. h. Biokraftstoffe aus Ackerpflanzen wie z. B. Getreide, Zuckerpflanzen und Ölsaaten, auf lediglich 5 %-Punkte des Gesamtziels von 10 % erneuerbarer Energien im Verkehrssektor bis zum Jahr 2020 sowie eine Mehrfachanrechnung von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen vorgesehen. Des Weiteren empfiehlt die EU-Kommission, konventionelle Biokraftstoffe ab dem Jahr 2021 nicht mehr staatlich zu fördern. Der Richtlinienentwurf wurde vom Europäischen Parlament am 11. September 2013 in erster Lesung mit Änderungen verabschiedet. Das Parlament sprach sich dabei für eine Anhebung des Anteils von konventionellen Biokraftstoffen auf 6 % aus. Für den Ottokraftstoffbereich forderte das Plenum die Einführung einer separaten Mindestbeimischung von 7,5 % an erneuerbaren Energien. Des Weiteren schlägt das Parlament vor, die Möglichkeiten der Mehrfachanrechnung von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen einzuschränken und stattdessen zur Förderung solcher Biokraftstoffe eine Unterquote von 2,5 % im Jahr 2020 einzuführen. Biokraftstoffe aus Abfällen und Reststoffen wie z. B. Stroh, Bagasse und Rohglyzerin sollen innerhalb dieser Unterquote einfach gewichtet werden. Eine Vierfachanrechnung ist nur für Biokraftstoffe vorgesehen, die sich noch in der technologischen Entwicklungsphase befinden, wie z. B. Biokraftstoffe aus Algen und Bakterien. Biokraftstoffe aus Altspeiseölen und Tierfetten sollen dem Parlamentsvorschlag zufolge weiterhin doppelt auf das Gesamtziel von 10 % angerechnet werden. Angesichts der widersprüchlichen Ergebnisse der bisherigen wissenschaftlichen Studien und zahlreicher Vorbehalte gegen iLUC-Faktoren sollen diese Faktoren zwar weiterhin in die Berichterstattung der Mitgliedsstaaten über die Entwicklung der Treibhausgasemissionen einfließen, gleichzeitig spricht sich das Europäische Parlament aber für weitere Analysen zu diesem Themenkomplex aus. Nachdem das Europäische Parlament kein Mandat für sogenannte "Trilog"-Verhandlungen mit dem Europäischen Rat und der EU-Kommission erteilt hat, wird eine Entscheidung über den Richtlinienänderungsentwurf erst in einer zweiten Lesung des Entwurfs im Parlament erfolgen. Voraussetzung für eine zweite Lesung ist die Verabschiedung einer "Gemeinsamen Position" der Mitgliedsstaaten und damit der Abschluss der ersten Lesung im Europäischen Rat. Der von der litauischen Ratspräsidentschaft zuletzt vorgelegte Kompromissvorschlag sieht eine Beimischungsgrenze für konventionelle Biokraftstoffe von 7 % sowie ein Wahlrecht für die Mitgliedsstaaten zur Einführung von separaten Beimischungsverpflichtungen für Biokraftstoffe aus Abfällen und Reststoffen (ohne Altspeiseöle und Tierfette) vor. Biokraftstoffe aus Abfällen und Reststoffen, erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs sowie Biokraftstoffe aus Altspeiseölen und Tierfetten sollen dabei doppelt auf die Beimischungsziele angerechnet werden. Eine deutlich höhere Mehrfachanrechnung mit Faktoren von 2,5 bzw. 5 wird für Elektrizität aus erneuerbaren Quellen im Schienen- bzw. im Straßenverkehr vorgeschlagen. Die Empfehlung der EU-Kommission, die Förderung von Biokraftstoffen nach dem Jahr 2020 einzustellen, wurde im aktuellen Kompromissvorschlag nicht aufgenommen. Beim Treffen der Energieminister am 12. Dezember 2013 konnte jedoch keine politische Einigung erzielen werden, sodass die Beratungen über den Richtlinienvorschlag Anfang Januar 2014 unter griechischem Vorsitz fortgesetzt wurden. Angesichts der Neuwahl des Europäischen Parlaments im Mai 2014 wird das Gesetzgebungsverfahren erst in der kommenden Legislaturperiode abgeschlossen werden können. Die europäische Bioethanolwirtschaft sieht im ursprünglichen Richtlinienentwurf der EU-Kommission, aber auch in den Änderungsvorschlägen des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rats, einen gravierenden Rückschritt für die Energie- und Klimaschutzpolitik der EU. Eine Mehrfachanrechnung von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen sowie von Elektrizität im Transportsektor gibt zwar den Anschein eines hohen Anteils an erneuerbarer Energie, verringert aber die tatsächlich erzielbaren Treibhausgaseinsparungen und führt zu erheblichen Fehlanreizen. Die Mehrfachanrechnung würde den Verbrauch fossiler Kraftstoffe wieder deutlich erhöhen. Zudem hätte die Mehrfachanrechnung die "Produktion" von Abfällen und einen weltweiten Abfalltourismus zur Folge. Die Begrenzung von Bioethanol aus Getreide und Zuckersirupen aus nachhaltigem europäischen Anbau, die sowohl im Richtlinienvorschlag als auch in den diskutierten Änderungsvorschlägen vorgesehen ist, wird der in der EU vorherrschenden integrierten Produktion von Biokraftstoff sowie proteinreichen Lebens- und Futtermitteln nicht gerecht. Zudem würde sich das bereits bestehende Proteindefizit in der EU weiter erhöhen, mit der Folge höherer Sojaimporte aus Südamerika. CropEnergies setzt sich unverändert gegen eine sachlich nicht fundierte Kehrtwende in der europäischen Energie- und Klimaschutzpolitik ein und unterstützt die Bioethanolverbände auf nationaler und europäischer Ebene in ihren Bemühungen zur Fortsetzung einer nachhaltigen Biokraftstoffpolitik. EU-Kommissionsvorschlag für das Klima- und Energiepaket 2030Am 22. Januar 2014 veröffentlichte die EU-Kommission ihre Vorschläge für ein Energie- und Klimapaket von 2020 bis 2030. Der Vorschlag enthält die Verpflichtung zu einer Gesamteinsparung von Treibhausgasemissionen von 40 % im Vergleich zu 1990 sowie einen für die EU und über alle Sektoren hinweg verbindlichen Anteil erneuerbarer Energien von 27 %. Im Gegensatz zu den Vorschriften der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" enthält der Vorschlag aber keine verbindlichen Beimischungsziele für erneuerbare Energien im Transportsektor. Auch die in der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" verankerten Vorschriften zur Reduktion der Treibhausgasemissionen von Kraftstoffen (Dekarbonisierung) bis 2020 sollen nicht fortgeführt werden. Statt auf den bestehenden Zielen der Klima- und Energiepolitik aufzubauen und den bereits erreichten Fortschritt anzuerkennen, soll die dringend erforderliche Dekarbonisierung des Transportsektors aufgegeben werden. In Anbetracht der steigenden Treibhausgasemissionen und der weiterhin massiven Ölabhängigkeit im Transportsektor hat sich das Europäische Parlament am 5. Februar 2014 in einer Entschließung zur Klima- und Energiepolitik bis 2030 für einen speziellen Rahmen für das Verkehrswesen ausgesprochen und außerdem anerkannt, dass fortschrittliche Biokraftstoffe bei der Senkung der verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen eine wichtige Rolle spielen. Darüber hinaus betonte das Europäische Parlament, dass die Senkung der Lebenszyklus-Treibhausgasemissionen von Kraftstoffen im Rahmen der Kraftstoffqualitätsrichtlinie auch für die Klima- und Energiepolitik bis 2030 eine wichtige Rolle spielt. Die europäische Bioethanolindustrie wird sich für eine Fortschreibung der bestehenden Klima- und Energieziele einsetzen. Nur so können die Treibhausgasemissionen und die massive Ölabhängigkeit im Transportsektor weiter gesenkt sowie verlässliche Investitionsbedingungen in einem Sektor geschaffen werden, der höchste Nachhaltigkeitsstandards erfüllt und maßgeblich zur regionalen Entwicklung und Einkommenssicherung beiträgt. Weitere handelspolitische Maßnahmen erforderlichIm Anti-Dumpingverfahren gegen Bioethanoleinfuhren aus den USA wurde den US-Exporteuren Dumpingverhalten sowie die Schädigung der europäischen Bioethanolindustrie nachgewiesen. Der Europäische Rat hat daher am 22. Februar 2013 für Bioethanolimporte aus den USA für den Zeitraum von fünf Jahren einen zusätzlichen Anti-Dumpingzoll in Höhe von rund 49 €/m3 eingeführt. Zunächst konnte daraufhin ein merklicher Rückgang der direkten Importe aus den USA in die EU beobachtet werden. Seit August 2013 haben sich jedoch die Bioethanolimporte aus den USA nach Norwegen vervielfacht. Gleichzeitig haben die Importe von E48, einem Ethanol-Benzin-Gemisch mit einem Bioethanolanteil von knapp unter 50 %, aus Norwegen in die EU, und dabei insbesondere nach Großbritannien, stark zugenommen. Aufgrund der Klassifizierung als chemisches Produkt kann E48 aus Norwegen, das Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums ist, zollfrei in die EU eingeführt werden. Es besteht der Verdacht, dass Anbieter US-amerikanischen Bioethanols damit die geltenden Zollvorschriften der EU umgehen. Im Januar 2014 hat der Verband der europäischen Bioethanolhersteller ePURE daher eine Beschwerde bei der EU-Kommission eingelegt und beantragt, weitere unrechtmäßige Importe von E48 zu verhindern, indem der bestehende Anti-Dumpingzoll auf Norwegen ausgedehnt wird. DeutschlandDer Aktionsplan der deutschen Bundesregierung sieht vor, das EU-Ziel von 10 % erneuerbaren Energien im Transportsektor im Jahr 2020 mit den bereits geltenden Gesetzen zu erreichen. Demnach existiert bis 2014 im Rahmen der Gesamtquote eine Beimischungsverpflichtung für Biokraftstoffe von 6,25 %. Bestimmte Biokraftstoffe aus Abfällen und Reststoffen können dabei auf dieses Beimischungsziel doppelt angerechnet werden. Ab 2015 sollen die Biokraftstoffquoten nicht mehr auf der Grundlage des Heizwerts, sondern auf Basis von Treibhausgaseinsparzielen berechnet werden. Die Treibhausgaseinsparungen im Kraftstoffbereich sollen von 3 Gew.-% im Jahr 2015 auf 7 Gew.-% im Jahr 2020 steigen. In Deutschland hat sich die neue Bundesregierung darauf verständigt, die Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie weiterzuentwickeln. Im Bereich der erneuerbaren Energien soll der Ausbau der Biomassenutzung allerdings auf Abfall- und Reststoffe begrenzt werden. Des Weiteren wird eine Fortentwicklung der Klima- und Energieziele der EU gefordert. Die Treibhausgasemissionen sollen demnach bis 2030 um 40 % gesenkt und die Nutzung von erneuerbaren Energien auf 40 - 45 % im Jahr 2025 und 55 - 60 % im Jahr 2035 erhöht werden. CropEnergies spricht sich für den umweltschonenden und wirtschaftlich effizienten Ausbau des Beitrags der Biomasse zum Klimaschutz und zur Sicherung der Energieversorgung aus. Die einseitige Ausrichtung auf die Nutzung von Abfall- und Reststoffen ist jedoch nicht zielführend. Darüber hinaus sollte sich die Bundesregierung auf europäischer Ebene dafür einsetzen, die Pflicht zur Senkung der Treibhausgasemissionen durch Biokraftstoffe bis zum Jahr 2030 fortzuschreiben. BelgienNach dem Auslaufen der in Belgien bestehenden Biokraftstoffregelung zum 30. September 2013 wurde am 29. November 2013 eine Übergangsregelung veröffentlicht. Für Biokraftstoffe der 2006 im Rahmen einer Ausschreibung ausgewählten Biokraftstoffhersteller wird demnach noch bis zum 31. Mai 2014 die bisherige Steuerermäßigung gewährt. Die Bedingungen für die neue Förderregelung, die ab Oktober 2014 gelten und dabei die Nutzung von besonders nachhaltigen Biokraftstoffen unterstützen soll, sollen der EU-Kommission von der belgischen Regierung in Kürze zur Prüfung vorgelegt werden. Entwicklungen in der CropEnergies-GruppeIm Geschäftsjahr 2013/14 erzielte CropEnergies große Fortschritte bei der Umsetzung der langfristig ausgerichteten Wachstumsstrategie. Neben der weiteren Optimierung der Produktionsanlagen und des Ausbaus des Handelsgeschäfts leistete der Erwerb von Ensus in Großbritannien hierzu den wesentlichen Beitrag. Der Vorstand ist mit der Ertragslage im Geschäftsjahr 2013/14 vor dem Hintergrund der schwierigen Marktbedingungen zufrieden. Erwartungsgemäß konnten die Rekordergebnisse des Vorjahrs nicht wieder erreicht werden, da sich die Preise an den Getreide- und Ethanolmärkten 2013/14 für die Branche weniger vorteilhaft als im Vorjahr entwickelten. Auch wenn der Erwerb von Ensus kurzfristig zu Sonderaufwendungen, Anfangsinvestitionen und einer Ergebnisverschlechterung führte, bedeutet dieser strategische Zukauf eine erhebliche Erweiterung der Produktionskapazität mit entsprechenden Ertragschancen. ProduktionIm Geschäftsjahr 2013/14 steigerte die CropEnergies-Gruppe die Bioethanolerzeugung um 9 % auf 884 (808) Tsd. m3 . Der Produktionsanstieg gelang durch die Übernahme von Ensus. Im Zuge des Erwerbs von Ensus sowie der Optimierung des Rohstoffmixes und Maßnahmen zur Ausbeutesteigerung ist die Produktion von getrockneten Lebens- und Futtermitteln mit 413 (314) Tsd. t ebenfalls deutlich gestiegen. Außerdem produzierte CropEnergies flüssige Eiweißfuttermittel und biogenes Kohlendioxid. In Zeitz lag die Bioethanolproduktion trotz des hochwasserbedingten Stillstands im Juni 2013 auf Vorjahresniveau. CropEnergies hat die Flexibilität der Produktionsanlage genutzt und den Rohstoffeinsatz an die Bedingungen auf den Rohstoffmärkten angepasst. Im Zuge der gesunkenen Getreidepreise wurde vermehrt Getreide eingesetzt und der Anteil von Zuckersirupen aus Industrierüben gesenkt. Daher stieg die Produktion des hochwertigen Futtermittels ProtiGrain®. Aufgrund des Hochwassers in Zeitz musste auch die CT Biocarbonic GmbH die Produktion zeitweise einstellen. Nach umfangreichen Reparaturarbeiten ging die Anlage zur Verflüssigung von CO2 im Oktober 2013 wieder in Betrieb. In der Bioethanolanlage in Wanze ermöglichten die durchgeführten Optimierungsarbeiten den dauerhaften Betrieb der Anlage mit einer höheren Kapazitätsauslastung. Dies führte zu einer wesentlichen Steigerung der produzierten Bioethanol-, Lebens- und Futtermittelmengen. Optimierungen im Glutenbereich führten darüber hinaus zu einer Steigerung der Glutenausbeute. Zur weiteren Stärkung der Wertschöpfung trug die im 3. Quartal 2013/14 erfolgreich in Betrieb genommene Glutenkonfektionierung bei. In der Bioethanolanlage in Wilton wurden im Vorfeld der Inbetriebnahme im September 2013 umfangreiche Inspektionen, Instandhaltungs- und Optimierungsarbeiten durchgeführt. Nach dem erfolgreichen Start hat die Anlage binnen kurzer Zeit eine hohe Kapazitätsauslastung auf Tagesbasis erreicht. Seitdem werden die Optimierungsarbeiten fortgesetzt, um die Verfügbarkeit und Effizienz der Anlage zu steigern. Schwerpunkte bilden die Senkung des Energieverbrauchs sowie die Erweiterung des Rohstoffmixes. In der Anlage in Loon-Plage wurde Rohalkohol zu Bioethanol für den Kraftstoffsektor verarbeitet. Daneben stellt Ryssen qualitativ hochwertige und auf die Wünsche der Kunden maßgeschneiderte Alkohole für traditionelle und technische Anwendungen her. Alle Bioethanolanlagen sind nach mindestens einem von der EU-Kommission anerkannten Zertifizierungssystem als nachhaltig zertifiziert. Seit September 2012 sind die Anlagen in Zeitz und Wanze und seit November 2012 die Anlage in Loon-Plage nach der europäischen Version von REDcert zertifiziert. Zusätzlich ist Zeitz nach der deutschen Version von REDcert und Ryssen nach dem französischen System 2BSvs zertifiziert. Die Anlage in Wilton ist nach einem eigenen, von der EU-Kommission anerkannten, Zertifizierungssystem sowie nach der deutschen und der europäischen Version von ISSC zertifiziert. Mit der Zertifizierung weist CropEnergies nach, dass das hergestellte Bioethanol die Nachhaltigkeitskriterien der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie", d. h. insbesondere die Reduzierung der Treibhausgasemissionen um mindestens 35 Gew.-%, erfüllt. Mit Treibhausgaseinsparungen von über 60 Gew.-% übertrifft die Produktionsanlage in Wanze bereits heute die Anforderungen von über 50 Gew.-%, die in der EU ab 2017 gelten werden. Die Anlagen in Zeitz und Wilton übertreffen die gültige Mindestanforderung ebenfalls deutlich. In Zeitz, Wanze und Wilton wurden Agrarrohstoffe europäischer Herkunft, vornehmlich Getreide und Zuckersirupe aus Industrierüben verarbeitet. Bei der Rohstoffbeschaffung konzentrierte sich CropEnergies auf den standortnahen und damit frachtgünstigen Bezug. Um das Preisrisiko bei Getreide zu begrenzen, setzte CropEnergies als Ergänzung zu Fixpreiskontrakten derivative Sicherungsinstrumente ein. Bei den Zuckersirupen gewährleisten zum Teil längerfristige Lieferverträge die Versorgung. CropEnergies arbeitet zur Umsetzung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" intensiv mit den Rohstofflieferanten zusammen, um die Anlagen mit als nachhaltig zertifizierter Biomasse zu versorgen. Zur besseren Abschätzung der Entwicklungen auf den Getreide-, Zucker- und Futtermittelmärkten steht CropEnergies im regelmäßigen Dialog mit Rohstoffexperten. Der landwirtschaftliche Beirat von CropEnergies erörterte die aktuellen Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten und deren Auswirkungen auf die Einkaufsstrategie der CropEnergies-Gruppe. Darüber hinaus setzte CropEnergies die bewährte Seminarreihe mit den wichtigsten Getreidelieferanten und Futtermittelkunden fort. Die Teilnehmer diskutieren dabei die Entwicklung auf den weltweiten Getreide- und Futtermittelmärkten sowie die Trends und Perspektiven im Pflanzenbau. In Loon-Plage wurden zur Sicherung des Rohstoffbezugs die Bezugsquellen erfolgreich erweitert. Als vorteilhaft für die Belieferung mit Rohalkohol erweist sich die bestehende Pipelineverbindung zwischen dem Hafen von Dünkirchen und dem Tanklager in Loon-Plage, welche die direkte und kostengünstige Lieferung mit Seeschiffen ermöglicht. Absatz BioethanolDer Bioethanolabsatz überstieg mit 1.012 (840) Tsd. m3 das Vorjahresniveau um 20 %. Davon entfielen 150 (86) Tsd. m3 auf Handelswaren. Zum Absatzanstieg trug auch die Produktion in Wilton bei. Der Kundenstamm von CropEnergies besteht unverändert sowohl aus großen und mittelständischen Mineralölgesellschaften als auch aus unabhängigen, in- und ausländischen ETBE-Produzenten. CropEnergies konzentrierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin auf die frachtgünstige Belieferung von Binnendestinationen. Der wichtigste Absatzmarkt ist nach wie vor Deutschland. In Belgien und in Osteuropa nahm CropEnergies wieder eine bedeutende Marktposition ein. Mit den Tanklägern an den Produktionsstandorten sowie in Rotterdam und Duisburg verfügt CropEnergies über ein einzigartiges europäisches Logistiknetzwerk. Durch die Übernahme von Ensus hat CropEnergies das Produktions- und Logistiknetzwerk erfolgreich erweitert und sich einen direkten Zugang zum britischen Bioethanolmarkt geschaffen, der nach Deutschland und Frankreich der drittgrößte Absatzmarkt für nachhaltig hergestelltes Bioethanol in der EU ist. Ein weiterer Schwerpunkt der Vertriebsaktivitäten lag daher auf dem Ausbau der Marktposition in Großbritannien. Mit der Integration von Ensus eröffnet sich zudem die Möglichkeit, skandinavische Destinationen frachtgünstig zu versorgen. Auf dem deutschen Markt für E85, einem Bioethanol-Benzin-Gemisch für Flexible Fuel Vehicles, hat CropEnergies die führende Marktstellung behauptet. Der von CropEnergies gemäß DIN 51625 hergestellte E85-Qualitätskraftstoff CropPower85 wird von rund 30 % der E85-Tankstellen in Deutschland vertrieben. Um die Verbreitung von Bioethanol in Kraftstoffen zu fördern, arbeitete CropEnergies mit den Normungsausschüssen auf nationaler und europäischer Ebene zusammen. Nachdem im Januar 2013 die Anpassung der europäischen Kraftstoffnorm (EN 228) erfolgreich abgeschlossen werden konnte und diese nun auch E10 umfasst, beteiligt sich CropEnergies in einer Arbeitsgruppe des Europäischen Komitees für Normung (CEN). Dort werden derzeit die technischen Möglichkeiten für den Einsatz von Ottokraftstoffen mit einem Bioethanolanteil von bis zu 25 Vol.-% untersucht. Diese Arbeiten sind Voraussetzung für die Erstellung von Kraftstoffnormen für Ottokraftstoffe mit Bioethanolanteilen von mehr als 10 Vol.-%. Über Ryssen ist CropEnergies auch in Marktsegmenten außerhalb des Kraftstoffmarkts tätig. Namhafte Unternehmen der Getränke-, Kosmetik-, Pharma- und Chemieindustrie zählen zu den Abnehmern der qualitativ hochwertigen Produkte. Mit der Erweiterung der Vergällungsmöglichkeiten wurden die Voraussetzungen geschaffen, auch besonderen Produktanforderungen von Kunden gerecht zu werden. Darüber hinaus vermarktete Ryssen den am Standort Loon-Plage zu Kraftstoffethanol aufbereiteten Rohalkohol von Saint Louis Sucre. Mit der Gründung von Ryssen Chile SpA, Santiago de Chile, Chile, sowie der Übernahme des Geschäftsbetriebs eines chilenischen Alkoholdistributors hat Ryssen seine Position auf dem südamerikanischen Markt weiter ausgebaut. Mit der Veredelungsanlage zur Herstellung von hochwertigem Neutralalkohol in Lebensmittelqualität, die am Standort Zeitz errichtet wird, eröffnen sich für CropEnergies zusätzliche attraktive Absatzmöglichkeiten in der Getränke-, Kosmetik-, Pharma- und Chemieindustrie. Mit den Produkt- und Marktkompetenzen von Ryssen sollen zukünftig die Verkaufsaktivitäten auf Märkten intensiviert werden, die bisher z. B. aufgrund hoher Logistikkosten noch nicht beliefert wurden. Mit der CropEnergies Inc., Houston (USA), ist CropEnergies im weltweit größten Bioethanolmarkt mit einer Handelsniederlassung vertreten. Hierdurch hat CropEnergies die Möglichkeit zu direkten Handelsgeschäften mit lokalen und internationalen Kunden. Nach Einführung eines Anti-Dumpingzolls durch die EU im Februar 2013 sind die direkten Bioethanoleinfuhren aus den USA jedoch deutlich gesunken. CropEnergies beschränkte sich deshalb darauf, die weitere Marktentwicklung in den USA zu beobachten. Absatz Lebens- und FuttermittelDurch die vollständige Verwertung der eingesetzten Rohstoffe verfügt CropEnergies über ein breites Portfolio an hochwertigen Lebens- und Futtermitteln. Die Herstellung und Vermarktung dieser Produkte aus der Bioethanolproduktion ist ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells von CropEnergies. Hierdurch erhöht sich nicht nur die Ertragskraft der Produktionsanlagen, sondern CropEnergies mindert aufgrund der hohen Korrelation von Getreide- und Futtermittelpreisen außerdem die Rohstoffpreisrisiken. In Zeitz wird das getrocknete und pelletierte Eiweißfuttermittel ProtiGrain® hergestellt. In Wanze erzeugt CropEnergies das flüssige Eiweißfuttermittel ProtiWanze®, Kleie und Gluten für Lebens- und Futtermittelverwendungen. In Wilton produziert CropEnergies wertvolle getrocknete und flüssige Eiweißfuttermittel. Infolge des höheren Produktionsvolumens stieg die Absatzmenge an getrockneten Lebens- und Futtermitteln im Geschäftsjahr 2013/14 um 36 % auf 413 (303) Tsd. t. Trotz der Erwartung einer guten Ölsaatenernte führte die weiterhin große Nachfrage nach eiweißhaltigen Lebens- und Futtermitteln zu attraktiven Preisen für pflanzliche Proteine. Das in Zeitz hergestellte hochwertige Eiweißfuttermittel ProtiGrain® stellt in der qualitätsorientierten europäischen Tierfütterung preislich und qualitativ eine wettbewerbsfähige Alternative zu Rapsschrot und anderen Futtermitteln dar. Der Schwerpunkt der Vertriebsaktivitäten lag weiterhin auf der Entwicklung des regionalen Futtermittelmarkts, der eine frachtgünstige Belieferung der Kunden insbesondere aus der Mischfutterindustrie ermöglicht. Aufgrund der hohen Preise für Ölschrote und einer gezielten Verkaufsstrategie realisierte CropEnergies attraktive Erlöse für ProtiGrain®. Die Hauptabsatzgebiete waren neben Deutschland weiterhin die großen Futtermittelmärkte, u. a. in den Niederlanden und Frankreich. Darüber hinaus versorgt CropEnergies nach der Übernahme von Ensus den britischen Futtermittelmarkt mit dem dort produzierten DDGS. Großbritannien ist der fünftgrößte Fleischproduzent in der EU und hat einen großen Bedarf an proteinreichen Futtermitteln, der bislang nur mit Hilfe von Importen gedeckt werden kann. In Deutschland beteiligt sich CropEnergies am Verbundprojekt GrainUp, bei dem die Futterwerte von Getreide und anderen Futtermittelkomponenten mit innovativen Methoden untersucht werden. Hierbei soll unter anderem eine umfassende Bewertung des Proteinwerts von Getreide und dem aus der Getreideverarbeitung zu Bioethanol gewonnenen DDGS erfolgen. Die endgültigen Projektergebnisse werden mit dem Abschluss des Projekts Mitte 2014 vorgestellt und diskutiert. Am Standort Wanze produziert CropEnergies neben Bioethanol die proteinreichen Produkte Gluten und CDS (Condensed Distillers' Solubles) sowie Kleie. Gluten, auch Weizenkleber genannt, findet aufgrund der ernährungsspezifischen und technologischen Eigenschaften insbesondere in der Lebensmittelindustrie und in speziellen Futtermitteln, z. B. in Aquafarmen, Verwendung. Der Vertrieb erfolgt über die Südzucker-Tochtergesellschaft BENEO-Orafti SA, die als Spezialist für die Vermarktung von Zutaten für Lebens- und Futtermittel über ein globales Vertriebsnetzwerk verfügt. Das nach IFS (International Food Standard) zertifizierte Gluten wird zunehmend auch im preislich attraktiven Lebensmittelsektor, wie z. B. der Backwarenindustrie, verkauft. Seit Juni 2013 vermarktet CropEnergies hochwertige, nach dem Qualitätssicherungssystem GMP+ zertifizierte Kleie aus dem in Wanze verwendeten Weizen. Die Weizenkleie wird überwiegend als Futtermittelkomponente in der Tierernährung eingesetzt. Aus den nach der Destillation verbleibenden Proteinen und weiteren Bestandteilen des fermentierten Weizenkorns gewinnt CropEnergies in Wanze CDS - ein flüssiges Futtermittel für Rinder und Schweine mit hohem Eiweißgehalt. Es wird unter dem Markennamen ProtiWanze® insbesondere an Nutztierhalter in den Beneluxländern vertrieben. Die Entwicklung des Markts für flüssige Proteinfuttermittel wurde in enger Kooperation mit den Vertriebspartnern vorangetrieben. Im Zuge der höheren Produktion wurden die Vertriebsgebiete ausgeweitet. Das integrierte Produktionskonzept von CropEnergies, bei dem sowohl Bioethanol als auch wertvolle Lebens- und Futtermittel erzeugt werden, füllt Teller, Tank und Trog. So entfallen mehr als die Hälfte der in Zeitz, Wanze und Wilton erzeugten Mengen auf Produkte, die der Herstellung von Lebensmitteln bzw. der Verbesserung der Tierernährung dienen. CropEnergies stellt hierdurch sicher, dass Agrarrohstoffe vollständig genutzt werden und nahezu keine Reststoffe anfallen. Zudem reduziert CropEnergies mit seinen proteinreichen Lebens- und Futtermitteln die in Europa bestehende Versorgungslücke mit pflanzlichen Eiweißen. Mit dieser Stärkung regionaler Versorgungsstrukturen trägt CropEnergies dazu bei, die umfangreichen Sojaimporte aus Südamerika zu verringern. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslagescroll
*
Soweit nicht auf Ergebnis aus Restrukturierung
und Sondereinflüssen entfallend KonzernumsatzAuch im Geschäftsjahr 2013/14 hat CropEnergies den Wachstumskurs fortgesetzt und erneut eine zweistellige Zuwachsrate beim Umsatz erzielt. Einen entscheidenden Anteil hatte der weitere Anstieg der Bioethanolproduktion als Folge des Erwerbs der Produktionsanlage von Ensus in Wilton. CropEnergies produzierte auch Rekordmengen an Lebens- und Futtermitteln und baute die Marktstellung weiter aus. Maßgeblich für den Umsatzanstieg um 13 % auf 781 (689) Mio. € war die Steigerung des Bioethanolabsatzes, die sowohl auf der Produktionsausweitung als auch auf dem größeren Umfang an Handelsaktivitäten basiert. Erstmals wurden mehr als 1 Mio. m3 Bioethanol in einem Geschäftsjahr abgesetzt. Darüber hinaus trugen auch die erneut gesteigerten Absatzmengen an Lebens- und Futtermitteln zur Umsatzausweitung bei. Den insgesamt verbesserten Erlösen für Lebens- und Futtermittel stand jedoch eine unerfreuliche Entwicklung der Absatzpreise für Bioethanol entgegen, die ab Sommer 2013 hinter den Vorjahreswerten zurückblieben. Zum Ende der Berichtsperiode reduzierten sich die Preise noch einmal deutlich. Weitere Details zur Umsatzentwicklung sind im Kapitel "Bericht zur Geschäftstätigkeit" beschrieben. EBITDANachdem CropEnergies im Vorjahr aufgrund besonders günstiger Relationen zwischen Absatz- und Rohstoffpreisen mit einem EBITDA von 119 Mio. € einen Rekordwert erzielt hatte, führten im Geschäftsjahr 2013/14 deutlich niedrigere Bioethanolerlöse bei gleichzeitig höheren Rohstoffkosten zu einem Rückgang des EBITDA um 43 % auf 68 Mio. €. Verbesserte Erlöse für eiweißreiche Lebens- und Futtermittel kompensierten diese Entwicklung teilweise. Dadurch lagen die für die Bioethanolherstellung maßgeblichen spezifischen Nettorohstoffkosten nur leicht über jenen des Vorjahrs. In dem überproportionalen Anstieg der Materialkosten auf 81,4 (73,2) % der Gesamtleistung spiegeln sich darüber hinaus die ausgeweiteten Handelsaktivitäten mit Bioethanol wider, bei denen im Vergleich zu eigenerzeugter Ware typischerweise geringere Margen erzielt werden. Erwartungsgemäß konnte Ensus in den ersten Monaten seit der Aufnahme der Produktion im Herbst 2013 noch keine Fixkostendeckung erreichen, was ebenfalls zur Minderung des EBITDA beitrug. Operatives Ergebnis / SondereinflussBei nur leicht auf 33,8 (32,0) Mio. € gestiegenen Abschreibungen führt das um 50,7 Mio. € geringere EBITDA zu einem Rückgang des operativen Ergebnisses auf 34,5 (87,0) Mio. €. Bezogen auf den gesteigerten Umsatz errechnet sich eine operative Marge von 4,4 (12,6) %. Die Vorlaufaufwendungen für die Vorbereitung des Produktionsstarts von Ensus in Höhe von 6,4 (0,0) Mio. € stellen einen einmaligen Sondereinfluss dar. Ergebnis der BetriebstätigkeitDas Ergebnis der Betriebstätigkeit reduzierte sich auf 28,2 Mio. €, nach 87,0 Mio. € im Vorjahr. FinanzergebnisTrotz des starken Kapazitäts- und Geschäftswachstums infolge der Akquisition von Ensus blieb aufgrund des erwirtschafteten Cashflows die durchschnittliche Nettoverschuldung im Jahresverlauf unter dem Vorjahreswert. Das Finanzergebnis verbesserte sich dadurch leicht auf -4,9 (-5,1) Mio. €. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDas Ergebnis vor Ertragsteuern verringerte sich auf 23,3 (81,9) Mio. €. Entsprechend reduzierte sich der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf 11,3 (24,7) Mio. €. Hiervon entfielen 7,9 (16,2) Mio. € auf laufende Steueraufwendungen sowie 3,4 (8,5) Mio. € auf latente Steueraufwendungen. JahresüberschussDer vollumfänglich auf die Aktionäre der CropEnergies AG entfallende Konzernjahresüberschuss erreichte 12,0 (57,2) Mio. €. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie verringerte sich auf 0,14 (0,67) €. Der Ermittlung liegt ein zeitlich gewichteter Durchschnitt von 86,4 (85,0) Mio. Stückaktien zugrunde. FinanzlageFinanzierungsrechnungscroll
Durch den Rückgang des EBITDA auf 68,3 (119,0) Mio. € reduzierte sich der Cashflow auf 50,6 (98,2) Mio. €. Damit erzielte CropEnergies erneut einen im Branchenvergleich überdurchschnittlich hohen Mittelzufluss. Der Mittelabfluss resultiert im Wesentlichen aus der mit dem Erwerb von Ensus verbundenen Kapazitätserweiterung. Durch den Abbau von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den Vorratsaufbau am Standort in Wilton erhöhte sich das Nettoumlaufvermögen um 64 Mio. €. Damit ergab sich ein Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 13,6 (Mittelzufluss: 101,8) Mio. €. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich auf insgesamt 18,6 (11,0) Mio. € und entfiel mit 17,1 (10,8) Mio. € im Wesentlichen auf Sachanlagen. Sie dienten insbesondere der Steigerung der Wertschöpfung und der künftigen Ertragskraft. Der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 88,8 Mio. € standen planmäßige Tilgungen von 29,1 Mio. € sowie die Dividendenausschüttung im Juli 2013 in Höhe von 22,1 (15,3) Mio. € gegenüber. Dies führte zu einem Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 37,6 (Mittelabfluss: 84,5) Mio. €. InvestitionenDie Investitionen in Sachanlagen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2013/14 auf 17,1 (10,8) Mio. €. Davon wurden 8,9 Mio. € bei der CropEnergies Bioethanol GmbH, 6,9 Mio. € bei der BioWanze SA und 0,7 Mio. € bei der Ryssen Alcools SAS investiert. Auf die Ensus-Gesellschaften entfielen 0,2 Mio. €. Des Weiteren wurden 1,4 (0,3) Mio. € in immaterielle Vermögenswerte investiert. VermögenslageDer deutliche Ausbau der Produktionskapazitäten durch den Erwerb von Ensus führte zu einem Wachstum der Bilanzsumme um 70,5 Mio. € auf 669,4 (598,9) Mio. €. Gleichzeitig erhöhte sich das Eigenkapital auf 395,3 (389,7) Mio. €. Die Eigenkapitalquote der CropEnergies-Gruppe erreichte damit 59 (65) %. AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich zum 28. Februar 2014 insbesondere durch den Erwerb von Ensus und unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen um 46,2 Mio. € auf 506,0 Mio. €. Darin sind unverändert Geschäfts- bzw. Firmenwerte in Höhe von 5,6 Mio. € enthalten. Das Eigenkapital und die langfristigen Schulden decken das Anlagevermögen zu 109,2 (110,5) %. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen gegenüber dem Vorjahresstichtag wachstumsbedingt um 24,3 Mio. € auf 163,4 Mio. €. Hierbei erhöhten sich insbesondere die Vorräte durch die Ausweitung des Geschäftsvolumens um 13,3 Mio. € auf 72,9 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte stiegen nur geringfügig um 4,1 Mio. € auf 75,1 Mio. €. Hierin sind auch die positiven Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 0,3 (2,0) Mio. € enthalten. Der Bestand an flüssigen Mitteln erhöhte sich um 6,0 Mio. € auf 14,0 Mio. € und die laufenden Ertragsteuerforderungen um 0,8 Mio. € auf 1,4 Mio. €. Die langfristigen Schulden stiegen um 32,8 Mio. € auf 132,6 Mio. €. Hierin sind langfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 95,6 (65,7) Mio. € enthalten, die sich infolge des Erwerbs von Ensus erhöht hatten. Die übrigen langfristigen Schulden blieben nahezu unverändert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die übrigen Rückstellungen stiegen um 1,2 Mio. € auf 12,9 Mio. €, die passiven latenten Steuern um 0,9 Mio. € auf 23,3 Mio. € und die sonstigen Verbindlichkeiten um 0,7 Mio. € auf 0,7 Mio. €. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 32,0 Mio. € auf 141,5 Mio. €. Hierin sind kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 55,1 (25,3) Mio. € enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Wesentlichen durch höhere Rohstoff- und Warenlieferungen um 3,8 Mio. € auf 47,0 Mio. €. Die sonstigen Verbindlichkeiten blieben mit 25,4 (25,5) Mio. € nahezu unverändert. Hierin sind auch die negativen Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten in Höhe von 1,6 (8,3) Mio. € enthalten. Des Weiteren erhöhten sich die übrigen Rückstellungen um 0,9 Mio. € auf 5,2 Mio. €, während die laufenden Ertragsteuerverbindlichkeiten um 2,3 Mio. € auf 8,9 Mio. € abnahmen. Die Nettofinanzschulden stiegen durch den Erwerb von Ensus um 53,8 Mio. € auf 136,7 Mio. €. Hiervon sind 95,6 Mio. € langfristig und 55,1 Mio. € kurzfristig fällig. Dem stehen flüssige Mittel in Höhe von 14,0 Mio. € gegenüber. Das Verhältnis von Nettofinanzschulden zum Cashflow erhöhte sich auf 2,7 (0,8). Wertbeitrag, Kapitalstruktur und DividendeWertbeitragDie Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed - kurz ROCE) errechnet sich als Folgegröße aus dem Verhältnis von operativem Ergebnis zu Capital Employed. Das Capital Employed umfasst das investierte Sachanlagevermögen zuzüglich erworbener Geschäfts- oder Firmenwerte sowie das Working Capital zum Bilanzstichtag. Der ROCE hat sich 2013/14 im Wesentlichen durch das reduzierte operative Ergebnis auf 6,2 (17,2) % verringert. Das Capital Employed erhöhte sich infolge des Kapazitätswachstums von CropEnergies auf 554 (507) Mio. €. Hintergrund ist der Erwerb der britischen Ensus und das damit einhergehende Wachstum an Anlage- und Umlaufvermögen. Die Investitionen von 18 (11) Mio. € lagen unter den Abschreibungen von 34 (32) Mio. €. scroll
*
Einschließlich immaterieller Vermögenswerte KapitalstrukturDie Steuerung der Kapitalstruktur erfolgt langfristig und orientiert sich an dynamischen sowie statischen Kennzahlen. Die wesentlichen Kenngrößen sind hierfür der Verschuldungsfaktor (Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Cashflow), der Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals) sowie die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in % der Bilanzsumme). scroll
Maßgeblich für die Kapitalstruktur war im Geschäftsjahr 2013/14 die Ausweitung der Produktionskapazität durch den Erwerb von Ensus. Die damit verbundene Sacheinlage von Ensus erhöhte einerseits das Eigenkapital der CropEnergies-Gruppe. Andererseits stieg die Bilanzsumme durch die eingebrachten Vermögensgegenstände. Die Nettofinanzschulden erhöhten sich durch die Ausweitung des Geschäftsvolumens sowie die Rückzahlung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Die CropEnergies AG hat mit einem Teilbetrag von 100 Mio. € eine direkte und flexible Zugriffsmöglichkeit auf eine von der Südzucker AG vereinbarte syndizierte Bankkreditlinie von 600 Mio. €. Die syndizierte Bankkreditlinie weist eine Laufzeit bis 2018 sowie zwei einjährige Verlängerungs-Optionen auf. Der Zinssatz orientiert sich am kurzfristigen Zinssatz für Interbanken-Darlehen. Zum 28. Februar 2014 bestand keine Inanspruchnahme. Damit verfügt CropEnergies auch weiterhin über eine solide Kapitalstruktur. DividendeCropEnergies berücksichtigt bei der Dividendenpolitik die nachhaltige operative Ergebnisentwicklung, den Cashflow, die Risiken, die weiteren Wachstumsmöglichkeiten sowie die Verschuldung. scroll
Vorschlag zur GewinnverwendungDer Konzern-Jahresüberschuss der CropEnergies-Gruppe (nach IFRS) reduzierte sich nach dem Rekordergebnis des Vorjahrs auf 12,0 (57,2) Mio. €. Der für die Gewinnverwendung maßgebliche handelsrechtliche Bilanzgewinn der CropEnergies AG erreichte nach einer Einstellung von 20,4 (19,4) Mio. € in die Gewinnrücklagen 20,5 (22,2) Mio. €. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 15. Juli 2014 vor, aus dem Bilanzgewinn der CropEnergies AG 8,7 Mio. €, entsprechend einer Dividende von 0,10 € pro Aktie auszuschütten, weitere 11,0 Mio. € in die Gewinnrücklagen einzustellen und den verbleibenden Bilanzgewinn von 0,8 Mio. € auf neue Rechnung vorzutragen. Tatsächliche und prognostizierte GeschäftsentwicklungIn der nachstehenden Tabelle ist die tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2013/14 der Prognose für 2013/14 im Geschäftsbericht 2012/13 sowie in den Zwischenberichten 2013/14 gegenübergestellt. Das jeweils angegebene Datum betrifft den Veröffentlichungstermin der Berichterstattung. scroll
scroll
*
Prognoseanpassung durch Ad-hoc-Meldung am
30. Juli 2013 Die erste Prognose für das Geschäftsjahr 2013/14, die im Rahmen der Bilanzpresse- und Analystenkonferenz am 7. Mai 2013 mit dem Konzernabschluss 2012/13 veröffentlicht wurde, bestätigte CropEnergies im Zwischenbericht zum 1. Quartal 2013/14. Nach dem Erwerb von Ensus hat CropEnergies die Prognose für das Geschäftsjahr 2013/14 durch eine Ad-hoc-Meldung am 30. Juli 2013 angepasst. Infolge einer Ausweitung der Produktion von Bioethanol, Lebens- und Futtermitteln wurde mit einem Umsatzanstieg sowie mit einem Rückgang des operativen Ergebnisses gerechnet, das durch die Inbetriebnahme von Ensus zunächst belastet wird. Eine weitere Anpassung der Prognose für das Geschäftsjahr 2013/14 erfolgte durch eine Ad-hoc-Meldung am 20. Dezember 2013. Unter Berücksichtigung des Preisniveaus für Bioethanol wurde die Prognose des operativen Ergebnisses korrigiert. Des Weiteren wurde der Umsatzanstieg bestätigt. Stein im Brett Ausbau der HandelsaktivitätenVon einem lokal agierenden Bioethanolhersteller hat sich CropEnergies über die Jahre in einen Global Player verwandelt. Zusätzlich zu unseren Bioethanolanlagen in Europa sind wir mit Handelsgesellschaften weltweit unterwegs. Nun haben wir unser Netzwerk um einen weiteren Mitspieler erweitert: Mit Ryssen Chile kam im vergangenen Jahr eine Vertriebsgesellschaft hinzu, mit der wir Neutralalkohol in attraktiven Märkten vertreiben. Mit einem Handelsunternehmen in Chile gewinnen wir Zugang zu den südamerikanischen Märkten. NACHTRAGSBERICHTNach Abschluss des Geschäftsjahrs haben sich keine wesentlichen Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beziehungsweise unserer Branchensituation ergeben. Es gibt auch keine anderweitigen für die CropEnergies-Gruppe zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung. RISIKOBERICHTRisikomanagementsystemCropEnergies zählt zu den größten und leistungsfähigsten Herstellern von Bioethanol in Europa. Mit dem geschaffenen Produktions-, Vertriebs- und Handelsnetzwerk ist CropEnergies hervorragend positioniert, um sowohl auf dem europäischen Bioethanolmarkt eine führende Rolle einzunehmen als auch von internationalen Handelsaktivitäten profitieren zu können. Darüber hinaus verfügt CropEnergies durch die vollständige Nutzung der Agrarrohstoffe über ein attraktives Portfolio an hochwertigen Lebens- und Futtermitteln, was die Abhängigkeit von den Entwicklungen auf den Ethanol- und Rohstoffmärkten reduziert. Betriebliche Funktionen, externe Einflüsse sowie unternehmerisches Handeln zur Sicherung von Bestand, Wachstum und Erfolg einer Unternehmung unterliegen Chancen und Risiken. Um Chancen und Risiken zu erkennen und aktiv zu steuern, hat CropEnergies ein konzernweites Risikomanagementsystem eingerichtet. Das Chancen- und Risikomanagement von CropEnergies umfasst die unternehmensinternen Regelungen zur Erfassung, Darstellung und Interpretation risikorelevanter Abläufe sowie die monatlich stattfindenden Sitzungen des Risikomanagementkomitees. Die Abläufe sind in das Risikomanagement der Südzucker-Gruppe eingebunden. Im Risikokonsolidierungskreis sind alle Konzerngesellschaften berücksichtigt. RisikopolitikFür CropEnergies ist ein verantwortungsvoller Umgang mit unternehmerischen Chancen und Risiken ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen, wertorientierten Unternehmensführung. Die Abwägung von Risiken und die Nutzung von Chancen dient der Sicherung des Unternehmens und dem Ausbau seiner Wettbewerbsfähigkeit. Hierzu setzt CropEnergies ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken ein. Die Risikokultur von CropEnergies zeichnet sich durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten, Unabhängigkeit im Risikocontrolling sowie der Implementierung interner Kontrollen aus. RisikomanagementDas Risikomanagement ist integraler Bestandteil der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse und wird durch den Vorstand vorgegeben. Es hat sicherzustellen, dass bestehende Risiken frühzeitig und systematisch erfasst, analysiert und bewertet sowie risikobezogene Informationen in geordneter Weise an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Damit wird die interne Transparenz risikobehafteter Sachverhalte und Prozesse verbessert und die Mitarbeiter werden zu risikobewusstem Verhalten angehalten. Das Risikomanagement wird durch ein Überwachungssystem ergänzt, das die Einhaltung der getroffenen Maßnahmen sicherstellt. Zu den zentralen Aufgaben des Risikomanagements gehört die Begrenzung der Risiken aus Veränderungen von Marktpreisen. So bestehen insbesondere Marktpreisrisiken aus Absatz- und Beschaffungsvorgängen, die durch den selektiven Einsatz von Derivaten begrenzt werden. Die zulässigen Instrumente hat der Vorstand in Richtlinien vorgegeben, die auch Sicherungsstrategien, Zuständigkeiten, Abläufe sowie Kontrollmechanismen regeln. Die Sicherungsinstrumente werden vornehmlich zur Sicherung operativer Grundgeschäfte eingesetzt und mit Banken hoher Bonität abgeschlossen. Die Einhaltung von geltendem Recht, Unternehmensrichtlinien und vom Unternehmen anerkannten regulatorischen Standards ist integraler Bestandteil der Unternehmenskultur und damit Aufgabe und Verpflichtung eines jeden Mitarbeiters. Zur Sicherstellung regelkonformen Verhaltens hat CropEnergies eine konzernweite Compliance-Richtlinie verabschiedet. Gleichzeitig mit den Risiken werden im Risikomanagementsystem von CropEnergies auch die sich bietenden Chancen identifiziert, verfolgt und gesteuert. RisikofrüherkennungssystemDer Vorstand trägt gemäß § 91 Abs. 2 AktG konzernweit die Verantwortung für die Früherkennung bestandsgefährdender Risiken und die Initiierung entsprechender Gegenmaßnahmen. Der Vorstand hat einen Risikoausschuss eingerichtet, dessen weitere Mitglieder, bestehend aus den Verantwortlichen der Bereiche Einkauf, Vertrieb, Business Development, Finanzen, Accounting und Controlling, den Vorstand bei seinen Aufgaben unterstützen. Der Risikoausschuss tagt in der Regel monatlich, bei Bedarf auch ad hoc. Beratungsgegenstand sind alle Risikoarten, wobei bezüglich der wesentlichen Risiken Rohstoffeinkauf, Verkauf, Handel und Finanzmarktrisiken standardisierte Szenarienrechnungen in Abhängigkeit der künftigen Markterwartung erstellt und die Auswirkungen auf das geplante operative Ergebnis bzw. das Finanzergebnis ermittelt werden. Die Risikoeinschätzung erfolgt monatlich für das laufende und das kommende Geschäftsjahr. Soweit Handelsrisiken bestehen, werden diese täglich bewertet. Zusätzlich zur Regelberichterstattung besteht für ad hoc auftretende Risiken eine konzerninterne Berichterstattungspflicht an den Vorstand. RisikokommunikationWesentlich für ein effektives Risikomanagementsystem ist die offene und schnelle Kommunikation mit den verantwortlich handelnden Mitarbeitern im Unternehmen. Das Management stellt dies - auch durch seine unmittelbare Einbindung in den vom Vorstand eingerichteten Risikoausschuss - sicher und hält die Mitarbeiter an, bewusst und proaktiv mit Risiken umzugehen. Regelmäßiges Reporting der operativen und strategischen Risiken erfolgen im Rahmen des gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesses. Interne RevisionDie interne Revision der Südzucker-Gruppe prüft und bewertet die Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsabläufe bei CropEnergies. Darüber hinaus wacht sie über die Wirksamkeit der internen Kontrollsysteme und des Risikomanagementsystems. RisikenÜbersicht der UnternehmensrisikenNachfolgend werden die für CropEnergies wesentlichen Unternehmensrisiken beschrieben. Dabei werden jeweils der mögliche Eintritt sowie die finanzielle Auswirkung von Risiken nach Gegensteuerungsmaßnahmen und unter derzeitigen Rahmenbedingungen aus Konzernsicht eingeschätzt. Die Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos erfolgt nach den Kriterien unwahrscheinlich, möglich oder wahrscheinlich. Die Bewertung der möglichen finanziellen Auswirkung erfolgt nach den qualitativen Kriterien unwesentlich, moderat oder wesentlich. Die Bedeutung der Risiken ergibt sich aus der Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen finanziellen Auswirkung. Die Beschaffungs- und Absatzrisiken sowie die Risiken aus einer Veränderung der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen stellen derzeit die größten Einzelrisiken dar. Die finanziellen Auswirkungen der anderen dargestellten Risiken sind im Vergleich dazu von untergeordneter Bedeutung. Übersicht der Unternehmensrisikenscroll
Regulatorische RisikenRegulatorische Entwicklungen können den Fortgang der Geschäftstätigkeit beeinträchtigen, gleiches gilt für die Entkopplung des Ethanolpreises von der Preisentwicklung der Rohstoffe durch außenhandelspolitische Einflüsse. Wie im Abschnitt "Entwicklungen im politischen Umfeld" des Lageberichts ausführlich dargestellt, unterliegt die Geschäftstätigkeit von CropEnergies sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene vielfältigen regulatorischen und politischen Rahmenbedingungen. Zusätzlich können sich die Rahmenbedingungen insbesondere in den USA und Brasilien, wo sich die weltweit größten Bioethanolmärkte befinden, auf die internationalen Handelsströme und damit mittelbar auf die Geschäftstätigkeit von CropEnergies auswirken. So kann die Erhöhung oder Verminderung nationaler Beimischungsquoten sowie die Einschränkung oder Förderung der Nutzbarkeit verschiedener Rohstoffe zu zusätzlichen Chancen und Risiken führen. Der aktuelle Richtlinienentwurf der EU-Kommission zur Änderung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" und der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" sieht dabei z. B. unter anderem vor, den Anteil an Biokraftstoffen aus Getreide, Zucker und Ölsaaten zur Erfüllung des 10 %-Ziels zu begrenzen. Die Nutzung von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen soll hingegen stärker gefördert werden. Tatsächliche, behauptete oder widerlegte Einflüsse der Bioenergiegewinnung auf den Anbau landwirtschaftlicher Güter in anderen Regionen der Welt können ebenfalls mit Chancen oder Risiken verbunden sein. Auch Änderungen in den Außenhandelsbeziehungen zu Drittstaaten, von in einigen EU-Ländern bestehenden gesetzlichen Vergütungssystemen für erzeugte erneuerbare Energien sowie von Zollsätzen können zu Chancen oder Risiken führen. CropEnergies begegnet den regulatorischen Risiken durch die Mitgliedschaft in verschiedenen Branchenverbänden, welche die Interessen der Bioethanolwirtschaft auf nationaler und europäischer Ebene vertreten und kontinuierlich in Kontakt mit den politischen Entscheidungsträgern stehen. Risiken aus dem operativen GeschäftBeschaffungsrisikoZur Herstellung von Bioethanol werden vor allem kohlenhydrathaltige Agrarrohstoffe wie Getreide und Zuckersirupe benötigt. Deshalb wirken sich Preisschwankungen an den Weltagrar- und Devisenmärkten auf die Rohstoffkosten von CropEnergies aus. Das Rohstoffrisiko der Bioethanolerzeugung reduziert CropEnergies teilweise durch die Verkaufserlöse für die gleichzeitig erzeugten Lebens- und Futtermittel. Da Veränderungen beim Getreidepreis in der Regel mit einer gleichgerichteten Änderung der Preise für die hochwertigen Lebens- und Futtermittel einhergehen, können Preisschwankungen beim Rohstoffeinkauf teilweise durch die Verkaufserlöse für diese Produkte kompensiert ("natural hedge") werden. Zur Risikoeinschätzung nimmt CropEnergies daher eine saldierte Betrachtung von Rohstoffkosten und Erlösen für die hochwertigen Lebens- und Futtermittel vor (Steuerung nach Nettorohstoffkosten). Darüber hinaus können die Auswirkungen eines möglichen Anstiegs der Getreidepreise auf die Rohstoffkosten durch eine vorausschauende Einkaufspolitik und die Nutzung von Zuckersirupen reduziert werden. Dabei wird das Ziel verfolgt, eingegangene Lieferverpflichtungen mit den notwendigen Rohstoffmengen zeitnah zu unterlegen. Zur Begrenzung dieser Risiken setzt CropEnergies zur Rohstoffpreissicherung derivative Instrumente ein. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und Regeln und unterliegt einem umfangreichen Kontrollprozess. Darüber hinaus verfolgt CropEnergies die Geschäftspolitik, verbleibende Risiken aus Rohstoffpreissteigerungen durch den Abschluss von längerfristigen Lieferverträgen sowie alternativen Rohstoffen zu reduzieren. Daneben erfolgt ein regelmäßiger Abgleich der Sicherungen im Einkauf von Rohstoffen mit dem Absatz von Lebens- und Futtermitteln sowie Bioethanol. Dabei wird nach Marktlage über die Sicherungsquote entschieden. Abhängig von der Marktpreislage verbleibt jedoch das Risiko, dass kostendeckende Sicherungsgeschäfte nicht abschließbar sind oder Preissteigerungen für Rohstoffe nicht an die Abnehmer von Bioethanol weitergegeben werden können. Auch für den Einkauf von Energie unterliegt CropEnergies dem Risiko von Marktpreisschwankungen. Diesem Risiko wird mit längerfristigen Lieferverträgen für Energie begegnet. Die EU knüpft die Förderung von Kraftstoffen aus Biomasse an die Einhaltung bestimmter Nachhaltigkeitsanforderungen. Bioethanol aus den Anlagen in Zeitz, Wanze, Loon-Plage und Wilton erfüllt diese Anforderungen. Dies setzt voraus, dass auch die Verfügbarkeit nachhaltig angebauter Rohstoffe gegeben ist. Als produzierendes Unternehmen muss CropEnergies die Bestimmungen des europäischen Emissionshandels erfüllen und über die erforderlichen Emissionsrechte verfügen. Die kostenlose Zuteilung von CO2 -Zertifikaten im Rahmen der 3. Handelsperiode in der EU für die Jahre 2013 bis 2020 wird den erwarteten Verbrauch der CropEnergies-Gruppe nicht decken, was zu einem Anstieg der Produktionskosten führen könnte. AbsatzrisikoDie CropEnergies-Gruppe unterliegt absatzseitig Marktpreisrisiken für die Endprodukte. Die Risiken hieraus steuert CropEnergies durch die Gestaltung der Verkaufsverträge und deren Laufzeit sowie durch derivative Instrumente. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und Regeln und unterliegt einem umfangreichen Kontrollprozess. Der überwiegende Anteil des Bioethanolabsatzes der CropEnergies-Gruppe entfällt auf Großkunden. Sollten derartige Lieferverträge nicht erfüllt werden oder Anschlussaufträge wesentlich geringer ausfallen, könnten sich hieraus Risiken für die Ertrags- und Vermögenslage ergeben. Risiken aus HandelsgeschäftenSoweit CropEnergies Handelsgeschäfte mit Bioethanol oder entsprechenden Warenterminkontrakten betreibt, werden deren Risiken durch ein Limitsystem sowohl hinsichtlich des Umfangs der einzelnen Geschäfte als auch des Gesamtvolumens begrenzt. Weitere Beschränkungen bestehen bezüglich der Kreditrisiken von Geschäftspartnern und der Änderung von Marktwertrisiken. Die Risiken aus Handelsgeschäften werden fortlaufend überwacht. QualitätsrisikenCropEnergies erzeugt sichere und qualitativ hochwertige Produkte. Um dies zu gewährleisten, verfügt CropEnergies über ein Qualitätssicherungssystem, welches die Produktqualität und Umweltrisiken mithilfe moderner Prozessleittechnik überwacht. Dies umfasst sämtliche Prozesse vom Bezug der Rohstoffe über den Produktionsprozess bis zur Belieferung der Kunden und legt Verantwortlichkeiten, Tätigkeiten und Abläufe fest. IT-RisikenWie jedes Unternehmen ist CropEnergies auf reibungslos funktionierende IT-Systeme angewiesen. Für die operative und strategische Steuerung des Unternehmens setzt CropEnergies hochentwickelte Informationssysteme ein. Die Optimierung und Aufrechterhaltung der IT-Systeme ist durch die Einbindung der IT-Systeme in die Südzucker AG gewährleistet. PersonalrisikenDie CropEnergies-Gruppe steht mit anderen Unternehmen im Wettbewerb um qualifiziertes Personal. CropEnergies bietet als eines der führenden Unternehmen im Zukunftsmarkt für Biokraftstoffe ein attraktives Arbeitsumfeld, Stabilität sowie die Sozialleistungen der Südzucker-Gruppe und Entwicklungsmöglichkeiten in einem internationalen Umfeld. Rechtliche RisikenKlageverfahren gegen die CropEnergies-Gruppe, die wesentliche Auswirkungen auf die finanzielle Lage des Konzerns haben könnten, sind nicht erkennbar. Risiken aus UnregelmässigkeitenZur Vermeidung von Risiken aus Unregelmässigkeiten wird das Kontroll- und Überprüfungssystem, sowohl intern als auch extern, regelmässig weiter ausgebaut. Bonitäts- und AusfallrisikenAusfallrisiken im Forderungsbestand werden bei CropEnergies reduziert, indem einerseits die Bonität, das Zahlungsverhalten und die offenen Posten von Schuldnern fortlaufend überwacht und andererseits Warenkreditversicherungen und Bürgschaften zur Absicherung herangezogen werden. Insbesondere bei Handelsgeschäften kann darüber hinaus auf Akkreditive oder ähnliche Instrumente zurückgegriffen werden. Kreditrisiken aus Geldanlagen und Sicherungsgeschäften werden dadurch minimiert, dass Transaktionen bei Banken und Partnern hoher Bonität abgeschlossen werden. Entsprechend wird die Bonität der Finanzinstitute laufend überwacht. Weitere operative RisikenDas Risiko ungeplanter Produktionsunterbrechungen wird durch kontinuierliche Wartungsmaßnahmen und hochqualifiziertes Personal minimiert. Falls erforderlich, wird geprüft, ob eine ungeplante Produktionsminderung in einer Anlage durch die Mehrerzeugung in einer anderen Anlage ausgeglichen werden kann. In den Bereichen IT, Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung kann CropEnergies aufgrund der Shared-Service-Vereinbarungen auf die Fachabteilungen der Südzucker AG zurückgreifen. Finanzwirtschaftliche RisikenLiquiditätsrisikenDie Liquidität der CropEnergies-Gruppe wird täglich überwacht und durch nationale bzw. länderübergreifende Cashpools optimiert. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung, die integraler Bestandteil der Unternehmensplanung ist, erkannt und gesteuert. Aufgrund verbindlich zugesagter Kreditlinien kann CropEnergies - falls erforderlich -kurzfristig auf ausreichende liquide Mittel zurückgreifen. Wechselkurs- und ZinsänderungsrisikenCropEnergies unterliegt in geringem Maße Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Wechselkursrisiken können sowohl aus der operativen Geschäftstätigkeit als auch aus der konzernexternen oder -internen Finanzierung in Fremdwährung entstehen. Zum 28. Februar 2014 hatte die CropEnergies keine nicht auf Euro denominierten Kredite von Konzernfremden. Währungsrisiken werden in begrenztem Umfang durch derivative Instrumente abgesichert. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und Regeln und wird ständig kontrolliert. Risiken aus der Veränderung von Zinssätzen werden durch eine Mischung von fest- und variabel verzinslichen Darlehen begrenzt. Ausführliche Informationen zu Währungs-, Zinsänderungs- und Preisrisiken sowie Liquiditäts-, Bonitäts- und Ausfallrisiken sind im Konzernanhang unter (28) Risikomanagement in der CropEnergies-Gruppe zu finden. GesamtrisikoZu den wesentlichen Risiken für die zukünftige Entwicklung der CropEnergies-Gruppe gehören insbesondere Beschaffungs- und Absatzrisiken sowie Risiken aus einer Veränderung der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen. Die Gesamtrisikoposition des Konzerns hat sich dabei im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des Ausbaus der Kapazitäten durch Investitionen und den Erwerb von Ensus erhöht. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig nicht erkennbar. ChancenDie Reihenfolge der beschriebenen Chancen entspricht deren Bedeutung für CropEnergies. Die weitere Unternehmensentwicklung und deren Profitabilität wird maßgeblich von der Erlösentwicklung bei Bioethanol, Lebens- und Futtermitteln sowie den Kosten der eingesetzten Rohstoffe geprägt. Chancen ergeben sich aus geringeren Getreidepreisen und/oder einem Preisanstieg von Bioethanol oder den gleichzeitig erzeugten Lebens- und Futtermitteln. CropEnergies kann sich der Volatilität der Getreidemärkte durch die Verwendung von Zuckersirupen als Rohstoff teilweise entziehen. Darüber hinaus profitiert CropEnergies von den Verkaufserlösen hochwertiger Lebens- und Futtermittel, die zu einer Senkung der Nettorohstoffkosten führen, sowie von einer energieoptimierten Produktion. Versorgungssicherung mit Energieträgern, Klimaschutz und die Stärkung der regionalen Strukturen sind die Ziele der EU, die mit dem Ausbau des europäischen Bioethanolmarkts erreicht werden sollen. Hierfür wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die die verstärkte Nutzung von Bioethanol im Kraftstoffsektor fördern. Aus dem daraus resultierenden Marktwachstum können sich Chancen ergeben. Sollte die Einführung von E10 europaweit an Fahrt gewinnen, kann sich das Absatzvolumen für Bioethanol erheblich ausweiten. Daraus ergäben sich für CropEnergies weitere Wachstumschancen. Weitere Chancen ergeben sich aus dem Erwerb von Ensus, der CropEnergies einen direkten Zugang zum britischen Bioethanolmarkt verschafft. Nach Deutschland und Frankreich ist dieser der drittgrößte Bioethanolmarkt in der EU. Mit dem erfolgreichen Aufbau der Produktionskapazitäten in Deutschland, Belgien, Frankreich und Großbritannien sowie der Internationalisierung des Handels- und Logistiknetzwerks hat CropEnergies die Grundlage dafür geschaffen, vom künftigen Marktwachstum als einer der leistungsfähigsten europäischen Hersteller von Bioethanol zu profitieren. Mit der bevorstehenden Errichtung der Produktionsanlage für Neutralalkolhol in Zeitz bietet sich für CropEnergies die Chance, margenträchtige Anwendungen für Bioethanol zu erschließen. Weitere Chancen für CropEnergies könnten aus einer Konsolidierung der Anbieterstruktur auf dem europäischen Bioethanolmarkt entstehen, da CropEnergies aufgrund von Größe, Standorten und technologischer Führerschaft Vorteile gegenüber Wettbewerbern genießt. GesamtchancenDie Gesamtchancenposition des Konzerns hat sich dabei im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des Ausbaus der Kapazitäten durch Investitionen und den Erwerb von Ensus erhöht. Vor diesem Hintergrund bieten sich CropEnergies weiterhin gute Wachstumsmöglichkeiten. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und RisikomanagementsystemGrundzügeDas rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem der CropEnergies-Gruppe umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung von Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dabei setzt sich das interne Kontrollsystem der CropEnergies-Gruppe aus einem Steuerungs- und einem Überwachungssystem zusammen. IFRS Reporting GuidelineDie Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der CropEnergies-Gruppe regeln einschließlich der Vorschriften zur Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der in den CropEnergies-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Tochtergesellschaften. Dabei kommen lediglich solche IFRS zur Anwendung, die zum Zeitpunkt der Aufstellung von der EU-Kommission für die Anwendung in der EU übernommen wurden und im betreffenden Geschäftsjahr verpflichtend anzuwenden waren. Internes Kontrollsystem bezogen auf den RechnungslegungsprozessDas interne Kontrollsystem ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten einschließlich deren Darstellung in der Konzernrechnungslegung. Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile des internen Überwachungssystems der CropEnergies-Gruppe. Neben dem "Vier-Augen-Prinzip" sind maschinelle IT-Prozesskontrollen und automatisierte Validierungs- und Plausibilitätsprüfungen ein wesentlicher Teil der prozessabhängigen Kontrollen. Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. die hierzu geführten Abschlussbesprechungen. Mit der zentralen Durchführung der Werthaltigkeitstests von Geschäfts- oder Firmenwerten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Daneben bestehen umfassende Konzernvorgaben zur Bilanzierung und Bewertung. Außerdem erfolgt auch auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation von Daten für die Erstellung von Lagebericht und Anhang. Die auf Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Daneben ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden und Vermögenswerte sowie Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Trennung von Funktionen und Verantwortung für Verwaltung, Ausführung, Abrechnung und Genehmigung zielt darauf ab, kriminellen Handlungen vorzubeugen. Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld der CropEnergies-Gruppe sowie die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung. Interne PrüfungDer Aufsichtsrat hat die Prüfung der Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems an den Prüfungsausschuss übertragen. Die interne Revision der Südzucker-Gruppe ist als prozessunabhängige Prüfungsinstanz in das interne Überwachungssystem der CropEnergies-Gruppe eingebunden. Sie stellt im Rahmen ihrer Überwachungstätigkeit durch regelmäßige Systemprüfungen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Systems sicher. Externe PrüfungDer Abschlussprüfer prüft das in das Risikomanagement integrierte Risikofrüherkennungssystem auf seine grundsätzliche Eignung, Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig erkennen zu können. Zudem berichtet er dem Aufsichtsrat über wesentliche festgestellte Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. PROGNOSEBERICHTGesamtwirtschaftliche Lage und branchenbezogene RahmenbedingungenLaut Winterprognose der EU-Kommission wird sich die wirtschaftliche Erholung in den meisten Mitgliedsstaaten, aber auch in der EU als Ganzes fortsetzen. Die Wirtschaftstätigkeit soll nach einem realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts der EU von 1,5 % im Jahr 2014 auf 2,0 % im Jahr 2015 ansteigen. Die Prognosen gehen von der Annahme aus, dass die Umsetzung der vereinbarten politischen Maßnahmen auf EU-Ebene und in den Mitgliedsstaaten zur Stärkung des Vertrauens sowie zur Verbesserung der finanziellen Rahmenbedingungen beitragen wird. BioethanolmärkteIn der EU wird für das Jahr 2014 mit einem leichten Wachstum des Kraftstoffethanolverbrauchs um 1,3 % auf 5,6 (5,5) Mio. m3 gerechnet. Dieser Anstieg wird durch einen moderaten Verbrauchsanstieg u. a. in Frankreich, Großbritannien, Polen, Schweden und Spanien getragen. In Deutschland wird mit 1,5 Mio. m3 Bioethanol ein Verbrauch auf Vorjahresniveau erwartet. Für einen nennenswerten Ausbau der Nutzung von Bioethanol im Kraftstoffsektor wäre eine europaweite Einführung von E10 notwendig, die viele Mitgliedsstaaten aufgrund der Diskussionen über die zukünftige Ausgestaltung der politischen Rahmenbedingungen derzeit jedoch noch nicht aktiv vorantreiben. Lediglich in Belgien und Polen bestehen konkrete Bestrebungen, E10 im Jahr 2014 auf den Markt zu bringen. Der Bedarf an Kraftstoffethanol in Europa soll zunehmend durch eine lokale Produktion gedeckt werden. Derzeit wird mit einem Anstieg der europäischen Produktion um 8,0 % auf 4,9 Mio. m3 Bioethanol gerechnet. Hierzu trägt auch bei, dass die EU aufgrund des derzeit niedrigen Preisniveaus als Exportdestination an Attraktivität verloren hat. Für die Bioethanolmärkte außerhalb des Kraftstoffbereichs wird mit keiner signifikanten Änderung bei Angebot und Nachfrage gerechnet. Für das Jahr 2014 wird in Europa bis zur Jahresmitte mit einer weiteren Erholung der Bioethanolpreise gerechnet. Diese Einschätzung beruht darauf, dass die europäischen Bioethanolpreise in den vergangenen Monaten deutlich stärker gefallen sind als in anderen Regionen und sich im internationalen Vergleich auf einem niedrigen Niveau befinden. Zudem ist Bioethanol aktuell günstiger als Benzin. Insgesamt wird davon ausgegangen, dass sich die europäischen Bioethanolpreise wieder zunehmend an den Rohstoffkosten in Europa orientieren werden. GetreidemärkteNachdem im Getreidewirtschaftsjahr 2013/14 weltweit vorteilhafte Witterungsverhältnisse zu beobachten waren, geht der Internationale Getreiderat im kommenden Getreidewirtschaftsjahr von einer Normalisierung der Erträge aus. Die Getreideproduktion soll sich mit 1.949 Mio. t aber weiterhin auf hohem Niveau bewegen. Trotz einer weiterhin regen weltweiten Getreidenachfrage von 1.935 Mio. t wird mit einem erneuten Aufbau der Lagerbestände gerechnet. Angesichts einer weitestgehend ausgeglichenen Getreidebilanz ist mit keinem deutlichen Rückgang der Getreidepreise zu rechnen. Sollten sich die positiven Ernteaussichten im weiteren Jahresverlauf aber bestätigen, erscheint ein moderater Rückgang der Getreidepreise möglich. Hierzu trägt insbesondere auch der deutliche Aufbau der Lagerbestände im Getreidewirtschaftsjahr 2013/14 bei. Politische RahmenbedingungenNeben den Entwicklungen auf den Absatz- und Rohstoffmärkten spielen für CropEnergies die politischen Rahmenbedingungen eine bedeutende Rolle. Auf EU-Ebene werden die Beratungen über die Änderung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" und "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" fortgesetzt. In der Diskussion sind u. a. eine Begrenzung von konventionellen Biokraftstoffen aus Getreide, Zuckerpflanzen und Ölsaaten, eine stärkere Förderung von Biokraftstoffen aus Abfällen und Reststoffen sowie die Einführung von iLUC-Faktoren. Aufgrund der weiterhin bestehenden Meinungsverschiedenheiten im Europäischen Rat und der Neuwahl des Europäischen Parlaments im Mai 2014 wird das Gesetzgebungsverfahren nicht vor der 2. Jahreshälfte fortgeführt werden können. Angesichts der abwartenden Haltung der Mitgliedsstaaten wird im Jahr 2014 mit keiner signifikanten Anhebung der Beimischungsverpflichtungen von Bioethanol gerechnet. In Deutschland sollen die Biokraftstoffquoten ab 2015 nicht mehr auf der Grundlage des Heizwerts, sondern auf Basis von Treibhausgaseinsparzielen berechnet werden. Die Treibhausgaseinsparungen im Kraftstoffbereich sollen dabei von 3 Gew.-% im Jahr 2015 auf 7 Gew.-% im Jahr 2020 steigen. Mit dieser Neuregelung werden sich die Absatzchancen vor allem für Biokraftstoffe mit hohen Treibhausgaseinsparpotenzialen erhöhen. In Belgien werden derzeit neue Förderbedingungen für Biokraftstoffe festgelegt, die u. a. die Nutzung von besonders nachhaltig erzeugten Biokraftstoffen begünstigen sollen. Das neue Fördersystem soll im Oktober 2014 in Kraft treten. KonzernentwicklungDas Geschäftsjahr 2014/15 wird für die europäische Biokraftstoffbranche ein schwieriges Jahr, da die Bioethanolpreise in Europa seit Herbst 2013 nicht zuletzt infolge zollumgehender US-Importe über Norwegen deutlich gesunken sind. Zwischenzeitlich sind die Preise weiter unter Druck geraten. Zur aktuellen Marktsituation trägt auch bei, dass die EU nicht konsequent ihr Ziel verfolgt, die Nutzung fossiler Kraftstoffe im Verkehrssektor zu reduzieren. Die andauernde Diskussion in Brüssel bremst das Marktwachstum, da viele Mitgliedsstaaten zögern, den Anteil von Biokraftstoffen wie geplant zu erhöhen und beispielsweise E10 im Markt einzuführen. Damit verschenken sie Potenziale, die Treibhausgasemissionen schnell und kostengünstig durch einen höheren Anteil an Biokraftstoffen zu senken. Die Bioethanolpreise in Europa liegen derzeit unter denen in den großen Bioethanolnationen Brasilien und USA. In Europa ist Bioethanol zudem günstiger als Benzin. Da sich die Getreidepreise seit Beginn des Rückgangs der Bioethanolpreise seitwärts entwickelt haben, hat sich die Ertragslage der europäischen Bioethanolhersteller signifikant verschlechtert. Als Folge erwartet CropEnergies eine Fortsetzung der Branchenkonsolidierung. Für diese schwierige Phase ist CropEnergies als einer der führenden Hersteller gut gerüstet. Für das Geschäftsjahr 2014/15 erwartet CropEnergies höhere Erzeugungs- und Absatzmengen sowohl von Bioethanol als auch von Lebens- und Futtermitteln. Maßgeblich hierfür sind der Erwerb von Ensus und weitere Optimierungen in den Produktionsanlagen. Entsprechend deutlich soll der Umsatz wachsen und zwischen 850 und 900 (781) Mio. € liegen. Die hohe Volatilität der Bioethanol- und Rohstoffpreise erschwert dabei die Prognose der Ertragslage. Bezogen auf die installierte Produktionskapazität bewirkt eine Änderung der Bioethanolpreise um je 10 € pro Kubikmeter einen gleichgerichteten operativen Ergebniseffekt von rund 10 Mio. €. Angesichts der hohen Schwankungsbreite erwartet CropEnergies ein EBITDA von 10 bis 60 Mio. €. Nach Abschreibungen ergibt sich hieraus für das Geschäftsjahr 2014/15 ein operatives Ergebnis in einer Bandbreite von minus 30 bis plus 20 Mio. €. Zug um Zug Verbesserung der ProduktionsanlagenWir von CropEnergies sind stolz auf den technischen Vorsprung unserer Anlagen. Diesen Vorsprung zu erhalten ist Teil unserer Strategie. Es ist uns wichtig, die eingesetzten Rohstoffe möglichst effizient, vollständig und sinnvoll zu verwerten. Neben Bioethanol gewinnen wir dabei wertvolle Lebens- und Futtermittel. Sowohl die Herstellung als auch unsere Produkte verbessern wir Zug um Zug. So wurde beispielsweise in Wanze eine Anlage zur Glutenkonfektionierung in Betrieb genommen und damit die Wertschöpfung am Standort erhöht. Mit der Optimierung der Bioethanolproduktion sowie der Lebens- und Futtermittelherstellung erhöhen wir die Wertschöpfung unserer Standorte. KonzernabschlussGesamtergebnisrechnung* 1. März 2013 bis 28. Februar 2014scroll
*
Die Vorjahres werte wurden gemäß IAS 8 angepasst Kapitalflussrechnung* 1. März 2013 bis 28. Februar 2014scroll
scroll
*
Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst Unter Position (31) des Anhangs werden weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung gegeben. Bilanz* 28. Februar 2014AKTIVAscroll
Passiva scroll
*
Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst Entwicklung des Eigenkapitals* 1. März 2013 bis 28. Februar 2014scroll
scroll
*
Die Vorjahreswerte wurden gemäß IAS 8 angepasst Unter Position (20) des Anhangs ist die Entwicklung des Eigenkapitals erläutert. KonzernanhangAllgemeine Erläuterung(1) Grundlagen für die Aufstellung des KonzernabschlussesDie CropEnergies AG hat ihren Sitz in der Gottlieb-Daimler-Straße 12 in 68165 Mannheim, Deutschland; die Gesellschaft ist im Handelsregister unter HRB-Nr. 700509 beim Amtsgericht Mannheim eingetragen. Gemäß § 2 der Satzung der Gesellschaft in der Fassung vom 19. Juli 2013 ist der Gegenstand des Unternehmens der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen an sowie die Gründung von anderen Unternehmen, die unmittelbar oder mittelbar in den Bereichen der Herstellung und des Vertriebs von Bioethanol (Agraralkohol), sonstigen Biokraftstoffen sowie ähnlichen Produkten, die aus Getreide oder anderen Agrarrohstoffen erzeugt werden, einschließlich der Herstellung und des Vertriebs von Nebenprodukten, tätig sind. Die CropEnergies AG gehört mehrheitlich zur Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt. Gegenstand des Konzernabschlusses sind die CropEnergies AG und deren Tochterunternehmen. CropEnergies hat den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt. Sämtliche vom IASB herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der CropEnergies AG angewendeten IFRS wurden von der EU-Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Der Konzernabschluss zum 28. Februar 2014 ist am 22. April 2014 vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfung durch den Prüfungsausschuss erfolgt am 5. Mai 2014 und die Prüfung sowie die Billigung durch den Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 12. Mai 2014. Datum der Veröffentlichung ist der 13. Mai 2014. CropEnergies erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro; alle Beträge werden, soweit nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (Tsd. €) angegeben. Die Vorjahreswerte werden regelmäßig in Klammern dargestellt. Bei Prozentangaben und Zahlen können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Neben der Gesamtergebnisrechnung, die eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie eine Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen umfasst, der Kapitalflussrechnung und der Bilanz wird die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt. Die Angaben im Anhang enthalten außerdem eine Segmentberichterstattung. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Bestandteil der Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss wird grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt, sofern unter Ziffer (5) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nicht etwas anderes berichtet wird. Erstmalig angewendete IFRS und IFRIC: Die Änderungen von IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben) im Bezug auf die erweiterten Angaben zu Saldierungsvorgängen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss von CropEnergies gehabt. Mit dem erstmalig anzuwendenden IFRS 13 (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert) wurden einheitliche Regelungen bezüglich der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eingeführt. Der neue Standard hat zu weiteren Angaben zu Finanzinstrumenten insbesondere bei der Zwischenberichterstattung geführt; wesentliche Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung zum beizulegenden Zeitwert haben sich nicht ergeben. Der geänderte IAS 12 (Ertragsteuern), der erstmalig anzuwendende IFRIC 20 (Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebs im Tagebau) sowie die Änderungen von Standards durch das Annual Improvements Project 2009 - 2011 haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss gehabt. Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IAS 19 revised 2011 (Leistungen an Arbeitnehmer) werden im Verlauf dieses Kapitels dargestellt. Der geänderte IAS 1 (Darstellung des Abschlusses) wurde bereits mit Beginn des Geschäftsjahrs 2012/13 vorzeitig angewendet. Zukünftig anzuwendende IFRS und IFRIC: In der nachfolgenden Übersicht sind die Standards und Interpretationen aufgeführt, die ab dem Geschäftsjahr 2014/15 oder später anzuwenden sind bzw. vom IASB veröffentlicht wurden, aber noch nicht von der EU anerkannt worden sind. Bei den noch nicht von der EU anerkannten Standards wird der erwartete Anwendungszeitraum angegeben. CropEnergies hat keine der genannten neuen oder geänderten Vorschriften vorzeitig angewendet. scroll
Zukünftige Auswirkungen von IFRS 11Mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen) zu Beginn des Geschäftsjahrs 2014/15 werden sich Auswirkungen auf die Bilanz und die Gesamtergebnisrechnung ergeben, da das bisher quotal einbezogene Gemeinschaftsunternehmen CT Biocarbonic GmbH ab dann at Equity einbezogen wird. Der Rückgang der Vermögenswerte und Schulden führt zu einem Rückgang der Nettofinanzschulden. In der Gesamtergebnisrechnung werden neben einem Rückgang der Umsatzerlöse sämtliche GuV-Posten im Bereich des Ergebnisses der Betriebstätigkeit, des Finanzergebnisses bis hin zu den Ertragsteuern von der Anpassung betroffen sein; der Jahresüberschuss und das Ergebnis je Aktie bleiben unverändert. Der Ergebnisbeitrag der CT Biocarbonic GmbH fließt ausschließlich in das Ergebnis aus at Equity einbezogenen Unternehmen ein. Die Auswirkungen sind als nicht wesentlich anzusehen. Anpassung gemäß IAS 8IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer - revised 2011) war im Geschäftsjahr 2013/14 erstmalig verpflichtend anzuwenden; die Anwendung erfolgte retrospektiv. Die wesentliche Anpassung des IAS 19 bestand in der ausschließlich erfolgsneutralen Erfassung der Neubewertung der leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen in den sonstigen Eigenkapitalposten; die Umstellung der Bilanzierung auf die erfolgsneutrale Erfassung der Neubewertung wurde bereits im Geschäftsjahr 2011/12 im Rahmen des damals gültigen IAS 19 (1998) vorgenommen. Die Anpassungen an IAS 19 (revised 2011) in 2013/14 beschränkten sich somit auf die Korrektur von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand, der die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöht hat, sowie die Berechnung der erwarteten Planerträge auf Basis des Diskontierungssatzes für die Ermittlung des Anwartschaftsbarwerts, soweit dies nicht bereits im Vorjahr erfolgte. Im Gegenzug hat der geänderte IAS 19 zu einer Reduzierung der Altersteilzeitrückstellung geführt, da Aufstockungsbeträge als Entlohnungsbestandteil teilweise erst in Folgeperioden aufwandswirksam berücksichtigt werden dürfen. Daneben hat der geänderte IAS 19 zu einer Ausweitung der Angabepflichten wie Sensitivitätsanalyse für wesentliche Bewertungsparameter, Risiken, Duration etc. geführt. Die Anpassungen wurden retrospektiv ab Beginn des Geschäftsjahrs 2012/13 vorgenommen. Aus der Erstanwendung des IAS 19 (revised 2011) ergaben sich im Geschäftsjahr 2013/14 keine wesentlichen Effekte. In der Eröffnungsbilanz zum 1. März 2012 haben die Anpassungen zu einer Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 94 Tsd. € und einer Reduzierung der langfristigen sonstigen Rückstellungen, die die Altersteilzeitrückstellungen enthalten, um 3 Tsd. € geführt. Daneben waren die passiven latenten Steuern um 31 Tsd. € zu verringern. Dabei haben sich eine Reduzierung des Personalaufwands 2012/13 um 32 Tsd. € und eine Erhöhung des Jahresüberschusses von 17 Tsd. € ergeben. Die im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Neubewertung der leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen haben sich nach latenten Steuern um 17 Tsd. € erhöht. Alle genannten Effekte heben sich, da sie nicht zahlungswirksam sind, in der Kapitalflussrechnung innerhalb der Zwischensumme Cashflow auf. scroll
scroll
scroll
*
Nach Berücksichtigung latenter Steuern (2) KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden die Abschlüsse der CropEnergies AG und der von ihr beherrschten Unternehmen (Tochterunternehmen) nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die Gesellschaft die Möglichkeit zur Bestimmung der Finanz- und Geschäftspolitik hat, um daraus wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Entsprechend werden folgende Tochterunternehmen einbezogen:
*
Befreiung von der Offenlegungspflicht nach
§ 264 Abs. 3 HGB Für eine detaillierte Darstellung der Beteiligungen verweisen wir auf die Anteilsbesitzliste auf Seite 130. Die Quotenkonsolidierung wurde bei der Joint Venture-Gesellschaft
durchgeführt, an der CropEnergies 50 % der Anteile hält und die einer gemeinschaftlichen Führung untersteht. Im Rahmen der Quotenkonsolidierung wurden die Vermögenswerte und Schulden sowie die Gewinn-und-Verlust-Rechnung mit einem Anteil von 50 % in folgender Höhe in den Konzernabschluss der CropEnergies AG einbezogen: scroll
Im Rahmen einer Darlehensgewährung an die CT Biocarbonic GmbH wurde eine gesamtschuldnerische Haftung in Höhe von 2,2 (2,5) Mio. € eingegangen. Eine Inanspruchnahme wird derzeit nicht erwartet. Mit Wirkung zum 19. Juli 2013 (Closing) erwarb die CropEnergies AG den britischen Bioethanolhersteller Ensus, u. a. zum Ausbau der Produktionskapazität und zur Stärkung der Position auf den britischen Märkten für Ethanol und Futtermittel. Übernommen wurden 100 % der Anteile an der Holdinggesellschaft Ensus Limited. Diese besitzt wiederum 100 % der Anteile an der Produktionsgesellschaft Ensus UK Limited. Beide Gesellschaften werden ab Closing in den Konzernabschluss vollkonsolidiert einbezogen, Minderheitenanteile sind nicht vorhanden. Ensus betreibt im Nordosten Englands eine der größten Bioethanolanlagen Europas mit einer Kapazität von jährlich 400 Tsd. m3 Bioethanol und 350 Tsd. t getrocknetem Eiweißfuttermittel (DDGS). Bei heutigem Preisniveau und unter voller Auslastung entspricht dies einem Umsatzbeitrag von rund 300 Mio. € pro Jahr. Der Ergebnisbeitrag hieraus hängt maßgeblich von der Umsetzung der geplanten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung ab. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter. Hinsichtlich weiterer Details wird auf die Ausführungen im Konzernlagebericht verwiesen. Der Erwerb von Ensus erfolgte im Rahmen des Genehmigten Kapitals über eine Sacheinlage gegen Ausgabe von 2,25 Mio. neuen CropEnergies-Aktien. Der beizulegende Zeitwert dieser Aktien entspricht dem Börsenkurs unter Berücksichtigung eines Abschlags für die fehlende Dividendenberechtigung für das Geschäftsjahr 2012/13. Dieser Aktienausgabe steht am Ausgabetag als Anschaffungskosten für den Erwerb von Ensus ein Fair Value von 13,9 Mio. € gegenüber. Das erworbene Nettovermögen von Ensus zum Zeitpunkt des Closing ist nachfolgend ersichtlich. Ein Goodwill bzw. Badwill ergab sich nicht. Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen entspricht den Buchwerten bzw. den Bruttowerten. Zum Zeitpunkt der Freigabe des Konzernabschlusses war die Kaufpreisallokation abgeschlossen. Zeitwerte zum Erwerbszeitpunktscroll
Die langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 62,6 Mio. € betreffen den Zeitwert der Bioethanolanlage mit 54,5 Mio. € und aktive latente Steuern von 8,1 Mio. €. Ensus nahm Anfang 2010 den Betrieb auf. Seitdem gab es mehrere Stillstandsphasen. Unter der Führung von CropEnergies wurde die Produktion im Herbst 2013 wieder aufgenommen. Zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Anlage soll ein Investitionsprogramm von mehr als 60 Mio. € aufgelegt werden. Für die bei Ensus vorhandenen finanziellen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 51,2 Mio. € hat CropEnergies der Ensus einen Kredit gewährt, sodass zeitnah zum Closing 36,9 Mio. € getilgt werden konnten. Unter Berücksichtigung weiterer 2,5 Mio. € kurzfristiger Vermögenswerte ergibt sich ein Nettovermögen von 13,9 Mio. €, was dem Kaufpreis entspricht. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind per 28. Februar 2014 Umsatzerlöse in Höhe von 46,4 Mio. € enthalten. Dagegen sind Löhne, Abschreibungen sowie weitere betriebliche Aufwendungen in Höhe von 66,1 Mio. € angefallen. Hierin sind Vorlaufkosten in Höhe von 6,4 Mio. € enthalten, die als Sonderergebnis das Ergebnis der Betriebstätigkeit belasten. Insgesamt belief sich der Jahresfehlbetrag auf 19,7 Mio. €. Die Auswirkungen der Veränderung des Konsolidierungskreises auf den Konzernabschluss stellt sich wie folgt dar: Veränderung des Konsolidierungskreisesscroll
In der Tabelle wurden die Ensus UK Ltd. und die Ensus Ltd. berücksichtigt. Die Erstkonsolidierung der Ryssen Chile SpA Lampa, Santiago de Chile, Chile, war von untergeordneter Bedeutung. Die neu gegründete Ryssen Chile SpA hat den Geschäftsbetrieb eines chilenischen Alkoholdistributors im Zuge eines "Asset Deals" übernommen. Der Kaufpreis belief sich auf weniger als 1 Mio. US-$, sodass die Transaktion nur geringfügige Auswirkungen auf den CropEnergies-Konzernabschluss hat. Zur Versorgung des chilenischen Alkoholmarkts wird Neutralalkohol aus Drittstaaten eingeführt, da keine einheimische Alkoholproduktion vorhanden ist. (3) KonsolidierungsmethodenNach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis des erworbenen Tochterunternehmens wird den erworbenen Vermögenswerten, Schulden und Eventualschulden zugeordnet. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Möglichkeit der Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt werden kann. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden - unabhängig von der Beteiligungshöhe - in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Geschäfts- oder Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie von Unternehmen separierbar sind oder aus einem vertraglichen oder anderen Recht resultieren. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) werden Geschäftswerte nicht planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen (Impairment-Only-Approach). Die Konsolidierung der Anteile des Konzerns an gemeinschaftlich geführten Unternehmen erfolgt nach der Quotenkonsolidierung. Im Rahmen der Quotenkonsolidierung werden bei Joint Venture-Unternehmen (Gemeinschaftsunternehmen) die Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie die Gewinn-und-Verlust-Rechnung und die Kapitalflussrechnung postenweise nur mit dem Anteil in den Konzernabschluss einbezogen, wie er auf den Konzern entfällt. Anteile des Konzerns an Gewinnen und Verlusten der Gemeinschaftsunternehmen, die beim Erwerb von Vermögenswerten durch den Konzern entstehen, werden vom Konzern so lange nicht angesetzt, bis sie an ein nicht zum CropEnergies-Konzern gehörendes Unternehmen weiterveräußert worden sind. Verluste aus solchen Transaktionen werden jedoch sofort realisiert, wenn der Verlust als sicherer Hinweis darauf aufzufassen ist, dass der Nettoveräußerungswert von kurzfristigen Vermögenswerten reduziert ist oder eine Wertminderung vorliegt. Die quotale Kapitalkonsolidierung und die Behandlung eines eventuellen Goodwills erfolgen analog der Vorgehensweise bei der Einbeziehung von Tochterunternehmen. Die Abschlüsse der Joint Venture-Unternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für das gleiche Berichtsjahr aufgestellt wie der Abschluss des Konzerns. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um die Zwischenergebnisse bereinigt. (4) WährungsumrechnungFremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung (die Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert) umgerechnet. Währungsgewinne und -verluste aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung von monetären Vermögenswerten und Schulden zum Stichtagskurs werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Der Jahresabschluss der CropEnergies Inc., Houston, wird in USD, die Jahresabschlüsse der Ensus Ltd. sowie der Ensus UK Ltd., Yarm, werden in GBP und der Jahresabschluss der Ryssen Chile SpA, Lampa, Santiago de Chile wird in Chilenischen Pesos (CLP) aufgestellt. Da die Berichtswährung von CropEnergies der Euro ist (funktionale Währung des Mutterunternehmens), erfolgt die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden zu EZB-Referenzkursen oder anderweitigen bekanntgegebenen Referenzkursen am Bilanzstichtag (Stichtagskurs). Im Fall der Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Rahmen der Konzernfinanzierung erfolgt die Umrechnung zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahrs. Wenn jedoch die Anwendung des Jahresdurchschnittskurses zu unzutreffenden Ergebnissen führt, erfolgt die Umrechnung zu einem angepassten Durchschnittskurs. Die übrigen Aufwendungen und Erträge werden zum Jahresdurchschnittskurs angesetzt. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse der Währungen haben sich wie folgt entwickelt (Gegenwert für 1 €): scroll
Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögens- und Schuldpositionen gegenüber der Umrechnung des Vorjahrs sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung werden erfolgsneutral behandelt und in der Gesamtergebnisrechnung als Zusatzangabe zu den erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträgen und Aufwendungen als konsolidierungsbedingte Währungsdifferenzen ausgewiesen. (5) Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeErworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sind unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gesondert vom Geschäftswert erfasst, wenn sie gemäß der Definition in IAS 38 (immaterielle Vermögenswerte) separierbar sind oder aus einem vertraglichen oder gesetzlichen Recht resultieren und der Zeitwert verlässlich bestimmt werden kann. Andere entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte werden insoweit aktiviert, als die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllt sind. Alle immateriellen Vermögenswerte verfügen - mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts - über eine bestimmte Nutzungsdauer. Entwicklungskosten neuer Produkte werden mit den Herstellungskosten aktiviert, soweit eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung dieser neu entwickelten Produkte sichergestellt sind. Die Produktentwicklung muss außerdem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führen. Forschungskosten sind gemäß IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden unmittelbar in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Aufwand erfasst. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen, bewertet. Im Zugangsjahr werden Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Staatliche Zuschüsse und Zulagen werden von den Anschaffungskosten gekürzt. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalkosten, die der Anschaffung oder Herstellung sogenannter qualifizierter Vermögenswerte (Bau neuer Produktionsanlagen bzw. wesentliche Ergänzungsinvestitionen, deren Umsetzung mindestens 1 Jahr dauert) zugerechnet werden können, werden bis zur Fertigstellung als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Der Fremdkapitalkostensatz ermittelt sich als gewogener Durchschnitt der Fremdkapitalkosten der aufgenommenen Fremdfinanzierung bzw. auf Basis der spezifischen Finanzierungskosten bei speziell für die Beschaffung qualifizierter Vermögenswerte aufgenommener Fremdfinanzierung. Instandhaltungsaufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die allgemeinen Aktivierungskriterien wie Nutzenzufluss und Bestimmbarkeit der zurechenbaren Kosten erfüllt sind. Den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer liegen folgende erwartete Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden nach IAS 36 (Wertminderungen von Vermögenswerten) vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Der erzielbare Betrag wird als der jeweils höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten bzw. Wert des erwarteten Mittelzuflusses aus der Nutzung des Vermögenswerts (Value in Use) ermittelt. Sind die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen, werden die Vermögenswerte - mit Ausnahme von Geschäftswerten - erfolgswirksam zugeschrieben, wobei die Wertaufholung nicht den Buchwert übersteigen darf, der bestimmt worden wäre, wenn in den früheren Perioden keine Wertminderung erfasst worden wäre. Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Eigentümer dem Nutzer gegen einmalige oder regelmäßige Zahlungen ein zeitlich definiertes Nutzungsrecht an einem Vermögenswert überträgt. Grundsätzlich wird zwischen Finanzierungsleasing und Operating Leasing einschließlich Pacht bzw. Miete für Grundstücke und Gebäude unterschieden. Als Finanzierungsleasing werden Leasingtransaktionen behandelt, bei denen der Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum eines Vermögenswerts verbundenen Chancen und Risiken trägt. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasing bezeichnet. Das Finanzierungsleasing ist in der CropEnergies-Gruppe von untergeordneter Bedeutung. Beim Operating Leasing erfasst der Leasingnehmer zu zahlende Leasingraten als Aufwand. Dem Operating Leasing werden Mietaufwendungen für Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge, IT-Hardware sowie Bürotechnik zugerechnet. Voraussetzung ist, dass ein Mietvertrag vorliegt, in dem periodische Mietzahlungen sowie eine Mindestmietzeit und/oder eine Kündigungsfrist vereinbart sind. Es bestehen keine wesentlichen Verlängerungs- und Kaufoptionen. Nicht in den Anwendungsbereich zu den Regelungen zum Leasing fallen Serviceverträge, die auch die Nutzung von Gegenständen umfassen, die Eigentum von Dritten sind, bei denen aber die Serviceleistung und nicht das genutzte Objekt im Vordergrund steht. Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und im Fall von Lebens- und Futtermitteln zum Nettoveräußerungswert bewertet. Dabei wird das Durchschnittswertverfahren oder die Fifo-Methode (First in - first out) verwendet, da dies den tatsächlichen Verbrauchsfolgeverhältnissen entspricht. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten, die auf der Grundlage der normalen Kapazität ermittelt werden. Im Einzelnen enthalten die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch fixe und variable Produktionsgemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten) einschließlich Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Dabei werden insbesondere die Kosten berücksichtigt, die auf den spezifischen Produktionskostenstellen anfallen. Finanzierungskosten werden dabei nicht berücksichtigt. Soweit erforderlich, wird der niedrigere realisierbare Veräußerungswert abzüglich noch anfallender Kosten angesetzt (Nettoveräußerungswert). Dieser Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Vertriebskosten. Abwertungen auf Vorräte werden unter der Position "Bestandsveränderungen" ausgewiesen. Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungserlös gestiegen ist, wird in diesem Umfang eine Wertaufholung vorgenommen. Die Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Marktwert und anschließend mit fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Für die in den Forderungen enthaltenen Ausfall- oder anderen Risiken werden ausreichende Einzelwertberichtigungen auf separaten Wertminderungskonten gebildet. Dabei entsprechen die Nennwerte abzüglich notwendiger Wertberichtigungen den beizulegenden Zeitwerten. Wertberichtigungen werden vorgenommen, wenn der Schuldner erhebliche finanzielle Schwierigkeiten hat oder gegen ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Insolvenzverfahren eröffnet wird. Bei der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen wird auf den Einzelfall abgestellt. Flüssige Mittel wie Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt, der regelmäßig dem Marktwert entspricht. Wertaufholungen im Bereich des lang- und kurzfristigen Vermögens werden mit Ausnahme von Geschäftswerten sowie Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbar eingestuft sind, bei Wegfall der ursprünglichen Gründe für Wertminderungen vorgenommen. CO2 -Emissionsrechte werden als immaterielles Vermögen gemäß IAS 38 (immaterielle Vermögenswerte) bilanziert und sind unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet, die im Fall von kostenlos zugeteilten Emissionsrechten null sind. Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten Zertifikate, wird aufwandswirksam eine Rückstellung gemäß IAS 37 (Rückstellungen) für den Verbrauch von CO2 -Emissionsrechten gebildet. Die Bemessung der Rückstellung berücksichtigt die Anschaffungskosten zugekaufter Zertifikate bzw. den Marktwert von Emissionszertifikaten zum jeweiligen Bewertungsstichtag. CO2 -Emissionsrechte, die für den Verbrauch im folgenden Geschäftsjahr bestimmt sind, werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Sofern die Emissionsrechte für den Verbrauch in einem späteren Geschäftsjahr vorgesehen sind, werden sie unter den langfristigen Vermögenswerten bilanziert. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entsprechend IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) mittels der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Bei diesem Anwartschaftsbarwertverfahren werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftige Anpassungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die Berechnung stützt sich auf versicherungsmathematische Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Daten. Vom Barwert der Pensionsverpflichtungen wird der Zeitwert des Planvermögens, ggf. unter Berücksichtigung der Regelungen zur Wertobergenze eines Überhangs des Planvermögens über die Verpflichtung ("Asset Ceiling") abgezogen, sodass sich die Nettopensionsverpflichtung bzw. der Vermögenswert aus leistungsorientierten Plänen ergibt. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen und umfasst neben dem laufenden Dienstzeitaufwand aus der jährlichen Erdienung von Ansprüchen ggf. auch nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand, der sofort erfolgswirksam erfasst wird. Der Nettozinsaufwand des Geschäftsjahrs wird ermittelt, indem der zu Beginn des Geschäftsjahrs ermittelte Diskontierungssatz auf die zu diesem Zeitpunkt ermittelte Nettopensionsverpflichtung - unter Berücksichtigung der erwarteten Auszahlungen - angewandt wird. Der Ausweis des Nettozinsaufwands erfolgt im Finanzergebnis. Die Erfassung der Neubewertung von Pensionsverpflichtungen, die sich aus Erwartungsänderungen hinsichtlich des Diskontierungssatzes, Gehaltsentwicklungen, Rententrends oder der Lebenserwartung gegenüber der Einschätzung zum Periodenbeginn bzw. gegenüber dem tatsächlichen Verlauf während der Periode ergeben, werden direkt in den Gewinnrücklagen im Eigenkapital - unter Berücksichtigung latenter Steuern - erfasst. Eine erfolgswirksame Erfassung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Neubewertungen in nachfolgenden Perioden ist nicht zulässig. Die erfolgsneutrale Erfassung schließt auch die Differenzen zwischen dem am Beginn der Periode ermittelten Zinsertrag aus Planvermögen, der auf dem Diskontierungssatz basiert und im Nettozinsaufwand erhalten ist, und dem am Ende der Periode festgestellten tatsächlichen Ertrag aus dem Planvermögen ein. Die in der jeweiligen Periode erfassten Neubewertungen von leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen werden in der Gesamtergebnisrechnung gesondert dargestellt. Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen. Zahlungen für staatliche Versorgungspläne werden wie die von beitragsorientierten Versorgungsplänen behandelt. Der Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Sonstige Rückstellungen werden insoweit erfasst, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Wahrscheinlichkeit des Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit mehr als 50 % betragen muss. Die Bewertung erfolgt auf Basis des Erfüllungsbetrages mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit oder bei Gleichverteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten mit dem Erwartungswert der Erfüllungsbeträge. Rückstellungen werden nur für rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet; hierunter fallen auch Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläumsrückstellungen. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung künftiger Kostensteigerungen mit einem fristenadäquaten Kapitalmarktzins abgezinst, soweit der Zinseffekt von wesentlicher Bedeutung ist. Die Auflösung von Rückstellungen erfolgt in der Aufwandsposition, in der sie gebildet wurden. Die sonstigen Rückstellungen decken auch Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und -verfahren ab. Weiterhin werden übliche Gewährleistungsverpflichtungen übernommen, für die bei wahrscheinlicher Inanspruchnahme Rückstellungen gebildet werden. Die Gesellschaft geht im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit regelmäßig Eventualverbindlichkeiten unter anderem aus Avalen und dem Bestellobligo ein. Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits bestehende Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht verlässlich bestimmt werden kann. Eventualverbindlichkeiten können im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses entstehen und werden nur dann erfasst, wenn sie übernommen wurden. Die im Anhang angegebenen Verpflichtungsvolumina der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden maximalen Haftungsumfang. Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die Veränderung der latenten Steuern ausgewiesen. Die ausgewiesenen laufenden Ertragsteuern werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, wie sie voraussichtlich bezahlt werden müssen bzw. voraussichtlich erstattet werden. Dabei werden in der Bilanz die Ertragsteuerverbindlichkeiten aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr unter den kurzfristigen Steuerschulden und Forderungen aus Überzahlungen unter den kurzfristigen Steuererstattungsansprüchen ausgewiesen. Latente Steuern werden auf temporär unterschiedliche Wertansätze von Aktiva und Passiva zwischen IFRS- und Steuerbilanz sowie auf Verlustvorträge, soweit sie steuerlich nutzbar sind, berechnet. Aktivische und passivische latente Steuern sind als separate Posten ausgewiesen. Eine Aufrechnung von latenten Steueransprüchen mit latenten Steuerverpflichtungen wurde vorgenommen, wenn die Ertragsteuern von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden und ein Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht. Die Berechnung der latenten Steuern wird gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze vorgenommen, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Werden Erträge und Aufwendungen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so gilt dies ebenfalls für die darauf abgegrenzten aktiven und passiven latenten Steuern. Aktive latente Steuern werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die latente Steuer verwendet werden kann. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Annahmen, u. a. zur zukünftigen Ertragssituation der betreffenden Konzerngesellschaft. Langfristige Schulden werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Differenzen zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden entsprechend der Effektivzinsmethode berücksichtigt. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Marktwert und anschließend mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Finanzielle Vermögenswerte werden in die Kategorien: a) "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte" und b) "Kredite und Forderungen" eingeteilt. Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz in die Kategorien: a) "zu fortgeführten Anschaffungskosten gehaltene Verbindlichkeiten" und b) "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" unterteilt. Die Kategorisierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz und überprüft die Klassifizierung zu jedem Stichtag. Analog zur Vorgehensweise bei finanziellen Vermögenswerten hängt auch bei finanziellen Verbindlichkeiten die Kategorisierung von dem jeweiligen Zweck ab. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlung erloschen sind. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn diese getilgt, d. h. alle im Vertrag genannten finanziellen Verpflichtungen beglichen wurden, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert und - unabhängig von ihrem Zweck - mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen dieses Wertes werden erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die derivativen Finanzinstrumente stehen in einer Sicherungsbeziehung zum Grundgeschäft. In diesem Fall richtet sich die Erfassung von Änderungen des beizulegenden Zeitwertes nach der Art des Sicherungsgeschäfts. Mit Derivaten im Handelsbestand werden bilanzierte Vermögenswerte oder Schulden gegen das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwertes abgesichert. Bei Derivaten im Handelsbestand werden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte sowohl der Sicherungsgeschäfte als auch der dazugehörigen Grundgeschäfte in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Cashflow-Hedge-Derivate dienen der Absicherung des Risikos, dass die mit einem bilanzierten Vermögenswert, einer bilanziellen Schuld oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktion verbundenen zukünftigen Zahlungsströme schwanken. Liegt ein Cashflow-Hedge-Derivat vor, werden die realisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Sie gehen erst dann in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ein, wenn das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. IAS 39 legt fest, dass Sicherungsbeziehungen nur dann bilanziell erfasst werden dürfen, wenn sie effektiv sind. Effektivität im Sinne von IAS 39 liegt dann vor, wenn die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsgeschäfts sowohl prospektiv als auch retrospektiv in einer Bandbreite von 80 bis 125 % der gegenläufigen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts liegen. Nur der effektive Teil der Sicherungsbeziehung darf nach den beschriebenen Regeln bilanziert werden. Der ineffektive Teil wird sofort erfolgswirksam als sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Soweit die derivativen Finanzinstrumente nicht als wirksame Sicherungsgeschäfte bzw. als Handelsgeschäfte qualifiziert werden, wirken sich alle Marktwertschwankungen als sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen unmittelbar als Gewinn oder Verlust in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung aus. Verträge, die den Empfang oder die Lieferung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufsoder Nutzungsbedarf des Unternehmens zum Gegenstand haben (Eigenverbrauchsverträge), werden nicht als derivative Finanzinstrumente, sondern als schwebende Geschäfte bilanziert. Enthalten die Eigenverbrauchsverträge eingebettete Derivate, werden die Derivate getrennt vom Basisvertrag bilanziert, sofern die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind. Umsatzerlöse umfassen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erfolgte Verkäufe von Erzeugnissen und Waren sowie erbrachte Leistungen. Umsatzerlöse werden abzüglich Rabatten und Preisnachlässen, ohne Umsatzsteuer, und nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen. Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt, wenn die geschuldete Lieferung oder Leistung erbracht worden und der Übergang der wesentlichen Chancen und Risiken erfolgt ist. Zinserträge und nicht nach IAS 23 (Fremdkapitalkosten) aktivierungspflichtige Zinsaufwendungen werden zeitanteilig unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Dividenden werden vereinnahmt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist. Staatliche Zuschüsse und Zulagen werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn CropEnergies die Voraussetzungen für die Gewährung der Zuwendungen erfüllt und mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird. Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind Ermessensentscheidungen zu treffen. Dies gilt insbesondere für folgende Sachverhalte: Bei bestimmten Verträgen ist zu entscheiden, ob sie als Derivate zu behandeln oder wie sogenannte Verträge für den Eigenverbrauch als schwebende Geschäfte zu bilanzieren sind. Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden. Diese Beurteilungen des Managements können sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, auf die Erträge und Aufwendungen sowie auf die Angabe der Eventualschulden auswirken. Bei Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen ist u. a. der Diskontierungssatz eine wichtige Schätzgröße. Der Diskontierungssatz für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der auf den Finanzmärkten am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger, festverzinslicher Industrieanleihen ermittelt. Daneben werden analytisch abgeleitete Annahmen über Pensionseintrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Gehaltsund Rentenerhöhungen getroffen. Hinsichtlich der Auswirkungen der Veränderungen einzelner versicherungsmathematischer Annahmen auf die Höhe der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird auf die Angaben zur Sensitivitätsanalyse unter Ziffer (21) verwiesen. Annahmen und Schätzungen beziehen sich auch auf die Bilanzierung und Bewertung von sonstigen Rückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen decken auch Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und -verfahren ab. Zur Beurteilung der Rückstellungshöhe werden neben der Sachverhaltsbeurteilung und den geltend gemachten Ansprüchen im Einzelfall auch die Ergebnisse vergleichbarer Verfahren und unabhängige Rechtsgutachten herangezogen. Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf Basis einer Prognoserechnung für die Cashflows der nächsten fünf Jahre und unter Anwendung eines an die Branche und das Unternehmensrisiko angepassten Diskontierungssatzes. Auch die Bestimmung der Nutzungsdauern des abnutzbaren Anlagevermögens, des Nettoveräußerungspreises des Vorratsvermögens sowie des beizulegenden Zeitwerts von im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Schulden basiert auf Schätzungen. Aktive latente Steuern werden angesetzt, soweit die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile wahrscheinlich ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation der späteren Perioden und damit die tatsächliche Nutzbarkeit aktiver latenter Steuern können von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Weitere Erläuterungen zu den getroffenen Annahmen und Schätzungen, die diesem Konzernabschluss zugrunde liegen, sind bei den Angaben zu den einzelnen Abschlussposten aufgeführt. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag. Bei der Einschätzung der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung wurde außerdem das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte künftige wirtschaftliche Umfeld des Konzerns berücksichtigt. Sollten sich die Rahmenbedingungen entgegen der getroffenen Annahmen verändern, können die tatsächlichen Beträge von den Schätzwerten abweichen. In diesem Fall erfolgt eine Anpassung der Annahmen und, soweit erforderlich, der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden. Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung(6) Umsatzerlösescroll
Die Umsatzerlöse für Bioethanol, Lebens- und Futtermittel erhöhten sich um 96,1 Mio. € auf 771,5 Mio. €. Maßgeblich für den Umsatzzuwachs waren höhere Absatzmengen an Bioethanol sowie Lebens- und Futtermitteln. Die Grundlage hierfür bildeten gestiegene Produktionsmengen, insbesondere durch die Aufnahme der Produktion bei Ensus im 3. Quartal 2013/14. Weiteres Umsatzwachstum ergab sich aus höheren Handelsmengen sowie gestiegenen Erlösen für Lebens- und Futtermittel. Die sonstigen Erlöse umfassen im Wesentlichen Erlöse aus dem Verkauf von Energie und Agrarrohstoffen. (7) Bestandsveränderungen und andere aktivierte EigenleistungenDiese Position enthält aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 114 (45) Tsd. €. (8) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 5,4 (6,6) Mio. € enthalten überwiegend Vertriebsprovisionen und weiterverrechnete Logistikkosten in Höhe von 2,0 (3,2) Mio. €, Währungsgewinne in Höhe von 0,9 (0,7) Mio. € sowie Versicherungs- und Schadensersatzleistungen in Höhe von 0,9 (0,4) Mio. €. (9) Materialaufwandscroll
Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Materialaufwand aufgrund der um 9 % auf 884 (808) Tsd. m3 gesteigerten Bioethanolproduktion, der Preissteigerung bei Getreide sowie von Energie auf 639,0 (508,7) Mio. €. Die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) stieg auf 81,4 (73,2) %. Der Anstieg der Materialkosten im Vergleich zur Gesamtleistung spiegelt auch die ausgeweiteten Handelsaktivitäten mit Bioethanol wider, denen typischerweise geringere Margen zugrunde liegen. (10) Personalaufwandscroll
Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiterscroll
Die Anzahl der im Geschäftsjahr 2013/14 durchschnittlich Beschäftigten erhöhte sich auf 430 (321) Mitarbeiter. Grund des Anstiegs ist die Übernahme der Mitarbeiter des britischen Bioethanolherstellers Ensus. Der Personalaufwand stieg demzufolge auf 30,2 (26,3) Mio. €. Die Personalaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) blieb mit 3,8 (3,8) % unverändert. (11) Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die Vertriebs- und Werbeaufwendungen erhöhten sich aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens auf 25,3 (20,3) Mio. € und enthielten hauptsächlich Logistikaufwendungen zur Belieferung der Kunden. Die Aufwendungen für Betrieb und Verwaltung stiegen leicht auf 15,1 (14,2) Mio. €. Die übrigen Aufwendungen umfassten überwiegend Kosten für Shared-Service-Leistungen der Südzucker-Gruppe in Höhe von 6,0 (6,3) Mio. €, Vorlaufaufwendungen aus dem Produktionsstart in Wilton in Höhe von 4,5 (0) Mio. €, Aufwendungen für Miete und Pacht in Höhe von 1,9 (1,4) Mio. €, verauslagte Logistikkosten in Höhe von 1,1 (1,4) Mio. €, Währungsverluste in Höhe von 0,6 (0,8) Mio. € sowie 0,5 (1,0) Mio. € sonstige Steuern. (12) Ergebnis der Betriebstätigkeitscroll
Das Ergebnis der Betriebstätigkeit in Höhe von 28,2 (87,0) Mio. € setzt sich zusammen aus dem operativen Ergebnis und dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen. Dieses resultiert im Wesentlichen aus Vorlaufaufwendungen für den Produktionsstart der Anlage in Wilton. Die operative Marge belief sich auf 4,4 (12,6) % des Umsatzes. (13) Finanzerträge und -aufwendungenscroll
Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. € auf -4,9 (-5,1) Mio. €. Darin ist ein Aufzinsungsaufwand für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 0,4 (0,3) Mio. € enthalten. (14) Steuern vom Einkommen und vom ErtragBei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes des Mutterunternehmens ergibt sich unter Zugrundelegung des deutschen Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 % sowie der Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2013/14 ein theoretischer Steuersatz von 29,93 (Vorjahr: 29,93) %. scroll
Die Erhöhung der Steuerquote auf 48 % (Vorjahr: 30 %) resultiert im Wesentlichen daraus, dass für Anlaufverluste der britischen Ensus im abgelaufenen Geschäftsjahr keine latenten Steuern angesetzt wurden. Diese Anlaufverluste von Ensus sind steuerlich unbegrenzt nutzbar. Die Effekte aus abweichenden ausländischen Steuervorschriften resultieren aus spezifischen belgischen Steuerbestimmungen, die Änderung ausländischer Steuervorschriften bezieht sich auf einen Effekt aus der Änderung dieser belgischen Vorschriften im Vorjahr. Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von 0,5 (0,6) Mio. € wurden keine latenten Steuern angesetzt, da der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen von CropEnergies bestimmt werden kann und es zudem nicht wahrscheinlich ist, dass CropEnergies diese Umkehrung in absehbarer Zeit veranlassen wird. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzten sich im Geschäftsjahr 2013/14 aus laufenden Steueraufwendungen in Höhe von 7,9 (16,2) Mio. € und latenten Steueraufwendungen in Höhe von 3,4 (8,5) Mio. € zusammen. Die latenten Steuerabgrenzungen setzten sich wie folgt aus den einzelnen Bilanzpositionen zusammen: scroll
Von den aktiven latenten Steuern vor Saldierung in Höhe von 29,8 (23,5) Mio. € sind 27,8 (19,4) Mio. € langfristig. Von den passiven latenten Steuern vor Saldierung in Höhe von 30,4 (29,1) Mio. € sind 29,4 (27,8) Mio. € langfristig. Die Erhöhung der aktiven latenten Steuern im Anlagevermögen auf 9,2 (0,7) Mio. € resultiert hauptsächlich aus der Erstkonsolidierung des britischen Bioethanolherstellers Ensus. Für Verlustvorträge sowie temporäre Differenzen in Höhe von 269,9 (11,6) Mio. € wurden keine latenten Steuern angesetzt. Von den Verlustvorträgen verfallen voraussichtlich 10,3 (10,3) Mio. € innerhalb von 7 Jahren, 259,6 (1,3) Mio. € sind unbegrenzt nutzbar. Des Weiteren resultierten erfolgsneutral erfasste latente Steuern aus den Marktwerten von Sicherungsgeschäften sowie aus der Neubewertung leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen wie folgt: scroll
Die beim Erwerb von Ensus auf externe Kosten der Kapitalerhöhung entfallenden Steuern in Höhe von 0,1 Mio. € wurden erfolgsneutral von der Zuführung zur Kapitalrücklage gekürzt. (15) Forschungs- und EntwicklungskostenDie Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der CropEnergies-Gruppe konzentrierten sich auf die technologische Begleitung von Prozessen bestehender Produktionsanlagen, die Optimierung von Produktionsanlagen und die Verwertung der Lebens- und Futtermittel. Daneben wurden Normen mitgestaltet, neue Produktionskonzepte für die Gewinnung von Bioethanol entwickelt sowie verschiedene Ansätze zur Gewinnung von C4-Bausteinen verfolgt. Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich auf 1,8 (1,9) Mio. €. Diese Kosten wurden im Jahr des Entstehens vollständig in der Erfolgsrechnung berücksichtigt und als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Entwicklungskosten für neue Produkte wurden nicht aktiviert. Erläuterungen zur Bilanz(16) Immaterielle VermögenswerteDie in den immateriellen Vermögenswerten enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Unternehmenserwerben werden nicht planmäßig abgeschrieben. In den Konzessionen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten ist im Wesentlichen erworbene Software enthalten, die eine begrenzte Nutzungsdauer aufweist. 2013/14scroll
2012/13scroll
Gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) und IAS 38 (immaterielle Vermögenswerte) werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern unterliegen regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfungen (Impairment-Only-Approach). Werthaltigkeitsprüfungen sind jährlich oder, falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, auch häufiger durchzuführen. Zur Durchführung von Werthaltigkeitstests wird der Geschäfts- oder Firmenwert der einzigen Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Dabei werden die Buchwerte von "Zahlungsmittel generierenden Einheiten" (Cash Generating Units [CGU]) mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag, d. h. dem höherem Wert aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert (führendes Wertkonzept bei CropEnergies), verglichen. Eine Wertminderung ist vorzunehmen, wenn der erzielbare Betrag (Recoverable Amount) einer CGU niedriger als deren Buchwert ist. CropEnergies ermittelt zur Bestimmung des erzielbaren Betrags zunächst den Nutzungswert. Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cashflows, die voraussichtlich aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit erzielt werden können. Der Nutzungswert wird auf der Grundlage eines Unternehmensbewertungsmodells (Discounted Cashflow) ermittelt. Der Bestimmung liegen Cashflow-Planungen zugrunde, die auf der vom Vorstand genehmigten und zum Zeitpunkt der Durchführung des Impairment-Tests gültigen 5-Jahres-Planung basieren. In diese Planungen fließen Erfahrungen ebenso ein wie Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Marktentwicklung. Die 5-Jahres-Planung berücksichtigt wirtschaftliche Daten allgemeiner Art und basiert auf der erwarteten Entwicklung der aus externen volks- und finanzwirtschaftlichen Studien abgeleiteten gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten. Darüber hinaus werden insbesondere länderspezifische Annahmen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts, der Verbraucherpreise und der Nominallöhne getroffen. Die Kapitalkosten sind als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten zu berechnen, wobei die jeweiligen Anteile am Gesamtkapital ausschlaggebend sind. Die Eigenkapitalkosten entsprechen den Renditeerwartungen der Aktionäre. Die verwendeten Fremdkapitalkosten stellen die aktuellen Finanzierungskonditionen des Unternehmens dar. Der aus den Kapitalkosten des CropEnergies-Konzerns abgeleitete Abzinsungssatz belief sich im August 2013 auf 8,5 (8,1) % vor Steuern bzw. 6,1 (5,8) % nach Steuern. CropEnergies verwendet für die Extrapolation der Cashflows über den Planungszeitraum hinaus in der CGU eine konstante Wachstumsrate von 1,5 (1,5) %. Diese Wachstumsrate zur Diskontierung der ewigen Rente liegt unterhalb der im Detailplanungszeitraum ermittelten Wachstumsrate und dient im Wesentlichen dem Ausgleich einer allgemeinen Teuerungsrate. Die Cashflows werden abzüglich der Investitionen ermittelt, die notwendig sind, um die angenommene Unternehmensentwicklung zu erreichen. Die Höhe dieser Reinvestition stützt sich auf Erfahrungswerte der Vergangenheit über erforderliche Ersatzbeschaffungen von Sachanlagen. Im Geschäftsjahr 2013/14 ergab sich weder aus der jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte noch aus anderen Umständen ein Wertberichtigungsbedarf, da der Nutzungswert der CGU über dem Buchwert lag. Der Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Änderungen der Annahmen (im Wesentlichen Marktpreise für Rohstoffe und Endprodukte sowie zu den Kapitalkosten) können aus heutiger Sicht nicht dazu führen, dass die Buchwerte der CGU ihren erzielbaren Betrag (Nutzungswert) überschreiten und deshalb im nächsten Geschäftsjahr angepasst werden müssten. Eine derartige Schwankungsbreite der Marktpreise für Rohstoffe und Endprodukte ist empirisch bisher nicht beobachtbar oder wahrscheinlich. Zum Bewertungsstichtag lag der Nutzungswert deutlich über den Buchwerten der CGU. (17) Sachanlagen2013/14scroll
2012/13scroll
In den Zugängen des Geschäftsjahrs 2013/14 sind Investitionszuschüsse in Höhe von 2 (0) Tsd. € enthalten, welche die Anschaffungskosten reduzierten. (18) Vorrätescroll
Der Anstieg der Vorräte um 13,3 Mio. € auf 72,9 Mio. € ist im Wesentlichen eine Folge des durch den Ensus-Erwerb ausgeweiteten Geschäftsvolumens. Bei den Vorräten ergab sich eine Wertminderung in Höhe von 3,4 (0) Mio. €. (19) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswertescroll
Trotz des gestiegenen Geschäftsvolumens haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nur leicht um 1,4 Mio. € auf 60,3 Mio. € erhöht. Der Buchwert ermittelt sich wie folgt: scroll
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich folgendermaßen entwickelt: scroll
Die nachstehende Tabelle gibt Informationen über die Fälligkeiten der noch offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: scroll
Bei den weder wertgeminderten noch überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen keine Anzeichen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von 14,8 (12,1) Mio. € enthalten finanzielle Vermögenswerte in Form positiver Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in Höhe von 0,3 (2,0) Mio. € und sonstige Forderungen in Höhe von 2,6 (1,5) Mio. € sowie nicht finanzielle Vermögenswerte in Form von Forderungen aus Vorsteuern in Höhe von 5,8 (5,9) Mio. €, Forderungen aus Anzahlungen und Investitionszuschüssen in Höhe von 3,3 (1,1) Mio. € sowie erworbenen CO2 -Emissionsrechten in Höhe von 2,8 (1,6) Mio. €. (20) EigenkapitalDurch den Erwerb von Ensus erhöht sich das Grundkapital der CropEnergies AG durch die Ausgabe von 2.250.000 neuen, auf den Inhaber lautenden, nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 € von 85.000.000 € auf 87.250.000 €. Die Kapitalerhöhung erfolgte aus dem Genehmigten Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre von CropEnergies mit einem Gegenwert von 13,5 Mio. €. Die Kapitalrücklage der CropEnergies AG (nach HGB) erhöht sich somit um 11,2 Mio. € auf 222,5 Mio. €. Das verbleibende Genehmigte Kapital reduziert sich entsprechend um 2,25 Mio. € auf 12,75 Mio. €. In der Konzernbilanz von CropEnergies (nach IFRS) belief sich der Fair Value der emittierten Aktien am Ausgabetag auf 13,9 Mio. €. Hierdurch erhöhte sich die Konzern-Kapitalrücklage um 11,7 Mio. € auf 223,0 Mio. €. Unter Berücksichtigung der für die Kapitalerhöhung angefallenen externen Kosten in Höhe von 0,3 Mio. € vor Steuern bzw. 0,2 Mio. € nach Steuern, welche erfolgsneutral von der Zuführung zur Kapitalrücklage gekürzt wurden, verbleibt eine Konzern-Kapitalrücklage in Höhe von 222,8 Mio. €. Die Gewinnrücklagen und sonstige Eigenkapitalposten umfassen das thesaurierte Periodenergebnis und die erfolgsneutral erfassten Veränderungen bei Cashflow Hedges, Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie die Effekte aus der konsolidierungsbedingten Währungsumrechnung. Die Cashflow Hedges enthalten - unter Berücksichtigung latenter Steuern - die Marktwertveränderungen der Weizen- und Währungsderivate einschließlich Abgrenzungen in Höhe von -0,1 (-4,4) Mio. €. Die unter den Weizen- und Währungsderivaten ausgewiesenen Beträge werden im nächsten Geschäftsjahr nahezu vollständig erfolgswirksam. Im aktuellen Geschäftsjahr belief sich die Höhe der erfolgswirksamen Auflösung im Materialaufwand auf -4,4 Mio. €. Einschließlich der Gewinnrücklagen und sonstigen Eigenkapitalposten in Höhe von 85,3 Mio. € beträgt das Eigenkapital somit 395,3 (389,7) Mio. €. Die Hauptversammlung vom 15. Juli 2010 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 14. Juli 2015 Aktien der Gesellschaft im Umfang von bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die eigenen Aktien können auch zum Zwecke der Einziehung zu Lasten des Bilanzgewinns oder anderer Gewinnrücklagen erworben werden. Der Vorstand ist u. a. ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen an Dritte zu veräußern oder zur Bedienung von Wandel- oder Optionsanleihen zu nutzen. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 hat ein Genehmigtes Kapital geschaffen (Genehmigtes Kapital 2011), um den Handlungsspielraum der Gesellschaft bezüglich etwaiger Kapitalerhöhungen zu erweitern. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 18. Juli 2016 das Grundkapital um bis zu insgesamt 15 Mio. € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Genehmigten Kapitals 2011 wurde im Geschäftsjahr 2013/14 Gebrauch gemacht. Durch den Erwerb von Ensus reduzierte sich das Genehmigte Kapital um 2,25 Mio. € auf 12,75 Mio. €. Die Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 hat das Grundkapital weiter um bis zu 15 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 15 Mio. neuen Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die bedingte Kapitalerhöhung insoweit durchzuführen, wie es zur Bedienung der Wandlungs- bzw. Optionsrechte aus Genussscheinen bzw. Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die bis zum 18. Juli 2016 ausgegeben werden können, notwendig ist. Von der Ermächtigung zur Ausübung des Bedingten Kapitals 2011 wurde bislang kein Gebrauch gemacht. (21) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenBeitragsorientierte PensionspläneCropEnergies leistet im Rahmen beitragsorientierter Altersversorgungssysteme aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Zahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand im Personalaufwand ausgewiesen. Sie beliefen sich im Konzern auf 1,8 (1,2) Mio. €. Mit der Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen; eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt. Leistungsorientierte PensionspläneDie betriebliche Altersversorgung bei CropEnergies beruht im Wesentlichen auf direkten leistungsorientierten Versorgungszusagen. Für die Bemessung der Pensionen sind in der Regel die Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen und die versorgungsrelevanten Bezüge maßgeblich. Pensionsähnliche Verpflichtungen bestehen bei den französischen Unternehmen. Sie werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des künftigen Kostentrends bewertet. Die bilanzierte Nettoverpflichtung der CropEnergies-Gruppe setzt sich aus dem Anwartschaftsbarwert der rückstellungsfinanzierten leistungsorientierten Verpflichtungen sowie teilweise oder vollständig fondsfinanzierten leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen nach Abzug des Zeitwerts des Planvermögens zusammen. scroll
Im Rahmen der Altersversorgung für Mitarbeiter der CropEnergies-Gruppe bestehen im Wesentlichen folgende Altersversorgungs- und Abfertigungspläne: DeutschlandFür die Mitarbeiter in Deutschland bestehen arbeitgeberfinanzierte Zusagen über Betriebsrenten, deren Höhe durch das Grundgehalt und die Dauer der Betriebszugehörigkeit bestimmt werden. Für die Mitglieder des Vorstands bestehen direkte Leistungszusagen für Alters- und Hinterbliebenenvorsorge in Höhe eines festen Prozentsatzes der Pensionsbemessungsgrundlage, der sich an Fixbezügen orientiert. Hinsichtlich der Versorgungspläne für aktive Vorstandsmitglieder verweisen wir auf die Angaben im Vergütungsbericht als Bestandteil des Corporate Governance-Berichts im Lagebericht sowie unter Ziffer (34) "Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)" dieses Anhangs. Die Pensionsverpflichtungen der CropEnergies AG und der CropEnergies Bioethanol GmbH sind in Höhe von 8,9 (8,3) Mio. € rückstellungsfinanziert, bei denen Anwartschaftsbarwerte in Höhe von 9,0 (8,3) Mio. € Planvermögen in Höhe von 0,1 (0,0) Mio. € gegenüberstehen. BelgienFür die Mitarbeiter in Belgien bestehen fondsfinanzierte Versorgungspläne, bei denen ein Anwartschaftsbarwert von insgesamt 3,1 (2,6) Mio. € einem Planvermögen von insgesamt 1,7 (1,5) Mio. € gegenübersteht. Die Zusagen über Betriebsrenten werden durch die Höhe des Grundgehalts und die Dauer der Betriebszugehörigkeit bestimmt. Die Auszahlungen erfolgen neben periodischen Rentenzahlungen auch durch Einmalzahlungen. FrankreichDie Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Vorsorgepläne für sogenannte Abfertigungen in Frankreich. Solche Zusagen stellen gesetzliche Versorgungszusagen auf eine Einmalzahlung im Fall der Auflösung des Dienstverhältnisses durch Renteneintritt oder Tod dar, nicht aber im Fall der Kündigung durch den Arbeitnehmer. Die Höhe der Einmalzahlung bemisst sich regelmäßig am zuletzt bezogenen Festgehalt und ist an die Dauer der Betriebszugehörigkeit geknüpft. Die Nettoschuld belief sich auf 0,4 (0,4) Mio. €. Nettoschuld leistungsorientierter VerpflichtungenDie Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt: scroll
scroll
Aufwand für betriebliche AltersversorgungDer Nettozinsaufwand ist im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche ist im Personalaufwand enthalten. Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste NeubewertungDie erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Neubewertung der Pensionsverpflichtung belief sich auf 0,3 (-2,4) Mio. € und resultierte aus der Anpassung der Parameter für Gehalts- und Rentensteigerungen sowie erfahrungsbedingten Anpassungen. Im Geschäftsjahr gab es keine Änderung im Diskontierungszinsatz. Die erfahrungsbedingten Anpassungen spiegeln die Effekte auf die bestehenden Versorgungsverpflichtungen wider, die sich aus der Abweichung der tatsächlich eingetretenen Bestandsentwicklung von den zu Beginn des Geschäftsjahrs unterstellten Annahmen ergeben. Dazu zählen bei der Bewertung der Versorgungspflichten insbesondere die Entwicklung der Gehaltssteigerungen, Rentenanpassungen, Mitarbeiterfluktuation sowie biometrische Daten wie Invaliditäts- und Todesfälle. AnnahmenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch bewertet. Für die Ermittlung der Anwartschaftsbarwerte sowie des in bestimmten Fällen zugehörigen Planvermögens wurden folgende versicherungsmathematische Parameter zugrunde gelegt: scroll
Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde im Inland ein Zinssatz von 3,50 (3,50) % zugrunde gelegt. Dieser Zinssatz basiert auf der Rendite hochwertiger Unternehmensanleihen, deren Duration der durchschnittlichen gewichteten Duration der Verpflichtung entspricht. Daneben werden auch andere unternehmensspezifische versicherungsmathematische Annahmen wie die Mitarbeiterfluktuation in die Berechnung einbezogen. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden jeweils die länderspezifischen anerkannten und auf aktuellem Stand befindlichen Sterbetafeln - wie in Deutschland die Richttafeln Heubeck 2005 G - verwendet. SensitivitätsanalyseDie im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse berücksichtigt jeweils die Änderungen einer Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben. Mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden dabei nicht berücksichtigt. scroll
PlanvermögenDas prinzipielle Anlageziel für das Planvermögen ist die zeitkongruente Abdeckung der aus den jeweiligen Versorgungszusagen resultierenden Zahlungsverpflichtungen. Daher besteht das Planvermögen überwiegend aus festverzinslichen Wertpapieren, deren Risikostruktur langfristig die Erfüllung der Verpflichtungen gewährleistet, sowie aus Aktien. Daneben sind Versicherungsverträge in geringem Umfang enthalten. Im Fall der festverzinslichen Wertpapiere orientieren sich die Renditeerwartungen an Staatsanleihen. Im Fall von Versicherungsverträgen wird mit einer garantierten Mindestverzinsung gerechnet. Das Planvermögen umfasst weder eigene Finanzinstrumente noch selbstgenutzte Immobilien. Zum Bilanzstichtag war das Planvermögen in folgende Vermögenskategorien investiert: scroll
Festverzinsliche Wertpapiere, Eigenkapitaltitel und Immobilienfonds sind an aktiven Märkten notiert. RisikenIm Zusammenhang mit leistungsorientierten Vorsorgeplänen ist die CropEnergies-Gruppe verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken wie dem Rechnungszinssatzänderungsrisiko bestehen Risiken in der Abweichung von versicherungsmathematischen Annahmen, wie Lohn- und Gehaltstrends, Pensionstrends, Pensionsalter und Fluktuation. Im Zusammenhang mit dem Planvermögen bestehen Kapitalmarktrisiken bzw. Bonitäts- und Veranlagungsrisiken. Weitere Risiken bestehen aufgrund von Änderungen der Inflationsraten. Die Rendite des Planvermögens wird in Höhe des Diskontierungssatzes angenommen. Sofern die tatsächliche Rendite des Planvermögens unterhalb des angewandten Diskontierungssatzes liegt, erhöht sich die Nettoverpflichtung aus den Pensionsplänen. Die Höhe der Nettoverpflichtung ist maßgeblich durch den Diskontierungssatz beeinflusst, wobei das aktuell niedrige Zinsniveau zu einer vergleichsweise hohen Verpflichtung beiträgt. Ein Rückgang der Renditen von Unternehmensanleihen würde zu einem weiteren Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen, der nur in geringem Umfang durch positive Entwicklung der Marktwerte der im Planvermögen enthaltenen Unternehmensanleihen kompensiert werden kann. Mögliche Inflationsrisiken, die zu einem Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtungen führen können, bestehen indirekt bei inflationsbedingtem Gehaltsanstieg in der aktiven Phase sowie bei inflationsbedingten Rentenanpassungen. Künftige ZahlungenDie gewichtete Duration der Pensionsverpflichtungen beträgt rund 24 Jahre. Im Geschäftsjahr 2014/15 werden Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen in Höhe von 0,2 Mio. € erwartet. In den kommenden zehn Jahren werden Pensions- und Abfertigungszahlungen in nachstehender Höhe erwartet: Künftige Pensions- und Abfertigungszahlungenscroll
(22) Entwicklung der übrigen Rückstellungenscroll
Die Rückstellungen für Personalaufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen in Höhe von 0,5 (0,4) Mio. €, für Versetzungen in Höhe von 0,3 (0,3) Mio. € sowie für Altersteilzeit in Höhe von 0,1 (0,1) Mio. € zusammen. Von dem Gesamtbetrag in Höhe von 0,9 Mio. € werden voraussichtlich 0,1 Mio. € im Geschäftsjahr 2014/15 verbraucht. Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von 6,4 (5,2) Mio. € betreffen im Wesentlichen CO2 -Emissionsrechte in Höhe von 2,9 (2,0) Mio. €, Verbindlichkeiten aus operativen Steuern in Höhe von 1,8 (1,6) Mio. € sowie Prozessrisiken in Höhe von 1,0 (0,9) Mio. €. Von dem Gesamtbetrag werden voraussichtlich 5,1 Mio. € im Geschäftsjahr 2014/15 verbraucht. Die Inanspruchnahme der gesamten langfristigen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten wird in den nächsten fünf Jahren erwartet. Die Zuführungen zu den Rückstellungen enthalten Aufzinsungen in Höhe von 25 (24) Tsd. €. (23) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeitenscroll
Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 3,9 Mio. € auf 47,0 Mio. € folgte im Wesentlichen der Ausweitung des Geschäftsvolumens. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 25,4 (25,5) Mio. € enthalten insbesondere finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 1,6 (8,3) Mio. € in Form negativer Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente und sonstiger Verbindlichkeiten in Höhe von 11,8 (3,5) Mio. € (hierin werden insbesondere Verbindlichkeiten aus ausstehenden Rechnungen in Höhe von 8,7 (0,7) Mio. € ausgewiesen) sowie nicht finanzielle Verbindlichkeiten in Form von Verbindlichkeiten aus Personalaufwendungen in Höhe von 7,3 (6,4) Mio. € sowie Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern in Höhe von 4,7 (7,3) Mio. €. (24) Finanzverbindlichkeiten (Nettofinanzschulden)scroll
Die Nettofinanzschulden zum 28. Februar 2014 beliefen sich auf 136,7 (82,9) Mio. €. Von den Finanzschulden stehen der CropEnergies-Gruppe 95,6 (65,7) Mio. € langfristig zur Verfügung. Die Finanzverbindlichkeiten wurden durchschnittlich mit 3,9 (3,7) % verzinst. Die Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich um 59,7 Mio. € auf 150,7 Mio. €. Von den Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wiesen 11,6 (21,7) Mio. € eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Bei den Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen traf dies auf 84,0 (44,0) Mio. € zu und betrifft die Südzucker-Gruppe. Am Bilanzstichtag waren weder Grundpfandrechte noch sonstige Pfandrechte eingeräumt. FinanzmanagementDas Kapitalmanagement der CropEnergies-Gruppe umfasst die Steuerung der liquiden Mittel, des Eigenkapitals und des Fremdkapitals. Dabei strebt CropEnergies eine Bilanzstruktur mit einem hohen Eigenkapitalanteil an, welche die Wachstumsstrategie unter Berücksichtigung angemessener Kapitalkosten und mit überdurchschnittlicher Bonität absichert. Die Finanzierung der CropEnergies-Gruppe basiert auf der nachhaltigen Fähigkeit zur Generierung von positiven Cashflows, stabilen Beziehungen zu den das Unternehmen tragenden Aktionärsgruppen, dem Zugang zu den Kapitalmärkten und verlässlichen Bankenbeziehungen. Die Kommunikation mit den Kapitalmarktteilnehmern folgt dem Grundsatz finanzieller Transparenz. Die Grundlage dafür bildet ein Berichtswesen, das nach einheitlichen Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen sowohl die Unternehmensplanungs- als auch die Reportingprozesse bestimmt. CropEnergies nutzt eine im Hinblick auf die Fälligkeiten und Zinsfestschreibung optimierte Struktur von Darlehen. Zur unterjährigen Finanzierung ist ein flexibler Zugang zu kurzfristiger Liquidität ein wichtiges Element der Finanzierungsstruktur. CropEnergies verfolgt eine konservative Finanzierungspolitik, die auf eine Absicherung von Rentabilität, Liquidität und Stabilität des Unternehmens abzielt und die durch konsequentes Finanzmanagement (Cash- und Liquiditätsmanagement) und integriertes Risikomanagement flankiert wird. Grundlage der Finanzierungspolitik sind die folgenden Ziele:
Die Steuerung der Kapitalstruktur erfolgt langfristig und orientiert sich an dynamischen sowie statischen Kennzahlen. Die wesentlichen Kenngrößen sind hierfür der Verschuldungsfaktor (Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Cashflow), der Verschuldungsgrad (Nettofinanzschulden in % des Eigenkapitals) sowie die Eigenkapitalquote (Eigenkapital in % der Bilanzsumme). (25) Anlage- und Kreditgeschäfte (Originäre Finanzinstrumente)Die CropEnergies-Gruppe hat nachfolgend genannte wesentliche Kreditvereinbarungen getroffen: Ein von der CropEnergies Bioethanol GmbH im Geschäftsjahr 2005/06 aufgenommenes festverzinsliches Bankdarlehen in Höhe von ursprünglich 78,0 Mio. € ermäßigte sich infolge planmäßiger Tilgungen zum 28. Februar 2014 auf 19,5 Mio. €. Hiervon sind 9,8 Mio. € als kurzfristige Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Das Darlehen wird mit 3,55 % p. a. verzinst und wird bis zum 30. September 2015 getilgt. Die CropEnergies AG hat mit einem Teilbetrag von 100 Mio. € eine direkte und flexible Zugriffsmöglichkeit auf eine von der Südzucker AG vereinbarte syndizierte Bankkreditlinie von 600 Mio. €. Die syndizierte Bankkreditlinie weist eine Laufzeit bis 2018 sowie zwei einjährige Verlängerungs-Optionen auf. Der Zinssatz orientiert sich am kurzfristigen Zinssatz für Interbanken-Darlehen. Am 28. Februar 2014 bestand keine Inanspruchnahme dieser Kreditlinie. Die CT Biocarbonic GmbH, an der CropEnergies zu 50 % beteiligt ist, hat im Geschäftsjahr 2009/10 ein festverzinsliches Bankdarlehen in Höhe von insgesamt 6,1 Mio. € aufgenommen. Infolge planmäßiger Tilgungen beläuft sich die restliche Darlehenssumme zum 28. Februar 2014 auf 4,3 Mio. €. Hiervon sind 0,7 Mio. € als kurzfristige Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die genannten Beträge sind aufgrund der Quotenkonsolidierung nur zur Hälfte in den Jahresabschluss einbezogen. Das Darlehen wird mit 3,75 % p. a. verzinst und bis zum 30. Dezember 2019 getilgt. Aufgrund der quotalen Einbeziehung in die CropEnergies-Gruppe bestehen gegenüber dem Joint Venture Darlehensforderungen in Höhe von 0,9 (0,4) Mio. € sowie in gleicher Höhe Darlehensverbindlichkeiten gegenüber einer konzernfremden Gesellschaft. Beide Darlehen sind kurzfristig und werden mit 3,75 % p. a. verzinst. Die flüssigen Mittel in Höhe von 14,0 (8,0) Mio. € bestehen aus kurzfristig verfügbaren Einlagen bei Banken einwandfreier Bonität. (26) Derivative Finanzinstrumentea) Einsatz von derivativen FinanzinstrumentenDie CropEnergies-Gruppe setzt zur Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit in begrenztem Umfang derivative Instrumente ein. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch interne Richtlinien geregelt, die grundgeschäftsorientierte Limits festlegen, Genehmigungsverfahren definieren, den Abschluss derivativer Instrumente zu spekulativen Zwecken beschränken, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft. Währungsrisiken können sowohl aus der operativen Geschäftstätigkeit als auch aus der konzernexternen oder -internen Finanzierung in Fremdwährung entstehen. Zur Absicherung der Währungsrisiken werden in begrenztem Umfang derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Sowohl die Rohstoffbeschaffung als auch der Verkauf der Produkte erfolgten weitgehend in Euro. Zinsänderungsrisiken resultieren hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten. Soweit Zinsrisiken durch eine feste Zinsbindung nicht ausgeschlossen sind, behält sich CropEnergies vor, dem Risiko schwankender Zinssätze durch derivative Sicherungsinstrumente zu begegnen. Rohstoffpreisrisiken können sich hauptsächlich aus dem Einkauf von Agrarrohstoffen wie Getreide ergeben. Soweit Preisänderungsrisiken durch physische Lieferverträge nicht ausgeschlossen werden können, setzt CropEnergies zur Begrenzung dieses Risikos, soweit möglich und sinnvoll, derivative Finanzinstrumente ein. Produktpreisrisiken können sich aus schwankenden Bioethanolpreisen ergeben. Zur Absicherung von Preisänderungsrisiken aus Lieferverträgen mit schwankenden Ethanolpreisen setzt CropEnergies in begrenztem Umfang derivative Absicherungen ein. b) Marktwerte von derivativen FinanzinstrumentenDie Nominal- und Marktwerte der derivativen Instrumente sowie deren Kreditrisiken innerhalb des CropEnergies-Konzerns stellen sich wie folgt dar: scroll
scroll
Die Cashflow-Hedge-Derivate sowie die Derivate im Handelsbestand haben bis auf Weizenderivate mit einem Nominalvolumen von 1,2 Mio. € eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Als Nominalvolumen eines derivativen Sicherungsgeschäfts bezeichnet man die rechnerische Bezugsgröße, aus der sich Zahlungen ableiten. Sicherungsgegenstand und Risiko sind nicht das Nominalvolumen selbst, sondern nur die darauf bezogenen Preis- bzw. Zinsänderungen. Der Marktwert entspricht dem Betrag, den CropEnergies zum Bilanzstichtag bei unterstellter Auflösung des Sicherungsgeschäfts zu bezahlen hätte oder erhalten würde. Da zur Sicherung von Getreideeinkäufen nur marktübliche, handelbare Finanzinstrumente eingesetzt werden, wird der Marktwert anhand von Marktnotierungen ermittelt. Die Marktwerte anderer Sicherungsgeschäfte errechnen sich aus anerkannten Bewertungsmodellen. Zum Bilanzstichtag belief sich der Umfang der Weizen- und Maisderivate auf 81,4 (92,1) Mio. € mit einem Marktwert von -1,0 (-6,4) Mio. €. Sensitivität: Wären die Weizenpreise zum Bilanzstichtag um 10 % höher (niedriger) gewesen, hätte sich der im Eigenkapital bzw. teilweise in den latenten Steuern niederschlagende Marktwert um 7,8 (-7,8) Mio. € verändert. Wären die Maispreise zum Bilanzstichtag um 10 % höher (niedriger) gewesen, hätte sich der in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung bzw. teilweise in den latenten Steuern niedergeschlagene Marktwert um 0,3 (-0,3) Mio. € verändert. Unter den Produktderivaten werden Verkaufsverträge für Bioethanol ausgewiesen, die sich an einem variablen Benzinpreis orientieren. Die Preisrisiken dieser Geschäfte werden durch ein gegengerichtetes Sicherungsgeschäft minimiert. Die Nominalvolumen der Absicherungen auf Kundenseite sowie aus den gegengerichteten Sicherungsgeschäften beliefen sich dabei auf 45,7 (52,2) Mio. €. Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft bilden dabei eine geschlossene Position. So stehen den Marktwerten aus Kundenverträgen in Höhe von 0,3 (1,9) Mio. € Marktwerte aus Sicherungsgeschäften in Höhe von -0,3 (-1,9) Mio. € gegenüber. Preisrisiken aus Verkaufsverträgen, die sich aus einem variablen Ethanolpreis ergeben, werden - soweit möglich und sinnvoll - mit Ethanolderivaten abgesichert. Zum Bilanzstichtag belief sich der Umfang der Ethanolderivate auf 7,1 (6,5) Mio. € mit einem Marktwert von -123 (24) Tsd. €. Sensitivität: Wären die Ethanolpreise zum Bilanzstichtag um 10 % höher (niedriger) gewesen, hätte sich der in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung bzw. teilweise in den latenten Steuern niedergeschlagene Marktwert um 0,5 (-0,5) Mio. € verändert. Der Gesamtumfang der Währungsderivate erreichte 11,4 (9,1) Mio. € mit einem Marktwert von -125 (13) Tsd. €. Kreditrisiken können sich aus positiven Marktwerten von Derivaten ergeben. Zum 28. Februar 2014 beläuft sich der positive Marktwert auf 0,3 (2,0) Mio. €. Kreditrisiken werden minimiert, indem derivative Geschäfte über Warenterminbörsen mit täglichem Marktwertausgleich oder mit Banken bzw. mit Kunden einwandfreier Bonität abgeschlossen werden. Sämtliche Wertänderungen von Derivatgeschäften, die zur Absicherung zukünftiger Zahlungsströme durchgeführt wurden (Cashflow Hedges), sind zunächst erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage zu erfassen und werden erst bei Realisierung des Zahlungsstroms erfolgswirksam. Ihr Marktwert zum 28. Februar 2014 belief sich auf -1,2 (-6,2) Mio. €. (27) Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenBuch- und beizulegende Zeitwerte von FinanzinstrumentenDie nachstehende Tabelle stellt die Buch- und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach IAS 39 dar. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. scroll
*
EzbZbfVW = Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Summen der Bewertungskategorienscroll
scroll
*
EzbZbfVW = Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Das Nettoergebnis nach IFRS 7 umfasst Zinsen, Effekte aus Wechselkursänderungen und Wertberichtigungen aus Forderungen sowie das Ergebnis aus Derivaten im Handelsbestand. In der nachstehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungslevel (Fair-Value-Hierarchie) gegliedert, die im Einzelnen gemäß IFRS 13 wie folgt definiert sind: Unter Bewertungslevel 1 fallen auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierte Preise unverändert in die Bewertung übernommen werden. Dies ist bei Weizen-, Mais- und Ethanolderivaten der Fall. Bewertungslevel 2 liegt vor, wenn die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren erfolgt, deren Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden. Hierunter fallen bei CropEnergies Währungsderivate und eingebettete Derivate aus Lieferverträgen sowie die dazugehörigen Sicherungsgeschäfte mit Banken. Bei Derivaten des Bewertungslevels 3 erfolgt die Bewertung auf Basis von Bewertungsverfahren, in welchem mindestens ein wesentlicher nicht beobachtbarer Einflussfaktor enthalten ist. CropEnergies nutzt keine Derivate des Bewertungslevels 3. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden keine Umklassifizierungen zwischen den jeweiligen Bewertungsleveln vorgenommen. scroll
scroll
Wertminderungen im Bereich der Finanzinstrumente waren nur bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,1 (0,1) Mio. € notwendig. Das gesamte Zinsergebnis aus Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, beläuft sich auf -4,0 (-3,7) Mio. €. Hierin sind Zinserträge von 0,0 (0,0) Mio. € und Zinsaufwendungen von 4,0 (3,7) Mio. € enthalten. Die Ermittlung der Marktwerte von Derivaten, die an Terminbörsen kontrahiert werden, wird auf Basis von Stichtagsnotierungen vorgenommen. Für die im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente, für welche mangels Marktnotierung keine Marktpreise vorliegen, werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle unter Verwendung öffentlich zugänglicher Marktinformationen berechnet. So erfolgt die Bestimmung der Marktwerte der Devisen- sowie Benzinderivate auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cashflows unter Berücksichtigung von Terminkursen für Währungen und Rohstoffe (Marktvergleichsverfahren). Für Avalprovisionen hat CropEnergies im Geschäftsjahr 2013/14 Aufwendungen in Höhe von 0,4 (0,3) Mio. € getätigt. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend dargestellten Methoden und Prämissen ermittelt: Aufgrund der kurzfristigen Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Forderungen sowie der Zahlungsmittel wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Gleiches gilt für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie für kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten. Die positiven und negativen Marktwerte aus Derivaten betreffen Cashflow-Hedge-Derivate und Derivate im Handelsbestand (auch Derivate "held for trading" genannt). Sie werden unter den sonstigen Forderungen oder sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinskurve ermittelt. Bei kurzfristigen Laufzeiten wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind dem Bewertungslevel 2 zuzuordnen. (28) Risikomanagement in der CropEnergies-GruppeDie CropEnergies-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken durch die Veränderung der Preise für Endprodukte, Rohstoffe und Energie. Daneben bestehen finanzielle Risiken wie Währungs-, Zins-, Kredit- und Liquiditätsrisiken. Bonitäts- und AusfallrisikenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der CropEnergies-Gruppe bestehen überwiegend gegenüber den Kunden der Mineralöl- sowie der Lebens- und Futtermittelindustrie. Das daraus resultierende Kreditrisiko wird mit Warenkreditversicherungen auf 10 % der jeweils offenen Gesamtforderungen begrenzt und auf Basis von internen Richtlinien und Limits gesteuert. Für verbleibende Restrisiken hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erforderlichenfalls Wertberichtigungen angesetzt, die sich am tatsächlichen Ausfallrisiko orientieren. Gemäß konzerninternen Vorgaben werden die Wertansätze von Forderungen grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto korrigiert. Die maximale Risikoposition aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen. Die Buchwerte der überfälligen sowie der verbleibenden wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Anhang unter Ziffer (19) angegeben. Das maximale Kreditrisiko der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte entspricht dem Buchwert dieser Instrumente und ist nach Einschätzung von CropEnergies nicht von Bedeutung. LiquiditätsrisikoAls Liquiditätsrisiko bezeichnet man die Gefahr, dass ein Unternehmen seinen finanziellen Verpflichtungen nicht fristgerecht bzw. nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Die Liquidität der CropEnergies-Gruppe wird täglich überwacht und durch nationale bzw. länderübergreifende Cashpools optimiert. Die CropEnergies-Gruppe generiert Liquidität durch das operative Geschäft sowie - soweit erforderlich - durch Zugriff auf externe Finanzierungen. Die Mittel dienen der Finanzierung von Investitionen, Akquisitionen und des Working Capital. Um die Zahlungsfähigkeit zu jeder Zeit zu gewährleisten sowie die finanzielle Flexibilität der CropEnergies-Gruppe zu erhöhen, wird darüber hinaus eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln, insbesondere aber in Form freier Kreditlinien, vorgehalten. CropEnergies AG hat mit einem Teilbetrag von 100 Mio. € eine direkte und flexible Zugriffsmöglichkeit auf eine von der Südzucker AG vereinbarte syndizierte Bankkreditlinie von 600 Mio. €. Die nachstehende Übersicht zeigt die Fälligkeit der Verbindlichkeiten jeweils per 28. Februar. Sämtliche Zahlungsabflüsse sind undiskontiert. 28. Februar 2014scroll
scroll
28. Februar 2013scroll
scroll
Die Zahlungsabflüsse aus Tilgungen von Verbindlichkeiten sind auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine unbegrenzte Laufzeit. CropEnergies kann diese jedoch entsprechend der Liquiditätslage zurückführen. Die Ermittlung von Zinszahlungen von Finanzinstrumenten mit variabler Verzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Für alle Derivate-Verträge besteht eine net settlement Vereinbarung. WährungsrisikoWährungsrisiken können sich aus Transaktionen in Fremdwährungen ergeben und werden in begrenztem Umfang durch derivative Instrumente abgesichert. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und Regeln und wird ständig kontrolliert. Sowohl die Rohstoffbeschaffung als auch der Verkauf der Produkte erfolgten weitgehend in Euro. Soweit in Einzelfällen finanzielle Forderungen oder Verbindlichkeiten in fremder Währung bestehen, unterliegen sie bis zu ihrer Erfüllung noch dem Risiko der Abwertung bzw. Aufwertung. Der Bestand an Finanzforderungen und -verbindlichkeiten in Fremdwährungen ist bei CropEnergies jedoch von untergeordneter Bedeutung. CropEnergies kann aber auch indirekten Währungsrisiken in Bezug auf Marktwertschwankungen des Euros gegenüber dem US-Dollar und dem brasilianischen Real unterliegen. Solche indirekten Einflüsse auf die Weltmarktpreise für Rohstoffe, Energie und Bioethanol lassen sich jedoch nicht quantifizieren. ZinsrisikoCropEnergies ist Zinsänderungsrisiken in der Eurozone ausgesetzt. Das Zinsänderungsrisiko resultiert hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten. Von den Darlehensinanspruchnahmen per 28. Februar 2014 in Höhe von 151 Mio. € waren 106 Mio. € festverzinslich und 45 Mio. € variabel verzinslich. Sensitivität: Würde das Marktzinsniveau um 100 Basispunkte höher (niedriger) liegen, würden sich die jährlichen Zinsaufwendungen für die Darlehen um 0,5 Mio. € erhöhen (vermindern). MarktpreisrisikoDie CropEnergies-Gruppe unterliegt Marktpreisrisiken für die Endprodukte. Die Risiken hieraus steuert CropEnergies durch die Gestaltung der Verkaufsverträge und deren Laufzeit sowie durch derivative Instrumente. Der Einsatz dieser Sicherungsinstrumente erfolgt innerhalb festgelegter Limits und Regeln und unterliegt einem umfangreichen Kontrollprozess. Sonstige Angaben(29) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenZum Abschlussstichtag bestand ein Bestellobligo für Investitionen in Höhe von 22,8 (4,4) Mio. € und für Rohstoffe in Höhe von 228,8 (358,4) Mio. €. Das Obligo für Investitionen betrifft im Wesentlichen den Bau der Neutralalkoholanlage in Zeitz sowie Optimierungsprojekte in Bioethanolanlagen. Das Obligo für Rohstoffe besteht überwiegend für Bestellungen von Getreide, Rohalkohol sowie Zuckersirupen. Die aus Operating Leasing resultierenden Verpflichtungen belaufen sich auf 1,3 (0,8) Mio. € und haben folgende Fälligkeitsstruktur: scroll
Für CropEnergies bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 85 Mio. € überwiegend aus geschäftstypischen Zollavalen. Im Rahmen einer Darlehensgewährung an die CT Biocarbonic GmbH wurde eine gesamtschuldnerische Haftung in Höhe von 2,2 (2,5) Mio. € eingegangen. Eine Inanspruchnahme wird derzeit nicht erwartet. CropEnergies kann möglichen Verpflichtungen aus verschiedenen Ansprüchen oder Verfahren, die anhängig sind oder geltend gemacht werden könnten, unterliegen. Schätzungen über die künftigen Aufwendungen in diesem Bereich sind zwangsläufig Unsicherheiten unterworfen. Wenn ein Verlust wahrscheinlich und der Betrag zuverlässig schätzbar ist, bildet CropEnergies Rückstellungen für diese Risiken. Nach heutigem Kenntnisstand bestehen keine Ansprüche oder Verfahren, die erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der CropEnergies-Gruppe haben. Zum Bilanzstichtag bestanden keine weiteren Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen. (30) Ergebnis je AktieDer Konzernjahresüberschuss belief sich auf 12,0 (57,2) Mio. €. Durch den Erwerb von Ensus gegen Ausgabe neuer CropEnergies-Aktien erhöhte sich deren Anzahl ab 19. Juli 2013 um 2,25 Mio. auf 87,25 Mio. Der Berechnung des Ergebnisses je Aktie (IAS 33) liegt ein zeitlich gewichteter Durchschnitt von 86,4 (85,0) Mio. Aktien zugrunde. Somit ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 0,14 (0,67) €. Dabei entspricht das verwässerte dem unverwässerten Ergebnis. (31) Angaben zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung wurde nach den Vorschriften des IAS 7 (Kapitalflussrechnungen) erstellt und zeigt die Veränderung des Finanzmittelbestands der CropEnergies-Gruppe aus den Bereichen laufende Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Durch den Rückgang des EBITDA reduzierte sich der Cashflow auf 50,6 (98,2) Mio. €. Der Mittelabfluss resultiert im Wesentlichen aus der mit dem Erwerb von Ensus verbundenen Kapazitätserweiterung. Durch den Abbau von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den Vorratsaufbau am Standort in Wilton erhöhte sich das Nettoumlaufvermögen um 64 Mio. €. Die Mittelabflüsse aus Steuerzahlungen beliefen sich auf 11,1 (12,7) Mio. € und sind der laufenden Geschäftstätigkeit zuzuordnen. Außerdem sind Zinsauszahlungen in Höhe von 4,6 (4,4) Mio. € angefallen, die ebenfalls der laufenden Geschäftstätigkeit zuzuordnen sind. Die Investitionen von 18,4 (11,1) Mio. € für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte entfallen im Wesentlichen auf Investitionen in Sachanlagen, insbesondere Steigerung der Wertschöpfung und der künftigen Ertragskraft. Der Bestand an flüssigen Mitteln belief sich per 28. Februar 2014 auf 14,0 (8,0) Mio. €. Der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 88,8 Mio. € standen planmäßige Tilgungen von 29,1 Mio. € sowie die Dividendenausschüttung im Juli 2013 in Höhe von 22,1 (15,3) Mio. € gegenüber. (32) Aufwendungen für Leistungen des KonzernabschlussprüfersFür Leistungen des Konzernabschlussprüfers, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, sind im Geschäftsjahr 2013/14 Aufwendungen in Höhe von 144 (143) Tsd. € für die Konzernabschlussprüfung sowie die Prüfung der Abschlüsse der CropEnergies AG und ihrer inländischen Tochtergesellschaft, der CropEnergies Bioethanol GmbH, und der CT Biocarbonic GmbH angefallen. Darüber hinaus erbrachte der Konzernabschlussprüfer im laufenden Geschäftsjahr andere Bestätigungsleistungen in Höhe von 3 (3) Tsd. € sowie sonstige Beratungsleistungen in Höhe von 10 (0) Tsd. €. (33) Entsprechenserklärung nach § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat der CropEnergies AG haben am 10. Dezember 2013 die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären der CropEnergies AG auf der Website www.cropenergies.com unter der Rubrik Investor Relations dauerhaft zugänglich gemacht. (34) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)"Related Party" im Sinne von IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen) sind die Südzucker AG als Mehrheitsaktionärin sowie deren Vorstand und Aufsichtsrat nebst deren nahen Familienangehörigen sowie ihre Tochtergesellschaften (Südzucker-Gruppe), das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH sowie die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der CropEnergies AG nebst deren nahen Familienangehörigen. Darüber hinaus zählt dazu die Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG), Ochsenfurt, aus deren Eigenbesitz an Südzucker-Aktien zuzüglich der von ihr treuhänderisch für die Gemeinschaft der Anteilsinhaber gehaltenen Aktien sich eine Mehrheitsbeteiligung an der Südzucker AG errechnet. Südzucker AG Mannheim/OchsenfurtDie Transaktionen mit der Südzucker AG umfassten Lieferungen von der Südzucker AG, insbesondere Rohstoffe und Energie, im Wert von 45,1 (52,4) Mio. €. Daneben wurden Dienstleistungen in Höhe von 3,4 (3,4) Mio. € sowie Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von 1,7 (1,8) Mio. € erbracht. Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von der Südzucker AG für Warenlieferungen 2,6 (2,1) Mio. €. Aus der Gewährung von Darlehen ergab sich für die CropEnergies-Gruppe ein negativer Zinssaldo in Höhe von 3,5 (3,2) Mio. €. Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden gegenüber der Südzucker AG zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 0,2 (0,0) Mio. € und Verbindlichkeiten in Höhe von 8,5 (7,4) Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Südzucker AG beliefen sich auf 43,0 (13,0) Mio. €. Verbundene Unternehmen der Südzucker AG Mannheim/OchsenfurtDie Transaktionen mit den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG umfassten Lieferungen, insbesondere von Rohstoffen und Handelswaren, im Wert von 72,2 (67,8) Mio. €. Daneben wurden Dienstleistungen in Höhe von 1,0 (1,1) Mio. € erbracht. Im Gegenzug erhielt die CropEnergies-Gruppe von den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG für Warenlieferungen 55,0 (39,0) Mio. €. Ferner erzielte die CropEnergies-Gruppe Leistungserlöse in Höhe von 2,1 (2,1) Mio. € sowie Erlöse aus Dienstleistungen in Höhe von 1,5 (2,2) Mio. €. Resultierend aus den vorgenannten Leistungsbeziehungen bestanden gegenüber den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 6,8 (7,1) Mio. € und Verbindlichkeiten in Höhe von 8,8 (10,0) Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen der Südzucker AG beliefen sich auf 84,0 (44,0) Mio. €. Die Leistungsbeziehungen mit der Südzucker AG und ihren verbundenen Unternehmen wurden zu marktüblichen Preisen bzw. Zinsen abgerechnet; Leistung und Gegenleistung entsprachen sich, sodass keine Benachteiligungen entstanden. Daneben wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt. CT Biocarbonic GmbHFür das Joint Venture CT Biocarbonic GmbH wurden Dienstleistungen und Lieferungen in Höhe von 0,8 (1,1) Mio. € zu marktüblichen Preisen erbracht. Süddeutsche Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG I Mit der Süddeutschen Zuckerrüben-Verwertungs-Genossenschaft eG (SZVG) gab es keine Geschäftsvorfälle. VorstandDer Gesamtvorstand erhielt für das Geschäftsjahr 2013/14 insgesamt eine Vergütung von 761 (770) Tsd. €; davon entfielen auf das feste Jahresgehalt 426 (427) Tsd. €. Der variable Vergütungsanspruch belief sich auf 297 (303) Tsd. €. Als Sachbezüge und Beiträge zur Sozialversicherung wurden 38 (40) Tsd. € gewährt. Der Stand der Pensionsrückstellungen für Vorstandsmitglieder belief sich auf 2,3 (2,2) Mio. €. AufsichtsratUnter der Voraussetzung, dass die Hauptversammlung am 15. Juli 2014 die Dividende - wie vorgeschlagen - beschließt, beläuft sich die Vergütung für die gesamte Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats der CropEnergies AG für das Geschäftsjahr 2013/14 auf 175 (260) Tsd. €; davon entfallen auf die feste Vergütung 175 (200) Tsd. €. Zudem wurden angefallene Auslagen in Höhe von 8 (4) Tsd. € erstattet. Die Beschreibung der Vergütungssysteme für Vorstand und Aufsichtsrat, die Bestandteil des Lageberichts ist, ist in der Erklärung zur Unternehmensführung/Corporate Governance-Bericht auf der Seite 35 angegeben. (35) AufsichtsratProf. Dr. Markwart KunzVorsitzender Worms Ehem. Mitglied des Vorstands der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt Dr. Lutz GuderjahnStellvertretender Vorsitzender Offstein Mitglied des Vorstands der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt Konzernmandate
Dr. Hans-Jörg GebhardEppingen Vorsitzender des Verbands Süddeutscher Zuckerrübenanbauer e. V. Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Thomas KölblSpeyer Mitglied des Vorstands der Südzucker Aktiengesellschaft Mannheim/Ochsenfurt Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
Konzernmandate
Franz-Josef MöllenbergRellingen Ehem. Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Weitere Mandate in inländischen, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
Norbert SchindlerBobenheim am Berg Mitglied des Deutschen Bundestags Mandate in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien
(36) VorstandDr. Marten Keil (COO)HeidelbergJoachim Lutz (CFO)Mannheim(37) Anteilsbesitzlistescroll
(38) Vorschlag zur GewinnverwendungDer Konzern-Jahresüberschuss der CropEnergies-Gruppe (nach IFRS) reduzierte sich nach dem Rekordergebnis des Vorjahrs auf 12,0 (57,2) Mio. €. Der für die Gewinnverwendung maßgebliche handelsrechtliche Bilanzgewinn der CropEnergies AG erreichte nach einer Einstellung von 20,4 (19,4) Mio. € in die Gewinnrücklagen 20,5 (22,2) Mio. €. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 15. Juli 2014 vor, aus dem Bilanzgewinn der CropEnergies AG 8,7 Mio. €, entsprechend einer Dividende von 0,10 € pro Aktie auszuschütten, weitere 11,0 Mio. € in die Gewinnrücklagen einzustellen und den verbleibenden Bilanzgewinn von 0,8 Mio. € auf neue Rechnung vorzutragen. (39) Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach dem Bilanzstichtag gab es keine Ereignisse, die die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage wesentlich beeinflusst haben. (40) SegmentberichtGemäß IFRS 8 (Geschäftssegmente) sind Angaben über jene Segmente erforderlich, die das Unternehmen zu internen Berichts- und Steuerungszwecken eingerichtet hat (sogenannter Management Approach). Die CropEnergies-Gruppe stellt nur ein homogenes Hauptprodukt (Bioethanol) her. Nach mehreren verbundenen bzw. identischen Produktionsprozessen entstehende ähnliche Endprodukte können separat vertrieben werden. Das Management steuert die gesamte Unternehmensgruppe anhand der Informationen über das Hauptprodukt Bioethanol. Daher besitzt die CropEnergies-Gruppe nur ein Segment. Die operative Steuerung der CropEnergies-Gruppe erfolgt durch den Vorstand als Hauptentscheidungsträger im Wesentlichen anhand der Umsatzerlöse sowie des operativen Ergebnisses. Ableitung des Segmentvermögens und der Segmentverbindlichkeitenscroll
Segmentierung nach Regionenscroll
Die regionale Zuteilung des Segmentvermögens und der Investionen erfolgte nach den Ländern, in denen die Gesellschaften der CropEnergies-Gruppe ihren Sitz haben. Die Umsatzerlöse mit Dritten bestimmten sich nach der Lieferdestination. Im Geschäftsjahr 2013/14 erwirtschaftete die CropEnergies-Gruppe mit einem Kunden Umsatzerlöse von 14,9 % des Konzernumsatzes. Im Berichtszeitraum fielen sonstige betriebliche Erträge von 5,4 (6,6) Mio. €, Abschreibungen von 34,3 (32,0) Mio. €, sonstige betriebliche Aufwendungen von 59,0 (48,0) Mio. €, Finanzerträge von 1,2 (0,2) Mio. €, Finanzaufwendungen von 6,1 (5,3) Mio. € sowie ein Steueraufwand von 11,3 (24,7) Mio. € an. Bei einem operativen Ergebnis von 34,5 (87,0) Mio. € ergab sich somit ein Jahresüberschuss von 12,0 (57,2) Mio. €. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Mannheim, 22. April 2014 DER VORSTAND Dr. Marten Keil Joachim Lutz WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKSWir haben den beigefügten Konzernabschluss der CropEnergies AG, Mannheim, und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Aufstellung der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, Kapitalflussrechnung, Bilanz, Entwicklung des Eigenkapitals und Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. März 2013 bis 28. Februar 2014 - geprüft. Verantwortung des Vorstands für den KonzernabschlussDer Vorstand der CropEnergies AG ist verantwortlich für die Aufstellung dieses Konzernabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Verantwortung des AbschlussprüfersUnsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist. Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Konzernabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der vom Vorstand ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. PrüfungsurteilGemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 28. Februar 2014 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr. Vermerk zum KonzernlageberichtWir haben den beigefügten Konzernlagebericht der CropEnergies AG für das Geschäftsjahr vom 1. März 2013 bis 28. Februar 2014 geprüft. Der Vorstand der CropEnergies AG ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des Konzernlageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des Konzernlageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernlageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 22. April 2014 PricewaterhouseCoopers Dr. Ralf Worster, Wirtschaftsprüfer ppa. Christina Pöpperl, Wirtschaftsprüferin GLOSSARAlkohol→ Ethanol. Abfindungs-CapDie Obergrenze der Zahlung, die ein Mitglied des Vorstands bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit erhält. Beimischung (zum Benzin)Die Zugabe von → Bioethanol zu → Ottokraftstoff. In Europa gibt es für → Ottokraftstoff die Norm EN 228, die seit Ende 2012 den Zusatz von 10 Vol.-% → Ethanol oder 22 Vol.-% ETBE erlaubt. Weltweit sind unterschiedliche Ethanolbeimischungen zu konventionellem → Ottokraftstoff üblich (z. B. 20 - 25 Vol.-% in Brasilien; 10 - 15 Vol.-% in den USA). BioethanolAus nachwachsenden Rohstoffen gewonnener → Alkohol. Als Rohstoff kommt zucker-, stärke- oder zellulosehaltige Biomasse infrage. Die CropEnergies AG setzt Getreide, → Zuckersirupe und Rohalkohol als Rohstoffe ein. BiokraftstoffeAus Biomasse gewonnene Kraftstoffe (z. B. → Bioethanol, Biodiesel, Biogas, Pflanzenöl). Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung (Biokraft-NachV)Am 2. November 2009 in Kraft getretene Verordnung über Anforderungen an eine nachhaltige Herstellung von → Biokraftstoffen. Die Verordnung soll sicherstellen, dass künftig nur noch solche → Biokraftstoffe steuerlich begünstigt oder auf die Biokraftstoffquote angerechnet werden können, die unter Beachtung verbindlicher Nachhaltigkeitsstandards hergestellt wurden. Mit der Verordnung werden die → Nachhaltigkeitskriterien der Europäischen Union für den Biokraftstoffbereich in Deutschland rechtlich festgeschrieben. C4-BausteineEin aus der Petrochemie abgeleiteter Begriff für eine Kohlenwasserstofffraktion, die überwiegend aus ungesättigten Verbindungen mit vier Kohlenstoffatomen besteht und vorwiegend als Chemierohstoff, z. B. für die Herstellung von Kunststoffen eingesetzt wird. Diese C. können ebenfalls aus → Bioethanol - also auf der Basis nachwachsender Rohstoffe - hergestellt werden. CDS (Condensed Distillers' Solubles)Flüssiges Futtermittel aus → Schlempe, die bei der Bioethanolherstellung aus Getreide anfällt und eingedickt wird. CO2→ Kohlendioxid. ComplianceEinhaltung von Gesetzen, Richtlinien und freiwilligen Kodizes als Element der verantwortungsvollen Unternehmensführung (→ Corporate Governance). Corporate GovernanceVerantwortungsvolle Unternehmensführung und -kontrolle. Gesamtheit der auf die Aktionärsinteressen ausgerichteten Grundsätze und Regeln über Organisation, Verhalten und Transparenz, die -unter Wahrung von Entscheidungsfähigkeit und Effizienz der Führung - auf oberster Unternehmensebene ein ausgewogenes Verhältnis von Leitung und Kontrolle anstreben. Hierdurch soll die Transparenz der Unternehmensführung erhöht, die Zusammenarbeit der Organe eines Unternehmens verbessert und eine effiziente Kontrolle der Unternehmensführung gewährleistet werden. Die CropEnergies AG sieht in der Einhaltung von C.-Grundsätzen ein bedeutendes Mittel zur Stärkung des Vertrauens der Anleger, Kunden, Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung des Unternehmens. Corporate Governance KodexDurch den Gesetzgeber im Jahr 2002 eingeführter Kodex, der wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften (Unternehmensführung) darstellt und darüber hinaus international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung enthält. Es besteht eine gesetzliche Verpflichtung für alle deutschen börsennotierten Unternehmen, alljährlich zu erklären, inwiefern den Empfehlungen entsprochen wurde und wird. CropPower85C. ist ein gemäß DIN 51625 hergestellter E85-Qualitätskraftstoff (→ E85) für Flexible Fuel Vehicles (→ FFVs). C. ist ein Bioethanol-Benzin-Gemisch mit einem Bioethanolanteil von bis zu 86 %. Cross ComplianceGrundsatz der Landwirtschaft in der EU, dass Landwirte Umweltschutzauflagen erfüllen müssen, um in den Genuss von Marktstützungsmaßnahmen zu kommen. C. war Teil der Reform der europäischen Landwirtschaftspolitik im Rahmen der Agenda 2000 und ist seit 2005 verpflichtend. Beispiele für Umweltauflagen der C. sind die Einhaltung der zulässigen Höchstmenge von Düngemitteln pro Hektar und die Befolgung bestimmter Regeln bezüglich des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln. Insgesamt wurden 19 Rechtsakte erlassen, die die Bereiche Umwelt, Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanzen sowie Tierschutz betreffen. D&O-Versicherung | (Directors-and-Officers-Versicherung, auch Organ- oder Manager-Haftpflichtversicherung)Eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, die ein Unternehmen für seine Organe und leitenden Angestellten abschließt. DDGS (Distillers' Dried Grains with Solubles)Trockenschlempe. Als D. wird die getrocknete → Schlempe der Ethanolherstellung aus Getreide bezeichnet, die in der Tierernährung als wertvolles Proteinfuttermittel eingesetzt wird. DehydratationDie so genannte Trocknung des → Alkohols. In diesem letzten Schritt der Bioethanolproduktion wird dem → Alkohol nahezu das gesamte restliche Wasser entzogen und so ein Reinheitsgrad von über 99 % erreicht. Derivate | Derivative FinanzinstrumenteFinanzprodukte, deren Marktwert entweder aus klassischen Basisinstrumenten wie Aktien oder Rohstoffen oder aus Marktpreisen wie etwa Zinssätzen oder Wechselkursen abgeleitet werden kann. D. existieren in vielfältigen Formen, so etwa als Optionen oder → Termingeschäfte (→ Futures). DestillationAuftrennung von Flüssigkeiten, die aus verschiedenen Bestandteilen zusammengesetzt sind, durch kontrollierte Erhitzung, z. B. fraktionierte Destillation von Rohöl oder Trennung von → Alkohol und Wasser. Basis dieser Trennungsmöglichkeit sind die unterschiedlichen Siedepunkte der Mischungsbestandteile. E5Kraftstoff für Ottomotoren mit bis zu 5 Vol.-% → Bioethanol. E10Kraftstoff für Ottomotoren mit bis zu 10 Vol.-% → Bioethanol. E85In Deutschland besonders förderungswürdiger Kraftstoff für Flexible Fuel Vehicles (→ FFVs). E85 ist ein Bioethanol-Benzin-Gemisch mit einem Bioethanolanteil von rund 85 %. Für E. gilt in Deutschland die DIN 51625. Die CropEnergies AG produziert und vertreibt E85-Quali-tätskraftstoff unter dem Markennamen → CropPower85 in Deutschland. EBIT (Earnings Before Interest and Taxes)→ Ergebnis vor Zinsen und Steuern. EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization)Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände. EnzymVeraltet: Ferment. Biochemischer Katalysator, der hilft, ein Substrat zu spalten oder zu verändern, ohne sich selbst aufzubrauchen. E. bestehen aus Eiweiß (Protein). Ergebnis je AktieDen Aktionären zurechenbares Ergebnis nach Steuern, das auf eine Aktie entfällt. Das E. wird als Quotient des Jahresergebnisses nach Minderheitenanteilen im Verhältnis zur Anzahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)Kennzahl, die die operative Ertragskraft eines Unternehmens misst, indem aus dem Jahresüberschuss der Steueraufwand und das Finanzergebnis eliminiert werden. Dem E. kommt bei einem Vergleich von Unternehmen, die unterschiedliche Finanzstrukturen aufweisen oder nicht vergleichbaren Steuersystemen ausgesetzt sind, eine zentrale Bedeutung zu. Das von der CropEnergies AG ausgewiesene "Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit" entspricht weitgehend der Definition des E. Erneuerbare EnergienRegenerative Energien, die im Gegensatz zu fossilen Energieträgern theoretisch unbegrenzt zur Verfügung stehen. Man unterscheidet die drei Gruppen Wärme, Strom und Kraftstoffe, die jeweils wieder unterteilt werden können. Erneuerbare-Energien-RichtlinieRichtlinie 2009/28/EG des Europäischen Parlaments und Rates zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen vom 23. April 2009. Die E. schreibt unter anderem einen verbindlichen Anteil → erneuerbarer Energien am Energieverbrauch im Transportsektor von 10 % im Jahr 2020 vor. Die E. enthält ebenfalls Regelungen zur nachhaltigen Produktion von → Biokraftstoffen als Voraussetzung für eine Förderung und die Anrechnung auf die EU-Biokraftstoffziele. Zum Nachweis der Einhaltung der rechtlich definierten Anforderungen sind die Wirtschaftsteilnehmer zu einer unabhängigen Überprüfung verpflichtet (z. B. Zertifizierungssysteme). Bis zum 5. Dezember 2010 musste die E. von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden. EthanolAuch Ethylalkohol (veraltet Äthanol, Äthylalkohol). Gehört zur Gruppe der Alkohole, steht im engeren Sinn synonym für → Alkohol. E. ist das Hauptprodukt der alkoholischen Gärung. Hauptbestandteil von Branntwein und Trinkalkohol. E. wird als Kraftstoffadditiv (→ Bioethanol) und als alleiniger Kraftstoff, aber auch in der chemischen oder pharmazeutischen Industrie verwendet. FermentationBiotechnisches Verfahren zur Herstellung eines gewünschten Produkts, bei dem organisches Material durch Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze oder auch Einzeller bzw. deren Enzyme umgewandelt wird. Bei der Herstellung von → Bioethanol wird der in der Maische enthaltene Zucker durch Hefen in → Alkohol verwandelt. FFVs (Flexible Fuel Vehicles)F. sind kraftstoffflexibel, das heißt, sie können sowohl mit reinem → Ottokraftstoff als auch - in Europa - mit bis zu 86 % → Bioethanol betrieben werden. Sie haben einen einzigen Tank und erkennen über einen Sensor das Mischungsverhältnis von → Bioethanol und → Ottokraftstoff. Das Motormanagement passt die Zündzeitpunkte automatisch an die Zusammensetzung des Gemischs an. Futures→ Termingeschäfte. GalloneVolumenmaß (Trocken- und Flüssigkeitsmaß), für das mehrere Definitionen existieren. Die in den USA für Flüssigkeiten gebräuchliche US liquid gallon entspricht 3,785 Litern. GetreidewirtschaftsjahrZeitraum von zwölf Monaten zur Sammlung von Daten (z. B. Anbaufläche, Erntemengen) zu einer bestimmten Getreidesorte. Das G. beginnt mit der Getreideernte. In Europa dauert das Wirtschaftsjahr für Weizen beispielsweise vom 1. Juli bis zum 30. Juni. GewichtsprozentProzentuale Angabe des relativen Masseanteils einer Komponente an der Gesamtmasse eines Stoffgemisches (Abk. Gew.-%). GlutenKleber oder Klebereiweiß, welches in Getreidekörnern enthalten ist. G. wird in der Industrie als Lebensund Futtermittel verwendet. GMP+Richtlinien zur Qualitätssicherung der Produktionsabläufe und -umgebung u. a. bei der Produktion von Lebens- und Futtermitteln. IFS-Zertifizierung (International Food Standard)Zertifizierung und Überprüfung von Systemen zum Sicherstellen der Lebensmittelsicherheit sowie der Qualität bei der Produktion von Lebensmitteln. Die Zertifizierung erfolgt durch akkreditierte Zertifizierer. Kohlendioxid (CO2)Entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigem Material. Dient als Ausgangsprodukt für den Aufbau pflanzlicher Biomasse durch Photosynthese. Bei der Verbrennung von Biomasse wird nur so viel CO2 abgegeben, wie von dieser zuvor beim Wachsen aufgenommen worden ist. K. ist ein → Treibhausgas. K. kann in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie verwendet werden. KraftstoffqualitätsrichtlinieRichtlinie 98/70/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Oktober 1998, die Mindestanforderungen für die Beschaffenheit und Auszeichnung der Qualitätsdaten von Kraftstoffen festlegt. Mit der K. haben das Europäische Parlament und der Rat einem Änderungsvorschlag der EU-Kommission zur Verringerung von luftverunreinigenden Emissionen und Treibhausgasemissionen von Kraftstoffen zugestimmt. In diesem Zusammenhang wurde auch die EUweite Einführung von → E10-Kraftstoff ermöglicht. LignocelluloseVerbund aus → Zellulose, Hemizellulose und Lignin, der das Strukturgerüst der pflanzlichen Zellwand bildet. Die Gewinnung von → Bioethanol aus lignozellulären Rohstoffen wie Stroh oder Holz befindet sich in der Entwicklungsphase. NachhaltigkeitskriterienKriterien, die → Biokraftstoffe, die für die Erreichung der Ziele der → "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" verwendet werden, sowie Biokraftstoffe, denen nationale Förderregelungen zugute kommen, erfüllen müssen, um ihre ökologische Nachhaltigkeit unter Beweis zu stellen. Beispiele für N. sind eine Mindesteinsparung von → Treibhausgasen und der Schutz von Flächen mit hoher biologischer Vielfalt. Bei der Formulierung der → "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" wurden auch soziale N. berücksichtigt. NachhaltigkeitszertifizierungDient der Überwachung und Kontrolle der kompletten Anbau-, Liefer- und Herstellungskette von Biokraftstoffen zur Einhaltung der Vorgaben der → Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung durch unabhängige Zertifizierungssysteme und -stellen, die von staatlichen Aufsichtsbehörden (z. B. Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung [BLE] in Deutschland) anerkannt und überwacht werden. N. findet auch bei der Verstromung von flüssiger Biomasse Anwendung. OttokraftstoffOffizielle Bezeichnung für Normal-(Regular-) und Super- (Premium-) Benzine für Vergaser und Einspritzmotoren mit Fremdzündung. Die Qualität von europäischem O. ist in EN 228 festgelegt. ProtiGrain®Markenname für das von CropEnergies produzierte → DDGS. P. wird als hochwertiges Proteinfuttermittel vermarktet. ProtiWanze®Markenname für das von CropEnergies in Wanze produzierte → CDS. P. ist ein flüssiges Futtermittel mit einem hohen Proteingehalt. RektifikationSchritt der Bioethanolproduktion, in dem der → Alkohol aufgereinigt wird und Reststoffe entfernt werden. ROCE (Return on Capital Employed)Kapitalrendite; in der CropEnergies-Gruppe für die Messung der Rentabilität verwendet. Hier wird das erwirtschaftete operative Ergebnis ins Verhältnis zum eingesetzten Vermögen gesetzt. Letzteres wird als Summe des langfristigen Vermögens (ohne Finanzanlagevermögen) und des Working Capitals errechnet. SchlempeRückstand an nicht vergärbaren Stoffen, der bei der Destillation anfällt. Sch. aus Getreide ist wegen des Gehalts an Eiweiß, Stickstoffverbindungen, Fetten u. a. ein wertvolles Futtermittel für Nutztiere. TermingeschäfteKontrakte über die Lieferung und Abnahme eines bestimmten Gegenstands zu einem Zeitpunkt in der Zukunft, zu einem bei Vertragsabschluss vereinbarten Preis oder an der Börse am Stichtag festgestellten Kurs. TreibhausgaseNeben Methan, Distickstoffoxid und den FCKWs ist → Kohlendioxid das wichtigste anthropogene Treibhausgas. Das Ansteigen der Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre ist verantwortlich für den Klimawandel. Hauptverursacher von CO2 -Emissionen ist die Industrie, gefolgt vom Gebäude-Sektor (Raumwärme, elektrische Geräte etc.) und dem Verkehrssektor. Volumenprozent (Volumenkonzentration)Schreibweise: Vol.-% oder v/v. Bezeichnung für den Alkoholanteil einer Flüssigkeit bezogen auf das Volumen bei 20 °C. Warentermingeschäfte→ Termingeschäfte über Abnahme und Lieferung von Handelswaren, z. B. landwirtschaftlichen Erzeugnissen. ZelluloseGerüstsubstanz von Pflanzen, Hauptbestandteil der Zellwände. Z. ist ein Polysaccharid, das aus einigen tausend ϐ-Glucosebausteinen aufgebaut ist. Es ist u. a. durch Mineralsäuren, Enzyme oder Pilze spaltbar ("Holzverzuckerung", Holzzuckerspiritus-Gewinnung). Verfahren zur Herstellung von → Bioethanol aus Z. befinden sich im Entwicklungsstadium. ZuckersirupeZwischenprodukte der Zuckerherstellung. Die CropEnergies AG nutzt Z. in ihren Bioethanolanlagen als Rohstoff für die Bioethanolherstellung. ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN UND PROGNOSENDieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Einschätzungen des Vorstands der CropEnergies AG beruhen. Auch wenn der Vorstand der Überzeugung ist, dass diese Annahmen und Planungen zutreffend sind, können künftige tatsächliche Entwicklungen und die künftigen tatsächlichen Ereignisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Faktoren erheblich abweichen. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang beispielsweise Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage und ordnungspolitischen Rahmenbedingungen sowie die Entwicklung der Rohstoff- und Ölpreise. CropEnergies übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden. Satz und Gestaltung: trio-group, Mannheim Druck und Weiterverarbeitung: ColorDruck Leimen © 2014 Finanzkalenderscroll
KontaktCropEnergies AG Gottlieb-Daimler-Straße 12 68165 Mannheim Investor Relations Tel.: +49 (621) 714190-30 Fax: +49 (621) 714190-03 ir@cropenergies.de Öffentlichkeitsarbeit / Marketing Nadine Dejung Tel.: +49 (621) 714190-65 Fax: +49 (621) 714190-03 presse@cropenergies.de www.cropenergies.com Handelsregister Mannheim: HRB 700509 Mitglied der Gruppe SÜDZUCKER |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||